Darmstädter Tagblatt 1913


18. Oktober 1913

[  ][ ]


Dler
aa

Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=

werden angenommen in Darmſtadt
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
verbunden
mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage: Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. Ber
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
gerichtlicher
Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 248.
Samstag, den 18. Oktober.
1919.
Die hentige Nummer hat 38 Seiten.
land. In Gedanken wird das ganze deutſche Volk dort über ſolche Gegenſätze unterrichtet wird, das erſcheint uns
weilen und ſich im Geiſte gleichfalls um das gewaltige gerade nicht erwünſcht.
Die Berliner Morgen=
Denkmal vereinigen, das den Ruhm unſerer Vorfahren poſt erklärt: Keine Frage: der Bundesrat ſagt ja, und
Ernſt Auguſt beſteigt, ohne vorhergegangenen Verzicht auf
Das Wichtigſte vom Tage.
verkündet. Wo vor einem Jahrhundert die Völker Euro= Hannover, den braunſchweigiſchen Thron. Aber wer weiß,
pas im vernichtenden Entſcheidungskampfe rangen, da ob dies nicht Bethmanns letzter Sieg iſt.
Das preußiſche Staatsminiſterium hat in ſtehen heute die deutſchen Volksſtämme Hand in Hand in
Ueber die weitere Behandlung der Thron=
ſeiner
Donnerstagsſitzung über den in der braun=
ſchweigiſchen
Thronfolgefrage beim Bun= friedlicher, ernſter Feſtſtimmung im Gedenken an den glor=folgefrage ſchreibt der Berliner Lokalanzeiger: Der
reichen Sieg für die Freiheit und Unabhängigkeit, an den Inhalt des preußiſchen Antrages zur braun=
desrat
zu ſtellenden Antrag Beſchluß gefaßt.
Die Beſtätigung des Berliner Hofpredi= Sieg, der nach ſchwerer Prüfungszeit das deutſche Volk ſchweigiſchen Thronfolge an den Bundesrat iſt ungefähr
gers Ohly zum Generalſuperintendenten von Naſſau in ſeiner unverwüſtlichen Kraft zeigte und es zum Aufſtieg folgender: Nachdem Prinz Ernſt Auguſt durch ſeinen
iſt erfolgt.
befähigte. Durch dieſen Sieg gewann Deutſchland den Fahneneid und durch ſein Schreiben an den Reichskanzler
Der Flieger=Sergeant Mante und Oberleutnant Koch, Boden des Landes zurück, um ſich auf ihm als eine Na= Garantien dafür geboten hat, daß er die vermeintlichen
die ſich auf dem Wege von Berlin nach Darmſtadt be= tion, als ein Volk wiederzufinden. In Leipzig ward vor Rechte ſeines Vaters auf Hannover zu keiner Zeit geltend
fanden, ſind nachts bei Ebern (Unterfranken) abge= hundert Jahren der Grundſtein gelegt für das einige Reich, machen werde, hält die preußiſche Regierung in Ueber=
ſtürzt
. Beide ſind tot.
und wenn auf dieſem mächtigen Grundſtein zunächſt auch einſtimmung mit der braunſchweigiſchen Landesregierung
Das neue Marineluftſchiff L. 2 explo= nur die baufällige Hütte des Deutſchen Bundes errichtet eine über dieſe Kundgebung hinausgehende ausdrück=
dierte
geſtern kurz nach dem Aufſtieg. Sämtliche wurde, ſo war das ein Uebergang, der unſerem Volkeliche Verzichtleiſtung des Prinzen auf
Inſaſſen büßten ihr Leben ein.
erſt vor Augen führen mußte, wie der Zuſammenſchluß Hannovernichtfür geboten. Statt ihrer hateder
IIn Malta wütete ein Unwetter, von einem ſieben Deutſchland nicht ſein ſollte, und der hinüberleitete zu Prinz am Tage ſeiner Thronbeſteigung die Reichsver=
Stunden währenden Regen begleitet, das ſehr großen
Schaden angerichtet hat. Mehrere Dörfer wur= der Gründung des Reiches, wie es heute macht= und kraft=faſſung anzuerkennen. Dieſer Erklärung hat eine
voll vor uns ſteht.
den überſchwemmt.
Ausfüllung der nach braunſchweigiſchem Rechte erforder=
Ein ernſter Gedenktag iſt dieſer 18. Oktober, er ruft lichen Reverſalien (Verpflichtung auf die Verfaſſung und
Tageskalender zur Geſchichte der
uns nicht nur die Erinnerung wach an den glänzenden die Geſetze des Landes) vorauszugehen. Ferner ſchreibt
Befreiungskriege.
Sieg, ſondern auch an eine Zeit, wo infolge der Uneinig= das Blatt: Nachdem der Bundesrat den preußiſchen An=
18. Oktober 1813: Tag der Entſcheidung. Völkerſchlacht. keit der deutſchen Stämme Schmach und Erniedrigung über trag angenommen haben wird, werden Regierung und
1815: Die um Paris ſtehenden deutſchen Truppen, 30000 uns heraufbeſchworen worden war, wo unſer Volk am Landtag von Braunſchweig die näheren Beſtimmungen
Mann, feiern den Tag der Schlacht bei Leipzig=
Rande des Abgrundes ſtand in der Gefahr, völlig zu zer= über die Thronbeſteigung des Herzogs, insbeſondere auch
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 9.
ſchellen. Deshalb iſt dieſer Tag auch eine Mahnung für die Höhe der Zivilliſte feſtzuſetzen haben. Hierüber ſoll
uns, das einige Reich zu hüten als ein Juwel, das un= in einer geheimen Sitzung des Landtages verhandelt
ſchätzbar iſt und für das wir unſere ganze Kraft einzuſetzen werden. Alsdann wird der Herzog von den Beſchlüſſen
Das Völkerſchlacht=Zubildum. haben, wenn es bedroht ſein ſollte. An Opferwilligkeit benachrichtigt und gebeten werden, Ort und Zeit zum
** In der Geſchichte unſeres Vaterlandes iſt der wollen wir dann unſeren Vätern nacheifern und für das Empfang einer aus Vertretern der Regierung und des
8. Oktober einer der denkwürdigſten Tage, denn an Reich kämpfen, wie dieſe vor hundert Jahren mit eiſerner Landtags von Braunſchweig beſtehenden Abordnung zu be=
hm
zerſchellte vor hundert Jahren der Uebermut des Fauſt das Joch der Knechtſchaft abſchüttelten.
zeichnen, die ihm das Erſuchen um Uebernahme der Regie=
urſten
Napoleon. War ſchon der Feldzug in Rußland dem
rung überbringen ſoll. Bald darauf wird der feierliche
KKorſen verhängnisvoll geweſen, ſo wurde für ihn die Er=
Einzug des Herzogs Ernſt Auguſt und ſeiner Gemahlin
in Braunſchweig ſtattfinden.
webung Deutſchlands im Jahre 1813 der Untergang ſeiner Die braunſchweigiſche Chron=
Macht und ſeines Glanzes. Wohl war ihm auf den ruſſi=
Aus Braunſchweig wird gemeldet: Die Blätter=
dchen
Schneefeldern ein empfindlicher Schlag verſetzt wor=
meldung
, daß der Herzog von Cumberland dem
folgefrage,
wen, aber Napoleon konnte neue Armeen aufbringen, mit
Beſuch des Braunſchweigiſchen Staatsmini=
die
in letzter Zeit faſt ſchon zum Ueberdruß erörtert wor=
oenen
er Deutſchland zu züchtigen gedachte. Seine Hoff=
ſteriums
in Gmunden in letzter Stunde abgewinkt habe,
den iſt, iſt durch den Brief des deutſchen Kron=
nungen
gingen jedoch nicht in Erfüllung, Niederlage auf
iſt unrichtig. Lediglich eine plötzliche Erkrankung des
Miederlage ließ ſeinen Ruhm erblaſſen, bis ihm vor denprinzen an den Reichskanzler, deſſen Inhalt die Nordd. Staatsminiſters Hartwieg hat dieſen daran gehindert, mit
Toren Leipzigs der ſchwerſte Schlag zugefügt wurde, von Allg. Ztg. auffallender Weiſe offiziös bekannt gegeben hat, anderen braunſchweigiſchen Staatswürdenträgern nach
von neuem wieder angeregt worden. Von den Blättern Gmunden zu fahren. Sollte die Krankheit des Staats=
nem
er ſich nur vorübergehend erholen ſollte. Die Tage wird dieſer Brief natürlich lebhaft beſprochen.
vom 16. und 17. Oktober bereiteten die Entſcheidung vor,
miniſters ſich bald beſſern, ſo kommt die Reiſe noch Ende
Die Poſt ſchreibt: Es iſt hocherfreulich, daß der Oktober zur Ausführung. Kammerherr Frhr. v. Schele
ſeie am 18. fiel. An dieſem Tage, ſo heißt es in dem Thronfolger aus ſeiner Sympathie für die Stellungnahme
arſten in Berlin ausgegebenen Berichte, entwickelte ſich der nationalen Kreiſe keinen Hehl macht. Dies iſt um ſo aus Gmunden weilte dieſer Tage hier, um die letz=
rinter
den Augen Napoleons bei Leipzig eine Schlacht, lebhafter zu begrüßen, als es nicht das erſte Mal iſt, daß ten Anordnungen für die Ueberſiedelung des
ſie in den Annalen der Welt ewig fortleben wird. 500000 der künftige Träger der Kaiſerkrone ſich mit erfriſchendem Prinzen Ernſt Auguſt nach Braunſchweig
Freimut zu den Anſchauungen bekannt hat, von denen die
Mann fochten gegeneinander. Die Schlacht war lang= nationalen Vorkämpfer unſeres Volkes erfüllt ſind. Es zu treffen, da aus dem Gmundener Schloß ein großes
wierig und fürchterlich, ſie begann morgens 8 Uhr und ſei hier nur an die Marokkokriſe und ihre Erörterung im Inventar in Braunſchweig erwartet wird. Für den her=
andete
erſt mit dem Einbruch der Nacht. 2000 Stück Ge= Reichstag erinnert und an jenen düſteren Novembertag, zoglichen Marſtall in Braunſchweig hat der Herzog von
als deren einziger Lichtblick das warmherzige Eintreten Cumberland ſeinem Sohn 70 Reit= und Wagenpferde ge=
ſchütze
auf beiden Seiten trugen zur Entſcheidung bei.
des Thronfolgers für eine ſtramme deutſche Auslands=
Man hat nie begriffen, daß ein Mann wie Napoleon, politik zu verzeichnen war. Die Nationalzeitung ſchenkt, die Ende Oktober in der hieſigen Reſidenz ein=
wer
Sieger und Lenker vieler Schlachten, ſeine Armee in ſchreibt: Es mag erfreulich wirken, wenn ein ſo hohes treffen.
güner ſo ungünſtigen Stellung konzentrieren konnte: Elſter Mitglied des Kaiſerhauſes genug Objektivität beſitzt, um
und Pleiße waren ihm im Rücken, er hatte ein ſumpfiges eine Verfaſſungsfrage über die dynaſtiſchen Intereſſen zu
ſtellen, ob aber der kaiſerliche Vater mit einer ſolchen
Deutſches Reich.
Terrain zu paſſieren, und nur eine einzige Brücke ſtand demonſtrativen Kundgebung, wie der Brief an den Reichs=
Die Reform des Strafrechtes. Zur
ihhm zur Verfügung. Die gemeinſchaftliche Bewegung aller kanzler ſie nun einmal darſtellt, einverſtanden ſein wird,
verbündeten Armeen auf Leipzig zu umklammerte hier iſt mehr als fraglich. Kündigt ja dieſes Schreiben beinahe Aufſtellung eines Einführungsgeſetzes für das neue Straf=
das
napoleoniſche Heer, das gänzlich aufs Haupt geſchla= einen Gegenſatz zwiſchen Kaiſer und Kronprinz an und geſetzbuch wird Ende Oktober eine Kommiſſion zuſammen=
gibt
auf jeden Fall Zeugnis davon, daß die Meinungen
gen wurde und deſſen Reſte über die Elſter flüchteten, ver= zwiſchen Vater und Sohn auseinandergeben. Das treten, die vorausſichtlich bis zum nächſten Sommer ta=
ſtoolgt
von den Verbündeten. Dieſe ſtürmten am 19. Ok= Berliner Tageblatt erklärt: Es läßt ſich natürlich gen wird. Der von der großen Strafrechtskommiſſion
tober Leipzig, wo der König von Preußen, der Kaiſer von einwenden, daß der Thronerbe in einer Frage, deren in 2½jähriger Arbeit ausgearbeitete Entwurf eines neuen
Rußland, der Kronprinz von Schweden und etwas ſpäter Wirkung ſich gerade in der Zukunft fühlbar machen könnte, Strafgeſetzbuches wird erſt früheſtens Ende 1914 ver=
die
Möglichkeit haben muß, ſeine Anſichten zu äußern.
der Kaiſer von Oeſterreich einzogen; Napoleon hatte andert= Leider nehmen die Aeußerungen des Kronprinzen jedes= öffentlicht werden, da zunächſt zu ihm noch Erläuterungen
halb Stunden vorher in eiliger Flucht die Stadt verlaſſen. mal einen Charakter einer öffentlichen Demonſtration an, ausgearbeitet werden müſſen. Die Kommiſſion hat für
Seine Macht war gebrochen, der Siegeszug der Verbün= und alles beweiſt, daß die alldeutſche Umgebung und dre ihre bisherigen Arbeiten 282 Sitzungen gebraucht; die erſte
deten, der im folgenden Frühjahr bis nach Paris führte, perſönlichen Beziehungen des Kronprinzen wieder einmar
Leſung beanſpruchte 207, die zweite 69, die Geſamtredak=
als
treibende Kräfte gewirkt haben. Die Berliner
tion 6 Sitzungen.
konnte nicht mehr aufgehalten werden. Deutſchland war Neueſten Nachrichten urteilen: Der Kronprinz hat
Der Reichsverband zur Unterſtützung
hefreit vom Fremdjoche, tief atmete unſer Volk auf, es nicht homogen, aber er hat deuiſch gehandelt und er hat
noard des Bannes ledig, der es einzwängte, es war frei den weiteſten Kreiſen des Volkes aus der Seele geſpro=deutſcher Veteranen, E. V., erſucht uns um Ver=
unnd
unabhängig geworden von langer, ſchmachvoller Be= chen. Das wollen wir ihm nicht vergeſſen. Der Ber=
liner
Lokalanzeiger ſchreibt: Präzedenzfälle aus breitung folgender Mitteilung:
Durch dem Reichsverband zur Unterſtützung deutſcher
drückung dank ſeiner kraftvollen Erhebung, dank der früheren Zeiten zeigen, daß Kronprinzen mehrfach Ge=
umvergleichlichen
Opferwilligkeit, die beiſpiellos daſteht in legenheit genommen haben, ihre perſönlichen Anſichten Veteranen fernſtehende Perſönlichkeiten ſind in letzter Zeit
zwecks Information mit denen des Reichskanzlers aus= Mitteilungen durch die Preſſe veröffentlicht worden, die
der Weltgeſchichte.
Am heutigen Tage, wo ſeit jenem 18. Oktober ein zutauſchen. Ueberraſcht hat im vorliegenden Falle nur die zur Folge gehabt haben, daß der Reichsverband mit Bitt=
Tatſache, daß das Schreiben des Kronprinzen den Weg geſuchen überhäuft wurde. Wir machen, wie wir dies
Jahrhundert verfloſſen iſt, gedenkt man in ganz Deutſch= in die Preſſe finden konnte. Die Tägliche Rund= ſchon verſchiedentlich getan haben, noch einmal wieder
lund und überall, wo Deutſche in der weiten Welt wohnen, ſchau erklärt: Daß von der kronprinzlichen Meinungs= darauf aufmerkſam, daß Unterſtützungen erſt für das Jahr
junes an Erfolgen und freilich auch an Opfern reichen äußerung die Oeffentlichkeit etwas erfahren hat, iſt ſicher= 1914 durch die bis dahin geſchaffenen Unterorganiſationen
lich gegen den Willen des Kronprinzen geſchehen. Es iſt des Reichsverbandes deren Adreſſen noch bekannt gegeben
Lages. Vor den Toren Leipzigs, auf dem Schlachtfelde, daher unrecht, für die geſchehene Indiskretion den Kron= werden, erfolgen. Dadurch, daß die Zentrale jetzt mit
Die Kreuz= Zuſchriften und Geſuchen beſtürmt wird, trite nur eine Be=
neird
das Denkmal enthüllt werden zum Gedächtnis an prinzen verantwortlich zu machen.
den gewaltigen Sieg, den die Urväter errangen. Die zeitung erklärt: Der Kronprinz handelte nur loyal hinderung und Hemmung der ſo dringend notwendigen
deutſchen Fürſten, an ihrer Spitze der Kaiſer, verſammeln und pflichtgemäß, wenn er ſeine Bedenken an verantwort= organiſatoriſchen und propagandiſtiſchen Arbeit ein und
licher Stelle zur Sprache brachte, Aber daß die Heffent=es wird unnützerweiſe jetzt Zeit und Gied verſchwendet,
ſich um das Denkmal, und mit ihnen die offiziellen Kreiſe lichteit daß namentlich das Ausland, wie es durch die das zu einem ſpäteren Termin, wo der Ausbau der Or=
und viele Tauſende aller Volksſchichten aus ganz Deutſch= Veröffentlichung der Nordd. Allg. Ztg. geſchehen muß, ganiſation vollendet iſt, den alten Kriegern zugute kommen

[ ][  ][ ]

Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Nummer 248.
würde. Wir erſtuchen daher nochmals. wirlich bebürftigel mekorde wurde zum konmandierenden General des 17. (bost , General Gonchazt wegenommen haten, boch Walt
Veteranen und nur ſolche kommen für die Unterſtützung Armeekorps, General Taverna, Kommandeur der 25. Di= ihr Feuer vollſtändig wirkungslos. Es heißt übrigens,
des Reichsverbandes in Frage, mit ihren Unterſtützungs=
geſuchen
zurückzuhalten, bis der notwendige Ausbau des viſion, zum kommandierenden General des 8. Armeekorps daß bei dem Gefechte auf ſpaniſcher Seite lediglich zwei
und General Alix, Befehlshaber der Truppen in Weſt= Mann verwundet wurden.
Reichsverbandes erledigt iſt.
Aus Melilla wird gemeldet: Fünfhundert Mau=
Die bayeriſche Königsfrage. Bei der marokko, zum kommandierenden General des 16. Armee=
Beſchlußfaſſung über die Erhöhung der Zivilliſte ſoll im korps ernannt. Die im Miniſterrat beſchloſſene Maßrege= ren griffen die von Spaniern vor zwei Tagen bei
Ausſchuß des bayeriſchen Abgeordnetenhauſes auch die lung von fünf Generälen hat großen Eindruck gemacht. Hückacon beſetzte Poſition an. Der Kampf dauerte bis
Frage nach der Beſeitigung der Regentſchaft aufgerollt Der Kriegsminiſter Etienne, der jedes Interview über 5 Uhr früh. Die Mauren hatten drei Tote und zwanzig
werden. Der Referent, Abg. Giehrl (Zentr.) lieferte ſeine dieſe Angelegenheit ablehnte, habe im Miniſterrat erklärt: Verwundete.
Anträge an den Finanzausſchuß ab und behält ſich bezüg= Falls er in der Kammer dieſerhalb interpelliert werden
lich der Erhöhung der permanenten Zivilliſte ſeinen An= ſollte, werde er eine Antwort verweigern, denn man
* Die Flucht vor dem WehrbeitragD
trag vor, da im Finanzausſchuß Erklärungen der Staats= könne im Parlament unmöglich eine Erörterung über ſtra=
Köln. Ztg. ſchreibt: Das Genſer Journal meldet aus
regierung über die Frage der Beſeitigung der Regent= tegiſche und militäriſche Eignung zulaſſen. Es handelt ſicherer Quelle, daß zahlreiche wohlhabende Familiendug
ſchaft erwartbar ſind.
ſich da um eine Vertrauens= oder Mißtrauensfrage gegen= Straßburg, Mülhauſen und Kolmar, um der neuen Mille
Die Landtagswahlen in Baden. Nach über dem verantwortlichen Leiter der Armee. General tärſteuer zu entgeben, Elſaß=Lothringen verlaſſen und ſich
der ſoeben vollendeten Liſte werden bei den bevorſtehen= Faurier, der wegen ſeines offenen Schreibens an den in Genf niederlaſſen wollen. Mehrere Familien haben
ſich bereits Wohnungen offenhalten laſſen. Dieſe und
den Landtagswahlen in 73 Wahlkreiſen insgeſamt 285 Kriegsminiſter vor ein Diſziplinargericht geſtellt werden ähnliche Meldungen gingen in den letzten Tagen durch
Kandidaten aufgeſtellt, darunter 73 Sozialdemokraten, wird, erklärte einem Berichterſtatter: Ich werde beweiſen, eine Reihe von Blättern; von jeder ideellen Bewertung
52 Nationalliberale, 50 Zentrumsleute, 29 Fortſchrittler daß ich das Opfer einer furchtbaren Ungerechtigkeit bin. abgeſehen, waren dieſe Nachrichten ſchon aus praktiſchet
und 21 Rechtsparteiler. Die Wahlen finden am 21. Okto= In einem für ein Fachblatt beſtimmten Artikel habe ich Gründen nicht recht glaubhaft. Mit Recht ſagt die Straße
burger Poſt, daß wohl in den meiſten Fällen die Um=
ber
, die Stichwahlen am 30. Oktober ſtatt. Der bisherige mein Vorgehen bei den Manövern gerechtfertigt. Ich zugskoſten ſich höher ſtellen würden, als der ganze Wehr=
Landtag ſetzte ſich folgendermaßen zuſammen: Zentrum werde die Urteile, die meine Feinde gegen mich abgegeben beitrag, vor dem man fliehen will. Nehmen wir an, eig
26, Nationaliberale 17, Fortſchrittliche Volkspartei 7, So= haben, vor dem Diſziplinarrat erörtern. Es fehlt übrigens begüterte Familie fliehe vor dem Wehrbeitrag von Küle
zialdemokraten 20, Bund der Landwirte 2, Konſervative 1. nicht an Zeugniſſen zu meinen Gunſten. Die konſervativen nach Zürich, ſo wird dieſer Umzug immerhin 1500 Mark
verſchlingen. 1500 Mark iſt aber der Wehrbeitrag für ein
und gemäßigt radikalen Blätter finden die von der Regie= Vermögen von über 300 000 Mark. Im übrigen müßten
rung getroffene Entſcheidung durchaus gerechtfertigt. Von dieſe ſteuerſcheuen Familien vor der Auswanderung ſich
Ausland.
einzelnen radikalen Blättern dagegen wird namentlich ihres ganzen inländiſchen Grund= und Betriebsvermögens
Oeſterreich=Ungarn.
die Maßregelung des Generals Faurier ſcharf getadelt. entäußert haben, da es ſonſt dem Zugriff des Reiches auss
geſetzt wäre; denn nach § 10 des Geſetzes über den ein=
Die Verſtändigungsaktion für Böhmen.
Die Antwort des Königs von Eng=maligen außerordentlichen Wehrbeitrag ſind mit ihrem
Am Donnerstag nachmittag fanden ſich die Vertreter der
land. Der Präſident erhielt am Donnerstag brieflich inländiſchen Grund= und Betriebsvermögen alle natüßg
beiden Gruppen des Großgrundbeſitzes Böhmens beim vom franzöſiſchen Konſul in Cartagena die Antwort des lichen Perſonen ohne Rückſicht auf Staatsangehörigke
Wohnſitz oder Aufenthalt beitragspflichtig. Das Aufgeben
Miniſterpräſidenten zur Eröffnung der Konferenz über Königs von England auf das Telegramm, welches Prä= der deutſchen Staatsangehörigkeit und der Erwerb eine
eine Verſtändigungsaktion für Böhmen ein, an welcher ſident Poincaré und König Alfons nach dem Beſuch des fremden würde vor dieſem Zugriff des Reichs nicht
auch der Miniſter des Innern und der Statthalter von Invicible an den König Georg gerichtet haben. In der ſchützen. Eher wäre ſchon mit der Gefahr der Unterbrin=
Böhmen teilnahmen. An die eingehende Darlegung des Antwort, die erſt nach der Abreiſe des Präſidenten in gung des Vermögens im Auslande zu rechnen, ohne Auss
wanderung der beitragspflichtigen Perſonen; jedoch ha
Miniſterpräſidenten über den Gegenſtand und das Ziel Cartagena anlangte, drückt der König ſeine Freude über gegen dieſe Art von Steuerhinterziehung das Geſetz ein
der einzuleitenden Aktion knüpfte ſich eine längere Er= den Beſuch der beiden Staatsoberhäupter an Bord des beſonders ſchwere Strafe feſtgeſetzt, indem neben der Gel=
örterung
, in welcher die Vertreter beider Gruppen ihre Invieible, den er gerne zu ihrer Begrüßung abgeſandt ſtrafe (bis zum 20fachen Betrag des gefährdeten Wehrhell
Bereitwilligkeit zur Teilnahme an den Vergleichsverhand= habe, aus. Der König von England fügte hinzu: Ich trags) auf Gefängnis bis zu ſechs Monaten erkannt wei
den kann. Der Bundesrat wird übrigens noch in einen
lungen ausſprachen und die Ueberzeugung ausdrückten, ſchließe mich von ganzem Herzen Ihrer Verſicherung herz= der nächſten Sitzungen über die Ausführungsbeſtimmm
daß die wertvolle Mitwirkung des Statthalters Fürſten licher Freundſchaft an.
gen zu dem Wehrbeitragsgeſetz Beſchluß ſaſſen.
Thun, der ſich als unparteiiſcher und vielerfahrener Mit=
* Die Zunahme der Schankſtätten
Englant.
arbeiter des Ausgleichswerkes bewährt hat, auch weiter=
Frankreich. Mit wachſender Beſorgnis verfolgt ma
Die Regierung und die iriſche Frage. in Frankreich die unaufhaltſame Zunahme der Schankſtäl
hin geſichert werde.
Das Kabinett hielt wieder ein zweiſtündige Sitzung ab.
ten, die ſich in der ſoeben vom Finanzminiſterium heraus
Der Tiroler Landtag hat die neue Landtags= Miniſterpräſident Asquith hatte eine längere Audienz beim! gegebenen neuen Statiſtik kundgibt. Nach den amtlichen
wahlordnung angenommen; ferner beſchloß der Landtag, König, die ebenfalls mit der iriſchen Frage in Verbindung Feſtſtellungen erreichte im Jahre 1912 die Zahl der Siäle
ten, an denen alkoholhaltige Getränke ausgeſchenkt iwer
Vorkehrungen gegen die techniſche Obſtruktion zu treffen, gebracht wird. Der erſte Sekretär für Irland, Birrell,
den, die gewaltige Ziffer von 481 159. Trotz der Bemühn=
die
Abgeordnetendiäten von 10 auf 20 Kronen, das Jah= nahm an dem Miniſterrat nicht teil, ſondern begab ſich gen der Behörden, dem weiteren Wachſen Einhalt zu
resgehalt der Landesausſchußbeiſitzer auf 10000 Kronen nach Dublin, offenbar um mit den iriſchen Nationaliſten bieten, bedeutet das gegen das Vorjahr eine Zunahm
und die Jahresbezüge der Präſidenten beider Landes= zu verhandeln. Man glaubt allgemein, daß die Stellung von 2316. Noch 1879 belief ſich die Geſamtzahl der Schal
kulturratſektionen von 5000 auf 6000 Kronen zu erhöhen.
ſtätten auf 354852. Allein in Paris zählt man gege
des Kabinetts zu der iriſchen Frage erſt am 25. Oktober wärtig gegen 5000 Lokale, in denen Alkohol ausgeſchellt
Frankreich.
bekannt gegeben wird. Miniſterpräſident Asquith wird wird; in den letzten 15 Jahren haben ſich damit die
Die Maßregelung der Generäle. Ge= dann in Ladybank eine Rede halten. Winſton Churchill riſer Schankſtätten mehr als verdoppelt.
neral Faurier, kommandierender General des 16. Armee= ſpricht am nächſten Samstag in Mancheſter. Es wird an=
korps
, wurde wegen ſeines Briefes an den Kriegsminiſter genommen, daß er nicht auf die iriſche Frage zurückkom=
Stadt und Land.
von ſeiner Stellung enthoben. Es wird eine Unterſuchung men wird.
Darmſtadt, 18. Oktobet,
Aus Kanada. Die Zeitung Citizen in Ottawa
wegen Verſtoßes gegen die Diſziplin gegen ihn eingeleitet.
C Die Großherzoglichen Herrſchaften reiſten geſtelt
Der Diviſionsgeneral und Gouverneur von Lyon, Cour= erklärt, daß die Regierung eine Bill einbringen werde,
bebaiſſe, kommandierender General des 14. Armeekorps, wodurch Kanada drei Kriegsſchiffe, die ſich in England im abend nach 10 Uhr zu den Einweihungsfeterlichkeiten nach
Leipzig. Das Großherzogspaar begibt ſich von hut
wurde verabſchiedet, und der Diviſionsgeneral und kom= Bau befinden, nach ihrer Fertigſtellung ankaufen und der nach Radenz in Poſen, zum Beſuche der Prinzeſi
mandierende General des 17. Armeekorps, Plagnol, auf engliſchen Admiralität zur Verfügung ſtellen werde. Da Herrmann zu Stolberg=WernigerodeA
ſein Erſuchen zur Dispoſition geſtellt. General Beſſet, dieſes eine reine Finanzbill ſei, ſo könnte der kanadiſche 28. Oktober erfolgt die Rückkehr nach Darmſtadt.
* Vom Hofe. Prinz Heinrich von
Kommandeur der 31. Diviſion, wurde auf ſein Erſuchen Senat ſie entweder annehmen oder ablehnen, ohne ſie ab=
Preußen und Prinz Sigismund ſind Donnerstag abn
zur Dispoſition geſtellt, ebenſo der Brigadegeneral Alba; ändern zu können.
gereiſt. (Darmſt. Ztg.)
die Oberſten Saint Etienne und Escudier wurden auf ihr
Spanien.
Uebertragen haben Se. Königl. Hoheit
Erſuchen verabſchiedet und General Pouratier=Duteil,
Aus Marokko. Wie aus Madrid gemeldet wird, Großherzog dem Pfarrer Hermann Wörißhoffel
zu Pohl=Göns die evangeliſche Pfarrſtelle zu Niehen=
kommandierender
General des 8. Armeekorps, zum kom= bedienten ſich die Marokkaner bei ihren Angriffen auf die Eſchbach
mandierenden General des 14. Armeekorps ernannt. Ge= Spanier im Kortſchgebiete mehrerer Geſchütze, die ſie von
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der Groß=
neral
Poline, Kommandeur der 11. Diviſion des 20. Ar= demvor einiger Zeit ander Riffküſte geſtrandeten Kanonen=herzog den Privatdozenten Dr. Karl Feiſt in Gießen
dem vor einiger Zeit an der Riſſtiſte geſtrandeten Kanonen=herzog den Privatdogenten Dr. Kar Feiſt in Giee
wie begonnen, auch ferner den Gegner durch ſteten Klein=ſtärkt, war endlich, endlich aus Böhmen aufgebrocheng
1813.
krieg müde zu manövrieren. Den anderen Armeen durch war links über das Erzgebirge abgeſchwenkt und drangim
Jubiläumsnotizen von Willi Dünwald.
eine tatkräftige Offenſive voranzuleuchten, wär ihr als Krähwinkler Landſturm=Schritt ſüdlich in Sachſen ſein=
(Nachdruck verboten.)
Verrücktheit erſchienen, obgleich es das Nächſtliegende
Napoleon begrüßte das Vordringen der Verbündeten
war. Uebertriebener vorſichtig, konnte nur noch der in zwei großen Zügen, weil ſich ihm dadurch dasAn=
Leipzig:
Koonprinz von Schweden ſein. Und der lag in der Tat griffsterrain verkleinerte und es endlich zu einer entſchei
Rückblick auf den Monat September. Blüchers Initia=
tive
. Vereinigung der verbündeten Armeen. Schlach= auf den Lorbeeren von Dennewitz. Erſt hielt er ſich, und denden Schlacht kommen konnte. Selbſt war er noch ſtatt
dies zu Recht, parat, Napoleon ſelbſt und ſeine ganze genug, den ſich nahenden feindlichen Fronten zwei Hei= um Leipzig. Schlacht bei Leipzig und Erſtürmung. Macht hindern zu müſſen; aber auch dann, als dieſe Ge= resformationen entgegenzuſtellen. Der ſich erſt anwäl=
Arm an Schlachtenlärm, aber reich an inneren Ur= fahr nicht mehr beſtand, Napoleon in Dresden blieb, blieb zenden Front wollte er zuerſt entgegen. Das war der
ſachen für kommende Wirkung iſt der Monat September er hypervorſichtig und ging bei Gott nicht über die Elbe Heereszug von Norden. Als dieſer Zug mit ſeinen 150 00
1813. Nach den Hiobsbotſchaften von Großbeeren, Katz= vor, wozu ihn Bülow drängte; wagte auch nicht, ſich an Mann zwei oder drei Tagemärſche von Leipzig noch en=
bach
und Hagelberg, die auf Dresdens Siegesſonne dunkle den Flügel der Schwediſchen Armee, dem ſich bei Großen= fernt war, unternahm Napoleon einen Vorſtoß bis Müle
Schatten warfen, galt für Napoleon zu überlegen, wie hain das Korps Murat gegenüberſtellte, beiſtehend heran= ben. Aber Blücher traute dem ſchwediſchen Kronprinzen
und wo weiter operieren. Die geſchlagene Hauptarme zupirſchen.
zu, daß er ihn im Kampfe im Stiche ließ und wich darum
der Verbündeten nach Vöhmen zu verfolgen, war ihm
Und nur einer war von Entſchluß und brachte die der Begegnung mit Napoleon aus, ging auf das linke
tattiſch zu ungünſtig, weil er ſich zu weit von ſeinen Karre von der Stelle: Blücher! Als das Oberkommando Ufer der Mulde und rückte alsdann die Saale auſwärts
Magazinen Torgau, Wittenberg, Magdeburg und Ham= auch ihn und ſeine Soldaten auf die Wege der ſtrategiſchen gegen Leipzig vor. Die Hauptarmee ging inzwiſchenüben
burg entfernte. Dieſen näher zu ſein, erſchien ihm ein und diplomatiſchen Vorſicht bringen und nach Böhmen das Erzgebirge ſpazieren, ſcherte ſich den Teufel um das
Vorſtoß gegen Berlin und die Nordarmee, und damit zwecks Vereinigung mit der Hauptarmee dirigieren wollte, Schickſal der Nebenarmeen und war ganz ohne große Ge= Verlegung des Kriegsſchauplatzes auf günſtigeres wehrte er ſich mit Händen und Füßen. Er ſah ſchärfer, danken. Wiederum war Blücher derienige weicher, her
Gebiet geraten, Kaum aber, da dieſe ausgedachte Offen=was not tat; ſeiner Armee Abmarſch nach rechts, um den die Zuſammenrückung der drei Armeen betrieb und ant
ſive Tat werden ſollte und wäre ſie Tat geworden, ſchwediſchen Kronprinzen zum Anſchluß, zur Elbüber= einen gemeinſamen Angriff auf den Ebenen vor Leipzig,
die kommenden Ereigniſſe hätten ſich anders, für ihn ſchreitung und zum Abmarſch nach Leipzig zu veranlaſſen; dachte.
günſtiger geſtaltet kam die Nachricht von Vandammes der ſchwediſche Kronprinz mit den perſönlichen Intereſſen
Nachdem der Vorſtoß auf die Schleſiſche Armee da=
furchtbarem
Kriegsunglück bei Kulm. Weil er nun aus ſtand ihm im abgelegenen Kriegstheater zu alleine da. Und neben geraten, wartete Napoleon im alten Schloß, von
dem wiedergehobenen Mut der verbündeten Hauptarmee Blücher ſetzte ſeinen Kopf durch, den Widerſtänden im Düben vier Tage lang, bis ſich die kommende Situation
neue Kriegsluſt erwartete und weil ihm nun das Auf= Hauptquartier und im eigenen Generalſtab zum Trotz. Am entſchleierte. Als nun die Hauptarmee ſich Leibzig
geben des rechtselbiſchen Deutſchlands und Räumen der 26. September marſchierte er los, gab dem Krieg die näherte, wandte er ſich nach dort und zog dahin ſämtlichen
Feſtungen politiſch den Schein der Rettrade gab, blieb Wende.
Korps zuſammen. Am 14. Oktober, da er ſelbſt in Leipdig
Kaum, daß die Schleſiſche Armee die Elbe überſchrit= eintraf, fing das Präliminare der größten Schlachtmuſik
er und entſandte Marſchall Ney, Oudinot ablöſend, zur
Armér de Berlin. Und der ging nur, um von einer völ= ten, traf ſie am 3. Oktober bei Wartenburg auf den Feind. in der Weltgeſchichte an: bei Liebertwolkwitz, im Süden
ligen Niederlage dieſer Armee bald berichten zu können. Hier beſtand die dem Korps York beigefügte Schleſiſche von Leipzig, focht Wittgenſtein von der Hauptarmee mit
So mußte denn Napoleon den guten Ausgang dieſes Landwehr mit allen Ehren das große Examen vor der Glück gegen die Kavallerie Murats.
Am nächſten Tage erklärte Bayern, als nunmehriger
Feldzuges im Stillen befragezeichnen, überdenkend, daß Brigade Horn, die heldiſch gekämpft, nahm York, als ſie
es doch beſſer geweſen. Dresdens Truppen mit der Bo= nächſten Tages an ihm vorbeimarſchierte, die Feldmütze Freund und Mithelfer der Verbündeten, Napoleon den
berarmee zu vereinen, ſo von Blücher den Durchgang nach ab, ſie ſo, des ſtrömenden Regens ungeachtet, ehrend, Krieg.
der mitleren Elbe erzwingend, ſtatt in aufreibenden bis der letzte Mann vorüber war.
Märſchen und unaufhörlichem Kleinkrieg ſich von Tag
*
Die Elſter, die Pleiße, die Luppe und die Parthe teilen
zu Tag mehr zu ſchwächen. Dieſe fortwährenden Ge=
Das Kriegstheater verengte ſich nun. Ein allge= durch ihre Gewäſſer Leipzigs Ebene in vier Felder; jedes
fechte hatte er mit der, ſich nur auf Geplänkel einlaſſen=
den
Hauptarmee, wobei dieſe außerdem auch noch des meiner Aufmarſch der Heere entgegen Leipzig hatte be= wurde, ehe die Schlacht bei Leipzig ſelbſt eines Genius
öſteren ſiegreich war, z. B. bei Kulm am 17. September. gonnen. Die Schleſiſche Armee und die Nordarmee zogen Schickſal und der von ihm bezwungenen europäiſchen Völker
Obgleich die Verbündeten auf allen Strecken des die Mulde auſwärts wobei der ſckwediſche Kronprinz eutſchied, zum Schauplatz eines geſonderten Streites.
weitgereckten Schlachtieldes Kriegsglück gehabt war tein von Tag zu Tag haſenherziger wurde und für einen! Wohl acht Kilometer ſüdlich von Leipzig, zwiſchen der
Schwung in das Oberkommando gekommen. Die Haupt= Sprung vor, immer zwei zurück machte. Die Haupt=Pleiße und der Parthe, hatte Napoleon ſeine Hauptſtärke,

[ ][  ][ ]

Nummer 248.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Seite 3.
F außerordenlichen Profeſſr bet der ohloſophichen Anbdeglun verſonlich keiten. Die ſämtichen Vorſelungenf durch den Geſchäſtsführer Dr. Htio Linſe und der Rech=
ku
. ltät der Landesuniverſität.
des Verdi=Zyklus finden im Abonnement ſtatt und fallen nungsablage durch den Schatzmeiſter Buchdruckereibeſitzer
* Ordensauszeichnungen. Der König von Preußen abwechſelnd den vier Buchſtaben zu. Die Hauptkaſſe des Fr. Kunze ein Referat des erſten Vorſitzenden Rechtsan=
den
Großh. Heſſiſchen Gendarmeriewachtmeiſtern Hoftheaters teilt mit, daß ſie Neuanmeldungen von Abon= walt Dr. Pagenſtecher=Mainz über die politiſche Lage, ſo=
Ktrad Schmitt zu Oſthofen im Kreiſe Worms, nenten, die erſt mit dem zweiten Viertel der Abonnements= wie ein Referat über die Stellung der Nationalüiberalen
Eftian Dietz zu Nieder=Olm im Kreiſe Mainz, Guſtav vorſtellungen ins Abonnement eintreten wollen, bereits Partei zur Landwirtſchaft, erſtattet von Dr. Otto Keller=
inhoff
zu Bodenheim im Kreiſe Oppenheim und jetzt in den Amtsſtunden entgegennimmt. Das zweite Oppenheim. Alle Einzelmitglieder der Freien Vereini=
Eir Buhr zu Gießen das Allgemeine Ehrenzeichen Viertel beginnt mit den Vorſtellungen A 12, B 12, C 12 gung, ſowie die Mitglieder der ihr angeſchloſſenen na=
Liehen.
und D 12.
tionalliberalen Vereine ſind berechtigt und eingeladen, an
Perſonalnachrichten der Eiſenbahndirektion
Der weitere Spielplan der nächſten Woche lautet: der Verſammlung teilzunehmen.
hinz. Ernannt: Oberkaſſenvorſteher Oblig
in Mittwoch. 22. Okt. Nachmittags 2½ Uhr. Sonder=

* Verkehrsausſchuß der Bergſtraße. Die 9. General=
Pesbaden zum Obergütervorſteher; die Reſerve=Loko= vorſtellung für Volksſchüler. Prinz Friedrich von Hom= verſammlung des Verkehrsausſchuſſes der Bergſtraße
ſtwführer Reiſener in Wiesbaden zu Lokomotiv= burg. Zu dieſer Veranſtaltung findet kein Kartenverkauf findet am Samstag, den 25. Oktober nachmittags 4 Uhr,
Miern; Wagenaufſeher Dauth in Wiesbaden zum ſtatt. Abends 7½ Uhr. 32 Abonnementsvorſtellung. B 8. in Heppenheim, Hotel Halber Mond, ſtatt. Außer
Pgenmeiſter; dem Eiſenbahnaſſiſtenten Bauer in Die fünf Frankfurter. Kleine Preiſe. Donners= dem intereſſanten Jahresbericht über die Tätigkeit des
Ei znach iſt der Titel Oberbahnaſſiſtent beigelegt tag, 23. Okt. 33. Abonnementsvorſtellung. C 9. Zum Ausſchuſſes und ſeiner umfangreichen Maßnahmen zur
Aden. Verſetzt: Eiſenbahn=Oberſekretär Bock, ſeit erſtenmal wiederholt: Der lachende Ehemann. Gewöhn= Hebung der Bergſtraße, augenblicklicher Stand der Frage
April 1908 bei der Weſerſtrombauverwaltung in liche Preiſe. Anfang 7½ Uhr. Freitag, 24. Okt. 34. der elektriſchen Bahn an der Bergſtraße, Mitteilungen
ſi ſen beurlaubt, nach Mainz (R. B.): Bahnmeiſter Abonnementsvorſtellung. D 9.
Die ſpaniſche Fliege.
über den bevorſtehenden Bilderwettbewerb Die Berg=
ll
. Apel von Caub nach Braubach; Werkmeiſter Gewöhnliche Preiſe. Anfang 7½ Uhr. Samstagſtraße im Bilde und der ſonſtigen ordentlichen Punkte
egele von Oberlahnſtein nach Darmſtadt; Bahn= 25. Okt. Außer Abonnement. Die luſtige Witwe. An= der Tagesordnung, iſt dieſes Jahr zum erſten Male
ſiſcer Pache von Oberlahnſtein nach Biſchofsheim; die fang 7½ Uhr. (Dritte Volksvorſtellung zu ermäßigten aufgenommen worden: Berichte der angeſchloſſenen
Biabahnaſſiſtenten Schuppau von Oberlahnſtein nach Preiſen.) Sonntag, 26. Okt. 35. Abonnementsvor= Vereine über ihre Tätigkeit. Dieſer Punkt dürfte all=
erlahnſtein
, Dohm von Langenlonsheim nach Kreuz= ſtellung. A 9. Neu einſtudiert: La Boheme. Gewöhn= gemeines Intereſſe erwecken, da er einen Einblick bietet
ä. Bauer von Biſchofsheim nach Biebrich Oſt; die liche Preiſe. Anfang 7 Uhr.
* Photographiſches Inſtitut der Großh. Techniſchen in die Tätigkeit der einzelnen Vereine, und wobei dieſe
Kenbahn=Unteraſſiſtenten Blümler von St. Goars=
die
Maßnahmen ſchildern werden, die die Annehmlich=
Airen nach Babenhauſen; Lademeiſter Glaremin von Hochſchule. Wir entnehmen einem Anſchlag am Schwar= keiten des Lebens an der Bergſtraße fördern und die
Ernef (Dir.=Bez. Cöln) nach Wiesbaden; die Eiſen= zen Brett: Im Winter=Semeſter 1913/14 finden die fol= Orte verſchönern ſollen. Ferner findet ein Vortrag ſtatt
hugehilfen Stüber von Niederheimbach nach Wies= genden photographiſchen Uebungen und Vorträge ſtatt:
Den Süd, Lutz von Wiesbaden Süd nach St. Goars= 1. Ausgewählte Kapitel aus der angewandten Photo= über die Aufgaben und das Wirken eines modernen
Verkehrsvereins. Alle Intereſſenten ſind hierzu freund=
ſieen
, Haußmann von Wiesbaden nach Erbenheim, graphie und Reproduktionstechnik. Wöchentlich 2 Stun= lichſt eingeladen, insbeſondere die Mitglieder des Ver=
es
von Erbenheim nach Wiesbaden, Schmidt von den Vortrag. 2. Photographiſche Uebungen A. Wöchent=
Ungenſchwalbach nach Ingelheim, Dexheimer von lich 3 Stunden. Nur für Studierende. Mit Beſichtigun= kehrsausſchuſſes der Bergſtraße und der lokalen Ver=
kehrs
= und gemeinnützigen Vereine.
gen und Erkurſionen. 3. Photographiſche Uebungen B
ße grach nach Wiesbaden.
* Fortſchrittliche Volkspartei. Man ſchreibt uns: Die
** Die Frage des Landtagswahlrechts der preußiſch= (privat). Für Anfänger und Fortgeſchrittene. Wöchent=
ſiſſichen
Eiſenbahnbeamten und Bedienſteten, die vor lich 3 Stunden. Mit Beſichtigungen und Exkurſionen. Mitgliederverſammlung war gleich den übrigen Verſamm=
ſiger
Zeit in der Oeffentlichkeit von dem Ober=Bahn= 4. Die Herſtellung von Vergrößerungen und Lichtbildern lungen gut beſucht. Nach verſchiedenen Mitteilungen be=
lſtenten
Hoffmann=Darmſtadt angeſchnitten wurde, iſt, (privat). Wöchentlich 2 Stunden Uebungen. 5. Photo=richtete Herr Zöller=Rüſſelsheim über den Delegiertentag
lſe verlautet der Eiſenbahndirektion Mainz von dem graphiſches Kolloquium (unentgeltlich) Alle 14 Tage 2 des Reichsvereins liberaler Arbeiter und Angeſtellten in
lufßiſchen Eiſenbahnminiſterium zum Bericht vorgelegt Stunden. Die Vorträge und Uebungen beginnen Ende Leipzig. Der Referent verſtand es, den Anweſenden ein
Den. Es ſteht zu erwarten, daß auch von dieſer Seite Oktober. Die Vortrags= und Uebungszeiten werden nach klares Bild von dem Delegiertentag zu ſchaffen. Die Be=
ſſieere
Schritte zur Klärung bezw. Aenderung der Ver= Vereinbarung feſtgeſetzt. Diejenigen Damen und Herren, hauptung in verſchiedenen ſozialiſtiſchen Blättern, die dem
welche ſich an den Vorträgen oder Uebungen beteiligen Reichstagsabgeordneten Dr. Wiemer Worte in den Mund
Amiſſe unternommen werden.
g. Strafkammer II. Der 26jährige Anſtreicher Karl wollen, werden auf Montag, den 26. Oktober, mittags legen, die er gar nicht geſprochen hatte, wies der Referent
iieb Rathmann von Kaſſel, der im November 1911 12¼ Uhr (pünktlich), zu einer Beſprechung in das Photo= auf das beſtimmteſte zurück; denn Abgeordneter Dr. Wie=
päitslos
nach Offenbach kam und auch hier keine Arbeit graphiſche Inſtitut der Großh. Techniſchen Hochſchule ge= mer ſagte nicht, das Statut der Volkspartei =ſei zu ändern,
iden konnte hat ſeiner ſelbſt in dürftigen Verhältniſſen beten. Anmeldungen werden im Photographiſchen Inſtitut ſondern die Zuſammenſetzung des Zentralausſchuſſes ſollte
geändert werden. Weiter berichtete der Referent über eine
lenden Wirtin ein Zwanzigmarkſtück geſtohlen. Er ging entgegengenommen.
In der nichtöffentlichen Sitzung der Stadt= ganze Anzahl von Ausſchreitungen ſozialiſtiſcher Arbeiter=
ich
dem Diebſtahl flüchtig. Die Strafkammer verurteilte
n? Angeklagten geſtern wegen Rückfalldiebſtahls verordneten=Verſammlung wurde die Beförderung des organiſationen gegen die liberalen Arbeiter. Sehr ſcharf
Monaten Gefängnis und bildete unter Ein=Bureauaſſiſtenten bei der Stadtkaſſe Karl Müller zum ging man auch mit der jetzigen Altersgrenze der Altersver=
ſicherung
zu Gericht; dieſe ſei unter allen Umſtänden her=
Liehung einer früher erlittenen gleichen Strafe eine Ge= Stadtkaſſier genehmigt.
* Organiſation der Arbeitsvermittlung in Darm= abzuſetzen. In der Diskuſſion kam es zu verſchiedenen
ſnufſtrafe von 7 Monaten Gefängnis. Wegen
rläſſigen Falſcheides hatte ſich das 26jäh= ſtadt. Die beteiligten Behörden, Verbände und Vereine Auffaſſungen über die freie Aerztewahl der Krankenkaſſen,
Dienſtmädchen Margarethe Straßburger von ſeien noch einmal darauf hingewieſen, daß die Verſamm= doch war der größte Teil der Verſammlung mit dem Re=
ifanbach
vor der Strafkammer zu verantworten. Sie lung zur Annahme der Satzung und zur Gründung des ferenten für die freie Aerztewahl, wenn auch vielleicht mit
ſtie aus einem verlorenen Prozeß 35 Mark Koſten zu Arbeitsnachweisverbandes am Montag, den 20. d. gewiſſen Einſchränkungen. Für das Winterprogramm iſt
kählen. Als ſie am 25. April d. J. Vorladung zur Ab= Mts., abends 8½ Uhr im Herrſchaftsſaal des noch eine ganze Anzahl von Vorträgen vorgeſehen, die
fftung des Offenbarungseides auf den 2. Mai erhielt, Städtiſchen Saalbaus ſtattfindet. Um pünktliches das Intereſſe der Mitglieder und Parteifreunde ebenſo
frſtchwieg ſie in dem Vermögensverzeichnis 80 Mark, die und zahlreiches Erſcheinen der Herren Vertreter und der fördern, als das bis jetzt Gebotene. Nächſten Dienstag
findet eine Mitgliederverſammlung zim Hotel Prinz
auf der Sparkaſſe hatte. Kurz vor Ableiſtung des Vertretorinnen wird häflichſt gebeten.
* Unentgeltliche Benutzung der deutſchen Patent= Carl mit einem Vortrag des Herrn Lehrers Grühl über
dies, am 29. April, trug ſie noch ihre letzten 27 Mark
träs Geld auf die Sparkaſſe. Die Strafkammer erkannte ſchriften. Bei der Bibliothek der Großh. Zentralſtelle die Ideale der Kolonialpolitik ſtatt. Der Referent, der
ht der hohen Wahrſcheinlichkeit des wiſſentlichen Falſch= für die Gewerbe Darmſtadt, Neckarſtraße 6, befindet ſich längere Zeit in unſeren Kolonien lebte und infolgedeſſen
s nur wegen fahrläſſigen Falſcheides auf eine Auslegeſtelle der vom Kaiſerlichen Patentamt ein genauer Kenner unſerer Kolonialpolitik iſt, wird mit
Aonate Gefängnis. Der ſchon ſiebenmal in Berlin herausgegebenen Patentſchriften über die ſeit Land und Leuten bekannt machen. Weiter iſt für den
gen Diebſtahls vorbeſtrafte 22jährige Schreiner Ger=dem 1. Juli 1877 erteilten Patente. Die Auslegeſtelle 28. d. M. ein Vortrag des Herrn Becker=Barthmannshagen
ſe: Zahn von Mühlheim a. M. hat im Auguſt 1912 iſt geöffnet Werktags von 8½12½ und 35½ Uhr feſtgeſetzt. Auch iſt eine öffentliche Verſammlung vorge=
ſtern
Schuhmacher in Mühlheim mehrere Paar Gummi= (Samstag nachmittag ausgenommen) und kann von ſehen, wobei über die kommenden Stadtverordnetenwahlen
ätze und Nähſeide im Geſamtwerie von 8 Mart ent=jedermann unentgeltlich benutzt werden. Durch dieſe referiert wird.=
* Völkerſchlacht bei Leipzig. Eine zeitgemäße und
jndet als er in deſſen Werkſtätte eine Fenſterſcheibe ein=Einrichtung ſoll jedermann Gelegenheit gegeben werden,
z. Das Gericht ſprach den Angeklagten wegen man= ſich über den Inhalt von Patenten zu unterrichten. Um intereſſante Ausſtellung iſt zurzeit in der Eckauslage
auch auswärts wohnenden Perſonen die Einſicht der der Firma D. Faix u. Söhne zu ſehen, eine Darſtel=
inden
Beweiſes frei.
Vom Großh. Hoftheater. Morgen findet die Erſt= Patentſchriften zu ermöglichen, iſt die leihweiſe Abgabe lung der Völkerſchlacht bei Leipzig mit Hein=
füührung
der Operettenneuheit Der lachende Ehemann einzelner Nummern auf kürzere Zeit geſtattet. Die neu richſchen Zinnſoldaten, deren Aufſtellung wiederum Herr
Eysler ſtatt. Die luſtige Operette hat unter allen erſcheinenden Patentſchriften werden den Auslegeſtellen L. Eymann übernommen hatte. Dieſelbe zeigt mit ziem=
ellken
ihres Genres den größten Erfolg der letzten Spiel= in einwöchentlichen Zwiſchenräumen überwieſen und dem licher hiſtoriſcher Genauheit den Teil des großen Ringens,
tdavongetragen. Die Premiere, die bei uns unter Lei= Publikum alsbald nach ihrem Erſcheinen zugänglich ge= der um Probſtheida tobte, wo die Preußen und Ruſſen
n von Erich Kleiber und Bruno Harprecht, der auch macht. Auskunft und Belehrung im gewerblichen Rechts die feindlichen Stellungen ſtürmten. An dieſer Stelle
täfger der Titelrolle iſt, ſteht, findet als Abonnements= ſchutzgebiete und in der gewerblichen Rechtsſchutzgeſetz= kämpften auf franzöſiſcher Seite die alte Garde die Garde=
ritellung
für den Buchſtaben I) ſtatt. Der Beginn der gebung wird in den Dienſtſtunden jederzeit erteilt.
* Zur Roten Kreuztagung. Infolge eines Korrektur= Artillerie unter General Droudt. Rheinbundtruppen,
hriſtellung iſt auf 7 Uhr angeſetzt Am Dienstag gelangt
kiners Lohengrin in der Neuinſzenierung der ver= fehlers iſt in dem geſtrigen Bericht als Begleiter der Frl. Polen, Garde=Lanciers uſw. und auch das jetzige Infan=
migenen
Spielzeit als A=Abonnementsvorſtellung zur Geyersbach Herr Kapellmeiſter Ottenheimer genannt; esterie=Regiment 115 (mit der heſſiſchen Fahne). Bei der
uiführung. Arturo Vigna, der berühmte italieniſche muß aber Kapellmeiſter H. Oppenheim heißen, was bekannten zerſchoſſenen Tabakmühle ſteht Napoleon mit
ſeinen Marſchällen. Auf Seiten der Verbündeten kämpfen
Anellmeiſter und muſikaliſche Leiter des Verdi=Zyklus hiermit richtig geſtellt wird.
Freie Vereinigung heſſiſcher Nationalliberaler. Die Preußen, Ruſſen, Oeſterreicher; die verbündeten Monar=
in
das Hoftheater zur Erinnerung der hundertſten Wie=
lehr
des Geburtstages des größten italieniſchen Kom= Jahreshauptverſammlung der Freien Vereinigung heſ= chen mit dem Stab erblickt man auf dem hiſtoriſchen Feld=
niſten
Anfang November veranſtaltet, wird die Proben ſiſcher Nationalliberaler iſt auf Sonntag, den 26. Oktober herrnhügel. So iſt, beſonders auch hinſichtlich der Aus=
wen
Aufführungen, die am 9. November mit Rigo= ds. Js., vormittags ½11 Uhr, in das Hotel Kaiſerhof wahl der Figuren es ſind mehr als 100 Sorten die
beginnen und im weiteren Verlaufe den Masken= in Frankfurt a. M. einberufen worden. Auf der Tages=hiſtoriſche Treue möglichſt gewahrt. Solche Aufſtellungen
Il‟ die Alda und den Troubadour bringen, vom ordnung ſteht außer der Erſtattung des Geſchäftsberichtes ſind deshalb nicht nur ein intereſſantes Spielzeug für
e eenernenuttereſſantes Spielzeug für
eizwitz geſammelt; gegenüber ſtand die 72 00 Mann ment war wer weiß wodurch an dieſem 16. Otoberin Rot und Drangſal kam, zeigte er ſich ihm, ſtand in den
ris Hauptarme der Verbündeten, befehligt von Witt=verpaßt. Er, Napoleon, hatte ſich wer weiß, wie es vorderſten Reihen, munterte auf, ſtärte die Linien; ſo
Lnßbein, die während des Kampfes durch 39000 Mann kam , eine Lage geſchaffen, auf der es nur eines gab: zweimal bei Probſtheida, dann auch nach dem Verrat der
rſhärkt wurde. Zwiſchen Pleiße und Elſter führte bei Flucht. Taktiſch war ſie möglich, aber militäriſch und 3000 Sachſen auf dem linken Flügel, der Gardekavallerie
mmewitz der öſterreichiſche General Merveldt gegen den politiſch nicht. Sein Heer fühlte ſich nicht geſchlagen, und die heldiſch gerittene Attacke befehlend. Niemand hat in
iten Poniatowsky. Im dritten Felde, zwiſchen Elſter den augenſcheinlichen Sieg durfte er nicht ſelbſt zur Nie= dieſes Menſchen Seele geleſen, was ſie des Tages dachte,
d Luppe, mußten ſich bei Lindenau der öſterreichiſche derlage ſtempeln. Und wiederum hatte er es ſcheinbar befürchtete und noch hoffte. Und vielleicht waren es ge=
ineral
Gyulai mit dem franzöſiſchen General Bertrand gar nicht nötig, einen neuen Waffenſtillſtand als Einleit=rade Gedanken, Befürchtungen und Hoffnungen und weni=
heggnen
und im vierten Felde frontierten ſich bei Möckern ung zu einer neuen Friedensverhandlung anzubieten. ger der angeſtrengte Tag und die durchwachte Nacht vor=
Vergebens. Die Verbündeten hatten guten Mut Napo=her, die Napoleon müde machten, ehe der Tag und die
ſüiſche Armee und das Korps Marmont.
Auf dieſen vier Brennpunkten entwickelte ſich am 16. leon hatte ſich um einen Zug geirrt. Darum Schach dem Schlacht alle waren und ihn, neben dem Wachtfeuer, auf
einem Holzſchemel ſitzend, nachmittags um 5 Uhr einſchla=
te
ber ein verſchiedenes Glück. Im Kampf der Haupt= König. Es bedurfte nur noch des guten Willens.
Nach einem Tage Ruhe ſpieen um Leipzig rundher= fen ließen. Eine Kartätſchenkugel, die ziſchend ins Wacht=
mieen
um Wachau kam es nicht zum Sieg und nicht zur
ieteerlage, nur zur beiderſeitigen Behauptung des um zwei Ringe Tod und Verderben: ein engerer, die feuer neben ihm einſchlug, weckte ihn. Mienenbeherrſcht
Franzoſen; ein weiterer, die verbündeten Völker. 160000 wie immer, gebot er mit eiſerner Ruhe den Rückzug. ſetzte
bpachtfeldes. Dagegen wurden auf dem zweiten Felde Mann mit 630 Geſchützen waren von 295 000 Mann mit ſich zu Pferde und ritt, von Murat begleitet, nach Leipzig,
Oeſterreicher zerrieben und General Merveldt mit einem
1360 Geſchützen umſtellt; ſiegte die Uebermacht, mußten die um im Hotel de Pruſſe am Roßmarkt Bett und Schlaf
i ſeiner Soldaten gefangen genommen. Auch im drit= Unterlegenen, wollten ſie ſich nicht auf der Stelle, wo ſie zu finden. Doch zuvor rettete er, was von ſeiner Herr=
Felde waren die Franzoſen unter Bertrand gegen den
ſtanden, gefangen nehmen oder vom Leben zum Tode ſchaft in Deutſchland noch rettbar. Sein Blick blieb nicht
ineral Gyulai ſiegreich. Und nur Blücher erfocht Sieg bringen laſſen, mußten ſie zur Flucht nach Frankreich durch an der Minute ſeines Zuſammenbruches verzweifelnd
IMöckern gegen ein Korps von Helden: Korps Mar= pier Tore nach Leivzig hinein und durch ein Tor wieder haften; er ſorgte für Zukünftiges: befahl Verproviantie=
onn
. Hier war ein Meer von Blut gefloſſen. Hier ver= hinaus. Einen anderen Weg gab es für ſie nicht Und rung der an den Rückzugsſtraßen liegenden Plätze und
Marmont mehr denn 7000 Mann. Hier fanden ſich während in 12 langen Stunden eine halbe Million Krieger gebot den verſtreuten Truppenteilen in Torgau, Wittenberg
0 Preußen, Yorks Preußen. den Ruhmreichen des Tages des verſammelten Europas ſich mit Schmerz und Tod und Hamburg, freien Abzug zu erzwingen oder ſich aufs
d allzeit, nicht mehr zum Biwak ein. Faſt ohne Offi= bedachten, lachte die Sonne ihr holdigſtes Lächeln; und äußerſte zu verteidigen.
Was am Morgen des 18. nicht ſchwer zu prophezeien,
re und mit Fetzen von Fahnen traten die Helden von ſelbſt der Verrat der Sachſen an Napoleon, die ſich wäh=
bakern
, ſo ſie noch lebten, am andern Morgen zum Feld= rend des Gefechtes wandten und die beſchoſſen, an deren war in der Nacht zum 19. wahr geworden: der kleine Ring,
ntiesdienſt. Gnädig bedeckte die Nacht das große Schulter ſie bis dahin gekämpft, trübte ihre Heiterkeit kein halb ſo ſtark an Menſchen und Geſchützen, wie der große,
blmchtſeld der Leipziger Ebene und obgleich Tauſende klein wenig. Und als ihr ewig eherner Gang unſichtbar ihn umfangende, mußte durch die Tore Leipzigs auf die
niarmen vor Hunger. Kälte. Näſſe und an ungepflegten geworden, erhellten zwölf brennende Dörfer rings im Flucht. Obgleich marſchmüde und entkräftet, obgleich ohne
umden, ſchämte ſich das Licht eines neuen Tages keines= Umkreiſe die Dunkelheit und die Situation, das Ergebnis Hoffnung auf Sieg, hatte jeder ſeinen Mann aufs tapferſte
das Tages: im Süden und Südweſten von Leipzig hatte geſtanden. Und nur ungern räumten die beſiegten Helden
as, das Blutfeld neu zu erhellen.
An dieſem neuen Tage zog Napoleon ſich nach Leipzig Napoleon keinen der Angriffe der Verbündeten geduldet, die Walſtatt, um ihrem Meiſter zu folgen, der an dieſem
rübck; Aufgabe des bisherigen Schlachtfeldes, auf dem die Vorſtöße der Schleſiſchen Armee auf die Halleſche Vor=Tage noch einmal bewies, welch ein Schlachtenlenker er
nur halb geſiegt und mithin, der Situation gemäß, ganz ſtadt waren abgewieſen worden, und nur im Oſten bei war und nur deshalb ſeiner Meiſterſchaft keine Geltung
rlroren, war geboten. Nun, da Marmont mißlungen, Probſtheida mußte Marſchall Ney ſich vom Kronprinzen mehr verſchaffen konnte, weil nach altem Sprichwort viele
ſchleſiſche Armee und die Nordarmee vom ſüdlichen von Schweden aus einer Stellung heraus bis dicht an die Hunde des Haſen Tod ſind. Rückzug in der Dunkelheit
und hindurch müſſen durch die Enge von vier Stadttoren
impfplatz abzuhalten und dieſe mit anrückenden Reſerven Mauern Leipzigs drängen laſſen.
.. dos ergab Unordnung, Zuſammenſtöße und mithin
Auf dem Thonberg, in der Nähe einer durchſchoſſenen
Ring der Verbündeten dichteten, war die Mehrzahl
Streitern und die Gunſt der Schlachtſituation nicht Tabakmühle, ſaß der größte Feldberr aller Zeiten, lenkte Verwirrung und Rückſchtsloſigkeiten. Es galt Kampf

[ ][  ][ ]

Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Nummer 248.
Jungen, ſondern ein Lehrmitel in des Wories beſter 1 wundervolen Role des jungen raſigen Weibes, das
K. Roſdor. 10. Pt. (Anfalk) Heueiſt im Daſals
Bedeutung, indem ſie die Jugend auf das große Ereignis falſchen politiſchen Zielen nachjagt, während ihre blonde werk Roßdorf ſchon wieder ein Steinbrecher verunglücktu
hinlenken und einen ſichtbaren Begriff von deſſen Verlauf blühende Schönheit ihrer Beſtimmung entzogen wird, bis Beim Losbrechen von Steinen fiel dem Mann ein Stein
geben.
ſie die Reue zur Liebe und in die Arme eines Mannes auf den Hinterkopf. Da die Felswand viel höher iſt als
* Tod durch Pocken. Zu dem dieſer Tage veröffent= treibt, bei dem ſie das eigentliche Glück eines Frauenlebens die vorſchriftsmäßigen 3 Meter, ſo war die Wucht des
lichten Artikel aus der Züricher Zeitung wird uns von findet. So findet der Anfang ein glückliches Ende, und Steines ſo groß, daß der Arbeiter ſofort beſinnungslos=
der
Geſchäftsſtelle des Impfzwanggegnervereins Darmſtadt alle Freunde der Kinokunſt werden dieſes neue Werk zu war. Nachdem dem Verunglückten von Herrn Dr. Bau=
folgendes
geſchrieben: Für einen vorurteilsfreien, denken=den beſten der modernen Lichtſpiellunſt zählen.
mann ein Notverband angelegt war, mußte er nach Darm=
den
Leſer wird das kürzlich hier bekannt gegebene Pocken=
Das Union=Theater (Rheinſtraße 6) bringt abſtadt ins Krankenhaus verbracht werden.
märchen ſicherlich keinen Eindruck gemacht haben. Nur um heute, wie ſchon angekündigt, das erſte Werk der von ihm
Nieder=Beerbach, 17. Okt. In der Jahrhundert=
diejenigen
, die der Impfzwangsfrage noch nicht näher= mit dem alleinigen Aufführungsrecht für Darmſtadt er=feier der Leipziger Schlacht, die am kommenden Sonns
getreten ſind, aufzuklären, und um direkte Unwahrheiten worbenen Henny Porten=Serie das ſich Der Feind im tag abend im Gaſthauſe des Herrn Simmermacher vonn
nicht unwiderſprochen zu laſſen, ſei deshalb hier folgendes Land betitelt und in bezug auf dramatiſche Geſtaltung hieſigen Turnverein veranſtaltet wird, hält Herr Lehren
mitgeteilt: In Kairo ſollen alſo nur Schweizer und Eng= der Bilder nicht übertroffen werden kann. Man wird Jourdan einen Lichtbildervortrag aus der Zeit der Frei=
länder
an Pocken ſterben und keine Deutſchen. Dafür ſter= mitten auf den Kriegsſchauplatz von 1870 geführt. Auch heitskriege, der allgemein von Intereſſe ſein dürfte. Wir=
ben
in England und den impfzwangfreien Kantonen der der franzöſiſche Bahnwärter Marteau wird unter die kungsvolle Chöre und Sologeſänge werden zu Gehörige=
Schweiz weniger Leute an Pocken, als im Deutſchen Reich, Fahne ſeines Vaterlandes gerufen. Er verläßt Frau und bracht, um dieſen Gedenktag in würdigſter Form zu he=
und die allergrößte Mehrheit, die in unſerem Vaterlande Kind, um ſie nicht wiederzuſehen, denn er wird durch einen gehen.
an Pocken ſtirbt, iſt mit Hilfe des Impfzwanges zweimal jungen deutſchen Offizier im Kampfe getötet. Als der
W. Auerbach (Heſſen), 17. Okt. Einem großem
geimpft. So war zum Beiſpiel die einzige an Pocken ge= Offizier dann zufällig in das Bahnwärterhaus alsUnglück entgingen geſtern die Inſaſſen eines vom
ſtorbene Perſon während der letzten Frankfurter Epidemie Schwerverwundeter gebracht wird, erfährt die unglückliche Bensheim kommenden Automobils. Gerade in der Bahn=
zweimal
geimpft und in ärztlicher Behandlung. Während Frau das Schickſal ihres Mannes. Sie ſchwört den Deut= hofſtraße flog das linke Vorderrad des Kraftwagens weg
der Epidemie in Bühl, zur ſelben Zeit, ſtarben viele zwei= ſchen Rache und ſchließt an das Telegraphennetz einen be= und nur dem Zufall iſt es zu verdanken, daß der Wagem
mal Geimpfte an Pocken. Und nun erſt 1870/73. Da ſtar= ſonderen Apparat an, um dann den deutſchen Befehls= nicht gegen die Häuſer rannte und ein größeres Ungſücht
ben allein, in Prußen 129000 Menſchen an Pocken, von haber zu täuſchen. Es kommt zu einem Zuſammenſtoß entſtand. Die Inſaſſen kamen mit dem Schrecken davon=
denen
97 Prozent geimpft und mehr als 40 Prozent wie= der Truppen, die deutſche Abteilung wird aufgerieben, auf
Bensheim, 17. Okt. (Elektriſches Licht.) Den
dergeimpft waren. O Kairo!
der anderen Seite entdeckt man aber auch die Urheberin Vertrag mit Heppenheim, wonach Heppenheim von Bensch
* Vorſicht beim Einkaufen der Winterkartoffeln! Die der Niederlage, die dann gefangen genommen wird, um heim Gas und Bensheim von Heppenheim elektriſche Eneis
ſtädtiſche Rechtsauskunſtsſtelle ſchreibt uns: Vielfache Be= erſchoſſen zu werden. Von dem ſicheren Tode errettet ſie gie bekommt, iſt geſtern abgeſchloſſen worden. Die möſſs=
ſchwerden
in den Vorjahren veranlaſſen uns, darauf hin= nur die kleine Tochter, die beim deutſchen Kronprinzen gen Leitungen werden ſofort in Angriff genommen,
einen Fußfall getan hat. Doch, als die Kleine an die
zuweiſen, daß es ſich empfiehlt, beim Einkaufen der Win=
sdl
. Biblis, 17. Okt. (Weißkrauternte.) Seill
terkartoffeln nachzuprüfen, ob die verlangte und in Rech= Richtſtätte kommt trifft ſie nur noch das Grab der er= Menſchengedenken hat die Weißkrauternte im Ried nichtt
nung geſtellte Menge auch richtig geliefert iſt. Es wird ſchoſſenen Mutter an. Die Retterin kam zu ſpät. Henny ſolche Erträge geliefert, wie in dieſem Jahre, und dazu
Vorten, der neue Stern am Kino=Himmel, weiß in dem noch in außerordentlich guter Qualität. Der Zenmem
merkwürdigerweiſe oft aus Verſehen zu wenig geliefert. Werk ſamt der kleinen Mitſpielerin dermaßen zu packen, Weißkraut koſtet nur 70 Pfg. Die Kartoffelernte iſt allchö
Bei Schädigung Minderbemittelter ſteht die ſtädtiſche daß manche Träne vergoſſen werden wird. Dabei ſind alle
Rechtsauskunftsſtelle, Waldſtraße 6, gerne mit Rat und Szenen von realiſtiſcher Naturtreue, vom Abſchied von ſehr gut ausgefallen und ſtellt ſich der Doppelzentner
Hilfe zur Verfügung.
Weib und Kind an, bis zu den Kampfſzenen, und da auch auf 3.204,00 Mk.
Mainz, 17. Okt. (Selbſtmorde.) Im Stadtpan
§ Fahrraddiebſtahl. Am Donnerstag nachmittag das übrige Programm ganz hervorragende Nummern
gegen 2 Uhr iſt ein Fahrrad, welches auf kurze Zeit vor aufweiſt, dürfte es in den nächſten Tagen dem Union= hat ſich ein Kaufmann aus Frankfurt a. M. erhängt,
Aus bis jetzt noch unbekannten Gründen hatte kürzlich dis
einem Hauſe am Schillerplatz aufgeſtellt war, geſtohlen Theater an Beſuchern nicht fehlen.
worden. Das Fahrrad iſt Marke Torpedo, hat
ledige 24jährige Hedwig Hutten, die in einem Geſchäftl
* Konzerte. Ludwigshöhe. An den vaterländi= in der Bahnhofſtraße in Stellung war Kleeſalz zu ſich
ſchwarzen Rahmenbau, gelbe Felgen und die Polizei=
ſchen
Gedenktagen zur Erinnerung an die Völkerſchlacht genommen und war dann bei Weiſenau in den Rheindes
nummer rot D. 3896.
bei Leipzig, am 18. und 19. Oktober, jeweils nachmittags ſprungen. Sie wurde damals gerettet und kam insoe
* Orpheum. Gaſtſpiel Jobs Kölner Luſtige Bühne. 4 Uhr anfangend, finden patriotiſche Feſtkonzerte ſtatt. chushoſpital. Dort iſt ſie geſtern geſtorben.
Der Windhund hat ſeine Streiche ausgeſpielt nachdem Samstag konzertiert ein größerer Teil des Muſikkorps des
Worms. 17. Okt. (Wegen Einbruchsdieb=
geſtern
, Freitag, nochmals ein überaus gut beſetztes Haus Leibgarde=Regiments, Sonntag dieſelbe Kapelle in derſtahls) wurden zwei Taglöhner aus Lampertheim hiez
ſich köſtlich darüber amüſiert hat. Heute Samstag findet üblichen Stärke unter Obermuſikmeiſter Hauskes Leitung. verhaftet. Die beiden ſind, nachdem ſie ſich vorgeſtemn
die Premiere einer äußerſt intereſſanten Novität, der vier= Die Programme ſind der Gedenkfeier entſprechend auf= bis abends in einer hieſigen Herberge aufgehalten hatfen
aktigen Detektiv=Burleske Um 1 Million ſtatt. Die geſtellt. Am Sonntag wird u. a. geſpielt: Siegesouver= in der Nacht in die Scheune eines Landwirts in Herrngs
Handlung des Stückes hält den Zuſchauer vom Anfang türe von Karl Bleyle, und Deutſchlands Erhebung, Feſt=heim eingedrungen, und ſie ſchliefen dort bis gegen100
bis zum Fallen des Vorhanges in atemloſer Spannung muſik zur Erinnerung an Theodor Körner, von F. Uhr vormittags. Kurz nach ihrem Erwachen bemerltcßäl
ſie, daß eine Frau Haus und Hof abſchloß und ſich elles
wobei jedoch, wie bei den luſtigen rheiniſchen Gäſten Riecius.
fernte. Darauf drangen ſie vom Hof aus durch eine
eigentlich ſelbſtverſtändlich, das komiſche Element durchaus
ſter in die Wohnung ein durchſuchten die Behältniſſe e
nicht zu kurz kommt, denn der Verfaſſer hat es vorzüiglich
Darmſtädter Jahrhundertfeiern.
ſtahlen 60 Mark Bargeld und für etwa 100 Mamk
verſtanden, die ſpannende Handlung in ein humoriſtiſches
* Die Veranſtalter von Jahrhundertfeiern in Stadt Goldſachen. Der Beſtohlene kam kurze Zeit nachher nachs
Gewand zu kleiden. Morgen Sonntag, nachmittags 4
Hauſe und bemerkte ſofort den Diebſtahl. Durch einen
Uhr, findet die dritte Volks= und Familien=Vorſtellung bei und Land werden dringend gebeten, Berichte über Feiern,
Ortsbewohner wurde er gleich auf die beiden Täter, die4
ermäßigten Preiſen ſtatt in weicher der tolle Buriest=
Schwank Ein dreieckiges Verhältnis gegeben ſoweit ſolche überhaupt vonnöten ſind, ſo kurz als ſich in der Richtung nach dem Stadtteil Worms=Hochheim
wird. Abends 8¼ Uhr geht die Novität Um 1 Mil=möglich zu faſſen und unbedingt ſofort nach entfernten, aufmerkſam gemacht. Auf telephoniſche Mit
der Veranſtaltung einzuſenden. Die gleiche Bitte teilung hin gelang es alsbald, die beiden in genanntem
lion= zum zweiten Male in Szene.
Stadtteil zu ermitteln und polizeilich feſtzunehmen Me;
* Kinotheater Ab heute kommt im Reſidenz=richten wir an unſere Herren Berichterſtatter. Zu ſpät geſtohlenen Sachen, die ſie ſämtlich noch im Beſitz hallenl
Theater am Weißen Turm der erſte Film
eingehende Berichte werden nicht aufgenommen.
konnten dem Beſtohlenen wieder zurückerſtattet weihlt
der neuen Aſta=Nielſen=Serie zur Vorführung.
M. Nackenheim, 16. Okt. (Schlechter Herhliſt.
* Beflaggen der Hänſer. Die Großh. Mi=
Man ſchreibt uns hierzu: Der Kampf um das Frauen=
wahlrecht
, ein Bild aus unſerer nervöſen ſchnellebigen niſterien haben zufolge Entſchließung des Großherzogs Beim Kleinwinzer iſt die Weinleſe nahezu beendilte
Zeit, hat der Dichter UrbanGad in ſeinem neuen Film= angeordnet, daß am 18. Oktober, als der 100jährigen Quantitativ liefert der diesjährige Herbſt meiſtens eiſtſt
ſchauſpiel Die Suffragette zum Vorwurf genommen. Wiederkehr des Tages der Schlacht bei Leivzig, die unbefriedigenden Ertrag. Die Güte des Weines übel
Man bewundert die Größe der Aufgabe, die er ſich ſtellte, ſöffentlichen Gebäude beflaggt werden ſollen. jedoch den 1912er Jahrgang. Moſtgewichte von übeſü)
wie er es verſtand, den Zeitſpiegel einer ganzen Epoche Auch ſollen an dieſem Tage die öffentlichen Dienſträume Grad nach Oechsle, allerdings aus den beſten Lagen=ſid
bei 68 pro Mille Säure keine Seltenheit. Für die Aiſe
in einen Rahmen zu faſſen, ohne in tendenziöſe Einſeitig= geſchloſſen bleihen.
* Jahrhundertfeier der Stadt Darmſtadt. Es wird gemahlene Trauben, à 64 Liter, werden 2630 Man
keit zu verfallen. Die Arbeit mag nicht gering geweſen
ſein, das zeigt der Fleiß, mit dem dieſe leidenſchaftlich uns mitgeteilt, daß Frl. Ilſe Berka, das frühere ge= bezahlt.
Pilbel, 17. Okt. (Der Viktoria=Melittäs
packenden, bewegten und auch techniſch klaren, prächtigen ſchätzte Mitglied unſerer Hofbühne, eine Hauptrolle in dem
Bilder bis in ihr kleinſtes Detail durchgearbeitet ſind; ja, zur Aufführung gelangenden Feſtſpiel übernommen hat. Sprudel.) Dem Vernehmen nach werden die Hüb
waſſer des Viktoria=Melitta=Sprudels von einer Fraſl=a
dem Regiſſeur dieſes Schauſpiels ſiel eine nicht minder
* Die Johannesgemeinde wird das Gedächtnis an furter Geſellſchaft auf Frankfurter Gebiet
ſchwere Arbeit zu als dem Dichter. Ein Geheimnis bleibt
die große Zeit vor hundert Jahren durch eine zweimalige leitet, um dort zu Trink= und Badezwecken verwendekzu
es immer, wenn ein glückliches Handinhandarbeiten bei Aufführung der Dramatiſchen Bilder aus der Zeit deut= werden. Ob die heſſiſche Regierung die Genehmigung
dieſen wichtigen Funktionen erreicht werden kann, aber
wir finden die Löſung in der natürlichen Erklärung, daß ſcher Schmach und Erhebung von E. Lehn feiern. Die erteilt, iſt fraglich, da die Quelle unter heſſiſchem Quellen=
der
Dichter Urban Gad mit ebenſolchem Erfolg der Re= Aufführungen finden am 24. und 25. Oktober, abends um ſchutz ſteht und die Veräußerung an Frankfurt immerhin
8 Uhr, im Mathildenhöhſaal ſtatt und ſtehen unter künſt= einen Verluſt bedeutet für das Heſſenland.
giſſeur ſeiner eigenen Arbeiten iſt. Zu dieſen zwei hohen
Anforderungen an ein vorzügliches Filmwerk gehört aber leriſcher Leitung. Es ſind drei Bilder, die in packendem
(*2) Romrod, 16. Okt. (Seltene. Beute.) Eine
in der Hauptſache die meiſterhafte Darſtellung, die insbe= dramatiſchen Aufbau das Bedeutungsvolle jener Zeit uns Wildkatze wurde von dem Großh. Förſter Frank aus Heic
ſondere durch die Trägerin der Hauptrolle Aſta Niel=vor Augen führen: 1. Johann Philipp Palm, Skizze mertshauſen in ſeinem Revier erlegt. Das Raubtier
ſen, die bedeutendſte Tragodin der Lichtſpielkunſt, eine in 1 Akt, aus dem Jahre 1806; 2. Im Poſthaus zu ein männliches Exemplar und hat eine Länge von 96
Haynau Szene in 1 Akt, aus dem Jahre 1812; 3. Im Zentimetern.
beiſpiellos fiſſelnde Wirkung erfährt. Aſta Nielſen
wer kennt ſie nicht mit dem ungezügelten Temperament, roten Hof Schauſpiel in 3 Akten, aus dem Jahre 1813.
(*) Klein=Linden, 16. Okt. (Blühende Roſen)
der Impulſivität im Erfaffen, mit ihrem heißen, tiefen Nähere Anzeige erfolgt durch die Blätter.
In ſchönſtem Blütenſchmuck prangt die Roſenpflanzung
in der hieſigen Gärtnerei von Münchow. Wie im Monat:
Fühlen? übertrifft ſich in dieſem Stück ſelbſt in der
ums Daſein. Ermattete, Hungernde und Verwundete 1 Berlin abgeführt wurde, bildeten die Trophäen der Sie= werden und über denen ein koloſſales, aus Eiſmn ge=
kamen
ins Hintertreffen, blieben auf der Strecke, erreichten ger, deren Monarchen unter dem Hurra der Soldaten und goſſenes und mit mancherlei Anſpielungen und Zeichen
die Stadt, oder auch nicht. Tauſende lagen haufenweiſe dem Jubel der Einwohner in Leipzig einzogen, als der geziertes Kreuz errichtet wird. Das Kreuz trägt eine
längs der Straßen und Plätze Leipzigs, und abermals Sturm noch nicht beendet. Voll des Siegesjubels, unter= große vergoldete Kugel, die weit in die Ferne leuchtet,
Tauſende wurden überritten und überfahren. Alſo ſcho= ließ man die Verfolgung auf die entkommenen 80000 Das Land rings um den Hügel, 10 bis 15 Morgen breit,
ben ſich zwei Armeekorps und die Garde hinein in dieFranzoſen.
wird für ein geheiligtes Land erklärt mit Wall und Gra=
Stadt und hinaus auf Lindenau zu. Ein Reſt des Heeres
Dieſem jubelnden Glück lebte das Grauen benachbart. ben eingefaßt und mit Eichen bepflanzt. Dieſer Hügel,
blieb, von Maedonald, Marmont und Poniatowsky zur 20 000 Verwundete aller Nationen lagen in Leipzig ohne dieſe Bäume und dieſes Kreuz wären ein echt germans=
Verteidigung geführt, in der Stadt und wehrte ſich an Unterkunft, ohne Lebensmittel, ohne Verpflegung, nackt ſches und echt chriſtliches Denkmal, wohin unſere Urenkel
jedem der vier Tore wie Verzweifelte, als am 19. die Ver=auf nackter Erde; brandig, faulend im eigenen Unrat, von wallfahrten würden. Der Eichenhain würde zum Kirchhof
bündeten die Stadt ſtürmten.
Raben und Hunden angefreſſen; im Kehricht lagen die großer deutſcher Männer geweiht, wo berühmte Feld=
Napoleon hatte befohlen: wenn Leipzig nicht zu hal=Leichen. Profeſſor Reil, Direktor der preußiſchen Lazarette, herren und andere hochverdiente Männer zu begraben
ten der letzte franzöſiſche Soldat die Funkenburgbrücke verklagte an Freiherrn v. Stein die Stadt, weil nicht ein wären. Wächter des heiligen Eichenhains müßten ehr=
auf
der nach Lindenau führenden Straße überſchritten, ſoll Bürgerhaus ſich den Armen geöffnet: So entheiligt man würdige, greiſe Krieger ſein. Dieſe Worte aimen Den
der Genieoberſt Montfort dieſe Brücke, die Verfolgung auf= die Ueberreſte der Helden, die dem Vaterlande gefallen Geiſt des großen, für das deutſche Vaterland begeiſterten
haltend, ſprengen. Montfort aber ritt zur beſſeren Orien= ſind.
Patrioten, deſſen Wunſch wenigſtens inſoweit Erfüllung
tierung des nicht gut verſtandenen Befehls nach Lindenau
gefunden hat, als das Denkmal in gewaltigen Dimen=
und übergab ſeinerſeits einem Eſel von Korporal den Auf=
ſionen
, einfach und würdig, auf dem Schlachtfelde ſelbſt
trag, die gelegte Sprengung zu zünden, falls er den Feind
errichtet worden iſt.
Feuilleton.
ſichtete. Und kaum, daß die eingedrungenen Verbündeten
Die erſten Sieger in Leipzig. Eine der wunder=
ſich
an den weſtlichen Ausgängen der Stadt zeigten, er=
** Wie Ernſt Moritz Arndt ſich das Völkerſchlacht= barſten Produktionen, die ſich vielleicht je, man darf wohl
bröhnte die Erde und erzitterte die Luſt. Ein Regen von denkmal dachte, findet ſich in ſeinen hinterlaſſenen Schrif= ſagen, ereignet haben, nennt Goethe das Tagebuch
menſchlichen Gliedmaßen, zerfetzten Pferden und Wagen= ten aufgezeichnet. Schon 1814 trat der große Patriot für der Leipziger Schlacht, das der bekannte Muſik=
teilen
ging in dichten Rauchwolken auf die Flüchtenden die Errichtung eines ſolchen Denkmals ein, das den ſpä= ſchriftſteller Friedrich Rochlitz mitten in dem Auf=
nieder
, denen die Tat eines Dummkopfes ſo grauſam den teſten Enkeln ſagen ſoll, was auf den Feldern bei Leipzig ruhr der ungeheuerſten Ereigniſſe unter Kanonendonner
Weg abgeſchnitten. Ihnen blieb nur die Wahl zwiſchen im Oktober 1813 geſchehen. . . Ein kleines, unſcheinbares und Granatenkrachen, geführt hat. Dies einzigartige
Hinabſturz ins Waſſer oder Gefangennahme. Marſchall Denkmal tut es nicht, ein zierliches und blankes, etwa in Dokument, das uns durch einen Neudruck des Inſel=Ver=
Maedonald erreichte ſchwimmend das andere Ufer, aber Leipzig ſelbſt auf einen Platz hingeſtellt, würde in ſeiner lags unter dem Titel Tage der Gefahr wieder zugäng=
Graf Lauriſton, Fürſt Poniatowsky ertranken, und mit Armieligkeit von der großen Tat, wodurch die Welt von lich gemacht worden iſt, ſchildert mit höchſter Lebendigkeit
dieſen Edlen und Tapferen, um die Napoleon und die dem abſcheulichſten aller Tyrannen befreit ward, zu ſehr und Anſchaulichkeit die Vorgänge in Leipzig während der
ganze Armee tiefen Schmerz trug, viele, viele andere . . . beſchämt werden. Das Denkmal muß draußen ſtehen, wo Völkerſchlacht und gewinnt einen ergreifenden Höhepunkt
12 000 Menſchen in dieſer einen kataſtrophalen Minute.
ſo viel Blut floß. Es muß groß und herrlich ſein, wie ein der Darſtellung in jenem Augenblick, da nach langen
Dieſe und 72000 verlor Napoleon in den letzten fünf Koloß, eine Pyramide wie der Dom zu Köln. Aber da Stunden, ja Tagen der entſetzlichſten Spannung und des
Tagen durch Tod, Verwundung oder Gefangenſchaft. Die die Gelder hierzu fehlen, ſchlage ich etwas ganz Einfaches bangen Zweifels endlich die erſten Sieger in die Stadt
Verbündeten waren vermindert um 52000 Mann und 1800 und Ausführbares vor, um ein Denkmal herzurichten, eindringen und den unglücklichen Bewohnern die ſo lang
Offiziere; darunter die Ruſſen um 21740 Mann und 805 wobei die Kunſt keine Aeffereien anbringen und wogegen erſehnte Befreiung anzeigen. Rochlitz ſitzt in ſeinem
Offiziere, die Preußen um 15535 Mann und 478 Offiziere, unſer nordiſcher, allen Denkmälern ſo feindſeliger Him= Stübchen; am Fenſter pfeifen die Kugeln nahe an der
die Oeſterreicher um 14538 Mann und 420 Offiziere, die mel nichts ausrichten kann. Ich befehlige einige Tauſend Naſe vorbei und wildes, tolles Getümmel herrſcht auf den
Schweden um 160 Mann und 9 Offiziere 28 franzöſiſche Soldaten oder Bauern in die Ebene von Leipzig hin, Straßen. Da etwa um dreiviertel auf 1 Uhr erhebt ſich
Fahnen und Adler 325 Geſchütze, 900 Munitionswagen, laſſe ſie inmitten des Schlachtfeldes einen Erdhügel von ein gräßliches Zetergeſchrei, dem gellende Rufe anderer
400000 Gewehre und der gefangene Sachſenkönig, der nach 200 Fuß Höhe auftürmen, auf welchen Feldſteine gewälzt Art folgen. Eilende Pferde und eilende Menſchen hören

[ ][  ][ ]

Junde

Nummer 248.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Seite 5.
Tumntſoh erſtraßten die Königinnen der Mumen in alln izweiten Streicherlaſſe mit 130 Mart penſonsſchigem flangſähriger erſter Vorſtender des Papierinduſtrievereins,
Farben. Das ſchöne Wetter der letzten Wochen hat es fer= Gehalt nach 33jähriger Dienſtzeit es unmöglich iſt, mit iſt im 76. Lebensjahre geſtorben.
ner mit ſich gebracht, daß die Himbeerſtöcke und Erdbeer= 981 Mark Penſion, ſeiner eventuell verbleibenden Witwe
eflanzen voller duftender Früchte hängen.
Frankfurt a. M., 17. Okt. (Merkwürdiges Ver=
aber
gar mit 294 Mark jährlich auszukommen. Sie haben brechen.) Ein ebenſo ſeltſames wie gemeingefährliches
auch betont, daß ihr Dienſt im Winterſemeſter 1912/13 eine Verbrechen iſt in der Nacht zum Donnerstag begangen
Kunſtnotizen.
beträchtliche Vermehrung erfahren habe. Hierdurch und worden. Im Oſthafen heizte ein Unbekannter eine Loko=
insbeſondere
durch die in der Regel über Mittag ausge= motive und ließ ſie auf die Baggermaſchine zulaufen. Die
Teber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
ſtehenden
Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
dehnten Proben ſeien die Muſikunterricht erteilenden Mit= Baggermaſchine wurde ſchwer beſchädigt und die Lokomo=
glieder
in ihrem Nebeneinkommen weſentlich beſchränt tive ſtürzte in das Baggerloch. Der Schaden, der ſehr be=
Der Richard Wagner=Verein Darm=worden. Um die Hofmuſik auf ihrer bisherigen künſtleri= deutend iſt, iſt um ſo größer, als die Baggerarbeiten
tsadt wird ſeine Wintertätigkeit am Freitag, 24. Okto=ſchen Höhe zu halten und ſie nicht lediglich zur Aushilfs=ruhen müſſen. Bisher iſt es nicht gelungen, die Täter zu
er, mit einem Klavierabend eröffnen, deſſen Rein= oder Uebergangsſtation für tüchtige Muſiker werden zu ermitteln.
urtrag dem Feſthaus=Verein Darmſtadt überwieſen wer= laſſen, iſt eine durchgreifende Neuregelung der Gehalte
Maria=Laach, 17. Okt. Der Kaiſer traf um 2¾4
en ſoll. Es wurde dafür kein Geringerer, als der be=über die bisherige Verbeſſerung der Gehalte hinaus un= Uhr in Maria=Laach ein und wurde an der Abteiltirche
jäihmte Pianiſt Karl Friedberg gewonnen, der als vermeidlich. Die Durchführung einer entſprechenden neuen vom Abt Hilgefons Herwegen und den Patres des Kloſters
Ehrenmitglied des Feſthaus=Vereins ſeine Kunſt wieder= Gehaltsordnung erfordert einen weiteren Zuſchuß von empfangen. In Begleitung des Kaiſers befinden ſich
holt in liebenswürdigſter Weiſe in den Dienſt der guten 16000 Mark.
Prinz und Prinzeſſin Adolf zu Schaumburg=Lippe, der
Sache ſtellen zu wollen erklärt hat. Ueber den Künſtler
2. Von dem Chor= und Ballettperſonal Oberpräſident der Rheinprovinz Freiherr v. Rheinbaben
ichreibt Dr. Gerhard Tiſcher in der Rheiniſchen Muſik= und des Hoftheaters konnten bei der Unzulänglichkeit der zur und Regierungspräſident Dr. Steinmeiſter=Köln. Der
Cheater=Zeitung: Wenn man mich fragen würde, wen Aufbeſſerung zur Verfügung ſtehenden Mittel zunächſt nur Kaiſer beſichtigte unter Führung des Abtes die Kirche und
ich für den bedeutendſten Pianiſten der Gegenwart halte, diejenigen Mitglieder berückſichtigt werden, welche ſchon die Anlagen des Kloſters.
ſoitdem d’Albert nicht mehr öffentlich ſpielt, ſo würde ich über 14 Jahre im Dienſte des Hoftheaters ſtchen.
Meinerzhagen, 16. Okt. (Wegen Verdachts der
luhne jedes Beſinnen antworten: Karl Friedberg, und
Nachträglich ſind die im 11. bis 14. Vertragsjahre Brandſtiftungverhaftet.) Wegen des dringenden
würde dieſes Urteil begründen mit dem unvergleichlichen ſtehenden Mitglieder mit Zulagen bedacht worden. Der Verdachtes der Beteiligung an der Entſtehung des Rieſen=
auber
ſeines Anſchlags und mit der Univerſalität ſei= Aufwand hierfür in Höhe von 1051 Mark iſt vorerſt aus brandes wurden vier Perſonen verhaftet, darunter der
nes Spieles, die den Stil und die Größe von Bach und anderen Fonds beſtritten worden. Inzwiſchen ſind weiter Bürger Harmann, der bei dem Brande abſtürzte und
Weethoven ebenſo ſicher trifft, wie die intime Kunſt eines die Mitglieder des Hoftheaterchors, die noch nicht das 10. ſchwer verletzt wurde.
(hopin oder die ſprühende Virtuoſität eines Liſzt. Fried= Vertragsjahr vollendet haben, um Aufbeſſerung ihrer
Dresden, 17. Okt. (Das geplante Attentat.)
lorgs Spiel läßt den ganzen mechaniſchen Apparat, die Bezüge vorſtellig geworden. Die Generaldirektion des Großfürſt Kyrill iſt nicht vom Hauptbahnhof, ſon=
ſoielende
Ueberwindung techniſcher Probleme ſtets ver= Großherzoglichen Hoftheaters hat dieſes Geſuch unterſtützt, dern nach Anordnungen, die im letzten Augenblick getrof=
taſſen
und erhebt das Publikum immer in höhere Sphä= um die jüngeren und durchweg tüchtigen Mitglieder dem fen wurden, vom Neuſtädter Bahnhof nach Leipzig abge=
ien
. Poeſie iſt das Weſen ſeines Spiels. Es iſt eines Hoftheater zu erhalten. Für entſprechende Zulagen an reiſt. Der verhaftete Student hat erklärt, er ſei Reichs=
teer
großen Geheimniſſe von Friedbergs Erfolgen, daß er das jüngere Chorperſonal werden 2651 Mark aufzuwenden deutſcher und habe längere Zeit in Berlin ſtudiert.
turch eine wunderbare Beherrſchung des Pianoklanges die ſein. Dieſem Betrag gehen noch zu 1022 Mark für die Auf=
Leipzig, 16. Okt. (Einbruch und Mord.) In
§ ontraſtwirkung eines großen Forte unbedingt hervor= beſſerung der bisher nicht bedachten Mitglieder des Hof= der vergangenen Nacht wurde in Borna, Bezirk Leipzig,
utfen kann, ohne jemals brutal werden zu müſſen. Das balletts. Eine ausreichende Aufbeſſerung des Chor= und der galiziſche Arbeiter Korcaca bei einem Einbruch in ein
raößte Geheimnis ſeines Spieles bleibt freilich die ſel= Ballettperſonals des Hoftheaters wird ſonach einen Mehr= Eiſenwarengeſchäft von zwei Schutzleuten überraſcht. Er
i ne Miſchung von Temperament und Intelligenz; alles aufwand von 1051 2651 1022 4724 Mark, verur= flüchtete und feuerte auf die ihn verfolgenden Beamten
ickt bei ihm bewußt und unbewußt zugleich, es iſt tief ſachen.
drei Revolverſchüſſe ab, von denen einer den Schutzmann
leinpfunden und ſcharf durchdacht, es iſt objektiv klar ge=
3. Auch die dekretlich angeſtellten Beamten des Hof= Roſcher tötete.
theaters, die ein Wohnungsgeld nicht beziehen, haben eine
ſaaltet und zugleich mit ſubjektivem Leben erfüllt.
Magdeburg, 15. Okt. (Ebender nicht verhaf=
ausreichende
Zulage nicht erhalten. Ihre weitere Auf=tet.) Die Meldung von der Verhaftung des Zigeuners
beſſerung wird einen Betrag von 1294 Mark beanſpruchen. Ebender beſtätigt ſich leider wieder nicht. In Zöbbelitz
4. In den Reſſorts der Hofämter und des Kabinetts war mit anderen Zigeunern auch ein Mann bei der Feld=
Erhöhung der Zivilliſte des Großherzogs.
ſind zu weiterer unabweisbarer Aufbeſſerung und zur arbeit beſchäftigt, der dem Verbrecher täuſchend ähn=
* Den Ständen ging ein Nachtrag zur Regierungsvor=
Beſeitigung der Unſtimmigkeiten in den Gehaltsverhält=lich ſah. Er wurde daraufhin vom Gendarmen verhaf=
lage
, betr.: Erhöhung der Zivilliſte Seiner niſſen der mittleren und Unterbeamtengruppen 5120 Mark tet, beim erſten Verhör ſtellte ſich jedoch ſchon ſeine Un=
(
* öniglichen Hoheit des Großherzogs vom erforderlich, worüber der Nachweis zur Verfügung gehalten ſchuld heraus, ſo daß er ſofort aus der Haft entlaſſen
wird.
Dezember 1912, zu, in dem es heißt:
wurde.
5. Die Erhöhung der Bezüge der Hofbeamten und
Mit den Geſetzentwürfen über den Wohnungsgeld=
Wien, 16. Okt. (Zu der Verhaftung des
zuſchuß und die Gehalte der Staatsbeamten hat die Regie= =bedienſteten wird ein entſprechendes Wachſen des Pen=Direktors Altmann) wird mitgeteilt, daß die Be=
rung
den Ständen eine Vorlage über die Erhöhung der ſionsetats der Kabinetts= und Hofkaſſe zur Folge haben, hörden ſich ſeit Monaten mit der Eindämmung der Aus=
Iivilliſte Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs zu= und zwar vorausſichtlich ſchon in nächſter Zeit, da in allen wanderungspropaganda beſchäftigen. Sowohl das Wiener
gehen laſſen, in welcher der Betrag von 75000 Mark zur Reſſorts ſich Beamte befinden, deren Uebertritt in den Strafgericht wie das Landgericht Lemberg führten in die=
aufbeſſerung
der Hofbeamten und =bedienſteten, ſowie des Ruheſtand zu erwarten iſt, ſobald die Zulagen als ſer Sache umfangreiche Unterſuchungen. Anläßlich des
Apeerſonals des Hoftheaters und der Hofmuſik den Ständen penſionsfähig erklärt worden ſind. Die Zunahme der gegen den Filialleiter der Canadian Pacifie Railway=
leugeſonnen
wurde. In der Verhandlung des Plenums Penſionslaſt wird im Beharrungszuſtand rund 18300 Mk. Geſellſchaft in Lemberg ſchwebenden Verfahrens fand auf
zweiter Kammer vom 4. Juli 1912 wurde von der Regie= betragen.
der hieſigen Zentrale eine Hausſuchung ſtatt, worauf auf
6. Endlich werden der Kabinettsverwaltung weitere Grund des vorgefundenen Materials die Verhaftung des
rung bereits darauf hingewieſen, daß die geforderten
Ikittel nicht hinreichen würden, um die Hofbeamten und 5000 Mark zur Verfügung zu ſtellen ſein, um ſie in Stand Direktors, ſowie dreier Auswanderungsagenten erfolgte,
eh edienſteten in ihren Bezügen mit den Staatsbeamten zu halten, die Bezüge auch ſolcher Bedienſteten und Arbei=von denen einige Ausländer ſind. Der Wiener Allgemei=
geichzuſtellen
, und bei der Verteilung der Mittel hat ſichter nach Bedürfnis zu erhöhen, die einen Anſpruch auf nen Zeitung wird von der Canadian Pacific Railway
alich ergeben, daß die geforderte Summe von 75 000 Penſion nicht haben oder erlangen.
mitgeteilt, daß die Hausſuchung in Wien auf Requiſi=
Es wird ſonach die Zivilliſte, um den unter Ziffer 1 tion des Landgerichts Lemberg wegen ungeſetzlicher Hand=
Mark zu einer zulänglichen Aufbeſſerung
deer Hofbeamten und=bedienſteten und zur bis 6 genannten Anforderungen gerecht werden zu können, lungen eines dortigen Beamten erfolgte, den die Geſell=
eſeitigung
unhaltbarer Unſtimmigkei=
n
in deren Gehaltsverhältniſſen tatſäch= um weitere 50 438 Mark oder rund 50000 Mark zu ſchaft ſchon lange vorher entlaſſen und gegen den ſie ſelbſt
Anzeige erſtattet habe. Offenbar handele es ſich um eine
chnichtausreicht. Es konnte daher auch nicht aus= erhöhen ſein.
Denunziation dieſes Beamten, deren Grundloſigkeit ſich
Mit Allerhöchſter Ermächtigung Seiner Königlichen alsbald herausſtellen werde.
kheiben, daß aus den beteiligten Kreiſen Vorſtellungen
negen angemeſſener Erhöhung ihrer Bezüge erhoben wur= Hoheit des Großherzogs wird demgemäß an die Stände
Albany, 16. Okt. (Prozeß Sulzer.) Der Ge=
din
. Auch die Erſte Kammer hat die Unzulänglichkeit det des Großherzogtums das Anfinnen gerichtet, dieſelbenrichtshof (Impeachment Eourth erklärte mit 39 gegen 18
proviſoriſch bewilligten Erhöhung der Zivilliſte anerkannt wollen ſich damit einverſtanden erklären, daß die Zivilliſte Stimmen den Generalgouverneur Sulzer für ſchuldig, eine
und auf Antrag ihres Finanzausſchuſſes in der Plenar=Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs zum Zwecke falſche Erklärung über die Beiträge zur Wahlkampagne
ſinsung vom 15. März 1913 einſtimmig den Beſchluß gefaßt: der Aufbeſſerung der Hofbeamten und =bedienſteten, ſowie abgegeben zu haben. Ferner wurde Sulzer des Mein=
Großherzogliche Regierung zu erſuchen, den Ständen als= des Perſonals des Hoftheaters (mit Ausnahme des Solo= eids und der Unterſchlagung von Beweismaterial für
burld eine Vorlage zu machen, wonach die Zivilliſte Seiner perſonals) und der Hofmuſik vom 1. April 1913 ab um ſchuldig befunden. Dagegen ſprach der Gerichtshof Sulzer
Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 1. April 1913 75000 50000 Mark, zuſammen um 125000 Mark, erhöht von der Anklage der Beſtechung einſtimmig frei. Ueber
an um einen den Bedürfniſſen der Haus= und Hofhaltung werde.
die übrigen vier Punkte der Anklage wird am Montag
aungemeſſenen ergänzenden Betrag erhöht wird.
abgeſtimmt werden
Eine Erhöhung der Zivilliſte zugunſten der Hofbeam=
Cherſon, 17. Okt. (Mönch als Mörder.) En
Reich und Ausland.
ſan und =bedienſteten uſw. über den Betrag von 75000 Mk.
Mönch des Bisiukowkloſters erſchlug den Kloſterabt. E;
humaus würde ſich in folgenden Richtungen zu bewegen
Aus der Reichshauptſtadt, 16. Okt. Die erſten Probe= liegt ein Racheakt vor
ben:
züge zur Elektrifizierung der Verliner
. Die Mitglieder der Hofmuſik, die bei Stadtbahnen ſollen nach dem Berliner Tageblatt Der Brand des Dampfers Volturno‟.
darr Verteilung der proviſoriſch bewilligten Summe von vorausſichtlich in den erſten Monaten des nächſten Jahres
* New=York, 17. Okt. Eine große Menſchenmenge
231 000 Mark ihrem Wunſche entſprechend gleichmäßig (um verkehren können. Es ſei beabſichtigt, Züge von 13 Wazen
ſe: 300 Mark) aufgebeſſert worden ſind, haben unter Be= mit Triebgeſtell an jedem Rade, ſowie Teilzüge zu bilden. begrüßte die Ankunft des Dampfers Kroonlande Fa=
rffung
auf eine der Eingabe beigefügte Ueberſicht, An=Für Züge bis zu acht dreiachſigen Vorortwagen ſei eine pitän Inch und die übrigen Ueberlebenden des Vol=
ge
A und B, darauf hingewieſen, daß ſie auch bei der Geſchwindigkeit bis zu 60 Kilometern in der Stunde zu=turno wurden enthuſiaſtiſch empfangen. Kapitän Inch,
varwilligten Zulage im Vergleich zu den anderen deutſchen gelaſſen. Wie die Berliner Morgenpoſt erfährt, iſt die der ſich von ſeinen Verletzungen völlig erholt hat, erklärte,
biof= und Städtiſchen Orcheſtern in ihren Gehaltsbezügen Geſchäftsleitung der Kinderkonfektionsfirma Fiſchbein die Carmania und die übrigen Schiffe hätten beim
u. letzter Stelle, ja noch erbeblich hinter den mit ihnen auf u. Mendel, Lindenſtraße, großen Unregelmäßig= Rettungswerk ihr möglichſtes geleiſtet. Er ſtellte in Ab=
reicher
künſtleriſcher Stufe ſtehenden Inſtituten zurück= keiten eines ungetreuen Angeſtellten auf die Spur ge=rede, die Mannſchaft mit ſeiner Piſtole eingeſchüchtert zu
Liben. Gewiß mit Recht machen ſie in einer erneuten kommen. Es handelt ſich um Durchſtechereien mit haben. Die Piſtole ſei in ihrem Futteral in der Kajüte
Fungabe an die Generaldirektion geltend, daß bei ihren Lieferanten. Eine in den induſtriellen Kreiſen Berlins verbrannt und die Matroſen haben alles getan, was in
letherigen Bezügen zum Beiſpiel einem Penſionär der bekannte Perſönlichkeit, Kommerzienrat Max Krauſe, einem ſolchen Falle möglich war, um den Paſſagieren zu
helfen.
H. B. New=York, 17. Okt. Die amerikaniſche
eete etn i re te ne e ee ee ere ſeheng unt und auf der nenf der Zigen
noch. Got, es war erungenſ es war errungen! DenesBrüder, mit unst ſtürzten ganze Haufen einander in die Preſſe iſt voll von herzereißenden Erzählungen
tüte Geſchrei kam von einem Trupp Franzoſen und Deut= Arme. Dies ſowie das Zuſammentreffen der Monarchen der Ueberlebenden des Dampfers Volturno.
ichen, die ſich verſchoſſen, die Waffen von ſich geworfen auf dem Markte nahe an der Wohnung unſers Königs, Furchtbare Familiendramen ſpielten ſich an Bord ab.
hatten, und auf welche die erſten eindringenden Sieger wo ſie ebenfalls ſich umarmten und einige Minuten ver=Unter den an Land geſetzten Paſſagieren befinden ſich in
n Siegesrauſche einhauen wollten; das zweite war weileten; dazu den Jubel der Wonne, des Preiſes Got=der Hauptſache Ruſſen, Bulgaren, Griechen, Kroaten und
Weudenjubel, Jubel der Vereinigung mit denen, die ſich tes von den Herren und allem Volk dies nicht ſelbſt Polen. Ihre Erzählungen ſind darin einig, daß Kapitän
nmeinigen wollten. Das erſte Korps Preußen, meiſt In=geſehen, nicht unmittelbar mitempfunden zu haben, werdeJnch äußerſt heldenhaft, kaltblütig und mutig bis zuletzt
lantterie, mit einem Trupp Koſaken, drang jauchzend die ich ſtets für einen der größten Verluſte meines Lebens ausgeharrt hat. Man zollt dem Kapitän die größte Be=
Straße herauf. Nun ich hinauf! Ich kam eben zu dem achten. So überſtrömend, ſo trunken die Freude war ſo wunderung. Es wird geſagt, daß er keinen Augenblick
Ahoment, wo unmittelbar vor meinen Fenſtern, vor meinen fiel doch nicht die geringſte Ausſchweifung vor: kein ſeine Kaltblütigkeit verloren habe, daß er allen Even=
Ungen, die Barfüßer Pforte geſprengt war und nun Menſch, auch nicht einer wurde beleidigt. Alle Häufer inalitäten ſich gewachſen zeigte und daß zum Schluß die
Lnuſende der Siegenden durch die Gärten, über die Wie= waren geöffnet; nienand dachte nur an Gefahr für ſichOfitziere ihn mit Gewalt von dem nahezu ausgebrannten
an brechend, doch zum Erſtaunen ſchnell wieder geordnet, oder ſeine Habe. Wer noch Lebensmittel hatte, trug ſie Schiffe ſchleppen mußten, gefolgt von ſeinem treuen
heraus; ſelbſt dabei ſahe man kein gewaltſames Heran=Hunde. Der Kapitän wurde in das letzte Boot gebracht,
n die Stadt drängeten.
In demſelben Augenblick tönet zum erſten Male wie= drängen u dgl., wie ausgehungert auch viele der Sol=in dem auch noch einige Paſſagiere Aufnahme fanden.
der in meine Ohren der früher tauſendmal vernommene, daten waren. Unter meinen Fenſtern in der Kloſtergaſſe,
rühliche Marſch der hellen Jagdhörner preußiſcher Frei= wo, wie ich ſchon geſaat, nach mehren Trupps Preußen
Landwirtſchaftliches.
villliger derſelben, unter denen die befreundeten, ein großes öſterreichiſches Heer (vom Ranſtädter Tore
Schlachtviehmarkt zu Darmſtadt.
ugendlichen Krieger, Theodor Körner Georg Göſchen herauf), den edlen Kaiſer Franz, höchſt einfach, mit mil=
t
.) a, die Waffen trugen. Von meiner Bruſt war mit eins dem Ernſt, an der Spitze nicht ſowohl im Eilmarſch als Schweinemarkt am 15. Oktober. Auftrieb durch
illees Beengende verflogen; ich riß die Fenſter auf und ließ in vollem, doch ſtets geordnetem Lauf dahinzog, war alles, Händler: 182 Schweine. Preiſe pro 50 Kg. Schlachtge=
wicht
: 1. Qualität 83 Mark, 2. Qualität 82 Mark, 3. Qua=
u
.: Kugeln pfeifen, wie ſie wollten; ich wehete mit dem alles nur Freude, brüderliche Eintracht, Preis Gottes,
ml. Der Ring um den Hals die neueſte Mode= lität 81 Mark. Marktverlauf rege, Ueberſtand. Käl=
phißen
Tuche hinüber, dann eilte ich hinab, allen, die
nioch hören wollten, was ich geſehen, was ich gehört, zu= torheit. Der ewig auf das Neue gerichtete Sinn derbermarkt am 15. Oktober. Auftrieb durch Händler:
mneufen. Gleich nachdem dieſPreußen in die Stadt ge= Pariſer Schönen hat eine neue Mode entſtehen laſſen, die 117 Kälber und 2 Schafe. Preiſe pro 50 Kg. Lebend=
nungen
waren, quollen auch Schweden, Ruſſen, Deſter=zweiſellos der Originalität nicht entbehrt. Man trägt gewicht: je nach Qualität 5467 Mark. Marktverkauf
eidcher uſw. zu allen Toren herein. Mehrere Gärten be= jetzt einen maſſiven Goldring um den Hals, der höchſtens lebhaft. Schweinemarkt am 16. Oktober. Auf=
rrsders
am Grimmaiſchen= und Peterstore, ja mehrere mit eingelegten Schmuckſteinen geziert ſein darf. Je brei= trieb durch Händler: 160 Schweine. Preiſe pro 50 Ka
dazrienhäuſer hatten einzeln, wie mit Sturm genommen ter der Ring, deſto kleidſamer ſoll er ſein. Böſe Zungen Schlachtgewicht: 1. Qualität 83 Mark, 2. Qualität 82 Mark,
varden müſſen, weil Franzoſen ſich da nach Möglichkeit behaupten, daß dieſe modernen Halsringe Hundehalsbän= 3. Qualität 81 Mark. Marktverlauf mäßig, Ueberſtand.
W. Lampertheim, 15. Okt. Auf dem geſtrigen
enerammelt, nach Möglichkeit gewehrt hatten. Bis in dern verteufelt ähnlich ſähen. Auch iſt der Vergleich mit
piale Wohnzimmer war gefochten, war geſchoſſen und gar den Halsringen der alten Schandpfähle gemacht worden. Ferkelmarkt herrſchte wiederum flotter Geſchäfts=
namcher
erlegt worden. Das Korps Badner ſtreckte am Jedenfalls iſt der Halsring immer noch annehmbarer als gang. Die aufgetriebenen Tiere wurden ſämtlich alatt
luarkte unſer ſächſiſches in der Grimmaiſchen Gaſſe das wie der Naſenring, den das pikante Fräulein Polaire be= abgeſetzt. Die Preiſe bewegten ſich zwiſchen 2534 Mark
pro Paar. Nächſter Ferkelmarkt am 28. Oktober.
Sawehr; auf Befehl des Kronprinzen von Schweden nah= kanntlich unlängſt einzuführen trachtete.

[ ][  ][ ]

Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Nummer 248.
Eine furchtbare Zeppelin=Kataſtrophe.
Exploſion des L 24. Die geſamte Beſatzung tot!
* Johannisthal, 17. Okt. Das Ma= Luftſchiff hob ſich um 10¼ Uhr mit ſeiner aus insgeſamt
Die Flieger Hirth und Roth, die gleich nachs
rineluftſchiff L. 2 iſt in 300 Meter 28 Mann beſtehenden Beſatzung in die Luft. Es ſtieg ſehr der Johannisthaler Kataſtrophe an der Unfallſtelle eintra=
Höhe kurz nach dem Aufſtieg über der Ru=ſchnell auf etwa 300 Meter, kreuzte erſt eine Weile über fen, machten wie ein Berliner Telegramm meldet, einige=
dem
Flugplatz und flog dann in der Richtung nach dem Angaben. Ich ſtand, ſo erzählte Leo Roth, mit Hirth, der=
dower
Chauſſee explodiert. Sämtliche Teltower Kanal. Als es ſich in der Nähe von Rudow gerade ſeinen neuen Eindecker probieren wollte, vor dem
Inſaſſen ſind tot.
befand, ſchoß aus dem vorderen Teile des Luft= Schuppen der Albatroswerke. In dieſem Augenblick ſtieg
St. Furchtbar in ihrer lapidaren Kürze iſt die er=
ſchiffes
eine gewaltige Stichflamme heraus. Un= der L. 2 auf. Wir bemerkten, daß die hinteren Motorenz
mittelbar darauf folgte eine furchtbare Detonation, ſtark rauchten, dachten uns aber nichts Böſes dabei. Dass
ſchütternde Kunde, die der Draht geſtern in den Vor=
die
meilenweit im Umkreiſe gehört wurde und ſchon in der Schiff fuhr über unſere Köpfe hinweg. Plötzlich, als L.He
mittagsſtunden durch die Lande trug. Noch iſt das letzte nächſten Sekunde ſtand das ganze Luftſchiff in Flammen. auf das Feld gekommen war ſahen wir aus der vorderent
ſchwere Unglück, das die deutſche Luftfahrt betroffen, der Durch die Gewalt der Exploſion wurde die Ballonhülle Maſchinengondel eine helle Flamme hervorſchlagen.In:
Untergang des L. 1 auf der Höhe von Helgoland, bei in tauſende und abertauſende von kleinen, kaum einige einer Sekunde verbreitete ſich dieſe über das ganze Schiff,=
Zentimeter große Fetzen zerriſſen, die wie ein Regen das im nächſten Augenblick einer Feuerſäule glich. Dannr
dem 23 deutſche Helden ruhmvollen Tod fanden, in friſcher, über das Feld niederrieſelten. Von dem Luftſchiff ſah man erfolgte eine Detonation, ſo daß die Fenſterſcheiben unſeres
ſchmerzlicher Erinnerung und ſchon wird die Kataſtrophe wenige Augenblicke in der Luft die glänzenden Alumi= Schuppens platzten und wir durch den furchtbaren Luſt=
durch
eine neue, bedeutend ſchrecklichere und folgen= niumſtangen des Gerippes Dann ſauſte der ſchwere druck ganz benommen waren. In kaum drei Minutem
ſchwerere überholt. Wieder iſt es der jüngſte Zweig un= Schiffskörper der über und über in Rauch gehüllt war, waren wir als die Erſten an der Unfallſtelle. Der Anblick
ſerer Luftfahrt, die Marineluftſchiffahrt, die ſozur Erde herab. Während des Sturzes ſprangen war ſo entſetzlich, daß es ſich kaum beſchreiben läßt. Im
zwei Mann der Beſatzung aus der Gondel heraus. Sie der hinteren Gondel ſaßen Menſchen, die ſich in den Flam=
furchtbar
heimgeſucht wird. Der erſt vor wenigen Wochen wurden von dem auf ſie geſtürzten Gerippe zermalmt. Die men wanden und zuckten. Ein Offizier ſchrie furchtbar unn
in Dienſt geſtellte Luftkreuzer L. 2 iſt vernichtet. Etwa Trümmer des Luftſchiffes ſchlugen mit einem furchtbaren Hilfe und verſuchte ſich zu befreien. Umſonſt! Untätig
30 Mann der Beſatzung ſind tot. Der L. 2 wan der Krach auf den Erdboden auf und das ganze Geſtänge mußten wir dabei ſtehen und die armen Menſchen veis
ſtolzeſte, größte und leiſtungsfähigſte Luftkreuzer der Welt. wurde dabei vollſtändig zertrümmert. Die Mitte des brennen ſehen. In unſerer Ratloſigkeit eilten wir nalw
Schiffskörpers, die eine unförmige Maſſe bildet, hat ſich dem Vorderteil des Schiffes. Hier kamen wir beſſer am
Deutſchlands Stolz, berufen, ſeinen Ruf von neuem in
tief in den Boden eingegraben, während die beiden Enden die Gondeln heran und konnten mit Hilfe mehrerer ins
die Welt und über die Meere zu tragen, liegt in Trüm= ſenkrecht in die Höhe ragen.
zwiſchen herbeigeeilter Mechaniker und Arbeiter drei Per=
mern
. Und wieder ſtarben deutſche Helden den Tod in
* Johannisthal, 17. Okt. Noch im Aufſteigen ſonen hervorziehen, die noch lebten. Einer ſtöhnte furcht=
ſeiner
furchtbarſten Geſtalt. Helden ſind ſie alle, die begriffen, erfolgte in einer Höhe von 100 Meter in der bar, ſchlug aber nach einer Weile die Augen auf und ſchries
trotz der furchtbaren Opfer, die der Kampf um die Luft=vorderen Gondel eine Exploſion. Das Luftſchiff ſenkte Schlagt mich tot, ich leide zu ſehr! Ein Zweiter kann
herrſchaft ſchon gefordert, immer wieder freudig und ſtolz ſich und in wenigen Sekunden war alles Leben erſtorben. ebenfalls wieder zu ſich und ſeufzte mit erſtickter Stimme=
Die ſechs Inſaſſen der vorderen Gondel ſtürzten zur Erde. Meine Frau, mein Kind! Dann verſchied er. Win
ſich frei dieſem Kampfe ſtellen. Und als Helden wollen An der Unfallſtelle weilen das Garde=Pionierbataillon ſchafften die noch Lebenden und die Toten in Kranken=
wir
ſie betrauern, die auf dem Felde der Ehre blieben. und Abteilungen des Kaiſer Franz=Grenadierregiments wagen und ließen ſie fortbringen. Nach meiner Anſichu
Noch vor wenigen Wochen konnten wir ſtolz allen Zweif= Nr. 2, die die Abſperrung beſorgen, während die Feuer= iſt die Urſache der Kataſtrophe auf einen Vergaſerbrand
lern an der umſtrittenen Zukunft unſerer Zeppelinſchiffe wehren von Treptow, Schöneweide und Britz auf die zurückzuführen.
rauchenden Maſſen Waſſer geben. Eine amtliche Verluſt=
Ein weiterer Augenzeuge will geſehen haben, daß Freit=
entgegenrufen
: Noch nie ſind Zeppelinſchiffe in ihrem Ele=
liſte
wird gegenwärtig aufgeſtellt. Ein Doppeldecker macht herr v. Bleuel und der Obermaſchiniſtenmaat K e ihen
ment unterlegen, noch nie Menſchenleben durch ſie zerſtört por der verödeten Halle und über dem vereinſamten Flug= im Augenblick der Exploſion aus der Gondel ges
worden. Heute können wir das nicht mehr. L. 1 und platz ſeine Kreiſe.
In dem Augenblick, als das Marineluftſchiff L. 2"ſprungen ſeien.
L. 2 ſind vernichtet worden in ihrem Element oder doch
Die Urſachen der Kataſtrophe.
verunglückte, ſpielten unter dem Luftſchiff auf einer Wieſe
im Kampfe mit deſſen Titanenkräften, und über 50 Men=
eine
Anzahl Schulmädchen. Als die. Exploſion erfolgte,
Ueber die Urſache des Unglücks laſſen ſich vorerſt nün
ſchen riſſen ſie mit in den Tod! Neben den herrlichſten waren ſie zunächſt ſtarr vor Schrecken und ſtoben dann in Vermutungen anſtellen, und vielleicht wird es überhäuf=
Erfolgen ſchreitet die Gefahr, der unſere Helden trotzen, unbeſchreiblicher Angſt auseinander und flohen in die nicht möglich ſein, ſie zu ergründen, da die Kataſtroßha
ſchreitet auch das Unheil, dem ſie erliegen. Ueber Meere Schule. Sie mußten von ihren Eltern abgeholt werden. plötzlich vor ſich ging und der einzige Ueberlebende, der zur=
ſind
unſere Zeppeline geflogen und über Länder in großer Die Glut der brennenden Trümmer des Luftkreuzers war zeit noch nicht vernehmungsfähig iſt, möglicherweiſe ſicht
Zahl von Süd nach Nord, von Oſt nach Weſt. Zuſammen= ſo ſtark, daß alle brennbaren Teile bis auf die zur Um= an einer Stelle befand, wo er Anfang und Entwickelung
hüllung benützte Goldſchlägerhaut verbrannten. Letztere der Kataſtrophe nicht wahrnehmen konnte. Gründe dis
gerechnet haben ſie mehr Kilometer zurückgelegt, als zwei= wurde vom Feuer hoch in die Luft gepeitſcht und bis zu das Unglück erklären, gibt es natürlich mancherlei. Daſ=
mal
der Erdumfang mißt, ſind 1½ bis 2 Tage lang un= weit entlegenen Ortſchaften, ja bis an die Grenze der zunächſt die drahtloſe Telegraphie, die immek=
unterbrochen
in der Luft geblieben und ſind vernichtet Reichshauptſtadt getrieben. Die Metallteile ſind wie hin, obgleich es von vielen geleugnet wird, Gefahr bietett
worden in wenigen fürchterlichen Minuten! Mehr als elaſtiſche Körper zuſammengeknüllt, und die Gondelſchei= und, wie man ſagt, ſollen auch erfahrene Zeppelinleuts
ben, die umherliegen, ſind zu Zylindern zuſammengerollt. darauf aufmerkſam gemacht haben. Allerdings müſſenbes
die Hälfte aller bisher gebauten Zeppelinkreuzer ſind ſchon Bei den Aufräumungsarbeiten, die nicht ohne Unfälle vor Militärluftſchiffen ſolche Bedenken in den Hintergrund)
zerſtört worden. Immer wieder ſtieg aus den Trümmern ſich gingen, beteiligten ſich Soldaten des Auguſta=Alexan= treten. In dieſem Falle war aber die drahtloſe Telegraphim
des alten ein herrlicheres neues Luftſchiff, dem Phönix der: Regiments. Krankenſchweſtern leiſteten Hilfe. Der nicht ſchuld an der Kataſtrophe, denn die meteorologiſche)
gleich, empor. Niemals hat der greiſe Graf Zeppelin, Zuſtand des einzigen Ueberlebenden, Frhrn. v. Bleuel, Lage war einwandfrei: das Feuer ſoll in der vordekem
iſt, obwohl er große Schmerzen erleidet, nicht hoffnungs= Gondel ausgebrochen ſein; die Exploſion erfolgte n
ihr Schöpfer, an dem endgültigen Siege ſeiner Sache ge= los.
mehrfachen Berichten von Augenzeugen, die freilich die
zweifelt. Wir ſind überzeugt, daß er auch angeſichts dieſes
Ueber die Exploſion gehen der Frkf. Ztg. noch folgende Höhen nicht genau abſchätzen können, in etwa 100 Meſirl
neuen Unglücks nicht verzweifelt. Mag er uns hierin einausführliche Meldungen zu: Heute vormittag Höhe Das führt zu folgender Erwägung: Es iſt bekanſtzn
Vorbild ſein. Zu gleicher Zeit mit der Unglücksbor= 10 Uhr wollte Kapitänleutnant Freyer der Führer des das die Gaszellen beim Aufſtieg durch die Schrägläſe:
ſchaft verbreitet der Draht die Meldung, daß die Hanſa‟ Luftſchiffes, eine Probefahrt mit dem Schiff machen, an verhältnismäßig große Mengen Gas ausſtrömen. Esäſtl
der auch Korvettenkapitän Behniſch, der neue Leiter des denkbar, daß der leicht exploſible Waſſerſtoff in einer dem
heute nacht einen umfangreichen Flug über die Oſt= Marineflugweſens, der nach dem Tode des bei Helgoland Maſchinengondeln auf eine offene Benzinflamme eines
ſee glücklich vollendet hat.
ertrunkenen Korvettenkapitäns von Metzing deſſen Poſten Motors traf und daß dann durch eine unglückliche Verket=
Noch iſt die Urſache der Kataſtrophe nicht feſtge= übernommen hatte teilnahm. Der Ballon, der nur ſchwach tung von Umſtänden die Exploſion eintrat. Weitere= Ge=
ſtellt
, wird es vielleicht niemals werden. Denen, die etwa gefüllt war, da er ſich in geringer Höhe halten ſollte, ward fahren birgt, wie es ſcheint, die Verlegung des Lauf=
auf
das Feld heraus gebracht. Der Flieger Scherffſteges in den Schiffsrumpf. Ob hier dieſe Einrichtuſtia
erzählen könnten, was da oben in der Luft die Exploſion umkreiſte mit ſeiner Maſchine gerade den Flugplatz, als die bei dem L. 2 zum erſten Male in Anwendung Laſta
verurſacht hat, hat der Tod den Mund verſchloſſen. Das L. 2 in die Höhe ſtieg. Ordnungsgemäß erhob ſich das verhängnisvoll gewirkt, läßt ſich natürlich nicht feſtſtellen
Luftſchiff ſelbſt iſt ein Haufen unförmiger Trümmer, die Schiff bis auf etwa 150 Meter Höhe, machte eine Schleife Ueberhaupt iſt bei allen Kataſtrophen, wenn die Luftſchiffes
in der Aſche der brennbaren Teile liegen. In Fach= über dem Felde und wandte ſich dann in weſtlicher Rich= lenkbare oder Freiballons, durch Feuer heimgeſucht würt
kreiſen neigt man zu der Anſicht, daß die Urſache des tung nach Britz, um von dort aus über Berlin nach Döbe= den, die wahre Urſache nur in den ſeltenſten Fällen eint
ritz zu fliegen. Plötzlich ſchlägt aus der vorderen Maſchi= wandfrei feſtgeſtellt worden: zum Beiſviel, wenn zufälliet
Unglücks darin zu ſuchen iſt, daß man zum erſtenmal den nengondel eine helle Flamme empor. Wie eine Rakete beobachtet wurde, daß ein Blitzſtrahl das Luftſchiff traf
Laufgang, der die Gondeln verbindet, ins Innere desſchoß ein feiner Flammenſtreifen bis zur Denn bei ſolchen Brandunfällen ſpielt ſich die Kataſtroßh=
Luſtſchiffes verlegt hat. Dadurch iſt jede Funkenbildung Mitte des Schiffes. Dann folgte eine furchtbare in der Regel in wenigen Sekunden ab, und es fallen ih=
ſofort
imſtande, eine Exploſion herbeizuführen. Es hält Detonation; ein Krach, der ſo ſtark war, daß in ſämtlichen alle Inſaſſen des Luftſchiffes zum Opfer.
Straßen Johannisthals und ſogar in den benachbarten
An der Unfallſtelle. Rettungsverſuche.
ſchwer, zu glauben, daß das richtig iſt. Denn auch Laien Orten, in Rudow und Treptow, alle nach dem Felde zu
Die Nachricht von dem Unglück verbreitete ſich außer=
mußten
zu der Annahme gelangen, daß das Einbauen des gelegenen Fenſterſcheiben auf eine Entfernung bis zu zwei
Laufganges in das Innere die Gefahr erhöht, und nur Kilometern zertrümmert wurden. Dann barſt das Luft= ordentlich ſchnell. Von allen Seiten ſtrömten zuerſt Hunz
die Ueberzeugung, daß man in dieſer Beziehung in ſchiff. Eine ungeheuere Flamme ſchoß 20 bis 30 Meter derte und dann Tauſende von Menſchen zur Unglücksſtelle
zum Himmel empor. Im nächſten Augenblick ſah man un= Vom Flugplatz Johannisthal kamen die Flieger und di=
Friedrichshafen doch alles mögliche erprobt haben mußte, förmliche Klumpen, Eiſenſtücke, Leinwand und Körperteile dort anweſenden Offiziere in Automobilen und allen mög
hielt wohl davon ab, zu warnen. Es heißt denn auch, daß von menſchlichen Körpern durch die Luft fliegen. Das lichen Gefährten, die im Augenblick zur Verfügung ſtanden
in der vorderen Gondel, alſo wahrſcheinlich durch den nackte Aluminiumgerivpe flog noch zwei bis drei herbei. Sämtliche Feuerwehren der umliegende=
Motor veranlaßt, zuerſt Feuer entſtand, das von da natur= Sekunden etwa 30 bis 40 Meter weit durch die Luft, da Ortſchaften wurden alarmiert, und ſchon nach weniger:
die Motoren noch immer arbeiteten und die Propeller ſich Minuten waren die erſten Hilfsmannſchaften zur Stellol
gemäß die leicht entzündliche Hülle ſofort angriff und die drehten. Dann ſchoß das Wrack ſenkrecht zu
Nicht weit von der Unfallſtelle, die mitten auf einem Feld
Exploſion der Gaszellen herbeiführte. Wie dem auch ſei, Boden. Sofort eilten Hunderte von Perſonen auf Wa= in der Feldmark Rudow liegt, übte zufällig eine Abteilun=
das
ſtarre Syſtem als ſolches iſt nicht ſchuld an der Kata= gen und Fahrrädern, mit Beilen, Aexten und Spaten be= Pioniere. Dieſe brach ſofort die Uebung ab und eille in
ſtrophe, wie es auch die vorangegangenen nicht verſchuldet waffnet, auf das Feld, um zu helfen, um zu retten, was Laufſchritt zu dem brennenden Luftſchiff. Dann trafendi
noch zu retten war Vom Flugplatze ſchoſſen die Auto= Freiwilligen Feuerwehren der umliegenden Ortſchaften
hat. Das darf immer wieder feſtgeſtellt werden.
mobile in ſchärfſter Fahrt heran; jedes trug zehn bis zwölf ein. Das A. E. G.=Kabelwerk entſandte ſeinen Sanitätss
Mann des Marinedetachements, die bereits mit allen Ret=wagen. Auch von der Berliner Feuerwehr trafen einigs
**
*
tungsmitteln verfehen waren. Die Trümmerſtätte bot Züge ein. Die Leitung der Bergungsarbeiten übernahrz
Der mit dem L. 2 zugrunde gegangene Kapitän einen furchtbaren Anblick. Auf den erſten Blick erkannte Oberleutnant Fritzſch, der dafür ſorate, daß die einzelne
Glund war ein Freund des deutſchen Kronprin= man nichts als einen wirren, gen Himmel ragenden Berg Mannſchaften Hand in Hand arbeiteten. Inzwiſchen eild
zen, den er auch auf der Indienreiſe begleitet hat. Er von Aluminiumröhren und Spanten, zwiſchen denen ſich,auch im Sturmſchritt das in der Eile requirierte Militäs
war am 22. Oktober 1875 geboren. Er war aus der Han= unentwirrbar Tauſende von Drähten hindurchzogen. Derheran, doch gab es nicht mehr viel zu reiten. Sämtlich=
delsmarine
hervorgegangen. Bis vor wenigen Jahren ganze Platz war von Tauſenden von Neugierigen um= Inſaſſen des Luftſchiffes waren tot bis au=
war
er Offizier beim Norddeutſchen Lloyd. wo er längere ſäumt, die dicht gedrängt in atemloſen Schweigen das Bild einen Offizier, der ſchwer verletzt nach den
Zeit als Kapitän dem Lloydſchulſchiff vorſtand. Im Ja=
der
Verwüſtung umſtanden. Alle nur verfügbaren Gen=Krankenhaus in Buckow gebracht wurde Des
nuar 1911 trat Glund zum Luftſchiffbau Zeppelin über darmen waren herangezogen worden, um dem Militär bei ſchwer verletzte Leutnant iſt Freiherr v. Bleuel von
und wurde noch im gleichen Jahre Führer. Er beſaß
glänzende Fähigkeiten, die ſich beſonders auf den Probe= der Abſperrung des Trümmerfeldes durch dicke Stricke zu Königin Auguſta=Garde=Regiment Nr. 4.
Die Rettungsarbeiten werden furchtbar erſchwert dure=
fahrten
von Zeppelinkreuzern bewährten. Bekannt iſt ſeine helfen. Die Leichen waren zur Unkenntlichkeit entſtellt und
die glühenden Drähte und die brennenden Aluminiumteil
Reiſe mit einem Militärluftſchiff nach Lune= zerſchmettert.
Mehrere Verwundete, die herausgezogen wurden, lages
Aügenzeugen.
ville. Kapitän Gluud war auch perſönlich mit dem
* Johannisthal, 17. Okt. Ein Augenzeuge be= in den letzten Zügen. Bei der vorderen Gondel war jets
Grafen Zeppelin befreundet. Zeppelin lernte Gluud auf
der Reiſe nach Spitzbergen kennen, wo dieſer als erſter richtet über die Kataſtrophe des Luftſchiffes L. 20. Ich Hilſe ausgeſchloſſen. Man ſah dort einen vollkomme=
Offizier auf der Mainz tätig war; auch der nachmalige ſah das Luftſchiff, in Flammen gehüllt, zur Erde ſtürzen. verkohlten Menſchen aufrecht ſtehen. Wegen der großes
Kapitän Blew, der Führer der Viktoria Luiſe, wurde Die Hülle war vollſtändig verbrannt; von den Gasballo= Hitze mußten die Rettungsverſuche eingeſtellt werden.
Das Reichsmarineamt gab geſtern ſpät abends no=
auf
dieſer Fahrt für die Zeppelinſache gewonnen. Kapi= netts war nichts mehr zu ſehen. Das nackte Gerippe mit
tän Gluud war verheiratet; er hinterläßt Frau und zwei den Gondeln ſtürzte mit der Spitze nach unten zu Boden. folgende
amtliche Darſtellung der Kataſtrophe:
Kinder.
Die Fabrikfeuerwehr der Albatroswerke fand nur noch
Im einzelnen liegen über die Kataſtrophe folgende einen wüſten Trümmerhaufen vor, unter dem die Leichen
Das Marineluftſchiff L. 2 befindet ſich ſeit ſein=
Meldungen vor:
begraben waren. Auf Bahren, mit Flaggentüchern zuge= Abnahme durch die Marine in einem Probefahrtsverhäll=
Die Exploſion.
deckt, wurden die Leichen der Verunglückten weggetragen. nis Es ſollte heute vormittag 8 Uhr zu einer in da.
* Berlin, 17. Okt. Die Abfahrt des Luftſchiffes Die Feuerwehr, Mannſchaften des Trains, des Auguſta= Abnahmebedingungen vorgeſehenen kurzen Höhenfahrt i
L. 2 von Johannisthal verzögerte ſich etwas, weil derAlexander=Regiments eilten an der Unglücksſtelle hin Johannisthal aufſteigen. An Vord befanden ſich außte
eine der Motoren nicht funktionieren wollte. Einzelne und her. Rauchwolken ſtiegen aus den Trümmern auf. der ordentlichen Beſatzung, dem Kommandeur, Ingenieſe
Leute der Bedienungsmannſchaft äußerten ihre lebhaften Automobile und Laſtfuhrwerke lagern auf der Straße. und 13 Mannſchaften, vom Reichsmarineamt die Luſtſchiff=
Abnahme=Kommiſſion mit einem Offizier, zwei höherer.
Bedenken. Schließlich kam der Motor in Gang. Das Große Menſchenmengen umgeben die Unglücksſtelle.

[ ][  ][ ]

Nummer 248.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Seite 7.
Baubeanten, einem Marine Iugenieur und drei technit=nat für Inſtandhalung der Schiſfsmaſchnen und für Perſonen Mlatz bot, Hier komie auch ein dreibares Ge=
tchen
Sekretären, von der Zeppelinwerft ein Kapitän=In= Schiffsmaſchinenbaubetrieb unterſtellt war.
ſchütz aufgeſtellt werden, das ſo konſtruiert war, daß das
enieur und zwei Monteure, ſerner ein Kapitänleutnant
Die Toten werden in der Marineluſtſchiffhalle auf= Gelände unter dem Schiff in einem Winkel bis zu 45 Grad
ls Kommandantenſchüler und ein Armeeoffizier, insge= gebahrt. Auf die Nachricht von dem Unfall eilte ſofort beſtrichen werden konnte Wie an Maſchinenkraft, ſo über=
ramt
28 Perſonen. Das Abnahmeverſonal von Marine! Prinz Albrecht mit ſeinem Adjutanten an die Unfallſtelle, ragte der L. 2 alle Z.=Schiffe auch an Größe. Seine
und Werft beſtand aus 5 Perſonen. Um die hohe Be= die von tauſenden von Menſchen umlagert iſt. Die Frau Länge betrug 165 Meter, ſein Durchmeſſer 14,9 Meter.
taſtung des Luftſchiffes auszugleichen, mußte von der des getöteten Ober=Ingenieurs erlitt, als ſie ſich auf dem! Die 18 Gaszellen ſaßten 27000 Kubilmeter. Das Luftſchiff
ollen Ausrüſtung verſchiedenes zurückgelaſſen werden, Wege zur Unfallſtelle befand, einen Unfall dadurch, daß L. 1 war 162 Meter lang und beſaß eine Motorenſtärke
10 alle Außenbordteile, der Sender der Funkeneinrichtung, der Vergaſer ihres Autos in Brand geriet. Als die Ex= von 510 Pferdeſtärken. Eine weitere Neuerung des L. 2
ie Scheinwerfer und die Armierung, Kurz nach 8 Uhr ploſion erfolgte, ſprang die Frau in ihrer Aufregung aus gegenüber allen früheren 3.=Schiffen beſtand darin, daß
normitlags wurde das Luftſchiff aus der Halle geholt, dem noch in voller Fahrt befindlichen Auto und wurde er mit drei Gondeln ausgerüſtet war: in zweien war die
und nach Erprobung aller Teile, insbeſondere auch der dabei durch Zufall nur unerheblich verletzt.
Maſchinenanlage untergebracht, die dritte war die Führer=
Motoren ſtieg das Luftſchiff um 10 Uhr 16 Minuten auf
gondel.
Die Trümmer.
und erreichte raſch eine Höhe von etwa 200 Metern. Um
In unmittelbarer Nähe der Rieſen=Luftſchiffhalle,
9 Uhr 19 Minuten, wie von zuverläſſigen Perſonen be=
* Berlin, 17. Okt. Der ſchwerverletzte Leut=
abachtet
wurde, entſtand in dem erſten Drittel der vor= kaum 200 Meter entfernt, liegt auf freiem Felde das Ge=nant v. Bleuel iſt geſtorben.
igeren Motorengondel Feuer, in kurzer Zeit ſetzte ſich die=rippe des ſtolzen Rieſen=Luftſchiſfes § 2½ Unter rau=
ies
im Vorderſchiff bis zur Spitze fort. In ganz kurzer chenden Tuchlappen und ſchwälenden Filzlappen liegen
eit, höchſtens 2 bis 3 Sekunden, ſtand das ganze Luft= regungslos noch die Körper einzelner der verunglückten
Luftfahrt.
ihiff in Flammen. Das geſchah in einer Entfernung von Luftfahrer. Von dem Luftkreuzer iſt kein Teil mehr zu
Fliegerabſtürze.
Ewa 700 Metern von der Aufſtiegſtelle. Gleichzeitig ſenkte retten. Kraftwagen und Laſtautomobile mit Geräten
* Darmſtadt, 16. Okt. Der Flieger=Sergeanf
ſich das Luftſchiff horizontal, dann mit der Spitze nach raſſeln zur Halle, auf der die Flagge halbſtock weht.
Die Ueberreſte des Luftſchiffes laſſen deut= Mante und Oberleutnant Koch befanden ſich heute nacht
unten der Erde zu. Etwa 40 Meter über dem Erdboden
erfolgte eine Exploſion, die, nach dem ſchwarzen Rauch lich erkennen, daß der Ballon nach dem Brande ſenkrecht auf dem Fluge von Berlin nach Darmſtadt wo ſie
an ſchließen, vermutlich von Benzin hervorgerufen wurde. in die Tiefe geſtürzt iſt. Die Gondeln mitſamt den ſchwe= um 5 Uhr 30 Min, eintreffen ſollten Sie ſind bei Ebern
Sheim Anprall auf den Erdboden erfolgte die dritte jedoch ren, viele Zentner wiegenden Motoren haben ſich tief in (Unterfranken) abgeſtürzt. Beide ſind tot.
ſühwächere Exploſion. Die Haltemannſchaft der Marine= die Erde eingewühlt. Die Propeller der vorderen Ma=
* Kaſſel, 17. Okt. Geſtern abend wurde der Appa=
ſchinengondel
ſind noch faſt unverſehrt ebenſo die Wellen, rat des Flugſchülers Heſſe, als dieſer auf dem Wal=
q
uitſchifferabteilung eilte im Eilſchritt an die Unfallſtelle, die die Schrauben mit dem Motor verbunden haben. Die dauer Flugplatz landen wollte, von einer zur Erde ge=
diie
in 700 Meter Entfernung von der Rudower Chauſſee
Motoren haben ſich tief in den Boden eingewühlt. Sie ſchleudert und zertrümmert. Heſſe erlitt ernſtliche Ge=
gelegen
iſt. Inzwiſchen war auch eine Pionierabteilung waren noch nach einer Stunde heiß. Irgend etwas Be= ſichtsverletzungen.
Engetroffen, worauf ſofort die Bergungsarbeiten aufge=
ſonderes
ließ ſich jedoch nicht feſtſtellen. Die Führer=
* Strasburg (Uckermark), 17. Okt. Infolge Ver=
nommen
wurden. Aerztliches Perſonal war ſofort zur
Ertelle, und nach kurzer Zeit erſchienen auch die Johannis= gondel, die ganz vorn noch vor der erſten Maſchinen= ſagens des Motors ſah ſich der auf der Rückfahrt von
ighaler Feuerwehr und einige Krankenautomobile der All= gondel angebracht war, wurde vollſtändig zuſammenge= Swinemünde nach Döberitz begriffene Fliegeroffizier,
bogen und iſt in ſich ſelbſt zuſammengebrochen. Die ſtar= Oberleutnant Schröder vom Infanterie=Regiment Nr.
gemeinen Elektrizitätsgeſellſchaft. Zwei von den Inſaſſen ken Aluminiumwände ſind wie dünnes Blech geknickt. Der 59, geſtern nachmittag genötigt, im Gleitflug niederzu=
iees
Luftſchiffes wurden noch lebend außerhalb der Trüm=
Mittelgang, der alle drei Gondeln verband, läßt ſich noch gehen. Wenige Meter über dem Erdboden wurde das
nner aufgefunden, Freiherr von Bleuel aus den Trüm=
jetzt
in ſeinen äußeren Umriſſen wenigſtens erkennen. Die Flugzeug von einer erfaßt und gegen einen
nnern noch lebend hervorgeholt. Sämtliche übrigen 25 In= dünnen Spanten, die an manchen Stellen kaum zentimeter= Baum geſchleudert. Schröder kam unter den Mo=
ſaſſen
wurden nach und nach in den Trümmern tot auf=
dick
ſind liegen vollſtändig deformiert und geknickt umher. tor zu liegen und erlitt erhebliche Verletzungen.
gefunden, kein einziger gab mehr ein Lebenszeichen von Wie ſtark die Exploſion geweſen iſt, läßt ſich ſchon daraus Er wurde in das Stettiner Garniſonlazarett übergeführt.
ſöch. Von den übrigen drei Ueberlebenden ſtarb einer an
erkennen, daß derartige Rippen und Spanten, ebenſo wie Sein Begleiter trug einige Schrammen davon.
der Unfallſtelle, ein zweiter auf dem Transport zum Teile der Gondeln, Holzſtücke uſw. bis auf den etwa 600
Alten=Grabow, 17. Okt. Der Militäreindecker
Lrankenheuſe in Britz, während Freiherr von Bleuel dort Meter entfernt liegenden Flugplatz geſchleudert worden mit Oberleutnant v Freyberg als Führer, und Haupt=
voch
behandelt wird. Die Verunglückten ſind ſämtlich ſind. Das Heck hat am wenigſten gelitten. Die Benzin= mann Haſeler vom Feldartillerie=Regiment Nr. 9, kom=
während
des Abſturzes oder mindeſtens beim Anprall auf tanks ſind vollſtändig geleert. Ihr Inhalt hat ſich im mandiert zum Großen Generalſtab, als Beobachter, war
den Erdboden getötet worden, denn die Leichen weiſen Augenblick der Exploſion auf die Gondeln und in das heute morgen 1½ Uhr in Döberitz zur Fahrt nach Köln
außer Verbrennungen ſchwere Verletzungen an Rumpf. Innere ergoſſen. Den furchtbarſten Anblick aber boten aufgeſtiegen. Er machte um 2¾ Uhr eine Notlandung im
Wirbelſäule und Kopf auf. Die Unfallſtelle wurde ſofort die Leichen. Faſt alle ſind bis zur Unkenntlichkeit ver= Schweinitzer Forſt. Hierbei ereignete ſich eine Exploſion
militäriſch abgeſperrt und bewacht. Die bisherigen Be= brannt und laſſen ſich nur ſchwer rekognoszieren. Kran=
und das Flugzeug geriet in Brand. Hauptmann Haſe=
mühungen
, die Entſtehung des Unfalles und kenautomobile und Wagen fuhren unabläſſig unter derlerwurde getötet, Oberleutnant v. Freybera er=
ver
Entzündung zuſuchen, ergaben, daß dieſe Leitung des Direktors des Britzer Krankenhauſes über den litt Brandwunden.
nicht im Innern des Luftſchiffes, ſondern Platz und brachten die menſchlichen Ueberreſte fort. In
inn oder über der vorderen Motorengondel der Taſche des Führer, Kapitänleutnants Freyer, fand
* Vom Flugplatz Darmſtadt, 17. Okt. Der
antſtanden ſein muß. Es wird verſucht werden, man eine Liſte derjenigen Perſonen, die an der Unglücks= Unteroffizier Backhaus machte heute einen Ueber=
durch
genaue Unterſuchung der Ueberbleibſel des Luftſchiffs fahrt teilgenommen haben.
landflug nach Worms Plötzlich blieb der Mo=
über
die Entſtehung des Unfalles Genaueres in Erfahrung
Wem gehörte das Luftſchiff?
tor ſtehen und er landete im Gleitſtuge glatt bei
zit bringen Die Marine ſteht in kurzer Zeit einem neuen
* Berlin, 17. Okt. Bezüglich der Beſitzver= Rohrheim.
ſchweren Unglück gegenüber und betrauert den Tod vieler
hältniſſe des verunglückten Luftſchiffes L. 2"
Darmſtadt, 17. Okt. Der Fliegerunteroffizier
haraver Soldaten, die ihr Leben für das Vaterland gelaſſen wird uns von unterrichteter Seite folgende Auskunft ge= Backhaus der einen Flug nach Worms unter=
hiaben
.
geben: Jedes Luftſchiff hat, bevor es in den Beſitz der nahm, iſt nach kurzem Aufenthalt wieder nach Darmſtadt
Die Beſatzung. Totenliſte.
Marineverwaltung übergeht, zunächſt eine Anzahl ſoge= zurückgeflogen.
An Bord befand ſich die Abnahme=Kommiſ=nannter Werftprobefahrten zu erledigen, auf denen die
* Frankfurt a. M., 17. Okt. Wie uns die Delac
ſüon unter Führung des Korvettenkapitäns Leutnant allgemeinen Einrichtungen und die geſamte Brauchbarkeit mitteilt, iſt das Luftſchiff Hanſa heute nacht um 3.25
Freyer und von der Zeppelin=Geſelſchaft Kapitän des Luſtſchiffes erprobt wird Dieſe Werſtprobefahrten Uhr von Hamburg zu einer größeren Fahrt über
Glund. Nach den letzten Feſtſtellungen ſollen insgeſamt hatte L. 2½ hinter ſich gebracht und iſt am 20. September die Oſtſee und zurück nach Potsdam aufgeſtie=
27 Perſonen tot und furchtbar verſtümmelt ſein. Die daraufhin von der Marineverwaltung in Beſitz genommen gen. Führer iſt Dr. Eckener. An Vord ſind acht Fahr=
worden
, aber nur unter einem Vorbehalt der während gäſte.
28. Perſon liegt ebenfalls im Sterben.
Die ſtärkere Beſatzung des Marineluftſchiffes L. 2 iſt der weiteren, ſogenannten Marineprobeſahrten üblich
* Potsdam, 17. Okt. Das Zeppelin= Luft=
darauf
zurückzuführen, daß die heutige Fahrt als Höhen= iſt. Während dieſer Periode iſt die Marineverwaltung ſchiff Hanſa, das heute nacht um 3 Uhr in Ham=
fnugabnahmefahrt
geplant war. Hierzu war eine ſtärkere in der Lage, gewiſſe Aenderungen, die noch als notwendig burg aufgeſtiegen war, traf um ½2 Uhr hier ein und
Beſatzung des Fahrzeuges erforderlich. Augenzeugen wol= erſcheinen, zu verlangen, und von der Erfüllung dieſer landete glatt um 2.10 Uhr.
lan bemerkt haben, daß vor dem Aufſtiege die Motoren Forderungen bleibt die endgültige Uebernahme abhängig.
* Johannisthal, 17. Okt. Die Offizierspiloten
nicht funktioniert haben, ſo daß der Abflug ſich etwa 1¼ In dieſem Stadium hat ſich L. 2 befunden, der alſo im Leutnant v. Scheele mit Leutnant Geil als Begleiter
Beſitze der Marineverwaltung unter dem üblichen Vor=
Elstunde verzögerte.
und Leutnant Döring mit Hauptmann Nord als Be=
Das Reichsmarineamt gab alsbald ein Verzeichnis behalt geweſen iſt und in ſolcher Lage bis zur gänzlichen gleiter ſtarteten auf Luftverkehrs=Doppeldeckern zu einem
der Teilnesmer an der Unglücksfahrt des L. 2 bekannt. Erledigung der Probefahrten verblieben wäre.
Fernfluge nach Mannheim. Von Mannheim
Ianach ſind, ſoweit bis jetzt feſtgeſtellt, getötet worden:
wollen die Offiziere nach München weiter fliegen.
Graf Zeppelin.
vom Reichsmarineamt Korvettenkapitän Behniſch,
* Hamburg, 17. Okt. Referendar Caſpar ſtar=
* Münchten 17. Okt. Graf Zeppelin traß
Ooberbaurat Neumann, Baumeiſter Pietzker, die heute mittag von Friedrichshafen hier ein. Er erhielt zu= tete heute nacht um 12 Uhr, um ſich um den großen
tochniſchen Sekretäre Lehmann, Prieß und Eiſele, fällig am Hauptbahnhof die erſte Nachricht von dem Un= Preis der Nationalflugſpende zu bewerben.
von per Marineluftſchiffabteilung: Kapitänleutnant glück des Marineluftſchiffes L. 2. Er ſetzte daraufhin
zreyer, Kapitänleutnant Alexander Trenk, Marine= ſeine Reiſe nach Leipzig zur Jahrhundertfeier nicht fort,
eberingeneur Hausmann,
Marineoberingeneur ſondern fuhr ſofort nach Friedrichshafen zurück. Die Gedenkfeier der Völker=
L uſch, Steuermann Pittelkow, Maſchiniſt Laſch,
Das zerſtörte Luftſchiff.
Mootsmannsmaat Werner, Signalmaat Kluge, die
kentacht dei eſpeg=
Abermaſchiniſtenmaate Kramer, Keidel, Treſſel,
Das Marineluftſchiff L. 2 iſt der achtzehnte
Heckert, Focken und Paethe und die Maſchiniſten= Bau, der aus der Werft in Friedrichshafen hervorgegan=
Die Einweihung der Ruſſiſchen Kirche.
maate Weber und Fricke, von der Zeppelinwerft: gen iſt; ehe es in den Beſitz der Marineverwaltung über=
* Leipzig, 17. Okt. Heute vormittag um 10 Uhr
Kapitän Gluud und die Monteure Hohenſtein und ging, hatte es die Bezeichnung L. 3. 18. Am 6. Sep=
9, auer. Schwerverletzt iſt der als Paſſagier mitgenom= tember hatte es die erſte Werkſtättenfahrt unternommen, begann die Einweihung der Ruſſiſchen Kirche,
mnene Leutnant Freiherr v. Bleuel vom Königin alſo wenige Tage vor der Helgoländer Kataſtrophe. Nach= wozu außer den in Leipzig anweſenden Ruſſen eine
dem an ihm noch einige Umänderungen vorgenommen wor= größere Anzahl geladener Gäſte erſchienen war. Groß=
Auguſta=Gardegrenadierregiment.
Korvettenkapitän Behniſch iſt 1891 in die Marine den waren, flog der L. 2 am 20. September in dreizehn= fürſt Kyrill erſchien, Punkt 10 Uhr in der Kirche, wo er
eungetreten; er war ſeit 1909 Korvettenkapitän und Dezer= ſtündiger Fahrt nach Johannisthal. Dort war er ſeither von der Geiſtlichkeit erwartet wurde und begab ſich ſo=
ment
im Reichsmarineamt für das Luftfahrweſen der ſtationiert und hat, ſoweit bekannt geworden iſt, nur wäh= fort in das Allerheiligſte, wo die Zeremonie mit der Weihe
Akarine. Früher war er Navigationsoffizier auf der rend der Berliner Flugwoche Fahrten unternommen, die begann. Zunächſt wurde der Altartiſch fertig gebaut und
mit einer weißen Decke überzogen, dann wurde die Weihe
Kaiſerjacht Hohenzollern und ſpäter Kommandant des aber nur von kurzer Dauer waren.
Das Reichsmarineluftſchiff L 2 war der der Kirche durch Beſprengung mit Weihwaſſer vorge=
Koanonenbootes Panther an der weſtafrikaniſchen Küſte.
größte ſchnellſte und leiſtungsfähigſte Luſtkreuzer, den nommen. Die Geiſtlichkeit zog mit dem Chor herum und
Er war unverheiratet.
Kapitänleutnanz Freyer iſt bei der Marine Deutſchland und die Welt beſaß. Die Erfahrungen, die Großfürſt Kyrill, ſowie die anweſenden Ruſſen zogen um
18399 eingetreten und war Kapitänleutnant ſeit 1909. Er mit dem bei Helgoland geſtrandeten L. 1½ gemacht wur= die Kirche Dann begann die Liturgie Bei dem Ein=
war
früher perſönlicher Adjutant des Prinzen Adalbert den, hatten gezeigt, daß für den Seedienſt Schiffe zur tritt in die Kirche wurde von den Prieſtern ein kurzes
vion Preußen und war zugleich mit dieſem an Bord eines Verwendung kommen müſſen, die motoriſch ſtärker ſind und griechiſches ein deutſches und ein ruſſiſches Gebet ge=
Vorpedobootes kommandiert. Er hatte mit ihm die eine größere Tragkraft beſitzen müſſen als die Landluft= ſprochen. Tiefen Eindruck machte der herrliche Geſang des
Marineakademie beſucht. Nach Verlaſſen der Akademie ſchiffe. Eine ähnliche Kataſtrophe, wie ſie den L. 1 be= Protodiakonus der Moskauer Uſpenki=Kathedrale, Roſow,
n urde er ins Reichsmarineamt kommandiert und vor kur= troffen hat erſchien beim L. 2, der über eine doppelt ſo und die verſchiedenen Kiechengeſänge des berühmten Mos=
zum
zum Kommandanten des Marineluftſchiffs L. 2½ er= große Ballaſtreſerve verfügte ziemlich ausgeſchloſſen. Die kauer Synodalchors. Einweihung und Gottesdienſt wur=
mannt
. Er war verheiratet. Korvettenkapitän Behniſch auf See herrſchenden Luftſtrömungen, die zwar konſtanter den zelebriert durch den Protobresbyteros Schaweleki, den
ſuand im Anfang der 40er Kapitänleutnant Freyer im ſind als auf dem Lande, dafür aber auch mit um ſo grö= Propſt Malzew=Berlin und den Propſt Jalſchitſch=Dres=
Amfang der 30er Jahre. Kapitänleutnant Freyer hat ßerer Gewalt aufzutreten pflegen, hatten eine bedeutende den In der ruſſiſch gehaltenen Predigt führte Propſt
Verſtärkung der Motorenkraft nötig gemacht. Die Ma= Malzew aus, daß der erſte Lobgeſang vor 100 Jahren auf
verwandſchaftliche Beziehungen zu Darmſtadt. Ein Onkel
ſchinenanlage von 800 Pferdeſtärken vermochte ſelbſt ſtar= dem Schlachtfelde von den ruſſiſchen Soldaten angeſtimmt
vion ihm, Herr Rittmeiſter Freyer, wohnt hier.
Kapitänleutnant Alexander Trenk war zunächſt ken Stürmen zu trotzen. Aber auch äußerlich unterſchied worden ſei. So beginne in dieſem Erinnerungsjahre die
ſich L. 2 von dem erſten Marineluftſchiff nicht unweſent= Reihe der Feiern mit einem Dankgebet der Ruſſen in
Auftſchiffkommandant bei der Marineluftſchifferabteilung lich. Der ſchwere Dienſt, den Offiziere und Mannſchaften deren neuem Gotteshauſe. Den Schluß des Gottesdienſtes
unter Korvettenkapitän Metzing, zugleich war er Komman= in gleichem Maße bei den Seefahrten haben, hatte einen pildete nach ruſſiſcheorthodorem Ritus das Gebet Gebet
daant eines Torpedobootes der erſten Torpedodiviſion. größeren Schutz der Beſatzung und eine, wenn auch ge=
Er trat am 2. April 1900 in die Marine ein, ſein Patent ringe Bequemlichkeit notwendig gemacht. So waren die Gott viele Jahre (Enog. Aja Leta), in dem Gottes
Als Kapitänleutnant datiert vom 27. Januar dieſes in dem Laufgang untergebrachten Unterkunftsräume prak= Segen herabgefleht wird auf den Zaren und ſeine Fa=
Jaahres. Der kaiſerliche Marinebaumeiſter Pietzker tiſcher als bisher angelegt worden. Der Laufgang war milie, den König von Sachſen als den Schutzherrn der
wurde im Oktober 1908 vom Reichsmarineamt als Privat= in den Rumpf verlegt worden und das Schiff hatte auf Kirche, das ruſſiſche Heer und alle Chriſten. Um 12 Uhr
duozent in der Abteilung für Schiffs= und Schiffsmaſchinen= dieſe Weiſe eine vollſtändige Rundung erhalten Die ab= ſchloß die Feier mit Geſang.
kamn zugelaſſen. Sein Spezialfach waren die Fragen gelöſten Mechaniker ſanden in geräumigen Hängematten
* Leipzig, 16. Okt. Die Nachmittagskämpfe der
loſkaler Feſtigkeit des Schiffskörpers. Pietzker, der mit der Unterkunft und waren auch vor dem Lärm der Motoren
Bhaubeaufſichtigung des erſten Marineluftſchiffes auf der ſo geſchützt, daß ſie ungeſtörte Ruhe finden konnten. DieDeutſch=Akademiſchen Olympia wurden um
Zrppelinwerft betraut war, wurde im Februar 1913 nach Anlage für drahtloſe Telegraphie war weſentlich ver=3 Uhr mit der Fauſtballmeiſterſchaft (erſte und zweite Runde)
Firiedrichshafen geſandt, um mit der Luftſchiffbau=Zep= größert worden, ſo daß man größere Reichweiten erzielen eröffnet. Die Kieler und Münchener Fauſtballmannſchaf=
pelingeſellſchaft
Vorbeſprechungen wegen der Erbauung konnte als bisher. Zwei Funker teilten ſich in die Be= ten zeichneten ſich beſonders aus. Zahlreiche Studenten
eimes weiteren Marineluſtſchiffes zu pflegen. Er trat am dienung der Apparate. Eine Neuerung war auch die An=wohnten den Vorführungen bei und verfolgten mit gro==
Oktober 1903 in die Marine ein und wurde am 8. De=lage der beiden mächtigen Scheinwerfer, die nicht, wie bis= ßem Intereſſe die Leiſtungen ihrer Verbindungsbrüder.
zeumber 1906 dem Reichsmarineamt als Schiffsbaumeiſter her, durch Akkumulatoren, ſondern durch eine Dynamo= Um 6 Uhr abends wurde in der Leipziger Turnhalle das
zugewieſen. Marinemaſchinenbaumeiſter Otto Neu=maſchine geſpeiſt wurden, deren Antrieb durch einen der Muſterriegenturnen und die allgemeine Freiübungsprobe
m ann, der am 18. Juni 1900 in die Marine eintrat, hatte Motoren in der vorderen Maſchinengondel bewirkt wurde abgewickelt. Der A. T.=V.=Berlin zeigte beſonders ſchwere
dann Rang eines Kapitänleutnants. Er war gleichfalls In der Mitte des Schiffes war oben auf dem Rücken des Uebungen am Barren. Tahlreiche Zuſchauer wohnten den
zumm Reichsmarineamt kommandiert, wo ihm das Dezer= Luftkreuzers eine Plattform angebracht, die vier bis fünf Uebungen bei und ſpendeten lebhaften Beifall.

[ ][  ][ ]

Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktöber 1913.
Nummer 248.
Ponn., 1. Ot. Der Kaiſergedentheute Abend
2 Hanan, 1. Ot. Eine würdige Einſeiung der ſgeſebt, als durch ſeine ſchere und ſtahe Erhebung nach,
10 Uhr 40 Min, ſich nach Leipzig zu begeben. Dem Hundertjahrfeier bildete eine heute mittag in Hanau am dem Zuſammenbruch von Jena. Groß war der Gegenſatz
allerhöchſten Gefolge ſchließt ſich für Leipzig der ruſſiſche Gedenkſtein der Schlacht bei Hanau 1813 abgehaltene der leitenden Perſonen in Preußen= und ſeinem mächtigen
General Tatitſcheff, der Perſon Seiner Majeſtät perfönlich Feier. Die dort eingetroffenen Eilbotenläufer wur=Gegner Frankreich, Hier ein übermächtiger Herrſcher, ge=
attachiert
, an.
den von der Hanauer Turngemeinde, die mit ihren Fahnen nialer Herführer und rückſichtsloſer Unterdrücker. Unter
* Stuttgart 17 Okt. Herzog Albrecht hat Aufſtellung genommen hatte, empfangen. Die Kapelle des ihm ein Heer tüchtiger Beamter und Söldner. In Preußen
ſich heute früh nach Leipzig begeben und von dort nach Eiſenbahn=Regiments ſpielte das Niederländiſche Dank= eine Reihe ſcharf ausgeprägter Männer voll echt preußi=
Berlin zur Meldung beim Kaiſer als Generalinſpekteur. gebet: Der Vorſitzende dee Turngemeinde, Oberlehrer ſchen Eigenſinns und Trotzes, aber erfült von dem glü=
* München, 16. Okt. Der Prinz=Regent iſt Humpf, hielt eine Anſprache. Nach einer Kranznieder=henden Verlangen, die Freiheit dem Vaterlande wieder
heute morgen nach Leipzig abgereiſt, begleitet von legung und einem Schlußgeſange wurde der Eilbotenlauf aufzurichten. Stein, in dem die hinreißende Macht einer
großen Perſönlichkeit ſich verkörperte, Scharnhorſt, Gnei=
ſeinem
Generaladjutanten Walther von Walderſtötten und fortgeſetzt.
* Metz 17 Okt. Geſtern nachmittag um 5 Uhr be= ſenau und alle die Großen, ließ der Vortragende dannin
dem Flügeladjutanten Graf Caſtel.
* München, 17. Okt. Am Schluſſe der heutigen gann von der Gedenkhalle Gravelotte ein Stafetten=packender Charakteriſtik Revue paſſieren; erwähnte, wie
Sitzung des Landtages lenkte der Vizepräſident lauf, der von Metz über Frankfurt a. M. und Leipzig die begeiſterten Freiheitslieder Arndts, Rückerts und Th.
v. Fuchs die Aufmerkſamkeit auf die vaterländiſche geht. Dort wird die bei Gravelotte überreichte Gelöbnis= Körners die Herzen Hunderttauſender entflammten, wie
Gedenkfeier die morgen in Leipzig in Anweſenheit urkunde mit drei weiteren Urkunden, die von Zwiſchen= Schillers Dramen mächtig den Gedanken der Befreiung
des deutſchen Kaiſers und der Fürſten ſtattfindet. Wie die läufen von Ems Niederwalddenkmal und Straßburg aufflammen ließen, und ging dann auf die Anfänge der
Feier in Kelheim, ſo vereinigt die Leipziger Feier die unterwegs und zu dem Hauptlauf ſtoßen ſollen, übergeben großen Erhebung Preußens ein. General Yorcks grüße,
befreiende Tat in Tauroggen fand eingehende Schilde=
Herzen aller treuen Deutſchen in feſtlicher Erinnerung an werden.
rung. Dann folgten die Aufrufe des Königs zum Kampfe
das große Werk, das 1813 mit dem Blute beſiegelt wurde,
zur Freiheit der den verlorenen Glauben an die frohe=
Mit Stolz gedenkt das deutſche Volk dieſes Jahres ſeiner
Darmſtädter Jahrhundertfeiern.
Opferwilligkeit ſeiner Preußen wiedergefunden hatte;der
Helden. Auch das Bayernvolk insbeſondere wir, ſeine
Feier des Realgymnaſiums.
Aufruf zum Kampfe, der nur einen ehrenvollen Frieden
Vertreter, nehmen freudigen Anteil an der Feier und ver=
oder
einen ruhmreichen Untergang bringen konnte, weil
einen uns mit dem ganzen Volke zu den innigſten Wün=
d
. Die Großh. Direktion des Realgymnaſiums ehrlos der Preuße, der Deutſche nicht zu leben vermags
ſchen für die Wohlfahrt, die Macht und den Glanz Deutſch= hatte für geſtern nachmittag zu einer Jahrhundertfeier Scharnhorſts tragiſches Ende fand eine eindrucksvolle
lands. Mit beſonderer Wärme gedenken wir unſeres der Schlacht bei Leipzig im großen Saale der Turnge= Schilderung, als das eines Mannes ohne den Leipzigmie
allverehrten Prinz=Regenten, der mit dem deutſchen meinde eingeladen. Bis zum letzten Platz waren die gekommen, wir ein Sedan nicht erlebt hätten. Blüchers
Kaiſer und den Bundesfürſten durch ſeine Teilnahme an großen Räumlichkeiten von geſpannt lauſchenden Zuhörern ſtürmendes Draufgängertum wurde zum Leben erwechtz
der Feier bekundet, wie unerſchütterlich geſchloſſen die in gefüillt. Zunächſt ein volles Lob dem Schülerorcheſter und der General Bülow von Dennewitz, Kleiſt und Herzaſl
Deutſchland verbundenen Stämme und Fürſten zuſammen= Schülerchor, ſowie deſſen Leiter, Herrn Reallehrer Mül=Eugen von Württembergs Siege geſchildert, die alle Blül
ſtehen. (Lebhaftes Bravo.)
ler. Reinheit der Intonierung, auch bei den a capella= chers Heerführertum noch überragte. Willig folgten alle,
Eilbotenläufe der Deutſchen Turnerſchaft zum Völker= Chören, und klare Ausſprache gingen Hand in Hand. Das Krieger und Dichter und Literaten, dem bildungsloſen
Programm enthielt faſt vergeſſene und bekannte Volks= Mann, dem die Schule des Lebens all ſeine Führereigen=
ſchlachtdenkmal
.
lieder und Weiſen; Lieder von Körner, Schenckendorff, ſchaften verliehen.
* Der Lauf Straßburg-Hanau nahm am Donnerstag Arndt und anderen Dichtern aus jener großen Zeit wurden
Dann kam die Schilderung der Völkerſchlacht ſelbſte
abend um 9 Uhr von den Schlachtfeldern ſeinen Anfang. mit Begeiſterung vorgetragen, teils mit, teils ohne beginnend mit dem Aufmarſch der Heere der Verbündeteſt
Die mondhelle Nacht geſtattete den Läufern eine außer= Orcheſter; ferner der Marſch aus Jephtha von Händel, und des Imperators. Gneiſenaus Vorſchlag, eine Pen
ordentliche Schnelligkeit zu entwickeln, ſo daß der Lauf der Kriegsmarſch aus Athalia von Mendelsſohn= nichtungsſchlacht zu ſchlagen, die ein Waffenſtreckene
beim Paſſieren der heſſiſchen Landesgrenze ſchon 40 Mi= Bartholdy und der Yorkſche Marſch. Die Orcheſtervor= bracht hätte, wie es die Welt noch nicht geſehen, ſcheitelte
nuten aufgeholt hatte. Um 5.04 Uhr wurde Bensheim er= träge und Chöre waren durch einen von Herrn Oberlehrer an dem kleinlich zagenden Geiſte Schwarzenbergs, der zu=
reicht
. Um dieſe Zeit ſtellten ſich dichte Nebel ein, die den Dr. Köſer verfaßten Text verbunden. Die Gedichte er= nächſt einen höchſt unglücklichen Schlachtplan entwarf.Es
Lauf beſonders durch die Ortsſtraßen, ſtark beeinträchtig= fuhren durch Schüler der Anſtalt eine zum Teil vollendete kamen die Schlachten bei Möckern und Wachau. Möckem=
ten
. Trotzdem konnte Darmſtadt ſchon um 6.05 Uhr er=Wiedergabe. Zum Schluß ergriff der Direktor der Anſtalt, bedingt durch Blüchers ſicheres Erſcheinen, wo Mon
reicht werden. Die 24 Kilometer lange Strecke von Bens=Herrn Geh. Schulrat Münch,, das Wort. Er zeigte, was Korps wieder die ſchwerſte Aufgabe zu löſen hatte, und
heim bis Darmſtadt Ortsmitte wurde in 1 Stunde zurück= wir von den Helden von 1813 lernen ſollen: Pflichterfül= das ſechsmal an einem Tage dem Feinde immer ernellt
gelegt. Einen unheimlichen und doch feierlichen Anblick lung gegen das Vaterland.
abgerungen werden mußte. Ungeheuer waren die Opfer
bot die Lauſſtrecke durch die Bergſtraße. Die Turner
von 9000 Mann Infanterie des Yorckſchen Korps bliehen
Katholiſcher Frauenbund.
hatten auf ihren Aufſtellungsplätzen Lichter ausgeſtellt und
3000, von 13 000 Mann Landwehr gar 11000 auf deſ
* Die Jahrhundertfeier der Schlacht bei Leipzig, die Schlachtfelde. Am Abend des erſten Schlachttages iuat
teilweiſe Feuer angezundet, um ſich die kalten Glieder
zum Laufen anzuwärmen. Namenlich die lange Bicken= der Katholiſche Frauenbund veranſtaltet hatte, nahm einen der Angriff Schwarzenbergs wohl geſcheitert, doch
bacher Chauſſee bot ein echebendes Bild. Nicht allein die glänzenden Verlauf. Schon früh war der Saab dicht= Sieger konnte nicht einmal das Schlachtfeld behaupten
Turner, vom jüngſten Zöglinge bis zum gereiften Manne gefüllt, und mit geſpannter Aufmerkſamkeit lauſchten die Und immer noch hoffte Napoleon, anſtatt das allein möt=
ſtellten
ſich in den Dienſt dieſer nationalen turneriſchen Anweſenden den begeiſterten Schilderungen, welche der liche zu erkämpfen, den geordneten Rückzug, auf endall
Arbeit auch Turnerinnen des Turnvereins Eberſtadt liefen Feſtredner, Herr Lehramtsaſſeſſor Emrich, von dem Jahr tigen Sieg. Dann kam der 18. Oktober, der die Entſchält
ihre Strecke ganz vorzüglich. Eilenden Laufes über= 1813 und den damaligen Heldenfrauen entwarf. Insbe= dung brachte. Eingehender verharrte der Redner in det
nahmen die Darmſtädter Turner von der Rennbahn den ſondere gedachte er der Johanna Prochaska und des Hel= Schilderung der Schickſale der ſächſiſchen Armee, diehe
Köcher mit der Urkunde und legten teilweiſe einen Spurt denmädchens von Leiden. Fräulein Ida Eckardt ver= kanntlich in offener Feldſchlacht von Napoleon gegend
an, der die begleitende Autoführung förmlich verblüffte. breitete ſich ſodann über die Mutter als Erzieherin und Willen ihres Königs ſich trennte und zu den Verbündeten
Wie groß die Begeiſterung der Läufer war, und daß auch Veraterin ihrer Kinder, um ſie zu tüchtigen, charakterfeſten übertrat. Zwölf brennende Dörfer warfen am Abends
turneriſche Gewandtheit nicht fehlte, ſei folgender Fall an= Menſchen heranzubilden, die den Aufgaben, die in heuti= Tages, an dem Napoleon den Rückzug ſeiner Armee beſchle
geführt. Ein junger Turnersmann, der kurz vor dem ger Zeit zu erfüllen ſind, auch gerecht zu werden ver= ihren Schein auf das Schlachtfeld, das von frommen Ba
Glasberg die Urkunde übernahm, wurde durch den Roß=mögen. Reicher Beifall lohnte die Worte beider Redner. liedern widerhallte. Schwarzenbergs Kleinmut wolliehie
dorfer Expreßzug, der ſich ihm an der Halteſtelle Glasberg Vaterländiſche Geſänge und Gedichte, von jungen Damen Geſchlagenen nicht zur Verzweiflung treiben. Anſtalt hie
in die Quere ſtellte, behindert, weiter zu laufen. Kurz und dem Geſangverein St. Ludwig vorgetragen, fanden preußiſchen Garden zur Verfolgung aufzubieten, ließ
entſchloſſen überſprang er die Schranke, überkletterte die enthuſiaſtiſche Aufnahme, wie auch das künſtleriſch voll= Napoleon mit 90000 Mann ſeiner Armee entkommeſt
Plattform und ſtolz ging es weiter zum nächſten Läufer, endete Tableau Huldigung der deutſchen Frauen an Ger= Ungeheuer waren die Opfer, 100 000 Mann bedeckten
Wenn die Straßen durch die Bergſtraße ſtark durch Nebel mania. Mit dem herrlichen Liede Deutſchland, Deutſch= Schlachtfeld.
Die Frucht dieſes Völkerringens war die Auflgſun
belaſtet waren, ſo waren die öſtlichen Straßen beſonders land über alles fand die ſchöne, erhebende Feier die
hinter Diebueg und Babenhauſen ſtark durch Regen auf= gewiß noch lange in aller Herzen nachtlingt, ihren Ab= des Rheinbundes, das Verſprechen Steins, daß nundſ.
voleons Sturz folgen miſſe Stein ſchrieb noch unterhnt
geweicht. Um 7 Uhr war Dieburg, um 7.30 Uhr Baben= ſchluß.
friſchen Eindruck der Schlacht ſein Buch: Der Rhin=
Die Jahrhundertfeier der Stadt.
hauſen und um 7.45 Uhr die bayeriſche Landesgrenze er=
Deutſchlands Fluß, nicht Deutſchlands Grenzelt Und han=
reicht
. Hier übernahmen die Bayern die Urkunde und
Die von der Stadt Darmſtadt veranſtaltete Jahrhundert= kam der Sturz des Mannes, der die Welt in Atem gehalten
brachten ſie über Aſchaffenburg nach Hanau das um 9.30 feier wurde geſtern abend durch einen Vortrag des Herrn hatte. Er hatte nie geahnt, daß die Menſchen etwas
Uhr erreicht war. Die 263,8 Kilometer lange Strecke von Profeſſor Dr. Baur eingeleitet. Der Kaiſerſaal war anderes ſind als eine gut gearbeitete Maſchine und daßſich
Straßburg bis Hanau wurde in 12½ Stunden zurück= dicht beſetzt. Der Abend wurde mit einem Geſangsvor= ein Volk bis zur Verzweiflung unglücklich fühlen kaln
gelegt, das wähe dne Stundengiſchwindigkeit von 22 trag eröffnet. Die Geſangsabteilung des Bezirks Darm= unter der ſtraffen Herrſchaft eines gut organiſtell
Kilometer, daven nahezu 10 Stunden in der Nachtzeit. ſtadt des Militäranwärterverbandes ſang Staatsweſens, einer ſtarken Armee. Er, der Heimatloſt=
In Hanau vereinigte ſich der Lauf mit dem Hauptlauf unter Leitung ihres Dirigenten R. Etzold Ein Mann, konnte nicht verſtehen, daß die heimiſche Unſitte einen
von Gravelotte, der am Donnerstag abend um 6 Uhr ſeinen ein Wort von H. Marſchner, mit Orcheſterbegleitung.
Volke heiliger ſein kann als fremde Sitte. Er kannte keilte
Anfana nahm und um 7 Uhr Samstag früh in Leipzig
Herr Profeſſor Dr. Baur behandelte in ſeinem etwa Ideale glaubte nicht an die Hoheit der Menſchenſeell=
eintreffen
ſoll. Ueber den Ausgang der anderen Läufe 1ſtündigen Vortrage das Thema Das Jahr 1813 Freundſchaft hat er nie gekannt. Kein Staatsmann hl
werden wir ſpäter berichten
und die Schlachtbei Leipzig. Seine Ausführun= Geſchichte hat ſo zyniſch wie er die Lehren der politiſch
Der den Rhein=Main=Gau betreffende gen bewegten ſich etwa in folgendem Gedankengange: Unſit lichkeit verkündet. Einer der mächtigſten Hebelſie=
Lauf (Nebenlauf Straßburg-Hanau) erreichte Darm= Eine Fülle von Ruhm und Ehre, von Opfern an Leben ner Politik iſt die Lüge geweſen. Es iſt ſicher ſchwer für
ſtadt um 6 Uhr geſtern früh. Die Darmſtädter und Blut, umfaſſen die drei Tage, beginnend am frühen uns, hier objektiv zu urteilen, aber er war eine unreine
Turnerſchaft übernahm die Kapfel mit der Urkunde Morgen des 16. Oktobers, da General York ſeine Huſaren Größe So ſind die Befreiungskriege zugleich ein Sien
an der Rennbahn und lief bis Roßdorf. Es beteiligten mit dem letzten Zutrunk das Wort zurief: Den Anfang, der Sitlichkeit über die politiſche Unmoral geworden.
ſich an dem Laufe hier etwa 85 Turner, die in Abſtänden Mitt’ und Ende, Herr Gott, zum beſten wende bis zum
An uns drum iſt es ſchloß Redner ſeinen tief wit=
von
100 bezw. 200 Meter aufgeſtellt waren. Die Strecke 18. Oktober abends, als das Danklied aus den Kehlen von kenden Vortrag, dem Geſchlecht, das dort blutete die Un=
wurde
in 20 Minuten zurückgelegt; der einzelne Turner Tauſenden von Kriegern über das blutgetränkte Schlacht= ſterblichkeit zu ſichern, indem wie uns bewahren den
lief etwa 28 Sekunden. Heute früh ½11 Uhr werden alle feld tönte Seine Aufgabe faßte Redner dahin auf, Träger frommen, tapferen, treuen Sinn der Väter und
Urkunden ſämtlicher Eilbotenläufe in Leipzig übergeben des Grußes zu ſein, den wir heute den Helden von 1813 ihren großen Gedanken: Das Vaterland über
werden können.
entbieten. Niemals hat Preußen die Welt ſo in Staunen alles auch in den Tagen des Friedens leben
begeiſterten Widerhall, die ſtürmiſchen Beifall ſpendeten, und Begeiſterung heraus geboren; für den heutigen Gedenktag
Großherzogliches Hoftheater. nachdem der Vorhang fünf= bis ſechsmal wieder aufge= konnte man deshalb kaum ein geeigneteres Stück finden=
zogen
war, wurde auch Herr von Wolzogen noch dreimal Prophetiſch läßt der Dichter die Prinzeſſin Natalie zu
Freitag, 17. Oktober.
gerufen. Aus dem prächtigen Vorſpiel, das den Abend ihrem Oheim, dem großen Kurfürſten, ſagen;
in ſtimmungsvollſter Weiſe einleitete, ſprechen der Geiſt
Feſtvorſtellung.
Das Vaterland, das du uns gründeteſt,
und die Kunſt eines echten Dichters
Die Zornſchmiede. Prinz Friedrich
Steht, eine feſte Burg, mein edler Ohm=
Störend war die mangelhafte Beleuchtung der
Das wird ſich ausbau’n herrlich, in der Zukunft,
von Homburg.
Schmiede, die nur durch eine matte Oellampe ſpärliches
Erweitern unter Enkelshand, verſchönern,
W-l. Anläßlich der Jahrhundertfeier der Völkerſchlacht Licht erhielt. Die vier Rollen wurden von den Herren
Mit Zinnen, üpig, feenhaft. zur Wonne
bei Leipzig fand heute Feſtvorſtellung ſtatt, bei der Kleiſts Baumeiſter, Peterſen Schneider, der etwas
Der Freunde und zum Schrecken aller Feinde.
patriotiſches Schauſpiel Prinz Friedrich von nervös zu ſein ſchien, und Frl. Meißner geſpielt.
Die Titelrolle ſpielte Herr Ehrle der für den träu=
Homburg zur Aufführung gelangte.
Die Aufführung des Kleiſtſchen Schauſpieles Der
Eröffnet wurde die Vorſtellung mit dem Hohenfried= PrinzvonHomburg leitete die Jubelouvertüre von meriſchen Helden, welcher im Glück himmelhochſauchzend.
berger Marſch, worauf ein von Frhrn. E. v. Wolzogen Weber ein, deren outrierte Tempi uns aber nicht gefielen. und im Unglück bis zum Tode betrübt, zur Kleinmütigkeit
herabſinkt warme und überzeugende Töne fand. Her
für dieſen Abend gedichteter ſzeniſcher Prolog: Die Beim Schluß der Ouvertüre erhob ſich das Publikum.
Heinrich von Kleiſt war eine von den problematiſchen Heinz hatte für den Kurfürſten eine brillante Mäsle
Zornſchmiede‟, folgte. Die Szene ſpielt am 18.
Oktober 1813 in der Nähe der ſächſiſchen Grenze in der Naturen über die Goethe das vernichtende Urteil gefällt gewählt und ſpielte die Rolle mit ſchauſpieleriſcher Ueber=
Schmiede des Meiſters Zorn, die mit hübſchem Doppelſinn hat: Es gibt problematiſche Naturen, die keiner Lagelegenheit und würdevoller Ruhe. Fräulein Horn reichte
die Zornſchmiede genannt wird, da in ihr nach einem von gewachſen ſind, in der ſie ſich befinden, und denen keine für die Darſtellung der Natalie nicht aus: ihre Sprechweiſe
dem Reiteroffizier von Rechberg gebrauchten Bilde der genügt. Daher entſteht der ungeheuere Widerſtreit, der iſt noch zu wenig künſtleriſch ausgebildet, beſonders iſt
deutſche Zorn gegen die franzöſiſche Fremdherrſchaft ge=das Leben ohne Genuß verzehrt. Das Problematiſche, es ſtörend, daß ſie kein richtiges r ſpricht. Auch Herm
ſchmiedet wird. Meiſter Zorn, deſſen Tochter Laura ihr das Disharmoniſche ſeines ganzen Weſens prägt ſich auch Jannings Organ paßt für die Rolle des Dörfling
blondes Haar auf dem Altar des Vaterlandes geopfert in den Dramen Kleiſts aus. Wie ihm ſelbſt, fehlt ihnen nihht. Gut beſetzt waren die Rollen des Kottwitz durch
hat, und ſein Altgeſelle Franz ſind Peſſimiſten und ſtehen das innere Gleichgewicht und jene Harmonie, welche die Herrn Weſtermann und des Hohenzollern durch Herrn
fern der allgemeinen Begeiſterung und Hoffnungsfreudig= Grundbedingung für ein echtes Kunſtwerk iſt. Daher ſind Baumeiſter, an denen man ſeine Freude haben konnte.
keit, da ſie den Glauben an eine einmütige Erhebung und ſeine Dramen trotz der ihnen innewohnenden poetiſchen Die ziemlich paſſive Rolle der Kurfürſtin wurde von Frl.
Erſtarkung des deutſchen Volkes und die Hoffnung auf die und dramatiſchen Geſtaltungskraft von jeher die Schmer= Alſen in dieſem Sinne geſpielt. Die kleineren Rollen
Wiederkehr beſſerer Zeiten verloren haben. Dieſen klein= zenskinder der Bühne geweſen, und der Regiſſeur muß hatten eine entſprechende Vertretung erhalten.
Die Regie führte Herr Baumeiſter. Die Inſze=
mütigen
Philiſtern weckt der hoffnungsfrohe und für die kräftig nachhelfen, ſtreichen und glätten, damit möglichſt
nierung hielt ſich im ganzen wohl in dem früheren Rah=
deutſche
Sache begeiſterte Reiterofizier von Rechberg, der einheitliche Bühnendramen aus ihnen entſtehen.
Mit dem Schauſpiel Prinz Friedrich von Homburg men. Nur die Schlachtſzene war neu und brillant inſzeniert.
ſich bei Meiſter Zorn in Pflege befindet, das Gewiſſen,
und er verkündet ihnen in ſchwungvollen Worten den An=neben Käthchen von Heilbronn und dem Zerbrochenen wenn auch der Baumſtumpf mit dem rieſigen Einhorn auf
bruch einer neuen Zeit und einer neuen Freiheit und reißt Krug das meiſtaufgeführte ſeiner Dramen, beſchloß Kleiſt die Phantaſie ſtörend einwirkte.
Das Publikum, das übrigens nicht ſehr zahlreich er=
ſie
zur Begeiſterung mit fort. Unter Kanonendonner und ſeine dramatiſche Laufbahn. Durch das ganze Stück geht
ſchienen war, nahm das Schauſpiel mit warmem Beifall
Glockengeläute wird darauf der große Sieg der Völker bei ein idealer patriotiſcher Zug: Anlage und Ausführung
Leipzig verkündet.
verraten einen großen und kühnen Geiſt und die Sprache auf.
Die kräftigen patriotiſchen Töne, die der Dichter am den echten Dichter. Es iſt ſein reifſtes und beſtes Stück
Schluſſe anſtimmt, fanden in den Herzen der Zuhörer und aus deutſchem Geiſte, deutſcher Treue und deutſcher

[ ][  ][ ]

Nummer 248.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Seite 9.
pig erkalten. Dann wird die blihende Zugend=kegierten mit, weiche Arikel des türtiſchen Enwuſes ſie
tind Männerkraſt des Volkes auch das Werk der annehmen und welche Abänderungen ſie zu den anderen
Wäter nicht zuſchanden werden laſſen, dann wird 1Artikeln vorſchlagen. Der Beamte des Valufminiſteriums
Helmpla- heater
der Opfermut des Jahres 1813 auch in uns ein Geſchlecht Sena Eddin iſt heute nach Athen gereiſt, um die türkiſchen

ſinden, das einſteht allezeit treu bereit für des Delegierten bei der Beratung zu unterſtützen.
Heute
Reiches Herrlichkeit.
Athen, 17. Okt. Die Friedensdelegierten
Rauſchender Beifall dankte dem Vortragenden für gingen geſtern den Text des Friedensvertrags=Entwurfs
große Killder Volstenung
eine trefflichen Worte. Der Geſang des Liedes Der durch. Die Delegierten einigten ſich über beſtimmte Artilel,
Anfang 9, 11, 1 u. 3 Uhr. Spieldauer 1½ Stunde.
ochwarze Huſar durch den genannten Männerchor be= jedoch beſteht über wichtige Punkte wie die Vakuffrage,
ſchloß den Abend.
t., II. u. III. Platz 10 Pfennig. (21859
noch keine Uebereinſtimmung. Daher wurde beſchloſſen,
die Vakuffrage bis zum Samstag aufzuſchieben, wo der
dritte türkiſche Delegierte Sena Eddin eintreffen wird.
Gerichtszeitung.
Heute iſt keine Sitzung.
Der Kiewer Ritual mordprozeß.
* Kiew 16. Okt. Der Verteidiger Gruſenberg fragt
Letzte Nachrichten.
en Zeugen Tſcheberjak, woher es komme, daß der Zeuge
Verlobten
(Wolffs telege. Korreſp.=Bureau.)
on neuem ausſage, daß laut Angabe Eugen Tſcheberjals
ſich Beilis und zwei Rabbiner auf die Kinder
*=Straßburg, 17. Okt. Nach Erkundigungen bei der
die ihr künftiges Heim gediegen, ge-
warfen
und Juſchtſchinsky packten, davon nichts Stadtverwaltung, hat der Kaiſerliche Statthalter mit der
lei dem Verhöre vor dem Unterſuchungsrichter jüngſt erfolgten Ablehnung des Volksſtückes
schmackvoll und modern einrichten
(xwähnte. Der Zeuge entſchuldigte ſich mit der Das Eiſerne Kreuz für das Straßburger Stadttheater,
wollen, wird eine Besichtigung meiner
Lufregung, die ihn damals beherrſchte. Infolgedeſſen nicht das Mindeſte zu tun. Die ſtädtiſche Theaterkommif=
konnte
er ſich Eugens Erzählung nicht ſehr genau in die ſion hatte erwogen, daß man das hiſtoriſche Drama 1813"
feinbürgerlichen
Erinnerung zurückrufen. Auf die Frage des Staatsan= aufführen ſolle, kam aber mit Rückſicht auf die beſonderen
walts erklärt der Zeuge, die Bezeichnung Rabbiner habe Verhältniſſe im Lande und wegen der Koſten zu dem Be=
ar
gewählt, weil Eugen von Juden ſprach, die bei Beilis ſchluß, von der Aufführung abzuſehen. Dasſelbe gilt von
Wohnungseinrichtungen
zut Beſuch weilten und gleich nach der Ermordung Juſch=einer ganzen Anzahl eingeſandter Schauſpiele, unter denen
empfohlen. Meine Möbef zeichnen
chinskys verſchwand.
ſich auch Das Eiſerne Kreuz befand.
Im weiteren Verlaufe der Verhöre macht der Vertei=
* Mülhauſen i. E., 17. Okt. Der Kriminalpolizei iſt
sich aus durch künstlerische Formen-
iger
Gruſenberg darauf aufmerkſam, der Zeuge Waſſilij es gelungen, heute früh eine Einbrecherbande, be=
schönheit
, grundgediegene Qualität u.
Eſcheberjak habe vor dem Unterſuchungsrichter nichts von ſtehend aus vier Italienern und einem Frauenzimmer,
infolge niedrigsterGeschäftsspesen durch
(üner Vergiftung ſeiner Kinder durch Kuchen geſagt, viel= dingfeſt zu machen. Die Bande, die nunmehr hinter
besondere Preiswürdigkeit.
mehr erklart, die Kinder hätten ſich an unreifen Birnen Schloß und Riegel ſitzt, hatte in der letzten Zeit Mülhauſen
den Magen verdorben. Der Geiſtliche Sſinkewitſch ſagt durch Einbrüche und namentlich durch Kaſſenſchrankdieb=
arus
, daß Eugen Tſcheberjak, nachdem er ihm auf ſein Ver=ſtähle unſicher gemacht. Es wurde bei ihr ein ganzes
OTTO KUNKEL
lrangen vor dem Tode das Abendmahl reichte und ſich ent= Arſenal der verſchiedenſten Einbrecherwerkzeuge auf=
jernen
wollte, ihn zweimal angerufen habe. Auf die gefunden.
Gr. Ochsengasse 21/23. Tel. 287.
Frage, was er wolle, habe er nichts erwidert. Darauf
* Breslau, 17. Okt. Heute Vormittag wurde in der
(16984a
habe er verſucht, den Knaben durch freundliche Worte zum Vortragshalle der Jahrhundert=Ausſtellung die Wander=
n

Sprechen zu bewegen, vergeblich. Da hinter ihm die Ausſtellung des Vaterländiſchen Frauen==s===
Mutter des Knaben geſtanden habe, ſei es leicht möglich,vereins, die in acht Gruppen einen Ueberblick über das
naß ſie ihrem Sohne Zeichen machte. Der Zeuge kennt Waſ= Wirken, die Bedeutung und die Aufgaben der vaterlän=
Kietichts Pabl.
Llii Tſcheberjak und hält ihn für einen braven Mann und diſchen Frauenvereine in Krieg und Frieden gibt, durch
amſigen Arbeiter. Die Mutter war durch die Krankheit ihres die Erbprinzeſſin von Meiningen eröffnet,
Atelier für Grabmalkunst
Sohnes betrübt und weinte oft. Der Zeuge Galkin kon=
* Wien, 17. Okt. Das Verwaltungsgericht hat in Be=
DARMSTADT, Mühlstr. 50.
Gessesesensenennesssanseseseseseaseheeserese
ſtatiert, Juſchtſchinsky wurde in der Vorſtadt mit Aren= gründung der Abweiſung der Beſchwerde eines Privat=
norf
bekannt. Juſchtſchinskys Wohnung ſei von einem mannes aus Böhmen prinzipiell feſtgeſtellt, daß dem
Künstler. Grabdenkmale,
Fuden ausſpioniert worden, der nach der Beſchreibung Kaiſerlichen Patente betreffend die Einſetzung einer
Urnen und Einfassungen in
allon Materiallen u. Preislagen.
ſcheberjals Scheerſon gliche. Er, der Zeuge, habe Landesverwaltungskommiſſion in Böh=
-enanssssesansensssssensssossansenssenenase
Scheerſon niemals geſehen. Nach den von Zeugen ange= men nicht der Charakter einer Verordnung von den
AUssTELLUNG: (21774a
gebenen Merkmalen iſt Scheerſon brünett oder dunkelblond. Staatsbehörden, ſondern formell wie materiell den
Mühlstr. 50 und Grafenstr. 4
Auf Antrag des Verteidigers Gruſenberg wurde eine Charakter eines materiell nicht zu überprüfenden Geſetzes

Beugenausſage verleſen, in der es heiſßt, Zuſchtſchinskys 1 hzw. eines Notgeſetzes nach Analogie des § 14 zutomme. aagunsnsanugnaaaunnnannunanasunsnannn
5
Wohnung ſei von einem rothaarigen Juden ausſpioniert
* London, 17. Ott. Der Konflikt zwiſchen!a
worden. In einer weiteren Ausſage bemerkt der ZeugeArbeitgebern und Arbeitnehmern im Gebiet 5
achf.
Galkin, eine gewiſſe Konzeva habe ihm erzählt, ſie habe von Lancaſhire iſt dadurch beigelegt worden, daß die
5
am 25. März Juſchtſchinsky in Begleitung eines Mannes35 Streikenden in der Spinnerei von Beehife in Bolton
Fritz Rollenhagen a
nut rotverbrämter Mütze, dem Ausſehen nach ein Jude, nach einer Abſtimmung beſchloſſen haben, am nächſten
Königl. Spanische Hoflieferanten
gehen ſehen. Der Zeuge Müller, der in der Fabrik Sai=Montag die Arbeit wieder aufzunehmen. Die Arbeit=
Lews angeſtellt war ſagte aus, daß Saizews Schwager geber haben die Zuſicherung gegeben, daß ſie keinerlei
Frankfurt a. M., Goethestraße 10.
a
Setinger, ſowohl Oſtern 1910 wie Oſtern 1911 aus dem Thrannei der Arbeiter durch die Aufſeher dulden werden,
Fernsprecher Amt I 5851.
Auslande eingetroffen ſei. Wie dies mit der Eintragung
* Malta, 17. Okt. In Malta wütete geſtern ein Un=
um
Hausbuche, wonach, wie das Gericht feſtſtellte, Oettin=wetter, von einem ſieben Stunden währenden Regen
Delikatessenhaus (I,21219
er am 3. Februar 1911 eingetroffen und am 6. Februar begleitet das ſehr großen Schaden angerichtet hat. Meh=
2911 abgereiſt iſt, zu vereinbaren iſt, kann ſich der Zeugerere Dörfer wurden überſchwemmt. Der
und Stadtrüche I. Nangen.
telegraphiſche und telephoniſche Verkehr iſt unterbrochen.
nicht erklären.
eteeeene
Menſchenleben ſind nicht zu beklagen; doch ſind viele Tiere
ertrunken.
Austern Caviar
Vom Balkan.
* Waſſ n, 17. Okt. Präſident Wilſon erklärte s Lebende u. gekochte Hummer u. Langusten.
Rede über die Lage in Mexiko, er ſei
geſtern in
Rußlands Balkanpolitik.
unwiderruflie entſchloſſen. alle Verbindungen mit der à Gänseleber- u. Wildpasteten in allen Grössen.
* Paris, 16. Okt. Der ruſſiſche Miniſter des Aeußern,
Sämtl. In- u. Ausländische Liköre.
SSaſonow, der heute nachmittag von dem Präſidenten Regierung Huertas einzuſtellen. Man erwäge andere Maß=
n

Poincaré empfangen wurde und ſodann mit dem Mi= nahmen, um in Mexiko den Frieden wieder herzuſtellen.
Dejeuners Diners Soupers
tiſter des Neußern, Pichon, eine lange Unterredung Hobe Beamte erklären, es beſtehe die Geneigtheit, mit den
Kalte Platten.
matte, erklärte einem Berichterſtatter u. a.: Rußland Aufſtändigen in irgendwelche Verhandlungen zu treten.2
wwünſcht gleich allen Großmächten eine möglichſt bal=
Lieferung nach auswärts
H. B. Frankfurt a. M., 17. Okt. Die Verhandlung gegen
ſeige Befeſtigung des Friedens im Orient.
mit und ohne Koch.
Ich glaube, daß kein einziger Balkanſtaat verkennt, wel= den Grafen Eugen Hertzberg, der ſich zurzeit im
Einzelne kalte und warme Schüsseln.
ches gemeinſame Intereſſe mit dieſer Befeſtigung des Strafgefängnis Preungesheim befindet, iſt wiederum
Friedens verknüpft iſt, was allerdings durch angenom= vertagt worden und zwar auf November. Auf Grund
Uebernahme kompletter Festlichkelten.

mnene Gewohnheiten und einander widerſtrebenden Inter= des Aufenthalts des Grafen in der ſtädtiſchen Irrenanſtalt,
üſſen erſchwert wird. Rußland habe den lebhafteſten hat Profeſſor Raeke jetzt ein Gutachten über den Geiſtes==a=E=====IRKaTT
Kleider machen Leute: Kleider koſten aber
Wunſch, dem Osmaniſchen Reich einenormale zuſtand des Grafen erſtattet. Unter dem Verdacht des
und gedeihliche Exiſtenz auf der gegenwärtigenbetrügeriſchen Bankerotts wurde der 28jährige auch Geld. Jeder kann aber heute noch für
Kaufmann Landau aus Pirmaſens, der hier ein Schuh= billigen Preis gut und gediegen=vornehm gekleidet gehen,
Grundlage zu erleichtern; dazu ſind innere Reformen un= geſchäft betrieb, verhaftet. Der 24jährige Haus= wenn er nur ſeinen Bedarf an Kleiderſtoffen bei der
ubweislich. Rußland hat als Nachbar der Türkei nur den
(inen Wunſch, auf dem eigenen Gebiete nicht durch Rück= burſche Julius Kurzer aus Karlsruhe und der 27jährige richtigen Bezugsquelle deckt. Den Weg dahin weiſt der
Hausdiener Max Korbitz aus Erlangen wurden wegen heute in der Stadt= und Landauflage beiliegende Pro=
wwirkungen
etwaiger Ruheſtörungen in der Türkei beun=
fortgeſetzter
Erpreſſung an einem hieſigen ſpekt der Firma Robert Waldthauſen, G. m. b. H.,
uhigt zu werden. Unſere offenkundige Selbſtloſigkeit
Händler in Haft genommen.
Aachen, die nur ſelbſt fabrizierte, die höchſten Anſprüche
ßteht mit einer guten Verwaltung der türkiſchen Intereſſen
H. B. Wiesbaden, 17. Okt. Die Beſtätigung des befriedigende Ware zu billigen Preiſen direkt an den
um der aſiatiſchen Türkei im Einklang. Was die Balkan= Berliner Hofpredigers Ohly zum Generalſuper= Verbraucher abgibt.
(21855
btaaten anlangt, ſo wird es zweckentſprechend ſein, ihnenindenten von Naſſau iſt erfolgt. Ohly wird ſeine
wurch die den Großmächten zur Verfügung ſtehenden Mit=
tel
die notwendige Ruhe zu erleichtern und ihnen Stellung am 1. November antreten.
unsbeſondere finanzielle Kriſen zu erſparen, die ſchlechte
Briekralten.
Katgeberinnen zu ſein pflegen. Ich beglückwünſche mich
Todes=Anzeige.
G. V. in A. Wir haben die gleiche Frage erſt vor
u dem zwiſchen den Großmächten aufrecht erhaltenen
Kontakt, durch welchen mancherlei Verwickelungen hintan= kurzer Zeit eingehend an dieſer Stelle beantwortet.
Allen Freunden und Bekannten hierdurch
gehalten werden. Rußland hat in voller Uebereinſtimmung
die ſchmerzliche Mitteilung, daß es dem Herrn
mit ſeinen Verbündeten und Freunden ſeine Kraft in den Opeym(77(scy mit v. ohne Stiele, empfehſt biigst
V u. in reichster Auswahl (18449a
über Leben und Tod gefallen hat, unſere innigſt=
Dienſt der Erhaltung des Friedens geſtellt. Die euro=
geliebte
Gattin, Mutter und Großmutter
Mäiſche Divlomatie hat ſeit einem Jahre ein gemeinſames
F. W. Pfersdrff, Hofoptiter. Hur küisenpglatz 4.
Ziel verfolgt, und das Ergebnis iſt geeignet, überall man=Spezialität: Brillen u. Zwicker nach ärstlicher Verordnung.
cherlei Voreingenommenheiten zu zerſtreuen.
OiolonolOlonolonolololotOtololOloloſoloſolololohe
Frau Pfarrer Veller
Griechenland und die Türkei.
* Konſtantinopel. 16. Okt. Nach dem Empfang E
GEORG KUGEL, Architekt
Helene, geb. Hoflus
(8
wer erſten Athener Nachrichten, betreffend die Wieder=
Wittmannstrasse Nr. 4, Tel. 763
im 57. Lebensjahre heute abend 6 Uhr zu ſich
trufnahme der Friedensverhandlungen
übernimmt das Anfertigen von Entwürfen,
in ſein himmliſches Reich zu nehmen.
mit Griechenland, zeigen ſich die maßgebenden 5
2 Bauplänen, als auch Uebernahme der Bau-
*
Kreiſe der Pforte ſehr optimiſtiſch bezüglich des Aus=S
Darmſtadt, den 16. Oktober 1913,
tanges der Verhandlungen. Da das erſte Telegramm 2 leitung etc. für alle Arten von Bauwerken. 2
Fertige Ausführung von: Villen, Landhäuser,
ier türkiſchen Delegierten über die geſtrige Sitzung in
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Einfamilienhäuser, Industrie-Bauten etc.
6
Althen ſehr gedrängt und teilweiſe unverſtändlich war, wird
ohne Mehrkosten gegen den Voranschlag.
Veller, Pfarrer i. P.
Es der Pforte nicht möglich ſein, ſofort zu antworten. So
5 Kleine Wohnhausbauten. * Herrichten von
wird man ein detailliertes Telegramm abwarten müſſen.5 Wohnungen. * Ausführung von Umbauten.
Die Beerdigung findet Montag, den 20. Okt.,
(Es verlautet jedoch an maßgebender Stelle, daß die Frage
Baugelände wird jederzeit nachgewiesen. K Schnellste
nachmittags 3 Uhr, von der Friedhofskapelle
der Staatsangehörigkeit auf gutem Wege zu ſein ſcheint. E
(21840
Ausführung gegen mässiges Honorar, auch
aus, ſtatt.
Die Fragen, betreffend die Muftis und die Vakufs, ſchei=
auswärts
. ** Besuch zur Besprechung jederzeit kostenlos.
men größere Schwierigkeiten zu bieten. In der geſtrigen
(B1208
Sitzung teilte der griechiſche Delegierte den türkiſchen De= Sioiohoſoſowotoloſolototolotoſololoblotolotolots


e
O4
C
D2
(14025a

Das Bier für die Familie. Tnerreicht in soſner Wohtbel zumlichkeit.

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Nummer 248.
Seite 10.
Sen
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
Gestern abend entschlief sanft nach langem Leiden am Herzschlag mein
anläßlich des Hinſcheidens unſeres innigſtgeliebten
lieber Mann, unser guter Vater
Söhnchens, für die zahlreichen Blumenſpenden
und die troſtreiche Grabrede des Herrn Pfarr=
aſſiſtenten
Lautenſchläger ſprechen ihren tiefge=
Professor Hermann Kellner
fühlteſten Dank aus
(*12205
Finanzaſpirant H. Erb u. Frau
im fast vollendeten 58. Lebensjahre.
(B21797
Marga, geb. Friedrich.
Darmſtadt, den 17. Oktober 1913.
Darmstadt, den 17. Oktober 1913.
Emilie Kellner, geb. Freiin von Perglas,
Jahrhundertfeier: Aufſtellung der Vereinigten
Erich Kellner, Referendar,
Kriegervereine zur Kirchenparade um 11¼ Uhr an der
Turnhalle am Woogsplatz. Hauptfeier um 8½ Uhr in
Hanna Kellner,
der Turnhalle am Woogsplatz. Freudenfeuer auf dem
Bismarckturm. Deutſchnationaler Handlungsgehilfen=
Elly Schüler, geb. Kellner,
verband um 9 Uhr im Kaiſerſaal.
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. Ludwigshöhe um
Maria Kellner,
4 Uhr. Bürgerkeller um 8 Uhr. Café Metropole‟
Ernst Kellner,
um 8 Uhr.
Obſt=. Gemüſe= und Kartoffelmarkt im
August Schüler (Metlitzhof bei Boizenburg a. d. Elbe).
Schützenhof.
Druck und Veriags z. e. Pitichige Zeſtuchernchent
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Auf Wunsch des Verstorbenen findet die Beerdigung in der Stille statt.
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilunger
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt,
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Großh. Hoftheater, Anfang 8 Uhr, Ende nach 12 1 Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
Tageskalender.
Uhr (Außer Abonnement): Die Zornſchmiede, hierauf: nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
Samstag, 18. Oktobet.
zurückgeſandt.
Prinz Friedrich von Homburg.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
ue
eäe
KINDER-MANTEL
in Größen von 4560 cm
Mamzer Warenhaus
aus ASTRACHAN, in rot, braun u.
5.50M.
GUGGENHEIM & MARK
weiß, gute u. beste Qualitäten, von
M.
aus L.AMMFELL, in weiß, braun u. 4.25 an
Markt 7
blau, erstklassiges Fabrikat, . von
aus MANCHESTER, in braun u. blau
MI.
7.80 am
tadelloser Sitz, prima Qualität, von
aus SAMT, in braun, blau und schwarz,
letzte Neuheit: : : : : : : : O. M.
SWEATERS für Kinder
aus SAMT mit weißem Plüschkragen
10.80p.
in eleganter, neuer Machart, Stück
in BAUMWOLLE, gestrickt, in vielen
Farben, mit Borde: : : : : Stück 75 Pf.
in WCLLE, plattiert, solides Fabrikat,
große Auswahl: : : : : : Stück 1.75 M.
SÜDWESTER
in reiner WOLLE, prima Qualitäten, in
großer Farbenauswahl : : : Stück 2.50M.
in enorm großer Auswahl
aus LODEN oder Stoffen englischer
Art, solides Tragen : : : : Stück 75Pf.

aus Ia SAMT oder MANCHESIER in
DAMENUNTERROcKE
vielen Farben . : : : : : Stück 1..70 M.
in HALBWOLLE, gute Qualitäten in
aus PL.UScH, in vielen Farben, mit Samt-
großer
Ausmusterung : :: Stück 2.50 M.
aufschlag: : : : : : : : Stück 1.75M.
TRIKOT-RUMPF, mit Moirévolant, in
aus ASTRACHAN, in weiß und rot
vielen Farben : ; : : :: Stück 2.95 M.
Stück I.,95p.
aus Ia HALBTUcH, in großem Sor-
timent
: : : : : : : .: : Stück 5.95M.
HAUBEN
aus la reinwollenem TUcH, in hübscher &
Auswahl . : : : ; : : : Stück 3. 75 M.
aus Ia KOPERSAMT oder ASTRACHAN-
STOFFEN, in enorm großer
Auswahl : : : : Stück 1.45, I.95m.
DAMEN-UMScHLAGTÜCHER
in den neuesten PLADD-MUSTERN, in h’wolle und
GARNITUREN
reiner Wolle, in enorm
bestehend aus Muff und Kinderpelz
großem Sortiment : 1.75, 2.50, 3.50
KRIMIMER-GARNITUR : : : von I.45M
ASTRACHAN- Garni-
tart
. mb. u. arb., Garn. 1.50, 2.40, 3.25
DAMEN-FLAUScH-JACKEN
PL.UscH-Garnitur, braun, aus Ia Plüsch
letzte Neuheit, in allen modernen Farben mit weißem
Garnittr. 8.25m.
Kragen und Aermelaufschlägen, als C
enorm preiswert : : : : : Stück 7.50 M.
DAMEN-PELZE
Mainzer Warenhaus
in enorm großer Auswahl.
GUGGENHEIM & MARK
Sämtliche Pelzarten in verschied. Größen
Markt 7
zu äußerst billigen Preisen. 21810
O S See

[ ][  ][ ]

Nummer 248.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Verblüffend billige
Herren-Garderobe
für jeden Stand, in nur vorzüglicher Qualität, kaufen Sie bei
a 2i.
Spach
Hoflieferant
(21789
Einziges Spezialgeschäft erstkl. Herren-Garderobe am Platze.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
a) bei Geſähen mit verengtem Hall, auf dem iehteren ange
bracht, zwiſchen 2 und 6 Zentimeter,
Gefunden: 1 grauer Damenhandſchuh, 1 weißes Taſchentuch,
fgez. P. 1 ſchwarzer Spitzenſchal. 1 Rolle graue Schnur. 1 gelber
b) bei Schankgefäßen für Bier zwiſchen 2 und 4 Zentimeter,
Wachtuchkinderhut 1 graue Handtaſche mit grünem Band und
c) bei anderen Gefäßen zwiſchen 1 und 3 Zentimeter
Taſchentuch, gez. D. H. 1 Milchkanne. 1 Portemonnaie mit Inhalt. betragen.
Der Maximalbetrag dieſes Abſtandes kann durch die zuſtändige
2 Einhundertmarkſcheine. 1 Kuvert mit einem größeren Geldbetrag.
Im Monat September im Großh. Hoftheater liegen ge= höhere Verwaltungsbehörde hinſichtlich ſolcher Schankgefäße, in welchen
Wblieben und bei der dortigen Verwaltung in Verwahr: 1 Fächer. eine ihrer Notur nach ſtark ſchäumende Flüſſigkeit verabreicht wird,pünktlich im Stadthaus, Zimmer
Stock. 2 Damenſchirme. 1 Zwicker. 1 goldenes Armband mit über die vorſtehend bezeichneten Grenzen hinaus feſtgeſtellt werden. Nr. 15, einzufinden.
Die höhere Verwaltungsbehörde iſt ferner befugt, den in Abſatz
Anhänger. 1 Päckchen, enth. 2 Kragenſchoner. 1 Buch (Sanghofer).
11 Opernglas. 1 Opernglasfutteral. 1 ſchwarzer Samtbeutel. 1 blaue1 zu b bezeichneten Mindeſtbetrag des Abſtandes für Gefäße von Städt. Armen= und Fürſorgeamt.
Taſche. 6 Paar farbige Handſchuhe. 7 Taſchentücher. Zugelaufen: einem halben Liter Inhalt und darüber bis auf 3 Zentimeter zu
1 getigerte junge Umer Dogge.
(21792 erhöhen.
Bis zum 1. Oktober 1913 iſt der Gebrauch von Schankgefäßen
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=für Vier mit einem Mindeſtabſtande von 1 Zentimeter geſtattet.
ffinden ſich: 1 Voxer. 1 Boxer (zugelaufen). Die Hunde können
§ 3
won den Eigentümern bei dem=5. Polizei=Revier auslöſt werden.
Der durch den Füllſtrich begrenzte Raumgehalt eines Schank=
Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden gefäßes darf
(21795
Werktag, vorm. 10 Uhr, ſtatt.
a) bei Gefäßen mit verengtem Halſe höchſtens ½
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 19. Ok=
b
) bei anderen Gefäßen höchſtens ½o geringer ſein als der
tober, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends
Sollinhalt.
ffolgende Apotheken geöffnet: Merckſche Engel=Apotheke, Rheinſtraße,
§ 4
Gaſt= und Schankwirte haben gehörig geſtempelte Flüſſigkeits=
und Beſſunger Apotheke, Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind
won 1 Uhr ab geſchloſſen.
maße von einem zur Prüſung ihrer Schankgeſäße geeigneten Einzel=
oder
Geſamtinhalt bereit zu halten.
§ 5
Bekanntmachung
Gaſt= und Schankwirte, welche den vorſtehenden Vorſchriften
tüber die Durchführung des Reichsgeſetzes, betreffend die Be=zuwiderhandeln, werden mit Geldſtrafe bis zu einhundert Mark
ſeichnung des Raumgehaltes der Schankgefäße, oder mit Haft bis zu 4 Wochen beſtraft. Gleichzeitig iſt auf Ein=
vom
20. Juli 1881,
ziehung der vorſchriftswidrig befundenen Schankgefäße zu er=
in
der Faſſung der Novelle vom 24 Juli 1909.
kennen, auch kann die Vernichtung derſelben ausgeſprochen werden.
Da nach § 2 Abſatz 4 des genannten Geſetzes, welches am
§ 6
Die vorſtehenden Beſtimmungen finden auf feſtverſchloſſene (ver=
11. Auguſt 1909 in Kraft getreten iſt, nach dem 1. Oktober 1913 auch
der Gebrauch von Schankgefäßen für Bier mit dem früher zuläſſigen ſiegelte, verkapſelte, feſtverkorkte uſw.) Flaſchen und Krüge, ſowie auf
geringeren Abſtand des Füllſtrichs vom oberen Rande des Gefäßes Schankgefäße von ½ Liter oder weniger nicht Anwendung. (21602dfs
nicht mehr geſtattet iſt, müſſen jetzt alle zur Verabreichung von
Artikel II
Wein, Obſtwein, Moſt oder Bier dienenden Schankgefäße (ein=
Dieſes Geſetz tritt am 1. Auguſt 1909 in Kraft.
ſchließlich der Stammgläſer) in Gaſt= und Schankwirtſchaften den
neuen Vorſchriften, namentlich hinſichtlich des Abſtandes des Füll=
Warnung
ſtrichs vom oberen Rande des Gefäßes entſprechen. Wir werden
daher nunmehr gemäß §6 der heſſiſchen Ausführungsverordnung zur Vorſicht bei Aufbewahrung giftiger oder geſundheitsſchäd= träge vollzogen:
licher Flüſſigkeiten.
vom 19. März 1913 zu obengenanntem Reichsgeſesz eine Nachprüfung
Vielfach ſowohl im Haushalt als im Gewerbebetriebe werden
der Schankgefäße in den Gaſt= und Schankwirtſchaften vornehmen Gefäße, die zur Aufnahme von Nahrungs= oder Genußmitteln be=
laſſen
.
Einen Auszug aus dem Geſetze veröffentlichen wir nachſtehendſtimmt ſind, wie Wein=, Bier= und Mineralwaſſerflaſchen, zur Auf=
bewahrung
giftiger oder geſundheitsſchädlicher Flüſſigkeiten, die im
mit dem Anfügen, daß unter den im §4 genannten gehörig ge=
Haushalt oder im Gewerbebetrieb Verwendung finden ſollen (z. B. Salz=
ſtempelten
Flüſſigkeitsmaßen geeichte Flüſſigkeitsmaße zu verſtehen ſzure, Salpeterſäure, Karbolſäure, Lyſol, Salmiakgeiſt, Sublimat=
ſind
. Mit Hilfe dieſer geeichten Flüſſigkeitsmaße haben ſich die löſung, Petroleum u. dergl.), benutzt, ohne daß Vorkehrungen getroffen triebe des Geſchäfts begründeten
Wirte ſelbſt von der Richtigkeit ihrer Schankgefäße vor derwerden, durch die die Gefahr der Verwechslung des ſchädlichen Inhalts
Ingebrauchnahme zu überzeugen, auch haben ſie auf Verlangen ihren der Gefäße mit einem Nahrungs= oder Genußmittel ausgeſchloſſen
Gäſten und Kunden die verabreichten Getränke vorzumeſſen.
Wir bemerken ferner noch, daß nach §5 der heſſiſchen Aus=wird. Infolge dieſes teils auf Unkenntnis und Unachtſamkeit, teils
auf Gleichgültigkeit und Rückſichtsloſigkeit zurückzuführenden Ver=
führungsverordnung
zu dem Reichsgeſetz die Schankgefäße nur einen fahrens ſind ſchon häufig Perſonen, die aus Verſehen aus ſolchen
Füllſtrich und eine Bezeichnung des Sollinhalts haben dürfen:
jedoch ſind alte Füllſtriche und Bezeichnungen, die in haltbarer und Flaſchen getrunken haben, ſchwer erkrankt oder geſtorben. Als in be=
jeden
Zweifel ausſchließender Weiſe durchſtrichen oder vernichtet ſind, ſonderem Maße mißbräuchlich und unter Umſtänden ſtrafbar muß es
insbeſondere dann nicht zu beanſtanden, wenn der maßgebende neue auch bezeichnet werden, wenn giftige oder geſundheitsſchädliche
Füllſtrich nebſt zugehöriger Bezeichnung auf der entgegengeſetzten Flüſigkeiten (z. B. Petroleum) in ſolchen Vier= oder Mineralwaſſer=
flaſchen
aufbewahrt werden, die noch im Eigentum der betr. Bier=
Seite des Gefäßes liegt.
oder Mineralwaſſerlieferanten ſtehen und demnächſt an dieſe zur
Darmſtadt, den 14. Oktober 1913.
Weiterbenutzung zurückgegeben werden.
Großherzogliches Polizeiamt.
Wie es für den Gifthändler durch § 15 der Verordnung, betr.
Gennes.
den Verkehr mit Giften, vom 17. April 1905 verboten iſt, Gifte in
Trink= oder Kochgefäßen, oder in ſolchen Flaſchen oder Krügen abzu=
Auszug
geben, deren Form oder Bezeichnung die Gefahr einer Verwechslung
aus dem Geſetz, betreffend die Bezeichnung des Raumgehaltesdes Inhalts mit Nahrungs= oder Genußmitteln herbeizuführen ge= Inhaber Ludwig Konr=
der
Schankgefäße, vom 20. Juli 1881 (Reichsgeſetzblatt S. 249) eianet iſt, ſo muß auch dem, der giftige oder geſundheitsſchädliche Schlörb in Darmſtadt ſoll von
in der Faſſung der Novelle vom 24. Juli 1909 (Reichsgeſetz=Flüſſigkeiten im Beſitz hat, um ſie im Haushalt oder im Gewerbe zu
verwenden, ſchon im Hinblick auf ſeine zivil= oder ſtrafrechtliche Ver=Regiſter des unterzeichneten Ge=
blatt
S. 891).
antwortlichkeit dringend anempfohlen werden, die gleiche Vorſicht beirichts gelöſcht werden. (21772
§ 1.
(21847si
Schankgefäße (Gläſer, Krüge, Flaſchen uſw.), welche zurlihrer Aufbewahrung obwalten zu laſſen.
Darmſtadt, den 16. Oktober 1913.
Verabreichung von Wein, Obſtwein, Moſt oder Bier in Gaſt=
und Schankwirtſchaften dienen, müſſen mit einem bei der Auf=
Großherzogliches Polizeiamt.
ſtellung des Gefäßes auf einer horizontalen Ebene den Sollinhalt
Gennes.
begrenzenden Strich (Füllſtrich) und in der Nähe des Strichs
mit der Bezeichnung des Sollinhalts nach Litermaß verſehen
Brennmaterialien für Minderbemittelte.
ſein. Der Bezeichnung des Sollinhalts bedarf es nicht, wenn
Mehrere hieſige Kohlenhändler haben ſich wieder in dankens=die beabſichligte Löſchung geltend
derſelbe ein Liter oder ein halbes Liter beträgt.
Der Strich und die Bezeichnung müſſen durch Schnitt Schliff,werter Weiſe bereit erklärt, Minderbemittelten, die von mir einen zu machen, andernfalls die Firma
Brand oder Aetzung äußerlich und in leicht erkennbarer Weiſe an= Ausweis über ihre Bedürſtigkeit erhalten, auf die Kohlen= und Holz=von Amtswegen gelöſcht wird.
gebracht ſemn.
preiſe Ermäßigungen zu gewähren.
Die Lieferung der Brennmaterialien erfolgt nur gegen Großh. Amtsgericht Darmſtadt I
Zugelaſſen ſind nur Schankgefäße, deren Sollinhalt einem
Liter oder einer Maßgröße entſpricht, welche vom Liter auf=lBarzahlung bei Beſtellungg.
Der Ausweis iſt auf Zimmer Nr. 62 des Stadthauſes zu be= u. ſilberplatt. (Einſpänner u.
wärts durch Stufen von einem halben Liter, vom Liter abwärts
durch Stufen von Zehnteilen und vom halben Liter abwärts antragen. Daſelbſt wird auch nähere Auskunft über die Namen der Zweiſpänner) Geſchirre, Halfter,
Lieferanten und die Preiſe erteilt.
durch Stufen von Zwanzigteilen des Liters gebildet wird.
(21775a
Darmſtadt, den 13. Oktober 1913.
§ 2.
Der Oberbürgermeiſter
antzr. Der Abſtand des Füllſtrichs von dem oberen Rande der Schank=
F. N.: Mueller,

Seite 11.
Fuhrleute
die ſich bei der Anfuhr des Stif=
tungsholzes
beteiligen wollen,
werden eingeladen, ſich
Montag, den 20. lfd. Mts.,
vormittags 11 Uhr,
(21853
Darmſtadt, 15. Oktober 1913.
J. V.: Hopp.
Städtiſches
Hallenſchwimmbad.
Darmstadt
Mühlſtraße Nr. 33.
Schwimmbäder, Wannenbäder,
Brauſebäder, Heißluft=, Dampf=,
Maſſage= und Duſchbäder, Elek=
triſchlichtbäder
und Kohlen=
ſäurebäder
.
Die Anſtalt iſt zur Zeit ge=
öffnet

I. an Werktagen:
von morgens 8 Uhr bis abends
8 Uhr ununterbrochen.
Samstags bis 8½ Uhr.
II. an Sonn= und Feiertagen:
von morgens 8 Uhr bis
12½ Uhr. (20683a
Kaſſenſchluß:
für die Schwimm=, Wannen= und
Brauſebäder ½ Stunde
für die Schwitzbäder 1½ Stunde
vor Ablauf der Badezeit.
Die Badeverwaltung.
En unſer Handels=Regiſter, Ab=
I teilung A, wurden folgende Ein=
Am 13. Oktober 1913.
Hinſichtlich der Firma:
Anna Flach, Darmſtadt.
Geſchäft ſamt Firma ſind auf
Kaufmann Jean Hahn in Darm=
ſtadt
übergegangen.
Der Uebergang der in dem Be=
Verbindlichkeiten und Forderungen
iſt bei dem Erwerbe des Geſchäfts
durch Jean Hahn ausgeſchloſſen.
Die Firma iſt geändert in:
Anna Flach Nachf. Jean
Hahn.
Am 15. Oktober 1913.
Hinſichtlich der Firma:
Mitteldeutſche Fakirol Co.
Rohde & Drautz Nachf.,
(21845
Darmſtadt.
Die Geſellſchaft iſt aufgelöſt.
Die Firma iſt erloſchen.
Darmſtadt, 17. Oktober 1913.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Die Firma E. Bott Nachf.,
Amtswegen in dem Handels=
Es ergeht hiermit an den ein=
getragenen
Inhaber Ludwig Kon=
rad
Schlörb, zur Zeit unbekannten
Aufenthalts, oder deſſen Rechts=
nachfolger
die Aufforderung, bin=
nen
einer Friſt von 5 Monaten
ſeinen etwaigen Widerſpruch gegen
Darmſtadt, 14. Oktober 1913.
Keichter Federolwagen, ſchwarze
Lederdecken zu verkaufen
Mauerſtraße 20.
12262sg)
Taunenschrank zu verkauf.
A. Manerſtraße 20. (*122824i

[ ][  ][ ]

Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Nummer 248.
4
änerbeste Jaamtaten
Holuselale
21799)
Strümpfe
Trikotagen
f. 54
in rein Wolle gestrickt und gewebt. 1 für Herren u. Damen
Schwarz-weisse
in allen Grössen.
)Rabattmarken
Für Damen
Damen- und Kinder-
lederfarbig
, schwarz gestickt und
moderne Farben.
Hemd-Hosen.
Rud. NickNchfg.
Für Kinder
Reform-Beinkleider
lederfarbig und schwarz gestrickt
W. Nagel
für Damen und Kinder
in Cheviot, Trikot und gestrickt.
mit doppeltem Knie.
Ernst-Ludwigstrasse 16
Ferse und Spitze verstärkt.
empfiehlt in grösster Auswahl
Ganz besonders empfehle meine
gestrickten
billigsten Preisen
Herren-Socken
Reform-Beinkleider,
rein Wolle, schwarz u. naturfarbig.
Gamaschen
Aparte bunte Socken.
für Damen und Kinder
in Trikot und gestrickt
Sport-Strümpfe.
schwarz, farbig u. weiss.
Damen- u. Kinder-Sport-Jacketts
in hübschen
in grosser Auswahl.
Kinder-Sweater und Sweater-Anzüge:: Farben
Jahrhundertfeier.
Bekanntmachung.
Aus Anlaß der Feier der 100. Wiederkehr der Tage der Be=Mittwoch, 22. Oktober 1913,
freiungskriege von 1813 ſind am Samstag, den 18. Oktober l. Js.,
vormittags 9 Uhr,
die ſtädtiſchen Kaſſen= und Dienſtſtellen geſchloſſen. (21705fs ſollen die dem Kaufmann Karl
Darmſtadt, den 15. Oktober 1913.
Kämmerling dahier und deſſen
Sohn zuſtehenden Immobilien:
Der Oberbürgermeiſter.
Flur Nr. qm
Dr. Gläſſing.
IV 985 81 Vorgarten Heidel=
Verkaufspreiſe der Fleiſch=u. Wurſtwarent. d. Hanpt. u. Reſidemſtadt Darmſtadt
bergerſtraße,
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
IV 986 444 Hofreite Heidel=
per
½ kg
per ½ kg
bergerſtraße
Ochſenfleiſch
96 Pfg. Dörrfleiſch .
120 Pfg.
Nr. 4,
Speck
Rindfleiſch . . . . .
0
. 120 auf freiwilligen Antrag der
Fett, roh
Schmalz, ganz und
. ,
Eigentümer in unſerem Bureau
90
, 8
ausgelaſſen . .
Fett, ausgelaſſen .
verſteigert werden.
Leber
Schinken m. Bein . . . 120
... . . 8
Darmſtadt, 14. Oktober 1913.
Kalbfleiſch
. . . . 100 Rollſchinken . .
.140
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Bleyles
Hammelfleiſch
. 100 1 Schinken (gekocht) im
Müller. (V,21756
Bruſt .
Ausſchnitt
. 240
70
Schweinefleiſch, Bauch=
Lenden u. Schnitzel . . 140
Sweater und
Dünger=Verſteigerung.
lappen mit Zugabe. 90
Fleiſch ohne Knochen u.
130
Schweinefleiſch, Bauch=
gehacktes
Fleiſch
Am Montag, den 20. Oktober,
lappen ohne Zugabe 100 Rippenſpeer m. Knochen 120
um 9 Uhr vormittags,
Sweaterhosen
Schweinefleiſch, Braten=
Rippenſpeerohne Knochen 140 lwird im Hofe der Artilleriekaſerne
ſtücke
Schwartenmagen,
100
Nursolide Qualitäten,
am Beſſunger Weg die Matratzen=
Kotelett, Kotelettſtück u.
Fleiſch= u. Bratwurſt 96 ſtreu aus dem Remonteſtall
Schöne Neuheiten.
geſalzenes Fleiſch . 110 1 Leber= u. Blutwurſt . . 80 öffentlich und meiſtbietend ver=
ſteigert
.
(21854
Verdingung
Stets mehrere hundert dieser
Darmſtadt, im Oktober 1913.
der für das Etatsjahr 1914 erforderlichen Werkſtattsmaterialien, als: 1. Abteilung 2. Großh. Heſſ.
hervorragend schönen
23 100 Stück Schaufelſtiele,
Feldartillerie=Regts. Nr. 61.
Los 1 7200
Hammerſtiele aus Hikoryholz,
1850
unbearbeitete,
Kartoffel=Lieferung.

680 Tafeln Filz,
200 Ztr. prima gelbfl. Induſtrie,
weater
350 kg Schmirgel,
frei einer Station, oder Station
58 000 Bogen Schmirgelleinen,
Los 2) 2700
Darmſtadt od. per Keller. Off. unt.
Glaspapier,
vorrätig.
C 81 an die Exped. (*12168sg
1380 Stück Schwämme,
700 kg Treibriemen, lederne,
74000 Oelfarbe, fertige,
Los 3
Langhaarig. Jagdhund
Alleinverkauf für Darmstadt:
8 100
Fenſter= und Metallkitt,
Los 4 12020 Stück Lampenteile aller Art,
Los 5
14300 m eiſerne und verzinkte Röhren für Gas=, Waſſer=,
entlaufen
Bremsleitungen und Dampfheizung; Man=
nesmannrohr
,
braun und grau gezeichnet auf den
2940 Stück Schraubenſchlüſſel, gewöhnliche,
Th. Kalbfuss
Namen Treff hörend, gelbes
380
verſtellbare,
Halsband. Abzugeben gegen Be=
20 000 Schrauben mit Muttern, rohe.
lohnung. W. Maul, Darmſtädter
Marktplatz am Rathaus. (21638a
Los 6
6000
ohne Muttern, fertige,
Hof, Griesheim. Vor Ankauf
2600 Heizer= und Schlackenſchaufeln,
wird gewarnt.
(21771
249000 eiſerne und ſtählerne Unterlagſcheiben,
1245
Hämmer,
Elle
äle
800
Achsbuchsbügel,
14000 kg Flußſtahlformguß,
A
Los 7
750 Hartlot,
Darlenen K
25 500
Bolzenſtahl (Siemens=Martinſtahl),
Einem geehrten Publikum und werten Nachbarschaft
100 qm Milchglas,
Offizieren, Beamten, Haus=R teile ergebenst mit dass ich die von Herrn Heinrich
4700 klares Glas,
beſitzern, Landwirten, Geſchäfts=M Best, Ecke der Kasino- und Friedrichstrasse, innegehabte
Los 8
150
unbelegtes Spiegelglas,
und ſicheren Privatleuten gibt an=
4330 Stück Glasglocken.
K
Restauration
Die Verdingungsunterlagen können bei unſerem Zentralbureau geſehene Bankgeſellſchaft (keine Ge=
(Zimmer 51) hier eingeſehen und gegen gebührenfreie Einſendung noſſenſchaft) in jeder Höhe ohne
vom 18. Okt. d. J. ab als dessen Stellvertr. weiter führen
von 50 Pfennig in bar (nicht in Briefmarken) für jedes einzelne Verſicherungs= noch Bürgſchafts=
zwang
. Größtes und vornehmſtes R werde. Zum Ausschank gelangt das hier am Platze beliebte
Los bezogen werden.
Die Angebote ſind verſiegelt und mit der Aufſchrift: Ange=Inſtitut der Branche. Erſtklaſſige M
Guntrum-Bräu.
bot auf Lieferung von Werkſtattsmaterialien Los . . . verſehen, Reſerenzen! Streng diskrete Er= Z
bis zum 5. November 1913, vormittags 10 Uhr, porto= und beſtell=ledigung! Ehe Sie in Wucher=
Für gute Küche und prima Getränke, sowie gute Be-
geldfrei
an uns einzuſenden. Die Eröffnung der Angebote findet oder Schwindlerhände fallen, rich= dienung ist bestens gesorgt.
(*12239
am 5. November 1913, vormittags 10 Uhr, im Zimmer 72 unſeresten Sie vertrauensvoll eine un=
N
(IV,21733 verbindliche Anfrage an den
Verwaltungsgebäudes ſtatt.
M. Friedrichs.

Ende der Zuſchlagsfriſt einſchließlich 20. November 1913. Generalvertreter Schröfer,
Mainz, den 6. Oktober 1913.
Berlin-Schöneberg 94.
M
Königlich Preußiſche und Großherzoglich Heſſiſche
Am Park 12. (II,13495,109
Eiſenbahndirektion.
Hamen, die sich im Korsett unbequem fühlen, sich aber elegant.
gibt ohne Bürgen, ſchnell,
modegerscht und doch absolut gesund kleiden wollen, tragen
Geld reell, kul. Ratenrückz., ſeit1891
Verkauf eines Faſelochſen. beſteh. Firma Schulz, Berlin 61,
D. R. P. Patente
aller
Ein der Gemeinde Hahn gehöriger, zur Zucht untauglich ge=Kreuzbergſtr. 21, Rückvorto. (21383a
Kaidstris kuturstasten.
Darlehn geg. Ratenrückz. ſchnell,
wordener Faſelochs ſoll im Submiſſionswege verkauft werden.
902a
Angebote ſind bis Mittwoch, den 22. Oktober 1913, vor= reell, diskret. W. Schuchmann,
(21806a
Sofortiges Wohlbefinden. Grösste Leichtigkeit u. Be-
mittags
11 Uhr, bei der Bürgermeiſterei daſelbſt einzureichen, wo Stiftſtraße 46.
quemlichkeit. Kein Hochrutschen. Vorzügl. Halt im Rücken.
auch die Bedingungen vorher eingeholt werden können.
Beamter, feſt angeſtellt, ſucht
Natürl. Geradehalter. Völlig freie Atmung und Bewegung
Hahn bei Pfungſtadt, den 16. Oktober 1913.
(21773200 Mk. zu leihen gegen ſehr hohe
Elegante schlanke Figur. Für jeden Sport geeignet. Für
Großh. Bürgermeiſterei Hahn.
Zinſen beimonatl. Rückzahlung von
leidende und korpulente Damen Spezial-Facons.
25 Mk. Off. u. C89 a. d. Exp. (*12213
Geibel.
IIlustrierte Broschüre und Auskunft kostenlos durch:
Suche gute II. Hypothek bis zu
Schwerer Trumeau=Spiegel u.Guterhalt. Siphon=Klofett billig
*ft Inh.: Frau E. Spreng,
gr. Fiſchkeſſel zu verkauf.
15000 Mk. zu kaufen. Off. unt.
abzugeben. Offert. unt. D 2
Kalasiris-Spezizl-Geschilt Schulstrasse 12, 1. Stock.
*12261)
Soderſtraße 55, I. lan die Exvedition.
(*122581C 92 an die Expedition. (*12217.

[ ][  ][ ]

(ummer 248.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Seite 13.
S e en e
(
M e e Z. ter.
(2
L
alte
verkauf!
Mrct
2
Geeet
Me
Len
(25
Mit unseren Gelegenheitsposten
Kostüm-Stoffe Kostüm-Stoffe Kostüm-Stoffe
imitiert englische Neuheiten echt engl. Sachen, 140 und
engl. Art, 130 cm breit
130 u. 140 cm breit
150 cm breit
0.95
2.50
3.90
Meter f 1.25
Meter 7 3.20
Meter j 5.20
3.85
5.80
Restam-Stofe
Mantel-Stoffe
Crevel
mit gestreifter Abseite
mit blau od. grün unterwebt
Coupons
bieten wir eine äußerst günstige Gelegenheit
Meter 4.75
Meter 5.90
in den Längen von 2 bis
5 Meter, für Mäntel
Röhren-Cotelé
Natté gestreift
und Kostüme
Ia Qualitäten enorm billia
in hübschen Farben
sehr dankbar im Tragen
sehr billig
Meter 5.40
Meter 5.60
zu kaufen
Paletots
Sweaters
zu ganz aussergewöhnlich billigen Preisen
in allen Grössen in grosser Auswahl
1550
110
0
135 165 180
550
24, 2990
975, 19, 1650,
und höher.

1,
0
85
Herren-Normalhemden
Damen-Normaljacken
nur solids Qualitäten 1.75, 1.55, 1.25 1.15
1nh, Srt. 65ra
Herren-Normalhemden
2.80, 2.50 1.95 Damen-Normaluntertaillen
mit Pinatzs .
Enorm billige
12h 15 95 g.
Herren-Normalhosen
1.75, 1.45, 1.50 1.10 Futter-Untertaillen
stent 65P.
Reithosen
zic zns 1.60
Tricot-Reform-Beinkleider
Herren-Futterhosen
für Damen 2.50, 2.30 1.75
220, 1.95, 1.70 1.25
Tricdtagen
Herren-Hosen
3.50 Kinder-Normalhosen (Leib u. Seel)
mit Pfüschfutter
Länge 60 70 80 90 100 110
Herren-Normaljacken
88 95 105 120 135 150rt.
115, 5 pf. 85 p.
Auch in unseren übrigen Abtellungen bieten ganz Bedeutende Vortelle.
Markt
Markt
2
2
Mohieehu
(21819
3
S
e
(2
e
28 etit
(
e
Seerg 822
(85s


Gewerbeſchule Darmſtadt.
Damen=Curnveren.
0
e
Unter ſtaatlicher Aufſicht ſtehende, dreiklaſſige Fachſchule für
Wauhandwerker, für Metallarbeiter und Maſchinenbauer und
Beginn des Winterhalbjahres 1913/14:
72%
ffür Dekorationsmaler.
Donnerstag, den 16. Oktober.
mehr als jeder Andere zahle ich für
Eröffnung des Winterhalbjahres:
(Fachklaſſen für Bauhandwerker, Metallarbeiter und Maſchinen=beſſere getragene Herrenkleider,Für Erwachſene von 67½ Uhr: I. Abt. Dienstag und Freitag.
II. Abt. Montag u. Donnerstag.
ſauer am Montag, den 3. November 1913; Schulgeld 40 Mk. Schuhwaren, Beinkleider, Uni=
Albteilung für Dekorationsmaler ebenfalls am Montag, den 3. No=formen, alte Gebiſſe uſw. Zähle Für Kinder: Dienstag u. Freitag: I. Abt. (über 10 Jahre) 45 Uhr.
II. Abt. (unt. 10 Jahre) 34 Uhr.
wember 1913; Schullgeld 30 Mk. Die Direkton der Schule iſt berech=pro Herrenanzug bis zu 20 Mk.
Anmeldungen während der Stunden im Turnſaale, Grafen=
feigt
, Maler= und Weißbinderlehrlingen, die drei Winter hindurch die Zarnicer, kleine Bachgaſſe 1.
(Fachſchule für Dekorationsmaler der Tagesſchule beſucht haben, ein
ſtraße 30, Eingang Eliſabethenſtraße. Gäſte (Damen) jederzeit
Komme auch nach auswärts.
Albgangszeugnis auszuſtellen, dem gemäß der Entſchlietzung Großh.
willkommen.
Der Vorstand.
Miniſteriums des Innern vom 30. Mai 1908 die Wirkung der Zeug=Haufe alte Zahngeb., p. Zahn30 Pf.
miſſe über das Beſtehen der Geſellenprüfung beigelegt iſt. (§ 131 Ab=AG. best. Ludwigshöhſtr. 6), I. (21166g
Orthopädiſches Turnen gegen Haltungsfehler und Rückgrat=
atz
2 der Gewerbeordnung.) Programm und jede weitere Auskunft
ſourch die Direktion. Anmeldung möglichſt bald an die Direktion Zukaufen geſucht gut erh. grauerverkrümmungen, geleitet von Turnlehrerin El. Schmuck.
(21348ss
Anmeldungen Roßdörferſtraße 85, II.
Militärmantel (Kavallerie),
ſoer Gewerbeſchule Darmſtadt (Nieder=Ramſtädterſtr. 8) erbeten.
Darmſtadt, im September 1913.
(19194a große Figur. Offerten unter C52
an die Expedition ds. Bl. (*1209 Gesang-Unterricht.
Der Vorſitzende des Aufſichtsrates: Der Direktor:
Jäger.
Partienstudium unter gesangstechnischer
Prof Dr. Meiſel.
Kontrolle
Theorie (Gehörbildung, Harmonielehre,
Gesang-Unterricht
(*12092ss
Formenlehre).
erteilt
(21241a
Josef Wenz, Elisabethenstr. 8, II.
Mathilde Heißner, Konzertsängerin
Die Zeichen- und Malschule
Anmeldungen vormittags Stiftstrasse 6.
Plissee
von Frau Anna Beyer
die große, die praktiſche Mode,
(*12109som
b fndet sich jetzt
in tadelloſer Ausführung bei
Heidelberg erstr. 79, Ktelierhaus.
Beuchis GesungschuleM. Neukirch
Eliſabethenſtr. 5, I. (13054a Gut erhalt. Fahrrad, eiſ. Kinder=A ufarbeiten von Matratzen und
Parcusſtr. 9
Parcusſtr. 9
bett m. Matratze u. Unterbett, 2 Polſtermöbel aller Art. Tape=
für

(21804a
einf. Bett für Mädch., Strohmatr.,zierarbeiten empfiehlt (*12181sg
Karl Roth, Tapezierer,
Unterbett, Kiſſen, billig zu verkauf.
Oper Konzerf e Haus.
Lauteſchlägerſtraße 6.
Aliceſtraße 14, 1. Stock. (*12158

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Seite 14.
Nummer 248.
ſeres Hauſeintereſe beſtand und dieſe Engagenents
Stimmen aus dem Publikum.
Sandel und Verkehr.
ſchließlich zumeiſt realiſiert wurden. Der Verſuch, einer
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
H. Frankfurt a. M., 17. Okt. (Börſenwochen=i vereinzelten Eiſenpreiserhöhung in Frankreich und der
leinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
bericht.) Die Börſe kommt nicht zur Ruhe. Man ſah beſſeren Nachfrage in Grobblech eine Bedeutung beizu=
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
zu Beginn der Woche etwas zuverſichtlicher in die Zukunft, legen, blieb eindruckslos. Die bedeutenden Exekutions=
zumal
man auch beſſere Nachrichten über die Einzelindu= verkäufe, welche anfangs der Woche in Kaſſawerten am Zur Eröffnung der Harfenſchule in der
Schmittſchen Ahademie der Tonkunſt.
ſtrie zu hören bekam. Die Bank von England beließ ihren Berliner Platz vorgenommen wurden und wieder eine
Nachdem nun ſchon ſeit geraumer Zeit das Harfen=
Diskontſatz unverändert. Ebenſo; war der Schreck über gründliche Reinigung ſchwacher Hände bezweckten, haben
die plötzliche Kapitalserhöhung der Hamburger Paketfahrt= zwar größere Einbußen verurſacht, doch konnte ſpäter eine ſpiel in unſerer lieben Stadt faſt gänzlich zu vereinſamen
Geſellſchaft um 30 Millionen Mark überſtanden. Hier und Erholung die Oberhand gewinnen. Speziell die Wertedrohte, erfüllte es gewiß jeden Freund des herrlichen, alt=
da
waren auch ſchon beachtenswerte Aufträge eingelaufen, des Anilinkonzerns wurden ſtärker gekauft, ſo daß u. a. ehrwürdigen Inſtrumentes mit hoher Freude, als das
Badiſche Anilin etwa 6 Prozent höher gegen die Vor=Tagblatt die Nachricht brachte, daß Herr Profeſſor
Da kam der flaue Kaſſamarkt an der Berliner Börſe in=
folge
verſchiedener Exekutionen für ſchwache Hände, der woche ſchließen. Sonſt wären faſt überall Kursherab= Schmitt ſeine vielgeſchätzte Akademie der Tonkunſt durch
auch für die Geſamttendenz verſtimmenden Einfluß aus= ſetzungen gegen die Vorwoche zu verzeichnen. Holzver=Neueinführung des Harfenunterrichtes von dieſem Winter
kohlung um zirka 8 Prozent, Zellſtoff Waldhof zirka 7 Pro=
ab
bereichert habe Indem wir zu dieſer hochverdienſtlichen
übte. An der Donnerstag=Börſe konnte wieder eine beſſere
Haltung, und vorwiegend für Kaſſainduſtriewerte, zur Gel= zent. Naphtha wurden wieder bis 419 pouſſiert, ohne Neuerwerbung unſeren allerherzlichſten Glückwunſch aus=
ſichtbare
Umſätze. Akkumulatoren ſchließlich recht feſt, an= ſprechen, bezweifeln wir nicht, daß die Pflege dieſes un=
tung
kommen, da ſtärkere ſeriöſe Kauforders vorlagen.
geblich im Zuſammenhang mit der Konſtruktion einer vergleichlichen und wundervollen Inſtrumentes, welches
Die Lage des Geldmarktes zeigte noch eine unſichere Grubenlampe. Benz=Aktien wurden ſtärker und weſent= in der Inſtrumentationslehre des feinſinnigen Hektor=
Situation und brachte zeitweiſe ein Anziehen des Privat=
lich
niedriger offeriert.
Berlioz eine ſo herrliche und mit ſeinem geheimnisvollen
diskonts bis 5¼ Prozent, um indes wieder auf 4½
Bei den jüngſt emittierten 6 Millionen Mark junger feierlichen Gepränge gewiß wohlverdiente, begeiſterte und=
zurückzugehen
. Tägliches Geld bleibt andauernd geſucht Benz=Aktien waren ſolche bekanntlich bis auf etwa 600 000 begeiſternde Charakteriſtik gefunden hat, ein neue kräf=
bei
etwa 4½ Prozent, zu welchem Zinsſatz auch die See= Mark den alten Aktionären zum Bezug angeboten worden. tige Anregung finden und vielen Freunden der edlen
handlung Abgeber war; ferner offerierte ſie weitere Be= Das Bezugsrecht wurde aber nur von einem Teil der Frau Muſika in unſerer lieben Stadt eine reiche Quelle
träge per 27. Dezember zu 4¾ Prozent. Der Zwiſchen= Aktionäre ausgeübt, ſo daß dem Uebernahmekonſortium, der reinſten Freude erſchließen werde. War es ſchon
ausweis der Deutſchen Reichsbank vom 13. Oktober iſt wie die Köln. Ztg. erfährt, noch etwa 2½ Millionen Mark eine Herzensfreude, im Schaufenſter der Arnoldſchen,
recht zufriedenſtellend. Der Metallbeſtand hat Zunahme junge Aktien verblieben., die noch unterzubringen ſind. Ueber Muſikhandlung vor einiger Zeit die erſte neue Harfe wien
26½ Millionen Mark Anlagen haben Abnahme 166 Mil=Adlerwerke, vorm. Kleyer, wurden an der Berliner der zu erblicken und danach die frohe Kunde zu ver=
lionen
Mark, der Girobeſtand Zunahme 32 Millionen Börſe Gerüchte über eine ungünſtige Dividendentare ver=nehmen, daß das ſchöne Inſtrument ſo bald einen Spieler
Mark die ungedeckten Noten 571 Millionen Mark (i. V. breitet Dieſe entbehren laut Mitteilung der Geſellſchaft gefunden habe, ſo folgt hoffentlich der Eröffnung des
728 Millionen Mack). Auch der Medioverlauf iſt nor= einer ſachlichen Unterlage und ſind ohne Fühlung mit der
Unterrichts im Harfenſviel auch recht bald die frohe Mit=
mal
. Berlin zeigte nur geringe Anſprüche
Verwaltung in Umlauf geſetzt worden. Tatſache ſei, daß teilung, daß von der Gelegenheit, das Harfenſpiel zu er=
Die Verhältniſſe an der Neu=Yorker Börſe haben ſich die Geſellſchaft einen ſehr erheblichen Mehrumſatz im
W.
ruhiger geſtaltet und es ſcheint, als ob der Tiefſtand der laufenden Betriebsjahr bis jetzt erzielt hat und zwar zu lernen, reichlich Gebrauch gemacht werde.
Kurſe nahezu erreicht iſt, denn die Baiſſepartei tritt nicht normalen Preiſen, die auch heute noch aufrecht erhalten
mehr ſo intenſitv auf. Vielmehr zeigen ſich jetzt vorwie= werden können. Es liege daher zu peſſimiſtiſcher Be=
gend
, wenn auch kleinere Preiserholungen. Dagegen urteilung des Jahresreſultates ein Grund nicht vor. Der
Kürzlich bat mich auf meinem Büro ein auswäh
lauten die neueſten Berichte über wirtſchaftliche Schwie= Geſchäftsgang ſei in allen Zweigen der Fabrikation nach tiger Geſchaftsfreund, für einen Augenblick um das
rigkeiten in Meriko recht ungünſtig, ſowohl für Staat wie vor gut. Die Freitagsbörſe geſtaltete ſich ziemlichDarmſtadter Adreßbuch; er wolle eine Adreſſt
als für Privatperſonen. Die Regierung ſei ohne die ge= feſt, wenn auch das Geſchäft, außer am Kaſſainduſtriemarkt, nachſehen. Kaum hatte er aber das Adreßbuch inden
ringſten Barmittel. Das zur Realiſierung der letzten aus= wo große Kauforders vorlagen, im ganzen ruhig blieb, Hand, ſo gab er es mir auch wieder zurück: das müſſe ein
ländiſchen Anleihen begründete Syndikat habe verſagt. Das Anziehen des Privatſatzes auf 5½ Prozent machte Irrtum ſein, das ſei ja gar nicht das Adreßbuch
Der Erfolg einer inneren Anleihe wäre problematiſch. keinen Eindruck. Dagegen wurde das glänzende Sub=ſondern der Katalog eines Pelzwaren=
Die Regierung benötigt aber dringend Geldmittel für den ſkriptionsreſultat auf die neuen ungariſchen Reichsſchatz=
Unterhalt der Armee und die Bekämpfung der Revolution. ſcheine mehr beachtet. Kleyer konnten eine kräftige Avancegeſchäftes, das ſich offenbar mit einem Möbeltrans=
Die Durchführung der in Ausſicht geſtellten Zwangsan= nehmen; ebenſo Deutſche Gold= und Silberſcheide=Anſtalt, porteur, einer Möbelfabrik und einem Bierverlag zur ges
leihe und Zwangswährung wird immer wahrſcheinlicher. ſowie Holzverkohlung; letztere bis 292. Neue Klever=meinſamen Geſchäftsreklame vereinigt habe. Ich mutzte
meinen Freund erſt darauf aufmerkſam machen, daß außer
Die öproz. innere Merikaner hielten ſich bisher gut be= Aktien notierten 37254.
hauptet auf etwa 76,60, während die 4½proz. Irrigations=
Ferner ſchließen: 4proz. Reichs von 1913 9785, 4proz. dieſen auf der Einbanddecke großgedruckten Reklamen, auf=
Anleihe bis 76, Aproz. Gold von 1904 bis 76 und ſtaats= Reichs (unkündbar bis 1918) 97,85. 3½proz. Reichs 84,35,dem Rücken des Einbands, allerdings mit verſchwindend
garantierte Tamaulipas auf 85 zurückgingen.
zproz. Reichs 75,60, 4proz. Heſſen von 1899 96,40 G., 4proz. kleinen, beſcheidenen Lettern auch die Worte Darmſtädter
Am deutſchen Rentenmarkt blieb der knappere Geld= Heſſen von 1906 96,30 G., 4proz. Heſſen von 1908/09Adreßbuch 1913 ſtehen. Jetzt, wo die Herausgabe eines
ſtand und die allgemeine luſtloſe Tendenz nicht ohne Ein= 96 30 G. 4proz. Heſſen (unkündbar bis 1921) 98, 3½proz. neuen Adreßbuches bevorſteht, erzähle ich dieſe lehrreich
fluß, und ſind die 3½proz. ſowie 3proz. Gattungen um Heſſen 82,80, Zproz. Heſſen 73,40, 4proz. Darmſtädter von Geſchichte. Zum allermindeſten die Einband
Bruchteile ſchwächer; die 4proz. Sorten ſchließen hingegen 1913 96,50. 4proz. Darmſtädter 94,20 B 3½proz. Darm=decke des Adreßbuches möge man doch freis
ſaſt unverändert.
ſtädter 86,50, 4proz. Heſſ. Land.=Hyp=Pfdbr. (S. 2326)halten von ſo geſchmacklos angebrachten
Von den ausländiſchen Staatsfonds wurden Oeſter=96,8097, 4proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 27) 97.20, Anzeigen und ſie auch im Intereſſe der Deutlichkeit,
reichiſche Goldrente beſſer bezahlt, hingegen lagen unga= 3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 35) 84, 3½proz. lediglich zum Aufdrucken des Titels benutzen. Das iſt
riſche Werte durchweg ſchwächer beeinflußt durch die Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 911) 84,10 G. 4proz. Heſſ. einer Stadt, die als Kunſtſtadt gelten will, nicht würdig=
demnächſt
ſtattfindende Subſkription auf 150 Millionen Kommunal=Pfdbr. (S. 1314) 97, 4proz. Heſſ. Kommu=Auch die auf jeder Seite ſich wiederholenden Reklamen
Kronen 4½proz, ungariſche Staatskaſſenſcheine. Ruſſiſche nal=Pfdbr (S. 1516) 97.20, 3½ proz. Heſſ. Kommunal= könnten füglich entbehrt werden, ſie machen nur das For=
1902er ebenfalls niedriger. Am Bankenmarkt waren der Pfdbr. (S. 13) 84,20 G., 3½proz. Heſſ. Kommunal=matedes Buches unhandlich. Der Preis des Adreßbuches
Verkehr und die Veränderungen ohne Belang, nur Peters= Pfdbr. (S. 4) 84,10 G., 4proz. Naſſ. Landesbank=Pfdhr 99, iſt überdies ſo hoch geworden, daß auch ohne dieſe künſt=
burger
Internationale Bank bis 207½ rückgängig. Der 3½proz. Naſſ. Landesbank=Pfdbr. 91,50, 3proz. Naſſ. Lan=lichen Hilfsmittel ſeine Herausgabe ſich gut rentieren
Halbjahresauſchluß der Deutſchen Effekten= und desbank=Pfdbr. 88, Genua=Loſe 215, Meininger Loſe 34,50, dürfte.
X.
Wechſelbank weiſt ein den vorjährigen Parallelzif=Türkiſche Loſe 16140, Ungariſche Loſe 404, Benediger Loſe
fern reichlich entſprechendes Gewinnergebnis auf, da dem 62. Raab=Grazer=Anrechtsſcheine 39½ Gothaer Prämie II
etwas ruhigeren Effektengeſchäft die fortſchreitende Ent=122. Donau=Regulierung 157 Bagdad=Türken 80,20,
Wenn man zuſieht, wie unzureichend der Wagen
wickelung aller anderen Abteilungen mehr als ausglei= 4proz. konvertierte Türken 74,60 G., 4½proz. Serben 878, park der hieſigen elektriſchen Straßenbahn
chend gegenübertrat.
Darmſtſtädter Bank 116½,
Südd. Eiſenb.=Geſellſchaft iſt, wie überfüllt oft die Wagen ſind, wie ſie bis aufe
Transportaktien ſind faſt durchgängig niedriger ins= 120½, South=Weſtafrika
112.75,
Otavi=Anteileäußerſte ausgenutzt werden und hierdurch notleiden, weu
beſondere Hamburger Paketfahrt, Schantung, Baltimore 109. Otavi=Genußſcheine 82,75 Alkaliwerke Weſteregeln man weiter weiß, wie ungemütlich man in den ſchwanken=
und Ohio und Orientbahnen. Raab=Oedenburger bis 185,25, Aluminium 271. Südd. Immobilien=Geſellſchaft den, alten, umgebauten Wagen Nr. 1 bis 18 fährt, und
72.10 nachgebend. Südbahn=Aktien und Prioritäten zeit= (Mainz) 56 B., Adlerwerke Kleyer 392, Deutſche Gold= und welche Schwierigkeiten der Ausgeſtaltung des Fahrplans
weiſe gedrückt, dann wieder erholt, nachdem verlautet, Silberſcheide=Anſtalt 585. Chemiſche Mühlheim a. M. auf den zahlreichen Strecken, wegen des Mangels an
daß die Sanierung zuſtande gekommen iſt. Nordd. 58,90, Schramms Lack=und Farbenfabriken (Offenbach am Wagen entgegenſtehen, ſo bleibt es unverſtändlich, daßes
Lloyd waren zunächſt ebenfalls verflauend konnten ſich Main) 272G Rütgerswerke 187½, Akkumulatoren 3462, der Direktion der Heag immer noch nicht gelungen iſte
indes erholen auf die offizielle Erklärung der Allg. Elektrizitäts=Geſellſchaft 244½, Brown=Boveri 139,
Geſellſchaft daß für ſie kein Anlaß zu einer Kapital=Lederwerke vorm. Spicharz Offenbach a. M. 70 B. Lud= die Anlieferung und Einſtellung der neu beſtellten größe
erhöhung beſtehe, trotzdem allein das ſchwebende Schiff= wigshafener Walzmühle 163 G., Benz=Motoren zirka 187ren und modern gebauten Wagen in den Betrieb zu be= gegen 200 000 Regiſtertonnen umfaſſe. Die Daimler=Motoren 333, Dürkopp. Bielefelder Maſchinenf. wirken. Dieſe ſollten bereits im Juli hier eintreffen,
Verwaltung des Lohd wird im Intereſſe ihrer Aktionäre 334, Faber u. Schleicher A.=G. Offenbach a. M. 120 G., dann hieß es, ſie würden im Auguſt geliefert. nach neuer=
weiter
eifrig beſtrebt bleiben, bei der ſchrittweiſen Aus= Motorenf. Oberurſel 165, Waggonfabrik Fuchs. Heidelberg licher Erklärung des Herrn Oberbürgermeiſters teilweiſe
dehnung des Geſchäftsbereichs und der Betriebsmittel der 148 B Reininger, Gebhard u. Schall 198, Holzver=Ende September, nun aber verzeichnen wir Mitte Oktoben,
und auch bis jetzt iſt nicht ein einziger neuer Wagen an=
Geſellſchaft Aktienkapitalerhöhungen zu vermeiden. Mon= kohlung 290.
geliefert, obwohl im November 1 Jahr ſeit Beſtellung
tanpapiere ſchließen mehr oder minder ſchwächer, vorwie=
derſelben
verfloſſen ſein wird.
gend aber Gelſenkirchener und Phönix, in welchen grö=
Zu den billigsten Preisen In reichster Auswahl
empfehle:
Kinder-Hütchen und Häubchen
von Mk. 1.50 bis Mk. 22.
Fesche jugendliche Samthüte, Baretts, Samtkappen
in hübschen neuesten Modellen
von Mk. 5.75 bis Mk. 35.
Eleg. Damenhüte jeder Art, in reichster Auswahl.
Alle Putz-Zutaten: Straußfedern, Samte, Reiher
ALLE NEUHEITEN:
Auto-Hauben, Auto-Shawls, Theater-Hauben
S
Shawls, Hutnadeln und Schleier
Neuheiten in wollenen Reiseplaids, Handschuhen
Alle Neuheiten in Ballseiden, Ballbesätzen, Schwanen-
pelz
, Knöpfen, Quasten, Agraffen, Borden und Spitzen
eete
Ludwig-
Seiden-
Ehists Eduard Volz, sraßels.
21800
M e e

[ ][  ][ ]

Nummer 248.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Seite 15.
zu überraschend billigen Preisen!
Auchten meine Lager in Kosnnen unt Minel uehen jetzt Areht den gronen Lugruch eir vertehnen wurden, vur er
mir möglich, enorme Posten dieser Artikel unter Preis zu erwerben, und verkaufe ich dieselben in wohl
unerreichter Preiswürdigkeit!
Sackerr Kreider
aus blauem Cotelé und Cheviot, sowie modernen unifarbigen Affenhaut und engl. gemusterten
Fantasiestoffen, aparte Fassons in modernem Cutawayschnitt und schicke hochgeschlossene Macharten
54
(50
1
28.
30.
75.
32.
DartterF Gleists G. Uister
aus Stoffen engl. Geschmacks, Astrachan, Velour, Krimmer, Curl, Affenhaut usw., nur schicke schöne Mach-
arten
, in jugendlichen Formen, offen u. geschlossen zu tragen, unerreichte Auswahl in allen Preislagen.
050
10
1
22.
23.
grosse Posten, heute und folgende Tage
Kostui Röckeenorm billig!
Es sind nur neue, wirklich gute Röcke, aus guten Stoffen engl. Art, aus blauen Cheviots u. Kammgarnstoffen
191
350
50
475
650
400
Blusen in besonders großer Auswahl, in Seide, Crépe, Tüll usw., hervorragend preiswert.
KAUFHAUs
DARMSTADT
Rabattmarken
Ludwigstr., Ecke Kirchstr.
Sandgrube n
Holzanfuhr-Bergebung.
Ehr Andteiaten
Größeres Grundſtück zur Anlage Foße
Die Zufuhr von ungefähr 400 rm in dem Gebiet der kera=einer Sandgrube zu pachten geſ.
nſiſchen Manufaktur dahier befindlicher Kiefern=Scheiter und
Offerten unter C 53 an die
Kiesſtraße 63
Kntüppel in den Großh. Holzhof dahier ſoll auf dem Submiſſions=Exped. d. Bl. erb.
(21777a
wege an den Wenigſtfordernden vergeben werden.
ugſtlichen
fämas
Nenzeltliener Jaguwagen hat wieder begonnen. Anmeldungen ſind möglichſt
Submiſſionsforderungen ſindeverſchloſſen und mit entſprechen=
der
Aufſchrift verſehen ſchriftlich bei uns, Holzhofallee 10, bis zu verkauf, nehme auch älteren od. lin der Zeit zwiſchen 812 Uhr vormittags oder
päteſtens, Mittwoch, den 22. ds. Mts., vormittags 11 Uhr, Halbverdeck m. abn. Bock in Tauſch.
2 4 Uhr nachmittags Werktags erbeten.
ſnnzureichen, um welche Zeit die Eröffnung derſelben in Gegenwart Off. unt. D 1 a. d. Exped. (*12233si
C. Becker.
nwa erſchienener Submittenten erfolgen ſoll. Weitere Auskunſt
weilen der Unterzeichnete und Herr Holzwart Schnellbächer Spezial-Laboratorium 21613a)
balhier.
(21848
für
potne)
Zentralheizungen
Darmſtadt, den 17. Oktober 1913.
Großherzogliche Holzmagazins=Verwaltung.
U Zi
Neuanlagen Umänderungen Reparaturen,
Heinemann, Geh. Forſtrat.
Prima Referenzen.
Ich bin von Mühlstr. 25 nach Untersuchungen.
Ingenieurbesuche, Projektanfertigung nebst Kostenanschlägen kosienlos.

Martinstrasse 24 und
Giehatng
H. MetzierlJ. Nohl, Hoflieferant, wiheiminenstrasse 10.
EWbiotonstrane 17, I. I.,
32
Vorderhaus verzogen. (*12140 Schützenstr. 7 Tel. 1130.
Dipl.-Schreibtisch,
Wer dort? (1trein
Wiſſenſchaftlicher Vertreter der
Sehenheleſalt
Flurgarderoben, Trumeaus, kompl.
hiner V. Schatz, Schloßgaſſe 23.
Naturheilmethode auf Grundlage
Frau Elisabeth Schneider.
Küche, all. neu, ſehr bill., fern. gebr. Ein Kinderbett, Kapokmatratze
Ichkomme ſof. u. zahle Ihnen für
der Augendiagnoſe. (13999a Bettitelie m. Sprungmatr. 22 Mk.,(neu), billig, Mk. 6.50 zu verkaufen.
zeltrag. Kleid., Schuhe, Möbel, Zahn=Weisser Gasherd mit Braiofen,
n 812. und1 Walätiſchchen 7 Mk.
*12251
zeibiſſe, alte Federbett. ſtets diehöchſt.
125 Mk. gek. für 40 Mk. zu verk.
Pnreiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt. Schloßgartenſtr. 5, III. (*12198 Pspfechstünden. 26 Uhr. Uhland, Bäbelwerkstäte, Hügelstr. 29. Marzinſtraße 26, part. (*12187

[ ][  ][ ]

Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Nummer 248.
Hgedle
9ad
10

dieger Wochs
geegeeéee
geseeseessseessseseesseessgesssesegegegegegesggesesassessesssse2sae2sssossaasssssasssssessSeSSZee
Kohlenfüller, lackiert . . . . . . 85 Kohlenkasten, engl. Form . . 1.95 Feuerhaken . . . . . . . . . . 20, 15
Kohlenfüller, extra stark . . . . 1.25 Ofenschirme, lackiert . . . . . 95 Sturmlaternen . . . . . . . 1.50, 959
Kohleneimer . . . . . . . . . . . 88 Ofenschirme, fein dekoriert . . 260 Verdampfschalen. . . . . . . . . 95
Winter-Artikel
Kohlenschaufel . . . . . . . 18, 10 Ofenschirme, 2teilig . . . . . 8.75 Heliosfiaschen . . . . . . . . . . 1.95
Kohlenkastén, lackiert . . . . . 95 Feuerzangen . . . . . . . . . 18 Handlaternen . . . . . . . . . . 8
sg
Fleischhackmaschinen . . .3.75, 2.75 Spirituskocher . . . 65, 50, 33 Krauthobel . . . . . . . 1.25, 95,65
Reibmaschinen . . . . 2.25, 1.75, 1.45 Wandkaffeemühlen . . . . . . 95 Hackmesser . .
. . . 70,45g
Haushalt-Artikel Buttermaschinen, 1 Lt. 1.75, 2 Lt. 2.25 Wandkaffeemühlen,Steingutbehält. 2.75 Wiegemesser . . . . . . . . . . 65,505
Wirtschaftswagen . . 3.25, 2.50, 1.50 Bratpfannen, mit Stiel .. . . . 95 Kaffeemühlen, Blech . . . . . .25
Kohlenbügeleisen . . . . . . . . 2.50 Bratpfannen, mit Deckel . . . 95 Kaffeemühlen, Holz . . . . . . .25
GeegssggegeGgeeaaaa
Handtuchhalter mit Console 95, 48 Nudelrollen . . . . . . . 65, 45 Wäschetrockner . . . . . . . . . 853 0m
Handtuchhalter m. Console u. Einl. 1.10 Nudelrollengarnituren, S teilig 3.50 bis 95 Tonnen-Etageren . . . . 2.25, 1.25
Wichskasten mit Aufschrift 48, 25 Tabletts, mit Einlage . . . . . 95 Gewürz-Etageren . . . . . .75,45
Holzwaren
Putzkasten mit Aufschrift . 48, 25 Eierschränke . . . . .
Toilettepapierhalter . . . . . 50,30
65, 45
Putzschränke . . . . 3.50, 2.50, 1.25 Gewürzschränke . . .
Haarsiebe . . . . . . . . 85, 75,589
Gsseessssesesssgessgegsgegggggsgsssssssgeggssgggsgsggsdaeegeeeses22sapae222r2
Wärmflaschen m. Schraubdeckel 1.45, 95 Briefkasten . . . . . 85, 65, 48 Kärtoffelpressen . . . . . . . . . 959
Wärmflaschen, vernickelt . . . . 2.75 Sand-Seife-Sodagestelle . . . 95 Siebe mit 3 verschied. Böden . .95
Brotkapseln, oval oder rund . . 95 Kaffee- und Zuckerdosen . . . 28 Wandfeuerzeuge . . . . . . . 40, 10 6
Blechwaren
Brotkapseln, ff. lackiert, beste Ausführg. 3.50 Zwiebelbehälter . . . . . 75, 48 Kammkasten . . . . . . . . . 50, 35
Petroleumkannen, 3L.85, 2L. 78, 1L. 45 Topflappenbehälter . . . 75, 48 Puddingform mit Deckel . . . . . 1.0f
gsesseseessseseseesseeseeseeeesgessgesgggggeesgsgssgeagassgesssgesseszsseseessegebesgapsssses2222p2a529aS222ae2e
Staubbesen, Roßhaar, 2.75, 1.65, 95 Reisigbesen, mit Stiel . 1.35, 1.10 Fensterleder . . . . . . . 75, 50, 209
Staubbesen, graue Borsten, 1.65, 1.25, 65 Wollbesen, mit Stiel . . . 1.95, 1.65 Bohnerwachs . . . . . . . 1 Pfd.6508
Für den Hausputz Handbesen, Roßhaar, . 1.15, 85, 60 Teppichbürsten . . . 78, 65, 48 Kernseife . . . . . . . . . Stück 490
Abseifbürsten . . . . . . 35, 22, 14 Nagelbürsten . . . . . 33, 15, 8 Goldtopflappen . . . . . . . . . . 159
Schrubber . . . . . . . . 55, 45, 33 Cocosbesen . . . . . 85, 65, 40 Staubtücher . . . . . . . . . . .2
GessessssgsgsgesggggssgggeggggggsgggggggggggegggggggaaaerzsR
Flurlampen, Sternbrenner . . . . 26 Küchenlampen, 6 Spiegelblende 70 Stehlampen, bunt. Bassin 10% . 1.75
Flurlampen, Spiegelblende . . . 32 Küchenlampen, 8 Rundbrenner 75 Stehlampen, Messingfuß, 14. . 2.95
80 Stehlampen, Messingſuß, bunt. Bass., 4473,45
Lampen, Petroleum Wandarmlampen . . . . . . 1.75, 68 Küchenlampen, 10
Nachttischlampen . . . . . . 95, 65 Stehlampen, Alabaster 10 . 1.25 Hängelampen ohne Zug . . . . .2.5
Küchenlampen, 6 Rundbrenner 50 Stehlampen, Alabaster 14 . 1.85 Hängelampen, Majolikakorb . . . 5.95
dssesssgssgeegggggggggggggsggssgssgsggsgsggsggggssssgsggerSs
Waschgarnitur, 4teilig, bunt . . 1.35 Tonnen-Garnitur, 16teilig . . 4.95 Nachttöpfe, weiß . . . . . . ..45
Waschgarnitur, 5teilig, dekor. . 2.95 Tonnen-Garnitur, fein dek. . . 6.50 Nachttöpfe, bunt . . . . . . ...50
Waschgarnitur, 5teilig, Goldlinie 3.75 Speise-Service, 23teilig . . . 7.95 Satzschüsseln, 6 Stück . . 1.10, 789
Steingut
Waschgarnitur, 5teil., Golddekor. 5.75 Speise-Service, Goldrand . . . 9.75 Terrine, weiß, rund . . . . 95, 80
Waschgarnitur, groß, dekoriert . 5.50 Einzelne Waschkrüge od. Schüsseln 95 Terrine, oval mit Deckel . . . . . 958
Gesgseggesggesgssgsgggsgsesgegggggggggggggedegggggdggdgeaas
Tassen, massiv, groß . . . . . . 10 Kaffee-Service, 9teilig . . . . 1.10 Speise-Service, 23 teilig.
Golddekor, mod. Form . . . . 13.75 Vs
Tassen mit Untertassen . . . . . 22 Kaffee-Service, fein dek. . . . 3.95
Goldrandtassen mit Untertassen 28 Kaffeekannen, Patentdeckel 28 Speise-Service, 23 teilig
Porzellan
Rosendekor . . . . . . . . . 14.75
Dessertteller mit Goldrand . . . 20 Milchkannen, anfgd. . . . . . . 8
Küchenteller, dekoriert . . . . . 35 Schüsseln, dekoriert . . . 15, 10 Tonnen-Garnitur, Golddekor . . 7.95 ½
VssssesssesgesegessseeggeeseggggggGggeggeggggsggsggssecetsSRSR!
Glasteller . . . . . . . . 15, 10, 6 Trinkgläser . . . . . . . 15, 8, 6 Salz- oder Pfefferstreuer-.. 28, 10
Glasschüsseln . . . . . 50, 25, 10 Bierbecher, glatt . . . . . 15, 9 Lichtmanschetten . . . . . 22, 10, 59 6
Glasplatten, rund . . . . 80, 58, 35 Bierbecher, mit Goldrand 28, 10 Möbeluntersätze . . . . . .. . . 18
Glaswaren
Glasplatten, viereckig . . . 60, 45 Sturzflaschen, m Glas 85, 50. 18 Türschoner, Glas m. Schrauben 50
Satzschüsseln 6 Stück . . . . . 85 Wasserflaschen, mit Stöpsel 68, 40 Türschoner, Celluloid . .. .. 339
Lassssasesssessssseszasbssssasssssabösssosasesssssesssssseegesesssseeesgesssessgeegggegegeesegsgssgssesssesssesse
21811
(
este
C

[ ][  ][ ]

2222
2
1.500

N
I. Deildge Nam Darmſtädter Dabbratt,
§ 248.
Samstag, 18. Oktober.
1913.
Drun loßt uns ehrn die Meuner heit,
deß zum erſtemeol gehert hab, hab ich mich geſcheemt=
Die uns mit Blut un Eiſe,
(VI,1482
Wann ich dadra denk, fellt mer aach immer e guder Freund
Nehmen Sie
In ſchwerer Not un harter Zeit
ei. Nemlich wie der nooch Baries kumme is, hett er gern
täglich ein Likörgläschen B.. Hommel’s
Den richt’ge Wähk dhan weiſe.
e Daß Bulljong gedrunke, awwer weil er kaa Franzeeſiſch
Haematogen unmittelbar vor der Haupt-
Un was ſie damals uns verſchafft,
gekennt hott, war er ſo vorſichdich un hott ſich liewer e
mahlzeit! Ihr Appetit wird reger, Ihr Ner-
Als unſer Erb und Eige,
Daß Kaffee gewe loſſe.
vensystem erstarkt, die körperlichen Kräfte
Deß wolln mir, mit ganzer Kraft,
Na, Franzos mecht ich kaaner ſei, net abgemolt. Noch
werden gehoben. Warnung: Man verlange
Uns zu erhalte zeige.
kaan Wackes. Schun wege dem Wetterlé net, dann deß is
ausdrücklich den Namen Dr. Hommel.
gach aaner vun dene Schwindelbrieder, deß ſieht mer ſchun
Mir wolle trei die heilig Sach
an dem windiche Akſah, deß wo er hinnedruff hott. Un
Bewahrn un aach beſchitze,
ſo aaner dhet ſich noochher dick dhu mit aam un dhet
Doch kimmt es widdermol zum Krach.
aam als Lands agucke. Fui Deiwel!
Dann ſoll ſe Gott verblitze.
Deß haaßt, unner uns geſagt, ich will jo darchaus net
Briehinkels Sunndags=
Drickt mer uns widder an die Wand,
behaubte, deß bei uns in Deitſchland alles roſiſch is un
Dann gibt es, Gott verdebbel,
ſchee un gut, un daß mer bei uns nir zu beaſtande hett.
Noochmitdags=Bedrachtunge.
Mit Gott for Ferſcht un Vadderland,
Gottbewohrnaa! Un deß derf aach gor net ſei, dann
Aach widder deitſche Ebbel!
ſunſt kennte jo die Sabbramentsbardeibolledicker un Prin=
Die Jahrhunnerdfeier vun 1813 un was ich driwwer
zibiereiter ihrn Krobſch gor net ausleern, un ’s Klärche
Heit awwer loßt in Dankbarkeit
zu ſage hab.
Zättkinn un ’s Rösche Lurenborg weern im Stand un
Die deitſche Fahne wehe,
Nu dhut mer rings im Vadderland
dhete uns die Freundſchaft kindige un dhete ihr bewährte
Un loßt uns froh aus großer Zeit
Der große Zeit gedenke,
Kraft de engliſche Suffracheede zur Verfiegung ſtelle. Un
Den Ehrendag begehe:
Wo deitſcher Menner ſtarke Hand
do weern mir noochher die Gebritſchte.
Stimmt fröhlich in den Juwel ei
Einſt das Geſchick dhan lenke;
Ja, daß im liewe vereinigte un gereinigte Deitſchland
Aus dankbare Gemieder,
Wo Deitſchland, endlich uffgewacht,
noch net alles ſo is, wie’s ſei ſoll, ſieht mer ja aach weider
Un loßt uns aach in Zukunft ſei
Sich uff ſich ſelbſt beſunne,
dadra, daß ſo e paar Kwehrdreiwer noch net emol dem
Ein einig Volk vun Brieder!
Un hot, vun Freiheitsglut entfacht,
Kummberlands Auguſt un ſeine junge Fraa die ſcheene
So, deß weer alſo deß, was ich zu Jahrhunnert=Feier Flitterwoche gunne. Statts daß die in ihrm Paddrio=
Den Wähk zum Licht gefunne.
zu ſage hett, un wann ſich aach mei Gedicht net grad zum dißmuß deß ſcheene Lied aſtimme dhete: Nur nicht ſo
Hot doch der freie, deitſche Geiſt
Brolog for e paddriodiſch Feſtfeier eigene dhut, ſo kann laut, es werd ja hier gebaut, und wo der Storch ſein Reſt
In Knechtſchaft lang geleje;
doch kaaner herkumme un kann ſage: ſo un ſo, un de Brie= gebaut, da iſt man nicht ſo laut, do gehn ſe her un
Was mer ſich domals all erdreiſt,
hinkel is aach aaner vun dene, die wo die gekrenkt Blut= kreiſche die ganz Welt voll un verderwe dem Auguſt de
worſcht makiern un die wo nir iwwrig hawwe for e ganze Schbaß.
War net mit a zu ſehe.
paddriodiſch Inwelfeſt. Un ich muß nu grad ſage, vun
Awwer deß is nu emol ſo in Deitſchland, un es is
Zwar hott der Funke lang geglieht,
alle dene diferſe Juwiläumsfeſtifidhäte, die wo mer diß jedem Deitſche ſei heiliges Reſerwoarrecht, daß er halt
Doch ward viel Zeit verblemmbert,
Johr all ſchun gefeiert hawwe, is die Johrhunnerdſeier immer ſchkandaliert und randaliert un immer ebbes zu
Bis mer, der Lumbewerdſchaft mied,
vun de Leibziger Velkerſchlacht aa, die wo mer mit ganz be= nergele un ebbes zu verduwacke hott, ſunſt is em net wohl.
Sich endlich mol geembert.
ſunnerer Genugdhuung feiern kenne, indem mer valleicht,j Un wann ſelbſt Deitſchland mitte im Paradies liegeldhet,
Der deitſche Michel is e Kind,
wanns annodazumal net ſo ſchee geklabbt hett, heit all= do wo’s am ſcheenſte is, er hett doch was dra auszuſetze.
Still, brav un gottergewe;
mitnanner mit Haut un Hoor lauter Franzoſe weern. Awwer im Innerſte, ganz im diefſte Innerſte,hott er
Odder zum mindenſte richdige Wackes.
Doch wann er mal en Aſtoß find,
ſei Deitſchland doch gern, er kann’s bloß ewe net an de
Freilich, es gibt jo ſo Knorrnkebb die ſage in ihrm! Dag dhu. Un es iſt valleicht die pure Beſcheidenheit de
Der wo en dhut belewe,
kindliche Leichtſinn und in ihre verminderte Zurechnungs= annere Völkerſtemm gegeniewer, daß der Deitſche an ſeim
Dann is der Michel bei de Hand,
fehigkeit, wann mer heit allmitnanner Franzoſe weern, ſo Vadderland ewich erum zu kridiſiern hott, er will’s halt
Do ziggt er friſch vum Ledder,
dhet deß faſt gornix ausmache indem weil die Leit dort net zeige, daß es em in Deitſchland mindenſtens grodiſo
Mit Gott for Ferſcht un Vadderland,
gach Steier bezahle derfte. No, deß is jo ſchließlich bloß gut geht wie de annern in ihre Lender, wann net noch
Geht druff er un dewedder.
ſo enausgeſchwätzt. Ich wollt emol die Schläächtköbb beſſer.: Deßhalb dhut er, grad weil er ſei Vadderland lieb
So war es aach vor hunnerd Jahr,
lamediern ſehe, wann ſe heit Franzoſe weern un wann un gern hott, per Gelegenheit driwwer ſchimbfe un reſſe=
Bedrickt warn die Gemieder,
ſe ſtatt ihr gut berjerlich Mitdageſſe alle Dag bloß e niern un ſetzt’s öffentlich erunner, weil’s em zu ſchinant
ſchäwwig Dabbleh de Hohde zum Dinneh ſubbiern mißte, is, wann er’s zugewe ſollt.
Do brach der deitſche Geiſt evor
Awwer heit wolle mer emol die ſaudumme Agewohn=
wo
meiſtens viele Wörter uff de Speiſemenuhkart ſtehn,
In=Tate un in Lieder:
un hinnenooch krickt mer nir in de Deller. Ja, nehmlich, heit eweg loſſe un wolle uns ehrlich freie un mit Stolz
Un wie e unheilſchwanger Wolk,
deß is ſchun aa vun dene verlogene Franzoſe ihre iwwer= zurickblicke uff die Leiſtunge un Tate unſerer Vädder. Un
Ohn Ziddern un ohn Zage,
zwerche Agewohnheite die wo ſe an ſich hawwe, un daß mir wolle gerkennen, daß mer dorch ihrn Opfermut heit
Brach loß der Storm: Friſch auf mein Volk,
ſe immer was annerſter maane, als wie’s geſchriwwe e Deitſchland uffzuweiſe hawwe, an deß die annern noch
Die Flammezeige raache!
werd. Do mache die Haamduckſer beiſchbielsmeßig iwwer lang net dibbe kenne. Un mir wolle zu gleicher Zeit aach
Die Schlabbſchwenz, die die Forchdigkeit
ihr Wörder lauter ſo Schnörkſel, un Kritzer, un Hekelcher, all derer gedenke die wo im Verlauf der hunnerd Johr
Nor hatte im Gewiſſe,
un Kommacher, un Dächelcher, un Wegwerfungszeiche daß Gut un Blut un Leib un Lewe hergewe hawwe for unſer
Die hott aus ihrer Worſchdigkeit
kag Sau mehr draus klug werd un daß mer beim Schwätze deitſches Reich, des wo uff de ganze runde Welt ſeines
iwwer ſei eige Maul ſtolwert. No, un wann mer’s bei Gleichens ſucht. Un mir wolle gach derer gedenke, die
Mer endlich rausgeriſſe.
Licht bedracht, is es lauter Schwindel un Kuddelmuddel, wo anno ſibbzig deß große Werk gekrönt hawwe un
Vum alte Geiſt emporgefiehrt,
un es, ſteckt nir dahinner als wie fauler Zauwer. Wann hawwe de Welt gezeigt, was Sedan haaßt un ſo. Un mir
War es kaan Wahn, kaan leere;
mir zum Beiſchbiel Kaddoffel maane, dann ſage mer end= wolle gelowe, feſt un trei zuſamme zu halte un halt,
Un ’s hawwe ſich gottlob rendiert
wedder Krummbiern odder Erdebbel, un dann waaß jeder, deß hab ich ſchun in meim Gedicht ausgeſproche, deß is
Die Obfer aach, die ſchwere.
wos domit gemaant is. Awwer die Herrn Franzoſe, die alſo jetzt iwwerfliſſig, noch emol zu widderhofe. Und
Es ward de Grundſtaa do gelegt
Schwindler, wann die Kaddoffel maane, dann ſchreiwe ſe in dieſem Sinne ergreife ich mein Glas un ſtoß an mit all
Fors Deitſche Reich, fors neie!
Pommes de terre un ſage Pomm d’tär, un wann mer dene Vereine, die wo heit un morje den Ehrendag feſtlich
Kam aach noch mancher Storm gefegt.
in Baries wunner maant, was mer ſich Gudes beſtellt begeh; un ich ruf mit en aus: Alldeutſchland, hoch in
Dhat doch des Werk gedeihe;
hett, wann mer ſich vum Kellner e Portzion Pommes Ehren, es lewe dreimol fifad hoch. Gut Heil, All Heil,
Zur ſcheenſten Bliede wurds gebracht,
frites bringe leßt, do reißt mer ſchee die Aage uff, wann Weidmanns Heil, Flug Heil, Gut Naß, Gut Holz, Friſch
Heit ſin mer bei de Erſchte,
der mit ere Dreckſchibb voll Rohgereſte agewackelt kimmt. auf, Horrido Alle Neun, viel Vergniege mit Volldampf
Un Deitſchland is net blos geacht,
Un zu eme ſcheene dorcherne Stick Limborier Backſtaakees voraus, ein Proſit der Gemiedlichkeit, Hibb, Hibb Hurra!
Gottlob mer dhuts aach ferſchte!
R. Schn.
ſage die ſcheiheilige Brieder Fromage de Brie. Wie ich Hurra! Hurra!!
WA.



ede
G.


E.BUcELT
-4.
(II,21679 m. Gold., m. Hohlmundsf. flach.
zu ver=4 noch guterh. Koſtümkleid für G haiſelonque, gut gearb. Roß=
Wer Rheumatism., Gicht, Iſchias,
Brenntannäpfel
Gelenk=, Geſichts=, Genick= Kinder=Liegewagen kaufen
haaraufl., 25 Mk. P. Frieſe,
4. Damen, ſowie eins für Mädch
ſähmerzen uſw. hat, verl. gratis *11883dfs) Neue Niederſtr. 4, part ivon 1214 Jahren billig abzugTapeziermeister. Pankratiusstr. 69 (*11580gso Hektoliter 85 Pf., bei 10 Hl. 80 Pf.
Asrob. v. J. Zahns Salbe, Ober=
Neue Zweiſp.=Federrolle zu verk.Eckhardtſtr. 19, 3. St. (*12044fsVögel, Fische, Futter, Käfige
Fichtenzapfen
Engelheim.
(16768a N 11651ms)
Obergaſſe 24. Hoyl & John, Aanuiakturwaren. (10415a Zrenner, Vogelh., Karlstr. 16. (21236a
Hektoliter 45 Pf., bei 10 Hl. 40 Pf.
Heinrich Keller Sohn
Heidelbergerstrasse 28.
E
Tel. 101. (B20656
81I
2
Vergrosserungen (
Porträt-Schmuck eS
v. Mahagont,


Mlozart-Fiüger ſtark gebaut,
2
ſehr gut im Ton, wegen Mangel
§ 17174a
an Platz für 180 Mk. zu verkaufen
22
Ph. Dingeldey, Eberstadt
15
Trauerschmuck, Grabplatten in Semi u. Feueremaille
Kirchſtraße 4. (*11409ss
25
von einfachster bis künst.
Ein Theater-
Haararbeiten lerischer Ausführung.::
5
Darmstadt
Kino-Apparat
ſowie ſämtliches Zubehör, zirka
Gelristobl Reiseh Ernst-Ludwigstrasse 8.
Slues
5000 Meter Film, u. 1 Gasofen
billigſt abzug. Näh. Exp. (*11565ms

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Odessa-
1238 Kilometer
Jekaterinoslaw-
9.14. September 1913.
Odessa
An dieser grossen russischen
Zuverlässigkeitsfahrt
beteiligten sich 29 Konkurrenten mit 13 verschiedenen Automobilmarken von internationaler Bedeutung.
Die gestarteten
Wagen legten trotz der schlechten russischen Strassen die ganz gewaltige
Strecke von 1238 Kilometer ohne jeden Strafpunkt zurück und gewannen
6.
D
samtnen erste Freise
Herr E. Wacker erhielt den
Herr W. Wassal erhielt den
I. Preis des Kaiserlichen Automobilklubs
1. Preis des Kaiserlichen Automobilklubs
Ehrenpreis Anatra
Ehrenpreis Anatra
Regelmässigkeitspreis des Präsidenten
Spezialpreis S. & H.
Spezialpreis S. & H.
auf 18/40 PS. Opel-Tourenwagen.
auf 14/30 Ps. Opel-Tourenwagen.
.1800
Sieger
Erster
des Werstrennens und des Rennens über drei Werst
wurde Herr Jakob Sudermann auf 8/20 PS. Opel-Tourenwagen mit der für einen
so kleinen Serienwagen ganz enormen Geschwindigkeit von ca. 80 km in der Stunde.
Solch einzig dastehende Erfolge, die nicht auf Spezialrennwagen, sondern normalen, längere Zeit in Privat-
besitz
sich befindenden Tourenwagen erzielt wurden, geben der Marke Opel das glänzendste Zeugnis ihrer
Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Schnelligkeit.
Generalvertreter: Haas & Bernhard, Darmstadt, Rheinstr. 19
Die auseinandernehmbare Kartoffelkiſte
Wirischarts-Oeberhamme und
Fortunde
Neu-Eröffnung.
Ich habe die Wirtſchaft
D. R. G. M. 447762
iſt die alleinige Kartoffelkiſte,Rhönring Nr. 1, Eke Frankfurter Straße
welche alle nur möglichen Vor=
teile
in ſich vereinigt.
Kranichsteiner Hof
Die Kartoffeln bleiben trocken
und faulen nicht, keimen im Früh=Ausſchank der Brauerei Zur Krone‟ Darmſtadt
jahr nicht aus und verlieren nie übernommen und mache meinen werten Freunden und Gönnern,
den guten Geſchmack und gutes ſowie der verehrlichen Nachbarſchaft bekannt, daß die Wiedereröffnung
Ausſehen.
der neuhergerichteten Lokalitäten am
(*12011fs
Bei Wohnungswechſel ꝛc. leicht
auseinanderzunehmen und wie=
Samstag, den 18. Oktober, vormittags
(B20333
der aufzuſtellen.
Die Kartoffelkiſte Fortung erfolgt. Es wird mein Beſtreben ſein, meine verehrte Kundſchaft in
jeder Weiſe zufrieden zu ſtellen und bitte um geneigten Zuſpruch.
wird in verſchiedenen Größen
hergeſtellt und iſt deren Haltbar=
keit
unbegrenzt. Anſchaffungs=
Keinrich Speier.
koſten ſind äußerſt gering.
Das Ideal der Haushaltung
9 bleibt die pat. Kartoffelkiſte
Fortung‟
Modellvorführung und Auskunft bereitwilligſt durch die Eiſen=
Das Urteil d. modernen Hausfrauen
handlung W. Hublitz, Kirchſtraße 18, und den allein. Herſteller
lautet: Nur mit
G. H. Hartmann, Zimmergeſchäft,
CIse
Darmſtadt, Schießhausſtraße 45.
Telephon 1276.
erzielt man auf billigem Wege und ohne
Mühe eine schöne, blendend weisse
Wäsche.
(II
Legen meirere Monde Eie
liefert hochreelles, erſtklaſſiges, chriſtliches Spezialverſandhaus
m. Millionenumſatz (kein Abzahlungsgeſchäft) an Beamte und
ſolvente Private alle Manufaktur= und Modewaren, Aus=
ſtattungsartikel
, elegante Damen=Konfektion (nur aparte Herbſt=
u
. Winterneuheiten 1913/14), Herren= und Kinder=Garderobe,
Tuche u. Buxkins, feine Herren=Maßkleidung, Bett= und Leib=
wäſche
, Teppiche, Gardinen, fertige Betten, Linoleum ꝛc.
Offerten unt. B 14 an die Exped. ds. Bl. erbeten. (21301a
General-Vertr.: L. Weyrauch & F. Lambacher, Wittmannstr. 43.
werden zu
Stets friſches Kommißbrot
ehr. Hobelbänkem. Werkzeug
Flaſchen 17 Pfa. Neue Dürkopp=Nähmaſchine50 Pfennig, auch im Ausſchnitt, M4 ſowie eine Partie Wagner=
gekauft
. W. Feldmann, Lohndiener, (Lotteriegewinn) billig zu verk.
empfiehlt Ewald, Eliſabethen=holz billig abzugeben. (*11332sds
Karlſtraße 73, Gartenhaus. (20136a *12005fs) Riedeſelſtr. 74, 2. St. ſtraße 56, Telephon 1163. (21014a
Näheres Lauteſchlägerſtr. 9, I.

Nummer 248.
Achtunge
Möbel-
Käufer
Nie wiederkehrende
Gelegenheit!
3.,,
50 Schlafzimmer
eiche, in modernſter Ausführung,
kann ich da überaus günſtig
abgeſchloſſen zu einem
Schleuderpreis
von 275 Mark pro Zimmer=
abgeben
. Es bietet ſich Braut=
paaren
eine außergewöhnlich
günſtige Kaufgelegenheit u. ſollte
kein Intereſſent dieſe verpaſſen
.
Eine komplette
2 Zimmers
Wohnungseinrichtung=
mit
dieſem eleg. Schlafzimmer!
2 Bettſtellen m. ſchön. Intarſien
2 prima Wollmatratzen (Jach
Drell)
2 la Stahlmatratzen m. Gegen
druckfedern
2 geſteppte Schonerdecken
2 Nachtſchränkchen mit Marmor
u. Apotheken=Aufbau
groß. Spiegelſchrank m. Schub=
kaſten
und Meſſingſtange
1 Waſchkommode mit modern
hohem weißem Marmor und
Spiegelaufſatz
2 Stühle
1 Handtuchhalter
einem beſſeren Wohnzimmen
(echt Nußbaum, fein poliert)
1 Vertiko mit 3 Kriſtallfaſſch
Spiegel und ff. Intarſſen=
1 eleg. Moquett=Diwan (Stoff
nach Wahl)
1 Ausziehtiſch
4 beſſere Rohrſtühle m. Intarſien
1 großes, in Gold gerahmtes
Kunſtbild (Magdalena),
110X90 cm
ſowie einer
eleganten Küchen=Einrichtung
mit ſchöner Kunſt=Verglaſung.
Alles dies zuſammen
offeriere zu dem kaum glaublich
billigen Preis von
595 Mark
bei langjähriger Garantie
für Haltbarkeit.
600
Ich bitte verehrl. Käufer, ſich
von der außergewöhnlich vorteil=
haften
Zuſammenſtellung zu über=
zeugen
, um ſelbſt beurteilen zu
können, daß ein ſolches Angebot
nur möglich iſt, wenn man mit
kleinſtem Nutzen zufrieden ſein kann
und den Abnehmern nicht hohe
Ausſtellungs=, Dekorations= und
Ladenunkoſten aufbürdet.
Mlöbel=Tager
Geoekt
Häuer
88 Bessungerstr. 88
Große Auswahl
(21478 a=
in

Schlaf=, Speiſe= u. Herrnzimmeru
und einzelne Möbel
zu denkbar billigſten Preiſen.

[ ][  ][ ]

60

775

Nummer 248.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Seite 19.
MeSSe SS Selen
A
URonkEn-Bilige Herbst-Woche
I
ist eine Veranstaltung zum vorteil-
M
MA4.
haften Einkauf aller Saison-Artikell
Heute Samstag neue Auslagen zu enorm billigen Preisen!
2

S.VVHUrkkkEr & C-
NAchF
222
1 L

ſta
HEEEeeeeeee
H. Lohr Karlstr. 25, Tel. 1782.
Flaschenbier-Depöt Brauereifüllung empfiehlt
Groß-Gerauer Union-Bräu, Hildebrand Pilsener und Kaiserbräu,
Fay- und Kaiserbier, Kulmbacher, Köstritzer, Fürstenberg- und
MODERNE
Spatenbräu, Ia Speierling, Export- und Gesundheits-Apfelwein,
sowie sämtliche Mineral- und Tatelwasser. (15584a
Vertreter des Namedvsprudel. Prompte Bedienung zugesichert.
ssssssesed

10
Für Qualitatsraucher
empfehle als äußerst günstige Gelegenheit
15O KOMPLETT EINGERICHIEIE
NUSTERZIMMER
sCaant, rein Harana-Egane
mit ff. Sumatra-Decke, welche von jedem Kenner über-
schätzt
werden, zu 12, 15 und 20 Pfg. das Stück.
Dasselbe Fabrikat mit gemischter Einlage (darunter

Havana) zu 10 und 11 Pfg. das Stück.
HOFfIOBEIFABRIK
Im Ristchen oder grösseren Bezügen entsprechende
65
Ermässigung.
JOSEPHTRIE
6
Cigarren-Import- und Versandhaus
D. Numrich
DARMSTADT
Hauptgeschäft u. Versandstelle:
CONPEEIIE EHRIGNUHGEN FRCO. WOHrUNG IRHERHA1B DEUTSGNANDS.
Ecke Nieder-Ramstädter- u. Mühlstr. 76
Telephon 318.
20724a
eäfe


(3951
Gososebeisssse6eed
Seſreck. Du weißt, ich din kein Intrigant oder Schwarz=Ich kann doch nichts daſtr, wemt er ſch an unſem Tiſch
Frau Melodie.
ſeher, aber ich halte es für Freundespflicht. Er hat es ſetzt!
Gewiß nicht, Kind! Aber allein ſpazieren gehen
auf Dein Schweſterl abgeſehen. Vorgeſtern habe ich ſie
Roman von Carl Conte Scapinelli.
darfſt Du nicht mit ihm. Das darf eine junge Dame
(Nachern verbaten)zuſammen ſpazieren gehen ſehen!
11
Als die Pauſe vorüber war und er eben das nächſte
Was? Iſt’s möglich? Na, ich rede mit beiden! Ich überhaupt nicht. Das weißt Du auch!
Ich hab’ ihn zufällig getroffen, und er wollte nicht
Eſtück beginnen wollte, ſah er zufällig auf den Tiſch hin danke Dir für dieſe Nachricht!
und bemerkte, wie Hauptmann von Seffreck ſeine Ver=
Bitte! Ich tät’s nicht, wenn ich den Seffreck und ſeine weggehen.
andten begrüßte.
Wie das war, will ich nicht unterſuchen, Hanſi. Aber
böſen Streiche nicht kennte! Ich rate Dir, mach’ es ge=
War der Menſch ſchon wieder da, um dem jungen ſchickt, daß keine große Sache herauskommt, Du haſt mit Du ſollſt mir folgen hüte Dich vor ihm! Er hat ſchon
Däng noch mehr den Kopf zu verdrehen? Und blitzſchnell ihm zu viel dienſtlich zu tun, und da rächt er ſich, wo er manchem jungen Mädchen Unglück gebracht!
So, ſo ſagte ſie erſchreckt.
kum ihm ein Gedanke: am Ende wollte Hanſi nur des= kann! Aber ich vertraue auf Dich, Du biſt Weltmann
Er iſt gewiſſenlos! Bitte, folge mir! Ich will auch
niegen zu dem Konzert, am Ende war das eine abgekartete genug. Vielleicht genügt eine Andeutung!
bſeſchichte zwiſchen den Beiden. Hanſi freilich hielt er
Danke, lieber Freund, ich will die Sache, ſo ruhig zu Vater und Mutter nichts weiter ſprechen davon, wenn
Du mir verſprichſt, ihn nicht mehr freiwillig zu treffen,
da zu nicht fähig. Wie aber, wenn Seffreck, dieſer gefähr= es geht, ins Reine bringen!
ihn abzuweiſen! Ich will ihm ſelber reinen Wein ein=
lithhe
Kurſchneider, ſie dazu überredet hätte? Freilich, ſo
Dann trennten ſie ſich. Einen Augenblick überlegte
lunge ſie ſich in Geſellſchaft des Vaters trafen, war es ja
ſchenken!
Nein, nein, alles verſprech’ ich, nur das tu’ nicht, ich
ſicht ſchlimm. Aber Gift war der Umgang, war jedesJoſef. Er konnte doch jetzt nicht Seffreck ſofort vom Tiſch
wegrufen und ihn zur Rede ſtellen. Das gäbe einen un=
tät
mich zu ſehr ſchämen!
wort von ihm. Er mußte den Vater warnen, den alten
Alſo Verſprechen gegen Verſprechen willſt Du?
Mann, der ſeine Tochter noch für ein Kind hielt, auf= nützen Skandal. Er wollte morgen mit ihm ſprechen.
Sie nickte unglücklich.
Zuerſt dachte er daran, den Vater zu warnen. Aber
liren, daß ſie jetzt erblüht ſei, daß es genug Männer gäbe,
So, und nun kauf ich Dir eine ſchöne Roſe, die ſteckſt
die ſich ihr gern nähern würden, daß es hieß, auf der Hut wozu den alten Mann unnötig aufregen! Er hatte Auto=
rität
genug bei ſeiner Schweſter, um das hinter dem! Du Dir an, von Deinem großen Bruder, der Dich lieb
ſenn, vor allem vor ſolchen wie Seffreck.
In der nächſten Pauſe, da Rittner eben vom Dirigen= Rücken der Eltern zu ordnen. Er kam an den Tiſch heran, hat und Dich ſchützen will! ſagte er und überreichte ihr
mpult herunterſchritt, kam ihm ſchon der Oberleutnant ſah, wie Hanſi errötete, begrüßte kalt und ruhig Seffreck, eine dunkelrote, voll erblühte Roſe.
Wie ein ſcheues Reh flüchtete ſie an ihren Tiſch und
Lrasnigg entgegen, ſein beſter, ehrlicher Freund, ein jung= und nach einigen gleichgültigen Reden traf es ſich, daß
verheirateter Mann, der über ſeine Verſetzung nach Wien Hanſi ſich ſcheinbar für irgendein Muſikinſtrument inter= ſetzte ſich dicht zu ihrem Vater.
Ganz ſcheu ſah ſie zu Seffreck hinüber, der an der
Iner Frau wegen, die Wienerin war, beſonders froh war, eſſierte; das benutzte er, um ſie vom Tiſche wegzuholen
anderen Seite des Vaters ſaß. War das möglich, daß er
und es ihr vorne beim Podium zu zeigen.
Du Rittner, haſt Du einen Augenblick Zeit?
Erſt dort ſagte er plötzlich zu ihr: Hanſi, Du ſollteſt ein ſchlechter Menſch ſei, daß er ſchon andere Mädchen
Für Dich immer, Wasnigg, das weißt Du!
Dich wirklich mehr für die Muſik intereſſieren als für unglücklich gemacht hatte? Sie konnte das in ihrem un=
Wo ſitzt Du denn, dann komme ich zu Dir!
Seffreck. Schau, ich bin Dein großer Bruder und meine ſchuldigen Sinn nicht faſſen. Er konnte doch ſo ſchön reden,
Ich ſitze bei meinem Vater.
es gut mit Dir. Er iſt kein Umgang für junge Mädchen. er konnte ſie doch ſo lieb anſchauen! Vielleicht war ihr
Nein, ich möchte mit Dir etwas allein beſprechen.
Hanſi ſenkte betroffen und ein wenig trotzig den Kopf. Bruder ihm nicht wohlgeſinnt, daß er ſie vor ihm warnte.
Allſo, paß auf! Kurz und gut, ich möchte Dich warnen vor

[ ][  ][ ]

Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Nummer 248.
eilberstnt 8
Kakao
Schokolade
Besonders empfehlenswert: Deutsche, Milch-, bittere Schokolade.
feinste Konfitüren
(20641a
Staatsmedaille in Gold 1896!
e e eie
Winterbedarf
Hulew-Plamiies
empfehle
und Flügel
la Koch= und Tafeläpfel
Pianoforte-Fabrik
in nur auserleſener Ware.
Wilh. Arnold
Zentner von 12 Mk. an.
königl. bayer. Hoflieferam
Kochbirnen 10 Pfd. 1,00 Mk.
Aschaffenburg. (20452a
Mollebuſch 10 1,80
Anerk, erstklassiges Fabrikat.
Krumkofer 10 2,00
Sehr mässige Preise.
Franko Probesendung. 10 Jahre Garanfie.
Paſtorenbir. 10 1,60
Jakob Schellhaas
Eichen=Scheitholz Mk. 1.
Buchen=Scheitholz 1.30
Kolonialwaren u. Delikateſſen
Tannen=Klötzchen . 1.30
Mathildenſtr. 9. Teleph. 1697.
Hauſpäne
1.20
Auserleſene
per Zentner frei Keller.
Speiſekartoffeln
la. trocken, kurz geſchn. u. geſpalt=
Bei Abnahme v. 5 Z. an billigen
(Induſtrie), auf Lehmboden ge=
Martin Jahn (9267a
wachſen, liefert frei Keller das
Brennholz=Dampfſchneiderei
Malter zu 5 Mk.
(21398oids
Gg. Wilh. Schanz, Landwirt,
Pallaswieſenſtr. 30. Tel. 305.
Brensbach i. O.
Gebraucht. Piang
, zum Lernen
Hammelſleiſch
geg. Kaſſe zu kaufen geſucht. Off.

unt. L. 45 hauptpostlagernd. (21672a
Zichung 22. und 23. Oktober 1913
Offeriere ab heute
Rothenburger
Hammeiſteiſch
Geld-Lotterie
zu bekannt billigem Preiſe
175000 Lose. 7769 Gewinne v. Mark:
2
Georg Appfel
5000
17
Ecke Ober= u. Schloßgaſſe.
natotreniane
Telephon. 229.
21171a)
Dickwurz
60004ms
ca. 400 Zentner abzugeben
ab Acker 60 Pfg.
(21421a
DEBeWm
ab Haus 80 Pfg. per Ztr.
20
bar ohne Abzus Lahibar=
Arheilgerſtraße 41.
M überall erhältt. Porto
Einige neue zurückgeſetzte Herbſt=
Lose d3M. u. Liste 30 Pf. ertra.
und Winter=Mäntel billig
Lose -Vertriebs-Gesellschaft
zu verkaufen.
(21762si
Berlin C. 2, Burgstrasse 27.
G. Ph. Nieder,
Rheinſtraße 12½ im Laden.
rammophone, Nähmaſchinen
e
u. Haushaltungsmaſchinen!
Reparatur=Werkſtätte
für alle Fabrikate und Syſteme,
(nd
Solide Arbeit. Biligſte Preiſe,
Alle Erſatzteile billig. (19023a.
W. Hleppenheimer, Mechaniker=
Trauringe
Ecke Wieners- und Kiesstr. 80 u. 80½
ohne Lötfuge
Janrzchnte immer
Nurecht H Nachto
Flach- u. Kugelform
wieder mit Frrois
moieer - Auna
gebraucht gegen
in 8, 10, 14 u. 18 kar. Gold,
Zmechn
Fias
das Paar von 1080 Mk.
Schuppen und
Gravierung gratis.

Alle Größen stets vorrätig.
Haarausfall
srane
Wendelstein-Häusners
L. Borné
1
5
Grennesel . Sprftüg,
Pe.
Fl. Mak. 1. u. 2. in
Hofuhrmacher und Hoflieferant
Apothek. u. Drogerien.
Uhren, Gold- und Silberwaren.
Carl Mnnnius.
eh)
25. Ernst-Ludwigstr. 25.
Nunchen. (1918s
eee
Frankeo-Lieferuns:
Gee en ene er e ich beneten, undeine oitemn get un dwrel e rehnnt, ſün ihe der ſihnenden Srit er lichng autegen, und bier 45
tiefe Traurigkeit zog in ihre Seele. Auf das erſte Er=ſprechen brechen und ihm Gehör ſchenken dürfe.
ſonſt empfand Rittner das Wort Dienſt, härter als ſonſt
wachen zum Weibe folgte auch ſchon der erſte Liebes=
Um elf, halb zwölf ſpielte die Militärmuſik ihr letztes den militäriſchen Zwang, dem er als Komponiſt ſich
ſchmerz, der Zwieſpalt zwiſchen dem eigenen Gefühl und Stück, und auch der Vater und die Tochter machten ſich1 ebenſo fügen mußte wie der letzte Soldat.
den Mahnungen ihres großen Bruders.
zum Gehen bereit. Joſef kam und begleitete ſie noch bis
Wenn erſt ſeine Operette aufgeführt war, dann wollte er
Seffreck wollte ſich ihr wieder widmen, aber ſie war zur Trambahn, gab ihnen Grüße an die Mutter und die das alles an den Nagel hängen. Hier in Wien führte man
kleinlaut und einſilbig, kaum daß ſie ihm antwortete. Er Kleinen auf und ging dann ſelbſt langſam heimwärts.
ſich als Operettenkomponiſt ſchnell ein, erlangte raſcher
nahm es als jugendliche Scheu und freute ſich innerlich
Immer wieder mußte er an Seffreck und Hanſi denken. wie überall Popularität, denn nichts iſt mit dem Wiener
darüber. Und ſpäter, da doch kein richtiges Geſpräch in Auf alle Fälle mußte er verhindern, daß ſich da engere Geiſte ſo verwachſen, nichts repräſentiert nach außen hin
Gang kommen wollte, empfahl er ſich, er wollte früh heim, Fäden fpannen. Die Sache war ja ganz ausſichtslos. Der in der ganzen Welt ſo Wien, nichts iſt ein ſo guter Export=
denn
morgen ſei Ausrückung.
abgelebte Seffreck und das blutjunge Ding! Er hatte lei= artikel, als die heitere, ſchmeichelnde, leichtſinnige, ſchluch=
Sie waren heute ſo ungnädig, gnädiges Fräulein! der ſein Verſprechen gegeben, vorderhand nicht mit Seffreck zende, jauchzende Wiener Muſik.
ſagte er zum Schluß und wollte ihr die Hand küſſen, aber darüber zu reden. Schwer genug würde ihm dieſe Zurück=
Mit lautem, klingendem Spiel zog die Muſik dem Re=
ſie
zog das Händchen tapfer herab, ſo daß ſein Vorſatz ver= haltung werden. Schon morgen traf er ihn ſicher in der giment voran, durch die langen, mit zur Arbeit haſtenden
eitelt wurde.
Kaſerne und hatte, da Seffreck die Verwaltung und Be= Menſchen beſetzten Vorſtadtſtraßen, dem Exerzierplätz
Der Vater hatte andächtig der Muſik gelauſcht, ſo daß aufſichtigung der Kapelle unter ſich hatte, dies und jenes draußen zu. Die Fenſter der alten Häuſer wurden aufge=
er
gar nicht auf ſeine Tochter und Seffreck viel achtete. Er mit ihm zu reden. Denn er war ja nichts als ein enga= riſſen, man nickte ihnen zu, ſah ihnen nach, lauſchte dem
ſah das auch alles mit ganz anderen Augen an, maß ſol= gierter Muſiker, dem man nicht genug militäriſchen Sinn ſchneidigen Marſche, und mancher Müßiggänger ſchloß ſich
chen Dingen keine Bedeutung bei. Sie war jung und nett, zutraute, die Muſikſoldaten im Zaume zu halten. Seffreck für einige Zeit auch ihnen an.
warum ſollte nicht ein Offizier ihr ein wenig die Cour war als genau, ja als ſekkant im Dienſt bekannt. Es würde
Im feſten Marſchſchritt ging Joſef Rittner an der
von ſeiner Seite alſo alle Energie und Zurückhaltung, die Seite der Muſik, während der bärtige Tambourmajor vorn
ſchneiden?
größte Selbſtüberwindung koſten, um ruhig mit ihm ver= ſeinen mächtigen Stab ſchwang. So hatte Rittner wenig=
Du biſt heute ſo ſtill, Hanſi! meinte er plötzlich.
Nein, nein, ich höre nur der Muſik zu, antwortete ſie handeln zu können.
ſtens Gelegenheit, auch wieder in dieſe Gegend der Groß=
haſtig
.
Am nächſten Tage war ſchon früh Ausrücken des gan= ſtadt Wien zu kommen, die er ſchon jahrelang nicht ge=
Dieſe laute Muſik hörte ſie aber tatſächlich kaum, ſie zen Regiments mit Muſik, da mußte auch er zeitig zur ſehen und für die er jetzt in ſeinen Mußeſtunden freilich
wirkte auf ſie nur wie ein ferner Lärm ein, dieweil ſie Stelle ſein. Es war Zeit, daß er ſchlafen ging. Derkeine Zeit hatte. Da ſtanden noch kleine zweiſtöckige Häu=
ſer
, unten der Grieslerladen oder der Schnapsausſchank,
ruhig ihrem klopfenden Herzen Audienz aeben konnte. morgige Tag würde ſchon alles regeln.
Und nach reiflicher Ueberlegung kam ſie zu dem großen
Im Kaſernenhof ſtand das Regiment ſchon in Reih vorn die Frauen mit Kopftüchern, die Männer mit Sport=
Entſchluß, daß ſie Seffreck, ſobald ſie ihn allein träfe, ein= und Glied, voran die Muſik, an ihrer Seite Rittner, zum mützen und in blauem Zwillich, das Wien, wo ſich trotz
ſach fragen wollte, ob er wirklich ſchlecht ſei. Sie hatte Ausrücken bereit. Ein kühler, friſcher, etwas nebliger der immer neu zuſtrömenden Elemente das Wieneriſche
ſo etwas ſchon in Romanen geleſen und dachte, daß ſie zu Herbſtmorgen lag um den roten Kaſernenbau, da ſie mit am längſten hielt.
(Fortſetzung folgt.

[ ][  ][ ]

rie

g. (2
en

ſen

Nummer 248.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
nion=Theater
Rheinstraße 6
Telephon 173
Rheinstraße 6.
Heute und folgende Tage
der erste Monopolfilm der Henny Porten-Serie 1913/14.
Der Feindim Lande
Erinnerungen aus dem Kriege 1870/71 in 4 Akten. Spieldauer 1½ Stunden.
Henny Porten in der Hauptrolle.
enn) Porten
kienn) Porten
die Konigin der Filmdarstellerinnen.
der Liebling des Darmstädter Publikums.
Außerdem das ausgesuchte Großstadt-Programm.
Künstler-Konzert.
(21861)
Sonntags Anfang 3 Uhr.
am
weiß. Turm
Lh
U
Immmm
C9
Nur wenige Tage.
Ab heute
Ein in Europa und Afrika spielendes
mit alleinigem Aufführungsrecht für Darmstadt
Sensations-Drama
der erste Film der neuen
Asta Nielsen-Serie 1913/14
Derschwarze Diamant
Ein abenteuerliches Schauspiel
Akter Meisterwerk der Technik und Darstellungs- ZAkter
J
kunst.
Voll atemraubender Spannung.
Prachtvoll koloriert.
die Suffragette
Prachtvoll koloriert.
Ae welteres Sensntionstück
Mimisches Schauspiel in 5 Akten von Urban Gad.

Vorführun
1¾ Stunden mit
Mlranda
2 Ukter Ein zu Herzen gehendes Drama aus dem 7Akfer
Leben einer Tänzerin.
Dieser Film ist eine Glanzleistung in Regie und Ausstattung.
Die Schlacht auf der
Pfr
esburger Brücke
Asta
Mielsen
Eine prachtvolle Wiedergabe der Ereignisse während der
Buren-Kriege.
Hochaktuell.
Lachen
komik Jugend
Mh
Eine glänzende Komödie.
in der Hauptrolle und das übrige Schlagerprogramm.
Das rührende Trauerspiel
Eine unübertroffene Humoreske.
Heute ab 10 Uhr:
Max als Opfer des Bordeauxweines
3 grosse Schüler-Vorstellungen
Max Linder in seiner Glanzrolle.
1011, 1112 u. 23 Uhr.
Satur
Illustrierte Wochenschau Natur
mit den neuesten Weltereignissen.
Turi der Wanderlappe
(134
Einlagen nach Bedarf.
Ein Schauspiel aus Lappland.
Erstklassige künstlerische Musikbegleitung.
Besichtigt und genehmigt vom Volksbildungsverein.
Eintritt: III. Pl. 10 Pfg., I. u. II. Pl. 19 Pfg.,
Ein selten schön zusammengestelltes Programm.
inkl. Reklamemarken.
(21815



ſtndant der ausw. wohnt, ſucht
zwei Ofen=
Prauthl, g. Privat=Mittagstiſch, Zu verkaufen . ſchirme,
ooſelbſt er nach dem Eſſen ruhen ovaler Tiſch Mühlſtr. 26, pt. (*1224s Ca. 100 Jahre
Zu verkaufen!
Lann. Off. u. C. 94 a. d. Exp. (*12235
1 ſchön. gekurb. Plüſchkapes Mk. 6
Kiereckiger Tiſch zu verk. (*12243 alte Bilder, Uhren,
Kiesſtr. 19, part., rechts.
1 echt ſilb. Schirmgriff Mk. 2,
Echte
Leuchter, Muſikinſtru=ſchön garnierte, ſchwarze Samt=
Manther=Damenrad, ſehr gut erh.,
Frankfurter
P krankheitshalber billig abzug. mente, Meerſchaum=ltoque Mk. 1,80, je 1 Jahrgang
deutſche u. franz. Modenwelt 1913,
35 g
Off. u. C 95 a. d. Exped. (*12233
pfeifen m. Silberbeſchlag zuſ. Mk. 1,50. Dieburgerſtr. 50, I. (*
würstchen
Gebrauchter
gut erh., billig zu vk.
ꝛc. zu verkaufen.
Feinstes (20696a
Sofagarheilgerstr. 16. (*1208a
Bücherſchrank
Büttelborner
Näh. Expedition. (*12126sgo
Lutgepolſt. Seſſel m. Kapokſehrbill.
tigerfarbig, Ahorn fourniert, zu
Delikatess-
zu
verk. Stiftſtr. 89, 2. St. (*12220
verkaufen. Näh. Schreinermeiſter a
(*12248sg 2 hölz. pol. Betistellen
Vey, Karlſtraße 6.
Sauerkraut
f. Kolonial=mit gepolſt. Sprungfedermatratzen,
Ladeneinrichtung waren we=ſofort billig zu verkaufen. (21783so
A. Reichard
Rößhörterſtraße 28, III.Wer Wohmilc
gen Geſchäftsaufgabe ſof. zu ver=
Kolonialwarenhaus
(*12170 Ein gut erhalt. Kinderbett billig
kaufen. Beckſtr. 2.
franko Darmſtadt
Ecke Bleich- u. Casinostr.
zu verkaufen. Grafenſtraße 18,
Nähmaſchine, ſehr g. erh. f. 404 z.
verk. Dornheimerweg 11, III. I. (*2. Stock, rechts.
(*12105 beziehen will, melde ſich ſchriftlich
Kleiderbüſte bill. zu verk. Eliſa=Elasſchränkchen u. Schreibtiſch z. unter C75 an die Exped. (21787si
bethenſtr. 46, Htb. I. (*12204 10 verk. Soderſtr. 79, II. (*12203si

Seite 21.

ympla=
Heuter
Darmstadt: Rheinstr. 2
Inhaber: Georg Brand.
fen emeieg ui Postg. 10, ot.
das ausgewählte Prachtprogramin
Der große Schlager:
Das
Duostiioater
Drama in 2 Akten.
Der spannenste Film, der je
gezeigt wurde.
290 Hobt ule
Imagd
Komödie. (*12178
Seürepanent Seir gpunendt
Als Einlage:
Das Recht
aufs Dasein.
Um meinen wertesten Besu-
chern
wirklich etwas zu bie-
ten
, habeich den großen Schla-
ger
, 1500 Meter lang, in mein
Sonntagsprogramm beigefügt
Eine
Motorbootpartieh
Großer humorist. Schlager.
Weitere Einlagen nach Bedarf.
Raglägee
Gross-Zimmern.
Restaur. Schönthal‟
am Bahnhof.
Gutes Speisehaus.
Ausschank von
Löwenbräu‟-Gr.-Zimmerr
Augustinerbräu‟-München
Prima Weine und Apfelwein.
17706a) Karl Schultheiß.
ee
Langes Cape, ſow. lang. Jaket
* billig zu verkaufen. Liebfrauen=
ſtraße
74, Vdh., I., r.
(*12101
gr. Krauthobel (zu Geſchäfts=
zwecken
) billig zu verkauf.
Karlſtraße 42.
*12214)
Eine faſt neue Strickmaſchine,
Eeine Waſchmaſchine (Marke
Waſchfrau) ein großer Gasherd
und ein faſt neuer Kinderwagen
(*11977
billig zu verkaufen.
Wilhelmſtraße 42, part.
vorzügl. Rießener Dauerbrand=
ofen
b. abz. Soderſtr. 96. (*12118si
ſittagstisch
Fleisch u. veg. Kozt von
60 Pf. b. M. 1. im Abonn.
bendtisch
Fleisch u. veget. Kost 7.
50 Pf. b. 70 Pf. im Abont.
Auschaut des brähmten
:: Wormser Weinmostes::
Kein Trinkzwang. (11
Damenzimmer.
Reform-Restaurant
Alexanderstrasse 1 1 Ttock

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Seite 22.
Nummer 248.
Aiahger üſeſen
empfiehlt täglich (192isa Sahhrkanderfspeiert
Festzug zur Jahrhundert-Feier.
Der zur Feier der. 100. Wiederkehr der Tage der Befreiung
Für die Jahrhundert=Feier am 17., 18. und 19. Oktober hat
süssen Apfelmost.
unſeres Vaterlandes von dem Joche der Fremdherrſchaft in Ausſicht
ſich ein ſolch außerordentlich jebhaftes Intereſſe gezeigt, daß wir uns
genommene Feſtzug wird, wie bereits bekannt gegeben, am kommenden Für Studenten!
entſchloſſen haben, noch eine weitere Veranſtaltung abzuhalten,
und verſchied. um die Darbietungen auch denjenigen zugängig zu machen, denen
Sonntag, den 19. Oktober, nachmittags, ſtattfinden.
*OM
Die Vereine werden hierdurch erſucht, vor 2¼ Uhr zwiſchen
es nicht möglich war, Karten für eine der bereits angekündigten
Feadatzeus Hanteln Feiern zu bekommen. Und zwar ſoll die Veranſtaltung am kommen;
dem Muſeum und Hoftheater geſchloſſen anzutreten, wo die Träger
der Vereinsſchildchen bereit ſtehen. Für die Zugteilnehmer iſt, ſoweit zu verkauf. Näh. Exped. (*12136sgo den Dienstag, den 21. Oktober, 8½ Uhr, in der Turnhalle am
Woogsplatz ſtattfinden.
nicht Uniform uſw. im Betracht kommt, dunkler Anzug erwünſcht.
Der Zug ſtellt ſich mit der Spitze am Muſeum in der Hochſchul=Großherz. Hoftheater.
Herr Profeſſor Dr. Baur hat ſich in liebenswürdiger Weiſe
ſtraße auf. Die Ordnung liegt in den Händen der Turnerſchaft.
bereit erklärt, ſeinen Vortrag Die Schlacht bei Leivzig zu wieder=
Samstag, den 18. Oktober 1913.holen. Auch wird unter anderem das Feſtſpiel Aus großer Zeit
Um einen pünktlichen Abmarſch zu ſichern, werden die Vereine
Außer Abonnement.
nochmals zur Aufführung kommen.
dringend gebeten, dafür zu ſorgen, daß den Gruppenführern (kennt=
Fest-Vorstellung
Karten ſind vom Montag nachmittag ab erhältlich bei Kauf=
lich
durch weiße Binden am Arm) und den Zugordnern in jeder zurJahrhundertfeier der Völker=mann J. H. Möſer, Ecke Ruths= und Pankratiusſtraße im Zigatlen=
Weiſe Folge geleiſtet wird.
ſchlacht bei Leipzig.
geſchäft Mylius, Herdweg 2, bei dem Hausmeiſter der Turngemeinde,
Die Körperſchaften marſchieren in nachſtehender Reihenfolge:Sonder-Vorstellung für die im Verkehrsbüro und im Stadthaus, Zimmer 39.
1. Jung=Darmſtadt,
17. Freiw. Feuerwehr,
Garnison.
2. Vereinigte Kriegervereine,
Darmſtadt, den 17. Oktober 1913.
18. Kavallerieverein,
Spielleiter: Hans Baumeiſter.
3. Darmſtädter Turnerſchaft,
19. Heſſ. Odenwaldverein,
Namens des Ausſchuſſes für die Jahrhundert=Feier:
Muſikal. Leiter: Richard Lert.
4. Schuhmacher=Vereinigung,
20. Geſangverein Melomanen,
Der Oberbürgermeiſter.
5. Bäckergehilfen=Fachverein,
21. Bürgerverein Beſſungen,
Hohenfriedberger Marſch.
I. V.: Mueller.
(21849
6. Landes=Baugewerkſchule,
Doppelquartett Rheingold‟,
7. Lokomotivbeamten=Verein,
23. Geſangverein, Männerquartett
Die Zornſchmiede.
8. Geſangverein Germania,
Darmſtadt=Beſſungen,
Szeniſcher Prolog von Ernſt Frei=
9. Freiw. Sanitätskolonne vom 24. Katholiſcher Männer= Geſang=
herrn
von Wolzogen.
Saal des Hotels zur Traube‟
Roten Kreuz,
verein,
Perſonen:
10. Männergeſang=Verein Lyra‟, 25. Bayern=Verein,
Meiſter Andreas
Dienstag, 21. Oktober, 8 Uhr:
11. Schneider=Innung,
26. Jugendvereinigung der Pau= Zorn, Schmied . Hs. Baumeiſter
12. Verein der Eiſenbahn= Werk=
lusgemeinde
,
Laura, ſ. Tochter Käthe Meihner
führer,
27. Darmſtädter Männer=Geſang=Franz, Altgeſelle Paul Peterſen
Lieder zur Laute
13. Jugendvereinigung der Petrus=
verein
,
von Rechberg, ein
gemeinde,
28. Geſangverein Frohſinn,
jg. Reiteroffizier Frz. Schneider
14. Chriſtlicher Verein Junger
Militär=Anwärter=Verein,
Die Szene ſpielt am 18. Oktober
Männer Wartburg mit Zu= 30. Verein ſtädt. Arbeiter und 1813 in einem kleinen Städtchen,
gendvereinigung der Stadt=
Bedienſteter,
nahe der ſächfiſchen Grenze nach
gemeinde,
31. Athleten=Verein,
Leipzig zu.
Blsa
15. Geſangverein Einigkeit,
32. Orth’ſches Männerquartett,
Hierauf: Jubel-Ouvertüre
16. Geſangverein Liederzweig‟,
33. Oberheſſen=Verein.
von Carl Maria von Weber.
Der Abmarſch des von Militärkapellen und Spielleuten be=
Laun ve Wolze gen
Neu einſtudiert:
gleiteten Zuges iſt auf 2¾ Uhr feſtgeſetzt. Er bewegt ſich durch die Prinz Friedrich v. Homburg
Rheinſtraße, Wilhelminenſtraße, Eliſabethenſtraße, Schulſtraße, Kavell=oder: Die Schlacht bei Fehrbellin.
Karten im Vorverkauf zu Mk. 3.50, 2.50, 1.50 u. 1.
ſtraße, Nieder=Ramſtädterſtraße, nach dem Dommerberg. Hier wird
Schauſpiel in 5 Akten
in der Hofmusikalien- und Pianohandlung Georg Thies
der freie Platz um den Bismarcksturm für die Zugteilnehmer bereit
von Heinrich v. Kleiſt.
Nachf., Leopold Schutter, Elisabethenstrasse 12, an der
gehalten. Wenn die Vereine auf dem Platz angekommen ſind, nehmen
Perſonen:
Abendkasse Mk. 4., 3., 2., 1.50.
(21293sms
die Fahnenträger auf ein gegebenes Trompetenſignal im Halbkreis FriedrichWilhelm,
vor dem Eingang zum Turme Aufſtellung. Nach einem Muſikſtück Kurfürſt v. Bran=
wird
ſodann Herr Profeſſor Kiſſinger die Anſprache halten, der denburg.
. Johannes Heinz
ſich das gemeinſam geſungene Deutſchland, Deutſchland über alles‟ Die Kurfürſtin . Herta Alſen
anſchließt. Nach Beendigung der Feier erfolgt geſchloſſener Rück=Prinzeſſin Natalie
DarmstädterStreichanartettdf. an
marſch mit Muſik durch die Nieder=Ramſtädterſtraße uſw. zum Platz von Oranien,ſ
vor dem Hallenſchwimmbad, wo ſich der Zug auflöſt.
Richte, Chefeines
F. Mehmel, A. Diedrich, F. Brückmann u. E. Andra.
Die Eintrittskarten für die am Abend ſtattfindende geſellige Drag.=Regts.: Eliſabeth Horn
Vereinigung ſind an die Vereine, entſprechend ihrer Stärke im Feſt=Feldmarſch. Dörf=
zug
, bereits verſchickt worden. Es konnte naturgemäß nur eine ing
. Kt. Weſtermann
beſchränkte Anzahl zugeſandt werden, da die Größe der Turnhalle Prinz Friedr. Ar=
I. Kammermusik-Abend
am Woogsplatz die Ausgabe von mehr Karten nicht zuließ.
thur von Hom=
Darmſtadt, den 16. Oktober 1913.
burg, General d.
Montag, 20. Oktober 1913, 8 Uhr
Namens des Ausſchuſſes der Jahrhundert=Feier:
Kurt Ehrle
Reiterei.
2
im Hotel Zur Traubeé
Der Oberbürgermeiſter.
Obriſt Kottwitz, v.
(217961 Regim. d. Prinz.
J. V.: Mueller.
H Chr. G. Eckel, Frankfurt (Klavier)
von Oranien . . Emil Jannings Mitwirkende: und Kammermusiker o. Müller (Bass).
HenningslOberſt. A. Waſſermann Programm: 1. Streichquartett F-moll von C. A. Mangold (zum
Nationalliberale Partei in Heſſen.
Truchß 7d. Inf. Auguſt Kräger Gedächtnis des vor 100 Jahren, 8. T. 1813, geb. Meisters). 2. Diver
Graf Hohenzol=
timento
für Streichquartett op. 32, Cdur von Jos. Haas (1.Bis
Die Vorſtände der nationalliberalen Organiſationen für die lern, v. d. Suite
sige Auff.) 3. Quintett für Klavier, Violine. Viola, Violoncelio In
Rheinprovinz, Heſſen=Naſſau, Großherzogtum Heſſen, Bayriſche des Kurfürſten . Hs. Baumeiſter
Bass (Forellen-Quintett) op. 114, A-dur von Schubert.
Pfalz, Großherzogtum Baden und Frankfurt a. M. haben ſich Rittmeiſter v. der
Preise: Abonnement für 3 Abende Sperrsitz M. 8.80, Sahl
zu einer
Golz .
Frz. Schneider M. 5.50. Einzeln: M. 3.30 und 2.20. Studenten- und Schülen
Graf Georg von
Abonnement: Sperrsitz M. 5.50, Saal M. 3.30. Einzel
Sparren, Rittm. Br. Harprecht
M. 2.20, M. 1.65 und M. 1.10.
(21573ms
Stranz, Rittm. . Hans DebusKarten bei Thies Nachf. (L. Schutter). Hofmusikalienhandlung
Gemeinsamen Feier
Siegfried v. Mör=
Elisabethenstrasse 12 und an der Abendkasse. Bechstein
ner, Rittmeiſter . Heinrich Hacker Konzertflügel aus dem Hofpianolager von A. W. Zimmermähh
Graf Reuß, Rittm. Emil Kroczak
Rheinstrasse 14.
der Volkerichlacht bei Lelpzig Ein Wachtmeiſter Adolf Klotz
vereinigt. Die Feier findet
Paul Peterſen
Erſter
Freitag, 24. Oktober, abends 8 Uhr
Zweiter Offizier Franz Sylvani
Sonntag, den 19. Oktober
Br. Waigandt
Hofkavalier. .
ſtatt mit folgendem Programm:
im Kaisersaal
Hofdame .
Agn. Wisthaler
Page d. Kurfürſten Ellen Widmann
1. Feier am Germaniadenkmal auf dem Niederwald Page d.Prinzeiſin Luiſe Kümmel
.Fr. Jak menn
vormittags 10½ Uhr
Heiduck .
Senff-Georgi.
(Zahnradbahn ab Rüdesheim 10 Uhr)
Bauer . . . . . Ludwig Hinkel
Bäuerin . . . . Agnes Kräges
Redner: Dr. Osann, Landtagsabgeordneter, Darmſtadt.Eine Wache .
Frz. Herrmann
Einziger
Gererale. Offiziere. Korporale
2. Feſtakt in der Feſthalle zu Bingen
u. Reiter. Hofkavaliere. Hof=
damen
Pagen. Lakaien. Volk.
nachmittags 3¼ Uhr
Das Stück ſpielt teils in und um
Lustiger Abend
Professor Dr. Theobald Ziegler, Frankfurt a. M.
Fehrbellin und einem nahe ge=
hält
die Feſtrede.
legenen Dorfe, teils in Berlin.
vor seiner Amerika-Tournee.
Zeit: 1675.
Gemeinſames Mittageſſen um 12 Uhr in der Feſthalle Geſtaltung d. Bühnenbildes: Hof=
Vollständig neues, heiteres Programm.
zu Bingen. Geſelliges Zuſammenſein nach dem Feſtakt. theatermaler Kurt Kempin u. Ma=
Karten im Vorverkauf 2.80, 1.70 und 0.80 in der Hof-
ſchineriedirektor
E. Schwerdtfeger.
musikalien- u. Pianohandlung Gg. Thies Nachf., Leopold
Zu dieſer Feier iſt jeder national geſinnte Deutſche will= Nach dem 2. Akte längere Pauſe.
kommen.
(21611dsd
Schutter, Elisabethenstr. 12.
In dieſet Vorſtellung findet
Wir erſuchen unſere Mitglieder, Freunde und Anhänger mit
kein Kartenverkauf ſtatt.
Prospekte ebenda kostenlos.
ihren Angehörigen dieſe patriotiſche Kundgebung mit gleichgeſinnten Anfang 8 1. Ende nach 12 U.
Abendkasse 3.30, 2.20 u. 1.10 .
nationalen Männern und Frauen aus Südweſtdeutſchland möglichſt Vorverkauf f. die Vorſtellungen:
zahlreich zu beſuchen.
Malagenn
onn
(21669ds
Sonntag, 19. Okt. Nachmittags
Abfahrt von Darmſtadt: vormittags 8.12 Uhr.
Uhr. Außer Abon. Sonder=Velvähd uer untetel Pest- u. Telegraohel-Beamtbn
Vorſtellung für Schüler.
Der Landesausſchuß
Ortsgruppe Darmstadt.
Prinz Friedrich von Hom=
der
heſſiſchen nationalliberalen Partei.
Zu dieſer Vorſtellung
burg.
Sonntag, den 19. Oktober abends 7 Uhr ab:
findet kein Kartenverkauf ſtatt.
Der Vorſtand
Abends 7 Uhr. 30. Ab.=Vorſt.
der nationalliberalen Partei für den Wahlkreis Darm=D8. Zum erſten Male: DerAbend-unterhaltung
lachende Ehemann. Ope=
verbunden
mit einer
ſtadt -Groß=Gerau und des nationalliberalen Vereins.rette in 3 Akten von Eysler. Ge=
wöhnliche
Preiſe
Gedächtnisfeier zur Jahrhanderwende 1813/1913.
Montag, 20. Okt. Außer Abon.
unter Mitwirkung der Geſangsabteilung im Kaisersaale,
Verein fur Vervreirung von Bolasondungſmr. Sonder=Vorſtellung.
Grafenſtraße.
Prinz Friedrich von Hom=
burg
. Anfang 8 Uhr. Zu die=
Theater, Geſangs=, komiſche Vorträge uſw.
Darmſtadt.
ſer Vorſtellung findet kein Kar=
Von 11 Uhr ab TANZ.
Donnerstag, den 23. Oktober 1913, abends 8¼ Uhr,
tenverkauf ſtatt.
Programm 10 Pfg.
Dienstag, 21. Okt. 31. Ab.=Vſt. Eintritt 15 Pfg.
in der Techniſchen Hochſchule, Hörſaal 326A 8.
Lohengrin. Elſa:
Der Vorstand.
Grete Jonſſon, vom Stadt=(21760)
(Eingang Weſtportal):
Elisabsthen=
theater
in Elberfeld, a. G. Gew.
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Restauration zur Stadt Pfungstadt, strase 2.
Aus dem Spielplan.
Vorfrad mit wichtbiidern Mitwoch, 22. Okt. Nachmitt. Mittagstiſch à 75 Pfg. und 1.10 Mk., im Abonnement billiger=
½ Uhr. Sonder=Vorſtel=Von 5 Uhr ab Souper à 1 Mk. Morgen Sonntag verſchie=
von
Herrn Profeſſor Dr. Meisel, Darmſtadt:
lung für Volksſchüler.denes Geflügel, Fiſche, Has im Topf, Kalbshaxen, Kalbsbraten,
Prinz Friedrich von Hom=gebackene Kalbsleber, gefüllte Kalbsbruſt, Kalbsnierenbraten,
Zu dieſer Vorſtellung Schweinebraten, ſaure Nieren, Rumſteaks, Schnitzel=Holſtein,
onser Sternhimmel‟, burg.:
Die
findet kein Kartenverkauf ſtatt. Beefſteaks und ſonſt noch reichhaltige billige Speiſekarte.
(*12067
Eintrittskarten zu 30 Pfg., für Mitglieder und angeſchloſſene
Abends 7½ Uhr. 32. Ab.=Vſt.meiſten Speiſen werden ſofort ſerviert.
im weißen Saal.
Vereine zu 20 Pfg., im Verkehrsbüro (Ernſt=Ludwigsplatz) und 1B 8.
Die fünf Frank=
bei
J. Mylius, Herdweg 2.
Von 4 Uhr ab Tanzkränzchen Dienstbach.
(21784lfurter. Kleine Preiſe.

[ ][  ][ ]

Andt

Nummer 248.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.

Rollwand
größ., gebraucht, zu kaufen geſucht.
*3
Off. m. Pr. u. C 70 a. Exv. (21785
(Bürger-Keller.
Haufe fortwährend getr. Damen=
kleider
zu den höchſten Preiſen.
Täglich Konzert
Off. u. C 58 an die Exp. (*12100


Zu kaufen geſucht!
Salon-Damen-Orchester.
Gut erhalt. Bauhütte u. Maurer=
Dir.: JOSEF ScHMIDL.
gerüſtdiele ſogleich zu kaufen ge=

ſucht. Off. erbeten unt. C 85 an
Stets freier Eintritt.
(20436a
die Expedition.
(21837a
ſachtſtuhl zu kaufen geſucht.
Le
(*12121
ornise.
Ladwl
SPshohe
Montag, den 20. Oktober 1913,
abends 8½ Uhr, (21737 Zur Jahrhundertfeier der Völkerschlacht bei Leipzig
N
Monats-Versammiung
Samstag, den 18. Oktober 1913
8
Kee
uned im Vereinslokal Zur Stadt Pfungſtadt.
Gee e
n
Mae
Der Vorstand.
Vaterländisches Konzert
eines Teiles der Kapelle des Leibgarde-Regiments (Abonnements gültig).
Mozart-Verein. sonntag, den 19. Oktober, im Anschluß an die Feier
Samstag, den 25. Oktober 1913
an dem Bismarckturm
Familienabend im Saalbau.A Patriotisches Festkonzert
der Kapelle des Leibgarde-Regiments (größerer Teil derselben) unter
Solo-, Chor- u. Musik-Vorträge.
Leitung des Obermusikmeisters H. Hauske.
Anfang 4 Uhr.
Eintritt 30 Pfg.
(B21858)
Tanz im grossen Saal.
Anmeldungen zur Mitgliedſchaft unter der Adreſſe Cafe Ietropole
Vorſtand des Mozart=Vereins bis zum 22. Oktober erbeten.

Vereinsauskunftsstelle: Hofbuch= und Kunſthandlung
Täglich Münchner Oktober-Fest.
(21808
von Müller & Rühle, Eliſabethenſtraße 5.
Stimmung und Humor bringen die lustigen Gebirgler.
Erstklassige humoristische Tiroler Kapelle.
Anfang abends 8 Uhr.
(*12242)
Sonntag 4 Uhr nachmittags.
Restaurant zum Landgrafen
Krchweme m Hahmei.
Grafenstrasse 27.
Rendezvous Internationale.
Nächſten Sonntag, den 19. und Montag, den
Winer von 12 bis 2 Uhr. Souper von 6 Uhr ahends 20. Oktober, wird das hieſige Kirchweihfeſt mit
Um geneigten Zuspruch bittet höfl.
Tanzmuſik gefeiert. Ich verabreiche an beiden Tagen
*(2192)
W. Kaufmann.
alle Sorten Wild und Geflügel.
Die Muſik wird ausgeführt von einer Abteilung der Kapelle
Wo gehen wir morgen Sonntag hin?des Art.=Regts. Nr. 61 (Obermuſikmeiſter Weber).

(21688fs
Es ladet freundlichſt ein
Zur Rosenhone!
Wicht, zum Täubchen, Hähnlein.
Joa iſt großes Tanzvergnügen bei ganz
neuem Orcheſter
(*12184
wozu freundlichſt einladet
Georg Hansel.
Reſtaurations=Verpachtung
des Schießhauſes der Priv. Schützengeſellſchaft
EEEEEEGEGEE
Darmſtadt.
Für unſere Reſtauration, die vollſtändig für den öffentlichen
E2
KWirtſchaftsbetrieb freigegeben iſt, wird per 1. April 1914 ein tüch=
Hotel Post-Restaurant
(21740
tiger, kautionsfähiger Pächter geſucht.
Bewerber wollen ihre Geſuche baldgefl. an unſeren Oekonomen,
E
am Hauptbahnhof.
Herrn Ludwig Keller, Darmſtadt, Rheinſtraße 12½, einſenden, wo=
ſelbſt
auch die näheren Bedingungen bezogen werden können.
b
Heute ab 4 Uhr: Metzelsuppe. IE
Der Vorstand
Spezialität: Baverische Leber- und Bratwürste.
der Priv. Schützengesellschaft Darmstadt.
Wellfleisch mit Kraut und Purée.

Schweinspfeffer mit Kartoffelklösse.
E
Schlachtplatte.
E
.sowie alle Mode-Tänze lehrt
E3
Sonntag, 19. Oktober 1913
*12249
speziell
Tango ur gentind erirat-Lanzlehrinstitut sohktürfr,
E
Ei
Menu à 1.60
Neckarstrasse 22.
Kraftbrühe mit Einlage.
Wildschweinsroulade, Sauce diable.
E
E
Roastbraten auf Gärtnerart.
mperial Speisekartoffeln
Gespickte Kalbskeule mit Salat und Kompott.
(Induſtrie)
Mocca. Eis.
(21303a
E
in auserleſener, g. kochender Ware,
Dar
frei Keller 100 kg 5 Mk. (21696sms
Jacob Blitz. Lengfeld i. O.
EEGEGGGGEEE
(Eleg. Kinderwagen zu verkaufen.
E(*12149sm)
Karlſtr. 41, I.
eiſerner Füllo en zu verkaufen.
1 Näh. in der Exp.
(*11997fso
leiel u Reslamant, MWoofina-Rohe
Güchenſchrank, f. lack., bill abzug.
38. Taunusſtr. 47, I. (*12065fs
Truppenübungsplatz Darmstadt Telephon Nr. 877
Guterhaltene Petrolenm= Hänge=
lampe
bill. abzugeben. Nied.=
Haltestelle der Strassenbahn: Brauerei‟
Treffpunkt Ramſtädterſtraße 29, I. (*120535m
Angenehmer Familienaufenthalt
Ein junger
der (21616a
bält seine schönen Räumlichkeiten (mit prachtvoller
kräftiger Ziegenboc
vornehmen Welt ſof. z. verk. Bahnwärter Engel, Ried=
Garten-Terrasse) bestens empfohlen.
bahn, Ueberg. 83, b. Darmſtadt. (*1222
Worzügl. Speisen und Getränke. Guten Kaffee, Kuchen etc. Ludwigsplatz 2, I. Etage.
Einige prachtv. Zuchtünsen zu
verk. Dieburgerſtr. 62, II. (*11827ms
11562a)
H. Woelfing. Besitzer.
Buchthühner, Ital., 1913er Früh=
(ss.55 Baumanns=Reinetten J brut, in gr. Ausw. u. al. Farb.
große Partie extra ſchöne Warein 4-6 W. legend, empf fortw. billigſt
6
K&
Zentner 1516 Mk. franko Haus 1381 a) Schröder, Karlſtraße 27.
(*12200 Deutſcher Schäferhund Zue)
empfiehlt
10 Monat alt, Eltern prämiiert,
Bernhard Held.
2 Zur Wolfsschlucht
Karlſtraße 24, Telephon 478 ſehr billig zu verkaufen. (*11750ms
und Obſt=Ausſtellung Jakob Rott, Gräfenhäuſerweg 43.
53 Soderstrasse 53
zum Schützenhof.
Wolfshund
Neuer Inhaber: Alfred Wagner
3 kompl. Fahnen
Achtung: mit Stangen zu ſehr wachſam, zu verk. bei
Ofrüher Löwenbrauerei‟ Gross-Zimmern verkaufen od. zu verleihen, ſowie Heinrich Funk Xl., Griesheim b. D.,
Weichgaſſe 5. (*11985fs
eine Dezimalwage zu verkaufen.
(*12236
empfichlt bekannt guten Mittagstisch!Wendelſtadtſtraße 2.
Daete
Sür den Winterbedarf liefere Kanienpinscher
Vereinszimmer mit Klavier. Kronenbier. Spaten-
Jungen Rüden, ſehr wachſam u.
Ia Industrie per Zentner
bräu. Prima Weine. Apfelwein vom Fass.
Mk. 2.40, 10 Pfd.=Probe 29 Pfg.ſcharf, ungemein treu u. anhängl.,
(19801a
frei Haus. L. Stilling Wtw., gibt billig ab A. Otto, Frank=
(*12246sglfurterſtraße 115.
(*11987
Hochſtraße 4.
366os.e

Seite 23.
Der Lach-
Mtiaher
Mieler
monat!
2150
Tel.
SKPRLUTT3se
Nur noch kurze Zeit!
Kölner
10B- Lustige Bühne
Samstag,
Heufe
18. Oktbr.
Premiere
.Um Million-
Detektiv-Burleske
in 4 Akten.
Morgen
Sonntag. 46 Oktaber
Nachmittags 4 Uhr:
III. Volksvorstellung
bei kleinen Preisen:
Ein Greieckiges Verhältnie
115
Das Polte von Tolln.
1 Lae en ohne Ende!
Abonde 6½, Uhr
Zum 2. Male
Um 1 Million-
Ermäßigter Vorverkauf wie bekannt.
im Residenz-Automat
(auch Sonntags)
ununterbrochen.
M eee
M.
Achtung!
A.
eee
e en
Restauration Taunusgold
genannt die (*12147
Rabenau‟
Samstag, den 18. Oktober:
großes Schlachtfel
wozu freundlichſt einladet
Friedrich Lckart
Dornheimerweg 33,
gegenüb. dem neuen Güterbahnhof.
65
Fürstenauerhof‟
Roßdörferſtraße 1.
Heute Samstag
Metzel=
es

Me
Suppe
wozu freundlichſt einladet (*12081
Franz Büttler.
Anbei empf. ich meinen tägl. frischen,
selbstgekelterten süssen Apfelmost.
heufe

Helzel

Ohe Suppe
e
bei
*12211)
Georg Imhof
Schloßgraben 15.
Heute Samstag
M
Metzel=

AK1
ſuppe
wozu freundlichſt einladet (*12224
Ecke Eckhardtſtr.
Karl Keil, und Rhönring.
Restauration
Kastanienallee
Beſ.: H. Katzenbach.
Samstag u. Sonntag:
35
Schlachtſen.
Morgens Wellfleisch mit Kraut.

[ ][  ][ ]

Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Nummer 248.
Mumipuremenen enenrenunmmnmſilntnhg,
und wohnte ſofort in der früheren Domtliche dem feier=dumpfbrauſendes Gerüuſch, als ob man am Mers=
ZZ


lichen Gottesdienſte bei, in tieſer Bewegung zuerſt nieder=ſtrande weile, und ſo unruhig wie hauſig das Meer, iſt
e
Für die Garniſon und die Bevölkerung fand am gleichen gänzende Schar von Beſuchern, die alle Elemente der
Tage auf dem Opernplatze ein großer Dankgottesdienſt Börſe in ſich vereint: hier die Geldfürſten, deren Namen
2
ſtatt; am Abend waren die Straßen glänzend erleuchtet, in fünf Weltteilen Klang und Geltung haben, dort ſorgſam

als der König in der im Opernhauſe veranſtalteten Feſt= ſtrebende Bankiers, deren Parole Sicherheit und Feſtig=

vorſtellung erſchien und zwar ausnahmsweiſe in der keit lautet, da kleine und große Jobber, die friſchdrauf=
großen
Mittelloge, wurde er mit ſtürmiſchen Hochrufen los ſpekulieren, denn ſie haben meiſtenteils wenig zu ver=
und dem Geſange des Heil Dir im Siegerkranz, welches lieren, junge Bankangeſtellte, die ihre Chefs ſuchen und
Lied in tauſend Exemplaren vorher unter den Beſuchern gelegentlich ſelbſt ein kleines Geſchäftchen machen, Lehre
ede verbreitet worden war, begrüßt.
linge der Bankgeſchäfte, welche die Kurſe ſammeln, Bo=
Es iſt ganz gut, wenn man ſich gelegentlich aus dem ten, die unaufhörlich Depeſchen austragen und ſofort
unermüdlich Neues ſchaffenden Getriebe unſerer modern= Beſtellgeld einziehen, und, wie die Felſen in der branden=
CGARETTEN
ſten Weltſtadt zurückverſetzt in jene Zeiten, in denen es ſo den See, die auf erhöhten und umgitterten Standplätzen

ganz anders in Berlin ausſah, Zeiten, die ſich das heutige ſtehenden vereideten Makler. Zwei oder mehrere von ihnen
Geſchlecht kaum noch im Geiſte vorſtellen kann. Farbige bilden eine Gruppe, deren jeder ganz beſtimmte Papiere

Memannnangann.
Bilder aus dieſer hundert Jahre zurückliegender Ver=überwieſen ſind, in welcher ſie ausſchließlich handelnzſie
gangenheit werd i ſich ja am kommenden Sonntag unſere dürfen keine Geſchäfte für eigene Rechnung machen ſon=
2
erinnerungsvohe Triumphſtraße entlang bewegen, da die dern ſollen nur die ihnen von Bankiers zugehenden Aufs=
6
Mmunnhunnnnalthg.
hieſige Gruppe des Jungdeutſchlandbundes einen vielum= träge zum An= oder Verkauf von Effekten vermitteln und
mit seidenen
faſſenden Feſtzug veranſtaltet, der, zum Gedächtnis an den Preis der letzteren feſtſetzen, wofür ſie ein gewiſſes
Sammel-Wappenbildern
die Völkerſchlacht, in einer Reihe von Gruppen und Sze= Entgelt erhalten Im Gegenſatz zu dieſen Effekten, den
I,15164
ſogenannten Kaſſapapieren, für die man ſofort Geld er=
nen
die Erhebung Preußens und den Sieg über die fran=
zöſiſchen
Heere darſtellen wird. Der Kaiſer, dem dieſer halten kann reſp. zahlen muß, ſtehen die Ultimo=Effekten,
Berliner Stimmungsbilder.
Aktien der großen Bergwerke und Banken, Brauereien,
mehrere tauſend Perſonen zählende Zug eine Huldigung
vor dem Schloſſe darbringen will, hat ſein lebhaftes In=fremden Eiſenbahnen uſw. deren Wert meiſt erſtiam
Von Paul Lindenberg.
tereſſe für die Veranſtaltung bekundet und geſtattet daß letzten Tagd des laufenden Monats entrichtet werden muß
(Nachdruck verboten.)
Der mächtigſte Schnitter. Vor hundert Jahren. Wie der Hochzeitswagen der Königin Luiſe und ihr Reiſe= und in denen deshalb am waghalſigſten ſpekuliert wird
Berlin die Nachricht von der Völkerſchlacht bei Leipzig er= wagen, in welchem ſie die Fahrt von Berlin nach Königs= Hier übernehmen teilweiſe nichtvereidete Makler den Ge=
berg
zurückgelegt, in geeigneter Weiſe zur Verwendung ge= ſchäftsverkehr und mit fieberhafter Schnelligkeit, mittelſt
fuhr. Die Rückkehr des Königs. Die Jubelfeier.
abgekürzter Sätze und Worte ſowie Geſten, werden weit=
langen
.
Einen Rückblick anderer Art wird uns die zu Beginn tragende Abſchlüſſe gemacht und Hunderttauſende häufig
Vom Jubiläum der Königlichen Porzellan=Manufaktur.
Auch die Börſe jubiliert. Ein Beſuch zur Mittagszeit. der neuen Woche durch den Kaiſer zu eröffnende Aus= in Sekunden umgeſetzt. Bei dieſen Geſchäften wirn
ſtelung unſerer Königlichen Porzellan=Manu= größte Lärm verurſacht, hier ballen ſich Dutzende, hunderte
Vom Humor an der Börſe. Die Jubiläen unſerer faktur geben, und zwar was dieſes Inſtitut in den bis= von Beſuchern zuſammen, die Hände mit den Notizbüchenn
Oper. Herbert Eulenberg.
herigen 150 Jahren ſeines Beſtehens geleiſtet hat. Von hoch erhoben, um ſie gleich darauf wieder ſinken zu laſſen
Und wieder hielt der Schnitter Tod ſeine Ernte, und der Ausſtellung ſelbſt wird noch zu berichten ſein, ſie wird und die Käufe reſp. Verkäufe einzutragen, hier wird glch
wo er ſeinen Rundgang machte mit vernichtendem Senſen= uns in umfaſſender Weiſe zeigen, wie die Leiter und von intereſſierter Seite viel Stimmung gemacht, mite=
ſchlag
, ob auf den wogenden Fluten des Meeres, ob im Künſtler der Manufaktur Jahrzehnt um Jahrzehnt hin= ſchrei und Scheinaufträgen, welch letztere allerdings auch
dunklen Schoß der Erde, da folgten ihm Grauen und Ent= durch für Kunſt und Kunſtgewerbe gewirkt. Von dem für den Betreffenden zum Unheil ausſchlagen können
ſetzen. Es iſt, als ob die beiden Kataſtrophen von deren Umfang des Inſtituts ſpricht die Zahl der 600 Angeſtell=Sind die vereideten Makler bei dieſen Geſchäften auch nicht
ſchreckhaften Einzelheiten wir in den letzten Tagen über= ten eine beredte Sprache; allen Erzeugniſſen ob künſt= beteiligt, ſo notieren ſie doch aufmerckſam die Kursſchwan= vernommen, ein Echo bilden jener ungeheuren leriſcher, ob wiſſenſchaftlicher oder techniſcher Art, gereichte kungen der Ultimopapiere, um nach Börſenſchluß den
Opfer die vor hundert Jahren das Völkerringen und gereicht die vor geraumer Friſt getroffene Einrich= Kurszettel feſtzuſtellen, der dann ſchon in den Abend=
bei
Leipzig erfordert. Auf einem vor mir liegenden, tung zum beſonderen Vorteil, daß es nicht Zweck der Ma=zeitungen enthalten iſt.
Ganz anders als in der Mitte der beiden Fondsſäle
vergilbten Extrablatt, das zum Beſten der verwundeten nufaktur iſt dem Staate neue Einnahmen zu ſchaffen,
Vaterlandsverteidiger im Lazarett am Schleſiſchen Tor ſondern daß letztere zur umſichtigen Pflege von Kunſt und geht es an deren Längsſeite zu, an der ſich die Niſchen
verkauft wurde, iſt Napoleon als Schnitter Tod mit hoch= Technik verwendet werden. Die obige Ausſtellung wird der großen Berliner Banken und Bankfirmen befinden
geſchwungener Senſe dargeſtellt, aber die Köpfe die er uns einen feſſelnden Rückblick gewähren und zeigen, daß Von hier ſpinnen ſich die Geldfäden bis zu den fernſtenl
abgeſchlagen, wachſen immer wieder aus der blutgetränk= noch heute der Einfluß des Großen Königs dem die Handelsplätzen aus, hier werden oft die folgenſchwerſten
ten Erde hervor. Es währte lange bis Berlin die Nach= Manufaktur ihre erſte Blüte verdankte, ein merkwürdig Entſchlüſſe für Handel und Induſtrie unſeres Vaterlandss
gefaßt und mancher Börſentag wird durch gewichtige
richt von der Entſcheidungsſchlacht bei Leipzig erhielt: reger iſt.
am 21. Oktober war’s, als ſich ein von Jubelſtürmen der
Ueberhaupt iſt dieſe Woche reich an Jubiläen und dem ſtimmungen beeinflußt, aber nach außen hin iſt hiervm
aus allen Stadtteilen herbeigeeilten Menge umbrauſter feſtlichen Gedenken derſelben. Auch unſere Börſe jubiliert nichts zu bemerken, die Befehle werden von den Cheſs
ſeltſamer Zug die Linden entlang bewegte. 32 berittene, mit, das heißt, mehr das Börſengebäude, das vor ruhig und ernſt erteilt, die Nervoſität der Börſe ziſtel
blaſende Poſtillone, von 4 Poſtſekretären geführt, eröffneten fünfzig Jahren nach ſeiner langwierigen Errichtung feier= hier nur gelegentlich, bei ganz beſonders bedeutſamene
ihn., dann kam inmitten von Offizieren und hohen Be=lich eingeweiht wurde. Seitdem hat es mehrfache Er= eigniſſen, nach. Auch in dem Saal der Produktenhöne
amten der Rittmeiſter und Generaladjutant von Auer, weiterungen erfahren, nur der gewaltige Prachtſaal, der iſt das fieberhafte Durcheinander nicht derartig verwirrend
der vom König als Courier abgeſchickt worden war, um eigentlich aus drei gleich großen, durch Säulenreihen wie an der Fondsbörſe; in kleinen Düten werden hier
den folgenreichen Sieg bei Leipzig der Berliner Bevölke= von einander geteilten Sälen beſteht, bedurfte nicht der= Proben von Getreideſorten und anderen Landesprodul=
rung
zu verkünden was unter dem Geläut aller Glocken ſelben In ihm ſpielt ſich in den Mittagsſtunden der ten genau geprüft und danach oft erſt die Abſchlüſſe volle
vom Balkon des Schloſſes aus und an anderen Stellen Hauptbörſenverkehr ab, mehr denn 4000 Perſonen wirren zogen, die gleichfalls nach Hunderttauſenden gehen.
der Stadt geſchah. Am 24. Oktober kehrte der König zu= dann hier durcheinander, ihr Rufen, Verhandeln,
In einer Jubiläumsſchrift müßte dem Humor an
rück; er hielt ſeinen Einzug durch das Brandenburger Tor Sprechen, Schnarren, Hin= und Hergehen erzeugt ein der Börſe ein langer Abſchnitt gewidmet werden,
Hic Rhodus, hic saltal
Dreitägige Ohne-Halt-Fahrt des
Hessischen Automobil-Clubs
über Hunsrück-Eifel-Luxemburg-Ardennen-Vogesen-Schwarzwald ( Knie-
bis
, Plättig, je 1000 Meter Höhe) und Odenwald, nahezu 1000 Kilometer.
Von 16 gemeldeten Wagen verschiedener Marken mit Motoren bis zu 60 PS. legten die am Wettbewerb beteiligten, von Privat-
besitzern
ohne Chauffeur gesteuerten
21816
Silorhe
10
2
(8/22 und 7/17 Ps.)
die gewaltige Strecke unter schwierigsten Bedingungen in der vorgeschriebenen Zeit zurück. Sie kamen sämtlich rechtzeitig
ohne den geringsten Maschinendefekt
in Darmstadt an’s Ziel und erhielten die höchsten Auszeichnungen des Wettbewerbs: 2 goldene und 2 silberne Ehrentafeln.
Adler ist der zuverlässigste Gebrauchswagen der Gegenwart.
Inh. A. Ober, Grossh. Hoflieferant
Karlstr. 30 Darmstadt Tel. 2498.
Maner d ober

[ ][  ][ ]

Nummer 248.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Seite 25.
ſcherlch eine Fülle guter und ſchlagſertiger Witze enhal. berichtet, der ſeinen Kollgen D. auf Pfolen geſordert der am Dienstag fiatgefundenen Auführung von Sam.
ten würde. Jener Humor entfaltet ſich inmitten des raſt= hatte, was dieſer wider Erwarten angenommen, daß er ſon und Dalila die Saint=Saéns ſelbſt diri=
loſeſten
Drängens nach Geld, des gewagteſten Spe= nicht am Rendezvousorte im Grunewald erſchienen ſei, gierte. Auf Wunſch des greiſen Tondichters, dec binnen
kulierens, des kühlſten Berechnens er knüpft teils an ge= ſondern einen Dienſtmann zu dem dort harrenden B. ge= wenigen Wochen zum zweiten Male in. Berlin weilte,
ſchäftliche Vorgänge, teils an politiſche Ereigniſſe oder ſandt hätte mit den Zeilen: Geehrter Herr! Erwarten wurde die Oper ungekürzt gegeben, und der Komponiſt
auch Vörſenbeſucher an. Eine ganze Zahl der letzteren hat Sie mich nicht, ich habe meine Forderung verkauft ..
hate nicht ganz unrecht, weim er nach der Generalprobe
originelle Beinamen erhalten, ſo wird ein krummbeiniger Auch an Scherzfragen iſt nie Mangel. So fragt ein geäußert: Bei dieſer ungekürzten Darbietung wird es
Handelsjüngling, der ſich ſtets mit ausgeſuchter Eleganz Vörſenbeſucher: Sagen Sie mal, warum ſteht denn über wenigſtens einen ganz zufriedenen Zuhörer geben, näm=
Kleidet, als Leutnant von der India Faſer=Kompagnie der Tür des X=Bankinſtitutes, Syndikat? und bekommt lich mich ſelbſt. Die bisherigen Kürzungen gereichten
bezeichnet, einen anderen, ſich nicht gerade durch Schön= als Antwort: Weil dort mancherlei geſyndikt wird!
dem Werke durchaus zum Vorteil aber man ließ es dem
heit auszeichnenden jungen Mann nennt man die Lebhaft werden eines Tages die Folgen eines ſoeben Meiſter, der wohl recht gewiſſenhaft jedoch nicht mit
ſchwarze Venus ein älterer Herr der beſonders ſchnell ſtattgefundenen Banktraches beſprochen: Und wiſſen Sie künſtleriſchem Schwung den Taktſtock führte, nicht entgel=
durch
die Säle haſtet, hat den Beinamen des Raſenden ſchon das Neueſte, fragt einer der Börſianer, der Barbier ten, und zeigte ihm durch regſten Beifall, wie man ihn
Roland erhalten und der Angeſtellte eines Bankiers in der Burgſtraße will jetzt fürs Raſieren die doppelten und ſeine Gabe hier ſchätzt.
namens Kaiſer wird nur Bethmann Hollweg gerufen, Preiſe nehmen weil alle ſeine Kunden mit ſo langen
Mit dem Beifall ſah es deſto böſer aus bei der Erſt=
eeiner
der Makler aber mit ſtets lächelndem Geſicht führt Geſichtern kommen!
Lange Geſichter? Doppelte Preiſe? aufführung des neueſten Herbert Eulenbergſchen
den Spitznamen Tannenbaum, denn Der grient Wie haißt? euft Itzig Löb, billiger muß er’s machen, Schauſpiels: Zeitwende im Leſſing= Theater=
micht
bloß zur Sommerzeit, Nein, auch im Winter, wenn der Mann, kommen wir doch ſchon eingeſaift zu ihm!
Dieſer Dichter ſoll uns mit aller Gewalt aufgezwungen
ees ſchneit Auch an handgreiflichen Scherzen fehlt es
Auch in unſerer Oper fehlte es nicht an Jubiläums= werden, aber wenn die Direktoren nichts Beſſeres von ihm
micht. Dieſer oder jener Beſucher, der aus irgend einein feierlichkeiten. Anläßlich des hundertjährigen Geburts= zu bieten haben, wie bisher, ſo wird denn doch einmal
AAnlaß an einem flauen Tage die Spottluſt der Uebrigen tages Giuſeppe Verdis brachte unſer Königliches das vorläufig noch ſo geduldige Publikum ſich ganz
lherausgefordert hat, bemerkt plötzlich, daß alles lacht, wo Opernhaus eine Neueinſtudierung des Don Car= energiſch dagegen verwahren. Aus zum Teil widerwär=
ſer
erſcheint: er betrachtet ſeine Kleidung, nichts zu finden, los, welche Oper ſich nie recht auf dem Spielplane der tigen zum Teil rohen Effekten ſetzt ſich dieſes ſeltſame
ſer holt den Taſchenſpiegel hervor, ſein Geſicht ſieht aus Bühnen halten konnte. Mit einem gewiſſen Recht, denn Ehedrama zuſammen, in welchem Menſchen herum=
twie
ſonſt, er fragt Dieſen und Jenen, bekommt aber nur ſie iſt ſchwerblütiger, wie die übrigen Werke des Meiſters lamentieren, die es in dieſer Trottlichkeit nicht gibt, und
rausweichende Antworten, bis ihn endlich ein Freund auf und enthält nicht in ſo reicher Zahl jene packenden Stellen, törichtes Zeug geſchwatzt wird, das mit der Wirklichkeit auch
rein Plakat aufmerkſam macht, das ihm ein Miſſetäter auf wie etwa Rigoletto, La Traviata oder Arda. An nicht das mindeſte gemein hat. Es war kein Wunder,
rden Rücken geheftet hat, und das die Inſchrift trägt: Nicht innerem Gehalt übertrifft ſie in verſchiedener Hinſicht dieſe; daß ſich die Künſtler mit dieſen gekünſtelten Rollen keine
ranfaſſen! oder: Vor dem Gebrauch zu ſchütteln! auch: Lieblingsopern unſeres Publikums, die Melodien ſind rechte Mühe gaben, alles verpuffte ohne den geringſten
Achtung! Dampfwalze! oder: Geſchenk des Konſuls zwar nicht ſo eindringlich und reich, dafür wirken ſie durch tieferen Eindruck. Und von dieſem Stück hatte man vor=
SSchönlank (welch letzterer bekanntlich dem Zoologiſchen ihre ernſte und hingebende Geſtaltung, zumal jene Auf= her als einem Meiſterwerk geſprochen! Nicht mal Ge=
Garten häufig ſeltene Tiere geſchenkt). An böſen Zun= führung tadellos war. Dasſelbe darf man von der 600. ſellenarbeit!
igen fehlt es überhaupt nicht. So wurde von Bankier A. Wiederholung des Lohengrin ſagen, weniger aber von
e
Die neueste Hutmode
behauptet man, fände bei den Frauen mehr Beachtung, als die wichtigste Neuerung für die Küche. Dass diese Behauptung Unrecht hat, beweisen
die neuen Liebig-Kugeln, die sich im Nu die Sympathien der Hausfrauen erobert haben. Liebig-Kugeln sind allerdings ein Artikel, dem
bei seiner Vielseitigkeit, Ausgiebigkeit und einfachen Handhabung jede Hausfrau Beachtung schenken muss.
(VIII,21755
2 1 17
tr2 217 1.
Mrt
it
etretet
ät
1tte
Se
Zum 18. Oktober 1813/1913:
ſelles in a
Darstellung der
6
Schlachf Der Leipzig
Belgers
mit Heinrichsen‟-Zinntiguren
KakaoPulver
in unserer Auslage

Ecke Rheinstrasse und Ernst-Ludwigsplatz.
J= S. 151 055.
Gleichzeitig veranstalten wir Spezial-Ausstellungen von
Fröbel- und Beschäftigungs-Spielen
Gesellschafts-Spielen
Flugzeugmodellen und Flugzeug-Baukasten.
Diese Spezial-Ausstellungen, die nur kurze Zeit dauern, bilden einen
Hinweis auf Weihuachten und zeigen unsere einzigartige Auswahl

aller Arten Spielwaren.
21739
Z
Der erſte Waggon Cafeläpfel
Drran &oohe
als: Gold=, Grau=, und Baumannsreinetten ꝛc.
iſt eingetroffen
Großh. Hess. u. Kaiserl. Russ. Hoflieferanten.
Hirschinger, Magdalenenſtr. 6, Tel. 1111
Markttags: Hauptreihe Eingana des Schloſſes. (*12056fs
SelbſtadePiſtole
Geſucht: (Browning od. Mauſer,
7 mm), Leutnants=Manöverkoff.,
Kartonerlorden größ. Rohrplatten=Koffer (ſlache
Das beſte und gediegenſte
Form), gebr., aber gut erh. Off.
D. R. G. M.
unter A 52 an die Exp. (21122a
deutiche ramilienblatt
zum vorteilhaften Aufbewahren
Wie neuwird Jeder
für die weiteſten Kreiſe
der Kartoffeln,
mit Bech el’s Salmiak-Gallseife
zweckmäßig für jeden Haushalt. gewaſch. Stoff jed. Gewebes,
zu ſein; dieſen Ruf hat ſich, wie allgemein bekannt,
vorrät. in Pak. zu 45 u. 25 Pfg.
Große Raumerſparnis, ca. 9 Zentner Kartoffeln können durch
bei Hofdrog. Chr. Schwinn. (*275a
Aufeinanderſtellen der Horden auf 1 Um Bodenfläche nach einzelnen
Sorten aufbewahrt werden.
Erhaltung des Wohlgeſchmacks und vollen Nährwerts der
Das Buch für Alle‟
Kartoffeln auf längere Zeit.
längſt erworben.
Verhinderung der Fäulnisbildung.
Bequeme Wegnahme zum Verbrauch.
Beſondere Vorzüge:
Einmaliger geringer Anſchaffungspreis:
Horgfältigſte Auswahl des Gebotenen, größte
jede Horde nur Mk. 4.-
Reichhaltigkeit, viele prachtvolle Illuſtrationen.
(V,21750
Bei Beſtellung von mehr als 3 Horden frachtfrei jeder
Jährlich 28 Hefte.
heſſiſchen Eiſenbahnſtation.
e
Großes Lager bei:
Preis des Heftes nur 30 Pfennig.
berirken sehr vieie Hier
Zu beziehen durch alle Buch= und Zeitſchriftenhandlungen.
prächt. Kücken sett 50 Jahrenl
Philipp Schaaf, Darmſtadt,m sie bestchen aus garanttert
Union Deutſche Verlagsgeſellſchaft in Stuttgart, Berlin,
Spezialgeschäft für Haus- u. Kücheneinrichtungen.
reinem Fleisch u. Weizenmehl
Leipzig.
nicht aus gewürzten Ab-
(21801
Fernſprecher 761.
fällen wie die nur scheinbar
billigen Futtermittel.
(8,
garn. ſchick, bill., Alt. verw.,
Man verlange stets Spratt’s Ge-
Schrmfabrik Schlüter, Verſch. Größegut. Weinfäſſ r
Motorrad
Hüte in u. auß. d. Hauſe. Sam=
als
Einmachfäſſer zu verkaufen Jugel=, Kuskenfurter u. Hunde-
methüte
, Velzhäte werd. mod. u.ſtark, gut erhalten, billig zu ver=
kuchen
. Niederlagen sind durch
Kirchſtraße 27
Pflanzenkübel billigſt.
(I.9742 kein ungearbeitet. Ziuaten bill. kaufen (125 Mk.) Beſſungerſtr. 88,
Schilder kenntlich.
(*12128
Reparaturen u. Ueberziehen ver Jakab Scherer. Küfermeiſter,
Ludwizspatzß, Verd), III. (21185a Werkſtatt, Beck.
Mee
Ae
Obergaſſe 26. (21370atenss
(10874a
ſwofort, billig und gut.

[ ][  ][ ]

Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Nummer 248.
Wobhahaz
=Anzeiger.
Erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden. Inſertionspreis: 10 Pfg. die einſpaltige Petitzeile: von 10maliger Wiederholung an 10% Rahatt.
N
Mollerſtraße 40, Vorderhaus,) Gutenbergſtr. 31, III., ſchöne
(
Frankturterstr. 66
e
Ernst-Ludwigstr. 18, II., 4 Zim., Badez., Küche, 2 Manſ.=Z., 4 Zimmer=Wohnung mit Garten=
in
der 2. Etage, iſt eine ſchöne 5 Zim.=Wohnung, neuhergerichtet, Gas u. ſonſt. Zubeh., per ſofortl anteil per 1. Januar 1914. Näh.
geräum. 5 Zim.=Wohn. mit Balkon alsbald oder ſpät. zu verm. Näh. Näh. Seitenb., 2. Stock. (16573msViktoriaſtraße 42, I.
(21751a
N
u. Veranda nebſt reichl. Zubehör, 1. Stock, von 103 Uhr. (18850ids
Neckarstrasse 10
Obere Taunusſtr. 10 iſt der Lauteſchlägerſtr. 6 gr. 4 Zim.. herger., per ſof. od. ſpäter
Frankfurterſtr. 17, II. Ober=2. St., 4 Zim., zum Pr. v. 560 Mk.Wohn. mit Manſardenzim. u. all.
1. Stock, 8 Zimmerwohnung,
zu vm. Zu erfr. dortſ. part, (21530ms geſchoß, eine Wohnung von 5 per ſofort zu verm.
Bad, Gas, elektr. Licht, per
(19756ms Zubehör zu vermieten. (21741ms
Zimmern mit Fremdenzimmer,
ſofort zu vermieten.
Kiesſtr. 98, part., 4 Zimmer=
Heinrichstr. 92, II. Balkon und Veranda nebſt allem
Wäh. im Kontor. (18436ms
Heidelbergerstr. 25 Wohnung mit Veranda ſofort.
5 Zimmerwohn. m. Bad, Fremden= Zubehör zu vermieten. (17407s
A
Preis 600 Mark.
(21813a
und Mädchenzimmer nebſt reichl.
4 Zimmerwohn., ev. mit Stallung,
Merete
Zubehör verſetzungshalber p. ſofort Obere Wienersſtr. 80zu vm. Näh. Seitenb. (B18219ms
Zimmer
iſt der zweite Stock perz. vm. Einzuſ. v. 46 Uhr nachm. 1. St., frdl. 5 Z.=W. m. Balkoninruh.
ſofort anderweit vermietbar.Näh. Gg. Hillgärtner, Liebfrauen= Haus v. ſchön. Garten, n. elektr. Bahn Ecke d. Taunus=u. Liebfrauenſtr.
Heinheimerstr. 74, I.,
Er enthält 8 Zimmer, Bade=ſtraße 50. Telephon 1955. (20609ms u. Viktoriaſchule p. ſofort. (14343s Nr. 103 eine große 4 Zim.=Wohn.
zimmer und reichlich. Zubehör,
im erſten Stock, Preis 450 Mk., 3 Zimmer, große Manſarde, zu
aine
Elektr. und Gasinſtallation,
Kiesstrasse 42, II.
(*10348mdfs vermieten.
(21533ms
zu vermieten.
Mernengerstrner 1 I,
Gartenbenutzung, Stall füreine 5 Zimmerwohn. mit Veranda hübſche 5 Z.=W., 1. Stock, mit
Müllerſtr. 7, II., 3 Z.=W., freige=
3 Pferde. Beſichtigung zwiſchen zu vermieten.
(17403ms
Landskronstr. 91legen, per ſofort zu verm. (16057ms
ſämtl. Zubeh., Bad, Veranda,
111 und 57 Uhr geſtattet.
Fremdenz. u. Gartenanteil uſw., 4 Zimmerwohnung, III. Stock, Karlſtraße 34 Manſardenwoh.
Im ſtädtiſchen Hauſe Luiſen=
Näheres bei Juſtizrat Dr. Bender,
ſoforr zu verm. Einzuſeh. gr. Balkon, Bodenk. u. Badeanſchl., 3 Zim., neuztl. herger., per ſofork
(15114s ſtraße 16 iſt die Wohnung imerſten
Caſinoſtraße 8.
verktäglich v. 114 Uhr. Näh. ſof. od. ſpäter z. verm. Preis 450 Mk. zu verm. Pr. 350 Mf. (1645mms
Obergeſchoß des Mittelbaues, be=
ſtehend
aus 4 Zimmern, Küche daſ u. Beſſungerſtr. 2. (B21203s Näheres parterre. (B20047ms Ecke Liebig= u. Pallaswieſen=
DMM
und Keller alsbald zu vermieten.
Eckhardtſtraße 21 4 Zimmer=ſtraße 43, ſchöne 3 Zimmerwohn.
Milhelmstrusse 0, I. Bewerber erhalten nähere Aus=
Wohnung zu vermieten. (18965msper ſofort zu vermieten.
ſchöne geräum. Herrſchaftswohn. kunft im Stadthaus, Zimmer! Heidelbergerstr. 90
Näheres parterre. (16715ms
mit Zentralheizung, Stallung und Nr. 56.
(17603ms 5 Zim.=Wohn. in ruh. Hauſe mit Beckstr. 62, 3. Stock
Sandbergſtr. 27 3 Z.=W., Nb.,p.
Garten billigſt zu vermieten. Das Herrſch. g.5 Z.=W., n. d. Roßd. Wald., allem Zubehör auf 1. Januar 1914 elegante 4 Zimmer=Wohnung, Bad, ſof. Näh. K. Koch, Eliſabethenſtr. 49u,
Logis wird tädellos hergeſtellt. kompl. Bad u. a. Komf.p. 1. Apr. 1914z. evtl auch ſpäter zu vm. (B18041s Küche Balkon, Loggia, 2 Manſ., Zimmermann, N. Niederſtr. 13. (B241t
Auskunft erteilt nur die Firma vm. Pr. 970 M. Off. u. V73 Exp. (20552a
Näheres daſelbſt im 1. Stock. 12 Keller, Waſchküche, Bleichplatz, Schießhausſtr. 29, neu hergen=
Joseph Trier, Wilhelminen=
per
ſofort zu vermieten. Zu3 Zimmer=Wohn. per ſofort oder,
(20602s Lncasweg 19 (Künſtlerkolonie)
ſtraße 23.
eine ſchöne moderne 5 Zimmer=Heidelbergerſtr. 81, 1. Stock erfragen Nr. 64, part. (19211msſpäter zu verm. Preis monat=
wohn
. mit ged. Veranda, kompl. 5 Zimmerwohnung, 3 Manſarden= Rückertſtraße 10, Manſarde,lich 25 Mk.
(B18217ms
Herrſchaftswohnung.
Bad, ſofort zu verm. (19019ms zimmer, Mädchenzim., mit ſchön.4 Zimmer Küche z. v. (B21278ms! Nied.=Ramſtädterſtr. 5½, III,
Neckarſtr. 8, I., 10 Zimmer,
Obſtgart. p. ſofort zu verm. Zu ,
Ha
Manſarde, hübſche 3 Zim.=Wohn.
rge
erfragen Eichbergſtr. 2.
Bad und reichl. Zubehör. Dieſe
(20946s Lasinostrasse 10, III., nebſt allem Zubehör an kinderloſg=
V
Wohnung kann auf 11 oder 15
Mathildenstrasse 42
Eeclische
Zimmer mit Balkon, per Mon. Leute ab Oktober zu verm. Näh.
Zimmer erweitert werden. (21203g
1 Etage, elegante gr. 5 Zimmer Zimmer
35 M., per ſofort. (15975ms daſelbſt, 2. Stock.
(17393ms

Näh. Neckarſtr. 8, Stb., II.
Näh. Mathildenplatz 9 1. St.
wohnung mit Fremdenz., Veranda, Hochſtr. 6, parterre, 4 Zimmer=
Rundeturmſtr. 12, ger. 3 Zim.=
Badez., Gas u. elektr. Licht reichl. Wohn. zu verm.
1. April 1914 wegen Auflöſ.Wohnung per ſofort. Einzuſeh.=
Hermannſtraße 35, Haus, 13 Zubeh, neu hergerichtet, p. Oktober
(18750msdes Haush. 4 Zim.=Wohn., 1. St., 35 Uhr nachmittags. (B17447ms
Zimmer, Zentralheizung, gr. Stall, zu verm. Näh. part. (B21274ms Neue Ireneſtr. 70, 1. St. (bei an kinderl. Ehepaar zu verm. An=
Manſ=
Kutſcherwohn., gr. Garten. Näh. geschchscesschsgecsodedos der Mollerſtr.) ſchöne 4 Zim.=Wohn. zuſehen 36 Uhr.
(19465ms Sandstrasse 4a, Wohn,
Mahr, Aliceſtraße 17, II. (*12176
mit Bad, Veranda, Fremden=
Wo ſaat die Expedition.
3 Zimmer mit Brenn= u. Leucht=
zimmer
, reichl. Zubehör u. Garten=
Große 4 Zimmerw., II. St., mit gas, per Monat 19.50 M. (18023ms
anteil per ſofort zu vermieten.
Uer
Veranda nach dem Herrngarten,
Karlſtraße 46, Manſarde, 34
Näh. Rheinſtraße 28, I. (19751ms
Hügelſtr. 6, I., ſchöne gr. 7 Zim.=
Khleilstr.
ſof. oder ſpäter zu vm. Näh. Garten= Zimmer, Küche und allem Zubeh.
rstr
Wohnung mit Bad, Veranda und
strasse 23, a. Herrngarten. (20598ms an ruhige Leute per ſofort oder
Lichtenbergstr. 21, III.
Garten, beſonders geeignet für
hübſche 4 Zimmerw. mit allem Zu= Soderſtr. 95 ſchöne 4 Zimmerw. ſpäter zu vermieten. Nähers
I. Stock
Aerzte und Rechtsanwälte, per
(17402ms
behör per alsbald z. verm. (20612ms mit reichl. Zubeh. per 1. April 1914. im Laden.
ſofort zu verm. Näh. daſelbſt
Näheres 2. Stock.
(20607ms Inſelſtr. 19, II., Hth., ſchöne, helle
von 101 u. 67 Uhr. (20610ms 56 Zimmer, ganz oder
457 4 Zim.=Wohn. mit
3 Zim.=Wohn. mst Speiſekammer,
eine 4 Zimmerw.,
I. Stock, ſchöne geteilt, für Rechtsanwalt Kiebſtr. 124 Zubehör ſofort od.Soderstr. 44 neu hergerichtet, 12 Keller, per ſofort billig zu ver
ſpät. zu vm. Ausk. i. 2. St. (21535ms ſofort zu vermieten.
(20601ms mieten. Näh. im Vorderh. daſelhſt
Liebigſtr. 15, große Wohnung oder Arzt passend, sofort! Klappacherſtr. 40, I., d. Orang.. 7 auf Wunſch auch nur 6 Zimmer
(18209ms
(19294ms Gart. gegenüb., 4 Z.=W. (B17649ms Schwanenſtraße 41, 1. Stock, part. Flickinger.
ſofort zu verm. Ein Zimmer kannlzu vermieten.
Neue Niederſtraße 22, 2. Shzt.
eine 4 Zimmerwohn. zu vermieten,
abgetrennt werden. Näh. bei Herrn Näheres Union-Theater.
ofno=
(20665ms 3 Zim.=W., jährl. 420 Mk. Näh=
ſofort
zu beziehen.
Pabſt, II. Stock.
Mollerstrasse 17
(16981ms
Saalbauſtraße 42, 1. Stock, Wilhelmſtr. 25, pt. (B18499ms
Pallaswieſenſtraße 38, I., ſch. eine 4 Zimmerw. m. Erk., Veranda
Landgraf Philipp=Anlage 52,: Zimmerwohnung mit Gas und und Zubehör per ſofort zu
neuzeitliche 4 Zimmer=Wohnung
Kranichsteinerstr. 51,
2. Stock, 7 Zimmer nebſt allem allem Zubehör ſofort oder ſpäter vermieten. Näheres Rheinſtr. 28,per 1. Januar zu vermieten. 1
modernen Zubehör, Zentralheizung zu vermieten.
(20713msfrdl. 3 Zimmerwohn. per ſofort
(21534ms Näheres parterre.
(20307ms1. Stock, rechts.
uſw. zu vermieten.
(18213ms
zu vm. Näh. 2. St., Fr. Ewald. (17169ms
Riedefelſtraße 53, parterre,
Müieestrasse 20 7, pt.
Herrſchaftl. 7 Zimmerwohn.ſchöne 5 Zimmerwohnung mit Bade=
hesäwe

Zimmer mit allem Zubehör. Landwehrstrasse 64
zimmer, Veranda, Gas, elektr.
Miemaralst. 71
im ſüdl. Stadtteil per 1. April 1914Licht und ſonſt. Zubehör, ev. mit
Näheres im 1. Stock. (20934ms ſchöne 3 Z.=Wohn. zu vm (18788ms
1. St., neuhergerichtete ſchöne
zu vermieten. Näh. Baugeſchäft Stallung und Burſchenzim., per 4 Zim.=Wohnung nebſt Zub.,
Artillerieſtraße 9, in elegant. Neu hergerichtete 3 Zim.=Wohm=
Riedlinger, Landgraf Georgſtr. 4.ſof. od. ſpäter zu vermieten. Näh.
Hauſe, 4 event. 5 gr. Part.=Zim., mitGas perſofort zu vermieten
mit gr. Veranda p. ſofort.
Tel. 72. Einzuſ. tägl. 10-5 Uhr. 20714sdaſelbſt.
(20401ms
Näh. bei Gg. Ph. Geist. (20611ms 2 Verandas u. Küche, Stall. für Zu erfragen Ruthsſtr. 17, pt. (19836ms
3 Pferde, zu vermieten. Näheres
1 Zimmer Eichbergstrasse 12
W. Holtz daſelbſt. (B17658ms
Rheinstrasse 39

O
Seitenbau parterre, 3 Zimmer
iſt die Beletage, beſtehend aus fünf Kahlertstr. 43, Z.=Wohng. Saalbaustrasse 37mit Küche, ev. mit Werkſtatt,
Herrſchaftswohn., Neckar=Zimmern, Küche, Bad, 2 Zimmern m. Ver. uſw. Näh. part. (21210ms
ſtraße 8, part., 6 Zimmer, Bad im Dachgeſchoß, Bodenkammer ꝛc.,
Stb. 4 Zimmer=1= St., ſchöne 4 Zimmerwohnung für ſofort zu verm. Näh. K. Ritters=
und reichl. Zubehör. (21201s bis Ende Okt. zu verm. Einzuſehen Rheinſtr. 2, Wohnung zu ver=ſofort od. ſpäter zu verm. Näh. kaus. Ludwigsplatz. (18824ms
Näh. Neckarſtr. 8, Stb., II.
täglich von 1012 Uhr. Näheresmieten. Näheres zu erfahren bei daſelbſt von 56 nachm. od. in der Geräumige 3 Zimmerwohung
L.
Schießhausſtraße 44. (B20305ms Bingel, Vorderhaus. (18497ms Wirtſchaft bei Bangert. (21093ms nebſt Küche an ruhige Famille
Saalbauſtraße 60, parterre, At=
37 5 Zimmerw. nebſt
Schützenſtraße 8., 1. Stock, 4ſofort zu vermteten. Näheres
Gutenbergſtr. 19, ſch. 4 Z.=W., Zimmer=Wohnung ſofort oder Pallgswieſenſtr. 25.
herrſchaftl. Wohnung, 6 Zimmer,Kiesſtr. 77 Zubehör mit Bad neuzeitl. einger., per ſofort z vernr
(18852ms
Bade= u. Fremdenzim., Mädchen=und Gas zu vermieten. (20599ms Einzuſ. v. 10 12u. 24 Uhr. Näh. imſpäter zu vermieten.
(21199a
u. Bodenkammer und ſonſt. reichl.
Pallaswieſenſtraße 37
Klappacherſtraße 14, zwei Haus u. Gervinusſtr. 55. (21749ms Näheres Riedlingerſtr. 33., II.
Zubehör, elektr. Licht u. Gas, per freundliche 5 Zimmer=Wohnungen,
Eliſabethenſtr. 35, Vdh., II 3 Zimmerw. mit all. Zubehör per
N
ſofort. Einzuſ. von 1012 u. Parterre u. 1. Stock, wegen Ver=
(18851ms
Kiesstrasse 38
4 Zimmerwohnung für 450 Mark ſofort zu verm.
46 Uhr. Näh. daſelbſt od. Bau= ſetzung zu vermieten. (B20690ms ſchöne Parterrewohnung, 4 Zimmer ſof. oder ſpäter zu verm. (21243ms
büro Pallaswieſenſtr. 26. (16571ms
Mafngaug
Dieburgerſtr. 8, II., bei Lautz nebſt allem Zubehör, per ſofort Sandbergſtr. 64 ſehr ſchöne Mälhllübhotrasse 51, III.

& Hofmann iſt ſchöne 5 Zimmer=zu vermieten.
(16572ms große neue 4=Zimmerwohn. mit Wohnung mit 3 Zimmer und
Wohnung mit Zubeh. verſetzungs= Ecke Moller= u. Ireneſtr. 71 Balkon, Bad u. allem Zubeh. ſof. Kammer großem Vorplatz, Balkon
Heinrichſtraße 11, part.halber ſehr preiswert per 1. Jan.ſchöne 4 Zim.=Wohn. mit Gas und zu vermieten. Näh. daſelbſt im und ſonſtigem Zubehör per ſofort
1914 zu vermieten.
elegante Herrſchaftswohnung,
(20658ms Veranda, Pr. 460 M. Näh. pt. (16570ms II. Stock.
(B21540ms an ruhige, kinderloſe Leute zu ver=
Ecke Frankfurter= und Emil=
6 Zimmer und ſonſt. reichl.
mieten. Preis Mk. 450.. (19392ms
Odbere Lebfrauenſtr. 38,
Zubehör, per ſofort zu verm.
ſtraße 9, II., freie Lage, 5 Zim., Wienersstrasse 49, I.
Näheres bei J. Stichel, Schul=
Balkon, Bad, reichl. Zub. p. 1. Jan. 4 Z.=W. m. all. Zub. p. ſofort. (4302ms 3. St., ſchöne, geräumige, helle,
Zwei 3 Zimmerwohnungen
ſtraße 1, 1. Etage. (21748msoder ſpäter. Näh. part. (20664ms
ruhige 4 Zimmerwohnung mit
Balkon, Veranda, Bad, Man= ſind bis 1. November zu vermiet.
strat
Nieder=Ramſtädterſtr. 31, Hinterh.
Marktplatz 7
ſardenzimmer und reichl. Zu=
Soderstrasse 18, I.
behör per 1. April 1914, oder Zu erfr. im Bäckerladen. (20355ms
ſchöne 5 Z.=Wohn. mit reichl. Zub. ſchöne 4 Zim.=Wohn. m. Bade=
auch
früher, zu verm. (21526ms
Hoffmannſtraße 5½ neuzeitl.
weg. Todesfall ſof. od. ſpät. zu vm. zim., Gas, elektr. Lichtanlage u.
3 Zimmerwohnung p. 1. Jan. eoll.
Näh. daſelbſt parterre. (21248ms1 Dampfheizung, mit reichlichem
Riedeſelſtraße 74, 1. Stock, ſpät. Zuerfr. Kiesſtr. 54. (2065ms
Zubehör, per ſofort zu ver=
Schöne 5 Zimmerwohnung
4 Zimmer=Wohnung ſofort zu
mieten. Zu erfrag. Markt 7
Heidelbergerstr. 59
2
vermieten.
mit Bad und ſonſt. Zubeh. event.
(21524ms
im Laden. Einzuſehen zwiſchen
Karlstrasse 110, I. St.,
Parterrewohnung, 5 Zimmer, I13 und 6 Uhr.
per ſofort zu vermiet. (15833ms
Schwanenſtraße 38, I., durch
(16721ms
Küche ꝛc., auch ſehr paſſend für
Näheres Viktoriaſtraße 81, I.
plötzl. Verſetzung des ſeith. Mieters 3 Zimmer ſof. zu verm. (B20689ms
Näh. Karlſtraße 104½, Laden.
ledigen Ofizier, per, ſofort bezieh= Gutenbergſtraße 27, 2 Stock, 4 Zimmer=Wohnung und Man=
1a
bar. zu vermieten.
part., ſch. Drei=
Viktoriastrasse 81
(20533oms ſchöne 4 Zimmerwohn. mit Balkon, ſardenzim. mit allem Zubehör ſofort
Näheres Riedeſelſtraße 35. Badezimmer Speiſe= und Boden=zu verm. Näh. daſelbſt im Laden Aliceſtraße 24, Zimmerwohn.
ſchöne 5 Zimmerwohnung. Näh.
(21551ms m. Vorgarten, Balkon u. Zubeh. zu
daſelbſt im 1. Stock. (12212ms Karlſtraße 12, 5 Zimmer mit kammer nebſt Zubehör per ſofort loder Georgenſtr. 11.
Zub. v. ſofort. Näh. 1. St. (14528s zu vermieten. Näh. part. (19752ms! Schloßgartenſtr. 49 4 Zimmer=500 Mk. ſofort Näh. daſ. (B20591ms
Heinrichstr. 54, pt.,
wohnung zu vermieten. (21452a Hölgesſtr. 10, Hth. I. (Gartenausf.)
1. Stock,3 Zimmerwohn. m. Gas, Abſchl. u.
5 Zimmer, Bade= od. Schrankz.,
Für Mieter und Vermieter
Erbacherstr. 15, 4 Zim. Allem Zubeh. per 1. Nov. (20643ms
eventuell ſofort. Einzuſehen bis
nachmittags 4 Uhr.
(18243ms
mit Zub. per ſof. zu vm. Daſelbſt Lauteſchlägerſtraße 7, 1. Stock
kleine Wohn. im Hinterh. an nur links, 3 Zim.=Wohng. mit Gas u.
Aliceſtraße 3
ruh. Familie, monatlich 22 Mark. Zubehör. Pr. 350 Mk. (20450ms
kostenfreier Wohnungsnachweis
Näheres parterre.
Hochparterre, 5 Zimmer Man=
(*11842ms
ſchöne
ſardenzimmer, Küche, Speiſel. u.
Stiftſtr. 1, III., ſchöne 4 Zim.=Soderstr. 7 3 Zimmer=
Ludwig Aſter, Elisabethenstr. 34. (11560a
Kohlenkeller zu vermieten. Näheres
Wohn. p. ſofort. Preis 500 Mk. Wohnnug per ſofort zu vermieten.
daſelbſt 2. Stock.
(16987ms
(15384s Näh. daſelbſt im Laden. (*128,ms
Näh. Heinrichſtr. 80.

[ ][  ][ ]

Nummer 248.
Wihelmſtraße 51, II., ſchöne
3 Zimmerwohnung per 1. Nov. od.
ſpäter zu vermieten, monatlich
32 Mark. Näheres bei L. Krug,
Eberſtadt.
(20938ms
Eine Drei=Zimmerwohnung
mit 2 Keller, 1 Bodenkammer, ſo=
wie
Badeeinrichtung per 1. Nov.
zu vermieten. Zu erfr. bei Schutz=
mann
Heil, Ballonpl. 3. (21010ms
Fraukfurterſtr. 86, frdl. 3 Zim.=
07ms
Wohn. z. verm. (freie Lage). (2
3 Zimmer=
hongofn
60
Moosbergstr. 60, II., Wohnung,
neu hergerichtet, zu vm. (B21099ms
Wiebigſtr. 81 ger. 3 Zimmerwohn.,
Gas u. all. Zubeh. z. verm. (21148ms
Ecke Dreibrunnen= u. Wingerts=
bergſtr
. 11, gr. 3 Z.=Wohn., I.,
m. all. Zub. Näh. Part. (21233ms
Inſelſtr. 23, III., große ſchöne
3 Z.=Wohn. mit Bad u. Gas. (20937ms
Lauteſchlägerſtr. 10, Seitenb.,
ſchöne 3 Zimmerwohn. an ruhige
Leute per 1. November. (21521ms
Eliſabethenſtr. 29, Htb.
ſch. 3 Zim. Näh. Lad. (17834omsg
Elisabethenstrasse 44
3 Zimmer=Wohnung wegen Ver=
ſetzung
per 1. November ander=
weitig
zu vermieten. (20180ms
Heidelbergerſtr. 36, Manſarde,
3 ſch. Zim., gr. Küche u. a. Zub., neu
hergerichtet, zu verm. Näh. I. St.
oder Laden. (Straub). (21507a
Kahlertſtr. 28, Htb., m. Blickn. d.
Straße, 3=Zimmerw., Küche, Keller,
abg. Vorpl. zu verm. Pr. 23.50 M.
monatlich.
(20448ms
Mollerſtr. 44, II., eine 3 Zim.=
Wohnung per ſofort zu verm.
Näh. daſ. u. Wienerſtr. 65. (18860ids
Heidelbergerſtr. 90, parterre,
ſchöne 3 Zimmer=Wohnung per
alsbald zu vermieten. (B21563ms
Beſſungerſtraße 45, gegenüber
dem Orangeriegarten, eine ſchöne,
vollſt. neu hergerichtete 3 Zimmer=
Manſarde im 2. Stock mit Zubeh.,
Gas u. Waſſerleit. ſof. od. ſpäter
an kinderloſe Familie. (B18549s
lag
noin 1 i. Vorderhaus,
Magüdlenenstt. 1, 1. Stock, 3 Zim.
mit Zubeh. ſof. zu verm. (*12086
Zwei 3 Zimmer=Wohnungen
zum 1. Nov. zu vermieten. Näh.
Stiftſtr. 31 im Laden. (*11979sg
Dieburgerſtr. 32 3 Zim.=Wohn.
mit Zubehör zu verm. (21790ms
Mfte
Schone 3 Zimmerwohn.
mit Gas und Waſſer für 20 Mk.
zu vermieten.
(*12194
Maulbeerallee, Villa Stillfried.
He
Zimmer

Die ſeither von der Gräfl. Görtz=
ſchen
Brauerei Schlitz innegehabten
Räume, Wendelſtadtſtraße 49,
beſteh. aus 2 Zim.=Wohn., Lager=
keller
, Schwenkraum mit Kontor,
ſowie Stallung für 3 Pferde, ſind
ſof. od. ſpäter zu verm. Näh.
Wendelſtadtſtr. 39.
20613ms
2u. 3 Z.=
Steinackerstr. 1, Wohn.
im I. u. III. Stock. (B21275ms
Gr. Ochsengasse 12
zwei neu hergerichtete 2 Zimmer=
Wohnungen ſofort zu vermieten.
Näh. daſelbſt bei Störger. (16621ms
Ballonplatz 7, 2 Zim.=Wohn.
ſofort zu vermieten.
(16775ms
Klappacherſtr. 78, Hth., 2 Zim.,
Küche u. alles Zubeh. p. ſofort zu
verm. Preis Mk. 19.. (B18200ms
Stiſtſtraße 91 eine Wohnung,
*2 Zim. m. Kabinett u. all. Zubeh.,
1per ſofort zu verm. (18431ms
Rheinstrasse 123
*2 große Zimmer, unmöbliert, für
Büro oder Einzelm. geeignet, zu
vermieten.
(18584ms
Weiterſtädter Weg 48, 1. St.,
Wohnung von 2 Zim. u. Küche
an kinderl. Ehep. zu verm. Näh. bei
Herrn tto Simmerer, daſ. pt. (20041ms
Heinheimerſtr. 13 ſchöne Zwei=
Zimmerwohn. per ſofort. (20309ms
Friedrichſtraße 12 2 Parterre=
Zimmer ſofort.
(20306ms
Vorderhaus, Manſ.,
Kiesſtr. 77, zwei Zimmer ohne
Küche zu vermieten. (20600ms
Kranichſteinerſtr. 51 freundl.
Zwei=Zimmerwohnung. zu verm.
Näh. Vorderhaus 2. St. (20642ms
Obergaſſe 26 eine 2 Zimmer=
vwohnung
zu vermieten. (20981ms
Forſtmeiſterplatz 5 groß. u. klein.
Zim., Küche, pt., M. 12.; ferner
fi. neu. Mittelbau, 1. St., 2 eleg.
Zim. ohne Küche, mit Herd, Gas
ſund Waſſer.
(B20451ms
Roßdörferſtr. 30, Htb., 2 Zim.=
Wohnung an ruhige Leute zu
vermieten.
(20970ms
Alexanderſtr. 15,2 Zim.=Wohn.
eis 15. Oktober zu verm. (21129a
Zu erfragen Vorderhaus, part.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Wilhelmſtraße 51, parterre,
für Schweine=
2 Zimmer=Wohnung per 1. Nov. Seeemmtſchöner Laden metzgeret geeig.
oder ſpät. zu vermieten. Monatlich
per Herbſt zu vermieten. (13501s
zu 21 Mark. Näh. bei L. Krug,
Eberstadt.
Waldſtr. 26, Ecke Saalbauſtr.
Eberſtadt.
(21202ms
Villa im Mühlt., ſch. 4 Zimmerw.
16
Gr. Kaplaneigaſſe 29 ſchöne im Parterre und allem Zubehör, Aullsehisfr. 2
helle 2 Zim.=W. ſof. zu verm. Näh.ſowie Gartenbenutzung per ſofort
Arheilgerſtr. 8, H. Brommer(*1142’sms ſehr preiswert zu vermieten.
per ſofort: Laden, 6 Zim., par=
Ecke Holzſtr. u. Brandg. kl. frdl. 1 Näh. bei W. Schoeller, Darm=terre, Küche n. Zubeh.; 1. Stock:
2 Zim.=Wohnung.
(*11422smsſtadt, Friedrichſtr. 14, I. (21532ms 7 Zim, Küche u. Zubeh.; 2 Zim.
im Seitenbau. Laden, Parterre=
Eberstadt. 5.
In nächſt. Nähe der Straßenbahn wohnung und erſter Stock werden
Weinbergstrasse
ſchöne 3 Zim.=Wohn. mit Veranda, zurzeit neu hergerichtet u. können
(Vorderhaus) 2 Zimmerwohn. Gartenant. f. 350 Mk. ſof. z. verm. hierbei etwaige Wünſche berück=
mit
Kammer für 18 Mk. per 1Näh. H. DächertIl., Baugeſch. (21744s ſichtigt werden. Näheres bei Herrn
Monat zu vermieten. Näheres
H. Bendheim, Georgenſtr. 13. (16718s
Orangerie=Allee 6. (B21384ms
Stleterih

leine 3 Zim=

Als
Arheilgerſtr. 55 Wohn. mit
Zubehör zu vermieten. (20881oms Büro oder Geſchäftslokal
Für Werkſtätte geeig. helle,
trockene Kellerränme m. gr.
Arheilgerſtr. 67, kleine Zwei= Karlſtr. 3, I., 5 Zimmer nebſt Fenſtern u. Asphalt=Fußbod.,
Zimmerwohn. ſof. zu v. (*11795ms Zubeh. ſofort preisw. zu vermiet.
Gas u. Waſſerleitung, ſeparat.
Eckhardtſtr. 5, ſch. 2 Z.=W. nebſt Näh. II. St. daſelbſt. (20614ms
freien Zugang nach d. Hofe, ca.
all. Zubehör p. ſ. Näh. Landwehr= 2:
60 qm groß, evtl. mehr, p. ſofort
ſtraße 1 bei Rückert.
3ef
(*11792ms Für Photographen.
zu vermieten. Gamaſchen=
Karlstr. 12, Stb., frdl. 2 Zim., Manſ.,Das ſeit 10 Jahren von Herrn
fabrik Heß, Luiſenſtr. 6(18751ms
a. einz. Perſ. Näh. Vordh., I. (21519s Hans Schramm innegeh. Atelier
Kranichſteinerſtraße 15, ſchöne u. Wohnung, Georgenſtr. 1½, ſoll Mathildenplatz 4, großer, heller
2 Zimmerwohn. im Seitenbau perp. ſofort anderweitig vermiet.
und trockener Raum, neu her=
1. November zu verm. (21522ms werden. Näh. durch C. W. Braun,gerichtet, bequeme Zufahrt, per ſof.
Sandſtraße 4a, Manſarden=Darmſtadt, Martinſtr. 74. (20314ms oder ſpäter zu vermieten. (15797ms
Ein
Wohnung, 2 Zimmer u. Kabinett,
mit Koch= u. Leuchtgas, per Monat unmöbl., gr. Parterrezimmer! Lauteſchlägerſtr. 8, gr. Werkſt.
zu vermieten. Näheres zu erfragen m. elektr. Kraft, per ſof. (17165ms
Mark 19.50.
(21554ms
Heidelbergerſtr. 19 (Torfahr
Cigarrengeſch. Rheinſtr. 20. (*11879ds
Magdalenenſtraße 6, parterre,
von der Eſchollbrückerſtraße) im
7
Seitenbau, 2 Zimmerwohnung,
Seitenbau 3-4trockene Räume
welche renoviert wird, zu verm. Wilbelminen=
als
Werkſtatt oder Magazin ge=
Näh. Saalbauſtr. 38, II. (19652ids
eignet, ſofort zu vermieten. Näh.
Steinſtr. 10, I. Tel. 1210. (20793ms
Wendelstadtstr. 49 (Str. 29, I. Ltage
Arheilgerſtr. 70 ſchöne helle
zwei 2 Z.=Wohn. ſof. z. vm. (*11813ms
mit Werkſtatt mit Schuppen u. großem
Teichhausſtraße 38 2 Zimmer=78grosse Räume,reich= Hofraum ſofort zu verm. (*11336sds
Wohnung ſof. beziehbar. (*11812mslichem Zubehör, neu hergerichtet,
Näheres Arheilgerſtr. 72, part.
unmöblierte Zimmer zu verm. beſonders geeignet für feineres
2 Näheres Exped.
(21209s Geſchäft oder größere Bureaus,
Stellmen
Beſſungerſtr. 70, 2 Zim.=Wohn. zuſammen oder geteilt, per ſofort
m. Hausgarten zu vermiet. (B21207s zu vermieten. Näheres daſelbſt
Sandstrasse 42
im Seitenbau oder Wendelſtadt=
Schloßgaſſe 16, kleine 2 Zim.=ſtraße 28, II. Stock.
(16955s Stallungen für 2 u. 3 Pferde nebſt
Wohnung zu verm.
(20787s
all. Zub. ſof. od. ſp. z. vm. (20402ms
Ballonplatz 10, Stb., partere,I gug- Neckarstrasse 8 g
2 Stallungen
anganotr
2 Zim.=Wohn. zu verm. (21060a im Seitenbau, großer Saal mit Heidelhernerstl. 4 für 5 Pferde
Schöne Manſardenwohnung einem Zimmer, heizbar, für Ge=
mit
Burſchenkammer uſw., ganz od.
2 Zim. u. Küche) zu verm. Näh. ſchäftszwecke, Büro uſw. zu geteilt. Näheres 1. Stock. (20225a
(21204s
Nied.=Ramſtädterſtr. 43, I. (*11984fsg 11 vermieten.
für 23 Pferde zu verm
Näh. Neckarſtr. 8, Stb., II.
Hochſtr. 24, Hth., 2 Zim.=Wohn.
Stall Hügelſtr. 85.
(19965ms
m. Kam., Küche, Kell., Mitbenutz.
als Büroraum Neue Niederſtr. 15, Stallung
d. Waſchk. u. Trockenh. ſof. zu verm. Mollerſtr. 10 oder ſonſt. ruh. für 3 Pferde ſofort zu ver=
Näh. b Arch. Weber, Dieburgurstr. 8. (2174ems Geſchäft mit Gas und Telephon mieten.
(19750ms
Arheilgerſtr. 14 eine 2 Zim.= (25 qm groß) mit großem Fenſter
Karlſtraße 60 Stallung zu
Wohn. nebſt Zubehör.
(*12090 baldigſt zu vermieten. T (21792t vermieten.
(B21208s
Karlſtr. 43 iſt das im Hof geleg.
Pankratinsſtr. 30½, Hths.
kl. Sälchen, f. Vereinszw. od. Büro,
etgeäue
kleine 2 Zimmerw. ſofort oder per a. z. Aufbew. v. Möb. geeig., b. 1. Dez.,
1. Nov. zu vermieten. (21766msa. Wunſch auch früh., anderw. zu v.
Lagerraum.
Hochſtr. 10 kleine 2 Zim.=Wohn.,Einzuſ. zwiſch. 3 u. 4 Uhr. (18607ms
14 Mk. monatl., zu verm. (*12119
Im alten ſtädtiſchen Lagerhaus
iſt ein für ſich abgeſchloſſener, zum
Fuhrmannſtr. 8 2 Zimmerw. z.
äfen
2
Aufbewahren von Möbeln uſw.
v., daſ. Ladentheke zu verk. (*12196
mit Werkſtatt alsbald geeigneter Raum, etwa 16 qm
Fuhrmannſtr. 14 kl., neuzeitl. Laden zu verm. (21531ms groß, ſofort anderweit zu vermieten.
2 Zim.=Wohn. per ſofort zu verm.
Eliſabethenſtraße 37, 1. Stock.
Nähere Auskunft wird im Stadt=
Näh. daſ. im Laden. (21814ms
Saalbauſtraße 38 ein ſchöner haus, Zimmer 64, erteilt. (16742ms
Ecke Ober= u. Schloßgaſſe 34Laden per ſofort.
Der Oberbürgermeiſter.
(20615ms
2 Zimmer und Küche per 1. No=
J. V.: Schmitt.
vember zu vermieten.
(*12159
Schützenstr. 7, Laden
mit 2 Schaufenſter, ca. 125 DMtr., Lägerraum.
3 Zimmer
mit oder ohne Wohnung. Näh. bei
Im Obergeſchoß des neuen
Gr. Kaplaneigaſſe 60, Zim., OttoWolkk. Wilhelminenſt. 26. (21528ms
ſtädtiſchen Lagerhauſes am
Kabinett, Küche ſof. zu vm. (2123ams
mit Zim., für jed. Geſch.Güterbahnhof iſt ein für ſich ab=
Pankratiusſtr. 10, part., kleine Lädenl paſſ., groß und hell, zugeſchloſſener, zum Lagern von
Wohnung (Stube, Kammer, Küche) verm. Näh. Karlſtr. 30, I. (21211ms Frucht und Mehl uſw. geeigneter
für einz. Perſon zu verm. (21567ms Nieder=Ramſtädterſtr. 65 ein Raum, etwa 100 qm groß, als=
Groß. Manſ.=Zim. ſof. zu verm. Laden mit kleiner Wohnung per ſof. bald zu vermieten.
(16720ms
Näh. Heidelbergerſtr. 9½. (21746is oder ſpäter zu vermieten. Näh. auf
Nähere Auskunft wird im Stadt=
Kleines unmöbl. Zim. (part.) zu dem Baubüro daſelbſt. (16950ms haus, Zimmer 64, erteilt.
verm. Näh. Kiesſtr. 30, I. (21745ms Grafenſtr. 23½, n. d. Rheinſtr., Darmſtadt, den 1. Auguſt 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
Mühlſtr. 20, III., leeres Zim. m. Laden, 38 am groß, mit ſchön.
J. V.: Schmitt.
Kachelofen ſof. zu verm. (*12009sm Schauf., 3,75m hoch, hell, eleg., per
1. Dezember 1913 oder per ſofort

Lagerraum.
(17595os
Ozu vermieten.
Wienerſtr. 60 Manſarde an) Schöner Laden, auch für Büro! Im erſten Obergeſchoß des alten
od. ſonſt. Zwecke geeignet, mit od. ſtädtiſchen Lagerhauſes iſt die
einz. Perſon zu verm. (VI,19252 ohne Wohnung zu verm. (15832ms Nordhälfte, etwa 300 qm groß, zum
Lagern von Frucht und Mehl uſw.
Näheres Viktoriaſtraße 81, I.
enfungeg 95
Mod. Laden an der Hochſchule,geeignet, alsbald zu vermieten.
Waldstrusse 22
Nähere Auskunft wird im Stadt=
ca
. 40 qm groß, billig zu vermieten.
iſt die Manſarden=Wohnung im Näh. Schloßgartenſtr. 55, I. (18859ms haus, Zimmer 64, erteilt. (21520ms
Seitenbau zu vermieten. (21747ms
Darmſtadt, 8. Oktober 1913.
Pankratiusſtraße 16 kleine! Laden mit 3 Zim.=Wohn., auch
Der Oberbürgermeiſter:
Wohnung zu vermieten. (16167ms für Büro od. ſonſt geſchäftl. Zwecke
J. V.: Schmitt.
geeignet, zu vermieten. (16951ms
Holzſtraße 23, Seitenb., kleine Näheres Soderſtraße 29.
Wohnung zu vermieten. Näheres
Mlierte Zimmer
Ece
Holzſtraße 21, im Laden. (19533ms
Mühlſtraße 60, (Kapellplatz)
Elisabethenstrasse 14
Gr. Ochſeng. 36, Vdh., kleine
freundl. möbl. Zimmer zu ver=
Laden m. einem Schaufenſter
Wohn. an kinderl. Fam. (19769ms
(20940ms
mieten.
per 1. Januar, Wohnung im
Klappacherſtr. 64 freundl. geſ.
2. St., 5 Zim. m. Zub. alsbald
Grafenſtr. 22 möbl. Zim. an
Wohnung, monatlich 18 Mk., per oder ſpäter zu verm. Näh. im A1 oder 2 Herren zu vm. (19210ms
1. November beziehbar. (B20590ms 1. Stock.
(20605ms
Roßdörferſtr. 60, II., groß., gut
Kleine Manſarden=Wohnung
möbl. Wohn= u. Schlafz. (20608ms
zu vermieten. Näheres Blumen= Karlſtr. 12, Laden m. 4 Z.=Wohn. Eliſabethenſtraße 30, I., ſchön
thalſtraße 115.
(21254ms u. Zubeh. p. ſofort. Näh. 1. St. (14345s möbl. Zimmer zu verm. (21529ms
Gr. Kaplaneigaſſe 37 kl. Wohn., Beſſungerſtr. 70 kl. Laden mit Wienersſtr. 45, I., g. m. Zim.
9 Mark per Monat.
(21793ms Stube u. 2 Zim.=Wohn. (B21206s mit Schreibtiſch zu verm. (15810ms
n
Saalbauſtraße 37 einf. möbl.
Laden als Schuhmacherwerkſt.
Gl. Ochsengasse 34
(17020ms
zu vm. Saalbauſtr. 23. (21803ms 1 Zimmer zu verm.
neu hergerichtete kleine Wohnung
albald zu verm. Näh. bei Oberle,
Obergaſſe, im Laden.
(21753a
Hoffmannſtr. 8, II., ſch. Manſ.=
Wohn, abgeſchl. Vorpl. mit Gas=ISchoner Grosser Laden
einr. ſof. Näh. daſ. part. (21743ms
Kl. Wohn. i. d. Altſtadt a. einz. Leute.mit 2 großen Schaufenſtern, in allerbeſter Lage der Stadt, für ſofort
Näh. Kahlertſtr. 1 (Bertsch). (21764odsoder Frühjahr, zu günſtigen Bedingungen zu vermieten. Offerten
(21104a
Schwanenſtr. 13 kleines Logis unter A 48 an die Expedition ds. Bl.
(*12161
zu vermieten.

Seite 27.
Liebigſtraße 13, I., eleg, möbl.
Wohn= u. Schlafzimmer mit Gus
in ruhigem Hauſe.
(15577ms
Herdweg 66, 2. Stock, in beſter
Lage der Stadt, ſind 12 ſchöne,
gut möbl. Zimmer an einen Herrn
oder Dame zu verm. (B19973ms
Kahlertſtr. 11 ein gut möbl.
Zimmer ſof. zu verm. (15869ms
3. St.,

Heinrichstr. 112, möbl.
Wohn= u. Schlafzimmer. (16947ms
Karlſtr. 31, 2. Stock, gr. gut möbl.
Zimmer zu vermieten. (17064ms
Marienplatz 32, part., g. möbl.
Wohn= u. Schlafz. zu vm. (16648ms
Schloßgartenplatz 7, nächſt d.
Herrngarten, frdl. möbl. Zimmer
an ruhigen Herrn.
(15971ms
Annaſtr. 4, II., möbl. Wohn=
u
. Schlafzimmer zu vm. (B18075ms
Liebigſtr. 41, p., g. möbl. Wohn= u.
Schlafz. m. Klav. u. Schreibt. (19748ms
Pension Weidig
Elegant möbl. Zimmer für vor=
übergehend
oder dauernd mit Pen=
ſion
zu vermieten.
(B18201ms
Moſerſtr. 5 Telephon 1181.
Neckarſtr. 26, parterre, möbl.
Zimmer zu vermieten. (17185ms
Karlſtr. 38, 2. Stock, ſchön möbl.
Zimmer zu vermieten. (18434ms
Krauichſteinerſtraße 37 einfach
möbl. Zimmer mit 2 Betten an
beſſere Arbeiter zu verm. (18303ms
Aliceſtraße 14 Wohn= und
Schlafzim., gut möbl., an geb. Hrn.,
event. auch für zwei. (19202ms
Pareusſtraße 8, II., großes, gut
möbliertes Zimmer mit Penſion
zu vermieten.
(19289ms
Saalbauſtr. 10, I., gut möbl.
Zim. mit Gas u. Schreibt. (19535ms
Kiesſtraße 40, parterre, möbl.
Zimmer zu vermieten. (VI, 19272
Dieburgerſtr. 32, Hth., part.,
einf. möbl. Z. an beſſ. Arb. (19500ms
Ue Zimer
Wittmannſtr. 15 ſind zwei
ſonnige, hübſch gelegene Zim=
mer
, möbliert oder unmöbl.,
zu vermieten.
(B19503ms
Landgraf Philipp=Anlage 62,
1. Etage, ſchön möbl. Zimmer per
ſofort zu verm.
(19770ms
Kiesſtraße 10, 1. Stock, gut
möbl. Zimmer zu verm. (19759a
§ 2 möbl. Zim.,
Hügelstr. 85 ſep., zu verm.
Sehr angen. zu wohnen. (19959ms
95 3 möbl. Zim.
50
Hugelstr. 30 und Burſchen=
zimmer
, für Offiziere geeignet und
ſehr angenehm.
(19964ms
Kiesſtraße 57, I., möbl. Zim.,
ſep. Eingang, zu verm. (VI,20034
Karlstr. 49, ſch. möbl. Zim. wöchentl.
Mk. 3.50 m. Kaffee. Hohbach. (20388ms
Riedeſelſtraße 66, part, ein
elegantes Wohn= u. Schlafzimmer
(20410ms
zu vermieten.
Möbl. Wohn= u. Schlaß.
(20415ms
zu vermieten
Mathildenplatz 5. I.
Kiesſtr. 3, part., freundl. möbl.
Zimmer zu vermieten. (20409ms
Schön möbliert. Wohn=
und Schlafzimmer
ev. auch getrennt, p. ſofort zu vm.
20479ms) Waldſtraße 18, I.
Heinrichſtraße 104, I. I., fein
möbl. Zimmer zu verm. (20603ms
Ecke Hoch- u. Kiesstr. 34, I., ſch. mbl.
Z., Schreibt., ſep. Eing. (VIII,20659
Mathildenſtr. 1, möbl., Zim. mit
Kabinett an Dame zu verm. (20928a
Pankratiusſtr. 1½, pt., r. gr. ſch.m.
Z. m. Penſ., daſ. a. Mittagst. (*10860ms
Wienersſtr. 78, I einf. Zim. an
beſſ. Herrn z. vm. Pr. 18 Mk. (20971ms
Soderſtr. 41 großes, gut möbl.
Zimmer, nach 2 Seiten Garten,
ſof. zu verm. Näh. part. (21039a
Wendelſtadtſtr. 33, möbl. Zim.
an anſtändigen Arbeiter. (21232ms
Ernſt=Ludwigſtr. 12, III., ſchön
mbl. Z. f. beſſ. Hrn. od. Dame. (21244ms
Pareusſtr. 6, II., Johannes=
viertel
, möbl. Z. zu vm. (21256ms
Eliſabethenſtr. 29, I., 2fein möbl.
Zim. (Wohn= u. Schlafz.). (20936gims
Waldſtr. 23, II. lks., ſch. möbl.
(*11615ims
Zimmer zu verm.
Schuchardſtraße 16, II., ſchön
möbl. Zimmer zu verm. (20644oms
Erbacherſtraße 3, I., gut möbl.
Zimmer zu vermieten. (19646oms
Kahlertstr. 40 II., find. Herrod. Dame
gemütl. Heim m. gut. Verpfl. (15005oms
elegant
Inselstr. 19, II., möbliert.
gr. Zimmer in ruh. Lage zu ver=
mieten
.
(18240oms
Hochſtr. 23, I., möbl. Zimmer
(B21538
mit ſep. Eing. ſof.

[ ][  ][ ]

Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Samstaa, den 18, Oktober 1913.
Nummer 248.
acheitner des Sindermts Darmſtall.
Pankusſirche: Vorm. um 10 Uhr: Jahrhunderk.taliſche Brüderſchaftsandacht. An alle Werktagen un
feier. Pfarraſiſtent Sann. Vormittags um 11¼ Uhr: 7 Uhr: Roſenkranzmeſſe.
Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Sann.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 18. Okt., nachm.
35 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
Evang. Gemeinde Eberſtadt: Sonnkäg, den 19. Oktober, um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
vormittags um 10 Uhr: Feſtgottesdienſt. Pfarrer Paul
Sonntag, vormittags um ½ 6 Uhr: Beichte. Um
Geburten. Am 12. Okt.: Dem Gendarmeriewacht= und Pfarraſſiſtent Köppler. Geſang des Kirchengeſang=
½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. Um
meiſter Heinrich 8 Freihöfer, Neue Ireneſtraße 59, eine T.vereins. Abends um 5 Uhr: Gottesdienſt. Antritts=½ 10 Uhr: Hochamt und Predigt. Nachmittags um
Marie. Am 8.; dem Hilfsſchaffner Hch.Leonhardt, Blu= predigt des Pfarraſſiſtenten Köppler.
½2 Uhr: Chriſtenlehre.
Um 2 Uhr: Andacht.
menthalſtraße 89, ein S. Wilhelm. Dem Feldwebel im
Werktags um ¼7 Uhr: Singmeſſe.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 19. Okt.,
Leibgarde=Infanterie=Regiment Nr. 115 Heinrich Schott,
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, den 19. Okt., vor=
Alexanderſtraße 22, eine T. Mathilde. Am 9.: dem vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Nach= mittags um 7 Uhr: Beichte. Um ½ 8 Uhr: Amt und
Bureauaſſiſtenten Franz Ruppert, Teichhausſtraße 46, mittags um 4 Uhr: Bibelſtunde. Abends um Predigt. Nachmittags um ½2 Uhr: Andacht.
8 Uhr: Bibliſcher Vortrag (Jahrhundertfeier.)
ein S. Karl Franz.
Mon=
Aufgebote. Am 13. Okt.: Werkzeugmacher E. Immig, tag, den 20. Oktober, abends um 8½ Uhr: Frauen=
Eetaufte, Getraute und Beerdigte.
Pankratiusſtraße 14, und Thekla Früh in Raſtatt. Am Bibelſtunde. Dienstag, den 21. Oktober, abends um
14.: Handarbeiter Phil. Jährling in Eberſtadt und Luiſe8½ Uhr: Jungfrauen=Bibelſtunde und Blaukreuzſtunde.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
,
Mittwoch, den 22. Okt., nachm.: Hoffnungsbund für
Schmit, Große Bachgaſſe 7. Hausburſche Martin
Kaplaneigemeinde: 2. Okt.: Unehel. T. Jakobine,
Traſer, Karlſtraße 6, und Berta Zürn, Hochſtraße 10. Kinder. Abends um 8½ Uhr: Geſangsſtunde.
geb. 22. Juni. 3. Okt.: Dem Badewärter Chriſtian Egſy
Kaufmann Adam Bieſer in Offenbach a. M. und Math. Donnerstag, den 23. Okt., abends um 8½ Uhr: Bibel= T. Eliſe, geb. 1. April. Dem Schloſſer Franz Otto Hill
Komba hier. Steinſchleifer Peter Büdinger III., in ſtunde. Samstag, den 25. Okt., abends um 9 Uhr: T. Ottilie, geb. 4. Sept. 5. Okt.: Dem Taglöhner Joh.
ueberau und Maria Rühl in Wiebelsbach. Sergeant Bibelſtunde für Beamte.
Zweig der Stadt= Heinrich Jakob Ludwig Löffel S. Jakob, geb. 17. Ag.
Adam Knapp, Marienplatz 1, und Ottilie e Singer in miſſion (Beſſungerſtr. 88, Hth.). Sonntag, den 19. Okt., 12. Okt.: Unehelicher S. Ludwig Hermann, geb. 5. Okt.
Bingenheim. Handarbeiter PeterGundermann in Albig vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Nach= Dem Taglöhner Johann Reinhard Karl Opermann=T,
und Maria Mann, daſelbſt. Bahnarbeiter Ad. Her= mittags um 3 Uhr: Bibelſtunde für Jünglinge. Um Chriſtine, geb. 5. Juli.
bert II. in Stockſtadt und Amanda Auguſte Stark, da= 4½ Uhr: Bibelſtunde für Jungfrauen. Freitag, den
Johannesgemeinde: 11. Okt.: Dem Kaufmann
ſelbſt. Am 15.: Vizewachtmeiſter Wilhelm Rohrmann 24. Okt., abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Auguſt Horſt S. Karl Auguſt Friedrich Martin, geb.
hier und Wilhelmine Karoline o Wittelind in Bübingen.
Evangeliſche Gemeinſchaft (Kiesſtr. 43): Sonntag, 1 10. Aug.
Hausdiener Philipp Gimbel in Nordheim und Anna den 19. Okt., nachm. um 2½ Uhr: Sonntagsſchule.
Martinsgemeinde: 12. Oktbr.: Dem Friſeu
Glock in Wolfskehlen.
Abends um 8½ Uhr: Predigt. Prediger A. Berner aus Philipp Köbler T. Emma Herta Margarete, geb. 21. Sept,
Geſtorbene. Am 12. Okt.: Karl Walter Erb. S. des Frankfurt o M. Dienstag, den 21. Okt., abends um 9. Okt.: Dem Gaswerksarbeiter Hermann KrepperS
Finanzaſpiranten, 3 Jahre, ev. Pareusſtraße 3. Am 11.: 8½ Uhr: Bibelſtunde. Prediger A. Berner aus Frank= Karl, geb. 14. Aug. 11. Okt.: Dem Fabrikarbeiter Georg
Luiſe Prätorius geb. Kinkel, Witwe des Metzgermeiſters, furt a. M.
Schütz T. Eva, geb. 26. Sept. 12. Okt.: Dem Schuhr
66 Jahre, ev., Viktoriaſtraße 85. Am 13.: Ida Bender,
machermeiſter Heinrich Michel S. Johann Friedrich Peten
Privatin, 61 Jahre, ev., Roßdörfer Straße 31. Am 12.;
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Hemeinde (Lagerhaus= geb. 25. Sept.
Sophie Blechner geb. Schneider. Witwe, 67 Jahre, ev., ſtraße 4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. Mitt=
Petrusgemeinde: 12. Okt.: Dem Bürodiener
Sandſtraße 2. Anna Kathar.o Wöber geb. Eifert, Ehe= woch, abends um 8½ Uhr.
Wilhelm Kumpf T. Eliſe Sophie, geb. 30. Sept. Dem=
frau
des Mechanikers, 33 Jahre, ev., Riedeſelſtraße 46. Am
Gemeinde gläubig getauſter Chriſten (Baptiſten), Mauer= Kaufmann Georg Germann S. Friedrich Richard, gebe
14.: Heinrich Schüler, Schloſſer, 63 Jahre, ev., Franken=
ſteinſtraße
11. Marie 5 Dörner geb. Sauerwein, Ehefrauſtraße 17: Sonntag, den 19. Okt., vorm. um 9½ Uhr: 17. September.
des Werkmeiſters, 63 Jahre, ev., Schwanenſtraße 75. Chri= Bibel= und Gebetſtunde. Prediger Späth aus Frank=
Paulusgemeinde: 5. Okt.: Dem Eiſenbahn=
ſtine
Gerbig geb. Batt, Ehefrau des Bureauvorſtehers,furt a. M. Vorm. um 10½ Uhr: Sonntagsſchule.
ſchaffner Adam Helm T. Barbara, geb. 19. Juli. 9. Okt,
60 Jahre, freireligiös, Neckarſtraße 24. Johs. Wacker, Nachm. um 4 Uhr: Predigt, Taufe und Abendmahl. Dem Lehrer Auguſt Niebergall S. Volker Reinhold, geb=
Rechnungsrat, 70 Jahre, ev Lindenhofſtraße 15. Am 15.: Prediger Späth aus Frankfurt a. M.
Abends um 19. Sept. 11. Okt.: Dem Rechtsanwalt Wilhelm Pall
Anna Marie Eliſabeth Liſtmann, 6 Mon., ev., Tochter 6 Uhr: Jugendverſammlung. Mittwoch, den 22. Okt., Sartorius T. Edith Karoline Thereſe, geb. 27. Auguſt,
des Schaffners und Wagenführers Eliſabethenſtraße 46. abends um 8½ Uhr: Bibelbeſprechung.
12. Okt.: Dem Kernmacher Friederich Karl Hummel
Karoline o Weidner geb. Linn Witwe des Schuhmacher=
Katharine Wilhelmine, geb. 21. Sept.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
meiſters, 70 Jahre, ev., Liebigſtraße 49.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
den 19. Okt., nachm. um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule.
Um 4 Uhr: Predigt. Prediger Lutz aus Frankfurt.
Lukasgemeinde: 16. Okt: Lehrer Balthaſar=
Gottesdienſtliche Anzeigen.
Freitag, den 24. Oktober abends um ½9 Uhr: Predigt. Bernius aus Hofheim und Eliſabetha Dehn, geb. Müller,
Prediger Ekert aus Offenbach.
Evangeliſche Gemeinden.
Kaplaneigemeinde: 11. Okt.: Wagner Jakoh
Balthaſar Spalt u. Katharine Heyl. 16. Okt.: Ingenieur
22. Sonntag nach Trinitatis, den 19. Oktober 1913
Katholiſche Gemeinden
Guſtav Heinrich Otto Max Böhne zu Offenbach und
Kirchliche Feier zum Gedächtnis der Erhebung
23. Sonntag nach Pfingſten, den 19. Oktober 1913
Katharina Ruhl.
Deutſchlands vor 100 Jahren
St. Ludwigskirche: Samstag, den 18. Oktober, nach=
Martinsgemeinde: 11. Oktbr.: Poſtſchaffner
Hofkirche: Samstag, den 18. Oktober, abends um mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit Friedrich Haber, Witwer, und Eliſabeth Spatz. Fabrik=
6 Uhr: Beichte. Sonntag, den 19. Oktober vorm. um zur heil. Beichte. Abends um ½ 7 Uhr: Roſenkranz= arbeiter Heinrich Knöpp und Anna Binzer, beide hier,
½10 Uhr: Beichte und Anmeldung zur heil. Kommunion andacht.
Petrusgemeinde: 11. Okt.: Hochbauaufſeher
in der Sakriſtei. Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt
Sonntag, vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur Georg Ernſt Ludwig Geyer dahier und Kath. Eleonore
mit Feier des hl. Abendmahls. Kollekte für den Kirch= heil. Beichte. Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe und Roſen= Flechſenhar von Steinbach i. O. Gas= u. Inſtallations=
bau
in Budenheim Mittwoch, den 22. Okt., abends kranzandacht. Um 7 Uhr: Austeilung der heil. Kom= meiſter Karl Küſter zu Frankenthal und Lina Auguſte
um 6 Uhr: Andacht.
munion.
Um 8 Uhr: hl. Meſſe.
Um ½ 10 Uhr: Ida Beate dahier.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Feſtgottesdienſt. Hochamt mit Predigt. Um 11 Uhr: Akademiſcher
Pfarrer Velte. Kollekte für die Reformationskirche.
Paulusgemeinde: 4. Okt.: Ingenieur Friedrich
Gottesdienſt.
Nachm. um 3 Uhr: Sakramentaliſche
Vormirtags um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer1 Bruderſchaftsandacht mit Predigt. An allen Werk= Oeſer in Ludwigshafen und Helene Zürtz. 11. Okts
Maſchinenmeiſter Karl Friedrich Kriegbaum und Marg,
Zim mermann. Abends um 6 Uhr: Gemeinſame tagen abends um ½7 Uhr: Roſenkranzandacht.
Feier der Kirchengeſangvereine. Prälat D. Flöring.
Iikitärgemeinde (Uebungsplatz bei Griesheim): Geiß. Hilfsſchaffner Friedrich Schmuck in Aſchaffenbung
Kollekte für die Reformationskirche.
und Chriſtine Grünhag. Poſtſekretär Wilhelm König
Sonntag, vorm. um 9 Uhr: Singmeſſe mit Predigt.
Stadtkapelle: Vorm. um 10 Uhr: Feſtgottesdienſt.
Kapelle der Warmherzigen Schweſtern; Sonntag, vorm. und Kath. Eliſe Luiſe Vogel. Finanzaſpirant Theoda
Pfarrer Zimmermann. Kollekte für die Reformations=um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. Nachm. um 5 Uhr: Ver= Martin Kamuff und Marie Specht. 12. Okt.: Schloſſt=
kirche
.
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. ſammlung des 3. Ordens. Abends um 6 Uhr: Roſen= Otto Mößer und Anna Kath. Hühnergarth. 14. Okt
Pfarrer Kleberger.
Profeſſor a. d. Techn. Hochſchule Geh. Hofrat Dr. Kanl
kranzandacht.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Samstag, den 18. Okt.,
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags Schering und Ilſe Moritz.
vorm. um 10 Uhr. Sonntag, den 19. Okt., fällt der um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Gottesdienſt aus. Vormittags um 10½ Uhr: Kinder=
Kapelle zu Ober=Ramſtadt: Sonntag, vorm. um 9 Uhr:
Lukasgemeinde: 16. Oktbr.: Rechnungsrat Joh=
gottesdienſt
(Steinſtraße 24, Muſikſaal).
heil. Meſſe mit Predigt.
Wacker, 70 J., ſtarb 14. Okt.
Johanneskirche: Kollekte für die evang. Bewegung in
St. Eliſabelhenkirche: Samstag, den 18. Okt., nach=
Kaplaneigemeinde: 8. Okt.: Schuhmachermeiſten
Oeſterreich. Vormittags um 10 Uhr: Feſtgottesdienſt. mittags um ½ 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
Heinrich Lapp, 62 J., ſtarb. 6. Okt.
Pfarrer Dingeldey. Vorm. um 11¼ Uhr: Eröff= heit zur heil. Beichte.
nungsfeier für den Konfirmandenunterricht.
Johannesgemeinde: 12. Okt.: Kutſcher Phil
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer heil. Beichte. Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr: Kreh, 75 J., ſtarb 10. Okt. 14. Okt.: Luiſe Prätoriusn
D. Waitz. Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottes= hl. Meſſe mit Predigt und Generalkommunion der So= geb. Kinkel, Witwe des Metzgermeiſters, 66 J., ſtarb
dienſt für den Oſt bezirk. Pfarrer Widmann. Nach= dalität. Um ½ 10 Uhr: Hochamt und Predigt. 11. Oktober.
mittags um 4 Uhr: Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Nachm. um ½ 6 Uhr: Sakramentaliſche Andacht. Diens=
Martinsgemeinde: 11. Okt.: Marie Hanſt, Witwe
Veller.
tag und Freitag, abends um ½ 6 Uhr: Roſenkranzandacht. des Kanzleidieners, 73 J., ſtarb:9. Okt. 13. Okt.: Kaufg,
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottes=
Kapelle in Arheilgen: Sonntag, vorm. um ½ 10 Uhr: mann Friedrich Hohmeier, 36 J., ſtarb 10. Okt.
dienſt. Pfarrer Hickel. Vorm. um 11¼ Uhr: Kinder= Amt und Predigt.
Petrusgemeinde: 16. Okt.: Schloſſermeiſter
gottesdienſt.
St. Martiuskapelle zu Beſſungen: Samstag, den Heinrich Schüler, 63 J., ſtarb 14. Oktober.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Vormittags um 18. Okt., nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
10 Uhr: Feſtgottesdienſt. Pfarrer Wagner. Kollekte Gelegenheit zur heil. Beichte.
für das heſſiſche Krüppelheim. Vorm. um 11¼ Uhr:
Sonntag, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur
Trauungen auswärt. Paare: Pfarrer Klebergen
Kindergottesdienſt (Entlaſſung der Konfirmanden). heil. Beichte. Um ½7 Uhr: hl. Meſſe. Um ½9 Uhr:
Beerdigungen auswärts Verſtorbener: Pfarrer
Pfarrer Wagner.
Amt mit Predigt. Nachm. um ½ 3 Uhr: Sakramen= Velte.
Me
G
Für Theaterbeginn
Carola-Osellen
Operneläser
reinigen die Wieren.
Drahigeflechte, Hühnerhöfe, Keller-
mit
und oine Stel
Zur Herbſtkur trinken Sie beistörungen!
Eziter, Prahtsäune, Tore usw. liefert
vorzügliche, reine Optik
billigſt u. montiert an allen Plätzen
der Nierenfunktionen und der harnorgane,
grösste Auswahl
Karl Brückner, Darmſtadt
Steinleiden und Gicht täglich frühmorgens
Ladengeſchäft Holzſtraße.
1 Flaſche Carola=Heilquelle; 10 Flaſchen ge=
Ga. Karo
Fillarch
nügen, um Sie von der günftigen Wirkung
franz., ſo gut wie neu, billig zu verk.
Hofl., Ludwigstr. 20.
*12154sg) Waldſtr. 34, Laden.
zu überzeugen; fragen Sie Ihren haus=
Meee
Dwei noch ſehr gut erh. Jaketts
arzt! In allen Apotheken, Drogerien
(*12085
I bilig zu verkaufen.
und Mineralwaſſerhandlungen erhältlich;
Nieder=Ramſtädterſtr. 52, I.
Auto=Vermietung.
wo nicht vorrätig, direkter Bezug.
Empfehle mich im Liefern von
Kurproſpekte u. Trinkvorichrilten d. Earolabad Rappolisweiler, Südvogelen
Bringe den hochgeehrten Herrſchaften meine hocheleganten
Grabdenkmälern Hauptniederlage in Darmstadt: Carl Naumann sen., Mineral-
Herrſchafts=Automobile in freundliche Erinnerung. Fahrten zu aller Arten. Billige Preiſe, reelle
wasserhandlung, Karlstrasse 45, Telephon 82. (I,21226
jeder Tages= und Nachtzeit.
(20789a
Sämtliche Automobile können auf Wunſch mit oder ohne Bedienunz
Verkaufe von heute an
(21757a
Fahrpreis=Anzeiger geſtellt werden.
Peter Karn,

Keine Droſchken. Billige Preiſe. Lohndiener ſtets zu Dienſten. Friedhof=Allee. Telephon 1355
S ea. 100 Stück Ferkel
G

Wohnung: Friedrichſtraße 11
Hochachtungsvollſt

zu den billigſten Preiſen.
Teleph. 438 Garage Wilhelm Lehé Teleph. 438 Guterhaltener Kinderwagen
12150 Philipp Feldmann, Schweinehändler
zu verkaufen
Heidelbergerstrasse 38.
A. Müller, Alexanderſtr. 13, p.
(21831
Griesheim Telephon 2.
Triſeuſe empf. ſich in u. auß. d. Hſe., ſHüte w. ſchön u. bill garn. Altes
Obſtmarkt‟.
auch werd. Haararbeit
u jed. 9 verw. Eliſabethenſtr. 49, II. (2945a
t wird eingeſchnit. Frau
Dieſeinſen äpftnr
Krautrint. Kiesſtr. 12, Htb. (2115
Art entgegengenommen. (*14sms Wann fährt ein leerer Möbel=
Rheinhess. Tafel- u. Wirt-
B. Bergmann. Riedeſelſtraße 68. 2 wagen von Darmstadt ſschaftsobst empfiehlt
Küte werden ſchick garniert, älterewerden angefertigt zu 6 M., Bluſe
ann werd. ſchön gekräuſ. Weil,nach Mannheim? Off. unter 1*12153)
Sachen verwendet
C. Friedr. Hirſch,
(*12223si 2 M., Röcke 3 M., bei Frau Lortz,
(*12122
Fedtill Riedeſelſtr. 39, Manſ. (*z0s lC 90 an die Expedition. (*12207
Alsheim, Rhcinheſſen.
Bleichſtr. 25, Gartenbau. Dieburgerſtraße 5.

[ ][  ][ ]

Nummer 248.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Seite 21.
und
Für Herbst und Wil
beste deutsche u. englische Fabrikate
Terren-Anzuustonen auf das Reichhaltigste ausgestattet.
Modchstone Taletotstone Westenstone Reisedecken
Krautkopf’s gestrickte Knaben-Anzüge Famogee
Adressen tüchtiger Schneidermeister, welche bereit sind, die gekauften
Stoffe unter Garantie für guten Sitz zu verarbeiten, stehen zu Diensten.
oouef
Sarmstad

1
Ludwigstrasse 1.
Marktplatz
Telephon 1208
20229a
Mitglied des Rabatt-Sparvereins.
Kiefern=Brennholz
la Speiſekartoffeln
Maler-APiikel. auf Lehmboden gewachſen, in vor=
kurz
geſchnitten, prima trocken, daher
züglich kochender, handverleſener in Schwarten od. Klötzchen, direkt zum Anfeuern verwendbar, liefer
Ware. 100 kg 5 Mk. frei Keller.
Zum Beginn der Saison empfehlen:
Gottfr. Bundschuh, per Zentner Mk. 1.40 inkl. Oktroi frei Keller
Künstler-Oelfarben I Atelier-Staffeleien
Lengfeld. (20903a
Karl Schimmer,
Dirka 600 Ztr. Gelberüben zu
Meekorationsfarben
Paletten
Telephon 212. Heinheimerstrasse 76.
O verkaufen, à Ztr. 1 Mk 20889a)
Georg Seeger V., Landwirt
Sttudienfarben
Malpinsel
Pfungſtadt. (*11956dsi
fslendrahmen
u. S. W.
Lehrock=, Frack=, Smoking= An=
züge
, Zylinder zu verleihen
5

ee
Spezial-Geschäfs! Rheinſtraße 5. 2. Stack. (20493a
Steiner
für Maler-Artikel
gategeen
wers. ued,
Weitbekarte, hygimische 21
1 Luisenplatz 1.
Gaann
(19971a
Spar-Dauerbrenner

Original-Sicherheits-Regulator.
Berlinische Lebensversicherungs-Gesellschaft
rbar von Grad zu Grad und luſt=
Regut
emeuernd. Gasausströmung und
Esplosionen ausgeschiossen,
beie
Gegründet
Gegründet
(Alte Berlinischer
1836
1836
Unerreicht in Konstrukfion
und Solidität.!
Empfohlen durch den Vertrag mit dem
Hessischen Landeslehrerverein und der
Elisabethenstr. 8,
Ludwig und Alice-Stiftung in Darmstadt.
C. J. Wenz, relephen 217.
Auskunft erteilt kostenfrei:
((2iikd

Die General-Agentur Darmstadt
Speditian Honmard, Feldbergstr. An- u. Abholung v. Gütern
Wilh. Fries, Ernst-Ludwigstr. 9
Greif
à6
u. Reise-Effekten etc. Prompte Bedienung. Teleph. 556. (695a
Telephon 2086.
Nimrod
à 7
Patente
Borneo Import à8
Hamb. Fehlfarbenà 10
Gebrauchsmuster ss Warenzeichen
Neu!
Neu!
Saalburgia
Marca Celesta à12
das flüssige BodenwachsReichskanzler àlbe
Dipl. Ing. Klemens Herseberg u. 60.
Bestes Mittel zur Pflege und Brhaltung von Linoleum und Parkett.
In Qualität, Quantität
und Preiswürdigkeit
Patent- und ingenieur-Büro (20323a
Manderleichtes Arbeiten. Glanz ohne die gefürchtete Glätte.
unübertroffen.
Preis Mk. 2. pro 1 Kg.-Flasche.
Rheinstr. 19, I. Darmstadt Telefon 1695.
Falibrikanten: Bier & Henning, chem. techn. Produkte
Bad-Homburg v. d. Höhe.

Niederlagen für Darmstadt: Friedrich Schaefer, Ludwigs-I K. Flach
Platz, Sontral-progerie Anton Logel, Elisabethenstrasse,
Zwei große
Inh. Jean Hahn
Harfe
(18105a
Heinrich Rossmann, Inselstrasse.
Erkerspiegel und Gitarre aus der Empirezeit
Kädchenbett und Zinkbade=Damenſchreibt., nußb. pol., Waren=26 (mittl.) Elisabethenstr.
(*11950dfsg
(*11809ms zu verkaufen.
billig zu verkaufen.
Mwanne billig zu verkaufen 2 ſchrank (Glasſchr.), f.jed. Geſchäft
Näheres in der Expedition.
Saalbauſtr. 63, im Laden.
*111994fs) Gutenbergſtr. 2, part. paſſ., ſ. bill. abzug. Mühlſtr. 40, I. (*msi

[ ][  ][ ]

Seite 38

4

2

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober
Nummer 248.
S
Willter Hoden.
Sere
Gehe c
( i

e t
Durch grösstenteils eigne Anfertigung und
grössere Abschlüsse der Rohmaterialien biete
ich unübertroffene Vorteile.
Ulster, ein- oder zweireihig
Mk. 16. 25.- 32.- 40. 48.-
55. 60. 65. 70. bis 95.
Paletots, ein- oder zweireihig
Mk. 12. 18.- 24. 30. 36.-
40.- 45.- 50. 58.- bis 85.
Kirete &.
Z.deré
21841
Darmstadt
Erstklassiges Spezial-Geschäft für

. Herren- und Knaben-Kleidung::

[ ][  ][ ]

2. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
I8 248.
Samstag, 18. Oktober.
1913.
kuf zeigte aeß ſic die Eineinen ſür di ſchwere Pil. Daren zine wnde hautr Beſalvon dein Mlreiß
fung gut vorbereitet haben und daß es den Vergleich mit erſchienenen Publikum dargebracht.
nicht akademiſchen Veranſtaltungen nicht zu ſcheuen braucht.
5
Von 11 Uhr ab begann ein frohbewegtes Leben auf dem
Rennen zu Paris, 16. Okt. Prix de Saint=
5
Leipziger Sportplatz. Es wurden die volkstümlichen Cyr 8000 Fr. 1. L. de Paula=Machados Hyvava, 2. Chut,
Uebungen des Zwölfkampfes, der Dreikampf (Hochſprung, 3. Crébécut. 54: 10; 16. 11: 10.
Handicap d Octobre.
Weitſprung, Kugelſtoßen) für Damen und das Schleuder= 20000 Fr. 1. Aumonts Saint , 2. Madelon, 3. Genills.
ballwerfen in zwei Gruppen nach der Leiſtungsfähigkeit 37:10: 23, 26: 10. Prix de Senlis. 15000 Fr. 1. Du=
Kongreſſe und Verbandstage.
getrennt erledigt. Die gute Laufbahn war den im 100= bois’ Carandor (Stern). 2. Raſoir, 3. Le Muncipal. 38: 10.
Meter=Lauf erzielten Leiſtungen günſtig. Auch der Stab=
Premier Prir d Automne. 600 Fr. 1. 6. Manes
* Berlin 16. Okt. In der heutigen Sitzung des weitſprung wickelte ſich in befriedigender Weiſe ab, das! Radial (Stern), 2. Royal Fronton, 3. Montagan. 16: 10:
Deutſchen Proteſtantentages ſprach Pfarrer Schleuderballwerfen litt etwas unter der Feuchtigkeit des 13, 15, 30: 10. Deurieme Prix d’Automme. 6000 Fr.
nadecke=Köln über: Rom oder Wittenberg? Wer hat durch die Niederſchläge der letzten Tage ſtark beeinflußten 1 Wallets Reine de Noiſſy (Novella), 2. Veillé, 3. Miß
die Zukunſt in Deutſchland? Im Anſchluß an den Vor=Bodens ſo daß die erzielten Würfe hinter den Erwartun= Raffles. 54: 10; 14, 17, 14: 10.
frag wurde folgende Reſolution angenommen: Angeſichts gen zurückblieben. Im Dreikampf der Damen waren alle
Die Gewinnſumme des Oppenheim=
er
Größe der römiſchen Gefahr für die äußere und innere Gemeldeten zur Stelle und bewegten ſich die erzieltenſchen Stalles beträgt nach der Frkf. Ztg. jetzt nahezu
Entwicklung Deutſchlands und überzeugt von der Not= Würfe und Sprünge auch nur in gemeſſenen Grenzen, ſo 900 000 Mark. Im Oppenheim=Memorial am
wendigkeit eines ſtarken, freien Proteſtantismus für die muß man die Kommilitoninnen doch zu ihrem friſchen, nächſten Sonntag in Berlin=Grunewald, das mit 30 000
Bukunft unſeres Vaterlandes, verurteilen wir aufs frohen Kampfeseifer beglückwünſchen. Die geforderten! Mark dotiert iſt, ſollen aus dem Weinbergſchen Stall Fa=
ſchärfſte
die Katholiſierungstendenzen in der evangeliſchen Mindeſtleiſtungen wurden wiederholt bedeutend überſchrit= bella und Orelio laufen. Fabella wird von Hewitt ge=
wirche
, warnen vor allen politiſchen Bündniſſen mit dem ten. Die Veranſtaltungen am Nachmittag waren vom ſteuert, der Zweijährige von Bullges
Ultramontanismus wegen der unſerer deutſchen Kultur Wetter ungemein begünſtigt, während am Morgen ſchwere
araus immer wieder drohenden Folgen und fordern alle Regenwolken die Stadt belagert hatten. Die Nachmit=
Luftfahrt.
beralen Männer und Frauen in den deutſchen und evan= tagskämpfe wurden um 3 Uhr mit der Fauſtballmeiſter=
teliſchen
Landeskirchen zur tatkräftigen Mitarbeit an der ſchaft 1. und 2. Runde eröffnet und man kann ſagen, daß
Das Ungerſche Luftſchiff und Graf Zeppelin.
Berwirklichung des romfreien Wittenberg auf. In der die Leiſtungen teilweiſe hoch über dem Durchſchnittsniveau
* In einer Berliner Zeitung war zur Aufbringung
Oiskuſſion bezeichnete es der Paſtor Aner=Charlotten= ſtanden. Letzteres gilt ganz beſonders für die Kieler und von Mitteln für den Bau von Ungerſchen Stahl=
turg
als notwendig, konfeſſionelle Schulen zu errichten. Münchener Fauſtballmannſchaften. Der ganze Feſtplatz
lu ftſchiffen aufgefordert worden. Es hieß darin, daß
Wei den interkonfeſſionellen Schulen bezahle gewöhnlich bot ein farbenfreudiges Bild, denn zu der bunten Sport=
ter
Proteſtantismus die Koſten, und die Katholiken hät= kleidung der Wettkämpfer geſellten ſich die mannigfaltig= dieſe Schiffe den Zeppelinkreuzern weit überlegen ſeien:
ten den Vorteil. Graf v. Hoensbroech befürwortete ſten Farben der ſtudentiſchen Verbindungen, die reichlich wenn ſie nicht in Deutſchland gebaut würden, dann ge=
ene
Reſolution, in der zum politiſchen und wirtſchaftlichen vertreten waren und mit freudigem Intereſſe die oft vor= ſchehe dies in England, wodurch Deutſchland die Vorhere=
Lampfe gegen Rom und das Zentrum aufgefordert wird. züglichen Leiſtungen ihrer Verbindungsbrüder verfolgten. ſchaft in der Luftſchiffahrt verloren ginge. Dieſem Auf=
Bfarrer König=Bremen wandte ſich entſchieden gegen Nachdem ſich Barlauf 1 und die Abſchlußrunde zufrieden= ruf tritt nun Graf Zeppelin in einer längeren Er=
ſonfeſſionelle
Schulen; es ſei notwendig, die Kinder in ſtellend abgewickelt hatten, begab ſich die ganze fröhliche klärung entgegen, in der es u. a, heißt: Die naturgemäßen
tlleiche Schulen zu ſchicken, ſonſt werde der religiöſe Kampf Turnerſchar hinüber nach der Leipziger Turnhalle am Hauptanforderungen an ein Luftſchiff ſind größter Auf=
niemals
aufhören. Nachdem von mehreren Seiten die Frankfurter Tor, wo um 6 Uhr das Muſterriegenturnen trieb bei geringer Laſt und kleinſtem Querſchnitt. Sie be=
neſolution
Hoensbroech bekämpft worden war, wurde und eine allgemeine Freiübungsprobe zur Abwickelung dingen längſte Fahrdauer, Erreichung höchſter Höhe, größte
Geſchwindigkeit uſw. Am meiſten genügen dieſen Anfor=
tſieſe
mit großer Mehrheit abgelehnt. Darauf wurde der gelangte.
Das Muſterriegenturnen wurde ausgeführt vom derungen größtmögliche Gaszellen, die ſich am wenigſten
Groteſtantentag geſchloſſen.
A. T.=V. Berlin, A. T.=V. der Märker, Berlin, dem von der Kugelgeſtalt entfernen, weil letztere die kleinſte
A. T.=V. der Univerſität Leipig, dem A. T.=V. Mar= Außenhaut im Verhältnis zum Inhalt hat; es iſt deshalb
burg, dem V. C. I und II und V. C. Leipzig. Die verfehlt, die Starcheit mehr als durchaus notwendig in
Sport, Spiel und Turnen.
Leiſtungen ließen die Abſicht erkennen, auch bei ſchwieri=den Innenraum zu verlegen und letzteren dadurch zu ver=
Die Deutſch=Akademiſche Olympia
gen Aufgaben ſtete, gleichmäßige von allen Teilnehmern engen und in Teile zu zerlegen. Das geprieſene Innen=
* Das Programm des Deutſch=Akademiſchen genau ausgeführte Uebungen zu zeigen. Dem A. T.=V. ſkelett verhindert das Ungerſche Luftſchiff daran, jemals
Lolympia in Leipzig für Donnerstag vormittag hat ſich Berlin unter dem Vorturner Pape und dem A. T.=V. den Hautſkelettſchiffen ähnliche Leiſtungen zu erzielen.
ellatt abgewickelt. Die Teilnahme war durchweg befriedi= Marburg unter dem Vorturner Matthes, die ganz beſon= Das Nicht=Prallfüllen eines Teils der Gaszellen um
gend und die Leiſtungen hielten ſich teilweiſe auf recht ders ſchwierige Uebungen am Barren zeigten und dem durch Erwärmung und Höhenfahrt kein Gas zu verlieren,
echtbarer Höhe. Beſonders das Geräteturnen im Zwölf= V. C. Leipzig, der eine neue Kombination am Reck und wird in dem Aufſatz als die vorzügliche Eigenart der Un=
SDrISVFEIEF
10, 8, 7, 6 Wasserflaschen mit Glas 1.25, 75, 765, 50, 30, 22, 17
Wassergläser . . . . .
1.65, 75, 70, 45
. 28, 20, 12, 10, 8 Wasserflaschen mit Stopfen
Bierbecher .
,
50
60, 50, 35, 10, 8 I Ringelkrüge .
Bowlengläser . . . .
. . .1.35, 75, 35
95, 50, 25, 20, 10 I Mopskrüge
Weingläser .
. 3.25, 2.25, 1,85, 1,20, 85
1.25, 75, 50, 35, 25, 6/100 Pfg. I Saftflaschen .
Römer . . .
12
75, 40, 30, 18, 10, 8 Hyazinthengläser
Likörgläser .
Kompottteller 50, 15, 8, 7, 54
Zuckerschalen . . 15, 8
Butterdosen . 50, 30, 25, 20
Zuckerteller . . .8, 5, 4
Semi-Kristall
Käseglock.m. Tell 2.25,85,45
Zuckerstreuer2.95, 1.50,75,20
S,CAVUGA
Obst-Setvice
Toilette-Garnitur
Bester Ersatz für amerikanisches Kristall
7teilig . . . . 75 Pfg.
1.95 M.
Steilig .
Service Turin
Service Oliven
Kompottschalen, rund . 1.30, 95, 65, 50, 35, 25, 20
65, 50, 40, 30, 25, 15, 9
Kompottschalen
95, 75, 60
15, 9 Kompottschalen, E
Kompottteller . .
20
50 I Kompottteller
Butterdose .
.1.25,65
. 65 I Platten, rund
Käseglocke .
1.10
75, 65 Platten, E .
Fruchtschalen auf Fuß .
50
25, 20 Geleedose . .
Zuckerschalen
45
Sahnekännchen
75, 65, 45, 35, 25
Platten, rund
(21832)
G.m.
Stts FHieisennfalhrRdeff, b. H.
Ludwigstrasse 10
Telefon 1840

[ ][  ][ ]

Seite 34.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Nummer 248.
gerſchen Schife heworgehoden. Ratütrlich vermögen das ſ3. am 1. Okiober mit vier Fluggaſten 200 Meter, und ſauf Grund des Geſetzes vom 18. Zuk 1912, betreſſnd die
die Fahrzeuge mit dem günſtigſten Verhältnis vom Auf= 4. am 4. Oktober mit fünf Fluggäſten 890 Meter.
Aenderung der beſtehenden Geſetze über durch Spionage
trieb zum Fahrzeuggewicht alſo die im Aufſatze Haut=
Sr. Die Verbotszonen für Luftfahrzeuge, die kürzlich begangenen Hochverrat. Oeſterreich=Ungarn hat gleichfalls
ſtelertſchiffe genannten am beſten. Es wird aber aus von der deutſchen Regierung bekannt gegeben worden ſind, eine Reihe von Verbotszonen bekannt gegeben; dieſe be=
naheliegenden
Zweckmäßigkeitsgründen nur in beſonderen geben Veranlaſſung, nochmals auf die in anderen Ländern ziehen ſich erſtens auf die italieniſche Grenze bis auf einen
Källen Gebrauch davon gemacht. Eine Neuheit iſt der beſtehenden Verbotszonen für Luſtfahrzeuge hinzuweiſen. Streifen am Blockenpaß von 46 Kilometer Preite und
Gedanke von Leerzellen zur Aufnahme des aus den vollen Frankreich hat die Karte der Verbotszonen reſp. die Ein= einen Streifen zwiſchen Görtz an dem Iſonzo und Diavgeo
verdrängten Gaſes nicht. Das erſte Schütte=Lanzſchiff be= fallpforten für Luftfahrzeuge noch nicht fertiggeſtellt. Das bei Trieſt. Die Sperrzone reicht in Tirol bis an den Lauf
ſaßt jene in Geſtalt von Ringen; ſie mußten entfernt wer=Vereinigte Königreich für Großbritannien hat ſchon vor der Etſch und Rienz, in Kärnten nach Norden an die Drau
den, weil ſie wie vorauszuſehen war das Schiff zu längerer Zeit die Verbotszonen bekannt gegeben. Sie er= bis Villach, im Oſten bis an den Lauf des Oſonzo. Am
ſchwer machten. Ich muß leider geſtehen, daß auch meine ſtrecken ſich über England und Irland und laſſen für die Adriatiſchen Meer iſt geſperrt der Küſtenſtrich an der italies
erſte Patentanmeldung für ein Luftſchiff ſolche Leerzellen Einfahrt von Luftfahrzeugen nur folgende Teile der niſchen Grenze; ferner Trieſt, Pola und ganz Dalmatien,
aufwies. Ich habe aber meinen Mißgriff erkannt, lange Küſtenlinie offen: von Fraſerbourgh bis zum Ykan River, Ferner umfaßt die Sperrzone die ganze ruſſiſche Grenze
von Holy Island bis Newbriggin, von Sutton (Lincoln= und ganz Galizien.
bevor ich zur Bauausführung ſchritt.
ſhire) bis Holkham (Norfolk), von Stansgate Abby on the
3r. Das Gordon=Bennett=Rennen der Freiballone iſt,
r. Als deutſchen Dauerflug=Rekord mit drei Paſſa= Blackwater bis Burnham=on=Crouch, von Margate bis wie nach den bisher feſtſtehenden Ergebniſſen der Fahrt
lieren hat der Deutſche Luftfahrerverband die Flugleiſtung Walmer, von Rye bis Eaſtburne, von Hove bis Bognow anzunehmen war, von dem amerikaniſchen Ballon Good
des Fliegers Gſell anerkannt, die dieſer am 2. Septem=von Bridport bis Dawliſh. In Rußland iſt gemäß einer Hear (Führer upſom) gewonnen worden. Die noch
ber dieſes Jahres mit 3 Stunden 11 Min. 14 Sek. mit Mitteilung der ruſſiſchen Regierung an den Reichskanzler ausſtehende Meldung des öſterreichiſchen Ballons Franig
Doppeldecker der Flugzeugbau Friedrichshafen G. m. b. H. jeder Luftfahrverkehr verboten. Das erſte Verbot erſtreckte furt (Führer Lehnert) traf im Laufe des Mittwochs in
aufſtellte. Als deutſcher Dauerrekord ohne Fluggaſt wurde ſich bis zum 14. Juli 1913, wurde jedoch bis zum 14. Jan. Paris ein. Die Frankfurt war im Departement Manche
die Flugeeit des Herrn Langer anerkannt. Dieſer flog 1914 verlängert. Da jedoch trotzdem Luftfahrten nach gelandet und hatte in der Luftlinie nur 280 Kilometer von
am 26. September mit Pfeil=Doppeldecker der Luftfahr= Rußland nicht unterbleiben, hat das ruſſiſche Marinemini= Paris zurückgelegt. Upſom war alſo der einzige der Kons
zeug G. m. b. H. 9 Stunden 1 Min. 57 Sek. Als deutſcher ſterium jetzt bekannt gegeben, daß das Gebiet, welches von kurrenten, der es gewagt hatte, über den Kanal nach Engs
Höhenrekorde wurden folgende Flugleiſtungen des Herrn den Parallelkreiſen 59 Grad 10 Min. bis 60 Grad 10 Min. land zu fliegen, und dank ſeinem Mute hat Amerika zum
Sablatnig mit Union Pfeil=Doppeldecker anerkannt: nördlicher Breite und von den Meridianen 23 Grad und 25 vierten Male den Gordon=Bennett=Pokal an ſich gebracht
1. am 28. September mit zwei Fluggäſten 2040 Meter; Grad öſtlicher Lange von Grenwich begrenzt wird, auf Die drei früheren amerikaniſchen Stiege erſochten 1916
2. am 30. September mit drei Fluggäſten 2830 Meter; Flugapparaten nicht überflogen werden darf, und zwar Frank P. Lahn, 1909 Mix und 1910 Hawley.
One e
ererneteereereeerdeereeereetereeten
Unreiner Jeint.
Grosser
Mienter, Fielet, Pastein, Hauterien,
Wimmerln usw. sind für sehr viele
Damen die Ursache großen Kummers.
Um einen rosigen, jugendrischen
Teint und zarte, elegante Hände zu
erhalten, gibt es kein besseres Mittel
als tägliches Waschen mit der
Kenlame Verkus
Sok-Seesund-Mandelkleie.
ig
Die Frottage mit reinem Seesand wirkt
erfahrunggemäß belebend auf die Haut-
noch
nie dagewesene Spottpreise.
tätigkeit ein und regt die Blutzirkulation
an. Fein gesiebter mit Mandelkleie
Ab Samstag, den 18. Oktober bis auf welteres verkaufe ich:.
und den köstlichen Aok-Essenzen ge-
mischter
Seesand ist das vollen-
1 Posten Blusen, teilweise gefüttert, Wert bis M. 4.50, . jetzt M. 1.95
detste Hautpflegemittel, das es gibt.
Preis der Dose 1 u. 2 Mark.
6.50, . 2.95
d0,
Verlangen Sie die Gratis-Broschüre Schöner
Wollblusen mit Futter, Wert bis M. 7.50,
Teint Zarte Haut- von den Kolberger An=
3.50
stalten für Exterikultur, Ostseebad Kolberg.
prima Flanell-Hemdenblusen, Wert bis M. 8.50, . 3.95
M 2
jetzt M. 6.50, 5.50. 4.50
Rein wollene Blusen, gefüttert,
seid. Sammet-Blusen in allen Farben . . jetzt nur M. 9.50
Bitte zu beachten!
nur M. 7.50
seidene Blusen in schönen Lichtfarben
prima seidene Blusen mit Rüschen oder Pelzbesatz nur M. 9.50
sc* Gesunde 36256
do. Hemdenfasson .
jetzt nur M. 12.50


Elegante Tüll-Blusen, schwarz, weiss und ecru, M. 3.95, M. 4.95,
M. 5.50. M. 6.50 und höher.
Maronen
Kostüm-Röcke in prima Qualitäten saubere moderne Verarbeitung,
jetzt: M. 2.95, 3.50, 4.50, 5.50, 6.50, 8.50 und höher.
Hauskleider, ohne Rücksicht auf seitherigen Wert . . nur M. 4.95 per Pfund
Jackenkleider, nur in neuen modernen Webarten, jetzt M. 13.50, A 10 Pfund 1
16.50, 18.00, 24.00 und höher.
Mäntel in allen möglichen Nuancen, jetzt M. 7.50, 9., 12.50, 16.00
Mk. 1.78
Pfg.
18.00, 24.00, 32.00 und höher.
Postkolliversand nach auswärts gegen Nachnahme
Kinderkleider, in allen Grössen, versch. Farben, modern und sauber
ohne Emballagenberechnung.
(21839
verarbeitet, M. 1.50, 2.75, 3.95, 5., 6. und höher.
Damengürtel, prima selbstgefertigte Ware, zu äusserst billigen Preisen.
Moriz Landau
Blusenhalter p. R. P. . Stück 50Pfg.
In meiner Massabteilung
Mathildenplatz 1 Tel. 116.
erhalten Sie
Korsetts in grosser Auswahl billigst.
Meggananunnnnnnnansununnaanaunnnnnannnnsanng
Nur neue, frisch von der Maschine
jede Bluse,
gelieferte, saubere Ware.
In meinem Auktionshause
jeden Kostümrock
auch wenn Sie den Sioff stellen,
Frankfurt a. M., Mainzer Landstr. 47a
Keine Dame
in 12 Stunden,
finden Sie stets gute Herrschaftsmöbel, neu und ge-
braucht
, als: Kompl. Schlafzimmer, Speisezimmer,
sollte diese äußerst günstige Ge-
Trauerkleider
Wohnzimmer und Küchen. Alle nur erdenkbaren
legenheit vorübergehen lassen,
, einz. Möbel, Betten, Wasch-Kommoden, Schränke,
in 45 Stunden,
ohne mindestens einen Versuch
Vertikos, Auszugtische, Stühle etc. (III,19841
tadellos sauber u. schick angefertigt.
(*12193
zu machen.
Meine Spezialeinrichtung, neu, 450 Mk.
Tenglisches poliertes Schlafzimmer mit Ia Einlagen.
19 Kirchstrasse 19, an der Stadtkirche
à 1 komplettes poliertes Wohnzimmer und 1 kompl.
Küche, alles zusammen nur 450 Mk. franko Lieferung.
Teleph.
Max Kempf, Aukt. u. Taxator. 10818.
Jeden Tag von 8 Uhr früh bis 8 Uhr abends offen.
Blasen=Schner
Fahrt, Fracht und Verpackung stellt sich billig, daher Johnend.
I

erstände
in hpreg K nandwehrſtr. 3,. Hth. (1236 ver. Neue reneſtr. 21, II. (*1235
Ezu verkaufen.
Beteiligung.
Blumenthalſtr. 107 1. Stock links.
Duterh. Sitz= und Liegewagen
G
Kaufmann, in der pharmaceutiſchen und Drogen=
billig
zu verkaufen.
Zahnärztliche Praxis
Heinheimerſtr. 2, part 1. (*12160
branche langjährig erfahren, ſucht ſich mit ca. 30
Mille an ſolidem, ausſichtsvollem Unternehmen in
Darmſtadt oder Umgebung zu beteiligen. Gefl.
Zahn-Arzt Wolters
Angebote unter C 77 an die Expedition erbeten. (*12175
17 Rheinstrasse 17, Ecke Grafenstrasse
net e
Telephon 1027
Bessungerstr. 107 Guter Privatmittagstiscn 60 Pfg.
Karlſtr. 28½, III.
(bei Frau Traub) können ein oder *11954ds)
den ganzen Tag geöffnet, auch Sonntags vormittags.
zwei anſtändige junge Leute guten örivat-Mittagstisch (21420a
Privat=Mittags= und Abendtiſch
Schloßnartenſtraße 8.
Behandlung aller Mitglieder von Kassen, die
(*12137
erhalten.
verſchließb.,
dem Krankenkassenverband angehören.
Vorz. Privat Mittag= u. Abend=10bstschränke, billigſt
(14137a
tiſch. Landwehrſtr. 5, 3. (21805a Karl Brückner, Holzſtr. (*12157

[ ][  ][ ]

Nummer 248.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Seite 35.
Für den Herbstund Winter
bietet mein Lager eine ausserordentlich reichhaltige Auswahl in
1oderken
Herren
1
eiderste
für Anzüge, Hosen und Paletots geeignet.
Wie bekannt führe ich nur ganz solide deutsche und englische Fabrikate, es ist
(21752a
somit selbst bei billigen Preislagen eine gewisse Garantie für Haltbarkeit geboten.
Musterkarten stehen zu Diensten!
Musterkarten stehen zu Diensten!
Ernst-
Marktplatz-
heode

M
Ludwigsplatz
Chwas Ecke.
Selbſtänd. Köch. ſow. Haushält. Chauffeur und Gärtner, ſicherer
Per 1. November wird ein an=
m
. gut. Zeugn., nette Landmädch., Fahrer, ſucht ſofort Stellung. Off. ſtändiges und fleißiges Mädchen
ſuch. in Darmſtadt Stell. krau Berta unter C 36 an die Exp. (*12003fs zu kleiner Familie geſucht. Zu
Neßling, Ludwigstraße 8, gewerbsmäßige
erfragen Stiftſtr. 67 II. (*11664isi
Junger
Stellenvermittlerin.
(*11780mds
Franzose
Junges, ordentl. Mädchen
Geſſ. Mädchen ſucht Stellg. als
mit Vorkenntniſſen der deutſchen
einf. Stütze Tg
zum 1. November geſucht
(II.18648
in kl. beſſ Haushalt, auch ausw. Sprache ſucht Stellung als Kauf=Dieburgerſtr. 14 (Laden). (*11980sm
Off. unt. B 95 a. d. Exp. (*11856ms mann bei beſcheidenen Anſprüchen. Zuverl., reinl. Lauffrau einige
25
Dachbaler
Monatſtelle 1 Std. morg. von 8 bis Offerten unter C 3 an die Ex=Stunden vorm. u. mittags zum
9 Uhr geſ. Wendelſtadtſtr. 46, III. (*pedition ds. Blattes.
(*11909ds Spülen geſ. Vorzuſtellen nurvor=für täglich einige Stunden ge=
Zuverläſſiger Heizer übernimmt mittags Roßdörferſtr. 74, II.(*12107
ſucht. Offerten mit Preisangabe
welch frauenloſ. noch einige Zentralheizungen. Geb.Mädch. f. morg. z. einem 6jähr
äeer
unter C 63 an die Expedition
Geb. Fräuieln, Haush.ſparſam Offerten u. C 65 Exped. (*12142 Knaben geſ. Wendelstadtstr. 31, I. (*121m
geführt, mit 7= u. 13 jähr. Zeugn.,
ds. Blattes erbeten.
(21763
firm in Küche, Kleidermachen,
Weiblich
Ein beſſeres junges Mädchen,
Keilner
Kindererzieh., Sprach= und Muſik=
das
Kinder gern hat und kochen
kenntniſſen, ſucht Stelle. (IV,21780120 Jahre, geſtützt auf gute Zeug=kann, in Familie mit einem Für unſere dort zu errichtende
Offerten unter G. 1576 an niſſe, ſucht Stellung, hier oder Kinde geſucht. Für grobe Arbeit
Gewandte Verkäuferin
D. Frenz, Wiesbaden.
auswärts. Offerten unter C 71iſt Lauffrau im Haus. GutelGeneralrepraſentanz
an die Expedition ds. Bl. (*12164 Zeugniſſe. Off. unter C 60 an
mit der beſſeren hieſigen Kund=
Empfehle mich im Waſchen. Frau
ſchaft bekannt und vertraut,
Schmidf. Darmſtr. 23. Sth. (*13146 Aelt. Mann ſ. leichte Arbeit, auch die Expedition ds. Bl.
(*12114
ſuchen wir für ſofort einen
ſucht Stellung in feinerem
halbe Tage u. Std. Langgaſſe 37. (*
rührigen, gewandt., möglichſt
Habe Tage frei zum Waſchen.
Ladengeſchäft. Gefl. Offerten
e
Mädchen,

techniſch gebildeten Herrn, der
Herdweg 17, Borderhaus. (*12123

unter W 48 an die Expedition
im Verkehr mit der Kundſchaft
das etwas kochen kann, in kleinen
Aeltere Haushälterin, welche in
dieſes Blattes erbet. (21571ms
Haushalt per 1. Nov. geſucht. (*12131 nicht unerfahren iſt und über
me
allen Zweigen des Haushalts, ſowie
einige Mille Kapital verfügt.
Engel, Schuchardſtr. 8, Laden.
Weiblich
in der Krankenpflege gut erfahren
Wir reflektieren nur auf
Sauberes anſtändiges, unab=
Gebildete Dame
iſt, ſucht Stelle, am liebſten bei
für ſchriftl. Arbeiten
Er
eine tüchtige Kraft, die im=
hängiges
Mädchen f. vormittags
in Korreſpondenz und Schreib=älterer Dame oder Herrn. FrauſFlüllleil in Buchhandlung
ſtande iſt, den in Betracht
Eliſe Bickel, gewerbsmäßige Stel=geſucht. Offerten unter C 57 an einige Stunden und zum Spülen
kommenden Wirkungskreis
uarbeiten ſehr erfahren, ſucht für ſenvermittlerin, Stiftſtr. 56. (*12120 die Expedition ds. Blattes. (*12079 geſucht. Antritt zum 1. November.
vormittags geeignete Beſchäftigung
energiſch und zielbewußt zu
Vorzuſtellen v. 102 Uhr (*12139so
auf Büro u. dergl. Gefl. Offerten Frau ſucht Waſch. u. Putz. od.
bearbeiten. Gefl. Angebote
Leſchhorn, Martinſtraße 31.
u. C. 80 an die Exped. (*12171 Aush. Bismarckſtr. 16, Mſd. r. (*1219gaſ Gut empf., gew. Verkäuferin,
mit Gehaltsanſprüchen unter
Laufmädchen ſofort geſucht
7983 an Haasenstein &.
die mit d. Kurz=, Weiß=u. Woll=
geht
Waſchen, Putzen
Strebſame junge Dame (kautions=
Firma Mathilde Klein
Jg. Frau u. Bügeln, ganze
1. iwaren=Branche vertr. iſt, zum
Vogler A.-G., Stuttgart. (II,21781
fähig) wünſcht Filiale zu über=
Grafenſtraße. (*12138
nehm. Am liebſten Zigarrengeſch. halbe Tage. Näheres in der Ex=
Eintritt per 1. Dez. evtl. früher
Laufrau für 2 Std. morg. geſ.
od. Büfett. Off. u. C 99 a. Exp. (.enpedition dieſes Blattes. (*12222 geſucht. Vorerſt ſchriftl. Offert.
at erhalt. Herren
*12134) Andreß, Wilhelminenstr. 21.
Unabh. Frau ſ. Laufd., Waſch. u. ſ mit Gehaltsanſpr. u. Zeugnis=
Fräul., bewandert in Steno=
Nebenverdiense und Damen.
abſchriften erb. Herz Hachen-
ge
oder Mädchen zur Aus=
graphie
u. Maſchinenſchreib. ſucht Putzen Hofgartenſtr. 13. (B21833
Flilu hilfe bei hohem Lohn ſo=Off. u. B 67 an die Exp. (*11735mfs
burger Sohn, Rheinſtr. 1. (21776a
Stellung, eventl. Stundenweiſe. Junge reinl. Frau geht waſchen u.
Vertreter
fort geſucht Neckarſtr. 20, pt. (*12166
Off. unt. C 83 Exped. (*12190a5 putzen. Weber, Langgaſſe 29.
zur Annahme von Darlehns=
Schneidern, Weißnähen u. Aus=Nur durch Poſtk. zu beſtell. (*12195 Ein großes Kolonialwaren=Geſch.
Saubere Lauffrau ſof. geſucht anträgen geſucht. Offerten unter
Junge ſaub. unabh. Frau ſucht ſ. z. Einführ. eines Konſumart.
beſſern wird angen. in u. außer d.
Roßdörferſtr. 60, II. (*12167N. A. 526 an Haasenstein & Vogler.
Hauſe. Näh. Expedition. (B21835 Laufdienſt, vor= und nachmitt. ein Fräulein od. Herr geg. Proviſion.
Sofort oder 1. Nov. ein zuverläſſ. A.=6, Oöln.
(II,21694
Alleinſt. Frau ſucht bei einer Off. unt. C 84 a. d. Exp. (*12189Wod ſagt die Expedition. (21852
nur erſte
Alleinmädchen
Schneiderin zu arbeiten. Off u. Junges beſſeres Mädchen ſucht Tücht. Verkäuferin, Kraft, für beſſ. kinderloſ. Haushalt geſuchtAnl Verlanie Ham
Stelle zu Kindern.
C79 an die Expedition (*12172
(*12188
Aelt. Frau empf. ſich im Hand= Offert. unt. C 87 an die Exp. per bald geſucht. Ausführl. Off. bei liebevollſt. Behandlung u. gut. Verſandſtelle zu vergeb. Berufu.
unt. C 96 an die Exped. (*12232Lohn. Gute Zeugn. u. ſolide Auf=Wohnort gleich. Mtl. Berd, 400
ſucht von 89 Uhr
ſtricken. Offerten unter C 64 an
auf etliche Stunden führ. Beding. Hügelſtr. 30, I. (*12174
A,
die Expedition ds. Bl.
Mk. u. m. Ausk. umſonſt. Standard
(*12041 Mädchen Laufdienſt. Näheres Frau täglich guter Ver= Ehrliches, fleißiges Mädchen von Spezialitäten=Induſtrie Nr. 415
Tücht. Schneiderin empfiehlt Kranichſteinerſtr. 11, Stb. (*12237
dienſt; ſolche die als Verkäuferin morg. 8 Uhr bis nach dem Spülen in Konſtanz (Baden).
(*12182
ſich für in und außer dem Hauſe Gutempf. Lauffrau ſ. 2 Stund. Be=ſchon tätig war, erhält Vorzug. für ſofort geſucht
(B21833
12144so) Grafenſtraße 22, I. ſchäftigung. Holzſtr. 7, II. (*12252 Offerten unter C 98 an die Ex=
Mühlſtraße 20, I. links.
Milige eder hinte
Perf. Büglerin empfiehlt ſich Junge Frau ſucht Laufdienſt. pedition ds. Bl.
(*122471g
in und außer dem Hauſe
Näheres Landwehrſtraße N
Jüng. Laufmädchen ſuchen
Eine Maſchinenſchreiberin
Vertreter
(1224
*12145sgm) Liebfrauenſtr. 109, II. Manſarde.
welche die Underwood=Maſchine Strauß & Maher, Schulſtr. (*12206
alſo für jedermann auch
Büglerin nimmt noch Kunden
Jge. Frau ſ. für nachm. 12 vollkommen beherrſcht und auchſ
als Nebenverdienſt geignet
außer dem Hauſe an
Stunden Beſchäft. Arheilgerſtr. 75, mit den einfachen Büroarbeiten
von erſtklaſſiger Lebensver=
(*12141si)
Tannenſtraße 22. I. St. l., Eing. Ireneſtraße (*122131vertraut iſt, per ſofort geſucht. Mellche Ferson,
ſicherungsgeſellſch. geg. höchſte
Gefl. Anfragen mit Gehaltsan=
Perſ. Köchin, d. auch Hausarb.
Suche, bewandert im Ausbeſſern
Abſchlußproviſion
von Kleid. u. Weißz., noch 12 Tagemitübern., ſucht ſof. Aush. Tau=ſprüchen und Alter befördert die unabhängig, ehrl. u. fleiß., g. empf.,
gesucht.
zu beſetzen, am liebſten Herrſchaft. lnusſtraße 49, III. links. (*12218 Expedition unter C 69. (21786sgo zu Hausarb.nach ausw.auf dauernd
geſ. Näh. Erbacherſtr. 65, I. (21830
Off u. C 34 a. d. Exped. (*12093
Gefl. Off. unter S. 7936 an
Frau ſ. Laufdienſt vorm. 2 St.
Ein ſaub. Mädch. ſof. geſucht.
Haasenstein & Vogler Akt.-Ges.,
Tüchtige Büglerin ſucht Kund= Lauteſchlägerſtr. 42, Mtlb. (*12216f Tücht. Arbeiterin
Reſtaurant Zum Landgrafen.
Frankfurt am Main, (II,21221
ſchaft außer dem Hauſe. Näh. Eine ſaub. Frau ſucht Samstags1 für dauernd geſucht. (*11931dsg Grafenſtraße 27.
(*12191
Ahaſtraße 20, Vdh., Manſ. (B21564 Putzen. Frau Glomp, Eberſtadt,
Konf. Kirchstrasse 21.
Frl. geſetzt. Alters ſucht ver=Ate Darmſtädterſtraße 8. (*12178
e
für leichte Pabier=
Chauffeur-Schule
ändergshb. rege Tätigkeit, Ver= Beſſere alleinſtehende Frau ſucht Mädchen Arbeit ſucht
Einwandfreie, tüchtige
Willy Neuroth (*12112
trauensſtllg. Off. u. C 6 Exp. (21802ds als Haushälterin ſofort oder ſpäter
(*12133)
C. W. Leske.
Pankratiusſtr. 63. Teleph. 1060.
Stellung. Offerten unter & 78
Reisende
Perf. Büglerin m. hochherrſch.
Lodiſtin für Tage geſucht.
Praktiſche und theoretiſche Aus=
Kundſchaft hat Tage frei. Hein= an die Expedition ds. Bl. (*12173 Hochſtr. 23, I.
(*12212finden angenehme Beſchäftigung.hildung. Kreisamtlich konzeſſioniert.
heimerſtraße 74, III.
(*11500ds
Beſuch v. Privatkundſchaft. Tägl.
Männlich
Günden Plätzen: Groß=Umſtadt,
Lehrmädchen Verdienſt 1215 Mk. Vorſtellung Seligenſtadt, Reinheim, Rei=
Damenſchneidermeiſterin95 Mk. demj., der jg. Mann m. aus guter Familie bei ſofortiger 4.6, Uhr. Reſtaurant Klumpp,
(*11998fs chelsheim, Höchſt, Erbach u. Michel=
20 Einj. (militärfr.), in all. Bureau=Vergütung geſ. Wilh. Kraetzinger, Bleichſtraße 47.
ſtadt ſuchen wir je einen Haupt=
nimmt
noch beſſ. Kunden an p. Tag arb. bew., zu dauernd. Stellg. a. ſt. Ludwigſtraße.
Vertreter für die Unfall=, Haft=
(21451a
3 Mk.; brinat auch Hilfe mit.
Bureau, w. a. b. kl. Anf.=Geh., verh.
pflicht=, Glas= Feuer= u. Lebens=
2111ds). Gutenberaſtr. 2, 2.Off. u. C 44 a. d.Exp. (*12029fs Tichtige, zuverläſige Monats= Ordnungeliehend, füngerer
verſicherungs=Branche gegen hohe
frau, in Haush. erfahr., auf einige
Schreiber
(*12260
Haushälterin, 35 J., in allen
Bezüge.
Std. vor= u. nachm. z. 1. Nov. geſ.
Aelterer Herübernimmt in
Hayer & Weber,
Zweigen des Haushalts durchaus
Offert. u. B 51 Exped. (*11613ids mit hübſcher Handſchrift zum
ſeiner freien Zeit Buchführungs=
Mainz, Bahnhofsplatz 4.
tüchtig, ſucht Stellung, am liebſten
Beſſeres Fräulein, i. Näh. gur A 1. November geſucht, Offert.
arbeiten, Beitragen von Büch.,
m. Anſprüchen und Zeugnis=
bei
alleinſt. Perſon. Off. u. C 45
für Großſtücke
(*12027ksg Rechnungsauszüge, Aufſtellen Iausgeb., w. in f. Privath. dauernd
abſchriften erb. unt. C 93 an
an die Expedition.
Tücht. Arbeiter auf Werkſtatt
(21847
von Bilanzen ꝛc., bei gewiſſen=für nachm. geſucht. Off. unter
die Exped. d. Bl.
geſucht Louis Oehlenschläger,
Junge Frau ſucht Laufdienſt hafteſter Ausführung. Off. unt.
B 80 an die Erp. (*11787ms
Schneidermeiſter, Soderſtraße 44;
morgens 23 Std. Liebfrauen=
B 60 an die Exp.
Junges, kräftiges. williges Mäd=
(*11676ids
Verkaufer od. Verkauferm für Ecke Stiftſtraße.
(*11953dfs
ſtraße 74, 1. St, r., Vdh. (*12098
chen v. Lande, das ſchon gedient, zu feines Herrenartikelgeſchäft geſucht.
Aelt., tüchtiges Mädchen vom
zwei älteren Leute in Stelle geſucht. Off. u. V 29 a. d. Exv. (*10259mss Saub. jung. Burſche f. Sonntag
Durchaus zuverläſſiger
zum Verkauf für Verſch. geſ.
Lande ſucht Laufdienſt. Näh. bei
Näh. in der Exped. (*11836msm
älterer Kaufmann
Turnhalle, Woogsplatz. (*12255
Reſtle, Kahlertſtr. 51, III. (*12108
Landreiſende
Dür ſofort ein tücht. Mädchen geſ.
iſucht ſtundenweiſe Beſchäftigung
(*12254sg zum Vertrieb von Tierpflegemitteln
in Korreſpondenz, Buchführung, 2 Alexanderſtr. 18.

macht schnee-
Anfertigung von Geſuchen uſw. bei Süngeres Laufmädchen f. vor=gegen hohe Proviſion geſucht.
Ziign
Gbfimitwändt hilants
weiße Wäsche Dlbilligſter Berechnung. Offert. unt. a mittags 1 Stunde geſ. (*12238 Gerlach & Hailer, München,
(II,21222
Soderſtr. 52, 1. Stock. Elniraſtraße 14.
SA 36 an die Expedition. (21071a

[ ][  ][ ]

Seite 36.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Nummer 248.
Velour de laine

Waserſer & Saheteh
ist ein sammetartig wolliges, sehr schmiegsames Gewebe.
Leicht und weich, angenehm zu tragen, eignen sich
Goetheſtraße 9 und u.
die verschiedenen Qualitäten besonders- für alle Art
FRANKFURT A. M.
Als Ersatz für Maßanfertigung empfehlen wir
Mäntel
unsere Vorrdte in eleganten

für Straße und Sport
ackenkleidem.
fürAbend und Keiſe.


.
Unser Lager besteht zurzeit aus mehreren
Prachtvolle Farben: Lila, braun,
22
mode, leder, grün, bronce,
Hundert der modersten jackenkleider

marine, cerise, bleu, schwarz etc.
dieser Art in der Preislage
Wir haben grosse Vorräte und
täglich kommen Ergänzungen
herein.
von Mk. 89. bis 165.-
Ohne Futter, Sanz auf Seide
und halb gefüttert.
2ne

Sc
Mk. 16.50 18. 23.50
225
2
Wagenen
Mk. 28. 35.- 43.
Mk. 68. 82. 92. 2Schlöfel
Abänderungen werden sachkundig von.
erjahrenen Zuschneidern vorgenommen,
Goetheſtraße q und nI.
Frankfurt a. M.
IV,21770,95
M e
Kirmitt (
Firmit ist besser olle anderenn
und billiger Waschmiltel8
Alte, hochangeſehene Verſ.=Akt.=Geſellſch., welche
Ein Versuch genügt 5
die L.=, U.=, H.= u. V.=V.=Branche betreibt,
Perfelte
Vertiko, Küchenſchrank, Tiſch
sucht
öeren tehbeit geranſentdieser
u. Stuhl, faſt neu, billig zu
verk. Stiftſtr. 101, part. (*11824mfg
zur Unterſtützung des
Kammacher
Steinvon. Bahrenfelg
Mlierte Zimmer
ſowie jugendliche
Subdirektors

Gutenbergſtr. 54, III., gr., fein
erfahrenen, tüchtigen
möbl. Zimm.= Sommerſ., Gas. Evtl.
Arbeiter
m. ſehr gut. Penſ. ſofort z. v. 21256a
Organisations-
Saalbauſtraße 7, dicht an der
*2.
per ſof. geſucht. Kammfabrik Best,
Rheinſtraße, großes eleg. möbl.
Griesheim.
(21585ms
Zimmer in gutem Hauſe auf
auf jedem Etiketf und Umband
Oberbeamten.
12203
ſofort zu vermieten.
und dieAufschrift fabriket der
Maurer u. Taglöhner
Neben hohem, feſtem Gehalt u. auskömmlichen
Heidelbergerſtr. 4, II., gut möbl.
StemwollspinnereiAftons-Bahrenfeld
werden angenommen.
Speſen wird Barproviſion u. Remuneration vom
Wohn= u. Schlafzimmer, ſowiemöbl.
Geſamtgeſchäft gewährt.
Bauſtelle: Keram. Manuf.
(IV,21779.75
einz. Zimmer mit Telephon u. Bad
Nur ſolche Herren, die gute Erfolge in Or=
Heidelbergerſtr. 177. (21738
(*12208
ſofort zu vermieten.
ganiſ. u. Aequiſ. nachweiſen können u. ſich verbeſſ.
e
wollen, belieben Offerten, die diskret behandelt
Grafenſtr. 18, III. I, ſchön
Tuchtiger Tagſchneider
werden, unter H 6851 an Invalidendank, An=
möbl
. Zimm. zu verm. (*12202
noncen=Expedition, Frankfurt a. M., einzureichen.
für beſte Arbeit auf Werkſtätte
1 frdl. groß möbl. Zimm. ſof. u
für dauernd geſucht
Ausreiner Wolle hergestellt vm. Näh. Gartenſtr. 23, III.(21838a
Thiele & Boettinger
Sandbergſtr. 46, I., möbl. Z. an
nichteinlaufende nicht filzend.
Hrn. od. anſt Frl. ſof. bill. B21834
Hoflieferanten.
(21728
Das Beste gegen Schweißfuß
Dieburgerſtr. 4, Stb. part, einſ.
Tüchtiger
möbl. Zim. billig zu verm. (*12209
Qualitäten 6
Eliſabethenſtr. 37, Htb., 1. St.,
Grofstückschneider
möbl. Zimmer ſofort billig. (*12210
Heſſiſche Chronik Iennsſtene
außer dem Hauſe geſucht. (*12199
Große, ſeinmöblierte Zimmer,
Vetter, Waldſtr. 23.
in ſonnig., vornehm. Lage, mit
(711237)
Penſion, Klavier u. Bad zu mäßigen
(o
Jüngerer Buchbinder und
Monatsſchrift für Familien= und Ortsgeſchichte
Preiſen. Ausländer erlernen raſch
(21812a
Kartoffeln die deutſche Sprache.

in Heſſen und Heſſen=Naſſau
Mädchen
Näheres Expedition ds. Blattes.
für den Winterbedarf
für leichte Arbeit geſucht. (21827
Stiſtsſtraße 91, II., neu möbl.
Begründet und herausgegeben von
Papierhandlung Heinrich Lautz.
Ia Induſtrie, p. Dopp.=Ztr. 4.80 Zimmer, 18 Mk. mit Kaffee ruh.
Kaiſerkrone
5.Hauſe, zu vermieten. (*122278ms
Salat= und Röſtkartoffeln
Verheir. Hotel=Reſtaurations= Dr. Hermann Bräuning=Oktavio u. D. Dr. Wilh. Diehl ausgeleſen per Dopp.=Ztr. 4.50, Kahlertſtr. 21, II., groß. möbl.
kellner geſucht. Derſelbe muß gut
Zimmer ſof. zu verm. (*12229soi
alles frei Keller.
ſchreiben können und im Fache
Heinheimerſtraße 22, II., gut
Mäuschen per Zentner . . 8.
firmſein. Jahressſtelle. Nurſchriftl. Preis: Jährlich 12 Hefte: 6 Mark, vierteljährlich 3 Hefte: Kochbirnen 10 Pfund . . 1.möbl. Zimm. bill. zu verm. (*12230 d
Off.an Hotel Hans Christ. (*12019fs
1,50 Mark, Einzelhefte gegen Voreinſendung des Betrags
Aepfel in allen Preislagen
Schuchardſtraße 16, III., gut
Stadt=
empfiehlt

(B21537möbl. Zimm. zu verm. (*2222m
60 Pfge. Probehefte unentgeltlich.
kundiger Radfahrer
Ph. Germann,
Stiftsſtr. 51, Ecke Landgraf=
im
Alter von 1618 Jahren geſucht
Karlſtraße 63½. Telephon 1290Georgsſtr. möbl. Z. zu vm.(*122150
I. C. Herbertsche Hofbuchdruckerei
Mauerſtr. 23 (Manſ., hübſch
Nachf. Dr. Adolf Koch. (21666ds
Man abonniert bei dem Verlag der Heſſiſchen Chronik‟
Me
möbl. Zimm., ſep., zu verm. *12235
Ein ig., ſauberer Hausburſche (L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei, Darmſtadt) und allen
Hofgartenſtraße 9, 2 Zimmer= Eliſabethenſtr. 36, Eingang
(Radfahrer) ſofort geſucht. Hügel= Buchhandlungen.
wohnung ſofort zu beziehen. Zu Zimmerſtr., gut möbl. Wohn= und
(7461.
ſtraße 29, Laden.
(*12030fs
(21857a Schlafzim. ſof. zu verm.= (*122348o
erfragen bei Beyer.
Hausburſche ſofort geſucht.
Schuthund mämt-D.Schäferh, Gartenſtr. 21, I., ſchön leres Arheilgerſtr. 52, Bbh, 1. St.,
Lauteſchlägerſtr. 11. (*12084
geſund, kräftig, Zimmer im 3. St. zu vm. (*12249 k. ſol. Arb. ſof. Koſt u. Wohn. erb. C*
Allerheiligen naht:1 3 Terrier, Boxer-
das
Maschmitel deri
Vas
raſſerein, geſucht. Gut dreſſierter
klugen faustrau istz.
HRTIII
Renovieren von Grabſteinen! Hund bevorzugt. Gefl. Off. mit
Hinkelaſe 16 eine Wohnung
irmit?!sführt gut u. billig aus (*11733mg genauen Angaben und Preis unt.
des neue Waschwunder1
(*1273
(*11981fg zu vermieten.
Krämer, Steinmetz, Viktoriaplatz. C 26 an die Exp.

[ ][  ][ ]

3. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
36 218.
Samstag, 18. Oktober.
1913.
Wichtig!
eklame-
Der größte Teil
unserer Quali-
erserten

täten haben
50
rostfreie
Tverkauf
Prauenformm.Spiraleinlage.
Frackform, grau Drell. 6 6
Einlagen
75

*95
Frauenform
Frack mit Strumpfhalter. 66 1 hellblaues Direktoire-Korsett.
mit Spiral, grau Drell,
23535
30 stark gebaut. 666 6
2500 Frack mit Spiral-Einlage und
Direktoir-Form, ziemlich lang.
ein Paar Strumpfhalter. 6 6
Wir unterhalten in unserer
pezialabteilung sehr großes
250 elegant. lang. Korsett m. Strumpf-
595 gutsitzende Form, elegante und
LLager und bieten während der
halter u. hellblauem Bogen-Feston.
praktische Ausstattung. 6 e 6
Reklame-Wochen
22
kgeg.
ganz besondere Vorteile.
ee
eklame-
Gebr.
Markt
2
Markt 2 Sothsenid
Kverkauf
11B17)
Erteit
Suche sofort
Spanischen Unterricht Spanier
e
Merierschele
unt. günſtigen Bedingungen. Off.
zwei ſchön möblierte Zimmer, nur
(gegr. 1905)
unt. C 59 an die Exp. (*12113si
zZu mieten
zwiſchen Rondörfer= und Schieß=
Student
Frau E. Hochstätter
hausſtraße (Tintenviertel), in ruhig.
erteilt
namtengfo
konſervat. ausgeb. Pianiſtin.
Lage. Offerten mit Preisang. unt.
ntt vorzügl. Zeugniſſen v Abitur, Lellramtsteferendal Unterricht.
C88 a. d. Exped. d. Bl. (*12186
Ur eilt einem Real= oder Oberreal= Anfr. u. C 54 a. d. Exp. (*12106sgo Anfangsgr. bis zur Ausbildung.
Klavier, Theorie, Enſemble.
gesucht
ſichtüler gründliche Nachhilfe in! Nachhilfeſtunden für einen Ober=
Keine Klaſſen. (*11938ds
Zuten Privat=Mittagstiſch zu
Dathematik, Franz. u. Engl., ver=
Schulſtraße 15, 2. Stock.
Parterre=Räume, auch erſter Stock, G 1 Mk. für beſſ. Herrn Nähe der
unden mit Beaufſichtigung ſämtl.realſchüler der Untertertia in Franz.
sthulaufgaben. Offerten unter u. Engl. geſucht. Off. m. Preis u. Wer erteilt ſtundenweiſe Hand=in guter Geſchäftslage für Ge=Hochſch. Wo ſagt die Erp. (*12257so
C 91 an die Exp. d. Bl. (*12220 arbeits=Unterricht, Weißnä=ſchäftszwecke (Toreinfahrt bevor=
IE
C 56 an die Expedition. (*12083
Fianist
er ert. 3 Herren gründl. Unter=hen, Kunſthandarbeit. Offert. mit zugt) bei evtl. ſpäterem Hauskauf.
Offerten unter B 52 an die Ex=der ſchon bei Damenkapelle ge=
richt
in franz. u. engl. Korre= Preisang. u. C55 a. d. Exp. (*12104 pedition ds Bl.
(21759a ſpielt hat, auf zirka 1012 Tage
Bur Erteilung von Schreib=ſpondenz? Gefl. Off. m. Preisang.
e
Kleines Haus, 45 Zimmer, zumzur Aushilfe geſucht.
unt. C 1 an die Exp. (*11885ds
Adreſſe unter E 61 an die Ex=
K Alleinbewohnen per 1.April 1914
maſchinen=Unterricht
Englischer Unterricht.
mit Zubehör für 3 Pferbe
(*12117
zu mieten geſucht. Innerhalb derpedition erbeten.
n den Abendſtunden wird eine Miss Kathleen NackimmSlall in der Nähe Ecke Ohlyſtr. Stadt. Offerten unter C 97 an
ſesignete Perſönlichkeit geſucht.
ſnden ſtreng
Herdweg 61. (B21539und Herdweg geſucht. Angebote die Expedition d. Bl.
(*12241
diskr. iebevolle
Offerten unter C 62 an die Zu ſprechen: tägl. 11½12½ Uhr. unter B 98 an die Expedition
Easpedition ds. Bl.
Aufnahme bei
(*11882dfs
ut möbl. ruh. Zimmer im Sad=
(21761si Tunge Klavierlehrerin, konſervat, dieſes Blattes.
Gul oſtviertel v. ſolid. Herrn gef. Dahllenn deutſcher Heb=
2 u. durch Autorität gebildet, Ia
amme a. D.=
Offert. m. Preis unt. C 68 an
Trockenes Lager
Mohleiten der
Referenzen, ert. gründl. Unterricht.
Sud. Ing., Oberrealſchule, er= Std. 1 Mk. Off. B31 Exv. (21369a möglichſt parterre, im Zentrum der die Expedition d. Bl. (*12130sg kein Heimbericht, kein Vormund
eilt erfolgr. Nachilſeunterricht in
Schönſchreib=Untericht Stadt zu mieten geſucht. (*12132sg Eleg. möbl. Wohn= u. Schlaf=erforderlich, was überall unum=
(VII, 16524
gänglich iſt.
ih en Fächern, beſonders in Mathe= Schreibmaſchinen=Unterricht Offerten an Franz Haeling=
zimmer
(eventl. ein großes),
Witwe L. Baer, Nancy
natik und Geometrie.
(2179810 Finger=Methode, neueſte Ma=Darmſtadt, Pallaswieſenſtr. 34, I.mit. ſep. Eing., part oder 1. Stock
(Frankreich). Rue Paſteur 36.
Offerten unter C 73 an die ſchinen, Stenographie ( Gabels=
imman
(Südſette) mit zu mieten geſucht. Off. unt. C 18
Expedition ds. Bl.
40 Jahre, ſucht ſich zu
berger) Schützenſtr. 5, I. (17622aMöll. Zlmmbl Schreibtiſch in an die Expedition d. Bl. (*11910it
Wilwe, verheiraten mit Unter=
ſtrivatlehrerin
ſucht paſſende
beſſ. Hauſe geſ. Off. m. Pr. Offen=
Musiü-Unterricht
beamten v. Bahn o. Poſt. Witw. m.
Ir
Tätigkeit. Gefl. Offert. unter
12 möbl. Zimmer
(*12116
(*11371sms bach, poſtl., M. I. 1000.
in
K. n. ausſchl. Off. u. C 66 Exp. (*
C67 an die Exped.
(*12135
Klavier,
in ſch. möbl. Zimmer mit Mittags- mit elektr. Licht, Nähe Tierbrunnen,
Mathematik d. akad. gebild. Lehrer
ſinden angenehm. dstr.
Gtisch, b. kl. achtb. evang. Familie, von Student geſucht. Angebote
Harmonium,
im ſüdöſtl. Stadtt. f. Ende Nod. geſ. mit Preis unter C 72 an dieDamen Aufenthalt bei Fr. M.,
Zither
Sorgfält. ſchnelle Förderung. Mäß.
(21843Eberſtadt b. D., Georgſtr. 19. (17100a
honor. Wittmannſtr. 30, I. (B14573Alicstr. 23., p., I. Inmeldezeit 122 Uhr. Off. unt. C76 a. d. Exped. (*12165 Expedition de. Pr. C
Wichtig!
In diesem
Aeklame-
Artikel sind
Traiipfe!
wir durch sehr
günstige
Iverkauf
Warme Qualitäten für den Winter.
Einkäufe
sehr leis-
6
2
tungs-
fähig
.
Kinder-Strümpfe schwas und besun . . . 55 65 70 75 85 95 100
ſeo
15
8
70 80 90 127 14 1ℳ₰ 15
Schul-Strümpfe Range
Frauen-Strumpf gestrickt, grau . . 88
HERRENSOCKEN
besonders reichhaltige Auswahl.
gewebt von 95 an.
von 28 Pfg. an
Winter-Baumwolle
von 55 Pfg. an
Beinlängen und Füßlinge.
Wolle, plattiert
von 75 Pfg. an
Wolle .
MILIIZR- STRUMPFE-
eklame

Gebr.
Marki
Markt 2 Roihsonad-?

(21818
Iverkauf

[ ][  ][ ]

Seite 38.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. Oktober 1913.
Nummer 248.
60
Riesen-Auswahl
in unübertroffener Eleganz
Grafen
und Qualität, zu unwider-
StI. 29
legbar allerbilligsten
6

Herrenn

Preisen
Tel. 1945
(19970a)
Speisehartottenl-
Empfehle meine separaten
Bei
Damen- u. Herren-Frisier-Salons
Industrie
Erkarrungs u. Stettwechser
gut auserleſene Ware für den
Shampooing
Winterbedarf, liefert zu bill. Preiſen
im städtischen Hallenschwimmbad. (21027a
Georg Rapp,
Arheilger-Mühlchen, Tel. 757. 20795a
Krankheiten aler Art
Auch Nicht-Badegästen sind die Salons zugängig.
wie Rheumatismus, Gicht, Hexenschuß,
Firma: Louis Hermes, Hoffriseur.
la Spelse-Karichenn
Ischias usw. sind
für den Winterbedarf
liefert zu Tagespreiſen, frei Keller
elektrische Lichtbäder
Habe bei Fa. Schuhgeſchäft Falter, Grafem
Bernhard Appel
von vorzüglicher Wirkung.
Schleifmühle bei Kranichſtein ſtraße 19, eine Annahmeſtelle errichtet und bittt
Telephon 1776. (20202ameine geſchätzte Kundſchaft davon recht oft Gebraus
Dieselben sind jederzeit zu haben im
Fleg. Kleider u. Koſtüme, Gr. 44zu machen.
Hochachtungsvoll
u. 46, zu verk. Anzuſ. v. 10 bis
1 Uhr. Wo, ſ. d. Exp. (*12058fg
Mech. Strickerei A. Pfirsch
ſbſt= u. Gemüſegeſchäft ſofort
billig zu verkaufen.
*12156
Beckerstrasse 26, I. (20805i
Näheres in der Expedition.
Harlenbau
Landgraf Philipp-Anlage 62 Tel. 835
Angebot.
Für Damen eleg. Lichtbad separat.
Im Villenviertel Ludwigshöhe=
Eberſtädter Wald verkaufe meine
Vorzüge der elektr. Lichtbäder vor russ.-röm. Bädern:
hübſche, gut gebaute Villa mit gr.
Größte Sauberkeit, Freibleiben des Kopfes, infolgedessen
Garten für 17000 M. ſof. unter
ungehinderte Einatmung frischer Lukt, keine Einatmung der
ſehr günſt. Beding. Off. erb. unt.
von Mitbenutzern mit allerlei Ausdünstung geschwängerten
Instrumente
C 86 an die Exp.
(21828a
Luft. Im Dampfbad kommt es öfters vor, daß es dem
Meen ie
Patienten unwohl wird, was man im Lichtbad trotz größeren
Christian Arnold
Schweißausbruches fast nie beobachtet. Auch steht der
Angebot.
nur aun melsen Furm.
Patient im Lichtbad immer unter Kontrolle.
Hübſches Landhaus mit
Eigenes Atelier für
Preise für elektrische Lichtbäder
großem Garten, ganz in der
Geigenbau.
mit Wannenbad, Massage u. Dusche: 1 Karte Mk. 2.25
Nähe Darmſtadts, ſofort
Saiten Ia Qaal.
5 Karten 10.00
für 8000 Mk. zu verkaufen.
10
18.00
Offerten erb. unter T 81
Gleichzeitig empfehle alle anderen Bäderarten.
(19831a
an die Exped.
Spez. Kohlensäurebäder (Patent Keller)
meinen an der
Verkaufe vieburgerstrasse
Massage Fangopackungen.
gelegenen eingezäunten 1575 qm
Preise für Wannenbäder (ohne Wäsche)
großen Garten mit 40 der feinſten
2074at
I. Klasse: 1 Karte Mk. 0.70 II. Klasse: 1 Karte Mk. 0.50
Sorten Obſtbäume, billig. Off. unt.
5 Karten 2.25
5 Karten 3.25
C74 a. d. Exped. ds. Bl. (*12162
10
6.00
* 4.00
10
Naturweine
Auf grösseres Ia Anwesen
Alle Räume sind mit Dampfheizung gut erwärmt.
Mk. 2030 Mille innerhalb 50 Proz.1911er, ſowie weiße und rote Qualitätsweine von 75 Pfg. a
des Taxationswertes ſofort geſ.per Flaſche empfiehlt
A. Anger.
21566a)
(2012d)
Gefl. ſchriftl. Off. unt. C82 an
Gg. Sauerwein, Landwehrſtraße 7.
d. Expedition d. Blattes. (*12185sg
5
Darmstädter Fain biansuon
ist überall zu haben.
Einen
G
Ge
6
In Pro

Piois
Kurſe vom 17. Oktober 1913.
2¾. Oeſt. Sädb. (Lomb.) 52,60 3½ Frankf. Hypoth.=Bank
3½ Offenbach . .. . . .
8 Schuchert, Nürnberg 149,10
77,50
S. 19. . . . . . . 84,394 Wiesbaden . . . . . .
12 Siemens & Halske 214,50 3 Raab=Oedenbura
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
86,88
4 Kronprinz Rudolfbahn
4 Frankf. Hyp.=Krebitv.
3½ do.
In Prei. 5 Beramann Electr. . . 128,25
InProt. Zi.
Zf.
94,00
6.1519, 2126 93,504 Worms. . . ....
10 Deutſch.Ueberſee Eleetr. 169,00 4 Ruſſ. Südweſt. . . ..
5 Argentinier . . . . . . 98,00
Staatspapiere.
85,55
0 Gummi Peter 76,00 4½ Moskau=Kaſan . . . 93,70 4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,003½
do.
1 Diſche. Reichsſchaßzanw. 98,50
do.
3½
do.
do.
84,004 Liſſaboner v. 1886 . 75,84
82,25 30 Abler=Fahrradwerke
Chile Gold=Anleiße .
3½ Deutſche Reichsanl. . 84,50
. . . . 392,00 4 Mlabichawchas . .. 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,20
Verzinsliche
Kleyer .
75,605 Chineſ. Staatsanleihe. 97,00
3½
do.
4 Rfäſan Koslaw . . .
84,20
Anlehensloſe.
89,20 9 Maſchinenf Badenia 140,00 3 Portugief. Sfenb.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 98,60 4½
do.
70,70) 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
4 Badiſche . . . Tlr. 100 178,00
0 Wittener Stahlröhren
4½
3½ bo. Conſols . . . 84,60
Japaner . . . . . .
86,00
4½
v.
E. 12, 13. 16 .
96,60 3½ Cöln=Mindner 100 139,00
9 Steana Romana Petr. 147,00
do.
do.
3
2½, Lworneſer
68, 10
S. 14, 15, 17, 24/26
75,605 Innere Mexikaner. . . 75,00 15 Zellſtoff Waldsof . . 209,00 3 Saloniaue=Monaſtir . 62,50
3 Holl. Komm. fl. 100
97,70
4 Bad. Staatsanleihe.
do.
1823. . . . . . . . . 96,603 Madrider Fe. 100
91,25 4 Gold=Merikanerv. 1904 75,00 12,83 Bad. Zucker= Waz=
do
.
78,80
4 Baadabbahn . .
3½
, ,
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
200,00
4 Meininger Pr.=Pfand
häuſel.
3
5 Gold=Merikaner . . . .
do.
137,70
S. 1 u. 2, 68 . .. 84,20
0 Neue Bohen=A. A.=Beſ. 87,00 4½ Anatoliſche Eiſenb. . 92,00
briefe . . . . .
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,60 3½ Buenos Aires Provinz 65,90
4 Miſſouri=Paciſie. . . . 88,00
E. 35 . . . . . . . . 84,004 Oeſterr. 1860er Loſe g177,60
0 Südd. Immobilien . 53,00 4 Northern=Daciſie . . . 94,80
do.
3½
83,60 Aktien inländiſ her
128,0s
E. 911 . . . . . . . 84,103
Oldenburger . . . .
do.
74,50 Transvortanſtalten.
4 Southern=Paciſie . . . 90,70 4 Meininger Hyp.=Bank 95,00 2½ Raab=Grazer fl. 150
Bergwerks=Aktien.
3½
4 Hamburger Staatsanl. 97,40 10 Hamb.=Amnerika=Paket=
5 St. Bouis und Gas
84,00
do.
98,00
Unverzinsliche
4 Heſſ. Staatsanleihe .
Franeiscv. . . . . 4 Rhein. Hyvothek.=Bank
fahrt . . . . . . . 139,40 10 Aumetz=Friede . . . . 165,25
Anlehensloſe.
4 do. do. (unk. 1918) 96,60 7 Nordd. Lloyd . . . . 120,70 14 Bochumer Bergb. u.
* Tehnantepec . . . . . .
(unk. 1917) . . 83,60
Augsburger. ..
do.
3½
Gußſt. . . . . . . 222,30
82,8016½ Südd. Eiſenb.=Bef. . 120,50
3½ do. (unk. 1914).
83,20
Bank=Aktien.
73,60
do.
4 Sühb. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,70 Braunſchweiger Tlr. 20 200,00
11 Deutſch=Luremburg.=
Aktien ausländiſ her
76,40
85,60 Freiburger . . . . Fs.15
Bergh. . . . .. . 143,25 10 Pank für Nektriſce
3 Sächſiſche Rente. .
3½
do.
3 Württemberg unk. 1921 93,00Transvortanſtalten.
Mailänder . . . . Fs.45
Untern. Iſrich . . 183,50
10 Gelſenkirchener . . . .175½
do. v. 1875 92,905 Anatol. Eiſenb. 69½
Städte=
do
. . . . . Fs.10 44,90
9 Harpener . . . . . . . 189½ 7½ Veraiſch=Märkiſche
½
34,0
Einz. Mk. 408 . .
Meininger . . . .
Bank . . . . . . . 143,00 Obligationen.
3 Bulgaren=Tabak=Anl. 96,50
53,506 Baltimore und Ohio . 93½ 18 Phönir Bergb. und
Oeſterreicherv. 1864f. 100
Hüttenbetrieb. . . 252,40 9½ Berlin. Handelsgeſ.
5¾ Griechen v. 1887
Darmſtabt . . . . .
emn
6 Schantungbahn . . . . 121,00
do. v. 1858fl. 100 505,054
6½ Darmſtädter Bank . 115,75 3½
Italiener Rente
3
do.
85,60
1½ Oeſterr. Silberrente 84,258 Luxemb. Prince Henri 167,9) 3 Oberſchl. Eiſen=Inb.=
12½ Deutſche Rank . . 248,20
Frankfurt. . . . . . . 96,50 Ungar. Staats . fl.100
Caro. . . . . .. .
4 do. Goldrente 88,500 Oeſt. Südbahn (Vomb.) 23,30 6 Laurahütte . . . .
.166,50 e Deutſche Vereinsbank . 116,25 3½
96,00 Benediger . . . . Fs. 30
do.
6 Pennſylvania R. R.
Türkiſche . . . . Fs. 400 162,01
10 Kaliwerke Aſchersleben 141,20 6 Deutſche Effekt.= und
4 do. einheitl. Rente
Gießen . . . . . . . .
W.=Bank . . . . . 111,50 3½
Weſteregeln 185,50
4 Portug. unif. Serie I 60,80 getete Induſtrie=
13
84,60 Gold, Silber und
do.
10 Diskonto=Kommanbit 184,00
7½ South Weſt Africa
do. unif. Ser. III 64,00 Hivid. Aktien.
Banknoten.
Heibelberg . . . .. . 93,50
8½ Dresbener Bank
149,50
do. Spezial . . . . 10,0) 4 Brauerei Werzer . . 65,00
85,00 Engl. Sovereians . . . . 20,40
do.
Prioritäts=
10 Frankf. Hunoth=N. 207,004 Karlsruhe . . . . . . 94,10 120 Franks=Stücke 724
4 Rumänier v. 1903 . . 98,0) 28 Bad. Anilin= u. Soda=
6½ Mittelh. Kreditbank 114,003½
Obligationen.
85,60 Amerikaniſche Noten. . . 4,20½
3 do. v. 1890 . . 92,50
Fabrik . .
.557,00
do.
do.
Engliſche Noten . . . . . 20,4.
3½ Südd. Eiſenb.=Bef.
v. 1905 . . 86,3014 Chem. Fabrik Gries=
Nationalb. für Deutſchl. 117,404 Magdeburg. . . . . .
Pfälziſche Bank. . . .
Franzöſiſche Noten. . . . 81,0
3 Ruſſen v. 1880 . . . . 87,70
Nordd. Bloyd=Obl.
heim . . . . . . .239,00 4½
2,304 Mainz . . . . . . ..
6,95 Reichsbank . . . . . 136,00 3½
84,50 Holländiſche Noten. . . . 168.725
do. v. 1902 . . . . 89,2)30 Farbwerke Höhſt
.604,75 4 Eliſabethbahn, freie . .
do.
80,200
do. v. 1905 . . . . 99,8) 20 Verein chen. Fabriken
7 Rhein. Kreditbank. . .126,75 4 Mannheim . . . . . . 94,70 Italieniſche oten. . .
4 Franz=Joſefs=Bahn . .
3½ Schweden . . . . .
89,40
86,00 Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,00
71,60 5 A. Schaaffhauſen.
3½
Mannheim . . . . 329,00 3 Prag=Duxer . . . . .
do.
4 Serbier amort. v. 1895 79,10 10 Cement Heidelberg . . 135,60 5 Oeſterr. Staatsbahn . 101,0)
97,50Ruſſiſche Noten . . . . .
Bankverein . . . . 105,75 4 München . . . . . .
Schweizer Noten. . . . . 80,70
Türk. Admin. v. 1903 78,3030 Chem. Werke Albert 432,00 4 Oeſterr. Staatsbahn .
Wiener Bankverein . 131,603½ Nauheim . . . . . .
4 Türk. unifiz. v. 1903 87,4014 Holzverkohlung Kon=
do
.
74,90
Pfandbriefe.
4 Nürnberg. . . . . . . 96,80
6%
4 Ungar. Goldrente . . . 82,30
ſtanz . . . . . . . 29),00 5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,00 4 Frankf. Hypoth.=Bank
3½
84,00 Reichsbank=Diskonto.
do.
4 do. Staatsrente. .
81.001 5 Lahmeyer. . . .
118,00
do.
72.901
Reichsbank=Lombard Zsf. 7%
S. 16 u. 17. . . 94,304 Offenbach. . . . . .

Dire
idem
enzwisf
bes

[ ][  ][ ]

2.

Armkablr


De
I
e
Me
i Pee
Kannann
MRTTTTNZumnaun
ETUNTNMRWTEum

mmmm
Aiatt


Mfme
Melbentent
GIR
Gegründet 1850.
bei
Spinnerei, Zwirnerei,
der Sie die
Weberei, Appretur,
Elektr. Betrieb.
Gewißheit

Ca. 200 Maschinen
haben, daß Sie die

und Motore.
Stoffe für Ihre Kleidung


aus erster Hand erhalten und

zwar nur eigene Fabrikate und

keine fremde Ware. Sie kaufen daher
am vorteilhaftesten zu konkurrenzlos billigem Preis

S
Dur direkt bei der Tuchfabrik
Robert Waldthausen, G. m. b. H., Nachen.
Hier ausschneiden!
I.......
5
Postfach 142.
Für
Wenn Sie Stoff kaufen,
Deutschland
werden Sie gefragt:
: 5- Pfgz.-Marke,
Welchen Stoff wünschen Sie?
Ausland
Für welches Kleidungsstück?
nach Tarif.
Welche Farbe bevorzugen Sie?
Firma
....
6
Wieviel wollen Sie anlegen?
Ihr Alter, Ihre Figur und Lebens-
stellung
sieht man. Der Verkäufer
kann ihnen danach das Richtige
Robert Waldthausen
zeigen.

G. m. b. H.
Wir sehen Sie nicht
Tuchfabrik
E und können daher auch nichts fragen,
darum bitten wir
hiermit dringend
iwekte Verbindung j um möglichst genaue Angaben bei
der Musterbestellung, dann können
0 1 23 456 7890
ſdzem Verbraucher, unter auch wir ebensogut die richtigen
1 23 4567890
II 123 4567890
s chluß aller verteuern- Muster für Sie auswählen. Das ist
III 1 23 4567890
Zwischenstufen-daher sowohl Ihr als auch unser Wunsch!
Aachen.
IV123
beste Ware
Oute, modlerne Stofe bekommen Siel
in billigsten Preise!
Hs aussehneident
eer Hiſchenſau ungemein le
wie er dies beiſpielsweiſe wa
eich. Was Saſonow
grokko
einem Pariſer Ausfrager

2

[ ][  ]

rtl. 1949
Freisen
El
asfebt
(19970a)
geschriebenes Gesetz
Ein
der menschlichen Gesellschaft verpflichtet Sie, sich Ihrem Berufe und Stande entsprechend-quff
und gediegen-vornehm zu kleiden. Tausende unserer Kunden erreichen dieses Ziel indeni
denkbar vollkommensten Weise, und zwar unter gleichzeitiger Rücklage bedeutender Ersparnisse,
beobachten dabei also auch
weise Sparsamkeit.
Sie aberverschwenden Unsummen
bei Beschaffung Ihrer Kleidung, und das so lange, als Sie nicht auch Ihre Stoffes
direkt von dem Fabrikanten beziehen, der Ihnen Gewähr dafür
bietet, daß Sie bei ihm wirklich aus allererster Hand kaufen.
Diese Gewißheit haben Sie aber nur bei unserer, über 60 Jahre alten Tuchfabrik
der unbestritten einzigen in Deutschland,
die dank vollkommenster Einrichtung und einem unübertroffenen Vertriebssystem
unter Ausschaltung aller Zwischenhandelsspesen (Grossist, Detaillist eich
nur eigenes Fabrikat in bester, moderner, farbenechter, dauernd schöner Qualifäh
gleichwertig den teuersten englischen Stoffen,
zu konkurrenzlos billigen Preisen im Detail unmittelbar an Private verkauff
Unsere Auswahl ist unerreicht, ca. 40 000 Meter ständiges Lager.
in losen, nicht aufgeklebten Original-Mustern
großen Formates, die erschöpfende Prüjung ge-
Mustersendung statten, franke, Klückporio beigelügt, daher völlig Kostenlos
Von ausgesuchten Mustern kann die Hälfte zur Kontrolle der richtigen Lieferung zurückbehalten werden
Wir fabrizieren:
Schneidermeister,
Beinkleider, Anzüge, Paletots, Ulster (in
Stoffe für Herren- schwarz, blau und allen anderen modernen die unsere Stoffe gut verarbeiten
Farben und Musterungen), wasserdichte Pelerinenstoffe: Jagd-
nennen
wir gern an jedem
und Sportanzüge: Stoffe für Talare, Litewken, Reithosen:
größeren Platze.
Wagentuche (Cords).
Referenz:
nTuch (in schwarz und allen anderen modernen
Stoffe für Damen
Farben): Herrenstoffe (für Jackenkleider, fuß-
Der große Tuchplatz Aachen mit seinen vielen
freie Röcke, Mäntel, uni und gemustert, in ruhigen Mustern und
bedeutenden Tuchhandlungen kauft allein
in solchen nach englischem Geschmack): Kammgarne (fein,
ein Viertel unserer gesamten Produktion,
leicht, hochmodern) Lodenstoffe: Reitkleiderstoffe: Sport-
kleiderstoffe
.
G. m.
Robert Waldthausen, b. zu., Hacheen
Stoffe für Knaben: Besonders dauerhaft und praktisch.
E
Hier ausschneiden!
Bitte freilassen.
Zur Aufklärung
Richtige Wünsche bringen richtige Muster!
Wegen zu großer Auswn
Wir fabrizieren Herren-, Damen- und Knabenstoffe, in den verschiedensten
können wir keine ganzen Musde
Schweren, Farben und Preislagen. Für richtige Bemusterung ist es daher
kollektionen schicken, Sie
nölig, wenn Sie uns nähere Angaben machen, z. B. für welchen Zweck das
kommen von uns also nur
Kleidungsstück sein soll, welche Farbe Sie bevorzuge und ob leicht, halb-
Stoffe bemustert, die Sie gerat
Schwer oder schwer. Wegen unserer großen Auswahl versenden wir keine
interessieren. Drücken Siedf
Bitte freilassen.
ganzen Kollektionen; je ausführlicher deshalb Ihre Angaben sind, desto
halb bitte Ihre Wünsche re
richtiger wird die Mustersendung.
genau aus. Je besser Sie m
informieren, um so leichter
Senden Sie mir Muster für:
den unsere fabrikgeschultde
erfahrenen Verkäufer das Rie ie
5

tige für Sie auswählen. UneN
enormes ständiges Lager

.
über 40000 Meter der verschn
(3
denartigsten, selbstfabriziert-
1
Stoffe aber bürgt dafür, &
wir jedem Geschmack und alll
Anforderungen gerecht zuff
den in der Lage sind. Sie werdk
(
125
.
individuell bedient und grum
sätzlich stets so vollkomm
Name.-N
zufriedengestellt, daß Sie imm
wieder bei uns kaufen. Stou
STr.
sind Vertrauensartikel, wir aH
sind Ihres Vertrauens durthe
Straße Aiter
würdig.
Poststation. Stand....
Robert Waldthaufse
G. m. b. H.
Ier auschaeilen!
6
enpiofc.
. 159,1Ff 10 Kanegietee
r. 1917) . . 93,60
F Tehna
Augsbu
er. ..
120,701 14 Bochumer Bergb. u.