Darmstädter Tagblatt 1913


16. November 1913

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Oileſta



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176. Jahrgang
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Ie 277.
Sonntag, den 16. November.
1913.
ie heutige Nummer hat 28 Seiten, wird entſchieden darüber in Erwägungen eintreten müſ= durch eine Ausdehnung der bereits beſtehenden Beſtim=
ſen
, wie da Abhilfe geſchaffen werden kann, wenn wirklich mungen. Nun iſt es ein eigen Ding mit Geſetzesbeſtim=
ſich
die Verhältniſſe in den Reichslanden konſolidieren mungen, die zu einem beſonderen Zweck geſchaffen wer=
ſollen
.
Die Beruhigung am Balkan hat einen erfreulichen den, etwas derartiges hat noch niemals gut getan, und
Das Wichtigſte vom Tage. Fortſchritt gemacht: unter dem Einfluß des rumäniſchen es muß daher ſorgfältig überlegt werden, in welcher Weiſe
Miniſters Take Jonescu kam die griechiſch=türkiſche Eini= eine Verſtärkung des Arbeitswilligenſchutzes erfolgen ſoll.
Kaiſer iſt geſtern früh in Kiel eingetroffen, wo
gung zuſtande, und die Unterzeichnung des Friedensver= Insbeſondere wird zu erwägen ſein, ob es nicht möglich
mttags die Vereidigung der Rekruten ſtattfand.
trages iſt eine vollzogene Tatſache. Unerledigt dagegen
Reichstagskommiſſion zur Prüfung blieb bisher die ſüdalbaniſche Grenzfrage. Es ſcheint, als wäre, mit den vorhandenen Geſetzesbeſtimmungen auszu=
ſer
Rüſtungslieferungen hielt geſtern nur ob England hier einen vermittelnden Vorſchlag unterbrei= reichen, und tatſächlich iſt ja ſchon oft genug ein Einſchrei=
ine
kurze Sitzung ab, um ſich dann bis zum 9. Januar tet hat, der natürlich mit den Beſtimmungen des Londoner ten in aller Schärfe erfolgt und etwa vorgekommene
ſt vertagen. In der Hauptſache wurden auch geſtern Vertrages vereinbar iſt und vereinbar ſein muß, ſoll er Verfehlungen haben zuweilen eine recht ſtrenge Sühne ge=
r
Vorſchläge der Sachverſtändigen aus dem Reichs= die Zuſtimmung Oeſterreich=Ungarns und Italiens erhal=
ten
. Wenn Pariſer Blätter fortfahren, im Zuſammenhange funden. Man ſpricht davon, daß die Reichsregierung gern
harineamt entgegengenommen.
mit der ſüdalbaniſchen Grenzangelegenheit heftige An= bereit ſei, den von rechtsſtehender Seite kommenden Wün=
junge
Großherzogin von Sachſen=Wei= griffe auf die italieniſche Politik Zu richten, ſo dürfte die ſchen auf dieſem Gebiete zu willfahren und etwaige Vor=
Mar iſt von ihrer nervöſen Erkrankung völlig Wirkung dieſer Treibereien in Italien ebenſo wenig aus= arbeiten in die Wege zu leiten, um mit neuen geſetzgeberi=
Myiederhergeſtellt.
bleiben, wie die der Aufdeckung franzöſiſcher Spionage in
ſchen Maßnahmen an den Reichstag heranzutreten. Auch
Rom.
ſſadmiral von Ingenohl wurde zum Admiral und
Noch ehe das Werk der türkiſch=griechiſchen Einigung in der nationalliberalen Partei befaßt man ſich neuerdings
Phefder Hochſeeflotte befördert.
zuſtande gekommen, haben auf dem Londoner Lord= eingehend mit dieſer Frage, in den Kreiſen dieſer Partei
mayorsbankett ſowohl der Premierminiſter Asquith wird eine Art Enquete veranſtaltet, um von deren Aus=
der
Agenzia Stefani aus Larnaca (Cypern) gemeldet als auch der Marineminiſter Churchill die Beſſerung
ſürd, iſt dort der frühere Großweſir Kiamil Paſcha der internationalen Lage anerkannt. Daß die Periode fall die ſchließliche Stellungnahme im Parlamente ab=
ſtorben
.
des gegenſeitigen Mißtrauens für die europäiſchen Mächte hängig zu machen. Jedenfalls handelt es ſich hier um eine
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 8 und 9.
trotzdem fortdauert, bezeugt Churchills Ankündigung, der Angelegenheit, die mit Rückſicht auf ihre eventuellen Fol=
britiſche
Flottenetat für 1914 werde noch größere Summen gen und Folgeerſcheinungen auf das ſorgfältigſte geprüft
als ſein Vorgänger vom Parlament beanſpruchen. Mit
werden muß.
dieſer Erklärung hat ſich Mr. Churchill von ſeinem Ge=
danken
, ein Weltfeierjahr im Flottenbau eintreten zu laſ=
Politiſche Wochenſchau.
ſen, ſoweit entfernt, wie es überhaupt nur denkbar iſt.
Wieder einmal hat ſich in Moabit einer jener Hoffentlich betrachtet er nunmehr die Weltfeierjahrs=Idee, Die Kaiſerin und die Kirchen=
rzeſſe
abgeſpielt, deſſen Bedeutung weit über das deren er zur Beruhigung ſeiner eigenen über das ſtetige
ſintlich in Frage ſtehende Delikt hinausging und durch Anwachſen des Flottenetats beſtürzten Parteifreunde be=
austrittsbewegung
.
e umfangreiche Behandlung die Grenzen deſſen, um durfte, endgültig als erledigt. An Kritik hat es dieſer
B. Aus Berlin wird uns geſchrieben: Die große Zahl
es ſich eigentlich handelte, faſt gänzlich verwiſchte. Idee im liberalen Lager ſelbſt nicht gefehlt. Die allgemeine
Stimmung der engliſchen Wählerſchaft aber ſcheint von der Kirchenaustrittserklärungen, die im Verlaufe der letz=
doch
hat das Ergebnis kaum in Einklang mit all dem
lwand geſtanden es kreiſen die Berge und geboren einem Umſchwunge kaum noch weit entfernt zu ſein. Denn ten Monate insbeſondere infolge der Agitation des Ko=
ein
winziges Mäuslein. Als ſeinerzeit im Reichs= bei den zwei letzten Nachwahlen zum Parla=mitees Konfeſſionslos und auch ſonſt durch Propaganda=
ſvon
der äußerſten Linken die ſchweren Anſchuldigun= ment ging ein liberales Mandat verloren und das zweite
gegen die Firma Krupp geſchleudert wurden und wurde nur unter ſtarkem Rückgang der liberalen Mehr=verſammlungen der Freidenker veranlaßt worden iſt, hat
täſt Liebknecht ſogar von einem deutſchen Panama heit behauptet. Das Schwanken der Regierung in der So= die Kaiſerin mit großem Schmerz erfüllt. Die Kaiſerin,
konnte man glauben, daß der Staat aufs ſchwerſte zialpolitik, das gegenüber dem erſt verhafteten und dann die bekanntlich eine rege Förderin aller kirchlichen Ange=
ſhidigt
worden ſei. Schon damals wurden von ſeiten freigelaſſenen iriſchen Arbeiterführer Larkin beſonders legenheiten iſt, hatte ſchon vor Jahr und Tag den Auftrag
Regierung die Vorwürfe zurückgewieſen und in den auffällig hervortrat, kann das liberale Miniſterium in der
Pieſſen gegen die Zeugoffiziere wie gegen Brandt und öffentlichen Meinung nicht befeſtigen. Kommt es vollends erteilt, ſie auch ſtets über die Kirchenaustritte zu unter=
kits
hat ſich gleichfalls gezeigt, daß wohl einige Ent= für ganz England zu dem von Larkin angedrohten Ge=richten. Als nun der Kaiſerin von dem Maſſenſtreik ge=
ſſengen
vorgekommen ſind, die aber doch nicht ſo er=neralſtreik, dann ſteht das liberale Miniſterium vor gen die Staatskirche und deſſen ofſenſichtlichem Erfolg
micher Natur ſind, daß man jetzt ein volles Anathema neuen Schwierigkeiten, deren Folgen ihm nicht günſtig ſein Kenntnis gegeben wurde, ſprach ſie ihr Bedauern darüber
können.
fſprechen müßte. Gewiß mußte, ſoweit Verfehlungen
Auf dem Lordmayorsbankett hat Asquith endgültig aus, daß ſich ſo viele von der Kirche abwenden, und daß
agen, ohne irgendwelche Rückſichten eingeſchritten
en, etwas anderes aber iſt es, ob der ganze Prozeß die Vorſtellung zerſtört, daß Mexiko an Großbritannien ſich keine geſetzliche Handhabe biete, das öffentliche
inem Rahmen geführt werden mußte, daß das Aus= einen Rückhalt gegen die Vereinigten Staaten haben Auffordern zum Austritt aus der Kirche,
mit unverhohlener Schadenfreude den Moabiter Vor= werde. Es wäre nicht wunderbar, wenn nach dieſer Feſt=ſowie auch das Einberufen ſolcher Agitationsverſamm=
legung
der engliſchen Politik Huerta ſich dazu entſchlöſſe,
ſen zuſehen konnte. Es geht nichts über die prompte por der Union das Feld zu räumen. Meldungen aus lungen zu verhindern. Es haben inzwiſchen mehr=
ſiſche
Gründlichkeit, aber in unſerem Prozeßverfahren
uesſich ja ſchon oft gezeigt, wie verfehlt es zuweilen Waſhington ſprechen bereits für einen Erfolg des nord= fach Konferenzen ſtattgefunden, in denen Mittel und Wege
ſaus dem Hundertſten ins Tauſendſte zu kommen und amerikaniſchen Vorgehens. Aber bei der Verworrenheit beraten wurden, der Maſſenflucht aus der Landeskirche
Ganzen ſchließlich eine Wendung zu geben, die ur= der mexikaniſchen Verhältniſſe erſcheint es gleichwohl nicht
ausgeſchloſſen, daß der angeblich verſchwundene Huertg vorzubeugen und dadurch dem Wunſche der Kaiſerin ent=
Anglich niemand beabſichtigt hatte. Vielleicht wird den Widerſtand gegen die Union fortſetzt, und es auf die gegenzukommen. Auch die Kaiſerin nahm an ſolchen Kon=
endlich
hiervon laſſen, wenn man immer wieder
daß dieſer Weg, ſo gut gemeint er iſt, nicht immer Entſcheidung der Waffen ankommen läßt. Die Frage iſt ferenzen teil, doch konnte ein Schlüſſel zur Löſung der
jedoch, ob Nordamerika auf dem Wege der finanziellen ſchwierigen Frage bisher noch nicht gefunden werden.
Heile ausſchlägt.
Aushungerung Mexikos und durch Unterſtützung der mexi=
ſſrhaſt
unmittelbar nach Beendigung dieſes Prozeſſes iſt kaniſchen Revolutionäre nicht ohne förmlichen Krieg ſein Einen Erfolg verſpricht man ſich indeſſen durch eine Er=
ſte
dieſer Woche jene Kommiſſion zuſammenge=
höhung
der Gerichtsgebühren für Kirchenaustritte. In
y, die ihre Entſtehung den erwähnten Erörterungen Ziel erreicht.
einigen thüringiſchen Staaten ſind die Kirchenaustrittser=
Reichstags über die Firma Krupp verdankt. Dem ein=
hiten
Wunſche des Reichstags, die Frage der Liefe=
klärungen
mit Gebühren bis zu 100 Mark belegt, was zur
Der Arbeitswilligenſchutz.
lgen für Armee und Marine in ihrem
Folge hat, daß nur ganz wenige Austrittserklärungen
en Komplex einmal einer gründlichen Prüfung zu
Schon mehrfach iſt die Frage einer Ausdehnung abgegeben werden. In ähnlicher Weiſe will man dem
rziehen, hat ſich auch die Reichsregierung nicht ver=
ſen
, zumal es ja nur in ihrem eigenſten Intereſſe lie=des Arbeitswilligenſchutzes aufgeworfen wor= Vernehmen nach nun auch in Preußen vorgehen, und die=
kann
. Dieſe Prüfungskommiſſion ſetzt ſich indeſſen den, und im Reichstage, wie auch in anderen deutſchen ſer Plan hat die Zuſtimmung der Kaiſerin gefunden. Man
tmnur aus den zuſtändigen Reſſortchefs und Vertretern Parlamenten, iſt es darüber zu lebhaften Auseinander= geht dabei von dem Standpunkt aus, daß ſich die minder=
enzelnen
Parteien zuſammen, ſondern man hat den ſetzungen gekommen. Es handelt ſich hier um eines der bemittelte Bevölkerung, bei der ja die meiſten Kirchenaus=
der
auch vom Reichstage gewünſchten Sachverſtän=
ziemlich
weit geſteckt, indem man zu den Beratungen umſtrittenſten Gebiete unſerer inneren Politik, auf dem tritte zu verzeichnen ſind, ſagt: Wenn ich ſowieſo gar
ſwommiſſion auch Vertreter der Städte, der Landwirt= es zu einer Einigung wohl niemals kommen dürfte. Die keine oder nur geringe Kirchenſteuern zu zahlen habe, ſo
Induſtrie, des Handels, Handwerks und nicht zuletzt wirtſchaftlichen Kämpfe nehmen eben leider zuweilen For= will ich doch lieber in der Kirche bleiben, als für den Aus=
ider
Finanzwelt hinzugezogen hat. Man wird dieſe men an, die ſchwere Schädigungen für die Geſamtheit, wie tritt noch eine ſo hohe Summe zu zahlen! Es ſind aber
Blahme zweifellos begrüßen können, denn auf dieſe
ſe kann man ein völlig unparteiiſches Bild gewinnen auch für den einzelnen mit ſich bringen, und die Beſtre= auch noch einige andere Wege in Vorbereitung, die der
man kann da um ſo eher erwarten, daß ſchließlich ein bungen, hier nach Möglichkeit einen Wall zu ſchaffen, ſind Maſſenflucht aus der Kirchengemeinſchaft entgegenarbeiten
ſuleat gewonnen wird, das den Bedürfniſſen der Praxis an und für ſich begreiflich, aber es fragt ſich, in welcher ſollen. So iſt es beiſpielsweiſe höchſt wahrſcheinlich, daß
höherem Maße entſpricht, als es bisher der Fall
wo dem Bureaukratismus allzuviel Ueberge= Richtung hin die Ausführung ſich bewegen ſoll. Von die auf den Buß= und Bettag einberufenen zwölf Kirchen=
t
auch= in dieſen Fragen eingeräumt war. Man rechtsſtehender Seite werden bekanntlich für einen ver= austrittsverſammlungen in Groß=Berlin und gleiche Ver=
nur
daran, wie die Reichsmarine nach den gro= ſtärkten Schutz der Arbeitswilligen beſondere Geſetzesmaß=ſammlungen in der Provinz verboten werden,
Werftunterſchlagungsprozeſſen ſofort die Konſequen= nahmen gefordert, insbeſondere wird dadurch auch ein weil durch ſie eine Beunruhigung der Bevölkerung und
zog und in die Werftbureaus zwecks überſichtlicherer
eine Gefährdung der öffentlichen Ruhe, Ordnung und
Verbot des ſogenannten Streikpoſtenſtehens verlangt.
rung der Bücher einige Kaufleute anſtellte und Herr
Der Ruf nach einem Arbeitswilligenſchutzgeſetz iſt nicht Sicherheit hervorgerufen werden könnte. Daß gleich der
rürpitz hat dieſen Schritt nicht zu bereuen gehabt. Es
hoffen daß aus dem Zuſammenarbeiten einer ſo neu, er iſt ſchon früher mehrfach erhoben worden, ohne Kaiſerin auch der Kaiſer die Kirchenaustritte als bedauer=
Pitſprechend und günſtig zuſammengeſetzten Prü= daß er Gehör gefunden hat, die Linke war ſtets und ſtän= lich bezeichnet, iſt wohl ſelbſtverſtändlich.
Slommiſſion etwas Erſprießliches herausſchauen wird.
AAfſehen haben in dieſer Woche die Exzeſſe in dig gegen einen derartigen Entwurf. Neuerdings wird
ern hervorgerufen, die ihre Veranlaſſung in einer die Frage aber wieder von verſchiedenen Seiten her in die
Beutſches Reich.
erſtandenen Aeußerung eines jüngeren Offiziers hat= öffentliche Distuſſion geworfen, und es muß als ein be=
Ein Geſetzentwurf über die Verwal=
dieſer
in der Inſtruktionsſtunde gebraucht hatte merkenswertes Symptom bezeichnet werden, daß auch der
Adäe geſtiſentlich nach außen kolportiert war. Muß
Tuch ſagen, daß die Ausdrucksweiſe wenig glücklich Hanſabund ſich für einen verſtärkten Schutz der Arbeits=tung der Einnahmen und Ausgaben des
ſo hat doch andererſeits das Verhalten der Bevöl= willigen auf ſeiner letzten Tagung ausgeſprochen hat, ob Reiches wird, wie man Berliner Blättern ſchreibt,
ig ein bedenkliches Schlaglicht auf die dortige Geſin= freilich alle Glieder des Bundes dieſen Standpunkt teilen, gegenwärtig von der Reichsfinanzverwaltung ausgear=
geworſen
, und es iſt bedauerlich, daß ſich immer iſt eine andere Frage. Von einer Sondergeſetzgebung will beitet. Der Entwurf durſte vennachſt den übrigen Reichs=
herausſtellt
, daß die Abneigung gegenüber der
man ja abſeben. man glaubt das Ziel erreichen zu können ämtern zur Begutachtung zugehen. Der Verſuch, ein ſol=
chen
Herrſchaft nach wie vor tief eingewurzelt iſt. Man

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Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November 1913.
Seite 2.
von 30 0 Mark zu rechnen. Für die Kelheiner Feier
ches Geſet zu erlaſen, iſ, wie wohl erimnerlich, in frühe=
ren
Jahren wiederholt unternommen worden, er ſcheiterte habe ein unbekannter Spender 300000 Mark gegeben, ſonſt
aber jedesmal daran, daß eine Verſtändigung zwiſchen wäre die Koſtendeckung ſchwer möglich geweſen. Mi=
Bundesrat und Reichstag über die Einzelheiten der Vor= niſterpräſident Frhr. v. Hertling empfahl Erſparniſſe bei
lage nicht erreicht wurde. Durch das Geſetz würde auch die dem Hoftheater; beſonders die Feſtſpiele des Prinz= Re=
rechtliche
Stellung des neu zu ſchaffenden Rechnungshofes genten=Theater ſeien nur eine Angelegenheit der Hoteliers
für das Deutſche Reich gegenüber dem Reichstag feſtgelegt und der Fremdeninduſtrie.
werden. Die Einbringung der Vorlage wird jedenfalls
in naher Zeit noch nicht erfolgen. Denn nachdem im
Ausland.
Jahre 1910 das Reichskontrollgeſetz erlaſſen iſt mit einer
Oeſterreich=Ungarn.
Geltungsdauer von 5 Jahren, in dem über die Rech=
Die Böhmendebatte im öſterreichiſchen
nungskontrolle des Reiches durch die preußiſche Oberrech=
Abgeordnetenhauſe. Im Laufe der Debatte über
nungskammer eine Reihe von Einzelheiten geregelt iſt,
die Beantwortung der Interpellation, betr. die böhmiſche
wird man wohl zunächſt die Erfahrungen mit dieſem Ge=
Landesverwaltungskommiſſion, verurteilte der Tſcheche
ſetz abwarten. Für die Rechnungskontrolle ſind darin eine
Reihe von Erleichterungen zugelaſſen, indem beiſpiels= Stransky den Verfaſſungsbruch in Böhmen. Die Re=
weiſe
Rechnungen von untergeordneter Bedeutung von gierung hätte aus der Kundgebung der Verfaſſungspartei
der regelmäßigen jährlichen Prüfung befreit ſind und die des Herrenhauſes die Konſequenzen ziehen und demiſſio=
Erteilung der Entlaſtung den Verwaltungsbehörden über= nieren müſſen. Der Vorſitzende rief Stransky wegen Aus=
laſſen
iſt. Andere Erleichterungen in der Rechnungskon= fälle gegen die Krone und wegen Beleidigung der Stadt
Wien, welche der Redner vertrottelt genannt hatte, zur
trolle beziehen ſich auf die Prüfung von Rechnungen durch
Ordnung. Der Tſchechiſch=Radikale Choc bedauerte, daß
Stichproben und die Vorlage von Rechnungsbelegen, auf der Tſchechenklub die Einbringung der Miniſteranklage
die teilweiſe verzichtet werden darf. Abgeſehen von die= abgelehnt habe. Die Politik gegen die Slawen Oeſter=
ſem
Geſetz, ſind noch eine ganze Reihe von Einzelbeſtim=
reichs
werde in Berlin und Peſt gemacht. Der italieniſche
mungen über die Verwaltung der Einnahmen und Aus= Liberale Pitacco beſchwerte ſich über die unmenſchliche
gaben in verſchiedenen Geſetzen erlaſſen. Die ganze ge=
Behandlung der Reichsitaliener in Trieſt. Die Regierung
ſetzliche Regelung der Verwaltung von Einnahmen und ſollte im Innern nicht eine Politik treiben, die in grellem
Ausgaben wird ſich infolgedeſſen jetzt im Reichstag leich= Widerſpruch ſtehe zur auswärtigen Politik. Die Debatte
ter erledigen laſſen als früher.
über die böhmiſche Verwaltungskommiſſion wurde
Keine Reviſion im Krupp=Prozeß. zu Ende geführt, der Geſchäftsordnung gemäß ohne Be=
Nunmehr haben, wie ſchon kurz mitgeteilt, die Staats= ſchlußfaſſung.
anwaltſchaft wie die beiden Angeklagten ſich entſchloſſen,
Schweiz.
von dem Rechtsmittel der Reviſion an das Reichsgericht
Die Neuordnung des Fabrikgeſetzes.
keinen Gebrauch zu machen. Für die Angeklagten war Der Ausſchuß des Nationalrats, der die Neuordnung des
hierbei der Geſichtspunkt maßgebend, daß mit der Reviſion ſchweizeriſchen Fabrikgeſetzes neuerdings berät, beſchloß,
günſtigenfalls, d. h. wenn formale Verſtöße im Verfahren in das Fabrikgeſetz keine Beſtimmungen über die Sicher=
oder
ſachliche Geſetzirrtümer im Urteil nachgewieſen wer= ſtellung des Vereinsrechts (Koalitionsrechts) aufzuneh=
den
können, ſich doch praktiſch nur eine Zurückverweiſung men; die Frage der geſetzlichen Löſung dieſes Begehrens
der Sache ſeitens des Reichsgerichts an die erſte Inſtanz ſoll bei der gegenwärtigen Schaffung eines eidgenöſſiſchen
erzielen läßt. Die Folge wäre eine Wiederholung der ge= Strafrechts geprüft werden. Die Beſtimmung, wonach die
ſamten Verhandlungen nach Monaten. Solche aber wider= Einführung des zehnſtündigen Arbeitstages bei ſolchen
ſpricht nach den gemachten Erfahrungen in hohem Maße Unternehmungen, die den freien Samstagnachmittag ein=
dem
Intereſſe, der deutſchen Induſtrie, namentlich dem geführt haben, erſt zehn Jahre vom Inkrafttreten des Ge= nur ein Sozialdemokrat gewählt, die Partei der letzte
Auslande gegenüber. Die Angeklagten glauben unter die= ſetzes an zu gelten habe, wurde dahin abgeändert, daß
ſen Umſtänden ihr perfönliches Intereſſe im allgemeineren dieſe Friſt nur ſieben Jahre betragen ſoll. Der zehnſtün= Halle a. d S drangen die Bürgervereine mit über
Intereſſe ihrer Firma und der deutſchen Induſtrie unter= dige Arbeitstag ſoll nach einem weiteren Beſchluß nur
ordnen und auf einen Angriff gegen die nach ihrer Auf= für jugendliche Arbeiter unter 16 Jahren gelten; die Ar= Stimmen erhielten und damit eine Einbuße von
faſſung unbegründete Verurteilung verzichten zu ſollen, beitszeit der Lehrlinge ſoll in einem beſonderen Geſetz
was gewiß allgemeine Billigung finden wird.
geregelt werden.
Der Streit der Aerzte und Kranken=
Frankreich.
kaſſen. Die Blätter melden aus Berlin: Zum Kranken=
Eine Erklärung Kokowtzows. Der ruſſiſche
kaſſenſtreit wird mitgeteilt, daß die Vertragskommiſſion
Miniſterpräſident Kokowtzow, der ſich Sonntag nachmittag
der Aerztelammer den Vertrag des Vereins Berliner nach Berlin begibt, veröffentlicht im Matin eine Er=
Kaſſenärzte unter der Bedingung genehmigt, daß zum klärung, in der es heißt: Am Tage vor meiner Abreiſe
1. Januar 1914 von der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe min= iſt es mir erfreulich, zu erklären, daß ich eine vollſtändige
deſtens 200 Aerzte neu eingeſtellt werden und der Ver=Uebereinſtimmung in allen Fragen feſtgeſtellt habe, welche Tagung des Schutzverbandes für deutſchen Grundbiſitz
band Berliner Krankenkaſſen ſich verpflichtet, bis zum 31. die beiden verbündeten Nationen intereſſieren, und daß als eine Kundgebung des geſamten ſtädtiſchen und
Dezember 1918 im Zentralverband der Kaſſenärzte zu die Beziehungen zwiſchen unſeren beiden Ländern niemals
verbleiben. Daß die Verhandlungen mit dem Betriebs= enger und inniger waren als heute.
krankenhaus der Großen Berliner Straßenbahn zu einem
Paris und Rom. Anläßlich der franzoſenfeind=
für
die Aerzte befriedigenden Ergebnis führen werden,
lichen Stimmung, die ſich in einem Teile der italieniſchen unſerer Kultur und Volkswirtſchaft heute gefähre
wird angenommen.
Preſſe geltend macht, ſchreibt der Petit Pariſien: Dieſe
Eine Denkſchrift über die Zivilver= ganze Kampagne beeinflußt auch die Haltung der italieni= gebung beeinflußten und beſonders das Verhältnisa
ſorgung der Militäranwärter wird dem ſchen Diplomatie ſelbſt, die anſpruchsvoller geworden iſt
Reichstag zugehen, in der Aufklärung über die Ausſichten und auf die Rechte und Intereſſen anderer nicht genug
der Militäranwärter gegeben wird und die Klagen über Rückſicht nimmt. In den gegenwärtig zwiſchen Paris und bei allſeitig die von unſerer Demokratie untrennba
die zu lange Wartezeit der Anwärter zerſtreut werden. Die Rom ſchwebenden Verhandlungen über die Stellung der wurde, das lehrt ja gerade die heutige engliſche
Einſtellung ſei allerdings ſtellenweiſe ſchleppend geweſen, in Tunis anſäſſigen Tripolitaner tritt dieſe neue Richtung
es ſei aber Sorge getragen worden, daß die Militär=ſo deutlich zutage, daß der Quai d’Orſay ſich bei dem Ver= drohenden Arbeitermaſſen bei der Partei zu hallenu
anwärter in Zukunft ſchneller einberufen werden.
treter Italiens wiederholt darüber beklagen mußte. Dem= ſich ſelbſt in der Macht zu bewahren, vor dem unverhülle
Die Erhöhung der bayeriſchen Zivil=ſelben Blatte wird aus Tunis gemeldet: Die Frage der hlems nicht zurück. Auch ohne ſich alle Anſichten
liſte. Im Finanzausſchuß der bayeriſchen Abgeord= Stellung der Tripolitaner in Tunis hat eine unerwartete Schutzverbandes zu eigen zu machen, wird m
netenkammer erklärte der Finanzminiſter, der König ſtehe Wendung genommen. Es heißt, daß in den diesbezüg=
ſich
bei der jetzigen Zivilliſte ſchlechter als früher als lichen Beſprechungen mit Italien eine Unterbrechung ein= einigung ſtädtiſchen und ländlichen Grundbeſitzes mit
Prinz=Regent. Für das erſte Jahr ſei mit einem Defizit getreten iſt und daß bei den Tripolitanern und ſogar bei
H
der Sanskritliteratur war Rabindra Nath Ta=
Religion.
gore, der jüngſte Nobelpreisträger. Der Maler beſtimmte
den Dichter, der ſich bisher in ſtiller Abgeſchloſſenheit und
C Was iſt Religion? Religion haben heißt: In der einſamer Verſenkung gehalten hatte, mit ihm nach Eng=
Welt und ſeinem eigenen Leben einen tiefen Sinn ſehen. land zu kommen, und ſo erſchien denn das Licht aus iſt ein berühmter Philoſoph; die Eichhörnchen ſteiſten
Der religionsloſe Menſch lebt aus der Hand in den Mund. dem Oſten zum erſtenmal vor einer europäiſchen Ver= ihm von den Zweigen herab und kauern auf ſeinem Schos
Wie das Tier Gras frißt und ſchläft und verdaut, ſo lebt ſammlung, auf dem Religionskongreß in Paris. In
er ſeinen Tag, einen wie den anderen. Der Sinn des London wurde er als Indiens berühmteſter Sänger ge= Verwandte, Gogonendra Nath und Albinindra Nalh
Ganzen iſt ihm verborgen. Der religiöſe Menſch aber will feiert und beſonders der iriſche Poet W. B. Beats war gore, ſind namhafte Künſtler; ſie haben ſich ebenſc
einen Zweck. Er will einen Plan in ſein Leben, ein Ziel, von den Dichtungen, die Tagore ſelbſt in ſeinem fließen= der Philoſoph von den alten Traditionen losgeſagt u
nach dem er ſich felbſt und ſein Tun begreiſt. Was iſt den und eleganten Engliſch überſetzte, ſo entzückt, daß er wollen Indien einer neuen Zeit und einer mobernen Bil
dieſes Ziel? Ja, wenn wir das wüßten! Aber doch, wir eine engliſche Ausgabe von ſeinen Dichtungen unter dem
wiſſen es. Durch ſolche, die des Lebens Sinn durchdrun= Titel Gitanjali
gen, iſt es uns offenbart. Zwar haben auch dieſe Großen und mit einer ſchönen Würdigung einleitete. Das Buch,
des Lebens Gewalt verſchieden erlebt. Die einen ſehen im das dem eigentlichen Entdecker Rothenſtein gewidmet iſt,
Nichtſein das letzte Gut, die anderen im Herrſchen, die machte großes Aufſehen; die Auflagen folgen einander ganz in den Wundern altindiſcher Kultur und Schönhes
anderen im Genießen uff. Sie ſind alle einſeitig. Sie ununterbrochen, und der Inder hat die beſte Ausſicht, einen! und mit einer ſtillen Reſignation ſieht er in ſich den leist
greifen willkürlich einen einzelnen Zug des Lebens heraus Welterfolg in engliſcher Sprache zu erringen, wie früher ten Dichter des alten Indiens, der noch tief hineingetaug
und machen ihn zum beherrſchenden. Das Chriſtentum der Perſer Omar Chaijan, und wie dieſer ein britiſcher iſt in den Weisheitsbronnen der Vergottung und de=
aber
iſt nicht aus Willkür geboren, ſondern zeigt uns die Klaſſiker zu werden. Auch in Amerika iſt Rabindra dann
rechte Lebensnotwendigkeit. Es ſagt, der Sinn des Seins, aufgetaucht, hat auch dort mit ſeiner ſanften, wohllauten=
die
Summe des Geſchehens, iſt Liebe. Es fragt ſich nur, den Stimme ſeine Lieder vorgetragen und in Kirchen
ob wir das verſtehen können, ob wir die Gewalt der Liebe über indiſche Philoſophie geſprochen, und überall, wo der
ſo tief verſpürt haben, daß wir es glauben können: ſie iſt Mann vom heiligen Strome erſchien, ging ein ſeltſamer
die Lebensmacht, ſie iſt das Geſetz der Welt, ſie iſt Gott. Zauber von ihm aus; man bewunderte die ſchöne, hoch= iſt ihm gleich, und die gegenwärtige Dichtungsspoche net==
Gott iſt die Liebe, und wer in der Liebe bleibet, der gewachſene Erſcheinung mit dem grauen Haar und Bart,
bleibet in Gott, und Gott in ihm.
ſeine Landsleute, für einen Heiligen, wenn er, die Hände uns. Er iſt ebenſo groß in der Muſik wie in der Dichtung
über die Bruſt gefaltet, in den großen dunklen Augen ein und man ſingt ſeine Verſe von Weſtindien bis nach Birmn
Das Licht aus dem Oſten.
innerlich glühendes Seelenfeuer, dahinſchritt.
(Rabindra Nath Tagore als Nobelpreisträger.)
der Stockholmer Akademie aus dem Schatten frommer
Der bekannte engliſche Maler und Zeichner William Andacht und beſchaulicher Ruhe in das grelle Licht der wei= die er wenig ſpäter verfaßte. Ebenſo ſehr bewundg
Rothenſtein war vor einem Jahre in Indien, und hier teſten Oeffentlichkeit gerückt hat, iſt im Jahre 1861 zu wir die Vollkommenheit ſeines Lebens. Sehr jung nom
wurde ſeine Aufmerkſamkeit auf einen Dichter gelenkt, Kalkutta geboren. Er ſtammt aus einer altangeſehenen,
der bei ſeinen indiſchen Landsleuten die höchſte Ver= frommen und künſtleriſch begabten Familie. Sein Vater,
ehrung genoß, den aber die offiziellen Kreiſe nicht zu be= der Maha Riſhi, iſt bekannt wegen der Inbrunſt, mit der
achten ſchienen Dieſer gefeierte Nachfahr der großen Poeten er ſich der religiöſen Kontemplation hingibt. Auch von zensprüfung beſtand, ſchrieb er die ſchönſten Liebesgedich

Nummer 277.
den imneſiſchen Anfäſigen, welche eine Zeilang inſg
polis gelebt haben, in eifriger Weiſe darauf hingearbei
wird, ſie zur Annahme der italieniſchen Nationalität
bewegen.
Die Winzerfrage. Wie aus Troyes gemell
wird, hat ſich die Erregung der Winzer des Aube=Depar
ments trotz der in der Kammer begonnenen Verha
lungen über die Abgrenzung des Champagnergebietes
neswegs gelegt. In der vergangenen Nacht wurden
verſchiedenen Orten rote Fahnen aufgeſteckt, welche
Inſchrift trugen: Die Champagne oder Blut!
Rumänien.
Die neue Anleihe. Die reſervierten 20E
lionen der neuen 250=Millionen=Anleihe ſind reichlich du
Subſkription bei der Bank Nationale und der Bank G
rale gedeckt, bei denen mehr als 25 Millionen gezeic
wurden.
Ching.
Vertagung des Parlaments. Zu der
meinſamen Sitzung beider Häüſer des chineſiſchen Par
ments hatten ſich nur 91 Mitglieder eingefunden.
einigte ſich über den Beſchluß, die Ankündigung aus
geben, das Parlament habe ſein mögliches getan,
Tagung fortzuſetzen; da aber keine beſchlußfähige Anz
von Mitgliedern aufzutreiben ſei, würden keine weite
Mitteilungen über die Tagesordnung erlaſſen werid
Die Sitzungen wurden alsdann auf unbeſtimmte
vertagt.
2
* Die Sozialdemokratie und die Sta
verordnetenwahlen. Es iſt keine vereinzelte
ſcheinung geblieben, daß die Sozialdemokratie bei
diesjährigen Stadtverordnetenwahlen ſchlecht abgeſchnied
hat. Nachdem ſchon zu Beginn der vorigen Woche einil
fallender Rückgang der ſozialdemokratiſchen Stimmen
Charlottenburg zu verzeichnen war, liegt nunmehre
Reihe von weiteren Wahlreſultaten vor, die ebenfalls
rückläufige Bewegung der Sozialdemokratie zeigt.
einer Anzahl von ſchleſiſchen Städten zum Beiſpiel
Sagan, Jauer, Strehlen, Friedeberg, Neuſalz undil
markt, ſiegten die Bürgerlichen leicht über die Sozil
demokraten. In Hörde drangen die Kandidaten der
gerlichen Parteien mit großer Majorität durch,
Eiſenach wurde gegenüber 14 bürgerlichen Kandi
verlor drei Sitze. Ebenſo ſiegte in Weimar die bürge
Liſte, kein einziger Sozialdemokrat wurde gewählt,
Stimmen durch, während die Sozialdemokraten nurill
Stimmen gegenüber der Wahl vor zwei Jahren er
In Langerfeld bei Barmen unterlagen die Sozialht
kraten und verlieren damit ihre Vertretung im Gemall
rat, ebenſo unterlagen ſie in Linden (Ruhr) und ver
damit ihre drei Mandate.
Zeitungsſchau.
Schutzverband für deutſchen Grundbeſitz. Die
nationalliberale Reichskorreſpondenz ſchreibt: Die
lichen Grundeigentums von der Oeffentlichkeit mit
ſehr beachtet worden. Sie wurde in allen dort gehülel
Reden von der Beſorgnis beherrſcht, daß das Pil
eigentum an Grund und Boden, das ſtärkſte Fundallal
Man verwies darauf, daß ſozialiſtiſche Gedankengäm
in der letzten Zeit in wachſendem Maße unſere
Staat und Geſellſchaft zum Grundeigentum in ähl
licher Weiſe zu wandeln drohten. Mit welchem R
ſchmeichelung der Maſſe als letzte Urſache gekenn
lung. Dort ſcheuen liberale Miniſter, um die mit iall
Sozialismus bei der Löſung des Agrar= und Boden
tun, dieſe Bewegung und die in ihr ſich vollziehene
merkſamer Sympathie zu verfolgen. Im bedingungsloſii
1 Schutze des Privateigentums an Grund und Boden
unſerem dchter erzihlen ſeine Landsleuter ,Zehen M
gen um 3 Uhr ſitzt er unbeweglich in der Beſchauunc, Air)
erſt nach zwei Stunden erwacht er aus ſeinem Nachdents=
über
das Weſen Gottes. Sein Bruder Dwijendra Natzt
und die Vögel ſetzen ſich auf ſeine Hände. Zwei ande
dung zuführen. Auch Rabindra hat den moderner=
,d. h. Sangesopfer, veranſtaltete Ideen Herz und Haus geöffnet; ſo hat er auf ſeinen
Gut eine Schule gegründet, deren Lehrer europäiſche Bit
dung haben. Aber ſein Denken und Dichten wurzelt doch note
Alleinheit.
Yeats teilt in ſeiner Einleitung das Urteil eines go
lehrten Bengalen über den Dichter mit, das für die holt
rVerehrung charakeriſtiſch iſt, die er in ſeiner Heimat ge
rnießt: Wir haben andere Dichter, aber keiner unter ihne.
nen wir das Zeitalter des Rabindra Nathé
dem fremdartigen Koſtüm, und ſo mancher hielt ihn, wie Kein Dichter Europas iſt ſo berühmt, wie Tagore unds=
überall
, wo man die bengaliſche Sprache redet. Schoa
Dieſer ſtille Myſtiker, den nun ſo plötzlich der Spruch mit 19 Jahren war er berühmt, da er ſeinen erſten Roman
rſchrieb, und noch heute ſpielt man in Kalkutta die Dramen=
gab
er ſich ganz der Natur hin und blieb jeden Tag it
r,Beſchauung in ſeinem Garten. Von ſeinem 25. bis 32
rJahre etwa, einem Alier, in dem er eine große Schmen

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Nummer 277.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November
Schuwverband auf unſere Hifsbereiſchaſt immer jäh. ſeintraten, wieder die Oberhand gewinnen. Sie haben
n können.
das Recht, ſich genau ſo als Menſchen zu fühlen und den
*
Wert ihrer Arbeit anerkannt zu ſehen wie jeder andere.
Die Wirte müſſen ihre Kellner den Verhältniſſen entſpre=
Literariſche Geſchmackloſigkeiten. Unter dieſem Stich= chend entlohnen, ſo daß ſie ihr Auskommen haben, und
ſort wird der Köln. Ztg. geſchrieben: Zu den vielfachen, ſie mögen die Mehrkoſten des Wirtſchaftsbetriebes auf
ſut vom inneren Takt her zu meidenden Gefahren des die Speiſen und Getränke aufſchlagen.
ſſterariſch Schaffenden gehört die, daß er leicht veranlaßt
eigene Erlebniſſe in erzählender Form wiederzugeben
damit ſich oder doch ſein Erlebtes in gewiſſer Hinſicht
Stadt und Land.
proſtituieren. Das mag hingehen, ſolange die Oeffent=
Peit nicht Zeuge dieſer Geſchehniſſe war oder ſie kannte.
Darmſtadt, 16. November.
hört aber da auf, wo ein breiteres Publikum an den
*Vom Hofe. Prinz Heinrich von Preußen
tigniſſen intereſſiert iſt und aus der Erzählung zu deut=
h
erkennt, was gemeint iſt. Geradezu barbariſch aber iſt geſtern vormittag 7½ Uhr mit Gefolge im Auto ab=
es
, traurige, kaum verhallte, noch unvernarbte Er=gereiſt.
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
nerungen in einer Weiſe als literariſchen Stoff zu
Großherzog haben dem Kreisrat Geheimen Regie=
rverten
, wie es in letzter Woche in zwei Fällen ge=
ſchen
iſt. In Licht und Schatten hat ſich E. G. See= rungsrat von Hahn zu Heppenheim die Erlaubnis
ſer in der Novelle Der Kampf um das Brot des Ti= zur Annahme und zum Tragen der ihm von Sr. Maj.
mie= (hier Gigantic=) Stoffes bemächtigt. In dem dem König von Preußen verliehenen Roten Kreuz=
freben
, eine Satire auf die erbarmungsloſe Rekord=1 Medaille 3. Klaſſe erteilt und dem vormaligen Hand=
ſcht
und Moneymakerei Englands zu geben, vergißt er arbeiter in der Zentralſtelle der Main=Neckar=Eiſenbahn
lig das Mitleid mit den Opfern der Kataſtrophe, ver= Adam Herth zu Langen das Allgemeine Ehrenzeichen
t, daß Liebe die Satire diktiert. Mit geradezu brutalen mit der Inſchrift Für treue Arbeit verliehen.
Das
Ehrenzeichen für Mitglieder Freiwilliger Feuerwehren
ſrichen und unter kaum weſentlichen Aenderungen der wurde verliehen durch Entſchließung Sr. Königl. Hoheit
hrien ſchildert er die Gruppe der Millionäre an Bord, des Großherzogs an Johann Dieter Lang,
e innere Hohlheit, ihre erbarmungswürdige Feigheir. Wilhelm Wölfelſchneider, Johann Grünewald
ſitweit das gerechtfertigt iſt, vermag ich nicht zu ſagen;
Verfaſſer wohl auch nicht. Doch ſcheint es mir übek und Heinrich Würtenberger, ſämtlich in Höchſt;
gebracht, in dieſer Weiſe den gewiß reichen und man= ſerner an Friedrich Boß zu Stockhauſen.
* In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
ßſach ausdeutbaren Stoff anzugreifen. Roher, herz= Hoheit der Großherzog den Oberförſter der Ober=
ſſer
aber iſt die Novelle Der Dämmerwandler von F.
hrönghamer=Heimdal in der Nr. 45 der Münchener Illu= förſterei Lich, Forſtmeiſter Wilhelm Cellarius aus
ſſierten Zeitung. Wenige Monate ſind verfloſſen, ſeit in Lich mit Wirkung vom 16. November d. J.
Erledigt ſind: Zwei mit katholiſchen Lehrern zu
ſoßen Zeitungsaufrufen nach dem Verbleib des vielleicht
Dämmerzuſtand verſchollenen Studenten Ehrlich ge= beſetzende Lehrerſtellen zu Herbſtein.
g. Verwaltungsgerichtshof. In ſeiner geſtrigen Sitz=
icht
wurde. Der Vater ſetzte eine Belohnung von 5000
ark aus für den, der den Sohn tot oder lebend fände, ung beſchäftigte ſich der Verwaltungsgerichtshof mit dem
wurde kurz nachher tot aufgefunden. Was hat Herr Rekurs des Amtsrichters Dr. Lutz zu Berlin gegen ſeine
önghamer=Heimdal daraus gemacht? Eine kleine, Heranziehung zu den Straßenherſtellungs=
ſüht
einmal ſehr kunſtvolle ſicher aber geſchmackloſe Er=koſten von der Gemeinde Neu=Iſenburg. Dr. Lutz
hlung mit etwas humoriſtiſcher Pointe! Nicht einmal hatte im Zwangsverſteigerungsverfahren Grundſtücke in
Mühe hat er ſich gegeben, Nebenumſtände zweckgemäß der Rhein= und Wallſtraße in Neu=Iſenburg erworben.
u ändern. Den Namen Ehrlich hat er in Redlich‟ Auf Grund des Ortsſtatuts wurde er dann auch zu den
bwandelt, die Summe von 5000 Mark blieb beibehalten, Straßenherſtellungskoſten herangzogen. Gegen dieſe
Literatur iſt um dieſes Erzeugnis, Herr Heimdal um Heranziehung proteſtierte er, da jene Koſten nicht in der
Honorar reicher, und nach den Gefühlen der Leſer Konkursmaſſe gewahrt waren. Der Kreisausſchuß Offen=
ſer
niemand!
bach hattte den Einſpruch für unbegründet erklärt, des=
*
gleichen am 4. Januar der Provinzialausſchuß der Pro=
vinz
Starkenburg, letzterer hatte den Rekurrenten in die
Ueber das Trinkgeldweſen. Auf der Münchener Koſten des Verfahrens verurteilt, einſchließlich der Koſten
hhrestagung des Genfer Verbandes der Hotel= und Wirt= der anwaltlichen Vertretung der Gemeinde Neu=Iſenburg
ftsangeſtellten Deutſchlands wurde die Forderung und zur Zahlung eines Averſionalbetrages von 20 Mk.
geſtellt, den Kellnern das Recht auf ein Bedienungsgeld zur Provinzialkaſſe. Der Verwaltungsgerichtshof ver=
ewähren
. Dazu ſchreibt die Rhein.=Weſtf. Zeitung:warf geſtern den eingelegten Rekurs gegen das Urteil
fmerhin war bisher das Trinkgeldgeben eine frei= des Provinzialausſchuſſes und verurteilte den Rekurren=
flige
Tat des Gaſtes, der Gaſt war dabei keinerlei ten in die Koſten dieſer Inſtanz einſchließlich der anwalt=
ßung
außer dem ſeiner Gutmütigkeit und ſeiner Scheu lichen Vertretung der Gemeinde und zur Zahlung eines
Aufſehen unterworfen, und der Gaſt gab gern das Averſionalbetrages von 60 Mk. zur Staatskaſſe. In
Unkgeld, weil er wohl weiß, daß der Kellner darauf einer zweiten Sache handelte es ſich um eine Vorent=
hewieſen
iſt. Jetzt aber wollen die Kellner die Frei=ſcheidung. Der Weinkontrolleur Bierſchenk zu
Pligkeit des Trinkgeldgebens zu einem Recht des Trink= Oppenheim hatte gelegentlich einer Weinreviſion bei dem
drehmens ausgeſtalten. Dagegen wird man Einſpruch Weinhändler Emil Albig in Genſing zu dem ihm be=
leben
müſſen. Es iſt nicht die Pflicht des Gaſtes, die gleitenden Gendarmeriewachtmeiſter mit bezug auf einen
heſtellten des Wirtes zu entlohnen. Genau ſo wie der bei Albig ſtattgefundenen Brand geäußert: Da oben hat
rt ſeine Köchin und das Spülmädchen entlohnt, ſo iſt es gebrannt und da unten die Sachen (der Wein) haben
Eeine unbeſtrittene Verpflichtung des Wirtes, auch für mitverbrennen ſollen. Wegen dieſer Aeußerung, die zu
Entlohnung ſeiner übrigen Angeſtellten, ſeien ſie nun Ohren des Albig kam, reichte Albig Privatklage ein. In
ſiknechte oder Kellner, aufzukommen. Wenn wir uns dieſem Verfahren ſoll nun auf Veranlaſſung des Mini=
Krawatte oder ein Paar Schuhe kaufen, ſo fällt es
doch auch nicht ein, dem Ladenmädchen oder dem ſteriums der Verwaltungsgerichtshof Vorentſcheidung
ſigen Mann hinter dem Verkaufstiſch für ſeine Hilfe= darüber treffen, ob Bierſchenk im Sinne des § 77 des Aus=
lun
bei der Auswahl des Geſuchten ein Trinkgeld zu führungsgeſetzes zum Weingeſetz als Beamter anzuſehen
ſes Genau ſo wenig Veranlaſſung haben wir im iſt. bejahendenfalls, ob er die fragliche Aeußerung in Aus=
ſnde
genommen, den Bedienſteten einer Gaſtwirtſchaft übung ſeines Dienſtes oder aus Veranlaſſung ſeines
kleines Gaſthofes Trinkgelder zu geben. Das Trink= Dienſtes getan hat und endlich, ob er ſich eine Ueberſchrei=
iſt
eine Unſitte und es geht nicht an, dieſe Unſitte tung ſeiner Befugniſſe zuſchulden kommen ließ. Inter=
ſſch
=Zwang zur Sitte zu machen. Warum der Genfer eſſant iſt, daß damals vor jenem Vorfall ein Verfahren
Phand der Kellner von ſeiner Forderung der Ab=gegen Albig wegen Weinfälſchung eingeleitet war, das
Pfung der Trinkgelder und der entſprechenden Ent= inzwiſchen zur Verurteilung führte, ferner war auch gegen
liung durch den Gaſtwirt abgekommen iſt, iſt an ſich Albig ein Verfahren wegen Brandſtiftung anhängig, iſt
erklärlich, wenn man hier und da erfährt, welche jedoch wieder eingeſtellt worden. Der Verwaltungs=
ſſineinkommen
die Kellner, namentlich in Bade= und gerichtshof erkannte dahin, daß eine Ueberſchreitung der
orten und in den feinen Gaſtwirtſchaften der Groß= Amtsbefuaniſſe des Bierſchenk nicht vorliegt.
g. Strafkammer I. Der Doppelehe war in der
te, aus den Trinkgeldern ziehen, Einnahmen, deren
ſſermancher Miniſter oder Generaldirektor nicht ver= geſtrigen Verhandlung der 26jährige Reiſende Franz
er=würde. Bei der Abſchaffung der Trinkgelder und Joſeph Roth aus Landau angeklagt. Er hatte in erſter
r entſprechenden Entlohnung durch den Arbeitgeber Ehe ein früheres Serviermädchen geheiratet; die Ehe war
ſten wohl nur Durchſchnittskellner Nutzen, während jedoch keine glückliche, und nach einem Zwiſt ging die Frau
ene Herrſchaften, die in der Hauptſache die Kavaliere kurzer Hand fort und verdiente ſich ihren Unterhalt wieder
Turfs ſtellen und die wohl auch im Genfer Verband als Serviermädchen. Wiederholte Verſuche des Ehe=
ſleinflußreichſte
Rolle ſpielen, weitaus den kürzeren mannes, ſeine Frau zur Einhaltung ihrer ehelichen Pflicht
ſ. Es iſt deshalb zu wünſchen, daß jene Schichten der zu veranlaſſen, waren erfolglos. Schließlich verloren ſich
ner, die ſeinerzeit für die Abſchaffung der Trinkgelder beide Ehegatten aus dem Auge und am 16. Oktober 1912
ſrer Sprache. Er iſt der erſte unter unſeren Heiligen, Die Entzückungen des Sehens, des Hörens und des
das Leben nicht verneint, ſondern es beſungen hat, Taſtens werden Deine Luſt erproben. / Ja! Alle die Bil=
deswegen
ſchenken wir ihm unſere Lieder. Tagore, der meiner Sinne werden brennen in einem Freuden=
iuerſt
als Muſiker auftrat und mit einer Oper rauſch und all meine Sehnſüchte werden reifen zu Früch=
terte
, der auch alle ſeine Gedichte ſelbſt vertont hat, ten der Liebe.
Stets findet er Gott auf ſeinem langen, harten
ie ſeinen Dramen, Romanen, Novellen und Gedich=
das
umfaſſendſte Bild von dem Denken, Weſen und Lebenswege; wie im Staub der Straße ſieht er ſein Werk
ſeines Volkes und Landes gegeben haben; man im Spiel mit ſeinem Kinde: Wenn ich Dir bun=
A ſeinen von ihm ſelbſt in engliſche Proſa überſetzten tes Spielzeug bringe, mein Kind, ſo begreife ich, warum
ſichten im Original eine Feinheit des Rhythmus, eine ein ſolch Schimmern von Farben in den Wolken lebt und
Mheit der metriſchen Geſtaltung und Glut der Farbe warum die Blumen getaucht ſind in ſo reiche Buntheit
die in einer fremden Sprache nicht wiederzugeben wenn ich Dir buntes Spielzeug bringe, mein Kind. Wenn
Wir finden in dem Inhalt ſeiner Geſänge die alt= ich ſinge, auf daß Du tanzeſt, weiß ich wahrhaft, warum
ſſche Myſtik, das Eingehen der Seele in Gott, der als es Muſik gibt unter den Zweigen und warum die Wogen
Woßer alles Lebens allgegenwärtig iſt, und die Unſterb= erklingen laſſen den Chor ihrer Stimmen bis zum Schoße
alles Irdiſchen, das in neuen Formen wieder er= der aufmerkſamen Erde wenn ich Dir ſinge zum Tanz.
Wenn ich ſüße Dinge lege in Deine verlangenden Händ=
und den Tod überwindet, in einer ſehr eigenartigen,
lſtiſch beobachtenden Form und in einem modernen chen, weiß ich, warum es Honig gibt im Blütenkelch und
e der Tatkraft und des Lebensmutes ausgedrückt. So warum die Früchte ſich heimlich füllen mit labendem Saft
ſich ſeine Kunſt mit manchen literariſchen Strömun= wenn ich ſüße Dinge in Deine verlangenden Händchen
Aüder Gegenwart, mit Maeterlinck und Bergſon, berüh=lege. / Wenn ich Dein Antlitz küſſe, damit Du lachſt, mein
teures Kind, dann begreife ich die Heiterkeit, die vom Him=
ud
ſo ſich ihr großer Erfolg erklären.
mel ausſtrahlt am Morgen, und das Entzücken, das der
*.
Sommerwind um meinen Körper weht wenn meine
e i der völligen Unbekanntheit des indiſchen Dichters Lippen Dein lächelndes Antlitz ſtreifen.
Und er ſingt weiter vom Schlaf ſeines Kindes, erzählt
Abes gewiß intereſſieren, einige Proben ſeiner Kunſt
Mhalten, die wir nach der engliſchen Ueberſetzung des ihm Märchen und findet zugleich heiße Worte für Liebes=
lten
ſelbſt darbieten. Beſonders bezeichnend iſt, daß werben und Liebeswonne, erhabene Strophen für die All=
re
die Weltverneinung und Aſkeſe der bisherigen macht Gottes und ſein geheimnisvolles Walten in
Matur Indiens aufgegeben hat und ſich zu einer Be=der Natur. Der Tag iſt nicht mehr, der Schatten ſteigt
lumg des Daſeins bekennt: Die Entſagung zur Erde, die Stunde naht, wo ich zum Fluß gehe, meinen
Mlltt mir nicht die Erlöſung. Ich fühle die Umarmung Krug zu füllen. / Die Luft des Abends zittert von der trau=
reiheit
durch tauſend Bande der Luſt. / Du gießeſt rigen Muſik des Waſſers. Ach! ſie gemahnt mich daran,
ühr wieder auf mich herab ein neues Füllhorn Deines warum ich in der Dämmerung ſchreite. Nichts regt ſich
Marben und Düften glühenden Weins und fülleſt dies auf dem einſamen Pfad der Wind ſteht auf, ein Fröſteln
eGefäß bis zum Rand. Meine Welt wird an Dei= ſchaudert über des Fluſſes Antlitz. ½ Ich weiß nicht, ob
AFlamme ihre hundert verſchiedenen Lampen entzün= ich wieder zurückkehren werde, ich weiß nicht, welcher Zu=
lllindd
ſie ſtellen vor den Altar Deines Tempels. / Nein! fall auf meinem Wege lauert. Dort am Ufer, in dem klei=
rerde
niemals die Tore meiner Sinne verſchließen. nen Boot, ſpielt der Unbekannte auf ſeiner Laute.

1913.
Seite 3.
heiratete der Angekiazte in Lanperihein zum zweiten
Male, ohne von ſeiner erſten Frau geſchieden zu ſein
Er gab zu ſeiner Entſchuldigung an, daß er des Glaubens
geweſen ſei, ſeine Ehe ſei geſchieden, denn er habe ein=
mal
einen Brief von einem Rechtsanwalt in der Ange=
legenheit
erhalten. Die Ehefrau konnte trotz eifrigſter
Nachforſchungen nicht ermittelt werden, auch nicht, ob die
Frau noch lebt, weshalb zur Ladung einer Zeugin über
dieſen Punkt die Verhandlung vertagt werden mußte.
Der 37jährige vorbeſtrafte Fouragehändler Heinrich
Müller von Ober=Ramſtadt war beſchuldigt, einem
Landwirt in Ueberau durch falſche Vorſpiegelungen
Wechſelblankette abgeſchwindelt zu haben und in dieſe
Blankette höhere Beträge eingeſetzt zu haben als verein=
bart
worden war. Es handelt ſich um fünf Wechſel über
eine Summe von insgeſamt 23500 Mark. Jener Land=
wirt
benötigte eine kleinere Summe und hatte ſich mit
dieſer Angelegenheit an den Angeklagten gewendet. Sie
vereinbarten, daß zu dieſer Geldbeſchaffung Wechſel heraus=
gegeben
werden ſollten. Müller verwandte jedoch die
Blankette zu eigenem Bedarf. Durch ſchriftlichen Vertrag
mußte ſich nun Müller verpflichten, alle Wechſel zurück=
zugeben
gegen eine Summe von 750 Mark. Müller behielt
aber zwei Wechſel und brachte ſie auch noch in Verkehr.
Der Sachverſtändige Dr. Schneider hält den Ange=
klagten
auf Grund ſeiner Unterſuchung für gemindert zu=
rechnungsfähig
. Das Gericht verneinte bezüglich des
erſten Betruges, des Hinausgebens der hohen Wechſel,
den ausreichenden Beweis und kam deshalb zur Frei=
ſprechung
; wegen des zweiten Betruges und der ſchweren
Urkundenfälſchung wurde der Angeklagte zu 1 Jahr
6 Monaten Gefängnis, abzüglich 6 Monate Unter=
ſuchungshaft
und wegen der betätigten niedrigen, ge=
meingefährlichen
Geſinnung zu 3 Jahren Ehrverluſt ver=
urteilt
.
Vom Großh. Hoftheater. Das Hoftheater hat drei
neue Werke bekannter Dichter zur alleinigen Urauf=
führung
erworben. Der erſte Uraufführungstermin
fällt bereits in dieſe Woche und zwar wird Karl von
Levetzows neueſtes Schauſpiel Meiſter Gottfried
oder Die Sphinx am Großh. Hoftheater aus der
Taufe gehoben. Levetzow hat ſich mit ſeinem Erſtlings=
werk
Der Bogen des Philoktet bereits einen ſehr geach=
teten
Namen erworben und man darf dem neueſten Opus
des Dichters mit Intereſſe entgegenſehen. In der Urauf=
führung
von Meiſter Gottfried wird die ehemalige
Heroine unſerer Hofbühne. Frl. Tereſina Oſter, die
gegenwärtig am Mannheimer Hoftheater tätig iſt, die
weibliche Hauptrolle der Miranda kreieren. Das nächſte
Werk, deſſen Uraufführung am Darmſtädter Hoftheater
ſtattfindet, wird Hermann Bahrs neueſtes Luſtſpiel
Das Phantom ſein, das am 4. Dezember zum über=
haupt
erſten Male in Szene gehen wird. Hermann Bahrs
neueſte Komödie wurde bereits von den meiſten deutſchen
Bühnen zur Aufführung erworben, doch hat das Hof=
theater
die alleinige Urpremiere. Den Beſchluß des Zyklus
der Uraufführungen bildet am 16. Dezember Ernſt von
Wolzogens neueſtes Drama, der zweite Teil ſeiner
Trilogie Der Weg des Kreuzes welches den Titel
Könia Karl führt. Auf dieſe drei Uraufführungen,
die im Rahmen der Abonnementsvorſtellungen ſtattfinden,
wird von der Hoftheaterleitung ein Extra=Abonnement
aufgelegt werden.
Auszeichnung heſſiſcher Ausſteller in Leipzig.
O
Nach dem von dem Direktorium der Internationalen
Baufachausſtellung in Leipzig 1913 herausgegebenen
Verzeichnis ſind auf Vorſchlag des Preisgerichts folgen=
den
heſſiſchen Ausſtellern Auszeichnungen zuerkannt
worden, und zwar: I. Königlich Sächſiſcher
Staatspreis: Pützer, Architekt, Profeſſor, Darm=
ſtadt
. II. Silberne Staatsmedaille des Groß=
herzogtums
Heſſen für Ausſtellungen:
1. Stadt Darmſtadt. 2. Verlagsanſtalt Alexander Kech,
Darmſtadt. III. Goldene Medaille der Stadt
Leipzig: 1. Großherzogliche Staatsregierung, Darm=
ſtadt
, für die von ihr veranſtaltete Sonderausſtellung
(Bauweſen des Staats, der Gemeinden, Kirchen uſw.,
bauliche Anlage der Villenkolonie Buchſchlag, Bauten
der Bauberatungsſtelle der Landwirtſchaftskammer, der
Landeswohnungsinſpektion und Baugenoſſenſchaften, der
Zentralſtelle für die Gewerbe und des Denkmalarchivs).
2. Meißner, Paul, Architekt und Profeſſor, Darmſtadt.
3. Vetterlein, Profeſſor, Dr.=Ing., Darmſtadt. IV. Gol=
dene
Medaille der Ausſtellung: 1. Großh.
Badedirektion und Tiefbauamt Bad=Nauheim für die
dert ausgeſtellten bade= und tiefbautechniſchen Zeich=
nungen
von Bauausführungen in Bad=Nauheim ein=
ſchließlich
der dortigen Gruppenwaſſerverſorgung. 2 Heyd,
Dr.=Ing.. Darmſtadt. 3. Holzbau=Syſtem Meltzer,
G. m. b. H.. Darmſtadt. 4. Hommel, G. m. b. H.,
Mainz. 5. Margold, Joſeph Emanuel, Architekt, Darm=
ſtadt
. 6. Metzendorf, Profeſſor, Georg, Architekt, Eſſen=
Ruhr. V. Silberne Medaille der Stadt Leipzig:
Feuilleton.
Mascagnis Antireklame‟. Mascagni, der gegen
wärtig in Mailand in der Scala die Proben zur Urauf=
führung
ſeiner neuen Oper Pariſina leitet, iſt ſchwer be=
kümmert
und tief empört. Er leidet darunter, ſich von der
Welt verkannt zu ſehen nicht etwa als Muſiker, denn
hier räumt er bereitwillig dem Publikum das Recht auf
ein eigenes Urteil ein und will dieſes Recht auch verteidi=
gen
, wenn er ſelbſt darunter zu leiden hat; nein: als
Menſch fühlt er ſich verkannt, iſt außer ſich, zu hören, daß
manche Leute behaupten wollen, er verſtehe ſich aus=
gezeichnet
darauf, für ſein Schaffen Reklame zu machen.
Um dieſer irrtümlichen Meinung ein für alle Mal ein Ende
zu machen, will er dafür ſorgen, daß vor der Urauffüh=
rung
von ſeinem Werke nicht geſprochen werde; nach der
erſten Orcheſterprobe gewährte er dem Mitarbeiter des
Corriere della Sera, Arnaldo Fraccaroli, ein Interview,
bei dem er aus ſeinem Herzen keine Mördergrube machte.
Fraccaroli traf den Maeſtro in flammender Erregung.
Außer mir bin ich ſo erklärte Mascagni, über den
Lärm, den die Zeitungen mit Pariſina machen. Min=
deſtens
ein Monat trennt uns noch von der erſten Auffüh=
rung
, aber überall wird geſchrieben, vermutet, erzählt!
Und das Publikum lieſt, ſteigert ſeine Erwartungen, ärgert
ſich und ſagt: Ach, dieſer Mascagni, dieſer Reklameheld!
Und ich muß für meine übereifrigen Freunde die Zeche
bezahlen. Und als der überraſchte Beſucher erſtaunt auf=
blickte
, fuhr der temperamentvolle Tondichter fort: Ja, all
das ſtört mich, beunruhigt mich und ſchädigt mich! Ja=
wohl
, man wagt es, zu behaupten, ich ſei ein Reklameheld
Ja, das bin ich, das will ich ſein, aber erſt, wenn das
Werk gegeben iſt; erſt, wenn es gefallen hat. Nicht vorher
ſondern nachher. Dann kann man von mir reden, ſo viel
man will. Aber jetzt verwirrt und reizt das. Ich glaube.
ich bin ein intelligenter Menſch, wenn ich auch Opern
ſchreibe. Sehen Sie: ein Künſtler muß in Frieden gelaſſen
werden. Das Werk iſt vollendet! Schön, man ſpiele es.

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November
Seite 4.
1. Barth, E. W., ürchtekt, Langen=Frankfurt a. M. burg: und Ainienſchif. König Abert Von des
2. Beil, Louis, Gießen. 3. Erſte Darmſtädter Herdfabrik Thronbeſteigung König Ludwigs III. von Bayern: der
und Eiſengießerei, Gebr. Roeder, Darmſtadt. 4. Götze,1 König in dem Prunkwagen Ludwigs II. auf der Fahrt
Silberne zur Eidesleiſtung. Profeſſor Charles Richet von der
Wilhelm, Bildhauer, Darmſtadt.
Medaille der Ausſtellung: 1. Böhmer, Karl, Pariſer Univerſität erhielt den Nobelpreis für Medizin,
Maſchinenfabrik, Alzey. 2. Deutſche Bakula=Induſtrie, Profeſſor Alfred Werner von der Züricher Univerſität
Ziegler & Eſch, Mainz. 3. Homann, Frl. Suſanne, den für Chemie. Die franzöſiſche Kommiſſion zur Ab=
Darmſtadt. VII. Bronzene Medaille: Throll, ſteckung der Grenzen in den neuen deutſchen Kamerun=
Richard, Maler, Offenbach a. M. VIII. Ehren= gebieten.
urkunde: 1. Scholz, Joſ., Verlagsanſtalt, Mainz.
3 Unfall. Am Freitag mittag gegen 1 Uhr iſt an
2. Weber, A., Mainz.
der Ecke Bismarck= und Lagerhausſtraße ein Schüler
Verzinſung ausgeloſter Stücke der Städtiſchen An= einem Radfahrer in das Fahrrad geſprungen und wurd
leihe. Wie wir vernehmen, hat der Stadtverordnete infolgedeſſen überfahren. Der Schüler erlitt einen linken
Lindt bei der ſtädtiſchen Verwaltung den Antrag ge= Unterſchenkelbruch und iſt durch die Sanitätswache
ſtellt, es möge als Zinsentſchädigung auf verloſte aber mittelſt Krankenautomobils in das Städtiſche Kranken=
nicht
bei Verfall zur Einlöſung präſentierte Stücke der haus verbracht worden,
ſtädtiſchen Anleihen ein Depoſitalzins von 2 Prozent ge=
währt
werden.
Zur Stadtverordnetenwahl.
Süddeutſche Eiſenbahn=Geſellſchaft. Die Ein=
nahmen
betrugen im Monat Oktober 1913: 1. Perſonen=
Fortſchrittliche Wäherverſammlung.
verkehr 720 570 Mk. (gegen 649 198 Mk. im Oktober 1912).
* Man ſchreibt uns: Die Fortſchrittliche Volkspartei
2. Güterverkehr 100846 Mk. (104796 Mk.) 3. Neben=
einnahmen
7176 Mk. (7028 Mk.) 4. Geſamteinnahmen veranſtaltete am Freitag abend eine gut beſuchte öffentlicht
Wählerverſammlung im Kaiſerſaal, um zu den Stadtver=
828 592 Mk. (761022 Mk.)
Rodenſtein=Ausſtellung. Die in dem ſtädtiſchen ordnetenwahlen Stellung zu nehmen. Zunächſt verbreitete
Muſeum (Schloßgraben 9) ſeit 4 Wochen veranſtaltete ſich als Vorſitzender der Verſammlung Herr Prof. Vau=
Rodenſtein=Ausſtellung wird auf mehrfachen Wunſch bisbel über die Verhandlungen mit den anderen Parteien
1. Dezember verlängert. Zugleich ſei bemerkt, daß und gab dann die Liſte der von der Fortſchrittlichen Volks=
Schulen und Vereine auch außer den Oeffnungszeiten partei nominierten Kandidaten bekannt, wobei er die Per=
(Samstags, Mittwochs und Freitags von 111 und ſönlichkeiten der Einzelnen einer Würdigung unterzog.
24 Uhr unentgeltlich) unter erklärender Führung Zu= Aus der Reihe der ausſcheidenden Stadtverordneten wer=
tritt
haben können, aber nicht mehr als höchſtens 20 Per= den präſentiert die Herren: 1. Henrich (Fortſchr.), 2. Säng
ſonen auf einmal, am beſten Dienstags, Donnerstags Fortſchr.), 3. Möſer (Fortſchr.), 4. Leyerzapf (Fortſchr.),
5. Linck (parteilos), 6. Dr. Nöllner (natl.), 7. Dr. Fulda
und Samstags von 34 Uhr.
(Soz.). Dazu kommen als Neue die Herren: 8. Otto Wolff,
* Der Ernſt Ludwig=Verein, Heſſiſcher Zentralverein
für Errichtung billiger Wohnungen, hält ſeine Haupr=Kaufmann, 9. Miniſterialreviſor Engmann, 10. techniſcher
Reviſor Hammann, 11. Lehrer Jakob Jung, 12. Bäcker=
Verſammlung am Freitag, den 28. November 1913, meiſter Finger, 13. Schloſſer Schönberger (dieſe letzteren
vormittags 11 Uhr, im Gartenſaale des Saalbaues zu
Darmſtadt ab mit folgender Tagesordnung: 1. Eröff=ſechs als neue Kandidaten der Forſchrittl. Volkspartei).
Dazu 14. Obertelegraphenſekretär Herbert (Zentr.) 15.
nung der Verſammlung und Begrüßung der Erſchienenen. Arbeiterſekretär Sparr (Soz.), 16. Geſchäftsführer Hütſch
2. Geſchäftsbericht für das Jahr 1912. 3. Kaſſenbericht.
(Soz.), 17. Geſchäftsführer Delp (Soz.). Sodann er=
4. Wahl von Vorſtandsmitgliedern. 5. Die Beſchaffung
hielt Herr Stadtv. Henrich das Wort, der zunächſt auf
2. Hypotheken. Referent: Bürgermeiſter De. Wevers=
die
Verhandlungen mit der Nationalliberalen Partei ein=
Worms. 6. Wie können die in den Städten und geſchloſſe=
nen
Ortsteilen vorhandenen Gärten erhalten, die Be= ging und dabei ausführte, von nationalliberaler Seite
ſtrebungen zur Gründung von Gartenſtadt=Anlagen am werde, um ihre Wahlabſichten zu verdecken, mit der Be=
wirkſamſten
gefördert werden? Referent: Landtagsabge= hauptung operiert, die Fortſchrittliche Volkspartei habe
bei der Kandidatenaufſtellung die Sozialdemokraten be=
ordneter
Juſtizrat v. Brentano=Offenbach am Main.
günſtigt; ſie wolle den Wahlkampf auf das politiſche Ge=
Der Allgemeine deutſche Frauenverein (Ortsgruppe biet hinüberſpielen, da ſie für die nächſten Landtagswah=
Darmſtadt) veranſtaltet im Laufe des Winters einen Zyklus
len bereits ein Geheimabkommen mit den Sozialdemokra=
von
ſechs Vorträgen über Die Stellung der ten getroffen habe. An allen dieſen Behauptungen ſei keine
Frau im Wandel der Zeiten Zur Teilnahme
Silbe wahr. Die Fortſchrittliche Volkspartei habe es im
daran ſind nicht nur die Vereinsmitglieder eingeladen, Gegenteil verhindern wollen, daß der Wahlkampf zu einem
ſondern alle, die ein Intereſſe an dem Thema nehmen. Da politiſchen Parteikampf werde. Deshalb habe ſie eine Ver=
es
gelungen iſt, eine Reihe von Männern und Frauen als ſtändigung mit allen Parteien geſucht, die ſelbſtändig in
Vortragende zu gewinnen, deren Namen allein ſchon die die Wahl eintreten. Sie habe der Nationalliberalen
Gewähr dafür bietet, daß ſie etwas Beſonderes zu ihren Partei genau das gleiche Angebot gemacht, wie den So=
Themen zu ſagen haben, wird die Beteiligung ſicherlich zialdemokraten, nämlich, den gegenſeitigen Austauſch von
eine ſehr rege ſein. Der erſte Vortrag, den Herr Dr. je vier Kandidaten. Es ſei dies geſchehen einmal aus
Heinemann=Frankfurt über: Die Frau im Alten Teſta= grundſätzlicher Anſchauung der Fortſchrifttlichen Volkspar=
ment
zu halten gedenkt findet am Donnerstag, den 20. tei heraus, daß alle Parteien das Recht haben, auf dem
November, abends 8 Uhr, im Mozartſaale (Schulſtraße) Rathaus vertreten zu ſein (eine Auffaſſung, die auch die
ſtatt. Die weiteren Vorträge werden ſein: Die Frau im Nationalliberalen dadurch betätigt hätten, daß ſie früher
Neuen Teſtament
(.
Die Frau im Altertum
ſelbſt zweimal einen Sozialdemokraten wählten), und wei=
(Frau Marianne Weber=Heidelberg); Die Frau im Mit= ter insbeſondere auch gerade deshalb, um dem Aufmarſch
telalter (. .
..); Die Frauen der Romantik (Herr Pro= der Parteien für die Landtagswahl nicht vorzugreifen.
feſſor Dr. Kißner); Probleme des modernen Frauen= Gerade, weil heute niemand ſagen könne, wie die Konſtel=
lebens
(Frl. Dr. Maria Bernays=Heidelberg). Die Vor=lation bei den Landtagswahlen ſein wird, ſollte alles ver=
träge
finden im Mozactſaale (Schulſtraße) ſtatt; das ge= mieden werden, was etwa als ein Auftakt für die Land=
naue
Datum jedes einzelnen wird ſ. Zt. bekannt gegeben. tagswahlen ausgelegt werden könnte. Die Fortſchrittliche
(Näheres ſiehe die Anzeige.)
Volkspartei wünſchte keine Bindung, weder nach rechts,
§ Naturalverpflegungsſtation. Während des noch nach links. Beſtände das fälſchlicherweiſe behauptete
Monats Oktober wurde die Hilfe der hieſigen Natural= Geheimbündnis, dann hätte nichts näher gelegen, als eine
verpflegungsſtation von 253 mittelloſen Durchreiſenden gemeinſame Liſte mit den Sozialdemokraten auch für die
in Anſpruch genommen. Im vorhergehenden Monat Stadtverordnetenwahlen aufzuſtellen, wobei die Fort=
September ſind 204 (oder weniger 49) Perſonen unter= ſchrittliche Volkspartei unſtreitig beſſer weggekommen wäre
ſtützt worden.
und beſſere Deckung für ihre Kandidaten gehabt hätte, als
* Konzerte. Man ſchreibt uns: Rummelbräu. das jetzt der Fall ſei. Trotzdem das Abkommen mit den
Heute, Sonntag nachmittag, iſt das übliche Kaffee= Nationalliberalen geſcheitert ſei, betrete die Partei dieſen
Konzert, welches von einer kleinen künſtleriſchen Be= Weg nicht. Dagegen hätten die Nationalliberalen un=
ſetzung
ausgeführt wird. Der Eintritt hierzu iſt frei. zweideutig bewieſen, daß ſie eine Verſtändigung mit den
Abends 8 Uhr konzertiert alsdann die Kapelle des Leib= Freiſinnigen nicht ernſtlich wollten, und daß gerade ſie es
garde=Regiments unter Direktion des Herrn H. Hauske, ſeien, die die Gelegenheit benützen wollen, den Wahlkampf
und iſt ein vorzügliches zum Teil recht modern gehaltenes auf das politiſche Gebiet hinüberzuſpielen. Zwar gingen
Programm in Ausſicht genommen. (Siehe auch Anzeige.) ſie anſcheinend auf das Angebot: 4 gegen 4, ein; die Ver=
Bilder vom Tage. In der Auslage unſerer Expe=ſtändigung hing ſcheinbar nur an der Perſonenfrage. Aber
dition (Rheinſtraße 23) ſind von heute ab folgende Bilder als die Fortſchrittliche Volkspartei auch den letzten Ein=
neu
ausgeſtellt: Zur atlantiſchen Reiſe deutſcher Kriegs= wand beſeitigte, und am Mittwoch abend auf die Forde=
ſchiffe
: Linienſchiff Kaiſer Turbinenkreuzer Straß= rung einging, die die Nationalliberalen noch am Tage
Es gefällt? Hoch! Es gefällt nicht? Adieu! Aber es muß Parlamentarier der Bundeshauptſtadt; und die ſind zahl=
wenigſtens
in Ruhe zur Welt kommen können. Man ſagt, reich, ach, nur allzu zahlreich. Mit ſchwerem Herzen ſah
daß über Pariſina das ſtrengſte Schweigen geübt wird: Frau Wilſon die Liſte der Gäſte zur ſtillen Hochzeit an=
und ſeit zwei Jahren ſchreibt man nur davon. Ich danke wachſen, 500, 550, 600, da aber raffte ſie ſich auf und er=
für
ſolche Zurückhaltung! Aber als der Journaliſt nun klärte kategoriſch: jetzt aber Schluß! Nun iſt dieſe Liſte
reſigniert auf das geplante Interview verzichten wollte, der 600 feſtgeſtellt und veröffentlicht; aber die Hoffnung,
hielt ihn Mascagni zurück. Ach, das Interview können daß jetzt Ruhe herrſchen werde, war ein Trugbild der
wir trotzdem machen; ein Interview gegen die Reklame. Phantaſie. Eine wahre geſellſchaftliche Revolution iſt nun
Hier begeht man eine Indiskretion, dort eine andere, wo in Waſhington ausgebrochen. Alle die ehrgeizigen Geſell=
ich
hinblicke: Spalten, ganze Spalten. Da wird dieſe Ein= ſchaftsdamen, die ihren Namen in der Liſte der 600 ver=
zelheit
erzählt, da jene; hier eine Vermutung, dort eine miſſen, ſind in hellem Aufruhr, ſind empört und haben ſich
Anekdote! Und ſo geht es nun ſchon Monate lang. Und gegenſeitig zugeſchworen, koſte es, was es wolle, eine Ein=
nachdem
Mascagni ſo ſeine Abneigung gegen jede Reklame ladung zu erzwingen. Die Senatoren und Parlamentarier
verkündet und ſich aufs leidenſchaftlichſte gegen die Unſitte ſind belagert: und Tag um Tag ergießt ſich auf die un=
gewandt
hat, vor der Uraufführung von einem neuen glückliche Brautmutter eine wahre Sintflut von Briefen
Werke zu ſprechen und Einzelheiten zu verraten oder anzu= die alle in dem einen Wunſch gipfeln: wir wollen dabei
deuten, glitt er auf das Hauptthema der Unterredung über ſein, wir müſſen dabei ſein bei der ſtillen Hocheit. .
und begann zu erzählen, anzudeuten und zu verraten, ſo
* Die Löwenbraut. Die Sängerin Emmy Deſtinn
daß dem Beſucher das Waſſer im Munde zuſammenlief
und aus dem Interview gegen die Reklame ein langes erhält, wie der Konf. mitteilt, von der Deutſchen Bioſkop=
Geſellſchaft für ihre Mitwirkung in dem Film Die
und ausführliches Interview über Pariſina wurde.
CK Der Kampf um die ſtille Hochzeit‟ Die meri=Löwenbraut 50000 Mark. Die Sängerin hatte ver=
traglich
nur eine einzige Szene zu ſpielen, aber im
kaniſche Wetterwolke, die noch immer rätſelſchwer und Löwenkäfig, wo ſie 14 Löwen die Mignon=Arie vorſang.
drohend über dem Weißen Hauſe in Waſhington liegt,
vermag die eifrigen Vorbereitungen zur Hochzeit der Prä=Ferner mußte die Geſellſchaft Fräulein Deſtinn auf Leben
und Unfall mit einer halben Million verſichern, was wei=
ſidententochter
Jeſſie Woodrow Wilſon mit dem jungen tere 20000 Mark koſtete. Da in demſelben Film En=
Mr. Francis Sayre, der ſeinem künftigen Schwiegervater rico Caruſo zuſammen mit Emmy Deſtinn auftritt, ſo
ſo ſeltſam ähnlich ſieht, nicht zu verzögern. Frau Wilſon
kann man ſich einen Begriff von der Koſtſpieligkeit dieſes
durchlebt Stunden, in denen Freude und Sorgen ſich
Films machen.
miſchen; ihr Traum war die ſtille Hochzeit eine Feier im
engſten Familienkreiſe; aber ſie hat längſt einſehen müſſen,
* 48 Stunden zwiſchen Himmel und Erde. Volle 48
daß die Wilſons ſich einen ſolchen Lurus nicht mehr! Stunden hat ein Student namens Makotitſch, der am
leiſten können, ſeitdem ihr Mann als Präſident im Weißen Montag einen Ausflug auf den Grimſelwaldgletſcher
Hauſe waltet. Eine Konzeſſion mußte der anderen folgen, unternahm, zwiſchen Himmel und Erde geſchwebt. Er
und aus dem Traume einer intimen ſchlichten Feier hat ſtürzte in die Lutſchineſchlucht, blieb aber etwa zehn Me=
Frau Wilſon mit bekümmertem Herzen eine ſtille Hoch= ter tiefer mit ſeiner Kleidung an einem Felsvorſprung
zeit werden ſehen, an der Hunderte von Gäſten teilnehmen hängen. Die Hilferufe des Aermſten verhallten ungehört
müſſen. Alle Ankündigungen, alle Bitten um Rückſicht, und erſt am Mittwoch wurde er von mehreren Touriſten
alle Drohungen und alle Verſprechungen ſind vergeblich bemerkt und nach verzweifelten Anſtrengungen aus ſei=
geweſen
; der Moloch Geſellſchaft fordert ſein Opfer, und ner ſchrecklichen Lage befreit. Makotitſch, der mehrere
im Hauſe des Präſidenten der Vereinigten Staaten trium= Verletzungen davongetragen hatte, war ſo erſchöpft, daß
phiert nicht der Wille des Hausherrn, ſondern der Wunſch er nicht mehr ſprechen konnte und in das Krankenhaus
des Volkes. Das Volk vertreten hier die Beamten und gebracht werden mußte.

Nummer 27
1913.
Zummer
vorher geſtelt haten, da kehnte es dieſe ab, mit der
ſe Zuh.
gründung, es ſei zu ſpät. Acht Tage vor der Wahl
es zu ſpät ſein, ſich zu verſtändigen! Vor drei Jahren
die Verſtändigung noch drei Tage vor der Wahl eing aſt’ zamme
ten, bei der die Fortſchrittler Herrn Dr. Oſann ins Saiſ
parlament wählten. Das beweiſe aufs klarſte, daß=
Nationalliberalen diesmal keine Verſtändigung auf
angebotenen Baſis der gleichmäßigen Behandlung wol
fiiese
und nun ſeien ſie es, die den Kampf auf das politiſche
biet hinüberſchieben wollten. Sie ſuchten, die Wählerſ=hn ſelche
wiacin, ſ. 3
durch falſche Behauptungen irre zu führen.
II.4.
Der Redner ging dann des weiteren in intereſſat
Weiſe auf eine Reihe von kommunalpolitiſchen Fragemcshrep., zu
und ſchloß mit der Bemerkung, daß er nicht aus peräſſt=m? P.
lichem Ehrgeiz, ſondern lediglich aus ſeiner Pflicht
luhnf. 2d
Bürger ſeine Arbeitskraft zur Verfügung ſtelle, wenm zagen, 3.
weiter verlangt werde. Weiter ergriffen das Worl
Kratz, I.
Kandidaten Engemann, Hammann. Finger, Wolfe=

Jung, von welchen beſonders der letztere in großzüg
Weiſe die Aufgabe des Liberalismus zur Befreiung dinz ?.
1., ſchwar
perſönlichen Kräfte in Beziehung zur ſtädtiſchenSſlnſter, 8.
politik zur Sprache brachte.
Zur Diskuſſion meldete ſich Herr Dr. Vidal, der t Schemer,
haft für den Bedürfnisnachweis bei der Konzeſſionienis=I, 2.
von Gaſtwirtſchaften eintrat. Ihm antwortete HerrSasoimer A. B
Heuterl
rich, der den Beſtrebungen des Redners auf Bekämpfbl Gg.
des Alkoholmißbrauches ſeine volle Sympathie ausſpalkg Erbes III
aber bezweifelte, ob dieſe Beſtrebungen durch den Bedi
ed Ehrenr=
nisnachweis
weſentlich gefördert würden. Das lägem
jr., 1. un
auf anderen Gebieten, namentlich auf dem erzieheriſsllſtſr. 2 u
Trotzdem habe er ſich entſchloſſen, für die Verlängen
m3.
des Statuts auf Prüfung des Bedürfnisnachweiſes
zutreten, um dadurch zu verhindern, daß Wirtedeh
Uebernahme unrentabler Wirtſchaften ſich ruinierten,
ſich niemand mehr zum Wort meldete, ſchloß der
ſitzende nach einigen Schlußbemerkungen über dasall
hältnis der Partei zu Hausbeſitzern und Mietern und M Bernth
Worten des Dankes an die Kandidaten um 12 Ubr die ſppert,
lich verlaufene Verſammlung.
Jamme
Lüter, Arhe
Mſr., 3. P
2. Puten
Darmſtädter Wochenmarkt.
Per A. Bonte,
Marktpreiſe am 15. November.
63. P
1,35 M. Gelberüben, ½ kg
Butter ½ kg .
3. Faſan
Schwarzwurz, ½ kg 300 Ganf
in Partien, ½ kg 1,20 M
Eier, Stück
710 Pf. Oberirdiſche Kohlrabigleien 1913.
Schmierkäſe, ½ Lit. 20-22 Pf.
Stück
Diere älter
Handkäſe, Stück . 410 Pf. Unterird. Kohlr., St. 23 4mm Verein u
Kartoffeln, Ztr. 2,00-2,2
5 M. Weißerüben, Stück 223 Mkplädt. 3. P.
Kumpf (10 Liter) 3540 Pf
34 Pf. Geflügel, Wildbreſt, K. J.
kg
Gänſe, ½ kg . 850gſhd. Ente
Mäuschen, ½ kg 910 Pf. Enten, Stück 3,00G00ghälbuingen 1
Obſt u. dergl.:
Hahnen, Stück 1, 50 2,50 zwei 3. P.
Schwämme, ½ kg 3550 Pf. Hühner, Stück 2,503)0nen,
Aepfel, ½ kg 1225 Pf. Tauben, Stück 600₰hmät, Will
Nüſſe, 100 Stück 0,801 M. Haſen, Stück 2,50400dMage, ſot
½ kg
6570 Pf. Lapins, Stück 0,90100 Meerten
Arenp. und
Zitronen, Stück 78 Pf.
Apfelſinen, Stück 810 Pf
Fiſche: Mlchetr 31
kg .
Birnen, ½ kg . 1220 Pf. Hecht,
Trauben, ½ kg 4050 Pf. Aal, ½ kg 0,90mm
ß. Ta
Karpfen, ½ kg lbrin
Kaſtanien, ½ kg 1820 Pf.
Andere Rheinfiſche,
3500 Mfkt 12.
Salat, Gemüſe uſw.:
1
kg.
Kopfſalat, Stück . 510 Pf. Rotzungen, ½ kghnshMilt.
Mirvan
Endivien, Stück 56 Pf. Schollen, ½ kg 30=e
Feldſalat, Körbchen 10 Pf. Kabeljau, ½ kg
Radieschen, Bündel 3 Pf. Schellfiſche, ½ kg0
Rettiche, Stück . 310 Pf. Port.=Schellfiſche
Bündel .
5 P
Meerrettich, Stück 2030 Pf. In den Fleiſchſtän
8
Roterüben, Bündel . 5 P
Rindfleiſch, ½ kg .
762
Adunk
56 P
.Hackfleiſch, ½ kg
kg.
6 2
kg . 5
7 Pf. Rindsfett, 1
Zwiebeln, ½ kg
Tomaten, ½ kg 1520 Pf. Ziegenfleiſch, ½ kg
Spinat, ½ kg . . 15 Pf. Rindswürſtchen, Stückl
½ Kg90 P
Weißkraut, Stück 510 Pf. Schweinefleiſch,
Zentner 1,301,40 M. Geſalzenes und Kotelensalt ucht
Rotkraut, Stück 830 Pf.
½ kg ..
Blumenkohl, Stück 1030 Pf. Schwartemagen u. Sleſch
Aiſe)
Wirſing, Stück 310 Pf.
wurſt, ½ kg
8. Vertih.
Grünkohl, Stück 45 Pf. Leber= und Blutwul=
½ kg . . .h
Roſenkohl, ½ kg 2530 Pf.
öhfer (Bri=
1, loha
ſchper,
15. Geflügelausſtellung des Vereins für Ge
weih
und Vogelzucht Ornis‟.
g. In den Räumen der Stadt Pfungſtadtiheite .
4ſpeil.
geſtern die 15. Geflügelausſtellung des
für Geflügel= und Vogelzucht Ornis eröffnet
Mlagt
Ausſtellung iſt auch diesmal wieder außerordentſichehe
beſchickt und bietet in ihrer überſichtlichen Andrdnn
und der peinlichen Sauberkeit, die in den Ausſtellunggl
räumen herrſcht, ein überaus erfreuliches Bild Darg=ſtn
in
ſtädter und heſſiſcher Züchtertätigkeit. Im Hauptſgal ſiſt
beſonders die verſchiedenen Arten der Hühnerraſſen untt=
gebracht
. Hier ſind die ſchön gezeichneten Plymouth=Rog=
und die reinfarbigen Italiener zu bewundern, das wie=
zige
Zwerghuhn und der Phönixhahn mit ſeinem zuh=
Meter langen Schweif. Einen eigenartigen Anblick bieten
die Siebenbürger Nackthälſe, desgleichen die prächtign
Holländer Weißhauben. In dem zweiten, länglich
Saal ſind die maſſigen Gänſe und Enten untergebraat
wahre Prachteremplare. Auch die Taubenabteilung
dritten Saal enthält eine reichhaltige Auswahl der ve=
ſchiedenſten
Raſſen, wie Zier=, Nutz= und Brieftauber
Eine reichhaltige Tombola gibt Gelegenheit, für geringe
Preis Enten, Hühner oder Tauben zu gewinnen. T
Preisverteilung ergab folgendes:
1. Hühner. Junggeflügel: Plymouth=Roles
geſtr., Hrch. Schmitt, Plattenhof bei Erfelden, 1. und
Ehrenpreis, 2. und zwei 3. Preiſe; geſtr., J. D. Merttis
drei 3. P., zwei lobende Anerkennungen. Orpingtil
gelb, L. Erbes III., 1. P. und Ehrenp.; gelb, L. Heritig
3. P. und l. A.; gelb, L. Körber, 3. P.; ſchwarz, K.
Wyandottes, ſchwarr=
Berntheiſel jr., 2. P. und I. A.
Frdch. Wührer, Arheilgen 1. und Ehrenp. und 3. P.
Rhodeländer, W. Nungeſſer, 1. und Ehrenp.; K. Krogg
I. A. und 3. P. Minorka, ſchwarz, Wendel Heß, 1. und
Ehrenp., zwei 3. P. und drei I. A.; ſchwarz, roſenk., Frdie
Hörr, zwei I. A. Italiener, rebhuhnfarb., G. Gro=
mann
, Eberſtadt, 1 Ehrenp. und 2. P.; rebhuhnfarb., As
Trg
ter Müller, Architekt, I. A.; rebhuhnfarb., Gg. Geiger I
3. P. u. zwei I. A.; rebhuhnfarb., L. Erbes III., 3. P. ut
I. A.; rebhuhnfarb., A. Lehmann, vier 3. P.; gelb, Frat
E. Müller, 3. P. und I. A.; Ankona, Frau Rentner L
Bonte, zwei 2. P. Sundheimer, Frau A. Bonte, 1. un
3. P. Hamburger, ſilberlack, W. Geyer XII., zwei 1. 2
ein Ehrenp., 2. P., zwei 3. P. und I. A.; ſilberlack, Ek,
Vollhardt, zwei 3. P. und vier l. A. Lackenfelder,
Heuterkes, zwei I. A. Houdans, L. Erbes III., zwrr
1. P., Ehrenp. und 3. P. Holländer, weißhaub., G
Geiger IV., 2. P., drei 3. P. und drei I. A. Sumatnt=

[ ][  ][ ]

Kunmer 2.
(c
or der V.
bnd .
Lahl in,

ie

Jummer 277.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November 1913.
Seite 5
Z. Berntheiſel fr, drei 3. P. und 1. A. Bankam, ſder hieſigen Gemeinde zu dem Zweckver=brich erlit, an deren Folgen er, l. Neuer Ladſcher Lan=
ſarz
, Wilh. Geyer Xll., 2. und 3. P.
bande für den Bau billiger Eigenhäuſer desztg. nach einigen Stunden verſtarb.
Sammelklaſſen: Plymouth=Rocks, H. Schmitt, mit Stimmengleichheit abgelehnt, trotzdem die Herren
München, 15. Nov. Herzog Ernſt Auguſt von
httenhof bei Erfelden, 2. P. Orpington, weiß Peter Regierungsrat Dr. Piſtor und Landeswohungsinſpeltor Braunſchweig hat mit Handſchreiben vom 30. Auguſt
füller, Architekt, 3. P. Italiener, rebhuhnf., H. Schmitt, Gretzſchel von Darmſtadt wegen der großen Vorteile, aus Anlaß ſeines Ausſcheidens aus dem aktiven Verbande
Mattenhof bei Erfelden, 1. P., gelb, 2. P. Indiſche welche dieſe Baugenoſſenſchaft den Arbeitern bietet, drin= des 1. ſchweren Reiter=Regiments dieſem zum Zeichen der
ſrapfer, K. J. Berntheiſel jr., 3. P.
gend zur Annahme dieſes Punktes der Tagesordnung ge= Dankbarkeit und treuen Kameradſchaft den Betrag von
Altgeflügel (Tiere älterer Jahrgänge, ſolche ohneraten hatten. Dieſe Abſtimmung wird hier im allgemei=10000 Mark zur Errichtung einer Stiftung
ſ ſolche mit vom Verein nicht gelieferten Klubringen): nen als nicht im Intereſſe der Entwicklung unſeres Ge= mit der Beſtimmung gewidmet, daß die Zinſen aus dem
ſchin, K. J. Berntheiſel jr., 1. und Ehrenp., zwei 3. P. meinweſens angeſehen. Die Wünſche der Stadt wegen Kapital zur Hälfte zugunſten des Offizierskorps, zur an=
d
I. A.
Brahma, K. J. Berntheiſel jr., 1. P. und günſtiger er Verkehrsbedingungen auf der deren Hälfte zum Beſten der Unteroffiziere des Regiments
Benp., zwei 2. und 3. P. Langſhan, ſchwarz, A. Leh=Strecke der Nebenbahn Pfungſtadt-Eber=verwendet werden.
nn, 2. P. Plymouth=Rocks, E. Rollhäuſer, zwei l. A.ſtadt bzw. Darmſtadt hat die Eiſenbahndirektion Mainz
Weimar, 15. Nov. (Geneſung der Großher=
Orpington, gelb, Ldg. Körber, 3. P. Wyandottes, aus den gleichen Gründen, wie das früher ſchon wieder=zogin.) Die Frau Großherzogin iſt von ihrer
Pluhnf., Ldg. Körber, 2. P.; ſchwarz, Frdch. Wührer, holt geſchah, abgelehnt.
nervöſen Depreſſion, wegen welcher ſie ſich ſeit einiger Zeit
Pheilgen, 3. P. Rhodeländer, K. Waldſchmidt, I. A.;
Viernheim, 15. Nov. (Zuſammenſtoß.) Zwiſchen in einem Konſtanzer Sanatorium aufhielt, völlig wie=
Kratz, I. A. Malayen, K. J. Berntheiſel jr., 2. und Käfertal und Freudenheim ſtießen ein Militärauto, derhergeſtellt. Sie wird ſich in den nächſten Tagen
B.
Indiſche Kämpfer, Gg. Schleidt, 1. und Ehrenp. in dem zwei Koblenzer Offiziere und ein Soldat ſaßen, und in Begleitung des Großherzogs auf einige Zeit nach der
d 3. P. Minorka, ſchwarz (1913er), Balth. Roß, vier ein Bierwagen heftig zuſammen, ſo daß beide Riviera begeben, wird aber noch vor Weihnachten wieder
.; ſchwarz (1913er) Wendel Heß, 3. P. und l. A.
Fahrzeuge ſchwer beſchädigt wurden. Der Beſitzer des in Weimar eintreffen.
Paluſier, K. Waldſchmidt, 2. P. Italiener, ſilberhalſ., Vierwagens und ein Taglöhner wurden vom Bock ge=
Dresden, 14. Nov. (Eine Kindesmörderin
Schömer, 1. und Ehrenp. und 2. P.; ſchwarz, Gg. ſchleudert und erlitten ſchwere Verletzungen. Die Inſaſ=freigeſprochen.) Vor dem hieſigen Schwurgericht
Hhuelz, 2. P., drei 3. P. und l. A. Sundheimer, Frau ſen des Autos kamen mit dem Schrecken davon.
hatte ſich heute die Kaufmannsfrau Anna Echtermeyer
Antner A. Bonte, 1. und 3. P. Nackthälſe, ſchwarz,
Mainz, 15. Nov. (Ein ſchwerer Unfall) trug wegen Totſchlags an ihren beiden Kindern zu ver=
Unt Heuterkes 1. und Ehrenp. und 2. P.
Silber=
Piel, Gg. Schulz, 1. und 2. P. und l. A. Houdans, ſich geſtern nachmittag an der alten Eiſenbahnbrücke auf antworten. Sie hatte in der Erregung über eheliche
Erbes IIII., I. A. Holländer, K. J. Berntheiſel jr., der Guſtavsburger Seite zu. Während der Anſtreicher= Zwiſtigkeiten die Gashähne geöffnet, um ſich und ihre
ſund Ehrenp., zwei I. A. Paduaner, K. J. Bernt= arbeiten ſtürzte der 51jährige Anſtreicher Paul Kuhnert Kinder aus der Welt zu ſchaffen. Sie ſelbſt konnte wieder
Il jr., 1. und Ehrenp., I. A. Sumatra, K. J. Bernt=aus Frankfurt ab und fiel mehrere Meter tief hinab auf ins Leben zurückgerufen werden. Die Geſchworenen ver=
Jokohama, K. J. Berntheiſel das Glacis. K. erlitt innere Verletzungen und neinten die Schuldfrage, und die Frau wurde frei=
ſfel
jr., 2. und 3. P.
Phönix, K. J. Berntheiſel jr 2. und mehrere Rippenbrüche. Er wurde nach Station Guſtavs=geſprochen.
2. und 3. P.
Swinemünde 15. Nov (Einbrecher.) Der Beſitzer
Zwerg=Cochin, K. J. Berntheiſel jr., 2. P zwei burg und von dort mit dem nächſten Zug nach dem Süd=
4
Zwerg=Brahma, K. J. Berntheiſel jr., bahnhof befördert. Von dort brachte die Sanitätswache des Elitekinos, W. Seyffarth nebſt Frau, Schwager
M., zwei I. N.
Eigenar=und Operateur Tagge wurden verhaftet. Die beiden
Zwerg=Wyandottes, K. J. Berntheiſel jr., zwei den Verunglückten ins Rochushoſpital.
; rebhuhnf., A. Geppert, I. A. Zwerg=Kämpfertiges Verſteck.) In dem Kanalrohr einer Koſt= zuletzt genannten ſollen ſeit Wochen bei einem gleichfalls
l.). K. J. Berntheiſel jr., 2. und 3. P. Millefleur, heimer Fabrik wurde geſtern abend ein 12jähriger Schüler ein Kino betreibenden Juwelier mittels Einbruch Gold=
K. Berntheiſel jr., 3. P. und l. A. Bantam, ſchwarz, ſchlafend angetroffen, der ſeiner Mutter in Han= ſachen, Uhren und Edelſteine im Werte von vielen Tauſend
nover entlaufen war.
Mark entwendet haben. Bei einer Hausſuchung in der
Geppert, 3. P., zwei I. A.
Nierſtein, 15. Nov. (Schwerer Unglücksfall.) Wohnung Seyffarths wurde ein großer Teil der Beute
Sammelklaſſen: Wyandottes, ſchwarz, Frdch.
Uhrer, Arheilgen, 2. P. Zwerg=Cochin, K. J. Bernt= Der Wingertsmann Jakob Geffert II. war geſtern mit vorgefunden.
Wien, 15. Nov. (Von der Prinzeſſin Luiſe.)
dem Sprengen von Kies in der Rehbacher Steig beſchäf=
ſſel
jr., 3. P.
2. Puton (Truthühner): (1913er Zucht), Frau Rent=tigt. Als ein Schuß verſagte, wollte Geffert nach der Ur= Vor kurzem haben mehrere Gläubiger der Prinzeſſin
A. Bonte, 1. P.; K. J. Berntheiſel jr., 1., 2. P., ſache ſehen. In demſelben Augenblick explodierte Luiſe von Belgien beim Konkurs=Senat des Wiener Land=
ſe
3. P.
das Geſchoß, riß dem Geffert die Kleider vom Leibe gerichts den Antrag eingebracht, über das Vermögen der
3. Faſanen: K. J. Berntheiſel jr., 1. P.
und zerfetzte ihm den ganzen Körker auf die entſetzlichſte Prinzeſſin den Konkurs zu eröffnen. Die Entſcheidung
über dieſen Antrag iſt geſtern erfolgt. Das Gericht führt
1. Gänſe: a) Tiere mit vom Verein gelieferten Klub= Weiſe. Der Zuſtand des Mannes iſt lebensgefährlich.
igen 1913 Emdener, Gg. Schleidt, 2. P. und 1. A.
Nieder=Ingelheim, 15. Nov. Die hieſige Win= aus, daß die Prinzeſſin über kein nachweisbares Ver=
kiere
älterer Jahrgänge, ſolche ohne und ſolche mitzergenoſſenſchaft zahlte an Mitglieder für die dies= mögen verfügt und daß daher die Eröffnung des Kon=
M Verein nicht gelieferten Klubringen: Emdener, Gg. jährige Kreszenz die Summe von 85000 Mark aus. Für kurſes unterbleiben müſſe.
Mailand, 15. Nov. (Ein fehlgeſchlagener
Bleidt, 3. P.: Emdener, Wilh. Geyer XII., 2. P.; Tou= Portugieſer wurden bezahlt 16 Mk., für weiße Trauben
kſer, K. J. Berntheiſel jr., 1. und Ehrenp., 2. P.
17 Mk., für Frühburgunder 25 Mk. und für Spätrot 28 Mk.kommnniſtiſcher Verſuch.) Geſtern iſt nach zwölf=
ſb
. Enten: a) Tiere mit vom Verein gelieferten für den Zentner Die endgültige Gründung eines jährigem Beſtehen die auf kommuniſtiſcher Grundlage er=
ringen
1913: Rouen, M. Vormet, Ehrenp., zwei 1., Zweigvereins des Heſſ. Fechtvereins Wai=richtete Bauerngenoſſenſchaft zu Ende gegangen,
zvei 3. P. und l. A.; Rouen, G. Geiger IV., 3. P.;ſenſchutz wurde dieſer Tage in Gegenwart eines Herrn die der Herzog Litta im Jahre 1901 auf ſeinen Beſitzungen
Aſen, K. J. Berntheiſel jr., 3. P. und I. A.; Laufente, vom Hauptvorſtand aus Mainz vollzogen. Erſter Vor= zu Caſale unweit von Vareſe gegründet hatte. Der Herzog
M. Wilh. Geyer XIl., 3. P. b) Tiere älterer Jahr= ſitzender iſt Herr Dr. Lambert, ſein Stellvertreter Herr verpachtete damals ſeinen Beſitz von 55000 Quadratmeter
ſige, ſolche ohne und ſolche mit vom Verein nicht ge= Lehrer Müller Schwer verletzt durch einen Huf=mit 400 Räumen einer neugebildeten Genoſſenſchaft gegen
Merten Klubringen: Peking, K. J. Berntheiſel jr., 1. und ſchlag auf die Bruſt wurde der junge Ackerer Schneider den ganz geringen Zins von 22000 Lire im Jahre. Er
np. und 2. P.: Rouen, Gg. Geiger IV., I. A.; Rouen, beim Einſpannen des Pferdes in den Wagen.
verzichtete darauf, einen Bevollmächtigten zur Wahrung
J. Berntheiſel jr., zwei 3. P.; Cayuga, Wilh.
(*) Lauterbach, 14. Nov. (Zur Warnung.) Eine ſeiner Rechte zu ernennen, und ließ den Bauern volle Frei=
Hr XII., 3. P. und I. A.
ſvarſame Herrſchaft löſte dem Dienſtmädchen anſtatt der heit. Nur war es verboten, das Unterholz zu ſchneiden,
g. Tauben: a) Tiere mit vom Verein gelieferten Bahnſteigkarte für 10 Pfg, eine Fahrkarte nach Angers= ſowie das trockene Laub und den Miſt fortzufahren. Gegen
fringen 1913: Römer, fahl, M. Schäfer, 1. und Ehren= bach für 5 Pfg., denn damit waren 5 Pfg. geſpart. Die dieſe Beſtimmungen aber fehlten die Bauern häufig und es
ſit, 3. P. und zwei I A., blau, 2. P. Malteſer, weiß, Bahnbeamten hatten die unredliche Abſicht gemerkt, und kam ſchon in früheren Jahren zu mancherlei Streitigkeiten.
Kt. Zitzmann, 1., 3. P. und l. A. Kröpfer (Brünner), als das Dienſtmädchen wieder ins Empfanasgebäude zu= Da der Herzog manche andere utopiſtiſche Pläne verfolgte
ſparz mit Binden, L. Hering, zwei 3. P. Schmal= rückkehrte, mußte es eine Strafe von einer Mark bezahlen. und dabei Schwindlern in die Hände fiel, ſo verlor er ſein
Uner Mohrenköpfe, Peter Dechert, 2. P., I. A. Möv=
(*) Angersbach, 14. Nov. Am glühenden Ofen ganzes Vermögen. Noch vor Ablauf des Kollektiv= Ver=
blauſch
. Turbits, Hrch. Schmitt, Plattenhof bei Er=
verbrannte
das fünf Jahre alte Töchterchen eines trages mußte er im Mai dieſes Jahres ſeine Beſitzung
C
Mt, 2. P. und 1. A.
Tümmler, Bärtchentümmler,
Arbeiters. Das Kind wollte ſich wärmen, ſtellte ſich aber Caſale verſteigern laſſen. Eine Grundſtücks=Geſellſchaft er=
barz
, E. Heuterkes, Ehrenp zwei 1 P., blau, 3. P.,
Luchstauben, geſchuppt, A. Welzbacher 1. Aſo dicht an den Ofen, daß die Kleider Feuer fingen. Leider warb ſie und wird ſie von nun an nach ganz anderen
Reſ.
Ius. P. Schildtauben, blau mit Binden, Hrch. Hein, war die Mutter abweſend, und als die Nachbarn auf das Grundſätzen verwalten. Von den Bauern der kommuni=
Kupfergimbel, Hrch, Jammergeſchrei herbeieilten, fielen dem Kind ſchon die ſtiſchen Genoſſenſchaft haben ſich manche infolge der gün=
Oodunkelgehämmert, I. A.
verbrannten Kleider vom Leibe. Nach furchtbaren ſtigen Bedingungen ein ganz hübſches Vermögen erwor=
Mmitt, Plattenhof bei Erfelden, 3. P. und drei I. A.
ben, indem ſie ihr Stückchen Land fleißig und gewiſſenhaft
Brieftauben, Schmerzen ſtarb das Mädchen ſchon nach kurzer Zeit.
Eſch Homer geh., M. Schäfer 1. P.
bearbeiteten. Andere aber wurden durch die niedrige
Pügeh., L. Erbes III., 3. P., ſchwarz, I. A. b) Tiere
Pacht zum Leichtſinn verführt und ſind verſchuldet.
ner Jahrgänge, ſolche ohne und ſolche mit vom Ver=
Nizza, 15. Nov. (Automobilunglück.) Ein
Reich und Ausland.
nricht gelieferten Klubringen: Römer, blau, A. Leh=
Automobil, welches voll beſetzt war, ſtieß mit einem elek=
Unnr, 1. P. und l. A.; blau, M. Schäfer 3. P., weiß,
Aus der Reichshauptſtadt, 14. Nov. Zu Ehren des triſchen Straßenbahnzuge zuſammen. 5 Per=
Malteſer M. Schäfer, zwei 2. P. Kröpfer augenblicklich hier verſammelten Ausſchuſſes des Deut=ſonen wurden ſchwer verwundet und mußten ins Hoſpital
Pliſche), weiß, Gg. Schnepper, 3. P., gelbgeh., I. A.;ſchen Handelstages hatten der Präſident des Han= gebracht werden. Die Zahl der leicht verwundeten beträgt
. Bertheiſel jr., 1. und Ehrenp., zwei 2. und 3. P.
delstages und Frau Dr. Kämpf heute Einladungen zuüber hundert. Tote ſind glücklicherweiſe nicht zu beklagen.
Apfer (pommerſche), Karl Waldſchmidt, 2. P., I. A.
einem Abendeſſen in den Feſträumen des Reichstagsprä=Das Antomobil wurde volſtändig zertrümmert. Auch der
Afer (Brünner), ſchwarz mit Binden, L. Hering, 2. P., ſidialgebäudes ergehen laſſen. Gegen 150 hervorragende Straßenbahnzug wurde ſchwer beſchädigt.
., rothalſig, 3. P., weiß, 3. P. und l. A.; weiß, Gg. Perſonlichkeiten der amtlichen wie der kommerziellen und
Briſtol, 15. Nov. (Suffragettenſtrei che.)
knepper, 2. und 3. P., gelb, I. A.; gelb, L. Hering, 2. P.; induſtriellen Welt waren der Einladung gefolgt, an ihrer Während der Staatsſekretär für Irland, Birall,
herz=weiß, Wilh. Zitzmann, 3. P.; blau, K. J. Bernt= Spitze der Reichskanzler, die Staatsſekretäre Krätke und geſtern hier eine Rede hielt, warf ihm jemand angeblich
ieſ ir Ehrenp., zwei 1. P. Pfautauben, engl., K. J. Dr. Lisco, die Unterſtaatsſekretäre Wahnſchaffe und Dr. auf Anſtiften der Suffragetten, eine tote Katze auf
Buheiſel jr., 1. und Ehrenp., 3. P., I. A.; weiß, A. Gep=
Zimmermann, mehrere Miniſterialdirektoren und der den Kopf. Es folgte eine allgemeine Prügelei, wodurch
zwei I. A. Trommeltauben, K. J. Berntheiſel jr., Pizepräſident des Reichsbankdirektoriums Dr. v. Gla= die Verſammlung längere Zeit unterbrochen wurde.
Rentp., zwei 1. P.; ſchwarz, M. Schäfer 2. und 3. P. ſenapp, der Direktor der Deutſchen Bank v. Gwinner uſw.
Petersburg, 14. Nov. (Reiſeerlebniſſe eines
Akintauben, weiß, A. Geppert, 1 und Ehrenp., 3. P.
Auch die Preſſe war zahlreich vertreten. Das Abendeſſen Dragomans.) Als der Dragoman Petrow von der
Pücken, engl., K. J. Berntheiſel jr., zwei Ehrenp., drei wurde an kleinen Tiſchen eingenommen. Nach der Aufhe= ruſſiſchen Miſſion in Bucharo auf ſeiner Rückreiſe nach
W. 2. und 3. P. Schmalkaldener Mohrenköpfe, Peter
ſſhert, zwei 2. P. Mövchen, deutſche, K. J. Berntheiſel bung der Tafel entwickelte ſich in den glänzenden Räumen Petersburg in der Eile ſtatt in den Wagen zweiter Klaſſe
1- und 2. P., I. A.; ſilberblau Gg. Schnepper, 2. P.eine überaus lebhafte und vielſeitige Unterhaltung, welche in ein Damenabteil dritter Klaſſe geſtiegen war, weigerte
Dieer ſich, dem Kontrolleur die Fahrkarte zu zeigen, bis er
. A., blau m. B., 2. und 3. P., chineſ., 3. P. In=die Gäſte bis nach Mitternacht zuſammenhielt.
Pläne für den Umbau des Bahnhofs Friedrich=ſeinen Platz erhalten habe. Er wurde deshalb auf der
Afr, K. J. Berntheiſel jr., Ehrenp. und zwei 1. P.
nler. Bärtchentümmler, blaugeh., E. Heuterkes, 2. P.;ſtraße ſind nahezu fertig geſtellt. Mit den Umbau= nächſten Station aus dem Wagen entfernt, darauf gebun=
den
, blutig geſchlagen und in den Keller des Stations=
Mliſche Tigertümmler, K. J. Berntheiſel jr., 3. P. und arbeiten hofft man Ende März beginnen zu können.
Königsberger Mohrenkopf, 3. P., Königsberger Dem irdiſchen Richter hat ſich wie ſchon gemeldet, der gebäudes gebracht. Später wurde er in ein Irrenhaus
fnauge, 1. P. Luchstauben, geſchuppt, A. Welzbacher, Mörder Bogan, über deſſen Bluttat wir wiederholt bei der Stadt Twer mit vielen Geiſteskranken zuſammen
. und I. A. Schwalben, Nürnberger, K. J. Bernt= berichteten, entzogen. Der dreifache Mörder war geſtern geſperrt. Als Petrow durch ärztliche Unterſuchung für ge=
Flügeltauben, vormittag unter allen Vorſichtsmaßregeln nach dem Ge= ſund befunden, nach Petersburg gekommen war, beſchwerte
ir., 2. P., zwei 3. P. und I. A.
Berntheiſel jr., 2., 3. P. und l. A. Schildtauben, richtsgefängnis in Neukölln gebracht worden, um von dort er ſich bei Saſonow, der bei den Miniſtern des Innern,
Amit Binden, Hrch. Hein, 2. P., blau, 3. P. ſchwarz aus dem Unterſuchungsrichter vorgeführt zu werden. Die des Verkehrs und der Juſtiz Klage erhob und eremplariſche
ſüer), 3. P. Kupfergimbel, Hrch. Schmitt, Plattenhof Kriminalpolizei hatte ihm, nach dem ungeheuerlichen Ver= Beſtrafung der Schutdigen verlangte. Bisher iſt nur eine
Mohren= brechen und auch deshalb, weil er Selbſtmordgedanken Entſchuldigung und die Unterſuchungszuſage des Verkehrs=
Erfelden, zwei 2. P., 3. P. und drei I. A.
ſchwarz, Gg. Schnepper, zwei I. A. Staarblaſſen, äußerte, die Hände auf dem Rücken gefeſſelt. Im Gerichts= miniſters eingegangen.
Korfu, 15. Nov. (Schiffsunfall.) Der öſterrei=
Schnepper, zwei 3. P. und l. A. Koburger Lerchen, gefängnis unterließ man dieſe Vorſichtsmaßregel und be=
Wilh. Zitzmann, zwei 3. P. Dragon, K. J. Bernt= gnügte ſich mit einer Feſſelung der Hände über dem Leib. chiſche Dampfer Marienbad welcher von Bom=
Zehn Minuten nach 3 Uhr war noch ein Aufſeher bei ihm bay nach Trieſt unterwegs war und am 10. November
el jr., 3. P. Show Homer, M. Schäfer, zwei I. A.
eſtauben, moſaikf., Gg. Schnepper, l. A., rotgeh., 2. P.in der Zelle. Als dieſer 10 Minuten ſpäter wiederkam, Suez verließ, lief bei der Inſel Tripolania auf, konnte
L. A., blaugeh., 1. P. und l. A., marmoriert, 3. P., fand er ihn tot auf. Bogan hatte mit den Knien einen jedoch bei hoher See wieder abkommen. Er zog aber
m. br. Bd., I. A., blau mit ſchw. Bd., 2. P. und l. A. Stuhl an die Wand geſchoben, ſo einen Haken, an dem ſchwer Waſſer und mußte deshalb den nächſten Hafen,
Sing= und Ziervögel: Konkurrenzſänger ſonſt eine Petroleumlampe hing, erreicht und ſich mit Santa Marau, anlaufen, wo er alle Paſſagiere an Land
ſetzen konnte. Dieſe wurden durch ein anderes Schiff
Uzer Zucht), Gg. Wedel, 1. P. und Ehrenp. und 3. P.; ſeinem Halstuch daran aufgeknüpft.
Schnell, Ehrenp. und 2. P I. A.
Heidelberg, 14. Nov. (Das älteſte Schalttags= weiter gebracht.
Neu=York, 15. Nov. (Zu dem Tode des Jockeys
. Futterartikel: Hühner=. Tauben= und Vogel=kind Süddeutſchlands.) Privatmann Friedrich
Per, W. Nungeſſer, ein Diplom; Spratts Patent=Aktien= Erhard iſt hier im Alter von 82 Jahren geſtorben. Er=Burns) wird noch gemeldet: Ganz in der Nähe der bei
ellſchaft, Berlin=Rummelsburg=O., Diplom.
hard war am 29. Februar 1832 in Oeſtringen als Sohn des Rennbahn Sheepheed gelegenen Bahnſtation ſah ein Bahn=
doreigen
Bürgermeiſters geboren und hat demnach in ſei= beamter neben dem Fahrkartenſchalter einen Hut und einen
Traiſa, 14. Nov. (Obſtbaumzählung.) Die nent ganzen Leben nur 20mal Geburtstag gefeiert. Er Mantel liegen. Bei den Nachforſchungen entdeckte man
Rbaumzählung in unſerem Ort ergab ein ganz ſtatt= war lange Zeit einer der bedeutendſten Tabakfabrikanten ſchließlich unter den Rädern des ſoeben eingelaufenen
Zuges eines ſchrecklich verſtümmelten Leichnam. Aus den
Reſultat. Wurden doch in der rund 900 MorgenBadens.
Heidelberg. 15. Nov. (Die gefilmte Menſur.) Papieren und einem Taſchentuch wurde feſtgeſtellt, daß
Maſſenden Gemarkung, wovon 132 Morgen Waldbeſtand,
240 Morgen Wieſengelände, ſowie ein erheblicher be= Gegen die beiden Studenten, die für eine hieſige Film= es ſich um den Jockey Burns handelte. Der Umſtand, daß
ſter Teil abgehen, nicht weniger als 8633 Obſtbäume fabrik für eine Kinoaufnahme ein blutiges Säbelduell aus=er ſeinen Hut und Mantel abgelegt hatte ließ die Ver=
Eilit, wovon 7246 ertragsfähige, und zwar 4243 Apfel=fochten, wurde die Anklage wegen Zweikampfes mutung aufkommen, daß es ſich um einen Selbſtmord han=
dele
. Dagegen ſpricht aber die glänzende pekunjäre Situa=
Ame, 778 Birnbäume, 1999 Pflaumen= und Zwetſchen=lmit verbotenen Waffen erhoben.
Mannheim, 15. Nov. (Exploſion.) Im Städtiſchen tion und ſein glückliches Familienleben.
Ung, 69 Kirſchbäume. 63 Aprikoſenbäume 68 Pfirſich=
Kapſtadt, 14. Nov. (Diamantenfunde.) In
Ame und 26 Walnußbäume. Noch nicht ertragsfähig Gaswerk Luzenberg explodierte geſtern ein der Prü=
Herumfliegendeder Nähe der Farm Khillarnen bei der Ortſchaft Taungs
fung unterworfener Windkeſſel.
ſirt gleicher Reihenfolge 604, 246, 407, 41, 34, 51, 4.
Pfungſtadt, 15. Nov. (Der Baubilliger Woh= Eiſenteile trafen den 42 Jahre alten verwitweten Schloſſer in Betſchuanaland ſollen große Diamantenfunde gemacht
ſigen.) Die Stadtverwaltung hat den Beitritt! Emil Sahner, der einen Schädelbruch und einen Kiefern= worden ſein.

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November
Seite 6.
die konſeſſonele Unterweſung derſenigen Kinder, deren
Erſte Kammer der Stände.
Eltern eine ſolche wünſchen, iſt dem Geiſtlichen der betref=
fenden
Religionsgemeinſchaften zu überlaſſen; 2. der
15. Sitzung.
Artikel 50 des Volksſchulgeſetzes, wonach die Lehrer an den
St. Darmſtadt, 15. November.
Volksſchulen verpflichtet ſind, die kirchlichen Funktionen
Am Regierungstiſche: Staatsminiſter Dr. vonEwald als Organiſt, Kantor oder Vorleſer zu übernehmen, wird
Exz., Finanzminiſter Dr. Braun Exz., Miniſter des aufgehoben; 3. der Artikel 69, Abſatz 2 des Volksſchulge=
Innern von Hombergk zu Vach Exz., Geheimerat ſetzes, wonach den Geiſtlichen als ſolchen Sitz und Stimme
Süffert, Miniſterialräte Dr. Kratz, Schliephake, im Schulvorſtand zuſteht, wird aufgehoben; 4. die noch
Geh. Legationsrat Dr. Neidhardt, Geh. Oberfinanz= beſtehenden Konfeſſionsſchulen ſind alsbald in gemeinſame
rat Dr. Rohde, Finanzrat Dr. Michel, Geh. Oberbau= Schulen umzuwandeln. Die Verhandlungen der Zwei=
ten
Kammer erbrachten wieder den Beweis, daß die Mehr=
rat
Imroth.
heit der Kammer und ihres Vierten Ausſchuſſes hinſicht=
Präſident Graf von Schlitz, genannt von Görtz,
eröffnet die Sitzung um 10½ Uhr. Staatsminiſter Dr. lich der Punkte 1 und 3 nach wie vor dem Antrag ableh=
nend
gegenüberſtehe. Dagegen wurde Punkt 2 im Gegen=
von
Ewald Exz. ſtellt dem hohen Hauſe die neuen Re=
gierungskommiſſare
, Miniſterialrat Schliephake und ſatz zum 33. Landtag auch ſchon im vorigen Landtag an=
Finanzrat Dr. Michel, vor. Der Präſident widmet ſo= genommen. Zu Punkt 4 haben ſich die Anſichten der Zwei=
dann
dem verſtorbenen Mitgliede des hohen Hauſes, Geh. ten Kammer geändert; er wurde nämlich in namentlicher
Kommerzienrat Dr. Dr. Louis Merck, einen warmen Nach= Abſtimmung durch die Mehrheit angenommen, wie es
ruf und teilt mit, daß er einen Kranz am Sarge nieder= auch ſchon im Ausſchuß der Fall geweſen war. Der
gelegt habe. Die hohen Herren erhoben ſich von ihren Ausſchuß der Erſten Kammer aber beantragt:
1. den Antrag der Abgg. Ulrich und Genoſſen in allen
Sitzen.
ſeinen Punkten abzulehnen und demzufolge den Be=
Der Präſident verlieſt ſodann eine Anzahl Entſchul=
ſchlüſſen
verehrlicher Zweiter Kammer zu Nr. 1 und 3 des
digungsſchreiben und teilt mit daß Graf Yſenburg= Antrages beizutreten, dagegen den Beſchlüſſen zu Nr. 2
Büdingen=Meerholz ſeinen Austritt aus dem 3. und 4 des Antrages nicht beizutreten; 2. die Vor=
Ausſchuß erklärt habe. Es ſind demnach zwei neue
Herren in dieſen Ausſchuß zu wählen. Die Wahl fällt auf ſtellung des evangeliſchen Pfarrvereins im Großherzogtum
die Herren Geh. Kommerzienrat Dr. Bamberger und Heſſen in Beilage Nr. 100 der Großh. Regierung für das
Oekonomierat Walther. Die beiden Herren nehmen die demnächſtige Volksſchulgeſetz zur Berückſichtigung zu über=
weiſen
.
Wahl dankend an.
Der Antrag wird angenommen.
Der Präſident gibt dem Hauſe weiter Kenntnis von
Ein Antrag des Abgeordneten Diehl, betreffend
einem Schreiben des Großh. Staatsminiſteriums, in dem
mitgeteilt wird, daß Se. Kgl. Hoheit der Großherzog den
das Weingeſetz.
Medizinalrat Dr. E. A. Merck auf Lebenszeit in die Erſte
bezweckt ein Erſuchen an die Großh. Regierung, im Bun=
Kammer berufen habe.
desrate zu beantragen: die Reichsregierung möge einen
Danach wird in die Tagesordnung eingetreten.
Geſetzentwurf in Vorlage bringen, der das beſtehende
Punkt 1 betrifft: Regierungsvorlagen, betreffend:
Weingeſetz dahin abändere, daß bei Verſchnitt von aus=
Nachweiſungen über die Staats=Einnahmen und
ländiſchem Weine mit einem deutſchen Weine eine Kennt=
=Ausgaben
lichmachung dieſes Verſchnittes unbedingt gefordert wird,
des Großherzogtums im Etatsjahr 1907 nebſt den in dieſen ſo daß die Intereſſen des deutſchen Weinbaues in gebüh=
Nachweiſungen angeführten 60 Anlagen, ſowie den von render Weiſe geſchützt werden. Da eine Aenderung des
den Großh. Miniſterien und der Großh. Oberrechnungs= Weingeſetzes im Sinne des Antrages Diehl wegen des
kammer gegebenen Erläuterungen; b) die aus der Rech= 1 Handelsvertrages mit Italien zurzeit nicht angängig er=
nung
des Fonds zue Ergänzung des Familieneigentums ſcheint, hat die Zweite Kammer beſchloſſen, die Großh
des Großh. Hauſes für 1907 gefertigte Nachweiſung und Regierung zu erſuchen, im Bundesrate zu beantragen:
die hierzu gegebenen Erläuterungen; e) die durch die Er= Die Reichsregierung möge bei einer Neuordnung der
innerung der Großh. Oberrechnungskammer zur Rechnung Handelsverträge ſolche Beſtimmungen treffen, die den ein=
des
Ludwig=Georgs=Gymnaſiums zu Darmſtadt entſtande= heimiſchen Weinbau und Weinhandel vor einer Schädi=
gung
durch Ueberſchwemmung mit ausländiſchen Weinen
nen Verhandlungen.
Fürſt Yſenburg=Büdingen richtet die wieder= ſchützen und durch die eventuelle Maßregeln im Sinne des
holte Anfrage an das Staatsminiſterium, ob es der Ober= Antrages Diehl durchgeführt werden könnten. Dem Aus=
rechnungskammer
nicht möglich iſt, die Nachweiſungen und ſchuß liegt die möglichſte Förderung der Intereſſen des
Abrechnungen früher an das hohe Haus, reſp. an den deutſchen Weinbaues gleichfalls am Herzen; er bean=
Finanzausſchuß gelangen zu laſſen, damit dieſer in er=tragt daher: Beitritt zum Beſchluſſe Zweiter Kammer.
Frhr. Heyl zu Herrnsheim führt aus, er
wünſchtem Maße ſich damit beſchäftigen kann. Staats=
miniſter
Dr. von Ewald, Exz.: Nach den Vorſchriften möchte der Regierung ganz beſonders empfehlen, dem An=
ſind
die Nachweiſungen zu liefern bis zum Schluß des trag die größte Beachtung zuteil werden zu laſſen bei der
dritten Jahres nach dem Ablauf des betreffenden Etats= Beratung der Handelsverträge im Bundesrat und Reichs=
jahres
. In dieſer Friſt ſind die Nachweiſungen vorgelegt tage. Er verweiſt dabei auf ſeinen Antrag im Reichstag,
worden mit einer Verſpätung von wenigen Tagen, die nach dem Weinverſchnitte, die nicht in allen Teilen aus
durch die notwendigen Rückfragen und Korreſpondenzen deutſchem Wein beſtehen, nicht als deutſche Weine verkauft
wohl genügend erklärt und auch entſchuldigt iſt. Daß Se, werden dürfen. Nach dem Weingeſetz können nämlich heute
Durchlaucht der Fürſt Yſenburg=Büdingen die Feſtſetzung 51 Prozent Nierſteiner Wein mit 49 Prozent franzöſiſchem
einer kürzeren Friſt wünſcht, iſt wohl kaum anzunehmen, Wein verſchnitten, als Nierſteiner verkauft werden. Bei
zumal früher ſchon wiederholt erkläct wurde, daß dies den überaus niedrigen Preiſen des franzöſiſchen Weines=
nicht
möglich ſein wird. Fürſt Kunozu Stolberg= iſt die Verſuchung zu groß, dieſen Verſchnitt zu machen,
Roßla bittet den Herrn Staatsminiſter, doch noch ein= zum Nachteil unſerer edlen deutſchen Weine. Es iſt leider
mal die Frage prüfen zu wollen, ob es nicht möglich iſt, nicht gelungen, im Reichstage mit dieſem Antrag durchzu=
eine
kürzere Friſt feſtzuſetzen. Die Vorlage wird dann dringen, weil die Handelsverträge mit Italien hindernd
im Wege ſtänden, nach denen italieniſche Rotweine als
nach dem Ausſchußantrage angenommen.
Die Regierungsvorlage, betreffend: a) Nachweiſungen Verſchnittweine für Deutſchland billigeren Zoll genießen
über die Staats=Einnahmen und=Ausgaben des Groß= und es auf Grund des Meiſtbegünſtigungsgeſetzes nicht
herzogtums im Etatsjahre 1908 nebſt den in dieſen Nach= angängig war, den franzöſiſchen Wein bedeutend höher zu
weiſungen angeführten 61 Anlagen, ſowie den von den verzollen. Für Italien kommt aber nur Rotwein in
Großh. Miniſterien und der Großh. Oberrechnungskammer Frage. Es könnte ſchließlich gegen den Verſchnitt mit
gegebenen Erläuterungen; b) die aus der Rechnung des franzöſiſchem Wein nichts eingewendet werden, doch müß=
Fonds zur Ergänzung des Familieneigentums des Großh. ten dieſe Weine die Bezeichnung Verſchnittweine tragen.
Hauſes für 1908 gefertigte Nachweiſung und die hier= Es iſt nachgewieſen, daß ganze Wagenladungen ſpaniſcher
zu gegebenen Erläuterungen; e) die durch die Erinnerung Weine in die Pfalz und in andere Gegenden eingeführt
9 der Großh. Oberrechnungskammer zur Rechnung der werden, die dann unter deutſcher Bezeichnung in den Han=
Saline und der Badeanſtalt Bad=Nauheim für 1908 ent= del kommen. Dem müßte geſteuert werden.
Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach Exz.:
ſtandene Verhandlung werden debattelos erledigt. Ebenſo
die Regierungsvorlage, die Nachweiſungen über die Die Regierung wird nicht unterlaſſen, die höchſt dankens=
Staats=Einnahmen und=Ausgaben uſw. für das Etats= werten und ſachverſtändigen Ausführungen des Herrn
jahr 1909 betreffend.
Vorredners bei Inſtruierung unſeres Bundesratsbevoll=
Zum Nachtrag zur Regierungsvorlage, betreffend mächtigten gelegentlich der Handelsvertragsberatungen
gebührend zu berückſichtigen.
Erhöhung der Zivilliſte
Fürſt Yſenburg=Wächtersbach: Es dürfte
Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs, vom 7. Dez. um ſo leichter ſein, den Handelsvertrag mit Italien ent=
1912, ſchlägt der Erſte Ausſchuß die bereits früher mitge= ſprechend zu ändern, als die Einfuhr italieniſcher Ver=
teilte
Neuregelung der Ordenskoſten vor und ſchnittweine gleich Null iſt.
beantragt, hohe Erſte Kammer wolle ſich damit einver=
Ohne Debatte erledigt
ſtanden erklären, daß die Zivilliſte Seiner Königlichen
Hoheit des Großherzogs vom 1. April 1913 ab auf den werden durch Beitritt zu den Beſchlüſſen Zweiter Kammer
die Vorſtellungen des Vereins Heſſiſcher Bauaſpi=
Betrag von 1410000 Mark feſtgeſetzt werde.
ranten, die Regelung ihrer Verwendungs= und Anſtel=
Der Antrag wird debattelos angenommen.
Staatsminiſter Dr. v. Ewald Exz.: Die Großh. Re= lungsverhältniſſe betreffend, Denkſchrift über die Ver=
gierung
ſtimmt dem Antrag des Erſten Ausſchuſſes zu und wendungs= und Anſtellungsverhältniſſe der heſſiſchen Bau=
wird
die darin empfohlene Regelung der Ordenskoſten auch aſpiranten betreffend, die Dienſtverhältniſſe der heſſiſchen
Bauaſpiranten betreffend, und die Verwendung von Bau=
im
anderen Hauſe zur Annahme empfehlen.
aſpiranten bei der Großh. Brandverſicherungskammer be=
Ohne Debatteerledigt
treffend; Antrag des Abg. Adelung, betreffend die Bag=
werden
durch Annahme der Ausſchußanträge, die jeweils gerverhältniſſe auf dem Rhein: Vorſtellungen des
den Beſchlüſſen der Zweiten Kammer beitreten, die folgen= Vereins Großh. Geometer zweiter Klaſſe betreffend Denk=
den
Poſitionen: Antrag des Abg. Raab, Einreihung ſchrift über die Reorganiſation des Vermeſſungsweſens,
des Ortes Eberſtadt bei Darmſtadt in die Servis= und Neuorganiſation des Vermeſſungsweſens; Antrag des
klaſſe D des Reichsbeamtenbeſoldungsgeſetzes; Antrag der Abg. Mergell, betreffend Ausbau der Nebenbah=
Abgg. Molthan und Genoſſen, Einquartierungs=nen im mittleren Odenwald, insbeſondere der Nebenbahn
laſten in den der Stadt Mainz naheliegenden Gemein= Weinheim-Fürth bis Reichelsheim auf Staatskoſten;
den; Antrag der Abgg. Grünewald und Genoſſen, betref= Antrag der Abgg. Molthan und Genoſſen, betreffend Er=
fend
die Rechtsverhältniſſe und die Verwal=ſatz der Kommunalſteuer für die Angeſtellten der
tung der Stiftungen; Vorſtellung der Steinbruch= Preußiſch=Heſſiſchen Eiſenbahngemeinſchaft; Antrag der
arbeiter zu Aſchbach, Ausbeutung von Granit=Abgg. Molthan und Genoſſen, betreffend Sonntags=
ſteinlagern
betreffend; Antrag der Abgg. Ulrich und ruhe der Eiſenbahnbedienſteten.
Genoſſen, betreffend Einrichtung einer obligatoriſchen
Zu dem Antrage des Frhrn. Heyl zu Herrns=
ſtaatlichen
Mobiliarverſicherung; Vorſtellung desheim, des Grafen Kuno zu Stolberg=Roßla
Architekten Max Rabe und Genoſſen in Buchſchlag, betref= und des Fürſten zu Iſenburg=Birſtein, betreffend
fend Beſeitigung der rechts= und ordnungswidrigen Zu=
Errichtung einer Heſſiſchen Zentral=
ſtände
in der Villenkolonie Buchſchlag, und
genoſſenſchaftskaſſe,
Antrag der Abgg. Ulrich und Genoſſen, betreffend den
Austritt aus den Kirchengemeinſchaften.
verlieſt der Präſident ſodann folgende Erklärung:
Es folgt Beratung des Antrages Ulrich und Gen., Nachdem die Großh. Regierung dem Antrag vom 8. Okt.
betreffend:
in der Vorlage vom 8. Nov., wie ſie das im Ausſchuß be=
reits
angekündigt hatte, im Prinzip entgegengekommen iſt,
Trennung von Schule und Kirche
indem ſie die von den Ständen im Frühjahr geforderte
und die Vorſtellung des evangeliſchen Pfarrvereins im Staatshilfe jetzt gemäß dem genannten Antrag gewähren
Großherzogtum Heſſen, betreffend das Verhältnis von will, und zwar 1. in der Richtung der Förderung der Sa=
Kirche und Staat.
nierung, 2. in der Beteiligung am Betriebskapital der
Die Abgg. Ulrich und Genoſſen haben bekanntlich be= neuen Zentralkaſſe, wodurch dieſe in gewiſſem Sinn einen
antragt, die Kammer wolle die Regierung um eine Vor=ſtaatlichen Charakter erhält, 3. durch Einführung einer
lage erſuchen, welche berückſichtigt: 1. Der Religionsunter=
Staatsaufſicht, handelt es ſich für den Ausſchuß weſentlich
richt kommt als obligatoriſcher Lehrgegenſtand in Wegfall; noch um die Frage, inwieweit die in Ausſicht geſtellte

mante
Nummer 277.
1913.
Summe von einer Millon Mart hinreicht und auf wer
Kreditgewährung die neue Zentralkaſſe in Zukunft=
Sicherheit rechnen kann. Dabei kommt für den Ausſchtlt
auch die Frage in Betracht, ob die heſſiſche Staatshilfe
ſet Art nit
Verbindung mit der Hilfe der Preußenkaſſe erfolgen ka
Zum Zweck dieſer Verhandlungen mit der Großh. Re=o30 in dem
ſten der Dunt
rung und auf Grund des Artikels 26 der Geſchäftsordnan
mit dem Ausſchuß der Zweiten Kammer hat der Ausſchſi dr. Die
beſchloſſen, die von ihm angenommenen Auſtillen worden,
in
träge vorläufig von der Tagesordnunglſtin Rhein
i. Mik we
zuſetzen.
Auf die Anfrage des Mitgliedes der Erſten Kamaſrſd uns alſo
der Stände Sr. Exz. Dr. Freiherrn Heyl zu Herraſin ob die 24
Peind
heim, betreffend die projektierte
Aran eingenon
Einführung eines Stauwehres im Rheiſten Standpu
Simit el
bei Gernsheim,
verlieſt Staatsminiſter Dr. v. Ewald Exz. eine Regſſchnſich ſpäter e
rungsantwort, in der es u. a. heißt: Wie nicht anders im in Fra
erwarten war, hat der Beſchluß des Provinzialtages achſtkeuwer! u
Rheinheſſen bei der Bevölkerung der an den Rhein guſſſtheingegen
zenden Landesteile von Gernsheim aufwärts lebhaficſtüld Das
Widerſpruch hervorgerufen, der namentlich in einer Pilkevorden. un
ein
teſtverſammlung in Worms am 20. Juli, ſowie in He
fachen Erörterungen in der Tagespreſſe ſeinen Ausdeud ſebar. Ab
gefunden hat. Die Großh. Regierung hatte dem Prosſillt, die die
Pirin will, 10
zialausſchuß aufgegeben, zunächſt noch ausführlich zu
Enaldtrettion
läutern, worin dieſe Vorarbeiten beſtehen ſollen,
nähere Auskunft über das Projekt ſelbſt verlangt. Daradoch nicht
riung in der
legte der Provinzialausſchuß von Rheinheſſen mit Sch=
ſuch
zur
An Verſur
ben vom 26. Auguſt mehrere Abdrücke einer Denkſchtlle ſcheinen d
über das Projekt eines Rhein=Kraftwerkes unteril
zu haben,
Gernsheims vor und bezeichnete auch etwas näher
g wird im
Umfang und die Art der Vorarbeiten, zu welchen die Püllkwahren, al
fung des Projektes Veranlaſſung gebe. Mit Erlaß
Ich ſollte
1
29. Auguſt wurde dem Provinzialausſchuß erwidert,
erung wi
die aufgeführten Vorarbeiten zum Teüſlizung haben,
ſolche ſeien, zu denen es einer Genehmäſldean (Beifa
ung nicht bedürfe, zum Teil ſolche, bei denenoberbüegerm
mangels näherer Angaben nicht prüſliicki verhin
könne, inwieweit ſie förmlich zu genehn
iaburg.=B
gen ſeien. Man empfehle, diejenigen Vorarbeiten,
Menn Herr
deren Vornahme eine Genehmigung erbeten werden
ng wünſcht
einzelnen genau anzugeben und gleichzeitig die geſetzltsAkegeſchloſſen
oder verordnungsmäßigen Beſtimmungen anzuführen=äſnder Rheingl
Grund deren eine Genehmigung für erforderlich ergundheit und
werde.
Mit Schreiben vom 3. September berichtete ſodelſlegen, da
Einzial=Tag
der Provinzialausſchuß der Provinz Rheinheſſen, dabecſſaten beſchl
vorkommendenfalls die Erlaubnis zur
Las von de
nahme genehmigungspflichtiger Vorarbeiten bei der en iſt, iſt
digen Behörde einholen werde. Bei dem Mitr vorgelegte
rium iſt eine ſolche Genehmigung bisher nicht nachgeſt
worden. Der Verein für die Wahrung der Rheinſchsiul ſo grof
fahrtsintereſſen trat in ſeiner Hauptverſammlung vong daß ſeine
Oktober zu Straßburg dem in Mainz durch die Verel ganze Land
üngemeinde=
des
Vereins eingenommenen Standpunkt bei, wonach
jekte, wie das geplante Kraftwerk bei Gernsheim, ein Nomente
allemal zu verwerfen ſeien. Bei dieſer Sachleie daß es
hatte die Großh. Regierung bis jetzt keine Veranandheit und
für die
ſung, zu dem Entwurf weitere Stellung zu nehmeninheſſen
nach den gemachten Ausführungen geſchehen.
dieſe G
Frhr. Heyl zu Herrnsheim: Es wäre doch
wünſcht geweſen, wenn die Regierung eine etwas beſtimswidlung eine
tere Erklärung abgegeben hätte. So lange die Regielmptlden wie
nicht erklärt, daß ſie mit dem Projekt nicht einverſtande andere
iſt, fürchtet man in der Bevölkerung, daß die Sached=lheinge
Geh. Ko=
noch
zum Durchdringen kommt. Uebrigens möchtee
auf aufmerkſam machen, daß in erſter Linie das Reich= kandelst
At, d
zuſtändig ſei, dem die geſetzliche Aufſicht über den Rhe
ſtrom unterſtehe. Die vom Reich eingeſetzte Kommiſſiahszäfte
hat beſchloſſen, daß die Höhe der vorhandenen Einba
fahne
in den Strom über das zuläſſige größte Maß, näſla
über die Höhe des Mittelwaſſers, nicht hinausgehen düdüſte bezer
Damit ſei von Reichswegen feſtgelegt, daß in derPerw
lichen Stromſtrecke keinerlei Anpflanzungen von
und dergleichen, ſowie künſtliche Einbauten mehr aneich ge
Neiw
werden dürfen, durch die die Stauung des Stromese
wird. Das geſchieht ohnehin genügend durch Natumliclig
1
niſſe und die Bevölkerung habe unter den Hochwaſſeli
den gerade genug zu leiden. Den Stau, der an u rhlung
ſich ſchon vorhanden iſt, künſtlich zu erhöhen, iſt alſlet de
Zuſtimmung des Reiches nicht möglich; dieſe Zuſtima
wäre aber nicht zu erreichen. Redner weiſt dannk
hin, daß der Kultur=Ingenieur Völſing in Worms
(8
ein Gutachten ausgearbeitet hat, in dem ausgeführnlich
daß das Stauwerk geeignet iſt, dauerndes Hochwal
erwirken, wodurch die Verſumpfung der ganzenühen
lieg
natürlich ſehr erhöht wird, denn das Grundwaſſer
dann ebenfalls. Er habe Gelegenheit genommen,u.
derzeit maßgebendſten Sachverſtändigen, Geheimera
zu ſprechen. Dieſer habe das vollauf beſtätigt und
hingewieſen, daß durch einen Stau eine Gegenwi
gegen die Grundwaſſerſtrömungen ſtattfinde, ſodaß
Druckwaſſer in weitere Bezirke hineindringe. Dieſbenſel
kung würde bei einem größeren Stau den größten
des Jahres ſtattfinden und die Landwirtſchaft erhebllſiht n
ſchädigen. Die Möglichkeit für die Schiffahrt, den Staulen
durchfahren, ſei namentlich zur Nachtzeit und für Schles
(
züge vollkommen ausgeſchloſſen. Die Schiffahrt wird gllp
über
ſehr erheblich geſchädigt. Weiter komme hinzu, daß
Elektrizitätswerke in Rheinheſſen und Starkenburg dur
die Ausführung des Projektes eine Konkurrenz erhielter,
die dazu zwänge, ſie den größten Teil des Jahresſtäl=
l

Pro
zulegen, obwohl dieſe Werke jetzt noch zu einem Dritsl
Aiſte
nicht ausgenützt ſind. Ueber die Folgen der Schaffun
einer ſolchen Konkurrenz ſei daher kaum zu diskutieren.
Deshalb ſei es erwünſcht geweſen, daß die Großh. Regz
rung beſtimmt erklärt hätte daß ſie eine derartige Anlane
nicht wünſcht. Redner möchte dann das Augenmerk nud
auf eine andere Tatſache richten, nämlich auf die beabſie
tigte Tieferlegung des Bodenſees. Dieſe haus
die Bedeutung, die Schiffahrt bis zum Bodenſee zu
möglichen und die Waſſerverhältniſſe bei eintretend=
Schneeſchmelze zu regulieren. Durch die Tieferlegung de
Bodenſees in Verbindung mit der Regulierung des Rhe
nes komme das Hochwaſſer ſchneller in unſer Stromgebil
Die Ueberſchwemmungsgefahr für die Bodenſeeſtädte H
eintretender Schneeſchmelze werde natürlich weſentlich g
ringer aber für unſer Rheingebiet iſt dies von allergrös
ter Wichtigkeit. Wir haben das größte Intereſſe dara=
uns
dieſe von der Natur weiſe eingerichteteSchutzeinrichtur
zu erhalten. Der heſſiſchen Strombauverwaltung iſt do
größte Dank zu zollen für die großartigen und umſangra
chen Arbeiten, die ſie im Intereſſe der Rheinſchiffahrt g
leiſtet hat. Um ſo mehr gibt man ſich der Hoffnung hiht.
daß dieſe Fürforgearbeiten nicht durch das Bodenſeepra=
jekt
illuſoriſch gemacht werden. Hierzu wird allerding
eine Verſtändigung der heſſiſchen Regierung mit der pres
ßiſchen Regierung notwendig werden, damit großen Sche=
digungen
vorgebeugt wird.
Staatsminiſter Dr. v. Ewald: Die Rechtslage ve=
bietet
uns, derzeit eine kategoriſche Erklärung abzugebes,
da vorerſt ja durch den Provinzialausſchuß nur geprü

[ ][  ][ ]

gleſt=

ummer 20)
ht und aufp=
in
Zutuſt
für den Au
che Staish
aſſe erfol=
der
Großh.

Nummer 277.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November
iwer ſoll ob das Proßekt ausfſihrdar iſt. Der Pro=l dem nicht immer realiſterbare Proiekile ſehen. Zu einer
Kalausſchuß hat das Projekt nicht vorgelegt zur Ge= Ausnutzung der Waſſerkräfte gehört außer der Waſſer=
migung
, ſondern er hat nur um die Erlaubnis nachge= menge das nötige Gefälle. Das aber iſt hier nicht vor=
das
Projekt prüfen zu dürfen. Nach der handen. Auch über das Bodenſeeprojekt verbreitet ſich
ſernſchiffahrtsakte von 1868 ſind übrigens Stauwerke Redner in längeren intereſſanten techniſchen Darlegungen
ſſer Art nicht ausgeſchloſſen. Maßgebend iſt der Ar= und bittet die Regierung, beſonders ihr Augenmerk auf
ſl 30, in dem feſtgeſtellt wird, daß durch künſtliche An= den Hochwaſſerabfluß des Rheines zu lenken, unter dem
en der Durchfahrtsweg für Schiffe nicht gehindert wer= Heſſen am meiſten zu leiden hat.
darf. Dieſer Artikel iſt ſeit jeher ſtets dahin aus=
Geh. Oberbaurat Imroth verbreitet ſich eingehen=
ſegt
worden, zuletzt noch 1906, daß ſolche Werke im der über die Bodenſeefrage, die ſchon ſeit langer Zeit
ſien Rhein im allgemeinen nicht ausgeſchloſſen ſchwebe. Schon in den 70er Jahren ſei darüber verhandelt
d, nur wenn ſie die Schiffahrt hindern. worden; aber es iſt nichts dabei herausgekommen. Durch
rd uns alſo ein Projekt vorgelegt, muß geprüft wer= das Hochwaſſer 1910 ſei die Frage dann wieder aktuell ge=
ob
die Schiffahrt dadurch gehindert wird. Dieſen worden. Es wurde ein internationaler Ausſchuß gebildet,
Eindpunkt hat man auch zu früheren ähnlichen Pro= in dem Heſſen und Preußen auch vertreten ſind. Dieſer
en eingenommen, und zwar haben ſämtliche Staaten Ausſchuß hat ſich mit einem völlig theoretiſchen Projekt
ſſen Standpunkt geteilt. Die niederländiſche Regierung, eines Schweizer Ingenieurs beſchäftigt, das ſowohl bei
oftmals als einzige auf anderem Standpunkt ſtand, niedrigem Waſſer, wie bei Hochwaſſer Vorteile bringen
ſich ſpäter ebenfalls zu dieſem bekehrt. Wir befürchten ſoll. Auf beiden Gebieten iſt Heſſens Intereſſe groß. Der
dem in Frage ſtehenden Projekt, daß durch das! Redner iſt ſelbſt Mitglied dieſes Ausſchuſſes und erklärt,
Feuwerk unſere ganze Landeskultur der er werde bemüht ſein, die Intereſſen Heſſens nach Kräften
Peingegend wieder zunichte gemacht zu wahren. Damit ſchließt die Beſprechung.
rd. Das iſt auch der Provinzialdirektion Mainz ge=
Die Tagesordnung iſt erſchöpft. Der Präſident teilt
ſt worden, und wir halten ich will das ausdrücklich
ſen ein ſolches Werk für ganz unaus= mit, daß die nächſte Sitzung am 1. Dezember
ſtattfinden wird und ſchließt die Sitzung.
hrbar. Aber wenn wir nur die Prüfung genehmigen
ſen, die die betreffende Behörde für ihre Koſten vor=
men
will, können wir das nicht ablehnen. Die Pro=
Der Kaiſer in Kiel.
ſtzialdirektion iſt eine Körperſchaft der Selbſtverwaltung,
doch nicht ein ſolches Organ, das ſich von der Re=
* Kiel, 15. Nov. Der Kaiſer mit Gefolge iſt
ſtung in der Weiſe bevormunden läßt, daß wir einfach mittelſt Sonderzuges um 7 Uhr 30 Min. hier eingetroffen.
Verſuch zur Prüfung glatt verſagen könnten. Uebri= Er wurde auf dem Bahnhof empfangen vom Prinzen
s ſcheinen die Herren die Sache ſelbſt ſchon aufge= Adalbert von Preußen, ferner hatten ſich zur Meldung ein=
den
zu haben, man hört nichts mehr davon. Die Re= gefunden: Staatsſekretär von Tirpitz, der Flottenchef Vize=
ſung
wird im gegebenen Augenblick ſchon ihren Stand= admiral v. Ingenohl, der Stationschef Admiral Cörper
hi wahren, aber vorher alles zu verbieten, wäre klein= und der Stadtkommandant Oberſt Wichmann. Der Kaiſer
Ich ſollte übrigens doch denken, die rheinheſſiſche begab ſich auf dem Waſſerwege an Bord des Kaiſer wo
Pölkerung wird noch ſo viel Vertrauen zu der Re= er Wohnung nahm. Die im Hafen liegenden Schiffe ſalu=
ſtung
haben, daß wir nichts Unvernünftiges zulaſſen tierten. Das Wetter iſt unbeſtändig.
den. (Beifall.)
* Kiel, 15. Nov. Heute mittag wurden über 8000
Oberbürgermeiſter Dr. Göttelmann iſt durch
ſerkeit verhindert zu ſprechen. Daher verlieſt Fürſt Marinerekruten im Exerzierhauſe der 1. Matroſen=
ſenburg
=Büdingen für ihn folgende Erklärung: Diviſion vereidigt. Die Fahnenkompagnie des erſten
Wenn Herr v. Heyl eine Ecklärung der Großh. Re= Seebataillons hatte auf dem Kaſernenhofe Aufſtellung ge=
ſtung
wünſcht daß die Genehmigung eines Projekts nommen. Anweſend waren unter anderem Prinz Adal=
Wgeſchloſſen ſei, durch deſſen Ausführung den Bewoh= bert. Groß=Admiral von Tirpitz und die Admirale von
der Rheingemeinden ein unberechenbarer Schaden an Ingenohl und von Cörper. Auf; dem Wege von der
Lundheit und Beſitz zugefügt werden würde, ſo iſt dazu Akademiebrücke bis zur Kaſerne bildeten alte Mannſchaften
ſſagen, daß weder der Provinzial=Ausſchuß noch der Spalier. Der Kaiſer in Admirals=Uniform traf kurz
brinzial=Tag von Rheinheſſen ein ſolches Projekt aus= vor 12 Uhr im Automobil ein, mit ihm die Herren des
Gefolges. Unterwegs wurde der Kaiſer vom Publikum
ihren beſchließen würde.
Was von der Provinz Rheinheſſen bis jetzt beſchloſſen überall herzlich begrüßt. Der Kaiſer bot nach dem Ab=
ſſiden
iſt, iſt lediglich: ein ihr von einem Waſſerbautech= ſchreiten der Front der Fahnen=Kompagnie den Rekruten
r vorgelegtes Projekt zu prüfen, das die Gewinnung Guten Morgen, was dieſe kräftig erwiderten. Nachdem
ſo großen Menge elektriſcher Energie in Ausſicht die Stationspfarrer beider Konfeſſionen kurze Anſprachen
daß ſeine Ausführung von ungeheurem Intereſſe für gehalten hatten, wurde die Vereidigung vorgenommen.
ganze Land und insbeſondere für die Bewohner der Hierauf hielt der Kaiſer eine Rede. Das dreifache Hurra,
Airgemeinden ſein würde. Daß ein ſolches Projekt in auf Se. Majeſtät brachte der Inſpekteur der erſten
Momente unausführbar wurde, in dem ſich heraus= Marine=Inſpektion Konter=Admiral Miſchke aus. Der
Me daß es ohne Schädigung der Rheingemeinden an Kaiſer nahm ſodann auf dem Kaſernenhofe den Vorbei=
Pindheit und Beſitz nicht ausgeführt werden könnte, iſt marſch der Fahnen=Kompagnie ab und nahm auch eine
für die Selbſtverwaltungsbehörden der Provinz größere Reihe von militäriſchen Meldungen entgegen.
Um 1 Uhr folgte der Kaiſer einer Einladung zum
Ainheſſen ſelbſtverſtändlich. Darum liegt kein Grund
dieſe Selbſtverwaltungsbehörden heute an der Be=Frühſtück bei den Offizieren der an der Vereidigung be=
Elung eines Projektes zu hindern, das nur ausgeführt teiligten Marine=Teile in der Offizierſpeiſe=Anſtalt. Nach dem
hen wird wenn es den Beteiligten Nutzen bringt, Frühſtück begab ſich der Kaiſer in die Villa des Peinzen
andere Intereſſen, am wenigſten Lebensintereſſen Adalbert und fuhr von dort nach kurzem Verweilen mit
dem Prinzen und den Herren der Umgebung nach der
fheingemeinden, zu ſchädigen.
Geh. Kommerzienrat Bamberger teilt mit, daß neuen Hochbrücke und der Prinz=Heinrichbrücke; der
andelskammer Mainz ſich auf den Standpunkt ge= Kaiſer beſichtigte die Brücke und die neuen Kanalſchleuſen=
hat
, daß es nicht unterbunden werden dürfe, die anlagen bei Holtenau.
ſtkkräfte des Rheins auszunutzen. Aber ſobald die
* Kiel, 15. Nov. Der Kaiſer beſichtigte heute nach=
ffährt
dadurch geſchädigt wird, muß entſchieden da= mittag noch die neue Ingenieur= und Deckoffizierſchule in
Stellung genommen werden. Die Schiffahrtsinter= Kiel.
* Wiek, 15. Nov. Heute abend 7 Uhr fand Abend=
ſiten
bezeichnen aber dieſe Hinderniſſe als geradezu
überwindlich.
tafel an Bord des Linienſchiffes Kaiſer ſtatt, zu der
Freiherr Heyl zu Herrnsheim: Die Erklärung, die Admiralität geladen war.
die ich gebeten, iſt ja nun abgegeben worden, wenn
etwas verklauſuliert. Der Herr Staatsminiſter hat
Mücklich erklärt daß die Sachverſtändigen der Re=
Der Beſuch des Königs von Sachſen
lüng die Ausführung des Projektes für unmöglich
in München.
Das möchte ich unterſtreichen. Unter der Selbſt=
ſpaltung
verſteht man doch nicht nur die perſönliche
* München, 15. Nov. Heute Abend um 7 Uhr fand
ſcht des Kreisrates oder des Provinzialdirektors. im Hofballſaale der Kgl. Reſidenz zu Ehren des
alles, was etwa ein Kreisrat durchzuſetzen wünſcht, Königs von Sachſen Galatafel ſtatt. Der König
ſich mit den Wünſchen der Selbſtverwaltung, insbe= von Sachſen führte die Königin Marie Thereſe, der König
Dere iſt bei dem vorliegenden Projekt die Bevölkerung von Bayern die Herzogin von Calabrien. Geladen waren
Mntlich anderer Auffaſſung. Die früheren Projekte
Wberrhein mit ſeinem ſtarken Gefälle und ſeinen hohen zahlreiche Gäſte ſämtliche Mitglieder der Königlichen
Familie, die Prinzen Georg und Ernſt von Sachſen=
in
liegen auf ganz anderem Gebiete, ebenſo wie die Meiningen, Prinzeſſin Friedrich von Hohenzollern und
e des Binger Loches. Wenn man den dort vor= andere Fürſtlichkeiten. Außerdem nahmen teil der
ſterten natürlichen Stau durch einen künſtlichen erſetzen
ſächſiſche Miniſter Graf Vitzthum von Eckſtädt, der ſäch=
ſo
könne man dieſen Plan mit dem Gernsheimer
ſiſche Geſandte Freiherr von Frieſen und Gemahlin, das
ſiekt nicht vergleichen.
Fürſt Iſenburg=Wächtersbach: Die Abſicht, Gefolge des Königs von Sachſen, Miniſterpräſident Frei=
Bodenſee tiefer zu legen. beſteht nicht. Es ſollen nur here von Hertling, das geſamte Staatsminiſterium, die
Aie angelegt werden. Wenn das in richtiger Weiſe Präſidenten der beiden Kammern des Landtags, die oberſten
Alſieht und die Wehre richtig gehandhabt werden, iſt Hofchargen und der Regierungspräſident von Oberbayern.
von großem Vorteil, wie das Beiſpiel des Genfer! Während der Tafel erhob ſich König Ludwig zu folgen=
dem
Trinkſpruch:
bewieſen hat.
Eure Majeſtät heiße Ich in Meinem und der Königin
WGeheimerat Profeſſor Dr. Koch verbreitet ſich ein=
Under über die techniſche Seite der Frage. Das ganze Namen mit aufrichtiger Freude in Bayern willkommen.
ett ſei nach ſeiner Anſicht nicht ernſt zu nehmen. Die Wir gedenken dankbar des warmen und gütigen Empfan=
ffahrt
würde im höchſten Maße behindert, ſo daß! ges, den Eure Majeſtät uns heuer im März bereitet, und
Adem Widerſpruch der Schiffahrtsintereſſenten allein erinnern Uns mit Vergnügen der herzlichen Kundgebun=
nldas
Projekt ſcheitern würde. Die Ausnutzung der gen, durch die die Bevölkerung Dresdens Uns erfreute.
eekräfte ſei heute zum Schlagwort geworden, hinter Es iſt Mir ſeitdem neuerdings vergönnt geweſen, in Eurer
welche wiederum einen vollen Erfolg erzielte. Vier Lie=
der
für Bariton: Herbſtabend von Richard Wetz, Im
Konzerte.
Lager von Akkon von R. Trunk, Hans Sommers
um, Erſtes Winterkonzert des Lehrer=Odyſſeus und Seemanns Abſchied von Hugo Wolf,
Meins. Das Konzert des Sängerchors des Darm= ließen den Sänger ſeine Stimmittel glänzend entfalten,
ſihr Lehrer=Vereins, welches geſtern (Samstag) abend wofür ihm und ſeinem vorzüglichen Begleiter am Klavier,
täidtiſchen Saalbau ſtattfand, nahm einen durchweg Herrn Kapellmeiſter Adolf Knotte aus Frankfurt a. M.
hübſchen Verlauf. Gutgewähltd Progcamme und viel Beifall zuteil wurde. Den Höhepunkt ſeiner Ge=
rondentlich
gewiſſenhafte Ausarbeitung der Chorſätze ſangsvorträge bildeten entſchieden die ſpäter vorgetrage=
ija
immer ganz beſondere Vorzüge ſeiner muſikaliſchen nen drei Balladen von Carl Löwe mit ihrer reich ausge=
Anſtaltungen, ſo daß die Beſucher derſelben im voraus führten und brillant geſpielten Klavierbegleitung ( Treu=
l
vollen künſtleriſchen Befriedigung ſicher ſein dürfen. Röschen nach Worten von Theodor Körner, Mohren=
Adem geſtrigen Abend hatte ſich die Vereinsleitung fürſt und Hochzeitslied), denen als Zugabe Prinz
lrdem in Herrn Konzertſänger Maximilian Troitzſch Eugen von Löwe folgte. Ihnen voran gingen die be=
Mlüesbaden eine hervorragende ſoliſtiſche Geſangskraft kannten Körnerlieder, Vater, ich rufe dich (in Tönen ge=
lbrieeben
, deſſen markige, edeltimbrierte und in allen ſetzt von Fr. Himmel), Schwertlied und Lützows wilde,
Alſtern wohl ausgeglichene ſonore Baritonſtimme un= verwegene Jagd (in C. M. v. Webers Faſſung), die
Alin ſympathiſch berührte. Die von ihm gewählten vom Männerchor in der bekannten feinſinnigen Weiſe, mit
r und Balladen hielten ſich vorzugsweiſe, wie auch der er auf den Inhalt der Volkslieder einzugehen verſteht,
Ahorprogramm (als Nachklang der Jahrhundertfeier) tadellos vorgetragen wurden. Den Schluß bildete An=
Mllatriotiſch=geſchichtlichem Rahmen. Nach dem kraft= ton Bruckners Männerchor Germanenzug. zu welchem
Anfangschor von Hermann Kögler Deutſchland, ſei die Klavierbegleitung von Herrn Auguſt Niebergall
ſang Herr Troitzſch die Lieder: Schatzgräbers Be=rhythmiſch beſtimmt ausgeführt wurde, und deſſen ſehr
von Schubert, Der Soldat in Schumanns gehalt= wohlgelungene und klangvolle Ausführung von dem Fleiß
All Kompoſition und zwei Lieder von Brahms. Dieſen und der Hingabe des Dirigenten, Heern Wilhelm Born=
fül
Arnold Mendelsſohns ernſte, würdige Vertonung gäßer und von der Ausdauer des Sängerchors beredtes
M. M. Arndts Lied über die Leipziger Schlacht, Zeugnis gab. Der Saal war recht gut beſucht.

1913.
Seite 7.
Maſeſtät Land zu verweilen, Vereint mit Seiner Maſe=
ſtät
dem deutſchen Kaiſer, mit den übrigen Bundesfürſten
und den Bürgermeiſtern der Freien Städte, in Anweſen=
heit
der durchlauchtigſten Vertreter der Souveräne jener
Staaten, deren Armeen den großen Sieg mit erſtreiten
halfen, durfte Ich Zeuge der weihevollen Feier ſein, mit
der das Völkerſchlachtdenkmal zu Leipzig ſeiner vaterlän=
diſchen
Beſtimmung übergeben wurde. Kurze Zeit nach
der Feier zu Kelheim, die den deutſchen Kämpfern der
Befreiungskriege galt, erinnerte die Einweihung des
Leipziger Denkmals an die Helden all der Völker, die ver=
eint
mit den Deutſchen jene gewaltige Schlacht geſchlagen
haben. Bei dieſen beiden Feſten iſt ſichtbar die uner=
ſchütterliche
Einigkeit zum Ausdruck gekommen,
in der Deutſchlands Fürſten und Völker zu Kaiſer und
Reich ſtehen. Das Gefühl dieſer Einigkeit iſt es, das
Eurer Majeſtät auch heute in Bayern die Herzen zu freu=
digem
Willkommen entgegenſchlagen läßt. Mögen Eure
Majeſtät ſich verſichert halten, daß die ſorgſame Pflege
dieſer Beziehungen Mir ganz beſonders am Herzen liegt,
und daß Ich glücklich ſein werde, in vertrauensvoller Zu=
ſammenarbeit
mit Eurer Majeſtät für die Wohlfahrt des
großen deutſchen Vaterlandes und für die gemein=
ſamen
Intereſſen unſerer Länder zu wirken. Ich
bitte Eure Majeſtät, die Ueberzeugung mit ſich zu neh=
men
, daß das ganze bayeriſche Volk mit Mir eins iſt in
dem Wunſche des Segens für Eure Majeſtät, für Ihr
königliches Haus und für das arbeitſame, ſchöne und
blühende Land Sachſen. Die Gefühle warmen Dankes
und aufrichtiger Freude, mit denen Eurer Majeſtät gütiger
Beſuch die Königin und Mich erfüllt, faſſe Ich zuſammen
in den Ruf: Mein Freund und Verbündeter, Seine Maje=
ſtät
der König von Sachſen, lebe hoch, hoch, hoch!
Der König von Sachſen antwortete mit fol=
gender
Rede:
Eurer Majeſtät ſpreche Ich Meinen aufrichtigſten
Dank aus für die warmen Worte der Begrüßung, die
Eure Majeſtät zugleich im Namen Ihrer Majeſtät der
Königin an Mich zu richten ſo gütig waren. Eure Maje=
ſtät
haben der in der Ueberlieferung von Jahrhunderten
begründeten herzlichen Beziehungen gedacht, auf die un=
ſere
Häuſer und Staaten mit Genugtuung zurückblicken
können. Eure Majeſtät haben ferner daran erinnert, wie
nach der Begründung des Deutſchen Reiches noch andere
unzerreißbare Bande unſere Häuſer und Staaten ver=
knüpften
, wie wir mit den deutſchen Fürſten und Völ=
kern
in unerſchütterlicher Einigkeit zu Kaiſer und Reich
ſtehen. Die herzlichen Beziehungen zwiſchen unſeren
Häuſern und Staaten, die Wohlfahrt unſeres großen deut=
ſchen
Vaterlandes ſorgfältig zu pflegen, wird auch fürder=
hin
Mein erſtes und aufrichtiges Beſtreben ſein. Um=
ſchlingt
hiernach uns und unſere Staaten das Gefühl
engſter Zuſammengehörigkeit, ſo iſt Bayerns Freud und
Leid auch Sachſens Freud’ und Leid. Herzlichſten Anteil
haben deswegen Mein Haus und Mein Volk auch an den
jüngſten Ereigniſſen in Bayern genommen. Und wie Ich
und Mein Volk des Allmächtigen Segen auf Eurer Maje=
ſtät
Haus und Volk herabflehen, ſo hoffen Ich und Mein
Volk zu Gott, daß Eurer Majeſtät Königs Regierung
eine lange und ſegensreiche ſein möge zum Wohl des
bayeriſchen Königreiches und zum Wohle unſeres herr=
lichen
deutſchen Vaterlandes. Es iſt Mir in dieſem Jahre
vergönnt geweſen, Seite an Seite von Eurer Majeſtät
einmal im Bayernlande und dann im Sachſenlande un=
vergeßliche
vaterländiſche Feſte zu feiern. Während fer=
ner
im März Eure Majeſtät, und Ihre Majeſtät die =
nigin
Mir die Ehre und Freude Ihres Beſuches geſchenkt
haben, darf Ich heute hochbeglückt Eurer Majeſtät Meinen
wärmſten Dank abſtatten für den herzlichen Empfang, den
Ich am Hofe Eurer Majeſtät und in Ihrer ſchönen Reſi=
denz
München gefunden habe. Laſſen Eure Majeſtät Mich
all dieſe Empfindungen der Freude und des Dankes in
den Ruf zuſammenfaſſen: Seine Majeſtät der König von
Bayern, Mein teurer Freund und Bundesgenoſſe, Ihre
Majeſtät die Königin und das geſamte Königshaus, ſie
leben hoch, hoch. hoch!
Nach dem Diner wurde Kaffee im Barbaroſſaſaale
ſerviert.
Vermiſchtes.
Weihnachtseinkäufe. Der Deutſche Käufer=
bund
veröffentlicht ein Weihnachts=Flugblatt, in dem es
heißt: Wir wollen zum Weihnachtsfeſte denen Freude be=
reiten
, die uns naheſtehen. Das Schönſte an dieſem Feſte
iſt wohl, daß wir uns bemühen, über unſeren engſten
Kreis hinaus ſoviel Weihnachtslicht und Weihnachtsfreude
zu bereiten, als nur irgend in unſeren Kräften ſteht. Und
dennoch bereitet unſer Geben und Schenken vielen Tauſen=
den
harte Plagen, an denen wir nicht ſchuldlos ſind, weil
wir uns keine Gedanken über die Folgen unſeres Tuns
gemacht haben. Was können uns aber Freuden ſein, die
nur durch anderer Leiden möglich ſind! In den Geſchäf=
ten
, in denen wir Weihnachtsgeſchenke kaufen, drängt ſich
in den Wochen vor dem Feſte eine Fülle von Arbeit zu=
ſammen
, die für die beteiligten Kaufleute, Angeſtellten und
Arbeiterinnen, zumeiſt Heimarbeiterinnen, immer beängſti=
gender
wird, je näher die eigentlichen Feſttage kommen.
Oft nur durch Zuhilfenahme der Nächte iſt es der Heim=
arbeiterin
möglich, die ſo ſpät beſtellte Arbeit rechtzeitig zu
liefern. Die Käufer können dieſen Andrang und die da=
mit
verbundene Ueberlaſtung der Geſchäftsleute und der
Heimarbeiterinnen mildern, wenn ſie ihre Weih=
nachtseinkäufe
frühzeitig beſorgen. Der
Käuferbund empfiehlt dabei, für die Weihnachtseinkäufe
als gute Käuferſitte Feſtgeſchenke ſpäteſtens in der erſten
Hälfte des Dezember zu kaufen, Beſtellungen und derglei=
chen
aber ſchon im November aufzugeben.
Ans Blindſein gewöhnt‟. Der Türmer
ſchreibt: Eine ſonderbare, höchſt ſonderbare Entſcheidung
fällte das Reichsverſicherungsamt in einem Rechtsſtreit
über die Invaliditätsrente. Ein Monteur büßte infolge
eines Augenleidens eines Tages die Sehkraft völlig ein
und bezog von dieſem Tage an die ihm zuſtehende In=
validitätsrente
. Nach Verlauf mehrerer Jahre erhielt der
Erblindete die Mitteilung, daß er fortan nur vier
Fünftel der bisherigen Rente erhalte. Die Rente werde
um ein Fünftel gekürzt, weil angenommen werden müſſe,
daß er ſich im Laufe der Jahre an die Erblindung
gewöhnt habe. Der Blinde ließ gegen dieſen Entſcheid
Berufung beim Reichsverſicherungsamt einlegen. Er be=
tonte
dabei, daß er angeſichts des gänzlichen Verluſtes des
Augenlichts auf ſeine Umgebung völlig angewieſen ſei.
Er müſſe zu allen Verrichtungen des täglichen Lebens, wie
An= und Ausziehen, Eſſen, Trinken uſw., ſtändige Hilfe
haben. Das Reichsverſicherungsamt ſtellte ſich trotz die=
ſer
Auffaſſung auf den Standpunkt der Vorinſtanz und
beſtätigte die Kürzung der Rente um ein Fünftel des
vollen Betrages. Im Laufe der Jahre müſſe (!) eine
Gewöhnung des Antragſtellers an ſeine Lage eingetreten
ſein. Wenn er das Gegenteil behaupte, ſo ſei ihm das
einfach nicht zu glauben. Der Begriff der Ganzinvalidi=
tät
wäre ſomit aus der Welt geſchafft. Der Menſch muß
ſich eben an alles gewöhmn, nnd wenn er nicht vorher
ſtirbt, auch an Entſcheidungen wie dieſe.

[ ][  ][ ]

Nummer 277,
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November 1913.
Seite 8.
Vrmmer
Die Opferdes Antoomntbus. Aus Lon= Höchſtſtand, während ſie heute morgen nur mehr 420 Staten zurickgewieſen hat, köme Hueria nicht mehrt
cm
don wird berichtet: Der ſoeben von der Londoner Polizei= Meter hoch war, und weiterhin ſtark fällt. An der fran= als ſich dieſem Ausdruck patriotiſcher Geſinnung ancſſſt=
Fr mſt Zim
behörde veröffen lichte amtliche Bericht über das Jahr 1912 zöſiſchen Grenze iſt ſie in den letzten 24 Stunden 1,50 Meter ſchließen und ſeine würdevolle Haltung der Regierung
Gneie
Waſhington gegenüber beizubehalten.
gipfelt in dem zahlenmäßigen Nachweis, daß in der Reihe gefallen.
Walt
* Meriko, 15. Nov. Die im Nationalpalaſt ald
(M
Köln, 15. Nov. Die heute feſtgeſtellte Rhein=
der
mbdernen Straßengefährte der Automobilomnibus
tüheren
weitaus das gefährlichſte Verkehrsmittel der Gegenwart höhe iſt 3,82 Meter, das bedeutet ein Steigen um 1,82 gebene Erklärung Huertas läßt nach Anſicht wi
iſt, unmittelbar gefolgt von den Auomobilen. Die Stati=Meter innerhalb 24 Stunden. Nicht nur die oberrheini= unterrichteter Stellen die Erneuerung der Vit
ſtik zeigt, daß die Ausrottung der Pferdeomnibuſſe und derſchen, ſondern auch die mittelrheiniſchen Nebenflüſſe des handlungen zwiſchen Meriko; und den Vereinnttile
imnd.
Pferdedroſchken unaufhaltſam fortſchreitet Die Zahl der Rheins wie Ahr, Sieg, Wupper und Ruhr ſind Staaten äußerſt zweiſelhaft erſcheinen,
kaum Hoffnungen für eine gütliche Beilegung der beſtellt ſtadnete 2a
für von Pferden gezogenen Verkehrsmittel erteilten Fahr= in ſtarkem Seigen begriffen.
* Mailand, 15. Nov. Sehr betrübende Nachrich= den Meinungsverſchiedenheiten vorhanden zu
erlaubniſſe iſt im vergangenen Jahre um nicht weniger
als 2821 Scheine zurückgegangen, während in der gleichen ten über Schäden durch verheerende Wolken= ſcheinen.
Zeit die Automobilgefährte eine Zunahme um 1483 Fahr=brüche kommen aus dem berühmten Weingelände von
Nei=9.
ſcheine aufweiſen. Wie äußert ſich nun dieſe wachſendeChianti in Toskana. Der Orkan verwüſtete Häuſer und
Letzte Nachrichten.
gemeldet.
Mechaniſierung des Londoner Straßenverkehrs in der Gärten. Auch Menſchenleben ſind zu beklagen. Ein Kut=
ſine
?
Statiſtik der Straßenunfälle? Da zeigt es ſich, daß die Un= ſcher wurde mit Pferd und Wagen von den Fluten mit=
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
unt. Die
fälle ſeit Aufkommen der Automobile und Autoomnibuſſe geriſſen, zwei Arbeiter von einem umſtürzenden Fabrik=
* Berlin, 15. Nov. Die im Jahre 1907 gebilsel Dannon
unaufhaltſam zunehmen. Noch 1903 zählte man aur 154 ſchornſtein erſchlagen.
Kommiſſion zur Erforſchung des Eingd geu=York,
Tote, 1904 156, 1905 172, 1906 212, 1907 283, 1908 326.
Riva, 15. Nov. Auf dem Gardaſee weht ſeit zwei borenen=Rechts in den deutſchen Schutzacleteblnie aus
1909 306. 1910 388, 1911 426 und 1912 bereits 538 Tote. Auf
die verſchiedenen Fahrzeuggattungen verteilt ſich die Un= Tagen außerordentlich heftiger Sturm, der in vie= bieten iſt am 14. November wiederum zu einer Sikktdas vom
glücklisliſte wie folgt: der Autoomnibus tötete 171und ver=len Uſerorten mannigfachen Schaden anrichtet. Der ung im Reichskolonialamt zuſammengetreten.ilegſamn
Gegenſtand der Erörterungen bildete die Verwertung
letzte 2580 Menſchen, das Automobil folgt mit 117 Toten Schiffsverkehr war ſehr ſtark beeinträchtigt.
lames,
3:
Paris, 15. Nov. Ueber die Ueberſchwem= Materials welches inzwiſchen einging in Beantwortan
und 323
222 Verwundeten, die Automobildroſchken (Taxameter)
mit 40 Toten und 2091 Verwundeten, die elektriſch be=mungen in Oſtfrankre ich wird gemeldet: Beſon= des von der Kommiſſion im Jahre 1908 ausgearbeitsdſlne ins
triebenen Straßenbahnen mit 37 Toten und 2320 Verwun, ders beunruhigend iſt die Lage in der Gegend zwiſchen und an die Gouvernements zur Verteilung an Begplll kand der P
deten, und am Schluſſe der Liſte erſcheinen die Krafträder, Charolles, Chälons=ſur=Saone und Döle. Zahlreiche Dör= Miſſionare, Kaufleute uſw. verſandten Fragebogens,
fer ſtehen vollſtändig unter Waſſer. Bei Mar= Kommiſſion beſchloß für jedes Schutzgebiet eine zuſall
die 7 Paſſanten das Leben koſteten.
nay wurden zwei Bauern ſamt ihrem Wagen wegge= menfaſſende Darſtellung der Rechtsgebräuche hern
zugeben und bei der Abfaſſung namentlich die praktiſaſl u. 2. Ihre
ſchwemmt und ertranken.
* Chikago, 15. Nov. Ein zweiter Schnee=Bedürfniſſe der Eingeborenenrechtspflege zu berückeültlläht der und
Literariſches.
ſturm, der ebenſo heftig war, wie der Blizzard bei Be=tigen. In die Bearbeitung werden ſich Geh. Juſtisälknicht mu. 2
Johannes Doſe: Ein alter Afrikaner, ginn der Woche, fegte in der vergangenen Nacht über den Profeſſor Kohler, Geh. Juſtizrat Felix Meyer ſowie Billkkn im Stad
Merhen
Erzählung aus Deutſch=Oſt= und Deutſch=Südweſt=Afrika. Huron. Drei Schiffe, denen es gelungen war, vor dem er= Kolonialinſtitut in Hamburg Profeſſor Perels teilen
. Z. Bei
Berlin, 15. Nov. In der Korporation der Ael
Preis geh. 4 M., geb 5 M. Verlag von Hinſtorff in ſten Sturm in einem Hafen Schutz zu finden, wurden bei
Wismar. Johannes Doſe iſt als Erzähler in den weite= dem zweiten Orkan auf hoher See überraſcht. Alle dreiſten der Kaufmannſchaft in Berlin fand untedie geſetz
ſten Kreiſen zu ſehr bekannt, als daß nicht ein neues Buch Schiffe ſind untergegangen. Man glaubt, daß Leitung des Kommerzienrats Mann die Gründf
(Ec
von ihm Aufmerkſamkeit erregen würde. Weil Doſe mit die Mannſchaft verloren iſt, da es unmöglich war, den eines Zentralverbandes der Lack= und
Leib und Seele Deutſcher iſt, ſind Tauſende von Deutſchen, Schiffbrüchigen Hilfe zu bringen. Die Zahl der Menſchen, benbranche für Gläubigerſchutz ſtatt. Es traten
die ihr Vaterland lieben, warme Freunde ſeiner Bücher. die bei den Schneeſtürmen in der letzten Woche ums Leben über 200 der bedeutendſten Firmen der Lack= und Fatß
Ein von Anfang bis zu Ende geradezu packendes Buch iſt
branche Deutſchlands bei. Der Verband wird ſeine Tasatäblein,
der alte Afrikaner‟. Die Handlung ſpielt in Oſtafrika gekommen ſind, wird auf 275 geſchätzt.
keit nicht nur auf die ſpeziellen Aufgaben des Gläublglliſwie vielen
zu der Zeit, als noch kein Schienenſtrang bis nach Tabora
ſchutzes beſchränken, ſondern die Beſtrebungen zur Beclzi den Spiele
und Udjidji führte, und erzählt von zwei Deutſchen, einem
rung der Kreditverhältniſſe dieſer Branche vereinheitlietin allem vo
Erdbeben.
alten Pfadfinder und ſeinem Neffen, die als Führer an
und nachdrücklichſt vertreten.
ftämr dun
der Spitze einer Expedition an den Tanganjika=See mar=
* Lima, 14. Nov. Ein Erdbeben im Departe=
* Berlin, 15. Nov. Der Redakteur des Kleinen emofindlie
ſchieren. Mit was für Gefahren, Entbehrungen, unſag= ment Apurimac zerſtörte zehn Ortſchaften; 250 Per= nals Joſef Koſpoth wurde heute von der ſechſtenlaim
baren Strapazen und Abenteuern eine ſolche Expedition in ſonen wurden getötet. 1500 Familien ſind obdachlos. Die kammer des Landgerichts Berlin I wegen öffentlicheSücinsäch
das Innere von Oſtafrika verbunden war, wie der Tod Erderſchütterungen dauern fort. Auch ein Orkan wütet in leidigung der Kammerſängerin Frieda Hembellllsdener Min
immer nebenher ſchritt, das erfährt man aus dieſem, mit der Gegend.
1 Monat Gefängnis verurteilt. Ferner wur
Aen
überwältigender Anſchaulichkeit geſchriebenen Buch. Ein
Beleidigten die Publikationsbefugnis zugeſprochen,
ricn6
friſcher, ſtarker Geiſt des Deutſchtums im beſten Sinne
Beleidigung lag in einem. Artikel Die Kammerſängtmteſthe
Luftfahrt.
weht durch das ganze Werk, ein Widerwille gegen alle
ime
Hempel und ihr Lehrer Folgsorden. Der Vorſthämdt
Ausländerei und Engländerei, eine innige Freude an dem,
* Buc, 15. Nov Der engliſche Flieger Hucks führte in der Begründung aus, daß der Beweis derd E
was unſere Kolonien ſind und werden, und was der führte zwei Flüge aus, wobei er wiederholt mit dem
heit in keiner Weiſe geführt und die künſtleriſche und
Deutſche in Afrika leiſtet.
Kopfe nach unten flog und vier Looping the Loop moraliſche Ehre der Kammerſängerin aufs ärgſte
Da nun die Abende beginnen, wieder länger zu beſchrieb.
worden ſei.
werden, macht ſich neben anderem auch das Bedürfnis
Konſtantinopel, 15. Nov. Der Flieger
* Karlsruhe, 15. Nov Der Großherzoghal
nach einer gediegenen Lektüre allenthalben bemerkbar. Die= Daucourt, der mit ſeinem Paſſagier Roux heute Mitgliedern der Erſten Kammer ernannll
ſem Bedürfnis kommt in vorzüglicher Weiſe eine Zeit=nachmittag in St. Stefano aufgeſtiegen war. hat den die Dauer ſeines richterlichen Amtes den Geh. Ratäl
ſchrift entgegen, die es verſteht, vielſeitigen Richtungen Bosporus überflogen und hat die Richtung Präſidenten des Verwaltungsgerichtshofes Dr. Kl
und Intereſſen gerecht zu werden, die ſowohl den bloßen Ismid-Adebaſar-Eskiſcheher eingeſchlagen.
Glockner; für die bevorſtehende Landtagsperiode
Wunſch nach Unterhaltung, als auch das Verlangen nach
Wirklichen Geh. Rat Dr. Albert Bürklin, den Stchſ
Belehrung befriedigen mag. In der im gern geſehenen
rat und Miniſterialdirektor Dr. Wilhelm Hübſch
handlichen Großoktavformat bei der Deutſchen Verlags=
Direktor der Kunſthalle Dr. Hans Thoma und den
Vom Balkan.
Anſtalt in Stuttgart erſcheinenden Monatsſchrift Arena
Kommerzienrat Robert Kölle=Karlsruhe, ſowie l
iſt ein ſolch wünſchenswerter Begleiter durch die abend=
Der griechiſch=türkiſche Friedensſchluß.
Geh. Rat Dr. Karl Reiß=Mannheim und den Bbelill
lichen Feierſtunden dargeboten, dem ſich jeder mit voller
* Athen 14. Nov. Die lebhafte Freude über den germeiſter a. D. Dr. Otto Winterer=Freiburg,
Genüge anvertrauen darf. Die ſtattlichen, je 9 Bogen um=
Mannheim, 15. Nov. In den Geſchäftsraumenü Deute
faſſenden Hefte vereinigen zu jedem einzelnen in ſich eine Friedensſchluß tritt überall zutagr. Heute früh
ſo mannigfache Fülle ausgezeichneten Leſeſtoffs, daß nie= verkündeten 101 Kanonenſchüſſe das frohe Ereignis das Rheiniſchen Kreditbank in Mannheim wurde heue
mand unbefriedigt ein ſolches Heft aus der Hand legen die Garniſonen in den Provinzen in der gleichen Weiſe Elektriſche Kraftverſorgungs=Aktienn
wird. Einen neuen Beweis dafür erbringt das ſoeben er= weiter verbreiteten. Die Straßen Athens ſind beflaggtſellſchaft mit einem Kapital von 8 Milſi
Maloc
ſchienene Heft 3 des 30. Jahrgangs. Im Verein mit den und werden heute abend in glänzender Beleuchtung er=nen Mark gegründet. Die Geſellſchaft wird ſic
hübſchen, zwiſchenhinein verteilten Vollbildern vermag ſtrahlen. Die türkiſche Geſandtſchaft hißte heute wieder dem geſamten Gebiet der angewandten Elektrizität beſi
ſein reicher Inhalt zweifellos zu bekunden, daß die Areng ihre Flagge. Der König, die Königin, die Prinzen tigen. Die Gründung erfolgte in Anlehnung ande
eine auch hohen Anſprüchen genügende Zeitſchrift darſtellt, und der Miniſterrat begaben ſich um Mittag unter dem Brown Boveri=Konzern. In dem Aufſichtsrat ſindsbll
deren Bezug jedermann aufs wärmſte empfohlen werden Jubel der Bevölterung in die Metropolitankirche zu dieſem Konzern und der Rheiniſchen Kreditbank dis Mml
einem feierlichen Dankgottesdienſt. Die Demobil= tallbank, die Metallgeſellſchaft, die Allgemeine Delle
kann.
Böhmiſche Charakterbilder. Ein Welt=machung des griechiſchen Heeres iſt vorausſicht= Kreditanſtalt, die Deutſche Vereinsbank, die Schweie
bild in Biographien von Profeſſor Dr. Th. Birt. 360lich in ſechs Wochen beendet. Die Truppen werden nach Kreditanſtalt der Schweizeriſche Bankverein, diet
Seiten mit 20 Taſeln in Kupfergravüre. Buchſchmuck von den Standplätzen der vier alten Diviſionen befördert und zeriſche Bank=Geſellſchaft, die Firma Leu u. Co. nſeaplanft
Profeſſor G. Belwe. Broſchiert 7 Mk., in Originalleinen= dort entlaſſen Nur vier Jahrgänge etwa 55 000 Mann, und andere Firmen vertreten.
* Halle a. S 15. Nov. Heute abend raſte
band 8 Mk. Verlag: Quelle u. Meyer in Leipzig. Durch bleiben zur Sicherung der neuen Gebiete unter den Waf=
unſere
Zeit geht ein Streben und Sehnen, die Antike wie= fen. Die Flottenmannſchaften werden wahrſcheinlich ſo= zwei Pferden beſpannter Bierbrauerwageam
6
der in uns zu neuem Leben zu erwecken. Je gründlicher fort entlaſſen. Die türkiſchen Gefangenen, 40000 Sol=ſteile Liebenauer Straße hinab in die Beeſenerſtrllleld =Wihung
auf dieſem Gebiete die Umwertung aller Werte erfolgt, daten und 480 Offiziere, werden auf gechartechen grie= direkt in ein Spielwarengeſchäft,M
(5 m unerer
ſechs Kinder ſtanden. Der Wagen riß die Kinder
je klarer man die weltgeſchichtliche Bedeutung der Grie= chiſchen Dampfern in der nächſten Woche heimſkſchafft.
chen für die Bildung des antiken, insbeſondere römiſchen Der Generalgouverneur der Nationalbank Walgoritis er= das Schaufenſter. Zwei Kinder wurden ſ
hielt den Auftrag, ſofort mit der Geuppe des Comptoirverletzt. Ein Pferd mußte ſofort getötet werde
Menſchen erkennt, deſto intereſſanter und reizvoller wer=
Merſchr
* Peſt, 15. Nov. Im Abgeordnetenhausiil
5
den uns jene Heldengeſtalten, die wir meiſt nur als Sche= d'Escompte über den Abſchluß einer Anleihe offiziell zu ver=
heute
der Geſetzentwurf betr. den Bau mehl ſnuen.
men aus unſerer Schulzeit herübergerettet haben. Sie handeln
Eiſenbahnlinien in Bosnien und de
vor unſeren Augen in ihrer ganzen Eigenart lebendig er=
ſchſhreſe

zegowina, ſowie betreffend die Umwandlung
theitenuſahd
ſtehen zu laſſen, iſt in dieſem hervorragenden Buche einem
* Konſtantinopel, 15. Nov. Der rumäniſche ſchmalſpuriger Linien und normalſpurige vorgelen
Meiſter der Darſtellung gelungen. Wie köſtliche Kultur= Miniſter Take Joneseu gab an Bord des Dampfers Durchführung dieſer Eiſenbahnbauten wird durchi
novellen leſen ſich dieſe Schilderungen, denen man aber Roumano zu Ehren des Miniſters Talaat Bey ein 60 Jahren amortiſierbare Anleihe von 270 Millana
doch in jedem Satze anmerkt, daß ſie mit dem Rüſtzeug Frühſtück. Jonescu reiſte heute abend ab.
Kronen beſtritten. Die Regierungen Oeſterreich=Ungi
des Forſchers geſchrieben ſind. Der Verfaſſer hat ſich nicht
werden zur Deckung der Anleihe und zu Beſtreitung aſt
nur begnügt, Biographien von feinſtem, duftigſtem Reize
terer Koſten Jahresbeiträge leiſten, die im erſten Sah
zu geben: all ſeine Helden ſtehen mitten im Leben und
Zur Lage in Mexiko.
insgeſamt 800 000 Kronen betragen, im zweiten Jahreu
Geſchehen ihrer Zeit; und indem er uns ihr Tun und
* Waſhington, 15. Nov. Die dem amerikaniſchen 2600 000 und im dritten Jahre um 3 Millionen Kronen
Handeln verſtändlich macht, entrolt er vor uns als zu=
ſammenfaſſenden
Hintergrund ein ununterbrochenes Vild Geſchäftsträger OShaugneſſy überſandten Inſtruktionen höht werden. Bosnien und die Herzegowina ſelbſte
der geſamten römiſchen Geſchichte, der Entwickelung der geben an, bis zu welchem Punkte die Vereinigtenden durch dieſe umfangreichen Eiſenbahnhauten nur
Staaten gehen wollen, wenn ſie die Verhandlungen Jahresbeiträgen von ungefähr 1200000 Kronen belaſtä=
römiſchen
Staatsverfaſſung und des Reiches.
Paris, 15. Nov. General Ditte, der Kommander=
mit
den Beamten Huertas welche die Beſprechung zu er=
neuern
ſuchten, wieder eröffnen. Die Vereinigten Staa= der Kolonialbrigade in Marokko wurde zum=
ten
ſtehen auf dem Standpunkt, daß die Wiederauf=miſtiſchen Gehilfen des Generalrefidente
Unwetter und Hochwaſſer.
nahme der Verhandlungen unnütz ſei, ſofern ernannt. An ſeine Stelle tritt General Humbert.
* London, 15. Nov. Erzherzog Franz Ferdinarn Miette n
* Bingen, 15. Nov. Auf der ganzen Mittel=nicht ein endgültiges Verſprechen abgegeben werde. Aus
rheinſtrecke iſt die Hochwaſſergrenzeerreicht. Erklärungen von Beamten in Waſhington geht hervor, und Gemahlin ſind in Dover eingetroffen=
* London, 15. Nov. Während einer Verhandlung vol
Das Waſſer iſt in den letzten 24 Stunden um 50 Zenti= daß die Beſprechungen zwiſchen Dr. Hale, dem perſön=
(60
meter geſtiegen. Da die ſeit einigen Tagen faſt unaufhör= lichen Abgeſandten Wilſons und dem General Carranza dem Schwurgericht Old Bailey gegen die Anhäng
lich niedergehenden Regengüſſe wohl auch in der nächſten nur in der Bemühung beſtanden Zuſicherungen für den rin des Frauenſtimmrechts Rachel Piege
Zeit nicht nachlaſſen werden und auch vom Oberrhein wei= Schutz der Fremden zu erhalten, falls das Waffenausfuhr= die angeklagt war, das Hamptonhaus in Brand geſteckt
teres Steigen des Waſſers gemeldet wird, dürſte auch am verbot aufgehoben wird Die Aſſoeigted Preß meldet haben, warfen Anhängerinnen des Frauenſtimmrechtes
Gegenſtänden, wobei die Fenſter zerbrachen. Fünf wro= ch!e Vos
Mittelrhein das Waſſer noch in die Höhe gehen. Auch aus Merilo: Der engliſche Geſandte teilte Huerta mit.
die Nahe iſt ſtark geſchwollen. Rhein und Nahe haben das daß es die Vereinigten Staaten ernſt meinen, und daßden verhaftet. Der Richter ließ darauf den Saol
6
angrenzende Land auf weite Strecken überſchwemmt.
England geneigt iſt, die Vereinigten Staaten moraliſch räumen.
* Madrid, 15. Nov. Der großbritanniſchte
* Metz, 14. Nov Seit zwei Tagen führt die Moſel zu unterſtützen. Huerta war ſehr erſchüttert, als er er=
Hochwaſſer. Während dieſer Zeit iſt ſie auf 3 Meter fuhr, daß die Nation, die er ſeither auf ſeiner Seite Botſchafter Hardie überreichte dem König ſein=
glaubigungsſchreiben
. In einer Anſprache drückte er die
geſtiegen undüberflutet die Ufer; die Schiffahrt mußte glaubte, gegen ihn Partei ergriffen habe.
Gefühle der traditionellen Freundſchaft zwiſchen den bo= werden. In den Bergen des Schwarzwaldes
II.B. London, 15 Nov Nach einer Depeſche von den Ländern aus. Der König ſprach ſeine Befriedigun.g
fällt wieder bis auf 1200 Meter herab Schnee. Die Berg= beſt unterrichteter engliſcher Quelle war Huerta nur darüber aus und betonte, daß die Freundſchaft täglisk
bäche überfluten vielfach die Ufer, wodurch auf den Fel= deshalb ſo rätſelhaft verſchwunden, um einen ge= wärmer werde.
dern die Winterſaat ſehr gefährdet iſt. Der Oberrhein waltigen Räuſch ordentlich auszuſchlafen. Er hatte ſich zu
Nowatſcherkask, 15. Nov. Bei dem Bahnhof Schl=
ſteigt
andauernd, da ihm aus dem Alpengebiet viel Waſſer dieſem Zweck einige Tage in eine Vorſtadt=Villa zurück= ketſche rannte infolge falſcher Weichenſtellung
zugeführt wird. Der Neckar iſt bei Mannheim ſtrecken= gezogen und iſt nun wieder in den Palaſt zurückgekehrt.
ein Güterzug in einen gemiſchten Zug. Zwei
weiſe ausgetreten und überflutet das Vorland. Aus
Perſonen wurden getötet, mehrere ſchwor
Freiburg wird der Voſiſchen Zeitung gemeldet, daß die
Eine Erklärung Huertas.
verletzt.
Dreiſam den Fahrdamm unter Waſſer geſetzt hat, ſo daß
* Mexiko, 15. Nov. Im Nationalpalaſt iſt
die Züge nicht mehr verkehren können.
Peſt, 15. Nov. Das Appellationsgerich
folgende Erklärung abgegeben worden:
Metz, 15. Nov. Die Moſel fällt ſeit geſtern
Angeſichts der Tatſache, daß Carranza jede Form einerverhandelte gegen die früheren Abgeordneten, die in
Abend ſtark. Sie erreichte geſtern mit 4,82 Meter ihren. Vermittlung oder einer Allianz mit den Vereinigten März 1910 den damaligen Miniſterpräſdentenaen

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Mummer 277.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November 1913.
Seite 9.
Een beberwarn und den Aderbauniniſter Grafen Se=
Koterdamt 9. Nov. 3 Uhr 20 Min. nachm. Mzard
ſh. mit Tintenfäſſern und anderen ſchweren Gegenſtän=
paſſiert
. Nieuw Amſterdam‟ 13. Nov. 7 Uhr vorm=
bewarfen
und verwundeten. Das Gericht verurteilte
von Plymouth abgegangen. Noordam 11. Nov. vorm.
Gewalttätigkeit gegen eine Behörde und verurteilte
Das Aupfeld-Phonola
von Neu=York abgegangen. Ryndam 13. Nov. vorm.
früheren Abgeordneten Zacharias zu 1 Monat
in Neu=York ein=getroffen. Potsdam 8. Nov. morgens
ſängnis und 100 Kronen Geldſtrafe und den
in Rotterdam eingetroffen.
tklagten Markos Hoffmann zu 15 Tagen Ge=
Piano
ſignis. Merey Madarasz, ſowie der gegenwärtige
ſiordnete Deck wurden freigeſprochen.
kann auf den
Tasten od er mittels
Brand eines Dampfers auf offener See.
Todes=Anzeige.
eingebauter Phonola ge-
* Neu=York, 15. Nov. Von Cap Race wird draht=
Heute nachmittag ½6 Uhr entſchlief ſanft
spielt werden. Wer früher nie&
gemeldet, daß der ſpaniſche Frachtdampfer
nach langem, ſchwerem, mit Geduld getragenem
almes im Nordteile des Atlantiſchen Ozeans
Weine Taste berührte, vermag jetzt
Leiden meine innigſtgeliebte Frau, unſere gute
ſenne. Die Paſſagiere wurden auf den Cunarddamp=
Mutter, Schweſter, Schwiegermutter, Groß=
Valles, was die Musikliteratur bietetN
Pannonia übergeführt.
mutter und Tante
(23972
Neu=York, 15. Nov. Ein dem hieſigen Bureau der
künstlerisch vollendet selbst zu spielen. V
Aerdlinie aus Bermuda zugegangene Meldung be=
Vorführung bzw. Broschüre bereit-/
t das vom Dampfer Pannonia eingetroffene draht=
Marie Götz
Telegramm. Der Pannonia begleitete den Damp=
Vwilligst. - Alleinvertretung:7
Balmes, auf dem auf hoher See Feuer ausge=
geb
. Albert
ſchen iſt, nach Bermuda. Die Paffagiere des
Karl Arnold
im 46. Lebensjahre.
Urnes, insgeſamt 103, befinden ſich wohlbehalten
Word der Pannonia.
Ecke Erbacherstrasse /
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
nächst dem
Friedrich Götz nebſt Kindern,
Briefkaſten.
Karl Götz und Frau, geb. Albert,
Schwimmbad.
D. Ihre Anfragen an dieſer Stelle zu beantwor=
Familie Seger,
läßt der uns hier zur Verfügung ſtehende knappe
Familie Speyer.
ſm nicht zu. Wenden Sie ſich an das Städtiſche Steuer=
Darmſtadt, den 14. November 1913.
au im Stadthaus; dort erhalten Sie in Steuerfragen
ſſerlos Auskunſt.
Die Beerdigung findet am Montag, nachmit=
P. J. Bei feſtem Lohn kann der Arbeitgeber Abzüge
tags 3 Uhr, vom Portale des ſtädtiſchen Fried=
die
geſetzlich vorgeſchriebenen Ruhepauſen nicht
hofes aus, ſtatt.
ſhen.
(Schluß des redaktionellen Teils.)

Mdlein, Kindlein, du ſüßes Geſchöpf.
ön wie vielen Gefahren biſt du auf dem Schulweg und
ſ den Spielen im Freien umlauert! Man muß dich Elchbergs Nachfolger
Todes=Anzeige.
or allem vor Erkältungen ſchützen, und das tut man
lſht nur durch warme Kleider man ſollte immer auch
nh.: H. ECk. Leinet u. Wäsche
empfindlichen Schleimhäute der Luftwege ſchützen,
Samstag nachmittag ½2 Uhr wurde uns
ſem man das Kind an den regelmäßigen Gebrauch von
unſer innigſtgeliebter Sohn und Bruder
Obere Wilhelminenstrasse.
oys ächten Sodener Mineral=Paſtillen gewöhnt. Fays
ſt dener Mineral=Paſtillen, ſind aus im Kurgebrauch be=
ſidlichen
Sodener Heilquellen gewonnen und ſind dem
Adolf Frank
ſndlichen Organismus ungemein zuträglich. Die Schachtel
nach Mase,
nit dem Namen Fayl) koſtet nur 85 Pfg. Beſonderes! Herrenhemden unter Ga-
ſennzeichen
: Amtl. Beſcheinigung des Bürgerm.=Amtes
nach nur zweitägigem Krankenlager im Alter
d Soden a. T. auf weißem Kontrolſtreifen. L23uis rantis für euten Stz, bes Arbeit und
von 14½ Jahren durch den Tod entriſſen.
solide Stoffe.
In tiefer Trauer:
Ferdinand Frank u. Familie.
(23959
C. F. Erb Nachf.
Wenn jemand eine Reiſe tut, ſo kann er was er=
Darmſtadt, den 15. November 1913.
Obere Elisabethenstr.
zählen. Leider langt das Geld bei den heutigen teuren
Ludwigſtr. 15.
(23988
Zeiten nur Wenigen zum Reiſen, verſchlingt doch der
Alle Stoffe und Zutaten für die An-
Haushalt den größten Teil des Einkommens und zwingt
unfreiwillig zur Einſchränkung. Trotzdem iſt es möglich,
Die Beerdigung findet ſtatt: Montag nach=
fertigung
von Wäsche: Hemdentuche,
dem Reiſevergnügen auch bei beſchränktem Einkommen
mittag 3 Uhr vom Friedhofsportale aus.
Piqués, Köper, Oxford etc.
zu huldigen, wenn es die Hausfrau verſteht, durch
rationelles Wirtſchaften einen Reiſefond zu ſchaffen. Sie
Deutsche und Schweizer Stickereien
brauchen ſtatt der teuren Naturbutter, die Spezialitäten
in grösster Auswahl zu billigsten
Lorbeerkrone, allerfeinſte buttergleiche Sahnen=
Preisen.
margarine, Siegerin‟ Delikateß =Margarine oder
Amtlicher Wetterbericht.
Mohra, die Pflanzenbutter=Margarine zu verwenden,
WALod für BRAUT-AUSSTATTUNGEN
deren dauernder Gebrauch beträchtliche Erſparniſſe er=
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
möglicht. Hunderttauſende Familien machen es ſo und
auf Wunsch.
Unſerem Bezirk brachten geſtern Randgebilde des
fahren gut dabei, ohne auch nur im geringſten die Butter nördlichen Tiefs, das ſich noch weiter oſtwärts verlagert
zu entbehren, denn Lorbeerkrone‟, Siegerin und hat, trübes Wetter mit zeitweiſe ſtarken Regenfällen.
Fernspr. 728. Gegr. 1861.
Mohra ſtehen dieſer in nichts nach.
Von Südweſten dringt hoher Druck vor, jedoch dürften
wir bei ſüdweſtlichen Winden vorläufig noch veränder=
Aus dem Geſchäftsleben.
liches Wetter mit ſtrichweiſen Niederſchlägen zu erwarten
22918a
Unſere Koſt im Winter. Der menſchliche Körper haben.
ſeroplanflug. Kein anderer Sport der Neuzeit er=iſt ein Ofen, bei dem die Nahrungsmittel die Rolle des
Ausſichten in Heſſen für Sonntag, den 16. No=
regt
wohl in ſo hohem Grade das Intereſſe ſämt= Vrennmaterials ſpielen. Das macht es erklärlich, daß vember: Veränderliche Bewölkung, ſtrichweiſe Nieder=
r
Schichten der Bevölkerung wie der Flugſport, und wir im Winter ſtärker eſſen als im Sommer der Ofen ſchläge, kühl.
ſtte daher die Firma: Neue Künſtlerver=verlangt eben eine vermehrte Zufuhr von Brennſtoff, um
igung ſicherlich keinen günſtigeren Zeitpunkt für genügend Hitze abgeben zu können. Nun führt aber das
Tageskalender.
in unſerer heutigen Ausgabe erſcheinende Preis= ſtärkere Eſſen häufig zu einer unnützen Belaſtung des
Sonntag, 16. November.
ie 4 Namen der Landungs= Magens, wenn wir nicht unſere Koſt beſonders verdau=
lſchreiben
wählen. D
Porien für die ermüdeten Flieger zu erraten, kann lich machen. Glücklicherweiſe iſt hierzu jedermann im Großh. Hoftheater. Anfang 2½ Uhr. Ende nach
4½ Uhr (Volksvorſtellung): Charleys Tante,
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Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November 1913.
Seite 10.

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I. (277

tals

271

Nummer 277.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November 1913.
Seite 11.
ſtimtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
(e
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
him
ſich: 2 Pinſcher. 1 ſchottiſcher Schäferhund, 1 Spitzhund,
kottweiler (zugelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern
dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung
Italiano
Tee x Tee
nricht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormit=
par
Signor Astini
10 Uhr, ſtatt.
(23904
professore diplomato
neuer Ernte.
Verhutung von Feuersgefahr.
Privatunterricht, auf
Wunsch Spez.-Damen-
Nach § 368 des Reichsſtrafgeſetzes wird derjenige mit Geldſtrafe
zirkel, auch im Hause
zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft, der es
Cevlon-Indien-Mischung
der Schüler; ferner
erläßt, dafür zu ſorgen, daß die Feuerſtätten in ſeinem Hauſe in
Zirkel u. Klassen für
ſlichem und brandſicherem Zuſtande unterhalten, oder daß die
bevorzugter Geſellſchafts=Tee
Anfänger, Konversat.,
Fornſteine zur rechten Zeit gereinigt werden. Im Falle der Ent=
Literatur. (23125a
ſſung eines Brandes kann auf Gefängnisſtrafe erkannt werden.
Probe=Pakete Mk. .80, 1., 1.20.
Wir weiſen auf dieſe Beſtimmungen deshalb beſonders hin,
Von morgens 8 bis
wiederholt Brände dadurch entſtanden ſind, daß bei dem Verſetzen
abends 10 Uhr.
Oefen und Herden in andere Räume die dabei außer Benutzung
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ſtzten Rauchrohröffnungen der Schornſteine entweder gar nicht
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für nicht mit feuerſicherem Material, ſogar mit leicht entzündlichem
per Pfd. Mk. 2.40, 3., 3.20, 3.40 bis 6.
ſterial (Papier, Lumpen und dergleichen) verſchloſſen worden ſind.
Darmſtadt, den 12. November 1913.
(23983ggg
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt,
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Kummer 277.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November 1913,
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jetzt nach achtzehn Jahren endlich ſeinen Urlaub in Wien
zu verbringen und natürlich ſeine einzige Verwandte auf= vorzuſprechen? Sie überlegte hin und her, Aber ſie wollte
Frau Melodie.
zuſuchen. Damit ſtieg plötzlich die Jugend in ihr auf, wieder keine Zeile aus der Hand geben gewiſſermaßen
Roman von Carl Conte Scapinelli.
jene tolle, luſtige naive Jugend in irgend einem Orte der hinter dem Rücken ihres kranken Mannes. Es wäre Ver=
(Nachdruck verboten.) Kremſer Weingegend. Abendliche Spaziergänge mit rat an ſeinem Vertrauen geweſen. Aus all dieſen Ge=
Draußen ſtrahlte die Frühlingsſonne. Die Luft war dummen Reden und großen Hoffnungen in den blühenden, danken riß ſie heute der Beſuch Joſefs.
und mild, Frau Betta ſchaffte faſt lautlos, tief in duftenden Weinbergen, Geſpräche von der fernen Welt,
Der Vater empfand herzliche Freude, daß der Sohn
damken verſunken, im Haushalt, und der Profeſſor ſaß vom großen Wien, von der Zukunft.
endlich kam. Betta nimm Du die Kinder und geh’ end=
Agtrichtet in ſeinem Bett, las, was ihm unter die Hände
Was war aus dem geworden? Vom großen Wien lich ſpazieren, ſagte der Profeſſor. Du biſt von der
und war doch nicht bei der Sache.
kannte ſie kaum mehr als ihre vier Wände, als die Läden Krankenpflege ein wenig blaß geworden. Joſef bleibt bei
Fetzt, da Profeſſor Rittner grau und müde, krank der Kaufleute um ſie und ihre Zukunft war zu einem zu= mir. Geht ihr endlich an die Luft!
kkaum einer Bewegung fähig war, fühlte auch erſt friedenen Hinleben neben ihrem Mann geworden, der
Zuerſt ſträubte ſich Frau Betta, aber der Kinder
u Betta, daß ihr Mann alt war, daß er hätte ihr eigenwillig war und doch voll ſtiller Nachgiebigkeit.
wegen gab ſie nach. Der Tag war auch zu ſchön.
Per ſein können. Hundertmal ſchon hatte ſie ſich allein
Nein, ſie war nicht nur pflichtgetreu geweſen in dieſen
So ſaß der Sohn allein am Krankenlager des Vaters.
r dieſen Gedanken Vorwürfe gemacht, ſie ſchalt ſich Jahren, ſie war auch glücklich geweſen, glücklich mit den
Und nun erzähle mir, was Du machſt. Wie geht es
Pankbar, nachdem ſie Jahre lang ſo glücklich an ſeiner Kindern, glücklich mit ihrem Mann. Alle hatten die Naſen
te geweſen, ſie ſchalt ſich frivol, da ihr jetzt plötzlich gerümpft, da der weit ältere Mann ſie heimgeführt; ſie Irma?
Ich weiß nicht! ſagte Joſef ausweichend.
ſhe Gedanken kamen, und doch konnte ſie nicht anders. dächte eben an die Verſorgung, ſagten die anderen. Als
Was, Du weißt nicht, wie es Deiner Braut geht,
ſr’s die ewige Jugend der Natur draußen, waren’s ob ſie wirlich an ſo was gedacht hätte. Sie war ihm gut, Joſef?
Fäden der Liebe, die um ſie herum bei Hanſi und er ſtand geiſtig ſo hoch über ihr und war ſo eigenartig und
Nein weil Irma gar nicht mehr meine Braut
freck, bei Joſef und Irma ſich geſchlungen hätten? anziehend in ſeinen Reden. Nie, nie all die Jahre hatte iſt! Es klang faſt trotzig.
Wendein tiefes Sehnen war in ihr, irgendein Verlangen
ſie ſein graues Haar wirklich gemerkt, nie, nie hatte ſie
Nicht mehr Deine Braut? Die Röte war dem Alten
Weite und Freiheit, nach Fernem und Niebeſeſſenem. ſich ihm und ſeiner Güte gewachſen gefühlt. Und nun
Und plötzlich wußte ſie es doch, was es war. Die plötzlich, da ihr Mann krank darniederlag, da ſie kaum ins Geſicht geſchoſſen. Ja, wie ſo, was war? So red’
Sie hat mir abgeſchrieben! Warum? Sie
ſefe waren es, die ſie von irgend einem entfernten Vet= einen richtigen Halt an ihm haben konnte, da kamen dieſe
bekommen hatte, der, gleichaltrig mit ihr, einſt den Briefe und riſſen ſie in die Vergangenheit zurück. Nicht, war eben des Wartens und der Ungewißheit müde und
ſn Kuß auf ihre Lippen gedrückt hatte und dann in daß darin von Liebe oder Erinnerung die Rede war. Nein, vechetzt hat man ſie!
Wer, zum Teufel?
ſnd ein kleines Neſt Böhmens zum Gericht als Schrei= ſie waren im Gegenteil umſtändlich, langatmig, knöchern
gekommen war und der, jetzt noch Junggeſelle, der faſt. Aber gerade dieſes bewußte Wegleugnen der Ver=
Ach, das iſt Nebenſache. Aber die Hauptſache iſt, ſie
hheren Freundin und Kouſine gedachte, da er vor hatte, gangenheit erhöhte die Erinnerung daran,
hat ſich mit einem ſehr reichen Alann verlobt.)

[ ][  ][ ]

Nummer 272.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November 1913.
Seite 14.
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jetzt, wo es draußen ſo ſchön wird. Aber er kam gleich Fragen und Klagen des Vaters zu entgehen und
Was könnt ich da noch erhalten?
wieder auf die frühere Sache zurück. Weiß Gott, wenn ich ſprach, bald wieder nach dem Kranken zu ſehen.
Joſef, Joſef, mir ſcheint, Du haſt ſie nie ſo recht tief geſund wär', ich führe zu Irma.
Frau Betta begleitete ihn hinaus. Es ſcheinn
geliebt!
Aber, Vater, ich kann doch meine Angelegenheiten Vater zu erregen, aber Du und ſie, Ihr wußtet
Doch, doch, ſehr. Es hat für mich nichts Höheres ge= ſelbſt leiten. Nicht? Vielleicht war an allem die übereilte was Ihr tatet, nicht wahr?
geben, nichts, mit dem ich mehr verwachſen war, mehr eins Verlobung damals ſchuld!
Er nickte ihr zu. Wie dieſe Frau gütig und
im Glück als ſie Ihre Liebe hab’ ich in meine Melodien
Ihr konntet doch nicht ſo weiter Euch ins Ungewiſſe ſtändig war.
gelegt. Aber es ſchien, wie ich am Ende der Arbeit war, ſo lieben.
Felix Bergauer hat Frau Irmas kurze Antwort mitt
daß unſere Liebe damit langſam abflaute!
Vielleicht wär’s ſo beſſer geweſen, dann hätten wir Freude entgegen genommen. Längſt hatte er geahnt,daßs
Das kannſt Du ſo ruhig ſagen? Ich begreife Euch uns nicht ſo ſchnell zu trennen brauchen, ſie wäre über ſie ihm ihr Jawort geben würde. Es wäre ja alben
nicht! Ihr habt doch für Eure Liebe eben dieſes ſicht= dem Warten nicht ungeduldig geworden!
weſen, ſich dagegen zu ſträuben, eine ſo angenehme Pak=
bare
, greifbare, fühlbare Dokument!
Komiſche Zeit heutzutage, wo zwei Brauleute nicht tie auszuſchlagen. Sie gefiel ihm ausnehmend. Siehang
Joſef nickte. Der Alte war ſeltſam erregt.
ein paar Monate, ein Jahr aufeinander warten können! vornehm genug, ſeine Frau heißen zu können, und bean
Ihr wart doch ſo glücklich. Sie war doch ſo lieb, ſo
Leute wie Irma und ich können das nicht!
ſpruchte anderſeits nicht jene jugendliche Art der Huls
heiß, ſo ſchön. Aber Du verſtandeſt ſie nicht zu halten!
Da ſchüttelte der Alte den Kopf: Ich verſtehe Dich digung, jenen langen Brautſtand, den ein Fräulein hätes
nicht!
Den Irewiſch halten?
haben müſſen. Er wäre zu dieſer Art Verlobung ſchon zur
Wirklich nicht, Vater?
Joſef, läſtere ſie nicht. Ich hatte mich ſo gefreut an
alt, zu ſehr an ein angenehmes Leben gewöhnt, er ſuchtes
Euerem Glück und nun ſoll das aus und verweht ſein?
Nein, nein, ich verſtehe Dich nicht. Aber vielleicht eine ſchöne Gefährtin, einen lieben, eleganten Kameraden,
Es muß wohl!
wird noch alles gut. Wenn erſt Deine Operette heraus iſt! Freilich genau ſo hätte er ſich um eine neue Geliebtes
Nein, auch dann nicht!
Warum fährſt Du nicht zu ihr, ſprichſt Dich aus!
umſehen können, aber das war ſtrapaziöſer, und dern
Trotzkopf!
Wir haben uns doch nichts mehr zu ſagen!
ſchließliche, unvermeidliche Bruch machte ihn immer auff
Du ſollſt ihr nicht grollen!
Als Frau Betta mit den Kindern vom Spaziergange Wochen hinaus mißmutig und kleinlaut. So heiratete erT
Das tu’ ich auch nicht!
zurückkam und das Krankenzimmer ihres Mannes betrat, eben. Alles natürlich im kleinen Kreis, ohne viel äußerenn
Du biſt zu gnädig, zu apathiſch. Suche ſie Dir neu zu war das erſte, was er ihr erregt entgegen rief: Denk’ Pomp. Geſchmacklos wollte er nicht ſein, er wollte nicht,,
Dir, Betta, Joſefs Verlobung iſt zurückgegangen!
erobern, nimm ſie dem andern!
daß es ſich alle erzählten, er habe dem Rittner die Braut4
Wie ſchade! ſagte ſie einfach, faſt gleichgültig.
Und wenn ich ſie habe, geht es nicht wieder von
weggeſchnappt. Als er heute früh die Zeilen Irmas be= an, der Kampf um die Launen und das Warten
Es ſcheint Dich gar nicht zu wundern, Betta? Ich bin kommen hatte, hatte er ſeinen Jagdfreund gleich gebeten, .
darüber ganz außer mir!
und Bangen!
ihm für den Tag einen Wagen zur Verfügung zu ſtellen, .
Profeſſor Rittner antwortete nicht. Er verſtand ſeinen
Nein, es wundert mich nicht. Jedenfalls werden trif= und war nach der Stadt gefahren.
Sohn nicht, deſſen Apathie, deſſen plötzliche Gleichgültig= tige Gründe vorliegen!
Einen Rieſenſtrauß herrlicher Blumen ſchickte er vor
keit. So ſchwieg auch er. Es hatte ihn tief getroffen. Wie
Gar nicht, gar nicht! rief der Profeſſor.
ſich zu Irma. Um die Mittagszeit kam er ſelbſt. Er
ſtolz war er auf Joſef geweſen, wie ſtolz auf ſeine Stelle,
Sie heiratet nur einen andern, Reichern! ſagte Joſef. mußte wieder im kleinen Salon warten, aber es roch hier
auf ſeine Kompoſitionen, auf ſeine hübſche Braut; nun
Ach, das iſt nur Trotz von ihr! Nur Aerger nicht mehr ſo muffig darin, die Sonne ſtrömte durch ein
plötzlich war das alles zuſammengefallen, aus einem über Dich!
geöffnetes Fenſter, und ſeine Blumen verbreiteten einen
Glückskind war ein Sorgenkind geworden.
Es iſt reifliche Ueberlegung, Vater!
angenehmen Duft.
Mein verfluchtes Bein will nicht mehr gehorchen!
Das redeſt Du Dir ein. Aber laſſen wir das:
(Fortſetzung folgt.)

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4

ſanmer

2.

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Eing

[ ][  ][ ]

ſſtammer 277.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November 1913.
Seite .
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Seite 16.

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Un e annerer ſeegt: Naa, ſeegt er, den un den wehl
un kann ſe zediern, wann’s bräſſiert!), dann for lauter ich erſt recht net, er hott jo ganz vernimfdiche Alſichte,
ſoochmitdags=Bedrachtunge. Eigeſandt un Gege=Eigeſandt waaß kaa Deifel mehr, awwer er hott kaa Haus, un e Stadtrat, wo kaa Haus hott,
worum ſich’s hannelt.
Sehr verehrlichter Herr Rehdackdöhr!
kann net mitredde un gehert iwwerhaubt net uſf's Rot=
Un awwer die annern Mannsleit, die wo zufellig net haus!
Alſo nu ſage Se mer doch emol in=Gottes Himmels enuff gewehlt ſei wolle, die mache nadierlich den Rummel
Un wann’s haaßt, de Herr Sounſo mißt im Indräſſe
ſite Nome, wos is dann nor uff em Rothaus los, weil aach mit, un laaſe alle Awend in e anner Verſammlung. der Stadt abſolud un unbedingt gewehlt werrn, dann
ſiel Mannsbilder do enuff wolle?!
Un zu ihre Weiwer ſage ſe, ſie mißte alle Mann an Bord wehle in ſoe paar Knorrnkebb ſchun aus dem Grund net,
Werde dann do owwe in dem Rothausſaal jetzt als ſei vun wege dem Wohl unſerer Vaderſtadt. Un wann ſe weil ſe mol ſehe wolle, ob’s de Stadt werklich wos ſchad,
ſtenadografiſche Uffiehrunge vorgeſchbielt Nur vier nachts um Uhrer zwaa, drei haam gewackelt kumme, dann wann de Herr Sounſo net uff em Rothaus ſitzt.
4 un ſo, odder werrn do owwe Tanſcho=aſchendinio= hawwe ſe runde Fieß un de Knieſchnackler, un die Kin=
Un wann uff ihrm Wahlzettel einer Nomens Miller
iwe gewe vun eme ſtaatlich gebriffeleſchierte Danz=ner krieie for lauter Angſt die Gichdern. Un wann mer ſo
ſteht, dann ſtreiche ’n die Kwehrdreiwer aus, un ſchreiwe
lſer, odder werrn noch emal Jahrhunnerdsfeſtſpiele me ageraachte Stadtratswahlverſammlungsbruder e ge=
Pefiehrt? Feſteſſe un Begrießungsawende gibt’s pefferte Gardinepredicht unner die Nas riwwele will, dann ſich en Maier druff, weil en der Nome beſſer gefellt.
Mlich, wie ich mer hab ſage loſſe, in abſehbarer Zeit kaa werd er grob un werft aam ſo e paar unverdaute Redens=
Un annern gehe gor hin, nor um damit, daß ſe en
r! No alſo, deßhalb mecht ich nor emol wiſſe, wege arte an de Kobb, die wo er in ſo ere Verſammlung geheert Friehſchobbe mache kenne, un werfe ſchließlich aus Iwwer=
uim
nu e paar uff aamol ſo arg Stadtrat werrn wolle. hott, un er is imſtand un hellt e Wahlredd wedder aam,zeigung, un weil en der ganze Wahlkrembel net baßt, en
Lwwer ſchee muß es ſei uff em Rothaus, dann es un leßt aam iwwerhaupt net mehr zum Wort kumme; un weiße Wiſch in die Urn enei.
Awerdiche is, daß kaaner mehr erunner will, wann erwann er ſich dann merb gelabbelt hot, legt er ſich de lange
Un dodevor mache ſich nu die verſchiedene Korbe=
do
owwe uff eme Stielche hockt. Odder er muß ge= Wähk ins Bett un ſchnorxt, daß mer’s ſiwwe Haiſer weit ratzione die Arweit un die Jagd un des Gedeß, un dhun
lſe werrn. Die hawwe ſcheints allmitnanner gach gern heert:
ſich gegeſeitig verfeindſchafte un werfe ſich gottwaaß wos
pe am Pöſtche.
Un am annern Dag lieſt mer im Blärtche, daß die alles vor. Un unſer Menner ſin Awend fier Awend an
Aun ſoviel ich informeriert bin, werrn e Stickerers Verſammlung ſchun um Elf aus geweſe weer. Wann Bord un lege ſich ſo ſpät ins Bett, daß morjends die Hoſe
zeh zum Daaf nei gemacht un zum Daal friſchmerim deß awwer vorhalte dhut, dann ſegt er. deß gingt noch bambele, wann ſe widder raus miſſe.
ſdliert. Zwanßigmal ſoviel hawwe ſich awwer ge=aam nixa', un er weer im Wahlausſchuß un ſie hette nooch
Alſo, ich kann Ihne bloß ſage, Herr Redackdöhr, ich
dzehnmal ſoviel ſin ſchun widder abgeklitſcht, un fimf=dereöffentliche Verſammlung noch emole geheime hab im Lewe noch ſo kaa Manehwer geſehe, als wie die
ſoviel ſtehe uff de vereinigte uneinige Bezirksvereine Verſammlung gehatt, in dere wo ſe den Kanndidhat, derWählmanehwer um die Stadtratspöſtcher. De Kuhhannel
Wahlliſt, dreimal ſoviel uff de bollidiſche Baddeie wo in dere öffentlche Verſammlung uffgeſtellt und geneh= is Gold degege.
Mun dreidutzendmol ſoviel wolle die annern Sonder=migt geweſe war, widder abgeſägt hette, un ſo.
Un wer hott dodrunner zu leide? Nur mir arme
einſchafte enuff gewehlt hawwe. No, wos aus dem
Ja, die Mannskeit, deß is e Kohr! Awwer es Fraue. Deßentwege mecht ich ihne mol en Vorſchlag
ſhlomerad erauskimmt, deß will ich emol ſehe.
eifachſte weer, mer dhet die Verſammlung bollezeilich ver= mache, wie mer kimfdich die Wahlſchlächterei, un die Uff=
Aln wos for en Uffwand wege dene Siebzehlbiete. For was ham=mer dann unſer Bollezei; wann ſeregunge un die Blamaſche vermeide kennt un kreegt doch
Miacht werd! So hab ich geſtern awend in de Zeidung net emol ebbes verbiete derf, do huſt ich druff. Un wann den Stadtratspooſch ſchee voll. Alſo, baſſe Se emol acht.
ſſe: Der Aufmaſch der bollidiſchen und ſunſtigen die dunnerkeils Verſammlunge verbotte weern, noochher Mer geht zum Beiſchbiel her un geht hie un macht e Liſt,
eien zu den Stadtverordnetenwahlen iſt beendet; kennte die Herrn Programmentwickeler bſan peife. Awwere groß Liſt. un do ſchreibt mer allmitnanner die druff,
üer es hott net debei geſtanne, wo ſe naus maſchiern, ſo ſteht iwwerall ganer an eine Wertsdiſch un hellt edie wo freiwillich Stadtrat ſei wolle. Deß werrn
ann abmaſchiert werd, un wer die Barahde abnimmt; Redd un ſeegt, er dhet ſei Programm entwickele. Un in Darmſtadt ungefehr e Stickerers vierhunnerd ſei (ohne
denfalls macht die Stadtratswahlbezirksvereinsſpe= vor lauter Programm entwickele, dhut ſich ſo e armer die Bilder. D. Setzer.). Wer de erſt kimmt, molt de erſt,
länndidadeparäde mit Muſik un Fahnejumfern die Kanndidhat dermaße verwickele daß er, wann er werk= wie beim Johrhunnerdsfeſtzug. Un dann ſengt mer owe
ſti ſtraß eruff, um damit, daß mer ſich ſe gach ſchee be=lich nuff kimmt an de Worſchtkeſſel, daß er dann iwwer= a, un zehlt ab un nimmt ſoviel, wie mer brauch. Die
Ulhie kann, un kann ſich ſei Baddie, die wo mer gern haubt net mehr waaß, wege was er eigentlich gewehlt is derfe dann e Johr lang ſich uffs Rothaus ſetze un derfe
Ale hawwe mecht, erausſuche.
worrn, un was er ſeine Wehler alles verſproche hott. No,ihr Indräſſe, un zu gleicher Zeit gach die Winſch un
emlich aus dem, wos mer ſo in de Zeidung lieſt, un dann ſitzt er do mit ſeim Talent un kann es net ver= Aſchleg vun ihrne ſämtliche Freunde, Verwandte und B.
raa Sau geſcheidt werrn, mit Reſchbäckt zu ſage vor werte.
kannte, kreiz un iwwerzwerch, vertrete, bis ſe die Nas
e Ihrne Ehr. Do ſtehe alle morjen e paar annere Auf=
Un awwer woher kimmt deß? Deß is die Frage, voll hawwe. Dann kimmt die nechſt Rudd dra.
deinn: Wähler, Bürger, Handwerker, Beamte, Haus= ſeegt de Göthe im Schiller. Alſo, deß liggt meines Da=
Uff die Art und Weis kennte meiner Meinung nach
Aſſer, Steierzahler und Zeitgenoſſe! un lauter ſo Dide= fierhaltens nor an de Wehler, an dene dickköbbige, unver=
Aone ſtehe owwe driwwer; un in dem eine Aufruf werd ſchemte dreimol deßdillierte, eſſigſauere, unvergorenealle Winſche un ſämtliche Intreſſe vun de Herrn pp.
Arr A. in de Himmel gehowe un es haaßt, er weerEribbebiſſer. Die wiſſe net, wos ſe wolle. Un wann drei Steierzahler befriedricht werin. De Stadtverwal=
allaa
der Mann am geeichente Flecke; un in dem an= allaans beiſamme ſin, hawe ſe vier verſchiedene Meinunge, tung gindt dann uff aamol net bloß e gewehnlicher Saafe=
Aufruf haaßt’s, dem Herr A. derf mer unner gar fimf verſchiedene Vereine, ſechs verſchiedene bollidiſche ſieder uff, ſundern e ganz elektriſch Iwwerlandbeleich=
ſ
mſtend ſei Stimm gewe, weil er net for die Inträſſe Alſichte, ſibbzeh verſchiedene Wahlbrogramme, un fimf= tungszentrale. Es kemt Zug in de Bedrieb un die Saches
Mer Steierzahler weer, un er werd ſo ſchlecht gemacht, hunnerd brifade Indräſſe, un jeder maant, er hett nor dhet funktzioniern.
Alſo, Herr Redackdöhr, wann Se meine, daß mei Vor=
Mie dreckigſte Rattepinſcher in de nechſte verzeh Dag allaans e Ahnung vun Koßmedick un Haaröl, un der aa
hellts un der anner leßts net geh. Jed Baddei, jeder Ver=ſchlag was weer, dann dhun Se in emol an de zuſtendich
ertick Brod mehr vun em nimmt.
Alie erſt die Eigeſandte, wo losgeloſſe werrn. Alſo ein, jeder Schkad= un Kegelklub, jede Stammdiſchgeſell=Stell vorbringe un dhun Se mol die Herrn klorreformiern,
Mett ſich Einer vier viele hie un ſchreibt im Schweiß ſchaft un jeder Kercheſprengel kimmt mit eme eichene Kann= der Dank werd Ihne net ausbleiwe, womit hochachtungs=
Motzkobbs e Eigeſandt. Gleich kimmt e annerer un didad agewackelt, der wo noblenz koblenz un unner alle voll ſchließt mit beſte Grieß
Ihre ſehr verehrte
ätt als Mehrerereh Bürger gege deß Eigeſandt eſiwwenunzwanzig Umſtend uffs Rothaus ſoll. Un jed
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=Eigeſandt. Noochher kimmt ganer un ſchreibt als Baddie ſeegt: Wehlt den un den, un deß iſt alla unſer
Poſt ſchkribdumm: Abbraboh, wie war’s uff de Mad=
Kinleß gege deß Gege=Eigeſandt e Gege=Eigeſandt. Mann, der hat e Ahnung vun unſere Winſch, und der
Apich is aach ſchun widder aaner do, der ſchreibt e waaß, wos in unſerm‟ Indräſſe am beſte is for Darm=dienskürbe Mir warn aach eigelade. Vunis Entebür=
zels
. Awwer mir loſſe uns doch vun ſo Art Leit nicht
eEigeſandt gege deß Gege=Eigeſandt zu dem Gege= ſtadt. ('s is alles unſer!)
Jetzt kimmt awwer ſo e boxbaaniger Wehler un auf die Kürb eilade. Damals warn ſe buleidicht wege dem
Rſundt. Un zuletzt kimmt widder der, der wo deß erſt
ſundt geſchriwwe hott, un ſchreiht gege deß Gege=Ei= ſeegt: Naa, ſeegt er, den wehl ich nu grad net, dann aane Wort, un jetzt gründe ſe e Maddienskürb zur
ſidt e Gege=Eigeſandt, in dem deß Gege=Eigeſandt zu wann ich den wehl, kimmt ſei lebdag die Stroß net dorch Hewung des Viertels. Deß verſteh, wer will!
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Nummer 27½
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November 1913.
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Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November 1913.
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Nummer 277
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November 1913.
Seite 222
Gewinnauszug
ereer eite untner eie er er en
Heiterkeit. Schließlich gab Herr Dr. Sell noch Anleitung
Vorträge.
der
Am 13. lfd. Mts. fand, wie uns mitgeteilt wird, für richtige Kleidungskonſtruktion, und bewies durch ſeine
3. Brenßiſch=Fäddeutſchen
in Darmſtadt die 17. Konferenz des Verbandes Bilder, daß auch hier die wahre, edle, natürliche Frauen=
evangeliſch
= kirchlicher Frauenvereine im Großherzog= ſchönheit erſt zur Geltung kommt. Das Wichtigſte iſt, daß
tum Heſſen ſtatt. An dieſelbe ſchloß ſich ein inter= die Unterkleider nie um den Leib gebunden, ſondern ſtets (229, Königlich Preußiſchen) Klaſſenlotteris
5. Klaſſe 7. Ziehungstag 14. November 1913
eſſanter Lichtbildervortrag über Geſundheits=an ein Leibchen angeknöpft werden. Ob ein Kleidungsſtück
Klaſſe 7. Ziehungstag 14. November 1915
gemäße Frauenkleidung der von dem paßt, probiert man, indem man vor dem Zuhaken die
gefallen, und twar je einer auf die Löſe gleicher Nummer
leitenden Arzte des Eleonorenheims, Herrn Dr. beiden Seitenteile einander nähert und dann einen tiefen
in den beiden Abteilungen 1 und II.
Sell, im Fürſtenſaal gehalten wurde. Redner ging Atemzug macht. So viel die Haken und Oeſen dabei aus=
(Rahdruck verdalen
(Ohne Genahr u. Stck. ſ. 3)
von dem Grundgedanken aus, daß nicht der Körper um einander gehen, ſo viel weiter muß das Kleidungsſtück ge=
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne üben
der Kleider willen, ſondern die Kleidung des Körpers macht werden. Alle Einwände gegen das Tragen der
wegen da iſt, eine Schutzeinrichtung, die dem Menſchen Kleider mit den Schultern ſind leicht zu widerlegen. Da=
240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 500 000 Mk. 13731
nützen ſoll deshalb aber auch keine ſchädlichen Einflüſſe bei ſoll man kräftig nach Vereinfachung und Gewichtsver=
2 Gewinne zu 15000 Mk. 116402
ausüben darf. Um den Zuſchauern ein eigenes Urteil minderung der Kleider ſtreben. Derartige Arbeit treiben
4 Gewinne zu 5000 Mk. 136881 183537
darüber zu ermöglichen, ob die übliche Frauenkleidung dieſe ſeit Jahren hochſtehende Frauen, die ſich im Deutſchen
74 Gewinne zu 3000 Mk. 6326 7676 17038 2034
Forderung erfüllt, zeigt Redner zuerſt eine Anzahl Bilder Verbande für neue Frauenkleidung und Frauenkultur zu=
34369 35660 36116 44158 54559 57119 60372 60708
über den Bau des menſchlichen Körpers und beſpricht be= ſammengeſchloſſen haben.
63217 68017 69012 75710 80073 82616 8281s
An den überaus belehrenden Vortrag ſchloß ſich eine
ſonders die im Rumpfe liegenden Organe und ihre Ar=
beit
. Eine bildliche Gegenüberſtellung der normalen Kör= rege Diskuſſion an. Mit reichem Beifall bezeugten 103147 105386 126242 120665 122682 123405 18186
134201 151508 160910 177660 192891 201748 20190a
verform und der Korſettfigur zeigt ſodann, daß bei die Zuhörerinnen dem liebenswürdigen Redner ihren Dank,
205470 210347 212126 222695
letzterer der Körper gerade dort, wo für die höchſt lebens= dem auch die Vorſitzende, Frau Pfarrer Strack=Birkenau,
142 Gewinne zu 1000 Mk. 1674 8622 8848 11556
wichtige Arbeit dieſer Organe vollſte Bewegungsfreiheit in warmen Worten Ausdruck gab.
12934 14066 29294 30482 51247 51374 56465 57528
herrſchen müßte, nicht nur ſtillgeſtellt wird, ſondern darüber
62319 63693 67109 71696 74140 74673 78708 8066s
hinaus auch noch eine gewaltſame Einengung erfährt. Die
84191 84273 88573 94649 94781 100039 10247s
105387 106772 108154 113239 113398 117178 11769s
Berechnungen eines erfahrenen Arztes ergeben, daß auch
Handel und Verkehr.
119292 122177 127273 127775 131050 134947 13606s
ein niedriges und mäßig enges Korſett auf der Taille mit
einem anhaltenden Drucke von 2 Kilogramm, einſchließlich
Am 21. d. M. ſindet eine Zeichnung auf 6000000 138577 141064 145671 163338 156106 162308 165625
166677 169111 174505 181547 182028 183935 1871f
des Kleidergewichts mit 5 Kilogramm laſtet. Da die oberen
Mark 4prozentige mündelſichere Augsburger Stadt=
188171 188224 189343 192971 195219 207609 20944s
ſchmalen Teile der Lunge viel weniger Luft atmen können, Anleihe zum Kurs von 93.30 ſtatt. Die Tilgung ge=
211654 212686 215997 217155 218755 222667 226409
als die unteren breiten, ſo bekommt jede Frau mit ver= ſchieht mit 1 Prozent des Kapitalbetrages zuzüglich der
228969 230447
engter Taillenkleidung zu wenig Sauerſtoff bei ſtarker
Schnürung kommt geradezu ein langſamer Erſtickungszu= durch die Tilgung freiwerdenden Zinſen vom Jahre 1914
206 Gewinne zu 500 Mk. 1638 2469 7111 8068
ab. Eine Geſamtkündigung und Konvertierung iſt
9060 11178 12063 13066 13872 17189 22008 23d5s
ſtand vor. Sauerſtoff iſt eine Quelle jeder Art von Kraft, bis zum Jahre 1923 ausgeſchloſſen. Das Bankhaus Her=
fehlt
er uns ganz, ſo ſind wir in 2 Minuten tot, fehlt er mann Wertheim, Filiale Darmſtadt, iſt beauftragt, Zeich= 24120 28135 30112 30137 32338 33378 34666 48048
44892 47490 50251 55836 57177 57459 58931 6190s
teilweiſe, ſo kommt es zu allgemeiner Schwäche, Blutarmut,
nungen zum Originalkurſe ohne Speſenberech=
62679 63241 64550 71615 71643 76926 79698 82436
Krankheitsneigung. Sehr wichtig iſt es zu wiſſen, daß nung entgegenzunehmen. (Siehe Anzeige.)
82447 83828 85910 87564 88594 89132 93402 96668
zur Atmung ſich nicht nur die Rippen ausdehnen müſſen,
* Berlin, 15. Nov. Wöchentlicher Saaten= 98820 98981 99065 101593 113288 113732 113m
ſondern auch das Zwerchfell ſtets mitarbeiten und den Leib
114395 115117 118889 124777 124803 125971 12654
bewegen muß. Dieſe Frage wurde ſehr intereſſant er=ſtandsbericht der Preisberichtſtelle des
läutert durch Röntgenbilder eines noch nie geſchnürten Deutſchen Landwirtſchaftsrats. Zu Beginn 134a72 135646 136753 139496 143033 144570 14461ss
146648 149760 150679 156252 156171 162170 1520i
Mädchens und einer Korſetträgerin. Bei erſterem macht der Berichtswoche trat in Deutſchland eine merkliche Ab=
163266 163758 164415 166404 166765 172675 1727
das Zwerchfell zwiſchen Einatmung und Ausatmung jedes= kühlung ein, beſonders zwiſchen Oder und Weichſel kamen
173528 174329 175727 177381 179343 182503 182640
mal den Weg von der 8. bis zur 11. Rippe, bei der Ge= am 11. d. M. an vielen Orten Nachtfröſte vor wobei es
ſchnürten ſteht es faſt unbeweglich an der 8. Rippe. Der Bromberg auf 4 Grad Kälte brachte Im weiteren Ver= 182647 184075 191387 204038 204725 205480 20615m
209339 211426 211942 216360 217217 221593 2241
Blutkreislauf wird ebenfalls durch jedes engere Kleidungs= laufe nahm die Witterung indes wieder einen milden
227952 231601 233676
ſtück ſchwer geſchädigt, beſonders in der unteren Körper= Charakter an, und da es nicht an Feuchtigkeit fehlte, haben
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne übeb
hälfte. Das Blut kann durch die zuſammengedrückten die Saaten weiter gute Fortſchritte gemacht. Die frühen
240 Mk. gezogen:
Adern nicht in die Höhe, ſtaut ſich unterhalb der Taillen= Saaten ſind ſchön eingegrünt und gut beſtockt; häufig iſt
2 Gewinne zu 10 000 Mk. 222766
ſperre überall, macht Krampfadern, Geſchwüre kalte Füße, der Roggen ſogar zu üppig, und man befürchtet, daß er
12 Gewinne zu 5000 Mk. 11261 87632 9750
Hämorrhoiden, Unterleibsleiden, Verdauungsſchwäche Aber unter einer zu ſtarken und lange anhaltenden Schneedecke
159598 168833 182026
die Verdauungsorgane werden auch ſelbſt durch den Kleider= leiden könnte. Die ſpäten Saaten haben ſich infolge der
62 Gewinne zu 3000 Mk. 4741 6666 18077 206
druck ſchwer bedrängt; ſie müſſen ſich nach abwärts ſenken, Niederſchläge noch recht gut entwickelt, ſo daß auch ſie 22499 à2696 55775 62206 66287 79306 84277 90625
andere Geſtalt annehmen, können nicht unbehindert arbei= meiſt genügend kräftig in den Winter kommen. Abgeſehen 96187 100673 114445 121447 124629 126262 12929f
ten. Es kommt zu Unterernährung, Stuhlverſtopfung, ſehr von den durch die immer noch zahlreichen Mäuſe und 147176 162549 162635 172316 193957 200689 210308
oft auch zu Gallenſteinen, Magengeſchwüren, Wanderniere, Schnecken verurſachten Schäden wird der Stand der Win=
216987 218061 221341. 225210 227969
Leberleiden, Krebs uſw. Fragt man nun aber, warum die terſaaten allgemein als befriedigend bezeichnet. Auch die
118 Gewinne zu 1000 Mk. 936 2438 10369 110
Frauen ſich dies alles zufügen, ſo hört man aus allen ge= Futterpflanzen haben ein gutes Ausſehen. Vielerorts wird
14033 15861 18459 20970 23120 88414 41187 46291
a7235 47347 47561. 60117 50170 63063 65877 505
wundenen Auskünften immer nur das eine heraus: ſie das Vieh noch auf die Weide getrieben. Das günſtige
wollen ſich ſchöner machen. Damit bringen die Wetter wird von den Landwirten immer noch zur Aus= 76735 83923 96253 96565 109186 110487 11Im
113994 125850 130174 130838 131155 134349 1418fm
Frauen aber zum Ausdrucke daß ſie von Natur nicht ſchön führung von allerhand Arbeiten ausgenutzt; ſo konnte noch
144063 149529 152097 152789 159269 161195 1642
genug ſeien, ſetzen ſich ſelbſt herab, verſündigen ſich aber viel Land für die Frühjahrsbeſtellung vorbereitet werden,
1.76647 177844 178064 176277 187243 189782 100085
auch gegen den Schöpfer, der alles ſehr gut gemacht hat, hier und da wurde ſogar noch mancher Schlag, der eigent=
194228 194280 197414 199881 200192 210807 2125
auch den weiblichen Körper. Was wirklich ſchön iſt dar= lich bis zum Frühjahr liegen bleiben ſollte, mit Winter=
über
gehen die Anſichten der Frauen verſchiedener Völker weizen beſtellt. Die Rübenernte iſt faſt beendet, die Ab= 216728 222380 229041 231356
198 Gewinne zu 500 Mk. 3367 3487 42795
ſehr auseinander, aber keine Verſchönerungsmethode der fuhr ging bisher ohne Schwierigkeiten von ſtatten. Sehr
8915 13506 14305 15469 15732 17820 19530 10051
Welt iſt ſo geſundheitsſchädlich, wie die europäiſche Kor= zahlreich ſind die Klagen über ſchlechte Haltbarkeit der
ſettmode. Die allgemeine Anſicht, daß wenigſtens korpu= Kartoffeln; größeren Verluſten ſucht man durch ſchnelles 22038 22707 31401 32364 33275 83318 3574788am
lente Frauen die Taillenfigur nicht entbehren könnten, ſonſt Verfüttern und Trocknen vorzubengen. Die Preisbericht= 40691 a5ds a776s 5142s 61bes baago 6rcor gal
ſähen ſie entſetzlich plump und dick aus, iſt falſch; davon ſtelle ſchließt hiermit ihre diesjährige Saatenſtandsbericht= 61908 64684 65053 66943 67803 66053 71601 (855
75093 76096 76217 78327 78475 78894 80648 85
konnte man ſich überzeugen an Bildern von plumpen Säu= erſtattung.
90663 92625 93173 95648 95650 96011 97114
len, denen eine Taille gemacht wurde. Sie ſahen ſofort
100056 102265 105731 109322 109706 109933 1165
dicker und plumper aus. Daß der Körper an ſich nichts Großh. Landesmuſeum. Sonntags und Freitags 116856 116553 128178 136240 130921 181639 1401d
Unanſtändiges iſt und das Eifern ehrenwerter Frauen für
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machen. Auch an harmloſem Spotte als Waffe gegen die
Münzkabinett iſt geöffnet: Sonntags von 111
204737 209201 213640 216171 217902 218212 220
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Me üh)

Kummer 277,
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November 1913.
Seite 23.
Restaurant Rummelbräu, Allee 61
Sonntag, den 16. Nov. von 4 bis 7 Uhr: Kaffee-Konzert. Eintritt frei.
Abends 8 Uhr: Militär-Streich-Konzert
der Kapelle des Leibgarde-Regiments unter Leitung des Obermusikmeisters Herrn H. Hauske.
(23956
Eintritt 30 Pfg.
ometn, den a5. Mofender, Mlae. 6 Un
Großherz. Hoftheater.
im Städt. Saalbau
Kinenit in Amegralite
Sonntag, den 16. November 1913.
Außer Abonnement.
ntag, den 17. November 1913, abends 8¼ Uhr,
Siebente Volksvorstellung zu
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ermäßigten Preisen.
im Gemeindehaus, Kahlertstrasse 26
Charley’s Tante.
onzert
Schwank in 3 Akten von Brandon

Thomas.
C
der Ortsgruppe Darmstadt des R. Wagner-
Vereres
Perſonen:
Verbandes Deutscher Frauen zum Besten der R. Wag-Colonel Sir Fran=
zis
Chesney, Ba=
Herrn Dr. Ernst Cahn aus Frankfurt a. M. ner-Stipendienstiftung, unter Leitung von Siegmund ronet früher in
über:
von Hausegger.
indiſch. Dienſten Johannes Heinz
goiſ
Stephen Spitti=
Mregelung der Krankenversicherung nach derReichsversiche-Mitwirkende Frau Schmidt-Illing, Darmstadt, Kammersänger
aue, Advokat in
Soomer, Dresden; Hofopernsänger Schubert, Wiesbaden Oxford
Paul Peterſen
Keiun nen aem el nt er eteten e
und das verstärkte Grossh. Hoforchester.
Jack Chesney,B Frz. Schneider
anndC
Charl. Whyke=
Dienstherrschaften und Dienstboten.
(23907
Am Klavier: Hofkonzertmeister Schmidt.
Emil Kroczak
ham,
reie Aussprache.
Freie Aussprache.
Zum Vortrag kommen Orchesterwerke: Beethoven, Leo- LordFancourt
Mitt frei für Mitglieder und deren Angehörige, für Nichtmitglieder 33 Pfg.
5 Rich. Jürgas
noren-Ouvertüre 3; Liszt: Tasso; R, Wagner, Ouvertüren zu Babberley.
Holländer, Lohengrin, Tannhäuser, Gralserzählung (ursprüng= Braſſet, Faktotum
Herm. Knispel
liche Fassung); Lieder: Rose, Schlaf ein, Erwartung, im Kollege
Tannenbaum, Grenadiere, Les adieux de Marie Stuart (Vrauf- Donna Luziad’Al=
Werennigte Bezirns Vereile. führung). Kartenverkauf bei Thies-Schutter und an der Abend- vadorez, Charleys Sofie Doſtal
(23527a Tante
kasse zu Mk. 4.40, 3.30, 2.20, 1.10.
Anny, Spittigues
(23317a
Beffentliche Verſammlung
Nichte . . . . Ellen Widmann

Kitty Verdun.
Fur Pfg.
t großen Saale des Schützenhofes (Hügelſtr.)
Spittigues Münd. Käthe Gothe
Ella Delahay, e.
im Montag, 17. November 1913, abends 8¾ Uhr
gebe ich während der Ausnahmetage vom 15.25. November
Eliſabeth Horn
Waiſe . . .
Preiſe der Plätze: Sperr=
1 gute Taſſe Kaffee mit Schlagrahm
Tagesordnung:
ſitz: 1.13. Reihe 1.65 , 14.20.
und 1 Stück Kuchen oder Torte.
Reihe 1.15 , Parterre 1.15 ,
ten
Proſzeniumsloge 2.15 , Mittel=
Die Stadtverordnetrawahlen.
Jean Wacker, Konditorei und Caféloge 2.15 . Balkonloge 2.15 ,
Hierzu ſind alle Wähler freundlichſt eingeladen.
I. Rang 2.15 , II. Rang 1.15 ,
Auch Abends geöffnet.
Bleichstrasse 43.
Anſprache der Kandidaten.
(IV,23916
I. Galerie 55 , II. Galerie 45 .
Kartenverkauf der noch vorhan=
Der Ausſchuß der vereinigten Bezirks=Vereine.
denen Karten erfolgt an der Tages=
kaſſe
im Hoftheater am Tage der
Vorſtellung, vorm. v. 11 Uhr ab.
Ortsgr.
Anf. 2½ U. Ende nach 4½ U.
Mg. deutſcher Frauenvereint (Barmſtadt.)
Sonntag, den 16. November 1913.
50. Abon.=Vorſt. D 13.
Stellung der Frau im Wandel der Zeiten
Verdi-Zyklus
unter muſikaliſcher Leitung von
Eine Folge von ſechs Vorträgen.
Maestro Arturo Vigna.
Driter Abend.
WDie Frau im alten Testament
Ada.
Große Oper mit Ballett in 4 Akten
Herr Dr. Heinemann, Frankfurt a. M.
von Verdi.
donnerstag, den 20. November, abends 8 Uhr,
Perſonen:
L. Schützendorf
Der König
im Mozartſaal (Schulſtraße).
Amneris, ſ. Tocht. Anna Jacobs
Aberkarten für 2.50 Mk., Einzelkarten für 50 Pfg. ſind abends
Alda, gethiopiſche
an der Kaſſe erhältlich.
(23929
Franz. Callwen
Sklavin.
me ee ee eiecte Zimee httate
Me
Rhadamss, Feld=
W ei
Ueeete teee eneeen ee e ee e ee
Georg Becker
herr
Ramphis, Ober=
Alfred Stephani
prieſter .
Amonasro, König
von Aethiopien,
Mozart-Verein.
Vater Alda’s . Robert Perkins
Fritz Hilsdorf
Ein Bote
Groß
Marg. Beling=
Eine Prieſterin
Schäfer
Montag, den 24. November, abends 8 Uhr
Ein Palaſtoffizier Adolf Klotz
und
.Oda Begas
.. Eva Unger
. Evelyn Moore
Klein
Luiſe Kümmel
Gefangene
1.Winterkonzert
. Luiſe Sturmfels
Aethiopier
. Aorien. Riethof
erfreuif zum
.Fritz Hilsdorf
im Saalbau.
.Chriſtian Moll
weinnachtsfelt
Auguſt Kräger
Preiſe der Plätze:
Programm folgt.
Sperrſitz 4.20 , Parterre 290 ,
das
(29s
Proſzeniumsloge 6.20 , Mittel=
2

loge 6.20 , Balkonloge 5.20 ,
Oeeeeee eMeteeie

Erſter Rang 4.70 , Zweiter Rang
Grammophon
2.70 , Erſte Galerie 1.35 .
Zweite Galerie 0.75 .
das vollkomnenſte Mulik=
Kartenverkauf: an der Tages=
Brlrannid-Boler
kaſſe im Hoftheater von 10½, bis
Jeden Sonntag
Itrumern der Gegenwart
1½ Uhr und eine Stunde vor Be=
ginn
der Vorſtellung; im Ver=
kehrsbüro
von 9 bis 1 Uhr.
(Im Verkehrsbüro werden auch
Kantstier=konzert

telephoniſch Karten=Beſtellungen
k. Sader
entgegengenom. Tel. Nr. 1582.)
Anfang7½ Uhr. 6..
(23927gss
Anfang 7 Uhr. Ende 10½ Uhr.
Vorverkauf f. die Vorſtellungen:
Darmstadt, Georgenstrasse 11
Montag, 11. Nov. Keine Varſt.
Dienstag, 18. Nov. 51. Ab.=Vſt.
14. Literariſcher Ein=
erste
und grösste
Rstadrant Harmnsglochcnen
akter=Abend. Zum erſten
am Riegerplatz.
Male wiederholt: Der Kam=
Verkaufsstelle der
Zum erſten
merfänger
Male wiederholt: Auferſteh=
Zum erſten Male wie=
ung‟
,
Aur Nachkirchweihe
derholt: Literatur. Gew.
Deutschen Grammophon A.-G.
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
empfehle:
Mittwoch, 19. Nov. 52. Ab.=Vſt.
umge Gans und sonstige reichhaltige
B 13. Zum 25. Male: Der
Berlin-Hannover.
(23987 Zigeunerbaron. Gewöhnl.
Speisekarte.
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Bügel=
Donnerstag, 20. Nov. 53. Ab.=
Drtag, Frankfurter, Münchner u. Kulmbacher Bier.
Weißes TüllkleidlSchützen, büchſe, Vorſt. A. 13. Verdi=Zyklus
(*ue
Fig. 42, zweimal getragen, wegen faſt nicht gebr., m. Patronen, Lade=(unter muſikal. Leitung von Ar=
Besitzer: Heinz Lotz.
maſchine ꝛc., ſehr preisw. zu verk. turo Vigna). Vierker Abend.
Trauerfall billig abzugeben.
(*14699dg Neu einſtudiert u. neu inſzeniert:
Schneiderin empſehtr icht Wrau Gehäter endfiedet ſich eig 21) Hehelberaerlſtr 125, I., Näh. in der Expeb.
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ſtr. 19, 1. Stock. (*14760dfg B21909) Ahaſtraße 20, Manſ. Ve Restaur. Gambrinns‟, Schuchardstz. 10.10 Mohr, Grafenſtr. 23½ (*15000. Preiſe. Anfang 7½ Uhr.

[ ][  ][ ]

Nummer 277 Ammer 2
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November 1913.
Seite 24.
M 60
Beamtenkartell.
ray
Erklärunam Wahlaufen=
Beamte!
Kollegen!
in
Am nächſten Mittwoch, den 19. November, ſind 17 Stadt=
zahre
.
Motto: Die Politik verdirbt den Charakter.
Filtals Vert.
verordnete neu zu wählen. Für das Geſchick und Wohl unſerer
Allen loyal denkenden Bürgern der Stadt, insbeſondere aber unſeren Miki rilale=
Stadt iſt der Ausgang der Wahl von großer und weittragender
Bedeutung. Darum gilt es, Männer zu wählen, die volles Ver=gliedern und Bewohnern des Mathildenhöhviertels, fühlen wir uns notgedrungeſtollerden
enſtr. 15, 2
ſtändnis für die vielen Aufgaben der Stadt und das Wohlergehen verpflichtet, von den Vorgängen im Wahlausſchuſſe der Vereinigten Bezitk
fäulein
aller ihrer Bewohner haben und die befähigt ſind, in ſelbſtloſer vereine öffentlich Kenntnis zu geben.
Ei Eiellung
und unparleiiſcher Weiſe das Amt als Stadtverordneter zu
Den raſtloſen Bemühungen einer Gruppe der fortſchrittlichen Volkspartei unddeſter 1. Jan
verwalten.
Beamte! Kollegen! Zum erſten Male tritt die ver=Sozialdemokraten, den Wahlmachern der Vereinigten Bezirksvereine, iſt es gelungcſtaks4 an
einigte Beamtenſchaft an die Oeffentlichkeit, zum erſten Male be=den Gründer der Bezirksvereine, unſeren altbewährten Vertreter des Mathildenhöh
helte ah
teiligt ſie ſich geſchloſſen an der Stadtverordnetenwahl, eingedenk viertels in der Stadtverwaltung, Herrn Schupp, auf die Seite zu ſchieben, und zu
ihrer vornehmſten Bürgerpflicht.
derart, daß ſich auch unſer neu vorgeſchlagener Kandidat, Herr Haury, entſchloſtelkilien)
kanich und
DiePeamtenſchaft hatte urſprünglich 4 Herren benannt, von
denen ſie überzeugt war, daß ſie in hervorragender Weiſe geeignet hat, auf eine ſolche zweifelhafte Unterſtützung der Vereinigten Bezirksvel ſöidet
Eetinge Kund
ſind, an berufendſter Stelle zum Wohl der Gemeinde mitzuarbeiten. eine zu verzichten.
tüg. Erp. 8
Ein Herr iſt aus durchaus zu billigenden Gründen zurückgetreten.
Der Bezirksverein Mathildenhöhviertel war ſtets beſtrebt, die Intereſſentshneiderin
Die 3 verbleibenden Kandidaten, die Herren:
Viertels und der Allgemeinheit der Stadt ohne jegliche politiſche Färbungnd auber
Staatsſchuldbuchführer Henrich,
vertreten und zu fördern. Weil nun unſere Kandidaten nicht freiſinnig und keſeten und fertig
Mk.
Aaeſäliter
Sozialdemokraten ſind, ſo mußte insbeſondere unſer langjähriger, verdienter Vel
Miniſterialreviſor Krug,
ſitzender, Herr Schupp, der fortſchrittlichen Volkspartei und der Sozie
Mieibtin g
Miniſterialkanzliſt Engmann
demokratie zum Opfer fallen und dieſen Parteien Platz machen, ſotsodertr.
verdienen in vollkommenſter Weiſe bei der Stadtverordnetenwahl unſer Viertel im neuen Stadtparlament faſt ohne jegliche Vertretung iſt.
Mrierne Röc
die Unterſtützung der geſamten Beamtenſchaft zu erhalten. Ihre
Wihlungen,ſt.
Mitglieder! Bürger! Setzt endlich den freiſinnig=ſozialiſtiſch diktatoriſchelknsſtraße 19
Wahl muß für die Beamtenſchaft in ihrer Geſamtheit Pflicht
Beſtrebungen ein Ziel und macht Euch frei von dieſer Bevormundunglen Rindfri
und Ehrenſache ſein.
iate 85,
der kommenden Stadtverordnetenwahl. Dem noch ſehr rüſtigen Herrn Sche
ihn und Pr
Es iſt davon abgeſehen worden, einen beſonderen Wahlzettelwird von dieſen rückſichtsloſen Wahlmachern ſein Alter vorgeworfen. Iſt der
aufzuſtellen. Jeder Beamte bediene ſich des Wahlzettels,
der ihm die beſte Bürgſchaft zu bieten ſcheint für ein ge=das Alter eine Unehre? Wie ſteht es denn mit Herrn Saeng? Müßte m
Mäihee
deihliches Zuſammenarbeiten in der Stadtverordnetenverſammlung, wenn man mit gleichen Waffen kämpfen wollte, nicht auch auf deſſen hohes All
ache, lücht
Jeder Beamte ſei aber deſſen eingedenk, daß die vereinigte Be=Bezug nehmen? Aber Herr Saeng iſt freiſinnig und Herr Schupp parteil
tim 8a
amtenſchaft mit großer Vorſicht, auch die Intereſſen des eigenen Das ſagt alles!
ſucht Ste
Murtee
hunm.
Standes berückſichtigend, jedoch durchaus nicht in den Vordergrund
Drei Sozialdemokraten und neun Mitglieder der fortſchrittlicheſät Gebalt
ſtellend, ihre Auswahl getroffen hat.
Beamte! Kollegen! Fühlt ihr Euch als Glieder eines Volkspartei präſentiert Euch der Zettel des Wahlausſchuſſes der Vereinigsunſt derder
Bezirksvereine und eine weitere Anzahl Sozialdemokraten bringt der ll Mar
Standes, ſo zeigt durch die Wahl der Herren:
Engmann zettel der fortſchrittlichen Volkspartei. Gibt Euch das nicht zu denken!?
Krug
Henrich
Kälerie
Forderungen der Sozialdemokratie, wie Arbeitsloſenverſicherung durch
daß der Beamtenſtand gleich den anderen Berufsſtänden gewillt
iſt, ernſtlich zum Wohle unſerer Stadt mitzuarbeiten.
Stadt, Eingemeindung von Vororten, Eröffnung neuer Bauquartiere und derſäder Mar
Saumſeligkeit und Gleichgültigkeit darf es für die werden unter der Herrſchaft dieſer Herren im Stadtparlament durchdringeſi= Brotn
Beamten nicht geben, wenn es ſich darum handelt, durch die Wahl Steuererhöhungen, ähnlich wie in Offenbach, werden unvermeidlich, undſchriftlich
bewährter Kräfte aus ihren eigenen Kreiſen unſerem Gemeinweſen
zu dienen. Alle Sonderintereſſen und Sonderwünſche ſind Steuerkraft der Bürger wird derartig angeſpannt werden, daß der Bogen ſpritn
zurückzuſtellen vor dem einen Gedanken, daß die Beamtenſchaft und diejenigen Bewohner, welche nicht an Darmſtadt gebunden ſind, noch mehrl
ſeither fortziehen, und die Immobilienbeſitzer ihrem weiteren Ruin entgegenſehe
einmütig in dieſer wichtigen Angelegenheit auftreten darf und
Mitbürger! Wähler! Wachet auf! Tretet aus Eurer Reſerve heraus!
auftreten muß.
iſt es Zeit, und wehret dieſe offenſichtlichen Gefahren von Euch ab! Tretetd
Beamte! Kollegen! Welcher Zettel von Euch auch in die
Wahlurne gelegt werden möge, er trage, nötigenfalls durch be=freiſinnig=ſozialdemokratiſchen Wahlmache mit aller Entſchiedenheit enge
ſondere Aufſchrift, die 3 Namen:
Laßt Euch nicht bevormunden!
Staatsſchuldbuchführer Henrich
Alle loyal denkenden Bürger der Stadt fordern wir dringend auf, blei
Miniſterialreviſor Krug
am Wahltage nicht zurück, machet von Eurem Wahlrecht Gebrauch und
Miniſterialkanzliſt Engmann.
239.
nur gutgeſinnte bürgerliche Kandidaten.
Nur durch vollzählige Beteiligung an der Wahl
Schläfſt du Michel? Wach’ auf geſchwind,
der 3 genannten Herren vermag die Beamtenſchaft der Bürgerſchaft
dem Wohl der Stadt gilts zu dienen!
ihren freien Willen zur Mitarbeit zu betätigen und zugleich
darzutun, daße ſie wie kein anderer Berufsſtand gewillt iſt, ihre
Bedient Euch des Wahlzettels, der mit Haury beginnt u. mit Wittmann
Bürgerpflicht zu erfüllen.
Der Erfolg wird zeigen, daß Einigkeit zum Beſten
Der Vorstand des Bezirksvereins Mathildenhöhwiertel.
führt.
Die Beamtenſchaft hat alle Urſache, ſich alle Waylvorſchläge
e
genau anzuſehen, und auch den übrigen, von anderer Seite vor=
geſchlagenen
Kandidaten ihre Stimme zu geben, von denen ſie eplelweIn.
überzeugt iſt, daß deren Wahl allen Berufsſtänden und damit
in
auch dem unſerigen zum Segen gereichen wird
FFlaschen &. Gebinden
Beamte! Kollegen! Zeigt, daß Ihr einig ſein könnt,
Der
I
Marfin Jahn
wenn es gilt, hohe Ziele zu erreichen.
Pallaswiesenstr. 30/
Bes. TOMMV MILLER (22248a
Das Beamtenkartell.
J. A.:
(
Ludwigspl. 2, beim Bismarckbrunnen
Mahr, Vorſitzender
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Betiſtelln m. Batenmatr. Waſch=
Vom 1. November 1913 ab habe ich
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bilig, mit Böcken wie neu. Auf
Wir ersucher die Mitglieder dringend,
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Nummer 27
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November 1913.
Seite 26.
mmer
Hentlicher verein-fur ländliche Heimatphege, Wohhahrt= und Kunstpllegen
St. Darmſtadt, 16. Nov. Bremen 65 Rekruten anſtatt 100. Auf dem Lande macht bungen gefunden haben, mit dem zuſammen unſer Vei
Im Städtiſchen Saalbau fand geſtern nachmittag eine ſich außerdem ein bedeutender Arbeitermangel vielfach be= ein Heimatblatt, Unter der Dorflinde, nunmehr geſchs
außergewöhnlich zahlreich beſuchte Verſammlung des Hef= merklich. Es wurden fremde, ausländiſche Wanderarbei= hat und als Vereinsorgan benutzt. Viele Helfer und
ſiſchen Vereins für ländliche Heimatpflege uſw. unter demter 1908/09 im Reichsgebiet beſchäftigt: 565 000, in 1911/12 1 ferinnen fehlen uns noch für unſere Arbeit. Unſer
Vorſitz des Herrn Provinzialdirektors Fey ſtatt. Mit der 1 729000. Auch in Heſſen haben wir aus den ländlichen ergeht namentlich auch an die Beamtenſchaft, die Geiſt
Verſammlung war eine Ausſtellung von Anſichts= Kreiſen des Odenwaldes, des Vogelsberges und aus ein= keit, die Lehrerſchaft. Ich kann nur ſagen mir iſt die=
poſtkarten
, Photographien und Schriften uſw. verbunden, zelnen rheinheſſiſchen Landkreiſen beträchtliche Abwande= ſchäftigung mit der ländlichen Heimat=, Wohlfahrtsen
rungen zu verzeichnen. So hat beiſpielsweiſe der Kreis Kunſtpflege eine ſtete und große Quelle der Anregung
Der Vorſitzende begrüßte die Erſchienenen, beſonders Erbach im Zeitraum 18711910 einen Wanderungsverluſt der Freude. Ich kann auch verſichern daß dieſe Beſchu

die Herren Kreisräte Frhrn. v. Schenck, Steeg, Dr. von 11569, Dieburg von 11512. Heppenheim 8828, Bens=gung mit dem grünen Baume des Lebens der beſte
Wagner, Bürgermeiſter Mueller und Oberlandes= heim 6131, Schotten 3819, Lauterbach 4252, Büdingen 6690, gegen jeden Bureaukratismus, gegen weltfremde, ver=
gerichtsrat
Lang, den Vorſitzenden des Heſſiſchen Alsfeld 3499, Alzey 6644, Bingen 3571, Oppenheim 8697. rende Lebensauffaſſung iſt. Möge auch die heutige Schlentuloſe
Voksſchriftenvereins. Er verbreitete ſich über
Der Wanderungsverluſt iſt zwar durch Geburtenüberſchuß ung dazu beitragen, unſerer Sache neue, verſtändniswoſtz bildet da
iger Kranke,
wieder ausgeglichen worden, es iſt aber ſicher, daß das Freunde zuzuführen.
die Aufgaben des Vereins.
Danach hielt Herr Sanitätsrat Dr. Sonnelſ das
flache Land durch dieſe Abwanderungen nicht unweſentlich
Unſere Aufgabe, welche in einer Erhaltung und För= geſchwächt wurde.
tüberku
berger=Worms einen Vortrag über
derung der ländlichen Eigenart und der ländlichen Kultur
perden mit
Neben Förderung der ländlichen Wohlfahrtspflege Die Verhütung der Tuberkuloſe währeſtt
gipfelt, iſt eine ſtetig wachſende. Wir wollen, daß das
Land geſund und leiſtungsfähig bleibe, damit es ein feſter und der darauf gerichteten Vereinsbeſtrebungen müſſen der Kindheit mit beſonderer Berückſäclfſand
Er Aufgabe.
Hort unſeres Vaterlandes, eine friſche Quelle unſeres wir als Mittel, die ländliche Bevölkerung zu erhalten,
tigung ländlicher Verhältniſſe.
en rite
Volkslebens und ein nicht verſiegender Jungbrunnen für u. a. noch anſehen: 1. Gründung von Bauvereinen für die
unſere Städte bleibe. Neben der Liebe zur Scholle und minderbemittelte Bevölkerung auf dem Lande. 2. Aus= Einleitend gab der Referent eine Ueberſicht über ueber de
zur Heimat der Förderung der heimatlichen Geſchichte, dehnung der elektriſchen Ueberlandwerke und Anlage elek= Volksſeuchen im allgemeinen und ging dann auf=
Kunſt und Poeſie, müſſen wir uns vor allem aber auch die triſcher Bahnen. 3. Verhinderung unnatürlicher und un= Tuberkuloſe im beſonderen ein Er beleuchtete kurzerndder läu
Ausbreitung der ländlichen Wohlfahrtspflege angelegen gerechtfertigter Eingemeindungen von Vororten. Erleich= Tätigkeit Robert Kochs und deſſen aufſehenerregendesGüllind Kunſtl
ſein laſſen. Gerade dieſe ländliche Wohlfahrtspflege iſt ein terung der Schul= und Armenlaſten von Vorortgemeinden deckung des Tuberkelbazillus, durch die Koch im waßlllich herr Prof
älge, ern
hervorragendes Mittel, das verhüten kann, daß der Jung= durch ſtaatliche und kommunale Beihilfen. 4. Beſſere Be= Sinne des Wortes zum Wohltäter der Menſchheit gens
brunnen des Landes austrockne; das bewirken kann und rückſichtigung des Unterſchiedes zwiſchen ſtädtiſchen und den iſt dann die Art und Tätigkeit der nützlichen Auſlogekätgle
ſoll, das vor allem die Landflucht in ihrer das Land ſo ländlichen Verhältniſſen in der Geſetzgebung, insbeſondere ſchädlichen Bazillen und ging dann zum eigentletälien, die zuc
ſehr ſchädigenden Ausdehnung zurückgedrängt, daß die der Reichsgewerbeordnung, 5. Aufrechterhaltung und Thema über. Es ſei heute feſtgeſtellt, daß man frühePfungſtadt
Abwanderung vom Lande in die Stadt wieder eine natür= Ausdehnung der Selbſtverwaltung der Kreiſe mit Land= zweifelt hat, daß die Tuberkuloſe bei Kindern ungehechlm ericht
liche wird und ihren das Land ſchwächenden Umfang ver= gemeinden, insbeſondere, was die wirtſchaftliche Verwal= oft vorkommt, nur daß auf die Tuberkuloſe des KinAlweil
liere. Die Statiſtik im Reiche zeigt uns eine fortſchreitende tung (Bauweſen, Waſſerleitungsweſen, Meliorations= ſich die des Erwachſenen aufbaut, d. h. dieſe gedeiht gikrichet.
Entvölkerung des flachen Landes. Während im Jahre 1871 weſen für die Gemeinden uſw.) betrifft. 6. Ausgeſtaltung dem Boden jener. Weiter iſt ſicher daß Tuberkuloſe Wällfooden, i
noch rund zwei Drittel der Bevölkerung in ländlichen Ge= des ländlichen Arbeitsnachweiſes für die Zwecke der Land= durch die Geburt vererbt wird, und daß die Uebertragſſchtugg
meinden wohnten und nur ein Drittel in ſtädtiſchen, gibt bevölkerung, unter beſonderer Berückſichtigung und För= der Tuberkuloſe des Rindes auf den Menſchen faſt aussſäten Weiten
es gegenwärtig etwa zwei Drittel Stadt= und nur ein derung der Seßhaftigkeit der Landbevölkerung. 7. Aus= ſchloſſen iſt. Hingegen wird die Tuberkuloſe übertStündung
Drittel Landbewohner Während es 1871 erſt acht Groß= geſtaltung des Unterrichts über Heimat= und Kunſtpflege, duech den tuberkuloſen Menſchen. In erſter Linie distligen uſu
ſtädte (über 100 000 Einwohner) mit rund zwei Millionen unter beſonderer Berückſichtigung des Landes, in Volks= den Auswurf, durch Küſſen, durch Vonſichſprühen tuherüſtzſienn bisher
Einwohnern gab. haben wir 1910 bereits 48 mit annähernd ſchulen, höheren Bildungsanſtalten und Lehrerbildungs= haltigen Auswurfs uſw. Beſonders leicht und ſchhlllen. Neben
nerden hierdurch Kinder, auch ſolche im erſten Lebensaitng algeh=
14 Millionen Einwohnern, alſo über ein Fünftel der Ge= anſtalten.
Doch das ſind nur Beiſpiele, denen noch viel zugefügt infizirt. Im erſten Lebensjahre iſt ein infizierteshltin We=
ſamtbevölkerung
, den Großſtädten zuzurechnen. Wir freuen
uns dieſer glanzvollen ſtädtiſchen Entwickelung, aber wir werden kann. Die Arbeit der ländlichen Wohlfahrtspflege faſt nie zu heilen. Es iſt neuerdings feſtgeſtellt, daßdie Hausbo
müſſen verhüten, daß das flache Land dabei nicht von Kräf= iſt weit verzweigt und zeitraubend, weil ſie vielfach Ein= zum 10. Lebensjahre faſt 7080 Prozent, beſonderst kommt die
ten kommt. Bedenklich iſt der Rückgang der Geburten= zelarbeit iſt. Ein Bild hiervon wird Ihnen Herr Prof. Kindern des Proletariats, vom Tuberkelbazillus befülllia bereits ei
häufigkeit in den Städten. Auf 1000 weibliche Perſonen Dr. Frenzel ſpäter geben. Auch das Gebiet der ländlichen werden. Allerdings bleiben dieſe Bazillen vielfachin die Errich
von 15 bis 45 Jahren entfielen in den Städten 18761880 Heimat= und Kunſtpflege iſt ein weitverzweigtes. Für tiv. d. h., ſie ſchlummern ohne zu ſchaden im Körper
durchſchnittlich 160 Geburten, 19011905: 129 Geburten, heute will ich nur auf die Ausſtellung der Anſichtspoſtkar= werden irgendwie nach außen befördert. Treten aber
ſarer
1906 1910 nur noch 118 Geburten; die Zahl der Geburten ten aus den Landorten des Kreiſes Darmſtadt verweiſen, Infektionen hinzu, dann kommt meiſt die Schwindiim
auf dem Lande hat ſich 1876 bis 1910 im Durchſchnitt auf die ſich als eine kleine, neue Arbeit auf dieſem Gebiete dar= zum Ausbruch. Allerdings braucht die Angſt und S
beſſerer Höhe gehalten: 18761880: 182, 19011905: 178, ſtellt, die aber doch manche Verbeſſerung herbeiführen nicht gar zu groß zu ſein, denn wir wiſſen ebenſogen
19061910 allerdings auch ein Rückgang auf 169. Die kann. Eine weitere Arbeit, die wir in Angriff genommen daß ein hoher Prozentſatz von Menſchen ausgehi
durch die geringere Geburtenzahl der Stadt verurſachte haben und für welche im Voranſchlag Mittel angefordert Tuberkuloſe aufweiſt. Beim kranken, ſchwächlich
Schwächung der ſtädtiſchen Bevölkerung muß durch fort= werden, iſt die Herausgabe eines heſſiſchen Trachtenbuches. Körper iſt die Anſteckungsgefahr größer, als beim geſi
währende Zuwanderung vom Lande erſetzt werden. Mit Die ländliche Krankenpflege, die Jugendpflege auf dem den, kräftigen. Die Annahme daß die Tuberruloſe
ſteigender Abwanderung nach der Großſtadt ſteigt aber Lande, einſchließlich des Pflegkinderweſens und der auf ſtädtiſche Krankheit iſt, iſt heute nicht mehr haltbar, im
auch die Militäruntauglichkeit auffallend und in bedenk= dem Lande namentlich in den Fabrikorten ſo wichtigen wiſſen, daß auch ländliche Bezirke ſehr durchſeucht
licher Weiſe. Während beiſpielsweiſe die landwirtſchaft= Säuglingspflege, die Förderung der Ortsgeſchichte den Von erheblichem Einfluß iſt der Beruf: Tabala
liche Bevölkerung des Oſtens, die normal 100 Rekruten zu Schutz der heimatlichen Gefilde gegen Verunſtaltungen, Steinhauerei ꝛc. fördern die Krankheit.
Was die Verhütung der Krankheit betrifft, ſoſin
ſtellen hätte, in 1910 erheblich mehr Taugliche, nämlich in namentlich bei den Feldbereinigungen, haben wir dauernd
Provinz Oſtpreußen 140, in Weſtpreußen 129. in Pommern im Auge, und in dem letzten Jahre ſo weit möglich, wieder= Abſtufungen nach den verſchiedenen Lebensalten
133, in Brandenburg 103, in Hannover 100 Taugliche auf= um gefördert. Wir freuen uns, daß wir in dem Oden= faſſen. Tuberkuloſe Mütter ſollen nicht ſiillen. Den
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Kindermädchen ſind eine ganz ungeheure Gefahr. Das
Mitleid mit Tuberkuloſekranken darf uns nicht veranlaſſen,
die Anſteckungsgefahr zu unterſchätzen oder zu unterlaſſen,
Geſunde gegen Anſteckung zu ſchützen. Beſonders ge=
fälrlich
ſiſt das Küſſen. Bei Kindern vomi 2.7.
Lehensjahr iſt größte Reinhaltung unumgänglich nötig. Nach
Maſern, Keuchhuſten ꝛc. ſoll möglichſte Aufmerkſamkeit etwa
vorhandenen Anzeichen der Tuberkuloſe gewidmet werden.
Dann kommt die Verhütung der Tuberkuloſe im Alter von
714 Jahren in der Schule, durch die Schule. Hier kann
der Lehrer viel helfen. Tie Zähnebeſchaffenheit iſt von
großer Wichtigkeit. Zu beachten iſt bei allem, daß
Tuberkuloſe heilbar iſt. Jeder geheilte Tuber=
kuloſe
bildet das Reſultat einer Verhütungsmaßnahme,
wie jeder Kranke eine Gefahr für die Geſunden iſt. Sicher
iſt, daß das tuberkuloſe Kind ebenſo wie
der tuberkuloſe Lehrer aus der Schule ent=
fernt
werden müſſen. Hier ſind wir in Heſſen noch ſehr
im Rückſtand. Hier blüht vielleicht dem Verein eine ſegen=
volle
Aufgabe.
Der Vorſitzende ſprach dem Redner herzlichen Dank
aus. Ueber den
Stand der ländlichen Wohlfahrts=, Heimat=
und Kunſtpflege im Kreiſe Darmſtadt
ſprach Herr Profeſſor Dr. Frenzel. Er begann mit den
Säuglingen erwähnte die umfangreiche und ſegensreiche
Fürſorge=Tätigkeit der Säugingszentrale in allen ihren
Zweigen, die zu außerordentlich hoher Bedeutung erblüht iſt.
In Pfungſtadt beſtand früher eine Kinderkrippe die wie=
der
zu errichten eine Aufgabe der Zukunft bleiben wird.
Einſtweilen wird ein Milchfrühſtück für die Schulkinder
eingerichtet. In Hahn iſt eine neue Kinderſchule errich=
tet
worden, in Wixhauſen, Traiſa, Meſſel, ſtehen ſolche
Gründungen in Ausſicht, in Eberſtadt ſoll eine 2. Schule
erſtehen. Weiter erſtreckte ſich die Tätigkeit des Vereins
auf Gründung von Hauspflegevereinen, Krankenſchweſter=
ſtationen
uſw. Dann auf die Wanderhaushaltungsſchulen,
zu denen bisher 18 Kurſe mit 450 Mädchen abgehalten
wurden. Neben dieſen Kurſen wurden ſolche in Obſtver=
wertung
algehalten, weiter Fiſchkochkurſe, ſolche beſon=
ders
in Pfungſtadt, woſelbſt als Folge dann in Zukunft
auch die Haushaltungsſchule eingeführt werden ſoll uſw.
Hinzu kommt die Einrichtung von Bädern. In Pfungſtadt
beſteht bereits ein Volksbad in Eberſtadt und Griesheim
ſtehen die Errichturgen in Ausſicht. In anderen Orten

ſind Schutbäder und Küchen an die Schulhäuſer ange=
ſchloſſen
. Erfreuliche Fortſchritte macht auch trotz aller
Schwierigkeiten, die in manchen Landorten gemacht wer=
den
, die Jung=Deutſchlandbewegung. Turnplätze und
Spielplätze wurden errichtet Geräte beſchafft. Volks=
bildungsvereine
, Volksbibliotheken wurden gegründet oder
unterſtützt, in Fortbildungsſchulen landwirtſchaftliche
Klaſſen eingerichtet, Lichtbildapparate zur Unterſtützung
des Unterrichts und zur Belehrung ꝛc. wurden be=
ſchafft
. Feiern zum 18. Oktober, zum Regierungs=
jubiläum
ꝛc. wurden veranſtaltet, Bücher und Schriften
verteilt Vorträge abgehalten und vieles andere. Die
Ausſtellung von Bildern durch den Volksſchriftenverein
war in 11 Gemeinden und hat überall großen Erfolg ge=
habt
. In Ausſicht genommen iſt noch eine Ausſtellung
von Friedhofs= und Grabmalkunſt; ferner Führungen aller
Art mit ſachkundiger Leitung durch Muſeen, Gärten uſw.
Auch mit dem Tierſchutz hat der Verein ſich befaßt, beſon=
ders
mit dem Vogelſchutz, der in Darmſtadt recht rege und
ſachgemäß betrieben wird. In Nieder=Ramſtadt ſoll mit
Hilfe des Heſſiſchen Vogelſchutzvereins ein Muſtervogel=
ſchutzgehölz
eingerichtet werden. Weiter hat ſich der Verein
betätigt im Obſt= und Gartenbau durch Abhaltung von
Kurſen, in der Blumenpflege, im Handfertigkeits=
unterricht
uſw.
Der Redner ſpricht zum Schluß beſonders den Leh=
rern
, Bürgermeiſtern und Geiſtlichen Dank für ihre Mit=
hilfe
, den Behörden für ihre materielle Unterſtützung aus.
(Beifall.) Auch dieſem Referenten ſpricht der Vorſitzende
den herzlichſten Dank der Verſammlung aus.
Bildung eines Kreisvereins Darmſtadt.
Der nächſte Punkt betrifft die Bildung eines Kreisver=
eins
Darmſtadt, das Statut desſelben und die Wahl des
Vorſtandes. Hierüber referiert Provinzialdirektor Fey.
Die Statuten liegen gedruckt vor und werden ohne Debatte
genehmigt. Der Sitz des Vereins ſoll Darm=
ſtadt
ſein. In den Vorſtand werden gewählt die Her=
ren
Profeſſor Dr. Frenzel= Darmſtadt, Dr. Franck=
Pfungſtadt, Pfarrer Marguth=Nieder=Beerbach, Dr.
Baumann=Roßdorf, Bürgermeiſter K unz=Griesheim,
Bürgermeiſter Rückert=Ober=Ramſtadt, Hauptlehrer
ller=Eberſtadt, Hauptlehrer Haſenzahl=Arheilgen,
Fabrikant Dörr=Nieder=Ramſtadt.
Verſchiedenes.
Die Rechnung ſchließt mit einem Ueberſchuß von
1390 Mark. Sie wird ebenſo wie der Voranſchlag, mit

20 Mart bebatelos genehmigt dem Rechner wird En=
laſtung
erteilt.
Der Vorſitzende referiert noch kurz über die beabſich=
tigte
Herausgabe eines Trachtenbuches, das dem=
nächſt
fertiggeſtellt ſein dürfte. Der Vorſtand wird
wiedergewählt. Als ſtellvertretender Vorſitzender
wird Herr Profeſſor Dr. Frenzel gewählt. Neugewählt
werden die Herren Oberlandesgerichtsrat Lang, Lehrer
Vogel=Reichelsheim i. Vogelsberg und Profeſſor Kiſ=
ſinger
,
Zum Schluſſe widmet der Vorſitzende noch dem aus
Heſſen verzogenen Herrn Geheimerat Dr. Breidert
Worte der Anerkennung und ſchlägt deſſen Ernennung zum
Ehrenmitglied vor, die genehmigt wird.
Darauf wird die Verſammlung geſchloſſen.

Sport, Spiel und Turnen.

Der Sport des Sonntags.

Bevor am Montag Strausberg endgültig die deutſche
Rennſaiſon 1913 beſchließt, lädt dicht vor den Toren der
Reichshauptſtadt noch Rathenow zu Gaſte, das ſicher=
lich
einen großen Teil der Berliner Sportgemeinde bei
ſeinem Meeting wird begrüßen können. Es ſteht in den
5 Konkurrenzen recht guter Sport in Ausſicht, nur das ein=
leitende
Rennen für Halbblüter weiſt eine ſchwache Be=
ſetzung
auf. In den einzelnen Konkurrenzen iſt auf die
Chancen von Heckenroſe, Republican, Burgunder Schlag=
werk
und Titi II. hinzuweiſen. Beim Kehraus in
Strausberg läuft natürlich aus den Ställen wieder
alles, was noch Beine hat, ſo daß das Publikum voll auf
ſeine Koſten kommen wird. Bürgermeiſter, Electrique,
Block, Eilig, Fromme Helene und Kaſſala ſind in den
Schlußkonkurrenzen in Front zu erwarten. Im Rad=
ſport
beherrſchen jetzt die Winterbahnen das Feld. Im
Pariſer Velodrom geht Rütt, der ſich von ſeinem Sturz
am vergangenen Sonntag wieder völlig erholt hat, in
einem Stundenrennen hinter Tandemführung zuſammen
mit Seres und Lapize an den Start. In Brüſſel ſtößt
der Berliner Janke auf Huybrechts und Walthour in einem
Dauerrennen mit Motorführung. Im Fußballſport
nehmen nach der Unterbrechung am vergangenen Sonntag
nunmehr wieder allerorts die Meiſterſchaftskämpfe ihren
Fortgang. Auf waſſerſportlichem Gebiete iſt das nationale
Schwimmfeſt des S.=C. Poſeidon=Dresden zu nennen.

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beim Waschen vertragen, werden vollkommen rein, blendend weiss und wie neu durch
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Nkummer 277.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November 1915,
Seite 27.
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eid mit Tuberkuloſekranken darf uns nicht veranlaſſen, Schwierigkeiten, die in manchen Landorten gemacht wer=
Der Vorſitzende referiert noch kurz über die beabſich=
Unſteckungsgefahr zu unterſchätzen oder zu unterlaſſen, den, die Jung=Deutſchlandbewegung. Turnplätze und tigte Herausgabe eines Trachtenbuches, das dem=
binde
gegen Anſteckung zu ſchützen. Beſonders ge= Spielplätze wurden errichtet, Geräte beſchafft. Volks= nächſt fertiggeſtellt ſein dürfte Der Vorſtand wird
Arlich ſiſt das Küſſſen. Bei Kindern vomi 2.7.
bildungsvereine, Volksbibliotheken wurden gegründet oder wiedergewählt. Als ſtellvertretender Vorſitzender
bensjahr iſt größte Reinhaltuna unumgänglich nötig. Nach unterſtützt, in Fortbildungsſchulen landwirtſchaftliche wird Herr Profeſſor Dr. Frenzel gewählt. Neugewählt
Arn, Keuchhuſten ꝛc. ſoll möglichſte Aufmerkſamkeit etwa Klaſſen eingerichtet, Lichtbildapparate zur Unterſtützung werden die Herren Oberlandesgerichtsrat Lang, Lehrer
Pandenen Anzeichen der Tuberkuloſe gewidmet werden. des Unterrichts und zur Belehrung ꝛc. wurden be= Vogel=Reichelsheim i. Vogelsberg und Profeſſor Kif=
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kommt die Verhütung der Tuberkuloſe im Alter von ſchafft. Feiern zum 18. Oktober zum Regierungs=ſinger.
t Jahren in der Schule, durch die Schule. Hier kann jubiläum ꝛc. wurden veranſtaltet, Bücher und Schriften
Zum Schluſſe widmet der Vorſitzende noch dem aus
Lehrer viel helſen. Tie Zähnebeſchaffenheit iſt von verteilt, Vorträge abgehalten und vieles andere. Die Heſſen verzogenen Herrn Geheimerat Dr. Breidert
Per Wichtigkeit. Zu beachten iſt bei allem, daß Ausſtellung von Bildern durch den Volksſchriftenverein Worte der Anerkennung und ſchlägt deſſen Ernennung zum
überkuloſe heilbar iſt. Jeder geheilte Tuber= war in 11 Gemeinden und hat überall großen Erfolg ge= Ehrenmitglied vor, die genehmigt wird.
ſiſe bildet das Reſultat einer Verhütungsmaßnahme, habt. In Ausſicht genommen iſt noch eine Ausſtellung
Darauf wird die Verſammlung geſchloſſen.
jeder Kranke eine Gefahr für die Geſunden iſt. Sicher von Friedhofs= und Grabmalkunſt; ferner Führungen aller
daß das tuberkuloſe Kind ebenſo wie Art mit ſachkundiger Leitung durch Muſeen, Gärten uſw.
tuberkuloſe Lehrer aus der Schule ent= Auch mit dem Tierſchutz hat der Verein ſich befaßt, beſon=
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werden müſſen. Hier ſind wir in Heſſen noch ſehr ders mit dem Vogelſchutz, der in Darmſtadt recht rege und
Sport, Spiel und Turnen.
Mſückſtand. Hier blüht vielleicht dem Verein eine ſegen= ſachgemäß betrieben wird. In Nieder=Ramſtadt ſoll mit
Der Sport des Sonntags.
ſſ. Aufgabe.
Hilfe des Heſſiſchen Vogelſchutzvereins ein Muſtervogel=
Bevor am Montag Strausberg endgültig die deutſche
Der Vorſitzende ſprach dem Redner herzlichen Dank ſchutzgehölz eingerichtet werden. Weiter hat ſich der Verein
betätigt im Obſt= und Gartenbau durch Abhaltung von Rennſaiſon 1913 beſchließt, lädt dicht vor den Toren der
Ueber den
in der Blumenpflege, im Handfertigkeits= Reichshauptſtadt noch Rathenow zu Gaſte das ſicher=
Kurſen,
ſſſnd der ländlichen Wohlfahrts= Heimat= unterricht uſw.
lich einen großen Teil der Berliner Sportgemeinde bei
And Kunſtpflege im Kreiſe Darmſtadt
Der Redner ſpricht zum Schluß beſonders den Leh= ſeinem Meeting wird begrüßen können. Es ſteht in den
ſich Herr Profeſſor Dr. Frenzel. Er begann mit den rern, Bürgermeiſtern und Geiſtlichen Dank für ihre Mit= 5 Konkurrenzen recht guter Sport in Ausſicht, nur das ein=
zlingen
, erwähnte die umfangreiche und ſegensreiche hilfe, den Behörden für ihre materielle Unterſtützung aus. leitende Rennen für Halbblüter weiſt eine ſchwache Be=
Pörge=Tätigkeit der Säugingszentrale in allen ihren (Beifall.) Auch dieſem Referenten ſpricht der Vorſitzende ſetzung auf. In den einzelnen Konkurrenzen iſt auf die
Chancen von Heckenroſe, Republican, Burgunder Schlag=
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, die zu außerordentlich hoher Bedeutung erblüht iſt. den herzlichſten Dank der Verſammlung aus.
ſPfungſtadt beſtand früher eine Kinderkrippe die wie=Bildung eines Kreisvereins Darmſtadt, werk und Titi II. hinzuweiſen. Beim Kehraus in
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Der nächſte Punkt betrifft die Bildung eines Kreisver= alles, was noch Beine hat, ſo daß das Publikum voll auf
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Perichtet. In Hahn iſt eine neue Kinderſchule errich= eins Darmſtadt, das Statut desſelben und die Wahl des ſeine Koſten kommen wird. Bürgermeiſter, Electrique,
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ſdungen in Ausſicht in Eberſtadt ſoll eine 2. Schule Die Statuten liegen gedruckt vor und werden ohne Debatte Schlußkonkurrenzen in Front zu erwarten. Im Rad=
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. Weiter erſtreckte ſich die Tätigkeit des Vereins genehmigt. Der Sitz des Vereins ſoll Darm=
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ſtadt ſein. In den Vorſtand werden gewählt die Her= Pariſer Velodrom geht Rütt, der ſich von ſeinem Sturz
Eründung von Hauspflegevereinen, Krankenſchweſter=
Anen uſw. Dann auf. F. Wanderhaushaltungsſchulen, ren Profeſſor Dr. Frenzel= Darmſtadt, Dr. Franck= am vergangenen Sonntag wieder völlig erholt hat, in
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in Pfungſtadt,
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nehmen nach der Unterbrechung am vergangenen Sonntag
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nunmehr wieder allerorts die Meiſterſchaftskämpfe ihren
Au kommt die Einen anolzon Bädern. In Pfungſtadt
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beim Waschen vertragen, werden vollkommen rein, blendend weiss und wie neu durch
Bersil des selbsttätise Waschmittel
wäscht von selbst, ohne Reiben und Bürsten, daher grösste Schonung des Gewebes.
(68.
Bester, Ersatz für Rasenbleiche.
Ueberall erhältlich, niemals lose, nur in Original-Paketen.
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Die albekannte
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prima II. Hypoth. in Frankf. mit Mitglied des Rabatt-
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Nummer 2.½
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 16. November 1913.
Seite 28.
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in eleganten Schnitten
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und verschiedenen Stoffarten-
und vielen Stoffarten
hellen neuesten Lichtfarben
in vielen Farben
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von Mk. 42. bis 64. 1 von Mk. 48.-rbis 72.
von Mk. 18. bis 38.
von Mk. 24. bis 42.
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Jackett-Kostüme
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in einfarbig. reinwollen. Cötelé- in Astrachan, Velour de laine,
nur neueste Formen und Stoffe
Jackett auf Seide in einfarbig. 1 iu reinwollenen marineblauen
Stoffen u. Stoffen engl. Art m.
feinen Cötelé-Stoffen
und schwarzen Stoffen
Stoffen u. Stoffenenglischer Art
in englischem Geschmack
Revers u. hochgeschloss. Form.
Mk. 18.50
von Mk. 24. bis 32. von Mk. 35. bis 45. Mk. 45. bis 59. 1 von Mk. 62. bis 132.-
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Taillen-Kleider
Taillen-Kleider
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für Straße und Gesellschafts-
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Wolle, weicher Seide,
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in großer Farben-Auswahl
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von Mk. Proz bis 150. Mk. 28,50 bis 48.- 1 von Mk. 48. bis 72.-
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Winter-Kimonos
Winter-Mäntel
Wi schadKimonos
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Pariseldsch,
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Seide, Seiden
geripptem Velvet, Plüsch, brokagO.- * Astrachan etc
bis zu den weitesten Nummern
Imitation, Plüsch etc.
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Astrachan
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von Mk. 24. bis 38. von Mk. 38. bis 65. von Mk. 68. bis 96.
Menſchis 200.
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Morgenröcke
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