1
e
Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
Apfratl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt
ſtius nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 147,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
te Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
1. 80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
r ebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
ſigan für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
IN 267.
Donnerstag, den 6. November.
1913.
nicht, daß es aber auf wirtſchaftlichem Gebiete mit an= vat. Meldungen über bevorſtehende Verhandlungen über
die heutige Nummer hat 22 Seiten.
deren Staaten dort den Wettbewerb aufnehmen wird, kann gewiſſe Kolonialfragen ſeien frei erfunden.
man ihm nicht verdenken, es ſtützt ſich dabei jedenfalls
* Der Kolonialgerichtshof ſoll, wie in der
nicht auf die Perſon des künftigen Fürſten. Wird als ſol= Begründung zu dem erwähnten Geſetzentwurf ausgeführt
Das Wichtigſte vom Tage.
cher freilich der Wieder Prinz von den Mächten beſtätigt, wird, ſeinen Sitz in Berlin deshalb haben, weil von allen
Prinz=Regent Ludwig von Bayern hat ſich ſo hat gleich dieſen auch Deutſchland ſpäter die Pflicht, ihn deutſchen Landesrechten nur das preußiſche Recht ſeitens
ettern als Ludwig III. zum König von Bayern in ſeiner Stellung zu feſtigen und gegen Umtriebe mit zu des Gerichtshofes anzuwenden iſt. Das Gericht wird ſich
ſtklamiert.
ſchützen. — Vorläufig iſt es ja noch nicht entſchieden, ob auch mit bergrechtlichen Fragen befaſſen müſſen, denen
P Antwort Griechenlands auf die Note! Prinz Wied den albaniſchen Fürſtenthron auch wirklich das preußiſche Berggeſetz zugrunde gelegt werden muß.
deſterreich=Ungarns und Italiens iſt am beſteigt. Daß eine baldige Regelung dieſer Fürſtenfrage Für die Auswahl der Richter iſt Berlin am geeignetſten,
deenstag abend überreicht worden.
erwünſcht wäre, läßt ſich nicht leugnen, doch wird vorher auch werden ſich in Berlin am leichteſten Perſönlichkeiten
erſt die internationale Grenzkommiſſion, welche das Ge=finden laſſen, die bereits eigene Kolonialerfahrungen als
ruſſiſche Miniſter des Aeußern Saſo= biet des autonomen Fürſtentums endgültig feſiſtellen ſoll, frühere Richter in Schutzgebieten geſammelt haben. Hierzu
ſtow iſt von Petersburg nach Livadia abgereiſt.
ihre Arbeiten beenden müſſen.
kommt, daß die meiſten der in den Schutzgebieten tätigen
r dem Bahnhof in Melun (Frankreich) fand ein
Handelsfirmen und Erwerbsgeſellſchaften in Berlin ihren
utſammenſtoß zweier Züge ſtatt, bei dem
Sitz haben. Für die übrigen in Deutſchland anſäſſigen
twa 10 Perſonen getötet und mehrere ſchwer verletzt
Firmen liegt Berlin wegen ſeiner zentralen Lage ſehr
Eine franzöſiſche
purden.
günſtig. Zunächſt werden die Mitglieder des neuen Ge=
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 8.
Zweimilliarden=Anleihe.
richtshofes nebenamtlich beſchäftigt, der Präſident erhält
** Aus Paris, 4. November, wird uns geſchrieben: 3000 Mark, die Richter 1500 Mark. 14 400 Mark erfordern
Es iſt erklärlich, daß man in Regierungskreiſen zurzeit die übrigen Geſchäfte. Der Geſamtbedarf ſtellt ſich ſomit
leutſchland und die albaniſche
recht ſorgenvoll der nächſten Zukunft entgegenblickt. Der auf 32 400 Mark, der durch Gerichtskoſten gedeckt werden
Landidatur des Drinzen Wied. Zeitpunkt rückt immer näher, in welchem die beträchtlichen wird. Koſten, die für 1913 noch entſtehen, werden
außer=
etatsmäßig gedeckt; vom 1. April 1914 ab übernimmt das
*⁎* Der Entſchluß des Prinzen Wilhelm Mittel für die Heeresreform bereitgeſtellt werden müſſen,
Reichsjuſtizamt die Etatiſierung des neuen Gerichtshofes.
ſied, die Kandidatur für den albaniſchen Fürſtenthron außerdem aber muß das ſtattliche Defizit im Budget ge=
— Eine ruſſiſche Bedrohung der deut=
Bzunehmen, bringt die Neuordnung der Dinge auf der deckt werden. Was noch bis vor kurzem über die Höhe
der erforderlichen Summe in die Welt geſetzt wurde, weicht ſiſchen Landwirtſchaft. Seit einiger Zeit weilt,
hanhalbinſel ihrer Löſung wieder einen bedeutenden
ſhitt entgegen. Prinz Wied, der im Jahre 1876 geborene von der Wirklichkeit ſehr ab. Man ſprach zunächſt von 500 wie die Tägl. Rundſchau erfährt, ein ruſſiſcher
Land=
in des 1907 verſtorbenen Fürſten Wilhelm Wied und Millionen Francs, ſpäter von 800 Millionen und 1 Mil= arbeiterkommiſſar in Berlin, deſſen Aufgabe es ſein ſoll,
ſime im Juni 1910 verſchiedenen Gemahlin Marie, einer karde, und jetzt ſtellt ſich nun auf einmal heraus, daß nicht die Lage der ruſſiſch=polniſchen Landarbeiter, die alljähr=
Achter des Prinzen Friedrich der Niederlande aus deſſen weniger als 2 Milliarden nötig ſein werden, um den Be=lich zur Erntezeit nach Deutſchland kommen, zu
unter=
e mit Prinzeſſin Luiſe von Preußen, ſteht dem Ber=darf zu decken. Natürlich ſind die in Frage kommenden ſuchen und der ruſſiſchen Regierung die Ergebniſſe ſeiner
er und insbeſondere dem Bukareſter Hofe — Königinf Ausgaben in ihrer Geſamtheit nicht von heute auf morgen Unterſuchung mitzuteilen. Der ruſſiſche Kommiſſar, ein
ſiſabeth von Rumänien iſt bekanntlich eine geborene f zu leiſten, aber immerhin muß das Geld in verhältnis= baltiſcher Gutsbeſitzer, hat umfangreiche Erhebungen
dar=
über angeſtellt, inwieweit die deutſche Landwirtſchaft von
mäßig kurzer Zeit verfügbar ſein.
ſeinzeſſin Wied — ſehr nahe. Er wurde ſchon ſeit einiger
In der Frage, wie die Mittel zu beſchaffen ſind, gehen den ruſſiſchen Saiſonarbeitern abhängig iſt. Nach den
bit als Anwärter auf den albaniſchen Thron genannt,
ſſä wußte man bisher noch nicht, ob er dieſe Anwartſchaft nun die Meinungen weit auseinander. Der Gedanke, den bisherigen Feſtſtellungen beträgt die Zahl der ruſſiſchen
finiell aufſtellen werde,ida ja bereits eine Reihe von Staatsſchatz in Anſpruch zu nehmen, wurde von vornher= Landarbeiter, die alljährlich in der deutſchen
Landwirt=
fähtendenten vorhanden waren, die aus ihrer Abſtam= ein ſallen gelaſſen, weil man ſich mit Recht ſagte, daß die ſchaft Beſchäftigung finden, etwa 225000. Noch größer iſt
ſſu=g ein Recht auf den genannten Thron herleiten zu verfügbaren Beſtände desſelben im Intereſſe der Kriegs= die Zahl der polniſch=rutheniſchen Landarbeiter aus
Ga=
hnen glaubten. U. a. ſind Nachkommen des Georg bereitſchaft unangetaſtet bleiben müßten. Es tauchte fer=lizien. Offiziell wird die Aufgabe des ruſſiſchen
Kom=
hſtriota oder Skanderbeg, des Nationalhelden der Al=ner die Erinnerung an die Zeit auf, wo die Regierung miſſars als Studienreiſe zur Erforſchung der
wirtſchaft=
mer, zu nennen; am meiſten Ausſichten ſchien aber der ſich durch Zwangsanleihen, durch eine Kriegsſteuer oder lichen Lage der ruſſiſchen Arbeiter bezeichnet; tatſächlich
Einz Achmed Fuad=Paſcha, der fünfte Sohn des 1895 die ſogenannten Aſſignate, Anweiſungen auf die Staats= will der Kommiſſar feſtſtellen, welche Folgen für die
deut=
ſſtoorbenen Khediven Ismail=Paſcha von Aegypten, zu güter, Geld beſchafft hatte, aber eine Wiederholung der=ſche Landwirtſchaft entſtehen würden, wenn die ruſſiſche
artiger Experimente ſcheint nicht nach dem Geſchmack der Regieruig künftighin den Erntearbeitern das
Ueberſchrei=
ben, gegen den nur die Bedenken ſeines
mohammedani=
maßgebenden Kreiſe zu ſein. So bleiben denn eigentlich ten der deutſchen Grenze verböte. Die ruſſiſche Regierung
ſen Bekenntniſſes beſtanden.
nur zwei Wege übrig, deren einen die Allgemeinheit frei= hat nämlich die ernſtliche Abſicht, dieſe Waffe gelegentlich
Bei ſeinen nahen Beziehungen zum rumäniſchen
lich für vollſtändig ungangbar hält, nämlich die Ein= der künftigen Handelsverträge zu verwenden, um
be=
nigshauſe würde Prinz Wilhelm in ſeiner Stellung führung neuer, bezw. die Erhöhung beſtehender Steuern. ſtimmte ruſſiſche Forderungen durchzudrücken. In erſter
albaniſcher Fürſt von vornherein einen gewiſſen Halt Das Schreckgeſpenſt der Einkommenſteuer erſcheint wieder Linie will die ruſſiſche Regierung die vollſtändige
Beſei=
ben. Oeſterreich=Ungarn und Italien, die beide an Al= einmal im Hintergrunde, und wer die Gegnerſchaft eines tigung der Einfuhrſcheine durchſetzen. Der Kommiſſar,
ngen am meiſten intereſſiert ſind, hätten ſicherlich gegen ſolchen Planes in Frankreich kennt, wird es begreiflich der ſich Herr v. Schulz nennt, hat nen die Aufgabe, ſeiner
eie Kandidatur nichts einzuwenden und würden den finden, daß mit allen möglichen Mitteln dagegen Sturm Regierung das Material in dieſer Frage an die Hand zu
rinizen nach Möglichkeit gegen die unausbleiblichen In= gelaufen wird. Von dieſer „ungerechten” Belaſtung er= geben, damit dieſe in der Lage iſt, es bei den
Handels=
ſiten und Schwierigkeiten aller Art zu unterſtützen ſuchen, wartet man nicht nur eine Schädigung des Handels, der vertragsverhandlungen als Druckmittel zu benutzen.
b.auch die übrigen Mächte, insbeſondere diejenigen der Induſtrie und Landwirtſchaft, eine Erſchwerung der
Der wirtſchaftliche Dreiverband.
ſeiwel=Entente, dieſe Kandidatur freudig gutheißen wer= Lebensbedingungen des „kleinen Mannes”, ſondern auch Gegenüber den fortlaufenden Berichten über den
angeb=
n, iſt freilich weniger ſicher. Denn man darf die Tat= als weitere ſchreckliche Folge eine Verſchärfung des Ge=lich erfolgten Zuſammenſchluß der drei ſchaffenden Stände
chee nicht vergeſſen, daß Prinz Wilhelm der dritte burtenrückganges.
Industrie, Landwirtſchaft und Handwerk — zur „
Ge=
eutſche Fürſtenſproß wäre, welcher einen Bal=
Es iſt eben die alte Geſchichte, und Ausſichten, daß in meinſchaftsarbeit” ſtellt der geſchäftsführende Ausſchuß
ſurmthron einnehmen würde: in Rumänien regiert das der Anſchauung ein Wandel eintreten könnte, ſind nicht des Deutſchen Handwerks= und Gewerbekammertages feſt,
irſtliche Haus Hohenzollern, in Bulgarien das Haus Ko=porhanden. Schließlich wird der Regierung nichts weiter daß bisher die geſetzlichen Intereſſenvertretungen dieſer
ſlugg, und dazu träte nun in Albanien ebenfalls ein deut= übrig bleiben, als den einen noch verbleibenden Weg zu drei Stände, der Deutſche Handelstag, der Deutſche
Land=
ess, mit verſchiedenen regierenden Häuſern verſchwäger= betreten und die gewaltige Summe durch eine freie An= wirtſchaftsrat und der Deutſche Handwerks= und Ge=
* Fürſtengeſchlecht. Wenn man bedenkt, daß die jetzige leihe im Lande ſelbſt aufzubringen. Dafür wird ſchon werbekammertag, zu dieſer Frage offiziell überhaupt noch
fönigin von Griechenland eine Schweſter des deutſchen jetzt viel Propaganda gemacht mit der Begründung, daß nicht Stelldng genommen haben. Zur Sache ſelbſt würde
ſlafſers und die künftige Königin von Montenegro dem im Intereſſe der Landesverteidigung ſich das große zurzeit der geſchäftsführende Ausſchuß des Deutſchen
Handwerks=
tecklenburgiſchen Hauſe entſproſſen iſt, ſo bliebe alſo nur brachliegende Kapital gern zur Verfügung ſtellen würde. und Gewerbekammertages eine Arbeit der berufenen
In=
ſſoch das Reich des Peter von Serbien übrig, welches von Ob dieſer Optimismus vollkommen berechtigt iſt, ſei dahin= tereſſenvertretungen der drei ſchaffenden Stände, die je
utſchem dynaſtiſchen Einfluß unberührt ſein würde. geſtellt, doch kommt es darauf weniger an. Wichtiger er= unter vollſter Wahrung der eigenen Selbſtändigkeit von
ſiam kann ſich vorſtellen, daß dieſe Ausſicht in einem ſcheint die Frage, ob eine derartige Anleihe, trotz ihres dem Streben nach gemeinſamer Verſtändigung und
gegen=
roßen Teile des Auslandes, wie z. B. an der Newa, der internen Charakters, außerhalb der Grenzen Frankreichs ſeitiger Rückſichtnahme auf die Intereſſen der einzelnen
ſteine und auch an der Themſe, nicht geringes Unbehagen einen gewiſſen Einfluß ausüben könnte. Man kann un= Gruppen getragen iſt, in der Erwartung begrüßen, daß
eruurſacht. Es ſollte uns gar nicht wundern, wenn wieder bedenklich mit ja antworten, denn die Inanſpruchnahme ſo die berechtigten Intereſſen des deutſchen Handwerks und
berdächtigungen ausgeſtreut würden, daß die Aufſtellung erheblicher Summen müßte die franzöſiſchen Bankiers ſeiner Arbeit arth bei den anderen Berufsgruppen ein
ſer Kandidatur des Prinzen Wied eine Machenſchaft der veranlaſſen, ihre Guthaben im Auslande hereinzuziehen, gleiches Verſtändnis und gleiche Rückſicht finden.
Insbe=
ſeuttſchen Regierung ſei, um den Einfluß Deutſchlands am
was naturgemäß eine Schwächung des internationalen ſondere erklärt der geſchäftsführende Ausſchuß des
Deut=
falrkan weiter zu verſtärken.
ſchen Handwerks= und Gewerbekammertages, daß er es
Geldmarktes zur Folge haben würde.
als ſeine Aufgabe betrachtet, bei der Vorbereitung der
Wie Deutſchland bei der Beſetzung des
rumäni=
neuen Handelsverträge in vollem Umfange gemäß der den
hem und des bulgariſchen Thrones ſeinerzeit völlig inter=
Deutſches Reich.
Handwerks= und Gewerbekammern geſetzlich übertragenen
ſellos war und nichts dazu tat, um die damaligen Thron=
— Der Beſuch des Königs der Belgier. Pflicht der Vertretung ſämtlicher Intereſſen des
Hand=
ſewerber zu begünſtigen oder auch nur zu ermutigen, ſo
bird es ſich auch jetzt bei der Kandidatur des Prinzen Die Tägliche Rundſchau meldet aus Berlin: An maß= werks alle einſchlägigen Fragen zu behandeln, um mög=
Pieed völlig paſſiv und uneigennützig verhalten. Politiſche gebender Stelle wird zu dem Beſuch des Königs der Bel=lichſt auf eine Ausgleichung entgegengeſetzter Intereſſen
Porrteile irgendwelcher Art ſucht es in Albanien überhaupt gier beim Kaiſer Wilhelm erklärt, der Beſuch ſei rein pri= hinzuwirken und die vorhandenen berechtigten Wünſche
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 6. Novembet
Seite 2.
in jeder Weiſe, insbeſondere auch durch perſönliche Ver=(reiche weiſiſche Adelsſamilien Hamnowers nach
Bram=
ſchweig an den Hof des Herzogs Ernſt Auguſt ziehen. (?)
handlungen, zu fördern.
Die Nationalliberalen und der Der Führer der Braunſchweiger Landesrechtspartei, Graf
Schutz der Arbeitswilligen. Das nationallibe= von der Schulenburg, erklärte in einer welfiſchen
Feſtver=
rale Zentralkomitee der Provinz Weſtfalen hat nach Vor= ſammlung, die Firma für den, den es angehe, ſei ſeit dem
trägen der Abgeordneten Fuhrmann und Hirſch folgende 3. November erloſchen und der Firma Braunſchweig=
Lüne=
burg Prokura erteilt. Die Mitglieder der Partei würden
Entſchließung einſtimmig angenommen:
„Das nationalliberale Zentralkomitee der Provinz beſcheiden wieder zurücktreten. Das Ende der bisherigen
Weſtfalen hält eine geſetzliche Regelung des ſtärkeren Tätigkeit ſei erreicht.
Schutzes der Arbeitswilligen für ein dringliches
Erforder=
nis. Die Erfahrungen im rheiniſch=weſtfäliſchen Induſtrie=
Ausland.
bezirk, insbeſondere in dem letzten großen
Bergarbeiter=
ausſtand, haben gezeigt, daß unter den gegenwärtigen
Frankreich.
Rechtszuſtänden alle nicht ſozialdemokratiſch organiſierten
Kokowzows Pariſer Reiſe. Der Petit
Arbeiter einem unerträglichen Drucke einer radikalen
Min=
derheit ſchutzlos preisgegeben ſind. Das freie Recht der Pariſien ſchreibt anläßlich der Pariſer Reiſe des ruſſiſchen
Arbeitsbetätigung iſt eine notwendige Vorausſetzung der Miniſterpräſidenten Kokowzow, gewiſſen Gerüchten zu=
Koalitionsfreiheit. Im gemeinſamen Intereſſe der
Ar=
beitgeber wie der Arbeitnehmer erhofft daher die national= folge denke Kokowzow daran, in einiger Zeit ſein
gegen=
liberale Partei Weſtfalens von der in Wiesbaden einge= wärtiges Amt niederzulegen und dafür den Pariſer
Bot=
ſetzten Kommiſſion unſerer Reichstagsfraktion eine För= ſchafterpoſten zu übernehmen. Es iſt gegenwärtig
unmög=
derung dieſer immer brennender werdenden Frage.”
lich, feſtzuſtellen, ob dieſes Gerücht begründet iſt oder
— Die Kämpfe der Aerzte und Kran=nicht. Sicher iſt jedoch, daß der ruſſiſche Miniſterpräſident
kenkaſſen. Auf dem in Köln abgehaltenen rheini= mit den franzöſiſchen Staatsmännern Unterredungen von
ſchen Aerztetag hat die mediziniſche Fakultät der Univer= der höchſten Wichtigkeit haben wird. Sein Beſuch wird
ſität Bonn folgende Kundgebung zugunſten der kämpfen= zweifellos eine Ergänzung der im vorigen Jahre
wäh=
den Aerzte verleſen laſſen:
rend des Petersburger Aufenthalts des damaligen Mini=
Die Mediziniſche Fakultät der Rheiniſchen Friedrich= ſterpräſidenten Poincaré getroffenen oder in Ausſicht ge=
Wilhelms=Univerſität zu Bonn verfolgt mit vollem
Ver=
nommenen Vereinbarungen zur Folge haben. Es fehlt
ſtändnis den ſchweren Kampf, den die freie Aerzteſchaft
für ihre Exiſtenz als freier Beruf führt, und ſpricht die auch nicht an mancherlei Anläſſen zu Beſprechungen. Es
Hoffnung aus daß es gelingen möge, dem deutſchen Volk handelt ſich darum, die neuen franzöſiſchen und ruſſiſchen
die unabhängige Aerzteſchaft zu bewahren. Die Medizi= militäriſchen Maßnahmen in Einklang zu bringen. So
niſche Fakultät wird, ſoweit möglich iſt, die deutſche bemüht ſich die ruſſiſche Regierung, ihre ſtrategiſchen
Aerzteſchaft in ihrem gerechtfertigten Kampf unterſtützen.
Eine ganze Anzahl von Städten Weſtdeutſchlands hat Schienenwege im Weſten, die als ſehr unzureichend
an=
die Abſicht, Verhandlungen zwiſchen den Aerzten und den geſehen werden, auszugeſtalten. Es handelt ſich ferner
Krankenkaſſen herbeizuführen, um den Ausbruch des darum, die Politik der beiden Länder Griechenland
gegen=
über in Uebereinſtimmung zu bringen, denn die Inſel=
Kampfes zu vermeiden. In Koblenz haben die
Ober=
frage kann ſich von einem Tag zum anderen in noch
dring=
bürgermeiſter von neun Städten Weſtdeutſchlands eine
licherer Weiſe als die albaniſche geltend machen. Schließ=
Konferenz abgehalten, in der zu dieſer Frage Stellung
ge=
lich wird auch die kleinaſiatiſche Frage mit allen ihren
nommen wurde. Man einigte ſich auch über gewiſſe
Grundſätze, nach denen die Städte gemeinſam vorgehen Folgen erörtert werden.
Die franzöſiſch=türkiſchen
Verhand=
wollen.
lungen. In einer anſcheinend vom Quai d’Orſay ſtam=
— Schutzverband für deutſchen
Grund=
menden Mitteilung wird gegenüber anderslautenden
beſitz. Am Dienstag, den 11. November, findet in
Meldungen erklärt, daß die gegenwärtig zwiſchen der
Charlottenburg eine erweiterte Präſidialſitzung (
Delegier=
franzöſiſchen und der türkiſchen Regierung ſchwebenden
tenverſammlung des Schutzverbandes für deutſchen Verhandlungen ſich lediglich auf den endgültigen Abſchluß
Grundbeſitz unter dem Vorſitz des Fürſten zu
Dalm=Horſtmar ſtatt. Dieſe Verſammlung wird eines Abkommens beziehen, denen zufolge Frankreich in
eine Erhöhung der türkiſchen Zölle von 11 auf 14 Prozent
von etwa 500 bis 600 Delegierten ſämtlicher
Organi=
ſationen des ſtädtiſchen und ländlichen Grundbeſitzes be= einwilligen ſoll, wofür es von der Türkei gewiſſe
Eiſen=
ſucht werden, die dem Schutzverband mit über 400000 bahnkonzeſſionen erhalten würde. Dieſes Abkommen ſei
für die Türkei nur die Ergänzung der von ihr mit Ruß=
Mitgliedern angeſchloſſen ſind. Der Zweck der
Verſamm=
land, Deutſchland und England verhandelten
Vereinba=
lung iſt, den Grundgedanken des Schutzverbandes, nämlich
den Zuſammenſchluß ſämtlicher am Grund und Boden rungen. Was die Frage einer türkiſchen Anleihe anlange,
intereſſierten Kreiſe, vor aller Oeffentlichkeit zu betonen, ſo könne von derſelben erſt dann die Rede ſein, wenn die
— Abkehr vom Großblock? Eine Neuorien= internationale Finanzkommiſſion ihre Arbeiten beendet
tierung der nationalliberalen Politik wird im Mannhei= haben werde. Der Wunſch der Türkei nach Abſchluß einer
mer Generalanzeiger, der bekanntlich dem Abgeordneten Anleihe werde dann vorausſichtlich erfüllt werden, aber
die Form derſelben ſei noch nicht feſtgeſtellt. Es ſei mög=
Baſſermann naheſteht, angekündigt:
lich, daß die Anleihe eine internationale ſein werde.
„Wir werden dieſe Fragen entſcheiden nach praktiſchen
Geſichtspunkten und frei von aller theoretiſchen Lieb=
Die Solderhöhung. Der Deputierte und
frü=
haberei für den Großblockgedanken, zu dem wir ja doch
here Kriegsminiſter Meſſimy hat nach einer Unterredung
alle letzten Endes nur unter dem Zwange der Verhältniſſe
gekommen ſind, und dem wir gern den Abſchied geben mit dem Kriegsminiſter Etienne darin eingewilligt, daß
werden, ſobald ſich ein beſſerer Weg zeigt, die national= die Frage der Solderhöhung der Offiziere und
Unter=
liberale Partei kräftig und ſtark, das Zentrum aber ſchwach offiziere und die der Verjüngung der Kaders, welche auf
zu halten. Tritt ſpäter im Laufe des Winters die ge= ſeine Anregung vom Budgetausſchuß miteinander verquickt
wohnte Landesverſammlung zuſammen, ſo wird und ſoll
ſie eine Tagesordnung für die Neuorientierung der Poli= worden waren, getrennt behandelt werden. Der Entwurf
tik der nationalliberalen Partei erhalten. Die Tagesord= über die Solderhöhung wird infolgedeſſen ſchon in
kür=
nung wird ſein: Wie richtet ſich die nationalliberale Frak= zeſter Friſt von der Kammer erörtert werden können.
tion im neuen Landtag ein, und was ſind die nächſten Auf=
Mangel an Marineoffizieren. Der
Ma=
gaben der nationalliberalen Partei im Land? Man wird
die Richtlinien der Jahre 1909 bis 1913 innehalten, nach rineminiſter erklärt in einem Rundſchreiben an die
See=
denen man praktiſch liberale Politik in vollſter Freiheit präfekten und Kommandeure, daß infolge des
zunehmen=
nach links wie nach rechts gemacht hat. Aber ebenſo klar den Mangels an Marineoffizieren die Zahl der Offiziere
iſt es, daß die Großblocktaktik für uns kein Dogma iſt, und
daß wir uns der unleugbaren Feſſeln, die ſie der Partei! in den einzelnen Dienſtzweigen auf das unumgänglich
auferlegt, gern entledigen werden, je früher um ſo beſſer.” notwendige Maß herabgeſetzt werden müſſe. Demnach
Welfiſches. Das Berliner Tageblatt meldet ſoll die Zahl der Schiffsoffiziere auf den Dreadnoughts
aus Braunſchweig: In der nächſten Zeit werden zahl= auf ſechs, auf den Panzerſchiffen vom Dantontyp und auf
Weiter die Straße herunter ſehe ich einen zweiten
Feuer=
ſchein, und noch entfernter einen dritten. Ringsum iſt der
Bürgermeiſterwahl in
Aſphalt aufgeweicht.
Unwillkürlich lenke ich meine Schritte nach der vier=
Neu=Vork.
zehnten Straße, dahin, wo der Puls der Millionenſtadt am
Straßenbilder.
raſcheſten ſchlägt, heute aber wie im hitzigen Fieber. Schon
von weitem dringt ein verworrener Lärm an mein Ohr.
Von Walter Ausferd.
Aus der wenig erleuchteten Straße biege ich um die Ecke
Ich will nur den Abend des Wahltages ſchildern, nicht und werde von einem ſtrahlenden Lichtmeer geblendet;
ſo=
die Wahlhetze in den Zeitungen, nicht die Tricks bei den fort trägt mich ein Menſchengewoge weiter, dem ich mich
Wahlen, nicht die öffentlichen Maſſenverſammlungen mit nicht entwinden kann. Ein Faſchingstaumel ſcheint die
Muſik und Konzert, und all das, was vorherging: Ich Menſchen erfaßt zu haben. Wie ein plötzlicher Wahnſinn,
ſitze, an nichts Schlimmes denkend, in meinem Zimmer zu wie ein Rauſch iſt es über dieſe nüchternen Geſchäftsleute,
ebener Erde und rauche gemütlich meine Pfeife. Da flak= die trockenen Puritaner, gekommen. Wirklich
bewunderns=
kert es plötzlich rot vor dem Fenſter von einem ungeheue= wert, was mein Trommelfell vertragen kann! Weder das
ren Feuerſchein; ich höre auch ein Krachen von Balken und rechte noch das linke platzt, trotzdem mir unaufhörlich
Holz, und dichter roter Qualm zieht am Fenſter vorbei. zwei ſehr ernſt ausſehende Herren mit 1½ Meter langen
Es wird auch recht warm im Zimmer; falls das Haus Faſtnachtstrompeten ins Ohr blaſen. Und wenn das noch
brennen ſollte, muß ich bald ans Packen denken. Ich öffne die einzigen Inſtrumente wären, um Lärm zu machen, dieſe
das Fenſter und bin mit einem Schritt über die Fenſter= blau=rot=grünen Blechtrompeten! Nein, da gibt es noch
brüſtung draußen auf der Straße. Ein ſechs Meter hoher große hölzerne Knarren, die einen Laut von ſich geben,
Scheiterhaufen brennt lichterloh auf dem Fahrweg. Im= als wenn tauſend Fröſche quakten, dann Trommeln,
Blech=
mer höher ſchlagen die Flammen, die Hitze wird ſtärker, kiſten und Bratpfannen, an denen bleierne Klöppel befeſtigt
das Glas der nächſten Straßenlaternen zerſpringt und ſind, die von oben und unten an den Boden der Pfanne
fällt glirrend auf den Alphalt. Glutrot ſind die Häuſer ſchlagen, der hölliſchſte Lärmapparat, den man ſich denken
beleuchtet, unter deren Türen halbwüchſige Burſchen, die kann. Vor allem aber die Kuhglocken! Eine ſolche
Kuh=
in Bereitſchaft ſtehen mit Kiſten, Balken und zerbrochenen glocke hat faſt jeder und läutet mit einer Kraft und Aus=
Stühlen: ſchnell ſpringen ſie vor und werfen alles auf den dauer, als ober ſelbſt eine Kuh ſei. Immer zu ſechs oder
Scheiterhaufen, der höher emporflammt; in roten Um=acht, Arm in Arm, Herren und Damen, lachend und
riſſen ſehe ich eine Frau, wie ſie einen zerbrochenen Kin= fröhlich die Kuhglocken ſchwenkend, Herren mit
derwagen ins Feuer wirft. Jetzt weiß ich, weshalb die friedlichem Kotelettbart, mit Brillen und Zwickern,
Gaſſenjungen die letzten Tage über alles Gerümpel her= überhaupt Perſonen im Alter von fünf bis 80
beiſchafften und in den Vorgärten der Häuſer, auch vor Jahren; alles, alles zieht in breiten ſchwarzen Strömen
meinem Hauſe, in Kellern und Niſchen, aufſpeicherten: alte die Straße entlang. Von den Querſtraßen kommen neue
Fäſſer, Balken, Latten, Stühle mit durchgekrachten Sitzen, Trupps an, Trommler, Knarrer und Läuter, dann Muſik=
Kiſten und kleine Wagen. Menſchenmaſſen ſtehen auf der korps mit großen vergoldeten Pappdeckelpoſaunen, Trom=
Straße herum. Ein Wagen jagt im Galopp heran. Feuer=peten und=Klarinetten, die ſehr bald aufgeweicht und
zer=
wehrleute in Gummimänteln ſpringen ab, ſchrauben die drückt ſind; vor einem der Züge ein würdiger Herr, der
Spritze an den Waſſerhydranten und ſpritzen den Scheiter= ſich eine große Blechkiſte umgehängt hat, in der früher
viel=
haufen zuſammen, damit er die Häuſer nicht anzündet. leicht Kakao, Zucker oder Hundekuchen war, und mit einem
1913.
Nummer 267.,
den Kreuzern von Edgar GuinetcTp auf fſinſ, Ad ma
den Kreuzern vom Condé=Typ auf vier vermindert
den. Auf den Kriegsſchiffen werden die Schiffsleutna
durch Schiffsfähnriche und dieſe durch Unteroffiziere erſit
werden.
Belgien.
Beſtellung von Kanonen. Le Soir behar
tet, unter dem Kriegsminiſter Hellebaunt ſeien bei
Firma Krupp acht Kanonen für 4800000 Francs beſtee
worden, trotzdem Schneider=Creuſot für 2½ Milliong
Francs die gleichen Kanonen liefern wollte. Die Doc
mente über dieſen Handel ſeien von der mit der Untie
ſuchung beauftragten Kommiſſion im Januar 1913
jetzt wieder vergeblich an zuſtändiger Stelle eingeford
worden,
Rußland.
Judenprogrome. In Owogeorgkewsk fliect
die jüdiſche Bevölkerung, da auf dem Marktplatz von
gliedern des Verbandes Aufrufe verteilt wurden, am
November ein allgemeines Judenprogrom vorzunehme
In Jekaterinoslaw wurden Progromaufrufe nachtsa
die Häuſer geſchlagen mit der Aufforderung. Juſchtſchins
zu rächen. In vielen Orten des Südweſtgebietes wagl
ſich die Juden tagsüber nicht auf die Straßen, weil
beſchimpft und beleidigt werden.
Vereinigte Staaten.
Bei den Wahlen für die Neu=Yole
Staatslegislatur wurden nach den bisher vorliegenden
Meldungen der gegenwärtige Chef des Neu=Yorker
amtes Mitchel, der für das Bürgermeiſteramt kandidien
ſowie der abgeſetzte Gouverneur von Albany Sulzer
ſich als Kandidat für die Staats=Aſſembly aufſtellenſes
und eine Reihe anderer Antitammany=Kandidaten
großer Mehrheit gewählt.
* Hamburg, 5. Nov. Der König der
gier iſt heute früh 7 Uhr 18 Minuten mit Begleihien
nach Lüneburg abgereiſt, wo er kurz nach 8 Uhr eintrafüm
ſich in die Kaſerne des Dragoner=Regiments Nr. 16
* Brüſſel, 4. Nov. Die Königin von
gien reiſte heute vormittag 11 Uhr nach Andernach
dort einige Tage Aufenthalt zu nehmen. Der Königwil
auf der Reiſe von Berlin ſich ebenfalls nach Anderall
begeben.
* Madrid, 5. Nov. Miniſterpräſident Dato
mentiert die Meldung, daß der König ſich demnäh
einer Operation unterziehen müſſe. Der König
an der heutigen Hofjagd teil.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 6. Novemhe
* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der
herzog empfingen am Mittwoch den Major
Bataillonskommandeur im Infanterie=Regiment
Carl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118 in Worms, den
Stehberger beim Stabe desſelben Regiments, den
förſter und Privatdozenten an der Großh. Techfll
Hochſchule Dr. Schenck, den Amtsgerichtsrat Trauiim
und den Sanitätsrat Weiffenbach von Worms ſt
Oberbahnaſſiſtenten i. P. Habich, die Frau Lenzode
Kandidaten Wiegand, den Oberlehrer Dr. Köſena
ſer=
Maler Fritz Oßwald, Mitglied der Darmſtädter Kün
kolonie, den Oberfinanzaſſeſſor Heſſe, den Profeſlen
Dr. Zimmermann, den Landtagsabgeordneten Dolſch
die Herren Eich, Schleuning, Bach und Weſterweller voſ
Wallernhauſen; zum Vortrag den Oberjägermeiſter fhm
van der Hoop, den Vorſtand des Kabinetts Geheimerat
Römheld, den Ordenskanzler Oberſt z. D. Frhrn.de
v. Diersburg, den Intendanten des Großh. Hofthe
Dr. Eger, den Geb. Schulrat Münch.
Exequatur=Erteilung. Auf Grund Entſchlieſtng
Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs vom 1
iſt dem zum Königlich Sächſiſchen Generalkonſul fürdes
Großherzogtum Heſſen ernannten Herrn Bankiercll
von Metzler zu Frankfurt a. M. das
erteilt worden.
* Entlaſſen wurde der Lehrer Anton Laſ
Bürſtadt, Kreis Bensheim, auf ſein Nachſuchen
dem Schuldienſte, ferner der Lehrer Max Grühl
dicken Stock daraufſchlägt in heller Begeiſterung. Wollet
ihr Neu=Yorker doch nur halb ſo viel luſtigen Radau
machen, wenn ihr wirklich eueren Faſching feiertzam
Thanksgiving Day, da, wo nur einzelne
verdrießlicheän=
dianerſquaws und Cowboys eilig und geſchäftsmäßig
durch die Straßen gehen!
Die Menſchenwogen werden auf der einen
Seileein=
gedämmt von hell erleuchteten, glänzenden Läden, on
ſtrahlenden Varietés und Kinematographen=Thegtern, die
von oben bis unten mit elektriſchen Glühbirnen beſetzt ſind
und die Maſſen überfluten mit einem blendenden
Licht=
meer. Denn die 14. Straße iſt, glaube ich, die am hellſten
erleuchtete Straße von allen Städten der Erde; die Berliner
Friedrichſtraße iſt dagegen eine dunkle Gaſſe. Am Rand
der Fahrſtraße ſtehen Reihen von Verkäufern der
verſchie=
denartigſten Dinge, mit denen man Lärm machen kann;:
aber auch viele kleine Federwiſcher werden verkauft, mit:
denen die Damen die Herren im Geſicht kitzeln und umge=, ganz ſo, wie auf deutſchen Jahrmärkten. Zwiſchen
den ſcheinbar undurchdringlichen Menſchenmaſſen ſpringen
Zeitungsjungen umher und ſchreien, wie von plötzlicher
Tollwut befallen, den Namen des glücklich Erwählten aus
und bieten ihre Zeitungen an, auf denen ſchon in großen
roten Lettern dieſelbe Botſchaft ſteht. Dabei iſt das noch
gar nicht der Fall; die Wahl iſt noch nicht zu Ende, aber
offenbar hat ſchon der Betreffende die ſichere Mehrheit,.
denn die Stimmabgabe dauert noch ununterbrochen fort.
Man watet in einem Meer weggeworfener Zeitungen;:
zwiſchen dem Menſchengewühl zwängen ſich die
Elektri=
ſchen hindurch, Automobile, Wagen, Autodroſchken, —
wieviel Leute wohl heute wieder überfahren werden?
Jetzt laſſe ich mich von einer Menſchenwelle
weitertra=
gen, die vom Broadway herankommt und ſich weiterwälzt
nach der 23. Straße, zum Madiſon Square, einem Platze
gerade im Zentrum, von koloſſalen Wolkenkratzern
einge=
faßt. Auf der einen Seite das 20ſtöckige Bügeleiſen=
Buil=
ding, das ein ſpitzwinkeliges Dreieck bildet und deſſen
ſcharfe Kante, die nur für ein einziges Fenſter Raum
bil=
det, dem Platz zugewendet. Eine ganze zweite Seite
nimmt der Metropolitan=Tower mit dem dazu gehörigen
2100
Bf!
Ain
Mclet
65.
ſnd
Pitto
eiein
Eihn
nh
Pioſ.
(iAlummer
im
Adienſte
izn den
2
h=Aus
Fün
Perſo
(Perl
ſe da
ſummer 267.
Darmſtädter Tagblatt, Donuerstag, den 6. November
Einen, Kreis Erbach, auf ſein Nachſuchen aus dem 1 darauf zurüchzuführen, daß nach Ausban der eleliriſchen
Eidienſte.
Straßenbahn im ſüdlichen Stadtteil mehr Reiſende vom
In den Ruheſtand verſetzt wurde der Rangier=Hauptbahnhof abfahren, zumal die Preiſe die gleichen
tt in der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft ſind.
Pdor Markard zu Worms.
nn. 50jähriges Vereinsjubiläum. Man ſchreibt uns:
Hohe Auszeichnung. Auf der Internationalen Einer der älteſten Wohltätigkeits= und Unterſtützungsver=
Pfrch=Ausſtellung in Leipzig erhielt Herr Profeſſor eine unſerer Stadt, der Darmſtädter Kranken=
Unterſtütz=
ſter hier die höchſte Auszeichnung, den Königlich ungskaſſeverein „Vorwärts” feiert am nächſten Sonn=
Hiſchen Staatspreis.
tag, den 9. November d. J., die Gedenkfeier ſeines 50jäh=
Perſonalnachrichten der Oberpoſtdirektion in Darm=rigen Beſtehens in feſtlicher Weiſe. Hervorgegangen aus
Verliehen: aus Anlaß des Scheidens aus dem dem großen, 500 Mitglieder zählenden früheren
Bens=
ſiſe das Heſſiſche Allgemeine Ehrenzeichen mit der In= heimerſchen Krankenverein, haben ſich im Jahre 1863 die
„Für treue Dienſte” am Bande des Verdienſtordens beiden Brudervereine „Vorwärts” und „Friede”
gegrün=
ſtipps des Großmütigen dem Poſtagenten Treuſch in det, um ihren Mitgliedern in Zeiten der Not und
Krank=
ffenbeerfurth, das Preußiſche Allgemeine Ehrenzeichen heitsfällen mit Rat und Unterſtützungsgeldern hilfreich
ſülber) dem Oberpoſtſchaffner Müller in Gießen; fer= zur Seite zu ſtehen. Dieſe ſchöne und ſegensreiche
Auf=
iſt verliehen worden das Preußiſche Allgemeine Ehren= gabe wurde von dem Jubelverein ſeit nunmehr 50 Jahren
ſien (in Silber) dem Oberpoſtſchaffner Wolf in Darm= in reichem Maße ausgeübt und auch unſerer Stadtver=
Verſetzt: die Poſtdirektoren Flaſchenträger von waltung damit ein beſonderer Dienſt geleiſtet. Von den
Kauheim nach Bad Homburg v. d. Höhe, und Zimmer Gründern des Voreins leben zurzeit noch 14 Herren, ſowie
Putzbach nach Bad Nauheim; Oberpoſtinſpektor Wall= der frühere Präſident, Herr Schriftſetzer Hieb, denen eine
ſh von Berlin nach Butzbach, unter Ernennung zum beſondere Ehrung zuteil werden ſoll. Die jetzige Leitung
Edrektor; die Poſtſekretäre Dreſcher von Alsfeld nach des Jubelvereins liegt in den Händen des Herrn
Bar=
ßieburg, unter Uebertragung einer Oberpoſtkaſſenbuch= biers und Friſeurs H. Schnebele. Die Jubiläumsfeier
ſſietſtelle, und Engel von Frankfurt (Main) nach Darm= findet am Sonntag nachmittag um 4 Uhr in den Räumen
die Poſtaſſiſtenten Gailus von Nieder=Ingelheim des „Schützenhofs” ſtatt und beſteht aus einem Feſtakt mit
Berlin, Günther von Darmſtadt nach Brackel, Heuß= nachfolgender geſelliger Unterhaltung. Zu der Feſtfeier
ſvon Darmſtadt nach Hamburg, Keller von Zülpich nach ſind auch die Vertreter der ſtaatlichen und ſtädtiſchen
Be=
nz, Kirchner von Gießen nach Berlin, Klemm von hörden eingeladen, die ihr Erſcheinen in Ausſicht geſtellt
ßig nach Duisburg, Kohr von Hamburg nach Darm= haben.
ſt, Lehrhard von Groß=Kaxben nach Köln, Schröder
Kunſtverein für das Großherzogtum Heſſen.
raunlage nach Gau=Algesheim, Süß von Langenberg Es ſei nochmals auf die am 8. d. Mts. in der Kunſthalle
Langen, Ulrich von Friedberg nach Braunſchweig, am Rheintor, nachmittags 4 Uhr, ſtattfindende
Haupt=
her von Köln nach König und Zürn von Berlin nach verſammlung des Kunſtvereins hingewieſen.
fybach; die Telegraphenaſſiſtenten: L. Krämer von Ber=
* Vom Deutſchen Feſt. Man ſchreibt uns: Die
ſzeni=
hnach Darmſtadt; Spitzfaden von Offenbach nach Berlin
ſchen und muſikaliſchen Vorbereitungen zu den Feſtauf=
Walcker von Berlin nach Offenbach. — Ernannt:
Telegraphendirektor: Telegrapheninſpektor Bothe in führungen ſind in vollem Gange. Aus der großen Zahl
ms. — Uebertragen: eine Poſtſekretärſtelle dem von Schönheiten, an denen Darmſtadt ſo reich iſt, daß es
ffekretär H. Werner in Offenbach. — Etatsmäßig ſelbſt die Mainzerinnen, wenn auch neidvoll, zugeſtehen,
eſtel lt: die Telegraphengehilfin Jeanjour in konnten die Leiterinnen der Bühnengruppen, Fräulein von
firz. — Angenommen zu Poſtagenten: Gaſtwirt Bojanowski und Fräulein Reineck aus Weimar, eine
blen=
ern in Ehringshauſen — die Uebertragung der Poſt= dende Ausleſe treffen. Wer von den holden Mägdlein, die
fitmr an den Landwirt Schäfer iſt nicht zur Ausführung ſich in ſo liebenswürdiger Weiſe in den Dienſt der guten
Pramen —, und Oberpoſtſchaffner a. D. Müller in Krof= Sache ſtellen wollten, diesmal nicht in den Bühnenhimmel
— Freiwillig ausgeſchieden: die Tele= kommen konnte, mag ſich tröſten, denn es galt nicht, die
ſi engehilfinnnen Eliſabethe Miſchler in Darmſtadt und Schönſten der Gegenwart zu küren, ſondern Geſtalten
aus=
hrette Schmidt in Offenbach; die Poſtagentin Frau zuſuchen, die der von Künſtlern vergangener
Jahrhun=
derte mit der Meiſterſchaft des Pinſels feſtgehaltenn
fller in Krofdorf.
g. Strafkammer II. Wegen ſechs vollendeter und drei Schönheit nahekommen. Und manch wonnigliche Maid,
Pichter Verbrechen nach § 176,3 des Strafgeſetzbuches, die wir für einen fleiſchgewordenen Engel halten, braucht
er in Offenbach beging, wurde geſtern der 41jährige in Augen Dürers keine Schönheit zu ſein. Denn auch der
Präkarbeiter Alfred Georg Karl Schulz aus Münſter Begriff der Schönheit iſt wenn auch nicht ſo haſtig wie
ellſaß zu 2½ Jahren Gefängnis und fünf Jah= ein Damenhut, einem Wandel unterworfen. Herr
Hof=
konzertmeiſter E. Schmidt hat die ſchwierige und fein=
Ehrverluſt verurteilt.
Vom Verkehrsamt. Nach den Aufſchreibungen der ſinnige Aufgabe übernommen, die Vorgänge auf der
Ptnabeſtellen ſind in der Zeit vom 1. April bis 30. Sep= Bühne muſikaliſch zu illuſtrieren und zu vertiefen. Seine
her d. J. im Bezirk des Verkehrsamtes Darm= Künſtlerſchaft weckt mit Recht hochgeſpannte Erwartungen.
dit 5362712 Fahrkarten verausgabt worden gegen Für den muſikaliſchen Teil am Sonntag haben Frau Hof=
B0306 Stück in der gleichen Zeit des Vorjahres. Bei der opernſängerin Franziska Callwey Fräulein Paula Ma=
Akeilung der geringen Verkehrszunahme iſt zunächſt zu necke und Herr Ludwig Guggenheim aus Mannheim ihre
Lcſichtigen, daß das Oſterfeſt mit ſeinem regen Per= Mitwirkung in dankenswerter Weiſe zugeſagt. Der
Vor=
ſüen verkehr im verfloſſenen Jahre in den Monat April, verkauf läßt auf ein ſehr erfreuliches Intereſſe der
Ein=
dieſem Jahre dagegen in den Monat März fiel. Die wohner Darmſtadts am Deutſchen Feſt ſchließen. Die
erung war, ebenſo wie im Vorjahre, meiſt kalt und Karten werden im Vorverkauf bis auf weiteres im
Pa=
mieriſch, was beſonders für den Ausflugsverkehr von pierhaus Elbert abgegeben. Der Verkauf der Karten für
ßem Nachteil war. Weiter iſt noch in Betracht zu ziehen, das Feſt am Sonntag findet nur an der Abendkaſſe ſtatt.
deas im Jahre 1912 in Frankfurt abgehaltene 50. Deut= Die Karten für eine der Feſtaufführungen am Freitag
Bundesſchießen und die in Darmſtadt veranſtaltete oder Samstag berechtigen zugleich zur Teilnahme am
Aiellung „Der Menſch” einen bedeutenden Einfluß auf geſelligen Abend am Sonntag. Damit kein läſtiger An=
Perſonenverkehr ausgeübt haben. Aus Anlaß der ge= drang in der Garderobe entſteht, werden die
Garderobe=
mmten Ausſtellung ſind allein in Sonderzügen in der Zeit nummern für Freitag am Donnerstag, für Samstag am
in! 24. Auguſt bis 30. September 1912 — 16484 Perſo= Freitag im Verkehrsbureau ausgegeben.
* Jahrhundertfeier des Evangeliſchen Bundes. Um
ſeis nach und von Darmſtadt befördert worden. Für
ſſen Ausfall haben die im laufenden Jahre in Darm= auch weiteren Kreiſen Gelegenheit zu geben, das Feſtſpiel
ſt abgehaltenen, weniger bedeutenden Ausſtellungen „Deutſchlands Erwachen 1813” welches ſich bei ſeiner Erſt=
Feſtlichkeiten keinen genügenden Erſatz zu bieten ver= aufführung am vergangenen Sonntag allgemeiner Teil=
— Eine Folge davon iſt, daß in Darmſtadt=Haupt= nahme zu erfreuen hatte, zu beſehen, ſoll dasſelbe, wie
Hof 20 944 Fahrkarten weniger verkauft worden ſind, ſchon bekannt gegeben, heute Donnerstag, den 6. November,
in der gleichen Zeit des Vorjahres. Dieſem Ausfall abends 8 Uhr, im Feſtſaal der Turngemeinde,
Woogs=
ſit ein Mehrverkauf von 18686 Fahrkarten in Darm= platz 5. wiederholt werden. Auch hat Herr Pfarrer Marx,
OOſtbahnhof und von 6359 Stück in Darmſtadt=Nord=! Darmſtadt, ſich in liebenswürdiger Weiſe bereit erklärt,
Anhof gegenüber. Der Verkehr nach und von ſeinen Vortrag „Evangeliſcher Geiſt in der ſittlichen
Wie=
m Odenwald wickelt ſich nach der Verlegung des dergeburt unſeres Volkes vor 100 Jahren” an dieſem
ſuttbahnhofes immer mehr auf dem Oſt= und! Abend nochmals zu halten, womit einem Verlangen
wei=
dbahnhof ab. In Darmſtadt=Südbahnhof ſind teſter Kreiſe Rechnung getragen wird. — Eintrittskarten:
Fahrkarten weniger verkauft worden. Dies iſt wohl Num. Plätze zu 1 Mk., unnum. Plätze zu 30 Pfg. ſind im
Vensverſicherungsgebäude für ſich in Anſpruch; er iſt das anfangen; auch ich habe, glaube ich, meine Füße längſt
hſte Bauwerk der Erde nach dem Eiffelturm, aber weir nicht mehr auf dem Boden. Man hätte jedem den Kopf
Ah iger als dieſer, ſchneeweiß, ſeine 54 Stockwerke oben abchneiden können; wie ſollte er ſich wehren? Die Arme
ſömt von einer Kuppel, in der Kuppel ein Leuchtturm= ſind an den Körper gepreßt wie zwei Hölzer, die Beine
das jetzt über die Millionenſtadt hinwegſtrahlt und ſind ſchon lange gefühllos und ſcheinen einem anderen zu
Dampfern auf dem Hudſon und auch noch denen jen= gehören, jedenfalls nicht mir, — außer, wenn mein
Neben=
sdes Hafens auf dem Atlantiſchen Ozean die Nähe der mann mir kräftig auf den Fuß tritt.
Nun, in dieſer Situation wollen wir uns ſtehen laſſen.
Eit anzeigt. Alle ſeine Stockwerke ſind von oben bis
en- hell erleuchtet, kein einziges Fenſter dunkel; von der Denn der, der das lieſt, ſoll ſich überzeugen, daß der Neu=
Eaßze bis an die Kuppel ein Bureau am anderen: wie Yorker ſich lieber zu der Dicke einer Zeitung
zuſammen=
ße Rieſenkerze erhellt der Turm den Platz. Auf dem an= drücken läßt, als daß er zu Hauſe ſitzen bleibt an dem
ſen: Wolkenkratzer ſind Scheinwerfer aufgeſtellt, die auf Abend, wo ſein Bürgermeiſter gewählt wird!
ſPPlatz herunter leuchten, an den gegenüberliegenden
ſut wänden ihr Licht entlang leuchten laſſend auf die
viel=
ſſemdköpfige Menſchenmaſſe. Scheinbar in der Luft
Feuilleton.
ſpilebt die elektriſche Reklame auf den Dächern der Häuſer,
kig e Damenhüte, ungeheuere Zylinder, Stiefel, Regen=
C.K. Das Orcheſter im Irrenhaus. Von einer
eigen=
ſirune, Namenſchilder, grüne, rote, weiße Rieſenräder aus artigen Beobachtung, die er über die muſikaliſche
Betätig=
ſbiggen Glühbirnen zuſammengeſetzt, bald verlöſchend, ung von Irren gemacht hat, erzählt ein Muſikkorreſpondent
d aufleuchtend. Die Menſchen haben ſich geſtaut, um der Daily Mail aus Italien. Er wohnte in der Nähe von
urgend etwas zu warten; berittene Schutzleute ragen Mailand in einer Villa, die nicht weit von einem
Irren=
ir die Maſſen hinaus. Ahal, da ſind Kinematographen haus gelegen war. Häufig hörte er wilde Schreie und
Ugeeſtellt, große Leinwandtücher ſind über die Fahrſtraße langgedehnte Klagen aus der Anſtalt und war dann nicht
ſennt; eben wird ein rechtſchaffener Mann — auf der wenig überraſcht, kurz danach die Klänge einer ſehr guten
nnvand nämlich — fälſchlich des Mordes beſchuldigt und heitern Orcheſtermuſik zu hören. „Erſtaunt horchte ich, dem
himt Abſchied von ſeinem Weib, während einige vor Haupteingang des Gartens der das Gebäude umgab,
hr ung weinende Poliziſten — alles auf der Leinwand gegenüberſtehend, als plötzlich das maſſive eiſerne Tor
darbei ſtehen, die ihn abführen ſollen; da erliſcht plötzlich aufflog und eine Schar von Leuten verſchiedenen Alters
P Ganze und in roten Rieſenbuchſtaben lieſt man die herausmarſchierte, die alle in ausgezeichneter Weiſe ihre
ſtette Depeſche: Das Wahlreſultat, die augenblickliche Inſtrumente handhabten und alle die Tracht der Inſaſſen
1 der Stimmen. Unbeſtimmbare Ausrufe gehen durch der Anſtalt trugen. Ich hörte dann ſpäter, daß die Geiſtes=
Menge. Willenlos werden wir weitergeſchoben; der kranken, deren Orcheſter 19 Mann ſtark war, öfters
Kon=
tzelne hat keine Macht mehr über ſeine Bewegungen.
zerte veranſtalteten, in den Gärten, vor den Fenſtern der
An der Häuſerwand ſtehen drei Reihen von Menſchen, Häuſer ſpielten und von ihren Schickſalsgenoſſen ſehr gern
Rand des Trottoirs zwei Reihen; zwiſchen dieſen bei= gehört wurden. Die Irren hörten gieria auf jeden Ton
Spalieren ſtocken und ſtauen ſich die, die ſich langſam der Muſik, und beſonders waren es die Melodien Verdis,
w ärts ſchieben, eingeengt durch Schutzleute zu Fuß die beſänftigend und erfreuend auf die Gemüter wirkten.
zu Pferde, die von Zeit zu Zeit halb auf dem Trot= Unter den Muſikanten herrſchte die beſte Harmonie.
hrmreiten, daß die Frauen aufſchreien und die Männer Wenn ſie ſpielen, ſo nehmen ſie die eigentümlichen
Stel=
ſichten. Jetzt drängen die Vorderen wieder zurück aber lungen an, in denen ſie ſich ſonſt gefallen; der eine ſteigt
ſrurm, weiß niemand, man kann nichts ſehen; von hinten während des Konzertierens etwa, wie er es auch ſonſt tut,
hrd vorgedrückt, und nun gibt es kein Vorwärts noch auf einen Stuhl; ein anderer wirft ſich auf die Erde; einer
ſckwvärts mehr. Die Reihen an den Hauswänden wer= hält ſein Inſtrument hoch gegen den Himmel, der andere
iſ im die Höhe gepreßt, daß ſie zu ſchreien und zu ſtöhnen ſenkt es tief zu Boden. Ihre Geſichter zeigen beim Spie=
1913.
Seite 3.
Verkehrsburean, bei Jahe. Walt, Eliſabeihenſtr.18, bei
Buchbinder Heckmann, Mühlſtr. 72, und abends an der
Kaſſe zu haben. Programm 10 Pfg.
* Verein für Vogel= und Geflügelzucht, älter. Verein.
Die November=Verſammlung, welche von 48 Mitgliedern
beſucht war, wurde von dem erſten Vorſitzenden in der
üblichen Weiſe eröffnet. Herr Dr. med. Bönning wurde
als Mitglied aufgenommen. Hierauf wurden die
rückſtän=
digen Protokolle verleſen und genehmigt. Der erſte
Vor=
ſitzende berichtete ſehr eingehend über die vom 1. bis 3.
November in Offenbach abgehaltene Verbands=
Geflügel=
ausſtellung, woran ſich 127 Geflügelvereine beteiligten.
Sein Einzelbericht galt dem Waſſergeflügel. Im weiteren
berichteten die Herren Neuhaus über ſchwere Raſſen, Herr
Schulz über Italiener und Herr K. Heß über Tauben.
Alle Berichte wurden ſeitens der Anweſenden mit
Inter=
eſſe verfolgt. Zum nächſten Punkte der Tagesordnung:
Herbſt=Ausſtellung, übergehend, gab der Vorſitzende
be=
kannt, daß im Laufe dieſer Woche den Mitgliedern die
Anmeldebogen zugehen. Der Schluß der Anmeldung
wurde auf den 20. d. M. feſtgeſetzt. Die Einlieferung hat
beſtimmt am 27. d. M. zu erfolgen. Weiter wurde noch auf
Vorſchlag beſchloſſen, daß alles Geflügel, welches bis zum
27. abends nicht eingeliefert iſt, von der Prämiierung
aus=
geſchloſſen werden muß. Mit der Verloſung von je einem
Stamme Hühner und Enten, ſowie der üblichen
Freiver=
loſung von Mais konnte die Verſammlung geſchloſſen
werden.
* Naturwiſſenſchaftlicher Verein. Am Dienstag, den
11. November, abends, findet die 287. Sitzung im
Fürſten=
ſaal ſtatt. Auf der Tagesordnung ſteht: 1.
Regierungs=
rat Knöpfel: Bedeutung des deutſchen Weinbaues und
Weinhandels. Mit graphiſchen Darſtellungen. 2.
Garten=
inſpektor Purpus: Botaniſche Mitteilung. 3. Bergrat
Köbrich: Eiſenerze als Verdränger anderer
minerali=
ſcher Subſtanzen.
* Verband der katholiſchen Studentenvereine
Deutſch=
lands (K. V.). Man ſchreibt uns: Am Sonntag, den 9.
November, begeht die Mittelrheiniſche Philiſtervereinigung
das Feſt ihres 25jährigen Beſtehens. Aus dieſem Anlaß
wird zu Darmſtadt u. a. ein Feſtkommers mit Damen
in den Räumen der Vereinigten Geſellſchaft ſtattfinden.
Die M. Ph.=V. zählt zurzeit etwa 150 Alte Herren des
K.=V. aus Heſſen und den angeenzenden Gebietsteilen zu
ihren Mitgliedern. Die Vorbereitungen zu dem Feſte
liegen in Händen des kathol. Studentenvereins Moenania
und ſeiner Alten Herren.
* Das Komitee für Verabreichung eines warmen
Frühſtücks an arme und kränkliche oder ſchwächliche
Schul=
kinder veranſtaltet zurzeit, wie alljährlich zugunſten ſeines
Unternehmens eine Hauskollekte durch Sammler, welche
mit einer von dem Komitee ausgeſtellten, behördlich
be=
glaubigten Liſte verſehen ſind. Das Komitee rechnet auch
diesmal wieder auf das Wohlwollen aller Menſchen= und
beſonders Kinderfreunde und hofft, daß das wohltätige
und gemeinnützige Unternehmen durch reichliche Gaben
aus allen Kreiſen unterſtützt wird. Zuwendungen für den
fraglichen Zweck werden auch jederzeit im Stadthaus,
Rheinſtraße, Zimmer Nc. 24, dankbar entgegengenommen.
Klavierabend Willy Hutter. Unſer beliebter
ein=
heimiſcher Pianiſt Willy Hutter wird, wie bereits kurz
gemeldet, in dieſem Jahre nach längerer Pauſe einen
Klavierabend veranſtalten. Das Konzert, dem wie
immer ein äußerſt intereſſantes Programm zugrunde
liegt, findet am Montag, den 17. November, abends
8 Uhr, im Saale des Hotels zur Traube ſtatt. Näheres
wird noch bekannt gegeben. Der Kartenverkauf hat in
der Hofmuſikalienhandlung Heinrich Arnold,
Wil=
helminenſtraße 9, begonnen.
* Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten
Kreuz beginnt in dieſen Tagen mit einer Liſtenſammlung
in der Stadt. Wie wir hören, ſoll der Ertrag dieſer
Sammlung in der Hauptſache dazu benutzt werden, die
der Kolonne — und insbeſondere deren Rettungswache —
zur Verfügung ſtehenden Hilfsmittel zur erſten
Hilfe=
leiſtung bei Unglücksſällen, ſowie den Beſtand
not=
wendiger Krankenbedarfsgegenſtände zur Verleihung an
Minderbemittelte zu mäßiger Leihgebühr zu ergänzen
und dieſe Einrichtung weiter auszubauen. Da alſo die
hier geſammelten Gelder der Allgemeinheit wieder
zu=
gute kommen werden, ſo hofft man, daß der ſo oft ſchon
gezeigte Opferſinn der Einwohnerſchaft Darmſtadts ſich
bei dieſer Sammlung wieder bewähren wird. Wir
wünſchen unſerer in uneigennützigſter Weiſe zum Beſten
der Allgemeinheit wirkenden Sanitätskolonne zu ihrer
Sammlung reichſten Erfelg.
len einen lächelnden Ausdruck Die Mitglieder dieſes
merkwürdigen Orcheſters waren mit Ausnahme eines
Rechtsanwaltes und zwei Muſikern früher alle
Hand=
werker. Ein Tiſchler ſpielt die Flöte, ein Koch das Horn,
ein Schneider die Hoboe, ein Schuhmacher die Poſaune.
Der ſehr kräftige Trommelſchläger iſt ein früherer Barbier.
Durch einen merkwürdigen Zufall ſind hier zwei Muſiker
zuſammengeraten, die auch ſchon im geſunden Zuſtande in
einem Orcheſter nebeneinander ſaßen. Der eine iſt ein
begabter Komponiſt, der faſt den ganzen Tag damit
ver=
bringt, Gedichte und Kompoſitionen zu verfaſſen und von
dem das Orcheſter mehrere merkwürdig klagende eigene
Kompoſitionen ſpielt. Der andere ſieht beim Spielen
be=
ſtändig gen Himmel, denn er glaubt dort die Geſtalt ſeiner
verſtorbenen Frau zu ſehen, deren Tod ihn ſo ſchmerzte,
daß er dadurch um den Verſtand kam. Der Dirigent
die=
ſes Irrenorcheſters iſt ein Geſunder; es gelingt ihm aber
leicht, Ordnung unter den 19 Mitgliedern zu halten; wenn
ſich auch ab und zu einmal einer weigert, mitzuſpielen, ſo
tun ſie es doch im allgemeinen ſehr gern und bereiten
da=
durch ſich und ihren Schickſalsgenoſſen eine Freude.”
* „Warum ich in keine Konzerte gehe” legt uns Karl
Spitteler im zweiten Oktoberheft des Kunſtwarts in fünf
Antworten dar: Erſtens, weil man mir willkürliche
Pro=
gramme aufſtellt, die ich in Bauſch und Bogen annehmen
müßte, wenn ich nicht dem ganzen Konzert fernbliebe.
Man geht folglich entweder von der Vorausſetzung aus,
man dürfe einem Publikum jedes beliebige Muſikſtück
vor=
führen, es ſchlucke alles, oder von der Vorausſetzung, die
Konzertgeber ſeien in muſikaliſchen Dingen über uns ſo
hoch erhaben wie der Lehrer über den Schüler. Beide
Vorausſetzungen empfinde ich für mein Teil als
unzu=
treffend. Mein Wunſch und mein Trotz verlangt, daß man
über Konzertprogramme ſich erſt miteinander verſtändige.
Da das in öffentlichen Konzerten nicht angeht, ſo verzichte
ich lieber. Zweitens, weil ich nicht, ohne aufzufallen, mich
retten, das heißt den Saal verlaſſen kann, ehe eine ſolche
Nummer kommt, die anzuhören für mich eine Seelenqual
bedeuten würde, um nachher zu einer anderen Nummer
wieder einzutreten, — nötigenfalls zwei= und dreimal
während eines Konzerts hinaus und wieder herein. Ich
könnte alſo öffentliche Konzerte nur ambulando genießen.
Drittens, weil man mir das Nachleben, das ein herrliches
Meiſterwerk in meinem Herzen verurſacht, durch unmittel=
Nummer 265 Mimmer
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 6. November 1913.
Seite 4.
ſanſt
2 Schaulurnen. Man ſchrebt undt Mit einen in der Angabe, daß er ſch noch im Lauſe des Tages der 1Hanseger, die Perſon völig hinter ihr zurtickriſt woilſeſten
niemals durch irgendwelche Virtuoſenkünſte und Ggſ
wird
allen Teilen gelungenen Schwimmfeſt,worauf die Schwimm= Staatsanwaltſchaft in Darmſtadt ſtellen werde.
lichen
Mainz, 5. Nov. (Agenten für die Frem=reicheleien beſtechen will.
abteilung mit Stolz zurückblicken kann, eröffnete die
So wird das 2. Hofmuſikkonzert ſich zu einem künſt
Imter
Turngemeinde Darmſtadt ihre diesjährigen Veranſtaltun= denlegion.) Bei der hieſigen Polizei iſt, wie ein
aus=
gen. Dieſem folgte am vorigen Samstag das Herbſtkon= wärtiges Blatt erfährt, über den Werber für die Fremden= leriſchen Ereignis geſtalten, indem es die Bekanniſch
zert der Turnerſingmannſchaft, das ebenfalls einen vollen legion, Rhein, der in Kaſſel verhaftet wurde und aus mit einer der gediegenſten und von der hohen Mi
Erfolg zu verzeichnen hatte. Um auch den übrigen Ab= Mainz ſtammen ſoll, nichts näheres bekannt. Der echter Kunſtbetätigung durchdrungenen, führendenona
teilungen Gelegenheit zu geben, ihr Können zu beweiſen, Werber, der jüngſt in Mainz zwei Akquiſiteure aus Frank= ſönlichkeiten vermittelt.
kindet am Sonntag, den 9. d. M., nachmittags von 3 bis furt für die Fremdenlegion werben wollte und ihnen
Peſtenl
* Zitherklub „Edelweiß” Man ſche
6 Uhr, das alljährliche Schauturnen ſtatt. Bei dieſem Hunderte von Mark verſprach, entpuppte ſich als ein nicht
werden vom Schüler bis zum gereiften Manne, ſowie die ernſtzunehmender Schäfer, deſſen ganzes Vermögen aus uns: Das Konzert des Zitherklubs „EdelwecWlhateren.
aus Anlaß ſeines 6. Stiftungsfeſtes, findet
Schülerinnen= und Turnerinnen=Abteilungen durch geeig= 2 Pfennigen beſtand.
Mainz, 5. Nov. (Tödlicher unfall.) Geſtern wie hier ſchon angetündigt, am 30. Novenſäſt ic.
hamburg.
nete Vorführungen alles das zeigen, was in einem
ge=
regelten Turnbetrieb zur Stählung des Körpers und Gei= abend gegen 8 Uhr ſpielte eine Reihe Knaben im Eiſer= ſondern bereits am 23. November dieſes Jahnätzin Direk
ſtes geübt wird. Zu dem Schauturnen haben nicht nur nen Tor mit einem Kanalſchachtdeckel, den ſie gemeinſam alſo 8 Tage früher ſtatt. In dem nunmehr fertiggeſtellen=htloſes Te
die Mitglieder und deren Angehörigen der Turngemeinde, aufzuheben verſuchte. Plötzlich ließ die Mehrzahl der Programm ſind als Soliſten vertreten: die Konzelſt ninſen, na
ſondern alle Turnfreunde unentgeltlichen Zutritt wenn Jungen den ſchweren Deckel los, ſo daß dieſer mit dem ſängerin Fräulein Agathe Landzettel, der Ceſnl gleichen Ge
ſie ſich in den Beſitz einer Eintrittskarte ſetzen, die von ganzen Gewicht auf den 13jährigen Winſchermann aus der Heinrich Hebbel und der berühmte und wohl he hilflos
Donnerstag ab beim Hausmeiſter in der Turnhalle am Mailandsgaſſe fiel. Schwer verletzt wurde der Junge ins tendſte Künſtler auf der Zither der ZithervirtuoſeHaſioners
Rochushoſpital gebracht, wo noch in der Nacht eine Ope= Drechſel aus Nürnberg Ueber die mehr als ſtauftenench vielen
Woogsplatz erhältlich iſt.
ration vorgenommen wurde. Doch konnte auch dieſe nicht werte Vortragsweiſe dieſes in ſeiner Art wohl einzig Meſchet des Scho
§ Aſyl für Obdachloſe. Während des Monats mehr helfen; heute morgen gegen 2 Uhr iſt W. ſeinen ſtehenden Künſtlers noch Worte zu ſchreiben, dürfte ntni=ge Dampfe
Oktober wurde in dem im Lokale des zweiten Polizei= Verletzungen erlegen.
ſtändig überflüſſig ſein, zumal Herr Drechſel ja in Danzilleg danburg.
reviers in der Alexanderſtraße errichteten Aſyl für
Mainz, 5. Nov. (Merkwürdig!) Das M. T.
ſtadt bei Zitherfreunden kein Fremder mehr iſt; nicht Mſtrundet. 9
Obdachloſe 438 Perſonen und in demjenigen im Lokale ſchreibt: Frau Eliſe Johann, die den Krieg 1870/1871 als erwähnt ſoll aber bleiben, daß überall, wo Herr Drschlliſkrngen, dae
des fünften Polizeireviers in der Ludwigshöhſtraße Marketenderin mitgemacht hatte, iſt geſtern früh im hie= bis jetzt ſeine packenden Weiſen ertönen ließ, nicht Aub Mnpetſtelden.
83 Perſonen, zuſammen 521 Perſonen, Obbach gewährt. ſigen ſtädtiſchen Krankenhauſe geſtorben. Sie entwickelte Muſikfreunden dichtbeſetzte Säle waren, ſondern hulſ kbekhanen
Der Martinimarkt im Martinsviertel wurde hierbei großen Mut und trug oft bis in den Kugelregen
von der Bürgermeiſterei und dem Polizeiamt genehmigt. den Soldaten ihre Vorräte nach. (Daß zum Sterben Mut Publikum ſchied auch ſtets mit dem Bewußtſein von däldlede das 20
Der Markt wird am nächſten Sonntag, den 9., und gehört, iſt ja noch angängig. Daß die alte Dame aber Konzerten, etwas erhebendes in Muſik gehört zu habesal uwert über
Montag, den 10. November, als Meſſe und Jahrmarkt beim Sterben im Krankenhauſe den Soldaten ihre Vor= Da ſich ſobald wohl nicht wieder eine Gelegenheit biehl sſiädes gab in
dürfte, dieſen Virtuoſen in Darmſtadt zu hören, kann dälſt gevold
auf dem freien Platz Ecke der Lichtenberg= und räte bis in den Kugelregen nachtrug? — Merkwürdig, Beſuch des Konzertes nur nochmals jedem Freunde illlilee eigene Fi
Liebfrauenſtraße ſtatfinden.
höchſt merkwürdig!)
feinen Muſik empfohlen werden Weitere Mitteilungan Pats, 4.
Adreßbuch. Der Druckbogen Nr. 22 des Adreß=
Gimbsheim, 5. Nov. (Jagdglück.) Ein erfolg= erfolgen noch in den nächſten Tagen im Anzeigenteil dieſellnuuder) Die
buches für 1914, enthaltend Hausregiſter — Dornheimer reicher Fuchsjäger iſt Gg. Hch. Oswald hier. Es gelang Blattes
Mätsteſ. 6
Weg 77 bis Forſtmeiſterſtraße 7
— liegt im
Haupt=
ihm jetzt wiederum, einen Fuchs, bereits den zwölften T
aſtillon
meldebureau Hügelſtraße 31/33, Zimmer Nr. 13, während in dieſem Jahre. zu erlegen. — Ein weißer Faſan,
Malet
der Bureauſtunden (8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis der ſich in den letzten Wochen in den verſchiedenen umlie=
Reich und Ausland.
An, der u
6 Uhr nachmittags) bis zum 8. November vormittags genden Revieren gezeigt, hatte ob ſeiner Seltenheit die
zur Einſichtnahme offen.
Aus der Reichshauptſtadt, 4. Nov. Zur Ele
ganze Jägerſchaft des Altrheins auf die Beine gebracht.
§ Znſammenſtoß. Am Dienstag nachmittag kurz Jetzt iſt der vielbegehrte weiße Faſan von dem Molkerei=fizierung derStadtbahnen hat die Eiſenbahl
nach 4 Uhr iſt an der Ecke Rhein= und Saalbauſtraße beſitzer Rehn auf ſeinem Pirſchgange erlegt worden.
waltung zunächſt den Bau von 60 Schnellzugslokomohn
ein Einſpänner=Perſonenfuhrwerk mit einem Motor=
Heidesheim, 5. Nov. (Bekämpfung der Obſt= des Typs S. 12 in Auftrag gegeben. Die Lieferungd
wagen der Elektriſchen Straßenbahn zuſammengeſtoßen.ſchädlinge) In ausgiebiger Weiſe wird dieſen elektriſchen Stroms wird von beſonderen lediglich ſümäſinde
Der Motorwagen wurde hierbei beſchädigt.
Herbſt in hieſiger Gemarkung, welche nach der letzten Dienſt der Eiſenbahn errichteten Kraftſtationenbe
.Es. Unfall. Geſtern vormittag kurz nach 9 Uhr Zählung über 72 000 Obſtbäume aufweiſt, die Anlegung werden. Das eine Kraftwerk wird in Rummelsburgsil
fiel ein Arbeiter, der einen ſchweren Sack trug, eine von Klebgürteln an den Bäumen zum Fange der Froſt= andere in Charlottenburg gebaut. — Ein Bankol
8 Meter hohe Treppe herunter und zog ſich mehrere ſpannermotten betrieben. Nur vereinzelt iſt dieſe Arbeit fälſcher, auf deſſen Ergreifung das Reichsbau
en Gre
Rippenbrüche zu. Der Bedauernswerte wurde durch noch nachzuholen. Man erkennt immer mehr, daß nur torium Mitte Juli eine Belohnung von 3000 Marka
h e
die Rettungswache in das Städtiſche Krankenhaus Einheitlichkeit in der Bekämpfung der Obſtbaumſchädlinge ſchrieben hat, iſt geſtern in der Perſon des 40jähmm
gebracht.
von weſentlichem Erfolg begleitet ſein kann.
Stubenmalers Paul Preuß in Tempelhof ergriffen Milal
den. Die Fälſcherwerkzeuge und das Material für
* Weiterſtadt, 5. Nov. (Ausſtellung.) Nach ein=
Herſtellung der falſchen Scheine wurde in dem Luftſhäll
Kunſtnotizen.
wöchiger Dauer iſt die vom heſſiſchen Volksſchriftenverein
der Kochmaſchine und in Oefen gefunden. — Auf die
und Verein für ländliche Heimats= und Wohlfahrtspflege (eber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc. deren im Nacht
klagebank der 5. Strafkammer des Landgerichts Berliſi
ſtehenben Ernöhnung geſchieht, behält ſich die Rebaktion ihr Urteil vor.
veranſtaltete Ausſtellung, über die wir bereits berichteten,
wurde heute ſtark gefeſſelt der Komplize des
geſchloſſen worden. Herr Lehrer Haſſinger=Darmſtadt hielt
Siegmund von Hausegger.
mörders Sternickels, der 19jährige Schlie
vor einem größeren Publikum, das ſich aus Weiterſtadt
geführt. Er war bekanntlich in Frankfurt a. l
(Zum II. Sinfonie=Konzert der Hofkapelle.)
und Braunshardt eingefunden hatte, den angekündigten
Prozeß Sternickel zum Tode verurteilt und alle
Vortrag. In einer längeren, von edler Begeiſterung für
Mit dem Heranziehen berühmter Gaſtdirigenten hat Gnadenwege zu lebenslänglichem Zuchthaus becliä
die Kunſt durchdrungenen Rede wies der Vortragende hin die Leitung der Hofmuſikkonzerte einen vielverheißenden worden. Heute war er angeklagt, im Dezember
auf die hohe Bedeutung wahrhaft künſtleriſcher Erzeug= Schritt getan. Das nächſten Montag im Hoftheater
ſtatt=
niſſe gegenüber der verhältnismäßig billigen und doch ſo findende Konzert iſt das erſte im Zeichen dieſer glücklichen der Breslauerſtraße einen Einbruch begangen zu
bei dem er jedoch erwiſcht wurde. Der Staatsal
teueren Fabrikware, die den Leuten ſo überreich ange= Idee ſtehende Unternehmen. In der Erkenntnis, daß der hatte 9 Monate Gefängnis beantragt. Das Urteil
boten wird, und ging dann zur Beſprechung einzelner erſte derartige Verſuch von grundlegender, im beſten auf 5 Monate, da Schliewenz ein umfaſſendesGeſtch
Bilder über. Mit größtem Intereſſe folgten die Anweſen=Sinne künſtleriſcher Bedeutung ſein muß, iſt die Wahl auf ablegte.
den den Ausführungen des Redners, dem am Schluſſe Siegmund von Hausegger gefallen, eine Perfön=
5. Nov. Der Kaiſer nahm heute vormit
reicher Beifall geſpendet wurde. Von der günſtigen Ge= lichkeit, die, geſtützt auf eminentes Können, in der Dar=Skizzen von dem Opernhausneuba
legenheit, gute Bilder preiswert zu erwerben, wurde viel= ſtellung eines Kunſtwerkes nur die möglichſt vollendete gegen, wobei der Geheime Baurat Hoffmanni
fach Gebrauch gemacht.
Verkörperung des Inhaltes im Sinne des Schöpfers er= dere anweſend waren. Später empfing der Kauc
Heppenheim, 5. Nov. (Alte Feuerwehrleute.) ſtrebt und fern von Originalitätsſucht und Effekthaſcherei Anweſenheit des Kultusminiſters den Biſchof von i
Vor einigen Tagen berichteten die Tagesblätter von einem die höchſten, in Wahrheit und Schönheit erſtehenden Wir= ſter, Johannes Poggenburg, der dann zur Frühſtl
82jährigen aktiven Feuerwehrmann. Auch hier ſind deren kungen erreicht.
gezogen wurde. —
In einem Privathauſe wi
zwei ſolch rüſtige Greiſe bei der Feuerwehr tätig. Es
Die Rhein. Muſik= und Theater=Ztg. hat in den beiden bisher unbekanntes Bild von Remb
ſind dies die Herren Schloſſermeiſter Hafner und Saul. letzten Oktober=Nummern dieſes Jahres ein Lebensbild das Porträt eines blonden jungen Mannes
Erſterer iſt 81 und letzterer hat bereits auch die 70 Hauseggers von W. Eloeckner gebracht, aus dem wirKünſtlers beſter Zeit, gefunden. Es iſt bereitst
überſchritten. Beide waren bei den Gründern der Wehr einiges für die Beſucher der Hofmuſikkonzerte beſonders Beſitz eines der größten deutſchen Sammler übergeſäblm
Sie ſind trotz ihres Alters immer noch bei den erſten auf Wiſſenswerte wiedergeben: S. v. Hausegger wurde am
Der Oberſt a D. Hüger, der ſich durch die Mihll
dem Sammelplatz, einerlei, ob das Signal im Ernſtfalle 16. Auguſt 1872 zu Graz als Sohn des hervorragenden bei ſeiner Verabſchiedung ungerecht behandelt fühllen
oder zu einer Uebung gegeben wird. Ehre alſo ſolch Muſikäſthetikers Friedr. v. Hausegger geboren. Von früher deshalb zahlreiche Prozeſſe führte hat den
nachahmenswerten Beiſpielen!
Jugend an hatte er im Vater den allſeitig gebildeten Er= Kriegsminiſter von Heeringen auf
Rimbach i. O., 5. Nov.
(Zur Totſchlags= zieher im beſten Sinne des Wortes. Für die Entwicke=len gefordert. Der letztere hat aus dienſtliche
affäre.) Der wegen Tötung des Michael Mader flüchtig lung ſeines Kompoſitionstalentes war der Vater dem ſtimmungen die Forderung abgelehnt.
gegangene und von der Staatsanwaltſchaft ſteckbrieflich Sohn der denkbar beſte Erzieher. Vom 18. Lebensjahre
Frankfurt, 5. Nov. (Der Prozeß Hollan
verfolgte Obſthändler Nikolaus Platt hat ſich ſeither noch ab vollendete er unter Karl Pohligs Leitung ſeine pia=
Zurzeit ſchweben Verhandlungen mit dem frühen
in hieſiger Gegend aufgehalten und beſuchte in der ver= niſtiſche Ausbildung. Seine erſten Lorbeeren als Kom= tendanten Felix Holländer wegen Abſchluſſes
gangenen Nacht ſogar ſeine Wohnung. Ehe die Behörde poniſt errang Hausegger in München mit der 1896 ent=außergerichtlichen Vergleichs. Es haum
davon Kenntnis erhielt, hatte er ſich wieder entfernt mit ſtandenen Dioniſiſchen Fantaſie” dem „Bar= dabei um Zahlung einer weſentlich unter der Fol
baroſſa”, der von 1899 an ſeinen Namen bis in die der Neuen Theater=Geſellſchaft bleibenden Abfiln
bar nachfolgende Werke verdirbt. Viertens, weil ich bei neue Welt trug und einer nach E. T. A. Hoffmanns No= ſumme, welche die Geſellſchaft dem Penſionsfond
einer mir verächtlichen Kompoſition meine Veſachtung velle „Klein Zaches” entſtandenen Oper „Zinnober”. Seiner weiſen gedenkt. Das Zuſtandekommen ſcheint Heillge
nicht durch Störung kundtun und bei einer niederträch= im Frühjahr 1903 ihm angetrauten Gattin, der bedeuten= ſein, wenn Herr Holländer noch einige Nebenbediſhl
tigen nicht aufſpringen und dem Dirigenten das Pult den Konzertſängerin Hertha Ritter, brachte er ſeine ge= erfüllt.
umſtürzen darf. Fünſtens, weil ich, durch tauſendmalige waltige Tondichtung „Wieland der Schmied” als Braut=
Straßburg i. E., 5. Nov. (Bluttat)
Erfahrung belehrt, voraus weiß, daſ wenn ein ganz gabe dar Das Werk gelangt unter des Komponiſten Lei= Marie eur Ehenes hat ſich eine ſchwere Bluttatſlch
elendes Machwerk verübt wird, zum Beiſpiel ein impo= tung nächſten Montag zur erſten hieſigen Auffüh= Die Brüder Weiſenſtein hetzten auf einen Mannd
tentes, von allen Muſen verſluchtes Salonadagiogewinſel, rung. Außer dieſen allgemein bekannten großen Inſtrumen= ſehentlich in ihre Küche geraten war, ſich aber ſofhp eulen
der Unrat unfehlbar ohne Erbarmen mit mie, ſtürmiſch talwerken ſchuf er eine große Anzahl Lieder, in deren erſten ſernte, ihren Hund, der den Mann zu Boden riſt Welhle
da gapo verlangt wird. Darum gehe ich niemals in ein Heſten er auf den Bahnen Hugo Wolfs weiterſchreitet, um Brüder ſchlugen hierauf den Bedauernsweriet Mlt
Konzert. — Das iſt grob. aber originell!
ſich ſpäter zu voller Selbſtändigkeit zu entwickeln. Sein Stöcken tot, nachdem ſie ihn durch mehrere Sücher
ml. 160 000 Mark für ein Kind. Eine rührende Ge= reifſtes, von weihevoller Religioſität durchdrungenes Werk letzt hatten.
ſchichte, die allen Anſpruch auf Verfilmung hat, erzählen iſt die „Natur=Symphonie‟. In dieſer letzten ſympho=
Straßburg, 5. Nov. Wie die Poſt wiſſen willehalder
die engliſchen Zeitungen von einer armen Taglöhnerin niſchen Gabe hat ſich alles konzentriert und kryſtalliſiert, Staatsſekretär der Reichslande, Freiherr Zovon
namens Carri, die in kümmerlichen Verhältniſſen in Al= was ſein reicher Geiſt aus dem Leben der Natur und des Bulach, gegen ſeinen älteſten Sohn Klaus Komſ Vyn
derney lebt. Unter ihren acht Kindern iſt auch die kleine menſchlichen Gemütes geſchöpft hat.
Bulach, das Entmündigungsverfahren wegen Verſchwen=
Bertie, ein 2½jähriges Mädchen, die mit ihren blonden
Hauseggers Ruf als Dirigent datiert aus der Zeit dungsſucht beantragt. Der Antragſteller bittet, den Land=
Locken und blauen Augen den Stolz des ganzen Dorfes ſeiner Verbindung mit dem Münchener Kaim=Orcheſter, tagsabgeordneten Landgerichtsrat Dr. Vonderſcheeheln
das er erſt in ſommerlichen Konzerten in Bad Kiſſingen maligen Landtagsabgeordneten der Zentrumspartei zum
bildet. Jüngſt ſah auch eine Beſucherin aus London das
Kind. Sie war über ſeine Schönheit ſo entzückt, daß ſie es leitete, dann aber in den Wintern 1900—1901/2 neben Vormund zu ernennen.
zu adoptieren beſchloß. Davon wollte indeſſen die Mutter Weingartner in München dirigierte Von 1903—1906 war
Metz, 5. Nov. Zu der Grenzüberſchreitung
nichts wiſſen. Auch das Angebot der reichen Dame ihr Hausegger als Dirigent der Frankfurter Muſeumsgeſell= bei Arnaville erfährt man von zuſtändiger Stellen
die Kleine abzukaufen, lehnte ſie ab und ſie beharrte in ſchaft tätig, wo er nach allen Seiten ein reformatoriſches Es handelt ſich lediglich um einen Zug Reſervillem
ihrem Widerſtande ſelbſt als die Londonerin ihr Gebot und ſegensreiches Wirken entfaltete, indem er allem Neuen die hier vollkommen fremd ſind und von einem
bis auf 160 000 Mark erhöhte Allerdings machte die hart= und Echten aus alter und neuer Zeit Bahn brach. Die jungen Offizier geführt wurden, der ebenſo hier völlig
näckige Kinderfreundin die Sache auch davon abhängig, Aufſtellung und Löſung der Frage nach der Stileinheit fremd war. Die Leute hatten heute früh in der=Duſtſen
daß ſich die Mutter verpflichte ihr Kind nie mehr zu der Konzertprogramme iſt unter den Dirigenten der Gegen= heit bei Noveant das Grenzzeichen überſehen und
ſehen. Die arme Frau war ſich durchaus klar darüber, wart in erſter Linie ihm als Verdienſt anzurechnen. Nach eine kurze Strecke auf franzöſiſches Gebiet gelangtg= am
was 160 000 Mark für ſie bedeuteten, aber ſie wies das einigen Jahren der Zurückgezogenheit die hauptſächlich bald ſie jedoch bemerkten, daß ſie ſich auf franzöſiſchen
Vermögen gelaſſen mit den Worten zurück: Ich will kompoſitoriſchen und ſchriftſtelleriſchen Arbeiten gewidmet Boden befanden, machten ſie ſogleich Kehrt und gingen,
waren, übernahm Hausegger 1910 die Direktion der Ham= ſofort auf deutſches Gebiet zurück. Sie ſind nur einige
lieber arm bleiben, als daß ich eines meiner Kinder
ver=
ſchachere.” Und der Mann war ganz der Meinung ſeiner burger Philharmonie und des Berliner Blüthner= hundert Meter auf franzöſiſchen Boden gelangt,
Frau, als er des Abends von der Arbeit heimkehrte und Orcheſter, als deren Leiter er ſeitdem tätig iſt.
Metz, 5. Nov. (Tie Verhandlung in dem
Wem das Glück zuteil ward, Hausegger bei ſeinen Berufungsprozeß) gegen den Vorſitzenden des
erfuhr daß er mit dem Einſatz ſeines Kindes das große
Proben zuzuhören, der wird die ſuggeſtive Macht miksehemaligen Souvenir Alſaeien Lorraine iſt geſtern abend
Los hätte gewinnen können.
empfunden haben, die ſich von ſeinenr Tartſtock auf die 7 Uhr zu Ende geführt worden. Die Urteilsverkün=
* Der ſchlaue Ire. Ein Engländer und ein Ire Ausführenden überträgt, und die den Nichtmuſikern jedes=digung wurde auf morgen nachmittag 5 Uhr feſtgeſehzt
wetteten einmal, wer am weiteſten ſchwimmen würde. mal um ſo geheimnisvoller vorkommt, als der Dirigent Das Plädoyer des Staatsanwalts war nur kurz.Er
Am Tage des Wettkampfes kam der Ire in einem Bade= nichts tut und nichts ſpricht, was nicht im unmittelbarſten verwies auf die Akten die geradezu von Beweiſen dafu
koſtüm und trug einen großen Sack auf dem Rücken Der
Zuſammenhang mit den Noten der Partitur und ihrem wimmelten, daß der Verein ein politiſcher ſei, und bean=
Engländer fragte ihn, was er darin habe. „Eſſen für drei rhythmiſch=plaſtiſchen Vortrag ſteht. Wenn der Muſiker tragte 50 Mark Geldſtrafe, eventuell eine Woche Haft. Der
Tage,” antwortete Pat kaltblütig. „Dann haſt Du ge= es auch verfolgen und nachdenken kann, mit welchen Mit=Verteidiger ſuchte ſeinen gegenteiligen Standpunkt zu
be=
wonnen,” ſagte der erſchreckte Engländer und gab ihm das teln eine geniale Perſönlichkeit ihre Wirkungen erzielt, ſo weiſen und beantragte Freiſprechung. Der Eindruck aus
Geld. Ein paar Tage ſpäter hörte er, daß Pat überhaupt liegt der Zauber dieſer Wirkungen doch in der Perſönlich= den Verhandlungen iſt wohl ziemlich allgemein der,daß
nicht ſchwimmen könnte
keit ſelbſt. Und dieſe nennen wir groß, wenn, wie bei mit einer Verurteilung zu rechnen ſein dürfte.
2
(20
ſummer 267.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 6. November
ſarlsruhe, 5. Nov. (Die Affäre Lorenz.) Zu war. Hantzſch iſt im vorigen Jahre auf einer unternom=
Meufſehenerregenden Verſchwinden des Rechtsanwalts menen Expedition geſtorben, die er von der Miſſions=
Aunz wird noch berichtet, daß Lorenz in Karlsruhe gro= ſtation auf der Black=Leas=Inſel unternommen hatte.
Anſehen und Achtung in weiten Kreiſen genoß. Er Seine Kräfte waren anſcheinend den Strapazen und den
unter anderem erſter Vorſitzender des Militärver= klimatiſchen Verhältniſſen nicht gewachſen. Er war von
ſverbandes des Alb= und Pfinzgaues. Wie es einigen Eskimos begleitet, die ihm ein chriſtliches
Begräb=
iſt Lorenz ins Ausland geflohen. Durch allerlei nis gaben und ſeine Hinterlaſſenſchaft Greenſhield
aus=
wulationen war es ihm gelungen, die Gemeinde gehändigt haben.
Aſtadt im Schwarzwald, die ſchon lange auf die Ab=
Petersburg, 4. Nov. (Ein ſtädtiſches
Säug=
uung drängte, hinzuhalten. Die Unterſchlagungen lingsheim.) Mehrere Petersburger Stadträte erklär=
Mungefähr 80000 Mark ſollen ſchon mehrere Jahre ten nach Beſichtigung des ſtädtiſchen Säuglingsheims im
Aledatieren. Gegen Lorenz iſt ein Haftbefehl erlaſſen Stadtteil Fontanka, das Aſyl ſei ein Schandfleck der
den.
Petersburger Stadtverwaltung, die gerichtlich zur Ver=
Hamburg, 5. Nov. (Schiffsunfälle.) Bei der antwortung gezogen werden müßte. 60 Prozent der
ſigen Direktion der Hamburg=Amerika=Linie iſt ein Säuglinge ſterben an Hunger, da fünf Ammen
durch=
itloſes Telegramm des Rieſendampfers „Imperator” ſchnittlich 50 Kinder ſtillen müſſen. Ventilationen und
lelaufen, nach dem der Dampfer „Barcelona” von Sauberkeit fehlen völlig. Die Kinder liegen ohne Leib=
Wleichen Geſellſchaft mitten auf dem Atlantiſchen Ozean wäſche in ſchmutzige Lumpen gehüllt.
Ahilflos treibende Wrack des engliſchen
Tokio, 5. Nov. (Marine=Unfall.) In der
oners „Gypſum Emperor” angetroffen hat. Nähe von Saſeko ſind zwei Torpedoboote
zuſammenge=
vielen Bemühungen ſei es gelungen, die ganze Mann= ſtoßen und geſunken. Die Mannſchaft iſt gerettet worden.
ſilt des Schoners an Bord zu nehmen. — Der
Flens=
ier Dampfer „Nanta” iſt geſtern nacht auf der Reiſe
Hamburg in der Nähe der däniſchen Inſel Aero ge=
Parlamentariſches.
Mndet. Bergungsdampfer ſind zur Hilfeleiſtung ab=
* Die Beſoldungsvorlage. Geſtern
vor=
fallngen, da es dem Dampfer nicht gelang, wieder flott mittag ſetzte der Finanzausſchuß der Zweiten Kammer
verden.
berhauſen, 5. Nov. (Im Zorn.) In Habinghorſt ſeine Beratung über die Beſoldungsvorlage fort. Es
mide das Töchterchen eines Bergmanns von einem wurde, wie verlautet, ein Entwurf der Großherzoglichen
Aewerk überfahren und getötet. Der Vater des Regierung zu den Vorſchlägen des Ausſchuſſes
entgegen=
es gab in der Aufregung auf den Fuhrmann meh= genommen und beraten. Die Beratungen werden heute
Kevolverſchüſſe ab, die jedoch fehlgingen und fortgeſetzt und ſind immer noch vertraulich.
eigene Frau und Tochter ſchwer verletzten.
Paris, 4. Nov. (Vom Weltmann zum Kloſter=
Mder.) Die Pariſer Geſellſchaft hat einen neuen Ge=
Gerichtszeitung.
ſchsſtoff. Eines ihrer bekannteſten Mitglieder, der
Prozeß Brandt.
fCaſtillon de Saint Victor, iſt als Laienbruder in
Gleſuitenkloſter eingetreten. Graf Caſtillon de Saint
* Berlin, 5. Nov. Zu Beginn der heutigen Sitzung
e=, der urſprünglich im Dienſte der franzöſiſchen gab der Staatsanwalt folgende Erklärung
ſomatie ſtand, war einer der bekannteſten Freiballon= ab: Es iſt hier ſchon davon die Rede geweſen, daß die
fet Frankreichs und hatte verſchiedene Fahrten unter Vorgänge in dieſer Verhandlung zum Teil ſchon zu Fol=
Wichwierigſten Umſtänden geleiſtet. Er war Inhaber gen im Auslande geführt haben, und die neueſten Zei=
Wlredener „Weltrekorde” im Freiballon. Mit dem tungsnachrichten gehen darüber Näheres. Es iſt die Ehre
fm de la Vaulx zuſammen beteiligte er ſich an der belgiſcher und italieniſcher Offiziere, um die es ſich dabei
Paris-Kiew, bei der ein neuer Weltrekord über handeln kann. Wir haben ein Intereſſe daran, klarzu=
Kilometer Entfernung in 35¾ Stunden aufgeſtellt ſtellen, daß in dieſem Falle die Ehre irgend eines
auslän=
de. 1901 war er Begleiter auf einem Flug über das diſchen Offiziers oder irgend einer anderen ausländiſchen
ſelmeer. Ein Vertreter des Matin machte den Ver=amtlichen Stelle mit keinem Worte angegriffen worden
den Grafen im Kloſter über ſeinen Entſchluß aus= iſt und daß auch nicht die mindeſte Grundlage dafür vor=
Arechen. Er fand den Weltmann, der eine der elegan= handen iſt. In dem heutigen Lokalanzeiger, auf den ich
n Exſcheinungen von Paris geweſen war, beim Auf=hier ſchon einmal habe kommen müſſen, wird die Nachricht
en der Küche. Der Graf verweigerte jede Auskunft gebracht, daß man in Belgien den Verdacht geäußert habe,
die Gründe ſeines Entſchluſſes.
als habe Herr von Metzen unlautere Beziehungen zu
Laris 5. Nov. (Kriſe im Théätre des belgiſchen Offizieren gehabt und daß öffentliche
Aufklä=
amps Elyſée.) Aus Paris wird der Frkft. Ztg. rung darüber geſchaffen werden ſolle. Ich kann wohl
zeldet: In einem offenen Briefe an die Morgenblätter hinzuſetzen, das kommt davon, wenn man den
Staats=
iot Herr Aſtruc, daß er ſich genötigt ſehe, ſein Theätre anwalt, der berufen iſt, in dieſer Sache das Intereſſe der
Champs Elyſée zu ſchließen. Nach ſeiner Anſicht han= Rechtspflege und die Intereſſen des Staates ſo
mitein=
es ſich vorläufig nur darum, die Vorſtellungen eine ander zu vereinigen, daß keiner der beiden Schaden
lei=
lng zu unterbrechen, bis es ihm mit Hilfe neuer det, der ſeit Monaten mit dieſer Sache bekannt iſt und ſie
dmrittel möglich wird, ſein Werk fortzuſetzen. Das Tag und Nacht durchdacht hat, in einem Moment, wo er
ſſietal des Theaters drückt in einem ebenfalls veröffent= nach beſtem Wiſſen und Gewiſſen das allein Richtige
be=
en Briefe dem Direktor ſein Bedauern aus, mitten antragt, beſchuldigt, als habe er die Zügel ſeines Amtes
ibeſten Arbeit unterbrochen zu werden. Die Pariſer ſo aus der Hand verloren, daß ſie in andere Hände
über=
ſunigen begleiten die Mitteilungen mit Worten warmer gehen müßten Man hat mir ſogar den Vorwurf gemacht,
Njahme. Es wäre in der Tat ein Verluſt für das Pa=als ſei mir eine offiziöſe Rüge erteilt worden wegen des
Muſikleben, wenn Herrn Aſtrucs Unternehmen ver=Umſtandes, weil ich wohlbedachterweiſe ein gefährliches
häde. Es war ein Haus des Fortſchritts. Es bot Staatsgeheimnis ausgeplaudert habe. Ich weiß nicht, ob
illteren und neueren Werken, was die ſtaatlichen ſub= die Stelle, von der dieſe Publikation ausgegangen iſt,
kionierten Opernbühnen nicht leiſteten. Im Laufe des jemals Vermittler geweſen iſt einer amtlichen Meinung
ſiers ſollten „Parſifal”, „Fidelio” uſw. herauskommen. oder amtlichen Anſicht, aber ich glaube, wenn es jemals
ätig einſtudiert war die franzöſiſche Uebertragung von der Fall geweſen ſein ſollte, dürfte es nach dieſem Vor=
M* Gudunow” deren erſte Aufführung auf morgen, fall für immer vorbei ſein, auszuſprechen, aber auch zu
Awerstag, angeſetzt iſt und auch tatſächlich noch ſtatt= beweiſen, daß an keiner Stelle die Ehre irgend einer
aus=
ſien ſoll, da das Perſonal bereit iſt, umſonſt zu arbeiten. ländiſchen amtlichen Stelle, insbeſondere nachdem das ſpe=
Midarf wohl annehmen, daß Herr Aſtruc in dieſer Lage ziell zur Sprache gebracht iſt, und die Ehre irgend eines
wergeblich an den Beiſtand der Pariſer Muſikfreunde belgiſchen Offiziers oder italieniſchen Offiziers angegriffen
Pltiert. In der Tat ſcheint Herr Gailhard, der frühere worden iſt oder angegriffen werden kann. Nach dem uns
Piror der Großen Oper, bereit, mit Herrn Aſtruc in bekannten Material dies auszuſprechen und zu beweiſen,
bmdung zu treten, um wenigſtens die Aufführungen halte ich für eine Verpflichtung, der ich mich nicht ent=
Parſifal” zu retten.
ziehen kann. Es ſind bisher zwei Briefe aus dem be=
Madrid, 5. Nov. Der Brand in dem Schacht ſchlagnahmten Briefwechſel nicht verleſen worden, weil
Dioniſio iſt zufällig entſtanden. Die dabei ihre Verleſung beanſtandet worden iſt, und es ſind zwei
luekommenen ſind die Opfer eigener Unvorſichtigkeit. Stellen darin, die das deutſche ſtaatliche Intereſſe
berüh=
pem Leichen ſind geborgen worden.
ren. An einer Stelle wird ein deutſches artilleriſtiſches
kwndon, 4. Nov. (Kunde von Hantzſch.) Der Geheimnis mit einem Worte geſtreift und an einer
ande=
ſiſche Miſſionar Edgar Greenſhield, der von ſeiner ren Stelle wird ein Staatsgeheimnis der deutſchen
Njährigen Miſſionstätigkeit unter den Eskimos auf der Staatsregierung, und — vorſichtigt geſagt — ein Vor=
Black=Leas=Inſel zurückgekehrt iſt, hat die erſte gang, der wahrſcheinlich zurzeit beſſer noch im Intereſſe
de von dem Tod des deutſchen Forſchungsreiſenden der deutſchen Staatsſicherheit nicht in die breite
Oeffent=
ßtzich gebracht, der vor vier Jahren mit Herrn Green= lichkeit gebracht wird, mit ein paar Worten geſtreift. Dieſe
Ad auf einem holländiſchen Walfiſchfänger ausgefahren beiden Stellen können aus dieſem Geſichtspunkte heraus
Stückes verrät dagegen das feine künſtleriſche Empfinden
des Dichters, der es für einen ſchweren äſthetiſchen Fehler
roßherzogliches Hoftheater.
hält, Verſtimmungen im Publikum zurückzulaſſen.
Mittwoch, den 5. November.
In Clavigos Verhältnis zu Marie ſieht man Goethes
eigenes Verhältnis zu Friederiken, die infolge der Tren=
Clavigo.
nung ſchwer erkrankte, dargeſtellt, und man nimmt an, daß
—1. Als drittes Stück des Goethe=Zyklus gelangte Goethe auch in dieſem Stück, wie im „Werther” eine
ße abend das fünfaktige Trauerſpiel „Clavigo” zur Beichte habe ablegen und ſein Unrecht gegen Friederike
ſfühhrung. Es iſt im Jahre 1774 entſtanden und hat habe büßen wollen. Als Bühnendrama bezeichnet
Cla=
ſſe eeigene Geſchichte. Goethe ſchrieb das Stück, um ein vigo” gegen „Götz” einen bedeutenden techniſchen
Fort=
üſher Freundin Anna Sibylla Münch gegebenes Ver=ſchritt. Mit Recht hat man auf eine geiſtige Verwandtſchaft
ſichen einzulöſen, innerhalb acht Tage. Der Dichter des Stückes mit dem 2 Jahre früher erſchienenen
Leſſing=
ü ber das Stück in „Wahrheit und Dichtung”, Buch 15, ſchen Trauerſpiel Emilia Galotti” hingewieſen. Auf
der Bühne wird „Clavigo” immer große Wirkung hervor=
„Der Böſewichter müde, die aus Rache, Haß oder bringen.
Uſtlochen Abſichten ſich einer edlen Natur entgegenſetzen
Die ſchwierige Aufgabe, dem ſchwachen, wankelmüti=
Aſre zugrunde richten, wollt ich in Carlos den reinen gen und widerſpruchsvollen Clavigo noch die
ſympathi=
tverſtand mit wahrer Freundſchaft gegen Leidenſchaft, ſchen Züge eines im Grunde edel empfindenden Menſchen
Wung und äußere Bedrängnis wirken laſſen, um auch zu verleihen, löſte Herr Ehrle mit vielem Geſchick und
iall auf dieſe Weiſe eine Tragödie zu motivieren. künſtleriſchem Takt. Die Rolle ſeines Freundes und böſen
arute Wirkung, die ich beim Vorleſen erreichte, wird! Geiſtes Carlos=Marinelli ſpielte Herr Weſtermann,
Ai nnir leicht zugeſtehen. Mephiſtopheles Merck aber deſſen Vorzüge bei der Darſtellung ſolcher Rollen im
Maß=
mir zum erſtenmal hier einen großen Schaden. Denn halten liegen, meiſterhaft. Ein echt ſüdländiſches Tem=
Aich ihm das Stück mitteilte, erwiderte er: „Solch verament in Auffaſſung und Darſtellung entfaltete Herr
ein Quark mußt Du mir künftig nicht Baumeiſter in der Rolle des rächenden Bruders, der
hrr ſchreiben; das können die anderen er dadurch zu geſteigerter dramatiſcher Wirkung verhalf.
h.‟‟ Und doch hatte er hierin Unrecht. Muß ja doch Für die Rolle der leidenden und verzeihenden Marie fand
alles über alle Begriffe hinausgehen, die man nun Frl. Pils zu Herzen gehende Töne, und auch Frau
Alnall gefaßt hat; es iſt auch gut, wenn manches ſich Doſtal als Sbphie traf im ganzen den richtigen Ton in
den gewöhnlichen Sinn anſchließt. Hätte ich damals der Charakteriſtik ihrer Rolle. Die beiden Nebenrollen
rmtzend Stücke der Art geſchrieben, welches mir bei des Guilbert und des Buenco hatten in den Herren
Aligerr Aufmunterung ein leichtes geweſen wäre, ſo hätten Heinz und Schneider gute Vertreter gefunden. Die
onelleicht drei oder vier davon auf dem Theater er= Regie führte Herr Harprecht
Das Publikum folgte der Aufführung des hier ſehr
Ellen.. Jede Direktion, die ihr Repertorium zu ſchätzen
lange nicht mehr gegebenen Trauerſpiels mit lebhaftem
.kann ſagen, was das für ein Vorteil wäre.”
Ein Quark” iſt „Clavigo” nun freilich nicht, wenn Intereſſe und ſpendete, namentlich nach dem dritten Akte,
der Stempel des Goetheſchen Genius auch nicht überall lebhaften Beifall
eprägt iſt. Mit Goethes ſonſtigen hohen äſthetiſchen
Wrifsfen iſt die Figur der kranken, durch 4 Akte ſterben=
Narie allerdings ſchwer vereinbar, der Schluß des
1913.
Seite 5.
zurzeit nicht verleſen werden. Ich bite den herin
Sach=
verſtändigen, dies als ſeine Anſicht, die mir privatim
ſchon bekannt geworden iſt, zu beſtätigen. (Der
Sachver=
ſtändige, Freiherr von Waltershauſen, beſtätigt dies.)
Dieſe beiden Stellen werden mit Rückſicht auf die deutſche
Staatsſicherheit nicht verleſen werden, ich bitte aber, im
übrigen dieſe Briefe hier zu verleſen. Mit dieſem
Vor=
behalt bitte ich Herrn von Metzen als Zeugen darüber
zu vernehmen, daß er zu keinem belgiſchen Offizier jemals
in unerlaubten Beziehungen geſtanden hat.
Juſtizrat Gordon gibt ſodann im Namen der
Verteidigung eine Erklärung ab, in der er
ſagt: Ich kann mich dieſem Antrag nicht anſchließen. Ich
kann die Worte „das kommt davon” nicht auf mich
be=
ziehen. Sie haben keine Spur von Beziehung auf
mei=
nen damaligen Proteſt gegen die Verleſung. Ich nehme
Anlaß, als Verteidiger des Herrn Eccius und für meine
Perſon auszuſprechen, daß in der Tat in dieſen Briefen
nur dieſe beiden Stellen der Grund waren, weshalb ich
gegen die Verleſung proteſtierte. Mit keiner Silbe habe
ich unlautere Handlungsweiſe von Offizieren oder
Beam=
ten im Auslande angedeutet. Es iſt mein ausdrücklicher
Wunſch, dieſe Dinge aus den bekannten militäriſchen und
politiſchen Intereſſen geheim zu halten. Rechtsanwalt
Löwenſtein ſchloß ſich dieſer Erklärung an. Der
Oberſtaatsanwalt ſtellt alsdann feſt, daß ſeine Worte ſich
nicht gegen Juſtizrat von Gordon gewendet hätten,
ſon=
dern gemünzt ſeien auf die unerhörten Angriffe, die in
einem Artikel im Lokalanzeiger erſchienen ſeien. Nachdem
der Vorſitzende den prozeſſualen Standpunkt bezüglich der
Verleſung der Briefe klargelegt hatte, wurde die Verleſung
der Briefe vorgenommen.
Zeuge von Metzen erklärt
dabei unter ſeinem Eide, daß ſich ſein Verkehr mit den
ausländiſchen Herren in der lauterſten Form bewegt habe
und daß durchaus keine unlauteren Dinge vorgekommen
ſeien. — Der Sachverſtändige, Major Frhr. von
Wal=
tershauſen, bemerkt: Die Kornwalzer enthalten
Mit=
teilungen über artilleriſtiſche Geräte, die im Intereſſe der
Landesverteidigung geheim waren; der Firma Krupp
in=
deſſen ſeien ſie nicht geheim geweſen, weil dieſe Firma
Lieferantin dieſer Sachen geweſen ſei. Eine umfaſſende
Kenntnis aller militäriſchen Geheimniſſe ſeitens der
Firma Krupp, wie ſie die Zeugoffiziere angenommen
haben, ſei natürlich ausgeſchloſſen. Die Firma Krupp
nehme keine Sonderſtellung ein. — Rechtsanwalt
Löwen=
ſtein bittet den Sachverſtändigen um Auskunft, ob es
rich=
tig ſei, daß unter den ſonſtigen Nachrichten, die in den
Kornwalzern enthalten, ſich nicht einige befunden haben,
die im Intereſſe der Landesverteidigung durch die Firma
Krupp geheim zu halten geweſen wären. Der
Sachver=
ſtändige beſtätigt dies. Es wird in der Verleſung der
Kornwalzer fortgefahren und zu dieſem Zwecke die
Oeffentlichkeit gegen 10 Uhr wieder
ausge=
ſchloſſen.
Kurz vor ½3. Uhr eröffnet Landgerichtsdirektor Dr.
Karſten die Verhandlungen in öffentlicher Sitzung.
Zeuge Mouths bekundet auf Befragen des Angeklagten
Eccius, daß die Kornwalzer dieſem bei Erholungs= oder
Krankheitsurlaub nicht zugeſandt wurden. Zeuge erkläxt
dann, daß er perſönlich nicht daran zweifle, daß Brandt
den Militärbeamten Gefälligkeiten, kleine Darlehen und
Weihnachtsgratifikationen geboten habe, ohne die Abſicht
zu haben, die Herren dadurch zur Uebermittelung von
Informationen zu veranlaſſen. — Der Staatsanwalt
be=
antragt hierauf, von der Vereidigung der Zeugen Rötger,
Dreger, Mühlon und Marquardt Abſtand zu nehmen.
Juſtizrat Dr. von Gordon widerſpricht dieſem Antrag.
Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Löwenſtein äußert
ſeine Verwunderung darüber, daß der Oberſtaatsanwalt
nicht beantragt hat, den Zeugen Metzen nicht zu
vereidi=
gen, trotz ſeines eigenen Zeugniſſes. Wenn der Angeklagte
Brandt ſich wirklich einer ſtrafbaren Handlung ſchuldig
gemacht habe, was noch zu prüfen ſei, und wenn die
Aus=
ſagen des Zeugen v Metzen richtig ſeien, dann könne kein
Zweifel darüber beſtehen, daß er ſich einer ſtrafbaren
Teil=
nahme an dieſen Handlungen ſchuldig gemacht habe. Den
Ausführungen der Verteidiger gegenüber führt der
Ober=
ſtaatsanwalt aus, es ſei zu entſcheiden, wer von den in
leitender Stellung befindlichen Angeſtellten der Firma
Krupp überführt ſei, Gelder für die von Brandt
verüb=
ten Beſtechungen hergegeben zu haben. Es folgen
wei=
tere Entgegnungen der Verteidiger. Bevor ſich der
Ge=
richtshof zur Beſchlußfaſſung zurückzieht, verlangen die
Zeugen Mühlon und Rötger wiederholt und immer
er=
regter das Wort zu perſönlichen Erklärungen. Der
Vor=
ſitzende lehnt dies jedoch wiederholt ab.
Nach längerer Beratung beſchließt das Gericht, die
Zeugen Rötger, Dreger, Mühlon, Marquardt
und von Metzen nicht zu vereidigen, weil ſie
hin=
ſichtlich des den Gegenſtand der Unterſuchung bildenden
Tatbeſtandes der Teilnahme und Begünſtigung verdächtig
ſind. Zeuge Dr. Mühlon erklärt, es ſei behauptet wor=
Von der Mathildenhöhe.
Die Brunnen=Anlage vor der Ruſſiſchen Kapelle.
Vor der Ruſſiſchen Kapelle auf der Mathildenhöhe iſt
ſoeben mit der Erdarbeit begonnen worden, die
erforder=
lich iſt zur Herſtellung der großzügigen Brunnenanlage
Profeſſor Albin Müllers, die eine hervorragende
Zierde nicht nur der Mathildenhöhe, ſondern der ganzen
Stadt Darmſtadt zu werden verſpricht und vor allem
einen bedeutſamen Anziehungspunkt der nächſtjährigen
Ausſtellung bilden wird. Bekanntlich gab die Anregung
zur Umbildung des Raſenrondells vor der Ruſſiſchen
Kapelle zu einer Brunnenanlage eine Stiftung. Schon
Profeſſor Olbrich hatte an dieſer Ideee gearbeitet und
u. W. auch eine Skizze hinterlaſſen. Das nun zur
Aus=
führung gelangende Projekt iſt das Ergebnis eines engeren
Wettbewerbes unter den Mitgliedern der Künſtlerkolonie,
aus dem Profeſſor Albin Müller als Sieger
hervor=
gegangen war und dem nun gemeinſam mit Profeſſor
Bernhard Hoetger, der den bildhaueriſchen Schmuck
der Anlage liefert, auch die Ausführung übertragen
wurde.
Wir hatten dieſer Tage Gelegenheit, Modell und
Zeichnungen der Brunnen=Anlage zu ſehen und
konſtatie=
ren gern, daß ein außerordentlich einheitliches und
ſym=
pathiſches Kunſtwerk hier entſteht. In geradezu
vorbild=
licher Weiſe hat der Architekt es verſtanden, ſein Werk
den gegebenen Verhältniſſen anzupaſſen und ſowohl mit
dem landſchaftlichen Bilde, wie mit dem architektoniſchen
des ganzen Platzes in harmoniſchen Einklang zu bringen.
Der Platzgeſtaltung wird es kommen noch einige
Arbei=
ten, denen ein zweiter Artikel gewidmet ſein wird, hinzu,
erſt jetzt ein harmoniſches abgeſchloſſenes Bild geliehen.
Und der Bildhauer hinwiederum hat mit gleichem
künſtleriſchen Takt und künſtleriſchem Feingefühl ſich dem
Willen des Architekten angepaßt, ſo daß die beiden
Künſt=
ler ſich in dankenswerter und erwünſchter Weiſe
gegen=
ſeitig ergänzen.
Nummer 2675
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 6. November 1913.
Seite 6.
den, er hüte Brandt eine Gehaltszulage verſchafft, nach. f zuſimmen in den Auft. Seine Mateſtät, unferſiſ. Die Eideskeiſtung des Königs eiſpigt
dem er in Berlin die Feſtſtellung gemacht hätte, daß Unre= vielgeliebter König Ludwig III., er lebe ler Vorausſicht nach am Samstag, nachdem die heült
gelmäßigkeiten vorgekommen waren. Es ſei dies ſechs hoch. (Von Begeiſterung getragen, ſcholl der brauſende Kammern zu dem ihnen unterbreiteten Material über
Monate vorher geweſen. Zeuge Direktor Dräger bemerkt, Hochruf durch den Saal.) Der Präſibent fuhr dann fort: Geiſteszuſtand des Königs Otto ſich verſaſſungsmäi
er habe, nachdem er ſchweren Herzens die Berliner Ver=Es entſpricht dem denkwürdigen Moment, daß wir die geäußert haben. Die Eidesleiſtung geſchieht in einerſ
tretung übernommen habe, ſich von Brandt ſchriftlich ge= Sitzung aufheben. Das Haus iſt damit einverſtanden. Es lichen Verſammlung der Staatsminiſter, der übrigen
glieder des Staatsrates, ſowie einer Abordnung des Lahſlet anverbl
ben laſſen, daß keine Beſtechung vorliege. Er habe aus folgt darauf eine kurze geheime Sitzung.
* München, 5. Nov. Während der Verleſung der tages. Der Eid des Königs lautet: „Ich ſchwöre,d
eigener Initiative die Tätigkeit des Berliner Bureaus
eingeſchränkt. Der Oberſtaatsanwalt bemerkt darauf, es Proklamation König Ludwigs III. in der Kammer der der Verfaſſung und den Geſetzen des Reiches zu regien
ſei ihm heute eine Zuſchrift zugegangen in der Abſicht, Abgeordneten wurde dieſelbe auch in den Straßen der ſo wahr mir Gott helfe und ſein heiliges Evangeli
die Beſchuldigung nach einer anderen Richtung hin aus= Stadt angeſchlagen. Auch Extrablätter der Zeitungen ver= Die Vereidigung der Truppen findet im Anſchluß an
zudehnen. Er beantrage aus dieſem Grunde für Freitag kündeten der Bevölkerung die Thronbeſteigung König Eidesleiſtung des Königs ſtatt, wahrſcheinlich amlllle und
als neuen Zeugen den Major Wangemann zu laden. Das Ludwigs III. Auf der Reſidenz wurde alsbald die Kö= tag. Mitte der nächſten Woche — der Tag wird noch
Gericht beſchließt demgemäß. Am Donnerstag findet nigliche Standarte aufgezogen, auch das Ständehaus an ſtimmt — iſt ein Landeshuldigungsakt in der Reſidenz
keine Verhandlung ſtatt. Man hofft am Freitagvor= der Prannerſtraße flaggte ſofort in den bayeriſchen Far= Ausſicht genommen.
mittag mit der Zeugenvernehmung zu ben, ebenſo die Palais der Prinzen und der Geſandten,
Begrüßungen und Gratulationen.
Ende zu kommen und am Nachmittag mit den Plä= ebenſo die ſtaatlichen und ſtädtiſchen Gebäude und die Kir=
* München, 5. Nov. Der König und die
doyers beginnen zu können. Das Urteil wird vorausſichtlich chen. König Ludwig hat kurz nach 9 Uhr an ſämtliche
am Samstag abend geſprochen werden. Schluß 5¼ Uhr. deutſchen Bundesfürſten telegraphiſch die Annahme derInigin empfingen heute nachmittag 2½ Uhr denhäecten Voll
neuen Würde bekanntgegeben. Ebenſo hat die bayeriſche prinzen und die Prinzen, ſowie Prinzeſſinnen des Könlſſtezt in dem
Staatsregierung ſämtlichen auswärtigen Regierungen die lichen Hauſes zur Gratulation, um 3 Uhr wullägl
Thronbeſteigung des Königs notifiziert. Punkt 9 Uhr ſämtliche Staatsminiſter und um 3 Uhr 30 Minuten Wic== zu ſpred
Die Proklamation des Königs wurde die große Königsflagge auf dem Wittelsbacher Pa= große Dienſt empfangen. Auch der Kronprinz empflül
lais gehißt. Vor dem Palais ſammelte ſich ſchon in den heute nachmittag gegen 4 Uhr das geſamte Staatsmitſtächwnahme
Ludwig III.
Morgenſtunden zahlreiches Publikum an. Die Gemahlin rium ſowie den großen Dienſt in Audienz. Im Lämt
König Ludwigs III. von Bayern, Maria Thereſia, wird des Vormittags fuhren der preußiſche der öſterreichſſeh
* München, 5. Nov. Die Proklamation die erſte katholiſche bayeriſche Königin ſein.
und der ſächſiſche Geſandte im Miniſterium des Auswarkiis Münche
gen vor, um ihre Glückwünſche anläßlich der Thronheſtchlit iat Konig
des Königs Ludwig III. erklärt: „Bayerns Herr=
Die Proklamation.
gung darzubringen.
ſcherhaus und Volk empfindet ſeit mehr als 27 Jahren
* München 5. Nov. Die Proklamation des
* München, 5. Nov. Die Bayeriſche Sta
mit tiefer Betrübnis, daß König Otto durch ſchwere
Krankheit an der Regierung verhindert iſt. Die Art des neuen Königs hat folgenden Wortlaut: Ludwig III zeitung bringt in ihrer heutigen Nummer zur The
von Gottes Gnaden König von Bayern, Pfalzgraf beibeſteigung folgenden als offiziös gekennzeichneten
Leidens ſchließt jede Möglichkeit einer Beſſerung aus. Rhein, Herzog von Bayern und der Staaten uſw. tikel: Unſerem König! Mit herzlicher Freude und jubdl
Die ernſte Sorge um des Landes Wohl beſtimmt Uns Bayerns Herrſcherhaus und Volk empfinden ſeit mehr els der Begeiſterung wird im ganzen Bayernlande dieA
zu dem ſchweren Entſchluß, auf Grund der Verfaſſung die 27 Jahren die tiefe Betrübnis, daß Se. Majeſtät König höchſte Kundgebung aufgenommen werden, die heute
Otto durch ſchwere Krankheit an der Regierung behindert Maj. König Ludwig III. an das bayeriſche Volk ge
Regentſchaft zu beendigen und den Thron als erledigt zu ſind. Die Art des Leidens von dem unſer vielgeliebter hat. Einen vollen, rauſchenden Vorakkord der Feſtesſtll
erklären. Wir haben daher als König die Re gie= Herr Vetter ſeit vielen Jahrzehnten befallen iſt, ſchließt die in dieſen Tagen Bayern erfüllen wird, hat die mä
jede Möglichkeit einer Beſſerung aus. Die ernſte Sorge volle Huldigung gegeben, die heute vormittag im Laull
rung des Landes angetreten.”
um das Wohl des Landes haben uns zu dem Entſchluß ſtattgefunden hat. Die markanten und ſchlichten Whüll
In der Kammer der Abgeordneten.
beſtimmt, auf Grund der Verfaſſung die Regentſchaft für mit denen Kammerpräſident Dr v. Orterer nach An
* München, 5. Nov. Die Abgeordneten ſind beendet und den Thron für erledigt zu erklären. Hiermit leſung der Kundgebung Sr Maj, die Mitglieder
nahezu vollzählig erſchienen mit Ausnahme der Sozial= iſt die Thronfolge eröffnet und die Krone des Königreichs Hauſes aufforderte, ſich mit ihm zum erſten Ruf der
demokraten Am Miniſtertiſche befinden ſich der Miniſter= Bayern uns als dem nächſt Berufenen nach dem Rechte für den geliebten Herrſcher zu vereinen, weckten zum
präſident Freiherr von Hertling und die ſämtlichen übri= der Erſtgeburt und der agnatiſch=linegriſchen Thronfolge den Widerhall. Extrablätter haben die frohe Botſchaftil
gen Zivil= und der Kriegsminiſter. Präſident Dr. von angefallen. Wir haben daher als König die Regierung des Land hinausgetragen, freudig bewegte Menſchen Welhln
Orterer verlieſt ſodann folgendes allerhöchſtes Landes angetreten und von den uns nach Gottes Gnaden ſie entgegennehmen. Ein reiches Maß an Liebe und
Schreiben: Seine Majeſtät König Otto war ſchon bei zukommenden Königlichen Rechten vollen Beſitz ergriffen. trauen im Volke, das unſer König von ſeinen Vorfäl
Anfall der Krone durch ein ſchweres Leiden gehindert, die Den in der Verfaſſungsurkunde beſtimmten Eid wollen übernommen und im Laufe eines dem Wohle des Ballies
Regierung zu übernehmen. Während der nun ſiebenund= wir in Gegenwart der Staatsminiſter, der Mitglieder gewidmeten arbeitsreichen und geſegneten Leben
zwanzigjährigen Regentſchaft iſt eine Beſſerung des Lei= des Staatsrates und der Abordnungen der baiden Kam= ſeine Perſon in ſo hohem Maße gemehrt hat, wird
dens nicht eingetreten. Es beſteht auch keinerlei Ausſicht, mern des Landtages alsbald leiſten, Von dem verfaſſungs= Herrſchaft Ludwig IIII. ihr Gepräge geben. Seine Spt
daß Seine Majeſtät jemals regierungsfähig wird. Ge= mäßigen Recht die während der Reichsverweſung voll= wird allüberall und allezeit in Bayern Verſtändnis
mäß Titel II, § 21, der Verfaſſungsurkunde des König= zogenen Beſtätigungen erledigter Aemter zu widerrufen, den; denn es iſt die Sprache jener Liebe und Sor
reichs Bayern vom 26. Mai 1818 erklären wir hiermit die machen wir keinen Gebrauch. Vielmehr verleihen wir vom erſten Tage an, da der erhabene Herrſcher die
Regentſchaft für bendet und den Thron für erledigt. Wir allen Ernennungen von Beamten während der Regent= kung der Geſchicke Bayerns übernahm durch allel
beauſtragen unſer geſamtes Staatsminiſterium, dem gegen= ſchaft hiermit unſere Königliche Beſtätigung. Wir ver= Kundgebungen klang. Mit bewegter Freude ſiehtBäll
auch zu der teueren Frau empor die von Gott beill
wärtig verſammelten Landtage die Gründe aus denen die ordnen, daß ſämtliche Stellen und Behörden im
König=
iſt, als Königin dem geliebten Herrſcher in der Erfüll
dauernde Regierungsunfähigkeit des Königs ſich ergibt, reiche die amtlichen Beſchlüſſe von nun an mit unſerem
zur Zuſtimmung anzuzeigen. Gegeben München, den Königlichen Namen ausfertigen und halten uns gern ver= der ſchweren und verantwortungsvollen Pflichten
5. November 1913. Ludwig, Prinz von Bayern, des Kö= ſichert, daß unſere Beamten getreulich wie bisher ihre ſtehen, die mit dem Glanze der Krone verbunden
inniger Liebe gedenkt das Land auch des erlauchten
nigreichs Bayern Verweſer. Dann folgt die Gegenzeich= Aufgaben wahrnehmen werden. Unſerem Heere entbieten prinzen Rupprecht und der Prinzen des Königliche
nung ſämtlicher Staatsminiſter.
wir unſeren Königlichen Gruß in der feſten Ueberzeugung, ſes, mit denen Bayern für alle Zukunft in inniger un
Präſident Dr v. Orterer führt dann aus: Es iſt daß es in unerſchütterlicher Treue und erprobter licher Gemeinſchaft und Treue ſich verbunden weißM
mir noch eine weitere Kundgebung zugegangen, welche dem Tapferkeit zu ſeinem oberſten Kriegsherrn ſtehen wird. alle treuen Bayernherzen werden ſich heute zu deml
Lande ſofort mitgeteilt werden ſoll. Der Präſident ver= Von allen Angehörigen unſerer Erbländer vertrauen wir, Wunſche vereinigen: Gott ſegne, Gott ſchütze und
lieſt hierauf den Wortlaut der Proklamation König Lud= daß ſie uns in unwandelbarer Treue anhängen und alle den König und die Königin. Gott ſchenke Ihrenl
wigs III. Im weiteren teilt Präſident Dr. v. Orterer mit, Pflichten gegen uns als ihrem rechtsmäßig angeſtammten ten ein langes und glückliches Wirken zum Wohle
daß dem Kammerpräſidium unter dem 5. Nobember 1913 Landesherrn und von Got geſetzten König erfüllen wo= liebten Vaterlandes.
folgende Vorlage des Geſamtſtaatsminiſteriums zugegan= gegen wir ſie unſerer huldvollen Geſinnung verſichern.
* München, 5. Nov. Die beiden ſtädt
gen iſt: Seine Majeſtät der König hat geruht, das Ge= Das bayeriſche Volk hat von jeher ſeinem Königshauſe,
ſamtſtaatsminiſterium zu beauftragen, dem Landtage die das mit ihm durch ein geheiligtes Treuverhältnis verbun= Kollegien huldigten heute abend in eine
Gründe, aus denen ſich die dauernde Regierungsunfähig= den iſt, hingebense Anhänglichkeit bewieten. Wir er= ſitzung König Ludwig. Die Feſtrede, diel
keit Seiner Majeſtät Königs Otto ergibt, zur Zuſtimmung blicken darin eine ſichere Gewähr daß die Liebe des Vol= angehört wurde, hielt Oberbürgermeiſter
anzuzeigen. Wir beehren uns daher, dem Landtage, und
zwar zunächſt der Kammer der Abgeodrneten, drei ärzt= kes, die wir als ein koſtbares Kleinod von unſeren Vor=Borſcht, der das Sehnen des Volkes nach eine
fahren übernommen haben, unſer Wirken begleiten wird, rung des bisherigen unhaltbaren Zuſtandes herſol
liche Gutachten vom 25. Oktober 1886 und vom 25. Oktober das auf das Wohl des lieben Vaterlandes, auf ſein Er gedachte des Prinz=Regenten Luttpold, der ſicht
und 1. November 1913, und zwar in Urſchrift mitzuteilen
und den Antrag zu ſtellen, der Landtag wolle anerkennen, Blühen und Gedeihen gerichtet iſt. Im gläubigen Auf= eine Aenderung ablehnend verhielt. Die Stellmſl
daß am 4. November ds. Is. die verfaſſungsmäßigen Vor= blick zu Gott, deſſen gnädige Hand Bayern bis hierher das Anſehen Bayerns, des zweitgrößten Bundesm
ausſetzungen für die Beendigung der Regentſchaft beſtan= geführt hat, erflehen wir des Allmächtigen Segen und werde dadurch gehoben, daß es wirklich das Reich
den haben. Präſident v Orterer wendet ſich dann mit Beiſtand. Gegeben in unſerer Haupt= und Reſidenzſtadt die Regierung kraftvoll führenden Königs ſei.
folgenden Worten an die Abgeordneten: Meine! München, den 5. November 1913. gez. Ludwig. — Die Gelöbnis der Treue und einem dreifachen Hoch
Herren! Sie haben die außerordentlich bedeutſamen Mit= Proklamation trägt außerdem die Unterſchrift des ge= König ſchloß der Redner.
* Berlin, 5. Nov. Die Norddeutſche Allgelil
teilungen der Königlichen Staatsregierung und die Pro= ſamten Staatsminiſteriums.
Zeitung ſchreibt über die Thronbeſtelli
klamation Seiner Majeſtät, unſeres allergnädigſten Könias
Die Eidesleiſtung des Königs.
Ludwig III., vernommen. Habemus regem! Es trifft
König Ludwigs III. von Bayern: In ganz
ſich gut und glücklich, daß der Verſammlung der Abgeord=
* München, 5. Nov. Die heutige Morgennummer land nimmt man an den jüngſten Ereigniſſen in
me,
neten des bayeriſchen Volles zuerſt die Gelegenheit zur der Münchener Neueſten Nachrichten meldet: Heute vor=herzlichen Anteil. umſchlingt doch alle deutſchen
Huldigung gegenüber unſerem Herrn gegeben wird. Sie! mittag gegen 9 Uhr wird Prinz=Regent Ludwig von unbeſchadet der Beſonderheiten, das Gemeingefüll
ſei kurz in treubayeriſcher Art dargebracht. Ich bitte Sie, Bayern die Regentſchaft für beendet und den Thron für Zuſammengehörigkeit, durch das für Freude und
meine Herren, zum Ausdruck unſerer unwandelbaren erledigt erklären, damit der Thron ihm frei zufällt als den einzelnen Teilen widerfahren, im Volksgan
Treue, der ehrerbietigſten Ergebenheit und der innigſten König Ludwig III. Dies wird ſofort durch die feierliche hafter Widerhall geweckt wird. Bei der Thronbeſtäll
Liebe und Anhänglichkeit an unſeren allergnädigſten Herrn königliche Kundgebung bekanntgegeben. Die Proklamation König Ludwigs III. ſteht es unſerem Volke abermalsu
und König Ludwig III. mit mir aus vollem Herzen ein= erfolgt durch Anſchlag, wie dies im Jahre 1886 geſchehen den Augen, ein wie lebhaftes und verſtändnisvollſt
Die Brunnen=Anlage nimmt den ganzen Platz des zielt die dadurch erhöht wird, daß der Zufluß des Waſſers ziehen ſich zum Baſſin in gerader Linie Hecken,als
gegenwärtigen Raſenrondells ein. Das ſtark anſteigende unſichtbar iſt, es quillt gewiſſermaßen hinter den Säulen terraſſenartig die höheren Raſenflächen gegen
dieübae=
reſp. abfallende Terrain geſtaltete die Aufgabe des Künſt= aus der Erde, oder erweckt den ſymboliſierenden Eindruck, ſtuften niederen abſchließend. Die oberen Hecken Münden
lers recht ſchwierig, gab ihm aber auch Gelegenheit, ſie als quelle es unter der Kirche hervor Das religiöſe Mo= beiderſeitig an dem Säulengang und werden beſonde
beſonders reizvoll und charakteriſtiſch zu löſen. Es wurde ment wird betont durch zwei große Figuren, die die reich geſchmückt. Die Mauern hinter den Sällendes
ein religiös=ernſtes und doch lebenvoll heiteres Geſamt= Brüſtung ſeitlich abſchließen und die Krönung der oberen Drittels des Baſſins ſind nach außen mit feinem
bild erzielt. Die Mitte des Rondells nimmt das in der ſeitlich herausgebauten und in die Gartenanlage Girlandenornament reich geziert. Hier ſollen Kanlende
Achſe des Portals der Ruſſiſchen Kapelle liegende lang= geſtellten Eckpfeiler des Baſſins bilden. Die Figuren Roſen angepflanzt werden, die an den Mauern empore
geſtreckte Waſſerbecken auf, das vom oberen bis zum un= ſtellen in freier Auffaſſung links den ruhenden Joſeph, ziehen und ihre Blütenfülle darüber hinweg ranken
laſſen=
teren Rande des Raſenrondells ausgedehnt iſt und im rechts die Mutter Maria mit dem Jeſuskinde dar und daß ſie in dem Waſſer des Baſſins ſich widerſpiegeln,
Rechteck 28 zu 15 Meter mißt. Das obere Drittel des ſymboliſieren ſo die Ruhe auf der Flucht nach Aegypten, Auch der niedrige vordere Rand des Baſſins ſoll von
Baſſins iſt beſonders reich und eindrucksvoll geſtaltet, ohne oder wenn man will auch die Nacht, während die beiden Blumen überrankt werden, die ins Innere, ins Waſſer
aber irgendwie die feinere farbenreiche Architektur der Ruſſi= Figuren auf den niederen Eckpfeilern des vorderen Baſſin= hineinhängend, ſich widerſpiegeln und ſo eine harmoniſche
ſchen Kapelle zu beeinfluſſen. Dieſer höchſt gelegene Teil kes randes, zwei nackte, eben dem Waſſer entſtiegene Knaben Verbindung zwiſchen Blumen und den Steinmaſſen bil=
Baſſins mußte naturgenräß beſonders tief gegraben wer= darſtellnd, den anbrechenden Tag verkünden ſollen, Als den. Sonſt werden in den ſeitlichen gärtneriſchen Anlagen
den und die ſtehenbleibenden Erdmaſſen müſſen durch Verbindung dieſer Symboliſierung des beginnenden bis ruhig grüne Raſenflächen vorhereſchend ſein.
Stützmauern ſowohl an der Stirnwand wie ſeitlich ge= zum ſinkenden Leben darf der Brunnen des Baſſins ange=
Die Kompoſition des Ganzen iſt, wie geſagt, durchaus
halten werden. Sie geben dem Architekten Gelegenheit fehen werden, der in Flieſen hergeſtellt wird und auf tief= glücklich und zeugt von ebenſo künſtleriſchem Formgefühlen
zur Betonung ſeines künſtleriſchen Wollens Er läßt dieſe blauem Grunde im reichen Ornament einen ſtiliſierten wie feinem Takt. Die Linie führt harmoniſch über aut
Mauern teils tragen, teils verkleiden durch einen monu= Lebensbaum zeigt, der gewiſſermaßen zur Kirche empor= Form und die Formen einen ſich in der Geſtaltung
mental und ernſt komponierten Säulengang. Schwer und wächſt und oben in der Krone reicher gefärbte Blüten Ganzen zu überraſchend geſchloſſener Bildwirkung,de
wuchtig, leicht nach oben verjüngt, wachſen die vor trägt. Das Ornament iſt ſo ſtiliſiert, daß es von oben, ihre Triumphe feiert in dem innigen Zuſammenlang
einem dunkelblauen Hintergrund geſtellten Säulen aus von der Brüſtung aus, geſehen die leichte Wellenbewegung vieler Kunſt in der Natur. Gerade die Tatſache, daß die
dem Waſſer ſelbſt empor, tragen ſeitlich die flache Be= des vom Winde bewegten Waſſers widerſpiegelt. Die Brü= Arbeit des Architekten ſich ſo ſelbſtverſtändlich in ge
krönung der Stützmauern und in der oberen Schmalſeite ſtung trägt oben die über ihre ganze Länge gehende In=Charakter der ganzen Umgebung des Kunſtwerks einfügn,
eine reich ornamentierte Brüſtung, die mit dem ſeitichenſchrift:
iſt Beweis für ihre Größe. Die Betonung des Religiöſen
Figurenſchmuck den künſtleriſchen Mittelpunkt der ganzen „Gib’ mir lebendiges Waſſer, daß ich nicht ewig dürſte!”
iſt bei einem Schmuck vor der Kirche wohl angebracht.
Anlage bildet. Im übrigen iſt der Nand des Baſins
Die äußere Form der ganzen Anlage hat ihre ovale Sie erhält in dem ſäulengetragenen Teil des Waſſele
durch niedrige, aber ebenfalls monumental geſtaltete Geſtaltung beibehalten. Die beiden Teile links und beckens eine Art Krypta, Und in ihrem Ernſt ein, auf
Mauern gebildet die nur wenig über das Erdreich, d. h. rechts vom Baſſin bilden zwei Kreisſegmente, die mit heitere Lebensfreude geſtimmtes Gegengewicht insder
über die gärtneriſchen Anlagen zu beiden Seiten hinaus= gärtneriſchem Schmuck geziert werden, der natürlich der Plaſtik des vorderen Brunnenrandes den farbenreichen
ragen und ſo einen ungehinderten Blick über die ganze architektoniſchen Geſtaltung angepaßt iſt. Der Außenrand Blumen und in dem lebendigen Waſſer. Das Ganze, kk=
Anlage und das Baſſin geſtatten. Durch die dunkelblaue wird auf beiden Seiten je zweimal unterbrochen durch füllt ein feſtliches Gepräge.
Färbung des aus reliefierter Keramik gebildeten Hinter= Stützpunkte, wuchtige Säulenpoſtamente, in denen die
Die Baſſinanlage uſw werden in Eiſenbeton
ausge=
geundes wird dieſer hinter den 12 grauen 3—4 Meter Motive der Säulen aus dem Baſſin wiederkehren, die führt, dem Muſchelkalkcharakter gegeben wird und das
hohen Säulen, deren mittelſte die Brüſtung tragen, zurück= rieſige Blumenſchalen tragen, beſtimmt, überhängenden belebt wird durch rote Sandſteinverblendung, ſo daß auch
M. St.
gedrängt und ſo eine geheimnisvolle Wirkung er= Blumenſchmuck aufzunehmen. Von dieſen „Stützpunkten” farbig das Bild ungemein reizvoll wird,
S.
ut
Eint
Bct
Mt
Achn
M.
ollmimer
öfenheit,
ſpahſender
ſobte
gangen
eines nat
ſczliegent
Pelin eine
lickt ſeiner Ga,
Maſte. 31
ſüchrih beit
ſet II.
M für 3i0
s Nünche
Miungt
M konig!
Mhlr heit.
Me.
leicht un0
nicht ber
Es folge
Tlle Nei
Ihr der
en des
State
er 29
ſummer 267.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 6. November
telte für die der Nation am Herzen liegenden Fragen
* Flugplatz Johannisthal, 5. Nov. Heute
lön jeher durch Wort und Tat bewieſen hat. Kunſt vormittag wollte der Monteur Junker von der
Sport=
unwiſſenſchaft, nicht minder aber wirtſchaftliche Beſtre= Flieger=Geſellſchaft den Propeller einer Etrichtaube an=
Mhen, die für Bayern oder für das Reich von Vedeu= drehen. Er geriet hierbei in den Propel=
Aſind fanden in dieſem Sproſſen des erlauchten Hau=ler und erlitt ſchwere Verletzungen an den Armen und
ſcher Wittelsbacher jederzeit einen warmherzigen För= Beinen. Er mußte ins Krankenhaus gebracht werden.
Aus den zahlreichen Kundgebungen des Regenten
feſter deutſcher Sinn, echt monarchiſches
Pflicht=
unverbrüchliches Feſthalten am Reichsgedanken und
Sport, Spiel und Turnen.
ſhloſſenheit, an der Entfaltung der nationalen Kräfte
* Pferdeſport. Rennen zu Saint=Cloud, 5
Wachſender Geltung in bewährter Treue mitzuwirken.
erprobte freundſchaftliche Verhältnis zwiſchen Hohen= Nov. Prir du Fort. 4000 Francs. 1. E. Fiſchhofs Garde
n und Wittelsbachern befindet ſich bei König Lud=a Vous (ONeill) und Comte P. du Verdiers Miß Pou=
MllI. in ſicherer Hut und wird in der Zukunft wie in let (Rovella), totes Rennen. 3.
Bibre. 12, 12:10; 11
Aergangenheit zu den Gütern gehören, die die Grund= 11:10. — Prix des Sentiers. 5000 Francs. 1. J. Trarieux
eines nationalen Gedeihens bilden. Schon als Quidor (Gauthier), 2. Oxyure, 3. Turlutaine. 105:10; 32,
Regent gewann Seine Majeſtät inmitten der Bun= 18:10. — Prix de Fontenay le Fleury. 4000 Francs.
deſirten eine hochangeſehene Stellung, in der das Ge= 1. H. Andrés La Tourelle (Garner), 2. Panix, 3. La Mé=
Prix des Flins. 3000
ſeiner charaktervollen Perſönlichkeit zum Ausdruck relli III. 123:10; 37, 13:10.
Francs. 1. Labrouches Galliard (Allemand), 2. Elvira III.,
gellgte. Zu gleicher Zeit wuchs in weiten Kreiſen des
deſlchen Volkes das Gefühl der Verehrung für dieſen 3. Big Wave. 34:10; 13, 14, 21:10. — Prit des Orchidees.
6000 Francs. 1. Arthur Childs Foullah Deor (A. Childs),
Füllen in dem Maße, in dem ihnen ſeine Eigenart mehr
2. Veillée, 3. Epſilon. 78:10; 21, 14, 17:10. — Prir du
mndnehr vertraut wurde. Wir ſind überzeugt, in ihrem Viaduc. 4000 Francs. 1. L. Olry=Roederers Bellagio
Siie zu ſprechen, wenn wir das bayeriſche Volk zur (M. Barat), 2. Clondier, 3. Hongrie II. 387:10; 89, 18,
Ullbenahme der perſönlichen Regierung durch König 83:10.
Liſig III. von Herzen beglückwünſchen.
Amneſtie.
Landwirtſchaftliches.
München, 5. Nov. Aus Anlaß der Thronbeſtei=
— Frankfurt a. M., 5. Nov. (
Schlachtvieh=
hat König Ludwig III. eine umfaſſende Amneſtiemarkt.) Amtlicher Bericht. Auftrieb: 1805 Schweine.
ſoführ für Zivil= wie Militärperſonen erlaſſen.
Preis für 1 Zentner Lebendgewicht (Schlachtgewicht) in
Mark: Fettſchweine über 3 Zentner Lebendgewicht 60—63
München, 5. Nov. Das Geſetz= und Ver= (78—80), vollfleiſchige Schweine über 2½ Zentner Lebend=
Aſinungsblatt für das Königreich Bayern enthält gewicht 60—62 (77—80), vollfleiſchige Schweine über 2
Ankönigliche Entſchließung vom 5. November 1913, Zentner Lebendgewicht 60—63 (78—80), vollfleiſchige
ſille lautet: Wir tun kund und zu wiſſen daß durch Schweine bis zu 2 Zentnern Lebendgewicht 60—63 (78 bis
lſte Erklärung von heute, wodurch wir die Regentſchaft 80). Marktverlauf: Gedrückt, Ueberſtand.
bet und die Regierung als König angetreten haben,
Sällikel und die Ehrenrechte Seiner Majeſtät des Königs
nicht berührt ſind. Gegeben in unſerer Haupt= und
Der Mörder Brechners!
Menzſtadt München am 5. November 1913. gez. Lud=
H. Aus Mannheim wurde uns geſtern gemeldet:
Es folgen die Unterſchriften ſämtlicher Miniſter.
Unter dem dringenden Verdacht, den Raubmord an dem
Holzhändler Brechner von Darmſtadt verübt zu haben,
wurde heute vormittag in Ludwigshafen der 19 Jahre
lie Reiſe des Königs der Belgier.
alte Fabrikarbeiter Franz Medel aus Rheingönheim
Lüneburg, 5. Nov. Der König der Bel= durch die Gendarmerie verhaftet. Eine amtliche
Beſtäti=
iſt heute morgen eine Stunde früher als angeſetzt gung der Meldung war bisher nicht zu erlangen.
Plald nach 8 Uhr auf dem prächtig geſchmückten Bahn=
H. Mannheim, 5. Nov. Der Verhaftete hat ſchon
ſitgekommen, wo er vom kommandierenden General mehreren Perſonen gegenüber damit renommiert, er hätte
l. Armeekorps, dem General der Infanterie von die Mordtat begangen; man ſchenkte ihm aber keinen
ich, dem Oberſten von Bodelſchwingh. Komman= Glauben. Nun haben ſich die Verdachtsmomente gegen ihn
des 2. Hannoverſchen Dragoner=Regiments Nr. 16, derart verdichtet, daß man zu ſeiner Verhaftung ſchritt.
neChef der König iſt, dem Flügeladjutanten des Kai= Jetzt aber leugnet er auf das beſtimmteſte, die Tat be=
Oberſtleutnant von Frankenberg und Ludwigsluſt, gangen zu haben, und ſelbſt, nach ſeiner Ausſprache, wenn
nandeur des Königs=Ulanen=Regiments, und den es ihm den Kopf koſten würde. Medel konnte bis jetzt
ichen und ſtädtiſchen Behörden empfangen wurde, ſein Alibi für den Tag nicht nachweiſen, gab aber zu,
rem Abſchreiten der Front der aus Celle beorderten um die fragliche Zeit auf Wanderſchaft ge=
Aſſompagnie des 2. Hannov. Infanterie=Regimentsweſen zu ſein und ſich in jener Gegend
auf=
beſtieg der König, der die Uniform ſeiner Lünebur= gehalten zu haben. Er ſtammt aus dem
Rhein=
iagoner trug, einen aus Berlin geſandten königlichen, bayeriſchen, iſt von Beruf Bäcker und arbeitet ſeit einiger
Mrännigen Wagen, der von Spitzenreitern eskortiert Zeit als Taglöhner in den Giolinitwerken in
Ludwigs=
e und fuhr nach Lünen in die Kaſerne, wo er hafen.
MMegiment beſichtigte, einen Vorbeimarſch abnahm und
Er wird nunmehr dem Inhaber der Frankfurter
A Geländereiten auf der Lüner Rennbahn beiwohnte. Pfandleihe, bei dem Uhr und Kette des ermordeten
Brech=
ſif wiederholte das Regiment einige Reiterſpiele von ner verſetzt wurden, konfrontiert werden, desgleichen den
Jährhundertfeier. Dann wurde eine Anzahl alter
Zeugen, die den auffälligen Menſchen auf dem Frankfur=
Ulſrteuer Remonten vorgeführt. Der König ſprach ſeine ter Bahnhof und in Neu=Iſenburg beobachtet hatten. Das
Aeninung für das Geſehene aus und fuhr dann durch
Aeichbeflaggte Stadt in die Johanniskirche, welche er Signalement des Steckbriefs ſtimmt im weſentlichen
über=
ein, einige Differenzen dürften leicht auf Täuſchungen
Ahend beſichtigte. Nach dem alten Gotteshauſe beſich= zurückzuführen ſein. Es ſcheint demnach endlich eine Aus=
Aier König das Rathaus. Daran ſchloß ſich ein
Früh=
ſicht vorhanden zu ſein, die geheimnisvolle Schreckenstat
mllin der Schloßkaſerne. Bald nach 1 Uhr reiſte der aufzuklären und den Mörder zur Verantwortung ziehen
g nach Berlin ab.
— Die Ermittelungen der hieſigen
Staats=
zu können.
Berlin, 5. Nov. Die Norddeutſche Allgemeine anwaltſchaft in dieſer Sache liegen jetzt allein in den
g ſchreibt: Der König der Belgier trifft Händen des Staatsanwalts Dr. Krug.
ſtem Beſuch bei ſeinem Dragoner=Regiment in
Lüne=
heute nachmittag zu kurzem Aufenthalt als Gaſt
Kaiſers in Potsdam ein. Von den freund=
Eiſenbahnunfälle.
ſtlchen Beziehungen der beiden Herrſcher gibt der Be=
Alleint neues Zeugnis, mit politiſchen Zwecken
* Melun, 4. Nov. Dicht vor dem Bahnhof Melun
Gründen ſteht er nicht in Verbin=ſtieß heute abend ein Eilzugmit einem Poſtzug
Auch ohne ſolche Zuſammenhänge aber wird das zuſammen. Die Trümmer gerieten in Brand. Meh=
Alleimen König Alberts auf deutſchem Boden und das rere Perſonen wurden getötet, andere ſind verletzt. Die
Ahellen am deutſchen Kaiſerhofe in unſerer Oeffentlich= Rettungsarbeiten ſind im Gange.
nit Sympathie begrüßt, die dem Monarchen des be=
* Melun, 5. Nov. Bei dem Eiſenbahnzu=
Mlarten und befreundeten Belgien von Deutſchland ent=ſammenſtoß wurden drei Wagen des Eilzuges, von
gebracht wird.
denen zwei der zweiten Wagenklaſſe angehörten, voll=
Meues Palais bei Potsdam, 5. Nov. Der ſtändig zertrümmert. Der Poſtzug ſetzte ſich aus
ig der Belgier iſt heute nachmittag 6 Uhr zum ſieben Wagen zuſammen, die ebenfalls zertrümmert
wur=
h des Kaiſerpaares auf der Station Wildpark ein= den. Dieſer Zug führte zwei Packwagen mit, in welchen
trffen. In ſeinem Gefolge befinden ſich Oberſt= ſich etwa 50 Beamte befanden. Der Poſtzug, der nach
t und Flügeladjutant Graf Jonghe und der Kom= Marſeille ging, fuhr dem von Marſeille kommenden
Eil=
ant des Oberſtallmeiſterdepartements du Roy de zug ſchräg in die Seite. Um Mitternacht brannten die
uy. Der Kaiſer empfing den König an der Sta=
Wagen noch; etwa 15 Opfer wurden aus den Trüm=
Mund geleitete ihn im Automobil zum Neuen Palais, mern hervorgezogen. Zehn Perſonen ſollen getötet ſein.
miller König in den Roten Kammern Wohnung nahm. Der Lokomotivführer des Eilzuges der die Halteſignale
Alltilo nach der Ankunft nahmen der Kaiſer und der überfahren haben ſoll, wurde verhaftet.
irden Tee bei der Kaiſerin.
Melun, 5. Nov. Das Eiſenbahnunglück
Meues Palais bei Potsdam, 5. Nov Abends wird auf Fahrläſſigkeit des Lokomotivfüh=
8r ffand im Appolloſaale Tafel bei den Majeſtäten rers des Schnellzuges. Dimain, zurückgeführt, der den
Mleineren Kreiſe ſtatt. Die Kaiſerin ſaß zwiſchen von Marſeille mit einer Fahrgeſchwindigkeit von 90 Kilo=
Aas önig der Belgier und dem Reichskanzler, metern in der Stunde kommenden Zug, trotzdem ihm die
algüber der Kaiſer zwiſchen dem belgiſchen Geſandten Signale die Durchfahrt durch Melun nicht freigegeben
n Beyens und dem Flügeladjutanten Graf Jonghe. hatten, auf das Geleis fahren ließ, auf dem der Poſtzug
Iben war auch der belgiſche Militärattaché, Major de ankam. Nach dem Zuſammenſtoß explodierten die Gas=
Mäter.
behälter und ſetzten die Trümmer in Brand. Hilfe wurde
ſofort ausgeſchickt, aber das Rettungswerk geſtaltete ſich
Luftfahrt.
außerordentlich ſchwierig, da die Unglücksſtätte nur von
dem Schein von Fackeln, Petroleumlampen und den bren=
Pegond in Frankfurt.
nenden Trümmern erhellt war. Die Lokomotive des
Frankfurt, 5. Nov. Heute vormittag war Prinz Schnellzuges, die dem Poſtzug in die Seite gefahren war,
Arrich von Preußen in Frankfurt und hatte mit hat ſich über einen Meter tief in den Erdboden einge=
Warren des Komitees für flugſportliche Veranſtaltun= wühlt. Bis um Mitternacht waren 13 Leichen geborgen
gellve gen der Flüge Pegouds eine Beſprechung. Prinz und 14 Verletzte ins Hoſpital gebracht worden. Um ½3
Hellich, der gegenwärtig mit ſeiner Gemahlin am Darm= Uhr traf der Handelsminiſter auf der Unglücksſtelle ein.
ſtäfr Hofe weilt, will den Flügen beiwohnen. Er hat Um 3 Uhr waren noch zwei verkohlte Leichen unter den
ſioller ſönlich mit Pegoud in Verbindung geſetzt, um die=Trümmern hervorgezogen worden. Fackeln und Lampen
ſelllu veranlaſſen, ſeine für nächſten Sonntag in Brüſſel waren abgebrannt, ſo daß vollſtändige Finſternis herrſchte
zangenen Verbindlichkeiten zugunſten von Frankfurt Die Verwirrung war unbeſchreiblich. Die Rettung der
zufen. Bis jetzt iſt das aber noch nicht geglückt. (Frankf. Verletzten war außerordentlich ſchwierig. Eine junge
3
Frau war unter den Tender der Lokomotive des Schnell=
Wiſſenſchaftliche Ballonaufſtiege.
zuges geraten und hatte das Bewußtſein nicht verloren;
Straßburg, 5. Nov. Am Mittwoch, den 5.,ſie rief verzweifelt um Hilfe Ihr Gatte, ein Hauptmann
Oter Stag, den 6., und Freitag, den 7. November ds. Js., der Infanterie, ſtarb im Hoſpital. Ein Poſtbeamter ſagte
ſimli in den Morgenſtunden internationale wiſſen=aus, daß der Zug bei dem Zuſammenſtoß eine
Geſchwin=
felft liche Ballonaufſtiege ſtatt. Es ſteigen digkeit von 40 Kilometern hatte, als der Wagen, in dem
Wem, bemannte oder unbemannte Ballons in den er ſich befand, zertrümmert wurde. Er ſah Menſchen, die
miten Hauptſtädten Europas auf. Der wahnſinnig davonſtürzten. Dann hörte er zwei Exploſio=
Flſtr eines jeden unbemannten Ballons erhält eine Be=nen. Er glaubt, daß etwa 20 ſeiner Kameraden getötet
lollungg, wenn er der jedem Ballon beigegebenen In= worden ſind. 9 Leichen ſind noch nicht erkannt. Der
Zug=
ſtitorn gemäß den Ballon und die Inſtrumente ſorg=führer Dimain iſt leicht am Kopfe verletzt. Er behauptet,
fält beirgt und an die angegebene Adreſſe ſofort telegra= das Signal habe auf freie Fahrt geſtanden. Der Heizer
blieb unverletzt.
Machricht ſendet.
1913,
Seite 7.
2 Mekun, 5. Rov. Bef der Raſchine des vermn.
glückten Schnellzuges ſind noch vier Leichen
gebor=
gen worden, die ſo verkohlt ſind, daß eine Erkennung
faſt unmöglich iſt. Die Unterſuchung iſt im Gange. Es
wurde feſtgeſtellt, daß die Weichen der Signalſcheiben
voll=
kommen funktionierten. Der verhaftete Zugführer erklärte,
ihm ſchien es, als ob er freie Fahrt habe. Er ſah den Zug
erſt, als das Unglück unvermeidlich war. Unter den
Trüm=
mern liegen noch zwanzig Leichen. Die Verletzten
er=
litten außer den anderen Verletzungen alle ſchwere
Brand=
wunden. Die unter dem Tender eingeklemmte Frau
ſtarb heute morgen 5 Uhr, nachdem ſie acht Stunden in
der ſchrecklichen Lage bei vollem Bewußtſein zugebracht
hatte. Unter den Geretteten befindet ſich auch ein Herr
Oberdorfer aus Bamberg, der unverletzt in Paris
eintraf. Er beteiligte ſich an dem Rettungswerk und
ſchilderte grauenhafte Einzelheiten von den
Schmerzens=
ſchreien, die aus den in Flammen ſtehenden Wagen
drangen.
*Paris, 5. Nov. Zu dem Eiſenbahnunglück
bei Melun wird noch gemeldet: Es ſcheint, daß die
Mehrzahl der Verunglückten Poſtbeamte ſind. In den
beiden Poſtwagen des überrannten Poſtzuges befanden
ſich 21 Poſtbeamte, die insgeſamt verſchwunden ſind. Man
hält es zwar für möglich, daß einzelne von ihnen, von
paniſchem Schrecken ergriffen, verſchwunden ſind, fürchtet
jedoch, daß die meiſten von ihnen den Verbrennungstod
erlitten haben. Bis 2 Uhr heute früh waren unter den
Trümmern neun faſt vollſtändig verkohlte Leichen und
17 zumeiſt ſchwer verwundete Perſonen
hervor=
gezogen worden. Von den Leichen konnte bisher nur die
eines Lyoner Kaufmanns erkannt werden. Unter den
Verwundeten wird ein Hamburger namens Max
Aber=
bach aufgeführt. In dem Marſeiller Expreßzug befanden
ſich zahlreiche holländiſche Reiſende, die zumeiſt nur
un=
bedeutende Quetſchwunden durch herabſtürzendes Gepäck
erlitten haben.
* Paris, 5. Nov. Die Zahl der bei der
Eiſenbahnkataſtrophe von Melun
Getöte=
ten beträgt nach einem Bericht 36, nach einem anderen
40. Nach amtlichen Feſtſtellungen werden 16 Poſtbeamte
vermißt. Unter den bisher agnoszierten Leichen befindet
ſich die des geſtern mit zahlreichen Landsleuten aus den
Kolonien zurückgekehrten Holländers van Cerbelle.
* Melun, 5. Nov. Präſident Poincaré
beſuchte in Begleitung des Handelsminiſters die bei der
Eiſenbahnkataſtrophe verletzten Perſonen, unter ihnen den
Hamburger Max Aberbach, deſſen linkes Bein gebrochen
iſt. Bei keinem Verletzten beſteht Lebensgefahr.
* Brüſſel, 5. Nov. Heute nacht fand in dem
Eiſen=
bahnknotenpunkt Chenee bei Lüttich ein
Zuſammen=
ſtoß zweier Güterzüge ſtatt, bei dem 3 Perſonen
getötet und mehrere verwundet wurden.
* Moskau, 5. Nov. Auf der Bahnlinie Moskau-
Kaſan entgleiſte heute nacht ein von Niſchny=
Nowgo=
rod nach Panſa fahrender Perſonenzug. 14
Per=
ſonen ſind getötet und 15 Perſonen ſchwer
verletzt worden. Es liegt der Verdacht vor, daß das
Unglück böswillig herbeigeführt worden iſt.
Vom Balkan.
* Konſtantinopel 5. Nov. Oberſt Dſchemat
Bey, welcher bisher die Stelle des Militärgouverneurs
in Konſtantinopel bekleidete, iſt zum interimiſtiſchen
Kom=
mandeur des erſten Korps ernannt worden und wird als
ſolcher die Militärgewalt in Konſtantinopel
ausüben. Die Stelle eines Militärgouverneurs, die
wäh=
rend der Abweſenheit des erſten Korps auf dem
Kriegs=
ſchauplatz geſchaffen worden war, wird nunmehr
aufge=
hoben.
* Athen, 5. Nov. (Agenzia Stefani.) Die
Ant=
wortnote der griechiſchen Regierung auf die
Note Italiens und Oeſterreich=Ungarns erhebt in
Erwi=
derung des Vorwurfs, Griechenland ſchüchtere die
Bevöl=
kerung der beſetzten Gebiete ein und intrigiere gegen die
Arbeit der internationalen Grenzkommiſſion für
Süd=
albanien, die Anklage eines parteiiſchen und inkorrekten
Vorgehens gegen einige Mitglieder der Kommiſſion und
ihre Begleitung. Schließlich lehnt die griechiſche
Regie=
rung jede Verantwortlichkeit ab, falls die Arbeiten der
Kommiſſion nicht bis zum 30. November beendigt ſind.
* Belgrad, 5. Nov. Der Miniſter des Innern,
Protitſch, legte in der Skupſchtina dar, daß
ge=
wiſſe, auf die Gleichſtellung der neuen ſerbiſchen Bürger
bezügliche Beſtimmungen der ſerbiſchen Verfaſſung bereits
in der allernächſten Zeit in den neuen Gebieten in Kraft
treten; andererſeits werde das proviſoriſche
Verwaltungs=
regime in dieſen Gebieten unter die unmittelbare
Kon=
trolle der Skupſchtina geſtellt. Das ſerbiſche Blatt
Pie=
mont fordert, daß im Intereſſe der ſerbiſchen Armee eine
gerichtliche Unterſuchung gegen alle ſerbiſchen Offiziere,
die in Kriegsgefangenſchaft geraten ſind, eröffnet werde.
* Paris, 5. Nov. Das Echo de Paris will wiſſen.
England, Frankreich und Rußland beabſichtigten in einer
gemeinſamen Erklärung in Wien und Rom
be=
kannt zu geben, daß die Exiſtenz des europäiſchen
Konzer=
tes mit vereinzelten Maßnahmen einer Macht oder einer
Mächtegruppe unvereinbar ſei. Wenn der Ballplatz und
insbeſondere die Conſulta der Anſicht ſeien, daß die
Mit=
wirkung ganz Europas eine wertvolle Bürgſchaft gegen
die albaneſiſchen Verwickelungen bilde, dann würde man
zweifellos darauf verzichten, durch eine unhöfliche
Me=
thode Ergebniſſe zu erreichen, welche durch ein korrektes
Vorgehen ſicher zu erzielen geweſen wäre. Wenn jedoch
die Kabinette von Rom und Wien eine eigenwillige
Hand=
lungsweiſe einem regelmäßigen Vorgehen vorziehen
ſoll=
ten, dann würden die Mächte der Tripel=Entente nicht
länger Zeuge dieſes Spieles ſein wollen und eigene
Maß=
nahmen ergreifen, um ihre Intereſſen und ihre Würde zu
wahren. Es ſei nur natürlich und auch der Wunſch
Frankreichs und Rußlands, daß dieſe Anſchauungen der
Tripel=Entente von Sir Edward Grey ausgedrückt
wer=
den, welcher die Entſcheidungen der Londoner Konferenz
mit dem Anſehen ſeines Namens und dem der engliſchen
Regierung verknüpft.
* Paris, 5. Nov. Wie offiziös verlautet, hat
Ser=
bien die bei der franzöſiſchen Regierung für
die Kotierung der ſerbiſchen Anleihe geſtellten
Bedin=
gungen angenommen, jedoch unter der Vorausſetzung, daß
auch den anderen Balkanſtaaten, welche Anleihen
aufneh=
men wollen, dieſelbe Behandlung zuteil werde. Außerdem
behielt ſich die ſerbiſche Regierung die Möglichkeit vor,
den von Serbien zu übernehmenden 17prozentigen
An=
teil der den eroberten Gebieten entſprechenden türkiſchen
Schuld von der Internationalen Finanzkommiſſion einer
Prüfung unterziehen und gegebenenfalls verringern zu
laſſen, da ſie dieſen Anteil gegenwärtig nur als ein
Ma=
rimum anſehen könne.
Die Internationale
Finanzkommiſſion wird kaum vor Anfang Januar
zuſammentreten können.
Selke 8.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 6. November 1913.
2 Petersburg, 5. Nov. Die Pelersbdurger Tele=(Seilens der ärftlichen Landeszentrale wurde der Wunſch l ſiſche Verwalung dort zu unterhalten, Kolonien zuighd
graphenagentur iſt ermächtigt, die Athener Meldung, daß geäußert, die Regierung möge beim Reichsverſicherungs= den und ſich in kommerzielle oder induſtrielle Fragen
Rußland beſchloſſen habe, auf das Kondominium amt die Einleitung von Vermittelungsverhandlungen zumiſchen.
auf dem Berg Athos zu verzichten und der Annektie= nachſuchen, wie dies die Regierungen von Bayern und
rung durch Griechenland zuzuſtimmen, für völlig unbe= Württemberg beabſichtigen ſollen.
gründet zu erklären.
* Mannheim, 5. Nov. Sicherem Vernehmen nach iſt
Geheimrat Dr. Glockner, der ſeit 1906 Miniſterialrat im folgt beſtimmt der Beſuch des Kaiſerpaares in Bre
Miniſterium des Innern iſt, für den Poſten des Ober=ſchweig. Es ſind bereits Anordnungen gegeben wont
Die Wahlen in Amerika.
bürgermeiſters der Stadt Mannheim in verſchiedene Teile der Ausſchmückung und der Belei
* Neu=York, 5. Nov. Bei den geſtrigen ſtädtiſchen Ausficht genommen, doch ſteht die Entſchließung Dr. tungsanlagen für Illuminationszwecke ſtehen zu laſſe=
Wahlen ſiegten die Kandidaten der Fuſionspartei, was Glockners noch aus.
die Niederlage Tammany Halls bedeutet. Sulzer erhielt
Brieg, 5. Nov. In Morgenau erſchoß der
zwölf=
mehr Stimmen, als die beiden gegenüberſtehenden Re= jährige Bauernſohn Niklas im Scherz den 19jährigen
publikaner. Die Wahl des Herrn Mitchel zum Gouver= Knecht Wind mit dem Jagdgewehr ſeines Vaters.
neur von Neu=York iſt nach allgemeiner Anſicht geſichert.
* Bremen, 5. Nov. Die heldenmütige Rettungs= mit dem Torpedobootszerſtörer „Dague” auf derRaſ
* Boſton, 5. Nov. Der Boſton Globe meldet, daß aktion der Dampfer Großer Kurfürſt” und zuſammengeſtoßen. Es iſt kein Verluſt an Menſchenleſ
der demokratiſche Kandidat Walſh zum Gouverneur ge= Seydlitz” des Norddeutſchen Lloyds gelegentlich der zu beklagen. Der Torpedobootszerſtörer „Dague” gilhi
wählt worden ſei.
Kataſtrophe des Volturnot veranlaßte den Norddeutſchen ein Leck, das ſofort verſtopſt wurde auf dem Unterſetlill
* Richmond (Virginia), 5. Nov. Alle demokrati= Lloyd, den beteiligten Offizieren und Mannſchaften be= „Cugnot” iſt der Vorderſteven gebrochen. Beide Sch
ſchen Kandidaten, an ihrer Spitze der Gouverneur Stuart, ſondere Auszeichnungen zukommen zu laſſen. Der wurden ins Arſenal geſchleppt.
ſind in Virginia gewählt worden.
bisherige erſte Offizier Spangenberg, welcher proviſoriſch
* Baltimore, 4. Nov. Der Demokrat Bloir das Kommando des „Großer Kurfürſt” inne hatte, wurde
Lee iſt an Stelle eines Republikaners in den Senat ge= zum Kapitän ernannt. Die Offiziere, welche die beiden
wählt worden.
Rettungsboote führten, echielten ein Geſchenk und ſämt=
* Neu=York, 5. Nov. Tammany iſt vollſtändig liche Bootsmannſchaften der zwölf Rettungsboote beider
geſchlagen. Mitchel wurde mit einer Majorität von Schiffe einen Monatsgehalt, außerdem die anderen am rücken, der geſtern über England lag, ſehr raſch, ſüdlc
100 000 Stimmen zum Bürgermeiſter gewählt; auch Rettungswerk beteiligten Leute, welche an Bord des wärts gedrängt und reicht heute bereits bis in unſes
die übrigen fuſioniſtiſchen Kandidaten, mit Ausnahme der „Großer Kurfürſt” und des „Seydlitz” verblieben entſpre= Bezirk, trübes, regneriſches Wetter iſt die Folge.
Präſidenten der Stadtbezirke Queena und Richmond, wur= chende Gratifikationen, Ferner ging jedem einzelnen von Druck fällt über ganz Weſteuropa weiter; wir werell
den mit großer Mehrheit gewählt. Tammany verliert den Bootsbeſatzungen, Matroſen, Heizern und Stewards, morgen im Bereich tiefen Druckes veränderliches,t
auch die Majorität in der Staatslegislatur, wo bereits 85 perſönliche Dankſchreiben der Direktion des Norddeutſchen trübes und regneriſches Wetter haben.
Republikaner, 48 Demokraten und 5 Progreſſiſten gewählt Lloyd zu.
ſind. Das Ergebnis aus 12 Diſtrikten fehlt noch. Außer
* Glatz, 5. Nov. Das Schwurgericht verurteilte den Veränderlich, meiſt trüb und regneriſch, weſtliche Wihnl
in Maſſachuſetts und Virginien wurde auch in Neu=Jer=
Bäckergeſellen Max Weigelt aus Zadel (Kreis
Fran=
ſey ein demokratiſcher Gouverneur gewählt, deſſen Kandi= kenſtein) wegen Ermordung der ſechsjährigen Marie
Kirch=
datur Wilſon und Bryan energiſch unterſtützt haben.
ner zum Tode und wegen eines Sittlichkeitsverbrechens
zu zwei Jahren Zuchthaus.
Zur Lage in Mexiko.
* Wien, 5. Nov. Das Abgeordnetenhaus Meinem Sohne gab ich zur Stärkung bei Nervoſitätuſt
* Neu=York, 4. Nov. Die Meldung, daß Bryan ſetzte die Spezialdebatte über die Branntweinſteuer armut Bioſon u. kann Ihnenverſichern, daß der Erfolgme
erklärte, es ſei kein Ultimatum an Mexiko gerich=fort. Da die in den letzten Tagen auf der Grundlage einesErwartungen bei weitem übertraf. Lebensluſt zeigt ſichil
tet worden, wird beſtätigt. Bryan fügte hinzu er fühle ſich vom Statthalter Korytowski unterbreiteten galizi= wie nie zuvor, Appetit hob ſich u. der Junge wende
veranlaßt, ein ſolches Dementi zu geben, da Mißverſtänd= ſchen Wahlreformentwurfes geführten polniſch=rutheniſchen ſeinen Schularbeiten mehr Aufmerkſamkeit zu. W. Wint
niſſe über internationale Fragen leicht zu ernſten Folgen Verhandlungen vorläufig ergebnislos verliefen, ſetzten die Lokomotivführer, Hannover, Iſernhagernerſtr. 64, Und
Ruthenen ihre Obſtruktion im Abgeordnetenhauſe fort. ſchrift begl.: 2. 5. 13. Juſtizrat Spangenberg, Notar. Bi
führen könnten.
* Waſhington, 4. Nov. In wohlunterrichteten Der Ruthene Holubowie hielt eine Obſtruktions= großes Paket (ca. ½ kg) 3 Mk. in Apoth., Drog. (III23m
Kreiſen wird zugegeben, daß im Einklang mit Präſi=rede Der Handelsminiſter unterbreitete eine
Regie=
dent Wilſons Entſchloſſenheit, den Aus=rungsvorlage über ein nachträgliches Uebereinkommen mit
ſſchluß Huertas herbeizuführen, Verhandlungen im dem Oeſterreichiſchen Lloyd, daß anſtelle der Eillinie Trieſt=
Gange ſind. Im Zuſammenhang damit ſei eine weitere Cattaro eine dalmatiniſchalbaniſche Eillinie Trieſt=Era=
Mitteilung in der mexikaniſchen Hauptſtadt übergeben voſa=Korfu mit wöchentlich einer Hin= und Rückfahrt
tre=
tworden. Es wird jedoch erklärt, daß dieſe Mitteilung ten ſoll. Die Begründung der Vorlage verweiſt auf die
Umwälzungen auf dem Balkan und erkläut, es ſei
notwen=
nicht den Charakter eines Ultimatums hat.
* Neu=York, 4. Nov. Nach einem Telegramm dig, einen innigeren Kontakt zwiſchen Dalmatien und den
aus Veracruz ſind die amerikaniſchen Kriegsſchiffe „Rhode albaniſchen Häfen durch eine Vermehrung der Schiffsver=
Island”, „Virginia”, „Nebraska” und New=Jerſey” dort bindungen herzuſtellen. Nächſte Sitzung morgen.
*Wien. 5. Nov. König Ferdinand von
Bul=
angekommen und haben außerhalb der Mole Anker
gewor=
garien iſt im ſtrengſten Inkognito hier
eingetrof=
fen.
* Mexiko, 5. Nov. Obwohl die Regierung infen und im Palais Koburg abgeſtiegen.
Waſhington Huerta keine genaue Formulierung ihrer
* Peſt, 5. Nov.
Im Abgeordnetenhaus
Wünſche unterbreitete, wird doch erklärt, daß die Ein= veranſtaltete die Oppoſition auch heute im Zuſammenhang
ſetzung einer proviſoriſchen Regierung von mit der Spielbankangelegenheit gegen Schluß der Sitzung
Wilſon und Prhan als mögliche Löſung betrachtet wird. Lärmſzenen. Der Abgeordnete Lahel Hedervary
In dieſem Falle würden die Aufſtändiſchen in der Kom= meldete gegen den Abgeordneten der Regierungspartei
miſſion, welche die Regierung vorläufig übernehmen Samuel Mandry eine Incompatibilitätsanzeige an, weil
würde, in ſtarker Mitgliederzahl vertreten ſein.
dieſer gegen die Konzeſſionierung der Spielbank interne=
28
* Mexiko=City, 5. Nov. Geſtern abend fand im nierte. Hierauf beantragte der Oppoſitionelle Huſſar,
Palaſt eine Unterredung, betreffend die von Waſhing= morgen nicht, wie der Präſident beantragte, die
Schwur=
ten geſtelle Forderung des Rücktritts Huer=gerichtsreform weiter zu verhandeln, ſondern die
Spiel=
tas ſtatt Huerta beharrte jedoch in zurückhaltender Ver= bankangelegenheit auf die Tagesordnung zu ſetzen.
Wäh=
ſchloſſenheit. Freunde Huertas äußerten ſich zu der rend dieſer Redewarf Abgeordneter Siegmund
Waſhingtoner Mitteilung, daß ſie dieſe praktiſch als einen Eitner ein Paket Spielkarten auf den Tiſch
Befehl anſehen. Das Memorandum beſagt: Wenn Huerta des Hauſes. Er wurde wegen Verletzung der Würde
nicht unverzüglich zurücktritt und ſich danach der Leitung des Hauſes an den Mißbilligungsausſchuß des Hauſes
der Geſchäfte und der Bildung der neuen Regierung ent=verwieſen. Als Huſſar ſeine Rede über Gebühr ausbehnte
hält, wird Wilſon ein Ultimatum ſtellen. Die Ablehnung und ihm der Präſident das Wort entzog, verließ die
dieſes Ultimatums würde Wilſon veranlaſſen, an den Kon= geſamte Oppoſition das Haus. Außerdem
greß das Erſuchen zu richten, ihn zur Ergreifung ſtrenge= wurden noch 5 oppoſitionelle Abgeordnete wegen
Wider=
rer Maßnahmen zu ermächtigen.
ſätzlichkeit gegenüber dem Präſidenten und Ruheſtörung
an den Mißbilligungsausſchuß verwieſen. Mandry er= Baufach=Ausſtellung zu Leipzig wurde die Firma üle
klärte, er werde in der Angelegenheit der Spielbank nichtroy & Boch in Mettlach mit dem Königl. Sächlen
Letzte Nachrichten.
intervenieren. Die vom Präſidenten beantragte Tages=
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
ordnung wurde darauf angenommen und die Sitzung ge=hoden= und Wandplatten, ferner Majolikaſachen i
* Berlin, 5. Nov. Die Norddeutſche Allgemeine Zei=ſchloſſen.
* Rom, 5. Nov. In der ſixtiniſchen Kapelle fanden faßt. In den acht Fabriken in Mettlach, Merziſ
lung ſchreibt: Nach Meldungen deutſcher Blätter in
Petersburg will die Nowoje Wremja wiſſen, daß Kai= heute feierliche Obſequien zum Gedächtnis fortaines, Wadgaſſen, Wallerfangen, Däniſchholl
ſer Wilhelm einem ſehr angeſehenen Ruſſen geſagt des Papſtes Leo TIII. unter Teilnahme des Papſtes Dresden beſchäftigt die Firma zurzeit 880
habe, er glaube an ſolche rituellen Verbrechen, Pius X. ſtatt. Es war dies das erſtemal, daß der Papſt ſonen. Die alleinige Vertretung der Fußbodll
wie das Kiewer; auch in Deutſchland habe es einen Fall ſeit ſeiner Erkrankung einer offiziellen Feier beiwohnte. Wandplattenfabrikate für Darmſtadt und Un
von einem ſolch fanatiſchen Verbrechen gegeben, aber aus Kardinal Vanutelli zelebrierte die Meſſe, der 10 Kardi= hat die Firma A. Caſtritius, hier.
politiſchen Gründen ſei die Sache vertuſcht worden. Die näle, das diplomatiſche Korps, der Malteſerorden, der
Erzählung des ruſſiſchen Blattes wurde in der deutſchen römiſche Adel und zahlreiche Eingeladene beiwohnten.
Preſſe ſofort zurückgewieſen. Wir wollen noch ausdrück= Nach der Feier kehrte der Papſt in ſeine Gemächer zurück.
* Paris, 5. Nov. Der ruſſiſche
Miniſterprä=
lich feſtſtellen, daß die angeblichen kaiſerlichen
Aeußerun=
ſident Kokowzow iſt heute nachmittag hier
einge=
gen erfunden ſind.
Berlin, 5. Nov. Der 77jährige Photograph und troffen.
* Wellington, 5. Nov. Da im Zuſammenhang mit
(Reklameſchilderfabrikant Lichtenfelderſchoß in der
Feldmark von Lübars ſeine beiden 36 und 42 Jahre dem Streik die Unruhen und das
Steinbom=
alten Töchter, ſowie das neunjährige Kind der letzteren, bardement anhalten, wurden außer der regulären
Po=
lizei 800 berittene Sonderpoliziſten eingeſtellt, um die
dann ſich ſelbſt.
Ordnung aufrechtzuerhalten. 30 Perſonen, darunter 15
* Metz, 5. Nov. Der Vorſitzende Jean des aufge= Polizeibeamte, wurden verwundet. Viele
Verhaftun=
löſten Vereins Souvenir Alſacien Lorraine
wurde zu 50 Mark Geldſtrafe, eventuell 10 Tagen gen wurden vorgenommen.
* Peking, 5. Nov. (Reuter.) Die Regierung erließ
Haft, verurteilt. Das Gericht kam auf Grund der Be= ein Manifeſt, wodurch die Kuomingtanpartei, die der
weisaufnahme zu der Ueberzeugung, daß der Verein ein Oppoſition im Süden angehört, aufgelöſt und die Sitze
politiſcher ſei und daher die Statuten und das Mitglie= ihrer Mitglieder im Parlament als erledigt erklärt
wer=
derverzeichnis habe einreichen müſſen.
den. Das Manifeſt verurſachte große Aufregung, doch
* Karlsruhe, 5. Nov. Der Karlsruher Zeitung
zu=
traf die Regierung entſprechende militäriſche Maßnahmen,
folge fand im Miniſterium des Innern unter dem Vorſitz ehe ſie den Erlaß veröffentlichte, ſo daß keine
Ruheſtörun=
von Geheimrat Dr. Glockner eine Beſprechunggen erfolgen dürften.,
— Das ruſſiſch=chineſiſche
mit Vertretern der badiſchen Krankenkaſ= Abkommen über die äußere Mongolei iſt
unter=
ſen und der Aerzte ſtatt. Von beiden Seiten
ichnet worden. Es wird in ihm die Autonomie der
wurde der Wunſch zum Ausdruck gebracht, daß eine Ver= äußeren Mongolei unter der Souveränität
Chi=
einbarung noch vor dem Inkrafttreten des zweiten Buches nas anerkannt. China verzichtet auf das Recht,
Trup=
der Reichsverſicherungsordnung (1 Januar 1914) erfolgt. pen nach der äußeren Mongolei zu entſenden, eine chine=
Bt
ut.
esodenen Leuchoane
Nummer 262,
Ein Beſuch des Kaiſerpaares in Braunſchweig,
HB. Braunſchweig, 5. Nov. Am 17. November
Zuſammenſtoß zweier franzöſiſcher Torpedoboote.
* Toulon, 5. Nov. Das Unterſeeboot „Cugnoti
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das weſtliche Tiefdruckgebiet hat den Hochdra
Ausſichten in Heſſen für Donnerstag, den 6. M
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Lebenslust wie nie zuvork
2.
e
Damen-Wäsche
Große Auswahl in jeder Preislagen
Anfertigung nach Maß
auch von Hemdblusen.
Leinenhaus Becker
17 Wilhelminenstrasse 17.
(290?
Aus dem Geſchäftsleben.
Anläßlich ihrer Beteiligung an der Internatiahlle
Staatspreis ausgezeichnet. Es dürfte allgemein la
ſein, daß die Firma ſich mit der Fabrikation voll
kotten, Feuerton, Porzellan und feineren Glaswahlil
C. F. Erb Nachf
Obere Elisabethenstr.
empfiehlt:
Leinen und Halbleinen in allen Breiten
und Qualitäten. Tischtücher und
Sen=
vietten in Drell, Jacquard und Damast
in allen gangbaren Grössen.
Hand-
tücher und Küchenwäsche. Grösste
Aus-
wahl, billige Preise.
KATALOG für Braut-Ausstattungen
auf Wunsch.
Gegr. 1861.
Fernspr. 728.
(23174as
G. Klcg 44-.
47
Gäezalt ch. e
u Mlelbeletete
geseee 6
ee
Aun
[ ← ][ ][ → ] zen.
n He
Beid
e
i8ie
aß
Joboch
ut
Nummer 267.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 6. November 1913.
Seite 9.
hei, ſparſam ge=
Elektra=Kerzen, ruchlos. Paf. 65.
Familiennachrichten.
Hier: P. B. Grodhaus, Seifenf. a. w. Turm. (V,18306
Statt beſonderer Anzeige.
4 N.
Z.2.
Statt Karten!
Heute früh entſchlief ſanft nach kurzem Lei=
(8 2a
Z. 23
den meine innigſtgeliebte Schweſter (*14103
A
Bie glückliche Geburt eines ge-
Trauer-Kleider, TrauerLostume
Johanna Wachter.
2/
sunden, kräftigen
(*14136
6 8
* Trauer-Blousen, rauer-Rocke
Die trauernde Hinterbliebene:
Auguste Wachter.
Töchterchens
epe Frauer-Mantel, Irauer-Stoffe f-
Darmſtadt, den 5. November 1913.
zeigen hocherfreut an
In reicher Auswahl!
Die Beerdigung findet Freitag, den 7. Nov.,
nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhauſe Hügel=
Redakteur Kurt Mitsching
ſtraße 37 aus, ſtatt. Die Einſegnung eine
Hnderungen Sofart! 10
Viertelſtunde vorher.
u. Frau Erna, geb. Clauß.
Gehr. Höslein.
8
DARMSTADT, 5. November 1913.
Ludwigsplatz.
1. 2
Tageskalender.
Donnerstag, 6. November.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende 10¼ Uhr
(Ab. C): „Die Bohème‟
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
M
Dampfernachrichten.
Welte=Mignon Klavierabend um 8 Uhr im
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Hotel „Zur Traube‟.
ertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Wiederholung der Jahrhundertfeier des Evangeli=
Statt beſonderer Anzeige.
Mordamerika: „Alſter”, von Neuorleans kommend,
ſchen Bundes um 8 Uhr in der Turnhalle am Woogs=
. Nov. 4 Uhr morgens St. Catharines Point paſſiert.
platz.
Amerika”, von Neu=York kommend, 2. Nov. 7 Uhr
Verſammlung des Nationalliberalen und Junglibe=
Geſtern abend verſchied plötzlich nach
Min. morgens in Hamburg. „Aſſyria”, vou
Neu=
ralen Vereins um 8½ Uhr im Reſtaurant Sitte.
längerem Leiden unſer guter, lieber Vater,
Orleans kommend, 1. Nov. von Norfolk. „Bosnia” nach
Monatsverſammlung des Gartenbauvereins um
Schwiegervater und Großvater
Baltimore, 2. Nov. 6 Uhr 30 Min. morgens Lizard paſſiert.
8 Uhr im „Fürſtenſaal”.
(23205
I mperator” 1. Nov. 12 Uhr mittags von Neu=York über
Konzertum 8 Uhr im „Rummelbräu”.
Plymouth und Cherbourg nach Hamburg. „Inkula” 1. Nov.
Herr
Bilder vom Tage (Auslage unſerer Expedition
Uhr nachm. in Newport News. „Molte” von Genua und
Rheinſtraße 23): Vom Beſuch des deutſchen Kaiſers in
ſe apel nach Neu=York, 2. Nov. 8 Uhr morgens Gibraltar
Wien, Begrüßung Kaiſer Wilhelms durch Kaiſer Franz
heſſiert. „Patricia” 1. Nov. 1 Uhr nachm. von Neu=
Joſef — Die Sprengung des letzten Dammes im Pa=
York direkt nach Hamburg. „Piſa” 1. Nov. in
Balti=
namakanal — Zu den Sturzflugvorführungen Pegouds
Carr Gldckert
nore. „Preſident Grant” nach Neu=York, 2. Nov.
in Johannisthal, der Flieger Adolphe Pegoud, der
1 Uhr morgens Cuxhaven paſſiert. „Prinz Adalbert”
Menſchenandrang vor dem Flugplatz, ein intereſſanter
Nov. 3 Uhr nachm. in Philadelphia. „Virginia”, von im 70. Lebensjahre.
Sturzflug.
Savannah kommend, 3. Nov. 3 Uhr morgens Lizard
Verſteigerungskalender.
ſeſſſiert. „Willehad” von Kanada kommend, 2. Nov=
Freitag, 7. November.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Uhr 30 Min. abends in Hamburg. —
Weſtindien,
Hofreite=Verſteigerung des Johann Georg
Mexiko: „Cheruskia” 2. Nov. in Havana. Corcovado‟
Jacob (Holzſtraße 11) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Carl Glückert junior,
. Nov. von Veracruz, heimkehrend. „Fürſt Bismarck”
narch Mexiko, 2. Nov. in Havana. „Georgia” nach Weſt=
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Riedeſelſtraße 70.
ndien, 1. Nov. 1 Uhr nachm. in Antwerpen. „Grune=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
vald” 2. Nov. in Pto. Mexiko, ausgehend. „Kron=
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
Darmſtadt, den 5. November 1913.
rinzeſſin Cecilie”, von Mexiko und Havana kommend,
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
. Nov. 12 Uhr nachts von Santander. „Schwarzwald”
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
hem Weſtindien kommend, 1. Nov. 11 Uhr morgens in
leben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt. — Für den
Die Beerdigung findet Freitag, den 7. Nov.,
Havre. „Steigerwald”, von Mexiko und Havana
kom=
redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an die
vormittags 11 Uhr, vom Portale des ſtädt.
nund, 1. Nov. 6 Uhr morgens von Vigo. „Wasgen=
„Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Friedhofes aus, ſtatt.
vald” nach Havana und Mexiko, 1. Nov. 9 Uhr abends
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
him Cadiz. „Ypiranga” nach Havana und Mexiko,
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
. Nov. 12 Uhr mittags in Havre.
zurückgeſandt.
Rosaiin
vorzügliches Fußbodenreinigungs=
und Konſervierungsöl, ſtaubbind.,
Segdufdeubeusss
ſchmiert nicht, zieht leicht ein, eignet
ſich deshalb für Büros, Läden,
dat dad zeit Jahrzehnten. Herorragend Hemähufe, rem nafürliche.
Wirtſchaften und im
Privat=
haushalt für Küche, Treppe,
Vor=
platz, wo Oelfarbenanſtrich nicht
ESchhen2 C
SeeiEmcöder-
angebracht; loſe der Schoppen
3
*
50 Pfg., allein echt
(19889a
bel Zuckerkrankheit, Fettsucht,
erhältlich durch Apotheken,
Droge-
chronischer Verstopfung,
Gallen-
rien, Mineralwasser-Handlungen etc.
Martinsdrogerie
steinen, Leberleiden, Magen- und
oder direkt durch die
Pankratiusſtraße 41.
Darmkrankheiten, Gicht etc.
Kurverwaltung Bad Mergentheim.
Hüte w. ſchick u. bill. garn., Pelze
zu mod. Müff. u. Hüt., ſow. Samth.
Hauptniederlage Darmsradt: Carl Naumann, Karlstrasse 45.
(I,23152umgearb. Waldſtr. 3, II. (*13488fsf
zu Kölner Original-
Becha-selfe Preisen.
(21429a
Loddseolsle
Elisabethenstr. 9.
A
Fartumerie à Famk, Tel. 886.
Letzte
In Proz. Zf.
In Proz. Zf.
In Proz. Zf.
In Proz
Divid.
Kurſe vom 5. November 1913.
3½ Offenbach . . . . . .
7 Schuckert, Nürnberg . . 144,00 3½o Oeſt. Südb. (Lomb.) 52,00 3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19
76,00
.. 84,3014 Wiesbaden . . . . . . 96,20
3 Raab=Oedenburg
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
12 Siemens & Halske . 2071
4 Frankf. Hyp.=Kreditv
3½
do.
In Proz.12 Bergmann Electr. . . 126,00 4 Kronprinz Rudolfbahn
S. 15—19, 21—26 93,50
In Proz. Zf.
Worms . . . . . . . . 94,10
4 Ruſſ. Südweſt . . . . . 84,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,00 3½
87,10
do.
Staatspapiere.
5 Agentinier . . . . . . . 96,50 10 Deutſch. Ueberſee Electr. 161,30 4½ Moskau=Kaſan 85,101 3½
25
5 Gummi Peter . .
73,754
do.
84,00 4 Liſſabonner v. 1888
2 tſche. Reichsſchatzanw. 98,80 4
do.
20
do.
Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,20
85,80
Deutſche Reichsanl. . 85,00 4½ Chile Gold=Anleihe. 88,50 30 Adler=Fahrradwerke
4 Wladichawchas . .
Verzinsliche
Kleyer . . . . . . . 363,00
84,20
4 Rjäſan Koslow . . . .
do.
Anlehensloſe.
75,705 Chineſ. Staatsanleihe. 96,10 12 Maſchinenf. Badenia 124,75 3 Portugieſ. Eiſenb. . . . 70,00 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
Prreuß. Schatzanweiſg. 98,80 4½
do.
Badiſche . . . Tlr. 100 178,00
88,50 16 Wittener Stahlröhren 125,7
do.
89,2
do. Conſols . . . 85,004½ Japaner . . . . .
S. 12, 13, 16 . . . . 96,60 3½ Cöln=Mindner 100 139,00
3
8 Steana Romana Petr. 14
S. 14, 15, 17, 24/26
67,30
do. do.
*/10 Livorneſer
. ,
75,705 Innere Mexikaner. . . 74,00
3 Holl. Komm. . fl. 100 110,80
18—23 . .
,20
48,0015 Zellſtoff Waldhof . . 206,50 3 Salonique=Monaſtir. . 6
Bad. Staatsanleihe . . 97,703
96,60
do.
Madrider . . Fs. 100
4 Bagdadbahn . . . . . . 79,50 3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
91,50 4 Gold=Mexikaner v. 1904 75,50 12½ Bad. Zucker=
Wag=
do.
4 Meininger Pr.=
Pfand=
häuſel . . .
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 84,20
198,00 4½ Anatoliſche Eiſenb. . 91,50
do.
80,305 Gold=Mexikaner . .
briefe . . . . . . . 138,20
S. 3—5 . . . . . . . 84,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 85,00 4 Miſſouri=Pacific . . . 88,30
Bayr. Eiſenbahnanleihe 99,00 3½ Buenos Aires Prov. 94,00
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 176,00
S. 9—11 . . . . .
3 Südd. Immobilien . 53,504 Northern=Pacific . . . 94,50
do.
91,50
84,10
Aktien inländiſcher
Meininger Hyp.=Bank 95.00 3 Oldenburger . . . .
do.
4 Southern=Pacific . . . 89,70
2½ Raab=Grazer fl. 150 113,00
75,00 Transportanſtalten.
Bergwerks=Aktien.
½),
do.
84,00
5 St. Louis und San
Hamburger Staatsanl. 97,608 Hamb.=Amerika=Paket=
Unverzinsliche
4 Rhein. Hypothek.=Bank
Hoeſſ. Staatsanleihe . . 98,00
Francisco . . . . . —
fahrt . . . . . . . 135,20 10 Aumetz=Friede . . . . 149,50
Anlehensloſe.
(unk. 1917) . . 93,40
5 Tehuantepec . . . . . . —
ds. do. (unk. 1918) 96,703 Nordd. Lloyd . . ..
116,50 112 Bochumer Vergb. u.
33,50
3½ do. (unk. 1914). . 83,20 Augsburger . . . . .
do.
Gußſt. . . . . . . 204,50
83,10 6 Südd. Eiſenb.=Geſell. . 120,25
Bank=Aktien.
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,70 Braunſchweiger Tlr. 20 199,00
do.
73,25
11 Deutſch=Luxemburg.=
10 Bank für elektriſche
85,80 Freiburger . . . . Fs. 15
76,70 Aktien ausländiſcher
do.
Ehächſiſche Rente . . . .
3½
Bergb. . . . . . . 135,10
Mailänder . . . . Fs. 45 —
Untern. Zürich .
Aeürttemb. (unk. 1921) 97,90 Transportanſtalten.
do. . . . . Fs. 10 —
10 Gelſenkirchener . . . . 170,75 8½ Bergiſch= Märkiſche
Städte=
do. v. 1875 92,305 Anatol. Eiſenb. 60%
7 Harpener . . . . . . . 172,25
-
Meininger . . . . . fl. 7 33,60
Obligationen.
Bank . . . . . . . 142,25
Einz. Mk. 408 . .
Bulgaren=Tabak=Anl.
Darmſtadt . . . . . . 95,10 Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 586,00
Griechen v. 1887 . . 53,2018 Baltimore und Ohio . 93½ 15 Phönix Bergb. und
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 153,50 4
do. v. 1858 fl. 100 505,00
Hüttenbetrieb . . . 248,00 6½ Darmſtädter Bank . 115,25 3½
6 Schantungbahn . . . . 119,59
do.
85,80
Ziraliener Rente . . . .
Frankfurt . . . . . . . 96,30 Ungar. Staats . . fl. 100 412,00
12½ Deutſche Bank. . . 244,401 4
Oeſterr. Silberrente 83,80 6½ Luxemb. Prince Henri 163,00 0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
95,60 Venediger . . . . Fs. 30
Caro. . . . . . . . 59,50 6 Deutſche Vereinsbank . 116,75(3½
do.
ido. Goldrente . . . 88,400 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 21½
Türkiſche . . . . Fs. 400 160,40
Laurahütte . . . . . . 149,00 5½ Deutſche Effekt.= und
Gießen . . . . . . .
ido. einheitl. Rente . 80,60 6 Pennſylvania R. R. . 108,50 10 Kaliwerke Aſchersleben 140,20
85,50) Gold, Silber und
W.=Bank . . .
½ do.
111,00
Portug. unif. Serie I 61,40 Letzte Induſtrie=
Banknoten.
10
Weſteregeln 185,00 10 Diskonto=Kommandit 182,00 4 Heidelberg . . . . .
bo. unif. Serie III 63,80 Divid. Aktien.
do.
5 South Weſt Africa „111,00 8½ Dresdener Bank . . 146,50 3½
85,001 Engl. Sovereigns . . . . 20,44
bso. Spezial . . . . 9,70 3 Brauerei Werger.
65,00
9½ Frankf. Hypoth.=B. 207,00 4 Karlsruhe . . . . . . . 95,00 20 Francs=Stücke. . . . . 16,17
Prioritäts=
Rmmänier v. 1903 . . 98,50
025 Bad. Anilin= u.
Soda=
do.
86,00 Amerikaniſche Noten . . . 4,20½
½ Mitteld. Kreditbank 113,903½
Obligationen.
do. v. 1890 . . 92,20
Fabrik . . . . . . 554,75
Nationalb. f. Deutſchl. 116,00 4 Magdeburg . . . . .
Engliſche Noten . . . . . 20,48
ddo. v. 1905 . . 85,6014 Chem. Fabrik Gries=
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ.
5½ Pfälziſche Bank . . . 122,20
Mainz . . . . . . . . 95,20 Franzöſiſche Noten . . . . 81,05
Mnuaſſen v. 1880 . . . . 88,00
heim
. . 235,00 4½ Nordd. Lloyd=Obl. 98,20 6.48 Reichsbank . . . . . 138,2513½ do.
85,50 Holländiſche Noten . . . . 168,95
do. v. 1902 . . . . 89,40 27 Farbwerke Höchſt. . . 590,00 4 Eliſabethbahn, freie . .
7 Rhein. Kreditbank.
126,50 4 Mannheim . . . . . . 94,20 Italieniſche Noten . .
80,65
boo. v. 1905 . . . . 99,50 20 Verein chem. Fabriken
Franz=Joſefs=Bahn . . 83,20 7½ A. Schaaffhauſen.
do.
3½
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,85
. . 71,40
Schweden . . . . .
Mannheim . . . . 329,70 13 Prag=Duxer
Bankverein . . . . 105,50
München . . . . . . . 97,50 Ruſſiſche Noten . . . .
erbier amort v. 1895 —
.137,505 Oeſterr. Staatsbahn . 100,00 7½ Wiener Bankverein . 132,00
8 Cement Heidelberg .
3½ Nauheim . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,80
üerk. Admin. v. 1903 79,7032 Chem. Werke Albert 420,00 4 Oeſterr. Staatsbahn . 89,25
Nürnberg . . . . . . . 96,80
Pfandbriefe.
do.
74,60
Mürk. unifiz. v. 1903 87,70 12½ Holzverkohl.
Kon=
do.
3½
84,20 Reichsbank=Diskonto . . . 5½%
ſtanz . . . . . . . 286,50 5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,00 4 Frankf. Hypoth.=Bank
Anggar. Goldrente . . . 82,75
S. 16 u. 17 . . . 94,304 Offenbach . . . . . . . .
Reichsbank=Lombard Zsf. 6½%0
do. Staatsrente . . 80,80 4 Lahmeyer . . . . . . . 119,00 4 Oeſt. Südb. (Lomb.) . . 72,10
v
verstiberte
Karcn
al
Becher, Bowlen,
Fruchtkörbe,
le etc. etc.
usführung
en Preisen.
ersilberte
ecke
Silberauflage
ogpreisen.
silberne
ecke
pelt)
iII. Berechnung
rne (22677a
fel
tempelt)
modernen
ätig
derselben
ünscht.
E
D
r. 25.
2,25 lang,
0,94 hoch
(*14060df
smarckſtr. 21
te
Miſchungen
kg
tiſchung 1.40
1.50
1.60
1.80
2.00
2.20
2.20
r) 1.80
3148
idig)
nten
ise 4
n 233.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 6. November 1913.
Darmstadt
Spezlal-Abtellung für echt orlentalische Teppiche.
Um allen Interessenten Gelegenheit zu geben, meine zur Zeit eingetroffenen
Neu-Ankäufe in echt orientalischen Teppichen zwanglos
be-
sichtigen zu können, habe ich mich veranlaßt gesehen, in einem großen Teil
meiner neuhergerichteten Verkaufsräume, sowie in meinen Erkern
Elisabethen- und Zimmerstrasse eine
Grosse
Ferser Tepricn-Ausstelanp
zu arrangieren und einem wirklich vorteilhaften
C
Sonder-Angebot
zu unterstellen, worüber die an jedem Stück deutlich lesbar angebrachten Preise beste
Aufklärung geben. — Anschliessend Preisaufstellung mit Bezeichnung der Provenienz
Große Zimmer-Teppiche fürkischer Provenienz.
Jordes-Hamedie
Mesched-Tabris extra-Serabend
schwerer hochfeiner Knüpfteppich
feinste türkische Knüpfarbeit
Grösse 221/315
246/350
355/465
Grösse 203/304
210/314
255/358
205.−
Mk. 172.−
325.−
Mk. 340.− 360.− 545.−
Echte persische Zimmer-Teppiche.
hervorragend schöne
Herren-
für Speise- und
Afledn und Speisezimmerteppiche
Muscabad u. Mahdl Herren-Zimmer
ausgesucht feine glanzreiche Ware
hervorragend geeignet, feinste Knüpfarb.
Grösse 175/260
215/260
225/320
Grösse 266/360
270/375 266/390
285.−
Mk. 210.−
Mk. 320.− 420.−
340.−
480.−
Echte persische Diwan-Ueberwürfe-Decken.
Soumak in selten schöner Ausstattung . . . . . Mk. 155.−
Beschir seltene Exemplare, in alter Färbung . . Mk. 240.−
Schiras seidenglänzende Stücke in reicher Farbwirkung Mk. 295.−
Galerien
Läufer
Mossul-Kassak
Talisch-Serabend-Schiras
Grösse 110/235
100/270
95/315
Grösse 95/315
105/380
90/500
Mk. 85.−
95.−
110.−
Mk. 110.− 210.−
225.−
Kleine persische Ware.
Vorlagen — Verbindungsstücke — Kleinere Zimmerteppiche.
Kendje — Bergamo
Kassak — Serabend — Belondjistan
Grösse 80/120 90/130 115/175 Grösse. 95/135 90/190 120/200
Mk. 26.−
32.−
49.−
60.−
Mk. 48.−
85.−
für Dekorationen
Echte Kelims u. Dirandecken Mk. 65.− 78.− 85.−
Djidjuics 5- und 6streifig
Mk. 16.− 31.−
Echte Kelim-Tischdecken Mk. 25.50 31.− 55.-
Echt orientalische, japanische und
chinesische Stickereien
(23196
darunter antike seltene Exemplare.
at
Kissenplaten und Kleinere Deckchen
Grössere Tischdecken und Läufer
Mk. 3.25 4.50 7.50
Mk. 6.− 9.− 12.75 15.−
Eisdeckchen per Stück . . . . . . . . 30 ₰ 40 ₰
Bambus
Japanische Körbchen Rohrgellecht Mk. 2.25 3.− 4.50
Japanische Netzleuchter komplett montiert excl. Glühkörhef. 48.−
Orientalische Möbel — Waffen — Vasen
Für Interessenten und Liebhaber biete ich mit angezeigtem Verkauf eine
selten günstige Gelegenheit. — Bei sofortiger Kasse-Zahlung gewähre auch auf die
angezeigten Preise den üblichen Skonto von 3%.
Ni
16c6a8a.
IC
Fiſchl
Karlſtr.
Empfehle
Feinſte
N
Sch
S,
2½
Pf
Gro
Rotzu
barſ
2½
2
Pfun
M
zum Brate
Grün
Pfun
G
im Ausſch
In Marina!
Appels
heringe,
und Se
Aneuer Kr.
Majonn
Remoulat
Hochfei
und 8
Lachsfo.
St
Süßbil
Rauch
Täglich fr.
H
Stu
Laternen,
Wärmflasch
trockner, a
fallen
Ernst Cräme
Opel
ſehr gut erh., mi
23157ds) Schulſt=
Umzugsh
preiswer
Eintüriger, hell
Spiegelſchrank,
Alter), Paraver
Seidenbeſpannu
dunkl. Eichenſp
Paneelbrett. An
11 Uhr vorm
Näheres in der
Händl
Schö
Uhnwaan
Chryban
für Schnitt,
nahmsweiſe
Ober
Ric.
Ein gut erhalt
billig zu v.
Wegen
verſch. Herre
große
Smoking auf
tragen, Frack,
alles tadellos, 3
beſichtigen nac
6 Uhr Heidelbe
Sportwag
magica bil.
Heinheimer
Große Pu
billig zu ver
Alexand
Wlnmenkrippen,
tiſche, Flurgard
Trumeaus, Mog.=D
Schlafz. u. Küchenſ
Uhland, Hügelstr. 29, Möbel
Eine Kaute Miſt
Weinbergſtr.
(an e
[ ← ][ ][ → ] Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
oß 123.
Donnerstag, 6. November.
1913.
die Art der Ladung (Feuergefährlichkeit uſw.) die Beſeſtigung am Wagen ſelbſt aus=
Bekanntmachung.
ſchließt, an der linken Seite des Zugtieres (bei zwei Zugtieren des linken Zugtieres)
Die nachſtehende, am 1. April ds. Js. in Kraft getretene Polizeiverordnung anzubringen.
Lingen wir wiederholt mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis daß die Polizei=
Außer dieſer einen Laterne iſt aber in folgenden Fällen noch eine zweite zu
aane angewieſen worden ſind, dieſelbe ſtreng zu handhaben. Die
Großherzog=
führen:
ch en Bürgermeiſtereien der Landgemeinden wollen die Beſitzer von Fuhrwerken
a) wenn der Lichtſchein der einen Laterne von rückwärts nicht deutlich
wahr=
nd Fahrzeugen, ſowie die Radfahrer auf die Vorſchriften der Polizeiverordnung
genommen werden kann;
ſurch amtliche Bekanntmachung beſonders hinweiſen.
b) wenn die Ladung von Fuhrwerken ſeitlich oder nach hinten in gefahr
Darmſtadt, den 16. Oktober 1913.
bringender Weiſe hervorſteht (z. B. Langholzfuhrwerke, Möbelwagen uſw.)
und zwar an dem hervorſtehenden Teil der Ladung.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(22161ddd
§ 4.
Fuhrwerke müſſen im Schrittmaß fahren auf allen Strecken, für welche das
Polizei=Verordnung
Schrittfahren durch Lokalpolizei=Verordnung und durch öffentlichen Anſchlag
ange=
ordnet iſt.
über den Verkehr von Fuhrwerken und Fahrzeugen im Kreiſe Darmſtadt.
§ 5.
Auf Grund des Artikeis 64 des Geſetzes, betreffend die innere Verwaltung und
Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften dieſer Polizei=Verordnung werden
ſte Vertretung der Kreiſe und der Provinzen vom 12. Juni 1874, in der Faſſung der
ekanntmachung vom 8. Juli 1911, ſowie des § 366, Ziffer 10 des Reichsſtrafgeſetz= mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
ſiches, wird unter Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes und mit Genehmigung Großh.
§ 6.
Miniſteriums des Innern vom 17. März 1913 zu Nr. M. d. J. 4674 für den Kreis
Dieſe Polizei=Verordnung tritt am 1. April 1913 in Kraft. In Kraft
armſtadt folgendes verordnet:
bleibt neben den vorſtehenden Beſtimmungen die Polizei=Verordnung, betreffend
§ 1.
den Verkehr von Fuhrwerken in der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt vom
Alle auf öffentlichen Straßen verkehrende Fuhrwerke und Fahrzeuge haben, I 20. Februar 1904.
ſern die Beſchaffenheit der Straßen es geſtattet, die rechte Seite der Fahrbahn
Mit Wirkung vom 1 April 1913 treten außer Kraft:
Mzuhalten.
1. die Lokalpolizei=Verordnung, betreffend Vorkehrungen gegen Beſchädigung
Die Vorſchriften über das Ausweichen werden hierdurch nicht berührt.
durch Fuhrwerke zur Nachtzeit, vom 5. Februar 1875;
Beim Einbiegen in eine andere Straße iſt nach rechts in kurzer Wendung,
2. die Polizei=Verordnung vom 19. Juni 1890, betreffend Sicherung des Ver=
50 Uinks in weitem Bogen zu fahren.
kehrs auf der Landſtraße;
Fahrzeuge im Sinne dieſer Polizei=Verordnung ſind insbeſondere auch alle
3. die Polizei=Verordnung vom 12. Juni 1893, betreffend die Verwendung rot
Faftfahrzeuge und alle Fahrräder, ſofern dieſe die Fahrbahn benutzen.
und grün leuchtender Laternen an Straßenfuhrwerken.
§ 2.
Darmſtadt, den 25. März 1913.
Der Führer eines Fuhrwerks oder Fahrzeugs hat ſeinen Sitz auf dem Fuhrwerk
der Fahrzeug ſo zu wählen, daß er die Fahrbahn auch ſeitlich des Fuhrwerks oder
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Ahrzeugs ſtets gut überſehen kann.
Fey.
§ 3.
Während der Dunkelheit, ſowie bei ſtarkem Nebel müſſen alle auf öffentlichen
Bekanntmachung.
ktaßen oder Plätzen befindlichen Fuhrwerke mit helbrennenden Laternen verſehen
Der Wegübergang Nr. 63 auf der Strecke Darmſtadt-Aſchaffenburg (zwiſchen
ſr Der Gebrauch von Laternen mit farbigen Scheiben iſt unterſagt. Fuhr= Station Meſſel und Station Dieburg) iſt fertiggeſtellt.
hre, weiche nach ihrer Bauart vorzugsweiſe der Perſonenbeförderung dienen, müſen
Termin zur landespolizeilichen Abnahme der Anlage iſt auf Dienstag,
If der=Vorderſeite oben rechts und links mit Laternen verſehen ſein, die ſo eingerichtet den 18. November, vormittags 11 Uhr, an Ort und Stelle feſtgefett. Etwaige
ſid angebracht ſind, daß ihr Lichtſchein von Entgegenkommenden und Ueberholenden Einwendungen hinſichtlich der planmäßigen Ausführung der Anlage ſind in dieſem
atlich wahrgenommen werden kann. Ausnahmsweiſe kann bei Perſonenfuhrwerken Termin bei Meidung des Ausſchluſſes vorzubringen.
in dem Kreisrat eine von vorerwähnter Beleuchtungsart abweichende Beleuchtung
Darmſtadt, den 3. November 1913.
(23147
Frlausreichend erachtet und zugelaſſen werden.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Bei Fuhrwerken anderer Art genügt in der Regel die Anbringung einer Laterne.
I. V.: Dr. Reinhart.
kiiſe iſt an der oberen linken Seite des Fuhrwerks zu befeſtigen und nur, wenn
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
her Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
fden ſich: 1 Boxer. 1 Pinſcher (zugelaufen). Die Hunde können
Ludwig
Empfehle
i den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Erbiellungshalver
Nösinger
e Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt ieden
von faſt
L
(23169 iſt das zum Alleinbewohnen ein=
Eiktag, vorm. 10 Uhr, ſtatt.
gerichtete Haus Rückertſtraße 24
täglich
unter günſtigen Bedingungen zu
Ziegenbock=Verkauf.
Empfehle in
verkaufen oder zu vermieten. Das
friſch eintreffenden
Telefonn garantiert Telefon
Die Gemeinde Pfungſtadt verkauft drei zur Zucht untauglich Haus enthält 12 Räume m. kleinem
Sendungen (23143
frischester
wordene Ziegenböcke auf dem Submiſſionswege. Bedingungen Garten. Nähere Auskunft erteilt 367 Mare: 1367
hinz vom 5. ds. Mts. an bei uns offen. Offerten ſind bis zum der Teſtamentsvollſtrecker,
Juſtiz=
ſtelttag, den 7. ds. Mts., vormittags 11 Uhr, mit entſprechender rat Dr. Bender, Kaſinoſtr. 8. (22491a
Nordsee- u. Holländer
Pſchrift verſehen bei uns abzugeben, woſelbſt die Eröffnung ſtattfindet.
Pfungſtadt, den 4. November 1913.
Nicht zu überſehen!
Schellische
Großherzogliche Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
ier
(23212
in allen Größen
Lang.
Bill. Kaufangebot.
eig
Cabliau: Seehecht
friſche kleine Eier
rrſteigerungs-Anzeige. In nächſter Nähe Darmſtadts
im ganzen Fiſch und im
10 Stück 58 Pfg.
iſt ein ſehr gut gebautes Land=
Ausſchnitt
ſſonmerstag, den 6. November 1913, vorm. 11 Uhr, haus mit neuzeitl. Einrichtung,
Steinbutt
Leb. Aale
riſche mittelgroße Eres
Zimmer, 1 Badez., 1 Küche,
Heilbutt
„ Hechte
Lſeigere ich an Ort und Stelle Grafenſtr. 12 öffentlich
1 Speiſek., Kloſetts, Waſchküche,
Seezungen
„ Schleien
10 Stück 68 Pfg.
hangsweiſe gegen Barzahlung:
trock. Kellerräume, Mädchenz. u.
„ Karpfen
Rotzungen
a) Eine vollſtändige Einrichtung eines Kinematographen= Trockenbod 1100 am Gart.,
Zander
„ Backfische
große Kocheier
theaters, beſtehend aus: 1 Vorführungs= und
Auf=
für 12500 Mk. unter günſtigen
wickelapparat, 2 kleinen Motoren, 1 Schaltbrett mit1 Zahlungsbedingungen zu verk.
10 Stück 78 Pfg.
H Blaufelchen
Widerſtand, 1 Filmkaſten, 2 Werkzeugkaſten mit In=Ernſte Reflektanten werden ge=
Grüne Heringe
halt, 1 Partie Zubehörteile zu den Apparaten, 1 Billett= beten, Off. unt. F 72 an die
friſche große Siedeier
ſchrank mit Billetten, 1 Regal mit Schubladen, 1 Haus=
Knurrhahn, Goldbarsch
Exp. ds. Bl. zu richten. (22663a
10 Stück 88 Pfg.
telephon, 1 elektriſchen Anlage mit Schaltbrett, 10 elek=
Lebende (23184
triſchen Lampen, 46 Stühlen mit Plüſchbezug, 117
iſt das Haus
Rhein-Hechte
extra große Siedeier
Stühlen, 3 Bänken, 1 Schokoladenautomat, 5 Wand=Beſſungerſtr. 11 mit Seitenbau,
und 8 Deckenlampen, 2 Podien, 10 Vorhäugen und Werkſtatt und Garten unt. d. orts= im Laden abge=G
Landeier
verſchiedenen anderen Gegenſtänden:
gerichtl. Tare zu verk. (B12914 holt per Pfund 92 Pfg.
10 Stück 98 Pfg.
b) um 2½ Uhr im Saale Rundeturmſtr. 16 zwangs=
Donnerstag und Freitag
Wir ſuchen
weiſe gegen Barzahlung für beſtimmt: 1 Partie Likör;
Friſcher Herings=Halat
allerfeinſte
c) um 3 Uhr für beſtimmt: Auf Antrag einer
Pfand=
g
in bekannter beſter Zubereitung
gläubigerin werden gemäß geſetzlicher Vorſchriftenlverkaufl. Häuſer
Trinkeier billigſt
§§ 1228 bis 1249 des Bürgerlichen Geſetzbuches
Konſerven
an beliebigen Plätzen, mit und
1.4
Po
mehrere Mille verpfändete Zigarren ohne Geſchäft, behufs Unterbreit=
=Marinaden
Darmſtädter
ung an vorgemerkte Käufer. Be= Räucherwaren
verſteigert.
ſuch durch uns koſtenlos. Nur
Der Verkaufspreis der Zigarren beträgt nach Angabe derAngebote von Selbſteigentümern
ſowie alles weitere innur erſten
nogläubigerin 12, 15 und 20 Pfg. per Stück.
erwünſcht
Qualitäten zu billigſten Tages=Helrratbhhalbr!
(II,23164
adl) Um 4 Uhr zwangsweiſe vorausſichtlich: 5 Vertikos, 6 Di=Vermiet- u. Verkaufs-Zentr.
preiſen.
wans, 5 Sofas, 4 Seſſel, 2 Pianinos, 3 Büfetts, 2 Bücher=, Frankfurt a. M. (Hansahaus).
Math. Rosenstock
2 Spiegel=, 6 Kleider= und 2 Warenſchränke, 1 Pferd,
Die altbekannte
2 Wagen, 4 Ladentheken, 1 Partie Teppiche und Läufer pp.;
Ludwig Rosingel Ludwigſtr. 18, Karlſtr. 102,
ſe) an Ort und Stelle: 80 Zementrohre und 1 Lokomobile.
(2316s Sückerei Belp
Kaupſtr. 42, Landwehrſtr. 13
Darmſtadt, den 5. November 1913.
Schloßgaſſe 22 (23175a
u. Nieder=Ram=
Haus-A.1 nur untere Maus-I.
iſt unt. günſtig. Bedingungen ſofort
Thüre, Großh. Gerichtsvollzieher,
ſtädterſtr. 53.
4 2Elisabethenstr. 14 21
zu verkaufen
Bleichſtraße 9.
Täglich im Betrieb einzuſehen.
367 Telephen 367
Verſteigerungs-Anzeige.
Mltene
arlehn gegen Ratenrickhablung
Au nerstag, den 6. Novbr. 1913, nachm. 3 Uhr,
9 Jahre alt, mit gut. Grüner Samtbeutel
(22796a
ſchnel, rell, diskret
Ulteggere ich im Saale Rundeturmſtraße 16 zwangsweiſe gegen
W. Schuchmann, Stiftſtr. 46.Lauſpferb, Beinen, ſehr zuverl.mit Brennſcheere u. Geldbörſe
Walhlung
im Fuhrwerk ein= u. zweiſpännig gefunden. Abzuholen Schwanen=
1 Nähmaſchinenfuß, 1 Vertiko,
(*14079
1 Etagere, 1 Diwan,
Darlehn d
gefahren, vollſtändig ſcheufrei und ſtraße 7, 2. Stock.
1 Spiegelſchrank, 1 Fahrrad, 2 Luftſchläuche, 5 Paar Lenk=von 50—1000 Mk. an ſolv. Leutefromm, wegen Veränderung billig neuer Herr.=Schlafrock, 1 Herr., 3 elektriſche Lampen und 2 Bremſen.
jeden Standes zu vergeben. Raten=abzugeben.
(*14116dfs 1 Ueberzieh., verſchied. Zim.=Pflanz.
Darmſtadt, den 5. November 1913.
(23200rückzahlung. Streng reell u. diskret.
Schröder, Karlſtr. 27, 2. St.zu verk. Müllerſtr. 22. (*13944mfg
Firma Dänner & Co., Cassel,
Rollenhagen, Großh. Gerichtsvollzieher Untere Karlſtr. 7, p. (VIII. 23176., 16g Schöner 6 Monate alter
Verreist
Kaſinoſtraße 24.
Boxer (Hündin)
auferſt=
Proßh. Zentrale für Mutter= und Geld hafige 1. Hypothek mit prima Stammbaum billig
(*14118
nur an Selbſtnehmer auszuleihen. abzugeben.
Näh. Lichtenbergſtr. 18, Laden.
Off. u. H32 an die Exp. (*14085
Säuglingsfürſorge.
Zuchth., 1.6 Orpington 1915er, b.III IOl. Dr- Maxbladut
O legr., rebhuhnf. Ital. 1912er und
Die unentgeltlichen ärztlichen Beratungsſtunden für
Spezialarzt für Chirurgie
leiht
Wer
1913er, 1, 1 japan. Hühn. bill. abzug.
Mtter und Säuglinge in Beſſungen, altes Rathaus,
Heinrichstrasse 70.
Wwigshöhſtraße 4, finden von jetzt ab Dienstags jungen Eheleuten gegen Sicherheit *14115df) Schröder, Karlſtr. 27, II.
einige hundert Mark. Offerten 1 alte Bass=Laute preiswert zu
(IV,23165,8)
Freitags von ½4 bis ½5 Uhr ſtatt. (2317 lunter K. W. 100 hauptpostl. (*1412311 verk. Näh. in d. Exped. (*14091df
Nummer 267,
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 6. November 1913.
Seite 12.
M
Fül
Dbl
1e
ehe
Orie
1
Mik. 300
sollen in kürzester Zeit verkauft werden.
2
II
Igs
Verbi
Zimmer-Teppiche
feiner pers. Teppich
persischer Teppich
P für Herrenzimmer,
Auskabat zwohn- od. Spoise.
zim., Größe 260X410
5
.. . jetzt ℳ 250 Argla Grösse 200 ℳ 300
0
eppiche
. . . jetzt ℳ
hochfloriger
persi-
persischer Teppich
Kassaks, feine Afghans,
Anatol-Gebete, Mossuls,
scher Teppich für
für Heren- oder
Joraghan Speiserimmer, Gr.
Kabistan, Schiras usw.
Beludschistans, Schir- 9d
Wohnzimmer, Gr.
1602220 . jetzt ℳ 100 Schmar
in verschied. Grössen,
wans, Afghans, bis 2m
170X265 . . . ℳ.
lang, zum Aussuchen ℳ 80 zum Aussuchen . . . ℳ70
ganz fein geknüpf-
Mossuls, Schirwans,
ganz feiner pers.
Boschara, Kassaks,
fürk. Tübris ter pers. Teppich .
feine Gebetstücke,
Teppich mit hohem
Salon, Wohn- oder
Kabistan, Schiras usw.
Seidenglanz, Größe
Speisezimmer Gr.
Afghans, bis 2.30 m lang.0
zum Aussuchen . . . ℳ 38
ℳ 140
235X345 . . . ℳ 350 Schttus 16ox250 . .
zum Aussuchen . . . ℳ1
in beremegenter Auml
Auswahlsendungen auch
Verkauf nur gegen bar.
*25
Gebetteppiche ca. 150 1ans
nach auswärts bereitwilligst. — Umtausch gestattet.
2
12
MoßEEr
Heidelbergerstr. 129 Gesellschaft mit beschränkter Haftung Heidelbergerstr- 129
Verkauf findet in der Filiale Rheinstrasse 28 statt.
S (23195
Meine
Taſeisbſt.
Goldparmänen, I. Sorte 10 Pfd. 1.90 Mk. (B22920
Hamburger Fehlfarben-Sorfimen
II. „ 10 „ 1.70 „
SPEZIAL-HAUS
haben sich in kurzer Zeit die Anerkennung
Graue Reinetten.
. 10 „ 2.00 „
für
Herren-
aller Kenner u. Qualitätsraucher erworben.
Kochäpfel, Schafsnaſe . 10 „ 1.40 „
Kohläpfel
10 „ 1.80
(41
Eß= und Kochbirnen . 10 „ 1.40 „
Preis per Paket à 10 Stück Mk. 0.70, 0.80, 1.—, 1.20,
Paſtorenbirnen, I. Sorte 10 „ 1.80
Staike
Cigarren- und
10 „ 1.50 „
Friedrich Hartmann, Cigaretten-Iue
1.80
Diehls Butterbirnen
Tügah
Induſtrie . 100 kg 4.50 Mk.
Grafenstrasse 20
Grafenstrasse 20
(18319a)
Winterkartoffeln: Ueberrheiner 100 „ 5.00
Wascherer
empfiehlt Jak. Schellhaas, Mathildenſtr. 9. Tel. 1697.
Eduard Schütz
Seltener Gelegenbeitskauf!
Mannheim
Hockenheim
Heidelberg
Brillant-Kollier
hochapart, 191 echto Brillanten mit grossen Smaragd, so
Kragen . von 5 Pf. an
1 Brillant-Brosche
Manschett. Paar12 Pf.
mit 1 Smaragd, 21 Brillanten und 26 Perlen
Unübertroffen
Vorhemden . . . 12 ₰
sofort weit unter Preis.
(*13853i
Hemden . . . . . 30 ₰
Aparter Damenring mit Brillanten in Platinan
Hemden mit
Manschetten . 35 ₰
Herrnring 500 Mk. mit gross. wasserhell. Brillan
Qualität
Westen. . . . . . 50 ₰
Elisabeth Bender, Viktoriastr. 50,
sind
Garantiert
chlorfrei.
Fste. Ausführung.
&
Wäsche wird
*.
geholt u. gebracht.
Brennholz
Annahmestelle
in Schwarten oder Klötzchen, kurz geſchnitten, prima trocken, dahe
Kronent
direkt zum Anfeuern verwendbar, liefert per Zentner Mk. 1.40,
für Darmstadt:
inkl. Oktroi, frei Keller
August
J. Awerbuch, Wendelſtadtſtr. 47, Telephon 1422.
(22063a
Geppert
NB. Bei Fuhren von 10 Ztr. bedeutend billiger.
Ae Flaschenbiere 48
Karlstr. 115
Hinterhaus.
aus der Brauerei
ige
Den
Ste
rait ſchneldet 3. Zornoſt.
Kt Soderſtraße 33.
(21648a
Gebrüder Wiener
über Ihre Gasbeleuchtung
(V,14928
Haben Sie
oder ſonſtige Gasverbrauchs=Apparate, ſo wenden
Darmstadt
offene Beine,
Sie ſich wegen unentgeltlicher Beratung an das
Krampfadergeſchwüre, Hautent=
Aelteste Brauerei am Platze.
zündungen, dann bringt Ihnen
„Saluderma” raſch Erleichterung.”
Städtiſche Gaswerk.
Telephon 88. :: Telephon 88.
Aerztl. warm empf. Doſe 50 Pf. u.
1M. BeiF. Schaefer, Ludwigspl.7, Fernruf 92.
(22180a)
Frankfurterſtraße 29.
Chr. Schwinn, Rheinſtr. 8, Georg
Liebig Nachf., Hoflieferanten, Unſere Inſtallateure zeigen auf Verlangen eine rote
A. Logel, Eliſabethenſtraße und
(22418a
Ausweiskarte vor.
Ga. Frz. Frank, Parfümerie.
Nummer 267.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 6. November 1913.
Seite 13.
Pelzwaren 1 mmnn
in allen Preislagen!
Leuanfertigungen, Reparaturen u. Umänderungen
Spezialität:
gerollten
Kalbsnierenbraten
Gottlieb Lorz
gehackte
Kalbskoteletts
Hofkürschner
(20551a täglich in allen Grössen
vorrätig bei
Jschollbrückerstr. 3
Telephon 2147
El2
Mltestelle der Elektrischen: Ecké Heinrich- u. Heidelbergerstrasse. A Louis Hein
Habe bei Fa. Schuhgeſchäft Falter, Grafen=
Hoflieferant
jraße 19, eine Annahmeſtelle errichtet und bitte Schustergasse 19, Tel. 278.
19000a
ſſteine geſchätzte Kundſchaft davon recht oft Gebrauch
Gcniog
MU
ſt machen.
Hochachtungsvoll
ut verſchiedene
Mech. Strickerei A. PfirschlFür Jafanteriſten
uniform=
ſtücke zu verkaufen. — Einzuſehen
Bestes und billigstes
Beckerstrasse 26, I. (20805a vorm. Alexanderſtr. 4, pt. (*14026md
Heizmaterial.
Vergessen Sie nie
dass Sie die hygienische Wirkung des täg-
Hausfrauen verlangt
lichen Bades wesentlich steigern, wenn Sie ihm
Eau de Cologne zusetzen. - (*47117 regt
in den Kohlenhandlungen
die Haut an und bewirkt, dass wir das Bad wahrhaft
gestärkt verlassen. Unter ihrer Einwirkung bleibt die
Hur diese Marke.
onen
Haut Straff und glatt. Nervenschmerzen werden
günstig beeinflusst.
Per Stück
Man verwende nur die f (Eingetragene Schutz-
1.00 Mk.
1 Jähr
marke — Blau-Gold-Etikette). — Denn in *4711‟ 18
1.25 Mk.
stets volle Garantie für eine wirklich reine Eau de Cologne
1.50 Mk.
Garantie!
er
gegeben, frei von allen schädlichen, minderwertigen
(16634a
Viktoria-Schutzmarke!
Besandteilen.
Ganze Original-Flasche M 1.75.
Kistchen à 3 Flaschen M 5..
Garanie-Vikoria-Friserkänne
Kistchen à 6 Flaschen M 9.50.
stellen das technisch Vollendetste dar, was zur
Ofh.
Zeit in der Kammfabrikation geschaffen werden kann.
Die Viktoria-Kämme haben sich ihre ausser-
ordentliche Beliebtheit in allen Ländern nicht
nur durch ihre Eleganz und feinste
Aus-
führung erworben, sondern sind auch infolge
277
ihrer Herstellung aus bestem, reinem Ia
Roh-
material die besten und haltbarsten Kämme
der Welt.
*:
*
*:
*
Elisabethen-
Telephon
Eauu
Gg. Frz. Frank strasse 9.
886
-
Für den Winterbedarf (Selbſtgekochte Latwerge Pfund
40 Pfg., 10 Pfd. 3.50 M. Neue
empfehle Induſtrie, Vater Rhein Ireneſtr. 10½, Laden. (*13961md
10
Tlogne
Preis 5 Mk., ab=
§per 100 Kilo 4,50 Mk., frei in
(23054mdſ Ein Füllofen, zugeben (2312nd
4 BKeller geliefert.
(
Wehrum, Kiesſtr. 5.
G. Vogel, Arheilgerſtr. 23½.
Ee bes dn Hanſis ſunat de Auter, diemuit ar
Se ſöhnute und ſagte vam ich km nach nigt
Er führte ſie zum Büfett und hieß ſie ein Glas Cham= Erlinger getanzt hatte.
Frau Melodie.
Sie ſteht ſchon in der Garderobe. Sie iſt übermüdet,
pagner trinken. Das macht wieder Lebensmut. Und dann,
Roman von Carl Conte Scapinelli.
das arme Ding! Soll ich ſie heimbringen?
dann tanzen wir noch zum Schluß zuſammen!
(Nachdruck verboten.)
Quäl’ mich nicht, Joſef!
Nein, nein, wir fahren alle heim, meinte der Vater.
Er hat — nämlich — ſchon freiwillig von Dir ge=
Komm, ich laß einen troſtreichen, den troſtreichſten
Die Eltern waren zu müde und abgeſpannt, um auf
En. Ich hab’ ſein Ehrenwort. Er läßt ſich von Wien
meiner Walzer aufſpielen! Er zog ſie ſachte in den Saal,
Hanſi näher zu achten, und draußen kam ihr die
Dunkel=
ezen. Joſef hatte Hanſi in eine ſtille Ecke geführt,
nachdem er dem Tambour etwas beſtellt hatte.
heit der Nacht zuhilfe.
Iin Gang zum Muſikpodium hin, wo gerade niemand
Wenige Augenblicke darauf ſtiegen die erſten Töne
Erſt als ſie im kalten Wohnzimmer zu Hauſe ſtanden
ſtührer kam. Hier ſollte ſie ſich ruhig ausweinen. Der
des neuen Walzers auf und ſchwollen an, zuerſt noch wie und Frau Betti Hanſi langſam die Schließen des
Ball=
intambour mochte für ihn einſtweilen dirigieren. Er
ein Schluchzen und Weinen und dann wie ein Sichſam= kleides am Rücken öffnete und ſie die Tochter fragte, ob
lt= die Angelegenheit endlich mit einem Schlage zu
meln und endlich wie ein koſendes Streicheln und Schmei= es ſchön geweſen ſei, da ſchluchzte ſie wieder auf und
e bringen.
cheln und Tröſten. Und plötzlich lag Hanſi im Arme des meinte: Unglücklich bin ich! und die Tränen ſchoſſen ihr
Das kann nicht ſein! ſeufzte ſie.
Bruders, und plötzlich bewegte ſie wie im Zwang die aus den Augen.
Das muß ſein!
Frau Betta wies den erſchrockenen Vater ins Schlaf=
und er hat keinen Gruß, nichts Dir für mich aufge= Füßchen und dann ſchwebte ſie dahin, — elegant, leicht,
wie befreit, und ganz langſam zog ein noch ſteifes, müdes zimmer. Es iſt nichts, laß mich — ich bleib’ bei ihr!
nte
Lächeln über ihre Züge, und ihre Augenlider hoben ſich.
Und als der Vater gegangen war, da nahm Frau
Nein — das ging doch nicht!
Sie wußte nicht, was ſie tat — aber ſie mußte es. Sie
Betta ihr Töchterchen auf den Schoß und ſtreichelte die
Schluchzend ſchüttelte ſie immer wieder den Kopf.
tanzte und ließ ſich von ſeinen Weiſen tröſten, bis die
Wangen und redete ihr gut zu.
honnte doch alles nicht ſein! Man konnte ſie ſo nicht
Muſik geendet.
Da faßte Hanſi in ihrer Qual doch noch zur Mütter
Aaltſam trennen, und ihm mußte doch auch an ihr
Aber als ſie verklungen, als jäh die Töne verweht, da
Vertrauen, und inmitten unter Schluchzen und Tränen
Alhem ſein! Sie verſtand ihn plötzlich nicht mehr, ſo
war es ihr, als fehle ihr plötzlich der Halt, als fehle ihr
fſt. Fern war er auf einmal von ihr gerückt.
Nmn Kopf hoch, Hanſi! Es tut weh, ich weiß es. Es plötzlich der Troſt, als ſänke alles Hoffen jäh in ihr zu= erzählte ſie ihr alles, von ihrer Liebe und Seffreck und
von ihren Heimlichkeiten und von Joſefs Vorgehen und
vom Ende, vom Ende heute im Ballſaal.
Amür leid, daß ich der letzte Anlaß zu dem Schmerz ſammen. Und in ihrer Herzensnot ſchluchzte ſie laut,
l Kopf hoch, Tränen ſchön abgetrocknet! Es kommt ſchmerzlich erfüllt auf. Vergebens ſprach Joſef auf ſie ein,
Frau Betta ließ Hanſi ruhig ausweinen. Streichelnd
ſiln noch einer, der Dir beſſer gefällt als der, einer, der’s vergebens meinte er, daß die Leute aufmerkſam würden.
Das alles nutzte nichts mehr. Ihr Schmerz, ihr verlaſſe= fuhr ſie ihr über das dunkle Haar. Es iſt beſſer ſo, viel
Aich meint!
beſſer, glaub’s mir, wenn’s auch weh tut.
Züe ſchüttelte nur mit dem Kopf. Das konnte ſie in nes Herz machte ſich Luft, brach gewaltſam durch.
Nie werd’ ich einen anderen mögen, alle ſind ſchlecht!
Er führte ſie feſten Armes in die Garderobe und
war=
r Stunde nicht faſſen.
Nein, nein, Kind, glaub’ das nicht! Wart, bis die
Alund nun gib mir die Hand zum Zeichen, daß Du tete ſtumm, bis ſie ſich geſammelt hatte, dann ging er, die
Wunde verheilt iſt. Man — kriegt — ja nie — den erſten!
Eltern zu holen.
nicht zürnſt!
Seite 14.
Nummer 263.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 6. November 1913.
&
Bitte beachten!
Mein Aoveniber
in prima Qual., saubere,
1 Posten Kostümröcke moderne Verarbeitung, in
riesiger Auswahl
Mk. 2.95, 3.95, 4.50, 5.50, 6.50 u. höher.
Mamle Verkauf
aus den modernsten Stoffen. prima
1 Posten Mäntel gearbeitet, in reicher Auswahl
überbietet alles bisher Dagewesene
Mk. 9.50, 11.50, 12.50, 14.50 und höher.
an Preiswürdigkeit!
neu zugelegt
1 Posten Jackenkleider geklame-
Preis=
prima Qual.. garant. waschecht, schöne Verarb.,
Mk. 13.50, 18.50, 20.−, 24.− und höher.
1 Posten Blusen Wert das Doppelte . Reklamepreis Mk. 1.95
ohne Rücksicht auf
aus garantiert waschechten Stoffen
1 Posten Blusen
1 Posten Hauskleider seitherigen Wert, 4.95
. . . . . . Reklamepreis Mk. 1.35
..
Reklame-Preis
reeller Wert bis Mk. 6.50
1 Posten Blusen. Reklamepreis Mk. 3.50, 2.95 und 1.95
In meiner Mass-Abteilung
Hemdenfasson, aus prima Flanellen, Wert
erhalten Sie jede Bluse, jeden Kostümrock,
Reklamepreis Mk. 3.95
1 Posten Blusen bis Mk. 8.50 . . .
auch wenn Sie den Stoff stellen, in 1—2 Stunden,
reine Wolle. gefütt., das Beste was gebot. werd.
Trauerkleider in 4—5 Stunden,
1 Posten Blusen kann, Wert d. Dopp., Rekl.-Preis 6.50, 5.50 u. 4.50
tadellos sauber und schick angefertigt.
Seidensamt, in allen Farb., sauber u. schick ver-
1 Posten Blusen arbeitet, doppelter Wert, Reklamepreis Mk. 9.50
Nur neue, frisch von der Maschine
reine Seide, in allen möglichen Farben, mit
gelieferte, saubere Ware!
1 Posten Blusen Rüschen und Pelzbesatz, Wert sämtlich das 7.50
Dopp., Rekl.-Preis 12.50, 10.50, 9.50, 8.50 u.
Keine Dame
aus Tüllstoffen jeglicher Art, reich garn., nur
1 Posten Blusen neueste moderne Muster in allen Grössen, 3.50
sollte diese äusserst günstige Gelegenheit sich entgehen lassen!
Reklamepreis Mk. 8.50, 6.50, 5.50, 4.95 u.
(*14078
19 Kirchstrasse 19, an der Stadtkirche
Schnell
Blusenhaus
Schweinefleiſch, beſte Qualität a. Pfd. 96
Einen Schlager
V Haarketten
in Fahrradmäntel M. 3.50 u. M. 3.60.
Desgl. alle Sorten Wurſt in bekannter Güte zu
Ringe und
Noch einen Schlager
duzierten Preiſen; ff. Aufſchnitt von 90 Pf.
zu nie gekannten Preisen
Broschen
1.80 Mk. per Pfd., reines Schmalz à Pfd.86
Ia Luftschläuche.
werden unter
Einteilig Mark 1.35 per Stück.
Garantie von
aus=
nur bei Schweinemetzger Fr. Blumenschein
gekämmt. Haaren
22661a) Passendes Weihnachts-Geschenk! billigst geliefert Lal Lorsch, 19696a) Nieder=Ramſtädterſtr. 57, Telephon 1294
Darmstadt,
in 0 Igl 091hPankratiusstr., nächst der techn
Gllskao Kanzier, Friseur, Marktstr. 5, Ibl. 5215
Hochschule.
(22386sia! Nürnberger Lebkuchen
Fantaſie=Müffe,
Kies
(
Hüte, Pelz=Toque werd.
ereie grosse Bendung eingetrolen
Winterkartoffeln
kann unentgeltlich abgeholt werd. jelegant und billigſt angefertigt,
Pakete mit 6 Stück Inhalt von 10 Pfg. an
im Mathildengarten vor der Ruſſ= ſalte Sachen praktiſch verwendet.
Handverleſen, frei Kellr
(*13720gid Zutaten auf Lager.
A. Reichard, Kolonialwarenhaus
ſchen Kapelle.
(19832aInduſtrie . . . per Ztr. 2.25
Hillig zu verkaufen: Verſchiedene lKahlertſtr. 1 (Ecke Frankfurter=Haſſia
„ „ 2.25
Ecke Bleich- und Kasinostr. (23027id
ſtraße), 2. St. inks
Bilder, 1 Bücher= od. Kleiderſchr.
Vater Rhein . „ „ 2.25
30 M., 1 gr. Regulator (eich. Holzk.) Gleine Muffe werden zu großen
20 M., Deckenbeleucht. (6fl., elektr.) 3 und Baretts verändert. (22940a Heinr. Vogel
45 M. Viktoriaſtr. 50, III. (23019id Patz-Salon, Mauerſtraße 20.
Arheilgerſtr. 25. (*13868ids
Wien iſt doch groß genug und das Regiment auch, — Marſch iſt die Seele der Militärmuſik. Setzen Siench
ſogt ſieboigſen und eie derichunt, as ſege oich ire
es wird eben ein anderer in Gottes Namen den Muſik= heute vormittag eine Probe an, der ich beiwohnen wihh
Jugend plötzlich in ihr auf.
Man kriegt ja — nie — den erſten! Es klang ſo reſig= offizier machen und ſehen, mit dem Muſikmann auszu= wo lauter Märſche geübt werden, militäriſcheſche
die ſich gut marſchieren laſſen. Verſtanden?
niert, ſo beruhigend, ſo begütigend, und es öffnete doch kommen.
Am nächſten Tage hieß es wieder zum Rappollin
Ich möchte trotzdem um Befürwortung meiner
Ver=
einen Blick in eine Zukunft, daß ſich Hanſis Schluchzen
ſetzung bitten. Wien paßt nicht für mich, und ich bin derſelben Uniform, in der geſtern ausgerückt wurde, und
langſam legte.
dann ging wieder ein Donnerwetter los. Herr Kaſell=
Sacht ſchob ſie die Tochter in ihre Kammer, half ihr ſchon zu lange in der Provinz herumgelegen!
aus den Kleidern und bettete ſie in ihr Bett. Träume halt
Da ließ dann endlich der Oberſt das Zureden. Wenn meiſter, Sie ſind Soldat wie jeder andere. Sie ſollen
vom nächſten Ball, Kind! Nicht von dieſem! Und gelt, Sie abſolut nicht wollen, dann kann es eben nicht ſein, es wenigſtens ſein, denn Sie tragen des Kaiſers Roch
und des Kaiſers Rock ſoll blankglänzende Knöpfe haben,
in Zukunft haſt gleich von Anfang Vertrauen zu Deiner Herr Hauptmann!
und darunter ſollen vorſchriftsmäßige Hoſen ſtecken, und
Mutter?
Und Seffrecks Verſetzungsgeſuch wurde mit der
Be=
ein Soldat ſoll das Haar nicht lang wie ein Frauen=
Und ſchluchzend und ſchon halb eingeſchlummert
ver=
fürwortung des Oberſten weitergegeben.
zimmer tragen!
ſprach es Hanſi.
Im ganzen Regiment war der Grund der Verſetzung
Zwei=, dreinmal hielt Rittner dieſen Attacken ruhig
10. Kapitel.
Seffrecks bald offenes Geheimnis. Man wußte, er hatte
Stand; das vierte Mal begann er ſich ein wenig auf
Seffreck hatte ſich am nächſten Tage beim Oberſten
ſeines Regiments gemeldet und ihm mitgeteilt, daß er Differenzen mit dem Kapellmeiſter gehabt, und man ließ die Beine zu ſtellen, und das fünfte Mal erſchienen ſeine
um ſeine Verſetzung anſuchen möchte. Der hatte ge= den bewährten Troupier ruhig fahren, weil in der Groß= Antworten dem Oberſt widerſetzlich.
brummt und ihn nach dem Grunde dieſes Entſchluſſes ge= ſtadt fürs Regiment der Muſikziviliſt mehr bedeutet als
Dabei hatte Rittner jetzt alles eher im Kopfe als ſeine
ein langgedienter Hauptmann, wie der Major, ein grim=
Militärmuſik. Er hatte gehofft, daß die Proben zur
Ope=
fragt, und Seffreck hatte dafür Differenzen mit dem
Ka=
miger Ziviliſtenhaſſer „boshaft immer wieder hinzuſetzte. rette ſchon im Faſching beginnen würden, aber da ein
pellmeiſter angegeben.
So kam es, daß ſich die Stimmung im Regiment un= anderes Stück im Theater eingeſchlagen hatte, ſo dachte
Ich laſſe doch meine ſtrammſten Offiziere nicht wegen
eines Ziviliſten ziehen! rief der Oberſt zornentbrannt, willkürlich gegen Joſef Rittner kehrte und daß er dies man noch gar nicht daran, man wollte erſt dieſen, für
Denn wenn Sie auch manche Scharte ſonſt auszuwetzen gar bald ſchon in Geſtalt eines an Stelle Seffrecks er= die Kaſſe ſo notwendigen Erfolg gründlich ausnützen.
Dies alles hatte Joſef Irma getreulich berichtet, nach
haben, Herr Hauptmann, im Dienſt ſchätze ich Sie, Sie nannten, ſehr genauen und ſekkanten Muſikoffiziers zu
der er jetzt wieder in der augenblicklichen Mißſtimmung
ſind noch der Soldat, der mit Feuer und Flamme bei fühlen bekam.
Auch der Oberſt, der ſonſt ihm gewogen war, begann und im Unbehagen ſeiner erzwungenen Lage Sehnſucht
der Truppe iſt. Iſt denn die Differenz nicht zu
beſei=
ihn zu ſchikanieren. Herr Kapellmeiſter, melden Sie ſich hatte, und alle dieſe Bedenken und Hemmungen zur
bal=
tigen?
Nein, Herr Oberſt, es iſt dabei ſeine Schweſter im morgen zum Rapport! hieß es jetzt alle Augenblicke, und digen Aufführung der Operette hatten auch die Geduld
Spiel!
dann gab es am nächſten Tage hochnotpeinliches Verhör. Irmas gebrochen, dazu kam das fortwährende Zureden
Herr Hauptmann, Sie werden mir doch nicht hier Warum bläſt Ihr Fagottiſt falſch, warum kommt mir der Mutter, nicht auf etwas Unbeſtimmtes zu warten,
in Wien auch Dummheiten machen?!
die erſte Kompagnie aus dem Takt? Warum? ſchrie der ſondern ſich mit den ſchönen Einnahmen als Militär=
Um dieſe zu vermeiden, möcht ich eben um meine Oberſt. Weil Sie an Operetten denken, ſtatt an Militär=kapellmeiſter zufrieden zu geben und jetzt ſchon zu heiraten.
Verſetzung witten
muſik, weil Sie Tanzmuſik üben ſtatt Märſche. Der
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 267.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 6. November 1913.
Seite 15.
Unser
bildet eine aussergewöhnliche Einkaufsgelegenheit
von eminenter Preiswürdigkeit!
Sprechende Beispiele für die Billigkeit der
aus-
gelegten Waren geben unsere Schaufenster!
Beachten Sie unsere Auslagen!
Beachten Sie unsere Auslagen!
Varenkaus
Kaizer
Guggenheim & Marx
Markt 7
Markt 7.
23192
Wehrere Fräu.erh. gut. bürgerl. Zu verk.: Nähtiſch. Schreibtiſch,
Kiesſtr. 18, gut möb. Zimmer
3 Zimmer
eventl. mit Penſion zu vm. (22601t Parterre od. 1. Stock M Mittag= u. Abendtiſch.
) w. Blumenkr., Seſſ., Kleiderſt.,
Kiesſtraße 45.
ſehr gut. Arheilgerſtr. 54, p. (*14142
Luiſenſtr. 6, III., frdl. möbl. Zim. für feines Geſchäft, 3—4 Zimmer=*14062df)
umst-Ludwigstr. 18, II., per ſofort zu vermieten. (21527t Wohn., mit oder ohne Küche, per is können noch einige gebild. Feutſches Reichsadreßbuch zu
1. April evtl. auch früher geſucht. Herren anbeſſ. Privat=Mittags= verk. Saalbauſtr. 12. (*14133
Fim.=Wohnung, neuhergerichtet,
Off. u. H 37 an die Exp. (*14093dfs tiſch teil. Schloßgartenstr. 55, II. (*10445mdf
ſane
shald oder ſpät. zu verm. Näh. 1 Soderstr. 6½, 3. St.,
Tägl. Hundefutter abzng.
zinz. Herr ſucht ſof. 3—4 Zim.=(6d uten Privat=Mittag
Stock, von 10—3 Uhr. (18850ids
zStiſch
(Kapellplatz), gut möbl. Wohn=
Wohn. mit Bad, freie Lage u.
Penkratiusſtr. 1½, III.(*14652dfs *1414i)
Heinrichſtraße 61.
at,
5 Zim.=Wohn und Schlafzimmer bei ruhiger
womöglich Bedienung. Off. unt.
Umnnastr. 10 mit Zubehör Familie zu vermieten. (*12403t 1H 1 an die Expd.
(*13962md
hege Lage, ohne Gegenüber, zum
Donnerstag friſch eintreffend!
ſſprilt914 zu verm. Preis 650 M. Frankfurterſtr. 24, part., in! Für einen gebildeten, älteren
erfragen im 1. Stock. (*13833ids gutem Hauſe freundliches Zimmer Herrn wird ein
mit guter Penſ. ſof. zu verm. (22391t
möbl. Wohn= u. Schlaßzim.
la Brat=
Wienerſtraße 63 gut möbeliert. in der Roßdörferſtraße oder deren
Wohn= und Schlafz. nur an einen Nähe per ſofort oder 1. Dezember
III. beſſ. Herren zu ſof. verm. (22489td. Js. geſucht. Offerten unter
Schellfiſche zn20₰
Eliſabethenſtr. 17 möbliert. II 33 an die Expedition. (*14084df
einheimerstr. 16
(22517a
Zimmer zu verm.
Gemütliches Schlaf= und helles,
örte 3 Zimmerwohnung mit Gas
Stiftſtraße 41, II, nächſt der
Cabliau mittel . . . . . . . Pfund 22₰
geräumiges Arbeitszimmer
ſonſt. Zubehör. (22395gidsKünſtler=Kolonie, 1 beſſ. möbl. geſucht. Off. u. H 35 an die
Zimmer zu vermieten.
Schellfiſch groß . . . . . . . Pfund 40 ₰
(21663t Expedition ds. Blattes. (*14080
Meiarichstrasse 73,
Hölgesſtr. 1, 1. Stock, ſchön
Barterrewohnung, beſtehend
Ur.§ 3 gr. Zimmern, 2 Entreſol=möbl. Zimmer mit Penſ. an beſſ. Gelegenheilskauf!
himmern, Küche nebſt Zubehör, Herrn per ſofort zu verm. (22505a
Eiche, mod., wie neu,
Waldſtr. 50, gut möbl. Zimmer Speiſezim., beſteh. aus: Büfett,
im hergerichtet, anderweit zu
barmieten. Näheres Karlſtraße
ſofort od. ſpät. zu verm. (22756t Kredenz, Umbau, Standuhr Aat=
Mr. 61, Baubüro.
(19670id
Abſchlag!
Karlſtr. 30, neuer Hintb., I. r ziehtiſch, Lederſtühle, enorm billig,
ſhaupſtraße 51 freundl. 3= Zim.=möbl. Zim. ſof. bill z. v. (*13307md Chaifelong, neu, mit Decke 40 M.,
Diwans, neu, Blumen= Ech
ſtohnung per 1. November zu ver= Heinheimerſtr. 22, III ſchön krippen, fern. hochfeines Sihlaf=
Rollmöpſe
3 Stück 20 ₰
lſetzen. Näh. dortſelbſt. (*13048ids möbl. Z. m. Koſt, pro W. 12 M. (2015a
hell nußb. H a
Doſe, 4 Liter, 2.10
eianichſteinerſtr. 60½, I., ſch.! Mühlſtraße 8 möbl. Zimmer zill., poliert, Mücheneinricht.
(*13901mdf pitch-pine u. in lack., alles g. bill.
.W., d. Neuz. entſpr., Gas, Ver.,zu vermieten.
Bismarckheringe . . . . 2 Stück 15 ₰
l., Bodenk. b. zu vm. (23193dfs Viktoriaplatz 4, I., frdl. möbl. abzug., einf. eiſ. Bettſtelle 8 Mk.,
Doſe, 4 Liter 2.10
Zimmer zu vermieten. (*14051ds Holzbettſt. 6 Mk. Gartenſtr. 21, I.,
Mederle, Schreinerei. (*14140
3 Zimmer
Bückinge . . . . . . . . . . . Stück 6 ₰
Landwehrſtr. 64, I., möbl. Zim.
Antike
(*14076
Unst-Ludwigstr. 22, 2 Zim.=Wohn. zu vermieten.
Vollheringe . . . . . . . . Stück 6 ₰
zu verm.; für alleinſt. Dame! Pankratiusſtr. 1½, III., möbl.
ſmnd. Näh. Entreſol. (20882oidf Zim. m. od. ohne Penſ. (*14055dfs
Neu eingeführt:
Mühlſtraße 10 2 Zimmer= Riedeſelſtr. 39, I., gut möbl. Zimmer Uhr
i nung zu vermieten. (23062a Wohn= u. Schlafz. an beſſ. Herrn
ſeltenes Stück
Geräncherter Lachs in Scheiben ¼ Pfund 43 ₰
ſofort zu verm. Bad u. Telephon
1 Zimmer
vorhanden.
(23060areichgraviertes Zinnzifferblatt mit
Cchloßgaſſe 10 Manſarden= Beckerſtr. 33, I., r., möbl. Zim. der Inſchrift „, I. H. S. 1788‟
(22699ds ſofort zu vermieten.
P. zu vermieten.
*14082ds zu verkaufen
(*14144
Limburger Käſe
Mmthildenplatz 9 1 Zimmer! Waldſtr. 30, Hth., III., Schlaf=Beſſungerſtraße 104, 1. St. rechts.
(*14027df
Pfund .
36.
Küche zu vermieten. (23177msſtelle zu vermieten.
jane für Schüler zu kaufen
Partenſtr. 21, I., ſch. l. Zim., ev. Riedeselstr. 48, I., ein fein Paub geſucht. Off. m. Pr. unt.
h möbl., III., zu verm. (*14139möbl. Zim. ſofort zu verm. (*14072K 41 an die Exp.
(*14105
Leine Holſteiner Cervelatwurſt Pfund 1.50
Waldſtr. 23, I., I., möbl. Zim.
One Zimmerue
ſof. zu vm. Zu erfr. part. (*14088dfs Korh- u. Stuhlflechterel
Geräucherte Braunſchweiger
Roßdörferſtr. 19, part., möbl. W. Klöss, Gr. Kaplaneigaſſe 37.
üsohn. id llſtadtg einz Deute.
Rotwurſt in ganzen Stücken . . Pfund 60 ₰
Arbeit wird abgeholt.
üb Kahlertſtr. 1 (Vertzeh). (21764oidf Wohn= u. Schlafz. z. vm. (*14089dfs
(*14127
Weiche Braunſchweiger
Ltangegaſſe 27 eine Wohn. und Grafenſtr. 13, 1. Stock, ſchön Poſtkarte genügt.
Mn. mit Küche zu vm. (*14002md möbl. Zim. zu verm. (22678mds
Pfund 1.30
Leberwurſt
Pankratiusſtr. 4, I., mbl. Zim.,
49 kl. Manſardenwohn.,
Die Wurſtwaren werden zu dieſen Preiſen vorgewogen.
Malſtr. 15 für einzeine Perſon à 20 Mk., ſof. zu vm. (*14134df
garantiert
end, zu verm.
Frankfurter Würſtchen nur aus
(*14107dfs0
rhoifgp können Koſt
nadgna
Diese Wocke
Paar 25 ₰
2 bessere Arueiter u. Wohnung
Schweinefleiſch hergeſtellt, 8er .
Sällen
erhalten. Näh. Liebfrauenſtr. 59,
kommt ein grosser
. Pfund 7 ₰
Sauerkraut . .
im Metzgerladen. (*14146dfs
Posten moderne
Mathildenplatz 9
Rheinſtr. 2, Hinterh., möbl.
Herren- u. Knaben-
Stück 8 ₰
Große Salzgurken.
(*14112df
Ar tätte zu vermieten. (23176ms Zimmer zu verm.
Anzüge, Ulster,
Pfund 17 ₰
Wienersſtr. 52 gut möbl. Zim.
Maronen
Pelerinen, Joppen,
Mbierte Zimmer
m. Gas, a. W. Klavier, ſof. (*14108
(23160
Hosen, Jagd-
Wiſabethenſtr. 35, Htb., II. I.,
westen, Sweater,
Ee
lants, ſch. möbl. Zim. ſof. (23137a
Unterhosen, Hüte
ſal. dſtr. 24, Seitb., r., 2. Stock,
und Mützen,
Aelterer Her findet dauernde
Ge
Schade
möbl. Zim. zu verm. (23129t erſtklaſſige Penſion in ruh. Villa.
so lange Vorrat reicht
Mgudwehrſtr. 5, III., fein möbl. 1 Jährlich 3000 Mk. Offerten unt.
20 bls 50 Prozent unter
od. o. Penſ. v. 15. Nov. (22959a H 43 an die Exped.
(*14119
Preis zum Verkauf.
Mkoßdörferſtr. 26, I., ſchön mbl.
S pro Mon. 15 Mk. (61257id SZtmergercht
Kaufhaus für
Pochſtr. 12, part., ſchön möbl. Z.
Kl. Beamtenfam. ſucht ſch. 4 Zim. ſof. zu verm. (*13830id K Wohn. im 1. od. 2. Stock zum
Füllgrabe
Gelegenheltskaufe
Mar lſtr. 28½, III., möbl. Z., p. W. 1. April mit Bad. Off. m. Pr. unt.
(*13915md
Mk., Koſt a. bill. (*13810ids G 90 an die Exp.
14 Schuchardstr. 14.
Marlſtraße 28, 2. St., 2 gut Fein möbl. Zimmer per 1. Dez.
(23197ds)
Filialen in allen Stadtteilen.
Mll. Zim., event. Wohn= u Schlaf=O von Student geſucht. Offerten
Gt
Me g
ner, per ſofort zu vm. (19949mds unt. H 27 an die Exp. (*14964
Nummer 267.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 6. November 1913.
Seite 16.
Infolge eines äußerst günstigen Einkaufs
sind wir in der Lage, nachstehende
4 Posten
(.
A
enorm billig
zum Verkauf zu bringen
Serie IV
Serie I
500
295900
Serie III
Serie II
4
22
00
00
Jackenkleiden
Jackenkleider
2
aus Ia Röhren-Co
aus blau und schwarz
Cheviot oder aus Stoff.
Krimmer und M
engl. Art
od. aus Stoff. engl
in solider Verarbeitung.
Ersatz für Maßare
Jackenkleider
Jackenkleider
aus blauem u. schwarzem
a. Crevel, Mirza, Cotelé,
Cheviot, Röhren-Cheviot
Affenhaut, in all. mod.
und soliden engl. Stoffen,
reizende Macharten, die
Farb. sowie aus Stoff.
modernen Gürtelfassons,
engl. Art, nur aparte
durchweg auf Seidenserge
chike Fassons.
gearbeitet.
Beachten Sie unser desberögliche Speriallenster am Markt
2
GobrrHouisen
Markt
G
Haberland’s
*8 Union=Briketts
Darmentgiftungs-
in plombierten Säcken à 50 Kilo netto
(4218a
liefert prompt nach jedem Stadtteil
Parfümerie Carl Blei
Tabletten
Max Ranis, Kohlenhandlung
enthaltend Yoghurt= u. Glyco=
— Wilhelminenstrasse 33
bakter.=Reinkulturen z. Roheſſen Victoriastrasse 53.
Telephon 395.
60 Tabletten Mk. 3.50
N. B. Kohlen werden auf Wunſch ebenfalls plombiert geliefert.
Gelegenheit für schöne Weihnachts-
Haberland’s
Geschenke bietet meine Ausstellung von
Entfettungs-Maya
echten Schildpatt-Waren.
n vielen Millionen von
zur Beſeitigung der Korpulenz
Diese Erzeugnisse der größt. Schildpattwarenfabrik Europas
Doſe Mk. 3.—
Bänden verbreitet
G. F. Heim Söhne, Oberramstadtb. D.
mit Gebrauchsanweiſung zur
Herſtellung der Noghurt
erfüllt die
sind u. a. folgende:
Reformgeschäft
Alle Arten Kamm- und Bürstenwaren,
Bibliothek der Unterhaltung
„Arista‟‟
Kamm-, Bürsten- und Nagel-Garnituren,
Gesundheitl. Nahrungs-
und des Wissens
und Genussmittel
Hand-, Stell- und Taschen-Spiegel, alle
ihr Programm: jedem Bücherliebhaber Gelegenheit zu geben
Anton Braunwarth
Arten in Haarschmuck, Toilettegegenstände
zur Anlegung einer wirklich gediegenen, ſpannendſte
Darmstadt. (22658a)
Unterhaltung und eine unerſchöpfliche Fundgrube des
Hutnadeln, Schirm- u. Stockgriffe, Knöpfe
Wiſſens zugleich bietenden
Lorgnons, Fächer, Salatbestecke etc. etc.
Original-
Privatbibliothek (V,2163
Bei Bareinkäufen in Schildpatt gewähre schon von
Handzeichnungen
aufs allerbeſte. — Jährlich 13 reich illuſtrierte, elegant in
jetzt ab meinen Weihnachtsrabatt von 10 Prozent.
echte Leinwand gebundene Bände.
von Lukas sowie
Bitte mein Schaufenster zu besichtigen. (22662a
Preis für den Band nur 75 Pfennig.
Oelstudie
Zu beziehen durch alle Buch= und Zeitſchriftenhandlungen
Damenmant., Gr. 42. u. 1 ovaler Feinstes Tafel- und
zu verkaufen. (22506a
Goldſpiegel billig abzugeben
23141) Karlſtr. 69, 1. Stock.
Frankfurterstrasse 6, II. Anion Yentſche Verlagsgeſellſchaft in Stuttgart, Berlin, Leipzig.
Wirtschaftsobst
ch. Samthut, neu, ſow. alte
Spiel=
empfiehlt (*14102dsi Zwei neue feine Militär=Mäntel
ſach., Kaufl., Lebensrad, Punden.Carl Fr. Hirsch, Alsheim bei Worms. „) für Kavallerie preisw. zu verk.
Sitr. (220a 1 Pöset, isehe Futer, Kätige
Sportw. billig. Näh. Exp. (*140971 heyl & John. Manuiakturwaren. (10416a Mauerſtraße 28 1. Stock. (22943a Kaharlenhähne Bismarckstr. 28,p. 1 Zrenner, Wogelh., Karistra 1E. (21236a
2
ſaht.
[ ← ][ ][ → ] 1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
M267.
Dontersiag, 6. Nabenber.
1913.
Für dieſe Woche empfehlen in nur
allerfriſcheſter
1Oberhemden
Nordſee=Ware
nach
HochfeinenNordſee=Seehecht
Kladss.
3—6 Pfund ſchwer
:: Bodenſee=Blaufelchen::
Hochfeiner Heilbutt
G
im Ausſchnitt 1 Mk.
Hochf. ſchneeweiß. Cabliau
im Ausſchnitt
vorteilhafteſter Fiſch zum Kochen
e
Angel-Schellfisch
alle Größen
Rotzungen, Seezungen,
Stein=
butt, Merlans, Knurrhahn
Friſche grüne Heringe:
Hochfeiner
Saim im Ausschnitt
per Pfund von M. 1.50 an
Lebende Karpfen, Schleien, Aale
Forellen
Fertige Herren=Oberhemden
Lebende Hechte
per Pfund Mk. 1.—
in den beſten Qualitäten und feinſten Ausführungen
Täglich
auig
180
2
weiß mit glattem Einſatz Mk. 5.—, 4.50, 3.75, 3.25
Frischerheringssalat
in Mahonnaiſe
„ Piquee=Falteneinſatz Mk. 6.—, 5.75, 4.75
Hochfeine Delikatesse.
farbig mit feſten und loſen Manſchetten und neueſter Ausmuſterung Mk. 6.—, 5.75, 4.50, 3.75.
Friſche Nordſee=Krabben
„ Hummer=Krabben
Seemuscheln
Lebende Hummer u. Auſtern
Herren=Nachthemden
Räucherwaren, Marinaden
Cretonne Mk. 5.—, 4.50, 4.—, 3.25, 2.50
Fischkonserven
Croiſee, weiß und farbig, Mk. 5.—, 4.50
Fischhalle
lpchachmif
Reitinger & Blechschuldt
Hoflieferanten (23198
Herren-Normal= und Macco=Wäſche
19 Eliſabethenſtraße 19
Hemden mit farb. Einſatz Mk. 6.—, 5.—, 4.50, 3.50, 2.75, 2.25
Telephon 543.
Hemden ohne farb. Einſatz Mk. 6.—, 5.—, 4.50, 3.50, 2.75, 2.—, 1.50
Hautjacken Mk. 4.50, 4.—, 3.50, 2.75, 2.—, 1.50, 1.—
Unterhoſen Mk. 5.50, 4.—, 3.25, 2.75, 2.25, 1.75, 1.40.
(23190
Eu
10 Z
Wer dort? (2230fa
Herren=Mode=Artikel
hier V. Schatz, Schloßgaſſe 23.
Ich komme ſof. u. zahle Ihnen für
Kragen, Krawatten, Manſchetten, Vorhemden, Garnituren, Handſchuhe,
Hoſen=
getrag. Kleid., Schuhe, Möbel,
Zahn=
gebiſſe, alte Federbett. ſtets diehöchſt.
träger, Socken, Strümpfe und Schirme empfiehlt in reichhaltiger Auswahl
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt
Ich kaufe Möbel
Betten, ganze Wohn.=Einricht. u.
Nachläſſe gegen ſof. Kaſſe. (16655a
J. Lich, Alexanderſtr. 3.
I1
e
Haufe alte Zahngebisse, per Zahn
2535 Pf. G. Best. Ludwigshöhstr. 60, I. (23045a
Flaschen
werd. zu allerhöchſten Preiſen angek.
R
Darmstadt.
Wäſche=Abteilung.
Rubin. Kaupſtr. 46, I
(22893a
eie renetentet .
2 gute Zugpferde Kenntnis, daß ich nach der
Jahnatelier Carl Drautz
Schkaufe
2 Pferdegeſchirre, 1 Viktoria=Frankfurterstr. 86, III.
DENTIST
wagen, zwei Geſchäftswagen,
getrag. Herren= u.
Damen=
verzogen bin
Häckſelmaſchine, ein faſt neuer u. empfehle erneut Maß=Korſetts
kleider, ſowie Schuhe, Gold,
früher Ernst-Ludwigstrasse 3
Gasofen, eine Partie Eſſigfäſſer u. Leibbinden. Beſtellungen per=
Silb., Zahngebiſſe uſw. Zahle
und=Ständer, 400—1200 Liter Karte erb. Frau E. Hof. (23173a
konkurrenzl. Preiſe; der erſte
jetzt Marktplatz 11.
haltend, billig abzug.
(*14073
Verkauf überzeugt. Poſtk. gen.
Jg. Friſeuſe nimmt u. Kunden an.
Eberſtadt, Pfungſtädterſtr. 33.
Kleisowakt, Gchleba. 20. (22605a
Fast schmerzloses Zahnziehen Mk. 1.—. (22956a
Näh. Mauerſtr. 17, Hth. (*13820id
Preiswert verkäuflich
Ankauf
9—10 Jahre alte, ſchwarze
von getrag. Herren= u. Damenkleid.,
Hstitut für moderne Tanzkunst.
O
Stiefeln u. Zahngebiſſen. Zable
irische Stute
1,75 m hoch, leicht zu reiten, ſicher Ich kaufe Ihnen die höchſten Preiſe. Poſt=
An einem Sonderkursus
karte genügt. M. Lemier,
Ober=
ein= und zweiſpännig gefahren.getr. Herren= u. Damen=Kleider, gaſſe 15, Laden.
(*1359mdf
Erlernung von Tango, Maxixe und Ragtime können Geringer Atemfehler. Anzuſehen auch Stiefel, Bettfedern, Gold,
Riedeſelſtr. 72. Off. unt. G 71 Silber ꝛc. Zahle Ihnen ſtets kon=
noch einige Damen und Herren beteiligen.
an die Exped. d. Bl. (23005imd kurrenzl. Preiſe. Der erſte Verkauf
Zume Hochste
Ebenso nehme noch Anmeldungen zu einem Damen-
Ng., hochedele, rauhhaar. Teckel,überzeugt Sie. Poſtkarte genügt.
s entgegen.
la Stammbaum, zu verkaufen Max Schnitzer, Schloßgaſſe 33. Preiſe für getragene Kleider, Schuhe,
(23202a Wäſche uſw. Poſtkarte genügt.
Riedeſelſtr. 72, Hinterh. (*13931mdTelephon 2097.
Johanna, Georg, geb. Merz
A. Hochmann
Streng diskret!
Kleine Ochſenaaſſe 16. (*14025mdf
(früher Grossh. Hof-Solo-Tänzerin)
2 Vobermannpinscher
83a)
Sadellos erhalt. Schlafzim. mit
O
Kranichsteinerstrasse 44.
Ee
Spiralmatr. zu kauf. geſ. Off.
reine Raſſe, (Rüden) hat abzugeben
70%% Sunt. H 26 an die Exp. (*14061df
Philipp Nothnagel XVll., Gries-
Gut er=
2s
OHs. WArrZ
heim, Frankfurterſtr. 23. (22928gid mehr als jeder Andere zahle ich für
haltenes PianO
Tunge Haſen bill. zu verkaufen beſſere getragene Herrenkleider, zu kaufen geſucht, nur erſtes
Hof-Buch- und Kunsthandlung
Grüner Weg 18. (*14054 Schuhwaren, Beinkleider, Uni=Fabrikat. Off. mit Preis u. 6 96
formen, alte Gebiſſe uſw. Zahle T d. Expedition ds. Bl. (*14050
16 Elisabethenstrasse 16
g Belg. Land=,pro Herrenanzug bis zu 20 Mk.
Verkauf v. Haſen. ſchwz. weiß.
anis
u. a. ausgestellt diese Woche:
gebrauchter Gasofen zu kaufen
Jungtiere und gute Zuchthäſinnen Zarnicer, Kleine Bachgaſſe 1.
geſucht. Off. m. Preisang. u.
Radierungen von M. Mendelssohn. 1*14094ds) Stiftſtr. 46, Bär. 1 Komme auch nach auswärts, III 15 a. d. Expeditien. (*14067
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 6. November 1913.
Nummer 265
Seite 18.
Restaurant
Rummelbräu, Allee 6
Heute Donnerstag:
(244
Künstiler-Konzert
Anfang 8 Uhr.
—. Eintritt frei.
geeseseesesseseeseseenwsssssssssseseseheeee e e eeeeen e
Gesucht
von hier fremder, erſt zugezog
5 Beuiseles Fesee Saan der Vereinigten Gesellschaft
Dame, feiner
3
Damen-Modesalon
Ecke Rhein- und Neckarstrasse
veranstaltet von den
in welchem geſchmackvolle Toiſen
Samstag, den 8. November, abends 8 Uhr angefertigt werden. Angabe
3 Darmstädter Ortsgruppen des Vereins 8
Referenzen erwünſcht. Offell
unter H 31 an die Exp. (B25
§ für das Deutschtum im Ausland (E. V.)
2 Ueberzieher: 1 größere Figl
(Allg. Deutscher Sehulverein)
II. Phoneld Klavleräbendt
II mittlere Größe, III 12
6 am 7., 8. u. 9. Nov. in sämtl. Räumen des Städt. Saalbaus.
Jahre, eintüriger Kleiderſchrgil
unter gütiger Mitwirkung
6 ₰
ein älterer Waſchtiſch billig
von Herrn Fritz Saphir, Wien, Cello.
verkaufen
(*14
Freitag, 7. Nov., abends 7 Uhr, u.
Karten, welche zum freien Eintritt berechtigen, nur
Kaupſtraße 26, 2. Stockl
5E
bei Karl Arnold, Ecke Erbacherstrasse cigarren-
Samstag, 8. Nov., abends 8 Uhr: 66
I
Kut erhalt. Kinder=Bett zu m
3
Cellarius, Ludwigsplatz 3, Mylius, Ecke Herdweg und
Landwehrſtr. 35, 2. St. (*1100
Karlstrasse, und im Verkehrsbüro. Für Mitglieder der 8
2
Vereinigten Gesellschaft beim Hausmeister.
(23144
Großherz. Hoftheaien
Perzina-Konzertflügel.
Donnerstag, den 6. Nov. 198
Engel in der Kunst
43. Abon.=Vorſt. C11.
Eehr
In der neuen Inſzenierung
ee
Die Boheme.
* Darstellungen in lebenden Bildern nach Werken alt. Meister 6
Oper in 4 Bildern nach Murge
in Szene gesetzt von Fräulein Frieda Spielberg.
Vie de Bohömer von Gicht
Künstlerische Leitung: Fräulein Eleonore von Bojanowski
Gürngemteinoe Darmtſtaotlund Illea. Deutſch von M
und Fräulein Elise Reineck aus Weimar.
mann. Muſik v. Giacomo Pulkin
Schutzherr Se. Kgl. Hoh. der Großherzog. Muſikal. Leiter: Richard Hell=
& Musikalische Leitung: Herr Hofkonzertmeister Ernt Schmidt.
Spielleiter: Otto Rowacit
PROGRAMM:
Perſonen:
SSonntag, den 9. November,Rudolf, Poet
Aug. Globergeich
Vorspiel: Seb. Bach: SARABANDE.
Schaunard,
Mu=
nachmittags von 3—6 Uhr,
1. Bild: Engel der Verkündigung, in der Art des Simone &
. Hans Bertramn
ſiker .
Martini. — Harmonium: Choralvorspiel.
Marcell, Maler . Otto Semmll
2. Bild: Spielende Engelchen, in der Art des Albrecht
Grosses
Collin, Philoſoph Alfr. Stephalz
Dürer. — Dittersdorf: Deutscher Tanz. Flöte u. Klavier.
Bernard, d. Haus=
3. Bild: Blumentragende Engel, nach Fra Angelico da 9
herr . . . . . Auguſt Kräſt
Fiesole. — Felix Mendelssohn-Bartholdy: Terzett mit
8
VMimi . . . . . Gt. Geyerhäſt
Chor aus der Motette „Cantate pueri”.
. Schaufarken Muſette . . . . Olga Kallenſe
4. Bild: Musizierende Engel, nach Melozzo da Forli.
Parpignol
Fritz Hilsdolf=
Seb. Bach: Loure. Streichorchester.
Alcindor de Mi=
5. Bild: Engel der Verkündigung, im Stile Stefan
Loch-
ſämtlicher Abteilungen.
. Otto Thomſell
tonneaux .
ners 1. — Bach-Gounod: Meditation.
Sergeant bei der
Wir laden hierzu unſere Mitglieder nebſt deren Angehörigen,
6. Bild: Kleine singende Engel, nach Raffael. — Alte
Heinrich Gellt
Zollwache .
ſowie Freunde der Turnſache höflichſt ein. Zutritt frei.
Kirchenweise: „Es ist ein Ros entsprungen‟.
Ein Zollwächter Kurt Schül
7. Bild: Engel der Verkündigung, Schule alter deutscher
eet
ton ſind von Donnerstag, den 6. November ab,
Chöre: Robert Preuß=
Meister. — Händel: „Dank sei dir‟
§Eintrittskarten beim Hausmeiſter im Turnhauſe erhältlich. Geſtaltung d. Bähnenbildes
8. Bild: Anbetende Engel, nach Filippo Lippi. — Breit-
(Ohne Karte iſt der Zutritt nicht geſtattet.)
(23146 theatermaler K. Kempin u
schuck: Anbetung. Harfe.
ſchineriedirektor E. Schwerdlihte
Der Vorstand.
V 9. Bild: Verkündigung, nach einem Relief von Donatello. 6
Nach dem 2. Bilde längere
— Joh. Brahms: Ave Maria.
Preiſe der Plätze
Preiſe): Sperrſitz: 1.—13.
& Einstünd. Pause, in welcher in d. Nebenräumen Erfrischungen
Unternartungsabend 420ℳ, 14.—20. Reihe 3.40 4
aller Art von den Damen der Mitglieder gereicht werden.
3
5
terre: 1.—5. Reihe 2.90 ℳ,
Reihe 2.35 ℳ, Proſzeniumäle
zum Besten eines
§ 10. Bild: Gruppe musizierender Engel, nach Luca Sig- 6
6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ,
norelli. — Händel: Sarabande.
konloge 5.20 ℳ, I. Rang Z
½ 11. Bild: Die drei Erzengel mit Tobias, im Stil des
Hessischen TaubstummenheimstII. Rang: 1. —6. Reihe 200
Boticell. — Dittersdorf: Mennett für Streichquartett.
7. u. 8. Reihe 2.15 ℳ, I.G0
§ 12. Bild: Ein Engel, nach einem Relief im Stile des Robbia.
§Sonntag, den 9. November, abends 8 Uhr, 1.35 ℳ, II. Galerie 75 ₰.
Volksweise: „Es geht ein Engel‟.
Kartenverkauf: an der
½ 13. Bild: Singende Engel, nach Perugino. — Mendelssohn- 3im großen Saale des Kaisersaals (Grafenstr. 18). kaſſe im Hoftheater von 9
Bartholdy: Engel-Terzett aus „Elias‟.
Uhr und eine Stunde vor Bil
P 14. Bild: Musizierende Engel, nach Carpaccio. —
Musikalische Darbietungen.
5.
der Vorſtellung; im Verkehliſl
Matteson: Air.
von 8—1 Uhr und von Mul
& 15. Bild: Schutzengel, nach Murillo. — Mendelssohn-Bar- 8Ansprache von Professor D. Dr. Diehl aus Friedberg. bis kurz vor Beginne
tholdy: Duett aus „Athalia‟.
§ 16. Bild: Gruppe lobsingender Engel, nach Benozzo 6Zwei Theaterstücke, aufgeführt von Taubstummen, ſtellung. (Im Verkehrsbür
den auch telephoniſch Kaule
Gozzoll. — Beethoren: „Die fimmel rühmen des 6
Eintrittskarten zu 3, 2, 1 M. u. 50 Pfg. bei Bergsträßer,ſtellungen entgegengenomi
Ewigen Ehre‟.
8
Säng, Künzel (Bessungerstrasse 59), und Photograph Schäfer Telephon Nr. 1582.)
(23206
Ende Mll.
(Ludwigsplatz 6), sowie abends an der Kasse.
(23189 Anfang 7½ U. —
Vorverkauf f. die Vorſtellingeul
Sonntag, den 9. Nov., abends 6 Uhr
Freitag, 7. Nov. 44. Ab.lll.
ur bie . Hersmuber.
D 11. Goethe= Zyklus. me
Deutscher Abend‟
M Tel. Abend. Neu einſtudiert:.
Imberial
quato Taſſo”. Kleine Piſ.
Musikalische Darbietungen
Okr HEerl 38o
Anfang 7½ Uhr.
P unter güt. Mitwirkung von Frau Hofopernsängerin Franziska
Samstag 8. Nov. Auſtr Aüb.
Callwey, Fräulein Paula Manecke und Herrn Ludwig
Dar
5. Volksvorſtellung zu ermäbigten
Guggenheim aus Mannheim.
sowie die
Preiſen. (Vorfeier zu Schiller;
P Orchester: Musikkorps des Leibgarde-Regiments unter Leitung
Heute
Geburtstag.)
Wilhelmäell=
folg. Tage
des Obermusikmeisters Herrn Hugo Hauske.
Anfang 7½ Uhr. — Vorverkauf
6
zu dieſer Vorſtellung findet in
die brillante 1.—15.
Nach dem Konzert TANZ im grossen Saale.
Verkehrsbüro (Ernſt=Ludwigspl)
Novemb.-Serie erster
ſtatt bis kurg vor Beginn der Vor=
Varieté-Kunstkräfte:
3
Während der Gesangsvorträge darf nicht geraucht werden.
ſtellung. Etwa noch vorhandene
Gastspiel des Hofkünstlers
Vorverkauf bei Hofl. Heinrich Elbert, Ernst-Ludwigstr. 9.
Karten werden am Tageder
Vor=
ſtellung auch an der Tagestaſſe
agagesasE
DARIO PAINIlim Hoſtbeater, vormitags M
Iaaill Treffpunkt
9½—1½ Uhr und eine Stunde vor
an!
An der GrenzeBeginn der Aufführung abgegeben.
der (21616a
Sonntag, 9. Nov Nachmittags
des Unmöglichen
2½ Uhr. Sechſte Vollsvorſtellung
vornehmen Welt
Vory, Lumpen-Maler,
zu ermäß. Preiſen. „Die fünf
Bürger-Verein
4 Rosettas, Gymna-Frankfurter”. Vorverkauf bis
Ludwigsplatz 2, I. Etage.
stikerinnen, Engelbert
einſchl. Samstag, 8. Nov., nur im
barmsiälter Fecſt iuh
Sassen, Humorist, Sis-
Verkehrsbüro (Ernſt=Ludwigspl.)
ters Burns, Drahtseil-
Verkauf der noch vorhand. Karten
Samstag, den 15. November:
Schrehbnaschine
Künstlerinnen,
Casca-
an der Tageskaſſe im Hoftheater
rel. Sänger, Harry
am Tage der Vorſtellung, vorm.
(Adler & Blickensderfer)
Familien-Abend
Rittley, das
Balance-
von 11 Uhr ab. — Abends 7 Uhr:
faſt neu, ſehr billig
(22814a
Wunder, Sylvester, der
(Konzert, Bunte Bühne, Theater, Tanz)
45. Ab.=Vorſtell. O 12 Verdi=
Müller & Ober, Karlſtraße 30.
einzig existierende Salto
Zyklus (unter muſikal. Leitung
Näheres auf den versandten Einladungen.
mortale drehende Vogel der
von Arturo Vigna.) Erſter Abend:
Worz. Privat Mittags u. Abendtiſch.
Welt ete. etc. (*221a
(23201dd)
„Rigoletto‟ Rigoletto: Kam=
Landwehrſtr. 5, III. (22927a
merſänger Walter Soomer.
Ge=
anf
Montag, den 17. Novbr.: Preiskegeln.
Ermäß. Vorverkauf siehe Plakate
E
6
wöhnliche Preiſe.
8
und Zettel.
Aus dem Spielplan.
PAREI1-85
5
Montag, 10. Nov. 2. Konzert
der Hofmuſik unter muſtkaliſcher
Karoline von Hessen-Darmstadt
Z
5
Leitung Sigmund v. Hauseggers.
elae
ihr Aufenthalt in Prenzlau 1750 bis 1756.
Wegeit Uinzeg
Anfang 7½ Uhr.
Von E. Mentzel.
Dienstag, 11. Nov. 46. Ab.=Vſt.
(16735Ing., Mitgl. d. deutsch. Schutzverb. Bettſtelle m. Sprungfedermatr.,
Mit mehreren Illustrationen. Preis Mk. 2.50.
f. geist. Eigentum, prükt Erfindg. weißer Kinderwagen, vollſtänd. A 12. Feſtvorſtellung bei feſtlich
Zu beziehen in der Expedition des Tagblatts u. durch kostenfr., reell u. sachgem. kf. Re-Saloneinrichtung m. gr. Pfeiler=erleuchtetem Hauſe: Die
Fle=
ferenz. Ausführl. Brosch. kostenl. ſpiegel, auch einzeln zu verkaufen. Idermaus.” 50. Aufführung am
alle Buchhandlungen.
Mainz, Bahnhofstr.3, Tel. 2754.1 Näh. Heinrichſtr. 73, part. (B23007 Hoftheater. Kl. Pr. Anf. 7½ U.
Aumm
[ ← ][ ][ → ]
(565
IS
Nummer 267.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 6. November 1913.
Seite 19.
In diagnoſtiſcher Hinſcht, aſſo zur Erkennung vieler Städte in allen kltivierten Ländern haben ſch bereits
Uebel, Leiden und Krankheiten ſtehen die Röntgenſtrahlen durch freiwilige Sammlungen größere Mengen Radium
G.
im höchſten Anſehen. Da ſie am ſtärkſten von Körperge= geſichert, das heißt ſo weit von größeren Quantitäten hier
weben von größerer Dicke abſorbiert werden, ſo geben die die Rede ſein kann, denn natürlich ſind die Vorräte an Ra=
Knochen bei der Durchleuchtung dunkle Schatten, an denen dium und Meſothorium auf dem Weltmarkte bis auf lange
man unter günſtigen Umſtänden auch die feinere Struktur Zeit hin beſchränkt.
des Knochenbaues erkennen kann, ſtets aber alle Unregel=
Radium wie Meſothorium ſenden Strahlen von ſehr
rn
mäßigkeiten, Brüche, Gelenkerkrankungen und Fremd=verſchiedener Stärke aus und zwar ſolche, die ſchon von
Se
See
körper.
der Haut und deren nächſten Schichten aufgeſogen werden
S
Lufthaltige Organe, wie Lungen und Magen, heben und ferner ſolche, welche tief in den Körper eindringen oder
ſich als hellere Stellen von der Umgebung ab.
gestes
ſogar durch ihn hindurchgehen. Von den letzteren Straß=
Die therapeutiſche, alſo Heilwirkung der Röntgen=len gibt es allerdings nur ſehr wenige.
(
Handaasser
ſtrahlen, beruht auf einer eigenartigen Beeinſluſſung
wach=
e
Die Strahlen, welche nur bis in die Haut dringen,
der Welt
ſender Zellen. Stärkere Beſtrahlung wirkt um ſo leichter können aber ſchon bei geringer Stärke ſchlimme Brandwun=
hemmend oder gar tötend ein, je lebhafter das Wachstum den verurſachen. Sie müſſen daher, wenn man durch die
S
S
und der Teilungsprozeß ſind. Auch die Haut iſt ſehr emp= anderen Strahlen auf tiefliegende Geſchwülſte einwirken
findlich gegen Röntgen= und Radiumſtrahlen. Zu ſtarke will. unſchädlich gemacht werden. Nach langen vergeblichen
S
Beſtraßlung kann ſchlimme Hautgeſchwüre erzeugen, oſt 1 Verſuchen iſt diefes in neueſter Zeit gelungen. Man be=
längere Zeit nachher.
dient ſich zu dieſem Zweck der ſogenannten Filter, das ſind
Schon im Jahre 1896 machte der franzöſiſche Chemiker Blei= oder Silberplatten von angemeſſener Dicke. Sie fan=
H Becquerel auf die radioaktive Wirkung von Uranver= gen die ſchädlichen Strahlen vor dem Eintritt in den Kör=
Wer Odol konſequent täg= bindungen aufmerkſam. Zwei Jahre ſpäter entdeckte das per auf. während die tiefer gehenden ungeſchwächt hin=
(
lich anwendet, übt nach unſeren Ehepaar Curie in Becquerels Laboratorium das Radium, durchgehen.
ein Erzeugnis, welches ihrem Namen die Unſterblichkeit
Durch dieſes neue Verfahren hat man in jüngſter Zeit
heutigen Kenntniſſen die denkbar ſichert, ſo groß ſind heute ſchon die Erfolge der Radium= ungeahnte große Erfolge erzielt, namentlich in der
Behand=
beſte Zahn= und Mundpflege aus. beſtrahlung.
lung des bisher als unheilbar geltenden Krebſes. Aber ſo
Man gewinnt das ſeltene und daher höchſt teure Ra=groß auch die Erfolge bis jetzt ſind, noch iſt der gefährliche
(
Preis: ¼ Flaſche (Monate ausreichend) dium aus der Pechblende, auch Uranpecherz genannt. Dieſes Gegner nicht unſchädlich gemacht. Die Krebskrankheit iſt
(E
SMk. 1.50, ½ Flaſche Mk. —.85.
(I,22908
ſchon längſt bekannte Erz enthält auch eine Menge andereroft ein ſehr böſes und kompliziertes Ding, das jeder Mühe
Metalle wie Wismirt, Baryum, Thor, Kobalt, Nickel, Anti= ſpottet. Ihre Gefahr liegt nämlich nicht immer in der
mon, Arſen und Eiſen. Das Radium iſt meiſt an das Hauptgeſchwulſt, welche oft durch das Meſſer völlig
ent=
töntgen=, Radiums und Licht= Baryum gebunden, während Polonium und Aktinium, fernt werden kann, ſondern auch in den
Tochtergeſchwul=
gleichfalls radioaktive Elemente, an Wismut und Thor ge=ſten, die zur Zeit der Operation noch nicht erkennbar, aber
ſtrahlen.
bunden ſind.
dennoch bereits im Körper zerſtreut vorhanden ſind und
Neueren Datums iſt die Entdeckung des Meſothoriums. durch ihr ſpäteres Wachstum den lebensgefährlichen Zu=
Von Dr. Wilhelm Teſchen.
Es iſt ein Nebenprodukt bei der Fabrikation der Glüh=ſtand hervorrufen. Doch laſſen die neueſten Errungenſchaf=
Nachdruck verboten .
ſtrümpfe. Es iſt faſt ebenſo wirkſam und teuer wie das ten hoffen, daß auch dieſe Tochtergeſchwulſte der Beſtrah=
B. Die Entdeckung dieſer drei Arten von Strahlen Radium und kann, wenn ſein Preis nicht unerſchwinglich lung zugänglich ſein werden, wenn dieſe in genügender
lben uns die letzten zwei Jahrzehnte gebracht. Anfangs werden ſoll, auch nur in geringen Mengen gewonnen wer= Stärke auf den ganzen Körper ausgedehnt werden kann.
kinte man nur ihre unangenehmen Eigenſchaften und den, ſoweit nämlich die Nachfrage nach Thorerde für Be= Und das iſt nicht ſo leicht. Die Strahlen wirken oft zu
llännte ſie gefährliche Strahlen. Heute ſtehen ſie als Heil= leuchtungszwecke geht. Heute ſchon koſtet eine Menge Me= heftig ein. Das mußte Becquerel gleich im Anfang der
koren im höchſten Anſehen, und die mediziniſche Wiſ=ſothorium, welche in ihrer Stärke einem Gramm Radium Entdeckung am eigenen Körper erfahren. Kurz nachdem
ſnſchaft preiſt ſie als heilſame Strahlen von ganz beſon= gleichkommt, ungefähr eine Viertelmillion Mark. Wenn das Ehepaar Curie das Radium entdeckt hatte, trug
Bec=
eier Art.
man nun weiß, daß zur Anwendung bei einem einzigen querel eine winzige Probe dieſes mertwürdigen Elementes
Die am wenigſten ſtarken Strahlen ſind die Lichtſtrah= Kranken ein Viertel bis die Hälfte dieſer Menge mehrmals in der Weſtentaſche mit ſich herum, um ſie gelegentlich
In. womit aber nur die ultravioletten Strahlen gemeint auf Stunden oder Tage notwendig iſt, um den beabſichtig= einem Freunde oder Intereſſenten zeigen zu können, Schon
ſb denn nur dieſe nähern ſich in ihren Wirtungen den ten Heilerfola zu erzielen, ſo iſt es klar, daß mit einer nach kurzer Zeit zeigten die Radiumſtraßlen ihre
zefähr=
ſüntgen= und Radiumſtrahlen. Sie bilden ſich auch weni= Menge von ſolchem Werte nur eine geringe Anzahl vonliche Wirkung, denn der Chemiker bekam plötzlich ein tiefes
et im Sonnenlicht als im künſtlichen Licht. Deshalb iſt Kranken behandelt werden kann. Das hemmt natürlich die Geſchwür in ſeiner Haut.
Aaletztere auch niemals ſo gut wie Sonnenlicht; die ultra= Forſchungen mit dieſen teuren Mitteln ſehr. Das Meſo=
Dieſes kleine Unglück brachte den großen Erfolg. Es
llletten Strahlen wirken ſchädigend auf das Sehvermö= thorium, das in ſeiner Wirkung dem Radium faſt
gleich=
lag nahe, daß ſo ſcharffinnige Beobachter, wie Becquerel
kt ein. Gewiß iſt das Auge ein Lichtorgan und erfordert kommt, ſteht ihm aber in einem wichtigen Punkte unge= und Curie, dieſe zerſtörende Wirkung auch auf
unwillkom=
ſechſam das Licht zu ſeiner Stärkung und Nahrung, wie heuer nach. Es verliert im Vergleich zum Radium zu ſchnell mene und krankhafte Hautgebilde und tieſere Geſchwülſte
lle Lungen Luſt haben müſſen. Aber künſtliches Licht iſt ſeine Wirkſamkeit.
erprobten.
r die Augen das, was Stubenluft für die Lungen iſt,
In den erſten Jahren iſt die Heilwirkung konſtant,
Nächſt Frankreich ſtellten zuerſt Heidelberg, Brüſſel und
ſo auf die Dauer ſchädlich. Die ultravioletten Strahlen dann aber ſinkt ſie beim Meſothorium in den nächſten 20 Berlin Verſuche an. Im Anfang aber verſagte die Be=
Adanken ihr Daſein den Wellenbewegungen des Aethers, Jahren um die Hälfte. Das Radium aber verliert ſeine ſtrahlung tiefer liegender Geſchwülſte, weil die Strahlen
Gegenſatz zu den Radiumſtrahlen. Dieſe werden ge= Stärke nur ſo langſam, daß es nach wiſſenſchaftlicher Be= nicht tief genug in den Körper eindrangen. Das änderte
Alet durch fortwährendes Ausſchleudern von winzig rechnung ungefähr 2000 Jahre dauern kann, um bis zur ſich erſt vor kurzer Friſt. Nachdem es nänlich gelungen
Uinen, körperhaften Teilchen, daher auch der Name Kor=Hälfte ſeiner Wirkſamkeit zu ſinken. Einige Gramm Ra= war durch Benutzung ſehr ſtarter Röntgenapparate Ge=
Mikulär=Strahlen. Zur Erzeugung von Röntgenſtrahlen dium ſind daher ein ſicheres Wertobiekt. Freilich gibt es ſchwülſte in der Tiefe des Organismus zu zerſtören, ging
Mützt man elektriſche Ströme von hoher Spannung, aber auch in Fachkreiſen Zweifler und Nörgler, welche die gro= man daran, durch Anwendung außerordentlich großer
Ledriger Intenſität. Sie dienen ſowohl zu diagnoſtiſchen, ßen Ausgaben für Radium und Meſothorium tadeln, weil Mengen von Meſothorium ausgedehnte Krebſe zu
behan=
auch zu therapeutiſchen Zwecken, und ihre Verwen= dieſe Mittel doch ſo gut wie wertlos würden, wenn ein deln, nachdem man die oben erwähnte Filter erfunden
Wig nimmt immer mehr zu. Als Heilfaktoren machen anderes, beſſeres Allheilmittel gegen Krebs, Tuberkuloſe hatte. Die Erfolge waren höchſt befriedigend, große
ien aber die Radium= und Meſothoriumſtrahlen ſieg= und Lupus gefunden iſt, was nicht ſo unmöglich ſei. Einſt= Krebsgeſchwülſte verſchwanden, oder ſie wurden wenigſtens
ſiche Konkurrenz, von denen man ja in neueſter Zeit die weilen kann man über ſolche Schwarzſeher nur lächeln, zu= ſo klein, daß ſie der Operation zugänglich wurden. So iſt
lſeilung drei der ſchlimmſten Krankheiten erwartet, von mal es ſich doch nur um einen leicht erſetzbaren Geldverluſt die beſte Ausſicht vorhanden, daß auch die tiefliegenden
rilbs, Tuberkuloſe und Lupus.
handelt.
Krebſe der Speiſeröhre, des Magens oder des Darms ge=
Die Forſchung arbeitet augenblicklich faſt fieberhaft.
Es iſt klar, daß man beim Einkauf das Radium bevor= heilt werden können.
s herrſcht ein reger Austauſch der Meinungen und Er= zugt, und man das Meſothorium nur leihweiſe bezieht,
h ungen in den Fachkreiſen.
allerdings gegen ſehr hohe Leihgebühren. Zahlreiche
Dr. Oetker’s
Man berſuche: Als Nachtisch:
Auf der Rückſeite der Päckchen von Dr. Oetker’s Vanillin=Zucker
zu 10 Pfennig (3 Stück 25 Pfennig) finden Sie ein vorzügliches
Vanillin=Zucker
Rezept zu einer Vanille=Creme. Leicht herzuſtellen!
3 Stück 25 Pfg.
1 Päckchen 10 Pfg.
Zum Tee:
iſt das beſte und billigſte Gewürz für Kuchen, Puddings, Milch
Miſcht man ½ Päckchen Dr. Oetker’s Vanillin=Zucker mit 1kg
und Mehlſpeiſen, Kakao, Schlagſahne, Tee uſw. an Stelle der
feinem Zucker und gibt hiervon 1 bis 2 Teelöffel voll auf 1 Taſſe
teuren Banille=Schoten.
II,8553)
Tee, ſo erhält man ein aromatiſches, vollmundiges Getränk.
Tannen-Klötzchen
Kelf= und Penlions=Slail
per Zentner 1.40 Mk.
(B22855
liefert K. Stier, Schreinerei,
Inhaber:
(B23182
Orangerie=Allee 17.
26
Vn den Berghs
rriß Gross, Darmttadt
Zu verkaufen
1 eiſ. Bettſt. mit Strohſack, 1 Damen= Heidelbergerſtraße 26 . Fernſprecher 1315
mantel, 1 Damenrock und Jackett,
leverstolz
1 Mädchenkleid, Damenwäſche und
Touren=Reiten
Unterricht im Reiten
Handtaſche Lichtenbergſtraße 68.
(22905dfunter perſönlicher Leitung für einzeln u. in Geſellſchaft:: Gut
im Laden.
Herren (Militär u. Zivil) u. Dameneingerittene und ſcheufreie Pferde
— Gewiſſenhafte Ausbildung.ſtehen ſtets zur Verfügung.
Han wurſt ute
zueenessesesessssssssesseseasesesesssesbesssessesseesseesaeslssseseeenee
Eriindunden Ideen all.
12
— Branchen
1
ſucht ſtets erfahrener, aladem.
Unreiner Feink.
gebildeter Ing. Lehmann,
Mitesser, Pickel, Pusteln, Hautgries,
Wiesbaden 22. (IV,23167,47
Wimmerln usw. sind für sehr viele
4 (*180
Damen die Ursache großen Kummers.
Empfehle mit dk
Um einen rosigen, jugendfrischen
Teint und zarte, elegante Hände zu
im Aufarbeiten von Möbel,
erhalten, gibt es kein besseres Mittel
Schaukelpferden, Puppeuſtuben
als tägliches Waschen mit der
u. dergl. Ludwigshöhſtr. 55, III.
eu- und Anstricken von
22
Strümpfen ſowie Beinlängen
JoR-Seesend-Monheiniete.
auf der Maſchine bilig u. prompt
Die Frottage mit reinem Seesand wirkt
Beckerſtr. 3, I., rechts (*14033ds
die feinsfe
erfahrunggemäß belebend auf die
Haut-
garn. chic, bill., Alt.
verwen=
tätigkeit ein und regt die Blutzirkulation
hüte det: Samthüte, Pelzhüte
Margerine.
an. Fein gesiebter mit Mandelkleie
w. fein umgearb., Zutat. bill., Pelze
und den köstlchen Kof-Essenzen
ge=
w. z. mod. Muff. u. chie Touques angf.
mischter Seesand ist das vollen-
Ludwigspl. 8, Vordh. III. (22813a
detste Hautpflegemittel, das es gibt.
Preis der Dose 1 u. 2 Mark.
Verlangen Sie die Gratis-Broschüre Schöner
Sdnnahen-Kieider
Teint — Zarte Haut von den Kolberger
An=
werd. angef., ält. Sach. verarb.
stalten für Exterikuſtur, Ostosebad Kolberg.
Liebfrauenstr. 79, pt. (17091a
(23149
Saamarkzagsssteitissssauscesgeseasast
Nummer 267.
Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 6. November 1913.
Rheinstrasse6
SAoF
relephon173.
Zum 20. mal
Zum 20. mal
Lebendie tot
Großes Drama in 6 Akten. Nur heute und morgen noch. — Spieldauer über 2 Stunden. — Anfang 3 ½, 6 und abends 9 Uhr.
Ab Samstag:
Eine tolle Wette auf dem Imperator
Filmburleske in 3 Akten. — In der Hauptrolle Albert Bozenhardt, Centra Bré und Hofschauspieler Kreidemann
vom Hamburger Thalia-Theater.
(23204
Allgemeiner Hausbeſihzer=Verein
Für dieſe Woche
hd
empfehlen
Darmſtadt.
Ck SIIMME SEMEF HEANN
ff. Nordsee-Schellfische
Für
Einladung zur außerordentl. Mitgliederversammlung
ff. Nordsee-Cabliau
Donnerstag, 6. Nov., abends 8½ Uhr,
Ia Merlan
Grammophon
im „KAISERSAAL‟ (Grafenſtraße).
ff. grüne Heringe
N
Tagesordnung: Die Vereinigung mit dem Darmſtädter Hausbeſitzer=Verein.
fr. Knurrhähne
Sollte die erforderliche Zahl der Mitglieder nach Satz 25 der Satzung Beslizer!
f. Sechecht
nicht erſcheinen, ſo wird hiermit gleichzeitig eine weitere außerordentliche Mit=
Neueste
ſowie alle Sorten gliederverſammlung anberaumt auf den 6. November, abends 9 Uhr, im Kaiſerſaal.
ango
23158)
Der Vorstand: J. V. J. H. Möser.
Fluß= und Seeſiſche
Platten:
Auſtern
Mercedes, Tango Argentino von
Enrico Goncalez.
Caviar
1e
El Argentino, Tango von A.
Residenz Heater
Villoldo.
Hummer
am weissen Turm.
Canto . . . T Suspiro! Tan
Argentino von M. Sarrablſ
Ab Samstag:
(23145
Muſcheln
El Pinchazo Tango Argentinl
von Alfred Pickert.
Duginho! Berühmter brasilian
GEEMIIN
en
Tango von M. Sarrablo.
Gebrüder Nösinger
La Caprichosa, Tango Argell
nach dem gleichnamigen Roman von Emile Zola.
tino von A. G. Villoldo.
Hoflieferanten
El Esquinazo, célébre Tang
criollo von A. G. Villold
Grafenstrasse 19
El Argentino, Tango, dto.
Duginho! Berühmter brasilianf
Filiale: (23185
in wünſcht engliſch.
Tango von M. Sarrablo.
Engländerin Unterricht zu er=
Ludwigsplatz
teilen Wilhelminenplatz 10, I. (10998a Canto . . . T Suspiro! Tange
— Lebendfrisch
Argentino, dto.
Telephon 40.
La Caprichosa, Tango Argel
tino von A. G. Villoldo.
Kursus für freien Vortrag!
Schlalzimmer
Merlans ſenſter Bratſich 20₰
El Pinchazo, Tango Argent
Stärkung der Willenskraft
von Alfred Pickert.
hochf. pol., m. 3teil. Spiegelſchrank
m. Wäſcheeinrichtung, kompl. mit
und der Perſönlichkeit.
Seelachs
Ia Matratzen für 365 Mk. abzug.
22.
Ferner eich. Büfett, Vertiko, Bücher=
Die Folge hiervon iſt logiſch frei
ſchrank, Schreibt., Spiegelſchrank,
und überzeugend ſprechen zu können.
Kleiderſchr., pol. Waſchkom., Diwan
Jeder Beamte, Geſchäftsmann
Hochfeine Süßrahmbutter
mit Umbau, Chaiſelongue
Flur=
der vorwärts kommen will. wird I. Sage
Marke „Vauha‟
Pfund 1.50
garderobe Trumeauſpiegel,
Bett=
den Kurſus, welcher in den
Abend=
ſtellen, Matratzen, alles in nur
ſtunden ſtattfindet, mit Freuden! Georgenste
Feinſte Süßrahmbutter
Ia Ausführung mit Garantie g.
begrüßen.
loſe ausgewogen
Pſund 1.45
billig abzugeben
(*14132
Grösstes Lagerin
Eliſabethenſtraße 46.
Feinſte Süßrahm=Margarine
Dir. F. Baum
Grammophon-Apparaten
23191) beſter Erſatz für Butter.
. Pfund 0.86
und-Platten.
Wilhelminenſtraße 35
Damen
Eliſabethenſtr. 53
Ecke Hügelſtraße. (22425a — Telephon 2579
Mollerſtr. 17
mit Beziehungen zu ſtädtiſchen
Beſſungerſtr. 86
Geſellſchaftskreiſen oder Gutsbe=
V. Hovermont Lauteſchlägerſtr. 4
Meie geinte
ründl. Deutſch (f. Ausl.) u. franz
ſitzersfamilien belieben, unter Zu=
Kiesſtraße 34
GUntericht, Std. 1 Mk. Uleberw
Telephon 547 Gegr. 1847
ſicherung ſtrengſter Diskretion, gefl.
(Ecke Hochſtr.. d. Aufg. Nachhilfe u. Vorl. Geſang
Delikateß=Erbſen
Adreſſe anzugeben unter H 36
(
ſtd., à 1—2 M. Off. hauptpoſtl. A. (*
an die Expedition dieſes Blattes,
geſchält
zwecks Anbahnung paſſender Partie
ſucht engl. u. franz.
anfangs 50er Jahre
für hochgebildeten Herrn (Aka=
Herr Unterricht. Off. mit Pfund 28 Pfg.,
Witw., ſolider Arbeiter, in
demiker) aus ſehr guter Familie,
Pr. u. H 28 a. d. Exped. (*14069
Vertauſcht
5 Pfund 1.25 Mk.
dem es an ruhiger Gelegenheitſicherer Stellung, wünſcht ſich mit
zu geeigneter Wahl (zwiſchen 23älterem Mädchen, auch Witwe,wurde am Montag abend in Gründl. Klavierunterricht
bis 33 Jahren) fehlt.
(*14130 wieder z. verheiraten. ErnſtgemeinteArheilgen (Gaſthaus zum Löwen) bei mäßigem Honorar wird er=
Emannel Juld
Anfragen bittet man u. A. W. 100 ein neuer Gummimantel gegen teilt Waldſtr. 50, 1. Stock. (23067a
hauptpoſtlagernd.
(*14074 einen alten. Der Betreffende iſt
Kirchſtraße 1.
Mittagstisch
40 J. alt, geſchieden erkannt und wird gebeten,
den=
gügelkurſus. Damen können
Tel. 137. (23199
Privatier, wünſcht gebildeteſelben ſofort abzuliefern, widrigen=
Fleisch u. veg. Kost von
Stärken und Glanzbügeln er=
60 Pf. b. M. 1.— im Abons.Witwe od. geſchied. Frau zwecks falls Anzeige erfalgt.
(*14126dfslernen. Unterricht nur nachm.
Rchlungt
*14137) Luiſenſtr. 6, 2. Etage.
Darmſtadt, Müllerſtr. 15, I.
Heirat kennen zu lernen. Strengſte
Abendtisch
Verſchw. zugeſ. u. verl. Off. unt.
Soeben erſchienen: (guss=
(
M. U. T. postl. Bad Krenznach. (*13337md
Fleisch u. veget. Kost v.
Oerverlag Wiegandt & Grieben, Berlin Feinſtes Taſelobſt
10 Pfund
50 Pf. b. 70 Pf. im Abont.,
ſinden ſtreng
Stolze-
Mk. 1.80
Lehrbuch der
Ausschank des berühmten
diskr. liebevolle S
Gold=Parmänen
Schrey’scher
:: Wormser Weinmostes:
Aufnahme bei
Dippelshöfer
Senorahtl.
französischen Sprache
Paſtoren=Birnen 1. Sorte „ 2.—
Damen deutſcher Heb=
Kein Frinkzwang. (1I
Verein lvon Professeur J. Berryer. Paſtoren=Birnen2. Sotte „ 1.80
amme a. D.:
— Damenzimmer.
empfiehlt
kein Heimbericht, kein Vormund Le=
Unterricht, Spezielle Berückſichtigung der
Aus=
erforderlich, was überall unum=
Forthild. De.ſprache. Leichtfaßl. Lautmethode.
Reform-Restaurant
gänglich iſt.
Heinrich Müller
8
(VII, 16524
battenschr.Selbſtunterricht durch den Schlüſſel.
4 Alexandersträsse 4.
ta
Witwe L.. Janr, Nancy,
Uebung Freitage, abends 8½ Uhr Preis 2.50 Mark. Zu haben im Ecke Nied.-Ramst-- u. Hoffmannstrasse.
Telephon 1987. (*14128ds
(Frankreich), Paſteur 36. 1 Hessischer Hof, wilhelminenstr. 1, I. Sprachlehr=Inſtitut, Herderſtr. 3.
.F
2. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
N3 267.
Donnerstag, 6. November.
1913.
tungen konnte der Redner ziehen. Das Endergebnis der Rechtsauskunftsſtellenarbeit zu ergänzen. Reichliches
Ma=
vergleichenden Ausführungen blieb doch der große Vor= terial erbrachte auch dieſer Vortrag, der zu beſtimmten
Zahn-Creme
ſprung Deutſchlands auf dieſem Gebiete. Eine wertvolle Vorſchlägen für die Ausgeſtaltung der Rechtsfriedens=
Ergänzung erfuhr der Vortrag durch die Berichte, die die pflege durch die gemeinnützigen Rechtsauskunftsſtellen
anweſenden Vertreter ausländiſcher Rechtsberatungsein=führte. Die nachfolgende Ausſprache beleuchtete die ver=
2
Irichtungen über die gemeinnützige Rechtsauskunft ihres ſchiedenen Seiten des Problems klar und trug zur weite=
Landes erſtatteten. Der 75jährige ehrwürdige Deutſch=ren Klärung bei.
Amerikaner Dr. A. v. Brieſen gab ein feſſelndes Bild von
Mit dem Ausdruck lebhafteſter Befriedigung über den
Mundwasser
amerikaniſchen, Profeſſor Drucker aus Haag von hollän= ungemein erfreulichen Verlauf der Tagung konnte als=
I
e
diſchen, Obergerichtsanwalt Levinſen=Kopenhagen von dann der Vorſitzende, Oberbürgermeiſter Kaiſer=Neukölln,
den däniſchen, Rechtsanwalt Dr. Frey aus Wien von die Nürnberger Hauptverſammlung ſchließen. Die
Teil=
öſterreichiſchen und Stadtrat Dr. Hoffmann aus Winter= nehmer der Tagung blieben aber noch faſt vollzählig bei=
Die gemeinnützigen Rechts=thur von den ſchweizeriſchen Rechtsberatungseinrichtungen; ſammen zu der an die Hauptverſammlung ſich anſchließen=
und in demſelben Saal, in welchem kurz zuvor der Ver= den Verwaltungskonferenz, die dem Austauſch der
Erfah=
auskunftsſtellen.
band für internationale Verſtändigung getagt hatte, konnte rungen aus der Praxis und für die Praxis beſtimmt war
— Man ſchreibt uns: Die jüngſt in Nürnberg ſtatt= alsdann eine internationale Verſtändigung verwirklicht und ebenfalls außerordentlich anregend verlief. Mit
leb=
ſehabte Hauptverſammlung des Verbandes der gemein= werden, wie ſie für die Rechtspflege der beteiligten Län= hafter Genugtuung kann der Verband auf ſeine
diesjäh=
lüßzigen Rechtsauskunftsſtellen übertraf alle früheren der von größter Bedeutung zu werden verſpricht. Die auf rige Tagung zurückblicken. Hoffentlich dient auch ſie in
ſſagungen an Zahl der Vertreter, der vertretenen Re=der Hauptverſammlung vertretenen deutſchen und auslän= ſtarkem Maße der weiteren Förderung der
Rechtsaus=
ſtrungen und Behörden, aber auch an geiſtigem Gehalt. diſchen Rechtsauskunftsſtellen vereinigten ſich durch Be=kunftsſtellenbewegung.
ßtof. Dr. Rumpfs ausgezeichnetes Referat über die ſchluß zur Einrichtung einer internationalen
Vermitte=
emeinnützigen Rechtsauskunftsſtellen im Dienſte der lung von Rechtsauskunft und Rechtsſchutz und ſagten ſich
ſuedernen Rechtsentwickelung ſtellte die gemeinnützige gegenſeitige Hilfe in der Form der Auskunftserteilung
Sport, Spiel und Turnen.
ſlichtsauskunft und ihre Entwickelung in den breiten Rah= und, wenn möglich, auch der Rechtshilfe zu. Die
ein=
inin der deutſchen Rechtsentwickelung der letzten 100ſtimmig angenommene Entſchließung gibt eingehende
sr. Lawn=Tennis. Die Hallen=Lawn=Ten.
jehre. Im Gegenſatz zu der bis vor einem Menſchen= Regeln für die Abwickelung des Rechtshilfeverkehrs. Dernis=Weltmeiſterſchaftskämpfe in
Stock=
lier vorherrſchenden liberal=individualiſtiſchen Auffaſ= deutſche Verband wurde beauftragt, auch an die Aus=holm nahmen im Beiſein des Königs, des
Kronprin=
lung, die ein Bedürfnis nach gemeinnütziger Rechtsaus= kunftsſtellen der übrigen, auf der Tagung nicht vertrete= zen und des Prinzen Wilhelm von Schweden am
Diens=
lnft nicht kannte, verlangen die gänzlich veränderten nen ausländiſchen Staaten zwecks Anſchluß an dieſe Ver= tag ihren Fortgang. Im Herren=Einzelſpiel lieferten ſich
tiſch=ſozialen Anſchauungen der Gegenwart dringend einbarung heranzutreten. Mit Recht wurde dieſes Ab=der Franzoſe Germot und der Schwede Grönfors einen
ſach organiſierter Rechtsberatung und ihrer dauernden kommen auf der Tagung mit lebhafter und allſeitiger ſtundenlangen heißen Kampf, den der Franzoſe 3:6 633
1:6 633 6.2 zu ſeinen Gunſten entſchied. Der Kampf
Plege. Auf breiter hiſtoriſcher Grundlage wurden dieſe Freude begrüßt.
Der zweite Verhandlungstag brachte zwei Referate Decugis=Frankreich mit Setterwall=Schweden wurde bei
idankengänge im einzelnen durchgeführt, wurden die
Er=
heinungen und Tendenzen des modernen Rechtslebens über die Bedeutung der gemeinnützigen Rechtsauskunft für dem Stande 8:6 6:3 abgebrochen. Leichte Siege errang
ufgezeigt, die die gemeinnützige Rechtsauskunft neben den Rechtsfrieden. Der erſte Referent, Dr. Marr=Ham= Frau Fendick=Frankreich im Damen=Einzelſpiel über V.
ſer übrigen Einrichtungen der Rechtspflege unentbehrlich burg, ging aus von den geſchichtlichen Zuſammenhängen Bjurſtedd=Norwegen mit 622 6:0 und über die Schwedin
rſcheinen laſſen. Dr. Hüttners Korreferat ging von des Rechtsfriedensproblems auf deutſchem, Boden und von Cederſchiöld mit 6:0 62, die kampflos gegen die dort
plötz=
er praktiſchen Rechtsauskunftsſtellenarbeit aus und legtepſychologiſchen Beobachtungen der Rechtsauskunftsſtellen= lich erkrankte deutſche Meiſterſchaftsſpielerin Fräulein Rieck
ar, in wie wertvoller Weiſe ſie geſunde und moderne praxis — ergänzend wurden auch die entſprechenden Er= gewonnen hatte. Im gemiſchten Doppelſpiel verzeichnete
lſichtsentwickelung fördert. Sie ſucht Kenntnis und Ver=ſcheinungen des Auskandes herangezogen — und kam zu das engliſche Paar Miß Aitchiſon=Barnes ebenfalls zwei
ſindnis des Rechtes bei den minderbemittelten Volis=dem Ergebnis, daß das Rechtsfriedensproblem ſeinen Siege. Sie ſchlugen die Schweden Frl. Arnheim=Ahlen
niſen zu verbreiten; ſie bietet eine hervorragende Er=Schwerpunkt außerhalb der ofiziellen Juſtizpolitik hat. 846 63 und Frl Gederſchiöld=Kempe 62 62. Nach
inter=
erntnisquelle für die formellen und materiellen Mängel Die Hauptaufgabe der Rechtsfriedenspflege, die Vermin=eſſantem Kampfe unterlag das engliſch=ſchwediſche
Paar=
her Geſetze und ergibt dadurch reiches Material für Re= derung der ſtreiterzeugenden Faktoren, liegt außerhalb Barnes=Boſtrom im Herren=Doppelſpiel 3:6 4:6 3:6 gegen
vemen; ſie hebt das Vertrauen des Volkes zur Rechts=der Prozeßreform. Die Rechtsauskunftsſtelle leiſtet in die Schweden Setterwall=Kempe. Im ganzen beteiligten
ilege und dient dem Rechtsfrieden. So vertieft und er= dieſer Beziehung eine bedeutſame Arbeit, ſie bietet der ſich ſieben Länder mit 23 Spielern bezw. Spielerinnen an
ſcköpfend waren die Referate, daß ſie durch die Debatte Pflege des Rechtsfriedens ein ſpannungsloſes Milieu; den Weltmeiſterſchaftskämpfen.
fr wenige Ergänzungen von Belang finden konnten. ſie kann Funken erſticken, bevor ſie zünden. In der
recht=
lsdann legte Aſſeſſor Lenz, juriſtiſcher Hilfsarbeiter des zeitigen Entwaffnung offenſichtlich unbilliger und aus=
Frbandes, die Wege und Ziele der vom Verbande ge= ſichtsloſer Anſprüche, hauptſächlich aber in der vorbeugen=
Luftfahrt.
ſtindeten Zentralſtelle zur Bekämpfung der Schwindel=den, beim Abſchluß des Rechtsgeſchäftes beteiligten
Be=
sr. An der ruſſiſchen Grenze beſchoſſen wurde ein
jtmen dar. Er knüpfte an den von ihm erſtatteten aus= ratung liegen ihre wichtigſten friedenswahrenden Mittel.
ſezeichneten Druckbericht an. Seine Ausführungen wur= Erſt danach kommt die ſchlichtende Tätigkeit Die Vor=deutſcher Offiziersflieger vom 129. Inf.=Regt.,
ſen durch eine Ausſtellung unterſtützt, die ein reichhal= bedingungen für eine Wahrung des Rechtsfriedens wür= der der Poſener Fliegerſtation zugeteilt iſt. Er verirrte
ites Material über das Gebaren der Schwindelfirmen den aber gefährdet werden, wenn man nicht die richterliche ſich auf einem Fluge über die ruſiſche Grenze und wurde
hfwies. Am Schluſſe des erſten Verhandlungstages Tätigkeit ausſchalten, überhaupt jeder „Vergerichtlichung” dort durch ſcharfe Schüſſe der ruſſiſchen Grenzpoſten zur
bnach der Vorſitzende des Verbandes, Oberbürgermeiſter der Auskunftsſtelle widerſteht. Scharf wurden hier dieLandung gezwungen. Als dann der Fliegeroffizier in
kaiſer=Neukölln, über die gemeinnützige Rechtsaus=Grenzen der Rechtsauskunftsſtellentätigkeit gezogen, mit Begleitung eines ruſſiſchen Offiziers auf dem Luftwege
üinft des Auslandes. Bislang lag über ausländiſche einer Schärfe, die für die Klärung des Problems nur gut nach der nächſten Station fliegen wollte, wo eine weitere
kichtsberatung nur ein ſehr ſpärliches Material vor Es war, die aber vielleicht doch in der Praxis die eine oder Unterſuchung eingeleitet werden ſollte, wurde das
Flug=
vur daher geradezu eine Ueberraſchung, aus dem Vor=andere Milderung verträgt. Lebhafter Beifall dankte dem zeug durch widrige Winde wieder nach Deutſchland
ver=
ſrnge zu erſehen, wie auch in anderen Staaten das Be= Redner für ſeine geiſtvollen Ausführungen. Auch bei die= ſchlagen. Die Landung erfolgte in der Nähe von Gneſen.
bürfnis nach gemeinnütziger Rechtsberatung erkannt und ſem Thema fiel dem Korreferenten, Gewerberichter Dr. Nach einer anderen Landung ſoll der Flieger mit ſeinem
durchgeführt iſt. Zahlreiche intereſſante Parallelen zwi= Lieb=München, die Aufgabe zu, die grundſätzlichen Aus=ruſſiſchen Paſſagier nicht ſo ganz unfreiwillig nach
Deutſch=
ſſchen deutſchen und ausländiſchen Rechtsberatungseinrich= führungen des erſten Referenten auf Grund der praktiſchen land verſchlagen worden ſein.
Von heute ab ee
t 77
Künstl. Zahne von Mk. 1.50 an
Das wirklich feine, dezente Parfüm ist der natürliche Blumenduft,
ohne Extra-Berechnung der Platte.
Plombieren billig.
das heisst:
Zahnziehen in den meisten Fällen
schmerzlos.
(23203a
DRALLEs
Reparaturen gewissenhaft in einigen Stunden-
65
J. Joseph, Dentist Soderstr. 1.
ILLUsIoN
(III,23153
65
im
S
Leuchtturm
ee Sg
g8,
Blütentropfen ohne Alkohol.
1 38
Ein Atom genügt!
Maiglöckchen, Rose, Flieder
Helio-
ökz
ökz=
trop M. 3.— u. M. 6.—, Veilchen
ZZdee
M. 4.— u. M. 8.—.
45
Ei=
Neuheit:
Reseda M. 3.— u. M. 6.—.
S
3
In allen
Apotheken Drogerien, Friseur- und
e
Parfümerie-Geschäften.
.
Dralle Hamburg.
(ZZ Z.
S
ZZZ
Z
S
I.23151)
änlicherAusverkaufwenen Geschäfsaufgabe
Herren-Schirme Damen-Schirme
Kinder-Schirme Stock-Schirme
Sonnen-Schirme Spazierstöcke
:: Gelegenheit für Weihnachten. 3
Preise in meiner Auslage ersichtlich.
(23142dg
Wenn ich die Kochvorſchriften auf dem
Spezialgeschäft
Paket genau beachte, ſchmeckt mir der echte
WKeller. Elisabethenstr. 14.
Kathreiners Malzkaſſee ganz vorzüglich.
Klein. Piano, ſ. gut
Herrenrad mit Freilauf für
bilig zu
40 Mk. ſof. zu verk. (*141081 Altertum, erh., zu verk. Of. unt.
künder=Liegewagen verkaufen
Machen Sie einen Verſuch!
(*141041
Alexanderſtr. 25, 1. St. rechts. H 40 an die Exp.
*111110) Heidelbergerſtr. 102.
Nummer 267.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, din 6. November 1913.
Seite 22.
geſucht,
Laufmädchen vormittags
und nachmittags je 2 Stunden. Gesdent
*14138df) Gutenbergſtr. 21, I.
tagsüber mehrere tüchtige Monteure füh
Junges Mädchen geſucht.den Bau von Transformatorern
ſtationen und Ortsnetzen.
Blumenthalſtr. 107, Laden. (*14129df
Hessische Eisenbahn-Akt-
Suche e. perf. Herrſchaftsköch. z. Gesellschaft, Darmstadt,
1. Dezember, ein beſſeres Haus=Luiſenſtraße 22.
(23170di
mädchen, wegen Erkrankung, ſof.
ah
Gertrude Hartmgnn, gewerbsmäßige Schuhmachergeselle
Stellenvermittlerin, Nieder=
Ram=
ſofort geſucht. Karlſtroße 32.(*1411.
ſtädterſtraße 31.
(23211
Gärtner, 24 Jahre alt, ſucht
Be=
ſchäftig. gleich welcher Art. Zu erfu
Heidelbergerſtr. 21, Garth. (*1412ig
Mödene.
Suche einen jungen ſaubereg
Modelle für Kopf u. Akt. Junges Hausburſchen per ſofort. Näh
Mädchen von 15—18 Jahren, alte Pallgswieſenſtr. 23, part. (2319s
Männer u. Frauen geſucht. Zu
melden von 10—12 Uhr. (*14044md Zuverläſſiger Hausdiener, mög:
lichſt gelernter Schreiner, per ſofort
Professor Adolf Beyergeſucht. Meldung Freitag vormits
Saalbauſtr. 73, Gartengebäude. tag zwiſchen 10 u. 12 Uhr (*1412s
Betten=Spezial=Haus
M. Buchdahl, Markt 11.
Männlich
88.
Zuverläſiger, 4
u. mehr im Hauſe ordentlicher Hausburſche
in Millionen deufscher Küchen verwendet man heute die beliebfe
5—10 Mk. tägl. zu verd. Poſtk. (Radfahrer) für 15. November ges
Pflanzenbutter-MargarineCocosa.!
gen. B. Hinrichs, Hamburg 15. (23021a ſucht. Koſt und Logis im Hauſe=
Hofkonditorei Ott
Das isf der beste Beweis für ihre allgemeine Wertschätzung u. (Beliebtheit
Nebenerwerb ꝛc. Näh.
Oügelſtraße. (22188
Schriftl. durch Adreß=Verlag
Überall erhältlichk
Germania, Halenſee. (*13837id
F: Allein. Fabr.: Holl. Marg.-Werke Jurgens, 8 Prinzen K. m. b. H., Goch (Khld.)
Smoking-Anzug
Hauſierer
Eter
Gehrock-Anzug
(IV,23166,55 fzur Mitnahme eines pat. Bedarfs=
Vertreter: Carl Eisenhardt, Wendelstadtstrasse 1.
artikels geſucht. Hoher Verdienſt.
Zum 1. November
Miän t. 34
nhen
Offerten unter II 25 an die Ex= Paletot, Ueberzieher
ruchtiger Soureiner ein ordentliches und fleißiges pedition dieſes Blattes. (*14059dfg
Oähle
ſucht Aushilfe, arbeitet auch Privat.
Herren (*14075tadellos, für mittlere Figur, au
Dienstmädchen
Weiblich
verkaufen. (Händler verbeten.)
Alieſtraße 26½, part. (*14106ds
Perſette Weißzeugnäherin, im) Für kräftigen ſchulentl. Jungen geſucht. Näh. in der Erp. (223a.
Näheres Expedition. (*13882imf
aller Kreiſe, welche ſich eine
Ausbeſſern und Maſchinenſtopfen wird Beſchäft. geſ. gleich welch. Art.
Ein Mädchen,
Lebensſtellung
geübt, nimmt Kunden an. Zu erfr. Zu erfr. Sandſtr. 40, Vdh., I. (*13867
Intelligenter älterer Herr ſucht welches mehr auf gute Behand=ſchaffen wollen, werden von einer
Luiſenſtr. 34, II., b. Fr. Jäger. (*14087dsg
Stichereien
Friſeuſe nimmt noch einigeBeſchäftigung. Gefäll. Offerten lung als auf hohen Lohn ſieht,großen Verſ.=Akt.=Geſ. als Beamte
jeder Art werden ſachgemäß und
unter F. S. 7 poſtlagernd. (*14065 in einen kleineren Haushalt ge= (nicht für Büro)gegen hohes Gehalt, beſtens ausgeführt.
Kunden an
(22002a
ſucht. Demſelben iſt Gelegenheit Proviſionen u. Reiſeſpeſenlgeſucht.
(*14095ds)
Kiesſtraße 81.
geboten, ſich in allen Haushalts=
Frankfurter-
Tücht. Schneiderin empfiehltn
Nichtfachleute
E. Francke, strasse 46, II.
arbeiten auszubilden. (
Familien=
ſich in u. außer dem Hauſe. Näh.
anſchluß.) Offerten unter G 97 werden koſtenlos eingearbeitet und Hſchtung! Stühle w. a. beſt. Mat=
(*13965mds
Ruthsſtr. 19, I.
Walblich
an die Exped. d. Bl. (*13950md auch während dieſer Zeit bezablt. 2 dicht gefl., ſow. a. Korbrepargle=
Büglerin, durchaus perfeit,
Off. mit Lebenslauf u. HI 30
t per ſofort oder ab 15.
b. ſtets bill. Preiſe. Arbeit w. abgeh.
ſucht Kunden für halbe Tage.
Geſuchl kräftiges, reinliches an die Expedition ds. Bl. erbeten. Gg. Treusch, Eckhardtſtr. 33. (2294im
Auskunft wird erteilt in der Bügelei
Verküuferinnen Mädchen, das tüchtig die Haus= 1 jüngerer Schuhmacher geſucht.
Hoftalſtraße 8.
(*13922md
arbeit verrichtet. Kenntniſſe im Lauteſchlägerſtraße 16. (*14086df Einfache gebrauchte
Junge unabh. Frau ſ. Laufdienſt.
Kochen nicht erforderlich. (*14699dfs
zur Aushilfe
Schrank, Bett, Schreibt., Nachttiſch
B2dtmch) Magdalenenſtr. 11, Stb., I.
Vorzuſtellen: Viktoriaſtr. 50½, II. Schuljunge
Stühle, Sportwagen, auch einzel
für den Monat Dezember
Geübte Weißnäherin empfiehlt
Saubere Laufkrau ſofort
ge=
bill. abzug. (zwiſchen 11 u. 1 Uhl
zum Sachenaustragen geſucht
geſucht.
ſich im Neuanfertigen ſowie im
Aus=
ſucht.
(B23179 214117) Konfektion, Eichbergſtr. 25. *13397ff) Taunusſtr. 36, 2. St
beſſern von Wäſche aller Art.
Sandberaſtraße 66, 2. Stock.
Gebr. Rothschild
Schuchardſtr. 10, III., Stb. (*14111
Saub. gutempf. Frauod. Mädch.
Eriſtenl
Gut bürg. Köch. und ein tücht. Markt 2. (22913a) Markt 2. Mont., Mittw., Freit. u.Samstag v. Skllene Gelegenyen!
9—11 vm. geſ. Erbacherstr. 63, II. (*14071
Alleinmädch., in der bürgerl. Küche
und Hausarb. erf., auch Liebe zu
Für hieſige Stadt und Bezirk iſt das Alleinausnützungs
Von einem hieſigen
Frauod. Mädchen morg. auf2 St.
Kind. hat, ſucht Stell. zum 15. Nov.
geſucht. Riedeſelſtr. 21, III. (23140df einer hochfeinen, geſetzl. geſchützten Neuheit ſofort zu vergeben. Il
Gertrude Hartmann, gewerbs= -
Spezialgeſchaft
Ein Mädch., d. koch kann z. 2 Leut. licher Gewinn ca. 3—4000 Mk. bei ca. einmonatlicher Arbeitsä
mäßige Stellenvermittlerin,
Nieder=
geſ., ſehr g. Behandl., and. Mädchen Vornehme Tätigkeit. Kein gewöhnlicher Hauſierhandel oder deil
wird ein zuverläſſiges
Ramſtädterſtraße 31.
(23210
erh. a. g. Stellen. Fr. Zusauna Röge, Nur reelles Unternehmen. Beſte Referenzen. Für jeden Heil
gewerbsmäßige Stellenvermitterin paſſend. Keine Branchekenntniſſe erforderlich. Angebote von Hellil
Junge Frau ſucht halbe Tage
(*14092 welche bei Abſchluß über 3—5000 Mark bar verfügen, unter X. Schl
Waſchen u. Putzen, nimmt auch
Srautein Kiesſtraße 36, 1. Stock.
(I,2316i
Darmſtadt, hauptpoſtlagernd.
Strümpfe an zum Stricken. Frau
Reibold, Fahrmannstr. 7, Tdhs. II. (*14131 mit flotter Arbeitsweiſe für Kaſſe= Suche mehrere Haus=u. Alleinm.
führung, Kontorarbeiten und Ver=in Priv.=u. Geſchäftsh., hier u. ausw.
Vornehmes
kauf geſucht. Offerten mit An= u. Mädch. tagsüb. Johannette
Weiss=
gabe des Alters, der Gehaltsan=mantel, gewerbsmäßige
Stellenver=
hochrentables Unternehmen,
Frauieitſprüche und der bisherigen Lauf=mittlerin, Karlſtr.30, Tel. 1909.(*14114
welches in den letzten 3 Monaten für über 100 deutſche
Geſucht für ſofort beſſeres
bahn ſind unter II 2 bei der Er=
Städte vergeben wurde, ſoll für Darmstadt evtl.
25 Jahre, aus guter Familie,pedition einzureichen. (23081mdf
größeren Bezirk vergeben werden. Das Unternehmen
Sosessessseossssegsse
Hausmädchen
eignet ſich ſowohl für beſtehende Firma als auch
ſucht
per 15. November, event.
für einzelnen zielbewußten Herrn
das nähen und bügeln kann. —
Juche ſofort, eine tüchtige,
ſofort als Empfangsdame bei
Näheres zu erfragen in der Ex=
Arzt, photographiſchem Atelierbranchekundige,
zur Selbſtändigmachung.
Verkäuferin pedition ds. Blattes.
(23209df
ſelbſtändige
oder ähnlichem Geſchäft bei be=
Erforderl. Kapital bis 1000 Mark. Bewerber wollen
Waſchfrau geſucht. Fuchsſtr.
für mein Glas=, Porzellan=,
Haus=
ſcheidenen Anſprüchen
ſich mit unſerem Vertreter in Verbindung ſetzen; der=
(*14135
u. Küchen=Geräte=Geſchäft in Nr. 16, parterre.
ſelbe weilt am Mittwoch, den 5. d. M. im Hotel
einer Kreisſtadt a. d. Bergſtr. — Suche: Köchinnen, Hausmädch.,
Stellung.
Britannia, Darmstadt.
Offerten nebſt Zeugn. u. Photo=Kinderfrl., Alleinmädch. in Priv.”
Würde auch in Filiale von
(I,2299
Anmeldungen durch Portier erbeten.
graphie unter H 34 an die Ex=u. Geſchäftsh. für ſof. und ſpäter.
Konfiturengeſchäft, chemiſche
pedition ds. Blattes. (23180dg Frau Minna Dingeldein, gewerbs=
Chafalla=Induſtrie, G. m. b. H., Caſſel.
Wäſcherei ꝛc. gehen.
(*14147
Gefl. Off. unt. H 45 an die ſſtogsetegsgeosodeoee mäßige Stellenvermittlerin,
Eliſa=
bethenſtr. 5, Tel. 531.
(*14145
Expd. d. Bl.
ermnnrnnnntehgerenernnen
fürunſere Handſchuhabteilung
Saub. Frau ſicht Lauiſd. vorm.
eine jüngere
*14124) Wienersſtr. 62, Hth.
Gehe halbe Tage Waſch. u. Putz.
Betten=Spezialgeschd
Frau Schemel, Mühlstr. 23, Hth. (*14143
Verkädcri,
2.
Männlich
die ſchon in Spezial=Geſchäften
Prämiiert 70)
(23162
tätig geweſen.
Schürmann & Co., Darmstadt.
I Konlen!
Darmstadt
een ene
Tüchtiger rout. Kaufmann (Chriſt)
.,
mit feinſten Referenzen, aus ange=
Oa
1876
ſehener Familie, mit großem Stadt=4
Bekanntenkreis ſucht
Vertrauens=
mit der
ſtellung u. Beteiligung. Gefl. Tläutenl
Anfragen unter II 38 an die Ex=
Preis-
pedition dieſes Blattes. (*14101für leichtere Kontorarbeiten per
T
(23155
Ein in Stenographie u. Maſchinen=ſofort geſucht.
A. Rosenthal & Co.,
ſchreiben bew. jg. Mann m. hübſcher
— medaille.
Handſchriſt ſucht Stellung. Off. Strohhutfabrik, Rheinſtraße 20
unt. H 42 an die Exped. (*14122
Wir empfehlen unser Lager in:
Sem
Durchaus zuverläſſiger
Bettstellen in Holz und Eisen, Patent-Spiralmatratzen,
Verkäuferin
Rosshaar-, Woll- und Seegrasmatratzen,
älterer Kaufmann
ſucht ſtundenweiſe Beſchäftigung branchekundig, geſucht (23208dso
Deckbetten, Kissen etc. etc.
H. Nau & Sohn
in Korreſpondenz, Buchführung,
Schuſtergaſſe 16.
Wir sind in der Fertigstellung sämtlicher Matratzen und Bettbezüge deshalb ganz
Anfertigung von Geſuchen uſw. bei
besonders leistungsfähig, da wir mit der Bettwarenbranche auch wirklich vertraut
billigſter Berechnung. Offert. unt.
(108a
und jedem Wunsche Rechnung zu tragen imstande sind.
A 36 an die Expedition. (21071a
Kaffeebeleserin
Erſtkl. Rockarbeiter, welcher über
tadell. Schnitt verfügt, ſucht Stellg.geſucht. Rheinſtr. 26, Barean. (*14077
Ordentliche Lauffraufſtr 1 Stde. ASchnagel& weer
als II. Zuſchneid. od. als alleinig.
Zuſchneid. in klein. Geſchäft. Off. (vormittags und zeitweiſe
nachmit=
unt. E§ 25 an die Exbed. (*13768odtags geſucht. Näh. Hochſtr. 47, I., Hoflieferanten Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs — Marktplatz Nr. 4.
Unabhäng. Mann übernimmt vorm. von 10 Uhr.
(*14096
Hausverwaltungen u. dergl. Off. Jg., ſaub. Mädchen tagsüber
Eingang durch den Torweg.
unter F 17 an die Exp. (*13161mdg geſucht Lauteſchlägerſtr. 48. (*14081
Pad
Ru
u5
(.