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Stz
1117
Metr. 210
enburg) M
Köniag
armſtädten
Tad
Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
n ärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
ii ren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
ſtr Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſHriebenen Tagenwird nicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 254.
Freitag, den 24. Oktober.
1913.
würde eine einheitliche reichsgeſetzliche Regelung der
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
Armeen anderer Länder gemacht werde, wie dies im
Frage den größten Schwierigkeiten begegnen.
Laufe der Geſchichte ſo oft geſchehen ſei. Dieſe Erklärung
Angeſichts dieſer ganzen Sachlage dürfte es noch gute
des Staatsſekretärs ſei, bemerkt hierzu der Korreſpondent,
Wege haben, bis die Frage den Gegenſtand der
Reichs=
die große Note in den Aeußerungen des Großadmirals
Das Wichtigſte vom Tage.
geſetzgebung bilden wird.
geweſen. Im übrigen habe ſich Herr von Tirpitz in
Kaiſer hat geſtern vormittag ſeine Reiſe nach
r
ſehr freundlicher Weiſe über die britiſche Flotte ausge-
Konopiſcht angetreten.
ſprochen, die ſeine hohe Bewunderung gefunden habe.
Herzog=Regent von Braunſchweig hat
ſſer
Er perſönlich pflege die beſten Beziehungen zu vielen Of=
Staatsſekretär v. Tirpitz über
Enen außerordentlichen Landtag auf
Mon=
fizieren der engliſchen Flotte.
tag, den 27. Oktober, einberufen.
Deutſchlands Marinepolitik.
Zum Schluß ſagt der Korreſpondent, daß der Groß=
11. Internationale Tuberkuloſe=
Kon=
ſit
* Der Daily Chronicle veröffentlicht einen
admiral betont habe, er freue ſich, feſtſtellen zu können,
ferenz wurde geſtern in Berlin eröffnet und dauerr
langen Bericht über eine Unterredung ſeines Berliner
daß kein Grund für irgendwelche Streitigkeiten oder
Miß=
lüs Samstag.
verſtändniſſe zwiſchen den beiden Ländern vorliege. Er
Vertreters mit dem Großadmiral v. Tirpitz. Der
Ver=
ſettern nacht erfolgte die Inbetriebnahme des
treter des Blattes wurde vom Staatsſekretär ſehr
freund=
wünſche nur, daß das britiſche Volk beſſer über
euen Karlsruher Hauptbahnhofs mit dem
die deutſche Flotte und deren Aufgaben
lich empfangen; dieſer erklärte ihm gleich zu Beginn der
=Zuge 24.
Unterredung, daß er gern bereit ſei, offen mit ihm über
unterrichtet werde, als dies bisher der Fall
ge=
ſettern begann vor dem Kriminalgericht in Berlin=
Alt=
die Lage zu ſprechen, da Deutſchland nichts zu
weſen ſei. Daher verſpreche er auch dem Berliner
Korre=
iKoabit der Prozeß gegen Brandt und Gen.
verheimlichen habe, und es nur gut ſei, wenn man
ſpondenten des Daily Chronicle, ihm Gelegenheit zu
ge=
ſurch einen Automobilunfall bei Frankenſtein
über die deutſchen Intenſionen in England ſo zutreffend
ben, ſo viel als nur möglich von der deutſchen Flotte zu
Pfalz) wurden der Regierungsrat Feiertag und
Gym=
ſehen, damit er ſeine Landsleute möglichſt gut mit der
wie nur möglich unterrichtet ſei. Er wolle der britiſchen
naſiallehrer Seufert aus Kaiſerslautern getötet. Ein
deutſchen Flotte bekannt machen könne. Je beſſer man
Regierung keinen falſchen Eindruck ſeiner Politik geben.
teritter Inſaſſe ſtarb ſpäter an ſeinen Verletzungen.
Aber er wünſche, daß Volk und Regierung in England
gegenſeitig unterrichtet ſei, deſto leichter könne man ſich
der Phelps Dodge=Kohlengrube in Dawſon
über die Tatſachen genau informiert ſeien. Das
verſtändigen.
(Neu=Mexiko) ſind 130—160 Mann durch ſchlagende
deutſche Flottenbauprogramm ſei durch das Ge=
Better verſchüttet worden. Fünf wurden
ge=
rattet.
ſetz feſtgelegt und daran könne nichts geändert werden.
Deutſches Reich.
Das Geſetz werde pünktlich und genau durchgeführt wer=
Tageskalender zur Geſchichte der
Reiſe des Kaiſers nach Oeſterreich.
den. Eine Beſchränkung des Bauprogramms ſei niemals
Befreiungskriege.
Der Kaiſer hat ſeine Reiſe nach Oeſterreich geſtern
vor=
vorgekommen, und wenn einmal ein Schiff ein bißchen
Oktober
1813: Einzug Friedrich Wilhelms III.
in
mittag um 8 Uhr 55 Minuten von der Station Wildpark
früher angefangen wurde, ſo ſei dies lediglich aus
be=
erlin.
.—
Napoleon in Erfurt.
aus angetreten. Die Ankunft in Beneſchau war auf 5 Uhr
triebstechniſchen Gründen geſchehen, nämlich um auf den
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
40 Min. feſtgeſetzt. Von dort begibt ſich der Kaiſer nach
Werften die Arbeit gleichmäßig durchhalten zu können.
dem Jagdſchloß Konopiſcht. Für Freitag und Samstag
Wenn aber in England von einer Beſchleunigung
deut=
ſind Jagden feſtgeſetzt. Im Gefolge befinden ſich:
Haus=
ſcher Schiffbauten geſprochen werde, zeige dies, daß man
Die Arbeitsloſenverſicherung.
marſchall Freiherr von Lyncker, Generaladjutant
General=
über die Art der Bereitſtellung und Verteilung der
Bau=
oberſt v. Pleſſen, General à la suite Generalmajor von
—— Das ſchwierige Problem der
Arbeitsloſenverſiche=
gelder nicht orientiert ſei.
Chelius, Flügeladjutant Oberſtleutnant von Mutius,
Leib=
ſing iſt in der bayeriſchen Kammer auf Grund einer In=
Der Großadmiral erklärte wiederholt, er wünſche, daß
arzt Oberſtabsarzt Dr. von Niedner, Wirklicher Geheimer
ſtpellation der Liberalen, ſowie infolge von Anträgen
alles, was Verdacht oder Mißtrauen zwiſchen den beiden
Rat von Treutler, Vertreter des Auswärtigen Amtes. Die
s Zentrums und der Sozialdemokratie, zur Erörterung
Mächten erregen könnte, beſeitigt würde. Die öffentliche
Abreiſe von Beneſchau erfolgt am Samstag abend. Am
Langt. Man forderte ſeitens der Volksvertretung ange=
Meinung in Großbritannien ſolle genau über das
Sonntag, den 26. d. M., trifft der Kaiſer vormittags 11 Uhr
hhiss der herrſchenden Arbeitsloſigkeit Maßnahmen zu
Schiffbauprogramm in Deutſchland
orien=
in Penzing ein und begibt ſich von dort nach dem Schloß
ſiem Bekämpfung und vor allem die Einführung einer
tiertſein, aber äuch wiſſen, daß es mit Pünktlichkeit und
Schönbrunn. Die Rückfahrt von Penzing wird um 9 Uhr
ſbeitsloſenverſicherung durch das Reich beziehungsweiſe
Regelmäßigkeit durchgeführt wird. Auch ſei es
unrich=
abends angetreten. Der kaiſerliche Hofzug paſſiert Breslau
ſoern. Die hierbei vom Regierungstiſche gemachten
tig, von einer Erweiterung des Flottengeſetzes zu
am Montag, den 27. d. M., gegen ½8 Uhr morgens und
ſſtefführungen waren nicht ohne Intereſſe auch über die
ſprechen. Die Erweiterung, die geſchehen ſei, ſei ſo zu
er=
trifft um 2 Uhr 17 Min. in Station Wildpark wieder ein.
ſrr==weißen Grenzpfähle hinaus. Der Miniſter des
In=
klären, daß der Reichstag früher ſchon einen Teil der For=
Fer
Freiherr von Soden erklärte, daß an die Einführung
Einberufung des Reichstags. Wie der
derungen der Reichsregierung zurückgewieſen habe, wor=
Rei
durch Reichsgeſetz geregelten Arbeitsloſenverſicherung
auf dieſelbe aber ausdrücklich erklärt habe, daß ſie ſpäter
Präſident des Reichstages Dr. Kaempf einer
Korreſpon=
abſehbarer Zeit nicht gedacht werden könne, wenn er
mit einer Nachtragsforderung die abgelehnte Summe
ver=
denz auf Anfrage mitteilt, iſt bisher eine Entſchließung
ſch zugeben müßte, daß eine ſolche ihm als die beſte und
langen werde. Dies ſei dann auch geſchehen. Hierzu
be=
über den Tag der Einberufung des Reichstages noch nicht
gekkmäßigſte Löſung des Problems erſcheine. Unter
die=
merkt der Korreſpondent, daß er von deutſcher Seite, aber
gefaßt worden. Gegen die Wiederaufnahme der
Reichs=
nicht aus dem Reichsmarineamt, erfahren habe, daß die
Umſtänden könne Bayern unmöglich auf dem Wege
tagsarbeiten, die im Beſtreben möglichſt frühzeitigen Be=
Landesgeſetzgebung vorgehen, insbeſondere im
Hin=
letzte Erweiterung des Geſetzes im Jahre 1912 doch auf
ginns, wie gemeldet, für den 20. November, den Ver=
4 darauf, daß Bayern kein ſelbſtändiges
Wirtſchaftsge=
die politiſche Lage im Jahre 1911 zurückzuführen geweſen
tagungstermin ſelbſt, in Ausſicht genommen war, erhoh
ſei. Herr von Tirpitz habe das aber nicht geſagt.
ßtibilde. Weiter machte der Miniſter noch geltend, daß
ſich konſervativer Widerſpruch. Man meinte, daß die
vayeriſche Induſtrie ſich in einer wenig günſtigen Lage
Im weiteren Verlaufe des Geſprächs legte der Groß=
Feier des Bußtages am 19. November dadurch beeinträch=
Ein de und ohnehin ſchon mit mißlichen Verhältniſſen
admiral ſtarkes Gewicht darauf, zu erklären, daß die
tigt würde.
deutſche Flotte nur zum Zweck der
Verteidi=
kämpfen habe. Aus dem gleichen Grunde könnten
Ein Diſziplinarverfahren gegen
Un=
h die Städte nicht auf dem Wege der Geſetzgebung
ge=
gung geſchaffen ſei, und nicht zu Angriffszwecken, genau
bekannt? Wie die Magdeburgiſche Zeitung von gut
ſo wie die Armee. Deutſchland baue eine ſtarke Flotte
ungen werden, eine Arbeitsloſenverſicherung
einzu=
unterrichteter Seite wiſſen will, ſoll eine
Diſziplinarunter=
zum Schutze ſeines Handels, damit es ſeine Stimme in
ſiren und obendrein die Arbeitgeber zur Beitragsleiſtung
ſuchung anhängig gemacht worden ſein, um feſtzuſtellen,
der Welt geltend machen könne. Er könne nicht einſehen,
ſſanzuziehen. Gleichwohl will die bayeriſche Regierung
auf welchem Wege der Brief des Kronprinzen an den
warum man dies Deutſchland verarge. Ein Angriffs=
Hand zur Linderung der durch die Arbeitsloſigkeit
Reichskanzler in die Oeffentlichkeit gelangt iſt.
ſtingten Schädigungen reichen und ſtaatliche Zuſchüſſe
krieg ſeitens Deutſchlands ſei vollſtändig undenk=
Der Kampf zwiſchen den Aerzten und
wwentuellen kommunalen Arbeitsloſenverſicherungen
bar. Weiter ſagte der Staatsſekretär, er könne nicht be=
Krankenkaſſen. Der Verband der Aerzte
Deutſch=
ſwi hren; angeſichts der ungünſtigen Finanzlage ſeien die
greifen, warum man gerade die deutſche Flotte als eine
lands bittet uns um Aufnahme nachſtehender Erklärung:
el allerdings ziemlich knapp und könnten nur aus der
Gefahr anſehe. Ueberall würden große Flotten gebaut.
Der Betriebskrankenkaſſenverband ſucht die
Verant=
idgetreſerve genommen werden.
wortung für das Scheitern der Einigungsverhandlungen
In Frankreich, in Rußland, in den Vereinigten Staaten,
mit den Aerzten von ſich abzuwälzen durch die Behaup=
Man muß zugeben, daß Herr von Soden an die Sache
ja ſelbſt Griechenland trage ſich mit dem Gedanken, ſeine
tung, die Aerzteorganiſationen hätten von vornherein die
ie
Voreingenommenheit herangetreten iſt, und nach
Seemacht bedeutend zu verſtärken. Auch die ſüdamerika=
Vorſchläge der Krankenkaſſen rundweg abgelehnt, obwohl
Ballichkeit Vorkehrungen zu treffen ſucht, um dem
herr=
niſchen Republiken rüſteten zur See, ganz abgeſehen von
dieſe ſich zugunſten des Friedens außerordentlichen
Be=
ſchränkungen in ihren wichtigſten geſetzlichen Rechten
ſinden Uebelſtande der Arbeitsloſigkeit abzuhelfen. Man
Oeſterreich=Ungarn und Italien, die auch große Flotten
hätten unterwerfen wollen, Hinſichtlich des Honorars über
nd den Standpunkt der bayeriſchen Regierung erklärlich
bauen. Frankreich und Rußland ſeien zudem Verbündete
deſſen Höhe überhaupt nicht verhandelt worden ſei, hätten
pem, zumal die Arbeitsloſenverſicherung gerade ein
und ſie geben zuſammen viel mehr Geld für ihre Flotte
die Kaſſen nur die von den Aerzten vorgeſchlagene
Be=
meſſungsgrundlage nach Einzelleiſtungen nicht anerkennen
ſoblelem iſt, deſſen Löſung nach wie vor auf
Schwierig=
aus als Deutſchland. Warum wolle man in England
ge=
können, ſie hätten überhaupt nur ſolche Forderungen
ab=
rade nur Deutſchland das Recht abſprechen, eine Flotte
ſten= ſtößt, ohne daß man einen gangbaren Ausweg
fin=
gelehnt. welche die Auslieſerung der Kaſſen an die
Aerzte=
könnte. Auch iſt es erklärlich, daß man in
Arbeitgeber=
für den Schutz des deutſchen Handels zu bauen?
organiſationen bedeuteten. Hierzu iſt zu bemerken, daß
die Kaſſenverbände überhaupt keine formulierten Vor=
Der Korreſpondent ſagt, daß im Laufe der
Unter=
ſiſem ſich entſchieden dagegen wendet, zu einer derartigen
ſchläge gemacht, vielmehr nur ihre ſeit Jahren bekannten
redung der Großadmiral wiederholt geneigt ſchien, ſich
Picherung auch noch ſelbſt beizuſteuern, indem man
er=
ablehnenden Erklärungen wiederholt haben. Dagegen
R.
über den Alarm luſtig zu machen, den man in England
daß dies Sache der Arbeitnehmer allein ſei.
In
haben die Aerzte auf wichtige Rechte verzichtet, die ſich für
wegen der deutſchen Flotte mitunter zu ſchlagen pflege.
ſchiedenen Orten hat man bereits
Arbeitsloſenverſiche=
ſie aus der Gewerbeordnung und dem geſetzlichen Recht
der Freizügigkeit ergeben, Rechte, aus denen ſie ſeither
Er ſagte weiter, er wünſche nicht, die britiſche
Flotten=
ſigten mit ſtädtiſcher Subvention eingeführt, aber die
ge=
ſchon durch die Uebermacht der Kaſſen verdrängt waren;
politik in irgend einer Weiſe zu beeinfluſſen, aber ebenſo
ſichh en Erfahrungen ſind noch zu geringe, um auf deren
hinſichtlich der Wahl des Aerzteſyſtems haben die
Aerzte=
könne man verlangen, daß man Deutſchland mit ſeiner
it weiter aufbauen zu können. Auch kommen hierbei
organiſationen zugeſtanden, daß Kaſſenverträge nach dem
Flotte das tun laſſe, was es für die Sicherheit des
Lan=
ſfigg örtliche Verhältniſſe in Frage, ſo daß eine Verall=
Syſtem der organiſierten freien Arztwahl oder nach dem
des für notwendig halte. Auf keinen Fall könne Deutſch=
Kaſſenarztſyſtem oder nach dem Diſtriktsarztſyſtem
abzu=
ſier nerung nicht gut angängig iſt, wenn nicht Mißſtände
land zugeben, daß es wiederum zum Schlachtfeld der
ſchließen ſeien. Hinſichtlich des Honorars iſt die
Einzel=
porgerufen werden ſollen. Auch aus dieſem Grunde
leiſtungsbezahlung durchaus nicht allgemein verlangt
wor=
den, ſondern nur die Möglichkeit der Beibehaltung dieſes
Syſtems. Im übrigen iſt den Kaſſen angeboten worden
daß die Vergütung entweder nach Einzelleiſtungen oder
nach Jahrespauſchale erfolgen ſoll. Für den Fall ferner,
daß bei Pauſchalvergütung eine Sondervergütung für
ge=
wiſſe Einzelleiſtungen zugelaſſen ſein ſollte, haben die
Aerzteorganiſationen Maximalgrenzen zugeſagt,
des=
gleichen für den Fall, daß nur nach Einzelleiſtungen
be=
zahlt würde. Schließlich ſind den Kaſſen Kontrollinſtanzen
für die geſamte kaſſenärztliche Tätigkeit angeboten worden,
mit dem Recht, einzelnen Aerzten gegenüber
Honorar=
kürzungen vorzunehmen. Wie bei ſo weitgehendem
Ent=
gegenkommen der Betriebskrankenkaſſenverband von
For=
derungen der Aerzte ſprechen kann, die die Auslieferung von
Krankenkaſſen an die Aerzteorganiſationen bedeuten, iſt
um ſo unbegreiflicher, als für den Fall von örtlichen
Mei=
nungsverſchiedenheiten ein Schiedsamt ſeitens der
Aerzte=
organiſationen vorgeſchlagen wurde, welches unter dem
Vorſitz des Direktors des zuſtändigen
Oberverſicherungs=
amtes oder Landgerichtspräſidenten endgültig und
rechts=
verbindlich entſcheiden ſoll. Nachdem inzwiſchen das
ge=
ſamte Verhandlungsmaterial der Oeffentlichkeit zugängig
gemacht worden iſt, wird dieſe entſcheiden können, welcher
Partei die Schuld an dem nunmehr bevorſtehenden Kampf
beizumeſſen iſt.
— Die Mehrheit im württembergiſchen
Landtage. Bei der Erſatzwahl im Oberamte
Gera=
bronn behauptete die Volkspartei gleich im erſten
Wahl=
gange ihre bisherigen Mandate. Nach dem Siege der
Nationalliberalen Partei in Rottweil verfügt nunmehr
die Linke in der Zweiten Kammer endgültig über 47
Sitze, die Rechte, die das Präſidium ſtellte, über 45 Sitze,
während bisher beide Parteien je 46 Sitze hatten. Die
noch ausſtehende Landtagserſatzwahl in Stuttgart=Amt iſt
zwiſchen den Parteien der Linken, den Nationalliberalen
und Sozialdemokraten auszufechten.
— Das Ergebnis der badiſchen
Land=
tagswahlen wird von den Blättern der verſchiedenen
Richtungen als ein ſchwerer Schlag für den
Großblock=
gedanken bezeichnet. Man ſtellt übereinſtimmend feſt, daß
ein Ruck nach rechts erfolgt iſt. Die ſozialdemokratiſche
Preſſe geſteht die Niederlage offen ein, tröſtet ſich aber
da=
mit, daß der Erfolg bei der letzten Landtagswahl anormal
groß geweſen ſei. Solche unter außergewöhnlichen
Ver=
hältniſſen errungenen Wahlerfolge könnten nur unter
außergewöhnlichen Verhältniſſen gehalten werden. Die
Sozialdemokraten werden mindeſtens drei Mandate
ver=
lieren.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die Auswandererfrage. Das Subkomitee
des Budgetausſchuſſes ſetzte die Erörterung über die
Aus=
wandererpropaganda der Canadian Pacific fort.
Ko=
liſcher legte ein Schreiben vor, das ihm vom
Verwaltungs=
rat der Oeſter.=Amerika=Linie zugegangen war, in
wel=
chem die gegen die Geſellſchaft erhobenen Vorwürfe als
unrichtig zurückgewieſen würden. Bei der auf Verlangen der
Geſellſchaft ſeitens des Handelsminiſteriums
durchgeführ=
ten Unterſuchung ergab es ſich, daß die Propaganda durch
die Oeſterreich=Amerika=Linie oder ihre Agenten nicht
ge=
trieben wurde, ſondern, daß es ſich vielmehr um die
Ab=
wicklung des Prepaitsgeſchäftes handelte, wobei die Paſſage
durch die braſilianiſche Regierung bezahlt wurde. Der
Miniſter des Innern Heinold ſtellte feſt, daß nach der Lage
der Akten zur Beförderung von Freipaſſagieren ſeitens der
braſilianiſchen Regierung ein bewilligender Erlaß ſeitens
des Miniſteriums nicht ergangen iſt.
Frankreich.
Aus Marokko. Der Deputierte Long, der als
Be=
richterſtatter für die marokkaniſche Anleihe eine
Studien=
reiſe nach Marokko unternommen hat und ſich gegenwärtig
in Rabat aufhält, erklärte einem Interviewer, daß er alle
Anſtrengungen machen werde, um die Bewilligung der
Anleihe zu beſchleunigen. Man müſſe insbeſondere ohne
Verzug die erforderlichen Hafenbauten in Caſablanca in
Angriff nehmen, da Verpflichtungen diplomatiſcher Natur
und die Entwicklung dieſer Stadt dies unabweislich
ge=
macht haben. Was die Frage der Hauptſtadt anlange, ſo
habe ihn ſeine Reiſe in der Anſicht beſtärkt, daß dafür nur
eine hiſtoriſche Stätte in Zentralafrika ſich eigne, die
ühri=
gens berufen ſein werde, auch ſonſt eine Rolle zu ſpielen
ſobald die Verbindung zwiſchen Marokko und Algerier
vollſtändig hergeſtellt ſein werde.
England.
Das Landproblem. In einer Rede in
Swin=
don erklärte Lloyd George, die Mittel zur Löſung des
Landproblems müßten gründlich, durchgreifend und
er=
ſchöpfend ſein. Zuerſt müßte das Landmonopol mehr
unter die Aufſicht und die Direktion des Staates gebracht
werden. Die Fragen betreffend die kleinen Pachtungen, die
Rechtsſtreitigkeiten zwiſchen Beſitzer und Pächter und die
Aufforſtung und Urbarmachung des Landes würden alle
dem neuen Landminiſterium unterſtellt. Dieſe Vorſchläge
beruhten auf den einſtimmig gefaßten Beſchlüſſen des
Kabinetts.
Spanien.
Zurinneren Lage. In einer Verſammlung von
126 liberalen Diſſidenten, Abgeordneten und Senatoren
übte deren Führer Garcia Prieto ſcharfe Kritik an der
Re=
gierung aus, namentlich in bezug auf die Löſung des letzten
Ausſtandes in Barcelona, das marokkaniſche Problem und
die Reiſe des Herrn Poincaré. Das von Prieto entwickelte
Programm nimmt zu dem Geſetz über die provinzialen
Zweckverbände eine ausweichende Stellung. Es will die
Reform des Senats nur innerhalb der beſtehenden
Ver=
faſſung durchgeführt wiſſen und umgeht die Frage der
Kultusfreiheit, indem es ſie für unweſentlich erklärt. Das
Bemerkenswerteſte war die Erklärung, daß ſeine Gruppe
die Berufung an die Regierung verlange, um ein
libe=
rales Programm zu verwirklichen, für deſſen Ausführung
Graf Romanones, der die Kammern ſeit zehn MMonaten
geſchloſſen halte, keine Gewähr biete. Hiermit ſcheint ein
endgültiger Zuſammenbruch der liberalen Partei
einge=
treten zu ſein und nimmt die Wahrſcheinlichkeit einer
dem=
nächſtigen Berufung der Konſervativen zu.
Portugal.
Der neueſte Monarchiſtenputſch iſt nach im
ganzen übereinſtimmenden, wenn auch von der Zenſur
offenbar ſtark verſtümmelten Depeſchen erfolglos verpufft.
Ob die Regierung durch ihr ausgedehntes Spitzelſyſtem zu
gut bedient war oder die Monarchiſten durch
Geſchwätzig=
keit und allgemeinen Mangel an Vorſicht und
Entſchloſſen=
heit ihr die Sache erleichtert hatten, muß ſich demnächſt
erſt herausſtellen. Jedenfalls munkelte man ſchon ſeit
eini=
gen Wochen von einer bevorſtehenden Erhebung. Seit
drei oder vier Tagen fanden ſich ſchon geheimnisvolle
Mit=
teilungen in Zeitungen aus Madrid und von der
ſpani=
ſchen Grenze, und im Anfang dieſes Monats hatie manch
einer aufgehorcht, weil zuverläſſig verſichert wurde,
es ſeien in den letzten Tagen ziemlich umfangreiche
Ab=
ſchlüſſe von Verſicherungen von Geſchäftsgebäuden und
Wohnhäuſern in Portugal gegen Gefahren von Aufruhr
und Bürgerkrieg bewerkſtelligt worden. Die vorliegenden
amtlich eingegebenen oder zenſurierten Depeſchen ſind in
mancher Hinſicht ſehr lückenhaft und überhaupt
unbefrie=
digend. Während es richtig zu ſein ſcheint, daß der
Auf=
ruhrverſuch in Liſſabon unterdrückt und in Oporto der
Ausbruch verhindert wurde, verlautet zuverläſſig, daß eine
Beteiligung von Truppen und Polizei zwar nicht in
ſon=
derlichem Umfange, aber doch hier und da vorgekommen
iſt und daß eine Anzahl von Offizieren ſich unter den
wie=
der ſehr zahlreichen Verhafteten befinden. Auch wird von
zerſtörten Brücken und Telegraphen,
Zeitungseinrichtun=
gen und allerdings angeblich nur zeitweiſe unterbrochenem
Verkehr berichtet. In Liſſabon legt man der Sache kein
übermäßiges Gewicht bei; das Anſehen der
republikani=
ſchen Regierung iſt zwar neuerdings mehr und mehr
ge=
ſunken, allein die Ausſichten der Monarchiſten haben ſich
keineswegs entſprechend gehoben, und man erwartet weder
von den Führern noch von der Maſſe des monarchiſtiſchen
Anhanges große Dinge.
Blättermeldungen aus Badajoz geben Einzelheiten
über die Vorkommniſſe in Liſſabon am letzten Montag:
Die ganze Nacht über durchſtreiften Patrouillen die
Stra=
ßen, wobei zahlreiche bewaffnete Gruppen zerſtreut oder
* Denkſchrift über den Rückgang der
Ge=
burten. Wie verlautet, ſoll über die Erhebungen, die
über den Rückgang der Geburten angeſtellt ſind, eine
ein=
gehende Denkſchrift ausgearbeitet werden, die dem
zu=
ſtändigen Reſſortminiſter vorgelegt werden wird.
Gegen=
wärtig ſind noch nicht alle Berichte, die eingefordert
wur=
den, bei dem zuſtändigen Reſſort eingegangen.
Rund=
fragen über den Geburtenrückgang ſind gerichtet an
Geiſt=
liche, Aerzte und Lehrer, die ſich eingehend über ihr Urteil
und ihre praktiſche Erfahrung zu außern haben. Dann
dürften ſich die Erhebungen auch mit den einzelnen
Be=
völkerungsklaſſen befaſſen, unter denen ein
Geburtenrück=
gang ſich vornehmlich bemerkbar macht. Bisher iſt im
allgemeinen ſeſtgeſtellt worden, daß in den unteren
Schich=
ten der Bevölkerung der Geburtenrückgang weſentlich
ge=
ringer iſt als in den mittleren und oberen. In
Anbe=
tracht der anerkannten Bedeutung, die der Feſtſtellung der
Urſachen des Geburtenrückganges innewohnt, ſoll eine
möglichſt genaue und eingehende Darſtellung der Urſachen
des Geburtenrückganges gegeben werden, die allein eine
Beurteilung der wichtigen Frage zuläßt, auf welche Weiſe
ein planmäßiges Vorgehen gegen die bedauerliche
Erſchei=
nung vorzunehmen iſt. — Helfen wird’s aber nicht!
* Wien, 23. Okt. Mehrere Blätter beſprechen den
Beſuch Kaiſer Wilhelms in Konopiſcht
und Schönbrunn. Die Neue Freie Preſſe
ſchreibt: Der Beſuch iſt mehr als ein Freundſchafts=
Jagd=
beſuch. Er gibt vor allem auch nach außen hin den
Be=
weis, daß die Vorgänge in der Weltpolitik das herzliche
Verhältnis zwiſchen den Höfen und Völkern nicht getrübt
haben, ſondern wenn möglich noch inniger geſtalteten. Daß
die Gefahren für Europa und den europäiſchen Frieden
vorübergegangen ſind, ohne zu den ſchwerſten
Erſchütte=
rungen zu führen, verdankt die Welt in erſter Linie der
Feſtigkeit des Dreibundes. Oeſterreich=Ungarn mit ſeinen
bedeutenden Intereſſen auf dem Balkan konnte, geſtützt auf
das Bündnis mit Deutſchland und Italien, dieſe
Inter=
eſſen energiſch vertreten, ohne daß dadurch die Kataſtrophe
eines Weltkrieges entſtand. Der deutſche Reichskanzler
betonte wiederholt nachdrücklichſt die Bundestreue
Deutſch=
lands. — Die Reichspoſt führt aus: Der Beſuch, zu
verhaftet wurden, die beabſichtigten, Polizeipoſten
aufzu=
heben und Gefangene aus der Haft zu befreien. Mehrere
Perſonen wurden verwundet. Zahlreiche Aufſtändiſche
verkleideten ſich als Polizeibeamte. Der größte Teil der
Feſtgenommenen wurde durch eine Abteilung von 200
Matroſen verhaftet, die um 1 Uhr nachts mit
Maſchinen=
gewehren aus dem Arſenal ausgerückt war. Die
Mini=
ſterien und Geſandtſchaften wurden ſtreng bewacht und alle
monarchiſtiſchen Zeitungen unterdrückt. Wie verſichert
wird, war die Regierung erſt um 5 Uhr früh wieder Herr
der Lage. Die Verhafteten erklären, ſie hätten beabſichtigt.
die wahre Republik einzuführen.
Schweden.
Sven Hedin als Verteidiger
Schwe=
dens. Der Aſienreiſende Sven Hedin erklärte neulich in
einer Rede bei einem Regimentsfeſt in Falun in
Schwe=
den, daß Norwegen und Dänemark eine für Schweden ſo
wenig freundliche Politik verfolgten, daß es
möglicher=
weiſe über kurz oder lang zu einer kriegeriſchen
Ausein=
anderſetzung kommen werde. Dabei werde es Schweden
hoffentlich nicht an einem Stenbock, dem Sieger über die
Dänen zu Anfang des achtzehnten Jahrhunderts, fehlen.
Das ſchwediſche Kriegsminiſterium hat jetzt den
Komman=
deur des 3. Armeekorps um ſchnellſte Aufklärung, durch
wen Sven Hedin zum Regimentsfeſt eingeladen wäre, und
um den Wortlaut der Rede erſucht. Hedin hat vergeblich
verſucht, den in der ganzen ſkandinaviſchen Preſſe
ent=
feſſelten Sturm durch den Verſuch, die Rede harmlos zu
deuten, zu beſchwichtigen.
serbien.
Die 250=Millionen=Anleihe. In den
Ver=
handlungen über die Geſetzesvorlage, betr. die 250=
Mil=
lionen=Anleihe legte der Finanzminiſter Patſchu in der
Skupſchtina die ſchwierige finanzielle und internationale
Lage dar, welche in ungünſtiger Weiſe auf den Geldmarkt
zurückgewirkt hätten. Trotzdem ſei es der Regierung
ge=
lungen, eine relativ günſtige Anleihe abzuſchließen, da
dieſelbe bei einem Zinsfuße von 6 Prozent einen
Noten=
kurs von 84¾4 aufweiſe. Es wäre fraglich, ob die übrigen
Balkanſtaaten eine derartig günſtige Anleihe würden
er=
langen können. Der Miniſter erſuchte ſchließlich um
An=
nahme der Vorlage. Nach kurzer Debatte wurde die
Sitzung vertagt.
Kurioſe Theaterzettel.
Von Hermann Kienzl=Berlin.
Nicht von den vielbeſungenen Meerſchweinchen ſoll
die Rede ſein. Die kleinen Wanderſchmieren, die zu
Hun=
derten die Städtchen und Dörfer heimſuchen, leiſten heute
wie in alten Zeiten dem Zwerchfell häufigen Tribut,
wie=
wohl die wahre Elendskomödie hier nur zu oft hinter
dem Flitter und der Schminke grinſt. Man ſoll nicht allzu
hochmütig ſein. Auch in der Weltſtadt gedeiht die
Klein=
ſtädterei, auch die ſtolzen Hochburgen der dramatiſchen
Kunſt ſind vor Spott nicht ſicher. In der „guten” alten
Zeit zumal herrſchten beamtete Komiker im Reiche des
ſchönen Geiſtes. Ich meine die Zenſoren. Nirgends
klin=
gelte ihre Schellenkappe ſo laut, als in Wien, wo ſich ſeit
Joſefs II. kunſtfroher Tat (ſeit der Erhebung des
Burg=
theaters zum Hof= und Nationaltheater, am 8. April 1776)
die deutſche Muſterbühne entwickelte. Man leſe in
Schrey=
vogels Tagebüchern (herausgegeben von Dr. Karl
Gloſſy in den Schriften der Geſellſchaft für
Theater=
geſchichte), welchen Kampf der große Reformator in
acht=
zehn Jahren gegen die Mächte der Finſternis zu führen
hatte, um die Werke der Klaſſiker durch die Zenſur zu
brin=
gen, oder von ſchändlichen Verballhornungen zu befreien.
Man ſehe ſich Schillers fromme „Jungfrau von
Or=
leans” an, wie ſie Heinrich Laube noch bei ſeinem
Amts=
antritt in Wien vorfand und dann in ſeinem Buche „Das
Burgtheater” beſchrieb: Ein Herr Eſcherich hatte in die
klaffenden Riſſe, die ſein gehorſamer Rotſtift gezogen,
ſeitenlang ſeiner eigenen Dichtung Miſt geſtopft, hatte die
Mutter Karls VII. zu deſſen Schweſter, die Mätreſſe Agnes
Sorel zu einer ſehr legitimen Königin, den Baſtard
Du=
nois zu einem Prinzen und Vetter des Königs gemacht.
— Bezeichnend für die öſterreichiſche Kultur zur Zeit der
großen Revolution iſt ein Brief des Wiener
Hoftheater=
dichters Jünger, der ſich in meinen Händen befindet.
Er iſt datiert vom 10. April 1791, an Auguſt v. Kotzebue
gerichtet und betrifft deſſen Schauſpiel „Das Kind der
Liebe‟. Schon der Titel des Stückes erregte Anſtoß. Es
wurde ſpäter bei der Aufführung im Burgtheater
umge=
tauft und hieß: „Der Straßenräuber aus kindlicher Liebe‟
In dem Stück kommt ein evangeliſcher Pfarrer vor (
neben=
bei bemerkt: das Vorbild des Pfarrers Heffterding in
Su=
dermanns „Heimat”). Dem mußte ein anderer
bürger=
licher Beruf zugeteilt werden, weil man, wie Jünger
ſchreibt, „nicht gewohnt iſt einen Pfarrer als Liebhaber
zu ſehen, denn unſere geiſtlichen Herren laſſen ſich in
der=
gleichen kritiſchen Lagen weder zuſehen noch behorchen.”
Hauptſächlich aber hatte der Zenſor verlangt, daß der
Ehrenmann, der in dem Drama ein verführtes Mädchen
heiratet, ſeinen Adelscharakter ablege, weil es, „wie
der=
malen die Sachen ſtehen, für unſeren Adel politiſch
not=
wendig iſt, ſich gegen Mesalliancen zu ſtemmen”.. Und um
ſchließlich nur noch ein Beiſpiel aus der Fülle der geiſtigen
Not zu greifen: Schöner hat der öſterreichiſche Bureaukrat
ſeiner ſelbſt nicht ſpotten können, als indem er ein
Luſt=
ſpiel „Der Rechnungsrat und ſeine Tochter” mit dem
Ver=
merk unterdrückte: „Da die Tendenz dahin geht, das
Pro=
tektionsweſen in der bureaukratiſchen Sphäre zu
verſpot=
ten, ſo wurde die Aufführung nicht geſtattet”
Ein beißend luſtiges Buch wäre die Chronik der
Wie=
ner Zenſur! Und eine Literatur wüchſe aus den anderen
deutſchen Theaterſtädten hinzu. Aber für diesmal ſei
harmloſerer Scherze gedacht, die auch nicht unwichtig ſind
für das Charakterbild vergangener Zeiten. Im Verlage
von Paul Kegler (Wien) iſt in dieſen Tagen eine
Stati=
ſtik des Wiener Burgtheaters erſchienen, die
den Zeitraum von mehr als 136 Jahren — vom 8. April
1776 bis zum 1. Januar 1913 — umfaßt. Alle
Schauſpie=
ler, die in dieſer Zeit am Burgtheater gewirkt oder gaſtiert
haben, ſind aufgezählt und alle Stücke, die dort aufgeführt
wurden. Auch die Zahl ihrer Aufführungen iſt angegeben
Es iſt trockenes, aber bedeutſames Material für die
The=
atergeſchichte, das „Otto Rub, der Verfaſſer, aus den
Archiven und den alten Theaterzetteln geſichtet und
ge=
ſchichtet hat. Das dicke Buch bringt nur Namen und
Zah=
len. In kleinen Fußnoten jedoch werden ab und zu die
originellen Vermerke, Anzeigen und Erläſſe
wiedergegeben, die Intendanz und Direktion auf den
öffentlichen Theaterzetteln bekannt gemacht
hatten. Zutreffend bemerkt in einem Geleitwort Hugo
Thimig der gegenwärtige Leiter des Burgtheaters,
daß dieſe Zettel=Vermerke ein kulturelles Detail und eine
„Statiſtik des Geſchmackes” geben, aus denen der
Hiſtori=
ker ſich ein Sittengemälde vergangener Zeiten bilden könne.
Man ſtelle ſich nur vor, daß heute an den Litfaßſäulen ein
Theaterzettel mit der hier folgenden Kundmachung aus
dem Jahre 1779 prangen würde:
„Faſchingsdienstag um dreyviertel auf neun Uhr
Abends iſt im k. k. Hoftheater auf dem heimlichen
Gemach eine dreygehäuſig ſilberne Uhr mit einer
tom=
pakenen Kette, mit der Aufſchrift Brünn, vergeſſen
wor=
den. Der redliche Finder wird höflichſt gebeten, ſelbe
gegen gute Bezahlung an die k. k. Theaterkaſſe zu bringen.”
Mit den Jahren ſchritt die Deutlichkeit fort. Denn
eine dieſer häufigen Verluſtanzeigen lautet am 2.
Novem=
ber 1797: „Es iſt Dienstag im Nationaltheater auf der
Retirade eine ſpinnſpeckene Sackuhr liegen geblieben.
Der edle Finder derſelben wird höfl. erſucht, ſelbe gegen
Rekompenz an die Theaterkaſſe abzugeben.”
Auf ſolche
Weiſe wurde ſtimmungsvoll etwa zu Leſſings Minna von
Barnhelm” eingeladen! — Beſonders gemütlich klingt es,
wenn der Zuſchauer, der ein „rothtaffetnes Paraplui”
gegen ein anderes „rothtafetnes” ausgetauſcht hat,
aufgefordert wird, das unrechte Gut „zu dem
Feld=
webel in das Theater zu bringen oder zu ſchicken, allwo
das zurückgelaſſene zu haben, anſonſten es jeder bezahlen
müßte, der es aufzuheben gehabt.
Auch ernſte Erinnerungen, die freilich der Theaterzettel
damals nicht ahnen konnte, werden geweckt. So wird am
30. Oktober 1781 Glucks „Iphigenie” angekündigt: „Wegen
höchſterfreulicher Nachricht über die glückliche Entbindung
m
des
urde, welches unter dem
beruhten auf den einſtimmig gefaßten Beſchlüſſen
idigen Oberverſicherungs=
Kabinetts.
tten endgültig und rechts=
Spanien.
chdem inzwiſchen das
ge=
er Oeffentlichkeit zugängig
Zurinneren Lage. In einer Verſammlung von
entſcheiden können, welcher
26 liberalen Diſſidenten, Abgeordneten und Senatoren
ehr bevorſtehenden Kampf
übte deren Führer Garcia Prieto ſcharfe Kritik an der
Re=
gierung aus, namentlich in bezug auf die Löſung des letzten
württembergiſchen
Ausſtandes in Barcelona, das marokkaniſche Problem und
ahl im Oberamte
Gera=
die Reiſe des Herrn Poincaré. Das von Prieto entwickelte
kei gleich im erſten Wahl=
Programm nimmt zu dem Geſetz über die provinzialen
e. Nach dem Siege der
Zweckverbände eine ausweichende Stellung. Es will die
tottweil verfügt nunmehr
Reform des Senats nur innerhalb der beſtehenden
Ver=
mmer endgültig über 47
aſſung durchgeführt wiſſen und umgeht die Frage der
ium ſtellte, über 45 Sitze,
Kultusfreiheit, indem es ſie für unweſentlich erklärt. Das
e 46 Sitze hatten. Die
Bemerkenswerteſte war die Erklärung, daß ſeine Gruppe
vahl in Stuttgart=Amt iſt
die Berufung an die Regierung verlange, um ein
libe=
en, den Nationalliberalen
rales Programm zu verwirklichen, für deſſen Ausführung
ſten.
Graf Romanones, der die Kammern ſeit zehn Monater
er badiſchen
Land=
geſchloſſen halte, keine Gewähr biete. Hiermit ſcheint ein
Blättern der verſchiedenen
endgültiger Zuſammenbruch der liberalen Partei
einge=
chlag für den
Großblock=
treten zu ſein und nimmt die Wahrſcheinlichkeit einer
dem=
übereinſtimmend feſt, daß
nächſtigen Berufung der Konſervativen zu.
Die ſozialdemokratiſche
n ein, tröſtet ſich aber da=
Portugal.
n Landtagswahl anormal
Der neueſte Monarchiſtenputſch iſt nach im
außergewöhnlichen
Ver=
ganzen übereinſtimmenden, wenn auch von der Zenſur
folge könnten nur unter
offenbar ſtark verſtümmelten Depeſchen erfolglos verpufft
n gehalten werden. Die
Ob die Regierung durch ihr ausgedehntes Spitzelſyſtem zu
deſtens drei Mandate
ver=
gut bedient war oder die Monarchiſten durch
Geſchwätzig=
keit und allgemeinen Mangel an Vorſicht und
Entſchloſſen=
nd.
heit ihr die Sache erleichtert hatten, muß ſich demnächſt
erſt herausſtellen. Jedenfalls munkelte man ſchon ſeit eini=
Ungarn.
gen Wochen von einer bevorſtehenden Erhebung. Seit
Das Subkomitee
rage.
drei oder vier Tagen fanden ſich ſchon geheimnisvolle Mit=
Erörterung über die
Aus=
teilungen in Zeitungen aus Madrid und von der ſpani=
Ko=
adian Pacific fort.
chen Grenze, und im Anfang dieſes Monats hatte manch
as ihm vom
Verwaltungs=
einer aufgehorcht, weil zuverläſſig verſichert wurde.
zugegangen war, in
wel=
es ſeien in den letzten Tagen ziemlich umfangreiche
Ab=
erhobenen Vorwürfe als
ſchlüſſe von Verſicherungen von Geſchäftsgebäuden und
Bei der auf Verlangen der
Wohnhäuſern in Portugal gegen Gefahren von Aufruhr
sminiſteriums durchgeführ=
und Bürgerkrieg bewerkſtelligt worden. Die vorliegenden,
daß die Propaganda durch
amtlich eingegebenen oder zenſurierten Depeſchen ſind in
der ihre Agenten nicht
ge=
mancher Hinſicht ſehr lückenhaft und überhaupt
unbefrie=
ſich vielmehr um die
Ab=
digend. Während es richtig zu ſein ſcheint, daß der
Auf=
handelte, wobei die Paſſage
ruhrverſuch in Liſſabon unterdrückt und in Oporto der
ung bezahlt wurde. Der
Ausbruch verhindert wurde, verlautet zuverläſſig, daß eine
ellte feſt, daß nach der Lage
Beteiligung von Truppen und Polizei zwar nicht in ſon=
Freipaſſagieren ſeitens der
derlichem Umfange, aber doch hier und da vorgekommen
ewilligender Erlaß ſeitens
iſt und daß eine Anzahl von Offizieren ſich unter den
wie=
n iſt.
der ſehr zahlreichen Verhafteten befinden. Auch wird von
zerſtörten Brücken und Telegraphen,
Zeitungseinrichtun=
eich.
gen und allerdings angeblich nur zeitweiſe unterbrochenem
eputierte Long, der als Be=
Verkehr berichtet. In Liſſabon legt man der Sache kein
ſche Anleihe eine
Studien=
übermäßiges Gewicht bei; das Anſehen der
republikani=
en hat und ſich gegenwärtig
chen Regierung iſt zwar neuerdings mehr und mehr
ge=
m Interviewer, daß er alle
unken, allein die Ausſichten der Monarchiſten haben ſich
um die Bewilligung der
keineswegs entſprechend gehoben, und man erwartet weder
n müſſe insbeſondere ohne
von den Führern noch von der Maſſe des monarchiſtiſchen
enbauten in Caſablanca in
Anhanges große Dinge.
ungen diplomatiſcher Natur
Blättermeldungen aus Badajoz geben Einzelheiten
tadt dies unabweislich
ge=
über die Vorkommniſſe in Liſſabon am letzten Montag:
der Hauptſtadt anlange,
ſo
Die ganze Nacht über durchſtreiften Patrouillen die
Stra=
ſicht beſtärkt, daß dafür nur
ßen, wobei zahlreiche bewaffnete Gruppen zerſtreut oder
Z
Er iſt datiert vom 10. April 1791, an Auguſt v. Kotzebue
gerichtet und betrifft deſſen Schauſpiel „Das Kind der
aterzettel.
Liebe‟. Schon der Titel des Stückes erregte Anſtoß. Es
wurde ſpäter bei der Aufführung im Burgtheater
umge=
ienzl=Berlin.
tauft und hieß: „Der Straßenräuber aus kindlicher Liebe‟
genen Meerſchweinchen ſoll
In dem Stück kommt ein evangeliſcher Pfarrer vor (
neben=
anderſchmieren, die zu
Hun=
bei bemerkt: das Vorbild des Pfarrers Heffterding
in
Su=
er heimſuchen, leiſten heute
dermanns „Heimat”).
bürger=
Dem mußte ein anderer
chfell häufigen Tribut,
wie=
icher Beruf zugeteilt werden, weil man, wie
Jünger
die hier nur zu oft hinter
chreibt, „nicht gewohnt iſt, einen Pfarrer als Liebhaber
grinſt. Man ſoll nicht allzu
zu ſehen, denn unſere geiſtlichen Herren laſſen ſich in der=
Weltſtadt gedeiht die
Klein=
gleichen kritiſchen Lagen weder zuſehen noch behorchen.”
ochburgen der dramatiſchen
Hauptſächlich aber hatte der Zenſor verlangt,
daß der
ſer. In der „guten” alten
Ehrenmann, der in dem Drama ein verführtes Mädchen
te Komiker im Reiche des
heiratet, ſeinen Adelscharakter ablege, weil es, „wie
der=
e Zenſoren. Nirgends
klin=
malen die Sachen ſtehen, für unſeren Adel politiſch
not=
tt, als in Wien, wo ſich ſeit
wendig iſt, ſich gegen Mesalliancen zu ſtemmen”.. Und um
der Erhebung des
Burg=
t
chließlich nur noch ein Beiſpiel aus der Fülle der geiſtigen
altheater, am 8. April 1776),
Not zu greifen: Schöner hat der öſterreichiſche Bureaukrat
ſickelte. Man leſe in
Schrey=
einer ſelbſt nicht ſpotten können, als indem er ein
Luſt=
ausgegeben von Dr. Karl
piel „Der Rechnungsrat und ſeine Tochter” mit dem
Ver=
er Geſellſchaft für
Theater=
merk unterdrückte: „Da die Tendenz dahin geht, das
Pro=
große Reformator in
acht=
ektionsweſen in der bureaukratiſchen Sphäre zu
verſpot=
ten, ſo wurde die Aufführung nicht geſtattet”.
e der Finſternis zu führen
er durch die Zenſur zu brin=
Ein beißend luſtiges Buch wäre die Chronik der Wie
rballhornungen zu befreien.
ner Zenſur! Und eine Literatur wüchſe aus den anderen
deutſchen Theaterſtädten hinzu.
Aber für diesmal ſei
omme „Jungfrau von Or=
den, daß Norwegen und Danemark eine fur Schwedenm
wenig freundliche Politik verfolgten, daß es
möglichen=
weiſe über kurz oder lang zu einer kriegeriſchen Ausei
anderſetzung kommen werde. Dabei werde es
Schwede=
hoffentlich nicht an einem Stenbock, dem Sieger über
Dänen zu Anfang des achtzehnten Jahrhunderts, fehlen
Das ſchwediſche Kriegsminiſterium hat jetzt den
Komman=
deur des 3. Armeekorps um ſchnellſte Aufklärung,dur
wen Sven Hedin zum Regimentsfeſt eingeladen wäre, um
um den Wortlaut der Rede erſucht. Hedin hat vergeblieſ
verſucht, den in der ganzen ſkandinaviſchen Preſſe ent
eſſelten Sturm durch den Verſuch, die Rede harmlos
deuten, zu beſchwichtigen.
Serbien.
Die 250=Millionen=Anleihe. In den
handlungen über die Geſetzesvorlage, betr. die 250
lionen=Anleihe legte der Finanzminiſter Patſchu inds
Skupſchtina die ſchwierige finanzielle und internation
Lage dar, welche in ungünſtiger Weiſe auf den Geldmah
zurückgewirkt hätten. Trotzdem ſei es der Regierung
lungen, eine relativ günſtige Anleihe abzuſchließen,
d
dieſelbe bei einem Zinsfuße von 6 Prozent einen Noten
kurs von 84¾ aufweiſe. Es wäre fraglich, ob die übrigg
Balkanſtaaten eine derartig günſtige Anleihe würdene
angen können. Der Miniſter erſuchte ſchließlich um
nahme der Vorlage. Nach kurzer Debatte wurde
d
Sitzung vertagt.
* Denkſchrift über den Rückgang der
6.
burten. Wie verlautet, ſoll über die Erhebungen,d
über den Rückgang der Geburten angeſtellt ſind, eine
ehende Denkſchrift ausgearbeitet werden, die dem
3u
tändigen Reſſortminiſter vorgelegt werden wird. Geges
wärtig ſind noch nicht alle Berichte, die eingefordert wi
den, bei dem zuſtändigen Reſſort eingegangen.
Runa
fragen über den Geburtenrückgang ſind gerichtet an
Geif
liche, Aerzte und Lehrer die ſich eingehend über ihr
Urte.
Dam
und ihre praktiſche Erfahrung zu äußern haben.
dürften ſich die Erhebungen auch mit den einzelnen
B
völkerungsklaſſen befaſſen, unter denen ein Geburtenig
gang ſich vornehmlich bemerkbar macht. Bisher
iſt a
Schül)
allgemeinen ſeſtgeſtellt worden, daß in den unteren
ſe
ten der Bevölkerung der Geburtenrückgang weſentlich
ringer iſt als in den mittleren und oberen. In Am
tracht der anerkannten Bedeutung, die der Feſtſtellunge
Urſachen des Geburtenrückganges innewohnt,
ſoll eit
möglichſt genaue und eingehende Darſtellung der Urſache
des Geburtenrückganges gegeben werden, die allein
Beurteilung der wichtigen Frage zuläßt, auf welcheWel
ein planmäßiges Vorgehen gegen die bedauerliche Erſche
Helfen wird’s aber nicht!
nung vorzunehmen iſt.
-
* Wien, 23. Okt. Mehrere Blätter beſprechene
Beſuch Kaiſer Wilhelms in Konopiſch
und Schönbrunn. Die Neue Freie Pe
ſchreibt: Der Beſuch iſt mehr als ein Freundſchafts=Jag
beſuch. Er gibt vor allem auch nach außen hin denB
weis, daß die Vorgänge in der Weltpolitik das herzlict
Verhältnis zwiſchen den Höfen und Völkern nicht getrüc
haben, ſondern wenn möglich noch inniger geſtalteten,
die Gefahren für Europa und den europäiſchen Friede
vorübergegangen ſind, ohne zu den ſchwerſten Erſchütts
rungen zu führen, verdankt die Welt in erſter Linied=
Feſtigkeit des Dreibundes. Oeſterreich=Ungarn mit ſeing
bedeutenden Intereſſen auf dem Balkan konnte geſtütztar
das Bündnis mit Deutſchland und Italien, dieſe In
eſſen energiſch vertreten, ohne daß dadurch die Kataſtropk
Der deutſche
Reichskanzl=
eines Weltkrieges entſtand.
betonte wiederholt nachdrücklichſt die Bundestreue Deutſch
Die Reichspoſt führt aus: Der Beſuchs
lands.
Archiven und den alten Theaterzetteln geſichtet und g
chichtet hat. Das dicke Buch bringt nur Namen und
Zal=
len. In kleinen Fußnoten jedoch werden ab und zu de
Anzeigen und Erläſß
originellen Vermerke,
wiedergegeben, die Intendanz und Direktion auf der
öffentlichen Theaterzetteln bekannt gemas
hatten. Zutreffend bemerkt in einem Geleitwort Hugt
Thimig, der gegenwärtige Leiter des
Burgthegter=
daß dieſe Zettel=Vermerke ein kulturelles Detail und eirt
Statiſtik des Geſchmackes” geben, aus denen der
Hiſton=
er ſich ein Sittengemälde vergangener Zeiten bilden könn=
Man ſtelle ſich nur vor, daß heute an den Litfaßſäulene=.
Theaterzettel mit der hier folgenden Kundmachung
a=
dem Jahre 1779 prangen würde:
„Faſchingsdienstag um dreyviertel auf neun U=
Abends iſt im k. k. Hoftheater auf dem heimliche=
Gemach eine dreygehäuſig ſilberne Uhr mit einer
ton=
vakenen Kette, mit der Aufſchrift Brünn, vergeſſen
war=
den. Der redliche Finder wird höflichſt gebeten, ſelle
gegen gute Bezahlung an die k. k. Theaterkaſſe zu bringen
Mit den Jahren ſchritt die Deutlichkeit fort. Dern
eine dieſer häufigen Verluſtanzeigen lautet am 2.
Novert=
ber 1797: „Es iſt Dienstag im Nationaltheater auf d=
Retirade eine ſpinnſpeckene Sackuhr liegen gebliebee
Der edle Finder derſelben wird höfl. erſucht, ſelbe geg
Auf ſol=
Rekompenz an die Theaterkaſſe abzugeben.
Weiſe wurde ſtimmungsvoll etwa zu Leſſings „Minna ver
die ſtimmungsvolle Waldesweiſe von Engelsberg und
Morgen im Walde von Hegar. Beſonderes Intereſſe
dürfte der groß angelegte ſchwierige Chor: Rudolf von
Werdenberg von Hegar erregen, den der Liederzweig,
wie faſt alle übrigen Chöre, zum erſtenmal ſingt. An
das Konzert ſchließt ſich ein Ball an. Näheres Programm
und Anzeigen.
* Allgem. evang.=prot. Miſſionsverein. Auf die
An=
zeige dieſes Vereins, der nächſten Sonntag hier ſein
Jah=
resfeſt feiert, wird hierdurch verwieſen. Beſonders ſei
auf die Vorträge des Superintendenden D. theol. Schiller
aus Kyoto, der ſeit 18 Jahren in Japan tätig iſt,
emp=
fehlend hingewieſen.
* Der Verein der Württemberger begeht am Sonntag
ſein großes Herbſtfeſt im Saale des „Perkeo”,
Alexanderſtraße, beſtehend aus Konzert, Theater und Tanz.
Hierzu ſind ſämtliche Landsleute und Gönner des Vereins
eingeladen.
§ Schutzmannsſchule. An der gemeinſamen
Schutz=
mannsſchule für das Großherzogtum Heſſen hat geſtern
Donnerstag vormittag 9 Uhr der diesjährige
Herbſtlehr=
gang hier im Polizeiamtsgebäude begonnen. Es iſt dies
ſeit Beſtehen der Schule der 18. Lehrgang. An demſelben
nehmen teil: fünf Schutzleute von Darmſtadt, zwei
Schutz=
leute von Mainz, zwei Schutzleute von Offenbach und ein
Schutzmann von Gießen, zuſammen zehn Mann.
* Die Schankgefäße in den Wirtſchaften werden
zur=
zeit von Beamten des hieſigen Polizeiamts einer Reviſion
daraufhin unterzogen, ob ſie mit einem Füllſtrich und mit
der Bezeichnung des Sollinhaltes verſehen ſind. Wir
machen deshalb alle hieſigen Wirte nochmals auf die
Vor=
ſchriften des Schankgefäßgeſetzes aufmerkſam, wonach
alle zur Verabreichung von Bier und Wein aller Art
dienenden Schankgefäße von mehr als 0,2 Liter Inhalt,
welche in Gaſt= und Schankwirtſchaften tatſächlich
vorhan=
den ſind, alſo auch die Stammgläſer und Stammkrüge
mit Füllſtrich und Bezeichnung des Sollinhaltes verſehen
ſein müſſen. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften
werden nach dem Schankgefäßgeſetz nicht nur mit
Geld=
ſtrafe oder Haft beſtraft, ſondern es werden auch die
vor=
ſchriftswidrig befundenen Schankgefäße eingezogen.
* In Amerika verſtorbene Heſſen. Nach kurzem
Lei=
den entſchlief am 1. Oktober in Summit, N. J., woſelbſt
er zur Erholung weilte, Herr Theodor B. Koenig. Der
Entſchlafene war am 15. November 1874 in Ober=
Mör=
len, Kreis Friedberg, geboren, erreichte daher ein Alter
von nahezu 39 Jahren. Er kam im Jahre 1891 nach
Ame=
rika und trat bei ſeinem Bruder Jakob Koenig als
Teil=
haber in deſſen Geſchäft. — Im Alter von 73 Jahren
ſtarb in Shenectady, N. Y., einer der älteſten deutſchen
Bürger, Herr Jakob Heller. Der Verſtorbene war in
Darmſtadt geboren und kam im Alter von 15 Jahren
nach Amerika. — Mitten in heiterem Geſpräch mit ſeinen
Lieben überraſchte der Tod Herrn Valentin Schmidt
am 27. September in ſeiner Wohnung, 927 Butternut
Straße, Syracuſe, N. Y. Der Heimgegangene war am
4. Februar 1845 in Gimbsheim, Kreis Worms,
ge=
boren und war im Jahre 1870 nach Amerika gekommen,
um in Syracuſe eine neue Heimat zu finden. — Nach
län=
gerem Siechtum iſt am 26. Sept. in ſeiner Wohnung, in
Nr. 501 Fenia Avenue, Dayton, O., Herr Auguſt
Ba=
lonier, ein bekannter Gaſtwirt, geſtorben. Er erreichte
ein Alter von ungefähr 52 Jahren. Mit ihm iſt ein
bekannter Deutſcher dahingegangen, der während ſeines
Lebens das lebhafteſte Intereſſe am deutſchen
Männer=
geſang genommen hat und immer bereit war, zu deſſen
Förderung behilflich zu ſein. Lützel=Wiebelsbach,
Kreis Erbach i. O., Großherzogtum Heſſen, war der
Ge=
burtsort des Verſtorbenen: Er wanderte vor 31 Jahren
nach Amerika aus. — Herr Jakob Gruenewald ſen.,
einer der älteſten Anſiedler, ſtarb auf ſeiner Farm
weſt=
lich von Millſtadt, Ill., am 21. September im Alter von
85 Jahren. Er wurde geboren in Roßdorf, Heſſen=
Darmſtadt, am 5. Auguſt 1828. Er kam nach Amerika in
ſeinem 6. Lebensjahre, direkt nach Millſtadt Townſhip
auf eine Farm, wo er bis zu ſeinem Tode wohnte.
* Adreßbruch. Der Druckbogen Nr. 5 des Adreßbuchs
für 1914, enthaltend Einwohnerregiſter — Friedrich,
Phi=
lipp bis Grüneberg, Wilhelm —
liegt im
Hauptmelde=
bureau, Hügelſtraße 31/33, Zimmer Nr. 13, während der
Bureauſtunden (8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis 6 Uhr
nachmittags) bis zum 27. Oktober vormittags zur
Einſicht=
nahme offen.
§ Unfall. Am Mittwoch mittag kurz nach 12 Uhr
wurde ein ſechs Jahre altes Mädchen in der Mühlſtraße,
gegenüber dem Garniſonlazarett von einem Automobil
derart angefahren, daß es unter das Automobil zu liegen
kam. Glücklicherweiſe hat das Mädchen keinerlei
Ver=
letzungen davongetragen, was nur dem beſonnenen und
langſamen Fahren des Autolenkers zuzuſchreiben iſt. Das
Mädchen iſt nach Angaben von Augenzeugen plötzlich in
das Auto hineingelaufen. Den Lenker des Autos, der ſich
ſofort um das Mädchen bekümmert hat, trifft an dem
Un=
fall keine Schuld.
§ Zimmerbrand. Am Mittwoch abend gegen 8 Uhr
iſt im Hauſe Gartenſtraße Nr. 20 in einer Wohnung im
dritten Stock durch Explodieren einer Benzinflaſche ein
Brand ausgebrochen, welcher durch die Hausbewohner
als=
bald gelöſcht wurde. Die herbeigerufene Feuerwehrwache
brauchte nicht in Tätigkeit zu treten.
Strafkammer.
eln, bildeten den Höhepunkt des Vortrages. Die
perſön=
lichen Erinnerungen, die der Redner an die fremdartigen
Anſichten knüpfte, trugen nicht unweſentlich dazu bei, ſie
den Zuhörern näher zu bringen. Im weiteren
Verlauf=
ſchilderte Herr Dr. Vix die Fortſetzung ſeiner Reiſe an de
vulkanreichen Grenze zwiſchen Deutſchoſtafrika und dem
Kongoſtaat. Er machte hier ethnographiſche Studien und
erforſchte außerdem die dort teilweiſe ſehr verbreitete
Schlafkrankheit. Aufnahmen, die auf Leben und Kultur
der Eingeborenen bezeichnende Lichter warfen, ſowie
Jagd=
bilder ergänzten wirkungsvoll die Landſchaftsaufnahmen.
* Fortſchrittliche Volkspartei Darmſtadt. Die
Mit=
gliederverſammlung war gleich den vorhergehenden ſehr
gut beſucht. Der von Herrn Lehrer Grül erſtattete Vortrag
über die Ideale unſerer Kolonialpolitik fand regſtes
In=
tereſſe. Ganz beſonders verſtand es der Vortragende durch
ſeine Sachkenntnis und Erfahrungen aus ſeinem Leben
in den Kolonien die Ideale, wie die Kolonien zu
erwer=
ben, zu bewirtſchaften und zu verwalten ſind, zu ſchildern.
Beſonders zu bedauern iſt, daß die Kleinſiedelung ſehr
ſchlechte Ausſichten auf Lebensdauer und
Entwickelungs=
fähigkeit hat. Auch ſtehen der Förderung der Kolonien noch
die erſchwerend hohen Frachtſätze für Einfuhr der
Kolo=
nialprodukte nach dem Mutterlande, als auch umgekehrt,
ſchädigend entgegen. Der Redner ſtellte eine Reihe von
Forderungen auf, die einer geſunden Kolonialpolitik
för=
derlich ſind. Der Vortragende als auch die
Diskuſſions=
redner fanden bei der Verſammlung volle Zuſtimmung,
— Für nächſten Dienstag iſt ein Vortrag des Herrn
Guts=
beſitzers Becker=Bensheim im „Fürſtenſaal” vorgeſehen
Weiter iſt in dem Winterprogramm noch eine
Mitglieder=
verſammlung und eine öffentliche Verſammlung
vorge=
ſehen, um über die bevorſtehenden
Stadtverordne=
tenwahlen weiter zu beraten, da in der letzten
Mit=
gliederverſammlung beſchloſſen wurde, daß die Partei als
ſolche ſelbſtändig in die Wahlen eintritt.
MV. Auf das erſte Konzert des Muſikvereins ſei
hiermit beſonders hingewieſen. Es findet am Montag.
den 27. Oktober im Städtiſchen Saalbau ſtatt. Zu
Gehör gelangt Max Bruchs Lied von der Glocke
dem ſeine großen muſikaliſchen Schönheiten den
bevor=
zugten Platz in den Konzertſälen verſchafft haben, den
er ſeit Jahrzehnten behauptet. Die Aufführung iſt
ſorg=
fältig vorbereitet und die Solopartien ſind mit
treff=
lichen Künſtlern beſetzt. Um das ſchöne Werk möglichſt
Vielen zugänglich zu machen, wird auch die Hauptprobe
Sonntag, den 26. Oktober, vormittags 10 Uhr, im Saal
bau öffentlich ſein. Es werden auch Karten für Schüler
ausgegeben werden.
Die Nationalliberale Partei in Darmſtadt
wird auch in dieſem Winter wieder eine Reibe vor
größeren öffentlichen Verſammlungen veranſtalten. Es
ſollen zunächſt die im Vordergrund der politiſchen
Dis=
kuſſion ſtehenden Steuerfragen eingehend behandelt
werden. Vorerſt ſind drei größere Verſammlungen in
Ausſicht genommen. Es werden in folgender
Reihen=
folge ſprechen: 1. Herr Ref. Dingeldey über „Die
Steuerpolitik des Reiches” 2. Herr
Landtagsabgeord=
neter Dr. Oſann über „Die Steuerpolitik Heſſens
3. Herr Stadtverordneter Dr. Nöllner über „Die
Ge=
meindeſteuerpolitik”. Näheres wird noch in den Zeitungen
und durch Plakate bekannt gegeben werden. Außerdem
wird noch in der erſten Häffte des Winters in einer
großen Verſammlung in der Turnhalle einer der
führen=
den nationalliberalen Reichstagsabgeordneten ſprechen.
* Verband evangeliſch=kirchlicher Frauenvereine
im Großherzogtum Heſſen. Es ſei jetzt ſchon darauf
hingewieſen, daß Herr Dr. Sell von der
Eleonorenheil=
ſtätte am Donnerstag, den 13. November, nachmittags
3½ Uhr, im „Kaiſerſaal” hier einen für jedermann
zu=
gänglichen Lichtbildervortrag über „Frauenkleidung‟
halten wird.
Ortsgewerbeverein. Ueber die Genoſſenſchaften
mit beſchränkter und unbeſchränkter Haftpflicht ſpricht
heute abend im Ortsgewerbeverein Herr Rechtsanwalt
Geißner. Bei der Wichtigkeit dieſer Frage ſei hierauf
nochmals hingewieſen. Zu dem Vortrag ſind auch
Gäſte willkommen.
Liederzweig (Herbſtkonzert). Wie ſchon dieſer Tage
erwähnt, werden ſich in dem Konzert des Liederzweigs
am Samstag, den 25. Oktober (Turnhalle, Woogsplatz),
Fräulein Alma Feiſtle, Hofovernſängerin, Herr Kurt
Zinke (Tenor) und Herr Eberhard Delp ſoliſtiſch
be=
tätigen. Eine große Aufgabe hat ſich der Chor geſtellt.
Neben kleineren Chören (Roſenfrühlina von Jüngſt,
Abreiſe, Volkslied, bearb. von Schauß) ſingt der Verein
g. Geſtern verhandelte die Strafkammer I gegen drei hie.
ſige Zahntechniker wegen des Erpreſſungsverſuchs
durch den ſie Ende Juli von einer hieſigen Dame 3000
Mark erpreſſen wollten. Die Tat charakteriſiert ſich als
das Produkt des Leſens von Schmutz= und
Schundlitera=
tur, die bei dem Hauptangeklagten, der verheiratet und
Vater von vier Kindern iſt, anſcheinend eine gänzliche
Geiſtesverwirrung hervorgerufen hat. Andererſeits iſt der
ganze Plan außerordentlich raffiniert angelegt geweſen
und zeugt von einem ganz intenſiven Willen zu dem
er=
wähnten Verbrechen der Erpreſſung. Ende Juli d. J.
erhielt eine hieſige vermögende Dame folgenden
phan=
taſtiſchen, angeblich wörtlich einem Schundromanheft
ent=
nommenen, mit einem Kinderdruckappargt geſchriebenen
Brief: „International Bando for Piboket, Sitz Paris.
Werte Madam. Durch das Los wurden Sie in unſerer
Verſammlung beſtimmt, uns ein Opfer zu bringen. Win
fordern von Ihnen 3000 Mark und iſt dieſe Summe nach
Ihrem Vermögen bemeſſen. Bedingungen: das Geld iſt
in deutſchem Papiergeld zu zahlen, Reichsbanknoten. Sie
müſſen gegen jeden Menſchen ſchweigen. Bewahren Sie
keine Diskretion, oder zahlen das Geld nicht, ſo werden
Sie in kurzer Zeit Ihren Sohn auf den Friedhof tragen.
Benachrichtigen Sie Polizei, ſo iſt Ihr Leben unſer
Eigen=
tum. Furchtbar rächen wir uns, ſo Sie den Brief nicht
reſpektieren. Zahlen Sie die drei Tauſend Mark, ſo hören
Sie auf Ehrenwort von uns nichts mehr. Das Geld muß
unbedingt Freitag nachmittag 6 Uhr auf Poſt ſein. Adreſſe
hauptpoſtlagernd Darmſtadt Indigo 457. 1. Führer Hamid
Tornai Bando Chef Drago Lexowe.‟ Die Sache wurde
ſofort der Polizei übergeben, die die Poſt beobachten
und einen entſprechenden Brief hinterlegen ließ. Am
Sonntag ging der Angeklagte R. zur Poſt, gab dort einem
Jungen 50 Pfennig und den Auftrag, nach dem Brief zu
fragen, er ſollte den Brief nach dem Oberwaldhaus
brin=
gen. Der Hauptangeklagte ſelbſt wollte beobachten, ob
der Bote abgefaßt werde, um alsdann auch den R. zu
be=
nachrichtigen. Da jedoch am fraglichen Sonntag eine
Ueberwachung nicht ſtattfinden konnte, antwortete der
Schalterbeamte, daß ein Brief nicht vorliege. Am
Mon=
tag ging nun der dritte Angeklagte ſelbſt zur Poſt, wober
er abgefaßt wurde. Er gab zunächſt an, er ſei von einem
Unbekannten erſucht worden, den Brief zu holen, was ſich
auf der Stelle als Unwahrheit herausſtellte. Durch Zufall
ermittelte der Kriminalbeamte den Urheber der ganzen
Erpreſſung, der auch nach längerem Zureden geſtändig war.
Dadurch wurden auch die beiden anderen Teilnehmer
überführt. In der geſtrigen Verhandlung gab der
Haupt=
angeklagte an, der Plan zu dem Verbrechen ſei durch die
Lektüre von Schundromanen entſtanden. Er habe ſich
ſelbſtändig machen wollen und das erpreßte Geld ſollte
dazu dienen. Den beiden anderen Angeklagten habe er
erzählt, er hätte ein Telephongeſpräch belauſcht, in dem
ein Leutnant in Gießen ſeiner Braut in Darmſtadt
mit=
teilte, daß er ihr am letzten Sonntag jeden Monats unter
der Adreſſe Indigo Geld ſenden wolle. Von der
Erpreſ=
ſung hätten ſie nichts gewußt. Das Gericht verurteilte den
Hauptangeklagten wegen Erpreſſungsverſuchs zu 9
Mo=
naten, die beiden anderen Angeklagten wegen
Betrugs=
verſuchs zu je 2 Monaten Gefängnis.
Ein hieſiger Kaufmann war des Vergehens gegen
die Konkursordnung angeklagt, weil er Bilanzen noch nie
gezogen hatte. Da jedoch der Sachverſtändige bekundet,
daß der Angeklagte ſeines Ermeſſens kein Vollkaufmann
im Sinne des Handelsgeſetzbuches ſei, wurde er von
Strafe und Koſten freigeſprochen.
Ein mehr als
ſonderbares Verhalten zeigte der 21jährige Reiſende Karl
N. von hier, der ſich geſtern wegen
Urkundenfäl=
ſchung und Angabe eines falſchen Namens vor der
-
Feuilieton.
CK. Schildkrötenfarmen. Die Schildkröte, ein
ge=
feierter Leckerbiſſen auf der Tafel der Gourmets, macht
ſich immer rarer, und um ſo höher ſteigt die Sehnſucht der
Kenner, ſteigen die Preiſe. Es gibt beſtimmte Arten, deren
Fleiſch beſonders wohlſchmeckend iſt, aber die Vertreter
dieſer trefflichen Suppe ſind ſo ſelten geworden, daß man
um ſie geradezu mit Banknoten kämpft. Hier, wie überall,
hat der Menſch, der unerſättliche, die reiche, überreiche
Fülle, die die große Speiſekammer der Natur ihm
freund=
lich darbot, in unbeſcheidener Weiſe mißbraucht und alles
genommen, wo er genug gehabt hätte, wenn er noch etwas
ubrig gelaſſen. Eine franzöſiſche Wochenſchrift, die ſich
mit den neueſten, in Amerika unternommenen Verſuchen
der Schildkrötenzucht beſchäftigt, beſchwört das
paradie=
ſiſche Bild einer noch gar nicht fernen Vergangenheit
her=
auf. Vor einem Jahrhundert war in Amerika die
wohl=
ſchmeckendſte Art der Schildkröten noch ſo zahlreich
anzu=
treffen, daß die Geſetzgebung von Maryland den
Sklaven=
haltern verbot, ihren Schwarzen öfters als dreimal in der
Woche Schildkröten vorzuſetzen. Dieſe Maßregel ſollte
keinen Schutz für die Tiere, ſondern einen Schutz für die
Sklaven bilden, da der köſtliche Leckerbiſſen bekanntlich
eine ſehr geringe Nährkraft enthält und die Schwarzen
durch das allzu viele Schildkrötenfleiſch ſtark geſchwächt
wurden. Im Jahre 1878 verließ ein Schiff den Hafen von
Neu=York und fuhr nach Wilmington zum
Schildkröten=
kauf. Der Kapitän, der dieſen lukrativen Handel in
Auf=
nahme brachte, erhielt damals 500 Dutzend der beſten
Schildkröten, zum Preiſe von 4 Dollar das Dutzend. Zwei
Jahre ſpäter wurden bereits aus Nordkarolina gewaltige
Mengen von Schildkröten exportiert, zum Preiſe von 10
Dollar das Dutzend. Wie ſehr die Preiſe ſeitdem
geſtie=
gen ſind, geht daraus hervor, daß man gegenwärtig für
ein Dutzend Schildkröten im Großhandel 120 Dollar
an=
legen muß. Dieſe Preisſteigerung, die mit der Abnahme
der Schildkröten Hand in Hand ging, hat die rührige
Fiſchereiabteilung der nordamerikaniſchen Regierung dazu
veranlaßt, mit allen Kräften den Kampf gegen das
Ver=
ſchwinden der koſtbaren Tiere aufzunehmen. Die erſten
Verſuche, eine Schildkrötenzucht in großem Maßſtab
durch=
zuführen, wurden vor einigen Jahren in der Cheſapeake=
Bai von Profeſſor Perry Hay durchgeführt und waren
von einem ſehr günſtigen Reſultat begleitet. Große
Schwierigkeiten mußten überwunden werden. Zunächſt
war eine genügende Anzahl von männlichen und weiblichen
Tieren der beſten und geſuchteſten Arten von nöten. Dieſe
Bewohner der Salzteiche an den Küſten des Atlantiſchen
Ozeans wurden dann in ſorgfältig vorbereitete Farmen
eingeſetzt, die bis ins Meer hinausreichen. Man mußte
die Schildkröten in der Gefangenſchaft ſo halten, daß ſie
trotzdem nicht, wie es bei früheren Experimenten der Fall
geweſen war, die Fortpflanzung aufgaben. Dann wurde
eine praktiſche Methode gefunden, um die in den Schlamm
gelegten Eier zu ſchützen. Endlich war das wichtige
Pro=
blem zu löſen, wie man den jungen Tieren die Nahrung
zuführe, die ein gutes Wachstum verbürgte. Alle dieſe
Fragen wurden nach langen Mühen glücklich gelöſt, und ſo
kam man denn zu dem guten Reſultat, daß aus 300 Eiern
270 Schildkröten auskrochen, die dann mit aller Sorgfalt
gepflegt wurden und ſich gut entwickelten. Da eine
Schild=
kröte nur 5—12 Eier legt, ſo iſt erforderlich, daß die Zucht
in großem Maßſtabe betrieben wird, um den Mangel an
Schildkröten dauernd zu beſeitigen. Für Weibchen
wer=
den zu Zuchtzwecken hohe Preiſe gezahlt, für das Stück
12 Dollar und mehr.
— Das höchſte Gebäude der Welt. Aus! Neu=York
wird berichtet: Nachdem erſt kürzlich der Wolkenkratzer des
Woolworth=Gebäudes in Neu=York einen neuen Rekord
des Wolkenkratzerbaues erobert hat, rüſtet ſich die
amerika=
niſche Architektur bereits zu einer neuen Rieſenleiſtung.
Die Pläne für das Pan=American=Gebäude
das vorausſichtlich in der Nähe des Neu=Yorker
Zentral=
bahnhofes erſtehen wird, ſind bereits abgeſchloſſen, und
der größte Teil des erforderlichen Kapitals ſoll von den
intereſſierten Induſtriegruppen, die auf eine Entwicklung
des Handelsverkehrs mit dem ſüdlichen Amerika Wert
legen, gezeichnet ſein, Der neue Wolkenkratzer wird in
ſei=
nen Geſamtumriſſen eine rieſenhafte Vergrößerung eines
„altſpaniſchen Turmes” bilden, d. h., daß über dem 33
Stockwerke hohen Hauptbau ein reichgegliederter Abſchluß
aus Türmen ſich erheben wird, der die prunkvollen
For=
men des ſüdlichen Barocks aufweiſt und an den im
lateini=
ſchen Amerika ſo vielfach bevorzugten „Jeſuitenſtil”
an=
klingt. Nach den Plänen, die von dem Architekten
Kim=
ball ſtammen, wird dieſes neue Rieſengebäude eine Höhe
von 901 Fuß erreichen; als Vergleiche mögen die
Höhen=
maße der drei höchſten Bauwerke von Neu=York genannt
ſein: das Woolworth=Gebäude 750, das Metropolitan=
Lebensverſicherungsgebäude 700 und das Singer=Gebäudo
612 Fuß. Die Koſten des neuen Pan=American=
Wolken=
kratzers werden auf rund 50 Millionen Mark geſchätzt.
* Schadenfreude ohne Heuchelei. Ein Pariſer
Mit=
tagsblatt demokratiſchſter Sorte entrüſtet ſich über die
offizielle Heuchelei die darin liege, daß der
Präſident Poincaré etikettegemäß der deutſchen Regierung
ſein Mitgefühl beim Untergange des „L. 2”
aus=
geſprochen habe. Schön und gut. Dann aber erklettert das
Blatt die Höhe ſeiner eigenen Aufrichtigkeit, indem es
ſchreibt: „Wir haben nichts zu bedauern! Der Tod der 28
deutſchen Militärs rettet Hunderten von Franzoſen das.
Leben, die — wenn der Zeppelin erfolgreich geblieben
wäre — eines ſchönen Tages durch ſeine Bombenwürfe
pulveriſiert würden. Jedesmal, wenn einer dieſer
ver=
dammten „Zeppeline” in Stücke geht, reibe ich mir die
Hände. Ich würde keinen Finger rühren, einen zu retten.
Hoffentlich wird der Himmel Europas bald von ihnen
geſäubert ſein!” Waren die Leute nun ſchlecht, die
behaup=
teten, daß die Franzoſen über das Unglück des „L. 2"
reine Schadenfreude empfinden würden?
— Der Kongreß der erfolgloſen Erfinder. Wir leben
in einem Zeitalter der Kongreſſe; allein den Ruhm, den
eigenartigſten Kongreß in ſeinen Mauern beherbergen zu
können, dürfte auf abſehbare Zeit der Stadt Bukareſt
vor=
behalten bleiben, denn hier verſammelt ſich, im Saale des
Athenäums, am 30. Oktober der Kongreß der erfolgloſen
Erfinder. Der Gedanke mutet im erſten Augenblick ein
wenig komiſch an, aber die Roumanie bemüht ſich, etwaige
Vorurteile der Kulturwelt zu zerſtreuen. Denn der
Kon=
greß hat in der Tat die beſten Abſichten: er will alle
Er=
finder, die mit ihren Erfindungen bisher nicht
durchge=
drungen ſind, zu gemeinſamer Beratung und Diskuſſion
verſammeln, will die Aufmerkſamkeit der Oeffentlichkeit
auf manche der Probe werte Erfindungen lenken und
zu=
gleich die Mittel und Wege beraten, auf denen das nötige
Kapital zur Ausführung der bisher verkannten und doch
Erfolg verheißenden Erfindungen beſchafft werden könnte.
Der Chemiker Iliowitei wird ſein Verfahren zur künſtlichen
Herſtellung von Diamanten vorführen; ein anderer wird
ſeine Waſſerſchuhe demonſtrieren, mit denen man über
jeden Fluß und See gemächlich dahinſchreiten kann. Ein
kluger Maler kündigt bereits die Erfindung einer Farbe
an, die von einer Höhe von 80 Meter ab Flugzeuge ſo gut
wie völlig unſichtbar machen ſoll; kurz, an Ueberraſchungen
wird es nicht fehlen.
* 254
ien auf,
u bealſige
er 64
te neuh,
in
Nummer 294
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 24. Oktober 1913.
Seite 3.
im jetzt der Kaiſer Wilhelm als Jagdgaſt des Erzher=
Der Goethezyklus des Hoftheaters be=
November: Geh. Schulcat Münch: „Das Telephonrelais
og=Thronfolgers in Konopiſcht erſcheint, erneuert nicht
zinnt am Dienstag, den 28. Oktober, mit einer
eine neue grundlegende Erfindung im Fernſprechweſen”
ur die herzlichen perſönlichen Beziehungen, die ſeit vieler
Aufführung des in der vergangenen Spielzeit von Hans
(„Kaiſerſaal”). Am 9. Dezember (in Gemeinſchaft mit dem
ahren zwiſchen dem erlauchten Hohenzollern und dem
Baumeiſter vollkommen neu inſzenierten „Egmont
„Heſſiſchen Volksſchriftenverein”): Lehrer
Haſſinger=
absburger Thronerben beſtehen, er iſt ohne Zweifel auch
Es folgt am Donnerstag, den 30. Oktober, „Iphigenie
Darmſtadt: „Aufgaben von Familie, Gemeinde und Staa
ſtimmt, einer aufrichtig freundſchaftlichen und politiſcher
die in der neuen dekorativen und ſzeniſchen Einrichtung
m Kampf gegen Schmutz und Schund in Wort und Bild
lusſprache zu dienen. Dieſe Kriſen, die ganz Europ,
unter Leitung von Heinrich Hacker ſteht. Die Weiterfüh
„Kaiſerſaal”). Am 8., 13. und 16. Januar 1914:
Pro=
urchzuckten, hat der Dreibund nicht nur durchgehalten
rung des Zyklus bringt am Montag, den 3. November
eſſor Dr. Pinder=Darmſtadt: „Stilſtrömungen in der
undern iſt, wie der Brückenpfeiler im Waſſer, nur noch
inen literariſchen Abend, der wohl ſtärkſtem In=
Kunſt des 13., 14. und 15. Jahrhunderts”; dieſe 3 Vor
ſter geworden. Was in Böhmen zwiſchen Kaiſer
Wil=
tereſſe begegnen dürfte. An dieſem Abend, der ausſchließ
träge ergänzen die im vorigen Januar von Profeſſor Dr
lm und Franz Ferdinand aufs neue beſiegelt wird, wird
ich im Zeichen Goethes ſteht, bietet das Hoftheater ein
A. Berger gebotenen Darlegungen über mittelalterlich
ei der folgenden Reiſe des Kaiſers nach Wien feſtlich vom
Programm aus Rezitationen von Gedichten und Proſa
Kulturgeſchichte (Techniſche Hochſchule). Am 23. Januar
Volke mitgefeiert. Es iſt ein Gelöbnis, das ſtärker iſt
Liedern zu Goetheſchen Worten von Reichardt, Zelter
Vortragsabend): Max Hofpauer: Rezitationsabend
ls pergamentene Verträge, weil es aus herzlichem, gegen=
Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann, Liſzt,
Hugo
„Deutſche Meiſterhumoriſten” Am 29. Januar 1914: Dr
(
Das
eitigem und rückhaltloſem Verſtehen kommt
Wolf, de Haan und Arnold Mendelsſohn, das von erſter
med. Kranz=Buſch=Wiesbaden: „Weſen und
Entwick=
eutſche Volksblatt mißt der Zuſammenkunft ir
Kräften des Hofſchauſpiels und der Hofoper beſtritten
lung der Stenographie” Lichtbildervortrag („Kaiſerſaal”).
onopiſcht einen eminent politiſchen Charakter zu und
wird. Dieſen Kleinkunſtabend, der eine Neueinführung
Am 12. Februar: Dozent Dr. Fürſtenberg=Berlin:
ließt: Solange die Mächte des Dreibundes in demſelber
bedeutet, leitet ein Vortrag ein. Die zykliſche Aufführung
Der Panamakanal, ſeine Geſchichte, ſeine Herſtellung und
ie ſicherſte Gewähr ihrer Intereſſen und Machtſtellung
er=
von Goethe=Dramen bringt weiter am Mittwoch, den 5.
ſeine Bedeutung für Handel und Verkehr” mit farbigen
lcken, kann ihre Verſtändigung über ſchwebende Frager
November, den „Clavigo” von Bruno Harprecht neu
Lichtbildern (Kaiſerſaal”). Am 5. März: Sanitätsrat Dr.
er europäiſchen Politik keine Schwierigkeiten machen.
inſzeniert und als Abſchluß am Freitag, den 7. November
Gigglberg=Michelſtadt: „Erbliche Be= und Ent
* Der Berliner Lokalanzeiger meldet aus
Rotter=
laſtung” („Kaiſerſaal”
die Neuinſzenierung des „Torquato Taſſo”
unter
m: Vom 1. Januar ab wird das holländiſche
Leitung von Hans Baumeiſter. Die Aufführung der vier
Die Lehrkurſe in Franzöſiſch und Engliſch, in
heer von der deutſchen Firma Wilhelm Müller u. Co
Deutſch und Buchführung nebſt Korreſpondenz und Ge=
Dramen findet im Abonnement ſtatt und zwar fällt jedem
n Hoek van Holland mit argentiniſchem Gefrier
ſchäftsweſen begannen am 23. Oktober; Anmeldungen hier
der Buchſtaben eine Vorſtellung zu, „Egmont” auf A.
leiſch verſorgt werden. Das Fleiſch wird zweimal ir
zu können noch bis Ende dieſes Monats im Verkehrs=
„Clavigo” auf B, „Iphigenie” auf C und „Taſſo” auf D
Woche auf einem Dampfer über London in Holland
bureau und in der Geſchäftsſtelle (Gutenbergſtraße 68) er
Am volkstümlichen Goatbe=Abend iſt das Abonnemän
in. geführt.
folger
aufgehoben. Auf ſämtliche fünf Abende des Goethezyklus
Zweineue Nildämme geplant. Die ägyp=
Die Führungen und Beſichtigunger
wird neben dem laufenden ein Extra=Abonnement zu
er=
che Regierung beſchäftigt ſich, wie aus Kairo gemeldet
werden in den Tagesblättern bekannt gegeben. Wir
len=
näßigten Preiſen eröffnet, mit deſſen Ausgabe am
Frei=
vird, gegenwärtig mit dem Plan der Errichtung von zwe
ken die Aufmerkſamkeit unſerer Mitglieder beſonders auf
tag, den 24. Oktober, nachmittags von 3½—5 Uhr an der
ſaten Nildämmen, die in Oberägypten, in der Nähe von
die in dankenswerter Weiſe von der Verwaltung de=
Tageskaſſe des Hoftheaters begonnen wird und das bis
ſſiut, erſtehen ſollen. In dieſen Tagen empfing Lord
Landesmuſeums für die Wintermonate ermöglichter
einſchließlich Dienstag, den 28. Oktober, daſelbſt in den
ſochener eine Abordnung von Bewohnern und Bauerr
Muſeumsführungen an jedem zweiten Sonntag vormittag
üblichen Vormittagskaſſenſtunden erhältlich ſein wird
er oberägyptiſchen Provinzen, die die britiſche Regierung
(8¼—9¾4 Uhr) in der Abteilung „Kunſt= und hiſtoriſche
O
Die Billettpreiſe am Darmſtädter Hoftheater
grauf hinwies, daß im oberen Aegypten tauſende vor
Sammlungen”. Zur Teilnahme an dieſen Führungen
Wenn man die Preiſe unſeres Hoftheaters mit denen der
uern verarmen und Not leiden, weil es an Waſſer fehle
berechtigt eine Ausweiskarte, die nach Eintrag des Namens
Nachbarbühnen vergleicht, ſo zeigt ſich, daß man in Darm
Bevölkerung bittet dabei um den Bau von Dämmen
in eine Liſte am Veckehrsbureau unentgeltlich erhältlich
ſtadt nach wie vor am billigſten ins Theater geht
ach dem Vorbild der Stauanlage von Aſſuan. Die
Ver=
iſt; die Kartenausgabe erfolgt von Donnerstag bis
Sams=
elbſt wenn die Preiſe erhöht werden, wie jüngſt bein
Anlagen
ſſſungen haben bereits begonnen; die neuen
tag 12½ Uhr vor dem jeweiligen Führungstag. Erſte
Slezak=Gaſtſpiel. Es koſtete beiſpielsweiſe bei dieſem
birden einen Koſtenaufwand von gegen 5 Millionen Mark
Führung am Sonntag, den 26. Oktober. Für Sonntag
Gaſt ein Platz im Sperrſitz bezw. Parkett in Darmſtad:
jordern
den 2. November, iſt eine Beſichtigung des Zeppelin=Luft
5.70 Mark, in Frankfurt 10 Mark, in Mannheim 10 Mark.
ſchiffes „Viktoria Luiſe” vorbereitet. Bei dem weit
Ein Platz in der Mittel= bezw. Proſzeniumsloge ſtellte
gehenden Intereſſe, das unſere Gegenwart mit Recht dem
ſich in Darmſtadt auf 8.20 Mk., in Frankfurt auf 15 Mark,
Stadt und Land.
Luftſchiffweſen entgegenbringt, iſt eine recht zahlreiche Be
in Mannheim auf 20 Mark. Das Stehparkett koſtete ir
teiligung an dieſer Nachmittagsreiſe zu erwarten, zumal
Darmſtadt, 24. Oktober
Mannheim 7 Mark. Es ergibt ſich arks dieſem Vergleich
ſich die Koſten bei dieſem „Vereinsbeſuch” bedeutend
er=
daß die immer noch hin und wieder laut werdende An=
* Ordensverleihungen. S. M. der Kaiſer hat
mäßigen
ſicht, daß die Preiſe am Hoftheater hoch ſind, durchaus
us Anlaß des Geburtstages der Kaiſerin die Rot
Für
einige Erläuterungsvorträge zu
ge=
nicht ſtichhaltig iſt. Im Gegenteil, auswärtige Beſucher
teuz=Medaille 3. Klaſſe u. a. verliehen: dem Geh
wiſſen Theatervorſtellungen ſind vorbereitende Schritte im
ſind oft erſtaunt über die Billigkeit des Theaterbeſuches in
legierungsrat Kreisrat Friedrich von Hahn in Heppen=
Gange. Seinen Mitgliedern den Beſuch muſikaliſcher Dar
Darmſtadt
eim, Fabrikanten Ferdinand Böhm in Offenbach,
bietungen zu erleichtern, hat der Vorſtand auch für dieſen
Spitzenausſtellung. Intereſſenten machen wir auf
keaallehrer Anton Minnich in Oppenheim
Winter beim Kartenbezug Ermäßigungen erwirkt, für die
eine hervorragende Ausſtellung italieniſcher Spitzen aufmerk
Das Ehrenzeichen für Mitglieder Freiwilliger
Feuer=
er den Veranſtaltern Dank ausſpricht. Nähere Angaben
am, die zurzeit im Schaufenſter der Firma JoſefTrier,
echren wurde verliehen durch Entſchließung Sr. Königl.
auf der Rückſeite der Mitgliedskarte. Möchten die gewähr=
Die Spitzen ent
Wilhelminenſtraße, zu bewundern iſt.
helheit des Großherzogs dem Nikolaus Ludwig
ten Vergünſtigungen zu reger Benutzung anſpornen. Eine
ſtammen der Schule der Marcheſa Beccadelli=Grimaldi be
hhmitt zu Ober=Olm.
beſondere muſikaliſche Veranſtaltung iſt in Ausſicht ge=
Bologna. Die Dame hat in der Abſicht, jungen Mädchen
Se. Maj. der König von Württemberg haben
nommen.
Beſchäftigung zu verſchaffen und deren Fortkommen zu
en Generalmajor v. Hofacker, Kommandeur der
Den Bewohnern des ſüdlichen Stadtteils bieten die
erleichtern, eine Spitzenſchule eingerichtet, deren Protektorat
5.
Kavallerie=Brigade, die Erlaubnis zur Anlegung des
Beſtände der Beſ ſunger Bücherhalle (Beſſunger
die Königin von Italien übernommen hat, die der Schule
kamturkreuzes 1. Klaſſe des Großh. Heſſ. Verdienſtordens
traße 48) reiche Auswahl von unterhaltender und beleh
Die Schule ha
ihr lebhaftes Intereſſe entgegenbringt.
tülipps des Großmütigen erteilt.
render Lektüre Ausgabetage: Dienstag, Donnerstag,
und werden die
bereits über 300 Mädchen eingeſtellt
* Uebertragen wurde dem Lehrer Wilhelm
Samstag, abends von 7½—9 Uhr. Katalog 20 Pfg.
Spitzen meiſt nach eigenen Entwürfer
der Marcheſa, mit
rſch zu Weſthofen, Kreis Worms, eine Lehrerſtelle
Gefl. Neuanmeldungen zum „Verein für Verbreitung
zum Teil ganz neuer Technik gearbeitet
der Volksſchule zu Mainz; der Schulamtsaſpirantin
von Volksbildung” (Mindeſtbeitrag 2 Mark) beliebe man
Ausſtellung. Die Bilder von der Südweſtdeutſchen
nna Zöller aus Biblis, Kreis Bensheim, eine
zu richten an das „Verkehrsbureau”, an „Geſchäftsſtelle
Zuverläſſigkeitsfahrt, die im Erker der Firma H. Lautz
ererinſtelle an der Volksſchule zu Heuſenſtamm, Kreis
des Vereins (Gutenbergſtraße 68), oder den erſten
Vor=
zenbach.
ausgeſtellt ſind, ſind vom Atelier Gieſinger hierſelbſt
ſitzenden (Moosbergſtraße 40)
In den Ruheſtand verſetzt wurde der Lehrer
aufgenommen worden
Der Volksſchule zu Leiſelheim, Kreis Worms, Johannes
Unentgeltliche Fiſch=Kochkurſe ſollen auch in
* Odenwald=Klub. Mittwoch abend veranſtaltete der
ttes auf ſein Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner
dieſem Winter in den Fortbildungsſchulküchen in der
Odenwald=Klub einen ſehr zahlreich beſuchten Vortrag
nnjährigen treuen Dienſte, vom
1. November 1913
Rundeturm= Lagerhaus= und
Hermanns=
mit Lichtbildern im Saalbau. Herr Dr. med. Vix ſprach
die Lehrerin an der Volksſchule zu Mainz=Koſthein
ſtraße ſtattfinden. Wer ſich beteiligen will, der
über: „Eine Wanderung am Kilimandſcharo
karria Volk auf ihr Nachſuchen,
unter Anerkennung
möge ſich am Freitag, den 24. Oktober, von 4—5 Uhr
und durch die Nordweſtecke von
Deutſchoſt=
rer langjährigen treuen Dienſte,
vom 1. Dezember
nachmittags oder 7—8 Uhr abends bei der Fortbildungs
afrika‟ Der Vorſitzende, Herr Bürgermeiſter Muel
15 an.
Außer
ſchulleitung, Rundeturmſtraße 11, anmelden.
ler, begrüßte die Verſammlung und ſprach den Wunſch
Militäriſches. Oberleutnan
v. Frantzius in
10 Pfg. Einſchreibgebühr entſtehen keine Koſten für die
aus, daß alle Winterveranſtaltungen des Odenwaldklubs
eibgarde=Inf.=Regt. Nr. 115 und
Leutnant Hahne
Teilnebmerinnen
o zahlreich beſucht ſein möchten, wie dieſe erſte. Er ent=
Inf.=Regt. Prinz Carl Nr. 118 auf vier Wochen zum
* Der Verein für Verbreitung von Volksbildung gibt
wickelte dann das Winterprogramm des Klubs, das mit
Lehrkurſus für Offiziere der Maſchinengewehr=Kom=
Kenntnis von den für den Herbſt und die Wintermonate
dem Dekorierungsfeſt ſeinen Höhepunkt erreichen wird.
gmien zur Gewehrfabrik Spandau kommandiert.
1913/14 vorgeſehenen Veranſtaltungen. Mit Herrn Pro=
Hierauf ergriff der Redner des Abends das Wort. Herr
C.
Pfarrperſonalien. Herr Kaplan Quinkert von
feſſor Dr. Baur, der am 18. Oktober 1912 den zeitgemäßen
Dr. Bix zeigte auf der Karte den Verlauf ſeiner Reiſe
St. Eliſabethenpfarrei wurde nach Offenbach- Bürgel
Vortrag: „Napoleons ruſſiſcher Feldzug 1812” geboten
deren erſten Teil er in Begleitung einer akademiſchen
Stu=
fretzt. An ſeine Stelle tritt Herr Kaplan
Merten=
war für den 17. Oktober dieſes Jahres der Vortrag
ver=
dien=Reiſegeſellſchaft gemacht hatte. Die Reiſe hatte die
der Mainzer Dompfarrei.
einbart: „Die Schlacht bei Leipzig”; der Vortrag wurde in
Route: Togo, Sanſibar, Daresſalam, Uſambara und das
Vom Großh. Hoftheater.
Die Wiederaufführung
den Rahmen der ſtädtiſchen Jahrhundertfeier für den
Kilimandſcharogebiet. Daran anſchließend führte der
die für Sonntag in
„Bohéme” von Puccini
17. Oktober aufgenommen und am 21. Oktober wiederholt
Redner Landſchaftsaufnahmen aus den beſuchten Gebieten
bonnement mit Gertrud Geyersbach und Auguſt Glo=
Am 23. Oktober folgte: Profeſſor Dr. Meiſel=Darmſtadt
vor. Prächtige Urwaldbilder mit Lianen überwucherter
re er in den Hauptpartien angeſetzt iſt, leitet Herr Kapell
über: Unſer Sternhimmel” Vortrag mit Karten und
Baumrieſen und impoſante Farren machten den Anfang.
eitter Lert und Herr Regiſſeur Nowack. Die „Bohéme
Lichtbildern (Techniſche Hochſchule). Am 30. Oktober (Vor=
Von der Fauna bemerkte man im Urwalde ſo gut wie
ſeit zwei Jahren hier nicht mehr gehört wurde, iſ
tragsverband): Hofrat H. Edward: „Meine Reiſe um
lichts. Sehr bemerkenswert waren auch Aufnahmen aus
lkommen neu inſzeniert und neu dekorativ eingerichte
die Welt im Winter 1912/13” mit Lichtbildern. Am 11
der rauhen Steppe und aus Negerſiedelungen. Die
Berg=
orden. Der Wiederaufnahme ſieht man allſeits mit
November: Volksbankdirektor Ph. Stein: Ueber „Ban
bilder des Kilimandſcharos mit ſeinen zum Teil noch
un=
öh tem Intereſſe entgegen.
ken und Kreditgenoſſenſchaften” („Kaiſerſaal”). Am 27.
beſtiegenen, zum Teil mit ewigem Schnee bedeckten
Gip=
r
ro Majeſtät der Königin von Frankreich mit einem
men und die für das Volk beſtimmten Verſe mitſingen
der Vorſtellung mit einer „Abſchiedsrede in Verſen” auf
kann
ſauphin, Freitheater.‟ Das Volksfeſt galt dem un
immer beurlauben wird
Wie es bei ſolchem
ſicllichen Sohne Ludwigs XVI. —
Die teuren napoleoniſchen Kriegs zeiter
— im Hofburgtheater des acht
Nicht ſelten wurden
ſpiegeln ſich in der Erhöhung der Eintrittspreiſe, die au
itheater noch im Jahre 1819 zuging, ſei den
zehnten Jahrhunderts! — zwiſchen die Repertoireſtücke
Lner Tagebuche Coſtenobles entnommen. Der
Produktionen von Seiltänzern und Akrobaten
dem Theaterzettel vom 1. September 1804 alſo begründe:
he uſpieler=Hiſtoriograph des Burgtheaters trug am 27.
wird: „Der allgemein geſtiegene Preiß aller
Lebensbedürf=
eingeſchoben. Aber noch am 16. Juli 1804 iſt auf den
p ember 1819 über die Aufführung von Kotzebues „
Pa=
niſſe, welcher ſich vorzüglich bei den Waaren aller Ar
Theaterzettel zu leſen: „Herr Paul Chiarini wird, mit
2 rohen Eyern an der Fußſohle gebunden, auf dem
geſpann=
r reichen” ein: „Niederträchtige Vorſtellung. Wir
konn=
großenteils verdoppelt hat, mußte die Auslagen den k. k.
ten Seile, ohne eins zu zerbrechen, tanzen.” — Weiß nicht,
vor lauter Volkstumult und Gebrüll im Parterre, in
Hoftheater, welch vier Gattungen von Spektaklen
unter=
n Logen und Gallerien gar nicht zu Worte kommen und
ob das nicht ſchöner war, als die Produktion am 1. April
halten, ſehr beträchtlich vermehren.‟ Es wurde infolge
deſſen eine neue Preisliſte aufgeſetzt. Eine Loge zu ebener
1806, die angekündigt worden war: „Zwiſchen der erſten
ſſatchen folglich ganz ſtill oder auch gar nicht, oder mach
und zweiten Abteilung wird Mad. Rooſe Johannas
Ab=
mur einige Aktionen, als ob wir ſprächen . . . So of
Erde oder im erſten und zweiten Stöck (für vier Perſonen)
ſchied von ihrer Heimat aus Herrn von Schillers „Jung=
Undlung eintrat — und die iſt nicht ſparſam in dieſer
koſtete fortan fünf Gulden; ein Platz im Parterre nobl
mit Begleitung der
iſter —, trieben wir allerlei Teufeleien und am Schluſſe
er (sie!) von Orleans
fl. 1. 14, ein Galerieplatz im vierten Stock 24 Kreuzer=
Harmonika deklamieren.
ttan gar Perſonen mit auf die Bühne, welche gar nicht
Auch auf die artiſtiſchen Gepflogenheiten fällt einiges
Das alles dünkt uns vorſintflutlich und barbariſch. Iſ
ſchäftigt waren. So z. B. lief Töpfer verſchiedentlid
Licht von den alten Theaterzetteln. Noch im Jahre 1814
aber vor allem naiv. Und man hüte ſich, einſeitig nach
ſterr den Darſtellern umher und machte pantomimiſch
traten die Sängerinnen der Oper zuweilen im
olchen Zeugniſſen der Rückſtändigkeit den geiſtigen Inhalt
kan. So brachten wir das fünfaktige Stück in weniger
Burgtheater auf. Warum das? Die Sänger waren
eines Zeitalters zu beurteilen, das dem Kunſthiſtoriker
anderthalb Stunden mit Not zu Ende
nicht penſionsberechtigt. Sie mußten, um dieſe Vergün
Achtung abnötigt, weil es ſich allmählich von den Ketten
Rührend ſind gewiſſe Ermahnungen des Publikums.
ſtigung zu erlangen, im Schauſpiel mitgewirkt haben.
Mit=
der Vergangenheit und dem Polizeidruck der Gegenwar
war z. B. am 23. Auguſt 1796 auf dem Theaterzettel zu
unter genügte ein dreimaliges Gaſtſpiel im Burgtheater
efreite. Jedenfalls waren die Wiener ſchon um die 19
en.: „Man erſuchet, keine Hunde mit in das Theater
Das Benefiziantenweſen war im Flor. Der
Jahrhundertswende, und gerade damals, das regſamſte
nehmen.” —
Oder am 11. Oktober 1796: „Man verſiehet
Schauſpieler verkaufte zu ſeinem Benefiz die Logenſchlüſſel
Theatervolk
ch künftig von der Billigkeit aller derjenigen, welche
Auf dem Theaterzettel vom 19. November 1794 iſt zu leſen:
Im Hof= und Nationaltheater wurden auch die Fa=
Sitze einnehmen, daß ſie durch Aufſtehen während
Madame Sarco, welche nach ihrer achtzehnjährigen
chings=Redouten abgehalten. Die Theaterzettel
Schauſpieles den andern Zuſchauern die Ausſicht nicht
theatraliſchen Laufbahn von der k. k. HHof=Direktion in den
kündigten ſie an und enthielten nicht ſelten Weiſungen der
ſrehhmen werden.‟ — Daß die Herren anno 1808 mit be=
Ruheſtand verſetzt ward, wünſcht vor ihrem gänzlicher
Hof= und Sittenpolizei. Den Vermerk vom 26. Januar
chten Köpfen im Theater ſaßen, geht aus dem
Austritt noch einmal vor den Augen des ſchätzbaren
1799 darf man, will man das Bild der Zeit betrachten, nicht
Publikums zu erſcheinen, um dieſem ſo gütigen und nach
ll=Erlaß vom 1. Mai jenes Theaters hervor: „Wenn
vergeſſen. Er lautet: „Da ſeither wahrgenommen worden
ichtsvollen Publikum ihren innigſten Dank für den durch
re Majeſtät der Kaiſer oder andere Mitglieder der
aller=
aß manche Masken im Gedränge ſich erlauben, die
ſo viele Jahre geſchenkten Beyfall durch Anwendung aller
kigen Familie im Theater erſcheinen, ſo werden die
Damen zu betaſten, zu kneipen, auch wohl in
hrer Kräfte bei Ausführung dieſer heute zum letzten Male
ſte abgenommen.” Wie der Patriotismus von der
der Wahl ihrer Redensarten nicht immer die gewünſchte
eſpielten Rolle öffentlich zu bezeugen. Die Logenſchlüſſel
hme in den Zuſchauerraum getragen wurde, geht aus
Delikateſſe beobachten, ſo wird Solches auf
aus=
als auch der geſperrten Sitze im Parterrenoble und im
n ZZettel einer Feſtvorſtellung vom 27. September 1796
drücklichen Allerhöchſten Befehl hiermit
3. Stock ſind auf dem Bauernmarkt Nr. 557 im Huttner
fror: „Das Theater wird ſo vollſtändig als bei Bällen
unterſagt.” — Angeſchlagen war’s an allen
Straßen=
chen Haus in der Wohnung der Mad. Föhrmann
abzu=
ucchtet ſein. Es können alſo dieſen Abend keine Lichter
ecken von Wien!
— Am 29. April 1794 wird angezeigt, daß ſich
holen.”
Pgerlöſcht werden. Jedem Zuſchauer wird beim Eintrit=
Madame Weidner nach 46jähriger Tätigkeit am End=
Exemplar des Schlußchors gegeben, damit er einſtim=
bei der Inſel Poméques geſcheitert und gilt als verloren
Ein Torpedojäger wurde von einem Torpedoboot
ge=
rammt und wurde mit einem großen Leck im Hafen von
Toulon eingebracht.
Paris, 23. Okt. (Plötzlicher Tod.) Der bekannte
Chirurg Profeſſor Lucas=Championniere ſtarb geſtern
abend infolge eines Herzſchlages in der Bibliothek des
In=
ſtitutes, als er mehreren Mitgliedern der Akademie der
Wiſſenſchaften ſeinen Vortrag über vorgeſchichtliche
Schä=
del=Trepanation vorlas, den er in der bevorſtehenden
Feſtſitzung der fünf Akademien halten wollte.
Griſolles, 22. Okt. (v. Winterfeldt.) Nachdem
heute nachmittag das Aerztekonzilium einen Erfolg durch
die Operation von Oberſtleutnant Winterfeldt
feſt=
geſtellt hatte, beſuchten Senator Deſelves und die
Ver=
treter der Zivil= und Militärbehörden den Kranken. Sein
Zuſtand iſt gebeſſert.
Vignols (Dep. Corréze), 23. Okt. (Tödlicher
Ab=
ſturz.) Ein Bergwerksbeſitzer und zwei ſeiner Freunde
ſtürzten, als ſie ſich über ein Holzgeländer beugten, um
einen Schieferbruch zu beſichtigen, in die Tiefe. Zwei der
Verunglückten blieben auf der Stelle tot, der dritte erlitt
lebensgefährliche Verletzungen.
Cardiff, 23. Okt. (Das Grubenunglück.)
Ge=
ſtern früh iſt in der Grube „Univerſal” in
Seng=
henyd eine aus 19 Mann beſtehende Rettungsmannſchaft
im letzten Augenblick, als ſie ſchon von Gaſen halb
be=
täubt war, von einer anderen Abteilung, die mit
Sauer=
ſtoff zu Hilfe kam, gerettet worden. Die Mannſchaft war
ſoweit vorgedrungen, daß ſie feſtſtellen konnte, daß die
Arbeiter entweder durch die Exploſion oder durch
Nach=
ſchwaden getötet worden ſein müſſen. Die weiteren
Rettungsarbeiten ſind wegen der großen Gefahr in der
Grube, beſonders wegen der Gaſe, die aus dem
glimmen=
den Feuer aufſteigen, auf ein bis zwei Tage eingeſtellt
worden. Den Hinterbliebenen der Vermißten iſt
mitge=
teilt worden, daß die Bergung der Leichen nicht vor
Frei=
tag fortgeſetzt werden könne. Die Rettungsmannſchaft
ſtieß auf eine große Anzahl Leichen.
Darlamentariſches.
* Der Finanzausſchuß
der
Zwei=
ten Kam mer hielt geſtern mit der
Regie=
rung eine gemeinſame Beratung über die
Beſoldungsvor=
lage ab, an der die drei Miniſter und zahlreiche
Kom=
miſſare teilnahmen. Es wurden dabei eingehend die
neuen Vorſchläge des Finanzausſchuſſes geprüft und die
Stellung der Regierung dazu kundgegeben. Die
Verhand=
lungen, die einen ſtreng vertraulichen Charakter haben,
werden Ende der nächſten Woche fortgeſetzt. Die
Regie=
rung wird bis dahin genaue Mitteilungen über die
Wir=
kungen der Vorſchläge des Finanzausſchuſſes machen.
Gerichtszeitung.
Prozeß Brandt.
* Berlin, 23. Okt. Heute begann im alten
Krimi=
nalgericht Alt=Moabit der Prozeß gegen den
Bureauvor=
ſteher Maximilian Brandt= Rahnsdorf und gegen den
Direktor Eccius aus Eſſen. Die Anklage gegen Brandt
nimmt Beamtenbeſtechung und Beſchaffung von
Kriegs=
material, deren Geheimhaltung im Intereſſe der
Landes=
verteidigung verboten iſt, an, und zwar ohne daß die
Ab=
ſicht vorhanden geweſen ſei, das Material einer fremden
Macht mitzuteilen. Direktor Eccius wird wegen Beihilfe
zur Verantwortung gezogen. Gegen beide Angeklagten
wird der Paragraph 333 des Strafgeſetzbuches angezogen
wonach wegen Beſtechung mit Gefängnis beſtraft wird,
wer einem Beamten oder einem Mitgliede der
bewaff=
neten Macht Geſchenke oder andere Vorteile anbietet,
ver=
ſpricht oder gewährt, um ihn zu einer Handlung, die eine
Verletzung einer Amts= oder Dienſtpflicht enthält, zu
be=
ſtimmen.
Den Vorſitz in dem Prozeß, der vor der 11.
Straf=
kammer des Landgerichts Berlin I verhandelt wird, führt
Landgerichtsdirektor Dr. Karſten, die Anklage wird
vertreten durch Oberſtaatsanwalt Dr. Chrezescinski und
Staatsanwaltsſchaftsrat Dr. Töpfer. Die
Verteidi=
gung führt für Brandt Rechtsanwalt Dr. Siegfried
Löwenſtein, für Eccius Juſtizrat Dr. v. Gordon.
Ge=
heimer Oberjuſtizrat Dr. Frenkel wohnt der
Verhand=
lung im Auftrage des Juſtizminiſteriums bei. Als
Sach=
verſtändige in dieſem Prozeß werden im allgemeinen die
gleichen Herren fungieren, die bereits im Prozeß Tilian
die techniſchen Inſtitute der Armee vertreten haben. Unter
den Zeugen befinden ſich zahlreiche Vertreter des
Krupp=
ſchen Direktoriums, der viel genannte frühere
Generalver=
treter der Firma Krupp in Berlin, Herr v. Metzen, die
ſieben Angeklagten aus dem Prozeß Tilian und der
Reichstagsabgeordnete Dr. Liehknecht.
Bereits lange vor Beginn der Sitzung, der auf 9 Uhr
vormittags anberaumt war, machte ſich trotz regneriſchen
Wetters ein ſtarker Andrang des Publikums auf den
Kor=
ridoren des alten Juſtizpalaſtes und vor dem Gebäude
be=
merkbar. Da die Raumverhältniſſe nur eine beſchränkte
Oeffentlichkeit zulaſſen, iſt der Eintritt in den
Verhand=
lungsſaal nur gegen Karten möglich. Der Vorſitzende,
Landgerichtsrat Dr. Karſten, eröffnete die Verhandlung um
9,16 Uhr. Der Gerichtshof konſtituierte ſich. Die
An=
weſenheit der Angeklagten und der Verteidiger wird
feſt=
geſtellt und die Zeugen werden aufgerufen. Ein größerer
Teil von ihnen iſt auf einen ſpäteren Termin geladen. Die
Verteidigung behält ſich vor, noch weitere Zeugen zu
be=
nennen.
Nach kurzer Skizzierung der den Angeklagten zur Laſt
gelegten Straftaten werden die anweſenden Zeugen vom
Vorſitzenden ermahnt, bei ihrer Ausſage nur völlige
Wahr=
heit zu bekunden. Alsdann werden ſämtliche anweſenden
Zeugen entlaſſen. Morgen ſoll von den Zeugen noch
Po=
lizeirat Koch und die Angeklagten aus dem Tilianprozeß
vernommen werden. Es werden darauf die Perſonalier
der beiden Angeklagten feſtgeſtellt. Der Bureauvorſteher
Maximilian Brandt iſt 45 Jahre alt, Vater von drei
Kindern und vermögend. Er hat vom 7. Februar bis
zum 17. Juni in Unterſuchungshaft geſeſſen. Direktor
Eccius iſt ebenfalls 45 Jahre alt, unverheiratet und
vermögend. Wegen ſeines leidenden Zuſtandes geſtattet
ihm der Vorſitzende, während der Verhandlung Platz zu
nehmen. Nach der Verleſung des Eröffnungsbeſchluſſes
gibt der Verteidiger Brandts, Rechtsanwalt
Löwen=
ſtein, folgende Erklär ung ab: Der Zeuge v. Metzen
hat unmittelbar vor Beginn des Prozeſſes eine Reihe von
Notizen veröffentlicht in denen der Angeklagte Brandt
auf das ſchärfſte angegriffen wird. So wird behauptet,
daß Brandt ſich über ſeine ehemaligen Kameraden in
äußerſt verächtlicher Weiſe geäußert habe. Die Krone
wird aufgeſetzt durch die Behauptung, Brandt ſei der
Ge=
währsmann des Abgeordneten Liebknecht geweſen und
habe deſſen Anzeige beim Kriegsminiſterium veranlaßt.
Ich hege nicht den leiſeſten Zweifel darüber, daß die
Preßtreibereien auf den Gerichtshof nicht den allerge=
ringſten Eindruck machen werden, aber ſie ſind zu
geeig=
net, die öffentliche Meinung gegen Brandt aufzubringen.
Sie ſind ferner geeignet, einzelne Zeugen auf das äußerſte
gegen Brandt zu erbittern und deren Ausſagen zu
beein=
fluſſen. Dies iſt die Veranlaſſung, zu erklären, daß dieſe
und andere von Herrn v. Metzen ausgeſprochenen
Ver=
dächtigungen, die mit früheren ſchriftlichen und mündlichen
Aeußerungen dieſes Herrn im ſchroffſten Widerſpruch
tehen, unwahr ſind. Herr Brandt hat gegen den
Zeu=
gen Strafantrag wegen verleumderiſcher Beleidigung
ge=
ſtellt.
Der Verteidiger des Angeklagten Eceius, Juſtizrat
Dr. v. Gordon, legt Verwahrung gegen die in der
Preſſe wiedergegebene Behauptung ein, wonach v. Metzen
entlaſſen worden ſei, weil er ein unangenehmer Mahner
geweſen ſei. Der Oberſtaatsanwalt bemerkt, er werde bei
der Vernehmung des Herrn v. Metzen ſcharf darauf achten,
inwieweit bei dieſem Zeugen perſönliche Leidenſchaften
dabei mitſprechen. Auf Befragen erklärt der Angeklagte
Eccius, er beſtreite entſchieden, ſich ſtrafbar gemacht zu
haben. Auch der Angeklagte Brandt erklärt, er könne
die ihm zur Laſt gelegten Straftaten nicht zugeſtehen.
Vorſitzender: Sie ſind doch aber geſtändig geweſen.
Auf Grund der Beobachtungen durch die Polizei haben
Sie auch zugegeben, einzelnen Perſonen Vorteile gewährt
zu haben (jawohl), und daß Sie Nachrichten bekommen
haben (jawohl), und trotzdem wollen Sie beſtreiten, daß
Sie ſchuldig ſind? Angeklagter Brandt: Ich habe nie
die Abſicht gehabt, zu beſtechen. Ich habe ſtets das
Ge=
fühl gehabt, daß man mir das Material aus Freundſchaft
habe zukommen laſſen, weil ich ihnen etwas gegeben habe.
Ich habe mich, wenn eine Gelegenheit dazu war, für
ver=
pflichtet gehalten, ihnen auch meinerſeits etwas
zukom=
men zu laſſen, aber nicht, weil ſie mir Nachrichten gaben.
Ich war überzeugt, daß ſie mir auch ohne weiteres etwas
gegeben hätten. Vorſitzender: Als Sie gefragt
wur=
den, zu welchem Zwecke Sie die Geſchenke gemacht haben,
haben Sie zugegeben, daß Sie die Leute „bereiter” machen
wollten, Ihnen weiteres Material zu geben. Das iſt auch
ganz natürlich. Hier handelt es ſich um jahrelangen
Ver=
kehr und die Vorteile, die den einzelnen erwachſen ſind,
werden ſchließlich erheblich. Wollten Sie die Leute für
Ihre Zwecke nicht „warm” halten?
Angeklagter
Brandt: Nein. Vorſitzender: Sie haben aber
dieſe Ausdrücke ſelbſt gebraucht. Angeklagter: Ich
kann nicht zugeben, daß ich mich gegen § 333 des
Straf=
geſetzbuches vergangen habe. Ich gebe nur zu, Geſchenke
gemacht zu haben. Rechtsanwalt Löwenſtein: Aus
den Ausſagen des Polizeirates Koch geht nichts hervor,
was darauf ſchließen ließe, daß die Geſchenke gewährt
worden ſeien, um die Leute warm zu halten. Es iſt nur
geſagt, daß ein kameradſchaftlicher Verkehr beſtand.
An=
geklagter Brandt: Die mir gemachten Vorwürfe
lehne ich, da die Dinge ſchnell behandelt wurden und ich
ſie ſehr ſchnell durchging, ab. Ich habe auch wohl
man=
ches angegeben, was nicht ganz zutrifft. Daß ich mich
manchmal irrte, geht aus den früheren Verhandlungen
vor dem Kriegsgericht hervor. Es iſt unmöglich, alle
Einzelheiten, die ſich in einem Zeitraum von ſieben
Jah=
ren abſpielten, und auch alles aus hundert Berichten im
Kopfe zu haben.
Angeklagter Brandt wird darauf über ſein
Vor=
leben befragt und gibt genaue Auskunft darüber und
ſchildert ſeinen Lebenslauf und ſeine Karriere bei der
Firma Krupp. Da ihm der Leiter des Berliner Bureaus,
v. Schütz, mitgeteilt hatte, daß die Firma jetzt oft bei
Kon=
furrenzen ausgeſchaltet würde, habe er ſich mit
Zeugoffi=
zieren in Berbindung geſetzt und es nicht für unrecht
ge=
halten, ſich die Konkurrenzpreiſe nennen zu laſſen, weil er
die Firma Krupp als privilegierte Staatslieferantin hielt.
Brandt ging dann näher auf den Fall Tilian ein und
er=
zählte weiter über ſeine Begegnungen mit den anderen
Zeugoffizieren.
Es wird darauf die Bedeutung des Wortes
„Kornwalzer” erörtert und feſtgeſtellt, daß es ein
Codewort iſt und daß bei der Firma Krupp etwa 4000
ſolcher Ausdrücke im Gebrauch ſind. —
Oberſtaats=
anwalt Chrezeszinski bemerkt, es ſei Grund zu der
Annahme vorhanden, daß die Gedanken des Geheimniſſes
in den einzelnen Codewörtern angedeutet ſeien. Brandt
beſtreitet dies, ebenſo der Angeklagte Eccius.
Direktor Eccius ſchildert dann im einzelnen, wie
die Codewörter entſtanden ſind und bemerkt, daß die
meiſten von ihnen dem internationalen Telegraphen=Code
entnommen ſeien. Einzelne Codewörter ſeien ſpäter
ent=
ſtanden, man habe aber niemals in die Worte eine
beſon=
dere Bedeutung gelegt. Der Vorſitzende teilt einige
bei der Firma Krupp gebräuchliche Worte mit und
be=
merkt, daß beiſpielsweiſe „Feldzeugmeiſterei” in dem
Ver=
zeichnis der Codeworte als „Lindenweg” bezeichnet ſei.
Der Angeklagte Brandt erzählt dann, wie er nach
der Verſetzung Tilians mit deſſen Nachfolger, dem
Zeug=
feldwebel Schleuder, in Verbindung getreten ſei.
Schleu=
der habe ſich ſofort bereit erklärt, in gleicher Weiſe, wie
Tilian, Auskunft zu geben, und er habe ihm bis zu
ſei=
ner 1910 erfolgten Verſetzung die gewünſchten Nachrichten
verſchafft. Vorſitzender: Wie oft trafen Sie mit
Schleuder zuſammen? Brandt: Alley vierzehn Tage,
manchmal auch wöchentlich. Ich habe die Zechen in der
Mehrzahl bezahlt.
Im weiteren Verlauf des Prozeſſes erklärt Brandt:
Schleuder hat von mir verſchiedentlich Geldgeſchenke
er=
halten aber nur, wenn eine beſondere Veranlaſſung, wie
ein Geburtstag, vorlag. Zweimal hat er auch zu
Weih=
nachten von mir ein Geldgeſchenk erhalten in der Höhe
von 75 Mark. Insgeſamt hat Schleuder 200 bis 300 Mark
erhalten. Ich kam mit den einzelnen HHerren gelegentlich
kameradſchaftlicher Abende zuſammen. Die Herren
erklär=
ten ſich ſofort bereit. mir Material zu geben. Was Herrn
Hinſt angeht, ſo habe ich ihm nicht von vornherein Geld
gegeben oder verſprochen. In der erſten Zeit habe ich
keinem einzigen von ihnen Geſchenke gemacht; daß ich das
meiſte Material von Hinſt bekommen hätte, will ich nicht
behaupten. Unſere Zuſammenkünfte fanden vielleicht alle
acht bis vierzehn Tage ſtatt. Vorſitzender: Sie
waren früher in der A. P. K. tätig. Sie wußten alſo
Be=
ſcheid. Sie haben früher geſagt, Dröſe habe Ihnen
Aus=
züge geliefert. Angeklagter Brandt: Das trifft aber
nicht zu. Das war wohl eine Verwechſelung mit einem
ſpäteren Fall. Ich habe mir höchſtens drei= bis viermal
Auszüge gemacht. Auf Einzelheiten kann ich mich hier
nicht mehr beſinnen, die Sache liegt bereits ſieben Jahre
zurück. In Reſtaurants bin ich mit Dröſe nicht gegangen.
Wir trafen uns zu Hauſe oder auf Kegelabenden. Auch
Hoge und Linke haben mir Material geliefert, wie jeder
andere. Mit Hoge habe ich gleich zu Anfang meiner
Ber=
liner Tätigkeit verkehrt. Ein Darlehen habe ich ihm
ge=
geben, als er noch in Spandau war und mir aus dieſem
Grunde ſchon gar kein Material liefern konnte. Damit
er in Geldgeſchäften nicht Wucherern in die Hände fällt,
habe ich ihm 1000 Mark geliehen, die er mir mit 4
Pro=
zent verzinſt wieder zurückerſtattete. Daß er nach Berlin
kommen würde zu der A. P. K., ſtand damals noch nicht
eſt. Er hat mir auch das Geld zurückgezahlt, als er noch
in Spandau war. Das Geldgeſchäft erfolgte auf Grund
eines Schuldſcheines, den er mit Gegenunterſchrift ſeiner
Schweſter ausſtellte. Von Gegenleiſtung iſt niemals
ge=
ſprochen worden. Ich habe ihn dann ſpäter einmal
gebe=
ten, mir Auszüge zu machen.
Brandt macht dann noch Ausſagen über ſeine
Be=
ziehungen zu Pfeiffer. Vorſitzender: In Eſſen ſind
741 Kornwalzer gefunden worden, die aus den Jahren
1910 bis 1913 ſtammten. Nicht gefunden wurden aber die
erſten Kornwalzer. Wo ſind dieſe denn geblieben?
Ange=
klagter Brandt: Das weiß ich nicht, wahrſcheinlich ſind
ſie vernichtet worden. Vorſitzender: Wer konnte zu
ihrer Vernichtung den Auftrag gegeben haben?
Angeklag=
ter Brandt: Darüber iſt in Berlin nicht geſprochen
worden. Vorſitzender: Unter dem Ihnen von den
Militärbeamten ausgelieferten Material befanden ſich
auch geheime Sachen. Brandt: Für mich waren ſie kein
Geheimnis. Vorſitzender: Es befand ſich darunter
Material, das im Intereſſe der Landesverteidigung
ge=
hoim gehalten werden mußte. Haben Sie als
Krupp=
beamter Kenntnis von Gegenſtänden erhalten, die im
Intereſſe der Landesverteidigung geheim bleiben mußten?
Angeklagter Brandt: Ja. Ich habe im Jahre 1898 auch
einen Schein unterſchrieben, der mich verpflichtete, über
Dinge dieſer Art nicht zu ſprechen. Vorſitzender:
Die nach Eſſen geſandten Kornwalzer wurden zunächſt von
Herrn v. Schütz unterzeichnet. Später gingen dieſe ohne
Unterſchrift nach Eſſen. Warum hat Herr v. Schütz es
denn abgelehnt, dieſe Berichte weiter zu unterzeichnen?
Angeklagter Brandt: Herr v. Schütz erklärte mir, es ſei
ihm unangenehm, Berichte zu unterzeichnen, die er nicht
geſchrieben habe. Vorſitzender: Wie geſchah denn
die Verſendung der Kornwalzer? Angeklagter Brandt:
Den Briefen, die Kornwalzer enthielten, wurden die
offi=
ziellen Berichte beigefügt. Sämtliche Berichte wurden an
die in Betracht kommenden Herren adreſſiert, zuerſt an
Herrn Landrat a. D. Rötger, ſpäter an Herrn Mouths und
zuletzt an Herrn v. Dewitz. Vorſitzender: Warum
wechſelten die Adreſſen? Angeklagter Brandt: Der
Wech=
ſel iſt auf eine anderweitige Verteilung der Arbeit
zurück=
zuführen. Vorſitzender: Sind Sie gefragt worden,
auf welchem Wege Sie die Nachrichten erhalten haben?
Angeklagter Brandt: Nein. Die Herren ſuchten ſelten
Herrn v. Schütz in Berlin auf, und wenn das geſchah, kam
ich mit ihnen nicht in Berührung. Vorſitzender: Sie
ſagten einmal, es ſei gefährlich, ſolche Sachen aus der
Hand zu geben und nach Eſſen zu ſchicken. Angeklagter
Brandt: Ich habe eine ſolche Aeußerung Herrn v. Schütz
gegenüber getan. Er hat mich aber beruhigt und mir
er=
klärt, ich täte nichts Unrechtes, denn es läge im Intereſſe
der Heeresleitung, daß die Preiſe herabgedrückt würden
Die Frage der Gehaltszulage war ſchon vorher erledigt.
Vorſitzender: Wurden Abſchriften von den
Korn=
walzern auch während der Reiſe des Herrn v. Metzen nach
Italien hergeſtellt? Angeklagter Brandt: Jawohl. Es
waren 60 bis 70, vom 12. Mai bis Mitte Juli. Dieſe
wurden für Herrn v. Metzen bis zu ſeiner Rückkehr
reſer=
viert. Eine (Zuſammenſtellung dieſer mit den
Kornwal=
zern, die von dem Abgeordneten Liebknecht dem
Kriegs=
miniſterium vorgelegt worden ſind, ergibt eine lückenloſe
Aufeinanderfolge. Das hat auch Herr Landgerichtsrat
Metzner konſtatiert. Oberſtaatsanwalt: Es iſt
an=
zunehmen, daß die an Dr. Liebknecht gelangten
Kornwal=
zer aus dieſer Zeit ſtammen. Es müſſen aber auch noch
einige in den Händen desjenigen geblieben ſein, der das
Material an Dr. Liebknecht geliefert hat.
Vorſitzen=
der: Die erſten Abſchriften hat Herr v. Metzen alle mit in
ſeine Wohnung nach Schlachtenſee genommen. Haben Sie
ihn auch dort beſucht? Angeklagter Brandt: Jawohl,
er bat mich telephoniſch, zu ihm zu kommen, als er
angeb=
lich krankheitshalber im Bureau nicht mehr erſchien. Als
ich bei ihm war, kam heraus, daß Herr v. Metzen nicht
mehr im Dienſte war. Er gab an, daß er in Differenzen
geraten ſei, die vielleicht noch zu einem Prozeß führen
würden. Er ſagte mir, er habe ſein Material in
Sicher=
heit gebracht, an eine Stelle, wo es nicht zu erreichen ſei.
Bei dem Prozeß werde auch meine Sache zur Sprache
kom=
men. Vorſitzender bringt hierbei einen Bericht der
Eſſener Direktion zur Verleſung, aus welchem hervorgeht,
daß alles, was an Beſtechung erinnern könnte, nach wie
vor zu vermeiden ſei, und alles, was eine falſche
Auffaſ=
ſung hervorrufen könnte, ſollte vermieden werden.
Brandt erklärte, daß er überarbeitet war und die
Berichterſtattung los werden wollte. Herr Direktor
Mühlon fragte ihn, weshalb ihm die Berichterſtattung
nicht mehr paſſe und ob er dabei etwas Unrechtes tue.
Brandt erklärte: Das konnte ich verneinen. Der
Haupt=
grund für mich war, daß Herr v. Metzen mir anfing,
un=
angenehm zu werden. Die ganze Geſchichte war eine
ſein=
gefädelte Komödie. Herr v. Metzen hatte, wie mir aus
dem Briefwechſel erſichtlich wurde, über mich in Eſſen
be=
richtet. Vorſitzender: Herr v Metzen wollte Sie los
ſein, das war Ihre Meinung? Angeklagter Brandt:
Ja=
wohl. Ich hatte das Gefühl, daß meine Berichte
unange=
nehm aufgenommen werden. Vorſitzender: Warum
wollten Sie die Berichterſtattung nicht mehr? Angeklagter
Brandt: Weil ſie ſehr viel Arbeit machte und ich
außer=
ordentlich nervös wurde. Es wurde mir geſagt, es bleibe
auch bezüglich meines Gehaltes alles beim alten, wenn
die Berichterſtattung auch fortfiele. Vorſitzender:
Sagte Herr Direktor Mühlon, daß Sie Ihre Stellung
ver=
lieren würden, wenn Sie etwa über die Grenze des
Er=
laubten hinausgehen würden. Jawohl. Sollten Sie den
Verkehr allmählich abbrechen? Jawohl! Die
Funktions=
zulage ſollten Sie ſo lange behalten, wie der Verkehr
dauerte? Jawohl! Schieden Sie in Freundſchaft von
Herrn v. Metzen oder blieb ein Mißtrauen zurück?
Ange=
klagter Brandt: Es blieb alles beim alten.
Vor=
ſitzender: Sind von den Kornwalzern Abſchriften
ge=
macht worden? Angeklagter Brandt: Ja, und zwar
auf Veranlaſſung des Herrn v. Metzen. Früher wurden
Abſchriften nicht angefertigt. Die Abſchriften wurden in
einem Geheimfach des Geheimſchrankes aufbewahrt. Als
Direktor Träger mir ſpäter ſagte, Herr v. Metzen habe
ge=
droht, die Sache zur Sprache zu bringen. nahm ich die
Abſchriften mit in meine Wohnung, um ſie dort zu
ver=
nichten. Aus verſchiedenen Gründen bin ich dazu aber
nicht gekommen.
Nach einer halbſtündigen Pauſe gibt der Angeklagte
Brandt über ſein Verhältnis zu Herrn von Metzen
Aus=
kunft. Danach hatte der Angeklagte den Eindruck, daß der
Leiter des Bureaus ihn los ſein wollte. Herr von Metzen
habe ihm aber nicht unterſagt, ſeine Tätigkeit wie bisher
fortzuführen. Ueber die Art, wie der
Reichstagsabgeord=
nete Liebknecht in den Beſitz der Kornwalzer gelangt iſt,
ergibt Brandts Vernehmung nichts Beſtimmtes. Der
weitere Verlauf des Prozeſſes brachte nichts weſentlich
Neues. Auf Antrag des Rechtsanwalts Löwenſtein muß
der Angeklagte nochmals angeben, an welche Perſonen
und in welcher Höhe er Darlehen gegeben hat. Der
An=
trag hat den Zweck, zu beweiſen, daß der Funktions=
Fonds nicht zu hoch bemeſſen war. Hiermit iſt die Ver=
u
ie die Kolonien zu
erwer=
verwalten ſind, zu ſchildern.
ß die Kleinſiedelung ſehr
sdauer und
Entwickelungs=
örderung der Kolonien noch
ätze für Einfuhr der
Kolo=
lande, als auch umgekehrt,
dner ſtellte eine Reihe von
ſunden Kolonialpolitik
för=
als auch die
Diskuſſions=
mlung volle Zuſtimmung.
n Vortrag des Herrn Guts=
„Fürſtenſaal” vorgeſehen.
amm noch eine
Mitglieder=
fliche Verſammlung
vorge=
nden
Stadtverordne=
ſten, da in der letzten
Mit=
wurde, daß die Partei als
n eintritt.
zert des Muſikvereins
ſei
Es findet am Montag,
Saalbau ſtatt. Zu
ſchen
Lied von der Glocke,
Schönheiten den
bevor=
älen verſchafft haben, den
Die Aufführung iſt
ſorg=
olopartien
ſind mit
treff=
das ſchöne Werk möglichſt
wird auch die Hauptprobe
rmittags 10 Uhr, im
Saal=
n auch Karten für Schüler
Partei in Darmſtadt
er
wieder eine Reihe von
(11
Es
ſlungen veranſtalten.
hrund der politiſchen
Dis=
gen eingehend
behandelt
hrößere Verſammlungen in
en in folgender Reihen=
Dingeldey über „Die
Herr Landtagsabgeord=
Steuerpolitik
Die
Heſſens,
Nöllner über
„Die
Ge=
wird noch in den
Zeitungen
Außerdem
jeben werden.
37
fte
des Winters in einer
Turnhalle einer der
führen=
gsabgeordneten ſprechen.
kirchlicher Frauenvereine
Es ſei jetzt ſchon darauf
ſell von der Eleonorenheil=
November, nachmittags
3.
einen für jedermann
zu=
über „Frauenkleidung‟
Ueber die Genoſſenſchaften
hränkter Haftpflicht ſpricht
verein Herr Rechtsanwalt
keit dieſer Frage ſei hierauf
dem Vortrag ſind auch
zert). Wie ſchon dieſer Tage
Konzert des Liederzweigs
er (Turnhalle, Woogsplatz),
ſofopernſängerin, Herr Kurt
berhard Delp ſoliſtiſch
be=
hat ſich der Chor geſtellt.
Roſenfrühlina von Jüngſt,
Schauß) ſingt der Verein
e eeet
eton.
Die Schildkröte, ein ge=
Tafel der Gourmets, macht
öher ſteigt die Sehnſucht der
gibt beſtimmte Arten, deren
kend iſt, aber die Vertreter
0
elten geworden, daß man
n kämpft. Hier, wie überall,
tliche, die reiche, überreiche
nmer der Natur ihm freund=
Weiſe mißbraucht und alles
bt hätte, wenn er noch etwas
ſiſche Wochenſchrift, die ſich
unternommenen Verſuchen
igt, beſchwört das
paradie=
fernen Vergangenheit
her=
war in Amerika die
wohl=
öten noch ſo zahlreich
anzu=
von Maryland den
Sklaven=
en öfters als dreimal in der
ſen. Dieſe Maßregel ſollte
bndern einen Schutz für die
liche Leckerbiſſen bekanntlich
enthält und die Schwarzen
krötenfleiſch ſtark geſchwächt
ieß ein Schiff den Hafen von
lmington zum
Schildkröten=
n lukrativen Handel in
Auf=
ils 500 Dutzend der beſten
4 Dollar das Dutzend. Zwei
aus Nordkarolina gewaltige
vortiert, zum Preiſe von
10
hr die Preiſe ſeitdem geſtie=
Zume
eingeladen.
An der gemeinſamen Schutz=
Schutzmannsſchule.
§
g. Geſtern verhandelte die Strafkammer I gegen drei
hat geſtern
mannsſchule für das Großherzogtum Heſſen
ſige Zahntechniker wegen des Erpreſſungsverſuch
Donnerstag vormittag 9 Uhr der diesjährige
Herbſtlehr=
durch den ſie Ende Juli von einer hieſigen Dame 3
gang hier im Polizeiamtsgebäude begonnen. Es iſt dies
Mark erpreſſen wollten. Die Tat charakteriſiert ſich
ſeit Beſtehen der Schule der 18. Lehrgang. An demſelben
das Produkt des Leſens von Schmutz= und Schundlitene
nehmen teil: fünf Schutzleute von Darmſtadt, zwei
Schutz=
tur, die bei dem Hauptangeklagten, der verheiratet
ud
leute von Mainz, zwei Schutzleute von Offenbach und ein
Vater von vier Kindern iſt, anſcheinend eine gänzligel
Schutzmann von Gießen, zuſammen zehn Mann.
Geiſtesverwirrung hervorgerufen hat. Andererſeits iſtt
ganze Plan außerordentlich raffiniert angelegt geweſch
* Die Schankgefäße in den Wirtſchaften werden zur=
und zeugt von einem ganz intenſiven Willen zu dem
6
zeit von Beamten des hieſigen Polizeiamts einer Reviſion
wähnten Verbrechen der Erpreſſung. Ende Juli
d.
daraufhin unterzogen, ob ſie mit einem Füllſtrich und mit
erhielt eine hieſige vermögende Dame folgenden phag
Wir
der Bezeichnung des Sollinhaltes verſehen ſind.
taſtiſchen, angeblich wörtlich einem Schundromanheftt
machen deshalb alle hieſigen Wirte nochmals auf die
Vor=
nommenen, mit einem Kinderdruckapparat geſchrieben
ſchriften des Schankgefäßgeſetzes aufmerkſam, wonach
Brief: „International Bando for Piboket, Sitz Papil
alle zur Verabreichung von Bier und Wein aller Art
Werte Madam. Durch das Los wurden Sie in unſerk
dienenden Schankgefäße von mehr als 0,2 Liter Inhalt,
Verſammlung beſtimmt, uns ein Opfer zu bringen.
Ml
welche in Gaſt= und Schankwirtſchaften tatſächlich
vorhan=
fordern von Ihnen 3000 Mark und iſt dieſe Summene
den ſind, alſo auch die Stammgläſer und Stammkrüge,
Ihrem Vermögen bemeſſen. Bedingungen: das Gelde
mit Füllſtrich und Bezeichnung des Sollinhaltes verſehen
in deutſchem Papiergeld zu zahlen, Reichsbanknoten.
ſein müſſen. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften
müſſen gegen jeden Menſchen ſchweigen. Bewahren S
werden nach dem Schankgefäßgeſetz nicht nur mit
Geld=
keine Diskretion, oder zahlen das Geld nicht, ſo wer
ſtrafe oder Haft beſtraft, ſondern es werden auch die vor=
Sie in kurzer Zeit Ihren Sohn auf den Friedhof trags
ſchriftswidrig befundenen Schankgefäße eingezogen.
Benachrichtigen Sie Polizei, ſo iſt Ihr Leben unſer Eige
*
In Amerika verſtorbene Heſſen. Nach kurzem
Lei=
tum. Furchtbar rächen wir uns,
ſo Sie den Brief nid
den entſchlief am 1. Oktober in Summit, N. J., woſelbſt
reſpektieren. Zahlen Sie die drei Tauſend Mark, ſo hö
er zur Erholung weilte, Herr Theodor B. Koenig. Der
Sie auf Ehrenwort von uns nichts mehr. Das Geldm
Entſchlafene war am 15. November 1874 in Ober=
Mör=
unbedingt Freitag nachmittag 6 Uhr auf Poſt ſein. Adre
len, Kreis Friedberg, geboren, erreichte daher ein Alter
hauptpoſtlagernd Darmſtadt Indigo 457.
1. Führer Hamſ
von nahezu 39 Jahren. Er kam im Jahre 1891 nach Ame=
Tornai Bando Chef Drago Lexowe.‟ Die Sache wur
rika und trat bei ſeinem Bruder Jakob Koenig als
Teil=
ſofort der Polizei übergeben, die die Poſt
beobacht=
haber in deſſen Geſchäft.
Im Alter von 73 Jahren
und einen entſprechenden Brief hinterlegen ließ.
Al
ſtarb in Shenectady, N. Y., einer der älteſten deutſchen
Sonntag ging der Angeklagte R. zur Poſt, gab dort einst
Bürger, Herr Jakob Heller. Der Verſtorbene war in
Jungen 50 Pfennig und den Auftrag, nach dem Brief
Darmſtadt geboren und kam im Alter von 15 Jahren
fragen, er ſollte den Brief nach dem Oberwaldhaus
nach Amerika. —
Mitten in heiterem Geſpräch mit ſeinen
gen. Der Hauptangeklagte ſelbſt wollte beobachten,
Lieben überraſchte der Tod Herrn Valentin Schmidt
der Bote abgefaßt werde, um alsdann auch den R. zu
nachrichtigen. Da jedoch am fraglichen
am 27. September in ſeiner Wohnung, 927 Butternut
Sonntag ein
Ueberwachung nicht ſtattfinden konnte,
Straße, Syracuſe N. Y. Der Heimgegangene war am
antwortete D
L
Schalterbeamte, daß ein Brief nicht vorliege. Am
4. Februar 1845 in Gimbsheim, Kreis Worms,
ge=
tag ging nun der dritte Angeklagte ſelbſt zur Poſt, woß
boren und war im Jahre 1870 nach Amerika gekommen,
er abgefaßt wurde. Er gab zunächſt an, er ſei von einen
um in Syracuſe eine neue Heimat zu finden.
. —
Nach län=
Unbekannten erſucht worden, den Brief zu holen, was
gerem Siechtum iſt am 26. Sept. in ſeiner Wohnung, in
auf der Stelle als Unwahrheit herausſtellte.
Durch Zufal
Nr. 501 Tenia Avenue, Dayton, O., Herr Auguſt
Ba=
ermittelte der Kriminalbeamte den Urheber der gan
lonier, ein bekannter Gaſtwirt, geſtorben. Er erreichte
Erpreſſung, der auch nach längerem Zureden geſtändiga
ein Alter von ungefähr 52 Jahren. Mit ihm iſt ein
Dadurch wurden auch die beiden anderen Teilnehn
bekannter Deutſcher dahingegangen, der während ſeines
überführt. In der geſtrigen Verhandlung gab der Halſc
Lebens das lebhafteſte Intereſſe am deutſchen
Männer=
angeklagte an, der Plan zu dem Verbrechen ſei durch
geſang genommen hat und immer bereit war, zu deſſen
Lektüre von Schundromanen entſtanden. Er haben
Förderung behilflich zu ſein. Lützel=Wiebelsbach,
elbſtändig machen wollen und das erpreßte Geld
Kreis Erbach i. O., Großherzogtum Heſſen, war der
Ge=
dazu dienen. Den beiden anderen Angeklagten hab
burtsort des Verſtorbenen. Er wanderte vor 31 Jahren
erzählt, er hätte ein Telephongeſpräch belauſcht, in
nach Amerika aus.
Herr Jakob Gruenewald ſen.,
Leutnant in Gießen ſeiner Braut in Darmſtadt
einer der älteſten Anſiedler, ſtarb auf ſeiner Farm
weſt=
teilte, daß er ihr am letzten Sonntag jeden Monats uſd
lich von Millſtadt, Ill., am 21. September im Alter von
der Adreſſe Indigo Geld ſenden wolle. Von der Eit
85 Jahren. Er wurde geboren in Roßdorf,
Heſſen=
ſung hätten ſie nichts gewußt. Das Gericht verurteilte
Darmſtadt, am 5. Auguſt 1828. Er kam nach Amerika in
Hauptangeklagten wegen Erpreſſungsverſuchs zu 9
ſeinem 6. Lebensjahre, direkt nach Millſtadt Townſhip
naten, die beiden anderen Angeklagten wegen Betrügſ
auf eine Farm, wo er bis zu ſeinem Tode wohnte.
verſuchs zu je 2 Monaten Gefängnis.
* Adreßbruch. Der Druckbogen Nr. 5 des Adreßbuchs
Ein hieſiger Kaufmann war des Vergehensgege
für 1914, enthaltend Einwohnerregiſter —
Friedrich,
Phi=
die Konkursordnung angeklagt, weil er Bilanzen noch
lipp, bis Grüneberg, Wilhelm —
liegt im
Hauptmelde=
gezogen hatte. Da jedoch der Sachverſtändige bekund
bureau, Hügelſtraße 31/33, Zimmer Nr. 13, während der
daß der Angeklagte ſeines Ermeſſens kein Vollkaufman
Bureauſtunden (8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis 6 Uhr
im Sinne des Handelsgeſetzbuches ſei, wurde er
nachmittags) bis zum 27. Oktober vormittags zur Einſicht=
Ein mehr au
Strafe und Koſten freigeſprochen.
nahme offen.
ſonderbares Verhalten zeigte der 21jährige Reiſendea
Unfall.
Am Mittwoch mittag
8
kurz nach 12 Uhr
N. von hier, der ſich geſtern wegen Urkundenfd
wurde ein ſechs Jahre altes Mädchen in der Mühlſtraße,
ſchung und Angabe eines falſchen Namens vord
Schwierigkeiten mußten überwunden werden. Zunächſt
612 Fuß.
Die Koſten des neuen Pan=American=Woller
war eine genügende Anzahl von männlichen und weiblichen
kratzers werden auf rund 50 Millionen Mark geſchätzt,
*
Tieren der beſten und geſuchteſten Arten von nöten. Dieſe
Schadenfreude ohne Heuchelei. Ein Pariſer Mb
Bewohner der Salzteiche an den Küſten des Atlantiſchen
tagsblatt demokratiſchſter Sorte entrüſtet ſich überd
Ozeans wurden dann in ſorgfältig vorbereitete Farmen
offizielle
Heuchelei, die darin liege, daß d=r
eingeſetzt, die bis ins Meer hinausreichen. Man mußte
Präſident Poincaré etikettegemäß der deutſchen Regierun
die Schildkröten in der Gefangenſchaft ſo halten, daß ſie
ſein Mitgefühl beim Untergange des „L.Maus
trotzdem nicht, wie es bei früheren Experimenten der Fall
geſprochen habe. Schön und gut. Dann aber erklettendar
geweſen war, die Fortpflanzung aufgaben. Dann wurde
Blatt die Höhe ſeiner eigenen Aufrichtigkeit, indem
eine praktiſche Methode gefunden, um die in den Schlamm
ſchreibt: „Wir haben nichts zu bedauern! Der Tod der?!
gelegten Eier zu ſchützen. Endlich war das wichtige
Pro=
deutſchen Militärs rettet Hunderten von Franzoſenda
blem zu löſen, wie man den jungen Tieren die Nahrung
Leben, die
der Zeppelin erfolgreich gebliebe
zuführe, die ein gutes Wachstum verbürgte. Alle dieſe
wäre
ſchönen Tages durch ſeine Bombenwürr
Fragen wurden nach langen Mühen glücklich gelöſt, und ſo
pulveriſiert würden. Jedesmal, wenn einer dieſer ves
kam man denn zu dem guten Reſultat, daß aus 300 Eiern
dammten „Zeppeline” in Stücke geht, reibe ich mir de
270 Schildkröten auskrochen, die dann mit aller Sorgfalt
Hände. Ich würde keinen Finger rühren, einen zu
rette=
gepflegt wurden und ſich gut entwickelten. Da eine Schild=
Hoffentlich wird der Himmel Europas bald von
ihne=
kröte nur 5—12 Eier legt, ſo iſt erforderlich, daß die Zucht
geſäubert ſein!” Waren die Leute nun ſchlecht, die behaur
in großem Maßſtabe betrieben wird, um den Mangel an
teten, daß die Franzoſen über das Unglück des „L. 2
Schildkröten dauernd zu beſeitigen. Für Weibchen
wer=
reine Schadenfreude empfinden würden?
den zu Zuchtzwecken hohe Preiſe gezahlt, für das Stück
Der Kongreß der erfolgloſen Erfinder. Wir leh=
12 Dollar und mehr.
in einem Zeitalter der Kongreſſe; allein den Ruhm, der
Das höchſte Gebäude der Welt. Aus! Neu=York
eigenartigſten Kongreß in ſeinen Mauern beherbergen
wird berichtet: Nachdem erſt kürzlich der Wolkenkratzer des
können, dürfte auf abſehbare Zeit der Stadt Bukareſt vor=
Woolworth=Gebäudes in Neu=York einen neuen Rekord
behalten bleiben, denn hier verſammelt ſich, im Saale des
des Wolkenkratzerbaues erobert hat, rüſtet ſich die amerika=
Athenäums, am 30. Oktober der Kongreß der erfolgloſee
niſche Architektur bereits zu einer neuen Rieſenleiſtung.
Erfinder. Der Gedanke mutet im erſten Augenblick eet
Die Pläne für das Pan=American=Gebäude,
wenig komiſch an, aber die Roumanie bemüht ſich, etwai= vorausſichtlich in der Nähe des Neu=Yorker Zentral=
Vorurteile der Kulturwelt zu zerſtreuen. Denn der
Koo=
bahnhofes erſtehen wird, ſind bereits abgeſchloſſen, und
greß hat in der Tat die beſten Abſichten: er will alle
E=
der größte Teil des erforderlichen Kapitals ſoll von den
finder, die mit ihren Erfindungen bisher nicht
durchg=
intereſſierten Induſtriegruppen, die auf eine Entwicklung
drungen ſind, zu gemeinſamer Beratung und Diskuſſi
des Handelsverkehrs mit dem ſüdlichen Amerika Wert
verſammeln, will die Aufmerkſamkeit der Oeffentlichk
legen, gezeichnet ſein, Der neue Wolkenkratzer wird in
ſei=
auf manche der Probe werte Erfindungen lenken und
nen Geſamtumriſſen eine rieſenhafte Vergrößerung eines gleich die Mittel und Wege beraten, auf denen das nötüt
u Marl un
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[ ← ][ ][ → ]Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 24. Oktober 1913.
Nummer 254.
Briefkaſten.
Reinhold 106. Wenden Sie ſich an die
Oberpoſtdirek=
tion Darmſtadt.
H. H. in R. Wenden Sie ſich an den Hiſtoriſchen
Ver=
ein für das Großherzogtum Heſſen in Darmſtadt.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das nördliche Tief hat ſich weiter oſtwärts verlagert,
und hoher Druck iſt auf ſeiner Rückſeite von Island her
vorgedrungen, der ſich mit dem feſtländiſchen Hoch
ver=
bunden hat. In dem flachen Hochdruckſattel werden wir
morgen meiſt trockenes, etwas kühleres Wetter haben.
Ausſichten in Heſſen für Freitag, 24. Oktober:
Meiſt wolkig, trocken, etwas kühler.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Dr. Kuhns Nußöl, 1.20, 0.60.
Graue Haare Färbe= Pomade Nutin, 2.00, 1.00,
Turm, ſowie in Apotheken, Drog. u. Parfüm. (V,8625
giftfrei. Franz Kuhn, Kron.=Parf., Nürnberg.
Hier: F. B. Grodhaus, Seifenfabr. a. weißen
*
STkUEna
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Nr. 169 Coronas 100 St. M. 28.-
(VII,22211)
in Kisten mit 50 Stück
Husfer unfer Berechnung zu Verrügung
Haupfpreisliste graffs.
Meseeeaeh
Sei Nieren=, Blaſen= und damit zuſamn
ängen=
den Frauenleiden ſind nach dem
übereinſtimmen=
den Urteil der Aerztewelt häusliche Brunnentrinkkuren
geradezu unentbehrlich. Ein von vielen Aerzten und
Profeſſoren warm empfohlenes Heilwaſſer iſt der „
Alt=
buchhorſter Mark=Sprudel Starkquelle” (Jod=Eiſen=
Mangan=Kochſalzquelle). Seine Wirkſamkeit bei nur
etwa vierwöchigem täglichem Gebrauch iſt ganz
außer=
ordentlich. Man bekommt den Mark=Sprudel in ſtets
friſcher Füllung in den meiſten Apotheken und Drogerien.
Ausführliche ärztliche Literatur verſendet an Intereſſenten
auf Wunſch gratis und franko die Brunnenverwaltung
des Mineral= und Moorbades Altbuchhorſt (Mark).
Duck und Periagt z. g. Pilicſce Zoſtuncdrnat.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
ffür den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Peihſernechenhten=
Hamburg=Amerika=Linie.
Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Hamburg” vom Mittelmeer, 21. Okt.
Uhr 45 Min. nachm. in Neu=York.
Südamerika,
Weſtküſte Amerikas: „Badenia”, von dem La Plata
kommend, 21. Okt. in Las Palmas. „Habsburg‟ 21. Okt.
7 Uhr morgens in Bahia, ausgehend. „Palatia”, von
dem La Plata kommend, 22. Okt. 6 Uhr 45 Min. morgens
auf der Elbe. „Salamanca” nach dem La Plata, 21. Okt.
7 Uhr abends von Teneriffa. „Schwarzburg” 21. Okt.
außerhalb der Barre von Rio Grande do Sul. —
Oſt=
aſien: „Albenga” 21. Okt. in Kobe, ausge hend. „Albiana”
22. Okt. 6 Uhr morgens von Hongkong nach Moji.
„Altmark” 21. Okt. nachm. in Port Said, ausgehend.
„Fürſt Bülow” 20. Okt. nachm. Perim paſſiert,
aus=
gehend. „Hoerde” 20. Okt. nachm. von Hongkong nach
Haiphong. „Liberia” 21. Okt. in Singapore, heimkehrend.
„Preußen” nach Antwerpen, 21. Okt. 9 Uhr 45 Min.
abends Cuxhaven paſſiert. — Verſchiedene Fahrten:
„Nordmark” 21. Okt. von Karachi nach Suez. „Rhenania”,
von Afrika kommend, 21. Okt. Las Palmas paſſiert.
Tageskalender.
Freitag, 24. Oktober.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende gegen
9½ Uhr (Ab. D): „Die ſpaniſche Fliege‟
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Klavier=Abend von Karl Friedberg um 8 Uhr in
der Turnhalle am Woogsplatz (Richard Wagner=Verein).
Luſtiger Abend von Senff=Georgi um 8 Uhr im
„Kaiſerſaal”.
Wiſſenſchaftlicher Vortrag um 8 Uhr im „
Kon=
kordiaſaal”.
Vortrag von Rechtsanwalt Geißner um 8½ Uhr im
Reſtaurant Sitte (Ortsgewerbeverein).
Jahrhundertfeier der Jugendvereinigung der
Jo=
hannesgemeinde um 8 Uhr im „Mathildenhöhſaal”.
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Bürgerkeller um
8 Uhr.
Vilder vom Tage (Austage Erpedition Rheinſt. 239
Das Marineluftſchiff „L 2” und ſeine Beſatzung — Das
brennende Wrack des Dampfers „Volturno” — Vom
Kaiſerbeſuch in Trier — Die Enthüllung des Verdi=
Denkmals in Mailand anläßlich des 100. Geburtstages
Verdis.
Verſteigerungskalender.
Samstag, 25. Oktober.
Dünger=Verſteigerung um 9 Uhr auf dem
Pferdemarktplatz.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
an dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte unſerer
lieben Mutter ſagen wir Allen, insbeſondere
Herrn Pfarrer Velte für die troſtreiche Grabrede,
den Schweſtern der Stadtgemeinde für die lange,
liebevolle, aufopfernde Pflege, ſowie für die
zahl=
reichen Blumenſpenden unſeren tiefgefühlten Dank.
Karl Gieſecke,
Heinrich Gieſecke.
Emma Gieſecke,
Familie Georg Gieſecke, Gießen,
Familie Ludwig Grebe, Mainz. (*12722
Darmſtadt, Gießen, Mainz, 23. Oktober 1913.
Statt besonderer Anzeige.
In vergangener Nacht entschlief sanft nach kurzem Krankenlager im
83. Lebensjahre mein guter Mann
Herr Gustav Michell
Großherzoglich Hessischer Geheimerat i. P.
Darmstadt, den 23. Oktober 1913.
In tiefer Trauer:
Frau Susanna Michell, geb. Lahr.
Die Beerdigung findet Samstag, den 25. Oktober, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause
Eich-
bergstrasse 14 aus, statt.
Von Blumenspenden und Kondolenzbesuchen bittet man absehen zu wollen. (B22239
ner 254
em Augn,
ſobir zu
ſeinelei .
eſonnenen
eiben iſt.
en plohle
n dey
gen
John)
zinflaſ
öben
euerweh=
Nummer 254.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 24. Oktober 1913.
Seite 5.
trafkammer zu verantworten hatte. Er hatte anläßlich
Meter von der Erde entfernt befinden, waren eingedrückt
ſator der Berliner Gewerbeausſtellung 1896 und unter
ner Beſuche bei zwei Halbweltdamen ohne jede Ver
und es fehlten ungefähr 10 Paar Damenſtiefel und zwe
ſeiner Aegide hat ſich der deutſche Gewerbefleiß an faſt
Uaſſung Wäſcheſtücke, Tiſchdecken uſw. zerſchnitten. Als
Paar Rohrſtiefel, zuſammen im Werte von hundert Mark
allen anderen großen Ausſtellungen beteiligt. — Mit dem
bei einem erneuten Beſuch dem herbeigeholten Schutz=
Aus der Ladenkaſſe war nur ein kleiner Betrag entwen=
Verkauf des von der Stadt Berlin bezogenen ruſſiſchen
ann ſeinen Namen angeben ſollte gab er jedoch einen
det. Es iſt ſehr bedauerlich, daß in unſerem Städtcher
Fleiſches wird morgen begonnen werden. Die
Ber=
ulſchen Namen an und unterſchrieb auch einen
die Einbruchsdiebſtähle ſo ſehr überhand nehmen, ohne
iner Fleiſcher haben den Verkauf nur teilweiſe
übernom=
huldſchein über 38 Mark mit dieſem falſchen Namen. Er
daß man den eigentlichen Täter ſchon erwiſchen konnte.
men, da ſich viele an der Beſtimmung ſtoßen, daß das
bt an, daß er nur darum einen falſchen Namen angab
Oppenheim, 22. Okt. Das Miſſionsfeſt des
heimiſche und das ruſſiſche Fleiſch getrennt aufbewahrt
m ſeine Eltern nicht in das Gerede zu bringen. Er habe
Dekanats Mainz wurde hier abgehalten. Obwoh
ind verkauft werden muß. — Ein entſetzlicher
Un=
uch die Abſicht gehabt, den Schaden zu bezahlen, doch
in den benachbarten Orten die Jahrhundertfeier ſtattfand
fall, der den Tod eines Knaben zur Folge hatte,
ereig=
ar er bis heute nichts bezahlt. Das Gericht verurteilte
nete ſich auf dem Grundſtück, Wöhlertſtraße 12. Dort
waren doch viele auswärtige Miſſionsfreunde erſchienen
en Angeklagten wegen der Urkundenfälſchung zu ſechs
hielt ſich der neunjährige Sohn Gerhard des Hausverwal=
Da ſich auch die ganze hieſige evangeliſche Gemeinde am
ochen Gefängnis und wegen Angabe eines
fal=
ters Krüger im Torweg auf, als ein Laſtwagen von der
Feſte beteiligte, konnte Herr Miſſionar Weismann aus
ſten Namens zu 2 Tagen Haft.
Straße kam, um in den Hof einzufahren. Der Knabe
Darmſtadt im dichtbeſetzten Gotteshauſe, das die Konfir=
Die Frage der Erntefreiheit der Miſtel kam noch
tellte ſich hinter einen Flügel des Einfahrtstores, ohn
manden ſchön mit Blumen geſchmückt hatten, die
Feſt=
uls zur Verhandlung. Der Maurer Simon von Eber
daß der Kutſcher es ſah. Zum Unglück ſtreifte der ſchwere
predigt halten. Er verſtand es, die Zuhörer durch inter
dt war, wie aus Anlaß der erſten Verhandlung ſchor
Wagen gerade dieſen Torflügel ſo ſtark, daß er noch mehr
eſſante Schilderungen aus dem Miſſionsleben in Indien
erichtet, vom Schöffengericht nur wegen Sachbeſchädigung,
zur Seite gepreßt wurde. So wurde dem armen
Kna=
u feſſeln, Herr Pfarrer Lic. Dr. Bert=Weiſenau überbrachte
egangen durch Erſteigung der Bäume mit Steigeiſen, zu
ben, der zwiſchen Flügel und Wand ſtand, der Schädel
der Feſtgemeinde Grüße des Dekanats und der Heſſiſchen
Nark und zu 1 Mark Schadenerſatz verurteilt. Die
Forſt=
eingedrückt. Die Mutter brachte den unglücklichen Kna
Miſſionskonferenz. In der im Gaſthauſe ſtattfindender
wendung war verneint worden, da die Aufzählung der
ben ſofort zum Arzt, doch konnte dieſer nur noch den Tod
Nachverſammlung begrüßte der Ortsgeiſtliche, Herr Pfar
n Forſtſchutz auszunehmenden Blumen, Kräuter und
feſtſtellen.
rer Trautmann, die Erſchienenen und ermunterte zur
Opfer=
flanzen im § 17 des Forſtſtrafgeſetzes nicht erſchöpfend
Frankfurt a. M., 23. Okt. (Prozeß Holländer.)
reudigkeit für die Miſſion. Herr Miſſionar Weismann er
ein ſollte, ſondern lediglich eine Aufführung von Bei=
Die Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt a. M.
ver=
freute die Zuhörer durch Erzählungen heiterer Erlebniſſe,
vielen. Die Miſtel gehöre zu den Walderzeugniſſen,
kündete heute vormittag 11 Uhr das Urteil in der
Wi=
die er als Miſſionar in Indien hatte. Der Geſangverein
ſſie für den Waldbeſitzer ohne erheblichen Wert ſeien. In
derſpruchsklage des früheren Intendanten des Frankfurter
Oppenheim und der hieſige Schülerchor verſchönten und
geſtrigen Verhandlung bekundete Geh. Forſtrat
Kull=
ſer
Schauſpielhauſes Felix Holländer gegen die Neue
bereicherten die Feier. Als Gabe für die Miſſion wurden
ann, daß die Miſtel verhältnismäßig wenig ſchädlich
Theater=Aktiengeſellſchaft, die gegen Holländer wegen
Ver=
irka 45 Mark geſpendet; auch wurden für 30 Mark Miſ=
Sie ſei hauptſächlich dann ſchädlich, wenn die Wur
tragsbruchs einen Arreſt in Höhe der Konventionalſtrafe
i
ſionsſchriften verkauft. Mit einem Dankeswort an alle
von 30000 Mark auf alle Anſprüche gelegt hat, die er geger
ein der Miſtel im Stamm ſitzen, meiſt ſitze ſie jedoch
die bei dem Feſte mitgewirkt hatten und unter Hinweis
F den Zweigen. Sie ſei auch keineswegs wertlos, ſon
die Verlagsbuchhandlung von Ullſtein u. Co, aus ſchrift.
auf den vaterländiſchen Gedenktag ſchloß der
Ortsgeiſt=
ern verwertbar. Man habe auch einmal verſucht, die
ſtelleriſchen Arbeiten erworben hat. Das Urteil lautete
liche die ſchön verlaufene Feier
auf Abweiſung der Widerſpruchsklage. Das Gericht
er=
ſtel zu ernten, doch ſeien die Ernteunkoſten verhältnis
Nackenheim, 23. Okt. Spurlos verſchwunden
lärte den Arreſt für begründet. Holländer habe
zweifel=
ißig zu hoch geweſen. So werde die Miſtel nur geern
ſt die 70jährige Witwe Konr. Recht. Die Frau, die im
los einen Vertragsbruch begangen, als er im
wenn ſie verlangt werde. Auch Händlern werde die
September ds. Js. ſich zu längerem Aufenthalt ins Aus
laubnis zum Ernten gegeben, dieſe bezahlen gewöhnlich
Vorjahre infolge eines Unglücksfalles ihren Mann
ver=
land begab
Pfennig für das Stück. Die Pflanzen werden dann
loren hat, war ſeit dieſer Zeit ſchwermütig. Zuletzt wurde
1. Mannheim, 23. Okt. (Stiftung.) Frau
Geheim=
it Leitern von den Bäumen geholt. Die Strafkamme
ſie in der Nähe des Rheines geſehen; es iſt wohl
anzu=
cat Juliane Lanz, die Gattin des verſtorbenen Beſitzers
ſet urteilte den Angeklagten zu der gleichen Strafe, doch
nehmen, daß ſie verunglückt oder in einem Anfalle von
der Maſchinenbauanſtalt Lanz, des Ehrenbürgers der
igen Sachbeſchädigung und Forſtentwen
Schwermut ſich ein Leid angetan hat.
Stadt Mannheim, beging heute ihren 70. Geburtstag, aus
ing. Die Miſtel gehöre zu den vom Forſtgeſetz ge=
Armsheim, 23. Okt. (Bahnüberführung.) Durch
deſſen Anlaß ihr zahlreiche Ehrungen, u. a. auch vom
hitzten Walderzeugniſſen, deren Entwenden ſtrafbar iſt.
den ſteigenden Verkehr am hieſigen Bahnhof iſt die
Er
Großherzogspaar von Baden und der Großherzogin Marie
Wegen Verbrechens nach § 180 des Strafgeſetzbuches
richtung einer Ueberführung notwendig geworden. Der
zuteil wurden. Durch Fabrikanſchlag wurde bekannt
rde der 36jährige Taglöhner Philipp Jakob Wein
us dem Dorfe führende Hauptweg geht über 6 Gleiſe
gegeben, daß Frau Lanz der Beamten= und
Meiſter=
rtner zu 3 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren
und iſt ſo ſtark benutzt, daß ſowohl der Bahnverkehr als
Penſionsſtiftung weitere 100000 Mark zugewieſen habe,
averluſt verurteilt
auch der Uebergang ſelbſt dadurch ſehr behindert iſt. Die
ferner erhält jeder über 40 Jahre in der Fabrik beſchäf=
Eiſenbahndirektion Mainz hat daher in einer Eingabe an
tigte Arbeiter ein Ehrengeſchenk von 500 Mark.
das Staatsminiſterium beantragt, daß eine etwa 400
Elizabeth Duncan=Schule.
Karlsruhe, 23. Okt. (Der neue Bahnhof.)
Meter weiter ab zu liegende Ueberführung errichtet werde
Heute früh zwiſchen 2 und 3 Uhr hat die Ueberleitung des
Wie wir vernehmen, wird die Elizabeth Duncan=
Gleichzeitig ſollen alsdann zwei Wiege eingehen. Die
Ge=
geſamten Eiſenbahnverkehrs vom alten Bahnhof nach dem
hule an den im Jahre 1916 ſtattfindenden Olympiſchen
meinde iſt wegen Verbeſſerung des Projekts mit der
Be=
neuen Karlsruher Perſonenbahnhof ohne
Hielen in Berlin teilnehmen. Und fürwahr, nach dem
hörde in Unterhandlungen eingetreten
beſondere Feierlichkeiten ſtattgefunden. Damit beginnt
ws wir an dem Abend des 11. Oktober im Großh. Hof=
Bingen. 23. Okt.
(Von den
Stadtverord=
für die Reſidenzſtadt eine neue Epoche. Der alte
Bahn=
hhater von ihr wiederum geſehen haben, wird ſie in
neten.) Der Stadtverordnete Georg Racke, eine der
hof, von Weinbrenner erbaut, der 70 Jahre in Benutzung
Euren beſtehen und in immer weiteren Kreiſen ihren Be
bekannteſten und beliebteſten Perſönlichkeiten unſerer
geweſen iſt, wird vorerſt erhalten bleiben. Die Bevölke
rebungen Freunde, Anhänger, Verehrer erwerben. Für
Stadt, hat aus Geſundheitsrückſichten ſein Amt nieder
rung nahm an der Inbetriebnahme des neuen
Perſonen=
nier Darmſtadt werden dieſe Erfolge ein Stolz und eine
gelegt. Herr Racke hat ſein Amt dreizehn Jahre lang
ver=
bahnhofes, durch den das Stadtbild von Karlsruhe
grund=
eude ſein, denn in Darmſtadt hat die Schule ihr blei
ehen und war erſt vor drei Jahren wieder auf neun
legende Aenderungen erfahren wird, lebhafteſten Anteil.
endes Heim gefunden, dank der hochherzigen Unterſtütz=
Jahre gewählt worden. Mit ihm ſcheidet ein kenntnis
Frankenſtein (Pfalz), 23. Okt. (Schweres
Auto=
ng eines kunſtſinnigen und kunſtliebenden Fürſten, dan
reicher, redlicher und pflichtgetreuer Mann, ein aufrechter,
mobilunglück.) Geſtern ereignete ſich in der Nähe des
er großen Zahl von Freunden und Mäcenaten aus
gerader Charakter aus der Stadtverordnetenveſammlung.
Frankenſteiner Stich ein ſchweres Automobilunglück. Das
len Kreiſen der Geſellſchaft; aber nicht allein aus Darm
Gießen, 22. Okt. (Altertumsforſchungen.) Die
mit vier Perſonen beſetzte Automobil des Dr. Stein aus
got kam die Beihilfe; andere Städte waren es ſogar wei
vor= und frühgeſchichtlichen Sammlungen des ober
Kaiſerslautern fuhr den Stich hinunter, prallte an einem
achr, die vor Darmſtadt die idealen Ziele und Beſtrebun
heſſiſchen Muſeums und der Gailſchen Sammlunger
Eckſtein ab und überſchlug ſich. Regierungsrat Feiertag
ei- Elizabeth Duncans erkannt und gefördert haben.
Wel=
haben ſich erfreulich vermehrt. Auf der Höhe ſüdweſtlich
und Gymnaſiallehrer Profeſſor Seufert von
Kaiſerslau=
es dieſe Ziele ſind, das iſt leider in Darmſtadt ſelbſt nodh
von Eberſtadt, am Gambacher Weg, wurde eine große
tern wurden ſofort getötet, Bauamtmann Schmitt wurde
icht ſo bekannt, wie es ihre Bedeutung für unſer
auf=
ſchwer verletzt und Dr. Stein erlitt einen Nervenchok. Die
Siedelung aus dem 1. vorchriſtlichen Jahrhundert
feſtge=
lbendes, nach harmoniſcher körperlicher wie geiſtiger
beiden letzteren wurden in einem Sanitätsauto ins Kran
ſtellt und mehrere runde Wohngruben noch mit Pfoſten
usbildung ringendes Jung=Deutſchland erfordert
kenhaus nach Kaiſerslautern gebracht
löchern durchforſcht. Außer Hüttenlehm, Knochen von
Auf Einzelheiten der Organiſation dieſer Schule näher
Nach einer ſpäteren Meldung iſt der ſchwerverletzte
großen Tieren, Reib= und Mahlſteinen wurden zahlreiche
zugehen, dürfte hier nicht der Raum ſein. Wir ver=
Bauamtmann Schmitt, der ins Krankenhaus gebracht
in der Form eigenartige Tongefäße gefunden. Die Ver
ſeſen auf die im Verlage E. Diedrichs=Jena erſchienen
wurde, dort ſeinen Verletzungen gleichfalls erlegen
zierungen der Gefäße ſind von Frauenhänden durch
Ein=
oſchüre „Die Elizabeth Duncan=Schule‟. Es ſei aber
drücken der Fingerſpitzen und =nägel in ſchönen Muſtern
Bückeburg, 22. Okt. (Das Ende der Flott
eſtattet, auf den inneren Wert dieſer Beſtrebungen, dieſer
hervorgebracht worden. Gleichfalls bei Eberſtadt wurde
von Schaumburg=Lippe.) Bei Wunſtorf in der
örper= und Geiſtes=Kultur für unſer heranwachſendes
Nähe von Hannover liegt ein großer Binnenſee, das
ſo=
eine römiſche Villa aus dem 3. Jahrhundert mit Brunnen
eſchlecht der Mädchen und Frauen, der Mütter der
Zu=
genannte Steinhuder Meer, das zum Fürſtentum
und Bad aufgedeckt. Man fand hier eine ſchön verzierte
ufft, kurz hinzudeuten
Schaumburg=Lippe gehört. Und in dieſem See befindet
Terra=ſigillata=Schale, Amphora, Schlüſſel, Eiſenteile und
Veredelung der Raſſe” das haben auch ſie zum Ziele,
ſich auf einer künſtlichen Inſel die ſehr ſehenswerte kleine
Gefäßſcherben. Die Villa war auf einer älteren Siedelung
wer ein kraftvolles, an Leib und Seele geſundes Voll
Waſſerfeſtung Wilhelmſtein, die der große Kriegsheld
aufgebaut. Das Landesmuſeum überwies als dauernde
ehen will, der fange bei der Kultur des Frauenideals
Graf Wilhelm zu Schaumburg=Lippe (er ſtarb 1777) in der
Leihgabe aus einem römiſchen Sammelfunde in der Ge
1,der erziehe Mütter, welche einem geſunden und lebens=
Jahren 1763 bis 1765 erbauen ließ. Wilhelmſtein iſt ein
meinde Gettenau zwei tadellos erhaltene Pflugſcharen und
täf tigen Nachwuchs Leben und Seele zu geben imſtande
beliebtes Ausflugsziel für die ganze Umgegend. Am
ein Pflugmeſſer. Aus einem ſteinzeitlichen Grabe be
1.—. Jetzt regt es ſich überall, und Sport jeder Art finde
Ufer des Steinhuder Meeres aber liegt das Jagdſchloß
Holzheim wurden eine große Urne und ein ſchön ge
ne Herzen. Das bleichſüchtige, nervöſe, durch Ueber=
Hagenburg des Fürſten zu Schaumburg=Lippe mit dem
ſchliffener, durchbohrter Steinhammer freigelegt.
lrur verbildete ſchwächere Geſchlecht ſucht und findet jetzt
Flecken gleichen Namens, und von Hagenburg führt ein
Vilbel, 23. Okt. (Keine Kochluſt.) Die hieſigen
hätigung auch außerhalb der vier Wände, in Flur und
Kanal in das freie Waſſer des Sees. Auf dieſem Wege
jungen Mädchen ſcheinen für das „Walten am häuslichen
lld und auf Bergeshöhen, im Sommer wie im Winter
flegte man bisher in „fürſtlichtn Segelbooten” den Wil
Herd” wenig Vorliebe zu haben, denn auf die Aufforde=
Der Erfolg wird nicht ausbleiben. Mit Wärme und
helmſtein zu beſuchen. Die Matroſen der Segelboote wa
rung zur Teilnahme an einem vom Kreisamt veranſtal
ut muß aber auch jede Gelegenheit ergriffen, jeder Weg
ren fürſtliche Beamte. Dieſe „fürſtlich Schaumburg=
Lippe=
teten Kochſchul=Lehrgang meldeten ſich insgeſamt
treten werden, der dieſem Ziele zuſtrebt. Hiermit
kom=
ſche Segelflotte” mit ihren Matroſen in Uniform iſt nun
vier kochluſtige junge, Mädchen.
Das iſt für
ſem wir auf die Spur Elizabeth Duncans und, „warum
mit dem 1. Oktober aufgelöſt worden. Die Matroſen ſind
einen Ort von bald 6000 Einwohnern recht wenig, zumar
die Ferne ſchweifen, ſieh!, das Gute liegt ſo nah’!“
entlohnt, und die ſtaatlichen Segelboote an private Unter= in den kleinſten Dörfern Oberheſſens derartige Kurſe
Wir haben hier an einem der ſchönſten Punkte unſeres
nehmer verkauft worden. Auch der Wirtſchaftsbetrieb auf
reichſte Beſchickung erfuhren.
enrlichen Waldes, in idylliſcher Natur gelegen, die
Eli=
dem Wilhelmſtein, der bisher von einem penſionierten
Büdingen, 23. Okt. (400jähriges Jubiläum.)
eth=Duncan=Schule an der Marienhöhe. Bürger von
Beamten des Bückeburger Hofes als „fürſtlicher Reſtau=
Unter dem Vorſitz
des Fürſten Wolfgang zu Yſenburc
urmſtadt, kommt und ſeht, überzeugt Euch, wie dort
ge=
rationsbetrieb” ausgeübt wurde, iſt aufgelöſt und ver=
und Büdingen hat ſich hier ein Ausſchuß zur Feier des
rb eitet wird, an Ort und Stelle, wie dort ein Stamm
pachtet worden
1914 ſtattfindenden 400jährigen Beſtehens der
Büdin=
ſon- Jüngerinnen herangebildet wird, welche demnächſt
Die
Delitzſch, 23. Okt. (Unterſchlagungen.)
ger Schützengeſellſchaft
gebildet.
Das
Jubi=
imausgehen ſollen, das Evangelium zu verbreiten vor
anfangs auf 30000 Mark angegebenen Unterſchlagungen
läum, zu dem bereits 10000 Mark gezeichnet wurden, ſoll
ſer harmoniſchen, körperlich und geiſtig ſchönen
Ausbil=
des ſtädtiſchen Hauptkaſſenrendanten Rudlow betragen
eine volle Woche, vom 19.—26. Juli 1914, gefeiert
und
ung unſerer Jugend, unſerer Hoffnung auf die Zukunft
wie nunmehr feſtſteht, 165000 Mark. Von Rudlow fehlt
durch einen hiſtoriſchen Feſtzug und die Aufführung eines
großen deutſchen Vaterlandes.
noch
jede Spur
Feſtſpiels beſonderen Glanz erhalten.
Die Ortsgruppe Darmſtadt des Allge
Der Kaiſer
Wien, 23.
(Begnadigung.
Okt.
t
inen Vereins zur Förderung und
Er=
begnadigte den wegen Ermordung des Abgeordneter
alltung der Duncan=Schule bietet ihren Mit=
Schuhmeier zum Tode durch den Strang verurteilten
Kunſtnotizen.
liedern hierzu Gelegenheit, und ihre täglich wachſende
Eiſendreher Paul Kunſchak. Kunſchak wurde darauf
Uleber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nacht
ſütgliederzahl beweiſt, welches Intereſſe dieſem vater
vom Gericht zu zwanzig Jahren ſchweren Kerkers
ver=
ſtehenden Erwährang geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
äwtiſchen Inſtitut entgegengebracht wird. Als Lohn für
urteil
e gebrachten Opfer ſoll dann der Oelzweig winken, der
Der luſtige Abend, den der bekannte Vor=
Rom, 22. Okt. (Toſelli ausgeziſcht.) Die
armſtadts DuncanSchule bei den Olympiſchen Spielen
tragskünſtler Senff=Georgi heute abend 8 Uhr im Kaiſer
Operette „Die bizarre Prinzeſſin” zu der Luiſe
ringen und der Heimatſtadt zu Füßen legen wird.
ſaal veranſtaltet, wird ein vollſtändig neues, durchaus
von Toskana den Stoff geliefert haben ſoll, den Toſellt
vertonte, fand, wie ſchon gemeldet, geſtern abend in
heiteres Programm bringen, dem: „Verlobung, Hochzeit
Teatro Nationale ihre Uraufführung. Für das Libretto
Eheſtand und andere Schmerzen” das luſtige Gepräge
Braunshardt, 22. Okt.
(Fahnenweihe.
B
Die
eichnete auf dem Theaterzettel Luiſe Toskana und Paolc
geben werden. In Dresden mußte Senff=Georgi dieſen
urngemeinde Braunshardt beſchloß in ihrer kürzlich
Reni, für die Muſik Toſelli. Die Operette ſchildert die
Abend zweimal vor ausverkauften Häuſern wiederholen
attgefundenen Generalverſammlung in einigen Monaten
Schickſale der Prinzeſſin Flora, ſo wie ſie Frau Toſell
und erzielte auch in Halle, Magdeburg, Breslau Dresden
Feſt der Fahnenweihe zu begehen und beauftragte die
als ihre Erlebniſſe am ſächſiſchen Hofe von der
Oeffent=
damit außerordentliche Erfolge. Das gleiche Programm
onmer Fahnenfabrik in Bonn a. Rhein mit der Lieferung
ichkeit aufgefaßt haben möchte. Die Spannung im
Publi=
wird er auch in ſeiner dieswinterlichen Amerikatournee
neuen Fahne
kum war überaus groß. Das ganze Theater war bis
bieten. Karten zu 2,80, 1.70, 0,80 Mk. im Vorverkauf in
Rimhorn (Heſſen), 22. Okt.
(Reife Himbeeren.
auf das letzte Plätzchen überfüllt; namentlich die
Ariſto=
der Hofmuſikalien= und Pianohdlg. Georg Thies Nachf.
an ſchreibt uns: In Nummer 51 Ihres geſchätz
kratie und die vornehme Welt überhaupt hatten ſich voll=
L. Schutter, Eliſabethenſtr. 12, und an der Abendkaſſe zu
n Blattes findet ſich
St.
zählig eingefunden. Nach dem erſten Akte gab es noch
eine Notiz:
Reife Him=
3,30, 2,20, 1,10 Mk.
eeren. Ich geſtatte mir,
etwas Beifall. Die beiden anderen Akte wurden jedoch
heute ergebenſt mitzuteilen
derartig ausgeziſcht, daß ſie nicht zu Ende
ge=
hier in Rimhorn neben einem zur Schule
ge=
pielt werden konnten, ſondern der Vorhang
vor=
öreenden Gebäude ſich eine kleine Himbeer=Anlage be=
Reich und Ausland.
zeitig fallen mußte. Uebereinſtimmend iſt man der
An=
ndset, welche ihren Anblick zurzeit durch wundervolle
ſicht, daß es ſich um ein Machwerk handelt, das nicht die
kifee Himbeeren veredelt. Dieſe zweiten Früchte ſind weit
Aus der Reichshauptſtadt, 22. Okt. Geheimer Kom=
Spur künſtleriſchen Wertes hat.
rößßer und ſchöner als die erſten.
merzienrat Ludwig Max Goldberger, der erſt vor
122.
Wetä
Unwetter.)
Ueber Süd
Paris, 23. Okt.
sd. Bürſtadt, 23. Okt. (Naturſeltenheit.) Der
einigen Tagen von ſeinem Amt als Präſident der ſtändi
Frankreich iſt ein furchtbares Unwetter
niedergegan=
midwirt Valentin Kohl von hier erntete eine Dickrübe,
gen Ausſtellungskommiſſion zurücktrat, iſt nach längeren
gen, das beſonders die Hafenſtädte Marſeille und Toulon
Leiden an Arterioſkleroſe heute nachmittag 5 Uhr
ge=
e das ſeltene Gewicht von 32 Pfund aufzuweiſen hat.
heimſuchte. Der Sturm wütet ſeit 24 Stunden. Geſtern
torben. Nachdem ſich Geheimrat Goldberger von ſeiner
A. Biblis, 23. Okt. (Einbrecher.) Heute früh entdeckt
abend dauerte er noch mit unverminderter Heftigkeit fort
geſchäftlichen Tätigkeit zurückgezogen hatte, begann er,
Witwe Schönauer, als ſie ihr Spezerei= u. Schuhware
und man befürchtet in Marſeille, daß viele von Oſten her
ſich ſaſt ausſchließlich den öffentlichen wirtſchaftlichen
ſchäft betrat, daß hier fremde Hände gehauſt hatten
anfahrende Segelſchiffe geſtrandet ſind. Eins iſt bereits
Intereſſen zuzuwenden. Er war der eigentliche Organi=
Fenſterſcheiben des Schuhwarenlagers, die ſich 1,50
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 24. Oktober 1913.
Nummer 254.
Herbst=Kontrollversammlungen 1913
im Bezirk des Hauptmeldeamts I Darmſtadt.
Zu den diesjährigen Kontrollverſammlungen haben
zu erſcheinen:
I. In dem Exerzierhaus auf dem ſüdöſtlichen Teile des
Infankerie=Exerzierplatzes zu Darmſtadt:
Dienstag, den 4. November 1913, vormittags 9 Uhr:
Wehrleute aller Waffen, die in der Zeit vom 1. April
bis 30. September 1901 eingetreten ſind, und alle Waffen,
Jahresklaſſe 1906.
Dienstag, den 4. November 1913, vormittags 9,45 Uhr:
Alle Waffen, Jahresklaſſe 1907.
Dienstag, den 4. November 1913, vormittags 10,15 Uhr:
Alle Waffen, Jahresklaſſe 1908.
Mittwoch, den 5. November 1913, vormittags 9 Uhr:
Alle Waffen, Jahresklaſſe 1909.
Mittwoch, den 5. November 1913, vormittags 9,20 Uhr:
Alle Waffen, Jahresklaſſe 1910.
Mittwoch, den 5. November 1913, vormittags 9,45 Uhr:
Alle Waffen, Jahresklaſſen 1911, 1912 und 1913, ſowie
ſämtliche Dispoſitionsurlauber.
Mittwoch den 5. November 1913, vormittags 10 Uhr:
Sämtliche Offizier=Aſpiranten und Offizier=
Stellvertre=
ter der Reſerve, ſowie die der Landwehr I, die in der Zeit
vom 1. April bis 30. September 1901 eingetreten ſind.
II. Im Hofe der neuen Schule zu Arheilgen:
Dienstag, den 4. November 1913, nachmittags 3 Uhr:
Sämtliche Reſerviſten, Jahresklaſſen 1906 bis 1913,
Dispoſitionsurlauber, ſowie die Wehrleute, die in der
Zeit vom 1. April bis 30. September 1901 eingetreten ſind,
aus Arheilgen.
III. Im Hofe der Eleonorenſchule zu Eberſtadt:
Mittwoch, den 5. November 1913, nachmittags 3,45 Uhr:
Sämtliche Reſerviſten, Jahresklaſſen 1906 bis 1913,
Dispoſitionsurlauber, ſowie die Wehrleute, die in der
Zeit vom 1. April bis 30. September 1901 eingetreten ſind,
aus Eberſtadt, Malchen und Nieder=Beerbach.
IV. Im Hofe der neuen Schule zu Griesheim:
Donnerstag, den 6. November 1913, nachmittags 3,45 Uhr:
Sämtliche Reſerviſten, Jahresklaſſen 1906 bis 1913,
Dispoſitionsurlauber, ſowie die Wehrleute, die in der
Zeit vom 1. April bis 30. September 1901 eingetreten ſind,
aus Griesheim.
V. Im Gaſthaus „Zur Krone” zu Wixhauſen:
Freitag, den 7. November 1913, nachmittags 3,15 Uhr:
Sämtliche Reſerviſten, Jahresklaſſen 1906 bis 1913,
Dispoſitionsurlauber, ſowie die Wehrleute, die in der
Zeit vom 1. April bis 30. September 1901 eingetreten ſind,
aus Wixhauſen und Gräfenhauſen.
VI. Im Gaſthaus „Zur Ludwigshalle” zu Erzhauſen:
Sonnabend, den 8. November 1913, nachmittags 3,20 Uhr:
Sämtliche Reſerviſten, Jahresklaſſen 1906 bis 1913,
Dispoſitionsurlauber, ſowie die Wehrleute, die in der
Zeit vom 1. April bis 30. September 1901 eingetreten ſind,
aus Erzhauſen.
VII. In der Turnhalle zu Nieder=Ramſtadt:
Montag, den 10. November 1913, nachmittags 2,50 Uhr:
Sämtliche Reſerviſten, Jahresklaſſen 1906 bis 1913,
Dispoſitionsurlauber, ſowie die Wehrleute, die in der
Zeit vom 1. April bis 30. September 1901 eingetreten ſind,
aus Nieder=Ramſtadt, Traiſa und Waſchenbach.
VIII. Im Hofe der neuen Schule zu Ober=Ramſtadt:
Dienstag, den 11. November 1913, nachmittags 3 Uhr:
Sämtliche Reſerviſten, Jahresklaſſen 1906 bis 1913,
Dispoſitionsurlauber ſowie die Wehrleute, die in der
Zeit vom 1. April bis 30. September 1901 eingetreten ſind,
aus Ober=Ramſtadt.
IX. Im Schulhofe zu Pfungſtadt:
Mittwoch, den 12. November 1913, nachmittags 4 Uhr:
Sämtliche Reſerviſten, Jahresklaſſen 1906 bis 1913,
Dispoſitionsurlauber, ſowie die Wehrleute, die in der
Zeit vom 1. April bis 30. September 1901 eingetreten ſind,
aus Pfungſtadt, Hahn, Eich und Eſchollbrücken.
X. Im Gaſthaus „Zur Sonne” zu Roßdorf:
Donnerstag, den 13. November 1913, nachmittags 3,55 Uhr:
Sämtliche Reſerviſten, Jahresklaſſen 1906 bis 1913,
Dispoſitionsurlauber, ſowie die Wehrleute, die in der
Zeit vom 1. April bis 30. September 1901 eingetreten ſind,
aus Roßdorf.
XI. Im Gaſthaus „Laumann” zu Meſſel:
Freitag, den 14. November 1913, nachmittags 4,15 Uhr:
Sämtliche Reſerviſten, Jahresklaſſen 1906 bis 1913,
Dispoſitionsurlauber, ſowie die Wehrleute, die in der
Zeit vom 1. April bis 30. September 1901 eingetreten ſind,
aus Meſſel.
XII. Im Schulhofe der 4. und 5. Klaſſe zu Weiterſtadt:
Sonnabend, den 15. November 1913, nachmittags 2,10 Uhr:
Sämtliche Reſerviſten, Jahresklaſſe 1906 bis 1913,
Dispoſitionsurlauber, ſowie die Wehrleute, die in der
Zeit vom 1. April bis 30. September 1901 eingetreten ſind,
aus Weiterſtadt, Braunshardt und Schneppenhauſen.
Anmerkung: Die für zeitig feld= und
garniſonsdienſt=
unfähig, und die für dauernd garniſonsdienſtfähig
aner=
kannten Mannſchaften der Reſerve und Landwehr I.
Auf=
gebots erſcheinen mit den Mannſchaften ihrer Waffen und
Klaſſen.
Auf dem Deckel eines jeden Militärpaſſes iſt die
Jah=
resklaſſe des Inhabers angegeben. Für die Mannſchaften
des Jahrgangs 1906 finden Fußmeſſungen ſtatt. Dieſe
haben mit reinen Füßen und Fußbekleidungen zu
er=
ſcheinen.
Zugleich wird zur Kenntnis gegeben:
1. Beſondere Beorderungen durch
ſchrift=
lichen Befehl erfolgen nicht mehr. Dieſe öffentliche
Aufforderung iſt der Beorderung gleich zu erachten.
2. Willkürliches Erſcheinen zu einer anderen als der
ihm befohlenen Kontrollverſammlung wird beſtraft. Wer
durch Krankheit am Erſcheinen verhindert iſt, hat ein
von der Ortsbehörde beglaubigtes Geſuch
ſei=
nem Bezirksfeldwebel baldigſt einzureichen.
3. Diejenigen Mannſchaften, welche aus perſönlichen
Gründen zu einer anderen als der befohlenen
Kontroll=
verſammlung erſcheinen wollen, haben dies mindeſtens 3
Tage vorher dem Bezirksfeldwebel behufs Einholung der
erforderlichen Genehmigung zu melden.
4. Wer bei der Kontrollverſammlung fehlt, wird
mit Arreſt beſtraft. (Paßbeſt., Ziffer 14.)
5. Es iſt verboten, Schirme und Stöcke auf den
Kon=
trollplatz mitzubringen.
6. Jeder Mann muß ſeine Militärpapiere
(Paß und Führungszeugnis) bei ſich haben.
7. Im Militärpaß muß die, vom 1. April
1913 ab gültige, gelbe Kriegsbeorderung
oder Paßnotiz eingeklebt ſein.
Geſuche um Befreiung von der
Kontrollver=
ſammlung ſind amtlich beglaubigt nur in dringenden
Fällen und mindeſtens 8 Tage vor der
Kontroll=
verſammlung dem Hauptmeldeamt I Darmſtadt
einzu=
reichen.
Nachträgliche Entſchuldigungen an Ort und
Stelle von Arbeitgebern uſw. können als ſolche nicht
gelten und ſchützen nicht vor der geſetzlichen Strafe.
Lehrer, Polizeibeamte und Angeſtellte der
Straßen=
bahn können an einem beliebigen Appell teilnehmen.
Darmſtadt, den 13. Oktober 1913.
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Verlaufen!
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Flecken, Augen braun umrandet,
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Beſſunger=
ſtraße 9. Vor Ankauf wird
ge=
warnt.
(*12738fs
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er großen Gefahr in der
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der Vermißten iſt
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der
Zwei=
ſchuß
Regie=
mit der
eſtern
über die
Beſoldungsvor=
ſter und zahlreiche
Kom=
en dabei eingehend die
sſchuſſes geprüft und die
ndgegeben. Die
Verhand=
ulichen Charakter haben,
he fortgeſetzt. Die
Regie=
itteilungen über die
Wir=
unzausſchuſſes machen.
eitung.
andt.
begann im alten
Krimi=
eß gegen den
Bureauvor=
ahnsdorf und gegen den
ie Anklage gegen Brand:
Beſchaffung von
Kriegs=
im Intereſſe der
Landes=
id zwar ohne daß die
Ab=
s Material einer fremden
cius wird wegen Beihilfe
Gegen beide Angeklagten
rafgeſetzbuches angezogen,
Gefängnis beſtraft wird.
em Mitgliede der
bewaff=
ere Vorteile anbietet,
ver=
teiner Handlung, die eine
enſtpflicht enthält, zu be=
Straf=
ß, der vor der 11.
n I verhandelt wird,
führt
ten, die Anklage
wird
lt Dr. Chrezescinski
und
öpfer.
Die
Verteidi=
htsanwalt
Dr. Siegfried
ſtizrat Dr. v. Gordon.
Ge=
tkel wohnt der
Verhand=
niſteriums bei. Als
Sach=
verden im allgemeinen die
ereits im Prozeß Tilian
mee vertreten haben. Unter
ſeiche Vertreter des
Krupp=
annte frühere
Generalver=
rlin, Herr v. Metzen, die
Prozeß Tilian und der
ebknecht.
der Sitzung, der auf 9 Uhr
achte ſich trotz regneriſchen
s Publikums auf den Kor=
und vor dem Gebäude
be=
tiniſſe nur eine beſchränkte
Eintritt in den
Verhand=
möglich. Der Vorſitzende,
öffnete die Verhandlung um
iſtituierte ſich. Die
An=
der Verteidiger wird
feſt=
aufgerufen. Ein größerer
äteren Termin geladen. Die
och weitere Zeugen zu
be=
r den Angeklagten zur Laſt
anweſenden Zeugen vom
Ausſage nur völlige
Wahr=
rden ſämtliche anweſenden
von den Zeugen noch
Po=
gten aus dem Tilianprozeß
en darauf die Perſonalien
ellt. Der Bureauvorſteher
Jahre alt, Vater von drei
hat vom 7. Februar bis
gshaft geſeſſen.
Direktor
hre alt, unverheiratet und
denden Zuſtandes geſtattet
der Verhandlung Platz zu
des Eröffnungsbeſchluſſes
Rechtsanwalt Löwen=
dabei mitſprechen. Auf Befragen erklärt der Angeklagte
Eccius, er beſtreite entſchieden, ſich ſtrafbar gemacht zu
haben. Auch der Angeklagte Brandt erklärt, er könne
die ihm zur Laſt gelegten Straftaten nicht zugeſtehen.
Vorſitzender: Sie ſind doch aber geſtändig geweſen.
Auf Grund der Beobachtungen durch die Polizei haben
Sie auch zugegeben, einzelnen Perſonen Vorteile gewährt
zu haben (jawohl), und daß Sie Nachrichten bekommen
haben (jawohl), und trotzdem wollen Sie beſtreiten, daß
Sie ſchuldig ſind? Angeklagter Brandt: Ich habe nie
die Abſicht gehabt, zu beſtechen. Ich habe ſtets das
Ge=
fühl gehabt, daß man mir das Material aus Freundſchaft
habe zukommen laſſen, weil ich ihnen etwas gegeben habe.
Ich habe mich, wenn eine Gelegenheit dazu war, für ver
pflichtet gehalten, ihnen auch meinerſeits etwas
zukom=
men zu laſſen, aber nicht, weil ſie mir Nachrichten gaben.
Ich war überzeugt, daß ſie mir auch ohne weiteres etwas
gegeben hätten. Vorſitzender: Als Sie gefragt
wur=
den, zu welchem Zwecke Sie die Geſchenke gemacht haben,
haben Sie zugegeben, daß Sie die Leute „bereiter” machen
wollten, Ihnen weiteres Material zu geben. Das iſt auch
ganz natürlich. Hier handelt es ſich um jahrelangen Ver
kehr und die Vorteile, die den einzelnen erwachſen ſind
werden ſchließlich erheblich. Wollten Sie die Leute für
Angeklagter
Ihre Zwecke nicht „warm” halten?
Brandt: Nein.
Vorſitzender: Sie haben aber
dieſe Ausdrücke ſelbſt gebraucht. Angeklagter: Ich
kann nicht zugeben, daß ich mich gegen § 333 des
Straf=
geſetzbuches vergangen habe. Ich gebe nur zu, Geſchenke
gemacht zu haben. Rechtsanwalt Löwenſtein: Aus
den Ausſagen des Polizeirates Koch geht nichts hervor
was darauf ſchließen ließe, daß die Geſchenke gewährt
worden ſeien, um die Leute warm zu halten. Es iſt nur
geſagt, daß ein kameradſchaftlicher Verkehr beſtand. An
geklagter Brandt: Die mir gemachten Vorwürfe
lehne ich, da die Dinge ſchnell behandelt wurden und ich
ie ſehr ſchnell durchging, ab. Ich habe auch wohl man
ches angegeben, was nicht ganz zutrifft. Daß ich mich
manchmal irrte, geht aus den früheyen Verhandlungen
vor dem Kriegsgericht hervor. Es iſt unmöglich, alle
Einzelheiten, die ſich in einem Zeitraum von ſieben
Jah=
ren abſpielten, und auch alles aus hundert Berichten im
Kopfe zu haben.
Angeklagter Brandt wird darauf über ſein
Vor=
leben befragt und gibt genaue Auskunft darüber
und
ſchildert ſeinen Lebenslauf und ſeine Karriere bei der
Firma Krupp. Da ihm der Leiter des Berliner Bureaus,
v. Schütz, mitgeteilt hatte, daß die Firma jetzt oft bei
Kon=
kurrenzen ausgeſchaltet würde, habe er ſich mit
Zeugoffi=
zieren in Berbindung geſetzt und es nicht für unrecht
ge=
halten, ſich die Konkurrenzpreiſe nennen zu laſſen, weil er
die Firma Krupp als privilegierte Staatslieferantin hielt
Brandt ging dann näher auf den Fall Tilian ein und
er=
zählte weiter über ſeine Begegnungen mit den anderen
Zeugoffizieren.
Es wird darauf die Bedeutung des Wortes
Kornwalzer” erörtert und feſtgeſtellt,
daß es ein
Codewort iſt und daß bei der Firma Krupp etwa 4000
Ausdrücke im Gebrauch ſind.
Oberſtaats=
anwalt Chrezeszinski bemerkt, es ſei Grund zu der
Annahme vorhanden, daß die Gedanken des Geheimniſſes
in den einzelnen Codewörtern angedeutet ſeien. Brandt
beſtreitet dies, ebenſo der Angeklagte Eccius
Direktor Eccius ſchildert dann im einzelnen, wie
die Codewörter entſtanden ſind und bemerkt, daß
die
meiſten von ihnen dem internationalen Telegraphen=Code
entnommen ſeien. Einzelne Codewörter ſeien ſpäter
ent=
tanden, man habe aber niemals in die Worte eine
beſon=
dere Bedeutung gelegt. Der Vorſitzende teilt einige
bei der Firma Krupp gebräuchliche Worte mit und
be=
merkt, daß beiſpielsweiſe „Feldzeugmeiſterei” in dem
Ver=
zeichnis der Codeworte als „Lindenweg” bezeichnet ſei
Der Angeklagte Brandt erzählt dann, wie er nach
der Verſetzung Tilians mit deſſen Nachfolger, dem
Zeug=
feldwebel Schleuder, in Verbindung getreten ſei. Schleu
der habe ſich ſofort bereit erklärt, in gleicher Weiſe, wie
Tilian, Auskunft zu geben, und er habe ihm bis zu
ſei=
ner 1910 erfolgten Verſetzung die gewünſchten Nachrichten
verſchafft.
Vorſitzender:
Wie oft trafen Sie mit
Schleuder zuſammen? Brandt: Alle, vierzehn Tage,
manchmal auch wöchentlich. Ich habe die Zechen in der
Mehrzahl bezahlt
Im weiteren Verlauf des Prozeſſes erklärt Brandt:
Schleuder hat von mir verſchiedentlich Geldgeſchenke
er=
halten aber nur, wenn eine beſondere Veranlaſſung, wie
ein Geburtstag, vorlag. Zweimal hat er auch zu
Weih=
nachten von mir ein Geldgeſchenk erhalten in der Höhe
von 75 Mark. Insgeſamt hat Schleuder 200 bis 300 Mark
erhalten. Ich kam mit den einzelnen Herren gelegentlich
kameradſchaftlicher Abende zuſammen. Die Herren
erklär=
ten ſich ſofort bereit, mir Material zu geben. Was Herrn
Hinſt angeht, ſo habe ich ihm nicht von vornherein Geld
gegeben oder verſprochen. In der erſten Zeit habe ich
keinem einzigen von ihnen Geſchenke gemacht; daß ich das
meiſte Material von Hinſt bekommen hätte, will ich nicht
behaupten. Unſere Zuſammenkünfte fanden vielleicht alle
acht bis vierzehn Tage ſtatt. Vorſitzender: Sie
varen früher in der A. P. K. tätig. Sie wußten alſo
Be=
cheid. Sie haben früher geſagt, Dröſe habe Ihnen
Aus=
züge geliefert. Angeklagter Brandt: Das trifft aber
nicht zu. Das war wohl eine Verwechſelung mit einem
ſpäteren Fall. Ich habe mir höchſtens drei= bis viermal
Auszüge gemacht. Auf Einzelheiten kann ich mich hier
nicht mehr beſinnen, die Sache liegt bereits ſieben Jahre
c
n
Dr
2 hhie 1
e
Geheimnis.
Vorſitzender: Es befand ſich darunter
Material, das im Intereſſe der Landesverteidigung
heim gehalten werden mußte. Haben Sie als
Krupp=
beamter Kenntnis von Gegenſtänden erhalten, dieri
Intereſſe der Landesverteidigung geheim bleiben mußtens
Angeklagter Brandt: Ja. Ich habe im Jahre 1898oauch
einen Schein unterſchrieben, der mich verpflichtete,über
Dinge dieſer Art nicht zu ſprechen. Vorſitzenden
Die nach Eſſen geſandten Kornwalzer wurden zunächſt von
Herrn v. Schütz unterzeichnet. Später gingen dieſe ohs
Unterſchrift nach Eſſen. Warum hat Herr v. Schütz
(
denn abgelehnt, dieſe Berichte weiter zu unterzeichnens
Angeklagter Brandt: Herr v. Schütz erklärte mir, esſſeh
ihm unangenehm, Berichte zu unterzeichnen, die er nich
geſchrieben habe. Vorſitzender: Wie geſchah denn
die Verſendung der Kornwalzer? Angeklagter Brand
Den Briefen, die Kornwalzer enthielten, wurden die oſſie
ziellen Berichte beigefügt. Sämtliche Berichte wurdenſah
die in Betracht kommenden Herren adreſſiert, zuerſt
Herrn Landrat a. D. Rötger, ſpäter an Herrn Mouthsſnde
zuletzt an Herrn v. Dewitz. Vorſitzender: Warlm
wechſelten die Adreſſen? Angeklagter Brandt:
Der=
ſel iſt auf eine anderweitige Verteilung der Arbeit zums
zuführen. Vorſitzender: Sind Sie gefragt wor
auf welchem Wege Sie die Nachrichten erhalten hahe
Angeklagter Brandt: Nein. Die Herren ſuchten ſeln
Herrn v. Schütz in Berlin auf, und wenn das geſchah, ka
ich mit ihnen nicht in Berührung. Vorſitzender
ſagten einmal, es ſei gefährlich, ſolche Sachen aus
Hand zu geben und nach Eſſen zu ſchicken. Angekla
Brandt: Ich habe eine ſolche Aeußerung Herrn v. Schlts
gegenüber getan. Er hat mich aber beruhigt und
mir=
klärt, ich täte nichts Unrechtes, denn es läge im Interſes
der Heeresleitung, daß die Preiſe herabgedrückt würde
Die Frage der Gehaltszulage war ſchon vorher erlediſ=
Vorſitzender: Wurden Abſchriften von
denollte=
walzern auch während der Reiſe des Herrn v. Metzennche
Italien hergeſtellt? Angeklagter Brandt: Jawohl.
waren 60 bis 70, vom 12. Mai bis Mitte Juli.
Dieſen
wurden für Herrn v. Metzen bis zu ſeiner Rückkehr reſels
viert. Eine (Zuſammenſtellung dieſer mit den Kornwols
zern, die von dem Abgeordneten Liebknecht dem
Krieg=
miniſterium vorgelegt worden ſind, ergibt eine lückenloſes
Aufeinanderfolge. Das hat auch Herr Landgerichts
Metzner konſtatiert. Oberſtaatsanwalt: Es iſts
zunehmen, daß die an Dr. Liebknecht gelangten Kornmas
zer aus dieſer Zeit ſtammen. Es müſſen aber auch noch
einige in den Händen desjenigen geblieben ſein, der
Material an Dr. Liebknecht geliefert hat. Vorſitze
der: Die erſten Abſchriften hat Herr v. Metzen alle mi
eine Wohnung nach Schlachtenſee genommen. Haben
ihn auch dort beſucht? Angeklagter Brandt: Jaſoll
er bat mich telephoniſch, zu ihm zu kommen, als er an
Al.
lich krankheitshalber im Bureau nicht mehr erſchien.
ich bei ihm war, kam heraus, daß Herr v. Metzench
mehr im Dienſte war. Er gab an, daß er in Differen
geraten ſei, die vielleicht noch zu einem Prozeß fühn
würden. Er ſagte mir, er habe ſein Material in Siche
heit gebracht, an eine Stelle, wo es nicht zu erreichenſch
Bei dem Prozeß werde auch meine Sache zur Sprache
men. Vorſitzender bringt hierbei einen Berichtde
Eſſener Direktion zur Verleſung, aus welchem
hervorgeht=
daß alles, was an Beſtechung erinnern könnte, nachies
vor zu vermeiden ſei, und alles, was eine falſche Auffales
ſung hervorrufen könnte, ſollte vermieden werden.
Brandt erklärte, daß er überarbeitet war undes
Direktorn
Berichterſtattung los werden wollte.
Herr
Mühlon fragte ihn, weshalb ihm die Berichterſtattungg
nicht mehr paſſe und ob er dabei etwas Unrechtess
Brandt erklärte: Das konnte ich verneinen. Der Hauſſs
grund für mich war, daß Herr v. Metzen mir anfing,
angenehm zu werden. Die ganze Geſchichte war eine ſeill=s
gefädelte Komödie. Herr v. Metzen hatte, wie mirs
dem Briefwechſel erſichtlich wurde, über mich in Eſſenhe
richtet. Vorſitzender: Herr v. Metzen wollte Steles
ein, das war Ihre Meinung? Angeklagter
Brandtia=
wohl. Ich hatte das Gefühl, daß meine Berichte
unange=
nehm aufgenommen werden. Vorſitzender: Warumt
wollten Sie die Berichterſtattung nicht mehr? Angeklagter
Brandt: Weil ſie ſehr viel Arbeit machte und ich
außer=
ordentlich nervös wurde. Es wurde mir geſagt, es bleibo
auch bezüglich meines Gehaltes alles beim alten, wenm
Vorſitzender:
die Berichterſtattung auch fortfiele,
Sagte Herr Direktor Mühlon, daß Sie Ihre Stellung
ver=
lieren würden, wenn Sie etwa über die Grenze des
Er=
laubten hinausgehen würden. Jawohl. Sollten Sie dert
Verkehr allmählich abbrechen? Jawohl! Die
Funktions=
zulage ſollten Sie ſo lange behalten, wie der Verkehr
dauerte? Jawohl! Schieden Sie in Freundſchaft von
Herrn v. Metzen oder blieb ein Mißtrauen zurück? Anges
klagter Brandt: Es blieb alles beim alten.
Vol=
itzender: Sind von den Kornwalzern Abſchriften ges
macht worden? Angeklagter Brandt: Ja, und zwar=
Metzen. Früher wurden
auf Veranlaſſung des Herrn v.
Die Abſchriften wurden irt
Abſchriften nicht angefertigt.
einem Geheimfach des Geheimſchrankes aufbewahrt. Al=
Direktor Träger mir ſpäter ſagte, Herr v. Metzen habe ges
droht, die Sache zur Sprache zu bringen, nahm ich die
Abſchriften mit in meine Wohnung, um ſie dort zu ver
nichten. Aus verſchiedenen Gründen bin ich dazu abes
nicht gekommen
Nach einer halbſtündigen Pauſe gibt der Angeklagt!
Brandt über ſein Verhältnis zu Herrn von Metzen
Aus=
kunft. Danach hatte der Angeklagte den Eindruck, daß des
tzern
u
Ar
Eine
W
aa
des
ät ſe=
Ear
En
Mei
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 24, Oktober 1913.
Nummer 254.
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terre: 1.—5. Reihe 2.90 ℳ, 6.—8
Reihe 2.35 ℳ, Proſzeniumsloge
6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ,
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II. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ,
7. u. 8. Reihe 2.15 ℳ, I. Galerie
1.35 ℳ, II. Galerie 75 ₰.
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kaſſe im Hoftheater von 9½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
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büro von 8—1 Uhr und von
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Vorſtellung. (Im Verkehrsbüro
werden auch telephoniſch Karten=
Beſtellungen entgegengenommen.
Telephon Nr. 1582.)
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Vorverkauf f. die Vorſtellungen:
Samstag, 25. Okt. Außer Ab.
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Anfang 7½ Uhr.
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Dienstag, 28. Oktbr. (A. 10):
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Donnerstag, 30. Okt. (C 10):
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Mittwoch, 5. Nov. (B11): „
Cla=
vigo” (neu einſtudiert).
Freitag, 7. Nov. (D 11): „
Tor=
quato Taſſo” (neu einſtud.)
Montag, 3. Nov. (Außer Ab.)
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Uhr, ſowie an den
darauffolgen=
den Tagen vormittags zu den
üblichen Kaſſeſtunden bis einſchl.
Dienstag, 28. Oktober.
Der Einzelverkauf für die erſte
Vorſtellung im Goethe=Zyklus
„Egmont” findet am Dienstag,
28. Okt. bei kleinen Preiſen ſtatt.
* 254
ich
er ſeine
In Eſe
en Zeß
en abet
ieben?
tſcheinligh
Ser ioſ
n? Auy
Nummer 254.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 24. Oktober 1913.
Seite 7.
mung Brandts beendet. Die Verhandlung wird dar=
H. Weſtens Winni (Shurgold), 2. Fabella, 3. Menton
hat; denn ihr Verbleiben in dem Lande, in dem ſie als
auf morgen früh vertagt, wo die Vernehmung
129110; 38, 27110.
Schadow=Rennen. 5000 Mark.
Feinde betrachtet werden und beim geringſten Anlaß die
Angeklagten Eccius erfolgen wird
. Frhr. S. A. v. Oppenheims Azur (Archibald), 2. Ortler,
Zewehre losgehen, hätte der erwünſchen Beruhigung nicht
3. Third Ace. 24:10; 13, 14, 19.10
— Steher=Handikap.
örderlich ſein können. Auch der franzöſiſchen Geſchäfts=
15000 Mark. 1.
Balduins Eau de Cologne (Davies)
welt mußte die Beſeitigung dieſer Gefahr, die keineswegs
Der Kiewer Ritualmordprozeß.
und Lt. v. Lütckens Sigismund (Blades), 3. Gräfentonna.
gering zu ſchätzen war, willkommen ſein. Sie muß auch
103, 50:10; 38, 20, 108:10.
-
Verſuchs=Handikap. 7300 M.
Kiew 22. Okt. In der heutigen Verhandlung
der geſamten europäiſchen Diplomatie willkommen ſein,
1. Graf Seidlitz=Sandreczkis Moneta (Burns), 2.
Eiffel=
ſurde das Kreuzverhör Kraſſowskys fortgeſetzt.
Der
der wir die nicht ſehr dankbare Aufgabe abnahmen, ihren
turm, 3. Armgard. 140:10; 27, 23, 15:10. — Orient=
Ren=
uge ſagte aus, er habe bei der Hausſuchung bei Beilis
Beſchlüſſen Geltung zu verſchaffen. Wenn alſo es auch
nen. 5000 Mark. 1. A. und C. v. Weinbergs Metaſtaſio
nur eine zu beſtimmten Zwecken aufgeſtellte willkürliche
ch das Zimmer des bei Beilis wohnenden Scheerſon
Bullock) und Dr. Lemckes Dryade (Davis), 3. Haarbuſch
Behauptung iſt, daß in Wien über den Erfolg der
öſter=
ſias Tſchernobylski durchſucht, er erinnere ſich aber nicht,
10, 17110; 14, 15.10.
reichiſch=ungariſchen Aufforderung ein Siegesgeſchrei er
das in das Protokoll eingetragen worden ſei. Er
Rennen zu München, 23. Okt. Hagen=Rennen
hoben werde, zu dem hier niemand den Anlaß für
geeig=
be außer dem erwähnten Zimmer die Sattlerei, die
4000 Mark. 1. Neumanns Buoy and Gull (Torke), 2. Ar
net hält, glauben wir doch, daß das Reſultat von allen
kohnung Beilis’ und die Wachtſtube durchſucht. Er fand
gile, 3. Les Graviers. 39110; 20, 28. 19:10. — Preis von
urteilsfähigen Politikern, auch außerhalb Oeſterreich=
Un=
n blutiges Meſſer und einen Sack. Er habe auch den
Augsburg. 2000 Mark. 1. Kochs Jaſeur (Hr. Herfeldt)
garns als eine günſtige Tatſache verzeichnet wird. Den
frunnen durchſucht, aber nichts gefunden, was auf den
2. Ludwigsfeld, 3. Flying Hawk. 53:10; 22, 40, 33:10
Nachrichten, daß die ſerbiſche Regierung erklärt hat, ſie
ſord Bezug haben könnte. Karabtſchewski fragte, ob die
Preis von Kanzlerhof. 4000 Mark. 1. Dr. Lemckes
Kal=
werde längere Zeit zur Durchführung der Räumung Al
beiter der Saizewſchen Fabrik nicht auf die Möglichkeit
chas (Smith), 2. Dodemir, 3. Goethe. 15:10; 11, 11:10.
baniens gebrauchen, können wir um ſo weniger Glauben
nes Ritualmordes hingewieſen hätten. Der Zeuge ant=
Rennen zu Bois de Boulogne, 23. Okt.
beimeſſen, als ſie bekanntlich wiederholt verſichert hat,
ſortete, er habe ſelbſt als Arbeiter verkleidet ein Geſpräch
Prix des Aigles. 5000 Francs.
1. Martinez de Hozs
daß ſich ihre Truppen nur wenige Kilometer jenſeits der
r Arbeiter angehört, wobei allgemein gemeint worden
Maſtroquet III. (J. Childs), 2. Flocon, 3. Kauka II
Grenze befinden. Aber auch dann, wenn dies nicht der
daß Diebe die Mörder ſeien
77110; 28, 20, 18:10. — Prix du Connetable. 5000 Francs
Fall wäre, reicht die von Oeſterreich=Ungarn aufgeſtellte
Die Ausſage, die Kraſſowsky vor dem Unterſuchungs=
1. L. de Paula=Machados Ecaille II. (O'Neill), 2. Ozozo,
Friſt vollſtändig zur Zurückziehung der Truppen aus
chker gemacht hatte, wurde verleſen, worauf das Gerich
z. Roche=Courbé. 20110; 13, 21:10. — Prix du Petit Cou
Mit Befriedigung dürfen wir auf das Verhalten der
deut=
ſtſtellte, das Kraſſowsky über viele Einzelheiten, darunter
vert. 10000 Francs. 1. Bar. M. de Nexons La
Mal=
ſchen und italieniſchen Regierungen gegenüber dem durch
der Juſchtſchinskys öftere Beſuche bei Tſcheberjaks dem
iera (Sharre), 2. Hiahly, 3. Joſeline. 76:10; 17, 12:10
Serbien hervorgerufenen Zwiſchenfall hinweiſen.
hierſuchungsrichter nichts mitgeteilt hatte. Auf Befra=
Prix Salverte. 25000 Francs. 1. Baron Gourgouds
Or=
i erklärte Kraſſowsky, er könne ſich nicht erinnern, dem
ſonville (Reiff), 2. Raſoir, 3. Chouchoute. 27.10; 12, 15
15:10. — Prir de Conde. 20000 Francs. 1. J. de Fords
nierſuchungsrichter geſagt zu haben, daß Marglin ge
Zur Lage in Mexiko.
Oreſta II (Allemand), 2. Le Ritto, 3. Dacier. 78:10; 29,
ſert habe, Wera Tſcheberjak könne von dem fortſchritt=
25, 28:10. — Prix d’Engihm. 8000 Francs. 1. G.
Wat=
hen Teile der Geſellſchaft, welche an der Bekämpfung
* Neu=York, 22. Okt. Felix Diaz landete heute
tines Seammonée (Marſh), 2. Auri Sacra, 3. Mon
* Ritualmord=Gerüchtes intereſſiert ſei, eine Belohnung
vormittag in Veracruz, ohne daß ihm Hinderniſſe bereitet
Rève III. 42:10; 10, 20, 32:10.
wurden. Einige hundert Arbeiter auf dem Kai begrüßten
ſhalten
ihn mit Zurufen. Er erklärte auf Befragen, daß er von
In ihrer weiteren Ausſage erwähnt die Zeugin
Sa=
der Präſidentſchaftskandidatur nicht
zurück=
nowo ein Geſpräch, das ſie mit Frau Rawitſch gehabt
rete, auch wenn er gegen Huerta kandidieren müſſe. Ein
be. Dieſe habe ihr erzählt, ſie hätte in der Wohnung
Landwirtſchaftliches.
Agent der mexikaniſchen Regierung ſuchte Diaz an Bord
Tſcheberjoski in einem Teppich eine Leiche geſehen,
Schlachtviehmarkt Darmſtadt
des Dampfers auf, um ihn zu veranlaſſen, nach Tompico
hich darüber geſchwiegen, da ſie ſich durch ein Verſpre=
Schweinemarkt am 22. Oktober. Auftrieb durck
weiterzufahren. Diaz lehnte dies jedoch ab.
gebunden gefühlt habe. Der Zeugin Djakonowa
Händler 163 Schweine. Preiſe: 1. Qual. (Schlachtgewicht
* London, 22. Okt. Der Umſtand, daß der neue
ſu de ein in der Nähe der Höhle, in der die Leiche des
50Kg.) 82 Mk., 2. Qual. 82 Mk.,
3. Qual. 81 Mk.
Markt=
britiſche Geſandte
in Mexiko, Sir Lionel
fordeten Knaben gelegen hatte, aufgefundenes Kiſſen
: rege Ueberſtand
Kälbermarkt am 22
Carden, Huerta ſein Beglaubigungsſchreiben
über=
frgewieſen. Sie gab an, daß ſie es als der Wera Tſche
Oktober. Auftrieb durch Händler 141 Kälber. Preiſe je
reichte, nachdem Huerta am Tage vorher ſich zum Diktator
ik gehörig erkenne. Der Staatsanwalt erſuchte un
nach Qualität (Lebendgewicht 50 Kg.) 57—67 Mk.
Markt=
erklärte, ſcheint in Waſhington angeſichts der von der
rftellung der Beſichtigung, da ſie zwecklos ſei. Die
Ver=
verlauf: lebhaft. — Schweinemarkt am 23. Oktober
amerikaniſchen Regierung Huerta gegenüber kundgegebenen
d. gung bezeichnete es jedoch als äußerſt wichtig, daß die
Auftrieb durch Händler 133 Schweine. Preiſe: 1. Qual.
Politik ebenſo verſtimmt zu haben, wie die Erklärung
ſrſhbeweiſe geprüft würden. Auf Erſuchen des Staats=
(Schlachtgewicht 50 Kg.) 82 Mk. 2. Qual. 82 Mk., 3. Qual.
die der engliſche Geſandte in einem Interview abgegeben
walts beſchrieb die Zeugin ausführlich das Kennzeicher
81 Mk. Marktverlauf: mäßig, Ueberſtand.
haben ſoll, daß die Unionſtaaten die Verhältniſſe in
s Kiſſens, auf Grund deren ſie ſich ſeiner erinnerte
Mexiko nicht völlig verſtänden. Einige amerikaniſche Zei
— Frankfurt, 22. Okt. Schlachtviehmarkt.
(. Gericht ſtellte feſt, daß die Djakonowa vor dem
Unter=
tungen äußerten, daß Lionel Carden in Wirklichkeit die
(Amtlicher Bericht.) Auftrieb: Rinder 141, Ochſen 24
ckungsrichter andere Kennzeichen nannte. Am Schluf
Pearſenſchen Oelintereſſen vertrete, die von der britiſchen
Bullen 5, Färſen und Kühe 112, Kälber 1009 Schafe 257.
e Sitzung bat der Verteidiger Grigorowitſch, die Tat=
Regierung unterſtützt werden. Reuter teilt mit, daß Eng
Schweine 1597. Preiſe für 1 Zentner Lebendgewicht
ſche in das Protokoll einzutragen, daß in der heutigen
land einzig und allein Huerta anerkannte, weil er ihm
(Schlachtgewicht) in Mark: 1. Kälber: a) feinſte
Maſt=
itrung der Name Beilis nicht einmal erwähnt
wor=
als der beſte Mann am Platze erſchien
(Vollm.=Maſt) und beſte Saugkälber 70—74 (117—123)
n ſei.
b) mittlere Maſt= und gute Saugkälber 64—69 (109—117),
geringere Saugkälber 60—63 (102—107). 2. Schafe
C.
Zur „E II‟=Kataſtrophe.
Letzte Nachrichten.
a) Maſtlämmer und jüngere Maſthammel 45—46 (94—96)
d) ältere Maſthammel und gute genährte Schafe 38—40
Berlin, 22. Okt. Das Maſſengrab der
(Wolffs telege. Korreſp.=Bureau.)
(90—92). 3. Schweine: a) Fettſchweine über 3 Ztr
pffer des „L. 2” auf dem Garniſonsfriedhof in der
Berlin, 23. Okt. Die 11. international
Lebendgewicht 62—64 (80—82), b) vollfleiſchige Schweine
uſenheide bildete geſtern von den frühen Morgen= bis
Tuberkuloſekonferenz unter dem Protektorat
iber 2½ Ztr. Lebendgewicht 62—64 (78—80), c) vollflei
ie ſpäten Abendſtunden das Ziel unzähliger Perſonen.
der Kaiſerin hielt heute vormittag um 10 Uhr im
Ab=
ſchige Schweine über 2 Ztr. Lebendgewicht 62—64 (80—82)
ine laute Neugier machte ſich breit, ſtill und in ſich
ge=
geordnetenhaus ihre erſte Sitzung ab. Die Kaiſerir
d) vollfleiſchige Schweine bis zu 2 Ztr. Lebendgewicht
ht gingen alle an den mit den koſtbarſten und
einfach=
erſchien um 10 Uhr im Hauſe; ſie wurde empfangen von
61½—64 (79—81).
Marktverlauf: Kälber ruhig
n Kranzſpenden geſchmücktem Grab vorbei.
dem Präſidenten des Reichsgeſundheitsamtes Geheimrat
Schafe lebhaft (geräumt), Schweine gedrückt, Ueberſtand
* Bremen, 22. Okt. Die Beiſetzung des beim
Dr. Bumm, welcher den durch Krankheit verhinderten
Prä=
bſturz des Marineluftſchiffes verunglückten
Kapitän=
identen der internationalen Vereinigung gegen die Tu=
Anud fand heute mittag unter außerordentlich großer
verkuloſe Léon Bourgeois vertrat, ferner von dem Präſi=
Literariſches
ſilmnahme aller Bevölkerungsſchichten ſtatt. Außer der
denten des deutſchen Zentralkomitees Delbrück, von
Kaufmannsdeutſch. Der Vortrag, den Herr
ſch ten Angehörigen waren erſchienen Graf Zeppelin, der
Präſidium des deutſchen Konferenzkomitees mit dem Her=
Karl Lettenbaur im Sprachverein über
Kaufmanns=
riktor des Norddeutſchen Lloyds, Heineken, Mitglieder
og von Ratibor und dem Kammerherrn von Behr an der
deutſch gehalten hat, iſt im Druck erſchienen. Das 24ſeitig=
P Senats und der Bürgerſchaft, Vertreter des Offizier=
Spitze. Geheimrat Dr. Bumm eröffnete die Sitzung im
Heft koſtet 10 Pfg. und iſt vom Schatzmeiſter des
Sprach=
ſps des Infanterie=Regiments 1. hanſeatiſches Nr. 75
Namen Bourgeois. Dr. Bumm dankte der Kaiſerin für
vereins, Buchhändler Saeng (Sohn), zu beziehen.
d eine große Anzahl Kapitäne und Offiziere des
Nord=
die tatkräftigſte Förderung aller Beſtrebungen zur Be
Feld= und Induſtriebahnen. Von Inge
ſr chen Lloyds. Der Sarg ſtand inmitten der Kapelle
kämpfung der Tuberkuloſe. Landouzy=Paris ſprach ſein
nieur Leo Friedländer. Zweites Tauſend. Mit 102
ter herrlichen Kränzen, unter denen ſich ein großer Lor=
Bedauern Léon Bourgeois aus, daß er an dem
Abbildungen im Text und vier Tabellen. Preis gebunden
rkranz des Kaiſers, Kranzſpenden vom Kronprinzen=
Erſcheinen verhindert werde. Es wurde beſchloſſen, an
2,20 Mark. (Leipzig, Dr. Max Jänecke, Verlagsbuchhand
vom Senat und vom Grafen Zeppelin befanden. In
ſeine Geneſung zu telegra=
Bourgeois beſte Wünſche für
lung.) Der Verfaſſer gibt in ſeinem Werke in leichtver
Trauerrede gedachte Hauptpaſtor Veek des großen
phieren.
ſtändlicher Darſtellung, die durch 100 Abbildungen erläu
ſerss des Grafen Zeppelin, ſchilderte den Lebensgang
Frankfurt a. M., 23. Okt. In der Begründung des
tert iſt, einen Ueberblick über alle bei der Herſtellung von
Werunglückten und ſchloß mit der Mahnung, ſtandhaft
Urteils in dem Prozeß, betreffend die Widerſpruchsklage
Feld= und Induſtriebahnen auftauchenden Fragen. Ein
ſein im Unglück und Glück. Unter Muſik wurde der
Holländers wird ausgeführt, daß Felix Hollände
ausführliches Sachregiſter erleichtert das Nachſchlagen.
ſich dadurch, daß er ſeine Frau verlaſſen und mit ſeine
ra in die Gruft geſenkt, die Kameraden des Verunglück=
Wie ein Halali — wie ein ſiegſchmetternder Fan
Geliebten ins Ausland gefahren ſei, ſich für den Poſter
rnit Kränzen gefüllt hatten.
farenruf wirkt Heft 10 des Pariſer Chie. Die neueſte
eines Frankfurter Theater=Intendanten als nicht ſehr ge
Görlitz, 22. Okt. Heute nachmittag fand unter
Herbſt= und Wintermode! Das Heft wählte von aller
eignet erwieſen habe. Holländer könne ſich nicht auf ſein
fen militäriſchen Ehren und zahlreicher Beteiligung
Arten und Variationen nur das wahrhaft Kleidſame,
Rücktrittsrecht berufen, das ihm zugeſtanden worden war
Bevölkerung die feierliche Beiſetzung des bei der
Schicke aus! Die Mode war nie bizarrer, launiſcher, gro
falls die Theater=Aktiengeſellſchaft nicht gewiſſe bauliche
ſteſſtrophe des Marineluftſchiffes „L. 2” verunglückter
tesker wie eben jetzt. Es gibt „Wickeltoiletten” die wahr=
Veränderungen im Schauſpielhauſe vornehmen laſſe, denn
rrettenkapitäns Behniſch ſtatt, der im
Trauerhauſ=
haftia Verunſtaltungen ſind. Heft 10 zeigt aber ſofort im
durch das ſchuldhafte Verhalten Holländers könne die
ſe TTrauerfeier vorausging. In dem Trauerzuge waren
Titelbild, wie graziös, ja poetiſch und wie kleidſam ſchick
Vertragsgegnerin nicht mehr an dieſe Bedinaungen
ge=
ſuttliche und ſtädtiſche Behörden vertreten. Nach Gebet
geraffte, bezw. drapierte Toiletten ſein können! Es lehrt
bunden werden. Die Vornahme eines Arreſtes in der
Segen am Grabe beendete eine Ehrenſalve die
er=
wie man Bajaderenſchärpen bindet, wie man ſeine Kinder
Höhe der vertraglich ausbedungenen Konventionalſtrafe
hende Feier. Unter den Kranzſpenden befanden ſich
anzieht, wie man ſich zur Reiſe, zur Jagd, für die
Prome=
ſei daher berechtigt
ſche vom Kaiſerpaar, dem Kronprinzenpaar, dem König
nade kleidet, für Fünfuhrtees, überhaupt für nachmittags
* Waldenburg, 23. Okt. Auf dem hieſigen Güterbahn
n Württemberg u. a.
und abends toilettiert. Dazu die neuen Hut= und Mantel
hof löſte ſich infolge des Sturmes ein leerer Kohlen
modelle. Von den Mantelmodellen kann man ſagen: Nock
wagen los, der auf der Strecke Waldenburg=Altwaſ
nicht dageweſen! — Abonnements nimmt jede Buchhand
ſer entlang getrieben wurde. Bei dem Bahnübergang
Luftfahrt.
lung. Poſtamt oder direkt der Verlag Guſtav Lyon, Ber
Neuweißſtein kam ein elektriſcher Wagenzug mit
lin SW. 68, Schützenſtraße 8. entgegen. Preis 40 Pfg.
* Berlin, 22. Okt. Ingenieur Schlegel hatte
Arbeitern über das Staatsbahngleis. Der Leerwagen
pro Heft, 1,20 Mark vierteljährlich und 4,50 Mark pro
ſterrn auf der Gotha=Taube mit einem Paſſagier 1470
fuhr in die beiden Wagen hinein und zertrümmerte dieſe
Jahr.
lometer durchflogen. Bei der Landung hinter
Vierzehn Arbeiter wurden mehr oder weniger, ſchwer
birau im Nebel und in der Dunkelheit ſetzte er zu har
verletzt
rund erlitt einen Bruch des Naſenbeins. Die Ma=
Der Kaiſer traf 5 Uhr
* Konopiſcht, 23. Okt.
Srubenexploſion.
ine wurde ſchwer beſchädigt.
40 Minuten in Benetſchau ein, wo ihn Erzherzog Franz
* Dawſon (Neu=Mexiko), 23. Okt. Infolge einer
Ferdinand und die Herzogin von Hohenberg be=
* Paris, 23. Okt. Der nationale Luftſchiffahrts=
Exploſion in der Hirſchſchlucht=Kohlengrube ſind 130
grüßten. Im Automobil wurde darauf die Fahrt nach
band wurde vom franzöſiſchen Miniſterium des Aeußern
bis 180 Bergleute eingeſchloſſen worden. Fünf
Konopiſcht angetreten, wo dem Kaiſer die Gäſte des
Erz=
ſtäindigt, daß die öſterreichiſch=ungariſche Regierung dem
wurden bisher gerettet. Starke Abteilungen von
Ret=
herzogs vorgeſtellt wurden
terger Daucourt, der vorgeſtern ſeinen Flug nach
tungsmannſchaften verſuchen in das Innere der Grube
Wien, 23. Okt. Das Abgeordnetenhaus
lino angetreten hat und hierbei über Südungarn nach
einzudringen.
Man glaubt, daß genügend Luftzufuhr
nahm in zweiter Leſung das Geſetz, betreffend die Auto
Agrad und Bukareſt fliegen will, die Erlaubnis
und daß eine große Zahl der
Eingeſchloſſe=
vorhanden iſt
mobilſteuer, an und begann mit der zweiten Leſung des
rweigerte, die Strecke Budapeſt-Belgrad zu
durch=
ien gerettet wird. Eine große Menge Frauen, Kinder
Geſetzes über die Totaliſatorſteuer.
ſgen. Das franzöſiſche Miniſterium des Aeußern er=
und Männer umlagert die Schachteingänge.
* Liſſabon, 23. Okt. Im Laufe der Unterſuchunger
ſte Daucourt den Rat, ſich in Wien an den franzöſiſchen
in Oporto und Aveiro wurden wichtige Dokumente
ſtſchhafter Doumaine zu wenden und durch deſſen
Ver=
gefunden, die alle Einzelheiten über die
Ver=
tellung im Einvernehmen mit der öſterreichiſch=
ungari=
chwörung enthalten; insbeſondere auch die Namen
in Regierung eine andere Flugſtrecke feſtzuſetzen, um
Vom Balkan.
der beteiligten Offiziere und den Verſammlungsort an
hBukareſt zu gelangen. Der nationale
Luftſchiffahrts=
der Grenze Salamanca. In Moinhos bei Liſſabon machte
Oeſterreich und Serbien.
bund fügt in einer an die Preſſe gerichteten Mitteilung
ſich ein Individuum mit Sprengſtoffen zu ſchaffen, als die
zu,, daß Daucourt unter dieſen Umſtänden genötigt ſein
* Wien 23. Okt. Das Neue Wiener Tagblat
Bombe explodierte. Der Betreffende wurde ſchwer verletz
dee über die ſiebenbürgiſchen Karpathen zu fliegen.
ſchreibt: Da die ſerbiſche Regierung gewiß Wert
und feſtgenommen.
Maßnahme der öſterreichiſch=ungariſchen Regierung
darauf legt, daß der in den letzten Tagen einigermaßen
e von neuem, daß infolge des Verbotes gewiſſer
Luft=
erſchütterte Glaube an ihre politiſche Zuverläſſigkeit ſich
HB. Berlin, 23. Okt. Die braunſchweigiſche
en: internationale Flüge in Zukunft überhauvt
unmög=
wieder feſtige, ſo iſt anzunehmen, daß bis zum Sonntag
Thronfolgefrage wird bereits am Montag den
ſeein würden.
das Gebiet Albaniens von den ſerbiſchen Soldaten
ge=
braunſchweigiſchen Landtag beſchäftigen. Die Braun
räumt ſein wird. Man wird mit dieſem Ergebnis
ſchweigiſche Landeszeitung meldet: Der Herzog=Regent hat
zweifellos in ganz Europa zufrieden ſein. In Paris iſt
zum nächſten Montag, den 27. Oktober, einen außer=
Sport, Spiel und Turnen
freilich in einem Teile der Preſſe Mißmut über das
ordentlichen Landtag einberufen. Die Aufgabe des Land=
Verlangen Oeſterreich=Ungarns geäußert worden, gewohn=
Pferdeſport.
Rennen zu Berlin=Hoppe
tages wird ſein, die weiteren Schritte zu beſchließen,
heitsmaßiger Mißmut, dem es eigentlich weniger darauf
Len, 23. Okt. Danilo=Rennen. 5000 Mark. 1. F. C.
die durch die bevorſtehende Aufhebung der
Bundesrats=
ankommt, was unſere Monarchie tut, als daß ſie etwas
ſigeers Hadſchar (Raſtenberger), 2. Lepidus, 3. Inder
beſchlüſſe von 1885 und 1907 geboten erſcheinen.
Voraus=
tut. Man kann jedoch es als ziemlich wahrſcheinlich an=
10:; 19 20, 13:10.
Sluſohr=Rennen. 6200 Mark.
ichtlich wird daher der Bundesrat eine Entſchließung bis
ehen, daß auch das franzöſiſche Publikum die Nachricht
v. Wallenbergs Haſard (Kaſpar), 2. Carino, 3.
In=
zum nächſten Samstaa getroffen haben.
von dem Abrücken der Serben aus Albanien gern geleſer
ſtri. e. 27:10; 19, 30:10.
Flieger=Rennen. 15000 M.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 24. Oktober 1913.
Nummer 254.
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künſtler geworden iſt, der das Glück einfangen und ſtrecken
— in die Ewgkeit ſtrecken möchte!
Und Joſef drang in ſie: Hörſt Du den Vater, er hat
recht. Sei nicht eigenſinnig. Laß uns heute Verlobung
feiern. Es gäbe keinen ſchöneren Tag, keinen ſtilleren
Win=
kel für uns, kein ſorglicher gehütetes, mit Glückwünſchen
aus Vaters Mund geſegnetes Paar!
Sie ſah vor ſich. Die beiden guten Menſchen drangen
in ſie, mit Bitten und Gedanken, deren Erfolg ihre innerſte
Stimmung von jeher erhoffte.
Alſo, ſag ja, Irma! Sag ja! bat Joſef.
Und da der Vater den Sohn ſo herzlich bitten ſah,
ſchloß auch er ſich ihm an: Sei nicht trotzig, Ihr gehört
zuſammen!
Laßt mir ein bißchen Zeit — zur Ueberlegung! ſagte
ſie unſchlüſſig.
Muß man Dir alles abtrotzen? meinte Joſef etwas
beleidigt.
Eben weil Ihr mir nichts abtrotzen ſollte, eben darum
laßt mir Zeit.
Aber heute ſoll ſie ſich entſcheiden!
In der nächſten Viertelſtunde! ſagte ſie. Ich gehe ein
wenig an die Luft, — Ihr verzeiht! Und ſchon hatte ſie
ſich erhoben und war hinaus.
Vater und Sohn ſaßen ſich allein gegenüber. Ein
herr=
liches Weib, ſagte der Alte; faſt Deiner wert, Glückspilz!
Aber ſo ſchwer zu einem Entſchluß zu bringen!
Das iſt nur der Ehrbegriff, die dumme Art, in der wir
unſere weibliche Jugend erziehen. Sie müſſen ſich ſpreizen,
ſie ſollen nie ehrlich ihre Gefühle äußern, ſie ſollen nicht
gewinnſüchtig, nicht eigennützig erſcheinen! — Aber dieſer
edle Kampf, den ſie mit ſich führt, der ehrt ſie, Joſef, glaub
mir!
Es war für ſie der härteſte Kampf in ihrem Leben.
Sie, die eine freudloſe Ehe hinter ſich hatte, ſie, die, an eine
Verſorgung durch die Mutter ſtetig erinnert wurde, deren
innere Freude ihr luſtiges, freies Irrlichtern war, ſie,
die ſo ſtolz auf ihr freies Geſchenk, das ſie dem liebſten
Manne machte, ſein wollte, ſollte, um dieſes Glück
erhal=
ten zu können, um ſelbſt glücklich zu ſein, ſich jetzt ſchon,
mit=
ten auf ungewiſſenem Weg, mit ihm verloben. Die
ehr=
liche, innerſte Stimme ihres Herzens ſagte ihr: Verlobe
Dich, nimm zum Glück den Frieden, die Sicherheit des
Beſtandes. Er iſt ohne Fehl, er iſt ja Dein Traum, Dein
Idol, er wird Dir ein Leben lang Glück ſpenden können.
Beſcheide Dich, jage nicht mitten im Glück Phantomen nach,
tanz nicht über den Sümpfen, Irrlichtlein, ſchweb nicht über
den Waſſern. Nimm eines warmblütigen Jungen Hand,
nimm eines warmblütigen Jungen Kuß und tritt mit ihm
auf feſten Grund. Noch kämpfte ſie ein wenig gegen das
beſte, das natürlich Weibliche in ihr. Die Ferne, die
Un=
gewißheit lockte mit goldenen Ueberraſchungen, mit
mär=
chenhaften Schätzen.
Auf der einſamen Dorfſtraße lief ſie dahin, wie
ge=
trieben von ihren Gedanken. Ja, es iſt das einzig Richtige
und Natürliche, wir verloben uns, ja! dachte ſie. Aber nun
hineingehen, an den Tiſch treten und dieſes „Ja” den
bei=
den Männern wiederholen, das, fühlte ſie, würde ſie nie
übers Herz bringen, ſie war zu trotzig und ſtolz, das laut,
frank und frei einzugeſtehen. Unſchlüſſig irrte ſie auf der
ſchneebedeckten, mondſcheinbeſchienenen Straße einher. Sie
hatte das Hotel mit ſeinen hellerleuchteten Fenſtern in
Seh=
weite vor ſich. Sie ſtarrte es an und traute ſich doch nicht
näher.
Doch, da auf einmal, ſie ſah es, ohne einen feſten
Ge=
danken, ohne irgend einen Entſchluß faſſen zu können, —
ſtand die gedrungene Geſtalt des Profeſſors in dem
Hotel=
tor. Den Mantel hochaufgeſchlagen, die Hand auf den Stock
geſtützt. Er ſpähte hin und her und nun kam er mit
ſei=
nem etwas langſamen, plumpen Schritt auf ſie zu. Nun,
Irma, kommſt Du nicht herein? Willſt Du dem Joſef nicht
die Heilsbotſchaft bringen?
Sie ſenkte das ſchwarze Köpfchen noch tiefer und
ant=
wortete nichts.
(Fortſetzung folgt.)
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Stolte
breit
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1
erde
lich
gehend. „Doélde 20. OII. Nüchm. DOUum
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahne
Haiphong. „Liberia” 21. Okt. in Singapore, heimkehrend.
„Preußen” nach Antwerpen, 21. Okt. 9 Uhr 45 Min.
an dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte unſere
Verſchiedene Fahrten:
abends Cuxhaven paſſiert.
lieben Mutter ſagen wir Allen, insbeſondere
„Nordmark” 21. Okt. von Karachi nach Suez. „Rhenania”
von Afrika kommend, 21. Okt. Las Palmas paſſiert.
Herrn Pfarrer Velte für die troſtreiche Grabrede,
den Schweſtern der Stadtgemeinde für die lange,
Tageskalender.
Freitag, 24. Oktober.
liebevolle, aufopfernde Pflege, ſowie für die zahl=
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende gegen
reichen Blumenſpenden unſeren tiefgefühlten Dank.
9½ Uhr (Ab. D): „Die ſpaniſche Fliege‟.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Karl Gieſecke,
Klavier=Abend von Karl Friedberg um 8 Uhr in
der Turnhalle am Woogsplatz (Richard Wagner=Verein)
Heinrich Gieſecke.
Luſtiger Abend von Senff=Georgi um 8 Uhr im
Emma Gieſecke,
„Kaiſerſaal”
iſſenſchaftlicher Vortrag um 8 Uhr im „Kon=
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Familie Georg Gieſecke, Gießen,
kordiaſaal”
Familie Ludwig Grebe, Mainz. (*12722
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Reſtaurant Sitte (Ortsgewerbeverein)
Jahrhundertfeier der Jugendvereinigung der Jo=
Darmſtadt, Gießen, Mainz, 23. Oktober 1913,
hannesgemeinde um 8 Uhr im „Mathildenhöhſaal”
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Bürgerkeller um
8 Uhr.
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Herr Gustaf Kicherf
Großherzoglich Hessischer Geheimerat i. P.
Darmstadt, den 23. Oktober 1913.
In tiefer Trauer:
Frau Susanna Michell, geb. Lahr.
Die Beerdigung findet Samstag, den 25. Oktober, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause
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bergstrasse 14 aus, statt.
Von Blumenspenden und Kondolenzbesuchen bittet man absehen zu wollen. (B22239
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-
- „
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81,00
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5 Lahmeyer. . . . .
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Seite 18.
Nummer 254.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 24. Oktober 1913.
Kongreſſe und Verbandstage.
11. Internationale Tuberkuloſekonferenz.
* Verlin, 22. Okt. Die Teilnehmer der 11.
In=
ternationalen Tuberkuloſekonferenz, die
vom 22. bis 25. Oktober hier tagt, fanden ſich, nachdem im
Laufe des Nachmittags Sitzungen der
Verwaltungskom=
miſſion und der 12 permanenten Kommiſſionen, ſowie eine
Sitzung des engeren Rates abgehalten worden war, abends
zur gegenſeitigen Begrüßung in der Wandelhalle des
Ab=
geordnetenhauſes zuſammen. Schon dieſer erſte Abend
ließ den außerordentlich ſtarken Beſuch der diesjährigen
Konferenz erkennen. Der Präſident der Vereinigung iſt
bekanntlich Leon Bourgeois=Paris, an der Spitze
der Verwaltungskommiſſion ſteht der Präſident des
lai=
ſerlichen Geſundheitsamtes Dr. Bumm. Die Geſchäfte
führt als Generalſekretär Geheimrat Profeſſor
Pann=
witz=Berlin, an der Spitze des deutſchen Zentralkomitees
zur Bekämpfung der Tuberkuloſe ſtehen als Präſidenten
Staatsminiſter Dr. Delbrück und als Generalſekretär
Pro=
feſſor Nietner=Berlin. Außerdem bildete ſich für die
Ab=
haltung der Konferenz in Berlin 1913 ein beſonderes deut=
ſches Konferenzkomitee, in welchem der Herzog von
Ra=
tibor das Ehrenpräſidium und Kammerherr Dr. von Behr=
Pinnow das Präſidium führt. Auf der Konferenz ſind
24 Staaten vertreten, am ſtärkſten Frankreich.
Als Einleitung zu der 11. Tuberkuloſekonferenz trat
heute der 2. Fürſorgeſtellentag für
Lungen=
kranke im Plenarſitzungsſaal des Abgeordnetenhauſes
zu ſeinen Beratungen zuſammen. Der Vorſitzende
Ge=
heimrat Gaffky=Berlin begrüßte die Tagung im Namen
des Präſidiums des Deutſchen Zentralkomitees für
Be=
kämpfung der Tuberkuloſe. Generalſekretär Profeſſor Dr.
Nietner machte einige geſchäftliche Mitteilungen und
wies auf das mit der Tagung verbundene Wandermuſeum
zur Bekämpfung der Lungentuberkuloſe hin. Sodann
nahm das Wort Hofrat Dr. Ferdinand May=München
zu ſeinem Vortrag über: „Organiſation der
Für=
ſorgeſtellen für Lungenkranke und ihre
Stel=
lung zu den anderen für die Tuberkuloſebekämpfung in
Betracht kommenden Wohlfahrtseinrichtungen”. Nach dem
Vortrage begrüßte der Vorſitzende den greiſen Vorkämpfer
für die Tuberkuloſebekämpfung in Frankreich, Profeſſor
Camot, der in franzöſiſcher Sprache die Notwendigkeit
eines gemeinſamen Vorgehens aller Kulturvölker auf
die=
ſem Gebiete betonte. Hierauf hielt Oberregierungsrat
Dr. Oertel=Chemnitz noch einen Vortrag über die
Auf=
gaben der Fürſorgeſchweſtern in den Fürſorgeſtellen für
Lungenkranke, wobei er auf Einzelheiten der
Schweſtern=
tätigkeit einging. Der Vorſitzende ſchloß ſodann die
Ta=
gung mit Dankesworten an die Teilnehmer. — Morgen
früh beginnen die Beratungen der 11. Internationalen
Tuberkuloſekonferenz.
Literariſches.
„Heſſiſche Chronik”, Zeitſchrift für Familien=
und Ortsgeſchichte in Heſſen und Heſſen=Naſſau.
Begrün=
det und herausgegeben von Dr. Hermann Bräuning=
Ok=
tavio und Profeſſor D Dr. Wilhelm Diehl im Verlag der
L. C. Wittichſchen Hofbuchdruckerei in Darmſtadt. Preis:
jährlich 6 Mark, Einzelhefte 60 Pfg. Oktoberheft 1913:
Inhalt: Dr. W. Hopf: Die Tauſendjahrfeier der Stadt
Kaſſel. — Landesbibliothekdirektor Profeſſor Dr. H.
Brun=
ner: Das klöſterliche Kaſſel, II. Mit drei Abbildungen. —
Hofbibliothekdirektor Dr. A. Schmidt: Die Großherzogliche
Hofbibliothek in Darmſtadt. — Profeſſor D. De „Wilhelm
Diehl: Beiträge zu einer heſſen=darmſtädtiſchen
Lehrer=
matrikel. IV — Marie Ullrich: Aus dem Leben meines
Großvaters Friedrich Kümmell. II. — Dr. Hermann
Bräu=
ning=Oktavio: Aus Fritz Max Heſſemers Nachlaß. Mit
acht Abbildungen — Regierungsrat Dr. Viktor Würth:
Wappen blühender heſſiſcher Bürgergeſchlechter. VII.
Mit drei Abbildungen. — Heraldik: Rodo von Haken:
Ueber Wappenſtechen. — Kleine Mitteilungen: Verein für
heſſiſche Geſchichte und Altertumskunde. — Geh. Juſtizrat
Wilhelm Schroeder †. — Bildhauer Heinrich Gerhardt.
Wilhelm Braun f. — Franz Karl Karrillon.
150
jäh=
riges Jubiläum der Firma J. J. Engelhardt. — Karl
Schäfer. — Das Liebig=Muſeum in Gießen. — Die
Wal=
purgiskirche in Alsfeld. — Die Kanzlei für Wappen= und
Stammbaumforſchung in Wiesbaden. — Bücherſchau. —
Aus Zeitſchriften. — Austauſch. — Auskünfte. —
Um=
fragen. Familientage. Kaſſels Tauſendjahrfeier ſind zwei
Aufſätze dieſes Heftes der Heſſiſchen Chronik gewidmet,
die ſei ihrem Beſtehen in zahlreichen wertvollen Beiträgen
den Hunger nach Hiſtorie ſtillt und beſonders auf die
Fa=
miliengeſchichte beider Heſſen äußerſt anregend und
be=
fruchtend gewirkt hat. Möge Brunners Mahnruf an
Kaſſel, das Haus, in dem die Brüder Grimm ihre Jugend
verbrachten und ihre Märchen ſammelten, vor der
Ver=
nichtung zu bewahren, nicht ungehört verhallen! Höchſt
intereſſant ſind die äußerſt aufſchlußreichen Mitteilungen
über die Darmſtädter Hofbibliothek, die in ihren Anfängen
in das 17 Jahrhundert zurückreicht, wenn ſie auch als
ſolche erſt 1817 dem geſamten Publikum zugänglich wurde;
Darmſtadt ſteht in einer Reihe mit Stuttgart und
Dres=
den. Mit den Bücherſendungen nach auswärts überflügelt
die Hofbibliothek Leipzig (Univerſitäts=Bibliothek) und
Dresden (Königl. öffentl. Bibliothek)
zuſammengenom=
men. An die Zeit vor 100 Jahren mahnen die
Erinne=
rungen eines Kurheſſen, der die Kämpfe unter Napoleons
Fahne mitmachte. Diehls Beiträge zu einer heſſiſchen
Lehrermatrikel ſind für den Familienforſcher von größtem
Wert. Etwas ganz eigenartiges bieten die erſtmalig aus
dem Nachlaß eines Darmſtädter Künſtlers veröffentlichten
8 Bleiſtiftzeichnungen von Biedenkopf, Büdingen,
Butz=
bach, Friedberg und Marburg; Fritz Max Heſſemer, von
1830—1860 (†) Profeſſor am Städelſchen Inſtitute in
Frankfurt a. M., hat darin, während ſeiner Tätigkeit als
Oberbaukondukteur in Gießen auf zahlreichen Dienſtreiſen
die bedeutendſten und intereſſanteſten Punkte des
Heſſen=
landes im Bilde feſtgehalten. Die ebenſo ſorgfältig wie
ſpielend leicht hingeworfenen Bilder verleihen dem
vor=
züglichen Hefte ganz beſonderen Reiz, um ſo mehr als
wir heute vergebens in den Orten nach den Mauern und
Toren ſuchen. Die ſo kräftia aufſtrebende Zeitſchrift
ver=
dient warme Anerkennung; wir können ſie jedem Freunde
heſſiſcher Familien= und Ortsgeſchichte ſehr empfehlen.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Nachdem einige Zeit die Beſchaffenheit des von
der Städtiſchen Anſtalt gelieferten Gaſes zu weniger
Beanſtandungen Anlaß gab, als im Vorjahre, iſt in letzter
Zeit, ſeit dem früheren Eintritt der Dunkelheit, leider
wie=
der ein ſehr bedauerlicher Wechſel hierin eingetreten, der
die Unzufriedenheit aller Verbraucher herausfordert. Es
wird allſeits unliebſam bemerkt, daß der Druck erſt etwa
um 8 Uhr abends eine einigermaßen angängige Höhe
er=
reicht und daß beſonders die Hängeglühkörper in ganz
kurzer Zeit verrußen. Das Gaswerk wird gut tun, ſich um
Abſtellung dieſer Mißſtände zu bemühen, um ſo mehr, als
ihm durch die bedeutende Verbilligung der Elektrizität
in=
folge Verwendung der Metallfadenlampen ein täglich
zu=
nehmender Wettbewerber erſtanden iſt.
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13, vormittags 9 Uhr:
die in der
Dispoſitionsurlauber,
ſowie die Wehrleute,
Beſondere Beorderungen durch ſchrift=
9.
Zeit vom 1. April bis 30. September 1901 eingetreten ſind,
lichen Befehl erfolgen nicht mehr. Dieſe öffentliche
B, vormittags 9,20 Uhr:
aus Nieder=Ramſtadt, Traiſa und Waſchenbach.
Aufforderung iſt der Beorderung gleich zu erachten.
10
VIII. Im Hofe der neuen Schule zu Ober=Ramſtadt:
2. Willkürliches Erſcheinen zu einer anderen als der
B, vormittags 9,45 Uhr:
ihm befohlenen Kontrollverſammlung wird beſtraft. Wel
Dienstag, den 11. November 1913, nachmittags 3 Uhr:
911, 1912 und 1913, ſowie
durch Krankheit am Erſcheinen verhindert iſt, hat eit
1913
Sämtliche Reſerviſten, Jahresklaſſen 1906 bis
von der Ortsbehörde beglaubigtes Geſuch ſei
die in der
Dispoſitionsurlauber, ſowie die Wehrleute,
13, vormittags 10 Uhr:
nem Bezirksfeldwebel baldigſt einzureichen
Zeit vom 1. April bis 30. September 1901 eingetreten ſind
und Offizier=Stellvertre=
3. Diejenigen Mannſchaften, welche aus perſönlichen
aus Ober=Ramſtadt.
andwehr I, die in der Zeit
Gründen zu einer anderen als der befohlenen Kontroll=
1901 eingetreten ſind.
IX. Im Schulhofe zu Pfungſtadt:
verſammlung erſcheinen wollen, haben dies mindeſtens 3
ule zu Arheilgen:
Mittwoch, den 12. November 1913, nachmittags 4 Uhr:
Tage vorher dem Bezirksfeldwebel behufs Einholung der
13, nachmittags 3 Uhr:
erforderlichen Genehmigung zu melden.
Sämtliche Reſerviſten, Jahresklaſſen 1906 bis 1913
4.
esklaſſen 1906 bis 1913
Wer bei der Kontrollverſammlung fehlt, wird
Dispoſitionsurlauber, ſowie die Wehrleute, die in der
mit Arreſt beſtraft.
Wehrleute, die in der
(Paßbeſt., Ziffer 14.
Zeit vom 1. April bis 30. September 1901 eingetreten ſind,
5. Es iſt verboten, Schirme und Stöcke auf den Kons
ber 1901 eingetreten ſind,
Pfungſtadt, Hahn, Eich und Eſchollbrücken.
aus
trollplatz mitzubringen.
X. Im Gaſthaus „Zur Sonne” zu Roßdorf:
6. Jeder Mann muß ſeine Militärpapiere
nſchule zu Eberſtadt:
Donnerstag, den 13. November 1913, nachmittags 3,55 Uhr
(Paß und Führungszeugnis) bei ſich haben.
B, nachmittags 3,45 Uhr
Sämtliche Reſerviſten, Jahresklaſſen 1906 bis
Im Militärpaß muß die, vom 1.
7.
April
1913,
Esklaſſen 1906 bis 1913,
1913 ab gültige, gelbe Kriegsbeorderun
Dispoſitionsurlauber, ſowie die Wehrleute,
die in der
Wehrleute,
die in der
oder Paßnotiz eingeklebt ſein
Zeit vom 1. April bis 30. September 1901 eingetreten ſind,
ber 1901 eingetreten ſind,
Geſuche um Befreiung von der
Kontrollver=
aus Roßdorf.
der=Beerbach
ſammlung ſind amtlich beglaubigt nur in dringenden
XI. Im Gaſthaus „Laumann” zu Meſſel:
hule zu Griesheim:
Fällen und mindeſtens 8 Tage vor der Kontrolls
Freitag, den 14. November 1913, nachmittags 4,15 Uhr:
13, nachmittags 3,45 Uhr:
verſammlung dem Hauptmeldeamt I Darmſtadt einzu=
Sämtliche Reſerviſten, Jahresklaſſen 1906 bis 1913
sklaſſen 1906 bis
1913
reichen.
Dispoſitionsurlauber, ſowie die Wehrleute, die in der
Wehrleute, die in der
Nachträgliche Entſchuldigungen an Ort und
Zeit vom 1. April bis 30. September 1901 eingetreten ſind,
iber 1901 eingetreten ſind,
Stelle von Arbeitgebern uſw. können als ſolche nicht
aus Meſſel
gelten und ſchützen nicht vor der geſetzlichen Strafe.
XII. Im Schulhofe der 4. und 5. Klaſſe zu Weiterſtadt:
Lehrer, Polizeibeamte und Angeſtellte der Straßen
ne” zu Wixhauſen:
bahn können an einem beliebigen Appell teilnehmen.
Sonnabend, den 15. November 1913, nachmittags 2,10 Uhr:
nachmittags 3,15 Uhr
Darmſtadt, den 13. Oktober 1913.
ſesklaſſen 1906 bis
1913,
Sämtliche Reſerviſten, Jahresklaſſe 1906 bis 1913,
Wehrleute, die in der
Dispoſitionsurlauber, ſowie die Wehrleute, die in der
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[ ← ][ ][ → ] Nummer 254.
Darmſtädter
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei
icher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
inden ſich: 1 Pinſcher, 1 Dachshund. 1 Pinſcher, 1 Dobermann (
zu=
elaufen). Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=
Revier auslöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten
dunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vorm. 10 Uhr, ſtatt. (22225
Stadtverordnetenwahl.
Offenlegung der Liſten der Stimmberechtigten zur
Stadt=
verordnetenwahl betreffend.
Während der Zeit vom 28. Oktober bis 3. November 1913
vormittags von 8 bis 1 Uhr und nachmittags von 3 bis 5 Uhr,
Sonntag, den 2. November, nur vormittags von 8 bis 1 Uhr, lieg
ie Liſte der in der Stadt Darmſtadt zur Stadtverordnetenwahl
Stimmberechtigten, ſowie das Verzeichnis der zu dem höchſtbeſtenerten
Oritteil der Wählbaren gehörigen Perſonen auf dem Stadthauſe
Rheinſtraße 18, Zimmer 7, im Erdgeſchoß links, zu Jedermanns
Ein=
cht offen. Innerhalb dieſer Friſt kann in dem bezeichneten Lokale
jedes Mitglied der Stadtgemeinde Einſicht von dieſen Liſten nehmen
und Einwendungen gegen dieſelben vorbringen
Darmſtadt, den 23. Oktober 1913.
(22223fms
Der
Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.
Roggen, Hafer, Hen und
Roggenſtroh
Flegel=, Maſchinenglatt= und Preßlangſtroh) kauft
IV,22251
Proviantamt
Darmſtadt.
Bekanntmachung.
Durch Großh. Oberverſicherungsamt iſt die Schließung
der
nterzeichneten Ortskrankenkaſſe mit Wirkung des Ablaufs
des
Jahres 1913 angeordnet worden.
Dies wird unter dem Hinweis zur öffentlichen Kenntnis
ge=
racht, daß die Befriedigung von Gläubigern, die ihre Forderungen
icht binnen 3 Monaten nach dieſer Bekanntmachung anmelden,
ver=
beigert werden kann. Für Anſprüche aus der Verſicherung
„Zilt
ies nicht
(22215
Roßdorf, den 22. Oktober 1913.
Der Vorſtand der Ortskrankenkaſſe Roßdorf.
Felger.
Morgen Samstag Kostproben!
Wenn Sie Ihre Gesundheit schätzen, dann
essen Sie
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Sahlas-Brot.
Ein Gesundheitsbrot von seltener Güte für den
täg-
lichen Gebrauch, sowie gegen Darmträgheit,
Verdauungs-
störungen, Blutarmut, Zuckerkrankheit, Zahnkrankheit etc
Zei gleichem Gewicht ist Sanitasbrot mehr als doppelt so
nahrhaft wie Weissbrot.
22249a
Sanitas-Roggen- und Weizenbrot in Stücken zu
35 und 65 Pfg., 5 Pfund-Laib 95 Pfg.
2
Reformgeschaft „Arista‟
Gesundheitliche Nahrungs- und Genussmittel.
Anton Braunwarth
Darmstadt.
arruf
Die Enzabern Dancan Schufe
ha t am 11. Oktober d. Js. durch die Aufführung von Glucks Oper
„Echo und Narziß” im Großh. Hoftheater dargetan, daßleine
einzig=
uſtige Befruchtung unſeres künſtleriſchen Lebens von ihr zu erwarter
Die Schönheit rhythmiſcher Körverbewegung, einſt wetteifernd
nit Dichtkunſt und Muſik an Ausdruck und religiöſer Weihe, dann
veukümmert oder entartet zu ſeelenloſer Virtuoſität, iſt wieder erſtanden
eue Aufgaben erwachſen den Schweſterkünſten, und zum erſtenmale
eit der griechiſchen Antike bietet ſich dem bildenden Künſtler wieder
ine Fülle lebendiger Anſchauung.
Aber die Arbeit der Schule, von der die Darbietung des
Oktober ein Ergebnis war, greift über die Grenzen des Künſt
eiiſchen hinaus. Im Unterſchied von einer das Geiſtige einſeitig
eronenden Erziehung iſt ſich die Leitung der Elizabeth=Duncan=Schule
e Untrennbarkeit unſeres körperlichen und geiſtigen Weſens bewußt.
Mät bewundernswerter Hingabe an das Bildungsideal, das ihr
vor=
chwebt, iſt ſie bemüht, den Körper zur Fähigkeit unmittelbaren,
vuhrhaften Ausdrucks von Empfindung und Wille zu entwickeln.
See iſt zu begrüßen als Helferin zur Geſundung unſeres
Volks=
urns von den Schäden einer reichen, aber vielfach verirrten Kultur
Die unterzeichnete Ortsgruppe des Vereins zur Förderung und
Echaltung der Elizabeth=Duncan=Schule richtet an alle, die für die
Büdeutung der Anſtalt und den hohen Ernſt ihrer Leiter Verſtänd
its
gewonnen haben, die Bitte, durch Beitritt zur Ortsgruppe
ſit:
Anſtalt tatkräftig zu unterſtützen.
Beitrittserklärungen (jährlicher Beitrag 10 Mark) nehmen die
nterzeichneten entgegen.
Darmſtadt, den 24. Oktober 1913.
Herr Geh. Hofrat Profeſſor Dr. Back
Frau Helene Back, Schießhausſtraße 106.
Frau Dr. Bender, Heinrichſtraße 12
Herr Profeſſor Dr. A. E. Berger, Wilhelmſtraße 16.
Frau Dr. Büchner, Steinſtraße 20.
Herr Oberſt und Bezirkskommandeur von Falkenhayn.
Frau von Falkenhayn, Grüner Weg 40.
Herr Kreisſchulinſpektor Prof. Dr. Frenzel, Roßdörferſtr. 77
Frau Dr. Gläſſing, Steinſtraße 20
Fräulein Lina Hegelmaier, Sandſtraße 1
Herr Pfarraſſiſtent Herpel, Herdweg 39.
Herr Heinrich Kleukens, Mitglied der Darmſtädter Künſtler=
Kolonie.
Herr Profeſſor Dr. G. von Koch, Viktoriaſtraße 49
Herr Dr. med. Machenhauer,
Frau Machenhauer, Riedeſelſtraße 52.
Herr Pfarrer Rudolf Marx, Aliceſtraße 23.
Herr Ferdinand Adolf Pertſch
Frau Pertſch, Am Erlenberg 7
Herr Profeſſor Pützer, Alexandraweg 8.
Frau Dr. Merck=Nothwang, Annaſtraße 15.
Fräulein Emma Mittler, Sandſtraße
14.
J. D. Prinzeſſin Mia Agnes zu Solms=Braunfels,
Schloß
Hungen.
(22212
Herr Otto Stockhauſen, Prinz Chriſtianweg 23.
8
Tagblatt, Freitag, den 24. Oktober 1913.
Seite 11.
n unſer Handels=Regiſter, Ab=
Me
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etragen hinſichtlich der Firma
Elegante und solide
Werkſtätten für
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werkskunſt,
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mit beſchränkter Haftung,
Darmſtadt.
22214
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Die Geſellſchaft iſt aufgelöſt und
die Firma erloſchen.
Darmſtadt, 17. Oktober 1913.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
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Tanz- und
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verſteigert werden.
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Darmſtadt, 20. September 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
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9
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Hess. Landesverhandes des
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4.20 ℳ, 14.—20. Reihe 3.40 ℳ,
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Mee e ne
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2
Der Kartenverkauf für die Extra= Tages=
Freitag, den 24. Oktober 1913.
L
efel
ei
chen
(22219a
ich?
eMeihl
ch. Jürgas
254
Nummer 254.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 24. Oktober 1913.
Seite 18.
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8
houſten raubte mir den Schlaf und
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(18664a
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Mi
e
ſprrudel weiter, weil dadurch auch
(
mein Kräftezuſtand ſich zuſehends
hlbt. Auch die Altbuchhorſter Mine=
(
rl=Paſtillen fehlen mir jetzt nie
e
diegerin
Lorbeerkrone
meehr. Tiefſten Dank. T. Warin.”
Gohra
Zd
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die Altbuchhorster Mineral-
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3et
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lagge Friedr. Schaefer und in der
3 385₰
L
Wdg.
2434
Hofdrogerie Chr. Schwinn, Rhein=
M
(
waße 8.
Me
M
(IV,20823,33
Ze
Ohne Dich kennen gelernt zu haben, Irma, das weißt
der Bund einer iche nich in ſche göneanden Frahet
Frau Melodie.
Du, hätte ich es nie zuſtande gebracht. Es iſt mehr als
alles verzehre!
meine Liebe zu Dir, die es geboren. Deine Geſtalt, Dein
Roman von Carl Conte Scapinelli.
Es war ein ernſtes und für beide wohl verſtändliches
Charakter, Deine Eigenart hat ja die Hauptrolle, hat ja
(Nachdruck verboten.)
Wort, das der Vater eben geſagt hatte.
die Muſik, hat ja den Ton gemacht! fuhr Joſef begeiſtert
So ſchritt die Zeit allmählich hin und auch über Irma
Ich miſch mich nicht gern in fremde Angelegenheiten,
fort.
ann eine behagliche Stimmung. Sie empfand die innere
aber ich rate gern denen, die mir am nächſten ſtehen. Du
Ich bin aber kein Irrlichtlein — ſagte ſie, die Augen
Snröße dieſes alten Mannes an ihrer Seite, der mit zähem
ſollſt nicht trotzig und ſelbſtbewußt ſein, Irma, das Urteil
ſenkend, ich bin ein Weib, wie hundert andere
Mutt ſich ein ſtilles, zweites Glück aufgebaut. Er hätte ihr
der Mitmenſchen drückt einen leicht nieder. Dir fehlt die
Nein, ſchöner, reizvoller, von ewig wechſelnder Pracht
raten können in ihres Herzens Unraſt und Wirrnis, wenn
Heimat, die Dir Ruhe ſchafft, Seelenfrieden. Willſt Du ſie
Du beleidigſt mich, Joſef!
ie ſeſt zu ihm Vertrauen faßte. Ganz anders erſchien ihr
nicht in unſerer Familie finden? Du haſt ſo treu an Joſel
Nein, nein, in dem ewigen Wechſel liegt der Frauen
erzt ihr Verhältnis zu Joſef. Nie noch hatte ſie im Rauſch
gehalten, Du haſt ſo tapfer mit ihm gearbeitet, nimm” ſeine
ſüßeſter Reiz! ſagte nun auch der alte, die Blume wechſelt
er erſten Liebe daran gedacht. Und dann kam wieder ihre
Hand, nimm unſeren beſcheidenen Herd als kleinen, armen
alle Tage, der Anblick einer ſchönen Landſchaft iſt nie
der=
ulde tolle Art über ſie, der jähe Sprung aus der Bangigkeit
Dank.
ſelbe und auch die Frau, die wir lieben, ſoll ewig uns neu
beis Herzens zur lauten Luſtigkeit der Lippen.
Hat er Dich erſucht, mich zu überreden? fragte Irma
erſcheinen
War’s nicht köſtlich, ſo mit Vater und Sohn zuſammen
plötzlich.
Aber er nennt mich flatterhaft, launiſch, ſprunghaft! Es
uſſitzen? Den Vater zum wohlwollenden Freund zu haben!
Aber nein, Kind, — kein Wort fiel zwiſchen uns!
war, als wollte ſie ſich ſelbſt anklagen, um dem Profeſſor
leiin, ſie brauchte keinen Richter, ſie wollte keinen. Und
Ich will nicht, daß er glaube, er ſei mir Dank ſchuldig
ſich in keinem beſſeren Licht zu zeigen, als ſie ſich ſelbſt
hne Augen flammten auf und ſie ſagte tapfer: Wir freuen
meine Liebe. Liebe kennt keinen Dank!
für
ſah.
Aber ſie kennt die Hoffnung auf ein beſtändiges Glück,
s ehrlich, daß Du gekommen biſt, daß Du uns verſtehſt!
Das tu ich nicht, Irma, wahrlich nicht! lenkte Joſef
Irma! antwortete der Vater. Was ſteht im Wege, daß
Er nickte ihr Dank. Noch verſtand er ſie freilich nicht
auz
ein
Ihr Euch regelmäßig verlobt? Geſtatte mir die offene
Und wenn ich ein Irrlichtlein wäre, Joſef, begann ſie,
Frage. Dein Glaube an den Dank?
Wir haben gemeinſam auch ein ſchönes Stück Arbeit
und ein harter ſtolzer Trotz leuchtete in ihren Augen. Jetzt
Ja, nur der! Aber gleichzeitig ſtiegen noch die
ande=
eichaffen, nicht wahr, Irma! fügte Joſef ſtolz bei, und die
leuchte ich Dir, jetzt lieb ich Dich. Und wenn ich erlöſch,
Lellt ſoll ſtaunen, ſoll lachen und weinen mit uns!
ren kleinlichen Gründe auf, der alte Trotz, ihn erſt zum
was liegt daran, was wird Dir daran liegen? Dieſen
Erfolg geführt zu haben und dann den Lohn mit ihm zu
Da ſah der Vater Irma groß an. Glaubſt Du an
einen Gedanken, der ſie all die Tage heimlich gequält hatte,
inzen Erfolg?
teilen.
ſie ſprach ihn jetzt ſchonungslos vor dem Vater aus.
Ja, felſenfeſt! ſagte ſie faſt trotzig.
Biſt Du wirklich ſo kindiſch und ſo trotzig? fragte der
Nein, Irma, Du mußt mir bleiben, meine Kunſt, mein
Vater offen. Willſt Du darum Euch beide und Eure Liebe
Das iſt lieb von Dir, denn an den man glaubt, den
Innerſtes, alles in mir hängt daran
ſtrafen? Siehſt Du, jetzt ſchlägt ſie in zwei tollen
Flam=
hr man, den liebt man, Irma! Und aus allen Fährniſſen,
us
Der Vater hatte dazu geſchwiegen, plötzlich miſchte auch
men zuſammen und die äußeren Umſtände eines
ungeregel=
allen Lagen ſoll Euch dieſer gemeinſame Glaube,
die=
gemeinſame Werk heraushelfen!
er ſich ins Geſpräch. Es liegt bei Euch, Euer Glück zu
ten Glückes ſind wie böſe Winde, erſt laſſen ſie die
Flam=
bannen. Die äußeren Formen machen geruhſam und ſtetig.
Es iſt ſein Werk, das Werk ſeiner reichen, inneren
men noch höher aufflackern und zum Schluß ſind ſie
ſtär=
lfſik! wehrte ſie beſcheiden ab.
Sie konſervieren die Gefühle, ſie ſtrecken ſich, Sorgt, daß
ker und löſchen ſie aus!
EIKäuf
22232
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opfweh oft nur die Folgeerscheinung
Hasen, auch geteilt, Lapins
engter Kopfnerven ist. Ein Umschlag
jäbrige Feldhühner per Stück 70 Pfg.
e Cologne ist äusserst wirksam, denn (*47115
wilde Tauben per Stück 50 Pfg.
auch im
ven stets neue Spannkraft und beruhigt sie zu-
Ia gemastere Ganse, Ausschmitt
eibt vor allem das Kopfweh, das durch den
zarte Frikassee-Hühner
erhitzten, schlecht
junge Tauben p. Stück 50 Pfg.
n entsteht.
etc. etc.
(22218
Er (Eingetra‟
Heinrich Grimm, Hoflieferant.
au-Gold-Etikette).
2o
Von heute ab wieder:
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Seitenbau.
Schulſtr. 11,
e
nd gehabt.
auf feſten Grund. Noch kämpfte ſie ein wenig gegendas
Zu vercht und ſchen hoite ſe
wenig an die Luft,
Die Ferne, die
Un=
ſam gehütet am häuslichen
beſte, das natürlich Weibliche in ihr.
ſich erhoben und war hinaus.
ſterglühen.
— Ich bin kein
Ein
herr=
gewißheit lockte mit goldenen Ueberraſchungen, mit mäk=
Vater und Sohn ſaßen ſich allein gegenüber.
r, der ein wenig
Lebens=
chenhaften Schätzen.
Glückspilz!
liches Weib, ſagte der Alte; faſt Deiner wert,
Auf der einſamen Dorfſtraße lief ſie dahin, wie
ge=
lück einfangen und ſtrecken
Aber ſo ſchwer zu einem Entſchluß zu bringen!
trieben von ihren Gedanken. Ja, es iſt das einzig Richtige
Das iſt nur der Ehrbegriff, die dumme Art,
in der wir
örſt Du den Vater, er hat
und Natürliche, wir verloben uns, ja! dachte ſie. Aber nun
unſere weibliche Jugend erziehen. Sie müſſen
ſich ſpreizen,
Laß uns heute Verlobung
hineingehen, an den Tiſch treten und dieſes „Ja” den
bei=
ſie ſollen nie ehrlich ihre Gefühle äußern, ſie
ſollen nicht
Tag, keinen ſtilleren
Win=
den Männern wiederholen, das, fühlte ſie, würde ſie nie
gewinnſüchtig, nicht eigennützig erſcheinen!
Aber dieſer
ütetes, mit Glückwünſchen
übers Herz bringen, ſie war zu trotzig und ſtolz, das laut,
edle Kampf, den ſie mit ſich führt, der ehrt ſie, Joſef, glaub
mir!
far!
frank und frei einzugeſtehen. Unſchlüſſig irrte ſie auf der
ſchneebedeckten, mondſcheinbeſchienenen Straße einher. Sie
Es war für ſie der härteſte Kampf in ihrem Leben.
guten Menſchen drangen
Sie, die eine freudloſe Ehe hinter ſich hatte, ſie, die, an eine
hatte das Hotel mit ſeinen hellerleuchteten Fenſtern in
Seh=
deren Erfolg ihre innerſte
Verſorgung durch die Mutter ſtetig erinnert wurde, deren
weite vor ſich. Sie ſtarrte es an und traute ſich doch nicht
innere Freude ihr luſtiges, freies Irrlichtern war, ſie,
näher.
at bat Joſef.
die ſo ſtolz auf ihr freies Geſchenk, das ſie dem liebſten
Doch, da auf einmal, ſie ſah es, ohne einen feſten
Ge=
hn ſo herzlich bitten ſah,
Manne machte, ſein wollte, ſollte, um dieſes Glück
erhal=
danken, ohne irgend einen Entſchluß faſſen zu können,
nicht trotzig, Ihr gehört
ten zu können, um ſelbſt glücklich zu ſein, ſich jetzt ſchon,
mit=
ſtand die gedrungene Geſtalt des Profeſſors in dem Hotel=
Sc
chte
Nummer 254.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 24. Oktober 1913.
Seite 15.
Gere
worden. Auf jedes pflanzten wir ein niederes
Obſtbäum=
breitet und gernoſſn und verſeht nicht, ſeinen etbiſchen
e
chen, einen Johannisbeer= und einen Stachelbeerſtrauch.
Einfluß geltend zu machen
Jaahimlumgr
Von Gönnern und wohlgeſinnten Leuten, von bekannter
Bis Mitte Juni waren 6000 Quadratmeter Wieſenfeld
und befreundeter Seite, von Gärtnereien und ſonſtigen
in Gartenland umgewandelt und bepflanzt. Ein Teil da=
Anſtalten wurden uns Zwergſtämme und Beerenſträucher
von dient als Lehrland. Die neu eintretenden Kinder
2Z2:
koſtenlos zur Verfügung geſtellt. Der Bepflanzung der
lernen den Boden graben und rechen, in Beete teilen
u
Kindergärtchen mit Obſtbaum und Beerenſtrauch liegt
und beſäen. Sie ſehen, was man in Reihen und was
T-chulliſde.
die erzieheriſche Erwägung zu Grunde, daß der Sinn für
man breitwürfig ſäet, wie die Beete von Unkraut reinge
S
Schonung fremden Eigentums dadurch am ſicherſten
aner=
halten und gelockert werden, wie die Pflanzen in Reiher
SZi
zogen wird, daß man dem Kinde ein Eigentum, hier Baum
und in den Reihen von einander entfernt ſtehen müſſen.
Wilund
ee
und Strauch, zuweiſt, das es ſelbſt ſchützen und behüten
In eignen Gärtchen von je 12 Quadratmeter wurde an
Z Z
muß.
Wüin
gewandt, was gelernt worden war. Wer die treue
und fleißige Arbeit an den Kindergärtchen beobachtete, wer
Nach Beendigung der Pflanzung gings an „unſere‟
2
Wrld
Wlllinn
ZZ
von außen zuſah oder bei einem Beſuche die Abteilungen
Ruine. Abfallſteine waren zu entfernen, Vertiefunger
durchſchritt, konnte ſich überzeugen, wie die Kinder ſich mit
V E.
einzuebnen, Hügel abzutragen und Wege anzulegen. Mit
CIGAR
E
rührender Sorgfalt ihrem kleinen Eigentum widmeten.
Wagen und Karren, Hacke und Schippe konnten ſich viele
mit zeidenen. Sammel-Washenbliesra)
Die Kinder arbeiteten für ſich. Denn alles
betätigen und dabei die Erfahrung gewinnen, daß
Be=
was ihre Hände erſchafften, kam ihnen zugute. Eltern
er=
ſchäftigung das beſte Mittel iſt, ſich der Kälte zu erwehren
O Cm
00 8.
e
zählten bei ihrem Beſuche von der herzlichen Freude ihrer
In der Schutzhalle bekleideten wir die Fugen mit beſon=
O h
D
Kleinen, wenn ſie zuhauſe den Segen ihres Fleißes
über=
deren Latten und brachten Kleiderleiſten und Bänke an.
eiſſümmſeermhſnge
Gintmminſeneerentenmſſmnimſmmimnſſcht.
reichten. Auch im Gacten konnte man an ſtrahlenden
Dorngebüſch und Austriebe von Akazien zwangen zur Be=
Augen die Freude ableſen, rückhaltlos und ungemeſſen
nutzung von Kreuzhacke, Säge, Beil und Baumſchere und
Shiilimiahmmmmmmmmmmmmmimmmmimmmimiimmmhhliln.
kam ſie jedoch daheim zum Ausbruch
I,15516
erforderten vorſichtige Arbeit, wenn man mit ihren
Bei der Verteilung der Früchte des allgemeinen Teils
Stacheln nicht in allzu innige Berührung kommen wollte.
wurde ſtreng nach dem Grundſatz verfahren: Wer nicht
Die Entwicklung des Gartens der
Zur Einſtellung dieſer Arbeiten nötigte uns zuweilen
arbeiten will, ſoll auch nicht eſſen. Um ſozialen Sinn zu
der Schnee. Doch war dieſer ſelbſt bald Gegenſtand der
pflegen, wurde die Menge nach der Anzahl der Tiſch=
Stadt=Mädchenſchule I.
Bearbeitung. Nach allen Richtungen führten Spuren durch
genoſſen zugemeſſen
Von H. Preſſer=Darmſtadt.
die nachgiebige Schneedecke und Schneemänner groß und
Die Zahl der verteilten Gemüſe, der Kohlköpfe und
klein, grad und ſchief, in Geſtalt von Tanne und Tonne
des
Blumenkohls, die Gewichtsmenge der Rüben und
Am 27. Juli 1912 erhielt die Stadt=Mädchenſchule I
zeigten am Schluſſe, wie unſere kleinen Gärtnerinnen im
Bohnen wurde nicht, wie es ſonſt auf allen Gebieten üblich
on der Stadtverwaltung ein Stück Wieſenland hinter dem
Garten auch kneten und formen lernten.
iſt,
zuſammengeſtellt. Durch günſtige Witterung
beein=
llten Schießhaus zur Anlage eines Gartens. Mit gutem
flußt, ergaben die Erzeugniſſe des Gartens eine reiche
Am 27. Januar ließ Herr Schwarz von der Hofmeierei das
Pillen und fleißigen Händen ging es an die Arbeit. Der
Ernte. Allein ſie kommt für die Schule erſt in letzter
übrige, zu Garten beſtimmte Wieſenland, umpflügen. Harter
aſen wurde mit einem großen Wieſenbeil aufgeteilt und
Linie in Betracht, der erzieheriſche Gewinn ſteht obenan
Froſt mit darauffolgendem Tauwetter kamen uns mehrmals
ſer Boden tief umgearbeitet. Bis zum Herbſte waren etwa
Der läßt ſich jedoch nicht zahlenmäßig feſtſtellen und in
zu Hilfe und machten die Raſenſtreifen mürbe. Mit eiſer=
00 Quadratmeter ſo hergerichtet, daß mit der Ausſaa=
Rubriken bringen. Erſt nach Jahren kann er zur Frucht
nem Kamm kreuz und quer tüchtig durchfurcht, ließen ſie
m Spinat und Winterſalat begonnen werden konnte.
heranreifen. Möge dann unſerm Volke Segen daraus
ich dann unterarbeiten. Freilich war das eine ſaure und
ſuch die notwendigen Baulichkeiten wurden errichtet, ein
erblühen.
ſchmutzige Arbeit. Die Eigenſchaft des Moorbodens,
unnen gebohrt und das Land eingefriedigt. Unſere
Feuchtigkeit feſtzuhalten, iſt für den Gärtner von großem
kinder leiſteten dabei Handreichungen allerlei Art.
Vorteil, bei der Anlage war ſie jedoch von nachteiliger
schade, daß ſich nicht allen Kindern Gelegenheit bietet
Sport, Spiel und Turnen.
Wirkung. Die Arbeit ſchritt nur langſam fort, da
in=
öſches Entſtehen und Werden zu ſehen und mithelfen zu
zwiſchen, ſeit Mitte März, Ausſaat und Bepflanzung auf
* Fußball. F.=C. Olympia 1898. Zu dem am
önnen. Die Wieſe wurde in einen Garten verwandelt
dem im Vorjahre bereiteten Lande vorgenommen und
Sonntag auf dem Olympia=Sportplatz, an der Heidel=
15 eine Einfahrt hergerichtet; aus altem Bauholz und
Blumenbeete angelegt wurden. Je freundlicher der
Früh=
berger=Straße ſtattfindenden Wettſpiel ſteht die
Olympia=
lien Fußbodenbrettern entſtand eine neue Hütte;
Scher=
ing wurde, deſto größer wurde die Helferſchar. Ende
Mannſchaft nunmehr: Dr. Grünewald im Tor, Oettinger
ſen, unbrauchbare Steine und ſonſtigen Schutt bettete
April kam ein Dutzend erwachſener Helferinnen dazu. Au
und Ker Verteidiger. Hoffmann, Schreiber, Heß, Läufer,
un in tiefe Gruben, um ſie unſchädlich zu machen; der
Anregung des Herrn Profeſſor Kiſſinger führte die Alice=
und Schmidt, Prillwitz, Ennsgraber, Beck und Scriba im
ele Rain wurde in eine ſanfte Böſchung umgewandelt.
ſchule für das hauswirtſchaftliche Seminar Gartenarbeit
Sturm. Sportklub wird vorausſichtlich in folgender Auf=
Ip lebhaft wie an einem Ameiſenhaufen, der aufgeſtochert
ein. Die Seminariſtinnen ſollten ſehen, wie die Gewächſe,
ſtellung ſpielen: Walter, Oswald Müller, Merkel=Eſſen
vnrd ging es zu. Die Kinder arbeiteten an „
ihrem=
die ſie in der Küche verarbeiten, entſtehen, wachſen und ge=
Luttermann, Fiſcher, Bachhaus, Blöſer, Göbel, Krebs.
arten, an „ihrer” Schutzhütte, an „ihrem” Spielplatz
deihen, den Vorgang von der Keimung bis zur Frucht
Es wird ein arges Ringen um die Punkte geben, deren
us löſte unermüdlichen Eiſer aus. Herbſt und Winter
beobachten und dadurch einen tieferen Einblick in das
Olympia bis jetzt in 4 Auswärts= und einem Heimſpiel
chränkten zwar unſere Weiterarbeit, konnten ſie aber
Leben der Natur gewinnen. Was mit eigner Hand
und der Sportklub bei 3 Heim= und einem Auswärtsſpiel
ſht ganz aufhalten. An den beiden ſchulfreien Nach=
5 errungen hat. Der Olympiaſportplatz an der
Heidel=
gepflanzt und gepflegt wird, was eigner Sorgfalt
itttagen fand ſich eine kleine, emſige Schar ein, und Ar=
und eigner Liebe bedurfte, was unter eigner
berger=Straße iſt bequem von allen Stadtteilen mit der
t war mehr wie genug vorhanden. Einer Anzahl Kin=
Sorge und Mühe entſtand, wird mit innerem Anteil
Elektriſchen zu erreichen.
ten war im Herbſte ein „eigenes” Gärtchen zugewieſen
heranwachſenden Kindern täglich für wenig Geld und mit
kann ihren
wenig Mühe einen nahrhaften, wohlſchmeckenden
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rſitäts=Bibliothek) und
(Uni
die Hofbibliothek
Leipzig
Betracht kommenden Wohlfahrtseinrichtungen” Nach dem
öffentl. Bibliothek) zuſammengenom
Dresden (Königl.
Vortrage begrüßte der Vorſitzende den greiſen Vorkämpfer
men. An die Zeit vor 100
Jahren mahnen die Erinne
ür die Tuberkuloſebekämpfung in Frankreich, Profeſſor
rungen eines Kurheſſen, der die Kämpfe unter Napoleon
Camot, der in franzöſiſcher Sprache die Notwendigkeit
Fahne mitmachte.
Diehls Beiträge zu einer heſſiſche
eines gemeinſamen Vorgehens aller Kulturvölker auf die=
Lehrermatrikel ſind für den Familienforſcher von größten
ſem Gebiete betonte. Hierauf hielt Oberregierungsrat
Wert. Etwas ganz eigenartiges bieten die
llig au
Dr. Oertel=Chemnitz noch einen Vortrag über die
Auf=
dem Nachlaß eines Darmſtädter Künſtlers veröffentlich
gaben der Fürſorgeſchweſtern in den Fürſorgeſtellen für
Bleiſtiftzeichnungen von Biedenkopf, Büdingen, Butz
8
Lungenkranke, wobei er auf Einzelheiten der
Schweſtern=
bach, Friedberg und Marburg; Fritz Max Heſſemer, von
tätigkeit einging. Der Vorſitzende ſchloß ſodann die Ta=
Profeſſor am Städelſchen Inſtitute in
1830—
1860 (†.)
-
Morgen
gung mit Dankesworten an die Teilnehmer.
Frankfurt a. M., hat darin, während ſeiner Tätigkeitas
Cigoreſſe
früh beginnen die Beratungen der 11. Internationalen
Oberbaukondukteur in Gießen auf zahlreichen Dienſtreiſen
Tuberkuloſekonferenz.
die bedeutendſten und intereſſanteſten Punkte des Heſſen=
½.
landes im Bilde feſtgehalten. Die ebenſo ſorgfältig wie
ſpielend leicht hingeworfenen Bilder verleihen dem vor
RoN-
22
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Literariſches.
züglichen Hefte ganz beſonderen Reiz, um ſo mehr
wir heute vergebens in den Orten nach den Ma
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Teilnehmer der 11. In=
Stimmen aus dem Publikur
Stadt
Inhalt: Dr. W. Hopf: Die Tauſendjahrfeier der
die
loſekonferenz,
Brun=
-
Landesbibliothekdirektor Profeſſor Dr. H.
Kaſſel.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Gri
zt, fanden ſich, nachdem im
: Das klöſterliche Kaſſel. II. Mit drei Abbildungen.
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantmortli
en der Verwaltungskom=
Hofbibliothekdirektor Dr. A. Schmidt: Die Großherzogliche
Kommiſſionen, ſowie eine
Profeſſor
Hofbibliothek in Darmſtadt.
D. De Wilhelm
Nachdem einige Zeit die Beſche
heit
halten worden war, abends
Diehl: Beiträge
zu einer heſſen=darmſtädtiſchen
Lehrer=
der Städtiſchen Anſtalt gelieferten G a
ſes zu
der Wandelhalle des Ab=
Marie Ullrich: Aus dem Leben meines
IV. —
matrikel.
Beanſtandungen Anlaß gab, als im V
Schon dieſer erſte Abend
Großvaters Friedrich Kümmell. II. —
Dr. Hermann Bräu=
Zeit, ſeit dem früheren Eintritt der Dunkelheit, lei
Beſuch der diesjährigen
ning=Oktavio: Aus Fritz Max Heſſemers Nachlaß. Mit
der ein ſehr bedauerlicher Wechſel hierin
tgetre
dent der Vereinigung iſt
acht Abbildungen
-
Regierungsrat Dr. Viktor Würth:
die Unzufriedenheit aller Verbraucher he
Paris, an der Spitze
Wappen blühender heſſiſcher Bürgergeſchlechter. VII.
wird allſeits unliebſam bemerkt, daß de
ruck
t
der Präſident des kai=
-
Mit drei Abbildungen.
Heraldik: Rodo von Haken:
um 8 Uhr abends eine einigermaßen an
ige Höhe er=
Bumm. Die Geſchäfte
Ueber Wappenſtechen.
Kleine Mitteilungen: Verein für
reicht und daß beſonders die Hängeglühkörper in gan
imrat Profeſſor
Pann=
heſſiſche Geſchichte und Altertumskunde.
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kurzer Zeit verrußen. Das Gaswerk wird gut tun, ſich um
1
deutſchen Zentralkomitees
Wilhelm Schroeder
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ſe ſtehen als Präſidenten
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150jäh=
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