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176. Jahrgang
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
rgan für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 261.
Freitag, den 31. Oktober.
1913.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
wäre an der Zeit, daß man mit der jetzigen Gepflogen= bleiben. Die Schlachtſchiffe ſollen nach dem Geſetz von
heit bräche. Etwas beſſer iſt man in dieſem Jahre in= 1907 10 Jahre in der aktiven und 10 Jahre in der
Re=
ſofern daran, als Oſtern nicht ſo frühzeitig liegt, ſo daß ſerveflotte dienen. Da hieraus folgen würde, daß Re=
Das Wichtigſte vom Tage. für die Beratungen etwas mehr Zeit vorhanden iſt.
ſerve= und Schlachtflotte ſich immer gleich ſein würden,
*
während die Schlachtflotte doppelt ſo ſtark ſein ſoll wie
*:
*
ſer Kaiſer begab ſich geſtern mit Erzherzog
die Reſerve, werden in Zukunft die 22 Dienſtjahre eines
ranz Ferdinand nach Göhrde zur Jagd.
Alle Reichstagsmandate ſind zurzeit beſetzt, Schlachtſchiffes folgendermaßen eingeteilt werden: vier
bayeriſche Abgeordnetenkammer nahm nachdem die letzten erledigten Mandate im Oktober neue Jahre Bauzeit, 12 Jahre in der aktiven Flotte, ſechs
ſtern die Regierungsvorlage betreffend die Inhaber erhalten haben. Seit der Vertagung am 30. Juni Jahre in der Reſerve. Ebenſo gehören die anderen
Schiffs=
ufhebung der Regentſchaft, mit 122 dieſes Jahres haben neun Erſatzwahlen ſtattgefunden, typen zwei Drittel ihrer Dienſtzeit der Schlachtflotte und
gegen 27 Stimmen an.
während ſeit den Neuwahlen im Januar 1912 nicht we= ein Drittel der Reſerve an. Die Schlachtflotte ſöll von
e Hamburger Bürgerſchaft hat die Errichtung einer niger als 25 Mandate neu beſetzt werden mußten. Eine allen Sonderaufträgen, wie Vertretung im Auslande,
Univerſität in Hamburg abgelehnt.
ſolche hohe Zahl iſt recht ſelten im allgemeinen. Bei Ausbildung des Offiziererſatzes uſw., entlaſtet werden,
ei Flieger Stöffler iſt Mittwoch abend 5 Uhr aus den 25 Erſatzwahlen ſind in 21 Wahlkreiſen Veränderun= was lediglich Aufgabe der Reſerveflotte werden ſoll.
Laon über dem Flugplatz Villacoublay
ein=
gen in den Parteiverhältniſſen nicht vorgekommen, in
getroffen und gelandet.
vier Kreiſen verloren die Parteien der Rechten ihre Man=
Kompagniechef der 2. Kompagnie des Metzer date an die Linksparteien, nämlich: Hagenow=
Greves=
fliegerbataillons, Hauptmann Hildebrandt,
Der ſerbiſche
ſtüürzte ſo unglücklich vom Pferde, daß ſofort mühlen ging den Konſervativen an die Freiſinnigen
ver=
der Tod eintrat.
lören, in Salzwedel=Gardelegen unterlag der Konſerva= Miniſterpräſident Paſitſch über
öſterreichiſch=ungariſche Regierung tive dem Bauernbundführer, Zauch=Belzig wählte ſtatt des
die auswärtige Lage.
brachte im Abgeordnetenhauſe die neue Wehrvor=Freikonſervativen einen Sozialdemokraten, in Waldeck
lage ein.
ging das Mandat von der Wirtſchaftlichen Vereinigung in
* In der Skupſchtina gab der Miniſterpräſident
Pa=
m Mittwoch abend brach in der Genter Weltaus= die Hände des Freiſinns über. Die Neugewählten derſitſch in Beantwortung mehrerer Interpellationen ein
lſtellung abermals Feuer aus, durch das ſieben Sommerwahlen, die am 25. November mit einer Aus= Expoſé über die äußere Lage, in dem es heißt:
gäuſer zerſtört wurden.
nahme (Dr. Böhme) als neue Männer in den Reichstag
Die Orientfrage, welche die Politik der
Groß=
i ſpaniſche Parlament iſt auf unbeſtimmte Zeit eintreten, ſind: Ewald (Soz.), Emminger (Ztr.), Gottſchalk mächte beherrſcht, iſt von den chriſtlichen Balkanſtaaten zum
vertagt worden.
(konſ.), Frhr. v. Aretin (Ztr.), Neuhaus (Ztr.), Buck Vorteil der Balkannationen gelöſt worden. Die
muſel=
maniſche Macht, welche die chriſtlichen Staaten des Bal=
SanSalvador werden große Ueberſchwem= (Soz.), Stolten (Soz.), Lederer (Ztr.), Dr. Böhme kans unterjocht hatte, mußte ſich vor den jungen chriſtlichen
ſtüngen gemeldet, bei denen viele Menſchenum= (Bauernbund). Gewählt ſind ſie in Zauch=Belzig, Weil=Staaten zurückziehen und ihnen die Provinzen
überlaf=
gekommen ſind.
heim, Ragnit=Pillkallen, Landshut, Bühl=Raſtatt, Dres= ſen, die ſie ihnen vor fünf Jahrhunderten entriſſen hatte.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 8.
den=Neuſtadt, Hamburg=Oſt, Neumarkt, Salzwedel=Garde= Es ſcheint, daß das Geſchick dieſelben chriſtlichen Staaten
wieder herſtellen wollte, die vor fünf Jahrhunderten der
legen.
türkiſchen Invaſion unterlagen, und daß es der ſerbiſchen
Vorausſichtlich ſind damit die Erſatzwahlen des Jah= Nation faſt alle Länder zurückgeben wollte, welche die
res 1913 abgeſchloſſen. Falls der Reichstag demnächſt die Türkei ihr bei Koſſowo nahm.
Her Reichstag.
he
Die Balkanvölker, die vor fünf Jahrhunderten
von der Wahlprüfungskommiſſion angefochtenen Wahlen
—ange Rätſelraten über den
Zufammen=
ihre Unabhängigkeit verloren hatten, haben ſie
für ungültig erklärt, werden zu Beginn 1914 weitere
Er=
durch ihre Stärke und durch ihre gemeinſamen
Anſtrengun=
liet des Reichstages hat nun ein Ende, der
Prä=
ſatzwahlen notwendig werden.
gen wieder erlangt. Sie haben die türkiſche Macht
ſrt hat als Termin den 25. November feſtgeſetzt, da es
beinahe bis vor die Mauern von Konſtantinopel
zurückge=
ing Zweck gehabt hätte, im Hinblick auf den Bußtag
drängt. Nach dieſen großen und glänzenden Erfolgen
ſierts am 20. anzufangen, wie dies verſchiedentlich von
kamen Ereigniſſe, die die Taten der glänzenden Einigkeit
berühmten „eingeweihten” Seite angekündigt worden Das große Schiffsbauprogramm unter den Balkanvölkern verdunkelt haben. Es iſt ein
Troſt für Serbien, daß es unmögliches getan hat, um
Wie üblich, ſtehen Petitionen auf der Tagesdrdnung
einen Konflikt und blutige Streitigkeiten über Fragen zu
Aahlancg.
erſten Sitzung, die mehr oder minder Formſache iſt.
vermeiden, die im Laufe des Krieges auſtauchten und die
ſundere Vorlagen ſtehen zunächſt nicht an, und auch im
* Vor einigen Wochen wurde behauptet, daß der auf friedliche Weſe gelöſt werden konnten. Nicht nur die
rlaaufe der weiteren Tagung werden, abgeſehen von Reichsduma in dieſem Winter die große Flottenvorlage, Vertreter der Nation, ſondern alle Welt weiß, daß Ser=
1 Budget, große Entwürfe kaum zu erwarten ſein, deren Erſcheinen man nach der Bezeichnung der im vori= bien der Anſicht war, alle Streitigkeiten, betreffend die
Verteilung der eroberten Gebiete ſollten auf friedlichem
ſiagleich es an angeregten Debatten nicht fehlen dürfte. gen Jahre bewilligten Flottengeſetze als kleines Schiffbau= Wege durch eine gemeinſame Verſtändigung auf der
Grund=
ſgegangen ſind bisher nur zwei kleinere Vorlagen, die programm erwarten mußte, zugehen werde. Kurz darauf lage von wirklich zugeſtandenen Opfern und im
Verhält=
wurde amtlich erklärt, dieſe Zeitungsmeldungen ſeien nicht nis zu den eingeſetzten Kräften gelöſt werden. Es iſt
un=
juriſtiſche Gebiet betreffen.
ſere aufrichtige Ueberzeugung, daß dieſe Streitigkeiten
richtig. Vermutlich erfolgte dieſer Widerruf deshalb, weil
Der eine Geſetzentwurf befaßt ſich mit der
Beſchäf=
durch eine gemeinſame Verſtändigung und im Intereſſe der
u=g von Hilfsrichtern beim Reichsgericht, wonach die man die Bereitwilligkeit der Reichsduma für das in= Beteiligten beglichen werden konnten. Man wäre in
die=
jetzt einberufenen Hilfsrichter noch bis zum 1. Juli zwiſchen bekannt gegebene Geſetz über die Verlängerung ſer Richtung zu dieſer Entente gelangt, wenn beide Teile
Abeſchäftigt werden ſollen, nachdem im neuen Etat der Dienſtzeit im Heere um ein halbes Jahr braucht. Daß von dem Wunſch nach der Aufrechkerhaltung dieſer
En=
hrere Reichsgerichtsratsſtellen geſchaffen ſein werden. die große Flottenvorlage nur auf ein Jahr zurückgeſtellt tente beſeelt geweſen wären, ſo wie ſie es bei dem
Ab=
ſchluß des Bündniſſes waren. Aber die großen
hiſtori=
lbarden Mangel von Richtern an dem höchſten deutſchen ſei, verlautete freilich ſchon damals. Ueber das große ſchen Erfolge hatten die Einſicht ſchwacher Leute getrübt
ſriehtshofe iſt ſchon des öfteren geklagt worden, und mit Flottengeſetz bringt nun das Rußkoje Slowo offen= und den Appetit nach Eroberungen anderer erregt, wobei
ſche. Es herrſcht dort beſonders bei dem Strafſenat eine bar aus Marinekreiſen ſtammende Angaben. Danach hat man die Stärke der gegneriſchen Verbündeten unterſchätzte
ſemeine Ueberlaſtung, und es geht nicht an, daß in= das Marineminiſterium, um nach der Durchführung des und die eigenen überſchätzte. Serbien wurde von
denſel=
ben Gefühlen und von demſelben Geiſte geleitet, der es bei
ſtheddeſſen Verhandlungen über Gebühr hinausgeſchoben kleinen Flottengeſetzes die Werften nicht ſtillſtehen zu der Gründung des Balkanbundes beſeelte, als Fragen
ten. Iſt doch die jährliche Zahl der Reviſionen um laſſen, jetzt ſchon den weiteren Plan fertig. Hauptſächlich auf die Tagesordnung kamen, die ſich im Laufe des
Krie=
dient das große Geſetz dem Ausbau der baltiſchen ges nach dem Friedensſchluß von London erhoben. Ser=
0 geſtiegen und die der unerledigt gebliebenen Sachen
micht weniger als 900. Das ſind auf die Dauer un=Flotte, wodurch nach dem Moskauer Blatt Rußland bien iſt dem Geiſte des Bündniſſes treu geblieben,
wenn=
gleich es gezwungen war, große Schwierigkeiten zu über=
Nhare Zuſtände, deren Beſeitigung dringend angezeigt auch für die größte Seemacht bündnisfähig werden ſoll. winden, die ihm von ſeiten begeiſterter Patrioten geſchaf=
Bhint.
Es ſollen gebaut werden zwei Geſchwader der aktiven fen wurden, welche ihre Wünſche und Gefühle nicht zu
Der andere Geſetzentwurf betrifft die Aenderung der Schlachtflotte, jedes zu acht Linienſchiffen, vier Panzer= meiſtern vermochten, in Fragen wo es kaltes Blut zu
einer gerechten Würdigung der Umſtände und Ereigniſſe
kreuzern, acht leichteren Kreuzern, 36 Torpedobooten und
ſi hrenordnung für Zeugen und Sachverſtändige. Er
bedarf und die größten Weltſtrömungen und
Beſtrebun=
ſimt dem einmal im Reichstage geäußerten Wunſche 12 Unterſeebooten. Von dieſen Bauten enthält das jetzt gen in Rechnung gezogen werden müſſen. Serbien ver=
, indem man die heutigen wirtſchaftlichen Verhält= verwirklichte kleine Programm vier Linienſchiffe, vier ſuchte vor allem, den Konflikt der verbündeten
Regierun=
ſebbei der Bemeſſung von Gebühren berückſichtigen will. Panzerkreuzer, ſechs leichte Kreuzer, 36 Torpedoboote und gen zu löſen auf der Grundlage von Opfern und
Zuge=
u weit will man dabei freilich nicht gehen, vielmehr 12 Unterſeeboote. Der Bau ſoll in taktiſchen Einheiten ſtändniſſen, ihn durch Staa’smänner zu löſen, welche den
Bundesvertrag, die militäriſchen Streitkräfte und die
zu=
d in der Begründung betont, daß für die Erfüllung erfolgen, damit zu einer Gefechtseinheit nicht Schiffe ver= geſtandenen Opfer kannten.
Es wird dann weiterhin der Vorwurf zurückgewieſen,
r allgemeinen Staatsbürgerpflicht, wie ſie die Ab= ſchiedenwertiger Typen gehören, die großen Schiffe in
lng des Zeugniſſes vor dem Gericht darſtelle, eine volle Brigaden zu vier, die Torpedoboote in Diviſionen zu daß die Regierung den geeigneten Moment zur
Verſtän=
digung mit Bulgarien verſtreichen ließ, namentlich den
Eſchädigung nicht verlangt werden könne. Aus dieſem neun, die Unterſeeboote in Detachements zu drei.
Moment, wo Serbien um Unterſtützung bei der Erſtür=
Als Bauzeiten ſieht das Geſetz vor für Linien= mung Adrignopels angegangen wurde. Ein ſolches
Ver=
lunde tritt auch keine Entſchädigung für etwaige
Zeit=
ätmnis ein, nur der Aufwand für die Vernehmung ſchiffe und Panzerkreuzer vier, für kleine Kreuzer drei, für halten hätte die Regierung in den Verdacht gebracht, ſie
ſſſt ſoll in etwas erhöhtem Maße entſchädigt werden. Torpedo= und Unterſeeboote zwei Jahre. Zur Durch= wollte auf den Verbündeten einen Druck ausüben in dem
Augenblick, wo der Feind vor den Toren ſtand. Außer=
Pfemntlich wird auch der Etat diesmal dem Hauſe mög= führung des ganzen Flottengeſetzes ſind angeblich 22 Jahre dem hätte Bulgarien dann eben Adrianopel ſchon damals
t zzeitig zugehen, damit noch vor der Weihnachtspauſe ins Auge gefaßt, gerechnet von der Kiellegung der erſten preisgegeben, wie es dies ſpäter getan hat, und Serbien
erſte Leſung vor ſich gehen kann. Man hat diesmal Schlachtſchiffe im Jahre 1909. Das große Schiffbaupro= wäre unter ungünſtigeren Verhältniſſen in den Streit um
den Parteien gar vieles auf dem Herzen, ſowohl was gramm würde alſo im Jahre 1930 durchgeführt ſein. Das Mazedonien eingetreten. Das Expoſé rekapituliert ſodann
innere wie äußere Politik anlangt, und eine Hinaus= Marineminiſterium rechnet damit, daß die ruſſiſche In= die Bemühungen um eine Verſtändigung auf der
Peters=
burger Konferenz der Miniſterpräſidenten der vier
Balkan=
bung bis zum Januar würde die Gefahr in ſich ber= duſtrie nicht in der Lage iſt, allein alle Bauten auszu= ſtaaten, die infolge der Haltung Bulgariens ergebnislos
daß der Etat bis zum erſten April nicht ſertig würde. führen, ein Teil wird daher an das Ausland ver=geblieben ſei. In Serbien ſelbſt ſei nun unter dem
Ban=
iſt freilich in den letzten Jahren leider zur Gewohn=geben werden müſſen. Die Lebensdauer der Torpedo= ner des Patriotismus der Kampf gegen die
Regierungs=
geworden, wirklich geordneten Verhältniſſen entſpricht boote iſt auf 17, die der Unterſeeboote auf 12 Jahre an= politik entfacht. Man forderte Maßregeln, die nicht nur
die ſerbiſchen Erwerbungen in Altſerbien und Mazedonien
mber nicht, es iſt immer nur ein Notbehelf, und es genommen; die leichten Kreuzer ſollen 18 Jahre im Dienſt! in Frage geſtellt, ſondern geradezu die Exiſtenz des Staa=
6ra
Nummer 261.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 31. Oktober 1913.
Seite 2.
— Die Zündhalzſtener ſol, nach einer Mek= (gelegenheit der Schiſahrisgeſelſchaften ſort. Abgesrhich
tes bebroht häten. Die einache Amektion der beſehten
Gebiete die man forderte, hätte den Konflikt mit den dung der Voſſ. Zeitung, ſobald als möglich abgeſchafft ter Friedmann (freiheitlich) führte aus, die außerorden
Großmächten bedeutet und Bulgarien die Möglichkeit
ge=
geben, ſich ſeinerſeits gegen die Verletzung des Vertrages werden. Dem Reichstage ſoll aber eine Vorlage, betr. die liche Zurückhaltung der Regierung ſei wohl auf eine
ven=
zu verteidigen; außerdem wäre Serbien dadurch in eine Verſteuerung der Zündholzerſatzmittel, zugehen. Die meintlich notwendige Rückſichtnahme auf Deutſchlandz
rückzuführen, da es ſich hier um deutſche Geſellſchaften
ſchwierige Situation gegenüber Griechenland gekommen, Meldung bedarf der Beſtätigung.
mit dem es damals noch kein Bündnis hatte. Ferner
Die Intereſſen der Binnenſchiff=handle. Die Regierung müſſe unter Bedachtnahme auf
hätte es wahrſcheinlich gewiſſen Mächten des Dreibundes
fahrt. Im Saale der Handelskammer zu Berlin trat Förderung des heimiſchen Unternehmens ein Abkommen
Anlaß zu Repreſſalien gegeben, was um ſo gefährlicher
dieſem Falle auch die am Dienstag abend der Große Ausſchuß des Zentralver= zwiſchen der Auſtro=Americana und der Canadian
Pgeifik=
geweſen ſei, als in
Mächte der Tripel=Entente ihm ihre Sym= eins für die deutſche Binnenſchiffahrt zuſammen und nahm bezw. den Linien des kontinentalen Pools zuſtandebrim
pathie verſagt hätten. Die Preſſe des Drei= eine Reſolution an, dahingehend, daß die Notſtandstarife gen. Gegen die Beeinfluſſung der öſterreichiſchen Ver
bundes hätte mit noch weit größerem Nachdruck als die
der Tripel=Entente betont, daß man Serbien für die Treu= der Eiſenbahn für Futter= und Streumittel die durch die waltung durch ausländiſche Intereſſen müſſe Verwahrunc
Trockenheit des Sommers 1911 verurſachte Notlage der eingelegt werden. Abgeordneter Mataja (chriſtlichſoziall
loſigkeit gegenüber dem Balkanbund beſtrafen müſſe.
Noch ſchlimmer wären die Konſequenzen geweſen, wenn Binnenſchiffer allgemein und dauernd, für einzelne Strom= ſagte, die von dem Sektionschef Riedl erörterten Zieledee
Serbien Bulgarien den Krieg erklärt hätte.
gebiete ſogar in bedrohlicher Weiſe verſchärft haben; na= Schiffahrtspolitik könne jeder öſterreichiſche Politiker, aue
Nun ſei Serbien doppelt ſo groß als vor dem Kriege, mentlich durch die Einführung und die lange Geltungs= die Partei des Redners, nur billigen. Eine energiſcht
die Opfer der Bevölkerung ſeien reich belohnt und eine
glänzende Zukunſt Serbiens geſichert. Serbien habe die dauer der Ausnahmetarife von 1912 ſind Lebensintereſſen ſtrafrechtliche Verfolgung der Schuldigen werde auchüs
Pflicht, Rußland, Frankreich und England tiefe Dankbar= der Binnenſchiffer inſofern zwecklos preisgegeben worden, die anderen Geſellſchaften, welche nicht mit viel beſſereh
keit freimütig und öffentlich auszudrücken, weil ſie mit als dieſe Tarife die davon erwartete Wirkung, eine Lin= Mitteln arbeiten dürften, ein abſchreckendes Beiſpiel gehem
Gerechtigkeit ſeine Beſtrebungen gewürdigt und unterſtützt
hätten. Es ſei Deutſchland dankbar, das ſeinerſeits ſich derung der Fleiſchteuerung, nicht auszuüben vermocht
Frankreich.
um die Begrenzung des Krieges und die möglichſt früh= haben. Da der Tarif Ende 1913 außer Geltung treten
Ergänzung zum Dreijahrgeſetz
zeitige Wiederherſtellung des Friedens zwiſchen den Bal= wird, ſieht der Verein davon ab, auf ihn bezügliche
An=
kanſtaaten bemühte. Serbien bedürfe jetzt einer langen träge zu ſtellen, er muß aber Einſpruch dagegen erheben, Kriegsminiſter hat auf Wunſch der Heereskommiſſions
Periode des Friedens. So drückte es wiederholt den
Wunſch aus, den Großmächten die Bildung des neuen daß die Intereſſen der Binnenſchiffahrt und der zahl= Senats einen Ergänzungsentwurf zum Dreijahrgeſetzauss
Saates Albanien zu erleichtern, da es als unmittelbarer reichen in ihr erwerbstätigen Bevölkerung abermals in gearbeitet, den er dem Bureau des Senats nach deſſen
Wiederzuſammentritt vorlegen wird. Der Entwurfe
Nachbar das größte Intereſſe an dem Frieden an ſeinen gleicher Weiſe unberückſichtigt gelaſſen werden.
Grenzen habe. Angeſichts dieſer Erklärung wurde Ser=
— Keine deutſchen Luftſchiffe für die trifft beſonders die Erſatzkommiſſionen, die Verwaltung
bien von dem Ultimatum Oeſterreich=Ungarns überraſcht.
Jetzt erwarte es von den Großmächten eine Garantieengliſche Armee. Die engliſche Regierung ſollte, der großen Reſerveoffizierſchulen, die Militärpenſioſte
gegen eventuelle albaniſche Einfälle. Serbien könne nur Blättermeldungen zufolge, angeblich drei deutſche Luft= und die Zulagen an die Kolonialtruppen.
Die ſerbiſche Anleihe. Der Figaro melde
bedauern, daß trotz des beſten Willens, den es habe, das ſchiffe für die engliſche Armee als Kriegsluſtkreuzer der
Vertrauen und die freundlichen Beziehungen zwiſchen Ser= Luftfahrzeuggeſellſchaft in Bitterfeld in Auftrag gegeben Die franzöſiſche Regierung habe kürzlich beſchloſſen
bien und Oeſterreich=Ungarn herzuſtellen, irgendein
uner=
klärlicher Zufall die Geneigtheit zu einer für beide Teile haben, der Bau ſollte ſofort in Angriff genommen werden. Kotierung der ſerbiſchen 250=Millionen=Anleihe un
vorteilhaften Löſung zunichte machte. Trotzdem habe es Wie dem Hirſchbureau auf Anfrage mitgeteilt wird, iſt bei züglich zu bewilligen, falls Serbien folgenden Bedina
Grund, zu glauben, daß ſolche Zufälle ſich nicht wieder= der genannten Luftfahrzeuggeſellſchaft von einer derarti= gen zuſtimme: Erſtens müſſe die ſerbiſche Regierung
Grundſatz der Rückzahlung der türkiſchen Schuld ü
holen würden und daß bald all die Spannungen ver= gen Beſtellung zurzeit nichts bekannt.
ſchwinden würden, die ſich bisher als Hindernis für eine
Die mecklenburgiſche Verfaſſungs= eroberten türkiſchen Gebiete anerkennen, zweitensmü
beiderſeitige Neigung, zu einer Löſung der Serbien und
Oeſterreich=Ungarn in gleichem Maße intereſſierenden frage und die Großherzöge. Dem mecklenbur= der von Serbien zu übernehmende Anteil an der türkiſe
Fragen erwieſen hätten. Die Grenzfeſtſetzung mit Grie= giſchen Landtage wurde ein großherzoglicher Erlaß über= Schuld etwa 40 Millionen oder ungefähr 2 Millio
chenland ſchreitet fort und wird hoffentlich vor Wiederein= geben, in dem die Entgegennahme der Antwort des Land= jährliche Zinſen betragen. Die ſerbiſche Regierung
tritt der ſchlechten Jahreszeit beendet ſein. Die
ſerbiſch=
albaniſche Grenze wird von der internationalen Kommiſ= tages, der Verfaſſungsvorlage die Zuſtimmung zu ver= klärte, dieſe letztere Bedingung nicht annehmen zu
ſion feſtgelegt. Die Beziehungen zu Rumänien ſind ſehr ſagen, vom Großherzog abgelehnt wird. Seit mehr als nen, ſie ſei bereit, in offiziöſer Weiſe den Grundſatzn
intim und freundſchaftlich, da ſie auf denſelben Intereſſen fünf Jahren ſei es das eifrigſte Bemühen des Landes= Rückzahlung anzuerkennen, aber die Beſtimmungens
und Gefühlen ſowie Beſtrebungen beruhen. Das Expoſé herrn, unter Zurückſtellung der landesherrlichen Intereſſen Anteils an der türkiſchen Schuld ſei ausſchließliche
ſchließt mit dem zuverſichtlichen Ausblick auf eine
glän=
die gegenſätzlichen Anſchauungen zwiſchen Ritter= und der internationalen Finanzkommiſſion. Niemand
zende Zukunft Serbiens.
Landſchaft auszugleichen, um die als notwendig erkannte das Recht, dieſen Anteil im voraus feſtzuſetzen. Es
dies ein finanzielles Ultimatum, dem Serbien ſiche
Verfaſſungsreform durchzuſetzen. Das ſei nicht gelungen.
Deutſches Reich.
Auf dem Wege weiterer Verhandlungen eine andere Stel= unterwerfen könne.
England.
— Der Reichshaushaltsplan im Bundes= lungnahme der Stände zu erreichen, erſcheine
ausge=
rat. Dem Bundesrat ſind in den letzten Tagen einige ſchloſſen. Trotzdem wolle der Großherzog an dem ſeiner=
Der Kampf um Homerule. Bonar La
Teile des Reichshaushaltsentwurfs zugegangen. Die zeit gefaßten Entſchluß, aus eigener Entſchließung die Ver= Sir Edward Carſon ſprachen in einer Verſammlung
übrigen Teile werden in den nächſten Tagen folgen. In faſſung in Kraft zu ſetzen, nicht feſthalten. Bei erneuter 15000 Perſonen in Wallsend bei Newcaſtle. Bonan
den erſten Tagen der nächſten Woche wird der Bundesrat Prüfung ſei er zu der Erkenntnis gelangt, daß die augen= erklärte, daß das Verſprechen, das er für die unioniſe
mit der Beratung des Reichshaushaltsentwurfs beginnen. blicklichen Verhältniſſe des Landes dieſen äußerſten Schritt Partei im vergangenen Herbſt abgegeben habe, noch
Dieſe Verhandlungen werden etwa vierzehn Tage in An= noch nicht als gebieteriſche und unabweisbare Notwendig= gelte. Sodann wiederholte Bonar Law ſeine Fordelng
ſpruch nehmen. Vorher werden die Ausführungsbeſtim= keit rechtfertigen, der in ſeinen Folgen ſo unüberſehbar der Ausſchreibung allgemeiner Wahlen. Solan
mungen zum Wehrbeitragsgeſetz erledigt. Die Verhand= ſei und, wie der Großherzog ſich überzeugt habe, die Mög= Unioniſten glauben, ſo erklärte er, daß die Regla
lungen über dieſe Ausführungsbeſtimmungen, zu denen lichkeit nicht ausſchließe, daß letzten Endes, was er nicht gegen den Willen des Volkes handelt, beſteht kein
Abänderungsanträge geſtellt ſind, beginnen Ende dieſer wünſche, die geſetzgebenden Faktoren des Reiches darüber ſchied zwiſchen den Wünſchen der iriſchen undde
Woche. Bis zum Anfang der nächſten Woche hofft man beſtimmen könnten, welche Verfaſſung Mecklenburg er=ſchen Unioniſten. Falls jedoch das Volk beide
dieſe Beſtimmungen fertiggeſtellt zu haben. Die Ver= halten könne. Zuletzt wird die Ueberzeugung ausge= wahlen der Politik der Regierung zuſtimme, würe
anlagung zum Wehrbeitrag wird in manchen Bundes= ſprochen, daß der Landesherr in der Ueberzeugung von engliſchen Unioniſten ſich dieſer Entſcheidungen
ſtaaten ſchon im Januar, in anderen aber erſt im Februar der Notwendigkeit der Verfaſſung nicht ſchwankend ge= Wenn eine Verſtändigung möglich ſei, werde ſich nienn
oder gar erſt im März erfolgen.
worden ſei und das geſteckte Ziel weiter verfolge. Dann mehr freuen als er. Wenn Asquith die Unioniſten
Die Landwirtſchaftsbank in Süd=wurde ein Strelitzer Erlaß verleſen, welcher nach längerer einem Meinungsaustauſch einladen wolle, ſo
weſtafrika. Wie man mitteilt, trifft die Nachricht nicht Debatte auf Veranlaſſung des Landrats Grafen von dieſe einen ſolchen nicht ablehnen; ſie würden alle
zu, daß das Kolonialamt dem Reichstage demnächſt eine Schwerin=Mildenitz zum Protokoll gegeben wurde. Nach ſchläge, die man ihnen machen würde, in Erwägungieh
Denkſchrift über die mit der neuen ſüdweſtafrikaniſchen Verleſung der beiden Landtagsabſchiede wurde der Land= und ſie aus dem Wunſche heraus beantworten,
Landwirtſchaftsbank gemachten Erfahrungen vorlegen tag geſchloſſen.
Löſung zu finden, falls eine ſolche möglich ſei.
würde. Solche Erfahrungen lägen für abſehbare Zeit
Ausland.
ſchon aus dem äußerlichen Grunde noch nicht vor, weil
Spanien.
der Direktor der Bank, Dr. Freſenius, erſt in dieſen Ta=
Oeſterreich=Ungarn.
Das neue Kabinett und der Vati
gen im Schutzgebiet eintreffe und ſein neues Amt über=
Die Auswandereraffäre. Das Subkomitee! Aus Rom wird gemeldet, daß das neue Miniſteriumhei
nehme.
des Budgetausſchuſſes ſetzte die Verhandlungen in der An= Vatikan einen ſehr guten Eindruck hervorgerufena
u
die engliſchen Blätter in allzu großer Beſcheidenheit die
Ein Elefant mit Ruhegehalt. Schilderung ſchuldig blieben. Ein ſchwacher Knall ertönt, Emmy Deſtinn im Löwenkäfign
ein Aufflammen, das den Zug etwas ins Stocken bringt.
* Um einen indiſchen Elefanten handelt es ſich, um Lord Hardinge, der Vizekönig, beugt ſich ruhig zu ſeiner
* Der Berliner Lokalanzeiger vom Diensag beriche
Timouh, der beim letzten Durbar den Vize= Gemahlin hinüber und fragt: „Eine Bombe . . . how Das war heute vormittag ein gar ſeltſames, buntesil
könig und deſſen Gemahlin trug. Man erinnert ſich unkind! Sind Sie verletzt?” Lady Hardinge, eine blaſſe, das ſich inmitten der herbſtlichen Waldesſchönheiten
noch an den Bombenanſchlag, der damals eine ſo nach= feine Dame, erwidert ebenſo ruhig: „Nein. . . und Sie?‟ Neubabelsberg entfaltete. Künſtler, Schriftſteller, Zeichtn
haltige Erregung hervorrief und als neuer Beweis für das
„Ich glaube nicht . . . auf alle Fälle muß der Zug fort= Damen und Herren der Geſellſchaft belebten die ſtille
Umſichgreifen revolutionärer Ideen in Indien gelten kann. geſetzt werden. Die Lady hebt den Arm, um den etwas tion. Troßz der Vormittagsſtunde Männer und Jüngie
Die engliſchen Blätter erwähnten die Sache, ohne daran verſchobenen Tropenhelm ihres Gatten zurecht zu rücken. in Frack und weißer Binde: Frauen und Mähcheſlil
langatmige Erörterungen zu knüpfen, obzwar die näheren Sie gewahrt eine klaffende Wunde am Rücken, und über eleganter Soireetoilette. Auf ihren Wangen leuchter
Umſtände, wie ſie erſt jetzt durch die Schilderungen der der Lehne der Howda baumelt ein von Blut dampfender, im Tageslicht das Rot der Schminke. Die alſo Geſchmill
Augenzeugen bekannt werden, es begreiflich gemacht hät= verſtümmelter Menſchenfuß . . .. Das iſt alles, was von ten bilden die Staffage für Emmy Deſtinn; ſie ſind
ten, wenn man der britiſchen unerſchütterlichen Selbſtbe= den zwei Dienern hinter dem Paar übrig geblieben iſt. Publikum, das der großen Sängerin lauſcht, ie
herrſchung hohe Worte des Lobes gezollt hätte. Aber vor Lady Hardinge wendet den Blick ruhig ab, der Menſchen= Löwenkäfig ihre Kunſt zum Beſten gibt. Natürlich mi
allem iſt es das Verdienſt von Timouh, daß die Sache menge zu. Aber der Gatte an ihrer Seite, der als einzige eine derartige Senſation der Film durch alle Erdtlle
glimpflich verlief; nach indiſchen Begriffen zum wenigſten, Kritik für den mörderiſchen Anſchlag nur das wunderbar Länder, Groß= und Kleinſtädte verbreiten.
wo Menſchenleben nicht ſehr eingeſchätzt werden, beſonders, ruhige, in ſeiner Würde faſt unüberſetzbare „how unkind‟
Um 11 Uhr ſollte das Unglaubliche vor ſich gehen, abern
wenn es ſich um Eingeborene handelt. Um den glänzen= gebraucht hatte, ſinkt langſam nach vorn, auf den Nacken die Primadonna, die Löwen und die von Hanns Heini
den Feſtzug, in dem ſich alle indiſchen Radſchahs ſamt Timouhs. Man muß den Schwerverletzten in Sicherheit Evers geführten Regiſſeure ließen ſich Zeit. Man unte
ihrem Gefolge befanden, möglichſt prächtig zu geſtalten, bringen, und während alles nach einer Sänfte, einer Leiter hielt ſich, ſo gut es ging; man blickte in die künſtliche und
hatte man ihn von Timouh eröffnen laſſen, dem größten ſchreit, gibt Lady Hardinge von ihrem Sitze herab mit künſtleriſche orientaliſche Stadt hinein; man beobachtelst
und ſchönſten Elefanten, den man in ganz Hinduſtan auf= ſanfter Stimme Befehle, läßt Kiſten auftürmen und eine das Tun und Treiben der Beſtien, und der liebenswürdige
treiben konnte.
Art Treppe zur Höhe der Howda herſtellen, während der Oberſte unſerer geſtrengen Zenſur, Herr Oberregierungss”
Bei ſolchen Gelegenheiten werden auch die Vierfüßler Mann ihr zur Seite vielleicht ſchon mit dem Tode ringt. rat v. Glaſenapp mit ſeinem Kollegen, Herrn Regierungss
gebührend herausgeputzt, woran ſie übrigens, wie ihre Eine ſolche Lage läßt ſich mit Worten nicht ſchildern, läßt rat Griebel, hatten ſogar den Mut, den Löwen in ihrei
Wärter verſichern, ein unglaubliches Vergnügen nehmen. ſich nur fühlen.
Käfig einen Beſuch abzuſtatten. Die Tiere, die jedenfallss
Man hatte Timouh Kopf, Bruſt und Rüſſel gelb und zin=
Und was tat Timouh während dieſer Zeit? Ohne ahnten, wer ihnen die Ehre ſchenkte, wollten es mitden
noberrot angeſtrichen, ſeine Flanken waren von goldgeſtick= Zweifel hatten die Verbrecher damit gerechnet, daß er in Zenſur nicht verderben und verhielten ſich abſolut ruhig
ten Seidengeweben verhüllt, Schnüre von künſtlichen Per= paniſchem Schrecken blind und toll vorwärtsſtürmen würde,
Endlich um Mittag erſcheint ſie. Emmy Deſtinn, ingſit
len und Smaragden ſchlangen ſich um die Füße, und auf gegen die ſpitz vorſtehenden Giebel der Häuſer, in die einer grünen Atlasrobe, auf der Tauſende von Nachtpallel
dem Rücken trug er die aus ziſeliertem Silber gefertigte zahlloſe Menge der Zuſchauer hinein, gefolgt von dem letten ſchimmern. Der Konzertflügel wird in den Käficht
„Howda”, in der das erlauchte Paar, der „Bara=Sahib” Hundert der übrigen Elefanten, den ſchimmernden Zug der geſchoben, zehn ausgewachſene Löwen und vier niedlichen
und die „Bara=Memſahib” ſaß, während hinter ihm zwei Radſchahs einem ſicheren Tode entgegenführend. Aber Sprößlinge umkreiſen das Inſtrument. Die Dompteuſe
Diener in glänzender Tracht Platz genommen hatten und Timouh, die Flanken von den Eiſenſplittern der Bombe Mlle. Marteau, bereitet ſie auf das vor, was da kommeln
einen Fliegenwedel, ſowie einen luftigen, ſeidenen Sonnen= aufgeriſſen, von Blut überrieſelt, von dem Wehgeſchrei der ſoll. Sie lockt den einen Löwen auf die Flügeldecke, eim
ſchirm hielten. Hinter Timouh reihten ſich noch etwa 100Verwundeten umbrauſt, ſtand wie ein Fels, ſchnupperte zweiter nimmt auf einem Geſtell eine maleriſche Stellung!
in ähnlicher Weiſe aufgeputzte Elefanten mit den juwelen= nur langſam, wie koſend gegen ſeine Herrin zurück, und ein; ein dritter hockt auf dem Boden, und die anderen bes
blitzenden Radſchays und ihrem Hofſtaat. So war der ebenſo wie Timouh verhielten ſich auch die übrigen Ele=obachten hinter Eiſenſtäben das merkwürdige Schauſpielll
Zug langſam in eine ſchmale Gaſſe eingebogen, die fanten. Und nun wird man es begreifen, warum die eng=
Die Operateure des Filmapparates nehmen Aufſtell
Chandni=Chank heißt (Baſar) und wo die Häuſer nur ein liche Regierung jährlich 100 Pfund Sterling aufwenden lung. Die Tür zum Käfig wird geöffnet und hinein mit
Stockwerk tragen, ſo daß ſich die Feſtteilnehmer faſt in der will, damit Timouh, von zwei Coolies betreut, einem fort= mutigem Schritt tritt Emmy Deſtinn. Sie lächelt, ſie verx
gleichen Höhe mit den Terraſſen befanden. Und nun kommt an ruhigen ,geſicherten Alter entgegengehe . . . .
beugt ſich, als ob ſie auf gewohntem, ſicherem Podiumn
eine bei aller Grauſigkeit wunderbare Szene, über die uns
ſtände. Die Dompteuſe, im orientaliſchen Koſtüm, ſitzt alss
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Mummer 261.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 31. Oktober 1913.
Seite 3.
ſer ſei daſelbſt überzeugt, daß das Miniſterium Dato ſHeſlich=Preußſchen Eiſenbahngemeinſchaft Kart Bind 1 Monat der Unterſuchungshaſt. — Der Bfährige
Weiß=
ſe Frage der Kongregationen entſprechend dem Wunſche zu Mainz auf ſein Nachſuchen vom 1. November d. J. an binder Georg Johann Schneiker von Dornheim hatte
Papſtes regeln und den Beziehungen zwiſchen dem in den Ruheſtand verſetzt und ihm die Krone zum in einer Sache Anzeige bei der Staatsanwaltſchaft er=
Silbernen Kreuz des Verdienſtordens Philipps des Groß= ſtattet, und weil deren Vorgehen ihm nicht geeignet er=
Frikan und Spanien jenen herzlichen Charakter wieder= mütigen verliehen.
ſchien, ſchrieb er am 27. Juni einen Brief an die
Staats=
ben werde, den ſie unter den liberalen Miniſterien ver=
Lehrerperſonalien. Uebertragen wurde dem anwaltſchaft und drohte, die Angelegenheit in Zeitungen,
rin hatten.
Lehrer Johann Frieß zu Herbſtein, Kreis Lauterbach, beſonders in Volkszeitungen, zu veröffentlichen, wenn
die Lehrerſtelle an der Volksſchule zu Gadern, Kreis die Sache nicht in der von ihm gewünſchten Weiſe erledigt
Heppenheim, und dem Lehrer Franz Lotz zu Herbſtein, würde. Die Staatsanwaltſchaft erachtete hierin eine
Kreis Lauterbach, die Lehrerſtelle an der Volksſchule zu Nötigung und beantragte der Staatsanwalt gegen
* Hamburg, 29. Okt. Die Bürgerſchaft beendete Buchklingen (Gemeinde Löhrbach), Kreis Heppenheim; den Angeklagten der ſchon wegen Nötigung vorbeſtraft
hrie die Beratung der Univerſitätsvorlage in dem Lehrer Adam Armbruſt zu Schwabsburg, Kreis iſt, 1 Monat Gefängnis. Der Angeklagte berief ſich auf
wierten dieſem Gegenſtand gewidmeten Sitzung. Der Oppenheim, die zweite Lehrerſtelle an der Volksſchule ſeine Erregung. Das Gericht ſprach den
Angeklag=
trag Eiffe, die Vorlage und den Antrag Dücker an einen zu Falken=Geſäß, Kreis Erbach. In den Ruheſtand ver=ten frei.
Der 36jährige Fabrikarbeiter Wilhelm
ſchuß zu verweiſen, wurde mit 80 gegen 73 Stimmen ſetzt wurde der Lehrer Ludwig Heß zu Gambach, Kreis Heinrich Klenk von Wimpfen hatte ſich wegen dreier
ſgelehnt. — Darauf wurde die Senatsvorlage abgelehnt Friedberg, auf ſein Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner Betrugsfälle vor der hieſigen Strafkammer zu
verantwor=
ud der Antrag Dücker angenommen, einen Ausſchuß zur langjährigen treuen Dienſte, vom 1. November 1913 an. ten. Ohne einen direkten Auftrag zu haben, ging er zu
ſüfung der Frage einzuſetzen, in welcher Weiſe unter
* Erledigt iſt die mit einem evangeliſchen Lehrer einem Hundebeſitzer und ſagte dieſem, der Bürgermeiſter
Erkſetzung und Ausbildung des Vorleſungsweſens der zu beſetzende Lehrerſtelle zu Kortelshütte, Kreis möchte den Hund kaufen, er möchte ihn geben. Er
ver=
liere Ausbau des Hamburger Kolonialinſtitutes als Erbach. Dem Inhaber kann eine beſondere Ortszulage kaufte dann den erhaltenen Hund anderweitig. Im
zwei=
ſter ſelbſtändigen, der Forſchung, Lehre und taktiſchen gewährt werden.
ten Falle ließ er ſich von ſeinem Arbeitgeber 10 Mark
Asbildung gewidmeten Anſtalt mit tunlichſter
Beſchleu=
g. Strafkammer I. Des fahrläſſigen Falſch= Vorſchuß geben unter der Vorſpiegelung, eines ſeiner
ung dauernd ermöglicht werden könnte. Damit iſt die eides war in der geſtrigen Verhandlung vor der Straf= Kinder wäre geſtorben. Er ließ ſich hierbei zu einer
Ur=
ſſſr verſitätsvorlage gefallen und der Senat kammer I der 33jährige Bautechniker Albin Hohmann kundenfälſchung herbei, denn der Arbeitgeber verlangte
ſurd um den Ausbau des Kolonialinſtitutes zu einem von hier beſchuldigt. Der Angeklagte iſt Verwalter einer eine Beſcheinigung des Todes. Klenk ſchnitt nun aus
rſchungsinſtitut erſucht.
größeren Anzahl Häuſer der Verwaltungs= und Verwert= einer Urkunde den Teil mit dem Stempel und der Unter=
* Ruſſiſche Spionage in Schweden. Wie ungsgeſellſchaft und hatte in dieſer Eigenſchaft in einem ſchrift des Bürgermeiſters heraus und ſchrieb auf die
Nationalzeitung erfährt, haben die Enthüllungen des Divilprozeß der Geſellſchaft gegen einen Mieter vor dem Rückſeite die Beſcheinigung. Der dritte Fall betrifft
wie=
ſfen Landesverratsprozeſſes gegen den ehemaligen Amtsgericht I Darmſtadt beeidigt, daß der Mieter am 9. der ein Hundegeſchäft. Das Gericht erkannte auf eine
Ge=
ſtrediſchen Unteroffizier Toerngreen erwieſen, daß Ruß= April ausgezogen ſei, während behauptet wird, daß der ſamtſtrafe von 8 Monaten Gefängnis.
id in Schweden ſeit langer Zeit ſyſtematiſch Spionage Auszug bereis am 4. April erfolgt ſei. Die Mieter gaben
g. Kriegsgericht. Der Dragoner Heinrich Huck von
ſſtreibt. Es liegen ſchriftliche Beweiſe dafür vor, daß der in der geſtrigen Verhandlung ſelbſt an, daß mindeſtens Nieder=Ingelheim, der beim Dragoner=Regiment Nr. 24
ſiſiſche Militärattache in Stockholm, Herr Aſſonowitſch, der Eisſchrank und der Regulator in der Wohnung zurück= diente, iſt in dieſem Herbſte nach Verbüßung einer
zehn=
dich den verhafteten Handlungsgehilfen Holſteinſſon als geblieben ſind: die Schlüſſel ſeien erſt am 9. April abgelie= monatigen Gefängnisſtrafe aus Butzbach entlaſſen worden.
Mielsperſon mit Toerngreen in Verbindung ſtand. Die fert worden. Der damals als Richter fungierende Aſſeſſor Mit dem während dieſer Zeit erſparten Geld wollte er ſich
ſtrediſche Regierung hat die Entfernung des ruſſiſchen bekundet, daß der Angeſchuldigte ſeinen Eid nicht vorbe= einen vergnügten Tag machen, da er ſich am übernächſten
Aitärattachés verlangt. Die ruſſiſche Regierung ging haltlos geleiſtet habe. Dies ſei aber nicht im Protokoll Tage ſeinem Truppenteile ſtellen mußte. Das Vergnügen
ſſer Beobachtung einer Friſt darauf ein. Die Entfernung vermerkt worden. Das Gericht erkennt auf Freiſpruch war aber ſo intenſiv daß er bald völlig betrunken war.
Aſſonowitſch ſoll bevorſtehen. Der ruſſiſche Geſandte und legte der Staatskaſſe die Koſten des Verfahrens, ein= Ein Schutzmann in Mainz nahm ihn acht Tage ſpäter feſt,
Stockholm, Sawinſki, iſt nach Paris gereiſt und wird ſchließlich der Koſten der Verteidigung, auf. — Der 50jäh= als er ſkandalierend und ſingend durch die Liebfrauenſtraße
dort nicht nach Stockholm zurückehren. In vielen rige Taglöhner Chriſtian Wilhelm Hebermehl von zog und durch Schlagen mit ſeinem Stock an die Rolläden
ſtpediſchen Kreiſen herrſcht Erbitterung und Mißſtim= hier, der ſchon mehrfach vorbeſtraft iſt, ſtieg am 1. Sept. den geſunden Schlaf der Mainzer Bürger ſtörte. Zunächſt
ia gegen Rußland. Die Stimmen für einen förmlichen in den Hof eines hieſigen Gaſtwirts ein und nahm einen gab er dem Schutzann einen falſchen Namen an. Auf
lſchluß Schwedens an Deutſchland nehmen bedeutend zu. Handkarren mit. Dieſen Karren, der einen Wert von 45 dem Wege zur Wache gab er dann zu, daß er einen fal=
Mark hatte, verkaufte Hebermehl an den 41jährigen Me= ſchen Namen angegeben habe. Er habe dies nur getan,
chaniker Franz Huthmann für 10 Mark, und dieſer weiler ſeinen Geſtellungsbefehl verloren habe. Das Gericht
Stadt und Land.
wieder an einen Weißbindermeiſter für 16 Mark. Heber= verurteilte geſtern den Angeklagten wegen
unerlaub=
mehl gibt den Diebſtahl unumwunden zu, Huthmann be=ter Entfernung zu 43 Tagen Gefängnis und
Darmſtadt, 31. Oltober.
ſtreitet die Hehlerei, Hebermehl habe ihm zuerſt geſagt, wegen Angabe eines falſchen Namens zu ſechs Tagen
Vom Hofe. Prinz Heinrich von Preußen der Karren ſei ſein Eigentum, ſpäter habe er erklärt, er Haft die durch die Unterſuchungshaft verbüßt ſind.—
amn Mittwoch abend 7 Uhr in Begleitung des verſön= ſollte den Wagen für den Wirt verkaufen. Er hatte kei= Im Juni 1910 hat der jetzt im Infanterie=Regiment Nr. 116
Ien Adjutanten, Kapitänleutnants von Tyszka, im nen Anlaß, an dieſen Erklärungen zu zweifeln. Das Ge= dienende Eduard Sachs in Pößneck i. Th. einen Schutz=
Me zum Beſuch in Jaadſchloß Wolfsgarten einge= richt verurteilte den Angeklagten Hebermehl wegen mann beleidigt. Er wird wegen dieſer Beleidigung zu 20
Pfen. Ihre Königl. Hoheiten der Großherzog undſchweren Rückfalldiebſtahls zu 1 Jahr Ge= Mark Geldſtrafe verurteilt. Das Urteil wird einen
s Heinrich von Preußen begaben ſich geſtern vor=fängnis. Huthmann wird wegen mangelnden Bewei= Tag in Pößneck öffentlich ausgehängt.
Ufſtgg nach Stockſtadt a. Rh. zur Jagd auf dem Hofgutſes freigeſprochen. — Eine üppige Phantaſie ent=
— Vom Großh. Hoftheater Am Sonntag findet die
wickelte der noch ſehr jugendliche 17jährige Zahntechniker=
Freiherrn von Hepl.
* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der Groß=gehilfe Otto Wilhelm Weidt von Wiesbaden, der ſich Erſtaufführung von Waltershauſens Muſikdrama „Oberſt
zog empfingen am Mittwoch den Generallentnant geſtern wegen Betrugs und Urkundenfälſchung Ehabert” unter Leitung von Hoftapelmeiſter Hofrat
lülskow, Kommandeur der Großh. Heſſ. (25.) Diviſion, vor der hieſigen Strafkammer zu verantworten hatte. In de Haan und Regiſſeur Lert ſtatt. In den Hauptpartien
Major a. D. Frhrn. v. Lehmann, den Hauptmann Wieshaben hatte er bereits einmal angeblich mit einem ſind beſchäftigt Franziska Callwey, Hans Bertram (Oberſt
Whim. Neubronn v. Eiſenburg, die Hauptleute v. Hanneken geheimnisvollen Unbekannten amtliche Schriftſtücke eines Chabert), Georg Becker, Otto Semper Leo Schützendorf
Frhrn. v. Haxthauſen, beide Stabshauptleute im Unterſuchungsrichters produziert, mit deren Hilfe er von und Fritz Hilsdorf. Die Premiere gehört dem Buchſtaben
ſtünarde=Infanterie=Regiment (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115, ſeiner in ſehr ärmlichen Verhältniſſen lebenden Mutter B. Der Vorverkauf für den vollstümlichen Goethe=Abend,
Poſtdirektor Flaſchenträger von Bad Homburg v. d. H., Geld erpreßte. Wegen dieſes Deliktes hat er ſich dem= der am Montag ſtattfindet, beginnt heute zu Abonnements=
Archſtekten Steuerwald und den Fabrikanten Diehl, nächſt zu verantworten. In Wiesbaden hatte er zuletzt preiſen an der Tageskaſſe des Hoftheaters und im Ver=
Pietation des Sängerchors des Turnvereins Offen= eine untergeordnete Stellung in einem unbedeutenden kehrsbureau, und wird täglich fortgeſetzt. Am Samstag,
hla. M., den Amtsrichter Dr. Meyer von Stettin, den Theater. Als dieſes aufgelöſt wurde, ging er nach Darm= den 1. November beginnt an der Tageskaſſe des
Hof=
urer Palmer von Offenbach a. M., den Profeſſor ſtadt und logierte ſich hier ein unter der falſchen An= theaters die Ausgabe der Zykluskarten für den vier Abende
lir Müller; in beſonderer Audienz den Königlich gabe, er ſei am Hoftheater angeſtellt. Unter den verſchie=umfaſſenden Verdi=Zyklus, den Arturo Vigna leitet.
usziſchen außerordentlichen Geſandten und bevoll= denſten Angaben ließ er ſich von allen möglichen Per= Die vier Vorſtellungen „Rigolettot „Maskenball” „Alda”
Arigten Miniſter Frhrn. v. der Lancken=Wakenitz; zum ſonen Geld geben in anſehnlichen Beträgen, wie 62, 55, und „Troubadour” finden im Abonnement ſtatt, und zwar
ſtrag den Staatsminiſter v. Ewald, den Vorſtand des 13, 50 und 30 Mark; u. a. von einem armen Dienſtmädchen, fällt jeder Serie eine Vorſtellung zu. In der
Eröffungs=
das er kniefällig um ein Darlehen bat. Als die Mieterin vorſtellung des Zyklus wird Walter Soomer zum erſten
Pinetts Geheimerat Römheld.
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der auf Zahlung drängte bezw. Räumung des Zimmers ver= Male in dieſer Spielzeit in der von ihm hier noch nicht
li ßherzog haben verliehen: die Krone zumlangte, fuhr er nach Wiesbaden, um Geld zu holen. Er geſungenen Partie des Rigoletto als Gaſt erſcheinen.
ülterkreuz 1. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des ſchrieb von dort einen Brief an die Wirtin, aber ſo, als
D. Von der Techniſchen Hochſchule. Die zweite
Uhrnütigen dem Major Wagner beim Stabe des ob die Mutter die Verfaſſerin iſt und ſich zur Zahlung
ſtunterie=Regts Markgraf Karl (7. Brandenburg.) Nr. 6), verpflichtete, aber um einige Tage Geduld bat. In Wirk=Immatrikulation findet am Samstag, den 1.
No=
ſe: Hauvtmann und Kompagniechef im Infanterie= lichkeit aber war die Mutter gar nicht in der Lage und vember, in der Aula der Techniſchen Hochſchule ſtatt.
Diejenigen neueingetretenen Studierenden, welche bei
Mrtent Prinz Carl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118; das hatte gar nicht die Abſicht die Schuld ihres Sohnes zu
der erſten Immatrikulation nicht zugegen waren, werden
ſterkreuz 1. Klaſſe desſelben Ordens dem Hauptmann bezahlen. In der Verhandlung gab der Angeklagte an, vom Rektor durch Handſchlag auf die Diſziplinar=Be=
Ring, ſeither im Infanterie=Regiment Prinz Carl er habe einen Gönner in Wiesbaden, der ihm alles Geld
broßh. Heſſ.) Nr. 118; ferner dem Lehrer Ludwig ſchicken würde, das er brauchte. In einem Fall hatte ſtimmungen verpflichtet und damit in den Verband der
zu Gambach anläßlich ſeiner Verſetzung in den er zwei möblierte Zimmer mit Penſion für 110 Mark Hochſchule aufgenommen.
* Darmſtädter Künſtler auswärts. Der Wiener
Män=
ihertand das Ritterkreuz 2. Klaſſe des Verdienſtordens monatlich gemietet, obwohl nur 100 Mark gefordert
wur=
den; hier gab er an, er lerne hier Flieger. Das Gericht nergeſangverein hat die Hofopernſängerin Frl. Annemarie
fſiops des Großmütigen.
* Eiſenbahnperſonalien. Se. Königl. Hoheit der verurteilte ihn wegen Urkundenfälſchung und Be=Liſchke eingeladen, bei ſeinem Konzert im Neuen großen
Poßßherzog haben den Oberbahnaſſiſtenten in derltrugs zu 6 Monaten Gefängnis, abzüglich 1 Konzerthausſaal in Wien am 8. November mitzuwirken.
a
Alſiterin und Hüterin am Klavier; ſie verfolgt jede Be= Nahrungsaufnahme bereitet der Umgebung ſchwere Sor= ten geſchnitten worden. Das Vorgehen der Zollbeamten
ung der Tiere. Emmy Deſtinn markiert in leiſem Sin= gen. Trotz der allerpeinlichſten Aufmerkſamkeit, mit der wird durch das amerikaniſche Einfuhrverbot der Federn
tie „Mignon”=Arie, die laut aus dem Grammophon der Kranke umgeben iſt, kommt es doch bisweilen vor, daß von Wildgeflügel, wozu Reiher und Paradiesvögel
ge=
t, dem ſie bereits vorher das Muſikſtück anvertraut er Tage hindurch nur kalte Speiſen zu ſich nimmt, da er hören, erklärt. Gegen dieſe geſetzliche Beſtimmung iſt nicht
Die Arie iſt zu Ende die Künſtlerin dankt mit freu= höchſt unregelmäßig ißt. Im allgemeinen iſt König Otto aufzukommen. Leider hat Amerika verſäumt, eine Friſt
A Geſicht für den Beifall; ſie legt ihren Arm um den durchaus kein gefährlicher oder gar bösartiger Irrer. Er bis zum Inkrafttreten des Geſetzes zu ſtellen. Die Reiſen=
Pides Löwen, der auf dem Flügel lagert, als ob ſie lebt meiſt in einer Welt von fremden Geiſtern, mit denen den, die ſich auf der Fahrt befinden, wiſſen natürlich nichts
Afihrem Lieblingshund ſpielte. Eine Viertelſtunde harrt er Geſpräche führt, und die ihm bald Vertrauen, bald von den Vorſchriften und werden überrumpelt. Das
Vor=
aus; nicht eine Spur von Angſt iſt in ihr. ruhig verläßt Schrecken einflößen. Dumpf vor ſich hinbrütend, verbringt gaehen Amerikas bedeutet wahrſcheinlich das Ende der
Warin langſamen Schrittes den Käfig. Die Aufregung er ſeine Tage. In den letzten Jahren hat ſich ſeine Teil= Reihermode. Auch in England iſt ein ähnliches Geſetz in
nahmsloſigkeit ſo weit geſteigert, daß er ſelbſt ſeine alte Vorbereitung. Für die tonangebenden Pariſer Ateliers
Azutſchauer war anſcheinend ſtärker als die ihre.
underbar die Scheu der Wüſtenkönige vor der Macht Leidenſchaft, das Rauchen. vergeſſen hat. Soweit es mög= bedeuten der amerikaniſche und der engliſche Markt eine
AGeſanges, wunderbarer der Mut, mit dem die Sän=lich iſt, umgibt man den König Otto mit dem Scheine der Lebensfrage. Eine Schwenkung der Hutmode iſt daher,
Altr üm Käfig der Beſtien ausharrte, am wunderbarſten Majeſtät. Er hat einen Hofmarſchall und zwei Hofkava= wie die Deutſche Konfektion betont, faſt unausbleiblich.
die Tatſache, daß eine Künſtlerin vom hohen Range liere, die ſich in Fürſtenried ebenſo abwechſeln, wie die Deutſchland iſt in Sachen der Hutmode nicht ſelbſtändig,
Aider internationalen Bedeutung einer Emmy Deſtinn, beiden Aerzte, denen die Behandlung und Ueberwachung ſondern richtet ſich lediglich nach Frankreich. Schalten die
Pariſer Ateliers die Reiherfedern aus, ſo gehören ſie auch
äfl Mamen und ihre Künſtlerſchaft mit einer derartigen des Königs anvertraut iſt.
Man hat oft gefragt, ob der Kranke weiß, daß ſein in Deutſchland der Vergangenheit an. Da der Strauß,
Farion verbindet.
Bruder, König Ludwig II., nicht mehr am Leben und er der in Farmen gezüchtet wird, und die Hergabe der Federn
Sehr richtig!
König von Bayern ſei. Sofort nach dem verhängnisvollen nicht mit ſeinem Leben bezahlt, kein Wildgeflügel im Sinne
Junitage des Jahres 1886, als Ludwig II. im Starnber=des Geſetzes iſt, ſo dürften jetzt wieder Straußfedern zur
ger See den Tod fand, haben die Kuratoren im Beiſein erhöhten Bedeutung kommen. Für die Berliner Feder=
Feuilleton.
Inl . Schloß Fürſtenried, der Aufenthaltsort des un= der Aerzte dem Prinzen mit der nötigen Vorſicht und fabrikation haben dieſe Vorgänge weittragende Bedeu=
Schonung die Mitteilung von dem Tode des Bruders ge= tung.
Plichen Bayernkönigs Otto, liegt inmitten
ner=
macht und ihm kundgegeben, daß er jetzt König von Bayern
* Die „Fliegen=Perle”. Vor dem Schaufenſter eines
Wiaikender, duftender Nadelwälder und bietet eine
ent=
ſei. Sinnend hörte König Otto den Sprecher an, und es Melbourner Juweliers ſammelten ſich dieſer Tage große
Mnde Ausſicht auf das herrliche Panorama der
Alpen=
machte den Eindruck, als ob der Kranke, der damals noch Mengen Schauluſtiger, um eine ganz einzigartige Perle zu
Der Aufenthaltsort des kranken Monarchen iſt, wie
Mhass von ſelbſt verſteht, ein überaus würdiger. Der zuweilen lichte Momente hatte, verſtand, was vorging; bewundern. Das koſtbare Stück unterſcheidet ſich weder
ig bewohnt eine Flucht von prächtigen Zimmern und denn traurig kamen die Worte: „Mein Bruder — mein durch ſeinen Glanz noch durch beſondere Größe von
an=
ns, und alles atmet Prunk und Behaglichkeit. Von Bruder — armer Ludwig — armer Ludwig!” über ſeine deren Perlen, ſondern durch ſeine Form; es ſtellt nämlich
Lippen. Dann ſchloß der König die Augen, und als er ſie genau eine Fliege dar, und zwar beruht das nicht auf Zu=
Mlußßenwelt iſt der herrliche Schloßparrk durch eine hohe
fall, ſondern die Perle, die in wenig tiefem Waſſer im
wieder aufſchlug, waren ſie tränenvoll. Der Kranke hat
Mller getrennt, die ſtändig von einem Pikett Soldaten
it iſt, das jedem Unbefugten den Zutritt verwehrt, alſo wahrſcheinlich dem Sinne nach die ihm gemachte
Mit=
teilung recht verſtanden. Jetzt aber liegt ſeit langer Zeit Norden von Neuſeeland gefiſcht wurde, ſtammt aus einer
Auſter, in der ſich eine Fliege gefangen hatte. Das Inſekt
ll dieſer Maßregeln iſt es dem unglücklichen König
e — freilich ſchon vor langer Zeit — gelungen, un= Grabesnacht um ihn. und ſelbſt wenn ihm der heutige
Wechſel der Geſchicke angekündigt würde — ſein armes, wurde nun in der Auſter zu einer richtigen Perle umge=
Mlrick aus dem Schloſſe zu entweichen. Man fand ihn von der Paranda zerrüttetes Gehirn würde die Kunde wandelt. In Melbourne iſt die „Fliegen=Perle”, wie man
ſie nennt, berühmt, aber kaufen will ſie keiner, da man dort
Mſtrindenlangem aufgeregten Suchen im nahen Wald,
die Fliegen verabſcheut. Die einzigartige Perle ſoll daher,
nicht ſaſſn.
einem Baume ſitzen, und in Träume verſunken. Wil=
* Ein Zollkrieg gegen die Reihermode. Nach einer wie der Figaro mitteilt, nach Paris kommen, wo ſie gewiß
Lllet er ſich zurückführen. Schwer hält es für ſeine
Um=
äln: des Königs großes Mißtrauen zu überwinden. geſtrigen Meldung ſind den Damen, die mit dem Lloyd= einen Liebhaber finden wird.
Arüirde er ſich ſelbſt durch den mildeſten Zwang beſtim= dampfer „Kronprinzeſſin” in Neu=York landeten, von den
laſſſen, ein anderes Zimmer aufzuſuchen, und auch die amerikaniſchen Zollbeamten die Reiherfedern von den Hü=
Nummer 261=
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 31. Oktober 1913.
Eeie
Seite 4.
Fälaſ=
2 Aerze und Krankenkaſſen in Heſſn. Am Mitwoch 1 gehören, als ihre Straße ſelbſt. Einge Straßenteil, verlaufen, es ſei ja gut vermietet und dergleichen
Pen
bei=
fand im Gutenbergkaſino zu Mainz eine mehrſtündige Be= die beſonders bezeichnet ſind, müſſen in zwei Nächten wollte offenbar noch eine bedeutendere Summe aus dieſ
ſprechung der Vertreter der ärztlichen Landesver=ohne Waſſer bleiben, weil das zum Spülen einer Stiftung mitnehmen: denn die betreffenden Staatspapkaſtholſin
ſſtraße, 10
trags=Kommiſſion und der Krankenkaſſen anderen Abteilung nötige Waſſer durch ſie geleitet wird. lagen in einem Pulte, und nicht im Kaſſenſchrank, ſch
im Großherzogtum Heſſen unter dem Vorſitz des Direk=Bei der Spülung der beiden Hauptdruckrohre wird die bereit. Er hatte ſie ſich in hinterliſtiger Weiſe verſchafftſtelliſt
tors des Oberverſicherungsamtes ſtatt. Es beſtand, lautWaſſerlieferung nicht unterbrochen, aber ſtellenweiſe In der Aufregung nach der Unterſuchung hat er ſie difälſitilde, ½
bar vergeſſen. Die intereſſante Frage iſt nun, wergiſſebt ginba
Darmſt. Ztg., bei allen Teilnehmern die Hoffnung, daß es vermindert.
* Adreßbuch. Der Druckbogen Nr. 14 des Adreß= die Veruntreuungen des Kohl aufzukommen hat.
im Großherzogtum Heſſen zu einer Einigung kommen
Offenbach, 30. Okt. Der Verband der Detaffliſoichen Leute
buches für 1914, enthaltend Einwohnerregiſter — Schenck
werde.
liſtenvereine in Heſſen hielt laut Offenb. Ztgeſtzloan früh dil
Fremdſprachliche Vorträge. Die Reihe der zu Schweinsberg, Freifrau Luiſe, bis Schulz, Heinrich,
fremdſprachlichen Vorträge, die auch in dieſem Winter liegt im Hauptmeldebureau Hügelſtraße 31/33, Zimmer Hotel Kaiſer Friedrich geſtern abend ſeine 9. Ha u p=(am Odenw
in der Turnhalle der Liebigs=Oberrealſchule ſtattfinden, Nr. 13, während der Bureauſtunden (8 bis 12 Uhrverſammlung ab. Der Vorſitzende, Kalbfuiſſthsehungen
Jfahren n
wurde am 29. Oktober eröffnet. Herr Latour ſprach vormittags und 2 bis 6 Uhr nachmittags) bis zum Darmſtadt, begrüßte die Erſchienenen und gedachte
Mainz,
Verdienſte des Offenbacher Detailliſtenvereins, insbeſtſ
über: „Le génie dramatique de Rostand‟. In der 3. November vormittags zur Einſichtnahme offen.
dere deſſen Vorſitzenden, Kaufmann Haeußer. Dieſer damſtälin hieſig
Hauptſache beſchränkte er ſich auf Cyrano de Bergerac,
* Orpheum. Mit dem heutigen Freitag geht das er= dem Redner für die anerkennenden Worte und ſtattetel
das Werk, welches dem Dichter Weltruf verſchaffte, wenn
Eine 2
folgreiche Gaſtſpiel der „Kölner” zu Ende und Verbandsvorſtand den Dank des Offenbacher Vereinsl ten. E
auch bei der Erſtaufführung 1898 Kritiker den Erfolg
Der Verbandsvorſitzende erſtattete alsdann den Jahre
iaudt
als „effet de repoussoir” erklären wollten. Herr Latour die luſtigen Gäſte, deren unverwüſtlicher Humor uns
wäh=
meint, innere Gründe hätten den großen Beifall, den rend des Oktober=Monats ſo manche vergnügte Stunde bericht über das verfloſſene Verbandsjahr. Der Berählitl ſice Pe
das Drama fand, verurſacht. Roſtand habe es meiſter= bereitet hat ſcheiden von Darmſtadt. Als Abſchieds= konnte mit Genugtuung feſtſtellen, daß ſämtliche Veren
haft verſtanden, in prächtiger Bilderſprache „den Dingen vorſtellung geht der erprobte Schwank „Mein Bru= des Großherzogtums dem Verband angeſchloſſen ſindſphetfen die
eine Seele zu geben‟. Dann ſei es ihm großartig ge= der, dasn Luder” zum 8. Male in Szene. — Morgen daß dieſer über 1300 Mitglieder zählt. Der Bericht ſchäſtlsipital
lungen, das 17. Jahrhundert mit ſeinem Preziöſentum Samstag, den 1. November, wird ſich das erſte Variete= mit dem Dank an alle Faktoren, die den Verband in ſeintſllt, uwend
wieder zum Leben zu erwecken. Als Stütze ſeiner Anſicht programm der laufenden Spielzeit, welches eine Kette er= Arbeiten unterſtützt haben. Der Redner teilte dannnut=, wandten
beſprach der Redner vor allem die Sterbeſzene Cyranos. leſener Kunſtkräfte vereinigt, erſtmalig vorſtellen. Als mit, daß ſowohl die Frage der Einigungsämter als gallſt, der Arbc
Auf die erſte Entwicklungsſtufe des Preziöſentums, die Clou des neuen Spielplans iſt der Hofkünſtler Dario des Submiſſionsweſens in jüngſter Zeit eine Förderſchäter Wohn
erfahren haben, und daß das Wanderlagerweſen esſterſuch
in Cyrano dargeſtellt iſt, folgt eine Zeit der Entartung, Paini zu nennen, deſſen Darbietungen geeignet ſind,
reichsgeſetzliche Regelung erfahre. Den Kaſſenberisſiih die Bruſt
die ſich an den Namen M. de Scudéry anſchließt. Eine
ähnliche Entwicklung finde bei Roſtand ſtatt. Im größtes Aufſehen zu erregen. (S. Anz.)
erſtattete Becker=Darmſtadt, der mit einem nennensweraſithopf beihr
Ueberſchuß abſchloß. Die Wahl des Vorſtandes ergablchäpfoial ent
„Aiglon” kommen ſchon abſcheuliche Bilder vor, und im
ck. Weiterſtadt, 30. Okt. (Ausſtellung von Wiederwahl der einzelnen Vorſtandsmitglieder durch
Kalit. 21
„Chantecler” erliegt er vollends einer Neigung zum
ſchlechten Geſchmack. Die Verſtändlichteit des Vor=Künſtler=Steinzeichnungen.) Die vom „Heſ=ruf und die Wahl Darmſtadts als Vorort. Als nächſſt
Beſſem
früin
tragenden war etwas beeinträchtigt durch zu raſchesſiſchen Volksſchriften=Verein” und „Verein Tagungsort wurde Darmſtadt gewählt. Alsdann
für ländliche Heimats= und Wohlfahrts= griff Bankdirektor Diehl das Wort zu ſehr intereſſandlleute verln
und mitunter zu leiſes Sprechen.
Jahrhundertfeier des Evangeliſchen Bundes.pflege” veranſtaltete Ausſtellung von Künſtler=Stein= Ausführungen über „Treuhänderinſtitute in Kleinhausſſleſigen Stat
Man ſchreibt uns: Wir hatten geſtern Gelegenheit, der! zeichnungen, welche als Wanderausſtellung in den größe= und Gewerbe‟. Es fehle den in Not geratenen Gewerllalkkechener Firl
erſten Koſtüm=Probe auf der Bühne im Feſtſaale ren Gemeinden des Kreiſes Darmſtadt mit größtem Inter=treibenden manchmal der Ratgeber, der ihnen über Mültunde an deſ
der Turngemeinde beizuwohnen und waren erſtaunt eſſe aufgenommen wurde, findet in dieſen Tagen auch in Schwierigkeiten hinweghelfe. Solche vor dem Konſalſkarzlich
über das flotte Zuſammenſpiel des Enſembles, was ſich hieſiger Gemeinde im Saale des am Bahnhof gelegenen ſtehenden Exiſtenzen müßten Rat erhalten durch ein kesſtſchaß ergoß
ia wohl neben der guten Regie aus der Schulung er= Gaſthauſes „Zur ſchönen Ausſicht” ſtatt. Durch dieſelbe liches Inſtitut; der Redner ſchlägt vor, ein ſolches duhllätmrde der 2
ſarünen de
klärt, die noch vom Luther=Feſtſpiel im vorigen Jahr! ſoll dem Volk Gelegenheit gegeben werden, mit preiswer= die Handels= und Gewerbekammer zu organiſieren,
vorhanden iſt. Denn zumeiſt ſind es Damen und ten Bildern, die nach Ausführung und Inhalt vorzüglich Tätigkeit dieſer Inſtitute müſſe rein ehrenamtlich ſein, ſzn beirag
tlich ei
Herren, die auch damals mitwirkten. Das Spiel ſelbſt ſind, bekannt zu werden und durch einen belehrenden Vor=Vertreter des Kleinhandels, ſowie ein Bankſachverſtä
iſt voll packender und ergreifender Momente und trag ſie auch betrachten zu lernen. Die Ausſtellung iſt ger, ein Rechtsbeiſtand und ein Bücherreviſor müßtenttenirin noch
bietet auch, wie z. B. bei der Einſegnung der Frei= von heute ab täglich von 1—5 Uhr bis nächſten Dienstag ſem Inſtitut angehören. — Eine angeregte Auseinankolen.
willigen, ſehr ſchöne Bühnenbilder. Das Heer wird geöffnet. Eintritt iſt frei; auch iſt eine Bilderverloſung ſetzung ſchloß ſich an dieſes Referat.
Bingen,
durch eine Abteilung Soldaten dargeſtellt. Das Feſt= damit verbunden. Lehrer Haſſinger=Darmſtadt wird
Offenbach, 30. Okt. (Kindesmord?) Inlll niem h
ſpiel ſelbſt wird etwa zwei Stunden beanſpruchen; damit am Sonntag, nachmittags 4 Uhr, im Ausſtellungslokal den Holzkeller des Bauunternehmers Georg Wenzel in Büll ear Dietz
ſich die Feier nicht zu ſehr ausdehnt, iſt von muſikaliſchen erwähnten Vortrag halten.
fand ſich als der Keller wegen Wegzugs ausgerſſiaſtun Aute
Darbietungen, außer der im Feſtſpiel nötigen Begleitung,
* Gundernhauſen, 29. Okt (Muntermanns wurde eine vertrocknete Kindesleiche, die anſcheineniem Hand
Abſtand genommen und die Dauer der Begrüßung und „Kätchen”.) Da der „Waldmenſch”, Herr Muntermann, reits über ein Jahr dort gelegen hat. Die Zeitungen
per ein
Feſtanſprache zuſammen auf eine halbe Stunde be= eben im ſtädtiſchen Krankenhauſe ſich befindet, ſo beherrſcht denen der kleine zur Mumie gewordene menſchlicheit auf der
nilte
grenzt. Alles in allem dürfte eine des Reformations= ſein „Kätchen” zurzeit allein die Waldungen. Sie hat ſich per eingewickelt war, trugen das Datum des 12. 6.
feſtes würdige Feſtfeier in Ausſicht ſtehen.
nun ein beſcheidenes Pfahlbäuchen auf der „Gänsplatte‟
Es beſteht ein beſtimmter Verdacht gegen eine frühllli die Nad=
* Gedenket der Heimarbeiterinnen! Man ſchreibt uns: einer moraſtigen Stelle in der Gundernhäuſer Gemarkung Bedienſtete des Hauſes: die eingeleitete UnterſuchungPfinn.
Gießen,
Wenn auch die goldene Herbſtſonne, die die letzten Tage hergerichtet, wo ſie bei Tage ſorglos haushält, ſtets guten Näheres ergeben. — (Der heißblütige Lehrlihel
verſchönte, faſt vergeſſen laſſen konnte, daß uns nur noch Muts. Den vorbeikommenden ſtädtiſchen Waldbeſuchern, Einen böſen Ausgang nahmen geſtern nachmittagſſuheſſ
kaum 8 Wochen von Weihnachten trennen, ſo ſind doch die größtenteils ihre helle Freude an dem reizenden Neckereien zwiſchen einem etwa 17 Jahre alten Lehmlm
Eihen Nu
ſchon viele Hände fleißig beſchäftigt mit Vorſchlägen und „Waldmägdelein” haben erzählt ſie ſo etliche hundertmal und dem 15 Jahre alten Oberrealſchüler Rudolf
elettar
M
Vorbereitungen, damit alles richtig verteilt und niemand in einem Atemzuge, daß ihre „Pere” bald wieder käme und der Bettinaſtraße Mit einem von den Kindern
Mla
vergeſſen werde. Dieſes erhofft auch der Vorſtand des ſie ſolle dem „Doktore” ausrichte, die ſolle „de Pere nor uff Spiel benutzten Wurfſpeer ſtach der Lehrling den
realſchüler in den Rücken und verſetzte ihm dabei
Heimarbeiterinnen=Vereins für ſeine Mit= ere Gartebank lehe e
nnen
m
Stiche zwiſchen die Rippen und einen Stich in den
glieder und bittet Geſchäfte, Anſtalten und Vereine, ihnen
1. Zwingenberg, 30. Okt. (Grundſtücksverkauf.)
ſchl Baſa
recht reichliche und — zwecks ſorgfältiger Arbeit und pünkt= Letzter Tage wurde ein größeres Baugelände Als Paſſanten hinzueilten, ergriff der Lehrling die
ſiſchen
iſenſch
licher Lieferung — recht baldige Aufträge geben zu wollen. an drei Darmſtädter Damen im Orbis, dem neuerſchloſſe= Der Verletzte wurde von der Rettungswache verhits
und konnte ſich alsdann nach der väterlichen Wohnun
Aber auch an Privatperſonen wendet ſich die Bitte, Wenn nen Villenviertel, verkauft.
ſofeſſe
z. B. Damen, die als Mitglieder eines wohltätigen
Ver=
h- Auerbach, 30. Okt. (Kirchweihe.) Nächſten geben.
Keinterſt
Seligenſtadt, 30. Okt. (Meſſerſtecherei.
eins Kleidungsſtücke für Arme anfertigen helfen, einen Sonntag und Montag findet hier Kirchweihe ſtatt.
Die=
ſich Mater
Teil ihrer Arbeit an Heimarbeiterinnen übertragen woll= ſelbe wird bekanntlich immer zahlreich von auswärts be= benachbarten Braunkohlenbergwerk Zeche „Guſta
ten, ſo träte hier neben den rein wohltätigen Zweck die ſucht. In dieſem Jahre ſoll das Feſt am Sonntag nach= eine große Meſſerſtecherei ſtatt. Nachdem
Käials m
Unterſtützung eines Vereins, der es ſich zur Aufgabe ge= mittag mit einem großen Zug durch den Ort eröffnet hieſige Arbeiter, die in der Grube beſchäftigt ſindchen
macht hat, denjenigen, denen er helfen will, durch ange= werden. Eine früher beſtandene Sitte ſoll damit wieder blauen Montag gemacht hatten, fand auf dem RilleAn ſind
ganz in der Nähe der Zeche im Kahler Walde mit Prütgſcha
meſſen bezahlte Arbeit zur Selbſthilfe die Hand zu bieten. aufgefriſcht werden.
in Klein=Oſtheim wohnhaften, ebenfalls in der Zeſut u
Mit Aufträgen und Anfragen wende man ſich an den Ar=
Heppenheim a. d. B., 30. Okt. (Die Veruntreu= ſchäftigten Arbeiter ein kleiner Wortwechſel ſtatt.lügen ic
beitsnachweis der Heimarbeiterinnen: Eliſabethenſtr. 25½, ungen des Bürgermeiſters Kohl.) Endlich griff gleich nach einem dolchartigen Meſſer und ſtach bllPerſuc
1. Stock, oder an die Vorſitzende des Vereins Frau E. wird das Verſchwinden des Bürgermeiſters Kohl begreif= ſings auf die drei hieſigen Arbeiter ein. Er verlezund einget.
Vierau, Wittmannſtr. 33, I. (Siehe auch Anzeige in heu= lich. Geſtern abend fand eine außerordentliche 25jährigen Jakob Sommer durch einen Rippenſtllgkſchen au
tigem Blatt.)
Stadtratsſitzung ſtatt, in der Beigeordneter Keil
( Spülung des Waſſerrohrnetzes. Mehrfach ge= über die Sache nähere Aufklärung gab. K. hat ſich alſo ſchwer, daß dieſer ſich in Lebensgefahr bei
ſtit, mit
Gleichfalls erhielt der verheiratete 30jährige Rai Mitt auf
äußerten Wünſchen entſprechend, ſoll die Bekanntmachung doch ganz bedeutender Betrügerein ſchuldig gemacht. Er
der Rohrnetzſpülung der ſtädtiſchen Waſſerleitung von hat, wie bis jetzt genau feſtgeſtellt iſt, etwas über Kopp einen Stich in den rechten Oberſchenkel, währenitettung
jetzt ab in anderer Form erfolgen (ſiehe Anzeigenteil). 14000 Mark unterſchlagen, und zwar betrifft dies 27jährige Arbeiter Joſ. Mayer mit einer ganz bedeueicten
Es iſt der Anzeige ein Straßenverzeichnis beigefügt, in den Heßſchen Fonds. Oberlandesgerichtsrat Heß in Verletzung am rechten Unterarm davonkam.
Mr es
Klein=Auheim, 30. Okt. Ein unheimli
dem die den einzelnen Straßen oder Teilen davon, auch Darmſtadt, ein geborener Heppenheimer, hat voriges
einzelnen Häuſern nachgeſetzte Buchſtaben (A—E) die Jahr der Stadt rund 50 000 Mark vermacht, aus deren Fund wurde bei den Aufräumungsarbeiten deru ſit de
Spülabteilung bedeuten, zu der die betreffende Straße Zinſen Studienſtipendien verteilt werden ſollen. Bei die= Brand zerſtörten Wohnhäuſer von Lenz, Bemmer unkbeichenſe
oder das Haus gehört.
Jede Abteilung wird an einem ſem Vermächtnis war auch ein in der Beſſunger Straße Becker gemacht. Es wurden ein Menſchenſchädel
anderen Abend geſpült, der aus dem fett gedruckten in Darmſtadt gelegenes Haus. Dieſes Haus hat der Armknochen und ein Beinknochen eines Menſchenſtelll
Spülplan zu erkennen iſt. Da einige Eckhäuſer nicht an Nachlaßpileger im Anſtrage Kohls verkauft, und K. hat ausgegraben. Die Leichenteile wurden von der Pll
die Waſſerleitung der Straße angeſchloſſen ſind, zu der den Kauſpreis vereinnahmt, während er der Stiſtungs=beſchlagnahmt und einſtweilen auf der Bürgernſch
ſie zählen, können ſie zu einer andern Spülabteilung kommiſſion immer ſagte, man könne das Haus eben nicht zur Verwahrung übergeben.
die Zahl der Kompoſitionen mag wohl die Tauſend be= drei König” maskiert für eine tüchtige Portion Eſſenm
Zum volkstümlichen Goethe=Abend
trächtlich überſchreiten. Das „Mailied”, das „Heiderös= Trinken an den Haustüren ihr Liedchen zu ſingen
lein” der „Fiſcher” der „König von Thule”, „Nur wer endlich die beiden Kophtiſchen Lieder, die urſprünglichill
des Hoftheaters.
die Sehnſucht kennt” „Raſtloſe Liebe‟ Mignon”, „Erl= Arien des aus der Halsbandaffaire bekannten Abentell
Der Bunte Abend, den das Hoftheater am 3. No= könig” finden ſich über 50 mal, „Gefunden” und „Nähe Caglioſtro in einem Singſpiel (dem ſpäteren Luftſlm
vember im Rahmen des Goethe=Zylus veranſtaltet, hat des Geliebten” über 75 mal, die beiden Stimmungsbilder Der Groß=Cophta” gedacht waren und deren kraſtnli
eine doppelte Beſtimmung. Einmal ſoll er das Bild der die den Namen „Wanderers Nachtlied” tragen, gar 107 Leben wurzelnde praktiſche Philoſophie Hugoll m
dichteriſchen Geſamtperſönlichkeit Goethes ergänzen, den und 117 mal in einer von Mar Friedländer beſorgten ſtraffen Linien muſikaliſch interpretiert hat. Auch el
11at
die geſchloſſene Fauſtaufführung zu Beginn der Spielzeit Zuſammenſtellung komponierter Goethe=Gedichte. Zwar zeitgenöſſiſchen Komponiſten kehren gern zu dem
und die vier anderen Abende der gegenwärtigen Veran= ſind bedeutende Zeitgenoſſen, wie Gluck, Ph. E. Bach, ſchöpflichen Quell Goetheſcher Lyrik zurück. Probe
ſtaltung ausſchließlich mit ſeinen ernſten Bühnenwerken Haydn, ja ſeltſamerweiſe auch C. M. v. Weber, an den von bilden Arnold Mendelsſohns feinſiülen
zu Wort kommen ließen. Dieſem Zweck dient die Neu= hier gebotenen Schätzen achtlos vorübergegangen, dafün Illuſtration des Karlsbader Stimmungsbildchen
einſtudierung des reizenden Versſpiels von der Bekehrung haben andere um ſo eifriger daraus Vorteile gezogen. Nepomucks Vorabend”, das ſich dem Wolfſchen ,Ghllmn
eines Eiferſüchtigen, „Die Laune des Verlieb= So erſchien bereits 1769 das „Leipziger Liederbuch” in niasfeſt” würdig anreiht, und Willem del
ten”, und die Rezitation ausgewählter Dich= der Vertonung Bernhard Theodor Breitkopfs ohne Vertonungen aus dem Buch Suleika, namentlich
tungen, die durch Schönheit der Sprache, Vollendung Angabe des damals zwanzigjährigen Tertdichters, der im Liebesgeſpräch, das in ſeiner zarten Empfindung und
der Form, Echtheit des Gefühlsausdrucks, gedankliche allgemeinen noch ſtark dem Stil der Zeit huldigt, doch ner Sprache voller Heimlichkeiten auch dann zuhan
Tiefe oder ethiſche Kraft für Goethe charakteriſtiſch
er=
z. B gerade in der „Verſchiedenen Drohung” dem Kom= ginge, wenn man nicht wüßte, daß hier der ſechsundiechll
ſchienen: Es ſind die „Zueignung” ein Denkmal ſeiner poniſten einen reizvollen und geſchickt ausgenutzten dichte= zigjährige Dichter als Hatem ſeiner reſignierenden iells
Verehrung für Frau von Stein, die ihm Sonne, Muſe, riſchen Vorwurf bietet. Dann folgt die Epoche der Rei= zu Marianne von Willemer=Suleika ein Denkmalc=Hedberg
Wahrheit und Poeſie bedeutet; der gewaltige „Prome=chardt= und Zelter=Lieder, die Goethes beſonderen Beifall Bei ſolchem Reichtum wird man es verzeihlich finden,
theus”, urſprünglich als Monolog in einem gleichnamigen fanden, für uns jedoch nur eine geringe Ausbeute liefern die mehr oder minder glücklichen Goethe=Kompoſitiolles
Mer
Drama gedacht, das „den lebensfreudigen, ſchickſalgehärte= und im Programm durch Reichardts „Geiſtes=Gruß” anderer Tondichter, eines Spohr, Loewe. Schumann,
ten, weltbezwingenden Menſchen” im Kampf mit den vertreten ſind, ein Strophenlied von 8 Takten, das indes und Brahms, und ferner gerade die bekannteſten undde
Olympiſchen zeigte; die indiſche Legende von „Gott und mit ſeiner chromatiſchen Melodie und dem Orgelpunkt die gehörten Schubertſchen Werke wie Erlkönig, Wanderſüf= Aig
Bajadere”, die Erlöſung der reuigen Sünderin durch die Stimmung des Tertes trefflich wiedergibt. Ueber zwanzig Nachtlied uſw. im Rahmen des auf 2½ Stunden berg
Min
liebende Gottheit; die einem elſäſſiſchen Volkslied nach= Lieder und Skizzen ſind von Beethoven erhalten, den neten Abends keinen Platz gefunden haben.
gebildete, mit einer unerhörten Anſchaulichkeit geſtaltete das tiefſte und edelſte von ihnen, „Wonne der Wehmut”.
In die Ausführung dieſes Programms teilen ſich vil
Ballade „Der untreue Knabe” die man wohl nicht mit würdig repfäſentiert. Mozarts „Veilchen”, obwohl der beliebteſten Mitglieder unſerer Hofoper, deren Name=
Unrecht als Spiegelbild ſeines Empfindens bei der Tren= das einzige Goethe=Lied des Meiſters, durſte in dieſer auch in der Konzertwelt einen guten Klang haben.er
nung von Friederike bezeichnet hat; und endlich das Reihe nicht fehlen. Aus der Folgezeit beherrſchen die kon=
Sonett „Das Mädchen ſpricht” das in ſeiner leidenſchaft= genialen Schöpfungen Franz Schuberts und Hugo Wolfs daß Gertrud Geyersbach, Anna Jacobs, A
lichen Innigkeit und dem feinabgeſtimmten Rhythmus der! das Programm: Schubert erſcheint mit einem Monu= Globerger und Alfred Stephani auch auf dieſee
Gebiet vollkommen heimiſch ſind, weiß man nicht nur
Empfindungen wahrlich keines Kommentars bedarf.
mentalwerk, den „Grenzen der Menſchheit”, die im er= Darmſtadt. Haben ſich doch auch in dieſem Jahre wiedi‟
Die zweite Abſicht bei der Aufſtellung des bereits ver= greifendſten Gegenſatz zu dem himmelſtürmenden Trotz die erſten muſikaliſchen Vereinigungen zahlreicher,
deut=
öffentlichten Programms war den großen befruchtenden des „Prometheus” die Abhängigkeit des Menſchen von ſcher und außerdeutſcher Großſtädte, wie Leipzig, Saleig
Einfluß aufzuzeigen, den das reiche dichteriſche Schaffen den überirdiſchen Mächten gewaltig malt, Wolf mit ſechs burg, München, Költ Aachen, Magdeburg, Mainz, Wikil
Goethes auf die Schweſterkunſt der Muſik zu allen Zeiten der beſten von ſeinen 53 Goetheliedern, deren Verbrei= und Brüſſel ihrer Mitwirkung verſichert. Die Klavier
geübt hat Mit Goethes Lyrik beginnt nicht nur die neue tung noch immer nicht annähernd ihrem Wert entſpricht.
begleitung hat Kapellmeiſter Hans Oppenheim
über=
deutſche Dichtkunſt, mit ihr beginnt auch das deutſche
Tes
Es ſind die „Spröde” und die Bekehrte” der „Ratten= nommen.
Lied. Es wird kaum eine einzige Schöpfung Goethes fänger”, das Epiphaniasfeſt” mit der köſtlichen, echt
volls=
geben, die nicht wenigſtens einmal vertont worden iſt, und tümlichen Schilderung der alten Kinderſitte, als „Heilige
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Nummer 261.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 31. Oktober 1913.
Seite 5.
Kaibach 1. O. 30. Ot. (Eine gefährlichet md, Gotenburg und Stocholm, London, Anſterdam und ſnicht zu briſcen und der „darbenden Arbeiterſchaſt bet
Echlafſtelle.) Ein italieniſcher Arbeiter legte ſich auf anderen Städten. Weiter ſprach Baurat Beuſter über der damaligen Fleiſchteuerung kein billiges Haſenfleiſch
ſem Heimwege von der Kirchweihe eines Nachbarortes in! Groß=Berlin und das Siedlungsweſen. — An den Vor= zukommen zu laſſen.
ſollſtändig betrunkenem Zuſtande auf die offene Land= trag ſchloß ſich eine Fahrt nach Weſtend, wo die Arbeiter=
Nordhauſen, 29. Okt. (In dem Prozeß gegen
ſtraße, wo er von einem Autoüberfahren, ein Stück wohnungen des Berliner Spar= und Bauvereins beſichtigt den Silberſherry=Fabrikanten Leiſe) in
echleiſt und an Armen und Beinen ſo ſchwer verletzt wurden. Nachmittags wurden Zehlendorf und Potsdam Firma Otto Stolberg und Genoſſen wurde von der
Straf=
hierde, daß an, ſeinem Aufkommen ſtark gezweifelt wird. beſucht. — Der Gedanke des Einküchenhauſes hat kammer nach zehntägiger Verhandlung nach der Verneh=
1 kam ins Krankenhaus.
in Berlin nicht viel Anklang gefunden. Mehrfach iſt ver= mung von über 100 Zeugen das Urteil gefällt. Der An=
Rimbach i. O., 30. Okt. (Ueberfahren.) Zwi= ſucht worden die Idee in der Reichshauptſtadt zu ver= geklagte Heiſe wurde in ſieben Fällen des Betruges für
hen Leutershauſen und Schriesheim wurde am Mon= wirklichen, und nach Ueberwindung mancher Schwierig= ſchuldig befunden und zu einer Geſamtſtrafe von vier
Mo=
g früh die Leiche eines Mannes aus Rimbach! keiten und innerer Kämpfe haben ſich nur die Einküchen= naten Gefängnis und 3500 Mark Geldſtrafe verurteilt.
n Odenwalde aufgefunden. Nach Art ſeiner Ver=häuſer in Friedenau und Lichterfelde bis heute halten Der mitangeklagte Reiſende der Firma Stolberg,
Virne=
ſtungen wird angenommen, daß er von einem Auto tot= können. Die Geſellſchaft die dieſe nach den künſtleriſchen burg, wurde ebenfalls in ſieben Fällen des Betruges für
jahren wurde.
Entwürfen von Albert Geßner und Hermann Mutheſius ſchuldig erkannt und zu einer Geſamtgefängnisſtrafe von
Mainz, 30. Okt. (Das Gedächtnis verloren.) erbauten Einküchenhäuſer einrichtete, geriet in Konkurs. neun Monaten verurteilt,
ſin hieſiger 85jähriger Mann verlor auf einem Spazier= Jetzt iſt auch die Geſellſchaft, die vor acht Jahren mit dem
Elberfeld, 29. Okt. (Unſchuldig verurteilt?)
ung das Gedächtnis und blieb, nachdem er vergeblich Gedanken des Einküchenhauſes zuerſt an die Oeffentlich= Im Sommer 1907 wurde die Witwe Hamm aus
Flanders=
ine Wohnung geſucht hatte, auf einer Bank am Fiſchtor
ten. Er wußte weder ſeinen Namen, noch ſeine Woh= keit trat und das erſte Einküchenhaus in der Nähe des bach in der Nähe Elberfelds wegen Beihilfe bei der Er=
Lietzenſees in Charlottenburg begründete, die Charlotten= mordung ihres Mannes, des Landwirts Hamm, zu 14
ſung und konnte nur angeben, er wohne in der Nähe einer
ſiche. Paſſanten, denen er ſein Mißgeſchick mitteilte, burger Einküchenhaus=Geſellſchaft m. b. H., von Amts Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Mörder ſelbſt
ſefen die Sanitätswache herbei, die ihn ins Rochus; wegen gelöſcht worden. — Der Flurſchaden in Jo= blieb unermittelt. Vor einem halben Jahre fand man
Ppital brachte. Die Angehörigen des Mannes hatten hannisthal anläßlich der Pégoud=Flüge wird ſicher= aber eine Spur in dieſer Richtung, die zu verfolgen die
durch ſein langes Ausbleiben beunruhigt, an die Po= lich noch Entſchädigungsprozeſſe zeitigen. Die Rechtslage Berliner Kriminalpolizei von der Staatsanwaltſchaft
i gewandt und hörten dort von dem Aufenthalt ihres iſt allerdings ſehr verworren. Die Flugplatzleitung und Elberfeld erſucht wurde. Im Verlaufe der Ermittelungen
erwandten im Hoſpital, von wo er dann abgeholt wurde die Impreſarii des Herrn Pégoud lehnen alle Entſchädig= kam ſowohl Polizeirat Braun, wie auch der Chemiker Dr.
Der Arbeiter Ferdinand Laroche, welcher kürzlich in ungsanſprüche ab, da die Flurſchäden nicht von Flugplatz= Bruenig von der Chemiſchen Unterſuchungsanſtalt von
ſiner Wohnung in der Synagogenſtraße einen Mord= beſuchern herrührten. Sie wälzen die Schuld auf die entgegengeſetzten Geſichtspunkten aus zu der Entdeckung,
erſuch auf ſeine Frau vollführte und ihr zwei Kugeln Gendarmerie, deren Pflicht es geweſen wäre, die Sonn= daß der getötete Hamm das Opfer eines von ihm
geſtell=
die Bruſt ſchoß und ſich dann ſelbſt eine Kugel in den tagsjäger und Saatenzerſtörer in den umliegenden Feld= ten und ſich zur Wehr ſetzenden Einbrechers ſei. Nunmehr
ſpf beibrachte, wurde als geheilt aus dem Rochus= marten feſtzuſtellen.
richteten die Geſchworenen, die damals das Schuldig aus=
30. Okt. Die Königin der Hellenen iſt mit ſprachen, eine Eingabe an den erſten Staatsanwalt in
ſhſpital entlaſſen und kam in
Unterſuchungs=
ft. Die verletzte Frau iſt gleichfalls auf dem Wege ihren Kindern heute vormittag vom Anhalter Bahnhof Elberfeld und erſuchten ihn, ſeinerſeits das
Wieder=
r Beſſerung.
nach Griechenland abgereiſt. Gleichzeitig reiſte die aufnahmeverfahren zu beantragen.
Frieſenheim, 30. Okt. (Ein Wein=Malheur.) Prinzeſſin Friedrich Karl von Heſſen ab. Die Kaiſerin
Gent, 29. Okt. (Ein neuer Brand auf der
kute verlud der Weinolsheimer Winzerverein auf der geleitete die hohen Gäſte vom Neuen Palais im Auto=Weltausſtellung.) Heute abend um 7 Uhr brach
jeſigen Station acht Stück neuen Wein für eine Wies= mobil nach dem Anhalter Bahnhof.
im Stadtviertel Altflandern auf der Weltausſtellung
ener Firma. Da man ſonderbarerweiſe keine Gär=
Wildpark bei Potsdam, 30. Okt. Erzherzog Feuer aus. Sieben Häuſer wurden zerſtört.
ſſunde an den Fäſſern angebracht hatte, ſop latzten Franz Ferdinand traf heute früh auf der Fürſten= Fünf Häuſer ſtellten die Reproduktion eines Hoſpizes aus
kö tzlich zwei Halbſtückfäſſer, und das edle ſtation in Wildpark ein und begab ſich im Automobil in dem 16. Jahrhundert dar. In den beiden anderen waren
ß ergoß ſich auf das Bahngleis. Bei den übrigen das Neue Palais. — Um 8 Uhr 15 Minuten begab ſich ein Zigarcengeſchäft und eine Reſtauration untergebracht.
firde der Stopfen hinausgetrieben, ſo daß in größeren der Kaiſer mit den kaiſerlichen Prinzen und dem Erz= Der Schaden ſoll bedeutend ſein. Das Feuer war nach
hrtänen der Wein entſtrömte Der Schaden ſoll 3000 herzog Franz Ferdinand zur Hofjagd nach der Verlauf einer Stunde gelöſcht Das Stadtviertel
Alt=
ſark betragen. Wegen des Schadens wird es wahr= Göhrde.
flandern war die Wiederherſtellung der intereſſanteſten
ſternlich ein gerichtliches Nachſpiel geben, da weder Win=
Frankfurt a. M., 30. Okt. (Verhaftete Taſchen= Gebäude und Plätze aus den verſchiedenſten Städten von
Ererein noch die kaufende Firma den Schaden tragen diebe.) Die Polizei verhaftete geſtern nachmit= Flandern.
Pren.
London, 29 Okt. (Verheerende Stürme in
Bingen, 30. Okt. (Tödlicher Unfall.) Geſtorben tag fünf internationale Taſchendiebe, die am Vormittag
einem jungen Kaufmann eine Brieftaſche mit England.) In verſchiedenen Teilen Englands,
beſon=
geſtern hier der 12 Jahre alte Sohn des Taglöhners
ſtſpar Dietz aus Sarmsheim, der in Gemeinſchaft mit 1200 Mark geſtohlen hatten, die er auf dem Haupt= ders jedoch im Weſten des Landes, iſt geſtern ein
ver=
ſter Mutter Frucht nach Bingen gebracht hatte und mit poſtſcheckamt erhoben hatte Die Diebe, angeblich Ita= heerendes Sturmwetter niedergegangen. Beſonders ſchwer
lnem Handwagen auf dem Rückwege unter die liener im Alter von 35 bis 40 Jahren, ſind nach dem heimgeſucht wurden die Grafſchaften Monmouth und
ſäder eines mit 50 Zentner Kies beladenen Wagens, Signalement eines Steckbriefes dieſelben Täter, die Ende Glamorgan. Im Diſtrikt von Monmouth ging ein Zyklon
auf der Druſusbrücke ihm begegnete, geriet. Der September in München auf die gleiche Art 6000 Mark er= nieder, der mit einem wolkenbruchartigen Regen
verbun=
den war, ſo daß die Gewäſſer innerhalb mehrerer Stunden
kuge erlitt tödliche Verletzungen, denen er jetzt erlegen beutet hatten.
Heidelberg, 30. Okt. (Brandſtiftung.) Das Hof= um einige Meter ſtiegen. Viele kleine Ortſchaften ſind
Die Räder des Wagens waren über die Schläfen
ge=
gut Langenzell des Prinzen Alfred zu Löwenſtein, des überflutet worden. In manchen Tälern wurden ganze
Lngen.
Gießen, 30. Okt. (Vorgeſchichtliches aus Vorſitzenden der badiſchen Landwirtſchaftskammer, das Dörfer von den Fluten zerſtört, die mit
reißen=
berheſſen.) Im Jahre 1908 hat Dr. Kramer vom erſt vor einem Jahre von einem größeren Brandunglück der Geſchwindigkeit aus den Bergen herabſtürzten. In
bſgen Muſeum auf dem hinteren Teil des Trieb zwei betroffen wurde, iſt in der verfloſſenen Nacht wieder von Tredegar iſt die ganze untere Stadt überſchwemmt wor=
Relettgräber ausgegraben, die aus der La=Tene= einer Feuersbrunſt heimgeſucht worden. Der Brand brach den. In Hamſtown ſtürzte der Kirchturm der alten evan=
Eit galliſcher Periode herrührten. Außer einem 88 Zen= in den Oekonomiegebäuden aus; trotz Anweſenheit meh= geliſchen Kirche ein. In Eilfnydd nahe Pontypridd
wur=
kiter langen, 5 Zentimeter breiten Schwert mit Eiſen= rerer Feuerwehren war er heute vormittag noch nicht ge= den drei Häuſer in den Kanal geweht. Die Verkaufsſtelle
lſede waren es bei dieſen Grabfunden beſonders eine löſcht. Es wird Brandſtiftung durch einen unbekannten des Konſumvereins iſt eingeſtürzt, wobei eine Verkäuferin
erſchlagen wurde. In Treharris in der Grafſchaft
Glam=
jahl Bafaltſteine, die miteigenartigen Zeichen Täter angenommen.
Mannheim, 30. Okt. (Eine Krokodiljagd am organ wurde ebenfalls die Kirche ſchwer beſchädigt. In
iſehen ſind die damals das lebhafte Intereſſe
iwviſſenſchaftlichen Welt in Anſpruch nahmen, Der Geo= Rhein.) Leipzig hat ſeine Löwenjagd gehabt, auf der Treherbert wurde ein Lehrer durch den heftigen Sturm in
hi Profeſſor Kaiſer vertrat nach eingehender wiſſenſchaft= Stubaialp bei Graz treiben ſich bisher immer noch un= den Kanal geworfen und ertrank. In Treſhire wurden
bekannte Raubtiere herum, und jetzt ſoll bei Mannheim ſieben Häuſer umgeweht, darunter ein neuerbautes großes
lhim Unterſuchung die Anſicht, daß die Zeichen in dem
Eien Material von Menſchenhand hergeſtellt ſind. Im ein Krokodil den Rhein unſicher gemacht haben. Junge Geſchäftshaus. Man glaubt, daß unter den Trümmern
enſatz hierzu war Oberförſter Behlem=Haiger der ſich Burſchen wollen dort einen ſolchen Schuppenkerl von 1,10 des bisher noch unbewohnten Gebäudes mehrere Per=
Meter Länge aufgeſtöbert und erſchlagen haben. Aller= ſonen begraben liegen. Schwere Folgen hatte das Un=
Mfalls mit der Forſchung beſaßt, der Meinung, es dings ſcheint zweifelhaft, ob das Dier überhaupt noch ge=wetter auch in Newport wo viele Häufer unter Waſſer
Ule ſich nicht um Zeichen, die durch Menſchen hervorge= lebt hat, und eine offene Frage iſt wie es in den Rhein ſtehen. Es iſt zu erwarten, daß durch den Zyklon noch
Men ſind, ſondern um Rillen oder Riſſe die von einer
ugſchar herrühren, die zufällig beim Beackern des Bo= kam. Man hält es nicht für unmöglich, daß Matroſen das größere Schäden angerichtet worden ſind, die ſich jedoch
Tier mitbrachten und daß es von dem Schiffe entwich, nicht erfahren laſſen, da die Telephon= und
Telegraphen=
über die in der Erde gelegenen Steine hinwegge= Eine andere Meinung geht dahin, daß das Krokodil einer leitungen zum größten Teil zerſtört ſind.
üten ſei Profeſſor Giſevius hat laut G. A. auf einem wandernden Geſellſchaft gehörte, verendete und deshalb
Neu=York, 29. Okt. (Ueberſchwemmungen.)
Pf ichsfelde mit verſchiedenen Pflugſcharen ſorgfältige ins Waſſer geworfen wurde, ſo daß es an der Fundſtelle Nach einer Meldung aus San Salvador ſind dort
un=
eingehende Verſuche angeſtellt, um ſolche oder ähnliche nur angeſchwemmt ſei. Dem ſteht aber der Schluß ent= gewöhnlich ſtarke Regenfälle niedergegangen, durch die
ſſchen auf im Boden liegenden Baſaltſtücken hervorzu= gegen, daß die Beſitzer doch nicht ohne weiteres auf die große Ueberſchwemmungen verurſacht wurden. Bisher
t,, mit dem Ergebnis daß die Schrammen, welche da= koſtbare Haut verzichtet hätten. Einſtweilen iſt im Stadt= wurde feſtgeſtellt, daß 54 Perſonen ertrunken ſind,
ſſic. auf dem Geſtein entſtanden waren, mit den in der teil Waldhof das Krokodil Tagesgeſpräch, und das Haus doch wird befürchtet, daß noch weit mehr Menſchen
umge=
tettung aufgefundenen, abgeſchloſſenen Zeichen auf den Falkenſtraße 11, wo es zur Schau geſtellt iſt, bekommt kommen ſind. Die Landwirtſchaft hat großen Schaden
üinen offenbar nicht vergleichbar ſich erwieſen. Dagegen zahlreichen Beſuch.
erlitten. Der Eiſenbahn= und der Telegraphenverkehr ſind
es leicht, mit einer dem gefundenen La=Tene=Schwert
München, 30. Okt. (Ferdinand Bonn als unterbrochen.
hgebildeten eiſernen Schwertſpitze ſolche Zeichen im Ge= König Ludwig II.) Ueber ein unerlaubtes Gaſtſpiel
in herzuſtellen. Profeſſor Bartholomge=Heidelberg, der Ferdinand Bonns auf Herrenchiemſee wird gemel=
Parlamentariſches.
teichenſteine in Gießen in Augenſchein genommen hat, det: Kürzlich erſchien
in Herrenchiemſee eine
ſärt die Zeichen ſeien zweifellos von Menſchen herge= Schauſpielertruppe mit einem Filmunterneh=
Der Finanzausſchuß der Zweiten
t die damit etwas haben ſagen wollen; es ſei diemer. Ein Unbeteiligter merkte die Abſicht und be= Kammer hielt geſtern eine Sitzung ab, in der die
Be=
fllichkeit nicht von der Hand zu weiſen, daß es ſich um nachrichtigte die königliche Verwaltung. Die Truppe hatte ratung der Beſoldungsordnung fortgsſetzt wurde. Nach
n enſchrift handelt. Man hat bisher niemals der= ſich unterdeſſen Eingang zu einem kleinen Häuschen ver=Erledigung der geheimen Beratung über die
Beſoldungs=
lige auffallende Zeichen und Figuren aauf Steinen bei ſchafft und ſich dort umgekleidet. Als nun Bonn in der vorlage wurden von dem Finanzausſchuß noch einige
Verſchiedenen zutage geförderten Beſtattungen auf Maske König Ludwigs II. und eine Dame in derjenigen Gegenſtände behandelt. Ein Antrag Raab auf Errich=
Trieb beobachtet, trotzdem man 1909 ganze Wagen der Kaiſerin Eliſabeth von Oeſterreich erſchienen, um für tung einer Verladeſtelle auf dem Haltepunkt Erz=
Baſaltſteinen gefunden, ſorgfältig gereinigt und nach Filmzwecke die Königstragödie zu beginnen, ſchritt derhauſen wurde für erledigt erklärt, da die
Eiſenbahn=
ſälgen Zeichen nach ihnen geſucht hat. Auf der Haupt= Verwalter ein und verbot die Aufnahme. Bonn ließ ſich verwaltung die Errichtung der Verladeſtelle in den Etat
enmlung des Geſamtvereins der deutſchen Geſchichts= dabei zu beleidigenden Ausdrücken hinreißen, vas zu einer 1914 aufgenommen hat. Ein Antrag Joutz über die
Altertumsvereine, die im September 1909 in Worms Strafanzeige des Verwalters gegen ihn geführt hat. Vereinigung von Hoch= und Tiefbauämtern
Befunden hat, wurde über die Ausgrabung unter Vor= Bonn benutzte übrigens die Gelegenheit, um wenigſtens wird für vorläufig erledigt erklärt, da die Angelegenheit
einzelner Zeichenſteine berichtet doch konnte eine die Schlußſzene ſeiner Filmtragödie „König Ludwig II.”
in der Vereinfachungskommiſſion zur Beratung anſteht.
te Klärung dieſer merkwürdigen Zeichen auch dort vorzuführen. Er unterhielt ſich als König Ludwig mit Ein Antrag Joutz, die Eiſenbahnüberſchüſſe
herbeigeführt werden. Dr. Kramer hat nun kürzlich einem Mitglied ſeiner Truppe, das den Leibarzt Dr. Gud= zur Schuldentilgung zu verwenden, wurde
abge=
dem Trieb ein weiteres Grab zutage gefördert, den darſtellte und ſaß hierbei auf einer Bank. Plötzlich lehnt, da die Frage der Schuldentilgung durch Geſetz vom
dabei die gleichen Zeichenſteine
vorgefun=
ſprang er auf und lief an den See. Der andere ihm nach, vergangenen Jahre geregelt ſei. Die Petitionen
Die Figuren decken ſich vollkommen mit den 1908 auf= und nach kurzem Handgemenge verſchwanden beide auf der Irrenwärter ſollen nochmals mit der Regierung
tdenen, und es iſt dadurch mit Sicherheit feſtgeſtellt, einen Augenblick in den Fluten. Die Verhandlung des beſprochen werden. — Die Geſetzesvorlage über die
Be=
es ſich um Gebilde von Menſchenhand herrührend Prozeſſes dürfte anfang Dezember in Traunſtein erfolgen, willigung von 5 Millionen für die Hypo=
Udilt. Auch dieſes Grab mit ſeiner keltiſchen Trocken=
Rodach, 29. Okt. (Rätſelhafter Tod.) In dem thekenbank konnte nicht endgültig abgeſchloſſen
wer=
litem als Grabaufbau und ſeinen Beigaben gehört der Octe Ottowind waren am letzten Sonntag behufs Erb= den, da noch einige Aufklärungen von der Regierung ver=
Wene=Zeit, etwa 200 v. Chr., und zwar der galliſchen teilung fünf in Nachbarorten mit Landwirten verheiratete langt werden.
Piode an, die hier ſo ſelten beobachtet worden iſt.
Der Finanzausſchuß der Erſten Kammer
Schweſtern bei ihrem Bruder zuſammengekommen. Spä=
Friedberg, 30. Okt. (Der Bau einer elektri= ter erkränkten vier Schweſtern unter Vergiftungs= hielt unter dem Vorſitz des Grafen Erbach=Fürſtenau eine
Bahn) im Zuge der neuhergeſtellten Kreisſtraßeerſcheinungen; zwei davon ſind geſtorben. Es Sitzung ab, in der der Antrag der Mitglieder Frhr. Heyl
Zad=Nauheim nach Friedberg rückt ſeiner ſind dies die Landwirtefrauen Taubmann aus Droſſen= zu Herrnsheim, Graf Stolberg=Roßla und Fürſt
Iſen=
wärklichung näher. Die Stadt Nauheim läßt die Vor=hauſen und Großmann aus Grattſtadt. Unterſuchung iſt burg=Virſtein betreffend die Errichtung einer heſſiſchen
inngen dazu bereits inſofern treffen, als ſie bei der
Zentralgenoſſenſchaftskaſſe unter ſtaatlicher Leitung nach
Aublicklichen Kanaliſation Rückſicht auf den Bahnunter= eingeleitet.
Dresden, 30. Okt. (Maßregel gegen das Ber=dem Vorbilde der preußiſchen Zentralgenoſſenſchaftskaſſe,
gimmt. Auch Friedberg wird in allernächſter Zeitliner Tageblatt.) Laut Freiberger Anzeiger wer= beraten wurde. Nach eingehender Erörterung und dem
Plane nähertreten.
den die konſervativen Fraktionen in den beiden Stände= Hinweis darauf, daß aus verſchiedenen Teilen des
Lan=
kammern beantragen, das Berliner Tageblatt wegen der des bereits zahlreiche Genoſſenſchaften ſich zugunſten des
bekannten Verunglimpfung von Mitgliedern des ſächſiſchen Antrages ausgeſprochen haben, wurde dieſer vom Finanz=
Reich und Ausland.
Königshauſes vom Verkauf auf den Bahnhöfen auszu= ausſchuß in der ſchon mitgeteilten Faſſung angenommen.
Eine weitere Debatte veranlaßte der Nachweis der Staats=
Auus der Reichshauptſtadt, 29. Okt Die ſchwe= ſchließen.
Erfurt, 29. Okt. (Verleumdung.) Das Land= einnahmen und =ausgaben für das Jahr 1907. Der
Aus=
iche Wohnungskommiſſion wurde heute früh
Aden Räumen des Groß=Berliner Vereins für Klein= gericht verurteilte den ehemaligen ſozialdemokratiſchen ſchuß vertagte ſich ſodann auf unbeſtimmte Zeit.
Das Plenum der Erſten Kammer wird in
nungsweſen empfangen. Exzellenz Dr. Dernburg gab Parteiſekretär, Chefredakteur Walter Matheus wegen Be=
Ueberblick über die Entwicklung von Berlin und leidigung des Großh weimariſchen Hofjagdamtes zu nächſter Zeit zuſammentreten, um die
ſpruch=
onten und berührte die Schaffung des Zweckverbandes, einem Monat Gefängnis. Der Staatsanwalt hatte nur reifen Gegenſtände zu erledigen.
* Die Wirtſchaftliche Vereinigung der
Lautätigkeit und den Verkehr. Direktor Meuerling 100 Mark Geldſtrafe beantragt. Der Verurteilte hatte die
ſte namens der Kommiſſion für den Empfang. Prof. unſinnige und völlig erlogene, zur Verhetzung in die Welt Zweiten Kammer der Landſtände hat geſtern fol=
Albrecht von der Zentralſtelle für Volkswohlfahrt er= geſetzte Behauptung weiterverbreitet, das weimariſche gende Entſchließung einſtinmig angenommen: Die
Wres ſodann das heutige Wohnungsweſen unter beſon= Hofjagdamt habe nach einer Hofjagd mehrere hun= Wirtſchaftliche Vereinigung hält an ihrem Standpunkt,
eWerückſichtigung von Groß=Berlin, aber auch in Mal= dert Haſen vergraben laſſen, um den Hafenpreis daß ein penſionsfähiges Wohnungsgeld abzu=
Seite 6.
Nummer 261.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 31. Oktober 1913.
lehnen ſei, unntwegt ſeſt, erlirt ſich aber bereit, um ein ſpätere Straßenauſbriche vermieden werden. Der Kanal ( Hauplbahnhoſes der Bahnhof Kranſchſein für den eles
Einigung unter den Parteien zu ermöglichen, die im Ge= erfordert einen Koſtenaufwand von 2000 Mark, deren Be= verkehr eine erhöhte Bedeutung erhalten hat, iſt neuerdings
ſetz von 1907 geſchaffenen Unterſchiede zwiſchen Stadt und willigung aus Vermögensmitteln beantragt wird. Die wieder durch das Kreisamt ein Projekt zur ümwands
Land als nicht penſionsfähige Ortszulage auch ferner be=Arbeiten ſollen demnächſt, ſoweit es möglich iſt, durch Be=lung des Weges in eine Kreisſtraße vorgelear
ſtehen zu laſſen, vorausgeſetzt, daß die übrigen Forde= ſchäftigungsloſe ausgeführt werden. Die Verſammlung worden, dem der Hochbau= und der Finanzausſchuß zus
geſtimmt haben. Die von der Stadt geſetzlich zu übers
rungen der Wirtſchaftlichen Vereinigung, wie ſie in der iſt damit einverſtanden.
nehmenden Koſten für die Geländeſtellung und Straßen=
Erklärung vom 4. Juni 1912 niedergelegt ſind, erfüllt
werden. Die nach Abzug der Ortszulage verbleibenden Eine Fernſprechſtelle für Droſchken uſw. herſtellung berechnen ſich auf 14827 Mark 13 Pfg. —Mia
Stadtv. Goebel führt aus: Um zu ermöglichen, daß Verſammlung beſchließt demgemäß.
Mittel, die für Wohnungsgeld von der Regierung vorge=
Der Oberbürgermeiſter teilt noch mit, daß
Stadtb=
ſehen waren, ſind zur Regelung der Beamtenbeſoldung und Droſchken an der Halteſtelle am Luiſenplatz telephoniſch
beſtellt werden können, hat das Großh. Polizeiamt die Kalbfuß, eines der älteſten Mitglieder der
Verſamm=
zwar gleichmäßig für Stadt und Land zu verwenden.
Errichtung eines Telephonhäuschens auf dem Luiſenplatz lung, eine ſchwere Operation überſtanden hat und aucs
beantragt. Das Telephonhäuschen ſoll an der nordweſt= ſeinen 67. Geburtstag feierte. Er erbittet und erhält das
lichen Ecke des Luiſenplatzes erſtellt werden und erfordert Einverſtändnis damit, Herrn Kalbſuß die beſten Glucks
Stadtverordnetenverſammlung. einen Koſtenaufwand von 265 Mark. Durch Zuſammen= und Geneſungswünſche zu übermitteln.
Damit iſt die Tagesordnung erſchöpft.
legung der Droſchkenhalteplätze wird erreicht werden, daß
14. Sitzung.
die Einrichtung ſowohl für die Automobildroſchken, als
St. Darmſtadt, 30. Oktober.
für die Pferdedroſchken benutzt werden kann. Die ent=
Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing eröffnet die Sitz= ſtehenden Fernſprechgebühren ſollen anteil= Deutſcher Frauenverein vom Roten Kreus
ung um 4 Uhr und macht folgende
mäßig auf die Droſchkenbeſitzer ausgeſchlagen
für die Kolonien,
werden. Verkehrsausſchuß und Finanzausſchuß haben
Mitteilungen:
Landesverband Heſſen.
Der Vorſitzende des Ausſchuſſes der der Einrichtung der Fernſprechſtelle auf Koſten der Stadt
deutſchen Landes=Frauen=Vereine vom zugeſtimmt. — Die Verſammlung ſchließt ſich dem an.
s Der Landesverband Heſſen des Deuts
Roten Kreuz hat namens der beiden Verbände, die vom
ſchen Frauenvereins vom Roten Kreuz füh
Die Förderung des Fiſchverbrauchs.
13. bis 17. Oktober d. J. in Darmſtadt getagt haben, für
die Kolonien hielt geſtern nachmittag 4 Uhr im Saals
Stadtv. Dr. Bender: Die hauswirtſchaftliche Fort= des Muſikvereins ſeine 2. ordentliche Hauptben
die herzliche Aufnahme und Gaſtfreundſchaft gedankt.
Der Heſſen=Darmſtädter Volksfeſtver, bildungsſchule heabſichtigt, die im vorigen Jahre mit
gro=
ſammlung ab, zu der die Großherzogin,die
ein in Neu=York hat durch ſeinen Präſidenten nochmals ßem Erfolge durchgeführten Seefiſchkochkurſe für Minder=Ehrenvorſitzende des Vereins iſt, erſchienen war.
bemittelte auch in dieſem Jahre wieder einzurichten. Ein ihrem Namen eröffnete die erſte Vorſitzende, FrauMas
für den herzlichen Empfang in Darmſtadt gedankt.
Der Verein für Luftfahrt hat für die Ueber= Bedürfnis hierfür iſt durch die bereits vorliegenden zahl= thilde Merck, die Verſammlung mit einem herzlichenes
laſſung der Säle im Ausſtellungsgebäude für die Flug=reichen Meldungen erwieſen. Die für die Stadt entſtehen= grüßungswort an die Anweſenden. Die Vorſitzenden
den Koſten werden etwa 200 bis 300 Mark betragen, deren kannte die treue Arbeit der Abteilungen in warmeno
zeugmodell=Ausſtellung ſeinen Dank ausgeſprochen.
Die Kommandantur hat für den Erlaß derBewilligung beantragt wird. — Der Antrag wird ange= ten an und übertrug hierauf Herrn Profeſſor Dr. Bauem
die Leitung des geſchäftlichen Teiles der Verſammlungl
Koſten, die anläßlich des Wohltätigkeitskonzertes am 8. nommen.
Der Schriftführer des Landesverbandes, Herr Hauſt
Juli durch die Ueberwachung und Bedienung der Illu=
Zu den Stadtverordnetenwahlen.
minationseinrichtungen im Saalbaugarten entſtanden ſind,
Ueber die Wahl der Beiſitzer und deren Stellvertreter lehrer Schäfer, erſtattete zunächſt den Bericht über dis
verfloſſene Vereinsperiode. Er betonte das ſtetigs
gedankt.
für die Ergänzungswahl zur Stadtverordnetenverſamm= Wachſen der Mitgliederzahl des Landesverbandes,e
Die verſtorbene Privatin Amalie Pur=lung referiert Stadtv. Säng: Für die am 19. November jetzt über 1600 beträgt. Den beſtehenden ſechs Abteilungeitg
gold hat der Stadt letztwillig die Summe von 10000 vorzunehmende Ergänzungswahl zur Stadtverordneten= Darmſtadt, Friedberg, Gießen, Mainz, Offenbach, Worſngs
Mark für Zwecke der Blindenfürſorge vermacht, die jedoch verſammlung ſind 22 Wahlbureaus für die 15332 Wähler ſchloß ſich in den letzten Tagen auch Michelſtadt an, u
erſt nach dem Ableben eines noch lebenden Anverwandten gebildet, für die nach Vorſchrift der Städteordnung die der politiſch unſicheren Zeit des letzten Jahres wurdekeie
ausgezahlt wird. Das Vermächtnis wird unter dem Aus= Beiſitzer und deren Stellvertreter von der Stadtverordne= Werbearbeit geleiſtet. Das Rote Kreuz für die Koloniel
druck des Dankes angenommen.
tenverſammlung zu wählen ſind. Der Wahlvorſchlagsaus= will kein Konkurrent des Roten Kreuzes für militäriſchäll
Die verſtorbene Katharine Wolf Wwe. ſchuß hat die Vorſchläge des Oberbürgermeiſters in dieſer Sanitätsdienſt ſein, ſondern ein gleichgeſinnter Mitarbeis
hat den Armen der Stadt 50 Mark vermacht. Das Legat Beziehung gutgeheißen. — Die Verſammlung ſchließt ſich ter. Dann erſtattete der Schatzmeiſter des Landesverhaln
wird gleichfalls unter Dankesbezeugung angenommen.
dem an.
des, Herr Generalleutnant Noll, den Rechenſchaftsl
Das Großh. Polizeiamt hat mitgeteilt, daß
Bericht des Branddirektors über den
bericht. Der Verein hat in der kurzen Zeit des
das Großh. Miniſterium des Innern den von der Stadt=
Reichsfeuerwehrtag.
ſtehens auch finanziell eine tüchtige Arbeit geleiſtet. Außena
verordneten=Verſammkung ſeinerzeit befürworieten Antrag
Stadtv. Lindt: Der ſtädtiſche Branddirektor hat den namhaften Beträgen, die dem Hauptverein zur Unen
auf Freigabe des Marienplatzes, des
Meß=
haltung der Rote=Kreuz=Schweſtern in den Kolonien s
platzes und des Wegs durch den Platanenhain für den über ſeinen Beſuch des Deutſchen Reichsfeuerwehrtages,
der in den Tagen vom 24. bis 29. Juli dieſes Jahres in gingen, liegt eine ſtattliche Summe bereit für denll
Radfahrerverkehr abgelehnt hat.
Im Anſchluß an den mit der Gemeinde Wix= Leipzig ſtattfand und mit dem eine größere Feuerwehr=eines Kindergartens in Swakopmund
hauſen abgeſchloſſenen Waſſerlieferungsver=ausſtellung verbunden war, ausführlich berichtet. Der Be= dort beſtehende blühende Kindergarten muß ein ne
Heim haben. Da hat der Landesverband Heſſen
trag iſt mit der Bürgermeiſterei Wixhauſen eine beſon= richt wird zur Kenntnis der Verſammlung gebracht.
ſchloſſen, mitzuhelſen. Der Bau wird deswegen den
dere Vereinbarung für die Erhebung und Feſtſetzung des Stadtv. Schupp wünſcht, daß in Zukunft der Delegierte men Georg=Ludwig=Garten führen, nach den beiden Sühe
Waſſerpreiſes getroffen worden, der die Waſſerwerks=Depu= ſeinen Bericht hier ſelbſt vorlegen möge.
nen unſeres hohen Fürſtenpaares. Der Kindergael
tation zugeſtimmt hat. Danach ſoll der Preis des Waſſers
Martinimarkt auf dem Riegerplatz?
nimmt 60 bis 80 Kinder der Bürger von Swakohmil
um 1 Pfg. erhöht werden, um der Gemeinde eine beſſere
Der Oberbürgermeiſter teilt mit: Der Bezirksverein auf und wird durch eine Schweſter des Vereins geleil
Verzinſung reſp. die Anſammlung eines Fonds zu ermög=
„Martinsviertel” hat ſich mit der Bitte an die Stadtver= Es iſt eine wahrhaft nationale und menſchenfreun
lichen.
Stadtv. Lindt hat angeregt, ein Laſtautomobil waltung gewandt, es möchte die Abhaltung eines Martini= Aufgabe, die der Verein löſen hilft. Die Frauende
für die ſtädtiſche Verwaltung anzuſchaffen, das für tech= marktes am 9. und 10. November jeden Jahres auf dem ſiedler ſind darauf angewieſen, ihre ganze Kraft
Riegerplatz geſtattet werden. Es ſollen hierzu Karuſſells, Dienſt der Wirtſchaft und des Farmbetriebes zuſtell
niſche Betriebe beſtimmt iſt.
Schaubuden uſw. aufgeſtellt werden. Der Kirchenvorſtand Da liegt es nur zu nahe, daß die Kinder dem farſſiül
Darauf wird in die Tagesordnung eingetreten
der Martinsgemeinde hat ſich in einer ausführlichen Ein= Eingeborenenperſonal zur Aufſicht überlaſſen werden
Einwendung gegen den Bebauungsplan. gabe gegen die Genehmigung des Geſuches aus= ſind die Kleinen der Gefahr des Verkafferns und de
Gegen die in dem Bebauungsplan für die Straße Am geſprochen. — Stadtv Möſer bedauert dieſe Stellung= burens preisgegeben, und der Nachwuchs unſerer de
Breitwieſenberg vorgeſehene Anordnung von Vorgärten nahme und beantragt, den Markt auf dem Liebfrauen= Bürger im Tochterlande wird ſittlich und natioh
ſchädigt. — Bei der hierauf folgenden Wahl
auf der Oſtſeite iſt Einſpruch erhoben worden. Der Hoch=platz abzuhalten. Der Verkehrsausſchuß ſoll
ſeitherige Geſchäftsführende Ausſchuß einſtimmig
bau=Ausſchuß empfiehlt, dieſen Einſpruch als unbegründet hierüber endgültig beſtimmen.
gewählt Für ein durch Wegzug ausgeſchiedenest
abzulehnen. Der Einſpruch wird nach dem Referat des
ſtandsmitglied trat Ihre Durchlaucht Prinzeſün
Die Schließung der Reitſchneiſe.
Stadtv. Lindt abgelehnt.
Stadtv. Säng: Die Militärverwaltung hat die Ab= Viktor zu Erbach=Schönberg in den
Vom Ortsbauſtatut.
ſicht, den durch die Kavallerie=Schießſtände führenden Teil ſtand ein.
An die Hauptverſammlung ſchloß ſich eine Ven
Stadtv. Lin dt führt aus: Gegen die Aenderung der Reitſchneiſe im Intereſſe der Sicherheit des Publikums
des § 9 des Ortsbauſtatuts, die die erweiterte Heran= zu ſchließen. Die Oberförſtereien der benachbarten Wald=ſtaltung der Abteilung Darmſtadt an
ziehung der Anlieger zu den Koſten des Geländeerwerbs reviere haben gegen die Schließung keine Einwendungen General v. Hartmann erſtattete zunächſt denRächl
für die Straßenanlage betrifft, ſind Einwendungen er= erhoben, da ſeitliche Verbindungswege vorhanden ſind. Es ſchaftsbericht der Abteilung. Dann hielt Frau Proſeſ
hoben, deren Ablehnung der Hochbau=Ausſchuß bean= wird beantragt, mit der Schließung ſich einverſtanden zu Plehn aus Berlin einen Vortrag über Erinnelll
tragt hat, weil ſie teils unbegründet ſind, teils die hier erklären. Da dieſe Schneiſe kein öffentlicher Weg im Sinne gen an meine Kamerunjahre” Frau Profeſſorl
ſprach aus einem reichen Schatz von Erfahrungen im
in Frage ſtehenden Beſtimmungen gar nicht berühren. des Geſetzes iſt, kann die Schließung jederzeit erfolgen.
lonialleben. Sie weilte als Frau des erſten Regierune
Die Verſammlung ſchließt ſich dem an.
Die Verſammlung iſt damit einverſtanden.
arztes in Kamerun während mehrerer Dienſtperinde
Einlegung eines Rohrkanals.
Eine neue Kreisſtraße.
ihres Gemahls in dieſer Kolonie. Sie ſchilderteda
Stadtv. Wittmann: Die Fahrbahn der Ohlyſtraße
Stadtv Markwort: Schon ſeit Jahren wird über ben in Kamerun, wie es ſich darbietet vom Standput
zwiſchen Niebergallweg und Grünem Weg ſoll in Kürze den ſchlechten Zuſtand des von der Kranichſteiner Straße der deutſchen Frau. Es waren hochintereſſante und beleht
chauſſiert werden. Es iſt daher notwendig, daß vorher nach dem Bahnhof Kranichſtein führenden Dreiſchlä=rende Worte, welche die Zuhörer vernahmen. Klarkanit
in die noch nicht kanaliſierte Strecke von Hobrechtſtraße gerweges geklagt und um den Ausbau des Weges als man daraus erſehen, wie ſegensreich das Rote Kreuzifül
bis Grüner Weg ein Rohrkanal eingelegt wird, damit Kreisſtraße nachgeſucht. Nachdem durch die Verlegung des die Kolonien wirkt. Am Anfange waren die Zuſtändsa
Mee grh
Sr
der Rolle gut anpaßte, und Ehrle mit ſcharf ausgepräg= nuſſes ſtanden, adenn Herr Hofrat Edward verſtand
ter Charakteriſtik und temperament= und lebensvoll dar= durch ſeine mit jugendfriſcher Rethorik vorgetragett
Großherzogliches Hoftheater.
geſtellt. Auch der Gegenſatz zwiſchen dem von den Furien geiſt= und poeſievollen und hin und wieder auch hum
verfolgten, ſeeliſch gedrückten und geiſtig umnachſteten und gewürzten Schilderungen, während beinahe drei Stünde
Donnerstag, 30. Oktober.
dem heiteren hoffnungs= und lebensfreudigen Pylades ſeine Hörer im Banne ſeiner Reiſeerlebniſſe zu hallen
Iphigenie auf Tauris.
kam in einer der Abſicht des Dichters entſprechenden Weiſe Von dem Augenblicke an, da er vor nunmehr einem Zalli
zum Ausdruck Herr Baumeiſter ſpielte die Wahnſinns= in Wort und Bild Abſchied nahm vom alten Darmſtähltl
W.) Als zweites Stück des Goethe=Zyklus gelangte ſzene mit hinreißender Leidenſchaft, Herr Ehrle be= Stadtkirchturm, in Gedanken die — eine Weltreiſeni
heute abend bei gut beſetztem Hauſe Goethes klaſſiſche währte ſich, obwohl er ſich anfangs einige Male verſprach, ſchließlich keine Spazierfahrt — nicht unberechtigte
„Iphygenie”, die man wohl als das klaſſiſche Schauſpiel als Meiſter in der ſprachſtechniſchen Behandlung der Verſe. erwägend, ob er ihn wohl je wiederſehen werde bis ml
bezeichnen kann, in neuer Einſtudierung zur Aufführung. Eine prachtvolle Verkörperung verlieh Herr Heinz dem der Weltumſegelung, die den Vortragenden in 130a
Die Regie, die Herr Hacker führte, hatte für einen ſtil= König Thoas, der, wenn wir nicht irren, auch in ſeiner über 56000 Kilometer führte, der liebe alte, ſteinell
ſchönen, dem ernſten Charakter des Schauſpiels ange= äußeren Erſcheinung gegen früher idealiſiert worden iſt. Freund, das Wahrzeichen Darmſtadts, wieder auftalchte
meſſenen, feierlich wirkenden ſzeniſchen Rahmen Sorge Weniger in dieſes klaſſiſche Enſemble ſchien uns Herr und des Weltreiſenden geſund und munter und
getragen, und die Aufführung ſelbſt verlief in durchaus Jannings zu paſſen, der ſich mehr für moderne Stücke erfahren” geſpendeten erſten Gruß des Wiederfehen
würdiger Weiſe.
eignet, im übrigen aber ſeine Rolle gut ſprach.
der Heimat entgegennehmen konnte.
Die Rolle der Dianaprieſterin, der klaſſiſchſten aller
Das Publikum ſpendete der ſtilvollen und von hohem
Goetheſchen Frauengeſtalten, hatte in Frl. Pils eine künſtleriſchen Geiſte getragenen Aufführung begeiſterten
Mit Aug’ und Ohr durften wir Herrn Hofrat Edwalde
neue Vertreterin erhalten, die in den Geiſt der Rolle mit Beifall.
begleiten auf ſeiner herrlichen Weltfahrt, deren Schölles
künſtleriſchem Verſtändnis und Empfinden eingedrungen
heiten über 150 prächtige Lichtbilder das geſprochene Moll
war und in ihrer Darſtellung den Anforderungen des
trefflichſt illuſtrierend, uns erſchloſſen. Die Reiſe fühnles
klaſſiſchen Stils gerecht zu werden wußte. Anfänglich er=
Rund um die Welt.
zunächſt von Darmſtadt aus nach der Schweiz über denn
nüchterte etwas die Gewohnheit, in nicht gehobener Rede
Gotthard nach Genua und dem franzöſiſchen Kriegshafenn
Darmſtädter Vortragsverband.
die Worte zu lang zu ziehen, wodurch leicht der Eindruck
Villefranche bei Nizza. Von dort aus mit dem großenn
einer falſchen Betonung hervorgerufen wird, dagegen
Der Vortrag, den geſtern abend Herr Hofrat Hugo Dampfer „Cleveland” der Hamburg-Amerika=Linie nachd
entwickelte ſie in den pathetiſchen Szenen eine natürliche Edward auf Veranlaſſung des Vortragsverbandes Aegypten: Port Said. Kairo und Suez und durch daßs
Wärme der Empfindung und echte und ſchöne Herzenstöne, zum Beſten des Feſthausvereins hielt, hatte trotz der Rote Meer nach Bombay (Vorder=Indien). Von hlers
durch die ſie wahrhaft zu ergreifen verſtand und oft zu Fülle der ſich drängenden Veranſtaltungen in Darmſtadt aus erfolgte die Durchquerung Nord=Indiens per Bahnn,
Tränen rühren konnte Auch ließ ſie das für die Dar= ein ſo ungewöhnliches Intereſſe gefunden, daß der große über Agra, Delhi, Lucknow, Benares und Kalkuttg unds
ſtellung dieſer herrlichen Rolle erforderliche ſchöne Eben= Feſtſaal der Turngemeinde dicht beſetzt war Ein Ereig= dann durch die Dſchungeln Bengalens hinauf zum Hochts
maß klaſſiſcher Antike ſowohl in den Bewegungen als auch nis, das auch dann noch als auffallend regiſtriert zu wer= gebirge des Himalaja nach Darjerling am Fuße des
mähh=
in dem Mienenſpiel, das ausdrucksvoller und ſchöner war, den verdient, wenn man weiß, daß die Perſönlichkeit des tigen, 8582 Meter hohen Kanchinjanga. Dann zurück nachd
als das mancher ihrer Vorgängerinnen, nicht außer Vortragenden ſelbſt, als Künſtler und als Menſch in allen Diamond Harbour am Zopaly=Strom, wo der Dampfem
Augen. Die Rolle hat von neuem bewieſen, daß Frl Pils Kreiſen der Bürgerſchaft Darmſtadts gleich hoch geſchätzt, „Eleveland” zur Tour nach Hinterindien (Birma) undg
mehr für das Heroinenfach beanlagt iſt. Daß ſie die ihre von vornherein ein hervorragendes Intereſſe garantiert Rangoon bereit lag. Von der Stadt der goldenen Paes
Erzählung von dem Schickſal des Geſchlechts des Tan= und daß er ſich ein Thema gewählt, das, da es Selbſt=godet ging die Fahrt durch den Golf von Martaban nachl
talus abſchließenden und eindrucksvoll ſteigernden Verſe: erlebtes ſchildern ſollte, einen ſo ungewöhnlichen perſön= dem malayiſchen Archipel zur Hauptſtadt des „Straitss
Du wendeſt ſchaudernd Dein Geſicht, o König:
lichen Reiz für jeden Zuhörer geben mußte Sicher iſt, Settlements”: Singapore und dem Malayenſtaat Johore,
So wendete die Sonn’ ihr Antlitz weg
daß wohl niemand der weit über taufend zählenden Zu= an der Südſpitze von Malakka. Von hier aus wurde dern
Und ihren Wagen aus dem ewigen Gleiſe
hörer unbefriedigt den Saal verlaſſen hat, daß vielmehr Aequator paſſiert und Java angelaufen. Dann zurück übemt
fortließ, war wohl nur ein zuſälliges Verſehen.
alle, die den hochgeſchätzten Vortragenden im Geiſte und den Aequator durch das ſüdchineſiſche Mer nach dem=
Das Freundespaar Oreſt und Pylades wurde durch im Bilde begleiten durften durch die Herrlichkeiten der Inſelreich der Philippinen (Luzon und Manila). Weiterr:
die Herren Baumeiſter, deſſen griechiſcher Kopf ſich Welt, unter dem Eindruck eines hohen äſthetiſchen Ge= nach China über Hongkong und den mächtigen Perl=Strom:
Villima
ſfann
Glzen de.
Siähſtemt
Pirie
(äi
(B. ie
(Beitung 30.
Kiungen,
de=
ich überl.
Fäirin
Eeinte und
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Eiedelungsert
geritht,
Euia
erit, mitet.
ſanden, dan
lſtiner Kreiſet
hentung u
s Zuunſt=
(Elilgleit des
ats trobiſch
Wrühe müſen
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Reanwart
Eeer in ain.
Pen ſehr ant
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Peintin
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Koren malert
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Nummer 261.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 31. Oktober 1913.
Seite 7.
hnernn iußerſt perimitiv. Zehn Prozent aller Anſiedler lden Kruppſchen Dieuſten führie, Der Jeuge glanbte ein ſfolle, und ſahr fort: Danech kann der Regen die
Regent=
agen dem Schwarzwaſſerfieber. Dieſes gefährlichſte moraliſches Anrecht auf den italieniſchen Vertreterpoſten ſchaft für beendet erklären; er kann es, weil er während der
Fadium der Malaria wurde durch Herrn Profeſſor Plehn zu haben, als der bisherige Vertreter geſtorben war.
Regentſchaft der ſtellvertretende Inhaber der vollen Kö=
Hlich durch eine regelmäßige Chininprophylaxe
erfolg=
nigsgewalt iſt; er kann es, aber er muß es nicht. Es iſt in
ſer bekämpft. Bewundernswert iſt es, wie die erſten
ſein Ermeſſen geſtellt, ob er den Zeitpunkt für geeignet
Tutſchen drüben als Vorkämpfer deutſcher Kultur und
Luftfahrt.
hält, und wenn er ihn für geeignet hält, die Regentſchaft
Pittung Not und Gefahren aushielten.
Augenblicksſtim=
für beendet zu erklären, dann iſt der Landtag unverzüglich
Glücklich verlaufener Unfall Darmſtädter Flieger.
fr gen, der Verzweiflung nahe, wurden immer wieder
einzuberufen. Nun liegt es in Ihrem wohlbekannten und
eich überwunden durch das Gefühl, hier dem
Vater=
g. Darmſtadt, 30. Okt. Der Unteroffizier Back= ernſten Pflichtempfinden und in Ihrer praktiſchen Hingabs,
ſe und der deutſchen Kultur einen erſprießlichen Dienſt haus und Hauptmann Muſſet als Beobachter waren den ſchweren, verantwortungsvollen Schritt, den die
Re=
leiſten. Heute machen Duala, Busa und die anderen geſtern mittag auf dem hieſigen Flugplatz zu einem Fern= gierung unternommen hat, zu einem guten Ende zu führen.
edelungsorte Kameruns einen ganz anderen Eindruck. fluge nach Straßburg aufgeſtiegen. In der Nähe Mann=
Nachdem namens ihrer Parteien die Abgg. Lerng
Enatorien, Regierungslazarette, geleitet von kundigen heims wollten ſie wegen des undurchdringlichen Nebels, (Zentrum), Caſſelmann (liberal) Beckh (konſ.) und
Azten, unterſtützt von den Schweſtern des Vereins, ſind der vom Rhein her die ganze Gegend ausfüllte, landen. Lutz (Bauernbund) kurze zuſtimmende
Erklärun=
ſtanden, dank der unermüdlichen Arbeit vaterländiſch ge= Sie hatten jedoch auch beim Landen noch keine Ueberſichtgen abgegeben hatten, ergriff Miniſterpräſident Freiherr
ün er Kreiſe im Mutterlande, die Sinn haben für die undlandeten auf dem Dacheeiner Fabrik. Der v. Hertling nochmals das Wort, um ſeiner Genugtuung
Edeutung unſerer Kolonien und ihren wirtſchaftlichen Apparat wurde vollſtändig zertrümmert, darüber Ausdruck zu geben, daß die Erwartung, die er in
Zukunftswert einzuſchätzen wiſſen. Die aufreibende während die Flieger glücklicherweiſe unverletzt ſeinen Einführungsworten ausgeſprochen hatte,
gerecht=
tigkeit des Arztes unter den ungünſtigen Verhältniſſen blieben.
fertigt ſei. — Alsdann erwiderte der Miniſterprä=
Pes tropiſchen Klimas trat Mlar vor Angen. Mit weicher
ſident auf die Anfrage des Abg. Caſſelmann, in
wel=
he müſſen hier Arzt und Schweſter Malaria und Schlaf=
* Frankfurt a. M., 30. Okt. Zwiſchen der Kom=chem Sinne die in dem Entwurf vorgeſehene Zuſtimmung
Unkheit bekämpfen. Auch die Hebammenſchweſtern ſind miſſion für flugſportliche Veranſtaltungen in Frankfurt des Landtages zu verſtehen und auszulegen ſei, und daß
lenwärtig in der Kolonie tätig; eine in Busa, die an= und dem franzöſiſchen Flieger Pegoud ſchweben Ver= die Auslegung dieſer Beſtimmung der Verfaſſungsurkunde
de in Jakunda, die dritte iſt Reiſeſchweſter. Sie haben handlungen, um ihn für die Ausführung ſeiner Schau= über die Einſetzung der Regentſchaft analog ſein müſſe,
ſſten ſehr anſtrengenden Dienſt und müſſen außer ihrem flüge in Frankfurt a. M. zu gewinnen.
was ſchon aus der ſprachlichen Anlehnung des Entwurfes
lſentlichen Beruf auch gute Wirtſchafterinnen ſein. Die
* Johannisthal, 29. Okt.
Der franzöſiſche an dieſe verfaſſungsrechtliche Beſtimmung ſich ergebe. Die
Ageführten Lichtbilder waren äußerſt intereſſant: ſie Flieger Pégoud ſtieg heute nachmittag zweimal, um weiteren Erörterungen, welche aus den Folgen entſtünden,
firen maleriſche Plätze aus dem Urwalde, von der Küſte 3.52 Uhr bis 4.16 Uhr und um 4.35 Uhr bis 4.59 Uhr auf. wenn der Landtag ſeine Zuſtimmung verweigere, kann ich
vom Kamerunberge vor. Außerdem zeigten ſie eine Er überſchlug ſich mit ſeinem Apparat etwa 15 Mal. Er der Theorie überlaſſen. Keine Regierung wird ſo blind
zahl von Bauten, die in neuerer Zeit errichtet wurden flog auch heute lange Zeit mit dem Kopf nach unten. Zum und töricht ſein, eine derartige Vorlage an den Landtag zu
ſſt weſentlich dazu beitragen, dem Europäer den Aufent= Schluß wurde ihm ein großer Lorbeerkranz überreicht. bringen, wenn die Gründe, die zur Beendigung der
Re=
ſt in dem heißen Klima einigermaßen erträglich zu ge= Pegoud fährt heute nach Dresden. Auch heute wohnte gentſchaft führen ſollen, nicht derartig evident ſind, daß
ſten. Beſonderes Intereſſe ekregten die Bilder, die auf eine nach Zehntaufenden zählende Menge den Vorfüh= die Zuſtimmung nicht erfolgen müßte. — Nachdem der
Abgeordnete Müller (Soz.) ſich namens ſeiner Partei
kolonialen Sanitätsdienſt Bezug hatten. Mit den rungen des Fliegers bei
Piten der Anerkennung für das warme Verſtändnis, das
* Johannisthal, 29 Oki. Der Flieger Sab=gegen die Vorlage ausgeſprochen und der Abgeordnete
ſoloniale Sache in Heſſen gefunden, ſchloß die Rednerin latnig kaufte ſich einen Bleriot=Apparat, der dem Appa=Abreſch (wild) als Vertreter ſeines pfälziſchen
Wahl=
ſſten äußerſt anregenden und belehrenden Vortrag.
kreiſes dafür, kam Miniſterpräſident Frhr. v. Hertling
rat Pégouds vollkommen gleicht.
An dieſe Darbietung ſchloß ſich die Verabreichung eines
Johannisthal, 30. Okt. Heute morgen 8.25 auf einzelne Ausführungen des ſozialdemokratiſchen
Red=
es der von der Abteilung Darmſtadt gegeben wurde. Uhr ſtartete in Johannisthal Krieger auf einem ners zurück und nahm energiſch Stellung gegen die Dar=
Ehrenvorſitzende des Verbandes, J. K. H. die Groß= Albatros=Eindecker zu einem Fernfluge. Er bewirbt ſtellung, als drängten kapitaliſtiſche und feudale Mächte
zogin, weilte noch einige Zeit in angeregtem Geſpräch ſich um die Nationalflugſpende. Er beabſichtigt, n ach die Monarchie, die ſie ihren Zwecken dienſtbar machen
Paris zu fliegen und dann ſeinen Flug fortzuſetzen. Das wollen. Abg. Süßheim (Soz.) nahm nochmals Steklung
lſſer den Mitgliedern.
Ziel iſt noch unbeſtimmt und hängt von der Windrichtung gegen die Vorlage, worauf der Miniſterpräſident ſofort
erwiderte.
ab.
Gerichtszeitung.
Damit iſt die erſte Leſung beendet und die
* Wien, 29. Okt. Die deutſchen Militärflieger
Oberleutnant Joly und Oberleutnant Giffot, Vorlage in einfacher Abſtimmung gegen die Stimmen der
Prozeß Brandt.
*Berlin, 30. Okt. Zu Beginn des heutigen die heute vormittag 10 Uhr in München auf einem Taube= Sozialiſten und der beiden Demokraten Koehl und Quidde
lchſten Verhandlungstages wird mit der Ver= Eindecker aufgeſtiegen waren ſind um 1.55 Uhr auf dem angenommen. — Es folgt ſofort die z weite
lhzung des Zeugen von Metzen fortgefahren, der Fluafelde Wiener=Neuſtadt gelandet. Sie waren am Mon= Leſung, die debattelos erledigt wird. Darauf wurde
Wuidet, Direktor Eccius habe ihm, als er, Zeuge, die tag in Köln zu einem Fluge über München nach Wien in namentlicher Abſtimmung das Geſetz mit 122
gegen 27 Stimmen unter dem Brapo des Zentrums an=
Eliner Stelle antrat geſagt: Wiſſen Sie auch, daß wir aufgeſtiegen.
Villacoublay, 29. Okt. Der Flieger Ernſtgenommen. — Präſident v. Orterer gedachte in
Lerlin Jemanden haben, der uns mit geheimen
Nach=
ſſen verſorgt? Herr von Schütz habe ihn darauf nähere Stöffler iſt mit ſeinem Paſſagier, von Laon kommend, patriotiſchem Hinweiſe des hiſtoriſchen Momentes und
ſprach die Hoffnung aus, daß der Beſchluß dem bayeriſchen
kſaben über dieſe Tatſache gemacht, die ihn ſehr bedenk= gegen 5 Uhr hier gelandet.
Paris. 30. Okt. Der geſtern abend in Villa= Königshauſe dauernd zum Segen gereiche. Hierauf ward
geſtimmt hätten. Er habe dies auch Herrn Eccius
mit=
die Sitzung geſchloſſen.
ſtellt. Auch Herr von Schütz habe ſich in bedenklicher conblay gelandete deutſche Flieger Stöffler erklärte
liſe geäußert. Herr Eccius habe energiſch abgelehnt, einem Berichterſtatter, er wiſſe noch nicht, ob er ſeinen ur=
Bidts Tätigkeit zu inhibieren. In einem Briefe des ſprünglichen Plan, ſeinen Flug nach Spanien fort=
Die Stichwahlen in Baden.
Ein von Metzen an Herrn Eccius ſchreibt Herr von zuſetzen ausführen oder nach Berlin zurückkehren werde
h Mannheim, 30. Okt. Die heute
vorgenomme=
ien, daß er Brandt nicht entbehren könne. Zeuge er= Er müſſe ſich vorher mit dem Erbauer ſeines Flugzeuges
t dazu, er habe Brandt wegen ſeiner artilleriſtiſchen in Verbindung ſetzen und auch der erforderlichen
behörd=
nen 20 Stichwahlen hatten folgendes Ergebnis:
Mitniſſe nicht entbehren können. Der Nachrichtendienſt lichen Genehmigung ſich vergewiſſern.
11 Nationalliberale, 4 Fortſchrittliche Volkspartei, 4
So=
ſbl damit nichts zu tun Zeuge ſagt von Schütz habe
zialdemokraten und 1 Zentrum (nämlich Freiburg II).
hial erklärt, Brandt ſei ein Beſtecher. — Um 321 Uhr
Die Zweite Kammer ſetzt ſich nunmehr wie folgt
Sport, Spiel und Turnen.
idie Verhandlung auf halb 2 Uhr vertagt.
zuſammen: 30 Zentrum, 19 Nationalliberale, 13 Sozial=
Näch Wiederaufnahme der Verhandlungen wird ein in
* Pferdeſport. Rennen zu Auteuil, 30. Okt.
M. Descazeaux‟ Ba= demokraten, 5 Fortſchrittliche Volkspartei, 4 Konſervative,
eit Briefe des Herrn v Metzen enthaltener Paſſus er= Prir Patriarche. 4000 Fres. 1.
wonach die Kornwalzer regelmäßig Landrat a. D. bette II, 2. Halbronnette, 3. Suiſſeſſe. 297:10; 66, 22, 1 Bund der Landwirte, 1 Wilder.
ger vorgelegt worden ſeien. Dieſe Behauptung erklärt 66110. — Prix Virelan, 10 000 Fres., 1. A. Veil=Picards
Danach haben gewonnen: das Zentrum 4, die
hy der Zeuge Landrat a. D. Rötger für unwahr. Geh. Perdigail, Oncle Lou, 3. Le Syſtémier. 27:10; 21, Konſervativen 2 und die Nationalliberalen 2 (bezw. 3,
ſarizzat Haur bekundet auf Befragen des Juſtizrates 3210. — Prir Lady=Killer. 5000 Fres. 1. Vete dHar=
Aion, daß es bei der Firma Krupp nichts Außergewöhn= comts Perteaur, 2. Zénith II, 3. Hunter. 64:10: 12, 11:10, wenn man den Wildnationalliberalen hinzurechnet);
ver=
ſts ſei, wenn einem Beamten eine laufende Zulage erſt
Prix Agenda, 5000 Fres. 1. E. Guyots La Cancheloren haben die Sozialdemokraten 7 und die
Fort=
iß riner Reihe von Jahren ausgezahlt werde und daß 2. Ismen, 3. Romarin III. 30110: 13, 12 14:10. — Prix ſchrittliche Volkspartei 2 Sitze. Die ſchwerſte Niederlage
Ratige Verbindlichkeiten der Firma ſich auf etwa 600000 Angers. 4000 Fres. 1. Ch. de Vredes Grand Duc III, haben hiernach die Sozialdemokraten erlitten, die
Uſtri belaufen. Es wird dann in der Vernehmung des 2. Sitting Bull, 3. Charles Quirt. 33:10; 14, 22, 14:10.
mehr als 11000 Stimmen und von ihren 20 Sitzen 7
ver=
ien v. Metzen fortgefahren, der bekundet, daß er von
inn des Jahres 1911 ab wohl die meiſten Kornwalzer
loren haben.
en habe, aber nicht im Original, ſondern im Durch=
Die Linke verfügt ſomit noch über 38 Stimmen gegen
Die Aufhebung der baueriſchen
e. In erſter Linie ſeien darin Nachrichten über Lie=
35 der Rechten.
Regentſchaft.
ſſtgsvergebungen enthalten geweſen
Konſtruktionsan=
ſer aber nur in einigen wenigen. Er habe als Vorgeſetz=
* München, 30. Okt. Der Geſetzentwurf,
Frandt dieſem ſeinen Nachrichtendienſt nicht unterſagt, betr. die Aufhebung der Regentſchaft in
Der Thronwechſel in Braunſchweig.
r Brandt habe ſtets beteuert, daß er nichts Strafbares
ſſete: er bekomme die Nachrichten in geſellſchaftlichem Bayern, wurde heute in erſter Leſung von der Kam=
* Braunſchweig, 29. Okt. Nach Eröffnung der
lhr mit Freunden. Daß Brandt ſich erkenntlich zeigte, mer der Abgeordneten mit allen gegen die Stimmen der heutigen Sitzung der Landesverſammlung nahm
Staats=
miniſter Hartwieg das Wort und machte über die
Ver=
ſſtzte Zeuge indirekt, denn dafür bekam er ja ſeine Zu= Sozialdemokraten und Demokraten angenommen.
handlungen, die jetzt zum Ziele geführt worden ſind,
. Es wird nunmehr eingehend die Italienreiſe des
Darauf trat das Haus in die zweite Leſung der nähere Mitteilungen. In den Ausſchüſſen des Bundes=
Biegn erörtert, die ſchließlich zu ſeiner Entlaſſung aus
Vorlage ein, zu der niemand das Wort ergriff. In rats ſind nach dem Referat des beauftkägten
Bevollmäch=
hauf nach Kanton. Die Reiſe führte ſodann durch das namentlicher Abſtimmung wurde die Vorlage mit tigen Erklärungen abgegeben worden die ſämtlich
dar=
auf hinausliefen, daß irgendwelche Bedenken gegen die
Pirteſiſche und gelbe Meer nach unſerer deutſchen Ko=122 gegen 27 Stimmen angenommen.
Thronbeſteigung eines Gliedes des herzoglichen Hauſes
Kiautſchou und Tſingtau im fernen Oſten, und dann
* München, 30. Okt. In der Kammer der nicht mehr beſtänden. Darauf wurde ſohne jeden weite=
Aidem Reiche der aufgehenden Sonne: Japan. Hier
Abgeordneten erklärte zu Beginn der Sitzung bei ren Widerſpruch in den Ausſchüſſen dem Antrage zuge=
Eie der berühmte Binnenlandſee beſucht, auch kam eine
der Beratung des Geſetzentwurfs, betreffend die Auf= ſtimmt, den Antrag der preußiſchen Regierung dem Ple=
Landreiſe durch die Hauptinſel Nippon zur Aus= hebung der Regentſchaft, Miniſterpräſident Freiherr von
Itang, die über Tokio nach Jokohama führte. Von letz= Hertling u. a. folgendes: Die Vorlage, welche Ihnen num puro zur Annahme zu empfehlen.
In einer nun folgenden Erklärung ſprach der Staats=
Hafen aus wurde die 17tägige Fahrt durch den
zuging, iſt von ungewöhnlicher Bedeutung und Trag= miniſter im Namen der Regierung der Reichsleitung und
ſſen Ozean nach San Franzisko angetreten, die nur weite. Nach eingehenden Beratungen entſchloß ſich die den verbündeten Regierungen den lebhaften Dank für
Uh den Aufenthalt auf den Hawai=(Sändwichs=)Inſeln Regierung zu dieſem Schritt. Sie iſt ſich auch ihrer
Verant=
ihre Entſchließung aus, und fuhr fort:
(änem Aufenthalt in Honolulu unterbrochen wurde. wortung voll bewußt. Die Umſtände entſchuldigen wohl
Das nahezu 30 Jahre währende Proviſorium im Her=
.San Franzisko aus wurde der Süden und Norden und geſtatten auch, daß ich, abweichend von dem
Herkom=
zogtum Braunſchweig wird mit dem in allernächſter Zeit
Vereinigten Staaten durchquert und von Neu=York men, die Verhandlungen des Hauſes mit kurzen Worten
ückreiſe nach Europa angetreten, die über Kuxhaven- eröffne. In einem monarchiſchen Staat iſt die Regent= zu erwartenden Antritt der Regierung Seiner Königlichen
Uburg wieder nach Darmſtadt führte, zuſammen ge= ſchaft wegen dauernder Regierungsunfähigkeit des Mon= Hoheit des Prinzen Ernſt Auguſt, Herzogs zu
Braun=
men, wie geſagt, ein Weg von 56000 Kilometern! archen ſtets ein anormaler Zuſtand und wird zum Un=ſchweig und Lüneburg, ſein Ende erreicht haben. Die
Der Vortragende wußte ſo überaus anſchaulich zu glück, wenn dieſe Einrichtung eine dauernde zu werden dynaſtiſche Zukunft des Landes wird, ſo Gott will, für
ühdern, und ſeine Ausführungen erhoben ſich dabei be= droht. Daß dieſer Zuſtand in Bayern beendet werden immer geſichert ſein. Die Regierung des Herzogtums
en=d über Reiſeſchilderungen im gewöhnlichen Sinne möge ein Zuſtand, der auf lange Jahre zurückgeht, dieſer hat dem Reiche und Preußen gegenüber ſtets die
Portes durch die Einſtreuung intereſſanter perſönlicher Wunſch iſt längſt gehegt und zum Ausdruck gebracht wor=loyalſte Haltung beobachtet. Die hohen Verbün=
Albniſſe und Anſchauungen, daß gewiß bei der Mehrzahl den. Damals beugte ſich aber die Staatsregierung dem deten dürfen feſt davon überzeugt ſein, daß in dieſer
Hal=
t Zuhörer mit uns der Wunſch erſtand es möge zu Wunſche der allerhöchſten Willensmeinung des Prinz= tung auch zukünftig niemals eine Aenderung
Abener Zeit ein zweiter Vortrag folgen, deſſen Inhalt Regenten Luitpold Seitdem ſind 16 Jahre verfloſſen, eintreten, die Regierung des Herzogtums vielmehr
An Hofrat Edward aus der Fülle ſeines noch vorhande= Der Prinz=Regent Luitpold iſt heimgegangen und ein Re=ſtändig im Sinne der Förderung des Friedens und der
gentſchaftswechſel eingetreten. Der alte Wunſch beſteht Sicherheit des Reiches geführt wird. Dieſe Erklärung
Materials zu ſchöpfen ſicher nicht ſchwer fallen dürfte.
ei cht iſt auch der Wunſch nicht unbeſcheiden, daß der fort und iſt in der letzten Zeit ſogar mit beſonderer Leb=hübe ich auch geſtern Seiner Königlichen Hoheit
vorge=
rag, dem ſicher nur ungern und gezwungen viele fern haftigkeit hervorgetreten. Der monarchiſche Gedanke, die legt, und ich kann erklären, daß ſie die volle Billigung
Empfindungen weiter Volkskreiſe und die Stellung Bayerns Seiner Königlichen Hoheit gefunden hat. Ich habe darauf
Aſleben ſind, demnächſt wiederholt werden möge.
w ſchön aber das Gehörte und Erſchaute auch war, nach außen, ſie alle verlangen, daß an der Spitze des Kö= dem Bundesrat die mir von dem Bevolmächtigten Sei=
Atälen des Vortragenden Anſicht, die in ſeinem Schluß= nigreichs ein regierungsfähiger König ſtehe. Die Staats= ner Königlichen Hoheit, des Herzogs von Cumberland
zum Ausdruck kam und lebhaften Widerklang im regierung ließe ſich ein Pflichtverſäumnis zuſchulden kom= und zu Braunſchweig und Lüneburg, übergebene Ver=
Atorium fand: „Sollte jemand die Frage an mich rich= men, wenn man dieſen Verhältniſſen nicht Rechnung tra= zichturkunde vorgelegt. Vom Staatsſekretär bat ich ſie
imn welcher Zone möchteſt du, wenn du die Wahl gen wollte, daß eine Aenderung dieſes Zuſtandes nur mir aber wieder aus, um ſie im Landeshauptarchiv
nie=
nach all dem Schönen, Großen und Erhabenen, auf dem Wege einer Verfaſſungsänderung derzulegen. Ich habe es ſtets als die erſte und wichtigſte
du geſchaut haſt, in Zukunft wohnen, ſo würde ich möglich iſt. Dieſe Befugnis zu einer Verfaſſungsänderung Aufgabe erachtet, Erwägungen anzuſtellen, ob und wann
dem Bruſtton der vollſten Ueberzeugung anworten: iſt, verallgemeinert, daß überall da, wo die Verfaſſung eine die Thronfolgefrage in Angriff genommen und zu einem
iier, nur einzig und allein in meinem ge= Mitwirkung der Krone vorſieht, der Regent als Träger der grten Ende geführt werden könne. Ungeachtet der
ſegens=
ot en Vaterlande! Und darin ſtimmen Sie ge= königlichen Gewalt, dieſe Befugnis auszuüben berufen iſt. reichen Regierung unſerer beiden vorigen Regenten.
Sei=
mit mir überein, wenn ich zum Schluß der Empfin= Eine Verfaſſungsänderung iſt es daher, die die Vorlage ner Königlichen Hoheit des Prinzen Albrecht von Preu=
Ausdruck gebe: Deutſchland, Deutſchland über alles, Ihnen unterbreitet, aber nur bezüglich eines Punktes. Die ßen und ſeiner Hoheit des Herzogs Johann Albrecht, in
Vorlage hütet ſich, irgend welche andere Punkte, als den dem das Land wiederum einen Regenten erhielt, der län=
U elles in der Weltin —
heerr Hofrat Edward wurde am Schluſſe ſeines einen, zu berühren. Der Miniſterpräſident verlas die Ver= ger als ſechs Jahre mit unvergleichlicher Pflichttreue die
faſſungsbeſtimmung der Artikel, die hinzugefügt werden Geſchicke des Landes leitete, iſt es doch die Pflicht eines
Arages Gegenſtand lebhafter Ovationen. M. St.
Nummer 261,
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 31. Oktober 1913.
Seite 8.
jeden Stauseminſters, Schrite zu im im Iutereſſ der ſ unndalich die Bebüirfuſſe durch die ſchwebende Anleihe
A 8
32 2 N
Zukunft des Landes, wo und ſo oft Gelegenheit ſich bietet. zu decken.
S Z. .
ea
(2g.8
* Rambouillet, 30. Okt. Im Miniſterrate unter=
Auch der Landtag hat wiederholt dieſer Auffaſſung
Aus=
zeichnete Präſident Poincaré die Ernennungen der
druck gegeben.
(
Der Miniſter gab hierauf einen Ueberblick über die Diplomatie, darunter die William Martins zum Direktor
Trauer-Kleider, Trauer-Lostümg
1.
8
Entwickelung der Thronfolgefrage. Er ſchilderte die ein= des Protokolls und Einführer des diplomatiſchen Korps
2/50
zelnen Phaſen und fügte hinzu, daß die Preßkampagne und an Stelle Mollards, der als Geſandter nach Luremburg
Trauer-Blousen,Irauer-Röcke
die mißlichen Uebertreibungen der hannoverſchen geht.
* Southampton, 30. Okt. Staatsſekretär Dr.
Welfen gewiſſe Schwierigkeiten hervorgerufen
Tauer-Mäntel, Lauer. Stoffe An
hätten, deren Beſeitigung die Ergreifung Solf, von Deutſch= und Britiſch=Weſtafrika zurückkehrend, Oſſe=
von Maßregeln für die Zukunft nötig traf geſtern hier ein und begab ſich zwecks Be=
Alee
In reicher Auswahl!
machte. Es beſtanden Zweifel darüber, ob der formelle ſprechung der Diamantinfrage auf einige Tage nach
Antrag von ſeiten der Regierung des Herzogtums London.
* Konſtantinopel, 30. Okt. Nach amtlichen Meldungen.
Anderungen’sofart!
Braunſchweig oder der Preußens auszugehen habe. Der
Reichskanzler und das preußiſche Staatsminiſterium er= die der Pforte zugegangen ſind, iſt der Zwiſchenfall,
kannten ſchließlich an, daß Braunſchweig die Anregung der ſich in Adabaſan anläßlich des Jubiläums der
Bebr. Höslein.
geben müſſe; der Reichskanzler erwartete darüber ein Einführung des armeniſchen Alphabets ereignete darauf
Schreiben unſerer Regierung, das am 4. Oktober er= zurückzuführen, daß die Polizei auf Grund des Be=
Ludwigsplatz.
80
lagerungszuſtandes Kundgebungen auf der Straße verhin=
64
folgt ſei.
2 Pe.bet.,
.
Das Schreiben wird in den nächſten Tagen in der dern wollte. Privatnachrichten zufolge wurden die türki=
Norddeutſchen Allgemeinen Zeitung in vollem Umfange ſchen Poliziſten und Soldaten zuerſt von einigen
armeni=
ſchen Gendarmen angegriffen, die an der Kundgebung
teil=
veröffentlicht.
AeW Der Stadtauflage beutiger Ausabe iſt ein
Hierauf trat eine Pauſe ein. Nach Wiedereröffnung nahmen. Dabei wurden ein Soldat getötet und
der Sitzung ſchlug der Präſident die gemeldete Erklärung ein Poliziſt und ein Soldat verwundet. Der armeniſche Proſpekt beigefügt, betr. Billigen
November=
dem Landtage vor, die einſtimmig angenommen wurde. Biſchof und die Notabeln ſprachen dem Gouverneur ihr Verkauf, den das Mainzer Warenhaus (Guggens
Bedauern über die Vorfälle aus. Einige armeniſche Leh= heim & Marx), Markt 7, auch in dieſem Jahre wiedem
* Braunſchweig, 30. Okt. Nachdem geſtern nach' rer ſind verhaftet worden. Die Behörden forderten die veranſtaltet und worauf hiermit hingewieſen wird. (2275m
mittag die Studentenſchaft der Techniſchen Armenier auf, innerhalb 48 Stunden alle Waffen abzu=
Hochſchule dem Regentenpaar Huldigungen liefern.
Dampfernachrichten.
durch eine Auffahrt der Chargierten in vollem Wichs dar=
* Caſablanca, 30. Okt. Eine Sturmflut und ein
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von demn
brachte, wobei der Rektor der Hochſchule Beckurts und Unwetter herrſchten in Rabat und in Caſablanca, Im
der Vorſitzende der Studentenſchaft Stud ing. Meher im letztgenannten Hafen ſind drei Schiffe zugrunde= Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraßen
Ballſaale des Schloſſes Anſprachen an den Her=gegangen. Die Beſatzungen wurden gerettet mit Aus=Nordamerika: „Eineinnatit 28. Okt. 2 Uhr nachm. Wll
zogregenten hielten, in welchem ſie ihren Dank für nahme von acht Mann, die mit einem griechiſchen Schiffe! Neu=York üder Madeira, Gibraltar und Neapel nachd
Genug. „Hamburg” 28. Okt. 11 Uhr morgens Voll
die der Hochſchule jederzeit bewieſene Förderung zum Aus= untergingen. Der Materialſchaden iſt bedeutend.
Boſton über Boulogne ſur Meer nach Hambulg
druck brachten, folgte abends die Huldigung der
HIB Frankfurt a. M., 30. Okt. Die Kriminalpolizei Moltke‟ 28. Okt. 11 Uhr morgens von Genug ühhrü
Bürgerſchaft auf dem großen Vorplatz vor dem
Schloß. Nach dem Vortrage zweier Chöre durch dieverhaftete zwei Einbrecher, die überführt ſind, Neapel nach Neu=York. „Preſident Lincoln”, von Ment
Sängerſchaft der nationalen Vereine hielt Stadtrat in der letzten Zeit etwa 20 Einbruchsdiebſtähle York kommend, 28. Okt. 3 Uhr 30 Min. nachm. Dapatn
Frankenberg eine Anſprache an das Regentenpaar, in wel= begangen zu haben. Es handelt ſich um zwei Brüder paſſiert. „Prinz Oskar”, von Philadelphia kommen
chen er den Dank der Braunſchweiger Bürgerſchaft für die namens Prott aus Bockenheim, die beide von Beruf Mau= 28. Okt. 6 Uhr 30 Min. abends in Hamburg.
jederzeit und auf allen Gebieten erwieſene Fürſorge aus= rer und in Vilbel geboren ſind. Ferner wurden der in judien, Mexiko: „Cprcovado” 27. Okt. von Tampil
ſprach. Er ſchloß mit einem dreifachen Hoch auf den Hausmehring geborene Hausburſche Bernhard Nieder= heimkehrend. „Grunewald” nach Mexiko, 28. Okt.
Herzogregenten und die Frau Herzogin, das in der den meier und ſeine Braut Klara Höhnig verhaftet, die ge= Havang. Mecklenburg” nach Weſtindien, 20.O
morgens Dover paſſiert. „Spreewald” 28. Okk. l
mächtigen Schloßvorhof dicht beſetzt haltenden Menge meinſam Manſardeneinbrüche ausführten.
Mailand, 30. Okt. Infolge eines dreitägigen St. Thomas. „Steigerwald”, von Mexiko und Havallt
brauſenden Widerhall fand. Ein Vortrag des
Weihe=
geſanges von Abt bildete den Abſchluß der impoſanten Regens haben große Ueberſchwemmungen in kommend, 28. Okt. mittags von Las Palmas. „Weſſem
Kundgebung. Darauf empfing das Regentenpaar im Norditalien bedeutenden Schaden angerichtet. Der Eiſen= wald” von Meriko kommend 28. Okt. 6 Uhr abelll
von Newport News. — Oſtaſien: „Aleſia” 26. Okt. Boſl
Schloſſe die Vorſtände der Vereine die an der Huldigung bahnverkehr iſt ſtellenweiſe eingeſtellt worden.
Paris, 30. Okt. Der heutige Miniſterrat hat Rangoon nach Suez. „Arabia” 29. Okt. in Kobe,a
teilgenommen hatten. Bei der Huldigung der
Stndenten=
ſchaft überreichte der Herzogregent der Hochſchule ſein auf Vorſchlag des Miniſterpräſidenten und Unterrichts= gehend. „Bayern” 28. Okt. 8 Uhr morgens
lebensgroßes Porträt, das ihn in der braunſchweigiſchen miniſters Barthou die Entſcheidung über die künf= Schanghai nach Hongkong. „Brisgavia” 28. Hkt.Uh
Generalsuniform mit rotem Mantel, der Amtstracht dertige Direktion der Großen Oper in Paris ge= morgens von Kobe nach Moii. „Emden” 28
troffen. Der am Ende des nächſten Jahres ablaufende 3 Uhr nachm. von Algier nach Port Said. „Goldelt
Profeſſoren, darſtellt.
Vertrag mit den Direktoren Meſſager und Brouſ=fels” 27. Okt. von Malta nach Port Said. „Jeanal
ſan wird nicht erneuert. Der neue Direktor der Großen 29. Okt. 3 Uhr 55 Min. morgens von Cuxhavennac
Oper wird Herr Jacques Rouché, der bisher Direktor Port Said. „Liberia” 27. Okt. 5 Uhr nachm.
Letzte Nachrichten.
des kleinen Theaters „Theätre des Arts” und Heraus= Penang nach Suez. O. J. D. Ahlers” 28. Of h
geber der Grande Revue war. Rouché iſt ſeit Jahren in 20 Min. von Rotterdam nach Hamburg. „Sambi
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Pariſer Künſtlerkreiſen als großer Kunſtliebhaber be= 28. Okt. in Schanghai, ausgehend. „Segovia” 28.
*
Berlin, 30. Okt. Der Bundesrat über= kannt. Als muſikaliſchen Mitarbeiter erhält Rouché den in Schanghai, ausgehend. „Südmark” 28. Ot
wies den Entwurf zu einer Bekanntmachung betref= bekannten Kapellmeiſter Camille Chevillard, der ſeit Schanghai, heimkehrend.
fend die von den Krankenkaſſen zu erteilenden Be= dem Tode ſeines Schwiegervaters Lamoureux die
ſcheinigungen an Wandergewerbetreibende, ferner den von dieſem begründeten Orcheſterkonzerte leitete.
— Paris, 30. Okt. Die ſomnambule Frau Eugenie
Entwurf betreffend Uberzangsbeſtimmungen zu der
Reichsverſicherungsordnung und betreffend Durchführung Lefevre ging in der letzten Nacht im Dämmerzuſtande
der hausgewerblichen Krankenverſicherung den zuſtändigen auf der ſchmalen Mauer des Daches ihres vierſtöckigen
Dankſagung.
Ausſchüſſen und beſchloß über die Beſetzung einer Reichs= Hauſes Als ſie von einer Nachbarin mit ihrem Namen
gerichtsſtelle und ſtimmte dem Entwurf der Ausführungs= angerufen wurde, ſtürzteſieab und war ſoforttot.
Für alle während dem Hinſcheiden m
beſtimmungen über die Gewährung von Beihilfen an
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Kriegsteilnehmer zu.
lieben Frau erwieſene Teilnahme ſage ich hie
* Berlin, 30. Okt. Im Hotel „Atlas” verſammelten
herzlichen Dank, insbeſondere Herrn Pfa
Sükte sch.
ſich heute vormittag eine Reihe von Intereſſenten der
Dingeldein für die troſtreiche Grabrede, ſo
eunschie
Kinobranche um der Gründung eines
Reichs=
den Herren Unterbeamten der Poſtämter 1 und
Kinoverbandes näher zu treten. Der neue Verband
M
für die ſchöne Kranzſpende und die zahlreic
ſoll eine gemeinſame Intereſſenvertretung der Lichtbild=
V
1
theaterbeſitzer der Filmfabrikanten und Filmverleiher er=
(22704
Beteiligung.
möglichen. Die Lichtſpieltheaterbeſitzer, welche bereits zu
ECARETTEN
einem Schutzverband zuſammengeſchloſſen, ſollen dem
Wilhelm Schwarz, Poſtſchaffner
Reichskinoverband gegenüber eine ablehnende Haltung
zeigen.
Darmſtadt, den 30. Oktober 1913.
* Göhrde, 30. Okt. Bei herrlichem Sonnenſchein
trafen der Kaiſer und ſeine Jagdgäſte heute
vor=
mittag 11½ Uhr in Göhrde ein und fuhren in
Auto=
mobilen nach dem Jagdſchloß. Der Kaiſer fuhe mit dem
((ane
Gererer eree e
Erzherzog Franz Ferdinand. Im Schloſſe
er=
warteten der Oberjägermeiſter Freiherr von Heintze und
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
2
ie
Landrat Rehſeld den Kaiſer und die Jagdgäſte unter
Freitag, den 31. Oktober:
denen ſich die Prinzen Eitel Friedrich, Oskar und Joachim
Vorabendgottesdienſt 5 Uhr.
Seheete hee. ge
(85
ſowie der Reichskanzler befinden. Im Schloſſe ſand ein
Samstag, den 1. November=
Frühſtück ſtatt, nach welchem der Kaiſer und ſeine Gäſte
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min.
in das Zienitzer Revier fuhren zum erſten Jagen auf
Sabattausgang 5 Uhr 50 Min.
Sauen.
* Metz, 30. Okt. Der Kompagniechef der zweiten Kom= I.22711)
Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen Religin
pagnie des hieſigen Fliegerbataillons Hauptmann
geſellſchaft.
Hildebrand ſtürzte laut Metzer Zeitung ſounglück=Kinder, das iſt nicht mehr zu ertragen!
Samstag, den 1. November:
lich vom Pferde daß ſofort der Tod eintrat
Allemal, wenn ich Ruhe haben und arbeiten will, geht Vorabend 4 Uhr 35 Min. Morgens 8 Uhr. Nachmittag
Leipzig, 30. Okt. Der ſächſiſche Landesdienſt iſt von das Huſtenkonzert los, und es ſchneidet einem ins
4 Uhr. Sabattausgang 5 Uhr 50 Min.
zuſtändiger Seite zu der Erklärung ermächtigt daß die
Herz, wie die armen Dinger ſich quälen. Morgen früh Wochengottesdienſt von Sonntag, den 2. November, a
Blättermeldung, Oberbürgermeiſter Dittrich=Leipzig
kaufe ich Fays ächte Sodener Mineral=Paſtillen, und Morgens 6 Uhr 30 Min. Nachmittags 4 Uhr. 45
habe den Kronenorden zweiter Klaſſe zurückge=die werden mir regelmäßig genommen — mit dem
wieſen, den Tatſachen widerſpricht.
Huſten werden wir dann bald fertig ſein. Die paar
* Hamburg, 30. Okt. Auf der Elbe ſtieß heute mor=
Amtlicher Wetterbericht.
Pfennige kommen gegenüber der Wirkung gar nicht in
gen bei Entenwärder im Nebel ein Schleppdampfer Betracht. Die Schachtel koſtet ja nur 85 Pfg. und iſt
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
mit einem Oberländerkahn zuſammen. Hüberall zu haben. Beſondere Kennzeichen: Der Name
Das weſtliche Tiefdruckgebiet hat ſich nordwärts
Fünf Perſonen ertranken.
„Fay” u. weißer Kontrollſtreifen mit amtlicher
Beſcheinig=
lagert und liegt mit ſeinem Kern nördlich von Irland.
* Neuſtrelitz, 30. Okt. Wie die Landeszeitung von ung des Bürgermeiſter=Amtes Bad Soden a. T. (I,21431 der Grenze zwiſchen hohem und tiefem Druck hatten i
zuſtändiger Seite erfährt, ſuchte der Strelitzer Staats=
Miteſſer, Lickel, Sommerſproſſen.geſtern vielſach heiteres, trockenes, ſehr mildes Weiler Mlh
miniſter Boſſart nach den beendeten Verhandlungen Flechten Aerzte empfehlen Dr. Kuhns nächtlicher Abkühlung und Nebelbildung. Ueber demRelles
über die Verfaſſungsfrage ſeine Entlaſſung nach.
Glyzerin=Schwefel=Milch=Seife, 80 u. 50, Crème land ſteigt der Luftdruck; es wird morgen keine weſentliche
* Geeſtemünde, 30. Okt. Die Nieter der Werſt
—. F. Kuhn, Kr.=Prf., Nürnberg. Hier: Grod= Aenderung des Wetters zu erwarten ſein.
Tecklenborg haben die Arbeit wieder aufgenom= haus, Seifenf. a. w. Turm u. i. Apoth., Drog. u. Parf. (V,9198
Vorausſichtliche Witterung in Heſſen am Freitac,
men. Der Streik iſt beendet.
31. Oktober: Wolkig, keine erheblichen Niederſchläge; mild,t
* Wien, 30. Okt. Die Regierung brachte im
Abge=
ſüdweſtliche bis weſtliche Winde.
ordnetenhauſe eine neue Wehrvorlage
ein, die die bereits angekündigte Erhöhung der Rekru=
Spz.
ten=Kontingente enthält, die auf die nächſten fünf Jahre
Freitag, 31. Oktober.
verteilt werden. Die Steigerung des Rekrutenkontingents1 Porusprocher
Gegründet
S
in Oeſterreich beträgt für die geſamte Wehrmacht und
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende gegenn
987.
1878.
Landwehr zuſammen für das Jahr 1914 7792 Mann, für
10½ Uhr (Ab. D): „Die Boheme
das Jahr 1915 4472, für das Jahr 1916 4233, für das
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Jahr 1917 383 und für das Jahr 1918 480 Mann.
CMd. 1 e
Enthüllung des Liebig=Denkmals auf dem Luiſens
Der Finanzminiſter Ritter von Zaleski
platz.
wurde tarfrei in den Grafenſtand erhoben.
2 Peſt, 30. Okt. Infolge der Verlegung des
Druck und Verlagt z. 6. Pilichſte Zeſenhernctick
Beerdigundsgeschäft
Beginnes des Finanzjahres vom 1. Januar
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuiletong
auf den 1. Juli legte der Finanzminiſter ſtatt des Staats=
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigenn
haushaltungsgeſetzentwurfes den Entwurf eines
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streſen
Gg. Best
Ermächtigungsgeſetzes vor, aufgrund deſſen der
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungeng
Staatshaushalt im Rahmen des vorjährigen
Voran=
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.1
Darmstadt, Bismarckstrasse 21.
ſchlages mit gewiſſen Aenderungen weiterzuführen iſt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſindd
Dies Indemnitätsgeſetz ermächtigt den Finanzminiſter,
Beerdigungen Aufbahrungen Dekorationen
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige;
eine Rentenanleihe von 250 Millionen Kronen zur Deck=
(1974a Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werdem
und Ueberführungen.
ung der einmaligen außerordentlichen Ausgaben der
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſtriptewerden nichtg
Armeereform zu Inveſtitionen aufzunehmen, falls dies
Reichhaltiges Sarglager. — Müssige Preis..
zurückgeſandt.
Mirne
Men,
rts 84
Musw
Nitt.
Nummer 261.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 31. Oktober 1913.
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Kurſe vom 30. Oktober 1913.
29/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 52,00 3½ Frankf. Hypoth.=Bank
3½ Offenbach . . . . . .
7 Schuckert, Nürnberg . . 148,10
3 Raab=Oedenburg . . . 76,00
S. 19 . . . . . . 84,304 Wiesbaden . . . . . . —
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
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-
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
3½ do.
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S. 15—19, 21—26 93.504 Worms . . . . . . . . 94,00
5 Agentinier . . . . . . . 96,40 10 Deutſch. Ueberſee Electr. 163,60 4½ Moskau=Kaſan . .
do.
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,00 3½
85,40
Staatspapiere.
25 Gummi Peter . . . . 75,80 4
do.
do.
do
84,90
84,004 Liſſabonner v. 1888 . 74,30
Dieſche. Reichsſchatzanw. 98,90 4
Deutſche Reichsanl. . 84,904½ Chile Gold=Anleihe. 88,3030 Adler=Fahrradwerke
4 Wladichawchas . . . . 85,80
Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,20
Verzinsliche
Kleyer. . . . . . . 380,50 4 Rjäſan Koslow . . . .
76,105 Chineſ. Staatsanleihe. 96,30
3½
84,20
do.
Anlehensloſe.
89.9012 Maſchinenf. Badenia 135,00 3 Portugieſ. Eiſenb.: . . 70,00 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
98,7014½
do.
Wreuß. Schatzanweiſg.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 178,10
16 Wittener Stahlröhren 122,25
S. 12, 13, 16 . . .
do.
do. Conſols . . . 84,904½ Japaner . . . . .
1½
89,40
96,60 3½ Cöln=Mindner 100 139,25
Steana Romana Petr. 145,00
24/10 Livorneſer . . . . . 67,20
S. 14, 15, 17, 24/26
do.
do.
Holl. Komm. . fl. 100
76,205 Innere Mexikaner . . . 75,2015 Zellſtoff Waldhof . . 210,60 3 Salonique=Monaſtir. . 62,10
do.
a d. Staatsanleihe . . 97,703
18—23 . . . . . . . . 96,60 3 Madrider . . Fs. 100 —
49,0012½ Bad. Zucker=Wag=
4 Bagdadbahn . . . . . . 79,901 3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
91,30 4 Gold=Mexikanerv. 1904 76,50
do.
4 Meininger Pr.=
Pfand=
häuſel . . . .
200,00 4½ Anatoliſche Eiſenb. . 91,90
5 Gold=Mexikaner . .
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 84,20
do.
briefe . . . . .
.. . 137,80
10 Neue Boden=A.A.=Geſ. 85,50 4 Miſſouri=Pacific . . . 88,30
S. 3—5 . . . . . . . 84,00
4. Oeſterr. 1860er Loſe . 177,50
Wayr, Eiſenbahnanleihe 99,00 13½ Buenos Aires Prov. 65,80 3 Südd. Immobilien . 54,00 4 Northern=Pacific . . . 94,70
S. 9—11 . . . .
83,80 Aktien inländiſcher
do.
84,103 Oldenburger . . .
127,50
4 Southern=Pacific . . . 89,80 4 Meininger Hyp.=Bank 95.00
74,80 Transportanſtalten.
do.
Bergwerks=Aktien.
2½ Raab=Grazer fl. 150 112,75
5 St. Louis und San
3½
do.
Darmburger Staatsanl. 97,608 Hamb.=Amerika=Paket=
84,00
Unverzinsliche
4 Rhein. Hypothek.=Bank
Francisco . . . . . —
Aeſſſ. Staatsanleihe . . 98,00
fahrt . .
.. . . 136,90 10 Aumetz=Friede . . . . 163,75 5 Tehuantepee . . . . . . —
Anlehensloſe.
(unk. 1917) . . 93
..120½12 Bochumer Bergb. u.
Ko. do. (unk. 1918) 96,40 3 Nordd. Lloyd
Augsburger . . . . . fl. 7
3½ do. (unk. 1914).
(682
Gußſt. . . . . . . 207,75
83,706 Südd. Eiſenb.=Geſell. . 120,50
do.
Bank=Aktien.
Braunſchweiger Tlr. 20 —
73,30
11 Deutſch=Luxemburg..
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,70 Freiburger . . . . Fs. 15 —
10 Bank für elektriſche
Aktien ausländiſcher
do.
3½
Püchſiſche Rente.
Bergb. . . . . . . 136,25
Untern. Zürich ..
76,40 Transportanſtalten.
65,70 Mailänder . . . . Fs. 45 —
183,60
10 Gelſenkirchener . . . . 174,00 8½ Bergiſch=Märkiſche
Warttemb. (unk. 1921) 98,005 Anatol. Eiſenb. 60%
do. . . . . Fs. 10 40,50
Städte=
do. v. 1875 92,50
7 Harpener . . . . . . . 176,00
Bank
Meininger . . . . . fl. 7
Einz. Mk. 408 . .
Obligationen.
.142,10
15 Phönix Bergb. und
lllgaren=Tabak=Anl. 96,758 Baltimore und Ohio . 95,00
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 579,00
9 Berlin. Handelsgeſ. .. 161,50
Darmſtadt . . . . . . 94,60
v. 1858 fl. 100 505,00
do.
Hüttenbetrieb . . . 251,00 6½ Darmſtädter Bank. 116,001 3½ do.
Briechen v. 1887. . . 54,00 6 Schantungbahn . . . . 121,00 0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Etuliener Rente . . . .
Ungar. Staats . . fl. 100 408,60
6½ Luxemb. Prince Henri —
12½ Deutſche Bank. .. 247,50
Frankfurt. . . . . . . 96,30 Venediger . . . . Fs. 30 62,00
Caro . . . . . . .
Oeſterr. Silberrente 84,500 Heſt. Südbahn (Lomb.) 23,25
6 Deutſche Vereinsbank
Laurahütte . . . . . . 150¾ 5½ Deutſche Effekt.= und 117,00 3½ do.
4 Gießen . . . . . . . . 94,50 Türkiſche . . . . Fs. 400 162,20
do. Goldrente . . . 88,606 Pennſylvania R. R. . 108,00 10 Kaliwerke Aſchersleben 140,30
ho. einheitl. Rente . 80,80
W.=Bank . . .
Gold, Silber und
111,80 3½ do.
ortug. unif. Serie I 61,40 Letzte Induſtrie=
10
Weſteregeln 186,80 10 Diskonto=Kommandit 193,50
Banknoten.
Heidelberg . . . . . . —
Aktien.
de. unif. Serie III 64,10 Divid.
5 South Weſt Africa 113½ 8½ Dresdener Bank
85,00 Engl. Sovereigns . . . . 20,44
d.
149,10 3½
tw. Spezial . . . . 9,801 3 Brauerei Werger. . . 65,00
8½ Frankf. Hypoth.=B. 207,50 4 Karlsruhe . . . . . . . 95,00 20 Francs=Stücke . . . . 16,17
Prioritäts=
unnänier v. 1903 . . 98,60 25 Bad. Anilin=u. Soda=
6½ Mitteld. Kreditbank 113,803½
85,70 Amerikaniſche Noten . . . 4,20½
do.
Obligationen.
Fabrik .
do.
v. 1890 . . 92,50
7 Nationalb. f. Deutſchl.
Engliſche Noten . . . . . 20,44
Magdeburg . . . . . .
:559,50 3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. —
tw.
v. 1905 . . 86,3014 Chem. Fabrik Gries=
5½ Pfälziſche Bank. . . 117,50
Mainz . . . . . . . . — Franzöſiſche Noten . . . . 81,00
122,204
ufſen v. 1880 . . . . 87,80
heim . . . . . . . 236,094½ Nordd. Lloyd=Obl. — 6.48 Reichsbank . . . .. 138,2013½
do.
Holländiſche Noten . . . . 168,80
4 Eliſabethbahn, freie . . —
be. v. 1902 . . . . 89,6027 Farbwerke Höchſt. . . 598,00
7 Rhein. Kreditbank . . .
7½ A. Schaaffhauſen. 126,90 4 Mannheim . . . . . . 94,50 Italieniſche Noten . . . . 80,35
4 Franz=Joſefs=Bahn . . —
dw. v. 1905 . . . . 99,60 20 Verein chem. Fabriken
3½ do.
86,00 Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,80
Mannheim . . . . 329,70 3 Prag=Duxer . . . . . . 71,30
Schweden . . . .
Bankverein . . .
100,00 7½ Wiener Bankverein 106,3014 München . . . . . . . 97.50 Ruſſiſche Noten . . . . .
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131,80)3½ Nauheim . . . . . . 2
Schweizer Noten . . . . . 80,70
ürsk. Admin. v. 1903 79,00132 Ehem. Werke Albert 431,00 4 Oeſterr. Staatsbahn . 89,25
Pfandbriefe.
Nürnberg . . . . . .. 96,80
do.
3
75,25
ür=k. unifiz. v. 1903 87,50 12½ Holzverkohl. Kon=
3½ do.
Reichsbank=Diskonto . .
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 96.8914 Frankf. Hypoth.=Bank
5½
84,20
Ungzar. Goldrente . . . 82,90
ſtanz . . . . . . . 292,50
S. 16 u. 17 . . . 9a.3014 Offenbach . . . . . .
Reichsbank=Lombard Zsf. 6½%
b. Staatsrente „ ℳ 81,1014 Lahmeyer . . . . . . . 11900 4 Oeſt. Südb. (Lomb.). .
72,50
Seite 9.
Seite 10.
Nummer 261,
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 31. Oktober 1913.
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Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 31. Oktober 1913.
Epülung
des Waſſerrohrnetzes.
In der Zeit von Samstag, den 1. November, bis Donnerstag, den 13. November I. J.
vird das ſtädtiſche Waſſerrohrnetz geſpült.
Dabei läßt ſich eine Trübung des Leitungswaſſers nicht vermeiden, auch muß abteilungsweiſe in den gemäß nachſtehender
abelle betroffenen Straßen die Waſſerlieferung von abends 10 Uhr bis morgens 5 Uhr unterbrochen werden. Den Waſſerabnehmern wird
ſeshalb empfohlen, ſich rechtzeitig vorher mit Waſſer zu verſorgen.
Bei den Druckrohrſpülungen wird die Waſſerlieferung nur vermindert.
Spülplan.
Hauptdruckrohr I Samstag, den 1. November
Abteilung A
Montag, den 3. November
Abteilung B
Mittwoch, den 5. November
von abends 10 Uhr ab
Abteilung C
Samstag, den 8. November
Abteilung D
Montag,
den 10. November
Abteilung E
Mittwoch, den 12. November
Hauptdruckrohr II Donnerstag, den 13. November von nachmittags 4 Uhr ab
Aus dem nachſtehenden alphabetiſch geordneten Straßenverzeichnis iſt zu erkennen, zu welcher Spülabteilung (A-E) die
in zelnen Straßen oder ihre Teile gehören.
Dabei iſt zu bemerken, daß Eckhäuſer öfters zu einer andern Spülabteilung gehören als die Straße, zu der ſie zählen.
Einige Straßen müſſen teilweiſe an zwei Spülabenden ohne Waſſer bleiben, nämlich die Frankfurterſtraße, Heidelbergerſtraße,
u dwigshöhſtraße und Wilhelminenſtraße, was aus dem Verzeichnis zu erſehen iſt.
Straßen=Verzeichnis.
Namen
Abt.
Namen
Abt.
Namen
Abt.
Abt.
Namen
dolf=Spießſtraße .
CFriedrichsſtraße
AKiesſtraße Haus Nr. 2 .
B Prinz Chriſtians=Weg,
ausge=
aſtraße
EFuchsſtraße zwiſchen Bleich= u.
Kirchſtraße .
nommen Haus Nr. 2 und 4 D
. B
, ,
lexanderſtraße Haus Nr. 17½
Bismarckſtraße.
AKirſchenallee
. . . . . B Prinz Chriſtians=Weg Haus
19, 21, 23 und 25
CFuchsſtraße zwiſchen Bismarck=
Klappacher=Straße
Nr. 2 und 4
. . . . D
exanderſtraße Haus Nr. 22
und Lagerhausſtraße . . . B Kranichſteiner=Straße . . . . D Großh. Reſibenzſchloß.
6
Infanterie=Kaſerne)
DFuhrmannsſtraße . . . . . D Lagerhausſtraße .
. B1 Rheinſtraße, ausgenommen
lexanderſtraße (Die andern
Gardiſtenſtraße . . . . . . D Landgraf=Georgs=Straße .
Haus Nr. 2, 4, 6 und 8
Häuſer ſind an das Haupt=
Gartenſtraße . . . . . . . A Landgraf=Philipps=Anlage . . A Rheinſtraße Haus Nr. 2, 4, 6 u. 8 B
druckrohr I angeſchloſſen.) .
Im Geißenſee . . . . . . .
Landskronſtraße .
ERhönring, ausgenomm. Haus
lexandraweg
. . . . I
Geiſtberg . . . . .. . . Landwehrſtraße, ausgenommen
Nr. 1
,
ceſtraße . . . . . . . . BGeorgenſtraße . . . . . . .A
Haus Nr. 1 und 2
BRhönring Haus Nr. 1 . . . B
ee
BGervinusſtraße . . . . . .
Landwehrſtraße, Haus Nr. 1
Riedeſelſtraße . . . . . . . A.
n naſtraße zwiſchen Karls= und
Goetheſtraße
. . . „
Riedlingerſtraße . . . . . .
und 2 . . . . . .
,,
Wilhelminenſtraße
D Gräfenhäuſer Weg . . . . . B Langegaſſe . . . . . . . .
Riegerplatz
,, , „
nnaſtraße zwiſchen Wilhelmi=
Grafenſtraße.
,
ALauteſchlägerſtraße . . . . . D Aeußere Ringſtraße. . . . . D
ren= und Artillerieſtraße . . EGriesheimer Weg . . . . . B Lichtenbergſtraße . . . . . . D Roquetteweg . . . . . . .
ſtheilgerſtraße
Groß=Gerauer Weg
.. . . . L
Liebfrauenſtraße .
. . D Roßdörferſtraße . . . . .
8
rillerieſtraße . . . . . . EGrüner Weg zwiſchen Kies= u.
Obere Liebfrauenſtraße . . .
Rößlerſtraße . . .. . . . . B
Bachgang
. . . . . B) Heinrichsſtraße
BRückertſtraße
C Liebigſtraße. .
, , ,„ „
. . . . . D
hroße Bachgaſſe . . . . .
C Grüner Weg zwiſch. Heinrichs=
Lindenhofſtraße . . . . . . C Rundeturmſtraße . . . .
le ine Bachgaſſe
C und Schießhausſtraße . . . D Löffelgaſſe . . . . . . . .
Ruthsſtraße
Jahnhofsplatz (Alter Haupt=
Gutenbergſtraße . .
DLucasweg
D Saalbauſtraße zwiſchen
Rhein=
bahnhof)
AHeidelbergerſtratze Haus Nr. 1
Ludwigshöhſtraße, ausgenom=
und Heinrichsſtraße .
ſahnhofsplatz (Neuer
Haupt=
bis 17½ ſowie 19, 21, 23 u. 25
men Haus Nr. 11, 13, 31 u. 55 D Saalbauſtraße zwiſchen Hein=
B
kahnhof) .
(wird 2 mal geſpült)
ALudwigshöhſtraße (wird
noch=
richs= und Annaſtraße . .
Ei
ſallonplatz Haus Nr. 1, 3, 9,
Heidelbergerſtraße Haus Nr. 1
mals ganz geſpült) . . . . E Sackgaſſe
„,
10 und 11
D bis Nr. 177
,
Sandbergſtraße
. . . . E Ludwigsplatz
. . . . . . B
allonplatz Haus Nr. 4 .
CHeidenreichſtraße . . . . . .
B1 Sandſtraße zwiſchen Steinſtr.
Ludwigsſtraße
ſalllonplatz (Die andern Häuſer
Heinheimerſtraße.
DLouiſenplatz Haus Nr. 1 bis 5 A.
B
und Wilhelminenplatz
ſnd an das Hauptdruckrohr I
Heinrichsſtraße zwiſchen
Heidel=
dgl. Haus Nr. 6 und 7
8Sandſtraße zwiſchen
Wilhelmi=
ngeſchloſſen.) . .
, „ „
berger= u. Wilhelminenſtraße ALouiſenſtraße zwiſch.
Bismarck=
nenplatz und Haus Nr. 42 A
eckerſtraße . . .
. DHeinrichsſtraße zwiſchen Wil=
ASchießhausſtraße
und Rheinſtraße .
.. . . L
eckſtraße, ausgenommen Haus
helminen= und Karlsſtraße . Bl Louiſenſtraße zwiſchen Rhein=
Schillerplatz
.. . . . O
Kr. 89 und 91
CHeinrichsſtraße zwiſchen Karls=
B Schloßgarten
und Eliſabethenſtraße . .
. „ , , ,
bickſtraße Haus Nr. 89 und 91 D und Heidenreichſtraße ohne
D Schloßgartenplatz
Magdalenenſtraße .
. . . . 1
ßiſungerſtraße Haus Nr. 2 bis
Haus Nr. 63, 69 und 136 . C Marienplatz (Dragonerkaſerne) A Schloßgartenſtraße . . . . .
jedoch ohne Nr. 1 u. 33 D Heinrichsſtraße Hausnummer
Schloßgaſſe .
Marktplatz Haus Nr. 1 bis 7 B
.. .. C
eſungerſtraße Haus Nr. 1 u.
63, 69 und 136 .
dgl. Haus Nr. 8 bis 12 . . . C Schloßgraben . . . . . . .
2 „ I
33, ſowie Haus Nr. 61—140 El Heinrichwingertsweg . . . . D Marktſtraße.
Schuchardſtraße
. . . . . B
. , „
eſſunger=Weg (Artill.=Kaſerne) EHelfmannſtraße . . . . . . B Martinspfad
Schuknechtſtraße . . . . . . D
..7. ..
ſit marckſtraße, ausgenommen
. . . D Schulſtraße .
Herderſtraße . . . . . . . D Martinsſtraße. .
. , .„ „
Haus Nr. 59
A Herdweg.
. D Schulzengaſſe . . . . . . .
C
,.,„
Mathildenhöheweg . . .
K marckſtraße Haus Nr. 59 . B1 Hermannsſtraße . . . . . . E Mathildenplatz
d
. . . A Schuſtergaſſe . . . . . . .
Aächſtraße
D
Schützenſtraße .
. . . . . B
. . . A
Herrngartenſtraße . . . . . D Mathildenſtraße . . . . . .
Au menthalſtraße . . . . .
Hinkelsgaſſe .
... . D Schwanenſtraße . . . . . . D
.. . . CMauerſtraße .
rundgaſſe
D Seekatzſtraße
. . . CHobrechtſtraße . . . . . . . D Mollerſtraße
..„ „
r Breitwieſenberg . . . . D Hochſchulſtraße
Seeſtraße .
. . . . . . 5
Moosbergſtraße zwiſch. Goethe=
Fuchwieſenſtraße . . . . . D Hochſtraße Haus Nr. 2 bis 37 C
D Seitersweg . . . . . . . . D
und Ludwigshöhſtraße
Fruſtſtraße .
. . . . . D desgl. zwiſch. Heinrichsſtraße
Moosbergſtraße zwiſchen Lud=
Soderſtraße . . . . . . . . C
Aennensſtraße . . . . . . D
und Herdweg ohne Nr. 37 . D
wigshöh= und Heidelberger=
Speſſartring . . . . . . . D
Barmſtraße
Hoffmannſtraße zwiſchen Nied.=
.. . . . E
. . . E Stadtallee
Straße .
,,
Reburgerſtraße Haus Nr. 18
Ramſtädter= u. Heinrichſtraße C Moſerſtraße.
Steinackerſtraße . . . . . . D
bis 255 .
DHoffmannſtraße zwiſchen Hein=
Steinſtraße . . . . . . . . B
ausgenommen
Mühlſtraße,
ſſieburgerſtraße (Die andern
richs= und Hobrechtſtraße . . D
B Stiftsſtraße . . . . . . . . C
Haus Nr. 12, 32 und 78 .
H äuſer ſind an das Haupt=
Hofgartenſtraße .
Stirnweg
B
. . . E Mühlſtraße Haus Nr. 12, 32
,,,,„
dauckrohr I angeſchloſſen.)
ClTannenſtraße .
A und 78
, . . .
Hofſtallſtraße .
„
ſöngesborngaſſe
Hoftheaterplatz Haus Nr. 1 u. 2 D Müllerſtraße . . . . . . . DTaunusſtraße
„ ,
. . . „ ,
onnersbergring . . . . . Edesgl. das Haus Nr. 3 (Großh.
Neckarſtraße . . . . . . . ATeichhausſtraße . . . . . .
Hoftheater) iſt an das
Haupt=
lornheimer=Weg
Viktoriaplatz
, , „
Neugaſſe.
„,.,„
., „ „
5.
druckrohr I angeſchloſſen). .
Niebergallweg . .
rfibrunnenſtraße . . . . .
Viktoriaſtraße . . . . . . . B
Nieder=Ramſtädter=Straße zwi=
Hohler=Weg. . .
Waldſtraße . . . . . . . .
chardſtraße . . . . . .
nichobergſtraße
EHölgesſtraße
Weinbergſtraße . . . . . .
ſchen Karls= und Hochſtraße
linabethenſtraße zwiſchen Lud=
(ohne Hirſchapotheke)
B Weiterſtädter=Weg .
Holzhofallee Haus Nr. 11, 13, 25
. . . B
Wenckſtraße
B Nieder=Ramſtädter=Straße zwi=
und 30.
wigsplatz u. Wilhelminenſtr. B
Wendelſtadtſtraße,
ausgenom=
ſchen Hochſtraße u.
Heinrichs=
icabethenſtraße zwiſchen Wil=
Holzhofallee Haus Nr. 1, 2, 10
men Haus Nr. 1.
B
E
und 32.
ſtraße (mit Hirſchapotheke)
helminenſtraße u. Landgraf
Wendelſtadtſtr. Haus Nr. 1 . A
AHolzhofallee Haus Nr. 8. . . A. Nieder=Ramſtädter=Straße zwi=
Ahilipps=Anlage
C
in lsſtraße zwiſchen Moller= u.
Holzſtraße
ſchen Heinrichsſtr. u. Böllen=
Weyprechtſtraße . . . .
. A
„
falltor
C
DWienersſtraße . . . . . . .
Krankfurterſtraße .
DHügelſtraße zwiſch. Karlsſtraße
,,,„
BNiederſtraße
und Wilhelminenplatz .
A
n lsſtraße zwiſchen Frank=
. . . . . . E Wieſenſtraße .
furter und Liebigſtraße
B Hügelſtraße zw. Wilhelminen=
Wilhelminenplatz Haus Nr. 1,
Neue Niederſtraße . . . . . E
platz und Landgraf=Philipps=
A
tbacherſtraße ausgenommen
Nikolaiweg . . . . . . . . D 2, 4 und 7
Haaus Nr. 50
Obergaſſe
Wilhelminenplatz Haus Nr. 8
C) Anlage . . .
,, , „
B
bis 18
ſtbacherſtraße Haus Nr. 50 . I
Große Ochſengaſſe . . . . . C
Inſelſtraße . . . . . . . .
Erlenberg
BKleine Ochſengaſſe . . . . . CWilhelminenſtr. zwiſchen Bis=
.. . . D Ireneſtraße.
. . „ . .
lnſ t=Ludwigsplatz . . . . .
Ohlyſtraße . . . . . . . . D marck= u. Heinrichsſtraße .
B Neue Ireneſtraße . . .
A
,
nſ t=Ludwigsſtraße . . . .
. . . . . B Olbrichweg . . . . . . . . D Wilhelminenſtr. zwiſch. Hein=
BKahlertſtraße .
richs= u. Karlsſtraße. (Wird
Kapelſtraße.
ſchvollbrückerſtraße . . . . . F
.. . . BOrangerieallee . . . . . . . D
2mal geſpült.)
. . D u. E
Große Kaplaneigaſſe . . . .
bergſtraße . . . . . .
Orangerieſtraße . . . . . .
C Wilhelmsplatz
CPädagogſtraße
EKleine Kaplaneigaſſe .
flüngſtraße . . . . . . .
, ., „
jetelerweg .
Wilhelmsſtraße
Pallaswieſenſtraße zwiſch. Mol=
Karlsſtraße zwiſchen Schul=und
. . . . E
,,, „ „
hr tmeiſterplatz . . . . . .
ler= und Frankfurter=Straße D Wingertsbergſtraße . . . .
Heinrichsſtraße:
r tmeiſterſtraße
. . . . E
Wingertsgäßchen
Pallaswieſenſtraße zwiſchen
Karlsſtraße zwiſchen Heinrichs=
.. . F
B
arnkenſteinſtraße
Wittmannſtraße .
D1 Frankfurter=Straße uud Kir=
, „
und Hermannsſtraße . .
kamkfurterſtraße zwiſchen
Bis=
ſchenallee
. B Woogsplatz . . . . .
Kaſinoſtraße
„ , , „ „
naarck= und Kahlertſtraße
Kaſtanienallee . . . . . . . D Pankratiusſtraße . . . . . . D Woogsſtraße . .
. . A
w ird 2mal geſpült)
Zeughausſtraße . .
Paradeplatz.
AKaupſtraße . .
,.,.„ 2
. . . . . I
. . . A
jankfurterſtraße zwiſchen Bis=
Zimmerſtraße . . .
Kiesbergſtraße . .
EParkusſtraße . . . . .
narckſtraße und Arheilger
Paulusplatz:
.,
Kiesſtraße, ausgenommen Haus
Hrenze .
B Nr. 2
. . . C Pfründnerhausſtraße . . . . D
(22708ff
Darmſtadt, den 29. Oktober 1913.
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung
Rudolph.
Bebhuhnfarb. Italiener, 1912er u.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
R 1913er, 1,10 gelbe Orpington,
Dobermann-Welpe
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
her Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=1 höchſtpräm. Eltern, la Stammb., 1913er, 1,1 Japaneſer, 1912er, bill.
deen ſich: 1 deutſcher Schäferhund, 1 Pinſcher (zugelaufen). Die umzugsh. billig zu verk. (*13425 abz. Schröder, Karlſtr. 27 (*13461
Teichhausſtr. 34, part.
ehr ſchöner Zwergrehpinſcher,
unde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
ausge=
ſchw. m. br., 10 Monate alt, kl.
jg. Dobermänner. ff., bill abzug.
ſt ewerden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
(2272514 13294dfs) Gr. Bachgaſſe 12. Raſſe, zu verk. Parkusstr. 9, I. (*13335df
irt elbſt jeden Werktag, vorm. 10 Uhr, ſtatt.
5
A
Seite 11.
Bekanntmachung.
In dem Konkursverfahren über
das Vermögen des Heinrich
Kir=
cher, Inhabers der Firma Franz
Kircher in Darmſtadt, iſt an Stelle
des erkrankten Verwalters Ernſt
Wolff der Gerichtsvollzieher i. P.
Philipp Reibſtein in Darmſtadt
zum Konkursverwalter ernannt
worden.
(22732
Darmſtadt, 24. Oktober 1913.
Großh. Amtsgericht I.
Aufforderung.
Am 15. Auguſt 1913 verſtarb die
ledige Lehrerin Fräulein Sophie
Steinheimer. Sollten noch
Gläu=
biger vorhanden ſein, die ihre
For=
derungen noch nicht geltend gemacht
haben, ſo fordere ich dieſelben
hier=
mit auf zur Anmeldung binnen 14
Tagen. Ebenſo bitte ich
allen=
fallſige Schuldner, Rückſtände it
derſelb. Zeit ordnen zu wollen. (*1540s
Der Nachlaßpfleger=
Joh. Ludw. Stein, Soderſtr. 114, III.
Ich warne
hiermit jedermann, meiner Frau
etwas zu leihen od. zu borgen, da
ich für nichts hafte.
(*13411
Peter Schellhaas, Bahnwärter,
Weiterſtadt.
Ahschlag!
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Bismarckher. 2 St.15 ₰
Bratheringe Stück 9 ₰
Rollmops u.
Bismarck-
heringe 4=Lit.=D. 2.10
Bratheringe
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Sardinen 4=Lit.=D. 2.00
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geg. Nachnahme Beſ. A. Grigu
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Nummer 261.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 31. Oktober 1913.
Seite 12.
En
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Nach dem berühmten Roman von Jules Mary.
Spieldauer über 2 Stunden. — Täglich 3 Vorführungen, 3½, 6 und abends 9 Uhr. Zu den
Abend-
vorführungen sind sämtliche Plätze numeriert. — Vorverkauf ab 2½ Uhr an der Tageskasse. — Sonntags
Anfang 3 Uhr. — Vorführung ununterbrochen. — Man versäume nicht, sich dieses Glanzstück, welches
Menschen unter Menschen gleichkommt, anzusehen.
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Mug.
Numme
[ ← ][ ][ → ] Nummer 261.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 31. Oktober 1913.
Seite 15.
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Irma rekelte ſich auch in ihre Ecke, ſchloß mechaniſch Rauſch des ſchönen Idylls und dann die Verlobung und
Frau Melodie.
die Augen und begann ihren haſtenden Gedanken Audienz der Beſuch bei den Eltern und plötzlich ſchien ihr der
Höhe=
zu geben. Dabei ſtieg ein Gefühl ehrlicher Dankbarkeit für punkt überſchritten, irgend wer ließ ſie das inſtinktiv füh=
Roman von Carl Conte Scapinelli.
dieſen eleganten und aufmerkſamen Herrn Bergauer in len, und ſie floh, floh vor Angſt, ein heißes, loderndes
(Nachdruck verbote i.)
Darf ich Ihnen eine Karte beſorgen — nach Arad ihr auf; wenigſtens war irgendein Menſch um ſie, den ſie Feuer plölich verglimmen ſehen zu müſſen, ein ſeltenes
kannte, wen auch nur flüchtig kannte.
Glück in den behaglichen Alltag gewandelt zu ſehen.
e= oder zweiter Klaſſe?
Sie grollte jetzt plötzlich nicht mehr ſich ſelbſt ob des
Das Irelichtlein hatte Joſef ſie gern genannt und ſie
Irma wollte dritter Klaſſe ſagen, aber das ging nicht.
raſchen Entſchluſſes, abzureiſen, ſondern Joſef, der ſie mit der Hauptfigur ſeiner Operette „Der Irrwiſch”
ver=
rief ſie wenigſtens: Zweiter Klaſſe, bitte!
glichen, die, in Liebe zu einem warmblütigen Menſchen=
Und er brachte es ihr, und ſie kramte in ihrem Porte= nicht mit allen Mitteln zurückgehalten.
Wie ein raſcher ſchöner Traum erſchienen Irma die ſohn entbrannt, ſelbſt zum Menſchen wird, aber doch nie
Uinmaie. Wenn ſie nur noch die Summe hätte!
Alber Felix Bergauer meinte, ſie ſolle ihn nicht belei= zwei Monate, die ſie in Wien und Umgebung zugebracht, das Unſtete, Flatternde, Lockende und Leuchtende des
Jer=
ſen, das habe Zeit, und er benütze auch denſelben jetzt, da ſie wieder im Zug ſaß und zum erſten Male lichts verlieren kann. — Sie erſchrack faſt, wie ſie jetzt den
ſimellzug, nehme ihr zuliebe auch zweite Klaſſe und bitte darüber nachdachte. War’s denn möglich, daß ſie ſo lange Sinn des ſonſt ſo ſchmeichelnd klingenden Wortes
über=
ſie das Stück Weg — er fuhr auf ein Gut nach Ungarn fort geweſen? Jetzt, da die Zeit um war, erſchien ſie ihr dachte. War ſie wirklich ſo? Irgend etwas Wahres war
kurz. Sie überdachte die ganze Spanne von zwei Mo= daran, das geſtand ſie ſich. Sie war ſtolz darauf geweſen,
Jagd — begleiten zu dürfen.
In ihrer Angſt, allein mit ihren Gedanken zu ſein, naten. Sie begann von der Stunde, da ſie luſtig aus dem bis heute, daß ſie nicht ſo feſtſtehend war in ihrer Liebe,
nm ſie ſeine Begleitung faſt dankbar an, ſo ſaß man Coupé geſprungen war und in ihrer Freude, in Wien zu in ihren Gefühlen und in ihren Wünſchen. Aber was
fſtniegſtens auf weichen Polſtern, mitten unter anſtändigen ſein, dem Hern Kapellmeiſter einen Kuß vor aller Welt ge= ſollte dann das Ende ſein? Sollte ihre Liebe auch ſo ſter=
Uten, ſtatt in der dritten Klaſſe zwiſchen kroatiſchen Ar= geben hatte, ſie erinnerte ſich des heiteren, erſten Abends, bn, ſterben an der Unbeſtändigkeit, oder konnte ſie gerade
ſſſteien, die von Schmutz ſtarrten.
wo ſie auch Bergauer kennen gelernt und es beruhigte ſie der Wechſel warm und ewig erhalten?
Ein Tränlein ſtahl ſich ſacht durch ihre geſchloſſenen
Herr Felix Bergauer begleitete ſie zum Abteil, half ſehr, daß dieſer Herr ihr gegenüber ihr ſchon gleich am
Uhre Handtaſche hineinheben, fragte, ob er ihr eine erſten Tage ihres Wiener Aufenthalts begegnet war. Augenlider, ein kleines, ſalziges Tränlein, mit dem ſie ſich
ſtü re beſorgen ſolle, da er ihr doch durch ſein ewiges! Dann kamen die ſeligen Stunden, die ſchönſten vielleicht und ihren Joſef und die Trennung beweinte.
Tränen, gnädige Frau? Doch nicht um den
Undank=
ſrede nicht einen Tag lang läſtig fallen wolle, kurz, er des ganzen Aufenthalts, da ſie ſeine Muſe hatte ſein
dür=
r voll diskreter Aufmerkſamkeit, die ihr, die Joſef fen, da unter ihren Augen, unter ihrer liebkoſenden Hand baren, der daheim ruhig ſchläft, indes er Sie einſam in
die ſchmeichelndſten Melodien erſtanden. Dieſes Glück, die weite Welt fahren läßt? fragte plötzlich Herr Bergauer
nſo ſchnöde im Stich gelaſſen, ſehr wohl tat.
Er nahm ihr gegenüber Platz und bat ſie, ſich ja durch in Tönen umworben zu werden, und doch ſich ſträuben diskret.
ſt: Anweſenheit nicht ſtören zu laſſen und den verſäum= können, locken und doch abſtoßen, bis plötzlich das tolle
Das macht die Uebernächtigkeit und die dummen Ge=
* Morgenſchlaf nachzuholen. Er wollte einſtweilen Zei= Spiel zu Ende war und ſie ſich ergeben mußte in Leben danken. Gerade bildete ich mir ein, deß Joſef und ich
tagen leſen.
und Tod, ſich ſeiner Liebe ergeben, Und wieder der jetzt für ewig getrennt wären!
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 31. Oktober 1913.
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Wie ſchrecklicht meinte Verganer ein wenig ironſch. geſagt, daß das Glück, das ein günſtler einer Frau he=
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Aber der ſchlechte Menſch verdiente es nicht anders. Die reiten kann, alle Enttäuſchungen und alle Seelenqualen
Nein, nein, Sie haben ganz recht. In Schönheit lebe
ſchönſte Frau, die liebſte, zierliche Königin ſchenkt ihm ihr aufwiegt!
täglich, ſtündlich, iſt mehr, als in Qualen Schönheit
Herz, verſpricht ihm ihre Hand und er begleitet ſie nicht
Sie müſſen darüber lieber eine alte Frau fragen,
bären wollen. Und Sie mit Ihren Reichtümern müſſen
mal zur Bahn. So undankbar ſind Künſtler!
eine liebeserfahrene Frau!
ja wiſſen.
Glauben Sie, daß Künſtler wirklich undankbarer ſind
Die ſchwatzen nicht aus der Schule, Herr Bergauer!
O — ich kenne noch ein größeres Glück, — dieſe
Reich=
als andere Männer?
Aber entſchuldigen Sie, Gnädigſte, ich laſſe Sie da tümer mit jemand teilen zu dürfen, nicht allein ver=
Selbſtverſtändlich, gnädige Frau, denn ſie ſind ge= reden und denke als ſchlechter Reiſebegleiter gar nicht zehren müſſen — zu zweit ſchmeckt alles beſſer!
wohnt, daß ihnen der Herr alles im Schlafe gibt, die daran, daß mein Koch in einer Vorahnung meines Reiſe=
Das wird Ihnen doch nicht ſchwer fallen, Herr
Berg=
beſten Einfälle, die ſchönſten Frauen! Jede Huldigung glücks mich doppelt reichlich mit einem kalten Imbiß ver= auer, einen Tiſchnachbar an der Tafel des Lebens zu he=
und jede Liebe erſcheint ihnen natürlich. Und was ihre ſehen hat!
kommen!
Kunſt gilt, nehmen ſie auf ſich. Nur der gewöhnliche
Bergauer hatte ſich erhoben und holte aus ſeiner Reiſe=
O gewiß, aber der Nachbar oder beſſer, die Nach=
Sterbliche kennt die Dankbarkeit!
taſche ein kleines Paket hervor. Kalte Paſtete, kaltes Huhn, barin ſoll eben Verſtändnis für alle Genüſſe haben!
Der erſt recht nicht. Sind Sie vielleicht ſo ein dank= Kaviarbrötchen — was Ihr Gaumen begehrt!
Verſtändnis für Luxus? faſt neugierig fragte Irma.
Frau Irma hatte plötzlich einen richtigen Hunger
be=
barer gewöhnlicher Sterblicher? verſuchte ſie zu ſcherzen.
Ja, ja, und den findet man nicht ſo leicht. Auch Geld
kommen und, ohne ſich zu zieren, griff ſie dankbar zu. ausgeben iſt eine Kunſt!
Ich gewiß. Ich bin der Typus der Dankbaren. Die Wenn man gut ißt, wird einem wirklich gleich ums Herz
Eine Frage: Glauben Sie, daß dieſe Art Künſtler
ganze Zeit ſchon bin ich dem Zufall, dem Joſef Rittner leichter! ſagte ſie treuherzig.
nicht auch ſehr undankbar ſind?
und nicht zuletzt Ihnen, gnädige Frau, dankbar, daß es
Ganz meiner Meinung. Die Kultur des Magens geht
Nein, ſicher nicht, denn ſie ſchätzen gute Talente und
mir geſtattet iſt, mit Ihnen durch die troſtloſe Ebene zu faſt über die des Geiſtes und die Lebenskunſt iſt mehr wert ſeltene Veranlagung.
fahren und Ihre herrlichen Züge zu ſehen, Ihrer weichen als alle anderen Künſte. Gut leben iſt ein größerer Kunſt=
Stimme lauſchen zu dürfen!
Irma war es plötzlich ganz heiß von dieſem Geſpräch,
genuß und bereitet mehr Behagen, als in einer Dach= das für ſie einen geheimen Unterton zu haben ſchien, eine
Das iſt lieb von Ihnen! ſagte ſie einfach.
kammer tagelang ſchlecht dichten. Denn ſehen Sie, gnädige diskrete Andeutung, etwas, was bei ihr mit klang. Art
Nicht wahr, ſo bin ich einmal. Aber das ſehen die Frau, für mich iſt der der größere Künſtler, der in Kultur und Kleidung ſprach offen, ohne daß ſie es vielleicht ahnte,
Damen nicht ein. Sie ſchätzen uns treue Sterbliche nicht lebt, als der, der ſich müht, ein untauliches Werklein zu von ihren tiefßten und heißeſten Träumen.
und verſchwenden ihre Liebe lieber an ireuloſe Halbgötter, ſchaffen!
an egoiſtiſche Phantaſten!
Sie ſind ein wirklicher Weltweiſer, Herr Bergauer!
Ein alter Mann, der’s witen cſt jängſt zu mir rief Irma lachend,
(Fartegung folgt.)
Nummer 261.
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Nummer 261.
Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 31. Oktober 1913.
müſſen aus ſehr feinen weißen Pferdehaaren beſtehen und Prof. Dr. O. Zacharias über die „Mikroſkopiſche
Wunder=
koſten 300—400 Mark; dafür hält aber ein derartiger Haar= welt des Teiches” u. a. m. Alle dieſe Arbeiten ſind aufs
aufbau, der die Allongepracht der Zeit Ludwigs XIV. in wundervollſte zumeiſt durch photographiſche Natururkuns
die Gegenwart überträgt, ſo lange und noch länger, als den illuſtriert, wie überhaupt „Die Wunder der Naturk
ſein Beſitzer im Amte iſt. Die hochgepuderte Flügelperücke zumal in ihren Illuſtrationen alles ſchlagen, was bislang
verleiht ihrem Träger jedoch eine impoſante Würde und an naturwiſſenſchaftlichen Werken erſchienen iſt.
Galvanotechnik. (Galvanoſtegie und Gal=
Majeſtät, die noch durch die Robe, die er dazu anlegen
muß, geſteigert wird. Das Staatskleid des Oberrichters vanoplaſtik). Von Ingenieur Krauſe Lehrer an der Kgl.
iſt ſo weit und lang, daß er einen beſonderen Gerichts= Fachſchule für Metallinduſtrie, Iſerlohn. 2.
Tauſend=
diener zur Verfügung hat, der ihm die Schleppe hält, Mit 24 Abbildungen im Terte Preis gebunden 3,20 Mk,
wenn er ſich niederſetzt. Aus ſchwerer Seide gefertigt, (Leipzig. Dr. Max Jänecke Verlagsbuchhandlung.) Der
mit Hermelin beſetzt, iſt ein ſolches Staatsgewand nicht Verfaſſer gibt in dem Werke in leichtverſtändlicher
Dar=
unter 600 Mark erhältlich; doch koſten viele dieſer Richter= ſtellung ein klares Bild über das weite Gebiet der heute zu
roben bis 2000 Mark. Vervollſtändigt wird die Staats= einer großen Bedeutung gelangten Galvanotechnik.
Be=
tracht durch den Dreiſpitz, den die Herren des Obergerichts ſonderer Wert wurde darauf gelegt, die theoretiſchen
bei allen Zeremonien nicht etwa aufſetzen, ſondern vor Grundlagen ſo zu behandeln, daß ſie jedem verſtändlich
ſich liegen haben. Unter keinen Umſtänden dürfen ſie ſich ſind. Die für den Praktiker überflüſſigen rein theoretiſchen
je damit bedecken; das hieße die Heiligkeit der Perücke Ausführungen wurden vermieden und ſo wird das Buch
entweihen. Die Richter der Untergerichte, deren Einnah= allen denen, die auf dem Gebiete der Gavanoplaſtik und
men kaum die Hälfte ſo groß ſind als die der Oberrichter, Galvanoſtegie tätig ſind, ein willkommener Ratgeber ſein,
müſſen ſich auch mit verhältnismäßig kleineren Perücken Ein ausführliches Sachregiſter erleichtert das Nachſchlagen
begnügen. Sie ziehen ſich gewöhnliche Stutzperücken über und der handliche gut ausgeſtattete Band der Bibliothek
die Ohren, die keine Flügel haben und aus ganz gemei= der geſamten Technik kann allen Intereſſenten nur
emp=
nem Pferdehaar beſtehen dafür aber auch nur 100—200 fohlen werden.
Mark koſten. Die Perücke des Strafrichters unterſcheidet
ſich von der des Zivilrichters durch einige ſchwarze Haare,
Potiesdienſtliche Anzeigen.
die auf dem Scheitel angebracht ſind; außerdem trägt der
Katholiſche Gemeinden
Strafrichter die berühmte „ſchwarze Mütze” ein vierecki=
Samstag, den 1. November 1913
ges Stück ſchwarzer Seide, wenig größer als ein Damen=
Allerheiligen
taſchentuch, das auf der Perücke befeſtigt iſt. Ebenſo wie
der Richter muß auch der Advokat eine Perücke tragen, die.
St. Ludwigskirche: Freitag, den 31. Okt., nachm. um
je nach dem Range, Lockenrollen oder keine beſitzt Der 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte=
„Kings Counſel, der Advokat des Königs, trägt drei Locken=
Um ½ 7 Uhr: Roſenkranzandacht.
rollen auf jeder Seite, der gewöhnliche Advokat nur zwei;
Samstag, vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur
der „Sollicitor” aber iſt überhaupt von dem Privileg des hl. Beichte. — Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe und Roſen=
Perückentragens ausgeſchloſſen; er kann daher auch vor kranzandacht. — Um 7 Uhr: Austeilung der heil.
Kom=
einem in die Staatstracht gekleideten Richter nicht plä= munion. — Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt mit
Predigi=
dieren. Die Roben der königlichen Rechtsanwälte ſind
½10 Uhr: Levitiertes Hochamt mit Predigt. — Um
von Seide, die der anderen dürfen nur von Alpaka ſein. 11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt — Nachm. um 3 Uhr
Gr8ön
Nicht felten kommt es vor, daß der Anwalt ſich für einenBeſper. Nach Beendigung der Vesper Gelegenheit Ml
eiligen Fall von einem Kollegen deſſen Perücke und Robe heil. Beichte.
Z
(II,22712 borgt, und in der fremden Bekleidung wirkt er dann häufig
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Samstag, vorm.
grotesk=komiſch.
um ½ 7 Uhr: hl. Meſſe. — Nachm. um 6 Uhr: Roſen
kranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Jräulein: Samstag, vormittags
Vermiſchtes.
Literariſches.
um 7 Uhr: hl. Meſſe.
— Ueber die Hexenringe, wie das Volk ſeit alters her
C.K. Die Perücken=Etikette der engliſchen Richter.
St. Eliſabethenkirche: Freitag, nachm. um ½ 5 Uhr und
Während man in anderen Ländern die im Mittelalter ſo die merkwürdigen Wachstumsringe der Pilze nennt, deren abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte
ſtreng ausgeprägten Amtstrachten immer mehr vereinfacht Zeit ja nun wieder da iſt, plaudert in den neueſten Liefe=
Samstag, vormittags von ½ 7 Uhr an: Gelegenhelt
hat, hält man in England, das in ſo manchen Dingen rungen 32—37 des reich illuſtrierten Prachtwerks „Die zur heil. Beichte — Um ½7 Uhr: Frühmeſſe.
Um
am konſervativſten iſt, an der alten Tracht der Beamten Wunder der Natur” (Deutſches Verlagshaus Bong 8 Uhr: bl. Meſſe. — Um ½ 10 Uhr: Hochamt und P
mit eiſerner Zähigkeit feſt. Immer wieder treten Verſuche u. Co., Berlin W. 57. Preis der Lieferung 60 Pfg.) der digt. — Nachm. um 2 Uhr: Feſtandacht; darauf Gelegen
auf, dieſe rieſigen Staatsperücken und ungeheuer weiten bekannte Münchener Pflanzenbiologe Raoul H. Francé. heit zur hl Beichte.
Roben zu beſeitigen, und erſt kürzlich unternahm eineSehr hübſch iſt auch, was Dr. Adolf Heilborn über den
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Freitag, nachm
große engliſche Zeitſchrift einen neuen Vorſtoß. Natür= Floh” zu berichten weiß. Wir erfahren aus der Dar= um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zurh
lich vergeblich. Der Endeffekt war, daß daraufhin die Pe= ſtellung, daß die verſchiedenen Tierarten ganz wie der Beichte.
rücken=Etikette nur noch verſchärft und in all ihrer ſteifen Menſch ihren beſonderen Floh beſitzen. Aus der Fülle
Samstag, vorm. um 6 Uhr: Gelegenheit zur heil
Würde den Trägern dieſer Zier auf die Seele gebunden der andern Abhandlungen, die dieſe neuen Lieferungen Beichte. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um 9 Uhr: A
wurde. In die komplizierten Geheimniſſe dieſes ſeltſamen 32—37 bringen, ſeien nur noch kurz erwähnt die Dar=mit Predigt. — Nachm. um ½ 3 Uhr: Feierliche Veſſe
Trachtenkoder führt uns ein Aufſatz von L. Kuentz in derſtellung des Weſens der „Sonn= und Mondfinſterniſſe” darauf Gelegenheit zur hl. Beichte.
Nature ein. Vor allem gilt das Prinzip: Je höher der durch den Berliner Aſtronomen Prof. Dr. A. Mareuſe, die
Kapelle zu Eberſtadt: Freitag, den 31. Okt., nach
Rang, deſto größer die Perücke. Ein Kundiger braucht Schilderung des Lebens der „Bienenkönigin” durch Dr. M. tags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenhül
gar nicht den Menſchen, ſondern nur ſeinen Kopfſchmuck Küſtenmacher den bekannten Bienenforſcher, der Aufſatz
Samstag, vorm. um ½ 6 Uhr: Beichte. — Um ½7Uhn
zu ſehen, um die Würde deſſen zu erkennen, der ihn trägt. Dr. R. Fürſtenaus über „Klangfiguren” des Kuſtos am Austeilung der hl. Kommunion. —
Um ½ 10 Uhr: H
So haben die Richter des Obergerichts, deren Einnahmen Kgl. Botaniſchen Garten zu Berlin Prof. Dr. Udo Dammer amt und Predigt. — Nachm. um ½ 2 Uhr: Vesper
mindeſtens 100 000 Mark betragen, eine ganz große volle über, Kakteen” die Schilderung des Weſens der „Staats= Um ½ 6 Uhr: Predigt und Andacht für die armen S
Perücke, mit Flügel aus Lockenrollen, die zu jeder Seite quallen”, aus der Feder des Direktors des k. 1. Aquariums
Werktags um ¼ 8 Uhr: Singmeſſe.
des Kopfes bis auf die Schultern herabwallen.
zu Trieſt. Proſ. Dr. 6 J. Eori, Bruno H. Bürgels Schil=
Kapelle zu Pfungſtadt: Samstag, vorm. um 7
Die Zabl und Länge der einzelnen Lockenreihen iſt derung der Entſtehung des „Regenbogens” die Aufſätze, Beichte. — Um ½ 8 Uhr: Amt und Predigt. u
genau feſtgeſetzt. Dieſe Perücken der höchſten Beamten von Prof. Dr. H. Potonis über „Fofiles Wetter” von um ½ 2 Uhr: Andacht für die armen Selen.
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Mummer 261.
darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 31. Oktober 1913.
Seite 19.
Samstag, den 1. November
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22753) U. a.: Gastspiel des Hofkünstlers Dario Paini,
dazu eine Kette auserlesener Kunstkräfte I. Ranges.
Großherz. Hoftheater.
Turngemeinde Darmſtadt.
Freitag, den 31. Oktober 1913.
Schutzherr: Se. Kgl. Hoh. der Großherzog.
39. Abon.=Vorſt. D 10.
In der neuen Inſzenierung:
Die Boheme.
Samstag, 1. November, abends 9 Uhr
Oper in 4 Bildern nach Murger’s
„Vie de Bohemes von Giacoſa
Bürger-Keller
und Illica. Deutſch von Hart=
Sunde
mann. Muſik v. Giacomo Puccini.
Herbst Konzert.
Muſikal. Leiter: Richard Lert.
Spielleiter: Otto Nowack.
Veranſtaltet von der Turner=Singmannſchaft
Perſonen:
Donnerstag und Freitag
nter Mitwirkung der Großh. Hofopernſängerin Frl. Hede Schaub,
Rudolf, Poet
. Aug. Globerger
des Damen=Chors, ſowie weiterer bewährter Kräfte.
Schaunard,
Mu=
ſiker
. Hans Bertram
Marcell, Maler . Otto Semper
ſschlesend: B AL EAbschieds-Konzerte
Collin, Philoſoph Alfr. Stephani
Bernard, d.
Haus=
ſierzu werden unſere Mitglieder u. deren Angehörigen höfl. eingeladen.
herr . . .
. Auguſt Kräger
Als Ausweis gilt die III. Quartalskarte. (22706
Mimi.
. Gt. Geyersbach
Salon-Damen-Orchesters. 1
Muſette . . . . Olga Kallenſee
Nichtmitglieder haben keinen Zutritt!
Parpignol
Fritz Hilsdorf
Der Vorstand.
Aleindor de Mi=
Stets freier Eintritt. (22685df
tonneaux .
Otto Thomſen
An6
Sergeant bei der
Meie Literarisch-Kuisterische Gesellschun
Zollwache .
. Heinrich Geyer
Ein Zollwächter . Kurt Schüppel
Dienstag, 4. November, abends 8 Uhr
Handlung um 1830 in Paris.
Chöre: Robert Preuß.
Mathildenhöhe=Saal (Dieburger Straße Nr. 26)
Geſtaltung d. Bühnenbildes:
Hof=
theatermaler Kurt Kempin u.
Ma=
ſchineriedirektor E. Schwerdtfeger.
Peter Altenberg-Abend.
Preiſe der Plätze (Gew.
DieAlimer Spatzen=
Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. Reihe
twirkende: Marya Delvard, Marc Henry (Zürich).
4.20 ℳ, 14.—20. Reihe 3.40 ℳ,
Par=
terre: 1.—5. Reihe 2.90 ℳ, 6.—8.
Mitglieder haben gegen Vorzeigen ihrer Mitgliederkarte freien
kommen
Reihe 2.35 ℳ, Proſzeniumsloge
(*13487
ntritt. — Nichtmitglieder erhalten Karten zu Mk. 4, 3, 2 u. 1
0
6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ,
Bal=
der Hofbuchhandlung von A. Bergſtraeßer, Rheinſtr. 6. (22709
am 1. November.
konloge 5.20 ℳ, I. Rang 4.70 ℳ.
II. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ,
Samstag, den 1. November
7. u. 8. Reihe 2.15 ℳ, I. Galerie
1.35 ℳ, II. Galerie 75 ₰.
chard wagner-verein barmstdur. Metzel=
MTel.
Kartenverkauf: an der
Tages=
kaſſe im Hoftheater von 9½—1½
Montag, den 3. November 1913, abends 8 Uhr.
Ohr Neorl 389
Uhr und eine Stunde vor Beginn
Süppe
eſc
im Festsaale der Turngemeinde —
der Vorſtellung; im Verkehrs=
Kölner
büro von 8—1 Uhr und von
's
Morgens Wellfleisch mit Kraut
½ Uhr bis kurz vor Beginn der
10B- Lustige Bühne
KONZERT
Vorſtellung. (Im Verkehrsbüro
wozu freundlichſt einlader (*13418
von Herrn
werden auch telephoniſch Karten=
Freitag,
Beſtellungen entgegengenommen.
Kärl Wagner
Heute
Telephon Nr. 1582.)
31. Oktbr.Anf. 7½ Uhr. Ende geg. 10½ Uhr.
Harry de Garmo Zur Reichspost:
Vorverkauf f. die Vorſtellungen:
Grafenſtraße 8.
aus Lübek (Bariton) und Herrn
Abschieds-Vorstellung
Samstag, 1. Nov. Außer Ab.
EimIV. Sonder=Vorſtellung. „Die
ſchöne Helena.” Anf. 8 Uhr.
„BAVARIA‟
Dr. Pritz Berend
(Zu dieſer Vorſtellung findet kein
Samstag, 1. Nov.
Pricm Bruuer,Kartenverkauf ſtatt.)
aus München (Klavier).
ſchte
Sonntag, 2. Nov. Nachmittags
Metzel=
Fogramm: Beethoven, Schubert, Schumann, Brahms,
66 2½ Uhr. „Maria Stuart.”
,
Richard Wagner, Richard Strauss und Walter Braunfels.
ſuppe
Vierte Volks=Vorſtellung zu er=
Se
aus n Lauermäßigten Preiſen. Vorverkauf
Eintrittskarten für Nichtmitglieder (einschl. städtischer wozu freundlichſt einladet (*13469fs
bis einſchließlich Samstag, 1. Nov.,
etttsteuer): Sperrsitz im Saal zu 5.50 Mk., Numerierter Balkön
Der Gipfelpunkt der
nur im Verkehrsbüro (Ernſt=Lud=
B330 Mk. und Galerie zu 1.65 Mk.; Studentenkarten zu 1.10 Mk. und A. Eppler, Grafenſtr. 21.
Heiterkeit. (22698
wigsplatz). Verkauf der noch vor=
Hülerkarten zu 55 Pfg. bei Heinrich Arnold, im
Verkehrs-
nhandenen Karten an der
Tages=
breau und abends an der Kasse. — Beitrittserklärungen
Restaur, zur Reichskrone
kaſſe im Hoftheater am Tage der
das laufende Vereinsjahr, die noch vor dem obigen Konzerte
Mühlstrasse Nr. 5
Vorſtellung, vormittagssv. 11 Uhr
ogen, berechtigen zu dessen freiem Besuche. Der Beitrag
Morgen! 20
Samstag, 1. Nov.
ab. — Abends 7 Uhr. 40. Ab.=Vſt.
(22707
Hen Rest des Jahres (3 Konzerte) beträgt 4 Mk.
.
B 10. Zum erſten Male: „Oberſt
Der Vorstand.
Grosses
Samstag, 1. Novbr.:
Phe
Chabert”. Muſik=Tragödie in
S
hl
3 Aufzügen. Text und Muſik von
Sblachiest
Herzliche Einladung
Waltershauſen. Gewöhnl. Preiſe.
Darieté-Premiere
Es ladet freundlichſt ein
Montag, 3. Nov. Außer Ab.
*13476fs)
Gastspiel des Hofkünstlers
Emil Gräfe.
Goethe=Zyklus. Dritter
zu den Vorträven
Abend: Volkstümlicher
Morgen Samstag
DARIO PAINGoethe=Abend zu
Abonne=
des Predigers A. Amſtein (Schweiz)
Großes
ments=Preiſen. Anfang 7½ Uhr.
(
(Vergl. beſond. Anz.)
ht
Ev. Vereinshauſe (Stadtmiſſionsſaal) Mühlſtr. 24
der König aller Kartenkünstler.
VERDI-ZTKLUs
Schlachtfes
(22727
Von Sonntag, den 2. bis 16. November
An der Grenze desu
(Eine Gedenkfeier zum 100.
Ge=
mit Freikonzert
(
Unmöglichen
burtstag des Komponiſten)
bangeliſations=Verſammlung tägl. abds. 8½ Uhr.
in dem gemütlichen Saale der
unter muſikaliſcher Leitung von
dazu eine auserles. Serie
wozu freundlichſt
Maestro Arturo Vigna.
erster Kunstkräfte.
belſtunden tägl. nachm. 4 Uhr außer Samstags.„Windmühle’, einladet (*13495
Im Abonnement.
(22754
Der Vorstand der Stadtmission.
Joh. Schäfer.
Gewöhnliche Preiſe.
Samstag, den 1. Nov. 1913
Sonntag, 9. Nov. 45. Ab.=Vſt.
Ludwigshöhe.
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Btritt 30 Pfg. 10 Abonnementskarten (inkl. Steuer) Mk. 2.—wozu freundl. einladet
ball.”
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Sonntag, 16. Nov. 50. Ab.=Vſt.
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Donnerstag, 20. Nov. 53. Ab.=
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badour.”
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zu pachten geſucht!Samstag, 1. Nov., bis Sonn=
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3 X „ 55 unweit des Orangeriegartens, un=ltag, 9. Nov., während der üb=
Buſch=Binocle 8 X „ 85 gefähr ½ Morgen groß. (B22713lichen Kaſſeſtunden im Großherz.
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Nummer 261.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 31. Oktober 1913.
Seite 20.
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Käse
Neue Linsen . . . . . Pfd. 22, 26, 32 ₰ Griesnudeln, Hausm. Schnitt . Pfd. 32 ₰
Feine weiche Braunschweiger
Leberwurst
Pfund 1.50 Frische grosse Bückinge . . . Stück 6 ₰ Feine Eiernndeln . . . Pfund 40, 45 ₰ 1 Schweizerkäse, vollsaftig . Pfund 1.25
Frische Thüringer
Maccaroni, Bruch . . . . . Pfund 26 ₰ Edamerkäse . . . . . . . . Pfund 1.—
Pfund 1.80Oelsardinen, feinste Qualität
Cervelatwurst
Dose 34, 45, 55 ₰ Stangen-Maccaroni . . . . . Pfund 32 ₰ 1 Romadourkäse . . . . . . . Pfund 68₰
Feine Holsteiner
Limburgerkäse . . . . . . . Pfund 42 ₰
Cervelatwurst .
Pfund 1.70feinste französische . . Dose 90 ₰, 1.25— Maccaroni in Paketen
Camembert . . . . . . . Schachtel 28 ₰
Weiche Braunschw. Mettwurst
Pfund 1.40Neue Salzgurken . . . . . . . Stück 8 ₰ Marke „Haller‟ 40 ₰, „Hahn‟ 50 ₰
in kleinen Stücken
Gervillakäse . . . . . . . . Stück 25 ₰
S. & F. Eier-Maccaroni
Geräuch. Braunschw. Rotwurst
Neues Sauerkraut . . . . . . Pfund 79aus feinstem Gries u. Eiern hergestellt Frühstückskäse . . . . . . Stück 10₰
in ganzen Stücken
Plund 60 ₰
Die Wurstwaren werden zu diesen Preisen vorgewogen. 1 Maronen . . . . . . . . . . . Pfund 17 ₰lin Originalpackung . Pfundpaket 60 ₰Handkäse . . . . . . . . . . Stück5
2
Weiss- u. Rotweine
Kaffee
S. &4
Weisser Tischwein . . . Fl. m. Gl. 80 ₰ 1 Roter Tischwein . . . Fl. mit Glas 75₰
Pfund 1.40, 1.50 Waldböckelheimer . . . . . „ 1.— Cötes du Rhöne, naturrein, Fl. m. Gl. 854
Neue verbesserte Mischungen
Laubenheimer . . . . . „ „ „ 1,10
Aussergewöhnl. preiswerte u. feinschmeckende Mischungen, Pfund 1.60, 1.80forter Oppenheimer . . „ 1.20 St. Estèphe (Bordeauz) . . „ „ „ 1.20
. Pfund 1.201911er Nitteler (Mosel) . . . . 1.— St. Emilion (Bordeauz) . . . „ 3 1.50
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Nummer 261.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 31. Oktober 1913.
Seite 22.
7. Zu den Armenkoſten geden die Fürtliche Reus
ſtreuten ſich im Reiche ſanden aberdie Heimat zerſöhrt und
bevölkerten jetzt die Landſtraßen. Sie lebten von Bettel, kammer, die Kriegskaſſe, die Stadtkämmerei und des
Raub= und Plünderung, und der hilfloſe Bürger war ganz Opferkaſten der Kirche ihren Beitrag.
in ihre Hände gegeben. Hatten die Marodeure das platte=
8 Die Stadtarmen werden alphabetiſch in ein
SalemAleikum
Land gänzlich ausgeſogen, ſo wandten ſie ſich den wenigen Armenrolle eingetragen, und ſie empfangen alle Donnerss
Städten zu, die im Kriege nicht zu ſehr unter Mord und tag nach dem Gottesdienſt in Gegenwart der Armendepmn
Brand gelitten. Zu dieſen wenigen glücklichen Oaſen takion ihr beſtimmtes Almofen,
CGoldmundstück
des ausgeſogenen Landes gehörte auch die Reſidenz der
9. Den verſchärmten Armen wird durch den Superr
Landgrafen von Heſſen. Die Chronik dieſer Zeit wider= intendenten das Armengeld zugeſchickt.
Salentedddharenen
hallt von Klagen über die großen Drangfale, welche die
10. Die Almoſenſammler führen ein Verzeichnis allee
zahlreichen Bettler innerhalb der Stadtmauern und von Perſonen, die ſich der Pflicht des Almoſengebens entt
außerhalb her der Obrigkeit und den Bürgern bereiteten, ziehen oder ihre früher freiwillig bewilligten Beiträgt
Mn tu-
War ſchon die Zahl der Bettler, die in der Stadt wohnten verkürzen. Sie ſollen von ihren Beichtvätern vorerſt en
und von Haus zu Haus gingen, außerordentlich hoch, ſo mahnt werden, die Pflichten gegen ihre notleidenden Nachs
PreisNe Z4 4 5 6 8.10
wurde ſie jedoch durch die Hunderte von Hilfeſuchenden, ſten zu erfüllen, ſollte ſolches nichts nützen, ſo ſollen ſii
31 4 5 5 8 10 Pfgd.Stck.
die täglich durch die vier Stadttore einſtrömten, außer= executive dazu angehalten werden. Den Beamten ſoll
ordentlich vermehrt. Bald war es nicht mehr möglich, wenn ſie nicht freiwillig zahlen, von ihrem Gehaltdas
V
die Ordnung beim Almoſengeben zu halten, die Frechen
lrusttrei!
und Zudringlichen erhielten mehrfach, während die Be= Armengeld abgezogen werden.
11. Vier Männer werden zu Armenvögten ernannn
ſcheidenen und Verſchämten meiſt leer ausgingen.
Dieſen Zuſtänden zu ſteuern waren die Armenord= und iedem ein Stadwiertel angewieſen. Sie ſollen auff
nungen beſtimmt, welche die Landgrafen zu verſchiedenen den Straßen in und vor der Stadt die Bettler aufgreih
Mant
Zeiten in ihrer Reſidenz erließen. Eine ſolche Armen= fen und, ohne ſie zu ſchlagen, auf die Wache bringen
6
AM5
ordnung, von Landgraf Ernſt Ludwig im Jahre 1716 er=Weibsleute und Buben kommen ins Spital. Dem Oben
laſſen, liegt vor mir. Sie gibt uns einen gründlichen Ein= amtmann iſt dieſes zu vermelden.
blick in das Armenweſen von Darmſtadt. Die Armen=
12. Der Oberamtmann zeigt es dem wachhabenden
ordnung, die Landgraf Ernſt Ludwig in ſeiner fürſtlichen Offizier an, dieſer nimmt ein ſcharfes Verhör mit dem
Reſidenz Darmſtadt im Jahre 1716 erließ, iſt ein ſehr um= Arreſtanten vor, durch welches Tor er in die Stadt gekomt
fangreiches Aktenſtück, das in weitläufiger und umſtänd= men, und wenn der daſelbſt geſtandene Unteroffizier ſeinet
SarENI
licher Weiſe die Armenunterſtützungen regelt. Ich glaube Pflicht verletzt hat, ſo wird er das erſte Mal an den Pfahl)
cr
den Leſern dieſes Blattes einen Dienſt zu tun, wenn ich geſtellt, das zweite Mal kaſſiert; der Arreſtant mit drerh
Slee en anente S frit Z ch ts
Taor
von dem Abdruck des Originals abſehe und nur einen Tagen Arbeitshaft beſtraft und aus der Stadt verwieſenl
Auszug aus ſdemſelben zu ihrer Kenntnis bringe.
13. Allen Wirten und Einwohnern wird verboten,
In der Einleitung berichtet die Armenordnung von
dem überhand genommenen Hausbettel Einheimiſcher und Colleetanten bei zwei Talern Strafe zu beherbergen
SEEETTT
28
Fremder, der den wirklich Armen das chriſtliche Almoſen
14. Damit die Einheimiſchen ihr Almoſen richtict
19 meim aen er rehegen.
entziehe und Müßiggang und liederliches Leben befördere. empfangen, ſoll es ihnen allwöchentlich am Donnerstagſ
Die Verordnung hat den Zweck, dem Bettel zu ſteuern. gereicht werden, den Fremden nach Bedarf aus der Armen
1. Der Landgraf befiehlt, alle heimlichen Eingänge der büchſe.
Genfnl Jäbchu.Ze
15. Von den fremden Colleetanten und Bettlern ſollenh
Stadt wohl zu verwahren. Die Bettler ſind von den
Egarenen. Jübrä füeeänt S. Na.
Toren nach dem neuen Tore (Rheinſtraße) zu verweiſen, in die Stadt gelaſſen werden, die für abgebrannte und
Allen Gaſſenbettlern wird der Eingang in die Stadt ver= baufällige Kirchen, Pfarr= und Schulhäuſer, für abgebram
eucke Desden Rongp. Gacsen.
weigert, nur die im § 15 der A. bezeichneten Perſonen Dörfer Städte und Wohnhäuſer ſammeln. Auch allen
ihrer Religion verfolgten und vertriebenen ev. Chriſten und
ſind einzulaſſen
2. Sobald ſich ein Colleetant oder Bettler meldet und denen, welche zu dieſer Religion übertreten wollen, ſon
in einem beſonderen Zimmer am neuen Tor untergebracht abgedankten Offizieren, Soldaten, Witwen und Waiſen
Aus Darmſtadts Vergangenheit, iſt, hat der Torſchreiber dem kommandierenden General ſollen Gaben gereicht werden.
16. Alle Bettler ohne Atteſte, herumſchweifende Schü=
Die Armenordnung des Landgrafen die Perſonalien des Bittenden zu melden; dieſer ſendet
ſie an den Superintendenten oder deſſen Stellvertreter; ler, arme Studenten und abgedankte Soldaten ohne Päſ
Ernſt Ludwig.
dieſer ſchickt die Akten dem Armenvogt.
oder Abſchiede, Betteljuden und Steigbettler, herumvage
Am 24. Oktober 1648 wurde in Osnabrück und Mün=
3. Der Superintendent bezeichnet auf einem Zettel rendes Geſindel ſind von den Bettelvögten wegzutreibe
ſter der weſtfäliſche Friede geſchloſſen, der dem unſeligen
17. Jedem Bewohner der Stadt iſt es verboten,de
dreißigjährigen Kriege ein Ende ſetzte. Wohl war damit die Gabe, die der Vettler haben ſoll, der Armenvogt
er=
dem Brennen und Morden ein Ende gemacht, aber die hebt das Geld bei dem fürſtlichen Einnehmer und über= herumgehenden Bettlern, unter welchem Vorwandesaull
Folgen dieſes furchtbaren Kampfes wirkten in ihren gan= gibt es dem Bittenden. Alles ſoll aber ſorgfältig in ein ſei, ein Almoſen zu geben; ſie ſind gehalten, die Beill
die bei ihnen vorſprechen, dem Armenvogt anzuzein
zen Ungeheuerlichkeiten fort bis zum Ende des 18. Jahr= „à partes Buch” eingetragen werden.
4. Aller Bettel vor den Türen, in den Häuſern und Jedoch iſt niemand verboten, den Hausarmen oder
hunderts. Wie traurig ſah es in unſerem Vaterlande aus!
Der materielle Wohlſtand des Reiches war vollſtändig auf der Landſtraßie wird ſtreng verboten. Zuwiderhan=Waiſenhaus eine Gabe zu ſchicken.
18. Durch die Verordnung iſt das Gebot zum
vernichtet, Städte und Dörfer bildeten rauchende Aſchen= delnde werden beſtraft.
5. Damit den Armen und Notleidenden ihre Notdurftſtellen von Sammelbecken in der Kirche bei feſtlichen
haufen, aus denen bie und da noch eine bewohnbare
Stätte hervorlugte. Mehr als die Hälfte der Bewohner gereicht werde, ſollen vier dazu beſtellte Bürger mit derlegenheiten nicht aufgehoben.
19. Um dem Anlauf der Bettler vor den Toren
waren vom Schwerte gefreſſen oder durch Hunger, Elend Armenbüchſe an drei Tagen der Woche von Haus zu Haus
und anſteckende Krankheiten dahingerafft worden, Felder gehen und Almoſen ſammeln. Die Namen der GeberReſidenz zu ſteuern, wird allen Beamten der Obelſtiſ
ſchaft anbefohlen, Anſtalten zu machen, daß die Geilä
und Wieſen glichen einem jungen aufſproſſenden Wald. werden aufgezeichnet.
Das Geld der Armenbüchſen wird auf der Super= den ihre Armen unterhalten, keine Patente oderll
Ackerbau, Handel, Gewerbe und Kunſt waren vernichtet.
Dem Bauer fehlten die notwendigen Arbeitskräfte Vieh, intendentur im Beiſein der Armendeputation gezählt und denſelben ausſtellen auch das Betteln außerhalb
Ackergeräte und Saatfrucht. Die entlaſſenen Soldaten zer= die Summe protokolliert.
Dorfes verbieten. Die Armenvögte der Reſidenze
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ummer 261.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 31. Oktober 1913.
Seite 23.
hühalten, die Namen der Betiter und ihre Heimat zu fſene Soldaten am meiſen unter ihnen vertreten. Wur. ſtreſen ſich auf denſelden Plaze Olympia I und die
hinteln und dem Oberamtmann anzuzeigen.
den ſie von den Bettelvögten mit Stockſchlägen von einem 3. Mannſchaft des Mainzer Fußballvereins. Die flinken
20. Den Handwerksburſchen iſt das Fechten in derTor vertrieben, ſo erſchienen ſie an einem anderen und heimiſchen Junioren konnten von Mainz einen 521=Sieg mit
t ſcharf verboten, ihnen ſoll von den Torſchreibern ſuchten durch allerlei Liſten in die Stadt zu gelangen. In nach Hauſe bringen. Die 1. Mannſchaft begibt ſich nach
Geſchenk gegeben werden. Wenn ſie aber doch bei dem ihren Mauern fühlten ſie ſich dann ſicher, denn die Stadt Kaſtel, um das Meiſterſchaftsſpiel gegen den dortigen Ver
Eteln ertappt werden, ſollen ſie wie andere Bettler be= bot manche Schlupfwinkel, wo ſie ſich vor den Häſchern ein auszutragen.
ſpf werden.
verbergen konnten. Durch das ganze achtzehnte Jahrhun=
21. Damit dieſe Verordnung in Ekfeot gebracht werd; dert hindurch hallten die Klagen über die große
Bettler=
eine Armendeputation, beſtehend aus dem Oberamt= plage wider. Erſt unter der Regierung des Großher=
Landwirtſchaftliches.
hin, Superintendenten, Amtsverwalter, einem Depu= zogs Ludwig I. im neunzehnten Jahrhundert brachte der
ſten vom Rat und einem von der Bürgerſchaft, er= zunehmende Wohlſtand des Landes eine fortdauernde
Schlachtviehmarkt Darmſtadt.
Schweine=
rt werden.
Beſſerung.
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markt am 29. Oktober. Auftrieb durch Händler 151
2. Der Landgraf glaubt, durch dieſe Verordnung
Schweine. Preiſe: 1. Qual. (Schlachtgewicht 50 Kilo=
1, was zum Nutzen der Armen nötig iſt, getan zu
gramm) 82 Mk., 2. Qual. 82 Mk., 3. Qual. 81 Mk.
Markt=
hert und befiehlt allen Einwohnern ernſtlich, beim
Ver=
verlauf: rege, Ueberſtand. — Schweinemarkt am 30. Ok=
Sport, Spiel und Turnen.
einer Gnade, danach zu handeln. Darmſtadt, den
tober. Auftrieb durch Händler 166 Schweine. Preiſe:
Dezember 1716.
* Fußballſport. F.=K. Olympia 1898. Am kom=
1. Qual. (Schlachtgewicht 50 Kilogramm) 82 Mk., 2. Qual.
So gut gemeint auch die Armenordnung des Land= menden Sonntag, nachmittags 3 Uhr, treffen ſich auf dem 82 Mk., 3. Qual. 81 Mk. Marktverlauf: lebhaft, Ueber=
Ein war, ſo wenig konnte ſie dem Bettelweſen, das zur Olympiaſportplatz an der Heidelbergerſtraße die 2. Mann= ſtand. — Kälbermarkt am 30. Oktober. Auftrieb durch
ſerneinen Landplage herangewachſen war, ſteuern Faſt ſchaften Olympias und Kaſtel zu einem Meiſterſchafts= Händler 173 Kälber, 1 Ziege. Preiſe je nach Qualität
Orittel der erwachſenen Bewohner des Landes lag ſpiel. Die Einheimiſchen, die ſich ſehr verſtärkt haben, (Lebendgewicht 50 Kilogramm) 53—62 Mk. Marktverlauf:
der Landſtraße, beſonders waren Juden und entlaſ= treffen hier auf einen ſehr gefährlichen Gegner. Um 1 Uhr gedrückt.
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