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Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
mronatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Anren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
Au. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
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ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 279.
Dienstag, den 18. November.
1913.
nötig iſt. Letztere ſind eigentlich zwiſchen Deutſchland und Mängel, welche die Armee zeige, verbürge er ſich für einen
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Rußland weniger hervorgetreten, ſie könnten ſich aber, Sieg; der Krieg müſſe aber kurz ſein. Nachdem jedoch
wenn auch nicht auf internationalem Gebiete, ſo doch auf der Krieg ausgebrochen wax, habe die Regierung die
War=
nung nicht beachtet ſondern die Friedensverhandlungen
handelspolitiſchem Gebiete bei der Vorbereitung für die ſich in die Länge ziehen laſſen. Die Regierung ſei vor und
Das Wichtigſte vom Tage.
Erneuerung des Handelsvertrages zeigen.
nach dem Kriege von vielen Seiten vor den illoyalen
Ab=
ruſſiſche Miniſterpräſident Kokowtzow iſt mit Ge=
In ſeiner auswärtigen Politik hat ſich Kokowtzow ſichten der Verbündeten gewarnt worden. Sie hätte raſch
hahlin in Begleitung des Direktors im
Finanzminiſte=
gleich Saſonow vorſichtig und maßvoll erwieſen. Im unter den von der Türkei nach der Schlacht bei Lüle=
Bur=
eſum Dawydow geſtern in Berlin eingetroffen.
gas angebotenen Bedingungen Frieden ſchließen ſollen.
Ehren des ruſſiſchen Miniſterpräſidenten gegenwärtigen Augenblick ſind ſeine kurz vor der Ausreiſe Die Türkei habe damals nur verlangt, daß es die
Darda=
ſſokowtzow fand geſtern ein vom ruſſiſchen Bot=aus Paris abgegebenen diesbezüglichen Erklärungen be= nellen und Konſtantinopel behalte. Nach der Schlacht bei
ſchafter veranſtaltetes Diner ſtatt, an dem auch der ſonders intereſſant, weil ſie der Türkei die Hoffnung ge= Tſchataldſcha ſeien die Bedingungen ſchon weniger vor=
Reichskanzler teilnahm.
währen, diejenigen ägäiſchen Inſeln, die für die Vertei= teilhaft, aber noch ausgezeichnet geweſen, und der Friede
hätte geſchloſſen werden können. Damals ſei er
Gena=
r König von Bulgarien iſt geſtern in Ko=digung Kleinaſiens unentbehrlich ſind, behalten zu können. diew, im Lager vor Tſchataldſcha geweſen und habe
Da=
urg eingetroffen.
In Athen wird man natürlich darüber ſehr verſchnupft new geraten Frieden zu ſchließen, indem er die Gefahr
rſtrafweiſe in den Ruheſtand verſetzte ſein, weil man dort am liebſten den ganzen Archipel in eines Angriffs von Serben. Griechen und Türken ihm
Kommandeur des franzöſiſchen 16. Ar=Bauſch und Bogen annektiert hätte. Auch die Erklärungen vor Augen geführt habe. Die Regierung habe ſich gewei=
Uneekorps, General Faurie, veröffentlichte die
Be=
gert. Erſt auf einen neuen Bericht der Generale Sawow
Kokowtzows bezüglich Armeniens lauten zurückhaltend, und Fitſchew hin, die die Notwendigkeit eines
Waffen=
lichte über ſeine Manöverführung.
und man kann darin nicht die Abſicht Rußlands erblicken, ſtillſtandes begründeten, ſei dieſer geſchloſſen worden.
ſſiſtern morgen iſt die mongoliſche Sondermiſ=
Genadiew fuhr dann fort: In diefem Augenblick
be=
jon, aus 27 Perſonen beſtehend, unter ihnen der der Türkei Steine in den Weg zu legen. — Wir wollen
Fremierminiſter die Gehilfen des Miniſters des Aeu= wünſchen, daß die an maßgebender Stelle gehegten Hoff= gann das Unglück Bulgariens. Die Regierung
wußte aus der glänzenden Lage, welche die bulgariſchen
hern und des Juſtizminiſters, in Petersburg ein= nungen, der ruſſiſche Beſuch in Berlin werde für die Siege geſchaffen hatten, keinen Nutzen zu ziehen; ſie
ver=
erroffen.
internationalen Beziehungen von günſtigem Einfluß ſein, ſtand es nicht, durch einen Friedensſchluß mit der Türkei
mexikaniſche Miniſter des Aeußern iſt ſich erfüllen werden.
die Kräfte des Landes intakt zu halten und ſo weitere
ltrückgetreten. Huerta wiederholte, daß er
Komplikationen zu vermeiden. Nichtsdeſtoweniger bot ſich
icht zurücktreten werde.
eine neue Ehance: Der Bankier Kaltiſchew wurde vom
Hauptquartier nach Konſtantinopel arſandt und ſetzte dort
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Eine Erklärung
die Uebergabe Adrianopels durch. Darüber
zeigte ſich der Miniſterpräſident Geſchow verletzt und er
der bulguriſchen Regierung. drohte mit einer Demiſſion da er ſich nicht iſoliert mit
Der Beſuch Kokowtzows
* Am Sonntag vormittag fand in Sofia eine große der Türkei verſtändigen wollte. Als am orthodoxen
Weih=
nachtsfeſt General Sawow auf Einladung Naſim
Pa=
öffentliche Verſammlung ſtatt, wobei der Miniſterpräſident
ſchas mit dieſem und dem Miniſter des Aeußern
Nora=
in Berlin.
Radoslawow eine Exklärung der Regierung dunghiam eine Unterredung hatte, in der beide türkiſchen
ſit.„* Das allgemeine Intereſſe wendet ſich dem gegen= verlas.
Staatsmänner in die Abtretung Adrianopels einwilligten,
Miigen Aufenthalt des ruſſiſchen Miniſterpräſidenten in
Die Regierungserklärung erinnert zunächſt an den ließ Geſchow den Bericht Sawows hierüber unbeantwor=
Mieutſchen Reichshauptſtadt zu. Wie kürzlich Herr Sa=Ernſt des Augenblicks, wo das Kabinett gebildet tet. Beim Abbruch der Londoner Verhandlungen büßte
Mow auf ſeiner Heimkehr von Frankreich in Berlin wurde, und an die ſchmerzlichen, durch die Ereigniſſe und Bulgarien die Vorteile ein, die es bei Tſchataldſcha
er=
eg und mit unſeren leitenden Kreiſen Fühlung nahm, die Friedensſchlüſſe in Bukareſt und Konſtantinopel auf= langt hatte, und ſo begann Bulgarien den zweiten Krieg
erlegten Opfer. Es heißt darin weiter: Die Regierung gegen die Türkei, obwohl die Generäle davon abrieten.
ymmt auch Kokowtzow direkt von der Seine, wo hat den Frieden von Bukareſt unter den Vor= Nach dem Falle Adrianopels konnte der Frieden ſofort
ſſteraume Zeit weilte und natürlich ſich der größten Auf= behalten für ein gerechtes Gleichgewicht auf dem Balkan unterzeichnet werden. Die Regierung ließ ſich jedoch durch
Mſamkeit erfreute. Kurz vor ſeiner Abreiſe aus Paris angenommen. Jetzt wie damals betrachtet die Regierung die Schachzüge der Serben und Griechen hinhalten, die
dieſe Vorbehalte als von dem Friedensvertrage untrenn= Vorbehalte machten, um die Verhandlungen hinzuziehen
ihm zu Ehren noch ein Frühſtück beim Präſidenten har, Sie wird auf friedlichem Wege unter Anwendung und Bulgarien zu erſchöpfen. Ohne die Intervention
epublik ſtatt. Wir haben ſchon früher betont, daß die diplomatiſcher Mittel alle ihre Bemühungen darauf rich= Greys konnten die Verhandlungen ewig dauern. Der
hhnheit der leitenden ruſſiſchen Staatsmänner, nach ten, daß der Bukareſter Vertrag ſolche Verbeſſerungen Krieg mit Serbien und Griechenland war die Urſache des
Alln offiziellen Beſuche in Paris auch in Berlin einzu= erhalte, welche die Ruhe auf der Balkanhalbinſel und den Unglücks Bulgariens. Das Unglück iſt die Folge der Art
Fortſchritt der Balkanvölker ſichern würden und gleich= und Weiſe, wie der Krieg gegen die Türkei geführt wurde.
en, für die friedliche Politik des Zarenreiches günſtig zeitig mit den Intereſſen des europäiſchen Friedens ver= Volk und Armee Bulgariens taten ihre Pflicht, die
Diplo=
lſlegt werden kann; vielfach erblickt man darin das einbar wären Der Konſtantinopeler Friede wird durch matie war es, die alle Fehler begangen hat.
ben der leitenden Petersburger Kreiſe, der Welt zu einen Handelsvertrag ergänzt werden, der beſtimmt iſt. Die jetzige Regierung gelangte in dem Augenblick ans Ru=
, daß Rußland in ſeiner internationalen Politik die Entwicklung der beiden Staaten zu fördern. Die Ver= der, da alles gefährdet war; ſie bewahrte die Hauptſtadt
handlungen für den Abſchluß des Vertrages ſind im Zuge. vor einer Invaſion und rettete die Armee und von den
die Allianz mit Frankreich nicht beſchränkt, jeden= Bulgarien, das kaum die Waffen niedergelegt habe, wird Früchten ihrer Siege, was zu retten war. Die
Regie=
nicht verhindert wird, die traditionelle Freundſchaft die Aufgabe haben, in Friedensarbeit die Kriegs= rung erbittet das Vertrauen der Wähler um dem Lande
die Kraft wiedergeben zu können.
wunden zu heilen.
eutſchland aufrecht zu erhalten.
In der Erklärung wird ſodann die Auflöſung der
aß die offiziöſe Welt Berlins dem Beſuche Ko=
*
Sobranje begründet, die nach dem Unglück, das den
ows eine nicht geringe Bedeutung beimißt, ergibt ſich großen Siegen folgte, und nach den bedeutenden Opfern
Aus Sofia wird gemeldet: Die Rede des
der Auslaſſung des halbamtlichen Organs, das nach nicht mehr das Volk repräſentierte und auseinandergehen
Beſprechung des griechiſch=türkiſchen Friedens= mußte, um dem Volke dem oberſten Herrn ſeiner Ge= Miniſters des Aeußern Genadiew hat in po=
Allſes die Hoffnung ausdrückt, auch wegen der übrigen ſchicke, zu ermöglichen, ſich über die Aufgaben der Zukunft litiſchen Kreiſen einen ungewöhnlich ſtarken und
nach=
auszuſprechen. Die Regierung erachte es als ihre erſte haltigen Eindruck gemacht. Im Publikum herrſcht große
Mſchwebenden Balkanfragen werde es unſchwer zu einer Pflicht, die abſolute Freiheit der Wahlen zu ſichern. Die Erregung gegen die früheren Regierungsparteien. Die
ändigung kommen, wobei der europäiſchen Diplo= Gemeindewahlen am 10. November ſind die Bürgſchaft für
für ihre gemeinſame Arbeit wertvolle Hilfsmittel die aufrichtigſten Abſichten. Die Regierung wird arbeiten, Partei Geſchows hielt gleichfalls eine Wahlverſammlung
ebote ſtänden, welche die innere Fühlung zwiſchen die finanzielle Lage des Landes durch Streichung von ab, in der der frühere Miniſter Theodorow in längerer
überflüſſigen Ausgaben zu ſtärken und insbeſondere ratio= Rede auseinanderſetzte, daß Rußland keine Schuld an dem
roßmächten zu vertiefen geeignet ſeien. Unter die= nelle fiskaliſche Reformen die nicht auf die Maſſe der Ar= Unglück Bulgariens treffe. Theodorow verteidigte ſog,
MlGeſichtspunkt ſei es zu begrüßen, daß der ruſſiſche beiter und der armen Klaſſen laſten, einführen. Auf dieſen
Aſterpräſident während der nächſten Tage in Berlin Gedankengang wird die Regierung die ganze Aufmerkſam= dann die ruſſophile Politik und wandte ſich gegen die=
Meilen wolle. In der Ausſprache des ruſſiſchen Gaſtes keit der Volkswirtſchaft richten, da die Einnahmen des antiruſſiſchen Strömungen in der bulgariſchen Oeffentlich=
Staatsſchatzes mit dem Reichtum des Volkes wachſen keit.
Maiſer Wilhelm und ſeinen Ratgebern würden ſich die ſollen. Im Hinblick auf die gegenwärtige internationale
ligen Eindrücke noch verſtärken, die bei dem kürzlichen Lage iſt die Regierung ſich der Notwendigkeit einer ſtarken,
Deutſches Reich.
be Saſonows für das fernere einträchtige Zuſam= gut ausgebildeten, gut bewaffneten und mit guter Munition
irken der Großmächte in den noch ungelöſten Fragen verſehenen Armee bewußt, die allein mehr als die der
— Die erſten Reichstagsarbeiten. An ſei=
Vergangenheit imſtande ſein wird, die Unabhängigkeit und
dientpolitik geweckt worden ſeien. Aus dieſen Wor= die Lebensintereſſen des Vaterlandes zu ſichern. Der be= nem erſten Sitzungstage, dem 25. d. M., hat der Reichstag,
ht hervor, daß während des Aufenthalts Kokowtzows reits ſo ſortgeſchrittene öffentliche Unterricht wird eine wie ſchon gemeldet, nur Bittſchriften zu erledigen. Schon
rlin eingehende Beſprechungen desſelben mit unſeren neue Ausgeſtaltung im nationalen Geiſte erfahren.
auf der zweiten Tagesordnung aber, am Mittwoch, den
Die Förderung der annektierten
Ge=
den Perſönlichkeiten und auch eine Audienz des ruſ= biete wird eine der großen Aufgaben der Re= 26. November, wird, wie eine Nachrichtenſtelle hört, der
Staatsmannes beim Kaiſer vorgeſehen ſind. Welche gierung bilden, die dort einen Hafen am Aegai= neue Spionagegeſetzentwurf ſtehen, und es dürfte damit
ata dabei erörtert werden, entzieht ſich natürlich jeg= ſchen Meer und eine Eiſenbahnlinie bauen wird, die ſchnell Bewegung in die Verhandlungen kommen. Den
ſenntnis, und wenn darüber Mitteilungen verbreitet dieſes Meer mit der Donan verbinden ſoll, ſowie den etwa verbleibenden Reſt der letzten Novemberwoche will
n ſo beruhen dieſe lediglich auf Kombination. Aus der Ackerbau und die fruchtbaren Gegenden dieſer Gebiete
fördern und vervollkommnen wird. Die Bevölkerung die= der Präſident mit der Beratung kleinerer Vorlagen
aus=
hnten halbamtlichen Darlegung geht aber hervor, daß ſer Gebiete wird demnächſt zur Ausübung der politiſchen füllen. Am Montag, den 1. Dezember, dürfte die erſte
dtrientfrage und die Vorbedingungen für ein weiteres Rechte, die alle bulgariſchen Bürger genießen, berufen Leſung des Haushalts für das Rechnungsjahr 1914
be=
ginnen, die bei dem bekannten großen Redebedürfnis auf
Innienhalten der Großmächte beſprochen werden ſol= werden.
In der öffentlichen Verſammlung führte, nachdem der äußerſten Linken bis in die zweite Dezemberwoche
leMind es liegt die Vermutung nahe, daß die viermit
Mrbindung ſtehenden weiteren Fragen, zu denen wir Miniſterpräſident Radoslawow vorſtehende Regierungs= dauern kann. Der 8. Dezember, ein Montag, iſt wegen
iAlſter Linie die Bagdadbahn=Angelegenheit rechnen, erklärung verleſen hatte, Finanzminiſter Tontſchew des katholiſchen Feiertages (Mariä Empfängnis) ſitzungs=
Mumerörtert bleiben. Bei ſolchen Anläſſen, wo die aus: Die Urſache des ſchweren Mißgeſchicks, das Bul=frei. Späteſtens am 12. Dezember wird das Parlamen:
füllden Staatsmänner zweier befreundeter Mächte zu= garien getroffen hat, ſei das ſerbiſche Bündnis geweſen, in die Weihnachtsferien gehen.
ſaltenkommen, pflegt man ſich ja über alle Dinge, die das in ſeinen Grundlagen verfehlt geweſen ſei.
Der Schutz der Arbeitswilligen. Von
Der Miniſter des Aeußern Genadiew ſprach in nationalliberaler Seite wird geſchrieben: Die von der
alllerr. Repertoire des Welttheaters ſtehen, zu
unterhal=
dreiſtündiger Rede über die Urſachen des
natio=
eſonders über ſolche, an denen beide Teile inter= nalen Unglücks. Als im September 1912 die Tür= nationalliberalen Fratuon eingeſetzie Kommiſſion zur
Be=
ſirnd und wo vielleicht ein Ausgleich von Gegenſätzen kei mobiliſierte, habe der — ter erklärt, trotz der ratung der Frage des Arbeitswilligenſchutzes iſt mit ruhi=
Aummer
Nummer 279.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 18. November 1913.
Ein aiete
Seite 2.
Die Feſtlegung des Oſierſeles dirſe, trotdem Reſteinteg
gem Nachdruck an ihrer Arbeit. Wenn man undeſangen ſ chiſche und englſche Kolone in Alegandrig unſeren
See=
würdigt, auf Grund welcher umfaſſenden Vorbereitungs= leuten zuteil werden ließen, war von lebhafteſter Sym= Hinderniſſe ſchon beſeitigt ſind, doch immerhin noch Fälſtiemaligen Ba
arbeiten von dem Vorſitzenden, Geheimrat Schiffer, die pathie erfüllt. Angeſichts dieſes Ergebniſſes kann ich raume Zeit auf ſich warten laſſen. Die Feſtlegung kamticheſt entfernt.
ſo daß die
mich nur dazu beglückwünſchen, daß mir die Umſtände von Wert nur ſein, wenn allechriſtlichen Kultuchhnſe
Linſe nahl
Wege zu einem brauchbaren Ziele auf ihre Gangbarkeit Gelegenheit geboten haben, den ſchon vor langer Zeit be=ſtaaten ſie einführen. Es müßte alſo zunächſt eisillen
unterſucht und die Ergebniſſe mit den Mitgliedern im zu= ſchloſſenen Plan zu verwirklichen. Zu der offiziöſen Note, internationale Konferenz ſtattfinden, um einslſüeſchluß in
nächſt ſchriftlichen Meinungsaustauſch behandelt werden, in der gegenüber dem Einſpruch eines radikalen Blattes Gedankenaustauſch zwiſchen den Staaten anzuregen.Wiſſen. Mit der
feſtgeſtellt wird, daß Admiral Bué de Lapeyrere keines= dieſer Gelegenheit würde auch der Verſuch zu machen ſeitſtung iſt ſchon
dann verſteht man den Wunſch, es möchte die Polemik von wegs die Kriegsſchiffe vor dem maronidiſchen Patriar=den ruſſiſchen Kalender zu reformieren. Rußland zeigit „ Prinzen
des
rechts wie von links einſtweilen verſtummen. Dieſer chen defilieren ließ, ſchreibt der konſervative Gaulois: in dieſer Frage bisher wenig Geneigtheit.
Linzen,
ſtog, den be
Wunſch wird noch lebhafter, wenn man ſich überzeugt, daß Selbſt in den einfachſten Dingen der Welt laſſen ſich
un=
it als weiter
weite Kreiſe im Lande in zahlreichen Zuſchriften ihren ſere Regierungsmänner von der Furcht vor den Radika=
Stadt und Land.
nen Er emtich
len, von einer etwas lächerlichen Furcht leiten, nicht
ge=
lebhaften Anteil an dem Fortgang der Arbeiten bekunden nug antiklerikal zu ſein.
Darmſtadt, 18. November. Akeſtorbenell
und ſich dabei zunächſt der erfreulichſten Zurückhaltung in
ſſoierte an der
Kokowtzows Abſchied. Der ruſſiſche
Miniſter=
bezug auf die politiſche Seite der Frage befleißigen. In präſident Kokowtzow richtete an den franzöſiſchen Miniſter=
Die Elektriſche durch die Hochſchulſtraßs Werbereitungsd
Mt an deſſen B
bereitwilligem Entgegenkommen haben Organiſationen präſidenten Barthou von der Grenzſtation Jeumont aus
genehmigt.
e
Eintahrig=
aller Beteiligten — wohl gemerkt — aller Beteiligten, auch ein Telegramm, in dem er ſagt: Beim Scheiden aus Ihrem
Wie wir zuverläſſig erfahren, hat der große Sen=iür 15 ſeine
der äußerſten Gegenſätze, auf Anſuchen ſowie freiwillig, ſchönen gaſtfreien Lande liegt es mir am Herzen, Ihnen der Großh. Techniſchen Hochſchule ſeinen Widerſtanzſſſeen Zeit die
wertvolles Material zur Verfügung geſtellt. Kann man noch einmal die aufrichtigſte Dankbarkeit für die ſehr gegen das Projekt der Führung der elektriſchen Straßerod 3 Von der
Zu d
es rechts wie links nicht über ſich bringen, abzuwarten, liebenswürdige Aufnahme auszuſprechen, welche die Re= bahn durch die Hochſchulſtraße fallen gelaſſen,dſenetonale,
ſo iſt das der Sache nicht dienlich. Jedenfalls iſt das Bild gierung der befreundeten und verbündeten Nation mir er ſtimmt dieſem Projekt nunmehr zupallerdings nuruſſchu
gn
in der Kommiſſion gerade umgekehrt. Die Art ihres Vor= bereitete. Ich nehme mit mir die lebendige Erinnerung gewiſſen Bedingungen. Dieſe gegen früher etwasead Hanno
gehens berechtigt ſie, Vertrauen zu heiſchen, und iſt ge= an alle Aufmerkſamkeiten, die Poincaré, Sie und Ihreſchwerten Bedingungen, die der Stadt, reſteel
hieſige=
eignet, die Stimmung aufnahmefähig zu machen für ernſt= Kollegen mir zu erweiſen die Güte hatten.
Lale unterhal
tive der „Heag”, nicht unerhebliche Laſten auferlegen,i
ig ausgeze
gemeinte Vorſchläge. Bis zum Zuſammentritt des Reichs=
Das Militärflugweſen. Der Berichterſtatter ten ſich unſchwer bei einigermaßen gegenſeitigems Goldenes
tagsplenums in nächſter Woche dürften die Vorarbeiten des Kriegsbudgets, Lémozet, tritt in einem Bericht dafür gegenkommen ſoweit mildern laſſen, daß ſie annehmba ſuber 1913, fei
an den Gutachten der einzelnen Mitglieder und das zu= ein, daß das Militärflugweſen einem einzigen und ſelbſt= werden, ebenſo wie die verſchiedenen von ſeiten derHoc Mabildenſtraße
ſammenfaſſende Referat des Vorſitzenden mit deſſen Vor= ſtändigen Leiter untergeordnet und daß an Stelle der zahl= ſchule gemachten Aenderungsvorſchläge des Projekts.Wenſliſenſchuck das
ſchlägen ſoweit gediehen ſein, daß die Arbeiten in münd= reichen ungünſtigen Militärflugparks an den geeigneten nun, was wohl ſicher zu hoffen iſt, in der am Mitttorſſtch rüſtig.
lichen Verhandlungen ihren Abſchluß finden können.
* Im Silbe
ſtrategiſch und nahe der Grenze gelegenen Punkten eine noch ſtattfindenden Konferenz, an der Vertreterſſtirt Anton
— Eifenbahnforderungen für Kamerun.
große Flugſtation geſchaffen werde. — Nach einer offi= „Heag”, der Stadt, der Techniſchen Hochſchule und des ſinen Hock
Wie verlautet, werden im laufenden Etat beſonders hohe ziöſen Meldung hat das Kriegsminiſterium die Abſicht, ſteriums teilnehmen, auch das Miniſterium, als obaſtlls Kirchenkonz
Summen für Eiſenbahnbauten in Kamerun verlangt wer= zwei ſolcher Stationen, und zwar in Reims und Dijon, zu Inſtanz, dem Projekt ſeine Zuſtimmung gibt, danniſtäläpelle vera:
den. Man ſpricht von mindeſtens 80 Millionen Mark. errichten. Außer dem ſchon beſtehenden, Luftſchiffer=Regi= Durchführung der Elektriſchen durchhillt Kleinkinder
Rhendem Eie
Der Gouverneur Ebermeyer wird die Forderung perſön= ment ſollen noch zwei Flieger=Regimenter, ebenfalls in Hochſchulſtraße geſichert und damit, einſteroßer Sack
lich im Reichstag vertreten.
Reims und Dijon, errichtet werden. Das Kriegsmini= gender Wunſch, beſonders des Martinsviertels,erü Mrer Erholung
— Die Erhöhung der bayeriſchen Zivil=ſterium werde ferner demnächſt einen Geſetzentwurf ein=
Es darf bei dieſer Gelegenheit anerkannt werden,llen übertr
liſte. Der Berliner Lokalanzeiger meldet aus München: bringen, wonach das Luftſchiffahrtsweſen ſowie das Flie= die Stadtverwaltung ſicher alles getan hat,z es durc
Aſt dieſem (
Die Verhandlungen über die Erhöhung der Zivilliſte im gerweſen vollſtändig getrennt werden ſollen. In Pau, in ihren Kräften ſtand, dieſes Projektſt mit der
Finanzausſchuß der Kammer haben beim Hofe ſehr ver= Reims und Avort ſollen Militärfliegerſchulen und in der wirklichen. Ebenſo die „Heag”. Einzig zu ent zeigte un
ſtimmt. Auch das Miniſterium habe ungeſchickt gehandelt, Kriegsſchule von St. Cyr eine beſondere Ausbildungs= den aber hatte die Techniſche Hochſchule und letztenUnden Orag
indem es an die Neufeſtſetzung der Zivilliſte erſt nach ſchule für Militärflieger errichtet werden.
Mies mit ſpi.
das Miniſterium.
der Thronbeſteigung gegangen ſei.
Menm Ehr
A, wie in
Portugal.
* Vom Hofe. Se. Königl. Hoheit der mnann den
Ausland.
Die Ergänzungswahlen. Nach den bis herzoa empfingen am Samstag vormittag 9½ Uhell! Nicht mil
Neuen Palalis den Geheimen Kommerzienrat Heihllbün Joſeh
jetzt vorliegenden Nachrichten von den Kammer=Erſatz=
Oeſterreich=Ungarn.
heim aus Gießen und den Profeſſor Trübner llſcine die von
Rücktritt des Grafen Stürgkh? Zuverläſſig wahlen iſt der Sieg der Regierung ſicher. Die Regierung Karlsruhe. Am Sonntag vormittag 10 Uhr beſuch Durant
verlautet, daß das Miniſterium des Grafen Stürgkh nicht ſcheint alle 37 Mandate gewonnen zu haben. Die Wahlen die Großherzoglichen Herrſchaften den Gottesdienſtſa und
Hofkirche Um 11½ Uhr empfing der Großherzogmnee vorzüglich
über Neujahr im Amte bleibe. Vorbeſprechungen hätten ſind ohne Zwiſchenfall verlaufen.
Neuen Palais den Oberbürgermeiſter Dr. Gläffünſug tieſen Ein
ſchon begonnen. Die meiſten Chancen habe Baron
Bie=
die Großherzogin empfing um 12½ Uhr den Könſläuig biel von
nerth, doch ſei der Kaiſer geneigt, auf Freiherrn v. Gautſch
* Die Feſtlegung des Oſterfeſtes. Man Preußiſchen außerordentlichen Geſandten und bebllllnt ler mit
zurückzugreifen.
ſchreibt den Berl. N. Nachrichten: Die jahrelangen Be= mächtigten Miniſter Freiherrn von der Langellilluzagsvoll ind
mühungen, das Oſterfeſt zu einem ſtehenden Feſte zu Wakenitz Exzellenz und Gemahlin. Graf und Giblit lhaben die
Schweiz.
Franzöſiſche Spionage? Auf Anweiſung der machen, ſind endlich einen Schritt vorwärts gediehen, ſo Kuno zu Stolberg=Roßla ſind zum Beſuch Gunſſodem Hermn.
daß an eine Verwirklichung der Idee in abſehbarer Zeit Neuen Palais eingetroffen. Der Großherzogbmt die Volimt
ſchweizeriſchen Behörden wurde unter der Beſchuldigung gedacht werden kann. Seitens der katholiſchen ſich geſtern vormittag 10 Uhr nach dem Kranichſtäl
c bon leiten
der Spionage der Ingenieurhauptmänn im franzöſiſchen! Kirche bereitet man der Idee keinen Widerſtand mehr, Park, wo Hofjagd auf Sauen ſtattfand. Dasn Kunn
Kriegsminiſterium Larjuier verhaftet. Auch ſteht die Feſt= auch die preußiſche Landeskirche tritt für die frühſtück, an dem auch die Großerzogin, Prinoukwollen Ton
nahme von Beamten in Genf bevor. Larjuier hat nach= Feſtlegung des Oſterfeſtes ein. Das preußiſche Kultus= Heinrich von Preußen und Gräfin Kund zu Sllk 2
miniſterium iſt ebenfalls dem Plane freundlich geſinnt Roßla teilnahmen, wurde in Jagdſchloß Kranichſtel ein
Zeich=
weislich mit einer Anzahl von Spionen, darunter auch mit wenn die Feſtlegung nach dem 1. April erfolgt In Aus= nommen. (Darmſt. Zta.)
M auch für d
* Erledigt iſt die Stelle des OberförſterseP 10, ſü
dem kürzlich in Rom verhafteten Italiener Menozzi, in ſicht genommen iſt, das Oſterfeſt nicht wie das Weihnachts=
Verbindung geſtanden. Eine umfangreiche Korreſpondenz, feſt auf einen beſtimmten Tag feſtzulegen, gleichviel ob er förſterei Lich.
m. Hochherzige Stiftung. Ihre Maieſtſ Die Juge
die Larjuier mit der franzöſiſchen Sicherheitspolizei ge= auf einen Sonn= oder Wochentag fällt, ſondern den erſten
ſ am Sonnt
Sonntag nach dem 1. April dafür in Ausſicht zu nehmen. Kaiſerin von Rußland hat als Jubiläun
führt hat, ſoll beſchlagnahmt werden.
ers 7
Oſtern würde alſo ſtets zwiſchen dem 2. April und geſchenk der Ludwig= und Aliceſtiftung für die Ablsinnan Pfarre
Lehrertöchter=Stiftung durch die Kaiſerlich e Progran
7. April fallen.
Frankreich.
Fnſtrumental
Von anderer Seite iſt auch empfohlen worden das Geſandtſchaft, hier, 500 Mk. übermitteln laſſen,
m. Von der Eiſenbahn. Nachdem der Umaluch bas Thegte
Ueber die gegenwärtige Kreuzfahrt Oſterfeſt auf einen beſtimmten Tag, den 4. April feſtzu=
Geichienenen
des franzöſiſchen Geſchwaders in der Le=legen. Auch dieſer Plan wird geprüſt; er hat aber we= Kontrolle 2 nach dem alten Ludwigsbahnhof
Abise auf den
vante erklärte der Marineminiſter Baudin einem Bericht= niger Ausſicht auf Annahme, weil man nicht wünſcht, daß vollzogen iſt, wird jetzt in allen Amtsräumen
durch Zufall in einem Jahre alle Feſte auf Wochentage triſche Beleuchtung ausgeführt. Die nächſte FolaWuln Pfarrer Me
erſtatter:
nn, ſo daßt
fallen. Für Oſtern und Pfingſten möchte man am Sonn= ſein, für die Beamten wieder die geteilte Arbeitsſüchten
än 1 Mt. iva un
Ich bin der Anſicht, daß der traditionelle Einfluß tag feſthalten.
dem Wunſche der meiſten in dem Gebäude hi
Frankreichs in der Levante und die weitere Entwickelung
Die geringe Beweglichkeit des Oſterfeſtes (Schwankun= Eiſenbahnern entſpricht, wieder einzuführen.teinſtudten
n und erntet
unſeres Anſehens zur Pflicht macht, und ich dachte, daß gen von ſieben Tagen) dürfte genügen: eine Feſtlegung triſchen Strom liefert das ſtädtiſche Elektrizitäts
nach dem Bukareſter Frieden, der durch die Haltung der auf einen beſtimmten Tag hat auch Nachteile, wenn z. B.
m. Von der Elektriſchen. In der öſtlichen
der Famili
franzöſiſchen Regierung gegenüber den verſchiedenen Bal= beide Feiertage auf einen Freitag und Samstag fallen marckſtraße iſt die Doppelgeleislegung bis an die lle haar
kanvölkern erleichtert wurde, der günſtige Augenblick ge= und ein Sonntag folgt. Der Verkehr hätte dann mit dre: ſtadtſtraße beendet worden. Eben iſt man n Get
kommen wäre, um unſere Flagge im öſtlichen Mittelmeer Ruhetagen zu rechnen, ein Umſtand, der gewiſſe Bedenken Legen der Einfahrt von da aus in die Wenddlſählingöfneten ſie
zu zeigen, wo Frankreich ſo treue und erprobte Freund= erregt. Wenn Oſtern immer Anfang April fäll, ſo iſt ſtraße beſchäftigt, weiche eingeleiſig wird und 8er
e.
ſchaften beſitzt. Die Fahrt des Geſchwaders nach Aegypten allen bisher geäußerten Wünſchen Rechnung getragen. Auch bindung des Johannisviertels mit der Innenſtadtdielleng Mieten
gab dem Oberbefehlshaber unſeres Geſchwaders, Bué de im Intereſſe des Schulunterrichts liegt dieſer Ter=ſoll. Dieſes Geleis durchſchneidet den nach dem Sülluugüſt uch
Lapehrere, Gelegenheit zu einem neuen engliſch=franzöſi= min, da durch die bedingte Feſtlegung des Oſterfeſtes die bahnhof führenden Schienenſtrang, ſowie die öllin kag g der
ſchen Freundſchaftsbeweis. Der Empfang, den die grie= Schulſemeſter ausgeglichen werden.
neuen eben gelegten Geleiſe, was eine verzwickte WelchennS Bert
Pgeg.
breite Mittelſeite tief in den Hintergrund verſchoben wird. ſ überladenen Ornamentik in geſchmackvoller Weiſelſerühtecht
allen
Dadurch wird ein großer hofartiger Platz frei an deſſen Das Auffallendſte an den neuen Gebäude wird
Wiener Brief.
65 bis
Seiten noch Geſchäftsläden mit Gaſſenfront Platz finden ungefähr zwanzig Stock hoher turmartiger Aufbausſeinnſteleeis
Novembertage — Kampf um den neuen Bauſtil. — Die können. Aus Beton, Stahl und Glas den Elementen der der die impoſante Stellung der Reichsbank gewiſſeraſen
— Die koſtſpielige Wienerin.
Wolkenkratzerbank.
modernen Baukünſtler, ſchaffen die Architekten nun auch architektoniſch hervorheben wird. In der Alſerſtraße, umd Felle ſu.
ud ſtüg
Schwarze Katzenfelle. — Tee im Hotel. — Tango=Rum= in Wien die hohen lichtdurchfluteten Zweckbauten, deren ſich gegenüber dem Neubau das nüchterne kahle Strg
wodurch
mel. — Ein mediziniſches Tendenzdrama.
nüchterne Linienführung an ſtarre Geometrieformen er= gericht mit ſeiner eiſengrauen Faſſade erhebt und neben
ürl
innert. In Wien mit ſeiner ausgeſprochenen Barockver= das langgeſtreckte Gebäude des Allgemeinen Krauſen
Wien, im November.
Zobel.
gangenheit, fallen ſolche Neugebilde im Straßenzuge hauſes ſichtbar iſt, wird der neue Bankpalaſt in ſeillens
In dieſen ſpäten Herbſttagen, wo die einfallenden natürlich eher auf als etwa in einer nordiſchen, gleich Prunk geradezu ſymboliſch hervorragen: Zwiſchena Lehrere
Novembernebel ſanfte Schleier um Straßen und Gaſſen von Beginn an mehr haushälteriſch eingerichteten Stadt= heit, Verbrechen und Tad das herrliche SchloßS,, Felle7
füig,
breiten, offenbart Wien ſeine beſondere Stadtſchönheit. anlage.
des — des Geldes, das nach dieſer und jener Seite il
2ng
Piel mittelalterliche Heimlichkeit wohnt noch in den alten
Der neue Bauſtil hat hier vor kurzem ſogar einen unheilvoll gewirkt hat; dieſe Nachbarſchaftan
Das neue Bankhaus wird abes ich 5i.
Häuſern der inneren Stadt und in den engen Vorſtadt= kleinen Studentenaufſtand veranlaßt. Die Hörer der hie= denklich ſtimmen .
gaſſen. Freilich ſind die Demolierer überall rüſtig an der ſigen Akademie waren auf die Unterrichtsverwaltung ſehr auch der erſte richtige Wolkenkratzer in Wien ſeinund
Arbeit und wer Wien ſeit einigen Jahren nicht geſehen ſchlecht zu ſprechen, die anſtelle des 71jährigen Baurates in Hinkunft vom Kahlenberg auf die Donauſtadt hefällAin idem
hat, wird bei ſeiner Rücktehr überraſcht ganz fremde Stra= Wagner, bekanntlich eines hervorragenden Vorkämpfers blicken wird, dem wird neben der aufragenden Höhedenkiand ſehr
ganze
ßenbilder vorfinden. Denn wenn es auch in den mehr der modernen Richtung, den Architekten Leopold Bauer alten Stefansturmes die ſtrotzig emporſtatrende Sulm
abſeits gelegenen Häuſerzeilen noch möglich geweſen iſt, zum Profeſſor ernannte, der ſich wiederholt als Gegner warte des Geldes erſcheinen. Denkmale Alt= und äig, eliſen
dieſes und jenes ehrwürdige Bauwerk zu erhalten, in den der Wagnerſchen Richtung bekannt hat. Die Hörer ver= Wiens, Merkzeichen verſchiedener Jahrhunderte.
ühgen
5
großen Verkehrsſtraßen, wo das tätige Leben immer hef= anſtalteten einen regelrechten Demonſtrationsſtrei) indem
Ja, das Geld iſt auch in Wien ein unheimlicher Magſ
gefal
tiger nach Raum verlangt, kann man nur das kultur= ſie von ſämtlichen Vorleſungen fern blieben. Erſt all= faktor geworden. Die allgemeine Lebenshaltung hatzſin
lomer
hiſtoriſch Wertvolſte vor dem Abbruch bewahren. Den mählich beruhigten ſich die Gemüter. Profeſſor Bauer hier in den letzten Jahrzehnten um ein vielſaches Bes
eigenartigen Zauber einer Stadt machen aber nicht die erklärte in einem Interview, daß er den neuen Stil zwar teuert. Statiſtiker wie Weltbummler, die jeder auf ſei
(8
paar maſſigen Prunkbauten aus, die da und dort ihren nicht bedingungslos anerkenne, doch beſtrebt ſei, ein Kom= Art ökonomiſche Zuſtände feſtſtellen können, verſich
Standort haben, ſondern gerade die alltäglichen gewöhn= promiß zwiſchen den überlieferten Bauformen und der übereinſtimmend, daß Wien die teuerſte Großſtadtiſen
lichen Häuſer, die überall ſtehen. Am meiſten in den neuen Lehre herzuſtellen, Uebrigens wied man Bauers Außerdem greift jetzt hier auch ein ungeheuerlicher Lugug
letzten Jahren hat ſich wohl die Mariahilferſtraße verändert, Tätigkeit bald an einem hervorragenden Bauwerk erſehen um ſich, der manchmal in geradezu ſchreiendem Gegenics Aan
zu den wirtſchaftlichen Verhältniſſen ſteht Namentlich da
die Hauptgeſchäftszeile der Stadt, wo namentlich der breite können. Bauer hat nämlich den Plan zu dem gegenwär=
Mittelſtand ſeine Einkäufe beſorgt. Hier iſt Laden an tig in Bau befindlichen Neugebäude der Oeſterreichiſch= hübſchen Wienerinnen verſtehen es meiſterlich, dierkolg
Laden gedrängt, in den älteren Häuſern ſind die Wohn= Ungariſchen Bank in der Alſerſtraße entworfen, und da= ſpieligen Modeallüren die bisher Paris und London
parteien in den unteren Stockwerken längſt ausgemietet mit einen Bauauftrag erhalten, der wohl zu den bedeu= behalten waren, mit Grazie und Geſchmack aufzunehmes
und die meiſten verfügbaren Räume Geſchäftszwecken tendſten gehört, die in den letzten Jahren in Wien zu ver= Die heutige Wiener Moderichturng iſt längſt nicht mels
dienſtbar gemacht worden. Um den gegebenen Standort geben waren. Soviel aus bisher vorliegenden Zeich= auf ein Mittelſtandsbudget eingerichtet, wie ſie
beſſer verwerten zu können, legt man jetzt hier ſogenanzte nungen zu erſehen iſt, wird das neue Bankgebäude einen dem geweſen iſt Teuere Pelze, erleſene Juwelen biles
Straßenhöfe an. Man errichtet zwei ſchmale Seiten= ſehr hohen maſſiven Hausblock darſtellen, deſſen Faſſade in den beſſer ſitnierten Bürgerkreiſen das notwendichl
fconten, die bis an den Gehweg reichen, während die eine reiche Längsgliederung aufwett, ſich aber von jeder Attribut jeder Toilette. Von Pelzen iſt heuezem
Nummer 279.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 18. November
Lage erfordert. — An der Feldbergſtraße iſt der denf ders guter Stimme, Frauein Krömmebein mit wet
hib=
usbau hindernde Sandhügel mit den Mauerreſten des ſchen Liedern, dann Herr Otto Hauske jun, mit einer ſehr
lemaligen Bahnwärterhauſes bis auf einen kleinen temperamentvollen Klavierkompoſition und darauf als
Pſt entfernt. Dieſer dürfte in dieſer Woche verſchwin= „Suffragetts” die Damen Frl. Weyl, Steurer, Arnheiter
In, ſo daß die Verbindungen der Geleiſe an der Feld= und Hofmann. Lieblich im Erſcheinen, ſangen ſie doch
ugſtraße nach dem Dornheimer Weg und der andere recht feſch, und verführeriſch im Auftreten, daß ſie nicht
ſchluß in der Landgraf=Philivp=Anlage bald erfolgen nach berühmten Muſtern die Männer bekriegen, ſonderr
um. Mit der Montage der Haltedrähte für die Ober= nur „unterkriegen” wollten zur Heirat, wenns „ihnen‟
ung iſt ſchon begonnen worden.
auch ſchwer fällt. Hierauf rezitierte Herr Schwieger einige
n. Prinzen=Lehrer. Für den Unterricht der beiden neuere Gedichte mit wirkungsvollem Humor, dann ſpielte
ſſinzen, des Erbgroßherzogs Ludwig und des Prinzen Herr Horn, ein bereits vorteilhaft bekannter junger
hieſi=
ſörg, den bisher Fräulein Textor allein erteilte, wurde ger Geigenkünſtler, ſehr wirkungsvoll und mit meiſterhafter
t als weitere Kraft Lehramtsaſſeſſor Pfersdorff be= Technik auf ſeinem Inſtrument, es folgten Herr Röhler
ſen. Er entſtammt einer hieſigen Familie als Sohn des mit einem hübſch geſungenen Lied und danach Fechtmeiſter
ſſtorbenen Kaufmanns genoß hier ſeine Schulbildung, Angelini und Herr Steffan mit je einem lebhaften Gang
ſidierte an der Univerſität Gießen und erledigte ſeinen in Florett und Säbel. Die danach elegant und graziös
Abereitungsdienſt am Realgymnaſium, worauf er zu= auftretende zweite Sängerin des Abends entpuppte ſich zu
ſEt an deſſen Vorſchule verwendet war. Zurzeit erfüllt er aller Ueberraſchung als Herr Bader. Den Schluß der
Einjährig=Freiwilliger des Inſanterie=Regiments Vorträge bildete ein ganz neues, reizendes Tanzduett:
.115 ſeine Militärpflicht, wird aber bereits in der „Meißner Porzellan” geſungen und fein geſpielt von Frl.
Krömmelbein und Herrn Röhler. Zwei weitere
Konzert=
ſſien Zeit die Tätigkeit bei beiden Prinzen beginnen.
ſtücke der Muſikfreunde leiteten dann zu dem Luſtſpiel
* Von der Internationalen Baufachausſtellung in
über, das von den Damen Frl. Steurer, Arnheiter, Weyl
pzig. Zu den veröffentlichten Auszeichnungen auf der und Hofmann und den Herren Schwieger, Grünig und
ßernationalen Baufachausſtellung in Leipzig iſt noch Langnes flott geſpielt wurde. Reicher Beifall lohnte die
ſühzutragen, daß auch die Firma Robert Grastorf, G. m. Mitwirkenden für ihre Mühe; die Damen erhielten hüb=
5. Hannover Unternehmen für Hoch= und Tiefbau, die ſche Blumenſträuße. Bei dem anſchließenden Tanz für die
hieſigen Platze eine handelsgerichtlich eingetragene Jugend wurde auch die Erwartung der zahlreichen
jun=
ſiale unterhält, mit der „Silbernen Medaille der Stadt gen Damen erfüllt, denn an Herren fehlte es ganz und
pzig” ausgezeichnet worden iſt.
gar nicht, und die Tanzfreudigkeit nahm erſt zu früher
* Goldenes Ehejubiläum. Am Samstag, den 22. No= Stunde auf höheren Befehl ihr Ende. So wirkte die
an=
über 1913, feiert Herr Schulrat i. P. Peter Müller, geſagte „Bunte Bühne” und der Abend war ein voller
Er=
ſthildenſtraße 14, I, mit ſeiner Frau Margarete geb. folg für die Veranſtalter.
ſſenſchuck das Feſt der goldenen Hochzeit. Beide ſind
* Der Verein für Geflügel= und Vogelzucht „Ornis”
Uh rüſtig.
veranſtaltete anläßlich ſeiner 15. Vereinsſchau am Sams=
Im Silberkranz. Heute Dienstag begehen die tag in der „Stadt Pfungſtadt” einen Bierabend. Der
ſtwirt Anton Ettling Eheleute das Feſt der Sil=1. Vorſitzende, Rechnungsrat Schömer, begrüßte die
Enen Hochzeit.
ſehr zahlreich erſchienenen Mitglieder, ſowie die anweſen=
Kirchenkonzert. Das Sonntag abend in der Stadt= den Gäſte. Er ſchilderte kurz das bisherige Vereinsleben
pelle veranſtaltete Kirchenkonzert, zum Beſten und forderte auf, auch ferner die Geflügelzucht zu fördern
Kleinkinderſchule, Alexanderſtraße 25, hatte einen und zu heben nach beſten Kräften. Sein Hoch galt
unſe=
ſizenden Erfolg. Wenn das feinſinnig aufgeſtellte und rem Landesherrn, in das die Anweſenden unter Erheben
Agroßer Sachkenntnis gewählte Programm eine Stunde von den Sitzen begeiſtert einſtimmten. Den muſikaliſchen
ter Erholung verſprach, ſo wurde dieſe Erwartung bei! Teil des Abends hatten die Herren Hinze (Klavier) und
ſtem übertroffen. Vom Sterben und vom Leben, ſo Kretſchmer (Geige) übernommen. Ferner erfreuten die
Ag es durch alle Darbietungen der Künſtler, die ihre beiden Söhne des Herrn Lehmann durch einen herrlichen
Aſt dieſem Grundgedanken unterordneten. Die Eröff= Vortrag, „Der Trompeter an der Katzbach” ſowie durch
Ag mit der mächtigen Toccata in D. von Seb. einen großartigen Violinvortrag die Anweſenden.
An=
zeigte uns Herrn H. Müller als einen hervor= haltender Beifall lohnte die Veranktalter für ihre
genuß=
lunden Organiſten, der die Schwierigkeiten dieſes reichen Darbietungen. Der 2. Vorſitzende ſprach ihnen
ſckes mit ſpielender Leichtigkeit beherrſchte, und dann nochmals in anerkennenden Worten beſonderen Dank aus.
Mernem Choral von Max Reger, „O Welt, ich muß Dich Nach einer kurzen Pauſe, während der die als gut
be=
un” wie in der Schlußfuge B=A=C=H von Robert kannte Küche des Gaſthalters, Herrn Dienſtbach, zur Gel=
Amann den ihm vorangegangenen Ruf vollauf beſtä= tung kam, trug Herr Geyer einige Lieder vor. Nicht
Nicht minder erfreulich war uns das Auftreten des endenwollenden Beifall veranlaßte den Sänger, Zugaben
Joſeph Wenz, der mit ſeiner feingeſchulten Tenor= zu machen. Herr Nungeſſer erfreute durch einige
wohlge=
ſime die von ihm gewählten Lieder „Gebet” von Fran= lungene Gedichte in Darmſtädter Mundart, während Herr
Durante und „Komm, Gnadentau” von Wolfgang Schwarz durch ein Couplet die Lachmuskeln der Zuhörer
Ant und „So wünſch ich mir zuletzt” von Joh. Seb. in Bewegung ſetzte. Ihnen allen dankte der 1. Vorſitzende
vorzüglich zum Ausdruck brachte. Ein Beweis ſei= herzlichſt dafür, daß ſie durch ihre Betätigung zum ſchönen
Atiefen Eindringens in den Geiſt dieſer Meiſter, das Gelingen des Abends ſo hervorragend beigetragen hätten.
Wtiel von ihm erhoffen läßt. Fräulein Elſe Diefen= Erſt nach der zweiten Morgenſtunde trennte man ſich in
ler mit ihrer ſennoren Altſtimme fügte ſich ſtim= dem Bewußtſein, einen wirklich gemütlichen Abend
ver=
gsvoll in das durchweg ernſtgehaltene Programm ein. lebt zu haben.
Ahaben die Mendelsſohnſche Arie aus „Elias”, Sei
Hauſegger=Konzert am 22. November. Wie ſchon
Adem Herrn, ſelten mit ſo tiefer Ergriffenheit gehört. gemeldet, bringt das Konzert eine Uraufführung,
die Violinvorträge des Herrn Hindemith zeigten nämlich die Wagnerſche Kompoſition des Bérangerſchen
tom letzten Inſtrumentalkonzert bekannten jugend= Gedichtes „Les adieux de Marie Stuart‟. Das
Künſtler mit ſeinem tiefen Verſtändnis und dem Werk, das Wagner 1855 in einem Briefe an ſeinen Freund
Awvollen Ton als aufgehenden Stern der muſikaliſchen Fiſcher in Dresden erwähnt, galt als verloren, bis ſoeben
Das Konzert war erfreulicherweiſe ſehr gut be= eine Kopie aus dem Beſitze des Sammlers Malherbe in
ein Zeichen, daß lebhaftes Intereſſe in unſerer Paris entdeckt und in der Révue Muſicale (Mai 1913)
ver=
ſt auch für derartige Veranſtaltungen ernſter Art vor= öffentlicht wurde. Es iſt als ſicher anzunehmen, daß dieſe
Men iſt.
Kompoſition aus der Pariſer Zeit 1840 herrührt, in der
Un. Die Jugendvereinigung der Johannesgemeinde auch die „Grenadiere” entſtanden ſind. Muſikaliſch
lg am Sonntag in ihrem Gemeindehaus unter Leitung iſt dieſe umfangreiche Kompoſition höchſt intereſſant und
Pfarrers Marx die Jahresfeier. Ein reich= wertvoll. Der Refrain kehrt viermal wieder, aber nicht
Aies Programm, welches Vorträge, turneriſche Uebun= ganz gleich, ſondern kunſtvoll abgeändert. Es finden ſich
Inſtrumental= und Geſangsvorträge und ein ſehr ge= darin Anklänge an Rienzi, doch hat ein marſchartiges
unes Theaterſtück „Herkules” bot, erfreute die zahl= Mittelſtück mehr franzöſiſchen Charakter, während die
erſchienenen jungen und älteren Zuhörer, welche den zahlreichen Koloraturen an die brillanten Verzierungen
bis auf den letzten Platz füllten. Es wurden durch der italieniſchen Oper erinnern. Ueber die drei reizenden
Pfarrer Marx drei neue jugendliche Mitglieder auf= Lieder Roſe” „Schlaf ein” „Erwartung”
fin=
ſünmen, ſo daß die Zahl der Mitglieder auf 83 geſtie= den die Konzertbeſucher in dem Programm wertvolle Er=
Mſt, etwa um die Hälfte mehr als im vorigen Jahre.läuterungen. Die Nachfrage nach Eintrittskarten iſt ſehr
Aguteinſtudierten Darbietungen zeugten von beſtem rege, was angeſichts eines ſolchen künſtleriſchen Ereigniſſes
An und ernteten anhaltende Beifallskundgebungen.
eigentlich ſelbſtverſtändlich iſt.
*
Der Allgemeine Deutſche Frauenverein (Ortsgruppe
Der Familienabend des Bürgervereins und
Fecht=
war ſehr gut beſucht und verlief recht animiert zur Darmſtadt) veranſtaltet im Laufe des Winters einen
Polll Zufriedenheit aller Anweſenden. Die Darbietun= Zyklus von ſechs Vorträgen über: „Die Stellung der Frau
lltröffneten ſieben „Muſikfreunde” mit zwei ſchön zu im Wandel der Zeiten” Zur Teilnahme daran ſind nicht
r gebrachten Konzertſtücken. Dann erſchien als nur die Vereinsmitglieder eingeladen, ſondern alle, die ein
Wferencier” des Abends Herr Schwieger, der den Zu= Intereſſe an dem Thema haben. Da es gelungen iſt, eine
hölln nach der Begrüßung durch verbindende Worte die Reihe von Männern und Frauen als Vortragende zu ge=
Allnen Vorträge anſagte. Es folgte, heute bei beſon= winnen, deren Name allein ſchon die Gewähr dafür bietet,
modern, beſonderen Vorzug genießt aber der Fuchs, heimiſchen Walzer bereits ſchwere Konkurrenz.
Allent=
in allen möglichen Spielarten von dem koſtbaren halben werden Tango=Kurſe veranſtaltet, und trotzdem die
fuchs bis zu dem wohlfeilen Rotfuchs getragen wird. eigenartigen Bewegungen des Tango weder beſonders
MNeuerung wäre auch zu erwähnen, daß man die ein= ſchön noch beſonders dezent genannt werden können, hat
in Felle für Boas und Muffe nicht beſonders zer= ſich dieſe wirbelnde Hopſerei, die zu einer exotiſch
beweg=
ſälldet und ſtückelt, ſondern die Felle im ganzen aus= ten Muſik vor ſich geht, alle Welt erobert. Mit dem
ket, wodurch die Schönheit ihres Haarfeldes viel Tango iſt auch eine ganze Tango=Konfektion in Schwang
Aund natürlicher zur Geltung kommt. Sind die Felle gekommen. Es gibt Tango=Schuhe, Tango=Hüte,
Tango=
bei Zobel. Iltis oder Edelmarder klein, ſo werden Korſetts, Tango=Fracks, ja ſogar eine eigene Tango=Farbe,
ih mehrere Stücke aneinander geheftet, wobei man die die ſich von einem ſtumpfen Roſtrot zu einem ſchreienden
nen Felle wohl unterſcheiden kann, zumal ſie mit! Hellgelb abſtuft.
APfoten und Krallen ausgearbeitet ſind. Die außer=
Natürlich wird der Tango auch auf dem Theater in
tliche Nachfrage nach Pelzen hat dazu geführt, daß Szene geſetzt. In der jüngſten Operette Lehärs „Die
Mlauch die Katzen in großem Umfang für Kürſchner= ideale Gattin” ſind dem ſüdamerikaniſchen Tanz mehrere
Ine heranzieht. Nicht aber etwa zur Imitation edier gefällige Melodien gewidmet, die eine Art Tango mit
, ſondern einfach als „Katze” Beſonders ſchwarze Wieneriſchem Einſchlag darſtellen. Sonſt wird aber auf
Kai ſind ſehr beliebt und die großen Kürſchnerfirmen den hieſigen Schaubühnen viel ernſte Kunſt betrieben. In
här ein ganzes Aufgebot von Agenten in die ländlichen dieſer Hinſicht wären vor allem die Volksbühne und Re=
Gden entſendet, wo alle verfügbaren ſchwarzen Kater ſidenzbühne zu erwähnen, die das Beſtreben zeigen, dem
MMiezekatzen aufgekauft werden ſollen.
Publikum bei wohlfeilen Eintrittspreiſen gediegene
Dra=
ſie elegante Wienerin braucht natürlich auch ein ent= matik in künſtleriſcher Inſzenierung vorzuführen. Auch
ſpllend gefälliges Milieu, um hinlänglich gut zur Gel= die Neue Wiener Bühne hat ſich wiederholt für literariſch
Mlllzu kommen. In der Theaterloge beim Rennen, am wertvolle Stücke eingeſetzt, ohne Rückſicht auf deren
finan=
kann man aber nicht immer ſein, ſo hat ſie denn zielle Erträglichkeit. In dieſem Theater gab es dieſer
Teil ihrer Geſellſchaftlichkeit in das Kaffeehaus ver= Tage eine intereſſante Erſtaufführung: „Die Schiffbrüchi=
Das altberühmte ſchlichte Wiener Kaffeehaus iſt auf gen” von Eugen Brieux. Das Stück iſt ein mediziniſches
di Beſuch nicht gleich eingerichtet geweſen. So hat Tendenzdrama und führt in mehreren ergreifenden Akten
milles nun eiligſt moderniſiert, wahre Prunkſäle und die ſchädlichen Folgen einer Che vor, die von
phyſiſch=
llckale geſchaffen, die mit lururiöſer Pracht ausge= kranken Menſchen eingegangen wurde. Die Aufführung,
ſtäll ſind. Aber immerhin bleibt das Kaffeehaus noch der zahlreiche Aerzte und hervorragende Proſeſſoren der
eMhiemlich demokratiſche Einrichtung, verwöhnten An= hieſigen mediziniſchen Fakultät beiwohnten, geſtaltete ſich
ſpillten genügt bloß die Hotel=Hall oder die Bar, wo zu einer Art Demonſtration gegen jugendlichen Leichtſinn
4 bei Konzert der Tee eingenommen wird. Dieſer und unbedenklichen Lebensgenuß. In der anhebenden
Hollee, der ſich bereits allgemein eingebürgert hat, ge= Tangoepoche eine nicht unzeitgemäße Faſtenpredigt. Ob
i heuer noch dadurch beſondere Anziehungskraft, daß ſie freilich in dem luſtigen Wien viel Eindruck machen
aTango getanzt wird. Der argentiniſche Tanz, deſſen wird, muß füglich dahingeſtellt bleiben.
Dr. Arthur Ernſt.
Bintſchaft das Varieté vermittelte, bereitet dem ein=
1913.
Seite 3.
daß ſie eiwas Beſonderes zuihren Thenen zu ſagen haben,
wird die Beteiligung ſicherlich eine recht rege ſein. Der
erſte Vortrag, den Herr Dr. Heinemann=Frankfurt über:
„Die Frau im Alten Teſtament” zu halten gedenkt, findet
Donnerstag, den 20. November, abends 8 Uhr, im
Mözart=
ſaale (Schulſtraße) ſtatt. Es folgen dann: „Die Frau im
Neuen Teſtament‟ —
„Die Frau im Altertum” (Frau
Marianne Weber=Heidelberg) — „Die Frau im
Mittel=
alter” — „Die Frau der Romantik” (Herr Profeſſor
Kiß=
ner) und „Die Probleme des modernen Frauenlebens”
(Frl. Dr. Maria Bernays=Heidelberg). Die Vorträge
fin=
den im Mozartſaale ſtatt; das genaue Datum jedes
ein=
zelnen wird ſeinerzeit bekannt gegeben. (Näheres ſiehe
die Anzeige.)
* Alldeutſcher Verband. Wie aus dem Anzeigenteil
erſichtlich, wird auf Veranlaſſung der hieſigen Ortsgruppe
des Alldeutſchen Verbandes Herr von Vietinghoff=Scheel
aus Wiesbaden am Freitag, den 21. d. M., abends 8½,
Uhr, im Fürſtenſaal (Grafenſtraße) einen Vortrag halten
über: „Deutſchlands Zukunft, wenn es ſo
weiter geht‟ Die inneren und äußeren politiſchen
Ereigniſſe der letzten Zeit — Zuſammenſchluß faſt aller
unſerer näheren und entfernteren Nachbarn gegen uns,
die Umwälzungen auf dem Balkan, die Vorgänge in der
Oſt= und Weſtmark unſeres Reiches, ſowie ſonſtige
uner=
freuliche Erſcheinungen inner= und außerhalb unſerer
ſchwarz=weiß=roten Grenzpfähle — laſſen die
Vaterlands=
freunde, wenn auch nicht verzagend, ſo doch mit Beſorgnis
in die Zukunft des deutſchen Volkes blicken, ſo daß der
Vortragsgegenſtand als ſehr zeitgemäß angeſprochen
wer=
den muß. Es darf daher erwartet werden, daß ſich der
Vortrag, zu dem alle vaterländiſch geſinnten Männer und
Frauen herzlich eingeladen ſind, eines zahlreichen Beſuches
aus dieſen Kreiſen erfreuen wird, zumal Herrn von
Vietinghoff=Scheel der Ruf eines gewandten Redners
vor=
ausgeht. Der Eintritt iſt frei.
* Vogelsberger Höhenklub (Zweigverein Darmſtadt).
Auf den im Inſeratenteil näher erſichtlichen Vortrag des
Herrn Reidel ſei hiermit an dieſer Stelle hingewieſen.
* Turnerwanderung der Turngemeinde Darmſtadt
Am Sonntag führte der Wanderausſchuß der
Turnge=
meinde Darmſtadt ſeine 6. Wanderung aus. Dieſe ging
über Reinheim-Groß=Bieberau-Nonrod-Rodenſtein-
Neunkirchen-Frankenſtein-Eberſtadt. Darmſtadt wurde
im ſtrömenden Regen verlaſſen, trotzdem fanden ſich
jün=
gere und ältere Mitglieder ein, welche es ſich nicht
neh=
men ließen, trotz des ſchlechten Wetters die
programm=
mäßige Wanderung mitzumachen. Der Himmel hatte auch
Einſicht, denn er ſchloß während der achtſtündigen
Fuß=
tour ſeine Schleuſen. Der Boden war zwar ſehr
aufge=
weicht, aber die wackere Turnerſchar marſchierte dennoch
im friſchfrohen Tempo unter Geſang von Turnerliedern
dahin. In Nonrod wurde das Frühſtück eingenommen
und in Neunkirchen Mittagsraſt gehalten. Von da aus
ging es ohne Aufenthalt nach Eberſtadt das um 4½ Uhr
erreicht war. Die Straßenbahn führte dann die
Teilneh=
mer nach Darmſtadt, wo ſie von einem kräftigen
Regen=
ſchauer begrüßt wurden. Auch dieſe Turnfahrt darf in
allen Teilen als erfolgreich betrachtet werden und es wird
ſicherlich ein Anſporn ſein, daß die künftigen Wanderungen
mehr Teilnehmer aufzuzeichnen haben. Am 6. Dezember
iſt die 7. Wanderung vorgeſehen. Das Nähere wird am
ſchwarzen Brett im Turnhauſe bekanntgegeben.
* Einberufung eines heſſiſchen Tanzlehrertages. Man
ſchreibt uns: Am Sonntag tagte hier im Konferenzſaale
des neuen Bahnhofhotels eine Verſammlung der
Tanz=
lehrer des Großherzogtums Heſſen. Erſchienen waren
Vertreter von acht deutſchen Tanzlehrer=Korporationen,
welche in Heſſen ihren Wohnſitz haben. Die Veranlaſſung
zur Einberufung war, eine gemeinſame Ausſprache
her=
beizuführen über die den Beruf des Tanzlehrers
betreffen=
den Fragen. Nach der Tagesordnung handelte es ſich um
den für den Tanzlehrer noch zu erzielenden Nachweis der
fachlichen Qualifikation (§ 35 der G.=O.), ſowie um die
Frage des „Wandergewerbeſcheines”. Zu beiden
Punk=
ten lagen Antworten der Regierung vor, aus denen
her=
vorging, daß ein poſitiver, geſetzlicher Schutz für den
Be=
ruf als ſolchen noch nicht beſteht. Es konnte aber zur
allgemeinen Zufriedenheit feſtgeſtellt werden, daß von der
heſſiſchen Behörde der Sache ein liberales Intereſſe
ent=
gegengebracht wird und iſt zu hoffen daß den von ſeiten
der Berufstanzlehrer gemachten Anſtrengungen, den
un=
lauteren Wettbewerb nicht qualifizierter Tanzlehrer zu
beſeitigen, ein poſitiver Erfolg beſchieden ſein wird. Die
ſtattgehabte ſehr anregend verlaufene Ausſprache hatte
das Ergebnis, der Frage zwecks Gründung eines
heſ=
ſiſchen Tanzlehrer=Verbandes näher zu
treten. Herr A. Schrimpff=Darmſtadt, dem das
Prä=
ſidium der Berufsverſammlung übertragen wurde, wird
die Vorarbeiten zur Gründung des heſſiſchen Verbandes in
die Hand nehmenjund man zweifelt nicht an einem gſtten
Ge=
lingen. Auch die Oeffentlichkeit hat ein Intereſſe daran,
daß der Tanzunterricht einer gründlichen geſetzlichen
Re=
gelung unterzogen wird. Der Protokollführer in der
ſtattgehabten Verſammlung, Herr Meiſinger=Darm=
Feuilleton.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
P. Münchner Theater. „Das europäiſche
Konzert” Luſtſpiel in drei Akten von Max Rooſen,
fand am 14. in den Münchner Kammerſpielen
bei der Uraufführung beifällige Aufnahme. In dem Stück
handelt es ſich nicht etwa um politiſche Dinge, ſondern
um ganz gewöhnliche Heirats= und Liebesſachen. Um die
früher ſehr reiche, jetzt verarmte Frau Laura Meudon und
deren Tochter Conſtance bemühen ſich drei Männer, ein
typiſcher Engländer, natürlich Lord, ein typiſcher
Ameri=
kaner, natürlich man of business, und ein typiſcher
Deut=
ſcher, ſelbſtverſtändlich Profeſſor der Philoſophie der
zahlloſe Bücher geſchrieben hat. Jeder dieſer drei Herren.
ſchlägt ein wunderſchönes Pfauenrad ſeiner typiſchen
Nationaleigenſchaften, die franzöſiſchen Damen
desglei=
chen, das alles iſt ſehr amüſant Das Publikum
unter=
hielt ſich köſtlich. Genauer darf man die fadenſcheinige
Geſchichte jedoch nicht unter die Lupe nehmen, ſonſt hält
nichts ſtand. Weder die Charaktere, noch die Handlung
können den Anſpruch auf Wahrſcheinlichkeit machen. Aber
es funkelt nur ſo von Bonmots und die Darſtellung war
ſo glänzend, daß ein ſchöner Erfolg zuſtande kam.
Mir=
jam Horwitz, zurzeit wohl die intereſſanteſte
Dar=
ſtellerin in München, ſchuf aus der etwas ſchematiſch
an=
gelegten temperamentvollen Conſtance ein Weſen von
Fleiſch und Blut. Bei ihr hat ſich der Dichter in erſter
Linie zu bedanken.
* Das Gaſtſpiel der Duncanſchule in
Münſter abgeſagt. Ueber ein Verlangen der
Poli=
zeiverwaltung in Münſter, das die Abſage eines dort im
Stadttheater vorgeſehenen Gaſtſpiels der Duncanſchule
zur Folge hatte, teilt die Diraktio= der Duncanſchule den
Bremer Nachrichten folgendes mit: „Die Direktion der
Elizabetb Duncanſchule ſah ſich gezwungen die o=Kriae
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 18. November
Seite 4.
jadt, hate ſch un die Eindernſung des heſiſchen Tanz=ſumpfen Gegenſtand ſchwere Verlehungen am Kopf, ſo
lehrertages verdient gemacht. Nach den Verhandlungen daß dieſer 14 Tage lang arbeitsunfähig war. Das
Schöf=
fanden praktiſche Uebungen für das moderne Tanzreper= fengericht Fürth hatte Stief zu 2 Monaten 1 Woche
toire ſtatt, die Herr A. Schrimpff leitete. Auch hier war Gefängnis verurteilt, gegen welche Strafe Stief
Be=
es wieder der Tango, dem das lebhafteſte Intereſſe ent= rufung verfolgte, da er jede Teilnahme an dem Ueberfall
gegengebracht wurde, indem der von dem Leiter der in Abrede ſtellt. Die Berufung wurde von der Straf=
Uebungen interpretierte Tango als maßgebender Salon= kammer verworfen.
tanz ungeteilten Beifall fand. Auch die übrigen neuen
Geſellſchaftstänze, wie Boſton, Oneſtep, Rag, Maxixe,
Zur Stadtverordnetenwahl.
fanden eine begeiſterte Aufnahme.
Abſchlag der Schweinefleiſchpreiſe. Mit dem heu=
* Der Bezirksverein Johannesviertel hielt im „
Frank=
tigen Tage haben die Schweinemetzger einen Abſchlag in furter Hof” ſeine Wählerverſammlung ab. Stadtverord=
Fleiſch= und Wurſtwaren eintreten laſſen. Die Preis= neter Sames und die übrigen Stimmführer im Ausſchuß
ermäßigung iſt in den einzelnen Waren verſchieden, ſie be= der Bezirksvereine gaben bekannt, auf welche Art die
Vor=
läuft ſich bei einzelnen Waren auf mehr als 10 ſchlagsliſte, die in weiteren Wählerkreiſen nicht befriedige,
Pfennig. — Dieſe erfreuliche Meldung kommt aus — entſtanden ſei. Der Rücktritt von Rechnungsrat Götz
wurde ſehr bedauert, aber zugleich darauf hingewieſen,
Gießen. Und die Darmſtädter Metzger??
§ Feſtgenommen. Am Samstag ſind durch die hie= daß als Kandidat des Viertels Fabrikant Lutz aufgeſtellt iſt
ſige Kriminalpolizei feſtgenommen worden ein 37 Jahre und wurde deſſen Wahl warm empfohlen. Das
Sondervor=
alter Händler aus Nürnberg, welcher von München aus gehen einzelner Gruppen, wie Mietervereine,
Beamten=
wegen Zuhälterei ſteckbrieflich verfolgt wird, und ein Kartell, wurde als ſchädlich für den Wahlausfall getadelt
51 Jahre alter Taglöhner aus Inſterburg wegen Be= und darauf hingewieſen, daß ſie keine Urſache hätten, ſich
bei den Vorſchlägen zurückgeſetzt zu fühlen. Die
Stim=
trug.
* Kinotheater Man ſchreibt uns: Reſidenz
menzerſplitterung komme hauptſächlich der
ſozialdemokra=
theater am weißen Turm. Wir machen an dieſer Stelle tiſchen Liſte zugute, die dadurch die beſten Ausſichten habe,
nochmals darauf aufmerkſam, daß heute der große Kunſt= mit einer großen Anzahl von Kandidaten zu ſiegen.
So=
film in 6 Akten „Die zwei Sergeanten” zum letztenmal dann wurde noch über die Straßenbahn, die
Steuerver=
vorgeführt wird. Morgen ſind wieder zwei große Schla= hältniſſe und die Eingemeindung von Arheilgen, die
we=
ger im Programm; ein großes Wild=Weſt=Drama in zwei gen der hohen Koſten in der nächſten Zeit nicht zu befürch=
Akten „Dollarfieber” und das intereſſante Senſations= ten ſei, geſprochen.
ſchauſpiel in drei Akten „Das rote Pulver”.
* Wir machen darauf aufmerkſam, daß es, wenn
Streichungen auf einem Zettel vorgenommen
werden, ſehr wohl zuläſſig iſt, die durchſtrichene
Strafkammer II.
Perſon durch eine andere zu erſetzen;
-g. In der Trunkenheit kam der 35jährige, vorbeſtrafte nur darf kein Zettel mehr als 17 Namen enthalten, ſonſt iſt
Gärtner Johann Wilhelm Hoſe von Langenhain zu er ungültig.
merkwürdigen Streichen und zu einer tüchtigen Tracht
Prügel. Er befand ſich am 26. Auguſt auf Wanderſchaft
Einſendungen zur Stadtverordnetenwahl.
in Biblis bei Worms und hatte dem Alkohol mehr, als ihm
(Für Einſendungrn unter dieſer Rubik übernimmt die Redaktion keinerlei
dienlich, zugeſprochen; in dieſer Stimmung warf er mehr=
Verantworiung.)
mals mit einem Holzſtück nach einer elektriſchen Straßen=
— „Da könnte jeder Schuſter und
Schnei=
lampe, ohne dieſe zu treffen. Hiernach überſtieg er die
Mauer des Gehöftes des Adam Platz VII. und holte ſich der kommen” entgegnete die Fortſchrittliche
aus dem Gänſeſtall eine fette Gans. Durch deren mör= Volkspartei in ſchroffer und höhniſcher Weiſe den
deriſches Geſchrei wurden die Eigentümer auf den Plan Gaſtwirten, als die Gaſtwirte bei den letzten
Stadt=
gerufen und dieſe verabreichten dem Gänſedieb eine ſo verordnetenwahlen für ihren verſtorbenen
Stadtverord=
reichliche Züchtigung, daß er noch in der geſtrigen Ver= neten=Kollegen ein anderes Mitglied in das
Stadtparla=
handlung nur unter Schmerzensausrufen davon ſprechen ment haben wollten. Gaſtwirte, Handwerker und
Ge=
kann. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen werbetreibende, ſeht, wie die Fortſchr. Volkspartei über Euck
des Verſuchs, die Straßenlampe zu zerſtören, zu 3 Tagen 1 und Euer Handwerk denkt! Keine Stimmen derverbündeten,
und wegen des Gänſediebſtahls als Rückfalldiebſtahl zu verbrüderten, bundestreuen fortſchrittlich=ſozialdemo=
1 Jahr Gefängnis. 2 Monate und 2 Wochen der kratiſchen Partei! Wählt Männer, wie ſie Euch der na=
Unterſuchungshaft wurden ihm auf die Strafe ange=tionalliberale Zettel — zum größten Teil
empfiehlt. Solche Männer, die jeden Beruf und Stand
rechnet.
Reiche Beute fiel dem 26jährigen, vorbeſtraften Tag= achten. Auch die Beamten und Unterbeamten werden
löhner Heinrich Stumpf aus Biblis mit leichter Mühe keinem Sozialdemokraten und mit denſelben ſo
eine
bei ſeinen Diebeszügen in die Hände. Bei einer Frau inleng verbündeten Fortſchrittlern
Biblis, die ihn zur Feldarbeit annahm, ſtieg er in deren Stimme geben können. Gebt den Zettel der Na=
Abweſenheit am 20. Auguſt von außen in das Haus ein ltionalliberalen Partei ab.
und holte aus einem verſchloſſenen Schrank 100 Mark bares
Geld; am 22. September verübte er einen gleichen Dieb=
Bekanntlich iſt von gewiſſer Seite beſonders gegen
ſtahl bei einem alleinſtehenden Fräulein; nach ſeiner
An=
gabe fielen ihm hier 130 Mark in die Hände, nach der An= die Wiederwahl des ſehr verdienten Herrn
Stadtverord=
gabe der Beſtohlenen waren es aber mindeſtens 330 oder neten Markwort agitiert worden, und zwar mit dem
beſonderen Hinweis darauf, daß Herr Markwort die
350 Mark. Am 3. Oktober hat Stumpf abermals mittels
Einſteigens 5 Mark und eine Taſchenuhr geſtohlen, des= Intereſſen des Handwerks= und Gewerbeſtandes nicht
ge=
nügend gewahrt habe. Es wurde demgegenüber ſchon
gleichen am 26. September in Mainz einer Familie, die darauf hingewieſen, daß die Handwerkskammer
ihn aufgenommen hatte, weil ſich Stumpf auf eine ent=
Herrn Markwort erſt kürzlich ein Ehrendiplom für
fernte Verwandtſchaft berief, 47 Mark und eine Uhr mit ſeine ſehr erſprießlichen Verdienſte um Handwerk
Kette. Schließlich in Mannheim einem Schlafkollegen eine und Gewerbe überreichen ließ, eine Tatſache, die die
Uhr mit Kette. Bei ſeinen Diebſtählen kam ihm auch eine obigen Angriffe Lügen ſtraft. Neuerdings erhalten wir
engliſche Denkmünze in die Hände, mit der er einen zehn= Kenntnis von einem Schreiben des
Ortsgewerbe=
jährigen Jungen in einen Zigarrenladen ſchickte, um ihm vereins an Herrn Markworth, das wir hier ohne
Kom=
für das „Zehnmarkſtück” einige Zigarren zu holen. Da mentar — es ſpricht für ſich — im Wortlaut folgen laſſen:
das bedienende Fräulein die Münze als wertlos er=
Ortsgewerbeverein Darmſtadt.
kannte, ging der Junge in ein anderes Geſchäft, wo ihm
der Inhaber ſogar ohne weiteres auf 20 Mk. herausgab.
Darmſtadt, den 15. Nov. 1913.
Das Gericht verurteilte den Angeklagten unter Verſagung
Herrn Stadtverordneten Ingenieur Markwort,
mildernder Umſtände zu 3 Jahren Zuchthaus und
Hier.
3 Jahren Ehrverluſt; 40 Tage der Unterſuchungshaft wer=
In einer geſtern abend ſtattgehabten Vorſtandsſitzung des
den ihm auf die Strafe angerechnet. Stumpf erkannte die Ortsgewerbevereins wurden die in dem hieſigen ſozial=
Strafe an.
demokratiſchen Organ vor kurzem gegen Sie gerich=
In gemeiner, hinterliſtiger Weiſe überfiel am 22. April teten Schmähungen lebhaft bedauert und der
unterzeich=
der vorbeſtrafte 43jährige Jakob Stief VII. von Bir= nete Vorſitzende beauftragt, Ihnen ergebenſt mitzuteilen,
kenau mit einem nicht ermittelten Komplizen den von einer daß die rechtlich denkenden Gewerbetrei=
Wirtſchaft heimkehrenden 66jährigen Michael Jochim, mit benden den Inhalt der betreffenden Angriffe in jeder
dem er in Feindſchaft lebte, und verſetzte ihm mit einem Weiſe auf das ſchärfſte verurteilen.
Vorſtellung der Schule im Stadttheater zu Münſter i. W.
* Ueber einen auffallenden Maſſen=Vogelflug in
die=
abzuſagen, da die dortige Polizeibehörde die Vorſtellung ſem Jahre macht die Vogelwarte Roſſitten auf der
Kuri=
nur geſtatten wollte, wenn in einer Probevorführung er= ſchen Nehrung folgende Mitteilung: Der 21. und 22.
Okto=
wieſen würde, daß die Kleider der Mädchen das Anſtands= ber d. J. waren für die Kuriſche Nehrung Vogelzugtage
reſp. Sittlichkeitsgefühl nicht verletzten. Die Direktion von einer Großartigkeit, wie ſie nur ſelten vorkommen
iſt es der Würde des Inſtituts wie dem Komitee zur För= Von morgens 6 Uhr bis abends in die Dämmerung
hin=
derung der Schule, dem ſo viele hervorragende Perſön= ein flogen Wolken von Vögeln in ununterbrochener Kette
lichkeiten der Gelehrten=, Kunſt= und Finanzkreiſe ange= über die zur Vogelwarte gehörige Beobachtungshütte
hören, nicht zuletzt aber ihren Schülerinnen ſchuldig, ein Ulmenhorſt hinweg. Vor allem Nebelkrähen, Saatkrähen
ſolches Anſinnen zurückzuweiſen. Die Schule hat in den und Dohlen; ferner Buchfinken, Bergfinken, Dompfaffen,
letzten Wochen Gaſtſpiele an den Hoftheatern in Mün= Droſſeln, Heidelerchen, Seidenſchwänze, Pieper,
Wild=
chen und Stuttgart, ſowie in Hamburg abſolviert.”
tauben, Sperber, Gänſe, Schwäne u. a. Im ganzen 33
* Der Nobelpreis für Literatur. Der Vogelarten. Nach Schätzung ſind an den genannten zwei
Sekretär der ſchwediſchen Akademie, Karlfeld, erklärte dem Tagen 567000 Vögel an der Nehrung vorbeigekommen.
„Svenska Telegramm Byran”, daß anläßlich der Kan= Der Wind wehte bei hellem Wetter mit Stärke 4 aus
didatur Roſeggers ſowohl von tſchechiſcher wie auch von Südoſt. Die Vögel hatten ihn deshalb halb von
deutſcher Seite Telegramme für und gegen die Kandidatur vorn und flogen deshalb niedrig, nur 5 bis 20 Meter hoch.
eingelaufen ſeien. Sie haben keineswegs irgend welche Es entſteht die Frage, wo dieſe geſchloſſenen Vogelketten
Bedeutung für die Wahl des Nobelpreisträgers. Die bleiben, nachdem ſie die Nehrung verlaſſen haben? Sollten
Wahl hat ausſchließlich vom literariſchen Geſichtspunkte ſie anderwärts geſehen worden ſein, ſo wären kurze
Nach=
aus ſtattgefunden. Die Akademie iſt von keinem auswär=richten darüber an die Vogelwarte ſehr erwünſcht.
C. K. Nachtleben in London. Wer vor 10 oder 15
Jah=
tigen Drucke irgendwie beeinflußt worden.
ren London kennen lernte, es ſeitdem nicht wieder ſah und
* Wochenſpielplan der Frankfurter heute die britiſche Metropole beſuchte: er würde ſein altes
Stadttheater. 1. Opernhaus. Dienstag, 18. Nov.:London nicht wieder finden und ſich erſtaunt fragen, was
„Margarete‟ — Mittwoch, 19.: Geſchloſſen. (Bußtag.) — aus ihm geworden iſt. Schon in den letzten Jahren be=
Donnerstag, 20.: „Die Meiſterſinger von Nürnberg”
gann die Verwandlung, nur ſchüchtern wagten ſich die
Freitag, 21.: „Der liebe Auguſtin”. — Samstag, 22.: „Fal= erſten Verſuche zu einem Nachtleben hervor, aber jetzt, in
ſtaff”. — Sonntag, 23., 3¼ Uhr: „Mignon”; 7 Uhr: „Don dieſem Winter, da die Tanzleidenſchaft und die Tango=
Carlos” — Montag, 24.: „Wiener Blut”. 2. Schauſpiel=manie wie eine Sturmflut über das einſt ſo ſtrenge und
haus. Dienstag 18. Nov.: „Die Braut von Meſſina”. — zimperliche London hereingebrochen ſind, iſt London eine
Mittwoch, 19.: Geſchloſſen. — Donnerstag, 20.: „Pyg=Stadt des Nachtlebens geworden. Freilich, ſo
ein=
malion”. — Freitag, 21.: „Colberg” — Samstag, 22.: fach wie die Berliner und die Pariſer, macht man es ſich
„Anatol=Zyklus” — Sonntag, 23., ½4 Uhr: „Alt=Heidel= in London nicht, die tanzfreudigen Engländerinnen und
berg”; 8 Uhr, erſtes Gaſtſpiel von Alexander Moiſſi: „Tor= ihre Partner ſcheuen das öffentliche Parkett, und um die
quato Taſſo”. Torquato Taſſo: Herr Moiſſi a. G.
Gelegenheit, nächtlicherweile im Reigen dahin zu ſchwe=
Montag, 24.: „Pygmalion”.
ben, nicht zu verſäumen, ſchuf der Erfindungsgeiſt eine
* Wochenſpielplan des Hof=und Natio= Neuheit, die zugleich eine Eigenart des neu erſtandenen
naltheaters Mannheim. Dienstag, 18. Nov.: Londoner Nachtlebens iſt: die Nachtklubs. Die väter=
„Phädra”. — Mittwoch, 19.: „Feuersnot”.
Donners= lich um die Nachtruhe ihrer Schutzbefohlenen beſorgte
Be=
tag, 20.: „Der Evangelimann”. — Freitag, 21.: „Die Ent= hörde hat als äußerſte Grenze für die Freuden an Wein,
führung aus dem Serail
— Samstag, 22.: „Tal des Weib und Geſang eine frühe Polizeiſtunde geſetzt: um 12
Lebens” — Sonntag, 23.: „Tannhäuſer”. — Montag, 24.: Uhr 30 Minuten verliſcht das Licht. Wohin ſoll ſich nun
„Baumeiſter Solneß”.
der tanzluſtige Londoner wenden? Die Behörden meinen:
nach Hauſe, aber die Londoner ſind anderer Anſicht und
Nummer
Nummer 279.
1913.
Der Vorſtand des Gewerbevereins war einſtimſſunmn
ſagt ſein.
mig der Anſicht, daß Sie in der Stadtverordneten=Ve=
Der Zetel
ſammlung ſeither ſtets für die Intereſſen des
Handwerker= und Gewerbeſtandes eingssſtänden ſich dar
treten ſind und nie gegen die Beſtrebungen des Gewerbekllde
gliſcher, ſed
ſtandes geſtimmt haben. Er anerkannte dieſes um ſo melhoziſcher und
als Ihre Tätigkeit in ſämtlichen
Ausſchü=
ſen der Stadt eine ausgezeichnete und fs hatten den
dernde war und wir deshalb Ihre eventuelle Nicsſlundidaten
Gortſchrit
wiederwahl im Intereſſe der Stadt ſehr bedauern müßtet
Mall
( An.
Wir werden Ihre Wiederwahl unterſtützen und
abſichtigen dieſerhalb, in einem am Tage vor der Waſſeofialdemeira
iei
in den hieſigen Tageszeitungen zu erlaſſenden Aufruf rcter
Part=
rtei
ben den anderen von dem Gewerbeverein vorgeſchlagenwſhrtt
ſch. Ehren
Kandidaten auch Herrn Wittmann und Sie zur
Wahl=
ſhet und würt
empfehlen. Wir glauben damit unſer Möglichſtes getsiel
zu haben und hoffen denn auch, daß Sie auch fernerwi
iſchritt
ſich bereit finden werden, die Beſtrebungen des Gewerküße 50
nziger m
und Handwerkerſtandes zu unterſtützen.
ſf dem freiſt.
Hochachtungsvoll
Ernigungs
Für den Vorſtandz
Prtei geweſen
gez. Sames.
Aber, wi
* Man ſchreibt uns: Für die Stadtverordnetenwahlichddie Hauptſal
haben ſich jetzt klare Verhältniſſe ergeben. Auf der einsſüege: Kam
Seite ſtehen die Parteien und Verbände, die unter Fällfftrtie? An
rung der Nationalliberalen Partei grundſähſſtter großen
liche Gegner einer Unterſtützung derteifürhe
zialdemokratie ſind und gegen die geplante Vacüfen iſt, ſoll
mehrung der ſozialdemokratiſchen Sitze die Einigkeithandelt wer
Kraft des bürgerlichen Gedankens aufrufen. Unter dechtimmt, Gri
ſem Geſichtspunkt kämpfen in der gleichen Schlachtreißclhätzt als
Nationalliberale, Zentrum, Hausbeſitzerverein undili dieſer
proteſ
ſelbſtändigen Bezirksvereine, die ſich von der Polit
Mr Sozia
vereinigten Bezirksvereine losgeſagt haben.
Auf der anderen Seite ſteht unter Fü
rung der Sozialdemokratie eine Minderh
Ver
des Bürgertums, die unter allerlei, teils unverſtändlich
teils komiſchen Begründungen eine planmäßigeg St. Der
hebliche Verſtärkung der ſ ozialdemoäſtforge in der
tiſchen Reihen herbeiführen will. In dieſen
ginnen genießen den Schutz und die Hilfe der Sozialdemedn Vorſitz
kratie: die Fortſchrittliche Volkspartei, die vereinigtenaſſch Begr
zirksvereine und — das ſteht allerdings noch nichtee Vorſtanl
der Mieterverein.
ufig geweſc
So hat ſich ganz klar ein leitender Gedanke ausitl auf die 2.
Gemiſch von Zetteln, Wünſchen, perſönlichem Ehrgeizuſſeren Ergehn
kleinlichen Intereſſen herausgehoben: kannefen Er dan
ſelbſtbewußte politiſch klar denkendeigung mitgeh
ausgereifte bürgerliche Partei dieſchhorn.
zialdemokratie bei Wahlen planmähl Jahren
unterſtützen? Klar und hart ausgedrückt: ſtrug: dar
Bündnis mit der Sozialdemokratie ein Verrat an iſtied, fendern
bürgerlichen Sache oder nicht? Dam
Rleidungein
allerdings der einzige politiſche Gedanke, dehſehlſtice ſich vielle
Gemeindewahlen weſentlich werden kann, in Darmſir Vorſitzen
zum Gegenſtand des Kampfes geworden. Ueberallßialaufen und
in Land und Stadt, in Heſſen Schleſien, Rheiſſam
Naſſau, haben die Reihen des Bürgertums geſchkoſſenllt mit. da
Anprall der ſozialdemokratiſchen Maſſen widerſtanden Wohnung
ſo teilweiſe ganz über aller Erwarten glänzendhm die
erm
Siege erfochten. Ueberall hat das Bürgertum indd Bür
Hierauf
ſeinen Teilen, von der Demokratie bis
Zentrum, den Gedanken verſtanden und gefühlteleg-
Frenze=
gilt es, eine Pflicht zu erfüllen gegen deine Graaroſtlagern
ſätze, eine Pflicht gegen das, was dir höher ſtehlle
alle kleinen kommunalen Forderungen des Tages
den Gedanken der beſtehenden Geſellſchafbeld Der Res
und Staatsordnung und des einigen
Poſtlag=
durch wüſte, ſkrupelloſe Agitation zerriſſenen ge merfahr
körpers! Hier in Darmſtadt hat die Fortſche große
Gei=
liche Volkspartei ihr bürgerliches Gewiſſenffre=Sendung
täubt. Wenigſtens in den Perſonen, die veranttonce und alte
ſind für das Bündnis mit der SozialdemokratieAbreden.
viele Wähler den fortſchrittlichen Zettel nehmen, undmeller dem
Strich in die Urne legen, werden wir ja ſehen! Derſühzen auf falz
geht gegen die Sozialdemokrate undKall gebrach
K
Verbündeten!!
flügge ge=
Was die Verhandlungen zwiſchen Fortſchritt lis
lich an di
tionalliberalen anlangt, ſo ſind ſie dem gegenübelt. Klaſſen, au
benſache und politiſch gänzlich belanglos. Shen, die in
nicht dem Gedanken der bürgerlichen Einigung
nur einem Mandatsaustauſch zwiſchen beideni N. nach
Abend beoh
Ob er zuſtande kam oder nicht, die bürgerliche
gung wurde davon nicht berührtſtromen.
ſie war bereits an dem abgeſchle sſalbe
In Jeu=
Bündnis der Fortſchrittler mitendungena
zialdemokratie geſcheitert. Ein paar
Ahernde
Bri=
haben ſich ihre Nachtklubs geſchaffen, wo man ſich ſchlt., ügt
*I. um
Mitternacht trifft, plaudert, einen Drink zu ſich nimmtäud. Aiethalten
bis zum Morgengrauen tanzt. Die Klubform abe
Duit ſo groß
den Vorzug, ſtets unter ſich zu ſein und jederzeit mille
den. Poſ
kommene Elemente auszuſchließen, indem man bei der lll Mie
Haudgetn=
eines neuen Mitgliedes ſtatt der weißen Kugel der ſchwärn Mliche 1
zen den Vorzug gibt. Unzählige dieſer Klubs ſindbeſte
G nech für
reits entſtanden und neue Nachtklubs werdenwht nicht
folgen.
1m. Das Trinkgeld des Landpfarrers. Einie ihten A.
ſittls=
engliſcher Landgeiſtlicher, der Zeit ſeines Lebens aufſeh
ner Pfründe geſeſſen hat, mußte unlängſt ſeine Schrts=g.0 be
ande
nach London lenken. Er ſtieg in einem Hotel, ineine
der großen Gaſthäuſer mit ihren Hunderten von Angeſten=h, Geſcheh
ten, von denen jeder ſorgfältig darauf achtet, daß derag=ca der Zen
dere nicht zu viel tut, ab. Mit den Geheimniſſendabat. Segans
ut berh,
Hotellebens nur ſchlecht vertraut, verlangte der bras=
Send
Landpaſtor ein Stück Seife, und da er ein abgeſag
sweis=
Feind der modernen elektriſchen Beleuchtung war, ſo woll slimer.
er auch nur mit einer Kerze zu Bett gehen. Wer aber
greift ſein Erſtaunen, als ihm die Rechnung präſentii
wird und darauf groß und breit die Kerze mit 50 Pfenra=
Poſt.
und die Seife gar mit 1 Mark berechnet war. Was hie
es? Er mußte blechen. Als er das Hotel verließ, da muf:
er auch durch die ſpalierbildenden, trinkgeldwütigen
Hot=
ieſolus
angeſtellten Spießruten laufen, die alle mit einer mes
oder minder deutlichen Gebärdenſprache eine Gabe halle
Peſtlage,
wollten. Lächelnden Antlitzes ſchritt der brave Alte
laſſen durch die Schar. Dem Hotelpagen, der
zuſammn=
klappte wie ein Taſchenmeſſer, ſtrich er liebkoſend ül.)
den Kopf und ſprach dabei die Worte: „Beſten Dank. miit
eſt=
Lieber!” Aber bei dieſem Dank blieb es auch. Die Mürz
kam nicht. Das war nicht eben ein vielverſprechender
fang. Aber die beiden Hotelportiers ließen ſich dadunh
nicht abhalten, mit ſtummen, aber äußerſt verſtändig
Gebärden deſto inſtändiger ihren Zoll zu heiſchen.
Rulu=
zog der Geiſtliche aus der linken Rocktaſche die Kerze,
man mit 50 Pfennig auf die Rechnung geſetzt hatte, uni
händigte ſie dem zweiten Portier mit den Worten es
„Hier haſt Du eine halbe Mark, mein Sohn.” Und, zu do
anderen gewandt, fuhr er fort: „Sie, mein Freund, bekoge
men 1 Mark.” Mit ſüßſaurem Lächeln nahm der Ha=
Oberportier das Stück Seife hin.
mer 210)
m einte
erordneit.9
tereſſen!
andes
n des Geit
ſes um ſoo
n Ausſch
e und ſt
ventuelle
„Dauern müih)
ühen und g
Nummer 279.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 18. November
Korie mögen aber doch auch über dieſe Verhandlungen nahme und Aushändigung von Ehſiſreſendungen
ver=
ſeſagt ſein.
boten werde, ſonſt würden die in Frage ſtehenden Jugend=
Der Zettel der Fortſchrittspartei iſt nun bekannt. Es lichen einfach anſtatt vom Poſtamt von den
Zeitungs=
ſnden ſich darauf: vier alte fortſchrittliche, ein alter Na= expeditionen ihre Brieſe holen.
Herr Redakteur
ſonalliberaler, ein alter parteiloſer, ein alter ſozialdemo= Streeſe ſtellt dieſe Anſicht richtig. Eine Möglichkeit,
ſatiſcher, ſechs neue fortſchrittliche, ein neuer ſozialdemo= nach Art der Poſtlager=Chiffre=Sendungen, ſolche bei den
ſtatiſcher und ein neuer Zentrumsmann als Kandidaten. Zeitungsexpeditionen abzugeben oder zu empfangen, be=
Vo hätten denn auf dieſem Zettel die 4 nationalliberalen ſteht nicht. Die Expeditionen nehmen nur „Offerten” an,
ſandidaten Platz finden ſollen? Glaubt man, daß der die durch Anzeigen im eigenen Blatte erbeten werden
fortſchritt vier eigene Parteifreunde zugunſten und händigen dieſe meiſt nur gegen den dem Anzeigen=
Nationalliberalen geſtrichen hätte? — Und die vier beſteller übergebenen Ausweis aus. Die Anzeigen aber,
yzialdemokraten durfte er ja nicht ſtreichen! — Ferner: in denen auf Poſtlagerſendungen hingewieſen wird,
wer=
err Parteiſelretär Kuhlmann erklärte neulich: die Fort= den mit dem Verbot dieſer Sendungen logiſcherweiſe
hrittspartei werde ſich ihrer Ehrenpflicht (wört= von ſelbſt verſchwinden.
Herr Realgymnaſiallehrer
ich: Ehrenpflicht!) ſchon erinnern und die verdien= Lerch bittet ebenfalls, die Reſolution anzunehmen und
n und würdigen nationalliberalen Namen auf ihren beſtätigt, daß auch beim Beſſunger Poſtamt, das in der
ettel nehmen, wie dies die nationalliberale Partei mit Nähe einer großen Schule liegt, die Verhältniſſe der
kei Fortſchrittlern getan hat. Was zeigt ſich nun? Ein Beſſerung bedürfen. — Nach weiterer kurzer Diskuſſion
ſinziger nationalliberaler Name (Dr. Nöllner) ſteht wird die Reſolution angenommen. Damit iſt
f dem freiſinnigen Zettel. So zuverläſſig und die Tagesordnung erſchöpft, die Sitzung wird geſchloſſen.
inigungsbereit iſt in Wahrheit die
Fortſchritts=
utei geweſen.
Aber, wie geſagt, das alles iſt Nebenſache.
-h- Von der Bergſtraße, 17. Nov. (
Geflügelaus=
ſie Hauptſache, die nicht verdunkelt werden ſoll, iſt dieſtellung.) In Zwingenberg fand geſtern und
ſage: Kampf gegen oder Bündnis mit der Sozialdemo= heute im Saale des Gaſthauſes „Zum Adler” eine
Ge=
hitie? An dieſer Frage ſcheiden ſich die Geiſter! Inflügelausſtellung des neu gegründeten
Geflü=
her großen Verſammlung, die von der Nationalliberalen gelzuchtvereinbezirks Bensheim=
Heppen=
frtei für heute abend in den Kaiſerſaal be=heim ſtatt. Die Ausſtellung war mit prachtvollen
Tie=
fen iſt, ſoll dieſe Frage nochmals gründlich und ernſt ren beſchickt und zahlreiche Preiſe wurden zuerkannt. Die
handelt werden. Wer ſein Bürgertum ernſt Landwirtſchaftskammer hat zu
Prämiierungs=
mmt, Grundſätze in der Politik mehr zwecken 100 Mark der Ausſtellungsleitung überwieſen.
hätzt als gute Geſchäfte, hat die Pflicht, Die Ausſtellung war beſonders geſtern zahlreich beſucht,
dieſer Verſammlung zu erſcheinen und ein Beweis dafür, daß man der Geflügelzucht in unſerer
proteſtieren gegen das Bündnis mit Gegend großes Intereſſe entgegenbringt. Heute findet
r Sozialdemokratie.
die damit verbundene Verloſung ſtatt. — In Auerbach
wird Großherzogs Geburtstag durch einen
all=
gemeinen Feſtkommers in dem großen Schweizerſaale
Verband für Jugendwohlfahrt.
des Gaſthauſes „Zur Krone” gefeiert. Veranſtaltet wird
St. Der Verband für Jugendwohlfahrt und Jugend= die Feier auf Anregung des Bürgervereins von der
Ge=
ſorge in der Stadt Darmſtadt hielt geſtern nachmittag meinde. — Ein größeres Baugelände wurde
letz=
ter Tage durch den Rentner Müller im ſogen. Fällberg
Städtiſchen Saalbau eine Mitgliederverſammlung ab.
an einen zurzeit in Wiesbaden wohnenden amerikaniſchen
n Vorſitz führte Herr Bürgermeiſter Mueller, der
Herrn verkauft. — Dem Vernehmen nach ſollen die
Gaſt=
ſch Begrüßung der Erſchienenen darauf hinweiſt, daß
e Vorſtand ſeit ſeiner letzten Tagung im Mai nicht höfe „Zur Krone” und „Zur Biergſtraße” in
ſßig geweſen iſt. Redner warf dann einen kurzen Rück= Auerbach bauliche Erweiterungen erfahren.
sd. Hofheim, 16. Nov. (
Zuckerrübenverla=
ſck auf die Tagung des großen Verbandes in Darmſtadt,
ſn Ergebniſſe als durchaus günſtig bezeichnet werden dungen.) Zurzeit findet an der Verladeſtelle des
hie=
ſifen. Er dankt hierbei allen, die an der Vorbereitung der ſigen Bahnhofs der Verſand der maſſenhaft angepflanzten
gung mitgeholfen haben beſonders Herrn Stadtſekretär Zuckerrüben ſtatt. Dieſelben werden von Bobſtadt,
Nord=
chhorn. Weiter weiſt Redner auf einen in Worms ſeit heim. Wattenheim und von hier nach der Rohſtoffabrik
Gernsheim gebracht wo ſie verarbeitet werden. Die
Jahren beſtehenden Damenarbeitsverein hin, deſſen ſchauderhaft naſſe Witterung erſchwert den Verſand ſehr.
züge darin beſtehen, daß nicht bares Geld verlangt
Offenbach, 17. Nov. (Einen raffinierten
ſrd, ſondern daß jedes Mitglied ſich verpflichtet, jährlich Einbruch) verübten im benachbarten Mühlheim der
Kleidungsſtücke oder dergleichen zu fertigen. Es emp= trotz ſeiner Jugend bereits wegen Diebſtahls vorbeſtrafte
e ſich vielleicht, hier ähnliche Einrichtungen zu treffen. Peter Kümmin und ſein Freund, der 17jährige Lehrling
r Vorſitzende gibt dann Kenntnis von verſchiedenen Karl Haus. Die beiden hatten ſich in der Konrad
Reif=
hläufen und Berichten verwandter Organiſationen und ſchen Wirtſchaft eingeſchlichen und ſtahlen nach
Wiriſchafts=
mit, daß am 4. Dezember in Berlin ein Kongreß für
ſchluß, was ſie nur erwiſchen konnten. Die beiden Bur=
Phnungsaufſicht und Wohnungsfürſorge ſtattfindet, auf ſchen konnten bald nach der Tat von dem Polizeidiener
die Herren Landeswohnungsinſpektor Gcetzſchel
Kilian ermittelt werden. Sie wurden in Unterſuchungs=
Bürgermeiſter Mueller Referate erſtatten werden. haft genommen. — Der Stadtverordnete Fritz Perre=
Hierauf erſtattete Herr Kreisſchulinſpektor Profeſſor let hat ſein Mandat als Stadtverordneter
Irenzel ein Referat über
niedergelegt. Er begründet dieſen Schritt mit den
hſtlagernde Sendungen — eine Gefahr fortgeſetzten Angriffen der ſozialdemokratiſchen Partei und
betont, daß er es müde ſei, ſich auf dieſe Weiſe weiter
miß=
für die Jugend.
handeln zu laſſen. Die von ihm gegen das Offenbacher
Der Redner ſchildert zunächſt die Typen der Beſucher Abendblatt angeſtrengte Beleidigungsklage ergab zwar
Poſtlagerſchalters und die Gefahren, denen beſonders eine Beſtrafung des Redakteurs, doch wurde Perrelet in
ge unerfahrene Mädchen ausgeſetzt ſind. Eine beſon= der letzten Stadtverordnetenwahlbewegung in einem
große Gefahr bilden für die Jugend die ſogenannten ſozialdemokratiſchen Flugblatte von neuem heftig ange=
Uffre=Sendungen, meiſtens Chiffre=Briefe, in denen griffen. Dem Vorgehen Perrelets beabſichtigen, dem
Ver=
ſge und alte Leute, von 12—60 Jahren, Stelldicheins nehmen nach, noch weitere Stadtverordnete Folge zu
Abreden. Wie manches hoffnungsvolle Mädchen wird leiſten.
ſter dem Rücken der Eltern durch allerhand Vorſpiege=
H. Lampertheim, 17. Nov. (Schulbeginn.) Nach
gen auf falſche Wege geleitet und dadurch ſchließlich gwöchiger Unterbrechung (einſchließlich 4 Wochen Ferien)
Fall gebracht. Eine Unmenge jugendlicher und noch hat heute der Unterricht in den Schulen wieder begonnen.
flügge gewordener Geſchöpfe ziehen in Großſtädten Auch die Kleinkinderſchulen haben ihre Tätigkeit wieder
ſtäglich an die Poſtlagerſchalter und zwar Mädchen aufgenommen. Die Scharlachepidemie iſt nunmehr
erfreu=
ür Klaſſen, auch der beſten. Schulkinder und junge licherweiſe im Abnehmen begriffen. — Als Mitglied
dchen, die in Geſchäften tätig ſind, werden in Frank= des Kreistages wurde Herr Gutsbeſitzer Ad. Karl
a. M. nach Schul= oder Geſchäftsſchluß am MittagTob. Borheimer, hier, wiedergewählt.
Abend beobachtet, wie ſie in Gruppen zu den
Schal=
sd. Bürſtadt, 17. Nov. (Verſchiedenes.) Die
ſtrömen. Von München, Berlin, Straßburg uſw. 1 Herrichtung des hieſigen Poſtgebäudes geht der
Vollen=
d dasſelbe berichtet und in Darmſtadt iſt es nicht viel dung entgegen. Das alte Schulhaus in der Mainſtraße,
ſer. In Deutſchland iſt es ſehr leicht gemacht, Poſt= das die hieſige Gemeinde der Poſtverwaltung zur Ver=
Aſendungen abzuholen. Für gewöhnliche Sendungen, fügung geſtellt hat, hat ſich nach einer gründlichen Repa=
Alagernde Briefe, Poſtkarten Druckſachen und
Waren=
ratur zu einem recht reſpektablen Poſtamt umgewandelt.
ben genügt bei uns die bloße Namensnennung am Die frühere Lehrerwohnung wurde zu Dienſträumen
her=
ſtſchalter, um die gewünſchte Sendung ausgehändigt
ſethalten. Hier iſt die Jugendfürſorge, die in Deutſch= gerichtet, während der ſeitherige Betſaal unſerer
Diaſpora=
gemeinde zu einer Wohnung für den Poſtverwalter
ein=
dmit ſo großem Eifer betrieben wird, bisher machtlos geteilt wurde. Die ganze Neuherrichtung koſtet unſerer
Nieben. Poſtlagerſendungen ſind für den Kaufmanns= Gemeinde 5000 Mark und hat dieſelbe von der
Poſt=
d, Handwerkerſtand, Reiſende und Wanderer eine ſehr verwaltung einen Mietpreis von jährlich 900 Mark for=
Aliche und notwendige Einrichtung, die weder abge= dern müſſen.
ſfft, noch für dieſe Kreiſe beſchränkt werden ſoll. Aber
Mainz, 17. Nov. Das neue Mainzer
Waſ=
ht nicht an, daß ſich die Poſt mit dieſer Einrichtung,ſerwerk, das beim Schönauer Hof in der Gemarkung
e ihren Willen allerdings, in den Dienſt der Unzucht Biſchofsheim errichtet wird, ſoll bis zum Sommer 1915
der ſittlichen Verderbnis der Jugend ſtellt. Hier fertiggeſtellt ſein und dem Betrieb übergeben werden.
ß auch bei uns Wandel geſchaffen werden, wie es in Gegenwärtig iſt man mit der Bohrung der Brunnen
be=
leren Ländern Frankreich, Belgien, Amerika u. a., ſchäftigt, deren eine ſehr große Zahl in weitem Umkreis
liſt geſchehen iſt. Am weiteſten iſt Belgien im angelegt wird. Die Legung der Leitung vom Schönauer
utz der Jugend gegen die Gefahren der Poſtlager= Hof bis zum Rhein und über dieſen hinweg nach Mainz
hſter gegangen. Dort ſind chiffrierte Poſtlagerſendungen erfolgt im nächſten Jahre. Das neue große Waſſerwerk
ßhaupt verboten; nur unter der richtigen Adreſſe aus= wird nicht nur die Stadt Mainz reichlich mit gutem
Waſ=
tigte Sendungen werden an die Empfänger, die ſich ſer verſehen, ſondern vorausſichtlich auch noch einer
An=
h Ausweispapiere als Empfangsberechtigte gehörig zu zahl von Orten des Kreiſes Groß=Gerau zugute kommen.
himieren haben, ausgehändigt. An Jugendliche unter In den Gemeinden Rüſſelsheim, Griesheim und
Biſchofs=
um beſtimmten Alter werden Poſtſendungen überhaupt heim wird der Anſchluß an das neue Werk, das ſeine
abgeliefert. Im Deutſchen Reiche ſind zurzeit zwi= Quellen zum großen Teile in dieſen Gemarkungen hat,
den Poſtverwaltungen Verhandlungen zur Schaffung bereits ernſtlich erwogen. Für dieſe Orte ſind bei
etwai=
hicher Schutzmaßregeln im Gange. Redner ſchildert die gem Anſchluß beſondere günſtigere Bedingungen durch
hältniſſe in anderen Ländern und ſchlägt ſchließlich das Kreisamt erwirkt worden. Das Waſſer wird den im
Reſolution vor:
Kreiſe Groß=Gerau gelegenen Gemeinden von der Stadt
Poſtlagernde Chiffreſendungen werden überhaupt Mainz zum Selbſtkoſtenpreis geliefert, wozu noch ein
Mozen.
10prozentiger Aufſchlag kommt.
2. Poſtlagerſendungen an Jugendliche unter 18 Jahren
Mainz, 17. Nov. (Selbſtmordverſuch.) Die
fhändigen, wird verboten.
44jährige Frau eines Fabrikarbeiters aus der Frauenlob=
Alle ſonſtigen Poſtlagerſendungen ſind nur gegen ſtraße ſprang am Samstag in der Nähe der Badenia=
Aligende Legitimation des Empfängers auszuhändigen. Lagerhalle in den Rhein. Die Unglückliche wurde gerettet
Dem Vortrag folgte reicher Beifall. Der Vorſitzende und von der Sanitätswache ins Rochushoſpital gebracht.
ſch dem Redner den herzlichſten Dank der Verſammlung Die Urſache zur Tat iſt unbekannt. — (Wieder
her=
für ſeine ebenſo formvollendeten wie erſchöpfendengeſtellt.) Am 15. Oktober war in der Leibnizſtraße
der 3¾jährige Knabe des Poſtboten Schneider vom
führungen und eröffnete dann eine
vierten Stock auf die Straße hinabgeſtür 1. Der
Ausſprache.
Kleine hatte nur eine Stauchung erlitten, die im Rochus=
Ern anweſender Poſtbeamter beſtätigt auf Grund hoſpital wieder gehoben wurde. Am Samstag wurde er
praktiſchen Erfahrungen die Ausführungen des Vor=als vollſtändig geheilt aus dem Hoſpital ent=
Aenden und ſchlägt vor, das Wort „tunlichſt” unbedingt laſſen.
Worms, 17. Nov. (Feſtgenommener Schwind=
Aermeiden. Vor allem müßten Chiffreſendungen direkt
hoten werden. Redner bittet, die Reſolution an den ler.) Verhaftet wurde ein aus Bielefeld gebürtiger, 22
Utsſekretär des Reichspoſtamts weiterzuſenden. Er Jahre alter Handlungsreiſender, der für eine Lackfabrik
gt weiter vor daß, falls das Verbot poſtlagernder in Neuß reiſte und neuerdings auch einen Reiſepoſten bei
Aungen erwirkt wird, auch den Zeitungen die An= einer Mainzer Konkurrenzfirma übernahm, von der er
1913.
Seite 5
20 Mark Reiſevorſchuß ſch gebden ließ, ohne daß das
Ver=
tragsverhältnis mit der Neußer Firma gelöſt war.
Da=
mit nicht genug, verlangte er von der Mainzer Firma von
hier aus einen weiteren Vorſchuß von 100 Mark
poſt=
lagernd Worms, unter dem Vorgeben, er müſſe wegen
plötzlichen Ablebens ſeiner Schwiegermutter beſonderen
Koſtenaufwand machen. Inzwiſchen wurde die ganze
Handlungsweiſe als Schwindel feſtgeſtellt, und es gelang
der Kriminalpolizei, den Reiſenden feſtzunehmen, als er
verſuchte, die Poſtſendung abzuholen.
(*) Gießen, 16. Nov. (Hochwaſſer.) Die Flüſſe
in Oberheſſen beginnen infolge des heftigen Regenwetters
über die Ufer zu treten. Bei Großen=Linden überflutet der
Lückenbach bereits das breite Wieſental. Heute herrſchte
ſehr ſtürmiſches Wetter, verbunden mit Gewitter, heftigem
Regen und zeitweiſem Hagel.
(*) Butzbach, 16. Nov. Unſer
Elektrizitäts=
werk hat einen Jahresüberſchuß von 21470 Mark
er=
geben. Dieſer wurde an der Kapitalſchuld von 153 800
Mark abgezogen, ſo daß dieſelbe nur noch 132060 Mark
beträgt. Die Einnahme für Strom und Licht betrug
69000 Mark. Der Voranſchlag für 1914 ſieht in Einnahme
und Ausgabe 93000 Mark vor. — Der
Armenunterſtütz=
ungsfonds verfügt über ein Vermögen von 177400 Mark.
Es wurden eingenommen 17900 Mark, ausgegeben 13370
Mark. — Das Kriegsminiſterium hat den
gro=
ßen Exerzierplatz auf 30 Jahre zum Preiſe von 18000
Mark gepachtet. Die von der Stadt verausgabten 4000
Mark für Trockenlegung des Exerzierplatzes will die
Mi=
litärbehörde nicht bezahlen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 16. Nov. Am Bußtag
(Mittwoch) waren zwölf Volksverſammlungen
angekün=
digt worden, die eine der ſozialdemokratiſchen Partei
nahe=
ſtehende Vereinigung einberufen hatte. Dieſe
Verſamm=
lungen ſollten auch in der Provinz ſtattfinden und der
Ausdehnung des Maſſenaustritts aus der
Staatskirche gelten. Nun haben die Einberufer die
Mitteilung erhalten, daß dieſe Verſammlungen nicht
ſtattfinden dürfen, und zwar laut § 8 der vom 15.
Mai dieſes Jahres ſtammenden Polizeiverordnung,
ge=
mäß welcher am Karfreitag, am Bußtag und am
Toten=
ſonntag nur ſolche öffentliche Verſammlungen
abgehal=
ten werden dürfen, die gottesdienſtlichen Zwecken dienen.
Die Revolverſzene im
Charlottenbur=
ger Landwehroffizierskaſino, bei der
Kam=
merherr und Rittmeiſter der Reſerve Lothar v.
Weſtern=
hagen am Abend des 15. September erſchoſſen wurde,
wird kein gerichtliches Nachſpiel haben. Die Unterſuchung
gegen den Porträtmaler Profeſſor Heinrich Maaß, der
den tödlichen Schuß auf den Rittmeiſter abgab, nachdem
v. Weſternhagen ihm eine Ohrfeige verſetzt hatte, iſt jetzt
eingeſtellt worden. Durch die Bekundungen mehrerer
Zeugen iſt feſtgeſtellt, daß Rittmeiſter v. Weſternhagen
dem Profeſſor Maaß aufgelauert hat und daß er
zweifel=
los der Angreifer war. — An der Ecke der Wiener Straße
und des Görlitzer Ufers wollte geſtern abend die 23jährige
Verkäuferin Kniffke den Damm unmittelbar vor einem
Zug der elektriſchen Straßenbahn
überſchrei=
ten, wurde jedoch zu Boden geſchleudert, ſo daß ſie das
Bewußtſein verlor. Man ſchaffte das Mädchen nach dem
Krankenhauſe, wo es nach ſeiner Aufnahme ſtarb.
Ein aufregender Vorgang ſpielte ſich auf dem
Neuköllner Rangierbahnhof ab. Beim Ablaſſen eines
Tiertransportes lief eine Kuh über das Geleis, einem
ankommenden Zug entgegen. Der Zugführer bemerkte
das Hindernis und es gelang ihm, rechtzeitig zu bremſen.
Einen Augenblick ſpäter, und mit dem Tier wäre auch ein
Mann zermalmt worden.
17. Nov. Auf dem Acker bei dem Mariendorfer
Schützenhauſe wurden heute vormittag die Leichen eines
Mannes und eines Mädchens gefunden.
Die Unterſuchung hat ergeben, daß der Mann zuerſt das
Mädchen und dann ſich ſelbſt erſchoſſen hat.
Frankfurt a. M., 17. Nov. (Unglücksfall.) Der
bei dem großbritanniſchen Botſchaftsrat Sir Francis
Oppenheimer beſchäftigte Diener Scharler aus Oſthofen
bei Worms ſtürzte heute mittag gegen 12 Uhr beim
Fen=
ſterreinigen aus dem 1. Stock ab. Er erlitt einen
Schädel=
bruch, dem er nach wenigen Augenblicken erlag.
Marburg a. L., 16. Nov. (Hochwaſſer.) Das
Lahntal ſüdlich Marburgs und das Ohmtal bei Kirchhain
ſind von Hochwaſſer betroffen.
Witzenhauſen, 17. Nov. (Erſtickung durch
Koh=
lengaſe.) In dem Dorfe Asbach erſtickten in der
vorigen Nacht die Frau des Gutsbeſitzers Bauer und eine
zu Beſuch weilende Verwandte, ein dreijähriges und ein
neugeborenes Kind durch aus dem Ofen ausſtrömende
Kohlengaſe.
Straßburg (Elſ.), 17. Nov. (Zu den Unruhen
in Zabern.) Von dem Generalkomando des
15. Armeekorps wird folgendes mitgeteilt: Die von
hie=
ſigen Zeitungen gebrachte Nachricht Leutnant Freiherr von
Forſtner habe in einer Inſtruktionsſtunde bei
Beſpre=
chung der franzöſiſchen Fremdenlegion eine beleidigende
Aeußerung über die franzöſiſche Fahne getan, iſt unwahr.
Die Aeußerung lautet vielmehr nach Ausſage der
ver=
nommenen 22 Zeugen, darunter 13 Elſäſſer: „Auf den
Dienſt in der franzöſiſchen Fremdenlegion könnt Ihr. . . !"
Gegen die Verbreiter der unwahren Behauptungen wird
Strafantrag geſtellt werden=
Bochum. 17. Nov. (Unterſchlagungen.)
Grö=
ßeren Unterſchlagungen iſt man hier bei der
Maſchinen=
fabrik Balcke u. Co., A.=G., auf die Spur gekommen. Ein
früherer Buchhalter hat die Geſellſchaft dadurch geſchädigt,
daß er Reichsbankſcheck=Unterſchriften
fälſchte. Bis jetzt konnten Unterſchlagungen in Höhe
von 50000 Mark aufgedeckt werden. Der Fehlbetrag iſt
gedeckt, ſo daß die Aktionäre keinen Schaden erleiden.
Duisburg, 17. Nov. (Ein Automobil vom
Zuge überfahren.) Ein auf der Heimfahrt
be=
griffenes Lurusautomobil der Berliner
Automobilgeſell=
ſchaft zu Duisburg wurde heute nacht auf dem
Bahnüber=
gang zu Oberhauſen vom Zuge überfahren. Von den
Inſaſſen wurde das Duisburger Ehepaar Funk ſchwer
bezw. lebensgefährlich verletzt. Der Chauffeur und ein
neben ihm ſitzender Herr wurden leicht verletzt.
Chemnitz, 17. Nov. (Selbſtmord.) Die beiden
Brüder Paul, Inhaber einer Drogengroßhandlung, im
Alter von 52 und 51 Jahren, verübten gemeinſam
Selbſt=
mord. Sie wurden im Geſchäftsraum erhängt
aufgefun=
den. Ueber die Gründe der Tat iſt bisher nichts bekannt
geworden.
Flensburg, 17. Nov. (Voctrag Amundſens.)
Amundſen hielt am Samstag ſeinen Vortrag in deutſcher
Sprache, geſtern abend in norwegiſcher. Geſtern war ein
großer Teil der Zuhörer aus dem Norden der Provinz
gekommen. Der Vortrag verlief ohne jeden Zwiſchenfall.
Der Beifall war ebenſo ſreubig und ſtark wie am Abend
vorher, an dem ſich das Publikum nur aus Deutſchen,
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 18. November
Seite 6.
darunter bielen Ofizieren, zuſammenſetzte. Amnundſen zuweiſen vermagt ſo würde z. 9. jeder Arbeitslo ſe ſch
entzog ſich allen Ovationen, indem er ſofort nach Schluß wohl für arbeits unfähig erklären! Oder ſollten etwa
die Krankenkontrolleure oder andere Kaſſenbeamte die
des Vortrages durch eine Hintertür verſchwand.
Wien, 16. Nov. (Aus der Haft entlaſſen) Entſcheidung über Krankheit, Arbeitsunfähigkeit uſw.
wurde der Generalvertreter der Canadian Pacific Rail=fällen?! Alſo in bezug auf Simulantentum würde
ge=
way, Altmann, gegen eine Sicherheitsleiſtung von rade das Gegenteil von dem eintreten, was Herr von
Landmann annimmt.
150000 Kronen.
Ganz ebenſo verhält es ſich mit den „Erſparniſſen der
Paris, 16. Nov. (Für 200000 Francs
Schmuck=
fachen erbeutet.) Ein unerhört kühner Einbruch Krankenkaſſen” bei Anwendung des § 370. Dies lehrt ohne
wurde vergangene Nacht in einem der größten Pariſer weiteres ein Blick auf den Jahresbericht einer Kranken=
Juwelengeſchäfte verübt. Es handelt ſich um das kaſſe, und ich will zu dieſem Zweck den letzten Jahresbericht
Geſchäft des Juweliers Aldebert in der Rue des Capu= der Ortskrankenkaſſe Darmſtadt heranziehen. Nach dem
cines Nr. 23. Als der Laden heute früh geöffnet wurde, Verwaltungsbericht für das Jahr 1912 zahlte dieſe
Kran=
bemerkte das Perſonal, daß alle Futterale, die wertvolle kenkaſſe (bei einer durchſchnittlichen Mitgliederzahl von
16000):
Schmuckſachen enthielten, auf dem Boden zerſtreut umher=
90 651 Mark
lagen. Durch eine Wand des Ladens war ein Loch für ärztliche Behandlung insgeſamt
(einſchl. 15000 Mark für Zahnärzte)
geſchlagen, gerade ſo groß, daß ein Mann hindurch=
51987 „
kommen konnte. Auf der anderen Seite des Ladens be=für Arznei und ſonſtige Heilmittel
findet ſich der Laden des Pelzhändlers Goldſtein. Die
zuſammen alſo 142638 Mark
Einbrecher haben ſich auf völlig unaufgeklärte Weiſe Ein=
263 820 Mark
tritt in den Laden Goldſteins verſchafft. Sie mußten für Krankengelder (an Arbeitsunfähige)
genaue Kenner der Oertlichkeit geweſen ſein, denn an der
Nehmen wir nun an, daß, wie dies auch Herr von
ſchwächſten Stelle der Mauer war das Loch geſchlagen
worden. Sie ſind auf dieſe Weiſe in den Laden einge= Landmann tut, die Krankenkaſſen die den Verſicherten zu
drungen. Der Wert der geſtohlenen Sachen dürfte ſich auf gewährende Quote des Krankengeldes möglichſt hoch, alſo
über 200000 Francs belaufen. Der Einbruch der mit der mit zwei Dritteln, bemeſſen, ſo würde der zu dieſem
größten Geſchwindigkeit und Vorſicht ausgeführt worden Zweck notwendige Jahresbeitrag allein für
Arbeits=
unfähige zwei Drittel von 263820 Mark — 175880
iſt, läßt auf jahrelanges Verbrechertum ſchließen. Die Mark betragen, alſo ſchon hierfür 33 242 Mark mehr als
Täter konnten bisher noch nicht ermittelt werden.
bisher für Aerzte und Apotheker zuſammen. Nun hat aber
Nancy 17. Nov. (Ein neuer Zwiſchenfall.) der Kaſſenarzt im Durchſchnitt täglich mindeſtens ebenſo
Auf dem Bahnhof wurde ein Deutſcher, der ſich Paul viele arbeitsfähige Kaſſenmitglieder zu behandeln als
Anders nannte, feſtgehalten, weil er angeblich die arbeitsunfähige, die Spezialärzte ſogar mehr als zwei
Bahnbeamten und Reiſenden durch grobe Bemerkungen Drittel arbeitsfähige! Nehmen wir aber nur die gleiche
behelligt hatte. Anders, der nach Luneville reiſte, habe Zahl an, ſo würden zu dieſen 33 242 Mark noch einmal
gedroht, ſich über das Vorgehen des franzöſiſchen Polizei= 175880 Mark hinzukommen, im ganzen alſo über 200 000
kommiſſars zu beſchweren.
Mark mehr Ausgaben für die Krankenkaſſen, als bisher!
Sarajewo, 17. Nov. (Ausge brochene Ver=Und dabei iſt noch nicht berückſichtigt, daß die
Kranken=
brecher.) Nach Durchfeilung der eiſernen Fenſtergitter kaſſen bei beſtehenden Verträgen für die
Krankenbeſchei=
flüchtete aus dem Gefängnis der zum Tode verurteilte nigungen nichts zu zahlen haben, während die Aerzte bei
Mörder Stift mit zwei Zellengenoſſen. Die Flücht= vertragsloſem Zuſtand ſowohl für jede
Krankenbeſchei=
nigung als auch für jede Geſundmeldung mindeſtens eine
linge haben ſich mutmaßlich nach Montenegro gewandt.
Mark zu liquidieren verpflichtet ſein würden! Ferner iſt
Hamilton (Bermuda), 16. Nov. (Der Brand des bezüglich der Ausgaben der Krankenkaſſen noch in Betracht
Dampfers „Balmes.) Die „Pannonia” iſt mit dem zu ziehen, welch gewaltiger, koſtſpieliger
Verwaltungs=
ſpaniſchen Dampfer „Balmes” hier angekommen. Die apparat notwendig würde, um mit jedem einzelnen Mit=
„Pannonia” iſt mit allen Paſſagieren und dem Gepäck gliede in jedem einzelnen Krankheitsfalle abzurechnen. So
nach Neu=York weitergegangen. Die „Balmes” hat im ſehen alſo die „Erſparniſſe” aus!
Hafen Anker geworfen. Das Feuer iſt gelöſcht und das
Einen Punkt aber möchte ich außerdem nicht uner=
Schiff wird morgen nach St. Georgia weitergehen.
wähnt laſſen, den Herr Dr. von L. überſehen hat, und
die=
ſer betrifft die Hauptbeteiligten an der Verſicherung, die
Patienten! Dieſe würden nämlich die Unbequemlichkeiten
Zu dem Konflikt zwiſchen Herzten
und Schädigungen, welche der vertragsloſe Zuſtand im
Gefolge haben würde, am allermeiſten verſpüren, denn da
und Krankenkaſſen.
die Aerzte die Mitglieder der Krankenkaſſen bei einem
Der Aufſatz des früheren bayeriſchen Miniſters Dr. vertragsloſen Zuſtande ſelbſtverſtändlich nur zu den Taxen
von Landmann zu dem Konflikt zwiſchen Aerzten und der Privatpatienten behandeln könnten, ſo würde, ſelbſt
Krankenkaſſen in der Deutſchen Juriſtenzeitung iſt in ſehr wenn ihnen die Krankenkaſſen (wie oben angenommen)
zohlreichen Zeitungen zum Abdruck gekommen und dadurch
weiteren Kreiſen zugänglich gemacht worden. Es iſt des= die höchſte zuläſſige Quote, d. h. zwei Drittel des
Kranken=
geldes, für Krankenpflege zahlen würden, in der
über=
halb notwendig, verſchiedenen Irrtümern, welche darin, wiegenden Mehrzahl der Fälle dieſer Betrag für Arzt und
ganz ſpeziell in ſeinen Ausführungen über die Anwendung Apotheke uſw. gar nicht ausreichen, die Kranken müßten
des viel zitierten § 370, enthalten ſind, entgegenzutreten, alſo einen nicht unerheblichen Teil der Behandlungskoſten
und zwar vom Standpunkte des in langjähriger Kaſſen= aus eigener Taſche bezahlen! Der große Vorteil der
praxis erfahrenen Arztes aus.
Krankenverſicherung, daß nämlich die Honorarfrage aus
Bekanntlich beſtimmt der § 370 der
Reichsverſiche=
rungsordnung, daß, wenn zwiſchen Aerzten und Kranken= dem Verhältnis zwiſchen Kaſſenarzt und Kaſſenmitglied
kaſſen keine Einigung erzielt wird, das Oberverſicherungs= ganz ausgeſchaltet iſt, die Rückſicht auf die Koſten alſo
amt die Kaſſe ermächtigen kann, an die Verſicherten ſtatt den Unbemittelten nicht vor Inanſpruchnahme
notwendi=
ger ärztlicher Behandlung abzuhalten braucht, dieſer große
der Krankenpflege (d. h. für Arzt und Apotheke) bis zu Nutzen der Krankenverſicherung würde alſo mit der
An=
zwei Dritteln des Krankengeldes bar zu zahlen.
wendung des § 370 wieder verloren gehen.
Herr von Landmann glaubt nun, daß von der An=
Und darum gebe ich Herrn Dr. von Landmann
wendung dieſes Paragraphen die Kaſſen ſicherlich einen
Vorteil haben würden, denn „wenn die Mitglieder Arzt wiederum recht, wenn er am Schluſſe — wenn auch auf
und Apotheker ſofort bezahlen müßten, würden die Kran= anderem Wege — zu dem Ergebnis kommt, daß die
An=
kenkaſſen mit einer geringeren Zahl von Simulanten zu wendung des § 370 eine nicht zu unterſchätzende
Ge=
tun haben, und da die Krankenkaſſen den Verſicherten höch=fahr für die Volksgeſundheit darſtellen würde.
ſtens zwei Drittel des Krankengeldes zu zahlen haben, Dies hatten aber die Aerzte von vornherein erkannt und
ſo würden ſie auch weniger ausgeben, als für Arzt und hatten deshalb von Anfang an gegen dieſen Paragraphen
Apotheke. Andererſeits würden die Aerzte unter der Stellung genommen. Außerdem aber konnte jeder nur
Anwendung des § 370 zu leiden haben, da die Kranken=einigermaßen in der Praxis erfahrene Arzt ſofort
über=
kaſſen=Mitglieder alsdann wieder mehr Kurpfuſcher als ſehen, daß dieſer „am grünen Tiſch” als Quinteſſenz aller
Aerzte aufſuchen würden”.
ſozialen Weisheit herauskalkulierte Ausweg ſich entweder
Dieſe Schlüſſe ſind, wie ich in folgendem zeigen gar nicht oder zum mindeſten nur mit den allergrößten
werde, durchweg abſolut unrichtig, denn der Autor hat Schwierigkeiten und Unzuträglichkeiten und auf Koſten
vollſtändig überſehen, daß die Krankenkaſſe doch in aller= aller beteiligten Kreiſe, ganz beſonders aber auf Koſten
erſter Linie eine Inſtanz haben muß, welche die Krank= der Patienten, durchführen laſſen würde. Und darum iſt
heit, reſp. die Behandlungsnotwendigkeit, anerkennt, reſp. es nur zu begrüßen, daß, wie aus mancherlei
Aeußerun=
teſtiert, und dieſe Inſtanz kann doch nach wie vor nur der gen, auch der den Krankenkaſſen naheſtehenden Preſſe, her=
Arzt ſein. Wollten die Krankenkaſſen die Aerzte auch in vorgeht, es auch in den Reihen der Krankenkaſſen noch
dieſem Punkte umgehen, ſo würde doch gerade dem Simu= ruhig und ſachlich erwägende Köpfe gibt, die zwar nicht
lantentum Tür und Tor geöffnet werden. Wollten ſie l offiziell eingeſtehen, aber wohl auf dem Wege einfacher
Be=
nämlich die Krankheitsbeſcheinigung durch Kurpfuſcher oder rechnung zu der Einſicht gekommen ſind, daß die
Anwen=
gar nach dem ſubjektiven Ermeſſen der Kaſſenmitglieder dung des § 370 für ſie, ſpeziell in materieller Hinſicht,
zulaſſen, ſo würden der Verlockung, ohne Arbeit volles kein Heil bedeuten kann. Dringt dieſe Einſicht durch, ſo
Krankengeld, plus zwei Drittel desſelben, alſo beinahe wird der gute Wille, einen für beide Parteien
befriedigen=
vollen Lohn, zu bekommen, ſehr, ſehr viele nicht wider= den Vertragsabſchluß herbeizuführen, ſehr bald folgen, und
ſtehen, wenn dieſelben wiſſen, daß überhaupt keine In= wo ein Wille iſt, da iſt auch ein Weg.
ſtanz emehr vorhanden iſt, welche ihre Simulation nach=
Dr. O., Darmſtadt.
ſagen ſtenographiſch — zu notieren, z. B. das allgemein
bekannte erſte C=dur=Präludium im wohltemperierten
Konzerte.
Klavier. Eine eigentümliche, gut wirkende
Klangfär=
mm. Der Klavierabendvon Willy Hutter, bung bringen die Oktavengänge in die Chaconne, während
dem als ausgezeichneten Klavierpädagogen in weiteſten dagegen die Tonwiederholungen, die die Violine auf zwei
Kreiſen bekannten Mitdirektor der Profeſſor Ph. Schmitt= Saiten (leer und gegriffen) mit Klangfarbenunterſchied
ſchen Akademie für Tonkunſt, gehörte zu denjenigen muſi= wiedergeben kann, vom Klavier eben nur angedeutet
wer=
kaliſchen Veranſtaltungen, die mit Spannung erwartet den können. So iſt das Tonſtück ebenſo für Pianiſten
werden. Bedauern kann man nur, daß Herr Hutter nicht wie für Geiger intereſſant. Der Uraufführung von vier
öfters Konzerte veranſtaltet (was ſich ja wohl aus ſeiner Klavierſtücken nach dem Manuſkripte von Arnold
Men=
ausgedehnten Lehrtätigkeit erklärt), denn die Feinheit ſei=delsſohn wurde das Intereſſe entgegengebracht, mit
nes Anſchlags und die Reife und Poeſie in ſeiner Auf= dem Neuarbeiten unſeres einheimiſchen Tondichters aufge
faſſung ſtellen ihn zweifellos in die erſte Reihe unſerer nommen zu werden pflegen. Allen gemeinſam iſt in den
Pianiſten; daß er mit einer tadelloſen Technik ausgerüſtet Mittelſatz ein ziemlich ſchroffer Wechſel der Stimmung
iſt, braucht kaum beſonders erwähnt zu werden. Herr Hutter, der die Aufmerkſamkeit in Spannung hält, und wir wollen
deſſen vielſeitige pianiſtiſche Vorzüge von uns bei ſei= nicht ausdeuteln, ob. Gemütsaffekte hierin ausgedrückt ſein
nem früheren Konzert im einzelnen hervorgehoben wur=ſollen, oder ob der Wechſel mehr meteorologiſcher Natur
den, weiß aber dem Inſtrument auch eine edle Klangkraft, iſt. Sehr gut gefiel uns das zweite Stück, ein lebhaftes
im Forte ohne Härte, abzugewinnen, während er in zar= Scherzo mit ruhigem, liedförmigem Mittelſatz, und das
ten Sätzen die Stimmen im einzelnen ſingen läßt. Da=dritte Stück, ein ſehr hübſch gearbeitetes Lied ohne Worte.
von zeugte die von Buſoni (dem Lehrer des Künſtlers) Im letzten derſelben beherrſcht ein wenig die techniſche
ſehr wirkſam auf das Pianoforte übertragene „Chaconne” Schwierigkeit die ganze Faktur.
aus den ſechs Violinſoliſſimoſonaten von Bach. Das
Die große f=moll=Sonate (Opus 5) von Brahms er=
Stück, das durch den Vortrag von Violinſpielern allgemein fuhr unter Herrn Hutters Meiſterhänden eine vollendete
bekannt iſt, hat in ſeinen einzelnen Variationen durch die Wiedergabe auf dem prächtigen Ibach=Konzertflügel (von
ſehr geſchickte Bearbeitung klaviertechniſch wirkſame Zu=H. Arnold). Der feine, durch das Motto charakteriſierte
taten erfahren, die es zu einem für Pianiſten ſehr dank= Stimmungszauber im ausdrucksvollen Andante und im
baren Vortragsſtück machen, und die die Violinſkizze nicht Intermezzo gelang vorzüglich. Weiter folgten Liſzts
einmal andeuten kann. Denn obwohl Bach dieſe und die Canzonetta und f=moll=Etüde und Chopins eis=
moll=
ſechs Sonaten für Solocello für die Technik der In=1 Scherzo und (als Zugabe) deſſen Mazurka in As. Dem
ſtrumente niederſchrieb, ſo iſt es doch der allgemeine Ge= gutbeſuchien Konzert wohnte bis zum Schluß die Fürſtin
brauch der Komponiſten damaliger Zeit geweſen Fugen von Erbach=Schönberg bei.
und kleinere Stücke möglichſt auf einem Syſtem, ſei es mit
Generalbaßbezifferung oder im Diskantſchlüſſel — ſozu=
Aammer
Nummer 279.
1913.
Ukereindt
ſtnt 2ia Mal
Vermiſchtes.
teilanſch
Meritel
Heimatbilder deutſcher Kunſt.
Urt=
ſiſters de
dieſem Namen bringt der Verlag Franz Schneid
Berlin=Schöneberg, im Verein mit erſten und bekannſchnttsſitunga
ſiderholte 1.
Künſtlern eine Reihe ſchöner, ſtimmungsvoller und
fark=
reicher Wandbilder in der ſtattlichen Blattgröße roſhze Erlärung,
62X80 Zentimeter, von denen jedes nur 1,80 Mark koſeſther um Tod un
An dieſen Heimatbildern iſt alles vorzüglich: Künſtleri=cne ſpiele.
Originalarbeit, ſaubere Technik, Farbenpracht, Stätſſc nach Verger
Eih, r att
mungsgehalt und ſtrenge Auswahl der Stoffe, die
die Unterſchiedlichkeit der Landſchaften und der ſchafftnele de la B
den Künſtler gleich charakteriſtiſch ſind. Das Erſtaunlicſ uher einer G1
von allem aber iſt, daß man jetzt ein ſo großes, ſchöm
u (i
Wandbild zu dem unerhört billigen Preis von 1,80 Miſ (amerikaniſch
knun der A
bekommen kann, während bislang Bilder in der Gr
und annähernd in der Güte 4 bis 6 Mark koſteten. Tachreinzige, der
bedeutet in der Tat für die Populariſierung der Kunäne offen mit
uniſc
1 an
und des künſtleriſchen Geſchmackes außerordentlich v
men
Die erſten vier dieſer Heimatbilder ſind: Karl Bicrzu
Mlärte, da er
„Meeresbrandung an der Nordſee”, „Winterſtille
Schwarzwald” Kallmorgen, „Sommerſonnenſchein in idiſlne Vorſchläc
Mark” und Hans Hartig, „Winteridyll in einem pomnatäwenigen
Mer=
ſchen Städtchen”. Aus Rückſicht auf das Publikum
Paſhin
ſcheinen die Bilder alle in einem Format, für das ein Glſteätsträger O1
ſchmackvoller und doch billiger Wechſelrahmen gefertigteitvorſchlag de
in dem ſich ſechs bis zehn ſolcher Künſtlerſteinzeichnungeſc gfhington
gleichzeitig verwahren und wechſelweiſe voranſteeld= Wiedererof
laſſen. Der Beſitzer oder Liebhaber mehrerer Bildereiſſabalt iſt nicht
nur zur Anſchaffung eines einzigen Rahmens gendä beſtimmt
und kann hinter ihm ſechs bis zehn Bilder gleichzeüſll=hington geſte
verwahren und, je nach Geſchmack und Laune, bald dier * Paſhin
bald jenes Bild voranſtellen.
n hatten geſte
* Im Verlag von M. Fickel in Nürnberg (Brun=kſkalerung der
gaſſe 7) erſchien ein Albummit Hedin=Reklamgſä ſie doch ei
marken. Die komplette Sammlung umfaßt 12 Bogilslandes auf
à 60 Bilder — 720 Bilder, die nach und nach innerhaſſweſe Naßnah
kurzer Zeit erſcheinen. Die Bilder ſind mit den gleie
Nummern verſehen, die auch in den Feldern des Albu
verzeichnet ſind, ſo daß jede Marke auf das in dem Albe
I
vorgeſehene Feld aufgeklebt werden muß. Hedin=Marl
(Wolffel
bilden in wiſſenſchaftlicher, pädagogiſcher, künſtleriſel
und geographiſcher Hinſicht einen bleibenden Sammelnt
* Berlin,
für jedermann. Die Bilder ſind Reproduktionen der
ainalaufnahmen und Zeichnungen des berühmten igkeutſchla
Aaroh Tonneſ
ſchers Herrn Dr. Sven von Hedin, wie ſolche ins 133 Tonn
Werken „Zu Land nach Indien” „Transhimalaja”
Oktober di
Herzen von Aſien”, „Durch Aſiens Wüſten” abgebildetimnen gege
alſo aus Ländern und Gegenden, die zum Teil von
mnen gegen
Europäer nicht betreten worden ſind. Es gibt kein
zweiten Forſcher, deſſen Werke an Bedeutung in wiſſol=MNillionen
ſchaftlicher und geographiſcher Beziehung, verbundeneten und 36
In der
Originalaufnahmen und Zeichnungen, den Werkenlläallen (i.
Forſchers Herrn Dr. Sven von Hedin gleichkommenifmr bis Okto
Nuſp. 81.8 a.
Ausfiuſ
Luftfahrt.
* Gerabronn, 17. Nov. Geſtern nachmittag * Karl
3 Uhr landete bei Engelhardshauſen (Gemeinde Wieſſallt der 6
bach) ein franzöſiſcher Kugelballon mit einem Salldentlich
zigen Inſaſſen namens George Blanchet Redaktemllittat He
„Aeroplan” aus Paris. Er war nach ſeinem Ausſaliſirn
Anf=
paß am Samstag nachmittag um 4 Uhr in Paris aufgeWing ſein
Dienſt
gen. Der Bezirksvorſtand, Oberamtmann Beutel,den
fort benachrichtigt worden war, und alsbald im) den
mobil ankam, verhandelte mit dem der deutſchen Slut- Charal
nicht mächtigen Ballonführer in franzöſiſcher Spracheüberſtät
da ſich nichts auffallendes vorfand, erklärte er ihm
Mar
behördlicherſeits ſeiner Abfahrt und der Verladungchuſſes
Ballons nichts im Wege ſtehe.
Hers Dr
lſen d
iters
Sport, Spiel und Turnen.
haben
Achen, ſo d.
* Pferdeſport. Rennen zu Strausbe
Nov. Fahrwohl=Hürdenrennen. 2000 M. 1. A.
Badenn
Exarch (H. Teichmann), 2. Parbleu, 3. Fagott.3m
26. A
28, 48:10 — November=Preis. 2300 M. 1. A. v
Proßherz
manns Mansfeld (Lt. v. Falkenhauſen), 2. Mark UmMiaten; zuru
3. Preicſt auf Schl.
3. Kings Love. 36:10; 13, 21, 16:10. —
Ahrensfelde. 2000 M. 1. K. v. Tepper=Laskis
Leipzi
(v. Tucholka), 2. Saltimbanque, 3. Jeannekigel.
die
28:10; 14, 15, 16:10. — Abſchied=Jagdrennen,
1. Dr. V. Saloſchins Eilig (Lt. v. Falkenhauſen),
Aneſtüicken
gelfrei, 3. Scherz. 21:10; 15, 34:10. — Kehrwienen Mo
rennen. 2000 M. 1. J. Selten und J. Davids
Klin
dro (Fiſcher), 2. Reine du Jour, 3. Talmont. 43640 Mar die 8
33, 26:10. — Troſt=Handikap. 2000 M. 1. R. JacMet von de
Kaſſala (Theilen), 2. Galazi, 3. Fife honours. 3 Miaden wa
16, 18:10.
Rennen zu Saint=Quen, 17. Nov.
Kiel,
la Tarentaiſe. 3000 Francs. 1. Comte de Kerlles
Louiſa (Berteaux), 2. Mille Pardons, 3. Chaldlte von
295:10; 98. 16:10. — Prir de la Maurienne. 3000mg. iechniſch
Knbeter
1. Robert Lazards Le Tremblay (O'Connor),2es
Presla
Zouzou, 3. Minotaure. 30:10; 12, 15, 15:10.—
Nabgeres
Saint=Bernard. 5000 Francs. 1. Camille Blang
Demn,
muzd (Thibault), 2. Facility, 3. Vaéria. 19110; 16,25
— Prix des Alpes. 4000 Francs. 1. L. Olry=Roedee
für P
Bériot (M. Barat), 2. La Begude, 3. Sabacane II.119
39, 23 143:10. — Prix Guliſtan. 10000 Francs.
a
Veil=Picards Rosmarin II (Parfrement), 2. Kom Omt
3. Le Morran. 33:10; 12, 13, 12:10. — Prix du Mort=ſit u.
Cenis. 4000 Francs. 1 Levy Picards Papagena (Hie=ling
ſon), 2. Marinette V, 3. Rive Gauche. 34:10; 16, 25, 36:½= Peg
ſchen
nitg
zur
Landwirtſchaftliches.
Non
* Schlachtviehmarkt Darmſtadt. Schweirt=
3
markt am 17. November. Auftrieb durch Händler 1
Zier
Schweine, durch die Bezugsvereinigung 81 Schweit
Preiſe: 1. Qualität 77 M., 2. Qualität 76 M., 3. Quali ilung,
. Slen.
75 Mark. Marktverlauf: ruhig; Ueberſtand.
omm
Zur Lage in Mexiko.
* Neu=York, 16. Nov. Nach einem Telegramr
aus Mexiko erklärte der britiſche Geſandte, dos
ſeine Warnung an die britiſchen Untertanen, ſich zu
Verlaſſen ihrer Wohnſitze bereitzuhalten nur eine Vi:
ſichtsmaßregel darſtelle, um ſie auf den Eintritt von
U=
ſtänden vorzubereiten, die ihre Abreiſe notwendig machk
würde.
* Mexiko 17. Nov. Die Lage iſt ar
ſpannt. Die Gattin des franzöſiſchen Geſandten begg
ſich nach Veracruz. Der Leiter Cowdrays der Oil
Coto=
pany iſt angewieſen worden, alle Frauen und Kinder unn
auch Männer, die es verlangen, nach Veracruz zu ſendon
* Mexiko, 17 Nov. Der Miniſter des Aeußerec
Aldape iſt zurückgetreten. Der Rücktritt hänn
wahrſcheinlich mit ſeinen Verſuchen zuſammen, HuenA
zur Erfüllung der amerikaniſchen Forderungen zu beur
gen. Aldape iſt der letzte der Miniſter, die auf Grund daſ
umer 291
Kunſt.
5 Schnei
und beinf
Voller und g.
Matgreße)
180 Malli
lich: Kümige
benhraßt
Stoffe, die
er ſcha
Nummer 279.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 18. November 1913.
Seite 7.
Pereinommens ermannt wurden, das zwiſchen Hueriar fniederlegen woll, weilermit dem von der Regierung be, ſverwundet. In verſchiedenen Orien ſollen die Inder ver=
Diaz nach zehntägigen Kämpfen im Februar in der fürwortete Plane der „friedlichen Durchdringung” von ſuchen, die Weißen in Schrecken zu ſetzen, indem ſie das
nerikaniſchen Botſchaft unterzeichnet worden war.
Spaniſch=Marokko nicht einverſtanden ſei
Zuckerrohr in Brand ſteckten. An einer Stelle
* Mexiko, 17. Nov. Der Rücktritt des Mi=
* Paris, 17. Nov. Anläßlich des Senats= ſind unter dem Jubel der enweſenden Inder 150 Acres in
iſters des Aeußern Aldape wurde in der Ka=beſchluſſes, durch welchen den Bergwerksbeſitzern das Flammen aufgegangen.
ſettsſitzung am Sonntag vormittag verlangt. Huerta Recht eingeräumt wird jährlich im ganzen 150 Stunden
Petersburg, 17. Nov. Die Abberufung des
hiederholte in dieſer Sitzung den Miniſtern gegenüber über die geſetzliche Arbeitsdauer arbeiten zu laſſen, iſt ruſſiſchen Botſchafters in Wien, v. Giers,
Erklärung, daß er nicht zurücktrete, daß es ſich für unter den Arbeitern des Norddepartements eine Streik= und ſeine gleichzeitige Ernennung zum Senator wurde
in um Tod und Leben handle, und daß er das Spiel zu bewegung ausgebrochen, doch iſt die Zahl der Arbeiter, heute amtlich bekannt gegeben.
ſde ſpiele. Der zurückgetretene Miniſter Aldape begab die heute morgen nicht angefahren ſind, eine verhältnis=
* Petersburg, 17. Nov. Die mongoliſche
Miſ=
ſt nach Veracruz, von 200 Soldaten begleitet. Es wird mäßig geringe.
ſion wird hier 5 bis 6 Tage verweilen und alsdann nach
Mlärt, er gehe nach Frankreich und werde wahrſcheinlich
Paris, 17. Nov. Der ſtrafweiſe in den Ruheſtand Livadia abreiſen. Sie beabſichtigt, die
Hauptinduſtriezen=
ſtelle de la Berres Geſandter in Paris. Er war der verſetzte Kommandeur des 16. Armeekorps, General tren Rußlands zu beſuchen, um die Handelsbeziehungen
führer einer Gruppe vom Miniſterium, die überzeugt iſt, Faurie, veröffentlichte heute die Berichtel zwiſchen der Mongolei und Rußland zu erweitern, wobei
es beſſer wäre, wenn Huerta wenigſtens einen Teil der Generale Joffre und Chomer über ſeine auf die finanzielle Hilfe Rußlands gerechnet wird.
amerikaniſchen Forderungen, die ſeine völlige Ausſchal= Manöverführung. General Joffre tadelt u. a., daß
* Athen, 17. Nov. Zapitzianos, der Kandidat
ung von der Macht enthielten, zugeſtünde. Aldape war gewiſſe Befehle des Generals Faurie ſchwer ausführbar der Regierung, wurde mit 119 gegen 21 Stimmen zum
ür einzige, der den Mut hatte über die internationale geweſen ſeien, und daß die Aufklärungskavallerie häufig Präſidenten der Kammer gewählt.
ge offen mit Huerta zu ſprechen. Es wird verſichert, und in wenig kluger Weiſe verwendet wurde, ebenſo, daß
* Janina, 17. Nov. Der öſterreichiſch=ungariſche
Ge=
ſr amerikaniſche Geſchäftsträger OShaughneſſy habe deſſen Unentſchloſſenheit den Truppen überflüſſige An= necalkonſul Bilinski iſt heute morgen geſtorben.
e Zuſammenkunft mit Huerta gehabt, in der ihm Huerta ſtrengungen auferlegt habe. Ferner wird gegen Faurie
* Houſton (Texas), 17. Nov. Der Ausſtand der
lärte da er nicht zurücktreten werde, und daß er nur der Vorwurf erhoben, daß ſein Generalſtab, ſowie der Bahnarbeiter der Southern Pacific=Bahn iſt
wenig=
ſiche Vorſchläge anhören könne, die mit ſeiner Würde und Proviantdienſt mangelhaft gearbeitet hätten. General ſtens vorläufig durch die Bemühungen des
Bundesver=
enigen Mexikos vereinbar ſeien.
Chomer tadelt u. a., daß Faurie jeder Verantwortlichkeit mittelungsamtes heigelegt.
* Waſhington, 17. Nov. Der amerikaniſche Ge= aus dem Wege gegangen ſei General Faurie weiſt dieſe
ſäftsträger O'Shaughneſſy ſandte einen neuen Kritiken, die er bereits in ſeinem an den Kriegsminiſter
Ein Tanzverbot des Kaiſers.
ſorſchlag des mexikaniſchen Kabinetts nach gerichteten offenen Schreiben als ungerechtfertigt
zurück=
ſhington. Der Vorſchlag ſoll die Grundlage für gewieſen hatte, in eingehender Weiſe zurück.
H. B. Berlin, 17. Nov. In den letzten Tagen hat der
Wiedereröffnung der Verhandlungen abgeben. Sein
* Bordeaux, 17. Nov. Der hieſige Generalagent der Kaiſer, wie dem „Berliner Salon” mitgeteilt wird,
ſhalt iſt nicht bekanntgegeben, doch wird erklärt, daß er Companie Generale Transatlantique erhielt von dem ſeiner Abneigung gegen die moderne Tanzmode
hr beſtimmt genug ſei, um den von der Regierung in Kommandeur des Dampfers „Lutetia” aus Rio de Ja= durch eine Kabinetts=Order an die Regimentskomman=
Ahington geſtellten Forderungen zu genügen.
neiro ein Kabeltelegramm, nach dem ein beträchtlicher deure und Schiffskommandanten energiſch Ausdruck ge=
* Waſhington, 17. Nov. Bryan und Wil= Waſſerabfluß durch die Badckinrichtung an Bord des geben. In dieſer Kabinetts=Order heißt es: die Herren
n hatten geſtern abend eine Unterredung. Obwohl die Schiffes bemerkt und zwei Kabinenſtewards deutſcher von der Armee und der Marine werden hierdurch erſucht,
karerung der Meinung iſt, daß Huerta nachgeben muß, Herkunft in dem Badeſaal geſehen worden wären in dem in Uniform weder Tango oder One= und Twoſtep zu
tan=
ſie doch einige Tage die Wirkung des Drucks des ſie die Badeeinrichtung und deren Waſſer= zen und Familien zu meiden, in denen dieſe Tänze
auf=
slandes auf Huerta abwarten; erſt dann werden defi= hähne offengelaſſen haben ſoll ten. Da aber geführt werden. Eine Zuwiderhandlung gegen die
Be=
die Unterſuchung durch den franzöſiſchen Konſul und den ſtimmungen dieſes Erläſſes wird mit Strafe ſofortiger
ſide Maßnahmen getroffen werden.
franzöſiſchen Kommandanten keine Beweiſe für Sabo= Dienſtentlaſſung bedroht.
tage ergab, ſei beſchloſſen worden, die beiden Stewards
auszuſchiffen und mit dem Dampfer nach der Bretagne
Letzte Nachrichten.
Kokowtzow in Berlin.
heimzuſenden.
* Berlin, 17. Nov. Der ruſſiſche Miniſterpräſident
(Wolffs telege. Korreſp.=Bureau.)
* Malta, 17. Nov. In wohl unterrichteten Kreiſen Kokowtzow beſuchte heute vormittag den Reichskanzler
* Berlin, 17. Nov. Der auswärtige Handel glaubt man täglich mehr, daß in der Stellung dier und hatte mit ihm eine fünfviertelſtündige Unterredung.
utſchlands betrug im Oktober 1913 in der Einfuhrbritiſchen Marine im Mittelmeer in kurzer
* Berlin 17. Nov. An dem zu Ehren des ruſſiſchen
809 Tonnen (Vorj. 6842 243 Tonnen), die Ausfuhr Zeit wieder wichtige Veränderungen vorgenom= Miniſterpräſidenten Kokowtzow und deſſen Gemahlin
133 Tonnen (Vorj. 5 596 555 Tonnen). Vom Januar men werden, welche ſie an den ehemaligen Platz bringen vom ruſſiſchen Botſchafter Swerbejew veranſtalteten Diner
Oktober dieſes Jahres betrug die Einfuhr 60 686 312 werden. Die Admiralität ſoll beabſichtigen, die Mittel= nahmen außer den Mitgliedern der Botſchaft und deren
inen gegen 58 987095 Tonnen, die Ausfuhr 61167835 meerflotte durch Einverleibung des vierten Schlachtſchifi= Damen der Reichskanzler von Bethmann Hollweg mit
Ge=
geſchwaders, dem gegenwärtig Malta als Hilfsſtützpunkt! mahlin, Staatsſekretär des Reichsſchatzamts Kühn,
Unter=
anen gegen 53 618 221 Tonnen. Die Werte erreichten dient, zu verſtärken. Bevor dies geſchieht, ſoll das vierte ſtaatsſekretär im Auswärtigen Amt Dr. Zimmermann,
Millionen Mark) im Oktober in der Einfuhr 930,8 an Geſchwader durch mehrere, augenblicklich dem erſten Geheimer Legationsrat Graf Wedel der Direktor der
Kre=
bten und 36,8 an Edelmetallen (im Vorj. 956,8 bezw. Schlachtſchiffgeſchwader angehörende alte Dreadnoughts ditkanzlei im ruſſiſchen Finanzminiſterium Dawydew, der
In der Ausfuhr 895,2 an Waren und 5,0 an Edel= verſtärkt werden.
Aallen (i. V. 824,8 bezw. 17,7), in der Zeit von Ja=
Sekretär des Finanzminiſters Dorkiak mit Gemahlin und
* London, 17. Nov. Sir Edward Grey trifft! Baron Uexkuell teil.
In bis Oktober 1913 in der Einfuhr 8803,7 an Waren
381,8 an Edelmetallen (i. V. 8825,9 bezw. 258,1), in heute abend in Windfor ein und verbleibt einige Tage
Felusfuhr 8317,8 an Waren und 90,9 an Edelmetallen dort.
Großer Golddiebſtahl.
London, 17. Nov. Vor dem Zuchtpolizeigericht in
K. 7222,8 bezw. 102.0).
* Paris. 17. Nov. Es wird gemeldet daß eine
* Karlsruhe, 17. Nov. Dem Staatsanzeiger zufolge Oldbailey begann heute der Perlenhals=
Der Großherzog mit Wirkung vom 1. April den band=Prozeß gegen die vier Angeklagten Loeckett, Sendung von Goldbarren der Ottomaniſchen
Perttlichen Profeſſor der Mathematik an der Uniper: Grizzard, Silverman und Gutwirt. Nach den Ausführun= Bank in Konſtantinopel an die Ottomaniſche Bank in Pa:
i t Heidelberg, Dr. Leo Königsberger, auf gen des Staatsanwalts wurde die Verhandlung auf mor= ris beſtohlen worden iſt. Die Sendung von 40
Kiſten, von denen jede 120000 Francs enthielt, zeigte, wie
ſt Anſuchen wegen vorgerückten Alters unter Anerken= gen vertagt.
* Durban, 17. Nov. Der Ausſtand der Inder die Zollbehörde am 13. November feſtſtellte in der einen
ſeiner langjährigen treugeleiſteten und ausgezeichne=
Dienſte und unter Ernennung zum Wirkl. Geh. Rat iſt allgemein geworden. Die Kutſcher Boten, Köche, Kell= Kiſte nicht das angegebene Gewicht. Sie war aber
voll=
den Ruheſtand verſetzt und ihm gleichzeitig ner und andere ſchloſſen ſich dem Ausſtande an. In den kommen verſchloſſen. Die erſte Unterſuchung ergab, daß
Charakter als ordentlicher Honorarprofeſſor an der Zuckerplantagen bei Durban nimmt die Lage ein ernſteres der Diebſtahl im Ausland begangen worden ſein muß,
Ausſehen an. Eine Anzahl Inder, die verſuchten, ihre denn der Wagen, in dem die Kiſten befördert wurden, wies
erſität Heidelberg verliehen.
Landsleute zu überreden, die Arbeit niederzulegen, leiſtete noch alle Siegel unverletzt auf, die in Jeumont angebracht
* Mannheim, 17. Nov. Die Fraktionen des
Bürger=
ſſchuſſes haben heute zur Kandidatur des Bürger= der Polizei Widerſtand und griff zu Stöcken und Steinen, worden waren. Die geſtohlene Summe beläuft ſich auf
Ein Volizeibeamter und ungefähr dreißig Inder wurden! 46000 türkiſche Pfund.
ſſters Dr. Kutzer von Fürth bei Nürnberg zum
Gen des Maunhehner Obgebhehenh ehiggunugugegg uhegunen7.
ſiſters Stellung genommen. Wie die N. B. L. er= 2
ZZZZ
Kaffee und Korpulenz — Urſache und
fiilt
ZZ2
3
imnlich.
ſchen, ſo daß deſſen Wahl geſichert ſcheint.
* Badenweiler, 17. Nov. Der Großherzog, der
Feimhhſelſie.
den Stoffwechſel, die Korpulenz iſt einen
dem 26. Auguſt hier zur Kur weilt, wird morgen mit
ZZ
Z
Milaltltge.
Großherzogin im Laufe des Nachmittags nach der
Folge unvollſtändigen Stoffwechſels.E
Uenz zurückkehren, vorher aber der Großherzogin 2.
Z
ſe auf Schloß Baden einen Beſuch abſtatten.
Deshalb empfiehlt der Arzt Korpu=
6
f die Reviſion des Webers Emil
lenten den coffeinfreien Kaffee Hag.
Mingel, der am 27. Oktober von dem Schwurgericht
Eus
Mibrücken wegen des an dem Gendarmen Lindner be=
Dr. Kuhns Brennessel-Haarwasser ist einfach
ZZe
genen Mordes zum Tode verurteilt worden Z
unfehlbar bei Haarausfall etc. und an Güte
Klingel erſchoß den Gendarmen auf der Flucht;
ClGARETE vön der Konkurrenz niemals zu erreichen.
ſter die des Tagelöhners Karl Spohn, der am 4 Ok=
Nur echt mit Firma Franz Kuhn, Kronen-
Anr von demſelben Schwurgericht zum Tode verurteilt
part., Nürnberg. Hier: F. B. Grodhaus,
Zhmiitertesgers.
Aden war, welcher in Rimſchweiler ſeine Geliebte er=
Seifenf. a. weissen Turm, Carl Bley, Wilhelminen-
=
Pta.
Z
5
2.strasse 35, sowie in Apoth., Drog. u. Parf. (V,5371
ZZZ
etlie.
* Kiel, 17. Nov. Der Kaiſer weilte heute
vor=
allihulſtuh,
Mennnnnehähe.
lag von 10 Uhr ab auf der Germaniawerft, wo er eine Z
mit seidenen
(624020
he techniſcher Einrichtungen beſichtigte. Es herrſcht
Sammel-Wappenbildern
Aenwetter.
I.23232)
Breslau, 17. Nov. Fürſtbiſchof Dr. Kopp iſt nach
Wigeswat-bespseturt veperoogrbegegogswrorwevrvereperon.
m abgereiſt.
Bern, 17. Nov. Die internationale Konfe=
Sencecke
I; für Weltnaturſchutz hat heute vormittag ihre
eitten begonnen. Der deutſcheGeſandte v. Romberg dankte
MäEe
chweiz, daß ſie die Initiative zu einer ſolchen Konferenz
TE
iffen habe. Es wurde ein proviſoriſches Bureau er=
TURkHASSTE
a Altschüler
Ate= und eine Kommiſſion von drei Mitgliedern zur
se
Parbeitung der Geſchäftsordnung gewählt.
Fritz Schatz
Ceer de geile ice
* Peſt, 17. Nov. Unter großer Beteiligung der haupt=
H. Verlangen ie gra
iſchen Bevölkerung wurde heute der 40jährige
Fchu
enktag der Vereinigung von Buda und
VERLOBTE
Kaaneeneegene
errent.
ſſt zur Hauptſtadt Ungarns feſtlich begangen.
Aus dem Geſchäftsleben.
Rom, 17. Nov. Gegenüber den umlaufenden
Ge=
en erklärt die Tribuna, daß kein italieniſcher
Für Sammelfreunde. Die Lingner=Werke,
izier in die Spionageangelegenheit A.=G., in Dresden haben ſoeben für ihr bekanntes
ozzi verwickelt ſei.
Mundwaſſer „Odol” eine neue Serie Reklame=Marken
Darmstadt
Coblenz
* Balona, 17. Nov. Das deutſche Mitglied der Kon= herausgegeben. In dieſen Marken ſind 25 der ſchöuſten
ommiſſion, Legationsrat Winckel wurde von Odol=Bilder in künſtleriſch hervorragender, kolorierter
Hohenzollernstrasse 1a Ludwigstrasse 14.
Allem, kollwutverdächtigen Hunde gebiſ= Ausführung dargeſtellt. Jedem, der ſich für die Marken
Er begab ſich nach Neapel in das Paſteurſche In= intereſſiert, wird ein Bogen gegen Einſendung, des kleinen
äht
Fähnchens mit dem Text „Oeffnen der Flaſche‟, das
Der deutigen Stadtauſlage liegt ein un=
Paris, 17. Nov. Aus Madrid wird gemeldet, ieder Odolflaſche beiliegt (am beſten auf einer Poſt=—
Meuta ſei das Gerücht verbreitet, daß General Ma=karte aufgeklebt), von obengenannter Firma koſtenlos parteiiſcher Stimmzettel zur
Stadtverord=
netenwahl bei, auf den hiermit hingewieſen wird. (24075
Aa ſeine Stellung als Oberbefehlshaber zugeſandt.
Z ä
e enentenete e
V
das Fabrikat der Wolram-hampen
Ak=
tiengesellschaft, Augsburg.
Vertretung und Lager für
Wieder-
verkäufer:
Allgemein Elektro- u.
Ma-
schinentechn. Vertrieb Louis
Geiers-
höfer, G. m. b. H., Frankfurt a. M., Neue
Mainzerstrasse 14.
(IV. 12927,30
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 18. November 1913.
Nummer 279.
Seite 8.
wir bieſach Hagel, in höheren Lagen Schne, und
Gewit=
tererſcheinungen. Im Bereich hohen Druckes haben wir
am Rande eines äußerſt ſtarken nordweſtlichen Tiefdruck=
(12965a
gebietes vorläufig keine weſentliche Aenderung des Wet=
Todes=Anzeige.
ters zu erwarten.
-Jackenkleider
Hierdurch die Mitteilung, daß unſer liebes,
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, 18. November:
=Taillenkleider
gutes Kind, Brüderchen und Enkelchen
Meiſt trüb und wolig, Niederſchläge, mild, weſtliche
Cladel-Blusen..
Winde.
=Röcke a ₰ 2
Fritzchen
in grösster Auswahl, vom einfachsten bis
Familiennachrichten.
elegantesten Genre. Aenderungen sofort.
nach kurzem ſchwerem Leiden im Alter von
3 Jahren ſanft entſchlafen iſt.
(*15217
G. m.
D. Rebleld 8 Dv. v.h.
Um ſtille Teilnahme bittet
für die tieſtrauernden Angehörigen:
Ludwigstr. 5 Darmstadt Teleph. 2539
Todes=Anzeige.
enstſte
Hehskellette
Friedrich Bauer
Nach längerem Leiden verſchied heute Nacht
Großh. Bahnhofsverwalter.
meine liebe Gattin, unſere liebe Mutter, Tochter,
Schweſter, Schwägerin und Schwiegertochter
Nauheim b. Gr.=Gerau, Darmſtadt, Biſchofs=
Tageskalender.
heim, den 17. November 1913.
Dienstag, 18. November.
Frau
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende 10½ Uhr
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 19. Nov.,
(Ab. C): „Der Kammerſänger”, hierauf „Auferſtehung‟,
nachm. 3
Uhr, in Darmſtadt auf dem ſtädt.
zum Schluß „Literatur”.
Dorothea Ponath
Friedhof, von der Friedhofskapelle aus, ſtatt.
Vorſtelluna um 8 Uhr im Orpheum.
Hauptverlammlung der Vereinigten
Männer=
geb. Glock.
geſangvereine um 9 Uhr im Reſtaurant „Zur
Reichs=
krone‟.
Verſteigerungskalender.
Darmſtadt, den 17. November 1913.
Druck und Verlag: L. C. Willic’ſche Hofbuchdruckent
Mittwoch 19. November.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilletat
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 11 Uhr
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigg
Im Namen der tieſtrauerndenHinterbliebenen:
Rundeturmſtraße 16.
redaktionellen Teil: Mar Streeſe; für den Inſeratentel
Max Ponath.
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem Geſchäftf
Amtlicher Wetterbericht.
leben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt. — Für
redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an üd
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die Beerdigung findet am 19. November, nach=
„Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaüle
mittags 3 Uhr, in Hofheim ſtatt. (*15147
Ausläufer tiefen Druckes brachten uns geſtern trübes,
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werdeſ
regneriſches Wetter; ſie verurſachten, beſonders an der
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden ni=
Nordſeeküſte, ſtarke bis ſtürmiſche Winde. außerdem hatten
zurückgeſandt.
Jg. Schriſtſteller ideal verank.
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4½ Moskau=Kaſan . . .
do.
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4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,004
do.
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do.
do.
3½
3½ Deutſche Reichsanl. . 84,90 4½ Chile Gold=Anleihe. 88,6030 Adler=Fahrradwerke
Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,20
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do.
75,7515 Chineſ. Staatsanleihe. 76,70
4 Riäſan Koslow . . . . —
84,20
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Anlehensloſe.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,00 4½
12 Maſchinenf. Badenia 126,00 3 Portugieſ. Eiſenb. . . .
do.
393
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
9
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do.
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do.
3½
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do.
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S. 3—5 . . . . . . . 84,00
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do.
3½
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S. 9—11. . . . .
84, 10
3 Oldenburger . . . . . . 129,.
do.
74,60 Transportanſtalten.
3
Southern=Pacific . . . 89,70 4 Meininger Hyp.=Bank 95,00
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84,00 2½ Raab=Grazer fl. 150 112,‟
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5 St. Louis und San
do.
3½
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83,406 Südd. Eiſenb.=Geſell. . 120,25
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Nummer 279.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 18. November 1913.
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A.
kummer
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Zummer 279.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 18. November 1913.
Seite 1I.
huliche Nachrichten des Großh. Poltzeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: Inpolizei=
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
ſtütenr ſich: 1 Pinſcher. 1 ſchottiſcher Schäferhund, 1 Spitzhund (zuge=
Wün. Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=
Mäe
ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten
findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt. (24030
Stadtverordnetenwahl.
Gadrtegte
Mittwoch, den 19. November 1913, vormittags von 9 Uhr
Wrachmittags 6 Uhr, ohne Unterbrechung, wird die Wahl von
Mtadtverordneten der Stadt Darmſtadt vorgenommen. Die
Feſt=
ſtülng des Wahlergebniſſes wird ſofort nach Schluß der Abſtimmung
Merommen und, wenn nötig, am folgenden Tage fortgeſetzt
Detailliſten, Gewerbetreibende
Umbeendigt.
Die Stadt Darmſtadt bildet einen Wahlbezirk, der in 22
Ab=
ſtämungsbezirke eingeteilt iſt. Dieſe wurden durch Zuſammen=
faſſnig angrenzender Straßen wie folgt gebildet:
1. Abſtimmungsbezirk:
Rheinſtr., Allee, Landgraf Philipp=Anlage, Bahnhofsplatz,
Die Stadtverordnetenwahlen ſtehen vor der Türe! Als Erſatz
Alhſtr., Friedrichſtr., Kaſinoſtr., Georgenſtr., Hofſtallſtr., Fuchsſtr.,
für zwei ausgeſchiedene Kaufleute haben wir den maßgebenden
iiuenſtr., Stirnweg, Wieſenſtr.
2. Abſtimmungsbezirk:
Parteien und Korporationen zwei Erſatzkandidaten vorgeſchlagen.
Lagerhausſtr., Dornheimerweg, Bismarckſtr. Helfmannſtr., Feld=
Delſtr., Griesheimerweg, Landwehrſtr., Weiterſtädterweg.
3. Abſtimmungsbezirk:
Was hat die Fortſchrittliche Volkspartei getan?
Bachgang, Kirſchenallee Gräfenhäuſerſtr., Rößlerſtr. Wendel=
Kilſtr., Blumenthalſtr., Wilhelmsplatz, Parkusſtr., Viktoriaſtr.,
Mühriaplatz.
Sie hat vier Sozialdemokraten und den Lehrer Jung, einen
4. Abſtimmungsbezirk:
der Hauptmacher im hieſigen Konſumverein, aufgeſtellt. Alle fünf
Aliceſtr., Kahlertſtr., Pallaswieſenſtr., Pfarrwieſenweg, Liebigſtr.,
Oeſtr., Emilſtr., Sensfelderweg, Pfründnerhausſtr.
Männer, die geſchworene Gegner des Kaufmannſtandes ſind.
5. Abſtimmungsbezirk:
Frankfurterſtr., Beckerſtr., Mollerſtr., Schwanenſtr., Schuknechtſtr.,
Erdſtr., Gardiſtenſtr., Löffelgaſſe.
Wirbrauchen einen leiſtungsfähigen Gewerbeſtand
6. Abſtimmungsbezirk:
Neue Ireneſtr., Arheilgerſtr. Schloßgarten, Schloßgartenplatz,
ſchreibt der Freiſinn in ſeinem Wahlaufruf!
tgurtenſtr., Fuhrmannſtr., Ruthsſtr.
7. Abſtimmungsbezirk:
Darum ſtellt er fünf Feinde des Gewerbeſtandes auf!
Pankratiusſtr., Kaupſtr., Heinheimerſtr., Riegerplatz.
8. Abſtimmungsbezirk:
Müllerſtr., Liebfrauenſtr., Obere Liebfrauenſtr., Lichtenbergſtr.,
Sartring.
Streicht
9. Abſtimmungsbezirk:
Rhönring, Aeußere Ringſtr., Wenckſtr., Kranichſteinerſtr., Hohler=
Am Breitwieſenberg, Elfeicherweg, Kaſtanienallee.
deshalb dieſe Namen und ſetzt die Namen unſerer Kandidaten auf
10. Abſtimmungsbezirk:
dem Wahlzettel zu oder nehmt
Maunusſtr., Gutenbergſtr., Lauteſchlägerſtr., Mauerſtr., Die=
Häherſtr.
11. Abſtimmungsbezirk:
Lukasweg, Olbrichſtr., Nikolaiweg, Mathildenhöhenweg,
Prinz=
nur ſolche Zettel
Mültians=Weg, Alexandraweg, Erbacherſtr., Fiedlerweg. Seitersweg,
düptunnenſtr., Wingertsbergſtr., Beckſtr., Stiftsſtr., Adolf
Spieß=
e, Mühlſtr., Lindenhofſtr.
die die Namen unſerer Kandidaten
12. Abſtimmungsbezirk:
Darmſtr., Gervinusſtr., Teichhausſtr., Soderſtr., Wienersſtr.,
Ilſtr., Riedlingerſtr.
13. Abſtimmungsbezirk:
Kaufmann Wilhelm Kalbfuß
Heidenreichſtr., Roßdörferſtr., Kiesſtr., Hoffmannſtr., Hochſtr.
14. Abſtimmungsbezirk:
Nieder=Ramſtädterſtr., Grüner Weg, Hobrechtſtr., Mathildenſtr.,
Fabrikant Jacob Lutz
APneg, Roquetteweg, Am Erlenberg, Niebergallweg, Ohlyſtr.,
Phrstr., Martinſtr., Martinspfad, Rückertſtr., Bruſtſtr., Steinackerſtr.
15. Abſtimmungsbezirk:
am Geiſenſee, Schießhausſtr., Bruchwieſenſtr., Wittmannſtſtr.,
Kaufmann Otto Wolf
Beſſungerſtr.,
Achacherſtr., Heinrichwingertsweg, Paulusplatz,
Aerieſtr., Orangerieallee, Clemensſtr., Seekatzſtr., Seeſtr., Herderſtr.,
enthalten.
24057
Pſtr.
16. Abſtimmungsbezirk:
Landskronſtr., Kiesbergſtr., Hofgartenſtr., Wingertsgäßchen,
Abergſtr., Tannenſtr., Ludwigshöhſtr., Herrngartenſtr., Franken=
Der Wahlausſchuß der verbündeten
Mtr., Felſingſtr.
17. Abſtimmungsbezirk:
kaufmänniſchen Korporationen
Weinbergſtr., Sandbergſtr., Niederſtr., Neue Niederſtr., Forſt=
Aetplatz, Forſtmeiſterſtr. Ahaſtr., Hermannſtr., Eichbergſtr., Wil=
Handelsverein. Kaufm. Verein. Detailliſtenverein. Rabatt=Sparverein.
tr., Annaſtr., Donnersbergring, Artillerieſtr.
18. Abſtimmungsbezirk:
Heidelbergerſtr., Neckarſtr., Waldſtr., Eſchollbrückerſtr. Wey=
Mſtr.,
Stadtallee, Riedeſelſtr., Groß=Gerauerweg, Sandſtr.,
esſtr., Holzhofallee Marienplatz.
19. Abſtimmungsbezirk:
Heinrichſtr., Karlſtr., Steinſtr., Hügelſtr.
Steuer=Erhebung.
Entrichtung ſtaatlicher Gefälle.
20. Abſtimmungsbezirk:
Das IV. Ziel der Gemeinde=
Die an Martini 1913 fälligen Holzgelder und Zeitpacht=
Wilhelminenſtr., Wilhelminenplatz, Eliſabethenſtr., Zimmerſtr.,ſteuern für das Rechnungsjahr beträge ſind, bei Meidung der Beitreibung, bis zum 25. November
Abauſtr., Luiſenplatz, Luiſenſtr., Schuchardſtr., Ernſt=Ludwigsplatz, 1913 iſt bei Vermeidung der
Mah=
nung, bis Ende dieſes Monatsds. Js. an die Bezirkskaſſe Darmſtadt (Lindenhofſtraße) zu ent=
Ludwigſtr., Ludwigsplatz, Ludwigsſtr., Schützenſtr.
(24009ids
richten.
21. Abſtimmungsbezirk:
an den Werktagen, vormittags von
Darmſtadt, den 14. November 1913.
Mathildenplatz, Zeuahausſtr., Gartenſtr., Paradeplatz, Hof=8½ bis 12½ Uhr, hierher zu ent=
Der Oberbürgermeiſter.
Iierplatz Hochſchulſtr., Magdalenenſtr., Ballonplatz, Alexanderſtr.,richten.
Dr Gläſſing.
Mgaſſe, Schloßgaſſe, Schloßgraben, Geiſtberg, Große Ochſengaſſe, Im Intereſſe raſcheſter Ab=
Aie Ochſengaſſe, Rundeturmſtr., Schillerplatz.
Kommode, Stühle,
fertigung an den Zahlſchaltern In unſer Handels=Regiſter,
Ab=
wird gebeten, die Gelder abge=a teilung B, wurde heute einge=Antike Tiſche, Schränke, Vi=
22. Abſtimmungsbezirk:
tragen hinſichtlich der Firma:
trine, Uhren, Zinn, Kupfer,
Große Kaplaneigaſſe, Kleine Kaplaneigaſſe, Landgraf Georg=zählt bereit zu halten.
Maſchinenfabrik und Müh= Stahl= und Kupferſtiche, 1 alte
, Langgaſſe, Schuſtergaſſe, Kirchſtr., Marktſtr Marktplatz (mit! Darmſtadt, 4. November 1913.
(*15132
lenbauanſtalt G. Luther, eichene Truhe
Die Stadtkaſſe.
Slt), Schulſtr., Kapellſtr., Große Bachgaſſe, Kleine Bachgaſſe,
Wagner’s Gelegenheits-
Koch. (23267a
Aktiengeſellſchaft, Filiale
ltr., Sackgaſſe, Woogsplatz, Wooaſtr., Brandgaſſe, Pädagogſtr.,
geschäft,
Darmſtadt.
ilsgaſſe, Döngesborngaſſe, Neugaſſe, Schulzengaſſe.
Bauarbeiten.
Den Oberingenieuren Julius
Karlſtraße 41.
Für jeden Abſtimmungsbezirk iſt ein Wahlbüro gebildet. Die
Die bei Erbauung eines Ver=Schäfer und Hans Friderichſen,
Nältlichen Wahlbüros befinden ſich im Erdgeſchoß des ſtädtiſchen
Zwei moderne
baus und zwar:
walterhauſes und eines Krema=ſowie den Kaufleuten Heinrich
nfongton.
toriums auf dem neuen Friedhof Winciers und Robert Gaßmann,
Wahlbüro I—X im großen Saal
vorkommenden Glaſerarbeiten und ſämtlich in Braunſchweig, iſt Pro=Schläulenster-Hehekteren
XI-XVI im Gartenſaal und
(24027
Linoleumlieferung, ſowie die Draht=kura erteilt.
XVII-XXII in den Garderoberäumen.
die einzelnen Wahlbüros ſind durch Aufſchriften erkennbar geflechtarbeiten der Einfriedigung Darmſtadt, 13. November 1913. überalt paſſend, billig zu verkauf.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Gebr. Höslein,
ſollen vergeben werden.
Gemäß Artikel 36 des Geſetzes vom 8. Juli 1911, die Städte=
Ludwigsplatz.
24047)
Bedingungen liegen bei dem
Beiantmnchuntg.
Wlng betreffend, muß die Hälſte der Stadtverordneten dem Höchſt=unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Herr. Ueberzieh., dunk., ſowie ein.
Mierten Dritteil der Wählbaren angehören. Da die Geſamtzahl Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
In dem Konkursverfahren über Frauenki. bill. abzug. Karlſtr. 110, I. (*
Metadtverordneten zurzeit 42 beträgt und 22 von den im Amte
Angebote ſind bis
das Vermögen des Heinrich Peter
Mleibenden 25 Stadtverordneten dem höchſtbeſteuerten Dritteil an= Mittwoch, 26. November 1913, Wilhelm Müller von Nieder=Gehrock=, Frack=, Smoking=
An=
züge, Zylinder zu verleihen
Mken, ſo braucht von den 17 neu zu Wählenden keiner dem
höchſt=
vormittags 10 Uhr,
Ramſtadt wird Termin zur Prü=
(24066id fung nachträglich angemeldeter Rheinſtraße 5, 2. Stock. (20493a
Mierten Dritteile anzugehören.
einzureichen.
Alle Wahlberechtigten werden eingeladen, an dem bezeichneten
(24045
Darmſtadt, 17. November 1913.Forderungen auf:
lich perſönlich einzufinden und ihre Stimme abzugeben.
Stadtbauamt.
Dienstag, 2. Dezember 1913,
Wer mit Entrichtung des erſten und zweiten Gemeindeſteuer=
Gelegenheitskauf!
Burbaum.
vormittags 11 Uhr,
Zii des laufenden Steuerjahres ſowie mit unverjährten Gemeinde= An unſer Genoſſenſchafts=Regiſter
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Speisezimmer, Eiche, modern,
Wetpoſten aus den Vorjahren bis zum 15. d. Mts. im Rück=I wurde heute eingetragen hin=anberaumt.
Darmſtadt, 14. November 1913,wie neu, beſſ. Büfett, Kredenz,
Mlhe iſt, kann zur Abſtimmung nur dann zugelaſſen werden, ſichtlich der Firma:
An er die nachträgliche Zahlung des Steuerrückſtandes dem
Conſum=,Großherzogliches Amtsgericht II. Umbau, Standuhr, Tiſch, Leder=
Darmſtädter
Milvorſtand durch Vorzeigung einer Beſcheinigung der Stadt=
Spar= und Produktions= In unſer Handels=Regiſter, Ab=ſtühle, enorm billig; fernerhochf.
nachweiſt.
genoſſenſchaft, eingetrage= a) teilung A, wurde heute fol=Schlafzimmer, hell nußb. pol.,
prima Ausführung, Küchen-
Darmſtadt, den 5. November 1913.
ne Genoſſenſchaft mit be=gender Eintrag vollzogen:
(23498
einrichtung, pitſch=pine, weit
Hinſichtlich der Firma:
Haftpflicht,
ſchränkter
Der Oberbürgermeiſter
Großherzogl. keramiſche unter Preis, Chaiselongue, neu,
Darmſtadt.
Dr. Gläſſing.
Manufaktur Darmſtadt, mit Decke 40 Mk., beſſ. Diwans,
Durch Beſchluß der Generalver=
Inhaber Ernſt Ludwig, Blumenkrippen, ar.
Kleider-
ſammlung vom 2. November 1913
Stadtverordnetenwahl.
Großherzog von Heffenlschragk, pol., 72 Mk., eiſ. einf.
iſt § 55 des Statuts (Warenabgabe)
(24026
und bei Rhein, Darmſtadt. Bettſtelle8 Mk., Holzbettſtelle 6 Mk.
Am Tage der Wahl, Mittwoch, den 19. I. Mts., ſind unſere abgeändert worden.
Die Prokura des Kunſtkera=abzugeb. Mederle, Schreinerei,
ich alter ununterbrochen von vormittags 8½ Uhr bis nach= Darmſtadt, 12. November 1913.
Mülhg § 6 Uhr geöffnet.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I. mikers Jakob Julius Scharvogel in Gartenſtraße 21, I.
(*15112
Darmſtadt, den 13. November 1913.
Aleingehackt. Tannen=Schwarten=Eberſtadt iſt erloſchen. (24028 1 Ab. neue Poſtkiſtchen =Am
holz empf. frei Keller (*15166 Darmſtadt, 12. November 1913.
— billig abzugeben
Die Stadt kaſſ e.
V. Metz, Dieburgerſtr. 13. Großh. Amtsgericht Darmſtadt I. *15185) Soderſtraße 7, 2. Stock.
en
Koch.
Nummer 27
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 18. November 1913.
Seite 12.
geräumt wird nuß ſchon jetzt enſchieden proteſiert wer=Dualiat Gas und gedeiken Sie nicht durch geringe
eeeee
den. Auch glaube ich kaum, daß weder die Bürger= lität den Ausfall wieder einzuholen, Hier möchte ich
SDe Segen
meiſterei noch die ſeitherigen Stadtverordneten, und von hinzufügen: Regeln Sie Ihre Druckverhältniſſe,
d=
be
5
den neu zur Wahl ſtehenden ſetze ich es voraus, — einem haben Sie keine Klagen mehr über ſchlei
Betellände
rauhe rissige
Gaswerksdirektor das Recht einräumt über das Wohl Beleuchtung und Sie ſparen ſich die un
s0f.
die
und Wehe von 60—70 ſelbſtändigen Exiſtenzen mit ihren geltlichen Ratſchläge Ihrer Inſtallgtn
lube 20. 60. 100 Pfg.
S
Sote
wian
Gehilfen und deren Familien nach freiem Ermeſſen zu be=mit derroten Ausweiskarte.
nichtfeffende e
begerte
ender
Pomerienge
6
finden. In der Sache im allgemeinen liegt Syſtem, denn
Einer der vielen, die um ihre Exiſtenz kämp
Hautcréme
eeee eee r er e et
in den meiſten deutſchen Städten mußte ſtets im Kampfe
gegen die Konkurrenz der Elektrizitätswerke das Gas=
Tr½Gold
Inſtallationsgewerbe herhalten und entweder ſiegen oder
Stimmen aus dem Publikum.
m
Plundst=
unterliegen. Hoffen wir, daß es hier anders kommen
Flach
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt di
Redaktion möge! Daß man an maßgebender Stelle Verſtändnis hat,
ſeinerlei Verantwortung: für ſie bleibt
auf=
rund des
Abſ. 2 des was es heißt in der jetzigen Zeit, wo gerade durch die
Prebgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich)
geringe Bautätigkeit dieſes Gewerbe an ſeinem größten
Zum Gaspreisabſchlag.
Tieſtand angelangt iſt, eine Maßregel zu treifen, die der
6
Nach den in der Gaswerksdeputation vorausgegan= Vernichtung eines Berufes gleichkommt. Ich hatte mir
er
genen Beratungen und Erwägungen konnte in der letzten den Entwurf für das Handwerk in einem etwas günſtigeren
Stadtverordneten=Sitzung der Gaspreis für Leucht= und Lichte ausgemalt und hätte erwartet, daß der alte Zopf
Kochgas von 16 auf 14 Pfennig und für Kraftgas auf endlich gefallen ſei, daß Steigleitungen, welche der Haus=
11 Pfennig heruntergeſetzt werden und iſt ſomit dem lang= beſitzer bezahlen muß und die Gasanſtalt garnichts
an=
erſehnten Wunſche der Gaskonſumenten zum Teil Rech= geht, endlich wie in vielen anderen Städten dem
zuge=
nung getragen. Das Gaswerk ſoll durch zweckmäßige Rek= ſprochen würde dem ſie gehören, nämlich dem
In=
lame und beſonders durch Aufſtellung von Münzgas=ſtallationsgewerbe. Aber in Darmſtadt iſt dies nach
An=
meſſern den Ausfall, der durch die Verbilligung des Gas= ſicht vieler und auch der Gaswerksdirektion ein
unantaſt=
preiſes entſteht, wieder aufbringen und beſonders im letz= bares Heiligtum, und kann nur von Leuten inſtalliert
teren Falle durch koſtenloſe Inſtallationen und Lieferun= werden, die zwar in unſerer Werkſtätte gelernt und
gear=
gen von Lampen und Kochern den Gasumſatz fördern. beitet, aber nunmehr Angeſtellte des Gaswerks ſind. Dieſe
Dem einheimiſchen Inſtallationshandwerk ſoll durch die= Steigröhren, welche bei einer Gasanlage den
allerein=
ſen zur Anwendung kommenden Modus, wie verſichert fachſten Beſtandteil darſtellen und deren Verlegung das
wird, keinerlei Schaden zugefügt werden und ſind die allerwenigſte Verſtändnis erfordeen jedoch auf der andern
Arbeiten, die hierbei in Betracht kommen, ſoweit ſie von der Seite den allerbeſten Verdienſt erbringen, dürfen und
kön=
gGgereſe
pie neite
Gasanſtalt bewältigt werden können, derſelben zugedacht; nen nach Meinung der Gaswerksdirektion vom
Privat=
die weiteren Arbeiten, alſo was dort übrig bleibt, dürfen inſtallateur deshalb nicht ausgeführt werden, weil, wie
nach Vorſchlag des von der Gaswecksdeputation in Ver= vor Jahren einmal erklärt wurde ungemeſſenes Gas durch
4a.
bindung mit der Gaswerksverwaltung ausgearbeiteten dieſe Röhren ſtrömt. Mit dieſer veralteten Anſicht ſollte
Entwurfs von den konzeſſionierten Inſtallateuren auf doch endlich einmal aufgeräumt werden, denn was hat
33 quell
Grund eines feſtgelegten Preistarifs zur Ausführung dies mit dem Gasmeſſer zu tun? Rein gar nichts! Letzterer
kommen. Was dieſen letzteren Punkt anbelangt, ſo ſoll wird von der Gasanſtalt inſtalliert und iſt es einerlei,
alſo dem Gaswerk überlaſſen bleiben, Arbeiten, die ſeit= ob das Steigrohr vom Hans oder vom Kunz verlegt iſt.
her dem Privatinſtallateur gehörten, entweder ſelbſt aus= Die Sache liegt lediglich am Profit, und alle anderen
Ein=
zuführen oder auch, wenn es letzteres für angebracht fin= wendungen ſind haltlos. Zum Schluß möchte ich an den
det den Inſtallateuren zu übertragen. Gegen ein ſolches Ausſpruch erinnern, den ein Stadtverordneter in der letz=
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Beſtimmungsrecht, welches der Gaswerksverwaltung ein= ten Sitzung gebraucht haben ſoll: Fabrizieren Sie eine gute
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Frau Melodie.
nicht hat ſie ſich verändert, ſagte er zum Profeſſor, und: So gut möcht ich es immer haben;
Wiſſen’s, wir zwei haben einmal gemeinſam recht ge=
Den Profeſſor heiterte Herr Schimmel mit ſeiner Ark
Roman von Carl Conte Scapinelli.
4
ſchwärmt, ich glaub’ gar, heiraten wollten wir uns! Mein direkt auf. Er bat ihn, unbedingt beim Nachtmahl zu
(Nachdruck verboten.)
Gott, wie’s ſo geht! Und er lachte dröhnend, als erzähle bleiben. Frau Betta ſeufzte ein weitg= Aber ſie verſtand
n ihrer natürlichen, ehrlichen Art hatte Frau Betta
er etwas, was ihn ſelbſt gar nichts anging, als mache er die Abſicht ihres Mannes und rückte ein Tiſchchen an ſein
Müngſt zuſammengenommen und ihrem Manne ruhig
Bett, ſo daß Schimmel und ſie dort ſitzen konnten.
Miall vorgetragen. Sie hatte ihm wahrheitsgetreu ſich über dumme, junge Leute luſtig.
Man war ſehr vergnügt bis ſpät in den Abend hinein.
Beſchämt ſtand Frau Betta daneben. Nein, in dieſem
lt, daß immer Briefe von ihm kämen, und er hatte
ſiollſeſe Briefe gelaſſen zeigen laſſen. Mutterchen, Mutter= Manne war kein Funken von der Jugend übrig geblieben. Und es koſtete Frau Betta Mühe genug, endlich um elf
- der Mann ſchreibt ja ſo nüchtern, der weiß längſt! Das, was ſie noch wie ein Heiligtum in ihrem Herzen Uhr den Herrn Schimmel aus dem Hauſe zu bringen.
Als er weg war und ſie im Schlafzimmer ein wenig
mehr, daß Ihr beide mal jung waret! Er ſoll nur trug, war für ihn verſtaubter und verblaßter Narrentand.
noch für die Nacht alles zurecht richtete, das Fenſter
öff=
ohlient, ſoll es ſich bei uns bequem machen, — damit
Der Profeſſor war zu feinfühlig, um nicht zu merken,
nete, um den Eſſensgeruch und den Zigarrenqualm
hin=
liſt Du Dich ſelbſt am beſten. Biſt ja mein vernünf= was in ihr vorging. Morgen, Herr Schimmel, müſſen’s
Weib, — nur der Frühling iſt Dir ein bißchen zu mit der Betta zur Erſtaufführung der Operette meines auszulaſſen, — da ſah ſie plötzlich in des Profeſſors große
Augen, die ihr luſtig entgegenlachten, und von innerem
n geſtiegen. — Faſt beſchämt, daß ihr Mann die großen Sohnes gehen!
Drang getrieben, ſank ſie an ſein Lager nieder. Du ver=
Sſo gar nicht ernſt nahm, war ſie von dannen ge=
Ja, natürlich, ſelbſtverſtändlich, eine Operette muß
zeihſt, gelt, Du verzeihſt? bat ſie faſt weinend.
chühen und hatte auf des Profeſſors Wunſch dem Manne
man in Wien geſehen haben, und gar eine vom Herrn
Er aber lächelte. Wer iſt jetzt der jüngere von uns?
ieben, er ſei ihnen herzlich willkommen.
Sohn, alle Blätter ſind ja ſchon voll! Iſt ſie recht pikant?
Das Mannerl da mit ſeinen ſechs=, achtunddreißig, der in
ind heute, am Tage vor der Premiere, kam er denn
Er fragte das mit der naivſten Miene von der Welt. der Provinz naiv, ſauer und dumm geworden — oder ich
Ein ein wenig grauhaariges, zartes Männchen, in
— alter Mann?
Und da ſich die anderen ein wenig anſahen, ſagte er:
deMloilette ſolid provinzleriſch: blauen Gehrock, Zug=
Du, Du biſt der Ewigjunge! — Aber ſoll ich wirklich
. Umlegkragen. Er lachte breit über das ganze Ge= Ich meine intereſſant, natürlich!
Das können Sie ſich denken. Aber es bleibt dabei, morgen mit dem zur Premiere gehen?
ſielſreichte Frau Betta freudig die Hand, hatte eine Menge
Freilich!
Mtähhlen und war erfreut, daß ihn der Profeſſor an ſein die Sitze haben wir ſchon!
Selbſtverſtändlich gehe ich mit! Was bin ich ſchuldig Er wird mir alles ruinieren mit ſeinem Gerede!
ertlager kommen ließ.
Nein nein, geh nur! Du mußt mir doch Bericht
er=
chtzehn Jahre war er nicht in Wien geweſen. Wenn für die Karte?
Nichts, Herr Schimmel, — Die Karten hat uns mein ſtatten, wie es war!
As zu beſorgen hatte, fuhr er ins nähere Prag, und
d
Mland er ſo viel verändert hier, im Stadtbild, bei den Sohn beſorgt, ſie koſten uns auch nichts!
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 18. November 1913.
Nummer 27
Seite 14.
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ein Albeht und Aluſen, ſe daß ſch die Darſchtchen
In, ewlich wer der Abend gerunen, um den
Rros=
war auch bei einer Wiener Operette die Girardi=Rolle aus= entſchloſſen, das Lied zu wiederholen. Nun muß
feſſor nicht ganz allein zu laſſen, war Hanſi zu Hauſe ge= geſchaltet, jene dem berühmten Komiker auf den Leib ge= es zum dritten Male ſingen, und es war, als
blieben.
ſchriebene Rolle, die keine beſondere Stimme und keine ſumme das Publikum ganz leiſe mit.
Nun war es halb acht Uhr. Nun würde der Vorhang beſondere Jugendlichkeit mehr verlangte. Die Preſſe=
In der hinterſten Ecke der Dirigentenloge ſaßtsol
zum erſtenmal aufgehen.
menſchen ſprachen halblaut davon; die Rollen ſollten ein= Rittner, ſtill, nervös, kritiſch jeden Ton der Muſ
Hanſerl, gelt, Du ſetzt Dich ans Klavier und ſpielſt mal ein wenig verſchoben ſein. Ein jugendlicher Tenor Laut, der oben geſungen wurde, verfolgend.
mir aus dem „Irrwiſch” vor!
war die Hauptrolle und hatte auch die leiſe, humoriſtiſche hinaus in den dunklen Zuſchauerraum, dort ſaßen
Froh, nicht beim Vater am Krankenlager ſitzen zu Note; die Soubrette blieb, aber eine ſentimentale, naive, die ihn richten wollten und die er mit der Gepalt
müſſen, huſchte ſie hinaus, ließ die Schlafzimmertür weit junge Sängerin trat in den Vordergrund. Ob dieſe mehr Gefühle und Töne beſiegen mußte.
offen und begann aus den neuerſchienenen Notenblättern neuen und ungewohnten Partien eben von den Trägern
Nach dem erſten Akt ſteigerte ſich noch einmal der
würden gehalten werden können? fragte man ſich.
zu ſpielen.
fall, aber Rittner erſchien trotz manchen Zurufen nichtaug
Plötzlich lag alles ſo ferne für ſie, — der Vater, die
Ein Klingeln, ein leiſes Klopfen des Taktſtockes, das der Bühne. Er wollte erſt den Erfolg der anderen
Mutter, ganz gab ſie ſich den Tönen hin, ſie ſang ſogar! Verdunkeln des Raumes, dann ein verſpätetes Klappen abwarten und flüchtete durch eine Seitentüre auf
das eine oder das andere Lied. Faſt unermüdlich ſpielte einiger Stühle — und die Ouvertüre begann.
Bühne.
ſie weiter — nun hatte ſie den Irrwiſchwalzer begonnen,
Geſpannt lauſchte alles. Jeder Ton, jedes inſtrumen=
Die Darſteller ſtrahlten vor Freude, er drückte ihns
jenen Walzer, den letzten, den ſie mit Seffreck getanzt; ſie tale Raffinement, jeder Takt wurde von faſt zweitauſend die Hände und ſprach ihnen ſeinen Dank aus.etzt
ſah, während die Töne perlend anſtiegen, deutlich des Leuten gewogen, geprüft. In den tragenden Weiſen der auch Linerl aus der Garderobe, — duftig und jugendich
einſtigen Geliebten Augen auf ſich gerichtet, ſie hörte Ouvertüre waren ſchon im Keim alle ſpäter aufſteigenden friſch und natürlich ſah ſie aus.
flüſternd ſeine Stimme im Ohr, — und da konnte und durchbrechenden Melodien enthalten. Sie war ſein
Mut, Linerl, — Mut, ſagte er. Denken Sie an micht
ſie nicht anders, jäh brach ſie ab, und ſchluchzend barg ſie und zart, geiſtreich und reich, inſtrumental hervorragend mein ganzer Erfolg, meine ganze Zukunft hängt vonh
und hatten bis jetzt ſo wenig vom taktmäßigen Marſch= ab.
ihr Köpfchen in den Händen.
Der Vater drinnen blieb ganz ſtill, er wollte das arme tempo der ſonſtigen Dirigentenarbeiten. Man horchte und
Alle ſagen, daß die Operette ſchon gewonnen hat: Dan
Ding nicht ſtören. Nur nachdenklich wurde er, ſehr nach= ſtaunte. Nun ein jauchzender, klagender, langgezogener Publikum ſei ſchon gutmütig, freundlich geſtimmtt
denklich, welche Macht dieſe Weiſen auf liebende Herzen Ton, und die Ouvertüre war zu Ende.
Deſto beſſer, alſo machen Sie meiner Schule Ehre.
Der Beifall wollte einſetzen, aber ſchon wiederholte
hatten.
Die Glocke klirrte, das Vorſpiel zum zweiten Akt hos
Die Premiere der Operette war trotz der vorgerückten ſich dieſer Ton wieder oben von der aufgezogenen Bühne. gann. Joſef huſchte wieder in ſeine Loge. Nun hattereg
Saiſon, trotz der lauen Frühlingsluft, die durch die noch Die Klatſcher verſtummten ſchnell, ſie durften die Feinheit Zeit, ein wenig das Publikum zu muſtern. Er ſtreckte des
faſt hellen Straßen ſtrich, da die Wagen ſich vor dem der Ueberleitung nicht ſtören. Oben begann das Spiel, Kopf weiter vor. Wenn ihn nicht alles täuſchte, ſaßdong
Theater ſammelten, zu einem Ereignis geworden. Seit der Geſang, — überflutet vom Licht ſtanden die Darſteller Irma auf einem Eckplatz: Kein Zweifel, ſie waresi
Jahren ſchien es, als ſeien die Operettenkomponiſten nicht an der Rampe.
war gekommen, um die Operette zu ſehen, trotzdem ſift
mehr fähig, ein durchſchlagendes Werk zu erſinnen; ſeit
Der Chor ſang, die Soli begannen, das Publikum eines anderen Braut war. Eine innere Unruhe bemächß
Jahren gab es nur Durchfälle und halbe Erfolge. Nun verhielt ſich noch zuwartend, bis das lockende Lied des tigte ſich ſeiner, — ſie war alſo in Wien, er hatte die Mögg
baute man auf Rittner, der friſch und frank vom Diri= Irrwiſches, ihr Zaubertanz begann und ſich zu einem lichkeit, ſie zu ſprechen. Er mußte ſehen, wo er ſie treffels
gentenpult einer Militärmuſik auf die Bühne kam.
Duett mit dem jungen Grafen vereinigte. Als dieſes ge=könnte.
Es war eine faſt feierliche und geſpannte Stimmung endet, als er in den ausgebreiteten Armen des Irrwiſches
(Fortſetzung folgt.)
im Fover und im Theater. Ganz Wien war da, man lag, da brach mächtig und überlaut der erſte Beifall los,
4
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unde
[ ← ][ ][ → ]a5se.
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990
qmumer 279.
ter Tagblatt, Dienstag, den 18. November 1913.
Seite 15.
Karibnattiberate Dartel Darnſtädt
hienstag, den 18. November, abends 8½ Uhr
ſindet im „Kaiſerſaal” eine
I
ſtatt mit der Tagesordnung:
das Bürgertum und die
tadtverordnetenwablen.
Zu zahlreichem Beſuche fordert auf
(24019
Der Parteivorſtand
der nationalliberalen Partei.
Nur noch heute und morgen!
Verkauf zu jedem nur annehmbaren Preis.
Das Lager muss bis Mittwoch, den 19.ds. abends geräumt sein.
Detailliſten!
Herren- u. Knabenhüte, Mützen, Kragen,
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Unterhosen, Unterjacken, Knaben-Sweaters,
Der Freiſinn und die Bezirksvereine haben ſich unverant=
Krawatten, Handschuhe. Kragenschoner.
wortlich benommen! Unſerem gewiß beſcheidenen Wunſche
einen Detailkaufmann
Heinrich Mohr
23½ Grafenstrasse 23½.
(24046
unter den Stadtverordneten zu haben, ſind ſie nicht nachgekommen!
Dagegen enthalten die Zettel
Nächſte Woche Biehung
aller anderen Parteien und Korporationen
der großen Stuttgarter Geldlotterie, Loſe à 3 Mk.
den Namen unſeres Kandidaten, unſeres bewährten Führers
Hauptgewinn 50000 Mk. bar zu haben bei (*15191
Fr. Marguth, Darmstadt
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Kaufmann Wilhelm Kalbfuß
Detailliſten! Der freiſinnige und der Bezirksvereinszettel
Soennecken
enthalten außer den Sozialdemokraten den Führer des hieſigen
Konſumvereins, Lehrer J. Jung. Kein Detailliſt darf dieſen Tod=
/Bonna-Fede
feinden des Detailhandels ſeine Stimme geben.
Beste Kontor-Feder
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Nehmt deshalb nur einen Zettel,
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(24056
Gedenket Eurer Bürgerpflicht!
Heft 2 Jahrgang 1912
der Heſſiſchen Chronik wird jederzeit zurückgekauft
24072a) Darmſtädter Tashlatt Geſchäftsſtelle.
Oeeeä
ummer 2
Darmſtaoter Tagblatt, Dienstag, den 18. November 1913.
Seite 16.
Arte
Mitbürger und Wähler von Darmſtadt!
Auf den 19. ds. Mts. iſt die Stadtverordnetenwahl angeſetzt. 17 Männer ſind in die Stadtverordnetenverſammlun
entſenden.
45
Die nat.=lib. Partei hat ſich ehrlich bemüht, eine Verſtändigung in der Bürgerſchaft auf eine Wahlliſte durchzuſetzen.
iſt nicht gelungen, geſcheitert an den Erklärungen der fortſchrittlichen Volkspartei und der Bezirksvereine,
dieſer Wahl mit geſonderten Vorſchlägen in den Wahlkampf einzutreten.
Dieſes Vorgehen wird von der nat.=lib. Partei auf das Tiefſte bedauert. An vielen Orten hat die Einigungderbun
lichen Elemente ein Vordringen der Sozialdemokratie verhindert, Siege der vereinigten bürgerlichen Parte
auch zuſammen mit der fortſchrittlichen Volkspartei wurden durch geeinte Kräfte erfochten.
Nicht ſo bei uns in Darmſtadt.
Hier lehnen fortſchrittliche Volkspartei und Bezirksvereine nicht allein den geeinten Zettel ab, weigern alſo ein gemeinſc
liches Vorgehen gegen die Sozialdemokratie, ſondern verbinden ſich geradezu mit dieſer Partei und die Spitze
Wei
Gemeinſamkeit richtet ſich gegen die nat.=lib. Partei.
fia,
Drei Sozialdemokraten auf dem Zettel der Bezirksvereine, vier weitere Sozialdemokraten auf
gelbte S4
Easarbeien
Mälte .
Wahlvorſchlan der fortſchrittlichen Volkspartei.
ſrichige Arbe
Dr Woche
Dieſe Preisgabe bürgerlichen Selbſtgefühls hat allein den Zweck, eine freiſinnig=ſozialdemokratiſche Me
Mektion. Na
auf dem Stadthauſe herbeizuführen.
Ameberin
So kämpft die fortschrittliche Volkspartei gegen den Todfeind der bürgerlichen Gesellschaftn
17, Soderſtr
Bebel die Sozialdemokratie ſelbſt genannt hat.
üge
Wir in der nat.=lib. Partei lehnen eine ſolche Begünſtigung der Sozialdemokratie ab. Wir wollen nicht, da
Stadtverordnetenverſammlung zum Tummelplatz politiſcher Kämpfe und agitatoriſcher Reden werde, ſondern daß ſachlicheg Sahre, tüch
Merit,
dort das Wohl der Stadt fördere.
Auf dem Stadthaus ſollen nicht Vertreter einzelner Volkskreiſe das Wort führen, ſondern
Vertrauensmänner der geſamten Bürgerſchaft!
An. 8
Wir ſchlagen Männer aus allen Kreiſen der Bevölkerung unſerer Stadt als Bewerber vor, in erſter Linie ſolche, dien ofen
jahrelange Arbeit in der Stadtverordnetenverſammlung ſich hervorgetan haben, in die Verhältniſſe eingeweiht ſind und dagreditoh
Ae
den Nutzen der Stadt fördern. Ohne jede Rückſicht ſind ſolche Männer ſeitens der Bezirksvereine und fortſchrittlichen Volkll=Mädch.,;
Htellunga.?
Fa. I. 1 an
geſtrichen worden.
Felſuch. ver
hr. Zeugn.
Neue Männer ſind in unſeren Vorſchlägen enthalten, die uns durch ihre unabhängige Stellung, Kenntniſſe un
Sühe
fahrung die Gewähr zu erſprießlicher Wirkſamkeit auf den Gebieten des ſtädtiſchen Lebens geben.
Wir vertrauen auf die Bürgerſchaft, die, durch Erfahrung an anderen Orten klug gemacht, nicht die Hand
bieten wird, die Stadtverordneten=Verſammlung einer freiſinnig=ſozialdemokratiſchen Koalition auszulieat
In einer Stadt wie der unſeren muß ſo viel nationaler Sinn leben, daß eine ſolche Vereinigung von den Wählern
he
gewieſen und der
Anſturm der Sozialdemokratie ſiegreich zurückgeſchlagen
wird.
Ein ſolches Hiel muß auch die ſonſt Täſſigen aufrütteln, am Wal
tage ihre Pflicht gegen die Stadt und ſich ſelbſt zu tun.
Jeder Wähler muß zur Wahlurne kommen!
Wir rufen die Bevölkerung auf zum Kampfe und mahnen eindringlichſt, dazu die
nationalliberale Wahlliſte
zu nehmen.
Wer die ſozialdemokratiſch=fortſchrittliche Me)cheit vom Stadthauſe fernhalten will, gebe den nationalliberalen Zettel ah
mit Nöllner beginnt und mit Kaßlick endigt.
Der Zettel lautet:
10. Heppenheimer, Georg, Gaſtwirt.
1. Nöllner, Dr. Ludwig, Stadtverordnerer.
11. Haury, Konrad, Zimmermeiſter.
2. Koch, Georg, Stadtverordneter.
12. Herbert, Valentin, Ober=Telegraphenſekretär.
3. Markwort, Georg, Stadtverordneter.
13. v. Heſſert, Auguſt, Rentner.
4. Wittmann, Ludwig Philipp, Stad verordneter.
14. Krug, Heinrich, Miniſterialreviſor.
5. Henrich, Konrad, Stadtverordneter
15. Wolff, Otto, Kaufmann, Wilhelminenſtraße 26.
6. Säng, Ludwig, Stadtverordneter.
16. Kalbfuß, Wilhelm, Kaufmann.
7. Linck, Heinrich, Stadtverordneter.
17. Kaßlick, Heinrich, Hauptlehrer.
8. Schupp, Georg, Stadtverordneter.
(24065
9. Ritzert, Karl, Dipl.=Ingenieur.
Der Vorſtand der Nationalliberalen Partei Darmſtadt.
ſand.
[ ← ][ ][ → ] n gemen
Spitze
aten au
e Ma
lscha
nicht,
chliche
he, d
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1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
10 27d.
Dienstag, 18. November.
1913.
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golſtpllatz 11.
Nummer 279, gunmer 2
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 18. November 1913.
Seite 18.
nem Sandhauſen vordei kann, ohne ſich darin zu wälen 1 Könie man nicht auch= fagte ich, einen Katreiſte
ich habe genug von ihm, er ſoll bleiben, wo er iſt; in einem ſchön nennen, wie uns vorhin einige ſehr ſtarke vor iamstag,
Kaninchenloch, unter einer Waldwurzel, im Dreck irgendwo, Frachtwagen der Brabanter Fuhrleute begegneten?”
G.
„Allerdings”, erwiderte Goethe, „und warum nicht? il
ja im Dreck, da gehört er hin.
„Mein letzter Ball” kommt es rauh aus dem Maler fände an dem ſtark ausgeprägten Charakter, an dit
Munde der Golfſpielerin. Es klingt wie die Klage der mächtigen Ausdruck von Knochen, Sehnen und Musk
Thetis um den verlorenen Sohn. Auch das Schöne muß eines ſolchen Tieres wahrſcheinlich noch ein weit manic
ſterben, das Menſchen und Götter bezwinget. Das faltigeres Spiel von allerlei Schönheiten, als an dem mm
e
Golfſeelchen hüpft und lacht und tänzelnd folgt der kleine deren, egaleren Charakter eines zierlichen Reitpferdes
e
Körper der ſchweren Dame, die langſamen Schrittes, von — „Die Hauptſache iſt immer,” fuhr Goethe fort „daß
Raſſe rein und der Menſch nicht ſeine verſtümmelnde Heaiſlin „Ortsg
grimmigem Gram umhüllt, dem Klubhaus zuwandelt.
gestes
Das kleine Golfſeelchen lacht und hüpft und unwill= angelegt hat. Ein Pferd, dem Schweif und Mähne abnirbandes
e
S
kürlich ſchwingen die dünnen Aermchen den Anfang eines ſchnitten, ein Hund mit geſtutzten Ohren, ein Baum, di
Kundwssser
e
man die mächtigen Zweige genommen und das übriaſſer-Stipendie
der Weif
tadelloſen Treiberſchlags.
Me
— alles dieſes
Anm. des Verfaſſers: Dieſer kleine Vorfall trug ſich kugelförmig abgeſchnitzelt hat, —
nicht in Darmſtadt, ſondern vor6 Monaten auf Dinge, von denen ſich der gute Geſchmack abwendet, uſeirkende
5
dem Golfplatz am Comer See zu. Außerdem hat die er= die bloß in dem Schönheitskatechismus der Philiſter iſ
Homer, I.
wähnte Dame einen neuen Ball erworben und durch das Stelle haben.”
e
und de
n
Golf 25 Pfund abgenommen, ſo daß die ganze Geſchichte
durch die neuere Entwickelung überholt iſt.
Gewinnanszug
der
Wer Odol konſequent täg=
Zum Vor
* Fußball. Darmſtädter Sportklub 1905.
(
3. Prenßiſch=Füddentſchen
Wen-Ouverti
lich anwendet, übt nach unſeren Das Meiſterſchaftsſpiel in Mainz gegen den dortigen
(229. Königlich Prenßiſchen) Klaſſenlotterkcnelinder, I.
heutigen Kenntniſſen die denkbar Fußballverein endigte mit dem ſchönen Sieg der
Darm=
ſche Fassun
ſtädter Sportklub=Elf von 2:0 Toren. Sportklub ſteht jetzt
5. Klaſſe 8. Ziehungstag 15. November 1913.
Inenbaum,
beſte Zahn= und Mundpflege aus. mit 11 Punkten an der Spitze der Tabelle. Auch die 2.
Anf jede geiogene Muammer ſind we gleich doße Gebime ſchtrugſ.
* Preis: ¼ Flaſche (Monate ausreichend) Mannſchaft der Einheimiſchen konnte mit 311 Toren gegen
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
je zu M
65
die gleiche des Fußballvereins Mainz erfolgreich ſein.
in den beiden Abteilungen 1 und II.
Mr. 1.50, ½ Flaſche Mk. —.85.
(I,22908
Die 3. Elf mußte dagegen in Mainz eine Niederlage von
(Rahbruck verdelent
(Ohn Geruchr u. Stcl. ſ. 3.)
311 Toren einſtecken.
F.=K. Olympia 1898. Auch das geſtrige Mei=
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne ühs
Sport, Spiel und Turnen.
240 Mk. gezogen:
ſterſchaftsſpiel, zu dem ſich trotz des ſchlechten Wetters
Unſer
2 Gewinne zu 40000 Mk. 75214
zahlreiche Zuſchauer eingefunden hatten konnte Olympia
Der Golfjunge.
4 Gewinne zu 15000 Mk. 71780 89981
mit 2:0 Toren für ſich entſcheiden. — Die 2. Mannſchaft
Pen Räum=
2 Gewinne zu 10000 Mk. 26663
Von Peter Ball.
ſpielte in Worms gegen die 2. der dortigen Alemannia
70 Gewinne zu 3000 Mk. 4229 15924 18628 280mſhin 6. Dez
Walter hatte heute ſeinen grünen Hut nicht auf; es und erzielte nach ſchönem Kampfe ein unentſchiedenes Re=
29368 38624 40094 55560 56642 60493 83370 8647
war ihm zu naß. Trotz ſeiner 13 Jahre, die er erſt zurück= ſultat mit 111, während ſich Sportklubs 2. Mannſchaft eine
66832 95320 103656 120736 121977 129729 1311050 Das Progr
gelegt hatte, hielt er auf ſeine Sachen; man wußte, was 911=Niederlage in Worms holte.
134264 135494 136011 157838 165103 171416 177334ffhbietungen ꝛc.
man ſich ſchuldig war. Er lehnte an einer Säule des
sr. Pferde=Rennen. Schwere Stürze bei den
182888 183319 167288 206906 218818 220495 2308
Klubhauſes und ſchaute in den Wolkenſchleier, den dieRennen in Rathenow. Am Sonntag ging in
230794 233045
Sonne an einer Stelle durchzublinzeln ſuchte.
Rathenow der vorletzte Galopprenntag der deutſchen Renn=
144 Gewinne zu 1000 Mk. 4157 4681 8482 18len oberen
Eigentlich dachte er an nichts, eten ſeine kleine Golf=kampagne vor ſich. Leider beinflußte der ſtrömende Regen
14240 16067 16241 25449 29682 32018 32729 320fzolt mit alle
ſeele war ganz voll; es regte ſich allerlei darin und wollte das Meeting recht erheblich. Der aufgeweichte Boden ver=
35066 46301 50365 54893 67000 67437 67455 696laGlſchaft.
doch nicht herauskommen. Seine Hände machten unwill= urſachte mehrere Stürze, die für die Beteiligten recht un=
74688 78339 79574 80549 81521 81911 82873 8398 Eintritt
kürlich einige Bewegungen; es war der Anfang eines angenehme Folgen hatten. Im Herzog Paul=Jagdrennen
87151 88858 90287 92662 96783 97994 101555 10855feer haben
richtigen Treiberſchlags, wie er ihn hie und da geſehen fiel Zorah gleich an der Aufgalopphürde. Ihr Reiter, Lt.
108369 111885 113423 113447 123318 127571 135Mrial
inge
und in ſich aufgenommen hatte. Ja, er verſtand etwas von Hohberg, zog ſich einen Schlüſſelbeinbruch zu. Die
137022 137171 139571 140174 143403 145433 149
M
ün
vom Golf, er wußte, was „Stil” war. Er mußte lächeln: Stute wurde dann im Prinz Friedrich Karl=Jagdrennen
150187 152231 155026 155540 161538 164167 1655
den Mitglie
169818 170988 171719 173041 178903 181942 183
Was hatte die dicke Dame neulich für dumme Bewegun= nochmals geſattelt, ſtürzte aber wieder bereits an der
185602 186364 191244 192734 194567 198451 205 nur gegen
gen gemacht; warum hatte ſie nicht die Hüfte gedreht, als Aufgalopphürde und abermals erlitt ihr Reiter einen
227548
ſei dort ein Stift, um den der Körper ſchwingen konnte? Schlüſſelbeinbruch. Diesmal war Lt. von Platen (15. Huſ.)
Vell
186 Gewinne zu 500 Mk. 161 603 3052
So wie bei Lischens Puppe, dachte er und mußte wieder von dem Mißgeſchick betroffen. Noch ſchlimmer erging es
6593 9320 10445 10770 13496 17053 17529 2080mmM. Bauer.
lachen. Wie ein Traum zogen die Geſtalten „ſeines” im Bredow=Jagdrennen Lt. von Behlendorf, der mit der
21942 27584 28097 28526 30791. 31262 35965
Golfklubs an ihm vorüber: groß, dick, dünn, ſchlank, be= alten Prognoſe an der alten Mauer kopfüber ging und ſich
37156 38865 40627 44301 44794 50697 51839 ben L
häbig, beweglich, barſch oder freundlich, ſo kamen ſie an das linke Bein brach. Der Sturz des Favoriten Burgun=
61132 70307 70712 74953 79041 79209 30685 830
ihm vorbei, und alle dieſe Traumgeſtalten hatten Schlä= der im Prinzeß Viktoria Luiſe=Jagdrennen verlief ohne
84233 85446 87910 88548 88739 90418 92462 9810f
ger in der Hand und ſchlugen. Die Raſenſtücke flogen, nachteiligen Folgen für Roß und Reiter. Die Reſultate
Je
95671 96991 100095 105384 113508 114603 115f
der Sand der Bunker ſpritzte auf; die Bälle ſprangen waren: Podbielski=Halbblut=Jagdrennen; Ehrenpreis und
116889 126046 128634 139579 140523 144004 145f5e
kichernd in das hohe Gras und verſteckten ſich, duckten ſich 500 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Lt. von Hallſtröms Nana
147288 147744 147938 148365 154154 162278 165
hinter große Herbſtblätter oder verkrochen ſich in Maul= (Lt. von Raven) 2. Heckenroſe (Lt. von Falkenhauſen),
Mirtritt 30 P
166217 170110 171217 172256 173185 175478 180
wurfshaufen. Aber er fand ſie immer. Jawohl, er konnte 3. Orpheus (Lt. Fulda). Tot. 14:10, Pl. 11, 10110. Unpl.:
M. zu haben
182993 183598 185605 193604 195522 196300 100
Bälle ſuchen und finden. Und wieder machten die Arme 1 Nirwana. Leicht 6 Lg.-Weile. — Herzog Paul=Jagd=
199684 202980 204430 204845 209091 211733 2150
die Bewegung des ſtilgerechten Treiberſchlags.
rennen; Ehrenpreis und 1100 Mark, Diſtanz 3200 Meter:
218426 219243 221634 222200 231771 233114 2355m0mlFnnan
Da flog eine Tür des Klubhauſes auf und eine weib= 1. Herrn A. von Dietzes Preſton (Lt. von Raven), 2. Re=
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinneübesaholud)
liche Stimme rief: „Junge!” — Aha, da war ſie wie= publican (Lt. von Sydow), 3. Palaga (Lt. Graf Hölck).
240 Mk. gezogen:
Als nächſt
der; nun mußte er daran glauben; mußte wieder zuſehen, Tot. 25:10, Pl. 14, 28, 22110. Unpl.: Chronometer II,
2 Gewinne zu 5000 Mk. 69364
wie dieſer ſchwere Körper ſich nicht drehen wollte; mußte Cigno, Stand on me, Regal Law, Carol, Zora (gef.),
68 Gewinne zu 3000 Mk. 14143 16225 16565ontag. d.
Raſenſtücke und wieder Raſenſtücke einſetzen, die aus dem Laſt not Leaſt II, Midgham, Artiſt Dance, Cherry Boy.
45145 58271 61284 82938 89524 98495 99298
Boden herausflogen; mußte große, ach viel zu große! Kampf, Kopf-½ Lg. — Prinzeſſin Viktoria Luiſe=Jagd=
100418 105287 108293 126795 141670 1421006
994
Sandhaufen bauen und ganz oben hinauf einen alten,rennen; Ehrenpreis und 2000 Mark, Diſtanz 4000 Meter:
155510 161933 164393 164997 173120 176990 1
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193125 193284 195937 202103 205879 206172Pbüro und de=
232967
ter und noch ſchlimmere vor ſich hatte und nie weiter Raven), 3. Glückauf (Beſ.). Tot. 131110, Pl. 87, 21:10.
den 20. N
152 Gewinne zu 1000 Mk. 2574 5341 642
ſprang wie 30 Meter. Ach, wo war ſeine kleine Golf=Unpl. Aeronaut, Myman, Burgunder (gef.). Leicht 2——1 Lg.
4960ſ.
7021 12916 18792 23362 32602 35791 38788
Bredow.=Jagdrennen; 1500 Mark, Diſtanz 3500 Meter:
ſeele; ſie duckte ſich ganz unten in das kleine Körperchen,
46476 49873 53881 54996 56969 59206 5975
. Lt. von Haines Yamethen (Lt. von Platen, 15. Huſ.),
das die Schläger nachtrug; ſie wandte ſich ab, wenn der
71082 75436 75453 82180 89416 90736 91348
unbeholfene Schlag in den Boden fuhr, und träumte nach 2. Schlagwerk (Lt. von Dörnberg), 3. Oriſſa (Lt. von Fal=
95396 98095 101992 102425 107915 111423m
der anderen Seite, träumte von dem jungen Italiener, der kenhauſen). Tot. 86:10 Pl. 18, 13, 13110. Unpl.: Sea Sick,
112299 112611 113339 120960 133490 145321
neulich da war und deſſen erſter Ball erſt flach am Boden Country Couſin, Choiſy le Roi, Hernani. Peſſimiſt, Streei
153552 154461 154758 155580 156276 161628
hinflog und dann im Bogen hoch ſtieg; träumte von dem Arab, Prognoſe. Sicher 1—1 Lg. — Prinz Friedrich Karl
167136 167361 169737 170750 173962 175387
Maſhieſchlag, der ſo leicht und mühelos am Boden hin= Jagdrennen; Ehrenpreis und 1200 Mark, Diſtanz 4000
Iuf
180591 182806 186294 189815 191563 195024
fuhr, den Ball ſo ſauber, weiß und ſicher ans Loch ſetzte, Meter: 1. Rittmeiſter von Bachmayrs Tenaqua (Beſ.),
207661 211197 211577 214906 217042 222137
und von der ſchlanken Baronin mit den reſoluten Augen, 2. Snowdons Knight (Lt. von Falkenhauſen), 3. M. P.
Inhabe
223205 224052 226768 227438 232973 233090
die geſtern ſpielte. Was hatte ſie ihm geſagt, als er wie (Lt. Graf Hohenau). Tot. 21:10, Pl. 10, 11110. Unpl.:
Georg Br.
212 Gewinne zu 500 Mk. 6858 11651 1703
ein Jagdhund zwei Bälle aus dem Wald geholt, die er Zora (gef.), Tongs. Sicher 1—3 Lg.
19306 21403 23153 23458 28494 29967 314i
ſelbſt nicht einmal gefunden hätte, wenns nicht für die
34164 35989 40105 40145 40944 43662 4456
ſchöne, liebe Frau geweſen wäre? „Du biſt der beſte Junge,
907
51872 51912 52941 55839 61296 61637 6189
der hier iſt,” das hatte ſie ihm geſagt. Ja, das hatte ſie
67549 68053 68622 69042 70156 71970 74205m
Vermiſchtes.
ür Reſtstg
geſagt.
77755 78890 80995 86963 87224 90211 91424
Da kommt plötzlich etwas von außen an ſein Ohr.
* Goethe ein Feind des Kupierens. In Eckermanns
92709 92774 93519 95768 96898 103898 111296
1u öhn
Wieder duckt ſich das Golfſeelchen. Der Körper horcht. Geſprächen mit Goethe iſt ein goldenes Wort aufbewahrt,
120100 128077 128436 128479 128497 130229
aber d
Da war es wieder: „Junge, gieb doch acht, woiſt das beachtet werden ſollte. — „Warum konnten wir vor=
132494 137273 140789 141335 142216 142366
2as
bew=
der Ball ?
143748 144952 151396 151785 152011 153653
hin einige der Reitpferde, die uns begegneten, ſchön nen=
70989
155468 155483 162497 163007 164099 170058
Ja, wo iſt der Ball; ich weiß es nicht, ich will es auch nen, als eben wegen der Zweckmäßigkeit ihres Baues?
175303 178278 180838 181883 184030 189358 1891m
nicht wiſſen; ich habe genug von dieſem alten, verſchliſ= Es war nicht bloß das Zierliche, Leichte, Graziöſe ihrer
193630 196546 197362 199125 199422 201491 208910g
ſenen Ball, der nicht weiter ſpringen kann, als 30 Meter; Bewegungen, ſondern noch etwas mehr, worüber ein guter
205240 206029 206654 209063 210224 210761
von dieſem Schuft von einem Ball, der ſich überall hinein= Reiter und Pferdekenner reden müßte und wovon wir
217825 223663 232116 233415 233946
wühlt, der in jeden Schmutzhaufen ſchlüpft und an kei= anderen bloß den allgemeinen Eindruck empfinden.”
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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 18. November 1913.
amstag, den 22. November, abds. 8 Uhr
im Städt. Saalbau
Alldeutſcher Verband.
Freitag, den 21. November, abends 8½ Uhr
im Fürſtenſaal
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Vortrag
rbandes Deutscher Frauen zum Besten der R.
Wag-
e-Stipendienstiftung, unter Leitung von Siegmund
des Herrn von Dietinghoff=Scheel
von Hausegger.
aus Wiesbaden:
Awirkende Frau Schmidt-Illing, Darmstadt, Kammersänger „Deutſchlands Zukunft, wenn es ſo weiter geht”.
ſomer, Dresden; Hofopernsänger Schubert, Wiesbaden
Alle vaterländiſch geſinnten Männer und Frauen ſind herzlich
und das verstärkte Grossh. Hoforchester.
eingeladen. Eintritt frei.
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Am Klavier: Hofkonzertmeister Schmidt.
Der Vorstand.
Zum Vortrag kommen Orchesterwerke: Beethoven,
Leo-
ſen-Ouvertüre 3; Liszt: Tasso; R, Wagner, Ouvertüren zu
Mländer, Lohengrin, Tannhäuser, Gralserzählung (ursprüng-
R.-T. S. 1. Wier Wos Wahl! 8
Ihe Fassung); Lieder: Rose, Schlaf ein. Erwartung,
nenbaum, Grenadiere, Les adieux de Marie Stuart (
Vrauf-
ſhrung). — Kartenverkauf bei Thies-Schutter und an der
Abend-
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und auch Damen teilnehmen
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Phietungen ꝛc. erſter Kräfte. Nach Beendigung des Programms
können,
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Als nächſte Volksvorſtellung iſt vorgeſehen:
Das Wunder der An-
Nontag, den 24. November 1913, abends 7½ Uhr:
Großes Schauſpiel
kleidekunst.
in 6 Akten.
„Alt-Heidelberg‟.
2 Redams in ihrem bei-
Vorausbeſtellungen für dieſe Vorſtellung können bei dem Ver=
Spiellosen Akt:
büro und den betreffenden Vereinsſtellen bis ſpäteſtens Donners=
Morgen:
den 20. November, mittags 12 Uhr, gemacht werden.
„Der Mensch‟
Verkehrsverein.
Klassische Kunst
im lebenden Bilde.
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Wildweſtdrama
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Darmſtadt
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Narziss Mertens,
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Auberti’s Froschparadies,
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in 3 Akten.
Freie Literarisch-Künst-
Das beweiſt das heutige Rieſen=Prachtprogramm.
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lerische Gesellschaft.
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Humor
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und intereſſant.
Morgen Mittwoch, 19. Nov.
V. M. c.
im Mathildenhöhſaal
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Im Lande der Löwen
(Dieburgerſtraße 26):
Zweigverein
Wildweſt=Drama in 2 Akten.
Drama in 2 Akten.
Darmstadt.
Philipp II.
Bliemchens Traum
Das Elend des Krieges
Mittwoch, 19. Nov. 1913,
abends 8½ Uhr, (24022! Dramatiſche Epiſode in 3 Akten
Ergreifendes Drama.
Humoriſtiſcher Schlager.
von Emile Verhaeren.
im Saale des Schützenhofes Nachdichtung von Stefan Zweig.
Der Verſarene
Im Garten
Perſonen:
Drama in 2 Akten.
Ergreif. Drama aus d. Leben.
Vortrag
Philipp II., König 1 Emanuel
Stockhauſen
von Spanien .
chäferstündchenplauderei 1 Einlagen: Aegypten. San
Remo, Olymp.=Wochenber.
V. H. C.-Bruders Reidel. Don Carlos, Prinz)
Komödie.
von Aſturien, der 1 Hans Wolf v.
Wolzogen
Infant . . .
„Das Kind von Parisse
DieKomteſſe de
Cler=
hmmt erſt Dienstag, den 25. November zur Vorführung.
mont, Hofdame . . Maja Reubke
ſon Seiten meines Film=Lieferanten wurde mir mitgeteilt,
Fray Bernardo,
aß der Film in Berlin läuft und durch ſeine großen Erfolge
Beichtig. d. Königs Viktor Zobel
auf acht Tage verlängert wurde.
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Don Juan d’ Auſtria Georg Joeckel
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Hoyos, Notar des
Königs . . . . . . . Rich. Hammer
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Seite 19.
Großherz. Hoftheater.
Dienstag, den 18. November 1913.
51. Abon.=Vorſt. C 14.
Literariſcher Einakter=Abend
Zum erſten Male wiederholt:
Der Kammerſänger
von Frank Wedekind.
Spielleiter: Heinrich Hacker.
Perſonen:
Gerardo, k. k.
Kam=
merſänger .
Br. Harprecht
Frau Helene
Ma=
rowa.
Charlotte Pils
Prof. Dühring. . Kt. Weſtermann
Fräulein Körner . Eliſabeth Horn
*Müller, Hotelwirt Hans Debus
Ein Diener . . . Emil Kroczak
Ein Liftjunge. . Hdw. Jungkurth
Eine
Klavierlehre=
rin
A. Fleiſchmann
Ein Hoteldiener . Frz. Herrmann
Eine Scheuerfrau Marie Rapp
Hierauf, zum erſten Male wiederh.:
Auferſtehung
Komödie von Felix Salten.
Spielleiter: Heinrich Hacker.
Perſonen:
Konſtantin
Trüb=
ner
Br. Harprecht
Marie, ſeine Frau Herta Alſen
Lotti, ſ. Tochter . Erna Stoffer
Ed. Koberwein . Rich. Jürgas
Leopold Schenk,
Klavierlehrer . . Hs. Baumeiſter
Daiſy Leblanc,
Schauſpielerin . Käthe Gothe
Ein Diener . . . Adolf Klotz
Zum Schluß, zum erſten Mala
wiederholt:
Literatur
Luſtſpiel in 1 Akt v. A. Schnitzler.
Spielleiter: Paul Eisner.
Perſonen:
Margarethe . . Käthe Meißner
Clemens . . . . Br. Harprecht
. Johs. Heinz
Gilbert . . .
Nach dem 1. und 2. Stück finden
längere Pauſen ſtatt.
Preiſe der Plätze (Gew.
Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. Reihe
4.20 ℳ, 14.—20. Reihe 3.40 ℳ,
Par=
terre: 1.—5. Reihe 2.90 ℳ, 6.—8.
Reihe 2.35 ℳ, Proſzeniumsloge
6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ,
Bal=
konloge 5.20 ℳ, I. Rang 4.70 ℳ,
II. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ,
7. u. 8. Reihe 2.15 ℳ, I. Galerie
1.35 ℳ, II. Galerie 75 ₰.
Anfang 7½ Uhr. — Ende 10½ Uhr.
Vorverkauf f. die Vorſtellungen:
Mittwoch, 19. Nov. 52. Ab.=Vſt.
B 13. Zum 25. Male: „Der
Zigeunerbaron”. Gewöhnl.
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Donnerstag, 20. Nov. 53. Ab.=
Vorſt. A 13. Verdi=Zyklus
(unter muſikal. Leitung von
Ar=
turo Vigna). Vierter Abend.
Neu einſtudiert u. neu inſzeniert:
Gew.
Der. Troubadour”
Preiſe Anfang 7½ Uhr.
Drei Traufführungen.
Freitag, 21. Nov. 54. Ab.=Vſt.
D 14. „Meiſter Gottfried
oder die Sphinx.‟ Drama
in 3 Akten von Karl v. Levetzow.
Miranda: Tereſina Oſter, a. G.
Donnerstag, 4. Dez. 63. Ab.=Vſt.
16. „Das Phantom.”
Ko=
mödie in 3 Akten v. Herm. Bahr.
Dienstag, 16. Dez. 71. Ab.=Vſt.
A 18. „König Karl.‟ Ein
Trauerſpiel in 3 Aufz. mit einem
Vorſpiel „Das Völklein auf
der Heide” von Ernſt Freiherr
von Wolzogen.
Neben dem laufenden
Abonne=
ment wird auf dieſe 3
Urauf=
führungen ein Extra=Abonnement
zu nachfolgenden Preiſen
er=
öffnet: Sperrſitz: 1.—13. Reihe
11.10 ℳ, 14.—20. Reihe 9.60 ℳ,
Par=
terre: 1.—5. Reihe 7.05 ℳ, 6.—8.
Reihe 5.85 ℳ, Proſzeniumsloge
15.60 ℳ, Mittelloge 15.60 ℳ,
Bal=
konloge 14.10 ℳ, I. Rang 12.60 ℳ,
II. Rang: 1.—6. Reihe 6.45 ℳ,
7. u. 8. Reihe 5.25 ℳ, I. Galerie
3.45 ℳ, II. Galerie 1.95 ℳ.
Für dieſes Extra=Abonnement
wird eine Vorverkaufsgebühr nicht
erhoben.
Der Kartenverkauf für die Extra=
Abonnenten erfolgt an der
Tages=
kaſſe am Dienstag, 18. Nov.,
nach=
mittags von 3½—5 Uhr, ſowie an
den darauf folgenden Tagen
vor=
mittags zu den üblichen
Kaſſeſtun=
den bis einſchl. Freitag, 21. Nov.
Der Einzelverkauf für die erſte
Vorſtellung findet am Freitag,
21. Nov., bei gewöhnl. Preiſen ſtatt.
Aus dem Spielplan.
Samstag, 22. Nov. Außer Ab.
Vorſtellung für auswärtige
Volks=
ſchüler. „Prinz Friedrich v.
Homburg.‟ Anfang 3 Uhr.
(Zu dieſer Vorſtellung findet ein
Kartenverkauf nicht ſtatt.)
Sonntag, 23. Nov. Vormittags
11½ Uhr. Außer Abonnem. Zu
Volksvorſtellungspr. Matinée.
(Totenſonntag=Feier.) Muſikaliſche
und deklamatoriſche Vorträge. —
„Der Tor und der Tod” von
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Der
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Holländer: Kammerſäng. Walter
Soomer, a. G. Gew. Preiſe,
Nummer 279
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 18. November 1913.
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