Darmstädter Tagblatt 1913


07. November 1913

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176. Jahrgang

ſſoiratl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
268.
Freitag, den 7. November.
18.
te heutige Nummer hat 22 Seiten.
nimmt. Die Sozialdemokraten werden die Regierung
Die albaniſche Frage.
über die Arbeitsloſenfrage interpellieren, ein Thema, das
* Bei der Beſprechung der Frage der Grenzen ſie aus agitatoriſchen Gründen bereits in vielen Gemein=
Südalbaniens betonte die Tribuna, daß die Sprache den zur Sprache gebracht haben. Die liberalen Reichs=
Das Wichtigſte vom Tage.
der franzöſiſchen Preſſe ſehr feindſelig gegen tagsabgeordneten aus Mecklenburg wollen die mecklen=
ſſe
fortwährenden Brandſtiftungen in Oeſterreich=Ungarn und beſonders gegen Italien ſei. Das burgiſche Verſaſſungsfrage zur Sprache bringen. Beide
ibeck haben zur Ausſetzung von 40 500 Mark
entſpreche, ſo ſchreibt das Blatt, jedoch keineswegs den Mecklenburg ſenden ſieben Abgeordnete in den Reichstag,
Ermittelung des
tlohnung für die (
Beziehungen der beiden Regierungen, die ausgezeichnete davon ſind drei Fortſchrittler, zwei nationalliberal, einer
andſtifters Veranlaſſung gegeben.
und herzliche ſind. Nichts geſtatte, zu glauben, daß die konſervativ und einer ſozialdemokratiſch, ſo daß die
öſterreichiſche Miniſter des Aeußern Graf Berch=
old
hat geſtern vormittag in Wien dem König der franzöſiſche Regierung die Verſuche der Griechen und der Mehrheit von ihnen zur Linken gehört. Ob die National=
fulgaren
im Palais Koburg einen Beſuch abge= Philhellenen unterſtütze, die Ausführung der Beſchlüſſe liberalen ihre Abſicht, eine Interpellation zur Welfen=
ſahrtet
, der über eine Stunde dauerte.
der Londoner Konferenz bis zum feſtgeſetzten Zeitpunkt frage einzubringen, noch ausführen werden, ſcheint nach
ſh einer offiziöſen Mitteilung haben die Regierungen zu verhindern. Wir haben Grund, zu glauben, daß ſich den neueſten Ereigniſſen, dem vollzogenen Thronwechſel
ußlands und Frankreichs auf Erſuchen die Mächte der Tripel=Entente in der Form, wie diefer in Braunſchweig, noch zweifelhaft. Der Ihne= Möhring=
wechenlands
in Konſtantinopel nachdrückliche Schritte unwiderrufliche Beſchluß Europas ausgeführt werden Streit um den Neubau der deutſchen Botſchaft in Wa=
n
-ernommen, um die Türkei zu veranlaſſen, ſich ſoll, mit den Mächten des Dreibundes einig ſind. Das ſhington wird zwar nicht als Interpellation, wohl aber
ef enüber Griechenland verſöhnlicher zu zeigen.
Blatt erklärt, es ſei nicht opportun, von neuem die Bot=als kurze Anfrage vor den Reichstag gelangen. Dasſelbe
Nobelpreis für Literatur, der in der kom=
Abimden Woche zur Verteilung gelangt, wird, wie ver= ſchaftervereinigung zu berufen, weil dies in Griechenland gilt von der Jeſuitenfrage, indem einige ſüddeutſche Zen=
die
falſche und gefährliche Illuſion unterſtützen würde, trumsmitglieder durch eine kurze Anfrage Auskunft for=
rtet
, Peter Roſegger zufallen.
daß der Beſchluß der Konſerenz abgeändert werden dern wollen über die Behandlung dieſer Frage im Schoße
Zahl der bei dem Eiſenbahnunglück bei Me=
könnte
. Dieſe Hoffnung Griechenlands und eines Teiles des Bundesrats.
um Getöteten dürfte 40 überſteigen.
der franzöſiſchen Preſſe wird niemals verwirklicht werden.
Die Beratungen des Haushalts im
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7 und 8.
Der Präzedenzfall mit Adrianopel kann nicht angewandt Bundesrat werden ſich etwas verzögern, weil ſich
werden, da keine Großmacht ein Intereſſe daran hatte,! bei der Geſtaltung der Ausführungsbeſtimmungen zum
betreffs Adrianopels den Londoner Vertrag eingehalten Wehrbeitragsgeſetz Schwierigkeiten herausgeſtellt haben,
Heutſchland und England.
zu ſehen, während das Lebensintereſſe Italiens und die erſt in dieſer Woche behoben werden müſſen: Man
Als ſeinerzeit Freiherr Marſchall von Bieberſtein Oeſterreich=Ungarns es erfordern, daß die beiden Uſer hofft aber trotzdem, den neuen Haushalt beim Wieder=
Konſtantinopel nach London als Vertreter des Deut= der Meerenge von Korfu nicht derſelben Macht ange= zuſammentritt des Reichstages vorlegen zu können.
nReiches verſetzt wurde, war man ſich allgemein einig hören, und daß Albanien Grenzen erhält, die ſeine Un=
Ueberzählige Rekruten. In Nr. 255 des
ſüper, daß damit eine neue Aera in den Beziehun=abhängigkeit und Lebensfähigkeit ſichern. Es ſei eine Darmſtädter Tagblatts vom 25. Oktober befand ſich eine
Ezwiſchen Deutſchland und England ünrichtige Behauptung des Temps, daß Italien und einer Berliner Korreſpondenz entnommene Mitteilung,
kiäbrechen werde. Allzu früh wurde der beſte Diplo= Oeſterreich=Ungarn, die Ausführung von Beſchlüſſen er= wonach rund 20000 überzählige Rekruten im Monat Ok=
der
nachbismarckſchen Zeit dieſer hochbedeutſamen ſtreben, die Europa noch nicht gefaßt hat, denn die Be= tober ds. Js. bei der Heeresverwaltung zur Einſtellung ge=
gäbe
entriſſen, aber das begonnene Werk hat doch ſeine ſchlüſſe Europas über Kap Stylos und Koritza ſind ſchon langt oder zur Einſtellung beſtimmt und demnächſt wie=
tgetzung
erfahren, weil eben auf beiden Seiten der im vergangenen Auguſt gefaßt worden. Es iſt falſch, zu der in die Heimat entlaſſen worden ſind. Wir werden
ſe Wille zu einer Verſtändigung vorhanden war. Die glauben, die eine oder die andere der beiden Großmächte unter Bezugnahme auf jene Notiz von zuſtändiger Seite
ſunglückten Abrüſtungsvorſchläge Churchills ſpielen an der Adria ſei in dieſer Frage mehr intereſſiert. Alle erſucht, mitzuteilen, daß im Bereiche des 18. Armeekorps
ſthei kaum mit hinein, zumal man in der Heimat des beide haben ein Intereſſe an der Freiheit der Adria= auch nicht ein überzähliger Rekrut gegen die Beſtimmun=
ſiſſters
ſelbſt von vornherein ihre Zweckloſigkeit ein= mündung und an der Lebensfähigkeit Albaniens, das gen zur Einſtellung und zur Entlaſſung gekommen iſt.
In aller Stille ſuchte man auf anderen Gebieten zu man niemals in zwei Einflußzonen habe teilen wollen.
Aerzte und Krankenkaſſen. Nach einer
Aus London wird der Köln. Ztg. geſchrieben:
ſtetten, in der Hoffnung, hier vielleicht eine Einigung
Mitteilung des Vorſitzenden der Badiſchen Aerztekammer,
Perke zu bringen, und da war es denn natürlich, daß
Die Pariſer Ausbrüche gegen das angebliche Dr. Bongartz, iſt die badiſche Aerzteſchaft entſchloſſen, ſich
öſterreichiſch=ungariſche=ktalieniſche Ul=
in
dem gegenwärtigen Streit zwiſchen den Krankenkaſſen
aauf wirtſchaftliche und koloniale Fragen verfiel, wotimatum an die griechiſche Adreſſe
Ahimerhin noch am leichteſten iſt, ein Abkommen zu und die Drohungen der Boulevardhelden mit und der deutſchen Aerzteſchaft der vom Leipziger Verband
ſeleen.
einer engliſch=franzöſiſchen Flottenkundgebung ge= ausgegebenen Loſung anzuſchließen und einen vertragloſen
dieſem Zweck dienen die über die Bagdadbahn ein= gen Oeſterreich=Ungarn und Italien werden hier nur Zuſtand herbeizuführen, falls nicht bis zum 1. Januar
in ganz kurzen, abgeriſſenen telegraphiſchen Auszügen
ſlieten Beſprechungen, und neuerdings ſollen, wenn es
eine Einigung für das ganze Deutſche Reich erzielt wird.
mitgeteilt, allein niemand läßt ſich auf Erörterung der
ſhhloffiziös in Abrede geſtellt wird, Verhandlungen über Sache ein. Man macht überhaupt wieder einmal die Be= Dieſer Entſchluß der badiſchen Aerzte iſt um ſo bemer=
frikaniſchen
Kolonialbeſitz eingeſetzt haben. Es han= merkung, mit welcher inſtinktmäßigen Zurückhaltung und kenswerter, als ſchon jetzt in einer größeren Anzahl ba=
ſich
dabei nicht um eigentlichen territorialen Erwerb, politiſchen Selbſtzucht die engliſche Preſſe in auswärtigen diſcher Städte die freie Aerztewahl eingeführt iſt und in
hdenn mehr um eine wirtſchaftspolitiſche Einigung, die Fragen die Dinge, die ſie für heikel erkennt, unberührt.
anderen Städten die Ausſicht für die Aerzte beſteht, zu
zu laſſen verſteht. Ein Hauptgrund für dieſe Zurückhal=
tach
einer Meldung des Londoner Daily Chronicle tung im gegenwärtigen Falle liegt unzweifelhaft darin, günſtigen Verträgen mit den Krankenkaſſen zu gelangen.
folgenden Grundſätzen aufbauen ſoll: Deutſchland ver= daß in ſachkundigen Kreiſen hierzulande ziemlich allge=
Miniſterwechſel in Mecklenburg. Der
ſſtet auf alle Anwartſchaften auf Mozambique, dagegen mein und auf Grundlage unabhängiger engliſcher Bericht= Großherzog von Mecklenburg=Schwerin hörte am Mitt=
erſtattung
die Anſicht vorherrſcht, Griechenland ſei
England Deutſchland freie Hand bei der wirtſchaft= in Sachen der Südgrenze Albaniens im Unrecht und woch den Vortrag des Staatsminiſters von Baſſewitz und
In Aufſchließung Angolas und räumt Deutſchland ein ſuche durch unverfrorene Umtriebe und Schiebereien über hat die Miniſter Lengfeldt und v. Preſſenthien in Audienz
Ataaberrecht am Bau der Katanga=Bahn ein; durch die Grenzen der bei der Botſchaftervereinigung erreichten empfangen. Der Abgang des Staatsminiſters von Baſſe=
e
Abmachungen ſoll aber die Souveränität Portugals Abmachungen hinaus Vorteile herauszuſchlagen. Auch
witz iſt ſicher. Die Ernennung des Landrats v. Maltzahn=
ſonſt
ſteht Griechenland, ohne daß darüber viele Worte
Allerührt bleiben. Das im Jahre 1898 abgeſchloſſene verloren würden, bei den hieſigen mit den Verhältniſſen Moltzow zum Miniſterpräſidenten gilt als feſtſtehend.
Wermabkommen zwiſchen Deutſchland und England, das am beſten vertrauten Autoritäten im ſchwarzen Buch.
lich noch niemals veröffentlicht worden iſt, ſoll nach Bei aller Anerkennung für griechiſche Schlauheit und Ge=
Ausland.
Ateilung aus unterrichteten Quellen beſagt haben, daß riebenheit, namentlich auch in der geſchickten Behandlung
der Preſſe, als es galt, mit Greuelberichten und ganz
Oeſterreich=Ungarn.
wortugieſiſche Beſitzung Mozambique ſüdlich vom unſinnigen Uebertreibungen gegen die Bulgaren Stim=
Die Auswandereraffäre. Seitens des
Endeſi als engliſche Intereſſenſphäre anerkannt werde, mung zu machen, iſt man doch keineswegs geneigt, ſich
egen Deutſchland freie Hand in dem nördlich vom für griechiſche Zwecke benutzen zu laſſen. Und ſo läßt öſterreichiſchen Handelsminiſteriums wurde den Mitglie=
nbeſi
gelegenen Teil von Mozambique und ebenſo in man die neueſten diplomatiſchen Ereigniſſe kühl an ſich dern des Budgetausſchuſſes der Bericht über die vorläu=
vorübergehen
. Die Times nimmt ganz kurz von
olla erhalten ſoll; der Teilungsplan ſollte nur dann in der römiſchen Nachricht Notiz, daß der Inhalt der öſter= figen Ergebniſſe der vom Handelsminiſterium durchge=
lſamkeit
treten, wenn Portugal ſich zum Verkauf ſei= reichiſch=ungariſch=italieniſchen Note an Griechenland vor= führten Unterſuchung über die Auswanderung in Oeſter=
olonialen
Beſitzes entſchließen würde. Dieſer Ver= her den Mächten zur Kenntnis gebracht worden ſei, und reich vorgelegt.
ſah alſo territorialen Erwerb vor, und das hat in knüpft daran die Korrektur, daß, ſoweit ihr bekannt, das
In dem Bericht, der einen großen Umſang beſitzt,
ſicher nicht hier und in Frankreich geſchehen ſei. In Pa= werden bezüglich der Angliederung der Auſtro=Americana
trgal ziemlich ſtark verſchnupft.
ris und London machte der Schritt denn auch viel
Um allen Mißdeutungen vorzubeugen, zumal Portu= Sorge. Das iſt einſtweilen alles. Was die Kandida= an die deutſchen Geſellſchaften Angaben über die finan=
zielle
Beteiligung der deutſchen Geſellſchaften gemacht.
Aallem Anſchein nach nicht daran denkt, ſich ſeines afri= tur des Prinzen Wilhelm zu Wied für den Thron Alba= Darnachbeſitzendieſe Geſellſchaftenheute Aktien der Auſtro=
ſchen
Beſitzes zu entäußern, iſt man jetzt augenſchein= niens anbelangt, ſo werden die einlaufenden Meldungen Americana im Nominalwerte von 7,5 Mill. Kr. und eine
bisher ohne Kommentar abgedruckt. In landeskundigen
lemüht, die Abmachungen in wirtſchaftspolitiſche um= Kreiſen vernimmt man verſchiedentlich die Frage ob der Option auf ein Nominale von 4650 000 Kronen bei
Parndeln, ſo daß für die Herren in Liſſabon kein Grund Prinz ein reicher Mann ſei und ob er in politiſchen Din= einem Geſamtkapital von 24 Millionen Kronen. Die deut=
irgendeiner
Beunruhigung vorliegt. Welche Gründe gen einige Erfahrung beſitze. Denn das eine oder das ſchen Geſellſchaften haben es daher in der Hand, durch
tſchland bewogen haben ſollen, ganz und gar auf Mo= ändere hält man für unerläßlich und beides für höchſt Ausübung der Option jederzeit die Mehrheit der Aktien
an ſich zu ziehen. Weiter beſchäftigt ſich der Bericht mit
erwünſcht. Ohne das eine oder das andere aber würde dem Vertrage des Pools mit der Auſtro=Americana und
bi que zu verzichten, ohne daß engliſcherſeits ein we= wahrſcheinlich und ohne beides ziemlich ſicher die Krone erwähnt auch die Verträge des Verbandes mit den Schiff=
ſliches
Aequivalent gegeben worden iſt, erſcheint nicht Albaniens ſich als eine Dornenkrone erweiſen.
fahrtslinien Norwegens und Schwedens. Mit Bezug hier=
auf
heißt es: Keine Vermehrung der nationalen Schiff=
t
erſichtlich, und man wird wohl gut tun, in dieſer
fahrt! Das iſt die Hauptverpflichtung, welche dem Pool
ſicht weitere authentiſche Mitteilungen abzuwarten.
Deutſches Reich.
auch mit einem Einſatz von ½ Prozent bei der Anteil=
merlin
wäre es erfreulich, wenn auf dieſem Gebiete
bemeſſung nicht zu teuer erkauft ſcheint. Ein Kapitel hat
Interpellationen für den Reichstag.
s zuſtande käme, was geeignet wäre, die Beziehungen
die Canadianfahrt zum Gegenſtand und beſpricht die frü=
ſchen
Deutſchland und England auf die Dauer zu ver=Eine Reihe intereſſanter Interpellationen erwartet den
heren Anteile des Pools und der Canadian Pacificbahn=
Reichstag, wenn er demnächſt ſeine Arbeiten wieder auf= Geſellſchaft bei dem Schiffahrtsdienſtverkehr mit Kanada
en

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Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 7. November 1913.
Seite 2.
und baum den Kanpf un die Ganadianſahrt, ſowie dasſbekannt, daß der Panzerkreuzer Ealſornigl von der eben
Anſuchen der Canadian Pacifiebahn um die Bewilligung nach der Weſtküſte gehenden Pittsburg abgelöſt werden über völlig ablehnend. Kein Wunder alſo, wenn im
von Zweigniederlaſſungen in Oeſterreich als Voraus=
ſetzung
der neuen Trieſter Linie. Bei der Entſcheidung würde und zunächſt in amerikaniſchen Gewäſſern bleiben
darüber heißt es, habe es ſich für die Regierung darum wird. Folgende amerikaniſche Kriegsſchiffe befinden ſich
gehandelt, den Strom der Auswanderung nach Kanada, jetzt an der Weſtküſte: Panzerkreuzer California, Pitts=
für
welche von Agenten des Pools in ausgedehnteſtem burg und Maryland, das Kanonenboot Anapolis und
Umfang geworben wurde, von dem Wege über die Nord=
das
Hilfsſchiff Glazier.
ſeehäfen abzulenken und Trieſt zuzuwenden. Das Ver=
China.
hältnis konnte nur gebeſſert werden, wenn es gelang, als
Preis für die ſelbſtändigen Agenturen der Eanadian
Pacificbahn in Oeſterreich von ihr Bürgſchaften gegen
eine ungeſetzliche Propaganda zu erlangen. Das iſt da= der Times aus Peking gemeldet wurde, hat Juanſchikai
durch geſchehen, daß man die Bewilligung zur Errichtung bezüglich ſeiner Stellung zum Parlament ſehr weitgehende
von Agenturen an entſprechende Bedingungen knüpfte. In Verfügungen erlaſſen, worin die Kuomintangpartei ungünſtiger iſt als die der Angehörigen aller anderen
weiter Linie war zwar die verkehrspolitiſche Seite der
Frage zu erwägen, Lehnte man das Angebot ab, blieh angeklagt wird, den letzten Aufſtand veranlaßt und unter= kenntniſſe. Das gilt wie für den Geſamtbereich der Miſt
die Canadian Pacificbahn aller Wahrſcheinlichkeit nach ſtützt habe und weil ihre Führer auch jetzt noch die Re=
beim
Pool; war aber der Pool wieder zuſammengeſchmie= gierung zu ſtürzen ſuchten, und ihre Auflöſung verordnet
det, ſchwand naturgemäß die Wahrſcheinlichkeit, eine wird. Ferner wird den zu ihr gehörenden Abgeordneten
nennenswerte Verbeſſerung der Trieſter Quote zu er=
das
Recht, im Parlament zu ſitzen, abgeſprochen. Es wer=
reichen
.
Italien.
Das Ergebnis der Wahlen. Die Regierungs= die Oppoſition gegen die Wünſche des Präſidenten für den Beſonders kraſſe Unterſchiede zuungunſten der Kathollſlahthiſe
dem Parlamente zu unterbreitenden Verfaſſungsentwurf findet man in Schleſien, Schleswig=Holſtein, Brandſi
majorität, die konſtitutionelle, liberale und demokratiſche
wird kurz und gründlich beſeitigt.
Elemente umfaßt, beträgt 300. Dann kommen die Radi=
kalen
mit 70 Sitzen; die Katholiken und Katholiſch= Kon=
ſervativen
haben 33, die Republikaner 17, die orthodoxen
* Der Kaiſer und England. Lord Suffield,
Sozialiſten 53, die Reform=Sozialiſten 25 Sitze. Rechnet der der intimſte Freund König Eduards war, veröffent=
man
die Radikalen, wie bisher, zur Regierungsmajorität, licht in ſeinen ſoeben erſchienenen Memoiren einige Vemer=
ſo
beträgt dieſe 370; rechnet man ſie aber, ihrer prin= kungen über die Stellung Kaiſer Wilhelms zu England, ſchiede beſtehen; wollte man zu weiteren Schlußfolgen=ſatiennung ſe
zipiellen Stellung gemäß, zur äußerſten Linken, ſo zählt die wegen der engen Beziehungen des Lords zu dem
vorigen König in England Aufſehen erregen. Kaiſer
dieſe 165 Sitze. Verſtärkt wurden die Radikalen von 48 Wilhelm, ſchreibt er, hat England und die Engländer
auf 70 und die Sozialiſten von 41 auf 78; nur die Re= immer ſehr gern gehabt, was auch die Leute Gegenteiliges
publikaner ſind geſunken, von 24 auf 17. Die Katholiken behaupten mögen. Er hat unveränderlich für Frieden
mit England gearbeitet; aber trotz aller ſeiner wirklich
ſtiegen von 21 auf 33.
ernſten Bemühungen und ſeiner aufrichtigen Liebe für
Frankreich.
unſer Land hat es beſtändig Reibereien zwiſchen den bei=
Ueber die Frage der Wahlreform, de= den Höfen gegeben. Es iſt unmöglich, zu ſagen, woher Selbſtüberhebung, daß Gott gerade in den Tagen
das kam, es ſei denn, daß die Eiferſucht die Urſache war, Jahrhundertfeier die Zerſtörung, des Marineluftſchil
ren Beratung in der Kammer wieder aufgenommen wird,
äußerte Miniſterpräſident Barthou zu einem Berichter= ſer keine Schuld.
ſtatter: Ich habe der Kammer erklärt, daß es mir un=
* Kopenhagen, 5. Nov. Wegen Niederlegung der
möglich erſcheine, ſechs Monate vor den Wahlen und an=Arbeit in verſchiedenen Gewerben hat laut Voſſiſcher Zei= adelt worden ſeien. Gegen dieſe Auffaſſung Gottesi llenge 5
geſichts der ablehnenden Haltung des Senats in zweck= tung der däniſche Arbeitgeber=Verein die Ausſver=
dienlicher
Weiſe zu einer Wahlreform zu gelangen. Dierungvonetwa 30000 Arbeitern beſchloſſen, die
Mehrheit der Kammer war anderer Anſicht und ihr Be= nach etwa 14 Tagen in Kraft treten ſoll.
ſchluß legt dem Miniſterium die Pflicht auf, an jedem
Vorſchlag mitzuarbeiten, der zwiſchen den Anhängern und
Zeitungsſchau.
den Gegnern der Reform in der Kammer, ſowie zwiſchen
der Kammer und dem Senat vermitteln könnte.
Ueber den Rückgang des akademiſch gebildeten Elements
in der Volksvertretung äußert ſich die Kölniſche Zeitung:
Vereinigte Staaten.
Unter den 73 Mitgliedern der badiſchen Zweiten Kammer,
Die Wahlen. Während die Tammany in Neu= die am 21. und am 30. Oktober ds. Js. gewählt worden
York eine vernichtende Niederlage erlitt, waren ander= ſind, befinden ſich nicht weniger als 32 parlamentariſche
Neulinge: Auffallend iſt beſonders der Rückgang in der
wärts die Demokraten im allgemeinen erfolgreich. Wil= Zahl der akademiſch gebildeten Volksvertreter. Vor zehn Ihr wohl. Gott iſt nicht mit Euch, er beſtraft Guchill
ſon iſt beſonders befriedigt über das entſcheidende Er= Jahren betrug die Zahl der Abgeordneten, die Univerſi=
gebnis
in Neu=Jerſey, das er als eine Beſtätigung ſeiner tätsbildung genoſſen hatten, etwa 36; die Zahl ſank vor
Politik durch ſeinen eigenen Staat betrachtet. Bryan er= vier Jahren auf 24 und beträgt jetzt nur noch 19; darunter
befinden ſich 10 Juriſten, 4 Mittelſchulprofeſſoren, 3 Geiſt=
klärte
, die Ergebniſſe der Wahlen ſeien eine Beſtätigung liche, die ſämtlich römiſch=katholiſch ſind, ein praktiſcher
der Politik des Präſidenten.
Arzt und ein fürſtlich Fürſtenbergiſcher Forſtmann. Der
Die Vereinigten Staaten und Mexiko. Rückgang des akademiſch gebildeten Elements in der
Die Daily Mail meldet aus Neu=York vom 5. No= Volksvertrteung dürfte in erſter Linie wohl damit zu=
ſammenhängen
, daß ſich in den letzten Jahren die höhere
vember: General Huerta hat die Regierung von Waſhing= Beamtenſchaft, angeekelt durch die häßliche Art, mit der
ton wiſſen laſſen, daß er auf ihr Aufforderung zum Rück= heutzutage landauf, landab der politiſche Wahlkampf ge=
tritt
von der Präſidentſchaft binnen kurzem eine defini= führt wird, faſt ganz vom politiſchen Leben zurückgezogen
tive Antwort geben werde. Wie man erfährt, hat er die hat. Während noch vor zehn Jahren Miniſterialräte und
Beamte in ähnlicher Stellung es für eine hohe Ehre an=
franzöſiſche
Regierung erſucht, zwiſchen ihm und den Ver= ſahen, von ihren Mitbürgern in die Zweite Kammer ge=
einigten
Staaten zu vermitteln. Frankreich ſoll geant= wählt zu werden, ſteht heute, von wenigen rühmlichen Kunden, überſichtliche Anordnung der Bureaus
wortet haben, daß es zunächſt weitere Informationen über Ausnahmen abgeſehen, die geſamte akademiſch gebildete
die mexikaniſche Politik der Vereinigten Staaten abwar= Beamtenſchaft bei politiſchen Wahlen Gewehr bei Fuß
und überläßt das Feld dem Klerus der katholiſchen und
ten und auch dann irgendwie in Waſhington nichts unwill= evangeliſchen Kirche, ſowie den mittleren Beamten. Als Was gerade Deutſchland durch ſeine tüchtigſten Mllan
kommenes tun werde. Wie aus Waſhington gemeldet am Vorabend der diesjährigen Landtagswahl hervor=
wird
, hat der Aufklärungskreuzer Cheſter den Befehl ragende Parlamentarier, darunter Pfarrer a. D. Nau=
erhalten
, nach Veracruz zu gehen, um als Depeſchenboot mann, im großen Saale der ſtädtiſchen Feſthalle
ſprachen, waren wohl gegen 3000 Zuhörer erſchie=
zwiſchen
den dortigen Schlachtſchiffen und Tampico zu nen, von den vielen Hunderten höherer Verwaltungsbe=
fungieren
. Der Kreuzer hat die ſtärkſte funkentelegraphi= amten oder Richter welche den Miniſterien, dem Land= eine neue künſtleriſch bewegte Formenwelt heraus
ſche Anlage der ganzen amerikaniſchen Flotte und nach ſei= oder Oberlandesgericht angehören, war kein einziger in
ner Ankunft wird Veracruz in ſtändiger direkter Verbin= der Verſammlung zu ſehen. Auch die Profeſſorenſchaft künſtler für dieſe neuen Aufgaben. Und die veriliche
der drei Hochſchulen, die früher ſo hervorragende Männer
dung mit Waſhington ſtehen. Der Marineſekretär gab und Zierden der Wiſſenſchaft in die Zweite Kammer ent=
mag
hier dies und jenes berichtet werden was vielleicht
charakteriſtiſch für den neuen Fürſten wie ſeine Gemahlin
Fürſt und Fürſtin von Albanien. iſt, geeignet, ſich ein näheres Bild dieſes Fürſtenpaares zu
Perſönliches und Unperſönliches.
machen, dem eine ſchöne, aber auch ſchwere Aufgabe zu=
teil
geworden und welches da es dieſelbe freiwillig über=
Von Paul Lindenberg.
nommen, die Kraft in ſich fühlen muß, derſelben gewachſen
(Nachdruck verboten.)
zu ſein.
Das neue Fürſtentum, das aus den Wirren des letz=
ten
Balkankrieges hervorgegangen, erhält nun endlich, Neuwied geboren wurde, begann ſchon früh die militäriſche
nach langem=Hin und Her und manch verworrenem diplo= Laufbahn, und zwar im Regiment Gardesdukorps, das,
matiſchen Nänkeſpiel hinter den Kuliſſen der Weltereig= in Potsdam garniſonierend, ſtets eine beträchtliche Zahl
niſſe ſeinen Fürſten, einen Fürſten und eine l von Prinzen und Fürſen in den Reihen ſeiner Ofiziere
Fürſtin aus deutſchem Geblüt. Prinz Wilhelm zu gehabt und fortgeſetzt hat. Die Erziehung des Prinzen
Wied der unter dem Dutzend von Bewerbern um die war eine ſehr ſorgfältige und liebevolle geweſen, was für
neue Fürſtenkrone ſchon ſeit langem als geeignetſter und die keiner Erwähnung bedarf, die den geraden, echt deutſch
erfolgreichſter betrachtet wurde, hat die Wahl angenom= denkenden und handelnden Fürſten Wilhelm zu Wied mit nen, gaſtlichen Heim, aus deſſen Fenſtern man hinüberſahl
men, in dem Pflichtgefühl, als treuer deutſcher Mann ſeine ſeinem reichen Geiſtes= und Innenleben und deſſen zarte, zu den Kuppeln der Kunſtaladenie und den ralſchenten
Schuldigkeit zu tun, und in der Ueberzeugung, dem ge= feinſinnige, ſtets rückſichtsvolle, nur den Ihren lebende Ge=
plagten
Lande Ruhe und Frieden zu bringen. Und wenn mahlin Marie, eine geborene Prinzeſſin der Niederlande
wahrſcheinlich auch noch einige Zeit vergehen wird, ehe der und eng durch ihre Mutter eine Schweſter Kaiſer Wil=
hochgewachſene
neue Fürſt eine echte und rechte ſol= helms 1 mit dem preußiſchen Königshaufe verwandt,
datiſche Erſcheinung an der Seite ſeiner liebreizenden, gekannt Schlicht und ruhig gings in der fürſtlichen Fa=vorübergehend, denn alsbald erfolgte ſeine Veruſung als
jungen Gemahlin den Einzug in das ihm anvertraute milie zu; die drei Söhne deren mittelſter Prinz Wilhelm
Land hält, ſo darf man an der Tatſache, daß nun endlich iſt wurden von jung auf an Einfachheit gewöhnt, der
auch dieſe vielerörterte Angelegenheit glücklich im Sinne Vater, ernſt und gediegen durch und durch, allem Luxus
des Dreibundes ihren Abſchluß erhalten, nicht mehr zwei= und Prunk abhold, der ſich als Generalſtabsoffizier im Familie in Potsdam eine Villa eingerichtet, mußtede
feln. Sicherlich ein bedeutſames geſchichtliches Ereignis, deutſch=franzöſiſchen Kriege das Eiſerne Kreuz erſter Klaſſe
denn aus Europas Staatengebilde wird ſich kaum noch erworben, überwachte den Unterricht und legte neben der
ein ganz neues Reich mit einem neuen Herrſcher geſtalten geiſtigen Ausbildung großen Wert auf eine körperliche. roten Kaſten am Berliner Königsplatz kennt man keiner=
laſſen
, und des ferneren dürfte Albaufen aus politiſchen Der fürſtliche Marſtall verfügte über edle Tiere, früh lei Rückſichtnahme auf die dort tätigen Offiziere, mögen,
wie wirtſchaftlichen Gründen ganz beſonderes Intereſſe ſchon ſaßen die Prinzen feſt im Sattel und begleiteten den
beanſpruchen, mit wachſender Berechtigung wird man ge= Vater auf langen und anſtrengenden Ritten.
ſpannt ſeine Entwickelung verfolgen.
In Potsdam wußte ſich Prinz Wilhelm ſchnell einzu=
Deshalb iſt auch die Perſönlichkeit des neuen Fürſten leben und erfreute ſich großer Beliebtheit bei ſeinen Kame=
von
erheblicher Bedeutung wird es doch in erſter Linie raden und Untergebenen, bei letzteren wegen ſeines aus=
von
ihm., ſeiner Geſchiellikeit, ſeine: Energie ſeinem gan= geprägten Gerechtigkeitsgefühls und ſeiner Teilnahme an
zen Weſen und Sichgeben alhängen welchen Rang Al= ihren Freuden und Leiden. Aber auch außerhalb der
banien unter den übrigen Staaten einnehmen und welche militäriſchen Kreiſe erwarb er ſich durch ſein offenes frei=
Kulturfortſchritte es nachen wird
edet der Begründung mütiges Weſen ſeine ungekünſtelte Liebenswürdigkeit,
einer eigenen Dynaſtie und deren Verwachſen mit fremder ſein beſcheidenes und doch männliches Auftreten, ſeine von
Scholle. Aus perſönlichen Beobachtungen und Eindrücken ſachlicher Ueberlegung zeugenden Anſichten über wichtige

Nummer 26s ſummer
üſſeig
ſand hate, verhält ſich heute politiſcher Betütigung gen
fleſen.
halb der badiſchen Volksvertretung das bäuerliche (iren, neie
Begliſel
das Arbeiterelement immer mehr und mehr zunehmen=
*
Kriminalitätsziffern und Konfeſſion. Eine Tatſ=
die
zahlenmäßig feſtſteht, heben die Berliner Politiſſ
Nachrichten hervor, ohne in die Bedeutung der Zg
näher einzudringen: Aus einer Berechnung der Ve iſliltvom Hol
lung der Kriminalitätsziffern auf die verſchiedenen Määkkiod.
2
n ſch
Juanſchikai und das Parlament. Wie gionsbekenntniſſe die zum erſten Male vom preußiſch
Statiſtiſchen Landesamte vorgenommen worden iſt, er=d4
Kuftg
eſich die bemerkenswerte Tatſache, daß die Kriminalliſſhehe), auf
der katholiſchen Minderheit im preußiſchen Staat erhelſſtt Japdſchlob
us. (Darm
Zim Mal
archie ſo auch im großen und ganzen für die einzellaättlbit der 61
Provinzen. Nur in Oſtpreußen und Hohenzollern iſte ſchſzan von
Schulper
Kriminalität bei den Evangeliſchen höher als beit
Katholiken; in allen übrigen Landesteilen iſt die kasſtäunte der Lehre
liſche Bevölkerung mit einem größeren Prozentſatz anPug, aufe
den dadurch etwas über 300 Abgeordnete betroffen, und Zahl der wegen Verbrechen oder Vergehen gegen ſtldngahrigen tre
Reichsgeſetze rechtskräftig verurteilten Perſonen beteill jimte 1919 an
tordens
ſinid
6
burg, Pommern Poſen und im Stadtkreis Berlinza
dieſen Landesteilen iſt unter je 100 000 ſtrafmünd
iner
Zivilperſonen chriſtlichen Bekenntniſſes die Zahl=
. Novemt.
rechtskräftig verurteilten Katholiken doppelt und teilſp=ſſteilaſe des 2
dreifach ſo hoch wie der Anteil der Evangeliſchen.Stmlliehen. Ju
Grund der erwähnten ſtatiſtiſchen Arbeit läßt ſich nurid ſehrer an
Tatſache feſtſtellen, daß derartige bemerkenswerte Unnſtalleimnſtadt, bein
gen gelangen, ſo müßten zahlreiche andere Momente,lülcktragen wul
Abſtammung, Berufstätigkeit, Bildungsgrad, das ſo
(is M
Milieu u. a. m. bei der Beurteilung herangezogen, werdsſätäterſtelle an
Sholten; dem
Gott und das Luftſchiff=Unglück. Dem chriſtlläßillhſin aus Heu
ſozialen Bremer Beobachter erſcheint es als eine Walliber Vollsſch
i Etellenanu
nung vor den Gefahren der SelbſtbeweihräucherunguPätnau, Krei
Muſale
die man an allen Höfen findet. Aber ſicher traf den Kai= zuließ. Gott gedachte an uns!, meint das chriftWhm Vol
ies Ped
ſoziale Blatt, um den Ausdruck des Zweifels hinze
belich
fügen, ob unſere Feiern durch das Gedenken an Ghlli
Gott in der fürchterlichſten Weiſe zur Jahrhundertfeiera Mlitſit ſes
euns denken läßt, legen die Bremer Nachrichten miti
Verwahrung ein. Sie verurteilen es ſcharf, Gott die
antwortung für den techniſchen Fehler zuzuſchie

der zu dem Unglück geführt hat. machen darauf aufm
ſam, daß jenes chriſtlich=ſoziale Blatt das zu jeder Stillm
Bereitſein als unſere vornehme Pflicht bezeichnet, mm
fügen hinzu: Um bereit zu ſein, um den vielen Gegnen
ringsum noch mehr als bisher gewachſen zu ſein, umſe Flium
:den Frieden zu ſichern, hat Deutſchland doch das m
Zeppelins unterſtützt hat die Marineluſtkreuzer ae
n ſchafft. Und jetzt ſoll uns Gott dafür gerade zur Sähmmiuket
hundertfeier geſtraft haben? Alſo könnten danachäe
ram liebſten zuſammenſchießenden Franzoſen ſagenn
Euere Kriegsrüſtung‟. Die Schlüſſigkeit dieſer Mle
rungen iſt nicht minder unbeſtreitbar, als die Tall
rdaß eine Auffaſſung Gottes, wie das chriſtlich
t=Bremer Blatt ſie bekundet, Tauſende der Kirch
fremdet.
Beiträge zu dem Thema Kunſt und Kaufmann
eProfeſſor Halm im Novemberheſt der Weſtermanmiä
Monatsheſte in einem Aufſatze Bureau und Geſchle
haus. Nach einer genauen Darlegung der Bedeltung
n Meſſels für den geſchäftlichen Nutzbau führt er aus
großzügige Dispofition der Innenräume, bei hauschillen
riſcher Verwendung der Bauſtächen, denkbar (hte
Lichtzufuhr. bequeme Verbindlichkeiten für Perſonalun
eſtets die beſtimmenden Faktoren ſein müſſen, obſch
§nun um ein ausgeſprochenes Warenhaus, ein Gräſtia
delshaus, ein Kontorhaus oder etwas Aehnliches hait
den letzten beiden Jahrzehnten geſchaffen hat, kan
getroſt neben die beſten Leiſtungen des Auslande
ja, die Art, wie man bei aller Berückſichtigm
= Zweckmäßigen und Notwendigen aus den verſöl
Materialien und den neuen architektoniſchen Grunſcht
verſtand, ſpricht für das tiefe Verſtändnis unſen
rſten Löſungen bezeugen, daß die in erſter Linie aufsae
mäßigkeit und Hygiene gerichteten Leitſätze ſomit
ſtpolitiſche wie ſoziale Fragen und ſeinen auf manſtellt
n weiten Reiſen geſchärften Blick warme Sympalhiehd
uſich ihm in reichem Maße gelegentlich ſeiner amsllRgg
vember 1906 geſchloſſenen Vermählung mit der Mäinzelſin
Sophie von Schönburg=Waldenburg zeigten. Del junde
Hausſtand und die ſehr regen geſelſchaftlichen Welſlſch
tungen in Potsdam und Berlin, verbunden mit Anl
Prinz Wilhelm zu Wied der am 26. März 1876 in ſtrengendem Dienſt im Regiment, hielten den Prinzei
nicht von den Vorbereitungen für das Eramen zur Krielle
akademie ab, das er glänzend beſtand. Wjährend des huei=
jährigen
Kommandos zu dieſer Akademie hatte er mit
eſeiner jungen Gemahlin eine Mietswohnung in einemder
neuen Häuſer der Hardenbergſtraße in Ghalbtenbug
inne, gleich ſeiner Lebensgefährtin ein Freund gewählter
und anregender Geſelligkeit und gern in dem hochgelege=
Baumkronen des Tiergartens, einen kleinen Kreis tüht
tiger, den verſchiedenen Verufsſtänden angehörender
Männer und Frauen vereinend. Nach jenen drei Jahren
kehrte der Prinz zu ſeinem Regiment zurück jedoch mie
Hauptmann in den Großen Generalſtab, und zwar in eine
der kniffligſten Abteilungen desſelben jene der Eiſen=
§bahnen und des Verkehrsweſens. Da ſich die prinzliche
eprinzliche Generalſtäbler jeden Morgen nach Berlin fah=
rren
, und es ward oft ſpät bis zur Rückkehr denn im
n ſie fürſtlicher Abſtammung ſein und mögen ſie eine holde
Gattin und ein reizendes Töchterlein denn dem prinz=
lichen
Paare war am 19. Februar 1909 das Prinzeßchen
Marie Eleonore beſchert worden zu Haus haben. Dont
=aber brannte auf dem Arbeitstiſche des Hausherrn noch
noſt die Lampe bis in die Nacht hinein oder auch bis zum
frühen Morgen, das vorgeſchriebene Arbeitspenſum mußte
erledigt werden. Auch beim Generalſtabe ſchnit Prin
Wilhelm ſehr gut ab, nach mehrjährigem Kommandg wie=
nder
zur Truppe zurückkehrend und ſeinen Dienſt als Ritt=
emeiſter
und Eskadronschef in dem in Potsdam ſtehenden

[ ][  ][ ]

lt
onen

ſirmmer 268.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 7. November 1913.
Seite 3.
A künſteriſches Schaſſen, Geſchmack und Wohlbehagen f ment ſialt. Am Dienstag ſindet die 30. Auführung von f geſern in Pfälzer=Hoft ſat. zu dieſem Dekmnat ge=
äließen
. Neue Bedürfniſſe, neue Grundſätze, neue Johann Strauß' Meiſteroperette Die Fledermaus hören außer Eberſtadt und Pfungſtadt nicht allein einige
ien, neue Wertung der Materialien, neue Schön=als Feſtvorſtellung ſtatt. Der muſikaliſche Leiter der Erſt=Orte des vorderen Odenwaldes und der Bergſtraße, ſon=
Plegriffe!
aufführung der Fledermaus am Hoftheater, Muſikdirek= dern auch mehrere Riedorte, wie Gernsheim, Biebesheim,
tor Keyſer aus Wiesbaden, wird der Feſtvorſtellung als Stockſtadt, Crumſtadt, Goddelau, Wolfskehlen uſw. Es
Gaſt beiwohnen.
wurde beſchloſſen, zu gegenſeitiger Anregung und zur
Stadt und Land.
m. Von der Elektriſchen. Das Verlegen der Geleiſe Pflege des kirchlichen Liedes im kommenden Jahre, und
vom Luiſenplatz nach Frankfurter Straße iſt nach zwar Sonntag, den 24. Mai, wieder ein Kirchen=
Darmſtadt, 7. November.
ſchwieriger Arbeit beendet. Das Ausweichegeleis auf demgeſangvereins=Bundesfeſt zu veranſtalten.
* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheiten der Groß= Mathildenplatz iſt entfernt worden, ſo daß das weſtliche Als Ort wurde Eberſtadt gewählt. Der Feſtgottes=
zog
und Prinz Heinrich von Preußen neue Geleiſe von der Dampfſtraßenbahn benutzt wird. dienſt iſt in der herrlichen, neu reſtaurierten Kirche, wobei
lten ſich geſtern vormittag 840 Uhr im Auto, einer Unter der Verbindungsbrücke am Juſtizgebäude wurden außer Einzelchören des dortigen Kirchengeſangvereins
Ladung des Generalmajors Freiherrn von Heyl die Geleiſe auf Beton gebettet und innen mit Holzpflaſter mehrere Maſſenchöre zum Vortrag kommen werden. In
nd, auf Jagd nach dem Nonnenbuſch. Die Rückkehr verſehen, um eine Verminderung des vom Wagenverkehr einer Nachverſammlung, bei der mehr dem gemütlichen
Jagdſchloß Wolfsgarten erfolgte im Laufe des Nach= entſtehenden Geräuſches herbeizuführen. An den Häufern Teile Rechnung getragen iſt, werden Volkslieder, die vor
Mas. (Darmſt. Ztg)
werden die Roſetten, welche die Drähte der Oberleitung hundert Jahren entſtanden ſind und an dieſe Zeit er=
Zum Kammerherrn ernannt haben Se. Königl. halten ſollen, einzementiert. Eine der ſchönſten Platanen innern, von den Vereinen vorgetragen, unterbrochen von
ſteit der Großherzog den Major a. D. Karl am Mathildenplatz mußte geköpft werden. Vor dem Anſprachen verſchiedener Redner.
Schwurgerichtsſaale werden eben die letzten Verebnungs=
ßherrn
von Lehmann.
Verband heſſiſcher ſtaatlicher Unterbeamten. Die
Schulperſonalien. In den Ruheſtand verſetzt arbeiten vorgenommen durch Chauſſierung des Terrains. Ortsgruppe Darmſtadt genannten Verbandes hielt am
Uüde der Lehrer Georg Lampert zu Brandau, Kreis Das Auslaufen der zweigeleiſigen Strecke nach der Frank= Mittwoch abend in ihrem Vereinslokal eine außer=
Aurg, auf ſein Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner furter Straße in ein Geleiſe iſt nur proviſoriſch ausgeführt ordentliche Verſammlung ab. Sämtliche Kate=
Dhiährigen treuen Dienſte, mit Wirkung vom 1. No= bis nach Vollendung der wichtigſten Verbindungen nach gorien hatten Vertretungen gefandt. Der Vorſitzende der
üübr 1913 an und ihm das Ritterkreuz 2. Klaſſe des dem neuen Bahnhofe der zweigeleiſige Ausbau nach Ar=Ortsgruppe, Herr Kanzleidiener Dietz, wies in ſeiner
Aſenſtordens Philipps des Großmütigen verliehen.
heilgen zu in Angriff genommen werden kann. In dem Eröffnungsrede darauf hin, wie in vergangener Zeit die
Anden Ruheſtand verſetzt wurde der Lehrer Jakob Koch öſtlichen Teile der Bismarckſtraße liegen die Geleiſe bis Beamtenſchaft ſich bei den verſchiedenen Wahlen
Mhl ainz=Koſtheim auf ſein Nachſuchen, unter Aner= an die Grafenſtraße, wo eine große Weichen=Anlage in verhielt. Jetzt, wo nun die Zeiten immer ſchwerer wer=
Aiutig ſeiner langjährigen treuen Dienſte, mit Wirkung Arbeit genommen iſt, die einerſeits die Verbindung mit den und die Gehaltsyerhältniſſe nicht mehr zeitgemäß
1 November 1913 an und ihm das Ritterkreuz der Wendelſtadtſtraße, andererſeits mit dem alten Geleis ſeien, ſei man endlich erwacht und ſich auch bewußt ge=
Alrſſe des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen der Bismarckſtraße ermöglicht. In den nächſten Tagen worden, daß die Beamtenſchaft in jeder Beziehung eine
Akehen. In den Ruheſtand verſetzt wurde weiter werden die letzten Schienenſchweißungen dort beendet ſein. Macht bedeutet, mit der bei allen Anläſſen künſtig gerech=
Alehrer an der Volksſchule zu Gräfenhauſen, Kreis Die Verlängerung der Bismarckſtraße nach dem Dornhei= net werden müſſe. Er erteilte hierauf dem Vorſitzenden
Anſtadt, Heinrich Klein auf ſein Nachſuchen, unter mer Weg iſt bis auf ein kleines Stückchen fertig gepflaſtert. des Verbandes, Herrn Gefangenenaufſeher Veith, das
Ariennung ſeiner langjährigen treuen Dienſte.
Der den vollen Ausbau des zweiten Schienengeleiſes hin= Wort, der dann in ausführlicher Weiſe die Stellungnahme
itragen wurde dem Schulamtsaſpiranten Heinrich dernde Sandhügel, auf dem ein Bahnwärterhaus ſtand, des Beamtenkartells zur bevorſtehenden Stadtverord=
Alrg aus Nieder=Florſtadt, Kreis Friedberg, eine konnte noch nicht abgetragen werden, weil das in ihmnetenwahl erläuterte und die Kollegen aufforderte,
ltlerſtelle an der Volksſchule zu Ober=Lais, Kreis ſteckende und ihn umgebende ſtarke Mauerwerk durch ſeine am 19. November Mann für Mann ihre Stimme den 4
iten; dem Schulamtsaſpiranten Wilhelm Hof=
Feſtigkeit einem raſchen Abbrechen hinderlich iſt. Der vorgeſchlagenen Kandidaten des Kartells zu geben. Bei
mnn aus Heuchelheim, Kreis Gießen, eine Lehrerſtelle Schöpfbagger rückt langſam nach Norden vor und liegt der weiteren Nominierung der vorgeſchlagenen Kandida=
Mäüder Volksſchule zu Nauheim Kreis Groß=Gerau; eben dem Bachgangweg gegenüber. In dem Dornheimer ten der vereinigten Bezirksvereine wurde auch lebhaft die
Stellenanwärter Philipp Speier aus Groß= Weg wird, nachdem ein Entwäſſerungskanal hergeſtellt Kandidatur von Herrn Kaufmann Joſeph May begrüßt,
Aberau, Kreis Dieburg, die Stelle des Pedellen an worden iſt, der an der Reihe der neuen Häuſer hinziehende mit der Motivierung, daß man an ihm einen Mann habe
Realſchule zu Wimpfen; dem Stellenanwärter Fußſteig mit Sandſteinen verſehen und verebnet. Gleich= der das Herz unter anderem für Beamtenfragen auf dem
ſktaan Wolf aus Sponsheim, Kreis Bingen, die zeitig wird das Stücklager für das zweite elektriſche Geleis rechten Fleck habe und der jederzeit die Intereſſen der
des Pedellen an der Realſchule zu Gernsheim.
ausgeführt. Allem Anſchein nach gehen noch einige Wochen Beamten vertreten wird. Ferner wurde auch erwähnt, daß
Verliehen wurde das Ehrenzeichen für Mitglieder ins Land, bis die neue Linie durch die Bismarckſtraße nach die Kandidatur des Herrn Herbert nach jeder Seite hin
ſtwilliger Feuerwehren durch Entſchließung Sr. Königl. dem Hauptbahnhofe dem Verkehr übergeben werden kann. zu unterſtützen ſei. Die nun folgende Diskuſſion, an der
ſiet des Großherzogs an Philipp Dechert Die jetzigen Arbeiten ſtoßen nicht auf die Schwierigkeiten, ſich die Herren Kollegen Häuſer, Schmidt und Rückert be=
wie
die am Mathildenplatz.
Heuchelheim.
teiligten, ergab, daß man mit dem Vorſchlag der Kan=
Erledigt iſt die Stelle eines Dammeiſters bei
* Zur Stadtverordnetenwahl wird uns mitgeteilt, daß didaten des Kartells vollauf einverſtanden und ferner den
9. Waſſerbauamt Main z.
ſich der Hausbeſitzerverein in den letzten Tagen ernſtlich weiteren Kandidaten, die in allen Beamtenfragen mit
Der Sprechtag der Schulabteilung im Großh. bemühte, innerhalb politiſcher und wirtſchaftlicher Gruppen orientiert ſind mit zum Siege verhelfen könne. Herr
fterium des Innern fällt am nächſten Samstag aus. eine Einigung für die Wahlvorſchläge zu erzielen. Die auf Dietz dankte allen Rednern, inſonderheit Herrn Veith, für
PKriegsgericht. Der 28jährige unbeſtrafte Bäcker=ſeiner Geſchäftsſtelle Wilhelminenſtraße 19, bereits ſtatt= ſeine trefflichen Ausführungen, empfahl, daß alle Kollegen
ſin und Landwirt Heinrich Schneider II. von Bie= gefundenen Beſprechungen verliefen durchweg ſehr ſach= ſich an der in Kürze ſtattfindenden allgemeinen Beamten=
ſtand
geſtern vor dem Kriegsgericht der 25. Diviſion gemäß. Es iſt zu erwarten, daß von dieſer Seite ein Wahl= verſammung vollzählig beteiligen ſollten und ſchloß um
hir der Anklage des Beſtechungsverſuches vorſchlag erfolgen wird, der bei den weiteſten Kreiſen der11 Uhr die Verſammlung.
Anüber Mitgliedern der bewaffneten Wählerſchaft vollen Anklang finden dürfte.
* Deutſchnationaler Handlungsgehilfen=Verband. Die
ſcht und Beamtenbeleidigung. Der Angeklagte iſt
* Silberne Hochzeit. Am Sonntag feiern der Wagen=Ortsgruppe Darmſtadt hielt am Mittwoch im
wiſt (Militärbäcker) und ſollte bereits 1910 und 1911 aufſeher Heinrich Gottwalz und deſſen Ehefrau das Kaiſerſaal eine öffentliche Verſammlung ab mit
ſtfriſche Uebungen machen, wurde aber beide Male Feſt der Silbernen Hochzeit.
der Tagesordnung: Kaufmannsgerichtswahlen und Hand=
ſtin
Nachſuchen davon befreit. Als er in dieſem Jahr
* Muſik vom Stadtkirchturm. Anläßlich des am lungsgehilfen‟. Der Redner, Herr Paul Elberding
Rigals zu einer militäriſchen Uebung einberufen wer= kommenden Sonntag den 9. November, ſtattfindenden 12. aus Hamburg, führte in ſeinem Vortrag aus: In einer
Mſilllte, ging er am 29. Auguſt auf das Bezirkskommando
Jahresfeſtes des Chriſtlichen Vereins junger Männer Wart= ganzen Reihe von Städten, ſo auch in Darmſtadt, finden
Pfenbach, um ſeine Befreiung zu bewirken. Er hielt burg wird der Wartburg=Poſaunenchor den Bewoh= Neuwahlen ſtatt, die die einzelnen Organiſationen zu
Feldwebel in der geſchloſſenen Hand ein Zehnmark= nern der Stadt morgens 8 Uhr durch 4 der wirkungs= überaus lebhaften Bemühungen um das Vertrauen der
hin, nachdem dieſer das Geſuch ablehnen mußte, da vollſten Choräle unſerer evangl. Kirche einen Morgengruß Wähler veranlaſſen. Der Leipziger Verband nun ſpreche
ſen Akten der Vermerk ſtand muß dienen‟. Dasſelbe entbieten. Um 10 Uhr findet in der Stadtkirche Feſt= ſich gegen öffentliche Auseinanderſetzungen aus, während
Alutver wiederholte er bei einem zweiten Feldwebel. Er gottesdienſt ſtatt, bei dem der Poſaunenchor ebenfalls der D. H.=V. den Standpunkt vertrete, jede Organiſation
f ſich zu ſeiner Verteidigung darauf, daß er dem Feld= mitwirkt.
ſolle den Handlungsgehilfen ſagen, was ſie in Zukunft
el 10 Mark anbieten wollte, damit ihm dieſer ein Ge=
* Kirchenkonzert. Man ſchreibt uns: Bei der Fülle zur ſozialen Hebung des Handlungsgehilfenſtandes z=
um
Befreiung aufſetze. Der Vertreter der Anklage be= muſikaliſcher Darbietungen möchten wir an dieſer Stelle tun gedenke. Heute werden im Parlamente regelmäßig
ltagt 50 Mark Geldſtrafe, das Gericht erkannte aber auf auf das zum Beſten der im Vorjahre gegründeten Klein= Fragen des Handlungsgehilfenſtandes erörtert, denn die
f Tage Gefängnis, um der Auffaſſung entgegen kinderſchule, Alexanderſtraße 25, am Sonntag, 16. Nov., politiſchen Parteien wiſſen jetzt, daß die hunderttauſend
rtten, als ob mit Geld alles zu erreichen ſei.
nachmittags halb 6 Uhr, in hieſiger Stadtkapelle ſtattfin= Handlungsgehilfen ein Faktor ſind, mit dem gerechnet
- Vom Großh. Hoftheater. Heute wird der Goethe= dende Kirchenkonzert hinweiſen. Zu demſelben haben die werden muß. Erfolge ſind bereits zu verzeichnen im La=
lus
mit der Aufführung des von Hans Baumeiſter neu weithin bekannte Altiſtin, Frl. Elſe Diefenthäler, Herr denſchluß, Krankenverſicherung, Angeſtelltenverſicherung
Ptierten Torquato Taſſo beſchloffen. AmJoſeph Wenz (Tenor), ein Sohn unſerer Stadt, der nach uſw. Es liege nicht am D. H.=V., wenn Divergenzen
etag wird zur Vorfeier von Schillers Geburtstag als Vollendung ſeiner Studien, mit dem neuen Hoforaaniſten zwiſchen ihm und anderen Verbänden hereſchen. Als
Pellsvorſtellung zu ermäßigten Preiſen Wilhelm Herrn Heinr. Müller zum erſten Male hier vor die Oeffent= Beweis hierfür wird die im Statut enthaltene Beſtim=
bei
aufgehobenem Abonnement in Szene gehen. lichkeit tritt, ſowie der jugendliche Geigenkünſtler Herr mung, daß im Falle einer Auflöſung des Verbandes, der
Vorverkauf findet im Verkehrsbureau ſtatt Am Paul Hindemith aus Frankfurt, ihre gütige Mitwirkung 58. Handlungsgehilfen=Verband Erbe des Vermögens ſei,
üntag nachmittag gelangen Die fünf Frankfurter als zugeſagt. Das Konzert verdient wegen ſeines feinſinnig angeführt. Der Redner ſpricht weiter über die von der
sworſtellung zur Aufführung. Den Vorverkauf hat gewählten Programms, das eine Stunde weihevoller Er= Gegenſeite neu gegründete Arbeitsgemeinſchaft, welcher
Verkehrsbureau inne. Sonntag abend nimmt der hebung verſpricht, nicht minder aber wegen ſeines wohl= der D. H.=V. zurzeit noch mit einigem Mißtrauen gegen=
di
=Zyklus unter muſikaliſcher Leitung von Ar= tätigen Zweckes, eine beſondere Beachtung Eintrittskarten überſteht, ſowie über die Konkurrenzklauſel, für deren Be=
Wigna ſeinen Anfang mit der Aufführung von Ri= à 2 Mark (numeriert) und 1 Mark ſind erhältlich bei Herrn ſeitigung der D. H.=V. eintritt. Dem Vortrag folgte eine
beic‟
In der Titelpartie wird Walher Soomer, deſſen Fr. Warnecke, Rheinſtraße, W. Heckmann, Mühlſtraße 72, lebhafte Diskuſſion.
Aſterleiſtungen in den Frühlingsfeſtſpielen der vergan= L. B. Müller, Schulſtraße 14, und auf dem Verkehrs=
* Der Frauenverein der Johannesgemeinde hielt in
den freundlich geſchmückten Räumen des Gemeindehauſes
n Spielzeit ſeinen Namen auch in Darmſtadt berühmt bureau.
b. Eine Verſammlung der Vorſtände und Dirigenten ſeinen diesjährigen Teeabend ab. Die auch diesmal
ſacht haben, als Gaſt erſcheinen. Die Vorſtellung, für
lich das ſtärkſte Intereſſe kundgibt, findet im C=Abonne= der Kirchengpſangvereine des Dekanats Eberſtadt fand wieder außerordentlich zahlreich erſchienenen Damen wur=
Abarde=Ulanen=Regiment, dem ſchon ſeine Brüder an= iſt anzunehmen, daß die weiſen Ratſchläge König Carols, Stunden zu erinnerungsvollen ließ aber auch jeden ſein
hrt, aufnehmend.
der ſein Land aus wirrem Chaos zu hoher Blüte geführt, Beſtes in der von ihm ausgeübten Kunſt bieten. Wenn
Im ſeiner Gemahlin, der am 21. Mai 1885 geborenen von wichtigem Einfluß auf die Entſchlüſſe des Prinzen, man gelegentlich hier mit Recht von einem Parkett von
neſſin Sophie von Schönburg=Waldenburg, hatte der ſich keinen beſſeren Mentor wünſchen gekonnt, waren. Fürſtlichkeiten, unter denen wiederholt die deutſche Kron=
Prinzeſſin Sophie von zierlicher anmutvollſter Er= prinzeſſin und die Kronprinzeſſin von Rumänien anzu=
Un; Wilhelm eine liebliche und warmherzige Gefähetin
nden die ſeine Intereſſen teilt und ſie in künſtleriſcher ſcheinung. von Phantaſie und künſtleriſcher Begabung, von treffen waren, ſprechen konnte, ſo durfte man mit dem=
muſikaliſcher
Weiſe ergänzt. Der Vater der Prinzeſſin regſtem Sinn für alles Bedeutende der Gegenwart und ſelben Recht auch von den Fürſten und Fürſtinnen der
der leider viel zu früh verſtorbene Erbprinz Viktor erfüllt von dem Drang, zu helfen und zu lindern, wo es Kunſt reden, die in dem großen, lichten Salon mit dem er=
Schönburg, der bei den Potsdamer Garde=Huſaren nur möglich, verſtand es, trotz ihrer Jugend an der Seite leſenen Flügel an dem einen Fenſter und der vergoldeten
lmden und bekannt war wegen ſeines treffenden, aus ihres Gemahls in Berlin wie in Potsdam einen Salon Harfe daneben freudig ihre ſchönſten künſtleriſchen Gaben
lefer Beobachtungsgabe hervorgehenden Witzes. Viele zu ſchaffen, einen Salon, in welchem vor allem die edle darboten. Und wie gern lauſchte man denſelben in den
er launigen und zielſicheren Bemerkungen, die, wenn Frau Muſika die verſtändnisvollſte und hingebendſte benachbarten beiden von gedämpftem Licht aus alter=
Mamlaſſung dazu vorhanden, auch ſehr hochſtehende Per= Pflege fand Die jugendliche Prinzeſſin iſt eine leiden= tümlichen Moſcheenlampen und Ampeln beleuchteten Ge=
ichkeiten
nicht verſchonten, werden noch heute gern in ſchaftliche Muſikfreundin, meiſterhaft Harfe und Flügel mächern, die faſt völlig orientaliſch eingerichtet ſind, mit
Potsdamer Offizierskaſinos erzählt. Auch der Kaiſer, ſpielend, aber ſie tritt leider beſcheiden bei den Empfängen ſchöngewirkten Kelims, mit prächtigen perſiſchen und tür=
ſchon
als Prinz im gleichen Regiment mit dem Erb= und Geſellſchaften in dem kunſtgeſchmückten Potsdamer kiſchen Teppichen, mit niedrigen Ruhebetten und weichen
Fellen, nit buntgewirkten Vorhängen und ſilberſchim=
Heim hinter den Künſtlern und Künſtlerinnen zurück, die
zen geweſen, hatte den letzteren, ſeinen Schönhaſen.
mernden Stickereien, mit eingelegten Koranſtändern und
geern und gab viel auf ſeine Meinung, obwohl auch er ſie gern um ſich verſammelt. Manch vielverſprechendes.
gentlich die ſatiriſchen Pfeile des älteren Kameraden noch nicht zur Geltung durchgedrungenes Talent hat durch bronzenen Tiſchchen, mit geſchnitzten Etageren und ſeltenen
pärt, der ſtets die Lacher auf ſeiner Seite gehabt. Eineſie eifrige Förderung erfahren; manchem tüchtigen und Waffen, mit zahlloſen Erinnerungen an Reiſen in Heimat
ßmutter der Prinzeſſin Sophie war eine rumäniſche ſtrebſamen Muſiker wurde durch ihre Unterſtützung der und Fremde, an fürſtliche Verwandte und Freunde nah
Pfad zu erfolgreichem Schaffen geebnet. Neben der Muſik und fern. Auch die ſorgſam ausgewählten Gemälde und
Anzeſſin Cantacuzene, deren von den einſtigen byzan=
Allchen Kaiſern abſtammende und mehrfach die Herrſcher= hat Prinzeſſin Sophie tiefe Freude an der bildenden ſonſtigen Kunſtwerke behandeln häufig orientaliſche Mo=
Walt in der Moldau und Walachei ausübende Familie Kunſt, ſie ſelbſt malt ſehr hübſch und hat wundervolle tive ihre Auswahl aber kündet von dem reifen und abge=
reidehnte
Beſitzungen in Rumänien gehören, die jetzt Emailarbeiten angefertigt, die bei Wohltätigkeitsbaſaren klärten Geſchmack ihrer Beſitzer, nicht minder wie die ein=
dem
Bruder der Prinzeſſin verwaltet werden. Auf und den damit verbundenen Verloſungen ſehr begehrt ſind zelnen umherliegenden Bücher und jene in den Wand=
geſtellen
einen feſſelnden Schluß zulaſſend auf die ſorg=
ämiſchem
Boden verlebte die Prinzeſſin auch einen und viel beitragen zur Stillung von Not und Elend.
Bei den geſelligen Veranſtaltungen in der in der ſame, nur das beſte wählende Lektüre wie die Sprachkennt=
ührer
Jugend, aus nächſter Nähe das buntbelebte,
Aienreiche orientaliſche Volkskeben kennen lernend und Albrechtſtraße zu Potsdam gelegenen parkumfriedeten niſſe des prinzlichen Paares.
Schwer ward einem ſtets der Abſchied aus dieſen be=
immer
wieder und wieder an demſelben erfreuend. Villa in der ſeit dem 19. Mai dieſes Jahres ein Prinz=
Rumänien war ja auch des öfteren der Weg ihres lein, Namens Karl Viktor ſein kräftiges Stimmchen er= haglichen, von tiefer Kunſtfreudigkeit und einem edlen
eren Gatten gerichtet der für kürzere oder längere Friſt ſchallen läßt merkte man nichts von Kaſtengeiſt, nichts von Menſchentum erfüllten Räumen und von ihren ſich ſo offen
lehhr hielt am rumäniſchen Königshofe, iſt doch Königin kühler Reſerviertheit oder einer Bevorzugung dieſes oder und wahr gebenden, die ſchönſte Gaſtlichkeit pflegenden
abeth ſeine Tante, die Schweſter ſeines Vaters, und jenes Eingeladenen, mochte er auch noch ſo hochgeſtillt! Bewohnern, die in abſehbarer Friſt nach einer neuen
Achret man, daß ſie die Verlobung ihres Neffen mit der ſein. Der Kunſt= und Literaturbrief galt ebenſoviel wie Heimat überſiedeln werden. Aber für Alle iſt’s ein be=
Iren Prinzeſſin Sophie, die ſich die innigſte Zuneigung das älteſte Adelsdokument, vielleicht noch mehr. Jeder ruhigendes Gefühl, daß ſich auch dort der Prinz und ſeine
königin und Dichterin erworben, eingeleitet. Auch Gaſt fand das gleich herzliche Willkommen und die gleiche Gemahlin nicht nur Geltung und Anſehen, ſondern auch
freundſchaftliche Aufnahme. Das teilte ſich aber auch iedem Liebe und Verehrung erwerben werden, und das ſind recht
twährend der Wochen der Entſcheidung weilte das
Anzeenpaar im waldumrauſchten Schloß Peleſch, und es warm und innig mit, das machte jedem die hier verlebten wichtige Juwelen in der neuen Fürſtenkrone Albaniens.

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Nummer 2684. aNummer
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 7. November 1913.
Seite 4.
ßl zu c.
den von Herm Parer Marr begrüßt. In liebenswür=tng, den 9. Novenber, ein. Die Feſtordnung ſicht den beliebteſen Opereten von Strauß werden aucheſtſchetngt
diger Weiſe ſtellten dann einige Gemeindemitglieder, wie vor: Morgens 10 Uhr: Feſtgottesdienſt (Feſtprediger Herr der neueſten Opeketten geſpielt werden.
* Adreßbuch. Die Druckbogen Nr. 23 und 24 E; der fraglic
auch verſchiedene Gäſte ihre Kunſt in den Dienſt der guten Pfarrer Velte), abends ½8 Uhr: Oeffentliche Feier im
Sache. So trug Fräulein Namendorf, von Fräulein! Feierabend Stiftſtraße 51. (Programm à 15 Pfg. be= Adreßbuches für 1914, enthaltend Hausregiſter oſſt= in gerine
miſen, 4
meiſterſtraße 8 bis Heinrichſtraße 79 liegen im Hauſ
ehcber
Brückner aufs beſte begleitet einige Lieder im Volk= rechtigt zum Eintritt.)
* Der Frauenverein der Lukasgemeinde (früher Süd=meldebureau Hügelſtraße 31/33, Zimmer Nr. 13, währg ſchrieben
ton vor, die bewieſen, daß die Sängerin eine erſtaunliche
Klangfülle der Stimme mit ſeelenvollem Vortrag wohl=oſtpfarrei der Stadtgemeinde) veranſtaltet auch in dieſem der Bureauſtunden (8 bis 12 Uhr vormittags und
Tperden.
tuend zu verbinden weiß. In ſtilgerechter Weiſe erfreute Jahre wieder für ſeine Mitglieder und geladenen Gäſte6 Uhr nachmittags) bis zum 10. November vormitteſllf zung
ferner Fräulein Ilſe Hoffmann mit ihrer ebenbür= einen muſikaliſchen Tee, deſſen Reinerlös der Un= zur Einſichtnahme offen.
Zimmeranwärmung. Man ſchreibt uns: Deaſ=. Schuch
tigen Partnerin, Fräulein Schmidt, durch einige Vio=terhaltung ſeiner im Jahre 1901 gegründeten Kleinkinder=
linvorträge
von Händel, Reger und Haydn, die von treff= ſchule (Kiesſtraße 50) zufließen ſoll. In die muſikaliſchen Wunſch, ein bequemes Mittel zu haben, um währglſet kand, Ga
licher Schulung und gutem Geſchmack beredtes Zeugnis Darbietungen (Lieder für Sopran und Bariton) teilen ſich der Uebergangsjahreszeiten die Zimmerluft ſchnellmltnder Bewe
gaben. Die freundlichen Künſtlerinnen wurden mit leb= zwei berufene Kräfte, unſere einheimiſche Künſtlerin Frl. ſchlagen zu können, oder im Winter raſch vorzuwärmäſtechung,
haftem Beifall ausgezeichnet. In launigem Vortrag, Konzertſängerin Tilla Geiger (vom Mainzer Stadt=wird in den elektriſchen transportierbaren Zimmerdiſſſliſſprach.
Ernſt und Scherz in glücklichſter Weiſe miſchend, erzählte theater für die Parſifal=Aufführung engagiert), und Herr entſprochen. Dieſe Oefen arbeiten unbedingt zuverläſſſil
dann Herr Pfarrer Dingeldey von Reiſeeindrücken in Konzertſänger Albert Seyberth aus Wiesbaden, deſſen billig, ſauber und feuergefahrlos. Sie entwickeln feillt die neu
Hamburg und Kiel. Er zeigte, wie neben all dem Elend volltönenden und wohlklingenden Baßbariton wir bereits Gerüche und vor allem keine geſundheitsſchädlichen
und der Sünde ſolcher Großſtädte doch auch liebliche Bil= poriges Jahr in einem hieſigen Kirchenkonzert zu hören gaſe. Sie können deshalb in der Kinderſtube oder äſltruch achmo
der von ernſtem, kirchlichem Sinne und religiöſer Kraft die Freude hatten. Die Veranſtaltung findet Montag, den Schlafzimmer ohne jegliche Aufſicht gelaſſen werdätlie n genom
dort zu finden ſind, und wie evangeliſche Frömmigkeit 10. d. M nachmittags präzis 4½ bis 6½ Uhr im großen Vor dem Aufſtehen kann man ſie vom Bett aus tſllen Zuſtände
eine Glühlampe einſchalten, wobei ſie noch zum Gll=gen Anlaß
nie ablaſſen wird, an der Ueberwindung der vorhandenen Saale des Gemeindehauſes, Kiesſtraße 17, ſtatt.
wärmen von Frottiertüchern, Mundwaſſer uſw. bentalstiäterordnete
Schäden und Nöten zu arbeiten. Beſonders lebhaft trat
* Sektion Darmſtadt Deutſcher und Oeſterreichiſcher
dies auch in der Schilderung der großen Guſtav=Adolfs=
Verſammlung in Kiel zutage. Nach abermaligen muſita= Alpenverein. Der Lichtbildervortrag des Herrn Dr. med. werden können. Für beſondere Fälle werden elektuchätatütgermeiſ
liſchen Darbietungen und einer Teepauſe erfolgte dann Blodig aus Bregenz, eines unſerer hervorragendſten Alpi= beheizte Fußbänke, Kiſſen und Teppiche gute Dienkläſtengebändes
alterräume
leiſten.
noch eine Verloſung zum Beſten der Kinderſchule. Nur niſten, über die Beſteigung des Montblane über den
* Pferdemarkt Darmſtadt. Die Gewinner von Gegsktlſten ganz un
zu raſch ging der anregende Abend herum, der wieder ein Brouillardgrat am Montag, 10. November, abends 8½
ſtänden der Darmſtädter Herbſtpferdemarkt=Lotterie Wohl die Stble
deutliches Zeugnis ablegte von dem treuen Zuſammen= Uhr, findet durch das freundliche Entgegenkommen des den darauf aufmerkſam gemacht daß die bis zum 13. Mtiverwalun
Herrn Geheimerats Prof Dr Kittler im Hörſaal für pember mittags 12 Uhr nicht abgeforderten Gewinnemanſteſichen Rechl
halten der Glieder unſerer Johannesgemeinde.
* Vom Deutſchen Feſt Bei den Vorführungen die Elektrotechnik der Techniſchen Hochſchule (Eingang fallen ſind. Baldige Abholung iſt daher empfehlenswechliſtſcheß des Knl
Engel in der Kunſt handelt es ſich in der Tat im Uhrturm) ſtatt. Die Mitglieder der Sektion und die
Miei Mith d
um nichte Alltägliches, und mit Spannung ſieht der feſt= Freunde des Hochgebirges werden darauf nochmals auf=
W. Am 21.
Strafkammer.
gebende Verein dem Urteil des kunſtliebenden Darmſtädter merkſam gemacht. (Siehe Anz.)
ſühie das neben
* Damenturnverein. Mit Anfang des Winterſemeſters
Publikums entgegen. Das Programm, das die Namen
g. Als Berufungsinſtanz hatte ſich geſtern die Stalähtet Haus Er
der zahlreichen Mitwirkenden bei den ſzeniſchen und mu= hat der hieſige Damenturnverein unter der bewährten Lei=kammer I mit einem Vergehen gegen die Beſtäichne zum P
ſikaliſchen Darbietungen nennt, iſt zu einem ſtattlichen tung der Lehrerinnen Frl. Käte Müller und Frl. Klaramungen über die Sonntagsruhe zu beſchäftgendwacht 2 Näun
Büchlein geworden. Durch ein Verſehen ſind bei dem Schmuck den Turnunterricht für Damen ebenſo wie für= Ein hieſiger Schneidermeiſter hatte am 4. Mai an iſlend apl 190
8. Bild: Anbetende Engel nach Filippo Lippi zwei Na= Kinder wieder begonnen und iſt Intereſſentinnen Ge= Sonntag morgen, ſeinen Lehrling mit fertigen Anzügenmileimerat) Mi
men weggeblieben. Zu den im Programm genannten En=legenheit geboten, ſich daran, wie auch an den ſo ſehr be= Kunden geſchickt Der Lehrling wurde nach 9 Uhr Mmmäſnbei in dei
geln ſind noch hinzuzufügen: Sigrid Mueller und Irm=liebten Wanderungen des Vereins zu beteiligen. Am 16. einem Gewerbeaufſichtsbeamten angehalten. Da die Miläft walen v
gard Güttich. Erwähnt ſei auch, daß der geſtern unter den November findet der nächſte Tagesausflug in den Oden= ſchäftigung von Perſonen nur in der Zeit von 6 bishlllcig bew
wohnte
Mitwirkenden genannte Herr Ludwig Guggenheim nicht wald ſtatt und Anfang Dezember veranſtaltet der Verein geſtattet iſt, wurde gegen den Schneidermeiſter Anklagelckahne 1882
aus Mannheim, ſondern aus Worms ſtammt.
ſein alljährliches Dekorierungsfeſt mit geſelliger Ver=hoben, beſonders, da der Lehrling angab. er käme Mhlſtlent, währen
Die Mitglieder des Heſſiſchen Flotten=Vereins einigung.
von ſeinem Meiſter. Das Schöffengericht erkannie ulldlanſcha
* Der Geſangverein Olympia veranſtaltet am Sonn= Freiſprechung, da die Behauptung des Meiſterllt Beſt
werden zu einem Flottenfeſt eingeladen, das die Kreis=
fnet

gruppe Wiesbaden am nächſten Mantag, 10. No= tag, den 9. Nov., eine Abendunterhaltung mit habe den Lehrling ſchon vor 8 Uhr weggeſchickt und äluhlagege
vember, 9 Uhr abends, im Feſtſaale der Turngeſellſchaft Theater und Tanz. Der Verein wird mit einem vorzüg= er ganz gut bis 9 Uhr hätte die Arbeit erledigen könätlicht errichtet
(Schwalbacherſtraße 8) veranſtaltet. Der Präſident des lichen Programm aufwarten. Zur Aufführung gelangen als richtig angenommen wurde. Wie feſtgeſtellt wis Amt 101 ab
Deutſchen Flotten=Vereins, Großadmiral von Köſter, wird außer humoriſtiſchen Duetten und Terzetten: Robert und heträgt der Weg, den der Lehrling zurückzulegen hattlier mit weit
die Feſtrede halten. Der Eintritt iſt frei.
Vertram. die luſtigen Vagabunden. Poſſe mit Geſang in Kilometer. Der Meiſter hatte dem Lehrling deshalßm als die 6
Zum Beſten des Feſthaus=Vereins Darmſtadt einem Akt; ferner: Zwiebeldufts Eheirrung, humoriſti= den Auftrag gegeben, ſich recht zu beeilen. Die Strafkanmue
zelder der
wird am nächſten Donnerstag, 13. November, der Richard ſches Terzett in einem Aufzug. Der Vorverkauf der Ein= erkannte auf Verwerſung der Berufung ein ihr un
Wagner=Verein ein zweites Konzert in dieſer Saiſon tritskarten hat bereits eingeſetzt. (Näheres ſ. Anz.)
Staatsanwaltſchaft. Der bisher unheſtraße l
Zamit war
veranſtalten, dem die Mitwirkung von Frau Tily
* In Amerika verſtorbene Heſſen. Frau Babette Len= Jahre alte Inſtallateur Johann Ferdinand Müth Beamtenn
Cahnbley=Hinken aus Würzburg, die zu den erklärtennig, die Gattin von Sam. Lennig. Neu=York, ſtarb nach Dieburg hat am 15. Februar in Ginsheim ein ihn
ſiſſe in?
Lieblingen unſeres Publikums zählt, eine beſondere An= kurzer Krankheit in ihrem Heim. Frau Lennig war in vertrautes Fahrrad, ſowie eine Fahrradlaterne unterſlſtälmen nicht
ziehungskraft verleihen dürfte. Die berühmte Künſtlerin, Heſſen=Darmſtadt geboren und vor 35 Jahren nach hier gen und für 12 Mark 50 Pfg. verkauft. Am 29. Mählt in geeig
die vorige Woche bei ihrem Auftreten in Frankfurt a. M. gekommen Sie hinterläßt außer ihrem trauernden Gat= er dann in Dieburg im elterlichen Hauſe ſeinen
Mellt Ent
ungewöhnliche Triumphe feierte, hat für Darmſtadt ein ten zwei Söhne und zwei Töchter. Am 18. Oktober ſtarb einen Geldbetrag von 60 Mark, ſowie die ſilberne Undiſing Dat
Programm zuſammengeſtellt, das die erleſenſten Glanz= in Neu=York City Herr Samuel Frohmann, geboren ſeiner Schweſter geſtohlen. Der hierfür geſtellte Straſinen
nummern ihres Revertoires enthäft,
in Griesheim. Heſſen=Darmſtadt, im Alter von 52 Jah= trag des Vaters wurde wieder zurückgenommen,
K. Tierſchutzverein. Dem Tierſchutzverein für das ren. Am 8. Oktober ſtarb in ſeinem bisherigen Heim April ſchlich ſich Müth zur Nachtzeit ebenfalls in
Im
Großherzogtum Heſſen in Darmſtadt wurde von Frau Erie, Pa., Herr John Grode ſen., einer der geachtetſten in das Zimmer eines Schneiderlehrlings. Seine Aullle
5
Oberſt Julie Habermehl geb. Purgold in Darmſtadt Bürger von Süd=Erie, im Alter von 79 Jahren. Der Da= daß das Zimmer unverſchloſſen war, kann nicht wibl
in hochherziger Weiſe ein Legat von 1000 Mk. teſtamen: hingeſchiedene war eines der erſten Mitglieder der Stwerden. In dem Zimmer hat er nach ſeinem Geſthülle
tariſch zugewieſen.
Johnskirche und des Zweiges Nr. 9, C. M. B. A. auch einen Kaſten gewaltſam erbrochen und dieſem 420
der 2. Phonola=Klavierabend findet diesmal gehörte er dem Holy Name=Verein als treues Mitglied an. entnommen. Außerdem nahm er alles irgendwieBe
nicht im Arnoldſchen Muſfeſaal Ecke Erbacherſtraße, Die Wiege des Herrn Grode ſtand in Biebelsheim bare mit, einen Anzug, Schuhe, drei Krawatten uſ
ſondern im großen Saale der Vereinigten Geſellſchaft, bei Alzey, wohingegen der Geburtsort ſeiner Witwe, Frau Gericht verurteilte den Angeklagten wegen eines
Rheinſtraße, Ecke Neckarſtraße, am 8. November, ſtatt. Katharine Grode geb. Huſter. Albig iſt. In ihrerren Diebſtahls zu vier Monaten und weg=
(Siehe Anzeige.)
Wohnung, Pittsburg, Pa., ſchied Frau Anna Katharina Unterſchlagung zu 2 Wochen Gefän
* Religiöſe Vorträge. Man ſchreibt uns: Der FriedeHartmann geb. Hofmann aus dem Leben, welche das Hieraus wurde eine Geſamtſtrafe von 4 Mon
Gottes, der höher iſt, als alle Vernunft, das iſt das ehrwürdige Alter von über 76 Jahren erreichte. Die Ver=1 Woche Gefängnis gebildet. Der 38jährig
Thema, welches Herr Prediger Amſtein aus der Schweiz ſtorbene war eine Frau von echt=deutſchem Gemüt und delsmann Joſeph Bendorf von Ober=Ramſtad
in dieſen Tagen im Vereinshauſe, Mühlſtraße 24, behan= allſeitig geachtet; gebürtig aus Kirch=Brombach in Heſſen= der Urkundenfälſchung angeklagt, und ſein Bli
delt. Der immer ſtärker werdende Beſuch beweiſt, daß Darmſtadt. Unterm 14. Okt. wird aus Kolumbus, O., riger Vater, David Bendorf II von dieſer eüle
Redner den Kernpunkt getroffen hat, der Tauſenden in berichtet: Einer der beliebteſten Prediger in Waſhington. ten Urkunde Gebrauch gemacht zu haben. Die Anſll
unſerem Volke, bei Hoch und Niedrig, bei Gelehrt und County, Paſtor Seb. Beach, iſt in Marietta am 4. Okt. ten hatten Ende vorigen Jahres von dem Landwitt
Ungelehrt mangelt, oft auch erſehnt wird. Friedeloſen nach zweiwöchiger Krankheit am Lungenfieber im Alter Schuchmann V. in Nieder=Modau eine Kuh mit üll
und friedeſuchenden Seelen bietet ſich beſondere Gelegen= von 78 Jahren geſtorben. Geboren in Heſſen=Darmſtadt für 560 Mark gekauft. Die Anklage behauptet ni
heit, durch den Mund eines erfahrenen Zeugen Jeſu am 8. Okt. 1833, kam er im Jahre 1866 nach Amerika und auf der Quittung nach der Unterſchriftleiſtung deöll
Ehriſti in klarer und anſchaulicher Weiſe den Weg zumließ ſich in Nordweſt=Ohio nieder. 1973 kam er nach eingefügt wurde. Schuchmann garantiert für
Frieden zu finden. Am Freitag, den 7. November. abendsWaſhington Eouncy als Paſtor der erſten deutſchen ev.=Milch. Da die Kuh dieſe Quantität nicht ergabl
halb 9 Uhr. wird das Spezialthema vom Redner behan= luth. Gemeinde von Muskingum Townſhip und verwaltete zum Prozeß, in dem der David Bendorf die Bill
delt werden: Der Friede, wie ein Waſſerſtrom. Bei dieſes Amt 30 Jahre lang. Nach Marietta kam er vor vorlegte. Es kam zu einem Vergleich, durch den
freiem Eintritt kann jeder zu dieſem notwendigen, koſtbaren 14 Jahren.
mann einen Betrag nachließ und ſämtliche Koſtellll
Gut gelangen. Jedermann iſt herzlichſt eingeladen, ebenſo
* Konzere. Ludwigshöhe. Am kommenden nahm, wie er in der geſtrigen Verhandlung angablll
auch zu den Bibelſtunden am Nachmittag 4 Uhr.
Sonntag, den 9. d. M., konzertiert die Kapelle des lich um einen Prozeß zu vermeiden, da er nochl
*e Chriſtlicher Verein junger Männer. Der Beirat des Großh. Artilleriekorps unter Leitung des Obermuſik= nem Leben mit dem Gericht zu tun hatte. u
Chriſtlichen Vereins junger Männer Wartburg und dermeiſters Herrn Mickley. Ein ſehr unterhaltendes Pro=nyme Briefe wurde nach dem Vergleich diel
aktive Verein laden zu dem 12. Jahresfeſt am Sonn= gramm wird zum Vortrag gelangen. Außer Opern und anwaltſchaft zur Einleitung des Strafverfahrens he
bindend ſei, und bitten daher den Staatsſekretär unter ſteht ein Tiſch gedeckt, das Tiſchtuch mit eiſernen=
Feuilleton.
Anerkennung der allgemeinen deutſchen Wetbewerbs=mern am Tiſche befeſtigt. Troßdenr gelingt es Ahtühll
grundſätze einem der vier Architekten, denen das Preis= dem kräftigen Mann es loszureißen mit allem, was Mlalte
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
gericht die Preiſe zuerkannt hat, die weitere Bearbeitungſteht, um es in eine Ecke zu ſchleudern. Auch wählſch ö
P. Münchner Theater. Die dreiaktige Tra= des Bauplanes für die deutſche Botſchaft in Waſhington Anweſenheit der beiden Abgeordneten ſchlüleder
Kranke, als er ſich unbeobachtet glaubte raſch indas =
gödie
Gertrud von Paul Apel, dem Verfaſſer zu übertragen.
zimmer, um Tee zu trinken. Da er unruhig würde,bat
von Hans Sonnenſtößers Höllenfahrt, fand am 4. No=
* Beim geiſteskranken König Otto. Der Bayeriſche der Arzt die Beſucher ſich zu entfernen. Aber besttſie lſich
vember im Münchner Schauſpielhaus bei der Urauffüh=
rung
beifällige Aufnahme, doch wurde auch einiger Wider= Kurier bringt offenbar aus der Feder des Zentrumsabge= umwenden konnten, ſchleuderte der Kranke ein mäſſihes
ſpruch laut. Die Lektüre des bei Oeſterheld in Berlin ordneten Giehrl, einen langen Bericht über den Beſuch nichtporzellanenes Geſchirr wuchtig in die Ecke,Eücn
erſchienenen Buches gewährt einen ungetrübten Genuß, zweier Abgeordneten bei König Otto. Die beiden Abge= hielt ſich dann mit dem Aufleſen einzelner Stückei
da das Werk feinſte pfychologiſche Filigranarbeit iſt. Im ordneten wurden von Baron Stengel, dem Hofmarſchall Bad müſſen öſter fünf Wärter den Kranken feſthaltenn
des Königs, mit den Worten eingeführt: Hier Majeſtät,
Lichte Momente, von denen früher wiederholt da.
grellen Licht der Bühne geht jedoch das Beſte davon ver=
loren
, da es für den Darſteller unmöglich iſt, den unzäh= ſind die Herren Caſſelmann und Giehrl, welche bitten, und dort die Rede war, hat König Otto ſchon ſeit ſeinern
ligen Anweiſungen des Autors gerecht zu werden. Das ihre Aufwartung machen zu dürfen. Die Abgeordneten ternierung, die 1873 erfolgte, kaum mehr gehabt
Stück behandelt das tragiſche Ende einer Frau, die die befanden ſich in einem prächtigen Empfangsſaal, aber die Konzentrierung auf irgend einen Vorgang iſt auch in den
Liebe ihres Gatten verloren hat, ohne daß jedoch weder Wände und Türen waren gepolſtert. An der dunkelſten erſten Jahren der irrenärztlichen Behandlung nicht hshben
Min
ihr noch ihm irgend welche Schuld beizumefſen iſt. Die Stelle zwiſchen zwei Fenſtern ſteht an der gepolſterten achtet worden. Der Kranke hat ſich ſchon vor dreißignd
Hün,
Darſtellung gab ſich die größte Mühe, blieb aber doch Mauer ein kräftiger großer Mann, der ohne Unterbrechung mehr Jahren in dem apathiſchen Zuſtand befunden
hinter dem vom Diehter Beabſichtigten eine beträchtliche drei. vier kleine Schritte haſtig vorwärts, dann wieder dem er heute iſt. Nur hatte er in jenen Jahren oh
B Die
zurücktrippelt, unaufhörlich, ohne auszuſetzen, an derſelben Reflexe, zum Teil muſikaliſcher Natur. Er trällerte oft
Strecke zurück.
Stelle Die Hände geſtikulieren und beſchreiben Kreiſe. ganze Opernpartien vor ſich hin, mit Vorliebe Werhi=
* Zum Fall Ihne. Zu der viel erörterten An= Die Finger ſind fortwährend in Bewegung. Jetzt fährt Das verlor ſich allmählich, die Teilnahmloſigkeit ander
gelegenheit des Wettbewerbs um das Botſchafter= der kranke Kopf auf, jetzt ſtreckt er die Hand in die Höhe. Umgebung nahm immer mehr zu. und SpurendesBee
palais in Waſhington niumt jetzt auch die Mehr= Dabei ſpricht er fortwährend in abgeriſſenen, unverſtänd= wußtſeins für das was um ihn her voraing, waren ſchon
heit des Preisgerichts, das Profeſſor Möhring den erſten lichen Lauten, auch Schimpfworte einmiſchend. Offenbar nicht mehr vorhanden, als er nach dem Tode König Lühe
Preis zuerkannte, Stellung. Wie man hört, haben die hört er ſtändig Geräuſche und kämpft mit Wahnvor= wigs II. Nachfolger auf dem Throne wurde. Insbeſon=
techniſchen
Preisrichter, zu denen die Geheimen Bauräte ſtellungen. Es war ein bis ins Mark erſchütterndes Bild. dere ſind alle jene Gerüchte die ſeinerzeit verbreitet wur=
Saran vom Miniſterium der öffenilichen Arbeiten und Die Beſucher werden keines Blickes gewürdigt. Der den über die angeblichen Aeußerungen des KönigsOiton
Müßigbrodt vom Reichsſchatzamt, Geheimrat Schwechten, Kranke reagiert mit keinem Worte, mit keiner Bewegung als ihm der Tod ſeines Bruders angekündigt wurde, in
Baurat Spindler, Profeſſor Peter Vehrens und Dr. von auf die Anrede ſondern fährt fort in ſeinem ruheloſen das Reich der Fabel zu verweiſen. Dem Kranken iſt
Thierſch in München gehören, an den Staatsſekretär des Vorwärts und Rückwärts, das, automatiſch wirkend, von kaum jemals zum Bewußtſein gekommen, daß er König
Auswärtigen Amts, v. Jagow, eine Eingabe ausgear= den Gehbewegungen eines Gefunden völlig verſchieden iſt. geworden war. Die Paralyſe iſt lange vor dem Tode
beitet. Es wird darin unter Bezug auf die offiziöſe Mit= Man hört nur abgebrochene, heftig hervorgeſtoßene Ludwigs II. vollſtändig geweſen.
Der König hat ſeit vielen Jahren kein Geſpräch mehr
teilung über die Erteilung des Auftrags an Geheimrat Worte, worunter Lu und Bra, die Namen des verſtorbenen
Ilne betont, daß dieſe Wahl in Widerſpruch mit den Königs Ludwigs II. und des verſtorbenen Generaladju= geführt, auch nicht bei den Beſuchen welche er von den
Wettbewerbsbeſtimmungen des Auswärtigen Amts ſtehe, tanten Branca bedeutend, vorwiegen. Der König iſt ſehr nächſten Verwandten erbielt; faſt ausnahmslos wird jede
wonach in Ausſicht genommen ſei, einen der Preisträger gealtert und etwas gebeugt, mit grauem Knebelbart und an ihn gerichtete Anrede ignoriert. Er hat auch ſeit Jah= der Auftellung des genguen Lanentwurfs zu be=noch ziemlich reichem Haupthaar. Seine Geſichtszüge ſind ren kein Wort mehr geſchrieben und jede Bektüre vollſtäſſe
trauen. Die techniſchen Preisrichter ſteben auf dem Stand=eingefallen, der Blick iſt verſchleiert. Der König verſchlingt dig aufgegeben. Bei ruhiger Gemütsſtimmung werden
punkt, daß dieſe Beſtimmung für das Auswärtige Amt nur unregelmäßig Nahrung. In einem Nebenzimmer die Vorſtellungen, mit welchen er ſich beſchäftigt, halblaut

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Mummer 268.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 7. November 1913.
Seite 3.
i De an Sanerſtrdiger vemomnene Ganiate=
Daß die Stadlaſſein bieſen neuen Anbau mit ſeuer= ſtarif der Arbeiter beraten, ſowie verſchiedene intern= Ver=
hirer
Dr. Popp=Frankfurt iſt der Ueberzeugung, und einbruchsſicheren Räumen mit den neueſten elektriſch einsangelegenheiten erledigt.
der fragliche Satz und die darunter ſtehende Datum= betriebenen Zählkaſſen und dergleichen ausgeſtattet iſt,
Nierſtein, 6. Nov. (Unfall.) Schwere Geſichtsver=
in
geringen zeitlichen Zwiſchenräumen geſchrieben bedarf wohl kaum der Erwähnung. Sowohl das Vorder= letzungen erlitt der Weinbergſchütze Friedrich Kraft durch
müſſen, da die Buchſtaben etwas ineinandergefloſſen haus, wie auch der neue Anbau werden durch eine Zentral= einen zu früh losgegangenen Schuß. Er war mit Laden
Ob aber die Datumzeile oder die Garantiezeile ſpä= heizung beheizt.
beſchäftigt, als der Schuß losging und ihm die ganze
Ageſchrieben wurde, könne nicht mit Beſtimmtheit ge=
Die Ausführung lag in den Händen des Stadtbau= Ladung ins Geſicht jagte. Auch an den Händen erlitt der
werden. Die Angeklagten beſtreiten entſchieden, die inſpektors Kling und des Stadtbauführers Graf. Erd= Bedauernswerte ſchwere Verletzungen.
Wchaltung nach Unterſchriftleiſtung vorgenommen zu und Maurerarbeiten führte Dipl.=Ing. Friedrich Vogel
(*) Gießen, 5. Nov. (Jahresfeſt der Inneren
n. Schuchmann beſtreitet, daß der Satz in der Quit= aus, die Steinlieferung P. Klingenberg, die Zimmerarbei= Miſſion.) Unter ſehr ſtarker Beteiligung der Geiſt=
ſtand
, als er unterſchrieb. Der Staatsanwalt ſtellte ten A. Göller, die Dachdeckerarbeiten Gebr. Müller, L.lichen Oberheſſens fand heute das Jahresfeſt des ober=
der
Beweisaufnahme den Antrag auf Frei= Krenkel und J. Schaaf, die Eiſenkonſtruktion Gg. Donges, heſſiſchen Vereins für Innere Miſſion ſtatt. Im Saale
ſechung, dem das Gericht beitrat und die Angeklagten die Spenglerarbeiten Heinrich Waldſchmidt, die Träger= der Johanniskirche hielt Pfarrer Fenner einen Vortrag,
ſiſprach.
lieferung Mayer u. Sender, die Schreinerarbeiten H. in welchem er die religiöſe Not auf dem Lande ſchilderte.
Kraft, die Schloſſerarbeiten H. Kirchmann, die Glaſer= Voraus ging eine Verſammlung, in der Pfarrer Kopper=
Die neue Schalterhalle der Stadtkaſſe
arbeiten die Glaſervereinigung, die Weißbinderarbeiten mann=Kaub über Die weibliche Jugend auf dem Lande‟
und Malerei Theodor Klump, die Beizerarbeiten Flamm ſprach. Er fordert die Pflege der weiblichen Jugend auch
Aſrach achtmonatiger Bauzeit am 1. November in Be= u. Blumöhr, die Fußbodenbeläge Villeroy u. Boch, den auf dem Lande und hebt hervor, daß das alte Volkslied
Mlltia genommen worden, und damit ſind die unhalt= Gipfeſtrich C. Mion, den Linoleumbelag Ludwig Alter, zu pflegen ſei, um den Schundliedern entgegenzuwirken.
n Zuſtände beſeitigt, die jahrelang zu berechtigten die Beleuchtungs=, Telepon= und Klingelanlage die Heſſ. Pfarrer Schwabe=Gießen empfahl loſe Vereinigungen für
lltzen Anlaß gaben. Am 17. Oktober 1912 ſtimmte die Eiſenbahn=A.=G., die Heizungsanlage H. Fritz, die Lie= die weibliche Jugend im Anſchluß an die Frauenvereine.
üdtverordnetenverſammlung dem Vorſchlage des Herrn ferung des Mobiliars L. Riedlinger. A Schmitt und K.; Pfarrer Memmert=Darmſtadt ſprach über die notwendigen
Arbürgermeiſters über die Erweiterung des Stadt= Stier, die Lieferung des neuen Tores Gg. Oeſterling, dieArbeiten der Inneren Miſſion in oberheſſiſchen Gemein=
ngebäudes
in der Erkenntnis zu, daß beſonders die Lieferung der Stahleinlegeſchienen Joſ. Deutſch, die Lie= den. Pfarrer Kirchenrat Schloſſer=Gießen berichtete über
ülterräume für das Publikum und auch für die Be= ferung der Panzertüren Müller u. Ober Vertreter von den guten Beſuch des Eliſabethen=Kinderhauſes in Bad
ſen ganz unzureichend und unzweckmäßig waren.
J. S. Arnheim, und Joſ. Deutſch, Vertreter von Panzer=Nauheim. Es wurde feſtgeſtellt, daß das unkirchliche Ge=
Die Stadtkaſſe war urſprünglich im Rathaus mit der A.=G die Verglaſungen Friedrich Endner und die Stein=meinſchaftsleben ſich mehr und mehr auf dem Lande breit
Nüptverwaltung vereinigt und unterſtand dort dem metzarbeiten am Tor Joſ. Bender in Mayen.
macht. Geſtern abend fand in Steins Garten ein Fami=
ſiichen
Rechenmeiſter. Später kam ſie in das Erd=
lienabend
ſtatt; dabei wirkte der Kirchengeſangverein mit.
cſoß des Kyritzſchen Stifts, das 1811 durch Stiftung
Profeſſor Dr. Schian ſprach über Die chriſtliche Liebes=
Pfungſtadt, 6. Nov. (Der Holzdiebſtahl.) tätigkeit und den Befreiungskrieg.
Aer Beſitz der Stadt gelangt war. Dort blieb ſie bis
Die Nachforſchungen der Staatsanwaltſchaft nach den aus
Mi.
Am 24. November 1870 wurde für die Zwecke der dem hieſigen Gemeindewald geſtohlenen 35 Kiefern=
Friedberg, 6. Nov. (Zum Raubanfall.) Ver=
e
das neben der damaligen höheren Töchterſchule ge=ſtämmen haben bis jetzt noch nicht zu dem gewünſchten gangene Woche wurde aus Friedberg gemeldet, daß der
ſüte Haus Grafenſtraße 28, das dem Heilgehilfen MuthErfolg geführt. Nur 7 Baumſtämme konnten ermittelt Kaſſenbote Wagner des ſtädtiſchen Gas= und
Aite zum Preiſe von 27000 Gulden angekauft, und werden. Wie beſtimmt verlautet, ſoll das Stammholz, Waſſerwerkes Friedberg an der Nauheimer Saline über=
Küntoſt 2 Räume im Obergeſchoß eingerichtet, die am das in dem Diſtrikt Malchertanne lag, nach Eberſtadt ab= fallen und beraubt worden wäre. Angeſtellte polizeiliche
AApril 1871 von dem damaligen Stadtrechner (ſpäter gefahren worden ſein. Mit der von der hieſigen Stadt= Ermittelungen haben aber, lt. G. A., ergeben, daß Wag=
Meimerat) Michell bezogen wurden, deſſen Wohnung
Mürbei in demſelben Geſchoß lag. Die übrigen Ges verwaltung ſchon früher beſchloſſenen Renovierung ner, welcher ſich gegenwärtig in Urlaub befindet, in
des Rathauſes ſoll das Erdgeſchoß in der Weiſe um= Nauheim mehrere Wirtſchaften beſucht
Päft
waren vermietet. Der ſpätere Oberbürgermeiſter gebaut werden, daß es künftig als Bureau für denhatte und, ungewohnt des Alkoholgenuſſes, in die Uſa
) bewohnte das 2. Obergeſchoß bis zum Jahre 1878. Stadtrechner dienen kann. Die Pläne für den Umbau ſind geſtürzt und ſich dabei ſchwer verletzt hat. Was den Mann
Fahre 1882 wurde dann die Stadtkaſſe ins Erdgeſchoß von Herrn Architekt Grünig hier entworfen. Die Stadt= bewogen hat, falſche Angaben zu machen, konnte noch nicht
ſit, während der Stadtrechner Kriegk das ganze verwaltung bewilligte in ihrer letzten Sitzung für die feſtgeſtellt werden, da er krank daniederliegt. Finanzielle
ſbergeſchoß bezog. Bei der Vereinigung der Stadt äußere Ausſtattung und innere Neueinrichtung des Rat=Gründe ſind es nicht, die Wagner zu den unrichtigen An=
Beſſungen im Jahre 1888 mußte ein weiterer Raum hauſes ſamt der einzurichtenden Zentralheizung die gaben veranlaßten.
Augezogen und im Jahre 1891 bis 1892 im Hofe ein Summe von 17250 Mark.
(*) Kloſter Arnsburg, 5. Nov. (Erholungsheim.)
Mat errichtet werden. Das 1. Obergeſchoß, das vom
W. Gernsheim, 6. Nov. (Dienſtjubiläum.) Die Gräfin Wilhelm zu Solms=Laubach hat hier ein Er=
uft
1901 ab der Stadtrechner Daub bewohnte, wurde Herr Bahnhofsvorſteher Baumann feiert ſein 25jäh= holungsheim für weibliche Angeſtellte des Kaufmanns=
fir
mit weiteren Räumen des Nachbarhauſes hinzuge=
ſtandes
ins Leben gerufen, das bereits einen guten Beſuch
riges Dienſtjubiläum.
An, als die Erhebung der Gas=, Waſſer= und Elektri=
* Jugenheim (Bergſtr.), 6. Nov. (Vortrag.) Kom= aufweiſt.
Dirlammen, 6. Nov. (Mutungen nach Eiſenerz.)
Asgelder der Stadtkaſſe übertragen und die Aufnahme= menden Sonntag, den 9. November, abends 8 Uhr, hält
lilung ihr unterſtellt worden wac.
Herr W. Stephan aus Gießen im Kriegerverein Jugen= Von der Firma Moll und Cloos zu Nidda werden zurzeit
Damit war zwar genügend Raum zur Unterbringung heim einen Vortrag mit Lichtbildern über: Meine Er= in der hieſigen Gemarkung Mutungen nach Eiſenerz vor=
Beamten notdürftig geſchaffen, aber die mißlichen lebniſſe in Südweſt=Afrika‟ Der ſehr intereſſante Vor= genommen, die zu einem außerordentlich günſtigen Er=
gebnis
geführt haben. Die Erzlager, die ſich auf die
Mhiltniſſe in den einzelnen Abteilungen und den Schal= trag findet im Gaſthaus Zur Sonne ſtatt.
Mlmen nicht beſeitigt worden. Die Frage eines Neu=
W. Auerbach, 6. Nov. (Beſitzwechſel.) Das be= Gemarkungen Hörgenau, Hopfmannsfeld und Engelrod
an geeigneter Stelle wurde wiederholt erwogen. kannte Hotel Bauer wechſelt ſeinen Beſitzer; die neue ausdehnen, liegen größtenteils nur 1 Meter unter
Aliherlei Entwürfe und Berechnungen wurden ausge=Inhaberin iſt Frau Bader aus Memmingen. In den der Erdoberfläche und haben eine Durchſchnitts=
älluet
. Das Ergebnis war die Erkenntnis, daß aus Straßen iſt eine bemerkenswerte Aenderung ein= höhe von 9 Meter, ſo daß die Ausbeutung über Tag er=
Uliden der Sparſamkeit ein Neubau nicht in Frage getreten. Die elektriſchen Lampen der Straßenbeleuchtung, folgen kann. Das Erz ſelbſt hat 70 Prozent Eiſengehalt;
Ahen konnte. Die ſtädtiſche Verwaltung entſchied ſich die früher an Maſten an den Seiten der Straßen hingen, es dürfte ſich ſomit eine Ausbeutung der reichhaltigen
ſalb zur Vergrößerung des alten Gebäudes durch den ſind jetzt frei in der Mitte der Straße hängend angebracht. Lager lohnen. Dem Vernehmen nach ſind der Firma für
au einer Schalterhalle auf dem noch freien Garten= Der Lichtſchein beleucktet ſo einen größeren Umkreis; frü= Abtretung des Mutungsrechtes 90 000 Mark geboten
worden.
uide. Mit dieſem Neubau ging ſelbſtverſtändlich eine her war er meiſt durch die Bäume gehindert.
Mitaltung der vorhandenen Räume im Vorderhaus
W. Von der Bergſtraße, 6. Nov. Die zwei letz=
Eb in Hand.
ten kalten Nächte und der ſtarke Sturm haben ein
Kunſtnotizen.
Purch eine erweiterte Torfahrt gelangt man von der richtiges Herbſtbild geſchaffen. Die meiſten Bäume ragen geber Werke, Känſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nacht
Aenſtraße aus in den Hof, in den die Zugänge zum kahl in die Höhe, ihres Blätterſchmucks beraubt, nur die
ſtehenden Erwähnung geſchiehr, behält ſich die Rebaktion ihr Urteil vor.
hrhaus und zur Kaſſenhalle münden. Schon hier Tannen beleben vereinzelt mit ihrem dunklen Grün das
* Inſtrumental=Verein. Mit einem iugend=
füll
die Neuordnung angenehm auf. Ein plätſchernder Bild. Die Landwirte ſind feſt dabei, die Dickrüben und
ftrunnen zur Seite zines Raſenbeetes belelit den Kartoffeln in Erdlöcher zum Ueberwintern zu verſenken; lichen, ſehr vielverſprechenden Geiger als Soliſten beginnt
Die alte hohe Einfriedigungsmauer hat einem Holz= die meiſten Zuckerrüben ſind geerntet und werden abgefah= Mittwoch, den 12. November, abends 8½ Uhr, im großen
Alr auf niedrigem Sockel weichen müſſen.
ren. Der größte Teil der Kurgäſte iſt abgereiſt und Saale des Saalbaues der Inſtrumental=Verein ſeine
urch einen ſäulengeſchmückten Vorraum betreten wir nur hin und wieder ſieht man einzelne frohe Touriſten ihre diesjährige Konzerttätigkeit. Paul Hindemith iſt der
breiteren Oeffentlichkeit noch unbekannt, doch hat er in
Beſtibül der neuen Kaſſenhalle, das ganz in modern= Schritte nach den immer noch herrlichen Bergen lenken.
ſeiner Vaterſtadt Frankfurt a. M., wo er ſeine Ausbil=
Miſchen Formen gehalten iſt. Hier ſehen wir uns vier
(Die
Birkenau, 6. Nov.
innere Aus= dung am Hochſchen Konſervatorium unter Rebner genoß,
n gegenüber, von denen die linke zum Raum derſchmückung) unſerer reſtaurierten Kirche ſchreitet bereits durch ſeine fabelhafte Sicherheit, ſeinen kernigen
Aerboten, die rechte zu einem Abort für das Publikum rüſtig vorwärts. Nachdem das Bild am Hochaltar ſchon Ton und ſeine aufs feinſte ausgearbeitete Rhythmik Auf=
ſldie
beiden mittleren in die eigentliche Schalterhalle längſt unſer Gotteshaus ziert und vor etwa 14 Tagen die ſehen erregt. So wird man wohl bald ſeinen Namen auf
Ain. Durch hohe Glastüren überblicken wir ſchon von neue Kommunionbank und Kanzel aufgeſtellt wurden, iſt vielen Konzertprogrammen finden, denn mit 17 Jahren
in die ganze Halle und ſind erſtaunt, welche großen man gegenwärtig mit dem Einſetzen der prachtvoll gemal= bietet er bereits abgeklärte Leiſtungen. Jedenfalls iſt es
lle ſich hinter der anſpruchsloſen Außenſeite des An= ten neuen Fenſter beſchäftigt. Vier davon ſind bereits ein Verdienſt des Inſtrumental=Vereins, jungen Talenten
lts verbergen. Gerade vor uns haben wir die Haupt= eingeſetzt, die anderen vier werden bald folgen, alles den Weg in die Oeffentlichkeit zu ebnen. Der junge Künſt=
Alund zu beiden Seiten reihen ſich die einzelnen Schal=
Stiſtungen edler Wohltäter.
sd. Bürſtadt, 6. Nov. (Filialſteuer.) In einer ler wird ſich mit Haydns Violinkonzert C=dur einführen,
Die ganze Halle und auch die Räume der Beamten
das unſeres Wiſſens mit Orcheſterbegleitung hier noch nicht
An Oberlicht erhalten, das durch ſeine gelbliche Ab= erneuten Gemeinderatsſitzung wurde dieſer Tage
zur Aufführung kam; dabei wird er auch als Komponiſt
Aung ein angenehmes Licht verbreitet.
der feſte Beſchluß gefaßt, vom 1. Januar 1914 an hier die der beiden Kadenzen hervortreten, was ſicher allgemein
Filialſteuer einzuführen. Für unſere Gemeinde, in der
intereſſieren wird, zumal auf dieſem Gebiet kein Gerin=
ſich
hingeſprochen. Er glaubt die Stimmen bekannter ſich verſchiedene Filialen befinden, dürfte dies eine ziem=
gerer
als Profeſſor Arnold Mendelsſohn ſein Lehrer war.
in der Nähe befindlicher Perſonen zu hören lauſcht lich große Mehreinnahme bedeuten. Am Sonntag feiern Außerdem wird er noch vier Stücke von Leclair, Bach und
Mhorcht und antwortet mit zufriedenem Lächeln oder Herrn Wachtmeiſter Dietz nebſt Ehefrau Regine, geborene Mondonville zum Vortrag bringen. Die Klavierbeglei=
Müheſtigen, zornigen Schimpfworten. Es ſind Sinnes= Klinger, in voller Geſundheit das Feſt der Silber=tung hierzu hat Fräulein Marie Schwan von hier über=
hungen
und vorwiegend Gehörstäuſchungen, mit nen Hochzeit.
Viernheim, 5. Nov. (Unfall.) Bei dem Feſtkom= nommen. Der Kartenverkauf hat in der Hofmuſikalien=
Wſhen er ſich ſtundenlang unterhält.
handlung von Heinrich Arnold, Wilhelminenſtraße 9
* Das magnetiſche 25=Pfennig=Stück. Bekanntlich er= mers, der zu Ehren des neugewählten Bürgermeiſters,
(Telephon 2560) begonnen.
ſich das 25=Pfennig=Stück beim Publikum keiner Herrn Lamperth, ſtattfand, hat ſich leider ein Unglücks=
* Rezitationsabend von Ilſe Berka om
er Zuneigung; da dürfte von Intereſſe ſein, zu er= fall zugetragen. Herr Hauptlehrer Mayr der den Män=
n
daß der Magnet eine beſondere Zuneigung zu dem nergeſangverein dirigiert, hatte das Unglück, beim Herab= 14. Novembec im Hotel Traube. Ueber die Künſtlerin
Wönten Geldſtück hat. Gegen alle unſere anderen Münz= gehen von der Bühne ſo zu Fall zu kommen, daß er einen wird von einer Mündener Zeitung geſchrieben: Was
n verhält es ſich ablehnend; ſogar Silber und Gold komplizierten Beinbruch davontrug. Der Kommers Fräulein Berka anbetrifft können wir nicht umhin, ihr
für ihre deklamatoriſchen Darbietungen unſere vollſte An=
Mkhmäht er als diamagnetiſch. Nur das verachtete, wurde wegen dieſes Vorfalles ſofort abgebrochen.
Aus dem Ried, 6. Nov. (Der Ring der Zucker=erkennung zu zollen. Sie verſteht es, mit vielem Ver=
Alngeſchmückte Geldſtück zieht er an, faſt ebenſo ſtark als
ſtändnis in den Geiſt der Dichtung zu dringen und da=
Eiſen. Dieſe Eigenſchaft des 25=Pfennig=Stückes hat rübenfabriken) verleidet den Zuckerrübenpflanzern
Schuhmachermeiſter in Weimar pntdieckt, der einen des Rieds den weiteren Anbau der Zuckerrüben ſehr. Die durch den Inhalt derſelben bis in die kleinſten Feinheiten
einzelnen mittelrheiniſchen Zuckerrübenfabrikanten haben den Zuhörern darzubieten. Dazu tritt noch der Wohllaut
Allneten benutzte, um verlorengegangene Eiſenſtücke auf
w Arbeitstiſche zu ſammeln. Dabei hatte er einmal nämlich ein Abkommen getroffen, wonach die Landwirte ihrer Stimme, ſo daß wir an den Deklamationen nichts
öleirtem Magneten ein 25=Pfennig=Stück, das ſich unter die ihre für eine beſtimmte Fabrik verakkordierten Rüben einer auszuſetzen hatten. Ferner aus Breslau: Die Künſt=
Ale verirrt hatte Alſo ſpielt der Zufall nicht nur bei ihnen beſtimmten anderen Fabrik liefern müſſen. So wer= lerin beſitzt ein umfangreiches Organ von einſchmeicheln=
en
=, ſondern auch bei kleinen Entdeckungen eine wich= den zum Beiſpiel in Stockſtadt a. Rh. gegenwärtig die für dem Wohlklange und großer Schmiegſamkeit. Eine vor=
Groß=Gerau und Groß=Umſtadt gepflanzten Rüben nach trefflich durchgebildete Vortragstechnik befähigt ſie, mit
Rolle.
Gernsheim verladen. Obwohl die Ernte recht gut ausge= den verſchiedenſten rezitatoriſchen Aufgaben immer in ge=
3. Die Biergläſer des Weißen Hauſes. Vor einiger fallen iſt, ſind gerade wegen dieſer Abkommandierung die fälliger Art fertig zu werden. Glänzend war der Vortrag
der Balladen von Dahn und Wildenbruch, in denen
empfing Präſident Wilſon ſo erzählt der Gaulois, Landwirte des Rieds ſehr unzufrieden.
g. Rimbach i. O., 6. Nov. (Zur Totſchlags= heroiſche Stoffe behandelt werden; hier war alles voll
bekannte deutſche Perſönlichkeit als Gaſt im Weißen
e. Woodrow Wilſon iſt für die Einfachheit, aber affäre.) Der Staatsanwaltſchaft ſelbſt ge= Schwung und Kraft und einſchmeichelndem Wohllaut. Vor=
Miollte zugleich höflich ſein: ſol lud er den Gaſt zu einem ſtellt hat ſich heute morgen der Obſthändler Platt, der verkauf bei A. Bergſtraeßer und Müller u. Rühle.
* Reſidenztheater. Ab Samstag, den 8. ds.,
ab end. Jur letzten Augenblick entdeckte man, daß man in der Sonntagnacht in Rimbach den Arbeiter Mäder er=
Mſeißen Hauſe keine richtigen Biergläſer beſaß. In ſtochen hat. Er legte der Staatsanwaltſchaft Darmſtadt kommt das Filmwerk Germinal im Reſidenztheater zur
ot ſchickte man zu einem benachbarten Reſtaurant, ein umfaſſendes Geſtändnis ab. Platt hatte ſich in der Vorführung. Das Neue Wiener Journal ſchreibt hier=
über
: Emile Zolas Germinal im Film. Einem gela=
Mein Herr Ernſt Gerſtenberg führt, und lieh ſich für Umgegend von Rimbach umhergetrieben.
Worms, 6. Nov. (Straßenſenkung.) In der denen Publikum wurde geſtern im großen Saale der
Abend einige Dutzend Viergläſer aus. Die Gläſer
Urania der ergreifende Arbeiterroman Germinal von
kallln auch zur rechten Zeit und alles ſchien in ſchönſter Eiſenbergerſtraße trat infolge eines Schadens an der Waſ=
Mlumg. Allein als der deutſche Gaſt ſein Glas geleert ſerleitung eine Senkung der Straßendecke ein, Emile Zola im Film vorgeführt. Es iſt in der Tat ein
fiel ſein Blick auf den Grund des Bechers. Und und zwar gerade in dem Augenblick, als ein Milchfuhr= erſchütterndes Schauſpiel, das hier geboten wird. Erſte
hlas er, nicht ohne Verblüffung, die ſauber eingravier= werk über die unterſpülte Stelle fuhr. Das Fuhrwerk ſank Künſtler und Künſtlerinnen der Coméedie Frangaiſe haben
Alorte: Bei Ernſt Gerſtenberg geſtohlen! Unwill= teilweiſe ein, wodurch der Fuhrmann leichte Verletzungen die Darſtellung dieſes Werkes ermöglicht, das einen un=
geheuren
ſzeniſchen Aufwand und ſelbſtverſtändlich auch
lih warf er dem Präſidenten einen etwas beſorgten erlitt.
Oppenheim, 6. Nov. (Die Vereinigung der Rieſenkoſten verurſachte. Der Film iſt in fünf Teile ge=
tzu
. Aber die Erklärung iſt einfach: Herrn Gerſten=
waren
in ſeinem Reſtaurant ſo oft Biergläſer geſtoh= Weinbergsbeſitzer) hielt im Hilbigſchen Saale gliedert und gewährt einen tiefen Einblick in franzöſiſche
Wlworden, daß er die Becher mit jener Inſchrift aus= eine gutbeſuchte Verſammlung ab Dr. Kiſſel refe= Arbeitermilieus, wie in die Geheimniſſe des Kohlenberg=
lln
ließ, um gewiſſenloſe Liebhaber ſeiner Biergläſer rierte über die Bekämpfung der Rebſchädlinge und über baues. Wir ſehen den Arbeiter Lantier, einen gutmüti=
die
Wurmbekämpfung mit der neu angewandten Niko=gen, aber temperamentvollen jungen Mann, im Werk=
venig
abzuſchrecken.. . .
tinflüſſigkeit. Weiterhin wurde über den Lohn= kittel an der Maſchine ſchaffen, ſehen ihn dann, nachdem

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Nummer 268=Shlrmmer 2
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 7. Novbmeer 1913.
Seite 6.
er wegen eines Auftrits mit einem Vorgeſetzten plöhlich ſ kun den Geſchnack an ſogenannen Bektausſellungen wurde beſchloſen, die Agtallon für den oblgalgiſst
Spielnachmittag, die der Zentralausſchuß ſchon vor=
entlaſſen
worden war und ſeinen letzten Verdienſt einer gründlich zu verderben.
Stockholm. 6. Nov. (Der Nobelpreis der Li=Jahren in Gang geſetzt hatte, unter Darlegung der Mll
armen Arbeiterfamilie geopfert hatte, ſtelleſuchend und
obdachlos von Ort zu Ort ziehen, bis er in einem Kohlen=teratur.) Dagens Nyſter meldet: Peter Roſegger wendigkeit in einer Denkſchrift, energiſch wiederauſllench
bergwerk als Häuer Aufnahme findet. Hier nun ſetzt der hat die beſten Ausſichten für den Nobelpreis der Lite= nehmen.
Kinodramaturg ein: die Handlung greift immer mächtiger ratur. Die ſchwediſche Akademie faßt einen endgültigen
an die Nerven. Es geht in die Tiefen der Erde, wo Hun= Beſchluß am 13. November.
Luftfahrt.
derte und Tauſende beim matten Schein der Laterne
Gente
London, 6. Nov. (Schießübungen auf ein
* Frankfurt 6. Nov. Die Bemühungen
ſchwere Arbeit verrichten. Es kommt zur Kataſtrophe im altes Schiff.) Bei den Schießübungen auf das alte Flieger Pégoud von ſeinen Brüſſeler Verpflichtun
tiefen Erdſchacht, zu grauenhaften Szenen, die einem das
Blut ſtarren machen. In einer durch Verſchüttung unzu= Schlachtſchiff Empreß of India zertrümmerten die 12= zu entbinden, ſind geſcheitert. Infolgedeſſen,will
Der
gänglich gemachten finſteren Höhle ſind zwei Menſchenzölligen Geſchütze des Coloſſus das Schiff völ= er ſeine Flüge am nächſten Sonntag in Frankfuttm
eingeſchloſſen, dem Tode geweiht. Katharina haucht in La, deſſen Panzerung ſchwächer als die der modernen vorführen können. Als ſpäteſter Termin kommt Sonnndi Nannh
Dreadnoughts, aber gleich ſtark wie die der Schlachtſchiffe der 16. November, in Betracht, doch ſchweben noch PSſändn verh
den Armen Lantiers nach tagelangem Todeskampfe ihre der Bellerophon= und Vincent=Klaſſe iſt. Die Em= handlungen wegen Feſtlegung eines
fäärten
Seele aus. Nur Lantier konnte gerettet werden. Kaum preß of India iſt geſunken, wird aber wahrſcheinlich ge= heren Termins.
Eranlfurt, beit
geneſen, flieht er den Ort des Grauens und des Elends. hoben werden, um das Schießergebnis feſtzuſtellen.
* Wien, 6. Nov. Die deutſchen Militärflieger, äſſt=tt worden
Buenos=Aires, 5. Nov (Rooſevelt) iſt an Leutnants Carcanico und Friedberg, die gſſtſiehr ſeinerzei
Bord des Kreuzers Uruguay hier eingetroffen und von Montag, von Straßburg kommend, auf dem Flugfelllehrt die aufe
Reich und Ausland.
dem Geſandten der Vereinigten Staaten den Adjutanten von Aſpern gelandet waren, traten heute vormittagäiſch hate.
Aus der Reichshauptſtadt, 5. Nov. Im Stadtverord= des Präſidenten, ſowie den Miniſtern des Krieges und Rückflug an.
ier den Wilht
netenausſchuß für die Vorberatung der Vorlage über die der Marine empfangen worden.
* Bukareſt, 5. Nov. Der Flieger Daucourtiimimlichteit
Mamen der
Errichtung einer Großmarkthalle für Ge=
hier
eingetroffen.
Mit. 36
müſe, Obſt und Räucherwaren wurde beſchloſſen, das vom
Die Königsproklamation
ſeot auf dieſer
Magiſtrat vorgeſchlagene Gelände an der Beußelſtraße zu
Sport, Spiel und Turnen.
er Abnühen
erwerben. Die Großmarkthalle gilt damit als geſichert. 2
in Layerm.
Zwiſchen den Stationen Wildau und Königswuſterhauſen
* Pferdeſport. Rennen zu Auteuil, 6. Raiſchisfalte, die
an der Görlitzer Bahn fuhr heute abend ein Automobil
* München, 6. Nov. Das Telegramm, mit dem Prix de la Vallée. 3000 Francs. 1. E. Fiſchhofs Gasillen geht und d
eines Warenhaufes gegen einen Vorortzug, nachdem es König Ludwig dem deutſchen Kaiſer die Be= blgnca IV (Powers), 2. Le Tremblay, 3. Savon Aſchgechm angeſt
die heruntergelaſſene Schranke zertrümmert hatte. Der endigung der Regentſchaft anzeigte, hat folgenden Wort=13, 11, 13:10. Prir Lotus. 6000 Francs. 1. Gühsſäſaſtung leugn
Kraftwagen wurde vollſtändig demoliert, der Eiſen=laut: Euerer Majeſtät geſtatte ich mir zur geneigten La Canche (Lancaſter), 2. Lord Loris, 3. Va Tout. 43aMihrfümlichteien
bahnzug erlitt ſtarke Beſchädigungen. Der Chauffeur und Kenntnis zu bringen, daß ich die Regentſchaft gemäß den 11. 15.10. Prix Varaville. 10 000 Francs 1. S. Plaiſklcheit geriet.
ſein Begleiter wurden auf den Straßendamm geworfen, Beſtimmungen der Verfaſſung für beendigt erklärt und Elitias (Drahton), 2. Perdigail, 3. Le Shſtönner. 1291i geut oder
blieben aber wie durch ein Wunder unverletzt. Der Gas=den Thron meiner Väter als nächſter Agnat beſtiegen habe.31, 14:10. Prir Vienne 4000 Franes. 1. A.WalſſiMfurt gegenib
behälter an der Lokomotive geriet in Brand. Die Fahr= Die unerſchütterliche Bundestreue, die ich von meinem Pieards Vraie Amie (Parfrement), 2. Papagena, Z.Pon einer fall
gäſte in dem Zug wurden tüchtig durcheinander gerüttelt,Vorgänger in der Regierung Bayerns als heiliges Ver=bronette. 27310; 15, 36, 14.10. Prir de Lodi. Ahlch ſin, dem
kamen aber ebenſo wie das Zugperſonal mit dem Schrecken mächtnis übernommen und ſelbſt ſorgfältig gepflegt habe, Francs. 1. Artonnes Aveyron (A. Carter), 2. Le Mbeilſl beſindet ſich
Ppix= Ralſchsen in hoben=
davon
. Ein überraſchendes Ergebnis hat die Obduk= wird in mir auch fernerhin einen überzeugten Hüter fin= van, 3. Souvenance. 59:10; 17, 17, 15110.
tion ergeben, die geſtern nachmittag an dem weib= den. Euere Maieſtät, den erhabenen Schirmherrn des Etangs. 4000 Franes. 1. G. Braqueſſacs: Canftallorler bezwv.
lichen Oberkörper, der geſtern mittag an der Wai=Deutſchen Reiches bitte ich, die mir und meinem Hauſe (Powers), 2. Manifeſtant, 3. Biſe. 78:10; 21, 1530rilberſtelung
Mhihlt geſührt 1
ſenbrücke aus der Spree geländet wurde, im Leichenſchau= bisher ſtets erwieſene freundſchaftliche Geſinnung auch in
Mling nicht chn
hauſe vorgenommen wurde. Die Oeffnung des Leichen=Zukunft erhalten zu wollen. Ludwig. Der Kaiſer
Uhr ſo manche
teiles ergab einwandfrei, daß es ſich um ein Verbre=lantwortete: Mit herzlichem Danke für Deine Mittei=
Landwirtſchaftliches.
ſt ſoder durc
chen handelt. Die genaue Unterſuchung ergab, daß derlung über die Beendigung der Regentſchaft ſpreche ich
Schlachtviehmarkt Darmſtadt Schwella hebeigef
Körper in der Mitte mit einem Meſſer auseinander= Dir zu Deinem Regierungsantritt als König in treuer
getrennt worden iſt, da die vorhandenen Trennungsmerk= Freundſchaft und Anhänglichkeit meine aufrichtigſten und markt am 5. November. Auftrieb durch Händlench langer 3
male ſcharfkantig ſind und an verſchiedenen Stellen noch aus tiefſtem Herzen kommenden Glück= und Segenswünſche Schweine. Preiſe für 50 Kg. Schlachtgewicht: 1. Qualctrdie Zunge
kleine Nebenſchnitte zeigen. Die Rückenverletzung iſt eine aus. Mit mir nehmen die Kaiſerin, mein Haus und mein 81 Mk., 2. Qualität 80 Mk., 3. Qualität 79 Mk. Malltlcl
Stichverletzung, die ohne Zweifel von einem Meſſer her= Volk an dieſem bedeutungsvollen Ereignis freudigſten verlauf: rege Ueberſtand. Schweinemarkt am6.l
rührt. Sie iſt 3 Zentimeter lang und 1 Zentimeter breit. Anteil. Möge Dein Wirken in dem Dir von Gott über= vember. Auftrieb durch Händler 173 Schweine.PlligiZur bra
Bei der Obduktion fand man noch einen Teil der ab= tragenen hohen Berufe Dir ſelbſt reiche Befriedigung ge= für 50 Kg. Schlachtgewicht: 1. Qualität 81 Mk., 2. HulleleBraunſch
gebrochenen Klinge in den inneren Organen des währen und Deinem ſchönen Lande, ſowie unſerem ge= tät 80 Mk., 3. Qualität 79 Mk. Marktverlauf: mählesWißen veroffen
Körpers. Die Kriminalpolizei hat ſofort alle Maßnah= meinſamen großen Vaterlande Glück und Segen bringen. Ueberſtand. Kälbermackt am 6. November. Afctsminiſt
men zur Aufklärung des Verbrechens getroffen. Schon! Möge der heutige Tag für das Bayernland der Markſtein durch Händler 136 Kälber. Preiſe für 50 Kg.ch
ete Sch
das vergebliche Abſuchen des Waſſers hatte ſie ſtutzig ge= werden für eine Zeit ungetrübten Glückes und ſegens= gewicht: Je nach Qualität 4863 Mark. Marktverae
it. Dder
macht und veranlaßt, auch Vorkehrungen nach der anderen reicher friedlicher Entwickelung. Wilhelm. Dieſen lebhaft.
olge, daß
Frankfurt a M., 6. Nov. Schlacht
(2
Richtung zu treffen. Es wird nach dieſem überraſchenden Glückwunſch erwiderte der König mit folgender Depeſckhe:
ngrachte
Ergebnis auch eine größere Belohnung von ſeiten der Dein gütiges Telegramm das mir einen neuen Beweis markt. (Amtlicher Bericht.) Auſtrieb: 104it Un
Kriminalpolizei ausgeſchrieben werden. Die Obduktion Deiner treuen Freundſchaft gibt, hat mich herzlich gefreut, darunter 31 Ochſen, 5 Bullen, 68 Färſen und eStten Prin
hat weiter zweifelsfrei ergeben, daß der Tod des Mäd= Ich bitte Dich, die Kaiſerin und alle die Deinen für die Kälber. 492 Schafe, 1074 Schweine, 10 Ziegen.
ium
chens, das wohl nur etwa 20 bis 30 Jahre alt geweſen Anteilnahme an dem für mein Haus und Land bedeu= verlauf: Kälber gedrückt, Schafe mäßig rege, Schſteketinn, in
Mmmtet e
ſein mag, eingetreten iſt, bevor es ins Waſſer geworfen tungsvollen Ereignis und für die ſo warmen Glück= und flau, bei Schweinen Ueberſtand. Kälber
wurde.
Segenswünſche meinen tiefempfundenen Dank entgegen.Maſt (Vollm.=Maſt) und beſte Saugkälber 70720üll
Kürnt,
h. Mannheim, 6. Nov. (Selbſtmord.) Heute zunehmen. Möge Gott Deinen Wünſchen Erfüllung ſchen= 120), mittlere Maſt= und gute Saugkälber 6166
mittag ½11 Uhr erſchoß ſich im Abort des Haupt= ken zum Wohle Bayerns und unſeres großen Vaterlan= bis 112), geringere Saugkälber 5560 (93102).
Maſtlämmer und jüngere Maſthammel 4044 (9
Een
bahnhofes der 39 Jahre alte Hauptmann a. D. Hede= des. Ludwig. Auch von den übrigen Bundesfürſten,
An.
mann mit ſeinem Jazdgewehr. Er war vor Jahren den Bürgermeiſtern der Freien Städte, dem Kaiſer von ältere Maſthammel und gut genährte Schafe 34
Getun
bis 85). Schweine: Fettſchweine über 3
Offizier in Oſtafrika und kehrte von dort mit einer ner= Oeſterreich, den anderen europäiſchen Souveränen, ſowie

vöſen Erkrankung zurück, weshalb er ſeinen Abſchied neh= aus dem ganzen bayeriſchen Lande ſind zahlreiche Glück= Lebendgewicht 5962 (7680), vollfleiſchige
Aric
über 2½ Zentner Lebendgewicht 5961 (7578)
men mußte. Er hinterläßt eine Frau und drei Kinder.
wünſche eingegangen. Zwiſchen dem Vorſitzenden im
Men
fleiſchige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht
Koblenz, 6. Nov. (Rauchen verboten!) Zum Miniſterrat, Dr. Freiherr von Hertling, dem Reichskanz= (7679), vollfleiſchige Schweine bis zu 2 Zentne IAſtor
Schutze der Geſundheit der Uferbewohner des Rheinesler von Bethmann Hollweg und dem Statthalter von hendgewicht 5862 (7678).
10
und des reiſenden Publikums, ſowie zur Sicherung der Elſaß=Lothringen, Grafen Wedel hat aus dieſem Anlaß
e
Schiffahrt auf dem Rheine hat der Oberpräſident der ebenfalls ein Telegrammwechſel ſtattgefunden.
Rheinprovinz als Chef der Rheinſtrombauverwaltung
* München, 6. Nov. In der heutigen Sitzung
Gerichtszeitung.
eine Polizeiverordnung erlaſſen, die heute veröffentlicht der Kammer der Abgeordneten gaben die ein=
wird
. Hiernach iſt bei dem Schiffahrtsbetriebe zelnen Fraktionsführer, und zwar Lerno im Namen
Der Kiewer Ritualmordprozeß
auf dem Rhein die Entwickelung dichten, un= des Zentrums, Dr. Caffelmann namens der Libe=
* Kiew, 5. Nov. Der Staatsanwalt
durchſichtägen Rauches von längerer Dauer als ralen Beckh namens der Konſervativen, Lutz im Namen
4Em
zwei Minuten verboten. Bei Dampfkeſſeln mit mehreren des Bauernbundes Erklärungen dahin ab, daß nach in der heutigen Verhandlung, der Prozeß werde
Feuerungen darf das Abſchlagen der Roſte nur einzeln den dem Landtag vorgelegten ärztlichen drei Gutachten halb eine Weltaffäre, weil auf der Anklagebankei
Aet
mit einer Pauſe von mindeſtens 15 Minuten erfolgen. Die und den Mitteilungen der beiden Referenten Caſſelmann ſitze. Er verglich ſodann den Prozeß mit derll
Schiffseigner haben zur Verminderung des Rauches ge= und Giehrl über den Beſuch beim König Otto ſich er= Affäre. Das Judentum fürchte, daß es, wenn Beill
eignete Vorkehrungen zu treffen durch ſorgſame Wartung gebe, daß die Krankheit des Königs unheilbar ſei und urteilt werde, möglicherweiſe zu Ausſchreitungen
der Dampfkeſſel, geeignetes Heizerperſonal. Einbau von
rauchvermindernden Apparaten in die Keſſel, Verwen= ſie daher dem Antrag der Staatsregierung, werde. Die Regierung beſchütze jedoch alle ihr
dung rauchſchwacher Kohle, Vermeidung der Ueberanſtren= der Landtag wolle anerkennen, daß am 4. November die tanen, daher beſtehe kein Grund, ein Progrom zu
verfaſſungsmäßigen Vorausſetzungen für die Beendigung ten. Der Staatsanwalt gab der Ueberzeugung All
Anre
gung der Schleppdampfer. Uebertretungen dieſer Ver=
ordnung
werden mit Geldſtrafen bis zu 60 Mark oder der Regentſchaft beſtanden haben zuſtimmen. Abg daß Kraſſowski die wahren Schuldigen kenne,l
Aie
Namen dem Gerichte nicht mitteilen wolle. Der
entſprechenden Haftſtrafen beſtraft. Die vom 3. No=Segitz erklärte im Namen der Sozialdemokraten, daß Wera Tſcheberiak zu verdächtigen, ſei vollſtändi
Ae
vember datierte Verordnung tritt ſechs Monate nach ihrer ſeine Partei an der Abſtimmung über dieſen Antrag nicht
teilnehmen werde, da ſie die Aktion als verfaſſungswidrig lungen. Der Stgatsanwalt erklärte weiter, daß
Verkündigung in Kraft.
Koburg, 6. Rov. (Vergiftung.) Wie gemeldet, erkenne, weil der Landtag vor eine vollendete Tatſache ge= gierung nichts verheimlichen wolle. Wenn ſie
n
waren vier Schweſtern des Landwirtes Völker die bei ſtellt worden ſei. Nachdem Miniſterpräſident Freiherr jewsky und ſeine Spießgeſellen für ſchuldig gehalten halten
würde ſie ſie auf den Sünderſtuhl geſchickt habenc
bit
ihm zu Beſuch waren, unter ſchweren Vergiſtungserſchei=von Hertling kurz und energiſch der Behauptung des
nungen erkrankt. Drei der Frauen ſind geſtorben. Jetzt Abgeordneten Segitz, daß die Staatsregierung verfaf=ſeien ſie an dem Mord unſchuldig, mögen ſie ſonche
noch ſo große Diebe ſein.
Mete
ſind außerdem der Landwirt Georg Bürger und deſſen ſungswidrig vorgegangen ſei, Widerſpruch entgegengeſtellt
Der Staatsanwalt gab eine eingehende en
Bruder wie auch der Wirtſchaftsgehilfe Hahlfelder an= hat, wird der Antrag der Staatsregierung mitgroßer Zeugenausſagen und zog den Schluß: Beilis chlennte
h
ſcheinend an Giſt geſtorben. Eine im Krankenhauſe Mehrheit angenommen und die Sitzung auf Zuſchtſchinski in die ſpätere Wohnung der
hi
befindliche Schweſter iſt ebenfalls lebensgefährlich er= Dienstag nachmittag 4 Uhr vertagt.
dort wurde der Mord begangen. Wer, außer Beille
Mirlte
krankt. Die Urſache der Vergiftung iſt noch nicht feſtge=
* München. 6. Nov. Wie Präſident Dr. v. Orterer teiligt war, iſt unbekannt. Diejenigen Sachverſtändigen
ſtellt.
in der Abendſitzung der Kammer mitteilte findet die welche übereinſtimmten, bewieſen, daß Juſchtſchinslie
Stettin, 6. Nov. (Eiſenbahnunfall.)
DerEidesleiſtung des Königs am Samstag vor= martert wurde, um ſein Blut zu gewinnen. lällen
Schnellzug, der geſtern abend um 11 Uhr 22 Minuten mittag um 10 Uhr im Thronſaale der Reſidenz ſtatt. Die welche Judenſekte Blut brauche und zu welchen Weſtenn
in Stettin eintreſfen ſollte ſtieß bei der Station Spon= Mitglieder der Kammer wurden vom Miniſterium des iſt nicht entſcheidbar. Er wolle nicht die jübiſche Meliſioll
holz, unweit von Neu=Brandenburg, da die Ein= Innern dazu eingeladen.
als ſolche, die vielfach mit der chriſtlichen übereinſtimme
fahrt irrtümlich freigegeben worden war, auf einem Ne=
beſchuldigen
, es handle ſich vielmehr um einzelne Mallhe
bengleiſe mit einem Schienenwagen zuſammen. Die Wa=
tiker
oder nicht näher bekannte Serten. Die Geſchwnreni
gen des Schnellzuges wurden erheblich beſchädigt. Ein
ſollten aus Juſchtſchinskis Martern den Mut ſchöbfen, dast
Volks= und Jugendſpiele.
Hilfszug mit Paſſagieren des Schnellzuges traf um 3 Uhr
Urteil gemäß ihrem Gewiſſen abzugeben. Der Jude Be=
morgens
in Stettin ein. Ein Bahnſchaffner und zwei
* Berlin, 5. Nov. Anfang dieſes Monats tagte in lis ſolle den Ruſſen Juſchtſchinski in ihnen nicht inden
Leute des Fahrperſonals wurden erheblich verletzt.
Berlin der Vorſtand des Zentral=Ausſchuſſes Hintergrund drängen. Juſchtſchinskis Grab werdean
Peſt, 6. Nov. (Juwelendiebſtahl in einem für Volks= und Jugendſpiele unter dem Vorſitz die Stätte der Wallfahrt und des Gebetes ſein.
Eiſenbahnzuge.) Der Schwägerin des Londoner des Landtagsabgeordneten Dr. von Schenckendorff=Görlitz.
Barons von Rothſchild, Frau Wertheimſtein, iſt auf einer Beſchloſſen wurde unter anderem, im Verfolg einer Reſo=
Reiſe von Peſt nach Großwardein eine Taſche, in lution, die auf dem diesjährigen Kongreß in Stettin ge=
Das Eiſenbahnunglück in Frankreiche
der ſich ein Brillantſchmuck im Werte von 40 000 ſaßt worden war, gemeinſam mit dem Jungdeutſchland=
* Melun, 5. Nov. Bis zum Abend ſind aus den
Mark und bares Geld in Höhe von 10 000 Mark befanden, bund an den Reichskanzler und an die Staatsmini=
Trümmern der Eiſenbahnwagen noch weitere 7 Leichß
geſtohlen worden. Als Dieb ſoll ein junger Mann in Be=ſterien der einzelnen Bundesſtaaten eine Petition zu ſen= hervorgezogen worden, ſo daß im ganzen bis jetzt
tracht kommen, der ſeit einiger Zeit auf der Strecke Peſt= den, worin im Zuſammenhang mit der Reſolntion des
Kronſtadt in der Uniform eines Eiſenbahnbeamten Reichstages vom 24. Juni d. J. gebeten werden Leichen geborgen worden ſind. Man fürchtet, daß
ſoll, zum Zwecke einer beſſeren körperlichen Ertüchtigung ſich unter den Trümmern noch mehr Tote befinden.
Schwindeleien und Diebſtähle verübt.
* Melun, 5. Nov. Um 7 Uhr abends dauerten die
Borveaux, 6. Nov. (Brand.) Der Güterbahnhof der der heranwachſenden Jugend mindeſtens eine Stunde obli=
Compagnie Orleans iſt geſtern abend in Brand geraten, gatoriſchen Turnuntelricht in allen Fortbildungsſchulen Bergungsarbeiten unter dem Schein von Azeiy=
Das Feuer fand in den Lagerhäuſern und an den Waren einzuführen. Für i9d wird Karlsruhe als Ort des Kon=lenlaternen noch an. Aus Diſon war ein mächtiger Kran
greſſes des Zentrai Ausſchuſſes in Ausſicht genommen. herbeigeſchafft worden, um den Lokomotivtender zu heben,
reiche Nahrung. Der Schaden iſt ſehr beträchtlich.
Gent, 6. Nov. (Der Fehlbetrag der Aus=Für das Jahr 1914 iſt Altona hierfür beſtimmt. Die unter dem mehrere Leichen lagen. Mit unendlicher Mühe
ſtelllung.) Eines der Vorſtandsmitglieder der GenterTagesordnung für dieſen Kongreß wurde feſtgeſetzt. In gelang es den Soldaten, alle Opfer des Eiſenbahnunglücg
Ausſtellung erklärte einem Zeitungsberichterſtatter, daß einer gemeinſamen Beratung mit Vertretern der Zentral= aus den Trümmern frei zu machen. Die Gendarmerie
der Fehlbetrag der Ausſtellung ſich auf 2½ bis 3 ſtelle des Deutſchen Städtetages und der Zentralſtelle für beſchlagnahmte alle Gegenſtände, die zur Identifizierung
Millionen Franes belaufe, der ſeiner Anſicht nach Volkswohlfahrt wurde ein Fragebogen über Spielplätze dienen könnten.
* Paris, 6. Nov. Die Todesopfer des Eiſen=
allerdings
durch die der Stadt zuteil gewordene Bereiche= ausgearbeitet, an Hand deſſen gemeinſam mit dieſen bei=
rung
ausgeglichen werde. Das Blatt fügt aber als ſeine den Organiſationen eine ſyſtematiſche Erhebung über diebahnunglücks bei Melun dürften wohl die=Zahl=
Anſicht hinzu, daß dieſer Abſchluß geeignet ſei, im Publi= Spielplätze im Deutſchen Reiche erfolgen ſoll. Endlich 50 erreichen. Noch iſt es nicht gelungen, alle unter den

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rmmer 268.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 7. November 1913.
Seite 7.
ſähinern liegenden Leichen zu bergen Unter anderen ſund Londoner Beſchlüſe als bindend betrachte. Da das ſmit einem andern Mädchen belannigab Obwohl die An=
ihſtb
. Sher die Leichen zweier Lyoner Univerſitätsprofeſ= griechiſche Kabinett erſt durch den Schritt Oeſterreich= Un=
zeige
keine Unterſchrift trug, verurteilte das Landgericht
noch nicht gefunden worden. Die Poſtbeamten, die garns und Italiens zum erſten Male eine beglaubigte Nürnberg am 30. Mai d. J. die Abſenderin zu 14 Tagen
(llim Leben davonkamen, holten unter den Trümmern Mitteilung über die Haltung der Vertreter dieſer beiden Gefängnis wegen Urkundenfälſchung. In ihrer Reviſion
äeiche Poſtpakete Wertpapiere, Edelſteine, Schmuck= Mächte in der Kommiſſion erhielt, andererſeits aber für ſuchte die Angeklagte auszuführen, daß zu Unrecht eine
ſüh und ganze Bündel von Banknoten heraus. Zwei die Beratungen die Kommiſſion Geheimhaltung beſchloſ= beweiserhebliche Urkunde angenommen worden ſei. Ver=
Rſeamte laſen Stöße von Banknoten auf, die eine ſen hat, ſo begreift min nicht, wie man in Athen dazu lobungsanzeigen würden in der Regel nicht von Braut
Jhme von über 100 000 Francs ausmachten und die ſie gelangen könnte, an ir Tätigkeit dieſer Vertreter Kritik oder Bräutigam, ſondern von den Eltern aufgegeben; habe
Atgemäß dem Kaſſierer des Bahnhofes Melun über= zu üben und ihnen durch Voreingenommenheit zu im= aber das Gericht Zweifel über den Aufgeber hegen müſſen,
ponieren.
ſo hätte es feſtſtellen müſſen, daß nicht erſichtlich ſei wer
* Köln, 6. Nov. Ein Berliner Telegramm der Köl= der Aufgeber war und es hätte keine Urkunde annehmen.
Der Mörder Brechners!
niſchen Zeitung meldet: Die Antwort Griechen= können. Das Reichsgericht verwarf indes die Reviſion,
Mannheim, 6. Nov. Die Verdachtsgründelands auf die Vorſtellungen Oſterreich=Ungarns und da der Tatbeſtand der Urkundenfälſchung einwandfrei feſt=
Italiens wegen der Räumung von Süd=Albanien wurde geſtellt ſei.
den verhafteten Fabrikarbeiter Medel
Mſtärken ſich immer mehr. Die Pfandleiherin von Griechenland auch Berlin mitgeteilt. Einen
Mrankfurt, bei der die Uhr des ermordeten Brechner befriedigenden Eindruck konnte die griechiſche Antwort hier
Literariſches.
Bälltr worden iſt, hat von den Kleidern des Mannes, der ebenſowenig hervorrufen, wie in Wien und Rom. Man
Im Verlag von Georg Merſeburger in Leipzig iſt
Dfhr ſeinerzeit verſetzte, eine genaue Beſchreibung ge= hält hier indeſſen an der Annahme feſt, daß bei weiterer
erſchienen: Malla Montgomery=Silferſtolpe: Das ro=
Kt, die auf einen Anzug paßt den Medel einſt im Verhandlung der Sache Griechenland die Umſtände nicht
hatte. Er ſoll auch der Pfandleiherin geſagt haben, verkennen wird, die dafür ſprechen, daß es in der ſud=mantiſche Deutſchland. Reiſejournal einer Schwe=
Pültle den Wilhelm Koch kenne. Die Frau gibt als albaniſchen Grenzfrage vor dem Lebensintereſſe der Drei= din (18251826) mit einer Einleitung von Ellen Key
Mnümlichkeit des Pfandgebers an, daß er den bundmächte Halt macht. Ein beſſerer Rat kann Athen und vier Porträts. Preis broſchiert 6 Mk. Die deutſche
Literatur hat in den letzten Jahren zahlreiche Memoiren=
Dmen der rechten Hand in die Rocktaſche auch nicht von Deutſchland gegeben werden, deſſen freund= werke von Frauen empfangen, teils Originale, teils Ueber=
ſtülte
. Die bei Medel beſchlagnahmten Anzüge zeigen ſchaftliche Haltung für Griechenland durch Tatſachen außer ſetzungen. Aber trotz dieſer Memoirenflut wird dieſes
Mlde auf dieſer Stelle beſonders ſtarke Spuren Zweifel geſtellt iſt.
Bruchſtück eines großen ſchwediſchen Memoirenwerkes in
Abnützung. Außerdem beſitzt Medel eine ſcharfe
* Konſtantinopel, 6. Nov. Der hier weilende Deutſchland einen ſympathiſchen Leſerkreis finden. Dieſes
Mihtsfalte, die von dem rechten Auge nach dem Naſen=rumäniſche Miniſter des Innern, Jonescu, Reiſeivurnal behandelt Malla Silferſtolpes Reiſe durch
klt geht und die in dem Steckbrief als ein beſonderes äußerte ſich einem Vertreter der Preſſe gegenüber ſeine Deutſchland und ihren Aufenthalt in Berlin; alles in allem
Mzeichen angeführt worden iſt. Als Medel nach ſeiner Reiſe ſei mit Venizelos gelegentlich der Friedenskonferenz die Zeit vom Juli 1825 bis zum Juli 1826. Sowohl auf
Mhaftung leugnete, machte man ihn plötzlich auf dieſe in Bukareſt verabredet, jedoch damals aufgeſchoben wor=dieſen Reiſen wie während des ungefähr zehn Monate
Enümlichkeiten aufmerkſam, worauf er in große Ver=den, weil Rumänien mit politiſchen Angelegenheiten ſtark langen Beſuches in Berlin kam ſie in mehr oder weniger
Elſheit geriet. Er hat bis jetzt kein Geſtändnis abge= beſchäftigt war. Der ſeinerzeit geſchloſſene Friede ſei lebhafte Berührung mit mehreren der bedeutendſten Per=
Heute oder morgen ſoll er der Pfandleiherin in zu feſt gefügt, als daß er durch die neue Reiſe und eine ſönlichkeiten des damaligen Deutſchlands. Die Eindrücke
hfurt gegenübergeſtellt werden.
neue Unterredung beeinflußt werden könnte. Die Be= dieſer Perſönlichkeiten, die die von den Meinungen des
Won einer falſchen Meldung kann demnach nicht die ziehungen Rumäniens zu der Türkei ſeien ausgezeichnet. Berliner Milieus unbeeinflußte, ganz unbefangene Schwe=
ſein
, denn Medel iſt, wie feſtſteht, verhaftet worden Es beſtehe zwiſchen beiden Ländern keine Meinungsver= din ihrem Tagebuche anvertraut, müſſen für deutſche Leſer
Wbefindet ſich noch in Haft. Die Verdachtsmomente ſchiedenheit. Es liege im Intereſſe Rumäniens, daß die jenes Intereſſe haben, das ein friſcher und neuer Blick für
Müühen in hohem Maße für ſeine Täterſchaft, wenn auch Türkei die Meerengen behalte, da hierdurch auch der Han=bekannte Perſönlichkeiten und Dinge dem an ſie Gewehn=
Aülooller bezw. ausreichender Beweis erſt nach der del Rumäniens geſchützt ſei. Als guter Freund der ten ſtets bereitet.
Crüberſtellung und der Vergleichung der Finger= Türkei glaube er daß auch ſie ein Intereſſe daran habe,
Griebens Reiſeführer, Band 38: Hei=
Adike geführt werden könnte. Jedenfalls iſt dieſe Ver=daß der Balkanfriede erhalten bleibe. Jonescu drückte delberg und Neckartal 6. erweiterte Auflage.
häung nicht ohne ausreichenden Grund erfolgt, denn ſchließlich die feſte Hoffnung aus, daß der formelle Mit 3 Karten (1 Mk.).
Verlagsbuchhandlung Albert
ſo manches Verbrechen wurde durch ein unbedachtes Friede zwiſchen der Türkei, Griechenland Goldſchmidt, Berlin W. 35. Der Heidelberger Führer,
oder durch die vermeintliche Sicherheit vor Ent= und Serbien bald geſchloſſen werde. Zwiſchen Ru=deſſen Inhalt ſich in früheren Jahren bedauerlicherweiſe
dalig herbeigeführte Renommierſucht mancher Verbrecher mänien, Griechenland und Serbien beſtehe kein Bündnis, mehr oder weniger auf die alte Stadt an Ehren reich
ch langer Zeit aufgeklärt, beſonders wenn der Al= doch ſei Rumänien, das bei dem Friedensſchluß von Bu= ſelbſt beſchränkte, iſt mit Recht als ein Neckartalführer an=
kareſt
den Vorſitz führte, moraliſch verpflichtet, darauf zu zuſprechen, und wird durch dieſe Ergänzung zu den alten
die Zunge löſte.
halten, daß der Friede geachtet werde. Rumänien werde unzweifelhaft viele neue Freunde erwerben. Auch die ge=
in
dieſer Richtung ſeinen Einfluß ausüben.
ſchichtlichen und kulturgeſchichtlichen Aufſchlüſſe fehlen nicht,
Zur braunſchweigiſchen Frage.
* Belgrad, 6. Nov. In der Skupſchtinaſo daß das Büchlein, da es auch um eine ſehr genaue
Braunſchweig, 6. Nov. Die Braunſchweigiſchen wurde die Adreßdebatte fortgeſetzt. Nachdem der Karte des Neckartals vermehrt wurde, in jeder Hinſicht den
ilen veröffentlichen das vom herzoglichen Kultusminiſter Jowanowitſch und mehrere regierungs= Eindruck eines wohldisponierten, abgerundeten Ganzen
Aftsminiſterium an den Reichskanzler freundliche Abgeordnete die Angriffe der Oppoſition gegen macht.
ichtete Schreiben vom 11. Oktober, in dem es die diplomatiſche Aktion des Kabinetts Paſitſch als ſach=
Der Deutſche Werkbund hat ſein diesjähriges
Elbeißt: Der Tod des Prinzen Georg Wilhelm hatte lich unbegründet zurückgewieſen hatte, wurde der Adreß=Jahrbuch herausgegeben (Verlag Berlin W. 35) des
Mfolge, daß Prinz Ernſt Auguſt nächſt ſeinem Vater entwurf der Majorität mit 72 gegen 26 Stimmen an=Die Kunſt in Induſtrie und Handel darzuſtellen verſucht
AThronfolge im Herzogtum Braunſchweig berechtigt genommen.
und zwar durch eine Sammlung von Arbeiten von
N. Ungeachtet der ſegensreichen Regierungen des
* Paris, 6. Nov Nach einer Blättermeldung aus Mitgliedern des Deutſchen Werkbundes. Das Jahrbuch
Mligten Prinzen Albrecht von Preußen und des Her=
Athen verlautet daſelbſt, daß die italieniſche Re=legt ein Zeugnis dafür ab, wie der Werkbund=Gedanke von
WFohann Albrecht zu Mecklenburg iſt es klar, daß das
Aorium, in dem ſich das Herzogtum befindet und die gierung der Türkei die Panzerſchiffe Sar= der Verpflichtung der deutſchen Arbeit zur höchſten Leiſtung
Mbißheit ſeiner dynaſtiſchen Zukunft Nachteile hat und degna, Sicilia und Re Umberto verkauft habe, in ſeiner künſtleriſchen und gewerblichen Bedeutung, wie
fihren birgt, welche die Beendigung des gegenwärtigen Die Schiffe ſollen erſt nach Unterzeichnung des griechiſch= in ſeiner volks= und weltwirtſchaftlichen Wirkung allerorts
Einfluß gewinnt. Ebenſo beweiſt der dem Jahrbuch bei=
Undes dringend erheiſchen. Darauf wurde in dem türkiſchen Friedens geliefert werden.
gegebene Geſchäftsbericht ein ſtetiges Erſtarken der Werk=
lden
des herzoglichen Staatsminiſteriums an den
bund=Organiſation, die jetzt bereits 1500 Mitglieder verei=
Alskanzler vom 25. September 1906 eindringlich ver=
nigt
, eine Ziffer, die an Bedeutung gewinnt für den, der
Zur Lage in Mexiko.
l. Das kam auch in der Landesverſammlung des
weiß, daß die Mitgliedſchaft des Werkbundes nicht durch
rtums wiederholt und ſehr deutlich zum Ausdruck
* Frankfurt a. M., 6. Nov. Die Frankfurter Zei= Anmeldung von Beitrittswilligen erreicht, ſondern durch
ſdes bedarf keines Wortes daß von dem lebhaften tung meldet aus Mexiko: In Torreon iſt es, wie ſich Einladung des Vorſtandes verliehen wird.
Aiſch auf eine baldiaſt endgültige Ordnung der Regie=jetzt herausſtelt, den Auskändern und den ausländiſchen
Tanzbrevier, das Buch der modernen Tänze
Wltevverhältniſſe die Bevölkerung des Herzogtums nach Banken doch beſſer gegangen. als man nach den erſten von F. W. Koebner und R. L. Leonard, Verlag
Müber durchdrungen iſt. Unter dieſen Umſtänden wurde
bilſlder herzoglichen Landesregierung zu Anfang dieſes Meldungen glauben mußte. Die Vorſtellungen des ame= Dr Eysler u. Co G. m. b. H., Berlin. (Preis broſch.
üles der Beſchluß geſaßt, durch den leitenden Miniſter rikaniſchen Konſuls veranlaßten den Rebellengeneral Mk., geb. 3 Mk.) Die Umſchlagszeichnung bringt ein
deLandes Eure Exzellenz um geneigte Auskunft über Villa, von Kontributionen abzuſtehen; ja er verſprach ſo=Tango=Paar des Spaniers Goſe und damit iſt das Pro=
Mßtellung zu bitten, welche die Reichs= und Staats=gar, die ſchon erhobenen Beträge zurückzuzahlen, Villa gramm dieſes Buches gekennzeichne: Die herrſchende
kelſleung zurzeit zu den Fragen einnehmen. Dieſe Un= zwingt übrigens alle Müßiggänger, die BaumwollernteTangomanie das ungeheure Intereſſe an den modernen
ſelldung fand in den erſten Tagen des Februar 1913 in einbringen zu helfen, und verlangt von den Beſitzern pro Tänzen, iſt die Tendenz dieſes Breviers, das mit zahlrei=
n
ſtatt. Wir durften zu unſerer Genugtuung daraus Ballen 5 Peſos Abgabe. Der Rebellengeneral möchte ſich chen Photographien und Schritt=Tableaux die ſchwierige
hrnen, welcher ernſten und anteilsvollen Würdigung dadurch offenbar mit dem Ausland gut ſtellen.
Aufgabe des Selbſtunterrichts übernimmt. 100 Zeichnun=
* Neu=York, 6. Nov. Nach einem Telegramm gen von Goſe, Trian, Leonnec, Boutet de Monvel, Geſt=
Murer Exzellenz die Darlegung der dringenden Wün=
mes
Landes begegnete. Dann erfolgte am 10. Februar aus Mexiko hat Huerta einen Erlaß veröffentlicht, wicki, Niczky, Leonard, Deutſch, Michgel, Touraine, Briſ=
Müldie Verlobung des Prinzen Ernſt Auguſt mit der wodurch Silberſtücke von 50 Cents als geſetzliches Zah= ſaud. Dely, Fabiano, Rumpf vervollſtändigen die Illu=
Aſſin Viktoria Luiſe von Preußen. Die Verlobung lungsmittel erklärt und verfügt wird, daß die Noten der ſtrationen dieſes Buches
MVermählung des hohen Paares, ſowie die ſpäteren mexikaniſchen Nationalbank nicht vor Ablauf eines Jah=
Darmſtad, 7. Newender
Wänrge, die an die Verbindung der beiden hohen res eingelöſt werden.
Menhäuſer anknüpfen und die ſonſtige Sachlage laſſen
* Veracruz, 6. Nov. Das deutſche Schul=
* Jahrhundertfeier des Evangeliſchen Bundes. Um
leberzeugung der herzoglichen Landesregierung be=ſchiff Hertha verließ den Hafen, nachdem der Kreu=auch weiteren Kreiſen Gelegenheit zu geben, das Feſtſpiel
et erſcheinen, daß nunmehr der Zeitpunkt gekommen zer Bremen eingetroffen war. Der Kreuzer Bremen Deutſchlands Erwachen 1813 das bei ſeiner Aufführung
Mlite Beſchlußfaſſung des Bundesrats herbeizuführen, bleibt bis auf weiteres in Vergeruz.
am Sonntag mit Beifall aufgenommen wurde, zu be=
Mäſe es dem Prinzen Ernſt Auguſt ermöglicht. als an der
ſuchen, fand geſtern abend im Feſtſaal der Turngemeinde
llen Ausübung nicht mehr behinderter Thronfolger
am Woogsplatz eine Wiederholung der Feier ſtatt. Auch
öllt Regierungsantritt zu verkündigen. Auf der Grund=
Herr Pfarrer Marx hatte ſich bereit erklärt, ſeine Feſt=
Vermiſchtes.
ldes Verzichtes des Herrogs trat Ernſt Auguſt in die
anſprache über Evangeliſcher Geiſt in der ſittlichen
e der Thronfolge in Braunſchweig ein. Es liegt
D. H. K. Zur Ueberwachung der Ausver= Wiedergeburt unſeres Volkes vor 100 Jahren nochmals
Mbeim Bundesrat, lediglich zu prüſen, ob der Regie= käufe gedenkt die Dresdener Handelskammer eine Or= zu wiederholen. Die Veranſtaltung war gut beſucht. Die
Mübernahme durch den Prinzen Ernſt Auguſt von ganiſation zu treffen, die volle Anerkennung verdient. Sie Darſtellung des Feſtſpiels erfolgte von den gleichen
s wegen Hinderniſſe im Wege ſtehen. Prinz Ernſt will einen Ausſchuß zur Ueberwachung der Ausverkäufe Perſonen wie am Sonntag in gleich vollendeter Weiſe.
Abiſt hat durch ſeine Vermählung mit dem Kaiſer und errichten, der den Zweck haben ſoll, einzuſchreiten, wenn Die treflich gelungene Maske des Blücher wurde von
geſamten Königlichen Haufe ein für ſein Verhalten die für das Ausverkaufsweſen erlaſſenen Vorſcheiften Hoftheaterfriſeur Hermes hergeſtellt, die Koſtüme ſtamm=
Mählebendes Verwandtſchaftsverhältnis eingegangen, daß übertreten werden. Der laut Beſchluß der Handelskammer ten aus dem Garderobeverleihinſtitut von A. Getroſt,
Wlaus dieſem Geſichtspunkt die Gewähr für ein zu errichtende Ausſchuß beſteht aus vier Mitgliedern der die Dekorationen ſtellte Hoftheater=Dekorationsmeiſter
dſchaftliches Verhältnis zu Preußen gegeben iſt. Handelskammer, deren Syndikus oder ſeinem Stellver= Müller; das Harmonium wurde von der Hofpiano=
Ernſt Auguſt ſuchte mit Zuſtimmung ſeines Vaters treter und 4 von der Handelskammer gewählten Gewerbe= fortefabrik Hch. Arnold, Mühlſtraße und Wilhelminen=
Anſtellung als Offizier in der königlich preußiſchen treibenden die in Dresden eine geſchäftliche Niederlaſſung ſtraße, gütigſt zur Verfügung geſtellt.
Ale nach. Er gelobte als ſolcher eidlich Treue und Ge= beſitzen. Der Vorſitzende der Handelskammer iſt berech=
migegen
Kaiſer und Reich. Er gab das Verſprechen tigt, außer den ſtändigen Mitgliedern in beſonderen Fällen
Michts zu tun oder zu unterſtützen, was darauf gerichtet noch weitere Beiſitzer, die beſondere Fachkenntniſſe für den
Letzte Nachrichten.
Wllönnte, den derzeitigen Beſitzſtand Preußens zu ver= in Frage ſtehenden Fall haben, mit beratender Stimme
n, und dieſes Verſprechen in Verbindung mit der zuzuziehen. Die Aufgabe des Ausſchuſſes ſoll darin be=
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Mllten Erklärung als Grundlage, muß zu der feſten ſtehen, alle Arten von geſchäftlichen Aeußerungen, beſon=
* Berlin, 6. Nov. Der Bundesrat überwies den
Mzeugung führen, daß der Uebernahme der Regie= ders in den Zeitungen und Auslagen, dauernd zu prüfen
zuſtändigen Ausſchüſſen den Entwurf von Ausführungs=
Mnichts im Wege ſteht und nichts vorhanden iſt, was und ſelbſtändig oder auf Antrag feſtzuſtellen, ob und nach
Wöntereſſen und den Frieden des Reiches gefährden welcher Richtung die einſchlägigen Vorſchriften verletzt beſtimmungen zu § 9 Abſ. 1 des Reichs= und Staatsange=
hörigkeitsgeſetzes
, die Entwürfe von Aufnahme, Einbür=
kölle
. Nahezu dreißig Jahre mußte das Herzogtum ſind. Wird dies feſtgeſtellt und ermittelt, ſo iſt die ſchul=
gerungs
= und Entlaſſungsurkunden, ſowie von Urkunden
mühes Reiches willen in Ungewißheit ſeiner Zukunſt dige Firma durch eingeſchriebenen Brief aſtfzufordern, zur Beſcheinigung der Staatsangehörigkeit, den Entwurf
.Es darf aber jetzt das feſte Vertrauen hegen, daß
deBlindesrat dieſer geänderten Rechtslage Rechnung ſich in einer kurzen, 48 Stunden nicht überſchreitenden Friſt von Beſtimmungen über die Beſchäftigung von Arbeite=
zu
erklären, ob ſie die beanſtandete Handlung unterlaſſen rinnen und jugendlichen Arbeitern in Ziegeleien, den
hlund einen berechtigten Wunſch des Herzogtums er=
fühll
von einem Fürſten des angeſtammten Herrſcher= will. Verpflichtet ſie ſich nicht, die beanſtandete Handlung Entwurf einer Bekanntmachung, betr. Uebergangsbeſtim=
balls
regiert zu werden. Deshalb geſtatten wir uns, zu unterlaſſen oder unterläßt ſie die Handlung trotz gegen= mungen für Krankenverſicherung nach der R. V. O. Be=
ſchluß
gefaßt wurde über die Feſtſetzung des Geſamtkon=
Erzellenz die ebenſo ergebene wie dringende Bitte teiliger Erklärung nicht, ſo iſt die ſtrafrechtliche Verfolg=
zmterbreiten
, zur Beſeitigung der Hinderniſſe die ung bei der Staatsanwaltſchaft zu veranlaſſen. Dem tingentes der Brauereien für das Betriebsjahr 1913/1914.
Ausſchuß iſt ferner das Recht zugeſtanden, Dritten, die Angenommen wurden die Ausführungsbeſtimmungen zum
uſten Schritte tun zu wollen.
dazu berechtigt ſind, anheimzugeben, gegen die ſchuldige Geſetz über den Wehrbeitrag vom 3. Juli 1913, der Ent=
Firma Strafantrag zu ſtellen oder auf Unterlaſſung oder wurf einer Bekanntmachung, betr. die Befreiung vorüber=
auf
Schadenerſatz zu klagen. Der Ausſchuß wird in der gehender Dienſtleiſtungen von der Krankenverſicherungs=
Vom Balkan.
Regel mindeſtens einmal wöchentlich zu einer gemein= pflicht, der Geſetzentwurf, betr. Aenderung der §§ 56, 56c
der Reichs=Gewerbe=Ordnung.
Wien 6. Nov. Das Neue Wiener Tagblatt ſagt ſanken Sitzung zuſammentreten.
Ur=
* Berlin, 6. Nov. Die Privatbeleidigungs=
* Falſche Verlobungsanzeige
iniületen Beſprechung der Antwortnote Griechen=
laſhs
: Das griechiſche Kabinett trage hierdurch zu einer kundenfälſchung. Eine Kontoriſtin hatte ein Liebes= klage von Metzens gegen den Rechtsanwalt Kurt
Aunwichtigen Klärung der Situation bei, inſofern verhälmis mit einem Herrn, der ihr untren wurde. Um ulrich wegen ſeiner Verteidigungsrede in dem kriegs=
aluf
die Antwort ein indirektes Zugeſtändnis nach der ſich zu rächen, veröffentlichte ſie in einer Nürnberger Zei= gerichtlichen Prozeß gegen die Zeugoffiziere Tilian und
Püllng herauszuleſen ſei, daß man auch die Athener tung eine erfundene Anzeige, in der er ſeine Verlobung Genoſſen wurde von der Beſchlußkammer des Schöffen=

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Nummer 268
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 7. November 1913.
Seite 8.
Sentignueintengennſer un ereit, unnuninentunegd.
rinenter Feſterichrtg e

ſen mit dem Bemerken, daß Rechtsanwalt Kurt Ulrich inſtarb der Geheime Sanitätsrat Cohn, lang=
ZZ

Wahrnehmung berechtigter Intereſſen gehandelt habe.
* Potsdam, 6. Nov. Der König der Belgier der des hieſigen Zweigvereins vom Roten Kreuz.
beſuchte mit dem Kaiſer die Potsdamer Garniſonkirche
Eſſen (Ruhr), 6. Nov. Im Schalthauſe der Hafen=
mit
der Gruft Friedrichs des Großen ebenſo die Frie= anlage zu Schwelgern kamen ein Monteur und ein
denskirche mit dem Mauſoleum des Kaiſers und derTechniker der Starkſtromleitung zu nahe und wurden
Kaiſerin Friedrich, ſowie die hiſtoriſchen Räume Fried= getötet.
richs des Großen im Neuen Palais. Nachmittags be=
Stensal, 6. N. Das Sg8
ſuchte der König die in Potsdam wohnhaften Fürſtlich= urteilte den Ziegeleiarbeiter Planck, der am 15. September
keiten und empfing ſpäter im Neuen Palais deren Gegen= die Witwe Gilke in Gardelegen ermordete, wegen Tot=
beſuche
. Der Kaiſer ernannte den König zum ſchlags zu 12 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren

General der Kavallerie.
Ehrverluſt.
* Freiburg i. Br., 6. Nov. Der Bürgerausſchuß
Wien, 6. Nod. Grof Einſ Dembünver=* Z.
CiGARETTE
genehmigte den Bau eines großen ſtädtiſchen Sammlungs=
letzte
ſich heute vormittag durch einen Schuß in die
gebäudes unter Einbeziehung des alten Theaters. Die Bruſt ſchwer. Die Urſache der Tat iſt unbekannt.
Geſamtſumme beträgt 850 000 Mark.
umimmmunne ummanige.
London, 6. Nov. Die Deiche des Stau=
* Hamburg, 6. Nov. Bei den Sprengungs=
karbeiten
an den Fundamenten des Alſter=Pavillons beckens bei Aſſiut (Aegypten) ſind geborſten.
Mimmimlmt.
am Jungfernſtieg durch ein Kommando der Harburger
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Sananalnenntnnunſtſce.
Pioniere ereignete ſich heute abend eine unge=
mit
seidenen
ahnte Exploſjon, durch die der Jungfernſtieg in
Sammel-Wappenbildern
eine mit Steinſtücken vermiſchte Mörtelwolke gehüllt
Ein beliebtes Hausmittel
I.23232)
wurde. Eine Dame und ein Kind wurden ſo ſchwer ge=
Den ungalanten Angriffen von Wind und Källei
gegen Verſtopfung und andere Verdauungsbeſchwerden 6
groffen, daß ſie ohnmächtig zuſammenfielen und ins Kran=
kenhaus
übergeführt werden mußten. Ein ſchwerer Stein iſt Califig Californiſcher Feigen=Strup), das Abführ= unſer Geſicht und unſere Hände bietet manl=
durchſchlug
ein Fenſter im dritten Stock des Hotels Ham=mittel, welches dem Verdauungsſyſtem in milder und Paroli durch eine vernünſtige Hautpflege. Beſpnäll
ſtets zuverläſiger Weiſe zu Hilfe kommt, wenn immer gut hierfür geeignet iſt Kombella, die nichtſelle
burger Hof in dem ſich jedoch niemand befand.
* Lübeck, 6. Nov. Die Geſamtſumme der von der Po= dies nötig iſt. Califig beſteht nur aus feinſten Frucht= Hautersme. Ueberraſchend ſchnell zieht Kombellal
lizei und von privater Seite ausgeſetzten Belohnun= und Pflanzenſäften, enthält alſo keine ſchädlichen chemi= die Poren ein, ohne nur im geringſten zu fetten und
der Brand=ſchen Zuſätze und iſt ein ideales Mittel zur Ueberwindung kleben, kann alſo ohne Berufsſtörung auch am
gen für die Ermittelung
ſtifter, die die verſchiedenen großen Brände in derchroniſcher Stuhlverſtopfung und deren Begleiterſchei= jederzeit verwendet werden. Von Aerzten empfalll
letzten Zeit veranlaßten, beläuft ſich nunmehr auf 40500 nungen, wie Kopfſchmerzen, Appetitmangel, Schlafloſig= und verordnet iſt Kombella unübertroffen gegen
keit u. ſ. w. Sein angenehmer Geſchmack und ſeine riſſige, aufgeſprungene Hände und reinigt den Teink
Mark.
* Schwerin, 6. Nov. Der Großherzog hat auf gründlich reinigende, milde Wirkung haben es zu dem allen Unreinigkeiten wie Miteſſer, Pickel, Puſſill
das Entlaſſungsgeſuch des Staatsmini= meiſt gebrauchten Hausmittel gegen Verdauungsſtörungen Kombella iſt in allen Apotheken, Drogerien
(I,23150 Parfümerien für 20, 60 und 100 Pfg. zu haben.
ſteriums dieſem ſeines vollen Vertrauens verſichert gemacht.
und dem Geſuche die Zuſtimmung verſagt. Auf eine er= In allen Apotheken zu haben, in Originalflaſchen zu Mk. 1.50; ertra große
Flaſche Mk. 2.50. Beſt.: Spr. Rei Californ. 75, Ext. Sonn. Lqu. 20, Elis.
Dampfernachrichten.
neute Vorſtellung des Staatsminiſters v. Baſſewitz=
Caryoph. comp. 5.
Levetzow und des Staatsrates Preſſentin glaubte jedoch
Nordd. Lloyd, Bremen. Mitgeteilt von den
der Großherzog ſich für den Rücktritt aus den vorgebrach=
* Dr. Kuhns Ereme, Vional, treter: Anton Fiſcher in Darmſtadt, Frankfurterſtr
ten Gründen nicht verſchließen zu können. Der Großher= Schonheit! 2.50, 1.50, Vional=Seife 80, Doppelſchraubenſchnelldampfer Kronprinz Wilhellan
50, vorz. Franz Kuhn, Kronen=Parf., Nürn= 4. Nov. 2 Uhr mittags in Bremen angekommen.Dat
zog wollen daher dem Abſchiedsgeſuch entſprechen. Auf berg. Hier: F. B. Grodhaus, Seifenfabr. am ſchraubenſchnelldampfer Kaiſer Wilhelm II.
dringenden allerhöchſten Wunſch wird der Staatsrat Lang=
feld
im Amte verbleiben. Der Aufforderung des Groß= weißen Turm, ſowie in Apoth., Drog. u. Parf. (V,5661 3 Uhr mitags von Bremerhaven abgegangen. Doblie
herzogs entſprechend wird das Staatsminiſterium in derſchraubenſalondampfer Berlin 1. Nov. 1 Uhr mite
jetzigen Zuſammenſetzung ſeine Geſchäfte bis zum 1. April
von Neu=York nach Genua abgegangen. Doppelſchrauß
fortführen.
poſtdampfer Barbaroſſa‟ 2. Nov. 7 Uhr morgen
* Hirſau, 6. Nov. Die Kammfabrik von Gaſſenmeier
Genua angekommen. Dampfer Seydlitz
und Koblenzer iſt infolge einer Keſſelexploſion
12 Uhr 25 Min. mittags in Bremerhaven angekomm
vollſtändig abgebrannt.
L. C. Wittich’ſche
Dampfer Prinz Eitel Friedrich 4. Nov. 12 Uhr mil
* Wien, 6. Nov. Der Kaiſer von Oeſterreich emp=
in
Schanghai angekommen. Salondampfer Scharnhül
fing den König der Bulgären in einer einſtündi=
4. Nov. 1 Uhr mittags von Adelaide abgegamſe
gen Audienz.
Hofbuchdruckerei
Dampfer Königin Louiſe 3. Nov. 1 Uhr mittag
* Wien, 6. Nov. Im Budgetausſchuß berich=
Genua abgegangen. Dampfer Pommern
tete Abg. Steinwender über die Ergebniſſe der Beratun=
3 Uhr nachm. in Antwerpen angekommen. Dam
empfiehlt ſich zur Anfertigung ſämtlicher
gen im Subkomitee, betr. die Schiffahrtsangele=
Heſſen 4. Nov. 2 Uhr nachm. von Brisbane abl
Druckſachen in vornehmer Ausführung
genheit und das Auswanderungsweſen. Er
gangen. Dampfer Gießen: 4. Nov. in Bremerhll
wiederholte die bekannten Gründe, welche die Regierung
angekommen. Poſtdampfer Sierra CordobaMſtam
Men
mntene
Mietlatn
zu den Abmachungen mit der Canadian Pacifie gegen=
3. Nov. von Liſſabon abgegangen. Dampfer abill
Werie
Proſpekte
Exlibris
über Pool bewogen haben, und erklärte, man könne die
land‟ 4. Nov. in Bremerhaven angekommen. Damal
Diſſertationen
Rechnungen
Hochzeits-Stg.
Auswanderung nicht abſchaffen, ſondern müſſe ſie regulie=
Norderney 4. Nov. in Bremerhaven angekon
Brieſdogen
Anenaſen
Verlobuge=,
ren und eine Politik treiben, welche es der Bevölkerung
Dampfer Aachen‟ 4. Nov. von Dover abgegalln
Vermählungs=
Stammtafeln
Auveris
möglich mache, in Oeſterreich zu leben. Man dürfe nicht
Dampfer Würzburg‟ 3. Nov. in Antwerpen angekon
und Geburis=
Poftanten
Cintrittskarten
das ganze Geld in der auswärtigen Politik verſchwenden,
Aneigen
Geſchäftskarten
Progonme
welche die Konjunktur hemme und den armen Leuten das
Kartothekkarten Menukarten
Dankſagungen
Gottesdienſt der israelitiſchen Religionsgemeinden
Speiſekarten
Crateranzeigen
Guitungen
Vaterland verleide. Schließlich beantragte er die Annahme
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Plakate
Wechſel
in 2 Stunden.
der gemeldeten Reſolution des Subkomitees.
Freitag, den 7. November:
* Wien, 6. Nov. Im Verlauf der Fortſetzung der
Vorabendgottesdienſt 4 Uhr 45 Min.
Spezialdebatte über die Branntweinſteuer=
Sonderleiſtungen:
Samstag, den 8. November=
Novelleim Abgeordnetenhaus wandte ſich der
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min.
Illuſtrations= u. Mehrfarbendrucke
ruſſophile Abgeordnete Kurylowicz gegen die Ukrai=
Sabbatausgang 5 Uhr 40 Min.
ner. Die Ruthenen, welche die letzteren unterſtützen, unter=
Maſſenauflagen
brachen den Redner mit lärmenden Zwviſchenruſen. Der
Getlesdienſt in der Synagoge der ieraelitiſchen Rel
Ukrainer Abg. Bndzhnowsri entriß Kurhlowiez das Ma=
Darmſtadt:: Rheinſtraße 25
nuſtript ſeiner Rede. Die Tſchechiſch=Radikalen nahmen
gefellſchaft.
für Kurylowicz Partei und verlangten Wahrung der Rede=
Samstag, den 8. November:
Sernſprecher 1 und 426
freiheit. Kurhlewiez tritt, von den Ukrainern fortwäh=
Vorabend 4 Uhr 20 Min. Morgens 8 Uhr. Nachmi
rend unterbrochen, für ein beſſeres Verhältnis Oeſterreichs
4 Uhr. Sabbatausgang 5 Uhr 35 Min.
gegenüber Rußland ein. Der Lärm wiederholt ſich. RufeWochengottesdienſt von Sonntag, den 9. Novembe
Gehen Sie nach Rußland. Nächſte Sitzung Dienstag.
Morgens 6 Uhr 30 Min. Nachmittags 4 Uhn
* Paris, 6. Nov. Deschanel drückte in der Kam=
mer
unter tiefem Schweigen der Anweſenden die ſchmerz=
Amtlicher Wetterbericht.
liche Bewegung der Kammer über das Unglück bei
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Melun aus und ſprach den Familien der Opfer der Kata=
Ausläufer tiefen Druckes brachten uns geſten
ſtrophe die Teilnahme der Kammer aus. Die Re=
England her oſtwärts wendend, Trübung und
gierung ſchloß ſich der Kundgebung an und verlangte die
Bewilligung eines ſchleunigen Kredits von 26000 Francs
ſchläge; im Bereich eines nachfolgenden Hochd
für die Beerdigung der Opfer des Unglücks und die
haben wir heute morgen Abnahme der Bewölkul
Unterſtützung der Familien der verunglückten Poſtbeam=
Aufhören der Regenfälle. Wir werden morgen
ten. Der Kredit wurde einſtimmig bewilligt.
Rückſeite tiefen Druckes über Oſtdeutſchland meiſt
Hierauf begann die Kammer die Beratung der Wahl=
wechſelnd
bewölktes bei mehr nordweſtlichen
reform. Der Finanzminiſter legte den Geſetz=
kühleres
Wetter haben.
Taschentücher
entwurf über dieneue Kapital=Erbſteuer
Ausſichten in Heſſen für Freitag, 7. A
vor, durch welchen beſtimmt wird, daß, abgeſehen von
Wechſelnde Bewölkung, etwas kühler, meiſt trocken
der bereits beſtehenden Beſtenerung der Hinterlaſſenſchaf=
ee

ten, auch das hinterlaſſene Geſamtkapital nach Abzug einer
Große Auswahl Billige Preise
Summe von 10 00 Franes mit einer progreſipen Steuer
Freitag, 7. November.
belegt werden ſoll, welche bis ½ Prozent für Kapitalien
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr,ach
bis 50 000 Francs, bis zu 4 Prozent bei Kapitalten von
Sticken in bester Ausführung.
10 Uhr (Ab. D): Torquato Taſſo.
mehr als 5 Millionen beträgt. Das Jahreserträgnis die=
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
ſer Steuer wird auf 72 Millionen veranſchlagt.
Darſtellung in lebenden Bildern (Engeli
Das Erträgnis der indirekten Steuern
der Kunſt) um 7 Uhr im Saalbau (Allgemeiner deſliſcht
und Monopole im Oktober überſtieg die budgetäre
Schulverein).
Schätzung um 33 400 000 Francs. Die Höhe der zum
Leinenhaus Becker Wiſſenſchaftlicher Vortrag um 8 h
Ausgleich des Budgets vorgeſehenen An=
Konkordiaſaal.
leihe iſt noch nicht feſtgeſetzt. Sie wird annähernd 1500
Evangeliſations=Verſammlung um 8Uhr
17 Wilhelminenstrasse 17.
Millionen betragen. Die Beſtimmungen über die Bedin=
im
evangeliſchen Vereinshauſe (Mühlſtraße).
gungen werden erſt bei der Einbringung im Parlament
feſtgeſetzt werden. Es verlautet mit Beſtimmtheit, daß
(221sGewerbebibliothet, Vorbildenſammlung
es ſich um eine in 20 oder 25 Jahren rückzahlbare An=
und Patentſchriften=Auslegeſtelle (Neckal==
Unterichtsweſen.
leihe handeln werde, die durch das 70=Millionen= Erträg=
ſtraße
3). Geöffnet Werktags von 8½12½ Uhr und
Deutſche Automobilfachſchule. Auf das
nis aus der neuen Erbſchaftsſteuer gedeckt werden.
von 35½ Uhr, ausgenommen Samstags nachmittags.
* Paris. 6. Nov. Im weiteren Verlaufe der Kam=heutige Inſerat der Erſten Deutſchen Automobilfach=
Drick und Veriage z. g. Feililhſche Baſtuchemcint
merſitzung wurde mit 482 gegen 81 Stimmen der erſte ſchule ſei hiermit aufmerkſam gemacht. Vielen iſt gar=
Teil des Artikels des Geſetzes angenommen, welcher be= nicht bekannt, daß in Mainz eine Fachſchule iſt, die Verantwortlich für den politiſchen Teil, ffür Fezilleton
ſagt, daß die Mitglieder auf dem Wege der Liſtenwahl einen Weltruf beſitzt und unter der Leitung des In= Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
gewählt werden ſollen. Die Kammer nahm mit 348 genieurs Kölſch einen bemerkenswertrn Auſſchwung redaktionellen Teil: Mar Streſe; für den Inſeratentellg
gegen 213 Stimmen den ganzen erſten Artikel des genommen hat. Nicht allein für Berufsfahrer ſondern Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem Geſchäfts
Wahlgeſetzes an, der die Liſtenwahl und die Ver= auch für Herrenfahrer bietet die Automobilfachſchule leben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt. Fürden
Gelegenheit zur praktiſchen und tbeoretiſchen Ausbildung. redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an die
tretung der Minderheiten einführt.
* London. 6. Nov. Sir William Preece, berühmt Die Ausbildungs=Methode hat ſich ſehr bewährt, ſo daß Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwäit
durch ſeine Arbeiten auf elektrotechniſchem Gebiete, iſt ſich ſpezielle Reparatur=Fachkurſe durch die Handwerks= Honorarforderungen ſind beizufügen, nachträgliche werden
kammern in Wiesbaden und Frankfurt a. M. einrichten nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
geſtorben.
ließen, die allgemeine Anerkennung gefunden haben.
zurückgeſandt.

5
2

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[ ][  ][ ]

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Nummer 268.

Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 7. November 1913.
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Nummer 268.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 7. November 1913.
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3½ Offenbach . .
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7 Schuckert, Nürnberg . .
84,30
3 Raab=Oebenburg . . . 76,60
S. 10 .
Wiesbaden . . . . .
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
12 Siemens & Halske . 208½ 4 Kronprinz Rudolfbahn 82,904 Frankf. Hyp.=Kreditv.
do.
In Proz. Zf.
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S. 1519, 2126 83,50
Worms . . . .
96,50 10 Deutſch. Ueberſee Electr. 161,80
Staatspapiere.
5 Agentinier . . . . . .
25 Gummi Peter . . . . 74,00 4½ Moskau=Kaſan . . . 93,404 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,06 3½ do.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 98,80
do.
84,
85,10 3½
do.
04 Liſſabonner v. 1888
3½ Deutſche Reichsanl. . 84,60 4½ Chile Gold=Anleihe. 88,5030 Adler=Fahrradwerke
85,80 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,20
4 Wladichawchas . . .
Verzinsliche
75,905 Chineſ. Staatsanleihe. 96,50
do.
Kleyzer . . . . . 369,80 4 Riäſan Koslow . . ..
do.
3½
84,20
89,5012 Maſchinenf. Badenia 125,00
Anlehensloſe.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 98,90 4½/
do.
3 Portugieſ. Eiſenb. . . . 69,50 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
16 Wittener Stahlröhren 125,70
4 Badiſche . . . Tlr. 10000
3½ do. Conſols . .. 84,704½ Japaner . . . . . . .
S. 12, 13, 16 . . .
96,60
do.
3½ Eöln=Mindner , 100
76,005 Innere Mexikaner. . . 74,00 8 Steana Romana Petr. 142
do. do.
. . . 67,10
2¼/0 Livorneſer .
S. 14, 15, 17, 24/26
,
15 Zellſtoff Waldhof . . 207,50
3 Holl. Komm. . fl. 10001000
4 Bad. Staatsanleihe . . 97,70
bo.
48,00
1823 . . .
Salonique=Monaſtir. . 62,20
36,60
3 Madrider . . Js. 100
91,704 Gold=Mexikanerv. 1904 75,0012½ Bad. Zucker= Wag=
do
.
3½
4 Bagdadbahn . . . . . . 79,50 3½ Heſſ.Land.=Hyp.=Bank
hüuſel:.
81,005 Gold=Mexikaner
do.
S. 1 u. 2, 68 . . . 84,20 4 Meininger Pr.=Pfande
195,00 4½ Anatoliſche Eiſenb. . 91,70
briefe . . . . . . . 138,
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 85,00 4 Miſſouri=Pacific . . . 88,30
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 99,00(3½ Buenos Aires Prov. 65,50
S. 35 . . . . . . . 84,00
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 11650
do.
3 Südd. Immobilien . 53,50 4 Northern=Pacific . . . 94,50
83,60 Aktien inländiſcher
3½
S. 911. . . . . . . 84,10
do.
4 Southern=Paciſic . . . 89,70 4 Meininger Hyp.=Bank 95,00 3 Oldenburger . . . .
75,00 Transportanſtalten.
Bergwerks=Aktien.
84,00 2½ Raab=Grazer fl. 150 11105
4 Hamburger Staatsanl. 97,408 Hamb.=Amerika=Paket=
3½
5 St. Louis und San
do.
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 98,00
Unverzinsliche
4 Rhein. Hypothek.=Bank
fahrt . . . . . . . 135,50 10 Aumetz=Friede . . . . 151,20
Francisco . . . . .
4 do. do. (unk. 1918) 96,40 3 Nordd. Lloyd . . . . . 117,50 12 Bochumer Bergb. u.
Anlehensloſe.
5 Tehuantepec . . . . . .
(unk. 1917) . . 93,40
do.
20 Augsburger . . . . . fl.
Gußſt. . . . .
3½
83,00 6 Südd. Eiſenb.=Geſell. . 120,75
3½ do. (unk. 1914). .
. 204,50
Bank=Aktien.
do.
11 Deutſch=Luxemburg.=
4 Sädd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,70Braunſchweiger Tlr. 20 4990
73,10 Aktienausländiſcher
10 Bank für eleſtriſche
76,20
3 Sächfiſche Rente.
25,80 Freiburger . . . . 58. 15
Bergb. . . . . . . 135,10
do.
3½
Untern. Zürich
4 Württemb. (unk. 1921) 97,90 Transportanſtalten.
-
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10 Gelſenkirchener . . . . 172,00 8½ Bergiſch Märkiſche
do. v. 1875 92,305 Anatol. Eiſenb. 60%
Städte=
do
. . . . . Fs. 10
3½
7 Harpener . . . . . . . 172,50
Einz. Mk. 408 . .
Bank . .
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Obligationen.
Meininger . . . . fl.
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9 Berlin. Handelsgeſ. . . 1558
Darmſtadt . . . . . . 94,50 Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 586,00
6 Schantungbahn . . . . 119,75
Hüttenbetrieb . . . 248,50 6½ Darmſtädter Bank . 115,25 3½ do.
. v. 1858 fl.10 50500
4 Italiener Rente . . .
6½ Luxemb. Prince Henri 163,00 0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
85,80
12½ Deutſche Bank . . . 244,10
4½ Oeſterr. Silberrente 83,80
Frankfurt . . . . . . . 96,30 Ungar. Staats . . fl. 100
Caro . . . . . . . 60,00 6 Deutſche Vereinsbank . 117.00
4 do. Goldrente . . . 88,100 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 22½
31.
95,80 Venediger . . . . Fs 30
do.
4 do. einheitl. Rente . 80,606 Pennſylvania R. R. . 109,00) 4 Laurahütte . . . . . . 149,00 5½ Deutſche Effekt.= und
Türkiſche . . . . Fs. 400 160,40
10 Kaliwerke Aſchersleben 140, 10
Gießen . . . . . . . .
W.=Bank . . .
111,203½ do.
Weſteregein 185,00
3 Portug, unif. Serie I 61,40 Letzte Induſtrie=
10
85,50 Gold, Silber und
0 Diskonto=Kommandit 181,70
3 do. unif. Serie III 63,70Divib. Aktien.
5 South Weſt Africa .111,00
Heidelberg . . . . .
Banknoten.
Dresdener Bank
65,00
3 do. Spezial . . . . 9,80 3 Brauerei Werger.
do.
85,00 Engl. Sovereigns . . . . 2044
5½ Frankf. Hypoth.=W. z46.90
Prioritäts=
207,00
5 Rumänier v. 1903 . . 98,50 25 Bad. Anilin=u. Soda=
20 Franes=Stücke . . . . 1621
Karlsruhe . . . . . . .
6½ Mitteld. Kreditbank 113,80 3½
Obligationen.
Fabrik . . . . . . 555,00
4. do. v. 1890 ..
86,00 Amerikaniſche Noten . . . 4,20½
do.
7 Nationalb. f. Deutſchl. 11
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ.
,00
do. v. 1905 . . 85,9014 Chem. Fabrik Gries=
Engliſche Noten . . . . . 20,46
1 Magdeburg . . . . . .
5½ Pfälziſche Bank. . . 12,204 Mainz . . . . . . . .
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 87,60
heim .
Franzöſiſche Noten . . . . 81,05
. . . 232,504½ Nordd. Lloyd=Obl. 98,20 6.48 Reichsbank . . . . . 138,00 3½ do.
4 do. v. 1902 . . . . 89,40 27 Farbwerke Höchſt. . . 592,004 Eliſabethbahn, freie . .
85,50 Holländiſche Noten. . . . 168,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 126,75
4 Franz=Joſefs=Bahn . . 83,007
20 Verein chem. Fabriken
4½ do. v. 1905 .:..
Mannheim . . . . . . 94,20 Italieniſche Noten . . . . 80,40
Mannheim . . . . 329,703 Prag=Duxer . . . . . . 71,40 7½ A. Schaaffhauſen.
3½ Schweden . . . .
83,80 Oeſterr.=Ungariſche Noten 8480
3½, do.
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[ ][  ][ ]

2

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268

Nummer 268.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 7. November 1913.
Seite 11.

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[ ][  ][ ]

Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 7. November 1913.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polzeiamts Darmſtadt.
Der Anzeige hat der Eigentümer die Zulaſſungsbeſcheinigung
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=für das Kraftfahrzeug, ſowie das Gutachten eines amtlich anerkannten
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=Sachverſtändigen darüber beizufügen, daß den Vorſchriften des Abſ.
finden ſich: 1 Boxer. 1 Pinſcher (zugelaufen). Die Hunde könnenlgenügt iſt; ein Vermerk über die Anzeige iſt von der höheren Verwal=
von
den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. tungsbehörde in die Liſte und in die Zulaſſungsbeſcheinigung aufzu=
Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jedennehmen.
Werktag, vorm. 10 Uhr, ſtatt.
(23227
Der Führer iſt dafür verantwortlich, daß der Anhängewagen
den Bedingungen des Abſ. 1 entſpricht und ſich in verkehrsſicherem
Zuſtand befindet und daß das Geſamtgewicht des Anhängewagens
Bekannt machung.
Der Bundesrat hat auf Grund des § 6 des Geſetzes über mit Nutzlaſt das jeweilige Geſamtgewicht des Kraftfahrzeuges mit
Nutzlaſt nicht überſchreitet. Falls die Bremſe des Anhängewagens
den Verkehr mit Kraftfahrzeugen vom 3. Mai 1909 (Reichs=Geſetz=nicht vom Führerſitze des Kraftfahrzeugs aus bedient werden kann,
blatt Seite 437) folgendes beſchloſſen:
muß auf dem Anhängewagen ein Bremſer mitfahren; in dieſem
Artikel I.
Falle muß eine Verſtändiaung zwiſchen Führer und Bremſer
Die Verordnung über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen vom möglich ſein.
3. Februar 1910 wird, wie folgt, geändert:
Das Mitführen von mehr als einem Anhängewagen iſt nur
1. Im § 3 Abſ. 2 wird nach den Worten die Radkränze ein=auf Grund polizeilicher Erlaubnis zuläſſig; das gleiche gilt bezüglich
gefügt: müſſen mit Gummi oder einem anderen elaſtiſchen des Mitfahrens von einem Anhängewagen, ſofern den Bedingungen
Stoffe bereift ſein und
in Abſ. 1 Nr. 1 bis 4 nicht genügt iſt. In dieſen Fällen iſt der
2. Dem § 4 Abſ. 5 wird folgender zweiter Satz hinzugefügt:Erlaubnisſchein bei der Fahrt mitzuführen und den Polizeibeamten
Bei Kraftfahrzeugen, deren Geſamtgewicht (einſchließlichauf Verlangen vorzuzeigen.
Ladung) 5 Tonnen überſteigt, muß ſich die Angabe auf dem
Werden Anhängewagen mitgeführt, ſo muß das dem Kraft=
Schilde auch auf die zuläſſige Belaſtung, auf die Achs=fahrzeuge zugeteilte polizeiliche Kennzeichen an der Rückſeite des
drucke und auf die Felgendrucke auf 1 cm Felgenbreite Schlußwagens angebracht ſein.
der Baſis Gummireifen im beladenen Zuſtand erſtrecken.
Zu Artikel II.
3. Dem § 4 wird folgender neuer Abſatz 6 hinzugefügt: Bei
Zur Vermeidung von Härten hat der Bundesrat in Artikel II
einem Kraftfahrzeug im beladenen Zuſtand darf der DruckUebergangsbeſtimmungen geſchaffen, die mit Rückſicht auf die zur
auf eine Achſe 6 Tonnen und auf 1 cm Felgenbreite Ba= Zeit im Gebrauche befindlichen Kraftfahrzeuge ein ſchrittweiſes An=
ſis
der Gummireifen 150 kg nicht überſchreiten.
paſſen an die Beſtimmungen in Artikel I ermöglicht.
4. Im § 5 Abſ. 1 Nr. 8 wird nach den Worten die Achs=
So brauchen Kraftfahrzenge, die bereits vor dem 1. Juli 1913
drucke eingefügt: und die Felgendrucke auf 1cm Felgen=zum Verkehr zugelaſſen waren, die Vorſchriften im Artikel I Nr. 1,
7
breite Baſis der Gummireifen
3 und 4 erſt bis zum 1. Januar 1919 erfüllt zu haben.
5. Im § 25 Abſ. 1 wird nach dem Worte ſofern eingefügt:
Bis zum 1. April 1914 können Kraftfahrzeuge ohne Erfüllung
ſein Geſamtgewicht (einſchließlich Ladung) 7,5 Tonnen nicht der Vorſchriften in Artikel I Nr. 1, 3, 4 noch zugelaſſen werden, ſofern
überſteigt und.
ſie nach einer Type hergeſtellt ſind, für die die Typenbeſcheinigung
Im § 25 Abſ. 1 Nr. 2 wird nach den Worten die Rad=bereits vor dem 1. Juli 1913 erteilt worden war; derart zugelaſſene
kränze des Anhängewagens eingefügt: müſſen mit Gummi Kraftfahrzeuge können bis zum 1. Januar 1919 im Verkehr bleiben.
oder einem anderen elaſtiſchen Stoffe bereift ſein und‟
Was die alten Anhängewagen betrifft, ſo brauchen alle, die
7. Im § 25 Abſ. 1 wird als neue Nr. 5 eingefügt: 5. an dem vor dem 1. Juli 1913 zum Verkehr bereits zugelaſſen waren, die
Anhängewagen muß an einer ſichtbaren Stelle durch Nieten Vorſchriften im Art. I Nr. 5, 6 und 8 erſt bis zum 1. Januar 1919
ein Schild feſt angebracht ſein, auf dem die Firma, die den erfüllt zu haben.
Anhängewagen hergeſtellt hat, die Fabriknummer, das Eigen=
Neue Anhängewagen können bis zum 1. April 1914 ohne
gewicht und die zuläſſige Belaſtung des Wagens ſowie der Erfüllung der Vorſchriften im Art. I Nr. 5, 6 und 8 von der höheren
Felgendruck auf 1 cm Felgenbreite Baſis der Gummi=Verwaltungsbehörde eines Bundesſtaates zugelaſſen werden mit der
reifen in beladenem Zuſtand angegeben iſt.
allerdings ſehr einſchränkenden Beſtimmung, daß die Zulaſſung nur
8. Im § 25 Abſ. 3 wird nach den Worten daß der Anhänge= für den Bezirk dieſer Behörde gilt und mit der Maßgabe, daß ſie
wagen eingefügt: den Bedingungen des Abſ. 1 entſpricht ſich nur bis zum 1. Januar 1919 erſtrecken kann.
und.
Der vielgerügte Mißſtand der mangelnden Bereifung der
Artikel II
Anhängewagen wird alſo endgültig erſt mit dem 1. Januar 1919
1. Kraftfahrzeuge, die bereits vor dem 1. Juli 1913 gemäß § 6beſeitigt ſein. Man wird aber mit Beſtimmtheit damit rechnen
der Verordnung vom 3. Februar 1910 zum Verkehre zugelaſſen ſind, können, daß die alten unbereiften Anhängewagen ſchon vor dieſer
werden unter Befreiung von den Vorſchriften im Artikel I Nr. 1, 3, 4Zeit langſam verſchwinden und nur noch neue bereifte Anhänge=
bis
zum 1. Januar 1919 im Verkehre belaſſen.
wagen eingeſtellt werden.
(23168
2. Bis zum 1. April 1914 können Kraftfahrzeuge unter Be=
Darmſtadt, den 28. Oktober 1913.
freiung von den Vorſchriften im Artikel I Nr. 1, 3, 4 gemäß § 6 der
Großherzogliches Polizeiamt.
Verordnung vom 3. Februar 1910 zum Verkehre zugelaſſen werden,
Gennes.
ſofern ſie nach einer Type hergeſtellt ſind, für die die Typenbeſcheini=
gung
bereits vor dem 1. Juli 1913 erteilt worden iſt; derart zugelaſſene
Holzanfuhr.
Kraftfahrzeuge werden bis zum 1. Januar 1919 im Verkehre belaſſen.
3. Anhängewagen, die bereits vor dem 1. Juli 1913 gemäß § 25
Die Anfuhr von etwa 770 rm Knüppelholz und 130 rm grob
der Verordnung vom 3. Februar 1910 zum Verkehre zugelaſſen ſind,und feingeſpaltenes Stockholz aus dem Stadtwald in das Holz=
werden
unter Befreiung von den Vorſchriften im Artikel I Nr. 5, 6, 81magazin und auf ſonſtige Lagerplätze im Winterhalbjahr 1913/14 ſoll
bis zum 1. Januar 1919 im Verkehre belaſſen.
vergeben werden.
4. Bis zum 1. April 1914 können Anhängewagen unter Befrei=
Angebote, mit entſprechender Aufſchrift verſehen ſind bis
ung von den Vorſchriften im Artikel I Nr. 5, 6, 8 gemäß § 25 der längſtens Samstag, den 8. November, vormittags 10 Uhr, ein=
Verordnung vom 3. Februar 1910 von der höheren Verwaltungs= zureichen.
(23113md
behörde eines Bundesſtaats zugelaſſen werden; die Zulaſſung gilt
Die Bedingungen liegen im Stadthauſe, Zimmer Nr. 39, wäh=
nur
für den Bezirk dieſer Behörde und darf ſich nur bis zum 1. Januar rend der Dienſtſtunden zur Einſicht auf. Angebotformulare ſind
1919 erſtrecken.
daſelbſt erhältlich.
Zur Erläuterung obigen Bundesratsbeſchluſſes bringen wir
Darmſtadt, den 31. Oktober 1913.
folgendes zur öffentlichen Kenntnis:
Der Oberbürgermeiſter.
Zu Artikel I
J. V.: Ekert.
1) Die Radkränze aller Kraftfahrzeuge im Sinne des § 1 der
Bekanntmachung des Bundesrats über die Regelung des Herſtellung von Hausanſchlüſſen.
Verkehrs mit Kraftfahrzeugen vom 3. Februar 1910 müſſen
Um Straßen= und Fußſteig=Aufbrüche und die, beſonders bei
mit Gummi oder einem anderen elaſtiſchen Stoffe bereift
ſein und dürfen keine Unebenheiten beſitzen, die geeignet Froſt= und Regenwetter damit verbundenen Unzuträglichkeiten, Be=
läſtigungen
und Gefahren für das Publikum im bevorſtehenden
ſind, die Fahrbahn zu beſchädigen.
2) u. 3) Jedes Kraftfahrzeug muß mit einem an einer ſichtbaren Winter zu vermeiden, fordern wir alle Hausbeſitzer, die Kanal=,
Stelle des Fahrgeſtells angebrachten Schilde verſehen ſein, Waſſer= oder Gasanſchlüſſe herzuſtellen beabſichtigen, hiermit auf,
das die Firma, die das Fahrgeſtell hergeſtellt hat, die Fab=baldigſt und längſtens bis zum 10. kommenden Monats bezügliche
riknummer des Fahrgeſtells, die Anzahl der Pferdeſtärken Anträge bei den betreffenden Verwaltungen zu ſtellen, damit dieſe
der Maſchine oder des Motors (bei ſteuerpflichtigen Fahr= Anſchlüſſe noch vor eintretendem Froſt ausgeführt werden können.
zeugen auch die nach der Steuerformel berechnete Nutzleiſtung
Bei Froſtwetter dürfen keinerlei derartige Arbeiten in Angriff
des Fahrzeugs) und das Eigengewicht des betriebsfertigengenommen werden, ſofern nicht genügende Gründe die alsbaldige
Fahrzeugs angibt.
Herſtellung erfordern.
Bei Kraftfahrzeugen, deren Geſamtgewicht
Auch für die im ſtädtiſchen Intereſſe vorzunehmenden Arbeiten
(einſchl. Ladung) 5 Tonnen überſteigt, muß ſich die wird nach dieſem Grundſatz verfahren werden, nur einige unter=
Angabe auf dem Schilde auch auf die zuläſſige Be=geordnete Herſtellungen werden zur Beſchäftigung arbeitsloſer Leute
laſtung, auf die Achsdrucke und auf die Felgendruckelzur Ausführung gelangen müſſen.
auf 1 Zentimeter Felgenbreite Baſis der Gummi=
Die betreffenden Arbeiten finden jedoch in weniger verkehrs=
reifen
im beladenen Zuſtande erſtrecken.
reichen Straßen ſtatt.
Bei einem Kraftfahrzeuge im beladenen Zuſtande
Darmſtadt, den 5. November 1913.
(23222fif
darf der Druck auf eine Achſe 6 Tonnen und auf
Der Oberbürgermeiſter:
1 Zentimeter Felgenbreite Baſis der Gummireifen
J. V.: Ekert.
150 Kilogramm nicht überſchreiten.
zie Dachdecker= und Spenglerarbeiten ſowie Eiſenbetontreppen für
Wenn ein Kraftfahrzeug in Betrieb genommen werden ſoll, die 4 Krankengebäude, Sanitätskaſerne, Leichen= u. Desinfektions=
hat
der Eigentümer bei der für ſeinen Wohnſitz zuſtändigen haus, Chefarzt= und Verwaltungsgebäude beim Neubau eines Gar=
höheren
Verwaltungsbehörde die Zulaſſung des Fahrzeugesniſon=Lazaretts zu Darmſtadt ſollen in 9 Loſen vergeben werden.
ſchriftlich zu beantragen. Der Antrag muß neben den in Los I Dachdeckerarbeiten, Krankenblock II u. Pavillon;
Nr. 17 der erwähnten Bekanntmachung niedergelegten Er=
Krankenblock I u. Abſonderungshaus;
forderniſſen enthalten:
Sanitätskaſerne, Leichen= und Des=
III
*
Bei Fahrzeugen, deren Geſamtgewicht (einſchließlich
infektionshaus;
Ladung) 5 Tonnen überſteigt, die Achsdrucke und die Fel=
IV
Chefarzt= u. Verwaltungsgebäude;
gendrucke auf 1 Zentimeter Felgenbreite Baſis der Los I Klempnerarbeiten, Krankenblock II u. Pavillon;
Gummireifen in beladenem Zuſtande.
Krankenblock I u. Abſonderungshaus;
5)6)u.7) Das Mitführen von Anhängewagen. Soll von einem
Sanitätskaſerne, Leichen= und Des=

polizeilich zugelaſſenen Kraftfahrzeug ein Anhängewagen III
infektionshaus;
mitgeführt werden, ſo genügt die Anzeige bei der höheren
IV
Chefarzt= u. Verwaltungsgebäude;
Verwaltungsbehörde, ſofern ſein Geſamtgewicht ein=
V Eiſenbetontreppen für ſämtliche Gebäude.
ſchließlich der Ladung 7,5 Tonnen nicht überſteigt und
Die Bedingungen und Zeichnungen liegen im Neubaubüro für
den nachſtehenden Bedingungen entſprochen wird:
das Garniſon=Lazarett, Eſchollbrückerſtraße (Akaziengarten) während
1. der Anhängewagen muß verſehen ſein:
der Dienſtſtunden von 8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis 5 Uhr
a) mit einer ſicher wirkenden Bremſe;
nachmittags zur Einſicht offen und können die Verdingungsunterlagen
b) mit einer zuverläſſigen, auf die Fahrbahn wirkendengegen poſt= und beſtellgeldfreie Einſendung
Vorrichtung, die beim Befahren von Steigungen die un.
für die Dachdeckerarbeiten Los I-III à 1,50 Mk., Los IV 1,20 Mk.
beabſichtigte Rückwärtsbewegung verhindert (Bergſtütze);
Klempnerarbeiten Los IIII à 1,00 Mk., Los IV 0,80 Mk.,
2. die Radkränze des Anhängewagens müſſen mit Gummi
Eiſenbetontreppenſtufen Los V 0,50 Mk.
oder einem anderen elaſtiſchen Stoffe bereift ſein und daſelbſt bezogen werden.
dürfen keine Unebenheiten beſitzen, die geeignet ſind, die
Die ausgefüllten Angebote ſind verſiegelt und mit entſprechen=
Fahrbahn zu beſchädigen;
der Aufſchrift verſehen nebſt den vorgeſchriebenen Proben bis zum
3. die Verbindung der Lenkvorrichtung des Anhängewagens
Donnerstag, den 20. November 1913
mit dem Kraftfahrzeuge muß ſo beſchaffen ſein, daß die
für die Dachdeckerarbeiten bis 10 Uhr,
Räder des Anhängewagens auch in Krümmungen möglichſt
Klempnerarbeiten bis 105 Uhr,
auf den Spuren der Räder des Kraftfahrzeugs laufen;
Eiſenbetontreppenſtufen bis 11 Uhr vormittags
zwiſchen dem Anhängewagen und dem Kraftfahrzeug muß an das vorgenannte Geſchäftszimmer einzuſenden, zu welcher Zeit
außer der Hauptkuppelung noch eine Sicherheitskuppelung die Eröffnung erfolgt.
(Notkuppelung) vorhanden ſein;
Die Zuſchlagsfriſt beträgt 14 Tage.
5. an dem Anhängewagen muß an einer ſichtbaren Stelle
Darmſtadt, den 5. November 1913.
(IV,23235,87
durch Nieten ein Schild feſt angebracht ſein, auf dem
Bauleitung des Garniſon=Lazaretts.
die Firma, die den Anhängewagen hergeſtellt hat, die
Fabriknummer, das Eigengewicht und die zuläſſige
r 2.25 lang, Pettlade mit Matratze (35 Mk.),
Ein vier=1
Belaſtung des Wagens, ſowie der Felgendruck auftürig. Ladenſchr., 0,94 hoch,B Kinderwagen (8 Mk.) und
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Nummer 268.
Schulgeld=Erhebung.
Das Schulgeld für das Großh.
Realgymnaſium, die Großh.
Liebigs=und die Großh. Ludwigs=
Oberrealſchule, die Vorſchule der
Großh. Gymnaſien, die Vik= und das Lehrerinnen=, die Eleonoren= und
Frauenſchule, ſowie die Mittel=
ſchulen
für das IV. Kalender=
vierteljahr
1913 iſt bei Meit,
dung des Beitreibungsverfahrens;
bis Ende Ifd. Mts. an den;
Werktagen, vormittags von 8½ bis
12½ Uhr, hierher zu entrichten.
rDarmſtadt, 4. November 1913
Die Stadtkaſſe.
Koch. (23266a
Steuer=Erhebung.
Das IV. Ziel der Gemeinde
ſteuern für das Rechnungsiahr
1913 iſt, bei Vermeidung der Mah=
nung
, bis Ende dieſes Monats
an den Werktagen, vormittags von
½ bis 12½ Uhr, hierher zu en=
richten
.
Im Intereſſe raſcheſter Ab=
fertigung
an den Zahlſchaltern
wird gebeten, die Gelder abge=
zählt
bereit zu halten.
Darmſtadt, 4. November 1913.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
(23267a
Bekanntmachung.
Freitag, 28. November
vormittags 10 Uhr,
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hier zugeſchriebene Liegenſchaftz
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II 1220 118 Hofreite
II 1229 37 Grab=
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verſteigert werden.
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nehmigung der Verſteigerung gulht
dann erfolgen, wenn das eingelen
Meiſtgebot die Schätzung nicht
reicht.
Darmſtadt, 28. Oktober 1913
Großh. Ortsgericht Darmſtadt
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Ziehung 14. Nou
1ns
Letzte (I,5
Darmstädter
Schloßfreiheit
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Nummer 268.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 7. November 1913.
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zu ſchreiben. Es ſollte ein ausführlicher Brief werden, ich nicht verlobt wäre und an unſere Zukunft denken
ausführlich und klar, alle Gründe dafür, die im tiefſten müßte. Wie jetzt die Dinge liegen, liebe Irma, muß ich
Frau Melodie.
doch nur in der heißen Liebe wurzelten, wollte ſie auf= Dich bitten, vielleicht noch ein wenig länger Geduld zu
Roman von Carl Conte Scapinelli.
(Nachdruck verboten.) führen, alle Pläne für die Ehe, alle Anſchaffungen wollte haben, bis ich mich als Komponiſt durchgeſetzt habe. Wir
ſie erwähnen. Glück war ja Glück, ob es in beſcheidenen beide haben uns freilich das ganz anders, viel raſcher in
Die Mutter hätte auf Irma einreden können, wie ſie
Kleidern ging oder in Samt und Seide.
frohem Schaffensrauſch gedacht aber gut Ding braucht
Alte, ohne deren ſtarren Entſchluß zu ändern, wenn
Juſt, da ſie ihr Schreiben beendet hatte und es noch Weile, und ich werde mich jetzt eben einſtweilen mit neuer
ts anderes die Geduld Irmas noch brach: die neu=
einmal
las, brachte ihr die Mutter einen Brief Joſefs. Arbeit beſchäftigen müſſen, bis die alte ans Licht der
Aſligen Fragen der Freundinnen, liebenswürdig drin=
üſſpe
Briefe Bergauers, der ſich zu jedem Freundſchafts= Das war lieb, daß er wieder ſchrieb, und ſie öffnete ihn Bretter kommt. Ich weiß, Du biſt tapfer und haſt den
feſten Glauben an mich und mein Können, und dieſer
haſtig und las:
ieſt zur Verfügung ſtellte, und ſchließlich die tödliche
treue, gute Glaube von Dir hält mich und ſtützt mich und
Ageweile, die ſie im Hauſe ihrer Mutter umgab.
Liebe Irma!
macht mich ſchaffensfroh. Bitte, ſchreib’ mir ein paar
Sie konnte doch nicht wieder allein in die Welt hin=
Schon aus den vorhergehenden Briefen wirſt Du er= gute Worte, damit ich weiß, daß Du trotz alledem meinen
nicht wieder an Joſefs Seite ohne Rechtstitel ſich in ſehen haben, daß ich ſeit Seffrecks Abgang vom Regiment Schritt billigſt und gutheißt. Ich kann jetzt Hoſen tragen,
in ſehen laſſen. Und doch drängte in ihr alles fort,
er ſoll übrigens wieder zu Euch nach Arad verſetzt wie ich will, und kann mir die Locken wachſen laſſen und
flſlaus dem freiwilligen Gefängnis, fort aus der kleinen worden ſein manchen Schikanen ausgeſetzt bin. Man hab Zeit, viel Zeit zum Komponieren wenn nur meine
dt. Eine Angſt überkam ſie, daß ſie in den vier Wän= verzeiht mir eben nicht, daß ich ihn hier unmöglich ge= Muſe mich küßt, feſt, daß meine Lippen brennen, und
ihrer Mutter plötzlich zu früh altern könnte, weil macht. Ich habe mir viel gefallen laſſen, ſchon weil ich, weil’s nicht ſein kann, ſchick ich ihr wenigſtens in Ge=
freundliche
Sonne der Liebe, kein luſtiger Mond ehe ich meinen Abſchied nahm, den Erfolg meines Werkes danken dieſe heißen Küſſe.
Mtlicher Bummelgänge ſie anſtrahlte.
abwarten wollte, das jetzt auf die lange Bank geſtreckt
Dein getreuer Joſef.
Heute hatte endlich ihre Herzensſtimme nach einer wird. Aber es gibt eben Dinge, die über meine Sub=
Mit haſtenden Augen hatte Irma dieſen Brief geleſen,
t voll wachen Ueberlegens über ſie geſiegt. Sie wollte ordination gehen, Dinge, die ich mir nicht ſagen und nicht
drängenden Joſef die frohe Botſchaft nach Wien vorwerfen laſſe, und ſo kam es, daß ich geſtern nach und als ſie ihn beendet hatte, entſank er ihrer Hand. Sie
ſſiſſien, daß ſie ſich entſchloſſen habe, um immer um ihm einer ſcharfen Unterredung mit dem Oberſt um meine Ent= fiel auf den Stuhl zurück, legte die Arme auf den Tiſch
laſſung einkam. Zwar hat der Korpskommandant ſich ins und weinte, weinte bitterlich. So hoffnungsvoll, ſo nahe
Weirt, jetzt ſchon zu heiraten.
Trällernd, ſelbſt beglückt, zu dieſem Entſchluß ge= Mittel legen wollen, weil er mich gern ſpielen hört, aber der Erfüllung war ſie geweſen, und nun winkte wieder
inen zu ſein, ſetzte ſie ſich morgens ſchon im Schlaf= ich konnte nicht mehr anders ich blieb feſt und ſcheide alles in weiter Ferne, und nun wurde plötzlich aus dem
Wan ihren Schreibtiſch, und nach kurzem Ueberlegen be= alſo von meinem Regiment. Das wäre an ſich eine Er=erhofften, beſcheidenen Glück einr fernes, leeres, nie zu er=
ſſie
dieſen wichtigen, glückbringenden Brief an ihn löſung für mich und ein Schritt weiter zum Erfolge, wenn wartendes=

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ner 268.
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durch. Was hatte es jetzt noch für einen Zweck? Was und alle ſchönen, gemeinſam verlebten Weiheſtunden der wir niemanden. Ich muß ſehen, wo ich da wen
war noch das Opfer wert, das ſie ihm und ihrem Herzen Kunſt ſtiegen in ihr auf, und alle törichten Kleinigkeiten einen Gaſt bekomme!
Rittner dachte unwillkürlich an Lina Grünich
bringen wollte? Sie lehnte ſich aufſeufzend in ihren lockten ſie und gaukelten ihr ein Glück vor, das Hohn
Fräulein Verra aus dem Chor des Theaters. Ichwüßte
Stuhl zurück. Klar ſah ſie, was kommen würde, wenn war, wie Luxus und Wohlbehagen.
Zu ihm fahren und bei ihm bleiben, unbekümmert wen!
ſie ihm jetzt die Hand zur Ehe reichte: ein Leben, das ein
Na, alſo, die Herren Komponiſten haben
Kampf war, ein Kampf mit den Sorgen, ein Kampf um um die Zukunft? Gewiß, ſie war eine beſſere Geliebte
das tägliche Geld, ein Kampf mit ihrem innerſten Triebe als Braut, ein beſſerer Schatz als Gattin. Aber dagegen Beziehungen zum Theater!
Eine Ihrer Choriſtinnen, Herr Direktor, die
nach ſorgloſem Leben, nach Geld. Was würde es? Eine ſprachen wieder alle ſtolzen Zukunftsträume; dagegen
Er dachte einen Augenblick nach. Verra, Verg
Ehe, wie tauſend übereilig geſchloſſene Künſtlerehen. ſprach die Meinung der Welt. Einen unbekinnten rin=
Man heiratet den Gegenſtand, der einen einſt zu einem genden Mann mußte man heiraten, eines Helden und ſchlanke Blonde? Trauen Sie der die Partie zus
Sie hat eine vorzügliche Stimme und viel Innigkeill
Werk angeregt, aus Liebe zu ſich, aus Eitelkeit, aus Egois= Siegers Geliebte konnte man ſein.
Und in der Wirrnis dieſer Stunde überlegte ſie hin
Sehen Sie, das hab’ ich noch nicht einmal gemerſt
mus, und ſtatt ihn mit zitternden Künſtlerhänden zu faſſen,
ſtatt ihn weiter auf Händen zu tragen, ſtellt man ihn mit= und her, ließ alle Stimmen in ihr reden, ließ alle Gedanken Aber man kann ſich auch nicht jedem der Dinger widmen
Sie wohnt im ſelben Haus wie ich, Herr Direktor.
ten in den Alltagskampf, auf ſtaubigem, blutigem Kampf= zu Wort kommen, und hatte ſelbſt nicht den Mut, einen
feld nieder und wundert ſich, daß er nicht mehr glänzt und für den unbedingt richtigen zu beſtimmen. Sie ſchob den Dürfte ich wenigſtens den Verſuch machen und ihrde
Antwortbrief hinaus, ſie nahm nur ein Kärtchen heraus Rolle einſtudieren?
leuchtet.
Auf Ihr Riſiko, von mir aus! Ich habe nichts da=
Nein, jetzt durfte ſie Joſef nicht zur Laſt fallen, frei und ſchrieb mit ihren lebendigen, tanzenden Buchſtaben
mußte er ſein, auch wenn ſie ſeiner in Geduld harrte. Ob darauf: Alles, was Du tuſt und willſt, iſt mir recht. Es gegen. Aber es muß bald ſein, daß wir Zeit haben, wen
ſie dieſe Geduld noch aufbringen konnte? Sie war ſieben= küßt Dich Deine Braut! Dieſe Worte kamen ihr in der andern im Notfall zu engagieren. Denn aufrichtige
undzwanzig Jahre, in der reifen Frauenſchönheit, und Erregung ſchön und opfermütig vor und ließen ihr Zeit ſtanden, ich geb’ nicht viel auf ſolche Empfehlungen, mei=
ſollte
warten? Alt werden, müd’ werden, und warten? zur ruhigen Ueberlegung, zur Sammlung, zum Entſchluß. ſtens ſind ſie die Folgen zarter Beziehungen!
Herr Direktor, ich bin doch verlobt!
Aber andererſeits wußte ſie auch, daß ſie ihn jetzt nicht
Mit doppeltem Eifer warf ſich Joſef Rittner, ſeiner
Mit der Verra?
verlaſſen durfte, wenn er nicht mutlos und an allem
Nein, nein, mit einer anderen Dame, alſo iſt es
anderen irr werden ſollte. Ihm ſein Wort zurückgeben, I Stelle ledig, auf die Betreibung ſeiner Aufführung. Der
dazu war jetzt die Zeit nicht günſtig. Das Opfer edler Direktor zuckte die Achſeln. Bald, bald, mein Lieber, ſo= wirklich nur Intereſſe für eine gute Stimme, die mich hier
Frauenliebe ihm bringen, ſelbſt ſich für gebunden halten, bald die andere abgeſpielt iſt. Gerade jetzt haben wir die antreibt, zu ſprechen!
ihn aber frei geben? Wohin führte ſie das? Sie war beſte Spielzeit, die Bälle ſind vorüber und alles iſt noch Sehr edel, ſehr ſchön von Ihnen. Alſo gegen einen
Verſuch auf Ihr Riſiko hab’ ich nichts einzuwenden, wohl=
nicht
die Dulderin dazu, nicht die, die ausharren winterlich, alle Herrſchaften ſind in Wien!
verſtanden, wenn er gelingt. Wenn nicht, beſetze ich die
Soll ich warten, bis ſie alle fort ſind?
konnte. Und doch erſchien ihr das jetzt das Beſte. Frei
Wenn Ihre Operette einſchlägt, dann überdauert ſie Rolle ſchonungslos ſelber. Es iſt nicht leicht, für das mehr
mußte er ſein! Aber vielleicht verlangte er dies Opfer
nicht von ihr. Vielleicht wollte er gebunden bleiben, ſchon auch die herrenloſe, die ſchreckliche Sommerzeit! Aber herbe Fach einer jugendlich=ſentimentalen Sängerin für
wenn Ihnen ein Gefallen damit geſchieht, ſo will ich an dieſe Operette wen zu finden!
um an die Zukunft glauben zu können.
Ehe ſie ihm einen neuen, der Sachlage entſprechenden die Rollenverteilung gehen, ich hab’ mit Kartosky ſchon
Brief ſchrieb, nahm ſie noch einmal ſein Schreiben zur geſprochen, über alle anderen ſind wir einig, nur die
(Fortſetzung folgt.)
Hand. Aber von der ganzen Lektüre blieb ihr zum Schluß ungariſche Baronin, dieſe Gretchenfigur an Güte, eine un=

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Nummer 268.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 7, Nobember 1913.
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wir hiermit zur Kenntnis, dass Salamander-Stiefel deutsche Erzeugnisse sind, die von
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Mnieten.

[ ][  ][ ]

Nummer 2c
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 7. November 1913.
Seite 18.
Aur bis e. Heremnber. 1
Odenwaldktub, Grlruge artlt
verzliche Einladung
B Tel.
ORPHLUNT389
zu den Vorträgen
8. Wanderung
sowie die
des Predigers A. Amſtein (Schweiz)
Sonntag, 9. November 1913
Heute folg. Tage
Hähnlein=Jägersburger Wald=Worms
im Ev. Vereinshauſe (Stadtmiſſionsſaal), Mühlſte
Abfahrt: H.=B. 7 Uhr 50.
die brillante 1.15.
(23220
Bis Sonntag, den 16. November (28i0iſdshalb en
Marſchzeit: 6½ Stunden.
Novemb.-Serie erster
Führer: die Herren E. Scherer u. Fr. Sehl.
Varieté-Kunstkräfte:
M
Teilnehmer= und Tiſchkarten bei Herrn
Evangeliſationsverſammlung täglich abds. 8½
Gastspiel des Hofkünstlers
R. Bergmann.

außer Samstag.

Bierabend: Krone‟, Freitag, 7. Nov.
DARIO PAINI
Der Vorstand.
Chema:, DerFriede, wie ein Waſſerſtrafſ
An der Grenze
Deutscher u. bestereichischer Apenverein
e des Unmöglichen a
Bibelſtunden täglich nachm. 4 Uhr außer Samst=c
Sektion Darmstadt (E. V. Gegr. 1870) Vory, Lumpen-Maler,
4 Rosettas Gymna-
Montag, den 10. November 1913, abends 8½ Uhr
Der Vorſtand der Stadtmiſſion.
stikerinnen, Engelbert
im elektrotechn. Hörsaal der Techn.
Sassen, Humorist, Sis-
ters
Burns, Drahtseil-
Hochschule (Eingang im Uhrturm)
Gereererereterdungererenent
Künstlerinnen, Casca-
rel
, Sänger, Harry
Der Beirat des chriſtlichen Vereins junger Männe
Monats-Versammlung
Rittley, das Balance-
B Wartburg und der aktive Verein beehren ſich zu ihrem
Wunder, Sylvester, der
Vortrag des Herrh Dr. Karl Blodig aus Bregenz:
einzig existierende Salto
KIl. JAHRESFEST
6
STE
mortale drehende Vogel der
Eine Besteigung des Montblanc
§
Welt ete. ete. (*212a
am Sonntag, den 9. November 1913
Mn enenne e
:. über den Brouillard Grat‟:
se
(232uf
ergebenſt einzuladen.
Ermäß. Vorverkauf siehe Plakate
Mit Vorführung von Lichtbildern.
Festordnung:
und Zettel.
Morgens 10 Uhr: Feſtaottesdienſt (Feſtprediger Her=
Die Angehörigen der Mitglieder und eingeführte Gäste sind
Pfarrer Velte),
Der Vorstand.
Filkeommen.
(23221)
Abends ½8 Uhr: Oeffentliche Feier im Feierabend‟
Unter Allerhöchstem Protektorat Seiner Königlichen Herbſt= und Winterkuren für
Stiftſtraße 51.
(Programm à 15 Pfg. berechtigt zum Eintritt.)
Hoheit des Grossherzogs.
E
Der Vorſitzende des Beirats:
Dr. Bernbeck, Oberkonſiſtorialrat.
Inſtrumental=Vereinllungenkranke
Der Vorſizende des altiven Vereins:
Kurhaus Schloß Ammerburg
Müller, Pfarraſſiſtent.
30. Vereinsjahr. 104. Vereinsabend.
Oberammergau
e
im bayer. Hochland, 850 m üb. M.,

reinſte Gebirgsluft, Hochwald. Vor=
88 Erstes Konzert gs

zügl. Erfolge. Proſp. frei. (19145a
N
O
Mittwoch, den 12. November 1913, abends 8¼ Uhr,
Großherz. Hoftheater.Gesungverem Volgme
im Saalbau
Freitag, den 7. November 1913. Gegr. 1887. Dirigent: Herr Hofmuſiker R. Handke. Preisgekrön
44. Abon.=Vorſt. D 11.
Soliſt: Herr Paul Hindemith aus Frankfurt a. M.
Sonntag, 9. Nov. 1913, im Mathildenhöhsaale, Dieburgerste
Goethe-Zyklus.
(Violine).
Fünfter Abend:
M mit Thealan
Leitung: Herr Wilhelm Schmitt, Direktor der Aka=Neu einſtudiert u. neu inſzeniert:
Torquato Taſſo.
demie für Tonkunſt.
Schaufriel in 5 Akten v. Goethe. Abenäunterhattung undn
Programm: 1. Mozart: Symphonie Nr. 36 C-dur; 2. Haydn:
Spielleiter: Hans Baumeiſter.
Zur Aufführung gelangt unter anderem:
Violin=Konzert Nr. 1 C-dur: 3. Moxart: 3 Klavierſtücke, inſtru=
Perſonen:
mentiert von Arnold Mendelsſohn, a) Marche, b) Menuett, c) Valse
Alphons d. Zweite,
favorite; 4. Vier Stücke für Violine mit Klavierbegleitung: Herzog v. Ferrara Johs. Heinz Robert und Bertram, die lustigen Tagabungch
Poſſe mit Geſang in 1 Akt.
5. Arnold Mendelssohn: Ouvertüre zu einem Rittermärchen für Leonore p. Eſte, d.
großes Orcheſter. Am Klavier Fräulein Marie Schwan von hier.
Herzogs Schweſter Käthe Meißner
Ferner: Zwiebeldufts Ehe-rrung‟
Karten: Sperrſitz 3.30 Mk., Saal 2.20 Mk., Studenten= und Leonore Sanvitale,
Schülerkarten 110 Mk. nur in der Hofmuſikalienhandlung von Hein=
Humoriſtiſches Terzett in 1 Aufzug
Gräfin von Scan=
rich
Arnold, Wilhelminenſtraße 9.
(23219fi
ſowie humoristische Duette uſw.
Herta Alſen
diano.
Beitrittserklärungen für das laufende Vereinsjahr, die noch Torquato Taſſo . H. Baumeiſter
vor dem obigen Konzert erfolgen, berechtigen zu deſſen freiem Be=
Von 8 Uhr ab: TANZ?
Antonio Monte=
ſuche
. Der jährliche Beitrag beträgt für inaktive Mitglieder für catino, Staatsſe=
Ende 4 Uſt.
Eintrit 10 Pfg.
einen numerierten Platz Mk. 8., für einen unnumerierten Platz kretär
Aufang 4 Uhr.
. K. Weſtermann
Platz Mk. 6., für jedes weitere Familienglied Mk. 6. bezw. Mk. 4.,
Der Schauplatz iſt auf Belriguardo, Eintrittskarten ſind im Vorverkauf zu haben bei den Henel
für Studierende und Schüler Mk. 3.; für aktive Mitglieder Mk. 12.,
Lenges, Taunusſtraße 52; Friſeur Schöneberg, Ecke Frankfurg un
einem Luſtſchloſſe.
für jedes weitere Familienglied Mk. 4.
Geſtaltung d. Bühnenbildes: Hof=Landwehrſtraße; Schuchmann, Wendelſtadtſtr. 20, ſowie im Benitcen
(*141759
Aufnahmegeſuche für aktive und inaktive Mitglieder ſindtheatermaler K. Kempin u. Ma=lokal Reſtauration zum Alexandereck, Hoftheaterplatz.
ſchriftlich an den 1. Vorſitzenden des Vereins, Herrn Juſtizrat Hall=ſchineriedirektor E. Schwerdtfeger.
DER VoRsTAN
Um zahlreichen Beſuch bittet
wachs, Hügelſtraße 47, zu richten. Für die inaktiven Mitglieder Nach dem 1. Akte längere Pauſe.
liegt außerdem noch eine Einzeichnungsliſte in der Hofmuſikalien=
Preiſe der Plätze (Kleine
31
Folleabn
Hpesat
handlung von Heinrich Arnold, Wilhelminenſtraße 9, auf, woſelbſt Preiſe): Sperrſitz: 1.13. Reihe
auch ein Saalplan einzuſehen iſt.
Kaufmänn. Stenographen-Geselschu
3.70 , 14.20. Reihe 3.20 , Par=
InIIRaunMterre: 1.5. Reihe 2.35 , 6.8.
Nmgmneebaff
5Reihe 1.95 Proſzeniumsloge
C
Gabelsberger , Larmstuct.
5.20 , Mittelloge 5.20 , Bal=
ingacaileche

Samstag, den 8. November, abends 8 Uhr,
Uselisohartwelumannshell sitonloge 4.70 , I. Rang 4.20 .
I Schutzon
im Kaiser- u. Fürstensaal‟‟, Grafenstraße 18
II. Rang: 1.6. Reihe 2.15 ,
7. u. 8. Reihe 1.75 , I. Galerie
DARMSTADT.
1120
5
Luffn
1.15 , II. Galerie 65 .
15. Sihfungskest
Kartenverkauf: an der Tages=
Samstag, 8. November, abends punkt 8½ Uhr
kaſſe im Hoftheater von 9½11
Uhr und eine Stunde vor Beginn wozu wir unsere Mitglieder, sowie Freunde und 66nll
Ggekägnn
1
unserer Gesellschaft freundlichst einladen.
geſae
der Vorſtellung; im Verkehrsbüro
Eintritt für unsere Mitglieder gegen Vorzeigungden
Sthltungstest mit Tanz zvon 31 Uhr und von 2½, Uhr
5 Mitgliedskarte frei, für Nichtmitglieder an der Abendkanse
bis kurz vor Beginn der Vor=
(22999i
50 Pfg., Vorverkauf 40 Pfg. im Verkehrsbüro.
ſtellung. (Im Verkehrsbüro wer=
p
. Sonntag, den 9. November
den auch telephoniſch Kartenbe=
im
Saale des Schützenhofes, Hügelstr.
Nachfeier: Eberstadt Zum Schwanen‟
ſtellungen entgegengenommen.
wozu wir unsere Mitglieder, Freunde und Gönner der Ge-
I
Telephon Nr. 1582.)
sellschaft höflichst einladen.
Der Vorstand.
Anf. 7½ U. Ende nach 10 U.
Restauration bei Bier.
(23256 2 Vorverkauf f. die Vorſtellungen:
Oeffentliches
Samstag, 8. Nov. Außer Ab.
Iniimminn
5. Volksvorſtellung zu ermäßigten
Preiſen. (Vorfeier zu Schillers
Sonntag, den 9. November:
Geburistag) =Wilheim Teitsl Wild- unld Geflugel-Schtessen

Anfang 7½ Uhr. Vorverkauf
zu dieſer Vorſtellung findet im am Samstag, den 8. und Sonntag, den 9. Noveſiher
Martinstirchweihe
Verkehrsbüro (Ernſt=Ludwigspl.)
Restauration Wagner (Reichspost)
mit Konzert. Martinsgans=Eſſenſtatt bis kurz vor Beginn der Vor=
Grafenstrasse 8
ſtellung. Etwa noch vorhandene Grafenstrasse 8
wozu freundlichſt einladet:
(23280fs Karten werden am Tage der Vor=
(23226fs
3 Schuss 15 Pfg.
ſtellung auch an der Tageskaſſe
Philipp Hartung, Zur Fortung‟, Dieburgerſtr. 18. im Hoftheater, vormittags von
g
9½1½ Uhr und eine Stunde vor
Beginn der Aufführung abgegeben.
Restauran Stüdf Cohlr gest
Ludwigshöhe.
Sonntag, 9. Nov. Nachmittags
2½ Uhr. Sechſte Volksvorſtellung
Waldstrasse 2, an der Wilhelminenstr.
Jeden Mittwoch und Samstag
Mit
zu ermäß. Preiſen. Die fünf
Samstag,
Frankfurter. Vorverkauf bis
Kur-Konzert.
lletzelsuppe! Konsert.
einſchl. Samstag, 8. Nov., nur im
8. Nor.
Eintritt 30 Pfg. 10 Abonnementskarten (inkl. Steuer) Mk. 2.Verkehrsbüro (Ernſt=Ludwigspl.)
(1100
(B20527 Verkauf der noch vorhand. Karten
ſind zu haben im Verkehrsbureau und an der Kaſſe.
an der Tageskaſſe im Hoftheater Restauration Maintor‟. Brauerei-Ausschank
Samstag, 8. Novbr. 1913:
am Tage der Vorſtellung, vorm.
von 11 Uhr ab. Abends 7 Uhr:
Metzel- Hanauer Hol
45. Ab.=Vorſtell. C 12. Verdi=

Zyklus (unter muſikal. Leitung
Freitag
von Arturo Vigna) Erſter Abend ſuppe.
Rigoletto Rigoletto: Kam=
periat

merſänger Walter Soomer. Ge= Morgens: Wellfleiſch mit Kraut.
(2s25ſurcn.
Abends=
wöhnliche
Preiſe.
chlachtlont
Dienstag, 11. Nov. 46. Ab.=Vſt.
Bes. TONMV MILLER (22248a
e
12. Bei feſtlich erleuchtetem Schlachtfeſt mit Konzert.
von morgens 9 Uhr ab. (*14194
Hauſe. Zum 50. Male: . Diel Es ladet höflichſt ein
Ludwigspl. 2, beim Bismarckbrunnen.
Abends ab
6 Uhr Konzert.
Fledermaus.
Kleine Preiſe.
Peter Jos. Enders.
Anfang 7½ Uhr.

Nutmmel
gird das
Labelle betra

[ ][  ][ ]

Nummer 268.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 7. November 1913.
Spülung des Waſſerrohrnetzes
In der Zeit von Samstag, den 1. November, bis Donnerstag, den 13. November I. J.
wird das ſtädtiſche Waſſerrohrnetz geſpült.
Dabei läßt ſich eine Trübung des Leitungswaſſers nicht vermeiden, auch muß abteilungsweiſe in den gemäß nachſtehender
tabelle betroffenen Straßen die Waſſerlieferung von abends 10 Uhr bis morgens 5 Uhr unterbrochen werden. Den Waſſerabnehmern wird
deshalb empfohlen, ſich rechtzeitig vorher mit Waſſer zu verſorgen.
Bei den Druckrohrſpülungen wird die Waſſerlieferung nur vermindert.
Spülplan.
Hauptdruckrohr I Samstag, den 1. November
Abteilung A.
Montag,
den 3. November
Abteilung B
Mittwoch, den 5. November
von abends 10 Uhr ab
Abteilung C
Samstag. den 8. November
Abteilung D
Montag,
den 10. November
Abteilung E
Mittwoch, den 12. November
Hauptdruckrohr II Donnerstag, den 13. November
von nachmittags 4 Uhr ab
Aus dem nachſtehenden alphabetiſch geordneten Straßenverzeichnis iſt zu erkennen, zu welcher Spülabteilung (AE) die
iizelnen Straßen oder ihre Teile gehören.
Dabei iſt zu bemerken, daß Eckhäuſer öfters zu einer andern Spülabteilung gehören als die Straße, zu der ſie zählen.
Einige Straßen müſſen teilweiſe an zwei Spülabenden ohne Waſſer bleiben, nämlich die Frankfurterſtraße, Heidelbergerſtraße,
Ludwigshöhſtraße und Wilhelminenſtraße, was aus dem Verzeichnis zu erſehen iſt.
Straßen=Verzeichnis.
Namen
Abt.
Namen
Abt.
Namen
Abt.
Namen
Abt.
Adolf=Spießſtraße . . .
Friedrichsſtraße
AKiesſtraße Haus Nr. 2 . . . B Prinz Chriſtians=Weg, ausge
Uhaſtraße
Fuchsſtraße zwiſchen Bleich= u.
Kirchſtraße
.. . . . . . B) nommen Haus Nr. 2 und 4 D
U exanderſtraße Haus Nr. 17½
Bismarckſtraße . .
AKirſchenallee
.. . . B
Prinz Chriſtians=Weg Haus
19, 21, 23 und 25
CFuchsſtraße zwiſchen Bismarck=
Klappacher=Straße
Nr. 2 und 4
. .
C
leexanderſtraße Haus Nr. 22
und Lagerhausſtraße . . . B1 Kranichſteiner=Straße . . . . D1 Großh. Reſidenzſchloß.
Infanterie=Kaſerne)
D Fuhrmannsſtraße . . . . . Di Lagerhausſtraße .
B Rheinſtraße, ausgenommen
Uexanderſtraße (Die andern
Gardiſtenſtraße .
.. . D Landgraf=Georgs=Straße . . C
Haus Nr. 2, 4, 6 und 8
Häuſer ſind an das Haupt=
Gartenſtraße . . . .
. A Landgraf=Philipps=Anlage . . ARheinſtraße Haus Nr. 2, 4, 6 u.8 B
Oruckrohr I angeſchloſſen.)
Im Geißenſee . . . . . . . I
Landskronſtraße .
ERhönring, ausgenomm. Haus
lexandraweg
DGeiſtberg.

,
...... . Landwehrſtraße, ausgenommen
Nr. 1
llläceſtraße . . . . . . . .
B Georgenſtraße . . . . . . . A
Haus Nr. 1 und 2 .
BRhönring Haus Nr. 1 . . . B
IIee
B Gervinusſtraße . . . . .
Landwehrſtraße, Haus Nr. 1
Riedeſelſtraße . . . . . . . .
Ainnaſtraße zwiſchen Karls= und
Goetheſtraße
. . .
und 2 . . .
.. . ARiedlingerſtraße . . . . . .

Wilhelminenſtraße
DGräfenhäuſer Weg . . . . .
BLangegaſſe .
Riegerplatz
.. . . C
. . . . L
Af-naſtraße zwiſchen Wilhelmi=
Grafenſtraße
,
Lauteſchlägerſtraße . . . . .
Aeußere Ringſtraße . . . . . D
ſnen= und Artillerieſtraße . . El Griesheimer Weg .....
Lichtenbergſtraße . . . . . . D Roquetteweg
. . . . L
ltheilgerſtraße
. D Groß=Gerauer Weg .
, ,
. E) Liebfrauenſtraße
. . . D Roßdörferſtraße . . . . . .
littillerieſtraße . . . . . . .
Grüner Weg zwiſchen Kies= u. Obere Liebfrauenſtraße . . . D Rößlerſtraße . . . . . . .
Buchgang
. . . . . . B Heinrichsſtraße
Liebigſtraße.
. . . . B Rückertſtraße
, ,
bloße Bachgaſſe . . . . . .. C
Grüner Weg zwiſch. Heinrichs=
Lindenhofſtraße . . . . . .
Rundeturmſtraße . . . . . C
tEine Bachgaſſe . .
und Schießhausſtraße .
DLöffelgaſſe . . . . . . . . D Ruthsſtraße .
§ hnhofsplatz (Alter Haupt=
Gutenbergſtraße .
. D Lucasweg
DSaalbauſtraße zwiſchen Rhein=

bahnhof)
AHeidelbergerſtratze Haus Nr.
Ludwigshöhſtraße, ausgenom=
und Heinrichsſtraße
hnhofsplatz (Neuer Haupt=
bis
17½ ſowie 19, 21, 23 u. 25
men Haus Nr. 11, 13, 31 u. 55 D Saalbauſtraße zwiſchen Hein=
B
bahnhof)
(wird 2 mal geſpült) .
A Ludwigshöhſtraße (wird noch=
richs
= und Annaſtraße . . . E
llonplatz Haus Nr. 1, 3, 9,
Heidelbergerſtraße Haus Nr. 1
mals ganz geſpült) . . . . E Sackgaſſe
, ,,
100 und 11
... L
bis Nr. 177 .
Ludwigsplatz
. . . E
. . . . . B1 Sandbergſtraße
Zellonplatz Haus Nr. 4 .
CHeidenreichſtraße . . . . . .
Ludwigsſtraße
3Sandſtraße zwiſchen Steinſtr.
ſalllonplatz (Die andern Häuſer
Heinheimerſtraße.
DLouiſenplatz Haus Nr. 1 bis 5 A und Wilhelminenplatz
ſind an das Hauptdruckrohr I
B
Heinrichsſtraße zwiſchen Heidel=
3Sandſtraße zwiſchen Wilhelmi=
dgl
. Haus Nr. 6 und 7
angeſchloſſen.) . . .
berger= u. Wilhelminenſtraße A Louiſenſtraße zwiſch. Bismarck=
nenplatz
und Haus Nr. 42 A
ſeckerſtraße .
DHeinrichsſtraße zwiſchen Wil=
und Rheinſtraße .
A Schießhausſtraße
. . . . D
eckſtraße, ausgenommen Haus
helminen= und Karlsſtraße . B Louiſenſtraße zwiſchen Rhein=
Schillerplatz
.. C
Nr. 89 und 91
CHeinrichsſtraße zwiſchen Karls=
Schloßgarten
und Eliſabethenſtraße . .
B
.... . D
ſeckſtraße Haus Nr. 89 und 91 D und Heidenreichſtraße ohne
Magdalenenſtraße .
Schloßgartenplatz . . . . . D
e ſungerſtraße Haus Nr. 2 bis
Haus Nr. 63, 69 und 136
CMarienplatz (Dragonerkaſerne) A1 Schloßgartenſtraße
,
t), jedoch ohne Nr. 1 u. 33 D Heinrichsſtraße Hausnummer
Marktplatz Haus Nr. 1 bis 7 1
Schloßgaſſe .
,
ſungerſtraße Haus Nr. 1 u.
63, 69 und 136 . .
,
dgl. Haus Nr. 8 bis 12 . . .
Schloßgraben . . .
B3, ſowie Haus Nr. 61140 E Heinrichwingertsweg . . . .
Schuchardſtraße
D1 Marktſtraße. . . . . . . .
,
ſunger=Weg (Artill.=Kaſerne) E Helfmannſtraße . . . . . . B Martinspfad
.. . . . 5
Schuknechtſtraße . . .
i marckſtraße, ausgenommen
Herderſtraße . . . . . . . D1 Martinsſtraße.
Schulſtraße
...
,,,
waus Nr. 59
AHerdweg .
Mathildenhöheweg . . . . . D Schulzengaſſe . . . . . .
,,,,
ſis=marckſtraße Haus Nr. 59
B
Hermannsſtraße . . . . .
Mathildenplatz
B
. . . ASchuſtergaſſe . . . . . .
ſleichſtraße.
. .
Herrngartenſtraße . . . . .
Mathildenſtraße . . . . . . D Schützenſtraße . . . . . . . B
Alu menthalſtraße . . . . . B
Hinkelsgaſſe .
Mauerſtraße . . . . . . . D Schwanenſtraße
,
b
randgaſſe .
,
Hobrechtſtraße . . . .
DSeekatzſtraße
. D Mollerſtraße
. . . . .
Im Breitwieſenberg . . . .
Hochſchulſtraße
D Moosbergſtraße zwiſch. Goethe=
Seeſtraße . . . . . . . .
ruchwieſenſtraße . . . . . D Hochſtraße Haus Nr. 2 bis 37 Cl und Ludwigshöhſtraße
D Seitersweg . . . . . . . .
kiaſtſtraße .
. . . . . . D) desgl. zwiſch. Heinrichsſtraße
Moosbergſtraße zwiſchen Lud=
Soderſtraße . . . . . . . .
limensſtraße . . . . . .
und Herdweg ohne Nr. 37 . D
wigshöh= und Heidelberger=
Speſſartring
,, ,
armſtraße
Hoffmannſtraße zwiſchen Nied.=
Stadtallee
Straße
.. ..
, , . , ,
ſſieburgerſtraße Haus Nr. 18
Ramſtädter= u. Heinrichſtraße .C Moſerſtraße.
. . D Steinackerſtraße . . . . . . D
DHoffmannſtraße zwiſchen Hein=
Ibis 255 .
Mühlſtraße,
ausgenommen
Steinſtraße . . . . . . . .
ſieburgerſtraße (Die andern
richs= und Hobrechtſtraße . .
Haus Nr. 12, 32 und 78 . . B Stiftsſtraße . . . . . . .
äuſer ſind an das Haupt=
Hofgartenſtraße
. EMühlſtraße Haus Nr. 12, 32 1Stirnweg
.. . . . . . B
deuckrohr I angeſchloſſen.)
Hofſtallſtraße
und 78
CTannenſtraße . . . . . . .
,
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DHügelſtraße zwiſch. Karlsſtraße
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BNiederſtraße
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. . . . . E
funter und Liebigſtraße
BHügelſtraße zw. Wilhelminen=
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, , ,
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BNeue Ireneſtraße . . . . .
Ohlyſtraße . . . . . . . .
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ſt=Ludwigsſtraße . . . .
Kahlertſtraße .
Olbrichweg
. . . . . . . . D Wilhelminenſtr. zwiſch. Hein=
,
hollbrückerſtraße . . . . . E
. B Orangerieallee . . . . . . . D richs= u. Karlsſtraße. (Wird
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,
Al bergſtraße
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D u. E
B Große Kaplaneigaſſe . . .
COrangerieſtraße . . . . . .
,,,
CWilhelmsplatz
Ungſtraße
Pädagogſtraße
Kleine Kaplaneigaſſe
, , , ,
,,
Pillerweg .
Wilhelmsſtraße
Pallaswieſenſtraße zwiſch. Mol=
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DKarlsſtraße zwiſchen Schul=und
.. . . .
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50
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. . . . D
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. .
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. . . . AZeughausſtraße . .
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21s

[ ][  ]

Nummer 268.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 7. November 1913.
Seite 22.
Bucht nannte und durch die er weithin bekannt wurſ
Sport, Soiel und Lurmnan=
Es enthält vierundzwanzig Stücke, die in bunter Abwecs
z sidstevorküstenund
* Fußball. Darmſtädter Sportklub 1905. lung heitere und ernſte Darſtellungen aus der Had
2
Heiserkeilkafiahrrnbei
Allgemein große Spannung herrſcht in Sportkreiſen auf beingen, aus ihrer Tier= und Pflanzenwelt, ihrer
läglichen Gebrduchwt
das Zuſammenſpiel zwiſchen Alemannig=Worms und ſchichte und dem Leben ihrer Menſchen. Auch die Mihl
D. S.=K. 05. Stehen ſich doch in dieſem Spiele, das auf ſchenſchickſale, die der Dichter uns miterleben läßt, eill
O
Norer --Goletiert
dem Sportklubplatz ſtattfindet, zwei gleichwertige Vereine behren ſelbſt dann, wenn ſie einen düſteren Hintergrul
gegenüber, denen man die größte Ausſicht auf die Meiſter= haben, nicht jenes goldenen Schimmers, den nur ein tierl
Vorfdtigtglier Spo= 18

ſchaft zuſprechen kann. Die zweite Mannſchaft der Ein= Humor ihnen geben kann. Wer die Haide kennt, wäll
fheßenundbrogerierz
et
heimiſchen fährt nach Worms, um dort das fällige Rück= dieſes Buch gern haben, und wer ſie nicht kennt, wird
Preisder Originch=
dadurch
lieb gewinnen.
ſpiel gegen die 2. Mannſchaft Alemannias auszutragen.
SchachelT-I.
Meiſter=Novellen neuerer Erzählel
er. Lawn=Tennis. Die Hallen=Lawn=Tennis=
Weltmeiſterſchaftswettkämpfe brachten den Neueſter Band (1913). Mit Bildniſſen und Einleitung
Deutſchen am vierten Spieltage einen ſchönen Erfolg. Im von Richard Wenz. In Bibliotheks=Band 2,50
Frauengeiſtgegen Männergeiſt. Herren=Doppelſpiel ſchlugen H. Kleinſchroth=Bergmann In Leinenband 3 Mk. Leipzig, Heſſe u. Becker, Verlaſl
das beſte ſchwediſche Paar Setterwall=Kempe leicht 611 62 Auch dieſer Band der Meiſter=Novellen neuerer Erzähll
** Einen neuen Beitrag zu der ſo viel erörterten 977. Ferner gewannen die Schweden Wennergren=Nylen hält, was er verſpricht: Alle Geſchichten ſind meiſterell
Frage über die geiſtige Begabung der Frau und ihr Ver=7:5 6:4 3:6 6:2 gegen ihre Landsleute Grönfors=Möller, erzählt. Sie alle zuſammen geben ein erfreuliches Büd
hältnis zu der des Mannes bringt der engliſche Pſychologe Mit einer Ueberraſchung endete das Match des franzöſi= deutſcher Erzählungskunſt, die auch für weitere Kreiſe
Michael Weſt in einem Aufſatz von Pearſons Magazine. ſchen Meiſters Decugis mit dem ſchwediſchen Meiſter Set= ſtimmt iſt und ſich wohl neben den Meiſterwerken de
Er knüpft an die Forſchungen der beiden niederländiſchen terwall im Herren=Einzelſpiel. Der Kampf, der am Diens= nur künſtleriſche Zweck Verfolgenden behaupten kann, Aut
Gelehrten Heymans und Wiersma an, die auf Grund von tag infolge der Dunkelheit hatte abgebrochen werden müſ= die hier vereinten Erzählerinnen und Erzähler verſtehn
mehreren Tauſend Antworten, die ſie über den Charakter ſen, ſah bei ſeiner Fortſetzung den Schweden in hervor= es mit Hilfe der Phantaſie in lebendiger Darſtellung Stim
des Weibes einholten, zu dem Reſultat kamen, daß die ragender Form. Setterwall gewann zwei Sätze ſehr leicht mung zu erwecken und den Leſer zu feſſeln.
Frau leicht erregt, impulſiv, mitleidig, religiös, taktvoll, und ſiegte ſomit 6:3 6:8 6:2 6:4. Dagegen hatte Dezugis
nicht begierig nach Gelderwerb, nicht kritiſch, nicht ehrgeizig mit ſeiner Partnerin Frau Fenwick im gemiſchten Doppel=
Stimmen aus dem Publikum.
und nicht genau in der Erinnerung deſſen, was ſie geleſen ſpiel einen Erfolg zu verzeichnen. Nachdem das Paar be=
verſchrift
übernimmt die Redaktier
hat, iſt. Unterſucht man die Sinnesempfindungen desreits kampflos gegen die Deutſchen Frl. Rieck=H. Klein= (Für die Veröſentlichungen unter dieſer Ueberſch
ſeinerlei Verantwortung: für ſie bleibt au
Frund des § 21 Abſ. 2 he=
Weibes, ſo kann man auf Grund zahlreicher Experimente ſchroth gewonnen hatte beſiegte das franzöſiſche Paar mit
Preſigeiehes in vollm Unfange der Einſender verantwortlich)
feſtſtellen, daß ſie dem Mann in der Feinheit des Taſt=735 62 die Engländer Mr. Altchiſon=Barnes. Nach inter=
Während man allerorts in Anbetracht der ſchlechtet
ſinnes bedeutend überlegen iſt. Außerdem ergibt die eſſantem Kampfe ſchlugen ferner Miß Hooker=Boſtröm
Zeitverhältniſſe beſtrebt iſt, den Vergnügungsrummel8
Statiſtik, daß nur verhältnismäßig ſehr wenige Frauen mit 6:3 5.7 644 Frl. M. Bjurſtedt=Grönfors.
beſchränken, hat es die Stadt Darmſtadt fertiggebracht
tonblind und farbenblind ſind; Farbenblindheit läßt
das Martinsviertel mit einer ſogenannten Martinstirck
ſich nur bei 1 Prozent des weiblichen Geſchlechts, dagegen
weihe zu beglücken. Hätte man uns ſtatt deſſen die elei
bei etwa 4 Prozent des männlichen Geſchlechts nachwei=
Handel und Verkehr.
triſche Bahn, die man uns ſchon länger als 10 Jahre vem
ſen. Dieſe Schärfe der Sinne rückt die Frau näher heran
* Heſſiſche Erfinder. Mitgeteilt von Dipl.=ſprochen, verſchafft, das wäre meines Erachtens nach beſſen
an die Veranlagung des primitiven Menſchen, der im
Kampf ums Daſein noch hauptſächlich auf ſeine fein aus= Ing. Klemens Herszberg & Co., Patent= und Ingenieur= geweſen. Iſt es doch den Bewohnern des Martinsvien
gebildeten Sinnesempfindungen angewieſen war. So= Bureau, Darmſtadt. Rheinſtr. 19. Patent=Anmel=tels, abgeſehen von einigen Intereſſenten, einerlei, obrdi
dann läßt ſich wiſſenſchaftlich nachweiſen, daß bei der Idungen: 15a. C. 20 692. Letternſetz= und Ablegevor= Elektriſche durch die Pankratius=, Kaup= oder Rinläl
Frau das Gefühl für Luſt und Schmerz ſtärker entwickelt richtung mit beweglichem Letternmagazin. Karl Collin, ſtraße fährt. Die Hauptſache iſt, daß ſie endlich einman
iſt als beim Manne. Man kann dieſe Empfindungen an Offenbach a. M., Alieeplatz 1 17. 5. 11. 31a. B. 58 364.fährt. Mögen doch die Herren, die es angeht, dafün ſus
der Tätigkeit des Pulſes und der Atmung meſſen und Verfahren zur Erzeugung ſchwach gedämpfter elektriſcher gen, daß dieſer Wunſch endlich in Erfüllung geht un
feſtſtellen, daß das weibliche Geſchlecht viel intenſiver Schwingungen mittelſt Kondenſatorenladung. Dipl.=Ing, das alte Verſprechen eingelöſt wird. Auch mögen ſied
reagiert. Freude und Schmerz ſind aber die Ueberreſte Friedr. Auguſt Becker, Darmſtadt, Roßdörfer Straße 78. hin wirken, daß Darmſtadt, das doch vorwärts zu einn
einer intuitiven Art, die Welt kennen zu lernen. Die21. 4. 10. 21b. M. 52 063. Depolariſationsmaſſe für Trok= Großſtadt, ſtrebt, nicht durch Einführung einer Kirchweihei
Frau denkt weniger, ſie verläßt ſich mehr auf ihr Gefühl kenelemente. Fa. E. Merck, Darmſtadt. 14. 7. 13. Pa=zu einem Bauerndorf herabgeſetzt wird. Das Maring=
X. T. 2.
und iſt dadurch dem Mann überlegen. Wie ſteht es aber ltent=Erteilungen: 2c 267377. Backpulver. Fa. viertel gehört doch auch zu Darmſtadt.
nun mit dem eigentlichen Verſtande? Weſt unterſucht zu= C. H. Boehringer Sohn. Nieder=Ingelheim a. Rh. 4. 4. 12.
nächſt die Form des Gedächtniſſes bei den beiden Ge= B. 66 921. 23C 267 439. Verfahren zur Herſtellung von

Seifen, welche die Kohlenwaſſerſtoffe der Benzolreihe in
ſchlechtern.
waſſerlöslicher Form enthalten., J. Simon & Dürkheim,
Es gibt zwei Arten von Gedächtnis, einmal das für ſinn= Chemiſche und Seifenfabrik, Iffenbach a. M. 15. 6. 10.
loſe Dinge, willkürliche Worte, Zahlen uſw., und dann S. 31665. 68 a. 267 250. Rechts und links verwendbares
FABRIK-
das
Gedächtnis für gedankliche Zuſammenhänge. Der Ge= Kaſtenſchloß mit umlegbaren, ſymmetriſch angeordneten
lehrte ließ mehrere Hundert Verſuchsperſonen eine Zei=Schloßteilen. Friedrich Singer, Mainz, Gaugaſſe 67. 15.
ANSichr
tungsſtelle leſen, die eine große Anzahl verſchiedener Ge= 10. 12. S. 37407. Gebrauchsmuſter= Ertei=
danken
enthielt, und beobachtete dann, was ſie behalten lungen: 8d. 573006. Oberhemden=Bügelbrett. Rudolf
hatten. Die Frauen behielten ausnahmslos weniger als Löwenſtein, Gießen. 24. 9. 13. L 32979. 30 k. 573 637.
die Männer. Gab man denſelben Verſuchsperſonen aber Doppelpoliger Elektrodenhalter. Wilh. Rodſchinka, Bin=
auf
, eine Reihe ſinnloſer Worte ſich einzuprägen, ſo zeigten gen. 29. 9. 13. R. 37235. 33 a. 573 149. Stockſchirmfutteral.
ſich die Frauen den Männern überlegen; viel mehr dieſer Ad. Schmaus, Mainz, Goldene Brunnengaſſe 2 19. 9. 13.
Worte blieben in ihrem Geiſt haften. Um die Reſultate Sch. 49820. 33 c. 573667. Toilettegarnitur als heraus=
geiſtiger
Arbeit bei beiden Geſchlechtern zu vergleichen, nehmbarer Einſatz. Fa. Friedrich Scheuermann, Offen=
wurde
zunächſt bei 500 Frauen unterſucht, wieviel Rechen= bach a. M. 3. 10. 13. Sch. 49 972. 41c. 573 404. Zuſam=
erempel
ſie in fünf Minuten löſen. Es ergab ſich folgen= menlegbarer Strohhut. A. Roſenthal & Co., Darmſtadt.
des: 10 Frauen löſten 3 Exempel in 5 Minuten, 20 3¼, 30. 9. 13. R. 37250. 51 e. 573 457. Taſtenzeiger nebſt Er=
30 3½, 45 4, 50 4¼, 60 4½, 70 5, 60 5½, 50 5¾, 45 6, läuterung zur ſchnellſten Erlernung des Harmonium= und
30 6½, 20 6¾ und 10 7. Die Kurve der Leiſtungen ver= Klavierſpieles ohne Notenkenntnis nach der gewöhnlichen
lief alſo ziemlich gleichmäßig ohne ſehr ſchlechte und ohne Notenſchrift. Heinrich Kriegbaum, Mainz, Gartenfeldplatz
ſehr gute Reſultate; bei den Männern dagegen waren Nr. 28. 8. 9. 13. K. 59 743. 54 g. 573059. Reklamezeitungs=
1 a
Oes 250
die beiden ſchlechteſten Reſultate ein Exempel, dagegen die halter mit durch verſchiebbarer Hülſe feſtgehaltener
11 51
beiden beſten Reſultate neun Exempel.
Klemmſtange und Sperrfeldern. Franz Gatzen, Worms=
Danach wird die geiſtige Begabung der Frau ſtets Pfiffligheim. 5. 9.13. G. 34315. 54 g. 573 607. Linoleum=
S
ein anſtändiges Mittelmaß erreichen; die dümmſten ſchild. Joſeph Weißenrieder, Schwanenſtraße 37, und Ant.
Frauen ſind klüger als die dümmſten Männer; aber an= Beléz, Friedrichraße 30, Darmſtadt. 1.9. 13. W. 41145.
Scen-ekulen
dererſeits bleiben ihnen vorzügliche und außerordentliche 63b. 572916. Steuervorrichtung für Lenkſchlitten. Hans
Leiſtungen verſagt; die klügſte Frau ſteht weit zurück hin= Braun, Worms. 16. 9. 13. B. 65 547. 63 b. 572 917. Brems=
( Gold-
ter
dem klügſten Mann. Die Erfolge, die auf engliſchen vorrichtung für Lenkſchlitten. Hans Braun, Worms. 16. 9. 1Sdlek6ol mundstüch
höheren Schulen bei der Koedukation erzielt wurden, wei= 1913. B. 65 548. 63 c. 573 137. Aufklappbare Karoſſerie.
ſen in dieſelbe Richtung. Die Mädchen liefern durch= Gebrüder Hofmann, Offenbach a. M. 15. 9. 13. H. 62814.
Cigareffen
ſchnittlich beſſere Arbeiten als die Knaben; ſie zeichnen ſich 77h. 573 324. Tragfläche für Flugzeuge für direkten Auf=
beſonders
in Literatur und Sprachen aus, zwei Fächern,ſtieg. Joſeph Machtolf, Offenbach a. M.=Bürgel, Lang=
Elwad Luſ. Ne!
die ihrer beſonderen Art des Gedächtniſſes entſprechen;ſtraße 32. 23. 9. 13. M. 48 096. S1c. 573 396. Drahtkorb
aber ſie ſtehen in ausgezeichneten Leiſtungen hinter den mit Bodenſchutzdraht. Georg Böttiger III., Biebesheim.
beſten Reſultaten der Knaben zurück. So iſt und bleibt die 26. 9. 13. B. 65 719. 81e. 573363. Förderwerk. Karl PreisNe 3§ 4 5 6 8 10
Frau Herrſcherin im Reiche des Gefühls und der Sinne; Schenck, Eiſengießrei und Maſchinenfabrik, G. m. b. H.,
32 . 5 6 8 1O Pfd. Stchl
nie wird ſie ſich zum Sieger in der Sphäre des Verſtandes Darmſtadt. 7. 2. 13. Sch. 47077. 85 g. 572947. Um= und
aufſchwingen können, und ſo kommt Weſt zu dem Schluß, abſtelbares Mundſtück für Strahlrohre mit verſtellbaren
daß Unterricht und Erziehung des Weibes nach dieſen be= Düſen. Jakob Heil III. und Chriſtian Wilch, Eberſtadt bei Orient labaku. Cigareffenfabrik
ſonderen Eigentümlichkeiten ihrer Veranlagung einge= Darmſtadt. 24. 9. 13. H. 62982.
Jenidze Dresden, Inh. Hugo Ziefe
richtet werden muß, daß die Mädchen nicht mit den Kna=
Hoflieferant SMd KönigsvSachsen
ben wetteifern dürfen, ſondern ihr Höchſtes in der Aus=
Literariſches.
bildung und Verfeinerung der ihnen von der Natur ge=
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