Darmstädter Tagblatt 1913


30. Oktober 1913

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1819
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Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang

nonatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
werden
angenommen in Darmſtadt,
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
260.
Donnerstag, den 30. Oktober.
1913.
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
wegen engerer Handelsbeziehungen, hinſichtlich welcher und deutſche Treue, für das monarchiſche Prinzip und
Graf Romanones dem Präſidenten Poincaré während den wahren Rechtsgedanken. Der braunſchweigi=
deſſen
Anweſenheit in Spanien bindende Zuſicherungenſche Landesherr aber wird, das iſt auch unſer feſter
gegeben hatte, nunmehr abgebrochen werden, und zwei= Wille, außerhalb der politiſchen Kämpfe des
Das Wichtigſte vom Tage.
tens, daß die ſtarke Vermehrung der ſpaniſchen Streit=Tages bleiben. Was hat nun eigentlich die ganze Wel=
ie
bayeriſche Regentſchaftsvorlage ſoll kräfte, wegen der eine Vorlage den Cortes zugehen ſollte, fenbewegung noch für einen Zweck?
heute in der Kammer zur Beratung gelangen.
vorläufig unterbleibt.
ſias Schweriner Staatsminiſterium hat in=
folge
der zum fünften Male erfolgten Ablehnung der
Deutſches Reich.
Regierungsvorlage den Großherzog um die Entlaſſung
Zur Löſung
Die Gebühren für Zeugen und Sach=
ſaus
ſeinem Amte gebeten.
verſtändige. Dem Reichstag iſt die angekündigte No=
der
Genter Weltausſtellung brach am der braunſchweigiſchen Frage.
velle zur Gebührenordnung für Zeugen und Sachverſtän=
Dienstag abermals Feuer aus, bei dem das bayeriſche
* Der Bundesratsbeſchluß über die dige zugegangen. In der Begründung wird darauf hin=
Reſtaurgnt Kulmbach niederbrannte.
braunſchweigiſche Thronfolgefrage iſt im gewieſen, daß der Reichstag ſelbſt wiederholt eine Er=
ſes
Tafftal in Süd=Wales wurde durch einen
frchtbaren Wirbelſturm heimgeſucht, durch den Plenum des Bundesrats ohne Beſprechung erfolgt. Die höhung gewünſcht habe, und daß die verbündeten Regie=
underte
von Perſonen obdachlos geworden ſind.
braunſchweigiſche Thronfolgefrage war der einzige Punkt rungen das Verlangen nach einer angemeſſenen Erhöhung
ſe einem Eiſenbahnunfall am Warſchauer auf der Tagesordnung der Sitzung, die nur kurze Zen der Gebühren als berechtigt anerkennten, da die jetzigen
Bahnhof kamen 7 Perſonen ums Leben und dauerte. Nach Eröffnung der Sitzung legte der braun= Sätze tatſächlich in vielen Fällen keine ausreichende Ent=
fiehr
als 30 wurden ſchwer verletzt.
ſchweigiſche Staatsminiſter Hartwieg das Original der ſchäd’gung für die aus der Erfüllung der Zeugen= und
Verzichturkunde des Herzogs von Cumberland vor, in das Sachverſtändigenpflicht erwachſenden wirtſchaftlichen
die Bundesratsbevollmächtigten Einſicht nahmen. Hier= Nachteile böten.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
auf wurde vom Vorſitzenden die Frage geſtellt, ob gegen
Die Fleiſchenquete=Kommiſſion. Die
0 Oktober 1813: Beginn der Blockade von Erfurt, welche den preußiſchen Antrag in der braunſchweigiſchen Thron= Norddeutſche Allgemeine Zeitung ſchreibt: Die Fleiſch=
frit
der Kapitulation am 23. Dezember ſchließt.
folgefrage von irgendeiner Scite Einſpruch erhoben enquete=Kommiſſion iſt unter dem Vorſitz des Staatsſekre=
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
werde. Da keine Stimme gegen den Antrag war, wurde tärs Dr. Delbrück zu ihrer Schlußſitzung zuſammengetre=
ten
. Aus den bisherigen Verhandlungen haben ſich als
ſeine einſtimmige Annahme feſtgeſtellt.
Wie die Tägl. Rundſchau hört, wird das Patent, in Hauptpunkte ergeben: die Fragen über den Verlauf des
dem der Herzog die Uebernahme der Re=Viehhandels, die Verhinderung der Schlachtung unreifer
Die Kriſis in Spanien.
** Aus Madrid, 27. Oktober, wird uns geſchrieben: gierungsgewalt in Braunſchweig verkünden wird, Kälber, der Einfluß des Kreditweſens mit ſeinen wirt=
am
1, November erſcheinen, und erſt nach Veröffent= ſchaftlichen Abhängigkeiten und die Lage des Fleiſcherge=
ſie
parlamentariſche Kriſis iſt ja dadurch vor=
ätffig
gelöſt, daß König Alfons den Konſervativen Dato lichung des Patents iſt Herzog Ernſt Auguſt Landesherr werbes. Dann werden behandelt der Einfluß der mannig=
nie
der Neubildung des Kabinetts betraut hat, aber damit von Braunſchweig und Bundesfürſt. Das herzogliche Mi= faltigen Gebühren auf die Preisbildung und die Verſuche,
niſterium und die oberſten Hofchargen haben ſich nach mit den Stadtverwaltungen zum Abſchluß mehrjähriger
ſſt die Lage durchaus nicht geklärt. Die Konſervativen
liſſſen ja, um eine Mehrheit im Parlament zu finden, Rathenow begeben, um die Beſehle des künftigen Landes= Lieferungsverträge für Schweine zu gelangen, ferner die
ieres auflöſen, und wenn auch ſonſt im allgemeinen die herrn entgegenzunehmen. Man erwartet, daß die Träger Erfahrungen der Städte mit den ſogenannten Notſtands=
ſanner
an der Spitze nach ihrem Belieben die Wahlen höherer Hofämter und die Staatsminiſter dem Herzog maßnahmen ſeit dem Herbſt 1912. Später ſoll der Wert
ihren Rücktritt anbieten werden, um es dieſem freizu= der Anſchlagspreiſe in Metzgerläden erörtert werden. Den
lenken verſtanden, ſo erſcheint es doch ſehr fraglich,
ſtellen, Männer ſeines Vertrauens in ſeine Umgebung zu Abſchluß wird die Frage nach der Veröffentlichung des ge=
b
ihnen das diesmal gelingen wird.
Die Stimmung im Lande und der Monarch ſelbſt ſind berufen. Es verlautet aber, daß Herzog Ernſt Auguſt von ſamten Materials bilden.
urchaus links, und wenn die Liberalen ihren perſön= dieſem Anerbieten keinen Gebrauch machen und die erſten
Die ſozialdemokratiſche Interpel=
ſchen
Gegenſätzen weniger Rechnung tragen würden Hof= und Staatsbeamten in ihren Stellungen laſſen werde.lation, betreffend Einführung der Ar=
Am Donnerstag findet im Landſchaftshauſe inbeitsloſenverſicherung. Die Sozialdemokraten
innen die Konſervativen gar nicht am Ruder bleiben.
ſess ſteht aber zu erwarten, ſowie die konſervativen An= Braunſchweig ein Feſteſſen der Mitglieder des werden, wie ſchon gemeldet, ſofort nach dem Wiederzu=
ihken
zur Geltung zu kommen beginnen. Man darf auch braunſchweigiſchen Landtages ſtatt, zu dem der Herzog= ſammentritt des Reichstags eine Interpellation einbrin=
ſicht
vergeſſen, daß das jetzige Kabinett lediglich mit drei Regent Johann Albrecht von Mecklenburg und gen, die ſich auf die Bekämpfung der Arbeitsloſigkeit be=
Stemmen im Senat in der Minderheit geblieben iſt, und das braunſchweigiſche Staatsminiſterium eingeladen zieht. In dieſer Interpellation wird an den Reichskanz=
ſas
das auch nur geſchehen konnte, weil die liberake worden ſind. Bei dieſem Feſteſſen wird dem Herzog=Re= ler auch die Frage gerichtet werden, ob er bezeit ſei, eine
butppe unter Garcia Prieto ihre 46 Stimmen mit den genten der Dank des Landes für ſeine bisherige alle Arbeiter und Angeſtellten umfaſſende Arbeitsloſen=
D der Konſervativen vereinigte. Wenn die vier Mit=Führung der Regierung ausgeſprochen werden, und es verſicherung in die Wege zu leiten. Betreffs dieſer Frage
lieder des Miniſteriums Romanones, die Senatoren ſind, wird ihm als ein ſichtbares Zeichen dieſes Dankes eine wird mitgeteilt, daß der Reichskanzler beziehungsweiſe
nitgeſtimmt hätten, würde die Regierung ſogar eine einen Meter hohe, in Silber getriebene Nachbildung des der Staatsſekretär des Reichsamts des Innern ſie, wenn
Stmmenmehrheit gehabt haben, aber der Premier wußte Brunnenmonuments auf dem Hagenmarkt, das den Her= auch nicht in der Form, ſo doch in der Sache ebenſo beant=
vohl
genau, daß die Spaltungen innerhalb ſeiner Partei zog Heinrich den Löwen darſtellt, überreicht werden. Frei= worten wird, wie das vor etwa einer Woche in der baye=
ſch
nur überbrücken laſſen, wenn Kriegsmittel in An= tag nachmittag reiſt der Herzog=Regent von Braun= riſchen Kammer der Abgeordneten ſeitens des bayeriſchen
Miniſters des Innern, Freiherrn von Soden, geſchehen
vendung kommen, wie ein ſolches eine konſervative Re= ſchweig ab.
Ueber die Stellungnahme der Welfen zu iſt, nämlich dahin, daß in abſehbarer Zeit an die Durch=
ierung
wäre. Es iſt auch in Berückſichtigung zu ziehen,
dem Beſchluß des Bundesrats ſchreibt die wel=
führung
einer allgemeinen reichsgeſetzlichen Arbeitsloſen=
as
die Republikaner zum größten Teil königstreu ge=
verſicherung
nicht gedacht werden kann. Zur Erklärung
borden ſind und daher mit den Liberalen in den meiſten fiſche Deutſche Volkszeitung:
Mancher Hannoveraner wird vielleicht die Kette von wird hinzugefügt, daß, auch wenn der Reichskanzler bezw.
Fragen zuſammengehen werden. Der Führer der Radi=
Ereigniſſen, die zu der jetzigen hochbedeutſamen Wendung
hlen, Lerroux, nannte neulich König Alfons den ein= geführt haben, nicht in ungetrübter Freude begrüßen und der Staatsſekretär des Reichsamts des Innern Neigung
igen bedeutenden Staatsmann in Spanien und der her= manches andere gewünſcht haben. Immerhin aber iſt hätte, auf dieſe ſozialdemokratiſche Forderung einzugehen,
ſorragendſte republikaniſche Redner, Melquiades Alvarez, der Wechſel gegenüber der Situation von 1907, wo man eine Mehrheit der Bundesſtaaten ſich entſchieden dagegen
ler trotz ſeines republikaniſchen Standpunktes ein begei= bekanntlich nicht nur vom Prinzen Ernſt Auguſt, ſondern erklären würde.
von ſämtlichen Mitgliedern des Welfenhauſes einen Ver=
Aus der bayeriſchen Kammer. In der
terter Anhänger des Monarchen iſt, hat es ſogar wieder= zicht auf ihre hannoverſchen Rechtsanſprüche verlangte,
ſolt ausgeſprochen, daß ſeine Partei mit den Liberalen derart fundamental und augenfällig, daß es unrecht wäre, bayeriſchen Kammer der Abgeordneten teilte der Präſident
heute derartigen Gedanken Raum zu geben. So wollen von Orterer mit, daß vom Geſamtſtaatsminiſterium der
uſ ammengehen müſſe.
wir uns der Anerkennung, die der Rechtsgedanke und Kammer der Abgeordneten eine Vorlage über die Beendi=
Der Haß gegen die Konſervativen und beſonders das monarchiſche Prinzip durch den Bundes=
jezen
ihren Chef Maura iſt ſo groß, daß die ungeheure ratsbeſchluß in Braunſchweig gefunden haben, von gan= gung der Regentſchaft zugegangen ſei. Der Präſident ver=
lgitation
, die ſich vor vier Jahren geltend machte, wohl zem Herzen freuen, zugleich aber der Worte eingedenk las den Wortlaut der Vorlage und ſchlug vor, ſie am Don=
vieeder
aufleben kann, und deshalb werden große militäri= ſein, mit denen unſer Herzog bereits in ſeinem Manifeſt nerstag zu beraten. Dann folgte die Interpellation der
vom 15. Dezember 1906 uns ſeinen Wunſch und Willen Liberalen, betreffend die Bayeriſche Staatszeitung. Nach
ſche Vorſichtsmaßregeln überall getroffen. Mit einem zu erkennen gab: Wenn mein Sohn die Regierung in
ſemen bedeutenden Faktor iſt auch für die Zukunft zu Braunſchweig übernähme, ſo iſt es ſein feſter Wille, einer Begründung durch den Abgeordneten Thoma ( libe=
jechnen
, nämlich mit der neuen Reformpartei, derenallen ſeinen Bundespflichten nachzukom= ral) beantwortete der Staatsminiſter Freiherr von Hert=
hrer Alvarez iſt. Dieſe Partei, die einen großen Rück=men, namentlich auch gegen das Königreich Preußen und ling die Interpellation. Er faßte ſeine Ausführungen am
allt in der Bevölkerung beſitzt, hat ihr Programm er= insbeſondere in bezug auf Hannover. Regierung und Schluſſe in folgenden Worten zuſammen: Die königliche
Landesverſammlung wie das braunſchweigiſche Volk wür=
aſ
en. Danach iſt ſie entſchloſſen, trotzdem ſie eigentlich den ihn darin unterſtützen, und auch zu den Hannoverg= Staatsregierung hat mit der Gründung der Bayeriſchen
ine republikaniſche iſt, mit der Monarchie zuſammen zu nern habe ich die feſte Zuverſicht, daß ſie alles unter= Staatszeitung nach ihrer Ueberzeugung ein dringendes
rweiten, wie ſie auch bereit ſein wird, ins Miniſterium laſſen würden, was geeignet wäre, die Stellung ſtaatliches Bedürfnis erfüllt. Dadurch, daß ſie die Anlage
u treten. Sie iſt überzeugt, daß ſie auf dieſe Weiſe! meines jüngſten Sohnes in Braunſchweig zu erſchwe= und Einrichtung der Staatszeitung in enger Anlehnung
ren wie ſie es während der ſo langen Zeit unterlaſſen
as Ideal erreichen könnte, das die ſpaniſchen Republi= haben, den hochſeligen Herzog Wilhelm in politiſche Fra= an die Vorbilder der Regierungsorgane Württembergs
und Sachſens ausgeſtaltete, hat ſie gezeigt, daß es ihr nicht
anzer lange Jahre hindurch vergeblich durch Errichtung gen zu verwickeln.
Von dieſer intereſſanten Kundgebung des alten Her=darum zu tun iſt, für das gegenwärtige Miniſterium das
iner Republik angeſtrebt hatten. Bezüglich der äußeren
ſſpe litik empfiehlt dieſe Partei ein engeres Zuſammen= zogs iſt bisher nicht die Rede geweſen. Die Deutſche Blatt zu gründen, ſondern, daß ſie bemüht geweſen iſt,
ſſehgen mit England und Frankreich, da nach ihrer Anſicht Volkszeitung ſchreibt hierzu weiter: Dieſe feſte Zuver= dem Staate ein offiziöſes publiziſtiſches Inſtrument zu ge=
ſicht
wird das treugeſinnte hannoverſche Volk gewiß nicht ben, das früher die Regierungen entbehren mußten, das
Uhn: Neutralität Spaniens Ruin ſei.
Für das Ausland bedeutet der Rücktritt des liberalen enttäuſchen. Aus deutſcher und ſittlicher Pflicht wird aber die künftigen Regierungen im Hinblick ſowohl auf
talbinetts erſtens, daß die Verhandlungen mit Frankreich es auch ferner auf der Wacht ſtehen für deutſches Recht die Verhältniſſe im eigenen Lande, wie auch die Einrich=

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Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Oktober
Seite 2.
Touchet, hieſt in Artenap eine Rede, in der er erlärte,
ungen anderer Bundesſaten genm in gleicher Weiſe
daß die franzöſiſchen Biſchöfe, welche nicht die weltlichen,
benötigen, wie die gegenwärtige Regierung.
ſondern die atheiſtiſchen Ziele bekämpften, angeſichts der
auf die Einführung des ſtaatlichen Unterrichtsmonopols
Ausland.
abzielenden Beſtrebungen der Radikalen ſich zu einem
Oeſterreich=Ungarn.
energiſchen Vorgehen entſchließen müßten. Er ſei der
Die Auswandereraffäre. Das Subkomitee Anſicht, daß die beſte Antwort auf die Treibereien der
zur Beratung des ſüdamerikaniſchen Schiffahrtsdienſtes Combiſten in der Schließung aller katholiſchen Privatſchu=
ſetzte
am Dienstag ſeine Beratungen fort. Der Obmann len beſtände. In unſeren Schulen, erklärte er, wird in
Steinwender verlas ein ihm von Baron Weichs=Glon zu= manchen Departements über die Hälfte der Kinder unter=
gegangenes
Schreiben, worin dieſer über ein von ihm an richtet. Unſere Lehrer, unſere Lehranſtalten koſten dem
den Verwaltungsrat der Auſtro=Americana, Oscar Koſu= Staate nichts; aber anſtatt uns dankbar zu ſein, hat uns
lics, gerichtetes Schreiben, betreffend die Beförderung von der Staat ſeit dreißig Jahren als Feinde behandelt und
Auswanderern nach Braſilien, Aufklärung gibt. Im Laufe verfolgt uns. Wenn wir ihm mit einem Male alle unſere
der Debatte erklärte der Handelsminiſter bezüglich der Schulkinder überlaſſen, dann wollen wir ſehen, wo er die
Behauptung, daß die Canadian Pacific eine geheime erforderlichen Schulgebäude, Lehrer und Geldmittel fin=
Summe an die Regierung für den Dispoſitionsfonds ge= det. Wir werden dieſen Entſchluß nicht aus Mutloſigkeit,
leiſtet habe, er ſei ermächtigt, im Namen der Regierung ſondern aus Eigennutz faſſen und wollen die Geldmittel,
auf das allerbeſtimmteſte zu erklären, daß an dieſer Be= die wir bisher den katholiſchen Privatſchulen widmeten,
hauptung nicht ein wahres Wort ſei, und daß die Cana= den Seminarien, den Lehrlings= und Haushaltungsſchulen
dian Pacific an die Regierung niemals mit einem ſolchen und dem katholiſchen Wahlfonds zuwenden. Dieſer Ent=
Angebot herangetreten ſei. Auf die Anfrage, ob eine Liſte ſchluß kann aber nur dann wirkſam werden, wenn er all=
der
Abgeordneten, die mit der Canadian Pacific in Ver= gemein durchgeführt wird und im Einvernehmen zwiſchen
bindung geſtanden hätten, exiſtiere, erklärte der Miniſter, dem geſamten franzöſiſchen Epiſkopat und den Führern
daß ihm offiziell von einer ſolchen Liſte nichts bekannt der Katholiken in den einzelnen Diözeſen erfolgt.
geworden ſei. Der Miniſter teilte gleichzeitig bezüglich
Belgien.
der Beſchuldigung, daß zwei Beamte des Handelsminiſte=
Beſuch des Königs in Deutſchland. Wie
riums ſich in einem ſtrafbaren Einvernehmen mit der Ca=
verlautet
, wird König Albert Anfang November eine
nadian Pacific befunden hätten, mit, daß nicht das ge=
ringſte
vorliege, was zu einer ſolchen Anſchuldigung be= Reiſe nach Deutſchland antreten. Der König wird zuerſt
in Lüneburg ſein dortiges Dragoner=Regiment beſuchen
rechtigen würde.
Interpellation wegen des Kiewer Ri=und ſich hiernach nach Potsdam zum Beſuch des Kaiſers
tualmordprozeſſes. Im öſterreichiſchen Abgeord= begeben. Da die Reiſe keinen politiſchen Charakter
netenhauſe brachten die Abgeordneten Straucher und Ge= trägt, wird kein Miniſter den König begleiten, jedoch ſoll
noſſen eine Interpellation ein, worin ſie anläßlich des in Potsdam ein größeres Mahl zu ſeinen Ehren ſtatt=
Kiewer Ritualmordprozeſſes an die Judenverfolgungen in finden.
Rußland.
Odeſſa und Kiew erinnern und die Geſamtregierung fra=
Der Kiewer Ritualmordprozeß und
gen, ob ſie geneigt ſei, bei dem Miniſter des Aeußern da=
hin
zu wirken, daß dieſer die Aufmerkſamkeit der ruſſi=die Duma. In der Reichsduma brachte die Kadetten=
ſchen
Regierung auf die den Juden Rußlands drohenden partei eine dringliche Interpellation wegen allgemeiner Be=
Gefahren lenke, damit ſie rechtzeitig wirkſame Maßnahmen drückung der Preſſe, beſonders anläßlich des Beilis= Pro=
zeſſes
, ein.
zu ihrer Abwendung treffe.
Der Führer der Kadetten Miljukow äußerte in ſeiner
Italien.
Begründung der Interpellation die Bedrückung der Preſſe
Das Ergebnis der Wahlen (488) iſt von hätte in dieſem Jahre einen Rekord erreicht. Insbeſon=
308 Wahlkreiſen bekannt. Gewählt wurden 231 Miniſte= dere ſei verſucht worden, den Beilis=Prozeß durch Repreſ=
ſivmaßnahmen
gegen die Preſſe der Oeffentlichkeit zu ent=
rielle
, 50 Radikale, 17 verfaſſungstreue Oppoſitionelle, 27 ziehen. Der Präſident bittet, den Prozeß nicht zu berüh=
Katholiken, 12 Republikaner, 39 Sozialiſten und 18 refor= ren. Miljukow erwiderte, die Abgeordneten hätten das
miſtiſche Sozialiſten; 94 Stichwahlen ſind erforderlich. Recht, ſich über eine ganz Rußland aufregende Frage aus=
Graf Berchtold hat namens der öſterreichiſch=ungariſchen zuſprechen und bat die Duma, gegen die geheimen Kräfte
Stellung zu nehmen, deren Wirkung Rußland mit Schmach
Regierung Giolitti und San Giuliano anläßlich des glän=
bedecke
. Der Präſident verwarnte den Redner abermals.
zenden Ausfalls der italieniſchen Wahlen die herzlichſten (Beifall rechts und im Zentrum.) Miljukow fuhr fort:
Die enge Verbindung zwiſchen Dieben, Einbrechern und
Glückwünſche übermittelt.
dem Dumaabgeordneten Samyslowsky erregt allgemeines
Erſtaunen. (Großer Lärm und Widerſpruch rechts.) Der
Frankreich.
Die Kaſernenneubauten. Die Mitglieder Präſident ruft den Redner zur Ordnung. Dieſer ſchloß,
es ſei die höchſte Zeit, zu erklären, daß ſeine Partei keine
des Budgetausſchuſſes der Kammer Cochéry, Combrouze! Verantwortung für den Beilis=Prozeß tragen wolle. (Bei=
und Thomas beſichtigen gegenwärtig die neuen Kaſernen= fall links.) Puriſchkewitſch (äußerſte Rechte) erklärte,
bauten an der Oſtgrenze. Einem Blatte zufolge haben die dreſſierten Stare der Judenſchaft könnten dem ehrlichen
dieſe Deputierten wohl zahlreiche Mängel feſtgeſtellt, je= Namen Samyslowsky nichts anhaben. (Stürmiſcher Bei=
fall
rechts.) Die Interpellation ſei ein verdeckter Verſuch,
doch im allgemeinen den Eindruck erhalten, daß mit Rück= in die Rechte des Gerichts einzugreifen. Der erſte Ar=
ſicht
auf die kurze Zeit viel Anerkennenswertes geleiſtet beitstag der Duma dürfe aber nicht ein Sympathie=Meeting
wurde. Mehrere Offiziere beklagten ſich den Deputierten! für die Juden darſtellen, welche in Kiew Spuren eines
gegenüber, daß ſie infolge der Teuerung, der Wohnungs= Verbrechens zu verwiſchen ſuchten, das die Aufmerkſam=
keit
Rußlands und ganz Europas erregt habe. Die Juden
miete und Lebensmittel, die durch die plötzliche große hätten alle Mittel zur Beeinfluſſung der öffentlichen Mei=
Truppenvermehrung an der Oſtgrenze hervorgerufen nung angewandt, hätten Beſtechungen begangen und ſogar
zum Giſt gegriffen. Der Präſident bittet, Einzelheiten
wurde, geradezu in Not geraten ſeien.
eines ſchwebenden Verfahrens nicht zu erörtern. Pu=
Energiſches Vorgehen der franzöſi=
riſchkewitſch
erklärt, trotz der Verſuche, die Rechte zu Aus=
ſchen
Biſchöfe. Der Biſchof von Orleans, Mſgr. de ſchreitungen herauszufordern, werde ſie den Gerichtsſpruch
Erfurt umgangen und auf Eiſenach gehalten werden ſollte.
Inzwiſchen war aber auch bereits Napoleons Avantgarde
1813.
auf Eiſenach ſich zurückziehend, unterwegs, denn die etwa
Jubiläumsnotizen von Willi Dünwald.
80000 Franzoſen, die ſich in aller Ordnung auf den Rück=
(Nachdruck verboten.)
zug begaben, waren mit ihrem von Tag zu Tag immer
tiefer ſinkenden Gemütsbarometerſtand nicht zur Schlacht
Des Jahres letzte Kämpfe:
zu führen. So änderte denn Schwarzenberg die Marſch=
Verfolgung der Franzoſen. Gefechte. Schlacht bei route der Hauptarmee, ließ ſie in Erfurt ſich treffen, um
Hanau. Letzte kriegeriſche Ereigniſſe in deutſchen von hier ab nun in drei Kolonnen weiter dem Rheine zu=
Landen. Die Monarchen in Frankfurt. Friedens=
zugehen
.
Friede?
verhandlungen.
Statt zur Schlacht, kam es aber zu einem Gefecht, zu
Nach den Kriegstaten und Siegen um und in Leipzig dem bei Eiſenach, herbeigeführt von der Schleſiſchen
blieb nicht Zeit zu viel Erholung und Feiern. Es galt, Armee. Als dieſe vernommen, daß am 24, die erſte fran=
den
überwundenen Feind zu verfolgen; zu verhindern, zöſiſche Kolonne in Eiſenach angekommen ſei und eine
daß er ſich auf ſeiner Rückzugsſtraße dem Rheine zu erhole, zweite und dritte am nächſten und nächſtfolgenden Tage
neu ordne und wieder ſtark werde. Es galt, nachdrängend nachziehen werde, machte ſie ſich am 25. eiligſt nach Langen=
ihn
zu Gewaltmärſchen zu zwingen, auf daß er durch dieſe ſalza auf. Von hier ging am 26. die Reſerve=Kavallerie
und weiter fortgeſetzte Entbehrungen ganz erſchöpft am aller drei Korps der Armee nach dem Hörſelberg vor, die
Rheine ankomme, wo die öſterreichiſch=bayeriſche Armee ankommende feindliche Arrieregarde aufs feindlichſte be=
unter
Graf Wrede ſeine vollſtändige Vernichtung herbei= grüßend. Aber mehr als ein heftiger Gruß wurde auch
führen ſollte.
nicht daraus. Wohl überraſchte man eine jenſeits der
Mangelnde Uebergänge über die Pleiße und Elſter Hörſel bei Sattelſtedt biwakierende feindliche Kolonne,
behinderten den Anfang der Verfolgung, ſo daß die fran= zwang ſie auch nach Eichrodt abzuziehen aber ſie von
zöſiſche Armee auf ihrer tadelloſen Rückzugsſtraße Erfurt ihrer trefflichen Seitendeckung abzuſchneiden und zu ver=
Eiſenach-Fulda-Hanau-Mainz einen Vorſprung von nichten, vermochte man nicht Leipzigs Sieger aber waren
18 Stunden bekam. Am 20. Oktober ſetzte ſich die Haupt= nicht weniger ermattet als Leipzigs Beſiegte; außerordent=
armee
in zwei Kolonnen auf den Straßen Naumburg- liche Tatkraft war auch bei ihnen nicht aufzubringen.
Eckartsberga und Zeitz-Eiſenberg-Jena auf Erfurt, das Zwar verfolgte am 27. das Korps Sacken, focht auch mit
mutmaßliche erſte Marſchziel Napoleons, hin in Beweg= der Arrieregarde, zog in Eiſenach ein und trieb ſie am
ung. Die Kolonne der Naumburger Straße kam nächſten= gleichen Tage bis Berka.
tags bei Köſen ins Gefecht, ward dabei wohl ſelbſt im
Dann verlor man die Fühlung mit dem Feinde und
Vordringen gehindert, hatte aber anderſeits den Franzoſen beſorgte fortab nur noch, Napoleons etwaiges Aus=
den
Uebergang über die Saale vereitelt. Verbündete und weichen vor der öſterreichiſch=bayeriſchen Armee.
Franzoſen verloren je 1000 Mann Tote und Verwundete
und außerdem wurden 649 Franzoſen gefangen genom=
Bayern hatte ſich den Verbündeten alliiert, nachdem
nommen. Am gleichen Tage hatte York von der Schle=
ſiſchen
Armee, die ebenfalls in getrennten Kolonnen, doch Oeſterreich dem Rütlibunde beigetreten war. Bayeriſches
rechts des Feindes auf anderen Straßen zog, ein Gefecht Volk war längſt gewillt geweſen, ſeine im ruſſiſchen Feld=
bei
Freyburg, das Franzoſen und Verbündeten gewonnen zuge umgekommenen 30000 Söhne zu rächen, aber König
erachteten und unter ihre Siege rechneten. Yock verlor Maximilian Joſeph, gelenkt und geleitet von Graf Wrede,
über 800 Mann.
einem Liebling Napoleons, hielt ſich zu dieſem. Bis
Napoleon war nach dieſem im Grunde ergebnisloſen Graf Wrede ſelbſt, Gott weiß aus welchen Gründen, plötz=
Gefechte auf ſeinem Wege nach Erfurt nicht mehr aufzu= lich umſchlug und ſeinen König für die Sache der ver=
halten
; und weil der Oberſtkommandierende Schwarzen= bündeten Völker ſtimmte. Ein kleiner Scharnhorſt, ſchuf
berg mutmaßte, Napoleon werde, durch ſein Erfurter Ma= er in kurzer Zeit eine neue 28000 Mann ſtarke Armee und
gazin neu gerüſtet und geſtärkt, eine Schlacht verſuchen, wurde ſo zu dem Nationalhelden, als den ihn das Bayern=
ließ
er die Kolonnen ſeiner Armee ſich mehr zuſammen= volk noch heute verehrt. Ueber ſeine 28000 Bayern und
ziehen, wobei, um dem Feinde in den=Rücken fallen zu können, beinah ebenſoviel Oeſterreicher, bildend die 52000 Mann

Nummer 200. 1 Ammme
1913.
ſchweigend erwarten. Außland ſei nicht Fraukreich. Sſohrine
werde alſo nicht gelingen, die Dumatribüne auszunutzersß erklärte in
wie ſeinerzeit die Deputiertenkammer für Dreyfus aus
genutzt worden ſei. Eine Duma, die ſich in ein Meetin Iim auszufü
verwandle, müſſe aufgelöſt werden. Graf von Bennigſe=Brſtollaſſe di
(Oktobriſt) erklärte, die Oktobriſten würden für die Dring fns. Dan
lichkeit ſtimmen, aber in der Diskuſſion nicht über demſteuzer
Gegenſtand der Interpellation hinausgehen, da ſie de=
Duma keine Gerichtsbefugnis beimäßen. (Beifall t der Aus
Eejei bad
Zentrum.)
Die Dringlichkeit wurde gegen wenige Stimmen de=sſwerben ſollt
Rechten und die Interpellation ſelbſt mit 149 Stimme=ymnerſtellen,
der Linken und Oktobriſten gegen 106 der Rechten und de==befügung der
Pfitein
Nationaliſten angenommen.
Die Beaufſichtigung der Truſts undißten, wenn
Syndikate. Das Handelsminiſterium hat eine GeMfirminiſter e
ſetzesvorlage ausgearbeitet über die Beaufſichtigung deen Stillen Ozd
Truſts und Syndikate. In der Begründung wird erklärsils in ihren
die Bildung von ſolchen Organiſationen ſei in den kap= Elche die Stc
talienarmen Ländern unvermeidlich und deshalb ſeie=uſr Welt beſäß
jene nicht zu unterdrücken; etwaigen Mißſtänden müſſe je=
doch
vorgebeugt werden. Die Truſts und Syndikate müſſ
* Berlin
ſen nach dem Entwurf der Regierung bekannt gegebeg
Anmlung
werden. Ihre Tätigkeit ſoll der Kontrolle des Stagtesſhaft, über
unterworfen werden.
Mre Auford
Aier heite 150
Amerika.
Wmeine vor
Die Lage in Mexiko. Wie Bryan ankündPzur Verhütl
erteilten Deutſchland, England und Frankreich aufeüben zu ſind
entſprechendes Erſuchen Amerikas die Antwort, die Folidſchnell aufgeg
mulierung irgendwelcher mexikaniſcher Politik Amerksſl. Das Inſt
Vberufene zu
abwarten zu wollen. Dies wird dahin aufgefaßt, daßdllnden von Be=
Vereinigten Staaten den Mächten eine ErklärungsSiſt Dr. Hab
Politik unterbreiten, ſobald eine Beurteilung des Piinſtrument
ganges der Wahlen in Mexiko möglich iſt. Das offizielllebetrieben vo
Pellſchaft ſtol
Erſuchen Frankreichs, die Franzoſen in Mexiko zu ſchützel nem halben
iſt jetzt eingegangen. Im Staatsdepartemen Windung die
erklärt, Amerika werde in dieſer Hinſicht jedes Mitteller meine Ar
wenden. Der Pariſer Matin veröffentlicht hierzu folgen Geſellſchaft.
ſum. Wie id
Note:
Widen iſt, ſoll
In der Unterredung, welche der franzöſiſche Botſchaſ großten Feſſt
ter in Waſhington mit dem Staatsſekretär Bryan ha um die M
wurde von der Note geſprochen und geſagt, daß dieies Ziel kön
einigten Staaten eine endgültige Stellungnahme in
mexikaniſchen Frage erſt einnehmen werden, wenn Präſſiht das Schwa
Uen die Seuck
dent Wilſon aus Alabama zurückgekehrt ſei. Immerhi
hat Bryan den amerikaniſchen Botſchaftern in Euragſtkaiſer Wilhl
ein Telegramm geſandt und ſie von den Grundlagenich erwarte, nän
ſtwird.
amerikaniſchen Politik verſtändigt und ſie gleichzeitig
gefordert, bei den Regierungen, bei welchen ſie akkredien; Könic
ſind, entſprechende Schritte zu unternehmen. Bereits Prädikat
verfloſſenen Freitag teilte der franzöſiſche BotſchafterPauſt von
Staatsſekretär Bryan mit, daß die franzöſiſche Regieruntals Prinz
gewillt ſei, in der mexikaniſchen Politik ſich die le Hoheit,
der Vereinigten Staaten zur Grundlage zu machen.allſte wie den
entſpräche jahrhundertelangen Traditionen. Was üldas Prädik=
Haltung der Londoner Regierung anbetrifft, ſoThronbeſteig
vorausſichtlich die Antwort auf die amerikaniſcheilt=Koburg
ebenfalls ſehr günſtig ausfallen. Deutſchland aber (mnbeſteigun
dem amerikaniſchen Botſchafter in Berlin mitgeteiltn
iſcher Prinz
es die neue mexikaniſche Regierung nicht anerkennen
Aals Herzog
und überhaupt in ihrer Haltung hinſichtlich der maſſall== Titel Hol
ſchen Frage ſich ſolange zurückhalten werde, bisdies
Note von Waſhington erhalten habe.
Auſtralien.
Die künftige Marinepoliti! Neuſee
* Vom
lands. Der Premierminiſter Maſſey gab die Entſchlüſſeſ
der Regierung über die künftige Marinepolitik Neuſee Gaften be
Gefolge
lands bekannt. Er erklärte, es ſei beabſichtigt, dasjetzige Redwig
Subſidienſyſtem aufzugeben und eine größere Verantwom ährten abe
tung zu übernehmen. Die Regierung hoffte, die britiſchg ülck. (Darz
Admiralität würde imſtande ſein, das Abkommen von Orden
ſoßherz
auszuführen und in den Gewäſſern NeuſeelandsArten Joh
Kreuzer der Briſtolklaſſe zu ſtationieren, wofürees Silberne
hmütigen
ſtarke öſterreichiſch=bayeriſche Armee, ward er Oberkon
mandeur, als welcher er am 30. und 31. Oktober bei Hanſeukler nicht höhl
gegen ſeinen einſtigen Protektor und Gönner Napole dem Rhein
zu Felde zog.
Er konnte ihn nicht mit feindlicher Innigkeit in
Arme nehmen und zermalmen, denn er hatte ſich in Napoleon
marſch vor Würzburg unnütz aufgehalten und ſichikeize zurüc
machen laſſen durch Meldungen, Napoleon ſei über00 Man=
lar
abgebogen und gedenke bei Koblenz den RheinWleoniſcher
überſchreiten. Und ſo ſtand Wrede durchaus nichtemſo Mann
ſeinen Streitern erwartend an der Straße vonl nach der
nach Hanau. Und als der Feind hier ſichtbar wurde,hatd bitz geworde
Wrede nur etwa 30000 Mann bei der Hand, die erimd ziehend, ſich
Glauben nur mit Nebenkolonnen der franzöſiſchen Abrger undd
zu tun zu haben ſorglos aufſtellte. Statt bis Gelnhallſſeml Aiſt hätte und
Wälder als Rückenſchutz nehmend, ſtellte er ſich vor Haſſaun=er Dapout
die Wälder vor ſich, auf. So ſtand ſein rechter Flüſen ſtarkes
dicht mit der Naſe vor dem Lamboi=Wald und ül Wit im eigens
außerdem von der Kinzig mitten durchſchnitten, ſe üipe hatte 2
der Feind ſich waldgedeckt auf Naſenlänge ungeſchlt ſſen Gedanken
heranpirſchen und dann rechts und links der Kinzig klfc von ihrem
Waſſertreiben mit dem ganzen Flügel veranſtalten konnt Maquellen Al.
Napoleon erfuhr Wredes Anweſenheit zu ſpät,s
gung w.
mit ſeinen ermüdenden Truppen noch umbiegen zu könneskapitulierte
Darum, ohne auf den Anmarſch nachziehender Koloms
Jaten und
zu warten, wagte er mit 9000 Infanteriſten, 7000 Reiter) Kridiger Ger
und 60 Geſchützen den Durchbruch. Am 30. Oktobenl
Uhr vormittags, hub die Schlacht mit einem Stundeſt; Vürtt=
währenden
Gefecht im Lamboi=Walde an, das unentſchfi=ße, 2 Drezde
tAbzug bei
den blieb. Nun benutzte Napoleon die Deckung des Ve=
des, eine Linie von 50 Geſchützen von der Gelnhauſi=le
Chauſſee bis zum Fellbach=Bach in Stellung zu brings=Prßem Reg
hinter der ſich Kavallerie bereit hielt; eine Bewegung,e oeten 8 ch=
dem
linken Flügel der Wredeſchen Armee galt. Nachdesüche; itulie
die Artillerie dann dieſen Flügel in retirierende Bewegu=. woge=
Wilig, Erft
gebracht, flog die Kavallerie aus dem Walde, brachteſ
mit der den Abzug deckenden Reiterei der Verbündeth ſie‟ Krond=
ins
Handgemenge und warf ſie hinter den Fellbach=Balt: Nord=
zurück
. Viele Hunderte kamen im Waſſer um und als g= nach
rechte Flügel helfend eingreifen wollte, ward auch i beil
erheblicher Verluſt beigebracht. Alſo geſchlagen, mach omn
ſich die Verbündeten auf den Rückzug. Und auch he ſlegte
nächſten Tage waren ſie die erfolglos Angreifenden. Wo
ber
führte Wrede perſönlich den Sturm gegen die Stadt Hanzu
an, aber vergebens. Er ward ſchwer verwundet und murfe
den Oberbefehl an den öſterreichiſchen General Freski,
abgeben. Napoleon aber konnte ſich mit einem weitent
Verluſt von etwa 10 000 Mann, wie er auf Seiten derVerbürc.

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Nummer 260.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Oktober 1913.
Seite 3.
Frinentgtin nene iane Zee
Ernennungen. Se. Königl. Hoheit der Groß= ſſagte, Lord ſei derart gebeſſrt entaſſn, daß er in der
erklärte indeſſen, es ſei ihr nicht möglich, das Abkom=herzog haben den Rechtsanwalt Karl Kleinſchmidt! Lage ſei, ſich wieder ſeinen notdürftigen Unterhalt zu
I auszuführen, und ſie erſetzte die beiden Kreuzer der in Alsfeld zum Notar mit dem Amtsſitze in Groß=Gerau verdienen. Der Provinzialausſchuß wies die Klage
ernannt. Ernannt wurde der ordentliche Profeſſor der als unbegründet ab.
Piſtolklaſſe durch die leichten Kreuzer Pſyche und Py= Staatswiſſenſchaften an der Landes=Univerſität Dr. Auguſt
* Kreisausſchuß. Der Kreisausſchuß des Kreiſes
Aus. Damit ſei Neuſeeland nicht zufrieden. Der Skalweit zu Gießen zum Mitglied der Prüfungs= Darmſtadt verhandelte geſtern nachmittag über die
huzer Philomel werde als Schulſchiff übernommen. kommiſſion für den höheren Finanzdienſt im Nebenamt, Reklamation gegen die Gemeinderats=
t
der Ausbildung neuer Leute werde ſofort begonnen. ſerner der Gerichtsvollzieher mit dem Amtsſitze in wahl in Ober=Ramſtadt. In der am 30. Auguſt
Homberg Friedrich Fritz zum Gerichtsvollzieher mit erfolgten Wahl erhielten die ſünf ſozialdemokratiſchen
ſei beabſichtigt, alle Kriegsſchiffe, welche das Dominion dem Amtsſitze in Bensheim mit Wirkung vom Tage! Kandidaten die höchſte Stimmenzahl, die niedrigſte Stim=
ſperben
ſollte, in Friedenszeiten ſeiner Verwaltung zu des Dienſtantritts ſeines Dienſtnachfolgers.
menzahl erhielt Peter Schulz I. mit 360 Stimmen, wäh=
erſtellen
, während ſie bei einem Kriege unter die direkte
* Uebertragen wurde dem Schulamtsaſviranten rend der Mühlenbeſitzer Eis die höchſte Stimmen=
fügung
der Admiralität kommen würden. Sie ſollten Hermann Roth aus Langsdorf, Kreis Gießen, die zahl mit 342 als bürgerlicher Kandidat erhielt. Die
Admiralität auch zu anderen Zeiten zur Verfügung erledigte Lehrerſtelle an der Volksſchule zu Wettſaaſen,! Reklamation ſtützt ſich nun darauf, daß zwei nicht zur
Kreis Alsfeld.
Wahl Berechtigte, ein Steuerreſtant und ein Wähler, der
ſſten, wenn ſie dringend benötigt würden. Der Pre=
* Perſonalnachrichten der Eiſenbahndirektion nicht in der Wählerliſte ſtand an der Wahl teilnahmen.
erminiſter erklärte ſchließlich, die britiſchen Dominions Mainz. Ernannt: Hilfsrangierführer Niederhöfer! Außerdem habe am Tage der Wahl das ſozialdemokratiſche
Stillen Ozean hätten ſich kein geringeres Ziel geſetzt, in Worms zum Rangierführer; Hilfsbahnwärter Mayer Wahlkomitee am Eingang des Rathauſes ein Plakat auf=
in
ihren Gewäſſern dieſelbe Suprematie zu erlangen, in Armsheim zum Bahnwärter; Weichenſteller Wolf in gehängt, wonach die bürgerlichen Kandidaten Emig und
Biſchofsheim zum Weichenſteller 1. Kl.; die badiſchen Schuhmacher auf die Wahl verzichtet hätten und bitten,
che die Stammesverwandten auf der anderen Seite Eiſenbahnſekretäre Eberle und Konſtanzer in Weinheim von einer Wahl Abſtand nehmen zu wollen. Emig erhielt
Welt beſäßen.
zu Stationskontrolleuren. Verſetzt: Lokomotivheizer 35 und Schuhmacher 50 Stimmen. Die Reklamanten er=
Heiler von Darmſtadt nach Oberlahnſtein; Weichenſteller blicken darin eine Irreführung, denn ohne dieſes Plakat
Friedrich von Walldorf als Eiſ.=Geh. nach Ingelheim; hätten wohl mehrere Arbeiter für Emig oder Schuh=
macher
geſtimmt, die den ſozialdemokratiſchen Kandidaten
* Berlin, 28. Okt. Am Schluß der Hauptver=Lokomotipführer Plantz von Alzey nach Mainz=Kaſtel.
Imnmlung der Kaiſer Wilhelm=Geſell=Der bad. Eiſenbahnaſſiſtent Zirn in Weinheim iſt in abzurechnen ſeien. Der Kreisausſchuß gab der Reklama=
ſaft
, über die berichtet wurde, hielt der Kaiſer eine den Bezirk der Königl. Preuß. und Großh. Heſe tion ſtatt und hob die Wahl auf und verurteilte
ſiſchen Eiſenbahndirektion übernommen worden. Be= die Gemeinde zur Zahlung der Koſten des Verfahrens ein=
ſütze
Anſprache, in der er ſagte: Wir haben bei Dr.
ſchließlich des Vertreters der Reklamanten. Die Witwe
er heute ſchöne Fortſchritte geſehen. Ich freue mich, lohnungen und Auszeichnungen: Der Kaiſer Georg Katzenmaier in Ober=Ramſtadt verfolgt Be=
meine
vor einem Jahre gegebene Anregung, ein Mit: hat den nachſtehend genannten Bedienſteten aus Anlaß ſchwerde wegen verweigerter Armen=
zur
Verhütung der Schlagwetterkataſtrophen in den ihres Uebertritts in den Ruheſtand Auszeichnungen ver=
Aben zu finden, ſeitens Dr. Habers und ſeiner Kollegen liehen: Das Verdienſtkreuz in Silber: Den Lokomotip=unterſtützung. Nach der Angabe der Bürgermeiſterei
hat die Witwe an Invalidenrente und Einkommen ihrer
Achnell aufgegriffen worden iſt und zum Erfolge geführt führern Kipper in Bingerbrück, Stahl in Rüdesheim; Kinder eine monatliche Einnahme von 125,15 Mark. Die
Das Inſtrument, das mir vorgeführt wurde, ſcheint den Zugführern Zehner in Wiesbaden, Gerhardt in Frau gibt an, daß die Aufſtellung um 27 Mark zu hoch
berufene zu ſein; möglicherweiſe iſt es geeignet, Tau= Oberlahnſtein. Das Allgemeine Ehrenzeichen: Dem
Schaffner Mörbel in Bingerbrück, dem Bahnwärter gegriffen ſei. Sie hat zehn Kinder, davon ſieben unter
vierzehn Jahren, und es ſei ihr unmöglich, mit dem
Uden von Bergleuten in Zukunft das Leben zu erhalten. Maurer in Rheindiebach, dem Bahnſteigſchaffner Gelde auszukommen. Der Kreisausſchuß verwirft
iſt Dr. Haber gelungen, den Weg zu finden. Sein Schlaadt in Keſtert und dem Wagenputzer Altenhofen die Klage als unbegründet unter Verurteilung der
Aßinſtrument wird hoffentlich das Feuer aus den Gru= in Weiler.
Abetrieben völlig ausſchalten. Ich glaube, daß unſere
Klägerin in die Koſten des Verfahrens.
g. Der Provinzialausſchuß beſchäftigte ſich geſtern
Mellſchaft ſtolz ſein kann, in der kurzen Zeit von kaum
g. Strafkammer II. Enorme Unterſchlagungen
Am halben Jahre eine für die Menſchheit ſo wirkſame mit zwei Bürgermeiſterwahlen. Am 8. März und Veruntreuungen in Höbe von 82 438,23 Mark
Windung die ihre nennen zu dürfen. Ich ſpreche Drdieſes Jahres fand in Ober=Roden die Wahl des Bürger= waren dem 51jährigen Kaufmann Philipp Adolf Hiller
Per meine Anerkennung aus und gratuliere ihm namens meiſters ſtatt, wobei der Bürgermeiſter Adam Schrod, von Offenbach in der geſtrigen Verhandlung vor der
Geſellſchaft. Zu gleicher Zeit begrüße ich Dr. Waſſer= der dieſes Amt ſchon ſeit neun Jahren inne hatte, mit 353. Strafkammer II zur Laſt gelegt. Der Beihilfe zu dieſen
m. Wie ſchon vorher in genialer Weiſe ausgeführt Stimmen wiedergewählt wurde während ſein Gegenkan= Unterſchlagungen war der 50jährige Kaufmann Karl. Th.
den iſt, ſoll in dem neuen Inſtitut der Endkampf gegen didat Mich. Schwerta nur 137 Stimmen erhielt. Letzterer Heinrich Graun, gebürtig von Langen=Reichenbach und
größten Feinde des Menſchen in Szene geſetzt wer= und Jakob Weber V. legten Reklamation beim Kreisamt wohnhaft in Offenbach, angeſchuldigt. Bis zum Jahre
. um die Menſchen zu ſtärken und geſund zu erhalten. Dieburg ein, indem ſie anführten, der Gewählte habe ſich 1907 betrieb der Angeklagte Hiller gemeinſam mit ſeinem
Aſes Ziel können wir nur von Herzen erſehnen. Es gilt in ſittlicher Beziehung verſchiedenes zuſchulden kommen Vater ein umfangreiches Kohlengeſchäft. In dieſem Jahre
das Schwert zu ſchmieden, mit dem der Endkampf laſſen. Der Kreisausſchuß trat auch in die Prüfung dieſer ging das Geſchäft an den Hauptlieferanten der Firma,
Frage ein und erklärte die Wahl Schrods für ungültig. an Mathias Stinnes in Mülheim (Ruhr), durch Privat=
en
die Seuchen zu führen iſt. Damit wird denn auch
MKaiſer Wilhelm=Geſellſchaft das erreichen, was ich von Auf die Reklamation des Schrod hob der Provinzialaus= vertrag über, ohne daß der Uebertrag im Handelsregiſter
ſerwarte, nämlich, daß ſie ein Segen für die Menſchen ſchuß dieſes Urteil auf und führte in der Begründung gewahrt wurde. Die Firma Stinnes ſetzte den Angeklag=
aus
, daß nach der neuen Landgemeindeordnung noch das ten Hiller als Bevollmächtigten in das Geſchäft ein. Bei
wird.
alte Verfahren beſteht, daß der Kreisrat die Beſtätigung dem Uebergang des Geſchäfts auf die Firma Stinnes
Königliche Hoheit oder Hoheit? Wel=
zu
erteilen oder zu verſagen hat. Der Provinzialaus= blieben noch ungedeckte Forderungen der Firma Stinnes
Prädikat wird dem künftigen Herzog Ernſt ſchuß habe dann weiter zu entſcheiden. Bei der Wahl an Hiller, für die ſich der Angeklagte verpflichten mußte.
auſt von Braunſchweig zukommen? Er führt eines Bürgermeiſters in Froſchhauſen am 19. April Ueber die vereinnahmten Gelder war monatlich, viertel=
als
Prinz von Großbritannien das Prädikat König= führte der bisherige Beigeordnete Roller die Geſchäfte jährlich und jährlich abzurechnen. Der Firma Stinnes
Hoheit, als Herzog von Braunſchweig kommt ihm des Bürgermeiſters. Da in der Landgemeindeordnung war nun aufgefallen, daß die Summe der Ausſtände von
wie den anderen regierenden deutſchen Herzögen beſtimmt iſt, daß der Beigeordnete Wahlvorſteher iſt, be= Jahr zu Jahr enorm geſtiegen war, und bei einer unver=
das
Prädikat Hoheit zu. Ein Präzedenzfall iſt durch ſtimmt der Gemeinderat ein Gemeinderatsmitglied zum muteten Reviſion ergab ſich, daß ein Fehlbetrag von
Thronbeſteigung des jetzigen Herzogs von Sach=Wahlvorſteher, da ja der bisherige Beigeordnete die Bür= 82 438,23 Mark durch jahrelang fortgeſetzte falſche Buchun=
Koburg=Gotha ſchon geſchaffen, der vor ſeiner germeiſtergeſchäfte führte. Roller erhielt 110 Stimmen gen verdeckt worden war. Dem Angeklagten Hiller, der
ſonbeſteigung als Sohn des Herzogs von Albany und und Gärtner 126 Stimmen. Der Kreisausſchuß Offen= ſich nicht um die Buchführung zu kümmern hatte, waren
iſcher Prinz das Prädikat Königliche Hoheit geführt bach hatte der Reklamation des unterlegenen Roller nicht ſeine Veruntreuungen durch die Mithilfe des zweiten An=
als
Herzog von Sachſen=Koburg=Gotha aber geſetzlich ſtattgegeben. Der Provinzialausſchuß hob jedoch das Ur= geklagten Graun möglich gemacht worden. Dieſer hatte
Titel Hoheit führt.
teil des Kreisausſchuſſes auf und erklärte die Wahl für dem Angeklagten Hiller die von dieſem verlangten Gelder
ungeſetzlich, da nach dem klaren Wortlaut des Artikels ausgeliefert und dieſe jeweils dadurch als noch nicht ein=
77, 2 der Landgemeindeordnung der Beigeordnete die Ge= genommen erſcheinen laſſen daß er Einnahmen nicht ver=
Stadt und Land.
ſchäfte eines Wahlvorſtehers auszuüben hat. Die Koſten buchte, ſondern als Ausſtände ſtehen ließ. Ueber die Ver=
des
Verfahrens fallen der Staatskaſſe zur Laſt. Gegen untreuungen wurde ein genaues Geheimbuch geführt. Der
Darmſtadt, 30. Oktober.
den Landarmenverband Darmſtadt klagt der Angeklagte Hiller gab in der Verhandlung an, daß er bald
Vom Hofe. Die Großherzoglichen Herr=Ortsarmenverband Gießen auf Erſatz von Pflege= nach dem Uebergang des Geſchäfts an Stinnes von Graun
ſſäften begaben ſich am Dienstag vormittag 11 Uhr koſten in Höhe von 62,10 Mark, die durch die Aufnahme eine kleine Summe ſich geben ließ, da er die Schulden
M Gefolge im Auto zur Beiſetzung des Prinzen des epileptiſchen Johannes Loeb aus Lauterbach in die ſeines Vaters abzahlen mußte. Später habe er ſich öfter
Awig zu Solms=Hohenſolms=Lich nach Lich und Gießener Klinik für pſychiſche und nervöſe Krankheiten Gelder geben laſſen. Er habe ſehr viel Geld verbraucht,
kühten abends 11 Uhr nach Jagdſchloß Wolfsgarten entſtanden waren. Zuletzt hatte der Armenverband Frank= um ſeinen Söhnen das Studium zu ermöglichen, und auch
Wält.
.(Darmſt. Ztg.)
furt den Loeb verpflegt, dieſer lehnte jedoch die Erſtattung die Operationen ſeiner Frau erforderten viel Geld. Um
* Ordensverleihung. Seine Königl. Hoheit der ab, da die damals entſtandenen Behandlungskoſten vom die Abrechnungen habe er ſich gar nicht gekümmert. Er
Bloßherzog haben dem Bürgermeiſter und Standes= Landarmenverband Darmſtadt unter Anerkennung der glaubt nicht, daß die verbrauchte Summe die angegebene
Alnten Johann Baptiſt Specht III. zu Gaulsheim fortgeſetzten Hilfsbedürftigkeit des Loeb erſtattet wurden. Höhe erreicht habe. Die Firma Stinnes brachte die Sache
A Silberne Kreuz des Verdienſtordens Philipps des Darmſtadt lehnt die Erſtattung aber ebenfalls ab da das nicht zur Anzeige doch kam ſie von anderer Seite zur
Mßmütigen verliehen.
Gutachten des Direktors der Jerenanſtalt in Frankfurt be= Kenntnis der Behörde. Graun iſt vor 18 Jahren einmal
enerenen
n nicht höher und nicht geringer war, nun ungehin= und Oſtfriesland wieder deutſch gemacht und drang noch nur, um den friedenſtörenden böſen Buben Napoleon zu
dem Rheine zuwenden, Deutſchland beſiegt verlaſſend. vor Jahresſchluß in das unbeſchützte Holland ein.
züchtigen. Man warb in Feindesland heimtückiſch um
Dies ſind, in großen Zügen, die letzten kriegeriſchen Verbündete, Bourbonen mit Namen, die ſchon heimlich
Ereigniſſe des Jahres.
aufſtanden gegen Napoleon. So Metternich. Unehre
Napoleon und ſein Hauptheer war ſomit über die
Die verbündeten Armeen waren auf ihren Verfol= ſeinem Andenken. Dieſerhalb, und weil das Blut, in fol=
unze
zurück. Aber 16 Plätze in deutſchen Landen mit gungsſtraßen weitergezogen. Ein Teil der Schleſiſchen genden Kriegsjahren in ſeinem Namen verſtrömte. Er
1000 Mann franzöſiſcher Beſatzung waren noch unter Armee unter St. Prieſt, ging von Eiſenach nach Kaſſel wehrte Blücher nunmehrigen Generalfeldmarſchall, dem
Wleoniſcher Herrſchaft. Und wenn St. Cyr der mit und Blücher ſelbſt, noch immer befürchtend, Napoleon ſteten Vorwärtsdränger in dieſem Kriege, nun vorwärts
0 Mann zur Verteidigung Dresdens zurückgelaſſen werde ſich von ſeiner Straße rechtsſchwenkend in die zu drängen. Durch kurzen Kampf zum endlichen Frie=
nach
der Niederlage der Seinen bei Leipzig ſeinen Büſche ſchlagen, bog von Hünfeld auf Gießen zu. Von den . . . wehrte ihm, rheinab bei Mülheim den Rhein
Mütz gewordenen Stand aufgegeben und, der Elbe ent= der Hauptarmee beſchritt nur eine Kolonne die Flucht= zu überſchreiten, um Holland, die franzöſiſche Verſorgungs=
Aziehend, ſich mit den 16 000 Torgauer, den 3000 Wit= ſpuren der Franzoſen, Straße Erfurt-=Eiſenach-Fulda-kammer für die Verbündeten zu nützen und die belgiſchen
erger und den 18000 Magdeburger Verteidigern ver= Frankfurt; die beiden anderen beſchrieben nördlich und Waffenfabriken für franzöſiſche Neurüſtungen zu ſperren.
Mllt hätte und dann den 36 000 Hamburger Verteidigern ſüdlich, Hersfeld-Alsfeld einerſeits und Meiningen-Ge= Er ließ Napoleon Sammelzeit ordnete an, vorab am
Ur Davout zugeſtrebt wäre, dann hätte ein über 100 000 münden-Schweinfurt-Aſchaffenburg andererſeits, einen Rhein zu ruhen und neu zu rüſten: die böhmiſche Armee
in ſtarkes Heer der Franzoſen den Verbündeten neue Umweg. Staffelweiſe traf ſie, die Hauptarmee, in der am Ober= und Mittelrhein, die Nordarmee am Unterrhein
Meit im eigenen Land gemacht. Doch eine ſolche Ini= alten Krönungsſtadt Frankfurt ein. Die Frankfurter und die Schleſiſche zwiſchen Main und Lahn und ent=
Alpe hatte St. Cyr nicht und auch Davout kam nicht auf machten ſich ein Feſt daraus, Monarchen zu empfangen: warf den diplomatiſch=tückiſchen Manöverierungsfeldzug,
n Gedanken. Und ſo mußte es den verſtreut liegen= am 5. November den Zar, nächſtentags Kaiſer Franz und der die Hauptarmee durch die Schweiz auf das Plateau
von ihrem Lande, von ihrem Kaiſer und von allen am 13. den preußiſchen König. Ferner kamen die von Langces, an die Quelien der Seine und der Marne,
Wquellen Abgeſchnittenen, ſchlimm ergehen. Dresdens verſchiedenen Rheinbundfürſten, eine Sündflut von dirigierte und der ſchleſiſchen Armee, die den Rhein zwi=
Weidigung wurde kriegsgefangen, das verſeuchte Tor= Prinzen und Souveränen frei nach Freiherrn v. Stein ſchen Mannheim und Ehrenbreitſtein zu überſchreiten hatte,
kapitulierte und auch das ſich ſeit langem von Hun= geredet. Württembergs gehaßter Tyrann ward in Gna= andern Weg auf das gleiche Ziel zu wies. Metternichs
Katzen und Mäuſen ernährende Danzig, um das den aufgenommen in das Korps der eucopäiſchen Rache, Wille geſchah, er verſtellte den auf Paris Zudrängenden,
Weidiger General Rapp und Belagerer Herzog Alexan= auch die Kronträger von Baden, Naſſau, Heſſen und Sach= ſchnelle Entſcheidung Suchenden, dem Zar, dem Stein,
lvon Württemberg heldiſch gekämpft, ergab ſich. Hier ſen=Koburg=Gotha. Nicht aber das Oberhaupt der Sach= dem Gneiſenau und dem Blücher, den Weg. Preußens
Ain Dresden hatten die Belagerer den Franzoſen ſen, nicht aber der Großherzog von Frankfurt, nicht der König aber ward wiederum von Zögern und Furcht ge=
llin
Abzug bewilligt. Dieſer aber ward vom Oberkom= Sereniſſimus von Iſenburg und von der Leyen. Mit ihrer hemmt und ſtimmte alſo Metternich bei.
Fern war der Frieden und noch ferner die Verwirk=
ldo
nicht unterſchrieben und darum klagten mit auc franzöſiſchen Liebäugelei daneben ſpekuliert, ward über
Arroßem Recht die nunnehrigen Kriegsgefangenen die ihr Land als Ausgleichsobjekte von den Siegern das Los lichung des deutſchen Gedankens, um deſſentwillen das
Wündeten der Vertragsverletzung an. Andere, kleinere geworfen. Königreich Weſtfalen und Großherzogtum Volk aufgeſtanden, der Sturm losgebrochen war. Denn
e kapitulierten auch noch in den letzten Monaten des Berg aber wurden ihren einſtigen Herzögen zurückgegeben. daß nun die vereinigten Völker Europas ſich bei Teilung
les, wogegen Wittenberg Magdeburg, Hamburg, Der geriebene Metternich ſpaltete mit liſtiger Politik, was der Kriegsbeute in Bälde aufs heftigſte veruneinigen wür=
den
, war damals einigen Gemütern bereits erſichtlich.
zu deutſcher Einheit zuſammenzufinden reif war.
Wburg, Erfurt u. a. ſich erſt 1814 ergaben.
Er leitete auch mal wieder die zu nichts führenden und vielleicht, weil dem deutſchen Michel ſchon ahnte, daß
Der Kronprinz von Schweden hatte nachdem er mit
Ur Nordarmee bei Leipzig ſeine Schuldigkeit getan, Friedensverhandlungen mit Napoleon ein. Wehrte dem er die erſehnte deutſche Einheit nicht erlange, rief er in
Whald nach der Schlachtentſcheidung wieder nördlich ge= Zar und den preußiſchen Generalen, direkt über den Rhein mancher Geſtalt danach. Geſchah doch, daß in Frankfurt
Mädt, weil er ſeine Stunde in punkto Norwegen=Däne= zu gehen und die Vernichtung zu vollenden. Denn ihm zum Profeſſor der Geſchichte und des Staatsrechtes,
gekommen ſah. Des Zaren Widerſtand überwandt und ſeinem Herrn, dem Kaiſer, oder wenn man will, die= Nikolaus Vogt, Offiziere der verbündeten Heere kamen
und ſiegte kurz und bündig, nur 80 ſchwediſche Huſaren ſem und ſeinem Herrn, dem Metternich, war es in dem und frugen, ob Freiherr v. Stein, ſeit Leipzig Zentral=
llüßend
, in dem Scharmützel Skjöldebarnds bei Born= ihrerſeits politiſch betriebenen Kriege nur um das euro= verwalter freigewordenen deutſchen Landes, nach den
päiſche Gleichgewicht zu tun. Nicht etwa ſollten auf er= Reichsgeſetzen zum deutſchen Kaiſer erwählt werden könne,
d über die Dänen.
Des lieben Einverſtändniſſes mit dem Zaren halber, obertem franzöſiſchem Boden Rußland und Preußen ihre Wohl bejahte dieſe Frage der Gelehrte auf das Beſtimm=
Weine Anteilnahme an Napoleons Verfolgung wünſchte, Vorherrſchaft in Europa manifeſtieren. Alſo ward am teſte, aber die Zeit war noch nicht erfüllt. Er, Reichsfrei=
Schwedens Kronprinz bereits unterwegs auf ſeiner 1. Dezember Frankreich aufs höflichſte angekündigt: Kom= herr vom Stein, ſollte, wie wir heute wiſſen, nur die
Viſchen Heeresfahrt, die Nordarmee bei Minden ſich men werde man wohl, aber nicht etwa, um Frankreich Stimme des Rufenden ſein in der Wüſte . . der Vocläu=
An laſſen. Dieſer abgetrennte Teil nun, unter Bülow etwas zu nehmen; etwa den Rhein, Deutſchlands jetzige fer, dem ein Größerer, Vismarck, folgen ſollte.
ſiſlind, war weſtlich gezogen, hatte bald ganz Weſtfalen Grenze zu Deutſchlands Strom zu machen . . ., ſondern

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Oktober
Seite 4.
wegen Unterſchlagung mit vier Monaten vorbeſtraft und mehr vereint durchs Leben gehen, und der fröhliche
verheiratet; er gibt an, daß er das Geld aus Gutmütigkeit! Schwarm tanzfroher Jugend werden mit Recht die Frage
gegeben habe, um dem Hiller gefällig zu ſein und ſeine aufwerfen, ob denn das ſchöne Herkommen geſchwunden
Stellung nicht zu verlieren. Der Staatsanwalt Dr. Leoni ſei, das der überſchäumenden Jugendluſt ſonſt Tür und
beantragt gegen Hiller wegen Unterſchlagung und Ver=Tor zu öffnen pflegte. Auch in dieſer Hinſicht wollen die
untreuung zwei Jahre Gefängnis, gegen Graun acht Mo= Veranſtalter des Deutſchen Feſtes keinen Wunſch unbe=
nate
Gefängnis. Auf die Zeugenvernehmung war ver= friedigt laſſen. An den beiden erſten Feſtabenden, wo ſich
zichtet worden, da die Angeklagten im vollen Umfange Geſchmack und Feinſinn vereinen ſollen und die Erweckung
geſtändig ſind. Die Verteidiger des Angeklagten Hiller, einer weihevollen Stimmung und inneren Sammlung
Rechtsanwalt Dr. Rettenheimer=Frankfurt und Juſtizrat der Mühe Preis ſein ſoll, wäre die Angliederung eines
v. Brentano=Offenbach, erachteten eine Unterſchlagung geſelligen Teiles, über dem die prickelnden Klänge des
nicht für möglich, da Hiller als Geſchäftsinhaber über die Walzers wogen, ein Schlag auf künſtleriſches Empfinden
Gelder augenblicklich verfügen konnte; es liege lediglich und künſtleriſche Erhebung. Die Feierlichkeit und Würde
eine zivilrechtliche Forderung der Firma Stinnes an Hiller der ſzeniſch=muſikaliſchen Veranſtaltungen verbieten ein
vor. Sie beantragten Anrechnung der Unterſuchungshaft. geräuſchvolles Getriebe harmloſer Ausgelaſſenheit. Die
Das Gericht verurteilte den Angeklagten Hiller wegen Vorſtände kommen jedoch den berechtigten Wünſchen der
Unterſchlagung und Untreue zu 1 Jahré Monaten Jugend entgegen durch eine auf heitere Töne geſtimmte
Gefängnis, abzüglich 2 Monate der Unterſuchungs= Veranſtaltung am Sonntag, den 9. November. Dieſer
haft, und Graun wegen Beihilfe dazu zu 5 Monaten geſellige Teil des Feſtes, zu dem die Beſucher einer Feſt=
Gefängnis. Das Gericht iſt der Ueberzeugung, daß vorſtellung freien Eintritt haben, beginnt um 6 Uhr. Das
in der Verhandlung nichts zutage getreten ſei, was er= Muſikkorps des Leibgarde=Regiments wird die Feſtteil=
wieſen
habe, daß der Angeklagte Graun Gelder für ſich nehmer durch ein Promenadekonzert erfreuen, und wenn
verwendet habe. Ein Antrag der Verteidigung, Hiller aus die Tanzkarten mit Namen überſät ſind, wird ein Tanz,
der Haft zu entlaſſen, wurde wegen der Höhe der Strafe über deſſen zeitliche Begrenzung noch nichts verlautet, der
abgewieſen. Das Urteil wurde von beiden Angeklagten Jugend geben, was der Jugend iſt. Alt und jung wird
manch angenehme Ueberraſchung erleben beim Einheimſen
anerkannt.
Nachtrag zur Tagesordnung für die Sitzung der ſchönen Gaben, die namhafte Schriftſteller und Schrift=
der
Stadtverordneten=Verſammlung am 30. Oktober: ſtellerinnen und ihre Verleger für die Verloſung zur Ver=
14. Ausbau des Verbindungswegs vom Bahnhof Kranich= fügung geſtellt haben. Haben doch die freundlichen Geber
ſtein nach der Straße Darmſtadt=Meſſel als Kreisſtraße. nicht nur ihren Namenszug auf das Titelblatt der geſpen=
Goldene Hochzeit. Am 2. November, an ſeinem deten Schrift eingetragen, ſondern auch manch charakteri=

77. Geburtstage, feiert Herr Philipp Schmidt, Mühl= ſtiſches Wort an den unbekannten Gewinner gerichtet.
ſtraße 9, mit ſeiner Gattin das ſeltene Feſt der goldenen
* Zum Vortrag Rund um die Welt (Darm=
Hochzeit. Wenn dieſes Feſt ſonſt ein Freudentag ge=ſtädter Vortragsverband.) Es ſei nochmals
nannt wird, ſo iſt es in dieſem Falle ein Sorgentag, darauf aufmerkſam gemacht, daß der heutige Vortrag des
denn die beiden alten Leutchen ſind natürlich nicht mehr Herrn Hofrat Hugo Edward im Feſtſaale der Turn=
erwerbsfähig
und infolge ihrer vollſtändigen Mittel= gemeinde: Rund um die Welt! pünktlich um 8 Uhr be=
loſigkeit
auf die Mildtätigkeit ihrer Mitmenſchen ange= ginnt und daß der Saal zwecks Vorführung der 150 Licht=
wieſen
. Möge ihnen dieſe an ihrem Ehrentage reichlich bilder gleich nach Beginn verdunkelt werden wird. Da
zuteil werden.
der Abend zum Beſten des Feſthaus=Vereins
* Auszeichnung. Den heſſiſchen Spielſachen Darmſtadt ſtattfindet, wurde er von dem Herrn Ober=
von
Profeſſor Sutter, die bisher auf dem Breuberg bürgermeiſter dankenswerterweiſe von der ſtädtiſchen Bil=
hergeſtellt
wurden, iſt auf der Weltausſtellung in Gent der lettſteuer befreit, in der Erwägung, daß die Anſammlung
Grand Prix zugeſprochen worden. Dieſe Auszeich= des Feſthausbaufonds einem Zwecke dient, der bei ſeiner
nung (um ſo bemerkenswerter, da die Stimmung im all= Verwirklichung der geſamten Bevölkerung der Stadt zu=
gemeinen
den deutſchen Erzeugniſſen wenig günſtig war) gute kommt und deshalb als gemeinnützig anzuſehen iſt.
gewinnt beſonderes Intereſſe dadurch, daß die neu be=
Der Vorſtand des Vereins für Perbreitung
gründete Heſſiſche Spielwaren=Manufaktur in Hahn= von Volksbildung erſucht uns nochmals, darauf auf=
mühle
bei Pfungſtadt, unter der Werkſtattleitung von merkſam zu machen, daß die Teilnehmerkarten für die
Profeſſor Sutter, von nun an unter dem Protek= Beſichtigung des Luſtſchiffes Viktoria Luiſe bis
totat Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs längſtens Donnerstag vormittag am Verkehrsbureau
ſteht, deſſen kunſtſinnige Initiative das heſſiſche Kunſt= einzulöſen ſind, um die Anzahl der zu beſtellenden
gewerbe auf allen Gebieten zu ſo großem Anſehen ge= Sonderzugsfahrkarten noch rechtzeitig nach Vorſchrift
bracht hat.
der Eiſenbahndirektion melden zu können.
* Die letzte Aufführung des Jahrhundertfeſtſpiels
* Turngemeinde Darmſtadt. Die Vorbereitungen für
Aus großer Zeit fand am Dienstag abend in der Turn= das am kommenden Samstag abend ſtattfindende Herbſt=
halle
am Woogsplatz ſtatt. Sie war ſpeziell für Schü=konzert mit Ball der Turnerſingmann=
ler
veranſtaltet. Die Kinder, die mit ihren Lehrern er=
ſchaft
ſind nunmehr ſoweit beendet und laſſen darauf
ſchienen waren, füllten den großen Saal und ſeine Neben= ſchließen, daß die Veranſtaltung eine glanzvolle zu wer=
räume
bis zum letzten Platz. Hatten die Aufführungen den verſpricht. Die Chöre ſind gut eingeübt und als So
ſchon bei den ſeitherigen Feiern ſtets lebhaften Beifall liſten werden außer der Großherzoglichen Hofopernſän=
gefunden
, ſo war es geradezu rührend, zu ſehen, welch gerin Fräulein Hede Schaub noch ſonſtige bewährte
koloſſale Begeiſterung das vaterländiſche Spiel bei den Kräfte für einige unterhaltende Stunden ſorgen.
jugendlichen Zuhörern Schülern und Schülerinnen der
* Heſſiſcher Taubſtummenverband. Freunde mimiſcher
oberen Klaſſen der Volks= und Mitterſchulen auslöſte. Darſtellung machen wir aufmerkſam auf den Unterhaltungs=
Am Schluſſe der Aufführung wurde dem Dichter, Herrn abend, der am Sonntag, 9. November, abends 8 Uhr im
Stadtſekretär K. Göbel, abermals eine prachtvolle Kranz=Kaiſerſaal ſtattfindet, zum Beſten eines Heſſiſchen
ſpende überreicht. Auch der Regiſſeur, Herr Hofſchauſpie=Taubſtummenheims. Es werden zwei Theaterſtücke auf=
ler
Hacker, wurde durch Ueberreichung eines großartigen geführt, eins ernſterer Art: Schickfalsfügungen, ein pan=
Kranzes nochmals ausgezeichnet, der von dem Architekten= tomimiſches Schauſpiel in 3 Akten, gedichtet von einem
und Ingenieurverein Darmſtadt gewidmet war.
Die Taubſtummen und aufgeführt von Taubſtummen aus
bei den lebenden Bildern uſw. ſo oft bewunderten, äußerſt Mainz. Am Schluß des Abends kommt der Humor zu
ſtimmungsvollen Koſtüme wurden ſämtlich von einem ſeinem Rechte in einem pantomimiſchen Scherz, der von
Darmſtädter Geſchäft, und zwar der Theater=Garderobe= Taubſtummen aus Offenbach aufgeführt wird. Außer
Verleihanſtalt A. Getroſt, Rheinſtraße 5, geliefert.
muſikaliſchen Darbietungen in Geſang=, Violin= und Kla=
* Vom Deutſchen Feſt. Man ſchreibt uns: Der Sturm viervorträgen hieſiger Künſtler wird Prof. D. Dr. Diehl
auf Elberts Laden hat begonnen, und die ſtürmiſche Nach= aus Friedberg, früher in Darmſtadt, der ſich um das Taub=
frage
nach Plätzen für die Veranſtaltungen des Deutſchen ſtummenweſen in unſerem Lande ſehr verdient gemacht
Schulvereins am 7., 8. und 9. November mag den uner= hat, eine Anſprache halten. Eintrittskarten ſind in den
müdlich arbeitenden Helferinnen und Helfern ein erfreu= im Anzeigenteil aufgeführten Verkaufsſtellen zu haben.
licher Beweis dafür ſein, daß das Deutſche Feſt von ſei=
Vogelsberger Höhenklub. Die Wanderung,
ner alten Anziehungskraft noch nichts verloren hat. Eine welche der Zweigverein Darmſtadt am kommenden
Anzeige in der heutigen Ausgabe weiſt erneut auf die Sonntag nach Michelſtadt unternehmen wird (vergl.
künſtleriſchen Darbietungen am 7. und 8. November hin. Anzeige in der heutigen Nummer), hat eine kleine
Doch die zahlreichen Paare, die ſich im Kranz der Deutſchen Aenderung gegenüber dem Wanderplan erfahren; ſie iſt
Feſte zum erſtenmal die Hand gereicht haben und nun= der Jahreszeit entſprechend etwas gekürzt worden. Da
kann man ſich leicht einen auch für die andern Farben=
kontraſte
bezeichnenden Begriff machen. (Köln. Ztg.).
Feuilleton.
B. Die größte Waſſerleitung der Welt. In den näch=
* Der neue Halsſchmuck der Pariſerin beſteht aus ſten Wochen, ſpäteſtens anfang Dezember, wird in
einem ſeltſamen Bandgehänge, durchſetzt mit Halbedel= Amerika ein neues gigantiſches Meiſterwerk der
ſteinen. Ein kunſtreich gedrehtes Libertyband wird in den Ingenieurkunſt vollendet ſein, die große neue Neu=
meiſten
Fällen um den Hals gelegt und in regelmäßigen Yorker Waſſerleitung, die einſtweilen den Ruhm
Abſtänden von Knoten durchſetzt. An Stelle dieſer Kno= beanſprucht,
die größte Waſſerleitung der Welt
ten, oder zwiſchen zwei ſolche eingeſchoben, können auch zu werden. Aus den fernen Catskill=Bergen wird in einem
Bernſteinkugeln treten, oder ſolche aus Korallen. Elfen= mächtigen Rohre von nicht weniger als 17 Fuß Durchmeſſer
bein, Opal oder Amethyſten. Die beiden Enden dieſes um das Waſſer für die Neu=Yorker von dem Aſhakan=Reſervoie
den Hals getragenen Bandes treffen vorn zuſammen und über eine Strecke von nicht weniger als 127 engliſchen
werden an ihrem Zuſammenſchlußpunkt meiſt wieder von Meilen nach der Metropole am Hudſon geleitet werden.
einem Steinkügelchen geziert. Dann laſſen ſie die beiden Das Catskill=Aquädukt wird als Leiſtung der Technik
Enden noch einmal wieder etwa in der Länge von 5 Zen= von vielen Fachleuten ſogar höher bewertet, als der Pa=
timeter
frei und einzeln, knoten= und ſteinkugeldurchſetzt, namakanal, wo eigentliche ſchwierigere techniſche Pro=
niederfallen
. Wenn man dieſe eigenartigen Schmuckſtücke bleme nicht zu bewältigen waren und die Bedeutung der
zuerſt ſieht, iſt man nicht gerade von Begeiſterung er= Leiſtung mehr in der entfalteten Tatkraft der Leiter und
griffen. Namentlich wirken ſie höchſt fragwürdig in den in der kühnen Finanzierung liegt. Beim Bau der Neu=
Schaufenſterauslagen, wo ſie aufgereiht nebeneinander= Yorker Waſſerleitung aber mußten ganze Bergketten
hängen, und wo man ſich zuerſt ſtaunend nach ihrer Be= durchſtochen, Flüſſe unterminiert, tiefe und breite Täler
deutung fragt. Ueber den hohen oder ausgeſchnittenen überwunden und ſchließlich ganz Neu=York unteriediſch
Bluſen, auf Kleidern aller Art getragen, aber entwickeln durchquert werden. Wenn in dem Haupt=Reſervoir in
ſie dann einen gewiſſen Reiz. Das kommt namentlich von den Catskill=Bergen das erſte Waſſer abgelaſſen wird,
ihrer Farbenwirkung. Meiſt ſtimmt das verwandte werden drei Tage vergehen, bis die Flut in ihrer Röhre
Seidenband genau in der Tönung mit dem eingefügten die Reiſe nach Neu=York zurückgelegt. Die Leitung wird
Steinſchmuck überein Höchſt ſelten werden hier Farben= täglich 500 Millionen Gallonen Waſſer abzugeben haben:
kontraſte an dem Halsſchmuck an ſich hervorgebracht, Aber für beſondere Fälle große Brände uſw. ſteht noch eine
der Kontraſt zu dem Gewand muß beſonders berechnet Reſerve von 900 Millionen Gallonen zur Verfügung. Das
werden, weshalb natürlich auch jede elegante Frau von Aſhakan=Reſervoir, in dem die Hauptmenge des Waſſers
dieſen neuen Halsketten eine große Anzahl zur Auswahl aufgeſtaut wird, iſt mitten in den Catskill=Bergen errich=
beſitzen
muß. Das iſt auch nicht ſo ſehr ſchwer, da man tet, bedeckt eine Fläche von 8180 acres und vermag
manche dieſer Ketten eigentlich nur aus gedrehtem und 132000 Millionen Gallonen Waſſer aufzunehmen. Der
durchknotetem Seidenband mit nur drei Steinkugeln (eine Bau dieſes Reſervoires erforderte rund 75 Millionen
am Zuſammentreffpunkt) der beiden Teile vorn und zwei Mark; 7 Dörfer mußten vom Erdboden verſchwinden, mehr
kleinere als Abſchluß der herabhängenden Vorderenden) als 2000 Menſchen waren genötigt, ihre Wohnſtätten auf=
fertigt
. Bernſtein, der ja überhaupt ſehr in Gunſt ſteht, zugeben, Dutzende von Meilen weit waren Bahnkörper zu
liefert für dieſe Ketten die meiſten Schmuckkugeln. Seine beſeitigen, Straßen zu verlegen, neue Brücken zu bauen.
verſchiedenen Tönungen von Lichtgelb zu Roſtrot werden Der durch die Felſen im Neu=Yorker Boden gehende
getreulich auch vom Band mitgemacht. Nächſt ihm ſind Tunnel hat eine Länge von 34 engliſchen Meilen und gilt
Korallen am beliebteſten, und dann alle Halbedelſteine, als der größte der Welt. Die Geſamtkoſten der Waſſer=
Auch Skarabäen und ihre Nachbildungen ſah ich grünlich leitung erreichen rund 710 Millionen Mark und ſieben
ſchillernd auf dieſen Bändern. Von der Wirkung bei= Jahre lang war ein Arbeiterheer von weit über 17000
ſpielsweiſe einer ſtrahlendgelben Seiden= und Bern= Köpfen Tag um Tag am Werke, um die Rieſenaufgabe zu
ſteinzier dieſer Art auf einem ſchwarzen Seidengewande bewältigen.

Mumine
1913.
Nummer 260.
ſez ie
ſie in ein Gebiet führt, das der Bogelsberger Höheniunſherin
ben worde
Darmſtadt ſeit längerer Zeit nicht beſucht hat, kannd
Ktätte das
Beteiligung nur empfohlen werden.
Adreßbuch. Der Druckbogen Nr. 13 des Adreßſammen 6
buches für 1914, enthaltend Einwohnerregiſter Riedes’ſtueden erru
Chriſtian, bis Schenck zu Schweinsberg, Freiin, FriederiksDemer, 3.
liegt im Hauptmeldebureau Hügelſtraße 31/33, Zimme=Payer, 6.
Nr. 13, während der Bureauſtunden (8 bis 12 UB=Eckiehübung
vormittags und 2 bis 6 Uhr nachmittags) bis zum Rriegerverein
g. Eber
1. November vormittags zur Einſichtnahme offen.
* Betreten des Exevzierplatzes. Da in letzter Zefilhatronen.
wiederholt militäriſche Uebungen auf den Uebungsplätzes Seinbruchsk
in der Gemarkung Darmſtadt, namentlich auf dem Exemdie Hände
zierplatz am Rheintor, durch das Herandrängen desides Kolonial
Publikums an die Truppen geſtört worden ſind, wird=Eißſtern nach=
einer
Bekanntmachung des Polizeiamtes erneut auf dmlhinter dem
Ptraße. 2
für das Betreten der militäriſchen Uebungsplätze be
Darmſtadt geltende Verordnung hingewieſen. Nach dieſss mit einer ger
Verordnung iſt das Betreten des Infanteriesden Mittel=
dis
Unglit
Exerzierplatzes und der Reitplötze währen
der daſelbſt ſtattfindenden Trappenübuwllen.=Ein u
Glieb wie du
gen, ſowie der Springgärten und der militäriſchen Schießs ſtines Notver
ſtände in der Gemarkung Darmſtadt Zivilperſonenſkankenhauſe
unterſagt. Wer der Aufforderung des Militärs odes v. Gerns
der Polizeiorgane, den betreffenden Platz zu verlaſſentſſtockungge
nicht ſofort Folge leiſtet, oder Springgärten und Schießä de in dieſen
ſtände unbefugt betritt, wird mit Geldſtrafe bis zu 10Mſr ſtreikten u
beſtraft. Es wird dringend empfohlen, die Vorſchriften ſſerehmigt wi
dieſer Verordnung zu beachten, und zwar namentlich wass ſiavon. Dut
den Exerzierplatz am Rheintor betrifft, da, wenndſeart übert=
Uebungen weiter wie ſeither von dem Publikum geſtört ſgeſchickt werd
werden, die Militärbehörde genötigt ſein würde, dassz Eintreffel
treten des Exerzierplatzes überhaupt zue Zuckerrü
bieten.
Anfuhr per A.
Unbeſtellbare Poſtſendungen. Bei der Ober=Pſts lſich noch über
direktion Darmſtadt haben, wie uns mitgeteilt wird,ämm w Auerk
Jahre 1912 28704 Poſtſendungen aus Orten desWahnhofs
herzogtums Heſſen (und zwar: 6708 Briefe, 21476ſt die Eiſenbah
karten und 520 Druckſachen) vernichtet werden müſſen,ſpell ſenzn Umb
ihre Zuſtellung weder an den Empfänger noch anfrtenſchal
Abſender möglich war. Die Zahl der unbeſtellbaren ſier ſtarken
ſendungen hat gegen das Vorjahr erheblich zugenommſtlſa. Oſt mu
Dies iſt insbeſondere auf die unvollſtändige Aufſchut Khalten kon
der Sendungen und die ungenügende Bezeichnungu. Stodk
Abſender zurückzuführen. Wieviel Unannehmlichkellem Ottober,
mögen infolge der Unanbringlichkeit der Sendungen de ſee Hofgut
Empfängern und den Abſendern erwachſen ſein, undi ſoße Jagdſt
viel ungerechte Vorwürfe ſind wohl gegen die Poſthe=eheit der
waltung und ihre Beamten erhoben worden! Esſer Preußen
daher den Briefſchreibern und namentlich den Einliefereim Furcklaug
von Anſichtspoſtkarten von neuem empfohlen, in nn Laubach
auf den Sendungen ſtets Name und Wohnungke Erlaucht
Abſenders handſchriftlich oder durch Abdruck eines Sten=Wt Eichhorn
pels anzugeben, damit ihnen, falls der Empfängerchd Fieraladjut=
ermittelt
wird, die Sendungen zurückgegeben werm Prinzer
können.
Hehl zu
gs. Exploſion. Geſtern abend gegen 7 Uhr entſtenld Pernsheim,
in einem Hauſe der Schulſtraße eine Exploſion, wohl k. Erzhau
ein Arbeiter mehrere BrandwundenEen Jahren
Geſicht davontrug. Der Verunglückte wurde nach nslFeigen Kirch
legung eines Notverbandes von der Rettungswache mit= Eſm alle
tels Krankenkraftwagens in das Städtiſche Krankenhall iie Kirckenn
gebracht. Wie wir noch hierzu erfahren, hate=Kirchenul
beiter Waſſer in das Kloſett geſchüttet und danach iheute vor
einem Streichholz hineingeleuchtet. Das Waſſer enblele crn Philip=
anſcheinend
Chemikalien, die die Exploſion veruAin aus Kle
Mauf verſt
* Kinotheater. Man ſchreibt uns: Pegonitn Heuba
ſaltomortale, die in den letzten Wochen dehieſigen
ſprächsſtoff in der ganzen Welt bildeten, kann manſetzt Maunmel
auch in Darmſtadt bewundern, und zwar ohne befülhlen
hig
zu müſſen, daß einem der Flieger in höchſteigenerlſonhs Pilau=
auf
den Kopf fallen könnte. Der nimmer raſtende Filneruſn 102
war natürlich am Werke und hat am Sonntag ſämliche Noch nich
etſche
Todesfahrten des franzöſiſchen Piloten, die er fürAne
Rieſenſumme auf dem Johannisthaler FlugplatzPfirſich=
zirka
einer halben Million Menſchen ausführte, in le Mtime; m
züglichen Bildern aufgenommen. Die Bilder werden lüß Bumen.
Wormi
lich im Uniontheater gezeigt und erregen die ſchönenue
ſg.)
nahmen allgemeine Bewunderung.
Oberbün
* Nieder=Ramſtadt, 29. Okt. (Schießendesasede Dr. W
gervereins.) Obwohl der hieſige Kriegerverein elſtude er nac
ſeit kurzer Zeit die Handhabung des Schießgewehrsmindas
Mtaligioſen
ſcharfer Munition eingeführt hat, iſt die Beteiligungees
fht ein
Aber.
ml. Der imitierte Pferdebiß. Wie erfinderiſchdie Aleine
die Verbrecher macht, lehrt folgendes Beiſpiel zweiern
liſcher Gentlemen, die einen ganz neuen und eigenartigen Bauſu
r Anle
Schwindeltrick in Brüſſel zur Ausführung brachten.ie
hatten ſich zu dem Zweck einen Stempel anfertigen laſſee Mit
ie ſelbſt
mit deſſen Hilfe man auf dem Arm die naturgetreue Wundes
eines Pferdebiſſes herſtellen konnte. Bei ſinkender Nachtd ſr. den P
bauun
näherten ſie ſich einem Droſchenhalteplatz, und währende Erwe
der eine das Pferd am Zügel faßte, ſtieß der andere eineng
*165. Die
markerſchütternden Schrei aus. Den herbeieilenden Lelles rde beſch
ten erzählte der das Pferd haltende Mann, daß ſeind
Freund ſoeben von dem Gaul kräftig in den Arm gebiſſen lch, 20
ſei. Der Kutſcher proteſtierte entſchieden und verbürgtesn geſter=
ſich
für die Gutartigkeit ſeines Pferdes Inzwiſchenag Landeg
laechmi
auch ein Schutzmann herangetreten. Der angeblich es
en Lu=
biſſene
ſtreifte den Aermel herauf, und zeigte dem Hüler
and. Pri
des Geſetzes das Wundmal. Einem ſolchen Beweis gegen=
als
.
über gab es keine Einrede. Der Schutzmann nahm einn=
bete

Protokoll auf, und kurze Zeit darauf wurde der akmes
Droſchenkutſcher verurteilt, dem Verletzten ein Schmer== As, Die 2
zensgeld von 200 Francs zu zahlen Aber der Krug gehtleltin
ſolange zu Waſſer, bis er bricht. So geſchah es auch hiek=
Die beiden findigen Burſchen wurden in dieſen Tagen ebahr
Froß
entlarvt und können jetzt im Gefängnis ſich den Kopf üben
einen neuen Trick zerbrechen.
Glückliche Väter Bei den ſiebenten Söhnen dess
Ackerwirtes Pluta in Waleranowo bei Krotoſchin, dess
Grundbeſitzers Malinowski in Sokolowo bei Schwarzen=
au
. des Schuhmachers Remblewski in Koſchmin und des
Schiffseigners Hoppe in Bromberg hat der Kaiſer Paten= angenommen und unter Ueberweiſung eines Paten= von je 50 Mark die Eintragung des kaiſerlichen= Ege=
Namens in das Kirchenbuch genehmigt.
* Nieder mit den Hutfedern! Bei der Ankunft desn
Lloyddampfers Kronprinzeſſin in Neu=York ſchnittenn
wie der Berl. Lokalanzeiger meldet, die Zollbeamten den
an Land gehenden Damen die Federn von den Hüten. Die=
Frauen proteſtierten heftig, einige vergoſſen bittere=
Tränen.
* Die Theaterkritikerin. Wie finden Sie das Stückl
gnädige Frau? Abſurd! Da leſe ich im Theaterzettell
daß zwiſchen dem erſten und dem zweiten Akt drei Monate
vergangen ſein ſollen und die Heldin trägt noch dense
ſelben Hut!

[ ][  ][ ]

260

u

1

Nummer 260.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Oktober
ſis ſteigende geweſen. An den füinf Schießtagen ſind
(* Büdingen, 2. Ot. 41 Vökterſchlachteichen
m den Mitgliedern nicht weniger als 575 Schüſſe abge= bezw. Linden wurden am 18. und 19. dieſes Monats in
ben worden. Wie ernſt die Sache gehandhabt wird, den Gemeinden des Kreiſes gepflanzt.
ſigte das Schießreſultat am Schlußſchießtage. Es waren
ſſammen 6 Ehrenſcheiben von Mitgliedern geſtiftet. Sie
ſurden errungen von: 1. Förſter Harniſch, 2. Vorſteher
Reich und Ausland.
ſenner, 3. Philipp Gruß, 4. Briefbote Fornoff, 5. Adam
ayer, 6. Gaſtwirt Joſ. Vogt. Mit Einführung der
Aus der Reichshauptſtadt, 28. Okt. Während ſich die
lchießübung iſt auch der Beſtand der Mitglieder des deutſche Aerzteſchaft zum Kampf gegen die Krankenkaſſen=
ſiegervereins
von 80 auf 103 geſtiegen.
verbände rüſtet, iſt es in der Reichshauptſtadt nach langen
g. Eberſtadt, 29. Okt. (Spielen mit Spreng= und ſchwierigen Verhandlungen unter ſtändiger Vermitte=
hatronen
.) Dem ſechsjährigen Sohn eines hieſigen lung des Oberreichsverſicherungsamtes zu einem fried=
Lteinbruchsbeſitzers war eine Sprengpatrone in lichen Vergleich zwiſchen den größten Berliner Kran=
ſe
Hände geraten, die er ſchließlich dem 15jährigen Sohn kenkaſſen und den im Berliner Zentralverband ver=
s
Kolonialwarenhändlers Matthes gab. Dieſer legte einigten Kaſſenärzten gekommen. Damit iſt aber
ſtern nachmittag die Patrone in ein angemachtes Feuer der Friede durchaus nicht auf der ganzen Linie geſchloſſen,
Inter dem elterlichen Hauſe in der Alten Eberſtädter der Konflikt mit der Großen Berliner Straßenbahn wird
traße. Wie zu erwarten war, explodierte das Geſchoß dadurch nicht berührt. Auf dem deutſchen Aerztetag war
ſit einer gewaltigen Detonation und zerriß dem Jungen den Berliner Aerzten angeſichts der hier herrſchenden
In Mittel= Zeige= und Ringfinger der rechten Hand. troſtloſen kaſſenärztlichen Verhältniſſe von vornherein für
as Unglück hätte leicht noch ſchwerere Folgen haben kön= ein eigenes Vorgehen Generalpardon gegeben worden.
In.=Ein unmittelbar neben dem Matthes ſtehendes Kind Am 1. November wird im deutſchen Zahnärztehauſe die
ſieb wie durch ein Wunder verſchont. Nach Anlegungzahnärztliche Verſuchsſtation eröffnet, welche
inies Notverbandes wurde Matthes nach dem Städtiſchen der Prüfung und Begutachtung von Medikamenten, Ma=
terialien
und Inſtrumenten dienen ſoll Ein unge=
frankenhauſe
in Darmſtadt gebracht.
W. Gernsheim, 29. Okt. Eine große Betriebs= wöhnlicher Kongreß findet im Reichstagsgebäude
ſſockung gab es dieſer Tage in der hieſigen Zuckerfabrik. vom 29. Oktober bis 2. November ſtatt. Dort werden in
ie in dieſem Jahre zum erſtenmal tätigen Saiſonarbei= dem Kuppelſaal, den Wandelgängen, im Bismarck= und
Pſtreikten und verlangten Lohnerhöhung; als dieſe nicht Moltkeſaal uſw. die hervorragendſten Vertreter aller der=
ſnehmigt
wurde, liefen ſie bis auf einen kleinen Reſt jenigen Pflanzenfamilien ſich zu einem Stelldichein ver=
ſammeln
, welche zur Herbſtzeit im freien Lande wie unter
dvon. Durch die Anfuhr der Rüben war der Bahnhof
ſrart überlaſtet, daß ganze Wagenzüge bis Käferthal Glas ihren Blumenflor entfalten. Von den großen Locken=
ſſchickt
werden mußten, wo ſie ſo lange ſtanden, bis durch köpfen des vielſarbigen Chryſanthemums bis herunter zu
den zarten einfachen Herbſtaſtern, von dem unſcheinbaren
s Eintreffen von 50 neuen Arbeitern die Verladung Alpenveilchen, wie es in ſeiner Heimat vorkommt, bis
r Zuckerrüben wieder aufgenommen wurde. Außer der
ſrfuhr per Wagen und Schiff werden durchſchnittlich täg= zu den ſtaunenswerten Cyelamen=Neuzüchtungen der letz=
ten
Jahre, von Begonien, Bromeliaceen, Farnen, Pri=
ſſh
noch über 100 Eiſenbahnwaggons Rüben verarbeitet. meln, Gladiolen und den reichen Sortimenten der ſo be=
W Auerbach, 29. Okt. (Verbeſſerungen im liebten Stauden wird Außerordentliches zu ſehen ſein.
ſahnhofsgebäude.) Einem großen Uebelſtand hat Die Ausſtellung iſt von 107 Uhr geöffnet. Eintritt 1 M.
Eiſenbahndirektion Mainz jetzt abgeholfen; durch einen
Leipzig, 29. Okt. (Zurückgewieſene Orden.)
llinzn Umbau am Bahnhof iſt ein zweiter Fahr=
Artenſchalter geſchaffen worden, der für den hieſi=! Der Geheime Hofrat Clemens Thieme hat den ihm aus
n ſtarken Fremdenverkehr ſchon ſeit Jahren erforderlich Anlaß der Einweihung des Völkerſchlachtdenkmals vom
ſr. Oft mußten Reiſende, da ſie keine Fahrkarten mehr Kaiſer verliehenen Roten Adlerorden zurückgewieſen.
Ferner wird mitgeteilt, daß auch der Oberbürgermeiſter
ſalten konnten, bis zum nächſten Zug zurückbleiben.
Dr. Dittrich den ihm verliehenen Kronenorden Klaſſe
M. Stockſtadt, 29. Okt. (Jagd.) Donnerstag, den
nicht angenommen hat, mit der Begründung, daß ihm nach
Oktober, findet auf dem bei Stockſtadt a. Rh. gelege= den Orden, die er ſchon beſitze, eine höhere Auszeichnung
in Hofgut des Freiherrn von Heyl die diesjährige erſte
zukomme.
ſoße Jagd ſtatt. Als Schützen ſind anweſend: Se. Königl.
Braunſchweig, 28. Okt. (Prozeß Buſchhorn.)
Pheit der Großherzog von Heſſen, Prinz Heinrich Die Frau des Eiſenbahnaſſiſtenten Buſchhorn, die ſich
hn Preußen, Se. Durchlaucht Fürſt Leiningen, Se. wegen Ermordung des achtjährigen Tiſchlerſohnes Gen=
Lrchlaucht Fürſt Birſtein, Se. Erlaucht Graf Wilhelm tes zu verantworten hatte, wurde von den Geſchworenen
In Laubach, Se. Erlaucht Graf Kuno zu Stolberg=Roßla, des Totſchlags unter Verſagung mildernder Umſtände
E. Erlaucht Graf Görtz, General von Heyl, Exzellenz für ſchuldig erklärt. Das Urteil lautete auf 14 Jahre
In Eichhorn, Armee=Inſpekteur, Exzellenz von Hahn, Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverluſt.
Pneraladjutant des Großherzogs von Heſſen, der Adjutant
Hamburg, 28. Okt. (Eine eigentümliche Ueber=
Prinzen Heinrich von Preußen, Exzellenz Freiherrtretung des Reichspoſtgeſetzes) kam heute vor
In Heyl zu Herrnsheim, Baron Cornelius von Heyl zu dem Schöffengericht zur Aburteilung. Vor längerer Zeit
ſrrnsheim, Baron Ludwig von Heyl zu Herrnsheim.
entdeckte die hieſige Poſtverwaltung, daß ſich auf dem
k. Erzhauſen. 28. Okt. (Neue Kirchenuhr.) Seit Dache der engliſchen Kirche am Johannisbollwerk zwi=
len
Jahren ſchlägt heute wieder zum erſten Male vom ſchen dem Fahnenmaſt und dem Schornſtein eine An=
kſigen
Kirchturm die Kirchenuhr. Der Ortsvorſtand iſt tenne für drahtloſe Telegraphie befand. Eine Genehmi=
hem
allgemeinen Wunſche nachgekommen und hat eine gung hierzu war nicht eingeholt worden. Zunächſt ſtellte
ſue Kirchenuhr angeſchafft. Dieſelbe iſt aus der bekann= ſich Spionageverdacht ein, dann wurde feſtgeſtellt, daß die
Kirchenuhrenfabrik J. F. Weuhle in Bockenem a. Harz. Funkſpruchſtation, der die Antenne diente, in dem engli=
Heute vormittag wurde das 2jährige Kind desſſchen Seemannsinſtitut von einem an der Kirche
rn Philipp Wannemacher hier von einem Krautfuhr=
tätigen
engliſchen Geiſtlichen eingerichtet worden war, und
Un aus Klein=Gerau überfahren. Es iſt kurze Zeit daß ſie hauptſächlich dazu diente, Meldungen einkommen=
frauf
verſtorben.
der engliſcher Seeſchiffe aufzufangen, die man im Inter=
R Heubach, 28. Okt. (Obſtbaumzählung.) Die eſſe der engliſchen Miſſionsanſtalt verwandte. Natürlich
hieſiger Gemarkung vorgenommene Obſtbaumzählung wurden auch andere Meldungen aufgefangen, ſo z. B.
ſnunmehr beendet und ergab folgendes Reſultat: 1. Er=
ſßtesfähig
: 2500 Aepfel=, 1658 Birnen= 1379 Zwetſchen= allgemeine Nachrichten von der Nordſeeſtation Norddeich.
Die Angeſchuldigten, Paſtor Selay und Verwalter Olſon,
d Pflaumen=, 112 Kirſchen=, 7 Aprikoſen=, 4 Pfirſich= entſchuldigten ſich mit Unkenntnis des Geſetzes und da=
ſſe
102 Walnußbäume, zuſammen 5762 Obſtbäume. mit, daß ſie ohne perſönliche Vorteile zu reinen Miſſions=
looch
nicht ertragsfähig: 2474 Aepfel=, 1075 Birnen=, 471
tſchen= und Pflaumen=, 312 Kirſchen=, 4 Aprikoſen= 10 zwecken gehandelt hätten. Das Gericht erkannte auf Ein=
ſitſich
= und 26 Walnußbäume, zuſammen 4374 Obſt= ziehung der Anlage und eine kleine Geldſtrafe.
Prag, 29. Okt. (Korruptionsſkandal.) Gro=
llumne
; mithin ein Geſamtreſultat von 10134 Obſt=
ßes
Aufſehen erregt ein umfaſſender Korruptionsſkandal,
umen.
Worms, 28. Okt. (Aus der Stadtverwal= in den ein großer Teil der Prager Stadtverordneten ver=
g
.) In der heutigen Stadtverordnetenſitzung teilte wickelt iſt. Die Deutſchfeindlichkeit der auf dem Prager
Oberbürgermeiſter Köhler mit, daß der Stadtverord= Rathaus herrſchenden tſchechiſch=chauviniſtiſchen Gruppe iſt
ſſie Dr. Weidenhammer ſein Mandat niedergelegt habe, von den Deutſchen wiederholt erörtert worden. Die Ge=
er
nach München verzogen ſei. Für die Ausſtellung meinde hatte nun ein auf 300000 Kronen geſchätztes Ge=
as
Kind wurden 500 Mark Zuſchuß bewilligt. Der lände für die ſtädtiſche Gasanſtalt für 1½ Millionen Kro=
ſſtireligiöſen
Gemeinde wurde für den Religionsunter= nen erworben. Dieſe Ueberbietung veranlaßte eine Straf=
ht
ein Zuſchuß von 300 Mark gewährt, gegen 200 Mark anzeige wegen Annahme von Beſtechungsgeldern. Es
ſther. Der Bau eines dreiteiligen Arbeiterhauſes, das wird dem Bürgermeiſter Dr. Groſch und anderen ſtädti=
ſleine
Wohnungen enthalten ſoll, wurde beſchloſſen und ſchen Beamten vorgeworfen, 300000 Kronen Proviſion
Bauſumme von 37100 Mark bewilligt. Die Aufnahme erhalten zu haben. Einer hat bereits auf alle Würden
der Anleihe von 3½ Millionen wurde beſchloſſen und verzichtet, einer hat ein Sanatorium aufgeſucht. Weiter
*s Miniſterium um Genehmigung erſucht. Die Auf= haben die Stadtverordneten beſchloſſen, den Abgeord=
Uhme ſelbſt erfolgt bei günſtigerer Lage des Geldmarktes, neten Profeſſor Maſaryk zu verklagen, weil er in einer
n den Plänen für die nächſte Zeit wurden genannt: Wahlrede erklärte, im Prager Rathauſe ſäßen 10 Diebe.
Linköping, 28. Okt. (Das Eiſenbahnunglück
Erbauung einer neuen Volksſchule, eines Rheinbades,
Erweiterung des Elektrizitäts=, Gas= und Waſſer=bei Malmſaett.) Das Gericht hat heute das Ur=
hrkes
. Die definitive Beſetzung von 4 Lehrerſtellen teil in dem Prozeß des vorjährigen Eiſenbahnunglücks
bei Malmſaett gefällt. Aſſiſtent Kjellſon, von dem ange=
ſrde
beſchloſſen.
Lich, 29. Okt. (Beiſetzung.) In allen Straßen nommen wird, daß er das Unglück verſchuldet hat, er=
nen
geſtern die zahlreichen Flaggen in den ſolmſiſchen, hielt fünf Monate Gefängnis und eine Geldſtrafe von 225
ſt Landes= und den Reichsfarben auf Halbmaſt gehißt, da Kronen. Außerdem hat er an die Staatskaſſe einen Scha=
NNachmittage die Beiſetzung des am Freitag verſtorbenen denerſatz von 172574 Kronen zu zahlen. Stationsvor=
ſinzen
Ludwig zu Solms=Hohenſolms=Lichſteher Högſtröm erhielt eine Geldſtrafe von 450 Kronen
ſttfand. Prinz Ludwig, Preußiſcher Rittmeiſter a. D., hat und Aſſiſtent Erikſſon eine Geldſtrafe von 227 Kronen.
als junger Gardedukorps=Offizier am Feldzug Der Lokomotivführer des verunglückten Zuges wurde
/71 beteiligt und war Inhaber des Eiſernen Kreu= freigeſprochen.
CK. Paris, 29. Okt. (Das Reiterſtandbild
Die Beiſetzungsfeierlichſeiten begannen mit einer
dacht in der Marienkirche, wo die Leiche im Chor in König Eduards VII. in Paris.) In den nächſten
em Meer von Kränzen und Blumen ſeit Montag abend Tagen, ſpäteſtens im Laufe der kommenden Woche, wer=
gebahrt
war. Zahlreiche hohe Verwandte, darunter den die Pariſer ihrem einſt ſo gern und häufig geſehe=
Großherzog und die Großherzogin von nen Gaſte ihre Huldigung darbringen können: in der
bſſen viele hohe Offiziere und Beamte hatten ſich Straße, die ihren Namen nach dem dahingegangenen
der Feier eingefunden, an der ſich auch die Gemeinde Vater König Georgs erhalten hat, wird das große Rei=
ſik
beteiligte. Stiftsdechant Klingelhöffer hielt die tief= terſtandbild Eduards VII. aufgeſtellt werden. Das mäch=
ſpfundene
Trauerrede. Nach der kirchlichen Feier be= tige Bronzeſtandbild, eine Arbeit des Bildhauers Lan=
Late ſich ein ſtattlicher Trauerzug, an dem ſich außer den dowski, zeigt den Monarchen in der Uniform eines bri=
dtragenden
noch die fürſtlichen Beamten und Diener, tiſchen Feldmarſchalls, mit Reitſtiefeln, Sporen und
Gemeinderat, die Vereine der Stadt und viele ſonſtige Federhut. Das Pferd ſoll eine genaue Kopie des Lieb=
dtragende
beteiligten, unter den Trauerklängen der lingspferdes König Eduards ſein. Einſtweilen freilich
ſeßz ener Regimentskapelle durch die obere Stadt nach der wird das Reiterſtandbild ſich noch den Blicken der Pa=
Bgräbnisſtätte der Fürſtlichen Familie in der Nähe des riſer entziehen, unter Tüchern verhüllt, wird es noch einige
dtiſchen Friedhofs. Mitglieder des Kriegervereins be= Wochen auf ſeine feierliche Einweihung warten müſſen,
ſiteten den von 4 Pferden gezogenen Leichenwagen und die wahrſcheinlich am 15. Dezember ſtattfindet.
Bourges, 29. Okt. (Eine furchtbare Szene)
ſgen dann den Sarg zur Gruft, wo Stiftspfarrer Frey=
die
Leiche einſegnete. Der Geſangverein Cäcilia ſpielte ſich geſtern abend im hieſigen Schwurgerichtsſaal
ßg am Grabe, während der Kriegerverein das Ehren= ab. Der Gasarbeiter Gilardin war infolge einer von ſei=
nen
beiden Söhnen erſtatteten Strafanzeige unter der
ßer abgab.
(*) Alsfeld, 28. Okt. Getötet wurde beim Bahnbau Anklage der Ermordung ſeiner Gattin vor den Geſchwo=
21jährige Arbeiter Karl Eiffert aus Schwarz. Eiffertrenen erſchienen. Als dieſe nach einer zweitägigen Ver=
br
als Bremſer an einem Materialzug tätig. An ab= handlung ſeinen Freiſpruch verkündeten, erhob ſich der
ſiſſ iger Stelle brach die Bremſe; Eiffert ſtürzte aufs ältere Sohn des Angeklagten, namens Marcellin, und
Lis und mehrere Wagen gingen über ihn, ſo daß er ſo= feuerte auf ſeinen Vater einen Revolverſchuß ab, der
ſeine Hand durchbohrte. Marcellin wurde verhaftet und
tſtarb.

1913.
Seite 5.
troß der Biten ſeines Baters nach dem Unterſüuchungs=
gefängnis
abgeführt.
Brüſſel, 28. Okt. (Brand in der Genter Aus=
ſtellung
.) Die Genter Weltausſtellung iſt heute von
dem vierten Brande ſeit ihrer Eröffnung heimgeſucht
worden. In dem Teil der Ausſtellung, in dem die Ver=
gnügungsetabliſſements
untergebracht ſind, brannte das
bayeriſche Reſtaurant und Konzertlokal Kulmbach nie=
der
.. Außerdem wurden durch die Löſcharbeiten zwei in
der großen Ausſtellungsſtraße gelegene Häuſer erheblich
beſchädigt. Nach zweiſtündigen Bemühungen war die Ge=
fahr
eines Umſichgreifens des Brandes beſeitigt. Der an=
gerichtete
Schaden beträgt etwa 200000 Mark. Eine ganze
Reihe von Unternehmungen habe ihre Zahlungen ein=
ſtellen
müſſen.
London, 28. Okt. (Brandſtiftung.) Shirley
Mancor, ein großes, bei Bradford gelegenes, unbewohn=
tes
Gebäude, wurde heute vormittag durch Feuer
erſtört. Agitationsſchriften von Anhängerinnen des
Frauenſtimmrechts wurden am Brandort gefunden.
Trinidad (Colorado), 28. Okt. (Streikkämpfe.)
Zwiſchen ſtreikenden Bergleuten und Wächtern hat auf
einer Kohlengrube in der Nähe von hier ein dreiſtün=
diger
Kampf ſtattgefunden. Der Gouverneur beor=
derte
Miliz nach dem Schauplatz. Ueber die Zahl der
bei dem Kampfe Getöteten und Verletzten gehen die Mel=
dungen
auseinander. Nach einer Meldung wurde ein
Wächter getötet, nach einer anderen Meldung ſind mehrere
Bergleute getötet und verletzt worden. Die Ausſtändigen
ſind zumeiſt Griechen, die kürzlich aus dem Balkan hier=
her
zurückgekehrt ſind. Sie hatten Kompagnien gebildet
und militäriſche Uebungen abgehalten.
Parlamentariſches.
* Der Abg. Molthan hat mit Unterſtützung der
Zentrumsfraktion in der Zweiten Kammer einen An=
trag
eingebracht, der eine Reviſion des Ge=
meindeſteuergeſetzes
in Bezug auf die Veran=
lagung
zur Grund= und Gewerbeſteuer verlangt. Die Re=
gierung
ſoll erſucht werden, noch auf dieſem Landtag den
Kammern eine Vorlage zugehen zu laſſen, die gegenüber
den durch das neue Gemeindeſteuergeſetz hervorgerufenen
Verſchiedenheiten in den Gemeindeumlagen, von denen
zahlreiche Steuerpflichtige ungerecht betroffen werden, fol=
gende
Aenderungen und Erleichterungen herbeiführt: 1.
Daß bei den in der Nähe der Städte gelegenen Grund=
ſtücken
, die bereits zum Gegenſtand der Terrainſpekulation
geworden ſind, nur ein Mittelwert zwiſchen gemeinem
Wert und Ertragswert zu verſteuern iſt, wenn die Grund=
ſtücke
im landwirtſchaftlichen Betriebe des Eigentümers
bewirtſchaftet werden; 2, daß bei der Veranlagung zur
Gewerbeſteuer den Steuerveranlagungsbehörden die Mög=
lichkeit
gegeben wird, bei allzu ſtarker Belaſtung des
Steuerpflichtigen die Veranlagung in der Weiſe vorzu=
nehmen
, daß bei Berechnung des nach Artikel 11 des Ge=
meindeſteuergeſetzes
in Anſchlag zu bringenden Ertrags=
zuſchlages
eine entſprechende Ermäßigung unter die in
obigem Artikel genannten Zuſchlagsſtufen eintritt.
Die Kataſtrophe des Marine=
luftſchiffes
K 2.
* Berlin, 29. Okt. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung ſchreibt: Die amtlichen Ermittelungen
über die Entſtehungsurſache der Kataſtrophe
des Marineluftſchiffes L. 2"
ergaben Nach=
ſtehendes
: Die Bildung eines luftverdünnten Raumes in
der vorderen Gondel wurde hervorgerufen durch die bei
dieſer Konſtruktion erſtmals angewandte Art des an der
Vorderſeite der Gondel befindlichen Schutzſchirmes und
das Anſaugen des an der Unterſeite des Luftſchiffes aus=
tretenden
Gaſes und die Entzündung des in die Gondel
hineingeſogenen Gasgemiſches durch einen Funken am
Motor. Die Entſtehungsmöglichkeit einer ſolchen vex=
hängnisvollen
Saugwirkung bei dieſem neuartigen Schutz=
ſchirm
haben weder die Konſtrukteure der Marine noch die
der Zeppelingeſellſchaft vorausgeſehen. Bis dahin hatte
ſich die bisherige Schutzſchirmkonſtruktion durchaus be=
währt
. In verſchiedenen Veröffentlichungen äußerten
Fachmänner und Laien ihre mutmaßlichen Anſichten, und
unkontrollierbare Gerüchte entſtanden. So ſoll der mit
dem Luftſchiff umgekommene Maſchiniſt Laſch vor dem
Aufſtieg die Offiziere darauf aufmerkſam gemacht haben,
daß die Motoren nicht in Ordnung ſeien, die Offiziere
aber hätten auf die Fahrt beſtanden mit der Begründung
der Anweſenheit der Abnahmekommiſſion. Für die Rich=
tigkeit
eines ſolchen an ſich wenig glaubwürdigen Vor=
ganges
fehlt nicht nur jede Unterlgge, ſondern es iſt feſt=
zuſtellen
geweſen, daß das Verhälten der Motoren vor
dem Aufſtieg einwandfrei geweſen iſt. Weiter ſoll die
Zeppelingeſellſchaft ſelbſt, insbeſondere der Luftſchiffkapi=
tän
Gluud, die ſchwerſten Bedenken gegen die angeblich
von der Marineverwaltung geforderte Konſtruktion des
Luftſchiffes, insbeſondere gegen die Verlegung des Lauf=
ganges
in das Schiff ſelbſt gehabt haben. Dies trifft
nach einer ausdrücklichen Erklärung der Zeppelingeſell=
ſchaft
nicht zu. Die Verlegung des Laufganges in den
Schiffskörper wurde auch zuerſt von der Zeppelingeſell=
ſchaft
angeregt. Derartige Bedenken der Geſellſchaft ſind
ſchon deshalb völlig ausgeſchloſſen, weil andernfalls die
über die Konſtruktion vertraglich beſtimmende und für
ſie verantwortliche Geſellſchaft ganz ſelbſtverſtändlich
weder die vorhergehenden Werftprobefahrten vorgenom=
men
, noch der Marine das Schiff auf der Fahrt von
Friedrichshafen nach Johannisthal unter Führung des
Kapitäns Gluud zur Abnahme vorgeführt hätte, und end=
lich
Kapitän Gluud und ſeine Techniker als Vertreter der
Geſellſchaft ohne weiteres an den Abnahmefahrten hätte
teilnehmen laſſen. Mit dieſer auch im Namen der Zeppe=
lingeſellſchaft
abgegebenen Erklärung werden alle Gerüchte
und jede Legendenbildung widerlegt. Die nunmehr er=
kannten
Gefahrenquellen werden künftig ausgemerzt.
Ueber den hierzu einzuſchlagenden Weg beſteht zwiſchen
der Marine und der Zeppelingeſellſchaft völliges Einver=
nehmen
.
Luftfahrt.
* Berlin, 29. Okt. Felix Laitſch, der geſtern von
Johannisthal abgeflogen war, telegraphierte ſpät abends
aus Königsberg: Deutſcher, vielleicht Weltdauerrekord
mit Paſſagier. Ueber Rußland wegen undurchdringlichen
Nebels umgekehrt. Nach 9½ Stunden ununterbkochenem
Flug in Königsberg glatt gelandet. Laitſch hat mit die=
ſem
Flug tatſächlich den Dauerweltrekord im Ueberland=
lug
, den der Franzoſe Gilbert (der aber ohne Paſſagier
log) ſeit 24. April mit 8 Stunden und 25 Minuten hielt,
aufgeſtellt. Laitſch hat mit dieſer ſchönen Leiſtung die
Dauerroute der Nationalflugſpende an ſich
gebracht.
* Augsburg, 28. Okt. Heute nachmittag landete
auf dem großen Exerzierplatz der Flieger Daucourt

[ ][  ][ ]

Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Oktober
mt ſeinem Begleiter Four auf der Fachrt nach München, ſtreten würde. Die poliſchen Bedingungen, die er ſtell,
Die beiden hielten Augsburg für Munchen und landeten, ſind zum Teil ſchon erfüllt. Die erſte davon bezieht ſich
Sie wollen morgen früh nach München weiterfliegen.
auf die vollſtändige Räumung albaniſchen Staatsgebietes
* München, 29. Okt. Der Flieger Daucourt von fremden Truppen und die zweite auf die genaue Feſt=
unternahm
heute vormittag in der Nähe von München ſetzung der Grenze. Die Albaniſche Korreſpondenz meldet
eine Notlandung. Der Propeller und das Unter= aus Valona: Die proviſoriſche Regierung von Albanien
richtete an die Großmächte ein Telegramm, in welchem
geſtell des Flugzeuges ſind zertrümmert worden.
* Paris, 28. Okt. Der Flieger Karl Ernſt der einmütige Wunſch des albaniſchen Volkes und der
Stöffler, der mit ſeinem Paſſagier Seekatz von Jo= albaniſchen Regierung ausgedrückt wird, daß möglichſt
hannisthal nach Köln geflogen und von dort nach Paris bald ein Souverän ernannt werde.
Athen, 29. Okt. Die Regierung erſuchte die Ree=
aufgeſtiegen
war, iſt am Nachmittag bei Laon gelandet.
Da ſeine Papiere in Ordnung waren, behelligten ihn die dereien im Piräus um ſchleunige Abgabe von Offerten
Behörden nicht weiter. Stöffler hofft ſeinen Flug mor= für die Heimbeförderung von 48 000 türki=
ſchen
Gefangenen und über 1000 Offizieren nack
gen nach Paris fortſetzen zu können.
Das direkte
Smyrna und anderen Häfen der Türkei.
* Reims, 28. Okt. Auf dem hieſigen Flugfelde iſt Kabel zwiſchen Griechenland und der Türkei via Chios
heute nachmittag der Artillerie=Feldwebel Canal aus
iſt ſeit geſtern abend wiederhergeſtellt.
einer Höhe von 100 Meter abgeſtürzt. Der Flieger
wurde tot unter den Trümmern ſeines Apparates her=
vorgezogen
.
Zur Lage in Mexiko.
* Neu=York, 29. Okt. Nach einer Depeſche der
Sport, Spiel und Turnen.
Aſſociated Preß aus Veracruz flüchtete Rafael Alco=
* Fußball. Darmſtädter Sportklub. Inllea, ein Schwager von Diaz, in das deutſche Konſulat.
der Reihe der Spiele um die Meiſterſchaft in der Klaſſe A.
* Waſhington, 29. Okt. Wie Bryan ankündigt,
des Bezirks II des Weſtkreiſes kommt am nächſten Sonn= erteilte Deutſchland, England und Frankreich auf ein ent=
tag
auf dem Sportplatz am alten Schießhauſe das Spiel
ſprechendes Erſuchen Amerikas die Antwort, die Formu=
der
1. Mannſchaften des F.=C. Germanig=Ludwigshafen lierung irgend welcher mexikaniſcher Politik
und des D. S.=C. zum Austrag.
abwarten zu wollen. Dies wird dahin aufgefaßt, daß die
* Pferdeſport. Rennen zu Le Tremblay, 29. Vereinigten Staaten den Mächten eine Erklärung ihrer
Okt. Prix Clairvaur; 4000 Francs: 1. Comte le Marois' Politik unterbreiten, ſobald eine Beurteilung des Aus=
Alba Roſa (Rovella), 2. Imagier, 3. Idole Indienne. ganges der Wahlen in Mexiko möglich iſt. Das offizielle
40:10; 23, 55. 37110. Prir Antibes: 3000 Francs: 1. M. 1 Erſuchen Frankreichs, die Franzoſen in Mexiko zu ſchützen,
Caillaults Cedric (Grant), 2. Charing Croß III., 3. Kola. iſt geſtern eingegangen. Im Staatsdepartement wird er=
23:10; 14, 22110. Prix Riviera; 3000 Francs: 1. L. Ba=
klärt
, Amerika werde in dieſer Hinſicht jedes Mittel an=
ras
Héthelbelle (J. Bara), 2. Meilnie, 3. Samarette. wenden.
205:10; 44, 19, 44:10. Prix Thebais; 5000 Francs: 1.
* Mexiko=City, 29. Okt. Der Miniſter des Aeu=
Simeons Oryure (Mac Gee) 2. Salicorne, 3. Angle ßern erklärte, daß, falls Huerta und Blanquet bei
Blanc. 34:10; 22, 23110 Prix le Var: 6000 Francs: der Präſidentſchaftswahl die zur Wahl nötigen
1 Mme. Cheremeteffs Predictor (Rovella), 2. Ocyroc, Stimmen erhalten, was wahrſcheinlich ſei, der Kongreß
3. Madras. 37110; 18, 13:10.
die Wahl Huertas für ungültig erklären würde.
Rennen zu Newmarket, 29. Okt. Cambrid= Blanquet würde die Präſidentſchaft bis zur Neuwahl über=
geſhire
Stakes; 10000 Mark: 1. Lord Harewoods Can= nehmen. Die Klauſel, die ausſchließe, daß der Präſident
tilever (Huxley), 2. Mr. J. Wilſons Cheerful, 3. Sir J. unmittelbar wiedergewählt wird, finde auf den Vizeprä=
Kelks Santair. 3311, 33:1, 100:9.
ſidenten keine Anwendung.
Landwirtſchaftliches.
Letzte Nachrichten.
* Groß=Gerau, 28. Okt. Der letzte Ferkel=
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
markt verlief in gewohnter Weiſe. Aufgetrieben waren
914 Tiere, die bis auf einige Stück zum Verkauf gelangten.
* Hanau, 29. Okt. Am hundertſten Jahres=
Je nach Qualität ſtellten ſich die Preiſe für Ferkel auf ltage der am 30. Oktober 1813 ſtattgefundenen Schlacht
1518 Mark, für Springer auf 2027 Mark und für Ein= bei Hanau, bei der der Befehlshaber der verbündeten
leger auf 3243 Mark pro Stück. Der nächſte Ferkelmarkt bayeriſchen und öſterreichiſchen Truppen, Graf Wrede,
findet Montag, den 3. November d. J., ſtatt.
ſchwer verwundet wurde, hat die Fürſtlich Wredeſche Fa=
Frankfurt a. M., 29. Okt. (Schlachtvieh= milie auf der Kinzigbrücke in Hanau an der Erinnerungs=
markt
.) Amtlicher Bericht. Auftrieb: 1673 Schweine. tafel an den Grafen Wrede einen Kranz niederlegen laſſen.
Preis für 1 Zeptner Lebendgewicht (Schlachtgewicht) in
* Karlsruhe, 29. Okt. Bei der Ausfahrt des um 2 Uhr
Mark: Fettſchweine über 3 Zentner Lebendgewicht 62655 Min. in der Richtung Bretten-Eppingen abfahrenden
(7981), vollfleiſchige Schweine über 2½ Zentner Lebend= Perſonenzuges 317 fuhr der Zug unweit des neuen
gewicht 6163 (7780), vollfleiſchige Schweine über 2! Hauptbahnhofes über eine in Reparatur befindliche und
Zentner Lebendgewicht 6265 (7981), vollfleiſchige deshalb nicht benutzbare Weiche, die, wie behauptet
Schweine bis zu 2 Zentnern Lebendgewicht 6265 (79 wird, geſperrt geweſen ſein ſoll. Hierbei ſtürzte der Ten=
bis
81). Marktverlauf: Rege, bleibt Ueberſtand.
der um. Zwei Wagen ſprangen aus dem Gleiſe. Verletzt
wurde niemand. An derſelben Stelle hatte am Vormittag
eine Entgleiſung ſtattgefunden, weshalb, wie es heißt, die
Zur braunſchweigiſchen Thronfolge.
Weiche geſperrt worden war. Die Unterſuchung muß er=
H. B. Braunſchweig, 29. Okt Der Präſident geben, durch weſſen Schuld der Unfall herbeigeführt wor=
der
Landesverſammlung, Kreisdirektor Krüger, den iſt.
* Rathenow, 29. Okt. Heute abend gegen 7 Uhr tra=
ſchlägt
auf die ausführlichen Darlegungen des Staats=fen hier zur Beglückwünſchung des Herzogs=
miniſters
Hartwieg namens der Landesverſammlung einepaares Ernſt Auguſt im Automobil, von Potsdam kom=
Erklärung mit folgendem Wortlaut zur Annahme mend, ein: Das Kaiſerpaar und die Königin von
vor: Die Landesverſammlung hat mit lebhafter Befrie= Griechenland, die Prinzeſſin Friedrich Karl von Heſſen,
digung von den Ausführungen des Herrn Staatsminiſters Prinzeſſin Irene und Prinz Chriſtoph von Griechenland.
Kenntnis genommen. Sie begrüßt mit Freude den Bun= Um 7 Uhr findet Diner bei dem Herzogspaar ſtatt, an dem
desratsbeſchluß vom 27. dieſes Monats, welcher die Wie= die hohen Gäſte teilnehmen. Die Rückkehr nach Potsdam
dereinführung der Regierungsgewalt im Herzogtum
durch das angeſtammte und in vielhundertjähriger Ge= erſolgt gegen 10 Uhr.
* Schwerin, 29. Okt. Der Mecklenburgiſchen Zeitung
ſchichte mit dem Lande verbundene Herrſcherhaus gewähr= zufolge hat das Großherzogliche Staatsmini=
leiſtet
. Die Landesverſammlung ſpricht die zuverſichtlicheſterium den Großherzog infolge der geſtrigen Beſchlüſſe
Erwartung aus daß der im ganzen Lande mit Jubel be= der Stände zur Verfaſſungsvorlage um ſeine Ent=
grüßte
, bevorſtehende Regierungs=Antritt Sr. Kgl. Hoheit laſſung gebeten.
des Prinzen Ernſt Auguſt unter Gottes gnädigem Schutz
* Wien, 29. Okt. Der in der Angelegenheit der
nicht nur den Herzogtümern zum Segen gereichen werde, Canadian hervorgetretene Grünhut erklärte in
ſondern mit ihnen auch dem ganzen Deutſchen Reiche, und einem Briefe, der veröffentlicht wurde, er habe ſich, um
daß in der Bevölkerung des Herzogtums Beſtrebungen gegen alle Eventualitäten geſichert zu ſein, die Majorität
keinen Boden gewinnen werden, welche das gute Verhältnis im ſozialpolitiſchen Ausſchuß des Abgeordnetenhauſes
zu dem Nachbarſtaat Preußen trüben könnten. Der geſichert. Bei der Vernehmung vor der Polizeidirektion
Antrag wurde einſtimmig angenommen. Darauf verweigerte er eine nähere Erklärung über dieſen Brief.
wurde ſofort in die Tagesordnung eingetreten. Als ein= In der Sitzung des ſozialpolitiſchen Ausſchuſſes wurde
ziger Punkt ſteht die Zivilliſte zur Beratung. Es beſchloſſen, zur Wahrung der Würde des Ausſchuſſes und
handelt ſich um einen Regierungs=Antrag betr. die landes= der Achtbarkeit ihrer Mitglieder gegen Grünhuts Verdäch=
fürſtliche
Rente. Die Vorlage bezweckt, den bisher ge= tigung Verwahrung einzulegen.
währten außerordentlichen Zuſchuß von 300000 Mark zu
* Rom, 29. Okt. Bis heute lagen aus 508 Wahl=
der
825322½ Mark betragenden Zivilliſte endgültig in den kreiſen 505 Ergebniſſe vor. Danach wurden ge=
Betrag der Zivilliſte aufzunehmen. Auch dieſer Punkt wählt: 237 Miniſterielle, 52 miniſterielle Oppofitionelle,
wird ohne Debatte erledigt und die Regierungsvorlage 19 verfaſſungstreue Oppoſitionelle, 27 Katholiken, 11 Re=
einſtimmig
angenommen.
publikaner, 39 Sozialiſten und 19 reformierte Sozialiſten.
In 101 Wahlkreiſen finden Stichwahlen ſtatt.
* Stockholm, 29. Okt. Die Beſſerung im Be=
finden
des Königs iſt ſoweit fortgeſchritten, daß
Wirbelſturm in Süd=Wales.
die Aerzte ihm geſtatten, morgen für kürzere Zeit an den
* London, 29. Okt. Das Tafftal in Süd=Feſtlichkeiten der Leibgarde teilzunehmen. Der König
Wales iſt Montag nacht der Schauplatz eines furcht= übernimmt am 3. November die Regierung wieder.
blaren Wirbelſturmes geweſen, über deſſen Ver=
Neu=York, 29. Okt. Murret, der Freund des
heerungen jetzt Einzelheiten vorliegen. Der Sturm, der Prieſters Schmidt, der der Falſchmünzerei für
eine Breite von 250 Metern hatte, richtete einen Sach=ſchuldig befunden wurde, iſt zu 7½ Jahren Ge=
ſchaden
an, der auf eine Million geſchätzt wird. Kirchenfängnis verurteilt worden.
und Kapellen, ſowie viele Häuſer ſind vollſtändig zerſtört.
Ein Mitglied eines lokalen Fußballklubs wurde vom
H. B. Berlin, 29. Okt. 1328 Kirchen=A ustritts=
Sturm 20 Meter durch die Luft getrieben und gegen eine Erklärungen wurden geſtern in 4 großen Berliner
Mauer geſchleudert. Er iſt ſeinen Verletzungen erlegen. Volksverſammlungen abgegeben. Davon entfallen allein
Ein Kohlenbergarbeiter wurde vom Sturm von der 600 auf die Verſammlung in der Neuen Welt, wo Geheim=
Straße über 306 Meter weg in ein Feld entführt, wo er rat Oswald, der Vertreter des Moniſtenbundes und Dr.
tot aufgefunden wurde. Zu dem Sturm geſellten ſich ſpä= Karl Liebknecht zu dem Thema ſprachen: Maſſenſtreik
ter Ueberſchwemmungen. Hunderte von Perſonen ſind gegen die Staatskirche. Ein Unbekannter ſtiftete 100 Mark
obdachlos und viele ſind verletzt worden.
zur Erſtattung der Kirchen=Austrittskoſten für Unbe=
mittelte
. In der Brauerei Friedrichshain, in der der
Vorſitzende des deutſchen Freidenkerbundes, Tſchirn= Bres=
lau
mit dem Reichstagsabgeordneten Peus=Deſſau
Vom Balkan.
ſprachen, waren auch zwei Becliner Geiſtliche anweſend,
* Wien, 28. Okt. Die Neue Freie Preſſe meldet: Pfarrer Imig und Bitlinger, die ſich an der Diskuſſion be=
Die Bedingungen, welche der Prinz von Wied den teiligten. In den anderen Verſammlungen ſprachen u. a.
Regierungen von Oeſterreich=Ungarn und Italien wegen der Zehngebote=Hoffmann und Dr. Bruno Wille. In
der Uebernahme des albaniſchen Thrones vor= allen Verſammlungen zuſammen waren mindeſtens 8000
legen wird, ſind hauptſächlich finanzieller Natur. Der Perſonen.
Fürſt hat nur ein Jahreseinkommen von höchſtens 150000
Auerbach (Vogtland), 29. Okt. Bei Mühlgrün fuhr
Mark und er dürfte daher die Errichtung eines Thron= das Automobil des Steinbruchsbeſitzers Seidel gegen
gutes in Albanien fordern um aus deſſen Erträgnis ſeine einen Baum und wurde vollſtändig zertrümmert. Seidel
erhöhten Ausgaben zu decken. Er verlangt ferner gewiſſe war ſofort tot, ſeine Begleiter, der Zementfabrikbe=
Bürgſchaften für den Fall, daß er entweder freiwillig oder ſitzer Deger und der Privatier Herold, wurden lebens
durch Umſtände gezwungen von der Regierung zurück= gefährlich verletzt.

1915.
Nummer 260.
H. B. Duisburg, 29. Okt. Beim Aufbe
eines Kranen in einer Fabrik riß, als man mit eine
Dampfſchiffe einen ſchweren Block hochhob, das Drahtſ=
der
Maſchine. Dabei wurden 4 Arbeiter getroffen. D=
davon
wurden lebensgefährlich, der vierte leichter verle=
Paris, 29. Okt. Auf einem Bauplatz wurden
fünf= und ein vierjähriger Knabe tot aufgefunde
Als Mörder wurde der Vater der beiden Knaben,
Bautiſchler Savetier, ermittelt.
Schwerer Unfall bei einer Artillerieübung.
* Petersburg, 29. Okt. Bei einem Verſuch mit ein
11zölligen Haubitze auf dem Artilleriepolygon flog d
hintere Verſchlußteil ab, das Geſchoß flog
rück und explodierte dicht bei dem Geſchütz. E
Offizier und 7 Soldaten wurden ſchw
verletzt.
Eiſenbahnunglück.
* Warſchau, 29. Okt. Auf dem Bahnhof Kovelbaßſ
rannte bei ſtarkem Nebel ein Perſonenzug auf ein=
auf
dem Reſervegleis befindlichen Zug. Fünf Perſon=
ſind
tot; 33 wurden verletzt.
Nach einer ſpäteren Meldung wurden 37 Perſons
chwer verletzt, davon mehrere ſehr ſchwer. Zw
Perſonen ſind inzwiſchen geſtorben, ſo daß der Unfa
bereits ſieben Tote gefordert hat.
Briefkaſten.
F. B. Die Steuerpflicht erliſcht mit Ende des
nats, in dem der Wegzug ins Ausland erfolgt. Art,
letzter Abſatz des Einkommenſteuer=Geſetzes.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Am Weſtrande des europäiſchen Hochdruckgebit=
hatten
wir geſtern noch im Bereich trockener Oſtwin
vielfach heiteres, zeitweiſe wolkiges, trockenes
Das weſtliche Tief hat ſich weiter unter Verſtärkungn
oſtwärts bewegt und ſtellt uns einen Witterungsumſche
in Ausſicht. Wir werden morgen mit meiſt wolkige
mildem Wetter ohne erhebliche Niederſchläge zu recht
haben.
Ausſichten in Heſſen für Donnerstag, 30. Oktobe
Meiſt wolkig, mild, keine erheblichen Niederſchläge, ſüdle
bis ſüdweſtliche Winde.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Appetitmangel, Kopfſchmerzen
und ähnliche Uebel, wie ſie in dieſer Jahreszeit allgeme
auftreten, ſind zumeiſt auf Verſtopfung= und andereB4
ſchwerden der Verdauung zurückzuführen. Man ſolls
dem ſofort entgegentreten, denn ſolche Störungen haben
wenn vernachläſſigt, bald andere Uebel im Gefolge
Hautunreinigkeiten, chroniſche Verſtopfung, Schlafloſin
keit uſw. Califig, Californiſcher Feigen=Sirup,
bekannte natürliche Abführmittel, bringt hier ſchul
Hilfe. Califig beſteht nur aus feinſten Frucht=lm
Pflanzenſäften ohne chemiſche Zuſätze und übt daherba
gänzlicher Unſchädlichkeit einen äußerſt wohltuendeni
fluß auf alle Organe der Verdauung aus, inden
dieſe Organe gründlich reinigt und den natürlichen Sllhn
gang wieder zur Geltung kommen läßt. Sein angenelll
aromatiſcher Geſchmack behagt jedermann, Erwalenes
und beſonders Kinder nehmen daher Califig
(I22654
gerne ein.
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Doppelſchrauben=Poſtdampfer Neckar 27. Okt. 7 Uhe
morgens in Neu=York angekommen. Doppelſchrauben=
Salonpoſtdampfer George Waſhington 26. Okt. 5 Uho
nachm. in Neu=York angekommen. Doppelſchrauben
Schnellpoſtdampfer Kronprinzeſſin Cecille‟ 28. Okt. in
Neu=York angekommen.

ſonde
hliehln
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Friu=
ſeber

Foiernſt=

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Frantheite
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Poaen= und B
Fndezu hervon
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Pit und der
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1 bieje
er Lauch
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eir al

Nummer 260.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Oktober 1913.
Seite 7.
Angeſchts der Verkeuerung der meiſten Genuſtmitel
(e
auf die Billigkeit von
(I,21621

D
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Verwandten, Freunden und Bekannten die
SANERUTEE
traurige Mitteilung, daß unſere liebe Mutter,
konders hinzuweiſen. Dieſe fachgemäße Miſchung aus=
Schwiegermutter, Großmutter, Nichte, Schwäge=
Todes=Anzeige.
Rießlich britiſcheindiſcher Tees ſteht qualitativ ſo hoch,
rin und Tante
(22691
ſie den weitgehendſten Anſprüchen zu genügen ver=
Verwandten, Freunden und Bekannten die
M. Dabei ſtellt ſich infolge der außergewöhnlichen
ſchmerzliche Mitteilung, daß heute früh 2¾ Uhr
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Aigiebigkeit eine Taſſe Sang=Ho Tee auf kaum
unſer lieber, treubeſorgter Gatte und Vater,
Frau Auduste Laun
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Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel
riſprecher 116.
geb. Spalt
heute Nacht von langem, ſchwerem Leiden im
Herr Michael Penk
63. Lebensjahre erlöſt wurde.
Schuhmachermeister
Die trauernden Hinterbliebenen:
nach kurzem Leiden, im Alter von 74 Jahren,
C. F. Erb Nachf.
Marie Dächert, geb. Laun,
ſanft dem Herrn entſchlafen iſt.
Obere. Elisabethenstr.
Heinrich Laun und Familie,
Darmſtadt
Metz=Borny 1 den 29. Oktober 1913.
Wilhelm Laun und Familie,
SPEZIALITAT: Solide haltbare Wäsche
Jakob Dächert.
Im Namen der tieſtrauernden Hinterbliebenen:
aus guten Stoffen. Anfertigung im
Eberſtadt u. Raunheim, 29. Okt. 1913.
Johanna Penk, geb. Walch,
eigenen Atelier.
nebst Kindern.
Die Beerdigung findet Freitag, den 31. Okt.,
Leibwäsche, Bett- und Tiechwäsche.
nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhauſe Darm=
Die Beerdigung findet Freitag, den 31. Okt.,
Handtücher und Küchenwäsche. Stepp-
ſtädterſtraße
33 aus, ſtatt. Die Einſegnung
nachmitt. 1½ Uhr, vom Trauerhauſe, Parcus=
½ Stunde vorher.
ſtraße 10 aus, ſtatt.
(22687
decken und Koltern, Kamelhaardecken.


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Gegr. 1861.
itäts.,
Nachruf.
22ote,
(22652dd
Am 27. Oktober abends ist unser langjähriger Kamerad
aus=Trinkkuren beim Eintritt der kälteren Jahres=
2,
zeit. Beim Eintritt der kälteren Jahreszeit ſollte im
Stereſſe ſeines körperlichen Wohlbefindens niemand, ob
Ehrenzugführer Johannes Stier

ſund oder krank, verſäumen, eine häusliche Trinkur
i dem altberühmten Lauchſtädter Brunnen zu
Arauchen, ehe es zu ſpät iſt und ernſthafte Krankheiten
nach schwerem Leiden sanft entschlafen.
(22674
ſſtreten. In der Hauptſache ſind es ja Stoffwechſel=
Sarmstad
Der Verstorbene ist seit dem Jahre 1894 bis zu seinem Tode
ſankheiten und Krankheiten des Blutes, welche infolge
Witterungswechſels wieder häufiger auftreten; hier=
aktives
Mitglied in der Kolonne gewesen.
ſhen werden Mineralbrunnen=Kuren ſeit altersher ver=
Durch seine selbstlose und unermüdliche Tätigkeit auf unserem Gebiet war und bleibt
ſmnet und mit beiſpielloſem Erfolge angewendet. Die
er uns ein leuchtendes Vorbild. Seine Pflichttreue und aufrichtige Kameradschaft machen
ſübertroffene Heilkraft des Lauchſtädter Brunnens hat
uns seinen Verlust unersetzlich.
nicht nur bei Rheumatismus, Gicht (Podagra),
lechter und fehlerhafter Blutbeſchaffenheit, Blutarmut,
Die Kolonne wird ihm stets ein treues und ehrendes Andenken bewahren,
ßichſucht, Nervoſität, ſondern auch bei Zuckerkrankheit,
ten= und Blaſenleiden, ſowie gewiſſen Frauenleiden
Darmstadt, den 29. Oktober 1913.
kabezu hervorragend bewährt. Auch Geſunde ſollten
Brunnen trinken, da dadurch die Geſundheit ge=
Die Freiwillige Sanitätshauptkolonne vom Roten Krenz Darmstadt
lligt und der Körper widerſtandsfähig gegen Krank=
en
gemacht wird. Haustrinkkuren mit Lauchſtädter
Der Kolonnenführer: Reinhard Lotheissen, Hauptmann à la suite.
kannen können jedermann nicht warm genug em=
Ahlen worden. Aus dem heute beiliegenden Proſpekt
i diejenigen Geſchäfte in Darmſtadt erſichtlich, in denen
Bauchſtädter Brunnen käuflich iſt.
(22650
Tageskalender.
Bilder vom Tage. (Auslage Expedition Rhein=
ſchruck
und Berage. 3. g. Pilichſche Soenuchrnchnet=
ſtraße
23): Die Einweihung des Völkerſchlachtdenkmals
Donnerstag, 30. Oktober.
Mantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
bei Leipzig (mehrere Anſichten); eine Löwenjagd in den
füh) und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende gegen
Straßen von Leipzig; die Beiſetzung der Opfer des Ma=
Mäktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
10 Uhr (Ab. C): Iphigenie auf Tauris.
rineluftſchiffes L. 2 in Berlin.
den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen Vorſtellung um 3 Uhr im Orpheun.
Verſteigerungskalender.
ſſtdem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt. Vortrag von Hofrat Edward um 8 Uhr in der Turn=
Freitag, 31. Oktober.
Wür den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
halle am Woogsplatz (Vortragsverband).
die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige Wiſſenſchaftlicher Vortrag um 8 Uhr im Kon= Gold=, Silber= uſw. Verſteigerung um 9 und
knorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
kordiaſaal.
2 Uhr im ſtädtiſchen Leihamt.
ſht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr Rummelbräu um Möbel= Uhren= uſw. Verſteigerung um 3 Uhr
ſtücckgeſandt.
8 Uhr. Bürgerkeller um 8 Uhr.
im ſtädtiſchen Pfründnerhaus.
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[ ][  ][ ]

Nummer 260.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Oktober 1913.
Seite 8.
Tagsüber wird für kleinent
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I Brar Schentische
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Pfund 24
in kleinen Haushalt geſucht. Gute
Empfehlung nötig. Eintritt bal=
5
(22689dsi
digſt Kiesſtr. 58.
Sabtlau
Jingeres Laufmädchen für
(*13382dfs
1. November geſucht
jeec . . . . . Pfand
Soderſtraße 84, part.
Geſucht einf. Stütze, tüchtig in
Schellfiſch
Küche u. Haush., in kl. f. Familie,
Mädchen für gröbere Arbeit vorh.
gross . . . . . . . . . . . Pfund 20
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mittlerin
, Karlſtraße 31.
(*13345
Sauberes Mädchen oder Frau
Abschlag!
für vorm. ein paar Std. u. nachm.
(
(*13354
zum Spülen geſucht.
Hermannſtraße 33, II.
Bismarck-Heringe . . . . . . . 2 Stück 19
Geſucht für ſofort ein junges,
kräftiges Laufmädchen, welches
alle Hausarbeit verſteht, f. Diens=
Rollmöpse . . . . . . . . . . . . Stück
tags u. Samstags den ganzen Tag.
von ½
Wil blingen Inen uas blingstb Zu ſprechen vormittags
Bratheringe . . . . .
*13322df
bis ½11 Uhr.
Stück 9
Wo? ſagt die Expedition.
Vollheringe . .
Stück 6
Männieh
und beste- Holzmatehaf!
Lachsheringe . . . .
Stücke 17,
Geſtatſtg.
Bei der unterzeichneten Gerichts=
Geräucherte
Kein Russ! Kein Rauch! Keine Schlacken!
ſchreiberei kann ein Schreibgehilfe
ſofort eintreten.
Braunschweiger Korwats
Gerichtsſchreiber=Aſpiranten oder
Grosse Hitze! Langandauernde Glut!
Pfund 68
in ganzen Stücken
Schreibgehilfen, welche bereits im
Grundbuchweſen gearbeitet haben,
erhalten den Vorzug. (22537md
Futtergerste .
Darmſtadt, 27. Oktober 1913.
. Pfund
Der Gerichtsſchreiber
(22644
Großherzoglichen Amtsgerichts I.
Zur Inſtandhalung der Bücher
anlon Diintis! ſowie für Korreſp. u. Rechnungſt.
Schade
wird ſtundenweiſe tüchtiger Buch=
halter
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der Gehaltsanſprüche unter
Erhältlich in den Kohlenhandlungen!
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(*13303
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Meld.
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13278md
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zu vergeben.
empf. ſich für alle Arbeiten
Näheres in der Exped. ds. Bl.
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13309) Ruthsſtr. 24, Seitenb.
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oen
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ſuchen noch 23 ebenſolche zur
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Jung. williges Mädchen ſucht Fervierfräulein geſucht
Teilnahme an ein. engl. Konv.
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Kranz (vormittags). Off. u
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Lebensstellung.
P 68 an die Exp. ds. Bl. (*13315
Gew. Frau empf. ſich im Kochen
Orbenl. Mähhen
oh im Englischen
Außer einem
bei Geſellſchaften, Hochzeiten, 2,für alle Hausarbeit per 1. Novbr.
Unterricht wünſcht Poſtbe=
Off. u. F 58 a. d. Exp. (*13327
geſucht. Karlſtr. 34. Hinterh. (*2511id
amter. Gefl. Offerten mit Am=
Männlich
gabe des Stundenpreiſes untes
Sauberes, 2
F 62 an die Exp. erb. (*13358df
Jg. Mann, m. Primareife, d. d. fleißiges Zimmermädcheng M Mäum ven Mk. 6000.
ap od. Lehrerir;
Handelsſch. beſ., wünſcht in einem welches auch ſervieren kann, zum
werden hohe Proviſionen, Superproviſionen und Umſatz=
Klavierlehrer für 11 jähr:
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prämien gewährt.
Neun
(*13301
Mädchen ſofort geſucht
zutr. Offert. F33 Exp. (*13227mdf 12 u. 2 Uhr mittags.
(B22688
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Alexandraweg 17.
Niederſtraße 21, III.
Junger Mann ſucht per ſofort
dieſer Zeit infolge der Konkurrenzloſigkeit ihres Artikels,
We
Fither- u. Guitarre-Unterricht wirdt
für nachm.
bereits faſt
Stellung auf einem Büreau als
(2105igs
Junges Mädchen
2 grdl. ert. Mauerſtr. 23, 2. (*
geſucht.
Maſchinenſchreiber u. Stenograph.
Moosbergſtraße 58, I.
(*13333
1
Offert. u. F 32 Exp. (*13208mdf
Tanzen
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[ ][  ][ ]

Nummer 260.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Oktober 1913.
Seite 9.
Unser
22668
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[ ][  ][ ]

Nummer 260.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Oktober 1913.
Seite 10.
V. P. 6.

Unter Allerhöchstem Protektorat Seiner Königl. Hoheit des Großherzogs.
n
(Zweigverein Darmstadt)

Wlsch 20
Sonntag, 2. Nov.:
s. Wanderung.
weicher Uhrmacher in Darmstadt
Brensbach-Böllstein-
Instranſentul- Verein
Spreng-Michelstadt
die Vertretung der Alpina- Uhren hat
5½ Stunden.
Gesamt-Programmfürdas30. Vereinsjahr 1913-14.
Abf. vorm. 8½ Uhr Ostbahnhof.
Leit, der Konzerte: WILHELM ScRMTTT, Direkt. d. Akademie für Tonkunst.
Rückk. abends 850 Uhr.
1. Konzert. Mittwoch, den 12. November 1913, abends 8¼ Uhr
Es sind zu lösen: Fahrk. IV. Kl.
im Saalbau. Solist: Herr Paul Hindemith aus Frankturt a. M.
nach Brensbach u. Fahrk. IV. Kl.
Sie finden dieselben im
Violine. 1. Mozart: Symphonie Nr. 36 C-dur. 2. Haydn:
nach Wiebelsbach, letztere zur
Alleinverkauf bei
Violinkonzert Nr. 1 Cdur. 3. Drei Klavierstücke von Mozart
Rückfahrt gestempelt.
fürOrchester,instrumentiert von Arnold Mendelssohn: a)Marche,
(22647
b) Menuett, c) Valse favorite. 4. Solostücke für Violine.
Nächsten Freltag: Bierabend
5. Arnold Mendelssohn: Ouvertüre zu einem Rittermärchen
in d. Brauerei Fay (Alexanderstr.).
für Orchester.
2. Konzert. Freitag, den 12. Dezember 1913, abends 8¼ Uhr
4,.
Kar
im Saalbau. Solisten: Fräulein Louise Mock von hier, Fräulein
Margareth Kapp von hier. Werke auf 2 Klavieren. Bach-
mperial

Hofuhrmacher
Reger-Abend. J. S. Bach: 1. Suite D-dur für 2 Oboen. 3 Trom-
Tel. 506. Ludwigstr. 20.
peten, Streichorchester und Pauken. 2. Konzert für 2 Klaviere
C-dur. 3. IV. Brandenburgisches Konzert für Solovioline,
Dar
2 Flöten und Streichorchester. 4. Max Reger: Introduction,
Passacaglia und Fuge für 2 Klaviere.
Alpina-Uhren

3. Konzert. Mittwoch, den 4. Februar 1914, abends 8¼ Uhr
in der Stadtkirche. Wohltätigkeitskonzert. Solisten: Freiin
Vertreter der Union Horlogere‟, Biel, Glashütte i. S., Genf.
Elisabeth von Bellersheim von hier Fräulein Lilly Hickler von
Ueber 2000 Mitglieder und Vertreter
hier, Werke für 2 Violinen u. a. Näheres wird noch bekannt
in allen Städten Deutschlands. (22660a
gegeben.
4. Konzert. Konzert des Instrumental-Vereins und des Mozart-
Vereins, Leitung- Grossh. Kapellmeister Fritr Rchbock, Direktor
Wilhelm Schmitt. Für die solistische Mitwirkung ist eine
8
(
Treffpunkt
sängerin in Aussicht genommen, 1. Orchesterwerk. 2. Arie.


3. Chorwerk. 4. Orchesterwerk. 5. Lieder. 6. Chorwerk.
der (21616a
Das Konzert findet Ende März oder Anfang April statt.
Näheres wird noch bekannt gegeben.
vornehmen Welt
Mitgliederbeiträge: 1. Aktive Mitglieder. Der Beitrag be-
Unübertroffen
trägt: a) für ein aktives Mitglied jährlich Mk. 12., b) für jedes
Ludwigsplatz 2, I. Etage.
weitere Familienglied jährlich Mk. 4.: c) für jedes weitere
in
Familienglied, das dem Verein als inaktives Mitglied beitritt,
für einen numerierten Platz jährlich Mk. 4. für einen un-
numerierten
Platz jährlich Mk. 3.. 2. Inaktive Mitglieder. Der
Beitrag beträgt: a) für ein inaktives Mitglied numerierter Platz
Handlern u. dlt
Qualität
jährlich Mk. 8., unnumerierter Platz jährlich Mk. 6., für jedes
Sporialität: 3 mer=
(653
weitere Familienglied numerierter Platz jährlich Mk. 6..
sind

5
unnumerieter Platz jährlich Mk. 4.; b) für Studierende der
Baum- Sa 3.50
76 Z..
Technischen Hochschule, für Schüler und Schülerinnen höherer

Lehranstalten, sowie für Familienglieder unter 18 Jahren die
Kuchen S
nicht aktive Mitglieder sind, unnumerierter Platz jährlich Mk. 3..
Felix Hecker
Aufnahmegesuche für aktive und inaktive Mitglieder sind schrift-
lich
an den I. Vorsitzenden des Vereins, Herrn Justizrat Hallwachs,
Soderstrasse 2. Am Kapellplatz.
Hügelstrasse Nr. 47 zu richten. Für die Inaktiven Mitglieder liegt
Telephon 122. (19509a
ausserdem noch eine Einzeichnungsliste in der Hofmusikallen-
Srack, Weſte, Mantel, Zylinder, (d,
handlung Heinrich Arnold, Wilhelminenstrasse 9 auf, woselbst auch
Kronenbr
Weite 54, zu verkaufen, da=
ein
Saalplan einzusehen ist.
5
(22648
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(*1838
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3½ Deutſche Reichsanl. . 85,001 4½ Chile Gold=Anleihe. 88,00 30 Adler=Fahrradwerke
4 Wladichawchas .
85,60 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,20
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76,2015 Chineſ. Staatsanleihe. 97,00
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do.
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91, 40 4 Gold=Mexikanerv. 1904 76,00
do.
3½
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häuſel . . . . .
do.
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200,004½ Anatoliſche Eiſenb. . 91,90
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S. 35 . . . . . . . 84,00
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 177,50
do.
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83,801 Aktien inländiſcher
3½
S. 911. . . . .
84,10
do.
3
4 Southern=Pacific . . . 89,80 4 Meininger Hyp.=Bank 95,003 Oldenburger . . . . . . 127,50
75,00 Transportanſtalten.
Bergwerks=Aktien.
2½ Raab=Grazer fl. 150
4 Hamburger Staatsanl. 97,50 8 Hamb.=Amerika=Paket=
5 St. Louis und San
bo.
84,00
3½
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 98,00
Unverzinsliche
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.. . . . . 136,9010 Aumetz=Friede .
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. . . 163,50
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(unk. 1917) . . 93,40
do.
3½
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3½ do. (unk. 1914). . 83,20 Augsburger . . . . . fl.
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Bergb. . . . . . . 136,00
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94,40
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3 do. Spezial . . . . 9,80 3 Brauerei Werger.
3½
85,00 Engl. Sovereigns . . . . 20,44
do.
Prioritäts=
9½ Frankf. Hypoth.=B. 207,004 Karlsruhe . . . . . . . 95,0020 Francs=Stücke . . . . 16,16
5 Rumänier v. 1903 . . 98,4025 Bad. Anilin=u. Soda=
Mitteld. Kreditbank 114,253½ do.
564,00 Obligationen.
Fabril
do. v. 1890 . . 92,50
85,60Amerikaniſche Noten . . . 4,20½
7 Nationalb. f. Deutſchl. 117,50
4 de.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ.
v. 1905 . . 86,8014 Chem. Fabrik Gries=
Engliſche Noten . . . . . 20,46
Magdeburg . . . . . .
5½ Pfälziſche Bank. . . 122,204 Mainz . . . . . . . . Franzöſiſche Noten . . . . 81,15
4 Ruſſn v. 1890 . . . . 87.70
.236,254½ Nordd. Lloyd=Obl.
heim . . .
6.48 Reichsbank . . . . . 138,00 3u
do.
85,30 Holländiſche Noten . . . . 168,95
do. v. 1902 . . . . 89,7027 Farbwerke Höchſt. . . 600,00 4 Eliſabethbahn, freie . . 88,807 Rhein. Kreditbank . . . 126,75
4½ do. v. 1905 . . . . 99,6020 Verein chem. Fabriken
4 Franz=Joſefs=Bahn . .
4 Mannheim . . . . . . 94,00 Italieniſche Noten . . . . 80,40
3½ Schweden . . .
Mannheim . . . . 329,703 Prag=Duxer . . . . . . 71,307½ A. Schaaffhauſen.
do.
3½
86,00Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,95
Bankverein . . . . 105,204 München . . . .
4 Serbier amort v. 1895 79,008 Cement Heidelberg . . 137,005 Oeſterr. Staatsbahn . 101,00 qu
97,50 Ruſſiſche Noten . . . . .
Türk. Admin, v. 1903 78,8032 Chem. Werke Albert 430,00
4 Oeſterr. Staatsbahn . 89,207½ Wiener Bankverein . 131,8031
Schweizer Noten . . . . . 80,75
Nauheim . . . . . .
4 Türk. uniſiz. v. 1903 87,50 1
2½ Holzverkohl. Kon=
Pfandbriefe.
do.
74,90
4 Ungar. Valhrente . . . 82.96
Nürnberg . . . . . . . 96,80
ſtanz . . . . . . . 292,255 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,104 Frankf. Hypoth.=Bank
84,20Reichsbank=Diskonto . . . 5½½
3½
do.
4 do. Stentsrente . . 81,104 Lahmetzer . . . . . . . 112.00 4 Oek. Sähb. (Bomb.) . . 72.50
Reichsbank=Bombard 3sf. 6½%.
S. 16 u. 17 . . . 94,3014 Offenbach . .

[ ][  ][ ]

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
3 120.
Dontersliag, 30. Stiober.
1915.
und angebracht ſnd, daß ihr Lichtſchein von Enigegenkomnenden und Ueberholenden
Bekanntmachung.
deutlich wahrgenommen werden kann. Ausnahmsweiſe kann bei Perſonenfuhrwerken
Die nachſtehende, am 1. April ds. Js. in Kraft getretene Polizeiverordnung von dem Kreisrat eine von vorerwähnter Beleuchtungsart abweichende Beleuchtung
ſtüngen wir wiederholt mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis, daß die Polizei= für ausreichend erachtet und zugelaſſen werden.
igane angewieſen worden ſind, dieſelbe ſtreng zu handhaben. Die Großherzog=
Bei Fuhrwerken anderer Art genügt in der Regel die Anbringung einer Laterne.
llichen Bürgermeiſtereien der Landgemeinden wollen die Beſitzer von Fuhrwerken Dieſe iſt an der oberen linken Seite des Fuhrwerks zu befeſtigen und nur wenn
ind Fahrzeugen ſowie die Radfahrer auf die Vorſchriſten der Polizeiverordnung die Art der Ladung (Feuergefährlichkeit uſw.) die Befeſtigung am Wagen ſelbſt aus=
urch
amtliche Bekanntmachung beſonders hinweiſen.
ſchließt, an der linken Seite des Zugtieres (bei zwei Zugtieren des linken Zugtieres)
Darmſtadt, den 16. Oktober 1913.
anzubringen.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Außer dieſer einen Laterne iſt aber in folgenden Fällen noch eine zweite zu
führen:
Fey.
(22161ddd
a) wenn der Lichtſchein der einen Laterne von rückwärts nicht deutlich wahr=
genommen
werden kann;
Polizei=Verordnung
b) wenn die Ladung von Fuhrwerken ſeitlich oder nach hinten in gefahr=
über
den Verkehr von Fuhrwerken und Fahrzeugen im Kreiſe Darmſtadt.
bringender Weiſe hervorſteht (z. B. Langholzfuhrwerke, Möbelwagen uſw),
Auf Grund des Artikeis 64 des Geſetzes, betreffend die innere Verwaltung und
und zwar an dem hervorſtehenden Teil der Ladung.
die Vertretung der Kreiſe und der Provinzen vom 12. Juni 1874, in der Faſſung der
§ 4.
Bekanntmachung vom 8. Juli 1911, ſowie des § 366, Ziffer 10 des Reichsſtrafgeſetz=
Fuhrwerke müſſen im Schrittmaß fahren auf allen Strecken, für welche das
bluches, wird unter Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes und mit Genehmigung Großh. Schrittfahren durch Lokalpolizei=Verordnung und durch öffentlichen Anſchlag ange=
Miniſteriums des Innern vom 17. März 1913 zu Nr. M. d. J. 4674 für den Kreis 1 ordnet iſt.
Darmſtadt folgendes verordnet:
§ 5.
§ 1.
Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften dieſer Polizei=Verordnung werden
Alle auf öffentlichen Straßen verkehrende Fuhrwerke und Fahrzeuge haben, mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
efern die Beſchaffenheit der Straßen es geſtattet, die rechte Seite der Fahrbahn
Aunzuhalten.
§ 6.
Die Vorſchriften über das Ausweichen werden hierdurch nicht berührt.
Dieſe Polizei=Verordnung tritt am 1. April 1913 in Kraft. In Kraft
Beim Einbiegen in eine andere Straße iſt nach rechts in kurzer Wendung, bleibt neben den vorſtehenden Beſtimmungen die Polizei=Verordnung, betreffend
nach links in weitem Bogen zu fahren
den Verkehr von Fuhrwerken in der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt vom
Fahrzeuge im Sinne dieſer Polizei=Verordnung ſind insbeſondere auch alle 20. Februar 1904.
ſraftfahrzeuge und alle Fahräder, ſofern dieſe die Fahrbahn benutzen.
Mit Wirkung vom 1. April 1913 treten außer Kraft:
§ 2.
1. die Lokalpolizei=Verordnung, betreffend Vorkehrungen gegen Beſchädigung
Der Führer eines Fuhrwerks oder Fahrzeugs hat ſeinen Sitz auf dem Fuhrwerk
durch Fuhrwerke zur Nachtzeit, vom 5. Februar 1875;
oder Fahrzeug ſo zu wählen, daß er die Fahrbahn auch ſeitlich des Fuhrwerks oder
2. die Polizei=Verordnung vom 19. Juni 1890, betreffend Sicherung des Ver=
Fahrzeugs ſtets gut überſehen kann.
kehrs auf der Landſtraße;
§ 3.
3. die Polizei=Verordnung vom 12. Juni 1893, betreffend die Verwendung rot
Während der Dunkelheit ſowie bei ſtarkem Nebel müſſen alle auf öffentlichen
und grün leuchtender Laternen an Straßenfuhrwerken.
Straßen oder Plätzen befindlichen Fuhrwerke mit hellbrennenden Laternen verſehen
Darmſtadt, den 25. März 1913.
lein. Der Gebrauch von Laternen mit farbigen Scheiben iſt unterſagt. Fuhr=
gerke
, welche nach ihrer Bauart vorzugsweiſe der Perſonenbeförderung dienen, müſſen
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
zuf der Vorderſeite oben rechts und links mit Laternen verſehen ſein, die ſoeingerichtet
Fey.
Antliche Rachrichten des Groſch. Politeiants Derwſiedt=
Cn unſer Genoſſenſchafts=Regiſter
Betreffend: Lieferung von Hundemarken.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=a wurde heute eingetragen hin=
ſiher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſungerſtr. Nr. 56 be=ſichtlich der Firma:
Die Lieferung von 5000 Stück Hundemarken aus Meſſing
ſinden ſich: 1 deutſcher Schäferhund, 1 Pinſcher (zugelaufen). Die
Landwirtſchaftliche Dar=mit Nummern und Stadtwappen verſehen ſoll vergeben werden.
bunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausge=
lehenskaſſe
Darmſtadt, ein=
Lieferungsbedingungen liegen im Stadthaus, Zimmer Nr. 39,
ſäſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
getragene Genoſſenſchaft während der Dienſtſtunden zur Einſicht offen.
(22664
dortſelbſt jeden Werktag, vorm. 10 Uhr, ſtatt.
Angebote ſind bis ſpäteſtens 4 k. Mts., vormittags 10 Uhr.
mit unbeſchränkter Haft=
pflicht
, Darmſtadt.
bei mir mit der Bezeichnung Lieferung von Hundemarken betr.
Bekanntmachung
Durch Beſchluß der Generalver=verſehen, einzureichen.
(22498id
Darmſtadt, den 24. Oktober 1913.
ſammlung vom 27. September 1913
über das Betreten der militäriſchen Uebungs= ſind die Beſtimmungen über die
Der Oberbürgermeiſter.
zu veröffentlichenden Bekannt=
plätze
bei Darmſtadt.
Dr Gläſſing.
Da in letzter Zeit wiederholt militäriſche Uebungen auf den machungen (§36 der Statuten) ge=
(22642
Mopf
Uebungsplätzen in der Gemarkung Darmſtadt, namentlich auf dem ändert.
Bekanntmachungen erfolgen nun=
Ererzierplatz am Rheintor, durch das Herandrängen des Publikums
füar die Truppen geſtört worden ſind, ſehen wir uns veranlaßt, die mehr in dem Organ des Verban=(Gerſtelherunig im Maoluchen Lethamt.
nuchſtehende Polizeiverordnung über das Betreten der militäriſchen des der Heſſiſchen landwirtſchaft=
Montag, den 27. Oktober 1913, von nachmittags 2 Uhr
Uebungsplätze bei Darmſtadt erneut bekannt zu geben. Wir empfehlenlichen Genoſſenſchaften, DasHeſſen=ab, beginnt die Verſteigerung im ſtädtiſchen Leihamt, Kirch=
deingend
, die Vorſchriften dieſer Verordnung zu beachten, und zwarland.
ſtraße 9, dahier.
Darmſtadt, 24. Oktober 1913.
namentlich was den Exerzierplatz am Rheintor betrifft, da, wenn die
Es kommen zum Ausgebot:
Aſsbungen weiter in der Weiſe wie ſeither von dem Publikum geſtört Großh. Amtsgericht Darmſtadt I. Montag, den 27. Oktober, von nachmittags 2 Uhr ab: Weißzeug
erden, die Militärbehörde genötigt ſein würde, das Betreten des
und Kleidungsſtücke.
Ererzierplatzes überhaupt zu verbieten.
(22594mds
Bekanntmachung. (Dienstag, den 28. Oktober, von nachmittags 2 Uhr ab: Gold,
Darmſtadt, den 27. Oktober 1913.
Silber, Brillanten, Uhren, Ringe.
Mittwoch, 5. November 1913, Mittwoch, den 29. Oktober, von vormittags 9 Uhr ab: Vhoto=
Großherzogliches Polizeiamt.
vormittags 9 Uhr,
graphiſche Apparate, Muſikwerke, Geigen, Zithern, Opern=
Gennes.
ſollen die dem Kaufmann Karl
gläſer, Ferngläſer und Reißzeuge;
Kämmerling dahier und deſſen
Polizeiverordnung.
an demſelben Tage, von nachmittags 2 Uhr ab: Weiß=
Sohn zuſtehenden Immobilien:
zeug und Kleidungsſtücke.
Betreffend: Das Betreten der militäriſchen Uebungsplätze
Flur
Nr. am
IV 985 81 Vorgarten Heidel=Donnerstag, den 30. Oktober, von vormittags 9 Uhr ab: Weiß=
bei
Darmſtadt.
zeug und Kleidungsſtücke;
Nach Anhörung der Stadtverordneten=Verſammlung wird, in
bergerſtraße,
an demſelben Tage, von nachmittags 2 Uhr ab: Fahr=
Eemäßheit des Artikel 56 der Städteordnung, mit Genehmigung IV 986 444 Hofreite Heidel=
räder
, Nähmaſchinen, Regulateure, Wanduhren, Weißzeug
Großherzoglichen Miniſteriums des Innern und der Juſtiz vom
bergerſtraße
und Kleidungsſtücke.
et. Februar 1893 zu Nr. M. J. 5665 unter Aufhebung der Polizei=
Nr. 4,
auf freiwilligen Antrag der Freitag, den 31. Oktober, von vormittags 9 Uhr ab und von
oerordnung vom 11. Januar 1892 verordnet, was folgt:
nachmittags 2 Uhr ab: Gold, Silber, Uhren, Ringe und
§ 1. Das Betreten des Infanterie=Exerzierplatzes und der Eigentümer in unſerem Bureau
dergleichen.
Reitplätze während der daſelbſt ſtattfindenden Truppen=Uebungen, zum dritten und letztenmal ver=
Die zur Verſteigerung heranzuziehenden Pfänder ſind folgende:
lewie der Springgärten und der miltäriſchen Schießſtände in derlſteigert und bei annehmbarem
Gemarkung Darmſtadt iſt Zivilperſonen unterſagt. Die durch die Gebot der Zuſchlag erteilt werden. Nr. 2642 bis einſchl. Nr. 37918.
Die Verſteigerung findet gegen ſofortige Barzahlung ſtatt. Die
Schießſtandanlagen ziehenden öffentlichen Wege können, ſolange keine
Darmſtadt, 14. Oktober 1913.
Echießübungen ſtattfinden, frei paſſiert werden, während dieſer Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.Auslöſung verfallener Pfänder hat bis längſtens Samstag, den
25. Oktober 1913, vormittags 12 Uhr, zu erfolgen.
Ulebungen iſt jedoch deren Paſſieren verboten.
Müller. (V,21756
Der ſofortige Wiederverſatz ausgelöſter, verfallener Pfänder
§ 2. Wer der Aufforderung des Militärs oder der Polizei=
kann
vom 23. Oktober I. Js. ab großen=Andrangs wegen nicht
Lrgane, den betreffenden Platz zu verlaſſen nicht ſofort Folge leiſtet,
(21599ddd
mehr ſtattfinden.
oder Springgärten und Schießſtände unbefugt betritt, wird mit
Gricinal-
Darmſtadt, den 14. Oktober 1913.
Geldſtrafe bis zu 10 Mark beſtraft.
Darmſtadt, den 6. März 1893.
Die ſtädtiſche Leihamtsverwaltung.
Handzeichnungen
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Paul.
von Lukas sowie
Großh. Heſſ. Vereinigung für Luſtfahrt, E. v., Darmſtadt.
Bekanntmachung.
Oelstudie
Es iſt in letzter Zeit wiederholt vorgekommen, daß Perſonen
Gewinnliſte
burch weggeworfene Obſtabfälle, durch Apfelſinen=, Aepfel= oder
zu verkaufen. (22506a
Bananenſchalen auf der Straße ausgeglitten ſind und Schaden ge=
nammen
haben. In einzelnen Fällen ſind, zumal bei Kindern, Frankfurterstrasse 6, II. der Lotterie der Flugzeug=Modell=Ausſtellung, gezogen in Darmſtadt
unter polizeilicher Aufſicht am Mittwoch, den 29. Oktober 1913 im
kunplizierte Beinbrüche die Folgen ſolcher Unachtſamkeiten geweſen.
(22672
Vorſaal des ſtädtiſchen Saalbaues.
Soeben erſchienen: (guon=
Wir richten daher an die Einwohnerſchaft das öffentliche Erſuchen, Verlag Wiegandt & Grieben, Berlin
Obſtabfälle jeglicher Art nicht auf die Straße zu werfen, einmal
Los=Gew.= Los=Gew.= Los=Gew.= Los= Gew.=Los.=Gew. durch dieſe Unſitte die Straßen verunreinigt werden, ſodann
Lehrbuch der
Nr. Nr. ) Nr. Nr.
Nr.
Nr.
Nr. Nr.
Nr. Nr.
abeer auch wegen der ſchuldigen Rückſicht auf die Mitmenſchen, beſonders
L


diee Kinder, die dadurch leicht zu Schaden kommen können, und endlich
französischen Sprache
40
1517
435
19
auch wegen der ſtraf= und zivilrechtlichen Folgen dieſer Unachtſamkeiten. von Professeur J. Berryer.
40 11
14
37 11523 42
Darmſtadt, den 27. Oktober 1913.
69 14
41
495
17
(22665 Spezielle Berückſichtigung der Aus=
45
571
1245 33
505
47
ſprache. Leichtfaßl. Lautmethode.
Großherzogliches Polizeiamt.
65
159.
38
71
1255
44 546
Selbſtunterricht durch den Schlüſſel.
84
Gennes.
1270
1611
56=
5
564
Preis 2.50 Mark. Zu haben im 122 36
59
1305
932
32
565
3
Sprachlehr=Inſtitut, Herderſtr. 3.I 15.
1635
1314
949
Die Rechnung
65
1644 21
ollſt., gut erh. Bett weg. Mang. 150
1325
956 2e
3
an Platz f. 50 Mk. zu verk. Lieb= 164
170.
1305 34
958
der kathol. Kirche St. Ludwig zu Darmſtadt für 1912
17
frauenſtr. 104, 3. St. (*13242md 174
744
1376 I 13
963
187
5
25
18
6
1386
98
liegt im Pfarrhauſe, Wilhelminenplatz 9, zur Einſicht acht Tage
328
54
183
1096 65 1434
lamg offen.
(22673
756 31
Tafel-Obst
35
361
24 1105 1 15 1466 6 1904
765
402
Darmſtadt, den 30. Oktober 1913.
für den Winterbedarf
50 1 1911 58
12 11497
46 1 1157
428 16 1 770
Landsb. Reinetten 10 Pfd. 2.
Der Kirchenvorſtand.
Die Abgabe der Gewinne erfolgt nur gegen Rückgabe der Loſe
10 Pfd. 2.
Herberts
Goldparmänen . 10 Pfd. 1.80 in der Hofbuchhandlung von Müller & Rühle, hier, Eliſabethen=
10 Pfd. 1.80ſtraße 5, von vormittags 9 Uhr bis nachmittags 7 Uhr.
Rambur
Die Rechnung
Gewinne weiche innerhalb vier Wochen nach beendeter Ziehung
10 Pfd. 1.40
Schafnaſen
der kathol. Kirche St. Eliſabeth zu Darmſtadt für 1912 Mollebuſchbirnen 10 Pfd. 1.50nicht abgeholt ſind, verfallen zu Gunſten des Unternehmens.
10 Pfd. 1.50
Paſtorenbirnen
Darmſtadt, den 29. Oktober 1913.
empfiehlt.
liegt im Pfarrhauſe, Schloßgartenſtraße 57, acht Tage lang zur
Die Verloſungs=Kommiſſion.
Einſicht offen.
(22686 Joh. Walther Kuterh., mod. Kinderwagen bill. (Kehrock=, Frack=, Smoking=An=
Darmſtadt, den 30. Oktober 1913.
Ecke Roßdörfer= u. Wienersſtraßel zu verkaufen Dornheimer= züge, Zhlinder zu verleihen
(*13100id Rheinſtraße 5, 2. Stock. (20493a
Telephon 1598. (22441aweg 2, II. r.
Der Kirchenvorſtand.

[ ][  ][ ]

Nummer 260.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Oktober 1913.
Seite 12.
Stelne
1.-4, 1 1
Gewerbeſchue zu Darmſiaht.
Mit dem beginnenden Winterhalbjahr werden folgende prak=
46f,
tiſche Fachkurſe wieder eröffnet werden.
1. .
1. Fachkurs für Kunſtſchloſſer.
Soren
Fesee
Schneiden von Schnörkeln, Austragen und Aushauen von
een een
Blattſchablonen, Treiben von Blumen und Blättern. Die Teilnahme
Zu
iſt für die im 2. und 3. Lehrjahre befindlichen Bauſchloſſer=
lehrlinge
, die die Sonntags= und Abendſchule der Anſtalt be=
ſuchen
, für je einen Abend obligatoriſch. Außerdem können Lehr=
linge
und Geſellen gegen 10, bezw. 12 Mk. Schulgeld freiwillig teil=
Allerheiligen
nehmen. Unterrichtszeit: Mittwoch und Freitag von 69 Uhr abends.
A.
Werkſtätte: Karlsſtr. 23. Material wird geliefert. Eröffnung am
jer.
5. November.
und
2. Fachkurſe für Schuhmacher.

Unterrichtszeit: Mittwoch und Freitag von 810 Uhr abends.
c
Eröffnung am 5. November.
a) Für im 3. Lehrjahre befindliche Lehrlinge: Muſterzeichnen.
Allerseelen
Schulgeld 3 Mk.
b) Für Geſellen: Auszeichnen und Ausfellen des Leders, Her=
richten
der Leiſten und Anfertigung der Schäfte. Schulgeld 6 Mk.
empfehlen wir:
3. Fachkurs für Schneidergeſellen.
Maßnehmen und Zuſchneiden. Unterrichtszeit: Dienstag und
Schwer versilberte
Freitag von 810 Uhr abends. Schulgeld 6 Mk. Eröffnung am
Heälen.
4. November.
Skräſ
ere
4. Fachkurſe für Tapezierer.
Soee 70
a) Für Lehrlinge: Freihändige Dekoration, Fachzeichnen, insbe=
F ehnmetege
Metallwaren
ſondere Schnittmuſter für Stoffbehänge. Die Teilnahme iſt
Aa
Sergesee
für die im 2. und 3. Lehrjahre befindlichen Tapezier=
Maf
(18
als
Ee
lehrlinge, die die Sonntags= und Abendſchule beſuchen,
obligatoriſch. Außerdem können Lehrlinge égegen 3 Mk.
Aufsätze, Becher, Bowlen,
Schulgeld freiwillig teilnehmen.
b) Für Gehilfen: Geometriſche Uebungen, Entwerfen und Zeichnen
Cabarets, Fruchtkörbe,
NertIVzE
von Dekorationen, Dekorationszuſchnitte, Stil= und Formen=
lehre
, Perſpektive. Schulgeld 6 Mk. Unterrichtszeit: Mittwoch Schalen, Pokale etc. etc.
in reicher Auswahl und geschmack-
und Freitag von 79 Uhr. Eröffnung am 5. November.
in feinster Ausführung
e
5. Fachkurſe für Friſeure und Perückenmacher.
: ; voller Ausführung in den Preislagen
Praktiſche Uebungen im Haarſchneiden und Friſieren. Anfer= zu billigsten Preisen.
Poteie
aen
tigung von Haararbeiten. Unterrichtszeit: Montag von 3½6 Uhr.
Schwer versilberte
von Mk. 3. an.
Weraen
3 Mk. 50 Pfg., für Gehilfen 6 Mk.
Schulgeld: für Lehrlinge
Gane
(Lehrlinge, deren Meiſter nicht Mitglieder der Friſeur= und Perücken=
Tafelbestecke
macher=Innung ſind, haben außer dem Schulgeld noch 1 Mk. für
Schnellster Postversand nach auswärts unter Garantie
garantierte Silberauflage
Benützung der von der Innung geſtellten Materialien zu bezahlen.)
für pünktlichste Ankunft. (22679dfsg
zu Katalogpreisen.
Eröffnung am 3. November.
6. Fachkurſe für Inſtallateure.
Massive silberne
Theoretiſcher Unterricht für reifere junge Leute in allem, was
Tel. Nr. 16. .. Telegramm-Adresse Blumenhenkel,
der Inſtallateur wiſſen muß, um die in dieſes Fach ſchlagenden Ar=
Tafelbestecke
beiten gut und fachgemäß ausführen zu können, verbunden mit der
(0,800 gestempelt)
Vorzeigung der neueſten Apparate.
a) Waſſerleitungs=Inſtallateure. Dienstag und Freitag
groß. Lager, bill. Berechnung
von 7½9½ Uhr. Schulgeld 4 Mk. Eröffnung am 4. Novbr.
Heinrich Henkel & Cog
b) Gas=Inſtallateure. Unterrichtszeit: Montag und Donners=
tag
abends 7½9½ Uhr. Schulgeld 4 Mk. Eröffnung am
3. November.
Bei gleichzeitigem Beſuch der unter a) und b) aufgeführten L. BOPh
Kurſe wird das Schulgeld auf 7 Mk. ermäßigt.
Kiefern=Brennkolz
Hoflieferant
c) Elektriſche Inſtallation (nur für Fachleute). Unterrichts=
kurz
geſchnitten, prima trocken, dahn
zeit: Montag und Donnerstag von 7½9½ Uhr abends. Schul=
DARMSTADTin Schwarten od. Klötzchen, direkt zum Anfeuern verwendbar, lieſeil
geld 10 Mk. Eröfnung am 3. November.
7. Fachkurs im Modellieren.
25, Ernst-Ludwigstr. 25. per Zentner Mk. 1.40 inkl. Oktroi frei Keller
Uiterrichtszeit: Mittwoch und Freitag von 79 Uhr abends.
Schulgeld 5 Mk. Eröffnung am 5. November.
Suwberne (aerfa
Karl Schimmer,
Damen haben das doppelte Schulgeld zu zahlen.
Der Unterricht findet in dem Modellierſaal der Großh. Landes=
Telephon 212. Heinheimerstrasse6
Patenlöffel
20889a)
baugewerkſchule, Neckarſtraße 3, ſtatt.
(0,800 gestempelt)
Von den Teilnehmern am obligatoriſchen Unterricht (ſ. Nr. 1 u. 4)
in einfachen und modernen
wird kein beſonderes Schulgeld erhoben.
Mustern vorrätig,
Der Unterricht in der Abendzeichenklaſſe, in welcher Ange=
hörige
der verſchiedenſten Gewerbe ihren Vorkenntniſſen, Fähigkeiten1 sowie Anfertigung derselben.
und den Bedürfniſſen ihrer Fächer entſprechend im Zeichnen unter=
Zeitige Bestellungen erwünscht.
richtet werden, iſt bereits eröffnet.
Parlanere Carrble
Unterrichtszeit: Mittwoch und Freitag von 79 Uhr abends.
Schulgeld halbjährl. 6 Mk.
Wilhelminenstrasse 33
Bemerkt ſei noch, daß bei genügender Beteiligung auch in dieſem
Jahr wieder eine beſondere Abteilung für perſpektiviſches, kunſtgewerb=
liches
und Möbelzeichnen der Abendzeichenklaſſe angegliedert wird und
Gelegenheit für schöne Weihnachts=
daß
Damen am Unterricht im Naturzeichnen der Tagesſchule teil=
Geschenke bietet meine Ausstellung von
nehmen können.
Zu all dieſen Kurſen nimmt der mitunterzeichnete Direktor
Anmeldungen von jetzt an im Schulgebäude Ecke der Karls= und
echten Schildpatt-Waren.
Nieder=Ramſtädterſtraße entgegen.
Das Schulgeld wird bei der Anmeldung erhoben.
Diese Erzeugnisse der größt. Schildpattwarenfabrik Europas
An die Eröffnung der Winter=Tagesſchule wird nochmals
G. F. Heim Söhne, Oberramstadt b. D.
erinnert.
Für dieſe Woche empfehlen:
Darmſtadt, im Oktober 1913.
(22301sm
sind u. a. folgende:
Der Vorſitzende des Aufſichtsrates: Der Großh. Direkter:
Blaufelchen I Alle Arten Kamm- und Bürstenwaren,
Jaeger.
Prof. Dr. Meiſel.
Kamm-, Bürsten- und Nagel-Garnituren,
Schollen
Hand-, Stell- und Taschen-Spiegel, alle
Höhere Privatschule Darmstadt
Arten in Haarschmuck, Toilettegegenstände
Steinbutt
Grüner Weg 19
Leiter H. Rupp.
Fernspr. 1512
Die Anstalt bereitet in sorgf. pers. Unterricht zur Einj.-, 23 pfündig per Pfund 1 Mk. Hutnadeln, Schirm- u. Stockgriffe, Knöpfe
Prim.-, Fähnrichs- u. Reifeprüfung sowie z. Eintritt in eine
Lorgnons, Fächer, Salatbestecke etc. etc.
höh. staatl. Lehranstalt vor. Nachweisbar sehr gute Erfolge
Heilbutt
Eitern od. deren Vertreter erhalten auf Wunsch monatl. eingehend.
Bei Bareinkäufen in Schildpatt gewähre schon von
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Nummer 260.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Oktober 1913.
Seite 13.

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eie die er dir e tetene antie r it hneie eg antgten ahen
und dazu hatte er in ſeiner Art ſo unheimlich laut ge= Tag zu warten, damit ſie ihre Sachen ohne Haſt packen
Frau Melodie.
lacht. Eine Witwe halt eben! hatte er in ſeinem un= könne, aber ſie wollte davon nichts hören, wohl wiſſend,
Roman von Carl Conte Scapinelli.
(Nachdruck verboten.) gariſch=deutſchen, breiten Dialekt geſagt. Eine Witwe, ein daß ſie nur heute die Kraft zu dieſem Entſchluß hatte, daß
Geh', Betta, wie wollteſt Du das gleich ergründet Weib, das die Freuden der Welt ſchon kannte ein Weib, nur der Trubel einer raſchen Abreiſe ihr die erforderliche
ſebben! Laß alle geſcheiten Gedanken, ſie iſt einmal Joſefs das zu locken verſtand und was das alles ſchon ſagen Energie geben würde.
Joſef hatte ſie ruhig für den Abend allein gelaſſen und
Braut, und er iſt ſehr glücklich, und wir müſſen ſie wie ſollte.
Und doch kam ſie ihr wieder ſo ſprudelnd und jugend= ihr verſprochen, ſie morgens abzuholen, weil er hoffte,
ine Verwandte betrachten.
Das tat ich auch und will es auch! Aber warm konnte lich vor ſo luſtig und friſch. Wie ſie ihr ihre Freund= ſo würden ſich ihre erregten Nerven am eheſten beruhigen
ſchaft für alle Fälle angetragen, ob ſie ſie nicht vor und beim friſchen Morgenlicht des nächſten Tages wäre
nr in ihrer Nähe nicht werden.
Aber mir wird warm, warm von ihrem Blick, warm Joſefs Wut ſchützen könnte, ſie, die Macht über ihn hatte? ihr Entſchluß längſt zuſammengefallen.
Dieſe Gedanken verwirrten ſie und trieben zum Schluß
Irma wußte ſelbſt nicht, welches Motiv ſie antrieb,
dem ihrer hübſchen Geſtalt, warm von dem Raſſigen, was
n ihr ſteckt! ſagte der Profeſſor eifrig. Und mich trügt doch immer zu einem Pol hin, zu einem Namen zu ſo raſch ihre Sachen zu packen und abzureiſen, aber es
nein Blick nicht ich glaube, bis ſie erſt ein Paar ſind, dem Seffrecks. Morgen vormittag, wenn ſie um elf Uhr war eine ſo furchtbare Unruhe in ihr, daß ſie, in ihrer
bis alle kleinen Schwierigkeiten aus dem Wege geräumt aus der Geſangsſtunde ging, würde er ſicher auf ſie lauern Penſion angekommen, ihre Koffer holen ließ, zu packen
ſind, dann wird ſie auch viel ruhiger und weicher und und würde ſie begleiten und ihr liebe Worte zuflüſtern, begann und ſich ihre Rechnung erbat. Und nun wußte
morgen vormittag gab es nur einen nur ihn ſie auch, was ſie mit geängſtigt hatte: ihr Geld reichte ge=
chmiegſamer
werden!
nur einen Gedanken, nur einen Wunſch nur ein Glück. rade zur Bezahlung dieſer Rechnung, und es blieb ihr
Hoffen wir es!
Betta, ſei nicht ſo kurz und kalt. Es iſt ja die Braut Wenn die zwei, Irma und Joſef, ſich auch ſo liebten wie kaum mehr als die Summe für eine Fahrkarte dritter
neines großen Buben, und ich hab’ ſie ja ſozuſagen ſie und Seffreck wenn Irma auch ſo ſtark für ihren Klaſſe nach Hauſe. Sie hatte, trotzdem ſie von Joſef ſo
Bruder fühlte, dann wollte ſie beiden alles verzeihen, oft eingeladen geweſen, eben doch weit über ihre Ver=
perrlobt
!
Die Braut des großen Buben! Das will ich gelten und dann mußte Joſef auch ein Einſehen haben und ihr hältniſſe gelebt, und ſchon darum war es Zeit, daß ſie
heimkam.
aſſen, Mann, und drum will ich ſie ſobald als möglich den Umgang mit Seffreck nicht mehr verbieten.
Ganz arm und elend kam ſie ſich vor, da ſie endlich
So dachte ſie, und kein Gedanke an Ehe und Hochzeit,
ſu’fſuchen, vielleicht kommen wir uns näher und wenn
nicht, iſt’s ja auch kein Unglück heiraten tut ſie ja nur an Zukunft und fernes Glück ſtieg in ihrem Mädchen= wie zerſchlagen vom Packen und Ordnen um zwölf Uhr in
derr Joſef, und er wird mit ihr ſchon fertig werden! herzen noch auf. Für ſie gab es nur das ſtille, martervolle ihr Bett ſtieg und ihre Lage und ihren Entſchluß über=
Draußen in der Küche ſaß im Dunkeln Hanſi. Auch Glück einer flüchtigen, nur in dem Herzen ſchlummernden dachte. Sie, die zum Luxus geboren war, ſie mußte mor=
gen
in der dritten Klaſſe durch Ungarn fahren, ſie mußte
ſie dachte über die letzte Stunde nach, und auch ſie ſuchte Jugendliebe.
überhaupt rechnen. Und dabei durfte und wollte ſie Joſef
8. Kapitel=
dieeſe
Frau zu ergründen. Halb lockte ſie ihre Schönheit
Alles Zureden Joſefs hatte nichts genützt. Irma war nichts merken laſſen, ſondern tapfer in den Wagen dritter
an.=, ihr zu vertrauen, halb ſtieß ihr Lächeln ſie ab. Und
dann hörte ſie deutlich alles, was Seffreck über das Paar feſt bei ihrem Entſchluß geblieben, morgen vormittag ab= Klaſſe einſteigen. Es war fürchterlich, wie ihre Träume

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Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Oktober 1913.
Nummer 260.
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und die Wirklichkeit auseinandergingen. Und gerade
Ich woll dich nech rnſd ſchan, ehe ich wigſchreifur einer die Weiderf dmne er mnner wicher, üſbi
darum mußte ſie heim und wie ein beſcheidenes Aſchen= ſagte ſie, müde lächelnd.
ſeinem Zimmer angelangt, entkleidete er ſich wieder und
brödel warten, bis der Prinz, mit Schätzen beladen, ſie
Hätteſt Du denn nicht wenigſtens einen ſpäteren Zug legte ſich voll Trotz, als müſſe er noch ſchlafen, ins Beſt,
holen konnte.
wählen können?
Tieftraurig fuhr Irma zur Bahn. Sie machte ſich
Sie kam ſich ſehr unglücklich vor und weinte leiſe in
Nein, ſonſt hatte ich keinen Anſchluß!
ſelbſt Vorwürfe, Joſef ſo überrumpelt zu haben. Beſſer
ihre Kiſſen. War’s denn nicht ein Unding, daß ſie auf
Aber ſag’ mir nur, warum Du ſo plötzlich reiſeſt?
wäre es geweſen, einfach allein ohne Störung auf die
etwas warten mußte, was noch gar nicht ſicher war; wer
Ich muß eben fort, es iſt die höchſte Zeit! Viel zu Bahn zu fahren und ihn ſchriftlich davon zu verſtändigen.
wußte, ob die Operette nicht nur einen mäßigen, kleinen lange war ich in Wien!
Aber dann hätte ſie ihn nicht mehr ſehen können. Nicht
Erfolg hatte, wie hundert andere?
Reut es Dich alſo?
in ſeine blauen, trotzigen Augen ſehen. Denn darob war
Sie drückte in dieſer letzten Nacht kaum ein Auge zu,
Nein, aber das Schöne muß kurz dauern! Kommſt ſie, trotzdem er erboſt war, doch zufrieden. Sie freute
und in ihrem Hirn jagten ſich alle widerſtreitenden Ge= Du mit zur Bahn?
ſich ſogar ein wenig, daß er kein Waſchlappen geweſen und
danken, und mitten hinein ſprach ihr Herz, ihr gequältes,
Verſchlafen, verärgert wie er war, überlegte er einen ſie noch groß gebeten oder gehorſam begleitet hatte, ſon=
vergewaltigtes
Herz; es wollte auch zu Wort kommen, Augenblick. So kann ich doch nicht mitfahren!
dern daß er trotzig blieb, ſie ihre Laune allein aus=
wollte
in Wien bleiben an Joſefs Seite, unbekümmert
Aber ich hab’ doch höchſte Zeit!
koſten ließ.
um alles, was kam, wollte ſich beſcheiden, wollte haus=
Aber ſchlecht war es doch von ihm; nun mußte ſie ihr
Dann mußt Du allein fahren, liebſte Irma, ſo leid
backen und zufrieden werden. Aber dieſes Herz paßte nicht
Reiſegepäck allein aufgeben, ihre Fahrkarte holen, ſich ſelbſt
es mir tut. Ich hätte Dich gern begleitet, wenn ich vor=
in
die Lumpen und konnte nicht lieben mitten unter gro=
um
einen Platz bemühen, alles Dinge, die ſie gar nichk
bereitet geweſen wäre!
ßen Sorgen. Darum war es das Beſte, ſie floh heim;
verſtand und denen ſie ſich nur ungern unterzog. Dabei
Sein Groll wandelte ſich, wie ſchon einmal, bei ihm hieß es tapfer ſein und juſt, da ſie den Koffer aufgeben
dort, wo ſie Zeit hatte, ihre Zukunft zu überdenken, ihre
in Egoismus. Er wollte ſich dieſer ſprunghaften Art
wollte, ſtand ein Herr neben ihr und begrüßte ſie devot.
Liebe und deren Größe zu wägen und geduldig zu warten, ſeiner Braut nicht beugen, und trocken, als wäre zwiſchen
Dem Mann da in Wien, dem brach darob ſein kaltes Herz
Kann ich Ihnen behilflich ſein, gnädige Frau? Mein
ihnen nie etwas beſtanden, ſagte er: Du ſchreibſt mir ja
Name iſt Felix Bergauer Sie werden ſich kaum meiner
nicht der würde als echter Künſtler weiter hoffen, weiter dann, wie Du angekommen biſt!
ſchwärmen, weiter komponieren, auch ohne ſie. Und ge=
erinnern
, wir waren in der Bar damals mit Ihrem Bräu=
Du kommſt doch zu Weihnachten, Peppi? Bitte, tigam recht fidel!
rade das tat ſo weh!
komm!
Die ganze Nacht wälzte ſie ſich ſchlaflos auf ihrem
O, doch, doch, wenn Sie die Güte hätten, mir ein
Wenn’s möglich iſt!
Lager. Morgens um fünf Uhr ſchon erhob ſie ſich, kleidete
bißchen zur Hand zu gehen, mein lieber Bräutigam
Gib mir doch wenigſtens noch einen Kuß! bat ſie. Die ſchläft nämlich noch!
ſich reiſefertig an, nahm einen Wagen und fuhr zu Joſefs
Wohnung. Den Hausmeiſter, der eben den Hausgang Tränen ſtanden ihr in den Augen, aber ſie hielt ſich tapfer,
Das iſt unverantwortlich von ihm! Geſtatten Sie
lehrte, ſandte ſie hinauf, hieß ihn Joſef wecken und ihm ſie erſchauerte noch unter der toten, kalten Berührung ſei= doch, daß ich wenigſtens hier ihn erſetze!
ſagen, ſie ſtünde mit Wagen und Koffer unten, um ab=ner Lippen, winkte ihm aus dem Wagen tapfer und müh=
zureiſen
.
Irma Nemethyi atmete auf. Gottlob, dieſer Sche=
ſam
lächelnd zu und beugte ſich dann, von den Tränen
rerei war ſie enthoben.
In wenigen Minuten kam er dann auch eilig und überwältigt, in den Wagen zurück.
wütend die Stiege herab. Was ſind das für Narreteien
Kopfſchüttelnd, grollend, vor ſich her halblaut räſon=
zu
nachtſchlafener Zeit, Irma?1
(Fortſetzung folgt.)
nierend, ſtieg Joſef zu ſeiner Wohnung hinauf. Kenne

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Nummer 260.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 30. Oktober 1913.
Seite 15.
auch hier ein Marimum bei einer ganz beſimmten Stärke ſ tet, die der Barockzeit, vom Ende des breißzigährigen
der Belichtung geſunden wurde.
Krieges bis in die erſten Jahrzehnte des 19. Jahrhun=
Mar
C
Die günſtigſten Helligkeitsgrade, die für die Sehſtärke derts, Profeſſor E. Neeb. Der Beſchreibung der Denr=
Me
Mee
des Auges die beſten Reſultate ergaben und beim Leſen mäler geht voraus eine geſchichtliche Einleitung von Pro=
Sarmein Siedie in ieder Wibert-Schercue
am vorteilhafteſten wirkten, lagen weit unter der Licht=feſſor Dr. H. Schrohe, der auch die Topographie des alten
ſtärke, bei der die Schärſe des Sehens am größten iſt, undMainz bearbeitet; ferner eine kurze Schilderung der geo=
liegenden
rumden Prospekle milderAbbil=
u
5 ſind geringer, als man im allgemeinen zu jeder Arbeit,logiſchen Verhältniſſe des Mainzer Gebietes, ſoweit dieſe
dung der BonbohiereWVer2odieser Prospek.
bei der die Augen auf einen nahen Gegenſtand gerichtet für die kunſt= und kulturgeſchichtlichen Darſtellungen in
je einsendel erhäff Eine reizende, Bonboklere
ſind, bisher für erforderlich gehalten hat. Nach der Anſicht Betracht kommen, von Dr. O. Schmidtgen, und eine kurze
Orolis. Veriangen Sie überoll.wühbert-Reblame
des Gelehrten iſt daher bei der Wahl des beſten Lichtes Geſchichte des Mainzer Wappens von K. Strecker. Der
marken In dllen Apofhekten und Drogerien
für die Augen weniger die große Helligkeit, als die gün= Umfang des Stoffes erforderte deſſen Verteilung auf
SindhmuberPlabletfenJür Irerhälflichz.
ſtige Form der Belichtung, wie ſie ſich im indirekten Licht mehrere Bände bezw. Abteilungen.
darbietet, zu beobachten. Die Reſultate der Unterſuchung
Band I 20 Bogen ſtark, enthält die geologiſche und
Prof. Ferrees wurden in ihrer Wichtigkeit auf dem Kon= geſchichtliche Einleitung, die Topographie von Mainz und
Das beſte Licht für die Augen.
greß für Schulhygiene anerkannt, und man betonte, daß die Beſchreibung der Stadtbefeſtigung, ſowie einen kur=
noch
eine größere Anzahl von Beobachtungen angeſtellt zen Abſchnitt über den Namen und das Wappen der Stadt
Intereſſante neue Experimente über die Art und werden müßte, um die günſtigſten Lichtbedingungen für Mainz. Hier werden auch auf größeren Tafeln die wich=
kärke
des Lichtes, die dem Auge am zuträglichſten iſt, hat die verſchiedenen Arten der Arbeit, nicht nur in Schulen, tigſten älteren Anſichten und Pläne der Stadt Mainz nach
ſe amerikaniſche Profeſſor C. F. Ferree angeſtellt und ſondern auch in Kontors und Fabriken, feſtzuſtellen.
Maskop, Wenzel, Hollar. Merian u. a. beigegeben,
ine Reſultate auf dem internationalen Kongreß für
Band II. 40 Bogen ſtark, wird in zwei Abteilungen er=
Schulhygiene in Buffalo bekannt gegeben. Für ein kur=
ſcheinen
. Er enthält die Beſchreibung der kirchlichen Denk=
Literariſches.
ſes ſcharfes Hinſehen, bei dem kleine Einzelheiten erkannt
mäler der Stadt, beginnend mit der des Domes. Im
Pirden ſollen, iſt ſehr helles Licht notwendig; doch ver=
Die Kunſtdenkmäler im Großherzog=Terte und auf beſonderen Tafeln bringt dieſer Band eine
ſrſacht dieſes leicht Ermüdung. Wenn man die Augentum Heſſen. Provinz Starkenburg: Kreis Bens=reiche Fülle neuer, eigens für das Kunſtdenkmälerwerk an=
nge
Zeit zu gebrauchen wünſcht, ſo ſollte die Helligkeitheim; Provinz Rheinheſſen: Stadt und Kreis gefertigter zeichneriſcher und photographiſcher Aufnahmen,
hwach ſein, viel ſchwächer, als man gewöhnlich für er= Mainz: herausgegeben durch eine im Auftrag S. K. H. dabei die Aufnahmen mehrerer bedeutender Kirchen, die
nderlich zu einer guten Beleuchtung hält. Die Verſuche des Großherzoas vom Großh. Miniſterium des Innern bisher überhaupt noch nie aufgenommen worden waren.
ſor Profeſſor Ferree gingen darauf hinaus, die Wirkun= beſtellte Kommiſſion. Nach einem Zeitraum von 15 Jahren Band III, ebenfalls 40 Bogen ſtark und ebenfalls in
ſen des Tageslichtes und dreier künſtleriſcher Licht=Ein= wird mit den im Herbſt erſcheinenden Bänden Bens=zwei Abteilungen erſcheinend, bringt die weltlichen Bauten
ſichtungen, die er als direktes, indirektes und halbindirek= heim und Mainz die Herausgabe der Heſſiſchen In= und die verſchwundenen Denkmäler der Stadt Mainz, ſo=
Licht klaſſifiziert, miteinander zu vergleichen. Dieſe ventare wieder aufgenommen; einige andere Bände ſollen wie die Beſchreibung der Kunſtdenkmäler des Landkreiſes
ſier Formen der Beleuchtung wurden zunächſt in der demnächſt folgen. Nach den durch Prof. Rud. Kautzſch Mainz. Auch hier iſt ein reiches Abbildungsmaterial vor=
lleichen
Lichtſtärke beobachtet. Dabei ergab ſich, daß am neu bearbeiteten und von der Kommiſſion gebilligten geſehen. Bei der Vorausbeſtellung wird der Vorzugs=
n
de einer Dauer von drei Stunden, während deren das Grundſätzen hat die Kunſt des Barock und Rokoko weſent= preis für den einzelnen Band bezw. deſſen Abteilungen
lnge unter dieſen beſonderen Lichtbedingungen zum Leſen lich eingehendere Beachtung gefunden, als in den früher von je 20 Bogen 7,50 Mk. betragen.
lerwendet wurde, die Sehfähigkeit in dem Falle des erſchienenen Bänden; ferner wurde der Schilderung des
Die Friſt für die Vorausbeſtellung der Veröffentlichung
e geslichtes und des indirekten Lichtes nur wenig beein= bäuerlichen Wohnbaues beſondere Sorgfalt gewidmet. Des= der Bände und ihrer Abteilungen Stadt und Kreis Mainz
ſrichtigt war, während bei den beiden anderen künſtlichen halb iſt auch die Zahl der Abbildungen vermehrt worden. zum Vorzugspreiſe erſtreckt ſich bis zum 1. Januar 1914,
Stleuchtungsformen eine ſtarke Ermüdung und Abnahme Um nun das Werk möglichſt weiten Kreiſen zugänglich zu für ſpäter einlaufende Beſtellungen kann der Vorzugspreis
ſſer Sehkraft konſtatiert wurde. In ſeiner zweiten Gruppe machen, iſt es ermöglicht worden, die demnächſt erſcheinen= nicht mehr gewährt werden.
lin Beobachtungen wurde die Lichtſtärke bei jedem der den Bände zu ermäßigtem Preis im voraus zu beſtellen.
ſerſchiedenen Syſtem in verſchiedenen Graden angewendet. Band Kreis Bensheim: Dieſer Band wird 20 Bogen
lluch hier waren die Reſultate bei Tageslicht am gün=ſtark werden und 270 Abbildungen, einen Farbendruck und
Zahn-Créme
ſiaſten und bei indirektem Licht faſt ebenſo günſtig. Bei eine Ueberſichtskarte erhalten. Der Ladenpreis beträgt für
ſen ſogen. halbindirekten Licht ergab ſich, daß die Seh= das gebundene Exemplar 8 Mark für das ungebundene
larke ſich nur bei einer ſehr geringen Reihe von Inten=7,70 Mk., der Vorzugspreis 6,50 Mk. gebunden und 6,20
S.
ſtätsſtufen gleich ſtark erhält: bei hellerer oder ſchwäche= Mark ungebunden. Band Stadt und Kreis
ſer Beleuchtung tritt die Abnahme der Sehſtärke nach Mainz: Die große Zahl der zu beſchreibenden Denk=
W

blauf der drei Stunden ſehr deutlich hervor. Verwen= mäler machte für dieſen Kreis eine Teilung der Arbeit
ſcke man die direkte Lichtform, ſo wurde ihre Wirkung nötig. Die Kunſtdenkmäler von der Karolingerzeit bis
Mundwasser
ſei allen Helligkeitsgraden als gering feſtgeſtellt, obwohl zur Renaiſſance hat Profeſſor Dr. R. Kautzſch bearbei=
Mer ee (
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[ ][  ][ ]

1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
(36 260.
Donnerstag, 30. Oktober.
1913.
auf 220 6. Dopeldecker innerhald dier Stunden zuſtk= ſvon Stofkanten. Heinrich Bogt, Ziricht Vertr.: Jalod
gelegt. Von dort flog Carganicow nach Graudenz und Speth, Mainz, Bahnhofsſtraße 3. 23. 4. 13. V. 10752.
G
brachte es ſomit auf eine Geſamtdiſtanz von 700 Klm.
64 9 572864. Weinflaſchenhebelverſchluß mit Korkſtopfen=
Friedrich, der in Gelſenkirchen geſtartet war, erreichte abdichtung. Wormſer Korkwaren=Induſtrie Heinrich
Bromberg über Johannisthal und abſolvierte im ganzen Decker u. Co., Worms. 26. 9. 13. W. 41368. 70 d. 572 006.
750 Kilometer. Von Zivilfliegern bewarb ſich ferner Briefumſchlagſchließmaſchine. Wilhelm Buſch, Mainz,
noch Gaſſer von Leipzig aus um die Stundenprämien Liebfrauenſtraße 6. 17. 4. 13. B. 63 216. 77h. 571 915.
der Nationalflugſpende. Er flog ſich eine Prämie von Lagerung der Achſe des Fahrgeſtells an Flugzeugen.
Mee
5

7500 Mark heraus, da er 5½ Stunden in der Luſt blieb.
S
Deutſche Sommer=Flugzeug=Werke G. m. b. H., Darm=
(

65
Oberleutnant Kaſtner flog mit Paſſagier auf Albatros= ſtadt. 22. 9. 13. D. 25774. 77h. 571 916. Schutzvorrich=
(


Taube von Köln über Johannisthal nach Poſen (710 tung am Fahrgeſtell von Flugzeugen. Deutſche Sommer=

Gesſes

S
Kilometer). Leutnant v. Blanc flog gleichfalls mit Flugzeug=Werke G. m. b. H., Darmſtadt. 22. 9. 13. D. 25 744.
Hlundwasser
Paſſagier von Gera nach Breslau, Lt. Joly von Köln ſ77h. 571 917. Spannſchloß zum Anſchluß der Zugverbin=
der
Meitl
nach Gera und Lt Pfeiffer mit Paſſagier von Gera dungen für Tragflächen von Doppeldeckern u. dergl.
2

5
nach Budweis, in der Abſicht, von dort nach Wien weiter= Deutſche Sommer=Flugzeug=Werke G. m. b. H., Darm=




zufliegen. Leicht verletzt wurde bei einer Zwiſchenlandung ſtadt. 22. 9. 13. D. 25 775. 77h. 572384. Flugzeuge für

Lt. v. Hiddeßen in der Nähe von Groß=Königsförde. direkten Aufſtieg. Joſeph Machtolf, Offenbach a. M=



Der Flieger wurde in die Kieler Klinik übergeführt.
Bürgel, Langſtraße 32. 23. 9. 13. M. 48 033. 771. 572 385.

S=
Steuerung für Flugzeuge für direkten Aufſtieg. Joſeph

Se
S
Machtolf, Offenbach a. M.=Bürgel, Langſtraße 32. 23. 9. 13.
M. 48 034.
Handel und Verkehr.
Wer Odol konſequent täg=
* Heſſiſche Erfinder. (Mitgeteilt von Dipl.=Ing. Kle=
lich
anwendet, übt nach unſeren
mens Herszberg u. Co., Patent= und Ingenieur=Bureau,
Stimmen aus dem Publikum.
heutigen Kenntniſſen die denkbar Darmſtadt, Rheinſtraße 19.) Patent=Anmeldun= (Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktiotl
beſte Zahn= und Mundpflege aus. gen: 28h. K. 54291. Rahmen zum Strecken von Häuten ſeinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Prehgeſezes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.;
und Leder, der aus den Ecken durch Winkelſtücke miteinan=
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Auf das Eingeſandt vom 23. Oktober in Ihrem
Mk. 1.50, ½ Flaſche Mk. .85.
(I,21499 Worms. 15. 3. 13. 45i. K. 55519. Federnder Einlagen= geſchätzten Blatte diene dem Herrn X. B. noch folgendes
Befeſtigungsbügel für Hufeiſen. Karl Kratz, Darmſtadt, zu ſeiner näheren Information: In der Landesirrenanſtalt
Beſſungerſtraße 98. 14. 7. 13. 50 d. H. 58048. Planſichter Philippshoſpital ſtimmen ja im großen und ganzen die
Luftfahrt.
mit einſeitigem Schwunggewicht, deſſen Achſe zuſammen in dem Artikel beſagten Mißſtände. Die Anſtalt beſitzt
mit dem Planſichterrahmen frei ſchwingt. Karl Friedrich ein vierſitziges Break, mit dem hauptſächlich nur die aka=
Um die Nationalflugſpende.
Hillesheimer, Offenbach a. M., Schäferſtraße 3. 7. 6. 12. demiſch gebildeten Beamten zur Bahn und von der Bahn
Einen verhängnisvollen Flug um die Großen
sr.
Gebrauchsmuſter=Erteilungen: 8d. 572197. nach der Anſtalt befördert werden. Ob der Wagen zu
eiſe der Nationalflugſpende unternahm in der Diens=Bügeleiſenſchuh zum Schutze der Wäſche. Heinrich Acker=Krankenzwecken benutzt wird, iſt kaum glaublich, oder döch
ſſhnacht der bekannte Albatrospilot Kühne. Er ſtartete! mann, Darmſtadt, Arheilgerſtraße 82. 12. 9. 13. A. 21376. höchſt ſelten. Auch möchte ich den Einſender aufmerkſam
Alb 1 Uhr in Johannisthal in der Abſicht, über Paris 15h. 572 779. Korkenkopfdruckmaſchine. Martin Engmann, machen, daß ein Fuhrwerksbeſitzer in Goddelau anſäſſig
ſſich Spanien zu fliegen. Nach etwa dreiſtündigem Flug Mainz, Johannesſtraße 6. 25. 9. 13. E. 19754. 30d. iſt. der die privaten Fahrten nach der Anſtalt übernimmt,
ſßte er eine Notlandung vornehmen. In der Dunkelheit 572 291. Verſtellbarer Augenſchützer. Weintraud u. Co., deſſen Verdienſt meines Wiſſens aber ganz minimal iſt.
Mnte er die Landung in einem Walde nicht vermeiden. lG. m. v. H. Offenbach a. M. 22. 9. 13. W. 41326. 341. Der Autoverkehr zwiſchen Goddelau=Anſtalt=Erumſtadt
Pierlit dabei recht erhebliche Verletzungen und mußte 1572756. Verſtelbarer Tiſch für Krankenbeten u. dergl.wurde ſicher auch nur eingeſtelli, da der Unternehmer bei
lch Kaſſel ins Krankenhaus übergeführt werden. Nach Ernſt Albert Schuſter, Pfeddersheim bei Worms 12. 9. 13. dieſen Fahrten nicht auf ſeine Rechnung kam. Ob ſich da=
ſcher
anderen Meldung war während des Fluges ein Sch. 49741 35b. 572824. Selbſtgreifer mit Lenkbewegung her ein Automobilverkehr für die Anſtalt dortſelbſt ren=
Argaſerbrand entſtanden, der Kühne zur ſchleunigen der Schaufeln. Karl Schenck, Eiſengießerei und Maſchi=tieren würde, iſt äußerſt fraglich. Ich möchte dem Herrn
Undung zwang. Durch die Flammen geblendet, konnte nenfabrik Darmſtadt, G. b. m. H., Darmſtadt. 13. 9. 13. Einſender nur noch empfehlen, doch auch das unterſtellte
das Terrain nicht überſehen und geriet in den Wald: Sch. 49744. 37b. 572 106. Dübel. Elſe Pollmann, Bin= Perſonal der Anſtalt mehr berückſichtigen zu wollen. Die=
Flugzeug fing Feuer und verbrannte faſt vollſtändig. gen a. Rh. 9. 9. 13. P. 24390. 37b. 572 447. Deckenſtein. ſen Leuten, die faſt alle in Goddelan wohnen, iſt eder
Ferner ſtartete von Johannisthal aus Laitſch mit Ernſt Jungk, Wöllſtein, Rheinheſſen. 12. 9. 13. J. 14501. weite Weg doch äußerſt beſchwerlich. Bei Wind und Wet=
Aſagier auf einem 100pferdigen Luftverkehrsgeſellſchaft= 37c. 572 866. Zerlegbare Einſchalung zur Herſtellung von ter und bei bitterer Kälte auf freier Landſtraße ¾ Stunde
ppeldecker zu einem Fernfluge in weſtlicher Richtung. Eiſenbeton=Rippendecken für alle erforderlichen Rippen= täglich viermal zu marſchieren, iſt gewiß bemitleidens=
Die am Montag von deutſchen Fliegern unternommenen höhen und =breiten. Gebrüder Beck, Offenbach a. M. wert. Die Leute kommen mitunter bei Wind und Regen
mflüge haben zum Teil gute Leiſtungen ergeben, wenn 27. 9. 13. B. 95742. 44g. 571 961. Handgelenkriemen für durchnäßt bis auf die Haut auf die Bureaus, die Kleider
lüch keiner der Flüge für die Großen Preiſe der National=Taſchenuhren. Klein u. Ev., Offenbach a. M. 17. 9. 13 werden ihnen am eigenen Körper wieder trocken, und dies
Aſpende in Anrechnung gebracht werden kann, da die K. 59 889. 44 a. 572 013. Hohlgeblaſener Knopf aus Zellu= kann ihnen viermal an einem Tage paſſieren. Krankhei=
Förderte Mindeſtdiſtanz von 100 Kilometern nicht er=loid oder Zelluloid ähnlichen Maſſen. Vernbard Georgi, lten ſind da unausbleiblich, Hier wäre eine dringende Ab=
ſicht
worden iſt. Ernſt Stöffler, ein Bruder des Offenbach a. M., Bettinaſtraße 8. 14. 8. 13. G. 34126. hilfe ſehr angebracht, zumal die der Anſtalt unterſtellten
ſordfliegers Viktor Stöffler, war mit Paſſagier auf 44a. 572014. Hochgeblaſener Knopf aus Zelluloid oder Bureaubeamten weder Dienſtwohnungen erhalten können,
hem 100pferdigen Albatros=Doppeldecker von Johannis= Zelluloid ähnlichen Maſſen mit fertiggeblafenen Löchern. noch ihnen eine Wegzulage für den Mehrverbrauch an
nach Köln geflogen; da er dort erſt um 4 Uhr nach= Bernhard Georgi, Offenbach a. M., Bettinaſtraße 8. Kleidern und dergleichen gewährt wird. Dieſe Mißſtände
ags eintraf, gab er zunächſt den Weiterflug auf. Die14, 8. 13. G. 34332 45 h. 571926. Automatiſcher Geflü= wären meines Erachtens vor allem zu beſeitigen, denn die
Mer 500 Kilometer lange Strecke Johannisthal-Königs=gelfütterapparat. Fa. Chriſtoph Zoll, Offenbach a. M. Geſundheit eines Menſchen muß vor der Bequemlichkeit
g wurde von Leutnant Carganicow mit Paſſagier 18. 7. 13. Z. 9112. 52 a. 572 651. Apparat zum Steppen des anderen in den Vordergrund treten.
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5.20 , Mittelloge 5.20 , Bal=
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eingetragene Genoſſenſchaft mit beſchränkter Haftung
IIIAm Reformationsfest, Sonntag, 2. November 1913 II. Rana: 1.6. Reihe 2.15
7. u. 8. Reihe 1.75 , I. Galerie
abends 8 Uhr, im Festsaale der Turngemeinde
1.15 , II. Galerie 65 .
Kartenverkauf: an der Tages=
(Woogsplatz 5)
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kaſſe im Hoftheater von 9½ 11
Uhr und eine Stunde vor Beginn
ordentlichen General-Versammlung ieS C-EeieT der Vorſtellung; im Verkehrg=
büro
von 81 Uhr und von
am Sonntag, 2. November 1913, nachm. 3½ Uhr,
½ Uhr bis kurz vor Beginn der
im großen Saale des ſtädt. Saalbaues, Riedeſelſtr.mit Ansprache des Herrn Pfarrers Marx von Darmstadt, über:
Vorſtellung. (Im Verkehrsbüro=
Frangelischer Geist in der sittlichen Wiedergeburt werden auch telephoniſch Karten=
Tagesordnung:
Beſtellungen entgegengenommen.
1. Bericht des Aufſichtsrats und Vorſtandes über das abgelaufene
Telephon Nr. 1582.)
unseres Volkes vor 100 Jahren‟
13. Geſchäftsjahr (lt. § 39).
Anf. 7½ Uhr. Ende gegen 10 Uhr=
2. Rechnungsablage, Genehmigung der Bilanz und Beſchluß=
und mit Aufführung des Festspiels: (22542md Vorverkauf f. die Vorſtellungen
faſſung über die Verwendung des Ueberſchuſſes (t. § 39).
Freitag, 31. Okt. 39. Ab.=Vſt.
3. Beratung und Genehmigung des Vertrauensmänner=Statuts.
4. Erſatzwahl zum Aufſichtsrat für das ausſcheidende Mitglied Deutschlands Erwachen 1813%p10. In der neuen Inſzenierung:
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unter Mitwirkung von 60 Damen und Herren der hiesigen evan-Anfang 7½ Uhr.
5. Maßnahmen gegen die Filialſteuer (Referent: Herr Profeſſor
gelischen Gemeinden. 1. Akt: Breslau, 2. Akt: Leipzig.
Samstag, 1. Nov Außer Ab.
Dr. Staudinget).
Eintrittskarten: Numerierte Plätze zu 1 M., unnumerierte IV. Sonder=Vorſtellung. D.
6. Bericht über den Verbands= u. Genoſſenſchaftstag in Dresden Plätze zu 30 Pfg. sind bei Johs. Waitz, Elisabethenstrasse 16,Iſchöne Helena. Anf. 8 Uhr
(Referent: Herr A. Schulte).
und abends an der Kasse zu haben, Programme kosten 10 Pfg. (Zu dieſer Vorſtellung findet kein
7. Anträge (lt. § 32, Abſ. 2). Antrag des Vorſtandes=
Kartenverkauf ſtatt.)
Der Vorstand.
1. Mitgliedern, die aus dem Bereich der Genoſſenſchaft fort=
Sonntag, 2. Nov. Nachmittags
ziehen, den Geſchäftsanteil vorerſt aus dem Dispoſitions=unssanssannuns=nannnnnnnannnannannan2½ Uhr. Maria Stuart.
fond leihweiſe auszubezahlen.
Vierte Volks=Vorſtellung zu er=
IFr
2. Für die Generalverſammlungen eine Geſchäftsordnung
mäßigten Preiſen. Vorverkauf
feſtzulegen.
-Terein fur das Deutschtumim Ausland (B. I.) = bis einſchließlich Samstag, 1. Nonz
3. Aenderung des § 55 des Statutes in folgendem Wort=
nur
im Verkehrsbüro (Ernſt=Lude
laut: Waren dürfen nur an Mitglieder abgegeben werden.
wigsplatz). Verkauf der noch vor=
(Allg. Deutscher Schulverein.)
handenen Karten an der Tages=
Die Wichtigkeit der Tagesordnung und das genoſſenſchaftliche Im Städtischen Saalbau am Freitag, den 7. und kaſſe im Hoftheater am Tage der
Intereſſe ſollten jedes Mitglied veranlaſſen, pünktlich in der General=
Samstag, den 8. November 1913:
Vorſtellung, vormittags v. 11 Uhr,
Verſammlung zu erſcheinen.
ab. Abends 7 Uhr. 40. Ab.=Vſt.
Legitimationskarten müſſen am Saal=Eingang vorgezeigt
B 10. Zum erſten Male: Oberſt
5 F
werden und dienen auch zur Abſtimmung (lt. § 30 und 36).
Chabert. Muſik=Tragödie in
Gernder NanstzAufzügen. Text und Muſif von
5 A.
Der Aufsichtsrat: 3. Jung.
Waltershauſen. Gewöhnl. Preiſen
Der gedruckte Jahresbericht mit Bilanz liegt lt. § 48 d. G. G.
(226575 Darstellungen in lebenden Bildern nach Werken
in allen Verteilungsſtellen und im Kontor auf.
alter Meister
(22645ds 2 Montag, den 3. November 1913,
abends 7½ Uhr außer Abonn
Schiller-Stiftung.
in Szene gesetzt von Fräulein Frieda Spielberg.
GOETHE-ZTKLUs
1 Künstlerische Leitung: Fräulein Eleonore von Bojanowski
Hauptversammlung
und Fräulein Elise Reineck aus Weimar.
(Dritter Abend)
Montag, den 10. November, um 5 Uhr im Lehrer- Musikalische Leitung: Herr Hofkonzertmstr. Ernst Schmidt. Volkstüml. Goethe=Aben
zu Abounementspreiſen,
zimmer des Ludwig-Georgs-Gymnasiums.
Einkig
Mitwirkende: Gertrud Geyershih
Darmstadt. 28. Oktober 1913.
(22641
Käthe Gothe, Anna Jacobs, Källe
Der Vorstand.
Meißner. Kurt Ehrle, Aug. Glit
berger, Franz Schneider, Altch
Stephani, Kurt Weſtermann.
Am Klavier: Hans Oppenheim,
Kriegerverein Darmſaot.
Erſte Abteilung:
Goethe=Gedichte Lieder zu
Samstag, den 1. November 1913,
Goethe=Terten.
abends 8½ Uhr
1. Zueignung, geſprochen v. Kurd
Ehrle:
im Mathildenhöhſaal, Dieburgerſtraße 26
2. Vier Lieder, geſungen v. Anng
Jacobs:
KEE SSSeleegeklaien
Verſchiedene Drohung B. Th.
Llle
Lichtbilder=Vortrag
Breitkopf,
Ab heute als Einlage
Geiſtes=Gruß J. F. Reichardt,
des Kameraden Herrn Louis Gelst
Wonne der Wehmut L. van
Zweierlei Blut
Beethoven,
Eine Reise durch ltalien‟
Das Veilchen W. A. Mozart;
Grosses Filmschauspiel in 3 Akten.
(22700
mit darauffolgendem
3. Drei Lieder, geſungen v. Afred
Stephani:
S

TANZ.
25
Grenzen der Menſchheit Fr.
Schubert,
Unſere Mitglieder nebſt ihren Familienangehörigen, insbeſondere
Erſtes Kophtiſches Lied H.
die in dieſem Herbſt entlaſſenen Reſerviſten, für welche der Eintritt
Wolf,
ebenfalls frei iſt, laden wir zu dieſem Vortrag zu zahlreichem Be=
DiellimerSpahen=
Zweites Kophtiſches Lied H.
ſuche ein. Gäſte ſind willkommen.
(22637
Wolf;
Der Vorstand.
4. Zwei Dichtungen, geſprochen
kommen
von Kurt Weſtermann:
(*13379
Prometheus,
am 1. November.
Der Gott und die Bajadere.
in noch gut erhaltener Ein=
5 Minuten Pauſe.
ſpänner Kaſten= oder kleiner 5. Zwei Gedichte, geſprochen von
Leiterwagen. 40 bis 45 Zentner
Käthe Meißner:
Tel.Tragkraft, zu kaufen geſucht
Das Mädchen ſpricht,

oder durch eine leichte noch gute
Der untreue Knabe;
OKr HLerrsse
Federrolle, 1520 Ztr. Tragkraft, 6. Zwei Lieder, geſungen v. Aug,
Bürger-Keller
(22634mdf
zu vertauſchen.
Globerger:
Näheres bei Wiih. Schneider, Epiphanias
Keite 2 Poget
Der Rattenfänger ) H. Wolf;
Eberſtadt, Hügelſtraße 68.
7. Vier Lieder, geſungen von
Der Gipfelpunkt der
Gertrud Geyersbach:
Donnerstag und Freltag
Heiterkeit. (22698
Großherz. Hoftheater. Die Spröde 1
Die Bekehrte H. Wolf,
Donnerstag, den 30. Oktober 1913.
Suleika W. de Haan,
38. Abon.=Vorſt. C 10.
St. Nepomuks Vorabend A
Abschieds-Konzerte Nlieklein Bruder,
Goethe-Zyklus.
Mendelsſohn.
Zweiter Abend.
10 Minuten Pauſe.
Neu einſtudiert:
Zweite Abteilung:
uus n Lader
Iphigenie auf Tauris.
Salon-Damen-Orchesters.
Neu einſtudiert:
Schauſpiel in 5 Akten von Goethe. Die Laune des Verliebten.
Spielleiter: Heinrich Hacker.
Mitwirkende: Käthe Gothe, Käthe
IINoch nie!!
Stets freier Eintritt. (22685df
Perſonen:
Meißner, Kurt Ehrle, Franz
hat Darmstadt so
Iphigenie . .
Schneider.
Charlotte Pils
gelacht
Thoas, König der
Spielleiter: Heinrich Hacker.
Taurier . . . Johs. Heinz.
Preiſe der Plätze: Sverr=
Oreſt .
Hs. Baumeiſter ſitz 2.70 , Parterre 1.95 , Pro=
Schluß des Gastspiels
Pplades . . . . Kurt Ehrle
ſzeniumsloge 4.20 Mittelloge
Arkas .
Emil Jannings 4.20 , Balkonloge 3.70 , Erſter
Palmengarten Frankfurt a. M.
Freitag, 31. Okt.
Schauplatz: Hain vor Dianens Rang 3.20 , Zweiter Rang 1.65 ,
Tempel.
Erſte Galerie 1.15 , Zweite
Saustag, 1. Porbr.
Geſtaltung d. Bühnenbildes: Hof=Galerie 0.65 .
Grosse Blumen- und Pflanzen-Ausstellung
theatermaler Kurt Kempin u. Ma= Kartenverkauf von Donnerstag,
Chrysanthemumflor
ſchineriedirektor E. Schwerdtfeger. 130. Okt., ab an der Tageskaſſe des
Darieté-Premiere
Sonntag, den 2. November Eintrittspreis vormittags 30 Pfg., nach-
Nach dem 3. Akte längere Pauſe. Großh. Hoftheaters und im Ver=
mittags
50 Pfg., Kinder die Hälfte.
Preiſe der Plätze (Kleine lkehrsbüro während der üblichen
(22643
Preiſe): Sperrſitz: 1.13. Reihe Kaſſeſtunden.

At