Darmstädter Tagblatt 1913


04. November 1913

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Inſerate
176. Jahrgang

monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
werden
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 265.
Dienstag, den 4. November.
1913.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Leuchtfeuerverſuche, die jüngſt in Johannistal ſtattgefun= tenmonopol, Alkoholmonopol und Petroleummonopol.
den haben, wird berichtet: Bei klarem Wetter erfüllten alle! Deutſchland hat das größte Intereſſe, auf unſere Vor=
ſchläge
einzugehen. Mit den deutſchen Finanzleuten werde
Feuer, ſoweit bekannt, die an ſie geſtellten Anforderungen. ich verhandeln, um verſchiedene Fragen über die klein=
Das Wichtigſte vom Tage.
Bei dunſtigem Wetter zeigte es ſich aber, daß nur ſehr aſiatiſchen Eiſenbahnen zu löſen. Es handelt ſich vor al=
lichtſtarke
Feuer auf nennenswerte Entfernungen ſichtbar len Dingen darum, ſich über die Bürgſchaften und die Bau=
biſtern
hielt das Herzogspaar von Braun= waren. So iſt zum Beiſpiel wiederholt feſtgeſtellt wor= friſten zu einigen. Der Verluſt Mazedoniens verlangt ge=
chweig
ſeinen Einzug in Braunſchweig.
wiſſe Aenderungen des Uebereinkommens, das ſich auf die
*
den, daß Lichtſtärken bis etwa 30000 Kerzen die Dunſt= Bürgſchaften bezieht. Die Eiſenbahnlinien, über die Ver=
ſchicht
auf 15 Kilometer nicht durchſchlagen konnten. Hierbei! handlungen gepflogen werden ſollen, ſind: 1. Die Haupt=
fürſt
zu Wied hat die Kandidatur für den Thron
Albaniens angenommen. Italien, Oeſterreich=Ungarn iſt jedoch zu berückſichtigen, daß die Augenhöhe der Beob= linie von Aleppo nach Bagdad; 2. die Zweiglinie nach
und Deutſchland ſind dafür, die Zuſtimmung Frank=achter nur etwa 100 Meter betrug und daß die über Ber= Diarbekr; 3. die Linie Ceſareg-Siwas. Außerdem kom=
Leichs, Englands und Rußlands wird erwartet.
lin liegende Dunſtſchicht meiſtens ſehr wenig lichtdurch= men noch die Eiſenbahnlinien in Anatolien in Betracht.
Zwiſchen deutſchen und franzöſiſchen Finanzleuten iſt im
*
läſſig iſt.
vorigen Monat ein Abkommen unterzeichnet worden über
dier frühere Miniſterpräſident von Ser=
die
Linie Siwas-Samſun. Wir ſind über dieſe Ver=
dien
und Vorſitzende des Staatsrates, General
handlungen auf dem Laufenden gehalten worden. Wir
Gruitſch, iſt geſtern geſtorben.
werden unſere Zuſtimmung zu dem Abkommen erteilen.
Badiſche Landtagswahl und
*
Ich bin im übrigen ſehr zuverſichtlich und glaube, daß wir
bald zu einer Verſtändigung kommen werden. Schließlich
Bukareſt iſt geſtern ein Brand in dem Pe=
Sozialdemokratie.
dementiert Dſchawid Bei noch alle Gerüchte über die Be=
roleumbezirk
von Moreni ausgebrochen.
** Die reviſioniſtiſche Mannheimer Volksſtimme iſt ſitzergreifung Oeſterreichs in der Gegend von Merſina.
Das Feuer griff ſehr ſchnell um ſich und entzündete raſch
Ueber die griechiſch=türkiſchen Verhandlungen erklärte der
Lacheinander 16 Petroleum=Bohrlöcher, dar= bemüht, dem Geſamtergebnis der badiſchen Landtags=
Miniſter: Wir ſind bereits über die Eingeborenenfrage,
unter die große Columbiaquelle, die eine durchſchnitt= wahlen trotz des ſtarken Mandats= und Stimmenverluſtes, die in unſeren Augen das Wichtigſte darſtellt, übereinge=
ſiche
Produktion von 50 Waggons täglich hat. Das ganze den die Sozialdemokratie erlitten hat, die günſtigſten Sei= kommen. Die Wakuffrage wird ebenfalls bald geregelt
Tal, wo die Quellen liegen, bildet ein einziges Flam=
ten
abzugewinnen. Wenn das Mannheimer Sozialiſten= ſein. Ich hoffe daher, daß der Frieden in 14 Tagen, höch=
menmeer
.
*
blatt dabei zunächſt hervorhebt, daß die Zweite Kammer ſtens 3 Wochen unterzeichnet ſein wirs:
Die Reichsrüſtungskommiſſion. Die
hn dem toskaniſchen Städtchen Pratoſtürzte bei einer keine ſchwarzblaue Mehrheit aufweiſe, ſo iſt dies zu=
Feſtvorſtellung in der Philharmonie die Decke ein. treffend, obgleich die Mehrheit der übrigen Parteien be= Kommiſſion, die in dieſem Monat, etwa zehn Tage vor
Es ſind 100 Perſonen verketzt worden.
kanntlich nur aus einer einzigen Stimme beſteht. Die der Wiedereröffnung der Reichstagsſitzungen, zuſammen=
Volksſtimme beſchränkt ſich jedoch nicht auf die Hervor= tritt, um über die Rüſtungslieferungen an das Reich ihr
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
hebung des erwähnten Umſtandes, ſondern möchte auch Votum abzugeben, will ſich, wie aus Abgeordnetenkreiſen
den Eindruck erwecken, als ob das Wahlergebnis an der verlautet, keineswegs nur mit der Prüfung und Beratung
leuchffeuer für die Lufffahrt, ausſchlaggebenden Stellung der ſozialdemokratiſchen des vom Reichsamt des Innern vorzulegenden Pro=
Fraktion nichts geändert habe. Hierüber ſchreibt nämlich gramms begnügen. Verſchiedene von ihren Parteien für
Man ſchreibt uns: Deutſchland ſchickt ſich an, ein
dieſe Kommiſſion beſtimmte einflußreiche Parlamentarier
das reviſioniſtiſche Organ:
tcheitliches Leuchtfeuerſyſtem für Luftfahrtzwecke ein=
Die ſozialdemokratiſche Fraktion wird im kommen= wünſchen die Gelegenheit zu einer Reihe von Anfragen
fthren: die Heeresverwaltung will alle Luftſchiffhallen den Landtag nur noch 13 anſtatt bisher 20 (1905: 12) und Anregungen für die Militär= und Marineverwal=
In. Flugplätze mit Leuchtfeuern verſehen, und die Be= Köpfe ſtark ſein. Das wird ſie jedoch nicht daran hindern. tung zu benutzen. Sie halten zu dieſem Zweck
ſuerung der ſubventionierten Luftſchiffhallen und pri= auch künftighin eine ausſchlaggebende Stellung zwiſchen umfangreiches Material bereit, das ihren Fraktionen von
ſanen Flugplätze iſt ebenfalls eingeleitet. Im ganzen kom= Links und Rechts einzunehmen, da keine der beiden bür= privater Seite eingeſandt worden iſt und ſowohl Bean=
gerlichen
Parteigruppen ohne ſie eine Mehrheit bilden
ſtern über 100 Luftſchiffhallen, Flugplätze und Fliegerſtütz= kann. Der ſtarke Einfluß unſerer parlamentariſchen Ver=ſtandungen einzelner Lieferungen ſelbſt, wie beſonders
lunkte in Betracht. Es iſt deshalb zeitgemäß daß die tretung wird in Baden damit auch für die Zukunft ge= auch Klagen über das dabei beteiligte untere ſtaatliche
Naarine=Rundſchau in ihrem Novemberheft Zweck und ſichert ſein.
Aufſichtsperſonal betrifft. Nach gutem Brauch ſoll das
tutzen der Leuchtfeuer in eingehender Unterſuchung er=
Zur Berichtigung dieſer Anſicht kann auf den Vor= Material einige Zeit vor Eintritt in die Beratungen, die
rtert. Ihr weſentlicher Gedankengang iſt kurz zuſammen= wärts verwieſen werden, der in ſeiner Beurteilung des im Saale der Budgetkommiſſion im Reichstagsgebäude
eſaßt der nachſtehende:
badiſchen Wahlergebniſſes folgendes ausführt:
ſtattfinden, dem Kriegsminiſterium, dem Reichsmarineamt
In Uebereinſtimmung mit den verwandten Küſten=
Unter den 20 Nationalliberalen ſind jedoch 3 Abge= und dem Reichskolonialamt überreicht werden, damit die
uern haben die Leuchtfeuer den dreifachen Zweck, die ordnete, die ſich als Geaner des Großblocks bekannt und einſchlägigen Stellen zur ſchnellen und wohlinformierten
daher die Unterſtützung des Zentrums gefunden haben.
r fahrt eines Ortes zu erleichtern, die Auffindung Es iſt daher anzunehmen, daß dieſe drei in wichtigen Fra=Beſcheiderteilung ſich bereit halten können. Zweifellos
ſion. Luftſchiffhäfen und Flugplätzen zu ermöglichen, gen mit dem Rechtsblock ſtimmen werden. Schon allein wird die Rüſtungslieferungskommiſſion ſehr erhebliche
ſe fahren (Berge, Türme uſw.) vermeiden zu helfen. die Tatſache, daß die Nationalliberalen Großblockgegner Nachklänge im Plenum des Parlaments haben. Ihr Er=
ſſie
Erfüllung dieſer Aufgaben erfordert ein möglichſt ſtar= in ihrer Mitte haben, wird ſie in Zukunft noch mehr als gebnis wird ſich vorausſichtlich zu Anträgen verſchiedener
bisher Rückſicht auf die Wünſche des Rechtsblocks nehmen
s Licht in horizontaler Richtung und ein kräftiges Licht laſſen.
Parteien zum Heeres= und Flottenetat verdichten.
ſſich allen Richtungen des oberen Himmelsgewölbes, da=
Bundesrat und Jeſuitenfrage. Wie
In dieſer Auslaſſung des ſozialdemokratiſchen Zen=
it
der Nebel möglichſt weit durchgeſchlagen werden kann. tralorgans wird den Tatſachen entſprechend anerkannt, daß man aus Bundesratskreiſen ſchreibt, iſt mit Sicherheit zu
leitender Grundſatz muß, wie bei den Küſtenfeuern, ſein, es in der neugewählten Zweiten Kammer Badens die erwarten, daß während der nächſten Reichstagstagung die
lat die Leuchtfeuer nur für ihren eigentlichen Zweck und drei nationalliberalen Großblockgegner ſind, die das Frage der Aufhebung des Jeſuitengeſetzes von neuem im
lcht etwa zur Signalgebung verwandt werden. Ein Be= Zünglein an der Wage bilden. Sie haben es in der Hand, Parlament angeſchnitten werden wird. Da der Bundes=
ſſürfnis
zur Signalabgabe kann nur im Kriegsfalle für zuſammen mit den nichtliberalen bürgerlichen Parteien rat zu allen ihm übermittelten Beſchlüſſen des Reichstags
ſtagbare Apparate anerkannt werden. Die Vorteile einer eine Mehrheit hinzuſtellen; die ausſchlaggebende Stel= Stellung zu nehmen hat, ſo iſt auch über den im vorigen
uich ſolchen Geſichtspunkten durchgeführten Befeuerung lung, die die Mannheimer Volksſtimme für die ſozial= Jahre angenommenen Antrag auf Aufhebung des Jeſui=
nd
folgende: Die Luftfahrer können ſchnell und ſicher ihr demokratiſche Fraktion in Anſpruch nimmt, beſteht nicht, tengeſetzes von ihm Beſchluß zu faſſen. Der Antrag iſt
iell erreichen. Dies aber bedeutet mittelbare Erſparniſſe, auch wenn die Mannheimer Volksſtimme das Gegenteil denn auch bereits vor längerer Zeit den Bundesratsaus=
ſeill
überflüſſiges Suchen vermieden und Materialſchaden verſichert. Uebrigens geſteht der Vorwärts die Größe der ſchüſſen zugewieſen, die ſich aber mit der Frage bisher
Unggeſchränkt wird. Außerdem vermindert die Befeuerung, Schlappe, die ſeine Partei erlitten hat, unumwunden ein: noch nicht befaßt haben. Das Plenum des Bundesrats,
ſegan gewiſſen Teilen der Landesgrenze nicht fehlen darf, Er ſchreibt:
das mit Arbeiten außerordentlich überlaſtet iſt, hat dem=
e
Gefahr unbeabſichtigten Ueberfliegens der Grenze.
An unſeren Genoſſen wird es nun liegen, die gemäß eine Stellungnahme zu dem Antrage noch nicht ge=
om
beſonderer Wichtigkeit aber ſind die Leuchtfeuer des= Schlappe, die wir in dieſem Wahlkampf zweifellos er= nommen, und es iſt fraglich, ob dies auch in nächſter Zeit
ſſalls, weil ſie die geeignete Vorbereitung auf den Kriegs= litten haben, durch eine prinzipielle, intenſive Agitation geſchehen kann. Zu erwarten iſt, daß nach der bisherigen
wieder wett zu machen. Daß wir 11500 Stimmen und
l weſentlich erleichtern. Da die Luftſchiffe ſich in erſter ſieben Mandate einbüßten, iſt eine ſo betrübende Tatſache, Stellungnahme der Mehrheit der Bundesſtaaten mit einer
llüinne an Nachtfahrten zu gewöhnen haben, ſind hierfür daß wir allen Grund haben, den Urſachen dieſer Erſchei= Aufhebung des Geſetzes zurzeit jedenfalls nicht zu rechnen
ſelochtfeuer zur ſicheren Orientierung notwendig. Die nung nachzuforſchen und energiſch Abhilfe zu ſchaffen. Mit iſt, ſo daß eine Aenderung des bisherigen Standpunktes
lläßigkeit der Luftſchiffe im Kriegsfalle gilt der ſtrategi= der Behauptung, der Aufſchwung vom Jahre 1909 ſei ein nicht in Frage ſteht.
unnatürlich hoher geweſen, ſo daß mit einem Rückgang
Die Einbringung des Reichstheater=
hen
Aufklärung, häufig im Feindeslande; deshalb ſind gerechnet werden mußte, iſt unſer Stimmenrückgang nicht
ſirkſame Leuchtfeuer an der Landesgrenze äußerſt wert= erklärt. Der hier angeführte Grund verliert ſeine Be=geſetzes in den Bundesrat dürfte nach Weihnachten zu
bl, weil ſie den Luftſchiffern Ausgangs= und Anhalts=rechtigung, wenn man ſich vergegenwärtigt, daß wir auch erwarten ſein. Die Beſtimmungen des Entwurfs ſind
unkkte angeben, ſowie eine ſchnellere und ſichere Rückkehr in ſolchen Kreiſen Stimmen einbüßten, wo weder Zen= ſämtlich fertiggeſtellt, und zurzeit iſt man mit der Aus=
trum
noch Konſervative einen nennenswerten Anhang
arbeitung der Begründung beſchäftigt. Es iſt anzuneh=
leichtern
. Auch die Flieger haben Leuchtfeuer nötig, weil haben
men, daß die Beratungen im Bundesrat, da es ſich um
ſſehr häufig bei Nacht landen und aufſteigen müſſen,
eine einſchneidende und wichtige Materie handelt, ſich
n für den Krieg an Nachtflüge gewöhnt zu ſein. Im
längere Zeit hinziehen werden, ſo daß eine Vorlegung
Deutſches Reich.
eelde wird ſich das Bedürfnis nach tragbaren Leucht=
Dſchawid Bei über ſeine Berliner des Entwurfs vorausſichtlich erſt im vorgerückten Stadium
juern nicht von der Hand weiſen laſſen, da es nötig iſt,
fünſſtige Landungsplätze in der Nähe der Stäbe, wohin Verhandlungen. Der Berliner Berichterſtatter des der Reichstagstagung ſtattfinden könnte. Ob man ſich
ſſe FFliegermeldungen gebracht werden ſollen, kenntlich zu Temps hatte eine längere Unterredung mit Dſchawid Bei aber zur Einbringung einer ſo wichtigen Vorlage gegen
über ſeine Aufgaben in Berlin. Dſchawid Bei erklärte Ende der Seſſion entſchließen wird, kann nach den bis=
ſachen
.
herigen Gepflogenheiten der Reichsregierung bezweifelt
Von den bereits vorhandenen Leuchtfeuerapparaten unter anderem:
Ich werde hier Beſprechungen mit den Vertretern der werden. Im übrigen werden bekanntlich die einſchlägigen
ſerden in der Marine=Rundſchau zwei verſchiedene Typen,
nid zwar ein Apparat der Berlin=Anhalter Maſchinenbau= deutſchen Regierung haben über verſchiedene Fragen, die Verhältniſſe öffentlichrechtlicher und privatrechtlicher Natur
bereits in Paris angeſchnitten worden ſind. Es handelt
kktigengeſellſchaft, ſowie ein Pintſch=Feuer neuerer Kon= ſich um 1. die Zollerhöhung um 4. v. H., 2. die fünf Mono=geregelt. Eine beſonders wichtige Frage privatrechtlicher
kurtion, eingehend dargeſtellt. Ueber die Ergebniſſe der pole: Spielkartenmonopol, Streichholzmonopol, Zigaret= Natur, die eine Regelung erfahren ſoll, betrifft den An=

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Numufr 264.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 4. November 1913.
ſtelungsvertrag, über deſen Geſtalung gleichſalle eine
Bunderichter übergeben worden ſind, der eitilt
Reue Beſeſtigungswerte. Dem Greiſor
ſuchung gegen ſie eingeleitet hat. Einer weiteren Meldun
Reihe von Sachverſtändigen gehört wurden, wobei die zufolge hat der franzöſiſche Generalſtab ſeit etwa Jahres=
Beſtimmungen des Bürgerlichen Geſetzbuches über den friſt an der franzöſiſch=italieniſchen Alpengrenze eine aus Veracruz zufolge hat die Nationalbank der mexikam,
Dienſtvertrag im weſentlichen als Grundlage gedient Reihe neuer Befeſtigungswerke ausführen laſſen, welche ſchen Verwaltung für den Augenblick aus ihren Schwier
haben. Beim Anſtellungsvertrage dürfte die Gehalts= die Verteidigung dieſer Grenze erleichtern und es ermög= keiten geholfen und ihr genügend Geld vorgeſtreckt, U
frage, die nach den Wünſchen einzelner Kreiſe im Theater=lichen ſollen, einen Teil der Truppen von dort nach der alle Angeſtellten der Regierung zu bezahlen.
geſetz eine Regelung erfahren ſollte, nicht berührt werden. Oſtgrenze zu verlegen. Weitere große Befeſtigungsarbeiten
Man ſteht nach wie vor auf dem Standpunkt, daß der freie ſollen in der nächſten Zeit in Angriff genommen werden,
Arbeitsvertrag nicht durch Beſtimmungen über Gehalt und um insbeſondere das Gebiet des kleinen St. Bernhard und
* Eine Rieſenbrücke nach Rügen. Eige
Lohn beeinträchtigt werden darf.
die Gegend von Modane in einen den modernen Be= Rieſenbrücke nach Rügen plant die Eiſenbahnverwaltum
Keine Steuer auf Zündholzerſatz=feſtigungen entſprechenden Verteidigungszuſtand zu ſetzen. nach den neueſten Entſchließungen. Während bisher B
Eiſenbahnverwaltung die Strelaſundbrücke von Stralſun
mittel. In der Preſſe wurde gemeldet, das Reichsſchatz=
nach
Altefähr nur als Eiſenbahnbrücke ſich gedacht hatzt,
Englard.
amt plane eine Beſteuerung der Taſchenfeuerzeuge. An
will ſie jetzt das Brückenproiekt bedeutend erweitern unſ
Die Beteiligung an der Panama=Aus= gleichzeitig eine Brücke für Fußgänger, Automobile um
zuſtändiger Stelle verlautet, daß eine ſolche Abſicht zunächſt
nicht beſteht, ein Entwurf auch nicht vorbereitet iſt. Dieſtellung. Die engliſche Geſchäftswelt iſt mit dem Ent= Fuhrwerke erbauen, wenn ſich die Provinz Pommern. de
Steuer dürfte auch nur geringe Erträge abwerfen. In ſchluß der engliſchen Regierung, ſich an der Panama= Stadt Stralſund und die Kreiſe Rügen und Franzbu=
Frage kommen könnte nur eine Stückbeſteuerung, nicht eine Ausſtellung in San Franzisko nicht zu beteiligen, ſehr un= an den Baukoſten beteiligen. Die Vorarbeiten haben
geben, daß dieſe Rieſenbrücke mit einem Hauptſtützpun
Beſteuerung nach der Zahl der Zündungen, wie gemeldet zufrieden. Ein nationales Komitee, dem Geſchäftsleute auf Dönholm techniſch durchführbar iſt. Die gedachte Brügk
worden war. Bei der erwähnten Meldung ſcheint der und Großfirmen angehören, hat ſich gebildet. Man will würde etwa 3½ Kilometer lang ſein, alſo größer alsd
Wunſch der Zündholzfabriken Vater des Gedankens ge= die Regierung erſuchen, ihren Entſchluß noch einmal in längſten Brücken der Welt.
weſen zu ſein. Die neue Steuer würde zudem nichts wei= Erwägung zu ziehen, da ſich die Verhältniſſe ſeit ihrer
erſten Entſcheidung bedeutend geändert hätten und da durch
ter als eine Belaſtung der Raucher ſein, da Taſchenfeuer=
Stadt und Land.
zeuge ſonſt kaum für andere Zwecke in Benutzung ſind. die Eröffnung des Panamakanals der Exporthandel von
Darmſtadt, 4. November.
Der Deutſche Handelstag hatte für die Ar= der Pacificküſte Amerikas nach England bedeutend erhöht
* Vom Hofe. Die Großherzoglichen Hers
werden würde
beiten zur Schaffung einer deutſchen Eiſenbahngemein=
ſchaften
und Prinz Heinrich von Preuße
Rumänien.
ſchaft eine beſondere Kommiſſion eingeſetzt und unter der
folgten am Samstag abend 8 Uhr mit Gefolge eins
Leitung der Handelskammer zu Mannheim ein beſonderes
Das Programm der liberalen Partei. Einladung des Prinzen und der Prinzeſſi
Bureau gebildet, das die Vorarbeiten für die Verwirk= Am Sonntag nachmittag wurde der Kongreß der liberalen Franz Joſeph von Battenberg zum Aben
eſſen und kehrten hierauf nach Jagdſchloß Wolfsgarig
lichung dieſes notwendigen Werkes leiſten ſoll. Die Kom= Partei abgehalten, an dem Abordnungen aus allen Teilen
zurück.
miſſion wird nunmehr am 13. November zum zweitenmal des Landes teilnahmen. Es wurde eine Reſolution an=
Se. Königl. Hoheit der Großherzog empfingen
in Berlin zuſammentreten, um zunächſt eine allgemeine genommen, in der folgende Programmpunkte feſtgeſtellt am 18. Oktober ds. Js. in Leipzig den Präſidentende
Ueberſicht über die bisherige Tätigkeit des Bureaus ent= wurden: Fortſetzung der Agrarreform von 1907 mit dem Heſſiſchen Hilfsvereins, Reichsgerichtsrat Dr. Schmid=
ſowie
die Vorſtandsmitglieder dieſes Vereins Heinriel
gegenzunehmen und die Vorſchläge über die künftige Rechte für den Staat, unter gewiſſen Umſtänden eine Ent=
Wagner, Heinrich Schneider und E. Aſtor, ferls
Tätigkeit und die weitere Geſtaltung des Arbeitsplanes eignung des Grundbeſitzes vorzunehmen; Aufhebung des den Reichsgerichtsrat Dr. Buff. (Darmſt. Ztg.)
vorzuberaten. Im einzelnen ſoll dabei verhandelt werden bisherigen Wahlklaſſenſyſtems mit Zuerkennung des direk=
*. Empfänge. Se. Königl. Hoheit der Groß
über die Umleitungen im Güterverkehr, über falſche An=ten Wahlrechts an alle des Leſens und Schreibens kundi=herzog empfingen am Samstag, den Generalma
wendung von Gütertarifen und die gegenwärtige Hand= gen Bürger und des indirekten Wahlrechts an die Unkun= à la suite der Kavallerie Frhrn. v. Heyl, den Ober
leutnant Zierold, Kommandeur des Leib=Dragonen
habung der Nachprüfung der Frachtbriefe. Weiter ſtehen digen und Vertretung der Minoritäten. Der Kongreß Regiments (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24, den Oberſtleutna
u. a. die Reform des Expreßgutverkehrs zur Erörterung verlangt für die Durchführung der Reform in dringlicher Doerr beim Stabe des Leibgarde=Infanterie=Regimen=
und die Art der verſchiedenſten Perſonenverkehrshemmun= Weiſe eine Abänderung der Verfaſſung.
(1. Großh. Heſſ). Nr. 115, den Maior v. Petery hin
Stabe des 2. Großh. Heſſ. Feld=Artillerie= Regimenl=
gen
und Perſonentarifgrundſätze.
Nr. 61, den Major von der Sode, Abteilungskomma
Bulgarien.
deur im Großh. Artillerie=Korps 1. Großh. Heſſ. Relhlt
Die Danewpartei hielt einen Kongreß ab. Dr.
Ausland.
Artillerie=Regiment Nr. 25, den Major Frhrn. v. Bellerz
Danew verſuchte in einer Rede alle Schuld an der Kata= heim beim Stabe des Garde=Dragoner=Regimenle
Italien.
ſtrophe Bulgariens auf das Hauptquartier abzuwälzen. (1. Großh. Heſſ.) Nr. 23, den Rittmeiſter Frhrn. p. Recheſl=
Stichwahlen. Bisher ſind 83 Stichwahlen be= Er erklärte, die Führerſchaft der Partei nicht niederlegen, berg beim Stabe des Großh. Heſſ. Train=Bataillonsu
kannt. Gewählt ſind 46 Miniſterielle, 17 (nicht 10) Sozia= ſondern auf ſeinem Poſten ausharren zu wollen, um den den Oberleutnant Riedeſel Frhrn. zu Eiſenbach (Ludwih
im Leib=Dragoner=Regiment (2. Großh. Heſſ.) Nr.d
liſten, 3 Katholiken, 12 radikale Sozialiſten, 4 Republikaner, Parteikampf zu beenden.
kommandiert zur Dienſtleiſtung bei Sr. Königl. Hohäl
1 reformiſtiſcher Sozialiſt. Anläßlich der Stichwahlen
Uebertritt Bulgariens zum Uniaten= dem Großherzog, den Leutnant van der Elſt vom Große
fanden in Rom an verſchiedenen Stellen Demonſtrationen tum. In der Verſammlung der Nationalen Liga ſpra= Artillerie=Korps, 1. Großh. Heſſ. Feld=Artillerie=Regimelle
ſtatt. Im Hauſe des Meſſagero zertrümmerte die Menge chen alle Redner zugunſten des Uebertritts der Bulgaren zum Nr. 25, den Leutnant Frhrn. v. Waldenfels vomln
Dragoner=Regiment (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24, den Stall
die Fenſterſcheiben. Die Redakteure warfen Tintenfäſſer Uniatentum. Es wurde beſchloſſen, die Bevölkerung zur arzt Dr Stühlinger beim Leibgarde=Infanterie=Regiſtill
und andere Gegenſtände auf die Menge. Ein ſtarkes Mi= Veranſtaltung von Verſammlungen behufs Propagierung (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115, den Zahlmeiſter EulerWl
litäraufgebot hielt die Ordnung aufrecht.
der Uebertrittsidee aufzufordern. Eine angenommene Re= demſelben Regiment, den Oberamtsrichter Hausmal
ſolution fordert die Regierung, und den geſamten Klerus von Ober=Ingelheim, den Dekan Müller von Lauterbi
Frankreich.
den Oberamtsrichter Bickelhaupt von Wald=Michehu
mit dem Exarchen an der Spitze auf, den Gedanken des
den Profeſſor Dr.=Ing. Braun, den Oberlehrer
Kokowzows Beſuch in Paris. Der ruſſiſche
Uebertritts der Bulgaren zum Uniatentum tatkräftig zu Schraub von Alzey, den Amtsrichter Dr Bittel
Miniſterpräſident Kokowzow, der vollſtändig wieder her=
unterſtützen
.
Groß=Gerau; zum Vortrag den Staatsminiſter v. Emilſ
geſtellt iſt, wird Dienstag von Rom nach Paris reiſen,
den Finanzminiſter Braun, den Miniſter des Imill
Serbien.
wo er, obwohl ſeine Reiſe keinerlei politiſchen Charakter
v. Hombergk zu Bach, den Vorſtand des Kabinets
hat, mit Poincaré, Barthou und Pichon Zuſammenkünfte
Das Expoſe Paſitſchs. Die nationaliſtiſchen heimerat Römheld.
* In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Köſſicle
haben wird. Von Paris wird ſich Kokowzow wieder nach Organe Srpska Zaſtava und Novoſti wenden ſich gegen
Petersburg begeben. Der ruſſiſche Botſchafter in Rom, das Expoſé des Miniſterpräſidenten Paſitſch, welches nur Hoheit der Großherzog den Dammeiſter lt
Engelhardt zu Mainz auf ſein Nachſuchen, Uüll
Krupenski, wird einige Wochen Urlaub nehmen und den der Tripel=Entente und Deutſchland Dank zollte, während Anerkennung ſeiner 50 jährigen treu geleiſteten Dien
Miniſterpräſidenten nach Paris begleiten.
es richtig geweſen wäre, auch Oeſterreich=Ungarn und Italien mit Wirkung vom 1. Dezember d. J. an und ihmichl
Der katholiſche Schulſtreik‟. Gegenüber zu erwähnen, weil Paſitſch erſt vor kurzem Gelegenheit dieſem Anlaß das Ritterkreuz 2. Klaſſe des Verdiſ
einem Artikel des konſervativen Deputierten Denis Cochin, gehabt habe, in Wien dem Grafen Berchtold zu verſichern, ordens Philipps des Großmütigen verliehen.
Ernennung. Se. Königl. Hoheit der Grol
der ſich gegen die Idee eines katholiſchen Schulſtreiks daß Serbien ſeine Dankbarkeit durch Taten beweiſenherzog haben den ſtändigen Hilfsarbeiter bei
ausgeſprochen hat, erklärt der Urheber dieſer Idee, der werde. Trgawinski Glasnik billigt die Darlegungen Pa= Landes=Hypothekenbank Finanzamtmann Hermann Holll
Biſchof von Orleans. Mſgr. Touchet, im Gaulois: Nach ſitſchs, da, wie das Blatt ſchreibt, Oeſterreich=Ungarn jeden zum ſtändigen juriſtiſchen Hilfsarbeiter bei dem
niſterium der Finanzen, Abteilung für Forſt=und Kamall=
dem
Plan der Radikalen ſollen nur die aus den atheiſtiſch= Anlaß benutze, um Serbien zu bekämpfen.
verwaltung, mit dem Amtstitel Oberfinanzaſſeſſon
ſtaatlichen Schulen hervorgegangenen Lehrer die Befugnis
nannt.
Mexiko.
zum Volksſchulunterricht erhalten. Der Heilige Stuhl hat
* Charakterverleihung. Se. Königl. Hohen
uns mit Recht verboten, uns in unſeren höheren Schulen
Zur Lage. Ein Telegramm aus Vergeruz meldet: Großherzog haben dem Oberförſter der Oberföriül
gefährlicher Lehrer zu bedienen. Sollen wir uns der= Der amerikaniſche Bevollmächtigte Lind hatte mit den Wahlen Eduard Eckſtein zu Wahlen den Cha
ſelben in den Volksſchulen bedienen? Wir haben deshalb Geſandten von Deutſchland, Rußland und Norwegen eine als Forſtmeiſter verliehen.
* Verſetzungen. Se. Königl. Hoheit der Grö
die traurige Pflicht, die Frage der Schließung unſerer Beratung. Ein Telegramm aus Mexiko City meldet, daß herzog haben den Bezirkskaſſier der Bezirkskaſſe
katholiſchen Privatſchulen, ins Auge gefaßt.
Daniel und Evariſto Madero, die verhaftet wurden, dem Mainz 1 Rechnungsrat Heinrich Rink zu Mai
SK
Oe
in Straßburg geſehen. Sie ſtarb ein Jahr nach ſeiner 1831. Treu angehörig J. W. v. Goethe. Levetzols
Der alte Goethe und die einſt Frau Chriſtiane, im Mai 1817. Mit Lotte Keſtner und ſchrieben ſelten, deſto häufiger ſtellte ſich Marianne Wille
ihrer Familie war er in etwas beſſerer Verbindung ge= mer, die Freundin und Mitdichterin des Weſtäſtlichen
Geliebten.
blieben; die andere Lotte, Frau v. Stein, lebte noch lange, Divan, mit Briefen und Geſchenken ein und plaudere
als eine Nächſtverwandte in der gleichen Stadt und gern und gut mit dem Dichter in Proſa und Verſen. Noch
** Goethe iſt das Glück beſchieden geweſen, bis in Straße. Sie ſtarb 1827. Lotte Keſtner folgte ihr im näch= immer ward das poetiſche Liebesſpiel zwiſchen den beiden
ſein hobes Alter Liebe mit Jünglingskraft zu empfinden ſten Jahre.
fortgeſetzt, obwohl Goethe dreifacher Großvater war und
und Liebe wie ein Jüngling zu erwecken. Das glühende
Nun waren von den Frauen, die ſein Herz an ſich ge= die kinderloſe Marianne das Großmütterchen ihrk
Abendrot dieſes nicht endenwollenden Herzensfrühlings zogen hatten, noch zwei in der erreichbaren Welt: Ma= Stiefkinder. Wie einſt als Hatem und Suleika dachten ſie
war ſeine Neigung zu Ulrike von Levetzow. Dann aber rianne v. Willemer und Ulrike v. Levetzow. Seine Augen auch jetzt noch aneinander, wenn der Vollmond die Allgelt.
brach für den Fündundſiebzigjährigen eine Zeit ſanfter ſahen ſie nicht mehr, aber es kamen und gingen Zeugniſſe auf ſich zog, und im Auguſt 1828 ſchickte ihr Goeihelalls
Dämmerung heran, in der nur noch die Erinnerungen aus treuen Gedenkens. Als ihm Ulrike 1827 zum Geburtstag Dornburg ein Mondgedicht, verſaßt in derſelben At=
purpurnen
Schatten vor ihm auftauchten. Dieſen rührend gratulierte antwortete er gleich den Tag darauf: Unend= in der Marianne in das Silberlicht des Himmelswächters
ſtillen Ausklang ſo vieler Leidenſchaften, ſo mancher Kon= lich hat es mich gefreut, auch von Ulrikens lieber, zarter ſchaute und das unvergleichliche Fülleſt wieder Büſchund
flirte macht Wilhelm Bode der bekannte Goethe=Hand einige Züge geneigten Erinnerns zu ſehen. Wie Tal in ihrer Sele anklingen ließ. Sie hitelsſtüht
Forſcher, in ſeinem neueſten, ſoeben bei E. S. Mittler glücklich waren die Stunden, die ich an ihren holden Fin= wohl, dieſe Liebe aus der Ferne durch die Pröſſ einkk
u. Sohn in Berlin erſchienenen Werk Goethes Liebes= gern abzählen durfte! Die Levetzows waren damals Wiederbegegnung zu ſtören, ſondern genoſſen die Sehn=
leben
zum ſtimmungsvollen Epilog der ganzen gewal= immer auf Reiſen; aber 1830 nahmen ſie dann in Wien ſucht und die Bilder der Phantaſie. Goethe ſammete
tigen Sinfonie des Herzens die er in den Selbſtbekennt= ihren ſtändigen Aufenthalt und waren ſo Goethe, der ſie Mariannes Briefe in einem beſonderen Päckchen, daßs er
niſſen des Dichters vorüberziehen läßt.
immer noch wiederzuſehen gehofft hatte endgültig entrückt. ihr am 10. Februar 1832, da ihm beim Sichten ſeiner Pa=
Die lieblichen Geſtalten der Frauen, denen er in ſeiner Der Erinnerung an ſie war die Feier ſeines 82. Geburts= piere beſonders gewiſſe Blätter entgegenleuchteten, die
Dichtung Unſterblichkeit geliehen, waren dem Greiſe in tages geweiht. Er hatte die Stadt verlaſſen und war mit auf die ſchönſten Tage meines Lebens hindeuten, noch
ein fernes fremdartiges Nebelreich gerückt. Als der Acht= ſeinen beiden Enkelknaben in die Wälder und. Berge von ſelbſt zurückſandte. Er ſprach nur die Bitte aus. daß Sie
zigjährige von dem alten Jugendfreund Rieſe Briefe! Ilmenau gefahren. Das ſchöne Kriſtallglas, das ihm es uneröffnet bei Sich, bis zur unbeſtimmten Stunde, l=
zurückerhielt
, die er in den Sturm= und Drang= Ulrike an jenem glücklichen heimlichen Geburtstag von gen laſſe. Dergleichen Blätter geben uns das frohe Ge= der Leipziger und Straßburger Zeit ge= 1823 geſchenkt, hatte er mitgenommen und ihre geliebten fühl, daß wir gelebt haben; dies ſind die ſchönſten Doki=
ſchrieben
, da las er ſie ohne Freude; ſie drückten ihm Brieſe darin. Heute, verehrte Freundin, ſchrieb er an mente auf denen man ruhen darft.
nur allzu deutlich aus in welchen ſittlich=kümmerlichen die Mutter, auf dem Lande, freundlich veranſtal=
Wenige Wochen danach kämpfte er den letzten Kampf.
Beſchränktheiten man die ſchönſten Jugendjahre verlebt teten Feſtlichkeiten ausweichend, ſtelle ich jenes Wie ſo oft ſaß er in jenem bequemen Lehnſtuhl, für den
hatte‟. Käthchen Schönkopf und Riekchen Brion hatten Glas vor mich, das auf ſo manche Jahre zu=er der Frau von Egloffſtein manchmal gedankt. Neben
ihre Verklärung in Dichtung und Wahrheit gefunden; rückdeutet und mir die ſchönſten Stunden ver= ihm kniete Ottilie die bei allen ihren Fehlern ihm eine
er ſelbſt aber hatte die Leipziger Geliebte ſeit 1776, die gegenwärtigt. Und indem er der Töchter gedenkt, ſteht liebe Tochter geblieben war, und in ſeinen letzten Pherg
elſäſſiſche ſeit 1779 nie wieder aufgeſucht, auch ſonſt mit ſeines Sohnes Tod ihm vor der Seele: Nach ſo wunder= taſien ſah er noch einmal, was ihn in ſeinem Lebenſo
ihnen keine erhebliche Verbindung gehabt. Käthchen war ſam unerfreulichen Schickſalen, welche über mich ergangen, oft beſchäftigt hatte: eine weibliche Geſtalt durch den
1810, Riekchen 1813 geſtorben; Goethe ſprach von ihnen an denen Sie gewiß herzlichen Anteil genommen, wende Künſtler nachgebildet und verwandelt. Seht dort, ſo
nie. Lilli, die verführeriſche Herrin ſeiner Gedanken wäh=
ich
mich wieder zu Ihnen und zu Ihren Lieben, einige rief er aus, den ſchönen weiblichen Kopf, mit ſchwarzer
rend der letzten Frankfurter Zeit, hatte ihn zwei= oder Nachricht erbittend, die Verſicherung ausſprechend: daß Locken, in prächtigem Kolorit auf dunklem Hindergrunde!
dreimal grüßen laſſen, nachdem er ſie als junge Mutter meine Geſinnungen unwandelbar bleiben. Am 28. Auguſt


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264.

Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 4. November 1913.
üicher Dienſeigenſchaft an die Bezirkskaſſe Darmſtadt ſ ſchwung, wie zum Beiſpiel in Ehing. Dort wurden die ſein Teutonial eine Abendunterhaltung ab. Den Abend
ſnd den Bezirkskaſſier der Bezirkskaſſe Seligenſtadt Miſſionsgeſellſchaften ermächtigt, Elementarſchulen zu
Mimdanten Philipp Fornoff zu Seligenſtadt in gleicher gründen, welche die Regierung anerkennt. Knaben und gen Dirigenten H. Becker, und leiſtete auch bei den übri=
Dienſteigenſchaft an die Bezirkskaſſe Groß=Umſtadt verſetzt. Mädchen werden dabei gleicherweiſe berückſichtigt. Es er= gen vorgetragenen Chören Vorzügliches. Fräulein E.
* Verliehen wurde das Ehrenzeichen für Mitglieder hellt leicht, welch neue Perſpektiven ſich durch das Mäd=
Freiwilliger Feuerwehren durch Entſchließung Sr. Königl. chenſchulweſen der Frauenmiſſion auftun. Sie wird ver= vielen Beifall, ebenſo das Zwiegeſpräch von Herrn und
heit des Großherzogs an Konrad Geibel II. mehrte Schulſchweſtern einſtellen müſſen. Manch junge ge= Frau Maſſing: Die zehn Gebote der Ehe. Von guter
no Karl Luckhaupt IV. in Nieder=Ramſtadt.
prüfte Lehrerin, welche zu Hauſe lange auf Anſtellung
Erledigt ſind die Stellen der Bezirkskaſſiere der warten muß, fände hier ein ſegensvolles Arbeitsfeld. Bis=Usner. Die humoriſtiſchen Vorträge und Couplets der
bioßh. Bezirkskuſſen Mainz I und Seligenſtadt. her arbeiten 15 Schulſchweſtern, 10 Spitalſchweſtern, fünf
eldeſchluß: Montag, den 10. November d. Js.
Evangeliſtinnen, zwei Induſtrieſchweſtern auf den vier
g. Strafkammer II. Wegen dreier vollendeter und Baſler Miſſionsgebieten. Weitere Kräfte werden in der
ltes verſuchten Verbrechens nach §§ 175, 176,3 des Straf=Heimat herangebildet darunter zwei Medizinerinnen
ſetzbuches wurde geſtern von der Strafkammer II der 30 und treten als Erſatz ein, wenn die Schweſtern draußen wechſelungen, flott geſpielt von den Herren Maſſing,
ahre alte vorbeſtrafte Kaufmann Karl Nohl von Egels= den notwendigen Heimaturlaub antreten müſſen. So er=
ſch
zu zwei Jahren Gefängnis und drei Jahren mutiat das hoffnungsvolle Gedeihen der Frauenmiſſion findet am nächſten Sonntag in Traiſa ſtatt.
ſhoverluſt verurteilt. Im Juli vorigen Jahres gründete alle Miſſionsfreunde daheim, mit Zuverſicht und Eifer für
39jährige Chemiker Dr. Franz Maria Leopold Ce=das Eingehen der notwendigen weiteren Geldmittel zu
rian aus Niederhöchſtadt und der 26jährige Kaufmann ſorgen.
mwald Hellwig aus Aſchaffenburg in Mörfelden die
* Epangeliſationsvorträge. Am Sonntag abend, den
ſima Chemiſche Fabrik und Nährmittelwerke‟. Cebrian 2. November, begann Herr Prediger Amſtein aus der von wo es auf ſtetig anſteigenden ſchönen Wegen mit ab=
ie
die Fabrik, ohne beſondere Mittel zu beſitzen, einge= Schweiz ſeine Evangeliſationsvorträge im Vereinshauſe
ätet und alsdann einen Geſellſchaften geſucht. Hellwig trat (Stadtmiſſionsſal), Mühlſtraße 24, in welchen er über das
die neugegründete Handelsgeſellſchaft ein und brachte Generalthema ſpricht: Der Friede Gottes der höher iſt, in Böllſtein gehalten, deſſen Aeppelwein trotz der ſcharfen
ſt= Einlage von 6000 Mark ein, ſpäter nochmals 3500 Mk. als alle Vernunft; ein Thema, das den Gelehrten ſowohl. kalten Höhenluft vorzüglich mundete. Bequeme Wegeführten
ſede Geſellſchafter ſollten nach dem Geſellſchaftsvertrage als auch den einfachen Mann, den Reichen wie den Armen, hierauf über Spreng, Rehbach nach Steinbach, von wo aus
echäftsfuhrer ſein und Hellwig den kaufmänniſchen, Ce= das alle Menſchen beſchäftigt. In ſeiner packenden und
finn den techniſchen Teil leiten. Anfang Februar 1913 volkstümlichen Art weiß der Redner die Zuhörer zu feſ=
urde
der Konkurs angemeldet, da das Geſellſchaftskapital ſeln und das koſtbare, notwendige Gut, den Frieden Got=den Kunſtdenkmäler (Rathaus, Kirche uſw.) wurden beſich=
ſſgebraucht
und Einnahmen nur ſehr ſpärlich eingegan= tes, als ein ſchon im Diesſeits zu empfangendes Gut an= tigt, und man vereinigte ſich hierauf noch zu fröhlichem
n waren. Cebrian hatte ein Monatsgehalt von 600 M., zupreiſen und zu bezeugen. Außer am Samstag finden
ſellwig von 300 Mark. Die Firma hatte koloſſale Re= bis Sonntag, den 16. November, alle Abende um halb 9 ſige V. H. C.=Gemütlichkeit Platz griff. Nur allzu früh
ameunkoſten gehabt und keinen nennenswerten Umſatz. Uhr dieſe Vorträge ſtatt. In den nächſten Tagen wird mahnten die Führer zum Aufbruch, um in langer Eiſen=
ier
Konkurs iſt noch nicht erledigt und dürſte für die der Redner die Spezialthemen behandeln: Geſtörter
ſllaubiger, wenn überhaupt etwas, höchſtens einige Pro= Friede, Verlorener Friede und Friede, wie ein Waſ=
herauskommen. Bei der Anmeldung des Konkurſes ſerſtrom. Jeden Nachmittag 4 Uhr, außer Samstags iſt
ltte ſich heraus, daß die Bücher höchſt fehlerhaft und un= Bibelſtunde. Zu allen Verſammlungen iſt freier Zutritt. Saale des Hotels Zur Traube Fräulein Ilſe Berka
plſtändig geführt worden waren, weshalb das Strafver= Jedermann iſt hierzu herzlich eingeladen.
ihren wegen Konkursvergehens eingeleitet worden war.
* Prämiierte Geflügelzüchter Auf der vom 1. bis 3.
ſücherreviſor Bertele, der als Sachverſtändiger vernommen November in Offenbach ſtattgehabten ſechſten Heſſiſchen ſamkeit am Großh. Hoftheater erfreuen durfte, lebhaftem
ſurde, bezeichnete die Buchführung als unvollſtändig, Landesverbands=Geflügelausſtellung erhielten ſämtliche Intereſſe begegnen. Vormerkungen nimmt A. Bergſtrae=
Uhlerhaft und teilweiſe falſch. Infolge dieſer Buchfüh= Mitglieder des Vereins für Geflügel= und Vogelzucht
ig ſei eine Ueberſicht über Aktiva und Paſſiva unmög= Ornis=Darmſtadt, welche dort ihre Tiere ausgeſtellt bat=
ſh
geweſen. Dadurch ſei auch der Konkurs verſpätet an= ten, Preiſe, und zwar: P. Dietz II.=Wixhauſen einen Sie= belsberger feiert ihr 15jähriges Beſtehen am Samstag,
ineldet worden, denn bereits im November 1912 war die gerpreis, drei 3. und fünf 4. Preiſe: L. Erbes III. einen
ſtung überſchuldet. Hellwig entſchuldigte ſich damit, daß 2. und einen 3. Preis; Gg. Geiger IV. einen Ehren= und
m Cebrian keine Unterlagen für die Buchführung ge= einen Siegerpreis; Guſt. Großmann=Eberſtadt einen 3.
lten habe. Cebrian gibt an, er habe ſich auf Hellwig Preis; Ludw. Hering II. einen 2., zwei 3. und einen 4. Mitgliedern der Geſellſchaft geboten wird, ſo daß den Be=
ktaſſen
. Der Staatsanwalt beantragte gegen Dr. Ce= Preis; Auguſt Lehmann einen Siegerpreis; Nik. Schäfer=
kinn
ſechs Wochen Gefängnis, gegen Hellwig 40 Mark Arheilgen einen 3. und einen 4. Preis; Friedr. Wührer=
eldſtrafe
. Das Gericht verurteilte Dr. Cebrian zu Arheilgen zwei 3. und einen 4. Preis Ferner erhielt Gg. Zum Schwanen ſtatt. (Näheres ſ. Anz)
leihs Wochen Gefängnis und Hellwig zu 15 Mk. Schleidt auf ſeine in Leipzig ausgeſtellten fünf Truthühner
ldſtrafe.
zwei Ehrenpreiſe, vier 1. und einen 2. Preis.
Provinzialausſchuß. Die Tagesordnung zur Sitzung
* Vom Odenwaldklub. Die Abſicht, mit den Mann=
* Provinzialausſchuſſes der Provinz Starkenburg am heimer Klubfreunden einige Stunden gemütlichen Zuſam= Sonntag, den 9. November, mit folgender Feſtordnung
ſarnstag, den 8. November 1913, vormittags 9½ Uhr,
luret: 1. Geſuch des Peter Buſolt I. von Viernheim um menſeins zu verleben, hatte viele Darmſtädter Klubgenoſſen
mit ihren Familien ins Rummelbräu gelockt. Ein ge=
ſelaubnis
zum Betriebe einer Schankwirtſchaft. 2. Klage waltiger Schwarm von Menſchen, Männlein und Weib=mittags 2½ Uhr: Feier im Wartburgheim, Karl=
Witwe des Kirchendieners Karl Moritz Keller gegen lein. über 400, ſtellten ſich im geräumigen Saale ein, reich
ie Fürſorgekaſſe für Beamte und Bedienſtete der Land= beglückt von den Schönheiten der Herbſtwanderung: die
Aneinden pp. wegen Verweigerung von Witwengeld. Mannheimer. Ein Sonderzug hatte ſie nach Bickenbach
Geſuch des Ignaz Riehl von Viernheim um Erteilung geführt. Dort hatten Darmſtädter Nimmermüde ſie emp=
it
.s Wandergewerbeſcheins für 1913. 4. Geſuch des fangen und einen an Wundern verſchwenderiſch reichen
iee rg Mayer aus Offenbach um Erlaubnis zum Betriebe Weg nach Darmſtadt geführt. Am Tannenberg her war der des Monats Oktober wurde die Leſehalle im ganzen
Uhnter Schankwirtſchaft. 5. Geſuch des Friedrich Hönig aus Marſch durch das Ober=Beerbacher Tal nach dem Fran= von 3735 Perſonen beſucht (im Oktober 1912 von 3776),
Utrimetroth um Erlaubnis zum Betriebe einer Schank= kenſtein gegangen. In Nieder=Beerbach hatte der Darm=
fſchaft
. Zur Sitzung des Provinzialausſchuſſes der ſtädter Hof das Frühſtück geboten. Simmermachers be=Bücherhalle wurden nach Hauſe entliehen im ganzen
ktwinz Starkenburg am Mittwoch, den 12. November, wältigten die ſchwere Aufgabe, die ein ſolcher Maſſenbeſuch 10 189 Bände (1912: 10 028), darunter 3614 wiſſenſchaft=
ſtmittags
9½ Uhrk 1. Die Dienſtbezüge des Großh. bringt, aufs glänzendſte. Dem Laien ſei zu Veruhigung
ſin germeiſters Neff von Biblis. 2. Geſuch des Jakob hier übrigens mitgeteilt, daß die treffliche Führung auf neu eingeſchriebenen. Leſer ſtieg auf 3470. An Bücher=
ſſunldgraf
VIII. zu Bürſtadt um Erteilung der Erlaubnis Odenwaldklubwanderungen natürlich dafür ſorgt, daß
ine Betriebe einer Schankwirtſchaft in dem Hauſe Ecke nicht Menſchenknäuel ſich zuſammenballen und ſich im Ge= Herrn Arnold Blankenfeld=Berlin 1 von ihm verfaßtes
ſün gel= und Vonifaziusſtraße. 3. Klage des Vollziehungs= nuß der durch die Wanderung gebotenen Schönheiten be=Werk, von Herrn A. von Ehrismar 1 Band, von
kanten Hermann Gramlich in Bensheim gegen die Für= einträchtigen. Wenn auch Hunderte auf dem Marſche ſind,
raekaſſe für Beamte und Bedienſtete pp. wegen Nicht=ſo ſind doch im engen Verbande des kameradſchaftlichen
ſtrechnung der Militärzeit als penſionsfähige Vordienſt= Wanderns immer nur wenige, die ſonnenverfinſternde Herrn Poſtdirektor Möller 2 Bde von Frau Kaufmann
Marſchkolonne wird in kleine Gruppen aufgelöſt, am End=
** Im Silberkranz. Heute Dienstag, den 4. November, ziel trifft ſich alles zuſammen. Ueber den Kohlberg hatte
lſiern Herr Heinrich Carls, Feldſchütz i. P., und Ehefrau, ſich die Schar der Ludwigshöhe zugewandt. Nachdem
ſanmſtraße 21. das Feſt der Silbernen Hochzeit.
man die Sportplätze, den Großen Woog, die Künſtler=
** Der Hilfsverein für die Baſler Frauenmiſſion be= kolonie und das jüngſte Schmuckſtück, das Liebigdenkmal,
llttet wieder ſeinen gewohnten Miſſionsverkauf für Don= in Augenſchein genommen hatte, vereinte man ſich mit den
rstag, den 13. November, vor. Er findet im Gemeinde= Darmſtädter Klubgenoſſen Einen herzlichen Willkomm=
Illus, Kiesſtraße 17, von 10 Uhr morgens bis 7 Uhr abends gruß entbot im Rummelbräu deſſen Inhaber, Herr Ekey, Wenz 9 Bde. Allen Gebern herzlichen Dank! Weitere
lt. Bei dem ſteigenden Miſſionsintereſſe dürfte man auf der durch vortreffliche Gaben der Küche und des Kellers er= Schenkungen von Büchern und Zeitſchriften, ſoweit ſolche
ltzem Beſuch hoffen, um ſo mehr, als jeder für die her= freute, namens der Darmſtädter Ortsgruppe Profeſſor
nahende Weihnachtszeit praktiſche und nützliche Dinge Kiſſinger, der herzlichen Beziehungen zwiſchen Darmſtadt
Geſchenken für perſönlichen und Hausgebrauch preis= und Mannheim gedachte Hauptlehrer Weikert=Mannheim, buches für 1914, enthaltend Hausregiſter Alicenſtraße 2½
r findet. Auch für Erfriſchungen wird geſorgt. Die den Leiſtungen der Ortsgruppe Mannheim in der touriſti=
kaeienmiſſion
iſt ein friſchgrünendes Reis am Baſler ſchen Erſchließung des Odenwalds widmete Dr. Köſer
Iliſſionsbaum. Verzeichnen doch die Jahresberichte von anerkennende Worte. Noch manche Rede, noch mancher
le zahlreiche Uebertritte, an welchen die Miſſionsſchwe= Sang und launiger Vortrag würzte die Stunden fröhlichen nachmittags) bis zum 6. November vormittags zur Ein=
lien
ihren redlichen Anteil haben. Ihr Wirken iſt auf Beiſammenſeins, bis der Sonderzug die Gäſte entführte
Iin Miſſionsfelde gar nicht mehr zu entbehren. In Ka= und mit ihnen hoffentlich recht ſchöne Erinnerungen an die
ran Weſtafrika, Indien, China, findet die Frauenmif= Bergſtraße und die heſſiſche Reſidenz davontrug.
Inroffene Türen, ſei es durch das ſich unaufhaltſam aus=
Alitende Miſſionswerk ſelbſt, ſei es durch politiſchen Um= i des Feierabend hielt am Sonntag abend der Geſangver= Haustüren und Tore vorgefunden, 88 mal brannte Licht
eee
Majeſtät dem König gegebenen Diner aufforderte. Der
königliche Haushofmeiſter Sir Derek Keppel präſidierte bei
Feuilieton.
dem Bankett, dem auch der Architekt und der Direktor der
Der größte Radiumkauf. Für 1200000 Mark hat ausführenden Baufirma beiwohnten. Prachtvolle Blu=
s
Londoner Radio=Active=Orygen=Inſtitute 2000 Milli= mendekorationen ſchmückten die Tafel. Die Bauarbeiten erſtaunt dann nennt er auch ſeinen Namen. O. M.
lanam Radium, faſt ein Drittel alles deſſen, was von der am Buckingham=Palaſt hatten am 5. Auguſt begonnen und
tbaren Subſtanz gegenwärtig vorhanden iſt, zu Heil=
ſollten
vertragsmäßig ſpäteſtens nach drei Monaten voll=
heiken
angekauft. Dieſe 2 Gramm ſtellen die geſamte endet ſein; es gelang aber, einen Rekord aufzuſtellen und
MDuktion der beiden Pariſer Anſtalten dar, die unter mit einem Vorſprung von 5 Tagen, am 31. Oktober nach=
Anflnicht der Mme Curie Radium erzeugen. Wie der mittags, den letzten Hammerſchlag zu tun.
räktor des Londoner Inſtitutes mitteilte, reflektierten
** Der korrekte Engländer. Jules Janin, der berühmte
ich noch verſchiedene andere Länder, ſo Belgien, Rußland franzöſiſche Kritiker, war ein wunderlicher Kauz; immer
Ad Amerika, auf den Vorrat, der ſich durch beſondere jrug er die Maske unerſchülterlicher Würde, nie ſah man
inheit auszeichnet, und England gelang es nur durch ihn lachen und ſtets erſchien er nur ſchwarz gekleidet, in
Uches Zugreifen, ſich den koſtbaren Schatz zu ſichern. Die einem feierlichen Gehrock. Dieſer Gehrock Janins wurde kehr eingeführt. Die Urſache iſt ebenſo komiſch wie unge=
chfrage
nach Radium bei dem Inſtitut iſt ſehr groß; ſie der Held zahlloſer Legenden und Aneldoten; die luſtigſte
r in dieſem Jahre 500 mal größer als im vorhergehen= von ihnen aber iſt das Abenteuer, das Janin mit ſeinem
I. Das Radium wird an die großen Krankenhäuſer Gehrock in Paris erlebt haben ſoll. Der Kritiker ſaß im daraus Schmuckſachen aller Art, ſo daß ſich die Minen=
Un jedes Entgelt verliehen und auch für die private Be= Cafs Verrey und las gemächlich eine Zeitung; ihm gegen=
ndllung
zu einem ſehr niedrigen Preis zugänglich ge= über am Nachbartiſche ſaß ein korrekter engliſcher Gentle=
chtt
werden.
man und trank mit würdevoller Gelaſſenheit ſeinen Grog.
C.K. Richtfeſt bei König Georg. Am Freitag abend Plötzlich erhebt der Engländer ſeine Stimme und ruft den ſprechenden Geſchwindigkeit zu erſetzen.
d im Londoner Holborne=Reſtaurant Kingsway ein Kellner. O. Kellnerr, können Sie mich ſagen. uie heißt
ſteartiges Bankett ſtatt, die 500 Maurer und Arbeiter, ſich der Herr, der dort lieſt die Zeitung gelehnt an die
während der letzten drei Monate die neue Faſſade des Ofen? Ich weiß es nicht, ich kenne den Herrn nicht.
ch ngham=Palaſtes ausführten, feierten als Gäſte des O. Und der Engländer ſteht auf und geht zum Büfett.
nigs ein Feſtdiner. Die Arbeiten waren mit großer O. Fräulein, können Sie mich ſagen, uie heißt ſich der
ſcheleunigung vorgenommen worden, es wurde mit Tag= Herr, der dort lieſt die Zeitung gelehnt an die Ofen?
Machtſchichten ununterbrochen gearbeitet. Der König, Es tut mir leid, ich weiß es nicht, der Herr iſt kein
den Bau mit lebhaftem Intereſſe verfolgte, beſchloß,1 Stammgaſt. O. uollen Sie mich rufen bitte das Be=
ſt
Arbeitern ein Bankett zu geben, und bereits am Mitt= ſitzer von der Café. Der Beſitzer erſcheint. O. ver=
lch
erhielt ein jeder von ihnen, an ſich perſönlich adreſ= zeihen Sie mich, können Sie mich ſagen, uie heißt ſich der=
ſt
, die Einladungskarte, die, mit dem königlichen Wap= Herr, der dort lieſt die Zeitung gelehnt an die Ofen?
rgeſchmückt, jeden einzelnen zu dem von Seiner! Nein, mein Herr, ich ſehe ihn zum erſten Male. Da

Seite 3.
eröffnete der gutgeſchulte Chor unter Leitung ſeines tüchti=
Naſſaus Deklamation Die Macht des Geſanges fand
Schulung zeugten auch die Duette der Herren Traum und
Herren Schnur und Geil erzielten großen Beifall.
Ebenſo die Burleske Ein Stündchen Soldat, geſpielt von
den Herren Boek, Maſſing und Rohrer, und das
Theaterſtück Ohne Hoſen war reich an Komik und Ver=
Schnur, Roth, Weber und Rohrer. Eine Nachfeier
* Vogelsberger Höhenklub. Bei ſchönſtem Herbſt=
u
ſonnenſchein führte der hieſige Zweigverein ſeine Wande=
rung
über die Höhen zwiſchen Mümling= und Gerſprenz=
tal
aus. Die Bahn brachte die Teilnehmer nach Brensbach,
ewechſelungsreichen Fernblicken hinauf zur Böllſteiner Höhe
s ging. Die wohlverdiente Frühſtücksraſt wurde bei Heiſt
nach einer Beſichtigung des Fürſtenauer Schloſſes das
Marſchziel, Michelſtadt bald erreicht war. Die ſich bieten=
nTun
in Schmerkers Garten, wo alsbald die echt urwüch=
bahnfahrt
der Reſidenz wieder zuzuſtreben. Friſchauft zur
Wanderung am 30. November.
* Einen Rezitationsabend wird am 14. November im
geben. Die Veranſtaltung wird bei der großen Beliebtheit,
deren ſich die Künſtlerin während ihrer vorjährigen Wirk=
t
ßers Hofbuchhandlung (W. Kleinſchmidt) bereits entgegen.
* Die Kaufmänniſche Stenographen=Geſellſchaft Ga=
n
den 8. November, im Kaiſerſaal-Fürſtenſaal, Gra=
dfenſtraße
. Für die Veranſtaltung iſt eine abwechſelungs=
reiche
Feſtfolge zuſammengeſtellt, die ausſchließlich von
*ſuchern angenehme Stunden der Unterhaltung in Ausſicht
ſtehen. Die Nachfeier findet in Eberſtadt im Saale
*Der Chriſtliche Verein junger Männer Wart=
burg
und die Jugendvereinigung der Stadtgemeinde
=zu Darmſtadt gedenken ihr diesjähriges Jahresfeſt
n zu veranſtalten: Morgens 10 Uhr: Feſtgottesdienſt in
der Stadtkirche. Feſtprediger: Herr Pfarrer Velte. Nach=
ſtraße
21 (nur für Mitglieder und auswärtige Gäſte).
ie Abends 7½ Uhr: Oeffentliche Feier im Feierabend,
Stiftſtraße 51. (Programm zu 15 Pfg. berechtigt zum
Eintritt.)
Städtiſche Leſe= und Bücherhalle. Während
durchſchnittlich an jedem Tage 120 Beſucher. Aus der
liche und belehrende Werke. Die Zahl der ſeit 1. April d. J.
geſchenken gingen in dieſem Monat weiter ein: Von
Bibliothekar Dr. Eſſelborn 5 von ihm herausgegebene
n Werke, von Fräulein P. Fay 10 Jahrg. Zeitſchr von
H. Möller 1 Bd., von Herrn Schriftſteller R. Röhle,
te Jugenheim a. d. B., 1 Bd., von Herrn Kammermuſiker
Rohde 18 Jahrg. Zeitſchr., von Herrn Architekt Rückert,
zur Zeit in Nizza, 2 Bde. eines von ihm verfaßten
I. Werkes, von Herrn Buchhändler Vogelsberger 1 Bd.,
n von Herrn Hofbuchhändler Waitz 2 Jahrg. Zeitſchr., von
Fräulein C. Wigand 3 Bde., von Herrn Kaufmann J.
nicht veraltet, ſind jederzeit willkommen.
* Adreßbuch. Der Druckbogen Nr. 20 des Adreß=
liegt
im Hauptmeldebureau
bis Beſſungerſtraße 112
r Hügelſtraße 31/33, Zimmer Nr. 13, während der Bureau=
rſtunden
(8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis 6 Uhr
ſichtnahme offen.
* Von der Wach= und Schließgeſellſchaft wird mitge=
teilt
: Im Monat Oktober ergaben die fortlaufenden Revi=
* Geſangverein Teutonia. Im dichtbeſetzten Saale ſionen der Nachtwachbeamten folgende Fälle: 317 ofſene
gibt ſich der Engländer entſchloſſen einen Ruck, geht ge=
radenwegs
auf den Unbekannten zu: O. verzeihen Sie
mich, daß ich neme dieſen Ueg, mich Ihnen zu ſtellen vor:
mein Name heißt Smith. Janin blickt auf, ein wenig
Jules Janin, Sie verzeihen: aber ich bin gekommen, Sie
aufmerkſam zu machen, daß Ihre Gehrock brennt. In=
zwiſchen
war der eine Rockſchoß des Gehrockes faſt in
Aſche verwandelt.
* Der Telegraphendraht als Schmuck. Mehrere große
Minen in Zentralafrika haben jetzt, wie wir der Zeit=
ſchrift
für Schwachſtromtechnik entnehmen, ihre Tele=
graphenleitungen
von den Eiſenbahnſtationen zu ihren
Gruben aufgegeben und den drahtloſen Telegraphenver=
wöhnlich
. Die eingeborenen ſchwarzen Schönen hatten für
den Draht eine zu große Zuneigung; ſie verfertigten ſich
geſellſchaften außerſtande ſahen, den Abgang an Tele=
graphendraht
mit einer dem eigenen Verkehrsbedürfnis
und der Nachfrage der ſchwarzen Eitelkeit gleichmäßig ent=
Wahres Geſchichtchen. Vor vielen Jahren harrte an
einem Nachmittag die Tertia eines Gymnaſiums in ängſt=
licher
Spannung, denn es wurden von dem Konrektor die
Aufſätze zurückgegeben und dabei mußte mancher Schüler
den Spott des Lehrers über ſich ergehen laſſen, wenn er
gar zu ſehr gegen den Geiſt der Sprache geſündigt hatte.
Einigermaßen gedeckt fühlte ſich diesmal Fritz N., hatte
er doch den ganzen Aufſatz aus dem Konverſationslerikon
abgeſchrieben. Von dem Aufſatz N.’s über die Birke, be=
gann
der Lehrer, will ich nur den Schlußſatz verleſen:
Was die Rinde der Birke für die Farbeninduſtrie bedeu=
tet
, ſiehe unter Artikel Fürbemittel. (Jugend.)

[ ][  ][ ]

Nummer 265.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 4. November 1913.
2 Loblſtein t. Rheinh., 2. Nov. (M iffionskon=ſönichkeit werden. Darum werde auch die Partel mit al
in Geſhaſts= und Buregnteſaliten, elem und Bedem.
räumen, bezw. wurde vergeſſen, dasſelbe zu löſchen, 26feren z.) Den 13. November, mittags um 2¼ Uhr, ſoll len ihren Kräften für die Wahl arbeiten, damit mögliesh
defekte Schlöſſer und Türen, ſowie ſteckengebliebene Schlüſ= in der hieſigen evangeliſchen Kirche die Herbſt=Miſſions= ſchon im erſten Wahlgang der Sieg erfochten werde.
ſel vorgefunden, 9 offenſtehende Parterrefenſter ermittelt, konferenz des Rheinheſſiſchen Miſſionsvereins abgehalten warmherzigen packenden Worte des Redners endeten
11 Hausbewohnern, die ihre Schlüſſel vergeſſen hatten, werden. Referieren wird da der Miſſionsinſpektor der einem Hoch auf den Kandidaten, in das alle Anweſend=
Baſeler Miſſion, Oettli, über das ſo zeitgemäße begeiſtert einſtimmten. Die Verſammelten blieben dant
geöffnet.
§ Unfall. Ein Radfahrer aus Frankfurt a. M. Thema: Mohammed oder Chriſtus für Afrika. Er wird noch lange zuſammen. Aus dieſem ſchönen Auſtalt B
kam am Sonntag nachmittag in der Frankfurter Straße uns zeigen, wie ſtark der Aufmarſch des Iſlam mit ſeinem Wahlbewegung kann geſchloſſen werden, daß mit einsn
mit ſeinem Fahrrad in das Schienengleiſe. Er kam Halbmond bereits erfolgt iſt, daß derſelbe auch ſchon in ſolchen Kandidaten, deſſen Name für alle Wähler ein=
hierdurch
zu Falle und trug eine Auskugelung des unſeren Kolonien ſtark Fuß gefaßt hat. Das aber iſt Ausdruck des Vertrauens und der Verehrung bedeutet, un
rechten Armes und Hautabſchürfungen im Geſichte davon. kein glückverheißendes Zeichen für die Entwickelung unſerer mit ſo begeiſterter Arbeit der Sieg geſichert iſt. Freußy
Mittels Krankenautomobils iſt der Radfahrer in das überſeeiſchen Beſitzungen. Hoffentlich flaut das Intereſſe begrüßt wurde auch, daß die Fortſchrittliche Volkspart=
für
die Miſſion in unſeren Kolonien nicht ab. Darum von der Vertreter eingeladen und erſchienen waren, die B
Städtiſche Krankenhaus verbracht worden.
ſei auch auf dieſen Vortrag aufmerkſam gemacht. Auch dingungsloſe Unterſtützung des Kandidaten Wünzer zug
über die 25jährige Arbeit der Baſeler Miſſion in Kamerun ſagt hat. Nun tue jeder ſeine Pflicht, dann wird die Eüng
* Kinotheater. Man ſchreibt uns: Reſidenz=
ſcheidung
am 18. Dezember geſichert ſein.
theater am Weißen Turm. Seine Kammerjungfer, wird in Wöllſtein ein Bild gegeben werden. So ſei der
dieſes entzückende Lichtſpiel, das im Berliner Reſidenz= Beſuch dieſer Konferenz jedermann beſtens empfohlen.
Nieder=Saulheim, 2. Nov. Einen freigebigen
theater mehrere hundertmal aufgeführt wurde, kommt
Reich und Ausland.
ab heute hier zur Vorführung. Regie, Spiel und Aus=Wohltäter beſitzt die hieſige Gemeinde in ihrem
Aus der Reichshauptſtadt, 2. Nov. Geſtern nachmitt=
ſtattung
ſind einwandfrei; außer Rudolf Chriſtians und amerikaniſchen Landsmann, dem berühmten Großindu=
Mizzi Parla ſind auch Anna Müller=Einta, Richard Georg ſtriellen und Holzkönig Weyerhäuſer, der über ein Rieſen= ſiel ein kleines Mädchen beim Spielen indt
und Joſephine Wachinger beſchäftigt. Sie alle haben eine vermögen von vielen Millionen verfügt. Im Laufe der Nähe der Möcheritzer Brücke in den Spandauer Schit
Arbeit geleiſtet, die des Erfolges ſicher iſt. Das Gegen=letzten Jahre hatte Weyerhäuſer für die Armen der hieſigen fahrtskanal. Der Reſtaurateur Sch, aus der Brüſſellt
ſtück zu dieſem Filmwerk iſt die Fortſetzung reſp. 2. Teil Gemeinde ſchon über 50 000 Mark geſchenkt. In den letzten Straße hatte den Vorgang aus der Ferne beobachtet umf
von dem ſenſationellen Detektivroman Menſchen und Tagen traf von dem edlen Menſchenfreund wieder ein eilte mit ſeiner engliſchen Dogge nach der Unfalll
Masken Auch wer nicht Gelegenheit gehabt hat, ſich den Geſchenk von 5000 Mark ein, das als Weihnachtsgabe ſtelle. Dort nahm er ſeinem Hunde Maulkorb und Leis
erſten Teil anzuſehen, kommt hier auf ſeine Rechnung, unter die Ortsarmen verteilt werden ſoll. Neben dieſen ab, und das kluge Tier ſetzte, gleich als ob es wüßte, daſ
da die beiden Dramen jedes für ſich, einen abgeſchloſſenen Geſchenken wandte Weyerhäuſer namentlich auch dem hie= es um ein Menſchenleben ging, ohne Zögern in hohen
Teil bilden. (Siehe Anzeige.)
ſigen Männergeſangverein ſchon wiederholt ſehr namhafte Sprung von der Böſchung ins Waſſer. Sowie die Kleim
Stiſtungen zu; unter anderem ließ er dem Verein einewieder an die Oberfläche kam, hatte der vierbeinige Net
die ſchon Bewußtloſe erfaßt und ſchwamm mit ihr au
Gernsheim, 2. Nov. (Die vergeſſene Steuer.) prachtvolle Sängerhalle erbauen.
Rhein=Dürkheim, 2. Nov. Einen eigenartigen Uſer, wo ſie bald wieder ins Leben zurückgerufen werde
Eine Sache die ſicher zu den Seltenheiten gehört, paſſierte
in hieſiger Stadt. Infolge eines Verſehens war vergeſſen Selbſtmordverſuch mit ſchlimmen Folgen unter= konnte. Wie der Beſitzer des Hundes erzählt, iſt diesſch
worden, auf den Gemeindeſteuerzetteln für dieſes Jahr nahm die 20jährige Tochter Paula des Schiffers Kaſpar das dritte Kind, das er vom Tode des Ertrinkens gereil
die evangeliſche Kirchenſteuer zu berückſichtigen. Dieſes Ungefehr. Anſcheinend in einem Moment geiſtiger Um= hat. Heute nacht wollte eine zwanzigjährige Buchhall
terin auf dem Bahnhof Weidmannsluſt einen Voroktzul
Verſehen, das gewiß nicht unſeren vorſichtigen Steuer=nachtung begab ſich das Mädchen in die Nähe der Bahn perlaſſen. Aus Verſehen ſtieg ſie auf der verkehrten
beamten zur Laſt gelegt werden kann, wird nun dadurch und kletterte an dem Maſt der Hochſpannungsleitung der aus und ſtürzte neben den Trennungszaun. Durchd
wieder gut gemacht werden, daß die rückſtändigen Steuern elektriſchen Ueberlandzentrale in die Höhe. Hier wurde ſich wieder in Bewegung ſetzenden Zug wurden
in Doppelzielen im letzten Halbjahre zur Erhebung kom= ſie von dem Starkſtrom erfaßt und erlitt an der einen beide Füße abgefahren. Sie ſtarb auf
Seite ſchreckliche Brandwunden. Sie ſtürzte in einer Höhe Transport nach dem Krankenhaus. Als ein Wagen
men. (M. Journ.)
- Auerbach, 2. Nov. (Kirchweih.) Unter ganz von etwa 12 Metern herab. Trotz der ſchweren Brand= Barnim=Bornſtedter Motor= Omnibus=
koloſſalem
Andrang von Beſuchern aus der weiteſten Um= wunden ſchleppte ſich das Mädchen auf Händen und Füßenſellſchaft geſtern abend mit 16 Paſſagieren in
gegend iſt der heutige erſte Kirchweihtag verlaufen. Die in die elterliche Wohnung wo ſie bewußtlos zuſammen= Richtung nach Potsdam fuhr, erlöſchte plötzlich das Lichel
Straßen waren in den Hauptſtunden des Nachmittags brach. Die Eltern des Mädchens befinden ſich zurzeit in Der Chauffeur verlor in der Dunkelheit die Orientieriſtl
ſchwarz von Menſchen und in den Wirtſchaften war der Ruhrort, während zu Hauſe nur noch die Schweſter iſt. und ſauſte mit dem Wagen in den Straßengraben.
Zudrang ſo ſtark, daß ſie die Gäſte nicht zu faſſen ver=
Gießen 3. Nov. (Vom Liebig=Laborato= Strauchwerk milderte die Wucht des Sturzes. Der Schuſt
mochten, beſonders die Tanzböden und die Theater= und rium.) Bei der Enthüllungsfeier des Darmſtädter Lie= ner, der auf dem Verdeck ſtand, erlitt im Geſicht
Sängerlokale. Die Zahl der Fremden betrug Tauſende. big=Denkmals iſt es mit großer Freude begrüßt worden, letzungen. Auch einige Paſſagiere trugen durch Glasſſüe
Offenbach, 3. Nov. (Feuer im Kino.) In dem ſchreibt der G. A daß die beiden Vertreter der Liebig= ter leichtere Verletzungen davon.
Frankfurt, 3. Nov. (Selbſtmord.) Heute wu
Kino Haslwanter in der Herrnſtraße entſtand am Sams= Vereine Gießen. Prof. Dr. Sommer und Apotheker Wer=
tag
abend ein Filmbrand. Die Feuerwehr wurde ner, mit ſo großer Begeiſterung auf die Vollendung des in einem Abteil zweiter Klaſſe des um 12,18 Uhr hierſch
alarmiert und erſchien auch ſofort an der Brandſtelle. Sie Gießener Laboratoriums hingewieſen haben, es wäre ſehr gekommenen Darmſtädter Zuges ein junger Mahm
brauchte jedoch nicht mehr in Tätigkeit zu treten, da das an zu wünſchen, daß das Laboratorium erhalten bliebe. Wirmit einer Schußwunde im Kopf aufgefunden, A
erfahren noch, daß die Stadt Gießen die Reſtkaufſumme Revolver lag neben ihm. Der Bewußtloſe wurde in
und für ſich ungefährliche Feuer bereits gelöſcht war.
(Der Alkohol.) In der Sonntag= und Montagnacht von 50000 Mark für 1. Januar gekündigt hat, wodurch die ſtädtiſche Krankenhaus verbracht; dort erlag er bald
nen ſchweren Verletzungen.
kam es wieder zu verſchiedenen Gewalttätigkeiten. In der Vollendung des Muſeums von neuem gehemmt wird.
Nov. (Selbſtmord im
Marburg, 3.
Wirtſchaft Zum Betrieb: Ecke Gerber= und Querſtraße,
Bad=Nauheim, 3. Nov. (Myſteriöſer Ueber=
kam
es zwiſchen den daſelbſt bedienſteten Kellnerinnen und fall.) Zu der von Frankfurter Blättern gebrachten Schweſtern.) Nachdem am Samstag die Maleim
etwas myſteriös und abenteuerlich klingenden Notiz, Kurtze aus Landshut ſich mit Lyſol vergiftete, folgten
einem Gaſt, dem 20 Jahre allen Schuhmacher Stahl, der
die Bezahlung von Getränken für dieſe ablehnte, zu Aus= wonach ein Friedberger Kaſſenbote in der Bad=Nauheimer geſtern ihre beiden älteren Schweſtern, die Lehrerinilt
einanderſetzungen. Schließlich ſah ſich der Wirtſchafts= Gemarkung überfallen worden ſein ſoll erhält die Bad= höherer Anſtalten in Marburg bezw. Braunſchweigm
inhaber, Andreas Sorgenfrei, veranlaßt, einzuſchrei= Nauh. Ztg. aus ihrem Leſerkreis die folgende Zuſchrift: auf dieſelbe Weiſe in den Tod.
Diez, 3. Nov. (Tödlicher Unglücksfallll
ten. Letzterer beförderte den Gaſt aus der Wirtſchaft und Sonderbar muß es berühren, daß der Ueberfallene, wenn Hauptmann Glünder vom hieſigen Bataillon ſtürzte
verſetzte ihm mit einem Holzknüppel mehrere Hiebe. Der er unmittelbar am Gradierbau angegriffen wurde ſtatt
Gaſt erlitt herbei erhebliche Verletzungen am nach Bad=Nauheim zurückzulaufen, um ſich in Sicherheit letzten Nacht ſo unglücklich von der Treppe ſeiner
nung, daß er einen Schädelbruch erlitt, der ſeinen
Kopfe. Blutüberſtrömt, mit einer 10 Zentimeter lan= zu bringen, erſt etwa 2½ Kilometer nach Friedberg läuft,
zur Folge hatte.
gen Rißwunde am Kopfe, wurde er nach Anlegung eines um dort Anzeige zu erſtatten. War er überhaupt in der
Metz, 3. Nov. (Vor der Strafkammer
Rotverbandes mit einer Droſchke in das Stadtkranken= Lage in der Dunkelheit den langen Weg nach Friedberg
heute die Berufungsverhandlung gegen den Vorſitzäl
haus verbracht. Zu einer ausgedehnten Schlägerei kam zurückzulegen, ſo mußte er doch ſchließlich auch ſo viel Be=
des
aufgelöſten Souvenir Alſacien Lorra
ſes aus gerinafügigen Urſachen in einer Wirtſchaft in der ſinnung haben, um die Bad=Nauheimer Polizei zunächſt
Kirchgaſſe. Mit Biergläſern, Stühlen, Meſſern und ſon= zu benachrichtigen. Für unſer Bad kann es durchaus nicht Jean, an, der vom Schöffengericht auf ſeinen Einſtll
ſtigen Gegenſtänden gingen die Streithähne aufeinander gleichgültig ſein, wenn es in auswärtigen Blättern heißt: gegen eine Geldſtrafe von 30 Mark freigeſprochen wold
los. Die Hauptſchlägerei entwickelte ſich aber erſt vor dem Ueberfall bei Bad=Nauheim. Geradezu komiſch wirkt war, die über ihn verhängt war weil er ſich gewellt
hatte, die Mitgliederliſte des früheren Vereins Sonptll
Wirtshaus auf der Straße. Sie konnte erſt durch das es aber, wenn der Frankfurter General=Anzeiger ſich be= Alſacien Lorraine vorzulegen. Es handelt ſich beiedm
energiſche Einſchreiten von Schutzleuten beendet werden. richten läßt, daß der Ueberfallene von ſeinem Angreifer
Prozeß vornehmlich um die Frage, ob dieſer Vereinül
Eine Anzahl Bleſſierter trug erhebliche Verletzungen da= in die Uſa geworfen worden ſei und das Waſſer der Uſa ein politiſcher anzuſehen und daher die Angabe de
von, ſo der 23 Jahre alte Arbeiter Hermann Schiefer= ihn 120 Meter fortgetrieben habe. Wie das bei dem der=
glieder
erforderlich geweſen ſei.
decker, der 50 Jahre alte Weißbinder Johann Leiſt, der zeitigen Waſſerſtand der Uſa möglich iſt, kann gewiß nur
Elberfeld, 3. Nov. (Selbſtmord einer
22 Jahre alte Schloſſer Heinrich Seuffert, der 23 Jahre der Berichterſtatter des Fr. G.=A. erklären. Jedenfalls iſt milie.) In der Nacht vom Samstag auf Sonntä
alte Maler Wilhelm Leiſt und der 23 Jahre alte Arbeiter es Sache der Behörden, dieſen Ueberfall der Oeffent=übte der Agent Leiſel mit ſeiner Familie, beſtehend allsh
Lorenz Eiſenhauer. Recht übel zu ſtehen kam auch lichkeit gegenüber mit allen Mitteln aufzuklären, damit Frau und einem Knaben von zwölf und einem Mädcen
einem 75jährigen Inſaſſen des Verſorgungshauſes ein der beliebte Wieſenweg zwiſchen Bad=Nauheim und Fried= von zehn Jahren, Selbſtmord durch Strychninvergift
heimlicher Ausflug nach der Stadt. In einer Wirt= berg nicht in Mißkredit kommt.
Auch die öffentliche
Koburg, 3. Nov. (Dementi.) Die Privatvermögen
ſchaft fand er gute Freunde, und am Ende ſeiner Spritz= Meinung in Bad=Nauheim, die ſich mit dem Vorfall leb=
ſtour
landete er fürchterlich zugerichtet, das Geſicht dick haft beſchäftigt, will nicht recht glauben daß ſich der Ueber= verwaltung des Herzogs von Sachſen=Koburg undl
gibt bekannt, daß die kürzlich durch die Preſſe gegaul
geſchwollen, auf der Rettungswache, die ihn zum Kranken= fall in der von den auswärtigen Blättern berichteten Mitteilung, der Herzog errichte in Deſſau eine Fabrim
haus beförderte.
Form ereignet haben ſoll.
Heppenheim, 2. Nov. (Konkurs.) Das Amtsgericht
wahr iſt. Eine Fabrik wird von den Deſſauer Kalimie
Lorſch hat auf Antrag eines Gläubigers die Konkurs=
in
Gröna erbaut.
eröffnung über das Vermögen des Bürgermeiſters Kohl
Dresden, 3. Nov. (Die zurückgeſandten
Zur Landtags=Erſatzwahl.
von Heppenheim verhängt.
den.) Gegenüber den unzutreffenden Meldungen
Lindenfels, 2. Nov. (Wettbewerb.) Bei dem
O Wald=Michelbach, 2. Nov. Heute fand hier eine ſchiedener Tagesblätter wird der Sächſiſche Landesdienc
vom hieſigen Verſchönerungs= und Verkehrsverein veran= Verſammlung von Vertrauensmännern ſtatt, die zum der Mitteilung ermächtigt, daß die Verleibung bkelllen
ſtalteten Wettbewerb Lindenfels im Blumen= und Pflan= Zwecke der endgültigen Aufſtellung eines Kandidaten für ſcher Ordensauszeichnungen an Oberbürgermeiſter Diltuch
zenſchmuck wurden 10 erſte 17 zweite 15 dritte und 42 die am 18. Dezember ſtattfindende Erſatzwahl zum Land= und Geheimen Hofrat Elemens Thieme anläßlich denſüſtg;
vierte Preiſe zuerkannt. Die Preiſe beſtehen in Blumen= tag von einem nationalliberalen Wahlausſchuß unter Lei= weihung des Völkerſchlachtdenkmals nach den Vorſchlägen
tung des Herrn Bürgermeiſters Stein einberufen war. der ſächſiſchen Regierung erfolgte.
pflanzen und Gerätſchaften für die Blumenpflege. Die Die Verſammlung war aus allen Teilen des Wahlkreiſes
mit dem erſten Preis Ausgezeichneten erhalten außerdem
Dresden, 3. Nov. (Familiendrama.) Geſtern
ein Diplom. Die Volksbücherei beginnt ihr außerordentlich ſtark beſucht; für jeden Ort des Kreiſes morgen gegen 5 Uhr hat der Dekorationsmaler Mall
neues Leſehalbjahr mit einem Bücherbeſtand von 598 Bän= waren ein oder mehrere Vertrauensleute erſchienen. Als ſcheffel, als ſeine Frau abweſend war, ſeine beiden Kinden
den. Sie iſt im Rathauſe untergebracht. Die Ban: Vertreter der Nationalliberalen Partei in Darmſtadt wa= von 5 und 6 Jahren in einer mit Waſſer gefüllten Wamen
ren erſchienen die Herren Juſtizrat Dr. Oſann und Re= ertränkt. Dann verſuchte er auch den 8jährigen Knabeng
tätigkeit ließ in dieſem Sommer ſehr zu wünſchen ferendar Dingeldey.
übrig. Sie umſaßte nur die Ausbeſſerungsarbeiten auf
zu ertränken. Dieſer ſchrie jedoch ſo fürchterlich, daß die
Der Vorſitzende, Bürgermeiſter Stein, eröffnete die beiden Kinder von 10 und 3 Jahren aus dem Schlafelle
der Burg, ſowie die Errichtung eines Neubaues.
Verſammlung, indem er zur lebhaften Freude der Er= wachten und ebenfalls ſchrien. Jetzt ließ Markſcheffellüon !
-g. Rimbach i. O., 3. Nov. (Meſſerſtecherei auf ſchienenen feſtſtellte, daß Herr Oberamtsrichter Wünzer weiteren Mordverſuchen ab und erhängte ſich im Wohn=
der
Kirchweih.) Heute nacht geriet der Obſthändler ſich bereit erklärt habe, für die Wahl zu kandidieren. Mit zimmer.
Nikolaus Platt von Rimbach vor einer hieſigen Wirt=lebhafteſtem Beifall wurde der anweſende Kandidat be=
Lübeck. 2. Nov. (Großfeuer.) Heute nachmillgg
ſchaft mit dem Landwirt Michael Mader in Streit, bei grüßt. Der Genugtuung der Verſammlung über die Kan= gegen 4 Uhr brach ein rieſiges Feuer auf den weitllee
dem Platt zum Meſſer griff und den Mader durch Stiche didatur Wünzer gab Herr Gemeinderechner Bickel aus dehnten Holzplätzen der Firma Brügmann undhmit
in das Genick tödlich verletzte ſo daß dieſer nach ganz Affolterbach warmen Ausdruck Er konnte als ein Mann, Hafeneingang aus und wütete bis zum ſpäten Abend in
kurzer Zeit ſtarb. Der Täter iſt flüchtig. Er iſt am 4. Ok=der dem verſtorbenen Abgeordneten Dr. Heidenreich per= unveränderter Gewalt. Die Stadt und Umgebung Malen;
tober 1885 geboren und verheiratet; als beſondere Kenn= ſönlich nahegeſtanden hatte, mitteilen, daß ſchon Dr. Hei=
zeichen
werden angegeben: Narbe auf der Wange, denreich auf Oberamtsrichter Wünzer als den richtigen taghell erleuchtet. Hilfe leiſteten die Feuerwehr in dübeck!
O=Beine, ſchwarzes Haar und ebenſolchen Schnurrbart, hat Nachfolger hingewieſen habe. Dann ergriff Oberamts= und zahlreiche Wehren der Umgegend, ebenſo die Mällo=s
richter Wünzer ſelbſt das Wort; er dankte in herzlichen, ſen der erſten Minenſuchdiviſion. Den vereinten Anſtren=, aufgeregtes Weſen und ſpricht ſehr haſtig.
Worms, 2. Nov. (Stiftung.) Der Geſellſchaft für freudigen Worten für das reiche Vertrquen, das ihm ent= gungen gelang es, ein Uebergreifen des Feuers auf. dies
Kaufmannserholungsheime iſt jetzt das erſte größere Ver=gegengebracht werde, und verſprach, im Falle einer Wahl benachbarten Holzplätze zu verhindern. Der Brand Er=s
mit aller Kraft für die Intereſſen dieſes Bezirkes zu ar= innert an die großen Feuersbrünſte, die im Mai unde
mächtnis zugefallen. Der jüngſt verſtorbene frühere Pro=
beiten
. Er forderte die Vertrauensleute auf. nun auch mit Juni ſich hier ereigneten und deren Urheber nicht ermitteltt
kuriſt der Firma Cornelius Heyl Wilhelm Nebel, hat der
freudiger Energie an die Agitation zu geben. Er ſelbſt ſind. Es beſteht kein Zweifel daß auch dieſes Feuer vonn
Geſellſchaft den Betrag von 50000 Mark vermacht. Zur werde in den kommenden öffentlichen Verſammlungen Ge= dem berüchtigten Brandſtifter gelegt worden iſt, auff
dauernden Erinnerung an den hochherzigen Stifter hat legenheit haben, ſein politiſches Programm zu entwickeln, deſſen Ergreifung insgeſamt bereits 13 500 Mark Beloh=,
die Geſellſchaft beſchloſſen, eine Bronzetafel mit ſeinem Dann ſprach Herr Dr. Oſann. Er gab ſeiner großen nung ausgeſetzt ſind.
Bildnis im Ernſt=Ludwig=Heim in Salzhauſen anbringen Freude Ausdruck, daß man in Wünzer einen Mann als
Graz, 2. Nov. (Neue Löwenſpuren in derr
zu laſſen. Die Herbſttagung des Verbandes Kandidaten gefunden habe der für den Landtag einen Stubalp.) Nachdem in der Stubalp jetzt Schnee ge= Kunſtfreunde in den Ländern am Rhein großen Gewinn bedente Er ſei, wie es kaum ſonſt einem fallen iſt, hat man die Fährte eines Raubtieres deutlichern
unter dem Protektorat des Großherzogs Ernſt Ludwig Beamten gelingt, mit Land und Leuten ſeines Bezirkes noch als bisher wahrnehmen können. Die bisherigen Ver=
findet
am kommenden Samstag hier ſtatt Aus dieſem aufs innigſte verwachſen, er ſei der Freund der Bewohner mutungen, daß hier Löwenſpuren vorliegen, ſind aufs neuey
Anlaß wird am darauffolgenden Sonntag in den Räumen dieſes Landes und wer zu ihm komme, könne allezeit einer gerechtfertigt worden. Es handelt ſich aber, wie demen
der neuen ſtädtiſchen Gemäldegalerie eine Ausſtellung der herzlichen, freundſchaftlichen Aufnahme gewiß ſein. So Schwäbiſchen Merkur geſchrieben wird, bei dieſen Spurenn
preisgekrönten Kunſtwerte des Eſſener Wettbewerbs des von dem Vertrauen des Volkes getragen, als Menſch und um eine 25 win. Schon neulich hat der Direktor der kai=,
geſamten Verbandes ſowie weiterer Arbeiten der preis= als Beamter gleich ausgezeichnet, werde Wünzer im Land= ſerlichen Menagerie in Schönbrunn verſchiedene Raubtieren
gekrönten Künſtler ſtattfinden.
tage und in der Partei eine angeſehene und führende Per=über Graphitpavier und Lehmboden gehen laſſen, um ge=s

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Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 4. November
ſchte Fährtenabdrücke zu erhalten. Bei einem Vergleich wie Schultze oder Schmidt unterzeichnet war, enthielt
ſie ſer Abdrücke mit den Spuren von der Stubalp ergab nicht ein einziges Wort darüber, daß Liebknecht in der
daß die letzteren mehrfach übereinſtimmten mit der Verwendung des beigefügten Materials (der Kornwalzer)
ihrte einer Löwin. Ebenſo wurden verſchiedene einge= irgend welche Rückſichten nehmen ſollte. Liebknecht ge=
ſtedte
Loſungen in Schönbrunn unterſucht. Bei einer ſol= winnt die Ueberzeugung, daß irgend jemand, der durck
din von kleiner Form ſagten alle Raubtierwärter: Dös dieſe Geheimberichte bloßgeſtellt werden könnte, nicht der
von an Wolfen! Eine andere größere Loſung aber Urheber der Sendung ſein könne, insbeſondere auch nicht
hielt ein ganzes Büſchel Haare; nun pflegen aber nur Herr Brandt. Zeuge erklärt ſodann, daß ihm Herr von
ſſit Raubkatzen ihre Beute mit Haut und Haaren zu ver= Metzen nicht bekannt geweſen ſei. Er habe den Namen
hlingen, während die Wölfe tranchieren‟. Demnach zum erſten Male vor dem Unterſuchungsrichter gehört, er
harnmt dieſe Loſung von einer Großkatze. Dieſe iſt übri= habe nie mit ihm geſprochen, nie mit ihm korreſpondiert
ſeas in der letzten Zeit von mehreren Bauersleuten bei und nie in ſonſtiger Weiſe mit ihm verhandelt. Auch mit
fiberegg und im dortigen Waldgebiet geſehen und wie Herrn Auguſt Thyſſen, zu dem er gar keine Beziehungen
lgt beſchrieben worden: Größe wie ein ſtarker Hund, habe, habe er nicht in der Sache verhandelt. Das Origina
hr langgeſtreckt und vorn ſtärker gebaut als rückwärts. des Schreibens hat Zeuge Liebknecht vernichtet, weil er
hioßer und hochgetragener Schädel, ſehr lang behaart, be= nicht wollte, daß jemanden der ihm in einer ſo wichtigen
ders vorn. Lange Rute, am Ende ſtark buſchig. Röt= Sache ſein Vertrauen geſchenkt habe, Unannehmlichkeiten
ſch graue Farbe. Etwa 500 Stück Haustiere ſind daraus erwüchſen. Hierauf wurde Landrat a. D. Röt=
er
. Beſtien bereits zum Opfer gefallen, und die Menge ger nochmals vernommen wegen ſeines Beſtrebens
ſon Wild dürfte noch größer ſein. In dem ſonſt ſehr wild= Kenntnis von dem Geſetzentwurf über den unlauterer
ichen Revier bei Stainz wurden am 19. Oktober Treib= Wettbewerb zu erhalten. Der Zeuge verneint, daß e=
den
(nicht auf Löwen!) veranſtaltet, welche die kläg= dabei im Auge gehabt habe, ſtrafbare Handlungen der
che Strecke von zwei Haſen ergaben. Die Raubtiere Berliner Vertretung auszuſchalten. Sodann wird der
heren eben dort die Jagdherren: in Wahrheit auch ein Sekretär Kern vom Berliner Bureau vernommen. Er
Jägerſchreck. Ueber die Herkunft der Raubtiere gibt eine Darſtellung der Tätigkeit Brandts und erklärt
ſichen immer neue Vermutungen auf. Der Löwe könnte daß Brandt auch außerhalb des Bureaus für die Firma
ſt- einer Menagerie entſprungen ſein. Die Wölfe aber, tätig war, ſo bei der Anfertigung des bereits öfters er=
äußerten
verſchiedene Jäger, könnten vielleicht durch wähnten Buches. Als letzter Zeuge wird Direktor
Kriegsgetümmel aus dem Balkan vertrieben worden Rauſenberger vernommen dem die Kornwalzer zu
ſin und ſeien nun in das friedliche Oeſterreich eingedrun= gegangen ſind. Zeuge hatte nicht den Eindruck, daß die
Eine andere Erklärung bietet mehr Wahrſcheinlich= Informationen auf Indiskretionen zurückzuführen ſeien.
. Ein Bildhauer aus Graz beſaß in dieſem Frühjahr Benutzt habe er für ſein Konſtruktions=Bureau die Brandt=
ſſeun
junge Wölfe, die ihm ein ehemaliger Gehilfe ſchen Kornwalzer nicht. Die weitere Vernehmung des
lu Rumänien zugeſchickt hatte. Er brachte vor ſeiner Zeugen erfolgt hatte nachmittag in einer geheimen Sitzung.
Pirkſtätte einen Käfig an und die Vorübergehenden hatten Es wird für heute die Oeffentlichkeit der Verhandlungen
ſie Freude an den drolligen Tieren. Bald ſtellten ſich ausgeſchloſſen. Die nächſte öffentliche Sitzung wird auf
luch Käufer ein: zuerſt einige Studenten, welche ein Paar morgen vormittag 9 Uhr feſtgeſetzt. Schluß 12¼ Uhr.
pir den jungen Wölfen an ihre Eltern nach Kärnten und
rain ſchickten. Die übrigen wurden an Tierfreunde bei
ſſtaz und in Steiermark verkauft. Später erfuhr der
Der Kiewer Ritualmordprozeß.
ſſildhauer, daß vier dieſer Wölfe ausgeriſſen ſeien und daß
* Kiew, 2. Nov. Heute begannen die Gutachten
ſam nur einen wieder eingefangen habe. Es iſt nun ſehr der theologiſchen Experten. Pranaites erklärte, der Tal=
ſſahrſcheinlich
, daß dieſe inzwiſchen ausgewachſenen Wölfe mud enthalte indirekte Anzeichen und Vorſchriften, chriſt
ſh auf der Stubalp herumtreiben und zu dem Bauern= liches Blut zu genießen. Der Fall Juſchtſchinsky ſehe
heck ihr Teil beitragen.
ganz nach einem Ritualmord aus; beſonders die 13 Wun
Paris, 3. Nov. (Schadenerſatzprozeß.) Wie den an der Schläfe und die Verletzungen am Halſe wieſen
ſr. Toulouſe gemeldet wird, hat der Gatte der Tänzerin darauf hin. Die Geſchichte kenne 200 von Juden be=
hywia
d’Orna, die infolge des Eiſenbahnunfalles wahn= gangene Ritualmorde.
innig geworden iſt, gegen die franzöſiſche Südbahngeſell=
heft
einen Schadenerſatzprozeß auf 40000 Francs ange=
frimgt
.
Sport, Spiel und Turnen.
Mons, 3. Nov. (Streik.) Heute vormittag begann
nwielen Gruben die Periode die eine Lohnreduktion von
Einiges vom Golfplatz.
Prozent bringt. Infolgedeſſen weigerten ſich 2000 Berg=
* Was iſt das eigentlich für ein Spiel Golf?! Man
ſtuke in der Umgebung von Mons einzufahren. Man be=
ſieht
auf grünen Raſenplätzen Leute mit langen Stöcken
ſtrehtet eine Verſtärkung der Streikbewegung.
herumgehen, die ſie aus einem Sack mit ähnlichen Stöcken
London, 3. Nov. (Die Frauenrechtlerinnen.) nehmen. Hie und da ſchlägt einer auf einen kleinen weißen
ſepzte Nacht wurde verſucht, den Bahnhof Streat= Ball. Irgendwo iſt ein Loch. Offenbar wollen die Spie=
lamm
Hill in Brand zu ſetzen. Der Feuerwehr ler den Ball dorthin ſchlagen. Owehl vorbei, wieder vor=
elang
es den Brand zu löſchen. Mit Benzin getränkte bei. Der Spaziergänger lächelt mitleidig und denkt, Gott
batte und Flugſchriften über das Frauenſtimmrecht wur= ſei Dank, daß ich dieſes ſinnloſe Spiel nicht mitzumachen
n gefunden.
London, 3. Nov. (Schiffsunglück.) Aus Ply= brauche. Und was ſagt dazu der Spieler? Er
ſottth wird gemeldet: Der Kapitän des Dampfers Sa= ſieht in der Ferne, etwa 300 Meter weit, eine kleine Fahne
ne der geſtern in Plymouth eintraf, berichtet, er habe emporragen. Es ſetzt ſeinen Ball auf ein kleines Sand=
häufchen
auf was nur beim erſten Schlag erlaubt iſt
Sctaſo, einem Orte an der ſpaniſchen Küſte, die Nach=
ſch
von dem Untergange eines ſpaniſchen Dampfers am und den Schlag erleichtert. Er nimmt ſeinen erprobten
. Oktober erhalten. Der Dampfer, deſſen Name nicht ge= Holzſchläger, mit dem man die weiteren Bälle ſchlägt. Er
hat ihn aus Hunderten ähnlichen Schlägern herausge=
nnt
wird, iſt mit einer Mannſchaft von 21 Köpfen ge=
ſucht
; er iſt in manchem Kampf erprobt und für ihn das
Unsen.
was einem Ritter ſeine Turnierlanze, dem Sarazenen
Petersburg, 2. Nov. (Kongreß.) Hier iſt heute der
ſiſte Kongreß ruſſiſcher Homöopathen mit über ſechshun= ſeine Toledoklinge war. Nun ſetzt der Spieler zum Schlage
an. Eine kleine Mutloſigkeit, ein Zaudern oder Schwanken
er=Teilnehmern eröffnet worden.
und der Ball flattert hüpfend nur 100 Meter und endigt
im Sandhügel, der ſeine weiten Arme willig dem miß=
lungenen
Ball öffnet, um ihn nur ungern wieder heraus=
Gerichtszeitung.
zugeben.
Iſt aber jeder Muskel des aufwärts Schwingenden
Prozeß Brandt.
ſcharf und richtig geſpannt und löſt ſich dieſe Spannung
H.B. Berlin, 3. Nov. Im Krupp=Prozeß teilte der in rhythmiſchen, müheloſen Schwung, dann ſteigt der Ball
ofſitzende heute mit man habe beſchloſſen, General von erſt langſam, dann raſcher und landet in ſchlanker Kurve
ſlücking und den zuſtändigen Dezernenten der Feldzeug= 200 Meter vom Abſchlagsplatz.
keiterei in der Angelegenheit des Zeugleutnants Hoge
Der erſte Schlag iſt gelungen; nun kommt der zweite,
laden. Dann wird mit der Vernehmung des Direk= faſt noch ſchwierigere. Man erreicht den Ball; er liegt
r* Dreger fortgefahren. Dieſer erklärte, v. Metzen hätte jetzt 100 Meter von der Fahne, die in der Mitte eines
ſinerzeit durchblicken laſſen, daß die Forderung Brandts glatt und kurz geſchorenen Raſenſtückes ſteht. Wird es ge=
f
Gehaltserhöhung auf erpreſſeriſche Abſichten zurückzu= lingen, ihn in die Nähe der Fahne, jedenfalls aber auf den
hren ſei. Bei einer Direktorial=Konferenz habe Dreger kurz geſchorenen Raſen zu ſchlagen? Man nimmt jetzt einen
ine Bedenken über Brandt zur Sprache gebracht. Auf Schläger mit einem eiſernen Kopf, da Richtung und
Uhr Konferenz wurde es als taktiſcher Fehler bezeichnet, nicht Entfernung verlangt wird. Jeder Nerv iſt ge=
ſſif
man die Berichte Brandts ſo geheim gehalten habe. ſpannt; man weiß, eine Abweichung von einem halben
Juſtizrat v. Gordon bringt nun einen Zeitungsartikel Zentimeter beim Schlag, bedeutet 20 oder 40 Meter von
r Sprache, in dem Herr v. Metzen die Behauptung auf= der Fahne entfernt zu landen.
ſteellt hat, er habe poſtwendend nach der Zuſtellung der
Ein zu ſtarker oder zu ſchwacher Schlag ſendet den
lage von Direktor Gräger ein Schreiben erhalten, in Ball weit darüber hinaus, oder läßt ihn lange vor der
Im dieſer erklärte, man wünſche ſich zu einigen und ſei Fahne liegen. Der Schlag gelingt zur Not. Er iſt nicht
lſch- abgeneigt v. Metzen bis zum Ablauf ſeines Ver= in der Nähe der Fahne, die in dem Ziel=Loch ſteckt und jetzt
uges, alſo bis 1916, das Gehalt zu zahlen. Der herausgenommen wird, doch auf dem Grün, dem kurz ge=
kuge
beſtreitet auf das entſchiedenſte, einen ſolchen Brief ſchorenen Raſen, d. h. etwa 15 Meter davon entfernt. Nun
ſſchorieben zu haben. Er hatte die Abſicht, ſich für Herrn wird der Ball nicht mehr in die Luft geſchlagen, ſondern
Metzen zu verwenden, fiel aber damit bei der Firma gerollt. Es kommt die Entſcheidung des Spiels, denn
fümdlich ab. Der Zeuge äußert ſich nun auf die Frage mein Gegner iſt ebenfalls mit zwei Schlägen auf das
s Rechtsanwalts Dr. Löwenſtein über Brandt. Brandt Grün gekommen. Gelingt es mir, mit einem Schlag
ääußerſt pünktlich und pflichteifrig geweſen. Er arbeitete den Ball in das kleine Loch hineinzurollen, was Zuſam=
it
größtem Eifer an ſeiner weiteren Bildung. Zeuge menehmen und Fertigkeit erfordert, während der Gegner
übe ihn für einen ſehr gutmütigen Menſchen gehalten. noch zwei Schläge braucht, dann habe ich das Loch, das
leigge bemerkt am Schluß ſeiner Vernehmung mit er= erſte von 9 oder 18 folgenden, die alle in Länge und Art
übtener Stimme, v. Metzen habe ihm während der ganzen verſchieden ſind, gewonnen, denn ich habe dazu im
meinſamen Berliner Tätigkeit nicht ein einziges Mal ganzen 3, mein Gegner 4 Schläge gebraucht. Und ſo geht
ſne Andeutung darüber gemacht, daß Brandts Tätigkeit es weiter. Bei guten Spielern handelt es ſich faſt ſtets
heals Beſtechung charakteriſiere. Zeuge v. Metzen er= nur um eine Differenz von einem Schlag. Es entſcheidet
ir demgegenüber, er vermöge den Begriff der Beſtechung der Nerv, die Freiheit und Entſchiedenheit des Schlags.
ſſch: zu definieren, er war ſich aber von vornherein darüber und auch hier gilt der Spruch: Werwagt, gewinnt.
ür, daß es etwas Ungehöriges war, Militärperſonen zu
Dies iſt eine Art des Spiels, doch hat dieſes viele
lnar Pflichtverletzung zu verleiten. Zeuge Dräger er= Variationen Man kann es auch zu dreien und vieren mit
Mirt., daß man ihm darüber niemals etwas mitgeteilt hat. 2 3 oder 4 Bällen ſpielen. Auch allein iſt das Spiel mög=
Unter großer Spannung wird hierauf der Abg. Dr.lich. Was das Spiel beſonders auszeichnet, iſt das In=
ſte
bknecht vernommen. Zeuge bekundet: Einige Tage, tereſſe, das jeder, der es wirklich ſpielt, daran nimmt, ſelbſt
ſar er das erwähnte Schreiben an den Kriegsminiſter wenn er zweifelnd daran ging. Man kann jahrelang
ſleichtet habe, ſei bei ihm ein Brief mit dem Poſtſtempel ſpielen und lernt nie aus. Es gleicht darin dem Billard=
rin
eingelaufen. Dieſer enthielt faſt wörtlich das, was ja es iſt eine Art großen Billards, nur intereſſanter, weil
wäter dem Kriegsminiſter mitgeteilt habe. Es heißt kein Ball einem früheren ganz gleich iſt. Der Wechſel der
deem Schreiben, die Firma Krupp unterhalte in Berlin Jahreszeiten kommt der Mannigfaltigkeit des Spiels zu=
nem
früheren Feuerwerker namens Brandt mit der Auf= gute, indem der weiche Boden andere Schläge verlangt,
bbe. ſich an einzelne Perſonen, beſonders an Militär=als der harte, und ſelbſt Sturm und Regen, bei anderen
Ante, heranzumachen, um ſie durch Beſtechung zum Ver= Sports verhaßt, können den Reiz dieſes königlichen Spiels
ſt nnilitäriſcher Geheimniſſe, ſoweit ſie die Firma Krupp erhöhen.
Vor allem ſpricht aber für Golf die geſunde Bewegung,
feneſſierten, zu veranlaſſen. Es ſei insbeſondere die
Mäfgrabe Brandts, ſich über die Konkurrenz zu orientieren, die den ganzen Körper gleichmäßig durcharbeitet, ohne
imeentlich über die von den anderen Firmen geforderten daß, wiebeianderen Sports, das Herzüber=
ſeiſſe
. Die auf dieſe Weiſe gewonnenen Informationen anſtrengt wird. Deshalb eignet es ſich ſo ausgezeich=
des
Brandt als Geheimberichte in großer Zahl nach net für ältere Leute. Wenn unſere Aerzte, wie in
hem. Dem Brief waren 15 Abſchriften von ſolchen Ge= England. Frankreich und Amerika, den Wert dieſes Spiels
lmberichten beigelegt. Der Brief, der mit einem Namen für die Geſundheit erkannt haben werden dann wird die

1913.
Seite 5.
Bebensdaner vieler zu ſihender Lebensweiſe Gezwungener
erheblich verlängert werden und der verſtändige Hausarzt
wird nicht zögern, denen eine Stunde Golf zu verord=
nen
, die bis jetzt mit einem 1½ſtündigen Spaziergang
hauszukommen glaubten.
* Fußball. F.=K. Olympia 1898. Bei dem am
n Sonntag in Kaſtel ausgetragenen Meiſterſchaftsſpiel gegen
nden Kaſteler Fußball=Verein konnte Olympia nur ein un=
entſchiedenes
Reſultat erzielen. Die 2. Mannſchaft, die
auf dem Olympiaſportplatz gegen die 2. Mannſchaft des
tKaſteler Fußball=Vereins ſpielte, gewann mit der hohen
Torzahl 6:0. Die Kaſteler Verteidigung war dem flinken
I Stürmerſpiel nicht gewachſen und mußte ſich dieſe hohe
rNiederlage gefallen laſſen, nachdem ſie Sportklubs 2.
1.0 geſchlagen hatte. Die 3. Mannſchaft gewann gegen
n die 3. Mannſchaft des Mainzer Fußball=Vereins 511. Auch
hier zeichneten ſich beſonders die Stürmer durch ſchönes,
5, flottes Spiel aus.
* Pferdeſport. Rennen zu Saint=Cloud,
r3. November, Prix des Chryſantemes; 3000 Francs: 1. F.
Carters Gonneville (Lemmel), 2. Endiablée, 3. Kouka II.
20:10; 19. 14:10 Prix de Mezy; 4000 Francs: 1. Wat=
rſons
Honey (O'Neill), 2. Tom Barcklay, 3. Cidarica.
t29:10; 16, 24, 96:10. Prix des Oſeraies; 5000 Francs:
1. E. Blancs Chut (Stern), 2. Granita, 3. Curandor.
27110; 12, 17110. Prix des Ormes; 3000 Francs: 1. L.
Frédsrie=Moreau’ Hermance (F. Lane), 2. La Parigote,
=3 La. Chaumiére. 594:10; 150, 28, 22110. Prix des
eSorbiers; 6000 Francs: 1. C. de la Torres Lelio V (J.
Childs), 2. Auri Sacra, 3. Ecaille II. 64:10; 28 18,
=33:10. Prix de Fouilleuſe; 4000 Francs: 1. J. Lieuz
sLe Lheris (Botrequin), 2. Sur de Nil, 3. El Paſſo.
272:10; 41, 24, 40:10.
Rugby. In Stuttgart kam das fünfte Liga= Wett=
fſpiel
des Süddeutſchen Rugby=Verbandes
zwiſchen dem Verein für Bewegungsſpiel Stuttgart und
dem Fußballklub Heidelberg-Neuenheim zum Austrag
und wurde von Neuenheim mit 5:0 gewonnen.
* Schach. In Wiesbaden gewann bei einer Si=
multanvorſtellung
der Weltmeiſter Dr. Lasker von 28
Partien 25, verlor eine an Dr. Antze=Bremen und
= machte remis gegen die Herren Fürſtweger=Mainz und
*Dr. Fedderſen=Wiesbaden.
* Lawn=Tennis. Die 1. Lawn=Tennis=Mannſchaften
auf gedeckten Plätzen, die am Montag in Stockholm
begannen hatten folgendes Ergebnis: Im Einzelſpiel ge=
wann
der Deutſche H Kleinſchroth=München gegen Rov=
ſing
zurückgezogen, Wilding (Auſtralien) ſchlägt Wemerhren
(Schweden) 60, 6:8, 8:6, Germot (Frankreich) ſchlägt Nylen
(Schweden) 3:6, 6.1. 6:4; zweite Runde: Wilding ( Auſtra=
lien
) ſchlägt H. Kleinſchroth=München 8:6, 6:4, 11:9, Berg=
mann
=Dresden ſchlägt Möller (Schweden) 4:6, 6:0, 6:4,
6:1. Im gemiſchten Doppelſpiel gewannen Frau Fick=
nSatterwall
gegen Frl. Bjurſtedt=Möller (Schweden) 3:6,
6:3, 6:0.
Luftfahrt.
Die Erbauerin des Beh=Luftſchiffes in Konkurs.
* Düſſeldorf, 3. Nov. Die Deutſche Luft=
ſchiffwerft
, G. m. b. H. in Düſſeldorf, hat
*Konkurs angemeldet. Die Luftſchiffwerft iſt auf
4einer früheren Münchener Geſellſchaft aufgebaut. Im No=
vember
vorigen Jahres hat das Unternehmen die hieſige
rLuftſchiffhalle bezogen, wo es ein neues, halbſtarres Ver=
ſuchsluftſchiff

1 (Veh=Luftſchiff) fertigſtellte.
Dieſes Luftſchiff führte am 25. Oktober nach dreimonati=
nger
Pauſe wieder eine kurze Werkſtättenfahrt aus. Seine
erſte Fahrt hat es am 8. Juli unternommen. Bei einer
zweiten Fahrt, die das Luftſchiff am 11. Juli bei ungün=
ſtiger
Witterung ausführte, mußte es bei Oberembt ber
Jülich eine Landung vornehmen, die zur Abmontierung
des Luftſchiffes führte. Daß die Wiederzuſammenſetzung
einige Monate in Anſpruch nahm, ſcheint, wenn auch in
der Zwiſchenzeit einige Neuerungen angebracht wurden,
in erſter Linie auf die Geldknappheit der Geſellſchaft
zurückzuführen zu ſein. Die Geſellſchaft ſelbſt teilt zu dem
Konkurs mit: Es iſt uns nicht gelungen, die für den Aus=
bau
unſeres Typs nötigen Geldmittel zu beſchaffen. Wir
hoffen jedoch, durch Verwertung unſerer Patente, Bau=
pläne
und des fertigen Verſuchsluftſchiffes unſere Außen=
ſtände
begleichen und Mitarbeiter entſchädigen zu können.
Die Gründe für dieſen Ausgang des Unternehmens ſind
einzig finanzieller Natur. Während dem deutſchen Luft=
1ſchiffbau in den vorhergegangenen Jahren reichlich Mittel
zufloſſen es ſei hier nur an die Motorluftſchiff= Stu=
diengeſellſchaft
zugunſten Parſevals, an die Nationalſpende
für Zeppelin, an Siemens=Schuckert und Lanz erinnert
mußte ſich die Deutſche Luftſchiffwerft mit der Sammlung
kleiner Einzelbeträge begnügen. Auch ergaben ſich wie=
derholt
Unterkunftsſchwierigkeiten; mehrfach mußten ſogar
die Bauarbeiten unterbrochen werden, bis Stiftungen von
Krupp, den Mannesmannwerken und andere kräftiger aus=
halfen
. Schließlich erkannte das preußiſche Kriegsmini=
ſterium
durch Zahlung eines bedeutenden Barzuſchuſſes
das grundſätzlich Neue und Rationelle der Konſtruktion an
und ermöglichte die erſten Probefahrten. Dieſe ergaben
neben hohen techniſchen Qualitäten die Notwendigkeit
einiger Aenderungen, wie ſie durch den Charakter des
V 1 als eines Verſuchsluftſchiffes bedingt erſcheinen und
noch keinem neuen Typ erſpart geblieben ſind. Es han=
delt
ſich vor allem darum, die Gashülle in einzelne Zellen
zu teilen, was nur aus Geldnot unterblieben iſt, und den
alten Kiel durch einen neuen zu erſetzen. Wenn ſich die
Deutſche Luftſchiffwerft durch Fehlen der hierzu erforder=
lichen
Mittel zur Einſtellung ihres Betriebes gezwun=
gen
ſieht, ſo wird ihr doch das unbeſtreitbare Verdienſt
bleiben, als erſte im Luftſchiffbau ein widerſtandskräftiges
und im Gewicht leichtes Stahlrohrgerippe praktiſch vor=
geführt
zu haben.
* Paris, 3. Nov. Der franzöſiſche Flieger Gals
tier, der infolge des Verſagens des Motors in der ver=
botenen
Zone von Dünkirchen landen mußte, wurde un=
verzüglich
von Gendarmen angehalten und das
Flugzeug unter Bewachung geſtellt. Die Behörden
wollen die Entſcheidung des Kriegsminiſters abwarten,
bevor ſie Galtier die Erlaubnis zum Weiterflug erteilen.
Landwirtſchaftliches.
Vortragskurſus für praktiſche Land=
wirte
. Die Landwirtſchaftskammer für das Großher=
zogtum
Heſſen wird auch in dieſem Winter, und zwar in
der Zeit vom 6. bis 9. Januar 1914 einen Vortragskurſus
in Darmſtadt abhalten. Es ſind Vorträge aus den
verſchiedenſten Gebieten vorgeſehen und iſt die Landwirt=
ſchaftskammer
zurzeit bemüht, als Referenten erſte Autori=
täten
zu gewinnen. Da die Kurſe in den letzten Jahren
von den Landwirten ſehr ſtark beſucht waren und ſich die=
ſelben
allmählich zu einem Sammsbmunkt unſerer heſſiſchen

[ ][  ][ ]

Nummer 265.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 4. November 1913.
Landwirte während der Winterzeit ausgeſtallt haben, ſol Lange vor der Ankunſt der Herzoglichen Herrſchaften um ſlier. Die Aakuſt des Herzogspaares erſolgte un Piſ
iſt auch in dieſem Winter wieder eine ſtarke Beteiligung ſäumt eine dicht gedrängte Menge Kopf an Kopf die Uhr. Das Wetter hatte ſich unterdes aufgellärt. Au
zu erwarten. Die Vortragsthematas und die Namen der Einzugsſtraßen. Das Wetter iſt trübe und regendrohend. dem Schloßhof waren zwei Ehrenkompagnien vom hie=
Reſerenten werden ſpäter bekannt gegeben.
* Völpke, 3. Nov. Bei der Ankunft des her= ſigen braunſchweigiſchen Infanterie=Regiment Nr. 92 auff=
Schlachtviehmarkt Darmſtadt. Schweine=zoglichen Sonderzuges bei Völpke hielt Staats= geſtellt. Bei der Einfahrt des Herzogspaares in deu
markt am 3. November. Auftrieb durch Händler 156 miniſter Hartwieg folgende Anſprache: Durchlauchtig= Schloßhof präſentierten die Ehrenkompagnien und die
Schweine durch die Bezugsvereinigung 84 Schweine. ſter Herzog, durchlauchtigſte Herzogin! Eure Königlichen Regimentsmuſik ſpielte den Präſentiermarſch und daram
Preiſe für 50 Kg. Schlachtgewicht: 1. Qualität 81 M.,1 Hoheiten haben nach der Annahme der Regierung hier ſo= anſchließend die Nationalhymne. Unter dem von einenn
2. Qualität 80 M., 3. Qualität 79 M. Marktverlauf: leb= eben vaterländiſchen, braunſchweigiſchen Boden betreten. prächtigen Baldachin überſpannten Portal des Schloſſes
haft. wenig Ueberſtand.
Das langjährige Sehnen und Hoffen des braunſchwei= begrüßten die Hofſtaaten das Herzogspaar. Der Herzöch
Frankfurt a. M., 3. Nov. (Schlachtvieh= giſchen Volkes iſt erfüllt. Mit Dank gegen Gottes all= nahm ſodann den Vorbeimarſch der Ehrenkompagnien abl
markt.) Auftrieb: Rinder 1543, Ochſen 505, Bul= mächtige Gnade, die uns bis hierher gebracht hat, heiße Unter hohem Vortritt begaben ſich die Herrſchaften nach
len 62 Kühe 976, Kälber 305, Schafe 185, Schweine 2335. ich namens des Herzogtums Eure Königlichen Hoheiten dem Ballſaal, wo die Vorſtellung der Hofſtaaten erfolgte.,
Marktverlauf: Rinder, Kälber, Schweine: gedrückt; ehrſurchtvollſt und herzlichſt willkommen. Daß aller Her= Der Herzog verlas ſodann die Thronrede der die Mitglie=
Schafe ruhig. Rinder und Schweine Ueberſtand. Och= zen Eurer Königlichen Hoheiten entgegenſchlagen, daß das der des Staatsminiſteriums und der Ständeverſammlung
ſen a) 5055 (9195), b) 4750 (8591) c) 4446 ganze Land mit feſtem Vertrauen zu Euter Königlichen beiwohnten.
Die Thronrede.
(8185); Bullen a) 4850 (8083), b) 4346 (7480);! Hoheiten aufblickt, dieſe Ueberzeugung kann ich hier aus=
Kühe a) 4850 (8690), b) 4650 (8689), c) 1. 4347 ſprechen, in dem Augenblick, wo ein Glied des angeſtamm=
* Braunſchweig, 3. Nov. Die Thronredg
(8390), 2. 4145 (7684), d) 3340 (6680), e)
531 ten Herrſcherhauſes den Thron beſteigt. Gott der Here welche der Herzog Ernſt Auguſt im Thronſaal ven
(5770); Kälber a) 6065 (102110), b) 5558 (93 ſchirme, ſchütze und ſegne Eure Königlichen Hoheiten. las, hat folgenden Wortlaut: Meine Herren Abgeordneteni
bis 98); Schafe 4546 (9496); Schweine a) 6063
* Braunſchweig, 3. Nov. Das Her=Mit Dank gegen Gott, der aus tiefſtem Herzen kommt, bes
(7880), b) 6062 (7780), c) 6063 (7880).
zo gspaar iſt heute mittag 12.37 Uhe auf grüße ich zugleich namens der Herzogin, meiner Gemahlin
dem Hauptbahnhofe eingetroffen. Die Mitglieder des Sie, meine Herren, heute hier in meinem Reſidenzſchloß
Staatsminiſteriums waren den hohen Herrſchaften bis zur 1 Die mich beſeelenden Gefühle habe ich bereits in Hei
Landesgrenze bei Völpke entgegengefahren. Auf dem Patent, mittels deſſen ich die Regierung angetreten habs
Der Einzug des Herzogspaares Bahnhof waren die Vertreter der ſtaatlichen Behörden und ausgeſprochen. Den Jubel der Bevölkerung bei unſerei
die Hofſtaaten zur Aufwartung erſchienen. Das Herzogs= Einzug in das Land und in die Reſidenz betrachten Mie
in Araunſehwetg
paar trat unter dem Jubel der Bevölkerung ſeinen feier= als ein ſichtbares Zeichen der Liebe und des Vertraueſis=
lichen
Einzug in die neue Reſidenz Braunſchweig an. welches uns die geſamte Einwohnerſchaft des Landes eull
Zu dem Abſchied in Rathenow.
Auf dem Friedrich Wilhelmsplatze wurde das Paar von gegenbringt. Es wird mein ſtändiges Beſtreben ſein,di
* Rathenow 3. Nov. Um 9.58 Uhr verließ das den ſtädtiſchen Körperſchaften empfangen. NachEinlaufen Regierung ſo zu führen, daß jeder, ohne Unterſchieddec
Herzogspaar Rathenow. Gegen ¾9 Uhr fuhren des Zuges entſtiegen der Herzog in der Uniform des Perſon, die Ueberzeugung gewinnen wird, tatkräftige Fült
die Herrſchaften von ihrer Villa durch die reichgeflaggte Braunſchweigiſchen Huſaren=Regiments Nr. 17 und die ſorge für das Gedeihen des Landes und das Glück dert
Bahnhofſtraße nach dem Bahnhof. In den Straßen bil= Herzogin in einer weißſeidenen Robe mit blauſeide= Braunſchweiger ſei der Leitſtern alles meines Handelſs
deten die Zietenhuſaren Spalier. Eine große Menſchen= nem Uebermantel. Im Gefolge befanden ſich die drei und Tuns. Dazu, meine Herren, bedarf ich inbeſontll
menge brachte dem hohen Paare herzliche Abſchiedsgrüße! Mitglieder des Staatsminiſteriums Hartwieg, Wolff und Ihres vollen Vertrauens und Ihrer treuen Mitarbeit,wie
dar. Auf dem Bahnhof war die vierte Schwadron mit Radkau, die Hofmeiſterin Freifrau v. Busſche=Streithorſt, Sie ſolches auch meinen Vorgängern in der Regierml
der Standarte und der Regimentsmuſik aufgeſtellt. Wei= Freifrau von Lichtenſtein, die Kammerherren Freiherr von alle Zeit erwieſen haben und um die ich Sie hiermitheis
ter hatten ſich die direkten Vorgeſetzten, der Korps=, Divi= der Wenſe Freiherr Schele, Gräfin Bernſtorff General= lich bitte. Nur dann kann es mir gelingen, meinen ernſte
ſions= und Brigadegeneral, ſowie die Kreis= und Stadt= intendant Freiherr von Wangenheim, der zum Dienſte bei Willen, die Wohlfahrt des Landes auf allen Gebieen
behörden eingefunden. Das Herzogspaar ſchritt die Front Ihrer Hoheit befohlen iſt, und die Adjutanten Oberſt Frei= zu pflegen, in die Tat umzuſetzen. Der Herzogin, mein
der Eskadron ab und verabſchiedete ſich von den Offizie= herr von Knigge, Hauptmann v. Grone und Freiherr von Gemahlin, wird es eine große Freude und eine ihr
ren, dem Bürgermeiſter, Landrat uſw. Die Abreiſe er= Lichtenſtein. Zum Empfangwarenanweſend Oberſtallmeiſter lebhaften Befriedigung gereichende Aufgabe ſein, alle
folgte unter den begeiſterten Kundgebungen des Publi= Frhr. v. Girſewald, Polizeipräſident v. d. Buſch, Kreisdirektor dem Gebiet der Frau und Fürſtin liegenden Beſtrebungem
kums.
Boden, Oberſt Lieberkühn, Kommandeur des herzoglichen zu fördern und zu unterſtützen Nachdem ich den Throm
Der Empfang in Braunſchweig.
Gendarmeriekorps. Hofprediger Dr. von Schwartz und meiner Vorfahren beſtiegen habe, entbiete ich allen meinam
* Braunſchweig, 3. Nov. Der außerordentlich Hofrat Dr. Albrecht. Im Auftrage des Kaiſers überreichte Braunſchweigern, mich ſelbſt in jeder Beziehung
frohen Feſtesſtimmung entſpricht das Aeußere der der preußiſche Geſandte von Humbrecht der Herzogin einen Braunſchweiger fühlend, meinen landesfürſtlichen Gulßs
und Reſidenzſtadt prachtvollen Blumenſtrauß. Die Herrſchaften begaben ſich und ſpreche die zuverſichtliche Hoffnung aus, daß dasPalds
herzoglichen Haupt=
Braunſchwejg. Die alte Löwenſtadt hat ein Pracht= durch das mit Blumen und Blattpflanzen reich geſchmückte zwiſchen Fürſt und Volk ein immer feſteres und innigen
gewand angelegt von unvergleichlicher Schönheit, würdig Fürſtenzimmer auf den Bahnhofsvorplatz, wo die Ehren= werden wird. Dazu wolle Gott der Allmächtige ſeind
der alten ariſtokratiſchen, reichen Hanſaſtadt. Alle Häuſer, kompagnie des Braunſchweigiſchen Infanterie=Regiments reichen Segen geben.
Nach Verleſung der Thronrede nahm der Präi
ſelbſt die kleinſten in den entlegenſten Straßen und Gaſ= Nr. 92 mit Fahne und Muſik, ſowie deren Vorgeſetzten
-
Aufſtellung genommen hatten. Als die Herrſchaften das dent der Landesverſammlung, Kreisdirehi
ſen der Braunſchweiger nennt ſeine Gaſſen Tweten
tragen reichen Schmuck von Tannengrün, Girlanden, Krän= Fürſtenzimmer verließen, präſentierte die Ehrenkompagnie. Krüger=Wolfenbüttel, das Wort zu folgender
zen und Fahnen, Flaggen und Wimpel in deutſchen Der Herzog ſchritt die Front der Ehrenkompagnie ab und ſprache: Durchlauchtigſter Herzog, gnädigſte Frau
Reichs= und in preußiſchen und braunſchweigiſchen Lan= begrüßte die an der Spitze der Ehrenkompagnie ſtehenden zogin! Der brauſende Jubel, den Eure Königl. Hohelln
desfarben wehen luſtig flatternd im Winde. Ganz beſon= Offiziere. Sodann beſtiegen die Herrſchaften den ſechs= auf der Einzugsfahrt und beim Empfange begleili
ders ſind die Straßen reich und prächtig geſchmückt, durch ſpännigen à la Daumont gefahrenen Galawagen, worauf brachte Euren Königl. Hoheiten bereits herzlichſtele
die das junge Herzogspaar ſeinen Einzug hält. Man wird unter dem ſtürmiſchen Jubel der Bevölkerung und dem kommensgrüße der Bevölkerung entgegen. Heute
es draußen begreiflich finden, daß für die Ausſchmückung Geläut ſämtlicher Glocken der feierliche Einzug des Her= nicht trübe, wehmütige Abſchiedsſtimmung über Stadt m
der kaum 1½ Kilometer langen Einzugsſtraße von der zogspaares erfolgte.
Land wie vor wenigen Tagen, als wir Abſchied nahne
Stadt 25 000 Mark und vom Staate noch weit mehr ver=
An der Ehrenpforte auf dem Friedrich Wilhelmsplatze von unſerem allverehrten Regentenpaar. Heute k
ausgabt worden ſind. Zahlloſe Geſchäftsleute und ein hatten die ſtädtiſchen Körperſchaften, mit dem Oberbürger=
Heer von Arbeitern ſind beſchäftigt geweſen, das alte meiſter Rethemeyer an der Spitze ſowie die Stadt= heller, ſonniger Jubel durch die Lande, daß der erlan
Brunswick feſtlich zu kleiden und ſie alle haben ein gutes geiſtlichkeit und die Ehrenjungfrauen Aufſtellung genom= Sproß unſeres angeſtammtes Herrſcherhauſes denl
Stück Geld verdient. Die ſtädtiſchen und ſtaatlichen Ge= men. Oberbürgermeiſter Rethemeyer hielt eine Anſprache beſteigt und in der einzigen Tochter unſeres Kail
bäude, ebenſo die des Reiches zeigen einen Schmuck, der an das Herzogspaar, in der er der Freude darüber Aus= Viktoria Luiſe, zum erſten Male ſeit über 100 Jahll
feenhäft genannt werden kann, und eine Illumination iſt druck gab, daß Braunſchweig ſein angeſtammtes Herrſcher= eine Herzogin von Braunſchweig in der Reſidenzl
für die beiden erſten feſtlichen Abende vorgeſehen, die in haus wieder in ſeinen Mauern begrüßen könne. Die Her=begrüßen können. Dieſer Jubel iſt berechtigt, denn
ihrem Glanze alles übertreffen wird, was man bisher zen aller Braunſchweiger ſchlügen dem Herzogspaar ent= Herzen aller Braunſchweiger vereinen ſich in dem Geill
hier erlebt hat. Auf dem Friedrich=Wilhelmsplatz, wo die gegen. Er hoffe daß die Regierung des Herzogs dem der Anhänglichkeit und Treue gegen das Herrſchergeſchl
Begrüßung ſeitens der ſtädtiſchen Körperſchaften erfolgt, Lande zum Segen gereichen möge. Er entbot der Her=mit dem ſie durch eine mehr als 1000jährige Geſchil
zogin einen Gruß, der Vermittlerin zwiſchen dem eng und unlöslich verbunden ſind. Eure Königl. Hohelle
iſt ein prächtiges Zelt errichtet.
Das Feſtprogramm hat eine Einſchränkung er= Welfen= und dem Hohenzollernhauſe. Er ſchloß mit einem wollen geſtatten, daß ich namens der Landſtände auch Ml=
fahren
, die durch den Zuſtand der Herzogin beſtimmt ſtürmiſch aufgenommenen Hoch auf das Herrſcherpaar, dieſer Stelle aus Euren Königlichen Hoheiten ehrerbitill
wurde. So wird die Begrüßung an der Landesgrenze worauf der Herzog in bewegten Worten dankte Fräulein und herzlichſt Willkommensgruß entbiete. Möge del
nicht wie vorgeſehen auf dem Bahnhof erfolgen, ſondern Meier, die Tochter des Bürgermeiſters Meier, über= Tag, dieſer erſehnt und ſo hochbedeutungsvolle Tag
durch den Staatsminiſter im Salonwagen. Das Gala= reichte der Herzogin unter Aufſagen eines Gedichtes einen Ausgangspunkt langer geſegneter Jahre ſein, geſegnet
diner, nach der Begrüßung des Landtags mit einer Thron= herrlichen Blumenſtrauß, worauf die Herzogin mit herz= das Herzogtum und für Eure Königlichen Hoheilen
Eure Königliche Hoheit Ernſt Auguſt, Ihre Köniall
rede zn dem etwa 200 Einladungen erfolgt ſind findetlichen Worten dankte.
Unter den ſich immer wiederholenden anhaltenden! Hoheit Viktoria Luiſe Hurra, Hurra, Hurca!
ohne Damen ſtatt, und die Dauer der Galaoper, die außer
Um 5 Uhr fand im Weißen Saale Galatafel
dem Vorſpiel zum erſten Akt der Meiſterſinger nur die ſtürmiſchen Ovationen des Publikums fuhr das Herzogs=
Feſtwieſe bringt, wird mit Rückſicht auf die Herzogin auf paar nach dem Friedrich Wilhelmsplatze um von da die In der Mitte der Tafel ſaß Herzog Ern ſt Ausul
Fahrt nach dem Schloſſe fortzuſetzen. Auf dem ganzen rechts der Miniſterpräſident v. Hartwieg, lin
die Dauer von einer Stunde beſchränkt.
* Braunſchweig, 3. Nov. Schon ſeit den erſten Einzugswege waren auf beiden Seiten Innungen, Schu= preußiſche Geſandte v. Humbrecht, dann weite
Morgenſtunden herrſcht ein lebhaftes Treiben in derlen uſw. aufgeſtellt. Auf dem Hagenmarkt wurde dasübrigen Miniſter und die Vertreter von ſtaatlich
Stadt. Zahlreich iſt die Landbevölkerung vertreten. Viele Herzogspaar von etwa 2000 Schülern der Bürgerſchulen ſtädtiſchen Behörden.
Die Stadt iſt feſtlich beleuchtet. Aus den mit Taſſie
Sonderzüge aus allen Richtungen bringen Scharen von begrüßt, die einen Feſtgruß ſangen. Vom Hagenmarkt
Schauluſtigen aus der näheren und weiteren Umgebung. bis zum Schloß bildeten die Truppen der Garniſon Spa= grün gebildeten Girlanden leuchten überall Glühbin
Mna
iſt. Prachtvoll ſang Herr Stephani Schuberts Gren=
Großherzogliches Hoftheater, zen der Menſchheit und die Kophtiſchen Lieder‟ Hugo
Konzerte.
Wolfs. Mit Begeiſterung und idealem Schwung und
Montag, 3. November.
muſtergültiger Sprachtechnik trug Herr Weſtermann
mm Einen anregenden Abend gewährte das
die beiden Gedichte Prometheus und Der Gott und Konzert dieſes Winters im Richard Wagner=V
Volkstümlicher Goethe=Abend.
die Bajadere vor. Nicht ganz ſo harmoniſch paßte ſich ein. Zwei bedeutende Künſtler, Herr Opern= undſanle
Die Laune des Verliebten.
Frau Meißners moderne Sprechweiſe den Goetheſchen zertſänger Harry de Garmo aus Lübeck undder
W-1. Aks dritter Abend des Goethe=Zyklus wurde Verſen an. Herr Globerger ſang die beiden Lieder Klaviervirtuoſe Herr Dr. Fritz Berend aus Müſchel
heute ein Abend mit einem ſogen. bunten Programm ein= Epiphanias und Der Rattenfänger von Hugo Wolf traten am Montag abend mit einem gut gewählten d
geſchoben, der bei aufgehobenem Abonnement ſtattfand und Frl. Geyersbach die zwei ſchon genannten Lieder gramm vor die Darmſtädter Kunſtfreunde. Eine Vel=
und wenn man von den leeren Rängen abſieht recht von Hugo Wolf und die von Mendelslohn und de Haan, zögerung erlitt der Beginn des Konzertes dadurch,daß
gut beſucht war. Ueber den Zweck und die Bedeutung beide mit verſtändnisvoller Auffaſſung und ſchöner Wärme Herr de Garmo (wie durch gedruckte Zettel mitäetellt
dieſes Goethe=Abends iſt kürzlich in einem Artikel von ge= des Tons. Sämtliche Lieder ernteten begeiſterten Beifall. wurde) den Zug verſäumt hatte und erſt um 9 Uhr eilte
ſchätzter Seite näheres mitgeteilt worden. Die Bezeich= Zugaben, die ſich in ein feſt umgrenztes Programm ſchwer traf. Infolgedeſſen mußten die Klaviervorträgedes
Herrn Dr. Berend vorausgenommen werden, wodurch
nung als volkstümlicher Abend iſt aber nicht zutreffend; einfügen waren nicht vorgeſehen.
Die Klavierbegleitung des Herrn Hans Oppenheim wohl in ihrer Wirkung ſelbſt, eine kleine Beeinträchtigug=
denn
weder die Gedichte noch die Lieder gehörten, eiwa
mit Ausnahme des Mozartſchen Veilchens, der volkstüm= verriet ein feines Anpaſſungsvermögen und muſikaliſches verurſacht wurde. Beſonders aber konnten ſie dann ſpälte
nicht dem Sänger als erwünſchte Erholung dienen, üb=
lichen
, ſondern der höheren Kunſtgattung an und waren Empfinden.
Das Intereſſanteſte des Abends war jedenfalls der gleich ihm keine Ermüdung anzuhören war. Schon
meiſt unbekannte und bisher wenig gehörte Raritäten.
Hugo Wolf und Arnold Mendelsſohn würden es auch durchſchlagende Erfolg, den Goethes graziöſes Schäferſpiel erſten drei Klavierſtücke (Deutſcher Tanz von Beeihübenl,
wohl kaum als ein Lob betrachtet haben und betrachten, Die Laune des Verliebten bei dem heutigen Nachtſtück von Schumann und Ballade von Brahmswlie
Publikum erntete, dem die Schäferſentimentalität ſonſt ßen die ganze Eigenart der vornehmen Vortragskunſtvon
wenn man ihre Lieder volkstümlich nennen würde.
Die beiden älteren Lieder von Breitkopf und Reichardt alles andere eher als ſympathiſch iſt. Es iſt des Dichters Herrn Dr. Berend klar erkennen, einer gediegenen Runſta
haben nicht mehr als ein hiſtoriſches Intereſſe, von den dramatiſches Erſtlingswerk und, wie die meiſten Goethe= die es verſchmäht, durch techniſch ſchwer ausſehendes
neueren Kompoſitionen intereſſierten die von Hugo Wolf ſchen Dichtungen, ein Selbſtbekenntnis; es entſtammt dem Virtuoſenblendwerk ſich den leicht zu erringenden=Beſg
am meiſten. Die kophtiſchen Lieder und Epiphanias ge=Verhältnis Goethes zu Kätchen Schönkopf in Leipzig, die fall der großen Maſſe zu erwerben. Die Kunſt ſeines
Vortrags wendet ſich vielmehr durchaus an melodie=
hören
aber nicht zu ſeinen glücklichſten; an dem letzteren er mit ſeinen Eiferſüchteleien quälte und ſich entfremdete. freundliche, alſo eigentlich nur an wirklichg
iſt die geniale Klavierbegleitung das ſchönſte. Die beiden Er hat ſich darüber in Dichtung und Wahrheit näher kaliſch empfindende Zuhörer, deren Dank ſich der Künſtigg
kleineren Lieder Die Sprode und Die Bekehrte ſind ausgeſprochen. Das Schäferſpiel lehnt ſich noch an fran= ſicherlich vollkommen verdient hat. Wenn deren Zahlhuld
glücklich erfunden und tragen den Stempel der Genialität zöſiſche Vorbilder an und bedient ſich noch des gereimten auch leider nicht allzu groß iſt, ſo iſt das weder die Schur
des Komponiſten. Auch das Mendelsſohnſche Lied St.Alexandriners der aber mit Meiſterſchaft behandelt iſt.
der Komponiſten noch der Ausübenden ſondern die Ur=
Für die Aufführung hatte Herr Hacker, der die Regie ſache iſt in der Oberflächlichkeit, in der Kunſtbildung unſe=
Nepomuks Vorabend und de Haans Suleika ſind zwei
vornehm empfundene und elegant gearbeitete Kompoſi=führte, einen dem Charakter des Stückes entſprechenden rer Zeit begründet. Mit leicht in die Ohren fallenden
ſzeniſchen Rahmen mit grünen Hecken, blühenden Bäumen brillanten Paſſagen kann man ſich im Bekanntenkreiſe
tionen.
Den Abend eröffnete Herr Ehrle mit dem ſchön ge= und blauem Himmel geſchaffen. Frau Gothe ſpielte die! müheloſer den Anſchein eines guten Klavierſpielers DLat
ſprochenen Vortrag von Goeihes Zueignung, wonach Rolle der Egle mit vieler Munterkeit und Schelmerei, Frau ſchaffen, als durch gründliches Eindringen in Form, dem
Frl. Jacobs vier Lieder, die beiden ſchon genannten Meißner war eine liebliche und graziöſe Vertreterin! und Harmonik beſonders bei dem Klavier, heuig nach
älteren Kompoſitionen, Beethovens Wonne der Wehmut der von ihrem Geliebten Eridon gequälten ſanften Amine. allgemein verbreitetſten Inſtrument und man har
und Mozarts Veilchen, ſang. Nach Ueberwindung einer Mit lebenswarmer Charakteriſtik ſtellte Herr Ehrle ihren den Vorteil vor dem ernſtſtrebenden Künſtler voraus, auch
aufänglichen Unruhe in der Tongebung gelang ihr daslauniſchen, durch einen Kuß Egles von ſeiner Eiferſucht auf anderen Gebieten vielſeitig dilettieren zu können.
Beethovenſche Lied am beſten, während für Mozarts leicht= geheilten Tyrannen dar. Friſch und lebendig wie immer, Mangelnde Faſſungskraft mochte darum bei einem Teil
graziöſes Veilchen die Altſtimme zu wuchtig und ſchwer war Herr Schneider als toleranter Geliebter Egles.
der zahlreichen Zuhörerſchaft zuerſt die beifällige Auf=


ſſiaſe
en
Arie
Mlt mit
Wand

Auun
ſtn

[ ][  ][ ]

5 6

Sclag

Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 4. November 1913.
Seite 7.
pen Landesſarden. Beſonders das Thenter bietet einen ſwegen Räumnung albaneſiſcher Gebietspunte in Stche ge= ſeinem berabfallnden Balen getrofſen und ſchwer ver=
it
ichen Anblick.
laſſen habe, teilt der Berliner Korreſpondent der Köln.letzt. Er ſtarb kurz danach im Krankenhaus.
Ztg. mit, daß der Wunſch Oeſterreich=Ungarns und Ita=
Eine Stiftung des Herzogs.
* Dillingen a. d. Saar, 3. Nov. Durch Hochofen=
liens
, betreffend die Räumung albaneſiſcher Gebietsteile, gaſe wurden zwei Hochofenarbeiter einer hieſi=
* Braunſchweig, 3. Nov. Wie die amtlichen von deutſcher Seite unterſtützt worden ſei. Wenn weiter gen Hütte, die einen den Arbeitern verbotenen Raum be=
Prrunſchweigiſchen Anzeigen melden errichtete Herzog das Journal des Debats ſagt, über die albaneſiſche Grenz= traten, getötet. Drei weitere Arbeiter, die hinzu=
rſt
Auguſt um ein bleibendes Andenken an ſeinen Re= frage werde die Entſcheidung Europas angerufen, ſo iſt kamen, wurden betäubt, konnten aber ins Leben zurück=
ſerungsantritt
zu ſchaffen, aus dem Cumberlandiſchen ſehr wohl möglich, daß alle Großmächte Anlaß erhalten, gerufen werden.
ſermögen eine Stiftung für gemeinnützige ſich mit der Frage zu beſchäftigen aber Unterſtützung
* Roſtock, 3. Nov. Der Großherzog von Meck=
pecke
, und überwies der Stiftung als Grundſtock 50 000 gegen Oeſterreich=Ungarns und Italiens berechtigtelenburg=Strelitz hat, wie ſoeben hier bekannt wird,
terk. Zweck und Beſtimmung werden demnächſt be= Wünſche wird Europa ſchwerlich leiſten.
das Entlaſſungsgeſuch des Staatsminiſters Boſ=
furmt
.
ſart angenommen. Der Name des Nachfolgers iſt
* Rom 3. Nov. Gegenüber den vom Matin auf= noch nicht bekannt.
geſtellten Behauptungen erklärt die Agenzia Stefani, daß
* Madrid, 3. Nov. Hauptmann Sanchez iſt, nach=
Literariſches.
Italien und Oſterreich=Ungarn die Mächte der Tripel=
dem
das Gnadengeſuch abgelehnt worden iſt, ſtandrechtlich
A. Hemberger: Illuſtrierte Geſchichtel Entente von dem Schritt verſtändigt haben, der in Athen erſchoſſen worden.
ſes Balkankrieges 1912/13. Mit vielen Illuſtra= unternommen wurde.
* Hulva, 3. Nov. In dem Dorf Bollullos entſtand
onen, Porträts, zahlreichen Karten und Plänen. In
*Rom, 3. Nov. Die Agenzia Stefani meldet aus dem ein Aufruhr gegen die Gemeindeverwal=
na
40 Heften à 50 Pfennig. Auch in zwei Bänden gebd. Haag: Die aus dem Artillerie=Oberſt Deveer, dem Infan= tung. Die Aufrührer drangen in die Bürgermeiſterei
ſſto Band 12,50 Mk. (A. Hartlebens Verlag in Wien und terie=Hauptmann Phompſon, einem Sergeanten und einem und zerſtörten das geſamte Mobiliar und ſämtliche Bil=
tizig
.) Bisher ausgegeben 25 Hefte. Die glänzende Korporal beſtehende holländiſche Miſſion reiſt am 5. No= der mit Ausnahme der des Königs. Es wurden auch
Afnahme, die der mit dem 20. Heft abgeſchloſſene 1. Band vember nach Trieſt ab wo ſie ſich am 7. November nach Schüſſe mit der Polizei gewechſelt, wobei zwei Perſonen
r Illuſtrierten Geſchichte des Balkankrieges im Pu= Valona einſchifft.
verwundet wurden. Verſtärkung iſt abgegangen.
ilum, ſowie in der Tages= und Fachpreſſe gefunden hat,
London, 3. Nov. Am Samstag erſchien der in
ſtd auch der Fortſetzung dieſes groß angelegten Werkes
Richmond verhaftete frühere Beamte der Char=
Zur Lage in Mexiko.
ler bleiben. Vor uns liegen weitere fünf Hefte, die uns
lottenburger Stadtverwaltung, Richard
her die Londoner Friedensverhandlungen zum Wieder=
* Waſhington 3. Nov. Der Marineſekretär be= Ehrhardt, vor dem Polizeigericht der Boowſtreet.
liibruch des Krieges führen. Die politiſchen Vorgänge, fahl, daß vier Kriegsſchiffe, die als Erſatz für das in Die Anklage gegen ihn lautete, unter falſchen Vorſpiege=
ſie
damals mehr vielleicht als der Krieg, ſelbſt ganz Veracruz liegende Geſchwader beſtimmt ſind, vor= lungen ſich in Deutſchland Gelder verſchafft zu haben. Ex
behauptete, in Deutſchland nr Privatchulden hinterlaſſen
füropa in Atem hielten, ſind mit größter Sachlichkeit und läufig mit dem Geſchwader dort verbleiben ſollen.
Ulſtoriſcher Treue geſchildert, das Vorgehen der Mächte
* Neu=York, 3. Nov. Einem Telegramm aus zu haben. Die Verhandlung wurde vertagt.
* Hylſtroom (Transvaal), 3. Nov. Der Premier=
ſtd
ſeine Triebfedern an der Hand authentiſcher Mit= Veracruz zufolge hat die Nationalbank der merikaniſchen
Alungen genau gekennzeichnet. Die nächſten Lieferungen Verwaltung für den Augenblick aus ihren Schwierigkeiten miniſter Botha erklärte heute in einer Rede, ſeiner Anſicht
keiden in raſcher Folge den Verlauf des zweiten Teiles geholfen und ihr genügend Geld vorgeſtreckt, um alle An= nach ſei die Zeit gekommen, wo man den Gintritt
Rodeſiens in die ſüdafrikaniſche Union in Erwägung
s Krieges und dann den Krieg unter den Verbündeten geſtellten der Regierung zu bezahlen.
öft mit der gleichen Wirklichkeitstreue ſchildern, der den
ziehen müſſe.
ſſtn Band auszeichnet.
Mailand, 3. Nov. In dem toskaniſchen Städtchen
Eine 12ſeitige Verdeutſchungskarte für
Letzte Nachrichten.
Prato ſtürzte bei einer Feſtvorſtellung in der Philhar=
andel
und Gewerbe hat der Frankfurtiſche Sprach=
monie
die Decke ein. Von den 200 Anweſenden ſind.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
rein veröffentlicht. Sie bietet (für 20 Pfg) etwa 700
* Berlin, 3. Nov. Die Förderung der Po=100 verletzt worden, darunter 15 ſchwer.
lrimndwörter mit deutſchen Ausdrücken und eignet ſich da=
r
zum Aufhängen in jedem Geſchäftszimmer. Wemmona=Diamantengeſellſchaft betrug im Mo=
Deutſche Sonder=Ausſtellung in San Franzisko.
i nicht genügt, der greife zu dem vom Allg. D. Sprach= nat Oktober 50 531 Karat.
H. B. Frankfurt a. M., 3. Nov. Der Verein für das
ltrein herausgegebenen Verdeutſchungsbuch der
* Karlsruhe, 3. Nov. Der Rechtsanwalt Dr. Deutſchtum im Auslande, der geſtern unter dem Vorſitze
andel‟ (140 S., 80 Pfg.), deſſen neue Auflage durch Lorenz iſt ſeit einigen Tagen von hier verſchwun= des Staatsminiſters a. D. Dr. Hentwig=Berlin hier tagte,
n n Ausſchuß von Kaufleuten bearbeitet worden iſt.
den. Er ſoll, wie verlautet, große Summen ihm anver= beſchloß, da Deutſchland ſich nicht offiziell an dereWelt=
trauter
Gelder veruntreut haben; man ſpricht von ausſtellung in San Franzisko beteiligt, ſich mit einer
80 000 Mark, die aus einem Vermächtnis von 115000 Sonder=Ausſtellung dortſelbſt zu betelligen. Dieſe Aus=
Mark des früheren Akademieprofeſſors Schurpf zu= ſtellung ſoll das geſamte Bildungsweſen des Deutſchtumg
Vom Balkan.
gunſten der Schwarzwaldgemeinde Neuſtadt verſchwunden im ganzen Lande und in allen Teilen der Welt umfaſſen
Eine Note Oeſterreichs und Italiens an Griechenland.
ſein ſollen.
und in erſter Linie der Deutſch=Erhaltung und der Vert
* Baden=Baden, 3. Nov Die Herzogin von breitung der deutſchen Sprache dienen.
Wien 2. Nov Eine gemeinſame Note Oeſter=
lichhs
und Italiens an Griechenland wird vorbereitet. Es Anhalt iſt 9.52 Uhr nach Deſſau abgereiſt.
* Badenweiler, 3. Nov. Zur Feier des Geburts=
ſiid
darin gefordert, Griechenland ſolle für ein ungeſtör=
Amtlicher Wetterbericht.
s Arbeiten der Grenzkommiſſion Vorſorge treffen, die tages der Großherzogin Hilda und zum Beſten
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
genannte Heilige Legion abberufen und Koritza, Angyro= der neuen Kirchenbeleuchtung fand hier geſtern ein Kir=
Unter dem Einfluß des nordweſtlichen Tiefdruckgebie=
ſtro
und Santi Quaranta von den griechiſchen Truppen chenkonzert ſtatt, dem auch die Großherzoglichen Herrſchaf=
tes
das ſeit geſtern ſeine Lage nur wenig verändert hat,
unnen laſſen. Nach einer Athener Meldung iſt die Aus= ten beiwohnten.
* Pforzheim, 3. Nov. Heute abend brach in dem und ſeiner Randwirbel, haben wir heute morgen trübes,
ſrche der Geſandten Oeſterreichs und Italiens mir dem
ſiechiſchen Miniſter des Aeußern ſehr erregt geweſen. Stadtteil Brötzingen Feuer aus, durch das insgeſamt regneriſches mildes Wetter. Wir werden morgen noch
lſiſſer erklärte, die Behauptung, daß die Athener Regie= 4 Häuſer, 3 Scheunen und 1 Kohlenlager von Randwirbeln dieſer Depreſſion beeinflußt werden.
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, 4. November:
ig einen Druck auf die Bevölkerung von Epirus ausübe,eingeäſchert wurden. Der verurſachte Schaden be=
irſEntſtellung
. Die Athener Blätter befürworten demon= läuft ſich auf etwa 50 000 Mark. 8 Familien ſind obdach= Wechſelnde Bewölkung, zeitweilig Regenfälle, weſtliche
ſtäkive dreiverbandsfreundliche Kundgebungen bei der los. Der verheiratete Spaib wurde, als er nochmals in Winde.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
llvorſtehenden Ankunft eines öſterreichiſchen und franzö= das brennende väterliche Haus eindringen wollte, von
ſchen Geſchwaders im Athener Hafen.
Wie erkennſt Du, ob Deinem Kinde etwas fehlt?
Winke für Mütter.
* Belgrad, 3. Nov. Der frühere Miniſterpräſident
Vorſitzende des Staatsrates, General Gruitſch, iſt
Sieh Dir ’mal ſeine Zunge an, Mutter! Sie iſt
ſiue geſtorben.
nämlich der ſicherſte Wetterprophet für den zarten Organis=
* Belgrad, 3. Nov. Die Skupſchtina nahm mus unſerer Lieblinge. Wenn die Zunge klar und rot
ks Geſetz, betr. Verlängerung des Morato= erſcheint dann iſt unſer Kleinchen ſo geſund wie ein Fiſch
ſttzms, in erſter Leſung mit 63 gegen 32 Stimmen an. im Waſſer; zeigt ſich dagegen die Zunge gelblich belegt.
* Saloniki, 3. Nov. Das Verbot der Ge= dann iſt ſicher etwas im Anzuge, und es iſt die höchſte
keideausfuhr wurde auf das geſamte Zeit für Califig
Californiſcher Feigen=Sirup.
SlEGER
Abanien ausgedehnt, ſo daß der geſamte Ge=
Die belegte Zunge zeigt nämlich an, daß irgendwo
Liveexport brachliegt. Es wird behauptet, daß das Ver= in dem feinen Organismus des Kindes ſich etwas geſtaut
ſtinicht durch militäriſche Maßnahmen verurſacht wurde. hat, was den Magen überlaſtet, oder weiter unten im
eet e
etrch
Sofia, 3. Nov. Bulgariſche Aerzte und Darmkanal den glatten Durchgang der Speiſe und die
ffiziere die in Griechenland Kriegsgefangene Ausſcheidung der Abfallſtoffe hindert. Dies macht das


entſandten zu dem Miniſterpräſidenten Veniſelos Kind fieberiſch, ſchlaflos, verurſacht üblen Atem und
llte Deputation, die gegen die unmenſchliche Be= andere Anzeichen kommenden Unwohlſeins.

Uimdlung durch Griechenland proteſtieren, wo ſie von

der ſüße Californiſche Feigen=Sirup
Califig‟
IIin Behörden in mittelalterlichen Gefängniſſen ohne Luft beſeitigt ſolche Stauungen in kurzer Friſt, er reinigt
id Licht gehalten werden, ohne jede Verbindung mit den Verdauungskanal in gelinder und doch gründlicher
rvandten und ihrer Kleider und ihres Geldes beraubt Weiſe, regelt den Stuhlgang und beugt ſo chroniſcher
lſudden.
mit. seidenen Sammel-
Verſtopfung und anderen Uebeln vor, welche, wenn ver=
* Valona, 3. Nov. Nach einer von mehreren Hun= nachläſſigt dem Kinde eine Laſt fürs ganze Leben werden
Dappendildler- Geiflagen-
ſet
Bewohnern der von den Truppen beſetzten Gebiete können. Mit Califig aber erhält das Kind bald wieder
ſitdaalbaniens beſuchten Verſammlung wurde der inter= ſeine frühere geſunde Gewohnheit, ſeine fröhliche Laune
Die Großherzogliche Bürgermeiſterei in Darmſtadt
itt ionalen Kontrollkomm iſſion eine Denk= zurück, welches die ſicherſten Zeichen einer geſunden Natur hat auf Veranlaſſung der Schulärzte jedem Schulkinde
hr ift überreicht, in der die Bedrückung der Albaneſen ſind. Zudem ſchmeckt , Califig ſo angenehm, daß Kinder einen Hinweis an ſeine Eltern mitgegeben, worin unter
der Südgrenze durch die empfindliche Härte der grie= darin eine Leckerei ſehen.
(I,22978 anderen folgendes erwähnt wird: Die Eltern werden
lliſchen Verwaltung beklagt wird und die Großmächte er= In allen Apotheken zu haben, in Originalflaſchen zu Mk. 1.50; ertra große eindringlichſt gemahnt, bei ihren Kindern auf eine täg=
Uh werden, dem albaniſchen Volk die ordentliche Be= Flaſche Mk. 2.50. Beſt.: Spr. Kei Galitorn. 75. Pxt. Sonn. Uqu. 20, Elix. liche Zahnpflege zu achten, weil ſchlechte Zähne häufig
Garvoph. eomp. 5.
ndlung zu ſichern.
die Arſache von ſchweren Magen= und Verdauunge=
* Köln 3. Nov. Zu der Meldung des Matin, daß
ſtörungen ſind. Am beſten zu einer rationellen Reinigung
des Mundes und der Zähne iſt ein in jeder Hinſicht un=
Ausſchland ſeine Verbündeten bei dem Schritte in Athen
ſchädliches Zahnputzmittel, wie das allſeits anerkannte
ee erete e e rteten
Sarg’s Kalodont, welches ſich durch ſeine vor=
kenten
, haben ausfallen laſſen und auch dem ſehr hüb=
züglichen
Eigenſchaften, ſowie die praktiſche Verpackung,
ſenn Opus 16 von Walter Braunfels=München, einem
verbunden mit dem billigen Preiſe, überall beſtens be=
Uhn us von Liedern ohne Worte nicht die entſprechende
währt hat. Zur Mundpflege eignet ſich beſonders
atchtung geſchenkt haben. Dieſe Klavierſtücke, von ſtar=
Kalodont=Mundwaſſer, welches einen angenehmen Ge=
mmelodiſcher
Kraft und Stimmung ſind bei aller mo=
ſchmack
hat und antiſeptiſch wirkt.
rn en Kunſt im Ausdruck Tonſtücke, an denen man ſich
EEin vorzügliches Rezept. Für nur 10 Pfennig kann
frllich erfreuen kann und die keinem Pianiſten unbekannt
man ſich 20 Taſſen eines ſehr wohlſchmeckenden und
ſeiden dürften. Mit großer Feinheit im Anſchlag und
geſunden Familiengetränkes bereit en, wenn man genau
ſchicktem, doch leichtem Hervorheben duettartiger oder
folgende Kochvorſchrift beachtet: Man nehme 40 bis
twortender Melodiephrafen verſtand es der Künſtler,
50 Gramm (2 bis 2½ Lot) Kathreiners Malz=
Babv-Ausstattung
Anſeelben auf dem Bechſteinflügel leichte und lebensvolle
ſtaalt zu geben.
kaffee und mahle ihn nicht zu fein. Da Malzkaffee
leicht überkocht, nehme man einen reichlich großen Topf,
Sehr ſympathiſch berührte das Auftreten und die
ſetze den gemahlenen Malzkaffee mit einem Liter kaltem
le Baritonſtimme von Herrn Harry de Gamo.
ausgestellt.
Waſſer aufs Feuer und bringe ihn zum Kochen. Die
verbindet mit der vollkommenen Sicherheit eines rou=
Hauptſache iſt nun, daß er noch einige Minuten weiter
iarten Bühnenſängers die beſten Eigenſchaften eines
kocht. Man kann ihn dann entweder durchſeihen oder
Aten Konzertſängers. Demgemäß hatte er auch die vor=
ſich
ſetzen laſſen. Man muß aber den echten Kathreiners
Arngenden Lieder ausgewählt. Es war aber zugleich
Malzkaffee in den geſchloſſenen Paketen mit dem Kneipp=
e
große phyſiſche Leiſtung, für die dem Künſtler ganz
Leinenhaus Becker
Bild verwenden, ſonſt nützt die ſorgfältigſte Zube=
omderer
Beifall zuteil ward, ſo daß er ſich zuletzt noch
reitung nichts.
enner Zugabe (Drei Wanderer) verſtehen mußte. Unter
17 Wilhelminenstrasse 17.
n ſehr ſchön geſungenen Liedern von Schumann und

Phulbert können des erſteren Grenadier. Alte Laute‟
dides letzteren Müllerlieder Fliegt der Schnee als be=
Zcinaefmseher
ſideers gelungen genannt werden. Großer Beliebtheit
(23041
Schäbeen
reiuen ſich die in klangvoller Begleitung prangenden
Eder von Richard Strauß: Heimliche Aufforde=
TüRkA PARSTE
Ung. Zueignung, Minne und Arbeitsmann, Dr. Kuhns Brennessel-Haarwasser ist einfach
unfehlbar bei Haarausfall etc. und an Güte
em letztgenanntes inhaltlich ſich nahe berührt mit der zum
6ZeZaser
von der Konkurrenz niemals zu erreichen.

hluß ganz hervorragend ſchön geſungenen Mahnung
Ede gule
Nur echt mit Firma Franz Kuhn, Kronen-
lins
Sachſens: Verachtet mir die Meiſter nicht!, deren parf., Nürnberg. Hier: F. B. Grodhaus,
Prlangen g
Uhlutßſtrophe (Ehret eure deutſchen Meiſter) den ſinnigen
Kochblich von. V. 82. Sn
Umuck der Programme des Richard Wagner=Vereins Seifenf. a. weisson Turm, Carl Bley, Wilhelminen-
L
strasse 33, sowie in Apoth., Drog. u. Parf. (V,5371
dett.

[ ][  ][ ]

Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 4. November 1913.
Seite 8.
Me
Oe ech
Dankſagung.
Danksagung.
Für die vielen Beweiſe inniger Teilnahme
Für die vielen Beweise warmer
während der Krankheit und des Hinſcheidenes
Für die uns beim Heimgang unseres
unſerer lieben Mutter, Schwiegermutter, Groß=
Teilnahme bei dem Hinscheiden von
lieben, unvergesslichen Vaters bewiesene
mutter, Nichte, Schwägerin und Tante (23022
Teilnahme sprechen wir Allen, insbesondere
auch Herrn Pfarrer Widmann für seine trost-
reichen
Worte und dem Mozart-Verein für
Frau Auguste Laun
Fräulein
seinen erhebenden Grabgesang unseren tief-
geb
. Spalt
gefühltesten Dank aus.
(23024
ſagen Allen herzlichen Dank.
Darmstadt, 3. November 1913.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Malnlde Bigabrodt
Familie Spangenberg.
Marie Dächert, geb. Laun,
Heinrich Laun und Familie,
sagen wir unseren herzlichsten Dank
Wilhelm Laun und Familie,
Jakob Dächert.
Großh. Landesnuſenm. Somntags und Fricht
von 101 Uhr, ſowie Mittwochs und Sonntags von
Eberſtadt u. Raunheim, im November 1913.
Die trauernden Hinterbliebenen.
24 Uhr eintrittsfrei: Dienstags, Donnerstags und
Samstags von 111 Uhr gegen Eintrittsgeld. Da
Vortrag von Prediger Amſtein um 8½ Uhr Mühl= Münzkabinett iſt geöffnet: Sonntags von 11a
Darmstadt, den 3. November 1913.
Uhr, Mittwochs von 24 Uhr.
ſtraße 24 (Bibelſtunde um 4 Uhr)
Verſammlung der Fortſchrittlichen Volkspartei um
Drut und Beriagt 2. g. Feilicſche Selbuchtmichts
(B93013
8½ Uhr im Fürſtenſaalt.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilletom
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
Verſteigerungskalender.
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratentaill
Mittwoch, 5. November.
(en
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem Geſchäfts
Hofreite=Verſteigerung des Karl Kämmerling leben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt. Für dei
Dienstag, 4. November.
(Heidelbergerſtraße 4) um 9 Uhr auf dem Ortsgericht I. redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende gegen
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 11 Uhr Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwälhlt
9½ Uhr (Ab. A): Die ſpaniſche Fliege.
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werdi
Rundeturmſtraße 16.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Peter Altenberg=Abend um 8 Uhr im Mathil= Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 3 Uhr in nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
zurückgeſandt.
der Ludwigshalle‟.
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[ ][  ][ ]

Nummer 265.
1
M
Weiblich
Schneiderin empfiehlt ſich ve
u g2.50 M. Liebfrauenſtr. 89, p. (*1384s
Frau, perfelt im Flicken und
Peißnähen, hat Tage frei. (*13816
Karlſtraße 26, 1. Stock.
Jg.Friſeuſenimmt u. Kunden an.
Nieh. Mauerſtr. 17, Hth. (*13820id
Aelteres, tüchtiges Mädchen
ſucht Stelle zu einzelnem Herrn
der Dame. Off. unt. G 42 an
it Expedition.
(*13729goi
Stellen ſuchen: Mehrere nette
Lamdmädchen, darunter Ober=
eſſinnen
, Mädchen, welches gut
ſochen kann, mehrere Lauf= und
Monatsmädchen, ſowie Stunden=
ſtädchen
. Frau Berta Neßling,
ſewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Ludwigſtraße 8.
(*13707goi
Junge ſaubere Frau ſucht ½, Tage
utzen. Pallaswieſenſtr. 37, Manſ.
Zu erfr. um 3 Uhr nachm. (*13806
Empfehle mich im Waſchen.
r. Schmidt, Darmſtr. 23, Stb.(*13822
Sg. Fr. morg. 23 St. Beſchäftg.
äch. Karlſtr. 45, Seitenb. (*13814
ädch.ſ. Laufſt. morg. 3 St.nachm.
Ett. Pankratiusſtr. 50, II. (*13813im
Beſſeres Mädchen ſucht Aus=
ilfe
, geht auch ſervieren. Offert.
nt. G 57 an die Exped. (*13796
unge Frau ſucht Monatsſtelle.
ſiesſtraße 66, Manſarde. (*13788
Gebildete Dame, alleinſtehend,
Uhrhäuslich, wünſcht älterem Herrn
baushalt zu führen. Offerten
Unt., 6 54 an die Exped. (*13787
kung. kräft. Mädchen, w. etwas
lsoch. k. u. Hausarb. verſteht, ſucht
dttellung Kahlertſtr. 40, II. (*13841
Knau
ſſucht Laufdienſt Karlſtr. 40.
(*13842
Fel. Mädch. ſucht Aushilfe, von
litzt bis 1. Dezember, Weinberg=
koiße
14, Hinterh., part., I. (B23014
unge, ſaubere Frau ſucht Lauf=
lelle
für morgens 23 Stunden.
ſtäf. Löffelgaſſe 23, p. r. (*13874
Gaub. Frau in f. H. tätig, ſucht
Mornatsſtelle, 23 Stund. täglich.
ſichetenbergſtr. 23, Htb. 1. St. (*13877
Waſchfrau ſucht Kunden. (*13839
ſiebburgerſtraße 42, Vdh., parterre.
ſrrau ſucht Laufdienſt morgens
maal i. d. Woche, gehta. Waſch. u. Putz.
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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 4. November 1913.
Seite 9.
23038


Se
S

Wasserdichte, wetterfeste Kleidung
an kalten regnerischen Tagen ist ein Bedürfnis zur Erhaltung der Gesundheit, eine
Garderobe von nicht zu unterschätzender Bedeutung.: Die deutsche Konfektion hat
die Wichtigkeit dieser Bekleidung längst anerkannt und diesem Artikel als besondere,
Sperialtst größte Aufmartsamkeit geroſt.:Auber zummierten Stoffen, d. h. Stoffenl
imit rückseitlicher Gummilösung und solchen, wo der Gummi Stoff und Futter verbindet.
hat sich die imprägnierte Regenschutz-Kleidung in allen vorkommenden Fassons viele
Freunde zu verschäften gewußt. Einen ebenbürtigen Platz nimmt ferner der Artikell
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G 65 an die Exp. (*13823im bisheriger Zeugniſſe unter G 84
San die Expedition ds. Bl. (230471

[ ][  ][ ]

Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 4. November 1913.
Seite 10.
Ueverfichr
Aufliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Stadtverorditelen=Baht 1019,
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei= der Durchſchnittspreiſe von folgen=
Von der Ausübung des Wahlrechtes bei der bevorſtehenden=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=den Früchten und Verbrauchsgegen= Stadtverordnetenwahl ſind alle ſonſt Wahlberechtigten ausge=
finden
ſich: 1 Rottweiler. 2 Pinſcher, 1 Boxer (zugelaufen). Die
ſtänden in der Zeit
ſchloſſen, die das 1. und 2. Ziel der Gemeindeſteuer des laufen=
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausge=
vom
16. bis 31. Oktober 1913:
den Steuerjahres, ſowie etwaige Rückſtände an Gemeindeſteuer
löſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
per Sack à 100 Kilo aus den Vorjahren bis dahiu nicht entrichtet haben. (22948gi
dortſelbſt jeden Werktag, vorm. 10 Uhr, ſtatt.
(23010 Weizen von Mk. 19. bis 26.
Darmſtadt, den 1. November 1913.
16. 17.50
Korn
Der Oberbürgermeiſter.
Wahl der Beiſitzer zum Kaufmannsgericht. Gerſte
18. 19.
Dr. Gläſſing.
18. 20.50
Am 11. und 12. November 1913 findet im Sitzungsſaale Hafer
des Kaufmannsgerichts, Marktplatz 8 (Rathaus), die Wahl der je zur Butter ½ Kilo Mk. 1.40
Breunmalerialilen ſir Minderbentitelt.
Hälſte aus den Kaufleuten und Handlungsgehilſen zu entnehmenden Vutter in Partien Mk. 1.3.
20 Beiſitzer für das Kaufmannsgericht Darmſtadt ſtatt, und zwar Eier per Stück 10 Pfg.
Mehrere hieſige Kohlenhändler haben ſich wieder in dankens=
am
erſten Tage für die Handlungsgehilfen, am andern für die Kauf=Eier in Partien per 25 Stück
werter Weiſe bereit erklärt, Minderbemittelten, die von mir einen=
leute
, jedesmal in der Zeit von 11 Uhr vormittags bis 2 Uhr
Mk. 2.25
Ausweis über ihre Bedürftigkeit erhalten, auf die Kohlen= und Holz=
Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 4.50
nachmittags und von 5 Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends.
Zu dieſen Wahlen werden die Stimmberechtigten hiermit ein=Kartoffeln per 25 Kilo Mk. 1.25 preiſe Ermäßigungen zu gewähren.
Die Lieferung der Brennmaterialien erfolgt nur gegen
geladen unter dem Hinweiſe auf folgende Vorſchriften:
Kornſtroh per 50 Kilo Mk. 2. Barzahlung bei Beſtellung.
Heu per 50 Kilo Mk. 4.
I. Wahlfähigkeit oder paſſives Wahlrecht.
Der Ausweis iſt auf Zimmer Nr. 62 des Stadthauſes zu be=
Zu Mitgliedern eines Kaufmannsgerichts ſollen nur verufen
Darmſtadt, 3. November 1913.
antragen. Daſelbſt wird auch nähere Auskunft über die Namen der=
werden
: Deutſche männlichen Geſchlechts, welche das 30. Lebensjahr Großh. Polizeiamt Darmſtadt Lieferanten und die Preiſe erteilt.
vollendet, in dem der Wahl vorangegangenen Jahre für ſich oder
(21775a.
Darmſtadt, den 13. Oktober 1913.
ihre Familie Armenunterſtützung aus öffentlichen Mitteln nicht emp=An unſer Handels=Regiſter, Ab=
Der Oberbürgermeiſter
fangen oder die empfangene Unterſtützung erſtattet haben, in dem as teilung B, iſt heute unter
I. V.: Mueller.
Bezirk des Gerichts ſeit mindeſtens 2 Jahren ihre Handelsnieder=Nr. 102 die Geſellſchaft mit be=
laſſung
haben oder beſchäftigt ſind und nicht zu den Perſonen gehören:ſchränkter Haftung unter der
Oeffentliche Verdingung.
1. welche die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter in:Firma:
folge ſtrafgerichtlicher Verurteilung verloren haben;
Robert Graſtorf, Geſell=
Die Arbeiten für die Erneuerung des eiſernen Ueberbaues der=
2. gegen welche das Hauptverfahren wegen eines Verbrechens
ſchaft mit beſchränkter
Mümlingbrücke, km 33,792 der Strecke Eberbach-Hanau, ſollen
oder Vergehens eröffnet iſt, das die Aberkennung der bür=
Haftung, Filiale Darm=
öffentlich
verdungen werden.
gerlichen Ehrenrechte oder der Fähigkeit zur Bekleidung
ſtadt,
Die Arbeiten umfaſſen:
öffentlicher Aemter zur Folge haben kann;
eingetragen worden.
a) Anfertigung, Anlieferung und Aufſtellung des neuen Ueberbaues
3. welche infolge gerichtlicher Anordnung in der Verſügung! Gegenſtand des Unternehmens
60,200 t Flußeiſen,
über ihr Vermögen beſchränkt ſind.
iſt:
3,300 t Flußſtahlguß;
Die Beiſitzer müſſen zur Hälfte aus den Kaufleuten, welche! Die Projektierung und Ueber=
b
) Abbruch des vorhandenen alten Ueberbaues und Annahme des=
mindeſtens
einen Handlungsgehilfen oder Handelslehrling regel= nahme von Bauausführungen jeder
geſamten Eiſenmaterials
mäßig das ganze Jahr hindurch oder zu gewiſſen Zeiten des Art, insbeſondere von Beton= und
rd. 40,0 t Schweißeiſen,
Jahres beſchäftigen, zur Hälſte aus den Handlungsgehilfen Eiſenbeton=Bauten, die Herſtellung
rd. 1.5 t Gußeiſen.
entnommen werden.
von Cementwaren, Kunſtſteinen,
Die Zeichnungen und Bedingungen liegen auf Zimmer 102
Den Kaufleuten ſtehen geſetzlich gleich die Mitglieder des Vor=der Betrieb von Kiesbaggerei 2c.unſeres Verwaltungsgebäudes, Mainz, Rhabanusſtr. 1, III. Stock,
ſtandes einer Aktiengeſellſchaft oder eingetragenen Genoſſenſchaft oder und verwandte Geſchäfte.
während der Dienſtſtunden von 9 bis 12 Uhr vormittags zur Ein
einer als Kaufmann geltenden juriſtiſchen Perſon, ſowie die Geſchäfts=
Das Stammkapital beträgt: ſicht aus, können auch, ſo lange der Vorrat reicht, gegen porto= und
führer einer Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung.
100 000 Mark.
Geſchäftsführer iſt: Robertbeſtellgeldfreie Einſendung.
II. Wahlberechtigung oder aktives Wahlrecht.
von 2,40 Mk. für die Zeichnungen,
Zur Teilnahme an den Wahlen ſind nur berechtigt: Deutſche, Graſtorf Ingenieur in Hannover,
Bedingungen
1,00
männlichen Geſchlechts, die das 25. Lebensjahr vollendet und in dem! Der Geſellſchaftsvertrag iſt am
durch unſer Zentralbureau, Zimmer 51, hier bezogen werden.
Bezirk des Kaufmannsgerichts ihre Handelsniederlaſſung haben oder 22. Februar 1904 feſtgeſtellt und
Die Angebote ſind verſchloſſen und mit der Aufſchrift Auss=
beſchäftigt
ſind, in die von dem Oberbürgermeiſter endgültig feit= 30. März
wechſelung des eiſernen Ueberbaues der Mümlingbrücke bis zum
geſtellten Wählerliſten eingetragen ſind und nicht zu den oben unter ſam 27. Februar 1905, bezw. am Eröffnungstage, Sonnabend, den 29. November 1913, vormit=
1. 2 und 3 bezeichneten Perſonen gehören.
9. September 1905 und hezw. am tags 11 Uhr, porto= und beſtellgeldfrei einzuſenden. Die Eröffnung
III. Wählerliſten.
9. Oktober 1909 abgeändert wor=erfolgt in Gegenwart etwa erſchienener Bieter auf Zimmer 64ades
Die Wählerliſten liegen in der Zeit vom 14. bis 20. Oktober den. Die Dauer der Geſellſchaft Verwaltungsgebäudes.
1913 einſchließlich, von 8 Uhr vormittags bis 6 Uhr nache iſt unbeſchränkt, eine Aufkündigung
Zuſchlagsfriſt 4 Wochen.
mittags, in dem Burean des Kaufmannsgerichts, Maritplatz 8 ſiſt bis 31. Dezember 1919 ausege=
(IV, 23000,76
Mainz, im November 1913.
ſchloſſen und gilt immer auf weitere
(Rathaus), zur Einſicht offen.
Königlich Preußiſche und Großherzoglich Heſſiſche
Innerhalb der Offenlegungsfriſt können ſeitens der Beteiligten5 Jahre als verlängert, wenn ſie
Eiſenbahndirektion.
bei unterzeichneter Behörde Einwendungen gegen die Richtigkeit und nicht mindeſtens 6 Monate vor
Vollſtändigkeit der Wählerliſten vorgebracht werden. Wer ſeine nach= Ablauf des Zeitraums ſchriftlich
trägliche Aufnahme in die Liſten verlangt, hat die die Stimmberech=durch eingeſchriebenen Brief ge=
tigung
nachweiſenden Beſcheinigungen vorzulegen. Als Beſcheinig=kündigt iſt. Die Geſelſchaft wird
ungen genügen für die Kaufleute: Geburtsſchein und ein Auszug durch einen oder mehrere Geſchäfts=Serſteigerungg=Anfeidu
(22984
aus dem Handels=, Genoſſenſchafts= oder Geſellſchaftsregiſter oder führer vertreten.
Mittwoch, 5. November 1913, vorm. 11 Uhr,
Sind mehrere Geſchäftsführer
ein Zeugnis des Großh. Polizeiamts, aus dem die Stimmberechtigung
hervorgeht: für die Handlungsgehilfen: Zeugnis des Arbeitgebers beſtellt, ſo iſt jeder für ſich zur werden im Pfandlokale Rundeturmſtraße 16 (Reſtauration Zu
oder des Großh. Polizeiamts, aus dem die Stimmberechtigung her=Vertretung der Geſellſchaft be=Roſenhöhe!) dahier
Kleiderſchränke, Sofas Diwans Schreibtiſche, Waſchkom
vorgeh: Die Anerkennung anderer Nachweiſe iſt nicht ausgeſchloſſen. frechtigt.
Darmſtadt, 30. Oktober 1913.
Formulare zu dieſen Zeugniſſen werden von dem Kaufmanns=
moden
, Kommoden, Vertikos, Ruhebetten, Spiegelſchrau
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
gericht und dem Großh. Polizeiamt unentgeltlich verabfolgt.
Trumeauſpiegel, Regulator, 1 Salonſchrank, Tiſche, Betiel
Oelgemälde, 1 Büfett, 1 Kredenz, 1 Pianino. 1 Tafelklavill
Nach Ablauf der erwähnten Friſt ſind Einwendungen nicht
In unſer Handeis=Regiſter, Ab=
mehr
zuläſſig.
Schreibſekretäre, verſchiedene Klaſſiker, grau Leinen, Schreit
Ueber die innerhalb der Friſt erhobenen Einwendungen ent= teilung B, wurde heute ein=
maſchinen
, Fahrräder, 1 Friſeurtoilette ferner 2 Wagl
ſcheidet der Oberbürgermeiſter, vorbehältlich der Berufung an den getragen hinſichtlich der Firma:
Schrotmühle, Haferquetſchmaſchinen, 1 Dampfmaſchine un
Wohnungskunſt, Geſell=
1 Sprechapparat
Kreisausſchuß, welche binnen einer Friſt von drei Tagen, von der
(23023
ſchaft mit beſchränkter Haf=durch den Unterzeichneten zwangsweiſe verſteigert.
Bekanntmachung der Entſcheidung an gerechnet, bei dem Oberbürger=
tung
, Darmſtadt.
meiſter angezeigt und bei dieſem oder dem Kreisausſchuß gerecht=
Der Geſellſchaftsvertrag iſt durch
Berbert, Großh. Gerichtsvollziehe
fertigt werden muß.
Die Wahlhandlung iſt öffentlich. Während derſelben muß der Beſchluß der Geſellſchafter vom
Georgenſtraße 11, I.
Wahlausſchuß in beſchlußfähiger Zahl anweſend ſein. Jeder Ab=26. September 1913 abgeändert.
Der Sitz der Geſellſchaft iſt nach
ſtimmende übergibt perſönlich ſeinen mit den Namen derienigen,
(22994
weiche er zu wählen beabſichtigt, handſchriftlich oder im Weg der Berlin verlegt.
Verſteigerungs-Anzeige,
Darmſtadt, 30. Oktober 1913.
Vervielfältigung ausgefüllten Stimmzettel ohne Namensunterſchrift
und ſo zuſammengefaltet, daß die auf ihm verzeichneten Namen ver=Großh. Amtsgericht Darmſtadt 1.
Mittwoch, den 5. November 1913, nachm. 3 Uhh.
deckt ſind, einem Mitglied des Wahlausſchuſſes, welches denſelben In unſer Handels=Regiſter, Ab=
verſteigere
ich im Verſteigerungslokale Zur Ludwigshalle‟ (Ohe
uneröffnet in die Wahlurne legt. Die Abgabe des Stimmzettelsa teilung B, wurde heute einge= gaſſe) zwangsweiſe gegen Barzahlung:
wird in der Wählerliſte angemerkt.
tragen hinſichtlich der Firma:
1 Fahrrad, ein zweiteil. vernick. Erkergeſtell, 1 Partie Stal
Enthält ein Stimmzettel mehr Namen, als für eine Vorſchlags=
NeueHeſſiſche Volksblätter
drahtbürſten und Reiſekörbe, 36 Miſtbeetfenſter, 16 Dutzell
liſte zugelaſſen ſind, ſo kommen nur die der Reihe nach zuerſt auf=
Heſſiſche Landeszeitung
Kragen, 1 Partie Kurzwaren, ſowie Hausmobilien dil
geführten in Betracht.
Volksblätter M. von
alle Rubriken.
Ungültig ſind Stimmzettel:
Moers, Geſellſchaft mit
Hieran anſchließend in dem oben bezeichneten Lokalülf
1. welche nicht von weißem oder mit einem äußeren Kenn=
beſchränkter
Haftung, freiwilliges Anſtehen auf Grund geſetzlichen Pfandrechts, ell
zeichen verſehen ſind,
Darmſtadt.
(23012
falls gegen Barzahlung:
2. welche oder inſoweit ſie keinen lesbaren Namen enthalten,
Durch Beſchluß der Geſellſchafter
31 Säcke Schildpattabfälle (740 Kilo).
3. inſoweit darin die Perſon eines Gewählten nicht unzweifel=vom, 20. Oktober 1913 iſt § 1 des
haft zu erkennen iſt,
Geſellſchaftsvertrags abgeändert.
Kapp, Gerichtsvollzieher zu Darmſtahl=
4. inſoweit darin Namen von überhaupt oder für die betreffende Die Firma lautet nunmehr:
Georgenſtraße 1,
Kategorie nicht wählbaren Perſonen verzeichnet ſind,
Heſſiſche Landeszeitung
5. welche einen Proteſt oder Vorbehalt enthalten.
Neue Heſſiſche Volksblät=
Inſoweit die zu 2, 3, 4 und 5 bezeichneten Vorausſetzungen der
ter(M. von Moers), Geſell=
Ungültigkeit ſich nur auf einzelne Namen beziehen, gelten bezüglich
ſchaft mit beſchränkter
Vom 1. November 1913 ab habe ich
der anderen Namen die außerdem auf dem Stimmzettel noch an=
Haftung.
(22993
gegebenen Namen.
Darmſtadt, 31. Oktober 1913.
IV. Aufforderung zur Einreichung der Vorſchlagsliſten. Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Sonntags keine Sprechstunden
Die Wahl der Beiſitzer iſt unmittelbar und geheim; ſie findet an unſer Handels=Regiſter, Ab=
nach
den Grundſätzen der Verhältniswahl ſtatt derart, daß neben teilung A, wurden folgende Ein=
(22577a
mehr.
den Mehrheitsgruppen auch die Minderheitsgruppen entſprechend
ihrer Zahl vertreten ſind. Es ergeht hiermit die Aufforderung träge vollzogen:
Am 29. Oktober 1913.
an die Wähler, Wahlvorſchlagsliſten, getrennt für Kaufleute! Neu eingetragen die Firma:
Zahnarzt Stroh
und Handlungsgehilfen, bis ſpäteſtens drei Wochen vor dem
Georg Schubkegel, Darm=
Telephon 1458.
Wahltage bei dem Vorſitzenden des Ausſchuſſes im Stadthauſe
Heidelbergerstrasse 7.
ſtadt.
einzureichen. Verſpätet eingereichte Vorſchlagsliſten werden zurück=
Inhaber iſt: Georg Schubkegel,
gewieſen.
Kaufmann in Darmſtadt.
Jede Vorſchlagsliſte darf höchſtens ſo viel Namen enthalten,
Georg Schubkegel, Kaufmann,
als Beiſitzer von der betreffenden Gattung zu wählen ſind, z. Zt. ie Ehefrau Mathilde, geborene Vogt, Zahhatelier Carl Draube
10 Namen; die dieſe Zahl überſchießenden Namen werden geſtrichen; in Darmſtadt, iſt zur Prokuriſtin
es gelten hiernach nur dir erſten zehn auf der Liſte ſtehenden Namen. beſtellt.
Ferner muß jede Vorſchlagsliſte von mindeſtens 20 Wahl=
DENTIST
Am 30. Oktober 1913.
berechtigten unterzeichnet ſein und hat die Benennung eines für Hinſichtlich der Firma;,
früher Ernst-Ludwigstrasse 8
weitere Verhandlungen bevollmächtigten Vertreters der Unter=
Philipp Feidel, Darm=
zeichner
zu enthalten, ſowie die vollſtändigen Vor= und Familien=
ſtädter
Möbel und Deko=
namen
, das Gewerbe und die Wohnung oder Beſchäftigungs=
jetzt
Marktplatz 11.
ration, Darmſtadt.
ſtelle der Unterzeichner und der vorgeſchlagenen Perſonen.
Der Kaufmann Paul Feidel in
Fast schmerzloses Zahnziehen Mk. 1.. (22956a
Liſten, welche den vorbezeichneten Erforderniſſen nicht entſprechen, Mannheim iſt in die Geſelſchaft
ſind ungültig, ſofern nicht der Mangel innerhalb der Einreichungs=als perſönlich haftender Geſell=
friſt
beſeitigt wird.
ſchafter eingetreten.
Konsumenten
Die rechtzeitig eingereichten und gültigen Vorſchlagsliſten
Gelöſcht die Firmen:
werden nach erfolgter Prüfung vierzehn Tage vor der Wahl in
1. H. Pfersdorff. Darmſtadt.
kaufen Bindfaden u. Packkordel gut u. billig
ortsüblicher Weiſe veröffentlicht.
(20224a
2. Leopold Neu, Darmſtadt.
Darmſtadt, den 16. September 1913.
in dem Spezial-Engros-Geschäft von
Am 31. Oktober 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
Gelöſcht die Firma:
J. V.: Mueller.
H. Schuchhardt Nachfol=
Hermann Hachenburger
Ein Kinderw., Preis 3 M., ſowieſ
jebr. Fahrrad mit Freilauf zu
ger, Darmſtadt. (23023
1Gverkaufen. Preis 12 M. Sand=
Darmſtadt, 1. November 1913.
37 Rheinstrasse 37. Telephon 1829. (5297a
ein. Bild. z. verk. Erbacher13846bergſtraße 40, part.
Seitenb. Unks. Heeger.
(B23015 Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.

[ ][  ][ ]

(22915g
.

danten

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
10 12.
Deusting, 4. Nodenber.
1915.
8, bei Fahrzengen, deren Geſamigewicht ſeinſchließzlich Ladung) 5 Tomnen über=
Bekanntmachung.
ſteigt, die Achsdrucke und die Felgendrucke auf 1 Zentimeter Felgenbreite
Die Bundesratsverordnung über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen vom 3. Fe=
Baſis der Gummireifen im beladenen Zuſtand.
Dtutar 1910 (Reichsgeſetzblatt Nr. 5 von 1910) iſt durch Artikel I und II der Bundes=
Dem Antrag iſt das Gutachten eines von der höheren Verwaltungsbehörde eines
Paksverordnung vom 21. Juni 1913 (Reichsgeſetzblatt S. 326) in mehrfacher Hinſicht Bundesſtaates anerkannten Sachverſtändigen beizufügen, das die Richtigkeit der An=
tgeändert
und ergänzt worden. Wir bringen nachſtehend die beiden Artikel zur allge= gaben unter Nr. 4 bis 8, ſowie ſerner beſtätigt, daß das Fahrzeug den nach dieſer Ver=
neinen
Kenntnis. Die §§ 3, 4, 5, 6, 8 und 25 der Bundesratsverordnung vom 3. Fe=
ordnung
zu ſtellenden Anforderungen genügt. Hinſichtlich der Nr. 5 kann das Gutachten
hrutar 1910 haben in Faſſung vom 21. Juni 1913 nunmehr den nachſtehend unter e) ab= des Sachverſtändigen durch eine Beſcheinigung der Firma erſetzt werden, die die
ebruckten Wortlaut, wobei die Aenderungen fett gedruckt ſind.
Maſchine oder den Motor hergeſtellt hat. Das Gutachten hat der Antragſteller auf ſeine
Darmſtadt, den 20. Oktober 1913.
Koſſen zu beſchaffen.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Die höhere Verwaltungsbehörde iſt befugt, auf Antrag einer Firma, deren Sitz
ſich im Bezirke der Behörde befindet, nach einer auf Koſten der Firma vorgenommenen
Fey.
Prüfung eine Beſcheinigung darüber zu erteilen, daß eine fabrikmäßig gefertigte Gattung
a) Artikel I.
eines Kraftfahrzeugs den nach Maßgabe dieſer Verordnung zu ſtellenden Anforderungen
Die Verordnung über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen vom 3. Februar 1910
genügt (Typenprüfung). Die Typenbeſcheinigung gilt für das ganze Reich. Bei der
ird, wie folgt, geändert:
Veräußerung eines Kraftfahrzeugs, das einer derart zugelaſſenen Gattung angehört,
1. Im § 3 Abſ. 2 wird nach den Worten die Radkränze eingefügt: müſſen kann die Firma dem Abnehmer eine mit laufender Nummer verſehene Ausfertigung der
mit Gummi oder einem anderen elaſtiſchen Stoffe bereift ſein und.
Beſcheinigung, die auch die Richtigkeit der im Abſ. 1 unter Nr. 4 bis 8 vorgeſchriebenen
2. Dem § 4 Abſ. 5 wird folgender zweiter Satz hinzugefügt: Bei Kraftfahr= Angaben beſtätigen muß, mit der Wirkung verabfolgen, daß ſie das im Abſ. 2 geforderte
zeugen, deren Geſamtgewicht (einſchließlich Ladung) 5 Tonnen überſteigt, muß Gutachten erſetzt; die Uebereinſtimmung der Ausfertigung mit der Originalbeſcheinigung
ſich die Angabe auf dem Schilde auch auf die zuläſſige Belaſtung, auf die muß amtlich beglaubigt ſein, Ueber die ſolchergeſtalt in den Verkehr gebrachten Fahr=
Achsdrucke und auf die Felgendrucke auf 1 Zentimeter Felgenbreite Baſis der
zeuge hat die Firma ein Verzeichnis zu führen.
Gummireifen im beladenen Zuſtand erſtrecken.
Für die nach Abſ. 2 und 3 vorzunehmenden Prüfungen gelten die Vorſchriften der
3. Dem § 4 wird folgender neuer Abſatz 6 hinzugefügt: Bei einem Kraftfahr= als Anlage a) beigefügten Anweiſung über die Prüſung von Kraftfahrzeugen,
zeug im beladenen Zuſtand darf der Druck auf eine Achſe 6 Tonnen und auf
§ 6. Die höhere Verwaltungsbehörde (§ 5 Abſ. 1) entſcheidet über den Antrag
1 Zentimeter Felgenbreite Baſis der Gummireifen 150 Kilogramm nicht auf Zulaſſung des Kraftfahrzeugs zum Verkehr auf öffentlichen Wegen und Plätzen. Die
überſchreiten.
4. Im § 5 Abſ. 1 Nr. 8 wird nach den Worten die Achsdrucke eingefügt: und Zuläſſung gilt für das ganze Reich.
Im Falle der Zulaſſung hat die höhere Verwaltungsbehörde das Kraftfahrzeug
die Felgendrucke auf 1 Zentimeter Felgenbreite Baſis der Gummireifen(
in eine Liſte nach beiliegendem Muſter 1 einzutragen, dem Fahrzeug ein polizeiliches
5. Im§ 25 Abſ. 1 wird nach dem Worte ſofern eingefügt: ſein Geſamtgewicht Kennzeichen (§ 8) zuzuteilen und hiervon dem Antragſteller Mitteilung zu machen, ſowie
(einſchließlich Ladung) 7,5 Tonnen nicht überſteigt und.
über die Zulaſſung und die Eintragung des Kraftfahrzeugs und die Zuteilung des
6. Im § 25 Abſ. 1 Nr. 2 wird nach den Worten die Radkränze des Anhänge=
Kennzeichens eine Beſcheinigng nach beiliegendem Muſter 2 auszufertigen. Die Aus=
wagens
eingefügt: müſſen mit Gummi oder einem anderen elaſtiſchen Stoffe händigung der Beſcheinigung erfolgt durch die für den Ort, wo das Kraftfahrzeug in
bereiſt ſein und‟.
Betrieb geſetzt werden ſoll, zuſtändige Polizeibehörde.
7. Im § 25 Abſ. 1 wird als neue Nr. 5 eingefügt: 5. an dem Anhängewagen
Treten bei einem zum Verkehr auf öffentlichen Wegen und Plätzen bereits zu=
muß
an einer ſichtbaren Stelle durch Nieten ein Schild feſt angebracht ſein,
gelaſſenen Kraftfahrzeug Aenderungen ein, die eine Berichtigung der Liſte und der
auf dem die Firma, die den Anhängewagen hergeſtellt hat, die Fabriknummer, Zulaſſungsbeſcheinigung erforderlich machen, ſo hat der Eigentümer unter Vorlegung.
das Eigengewicht und die zuläſſige Belaſtung des Wagens, ſowie der Felgen=
der
Zulaſſungsbeſcheinigung die Berichtigungen innerhalb zwei Wochen bei der zu=
druck
auf 1 Zentimeter Felgenbreite Baſis der Gummireifen in belade=
ſtändigen
höheren Verwaltungsbehörde zu beantragen. Bei Aenderung der Art der
nem Zuſtand angegeben iſt.
Kraftquelle, bei Einbau einer ſtärkeren Maſchine oder eines ſtärkeren Motors, einer in
8. Im § 25 Abſ. 3 wird nach den Worten daß der Anhängewagen eingefügt: ihrer Bauart oder Ueberſetzung veränderter Bremſe oder Lenkvorrichtung bedarf es einer
den Bedingungen des Abſ. 1 entſpricht und.
erneuten Zulaſſung, die der Eigentümer ſofort unter Beifügung eines Gutachtens (§ 5
b) Artikel II.
Abſ. 2) bei der zuſtändigen höheren Verwaltungsbehörde zu beantragen hat.
1. Kraftfahrzeuge, die bereits vor dem 1. Juli 1913 gemäß § 6 der Verordnung
Verlegt der Eigentümer eines Kraftfahrzeuges ſeinen Wohnort in den Bezirk
m 3. Februar 1910 zum Verkehre zugelaſſen ſind, werden unter Befreiung von den einer anderen höheren Verwaltungsbehörde, ſo hat er bei dieſer die erneute Zulaſſung
orſchriften im Artikel I Nr. 1, 3, 4 bis zum 1. Januar 1919 im Verkehre belaſſen.
des Fahrzeugs zu beantragen; der Beifügung des Gutachtens eines Sachverſtändigen
2. Bis zum 1. April 1914 können Kraftfahrzeuge unter Befreiung von den Vor= (§ 5 Abſ. 2, 3) bedarf es in dieſem Falle nicht, wenn die bisherige Zulaſſungsbeſcheini=
triften
im Artikel I, Nr. 1, 3, 4 gemäß § 6 der Verordnung vom 3. Februar 1910 zum gung vorgelegt wird. Bei Ausfertigung der neuen Zulaſſungsbeſcheinigung iſt die bis=
z
. rkehre zugelaſſen werden, ſofern ſie nach einer Type hergeſtellt ſind, für die die herige einzuziehen.
Apenbeſcheinigung bereits vor dem 1. Juli 1913 erteilt worden iſt: derart zugelaſſene
Soll ein Kraftfahrzeug zum Verkehr auf öffentlichen Wegen und Plätzen nicht
kraftfahrzeuge werden bis zum 1. Januar 1919 im Verkehre belaſſen.
mehr verwendet werden, ſo hat der Eigentümer der zuſtändigen höheren Verwaltungs=
3. Anhängewagen, die bereits vor dem 1. Juli 1913 gemäß § 25 der Verordnung
behörde hiervon Mitteilung zu machen und ihr die Zulaſſungsbeſcheinigung, ſowie das
ſorn 3. Februar 1910 zum Verkehre zugelaſſen ſind, werden unter Befreiung von den Kennzeichen abzuliefern. Das Kennzeichen iſt, ſofern es nicht amtlich ausgegeben iſt,
Errſchriften im Artikel I, Nr. 5, 6, 8 bis zum 1. Januar 1919 im Verkehre belaſſen.
nach Vernichtung des Dienſtſtempels zurückzugeben. Unterbleibt die Ablieferung, ſo hat
4. Bis zum 1. April 1914 können Anhängewagen unter Befreiung von den Vor= die höhere Verwaltungsbehörde die Zulaſſungsbeſcheinigung und das Kennzeichen ein=
ſcheiften
im Artikel I Nr. 5. 6, 8 gemaß § 25 der Verordnung vom 3. Februar 1910 von zuziehen oder, ſoweit die Einziehung des Kennzeichens nicht zuläſſig iſt den Dienſt=
er
höheren Verwaltungsbehörde eines Bundesſtaates zugelaſſen werden; die Zu= ſtempel auf dieſem augenfällig zu vernichten. In gleicher Weiſe iſt auf Antrag der
laf ung gilt nur für den Bezirk dieſer Behörde und darf ſich nur bis zum 1. Januar 1919 Steuerbehörde zu verfahren, wenn die Steuerkarte nicht rechtzeitig erneuert wird.
rirecken.
Geht ein zum Verkehr auf öffentlichen Wegen und Plätzen bereits zugelaſſenes
e) Auszug aus der Bundesratsverordnung vom 3. Februar 1910 in Faſſung
Kraftfahrzeug auf einen anderen Eigentümer über, ſo hat dieſer bei der für ſeinen
der Verordnung vom 21. Juni 1913.
Wohnort zuſtändigen höheren Verwaltunsgbehörde die erneute Zulaſſung des Fahrzeugs
§ 3. Die Kraftfahrzeuge müſſen verkehrsſicher und insbeſondere ſo gebaut, ein= zu beantragen; der Beifügung des Gutachtens eines Sachverſtändigen (§ 5 Abſ. 2, 3)
erichtet und ausgerüſtet ſein, daß Feuers= und Exploſionsgefahr, ſowie jede vermeid= bedarf es in dieſem Falle nicht, wenn die bisherige Zulaſſungsbeſcheinigung vorgelegt
lage Beläſtigung von Perſonen und Gefährdung von Fuhrwerken durch Geräuſch, Rauch, ! wird. Bei Ausfertigung der neuen Zulaſſungsbeſcheinigung iſt die bisherige einzu=
dumpf
oder üblen Geruch ausgeſchloſſen iſt.
Die Radkränze müſſen mit Gummi oder einem anderen elaſtiſchen Stoffe bereift zehen.
§ 8. Das von der höheren Verwaltungsbehörde zuzuteilende Kennzeichen beſteht
ſeint und dürfen keine Unebenheiten beſitzen, die geeignet ſind, die Fahrbahn zu aus einem (oder mehreren) Buchſtaben (oder römiſchen Ziffern) zur Bezeichnung des
ſeschädigen.
Bundesſtaates (oder engeren Verwaltungsbezirks) und aus der Erkennungsnummer,
§ 4. Jedes Fahrzeug muß verſehen ſein:
unter der das Fahrzeug in die polizeiliche Liſte (§ 6 Abſ. 2) eingetragen iſt. Die Ver=
1. mit einer zuverläſſigen Lenkvorrichtung, die geſtattet ſicher und raſch auszu= teilung der Kennzeichen innerhalb des Reichsgebiets erfolgt nach dem beiliegenden Plan
weichen; die zur Lenkung benutzten Wagenräder ſollen nach beiden Seiten für die Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge‟. Das Kennzeichen iſt an der Vorderſeite und
möglichſt weit einſchlagen, um kurz wenden zu können;
an der Rückſeite des Fahrzeugs nach außen hin an leicht ſichtbarer Stelle anzubringen.
2. mit zwei voneinander unabhängigen Bremseinrichtungen, von denen jede auf
Das vordere Kennzeichen iſt in ſchwarzer Balkenſchriſt auf weißem, ſchwarz=
die
Wagenräder der gebremſten Achſe gleichmäßig einwirkt; mindeſtens eine gerandetem Grunde auf die Wandung des Fahrzeugs oder auf eine rechteckige Tafel
Bremseinrichtung muß unmittelbar auf die Hinterräder oder auf Beſtand= aufzumalen, die mit dem Fahrzeug durch Schrauben, Nieten oder Nägel feſt zu ver=
teile
, die mit dieſen Rädern feſt verbunden ſind, wirken; dieſe Bremſe muß feſt= binden iſt. Die Buchſtaben (oder die römiſchen Ziffern) und die Nummern müſſen in
ſtelbar ſein. Jede Bremseinrichtung muß für ſich geignet ſein, den Lauf eine Reihe geſtellt und durch einen wagerechten Strich voneinander getrennt werden.
des Fahrzeuges ſofort zu hemmen und es auf die kürzeſte Entfernung zum Die Abmeſſungen betragen: Randbreite mindeſtens 10 Millimeter, Schrifthöhe 75 Milli=
Stehen zu bringen;
meter bei einer Strichſtärke von 12 Millimeter, Abſtand zwiſchen den einzelnen Zeichen
3. mit einer zuverläſſigen Vorrichtung, die beim Befahren von Steigungen die
und vom Rande 20 Millimeter, Stärke des Trennungsſtrichs 12 Millimeter, Länge des
unbeabſichtigte Rückwärtsbewegung verhindert, ſofern nicht eine der Bremſen Trennungsſtrichs 25 Millimeter, Höhe der Tafel ausſchließlich des Randes 115 Milli=
dieſe
Forderung erfüllt;
meter (Muſter 3).
4. mit einer tieftönenden Hupe zum Abgeben von Warnungszeichen; falls die
Bei dem an der Rückſeite des Fahrzeuges mittels Schrauben, Nieten oder Nägel
Hupe mehrtonig iſt, müſſen die verſchiedenen Töne gleichzeitig anklingen;
feſt anzubringenden Kennzeichen ſind die Buchſtaben (römiſchen Ziffern) und die Nummer
5. nach eingetretener Dunkelheit und bei ſtarkem Nebel mit mindeſtens zwei in auf einer viereckigen weißen, ſchwarz gerandeten Tafel in ſchwarzer Balkenſchrift aus=
gleicher
Höhe angebrachten, die ſeitliche Begrenzung des Fahrzeuges anzeigen=
zuführen
. Die Tafel kann Beſtandteil einer Laterne ſein (vergleiche § 11). Die Buch=
den
, hellbrennenden Laternen mit farbloſem Glaſe, die den Lichtſchein derart
ſtaben (römiſchen Ziffern) müſſen über der Nummer ſtehen. Die Abmeſſungen betragen:
auf die Fahrbahn werfen, daß dieſe auf mindeſtens 20 Meter vor dem Fahr=
Randbreite mindeſtens 10 Millimeter, Schrifthöhe 100 Millimeter bei einer Schriftſtärke
zeug von dem Führer überſehen werden kann. Uebermäßig ſtark wirkende von 15 Millimeter, Abſtand zwiſchen den einzelnen Zeichen und vom Rande 20 Milli=
Scheinwerfer dürfen nicht verwendet werden:
meter; Höhe der Tafel ausſchließlich des Randes 260 Milimeter (Muſter 4). Das hintere
6. mit einer Vorrichtung, die verhindert, daß das Fahrzeug von Unbefugten in
Kennzeichen kann auch auf die Wandung des Fahrzeugs aufgemalt werden.
Betrieb geſetzt werden kann.
Kraftzweiräder ſind von der Führung des hinteren Kennzeichens befreit. Bei
Auf Krafträder findet Nr. 3 keine Anwendung; Nr. 4 gilt mit der Maßgabe, daß
ihnen genügt ein beiderſeitig beſchriebenes Kennzeichen, das an der Vorderſeite in der
ſe. Hupe hochtönend ſein muß. Für Kraſtzweiräder gilt außerdem Nr. 5 mit der Ein=
Fahrtrichtung an leicht ſichtbarer Stelle anzubringen iſt. Das Kennzeichen iſt in
Ahnänkung, daß eine Laterne der bezeichneten Art genügt.
Jeder Kraftwagen, deſſen Eigengewicht 350 Kilogramm überſteigt, muß ſo ein= ſchwarzer Balkenſchrift auf weißem, ſchwarzgerandetem Grunde auf eine rechteckige,
ſerächtet ſein, daß er mittels der Maſchine oder des Motors vom Führerſitz aus in Rück= an den Vorderecken leicht abgerundete Taſel aufzumalen, die mit dem Fahrzeug durch
Schrauben, Nieten oder Nägel feſt zu verbinden iſt. Die Buchſtaben (oder die römiſchen
härtsgang gebracht werden kann.
Die Griffe zur Bedienung der Maſchine oder des Motors und der im Abſ. 1 bis 3 Ziffern) und die Nummern müſſen in einer Reihe ſtehen und durch einen wagerechten
Ungeführten Einrichtungen müſſen ſo angebracht ſein, daß der Führer ſie, ohne ſein Strich voneinander getrennt ſein. Die Abmeſſungen betragen: Randbreite mindeſtens
Uugenmerk von der Fahrtrichtung abzulenken, leicht und auch im Dunkeln ohne Ver=8 Millimeter, Schrifthöhe 60 Millimeter bei einer Strichſtärke von 10 Millimeter, Ab=
ſtand
zwiſchen den einzelnen Zeichen und vom Rande 12 Millimeter, Stärke des
heschſelungsgefahr handhaben kann,
Jedes Kraftfahrzeug muß mit einem an einer ſichtbaren Stelle des Fahrgeſtells Trennungsſtrichs 10 Millimeter, Länge des Trennungsſtrichs 18 Millimeter, Höhe der
gebrachten Schilde verſehen ſein, das die Firma, die das Fahrgeſtell hergeſtellt hat, Tafel ausſchließlich des Randes 80 Millimeter (Muſter 5)=
§ 25. Soll von einem polizeilich zugelaſſenen Kraftfahrzeug ein Anhängewagen
e Fabriknummer des Fahrgeſtells, die Anzahl der Pferdeſtärken der Maſchine oder des
Intors (bei ſteuerpflichtigen Fahrzeugen auch die nach der Steuerformel berechnete Nutz= mitgeführt werden, ſo genügt die Anzeige bei der höheren Verwaltungsbehörde (§ 5),
i= ung des Fahrzeugs) und das Eigengewicht des betriebsfertigen Fahrzeugs angibt. ſofern ſein Geſamtgewicht (einſchließlich Ladung) 75 Tonnen nicht überſteigt und den
ſei Kraſtfahrzeugen, deren Geſamtgewicht (einſchließtlich Ladung) 5 Tonnen über= nachſtehenden Bedingungen entſprochen wird=
1. der Anhängewagen muß verſehen ſein:
eint, muſt ſich die Angabe auf dem Schilde auch auf die zuläſſige Belaſtung, auf die
a) mit einer ſicher wirkenden Bremſe=
laisdrucke
und auf die Felgendrucke auf 1 Zentimeter Felgenbreite Baſis der Gummi=
b
) mit einer zuverläſſigen, auf die Fahrbahn wirkenden Vorrichtung, die beim
eiſen im beladenen Zuſtande erſtrecken.
Befahren von Steigungen die unbeabſichtigte Rückwärtsbewegung ver=
Bei einem Kraftfahrzeug im beladenen Zuſtande darf der Druck auf eine Achſe
hindert (Bergſtütze):
Aonnen und auf 1 Zentimeter Felgenbreite 2
Baſis der Gummireifen 150 Kilo=
2. Die Radkränze des Anhängewagens müſſen mit Gummi oder einem anderen
keamm nicht überſchreiten.
elaſtiſchen Stoffe bereift ſein und dürfen keine Unebenheiten beſitzen, die
§ 5. Wenn ein Kraftfahrzeug in Betrieb genommen werden ſoll, hat der Eigen=
geignet
ſind, die Fahrbahn zu beſchädigen;
inzer bei der für ſeinen Wohnort zuſtändigen höheren Verwaltungsbehörde die Zu=
3. die Verbindung der Lenkvorrichtung des Anhängewagens mit dem Kraftfahr=
iſtung
des Fahrzeugs ſchriftlich zu beantragen. Der Antrag muß enthalten:
zeuge muß ſo beſchaffen ſein, daß die Räder des Anhängewagens auch in
1. Name und Wohnort des Eigentümers;
Krümmungen möglichſt auf den Spuren der Räder des Kraftfahrzeugs laufen;
2. die Firma, die das Fahrgeſtell hergeſtellt hat, ſowie die Fabriknummer des
zwiſchen dem Anhängewagen und dem Kraftfahrzeug muß außer der Haupt=
Fahrgeſtells;
kuppelung noch eine Sicherheitskuppelung (Notkuppelung) vorhanden ſein:
8. die Beſtimmung des Fahrzeugs (Perſonen= oder Laſtfahrzeug):
5. an dem Anhängewagen muß iin einer ſichtbaren Stelle durch Nieten ein Schild
4. die Art der Kraftquelle (Verbrennungsmaſchine, Dampfmaſchine, Elektro=
feſt
angebracht ſein, auf dem die Firmn, die ben Anhingewagen hergeſtell hat,
motor);
die Fabriknummer, das Eigengewicht und die zuläſſige Belaſtung des Wagens,
5. die Anzahl der Pferdeſtärken der Maſchine oder des Motors (bei ſteuerpflich=
ſowie
der Felgendruck auf 1 Zentimeter Fekgenbreite Baſis der Gummi=
tigen
Fahrzeugen auch die nach der Steuerformel berechnete Nutzleiſtung des
reifen in beladenem Zuſtand angegeben iſt.
Fahrzeugs);
Der Anzeige hat der Eigentümer die Zulaſſungsbeſcheinigung für das Kraftfahr=
3. das Eigengewicht des betriebsfertigen Fahrzeugs:
zeug, ſowie das Gutachten eines amtlich anerkannten Sachverſtändigen darüber beizu=
7. die zuläſſige Belaſtung (in Kilogramm oder Perſonen einſchl. Führer);

[ ][  ][ ]

Nummer 122.
Amtsverkündigungsblatt Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt. Dienstag, den 4. November 1913.
fügen, daß den Parſchriſten des Abf. 1 genigt iſtz ein Vermerk über die Anzeige iſt von
Werden Anhängewagen migeführt, ſo muß das dem Kraftfahrzeuge zugeielt
der höheren Verwaltungsbehörde in die Liſte und in die Zulaſſungsbeſcheinigung (§ 6,
polizeiliche Kennzeichen (§ 8, Abſ. 3) an der Rückſeite des Schlußwagens an
Abſ. 2) aufzunehmen.
gebracht ſein.
Der Führer iſt dafür verantwortlich, daß der Anhängewagen den Bedingungen
An die Ortspolizeibehörden und die Gendarmerie des Kreiſes=
des
Abſ. 1 entſpricht und ſich in verkehrsſicherem Zuſtand befindet und daß das Geſamt=
Wir weiſen Sie auf die vorſtehenden Beſtimmungen der Verordnung
gewicht des Anhängewagens mit Nutzlaſt das jeweilige Geſamtgewicht des Kraftfahr=
zeuges
mit Nutzlaſt nicht überſchreitet. Falls die Bremſe des Anhängewagens nicht Bundesrats vom 3. Februar 1910 in der Faſſung der Verordnung vom 21. Juni 18
vom Führerſitze des Kraftfahrzeugs aus bedient werden kann, muß auf dem Anhänge= hin. Mit den durch fetten Druck hervorgehobenen Abänderungen und Zuſätzen zu de
wagen ein Bremſer mitfahren; in dieſem Falle muß eine Verſtändigung zwiſchen! Verordnung vom 3. Februar 1910, die zweckmäßig in die in Ihrem Beſitze befindlicht
Führer und Bremſer möglich ſein.
Eremplaren der Verordnung einzutragen ſein werden, wollen Sie ſich eingehend vertrat
Das Mitführen von mehr als einem Anhängewagen iſt nur auf Grund polizei= machen.
licher Erlaubnis zuläſſig; das gleiche gilt bezüglich des Mitführens von einem Anhänge=
Darmſtadt, den 20. Oktober 1913.
wagen, ſofern den Bedingungen im Abſ. 1 Nr. 1 bis 4 nicht genügt iſt. In dieſen
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
(22477
Fällen iſt der Erlaubnisſchein bei der Fahrt mitzuführen und den Polizeibeamten auf
Verlangen vorzuzeigen.
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Mummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 4. November 1913.
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licher Hand Toilette gemacht und ſie, die frü= ſo verführeriſch aus, ſie hatte zwei ſo frohe, lachende, gute
her ſich dem allen gegenüber gleichgültig ver= Augen im Kopf und tanzte ſo rieſig gern. So mußte er
Roman von Carl Conte Scapinelli.
halten, ließ ſich jetzt erfreut von den Eltern in ihr wenigſtens dieſes Vergnügen mit den ſehr gelehrten
(Nachdruck verboten.)
Abend für Abend ſpielte er irgendwo zum Tanze auf, ihrem Ballſtaat bewundern und fragte ſelbſt immer wie= Herren Kollegen gönnen.
no erſt wenn der Morgen graute, kam er übermüdet heim. der, ob ſie ſchön ſei. Dann hatte auch die Mama endlich
Während man durch den Saal promenierte oder an
lber wenn er mittags das Lager verließ, war er friſch, allerhöchſte Zeit, um ſich in Toilette zu werfen. Wohlge= ſeinem Platz ſaß, ſah man überall Bekannte, erbeingeſeſ=
ie
Erfolge ſpannten ſeine Nerven, röteten ſeine Wangen. fällig betrachtete ſie Profeſſor Rittner, da ſie wie ein voll= ſene Wiener aus ſeinem Bezirk, beſſere Geſchäftsleute,
Im Höhepunkt des Karnevals hatte er auch bei einem erblühtes Mädchen neben ihrer Tochter ſtand. Ein Ein= Fabrikanten, Doktoren, Advokaten, Offiziere aus der nahen
ſroßen Bürgerfeſt des dritten Bezirks zu ſpielen, und es ſpänner wurde geholt und man fuhr zum Ballſaal. Hanſis Kaſerne und recht viele ſchöne junge Mädchen und ele=
haff
ſich gut, daß ſeine Eltern ihre Hanſi dorthin zum Wangen glühten vor Erregung und die Eltern freuten ſich gante wohlgepflegte junge Herren.
rigen Male in die Welt, die der Tanz bedeutet, einführen ob dieſer Stunde, wo ſie ihr Töchterchen zum erſten Male
Zu einer Frangaiſe ließ ſich der Profeſſor doch noch
ſolllten. Vater und Mutter waren ſeit Tagen aufgeregt, in die Oeffentlichkeit einführten.
verführen, er ſchritt mit ſeiner Frau und hatte ſein Töch=
ie
Schneiderin ſaß im Hauſe und nähte, denn Herr Pro=
Sie kamen gerade recht zum Beginn des erſten Wal= terchen mit irgendeinem jungen Manne als Gegenüber.
ſſor Rittner wollte nicht nur ſeine Tochter, ſondern auch zers. Der Saal war ſchon dicht beſetzt, nicht alle hatten Während die Mutter geſchmeidig und heiter hin und her
ſchritt, war Hanſi etwas ſcheu und eckig in ihrer Jugend
inte Frau an dieſem Abend ſchön haben. Nur Hanſi, ſich zum Tanze ſchon gefunden.
Der erſte Blick des Profeſſors galt dem Muſikpodium, und in der erſten Verlegenheit, und der Jüngling an
ſer eigentlich in der Hauptſache alles galt, war, als ginge
ſewie Sache kaum an. Schon die vorhergegangenen Tanz= dort ſtand hoch aufgerichtet ſein Sohn, deſſen Ruf als der ihrer Seite war höchſt korrekt, höchſt liebenswürdig und
unden hatten ihr keine Freude gemacht und ſie waren ihr beſte Ballmuſikdirigent ſich in Wien bald verbreitet hatte höchſt unbedeutend. Das alles beluſtigte den Profeſſor,
und er vergaß faſt vor Schauen und Beobachten ſeine
inſofern erwünſcht, als ſie oft ſchon allein vor der und von deſſen Operette Der Irrwiſch die Zeitungen
iutter dorthin gehen konnte, wenn dieſe noch Arbeit hatte faſt täglich Vornotizen brachten. Und ein Gefühl des Stol= Pflicht als Tänzer.
ſnde ſpäter nachkam und ſie ſo Seffreck wenigſtens für zes und der Beruhigung beſchlich ihn, ſein großer Bub
Als man wieder an den Tiſchen Platz genommen
uggenblicke treffen konnte. Ihre Intereſſeloſigkeit für das ſpielte ſeinem jungen Schweſterl den erſten, öffentlichen
hatte und die erſte kurze Pauſe eingetreten war, kam auch
eſtt wich auch plötzlich, da Seffreck ihr verſprochen hatte, Walzer auf. Max Erlinger kam und holte Hanſi zum
Joſef auf ſie zu und nahm einen Augenblick an ihrem
auch zu beſuchen. Auch die Erlinger Brüder hatten alsf Tanz, und bald fand ſich auch ein Kollege des Profeſſors,
Tiſche Platz.
beingeſeſſene Landſtraßler ihr Kommen in Ausſicht ge= der Frau Betta entführte.
Spielſt Du heute nichts von Dir? fragte der Vater.
Sinnend ſah der Profeſſor in den Saal. Wenn er nicht
eltt, und ſo verſprach man ſich denn ein vergnügliches
ſein wehes Bein hätte, er wäre auch in dieſer Stunde zum Ja. den nächſten Walzer! Irrwiſch=Walzer
uſammentreffen.

[ ][  ][ ]

Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 4. November 1913.
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Als ſie wieder in der Nähe der Muſik vorbeikamen
der Vater.
ſich hin.
lockerte Seffreck unwillkürlich ſeinen Griff. Ihm pare
Nein, Papa, das darfſt Du nicht tun, das könnte
Irma ſollt jetzt da ſein. Es iſt ein hohes Lied auf als hätte ein böſer Blick Joſefs ihn getroffen, als ahn
dieſe Frau! ſagte er, zu Frau Betta gewandt.
Deinem Bein ſchaden! bat Frau Betta.
er dort oben am Dirigentenpult von ſeinen betörenden
Nun war aus der ſchmachtenden Sehnſucht der Töne Worten. Und bald darauf brach der Walzer ab.
Ein Walzer meines Sohnes mir ſchaden? So was
ein ſieghaftes Jubeln geworden, ein Küſſen faſt, ein Sich=
gibt’s
doch nicht.
Mit hochroten Geſichtern, ein wenig dampfend un
feſthalten, und dieſe Töne peitſchten die Tanzenden, die atemlos ſtrömten die Paare aus dem Tanzſaal zu ihm
Es dauerte nicht lange und Joſef mußte zu ſeiner
zu ermüden drohten, noch mehr und ließ ſie in ſeligen
Muſik zurück. Das Publikum ſammelte ſich im Saal, man
Tiſchen, und auch Hanſi ließ ſich willenlos von Seffiel
Wirbeln ihre Müdigkeit vergeſſen, ließen ſie weiter dahin=
hatte
von dieſem Walzer ſchon ſo viel gehört, daß niemand
führen.
ſchweben, wie getragen durch den Willen des einen dort
ihn verſäumen mochte.
Eben als ſie den Tanzboden verlaſſen wollten kaf
oben.
Man drängte ſich vor, die erſten Töne erklangen. Man
Joſef auf das Paar zu, er bot Hanſi kurz den Arm und
Auch Hanſi lag glückvergeſſen zurückgebeugt in ihres
engagierte. Und plötzlich ſtand Hauptmann von Seffreck
ſagte zu Seffreck einfach: Du verzeihſt, ich habe mit Hälſt
an Hanſis Seite. Vater und Mutter hatten Arm in Arm Tänzers Arm, die ſchwarzen, leuchtenden Augenſterne
etwas zu reden!
den Saal betreten, nun ſetzten die Weiſen prickelnd, Seffrecks ſtrahlten auf ſie nieder, brannten in die ihren,
Bitte! ſagte Seffreck, ein wenig keck und erheucheſt
jagend wie aufleuchtend und wieder erlöſchend ein. Und und ſie fühlte deutlich ſeinen heißen Atem.
gleichgültig.
Morgen kommſt Du zu mir, Kind, ſo lange bitte
dann löſten ſie ſich und fanden ſich, und in kernigem
Ein angſtvoller, hilfeſuchender Blick Hanſis traf ihn,
Walzertakt ſetzte der eigentliche Walzer klagend, ſchmach= ich, morgen kommſt Du.
dann folgte ſie geſenkten Blicks und mit hochgeröteten
tend und durchglüht von ſehnſüchtigem Locken ein. Und
Sie ſchüttelte ſchwach das Köpfchen, er aber flüſterte
Wangen ihrem Bruder.
unwillkürlich griff jeder ſeine Dame feſter und unwillkür= ihr heiße Worte ins Ohr, bat und bat, und ihr ſchien,
Ihr habt Heimlichkeiten, ich merke es lange, Hanſt,
lich begannen dieſe ſummend und trällernd ihren wiegen= als hälfen ihm des Bruders Weiſen mitbitten. Sie hatte
begann er. Du bildeſt Dir ein, ihn zu lieben. . . Was
den Schritt zu begleiten, und ein Hauch von Sehn= faſt unmerklich ihm, von einem höheren Bann gezwungen,
hat er Dir während des Walzers ins Ohr geflüſtert?
ſucht, ein Hauch von ſinnlichem Locken legte ſich auf die zugenickt, ja genickt.
Wange.
Daß daß ich das Paar neben uns anſchauen
Wortlos tanzten die beiden engumſchlungen dahin,
Der Saal war zum Erſticken voll, alles, was Beine das junge Ding ließ ſich willenlos von dem ſtarken Mann ſoll, wie komiſch es tanzte.
hatte, war durch die Weiſen angelockt worden nur tragen, ließ ſich geduldig feſt faſſen und drücken. Was
Profeſſor Rittner tanzte nicht, Arm in Arm mit ſeiner wußte ſie, was dieſer wollte, ſie fühlte ſich nur ſo gebor=
(Fortſetzung folgt.)
Frau ſtand er eng an die Wand aelehnt und ſah in die gen bei ihm, ſie liebte ibn ja und alle feindeten ihn an.

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h. v. 1902 . . . . 89,5027 Farbwerke Höchſt.
597,00 4 Eliſabethbahn, freie . . 89,0017 Rhein. Kreditbank.
Mannheim .
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. v. 1905 . . . . 99,60 20 Verein chem. Fabriken
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ar.. Goldrente . . . 82,70
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Seite 16.

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Reichskaſſenſcheine 40881 9608, Noten anderer Banken tragen werden, nämlich ſich an den herrlichen Kunſtgegen=
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Grundkapital 180 000 unverändert, Reſervefonds 70048 un=
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An die Adreſſe des Herausgebers des Darmſtädter
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Ahie für notwendige Umbauten erforderlichen Geld=
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Zu den Stadtverordnetenwahlen.
ſtel nicht mehr aufgebracht werden konnten. Beteiligt
räume täglich geöffnet von 912 und 25 Uhr.
Llſdem Unternehmen waren u. a. die Firma Krupp, die
Die vorläufige Abſtimmung der Vereinigten Bezirks=
Ainesmann=Werke. Das preußiſche Kriegsminiſterium vereine über ihre Kandidaten iſt nunmehr bekannt ge=
le
dem Unternehmen Hilfe gewährt. Die Konkursver= worden. Die daran geknüpfte Erwartung, daß dies noch
Aung hofft, die Patente, Baupläne und Erfahrungen, nicht das letzte Wort ſei, wird in den weiteſten Kreiſen
füllie das Verſuchsluftſchiff C 1 ſelbſt ſo günſtig ver= der Wähler geteilt. Der Wahlvorſchlag enthält die Namen
fiten zu können, daß die Gläubiger annähernd befrie= von 6 Angehörigen der Fortſchrittlichen Volkspartei, 4 der
tverden. Das Luftſchiff ſtellt einen neuen Typ dar, Nationalliberalen Partei, 4 rechtsſtehenden oder als par=
Akem im weſentlichen Stahl an Stelle von Alluminium teilos bezeichneten Kandidaten und 3 Sozialdemokraten.
Allwendet iſt. Die bisherigen Probefahrten fielen nicht Wenn die Bezirksvereine ihren an und für ſich unpartei=
ilſtürrſtig
aus. Es muß deshalb um ſo mehr überraſchen, iſchen Standpunkt beibehalten wollen, ſo werden ſie gut
lles der deutſchen Luftſchiffwerft nicht mehr gelang, daran tun, nicht ſo einſeitig, wie geſchehen, linksſtehende
Weig
dmittel für die Umbauten zu beſchaffen, die in den Kandidaten und ſolche der Hausbeſitzer zu bevorzugen,
n Stadien derartiger Verſuche niemals zu vermeiden ſondern auch bisher nicht vertretene Parteien und die
Mieter berückſichtigen müſſen. Andernfalls würden ſie,
Geld
ſr. Ein neuer Flug um den Pommery=Pokal wurde wenn auch ohne Abſicht, die Meinung aufkommen laſſen,
dem Franzoſen Gilbert ausgeführt. Ein Artikel daß es mit der ſtets anerkannten Unparteilichkeit der Be=
Z.5,
Alusſchreibung um den Pommery=Pokal beſagt, daß zirksvereine, damit aber auch mit ihrer Exiſtenzberechtigung
ſit nur der größte Ueberlandflug von Paris aus an zu Ende ſei. Möchten die leitenden Männer dies in Er=
füttg
Tage gewertet wird, ſondern daß demjenigen der wägung ziehen und die notwendige, allſeits dringend ge=
CIGARETTE
Plal ſofort zufällt, dem es gelingt, auf einer Strecke von wünſchte Abhilfe herbeiführen, ehe es zu ſpät iſt.
Auch ein Bezirksvereinler.
ſtieſtens 1000 Kilometern über Land in gerader Rich=
g
eine Stundengeſchwindigkeit von 200 Kilometer zu
Vom Landesmuſeum.
lielen. Gilbert ſtartete in Paris mit einem 160 PS.
Mit Freuden wurden allſeits die jetzt wieder wach=
Hirduſſin=Eindecker, mit dem er auch das Gordon= Ben=
ee

ſit=Rennen beſtritten hatte. Nach einem Telegramm, gerufenen Führungen durch unſer Landesmuſeum be=
ſilcdes
er nach Paris ſandte, wäre er in Pütznitz, einem grüßt und dem Volksbildungsverein, ſowie den Kunſthiſto=
Rrgute in Pommern, gelandet. Die Flugzeit beträgt riſchen Sammlungen hierfür Dank gezollt. Der Zweck
sd. 14 Min., jedoch hat Gilbert nach ſeiner eigenen der Führungen wird es ſein, die noch Fernſtehenden dem
ſſage in der Luftlinie nur ca. 950 Kilometer zurück= Kunſtinſtitut näher zu bringen durch ſachgemäße Erläute=
lett
: es fehlen ihm alſo nur noch ca. 50 Kilometer. rungen uſw. Um ſo bedauerlicher aber iſt es, konſtatieren
KONT-
ſteidings
bedeutet dieſe Leiſtung einen neuen Weltrekord zu müſſen, daß der Sonntag=Nachmittags=Be=
ERSd
ſuch den ſ. Zt. gewünſchten Erwartungen leider nicht ent=
Schnellfliegen über Land.
ſpricht. Hieſige Bewohner wählen den Vormittag zur
Beſichtigung und den auswärts wohnenden Intereſſen=
ten
kommt der Sonntag nachmittag wohl kaum in Frage,
Handel und Verkehr.
um ſo weniger, da auch der Geſchäftsſchluß hier obligato=
* Deutſche Reichsbank. Ausweis vom 31.riſch eingeführt iſt. Es wäre an maßgebender Stelle wohl
Poher 1913 gegenüber dem Ausweis vom 23. Oktober zu erwägen, ob nicht ein Offenhalten des Muſeums an
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Seite 20.

Nummer 265.
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Nummer 265.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 4. November 1913.
Seite 22.
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Clover (Lt. Wittmack), 3. Bordun (Lt. Erbprinz zu Bent= taure, Puteaux, Corton II. 11½2 Lg.
Prir Firino. nungspreis der Pariſer Winterbahn. De
heim). Tot. 60:10, Pl. 19, 21, 18.10. Unpl.: Haltefeſt (4), 15 000 Fres Diſt. 5000 Meter. 1. Monſ. J. Lieur' Beli= Große Eröffnungspreis der Pariſer Winterbahn enden
Jagodja, Contoloro, Prognoſe (gef.). Ueberlegen 56
ſaire II (Powers): 2. Mon Chouchouis (G. Higſon), 3. am Sonntag mit dem erwarteten Siege des deutſche
Längen. Winter=Preis; Ehrenpreis und 10 000 Mark, Or du Rhin III (J. Bartolomew); Tot.: 35:10. Pl. 20, Weltmeiſters Rütt der ſich auch hier wie in der ganzen
Diſtanz 5200 Meter: 1. Herrn H. Walters und W. v. Kel= 41:10. Unpl. Maurienne (ausgebr.), Bozkario (gef.) 48 vergangenen Saiſon allen ſeinen Gegnern überlegem
lers Neng Sahib II (B. Streit) 2. Voi Laetee (Seiffert), L. Prir du Beſinet. 4000 Fres. Diſt. 3100 Meter. 1. zeigte. Im erſten Zwiſchenlauf ſiegte Rütt ſehr Schel
3. Elk (Gädicke). Tot. 37110, Pl. 15, 16, 16.10. Unpl.: Monſ. Jam Henneſſys Lilio IV (A. Carter); 2. Jodure mit halber Länge gegen Poulain und Dupuy und
Whiſpering Captain (4), Avon Gun (5), Forth of June, (Lancaſter): 3 Fiſtiſſ: (Head); Tot.: 23:10. Pl. 13, 24, zweiten Zwiſchenlauf der Italiener Polledri mit Handd
Priteleß Cherry, Niſſa (gef.). Sicher Hals½3 Lg.
20.10. Unpl. Nemrod (4), Baladeur II, Le Minotier, breite gegen die Franzoſen Perchicot und Pouchois
Parforce=Jaad=Rennen; Ehrenpreis und 15000 Mark, Di= Starli, Aſtolphe. Hals-36 Lg. Prix Cappiello. 5000 Wegen angeblicher Behinderung wurde Polledri jedee
ſtanz 7500 Meter: 1. Dr. Fr. Rieſes Coram populo (Lt. Fres. Diſt. 2800 Meter. 1. Monſ. Jam Henneſſys Boute= trotz ſtärkſten Proteſtes des Publikums diſtanziert und
Braune), 2. Bendigo II (Lt. Graf Holck), 3. Mooſe (Lt. feu (A. Carter); 2. Ramage (Drayton): 3. Max Jaeck); Perchicot die Berechtigung zur Teilnahme am Endlau
Graf Hohenau). Tot. 18:10, Pl. 14, 29110. Unpl.: Ju= Tot.: 34:10. Pl. 14, 14, 24:10. Unpl. Frerot (4), Libe=
zuerkannt
. Im dritten Zwiſchenlauf ließ ſich Arend übei
piter (4), Silver Sca (gef.). Ueberlegen, 15 Lg.-Weile rateur, Fil d’ Ecoſſe, Jeu de Roi, Saint Maurice II, Don raſchen und verlor bei Beginn des Spurts mehrere Län
bis 3 Lg. Hubertus=Jagd=Rennen; 4300 Mark, Diſtanz Ramire. ¾½10 Lg.
gen an Hourlier mit Meurger am Hinterrade. In dem
3600 Meter: 1. Herrn H. Solloways Trill (Wiſcheck), 2. Toto
Horſt=Emſcher. Preis von Bardenhagen. 4000 Zielſeite unterlag dann Hourlier einem letzten Anglisſ
(Edler), 3. Oriſſa (Brown). Tot. 65:10, Pl. 25, 55, 47:10. Mark. Diſtanz 1200 Meter 1. Hr. F. C. Krühers Had= Meurgers mit halber Länge. Als beim Endlauf Perchien
Unpl.: Freude (4), Gerolſtein, Cherry Cobler, Miß Fife, ſchar (Oleijnik); 2. Harminca (Slade); 3. Theodoſius am Start erſcheint, macht das Publikum einen 10 Minuten
Boryſthene (gef.), Harnani, Schwärmerin (gef.). Regent (Kaſper). Tot.: 30:10. Pl. 13, 14. 24:10. Unpl. Mato währenden rieſigen Tumult. Noch vor der Glocke nimmi
(gef., tot). Kampf, ½45 Lg. Deutſches Halbblut= Twigged it (4), Perle, Will go. Fille partout. Kampf Rütt die Spitze vor Meurger und Perchicot, der bals
Jagd=Rennen; Ehrenpreis und 10000 Mark, Diſtanz 5500 Kopf1Kopf. Preis von Nordſtern. 1500 Mark Diſt.
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Holck), 2. Colombine (Lt. v. Platen, 10. Kür.), 3. Ewald leß (Wilmſen): 3. Saint Homme (Dyhr), 3. Prosber Rütt gewinnt ſchließlich ſicher mit 1 Länge gegen Meurge=
(Herr v Weſternhagen). Tot. 13110, Pl. 12. 17, 16110. (J. Schuller). Tot.: 88110. Pl. 21, 18, 6. 12310. Unpl. Self und Perchicot. Das Handikap ſiel an Poulain (5 Metchsl
Unpl.: Nirwana (4), Rede, Scherz (ausgebr.), Nana (aus= Control, Faraga, Sands, Forerunner II, Bröſen. Sicher vor Rault (55) und Verri, und das Prämienfahren an
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