Darmstädter Tagblatt 1913


02. November 1913

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Dar




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176. Jahrgang

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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
30 Läg.
Sonntag, den 2. November.
1913.
Die heutige Nummer hat 28 Seiten.
hatte, als ob die franzoſenfreundliche Haltung des Kabi= lediglich eine politiſche Inſtitution. Sie bedeutet eine
netts Romanones ſeiner Lebensdauer verhängnisvoll ge= Blasphemie gegen die Forderungen des Urchriſtentums.
weſen wäre. In Wirklichkeit aber haben Gründe der Sie will keine Verinnerlichung des Menſchen ſchaffen, ſon=
inneren
Politik den Miniſterwechſel herbeigeführt, der in dern ſie iſt bewußtes Inſtrument der herrſchenden Klaſſen
Das Wichtigſte vom Tage.
keiner Weiſe zu der Annahme berechtigt daß Spanien nun zur Unterdrückung der Maſſen und ſtützt wohlüberlegt un=
aufhören
wolle, im politiſchen Fahrwaſſer Frankreichs zu ter dem Schutze des Staates die kapitaliſtiſche Ausbeutung.
die amtlichen Braunſchweigiſchen Nachrichten veröffent= ſegeln. Grenznachbarſchaft und Finanzbedürfniſſe halten Als ſolche iſt die Kirche auch ein Bollwerk des Militaris=
lichen
das Patent des Herzogs Ernſt Auguſt vielmehr Spanien nach wie vor an der Seite Frank= mus. Andererſeits iſt der ſogenannte chriſtliche preußi=
zu
Braunſchweig.
reichs feſt.
ſche Staat lediglich ein Klaſſenſtaat, der ſich auf der Heilig=
Ler Reichskanzler empfing geſtern vormittag den
Auf dem Gebiete der Finanzen hat Frankreich ſprechung derjenigen Schätze aufbaut, welche die Motten
Botſchafter in London, Fürſten Lichnowsky.
freilich zurzeit nicht geringe eigene Sorgen. Es muß und der Roſt freſſen. Mit den verhängnisvollſten Einfluß
wegen ſeiner Heeresrüſtungen gleich Deutſchland ein Mil= übt auf den Staat der preußiſche Kultusminiſter aus,
ſEerzherzog Franz Ferdinand von Oeſter=liardenopfer bringen, ſcheint jedoch für deſſen Aufbrin= deſſen Rückſtändigkeit und Parteilichkeit insbeſondere
reich iſt am Freitag von Station Wildpark wieder ab= gung den alten Weg der Anleihe gehen zu wollen. Hierzu auch auf dem Gebiete der Jugendpflege alles über=
gereiſt
.
kommen die finanziellen Anſprüche der Balkanſtaa= bietet. Wer der preußiſchen Kirche angehört, unterſtützt
Im’ſpaniſchen Budaet wurde ein Fehlbetragten, unter denen Serbien den franzöſiſchen Wünſchen ſich dies Miniſterium. Welcher Sozialdemokrat kann das
von rund 75 Millionen Mark entdeckt, der aus früheren, weniger gefügig zeigt, als die gemachte Serbenfreundlich= mit ſeinem Gewiſſen vereinigen? Er begeht einen Verrat
keit der Pariſer Preſſe vermuten ließ. Die Abſicht Frank= an ſich ſelbſt und ſeinen Klaſſengenoſſen. Dieſen preu=
noch
nicht bezahlten Arbeiten herrührt.
reichs, die Gewährung einer Anleihe an Serbien davon ßiſchen Staat gilt es klein zu kriegen. Ein
abhängig zu machen, daß Serbien einen beſtimmten Teil Mittel hierzu iſt der politiſche Maſſenſtreik, der
Tageskalender zur Geſchichte der
der türkiſchen Staatsſchuld übernimmt, iſt bei den Mil= ſicher noch kommen wird. Vorläufig aber iſt ein beque=
Befreiungskriege.
liardenwerten, die für das franzöſiſche Kapital in der meres und kaum minder ausſichtsreiches Mittel der
2 November 1813: Einzug der Alliierten in Frankfurt Türkei auf dem Spiele ſtehen, begreiflich genug. Ob aber kirchliche Maſſenboykott als politiſche Kampf=
a
. M. Napoleons Ankunft in Mainz. Württemberg Frankreich vor der geplanten internationalen Verein=loſung. Man kann dadurch ſchließlich die Kirche finanziell
tritt der Koalition bei.
barung zum Ziel gelangen wird, erſcheint recht zwei= aushungern, die dem Staat dann immer mehr zur Laſt
felhaſt.
fällt, und betreibt auf dieſe Weiſe eine Steuerverweige=
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 8.
Daß Bulgarien wegen eines Vorſchuſſes in rung, gegen die Staat und Kirche machtlos ſind. Wer
Wien verhandelt, dürfte dem Wiener Großkapital aus innerlich mit der Kirche gebrochen hat, und doch noch in
dem Grunde kaum erwünſcht ſein, weil ein neuer großer ihr verbleibt, iſt ein Heuchler. Heraus aus der preußi=
Geldbedarf von Ungarn angekündigt iſt, der den Wiener ſchen Polizeikirche! Los von der Kirche und damit von
Politiſche Wochenſchau.
Platz naturgemäß ſtark in Anſpruch nehmen wird. Eine dem preußiſchen Junkerſtaat!
** Die verfloſſene Woche hat die Löſung zweier wich= Geldangelegenheit anderer Art, nämlich die mit dem
Dieſen Gedankengängen folgte donnernder Applaus
Aiger Fragen gebracht. Die braunſchweigiſche Auswanderer=Skandal verknüpfte, iſt in der par= der etwa 3000 Anweſenden! Und der zweite ſozialdemo=
Thronfolgefrage iſt nun endgültig geregelt, und lamentariſchen Ausſchußberatung für den heiklen Punkt kratiſche Hauptredner ſtellte nunmehr feſt: Wer nicht aus=
dek
neue Herzog Ernſt Auguſt wird morgen mit ſeiner der Beſtechung von Abgeordneten bisher nicht geklärt wor= tritt aus der Kirche, mit der er nichts mehr gemein hat,
jungen Gemahlin in ſeine Reſidenz einziehen nachdem der den. Auch die Mißwirtſchaft in der tſchechiſchen Verwal= iſt ein Schuft! Jeder Sozialdemokrat muß, austreten,
ellent ſie ſchon am Freitag unter großen Ovationen der tung Prags harrt noch der vollſtändigen Aufdeckung. denn die Kirche kämpfe mit allen Mitteln gegen die Sozial=
tankharen
Bevölkerung verlaſſen hat. In der welfiſchen Indeſſen genügen ſchon die bisher bekannt gewordenen demokratie Liebknecht hat heute eine große Entdeckung
ſrage hatte ſich nach der Vermählung der Prinzeſſin Tatſachen, um von tſchechiſchen Selbſtverwaltungskünſten gemacht: Denn neu iſt die politiſche Seite der Maſſenaus=
trittsfrage
! Unter brauſendem Beifall erklärte er zum
iſtöria Luiſe die Sachlage geändert, wenn auch die Rechts= eine klare Vorſtellung zu geben.
Am letzten Sonntag ſind in Mexiko die Präſiden= Schluß: Die offizielle Proklamation des
lhelkeine grundſätzliche Veränderung erfahren hat. weil
kerzog. Ernſt Auguſt einen ausdrücklichen Verzicht auf tenwahlen vorgenommen worden. Ueber das Ergebnis Maſſenſtreiks gegen die Kirche muß als
ſiüke hannöverſchen Anſprüche nicht geleiſtet hat. Das verlautet, daß General Huerta zum Präſidenten, ſein ſpolitiſche Forderung Hauptloſung des
Ausbleiben eines ſolchen Verzichtes iſt von einem großen Verbündeter bei der Verhaftung der Maderos, Generalnächſten Parteitages werden, der Austritt iſt
Teil der Preſſe als bedauerlich und bedenklich bezeichnet! Blanquet, zum Vizepräſidenten gewählt worden iſt. Da aber jetzt ſchon Pflicht jedes Sozialdemokraten. Am glei=
norden
, weil das Anſehen des Bundesrats darunter lei= nach der mexikaniſchen Verfaſſung ein Staatsbeamter nicht chen Abend unterſchrieben in der Neuen Welt (laut Vor=
den
müſſe. Man kann ſich aber des Eindrucks nicht er= zum Präſidenten oder Vizepräſidenten gewählt werden wärts) 582 Anweſende die Kirchenaustritserklärung, die
nehren, daß der welfiſchen Bewegung, hinter der doch kann, ſind die auf den zeitweiligen Präſidenten Huerta Zahl der Geſamtaustritte an dieſem Abend betrug 1328.
ntur eine kleine Schar politiſch rückſtändiger und verbitter= gefallenen Stimmen ungültig. Doch liegt über ihre Un=
Die Bedeutung der Vorgänge am 28. Oktober bedarf
tar Leute ſteht, in dieſer ganzen Sache viel zu viel Ge=gültigkeitserklärung noch keine Aeußerung der mexikani= nach dem Geſagten keiner weiteren Betonung mehr. Mögen
nicht beigelegt worden iſt. Daß von ihr dem Deutſchen ſchen Regierung vor. Nach amerikaniſchen Befürchtungen Staat und Kirche ſich nicht ungewarnt überraſchen laſſen!
Reiche wirklich Gefahr drohen kann, wird doch kaum ſcheint Huerta die Gewalt in irgendeiner Form zu be=
ju
mand glauben können, ebenſowenig, daß der nele Her= halten. Die Vereinigten Stagten, deren Präſident Woo=
zog
jemals einen Wort= und Verfaſſungsbruch begehen drow Wilſon ſich perſönlich auf die Beſeitigung Huertas
Deutſches Reich.
könne. Ungeteilteren Beifalls ſeitens der Preſſe hat ſich die feſtgelegt hat, ſind in übler Lage. Die europäiſchen Mächte
Die Verteilung der Nationalſpende
Löſung der bayeriſchen Regentſchaftsfrage zu Deutſchland, England und Frankreich warten auf eine
erfreuen. Es iſt allgemein begrüßt worden, daß Bayern amtliche Erklärung der amerikaniſchen Regierung überfür die chriſtlichen Miſſionen. Der Kaiſer
wieder einen wirklich regierenden König erhalten und ihre demnächſtige mexikaniſche Politik, um danach mit einer hat jetzt die Verteilung der ihm zum Regierungsjubiläum
damit ein unhaltbar gewordener Zuſtand aufgehoben wer= Erklärung über ihre eigene Politik herauszukommen. Es
den ſoll. Auch die Art der Löſung der Frage, bei der iſt nun die Frage, was geſchehen ſoll, wenn Huerta trotz= dargebrachten Nationalſpende zugunſten der chriſtlichen
ürigens das Prinzip des Königtums von Gottes Gnaden dem bleibt. Es iſt wahrſcheinlich, daß die Ankündigung Miſſionen in den deutſchen Kolonien und Schutzgebieten
gewahrt worden iſt, iſt vom Rechtsſtandpunkt aus als ſehr der mexikaniſchen Politik der Vereinigten Staaten an vorgenommen. Sie hat evangeliſcherſeits den ſtattlichen
Lücklich bezeichnet worden. Es iſt wohl das erſte all= die europäiſchen Mächte in der Form eines militäriſchen Betrag von 3½ Millionen Mark erbracht. Die Miſſions=
gemeine
Lob, daß der viel befehdete bayeriſche Miniſter= Vorgehens erfolgt.
geſellſchaften erhalten insgeſamt einen Betrag von 2825000
hräſident Frhr von Hertling geerntet hat.
Mark; eine Reihe von Einrichtungen, die allen oder meh=
Das Ergebnis des zweiten Wahlganges in Baden
hat, von einer einzigen Ausnahme abgeſehen. mit dem
reren Miſſionsgeſellſchaften dienen, iſt insgeſamt mit
Der ſozialdemokratiſche
E iege der Großblockkandidaten geendet. Aeußerlich be=
175000 Mark bedacht worden; der Reſt iſt, außer zur Be=
trachtet
, iſt für die Parteien des Großblocks eine auf zwei Maſſenſtreik gegen die Staafs= ſtreitung der Verwaltungskoſten und Bildung eines Aus=
Augen geſtellte Mehrheit zuſtande gekommen. Da jedoch
gleichsfonds von geringem Betrage, für ein Unternehmen
zn dieſer Großblockmehrheit drei Nationalliberale gehören,
Arcke.
beſtimmt worden, welches als dauernde Organiſation der
iie Gegner des Großblocks ſind, darf von einer Wieder=
berſtellung
der Großblockmehrheit der Sache nach nicht ge=
EPD Aus evangeliſchen Kreiſen wird uns geſchrieben: deutſchen evangeliſchen Miſſionsarbeit dienen ſoll. Die
ſſrochen werden. Für die Praris der badiſchen Kammer= Am 28. Oktober hat ſich in Berlin ein Vorgang abge= Beträge für die Miſſionsgeſellſchaften ſind zu 80 Prozent
veerhandlungen wird unter ſolchen Umſtänden die jeweilige ſpielt, der in der Preſſe bisher nicht entfernt die Beach= nach der Kopfzahl ihrer Berufsarbeiter, zu 20 Prozent nach
Beſetzung der Kammer von politiſcher Bedeutung werden
können. Auf dem Gebiete der eigentlichen Großblockpolitik tung gefunden hat, die ihm zukommt.
der Zahl ihrer Schulen und Schüler in den deutſchen Ko=
kälden
fortan die nationalliberalen Gegner des Großblocks
Das Komitee Konfeſſionslos hatte im Bunde mit lonien und Schutzgebieten zugeteilt; daneben ſind an ſie
zmhlenmäßig das Zünglein an der Wage.
der Berliner Sozialdemokratie vier Maſſenverſammlungen
Der Gegenſatz zwiſchen Krankenkaſſen und veranſtaltet. Das Beratungsthema lautete übereinſtim= Zuwendungen für ihre ärztliche Tätigkeit gemacht worden.
Aerzten hat nunmehr für den größten Teil Deutſch= mend: Maſſenſtreik gegen die Kirche‟ Da für alle vier Wo der Teilungsbetrag hinter der Höhe der mit beſon=
lands
zur Kriegserklärung der Aerzte geführt. Die in Verſammlungen Führer der Sozialdemokratie vorher derer Beſtimmung dargereichten Gaben zurückblieb, iſt er
Werlin erzielte Einigung, die ſich zwar auch nicht auf alle ſchon als Hauptredner angekündigt waren (Dr. Liebknecht, entſprechend erhöht. Die beſondere Notlage einzelner Miſ=
Weteiligten erſtreckt, zeigt hoffentlich den Weg, auf dem Peus, Hoffmann, Vogtherr), war der Andrang überall
für das geſamte Reich der Zugang zum Frieden gefunden ein außerordentlicher. Die Redner des Komitee Kon= ſionsgeſellſchaften, namentlich der Berliner, iſt durch ent=
nerden
kann.
ſeſſionslos, das bekanntlich zugleich ein Propaganda= ſprechende Erhöhung berückſichtigt worden.
Die Kammerwahlen in Italien haben die alte Er= und Reklameunternehmen für den Moniſtenbund darſtellt,
Konferenzen über Handwerkerfra=
fahrung
beſtätigt, daß das italieniſche Miniſterium ſicher bildeten den ſozialdemokratiſchen Rednern gegenüber nur
ſitein kann, eine Mehrheit von miniſteriellen Abgeordneten Staffage, obwohl für die Verſammlung in der Neuen gen. Außer der am 17. dieſes Monats ſtattfindenden
aus der Urne hervorgehen zu ſehen. Auch eine andere Welt z. B. der Führer des Moniſtenbundes Geh. Rat Konferenz mit Vertretern der großen Verbände von Han=
Erfahrung iſt durch die letzte Wahl beſtätigt worden: die Profeſſor Dr Wilhelm Oſtwald=Leipzig, perfönlich ver= del und Induſtrie über gemeinſame Fragen der Induſtrie
Teilnahmloſigkeit großer Wählerkreiſe im Punkte der Aus= ſchrieben worden war. Der Schwerpunkt der ganzen Ver= und des Handwerks wird auch am 15. November eine
übung des Wahlrechts. Für die praktiſchen Bedingungen anſtaltung lag in der Rede Liebknechts in der Neuen
der Wahlen war dieſe Teilnahmloſigkeit ſeit jeher von Welt, vor der die ohnedies überraſchend matten Aus= Handwerkerkonferenz ſtattfinden, bei der diejenige Orga=
grroßer
Bedeutung, und die Erweiterung des Wahlrechts, führungen Oſtwalds völlig verblaßten. Die Rede Lieb= niſation des Handwerks durch ihre Vertreter gehört wer=
de
nach der Wahlreform von 1882 erſt kürzlich ſtattgefun= knechts aber bedeutet eine völlig neue Frontſtellung der den ſoll, die bisher noch nicht zu den Einzelfragen der
den hat, vermochte hieran nur wenig zu ändern, obwohl Sozialdemokratie dem Chriſtentum gegenüber, welche ſo= kommenden Handwerkernovelle zu Wort gekommen iſt.
düe Wahlhandlung auf einen Sonntag gelegt war. In mit dringende Beachtung in der breiteſten Oeffentlichkeit
letzterer Beziehung ſpricht das Ergebnis der italieniſchen verdient. Es iſt denn auch überaus charakteriſtiſch, daß Bei der Handwerkerkonferenz Ende Juni dieſes Jahres
Wahlen nicht für die Sonntagswahl, die von radikaler der Vorwärts in ſeinem Bericht vom 30. Oktober dieſen waren lediglich vertreten der Deutſche Handwerks= und Ge=
Kernpunkt der Liebknechtſchen Forderungen durchaus ver= werbekammertag und der Zentralausſchuß der Vereinig=
Seite auch bei uns gefordert wird.
Darf alſo mit der Fortdauer des Miniſteriums Gio= ſchleiert, zweifellos, um zunächſt noch beſſer im Trüben ten Innungsverbände Deutſchlands. Am 15. November
litti gerechnet werden, ſo hat in Spanien das liberale fiſchen und etwaige Widerſtände in der eigenen Partei
wird nun der Verband der Gewerbevereine mit den Ver=
ſeabinett
Romanones dem konſervativen Miniſterium zuvor hinter den Kuliſſen brechen zu können.
Demgegenüber ſei kurz folgendes feſtgeſtellt: Liebknecht tretern der Reichsregierung und der größeren Bundes=
Dato den Platz räumen müſſen. Die Regierungskriſis in
Madrid iſt ſo raſch auf den Beſuch des Präſidenten Poin= hat den Maſſenſtreik gegen die Kirche zur ſtaaten die verſchiedenen Forderungen des Handwerks
care und in ſo unmittelbarem Anſchluß an eine program=politiſchen Forderung erſten Ranges er=
zur
Abänderung des 6. Abſchnitts der Gewerbeordnung
matiſche Regierungserklärung über die ſpaniſch=franzöſi= hoben. Seine Hauptmotive waren: Die Kirche (ſpeziell
ſüben Wirtſchaftsbeziehungen gefolgt, daß es den Anſchein die preußiſche Staatskirche) iſt keine religiöſe, ſondern beſprechen. Während es ſich bei dieſer Konferenz um eine

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Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November
Beſprechung allr Handwerkerfragen handet, wird die ſot Millonen Peſeias ſei, das aus früheren Jahren für
Konferenz am 17. November, wie ſchon bemerkt, im we= unbezahlte Arbeiten herrührt.
ſentlichen nur die Punkte erörtern, die Fabrik und Hand=
Der ehemalige Marineminiſter über
werk gemeinſam berühren, nämlich die Frage der Abgren=die Flottenpolitik. In der Eſpagne veröffentlicht
zung von Fabrik und Handwerk und die Frage der Lehr= A. Cimeno, der unter Romanones Marineminiſter war,
lingsausbildung.
eine eingehende Studie über Spaniens Rolle im Mittel=
Weitere neue Truppenübungsplätze. ländiſchen Meer und führt aus, daß Spanien, um wieder
Die Erweiterung des deutſchen Heeres macht die Errich= ein politiſcher Wert in der europäiſchen Politik zu werden,
tung weiterer Uebungsplätze, namentlich für die Korps, auf den Ausbau ſeiner Kriegsflotte bedacht ſein müſſe
die bisher ohne Plätze ſind, notwendig. Nachdem kürzlich Das größte der Mißgeſchicke, die Spanien im letzten Vier=
für
das 2. und 17. Korps in Weſtpreußen ein neuer gro= teljahrhundert erlitten hat, komme von ſeiner Vereinzelung
ßer Platz angekauft iſt, werden weiter Verhandlungen ge= in der Welt her. Selbſt das ſtarke England ſei gezwungen
führt über den Ankauf von Gelände für das 16. und 21. geweſen, aus ſeiner glänzenden Vereinſamung herauszu=
Korps im Weſten und für die Erweiterung beſtehender treten und vor acht Jahren Frankreichs nützliche Freund=
Uebungsplätze, die durchſchnittlich nur 4000 bis 4500 Hektar ſchaft zu ſuchen. Spaniens Programm zur See dürfe ſich
groß ſind, in Zukunft aber allmählich um das Doppelte nicht auf den Bau von Geſchwadern beſchränken, es müſſe
vergrößert werden ſollen. Die Mittel aus dem Verkaufe auch die Vorbereitung der drei großen Flottenbaſen in ſich
des Tempelhofer Feldes dienen in erſter Linie dazu, die begreifen, die die Natur dem Lande gegeben hat, nämlich
neuen Uebungsplätze zu ſchaffen. Aus dieſen Mitteln von Ferrol, Cadix und Cartagena. Sechs Dreadnoughts
mehr im Mittelländiſchen Meer würden nach einigen Jah=
wurde
auch der Ankauf des neuen Uebungsplatzes für die
ren nicht zu verſchmähen ſein, wenn Frankreich dort 17,
Garde bei Zoſſen beſtritten.
Italien 10 und Oeſterreich 7 derartige Kriegsſchiffe hätten.
Die bayeriſche Induſtrie gegen San
Sei dieſes Programm durchgeführt, dann werde Spanien
Franzisko. Eine vertrauliche Umfrage des amerika=
niſchen
Generalkonſuls in München wegen einer Beteili= in der Lage ſein, für das Zünglein an der Wage der Mächte
im Mittelländiſchen Meer, die ſich zurzeit ungefähr im
gung an der Weltausſtellung in San Franzisko hat zum
großen Teil ablehnende Antworten ergeben, zumeiſt mit Gleichgewicht hält, den Ausſchlag zu geben.
dem Hinweis auf die ungünſtigen wirtſchaftlichen Verhält=
Schweden.
niſſe und die Unſicherheit der politiſchen Lage.
Der Fall Aſſanowitſch. Die ruſſiſche Ge=
Die bayeriſche Königsfrage. Da die ſandtſchaft in Kriſtiania hat der Zeitung Morgenbladet
Vorlage über die Aufhebung der Regentſchaft am Diens= mitgeteilt, daß der ruſſiſche Militärattaché bei den nordi=
tag
in der Erſten Kammer und ebenſo in der Zweiten ſchen Reichen, Oberſtleutnant Aſſanowitſch, der ſich ge=
Kammer erledigt werden dürfte, iſt für Mittwoch die genwärtig in Kriſtiania aufhält, dorthin gereiſt iſt, weil
Königsproklamation, die Beendigung der Regentſchaft und er nicht wünſcht, während einer gegen ihn eröffneten Preß=
die
Annahme der Königswürde zu erwarten. Vorausſicht= kampagne in Stockholm zu ſein. Er beabſichtigt einige
lich am gleichen Tage wird dem Landtage das Gutachten Tage in Kriſtiania zu bleiben. Es beruht auf einem Miß=
über
die Unheilbarkeit König Ottos vorgelegt werden. verſtändnis, wenn man ſeine Perſon mit der Törngren=
ſchen
Spionageangelegenheit in Verbindung bringt, die
Ausland.
anderen Datums ſei und aus einer Zeit ſtamme, wo er
noch nicht in Stockholm geweſen ſei. Es ſei auch unrichtig,
Frankreich.
wenn mitgeteilt wird, daß der Militärattaché zurückberufen
Eine Seepräfektur in Biſerta. Wie offi=
iſt
. Er verbleibt auf ſeinem Poſten und kehrt von Kriſtia=
ziös
aus Paris verlautet, wird der franzöſiſche Marine= nia nach Stockholm zurück. Das ſchwediſche Blatt Svenska
miniſter demnächſt einen Erlaß herausgeben, durch den Telegrambyran weiſt darauf hin, daß die Meldung von
eine Seepräfektur in Biſerta für das nordafrikaniſche = der Ausweiſung des ruſſiſchen Militärattachés bereits
ſtengebiet errichtet wird. Zum Seepräfekten und Ober= durch ein offiziöſes Stockholmer Telegramm vom 27. Ok=
befehlshaber
der dortigen Seeſtreitkräfte wird ein Vize= tober dementiert worden iſt.
admiral mit dem Sitze in Biſerta ernannt werden, der in
Friedenszeiten für das tuneſiſche Küſtengebiet dem Ge=
neralreſidenten
von Tunis, und für das algeriſche Küſten=
Zeitungsſchau.
gebiet dem Generalreſidenten von Algerien unterſtehen
Ueber die badiſche Großblockpolitik ſchreibt die Köln
wird. In Kriegszeiten wird der Seepräfekt bezüglich der Ztg.: Für die nationalliberale Partei Badens gilt es jetzt,
Flottenſtützpunkte dem Befehlshaber der nordafrikaniſchen ernſtlich zu prüfen, ob man mit der bisherigen Bündnis=
Truppen und bezüglich der Flotte dem Marineminiſter un= politik auf dem richtigen Wege iſt und vor allem, in der
Zukunft noch ſein wird. Wir wurzeln in unſerem Wirt=
terſtehen
.
ſchaftsleben und können mit einer Partei, die unſer ganzes
Die franzöſiſchen Kolonien und der wirtſchaftliches Syſtem umſtürzen möchte, keine gemeinſame
Panamakanal. Um den durch die Eröffnung des politiſche Arbeit tun; wir freuen uns des unternehmenden
Panamakanals zu gewärtigenden Handelsverkehr zum Geiſtes, der uns in den letzten Jahrzehnten auf eine ſtolze
Teil nach den franzöſiſchen Beſitzungen im Stillen Ozean! Höhe in der Welt gebracht hat, und ſtehen deshalb in ſchar=
fer
Gegnerſchaft zu einer Partei, die mit der Unterdrückung
zu lenken, hat der Kolonialminiſter ſeinem im Parlament der Perſönlichkeit und mit der Verſtaatlichung der Pro=
abgegebenen
Verſprechen gemäß beſchloſſen, den Bau meh= duktionsmittel den Unternehmergeiſt knütteln will; wir
rerer Leuchttürme zwiſchen Panama und der Inſel Tahiti leben der Hoffnung, daß ſich manche Unebenheiten in un=
auszuſchreiben
. Die Kolonie von Tahiti hat ihrerſeits ſerem ſozialen Leben durch Maßregeln einer weiſen, den
Schwachen ſtützenden Staatspolitik beſeitigen laſſen, und
900000 Francs bewilligt, wovon 700000 Francs für verwerfen den Standpunkt, der die Klaſſen gegeneinander
Leuchttürme und 200000 Francs für die Errichtung einer hetzt und es zu einer äußerſten Entſcheidung kommen laſſen
funkentelegraphiſchen Station in Papeete verwendet wer= will; wir ſind ſtolz auf unſere nationale Größe, auf un=
den
ſollen. Man hofft, daß die nach Auſtralien und Neu= ſere Staatsform, und weiſen eine Partei von uns, die
uns in der weltpolitiſchen Entwickelung rückwärts ſchrau=
ſeeland
fahrenden Schiffe ſchon bei der Eröffnung des Pa= ben möchte, die unſere nationalen Eigenarten verachtet und
namakanals einen von Leuchttürmen markierten Seeweg die Einrichtung der Monarchie verläſtert. Das ſind einige
nach Tahiti vorfinden werden.
wenige Gegenſätze zwiſchen der Sozialdemokratie und
Erhöhung des Soldes. Der Budgetausſchuß einem national geſinnten Liberalismus, von denen jeder
einzelne eine Arbeitsgemeinſchaft verhindern ſollte. Wen
nahm einſtimmig einen Beſchlußantrag an, in dem er ſich aber dieſe Gründe des politiſchen Gewiſſens nicht über=
grundſätzlich
für die ſofortige Erhöhung des Soldes der zeugen können, der ſollte ſich vom reinen Nützlichkeits=
Offiziere und Unteroffiziere und auf Antrag des früheren ſtandpunkt aus veranlaßt ſehen, eine Großblockpolitik im
Intereſſe der Nationalliberalen Partei zurückzuweiſen
Kriegsminiſters Meſſimy für die Erhöhung der Kaders Wir haben in den letzten Jahren radikale Zeiten gehabt,
ausſpricht.
wir haben geſehen daß die Wähler in Maſſen in das ſo=
Spanien.
zialdemokratiſche Lager übergegangen ſind; gegenwärtig
Defizit im Budget. Der neue Generaldirektor beobachten wir aber, daß mit ruhigen Zeiten in dieſe Wäh=
lermaſſen
auch die ruhige und gemäßigte Geſinnung zurück
der öffentlichen Arbeiten ſtellte im Budget ein Defizit von kehrt. Verkuppelt man ſie aber gewaltſam immer und im
Lebens=Kunſt.
Himmelserſcheinungen
(*) Der Künſtler ſchafft in ſich vollendete, abgerundete
im November.
Werke. Gebilde, in denen eine innere Harmonie lebt, in
denen die Gegenſätze ausgeglichen ſind und alle Wider=
A K. Allmählich verlangſamt ſich nun die Abnahme der
ſprüche durch eine höhere Einheit überwunden werden. Südwärtsbewegung der Sonne: während ſie im Oktober
Alle Kunſtwerke haben etwas beglückendes, beruhigendes, noch 11' betrug, beläuft ſie ſich im November nur auf 7¼0
befreiendes, und deshalb ruht unſer Geiſt in Betrachtung um endlich im Dezember bis zu ihrem größten Werte
verſunken gern in ihnen aus.
(23' 27) kaum noch 2' auszumachen. Die Deklination der
Das Leben ein Kunſtwerk! Dieſe Parole hört man Sonne war nämlich am 1. November, mittags, gleich 1.
heutzutage oft. Aber iſt das möglich? Läßt ſich das Leben 19' 23.1 und iſt am 30. November, mittags, gleich
wirklich zu einer Schöpfung machen, in der nur die Schön= 21' 35 59.8. Dadurch verliert die Mittagshöhe
heit und das reine Ebenmaß einer künſtleriſchen Ver= der Sonne ebenſoviel, und zwar beträgt dieſe für den
klärung walten? Ich glaube nicht. Ich glaube, die Span= Parallel von 54 (Norddeutſchland) 21 40 am 1. und
nungen, die Gegenſätze, die Widerwärtigkeiten in ihm ſind 14' 24' am 30., für den Parallel von 51 (Mitteldeutſch
ſo groß, daß ſie ſich nicht hinwegtäuſchen oder hinweg= land) 24 40' am 1. und 17 24 am 30., endlich für den
träumen laſſen. Vielmehr: ſie erfordern einen beſtändigen Parallel von 48 (Süddeutſchland und Oeſterreich, etwa
Kampf. Wir müſſen zu allererſt Streiter ſein. Der Krieg die Breite von Wien) 27 40' am 1. und 20% 24 am 30
aber und die Kunſt vertragen ſich ſchlecht. Die harte Wirk= November. Infolge der Tagbogenverkleinerung der Sonn=
nimmt
die Tageslänge im nördlichen Deutſchland von
lichkeit iſt die Feindin jeder Harmonie.
Und doch, wenn du manches Leben betrachteſt, dann 9½ auf 8 Stunden, im mittleren Deutſchland von 9½ auf
kommt es dir vor: über ihm liegt eine ſtille künſtleriſche 8½ Stunden und im ſüdlichen Deutſchland, wie auch ir
Schönheit. Es war doch trotz aller Wirrniſſe und Kämpfe Oeſterreich und der Schweiz, von 10 auf 8¾ Stunden ab
em ganzen wunderbar ſchön: ein Kunſtwerk. Es war ein Durch die Dämmerungen wird aber die Tageshelligkeit
einheitliches Ganzes, hervorgegangen aus der Hand eines morgens und abends im Norden um je ¾, im Süden um
vollendeten Schöpfers: lebendige Kunſt. Wird es mit je faſt 1 Stunde verlängert.
Unſer Mond verändert im November ſeine Geſtalt
unſerem Leben auch ſo ſein? Bis jetzt ſpüren wir mehr
die Verkehrtheiten die Spannungen, das Zerriſſene. Aber zu nachſtehenden Zeiten: Erſtes Viertel am 5., um 7 Uhr
vielleicht fügen ſich dieſe Diſſonanzen zu einem höheren 34 Min. nachmittags, Vollmond am 14., um 12 Uhr 11 Min
Akkord zuſammen? Vielleicht iſt das Ganze trotz der Miß= vormittags, Letztes Viertel am 21., um 8 Uhr 56 Min
klänge im einzelnen eine brauſende Melodie, ein tönender vormittags, und Neumond am 28., um 2 Uhr 41 Min. vor=
Geſang, ein ſchönes Lied? Ach, wenn es nur ein kleines, mittags. Der Mond befindet ſich in Erdferne am 9., um
anſpruchsloſes Lied werden ſollte, wir würden glück=
Uhr 9 Min vormittags, bei einem Abſtande von 63.5
lich ſein.
Erdhalbmellern à 6378 Kilometer und in Erdnähe am

1913.
Nummer 263.
1mer wieder zu wahlpoliſchen Zwecken mit der Sopial=
demokratie
, ſo erſteht die Gefahr, daß auch die großen Ge=
genſätze
zwiſchen dieſen Weltanſchauungen verſchwimmen
und daß die Sozialdemokratie ſchließlich liberale Wählen
in ſich aufſaugt. Andererſeits haben wir geſehen, daß ge=
rade
in Baden ſtreng nationalliberale Männer, die dieſe
Entwickelung fürchteten, ſich von der Partei getrennt und
ſich Gruppen angeſchloſſen haben, mit deren Weſen ſie
innerlich nicht übereinſtimmen. Die Nationalliberale Par=
tei
in Baden muß deshalb trotz des Erfolges, den ſie als
.Partei diesmal davongetragen hat, zu der Einſicht kom=
men
, daß die bisherige Politik des Großblocks eine gründ=
liche
Schlappe erlitten hat, und daß ſich die Folgen, wenn
dieſe Politik künſtlich konſerviert würde, bei der nächſten
Gelegenheit an ihr rächen würden. Der Entſchluß, zu
einer neuen Politik überzugehen und die alte als einen
Irrtum zu verwerfen, wird ihr nicht leicht werden; aben
ſie möge dabei an Gutzkows Weisheit denken: Von einem
Irrtum erlöſt, aber auch ſo recht von ihm erlöſt ſein,ge= währt größere Freude, als eine neue Wahrheit gefunden
hzu haben.
Ueber Vielwiſſerei leſen wir in der Deutſchen Tages= folgende Ausführungen von Hanns Martin Elſtert
Die Vielwiſſerei verdirbt nicht nur das Auge, das in die=
Welt ſchaut, ſie drängt auch das Herz in einen dunklent
Winkel hinein, wo es oft ganz ſtirbt. Bisher oder in dent
wirklich wiſſenden Epochen war es erſtes Gebot, zu
wiſſen, um das Herz zu bilden, war das Wiſſen eines der=
zahlreichen
Mittel, den Charakter zu fördern. Was iſt ess
in der Gegenwart? Nichts weiter als ein brutales Mittel
mehr zum Erfolge, zum materiellen und äußerlichen Ers
folge zu gelangen. . . Vieles wiſſen und viel
wiſſen ſind zweierlei Dinge. Das eine ſoll man pfle=
gen
, das andere ſoll man laſſen. Wer vieles weiß, weiß
oft nicht viel. Beim Wiſſen kommt es nicht auf die Menge
an, ſondern darauf, ob das Gewußte auch innerlich bewäl=
tigt
iſt. Wird auf ſolche innerliche Verarbeitung des Wiſs
ſens noch geachtet? Wenig und ſelten. Immer neu
I Stoffmaſſen werden herangeſchleift, der Kopf iſt nur zun
Aufnahme beſtimmt, wird von der Aufgabe des Aufneh=
mens
derart in Anſpruch genommen, daß Kräfte zur Ver=
dauung
gar nicht mehr frei bleiben. Auf die Verdauug
kommt es aber immer wieder an! Lieber ein Buch gun
verdaut, als zwanzig oberflächlich geleſen; lieber mit einen
Dichter wirklich vertraut, als mit zehn Dichtern flüchtig
bekannt. . . . Das Wiſſen hat zur Beſinnung und Geſin=
nung
zu führen! Niemals tut es die Vielwiſſerei. Siellſ
ohne jeden ethiſchen Gehalt, ſie iſt die Mutter der Anma=
ßung
, alles wiſſen zu wollen. Solche Anmaßenden rufem
am eheſten Dummes Zeug! dem Wertvollſten entgegen=
mangeln
ſtets der inneren Beſcheidenheit, aus der alleim
geiſtige Fruchtbarkeit entquillt. Jene Fruchtbarkeit, dier
ſchließlich erklärt, daß die Krücken des Wiſſens wohl eine
Zeitlang auf dem Lebenswege forthelfen, bald aber ver=
ſagen
, wenn das Land der Ahnung beginnt, jenes Land,
das an die Ewigkeit grenzt, über das hin man zur Ewig=
keit
ſchreiten muß.
*
Die ſchöne Sünderin. Der Türmer (Herausgeber
Frhr. v. Grotthuß) ſchreibt: Das gerichtliche Nachſpiel=
einer
Revolverſchießerei, wie ſie ja nur wohlgepflegter=
Brauch iſt, hat tagelang ganz Berlin in Atem gehallen=
Die Senſationspreſſe hat den nach keiner Richtung hins
r beſonders bemerkenswerten Verhandlungen ganze Spal=
ten
gewidmet. Und das im Grunde doch nur, weilchie
Angeklagte ein hübſches Geſicht hatte. Weitere tiefgründge
pſychologiſche Probleme hat das dreieckige Verhältnisdes
Kontorfräuleins Hedwig Müller nicht geboten. Nuſht
die Kientoppſentimentalität der Großſtadt aus der klei=
nen
ſüßen Miſſetäterin noch eine Volksheldin gemacht,Mie
ungalant von dem Gerichtshof, die ſchöne Sünderin
2½ Jahren Gefängnis zu verurteilen! Im ritterlichen
Frankreich wäre ſo etwas unmöglich. Hedwig Müller, die
ſchöne Sünderin das ſüße Mädel, iſt eine Märtyrerin,
n und ihre Photographie liegt in zahlreichen Berliner Ge=
dſchäften
aus. Auch in Poſtkartenformat iſt ſie für 10 Pf.
r zu haben, ſo daß jeder Intereſſent in den Stand geſetztiſt=
Angehörige und Verwandte mit dieſem Bilde zu beglücken=
Stadt und Land.
Darmſtadt, 2. November.
Chryſanthemum.
Klingt der Name nicht ſelbſt ſchon wie Poeſie! Mäke
=es denkbar, ſich unter dieſem Namen, ſo undeutſch eriſt
=etwas nicht Schönes, etwas Unreines oder Häßlichesvor=
n
zuſtellen? Kaum. Gewiß, man könnte dieſe hertliche
r.Blume, die längſt keine Ausländerin mehr für uns iſt und
,von der ſchon mehrere durchaus deutſche Abarten hier ge=
zogen
werden, die zu herrlicherer Schönheit erblühen, wie=
in
japaniſchen und chineſiſchen Stammarten, auch auf gut:
=deutſch benennen. Goldblumen, Johannisblumen uſw.
= hieße ſie da. Aber dieſen Namen fehlt die rein ſprach==
=lich empfundene Poeſie des myſtiſch=fremdartigen Chry==
25 um 6 Uhr 6 Min. vormittags bei einem Abſtande von
57.3 Erdhalbmeſſern. Am 16. November bedeckt der
Mond den Stern 136 im Stier (Größe 4.7); der Eintritt=
erfolgt
für Berlin um 6 Uhr 58.3 Min. nachmittags, der:
Austritt um 7 Uhr 42.9 Min.
Von den mit unbewaffnetem Auge ſichtbaren Haupt= beherrſchen Saturn und Mars während der
ganzen Nacht hindurch die ſüdliche Himmelshälfte, Venus
ſtrahlt weiter als Morgenſtern, und Jupiter weilt abends
rim Südweſten. Die genaueren Sichtbarkeitsverhältniſſe
geſtalten ſich folgendermaßen: Merkur bleibt während
des ganzen Monats für das bloße Auge unſichtbar, ob=
ewohl
er am 2 November, um 5 Uhr vormittags, ſeine
größte öſtliche Elongation, 23 34' erreicht; am 23., um.
d6 Uhr vormittags, gelangt er in ſeine untere Sonnenkon=
junktion
. Da ſich ſein Erdabſtand von 1.03 Erdbahnhalb=
meſſern
am 1. bis auf 0.68 ſolcher Einheiten (à 149,488
Millionen Kilometer) verringerte, wächſt ſein ſcheinbarer-
.Durchmeſſer von 6."5 bis auf 9.8, um bei der während des=
e
Monatsreſtes wieder bis auf 0.78 Einheiten zunehmen=
den
Entfernung bis auf 8.5 abzunehmen. Venus
fglänzt etwa zwei Stunden lang am öſtlichen Morgenhim=
n
mel zuerſt noch im Bilde der Jungfrau, im letzten Mo=
Ihre Entfernung ver= im Bilde der Wage
größert ſich von 1.49 bis auf 1.60 Einheiten, und ihr Schei=
bendurchmeſſer
nimmt von 11.3 bis auf 10.5 ab. Am 26.
November, um 8 Uhr nachmittags, hat der Mond mitt
t Venus Konjunktion, am nächſten Morgen erblickt man aben
die ſchon ſehr zarte abnehmende Mondſichel bereits ſüd=. öſtlich von dem Planeten. Mars erſcheint täglich frühen
t. am öſtlichen Horizont, ſein Aufgang erfolgt zuerſt um 9,
zuletzt ſchon gegen 7 Uhr abends. Mitte November wan=
dert
er aus dem Bilde der Zwillinge in das des Kreb=, in dem er bis zum 27. rechtläufig bleibt, dann rück=
1läufig wird. Sein Erdabſtand wird noch ſtetig geringer.,

[ ][  ][ ]

em
es 2
lichtt

Nummer 263.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November 1913.
Seite 3.
ſ nihemum: Und geheinntzvol, moſtſch und frend iſt ſein läßt, dort eine ſignetarige knadpe Zeichnung den Hhauſe Pankratiusſtraße 8 nach,. In dem Lolatwurde ſeit
d e Schönheit dieſer Blume auch noch in der deutſchen Schriftzeichen angliedert. Welch hoher, künſtleriſcher etwa 25 Jahren eine Wirtſchaft betrieben und jährlich
Frucht In kaum einer iſt wie bei ihr üppige ſtolze Pracht Ausgeſtaltung die Schrift in Verbindung mit Zeichnung etwa 4500 Hektoliter Bier verſchenkt, doch ging die
unnd Größe der Blüte mit zarter, hauchgleicher Schönheit und Malerei fähig iſt, wird jeder wiſſen, der je in MuſeenWirtſchaft ſpäter ſehr zurück und im März 1912 verzich=
kereint
. Ja, die zarte, reizvolle Schönheit in Form und und Bibliotheken eines der herrlichen alten Manuſkripte tete der letzte Wirt auf ſeine Konzeſſion. Simon, der das
ſcarbe des einzelnen Blütenblättleins leiht erſt, zu vielen geſehen hat.
Haus in der Zwangsverſteigerung erworben hatte ſucht
underten vereint, der Blume ihre ſtrahlende Pracht, krönt
Nach einer langen Zeit der Vernachläſſigung haben nun um die Konzeſſion nach, nachdem ein anderes Geſuch
je zur Königin, deren Rang ſie der ſtolzen Roſe mit Er= ſich ſeit einigen Jahren auch in Deutſchland, dem Vorbild für dieſelbe Wirtſchaft abgelehnt worden war. Der Pro=
jlgſtreitig
machen würde, wenn ihr Herrſchbereich nicht des engliſchen Reformators Morris nacheifernd, eine An= vinzialausſchuß wies das Geſuch ab unter Verur=
en
eigenes wäre, nach Zeit und Ort getrennt von dem zahl hervorragender moderner Künſtler eingehend mit der teilung des Geſuchſtellers in die Koſten des Verfahrens.
ter Roſe. Wenn der Blütenflor zur Sommerszeit die künſtleriſchen Hebung der Schrift befaßt; einige Namen
Fräulein Marie Ackermann in Darmſtadt, die in
Gärten mit ſeinem Duft und Bluſt erfüllt, erhebt dieſe ihr wie Behrens, Ehmcke, Kleukens, Rudolf Koch Ober=Ramſtadt ein Anweſen beſitzt, erhielt am 1. Auguſt
ſealzes Haupt, und wie ihre Schönheit, herrſcht ihr Duft ſeien aus vielen anderen hier herausgegriffen. Auch die ; vom Großh. Kreisamt einen Polizeibefehl, durch den ihr
icder alle anderen Kinder Floras. Die Chryſanthe= Behörden ſangen an, der künſtleriſchen Schriſt Aufmerk= aufgegeben wurde, einen baufäiligen Schuppen herzurich=
n
um aber entfaltet ihrer Blüten Farben= und Formen= ſamkeit zu ſchenken; ſo fanden in den letzten Jahren in ten und die Abortgrube ſo herzuſtellen, daß die Jauche aus
tracht duſtlos, aber in ſtolzer, üppiger Schönheit
Düſſeldorf auf Anordnung des preußiſchen Miniſteriums der Abortgrube nicht das Nachbargrundſtück beläſtigen
eiſt, wenn König Herbſt ſein farbenſtrahlend Gewand an= für Handel und Gewerbe Kurſe für künſtleriſche Schrift kann. Vor Erlaß des Polizeibefehls war der Schuppen
galegt, wenn faſt alle die anderen Blumen ihre Köpfchen ſtatt, die von Profeſſor Ehmcke geleitet wurden. Die Lite=hergerichtet worden und auch die Mängel der Abortgrube
zum Sterben oder zum Schlafe über Winter geneigt; ratur, die dem Anfänger wie dem Künſtler Aufſchluß und waren zum Teil behoben. Der Provinziglausſchuß gab
gleichſam, als wolle ſie noch einmal für kurze Zeit all die Anregung über künſtleriſche Schrift bringt, blieb ebenfalls der Klage ſtatt und hob den Polizeibefehl auf. Die
tergangene, verwelkte Schönheit ihrer Schweſtern aufleben nicht zurück; eines der gründlichſten und mit vielen der Koſten des Verfahrens fallen der Staatskaſſe zur Laſt.
l ſſen, herrſcht ſie allein.
Praxis entnommenen Rezepten verſehenes Buch iſt
n. Vom Landgericht Darmſtadt. Mit der Rückkehr des
Schließlich: der Name iſt Schall und Rauch! Auch die! Schreibſchrift, Zierſchrift und angewandte Schrift von bisher als Mitglied der Berliner Kommiſſion für Straf=
tüingendſte
Bezeichnung der Art kann keinen Spiegel geben Edward Johnſton; ein anderes der Unterricht in rechtsreform beſchäftigt geweſenen Geh. Oberjuſtizrats Dr.
kon der Wirlichkeit. Das beweiſt wiederum die Ehry=ornamenkaler Schriſt von dem Schriſtreformer Rudolf Rüſter iſt mit Wirkung vom 1. November im Vorſitz
ſaanthemum=Ausſtellung in den Treibhäufern un=von Lariſch. Kürzlich iſt in Leipzig ſogar ein Schrif= der Zivilkamnter 1 und der Strafkammer II eine Aende=
ſt
rer Stadtgärtnerei. Seit Jahren hat hier die tenmuſeum eröffnet worden.
rung eingetreten. An Stelle des bisherigen Vorſitzenden
ſchöne Blume eine Pflegſtatt gefunden, die ihr die Mög=
Von all dieſen Anregungen ausgehend, veranſtaltete
lachkeit üppigſter Prachtentfaltung gibt. Man hat die Blu= im Sommer dieſes Jahres Maler Th. Genanagel= dee Zivilkammer I, Landgerichtsdirektors Dornſeiff, tritt
pen diesmal, entgegen früherem Brauch, nach Farben in Darmſtadt einen Schriftkurſus, deſſen Ziel es Dr. Rüſter und jener übernimmt für den ſeitherigen Stell=
vertreter
Geh. Juſtizrat Sander den Vorſitz der Straf=
drei
große Hauptgruppen geordnet und zeigt damit erſt, war, die Teilnehmer in großen Zügen mit den wichtigſten
pelche köſtliche dekorative Farbenwirkung ſich ſo ermög= Eigenheiten einer künſtleriſchen Schrift vertraut zu ma= kammer II. Am 1. Januar 1914 findet dann der regel=
lahen
läßt. Die edelſten Spielarten ſind hier zu ſeltener chen. Die Reſultate dieſer Uebungen ſind gegenwärtig im mäßige zweijährige Wechſel im Vorſitz noch inſofern ſtatt,
Harmonie vereint. Neue Zuchtarten, die der Gartenkunſt Gewerbemuſeum ausgeſtellt Die hier gezeigten Schriften daß Landgerichtsdirektor Dornſeiff die Strafkammer I,
unſerer Stadtgärtnerei ein ſchönes Zeugnis ausſtellen, ſind entweder ſogenannte Schnurſchriften (weil die Buch= Landgerichtsdirektor Kolb die Strafkammer II und Land=
neben
alten, bekannteren. Alle aber in ſeltener Schönheit. ſtabenſtärke ſtets die gleiche bleibt) oder Bandſchriften (ein gerichtsdirektor Dr. Nagel die Zivilkammer II leitet, wäh=
Ta iſt wieder die weißlich=lila gefärbte großköpfige Win= hingelegtes Band zeigt bald die ganze Breite, bald eine rend Landgerichtsdirektor Dr. Rüſter Vorſitzender der
Zivilkammer I und Landgerichtspräſident Theobald Vor=
teraſter
oder Goldblume (Chrysanthemum indicum), wie verkürzte Fläche). Für die Schnurſchriften kommt als
ſe in China und Japan wächſt, die kleinere, breite, hän= Schreibwerkzeug der Quellſtift aus Holz oder Kork, die ſitzender der Zivilkammer III bleiben.
gende Blütenblätter tragende, dunkler, rötlich=weiß ge= Glasfeder, ſowie gewiſſe Stahlfedern, zum Beiſpiel die
g. Das Schwurgericht der Provinz Starkenburg be=
fürbte
Jules Chretien‟. Dieſer ähnlich iſt die James Redisfeder der Firma Blanckertz, in Betracht; für die ginnt am Montag, den 1. Dezember, ſeine vierte dies=
iedencope
mit mehr röhrenförmigen Blütenblattchen, Bandſchriften alle ſchräggeſchnittenen Federarten ſowohl jährige Tagung unter dem Vorſitz des Großh. Land=
und die ſtrahlenblätterige Miß Miriam Hankey, alle aus Rohr wie aus Stahl. Daß der Schüler durch die Ver=gerichtsrats von Pfiſter (Stellvertreter Landgerichtsrat
in verſchiedenen Nüancen des Lila. Wunderbar iſt die trautheit mit den Bedingungen ſeines Materials zur Ver= Conradi). Zur Verhandlung kommt u. a. auch die An=
Mad. Paolo Radaelli mit ihren köſtlichen Blütenköpfen einfachung der Schrift und zu einem Stilgefühl auf dieſem klage gegen den Gendarmeriewachtmeiſter i. P. Veith
in zartem Elfenbeinton, die in den unteren Partien der Gebiet geführt wird, iſt ein Grundzug dieſes Unterrichts; wegen Mordes.
Llütenblättchen lila oder rötliche Schattierungen zeigen. der Schriftübende lernt dann wirklich Schrift ſchreiben und
* Kirchenkollekten. Das Verordnungsblatt für die
Lndere der gleichen Gattung ſind gelb oder ſchneweiß, nicht Schriſtzeichnen. Selbſtverſtändlich erheben die aus= ebangeliſche Landestirche des Großherzogtums Heſſen,
heie die Alie Vyran, mit gleicher lila Schatierung in geſtellten Arbeiten nicht alle den Anſpruch,. vollkommen zu Nr. 11, ausgegeben den 27. Oktober 1913, enthält Angaben
ten unteren Blättchen. Im Abblühen erhalten dieſe Blü= ſein; es iſt zu bedenken, daß wir hier Schülerarbeiten vor über die Kirchenkollekten. Die erhobenen Kirchenkollekten
ten die Schattierung und entfalten ſo im Sterben immer uns haben, deren Wert natürlich ungleich iſt.
ertrugen: 153821 Mark: 1. Für kirchliche Armenpflege
neue Farbenpracht. Mad. Marie Liger und Dr. Engel=
Es wäre zu begrüßen, wenn die in dieſer Ausſtellung (ausſchließlich der nicht für dieſen Zweck beſtimmten Kir=
hard
tragen kleinere, loſe gefügte Blättchen in ihren ſtrah= enthaltenen Anregungen den verſchiedenſten Kreiſen, be= chenopfer) 107025 Mark; 2. für die Heidenmiſſion 7026
lenförmigen Blüten. Die ſchönſte von allen aber iſt wohl ſonders aus dem Geſchäftsleben, Anlaß gäben, in Zukunft Mark: 3. für die Innere Miſſion 4080 Mark. 4. für das
Mene Oberthür mit ihren langen gelockten Blütenblätt= auf die künſtleriſche Ausgeſtaltung der vielen in der Re= heſſiſche Krüppelheim 4951 Mark: 5. für hilfsbebürftige
Gzen von wunderbarer Fülle. Die Petite Amie iſt ſchnee= klame vorkommenden Fälle einen größeren Wert zu legen. Gemeinden des Inlandes 4758 Mark; 6, für die auslän=
weiß
in ihren großen, runden Blüten und nimmt mit
diſche Diaſpora 4183 Mark: 7. für die Förderung der
ioren ebenfalls in ſchneeigtem Weiß ſtrahlenden Schweſtern
* Ordensverleihungen. Der König von Preußen evangeliſchen Kicche in Oeſterreich 4722 Mark: 8. für die
ien breiteſten Raum, die ganze mittlere Abteilung, der
A.usſtellung ein. Die dritte Abteilung zeigt ein vielfarbe= hat dem Bürgermeiſter Karl Viehl zu Rainrod den Guſtav=Adolf=Stiftung 4668 Mark; 9, für die Luther=
nes
Bild, in dem gelb herrſchend iſt. Hier entfalten ihrer Königlichen Kronen=Orden 4. Klaſſe, dem Lehrer Andreas Stiftung 4100 Mark: 10. für Framersheim 3351 Makk;
ſarben Pracht in dunklem Samtrot mit gelben Schat=Heid zu Spachbrücken das Verdienſtkreuz in Gold, dem 11. für Frei=Weinheim 3691 Mark: 12 für verſchiedene
herungen die Lady Beaumont und Miß Dalton die Stadtbaumeiſter i. P. Philipp Merck zu Bensheim und Zwecke 1266 Mark. An freiwilligen Beiträgen zur Prälat
dem Gemeindeförſter Karl Zimmer zu Groß=Umſtadt Dr. Köhler=Schmitt=Habicht=Walz=Stiftung gingen ein
große, feſtgefügte, runde weißgelb=lila gefärbte de Gaye‟
241238 Mark. Der Evangeliſche Verein der Guſtav= Adolf=
de
dunkellilafarbene George Davis uſw. Große, ſtrah= das Verdienſtkreuz in Silber verliehen.
* Uebertragen wurde dem Lehrer Georg Hopp zu Stiftung verwandte auf das Inland 45 557,63 Mark.
linde ſattgelbe, prachtvolle Blütenköpfe trägt die Vierge
Vom Großh. Hoftheater. Am Montag findet im
Abila: in gleicher Farde leuchtet die glattblätterige Nieder=Kinzig, Kreis Erbach, die zweite Lehrerſtelle an
Tatſana, die größere Mrs. Louis Remy und die dunk= der Volksſchule zu Steinbach, in demſelben Kreiſe; dem Rahmen des Goethe=Zyklus der volkstümliche Goethe=
Lehrer Johannes Mayer zu Kelſterbach, Kreis Groß= Abend mit buntem Programm ſtatt, der mit der Neuein=
lire
Modeſto.
Das Geſamtbild der Ausſtellung ſo ſchön es iſt läßt Gerau, eine Lehrerſtelle an der Volksſchule zu Nieder= ſtudierung des Schäferſpiels in Verſen Die Laune des
tit Bedauern feſtſtellen, daß die Stadtgärtnerei keinen Ingelheim, Kreis Bingen: der Schulamtsaſpirantin Verliebten abgeſchloſſen wird Der Beginn iſt auf 7½
größeren Raum zur Verfügung hat, als dieſes wohl blitz= Gertride Hammer aus Mainz eine Lehrerinſtelle an Uhr angeſetzt, es gelten die Abonnenentspreiſe. Am
Dienstag gelangt die luſtige Schwanknovität Die
ſaubere aber für die Ausſtellung viel zu ſchmale, langge= der Volksſchule zu Heidesheim, Kreis Bingen.
Ernannt wurde der Gerichtsvollzieher=Aſpirant ſpaniſche Fliege, die auch bei der letzten Aufführung große
ſreckte Treibhaus, in dem die Ausſtellung doch nicht richtig
zur Geltung kommt. Von großem Intereſſe iſt auch ein Friedrich Reichert in Schlitz zum Gerichtsvollzieher Heiterkeit hervorrief, zue Wiederholung als A= Abonne=
mentsvorſtellung
. Der Goethe=Zullus wird am Mittwoch
Eang durch die übrigen Treibhäuſer und Ueber= mit dem Amtsſitz in Schlitz.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der Weichen= mit der Neueinſtudierung von Elavigo unter ſzeniſcher
n interungshallen, deren Beſuch zeigt, über welche Schätze
uniſere Stadtgärinerei verfügt und mit welcher Sachkennt=ſteller in der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft Leitung von Bruno Harprecht weitergeleitet. Die ſämt=
ns
und welchem Fleiß hier geſchaltet und gewaltet wird. Philpp Leißer zu Wixhauſen auf ſein Nachſuchen.
lichen Hauptrollen ſind neu beſetzt. Ant Donnerstag wird
Das Großh. Regierungsblatt, Nr. 24, ent= Puceinis Boheme wiederholt werden. Der Verdi=
M. St.
hält: 1. Bekanntmachung, die Bildung einer beſonderen Zyklus nimmt bereits Sonntag mit der Aufführung von
Bürgermeiſterei Schadges betreffend. 2. Bekanntmachung, Rigoletto, ſeinen Anfeng. Kammerſänger Walter
Künſtleriſche Schrift.
Anſchlußgleis der Darmſtädter Konſum= Spar= und Soomer ſingt die Titelpartie. Arturo Vigng trifſt bereits
Ausſtellung von Th. Gengnagel im Produltionsgenoſſenſchaft e. G. m. b. H. betreffend. am 4. November zur Leitung der Proben hier ein.
3. Verſchtigung.
Gewerbemuſeum.
* Kaufmannsgerichtswahlen und Handlungsgehilfen.
Der Provinzialausſchuß verſagte in ſeiner geſtri=Ueber dieſes Thema ſpricht Mittwoch, den 5. November,
* Die Beſtrebungen, die die Wiederbelebung der künſt=
llariſchen
Schrift zum Ziele haben, gehen davon aus, daß gen Sitzung dem Heinrich Beck in Darmſtadt, der abends 9 Uhr, im großen Saale des Kaiſerſaales Herr
unſere Schrift nichts anderes als Flächenkunſt iſt: Linien im Nieder=Modauer Prozeß verurteilt wurde, die Kon= Paul Elberding aus Hamburg, Mitglied der Verwaltung
llund Punkte verſchiedenſter Größe und Stärke ſind das zeſſion zum Betriebe des Gewerbes als Vermittelungs= des Deutſchnationalen Handlungsgehilfen=Verbandes. Dem
Aaterial, mit dem der Buchkünſtler eine Buchſeite durch agent für Darlehen und Immobilienverträge. Chri= Redner geht der Ruf eines hervorragenden Redners und
glücklich abgewogene Maſſen ſchmückt, hier eine Initiale ſtoph Simon aus Darmſtadt ſucht um die Erlaub= Debatters voraus. Es iſt allen Handlungsgehilfen drin=
(Anfangsbuchſtabe) die Trägerin einer leuchtenden Farbe nis zum Betrieb einer Schankwirtſchaft im gend zu empfehlen, die Verſammlung, mit welcher der


Ze
bis er am 1. Januar 1914 ſeine Erdnähe erreicht, und durchmeſſer iſt nur 2.6, ſeine Helligkeit verhältnismäßig
zwar betrug dieſer am 1. November 0.90, am 30. Novem= groß, 7. Größe. Genaue Oerter des Planeten ſind am 2.
Feuilleton.
ber beträgt er 0.71 Erdbahnradien. Gleichzeitig wächſt November AR 8h Im 025s und D 20 5 15./5, am
ſein Scheibendurchmeſſer von 10."4bis auf 13.1. und ſeine 30. November 8h Om 0.11s und D200 § 2."6. Zur
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
langſt die Sterne 1. Größe übertreffende Helligkeit ſteigert Beobachtung bedarf man eines guten Inſtrumentes.
K. Uraufführung von Bittners Aben=
Zu den in dieſem Jahre bisher entdeckten vier Ko=
ſich
noch mehr, ſo daß er nun ſchon ein höchſt auffälliges,
ja neben Jupiter und Venus das auffälligſte Objekt des meten hat ſich in letzter Zeit noch ein fünfter geſellt: amteurer. Aus Köln, den 30. Oktober wird uns ge=
glunzen
Himmels iſt. Am 18. November, um 8 Uhr nach= 23. Oktober entdeckte Zinner in Bamberg den periodi= ſchrieben: Julius Vittner hat ſeinen Opern Die rote
nittags, hat der nördlich an ihm vorüberziehende Mond ſchen Kometen 1900 III (Giacobini), der zunächſt Gred‟, Der Muſikant und Der Bergſee nun das
eimte nahe Konjukion mit Mars. Jupiter geht im die laufende Nummer 1913a erhalten hat, im Stern=mehraktige Spiel Der Abenteurer folgen laſſen.
Milde des Schützen anfänglich gegen 8½ Uhr am Mo= bilde des Schildes‟ Der Komet gelangt am 2. November Die Handlung iſt recht unterhaltſam, ſie ſpielt in Nieder=
natsſchluſſe
ſchon gegen 7 Uhr abends im Südweſten unter. in ſeine Sonnennähe, bleibt aber nur teleſkopiſch. Der öſterreich im 18. Jahrhundert, der Held iſt ein Wunder=
Umnſere Erde entfernt ſich von ihm von 5.50 bis auf 586 am 27. November in ſeine Sonnennähe kommende Ko=doktor, ein durchtriebener Kerl, der durch Pfiffigkeit und
kavaliermäßiges Weſen alles für ſich einzunehmen weiß.
Ginheiten, wodurch ſein ſcheinbarer Durchmeſſer eine Ver=met Weſtphal, 1913d, bleibt ebenfalls teleſkopiſch.
rangerung von 36.2 bis auf 34.1 erfährt. Am 3. No= Er bewegt ſich nordwärts durch das Füchschen in den die Damen nicht zum wenigſten. Das Textbuch iſt ſehr
vember, um 10 Uhr vormittags, hat der Mond mit Ju= Schwan. Der Komet 1913e (Neujmin) iſt nun geſchickt gemacht und wirkſam geſteigert. Bittners Muſik
piter Konjunktion; abends ſieht man die zunehmende den Blicken der Aſtronomen entſchwunden, und der Ko=iſt zu wenig einheitlich im Stil und auch zu wenig gleich=
Mondſichel ſchon ſüdöſtlich vom Jupiter. Saturn be=met 1913b (Metcalf) iſt ebenfalls auf die 10. Größe wertig in der Erfindung ſowohl wie im Artiſtiſchen; er
zeigt ſich beeinflußt von Richard Strauß, ſo daß man
m egt ſich rückläufig im Bilde des Stieres, in dem er herabgeſunken.
Sternſchnuppenſchwärme begegnen der Erde häufig an den Roſenkavalier erinnert wird, um ſo mehr
ſchvon früh abends aufgeht und die ganze Nacht hindurch
ſichtbar bleibt: er kulminiert anfangs gegen 2½, ſchließlich am 14. und 15. November, die aus dem Bilde des = als auch allerlei Wieneriſches in der Partitur eine Rolle
gegen 12½ Uhr. Ihm nähert ſich die Erde von 8.24 bis wen ausſtrahlenden Leoniden, und am 23. November, ſpielt. Mit der Steigerung der Handlung fällt indes eine
auf 8.05 Einheiten. Dabei vergrößert ſich ſein Scheiben= die aus dem Bilde der Andromeda ausſtrahlenden muſikaliſche Steigerung wenigſtens im theatraliſchen
durchmeſſer von 19.8 bis auf 20.2, während die große Bieliden oder Andromediden. Beide Schwärme Sinne des Wirkſamen zuſaumen. Das Orcheſter enthält
Achſe des Ringſyſtems Mitte des Monats 47.5, die kleine haben in manchen Jahren ein großartiges Himmelsfeuer= manch geiſtreiches Detail, aber auch viele tote Stellen, und
nur ein erſtrangiger Inſtrumentalkörper kann etwas Rech=
dchſe
21.1 mißt; die letzte erſcheint mithin größer als der werk gezeitigt.
Am Fixſternhimmel ſteigen abends immer tes damit anfangen. Die heutige Uraufführung war ge=
Saturndurchmeſſer ſelbſt. Am 16. November, um 1 Uhr
vormittags, nähert ſich der Mond dem Planeten von Nor=früher die den Süden ſchmückenden Winterſternbilder: der radezu muſterhaft in der genialen Inſzenierung durch
den. Uranus geht im Bilde des Steinbocks etwa Orion, der Große Hund mit Sirius und der Kleine Direktor Hofrat Rimond, wie in der Erſchöpfung aller
eimne Stunde nach Jupiter im Südweſten unter und iſt wegen Hund mit Prokyon, empor. Darüber ſtrahlen die hellen orcheſtralen Pointen durch Brecher. Der künſtleriſche Er=
ſines
tiefen Standes, beſonders aber wegen ſeiner Licht= Geſtirne des Stiers (mit Saturn), der Zwillinge‟ folg war freundlich.
sh. Die Architekten und der Fall Ihne.
ſchhwäche (5. Gr.) nur ungünſtig zu beobachten. Sein Erd= (mit Mars) und des Fuhrmannes mit Capella. Im
abbſtand wächſt von 19.89 bis auf 20.38 Einheiten, ſein Zenit ſteht abends gegen 10 Uhr das W der Caſſiop:ja. Im Architektenhauſe zu Berlin fand eine vom Ausſchuß
Durchmeſſer beträgt 4.1. Genaue Poſitionen des Uranus Im Norden funkeln die hellen Sterne des Großen Bären, zur Wahrung gemeinſamer Intereſſen, der von der Ver=
ſund
am 2 November AR (Rektaſzenſion) 20h 24m 59s tief im Nordweſten gewahrt man Bootes und Krone einigung Berliner Architekten, dem Architektenverein und
und D (Deklination) 19' 55, am 30. November AR höher im Weſten die Leier mit Wega, den Adler mit der Ortsgruppe Berlin des Bundes Deutſcher Ar=
20h 28m 11s und D 19' 43'. Neptun befindet ſich Atair und den Schwan mit Deneb. Durch ſie zieht ſich chitekten gebildet wird, einberufene Verſammlung ſtatt,
daagegen in äußerſt günſtiger Stellung im Bilde der Zwil=der Sternſtrom der Milchſtraße vom Weſthorizonte über die ſich mit dem Fall Ihne beſchäftigte. Für das
linge er ſteht nahe ſüdöſtlich von Mars. Seine Be= den Zenit zum Oſthorizonte, das Himmelsgewölbe in neue Botſchafterpalgis in Waſhington war
bekanntlich ein Wettbewerb ausgeſchrieben und aus die=
megung
iſt rückläufig. Dem Neptun nähert ſich jetzt die zwei gleiche Hälften teilend.
ſem Wettbewerb ging der Entwurf des Profeſſors Bruno
Errde von 29.80 bis auf 29.34 Einheiten. ſein Scheiben=

[ ][  ][ ]

Nummer 263.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November 1913.
Seite 4.
Deutſchnatonale Handlungsgehifen Verdand die Wahl. melbebureau Hügeſtraße 3193, Zimmer Nr. 19, wigeno t beamten und Bedienſeten wurde genehmigl. Die dar
bewegung einleitet, zu beſuchen. Nach dem Vortrage iſt, der Bureauſtunden (8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis enthaltene Beſtimmung, wonach beim Bürgermeiſtere
wie in deutſchnationalen Verſammlungen immer üblich, 6 Uhr nachmittags) bis zum 5. November vormittags Büroperſonal über Urlaub und etwaige Nebenarbeite
der Bürgermeiſter allein zu entſcheiden hat, währen
freie Ausſprache. (Näheres ſiehe Anzeige in heutiger zur Einſichtnahme offen.
* Konzerte. Reſtaurant Rummelbräu. Heute bei den übrigen Beamten und Bedienſteten bei längere=
Nummer.)
Jahrhundertfeier des Evangeliſchen Bundes. Sonntag abend konzertiert die Kapelle des Infanterie=Re= Urlaub und über Nebenarbeiten der Stadtvorſtand m=
Da eine Wiederholuug des Feſtſpiels Deutſchlands Er= giments Nr. 115 unter Obermuſikmeiſter Hauske. Ein vor= ſpricht, hat eine heftige Tebatte hervorgerufen, wurct
wachen 1813 nicht vorgeſehen iſt, ſo möchten wir hier= zügliches Programm ſtellt einige genußreiche Stunden in jedoch ſchließlich genehmigt. Die Wahlurnen zur Reichis
durch nochmals auf die heute abend in der Turnhalle Ausſicht. Nachmittags iſt Kaffee=Konzert bei freiem Ein= tagswahl unterliegen beſonderen geſetzlichen Beſtir=
mungen
. Da die ſeitherigen Urnen dieſen Beſtirz
am Woogsplatz ſtattfindende Feſtfeier aufmerkſam tritt. (S. Anz.)
* Bilder vom Tage. In der Auslage unſerer Expe= i mungen nicht entſprechen, ſollen neue angeſchafft werden
machen. Karten ſind an der Abendlaſſe noch zu haben.
* Vom Deutſchen Feſt. Man ſchreibt uns: Um einen dition (Rheinſtraße 23) ſind von heute ab folgende Bilder An Gemeindegefällen mußten 2102,54 Mk. an Ga=
hier
und da auftauchenden Irrtum im Keime zu erſticken, ausgeſtellt: Vom Beſuch des deutſchen Kaiſers in Wien, geld 149,67 Mk. und an Waſſergeld 329,05 Mk. geſtunds
werden. Als uneinbringlich mußten dagegen an Steuen
wird mitgeteilt, daß die am Sonntag, den 9. November, Begrüßung Kaiſer Wilhelms durch Kaiſer Franz Joſef
für inzwiſchen Verzogene und ſonſtige Gemeindegefäll
ſtattfindende Feier des Deutſchen Schulvereins nicht zu Die Sprengung des letzten Dammes im Panamakanal
verwechſeln iſt mit der ſonſt üblichen ſonntäglichen Nach= Zu den Sturzflugvorführungen Pegouds in Johannisthal 2278,20 Mk., an Gasgeld 99 Mk. und an Gemeinds
feier, über die die Abſpannung infolge der in vergangener der Flieger Adolphe Pegoud, der Menſchenandrang vor krankenverſicherungsbeiträgen 4,76 Mk. niedergeſchlaget
werden.
Nacht Terpſichore gebrachten Opfer ihre Schatten zu wer= dem Flugplatz, ein intereſſanter Sturzflug.
L. Heppenheim a. d. B., 1. Nov. (Bürgermeiſten
fen pflegt und dem geſelligen Zuſammenſein ein frühes
Kohl), der geſtern in Darmſtadt verhaftet wurde, iſtedes
Ende bereitet. Diesmal iſt der Sonntag der eigentliche
Unterſchlagung in vollem Umfang geſtändig. Er hatisſichh
Darmſtädter Wochenmarkt.
Feſtag der tanzfrohen Jugend. Aber auch alle die, denen
nach Einleitung der Unterſuchung nach London geflüchſet
Alter und Lebensernſt die perſönliche Teilnahme an
Marktpreiſe am 1. November.
wie er angibt, um dort zu verſuchen, Geld zum Erſatzdog=
Ringelreihenfreuden verſagt, werden beim Beſuch der
Sonntagsveranſtaltung auf ihre Koſten kommen. Haben Butter, ½ kg . 1,30 M. Schwarzwurz, ½ kg 30 Pf. veruntreuten Gelder zu bekommen. Auf den Rat ſeiltss
in Parkien, ½ lg 120 M. Gurken, Stück 530 Pf. Rechtsanwalts iſt er dann nach dem vergeblichen Beſchl
doch hervorragende Künſtlerinnen und Künſtler der Bühne
10 Pf. Weißerüben, Stück . 3 Pf. Gelder zu erhalten, zurückgekommen, um ſich der Behöndd
und des Konzertſaales ihre Mitwirkung bei den muſikali= Eier, Stück
zu ſtellen.
ſchen Darbietungen zugeſagt. Das Orcheſter ſtellt das Schmierkäſe. ½ Lit. 20-22 Pf.! Geflügel, Wildbret:
H. Lampertheim, 31. Okt. (Scharlach.) Auf. And
Muſikkorps des Leibgarde=Regiments unter Leitung des Handkäſe, Stück . 510 Pf. Gänſe, ½ keg 0.901,00 M.
Herrn Obermuſikmeiſters Hauske. An das Konzert ſchließt Kartoffeln, Ztr. 2,00-2,25 M. Enten, Stück 3,504,00 M. nung der Großh. Kreisſchulkommiſſion bleiben die Schlll
Kumpf (10 Liter) 3540 Pf. Hahnen, Stück 1,502,50 M.len wegen der hier herrſchenden Scharlach=Epidemie
ſich der Tanz. Der Wirtſchaftsbetrieb liegt in den Hän=
kg

34 Pf. Hühner, Stück 2,503,00 M. weitere 14 Tage geſchloſſen. Auch die Kontrollverſamm
den des Saalbaureſtaurateurs Nur den Ausſchank von
Mäuschen, ½ kg 910 Pf. Tauben, Stück 6070 Pf. lungen ſind aus dem gleichen Anlaß bis auf weiteres
Bier hat ſich der feſtgebende Verein vorbehalten. Zu den
Haſen, Stück 2,503,50 M. ſchoben worden.
(Tabak.) Mit dem Abhängena
Ueberraſchungen des Abends gehört u. a. die Ausgabe der
Obſt u. dergl.:
durch die Laune des Glücksrades geſpendeten Gewinne. Aepfel, ½ kg . 1220 Pf. Lapins, Stück 0,901,00 M. Tabaks iſt im Laufe dieſer Woche hier begonnen wordec
Wie ſchon mitgeteilt, haben Schriftſtellerinnen und Dichter Birnen, ½ kg . 820 Pf. Rehfleiſch, ½ kg 0,90-1,50 M. Verkaufsverhandlungen ſind bereits im Gange, insbeit
dere gehen die vereinigten Landwirte wie in ftrüheni
Bücher mit eigenhändigen Einſchriften für die Verloſung Zitronen, Stück . 78 Pf.
Fiſche:
geſtiftet heute ſei nachgetragen, daß Herr Kunſtmaler Trauben, ½ kg
40 Pf. Hecht, ½ kg 0,901,00 M. Jahren, dieſerhalb geſchloſſen vor. Nachdem derhe
Adolf Beyer ein Bild für das Glücksrad in dankenswerter Apfelſinen, Stück 810 Pf. Aal, ½ kg 0,901,00 M. auch die Dachreife gut überſtanden hat, kann von
Weiſe zur Verfügung geſtellt hat. Die Kartenausgabe Nüſſe, 100 St. 0,801,00 M. Karpfen, ½ ka 7080 Pf. ſehr guten Qualität geſprochen werden.
für Nichtmitglieder beginnt am Montag bei Hoflieferant
S. Michelſtadt, 31. Okt. (Lichtbilder=Vortra
Andere Rheinfiſche,
Salat, Gemüſe uſw.:
Elbert.
3560 Pf. Der Landesverband Heſſen des Deutſchen Frauenvereina
½ kg. .
Der Muſikverein hat im kommenden Winter neben Kopfſalat, Stück. 510 Pf
Rotzungen, ½ kg 50 Pf. vom Roten Kreuz für die Kolonien veranſtaltete amen
ſeinen Konzerten der Geſelligkeit einen breiteren Spiel= Endivien, Stück 56 P
raum eingeräumt. Es beſteht die Abſicht, außer einem Feldſalat, Körbchen 10 Pf. Schollen, ½ kg 3040 Pf. verfloſſenen Montag hier in Schmerkers Gartenſaaleei
Kabeljau, ½ kg 2528 PfLichtbildervortrag. Eine ſtattliche Zahl von Zuhölel
Herrenabend und einem muſikaliſchen Abend, beide im Radieschen, Bündel 3
Schellfiſche, gr., ½ kg 30 Pf. hatte ſich eingefunden. Auch J. E. die Gräfin zu Erbgün
Rettiche Stück . 310
Vereinshauſe auch einen Feſtabend größeren Stils im
22 Pf. Fürſtenau, J. D. die Fürſtin zu Salm=Horſtmar und
Bratſchelfiſche, ½ kg
5 P
Bündel .
Städtiſchen Saalbau zu veranſtalten. Die Vorbereitungen
Bratſchollen, ½ kg. 20 Pf. die Fürſtin zu Erbach=Schönberg waren erſchienen.
zu dieſen Feſtlichkeiten werden bereits lebhaft betrieben. Meerrettich, Stück 2030
Vorſtand des Landesverbandes war durch die erſte i
Der Herrenabend findet in der herkömmlichen Weiſe am Roterüben, Bündel . 5 Pf. In den Fleiſchſtänden:
Rindfleiſch, ½ kg 70 Pfdie zweite Vorſitzende, Frau Dr. Merck und Frau=Ohe
Eg, . . 5 76
8 November d. J. ſtatt. Nach einem gemeinſamen Abend=
Hackfleiſch, ½ kg . 76 Pfbürgermeiſter Dr. Gläſſing, den Schatzmeiſter Genen
eſſen werden die ſoliſtiſchen Kräfte des Vereins und ge= Zwiebeln, ½ kg
Rindsfett ½ kg . 56 Pf. Noell und den Schriftführer Hauptlehrer Schäfer=Darm
ſchätzte Gäſte mit Vorträgen ernſten und heiteren Inhalts Tomaten, ½ kg 1520 P
½ kg 60 Pf. ſtadt vertreten. Dekan Bernbeck begrüßte die Anweſendem
Spinat, ½ kg . 1015 Pf Ziegenfleiſch,
aufwarten. Auf dem Familienabend am 22. Novem=
ber
d. J. iſt neben Soli, Quartetten und Soloſzenen die Weißkraut, Stück 512 Pf. Rindswürſtchen, Stück 15 Pf. Auch Frau Dr. Merck ſprach herzliche Worte der Bearißa
Schweinefleiſch, ½ kg90 Pf. ung. Dann begann die Rednerin, Frau Profeſſor Plehn
Zentner 1,401,60 K
Aufführung eines flotten Einakters durch Vereinsmitglie=
aus
Berlin, über ihre Kamerunjahre in ſehr feſſelne
der auf der neuen Freilichtbühne in Ausſicht genommen. Rotkraut, Stück 820 Pf.Geſalzenes und Koteletts,
1 M. Weiſe zu ſprechen. Die ganzen wirtſchaftlichen und geſund
kg .
Den Beſchluß dieſes Abends wird ein Tänzchen bilden, Blumenkohl, Stück 1050 Pf.
Wirſing, Stück . 310 Pf. Schwartemagen u. Fleiſch= heitlichen Nöte des Bewohners einer Tropenkoloniet
Beſonders glanzvoll wird der Feſtabend im Saalbau am
90 Pf. den Zuhörern anſchaulich vor Augen. Der Vortrag wurht
wurſt, ½ kg
17. Januar 1914 angelegt werden. U. a. iſt hier die Auf= Grünkohl, Stück . . 5 Pf.
in ſeinem zweiten Teile durch Lichtbilder erläutert.
Roſenkohl, ½ kg 2025 P
Leber= und Blutwurſt,
führung eines zugkräftigen Theaterſtücks in Darmſtädter
Mundart von Dr. Büchner, ſowie ein Damenreigen vorge=Gelberüben, ½ kg 5 Pf. ½ kg . . . . . 72 Pf. reicher Beifall belohnte die Rednerin. Hauptlehrer Schäfe
klärte alsdann die Verſammlung über die nationalen Mel
ſehen. Während der Tanzpauſen werden Darbietungen
gaben des Vereins auf. Es erfolgte eine Reihe von
auf einer Luſtigen Bühne im Gartenſaal nicht verfehlen,
Pfungſtadt, 1. Nov. (Gelbrüben=Ernte.) zeichnungen in die Mitgliedsliſten. Der Abend nahm eitm
für gehobene Stimmung zu ſorgen. Der Muſikverein Der Preis für die Gelbrüben iſt in letzter Zeit ſehr geſun= erhebenden Verlauf. Der freundlich geſchmückte Saal
hofft, durch dieſe feſtlichen Veranſtaltungen aufs neue zu ken; während zu Beginn der Ernte 1 Mark und mehe pro rege Intereſſe der Zuhörer, der vaterländiſche Geiſſähn
beweiſen, daß er neben ernſter Kunſt auch würdige Feſte Zentner bezahlt wurde, beträgt der Preis jetzt nur noch die ganze Veranſtaltung atmete, waren dazu angetanis
zu feiern verſteht, und erwartet von ſeinen zahlreichen 85 Pfg. Infolge der reichen Kartoffelernte iſt die Nach= ſchönen Abend in der Erinnerung der Teilnehmer feſtälle
Mitgliedern und Freunden rege Beteiligung.
frage nach dieſer Hackfrucht ſehr gering. Hier wurden zuprägen und damit auch das Intereſſe für die kolollſe
* Die Fortſchrittliche Volkspartei hält am Dienstag, 20377 tragfähige und 5640 noch nicht tragfähige Obſtbäume Sache zu fördern.
den 4 November, abends, im Fürſtenſaal, Grafenſtraße, gezählt.
Gießen, 1. Nov. (Von der Univerſitätz
eine Mitgliederverſammlung ab, die ſich mit den bevor=
ähr
Hahn bei Pfungſtadt 1. Nov. (Obſtbaum=außerordentliche Profeſſor an der Landesuniverſität
ſtehenden Stadtverordnetenwahlen beſchäftigen wird.
zählung.) In hieſiger Gemarkung wurden 5696 trag= Werner Friedrich Bruck, hat einen einjährigen Urlan
* Odenwaldklub. Die Mitglieder der hieſigen Orts= fähige und 1899 nicht tragfähige Obſtbäume gezählt. 780 halten. Er hat ſeine Ausreiſe nach Britiſch=Indien gllle
gruppe ſeien nochmals darauf hingewieſen, daß die Orts= Bäume ſind Eigentum der Gemeinde.
treten, wo er im Auftrage des Reichskolonialamts und
gruppe Mannheim auf ihrer 14. Wanderung heute (den
A. Gundernhauſen, 31. Okt. (Weininder Goſſe) des Kolonialwirtſchaftlichen Komites Studien uber
2. November) hier eintrifft. Ankunft auf der Ludwigs= Als das ſchwer beladene Weinfuhrwerk der Firma Palmy Baumwoll= und Oelrohſtoff=Frage betreiben wird
höhe 2,30 Uhr, Abmarſch daſelbſt 3,00 Uhr, Ankunft im hier, vom Bahnhof kommend. durch die Goſſe zweier ſich
(*) Schotten, 31. Okt. (Naturſchutzpark
Reſtaurant Rummelbräu (beim Hauptbahnhof) um 4.50 kreuzender Straßen an der Großmetzgerei Hanſtein fuhr, Vogelsberger Höhenklub will den Gipfel des Taufſtällts
Uhr. Von 5 bis 6 Uhr findet hier gemeinſchaftliches Eſſen kippte das große Weinfaß um, fiel auf die Straße, und als Naturſchutzpark feſtlegen. Das Schweizerhlll
ſtatt und daran anſchließend gemütliches Beiſammenſein durch das Zerplatzen der Faßreifen ergoß ſich der koſt=chen auf dem Hoherodskopf ſoll als Schülerherberge
mit Muſik. Die Mitglieder und Freunde des Klubs ſind bare Rebenſaft in die Straßengoſſe. Gänſe und Enten, gerichtet werden.
herzlich eingeladen, ſich recht zahlreich einzufinden. Ein die das edle Naß gierig genoſſen, mußten zum Teil von
paar frohe Stunden ſind ihnen ſicher.
ihren Beſitzern in taumelndem Zuſtande heimgebracht
Kunſtnotizen.
* Adreßbuch. Die Druckbogen Nr. 17, 18 und 19 werden.
H. Langen, 31. Okt. (Aus der Stadtverwal= (eber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren
des Adreßbuches für 1914, enthaltend Einwohnerregiſter
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Rebaktion ihr Uriele
Wallbot, Melchior, bis Zwingler, Leonhard, dritter tung.) Der Stadtvorſtand beſchloß in ſeiner letzten
* Welte=Mignon=Klavierabend. Man ſiähleiht
Teil Oeffentliche Gebäude, Aerztliches Perſonal, Sitzung u. a. folgendes: Die von Großh. Kreisamt
Rechtsanwälte, Zeitungen, Hausregiſter Adolf= Offenbach a. M. vorgeſchlagene Ortsſatzung über die uns: Gelegentlich der kürzlich erfolgten Aufnahme dese
Spieß=Straße bis Aliceſtraße 1 liegen im Haupt= Anſtellungs= und Gehaltsverhältniſſe der Gemeinde= von Prof. Eugen d’Albert, welcher wiedern
Möhring als Sieger hervor, deſſen Entwurf mit dem Ernſt geworden iſt: Jetzt können wirklich Kinder in der ſten des jeweiligen Regiments zur Weitergabe an
erſten Preiſe gekrönt wurde. Alle Welt nahm nun an, Garderobe abgegeben werden, und zwar nicht nur in einem Korpskommandanten übermittelt wurde. Leider bliblblt
daß ihm nun auch der Auftrag zuteil werden würde, das amerikaniſchen Warenhauſe, ſondern in vielen. Die ein= ſo ſorgfältig betriebene Arbeit ohne jedes poſitivebe
neue Palais zu bauen, und ſo wirkte es wie ein Blitz kaufenden Damen geben ihre Kinder an der Garderobe ab, nis, denn in dem Geſamtbericht war der Korpslommal= heiterem Himmel, als der Kaiſer den Hofarchitekten bekommen dafür, genau wie für ein Garderobeſtück, ihre dant genötigt, der Poſtbehörde mitzuteilen, daß dieſ
v. Ihne, der ſich nicht einmal an dem Wettbewerb betei= Marke und können dann ihren Einkäufen nachgehen, denen mittlung des Abſenders der Poſtkarte unmöglich
ligt hatte, mit dem Neubau beauftragte. Dieſe Maßnahme ſie ſich bekanntlich in den Warenhäuſern ſtundenlang wid= weſen ſei.
erregte begreiflicherweiſe in den beteiligten Architekten= men. Das abgegebene Kind wird, damit keine Verwechſe=
* Zu viele Kinder. Vor Jahr und Tag wollte dies
kreiſen lebhaften Unwillen. In der Sitzung im Architek= lungen vorkommen, mit einer Marke verſehen, ſo erzählte Stadt Spandau einer Baugenoſſenſchaft nicht
tenhauſe, die ſich mit dieſer Angelegenheit befaßte. führte das Pariſer Blatt von einem Warenhaus in Neu=York lauben, innerhalb ihres Baublocks einen Kinderſpielplalh
der Geh. Oberbaurat De.=Ing. Stübben den Vörſitz. In als Beiſviel, dann in den Aufzug gebracht und nun in den
der Beſprechung der Angelegenheit, an der ſich auch der 14 Stock geſchafft, wo eine Terraſſe für die in der Garde= anzulegen. Jetzt hat die Stadt die Beſteuerungderg
Kinderwagen erhöht. Bisher mußte für den Kin=,
am meiſten davon betroffene Profeſſor Möhring betei= robe abgegebenen Kleinen zu einem wahren Kinderpara= derwagen 1 Mk. gezahlt werden, wenn er auf dem Bürgers
ligte, wurde vor allem die merkwürdige Stellungnahme dieſe eingerichtet iſt, das unter der Leitung geübter Kinder=
ſteig
fahren ſoll. Das hat im ganzen 1500 Mark jährlich
des Auswärtigen Amtes beleuchtet. Nach mehrſtündiger pflegerinnen ſteht. Da gibt es die herrlichſten Spielſachen, eingebracht. Jetzt iſt die Steuer auf 1,50 Mark echöht!
Debatte beſchloß der Ausſchuß, durch Vermittelung der die Kinder ſind vorzüglich aufgehoben, ſie haben Geſell= worden. Man muß dabei wiſſen, wie eng das alte Spate=
Vereinsvorſtände eine Tagung der Architekten ſchaft und es werden ihnen auch Mahlzeiten verabfolgt. dau gebaut iſt. Die Bürgerſteige ſind ſchmal und die
Deutſchlands ſobald wie möglich in Berlin zu Iſt die Amerikanerin mit ihrem Shopping fertig, ſo zeigt
veranſtalten, die zu der Konkurrenzangelegenheit Stellung ſie ihre Marke in der Garderobe vor, der Kinderwart Fahrdämme erſt recht. Es iſt oft gar nicht anders möcs
lich, als daß ein Kinderwagen bei dem ſtarken Verkebeauf
nehmen ſoll.
meldet telephoniſch die Nummer nach oben, in zwei Mi= den Bürgerſteig gebracht wird. Dann erſcheint die Pollen=
* Ein Bismarck=Denkmal am Bodenſee. nuten bringt der Fahrſtuhl das gewünſchte Kind herunter, zei, ſchreibt den Kinderwagen auf, der keine Steuermarke:
Aus Konſtanz wird berichtet: In der Bodenſee=Gegend be= und dann wird es ſeiner Mutter zurückgegeben.
trägt und ſchickt dem Eigentümer einen Strafbefehl. Alles
ſieht die Abſicht, das Nationaldenkmal für Bismarck von
* St. Bureaukratius. Eine hübſche Geſchichte von Welt ſinnt heute darüber nach, was geſchehen kann, um dass
den Künſtlern Hahn und Beſtelmeyer, das ſeinerzeit der Allmacht Sankt Bureankratius', dem es gelungen iſt, Aufziehen von Kindern zu erleichtern. In Spandalu,
für Bingen beſtimmt war und bei dem damaligen Wett= wegen 10 Centimes Strafporto ein ganzes ſcheint das nicht der Fall zu ſein, und dieſer bornierte Ers=
bewerb
mit dem erſten Preis ausgezeichnet wurde, für Armeekorps in Bewegung zuſetzen, weiß der laß der Spandauer Stadtverwaltung verdient, niedrigem
den Bodenſee zu erwerden und bei Lindau auf dem Matin zu erzählen: Während der Manöver hatte ein gehängt zu werden!
Hoyerberg zur Aufſtellung zu bringen. Es hat ſich Fräulein Journant eine Anſichtskarte aus dem Feldlager
* Pegaſus auf Reiſen. In einem Preisausſchreibenr
ſchon ein Ausſchuß in Lindau gebildet. Man erinnert des 11. Armeekorps erhalten, die nicht genügend frantiert
ſich wohl noch von den Abbildungen her an den Säulen= war. Sie weigerte ſich jedoch, das Porto zu bezahlen, und verhieß ein Verliner Lokalblat für die zehn beſten Vier=
hain
mit dem Siegfriedsdenkmal. Und wohl kaum könnte da die franzöſiſche Poſtbehörde vor der fürchterlichen Ge=oder Lichtzeiler über die Reiſezeit je 100 Mark. Es ſollen;
eine reizvollere Landſchaft gefunden werden, als die Höhen fahr ſtand, die Rieſenſumme von 10 Centimes zu ver=12000 Gedichte eingegangen ſein. Preisgekrönt wurdot
am Geſtade des Bodenſees mit ihrem freien Ausblick lieren, weil der Name des Abſenders auf der Karte nicht u. a. das folgende:
verzeichnet war, verfiel man auf eine glänzende Idee: Die
hinaus weit üher den See und das ferne Gebirge.
Strohwitwer und Strohwitwen.
Poſtverwaltung überſandte die Karte dem Kommandeur
Er fuhr nach Paris, ſie blieb in Verlin,
des 11. Armeekorps, mit der Bitte um Ermittelung des
Und als er wieder zu Hauſe erſchien,
* Kinder ſind in der Garderobe abzugeben! Vor ein Abſenders, und der Kommandeur fügte ſich auch dem
Hatten beide ſich viel zu erzählen
eaar Jahren kam eine reizende Zeitungsente über den Wunſche des heiligen Bureaukratius. In jedem Regiment
Und
zu verhehlen.;
großen Teich herübergeſſattert: ein amerikaniſches Baren=des 11. Armekorps wurde bei den einzelnen Soldaten
Was für Schund mögen die Abnehmer des Berlinert
haus ſollte die Einrichtung getroffen haben, daß Kinder Umfrage gehalten ob er der Abſender der Karte an
in der Garderobe abgegeben werden könnten. Eine ernſt= Fräulein Journant ſei. Der Hauptmann jeder Kompag= Lokalblatts wohl eingeſandt haben, wenn dies mit einemr
hafte wiſſenſchaftliche Zeitſchrift, der in Paris erſcheinende nie, jeder Schwadron und jeder Batterie war gehalten, Preiſe gekcönt werden konnte?
Paris Médical, teilt nun mit, daß aus dieſem Scherz einen ſchriftlichen Bericht einzureichen, der von dem Oher=

[ ][  ][ ]

*269.

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Nummer 263.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November 1913.
Seite 5.
ſoße Anzaht Muſitfücke für die Reproduktions= Panos (zuſammen. Zwei auf dem. Baſtaulo ſehende Perſonen eine Anregung zu geben duich die das tlalleniſche Geſchiſt
hir Firma M. Welte u. Söhne geſpielt hat, wurden ihm wurden heruntergeſchleudert und zwei auf die Straßen=noch weiter gehoben werden würde. Er habe ſich dafür
Lich die vor Jahren von ihm gemachten Aufnahmen vor= bahn wartende Perſonen umgerannt. Die vier Schwer=intereſiert, da er früher ſelbſt gern der Vertreter Krupps
führt. Prof. Eugen dAlbert war ſehr erfreut über dieverletzten wurden in die Klinik gebracht.
in Italien geworden ſei. In einer Unterredung habe von
ureue Wiedergabe ſeines Spiels und ſtellte hierüber, ſo=
Truppenübungsplatz Senne, 1. Nov. (Sturz bei Metzen geäußert, er (der Zeuge) könne nur dann als Ver=
wie
über die künſtleriſche Vollendung der Reprodnktions= der Jagd.) Bei der Parforcejagd auf der Senne treter in Frage kommen, wenn er Geld genug habe, um
hanos Welte=Mignon ein glänzendes Anerkennungs=ſtürzte der Leutnant Prinz Anton von Croy, kom= ihn für ſeinen Vermögensausfall zu entſchädigen. Er ſei
G reiben aus. Ein Welte=Mignon=Konzert, in welchem mandiert zur Offizier=Reitſchule in Paderborn, mit dem ganz überraſcht geweſen, daß ein Herr, wie v. Metzen, der
nehrere der Neuaufnahmen Eugen d’Alberts zu Gehör ge=
Pferde. Er blieb längere Zeit bewußtlos und wurde bei Krupp eine einflußreiche und angeſehene Stellung be=
blricht
werden, findet am nächſten Donnerstag, den 6. No= mittels Automobils in das Militärlazarett nach Pader=kleidete und Reſerveoffizier ſei, eine ſolche Bemerkung
biunber, im Saale der Traube ſtatt. Gratiskarten ſind beim born gebracht. Soweit bisher feſtzuſtellen iſt, erlitt der machen konnte. Seiner perſönlichen Ueberraſchung habe er
leinvertreter des Welte=Mignon, Hofmuſikalienhandlung Prinz innere Verletzungen, die jedoch anſcheinend nicht aber nicht Ausdruck gegeben, weil er fürchtete, daß von M.
beinrich Arnold, Wilhelminenſtraße 9, er= ſchwer ſind.
ihn ſonſt in Eſſen anſchwärzen würde. v. Metzen reiſte dann
ſltlich. (S. Anz.)
Küſtrin, 1. Nov. (Einbruchsdiebſtahl.) Bei nach Eſſen und nach ſeiner Rückkehr betonte er, ſeine Vor=
dem
Juwelier Koch haben in der Nacht Diebe ein= ſchläge hätten in Eſſen ſehr gute Aufnahme gefunden; es
gebrochen und Wertſachen im Betrage von 15 000 Markſei nun eine ſehr erhebliche Ausdehnung der italieniſchen
Reich und Ausland.
geſtohlen. Den Wachhund haben ſie vergiſtet.
Geſchäfte zu erwarten. In einer Unterredung in Rom, an
Hamburg, 1. Nov. (Herabſturz einer Decke.) der auch ſein Vertreter, Herr Fabers, teilgenommen habe,
Aus der Reichshauptſtadt, 31. Okt. Der Magiſtrat be= In einem Kinotheater im Stadtteil Eimsbüttel löſte ſich habe Herr v. Metzen das Geſpräch auf dieſen Punkt ge=
caloß
, der Genoſſenſchaft der Berliner Haus=geſtern abend während der Vorſtellung die Gipsdeckebracht und für den Verkauf der italieniſchen Vertretung
beſitzer zur Beſchaffung und Sicherung von Hypo= und ſtürzte in den vollbeſetzten Saal hinab. Wunder= 100 000 Francs gefordert. Der Zeuge läßt ſich eingehend
heken vorübergehend einen Kredit von einer Million barerweiſe wurde niemand getötet, doch wurde eine Frau über die weiteren Verhandlungen bis zum Abſchluſſe des
ſ.S laufenden Mitteln zur Verfügung zu ſtellen. Die Ge= erheblich verletzt. Der Zuſchauer bemächtigte ſich eine Vertrages aus und bemerkt, er habe nicht die Abſicht ge=
ſuſſenſchaft
willmit den Mitteln der Stadt in eigener Per=Panik. Alles ſchrie durcheinander und drängte den habt, Herrn v. Mepzen wegen des Vertrages bei der Firma
ſin Beleihungen Berliner Grundſtücke bis 80 v. H. des Ausgängen zu. Als die Theaterleitung erklärte, daß keine zu denunzieren. Er ſchildert dann weiter, daß er nach
Grundſtückwertes vornehmen, die ſo erworbenen Hypo= Gefahr mehr beſtehe, beruhigten ſich die Anweſenden und. Eſſen fuhr, um dort zu ſondieren, ob er überhaupt als Ver=
teken
ſobald wie möglich durch Veräußerung unter Ueber=konnten durch die Ausgänge und Nottüren ins Freie ge= treter in Frage kommen könne. Er habe den Eindruck ge=
nihme
der Bürgſchaft wieder verwerten und dadurch laſſen werden. Die Polizei ließ das Theater ſchließen.
wonnen, daß dieſes ſehr wohl der Fall fein konnte. Nach
ſatutes Betriebskapital gewinnen. Eine Wechſel=
Hamburg, 1. Nov. (Großfeuer.) In einer Kork= ſeiner Rückkehr nach Italien habe der Zeuge mit mehreren
ſilſchungsaffäre, bei der zahlreiche Offiziere um ſteinfabrik im Hamburger Induſtrieviertel brach in einem Perſonen, darunter auch dem deutſchen Konſul in Mai=
ihebliche
Beträge geſchädigt wurden, beſchäftigt die großen Laderaum Feuer aus, das ſich über die Haupt=land, über ſeine Verhandlungen mit Herrn v. Metzen ge=
harlottenburger
Kriminalpolizei. In der letzten Zeit gebäude und die angrenzenden Nebengebäude ausbreitete. ſprochen.
ſifen vielfach Anzeigen bei den Behörden von Offizieren Schließlich bildete die Fläche von 80 Metern Breite und
Es folgt nun die Gegenüberſtellung der beiden Zeugen.
ſiſrd Geldmännern ein, in denen Wechſel mit gefälſchten 30 Metern Tieſe ein einziges Feuermeer, das erſt nach v. Metzen bleibt dabei, daß Herr Wingen zuerſt an ihn her=
titerſchriften
vorgelegt wurden. Die Ermittelungen er=mehrſtündiger Arbeit der Feuerwehr auf ſeinen Herd be=angetreten ſeiz es ſei aber möglich, daß Her Wingen eine
geben, daß der Ausſteller der Wechſel der fünfzig Jahre ſchränkt wurde.
von ihm gemachte Bemerkung über die Gewährung einer
lke Agent Bernhard von Grumbach war, der ſich ſeit
Prag, 31. Okt. (Fahrläſſige Tötung.) Am Proviſion ſo aufgefaßt habe, als wollte er damals das
ſärigerer Zeit mit ſeiner Frau unangemeldet in der29 Mai dieſes Jahres hatten die Hoteliersgattin Elſa italieniſche Geſchäft verkaufen. Ein Verkauf der Vertre=
Schlüterſtraße aufhielt Das Paar hatte hier ein möb= Fluſſer und ihre Freundin Thereſe Eisner ſich wegen eines tung ſei aber zunächſt deswegen gar nicht in Frage gekom=
fertes
Zimmer gemietet. Durch Inſerate ſuchte der AgentMagenleidens von dem praktiſchen Arzt Dr. Th. Frankl men, weil er damals einen Auftrag von 12 Millionen, der
Verkehr mit Offizieren und bot dieſen ſichere Darlehen durchleuchten laſſen, wobei dieſer zur Ausfüllung des Ma= ihm eine Proviſion von 170 000 Mark eingebracht hätte, ſo
higen bequeme Proviſionen an. Hatte ſich ein Offizier gens Baryum ſulfurieum mit Milch vermiſcht, verwen= gut wie in der Taſche gehabt habe. Das Geſchäft iſt aber
bireit erklärt, ein Darlehen zu nehmen, ſo fälſchte er nach dete. Am ſelben Abende ſtarb Frau Fluſſer, während ſchließlich nicht zuſtande gekommen, weil Direktor Rauſen=
Bekundungen der Kriminalpolizei die Wechſel auf erheblich Frau Eisner ſchwer erkrankte, jedoch gerettet werden berger aus moraliſchen Gründen den Auftrag abgelehnt
here Beträge und ſetzte dieſe in Umlauf. Nebenbei wird konnte. Es wurde feſtgeſtellt, daß das Präparat nicht hätte. Dieſe Ablehnung habe ihn veranlaßt, der Offerte
dier Agent beſchuldigt, ſich im Heiratsſchwindel betätigt zu Baryum ſulfuricum war, welches ungefährlich iſt, ſon= des Herrn Wingen näher zu treten. Zeuge Wingen hält
h ben. Heute früh wurde er mit ſeiner Frau verhaftet. 2.
dern Baryum carbonatum, ein ſchweres Gift, das auch demgegenüber ebenfalls mit Beſtimmtheit ſeine Ausſage
Eine der hervorragendſten germaniſtiſchen Biblio=als Rattengift Verwendung findet. Der Magiſter aufrecht. Er erklärt weiter, bei einer Unterredung mit Dr.
theken, nämlich die von Erich Schmidt, war nahe Polaſek, der dem Arzt das Präpärat in Vertretung eines Mühlon ſei es faſt zur Unterzeichnung des Vertrages ge=
daran
, nach Amerika verkauft zu werden. Jetzt wurde ſie Apothekers verkauft hatte, wurde zu 14 Tagen Gefäng= kommen. Er ſollte nur eine Beſcheinigung beibringen, daß
darch die Firma Rudolf Moſſe erworben die ſie ebenſo nis verurteilt; eine Reihe anderer Perſonen, die gleich= man in Rom nichts gegen ſeine Perſon einzuwenden habe
uſte die früher von ihr erworbene Bibliothek Karl Schra= falls angeklagt waren. wurden freigeſprochen.
und daß die Behörden bereit ſeien, durch ihn mit der Fa.
ders der Oeffentlichkeit zugänglich machen will. Beim
Graz, 1. Nov. (Der Bauernſchreck.) Das Krupp zu verhandeln. Dieſe letztere Beſcheinigung ſei
Kriſieren verbrannt. Einen entſetzlichen Raubtier, das ſeit einiger Zeit das Alpengebiet unſicher aber nicht zu erlangen geweſen, da man direkten Verkehr,
od hat das Tienſtmädchen Emma Schütz erlitten, das macht, wurde geſtern bei der Stadt Veitsberg geſichtet ohne Mittelsperſon, pflegen wollte. Bald darauf ſei Herr
öii dem Fabrikbeſitzer B. in der Rauchſtraße beſchäftigt und als Löwe erkannt. Die Jagd iſt im Gange.
v. Mehzen, wie er annehme, in Eſſen gegen ihn aufgetreten
uar. Die Sch, hatte ſich die Haare gebrannt und dabei
Paris, 1 Nov. (Attaché von Winterfeldt.) und habe von den Ueberredungskünſten geſprochen, auf
lleieie Spirituslampe benutzt. Die Kleider des Mädchens Auf Veranlaſſung des Kriegsminiſters und im Einver= die er hineingefallen ſei, und habe die Sache ſo dargeſtellt,
fingen dabei aus unaufgeklärter Urſache Feuer, und in ſtändnis mit den behandelnden Aerzten Roy und Voeirenel als ob er die Firma vor ihm, der ihn habe beſtechen wol=
nenigen
Sekunden war die Unglückliche in Flammen ein= begibt ſich der Chirurg der hieſigen Spitäler, Dr. Hart=len, warnen müſſe. Der Oberſtaatsanwalt erklärt erregt.
glhüllt, Sie eilte laut um Hilfe rufend auf die Straße, mann, Profeſſor der mediziniſchen Fakultät, in Be= daß der Zeuge derartige Kombinationen nicht als Zeugnis
löſſie bewußtlos zuſammenbrach, Ein Schutzmann brachte gleitung eines Stabsoffiziers des Kriegsminiſters heute vorzutragen berechtigt ſei. Der Zeuge ſagt weiter aus,
ldes Mädchen nach dem Keankenhaus Moabit, wo es an abend zu einer Konſultation an das Krankenbett des preu= ſpäter ſei er zufällig wieder nach Deutſchland gekommen
ßiſchen Militärattachés von Winterfeldt.
dm Folgen der erlittenen Brandwunden geſtorben iſt.
Paris, 1. Nov. (Diebſtahl im Eiſenbahn= und habe telegraphiſch gebeten ihn in Eſſen zu empfangen.
. Nov. Der Kaiſer und Erzherzog Franz
Es wurde ihm geantwortet, ſein Beſuch wäre nicht er=
Ulerdinand, ſowie die übrigen Jagdgäſte trafen um zuge.) Dem ehemaligen Polizeipräſidenten und jetzigen wünſcht. Trotzdem ſei er Tags darauf nach Eſſen gefahren
140 Uhr auf Station Wildpark ein. Der Kaiſer Abgeordneten Lepine wurde in einem Abteil des
Amſterdam=Pariſer Schnellzuges eine Brieftaſche geſtohlen, und von Dr. Mühlon ſehr kalt empfangen worden. Der
uſ.d der Erzherzog verweilten im Fürſtenzimmer, bis der
Zeuge bekundet dann weiter, daß bei einer ſpäteren Unter=
Sonderzug des Erzherzogs in den Bahnhof einfuhr. Der die angeblich Werte von etwa 15 000 Mark enthielt.
Brüſſel, 1. Nov. I.m Alter von 108 Jahren redung in Eſſen mit den Direktoren Mühlon und Hugen=
ſtiriſer
geleitete ſeinen hohen Gaſt zum Salonwagen. ſtarb in dem Oertchen Duffel die älteſte Belgierin, eine berg dieſe ſagten, ſie ſeien durchaus von der Wahrheit
ach herzlicher Verabſchiedung vom Kaiſer trat der Erz=
ſeiner
Behauptung überzeugt. Er habe auch geäußert, er
herzog kurz nach 12 Uhr die Rückreiſe nach Wien Frau Diddens.
würde Herrn v. Metzen wegen Verleumdung verklagen, er
n.. Der Kaiſer begab ſich nach dem Neuen Palais.
habe aber auf die Klage verzichtet, da Herr Hugenberg ihm
F.C. Frankfurt a. M., 1. Nov (Landwirtſchaft
verſprochen habe, er würde Herrn v. Metzen in einer Weiſe
Gerichtszeitung.
gen Süddeutſche Mühlenvereinigung.)
maßregeln, daß darin für ihn die größte Genugtuung
Prozeß Brandt.
ie Landwirtſchaftskammern für die Regierungsbezirke
liege Um halb 1 Uhr wird die Sitzung bis 1 Uhr vertagt.
* Berlin, 1. Nov. Es wird nochmals in eine Er=
Anziesbaden und Kaſſel, für die Großherzogtümer Heſſen
Die Verhandlung wird um 1 Uhr 20 Min. wieder auf=
ud
Baden haben in einer vorgeſtern in Frankfurt a. M.örterung über die Umſtände des Beſuches Brandts bei genommen. Der Zeuge Direktor Mühlon erklärte, er=
ih
gehaltenen Beſprechung gemeinſam Stellung gegen das Herrn v. Metzen in Schlachtenſee eingetreten, bei dem B. habe Brandt geſagt, er ſolle die Geheimberichte laſſen und
ſädrohliche Vorgehen der Süddeutſchen Mühlenvereinig= v. Metzen um Herausgabe und Vernichtung der Kornwal=den Verkehr langſam abbrechen. Er ſei ein geſchätzter Be=
u
g, Sitz Mannheim, Stellung genommen, und erklärten: zer gebeten habe. Es iſt darüber keine Klarheit zu erlan= amter, wenn er nichts Unrechtes tue. Mit Bezug auf die
In dem neuen Kontrakt für deutſchen Weizen der ſüddeut= gen, weder durch Akten, noch durch Zeugenausſagen. Der Unterredung in Eſſen mit Brandt und v. Metzen erklärte
ſchen Mühlenvereinigung iſt eine ſchwereBenachteiligung der Vorſitzende erklärt daher, im Laufe des Tages verſuchen zu der Zeuge, er habe Brandt gefragt, was eigentlich los ſei.
euttſchen Landwirtſchaft und eine einſeitige Bevorzugung wollen, dieſe Angelegenheit klar zu ſtellen. Es wird nun Dieſer habe ihm erklärt, er wolle mit den Geheimberichten
der Großmühlen und Importeure ausländiſchen unter Direktor Mühlon vernommen, der ſeit 1907 in Krupps nichts mehr zu tun haben. Dabei verlangte der Zeuge, daß
lünſtigeren klimatiſchen Verhältniſſen gewachſenen Getrei= Dienſten ſteht. Im Jahre 1912 vertrat er zur fraglichen die Sache durchaus ſauber ſein müſſe, ſonſt hätte ſie über=
biss
zu erblicken. Die genannten Landwirtſchaftskammern Zeit etwa ſechs Monate Herrn Eceius. Er habe Herrn haupt keinen Wert. Brandt ſei darauf einigermaßen um=
rwarten
von dem Handel, ſoweit er nicht einſeitig am v. Metzen die italieniſche Vertretung angeboten, weil er gefallen und habe erklärt, er werde die Sache weiter
Fmport intereſſiert iſt, daß er gegen die übertriebenen For= ihn für geeignet hielt. Gelegentlich ſeiner Anweſenheit in machen. Es ſei nichts dabei, wenn er anſtändig behandelt
berungen der Mühlen ebenfalls Stellung nimmt und ſich Berlin habe er mit Brandt über die Berliner Vertretung werde v. Metzen erklärte, er wolle nichts davon wiſſen,
ſeiner Aufgabe bei der Verbreitung und Verwertung der geſprochen; dabei habe Brandt ihm geſagt er halte einen wie Brandt die Berichte zuſtande bringe. Er habe ihm
ml ändiſchen Sorten mitzuwirken, bewußt bleibt
Vertreter wie Herrn v. Metzen für überflüſſig. Die großen aber geſagt, die Geheimberichte ſollten unter allen Umſtin=
Marburg, 1. Nov. (Ehrendoktor.) Die medizi= Sachen mache der Generaldirektor. Darauf wird in die den aufhören. Damit ſei aber nicht geſagt, daß er ſofort
luiſche Fakultät der hieſigen Univerſität hat Bürgermeiſter Vernehmung des Zeugen Kaufmann Wingen eingetre= ſeinen häuslichen Verkehr mit den Zeugfeldwebeln abbre=
Uh-. zur Schröder=Hamburg die Würde eines ten. Er bekundet: v. Metzen habe, nachdem ſie ſich in chen ſollte. In dieſer Hinſicht habe ſich die falſche Vorſtel=
Ehhrendoktors verliehen.
Italien kennen gelernt hätten, bald von den großen Chan= lung in der öffentlichen Meinung gebildet, als ob er dafür
München, 31. Okt. (Automobilunfall.) Heute cen geſprochen, die die italieniſche Vertretung Krupps in ſeine Funktionszulage erhalten habe. Dieſe Funktionszu=
nachmittag
ſtießen ein Privatautomobil und ein Laſtauto Italien habe, und bemerkt, er fahre nach Eſſen, um dort lage habe er für den geſamten Verkehr erhalten, wie ihn
vielfältigen Gebrauche zuſammenhängen den der Fächer oder weniger gebogtem oberen und auch unteren Rand.
ſchon in früherer Zeit gefunden hat. Beſonders nach vier Flitterdekors ſtehen obenan und zwar ſieht man Gold= und
Der Fächer.
Richtungen hin hat er Dienſte tun müſſen: als Fliegen= Stahlflitter in mancherlei verſchiedenen Formen und
Der Fächer iſt das reizendſte, von den Künſten wedel und Schattenſpender, ſowie als Gerät zum Anfachen Größen. Der buntſchillernde Perlmuttflitter dient, ſchup=
varwöhnte
Spielzeug in der Hand der Frau! Nie hätte der Glut und zum Zuwehen von Kühlung. Wir heutzu= vig aufgenäht, als Füllung für größere Blumen. Man
ſein Gegenſtand, welcher dem Maler nichts als eine kleine, tage mit unſeren für dieſe vier Verrichtungen beſonders bevorzugt jetzt wieder ſtiliſierte Blumenornamente, die
von 40 Falten durchfurchte Fläche darbot, die Künſte ſo ausgebildeten Formen der Fliegenklappe und des Sonnen= immer ein anſprechendes Mittelbild geben Randbordüren
ſeihr verlocken können, ihr Beſtes an ihm zu verſuchen, ſchirmes, ſowie des Blaſebalges und Faltfächers können mit verſtreut beſticktem Fond ſieht man an glatten Fächer=
wääre
es nicht eben der Fächer, welchen die Dame ſieht, be= uns kaum noch vorſtellen, wie ehemals oder jetzt noch unter formen. Neu ſind feine Goldgazeblätter mit weißer Gaze=
wundert
, benützt und langſam, langſam beim Ge= primitiven Verhältniſſen, jeweils ein Typus all dieſen auflage, die als ausgeſchnittenes Ornament. mit Flittern
bnauche vernichtet. Wie viele Fächer werden an einem Zwecken zugleich dienſtbar gemacht werden konnte.
berandet, erſcheint, eine Zuſammenſtellung, die ſehr reich
Aallabend untauglich gemacht! Wie viele zerbricht ein
Und wie verſchiedenartig ſind dieſe zum Teil ſehr wirkt. Immer harmoniert das Geſtell in Material und der
lleischter Druck, zerreißt ein ungeſchickter, oft nur nervöſer wertvollen Erzeugniſſe der deutſchen, öſterreichiſchen und Dekor mit der Fächerverzierung. In gemalten Fächern ter=
den
Blumengiclanden oder Tuffs kleineren Genres bevor=
Grriff! Wie viele werden. Jahre lang aus einem Seiden= franzöſiſchen Induſtrie, wie ſie zurzeit benutzt werden.
parpier ins andere gewickelt, morſcher und morſcher, ehe
Eine äußerſt intereſſante Sonder=Ausſtellung hat ſo= zugt; man ſtellt ſie auch mit Spitzenapplikationen und ein=
man
ſich zu einer Reparatur entſchließt. Aber trotzdem, eben das Kunſtgewerbehaus Rittershaus eröffnet. In nicht zelnen Flittereffekten zuſammen. Die weißen Straußfeder=
weenn
auch noch ſo zerbrechlich, leicht muß vor allen Din= weniger als 7 Schaufenſtern in der Ernſt=Ludwigſtraße fächer werden auf glattem, mit ſilbergraviertem oder durch=
gen
der Fächer ſein, und erſt ſeit der Zeit, da er dieſe ſehen wir eine gedrängte Ueberſicht über alle Arten von brochenem Beingeſtell oder weißem Perlmutt montiert,
Eügenſchaft in vollem Maße erlangt hatte von dem Fächern, von den einfachen Holz= und Celluloidfächern en= während man zu ſchwarzen oder naturfarbenen Strauß=
äußerlich
ruhigen Todesjahre Ludwig XIV. bis zu den gefangen, bis zu den teuerſten Stücken mit Handmalerei federn Celluloid oder Schildpatt wählt. Die Federfächer
ſtürmiſchen Tagen der Revolution , ging er in den all= von Künſtlerhand oder echten Brüſſeler Spitzen, welche die haben durchgängig größere Formen als die Flitterfächer.
ge meinen Gebrauch über. Weder der durch das kurze Ge= Bewunderung aller Damen erregen! Bei manchen Fächern Und überraſcht muß man zugeben, daß man nicht gewußt
i= II ſich ſchlecht öffnende Louis=quatorze=Fächer noch der ſind die echten Perlmutt= oder Schildpattgeſtelle, auf oder auch nur geahnt hat, wie vielſeitig die Herſtellungs=
faſt
ebenſo
wünzige, Kühlung verſagende Empire=Fächer konnte Ge= welchen die Federn und Spitzen montiert wurden, von weiſe und das Ausſehen ſolcher Fächer iſt
meingut werden; ebenſowenig auch der moderne Künſtler=auserleſener Güte und Schönheit des Materials, und vielſeitig wie ſeine Verwendungsmöglichkeit denn wer
nicht zum wenigſten mitbeſtimmend bei dem Werte eines kennt nicht die Fächerſprache, ſo vielſagend und ſo hübſch
Fäicher mit ſeinem übergroßen Blatte.
Der Faltfächer iſt nicht die einzige Form, welche der ſolchen Stückes. Ganz eigenartig ſchöne Fächer ſind von wie ſie iſt
So zeigt das Geſamtbild dieſer Ausſtellung ein hohes
Zephyr wie ſich die Précieuſen ausdrückten, angenommen der Wiener Werkſtätte ausgeſtellt, und wieder andere, reich
kat, ſondern im Gegenteil nur eine von vielen, und ſogar mit Pailetten beſtickte oder dem Schuppenpanzer eines künſtleriſches Wollen und mehr als das auch Können. Man
die allerjüngſte. Gefältetes Zeug, ſteife Fähnchen, mit Tieres gleichende ſind ebenſo bemerkenswert. In einem hat ſich offenſichtlich bemüht, aufſehenerregende und markt=
Etielen verſehene kleine Tafeln, ſind die älteren Formen, anderen Fenſter ſehen wir einfache Fächer zu Tanzſtunde= ſchreieriſche Abſonderlichkeiten zu vermeiden und ſein
Hauptaugenmeck darauf gerichtet, nur wirklich ſchöne
deren Urtypus im natürlichen Blatte zu ſuchen iſt. Ja, zwecken in vielen Formen und Herſtellungsweiſen.
Die Fächer haben eine angenehme Mittelgröße und Stücke zu bringen.
je weiter wir in den Anfängen zurückgehen, um ſo verſchie=
denartigeren
Geſtaltungen begegnen wir, welche mit dem zeigen vielfach Pompadour= oder Muſchelform mit mehr

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Nummer 265,
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November 1913.
ein Geſchäftsmann in dem teuren Verin führen miſſ., verlängern. Den Veruf der Mörder zu beſtimmen, ſei Flieger Stiefvater hatte ſich im Rebel verirtn
Von Anfang Auguſt an ſollte dann Brandt beurlaubt wer= ſchwer, doch ſei die Annahme begründet, daß dieſelben ge= er entſchloß ſich zur Landung und ging im Gleitflug
nieder. Dabei verſing ſich ſein Apparat in einer dichtes
den, bis eine neue Stelle für ihn gefunden ſei. Der Zeuge wohnt waren Vieh zu ſchlachten.
Sachverſtändiger Profeſſor Bekteroff erklärt, Juſch= Baumkrone. Bei dem Anprall wurde Oberleutnant Zini
berichtet dann weiter, nachdem er in Berlin die Feſtſtellung
getroffen hätte, brachte er die Angelegenheit Brandts in tſchinsky müſſe ſofort nach den erſten Schlägen das Be= mermann aus dem Flugzeuge herausgeſchleudert un=
einer
Direktorialſitzung in Eſſen zur Sprache. Des Jubi= wußtſein verloren haben, da nichts an der Leiche auf einen ſchwer verletzt; Stiefvater ſelbſt blieb unverletzt.
* Paris, 1. Nov. Nach einer hier eingetroffenen
läums der Firma Krupp wegen wurde die Sache nicht Kampf oder Widerſtand deute. Trotzdem der Blutverluſt
weiter verhandelt. In der nächſten Direktorialſitzung kam ſehr groß war, könne man nicht ſagen, daß der Leiche Blut Meldung ſoll der Flieger Guilbert, der geſtern frü=
man
überein, daß Brandt von Berlin weg müſſe. Ueber entzogen wurde. Es ſei kein großes Blutgefäß geöffnet. um 3.31 Uhr in Villacoublay aufgeſtiegen war, um
das wann war man allerdings verſchiedener Auffaſſung. Die Wunden deuteten nicht auf ein Werkzeug eines jüdi= Uhr nachmittags bei Politz bei Stettin gelandet ſeim
Es wurde in der Folgezeit verſucht, eine Verſetzung des ſchen Fleiſchers oder eines Arztes. Auch könne man aus! Guilbert, der demnach in kaum 5 Stunden eine Streckt
Brandt in das Gruſonwerk in Magdeburg einzuleiten, ihnen nicht auf die Nationalität des oder der Mörder von 1020 Kilometern zurückgelegt hat, würde dadurch des
Der Zeuge erzählt dann weiter, daß ihn Herr von Metzen ſchließen. Die Zahl und der Charakter der Wunden ent= Pommerypreis gewonnen haben.
bei ſeinem Beſuche in Eſſen vor Herrn Wingen gewarnt ſprechen nicht den Angaben, welche der Archimandrit
und ihm weiter mitgeteilt habe, Wingen habe den Verſuch Ambroſius und der Abt Pramaitos über Weſen und Art
gemacht, ihm die italieniſche Vertretung abzukaufen, Der eines Ritualmordes machten. Allerdings gebe es einige
Sport, Spiel und Turnen.
Zeuge habe erregt geſagt: Laſſen Sie ſich in dieſer Weiſe zufällige Uebereinſtimmungen, aber dieſe würde man auch
* Pferdeſport. Rennen zu Horſt= Emſcher=
beleidigen
? Der Zeuge erklärt dann auf Befragen des bei anderen gewöhnlichen Morden feſtſtellen können. Auf
Vorſitzenden, daß Herr v. Metzen niemals angedeutet habe die Frage des Verteidigers Gruſenberg erklärt der Sach= 1. Nov. Dianapreis; 1500 Mark: 1. R. Arlts Iſtuan (Kühl)l,
daß in Berlin Unerlaubtes geſchehe. Der Zeuge erklärt verſtändige, daß vieles gegen das Abzapfen des Blutesl 2. Kunſtſtück, 3. Oran. 25110; 12, 13, 14:10. Preis Pont
weiter, er habe den Herren erzählt, die Geheimberichte be= ſpreche. Auf die Frage des Staatsanwalts, warum ſich Mydlinghofen; 1500 Mark: 1. L. Whites Ardingtons
ruhten auf einer zweifelhaften Grundlage und es könne an der Schläfe 13 Wunden befänden, antwortet der Sach= Hermann), 2. Preſton, 3. Miß Quick. 100:10; 32.s
ein großer Schaden entſtehen, wenn die Sache heraus= verſtändige, daß er 14 Stiche zählte, die den Tod nicht her= 3010. Galpados=Rennen: 4000 Mark: 1. Geſtüt Mhies
komme. Er habe weiter geſagt, die Firma müſſe mit allem beiführen konnten. Auf die Frage Chmakoffs, warum der linghovens Echte Perle (Slade), 2. Sainte George, 3. Math=
rechnen
. Brandt revanchiere ſich für die Nachrichten. Er Mörder Juſchtſchinsky ausgezogen hätte, erklärt Bekteroff, 23110; 14, 21, 23:10. Großes Horſter Jagdrennen: 10000
habe zwar geſagt, er gäbe kein Geld, aber wenn er es trotz, daß die genauen Umſtände während des Mordes ebenſo= Mark: 1. C. Fröhlichs Saint Sabina (Gädicke), 2. Perdilah
wenig wie die Abſichten der Mörder und die Urſachen der 3. Katarakt. 269:10; 58, 32. 73:10. Hubertus= Jagd=
dem
tue, ſo ſollte es ihn, den Zeugen, nicht wundern.
Darauf wird der Generalvertreter der Firma Krupp, Dr. etwa 50 Wunden feſtgeſtellt werden könnten; auch nicht, rennen: 2000 Mark: 1. Lt. v. Ravens Titi II (Beſ.),
Dräger, vernommen. Er ſprach ſich insbeſondere über warum der erſte Schlag nicht gegen das Herz geführt Ibyeus, 3. Gerda, 41:10; 19, 20, 22:10. Zwei Kilomeiek
die Verſetzung Brandts nach Berlin und über deſſen Tatig= worden ſei. Seiner Anſicht nach handle es ſich nicht um 2000 Mark: 1. Graf F. E. Metternichs Reinbow Trouk
keit aus. Die Vernehmung wird nicht zu Ende geführt. einen Ritualmord. Karpinsky ſchloß ſich den Ausführun= 2. Kale, 3. Cockington. 101:10 21, 15. 17310.
Rennen zu Auteuil, 1. Nov. Prix Saints
gen Bekteroffs an.
Nach halb 4 Uhr wird die Verhandlung auf Montag,
Hubert; 3000 Francs: 1. Félix Petits Miß Eſther, 2. Fon=
3 Uhr, vertagt.
dettes 3. Galipaur. 106:10; 37, 26:10.
Prix Girofla:
Kongreſſe und Verbandstage.
5000 Francs: 1. L. Olry=Roederers Bull Dog, 2. L Etang
* Berlin, 1. Nov. Die im Hotel Kaiſerhof ab= la Ville, 3. Lord Loris. 18:10; 11, 14:10.
Der Kiewer Ritualmordprozeß.
Prix Finot
gehaltene Verſammlung des Vorſtandes und 20000 Francs: 1. James Henneſſys Champoreau, 2.=Bas
* Kiew, 31. Okt. Die Beratung der pſychiatri=
ſchen
Sachverſtändigen wurde heute mittag ab= der Delegierten des Vereins Deutſcher liſe de Voyage, 3. Gamain. 42:10; 19, 19. 28310.
Zeitungsverleger beſchäftigte ſich u. a. mit dem Prix de Montretout; 8000 Francs: 1. de Vredes Grans
geſchloſſen. Bechterew erklärte, er und Karpinski ſeien zu Beſchluſſe des Verbandes Deutſcher Druckpapierfabrikan= Due III, 2. Tripot II, 3. Sinai. 34:10: 15, 15.10.
einem einſtimmigen Schluſſe gekommen, Sſikorski dagegen ten, die Papierproduktion einzuſchränken, um eine Stei= Prir Mariſe; 4000 Francs: 1. A. Kurz Biſe, 2. Tremblahl
habe nur am Anfang an der Veratung teilgenommen und
gerung der Papierpreiſe herbeizuführen. Einſtimmig 3. Mac Mie III. 41:10; 20, 21:10.
ſich alsdann von der Weiterberatung losgeſagt. Sſikorski wurde die Haltung des Verbandes als volkswirtſchafts=
erklärte
, er habe zwei Stunden an der Beratung teil= feindlich und die Intereſſen der deutſchen Zeitungsver=
genommen
, habe jedoch eine weitere gemeinſame Beratung leger aufs ſchwerſte ſchädigend bezeichnet. Dieſen Be=
Die Lloyddampfer beim Brand des=
infolge
völliger Meinungsverſchiedenheit für nutzlos ge=ſtrebungen gegenüber, die darauf hinzielen, in Zeiten
funden und beſchloſſen ſein Urteil beſonders abzugeben. niedergehender Konjunktur das Zeitungsgewerbe zu er=
Volturnote.
Sſikorski findet, der Mord an Juſchtſchinsky unterſcheide ſchweren und den Konſum zu verteuern, wurde beſchloſſen,
* Bremen, 31. Okt. Die Korreſpondenz des Vel=
ſich
zweifellos von den gewöhnlichen Morden. Die Art die Papiereinkaufsſtelle des Vereins Deutſcher Zeitungs=
des
Mordes habe die größte Aehnlichkeit mit aus der Ge= verleger energiſch zu fördern und, ſoweit irgend möglich, eins der Reeder des Unterweſergebiets, Der Leuchtturmi
ſchichte bekannten Morden bei denen Kindern Blut ent= Papierkäufe überhaupt nicht vorzunehmen, und keinesfallsl veröffentlicht in ihrer heutigen Ausgabe ausführliche
nommen wurde. Solche Morde unterſcheiden ſich durch auch nur die geringſte Preiserhöhung zu bewilligen, da die Schilderungen über das tatkräftige Verhalten der Beſaßs
einige nebenſächliche, jedoch charakteriſtiſche Merkmale, wie Marktlage dies in keiner Weiſe rechtfertige. Der Vorſtand ung der beiden Lloyddampfer Großer Kus=
ein
völliges Fehlen der Veranlaſſung, was auch der Ueber= wurde beauſtragt, bei ſämtlichen Zeitungsverlegern fürſt und Seydlitzt beim Brande des enß=
fall
auf Juſchtſchinsky zeige, ferner durch das Alter der Deutſchlands in der angegebenen Richtung aufklärend zuliſchen Dampfers Volturno der Uranjums
Opfer, das vier bis ſechs häufig aber ſechs bis zwölf wirken.
Geſellſchaft auf dem Ozean. Sie bemerkt dazu einleitends
Jahre betrage, durch das Anlocken der Opfer durch falſche
Das Rettungswerk der beiden Dampfer ſtellt ſich nächt
Verſprechungen und die Art des Mordes, welche, wie be=
den
jetzt eingetroffenen Berichten von Augenzeugen immen
Luftfahrt.
ſonders in den letzten Jahren beobachtet worden ſei,
mehr als eine Großtat erſten Ranges heraus. Es iſtige=
mittels
mehr oder weniger tiefer, die Venen öffnender
Die Fernflüge um die Preiſe der Nationalflugſpende, wiß bezeichnend, daß ſich die Paſſagiere des engliſche
Stiche verübt werde. Die Zahl dieſer Stiche ſei verſchie=
Dampfers Carmania wie auch diejenigen des Große
* Soweit ſich bisher überſehen läßt, haben bis zum ge= Kurfürſt aus ſich ſelbſt heraus bewogen fühlten, Deum
den; öſters ſeien es ſieben Stiche oder ein vielfaches da=
von
. Es ſeien ſtets mehrere Mörder gegebenenfalls nicht ſetzten Termin am 31. Oktober neun Flieger die geforderte Norddeutſchen Lloyd beſondere Anerkennung für den=
weniger
als vier, wahrſcheinlich fünf oder ſechs. Weitere Mindeſtflugſtrecke von 1000 Kilometern pitän, ſowie für die Offiziere und Mannſchaften
Bedingungen ſeien die Wegſchaffung des Leichnams von zurückgelegt und zwar: Victor Stöffler, K. Caſpar, Dampfers Großer Kurfürſt auszuſprechen. Wir ſindg
der Mordſtelle; der Leichnam werde niemals vergraben. Ernſt Schlegel, Robert Thelen, Leutnant Kaſtner, nicht kompetent, über techniſche Fragen, Navigationund
Derartige Morde fänden gewöhnlich im März oder April Oberleutnant Geyer, Otto Stiefvatter, Werner Seefahrerkunſt zu urteilen, heißt es in einem dieſer A
ſtatt; endlich würden dieſe Morde mit einer bemerkbaren Wieting, Alfred Friedrich. Die endgültige Ent=kennungsſchreiben, das außer einer Reihe deutſcher
Einförmigkeit, gleichſam nach einem gewiſſen Plane oder ſcheidung über die Zuteilung der Preiſe kann erſt erfolgen, wiegend amerikaniſche Namen trägt, aber die Tatſahll
einer gewiſſen Tradition, vollzogen. Der Mord an wenn ſämtliche Protokolle über die Flugleiſtungen einge= ſprechen für ſich ſelbſt. Der Große Kurfürſt rettete ihn
Juſchtſchinsky zeichne ſich durch viele charakteriſtiſche Merk= gangen ſind und unter Mitwirkung einer in kartogea= Leute vom Volturno, als irgend eines der übrimn
male aus und erſcheine als ein grelles Verbrechen von phiſchen Fragen ſachverſtändigen amtlichen Stelle eine ge= Schiffe, die mitten auf der See um ihn herum waren.
einem beſtimmten Typus, das einen erſchütternden Ein=
naue
Nachprüfung der einzelnen Leiſtungen und der durch= Boote des Großen Kurfürſt und die Bootsausſetzböl
druck hervorrufe. Sſikorski erklärte, ein derartiges Urteil flogenen Entfernungen erfolgt iſt. Hierüber werden noch richtungen waren im Augenblick der Not in ausgezeich=
ſei
kein Vorurteil, ſondern eine Realität des 20. Jahrhun= einige Wochen vergehen Die nächſte Sitzung des neter Verfaſſung. Die Unerſchrockenheit der Offiziereund
derts. Morde mit Blutabzapfungen ſeien von fanatiſchen, Verwaltungsausſchſuſſes der National=Mannſchaften, welche die Boote in der ſchweren Seellen
aber doch geſunden, wiſſentlich handelnden Perſonen ver=flugſpende iſt daher für Ende November in Aus= mannten, war allen offenkundig. Drei Offiziere
übt worden. Indem er ſich dagegen wende, daß der Mord ſicht genommen. Die eigentliche Preisverteilung ſoll, um Volturno welche vom Großen Kurfürſt gerettetſile
von einem Geiſteskranken, Degenerierten oder Sadiſten den außerordentlichen Leiſtungen der deutſchen Flugzeug=gen, beſtätigten, daß unſere Boote die einzigen warch
verübt worden ſei, ſtelle er ſich die Frage, wen man des induſtrie und der deutſchen Flieger auch äußerlich gerecht welche die Seiten des brennenden Schiffes während
Mordes an Juſchtſchinsky verdächtigen könne. In ähn= zu werden, in feierlicher Sitzung des geſamten Kura= Dunkelheiten in der wilden See in jener Donnerstagnact
lichen Fällen erſcheine nach dem Morde eine unſichtbare toriums erfolgen.
erreichten. Die beſten Traditionen nicht nur des Nolle
Hand, welche den Unterſuchungsrichter auf eine falſche
deutſchen Lloyd, ſondern auch der Menſchlichkeit, wure
Spur zu führen ſuche, was auf einen organiſierten Mord
Die Marineluftſchiffahrt.
in dieſen Stunden der Gewalt und Gefahr aufrecht
hinweiſe. Solche Morde geſchehen überall, wo Juden
* Berlin, 1. Nov. Wie dem Lokalanzeiger von zu= halten. Um ihnen unſeren Tribut zu zollen, unterzeichi
mit Chriſten zuſammenleben. Jüdiſche Knaben wären verläſſiger Seite mitgeteilt wird iſt eine Verlegung wir mit unſerem Namen,"
niemals das Opfer. Die Verbrechen würden von fang=
Wie wie weiter erfahren, ging dem Vorſtand
tiſchen Juden begangen. Dieſer Verdacht würde von den der Marineluftſchifferabteilung von Johan=
Norddeutſchen Lloyd von zwei geretieten Paſſagieren
Juden ſelbſt beſtätigt, welche bei der Entdeckung eines nisthal zunächſt nach Dresden und Frankfurt a. M. und
ſpäter nach Fuhlsbüttel vorgeſehen. Am 1. April Dampfers Volturno ein Dankſchreiben zu, welches hil=
ſolchen
Verbrechens Verteidigungsmaßnahmen ergriffen.
Kapitän Spangenberg und den am Rettungswerk diſtlt
Sſikorski ſucht weiter nachzuweiſen, daß die Juden die ſoll dann das inzwiſchen fertiggeſtellte L. 3 (Zeppelin) beteiligten Offizieren und Mannſchaften die größte Anen
Unterſuchung zu verwirren ſuchten, gegen Nichtjuden den und L. 4 (Schütte=Lanz) die neue drehbare Doppelhalle kennung zuteil werden läßt und mit den Worten ſchlieſte
bei Kurhaven beziehen. Der Kontrakt mit der Johannis=
Verdacht lenken und verſuchten, den Gerichtshof daran zu
hindern, den Fall zu erkennen, indem ſie den Gang der thaler Luftſchiffhalle läuft am 31. März 1914 ab. Schon =Wir ſind ſtolz, daß wir ſolche Helden, wie dieſe Deutſchäll
während des Monats November wird das Luftſchiffer= kennen lernten. Ihre Taten verdienen den Beifallder
Gerechtigkeit hemmten, welcher allein die Frage löſen
ganzen Welt, ſowohl hinſichtlich der ſeemänniſchen Tüh=
perſonal
der Marine neben ſeiner ſonſtigen Tätigkeit in
könnte.
Der Präſident machte Sſikorski darauf aufmerkſam, Dresden auf dem Delag=Luftſchiff Sachſen und in Frank= tigkeit, als auch wegen der immer wiederholten Verſuche
daß dieſes nicht zum Gutachten gehöre. Sſikorski fuhr furt a. M. auf dem Delag=Luftſchiff Viktoria Luiſe aus= unter Hintanſetzung des eigenen Lebens das der arme
hilfloſen Menſchen zu retten.
fort: Man beachte: Ein Kind verſchwindet und wird als gebildet werden. Nach Dresden gehen der neue Stab mit
verſtümmelte Leiche wiedergefunden. Der Verdacht rich= Korvettenkapitän Straßer und der zukünftigen Beſatzung
tet ſich zuerſt gegen die Eltern, nicht gegen die Juden im des L. 4 unter dem Kommando des Kapitänleutnants
allgemeinen, in der Folge, beſonders in der letzten Zeit, Fritz, nach Frankfurt a. M. die zukünftige Beſatzung des
Der Chronwechſel in Braunſchweige
gegen die nationaliſtiſchen Parteien des Landes. Als L. 3 unter Kapitänleutnant Beelitz. Da die Marine
* Braunſchweig, 1. Nov. Das Einzugspro=
der
Verdacht auf die Juden fällt, beginnt eine ſchreckliche zurzeit kein eigenes Luftſchiff beſitzt, werden bis zur Fer=gramm des neuen Herzogs iſt folgendesee
Hetze, geſchürt von der geſamten iſraelitiſchen Welt.
tigſtellung von L. 3" und L 4 die Schiffe der Delag Abreiſe des Herzogs Ernſt Auguſt und der Herzogin
Karabtſchewski proteſtiert gegen die Ausführungen des benutzt, um das Luftſchifferperſonal ſchon im Winter prak= Viktoria Luiſe von Rathenow nach Braunſchweig erfolzt
Sachverſtändigen im Namen aller Verteidiger. Der Vor= tiſch vorbilden zu können.
nach dem amtlichen Programm am Montag, den 3.
ſitzende richtet an Sſikorski die Vitte, ſich in den Grenzen
November, vormittags 10 Uhr. Das Gefolge wir
der pfycho=pathologiſchen und pſychiſchen Fragen zu hal=
* Dresden, 31. Okt. Der franzöſiſche Flieger Pe=bereits am Sonntag in Rathenow eintreffen. Die üh
ten. Sſikorski beruft ſich auf ein Buch von Dahl, das goud produzierte ſich heute nachmittag auf dem ſtädti= geht über Stendal, Oebisfelde und Schandelah.
dieſer auf Befehl des Miniſters des Innern geſchrieben, ſchen Flugplatz in Kaditz vor einer nach Hunderttaufenden Völpke, an der braunſchweigiſch=preußiſchen Landesgnenze,
um dem Zaren Nikolaus I. Bericht zu erſtatten, und ſpricht zählenden Menſchenmenge. Pegond wohnte im Kgl. Bel=wird das Herzogspaar vom braunſchweigiſchen
die Ueberzeugung aus, daß der Mord von ruſſiſchen Kin= bedere einem ihm vom Kgl. Sächſiſchen Verein für Luft= Staatsminiſter und vom Hofſtaat feierlichſt begrüßt.
dern durch Juden durch den Genannten, der ſich auf das ſchiffahrt veranſtalteten Teeabend bei. Abends hielt Pe= Auf dem Bahnhof in Braunſchweig werden ſich um
Zeugnis von Juden ſelbſt beruft, völlig bewiefen ſei. Ver= goud im Vereinshaus einen Vortrag über ſeine Erfah= Uhr zum Empfang einfinden: Der Oberbürgermeiſter, der
antwortlich für die Morde ſeien nicht die Juden im all=rungen in der Luftſchiffahrt.
Hofprediger, der Hofarzt und der Polizeipräſident. Nach
gemeinen, ſondern die Anhänger von ſchädlichen Sekten.
* Hannover, 1. Nov. Bei leichtem Regenſchauer dem Abſchreiten der Front der Ehrenkompagnie und dem
Sſikorski geht dann auf einen Fall über, in welchem zwei und böigem Winde ſtieg der franzöſiſche Flieger Pegoud Parademarſch erſtattet der Flügeladjutant Freiherr von:
Knaben in Saratow ermordet worden ſind.
heute nachmittag vor vielen Tauſenden auf der Bultrenn= Knigge dem neuen Herzog Bericht. Die Fahrt durch die
Der Präſident ermahnt darauf den Sachverſtändigen bahn zu zwei Flügen auf. Er zeigte Kurvenflüge Straßen der Stadt erfolgt in einem ſechsſpännigen Prunk=
wiederholt
, ſich in den Grenzen des Gutachtens zu hal= und Ueberſchläge.
wagen. Auf dem Friedrich Wilhelm=Platz findet die Be=. Barudny beantragt, dem Sachverſtändigen ſeine No=
* Berlin 1. Nov. Das neue Parſevalluft= grüßung durch die ſtädtiſchen Behörden unter
tizen wegzunehmen, da es für die Sachverſtändigen vor=ſchiff P L 16, das heute morgen 7 Uhr unter Führung Führung des Oberbürgermeiſters Betemeyer ſtatt. Die
geſchrieben ſei, ihre Angaben mündlich zu machen. Ge= des Oberleutnants Stelling in Bitterfeld aufgeſtiegen war Ankunft im herzoglichen Schloſſe, wo ſich der geſamte Hof=
legentlich
des Verlangens des Verteidigers, verſchiedene und über Hamburg, Lübeck Güſtrow und Neuſtrelitz flog, ſtaat zur Vorſtellung einfindet, erfolgt um 1¾ UUhr. Im
Pünkte der Rede Sſikorskis zu protokollieren, kam es zu iſt nachmittags gegen 5 Uhr wegen ſtacker vertikaler Böen Thronſaal wird ſodann im Beiſein der Mitzlieder des
einem lebhaften Wortwechſel. Barudni wurde wegen ſei= bei Neuſtrelitz unbeſchädigt gelandet. Die Staatsminiſteriums die Thronrede verleſen. Um 5 Ausrufes, die Verteidiger ſind genötigt, die ruſſiſche Ballonhülle wurde durch die Reißvorrichtung entleert. Uhr geht man zur Prunktafel im Weißen Saal ohne
Rechtspflege zu verteidigen, vom Präſidenten aufgefor= Das Luftſchiff wird mit der Eiſenbahn nach Bitterfeld Damen für die Landtagsabgeordneten und die Beamten
dert, den Saal zu verlaſſen. Sſikorski ſetzte darauf ſein zurückgeſchickt.
der erſten und zweiten Rangklaſſe. Um 7½ Uhr findet
Gutachten fort und erläuterte die verſchiedenen Anzeichen,
* Johannisthal, 1. Nov. Heute morgen 7 Uhr Feſt=Oper ſtatt mit einer Aufführung des dritten Aktes
die darauf hinweiſen, daß die Mörder den Wunſch gehabt iſt Hauptmann Göbel auf Albatras=Tanbe zu einem aus den Meiſterſingern; danach ein Fackelzug im Schloß=
hätten
, ihrem Opfer den letzten Tropfen Blut zu entziehen. Fernfluge nach Wien geſtartet.
hoſe. Für Dienstag, den 4. November, iſt fol=
Es beſtänden jedoch keine Anzeichen dafür daß die Mör=
Bromberg. 1 Nov Der geſtern morgen um gendes Programm feſtgeſetzt: Um 9½ Uhr Kranznieder=
der
das Ziel verfolaten, die Qualen Juſchtſchinskys zu 9¼ Uhr auf ſeiner Jeannin=Stabltaube aufgeſtiegene legung ſeitens des Herzogspaares, 10½ Uhr Gottesdienſt

[ ][  ][ ]

IDe!

d des

(an)

Nummer 263.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November 1913.
Seite 7.
n Dom, darauf Eapfang im Schloſe, abends Feſtvor= ſſtandes ſat Auch die Spitzen der ſiagtlichen, ſicbtiſchen ſnend verkörpern. Nöge von den heutigen Verhandlungen
t llung, Die Maienkönigin von Gluck, außerdem ein und militäriſchen Behörden nahmen an der Feier teil, zu im Herzen der deutſchen Reichshauptſtadt die einmütige
Eh nakter.
der Angehörige des Beurlaubtenſtandes aus allen Teilen und begeiſterte Förderung dieſes vaterländiſchen Werkes
Den Welfen hat der Herzog von Cumber=des Reiches gekommen waren. Die Feſtrede hielt Major einen neuen, kräftigen Anſtoß erhalten! Das iſt mein
lnnd abgewinkt. Die welfiſchen Wahlvereine hatten Haushofer.
Landwehrinſpekteur Generalleutnant Wunſch. Auch ich ſchließe mit der Bitte: Helfen Sie uns,
bsabſichtigt, zu dem am Montag in Braunſchweig ſtattfin= Müller dankte dem Prinz=Regenten für ſein Erſcheinen dieſes Werk bald zu einer würdigen Vollendung zu
danden Einzuge des Prinzen Ernſt Auguſt nach Braun= und brachte ein Hurra auf ihn aus. Der Prinz=Regent bringen.
ſbweig zu fahren, bei dem Einzuge des Herzogspaares erhob ſich unmittelbar darauf zu folgender Anſprache:
Hierauf erſtattete der Landtagsabgeordnete Beumer
hiit ihren welfiſchen Fahnen Aufſtellung zu nehmen und Gern bin ich heute an dieſe Stätte, die mein hochſeliger (Düſſeldorf) Bericht über die bisherige Tätigkeit des Ver=
din
Herzog offiziell zu begrüßen. Auf ausdrücklichen Vater den Erinnerungen der bayeriſchen Armee widmete, eins. Nach Aufſtellung der Rechnung für das vergangene
Punſch des alten Herzogs von Cumberland wird jedoch gekommen, um an der feierlichen Rückſchau auf die Ent= Jahr durch dn Schatzmeiſter, Generalkonſul Dr. v. Schwa=
lſieſe
beabſichtigte Demonſtration unterbleiben. wickelung des Beurlaubtenſtandes teilzunehmen Vor 100 bach, ſtellte v. Rheinbaben die Entlaſtung des Vorſtandes
Laas Direktorium der deutſch=hannoverſchen Partei hat an Jahren wurden in Preußen unter dem Druck der ſchwer und des Schatzmeiſters feſt. Er bemerkte dabei, daß die
alle deutſch=hannoverſchen Wahlvereine in der Provinz die auf dem Lande laſtenden Fremdherrſchaft Einrichtungen geſamten Baukoſten des Denkmals etwa drei
P eiſung ergehen laſſen, dem Wunſche des Herzogs von zur Heeresergänzung getroffen, darunter die Landwehr Millionen Mark betragen würden. Vorhanden
Euimberland entſprechend, von jeder welfiſchen Demon= und der Landſturm, die ſich in den Kämpfen gegen Na= ſeien etwa 1 200000 Mark. Wenn die fehlenden
tration bei den Einzugsfeierlichkeiten in Braunſchweig ab= poleon mit Ehre und Ruhm bedeckten. Erheblich ſpäter 1800000 Mark nicht aufgebracht werden könnten, wären
ſehen.
als in anderen deutſchen Staaten, wurde in Bayern im wir das verächtlichſte Volk der Erde. Nachdem Geheimer
* Berlin, 1. Nov. Die Norddeutſche Allgemeine Jahre 1868 mit der Einführung der allgemeinen Wehr= Baurat Hoffmann=Darmſtadt, Vorſitzenden des
geitung ſchreibt: Ein ehrender Rückblick gebührt der nun pflicht das Inſtitut der Landwehroffiziere geſchaffen. Schon Werkausſchuſſes, nähere Mitteilungen über die Verträge
ingeſchloffenen treuen Verweſung des Herzog=kurz danach, im glorreichen Kriege 1870/71, der zur Er=mit den ausführenden Künſtlern gemacht hatte, hielten Ge=
nms
Braunſchweig durch den Herzog Jo=richtung des neuen Deutſchen Reiches führte, konnte ſich heimrat Profeſſor Mutheſius=Berlin und Profeſſor
hann Albrecht von Mecklenburg. Den Inter= der geſamte Beurlaubtenſtand glänzend bewähren. In Wilhelm Kreis=Düſſeldorf Vorträge über die endgültige
el en des ihm anvertrauten Landes, ſeiner Stellung unter der Gegenwart iſt er eine Einrichtung, die in hervorragen= Geſtaltung des Kreis=Ledererſchen Denkmal=Entwurfes.
den Bundesſtaaten und ſeiner inneren Entwickelung diente dem Maße die Zuſammengehörigkeit aller deutſchen
der ſcheidende Regent mit der gleichen hingebenden Pflicht= Stämme ausdrückt. Gleichviel, wo geboren und behei=
effüllung
, die vordem ſeine Führung des landesfürſtlichen matet, dient der Reſerviſt und der Landwehrmann in dem
Vom Balkan.
Auntes in Mecklenburg auszeichnete. Dafür iſt ihm neben Kontingent, in deſſen Bereich ihn der Ruf zur Fahne trifft.
dr lebhaft bekundeten Erkenntlichkeit der Regierung und Die Offiziere aber des Beurlaubtenſtandes dienen unge=
* Bukareſt, 31. Okt Univerſul veröffentlicht eine
r Bevölkerung Braunſchweigs, ſowie der Dank des Kai= achtet des jeweiligen Wohnſitzes ihrem Kriegsherrn, der ſie Unterredung, welche König Carol einem der Re=
ſirs
gewiß. Seine Maieſtät hat in einem herzlichen Tele= im Vertrauen auf ihr militäriſches Können zu Offizieren dakteure des Blattes bewilligte. Der König erklärte, daß
amm an den Herzog Johann Albrecht dieſem Dank Aus= des Heeres ernannte. Das einigende Band, das Sie alle es ein ſchwerer Fehler geweſen wäre, wenn Rumänien den
trotz der Vielſeitigkeit Ihrer Staats= und Armeeangehörig= Krieg begonnen hätte, als die verbündeten Balkanſtaaten
deuck verliehen.
keit umſchließt, iſt die Treue, in der Ihre Kontingentsher=gegen die Türkei kämpften. Der chriſtliche Stagt Ru=
Das Vatent des Herzogs Ernſt Auguſt.
ren zum Oberhaupte des Deutſchen Reiches ſtehen; eine mänien habe nicht einen Krieg verhindern können, der für
* Braunſchweig, 1. Nov Die amtlichen Braun=Treue, die Sie ſelbſt dem Kaiſer als oberſten Bundesfeld= die Befreiung der Chriſtenheit geführt wurde. Er habe
ſrweigiſchen Anzeigen veröffentlichen folgendes Patent herrn geſchworen haben. Dieſem Gefühle der Zuſammen= ſeit langem vorausgeſehen, daß der Balkanblock nicht von
des Herzogs Ernſt Auguſt zu Braunſchweig gehörigkeit und Liebe zu dem angeſtammten Bundesherrn Dauer ſein werde, und habe dies auch Danew mitgeteilt,
lumd: Lüneburg: Von Gottes Gnaden, Wir Ernſt und der unverbrüchlichen Treue zu dem Oberhaupte des als dieſer in Bukareſt war. Danewoaber habe es nicht
Auguſt, Herzog zu Braunſchweig und Lüneburg, königlicher Deutſchen Reiches und des oberſten Bundesfeldherrn wol= geglaubt, wie er auch einige Tage vor der Mobiliſierung
ſrinz von Großbritannien und Irland, tun hiermit kund len Sie feierlichen Ausdruck verleihen durch den Ruf: Der der rumäniſchen Armee nicht geglaubt habe, daß Rumänien
und zu wiſſen: Nachdem die Hinderniſſe, welche ſeit dem deutſche Kaiſer, die Bundesfürſten, die Senate der Freien mobiliſieren werde, weil Europa dieſes nicht zugeben
Aöleben des hochſeligen Herzogs Wilhelm der Ausübung Städte, ſie leben hoch! Die Offiziere ſtimmten lebhaft in werde, oder weil die rumäniſche Armee drei Wochen brau=
der
Regierung des Herzogtums ſeitens der Berechtigten das Hoch ein. Der Prinz=Regent übergab perſönlich eine chen werde, um die Donau zu überſchreiten. Als der
lans dem fürſtlichen Geſamthauſe Braunſchweig=Lüneburg Reihe Ordensauszeichnungen, wobei er mit den Bedachten Redakteur mitteilte, daß man in Frankreich heute Ru=
mänien
als den Schiedsrichter im Orient betrachte, er=
en
tgegenſtanden, durch Gottes gnädige Fügung in beglük=freundliche Worte wechſelte.
Es folgte ein Feſteſſen, an dem der Prinz=Regent! widerte der König: Ja, ſo iſt es. Es kann ſich niemand
eimderWeiſe beſeitigt ſind, haben Wir die Uns durch den hoch=
und die Prinzen Rupprecht. Franz, Georg, Ludwig Fer= im Orient rühren, ohne daß Rumänien ſein Wort ſagt,
lerzigen Verzicht unſeres innigſtgeliebten durchlauchtigſten
Laters, des Herzogs Ernſt Auguſt, Königliche Hoheit, an= dinand und Alſons teilnahmen. Juſtizminiſter v. Thele= Er glaube, daß es Frieden geben werde, weil niemand auf
gsfallene Regierungdes Herzogtums mit dem mann hielt eine Rede, in der er beſonders hervorhob, dem Balkan es wagen werde, einen neuen Krieg anzu=
heutigen
Tage angetreten. Es drängt Uns zu= daß Bayern in der ſchweren Zeit im Jahre 1813 der erſte fangen, für den es auch nicht möglich ſein würde, die
finanziellen Mittel zu beſchaffen, weil Frankreich, der
nichſt, dem Gefühle tiefer Dankbarkeit Ausdruck zu geben Staat war, der den Beurlaubtenſtand geſchaffen habe.
Unter dem Schutz der regierenden Häupter der einzelnen Bankier der Balkanſtaaten, kein Geld mehr für einen Krieg
gegenüber dem hochſeligen Prinzen Albrecht von Preußen,
hergebe. Auch die baldige friedliche Löſung der Frage
Königliche Hoheit, und gegenüber Seiner Hoheit dem Her: Bundesſtaaten habe ſich dieſe Wehrmacht zu der bedeu=
tungsvollſten
erhoben, die jetzt exiſtiere. Der Miniſter Albaniens halte er für ſicher.
zug Johann Albrecht zu Mecklenburg, den Erlauchten Re=
Sofia, 31. Okt. Die Agence Bulgare ſtellt feſt,
ſchloß ſeine Rede mit einem begeiſtert aufgenommenen Rußland habe in Sofia keinerlei Schritte zur An=
genten
des Herzogtums, die getreu ihrer Zuſage beim An=
tüttihrer
Regentſchaft, das Wohl des herzoglichen Landes Hoch auf den Prinz=Regenten Ludwig. Sofort nach hahnung der Wiederaufnahme der diplomati=
ſtetig
und kräftig gefördert, Uns die Uebernahme und die dieſer Rede erhob ſich der Prinz=Regent und dankteſchen Beziehungen zwiſchen Bulgarien und
Erfüllung Unſerer hohen, ſchweren Pflichten in allen We=für die Worte des Vorredners. Der Beurlaubtenſtand Serbien gemacht, und fügt hinzu, angeſichts der gegen=
gen
erleichtert haben. Wir verſichern ſodann bei Unſerem bilde zwiſchen der Armee und der Bevölkerung ein koſt= wärtigen Lage, wo gegen die bulgariſche Bevölkerung
füxſtlichen Worte, daß Wir die Landesverfaſſung und alle bares Bindeglied, indem er die allgemeine Wehrpflicht Mazedoniens durch Schließung von Kirchen und Schulen,
ihre Beſtimmungen beobachten, aufrecht erhalten und be= verkörpere, So werde durch das Zuſammenwirken des durch Beläſtigung von Prieſtern und Lehrern vorgegan=
ſchützen
wollen. Als deutſcher Fürſt werden Wir ſtets in ſtehenden Heeres mit dem Beurlaubtenſtand die höchſte gen und Grenzzwiſchenfälle hervorgerufen würden, könne
Umnerſchütterlicher Treue zum Reiche und ſeinem erhabenen Kraftentfaltung unſerer Wehrmacht geſichert, wenn es gilt. an die Wiederaufnahme der diplomatiſchen Beziehungen
Aberhaupte ſtehen und im Verhältniſſe zu Unſeren hohen die Ehre und den Beſtand des Vaterlandes zu wahren. für längere Zeit wohl nicht gedacht werden.
*Konſtantinopel, 1. Nov. Wie aus amtlicher
Verhündeten allezeit Unſere Verpflichtungen er= Der Prinz=Regent gedachte dann der hundertjährigen
füllen, die Uns durch die Reichsverfaſſung Wiederkehr der Schlacht bei Hanau, die zwar nicht türkiſcher Quelle verlautet, wurden die detaillierten
ſumd die ihr zugrunde liegenden Bündnisseinen Sieg der bayeriſchen Armee bedeute, aber doch mit Weiſungen, die den türkiſchen Standpunkt be=
den
Anſtoß gab zur Schaffung eines deutſchen Bundes und treffs aller Artikel des Friedensvertrages
ſparträge auferlegt ſind.
Wir geloben auf dieſer Grundlage der Gerechtigkeit einer ſpäteren Einigung zu einem deutſchen Reiche. Der zuſammenfaſſen, noch nicht nach Athen abgeſandt, doch ſoll
lnd Fürſorge, alle Unſere Kräfte dem Wohle des Landes Prinz=Regent ſchloß: Der heutige Tag gilt als ein Ehren= die Abſendung unmittelbar bevorſtehen.
weihen und bitten Gott um ſeinen gnädigen Beiſtand, gedächtnistag dem geſamten deutſchen Beurlaubtenſtand.
* Belgrad 1 Nov. In der Skupſchtina er=
be
mit Unſere Regierung dem Herzogtum zum Segen ge= Ihm ſei mein Glas geweiht. Er lebe hoch, hoch, hoch. klärte in der Fortſetzung der Adreßdebatte
eeiche. Mit hoher Freude haben Wir aus den vielſeitig und Den Schluß der offiziellen Feier bildet heute abend noch der Miniſter des Innern, das Verfaſſungsregime in den
hldeutungsvollen Anzeichen entnommen, daß die Herzen eine Zuſammenkunft der aus allen Teilen Bayerns und neuen Gebieten werde erſt nach Erreichung der vollkomme=
dar
Braunſchweiger Uns und der Herzogin, Unſerer viel= Norddeutſchlands herbeigeeilten Offiziere.
nen Ruhe eingeſetzt werden können. Das außerordentliche
Regime dürfte demgemäß etwa 10 Jahre dauern. Die
atliehten Gemahlin, entgegenſchlagen. Auch Unſere Her=
Stupſchtina unterbrach ſodann die Adreßdebatte und trat
zem empfinden warm für das braunſchweiger Volk, und
Tir hoffen zuverſichtlich, daß auf dieſem Gefühle e in
in die Verhandlung der Geſetzesvorlage betr.
Verein zur Errichtung
umzerſtörbares Band gegenſeitiger Liebe
das Moratorium ein. Der Berichterſtatter Ti=
eines
Bismarck=Nationaldenkmals
lumd Treue erwachſen werde. Wir erwarten anderer=
moti
jowitſch legte dar, daß die Vorlage unzuläng=
ſeuts
von den erfahrenen Beamten, allen Geiſtlichen und
lich ſei und daß die Regierung einen neuen Entwurf vor=
auf
der Eliſenhöhe bei Bingen.
ſeenerweit von allen Angehörigen des Herzogtums, daß ſie
legen ſollte. Der Juſtizminiſter betonte die Notwendig=
ſums
als ihren rechtmäßigen Landesherrn Treue und Ge=
* Berlin 1. Nov. Der Verein zur Errich= keit und Dringlichkeit der Erledigung des Geſetzes.
ze rſam erweiſen und Uns nach Kräften in der Erfüllungtung eine s Bismarck=Denkmals auf der Dgrauf wurde die Verhandlung auf Montag vertagt.
linſerer Pflichten zur Wohlfahrt der Geſamtheit unter=Eliſenhöhe bei Bingerbrück=Bingen hielt
* Peſt, 1. Nov. Der Peſter Lloyd erfährt von Wiener
tüctzen werden. Wegen Ableiſtung der verfaſſungsmäßigen heute nachmittag im Bürgerſaale des Rathauſes eine unterrichteter Seite, daß Oeſterreich=Ungarn und
buldigung erfolgen die erforderlichen beſonderen Ver=Mitgliederverſammlung in Verbindung mit Italien kürzlich den Großmächten mitteilten, daß
ügungen.
einer öffentlichen Verſammlung ab. Den Vor= ſie die Durchführung der Londoner Beſchlüſſe über die
Urkundlich Unſerer eigenhändigen Unterſchrift mit bei= ſitz führte der Oberpräſident der Rheinprovinz v. Rhein= Abgrenzung Südalbaniens bis zum 30. November für
Adrucktem Siegel gegeben Rathenow, am 1. November baben, der neben dem Reichskanzler, der mit dem Unter= unerläßlich erachteten. Falls es notwendig ſei, würden
tll3. Ernſt Auguſt. Hartwieg, O. Wolff=Radkau.
ſtaatsſekretär Wahnſchaffe erſchienen war, Platz nahm. die beiden Mächte einen Schritt in Athen unter=
au
Beginn der Tagesordnung ergriff v. Rheinbaben das nehmen und die ſtrittigen Ortſchaften kurzweg für alba=
Wort und wies darauf hin, daß 1915 ein Jahrhundert niſch erklären mit der Begründung, daß die Griechen, wenn
* Berlin,
Nov. Die Norddeutſche Allgemeine pergangen ſei, ſeit Bismarck der Welt geſchenkt wurde. Er ſie die Feſtſtellung der Nationalität erſchweren, dadurch
Zeitung ſchreibt in ihren Rückblicken über die Re= forderte die Anweſenden, unter denen ſich zahlreiche mar= indirekt die albaniſche Nationalität eines Ortes zugeben.
gelung der Thronfolgefrage in Braun= kante Perſönlichkeiten befanden, auf, mitzuhelfen bei der! Der Peſter Lloyd beſpricht nach einer Wiener Information
ſchweig daß nach der öffentlichen Erklärung des Her=Aufbringung der Mittel für ein würdiges Denkmal, das die Prophezeiung der Samouprawa, wonach man auf
zogs Ernſt Auguſt von einer Anfechtung des preußiſchen eine Stätte tiefſter Pietät für jeden Deutſchen werden ſolle. einen neuen albaniſchen Einfall in Serbien gefaßt ſein
ksſitzſtandes in Zukunft nicht mehr die Rede ſein könne. Nach herzlichen Dankesworten an den Reichskanzler an müſſe. Angeſichts der drakoniſchen Nationalitätspolitik
eshalb braucht die in dem Bundesratsbeſchluſſe von die Herren, die ihre Kräfte dem Dienſte dieſer heiligen ſei es leicht zu verſtehen, daß Serbien in der Lage ſei=
ic
7 enthaltene Forderung eines förmlichen Verzichtes Sache weihten, erhob ſich der Reichskanzler zu fol= einen albaniſchen Einfall mit mathematiſcher Pünktlichkeit
auzf vermeintliche Rechte nicht aufrecht erhalten zu wer= gender Anſprache: Ich danke dem Herrn Staatsmini= vorauszuſagen. Auch die griechiſchen Bürger Serbiens
den, umſomehr als nach der in der ſtaatsrechtlichen Wiſſen=ſter Freiherrn v. Rheinbaben aufrichtig für die freund= würden nicht gelinder behandelt.
ſchsaft vorherrſchend gewordenen Anſicht ein Verzicht auf lichen Worte, mit denen er mich begrüßt hat. Als ich
ders Thronfolgerecht, ſelbſt wenn er ausdrücklich auch für ſeinerzeit aufgefordert wurde, das Ehrenpräſidium dieſer
diee Nachkommen erklärt wird, dieſe nicht bindet. Die er= Organiſation zu übernehmen nahm ich es mit großem
Zur Lage in Mexiko.
ſtarderlichen Bürgſchaften ſeien in andrer Weiſe gefun=
Danke an. Wenn je ein Ehrenpräſdium Ehre in ſich
* Neu=York, 31. Okt. Nach Privateiſenbahntele=
dan
. Sie liegen, ſchreibt die Norddeutſche Allgemeine ſchließt, ſo hier; denn im Verein mit Männern, die ſich an grammen iſt geſtern der erſte zuverläſſige Bericht über die
Zeitung wörtlich, in der Perſönlichkeit des jungen Für=die Spitze der Organiſation geſtellt und die ſchon bisher Vernichtung von Eiſenbahnmaterial durch
ſſtan, dem das Kaiſerpaar ſeine einzige Tochter anver= ein unendliches Maß von Mühe und Arbeit auf ſich ge= die Rebellen in Monterey eingetroffen. Hiernach
traute; ſie liegen in ſeinen Erklärungen an den Reichs= nommen haben, mitwirken zu dürfen an der Errichtung ſind 657 Güterwagen, 3 Perſonenwagen und 17 Lokomo=
kamzler
und liegen, vom perſönlichen abgeſehen, in der eines Denkmals, das Deutſchland Bismarck ſetzt, iſt aller= tiven verbrannt. 17 Güterwagen wurden teilweiſe zer=
etkellung
als regierender Herzog von Braunſchweig, die dings ein Amt, das die größte Ehre mit ſich bringt. Wie= ſtört und die Wagenladungen und Lokomotivſchuppen ver=
ihm
mit den Rechten auch die Pflichten eines deutſchen viel noch zu tun bleibt, hat Exzellenz v. Rheinbaben uns nichtet. Von den verbrannten Güterwagen waren viele
Baundesfürſten überträgt. Sie liegen in der Kundgebung, allen geſagt. Ich wüßte aber nicht, wie dieſes großen beladen. Sieben große Geſchäftshäuſer in Monterey, die
dies der Herzog heute bei ſeinem Regierungsantritt erlaſſen vaterländiſchen Erinnerungen geweihte Jahr einen beſſeren mehrere Tage hindurch infolge des Angriffs der Rebellen
geſchloſſen wurden, haben ihre Tätigkeit wieder aufge=
Abet in der es heißt: Als deutſcher Fürſt werden wir Abſchluß finden könnte, als in dem Appell, Bismarcks
ſtets in unerſchütterlicher Treue zum Reiche und ſeinem er= eingedenk zu ſein und zu bleiben. Das Werk der Befrei= nommen.
* Waſhington, 31. Okt. Felix Diaz und ſeine
be benen Oberhaupte ſtehen und im Verhältnis zu unſeren ung Deutſchlands von der Fremdherrſchaft, alle Mühen
be hen Verbündeten allezeit die Verpflichtungen erfüllen, und Siege, deren wir in erhebenden Feiern gedacht haben, Umgebung, welche heute morgen Veracruz an Bord des
diee uns durch die Reichsverfaſſung und die ihr zugrunde wären vergebens geweſen ohne das Werk der Einigung, Schlachtſchiffes Michigan verließen, wurden auf der Höhe
liegenden Bündnisverträge auferlegt ſind.
das uns Bismarck gebracht hat. Daher darf ſein Name von Jueatan auf einen amerikaniſchen Poſtdampfer ge=
am
wenigſten fehlen in der Reihe der großen Deutſchen, bracht.
deren wir in dieſen Tagen gedenken. Darum aber ſollen
Bayeriſche Hundertjahrfeier der Offiziere auch alle, die ſich Deutſche nennen dürfen, zuſammenhalten,
Orpheum.
wenn es gilt, mit einem Denkmal hoch über dem Rheine
St. Nach dem erfolgreichen Gaſtſpiel der Kölner, das
des Beurlaubtenſtandes.
ein Wahrzeichen aufzurichten nicht nur der Dankbarkeit
* München, 1. Nov. In Anweſenheit des Prinz=gegen Bismarck, ſondern auch als ein Symbol heißer Va= die Saiſon im Orpheum ſo vielverſprechend einleitete iſt
Riegenten und der Prinzen Rupprecht, Franz, Leopold, terlandsliebe und einer zu jedem Opfer bereiten Hingabe unſer Varieis=Etabliſſement ſeit geſtern wieder ſeiner
Lutdwig=Ferdinand und Alfons fand heute nachmittag in an die Nation, in der Bismarcks Leben aufging. Dieſen eigentlichen Beſtimmung zugeführt worden. Ein Spezia=
der
Kuppelhalle des Armeemuſeums die Hundert=Bismarckſchen Geiſt, der ſein heiligſtes Vermächtnis an litäten=Enſemble hat ſeinen Einzug gehalten, das an Güte
a hrfeier der Offiziere des Beuxlaubten= Deutſchland iſt, ſoll uns das Denkmal mahnend und war= deſſen, was es bringt, bis auf geringe Ausnahmen, und an

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Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November 1913.
Seite S.
Nummer 263.
Bielſitickeit nichts zu winſchen übrig läßt. Der Lumpen. (Kontrolbehorde follermichtigt werden, nach zwei Zahren
Maler Mr. Vory eröffnete das Programm mit vor den ſo viele neue Banken zu errichten, wie ſie für nötig hält,
Augen des Publikums entſtehenden Erzeugniſſen ſeiner vorausgeſetzt, daß ihre Zahl die in der Geldumlaufbil des
in der Technik zwar ſehr robuſten, aber dekorativen Kunſt. Repräſentantenhauſes vorgeſchlagene Zahl von zwölf
Das Aupfeld-Phonola
Er malte auf durchleuchtetem Papier eine hübſche=Mond= Banken nicht überſchreitet.
Nikolajew, 1. Nov. Heute fand hier der Stapel=
ſcheinlandſchaft
, und zwar malte er ſie auf dem Kopfe
ſtehend, (d. h. das Bild ſtand auf dem Kopf). Aus ſchein= lauf des Dreadnoughts Kaiſerin Maria und des
Piano
bar ungeregelt auf die Leinwand geworfenen Lumpen ent=Unterſeeboots Tjulon ſtatt.
kann auf den
ſtand plötzlich das bekannte Gemälde Die Aehrenleſerin=
nen
: Einige humoriſtiſche Karikaturen beſchloſſen die
Tasten oder mittels
HB. Berlin, 1. Nov. In Oberſchöneweide iſt der ehe=
Produktionen des Künſtlers. Als ſtimmgewaltiger
Opernſänger erwies ſich Monſ. Cascarel, der aus malige Mediziner und Magiſtratsbureaugehilfe M. Kike=
eingebauter
Phonola ge-
den
Hugenotten im Urtext, dann Tannhäuſers Lied an buſch unter dem dringenden Verdacht, ſeine drei Kin=
spielt
werden. Wer früher nieN
den Abendſtern und zum Schluß ein altdeutſches Trink=der vergiftet zu haben, feſtgenommen worden.
lied ſang. Das Balancewunder nennt ſich Harry Im September kam das dritte Kind zur Welt und ſtarb
eine Taste berührte, vermag jetztN
Rittley. In der Tat, ſeine Vorliebe für ſchwankende nach wenigen Stunden. Da Gerüchte umgingen, daß es
Falles, was die Musikliteratur bietet,
Sitze gefährlichſter Art iſt ſtaunenerregend. Mit dem Sitz eines gewaltſamen Todes geſtorben ſei, wurde die Leiche
auf einem auf den zwei Hinterbeinen balaneierenden ausgegraben. Ein Gerichtschemiker ſtellte Spuren von
künstlerisch vollendet selbst zu spielen.
Stuhle fängt’s an und geht dann ſtuſenweiſe weiter bis Lyſol und anderen Giften feſt. Es wird angenommen, daß
Vorführung bzw. Broschüre bereit-7
zu ſchwindelnder Höhe auf vier Tiſchen und vier Stühlen Kikebuſch auch die beiden erſten Kinder, die ebenfalls kurz
übereinander. Davon hat zur Erhöhung der Schwierig= nach der Geburt ſtarben, vergiftet hat. Die Ausgrabung
willigst. Alleinvertretung:
der Leichen wurde angeordnet. Bei Kikebuſch wurde Gift
keit der oberſte Tiſch nur drei Beine und der oberſte Stuhl
balanciert mit den beiden Hinterbeinen auf einer runden beſchlagnahmt.
Karl Arnold
Potsdam, 1. Nov. Vor dem Schwurgericht findet
Stange. Wahrlich, beneidenswert iſt dieſer Ruheſitz nicht,
aber nervenerregend, und die Ruhe und Waghalſigkeit heute die Verhandlung gegen den Althändler Rudolf
Ecke Brbacherstrasse /
Händel ſtatt, der beſchuldigt iſt, am 4. April das Fräu=
des
Balancewunders wird ſtürmiſch applaudiert.
nächst dem
Ein Phänomen in ſeiner Art iſt der Hofkünſtler und lein von Schönfeld in ihrer Wohnung ermordet zu haben.
Schwimmbad. 7
Karten=Manipulator Vario Paini. Er bildet den Im ganzen ſind 48 Zeugen geladen.
Clou des Programms und wird für die nächſten 14 Tage
Briefkaſten.
das Tagesgeſpräch in Darmſtadt bilden, denn für ſeine
720117a
ſtaunenerregenden Kartenkunſtſtücke hat ſicher auch der
F. L. Wenden Sie ſich an einen Buchhändler.
ſchlaueſte Alleswiſſer keine Erklärung. Wenn der liebens=
(Schluß des redaktionellen Teils.)
würdige Künſtler nicht ſelbſt geſtehen würde daß ſeine
Manipulationen keine Zauberei, nur Geſchicklichkeit ſind,
imüßte man an überirdiſche Fähigkeiten denken! Seine Dar=
Zugewbicher Taiu fir Alle.
bietungen ſpielen ſich unter weiteſtmöglicher Kontrolle und
Mitwirkung des Publikums ab. was den unterhaltenden
Unterſuchungen haben ergeben, daß die ganze Schön=
Charakter dieſer Nummer, die allein den Beſuch des heit des Teints auf der Dermis beruht, der eigentlichen
Orpheums ſchonenſpfehlenswertmacht, nach erhöht. Der Hof= Haut, welche in der Kindheit von einer feinen, trans=
künſtler
hat denn auch ſtürmiſchen Beifall zu verzeichnen. parenten Schicht, der Epidermis, bedeckt iſt durch welche
Ein gymnaſtiſches Potpourri bringen die vier Roſet=das zarte Roſa der Geſichtshaut in all’ ſeiner jugendlichen
tas, die an Kraftevolnionen auch unter ihren ſtarken Schönheit und Friſche ſichtbar iſt. Mit den Jahren bleibt
männlichen Kollegen nicht viel Konkurrenten ſinden dürf=wohl die eigentliche Haut dieſelbe, die feinen Partikel der
ten. Die vier Damen arbeiten ſicher und elegant und äußeren Schicht mehren ſich aber, ſie werden hart und
veredeln auch die rohe Kraft durch ihre Grazie. Sehr ſchälen ſich nicht los, wenn ſie einmal abgeſtorben und
aktuell führt ſich der Humoriſt Engelbert Saſſen! nutzlos geworden ſind; daher die vielen Runzeln, die
ein mit einem Couplet über 1813 und heute. Auch ſonſt Fältchen und die mißfarbenen Stellen, welche die darunter
(12352a
ſind ſeine gut und wirkungsvoll geſungenen Vorträge in= befindliche roſige Haut ganz verdecken. Um ſie zutage

haltlich aktuell, intereſſant und ſatiriſch=humoriſtiſch, und treten zu laſſen, muß man die abgeſtorbenen, welken Par=
(20
ſie entbehren auch der Würze nicht. Die Anekdoten, die ertikel der äußeren Hautſchicht entfernen; Seife, Waſſer und
tachrie
Damf
ern
erzählt, ſind auch nicht gar zu alt. So erfüllt er eigentlich Gold Cream bringen das nur bis zu einem gewiſſen
alle Anforderungen, die man an einen guten Humoriſten Grade fertig; wo die feinen Partifel beſonders angehäuft
Hamburg=Amerika=Linie
ſitgeteilt von demu
ſtellt, und muß vielen Hervorrufen Folge leiſten. Eineund feſt ſitzen hilſt nur ein paſſendes Löſemittel, wie Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraßeil,
ganz reizende Nummer bringt Les Graziellas eroti=das vegetabiliſche Wachs, das unter dem Namen reines Nordamerika: Amerika, von Neu=Vork kommenla
ſcher Dreſſurakt. Prachtvoll gefiederte Araras, Papageien, Parinolwachs in den Apotheken und Drogerien käuflich 31. Okt. 2 Uhr morgens Lizard paſſiert. Belgia naün
Kakadus, ja ſogar ein Pfefferfreſſer zeigen wahre Wunder iſt. Dies beſitzt anſcheinend die bemerkenswerte Eigenſchaft, Baltimore, 30. Okt. 6 Uhr 30 Min. morgens in Boſton=
moderner
Dreſſur, von denen Saltomortale vorwärts und in die Hauptſchicht einzudringen, die mißfarbenen, welken Bosnia nach Baltimore, 30. Okt. 9 Uhr 50 Mills
rückwärts, von zwei Kakadus ausgeführt, wohl das Non Partikel nach und nach zu löſen und zu entfernen. Man abends Cuxhaxen paſſiert. Calabria von Sapannal
plus ultra bilden. Lichtbilder beſchließen den reichhal= wende es allabendlich an und waſche es morgens ab; 30. Okt. 2 Uhr 20 Min. nachm. Lizzard paſſiert. Molie
dies nimmt dann die abeſtorbenen Partikel mit. Man von Genua nach Neu=York, 30. Okt. 2 Uhr morgenß=
tigen
Abend.
ſetze das für eine Zeitlang regelmäßig fort und man wird von Neapel nach Almeria. Willehad von Kanalll
über die Wirkung auf Haut u. Teint erſtaunt ſein. (IIII22904 kommend, 30. Okt. 8 Uhr 30 Min. abends in Rotterdamz=
Weſtindien, Meriko:
Georgia nach Weſtindſtſt
Letzte Nachrichten.
31 Okt. 1 Uhr 50 Min. morgens Euxhaven paſſi
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Joſey 30. Okt. in Veracrus Wasgenwald Mm
Havanna und Mexiko, 30. Okt. 8 Uhr morgens
* Berlin, 1. Nov. In dem Prozeß gegen den
Malaga. Südamerika, Weſtküſte Amerikas: Alexandtit
Schriftſteller Sebald wegen Beleidigung des Wickl.
C. F. Erb Nachf.
nach der Weſtküſte Amerikas, 30. Okt. 6 Uhr 35 M.
Geh. Kriegsrates Selle im Zuſammenhang mit dem An=
abends
Curhaven paſſiert. Etrurial von Mittelbraßiſ
kauf des Zoſſener Schießplatzes beantragte der Staats=
Obere Elisabethenstr.
kommend. 31. Okt. 2 Uhr 30 Min. morgens in 9al
anwalt eine Gefängnisſtrafe von neun Monaten. Das
burg. König Friedrich Auguſt 30. Okt. 10 Uhr morgellt.
Gericht nahm nicht an, daß der Angeklagte wider beſſeres
Alle Stoffe und Zutaten für die An-
von
Buenos Aires. König Wilhelm II. nach Mill
Wiſſen handelte und verurteilte ihn nur wegen übler
fertigung von Wäsche: Hemdentuche,
La Plata, 30. Okt. 1 Uhr nachm. von Boulogſti
Nachrede im Sinne des Paragraphen 186 zu einer Ge=
Liguria, von der Weſtküſte Amerikas kommend
Piqués, Köper, Oxford etc.
längnisſtrafe von drei Monaten.
29. Okt. in Hapre. Nauplia nach der Weſtlüte
* Heidelberg, 1. Nov. Aus Anlaß und zur Erinne=
Amerikas, 30. Okt. 11 Uhr 45 Min. abends Cushaulſ
Deutsche und Schweizer Stickereien
rung an die Jahrhundertfeier der Völkerſchlacht
paſſiert. Polyneſia von der Weſtküſte Amerikas kom
in grösster Auswahl zu billigsten
bei Leipzig ſtifteten der Privatmann Jakob Land=
mend
, 26. Okt. von Punta Arenas. Sparta‟ 30. Ofk.
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10 000 Mark, deren Zinserträgnis alljährlich, wenn tunlich
30. Okt. 5 Uhr nachm. von Funchal. Valeſia‟, Völ
KATALoG für BRAUT-AUSSTATTUNGEN
am 18. Oktober, zu einem Beſuche des Niederwald=Denk=
Braſilien kommend, 30. Okt. 3 Uhr nachm. von Funchdl=
mals
durch ältere Schüler der hieſigen Volksſchulen ver=
auf
Wunsch.
wendet werden ſoll. Nach Fertigſtellung des geplanten
Bismarck=National=Denkmals am linken Rheinufer ſollen
Fernspr. 728. Gegr. 1861.
beide Denkmäler abwechſelnd beſucht werden.
* Baden=Baden, 1 Nov. Großherzogin
22918a
Meine Verlobung mit Fräulein Theo
Luiſe von Baden empfing heute den Statthalter von
Elſaß=Lothringen, Grafen v. Wedel und Gemahlin, die
Aus dem Geſchäftsleben.
dore Meversiek aus Hannover, z. Zt.
ſpäter an der Frühſtückstafel teilnahmen.
Was machen wir heute abend? iſt jetzt eine
Frankfurt a. M., beehre ich mich ergebenst
* Pilſen, 1 Nov. Als geſtern auf dem Schieß= ziemlich regelmäßig wiederkehrende Frage, deren Beant=
platz
der Skodawerke ein 7½ Zentimeter Feldge= wortung dem Beſitzer eines Grammophons nicht
anzuzeigen.
ſchoß, das nach dem Abſchießen nicht explodiert war von ſchwer fällt. Das große Plattenrepertoire ermöglicht ihm
einem Geſchoßmeiſter demontiert werden ſollte, fiel das1 Abwechſelung und muſikaliſche Unterhaltung verſchiedenſter
Darmstadt, im Oktober 1913.
Geſchoß zu Boden und erplodierte. Der Ge=Art. Das Inſtrument bringt in jedes Heim Muſik aus
Wilhelmstr. 16.
ſchoßmeiſter und ein Arbeiter wurden ge= allen Ländern, alle Geſangſtars, die gefeierten Lieblinge
tötet, zwei andere Arbeiter ſchwer verletzt.
der Operette und des Varietés und bietet jedem etwas.
* Paris, 1. Nov. Das Kolonialminiſterium erhielt Die Fabrikate mit der wohlbekannten Schutmarke Fox=
Professor Dr. A. E. Berger.
vom Gouverneur Franzöſiſch=Weſtafrikas eineterrier werden bereitwilligſt vorgeführt.
Depeſche die beſagt, nach den erſten Berichten über den
Millionen von Hausfrauen kochen täglich Maggi’s
Kampf bei Boutilis am 18. September ſeien ſeitens
der Franzoſen 25 Eingeborene gefallen, jedoch ſei kein Suppen. Der feine Eigengeſchmack jeder der 43 Sorten
(B22906
Europäer verletzt worden. Die Depeſche fügt hinzu, daß ſtellt Maggi’s Suppen den beſten hausgemachten Suppen
der Rezzouſtamm, der den Angriff am 18. September gleich. Dabei koſtet 1 Würſel für 23 Teller nur 10 Pfg.
unternahm, ſpäter von dem Hauptmann Mangeot verfolgt
Für die Reike.
und am 10. Oktober in Outſoun eingeholt wurde wo ihm.
Dankſagung.
Das Reiſen in Aegypten. Die Firma Thos,
eine völlige Niederlage beigebracht worden ſei. Die Fran=
zoſen
erbeuteten über 600 Pferde 15 Gewehre, das ge= Cook & Son hat vor kurzem das 43. Jahresprogramm ihrer
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
ſamte Gepäck und die Lebensmittel. Auf franzöſiſcher Reiſeeinrichtungen in Aegypten herausgegeben. Nicht
bei dem Hinſcheiden meines lieben Mannes=
weniger
als 14 Dampfer der Firma Cook werden laut Be=
Seite ſeien nur zwei Eingeborene gefallen.
(22949
unſeres guten Vaters
kanntmachung die verſchiedenen Dienſte zwiſchen Kairo,
* London, 1. Nov Premierminiſter Asquith wurde Aſſuan und dem zweiten Katarakt in der kommenden Sai=
in
der Nähe von Stirling (Schottland) bei einer Auto= ſon bewerkſtelligen, einſchließlich des neuen Dampfers
Johannes Stier
mobilfahrt von Anhängerinnen des Frauen=
Arabia‟ Dierſer Dampfer iſt der größte, welcher auf dem
Werkmeiſter
ſtimmrechts angegriffen, die Pfeffer in den Nil verkehrt, und beſitzt viele neue Einrichtungen in bezug
Wagen warfen und Asquith ſchlagen wollten. Polizei= auf Komfort, als mehrere cabins de luxe, beſtehend aus
ſagen wir Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer
beamte, die in einem zweiten Automobil unmittelbar folg= Salons, Schlaf= und Badezimmer und Toilette, beſondere
Dingeldey für ſeine troſtreiche Grabrede, herz=
ten
, vertrieben die Angreiferinnen. Eine Verhaftung Ausſichtsſalons uſw. Auf Grund eines Uebereinkommens
lichen Dank.
wurde nicht vorgenommen.
Kath. Stier und Kinder,
mit der ägyptiſchen und ſudaneſiſchen Eiſenbahnverwal=
* Waſhington, 31. Okt. Die Bankkommiſſion tung werden kombinierte Dampfer= und Eiſenbahnbilletts
Landwehrſtr. 79.
des Senates hat ſich vorläufig auf die Errichtung von jetzt ausgegeben, welche es Reiſenden mit beſchränkter Zeit
Darmſtadt, den 1. November 1913.
vier Provinzreſervebanken für das neu ge= möglich machen, Oberägppten ſchneller zu beſichtigen, als
plante Geldumlaufſyſtem geeinigt. Die bundesſtaatliche bei alleiniger Benutzung der Dampfer,
11
2
O
A



Das Bier für die Familis. Unerreicht in seiner Wohlbekömmlichkeit.
(14025a

[ ][  ][ ]

Nummer 263.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November 1913.
Seite 9.
Abendunterhaltung des Geſangvereins Teu=
tonia
um 8 Uhr im Feierabend‟.
Generalveſammlungen: Konſum=, Spar= und
Todes=Anzeige.
Todes=Anzeige.
Produktions=Genoſſenſchaft um 3½ Uhr im Saalbau.
Krankenkaſſe für Beamte, Kaufleute und Gewerbetrei=
Verwandten, Freunden und Bekannten
bende um 10 Uhr im Reſtaurant Arheilger.
Hierdurch die traurige Mitteilung, daß
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. Ludwigshöhe um
hiermit die ſchmerzliche Nachricht, daß unſer
meine liebe Frau, unſere gute, treubeſorgte
4 Uhr. Rummelbräu um 4 und 8 Uhr. Bürger=
geliebter
, hoffnungsvoller Sohn und Bruder
Mutter, Schweſter, Schwägerin und Tante
keller um 4 Uhr. Café Metropole um 4 Uhr.
1
Reſtaurant Krokodil um 8 Uhr.
Reſtaurant
Zahnarzt
Schweizerhaus zu Eberſtadt um 4 Uhr.
Frau Elise Bickhardt
Wanderung des Vogelsberger Höhenklubs nach
Michelſtadt (Abfahrt 8.19 Uhr).
geb. Nennstiel
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der Stadt Pfungſtadt.
Karl Landheinz junior
heute ihrem langen, ſchweren Leiden erlegen iſt.
Kunſthalke am Aheintor, geöfnet Wertags von
heute abend im Alter von 28 Jahren ſanft
114 und Sonntags von 104 Uhr.
verſchieden iſt.
Hochzeitsturm. Turmzimmer und Ausſtellungs=
Die trauernden Hinterbliebenen:
(22838
räume täglich geöffnet von 912 und 25 Uhr.
Darmſtadt, den 31. Oktober 1913.
Lud. Bickhardt
Amtlicher Wetterbericht.
nebst Kindern.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Darmſtadt, den 1. November 1913.
Zahnarzt Karl Langheinz und
Unter dem Eindruck des feſtländiſchen Hochdruckgebietes
Frau Hermine Langheinz,
hatten wir geſtern trockenes, mildes Wetter bei ſüdöſtlichen
Die Beerdigung findet Montag, den 3. Nov.,
Winden. Das über dem Südweſten Frankreichs lagernde
Ernst Langheinz.
nachmittags 3 Uhr, auf dem Beſſunger Fried=
Teiltief dürfte uns zeitweiſe beeinfluſſen, ſo daß wir mor=
(B22925
hof ſtatt.
gen nebeliges, wolkiges, mildes Wetter mit vereinzelten
Die Beerdigung findet Montag, den 3. Nov.,
Niederſchlägen zu erwarten haben werden.
nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehauſe Zimmer=
Vorausſichtliche Witterung in Heſſen am Sonntag,
ſtraße 3½ aus, auf dem Beſſunger Friedhof
den 2. Nov.: Wolkig, mild, vereinzelte Niederſchläge.
ſtatt. Die Einſegnung erfolgt eine Viertel=
Vorſtellungen um 4 und 8¼4 Uhr im Orpheum.
ſtunde vorher im Trauerhauſe.
Beſichtigung des Zeppelin=Luftſchiffes Viktoria
Druck und Verlagt z. . Piliſcge Haltuchenſanl.
Luiſe in der Luftſchiffhalle zu Frankfurt, Abfahrt 12.50 Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Uhr (Volksbildungsverein).
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
Feſtfeier des Evangeliſchen Bundes um 8 Uhr in der redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil.
Turnhalle am Woogsplatz.
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem Geſchäfts=
e

Evangeliſations=Verſammlung um 8½ Uhr leben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt. Für den
Sonntag, 2. November.
im evangeliſchen Vereinshauſe (Mühlſtraße).
redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an die
Großh. Hoftheater, Anfang 2½ Uhr, Ende gegen Konzert des Geſangvereins Einigkeit um 8 Uhr in Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
5½ Uhr (Volksvorſtellung, außer Abonnement): Maria
der Turnhalle der Turngemeinde Beſſungen.
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
Stuart. Abendvorſtellung: Anfang 7 Uhr, Ende Abendunterhaltung des Geſangvereins Lieder= nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
gegen 9½ Uhr (Ab. B): Oberſt Chabert.
kranz um 8 Uhr im Kaiſerſaal.
zurückgeſandt.
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[ ][  ][ ]

Seite 10.

Nummer 205.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November 1913.
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[ ][  ][ ]

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Nummer 263.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November 1913.
Seite I1.
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17
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Von der Ausübung des Wahlrechtes bei der bevorſtehendenformen, alte Gebiſſe uſw. Zahle
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Stadtverordnetenwahl ſind alle ſonſt Wahlberechtigten ausge= pro Herrenanzug bis zu 20 Mk.
ichloſſen, die das 1. und 2. Ziel der Gemeindeſteuer des laufen=
1 Ueberzieher f. mittelgroße. korp.
den Steuerjahres, ſowie etwaige Rückſtände an Gemeindeſteuer Zarnicer, Kleine Bachgaſſe 1.S Rattt
Figur, wenig getr., zu verkaufen.
Komme auch nach auswärts.
aus den Vorjahren bis dahin nicht entrichtet haben. (22948gi
getrag. Herren= u. Damen=
(*13747
Kirchſtraße 27, III.
Darmſtadt, den 1. November 1913.
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Silb., Zahngebiſſe uſw. Zahle
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konkurrenzl. Preiſe: der erſte
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Elektrolyſe auf dauernd entfernt.
gebiſſe, Bettfedern uſw. z. d. höchſt.
Preiſen. Poſtkarte gen. (*13490fgo Kleizewakl, Schloßg. 29. (22625a Behandlung nur für Damen.
(ast
Karlſtraße 45, II.
M. Spaier, Schloßgaſſe 10.
22833a)
Gluheres Eiſenvahngelande Darmſtadt.
Durch die Verlegung des Bahnhofs Darmſtadt ſind größere
Geländeflächen der alten Main=Neckar=Bahn, der Odenwaldbahn und
der Bahn nach Aſchaffenburg frei geworden. Nach Abſchluß der
Aufräumungsarbeiten auf einem größeren Teil dieſes Gebiets, na=
Straussfedern-Engroshaus
mentlich auf dem Bahnkörper der früheren Main=Neckar=Eiſenbahn
ſi. dlich der Rheinſtraße ſoll über das Gelände nunmehr anderweit
verfügt werden. Ein Teil des Geländes kann
Rudolf Wolff
zu Bauzwecken
beräußert werden. Auch zur Anlage von
Bismarckstrasse 55 Bismarckstrasse 55
Gärten, Lagerplätzen, Spielplätzen
und zu anderen Zwecken können Geländeflächen verkäuflich oder
pachtweiſe abgegeben werden.
Spezialhaus allerersten Ranges
Wir fordern alle Intereſſen auf uns etwa beſtehende Wünſche
neegen Erwerbs oder Pachtung von Gelände ſchriftlich oder ( wäh=
in
:
rimd unſerer Dienſtſtunden 8½ bis 12 Uhr und 2½ bis 6 Uhr)
mründlich mitzuteilen. Damit hervortretende Bedürfniſſe bei der Ge=
lſamteinteilung
des Geländes möglichſt berückſichtigt werden können,
Prima Straußfedern, Paradies-Reiher,
es erwünſcht, daß uns nähere Angaben recht bald zugehen. (21871a
Darmſtadt, den 10. Oktober 1913.
Reiher Fantasies Strauß-Boas.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
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Kullmann.
Bekannt riesige, nicht zu übertreffende Auswahl.
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Amm Dienstag, den 4. Novem= kauft fortwährend zu den höchſten
Verkauf nur gegen bar.
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ihm öffnete, ſagte, daß Herr Max zu Hauſe wäre und lich Töchter ins Haus brächten! ſeufzte die alte Dame.
noch den Bruder erwarte, um mit ihm auszugehen.
Das iſt Mamas ewige Sorge! Als wenn ſie nicht
Roman von Carl Conte Scapinelli.
Aber da ſtürzte auch ſchon der fidele Max aus einer ſchon an uns zwei übrig genug hätte!
(Nachdruck verboten.)
1120
Nichts hab’ ich von Euch, Ihr ſeid ja immer weg,
Tür: Das iſt feſch, daß Du Dich einmal ſehen läßt, Mama
In dieſen Jahren ſoll man ein bißchen ſentimental
viel mehr hätte ich, wenn Ihr verheiratet wäret!
ſein, und das ſchadet auch gar nichts für’s Theater. Es wird eine große Freude haben!
Alſo aus Egoismus willſt Du uns verkuppeln!
Aber ich will doch nicht jetzt um halb acht Uhr Deine
karin ja nicht jede die Närriſche und Komiſche geben.
Was für ein garſtiges Wort, Max! Sehen Sie, ſo
Gottlob haben wir auch in der neuen Operette jugendliche gute Mutter ſtören! Nein, nein, ihr mache ich demnächſt
ſind die Buben zu mir, alles Schlechte ſagen ſie ihrer Mut=
Sentimentale. Und gerade für ſo eine Rolle hab’ ich Ihr einen korrekten Beſuch.
ter nach!
Töchterchen auserſehen. Paſſen’s auf, demnächſt beginne
Das kannſt Du auch, aber jetzt kommſt Du ohne Wider=
Sie meinen’s nicht ſo!
ch., ihr die Rolle einzuſtudieren.
ſtreben herein. Mama würde es mir nicht verzeihen,
Vielleicht. Aber ihe Ton iſt rüd geworden in den
O, welches Glück! Nein, wirklich, Herr von Rittner, wenn ich Dich ihr vorenthielte, ſie hat ja immer große
letzten Jahren. Zwei richtige verbiſſene, böſe, läſtige
dass wär’ zu liebenswürdig und wir wären Ihnen ſehr Stücke auf Dich gehalten.
Junggeſellen ſind’s geworden! Es fehlt ihnen guter
damkbar, und gleich muß mir das Mädel den Erlinger
Und er zog den Angekommenen am Arm mit in das
Frauen Umgang!
aſſſen, gleich, keine Stund’ mehr darf’s mit ihm gehen!
Speiſezimmer, wo am großen, runden Tiſch beim Schein
Na, Theodor hat ihn ja jetzt! meinte Max lachend.
Aber das braucht’s doch wirklich nicht. Ich bin ja doch der Gaslampe Frau Erlingers ergrauter Scheitel ſich über
Du weißt, daß ich davon nichts wiſſen will! Bitte,
ſchoon verſorgt! fügte er lachend bei.
eine Handarbeit beugte. Ah, Sie ſind es, Herr Kapell=
Es iſt gleich, ſie muß ihn laſſen! Nur eine Liebe meiſter! Das freut mich aber! Die alte Dame hatte ſich ſprich nicht davon!
Siehſt Du, ſo iſt Mama! Wenn einer von uns am
nuß ſie kennen die zur Muſik und zur Bühne! aus ihrem bequemen Stuhl erhoben und war ihm ein
Sie ſind eine ſtrenge Mutter!
beſten Wege wäre, ſich zu verloben oder zu verlieben, dann
wenig entgegentreten!
will ſie davon nichts wiſſen!
Aber eine gute, ehrliche, der das Wohl ihrer Tochter
Er beugte ſich über ihre ſchmale, hagere Hand. Ich
m Herzen liegt. Der Grünpichl ſoll mir drüben keinen
Frau Erlinger hielt es unter ihrer Würde, darauf
muß mich vor allem entſchuldigen, daß ich ſo ſpät ins Haus
o rwurf machen können. Mir net!
falle. Endlich hab’ ich einen freien Abend, und da ſchien weiter zu antworten. Sie wandte ſich wieder an Joſef
Schließlich beſtärkte Joſef Rittner die gute Frau in es mir an der Zeit, einmal gemütlich mit Max und Theo= und fragte: Ihre Braut iſt Ungarin, höre ich. Wie inter=
hrer
Strenge nur um ihren Redeſtrom zu mäßigen
eſſant!
dor mich zu treffen.
Deutſch=Ungarin, gnädige Frau. Sie iſt erſt heute früh
md ſich mit Anſtand in ſein eigenes Zimmer zurückziehen
Ich weiß, ich weiß, Sie ſind ſehr beſchäftigt, immer,
u kkönnen.
wieder in ihre Heimat zurückgekehrt.
Er hatte zuerſt zu Hauſe bleiben wollen, aber dann deſto mehr werden meine Söhne dieſe Stunden ſchätzen,
O, wie ſchade! Die Trennung in der Verlobungs=
danr
es ihm eingefallen, daß er aus innerer Unruhe dies die Sie ihnen widmen. Aber laſſen Sie mich Ihnen zu
pahhrſcheinlich doch nicht vermögen würde, und er beſchloß, Ihrer Verlobung gratulieren. Es hat mich ſehr gefreut, zeit wird Ihnen beiden recht wehe tun!
Am liebſten hätte Joſef nun erwidert, daß er augen=
ernigſtens
den Verſuch zu machen, die zwei Erlinger zu daß Sie ein liebend Herz gefunden, und ich hoffe beſtimmt,
Sie bringen mir recht bald Ihre Braut!
blicklich nicht darunter litte, aber er ſchwieg, und ſo ſprach
refffen und mit ihnen den Abend zu verbringen.
Frau Erlinger war ſtehen geblieben, hatte Joſefs Frau Erlinger, die noch ganz in der alten Zeit und in der
So fuhr er mit der nächſten Straßenbahn in den drit=
m
Bezirk und läutete, allerdings etwas ſpät, an der Hand noch in der ihren behalten und ſah mit ihren klugen, Erinnerung lebte, weiter: Wie ich und mein guter ſeliger
o bnungstür des ſtattlichen Hauſes, in dem die Brüder kleinen, gutmütigen Augen mit Wohlgefallen auf ihn. Mann verlobt waren, eu mußte er einmal auf eine Woche

[ ][  ][ ]

Nummer 263.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November 1913.
Seite 14.
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weinte und was ich in den acht Tagen litt!
kamen, waren ſie geachtet, und ſie waren bei ihren Vor=
Mutter auf.
Unwillkürlich dachte Joſef: War die Liebe vor dreißig, geſetzten gut angeſchrieben. Dennoch war ihre Mutter mit
Da hielt es Joſef doch an der Zeit, zu intervenieren
vierzig Jahren anders, als bei den modernen Menſchen? ihnen unzufrieden, und Joſef Rittner, der als Jüngling Geſtatten, gnädige Frau, daß ich ein Wort ſage. Ich ken
Frau Erlinger war auf ihr Lieblingsthema gekom= in dieſem Haus ein= und ausgegangen, der ſein welt= das Fräulein, von dem eben geſprochen wurde, undich
men, auf die Erzählungen aus ihrer Brautzeit. Keinen ſchmerzgeſättigtes Herz einſtmal dieſer Frau wie einer lege für ihre Tadelloſigkeit meine Hand ins Feuer!
anderen Mann hatte ſie früher nur angeblickt, dann war Mutter vertrauensvoll geöffnet und von ihr kluge Troſt=
Es iſt lieb von Ihnen, Herr Kapellmeiſter, daß Sie
der junge, kühne Architekt gekommen, hatte um ſie ge= worte in die Wirrnis der zweiten Ehe ſeines Vaters da= ſich ihrer annehmen, ſagte Frau Erlinger mild. Aber faſt
worben, und ein einziger Liebesfrühling war ihre Ehe mals heimgetragen, mußte heute alle ihre aufgeſpeicherten halte ich es noch für unglücklicher Sie verſtehen recht
geworden, bis er vor zwanzig Jahren ſtarb.
Sorgen geduldig anhören.
vom Standpunkt der Mutter Theodors wenn das Mäh=
Mit den ſchönen Erinnerungen aus jener Zeit vergrub
Als ſie juſt damit geendigt zu haben ſchien, kam Theo= chen rein und brav iſt!
ſich dieſe Frau in ihre vier Wände und wollte auch ihre dor aufgeregt und haſtig ins Zimmer geſchoſſen, fiel Joſef
Man kann nicht lauter Gräfinnen heiraten!
zwei Buben mit ſich vergraben, aber die ſtürmten doppelt faſt um den Hals und rief: Ich weiß es ſchon, ich weiß es
Das ſollſt Du auch nicht. Du ſollſt Dir eine Frauals
gern darum ins Leben hinaus, und das konnte ſie eben ſchon, am Theater erzählt man es ſich Deine Operette unſeren Kreiſen holen und gefälligſt andere Mädcheh
jetzt, da ſie alt und grau geworden, ſchon gar nicht be= iſt angenommen!
wenn ſie brav ſind, erſt recht ungeſchoren laſſen!
Warſt Du wieder am Theater? fragte die Mutter vor=
greifen
. Nachdem ihr Mann geſtorben, wollte ſie wenig=
Mutter, das wirſt Du nie verſtehen!
ſtens ihren zwei Söhnen ganz leben, und ſie tat es auch wurfsvoll.
Nein, Kind, Dich und Deine Art verſteh’ ich wirk=
in
ihrer fürſorglichen, ernſten Art. Aber die Jugend wollte
Ja und ich laſſe mir das nicht wehren, ich bin lich nicht!
heiter ſein und konnte einem Toten nicht ewig nachtrauern, alt genug und weiß, was ich tue!
So war in die Unterhaltung leider durch die ſchroffe
und ſo trugen ſie dieſe Fürſorge mit ihrer ſelbſtverſtänd=
Wenn Du das auch nur weißt! ſagte die Mutter ſeuf= Anſichtsäußerung von Mutter und Sohn ein Mißton
lichen Art. Sie ließen ſie ſich gefallen, aber binden, feſſeln zend. Aber dann ſügte ſie, zu Joſef gewendet, hinzu: gekommen, den Joſef Rittner vergebens zu entſernen
Das iſt ja ſehr erfreulich, daß Ihr Werk, von dem ich ſchon ſich mühte. Wie die Lebensauffaſſung dieſer Frau einen
ließen ſie ſich nicht.
Und darum war ihr die Heiterkeit und die Lebensluſt viel gehört habe, angenommen iſt! Nun werden Sie auch ganz beſchränkten Kreis umſpannte, ſo reizte ſie auch erſt;
ihrer Söhne etwas Unverſtändliches geworden. Bei Max mit dem Theater in Berührung kommen. Nun, Sie ſind recht den an ſich eigenwilligen Theodor zur ſcharfen Oppo=
verzieh
ſie es eher, denn ſein Humor war herzlich und er= ja verlobt, Ihnen kann das nicht ſchaden!
ſition. Daß die Mutter durch ihren Widerſpruch der=
innerte
ſie an den ihres ſeligen Mannes, Theodor aber
O, ich kenne das Theater, ich war ja lange genug in Sache, ohne zu wollen, mehr Bedeutung verlieh, als ihr:
hatte von ihr einen Einſchlag Ernſt erhalten, der ſich bei der Provinz Theaterkapellmeiſter, und ich muß ſagen, gebührte, fühlte ſie nicht. Jetzt, da die Mutter dagegen
ihr zur Feierlichkeit verzerrte, und ſeine Witze gingen wie gnädige Frau, es ſind auch prächtige Menſchen dabei!
war, wurde eine harmloſe Tändelei in die ernſten Bahnen:
ſeine ganze Art auf Stelzen und trafen die Mutter tiefer
Theodors dankbarer Blick traf ihn. Herrliche Men= einer nach Ehe ſchmachtenden Liebe gedrängt
als Max’ freier Humor.
ſchen ſind dabei und brave, rechtſchaffene Mädchen, Mama.
Dabei konnte ſie mit den Erfolgen ihrer Buben ſehr Mein Linerl iſt ſolch ein liebes Ding! Theodor rief es
(Fortſetzung folgt.)
zufrieden ſein. Sie hatten glatt ihre Prüfungen beſtanden voll Begeiſterung.

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Nummer 263.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November 1913.
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90 Teller, bemalt . .
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Kaffeeservice
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27
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Nummer 263.
Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November 1913.
er immer ganz beſcheide agefange: Ich bin zwar nur von en mol gezeigt, daß ausnahmsweis aach eniol aus Naza=
Erichinkels Sunndags=
Darmſtadt ½ Deß war ſo gewiſſermaße e Entſchul=reth odder aus Darmſtadt ebbes Gudes kumme kann.
Ja, un deß ſcheenſte is, daß de Liewig, ſeim Schulleh=
digung
, daß hinnerm Berg gach noch Leit wohne, un in=
Noochmitdags=Bedrachtunge.
dem weil der Stolze behaubt hott: Wie kann nor derer und alle annern zum Drotz, aach noch zu Lebzeit=
beriehmt
worrn is. Nemlich im allgemeine is es ieblich
Menſch net vun Frankfort ſeil=
Em Herr vun Liewig zu ſeine neie Denkmalsenthillung.
Nemlich die Frankforter mache immer e Gedees un e daß mer grundſätzlich die Schennie un die große Geiſter er=
Un wos ſo drum un dra henkt Erfinder, Entdecker
Geſaires vun wege ihrm große Sohn‟ No, un denooch ihrm Dood beriehmt werrn leßt, un dhut ſe aus=
un
Brofehde. Gewichſte Denkmäler un ſo
Goethe hott doch in Frankfort aach bloß gezahnt un Laafe haage, und dhut Strooße noch en benamſe un ſo. Un war
Nu hott mer unſerm Liewig jetzt
lerne, beriehmt is er wo annerſter worrn. Un deſſentwege ſunſt emol ſo e Großer ſterbt, dann kumme grad die hen
E richdig Denkmal aach geſetzt,
kenne mir uns uff unſern Liewig mindenſtens grad ſo die wo am meiſte uff en geſchennt un reſſeniert hawwe. Wi
Mit dem er ſich kann ſpannet
viel eibilde, wann net noch mehner. Un deſſentwege dhun em huldige un bilde e Kommideh un grinde en Vel
Zwar hott er jo ſchun ein’ge Johr
hammer’n aach jetzt uff de Luwieſeplatz geſtellt, nooch ein un loſſe ſich in de Vorſtand wehle, alles im Inträſſſ
Im allerſcheenſte Blumeflohr
de Rheinſtroß zu, vors Merkſe Abbedehk. Jetzt ſehe doch vun dem große Dode. Nadierlich. Dann es werd dos
Vorm Bahnhof als geſtanne.
die auswärdige Fremdee bißche, wer mer is net kaaner behaubte wolle, daß die ſich bloß vornehin drick
wohr? Un wann mer mol mit ſeim Beſuch die Rhein= dhete, um damit, daß die Leit ſehe, daß ſe aach no
Doch war ſei Denkmal net ſehr groß,
ſtroß eruff dabbt, dann ſtellt mern vor das Denkmal un lewe und daß ſe aach emol geſehe ſei wollte..
Mer ſah Eich do ſei Köbbche bloß,
Awwer de Liewig is dene ſcheiheilige Brieder zuliel
ſeegt: Gell, de Liewig, deß war’n Kerl, awwer ſo ſin
Un deß war ſehr ſchinierlich:
mer allmitnanner, aaner wie de anner! Noochher krieje net geſtorwe; er hott noch net emol gewort, bis er ganf
Heit fellt es gleich ganz annerſt uff,
dood wor ſundern hott ſich in ſeine beſte Johrn b. hn
die Leit erſt Reſchbäkt vor gam.
Es hockt e Mädche owwe druff.
Awwer de Liewig war net bloß e großer Gelehrter, werrn loſſe, ohne daß er e Kommidhe odder en Verein
Gliedmäßig un fiſchierlich.
ſundern es war aach e richdiger beeſer Heinerbub, indem zu gebraucht hott. Un deß zeigt ewe, daß es en ächt
weil er vor alle Dinge mol net gern in die Schul gange Heiner war, der wo nooch kaan Deiwel was gefragt h
Un ſchließlich, deß is ohne Frag,
is. Deß is e ureigener Karakderzug vun uns Heiner. Aach ſundern frech un goddesferchdich uff ſei Ziel los maſchie
Geheert for ſo en Mann ſich’s aach,
Deß is doch gorkaa Wunner;
de Liewig hott die Schul ſo gern geſchwenzt wie aaner, is. Un deßdewege hawwe mer’m, zu ſeim alte beſcheiden
Guckt gach de Ludwig newedro,
un hatt de Kobb voller Lumbeſtraach; un wann er als Denkmal, noch emol e greeßeres geſtift, mit eme ſcheed
Als gotterſprich, was beißt mich do,
ſei Schulſach gemacht hott, deß is em valleicht heit noche Mädche owwe druff. Un mer hawwe’s aach uff en Plat
Vun owe uff en runner.
Rätzel. Sei Lehrer hott’s em aach oft genug geſagt. Lie= geſtellt, wo’s em net langweilig wird; dann do ſieh
wig, hott er geſagt, du biſt e Dummkobb un bleibſt aaner, die Saldade vabei marſchiern un de Hauske mit ſeinee
Die Hauptſach is doch, ohne Denz,
un aus dir werd emol ſei Lewedag nix! Un mei Liewig, bäll. Freilich, des Mädche, deß wo jetzt do owwe drufft
Er ſteht jetzt in de Reſſedenz,
weil er halt nir gedaucht hott, is er nach Heppenheim hockt, deß werd vun Afang als emal ſchee die Nas runzel
Drum ſieht mer’n gach viel ſchenner;
gange, hott Abbedehker gelernt un is e großer Gelehrter wann’s die Strambelbahn mit ihrm ſchwazze Raach
Was nitzt aam ſo e Denkmal dann,
worrn. Deß kaan en ſtiller Droſt ſei for all die, die wo in reichern dhut; awwer erſtens mal dauert des net mehll
Wann mer kaa Brullies mache kann
lang, un zweitens mal miſſe ſich deß zwaa heſſiſche
de Schul gach nir dauche.
Mit ſeine große Menner!
Freilich, meines Wiſſens, un ſo viel ich devon geheert niſter ſchun jahrlang gefalle laſſe, un drittens mal haſ
hab, hott ſich de Liewig aach de Deiwel um’s Reſchiern mer hier e Fürſorgdam for Denkmäler, wann e
Un unſer Liewig is beriehmt,
gekimmert. Der hott nur de liewe lange Dag in ſeine dreckig is, werd er aafach widder abgeweſche. Deß hot
Wie’s for en Weiſe ſich geziemt,
Schemie erumgefuſchelt un hott allerhand nitzliche Sache jo an ſich ſelbſt geſehe, wie ſei alt Denkmal vor die Liewi
Ringsum in alle Zone;
Mer kennt en Eich dem Name nooch,
erfunne, die wo heit all ſo ſelbſtverſtändlich ſin, daß mer realſchul geſtellt is worrn.
Dot hott er nemlich ſein Kobb, der wo ſchun ſo
Un net bloß hier am große Woog,
gor net mehr dro denkt. Ich will bloß zwaa erausgreife:
De kinſtliche Miſt un de Fleiſchärdrackt. Ohne die zwaa verroſt war (padiniert ſeegt mer, glaab ich) emol grink
Na, wo nor Menſche wohne.
Middel kennt die Menſchheit heidigendags gor net mehr lich geweſche krickt, daß er jetzt widder glenze dhutwie
Er war e Licht in der Schemie,
äriſtiern. Un wann mer die net hett, noochher kennt uns Fixſtern in ’re Schachtel Wix, un daß ſei Nachber, deHe
So hell, wie aans geſtrahlt noch nie,
alles annere nix mehr helfe; un ’s Bioſohn, un ’s Bio=Juſtizrat Metz, orndlich neidich eniwwer gucke dhut.
Sei Ruhm war ohnegleiche,
malz, un ’s Biograf heet kaan Wert mehr; es Sanadogehn, denfalls werrn jetzt die annern roſtige‟ Denkmäler,sl
Un hott er unner uns geſagt
's Hämadogehn un ’s Elaſtigehn; es Amol, 's Odohl. ’s wo hier iwwerall erum ſteeh, aach emol e bische geb
Hier bloß ſei Buweſtraach gemacht,
Jawohl un es Fakierohl. Deß alles kennt die ganz Sach mit Butzbomad un ſo.
Er is doch unſer eige.
Awwer, um widder uff de Liewig zu kumme.
net mehr erausreiße, wann de Liewig net de kinſtliche Miſt
jedenfalls der aanzig Altſtädter, der wo in Darmſtch
erfunne hett un de Flaaſchbriehſyrrogahd.
Hier hott er’s Licht der Welt erblickt,
zwaa Denkmäler hott, un wann aach die Enthillungsfe
Hier hott die Schulbank er gedrickt,
Allerdings, domals war’s grad, wie’s heit aach noch lichkeit e bische indiemer verlaafe is, als ſich’s for en wäl
Un zwar nicht ohne Tadel:
is. Wann e geſcheidter Kerl hergeht un geht hie un dhut ächte Heiner geheert hett, ſo miſſe mer ewe in Bedu
Un doch hott ers zu was gebracht,
e nei Erfindung enddecke, odder e nei Entdeckung erfinne, ziehe, daß mer im Zeitalter der Johrhunnerdsfeier lei
Sei Lehrer hett’s zwar nie gedacht,
wos ungefehr es nemliche is, noochher gehe die annern her, un daß mer vor lauter Paddriodißmuß net mehr wall
Er krag ſogar de Adel!
die Neidhemmel, die Nirkenner un die Beſſerwiſſer un zuckeſob mer e Bub odder e Mädche is. Wann ſich deß wihhlll
die Areln un ſuche den Erfinder klaa zu mache. Dann e bische verraacht hott, dann werrn mer aach widderftüll
Jedoch, wann mer’s bei Licht beſieht,
mer waaß jo, der Brofehd gilt nix in ſeim Vadderland, un ſei uff unſern Liewig, un werrn en verehrn, drotzd
Die Ehrn, die wo ihm all geblieht,
wann dem Brofehd ſei Vadderland aach noch ausgerechent er in de Viehhofsgaß uff die Welt kumme is.
Die war’n mehr allgemeiner;
Darmſtadt haaßt, dann dhun ſe ihr hochnäſiſch Nas rune
R. Sch
Sie galte dem Gelehrte mehr,
zele un ſage: Wos kann aus Nazareth Gudes kumme.
Doch mir, mir feiern neweher
Un domit is der Brofehd erledicht.
Städtiſches Hallenſchwimmbad, Mühlſte
For allem aach als Heiner!
Awwer unſer Liewig, der hott en wos gepiffe Der
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Ja, un ich waaß jetzt bloß net, ob mir uns mehr uff hott luſtig drufflos entdeckt zum Beſte vun Menſche un
bis 8 Uhr abends, Samstags bis 8½ Uhr, Sonn=
den
Gelehrte eibilde könne, odder de Liewig mehr uff Diern, un zum Vordeil vun de Wiſſen= un de Landwert=
Feiertags von 812½ Uhr).
den Heiner‟. Deß is Ihne nemlich e kitzelich Frog. ſchaft. un er hott net eher geruht, bis er dem Schbrich= Großh. Hofbibliothek, geöffnet: Montag
Dann wann beiſchbielsmeßig de Kraft=un=Stoff=Büchner wort zum Boſſe, die ganz Weltordnung, wenigſtens ſoweit
Freitag von 91 Uhr und 24 Uhr, Samstags
in Frankfort driwwe en Vortrag gehalte hott, dann hott ſe die Brofehde bedrifft, uff de Kobb geſtellt hott. Er hott 91 Uhr.
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[ ][  ][ ]

2

11
kannt
e
(284

Nummer 263.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November 1913.
Seite 21.
Reunen verdienen Pardleu, Eonloloro, Gerolſein und biſchen Ländern und Fimland bezeichnet wird. Das Ro=
Lachtaube Beachtung. Außer in Karlshorſt finden auch in mitee hofft daher, daß die preußiſche Staatsregierung Hand
Horſt=Emſcher und in Dresden die Schlußrennen in Hand mit der däniſchen Regierung der alsbaldigen Ver=
ſtatt
. Bei dem Meeting in der ſächſiſchen Reſidenz bildet wirklichung dieſes Projektes nähertreten werde. An den
der ſtark beſtrittene Winterpreis, ein Flachrennen über Reichskanzler, ſowie an das däniſche Schweſternkomitee
1500 Meter, die Hauptnummer, deſſen Ausgang zwiſchen wurden Begrüßungstelegramme abgeſandt.
Inaſa, Gaboriau und Oranier liegen ſollte. In Horſt=
Emſcher iſt das Martini=Handikap=Jagdrennen hervorzu=
ee
e



heben, für das Kann doll, Myrrha und Germania I als



e

Literariſches.


ausſichtsvollſte Kandidaten zu nennen ſind. In Paris

Deutſche Kunſt=Ausſtellungen 1913.
nimmt die Hindernis=Campagne in Auteuil ihren Fort=

Gestes

Die umfaſſendſte Revue ſämtlicher im Jahre 1913 ſtattfin=
gang
.

(

Hlundwasset

Im Radſport ſollen die am vergangenen Sonntag denden größeren Kunſt=Ausſtellungen. Der vornehm aus=

der Weit
S
verregneten Treptower Rennen noch unter Dach und Fach geſtattete Band berückſichtigt auf 160 Seiten mit ca. 150

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(

gebracht werden. Außerdem findet in Dresden ein Steher= vorzüglichen Abbildungen ſämtliche großen deutſchen und

2
(65
Match zwiſchen Saldow, Thomas und Miquel ſtatt. Auf internationalen Ausſtellungen zu Leipzig, Kaſſel, Stutt=


(

der Pariſer Winterbahn erreicht das Ztägige Eröffnungs= gart, Mannheim. Baden=Baden, Tüſſeldorf. Breslau, Mün=

S

Auf ſchwimmſportlichem chen. Wien, Berlin, Frankfurt und Hamburg und gibt im
Meeting ſeinen Abſchluß.


S.

Gebiete iſt das Internationale Meeting des Schwimm= Anhange eine Reihe Porträts der mit Werken vertretenen
G
S

klubs Poſeidon in Berlin hervorzuheben, bei dem von Künſtler: u. a. von Prof. v. Habermann, v. Peterſen,
Ausländern nur der italieniſche Meiſterſchwimmer Maſſa v. Keller, Looſchen, Heitmüller, Kohlſchein, Claudius,
Wer Odol konſequent täg= am Start zu erwarten iſt. Der Fußballſport bringt dies= Vogel, Samberger uſw., bedeutender Architekten wie Prof.
Slich anwendet, übt nach unſeren mal nur allerorts die Austragung der Meiſterſchafts= Kreis Drechsler, Bodo Ebhardt, Billing uſw. Der Band
iſt ſowohl komplett (2,50 Mk.), als auch in 3 Heften
kämpfe.
heutigen Kenntniſſen die denkbar
à 1 Mk. erſchienen (Heft 1: Leipzig, Kaſſel. Stuttgart,

* Fußball. Darmſtädter Sportklub. Allge= Mannheim, Heft 2: Düſſeldorf. München, Wien Baden=
beſte
Zahn= und Mundpflege aus.
2
mein wird das am heutigen Sonntag auf dem Sportplatze Baden, Frankfurt, Heft 3: Breslau, Berlin, Hambueg und
S=

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Mk. 1.50, ½ Flaſche Mk. .85.
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Die Familienzeitſchrift Daheim (Verlag von
Spannung erwartet. Beide Vereine werden, wie im Vor=
Sport, Spiel und Turnen.
jahr, wieder gleichwertige Leiſtungen zeigen. Die zweite Velhagen u. Klaſing in Leipzig) eröffnet mit einer glän=
Elf der Hieſigen begibt ſich nach Mainz, um dort der glei= zend ausgeſtatteten Nummer den 50. Jubiläums=
Der Sport des Sonntags.
chen des Fußballvereins Mainz entgegenzutreten. Eben=jahrgang. Zugleich iſt dieſem ein Exemplar des künſt=
sr
. Als letzte große Veranſtaltung im Hindernisſport falls muß die dritte Mannſchaft des D. S.=K. auswärts leriſch ausgeführten Stammbuches beigefügt, das aus
gehen am heutigen Sonntag die Schlußrennen in Karls=fahren, um der gleichen Elf der Fußballvereinigung Kaſtel dieſem Anlaß vom Verlage des Daheim veröffentlicht und
in ſeiner Drucktechnit Grüße und Wünſche deutſcher Dich=
horſt
vor ſich. Mit einem ausgezeichneten Programm das fällige Verbandsſpiel zu liefern.
verabſchiedet ſich die Bahn des Vereins für Hindernis=
Heute nachmittag findet auf dem hieſigen Exerzierplatz ter und Künſtler enthält.
vnnen von ihren Getreuen. Im Mittelpunkte ſteht das ein Fußballwettſtreit zwiſchen den 1. Mannſchaften des
ſpopuläre, im roten Rock zu reitende Parforce=Jagdrennen Sportklubs Haſſia 1908=Darmſtadt und des Fußballklubs
Gottesdienſtliche Anzeigen.
m it ſeinem berühmten Kurs durch den Karlshorſter See. Teutonia=Weiterſtadt 1911 ſtatt.
Katholiſche Gemeinden
Rit ſeiner weiten Diſtanz von 7500 Metern und ſeinen 24
F.=K. Olympig 1898. Auf die heute auf dem
Montag, den 3. November 1913
E prüngen iſt es das längſte und ſchwerſte Hindernisrennen Olympiaſportplatz an der Heidelberger Straße ſtattfin=
Teutſchlands. Die Bewerberliſte für den 15 000 Mk.=Preis denden Meiſterſchaftsſpiele ſei nochmals hingewieſen.
Allerſeelen
i= eine ziemlich kleine. Der Ausgang ſollte zwiſchen dem Am Sonntag, den 9. d. M., nachmittags, treffen ſich auf
St. Ludwigskirche: Montag, vorm. von ½ 6 Uhr an:
von Leutnant Braune gerittenen Coram populo Silver dem Olympiaſportplatz die 1. Mannſchaften Olympias und Gelegenheit zur hl. Beichte. Um 6 Uhr: erſte heil.
Eea unter Lt. Frhrn. v. Berchem und dem den Stall des der Pfungſtädter Germania.
Meſſe. Um 7 Uhr: hl. Meſſe Um 9 Uhr: Seelen=
dautſchen
Kronprinzen vertretenen Mooſe (Lt. Graf Hohen=
amt
für die Abgeſtorbenen der Gemeinde. Nachm. um
aut) liegen. Die zweite Hauptnummer der Winter=Preis,
3 Uhr: Auf dem Darmſtädter Friedhof Gebete für die
ein von Jockeis zu reitendes Jagdrennen über 5200
Abgeſtorbenen. Donnerstag, nachm. um 5 Uhr: Ge=
Handel und Verkehr.
Reter. Hier ſollen Elk, Riſſa und Voie Laetee um die
legenheit zur hl. Beichte. Freitag, vorm. um 9 Uhr:
Eziegespalme ringen. Das dritte große Ereignis, das
* Hamburg, 31. Okt. In der heutigen unter dem Segenamt zu Ehren des Herzens Jeſu. An allen
Leutſche Halbblut=Jagdrennen, vereint die beſten Vertreter Vorſitze Schinckels in den Räumen der Hamburger Börſe Werktagen, abends um ½ 7 Uhr: Armenſeelenandacht.
ter deutſchen Halbblutzucht zu ihrem gewohnten Steepler= abgehaltenen Arbeitsſitzung des Fehmarn=Bahnkomitees,
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Montag, vorm.
Herbh in Karlshorſt. Die Situation erſcheint diesmal dem zurzeit 27 Handelskammern angehören, wurde einſtim= um ½ 7 Uhr: hl. Meſſe.
zemlich einfach. Da der ſtändig in Karlshorſt trainierte mig eine Reſolution gefaßt, in der die geplante n e ue
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Montag, vorm. um
2 oigt des Rittmeiſters v. Roſenberg ſich oft genug den deutſch=nordiſche Weltroute Hamburg-7 Uhr: hl. Meſſe.
Vollblütern überlegen gezeigt hat, müßte er mit den Halb=Lübeck-Fehmarn-Laaland-Kopenhagenals
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Montag, vorm.
blütern erſt recht fertig werden. An zweiter Stelle iſt aftf kürzeſte und hequemſte Verbindung zwiſchen dem ganzen um 7 Uhr: Seelenamt für alle Verſtorbenen. An allen
Cwolombine und Scherz hinzuweiſen. In den übrigen deutſchen und europäiſchen Weſten mit den drei ſtandina= Werktagen, abends um 6 Uhr: Armenſeelenandacht.
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Nummer 263.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November 1913.
Seite 22.
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Nummer 263.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November 1913.
Seite 23.
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Kochen fortiällt und eine gründliche Reinigung deshalb bisher nur schwer zu erzielen
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geschieht wie folgt:
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Man löst Persil (wieviel, steht auf dem Paket) in lauwarmem Wasser auf;
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Zusatz von Seile und Soda muß vermieden werden. Sofort nach dem Auf-
lösen
bringt man die Wäsche in die Lauge, die nur handwarm (3040 Grad)
Mandoline-u. Laute-Unterricht
seint darf, lässt Asie ½½ Stunde sdarin liegen und schwenkt sie während
Klicestr. 23, II. (Lonpre).
wird erfolgr. u. billig erteilt. Lern=
dieser
Zeit einige Male hinFund her. Die Wäscheist dann, fertig. Hierauf
Penſion, 23 Zimmer, auch
Inſtrum. ſtehen zur Verfüg. Stift=
flüchtiges
Auswaschen in lauwarmem: Wasser.
Wohn= u. Schlafzimmer, zu
ſtr. 19, III. (b. Hofmann). (*12952gg
Die Wollefistfrein, locker und weich,
vm. Schreibtiſch, Gas. (20790a
aller Geruch nach Schweiß, Schmutz usw., der sonst der Wolle sehr gerne anhaſtet,
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ist verschwunden, die Wolle duftet frisch und angenehm,f dabei hat das Gewebe
Mertſtr. 3, I, . o . Zet.
in keiner Weise gelitten und ist nicht filzig. Die Eigenschaft des Persil ermöglicht
zur Einübung von Opernpartien
n it ſep. Eingang zuwerm. (134201s
also eine Reinigung der Wollwäsche, wie sie nach der alten Methode ausgeschlossen ist.
geſucht.
22
Aber nicht die Waschkraft allein ist es, die Persils auch für Wollwäsche
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Waldſtr. 23, I., I., möbl. Zim=
(*13703
unentbehrlich macht, sondern vor allem seine Desinfektionskraft,’die ihm
an die Exp. ds. Bl.
m er mit oder ohne Penſion p. 1. Nov.
eine grosse hygienische 5Bedeutung gibt. Wollwäsche verlangt in hygienischer
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Bezichung besondere Aufmerksamkeit, da sie Verunreinigungen wie Fett, Schweiß und
Pankratiusſtr. 1½, II., gr. ſ. g.
ähnliche Stoffe, die die besten Nährböden für Bakterien bilden, hartnäckig ſesthält
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und dadurch leicht zum Ueberträger von Krankheiten wird. Diese Verunreinigungen
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genannter Art löst und zerstört Persil vollständig. Wissenscheftliche Versuche
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haben ergeben, daß in handwarmer (3040 Grad) Persillauge schon nach wenigen
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kommnung im Enſembleſpiel
Persillauge steht also an Desinfektionskraſt den bekannten Desinfektionsmitteln nicht
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armſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November 1912.
Seite 24.
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4 Türk. unifiz. v. 1903 87,7012½ Holzverkohl. Kon=
3
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[ ][  ][ ]

1

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458
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Nummer 263.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November 1913.
Seite 25.
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Sonntag, den 2. Nov., 4. Uhr Kaffee-Konzert. Eintritt frei.
der Kapelle des Leibgarderegiments unter
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Nummer 263.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November 1913.
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[ ][  ][ ]

Nummer 263.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November 1913.
Seite 27.
Gemahlin Anenopbis II, gefunden habenz ſie ſind nach
Die Kunſt der alten Agypter. Originalen der Königlichen Hofhaltung aus billigem
Stimmen aus dem Publikum.
Material für das Grab hergeſtellt. Was hier bemaltes (Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
Von Prof. Dr. Freiherrn von Biſſing.)
ſeinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 bes
Holz, Goldſtuck und Fayenceeinlagen ſind, war an den
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Wenn wir an die Kunſt der alten Aegypter denken ſoOriginalen aus koſtbaren verſchiedenfarbigen Hölzern und
ſt igen unwillkürlich vor unſeren Augen die rieſigen Maſſen Goldbeſchlägen gebildet, in die echter Lapislazuli eingelegt
Wahlen zum Kaufmannsgericht.
r. Pyramiden, das wunderliche Bild des Sphinx und war. Man fühlt ſich unmittelbar an die ſchönſten Möbel
de unerſchütterlich thronenden Statuen der Pharaonen des Empires erinnert und dann wieder durch die Solidität
In kurzer Zeit tritt auch an die hieſige Handlungs=
if
Wir denken da an die ſchrankenloſe Beherrſchung der und Wuchtigkeit der Form an gotiſche Meiſterſtücke. Gewiß gehilfenſchaft wieder die Notwendigkeit heran, ihrer
beaſſen, an die geduldige Bezwingung des unendlich ſtammen die Möbel aus der Zeit der höchſten Kunſtblüte: Wahlpflicht zum Kaufmannsgericht zu genügen. Bei der
urten Granits, an die ſouveräne Herrſchaft der Form, die aber die zugrunde liegenden Typen, der Stuhl mit den großen Bedeutung dieſer Gerichte kann und darf deshalb
urs auch die unnatürlichſten Verbindungen, wie die von Tierfüßen und das gleichartige langgeſtreckte Bett, der die Zuſammenſetzung für die Intereſſenten nicht gleich=
Ter und Menſch, glaubhaft macht.
Kaſten mit den höhen Beinen, der wie ein Schrein gedacht gültig ſein. Es iſt Ehrenpflicht eines jeden, die Frage, wen
So bewundernswert die Leiſtungen der ägyptiſchen iſt, ſind uralt. Schon in den Gräbern der erſten Dynaſtie ich wähle, genau zu erwägen.
goßkunſt auch ſein mögen, ſo eindrucksvoll die gewaltigen fanden ſich wundervolle, aus Elfenbein geſchnitzte Ochſen=
Wir Aelteren, die wir nicht das erſtemal dieſe Wahlen
Zallen ihrer Tempel, die ſpitz die Luft ſchneidenden füße, und wie hier das lebendige Tier gleichſam der Trä= mitmachen, wiſſen, daß es dabei ſtets zu heftigen Kämpfen
Selisken und die zu vielfacher Lebensgröße angewachſe= ger geworden iſt, ſo finden wir anderen Ortes menſchliche kommt. Im Intereſſe unſerer Standesbewegung wün=
m
Statuen auch ſein mögen, das Vorbildlichſte und Be= wie tieriſche Figuren als Träger von Schalen und Näpfen ſchen wir indes aufrichtig, daß die Wahlen nicht wieder
atendſte haben ſie doch in der Kleinplaſtik und dem verwandt. Eine Regerin oder ein aſtatiſcher Stlave, auchſo widerliche Formen annehmen, wie das letzte Mal, ſon=
ſianſtgewerbe
geleiſtet. Wenn der ägyptiſche Künſtler wohl ein Aegypter, beugen ſich unter der Laſt der Salb= dern daß ſie diesmal ſachlicher durchgeführt werden und
ſeezeit nicht ganz erfolgreich mit dem Problem der Be= büchſe; ein nacktes Mädchen, das im Waſſer ſchwimmt, hat alles Perſönliche vermieden wird. Wer ſich noch der letz=
(bung ſver Form gerungen hat, ſo iſt er ein unübertroffe= eine Ente gefangen, deren Leib als Schale gebildet iſt; ten Wahlen erinnert, wird wiſſen, daß die Art und Weiſe
ſtr Meiſter in der ornamentalen Verwendung und Sti= Affen umſpielen ein Marmorſchälchen, als wollten ſie den der Agitation oft jeder wirklichen Berechtigung entbehrte
liſerung. Man hat ihn nicht ohne Grund hier mit dem
Inhalt naſchen, und ein Meiſter der früheſten Zeit läßt und lediglich dem Propagandabedürfnis ihrer Urheber
jnpaner verglichen, aber vielleicht iſt das techniſche Ge= an einem zierlichen Väschen zwei Fröſche heraufklettern gedient hat, nicht der Allgemeinheit. Wenn ſachliche,
crick des Aegypters nicht geringer ſeine künſtleriſche Be= und eine Schlange ſich um den Hals winden. Nicht im= wahrhafte Gründe für die ſogenannten Kämpfe nicht gel=
ihigung
noch bedeutender. Die Reinheit ſeiner Mineral=mer entſpricht die Ausführung ganz unſerem Geſchmacke; tend gemacht werden konnten, dann mußten Unwahr=
geben
, das tiefe Blau, das leuchtende Rot, das helle wenn man etwa eine Schale, die Nadeln oder ſonſtige heit, Verdrehung und Entſtellung herhalten,
Beün, das milchige Weiß haben durch alle Jahrtauſende Toilettengegenſtände aufnehmen ſollte, als einen gefan= um wenigſtens Scheingründe für neue Feldzüge zu
ndgehalten, und in der Zuſammenſetzung der Farben genen Neger bildet, in deſſen aufgeſchlitzten Leib man die haben. Die ſchwerſten Attacken im Stile der ſozialiſtiſchen
twa in dem Goldſchmuck der 12. Dynaſtie von Daſchur Gegenſtände verſenkt, ſo iſt uns das ebenſo unheimlich, wie Hetzpreſſe wurden geritten. In lärmvollen Verſammlun=
igt
er eine wunderbare Sicherheit. Die beiden Dia= wenn man auf die Sohlen ſeiner Schuhe oder auf den gen und Tauſenden von Flugſchriften zogen die Standes=
hinne
der Prinzeſſinnen, die Pektorale der Könige gehören gemalten Boden des Hauſes gebundene Syrer oder Afri= organiſationen gegeneinander zu Felde, ſchwächten ihre
Reinheit der Zeichnung wie an Feinheit der Technik kaner malt, damit man bequem auf ihnen herumtrampeln Stoßkraft, ſchädigten ihr Anſehen bei Prinzipalen wie
dem vollendetſten, was ein Goldſchmied je geſchaffen,
uied wie die Armbänder aus der 1. Dynaſtie mit ihrer kann. Der Aegypter empfand da offenbar barbariſcher, Behörden, ſetzten ſich in der öffentlichen Meinung herab,
wenn man will, mehr landsknechtartig; für ihn war eben erfüllten zahlreiche Berufsgenoſſen mit offenem Wider=
bieiamentalen
Verwendung der Blütenroſette die Ge=
ſchſichte
der Goldſchmiedekunſt hoffnungsvoll eröffnen ſo der Feind ein elendes Ding, das Lebensberechtigung nicht willen und verurſachten vor allem eine zweckloſe Ver=
ſchleuderung
der von den Handlungsgehilfen mühſam
ähliechen die unendlich ſeinen, faſt nur mit der Lupe ſicht=hatte.
Von dieſen grauſigen Bildern weg wollen wir uns aufgebrachten Mitgliederbeiträge. (Rund 2000 Mark ſollen
bieren Goldarbeiten der ſaitiſchen Zeit ſie würdig. Nur
in Volk von ſo unendlicher Geduld konnte die Technik zum Schluß einigen der ſchönſten Werke zuwenden, die auf dieſe Weiſe ihrer ſozialen Verwendung entzogen wor=
ir
Granulation erfinden, konnte Dünnſchliffe herſtellen, wir dem ägyptiſchen Kunſtgewerbe überhaupt verdanken, den ſein.) Als denkende Handlungsgehilfen, die wir uns
uie die der Muſcheln im Goldſchmuck von Daſchur, die dem im Delta gefundenen goldenen und ſilbernen Tafel= unſerer Verantwortung bewußt ſind, wollen wir uns fer=
gerät
rameſſidiſcher Zeit. Kupferne Kannen, bronzenes ner nicht mehr mitſchuldig machen an der weiteren Zer=
ſuch
heute die Bewunderung der Juweliere erregen,
Aegypten zuerſt ſcheint die Kunſt des Tauſchierens der Waſchgerät in einfach gefälliger Form, mit beſcheidenem rüttung unſerer Standesbewegung, ſondern ſagen uns
ſaffen gekannt zu haben, und die Prunkwaffen, deren Ornament, etwa einer Lotosblüte als Henkel, kannten wir von dieſer Kampfesweiſe aufs entſchiedenſte los.
leſtes Beiſpiel die elfenbeingeſchnitzten Keulen von längſt Aus Abbildungen an den Wänden der Tempel
Wir richten deshalb an alle vorurteilsfreien Wähler,
berakonpolis ſind. Durch alles Gerät zieht ſich die Luſt und Gräber hatten wir reich verzierte Metallgefäße kennen die des zweckloſen unwürdigen Kampfes müde ſind und
ſchöner und dabei meiſtens einfacher, nicht überladener gelernt, deren Schmuck bald plaſtiſch aufgeſetzt, bald gra= denen das Anſehen ihres Standes und damit ihr eigenes
erm. Betrachten wir die Stühle, Betten, Kiſſen und viert war, und Nachahmungen ſolcher Metallarbeiten Anſehen über alles am Herzen liegt, die dringende Auf=
ſiuſten
, die ſich im Grabe der Eltern der Königin Teje, der waren uns in zahlreichen Fayencegefäßen, zum Beiſpiel forderung, keine Stimme Kandidaten der Vereinigungen
den ſchönen Bechern in Kelchform, zur Hand. Jetzt haben
zu geben, deren Leitungen das Geld der Mitglieder zu
*) Es ſind lebensvolle Kulturbilder aus dem alten wir einen ſolchen aus Gold gefunden und daneben die nutzloſen Kämpfen gegen die eigenen Berufsgenoſſen ver=
khargonenreiche
die uns der durch ſeine Forſchungen und prächtigen gravierten Henkelkrüge, deren Hals gleichſam geuden. Es müſſen deshalb nur ſolche Männer gewählt
Enmmlungen bekannte Aegyptologe in dem neueſten von Kränzen umwunden iſt; das flache Becken mit dem werden, die in treuer Hingebung und vollem Pflicht=
bändchen
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Nummer 263,
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 2. November 1913.
Seite 28.


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