Darmstädter Tagblatt 1913


28. Oktober 1913

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3


Armſtädter
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176. Jahrgang
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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 258.
Dienstag, den 28. Oktober.
1913.
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
wo man ernſtlich gewillt ſchien, eine definitive Regelung
Die Kabinettskriſis in Spanien.
der Thronfolge herbeizuführen. An Verſuchen, den Her=
zog
von Cumberland zu einem ausdrücklichen Verzicht
* Der zurückgetretene ſpaniſche Miniſterpräſident Graf
auf ſeine hannoverſchen Anſprüche zu bewegen, hat es nie Romanones richtete über die politiſchen Ereigniſſe
Das Wichtigſte vom Tage.
gefehlt, aber der Herzog beharrte auf ſeiner von Beginn in Madrid an die Agence Havas ein Telegramm, in dem
der geſtrigen Plenarſitzung des Bundes= an bewahrten Haltung und bot nur Anfang Oktober 1906 er ſagt, die Regierung habe ſich, nachdem ſie beim letzten
nats legte der Vertreter der Herzoglich Braunſchweig= in einem Schreiben an den deutſchen Kaiſer die Verzicht=I Vertrauensvotum im Senat infolge des Zuſammen=
tüneburgiſchen
Regierung, Staatsminiſter Hartwig, leiſtung für ſich und ſeinen damals noch lebenden älteſten ſchluſſes der Konſervativen, Liberalen und Diſſidenten
zde Verzichturkunde vor und teilte mit, daß Se. Sohn Georg Wilhelm auf den braunſchweigiſchen Thron mit drei Stimmen in der Minorität geblieben ſei, ſich trotz
Königl. Hoheit der Herzog von Cumberland
auf den Thron Braunſchweigs verzichtet habe. zugunſten des jüngeren Prinzen Ernſt Auguſt an, der die der nur geringen Minorität verpflichtet gehalten, dem
cher Bundesrat beſchloß einſtimmig, dem Antrag Reichsverfaſſung anerkennen würde. Dieſes Anerbieten König ihr Rücktrittsgeſuch zu unterbreiten. Die Spal=
Preußens wegen der Thronfolge in Braunſchweig wurde abgelehnt, jedoch hielt man es in den maßgeben=tung der Liberalen ſei allein ſchuld, daß die
zu zuſtimmen.
den Kreiſen Braunſchweigs für wichtig genug, um eine jetzigen Kammern nicht mitarbeiten könnten, obwohl der
t außerordentlicher Aerztetag in Berlin beſchloß neue Entſcheidung des Bundesrats herbeizuführen, deſſen König lebhaft wünſche, daß kein Wechſel in der Politik
ſien Kampf gegen die Kaſſenvorſtände auf= Beſchluß vom Jahre 1885 ſich nur auf den Herzog von eintrete und die Kammern bis zum Ablauf der Wahl=
zunehmen
.
Cumberland, nicht aber auf den nach deſſen Verzicht zur periode zuſammen blieben. Beſeelt von dem Wunſche, die
. Sonntag wurde in Leipzig der 12. deutſchel Thronfolge berechtigten Prinzen Ernſt Auguſt bezogen Liberalen am Ruder zu halten, werde der König an den
t uftfahrertag abgehalten.
habe. Bekanntlich entſchied der Bundesrat am 28. Fe= Patriotismus aller Liberalen appellieren, um ſie wie=
im
Sonntag wurde in Dresden der ſtädtiſche Land= bruar 1907, daß der Herzog von Cumberland und ſeine der zur Eintracht zurückzuführen. Er, Romanones, halte
umd Waſſerflugplatz Kaditz nebſt der neuerbau= Agnaten trotz der inzwiſchen eingetretenen veränderten dies, wenn nicht für unmöglich, ſo doch für ſehr ſchwierig,
ten Luftſchiffhalle in Gegenwart des Königs Stellung in bezug auf den jüngſten Sohn gegenüber und deshalb ſei angeſichts der Notwendigkeit, die Kam=
ngeweiht
.
Hannover nach wie vor verhindert ſeien, die Regierung mern aufzulöſen, und angeſichts der Unmöglichkeit, eine
i Jahrhundertausſtellung in Breslau iſt des Herzogtums Braunſchweig zu übernehmen. Der geeinigte liberale Regierung zu bilden, ein Wechſel in
ten Sonntag nach fünfmonatiger Dauer mit einem Feſt= Bundesrat ging von dem Grundſatz aus, daß das Welfen=der Politik leicht vorauszuſehen, der durch die Um=
tenzert
geſchloſſen worden.
haus jene Regierung ſo lange nicht antreten könne, wie ſtände, nicht durch den Willen des Königs, bedingt werde.
Die jetzt ausgebrochene Kriſe muß als überaus weit=
e
Neu=York- Boſton=Expreßzug
ent=ein Mitglied dieſes Hauſes noch Anſprüche auf Hannover
Aelleiſte bei Providence. Fünf Schwerverletzte muß= machte. Noch Anfang Mai desſelben Jahres erklärte Fürſt tragend und als eine der ſchwierigſten betrachtet werden,
tin ins Spital gebracht werden. Einer liegt im Ster=
Bülow im Reichstage, es ſei keine ausreichende Bürg= worüber die Krone bisher zu entſcheiden hatte. Die all=
ben
. Fünf Wagen des Zuges wurden in die Tiefe ge=
ſchaft
, daß der Herzog von Cumberland ſich auf den gemeine Stimmung erſcheint den Liberalen günſtig, für
ſchleudert.
Boden der Reichsverfaſſung ſtelle, vielmehr müſſe er für die Romanones als Führer gelten muß. Die Berufung
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
ſich und ſein ganzes Haus rückhaltslos und für alle Zeiten eines konſervativen Miniſteriums erſcheint
auf Hannover verzichten und die Führer der welfiſchen aber als unabweisbar. Der rechte Flügel der Konſer=
Bewegung veranlaſſen, ſich einer ſolchen Erklärung anzu= vativen machte große Anſtrengungen, um andere Kandi=
Die Erledigung der brauns
ſchließen. Wie die Erfahrung gezeigt hat, iſt es dem daten als Maura beiſeite zu ſchieben. Eine Löſung im
Sinne der Liberalen würde zwar der Monarchie große
Welfenhauſe nicht ſo ſchwer gemacht worden.
ſchweigiſchen Frage.
Zunächſt zog nun ein neuer Regent, der Herzog politiſche Maſſen zuführen, aber auch die endgültige Ver=
(Ein Rückblick.)
folgung imperialiſtiſcher Pläne und eine Bündnispolitik
Johann Albrecht zu Mecklenburg, in das Wel=
** Der vorige Reichskanzler erklärte einmal im fenſchloß zu Braunſchweig ein, was am 5. Juni 1907 ge= bedeuten, zu der einſtweilen noch keine Verpflichtung über=
icostage
, Friedrich der Große habe geſagt, Fürſten ſchah. Trotz der großen Beliebtheit, deren er ſich dort er= nommen werden kann.
Der König hat, wie gemeldet, Maura mit der Bil=
ſtan
in der Politik keine Verwandte, und das ſei heute freute, ließen manche Anzeichen darauf ſchließen, daß der
h ſo wahr, wie zu des großen Friedrichs Zeit. Weder Regent ſich nur als Platzhalter des Welſenhauſes be= dung des Kabinetts betraut, dieſer aber lehnte ab und
ſſicſtiſche noch verwandtſchaftliche Rückſichten leiteten die trachtete, welch letzteres er bald nach dem Antritt der Re= überreichte dem König ein Expoſé, das ſchriftlich die
eerung, ſondern nur die Rückſicht auf das Wohl gierung auch in die kirchliche Fürbitte aufnehmen ließ. Gründe anführt, die ihn abhielten, die Bildung eines
ſufſchlands. An dieſen Ausſpruch müſſen wir denken Die Verſchwägerung des welfiſchen Hauſes mit dem badi= Miniſteriums zu übernehmen. Maura bat den König,
ſteichts der Entſcheidung des Bundesrats ſchen und dem mecklenburgiſchen Fürſtenhofe brachte die den frühern konſervativen Präſidenten der Kammer,
Dato, mit der Bildung des Kabinetts zu betrauen. Dato
r die braunſchweigiſche Thronfolge= Töchter des Herzogs von Cumberland auch dem Berliner
ſſige, wodurch der Beſchluß vom 2. Juli 1885, I Hofe nahe, ſo daß ſchon hierdurch die Entfremdung zwi= nahm an, behielt ſich aber Bedenkzeit bis Montag mittag
die Behinderung des welfiſchen Hauſes zur ſchen Berlin und Gmunden gemildert wurde. Dann kam vor. Als die Konſervativen Maura, Dato und General
Funfolge in Braunſchweig ausſprach, aufgehoben die Aufnahme des Prinzen Ernſt Auguſt in das bayriſche Azcaraga zum König berufen wurden, ſammelte ſich vor
ider Thronbeſteigung des Prinzen Ernſt Auguſt, des Heer, und auch der Kaiſer lernte den jungen Sproſſen des dem Schloß eine große Volksmenge an und veranſtaltete
eine Kundgebung gegen Maura.
ſnahls unſerer Kaiſertochter, die Bahn freigemacht Welfenhauſes kennen und fand ſofort Gefallen an ihm.
d Wir wollen wünſchen, daß dieſe Entſcheidung auch Ein herzlicheres Verhältnis zwiſchen den beiden Häuſern
ſitich dem Wohle Deutſchlands entſpricht.
führte der tragiſche Tod des älteſten Sohnes des Herzogs
Deutſches Reich.
Faſt drei Jahrzehnte hat die braunſchwei= von Cumberland herbei, und der damals erfolgte Beſuch
Die Landwirtſchaftliche Kreditan=
ſſche
Frage im politiſchen Leben des Deutſchen Rei= des Prinzen Ernſt Auguſt am kaiſerlichen Hofe in Pots=
eine
große Rolle geſpielt. Am 18. Oktober 1884 war dam hat vielleicht das erſte Band geknüpft, das die beidenſtalt für Südweſt. Ueber die Erfahrungen mit der
zog Wilhelm, der letzte Herrſcher aus der älteren Linie fürſtlichen Familien nach langem Zwiſt wieder zuſammen= neuerrichteten Landwirtſchaftlichen Kreditanſtalt für Süd=
Hauſes Braunſchweig, geſtorben. Den Familienver= führte und in der Vereinigung des Prinzen mit der Kai= weſtafrika, die im Laufe des Sommers in Südweſtafrika
ins Leben gerufen worden iſt, wird das Reichskolonialamt
ſum entſprechend, ſollte nun die jüngere, die hannover= ſertochter zum Abſchluß kam.
Wir wollen hier von einer neuerlichen Erörterung der in einer Denkſchrift dem Reichstage Bericht erſtatten. Die
Linie, die 1866 depoſſediert worden war, in der Re=
ſſrung
des Herzogtums folgen. Aber wegen der Hal= politiſchen Seite dieſes Bundes abſehen. Es war klar, Bank iſt allerdings erſt vor einigen Monaten begründet
kg die dieſe Linie gegenüber Preußen einnahm, war daß einer Erledigung der braunſchweigiſchen Frage die worden, ſo daß über die bisherigen Erfolge auf dem Ge=
hn
zu Lebzeiten des Herzogs Wilhelm ein Regent= Wege geebnet worden waren, aber man hatte erwartet, biete des Meliorationsweſens noch nicht viel zu berichten
ſſifsgeſetz erlaſſen worden, das für den Fall, daß der daß auch ſeitens des Welfenhauſes gewiſſe Vorbedingun= iſt. Die Berichterſtattung beſchränkt ſich deshalb auf die
lechtigte Thronerbe am Regierungsantritt verhindert gen erfüllt werden würden. Unter den Vorausſetzungen, Gründungsaktionen. So viel ſich bisher erkennen läßt,
ſt ſſollte, einen verfaſſungsmäßigen Weg bot, um in ge= unter welchen heute vom Bundesrat die Thronbeſteigung ſind die im Reichstage geäußerten Bedenken nicht begrün=
ſneten
Verhältniſſen zu bleiben. Nach dem Ableben des des Prinzen Ernſt Auguſt zugelaſſen wird, hätte dies auch det geweſen. Die Bank dürfte für die Kolonie ſehr ſegens=
ſtzegs
trat der vorgeſehene Regentſchaftsrat zuſammen ſchon im Frühjahr 1907 geſchehen können, denn auch jetzt reich wirken. Man glaubt, daß mit der Gründung der
zeitete die Geſchäfte des Landes. Der Herzogvon liegt ein förmlicher Verzicht aller Glieder des Welfen= Bank, an der der Fiskus finanziell beteiligt iſt, der Fis=
An=berland, das Haupt der jüngeren Welfenlinie, hauſes auf Hannover noch nicht vor. Die Reichsregierung kus kein Riſiko übernommen habe, allerdings muß die wei=
e
zwar formell am 18. Oktober 1884 die Regierung ebenſo wie die preußiſche Regierung müſſen alſo zu der tere Entwicklung abgewartet werden. Die Grundſätze für
Serzogtums mittels Patents übernommen, jedoch Ueberzeugung gekommen ſein, daß jener Verzicht nicht die Gewährung von Kredit ſind ſehr vorſichtig aufgeſtellt;
te dem keine Folge gegeben. Auf Antrag Preußens mehr nötig iſt und dem Wohle des Reiches die Verſiche= wenn die friedliche Entwickelung der Kolonie in Zukunft
ſeder Bundesrat am 2. Juli 1885 folgenden Beſchluß: rungen genügen, die Prinz Ernſt Auguſt bei ſeinem Ein= andauert, ſind daher Ueberraſchungen nicht zu erwarten.
verbündeten Regierungen ſprechen ihre Ueberzeu= tritt in das preußiſche Heer abgegeben hat und bei der Durch die zu gewährenden Kredite wird die Waſſer=
dahin
aus, daß die Regierung des Herzogs von Uebernahme der Regierung des Herzogtums Braun= erſchließung in der Kolonie ſchneller vor ſich gehen und
erland in Braunſchweig, da derſelbe ſich in einem ſchweig abgeben wird. Den Wünſchen der Allgemeinheit die Ertragsfähigkeit der Farmen dementſprechend ſteigen.
erfaſſungsmäßig gewährleiſteten Frieden unter den hätte es mehr entſprochen, wenn zugleich mit der braun= Man hofft, daß bald private Bohrgeſellſchaften die Waſſer=
Adesgliedern widerſtreitenden Verhältnis zu Preußen ſchweigiſchen Frage auch die welfiſche Frage aus der Welt erſchließung in die Hand nehmen werden. Man hatte
Uidet, und im Hinblick auf die von ihm geltend gemach= geſchafft worden wäre. Aber das iſt leider nicht der Fall, bezweifelt, daß durch die Bank der kurzfriſtige, hochver=
Amſprüche auf Gebietsteile dieſes Bundesſtaates mit und hoffentlich werden nun auch von den leitenden Krei= zinsliche Hypothekenkredit in einen langfriſtigen mit nie=
Grundprinzipien der Bündnisverträge und der ſen Garantien geboten, daß die welfiſche Frage keine Ge=drigem Zinsſatz umgewandelt werden könne, nach den
bisherigen Erfahrungen wird die Bank dieſes Ziel all=
heverfaſſung
nicht vereinbar iſt. Hierauf erfolgte fahr für das Reich werde.
mählich ſicher erreichen. Für die wirtſchaftliche Entwicke=
Wahl des Prinzen Albrecht von Preußen zum Re=
lung
der Kolonie iſt dies dringend zu wünſchen.
Pe
Keine wejblichen Schöffen und Ge=
Däe Frage der Thronfolge wurde wieder akut beim
ſchworenen. Der Magiſtrat von München hat einer=
en
des Prinzen Albrecht im Sextemher 1300,

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Nummer 258=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 28. Oktober 1913.
wurde Paragtaph 15 der Satzungen geſrichen, in welche
Mnen i Periſcritichen Zoltenerter, ünſig ir dir
Mertente
zum Ausdruck gebracht war, daß gemeinſame Angelegt
Liſten der Schöffen und Geſchworenen die Frauen auf=
Geplante Vermehrung der Flotte. Die
heiten des Reichsverbandes der deutſchen Preſſe und
zunehmen und auf deren Zulaſſung in dieſes Laienrichter= Regierung wird eine Vorlage zum Bau einer ſtarken Verbandes Deutſcher Journaliſten= und Schriftſtellerri
amt hinzuwirken, abgelehnt, hauptſächlich mit der Be= Kriegsflotte einbringen. Zunächſt ſoll ein 25000 Tonnen eine auf einem allgemeinen Preſſetage verhandelt werd
gründung, daß die Abſchaffung dieſes Gewohnheitsrechts ſtarkes Großkampfſchiff gebaut werden, wofür 40 Millionen könnten, deſſen Vorbereitung vom Hauptvorſtand
Reichsverbandes und vom Vorort des Verbandes Deu
des Mannes nur auf dem Wege der Reichsgeſetzgebung Gulden gefordert werden.
ſcher Journaliſten= und Schriftſtellervereine getroffen w=
geſchehen
könne. Der Reichstag habe den gleichen Antrag
Auf Antrag von Dr. Obſt=Hamburg erteilte die Verſanu
Spanien.
ſeinerzeit abgelehnt und erklärt, daß die Frauen keines=
lung
einſtimmig dem geſchäftsführenden Ausſchuß de
Neue Geſetzentwürfe. Die Cortes haben die Auftrag, die Frage zu prüfen, ob durch Gründung eisd
wegs ſtillſchweigend in die geſetzlichen Vorſchriften einge=
ſchloſſen
ſeien, nach deren Sprachgebrauch das Schöffen= Arbeiten wieder aufgenommen. In der Kammer brachte Kartells des deutſchen Schrifttums und der deutſchen Pre
und Geſchworenenamt den Deutſchen vorbehalten ſei. der Finanzminiſter einen Geſetzentwurf ein, der die Or= auf dem Wege der Verhandlungen mit den anderen
bänden zur gegenſeitigen Abgrenzung der Kompeten
1877, als das Gerichtsverfaſſungsgeſetz erlaſſen worden ganiſation des Zolldienſtes abändert und die Erhebung eine gemeinſchaftliche Zuſammenarbeit erreicht wi
ſei, habe es überhaupt keine Frauenbewegung gegeben. mehrerer Steuern einführt und beſonders die Einkom= den kann Durch eine weitere Satzungsänderung wu
Logiſcherweiſe müſſe ſonſt die Wehrpflicht, die auch nur menſteuer, die Alkoholſteuer, Zucker= und Stempelſteuer, dem geſchäftsführenden Ausſchuß noch die Befugnis
teilt, im Falle es ſich als nützlich oder notwendig erwe
von den Deutſchen ſpreche, auch auf die Frauen aus= ſowie die Salzſteuer wieder einführt, deren Erhebung am
mit den entſprechenden Berufsvertretungen und
31. Dezember aufhören ſollte. Der Miniſter brachte fer= bandsorganiſationen auf dem Gebiete von Preſſe Die
gedehnt werden.
ner einen Geſetzentwurf, betreffend einen außerordent= Schrifttum in gemeinſchaftliche Beratungen zu treten,
Die Aufhebung der bayeriſchen Re=
lichen
Kredit von zwei Millionen Peſetas für den Ankauf ner wurde ein Ausſchuß eingeſetzt, der mit der Durchſah
gentſchaft. Die bayeriſche Regierung wird nach ver=
traulicher
Verſtändigung mit den Mitgliedern des zur Er=eines Dienſtgebäudes für den Miniſterpräſidenten ein, der ganzen Satzung beauftragt wurde, und die Anmelduſ
des Verbandes als eingetragener Verein beſchloſſen.
ledigung geſchäftlicher Formalitäten zuſammentretenden Der Kriegsminiſter brachte einen Geſetzentwurf ein, der von einem Ausſchuß vorbereitete Fragebogen für einent
Reichsrats ihren Geſetzentwurf zur Aufhebung der baye= die Altersgrenze der Generalleutnants auf 70 Jahre, der ziale Enquete wurde dem geſchäftsführenden Ausſchſ
riſchen Regentſchaft ſofort dem Staatsrat unterbreiten Diviſionsgeneräle auf 66 Jahre, der Brigadegeneräle auf zur Drucklegung und Verſendung übergeben. Der ba
und die von ihm dann gutgeheißene Vorlage ebenſo un= 60 Jahre und der Oberſten auf 59 Jahre feſtſetzt. Die riſche Landesverband wurde mit der weiteren Bearbi
tung der Frage des Verſicherungsweſens (Sterbele
verzüglich im Landtag einbringen. Dort ſoll im be= Anwendung des Geſetzes ſoll ſo erfolgen, daß wohl er= uſw.) beauftragt. Als Ort der nächſten Delegierten
ſchleunigten Verfahren beraten werden. Im Plenum der worbene Intereſſen berückſichtigt werden. Die auf dieſe ſammlung im Jahre 1914 wurde Leipzig gewählte
Abgeordneten= wie der Reichsratskammer wird die Ver= Weiſe freiwerdenden Stellen ſollen eingehen. Weiter beſchloſſen, die einzelnen Landesverbände aufzuforde
faſſungsänderung mit der Erhöhung der Zivilliſte vor= brachte der Kriegsminiſter einen Geſetzentwurf ein, der durch ihre gemeinſame Arbeit mit dafür zu ſorgen,
die von der internationalen Ausſtellung für Buchgenen
die Truppen des erſten Aufgebotes auf 215000 Mann, des und Graphik in Leipzig geplante beſondere Abteilungü
ausſichtlich nach kurzen Erklärungen angenommen werden.
zweiten auf 90 000 und des dritten auf 60000 Mann die geſchichtliche Entwickelung der deutſchen Tagesu
Die badiſchen Landtagswahlen. Nach feſtſetzt, was zuſammen mit den Truppen in Afrika, auf und ihre Bedeutung für das politiſche und kulturel
den jetzt vorliegenden endgültigen Ermittelungen des den Balearen und den kanariſchen Inſeln, die 80000 Mann ben reich beſchickt wird:
* Der Wiener Kaſſationshof als oberſd
Wahlreſultats vom 21. Oktober haben von 424489 (1909: betragen, eine Geſamtzahl von 445000 Mann ergibt. Das
Gerichtshof hat eine intereſſante Entſcheidung geill
403 460) Wahlberechtigten 336337 (308601) oder 79,2 ſtehende Heer ſoll aus 139000 Mann beſtehen, davon Er hobdas Urteil des Kriegsgerichts Gitſchin auf, das
(76,5) Prozent abgeſtimmt. Es wurden abgegeben für die 81000 in der Hauptſtadt, 51000 in Afrika, 4100 auf den Proteſtanten, der vor einem das Allerheiligſte
Nationalliberalen 80545 (75094) oder 24,1 (25,5) Pro= Balearen und 2800 auf den kanariſchen Inſeln. Die genden katholiſchen Prieſter nicht die vorgeſchriebene
furchtsbezeugung leiſtete, zu acht Tagen Anlll
zent, für die Fortſchrittliche Volkspartei 30811 (20993; Truppen erſten Aufgebots werden aus acht Diviſionen, verurteilt hatte, und ſprach ihn frei. In der Begründ
außerdem wurden 1909 noch etwa 1000 nationalſoziale einer Feldartillerie=Brigade, einer Flugzeugflottille und wurde ausgeführt, daß in Oeſterreich niemand gezuu
Stimmen abgegeben) oder 9,1 (6,9) Prozent, für die So= Hilfstruppen beſtehen. Ferner wird in jedem Militärbe= werden könne, an einer konfeſſionellen Handlung eine
zialdemokraten 74328 (86078) oder 22,3 (28,1) Prozent, zirke eine Kaderdiviſion organiſiert. Die Truppen zwei= deren Religionsgemeinſchaft teilzunehmen. Das
für das Zentrum 116 170 (91176) oder 34,8 (29,8) Pro= ten Aufgebots enthalten acht Diviſionen, eine ſelbſtändige iſt um ſo beachtenswerter, als früher in ſolchen Fällen
mer mit einer Verurteilung vorgegangen wurde.
zent, für Konſervative, Bündler, Reichspartei uſw. 31957 Kavalleriebrigade, acht Reſerve=Artillerie=Regimenter
(Konſervative 18113, Bund der Landwirte 8761) oder und Verwaltungseinheiten, welche für die Truppen des
9,6 Prozent (5,9 Prozent und 2,9 Prozent) Stimmen.
Stadt und Land.
ſtehenden Heeres eingeſetzt ſind und zu allen Hauptwaffen=
Stichwahlabkommen des Großblocks gattungen, Spezialwaffen und dem Sanitätskorps ge=
Darmſtadt, 28. Oktobe
in Baden. Die nationalliberale, die fortſchrittliche hören. Die Trupen dritten Aufgebots (Landwehr) wer=
* Militäriſches. Das Kriegsminiſterium hat
Volkspartei und die ſozialdemokratiſche Partei haben, den nicht in Diviſionen und Brigaden eingeteilt. Sie wer= ſtimmt daß: 1. Einjährig=Freiwillige am 1. April
wie die Neue Badiſche Landeszeitung meldet, für die am den im Kriegsfalle die gleiche Anzahl von Bataillonen nur bei beſtimmten Regimentern eingeſtellt werden dürfid
80. Oktober ſtattfindenden Stichwahlen ein Abkommen ge= ſtellen wie die Truppen des zweiten Aufgebots unter Hin= und zwar im Bereich des 18. Armeekorps: beim Füſllen
ſchloſſen, demzufolge die Nationalliberalen und die Fort= zuſügung der Kavallerie=Regimenter und eines Pionier= Regiment von Gersdorff Nr. 80 in Wiesbaden
Homburg v. d. H., beim Leibgarde=Infanterie=Regimi
ſchrittler ihre Kandidaturen zugunſten der Sozialdemo= bataillons. Der Geſetzentwurf, wodurch die Einkommen= Nr. 115 (nur für Studierende der Hochſchule) in Daum
kratie in vier Kreiſen zurückziehen, in denen die Sozial= ſteuer eingeführt wird, wird auf alle Einzelperſonen, Kor= ſtadt, beim Infanterie=Regiment Kaiſer WilhelmR
demokratie günſtiger ſteht, wogegen die Sozialdemokratie porationen, Gründungen und Gemeinden mit einigen Aus= (nur für Studierende der Univerſität) in Gießen
ihre Kandidaturen zugunſten der Liberalen in 13 Krei= nahmen angewendet. Die Steuer hat die Geſamtſumme beim Infanterie=Regiment Prinz Carl Nr. 118 in Woll=
2. bis auf weiteres die Anmeldungen zur Laufbahllg
ſen zurückzieht, wo dieſe günſtiger ſtehen. In zwei des jährlichen Einkommens zur Grundlage, das von dem Zeugverſonals zum 1. jeden Monats, ſtatt wie bihll
Wahlkreiſen, Karlsruhe=Land und Mannheim=Weinheim, Kapital= und Grundbeſitz, Handels= und Induſtrieunter= nur zum 1. April und 1. Oktober, der Feldzeugmalten
wird der Kampf zwiſchen Nationalliberalen und Sozial= nehmungen, Berufen, Penſionen und jeglichen anderen einzureichen ſind; 3. die Höchſtzahl der außeretatsmäſt
demokraten und in einem Wahlkreiſe, Mannheim 3, zwi= Einnahmequellen herrührt. Die Einkommen von 5000 Pe= Vizefeldwebel und Vizewachtmeiſter für die eiſent
Danach beträgt
Armeekorps feſtgeſetzt werde.
ſchen Nationalliberalen und Fortſchrittlern ausgefochten, ſetas und darunter werden von der Steuer nicht betroffen. Höchſtzahl beim 18. Armeekorps mit durchgängignie
Damit iſt der ſogenannte Großblock für die Stichwahlen
Etat ſeiner Truppenteile 279.
China.
in Baden wieder errichtet.
g. Strafkammer II. Die Strafkammer II verhaude
Bürgerkrieg im Gebiete Kuldſcha. In geſtern von morgens 8½ Uhr bis abends 7 Uhr gegen
Neue Dreimarkſtücke hat die Berliner =
der
Feſtung Suidung, wo die chineſiſche Obrigkeit reſi= 42jährigen Fritz Eduard Baumann von Schlangeſm
nigliche Münze im Auftrage der Regierung von Lippe= diert, iſt ein Bürgerkrieg ausgebrochen, wobei die Regie= wegen Veruntreuung. Diebſtahls und Bett
Während der etwa dreiſtündigen Vernehmung des e
Detmold angefertigt. Die Geldſtücke tragen das Bildnis rungspartei die Oberhand gewonnen hat. Der Anführer klagten wurde die Oeffentlichkeit ausgeſchloſſen.
des Fürſten Leopold IV. zur Lippe, werden aber offiziell der Meuterei, Sudukuang, hat ſich unterworfen. Der geklagte, der aus ſehr guter Familie ſtammt, hat in Mn
nicht in den Verkehr gebracht, ſondern können nur gegen Gouverneur von Urumtſchi, ein Gegner des letzteren und burg und Bonn Medizin ſtudiert, wobei er jedoch
Erſtattung des Gegenwertes von den Landeskaſſen und
die Generäle Futang und Liſuntſchang ſind ermordet wor= zum Examen kam. Später hatte er nach Beſtrafüe
der Landesſparkaſſe bezogen werden.
den. Die Bevölkerung iſt von einer Panik ergriffen wor= wegen Sachbeſchädigung und Verbrechen nach § 1m
die verſchiedenſten Beſchäftigungen als Verſicherune
den. In Kuldſcha ſelbſt herrſcht Ruhe. Nachts patrouil= agent, Jagdhüter und im März vorigen Jahres wur
Ausland.
lieren dort Koſaken.
auf die vorzüglichen Empfehlungen hin für ein Sanatorim
in Lindenfels als Verwalter engagiert gegen ſreie ll
Frankreich.
tion und 140 Mark Gehalt. Er hatte die ganzen Geſchutl
Die Winzerfrage. In Bezieres fand eine von
* Hannover, 26. Okt. Eine Delegierten= zu führen und auch die Kaſſe. Während er anfangshil
Bücher und Kaſſe ordentlich führte, vernachläſſigteeg Wm
4000 Winzern aller Weingebiete Frankreichs beſuchte Ver=verſammlung des Reichsverbandes der
ſammlung ſtatt, die gegen jede Vermehrung der Getränke= deutſchen Preſſe, die heute hier im Bürgervorſtands= etwa Monatsfriſt vollſtändig die Buchführung und
ſitzungsſaale des alten Rathauſes abgehalten wurde, be= obwohl er die eigenen Bedürfniſſe ebenfalls au
ſteuer Einſpruch erhob und die Aufrechterhaltung des ge= ſchäftigte ſich hauptſächlich mit Satzungsänderungen. Auf Kaſſe beſtritt. Während ſeines von März bi
genwärtigen Zolles auf ausländiſche Weine verlangte. Antrag des Verbandes der rheiniſch=weſtfäliſchen Preſſe dauernden Aufenthalts hat er ein äußerſt leichtesgebe
en
Fehlen von Säure. Gelb iſt das Blatt wenn wenig von ſo daß den kleinen Feinden, die dauernd auf deres
Bunte Blätter fallen.
dieſem Farbſtoff da iſt Drange kommt dadurch zuſtande, liegen, das Eindringen verwehrt iſt.
h.
daß das Rot des Blattes ſich mit den gelben Chlorophyll=
Bunte Blätter fallen. Wie wir gehört haben, gehes
Von Karl Witzel.
(Blattgrünc)körnern verbindet.
mit den Blättern Stoffe zu Boden. In ihnen ſtecken Wog
Die prächtigſten Farben ſind dem Herbſt eigen. Oft
Es iſt ein Genuß, zu beobachten, wie nach und nach Salze, Kriſtalle uſw. Sie ſind keineswegs verloren ſom
hat man ihm daher den Beruf eines tüchtigen Malers die Farben ſich verändern. Heute noch glänzt der Forſt dern können für die Pflanze noch von Wert ſein, Weill=
zugewieſen
. Von ſeiner bereitgehaltenen Palette wirſt in ſchnuckem Grünz nach einiger Zeit treten die Töne her= ſie in ihre Grundſtoffe zerſpalten ſind. Es entſtehen a
er da und dort einen Tupfen Farbe hin und zaubert ſo die vor; es iſt, als ob ein feiner Pinſel darüber hinweg= dieſe Weiſe Waſſer, Kali= Ammonfalze, Kohlenſäum
wunderbarſten Tönungen. Welches Herz lacht nicht, wenn geſtrichen wäre. Merken wir dieſe Vorgänge, ſo findet i Durch die Verweſung der Blattgeweve werden ſie erzeul
es das Herbſtgemälde ſchaut! Die allaütige Mutter Natur das Abwandern der notwendigen Stoffe nach dem Re=Entweder teilen ſie ſich dem Boden mit oder gehen u
will das Auge für den ganzen Winter gleichſam im ſervebehälter des Stammes ſtatt. Die bunten Blätter die Luſt über. Die tauſend Würzelchen mit ihren, ſeinon
Voraus entſchädigen; ſie rafft noch einmal ihre ganze künden an, daß der Herbſt ins Land gegangen kommt. Mündchen nehmen begierig die im Erdreich enthaltene
Pracht zuſammen. Viele Menſchen ſagen, ſie ſtirbt; der Da er kein ſpaßiger Geſelle iſt, ſo muß der Baum ſich vor= Stoffe auf und führen ſie durch die Leitungsbahnende
Winter hat ihr ihr Grab geſchaufelt. Der Schnee iſt ihr ſehen.
Pflanze zu. Die Materie, die in der Luft ſchwebt, holo!
Leichen=, ihr Bahrtuch. Aber ſieh’ genauer zu! Hier geht
Mit harter, rückſichtsloſer Kälte umklammert der Herbſt ſich die neuen kleinen Blättchen ſpäter mit flinken, unſich
doch kein Sterben vor ſich, ſondern ein Ausruhen von den Boden. Die Wurzeln werden in ihrer Tätigkeit, dem baren Aermchen. Beſonders die Kohlenſäure faſſen
mühſamer Arbeit.
Pflanzenkörper Nahrung in flüſſiger Form zuzuwenden, und fertigen Stärke. Ihr Gehilfe dabei iſt das Sonne=
Die Natur hat tüchtige Arbeit hinter ſich. Im Spät=erheblich gehindert. Die Blätter fahren jedoch unbeküm= licht.
ſommer haben die Laubbäume ihre Blattknoſpen getrieben. mert fort, durch ihre Poren Waſſer zu verdunſten. Der
In der Natur geht nichts verloren. Was einmal ii
In den Blütenknoſpen ſteckt die Blüte für den kommenden Baum gibt mehr Waſſer ab, als er bezieht. Eine Zeitlang Weltenraum liegt das bleibt in ihm. Nur die Forms
Lenz in winzigem Zuſtande. Wohlgeborgen zwiſchen den würdg das gehen bis er völlig erſchöpft wäre. Er müßte in denen es auftritt, ſind verſchieden, je nach der lm
harzigen Knoſpenſchuppen, unberührt von dem tötenden die gleiche Rolle ſpielen wie ein Schuldner, der mehr aus= gebung, nach den Verhältniſſen, nach den Umſtändes
Froſt, träumen ſie ins Frühjahr hinüber. Jetzt hat die gibt, als er einnimmt. Sein Verderben wäre unaus= Heute begegnet uns ein Stoff in dieſer Verbindung,
Natur ihre Hauptarbeit geſchafft und macht daher Feier= bleiblich, wenn er ſeine Ausgaben nicht einſchränkte. Die einer kurzen Spanne Zeit in einer andern. Daherlhietk
abend. Weil ſie zu freigebig geweſen, deshalb muß ſie Blätter, die ihn zu ſolchen zwingen, wirft er daher ab. die Natur im Laufe des Jahres verſchiedene Bilder,
eine Ruhepauſe eintreten laſſen. Da ſie ihre Blätter bald Tritt die Kälte allmählich ein, ſo gleiten ſie ſacht zu Boden. ſteht nicht jedes Bild für ſich, jedes iſt vom anderen
zur Erde ſenden muß, zieht ſie die Nährſtoffe, die in den Bei plötzlichem Temperaturumſchlag büßen die Bäume oft hängig, iſt Urſache und Wirkung. Bei allem muß man=
Blättern ſtecken, heraus und ſpeichert ſie in dem Stamme, in einer Nacht ihr geſamtes Laubwerk ein.
Natur bewundern, in hervorragender Weiſe aber bei ihren
Der Baum muß alſo die Blätter loslöſen. Es iſt Herbſtgemälde. Nicht mit Gefühlen der Trauer der We=
dem
die bittere Kälte nichts anhaben kann, auf. Man
ſieht, wie der Baum keine Verluſte erleiden ſoll. Die äußerſt intereſſant, zu hören, wie das geſchieht. Zwiſchen mut, der Beſorgnis, Niedergeſchlagenheit dürfen wir die
Natur iſt zu fürſorglich, zu weitſichtig. Nur die augen= Blatt und Zweig bildet ſich ein korkartiges Füllſel von Künſtlerhand herrührenden Bilder ſchauen, ſondesn
blicklich für den Baum unbrauchbaren Stoffe bleiben in (Parerſchym). Es erweitert ſich zu einem wulſtigen Ge= mit Gefühlen der Erhebung, der Kraft, der Stärke, o=
den
Blattkörpern zurück. Ein eifeiger Gehilfe bei dieſer bilde und zerſtört das Zellgewebe. Eine Säure bewirkt Hoffnung, der Andacht! Immer müſſen wir uns klar ſeif,
Stoffwanderung iſt das Anthozyan, ein Farbſtoff, deſſen die vollſtändige Trennung, ſo daß das Blatt zur Erde ſich daß wir hier nur eine Stufe der Jahresentwickelung do=
Weſen und Bedeutung wir noch nicht kennen. Wir wiſſen ſenken muß. Hierbei müßte nun eigentlich eine Wunde Natur vor uns haben. Nach der notwendigen Ruhe ſollt
nur, daß er die Farbenſchattierung hervorruſt. Rot wer= entſtehen, die für viele Feinde die Eingangspforte dar= eine Zeit der angeſtrengteſten Tatigkeit, nach beſorgtt.
den die Blätter, wenn dieſer Stoff mit einer Säure in Be= ſtellen könnte. Dieſem Uebel beugt die Natur vor, indem Sammlung der Akt frohen Spendens, nach dunkler Naukl
rührung kommt, violett bei wenig Säure, blau beim ſie durch dieſes Korkgewebe die Narbe verſchließen läßt, das hereinbrechende Morgenrot!:

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Peheſt.

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(er 25=

Nummer 258.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 28. Oktober 1913.
Seite 3.
ſchrt, Shanpagnergelage mit Gäſen des Sanatoriuns ſ ſtadt ein und wird die fähmtlichen vorbereitenden Proben
Darmſtädter Vortragsverband. Für den Vor=
ſrrnſtaltet
und koſtſpielige Autofahrten unternommen, ſo perſönlich leiten.
trag Rund um die Welt, den Herr Hofrat Hugo
. eine zweitägige Autofahrt, bei der 140 Mark Koſten
* Gewerbeſchule. Es dürfte wohl in weiteren Kreiſen Edward am nächſten Donnerstag im Feſtſaal der
Btranden. Insgeſamt ſoll er etwa 2700 Mark fremde noch nicht genügend bekannt ſein, daß auch in der hie= Turngemeinde zum Beſten des Feſthaus=Vereins halten
Elder für ſich verwendet haben. In der Nacht zum 24. ſigen Gewerbeſchule jungen Damen Gelegenheit ge= wird macht ſich ein lebhaftes Intereſſe geltend, daß es
Ei ließ er ſich von einem Angeſtellten den verſchloſſenen boten iſt, ſich im Zeichnen, Malen und Modellieren weiter ſich für Intereſſenten dringend empfiehlt, ſich im Ver=
Peauraum öffnen, angeblich, weil er ſeinen Zimmer=auszubilden. Dieſe Einrichtung, von welcher von ſeiten kehrsbureau baldigſt mit Eintrittskarten zu ver=
ſaffel
darin hatte liegen laſſen Er öffnete aber mit der Damen an den Gewerbeſchulen in unſeren Nachbar= ſeben. Es wird um pünktliches Erſcheinen gebeten, da
knn in ſeinem Beſitz befindlichen Schlüſſel das Pult des
ſtädten ausgiebig Gebrauch gemacht wird, ermöglicht den= der Saal ſogleich bei Beginn des Vortrags zwecks Vor=
Portokaſſe führenden Angeſtellten und entnahm derſelben eine gründliche Ausbildung in dieſen Fächern, um führung der 150 Lichtbilder verdunkelt werden wird.
ſee einen Betrag von 386 Mark. Die Staatsanwalt= ſpäter als Zeichnerinnen in Stickerei=, Tapiſſerie= und ver=
Fremdſprachliche Vorträge. Auch an dieſer
ſit hatte deshalb die Anklage auch auf Diebſtahl geſtellt, wandten Geſchäften beſſer bezahlte Stellungen zu er= Stelle ſei nochmals auf den Vortrag des Herrn Latour
dieſe jedoch fallen, weil die Beweisaufnahme ergab, langen. Auch als Vorſchule für das Studium einer Zei= aus Paris aufmerkſam gemacht der ſich auf ſeinen
der Angeklagte dieſes Geld auch auf ordentlichem Wege chenlehrerin iſt die Tagesklaſſe der Gewerbeſchule beſtens Vortragsreiſen durch England, Schottland, die ſtandi=
Eilten hätte, da er die geſamte Kaſſenführung hatte. zu empfehlen, zumal das Schulgeld ein ſehr gering be= naviſchen Länder und Norddeutſchland den Ruf eines
den Betrug ließ die Staatsanwaltſchaft fallen, da der meſſenes iſt. Für Damen welche über freie Zeit ver= ausgezeichneten Conſereneiers erworben hat. (Siehe
reffende Autobeſitzer, bei dem er am 23. Juli 1912 auf fügen können, käme die Tagesſchule in Betracht, für ſolche Anzeige.)
Namen des Sanatoriums ein Automobil beſtellte und Damen, die ſchon beruflich tätig ſind, die Abendſchule (an
Vortrag. Es ſei an dieſer Stelle nochmals hinge=
won
Worms nach Lindenfels fahren ließ, erklärte, er Wochentagen von 7 bis 9 Uhr abends). Intereſſenten er= wieſen auf den am Mittwoch abend 8 Uhr ſtattfindenden
dem Angeklagten das Auto auch zur Verfügung ge= fahren alles Nähere bereitwilligſt auf dem Sekretariat der Vortrag des Herrn Profeſſors Mußler in der Eliſa=
, wenn er es auf ſeinen Namen beſtellt hätte. Nach Gewerbeſchule, Karlſtraße 8, Eingang Nieder=Ramſtädter bethenkirche über das Thema: Problem des Todes.
Gutachten der beiden Sachverſtändigen Kreisarzt Dr. Straße.
Die Fortſchrittliche Volkspartei weiſt nochmals
ſt=Schotten und Dr Weiffenbach=Goddelau iſt
m Von der Elektriſchen. Die neue Verbindungsſtraße auf die heute abend im Fürſtenſaal, Grafenſtraße, ſtatt=
Angeklagte erblich belaſtet, da in ſeiner Familie mehr= Bismarckſtraße=Dornheimerweg iſt ſeit Samstag dem findende Mitgliederverſammlung hin, in der Herr Guts=
Fälle von Blödſinn und Epilepſie vorgekommen ſind. Fuhrwerk und den Fußgängern übergeben. Die Gleiſe beſitzer Becker=Bensheim referieren wird.
ſei als Kind äußerſt verwöhnt worden und habe ſpäter liegen bis auf eine kleine Verbindung an der Feldberg=
* Prämiiert. Auf der Junggeflügelſchau in Hanno=
viel
Geld zur Verfügung gehabt ſo daß er vielfach ſtraße, wo noch ein Erdhügel zu entfernen iſt. Der Schöpf= per erhielt Herr Gg. Schleidt, Mitglied des Vereins
Pfeſinnige Streiche beging, wie ſie ſelbſt unter Studen= bagger hat während der letzten Wochen gehörig auf dem für Geflügel= und Vogelzucht Ornis‟ Darmſtadt, für
nicht üblich ſind Durch den Alkoholgenuß ſei er alten Bahnhofsterrain aufgeräumt, ſo daß eine große freie ſeine dort ausgeſtellten Puten einen Ehren= und einen
ießlich auf die ſchiefe Ebene gekommen. Schwachſinnig Fläche entſtand, die jetzt zur Verpachtung oder zum Ver= erſten Preis. Es iſt dies ein bedeutender Zuchterfolg.
r nicht, aber auffallend ſei ſein beſchränkter geiſtiger kauf ausgeſchrieben worden iſt Die Oberleitung der
* Adreßbuch. Die Druckbogen Nr. 9, 10 und 11
zzont, ſein Mangel an Intereſſe und Initiative. Er ſei neuen Strecke iſt noch nicht hergeſtellt Auf dem Mathil=
pſychopathiſch
minderwertiger Menſch. Die Straf= denplatz und am Miniſterialgebäude ſind die neuen Schie= des Adreßbuches für 1914, enthaltend Einwohner=
himer
ſprach ſchließlich den Angeklagten nenſtränge ſchon gelegt und werden einſeitig von derregiſter Köhler, Ottomar, bis Opel, Katharina,
, da es nicht widerlegt worden ſei, daß der Ange= Dampfſtraßenbahn benutzt. Die öſtliche Bismarckſtraße iſt liegen im Hauptmeldebureau Hügelſtraße 31/33, Zimmer
he wie er angab, 600 bis 700 Mark in die Kaſſe bei aufgeriſſen zur Aufnahme des Doppelgleiſes, das einer= Nr. 13, während der Bureauſtunden (8 bis 12 Uhr
uan Einteitt einlegte und daß er deshalb glauben ſeits den Verkehr nach dem Mathildenplatz, andererſeits vormittags und 2 bis 6 Uhr nachmittags) bis zum
nach der Frankfurterſtraße vermittelt. Auf der Oſtſeite 30. Oktober vormittags zur Einſichtnahme offen.
ſute er dürfe ſeine Ausgaben aus dieſer Kaſſe beſtrei=
§ Fahrräder geſtohlen. Am Samstag nachmittag
Auch ſei richt widerlegt, daß er geglaubt hat, die des Miniſterialgebäudes wurde die Luiſenſtraße aſphal= gegen 2 Uhr wurde ein Fahrrad, welches in einem
fffendifferenz könne bei ſeinem etwaigen Eintritt als tiert, um den dort durch den lebhaften Wagenverkehr ent= Hausflur in der Georgenſtraße aufgeſtellt war, geſtohlen.
räber geregelt werden. Immerhin könne der Angeklagte ſtehenden Lärm zu dämpfen. Zwiſchen den Gleiſen iſt Das Fahrrad iſt Marke Kompaß, hat ſchwarzen
ſeine Freiſprechung nicht allzu ſtolz ſein, denn die Art, aus denſelben Gründen Holzpfleſter angelegt worden.
Nahmenbau und gelbe Felgen. Ebenſo iſt am Sonn=
er
mit den ihm anvertrauten Geldern wirtſchaftete,
m. Der Umzug der Verkehrskontrolle 2 nach tag vormittag gegen 11 Uhr ein Fahrrad, welches in
das Gericht als gewiſſenlos erachtet Der Staats= dem alten Ludwigsbahngebäude fand vergangene Woche einer Torhalle am Wilhelminenplatz aufgeſtellt war, ge=
ſunlt
hatte 7 Monate Gefängnis beantragt, die durch ſtatt. Der Umzug ſollte ſchon vier Wochen vorher ſtohlen worden. Dasſelbe iſt Marke Triumphrad, hat
UAnterſuchungshaft verbüßt ſein ſollten. Baumann ſaß ſtattfinden, aber die zu beziehenden Räume waren in ſchwarzen Rahmenbau, gelbe Felgen und die Polizei=
i
28. Auguſt 1912 bis 10. Mai 1913 in Unterſuch= einem ſolch verwahrloſten Zuſtande, daß ein ganzer nummer ſchwarz D. 8348.
Monat Arbeit nötig war, um die Räume zu Bureaus
ür haft.
§ Waſſerrohrbruch. Am Hauſe Fuhrmannſtraße 13
zu reinigen und herzurichten. Für die Beamten der entſtand am Sonntag vormittag gegen 8 Uhr ein
Provinzialausſchuß. Die Tagesordnung zur Sitz= Kontrolle 2 iſt die engliſche Arbeitszeit eingeführt worden. Waſſerrohrbruch, wodurch der Keller des Hauſes unter
des Provinziglausſchuſſes der Provinz Starkenburg Wenn das ſeitherige Stationsgebäude der Main=Neckar= Waſſer geſetzt wurde. An den im Keller lagernden
Samstag, den 1. November, vormittags 9½ Uhr, Bahn ausgebaut und der proiektierte angrenzende Neu=Warenvorräten iſt erheblicher Schaden angerichtet worden,
rt: 1. Geſuch des Chriſtoph Simon aus Darmſtadt um bau errichtet iſt, wird nach Inbetriebnahme der neuen ebenſo erlitten die Wintervorräte der übrigen Haus=
(ubnis zum Betriebe einer Schankwirtſchaft im Hauſe Räume das alte Ludwigsbahngebäude zur Aufnahme bewohner Schaden.
Unkratiusſtraße 58. 2 Klage des Wilhelm Köhl in der Großh. Hofbibliothek umgebaut.
Zuſammenſtoß. Ein Unfall, der leicht ſchlimme
Lertshauſen gegen einen Polizeibefehl des Großh. Kreis=
Ihr 93. Lebensjahr vollendet am Mittwoch, den Folgen hätte haben können, ereignete ſich geſtern abend
lt Offenbach vom 3. Juli d. J. 3. Klage der Marie 29. Oktober die Witwe Röder (Alexanderſtraße 13).
emann in Ober=Ramſtadt gegen einen Polizeibefehl Das alte Mütterchen, in der Welt alleinſtehend und kurz nach 6 Uhr. In der Nähe des Ständehauſes in der
Broßh. Kreisamts Darmſtadt vom 1. Auguſt d. J. nur auf ſich und ihrer Hände Arbeit (ſie iſt Couverten: Rheinſtraße ſtieß der aus Beſſungen kommende Poſt=
llage
des Bauunternehmers Karl Grün II. und derſtepperin) angewieſen, ſchlägt ſich brav und gottergeben wagen mit der Elektriſchen zuſammen. Der
Poſtillon und ſein Begleiter wurden vom Bock geſchleu=
tieaJ
. Ehrhardt u. Cie, gegen die Stadt Bensheim durchs Leben bis ins höchſte Alter hinein. Wollen ihre dert, glücklicherweiſe ohne ſchweren Schaden zu nehmen.
gin Heranziehung zu den Koſten für den Ausbau der Augen auch nicht mehr recht mittun, ſo verliert ſie
doch den Mut nicht und ſieht, in Dankbarkeit gegen Auch das Pferd kam zu Fall und der Poſtwagen, ſowie
liſer=Wilhelmſtraße.
ihre bisberigen Wohltäter, vertrauensvoll der Zukunft die Elektriſche wurden nicht unerheblich beſchädigt.
Vom Großh. Hoftheater. Die Extra=Abonnements
g. Selbſtmord. Der 63jährige Heilkundige‟ Herm.
den fünf Abende umfaſſenden Goethe=Zyklus entgegen.
Im Silberkranz. Silberne Hochzeit feiert das JuliusEgeling aus Gotha, der am Montag voriger
lſtegen nunmehr heute an der Tages= und Abendkaſſe! Ehepaar Herr Peter Rößel, Stuckateur, und Frau Woche von der hieſigen Strafkammer wegen fahrläſſiger
Hoſtheaters zur Ausgabe. Gleichzeitig beginnt
Tötung, begangen durch Kurpfuſcherei in Walldorf, zu
ſtt an der Tageskaſſe und im Verkehrsbureau der Rößel hier.
* Ausſtellung. Man ſchreibt uns: Im Schaufenſter zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden war, hat ſich
fizelverkauf für die zwei erſten Vorſtellungen des der Hof=Buch= und Kunſthandlung von Johs. Waitz gibt am Sonntag in ſeiner Wohnung vergiftet. Die An=
he
=Zyklus, Egmont und Iphigenie. In der heu=
Eröffnungsvorſtellung des Zyklus, Egmont die uns gegenwärtig ein junger heimiſcher Künſtler Karl gehörigen geben an, daß er einem Herzſchlage erlegen iſt.
Rabbonnement der Serie A zufällt, ſind neu beſetzt die Thylmann, wieder einmal Proben ſeiner Kunſt. Dies= Da Rechtsanwalt Dr. Oppenheimer für den Ange=
i
des Buyck mit Emil Jannings und des Vanſen mal ſind es nicht humorvolle, phantaſiereiche Bilder aus klagten gegen das Urteil Reviſion beim Reichsgericht ein=
Armin Waſſermann. Der Beginn der Vorſtellung einer heiteren Märchenwelt, ſondern Radierungen und gelegt hat, und dieſes nicht rechtskräftig geworden iſt, fal=
7 Uhr angeſetzt. Die nächſte Vorſtellung im Goethe= Lithographien, die zum guten Teil Früchte eines längeren len die nicht unerheblichen Koſten des Verfahrens der
Aluss, Iphigenie auf Tauris in der Neuinſzenierung Aufenthaltes in Italien ſind. Außerdem eine Anzahl von Staatskaſſe zur Laſt.
ſtr Leitung von Heinrich Hacker ſtehend, findet Don: Holzſchnitten, die mit möglichſt einfachen Mitteln Leben
* Kinotheater. Man ſchreibt uns: Reſidenz=
trg
im C=Abonnement ſtatt. Für Montag, den 3. No= und Bewegung der Baumwelt vortrefflich wiedergeben.
Abr, iſt der volkstümliche Goethe=Abend angeſetzt. Die Das Hauptfeld der vielſeitigen künſtleriſchen Tätigkeittheater am weißen Turm. Wir machen an dieſer Stelle
hum Geyersbach und Jacobs, ſowie die Herren Glo= Karl Thylmanns liegt auf dem Gebiete des Buchſchmucks noch einmal darauf aufmerkſam, daß ab heute der äußerſt
ien und Stephani werden mit Liedervorträgen, Frau und der Buchilluſtration, wo er angefangen hat, ſich einen intereſſante Film Die Sturzflüge Pegouds in
Johannisthal am 25. und 26. d. M. vorgeführt wird. Der
ßner und die Herren Ehrle und Weſtermann mit Re= geachteten Namen zu machen.
* Heimat und Heimatſchutz. Es wird nochmals emp= Film iſt ſehr ſcharf aufgenommen und iſt vor allem der
Eienen mitwirken. Den Abend beſchließt: Die Laune
Berliebten‟. An dieſem Abend iſt das Abonnement fehlend auf den Vortrag über Heimat und Heimatſchutz, Flug mit dem Kopf nach unten ganz vorzüglich zu ſehen.
evoben. Der Verkauf für dieſen volkstümlichen den der Reiſeſchriftſteller W. Kunde am Dkenstag abend Zum letzten Male wird heute der mit großem Beifall auf=
ſt
e=Abend, zu dem die Abonnementspreiſe 8¼ Uhr im Saalbau hält, hingewieſen. Der Vortrag wird genommene Film Liebes=Intrigen mit=Suzanne Gran=
in
, beginnt Donnerstag im Verkehrsbureau und an von Anſang bis zu Ende durch wundervolle farbige kine= dais, der reizenden Schauſpielerin, gezeigt. Zum Schluß
Lageskaſſe des Hoftheaters. Am Mittwoch wird die matographiſche Aufnahmen erläutert, die zumeiſt veran= ſei noch auf den großen Wild=Weſt=Schlager Der Auf=
Operette Der lachende Ehemann im B=Abonnement ſchaulichen, was der Städter nie zu ſehen bekommt. ſtand der Cayenne=Indianer aufmerkſam gemacht. (Siehe
Aufführung gelangen. Für Freitag iſt die erſte Wie= Nachmittags 5¼ Uhr findet eine Schülervorſtellung Anzeige.)
olung der neueinſtudierten Boheme, die am Sonn= zu ganz kleinen Preiſen ſtatt. Ihre Bedeutung für die
Amnet großem Erfolge in Szene ging, im D=Abonnemen: Jugend wird wohl am beſten dadurch erläutert, daß ſie in
Vom Fernſprechamt.
ſetzt. Zur Premiere von Waltershauſens Muſikdrama gleicher Weiſe am Mittwoch und Donnerstag auf beſon=
a
) Neue Anſchlüſſe. 2007 Berbenich, Ludwig.
lleiſt Chabert die am Sonntag ſtattfindet, wurde der dere Einladung im Feſtſaal der Muſterſchule zu Frank=
ttooniſt
eingeladen. Arturo Vigna, der Dirigent des furt a. M. veranſtaltet wird. Vorverkauf im Verkehrs= Weißwaren= und Ausſtattungsgeſchäft, Steinſtraße 2; 2568
Betriebsinſpektion Darmſtadt der Deutſchen Arbeiterzen=
Pi=Zyklus, trifft bereits am 4. November in Darm= bureau. (Siehe Anz.)
Z
der neue Bergſee hingegen macht eine Ausnahme und be= ſandte, die durch ein großes Feuer obdachlos geworden
reichert die landſchaftlich hervorragend ſchöne Umgebung waren, das in ſeinem Hauſe ausgebrochen war. Zu dem
Feuilleton.
Schaden, den ihm die Feuersbrunſt verurſacht hatte, nahm
von Bad Reichenhall um ein neues Schauſtück.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben. Wochen=
Weiße Raben. Der Hauswirt genießt im er auch noch freiwillig dies beträchtliche Geldopfer auf ſich.
ſtel plan der Frankfurter Stadttheater.
Volksmunde keines guten Rufes aber daß es auch weiße
ml. Der Hochzeitsfilm für das Familienarchiv. Eine
Uper: Dienstag, 28.: Der Zwerg und die Infantin.
Raben unter dieſem ſo vielgeſchmähten Stande gibt, be=
franzöſiſche
Firma, die ſich mit der Filmherſtellung befaßt,
ſtuff: Aleſſandro Stradella‟ Mittwoch, 29.: Zweites weiſen einige Beiſpiele, die eine engliſche Wochenſchrift hat jüngſt allen Paaren, die in Paris auf dem Standes=
ſciel
von Leo Slezak: Tannhäuſer‟. Donnerstag,
Falſtaff. Freitag, 31. (Volksvorſtellung): Miuna anführt. So hat z. B. eine Hausbeſitzerin in Neu=York eine amt den Bund fürs Leben ſchließen wollten, folgende zeit=
ungewöhnliche
Deviſe ſich erwählt. Sie lautet: Babys gemäße Ankündigung übermittelt: Der Heiratskinemato=
Jarnhelm. Samstag, 1. November: Der fliegende bevorzugt. Dieſe menſchenfreundliche Dame nimmt graph. An alle Verlobten! Wünſchen Sie eine packende,
ſlän der. Sonntag, 2., ½4 Uhr: Wiener Blut: 7 Uhr:
nur Leute mit großen Familien als Mieter auf; ja ſie lebende Erinnerung an den glücklichſten Tag Ihres
ſin CCarlos Montag, 3.: Die Fledermaus. 2. Schau=
hat
ſogar ein Muſterwohnhaus errichtet, in dem alles auf Lebens zu erhalten? Wenn ja, dann laſſen Sie die Trau=
ſhaus
: Dienstag, 28.: Eolberg.
Mittwoch, 29.: einen ungewöhnlichen Kinderreichtum der Parteien be= zeremonie kinematographiſch aufnehmen, und in Ihrem
Engeſtern‟; hierauf: Der verwandelte Komöblant=
rechnet
iſt. Jede Wohnung hat ihren eigenen Dachgarten, Alter können ſie ſich dann auf der Leinwand als junges,
Atarstag 30.: Prinz Friedrich von Homburg. Frei= der als ein idealer Kinderſpielplatz eingerichtet iſt und liebendes, hoffnungsvoll in die Zukunft ſchauendes Paar
l.: Fuhrmann Henſchel. Samstag, 1. November:
deſſen hohe Drahigitter die Kinder gegen jeden Unſall wieder erblicken. Das iſt nur der erſte Schritt zu einer
Meineidbauer Sonntag, 2. ½4 Uhr: Der Kampf
ſchützen. Die Frau erkor ſich dieſes Vermieterideal, weil vollſtändigen Serie von Familienbildern, die des Men=
Mi: Feſtung: 8 Uhr: Alt=Heidelberg. Montag, 3.; ſie beobachtete, daß Leute mit vielen Kindern von andern ſchen Leben von der Wiege bis zum Grabe feſthalten, zu
Pberrg‟. Wochenſpielplan des Hof= und
Wirten abgewieſen werden; ſie hatte mit ihrem menſchen= ſeinem eigenen Ergötzen ſchon, mehr noch aber zur Freude
Mimnaltheaters Mannheim. Dienstag. 28.:
freundlichen Gedanken viel Erfolg; ihre Häuſer ſtehen nie ſeiner Nachkommen, die dann dereinſt das Leben ihres
Ah. el Kramer: Mitwoch 29.: Der Maskenball.
leer und ihr Beiſpiel hat Nachahmung geſunden. Ein Ahns bewundern können.
-stag, 30.: Baumeiſter Solneß. Freitag, 31.: Die Hauswirt von Willesden Green ſuchte ſeine Mieter da=
* Schul=Humor. In einer Elementacklaſſe erſcheint
Mlürung aus dem Serail. Samstag, 1. November: durch an ſein Haus zu feſſeln, daß er ihnen an jedem
Sonntag nachmittag eine gewiſſe Anzahl von Frei= zur Inſpektion der Herr Schulrat. Eben ſucht der Lehrer
pel Leo Slezak: Aida. Sonntag, 2.: Tosca.
EEin neuer See im bayeriſchen Hochland. In un= billetts für das Kino zur Verfügung ſtellte Auf ſeinen Jungen die einfachſte rechneriſche Tätigkeit klar=
Mülbearer Nähe von Reichenhall wurde vor wenigen andere Weiſe ſorgte ein Hauswirt für ſeine Mieter, in= zulegen. Beſondere Schwierigkeiten bereitet ihm dabei,
n das ſtaatliche Saalach=Kraftwerk in Betrieb ge= dem er erklärte, er gebe ſeine Wohnungen nur an Leute einem der Schwerfälligſten verſtändlich zu machen, daß
22 gleich 1 iſt. Der Schulrat kommt dem Begriffsſtutzigen
Mim, durch deſſen gewaltiges Stauwehr der rauſchende ab, die ſich verpflichten, ſtets Gummiabſätze zu tragen,
laß Saalach in einen lieblichen Gebirgsſee umge= wenn ſie zu Hauſe wären. Er hielt die Klage nicht län= hinter dem Rücken des Lehrers dadurch zu Hilfe, daß er
Mei.t wurde. Eine Waſſerfläche von mehr als 800 000 ger aus, die der Lärm der ſchweren Abſätze bei den drei Finger in die Höhe bebt, ſchnell zwei wegnimmt und
meter bedeckt jetzt die Talſohle, wo ſich vordem ſaf= darunter Wohnenden hervorrief. Um aber durch dieſe Be= den Zeigefinger oben behält. Mit großem Intereſſe ver=
ieſen
und grüne Wälder ausdehnten. In dem neuen dingung den Parteien keine beſonderen Ausgaben zu folgt ein anderer, intelligenter Junge die Bewegungen des
Ader große Aehnlichkeit mit dem Zellerſee hat, ſpiegeln machen, lieferte er alle Gummiobſätze in jeder gewünſch= fremden Herrn. Schließlich hält er’s für nötig,, auf=
Aun die Gipfel des Lattengebirges und der Loferer ten Zahl gratis und franko. Ein weißer Rabe unter den zuſtehen und dem Lehrer zuzurufen: Herr Lehrec, der
Serge. Große Kraftanlagen pflegen im allgemeinen Hauswirten iſt auch jener Chikagoer Häuſerbeſitzer, der Mann muß mal naus! (Jugend.)
Werrſchönrrung des Landſchaftsbildes nicht beizutragen, einen Scheck über 400 Mark jede: der 83 Jamilien über=

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Nummer 258.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 28. Oktober 1913.
Seite 4.
eu en ehe n e nie eit ete enenenetetenger enenenereſer ic fertſone e elit dt unr e n n
nant a. D., Am Erlenberg 17; 2205 Brück, Wilhelm, recht geſchickte Wendungen mußten jedoch auf einmal Apoſteln in Worms verſammelten Vertreter der nach
Reſtaurateur, Heidelberger Straße 89: 926 Caſtan, Wil= andere Richtlinien eingenommen werden und eine ſpan= ſtehend aufgeführten Genoſſenſchaften begrüßen den vo
helm, Glas= und Porzellanwarengeſchäft, Kirchſtraße 5; nende Gefechtsentwickelung begann. Gegen Mittag endete Freiherrn Heyl zu Herrnsheim, Grafen Kuno zu Stolberg
2102 Collmann, Major, Eliſabethenſtraße 70; 1556 Engau, das wohlgelungene Gefecht in der Gemarkung Dieburg Roßla, Fürſt zu Iſenburg=Birſtein in der Erſten Kammes=
Dr. med., Kreisaſſiſtenzarzt, Heidelberger Straße 9; 2049 und nun ſammelten ſich die Scharen wohlgemut, trotz ihrer eingebrachten Antrag aufs freudigſte. Sie erhoffen hien
Fabricius, Auguſt, Oberlandesgerichtsrat, Aliceſtraße 17; nicht unbedeutenden Märſche an der Dieburg-Gundern= von eine Geſundung des geſamten heſſiſchen Genoſſeru
1880 Groß, Wilhelm, Filialbureau der Firma Robert häuſer Chauſſee, wo abgekocht wurde. Wie ſchmeckte die ſchaftsweſens und die Rückkehr des Vertrauens in die Gg=
Grastorf, E. m. b. H. Hannover, Beton= und Eiſenbeton= raſch hergeſtellte Maggiſuppe den hungrigen Jungen und noſſenſchaften, deren Beſtehen für das wirtſchaftliche Bli
bau, Traiſa; 1823 Grün, Georg, Spezialgeſchäft für Wand= wie freuten ſich die Knaben der oberen Schulklaſſen, die hen und Gedeihen des Landes notwendig iſt. Wir bittes
herbeigeſtrömt waren unter Führung ihrer Lehrer, in der die Großh. Regierung, dem Antrage Folge zu geben, untet
und Fußbodenbelag, Porzellanöfen, Dreibrunnenſtraße 9:
1019 v. Homeyer, Oberſt, Rheinſtraße 43; 2037 v. Kali= Hoffnung, ſich auch bald beteiligen zu dürfen. In einer Wahrung der Selbſtändigkeit der Genoſſenſchaften und Ben
nowski. Einj.=Unteroffizier, Riedlingerſtraße 20; 1140 begeiſtert aufgenommenen Anſprache durch Herrn Schulrat behaltung der jetzigen Zentralkaſſe als Verbandskaſſe ei=
Frau Kallenſee=Struenſee, Hofopernſängerin, Inſelſtr. 42; Gunderloch dankte er vor allem den Beteiligten und deren Zentralinſtitut unter Aufſicht und Leitung des Staates ſol
(186) Koch, Dr., Oberſtabsarzt, Frankfurter Straße 18; eifrigen Führern. Unter Trommelwirbel zogen die Ab= bald als möglich ins Leben zu rufen und ihm die Aufft
(418) Laudenheimer, S., Saalbauſtraße 70; 1769 Matthes, teilungen in ihre Garniſonen zurück, die ſie im fröh= gaben zu übertragen, welche ihm in dem genannten Amd
trag näher bezeichnet ſind. Die Vertreter der nachſtehenden
Jakob, Brot= und Feinbäckerei mit elektriſchem Betrieb, lichen Geſange bald erreichten.
Lämmerſpiel, 27. Okt. (Brand.) Geſtern abend kurz Genoſſenſchaften haben die ſichere Zuverſicht, daß durg
Müllerſtraße 16/18; 1488 Michel, Auguſt, Handſchuh= Waſch=
anſtalt
und Herrenartikelgeſchäft, Beſſunger Straße 82½; nach 9 Uhr wurden die hieſigen Einwohner durch Feuer= die Erfüllung des in der Erſten Kammer geſtellten Antrags
1655 Michell, Guſtav Otto Geheimerat i. P., Eichbergſtr. alarm erſchreckt. In der Vorngaſſe war in zwei neben= die Beunruhigung, die heute in den Kreiſen der Genoſſen
14: 2458 Ottenheimer, Paul, Kapellmeiſter am Großh. Hof=einanderſtehenden Häuſern auf unaufgeklärte Weiſe Feuer herrſcht. völlig beſeitigt, und daß durch Schaffung dieſes
theter, Bismarckſtraße 49: 290 Preußiſche Geſandtſchaft, ausgebrochen, das ſich bald über die Dachſtühle beider Zentralinſtituts das ländliche Kreditweſen in geordniell
Palais Roſenhöhe, Erbacher Straße 50; 776 Ruppert, Karl, Häuſer ausbreitete. Der Mieter des einen Hauſes war Bahnen zurückgeführt wird, ſo daß Kataſtrophen, wie dül
Leutnant, Hügelſtraße 30; 622 Semper, Otto, Hofopern= kurz vorher mit Familie verreiſt, ſo daß er von dem Brand= jetzt das ganze Land daniederhaltende, für die Folge
ſänger, Heinrichſtraße 110; 1705 Titze Otto (Glocks Hut= unglück wohl keine Ahnung hat. Die Aufgabe der Feuer= Gewißheit vermieden werden.
*) Alsfeld. 25. Okt. (Ein Altarbild fürdi=
magazin
), Eliſabethenßraße 4: 1410 Weber, Thereſe, Frl., wehr war, die in der Nähe ſtehende Scheune des Spezerei=
Heinrichſtraße 112; 2047 Weicker E. J., Warenagenturen, händlers Roth zu retten was ihr bei der Windſtille auch Walpurgiskirche.) Der Großherzog hat die. Rückt
Eckhardtſtraße 17; 1529 v. d. Wenſe, Leutnant, Hügel=leicht gelang. Von den Häuſern brannte das eine faſt ganz gabe eines Altarbildes genehmigt, welches aus der his
ſtraße 41; 1046 Weſtendorp. Karl, Dr. phil., Kunſthiſtoriker, nieder Von Kleidern und Möbeln wurde wenig gerettet. ſigen Walpurgiskirche ſtammt. Das Bild befinder ſicht
Weyprechtſtraße 10; 1295 Wittich, Rudolf. Annaſtraße 61. Der Schaden iſt durch Verſicherung gedeckt. Schwer ge= gegenwärtig im Holbein=Zimmer des Darmſtädter Schloſſil
b) Aenderungen. (351) Anhäuſer, Gottl., Saal=ſchädigt wurde aber eine Fabrikarbeiterin, die in einem der ſes. Der Großherzog wird die Stelle beſtimmen, andei
bauſtraße 60, jetzt Klappacherſtraße 15; 892 Arnold, Karl, Häuſer bei ihrer Tante wohnte. Ihr verbrannte nicht nur das Bild nach Vollendung der Wiederherſtellung des Göl
jetzt Nr. 2457: 1762 Bauer, Wilh., Kirchſtraße 4, jetzt Karl= die ganze Brautausſtattung, ſondern auch moch 200 Mark teshauſes aufgeſtellt wird.
(*) Lauterbach, 26. Okt. Die Provinziala
ſtraße 3; 1367 Delp, Martin, übertragen an Peter Engel; bares Geld konnten nicht geborgen werden.
44 Einſiedel, A. Schmitz, übertragen an Viktor Gunder;
K Heppenheim a. d. B., 26. Okt. (Bürgermeiſterflügelausſtellung für die Provinz Oberheſſen
1190 Eckerts, E., Nachfolger, jetzt Nr. 2455; 1755 Ganß= Kohl.) Die Defraudationen, die ſich der ſeit drei Tagen die geſtern und heute in der Spießturnhalle ſtattfand,m
mann, Friedrich, jetzt Inh. Aug. Wecks: 618 Graßmann, von hier ſpurlos verſchwundene Bürgermeiſter aus der ganzen Provinz überaus reich beſchickt. Andi
Ludwig jetzt Nr. 2456; 767 Hutter, Willy, übertragen an Ludwig Kohl, ein Mann von 59 Jahren, zuſchulden Spitze des Ehrenausſchuſſes ſtanden der Graf vonSch
Georg Mayer, Bankdirektor; 2052 v. Ilſemann, übertragen kommen ließ, ſind höher, als man anfänglich meinte. Zu= die Freiherren Albrecht und Hans von Riedeſel und
an Brodrück, Leutnant; 884 Dr. Kayſer, Hügelſtr. 6, jetzt nächſt war nur das Fehlen eines Betrages von annähernd tagsabgeordneter Breidenbach=Dorheim. Die Eröffll
Steinſtraße 32; 2257 Kircher, Franz, übertragen an Firma 1500 Mark aus dem Werleſchen Stiftungsfonds zur Unter= fand durch Lehrer Holler im Beiſein des Kreisrats
Eliſabetha Kircher: 1577 Lautz, Heinrich, jetzt Nr. 2459; ſtützung von Armen aufgedeckt worden. Dieſe Unterſchleife Werner, des Bürgermeiſters und Landtagsabg. Sto
495 Dr. Maurer, Steinſtraße 32, jetzt Heinrichſtraße 6; datiert bereits aus dem Jahre 1905. Kohl hat die Zinſen und des Vertreters der Landwirtſchaftskammer Büllit
160 Merz, A., übertragen an A. J. Schroth jun.: 2036 dieſer Summe pünktlich ausgezahlt, ſo daß erſt kürzlich meiſter Joſt=Vermuthshain, ſtatt Zahlreiche Geld=mc
Rabenau, A. Freifrau v. Nordeck, übertragen an Richard durch eine unvermutete Reviſion das Fehlen Ehrenpreiſe waren geſtiftet, von der Stadt 150 Mark, üm
Freiſe, Oberſt: 1620 A. Schmitt & Co., Aleranderſtraße 5, des Kapitals feſtgeſtellt wurde. Eine geſtern vorgenom= der Landwirtſchaftskammer 120 Mark und von Prilliäl
jetzt 8; (265) Trainbataillon Nr. 18, zweite Kompagnie, mene Kontrolle hat ergeben, daß in einer Erbſchaftsſache Die oberheſſiſchen Zuchtvereine hatten ebenfalls Preiſ
jetzt Trainkaſerne II, Eſchollbrücker Straße; 1742 Weiß, deren Zinſen gleichfalls den öffentlichen Armen dienen ſtiftet, darunter auch Gießen, Alsfeld, Friedberg und
Karl, Schloßgartenſtraße 3, jetzt 1; 1567 Werner, Friede= ſollten, der Betrag von 8000 Mark fehlt. Die Unterſuchung, Nauheim. Ganz vorzügliches Zuchtmaterial war
rike, übertragen an Freifrau Eliſabeth Riedeſel zu Eiſen=ob das Defizit noch größer iſt, dauert fort. Man Schau gebracht.
bach.
(*) Aus dem Kreiſe Lauterbach, 26. Okt.
nimmt hier allgemein an, daß Kohl, der ſich bei ſeinem
e) Abgebrochene
Sprechſtellen. 2077 Weggange nicht im Beſitze größerer Barmittel befunden neue Gemeindeverwaltungen ſind jetzt
v. Fiſcher; 1873 Holzbau Syſtem Meltzer: 1612 v. Kaulla; haben ſoll, ſich das Leben genommen hat. Er war hier ſtanden; die Gemeinden Metzlos=Gehag und Schadge
800 E. v. Loeßl; 1926 Trautheim, Kurhaus; 1427 L. von ſeit etwas über Jahresfriſt ehrenamtlich angeſtellter Bür= halten ſelbſtändige Bürgermeiſtereien. Metzlos=Geh
Werner.
germeiſter mit einem Ehrenſolde von etwas über 3000 Mk. zählt 175 Einwohner. Es gehörte bisher zu demka
pro Jahr. Von Beruf war er Kaufmann und betrieb hier größeren Metzlos, das 190 Seelen aufweiſt. Die jungg
35
ein Spezereiwarengeſchäft.
Gemeinde hatte auch ſchon ihre Wahlkämpfe um den Milte
Jobs luſtige Bühne.
Beerfelden, 26. Okt. (Unfall.) Bei den Mon= germeiſterthron; es wurde ſogar von der unterlegsi
St. Orpheum. Noch immer beherrſchen die luſtigen tierungsarbeiten in der neuerbauten Federhalterfabrik Partei am Kreisamt Einſpruch erhoben. Die Beſten
Kölner die Situation und ſpenden reichlich, was man in ſtürzte der dem Monteur aſſiſtierende Zimmermann Daum haben ihn dieſer Tage zurückgezogen, ſo daß der
unſeren ernſten Zeiten ſo gut brauchen kann, Humor, aus= ab, ein ſchwerer Eiſenteil fiel nach und zerſchmetterte ihm friede geſichert erſcheint. Schadges wird vom 1. Novill=
gelaſſene
Fröhlichkeit und Lachen. Ein ſo zwingendes den Unterarm und die Hand auf der einen Seite. Der ber an eine ſelbſtändige Bürgermeiſterei bilden. Alsen
Lachen, daß man ſchon ein unrettbar verlorener Griesgram Verletzte wurde nach Anlegung eines Notverbandes in Ortsoberhaupt iſt Schreinermeiſter Georg Rauſch inAs
ſein muß, um nicht mit fortgeriſſen zu werden in die allge= die Klinik nach Heidelberg verbracht.
ſicht genommen. In Stockhauſen Schadges gehilte
meine uneingeſchränkte Heiterkeit, die von den Kölnern
Unterſchönmattenwag, 27. Okt. Aus Columbus, O., ſeither zu dieſem Orte ſind Gaſtwirt Wienold
auf das Publikum überſtrömt und jeden in ihren Bann wird gemeldet: Ein braver, tüchtiger deutſcher Mann, der! Landwirt Eichenauer Bürgermeiſterkandidaten.
zwingt. Nach der nervenpeitſchenden Detektivburleske Um ſich infolge ſeines offenen und treuherzigen Weſens all=
(2) Schwickartshaufen bei Ortenberg, 26. Ot llil
eine Million ſind ſie wieder zu harmloſeren, in ihrer gemeine Achtung und eines großen Freundeskreiſes er= Einweihung unſerer renovierten l
Heiterkeitswirkung aber bedeutend wirkſameren Dingen freute, iſt in einem Alter, wo ihm noch manches Jahr nütz= fand heute unter ſtarker Beteiligung ſtatt. Der
übergegangen und bringen in dem Schwank Mein lichen Wirkens und glücklichen Lebens hätte beſchieden gottesdienſt begann um 1 Uhr; es wirkten dabei t
Bruder, dasn Luder, von Hennequin und Duval, ſein können, geſtorben: Herr Johann Philipp Rit=chengeſangverein und der Poſaunenchor von Ober
den Direktor Hermann Job mit unübertrefflicher Meiſter= ter, der früher eine hervorragende Stellung in Dienſten ſtadt mit. Später fand noch eine liturgiſche Feier ſicle
ſchaft für ſeine Bühne umgearbeitet und in Szene geſetzt der Ohio=Brauerei einnahm. Der Entſchlafene wurde am dabei wirkten auch Männergeſangvereine des Kirchſtll
hat, wohl das Tollſte und Ausgelaſſenſte, was ſelbſt 26. Mai 1869 zu Unterſchönmattenwag geboren und kam, mit. Feſtpredigten und Anſprachen wueden gehalten m
Köllſcher Humor erfinden konnte. Natürlich ſind es wie= nachdem er im Heſſiſchen Leib=Infanterieregiment Geh. Oberkonſiſtorialrat D. Peterſen=Darmſtadt,
der die beliebten, viel verwendeten und immer wirkſamen Nr. 117 ſeiner Militärpflicht genügt und mit Berechtigung rer Weber=Langgöns und dem Ortsgeiſtlichen. Auc
Themata vom leichtſinnigen Ehemann, den ſeine geſtrenge zum Unteroffizier auf Urlaub ehrenvoll entlaſſen war. vor Kreisverwaltung war vertreten. Die Kirche iſt inneſund
Frau Schwiegermutter bewacht und vor dem gänzlichen 15 Jahren nach Amerika und zwar nach Chillicothe Neben außen erneuert worden. Das gotiſche Chor iſt in der
Fall rettet. Und ebenſo natürlich iſt es, daß das Stück einem großen Freundeskreis hier und in ſeinem früheren Form wiederhergeſtellt die Orgel befindet ſich überhe
aus dem Franzöſiſchen ſtammt, denn das Seinebabel iſt Wohnort wird des Verewigten allzu früher Heimgang Sakeiſtei ſämtliches Geſtühl wurde erneuert und elli
noch immer der fruchtbarſte Boden für ſo etwas. Aber, beſonders beklagt und beweint neben ſeiner Gattin von ſches Licht und ein Elektromotor für die Orgel eingen
dank Herrn Jobs brillanter Bearbeitung und dank dem einem unmündigen Töchterchen, Margarete, ſowie ſeinen tet. Die alten Malereien, die man unter dem
köſtlichen auch in ſeiner Derbheit faſt immer harmlos blei= hochbetagten, noch in der alten Heimat lebenden Eltern, fand, wurden wieder in der urſprünglichen Geſtaltl
benden Kölner Humor, wirken auch die heiklen Situationen Philipp und Frau Margarete Ritter.
Farbe hergeſtellt. Das Gotteshaus iſt jetzt eines
eben nur humoriſtiſch, weil ſie in erſter Linie auf die Ver=
Aus Starkenburg, 27. Okt. (Elektriſche Bahn ſchmuckſten des Vogelsberges.
wickelungen und auf eine Situationskomik zugeſchnitten Offenbach-Darmſtadt.) Das M. J. ſchreibt: Das
ſind, die allerdings ſo ulkig wirkt, daß das kaum noch zu Projekt einer elektriſchen Bahn von Offenbach über Neu=
übertreffen
iſt. Man lacht Tränen im wahren Sinne des Iſenburg und Sprendlingen nach Langen iſt ſeit längerer
Reich und Ausland.
Wortes.
Zeit in der Schwebe und die Aktiengeſelſchaft für Bahn=
Aus der Reichshauptſtadt, 26. Okt. Unter
Natürlich fällt die Hauptaufgabe und damit der Haupt= bau und=Betrieb in Frankfurt hat mit der Stadt Offen=
erfolg
wieder Herrn Direktor Hermann Job und ſeiner bach bereits einen definitiven Vertrag abgeſchloſſen; auch Ehren wurde heute nachmittag der einſtige Präſiden
Gattin zu, wie das Künſtlerpaar denn überhaupt die die Abkommen mit den anderen Gemeinden ſind bis auf Ständigen Ausſtellungskommiſſion, Geheimer Komlm
ſtärkſten Stützen des Enſembles ſelbſt ſtellt. Doch ſollen die Unterzeichnung fertig. Die bisherige Verbindung der zienrat Goldberger, beſtattet. Der Beiſetzung ai
eine Trauerfeier im Heim des Verblichenen voraus Untem
damit die Verdienſte der übrigen Darſteller nicht geſchmä= Gemeinden mit Offenbach, das Kreisſtadt, Sitz der Ge=
lert
werden. Vor allem iſt Herrn Finkings Tünnes, richtsbehörden uſw. iſt, ging über Frankfurt; ſie war teuer den zahlloſen Kränzen und Blumenſpenden fiel belnden
der große Lorbeerkranz des Kaiſers auf. Perſönlich waen
diesmal Anton Winterfeld, Arzt und Bruder des Phono= und vor allem umſtändlich. In Zukunft wird man direkt ren erſchienen der Staatsminiſter Dr Sydow,Oh
graphenfabrikanten gleichen Namens, den Hermann Job nach Offenbach fahren können und auch weniger dafür
darſtellt, noch immer unübertrefflich; ebenſo wie Herr bezahlen. Neuerdings hat ſich nun die Heſſiſche Eiſenbahn= bürgermeiſter Wermuth, Reichstagspräſident Dr. Kaempiſ
Auen in ſeinen Damen=, vor allem Schwiegermutterrol=
Staatsminiſter von Podbielski und zahlreiche andere hohee
Aktiengeſellſchaft in Darmſtadt entſchloſſen, da ſie ohnehin Beamten und hervorragende Perſönlichkeiten. Raßbiners
len, zu deren Eigenſchaft diesmal noch die der an Drill die ſchon beſtehende Dampfſtraßenbahn nach Arheilgen
gewöhnten Wachtmeiſterswitwe kommt, und Herr und
Weiß hielt die Gedenkrede. Die heute für den 8us
elektriſieren will, dieſe Bahn über Egelsbach nach Langen ſtrom nach Johannisthal getroffenen
Frau Weißweiler, die den Köllſchen Dialekt ſo vor= fortzuſetzen, wo ſie an die von Offenbach aus zu bauende
kehrungen erwieſen ſich als unzulänglich. Die Bginm
trefflich meiſtern, daß ſie ſchon allein dadurch die Situ=
Bahn anſchließt; mit anderen Worten, es wird eine direkte verwaltung hatte ſo viel Sonderzüge eingeſtellt, alsd
ation beherrſchen, wohinneben ſie aber noch durchaus tüch= Verbindung zwiſchen den beiden Städten geſchaffen. Die Sicherheit des Betriebes geſtattete, aber die Zahle
tige Künſtler ſind. Mit Fräulein Körner, die die Gemeinden ſind ſämtlich an der Sache ſehr intereſſiert, das Züge ſtand in keinem Verhältnis zu den Hunderttauſenn
reizende Nichte Vetſera darſtellt, den Herren Tackmann heſſiſche Miniſterium fördert das Projekt nach Kräften, und den, die Pegond ſehen wollten. Die Straßenbahnwantie
(Sekretär Bernardi) und Erdmann (Johann), ſowie
ſo darf man annehmen, daß es in abſehbarer Zeit verwirk= waren derart überfüllt daß nicht nur die Trittbreilen
Fräulein Hildebrand, die die feſche Zofe Marie licht wird. Vermutlich wird man die Bahn ſo ausbauen, dicht beſetzt waren, ſondern, daß ſich junge Burſchen alch
ſpielt, ſind die Mitwirkenden alle genannt. Hoch über den daß größere Geſchwindigkeiten gefahren werden können, an ſie hängten. Ein ſchweres Autounglücke
Einzelleiſtungen ſteht übrigens das routinierte Zuſammen= ähnlich wie auf den elektriſchen Taunusbahnen. Dadurch eignete ſich heute miktag in der neuen Krugallee in
ſpiel des Enſembles, das jeder Situation gewachſen iſt wird eines Tages eine Art Schnellverkehr zwiſchen Offen= tow. Der Führer einer Autodroſchke mußte plötzlich
und die durchſchlagende Wirkung der tollen Schwänke bach und Darmſtadt möglich, ſo daß man von Offenbach
ſchnell bremſen, daß der Wagen ins Schleudern kam und
von vornherein garantiert. Der Beſuch des Gaſtſpiels, das faſt gerade ſo raſch nach Darmſtadt kommen kann, wie von gegen einen Baum prallte. Die Inſaſſen wurden heraus
nun bald zu Ende geht, darf warm empfohlen werden. Frankfurt aus Sofort nach Inbetriebnahme der Bahn geſchleudert und erlitten mehr oder minder ſchwere Vein
tritt für die kleineren Gemeinden der Vorteil ein, daß ſie letzungen Am glimpflichſten kam der Chauffeur davott
A. Gundernhauſen, 26. Okt. Der Kaninchen= für wenig Geld in kurzer Zeit die Nachbargemeinden er=
27. Okt. (Zugzuſammenſtoß.) Infolge zut
zuchtverein, der vor einigen Jahren erſt gegründet reichen können. Auch die häufigere Fahrgelegenheit wird früher Freigabe des Einfahrtsſignals iſt um 12.30 Uh
wurde und anfangs faſt bedeutungslos ſchien, hat ſich jetzt, dem Verkehr ganz neue Wege eröffnen.
nachts auf dem Bahnhof Potsdam der Eilgüterzut
dank ſeines unermüdlichen Präſidenten Herrn Jakob Wei=
Worms, 27. Okt. (Stellungnahme der Ge= 6040 auf den auf dem Bahnhof haltenden Perſonen
gandt, Maurermeiſter, hier, zu einem der ſtärkſten Orts=noſſenſchaften zum Antrag Heyl.) In dem zug 400 aufgefahren. Die letzten drei Wagen Mic.
vereine entwickelt. Heute hat es Herr Weigandt verſtan= unteren Saale der Zwölf Apoſtel in Worms fanden ſich Perſonenzuges ſind entgleiſt; ſie ſind teilweiſe ineinande
den, im Saale des Herrn Gaſtwirts Romig eine Kanin= aus den Kreiſen Worms, Oppenheim, Heppenheim und geſchoben und erheblich beſchädigt worden. Ebenſo ſinkg
chen= und Haſenausſtelleung vorzuführen, ſo daß der Sache Groß=Gerau die Vertreter von etwa 40 Genoſſenſchaften zwei Wagen des Eilgüterzuges entaleiſt: einige anderg
noch fernſtehende Bürger ſich anſchloſſen. Durch eine an= zuſammen, um zu dem von Freiherrn Heyl zu Herrnsheim, Eüterwagen wurden nur gering beſchädigt. Mehrer=
ſchließende
Verloſung erübrigte die Vereinskaſſe einen Graf Kuno zu Stolberg=Roßla und Fürſt zu Iſenburg= Perſonen erlitten Verletzungen. Schwe=
namhaſten
Betrag.
Birſtein in der Erſten Kammer geſtellten Antrag, der die verletzt wurden: Vizewachtmeiſter Seidel, 6. Batterin
Aus dem Kreiſe Dieburg, 26. Okt. (Jungdeutſch= Sanierung der Heſſiſchen Genoſſenſchaften bezweckt, Stel= des Feldart=Regts Nr. 3 zu Brandenburg, Kopf= und
land.) Eine äußerſt intereſſante Uebung veranſtaltete lung zu nehmen. Nach längerer Ausſprache, an der ſich Unterſchenkelverletzung; Trompeter Schneider, 4. Battelif
Jungdeutſchland in unſerem Kreiſe, deren oberſte Leitung Oekonomierat Hahn=Heßloch, Bürgermeiſter Menger=Eich, desſelben Regiments, Unterarmbruch und Geſichtsvem
Herr Schulrat Gunderloch in dankenswerter Weiſe über= Direktor Friedrich=Gernsheim, Biegler=Dorn=Dürkheim, letzung; Unteroffizier Oertel. 5. Batterie desſelben Regiz
nahm. Die Jungdeutſchland=Vereinigungen des Rod= Schtedelsecker=Horchheim, Heil=Crumſtadt, Weikert=Biblis, ments Beinverletzungen. Dieſe drei Verletzten wucheng
gaues zogen heute morgen in Schlachtordnung gegen die= Zimmermann, Dettweiler, Lotz=Weſthofen und Kaufmann dem Garniſonlazarett in Potsdam zugeführt Leicht vem
jenigen um die Kreisſtadt gelegenen vor, die in geeigneten 1 Mundorf=Gundersheim beteiligt hatten, wurde folgende letzt wurden: Fritz Schmidt, Lackierer in Berlin, klagt übes

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Nummer 258.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 28. Oktober 1913.
Seite 5.
ändenſchmerzen und Kopſchmegt Küraſſer Klebder, 4.
Prilſl, 2. Ot. (Von der Genter Aus=lverletungen handle, ſei das mitere Deamtentum durch=
ſtkkadron
des Küraſſier=Regts. Nr. 6 zu Brandenburg,ſtellung.) Im Deutſchen Hauſe auf der Genter Aus= aus mitteilſam.
Eirrnverletzung. Schmidt wurde in das ſtädtiſche Kran= ſtellung, die am 3. November geſchloſſen wird, vereinigten
In der Nachmittagsſitzung wird das Mitglied des Di=
ſthaus
gebracht, Kleber iſt nach Anlegung eines Verban= ſich geſtern abend die deutſchen Ausſteller zu einer Ab=rektoriums Finanzrat Haur vernommen, der das all=
nach
Hauſe gefahren.
ſchiedsfeier. Dr. Schwerſens=Briſſel ſetzte auseinander, gemeine Finanzweſen der Firma Krupp verwaltet. Der
Wiesbaden, 27. Okt. (Schmerzensgeld.) Der warum Deutſchland in Gent vertreten ſein mußte, während Zeuge ſchildert die Entwicklung der Gehaltsverhältniſſe
ſaiſer ließ aus ſeiner Privatſchatulle dem acht Jahre alten Herr Blasberg aus Freiburg (Breisgau) der Leitung der Brandts. Eines Tages ſei Direktor Eccius zu ihm
ſihn des Kaufmanns Ruff der bei der letzten Anweſen= Deutſchen Abteilung, beſonders Herrn Profeſſor Becker gekommen und habe ihm geſagt, Brandt klage, daß er ſich
ik des Kaiſers in Wiesbaden von einem Automobil, in den Dank für die geleiſtete Arbeit ausſprach. Miniſterial= von ſeinem Gehalt nichts zurücklegen könne. Sie hätten
im Herren des kaiſerlichen Gefolges ſaßen, überfahren direktor Ver Hees vom Arbeitsminiſterium erklärte daß ſich dann geeinigt, Brandt im Verlauf von 10 Jahren die
nd an den Beinen gequetſcht wurde, ein Schmerzensgeld Deutſchland ſeit dem Jahre 1909 der größte Abnehmer Summe von 10000 Mark auszuzahlen. Nach ſechsjähriger
Belgiens ſei und daß nach ſeiner Meinung in Belgien die Tätigkeit in Berlin habe Brandt ein feſtes Einkommen von
ſpr. 8000 Mark auszahlen.
angelſächſiſche und deutſche Kultur einen ebenſo großen 10000 Mark bezogen. Da durch die Hände Brandts der
Kronberg, 27. Okt. (Fürſtenbeſuch.) Die Königin =Einfluß ausüben würde wie die franzöſiſche. Er ſprach geſamte Schriſtwechſel zwiſchen der Heeresverwaltung und
.Griechenland iſt heute früh 8 Uhr mit ihrer Schweſter in deuſcher Sprache in überaus freundlicher Weiſe. Pro= der Firma Krupp gehen mußte, war dies Einkommen nicht
ſunzeſſin Friedrich Karl von Heſſen und ihren Kin=
zu
hoch. Zudem war Brandt ſtark beſchäftigt. Das kleine
feſſor Dr Bell gab bekannt, daß 96 deutſche Ausſteller Geſchäft lag ihm faſt ganz ob. Auch hatte er häufig
in. dem Prinzen Paul und den Prinzeſſinnen Helene, den großen Preis und 93 die goldene Medaille erhalten
Erene und Katharine von hier nach Berlin abgereiſt. Die haben.
Herrn v. Schütz zu vertreten. Auch die Heeresverwaltung
ſörigin iſt von Hofmarſchall Graf Mercadi und der Hof=
hat
ein gewiſſes Intereſſe daran, daß die Kruppbeamten,
Atie Fräulein Kontoſtawlos begleitet, während Kam=
London, 25. Okt. (Suffragettenunfug.) Gegen wie Brandt, die viel geheimes Material erfahren, hoch
lerherr Freiherr von Flotow als Begleiter der Frau 7 Uhr abends telephonierten zu gleicher Zeit zahlreiche bezahlt werden, damit ſie nicht um Geldgewinnes wegen
Prinzeſſin Friedrich Karl mitreiſt.
Frauen an die Redaktionen der Londoner großen militäriſche Angelegenheiten an Unberufene verraten. Der
Zeitungen und verlangten den Chefredakteur zu ſpre= Zeuge kommt ſodann auf die Reiſe Dr. Mühlows nach
Heidelberg, 26. Okt. (Säbelmenſur im Kino= chen. Sobald dieſer am Apparat erſchien, gaben ſie ihm Berlin zu ſprechen, bei der Brandt die Aeußerung getan
ſtelier.) Eine eigenartige Studentenaffäre wird zur= die unglaublichſt klingenden Meldungen. Dieſe Tätigkeit haben ſoll, daß er ein anſtändiger Menſch bleiben wolle,
i in den akademiſchen Kreiſen lebhaft beſprochen. Der ſetzten ſie drei Stunden lang ununterbrochen fort. Es
und beſtätigt die Ausſage des Zeugen Geh. Finanzrats
Ungeſtellte eines Filmunternehmens in Schlierbach bei! flingelte überall unausgeſetzt, die Redakteure, die in ihrer Hugenberg. Dr. Mühlow habe damals bereits ſeiner
keſhelberg hatte zwei Mitglieder der Heidelberger Lands= Arbeit geſtört waren, mußten ſchließlich die Hörer ihrer Anſicht dahin Ausdruck gegeben, daß man die Dinge in
minſchaft Cheruskia überredet, gegen Geld eine = Telephonapparate abhängen, wodurch natürlich der tele= Berlin nicht ſo gehen laſſen dürfe. Der Zeuge bezeichnet
Unenſur auszufechten, damit ſie für ein Filmdrama phoniſche Empfang von wichtigen Nachrichten ſehr er= ſodann die Haltung des Direktors Mühlow, der damals
ſimatographiſch aufgenommen werden könne. Auf die= ſchwert wurde. Am meiſten ſchienen es die Stimmrechts= nicht weiter in Brandt gedrungen ſei, um zu erfahren,
i Vorſchlag ſind die beiden Studenten eingegangen. Die weiber auf den Standard abgeſehen zu haben, in deſſen wer hinter der fraglichen Bemerkung ſtecke, als durchaus
idsmannſchaft Cheruskia begab ſich in corpore nach Redaktionsräumen die Telephonglocke drei Stunden lang richtig und korrekt.
Elierbach, gruppierte ſich zu einer maleriſchen Staffage überhaupt nicht ſtillſtand, ſo daß man ſich genötigt ſah,
Sodann folgt die Vernehmung des Herrn v. Dewitz,
die beiden Paukanten, und es entwickelte ſich vor dem um wenigſtens einigermaßen arbeiten zu können, die des Nachfolgers des Herrn v. Moutha, dem das Preis=
ſig
am Kaſten drehenden Filmoperateur ein ſchwe=
Wecker der Apparate abzuſchrauben. Während die Suffra= feſtſetzungsbureau unterſteht. Zeuge erklärt, daß eine
und blutiger Säbelkampf. Jeder der bei= getten die Quälgeiſter der Redaktionen ſpielten, wurde große Reihe der Kornwalzer veraltetes Material enthalten
n Paukanten ſoll 500 Mark erhalten haben. Die beiden ihnen in ihrem eigenen Lager übel mitgeſpielt. Ein hätte. Hin und wieder habe er wohl das Gefühl gehabt,
deren Heidelberger Landsmannſchaften Teutonia und großer Trupp von Studenten der verſchiedenſten Col= daß die Berichte auf Indiskretionen beruhten, doch habe
ſringia haben wegen dieſes Vorfalles Einſpruch bei leges, die ſeit langem mit den Suffragetten auf Kriegs= er hierüber nicht weiter nachgedacht. Die Kornwalzer
1 Kongreß des Koburger S. C. erhoben, der kürzlich in fuß leben, hatten die Gelegenheit benutzt, um ihren Fein= ſeien von Zeit zu Zeit vernichtet worden, da ſie ja für die
ſzig Stellung zu dieſem Heidelberger Filmdrama dinnen eins auszuwiſchen. Es gelang ihnen, in das Firma Neues nicht enthalten hätten. Sodann wird die
Pommen hat. Er fand ein derartiges Vorgehen einer Hauptquartier der Suffragetten einzudringen, wo ſie
Weiterverhandlung um 3 Uhr 35 Min. auf morgen vor=
Argenden Verbindung ungeheuerlich und beſchloß, die alles kurz und klein ſchlugen. Kein Stuhl, kein Bild, kein
mittag 9 Uhr vertagt.
Uteruskia auf vier Semeſter zu renoncieren. Auch in Schrank wurde ganz gelaſſen, die Trümmer wurden auf
küfen der deutſchen Burſchenſchaft herrſcht Entrüſtung den Hof geworfen und mit Hilfe der in dem Lokal vor=
den
Vorkall. Die Heidelberger Studentenſchaft geſundenen Flugſchriften ein großer Scheiterhaufen er=
Luftfahrt.
Aimnk in einigen Tagen Stellung dazu, und die Univer= richtet und ein rieſiges Feuer angezündet. Die Suffraget=
* Johannisthal 27. Okt. Heute früh 6 Uhr
wird ſich vorausſichtlich auch noch mit der Angelegen= ten, die der Uebermacht gegenüber nichts ausrichten konn=
i
beſchäftigen.
ten, wußten nichts anderes zu tun, als die verhaßte Poli= 44 Minuten ſtartete der Flieger Ernſt Stöffler mit
Stuttgart, 27. Okt. (Prinz Heinrich und Graf zei herbeizurufen, die ſich natürlich mit der Hilfeleiſtung dem Flieger Seekatz als Begleiter auf Albatros= Doppel=
lleippelkn
.) Heute abend trifft hier Prinz Heinrich von für ihre Freundinnen nicht ſehr beeilte. Als eine Schar decker zu einem Fluge nach Köln. Die Flieger beabſich=
klißen
zu einen mehrtägigen privaten Beſuch bei dem Policemen endlich auf der Brandſtätte erſchien, waren tigen, von dort nach Paris weiterzufliegen.
ifen Zeppelin ein. Morgen gibt Graf Zeppelin im die Studenten längſt über alle Berge.
* Köln, 27. Okt. Der Flieger Stöffler, der
uigartenhotel zu Ehren des Prinzen ein Frühſtück.
Petersburg, 27. Okt. Fridtjof Nanſen iſt heute mit ſeinem Begleiter um 6 Uhr 44 Min. vormittags in
Gochem. 27. Okt. (Meſſerſtecherei.) Wie ſich früh mit dem ſibiriſchen Zuge eingetroffen und auf dem Johannisthal aufgeſtiegen war, iſt um halb 4 Uhr nach=
t
herausſtellt, ſind bei der Meſſerſtecherei in Kaiſerseſch Bahnhof von Vertretern der Geographiſchen Geſellſchaft mittags wohlbehalten in Köln gelandet,
nachdem er bei Dortmund eine Zwiſchenlandung vorge=
ſil
ßlich eines Tanzvergnügens nur eine Perſon getötet empfangen worden.
nommen hatte, um Benzin einzunehmen.
d eine andere durch Meſſerſtiche tödlich verletzt worden.
Roſtow (Don), 26. Okt. (Zugentgleiſung.) Bei
* Dresden, 27. Okt. Geſtern nachmittag wurde
Weimar 27. Okt (Zugzuſammen ſtoß.) Die der 7 Werſt von hier entfernten Station Stepnaja der
emnarer Zeitung meldet: Heute morgen kurz nach 7 Uhr Wladikawkasbahn entgleiſte ein Schnellzug, weil durch der ſtädtiſche Land= und Waſſerflugplatz Ka=
ſtinnete
ſich an der Einbuchtung zwiſchen Ober=Weimar verbrecheriſche Hände die Schienen gelockert waren. Drei ditz nebſt der neuerbauten Luftſchiffhalle feierlich einge=
dem
=Waldſchlößchen ein Zugzuſammenſtoß. Die Ma= Perſonenwagen verbrannten vollſtändig, die Paſſagiere weiht. Um 3 Uhr traf König Friedrich Auguſt vor der
ſing eines Arbeiterzuges, die aus der Richtung von Jena wurden gerettet. Ein Schaffner iſt verbrannt. Luftſchiffhalle mit dem Prinzen Ernſt Heinrich, den drei
h fuhr auf diejenige des Perſonenzuges 492, der um Der Heizer, der Zugführer und mehrere Perſonen wurden Prinzeſſinnentöchtern und der Prinzeſſin Mathilde ein.
Oberbürgermeiſter Beutler dankte dem König für ſein Er=
uchr
35 Min. Jena verläßt und um 7 Uhr 20 Min, in leicht verletzt.
ſcheinen und übernahm die Luftſchiffhalle namens der
ſeimar eintreffen ſoll, auf. Die Puffer der beiden Ma=
Stadt Dresden. Prinzeſſin Mathilde und Prinz Ernſt
ſinen wurden glatt abgedrückt, es wurde der Wagen
Heinrich, ſowie zwölf weitere Paſſagiere, darunter der
hinter der Maſchine des Zuges des Perſonenzuges
Gerichtszeitung.
Staatsminiſter v. Beck, betraten die Kabine des Luft=
fgertrümmert
und ſchob ſich in den Gepäckwagen, der
ſchiffes Sachſen, das gegen 3½ Uhr ſich zu einer etwa
Prozeß Brandt.
ſeinſeits wieder ein Abteil 3. Klaſſe des hinter ihm
HB. Berlin, 27 Okt. Im Prozeß Brandt einſtündigen Fahrt über Dresden und Umgebung erhob.
finden Perſonenwagens zertrümmerte. Verletzt wurden
i Reiſende und ein Schaffner, jedoch ſind die Verletz= wurde heute in der Zeugenvernehmung fortgefahren. Zu= Neben der Luftſchiffhalle waren ſieben Flugzeuge aufge=
ſten
nicht lebensgefährlicher Natur Ein Hilfszug nächſt wurde der Direktor Hugenberg von der Firma ſtellt, die nunmehr vom König und den anweſenden Ehren=
ſte
die Verletzten nach Weimar. Der Verkehr wird Krupp vernommen. Er ſchilderte die kaufmänniſche und gäſten beſichtigt wurden. Während das Luftſchiff die
techniſche Organiſation der Firma. Es ſei ihm nicht be= Fahrt über Dresden ausführte, vollführten die Flieger
ſch Umſteigen aufrecht erhalten.
Paris, 27. Okt. In dem Departement der Hoch= kannt geweſen, daß Brandt zu dem Zweck nach Berlin mehrere wohlgelungene Schauflüge. Gegen 4½ Uhr lan=
reenäen
ſind durch Wolkenbrüche große Ueber= geſandt worden ſei, um Nachrichten zu ſammeln die der dete das Luftſchiff Sachſen wieder und wurde in die
emmungen und Verheerungen verurſacht worden. In Firma offiziell nicht zugingen. Im Juli 1912 erhielt Di= Halle gebracht.
* Gera,(Reuß) 27. Okt. Anläßlich der Einweihung
uides, wo der Fluß Gave de Pau plötzlich um ſechs rektor Mühlow von Herrn von Metzen einen Brief,
worauf der Genannte nach Berlin fuhr und Unſtimmig= des hieſigen Flugſtützpunktes fand zwiſchen dem
ſtin ſtieg, ſteht das ganze Ufergelände unter Waſſer.
Griſolles. 27. Okt. (Oberſtleutnant von keiten im dortigen Bureau feſtſtellte. Brandt habe erklärt, Kaiſer und dem Fürſten Heinrich XXVII von Reuß fol=
er
könne das bisherige Leben nicht länger ertragen, gender Telegrammwechſel ſtatt: Sr. Majeſtät dem Kaiſer,
i terfeldt.) Der deutſche Botſchafter Freiheer von worauf Brandt ſeines Poſtens enthoben und die Bericht= Berlin, Schloß. Euere Majeſtät wollen die Meldung ent=
ön
hat im Auftrage des Kaiſers dem Oberſtleutnant erſtattung in der bisherigen Form eingeſtellt wurde. Di= gegennehmen, daß ich heute in Gegenwart des Herzogs zu
Winterfeldt einen herrlichen Blumenkorb mit Mai= rektor Eceius ſei viel auf Reiſen geweſen und nicht dazu Schleswig=Holſtein und des Präſidenten des Deutſchen
lkczen und Alpenveilchen, ſowie prächtige Früchte über=
gekommen
, alle Berichte zu leſen. Der Vorſitzende gab der Flugverbandes den Flugſtützpunkt Gera zu meiner großen
ſtt. Später beſuchte der Botſchafter mit Frau von Win= Verwunderung Ausdruck, daß Direktor Mühlow nicht Freude ſeiner Beſtimmung übergeben habe. Möge er
dt den Bürgermeiſter von Griſolles und ſtellte ihm unterſucht hat, woher Brandt ſeine Nachrichten bezog. unſerer deutſchen Luftſchiffahrt zum Heile dienen. Hein=
Francs für die Armen ſeiner Gemeinde zur Verfüg= Zeuge bemerkt, er habe nie daran gedacht, daß Brandt die rich XXVII., Fürſt von Reuß. Wien: Schönbrunn.
Nachrichten ſich durch Beſtechungen verſchafft habe. Ueber Heinrich XXVII., Fürſt von Reuß, Gera (Reuß). Herz=
Marſeille, 26. Okt. (Verhungert.) In der Vor= die Tätigkeit des Herrn von Metzen ſpricht ſich der Zeugelichen Dank für Deine freundliche Mitteilung. Auch ich
tSt. Antoine wurde an einer Kanalbiegung die Leiche weniger aus. Im weiteren Verlaufe der Vernehmung hoffe, daß der neue Stützpunkt der deutſchen Luftſchiffahrt,
jungen Mannes aufgefunden. Die Unterſuchung er= des Zeugen Hugenberg kam es zu einer erregten Ausein= die kürzlich ſo ſchwere Opfer forderte, zum Segen dienen
idaß der Tote ein vor kurzem aus Marokko heimge= anderſetzung . Der Zeuge hatte erklärt, er wiſſe, daß die möge. Wilhelm, I. R.
tr Unteroffizier war, der wegen ſeiner geſchwächten mittleren Beamten über viele Angelegenheiten Auskunft
* Paris, 27. Okt. Der bekannte Flieger Vedri=
Furdheit keine Arbeit hatte finden können und buch= erteilen könnten und auch Informationen zu geben
pflegen. Darauf erwiderte der Oberſtaatsanwalt mit er=nes, der vorgeſtern von Paris nach Nancy flog und die
ßlach verhungert war.
Brüſſel, 26. Okt. (Orkan.) Nach einem ungewöhn= hobener Stimme, er ſei von der Schweigepflicht der mitt= Abſicht hatte, von dort ſeinen Flug nach Oſten fortzu=
ſchwülen
Tage erhob ſich um 4 Uhr ein orkanartiger leren Beamten einer ganz andern Auffaſſung. Auskünfte ſetzen, wurde von dem Kommiſſar der Staatspolizei ver=
Ern, der viele Unglücksfälle und ſchwere Schäden dürfe nur der verantwortliche Reſſortleiter geben. Der ſtändigt, daß ihm nicht geſtattet werden könne, Naney
Nätte. Am Nordbahnhofe ſtürzte ein Hausgerüſt ein, Zeuge erklärt, daß mittlere Beamte gewiſſe Mitteilungen auf dem Luftwege zu verlaſſen, da die Stadt und deren
bfi zwei Perſonen ſchwer verletzt wurden. Der Stra= vertrauenswürdigen Perſönlichkeiten wohl machten und Gebiet zu den verbotenen Luftzonen gehörten, wo Flüge
Rlahnverkehr war auf verſchiedenen Strecken längere dabei nicht ſo unzugänglich ſeien, wie es der Oberſtaats= nur mit beſonderer Ermächtigung des Kriegsminiſteriums
anwalt hinſtelle. Wenn es ſich nicht um direkte Pflicht= erlaubt ſeien. Das Flugzeug Vedrines wird von Gendar=
ſtrunterbrochen
.
men überwacht, da man fürchtet, daß der Flieger ſich über
Die Aufführung, die Herr Hofkapellmeiſter Hofrat das Verbot hinwegſetzen könnte.
de Haan mit jugendlich zu nennender Hingabe und
Konzerte.
Begeiſterung leitete, gelang in allen ihren einzelnen Teilen
Sport, Spiel und Turnen.
W. Der Muſikverein pflegt weniger moderne vortrefflich, da Soliſten und Chöre in der Erfüllung ihrer
* Pferdeſport. Rennen zu Berlin= Hoppe=
ſit
und Uebermuſik, als er es ſich zur Aufgabe macht, Aufgaben miteinander wetteiferten. Für die Baßpartie
IWerke unſerer Klaſſiker und ſolche Werke, die zum war in Herr Wilhelm Fenten aus Mannheim eine hier garten, 27. Okt. Seemärchen=Rennen: 5000 Mark: 1.
laliſchen Hausſchatz der Gebildeten gehören, zur Auf= rühmlichſt bekannte und bewährte Kraft gewonnen wor= G. von Lippas Maſter (Kaſper), 2. Induſtrie, 3. Piccolo.
ſung zu bringen, und wir erblicken gerade hierin ein den der durch die Wärme und die Pracht ſeines ſonoren 47110: 20, 23, 37110. Saint Maclou=Rennen; 15 000 M.:
Uhr verdienſt der Muſikvereinskonzerte, indem ſie damit Organs tiefen Eindruck zu machen wußte. Lieblich und 1. Geſtüt Graditz’ Laudon (F. Bullock) 2. Pirol. 3. Otto=
ench
die muſtkpädigogiſche Aufgabe eines Bildungs=mit entzückendem Charme der Stimme fang Frau Lau=pus. 13210; 11, 14.10. Stroko=Rennen: 6200 Mark=
Mirts erfüllen, für die der Muſikverein mit ſeinen lprecht von Lammen aus Frankfurt die Sopranpartie,1. W. Lindenſtaedts Fulvia (Burns), 2. Wunderlampe,
Am gskräften allein in Frage kommen kann. Zu den während Herr Richard Fiſcher aus Würzburg mit einer 3. Lugatte. 37110: 15. 12:10. Preis der Mark: 25000
Wim, deren Kenntnis man von denienigen erwarten gewiſſen Sprödigkeit ſeines Organs zu kämpfen hatte, das Mark: 1. Balduins Ausrevoir (Davies: 2. Taſtioy, 3.
I, die auf eine allgemeine Bildung Anſpruch erheben,aber im übrigen der künſtleriſchen Behandlung der Ge=Emperador. 12510: 32, 355, 3610. Walvater=Rennen;
auch Mar Bruchs Lied von der Glockel lſangspartie keinen Abbruch tat. An Stellevon Frau Kuhl= 6200 Mark: 1. Dr. Lemces Dahlem (Garrigan), 2. As=
in
dem geſtrigen erſten Konzert des Muſikvereins zur Dahlmann ſang Fräulein Alice Aſchaffenburg aus kania, 3. Orakel. 162110; 42, 28, 2910. Nuage=Rennen;
führung gelangte und das ſich auch dem Verſtändnis Frankfurt die Altpartie, mit deren geſchmack= und verſtänd= 13000 Mark: 1. A. und C. v. Weinbergs Melba (Burns),
Aaien leichter erſchließt, weil es, wie das Schillerſche nisvoller Ausführung ſie im Laufe des Abends ſich mehr 2. Ariel, 3. Inder. 42:10; 18, 11.10. Abſchieds= Handi=
kap
; 6200 Mark: 1. Schlöskes Maruſchka (Archibald), 2.
Pat, in populärem Stil gehalten iſt, ohne doch jemals und mehr den Beifall der Zuhörer erwarb.
Die Chöre, denen in dem Werke eine bedeutende Auf= Saint Cloud, 3. Balkan. 40:10; 21, 20, 55310.
Mal zu werden. Wir würden es für einen Fehler
Rennen zu Saint=Cloud, 27. Okt. Criterium
Mn, wenn die Vertonung dieſes zum geiſtigen Geſamt= gabe zufällt, ſtanden auf der Höhe und trugen durch ihre
lme des Volkes gewordenen Schillerſchen Gedichtes prächtigen Leiſtungen zuſammen mit der Hofkapelle zum de Saint=Cloud; 10000 Francs: 1. Mme. Lemaire de
Villers Regents Park (Garner), 2. Dacier, 3. Cherry
Weinem anderen Prinzip erfolgt wäre. Die Anpaſſung Gelingen der ſchönen Aufführung in erſter Linie bei.
Von den Einzelnummern wurden einige durch beſon= Brandy. 110110; 25, 13, 16:10. Prix de Rennemoulin;
Aer: Inhalt und die Form des Gedichtes iſt es gerade,
ders lebhaften Beifall ausgezeichnet, ſo das Quartett O 5000 Franes: 1. Paul Defos' Mon Réve (6 Lane), 2.
wir bei modernen Kompoſitionen ſo oft vermiſſen.
zarte Sehnſucht, ſüßes Hoffen, Einen Blick nach dem Star II, 3. Le Baladeur. 96:10; 30, 24, 37110. Prir=
das
Publikum war mertlich dankbar dafür einma
er ſchöne und verſtändliche Muſik zu hören und Grabe, der Chor Heil'ge Ordnung und vor allem das de Plates Bandes; 5000 Francs: 1. Mme. Cheremeteffs
Predietor (Marfh), 2. Crébecut, 3. Garde à Vons. 91:10;
Mete dementſprechend nach den einzelnen Nummern Terzett Holder Friede‟
36, 44, 43110,
Michen Beifall.

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Nummer 258.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 28. Oktober 1913.
und der Sicherheſt des Reiches nicht vertrügliche Unter=(Rilolaſe=Verlin) und Proſeſſer Kreis (Düſelborf=
Landwetrtichatliches.
ſtützung ihrer Beſtrebungen erfahren würde. Die könig=über die endgültige Geſtaltung des Kreis =Ledererſchen
Schlachtviehmarkt Darmſtadt. Schweine= lich preußiſche Regierung iſt daher der Ueberzeugung, Entwurfes ſprachen. Auch der Reichskanzler, der Ehren=
markt
am 27. Oktober. Auftrieb durch Händler: 168, durch daß die Vorausſetzungen, auf denen die Beſchlüſſe des vorſitzender des Wereins für die Errichtung des Bismarck
National=Dentmals iſt, wohnte der Veranſtaltung bei, de=
die
Bezugsvereinigung 71 Schweine. Preiſe für 50 Kg. Bundesrats beruhen, weggefallen ſind.
Schlachtgewicht: 1. Qualität 82 Mk, 2. Qualität 82 Mk.,
Nachdem die herzoglich braunſchweigiſche Regierung um 3 Uhr nachmitags eine Sitzung des Vorſtandsbeirates
3. Qualität 81 Mk. Marktverlauſ: lebhaft, wenig Ueber= am 11. Oktober 1913 eine Nachprüfung der Angelegenheit in demſelben Saale voranging.
angeregt hat, erachtet die königlich preußiſche Regierung,
ſtand.
Wildpark, 27. Okt. Der Kaiſer traf heute nach==
Frankfurt a. M., 27. Okt. (Schlachtvieh= die zu dem Beſchluß des Bundesrats vom 2. Juli 1885 mittag um 2 Uhr 17 Min. auf der Fürſtenſtation Wildpar=
markt
.) Auftrieb:. 1428 Rinder, darunter 528 Ochſen, die Veranlaſſung gegeben hat, es für ihre Pflicht, den ein. Zum Empfange hatte ſich die Kaiſerin eingefundem
49 Bullen, 851 Kühe, ferner 260 Kälber, 144 Schafe und Bundesrat von dieſer ihrer Ueberzeugung in Kenntnis zu Das Kaiſerpaar begab ſich in das Neue Palais.
* Neues Palais, 27. Okt. Um 5 Uhr 39 Min. trafen.
2355 Schweine Preiſe für 1 Zentner Lebendgewicht ſetzen und den Antrag zu ſtellen:
auf der Station Wildpark ein und nahmen im Neuen
Der Bundesrat wolle beſchließen:
(Schlachtgewicht): Ochſen: a) 1. 5256 (9295), 2.
1. Die Ueberzeugung der verbündeten Regierungen da= Palais Wohnung: Die Königin der Hellenen,die
b) 4851 (8793), c) 4347 (7987); Bullen: a) 5052
(8386) b) 4548 (7883); Kühe: a) 5052 (8993), hin auszuſprechen, daß die Regierung Sr. Kgl. Hoheit des Prinzeſſin Friedrich Karlvon Heſſen, We=
zeſſin
Helene, Prinz Paul und die Prinzeſſinnen Iren=
b
) 4650 (8689), c) 1. 4449 (8594), 2. 145
(7684), d) 3340 (6680) e) 2932 (6673); Kälber: Prinzen Ernſt Auguſt, Herzogs zu Braunſchweig und und Katharina. Um 8 Uhr fand Tafel ſtatt wrin
) , b) e) 6366 (107112), d) 6062 (102105); Lüneburg, im Hinblick auf die inzwiſchen eingetretene Ver= außer den Fürſtlichkeiten der Reichskanzler, der Vorſtandd
Schafe: a) 4546 (9496, b) ; Schweine: a) 6264½ änderung der Sach= und Rechtslage mit den Grundprin= und die Mitglieder der britiſchen König Eduard Vll.=
(7981), b) 6163 (7780), c) 6265 (7981), d) 6265 zipien der Bündnisverträge und der Reichsverfaſſung ver= Stiftung eingeladen waren.
(7981). Marktverlauf: Handel gedrückt; Rinder
* München, 27. Okt. Die Kammer der Reichs
einbar ſein würde;
und Schweine Ueberſtand.
räte iſt heute zur erſten Sitzung in dieſer Seſſion zu
2. die braunſchweigiſche Landesregierung hiervon zu
ſammengetreten.
v. Bethmann Hollweg.
* Leipzig, 27. Okt. Die für Leipzig angeſetzte Tagung
verſtändigen.
* Braunſchweig, 27. Okt. In der außer=des Internationalen Preſſekongreſſes(91s
Die Löſung der braunſchweigiſchen
ordentlichen Landesverſammlung gab Mi= wurde endgültig abgeſagt.
* Bremen, 27. Okt. Von der Rettungsſtation Borkum
Frage.
niſter Radkau eine Depeſche des Staatsminiſters Hart=
* Berlin, 27. Okt. Nachdem in der heutigen Ple=wig, des Bevollmächtigten zum Bundesrat in Berlin, der Geſellſchaft zur Rettung Schiffbrüchiger wird vom
27. d. M. gemeldet: Die holländiſche Djalk Bekeman
narſitzung des Bundesrats der Vertreter der herzog= bekannt, lautend: Der Bundesrat beſchloß ſoeben in ſeiner
lich braunſchweigiſch=lüneburgiſchen Regierung, Staats=außerordentlichen Plenarſitzung zur braunſchweigiſchen am Borkumer Strand geſtrandet. Das Schifs
Thronfolgefrage gemäß dem Antrage Preußens einſtim= war mit einer Ladung Hafer von Apenrade nach Anter
miniſter Hartwig, unter Vorlegung der Verzicht=mig: 1. die Ueberzeugung der verbündeten Regierungen pen beſtimmt. Zwei Perſonen wurden gerettet. Oilc
Station Borkum.
urkunde davon Mitteilung gemacht hatte, daß Se. Kgl. dahin auszuſprechen, daß die Regierung Seiner Königl. Ha
* Geeſtemünde, 27. Okt. Die Leitung der Werſt
Hoheit der Herzog von Cumberland auf den Hoheit des Prinzen Ernſt Auguſt, Herzogs von Braun=
Thron Braunſchweigs verzichtet habe, beſchloß der ſchweig und Lüneburg, im Hinblick auf die inzwiſchen ein= lenborg teilt mit, daß ſie dazu gezwungen war, weite
Bundesrat einſtimmig, dem Antrag Preußens getretenen Veränderungen der Sach= und Rechtslage mit 500 Arbeiter zuentlaſſen.
* Wien, 27. Okt. Kaiſer Franz Joſef ſtallel
den Grundprinzipien der Bundesverträge und der Reichs=
wegen
der Thronfolge in Braunſchweig verfaſſung vereinbar ſein würde; 2. die braunſchweigiſche heute vormittag dem Kronprinzenpaar von
mänien einen Beſuch ab. Heute mittag fand zu Ehrenh
zuzuſtimmen.
Landesregierung hiervon zu verſtändigen.
Die Erwartung dieſes hochbedeutſamen Beſchluſſes rumäniſchen Gäſte beim Kaiſer in der Hofburg ein ll
* Berlin, 27. Okt. Die Nordd. Allg. Ztg. ſchreibt
in ihrer heutigen Ausgabe: Der Antrag Preußensveranlaßte die Einberufung zu einer außerordentlichen ſtück ſtatt, an dem der Erzherzog=Thronfolger Franz
zur braunſchweigiſchen Thronfolge, der heute vom Bun=Sitzung des Landtages. Es geht weiter hervor, daß heute dinand, die Herzogin von Hohenberg und die übrigen
desrat einſtimmig angenommen worden iſt, lautetwie ausgeſprochen werden muß, daß die Landesregierung weilenden Mitglieder des Kaiſerhauſes teilnahmen
* Wien, 27. Okt. Die Südſlawiſche Korreſpon
eniſchloſſen iſt, in Uebereinſtimmung mit dem Standpunkt
folgt:
Berlin, den 16. Oktober 1913. Die Königlich Preußi= Seiner Königl. Hoheit des Prinzen Ernſt Auguſt die Re= meldet aus Cetinje: Vizeadmiral Burney iſthle
ſche Regierung hat durch einen Antrag vom 18. Mai 1885 gelung der landesfürſtlichen Rente in der Höhe der jetzigen eingetroffen und vom König mit außerorden
die Aufmerkſamkeit des Bundesrates darauf gelenkt, daß Bezüge des Regenten noch vor dem Regierungsantritte Ehrungen empfangen worden. Der König untemill
ſich eine Stunde mit Burney, der ſpäter länger mitllt
zwiſchen Preußen und Braunſchweig Mißhelligkeiten vor= Sr. Kgl. Hoheit herbeizuführen. Für die Zeit nach dem Mfniſterpräſidenten und dem Miniſter des Aeußern
ausſichtlich entſtehen würden, wenn Seine Königliche Regierungswechſel muß alles weitere vorbehalten bleiben
ferierte. Burney nahm das Diner im Konak und
Hoheit der Herzog von Cumberland Herzog von Braun= Nach der Vereidigung der neugewählten Mitglieder wurde
ſchweig würde. Der Herzog von Cumberland habe ſich die Wahl des für den erſten Präſidenten in Betracht kom= dann nach Cattarg.,
* Paris, 27. Okt. Heute nacht wurden bei der
dem Proteſte ſeines hohen Vaters, des Königs Georg, menden Abgeordneten vorgenommen, die an erſter Stelle mauer in der Baugrube zur Untergrundbahn unwei
gegen den durch die Reichsverfaſſung gewährleiſteten preu= die Wahl des Abg. Krüger=Wolfenbüttel ergab.
Boulevard Haußmann zwei Dynamitpatroße
ßiſchen Beſitz der Provinz Hannover angeſchloſſen und
zur Exploſion gebracht. Der Schaden iſt unerhehlicht
befinde ſich gleich dieſem im ideellen Kriegszuſtande gegen
Die Unterſuchung iſt eingeleitet.
Preußen; ſeine Thronbeſteigung würde deshalb die un=
Die Wahlen in Italien.
* Gent, 27. Okt. In der Weltausſtellung
vermeidliche Folge haben, daß ſich in Braunſchweig unter
* Rom, 27. Okt. Der Wahltag iſt bisher ohne am 3. November geſchloſſen witd, fand in Anweſene
der ſtaatlichen Autorität eines der Teilhaber an der ſou=
des
Königs und des franzöſiſchen Handelsminiſters Maſſe
veränen Bundesgewalt ein Stützpunkt für verfaſſungs=ernſten Zwiſchenfall verlaufen, nur in Ravo (ProvinzBari) eine Schlußfeier mit Preisverteilung ſtalfe
widrige Beſtrebungen bilden würde, deren Spitze gegen kam es zu Ausſchreitungen. Ein 14jähriger Knabe wurde
* Dublin, 27. Okt. Der Arbeiterführer Tarkina
die Integrität des preußiſchen Staates gerichtet wäre; die durch einen Revolverſchuß getötet. Der Popolo Romano
wegen Aufruhrs zu 7 Monaten Gefäng
innere Sicherheit des Reiches würde dadurch gefährdet. glaubt, daß von den 508 Mandaten gleich im erſten Wahl=
Der Bundesrat hat hierauf am 2. Juli 1885 beſchloſſen: gange 400 gewählt werden dürften. Die Miniſter Giolitti, verurteilt.
* Stockholm, 27. Okt. Spenska=Telegr.=Bureau
Die Ueberzeugung der verbündeten Regierungen dahin Finocchiaro, Tedesco und Sacchi ſind wiedergewählt. In
mächtigt, die Meldung für unrichtig zu erklärene
auszuſprechen, daß die Regierung des Herzogs von Cum= Rom ſind der Miniſter Guido Boccella und der Republi=ſchwediſche Regierung habe gefordert, diee
berland in Braunſchweig, da derſelbe ſich in einem dem kaner Barzellai wiedergewählt worden.
iſche Regierung ſollte den ruſſiſchen Geſandlit
reichsverfaſſungsmäßig gewährleiſteten Frieden unter den
* Rom, 27. Okt. Heute vormittag 11 Uhr lagen in Stockholm innerhalb 24 Stunden abba
Bundesgliedern widerſtreitenden Verhältniſſe zu dem Bun= 329 von insgeſamt 508 Wahlergebniſſen vor. Ge=fen. Der ruſſiſche Geſandte befinde ſich auf Urla
desſtagt Preußen befindet und im Hinblick auf die von ihm wählt ſind bis jetzt: 162 Miniſterielle, 13 verfaſſungstreue ſei keineswegs plötzlich abgereiſt.
geltend gemachten Anſprüche für Teile dieſes Bundes= Oppoſitionelle, 34 miniſterielle Radikale, 18 Katholiken, 11
* Madrid, 27. Okt. Dasneue Kabinetth
ſtaates, mit den Grundprinzipien der Bündnisverträge und Republikaner, 20 offizielle Sozialiſten, 15 reformierte So= wie folgt zuſammen: Vorſitz: Fato: Inneres: Sale
der Reichsverfaſſung nicht vereinbar ſei.
zialiſten. In 56 Wahlreiſen iſt Stichwahl nötig.
Guerra; Auswärtiges: Mon Leque: Krieg: Chagunz
In Januar 1907 hat Braunſchweig anläßlich des Todes
* Rom. 27. Okt. Bis 4 Uhr waren 359 Wahlreſul=rine: Angel Miranda; Finanzen: Brugallal; Oeffenlien
ſeines erſten Regenten auf Grund des Regentſchaftsge= tate in 508 Wahlkreiſen bekannt. Bis dahin ſind ge= Arbeiten: Vadillo; Unterricht: Bergamin; Juſtiz:
ſetzes vom 16. Februar 1879 Seiner Königlichen Hoheit wählt: 145 Miniſteriell=Konſtitutionelle 14 Miniſteriell=
* Konſtantinopel, 27. Okt. Wie aus kompekellen
des Prinzen Albrecht von Preußen beim Bundesrat eine Oppoſitionelle, 38 Miniſteriell=Radikale, 19 Katholiken, 22
Nachprüfung der Angelegenheit angeregt, nachdem der radikale Sozialiſten, 16 gemäßigte Sozialiſten 11 Re= Quelle verlautet, wird ſich Dſchavid Bey demmächt
Herzog am 2. Oktober 1906 erklärt hatte, daß er mit ſeinem publikaner. 64 Stichwahlen ſind erforderlich. Alle Mini= nach Berlin begeben, ohne ſich in Sofia aufzühle
älteſten Sohne, dem Prinzen Georg Wilhelm, zu Gunſten ſter und Unterſtaatsſekretäre ſind wiedergewählt. Die ten. Dſchavid Bey wird ſich bemühen, die Verhandlüiem
ſeines jüngſten Sohnes, des Prinzen Ernſt Auguſt, auf Wahl des Unterſtaatsſekretärs Bergamasco iſt noch über das franzöſiſch=deutſche Eiſenbahnübereinkommällia
fördern und bezüglich der Zollerhöhung von 4 Prll
den braunſchweigiſchen Thron verzichten würde, ſofern die zweifelhaft Die meiſten Politiker von Bedeutung kehren zu einem Einvernehmen zu gelangen.
Gewißheit beſtehe daß der Regierungsübernahme des wieder in das Parlament zurück.
* Kuldſcha, 27. Okt. Während der bereits gemeldelem
jüngſten Sohnes keine Hinderniſſe entgegenſtehen. Die
Unruhen ſind außer zwei chineſiſchen Generälen
herzoglich braunſchweigiſche Regierung hat hierbei betont,
Offiziere und 20 Soldaten gefallen,
daß durch dieſe Erklärung die Sach= und Rechtslage, die
Zur Lage in Mexiko.
zu dem Beſchluß des Bundesrates vom 2. Juli 1885 ge=
* Mexiko, 27. Okt. Wähler beteiligten ſich an
führt und in ihm Ausdruck gefunden habe, verändert ſei
Neu=York, 27. Okt. Auf der Strecke Neu=A
und daß, falls die Organe des Herzogtums ihre Ent= der Präſidentenwahl wenig. Man glaubt. Boſton entgleiſte heute nacht in der Nähe von lee
ſchlüſſe lediglich vom rein braunſchweigiſchen Geſichtspunkt daß die geringe Zahl der abgegebenen Stimmen für die dence ein Schnellzug. Mehrere Wagen ſtürzten
aus zu faſſen hätten, der Uebernahme der Regierung durch verfaſſungsgemäße geſetzliche Wahl unzureichend ſei und Böſchung herab. 15 Perſonen wurden
den Prinzen Ernſt Auguſt nichts mehr im Wege ſtehen daher Huerta weiterhin proviſoriſcher Präſident bleiben perletzt.
würde. Der Bundesrat aber hat eine entſcheidende Aen= werde. Ruheſtörungen ſind nicht vorgekommen.
* Meriko 27 Okt. Der franzöſiſche Geſandte hat
derung der Sach= und Rechtslage nicht anerkennen können
Zur bayeriſchen Königsfrage.
und demgemäß am 28. Februar 1907 den durch den Be=gegen die Erhöhung der Einfuhrzölle um
ſchluß vom e. Juli 1885 geſchaffenen Rechtszuſtand aufrecht 50 Prozent, die General Huerta dekretiert hat, Einſpruch
* München, 27. Okt. Die Reichsratskaſtmem
erhalten.
erhoben. Der Geſandte erklärte, nach ſeiner Meinung befaßte ſich nach ihrer heutigen öffentlichen Sitzung inſ
Seit dieſer Zeit ſind durch eine Kette von Ereigniſſen ſei dieſe Erhöhung unbillig angeſichts der niedrigen fran= heimen Beratungen mit der Königsfrage. Wie Mallällen
die Beziehungen des herzoglich braunſchweigiſch=lüne= zöſiſchen Kölle auf merikaniſche Güter. Er erſuchte daß Kreiſen erfährt, die der Reichsratskammer nahe ſeſting
burgiſchen Hauſes zu Preußen und ſeinem Königshauſe der neue Tarif nicht in voller Höhe auf die franzöſiſche beſchloß das Haus mit großer Mehrheit, den Vorſchlüſen
derärt verändert worden, daß eine erneute Nachprüfung Einfuhr angewendet werden möchte.
der Regierung beizutreten. Nur ein kleiner Bruchteilln
* Meriko, 27. Okt. Durch ein Dekret des Generals etwa ein Sechſtel der verſammelten Reichsräte, erllä
der Angelegenheit geboten erſcheint. Nachdem der Prinz
Georg Wilhelm am 20. Mai 1912 geſtorben iſt, kommt als Huerta iſt der Heeresbeſtand von 85 000 auf 150 000 ſich mit der beabſichtigten Verfaſſungsänderung nicht eing
Herzog von Braunſchweig, ſobald Se. Kal. Hoheit der Mann erhöht worden.
verſtanden. Angeſichts der zuſtimmenden Haltung der bül
*
Herzog von Cumberland den im Jahre 1906 und jetzt er=
Neu=York, 27 Okt. Die mexikaniſchen Präſi= gerlichen Fraktionen iſt die endgültige Erledigung des
neut in Ausſicht geſtellten Verzicht auf den braunſchwei= dentſchäftskandidaten haben General Huerta zugeſichert, Angelegenheit nur noch eine Frage von wenigen Wagenn
giſchen Thron ausgeſprochen haben wird, lediglich Se falls die Wahl wegen ungenügender Stimmenabgabe un= Vorausſichtlich wird den Kammern des Landtags hereits
Kal. Hoheit der Prinz Ernſt Auguſt in Betracht. Durch gültig ſein würde, ihn bei der Wiederherſtellung der Ord= morgen die Regierungsvorlage zugehen, die dan (chm
die Vermählung des Prinzen mit Ihrer Kgl. Hoheit der nung bis zu den nächſten Wahlen zu unterſtützen.
am Donnerstag dieſer Woche zur Beratung kommen kamn
* Neu=York, 27. Okt. Aus Mexiko wird ge=
Prinzeſſin Viktoria Luiſe von Preußen ſind zwiſchen dem
preußiſchen Königshauſe und dem herzoglich braun= meldet, daß das Sonntagspublikum die Straßen und die
Zuſammenſtoß zweier Güterzüge.
ſchweigiſch=lüneburgiſchen Hauſe enge Familienbeziehun= Parks belebt und die Muſik ſpielt. Auf die Wähler iſt
gen geſchaffen worden. Se. Kgl. Hoheit hat außerdem mit kein Druck ausgeübt worden. Die Stadt iſt ruhig. Die
Frankfurt, 27 Okt. Heute nachmittag kurz vo=
Zuſtimmung ſeines Herrn Vaters ſeine Anſtellung als Wähler legen große Apathie an den Tag. und die Stim= 4 Uhr ſtießen zwei Güterzüge am Eiſenbahn
Offizier im königlich preußiſchen Heere nachgeſucht und menabgabe iſt außerordentlich gering. Nach einer Mel= viadukt an der Frankenallee zuſammen.aen
Sr. Majeſtät dem Kaiſer und König Treue und Gehorſam dung aus Dalles ſind bei der Präſidentenwahl in den eine Zug kam vom Hauptgüterbahnhof, der andere. det
eidlich gelobt. Er erblickt in dieſem Eide, wie er dem merikaniſchen Grenzbezirken keine Ruheſtörungen vorge= in den Hauptgüterbahnhof einfahren wolte von Mang
Reichskanzler und königlich preußiſchen Miniſterpräſiden= kommen.
heim. Beide Maſchinen ſind am Vorderteil ſtark beſchät
* Veracruz, 27. Okt. Felix Diaz telegraphierte digt. Von dem Mannheimer Zug wurde ein Wagen,den
ten gegenüber ſchriftlich erklärt hat, zugleich das Verſpre=
chen
, daß er nichts tun und nichts unterſtützen werde, was an das Kriegsminiſterium, daß er auf den Generals= mit Backſteinen gefüllt war, ganz demoliert, von zw
darauf gerichtet ſei, den derzeitigen Beſitzſtand Preußens rang verzichte.
anderen ſind die Stirnwände eingedrückt. Vom Frans
Berlin, 27. Okt. Infolge der unſicheren furter Zug wurden drei Wagen ſchwer beſchädigt,
zu verändern. An dieſes Verſprechen erachtet er ſich für
M.
Nürnberg am Maſchine dieſes Zuges iſt entgleiſt. Sechs Eiſem
immer gebunden, da es eine Verpflichtung enthalte, die Lage in Mexiko iſt S
ſich für einen deutſchen Bundesfürſten von ſelbſt ergebe. 21. d. M. von Yokohama aus nach Mazatlan (Mexiko) in bahnbedienſtete erlitten Verletzungen, de
Unter dieſen Umſtänden kann nicht mehr behauptet wer= See gegangen.
zwei Zugführer, ein Lokomotivführer und drei Bremſes
doch beſteht bei keinem der Verletzten, die ins ſtädtiſcht
den, daß Se. Kgl. Hoheit der Herzog von Cumberland
Krankenhaus gebracht wurden, Lebensgefahr. Die Brem=
und ſein Haus ſich zu dem Bundesſtaat Preußen in einem
Letzte Nachrichten.
Verhältnis befinde, das dem reichsverfaſſungsmäßig ge=
ſer
waren in die zuſammengebrückten Wagen eingellemn=
währleiſteten
Frieden unter den Bundesgliedern wider=
und mußten aus dieſer Situation befreit werden. D
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
ſtreite. Hiernach iſt es aber auch ausgeſchloſſen, daß durch
unfall entſtand dadurch, daß ein Stellwerksſchloſſer an
die Uebernahme der Regierung Braunſchweigs durch den
* Berlin, 27. Okt. Heute nachmittag um 4 Uhr fand einer Weiche eine Reparatur vornahm und die Weicks
Prinzen Ernſt Auguſt die Welfenpartei, die trotz aller in Bürgerſaale des Berliner Rathauſes eine Kund= ohne Benachrichtigung des Weichenſtellers abhängte. Leut
dieſer Ereigniſſe noch immer für das Haus des Herzogs
ebung zugunſten des Bismarck=National= terer ſtellte im Glauben, daß alles in Ordnung ſei, nan
von Cumberland Anſprüche auf Gebietsteile Preußens
Denkmals auf der Eliſenhöhe bei Bingen= Vorſchriſt die Weiche, die aber nicht funktionterte. Auße
glaubt verfechten zu müſſen, eine mit dem inneren Frieden Bingerbrück ſtatt, wobei Geh. Rat Dr. Mutheſius Mannſchaften des Hauptgüterbahnhokes waren die Rer

Ml.

Wipot.
Mhetat

[ ][  ][ ]

NNummer 258.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 28. Oktober 1913.
Seite 7.
uungswache und zwei Löſchzüge der Feuerwehr ſofort zur
hllfeleiſtung herbeigeeilt. Der Unfall hatte eine mehr=
jimdige
Sperre für den Güterverkehr zur Folge. Am
twverſten verletzt ſind der Zugführer Jakob Waller, Oſt=
noſtraße
80 in Frankfurt, der Verletzungen am Leib und
ſre. Kopf davongetragen hat, und der Heizer Georg Men=
2
ſes von Mannheim, der Beinbrüche und innere Ver=
(2
t ungen erlitt. Leicht verletzt ſind der Heizer Edmund
In der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober verschied plötzlich
Ser=
unk
aus Frankfurt und die Mannheimer Bremſer Max
und unerwartet
cher und Wilhelm Sudheim; ein Sechſter konnte als=
d
aus dem Krankenhauſe entlaſſen werden.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
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Miſadelphia. Imperator nach Neu=York, 23. Okt.
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lammend, 23. Okt. 12 Uhr 15 Min. mittags in Rotterdam.
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Nikolaus Hochstätter
lkſe bon über Leixoes und Havre nach Hamburg.
Ailoia, von dem La Plata kommend, 23. Okt. von
Wilhelm von Zangen
Bincent. Oſtaſien: Braſilia 23. Okt. von Sabang
findet nicht um 2½ Uhr, ſondern
Manila. Preußen 23. Okt. 4 Uhr morgens in
Major beim Bekleidungsamt des KlV. Armee-
werpen
. Sachſen 22. Okt. 4 Uhr nachm. von
um 2 Uhr vom Trauerhäuſe Schul=
korps
in Karlsruhe
eapore nach Penang und Colombe. Saxonia
ſtraße 15 aus, ſtatt.
Okt. von Malta nach Marſeille.
(22532
raſch und unerwartet verſtorben.
Mordd. Lloyd, Bremen. Mitgeteilt von dem Ver=
Per: Anton Fiſcher in Darmſtadt, Frankfurterſtr. 12/14.
Hagenau (Elſaß), 27. Oktober 1913.
ſtoriprinz Wilhelm 21. Okt. 12 Uhr mittags in Neu=
t
angekommen. Berlin 21. Okt. 7 Uhr abends in
EHork angekommen. Chemnitz 23. Okt. 3 Uhr
Reinhard von Zangen,
ühm. von Galveſton abgegangen. Prinz Friedrich
Hauptmann beim Stabe des 2. Unter=
heelm
24. Okt. 7 Uhr 15 Min. vorm. von Plymouth
Dankſagung.
elſäſſ. Feld=Artillerie=Regiments Nr. 67,
h Bremen abgegangen. Seydlitz 23. Okt. 2 Uhr
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
hm. von Baltimore abgegangen. Großer Kurfürſt
beim Ableben meiner innigſtgeliebten Schweſter
Johanna von Zangen,
okt. 12 Uhr mittags von Neu=York abgegangen.
ſarndenburg 23. Okt. 8 Uhr vorm. in Baltimore an=
geb
. Preetorlus.
mmen. Prinz Ludwig 24. Okt. 2 Uhr morgens
Port Said abgegangen. Gneiſenau 24. Okt.
Margarethe Wohlgemuth
Die Einäſcherung hat auf Wunſch des Ver=
ihr
morgens von Penang abgegangeen. Derfflinger
ſtorbenen in aller Stille ſtattgefunden.
insbeſondere für die troſtreichen Worten des Herrn
Okt. 5 Uhr nachm. in Schanghai angekommen.
Meien‟ 22. Okt. 5 Uhr nachm. von Algier nach
Pfarrer Vogel, ſowie für die zahlreichen Blumen=
nen
abgegangen. Heſſen 23. Okt. 2 Uhr nachm.
ſpenden, ſage ich hiermit meinen herzlichſten Dank.
Brisbane angekommen. Ganelon 24. Okt. 10 Uhr
Marie Wohlgemuth.
im. in Melbourne angekommen. Pallanza 23. Okt.
Rotterdam angekommen. Manila 24. Okt. von
Darmſtadt, den 28. Oktober 1913. (22533
e nach Singapore abgegangen.
Todes=Anzeige.
Tageskalender.
Allen Verwandten und Bekannten die
Amtlicher Wetterbericht.
Dienstag, 28. Oktober.
traurige Mitteilung, daß heute morgen nach
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Woßh. Hoftheater, Anfang 7 Uhr, Ende gegen
kurzem ſchwerem Leiden meine liebe gute Frau
Das weſtliche Tiefdruckgebiet iſt ſeit geſtern unter
Uhr (Ab. A.): Egmont
erheblicher Verſtärkung oſtwärts vorgedrungen und hat
rtellung um 8 Uhr im Orpheum.
in Norddeutſchland verbreitete Regenfälle verurſacht
erabend von Liſa und Sven Scholander um
Ueber Frankreich und dem Nordmeere fällt der Druc
Katharina Schwarz
Uhr im Hotel Zur Traube‟
ſtark; wir werden alſo morgen mit zunehmendem Einfluß
rrrag von Reiſeſchriftſteller Kunde um 5½ und 8½
des Tiefdruckgebietes trübes, mildes Wetter mit Regen=
geb
. Wölfelschneider.
hr im Saalbau.
fällen erwarten können.
rt rag von Profeſſor Dr. Meiſel um 8¼ Uhr im
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, den 28. Ok.
ſanft entſchlafen iſt.
prſaal 326 der Techniſchen Hochſchule ( Volksbildungs=
tober
: Trüb, zeitweiſe Regenfälle, mild, ſüdweſtliche bis
ſreſin).
Darmſtadt, Höchſt i. Odenw., 27. Oktbr. 1913.
weſtliche Winde.
rt rag von Gutsbeſitzer Becker um 8¾ Uhr im
Viktoriaſtr. 32
Fünſtenſaal (Fortſchrittliche Volkspartei).
Druck und Veriage z. 6. Pilichſche Saſtuchwruchent.
Der trauernde Gatte:
bienſchaftlicher Vortrag um 8 Uhr im Kon=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
däaſaal.
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
Wilhelm Schwarz,
Verſteigerungskalender.
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
Postschaffner.
für des Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
Mittwoch, 29. Oktober.
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 29. Oktbr.,
Mreite=Verſteigerung des Karl Kämmerling
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
ſſeiddelberger Straße 4) um 9 Uhr auf dem Ortsgericht I.
nachmittags 3 Uhr, vom Portal des Friedhofs
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
zeug= uſw. Verſteigerung um 9 und 2 Uhr
(22528
aus ſtatt.
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
ſtädtiſchen Leihamt.
nicht berückſichtigt. Unverkamate Manuſkripte werden nicht.
zverſteigerung um 3½ Uhr (Zuſammenkunft
zurückgeſandt.
ß Platze hinter dem Orangeriegarten)

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 27. Oktober 1913.
Seite 8.
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des Herrn Profeſſor Mussler
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DDas Problem des Codesc.
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Schluß des Gastspiels
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Nummer 257.
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Dienstag, den 28. Oktober
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Muſikal. Leiter: Erich Kleiben,
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der Niederlande . Herta Alſen
Graf Egmont,
Prinz von Gaure H. Baumeiſtern
Wilh. v. Oranien Johs. Heinz
Herzog v. Alba . Kt. Weſtermähm
Ferdinand, ſ. na=
türlicher
Sohn . Frz. Schneider
Macchiavell, im
Dienſte der Re=
Heinr. Hackkl
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Richard, Egmonts
Geheimſchreiber. Emil Krouiſi=
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Klärchen, Egmonts
Charlotte Mis
Geliebte
Klärchens Mutter Minna Miler=
Brackenburg, ein
Bürgersſohn . . Kurt
Soeſt,
Auguſt Krüher
Krämer
Jetter, 59
.Adolf Jondal
Schneid. Bi
Zimmer=
mannEK
. Richarde
Seifen= 5
Paul Peterſeſt
ſieder
Buyk, Soldat un=
Emil Janningal
ter Egmont
Ruyſum, Invalide
. Herm. Kulclll
und taub
Vanſen, ein
A. Waſſermaſim
Schreiber .
. Fr. Jachtmam4
Erſter
. . Hans Debus
Zweiter
.. Br. Waiganh
Dritter
Vierter S . . Edm. Göllih
Wilh. Wegt
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Geſtaltung d. Bühnenbildes: Hale
theatermaler Kurt Kempin u. Me
ſchineriedirektor E. Schwerdtfegſr. 1
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3.70 , 14.20. Reihe 3.20 0 Parm
terre: 1.5. Reihe 2.35 , 688
Reihe 1.95 , Proſzeniumslogg
5.20 , Mittelloge 5.20 , Ball
konloge 4.70 , I. Rang 4.20
II. Rana: 1.6. Reihe 2.15
7. u. 8. Reihe 1.75 , I. Galeriis
1.15 , II. Galerie 65 .
Kartenverkauf: an der Tages,
kaſſe im Hoftheater von 9½1½
Uhr und eine Stunde vor Begind
der Vorſtellung; im Verkehre
büro von 81 Uhr und vog
½ Uhr bis kurz vor Beginn dee
Vorſtellung. (Im Verkehrsbüm;
werden auch telephoniſch Karten=
Beſtellungen entgegengenommets
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Donnerstag, 30. Okt. 38. All)
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ſchöne Helena. Anf. 8. Ul.
Zu dieſer Vorſtellung findet kodl
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(Ra
c5g

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Elhißg
(ng
Aum. 10
(in
Oiſtr.
2

[ ][  ][ ]

Nummer 257.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 27. Oktober 1913.
d
sche
Heidehreich Uch Slebold
Stirtung tar urme Wochnermnen.
In der heute ſtattgefundenen 52. und 53. Generalverſammlung wurde über die Tätigkeit der Stiftung in den Jahren 1911
ſnd 1912 und über ihre Vermögensverhältniſſe Bericht erſtattet.
Nach dieſem Bericht erhielten im Jahre 1911 in 346 Fällen und im Jahre 1912 in 396 Fällen (gegen 367 im Jahre 1910) arme
W öchnerinnen Unterſtützungen.
Nach der von der Generalverſammlung genehmigten Rechnung beliefen ſich in
1911.
1912.
Die Einnahmen:
Die Einnahmen:
Un Kapitalzinſen
. . . 3031 47
An Kapitalzinſen.
,,,
. 3114 12
Mitgliederbeiträgen
. . . . . 2496 70
Mitgliederbeiträgen
2411 70
Kaſſenvorrat aus voriger Rechnung . . .
. 2884 94
Kaſſenvorrat aus voriger Rechnung . . .
. . 3333 95
Legaten und Geſchenken:
Legaten und Geſchenken:
Geſchenk v. Herrn Bankdirektor K. Benjamin
Geſchenk v. Frau Olga Stern
20
anläßl. d. Geburt eines Sohnes,
Ungenannt, gelegentl. d. Geburt
durch Frau Hofrat Edward
20
einer Enkelin, d. Fr. Dr. Maurer 20
Herrn O. Wolff
Frau Hofrat Koch .
20
,
20
Fräulein E. Mittler . .
Ungenannt, durch Fr. Dr. Maurer 50
Frau Olga Stern
durch Frl. Jonghaus 5

20
Frau Olga Stern
Herrn Bankdirektor K. Benjamin
20
gelegentl. d. Geburt eines Sohnes 20
Clemens Goldſchmidt . . 20
Ungenannt, d. Frau Dr. Maurer 200
Hofrat Edward, gelegentl.
Herrn Hofrat Koch .
100
der Geburt eines Enkels 20
Olga Stern
Ungenannt, d. Frau Dr. Maurer 500
20
Fräulein A. Keßler
Herrn Rentner M. Schuchardt,
100

Herrn Geh. Obermedizinalrat

zum Andenken an ſeine Mutter 1000
i. P. Dr. K. Neidhart
Frau Lilli Wolfskehl, gelegentl.
100
, ,
Herrn Adolph Trier
ihres 70. Geburtstages
,
60
100
,
Ludwig Joſeph. . . . 100 1270 00
Herrn Ludwig Joſeph . . . 100
Adolph Trier . .
50 . 1455 00

,
zurückempfangenen Kapitalien . . . . . . . . 8550 00
verſchiedenen Einnahmen . . . . .
S 60
.
Summe der Einnahmen 9848 11.
Summe der Einnahmen 18684 77
Die Ausgaben:
Die Ausgaben:
n Unterſtützungen.
. 4742 37
,,
An Unterſtützungen.
. . 5710 31
,
Verwaltungskoſten
222 54
, , ,,
Verwaltungskoſten
176 00
, , , ,
ausgeliehenen Kapitalien . . . . . 1529 25
ausgeliehenen Kapitalien . .
. .10548 90
verſchiedenen Ausgaben . . . . .
25 50 551 10
verſchiedenen Ausgaben . .
20 50 10455 25
Verglichen, erſcheint ein Reſt von 3333 95
Verglichen, erſcheint ein Reſt von 2229 56
Das Kapitalvermögen beträgt 83558 13 .
Das Kapitalvermögen beträgt 85 557 03 .
Anmerkung: Im Laufe dieſes Jahres gingen weiter an Geſchenken uſw. für die Stiftung ein und
gelangen in der Rechnung für 1913 zur Nachweiſung:
Geſchenk von Frau Max Sander zum Andenken an ihren verſtorbenen Gemahl 25
Ungenannt, zum Andenken an die verſtorbene Mutter
20
,
,
Frau Hofrat Edward, anläßlich ihrer glücklichen Heimkehr.
. 10
Frau Olga Stern
,
. 20
...,..
Herrn Max Stern .
20
.. .. . .. ..
Ein Legat im Betrage von . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
50
145
Darmſtadt, den 22. Oktober 1913.
Für den Vorſtand und den Verwaltungsrat:
Frau Franz Merck.
Dr. Gläſſing.
(22450
Original.
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-
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(unk. 1917) ..
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3½ do. (unk. 1914)
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v. 1903 . . 98,50 28 Bad. Anilin= u. Sodz:
6½ Mitteld. Kreditbank 114,30
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v. 1890 . . 92,50
Fabrik . . . . . . 559,25
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v. 1905 . . 87,0014 Chem. Fabrik Grie?=
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uſſen v. 1880 . . . . 87,60
heim
.235,50 4½ Nordd. Lloyd=Obl.
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[ ][  ][ ]

Nummer 257.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 2½. Oktober 1913.
Seite 10.
ſind, wie die dabet zutage treienden Geſichter ſernen
2
Stimmen aus dem Publikum.
Monſieur Poincaré, Monſieur Klotz uſw. Beſonder=
Owktenlftzugafden
aber machen die Franzoſen tüchtige Reklame für ihr:
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
Fehlkorf Schuitzen de sich
§ 21 Abſ. 2 des
Brund des
ſeinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf
Flieger. So ein paar Maſchinen, das gleiche Bild wül
Preßgeſehzes in vollem Umſange der Einſender verantwortrich).
dchervorflusten Heiserz
hier auch, ſieht man in der Luſt herumſchwirren, um dan
Beſf,katrn Gurde5
Wie aus einer Notiz Ihres geſchätzten Blattes vom die Filmphotographie des Fliegers ſelbſt anſtarren z
r

Samstag, den 25. d. M. (Nr. 255, Seite 3), hervorgeht, müſſen. Was iſt eigentlich dabei Intereſſantes? E=4
Müperkläbieten
findet auf Veranlaſſung Sr. Exzellenz des Herrn Miniſters drängt ſich einem hier die Frage auf: Warum ſieht ma=
Wrrätgindllen Apohhe:
des Innern am kommenden Dienstag (alſo heute) hier in Darmſtadt nicht Bilder deutſcher Fliegervirtuoſen,
Benund Drogerien-Preis
noch eine letzte Wiederholung des Feſtſpiels Aus großer wie Stöffler Hirth, Schlegel, Gorriſſon uſw.?, von deu=
2
Zeit ſtatt. Daß dieſe Aufführung aber nur für die Schü= ſchen Filmfabriken aufgenommen. Warum muß ma=
der
OrigmalschachtelTI4
ler der oberen Klaſſen der Volks= und Mittel= Franzoſen bewundern, wenn Stöffler die Leiſtung eine
(I,22455)
ſchulen ſtattfinden ſoll, muß ſtark befremden. Warum Brindejone faſt ums Doppelte überbot? Die Franzoſen
wird nicht ſämtlichen Schülern, die noch keine beobachten hier aber eine ſeine Taktik, um ihre Fliegen
Karte zu einer der Aufführungen haben erhalten kön= ihre Flugmaſchinen, wie geſagt, ihre Flugkunſt in de
Handel und Verkehr.
nen, dieſer Vorteil gewährt? Eine Umfrage in den ein= ganzen Welt zu propagiern, und meiſtens reüſſieren ſich
Die Reichsbank.
zelnen Klaſſen ſämtlicher hieſigen Schulen könnte auf auch. Ich teile daher die Meinung eines Herrn, der atn
leichte Weiſe diejenigen Schüler ausfindig machen, die Sonntag bei der Vorführung des Fliegers Prevoſt larn
* Berlin, 27. Okt. In der heutigen Sitzung des trotz vieler Mühe noch keine Karte erhalten konnten, und rief: Bravo, Stöffler! Bravo, Stöffler!
Obſervator.
Zentralausſchuſſes der Reichsbank führte nach Verleſung denen es deshalb noch nicht möglich war, dieſes patrio=

des als recht günſtig bezeichneten Bankausweiſes vom tiſche Feſtſpiel zu ſehen. Gerade für die Schüler
23. Oktober Vizepräſident von Glaſenapp aus, daß bisaber ſelbſtredend für alle iſt das Feſtſpiel,
Se
zum 15. September der Status beſtändig ſchlechter als im ſeinem Inhalte nach in erſter Linie beſtimmt. Mancher
Geee
Vorjahre geweſen wäre, von da ab aber eine anhaltende! Schüler der oberen Klaſſen der Volks= und Mittelſchulen
Beſſerung eingetreten ware. Am 23. Oktober ſeien die wird wohl die Auführung ſchon geſehen haben! Wes=
ungedeckten
Noten um 222 Milionen geringer geweſen halb ſollen dieſe nochmals den Vorteil haben, während
als im Vorjahre, die Anlagen ſeien am 23. Oktober um mancher Schüler, der eine höhere Lehranſtalt beſucht, ler
350 Millionen niedriger als 1905 geweſen; allerdings wa= ausgehen ſoll? Staat und Stadt ſollen und müſſen ein
ren im vorigen Jahre wegen der bevorſtehenden Dis= lebhaftes Intereſſe daran haben, unſere geſamte Ju=
konterhöhung
auf 5 Prozent große Vordiskontierungen gend ohne Unterſchied, zu echter Vaterlandsliebe
erfolgt. Die Rückſlüſſe ſeien vom 30. September bis 23. und Tatkraft zu begeiſtern! Deshalb ſollte es auch
Oktober noch niemals ſo ſtark geweſen, wie in dieſem ſämtlichen hieſigen Schülern möglich gemacht
Jahre und hätten 601 Millionen Mark gegen 404 Millio=
II.
nen Mark im Vorjahre betragen. Beſonders erfreulich ſei werden, das Feſtſpiel ſich anſehen zu können.
der hohe Metallbeſtand im Betrage von 1494 Millionen
Man geht ins Kino, um für einen Augenblick der
Mark wovon 1220 Millionen Mark Gold ſeien, das iſt um
296 Millionen Mark mehr als im Vorjahr. Wenn auch Oertlichkeit entrückt, ixgend was anderes, in Spanien, Wa=
der
hohe Goldbeſtand zu einem weſentlichen Teil dem ver= les, Berlin, Paris, Italien, Rußland oder gar bei den
mif Seidenen
ClGARETEN
mehrten Umlauf der kleinen Noten zugeſchrieben werden Kaffern in Afrika, zu bewundern. Nach den beim Dienſt=
Sammel=
müſſe
ſo habe doch auch ganz beſonders die günſtige Zah= mädchen Tränen, beim anderen Lachen hervorrufenden
Wappenbildern
Dramen kann man in der Wochenſchau das Neueſte an=
lungsbilanz
dazu beigetragen.
ſehen. Als einer, der das Kino öſters beſucht, mußte ich
eee
See
* Berlin, 27. Okt. Die Deutſche Reichsbank nun die traurige Entdeckung machen, daß die Franzoſen
Se
Z e
hat den Diskont von 6 auf 5½ Prozent, den Lombard= hier faſt das ganze Gebiet beherrſchen. Man ſieht meiſtens

(I22492
zinsfuß von 7 auf 6½ Prozent herabgeſetzt.
Bilder von Paris, Moderevuen, die ebenſo langweilig


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4.

[ ][  ][ ]

Orig
Tel

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
§ 10.
Dienstag, 2. Otober.
1913.
S
Bekanntmachung.
ſteigt, die Achsdrucke und die Felgendrucke auf 1 Zentimrter Felgenbreite
Die Bundesratsverordnung über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen vom 3. Fe=
Baſis der Gummireifen im beladenen Zuſtand.
mtar 1910 (Reichsgeſetzblatt Nr. 5 von 1910) iſt durch Artikel I und II der Bundes=
Dem Antrag iſt das Gutachten eines von der höheren Verwaltungsbehörde eines
ſaksverordnung vom 21. Juni 1913 (Reichsgeſetzblatt S. 326) in mehrfacher Hinſicht Bundesſtaates anerkannten Sachverſtändigen beizufügen, das die Richtigkeit der An=
tgeändert
und ergänzt worden. Wir bringen nachſtehend die beiden Artikel zur allge=
gaben
unter Nr. 4 bis 8, ſowie ferner beſtätigt, daß das Fahrzeug den nach dieſer Ver=
neinen
Kenntnis. Die §§ 3, 4, 5, 6, 8 und 25 der Bundesratsverordnung vom 3. Fe=
ordnung
zu ſtellenden Anforderungen genügt Hinſichtlich der Nr. 5 kann das Gutachten
tuar 1910 haben in Faſſung vom 21. Juni 1913 nunmehr den nachſtehend unter c) ab= des Sachverſtändigen durch eine Beſcheinigung der Firma erſetzt werden, die die
ſebruckten Vortlaut, wobei die Aenderungen fett gedruckt ſind.
Maſchine oder den Motor hergeſtellt hat. Das Gutachten hat der Antragſteller auf ſeine
Darmſtadt, den 20. Oktober 1913.
Koſten zu beſchaffen.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Die höhere Verwaltungsbehörde iſt befugt, auf Antrag einer Firma, deren Sitz
ſich im Bezirke der Behörde befindet, nach einer auf Koſten der Firma vorgenommenen
Fey.
Prüfung eine Beſcheinigung darüber zu erteilen, daß eine fabrikmäßig gefertigte Gattung
Artikel I.
eines Kraftfahrzeugs den nach Maßgabe dieſer Verordnung zu ſtellenden Anforderungen
Die Verordnung über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen vom 3. Februar 1910 genügt (Typenprüfung). Die Typenbeſcheinigung gilt für das ganze Reich. Bei der
ſpird, wie folgt, geändert:
Veräußerung eines Kraftfahrzeugs, das einer derart zugelaſſenen Gattung angehört,
1. Im § 3 Abſ. 2 wird nach den Worten die Radkränze eingefügt: müſſen kann die Firma dem Abnehmer eine mit laufender Nummer verſehene Ausfertigung der
mit Gummi oder einem anderen elaſtiſchen Stoffe bereift ſein und.
Beſcheinigung, die auch die Richtigkeit der im Abſ. 1 unter Nr. 4 bis 8 vorgeſchriebenen
2. Dem § 4 Abſ. 5 wird ſolgender zweiter Satz hinzugefügt: Bei Kraftfahr= Angaben beſtätigen muß, mit der Wirkung verabfolgen, daß ſie das im Abſ. 2 geforderte
zeugen, deren Geſamtgewicht (einſchließlich Ladung) 5 Tonnen überſteigt, muß
Gutachten erſetzt; die Uebereinſtimmung der Ausfertigung mit der Originalbeſcheinigung
ſich die Angabe auf dem Schilde auch auf die zuläſſige Belaſtung, auf die muß amtlich beglaubigt ſein. Ueber die ſolchergeſtalt in den Verkehr gebrachten Fahr=
Achsdrucke und auf die Felgendrucke auf 1 Zentimeter Felgenbreite Baſis der
zeuge hat die Firma ein Verzeichnis zu führen.
Gummireifen im beladenen Zuſtand erſtrecken.
Für die nach Abſ. 2 und 3 vorzunehmenden Prüfungen gelten die Vorſchriften der
3. Dem § 4 wird folgender neuer Abſatz 6 hinzugefügt: Bei einem Kraftfahr= als Anlage a) beigefügten Anweiſung über die Prüfung von Kraftfahrzeugen.
zeug im beladenen Zuſtand darf der Druck auf eine Achſe 6 Tonnen und auf
§ 6. Die höhere Verwaltungsbehörde (§ 5 Abſ. 1) entſcheidet über den Antrag
1 Zentimeter Felgenbreite Baſis der Gummireifen 150 Kilogramm nicht auf Zulaſſung des Kraftfahrzeugs zum Verkehr auf öffentlichen Wegen und Plätzen. Die
überſchreiten.
Zulaſſung gilt für das ganze Reich.
4. Im § 5 Abſ. 1 Nr. 8 wird nach den Worten die Achsdrucke eingefügt: und
Im Falle der Zulaſſung hat die höhere Verwaltungsbehörde dgs Kraftfahrzeug
die Felgendrucke auf 1 Zentimeter Felgenbreite Baſis der Gummireifen.
in eine Liſte nach beiliegendem Muſter 1 einzutragen, dem Fahrzeug ein polizeiliches
5. Im§ 25 Abſ. 1 wird nach dem Worte ſofern eingefügt: ſein Geſamtgewicht Kennzeichen (§ 8) zuzuteilen und hiervon dem Antragſteller Mitteilung zu machen, ſowie
leinſchließlich Ladung) 7,5 Tonnen nicht überſteigt und
über die Zulaſſung und die Eintragung des Kraftfahrzeugs und die Zuteilung des
6. Im § 25 Abſ. 1. Nr. 2 wird nach den Worten die Radkränze des Anhänge= Kennzeichens eine Beſcheinigng nach beiliegendem Muſter 2 auszufertigen. Die Aus=
wagens
eingefügt: müſſen mit Gummi oder einem anderen elaſtiſchen Stoffe händigung der Beſcheinigung erfolgt durch die für den Ort, wo das Kraftfahrzeug in
bereift ſein und.
Betrieb geſetzt werden ſoll, zuſtändige Polizeibehörde.
7. Im § 25 Abſ. 1 wird als neue Nr. 5 eingefügt: 5. an dem Anhängewagen
Treten bei einem zum Verkehr auf öffentlichen Wegen und Plätzen bereits zu=
muß
an einer ſichtbaren Stelle durch Nieten ein Schild feſt angebracht ſein, gelaſſenen Kraftfahrzeug Aenderungen ein, die eine Berichtigung der Liſte und der
auf dem die Firma, die den Anhängewagen hergeſtellt hat, die Fabriknummer, 1 Zulaſſungsbeſcheinigung erforderlich machen, ſo hat der Eigentümer unter Vorlegung.
das Eigengewicht und die zuläſſige Belaſtung des Wagens, ſowie der Felgen=
der
Zulaſſungsbeſcheinigung die Berichtigungen innerhalb zwei Wochen bei der zu=
druck
auf 1 Zentimeter Felgenbreite
Baſis der Gummireifen in belade= ſtändigen höheren Verwaltungsbehörde zu beantragen. Bei Aenderung der Art der
nem Zuſtand angegeben iſt.
Kraftquelle bei Einbau einer ſtärkeren Maſchine oder eines ſtärkeren Motors einer in
8. Im § 25 Abſ. 3 wird nach den Worten daß der Anhängewagen eingefügt: ihrer Bauart oder Ueberſetzung veränderter Bremſe oder Lenkvorrichtung bedarf es einer
den Bedingungen des Abſ. 1 entſpricht und‟.
erneuten Zulaſſung, die der Eigentimer ſofort unter Beiſügung eines Gutachtens (§ 5
b) Artikel II.
Abſ. 2) bei der zuſtändigen höheren Verwaltungsbehörde zu beantragen hat.
1. Kraftfahrzeuge, die bereits vor dem 1. Juli 1913 gemäß § 6 der Verordnung
Verlegt der Eigentümer eines Kraftfahrzeuges ſeinen Wohnort in den Bezink
ſom 3. Februar 1910 zum Verkehre zugelaſſen ſind, werden unter Befreiung von den
einer anderen höheren Verwaltungsbehörde, ſo hat er bei dieſer die erneute Zulaſſung
herſchriften im Artikel I Nr. 1, 3, 4 bis zum 1. Januar 1919 im Verkehre belaſſen.
des Fahrzeugs zu beantragen; der Beifügung des Gutachtens eines Sachverſtändigen
2. Bis zum 1. April 1914 können Kraftfahrzeuge unter Befreiung von den Vor=
(§ 5 Abſ. 2, 3) bedarf es in dieſem Falle nicht, wenn die bisherige Zulaſſungsbeſcheini=
hiſten
im Artikel 1, Nr. 1, 3 4 gemäß § 6 der Verordnung vom 3. Februar 1910 zum
gung vorgelegt wird. Bei Ausfertigung der neuen Zulaſſungsbeſcheinigung iſt die bis=
Erkehre zugelaſſen werden, ſofern ſie nach einer Type hergeſtellt ſind, für die die herige einzuziehen.
yenbeſcheinigung bereits vor dem 1. Juli 1913 erteilt worden iſt: derart zugelaſſene
Soll ein Kraftfahrzeug zum Verkehr auf öffentlichen Wegen und Plätzen nicht
fruftfahrzeuge werden bis zum 1. Januar 1919 im Verkehre belaſſen.
mehr verwendet werden, ſo hat der Eigentümer der zuſtändigen höheren Verwaltungs=
3. Anhängewagen, die bereits vor dem 1. Juli 1913 gemäß § 25 der Verordnung behörde hiervon Mitteilung zu machen und ihr die Zulaſſungsbeſcheinigung, ſowie das
bi 3 Februar 1910 zum Verkehre zugelaſſen ſind, werden unter Befreiung von den Kennzeichen abzuliefern. Das Kennzeichen iſt, ſofern es nicht amtlich ausgegeben iſt,
ſerſchriften im Artikel I, Nr. 5, 6, 8 bis zum 1. Januar 1919 im Verkehre belaſſen.
nach Vernichtung des Dienſtſtempels zurückzugeben. Unterbleibt die Ablieferung, ſo hat
4. Bis zum 1. April 1914 können Anhängewagen unter Befreiung von den Vor= die höhere Verwaltungsbehörde die Zulaſſungsbeſcheinigung und das Kennzeichen ein=
hfiften
im Artikel I, Nr. 5. 6, 8 gemäß § 25 der Verordnung vom 3. Februar 1910 von
zuziehen oder, ſoweit die Einziehung des Kennzeichens nicht zuläſſig iſt, den Dienſt=
höheren
Verwaltungsbehörde eines Bundesſtaates zugelaſſen werden; die Zu=
ſtempel
auf dieſem augenfällig zu vernichten. In gleicher Weiſe iſt auf Antrag der
üſtung gilt nur für den Bezirk dieſer Behörde und darf ſich nur bis zum 1. Januar 1919 Steuerbehörde zu verfahren, wenn die Steuerkarte nicht rechtzeitig erneuert wird.
eſtrecken.
Geht ein zum Verkehr auf öffentlichen Wegen und Plätzen bereits zugelaſſenes
e) Auszug aus der (Bundesratsverordnung vom 3. Februar 1910 in Faſſung
Kraftfahrzeug auf einen anderen Eigentümer über ſo hat dieſer bei der für ſeinen
der Verordnung vom 21 Juni 1913.
Wohnort zuſtändigen höheren Verwaltunsgbehörde die erneute Zulaſſung des Fahrzeugs
§ 3. Die Kraftfahrzeuge müſſen verkehrsſicher und insbeſondere ſo gebaut, ein= zu beantragen; der Beifügung des Gutachtens eines Sachverſtändigen (§ 5 Abſ. 2, 3)
ſtichtet und ausgerüſtet ſein, daß Feuers= und Exploſionsgefahr, ſowie jede vermeid=
bedarf
es in dieſem Falle nicht, wenn die bisherige Zulaſſungsbeſcheinigung vorgelegt
t=Beläſtigung von Perſonen und Gefährdung von Fuhrwerken durch Geräuſch, Rauch, ! wird. Bei Ausfertigung der neuen Zulaſſungsbeſcheinigung iſt die bisherige einzu=
ampf
oder üblen Geruch ausgeſchloſſen iſt.
zehen.
Die Radkränze müſſen mit Gummi oder einem anderen elaſtiſchen Stoffe bereift
§ 8. Das von der höheren Verwaltungsbehörde zuzuteilende Kennzeichen beſteht
und dürfen keine Unebenheiten beſitzen, die geeignet ſind, die Fahrbahn zu aus einem (oder mehreren) Buchſtaben (oder römiſchen Ziffern) zur Bezeichnung des
Frädigen.
Bundesſtaates (oder engeren Verwaltungsbezirts) und aus der Erkennungsnummer,
§ 4. Jedes Fahrzeug muß verſehen ſein:
unter der das Fahrzeug in die polizeiliche Liſte (§ 6 Abſ. 2) eingetragen iſt. Die Ver=
1. mit einer zuverläſſigen Lenkvorrichtung die geſtattet ſicher und raſch auszu= teilung der Kennzeichen innerhalb des Reichsgebiets erfolgt nach dem beiliegenden Plan
weichen; die zur Lenkung benutzten Wagenräder ſollen nach beiden Seiten für die Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge‟ Das Kennzeichen iſt an der Vorderſeite und
möglichſt weit einſchlagen, um kurz wenden zu können:
an der Rückſeite des Fahrzeugs nach außen hin an leicht ſichtbarer Stelle anzubringen,
2. mit zwei voneinander unabhängigen Bremseinrichtungen, von denen jede auf
Das vordere Kennzeichen iſt in ſchwarzer Balkenſchrift auf weißem, ſchwarz=
die
Wagenräder der gebremſten Achſe gleichmäßig einwirkt; mindeſtens eine gerandetem Grunde auf die Wandung des Fahrzeugs oder auf eine rechteckige Tafel
Bremseinrichtung muß unmittelbar auf die Hinterräder oder auf Beſtand=
aufzumalen
, die mit dem Fahrzeug durch Schrauben, Nieten oder Nägel feſt zu ver=
teile
, die mit dieſen Rädern feſt verbunden ſind, wirken; dieſe Bremſe muß feſt= binden iſt. Die Buchſtaben (oder die römiſchen Ziffern) und die Nummern müſſen in
ſtellbar ſein. Jede Bremseinrichtung muß für ſich geeignet ſein, den Lauf eine Reihe geſtellt und durch einen wagerechten Strich voneinander getrennt werden.
des Fahrzeuges ſofort zu hemmen und es auf die kürzeſte Entfernung zum Die Abmeſſungen betragen: Randbreite mindeſtens 10 Millimeter, Schrifthöhe 75 Milli=
Stehen zu bringen;
meter bei einer Strichſtärke von 12 Millimeter, Abſtand zwiſchen den einzelnen Zeichen
3. mit einer zuverläſſigen Vorrichtung, die beim Befahren von Steigungen die und vom Rande 20 Millimeter, Stärke des Trennungsſtrichs 12 Millimeter Länge des
unbeabſichtigte Rückwärtsbewegung verhindert, ſofern nicht eine der Bremſen Trennungsſtrichs 25 Millimeter, Höhe der Tafel ausſchließlich des Randes 115 Milli=
dieſe
Forderung erfüllt;
meter (Muſter 3).
4. mit einer tieftönenden Hupe zum Abgeben von Warnungszeichen falls die
Bei dem an der Rückſeite des Fahrzeuges mittels Schrauben, Nieten oder Nägel
Hupe mehrtonig iſt, müſſen die verſchiedenen Töne gleichzeitig anklingen;
feſt anzubringenden Kennzeichen ſind die Buchſtaben (römiſchen Ziffern) unde die Nummer
5. nach eingetretener Dunkelheit und bei ſtarkem Nebel mit mindeſtens zwei in auf einer viereckigen weißen, ſchwarz gerandeten Tafel in ſchwarzer Balkenſchrift aus=
gleicher
Höhe angebrachten, die ſeitliche Begrenzung des Fahrzeuges anzeigen=
zuführen
. Die Tafel kann Beſtandteil einer Laterne ſein (vergleiche § 11). Die Buch=
den
, hellbrennenden Laternen mit farbloſem Glaſe, die den Lichtſchein derart ſtaben (römiſchen Ziffern) müſſen über der Nummer ſtehen. Die Abmeſſungen betragen:
auf die Fahrbahn werfen, daß dieſe auf mindeſtens 20 Meter vor dem Fahr= Randbreite mindeſtens 10 Millimeter, Schrifthöhe 100 Millimeter bei einer Schriftſtärke
zeug von dem Führer überſehen werden kann. Uebermäßig ſtark wirkende
von 15 Millimeter, Abſtand zwiſchen den einzelnen Zeichen und vom Rande 20 Milli=
Scheinwerfer dürfen nicht verwendet werden;
meter; Höhe der Tafel ausſchließlich des Randes 260 Millimeter (Muſter 4). Das hintere
6. mit einer Vorrichtung, die verhindert, daß das Fahrzeug von Unbefugten in Kennzeichen kann auch auf die Wandung des Fahrzeugs aufgemalt werden.
Betrieb geſetzt werden kann.
Kraftzweiräder ſind von der Führung des hinteren Kennzeichens befreit. Bei
Auf Krafträder findet Nr. 3 keine Anwendung; Nr. 4 gilt mit der Maßgabe, daß
Hupe hochtönend ſein muß. Für Kraftzweiräder gilt außerdem Nr. 5 mit der Ein= ihnen genügt ein beiderſeitig beſchriebenes Kennzeichen, das an der Vorderſeite in der
Fahrtrichtung an leicht ſichtbarer Stelle anzubringen iſt. Das Kennzeichen iſt in
frankung, daß eine Laterne der bezeichneten Art genügt.
Jeder Kraftwagen, deſſen Eigengewicht 350 Kilogramm überſteigt, muß ſo ein= ſchwarzer Balkenſchrift auf weißem, ſchwarzgerandetem Grunde auf eine rechteckige,
richtet ſein, daß er mittels der Maſchine oder des Motors vom Führerſitz aus in Rück= an den Vorderecken leicht abgerundete Tafel aufzumalen, die mit dem Fahrzeug durch
Schrauben, Nieten oder Nägel feſt zu verbinden iſt. Die Buchſtaben (oder die römiſchen
ſiresgang gebracht werden kann.
Die Griffe zur Bedienung der Maſchine oder des Motors und der im Abſ. 1 bis 3 Ziffern) und die Nummern müſſen in einer Reihe ſtehen und durch einen wagerechten
ligeführten Einrichtungen müſſen ſo angebracht ſein, daß der Führer ſie, ohne ſein Strich voneinander getrennt ſein. Die Abmeſſungen betragen: Randbreite mindeſtens
lgs merk von der Fahrtrichtung abzulenken, leicht und auch im Dunkeln ohne Ver=8 Millimeter, Schrifthöhe 60 Millimeter bei einer Strichſtärke von 10 Millimeter, Ab=
ſtand
zwiſchen den einzelnen Zeichen und vom Rande 12 Millimeter, Stärke des
ſch lungsgefahr handhaben kann.
Jedes Kraftfahrzeug muß mit einem an einer ſichtbaren Stelle des Fahrgeſtells Trennungsſtrichs 10 Millimeter Länge des Trennungsſtrichs 18 Millimeter, Höhe der
lggebrachten Schilde verſehen ſein, das die Firma, die das Fahrgeſtell hergeſtellt hat Tafel ausſchließlich des Randes 80 Millimeter (Muſter 5).
§ 25. Soll von einem polizeilich zugelaſſenen Kraftfahrzeug ein Anhängewagen
gabriknummer des Fahrgeſtells, die Anzahl der Pferdeſtärken der Maſchine oder des
mitgeführt werden, ſo genügt die Anzeige bei der höheren Verwaltungsbehörde (§ 5),
ters (bei ſteuerpflichtigen Fahrzeugen auch die nach der Steuerformel berechnete Nutz=
ſofern
ſein Geſamtgewicht (einſchließlich Ladung) 7,5 Tonnen nicht überſteigt und den
Aumg des Fahrzeugs) und das Eigengewicht des betriebsfertigen Fahrzeugs angibt.
Kraſtfahrzengen, deren Geſamtgewicht (einſchließlich Ladung) 5 Tonnen über= nachſtehenden Bedingungen entſprochen wird:
1. der Anhängewagen muß verſehen ſein=
gt
. muß ſich die Angabe auf dem Schilde auch auf dir zuläſſige Belaſtung, auf die
a) mit einer ſicher wirkenden Bremſe:
Aorucke und auf die Felgendrucke auf 1 Zentimeter Felgenbreite Baſis der Gummi=
b
) mit einer zuverläſſigen, auf die Fahrbahn wirkenden Vorrichtung, die beim
Keu
im beladenen Zuſtande erſtrecken.
Befahren von Steigungen die unbeabſichtigte Rückwärtsbewegung ver=
Bei einem Kraftfahrzeug im beladenen Zuſtande darf der Druck auf eine Achſe
hindert (Bergſtütze):
orinen und auf 1 Zentimeter Felgenbreite Baſis der Gummireifen 150 Kilo=
2. Die Radkränze des Anhängewagens müſſen mit Gummi oder einem anderen
Unun nicht überſchreiten.
elaſtſiſchen Stoffe bereift ſein und dürfen keine Unebenheiten beſitzen, die
§ 5. Wenn ein Kraftfahrzeug in Betrieb genommen werden ſoll, hat der Eigen=
geeignet
ſind, die Fahrbahn zu beſchädigen;
r bei der für ſeinen Wohnort zuſtändigen höheren Verwaltungsbehörde die Zu=
3. die Verbindung der Lenkvorrigitung des Anhängewagens mit dem Kraftfahr=
ung
des Fahrzeugs ſchriftlich zu beantragen. Der Antrag muß enthalten:
zeuge muß ſo beſchaffen ſein, daß die Räder des Anhängewagens auch in
1. Name und Wohnort des Eigentümers:
Krümmungen möglichſt auf den Spuren der Räder des Kraftfahrzeugs laufen;
2. die Firma, die das Fahrgeſtell hergeſtellt hat, ſowie die Fabriknummer des
4. zwiſchen dem Anhängewagen und dem Kraftfahrzeug muß außer der Haupt=
Fahrgeſtells;
kuppelung noch eine Sicherheitskuppelung (Notkuppelung) vorhanden ſein;
3. die Beſtimmung des Fahrzeugs (Perſonen= oder Leſtfahrzeug):
5. an dem Anhängewagen muß an einer ſichtbaren Stelle purch Nieten ein Schild
4. die Art der Kraftquelle (Verbrennungsmaſchine, Dampfmaſchine, Elektro=
feſt
angebracht ſein, auf dem die Firma, die den Anhängewagen hergeſtellt hat,
motor);
die Fabriknummer, das Eigengewicht und die zuläſſige Belaſtung des Wiagens,
5. die Anzahl der Pferdeſtärken der Maſchine oder des Motors (bei ſteuerpflich=
ſowie
der Felgendruck auf 1 Zentimeter Felgenbreite Baſis der Gummi=
tigen
Fahrzeugen auch die nach der Steuerformel berechnete Nutzleiſtung des
reifen in beladenem Zuſtand angegeben iſt.
Fahrzeugs);
Der Anzeige hat der Eigentümer die Zulaſſungsbeſcheinigung für das Kraftfahr=
das
Eigengewicht des betriebsfertigen Fahrzeugs;
zeug, ſowie das Gutachten eines amtlich anerkannten Sachverſtändigen darüber beizu=
7. die zuläſſige Belaſtung (in Kilogramm oder Perſonen einſchl. Führer);

[ ][  ][ ]

Dienstag, den 2. Oktober 1913.
Nummer 119.
Amtsverkündigungsblatt Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt.
füigen, daß den Vorſchriſten des Abf. 1 genigt iſtz ein Vermert über die Anzeige iſt von
Bekaunsmachung=
der
höheren Verwaltungsbehörde in die Liſte und in die Zulaſſungsbeſcheinigung (§ 6,
Abſ. 2) aufzunehmen.
Auf Grund des § 105e der Gewerbeordnung und § 144 Ziffer 1 der Ausführungs
Der Führer iſt dafür verantwortlich, daß der Anhängewagen den Bedingungen verordnung zur Gewerbeordnung vom 20. März 1912 werden für den Bezirk de
des Abſ. 1 ſentſpricht und ſich in verkehrsſicherem Zuſtand befindet und daß das Geſamt= Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt die B ſtimmungen über die Sonntagsruhe au
gewicht des Anhängewagens mit Nutzlaſt das jeweilige Geſamtgewicht des Kraftfahr= dem Gebiete der Zeitungsſpedition, wie folgt, abgeändert:
zeuges mit Nutzlaſt nicht überſchreitet. Falls die Bremſe des Anhängewagens nichtt
Die Beſchäftigungs= und Verkaufszeit an Sonn= und Feiertagen wird füh
vom Führerſitze des Kraftfahrzeugs aus bedient werden kann, muß auf dem Anhänge=? Zeitungsſpediteure auf die Zeit von 69½ Uhr vormittags feſtgeſetzt. Der Zeitungs
wagen ein Bremſer mitfahren; in dieſem Falle muß eine Verſtändigung zwiſchen und Druckſchriftenverkauf auf den Bahnhöfen unterliegt, wie bisher, keiner Zei=
Führer und Bremſer möglich ſein.
beſchränkung.
Das Mitführen von mehr als einem Anhängewagen iſt nur auf Grund polizei=
Darmſtadt, den 23. Oktober 1913.
(2242i
licher Erlaubnis zuläſſig; das gleiche gilt bezüglich des Mitführens von einem Anhänge=
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
wagen, ſofern den Bedingungen im Abſ. 1 Nr. 1 bis 4 nicht genügt iſt. In dieſen
Fey.
Fällen iſt der Erlaubnisſchein bei der Fahrt mitzuführen und den Polizeibeamten auf
Verlangen vorzuzeigen.
Bekanntmachung.
Werden Anhängewagen mitgeführt, ſo muß das dem Kraftfahrzeuge zugeteilte
Das Großh. Proviantamt Darmſtadt kauft Roggen, Hafer, Heu und Roggen=
polizeiliche
Kennzeichen (§ 8, Abſ. 3) an der Rückſeite des Schlußwagens an=
gebracht
ſein.
ſtroh (Flegel=, Maſchinenplatt= und Preßlangſtroh).
Darmſtadt, den 23. Oktober 1913.
An die Ortspolizeibehörden und die Gendarmerie des Kreiſes.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Wir weiſen Sie auf die vorſtehenden Beſtimmungen der Verordnung des
Bundesrats vom 3. Februar 1910 in der Faſſung der Verordnung vom 21. Juni 1913
J. V.: Dr. Reinhart.
hin. Mit den durch fetten Druck hervorgehobenen Abänderungen und Zuſätzen zu der
An die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Verordnung vom 3. Februar 1910, die zweckmäßig in die in Ihrem Beſitze befindlichen
Wir empfehlen Ihnen, die beteiligten Bewohner Ihrer Gemeinden auf von
Exemplaren der Verordnung einzutragen ſein werden, wollen Sie ſich eingehend vertraut
ſtehende Bekanntmachung beſonders hinzuweiſen.
(22497
machen
Darmſtadt, den 23. Oktober 1913.
Darmſtadt, den 20. Oktober 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Fey.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Der Plan über die Errichtung
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
D einer oberirdiſchen Tele=Praktiſche Meiſterkurſe fur Handwerksmeiſten
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 58 be= grabhenlinie an der Landſtraße
finden ſich: 1 Spitzhund, 1 Foxterrier. 1 Dalmatiner, 1 deutſcher von Darmſtadt nach Eſchollbrücken
und altere Geſellen.
Schäferhund (zugelaufen). Die Hunde können von den Eigen=nach dem Pumpwerk des Waſſer=
tümern
bei dem 5. Polizei=Revier auslöſt werden Die Verſteige=werks liegt bei dem Kaiſerlichen
Wie in früheren Jahren, ſo werden auch in dieſemWine
rung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, Telegraphenamt hier von heute ab von Großh. Zentralſtelle für die Gewerbe in Darmſtadl
vorm. 10 Uhr, ſtatt.
(22478
(224944 Wochen aus.
die in Nachſtehendem verzeichneten Kurſe veranſtaltet:
Darmſtadt, 25. Oktober 1913.
Kaiſerliche Ober=Poſtdirektion.
1. Meiſterkurſe für Schuhmacher, Schneider, Salt
Bekanntmachung.
Betr.: Die Wahlen zum Landtag und zur Stadtverordneten=Die Pläne über die Auslegung (=Groß=Felda), Wagner (=Crainfeld), Schreiner,
Verſammlung.
von Fernſprecherdkabeln an Lackierer und Weißbinder in den Monaten Dezember, Jant
Nach Art. 7 Ziffer 9 des Geſetzes, die Landſtände betreffend,den Landſtraßen von Zeilhard oder Februar während 14 Tagen bis 3 Wochen in Darmſthe
vom 3. Juni 1911, bezw. nach Art. 39 des Geſetzes, die Städteord=nach Dilshofen und von Ober=
nung
betreffend, vom 8. Juli 1911, ſind bei den Landtags= und ramſtadt nach Roßdorf, liegen beilſoweit anderes nicht bemerkt iſt;
2. ein Fachkurs in ſtatiſcher Berechnung von Eiſenfong
Stadtverordnetenwahlen vom Stimmrecht ausgeſchloſſen, Per=dem Kaiſerlichen Poſtamt in Ober=
ſonen
, die zur Zeit der Wahl mit der Entrichtung der direkten ramſtadt von heute ab 4 Wochenſtruktionen und ein Eiſenbetonkurs für Techniker und Handae
Staats= oder Gemeindeſteuer länger als zwei Monate ſich im Rück=aus.
(22524meiſter, beide in Darmſtadt an einzelnen Wochen=Abenden und m
Darmſtadt, 27. Oktober 1913.
ſtande befinden.
Da vielfach Zweifel darüber beſtehen, was im Sinne dieſer Kaiſerliche Ober=Poſtdirektion, Sonntagvormittagen;
3. ein Aktzeichenkurs für Gewerbetreibende in Darmſtadt
Geſetzesſtellen als Rückſtand gilt, bringe ich hiermit zur öffentlichen! En unſer Handels=Regiſter, Ab=
Kenntnis, daß das Stimmrecht nur dann ausgeführt werden a teilung A, wurden folgende Ein= an Dienstag= und Freitag=Abenden;
kann, wenn etwaige Rückſtände aus dem Vorjahre, ſowie das 1. und träge vollzogen:
4. ein Holzſchnitzkurs für Schreiner und Zimmerer
2. Ziel des laufenden Steuerjahres entrichtet ſind.
(22329si
Am 23. Oktober 1913.
Reinheim an Samstag=Nachmittagen;
Darmſtadt, den 21. Oktober 1913.
Neu eingetragen die Firma:
5. ein Holz= und Marmormalkurs in Eberſtadt
Gündner=Lang, Darmſtadt.
Der Oberbürgermeiſter
Inhaber: Ernſt Otto Gündner, Sonntag=Vormittagen.
Dr. Gläſſing.
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Anmeldungen ſind baldigſt an obengenannte Behördez
ſtadt;
richten, damit die Vorbereitungen für die zu veranſtaltenden Kurſe
Prumaſerilten fir Minderbeniteſt.
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Gündner, Ehefraudesrechtzeitig getroffen werden können. Frühzeitige Anmeldung eneh
Mehrere hieſige Kohlenhändler haben ſich wieder in dankens=
Ottolpfiehlt ſich um ſo mehr, als die Kurſe nur dann abgehalten werſeſahl
Kaufmanns
werter Weiſe bereit erklärt, Minderbemittelten, die von mir einen
Lang, in Darmſtadt. wenn rechtzeitig eine ausreichende Anzahl Anmeldungen vorlicgt
Ausweis über ihre Bedürftigkeit erhalten, auf die Kohlen= und Holz=
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Ermäßigungen zu gewähren.
Die offene Handelsgeſellſchaft Etwa beſtehende Wünſche ſind mitzuteilen. Auskunft wirdbe=
hat
am 1. Oktober 1913 begonnen.
Die Lieferung der Brennmaterialien erfolgt nur gegen
williaſt erteilt.
(2213fdm
Am 24. Oktober 1913.
Barzahlung bei Beſtellung.
Hinſichtlich der Firma:
Der Ausweis iſt auf Zimmer Nr. 62 des Stadthauſes zu be=
J. L. Kahn, Darmſtadt.
antragen. Daſelbſt wird auch nähere Auskunft über die Namen der
Die Firma iſt erloſchen. (2251slStüdlerende der Cechn. Hochschllern
Lieferanten und die Preiſe erteilt.
Darmſtadt, 25. Oktober 1913.
Darmſtadt, den 13. Oktober 1913.
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während der Dienſtſtunden zur Einſicht offen.
Bisherive ErtOnge. auserdem bestanden 70 Schleraße
Angebote ſind bis ſpäteſtens 4 k. Mts., vormittags 10 Uhr,
Aufnahmeprüfung für andere Klassenl
bei mir mit der Bezeichnung Lieferung von Hundemarken betr=
Aumeldungen werden nach Kiessstraße 95 erbeten. Telephon Zi0l
verſehen, einzureichen.
(22498id
Darmſtadt, den 24. Oktober 1913.
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Darmſtadt, den 20. Oktober 1913.

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Nummer 257.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 25. Oktober 1915.
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erſt recht nicht, denn der, der wäre wirklich ſchlecht, der
Frau Melodie.
wird längſt der Herr Hauptmann unſympathiſch!
Da erſchrak Hanſie doppelt und verſprach, alles zu tun, ſitze draußen irgendwo auf dem Land mit einer Dame
Roman von Carl Conte Scapinelli.
zuſammen, ganz ungeniert, wie Mann und Frau.
(Nachdruck verboten.) was der Vater wollte.
Langſam war das Gift aus ſeinem Munde in das
Deinnen im jungen Herzen kam ſie ſich ſo furchtbar
Mädle, wer flötet Dir derlei Sachen ins Ohr? Doch
einſam vor. Niemand liebte ihren Seffreck, nur ſie. Herz des jungen Mädchens gefloſſen und dieſe paar
ih Deine Mutter?
Aber ſie, ſie wollte ſich feſt an ihn klammern, mochte kom= Worte, die ſie auf einſamem Spaziergang gewechſelt,
Sie ſchüttelte nur den Kopf.
In Deinem Alter ſollte man an derlei noch gar nicht men, was wollte. Sie allein wußte, wie gut und lieb er zeigten ihr plötzlich ihren Bruder und die Welt und die
ſtten. Irma iſt eine reizende Frau, Du wirſt lieb zu ſein konnte, er, den ſie als ſchlecht und böſe bezeichneten. Frauen und den ſo verleumdeten Seffreck in ganz anderem
Sie hatte ihn jüngſt wirklich zur Rede geſtellt und gefragt, Lichte.
ſein!
An eine große, reine Liebe begann ſie zu glauben,
ob er denn ſchon tatſächlich ſo viele junge Mädchen unglück=
Sie hat ihn ſich geangelt!
während er nur eine angenehme Tändelei anbahnte.
Red kein Blech, Kind, nur mit aller Mühe hat er ſie lich gemacht. Darauf hatte er breit und luſtig, gar nicht
arrungen, und wenn die Muſik die beiden früher ver= verlegen und ſchuldbewußt, gelacht, daß die blitzblanken, Sie beide wollten nicht wie Joſef und Irma ſein. Ein
weißen Zähne unter dem Schnurrbart hervortraten, und reiner Herzensbund ſollte ſie verbinden, unbekümmert um
d, ſo iſt das kein Grund, ſchlecht über ſie zu denken!
hatte geſagt: Aber bitte, Fräuleinchen nicht ich hab alle Schwierigkeiten, die daraus erwuchſen.
Und in all dieſes ſüße Hoffen und quälende Träu=
Der Hauptmann Seffreck kennt Frau Nemethyi ſchon Madeln unglücklich gemacht, ſondern ſie mich, die Racker!
ſge und der hat’s geſagt.
Tapfer hatte Hanſi geantwortet: Sie ſchauen aber men kam plötzlich die Nachricht, die der Vater eines
Abends heimbrachte, Joſef habe ſich mit Irma verlobt und
Nichts will ich wiſſen, was er geſagt hat. Himmel= gar nicht unglücklich aus!
nun führte der Bruder die Braut bei ihnen ein. Wenn
Vnerwetter noch einmal! Der Profeſſor war plötzlich
Und er hatte wieder geſagt: Wie ſoll ich unglücklich
ſie irgendwen gehabt hätte, um all die Widerſprüche und
berid geworden. So, daher bläſt der Wind! Aber ich dreinſchauen, wenn ſo ein reizendes Fräulein mir ein
Rätſel, um all die Verdächtigungen in ihr zu klären, aber
es Joſef ſagen, was er an Seffreck für einen Freund biſſel gut iſt!
ſie hatte kaum eine gleichalterige Freundin und konnte
und daß Du dem ſchwarzen Don Juan mehr glaubſt
Nein, das wäre ſie nicht!
weder der Mutter noch dem Vater ihre Zweifel verbergen,
Deinem Vater und Deinem Bruder!
Alſo wollte ſie ihn auch unglücklich machen?
Dieſe große Verantwortung konnte ſie doch nicht über= und jetzt, da ſie mit Entrüſtung den beiden hatte entgegen=
Da ſchlug der Ton bei Hanſi plötzlich um, ihr Trotz
ſid elte ſich in Angſt, wenn Joſef durch den Vater er= nehmen und darum lachte ſie ihn mit ihren lieben, ſchel= treten wollen, da drohte der Vater, es Joſef zu ſagen und
all ihre kühnen, ehrlich=feſten Träume und Pläne fielen
k, daß ſie mit Seffreck über ihn und ſeine Braut ge= miſchen Kinderaugen an.
Da war plötzlich alle Angſt vor dem böſen Mann ver= zuſammen. Sie, die wußte, wie die beiden früher ge=
chen
hatte, dann wußte er im Voraus, daß die beiden
trafen, und daß ſie ihrem Verſprechen untreu gewor= geſſen und und ſie duldete, daß er ſich ſacht in ihr Aerm= ſtanden, ſie mußte der Frau mit Freundlichkeit begegnen,
war. Nein, nein, bitte, Papa, ſprich zu Joſef nicht chen hing und daß er es auch ein wenig feſter an ſeinen und auch dem Bruder, der ihr ſo die Leviten geleſen und
Pon, es iſt auch ein Unſinn, weil ich die Frau noch i hochgewölbten Soldatenbuſen preßte und daß er ihr ſüße, ihr das harte Verſprechen abgezwungen, das ſie nicht hal=
micht
kenne, und ich will ihr freundlich begegnen, ge= dumme, liebe Worte ins Ohr raunte und dabei ihr un= ten konnte.
Draußen wurde die Wohnungsglocke gezogen. Sie
merklich Du ſagte.
Nur bitte, red’ nicht davon.
Von ſeiner Liebe ſprach er und von dem Glück, ſie ge= wußte, jetzt kam der Bruder mit der Braut. Aber ſie ging
Da lächelte der Vater ein wenig. Hu, haſt Du vor
Dnem großen Bruder Angſt. Alſo gut, wenn Du artig troffen zu haben, und ſie zwei wollten ſich lieb haben, kein nicht öffnen. Nein, ſie wollte erſt ſpäter ins Zimmer tre=

[ ][  ][ ]

Nummer 257.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 2 Oktober 1913.
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ten, wenn das Paar ſchon Platz genommen. Sie hörte trug, während Frau Betta ruhig und wie beobachtend da des rechtmäßigen Abſchluſſes, wegen der Verlobung
deutlich, wie die Mama in ihrem ruhigen, gleichmäßigen ſaß.
dig über ihre früheren Beziehungen zu Joſef hinmeäng
ſicheren Tone die beiden begrüßte, herzlich und freundlich,
Ich freue mich rieſig, daß Joſef eine ſo junge, hübſche Nein, ſo, ſo in die Enge getrieben, ſo im warmen
aber ohne Affektion. Sie hörte, wie der Vater in freu= Mutter hat! ſagte Irma zu ihr gewandt.
fernen Winkel könnte ſie nie leben, Joſef Rittnerme
diger Erregung ihnen entgegenrief, ſie ins Zimmer zog
Frau Betta lächelte dazu. Ich hab’ doch ſchon er= ihr ein anderes, glänzenderes Neſtchen aufbauennn
und die Schwiegertochter und den Sohn umarmte und wie wachſene Kinder und nun krieg’ ich auch eine richtige Und weil man darüber noch nicht im reinen war, weilmang
durch ſeine Herzlichkeit alle Verlegenheit und alle Span= Schwiegertochter!
noch nicht wußte, ob er das würde können, darum erſchienn
nung wich. Nun ſaßen ſie ſchon im Zimmer, nun mußte
Aber ich keine richtige Schwiegermutter, ſondern eine ihr plötzlich wieder dieſe Verlobung verfrüht. Dan=
ſie
eintreten. Sie hörte deutlich, indes ihr Köpfchen ſich liebe Freundin mehr! antwortete Irma und ſchüttelte delte ſie ſich wieder ſelbſt im ſtillen ob ihrer Kleingläubigeg
rot färbte, indes ihre Augen zu Boden blickten, indes ſie Frau Bettas Hand.
keit. Mußte er denn nicht mit der Operette durchſchlagens
aufrecht der unbekannten Feindin die Hand entgegen=
Hanſi ſtaunte, wie gewandt Irma ſich hier einzufügen Waren nicht auch alle anderen davon überzeugt?
ſtreckte und dieſe ſie an ſich ziehen wollte, um ihr einen verſtand und wie ſie in ihrer leichten, oberflächlichen Art
Aber Weihnachten feierſt Du doch noch mit Joſen
Kuß auf die Wange zu geben, wie Joſef ſagte: Hier haſt doch immer das Richtige tat. Und wie fein ſie gekleidet zuſammen hier bei uns, liebe Irma? Es war derg
Du mein kleines Schweſterl Hanſi!
war, faſt wie eine Theaterdame kam ſie ihr vor. Sie feſſor, der ſie aus ihren ſtillen Gedanken riß.
Ich bin kein ſchnauzbärtiger Mann, Hanſi, gib mir hatte ſie ſich ganz anders vorgeſtellt. Auch nicht ſo ſchön.
Ich glaube kaum, lieber Papa! Meine Mutter warr
einen Kuß wir wollen Freundinnen ſein! ſagte Irma Denn ſchön war ſie und ihre dunkeln Augen leuchteten tet ja ſchon mit Bangen auf mich, und ich muß auch him
einen jeden luſtig an.
es iſt ſo wie ſo das letzte Weihnachten, das ich da unten=
herzlich
.
Es war ein wenig ſteif um ſie, obwohl ſich alle die feiere! Vielleicht kommt Joſef mit zu meiner Mutten=
Aber ſie wich ein wenig zurück. Freundinnen? wie=
derholte
ſie ſich ſelbſt voll Hohn. Wie konnte dieſe welt= Mühe gaben, das Geſpräch nicht erlahmen zu laſſen und Sie wäre ſehr froh darüber!
möglichſt herzlich zueinander zu ſein. Man erkundigte
Ich glaube, es wird nicht gehen! meinte Joſef ruhig=
gewandte
Frau ihre Freundin werden?
ſich nach dem Befinden von Irmas Mutter, man fragte
Irma erſchrak faſt. Sollte ſie wirklich allein da him
Sie iſt noch jung und ſcheu und kommt ſo wenig in
ſie, wie ihr Wien gefiele, kurz, mehr oder weniger äußer= unter fahren, plötzlich von ihm getrennt ſein, ihm, ders
Geſellſchaft! ſagte die Mutter ruhig und beſtimmt. Aber
ſie liebte, an deſſen Liebe und ſtändige Geſellſchaft ſie ſie
nun leg’ ab liebe Irma. Ich leg’ Dir den Hut auf liche Phraſen. Dann wurde der Kaffee gereicht.
Währenddeſſen plauderte Irma in einem fort. Wie gewöhnt hatte, ſo daß ſie ihn keinen Tag vermiſſen 38
mein Bett!
ein Vogel in der Gefangenſchaft, der fortſingt, kam ſie können glaubte.
Eigentlich behält man jetzt dieſe großen Dinger auf
ſich ſelbſt vor. Denn in dieſen Räumen, in den klaren
Man hatte ſich vom Kaffeetiſch erhoben und gruppiert=
dem
Kopf, aber wenn Du erlaubteſt!
Augen der noch jugendlichen Frau Betta, in der ſcheuen ſich ungezwungen in eine Ecke des Zimmer um eine alts
Bei uns gibt es keine andere Etikette und Mode, als
Art Hanſis lag etwas, was ſie bedrängte. Es war eine Samtgarnitur. Der Zufall brachte Hanſi neben Irmo=
die
des Behagens, komm, gib her! bat der Vater.
ganz andere Welt, eine Welt, die mit der bürgerlichen Und unwillkürlich nahm dieſe das junge Ding faſt ſchwor
Mit einem graziöſen Griff nahm Irma den Hut ab. Einfachheit ſich ſtolz genügte, eine Welt, die ſich in ſich ſterlich um die Taille, drückte ſie ein wenig an ſich unn
Du ſollſt Dich bei uns recht gemütlich fühlen, und ſelbſt ſchloß, und ſie, ſie kam aus der Freiheit und fühlte meinte: Wie lange wird’s dauern und Du bringſt unn
wir laſſen Dich überhaupt noch nicht weg! Es war der alle Fragen und alle Blicke auf ſich gerichtet, fühlte ſich auch einen feſchen Bräutigam ins Haus!
Vater, der zum Hauptteil die Koſten der Unterhaltung ein wenig mißtrauiſch angeſtaunt, fühlte, wie man wegen
(Fortſetzung folgt.)

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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den T?. Oktober 1913.
Seite 15.
Fromne Helene. Sicher 1Z=g Fg. Preis von ſPon den Stürmern ſind Wegele und Jäger, der auch das
Schleswig; Ehrenpreis und 3000 Mark, Diſtanz 4000 Me=einzige Tor ſchoß, lobend zu erwähnen. Die däniſche
ter: 1. Lt. Frhrn. von Entreß=Fürſtenecks Anonymus (Lt. Elf zeigte einheitlich glänzendes Können und vor allem
Frhr. v. Berchem), 2. Titti II (Lt. v. Raven), 3. Antoni= ausgezeichnetes Zuſammenſpiel. Die Aufgeregtheit der
nius (Rittmeiſter Keyſer). Tot. 41:10, Pl. 18, 32, 21:10. deutſchen Mannſchaft in den erſten Minuten machten ſich
Unpl.: Tongs (4), Nana M. P., Jupiter, Electrique Her=die Dänen raſch zunutze, ſo daß ſchon in der 6. und 8. Mi=
nani
, Bordun (gef.). Kampf, 11 Lg.-Hals. Bran=nute zwei ihrer Bälle die Torlinie paſſierten. In der 40.
denburger=Hürdenrennen; 3000 Mark, Diſtanz 2700 Me= Minute folgte das dritte Tor. Kurz vor Halbzeit fiel
ter: 1. Herrn Buggenhagens Saul (Streit), 2. Chutbeh durch Jäger das einzige Tor für Deutſchland. Nach der
(H. Teichmann), 3. Immo (Steffen). Tot. 26:10, Pl. 19, Pauſe war die deutſche Mannſchaft bedeutend beſſer, be=
21:10. Unpl.: Sankt Theobald (4), Galazzi, Bora. Ueber= herrſchte auch meiſtens das Feld, konnte aber kein einziges
legen 34½ Lg. Schmidt=Pauli=Jagdrennen; Ehren= Tor mehr erzielen, während andererſeits die Dänen durch
preis und 20000 Mark, Diſtanz 5600 Meter: 1. Dr. G. Pa= einen Durchbruch das vierte Tor erzielten.
chalys Großherzog (Lt. Graf Holck) 2. Liliput (Lt. v. Kel=
ler
), 3. Oberbayer (Herr v. Weſternhagen). Tot. 13:10,
Pl. 15, 25110. Unpl.: Alpenfex. Ueberlegen 74 Lg. bis
Luftfahrt.
Weile. Großes Hürden=Rennen; 55000 Mark, Diſtanz
4000 Meter: 1. Monſ. E. Fiſchhofs Pané (Powers),
Die Sturzflüge des Franzoſen Pegoud
2. Flittergold (Fritſche), 3. Voie Lactée (Martin). Tot. in Johannisthal hatten, wie ſchon gemeldet, am Sams=
20110, Pl. 14, 23, 16.10. Unpl.: Sturmwind (4), Huſaren= tag eine gewaltige Zuſchauermenge auf den Flugplatz
liebe (5), Rapp (6). Wackerlos (7), Silver Sea, Carolling, hinausgelockt. Alle Plätze und Tribünen, die das weite
Tapage, Carino, Whiſpering, Captain, Kentucky (gef.). Flugfeld einſäumen waren dicht beſetzt und man kann
Kanter, 433 Lg. Wahlheide=Jagd=Rennen; Ehren= die Beſucherzahl auf mindeſtens 60 000 Perſonen ſchätzen.
preis und 3000 Mark, Diſtanz 4200 Meter: 1. Rittmeiſter Vor dem Klubhauſe des Kaiſerlichen Aero=Klubs hatten
Prinz M. zu Schaumburg=Lippes Freude (Lt. Frhr. ſich zahlreiche Offiziere des Kriegsminiſteriums und Ge=
v
Berchem), 2. Mark Gamp (Lt. v. Raven), 3. Galbally neralſtabes und vor allem der Fliegertruppen eingefun=
(Lt. v. Dörnberg). Tot. 29110, Pl. 13, 17, 21:10. Unpl.: den. Um 3 Uhr, kurz vor Beginn der Flüge, erſchien auch
Coiffeur (4), Flint, Pindar, Cherry Cobler Contoloro der Erbgroßherzog von Mecklenburg=Schwerin. Nach
(gef.). Leicht 2½1½
¼/ Lg.
Preis von Falkenhagen; einigen Schauflügen von Johannisthaler Piloten wurde
300 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Herrn U. v. Oertzens der Apparat Pegouds, ein gewöhnlicher Bleriot=Eindecker,
Antiqua (Liſter), 2. Blumenmädchen (H. Teichmann), deſſen Höhenſteuer etwas vergrößert worden iſt, aus der
3. Norda (W. Plüſchke). Tot. 34:10, Pl. 13, 13, 13110. Parſeval=Halle nach dem neuen Sportplatz geführt, ſorg=
Unpl. Pfeil (4), Luſtige 7, Oval, Jofra, Silex. Kampf, fältig bewacht von den Mechanikern Pegouds und Gen=
Kopf3 Lg.-Kopf.
darmen. Ein Heer von Photographen bildete die Eskorte.
sr. Paris. Prix Montbrun; 5000 Francs, Diſtanz Pegoud im weißen Sweater ſchritt grüßend neben der Ma=
1100 Meter: 1. Monſ. A. de Salvertes Vantoux (Garner), ſchine her. Nachdem er allen Kinematographen und Photo=
2. Merry Word (J. Bara), 3. Lady Beltham (Jennings). graphen gefällig geweſen, ließ er ſich an ſeine Maſchine
Tot. 5310, Pl. 21, 24, 58210. Unpl.: Teuſor, Guerande, feſtſchnallen. Der Motor wurde angeworfen und nach
Ma Lili, Clopin Clop, Hermanfe. Hals-2½2½ Lg. einem verblüffend kurzen Anlauf ſchwebte der Apparat in
Prix d’Ermenoville; 6000 Francs, Diſtanz 2000 Meter: der Luft. In etwa 250 Meter Höhe umkreiſte er den Platz.
1. Monſ. L. Groß’ Granite (Reiff), 2. Rouble (J. Childs), Vor den Tribünen begann er dann ſeine erſten Vorfüh=
3. Ex Abrupto (Garner). Tot. 31:10, Pl. 16, 20:10. Unpl.: rungen, beſtehend aus eleganten, überraſchend ſteilen Kur=
Agenda, Omnis, Nerac, Kabrerolles. 553 Lg. Prix pen= und Spiral=Flügen. Er ſtellte ſeine Maſchine bald
de Saint Firmin; 15 000 Francs, Diſtanz 1100 Meter:
ſenkrecht, bald auf die Spitze des rechten, bald auf die
1. Monſ. D. Kelekians Hip (Mac Gee), 2. Petrimolle (Ro=
Spitze des linken Flügels, beſchrieb enge Kreiſe, ſchoß
binſon), 3. Odin II (O'Neill). Tot. 300110, Pl. 85, 26, empor und in kleinen Spiralen abwärts. Dann kletterte
71110. Unpl.: Orphee II, Aurore Boreale, Tom Barckley, er wieder zu größerer Höhe empor. Als er etwa 1000 Me=
Benoiten, Preſtigeux, Termanus, La Roſe. 1½5a
Lg. ter erreicht hatte, kam einer der Haupteoups: Er drehte
Handikap Limite; 20 000 Francs, Diſtanz 2400 Meter:
ſeine Maſchine ſeitwärts auf den Rücken, flog ſo eine
1. Baron de Nexons Ardeche (G. Bartholomew), 2. Van= Strecke und ging dann in Spiralen wieder zum normalen
goyen (Jennings), 3. Careleß (ONeill). Tot. 54:10, Pl. Flug über Dann kamen einige Salto mortale, bei denen
20, 31. 16:10. Prix du Pin; 20000 Francs, Diſtanz er ſich rückwärts überſchlug. Er neigte bei dieſem Experi=
3000 Meter: 1. Monſ. de Gueſtiers Agfar (O'Neill), 2. Ro= ment die Maſchine erſt einen Moment kopfüber nach
tm. Pferde=Rennen. Dortmund, 26. Okt. Fron= magny (M. Henry), 3. Raſoir (Bellhouſe). Tot. 29.10, unten, richtete ſie dann aber ſofort wieder hoch und über=
ſchlug
ſich nach hinten, indem er einen vollen Kreis be=
Meter: 1. Herrn R. Bunſows Veira (Holoubeck), 2½4 Lg. Prix de Conſolation; 5000 Francs, Diſtanz ſchrieb, bevor er in die normale Lage zurückkam. Weitere
Prappe (Dyhr), 3. Saint Homme (R. Francke). Tot. 2100 Meter: 1. Monſ. S. J. Unzues Madras (G. Stern),
Sturz= und Spiralflüge beendeten den erſten Teil des
t0 Pl. 20, 35. 46:10. Unpl.: Coup d’oeil, Luzanile, 2. Panir (J. Childs), 3. Cantilene (Robinſon). Tot.
eia, Loge, Scotch Proof, Seapiece, Fitz, Maubour= 62310, Pl. 25, 19, 220110. Unpl.: Neſtor III, Royal Fron= Programms. Unter brauſendem Applaus landete er
dann. Der Erbgroßherzog von Mecklenburg=Schwerin ließ
de, Bethane (4). Sicher ½¾½ Lg. Trebia= ton, Prince de Normandie, La Tourelle, Clucoſe, Jo= ihn in das Klubhaus des Aero=Klubs zu ſich bitten und
Sr. Radrennen. Saldow Sieger im Dres= beglückwünſchte ihn zu ſeinen glänzenden Darbietungen,
die auf die zahlreich anweſenden deutſchen und ausländt=
ſchen
Flieger ſichtlich einen großen Eindruck machten. Nach
Unpl.: Mortimer II, Miltiades, Kriegsbruder (4), dener Radrennbahn kam am Sonntag zum Abſchluß der
Zinio Sicher ¾421 Lg. Verkaufs=Jagdren= Saiſon ein Zweiſtunden=Rennen hinter Motoren zur Ent=einer Rundfahrt auf dem Flugplatz im Automobil, bei
ſcheidung. Der Held des Tages war der Berliner Sal= der ihm wieder donnernder Beifall geſpendet wurde, be=
s
Sajodin (Kühl), 2. Kunſtſtück (Dyhr), 3. Feſtiva dow, der auf Polack=Reifen gleich die Spitze nahm, das ſtieg er von neuem ſeine Maſchine, die inzwiſchen von
idiky). Tot. 26110, Pl. 14, 12, 20:10. Unpl.: Coola= ganze Rennen hindurch führte und überlegen als Sieger ſeinen Mechanikern nochmals nachgeprüft worden war. Es
Salais (gef.), Bravo III, Pelzmaus, Bröſen, Fli= nach Zurücklegung von 168,520 Kilometern das Ziel paſ= folgten zunächſt ähnliche Vorführungen wie bei ſeinem
e, Fabius, Cunctator, Traviata, Lermoos (4), Soeur ſierte. Nettelbeck, Thomas und A. Vanderſtuyft zeigten erſten Start, dann aber kam der Höhepunkt: Pegoud hatte
ſtiſſe. Leicht 1½33 Lg. Tremonia=Handikap; ſich nicht auf der Höhe und hatten auch unter Rad= und etwa 800 Meter Höhe erreicht und ging dann dazu über,
Alpreis und 4000 Mark Diſtanz 1000 Meter: 1. Herrn Motordefekten zu leiden. Miquel mußte wegen Magen=kurz hintereinander in engen Kreiſen Saltos zu ſchlagen,
ſunds Will go (Shurgold), 2. Perle (Burns), 3. Oceana krämpfen häufig ausſetzen. Zweiter wurde Thomas 8930 bald rückwärts, bald vorwärts, bald ſeitwärts nachdem
ſimik). Tot. 155:10, Pl. 68, 24, 23:10. Unpl.: Domherr, Meter zurück, Dritter Nettelbeck 15 150 Meter, Vierter A. er vorher faſt eine volle Minute lang mit abgeſtelltem
Mnkem, Twigged it, Scotch, Nugget, Pulver, Saale, Vanderſtuyft 18000 Meter, und Fünfter Miquel 48000 Motor auf dem Rücken geflogen war.
Das Ueberraſchende an dieſen Darbietungen iſt die
Woi, Theodoſius Mato, Freimut. Sicher ½2¾ Meter zurück. Das Reſultat nach einer Stunde war:
Afes. Oktober=Handikap; Ehrenpreis und 2500 Mark, 1. Saldow 87,450 Kilometer, 2. Nettelbeck 2490 Meter, Eleganz und die abſolute Sicherheit, mit denen Pegoud
nz 3600 Meter: 1. Lt. Winterers Kale (Kühle), 2. Cy=3. Thomas 3040 Meter, 4. Vanderſtuyft 8500 Meter, 5. Mi= die Sturzflüge und Saltos ausführt. Es iſt keine Lage
MII (Hutter), 3. Avoneroft (F. Holoubeck) Tot. 29.10, quel 26 450 Meter zurück. In einem Rennen der Klaſſe denkbar, in die er ſeinen Apparat nicht gebracht hätte, und
Mt., 63, 31.10. Unpl.: Door Mat (4), Chicard (gef.), B über 30 Kilometer ſiegte der Däne Kjeldſen in 22 Mi=man hat das Gefühl, daß ſelbſt ein gewandter Vogel noch
Ada, Coral Wave, Koromaya, Talmont. Sehr leicht nuten 11,8 Sekunden vor Roßband 1820 Meter, Bäumler viel dazu lernen müßte, um Pegouds Kunſtſtück nachzu=
machen
. Er tanzt im Luftmeer herum wie ein Delphin
sr. Fußball. Dänemarkſchlägt Deutſchland im Waſſer. Seine Bewegungen weiſen ſtets weiche
Hammer), 2. Uranus (R. Francke), 3. Iſtvan (Mi= im Fußball=Länderkampf 4:1. Der erſte Fuß=Linien auf. Es iſt kein Luftakrobat, der ſich hier produ=
Tot. 168310, Pl. 48, 25. 29:10. Unpl.: Dichtung (4), ball=Länderkampf der neuen Saiſon hat leider mit der ziert, ſondern ein Fliegergenie das Eohl ſobald keinen
Fruſſe, Yole, Prosber, Self Control, Sportsman, Niederlage der deutſchen Mannſchaft geendet, wenn man Nachfolger finden wird. Als Pegoud gerade dazu über=
Ldres, Fabia Way. Feſta=Rennen; 2500 Mark, auch berückſichtigen muß, daß unſere Elf die beſte Mann=ging, ſeine Kunſtflüge vorzuführen, traf auf dem Flug=
ſnz
1300 Meter: 1. Herrn Neumanns Black Swan ſchaft des Kontinents als Gegner hatte. Wie gemeldet platz ein fremder Appart ein und landete vor den Tri=
id
, 2. Chartreuſe (E. Francke), 3. Potoskaff (Kühl), wird, wohnten dem Spiele in Hamburg trotz des regneri= bünen. Es war der belgiſche Flieger Lanſere, der am
22 210. Unpl.: Willybrook, Hendor, Meg Dods, Rain= ſchen Wetters etwa 15 000 Perſonen bei. Die deutſcheSamstag in Brüſſel geſtartet war und nach einer Zwiſchen=
Trout, Rock Fleuri, Coceington, Union Hall, Saint Mannſchaft hielt ſich ſehr tapfer und würde wahrſcheinlich landung in Hannover mit ſeinem Deperduſſin=Eindecker
gs, Annollet, La Paloma, Lacheſis, Goud Luck II, noch beſſer abgeſchnitten haben, wenn nicht der Links=Johannisthal erreichte.
außenſtürmer Zilgas=Hamburg und der linke Läufer
Karlshorſt Preis von Joachimsthal: 6000 Schimmefelder=Bonn verſagt hätten. Der Torwächter Beſichtigung des Großh. Reſidenzſchloſ=
ſes
: Dienstags und Freitags von 34 Uhr, Sonn=
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. Diſtanz 3200 Meter: 1. Rittmeiſter Prinz M. zu Schneider=Leipzig ſpielte ausgezeichnet, doch hätte er das
tags von 111 Uhr. Eintrittskarten werden beim
lumburg=Lippes Türkenbund (E. Weber), 2. Delila erſte Tor verhindern können. Hervorragend hielten ſich
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Efichmann), 3. Quo Vadis (v. Tucholka). Tot. 50:10, die Verteidiger Röpnack=Berlin und Müller=Kiel, ebenſo
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Nummer 25
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den . Oktober 1913.
Seite 16.
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[ ][  ]

Nummer 257.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 27. Oktober 1913.
Seite 18.
träge abzuſchließen. Zet aber, da nichts anderes übrig ſdes Grundgeſetzes Abſtand genommen und die weitere Be=
n


bleibt, als der Kampf, um den Verfall des ärzt= handlung dieſes Gegenſtandes dem Vorſtandsrat überlaſſen,
Eee Segen
lichen Standesaufzuhalten, empfinde man doch der bis zum Beginn der Tagung ſeine Arbeit nicht hatte=
LeteHlände
ein Gefühl der Erleichterung, denn auch der Friedfertigſte zu Ende führen können. Nachdem der Vorſitzende der bei=

rsuhe,rfasige
und Gewiſſenhafteſte muß erkennen, daß man für eine gute Ausübung der Luftſchiffahrt verunglückten Deutſchen mitt
Komn
Hauf

und gerechte Sache kämpfe. Man ſtreite nicht um perſönliches ehrenden Worten gedacht, erſtattete Geſchäftsführer Raſch
die
20. 60. 100 df
48
eien Aebbeten
Wohlergehen, ſondern man wolle dem deutſchen Vaterland den Kaſſen= und Jahresbericht. Hiernach um=
nichtfettende

riendeſpmeſen.
Sgoro=
ſeinen
köſtlichen Schatz, einen freien Aerzteſtand, erhalten, faßt der ſeit zehn Jahren beſtehende Verband gegenwärtig
Hautcréme
(e


Die mit flammender Begeiſterung vorgetragene Rede 88 Vereine mit rund 80 000 Mitgliedern. Der Bericht hebi
Serere t tr ne ee
wurde mehrfach durch ſtürmiſche Beifallskundgebungen namentlich den günſtigen Einfluß hervor, den die Einbe=
unterbrochen
und am Schluß erntete Redner einen minu= ziehung der wirtſchaftlichen Faktoren in die Verbandsleit=
Kongreſſe und Verbandstage.
ung und deren Mitarbeit ausgeübt haben, und verweiſtt
tenlangen lauten Beifall.
Der zweite Redner, Sanitätsrat Hartmann=Leipzig, auf die Bedeutung des kommenden Reichsgeſetzes üben
Die Heſſiſche Miſſionskonferenz hielt,
wie uns jetzt erſt berichtet wird, am 22. Oktober in Fried= führte aus, daß die guten Abſichten der Aerzteſchaft an dem den Luftverkehr. Der mit 158 000 Mark bilanzierende
berg ihre Jahresverſammlung ab. Die in der Hochmut, dem Uebelwollen und dem Machtkitzel der Kran= Etat wurde genehmigt und der Jahresbericht ohne De=
Hierauf wurden die Be=
Burgkirche am Vormittag ſtattgefundene Haupttagung lei=kenkaſſengewaltigen zerſchellt ſind. Die Aerzte hätten nicht batte entgegengenommen id
tete Direktor D. Schöll vom Prediger=Seminar mit den Krieg beabſichtigt, denn ſie wollten ihre beſten Kräfte richte der einzelnen Kommiſſionen zur Kenntnis genom=
einer
geiſtlichen Anſprache über Jeſ. 2, 24 ein. Nach nicht in gewerkſchaftlichen Kämpfen verzetteln. Man men. Bei dem Bericht der Flugkommiſſion bezeichnete den
den Begrüßungen durch den Konferenzvorſitzenden, Pfar= ſagte, daß die Krankenkaſſenvorſtände durch die neuen Be= zweite Vorſitzende, Profeſſor v. Hergeſell, die vielfach
rer Liz. Dr. Bert=Weiſenau, ſowie durch den Vertreter ſtimmungen der Reichsverſicherungsordnung verärgert, ſich aufgetretene Meldung, daß der Luftfahrertag die auf=
des
Großh. Oberkonſiſtoriums, Oberkonſiſtorialrat Euler, dadurch rächen wollten, in der Arztfrage eine recht große ſehenerregende Leiſtung Stöfflers nicht als Welt=
und den Abgeſandten der theologiſchen Fakultät, Pro= Verwirrung anzurichten. Das wäre eine Deſperadopolitik; rekord zu bewerten beabſichtige, den Tatſachen keineswegs
feſſor D. Schian, und nach Verleſung des inhaltsreichen aber dann hätten die Kaſſen die Verhandlungen nur zum entſprechend, da dieſe Wertung gar nicht zu ſeinen Aufgabem
Jahresberichts durch Pfarrer Fiſcher=Groß=Bieberau, Schein gepflogen und mit der ganzen Oeffentlichkeit ein gehöre, ſondern dem Verwaltungsausſchuß der National=
den
Schriftführer der Konferenz, erteilte der Vor=frevelhaftes Spiel getrieben. Wenn die Redensarten, daßflugſpende obliege der durch beſtimmte Vorſchriften ge=
ſitzende
, der ſeines überaus verdienſtvollen Vor=den Kaſſen eine große Zahl von Streikbrechern zur Ver=bunden ſei. Auf alle Fälle würde Stöfflers Leiſtung auch
im Früh=fügung ſtände, auch übertriebene Prahlereien ſeien, ſo von dieſer Stelle entſprechend gewürdigt werden. m
gängers, des, weithin bekannten
jahr verſtorbenen Pfarrers Leydhecker, mit ehrenden müſſe doch ein für allemal dieſem widerlichen Streikbre= Anſchluß hieran diente eine Mitteilung Stöfflers zun
Worten gedachte, das Wort dem Profeſſor D. Haußlei=chergewerbe ein Ende geſetzt werden. Jetzt könne nur noch Kenntnis, wonach er ſeine Stelle als Vorſitzenderg
ter=Halle für ſeinen Vortrag: Die Iſlamfrage in ein Kampfauf der ganzen Linie beſchloſſen wer= Bundes deutſcher Flugzeugführer niederlegen und in die
Afrika. Die Diskuſſion hielt ſich durch drei ſachgemäße den; es gebe jetzt nur noch einen vertragsloſen Zuſtand Flugabteilung des Deutſchen Luftfahrerverbandes eintss
Fragen von D. Schöll auf der Höhe und brachte noch und der Kampf muß zum Siege führen. Nicht eher darf ten werde. Der Verband deutſcher Flugplatzinhaben
manche intereſſante Ergänzungen. Am Nachmittag fan= Friede geſchloſſen werden, als bis alle Forderun; wurde in den Verband aufgenommen, ihm jedoch die Be=
den
zwei getrennte Sitzungen ſtatt. In der Theolo=gen der Aerzteſchaft erfüllt ſind. Sollten ſich dingung geſtellt, die Eintragung in das Vereinsregiſten
genkonferenz referierte Dr. Schneider, Aſſiſtent an an einzelnen Orten aber wirklich Söldlinge um Judas= zu erwirken.
Von beſonderer Bedeutung war die Umgeſtaltung
der Univerſitäts=Bibliothek zu Gießen, klar und anſchau= lohn bereit finden, ihren Kollegen in den Rücken zu fallen,
lich über die akademiſche Miſſionsſtudien= ſo wolle man nicht eher ruhen, als bis dieſe den Schau=des Vorſtandes. Der Vorſitzende der Tagung,
bewegung, ihre Geſchichte und ihre Methoden, wo=platz ihrer Schmach verlaſſen haben. Auch dieſer Redner zellenz v. d. Goltz, hob die großen Schwierigkeitenhi
vor, mit welchen der Verband infolge der großen Al
bei er auch über die höchſt erfreuliche Miſſionsſtudienbe= fand für ſeine Ausführungen ſtürmiſchen Beifall.
dehnung der Geſchäfte zu kämpfen habe. Der Luftfahr
wegung in Gießen berichtete. Darauf ſchilderte Pfarrer
Nach längerer Debatte wurde mit allen gegen vier verband müſſe ſo ausgeſtaltet werden, daß das neul
Palmer die Arbeit der Miſſionsſtudienkreiſe in Frankfurt. Delegierte welche zuſammen 164 Aerzte vertraten, eine ſchaffende Reichsluftamt in ihm eine arbeitsfähige Korhls
Gleichzeitig hielt der Lehrer=Miſſionsbund eine Verſamm=längere Erklärung angenommen, die im weſentlichen ration vorfinde. Es ſollte ein Arbeitsausſchuß des Deulsl
lung ab, wo Lehrer Ratz=Oberhörgern ein eindrucksvolles beſagt: Der außerordentliche Deutſche Aerztetag macht ſchen Luftfahrerverbandes geſchaffen werden, der durdd
Lebensbild von David Livingſtone entwarf.
Hieran jedem einzelnen Arzt bei jeder ärztlichen Vertretung zur Vertreter der verſchiedenen Zweige der Luftſchiffal
ſchloß ſich um 5 Uhr wieder eine große Verſammlung in Pflicht, in Zukunft mit keiner Krankenkaſſe einen Vertrag kooptiert werden kann.
Die Freiballonkommiſſion be=
der
Burgkirche an, ſpeziell für die Schüler der höheren abzuſchließen und die kaſſenärztliche Verſorgung aller frü= ſchloß eine erhebliche Verſchärfung der Beſtimmungenün
Schulen der Stadt. Hier wußte Profeſſor D. Haußleiter heren wie hinzutretenden Verſicherten unbedingt abzuleh= die Erteilung des Führerzeugniſſes. An den Kaiſel=
aus
ſeinen eigenen Reiſeerlebniſſen packende Miſſions= nen. Die Kranken werden die Hilfe des Arztes nach wie den Konig von Sachſen und den Grafen Zeppelin wüns
bilder aus Afrika den jugendlichen Hörern vorzuführen vor finden, uneingeſchränkt, nur ohne Einmiſchung der den Huldigungs= bezw. Ergebenheitstelegramme geſandt
und gewiß nicht wenige für die Miſſion zu begeiſtern.
Kaſſenverwaltung. Den Krankenkaſſen kann unter Vor= Während der Tagung war das Zeppelin=Luftſchiff Sach=
Einen wichtigen Fortſchritt zeigte diesmal die
ausſetzung der Unerfüllbarkeit der ärztlichen Forderungen ſen über Leipzig erſchienen, desgleichen einige Fliegera
Tagung: Zum erſten Male konnten Spezialkonferenzen von ihren Aufſichtsbehörden das Recht verliehen werden, die den Teilnehmern verſchiedene Schauflüge vorführteni
eingerichtet werden. Man hofft auf weitere Entfaltung. den Verſicherten an Stelle der freien Arztbehandlung eine
Aufolge Beſchluſſes der Tagung wird der nächſts
Außer den Pfarrern und Lehrern ſind auch die Oberlehrer, Barentſchädigung zu gewähren. Die Reſolution ſchließt, Deutſche Luftfahrertag in Hamburg im Jahre 191
Mediziner und Juriſten berufen, die umfaſſenden Miſ=
wenn
der Gedanke der ſozialen Verſicherung und die Kran= ſtattfinden.
ſionsprobleme zu ſtudieren und zu deren praktiſchen =
kenverſicherung
ſelbſt Schaden erleidet und vielleicht die
ſung junge Berufsgenoſſen willig zu machen! Hierzu gibt Selbſtverwaltung der Verſicherungsträger in Gefahr gerät,
eses re,
die Heſſiſche Miſſionskonferenz mit dem wiſſenſchaftlich ge= tragen die Führer der Kaſſenverbände durch ihre kaltes
diegenen Jahrbuch (1 Mark, zu haben bei Pfarrer Fiſcher
Zurückweiſen der ihnen gebotenen Friedenshand die Ver=
in
Groß=Bieberau i. O.) mannigſache Anregung.
Nose
antwortung allein.
Von den vertretenen 21207 Stimmen ſtimmten 164
Außerordentlicher Aerztetag.
dagegen.
Berlin, 26. Okt. Krieg den Kranken=
Der Vorſitzende erklärte: Wir wollen den Frieden;
kaſſen! Das war das Zeichen, unter dem der außer= aber wir wollen nur einen guten, ehrlichen Frieden haben,
ordentliche Aerztetag, der heute unter dem Vorſitz einen dauernden Frieden. Wir wollen einen Frieden,
des Sanitätsrats Dr. Dippe=Leipzig ſtattfand, geſtanden der es den Aerzten ermöglicht, eine frohe, glückliche und
hat. Erſchienen waren nahezu 500 Delegierte, die eine befriedigende Arbeit zu leiſten Sie müſſen uns kommen,
Geſamtzahl von mehr als 20 000 Aerzten vertraten. Aber und ſie werden uns kommen!
der weite Saal im Rheingold vermochte die nach Tau=
ſenden
zählenden Aerzte, die als Zuhörer den Verhand=
12. Deutſcher Luftfahrertag.
lungen beiwohnten, nicht zu faſſen; auch die Tribünen
Leipzig, 26. Okt. Unter Beteiligung von mehr
waren überfült. Die Kampftimmung herſchte bei allen
anweſenden Aekzrten, und in dieſer Stimmung ergriff zu= als 400 Deleaierten aus allen Teilen des Reiches trat hier
nächſt der Vorſitzende des Geſchäftsausſchuſſes des Deut= der zwölfte Deutſche Luftfahrertag zu ſeinen diesjährigen
ſchen Aerztevereinsbundes, Dr. Dippe= Leipzig, das Beratungen zuſammen. Das Reichsamt des Innern
Wort zu einer programmatiſchen Eröffnungs= hatte hierzu den Geh. Oberregierungsrat Albert, die
LiNOEnsTaEb
anſprache. Redner gab in längeren Ausführungen ein ſächſiſche Staatsregierung den Geh. Oberregierungsrat Eb=
Bild von dem Verlauf der Verhandlungen des Aerztever= meier=Dresden, die Stadt Leipzig Bürgermeiſter Roth ent=
Ee 2 S. aneſch.,
bandes mit den Vorſtänden des Betriebskrankenkaſſenver=fandt; auch der Kaiſerliche Automobillub war durch
bandes Er betonte, daß der Aerzteverband von dem ehr= mehrere Mitglieder vertreten. Die Verhandlungen leitete
Sen
lichen Willen beſelt war, mit den Krankenkaſſen Frieden der Vorſitzende des Deutſchen Luftſchifferverbandes, Frhr.
zu ſchließen. Er hat, um zu dieſem Ziele zu gelangen, die v. d. Goltz, der von dem zweiten Vorſitzenden Geh. Rat
Forderungen der Aerzteſchaft bis auf die äußerſte GrenzeHergeſell und dem Verbandsgeſchäftsführer Raſch
reduziert und ſich trotzdem bereit erklärt, auch weiterhin mit unterſtützt wurde.
den Krankenkaſſenverbänden zu verhandeln; dieſe aber ſeien
Der Vorſitzende begrüßte zunächſt die Vertreter der
es geweſen, welche alle Einigungsvorſchläge der Aerzte= Behörden, ſowie diejenigen des Automobilklubs, der ver=
ſchaft
rundweg abgelehnt haben. Und nicht nur das, die ſchiedenen Vereine für Luftſchiffahrt, die Vereinigungen
Krankenkaſſen haben die Einigungsverhandlungen abſicht= der Flugplatzinhaber, die wiſſenſchaftlichen Vereine uſw.
lich in die Länge gezogen, um bis zum Ausbruch der offe=Die Veratungen wurden eingekeitet mit der Wahl der ver=
nen
Feindſeligkeiten Zeit zu gewinnen, mit den Aerzten, ſchiedenen Kommiſſionen. Auf Vorſchlag des Vorſitzenden
S=Gecete
die über die Sachlage nicht orientiert waren, Einzelver= wurde von der Wahl einer Kommiſſion zur Durchberatung
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