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176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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ſowie von unſeren Agenturen und
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
„ 246.
Donnerstag, den 16. Oktober.
1913.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
einer weſentlichen Einſchränkung der Auskunftserteilung! nicht unberechtigte Bedenken. Die Regierung würde durch
über die verbüßte Strafe hat. Den Hauptwert legen wir die Schaffung einer beſonderen Einigungsbehörde ſich in
darauf, daß es überhaupt beſtraften Perſonen, welche oft einer Weiſe in den Mittelpunkt der wirtſchaftlichen Kämpfe
Das Wichtigite Vom Tage. nur durch widrige Verhältniſſe, denen gegenüber ſie macht= ſtellen, die manche Gefahr in ſich bergen würde. Es
los oder ſchwach waren, mit den Geſetzen in Konflikt ſcheint aber möglich, eine Form zu finden, welche die Re=
Der Kaiſer iſt geſtern vormittag in Gerolſtein ein= geraten waren, möglich gemacht wird, die ſchwere Kette gierung nach Möglichkeit von der Verantwortung entlaſtet.
getroffen, wo die Einweihung der Erlöſerkirche ſtatt= der Wirkung der Beſtrafung abzuſtreifen und die Ver= In dieſem Falle kann kein Zweifel darüber beſtehen, daß
fand, und reiſte nach Bonn weiter.
urteilung völlig zu tilgen. Das iſt ein bedeutſamer Fort= die Einrichtung der Einigungsbehörde ſegensreich wirken
Großfürſt Kyrill von Rußland, der in Ver= ſchritt, der unſerem Zeitalter der ſozialen Fürſorge nur müßte. Da die ſtreitenden Parteien naturgemäß frei
tretung des Zaren an der Einweihung des
Völkerſchlachtdenkmals in Leipzig teil= zur Ehre gereichen kann.
darüber entſchließen könnten, ob ſie die gemachten
Vor=
nimmt, iſt am Dienstag zum Beſuch am ſächſiſchen
ſchläge annehmen wollen oder nicht, wäre die Verant=
Hofe in Dresden eingetroffen.
wortung der Regierung nicht übermäßig groß.
Die Hauptverſammlung des 26. Deutſchen Uebertriebene Hoffnungen.
Die bayeriſche Königsfrage. Nach der
Proteſtantentages wurde geſtern in Berlin er=
Veröffentlichung des Gutachtens über die Königsfrage
öffnet.
* Dem neuen amerikaniſchen Zolltarif wird vielfach in der bayeriſchen Preſſe die Frage aufge=
Nach der amtlichen Erklärung der öſterreichiſchen widmet die Deutſche Arbeitgeber=Zeitung eine längere Be= worfen, was die Regierung weiterhin zu tun beabſichtige.
Regierung wird die Erhöhung des Rekru= trachtung, in welcher nachgewieſen wird, daß die Hoff= Ihre jüngſte Erklärung ſagt nichts darüber, ob ſie auf
tenkontingents um 31300 Mann feſtgeſetzt, nungen, die man vielfach auf die angebliche Beſeitigung die ſeinerzeitige, durch das Zentrum vereitelte Abſicht, dem
Bei dem Grubenunglück auf dem Kohlenberg=der amerikaniſchen Zollmauern geſetzt hat, ſtark über= Landtage eine Vorlage über die Königsfrage zu
unter=
wert „Univerfal’ in Sengenith ſcheinen mehr als
trieben ſind. Bei der Aufſtellung des neuen Tarifes breiten, zurückkommen will. Jedenfalls wird die Ange=
400 Bergleute, die eingeſchloſſen ſind, verloren zu
fein.
hat Amerika wohlweislich darauf Bedacht genommen, legenheit bei der Beratung des Etats des königlichen
Hau=
überall da, wo die eigene Induſtrie unter der Konkurrenz ſes im Landtage eingehend beſprochen werden. Die Zen=
Tageskalender zur Geſchichte der
des Auslandes hätte leiden können, nur geringe oder gar trumsfraktion erklärt, ſie habe ſich als ſolche ſeit dem
keine Ermäßigungen vorzunehmen. Die Ergebniſſe ſei=
Befreiungskriege.
20. Dezember 1912 nicht mehr mit der Königsfrage
be=
ner Prüfung faßt das genannte Blatt in folgende Sätze
ſchäftigt.
16. Oltober 1813. 1. Tag der Völkerſchlacht. — 1815:
Na=
poleon kommt in St. Helena an (wo er am 5. Mai zuſammen:
— Das Präſidium der ſächſiſchen Kam=
1821 ſtarb).
„Wir haben geſehen, wie wenig die Tatſachen dem
16.—19. Oktober 1813: Schlachten bei Leipzig, 500000 Bilde entſprechen, das die Freihändler uns von der ame= mer. Um die Wiederwahl des ſozialdemokratiſchen Vize=
Kombattanten, 140000 Mann Geſamtverluſt. Erbeutet rikaniſchen Tarifreviſion entworfen haben Wir haben präſidenten Fräßdorf zu verhindern, hat die konſervative
erfahren, daß nur Lebensmittel, Rohſtoffe und wenige Fraktion der ſächſiſchen Zweiten Kammer beſchloſſen, auf
wurden 325 franzöſiſche Geſchütze.
Spezialartikel, die der amerikaniſchen Fertiginduſtrie zu= den Poſten des erſten Präſidenten, den ſie bisher bean=
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 8.
aute kommen ſollen oder für die es in den Staaten keine
Induſtrie gibt, Zollfreiheit erhalten haben, Produkte alſo ſpruchte, zu verzichten und ſich mit dem Poſten des erſten
in denen unſere eigene Induſtrie mit der durch das Meer Vizepräſidenten und eines Schriftführers zu begnügen.
getrennten, von gewaltigen heimiſchen Bodenſchätzen Hierdurch dürfte eine Einigung mit den Nationalliberalen
Die Rehabilitationsfrage.
unterſtützten amerikaniſchen Induſtrie in deren eigenem zuſtande kommen, die ihnen den erſten Vizepräſidenten=
Lande niemals wird konkurrieren können.
*⁎* Unter den Beſchlüſſen, welche die Strafrechtskom= Wir haben weiter erfahren, daß die vorgenommenen Er= poſten ſchon vor zwei Jahren antrugen unter
Verweige=
umiſſion noch kurz vor der Beendigung ihrer Arbeiten ge= mäßigungen der Zollſätze auf Fertigfabrikate im Ver=rung des Poſtens des Präſidenten, auf den ein Liberaler
ffaßt hat, befindet ſich auch die Entſcheidung über die Re= hältnis zu den bisherigen Zollſätzen meiſt nur gering ſind, gewählt wurde, als Zeichen dafür, daß die liberalen
Par=
habilitationsfrage, bei welcher es ſich bekanntlich darum und daß die amerikaniſche Fertiginduſtrie durch die neuen teien eine Einheit, und zwar die ſtärkſte Einheit, in der
Sätze hinreichend vor jeder Auslandskonkurrenz geſchützt
handelt, daß für Beſtrafte, die ſich eine gewiſſe Reihe von iſt. Wir wiſſen endlich daß auch in dem neuen Geſetz eine Zweiten Kammer ſeien. Vor zwei Jahren lehnten die
Jahren hindurch gut geführt haben, die weiteren Wir= ganze Reihe von Beſtimmungen enthalten iſt, die Anlaß Konſervativen den Vizepräſidentenpoſten ab und führten
Rkungen der Strafe durch Löſchung des Strafregiſterver= zu Zollſchikanen ſchlimmſter Art geben kann, und daß durch Stimmenthaltung die Wahl des Sozialdemokraten
letzten Endes auch die Möglichkeit einer Differenzierung herbei.
umerks aufgehoben werden.
unſerer Einfuhr beſteht. Aus dieſen, auch mit aller Ra=
— Die braunſchweigiſche Frage. Das
Künftig ſoll es den Gerichten möglich ſein, die An= buliſterei nicht wegzuleugnenden Tatſachen geht für jeden,
ordnung zu treffen, daß eine Verurteilung für nicht ge= der ſehen will, klar und deutlich hervor, daß unſere deut= preußiſche Staatsminiſterium wird ſich in den nächſten
ſchehen zu gelten habe und im Strafregiſter zu ſtreichen ſche Induſtrie von dem neuen amerikaniſchen Zoll= Tagen, wie gemeldet, mit der braunſchweigiſchen Frage
ſei, wenn der Verurteilte ſich zwanzig Jahre lang ehren= tarifgeſetz nur in ſehr beſchränktem Maße wird beſchäftigen und ſie ſodann in Form eines Antrages vor
Nutzen ziehen können. Und ſo ſehr wir es auch
un=
chaſt geführt hat, für Jugendliche wird dieſe Friſt auf ſerer Induſtrie und unſeren tüchtigen deutſchen Kaufleuten den Bundesrat bringen. Wie mitgeteilt wird, wird der
nur zehn Jahre feſtgeſetzt. Ferner wird den Verurteilten wünſchen möchten, daß ſie ſich neue Abſatzgebiete in dem! Bundesrat am 24. oder 25. d. M. Gelegenheit haben, zu
Oas Recht eingeräumt, jede Auskunft über ein Vergehen weiten Reiche jenſeits des großen Waſſers gewinnen, ſo dieſem Antrag endgültig Stellung zu nehmen. Prinz Ernſt
möchten wir andererſeits doch vor übertriebenem
Opti=
nund Beſtrafung zu verweigern. Auch wird der Vor=
Auguſt wird am Tage ſeiner Anfang November zu
er=
mismus, vor allzu hochgeſpannten Erwartungen warnen.
chlag gemacht, noch eine ſogenannte kleine Rehabilitation Der amerikaniſche Markt wird, in ſtändiger Konkurrenz wartenden Thronbeſteigung eine Kundgebung erlaſſen, die
ſeinzuführen, dergeſtalt, daß bereits nach Ablauf der Hälfte mit einer hochentwickelten eigenen Induſtrie, nur dann ge= ein klares Bekenntnis zur Reichsverfaſſung enthalten wird.
er Bewährungsfriſt das Gericht die Löſchung der Strafe wonnen werden können, wenn wir in der Lage ſind,
— Die Ausſtellung in San Franzisko.
Beſſeres. Eigenartigeres oder weſentlich Billigeres
anzu=
nn den amtlichen Liſten anordnen darf mit der Wirkung,
bieten. Dazu bedarf es ſteter und intenſiver Arbeit. Dazu In den von dem Vizepräſidenten Landrat Rötger
gelei=
waß in einem ſolchen Falle Auskunft nur den Gerichten iſt aber ferner auch nötig, daß unſere Induſtrie nicht wei= teten Verhandlungen der Plenarvorſtandsſitzung der
und den Verwaltungsbehörden erteilt werden darf.
tere Belaſtungen in ſozialpolitiſcher Beziehung erfährt. Ständigen Ausſtellungskommiſſion für die deutſche In=
Eine dahingehende Forderung iſt ſchon lange in der daß ihr keine neuen Feſſeln angelegt werden, daß ſie ſich duſtrie wurde in Sachen der Weltausſtellung in San
öffentlichen Meinung geſtellt worden, und es wird ſicher= frei entfalten kann und in ihrem Wettbewerb mit alten
und neuen Konkurrenten nicht gehemmt wird durch allzu Franzisko 1915 ein von Generaldirektor Ballin
eingegan=
lſich Genugtuung hervorrufen, daß die Strafrechtskommiſ= viele geſetzliche Beſchränkungen.
genes Schreiben zur Vorlage gebracht, dem ein Beſuch
non erheblich weiter gegangen iſt, als man annehmen
des genannten Herrn bei dem bisherigen Präſidenten der
wurfte, und daß ſie insbeſondere keinen Unterſchied hin=
Kommiſſion, Geh. Kommerzienrat Goldberger, vorange=
Deutſches Reich.
ſichtlich des verbüßten Strafmaßes bezw. der Straſtat
ge=
gangen war. Auf deſſen Anregung wurde vom Vorſtand
macht wiſſen will, wie zuerſt vorgeſchlagen worden war,
— Ein Reichseinigungsamt. Im Reichstage der Kommiſſion das Schreiben zuſtimmend wie folgt
be=
umndem man den zu Zuchthaus verurteilt geweſenen Per= war der Antrag geſtellt worden, als Zentralſtelle für antwortet:
honen die Wohltat ſpäterer Rehabilitierung nicht zuer= Fragen der Tarifverträge ein Reichseinigungsamt zu
Nach wie vor halten wir unſeren bisherigen
Stand=
hennen zu dürfen glaubte. Die Wiedereinſetzung in die ſchaffen. Die Regierung hatte zu der Frage noch nicht punkt feſt, daß die in unſerer Erklärung vom 6.
Dezem=
wollen bürgerlichen Ehrenrechte ſoll für alle Verurteilte endgültig Stellung genommen, da infolge der verſchieden= ber dargelegten Gründe für uns unverändert Geltung
ha=
ben. Wenn aber — wie wir in dieſer Erklärung
ausdrück=
möglich ſein. In den Genuß der Vergünſtigung treten artigen Auffaſſungen in den beteiligten Kreiſen, ſowohl
lich ausgeſprochen haben — trotzdem einige
Spezialindu=
ſin doch nur ſolche Perſonen, die ſich nach Verbüßung ihrer bei den Arbeitgebern wie den Arbeitnehmern, die Sach= ſtrien oder einzelne Firmen ſich von einer Beſchickung der
Strafe durch tadelloſe Führung während langer Jahre lage lange Zeit nicht geklärt war. Die Sozialdemokratie Ausſtellung in San Franzisko geſchäftliche Vorteile
ver=
bewährt haben. Gewohnheitsverbrecher, notoriſch ſchlechte ſtand der Errichtung eines behördlichen Einigungsamtes ſprechen, ſo wird das niemand bekämpfen. Aus dieſem
Grunde ſind wir gerne bereit, Ihrem Wunſche um Mit=
(Elemente erhalten keinen Anteil daran, weil ſie die Be=aus parteipolitiſchen Gründen ablehnend gegenüber, teilung etwa an uns gelangender (Anfragen zu
entſpre=
währungsfriſt nicht erreichen und ſchon vor deren Ablauf Schließlich kam aber, trotz der Einwendungen der Sozial= chen. Hierbei nehmen wir im Intereſſe des deutſchen
demokraten, eine Einigung zuſtande, und die Sozialdemo= Gewerbefleißes gerne davon Kenntnis, daß Sie
beabſich=
mit den Strafgeſetzen wieder in Berührung kommen.
Was nun dieſe Friſt betrifft, ſo halten wir es auch kraten ſtimmten mit für die Ueberweiſung einer Eingabe tigen, die Beteiligung auf einige beſtimmte
Spezialge=
füir richtig, daß ſie nicht zu kurz bemeſſen wird, weil ſonſt zur Berückſichtigung. Die Regierung iſt nun der Prüfung biete zu beſchränken.
Ausland.
ein einigermaßen gültiger Beweis der Bewährung nicht dieſer Angelegenheit näher getreten, und ſie wird, wie die
erbracht werden kann. Auch ſtimmen wir zu, daß den Dinge liegen, nicht umhin können, den geſchloſſenen Wün=
Oeſterreich=Ungarn.
Fugendlichen die völlige Tilgung der Verurteilung leichter ſchen des Reichstages Rechnung zu tragen Deshalb iſt
Nach dem amtlichen Communigué über
geemacht werden ſoll. Ob nun der von der Strafrechtskom= auch, zumal ſich die maßgebenden Kreiſe der Tatſache
maiſſion vorgeſchlagene Zeitraum von 20 bezw. 10 Jahren nicht verſchließen, daß die jetzt im Reichsamt des Innern die Erhöhung des Rekrutenkontingents
füür Jugendliche richtig bemeſſen iſt, wollen wir dahinge= zum Zwecke der Vermittelung zwiſchen Arbeitgebern und wird die Erhöhung um 31300 Mann feſtgeſetzt. Davon
ſteellt ſein laſſen; er ſcheint auch der Kommiſſion reichlich Arbeitnehmern beſtehende Einrichtung ihren Aufgaben entfallen auf das Landheer 16000, die Kriegsmarine 1500,
lang zu ſein, denn ſie tritt dafür ein, daß ſchon nach Ab= nicht recht genügen kann, eine Regelung der Frage zu er=die öſterreichiſche Landwehr 7800 und die ungariſche
Land=
lauf der halben Friſt das Gericht die Löſchung der Strafe warten. Die Regierung hat allerdings gegen eine Re=wehr 6900. Dieſe Ekhöhungen ſind bedingt durch die
im den amtlichen Liſten anordnen darf, was die Wirkung gelung im Sinne der Eingabe des Reichstages gewiſſe, dringend notwendige Erhöhung der Friedenspräſenz=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 16. Oktober
ſtände der in den Grenpbereichen dielozterten Iufanterie=
Die Lage in meriko. Der amerikanſche Ge
kompagnien, deren gegenwärtige Stärke vollkommen un= ſchäftsträger in Mexiko iſt angewieſen worden, die
mexi=
zureichend iſt, wie die Ereigniſſe der jüngſten Zeit be= kaniſchen Behörden in aller Form zu benachrichtigen,
Ame=
wieſen haben. Die ausnahmsweiſe erfolgten Einberufun= rika könne die für den 26. Oktober angeſetzten Wahlen
gen in den letzten Monaten erwieſen ſich ſowohl für den nicht als verfaſſungsmäßig anerkennen, und zwar wegen
einzelnen wie für den Staat in wirtſchaftlicher und finan= des Dekrets Huertas, mit dem er ſeine geſetzgeberiſchen
zieller Beziehung drückend und ſollen daher in Zukunft Befugniſſe übernommen habe. Das mexikaniſche Kabinett
womöglich vermieden werden. Das weitere Rekruten= beriet über die amerikaniſche Note. Nach der Sitzung
er=
erfordernis wird bedingt durch die Sanierung der Stände klärte der Miniſter des Aeußern Moheno, die Note
be=
der übrigen Waffengattungen und für die Vermehrung zeichne eine neue Epoche in den diplomatiſchen
Beziehun=
der Feldartillerie, welche heute bereits eine Lebensbedin= gen mit den Vereinigten Staaten.
gung für die Armee iſt, denn Deutſchland verfügt über 70
*
bis 80, Frankreich über 72 und Rußland über 64 Geſchütze
* Dresden, 14. Okt. Großfürſt Kyrill
für eine Infanteriediviſion. Die Entwicklung der Wehr=
Wladimirowitſch, der in Vertretung des Zaren an
kraft in den Nachbarſtaaten machte ungeahnte Fortſchritte, der Einweihung des Völkerſchlachtdenkmals, ſowie der
während in der eigenen Armee ſelbſt nach der Durch= ruſſiſchen Gedächtniskirche in Leipzig teilnimmt, iſt heute
führung der Ausbaumaßnahmen erſt jene Friedensſtände Nachmittag um 5.17 Uhr zum Beſuch des Königs von
erreicht ſein werden, welche in den auswärtigen Staaten Sachſen auf dem Hauptbahnhof eingetroffen. Zur
Be=
inzwiſchen ſchon eine neuerliche Erhöhung erfuhren. In grüßung war König Friedrich Auguſt in der Uniform des
4. Koporſchen Infanterie=Regiments Graf Konownitzin
Berückſichtigung der finanziellen Leiſtungsfähigkeit mußte! auf dem Hauptbahnhof erſchienen. Ferner waren
anwe=
die Durchführung des Organiſationsprogramms auf ſend Prinz Johann Georg, der Miniſter des Aeußern
mehrere Jahre verteilt werden. Es iſt eine Erhöhung Graf Vitzthum von Eckſtädt, der Polizeipräſident, der
des Kontingents mit einer jährlichen Steigerung für einen Stadtkommandant, der Oberbürgermeiſter und das
Per=
ſonal der ruſſiſchen Geſandtſchaft. Die Fürſtlichkeiten
be=
drei= bis fünfjährigen Zeitraum in Ausſicht genommen gaben ſich nach dem Wiener Platz, wo eine
Ehrenkom=
worden. Die Militärverwaltung ging hierin an die pagnie vom Infanterie=Regiment Nr. 177 Aufſtellung
ge=
äußerſte Grenze desjenigen, was bei den gegenwärtigen nommen hatte Die Muſik ſpielte die ruſſiſche
National=
außerpolitiſchen Verhältniſſen im Intereſſe der Sicherheit hymne. Der König und der Großfürſt ſchritten die Front
der Ehrenkompagnie ab. Nach dem Vorbeimarſch der
der Monarchie noch verantwortet werden kann.
Ehrenkompagnie beſtiegen der König und der Großfürſt
Ein Sieg der Chriſtlichſozialen. Bei! Kyrill den à la Daumont beſpannten Wagen und fuhren,
der Reichsratsſtichwahl im zweiten Wiener Bezirk wurde geleitet von einer Schwadron Gardereiter, durch die Pra=
Mataja (chriſtlichſozial) mit 9015 Stimmen gewählt. Der ger Straße nach dem Reſidenzſchloß, vom Publikum
leb=
haft begrüßt. Abends fand im Reſidenzſchloſſe Galatafel
Sozialdemokrat Elderſch erhielt 8455 Stimmen. Der zu 66 Gedecken ſtatt. Bei Tiſch ſaß der König von Sach=
Wahlkreis war bisher durch den Sozialdemokraten Schu= ſen zwiſchen dem Großfürſten und der Prinzeſſin Johann
meier vertreten, der bekanntlich ermordet wurde. Im Georg. Während der Tafel trank der König von Sachſen
auf das Wohl des Kaiſers von Rußland, ſowie der kai=
Laufe des Tages kamen wiederholt heftige Zuſammenſtöße ſerlichen Familie und brachte nochmals ſeinen Dank zum
zwiſchen den Agitatoren beider Parteien vor. Die Poli= Ausdruck für die Verleihung des 4. Koporſchen
Infanterie=
zei ſchritt ein und nahm mehrere Verhaftungen vor.
Regiments. Nach der Tafel hielten die Fürſtlichkeiten
Cercle. Anſchließend fand ein Beſuch der Vorſtellung im
Frankreich.
Königlichen Opernhauſe ſtatt. Gegeben wurde die Ver=
Die Politik der radikalen Partei. Der diſche Oper „Falſtaff”.
* Franzöſiſche Familienſtatiſtik. Das
ehemalige Miniſterpräſident Senator Combes erklärte dem
franzöſiſche Arbeitsminiſterium veröffentlicht ſoeben eine
Obmann des radikalen Verbandes der Nieder=Pyrenäen, amtliche Statiſtik, die einen ſehr intereſſanten Einblick in
daß er es für die Hauptaufgabe des in Pau zuſammen= die Verteilung der Kinderzahl auf die einzelnen Familien
tretenden Kongreſſes der radikalen Partei anſehe, für eine gewährt. Insgeſamt zählte man in Frankreich 11317434
ſtrengere Parteidiſziplin zu ſorgen und den einſtigen Block Familien. Darunter befinden ſich nicht weniger als
1805 744 Familien, die kinderlos ſind, 2967571 Familien
wiederherzuſtellen. Die geeinigten Sozialiſten ſeien zwar mit je nur einem Kinde und 2 261978 Familien mit je
bisweilen hart und ungerecht gegen die Radikalen ge= zwei Kindern. Von hier ab gehen die Ziffern ſchnell
zu=
weſen, aber was liegt daran? Man darf keine kleinlichen! rück: Familien mit drei Kindern zählte man 1634 425, mit
Vergeltungsmaßnahmen üben, ſondern nur an die demo= vier Kindern 987392, mit fünf Kindern 566 768, mit ſechs
Kindern 327 241 und mit ſieben Kindern 182998 Familien.
kratiſche Pflicht denken. Man müſſe ein Mindeſtprogramm
Die Zahlen der Haushaltungen mit noch größerer
Kinder=
ausarbeiten, deſſen Grundlage die Frage der Verweli= zahl betragen dann: 94729 Familien mit acht Kindern,
lichung und die Einkommenſteuer bildet. An den Senat 44728 mit neun, 20 639 mit zehn, 8305 mit elf, 3508 mit
dürfe man nicht rühren, da dieſer erſt jüngſt durch die Ab= zwölf, 1437 mit dreizehn, 554 mit vierzehn, 249 mit
fünf=
zehn. 79 mit ſechzehn, 34 mit ſiebzehn, und ſchließlich 45
lehnung des Verhältniswahlſyſtems die Republik gerettet
Familien mit 18 oder mehr Kindern,
habe.
Belgien.
Stadt und Land.
Die Kammer trat zu einer außerordentlichen
Darmſtadt, 16. Oktober.
Tagung zuſammen, welche die Aufgabe hat, das neue
* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der Groß=
Schulgeſetz durchzuberaten. Das Haus trat ſofort in die
Generaldebatte ein, welche der Miniſter der ſchönen berzog emofingen am Mittwoch den Oberſtleutnant
Frhrn. v. Stetten, Kommandeur des Großh. Heſſ. Train=
Künſte einleitete.
Bataillons Nr. 18, den Stabsveterinär Tretrop von
Amerika.
demſelben Bataillon, den Oberleutnant von Küchler vom
Großh. Artillerie=Korps, 1. Großh. Heſſ. Feld=Artillerie=
Manöver der braſilianiſchen Flotte. Regiments Nr. 25, den Geh. Medizinalrat Dr. Merck,
Die Kriegsflotte, die 21 Gefechtseinheiten umfaßte, iſt nach den Forſtmeiſter Hofmann von König, den Oberlandes=
Manöverübungen von einem Monat Dauer zurückgekehrt. gerichtsrat Lang, den Profeſſor Glenz von Worms,
Trotz des ſchlechten Wetters wurden die Manöver einſtim= den Reallehrer Dotter von Alsfeld, den Konſul von
Paſſavant von Frankfurt a. M., den Oberlehrer Pfeiffer
mig als befriedigend bezeichnet. Der Marineminiſter, der von Offenbach a. M.: zum Vortrag den
Staats=
an Bord des Dreadnoughts „Minas Gerges” den Ma= miniſter v. Ewald, den Finanzminiſter Braun, den
Mi=
növern folgte, erklärte einem Interviewer, daß die Er=niſter des Innern v. Hombergk zu Vach, den Vorſtand
gebniſſe die Erwartungen übertroffen hätten. Die Auf= des Kabinetts Geheimerat Römheld.
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
gaben ſeien in vollkommener Ordnung gelöſt worden. Großherzog haben dem Landgerichtspräſidenten
Die Landung, Telegraphie und Signalübungen der Dread= Geheimen Oberjuſtizrat Chuchul in Stendal die
noughts ſeien mit bewunderungswürdiger Genauigkeit Krone zum Komturkreuz 2. Klaſſe des Verdienſtordens
ausgeführt worden. Der Miniſter hob die Führung der Philipps des Großmütigen und dem Generalmajor z. D.
Everth zu Berlin=Wilmersdorf das Komturkreuz
Torpedoboote, die Begeiſterung und die Diſziplin der 2. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen
Offiziere und Matroſen hervor.
verliehen und dem Fabrikant Moritz Krumm zu
Offen=
begleitet haben: Da ſummte der Poſten auf einſamer
Wacht vor ſich hin: „Steh’ ich in finſtrer Mitternacht” und
Napoleon I. im Volkslied.
wankten die Knie vom langen, mühſeligen Marſch und
Unter den verſchiedenen Gattungen des Volks= einer ſtimmte an: „Ich hatt’ einen Kameraden”
wie
liedes — damit iſt das alte, echte, dem Volksgemüt ent= ging’s da wieder „im gleichen Schritt und Tritt”
ſprungene Lied gemeint — nimmt neben dem Liebeslied Neue Lieder ſind 1870 nicht entſtanden, nur Texte auf alte
das Soldatenlied eine hervorragende Stelle ein. Weiſen („König Wilhelm ſaß ganz heiter”) oder alte
Das Zuſammenleben der Soldaten in der Kaſerne, auf
Lieder wurden umgemodelt.
dem Marſche und im Biwak fördert die Pflege des Ge=
Anders war es zur Zeit Napoleons I. — vor 100
ſanges, und heute, wo die alte Heimſtätte der Erzählungen
und Lieder des Volkes, die „Spinnſtube” eingegangen Jahren. Damals entſtanden Lieder in denen „der
Bona=
iſt wo das einſtmalige Stelldichein der Jugend, der parte” verherrlicht wurde, und ſolche, die den aus Ruß=
„Brunnen von dem Tore”, faſt nur noch im Liede land und Leipzig fliehenden Korſen verſpotteten. Die
erſt=
vorkommt, könnte die Kaſerne eine Pflegeſtätte des alten, genannten ſind zum Teil vergeſſen oder nur noch in
zu=
ſchönen Volksliedes ſein. Von hier aus könnte manches ſammenhangsloſen Bruchſtücken erhalten („Gekreuzten
Armes ſtand vor Toulons Mauern”), die Spottlieder aber
ſchöne Lied von den zur Reſerve entlaſſenen Mannſchaf= leben noch jetzt im Volke fort, ſind aber nach Text und
ten in die heimatlichen Gaue getragen werden.
Doch was ſingen unſere Soldaten heute? Melodie vielfach verſtümmelt worden. Einige dieſer Lie=
Bevorzugen ſie nicht zu ſehr das der Operette der wurden auch von unſeren braven Heſſen, die bei
entlehnte Lied? — Vergeſſen ſind jetzt leider „Lützen, auf der Aue” noch ſo wacker als „Welſche” fochten
ſo viele der al ten Lieder, von den „Sol=und unter Leipzigs Toren noch Napoleons Lob ernteten,
daten auf der Wacht” ſelbſt gedichtet und nach bekann= erfunden und geſungen worden. Dieſe Geſänge haben
ten „Weiſen” oder in „neuem Ton” geſungen, heute, wo wir uns anſchicken, die Jahrhundertfeier der
Ereigniſſe von 1813 zu begehen, allgemeines und erhöhtes
Drum muß ſich die Schule ſchon der alten Geſänge
ſoweit die Texte es zulaſſen — annehmen, wenn ſie nicht Intereſſe; denn auch dieſe ſchlichten Volkslieder ſind
Denk=
ausſterben ſollen. Und ein Schulmeiſter iſt’s geweſen (im mäler der großen Zeit und ſchöne Beiſpiele heimatlicher
nahen Dreieichenhain hat er ſeine Jugend verlebt), Lud= Volkskunſt. Manchen betagten Leſer werden die Texte
wig Erk der das alte Liedergold geſammelt und im der „3 heſſiſchen Napoleonslieder” die wir nun hier an=
Deutſchen Liederhort” (im Auftrage des deut= fügen wollen in ſeine ſchöne Jugendzeit verſetzen, in der
ſchen Kaiſers von Prof. Böhme ergänzt und herausge= man dieſe Lieder noch beſſer kannte und mehr ſang als
geben) ein „Denkmal deutſchen Geiſtes= und Cemütlebens” heute.
1. Napoleon 1812.
geſchaffen hat.
Wen haben unſere Soldaten beſungen? — Ihre Füh=
Napoleon, du großer Sieger, du reiſt nach Rußland,
rer, das Soldatenleben, Kriegsfreud und Kriegsleid kommſt gleich wieder ½ Napoleon, brauchſt nicht zu prah=
Schlachten — —
Wer kennt nicht aus der Schule das len, deine Generäle ſind gefallen. / Am Rhein, am Rhein
Lied vom „Prinzen Eugen, dem edlen Ritter” das Lied ſteh’n die Koſaken, ſie woll’n ihn jagen mit Sack und
vom Feldmarſchall, die Prager Schlacht u. a.? Wie wiſſen Packen. ½ Ei, wärſt du nicht nach Rußland g’reiſt, könntſt mit
noch, welche Lieder unſere Truppen 1870 nach Frankreich! Luſt noch Kaiſer ſein! ℳ Deine ſtolze Reiterei liegt be=
1913.
Nummer 246.
bach die Erlaudmis zur Annahme und zum Tragen des
ihm von Sr. Königl. Hoheit dem Prinzregenten vor
Bayern verliehenen Verdienſtordens vom Heiligen Michae
3. Klaſſe erteilt.
* Uebertragen wurde dem Lehrer Andreas
Sitzler zu Sichenhauſen, Kreis Schotten, die zweite
Lehrerſtelle an der Volksſchule zu Wetterfeld, in
dem=
ſelben Kreiſe; dem Lehrer Adam Jäger zu Offenbach
eine Lehrerſtelle an der Volksſchule zu Mainz; dem
Schul=
amtsaſpiranten Georg Friedrich Hartmann aus
Spach=
brücken, Kreis Dieburg, eine Lehrerſtelle an der
Volks=
ſchule zu König, Kreis Erbach.
* Anläßlich des Namenstages des Großfürſten=
Thronfolgers Alexei Nikolajewitſch von Rußiand findet
in der hieſigen Ruſſiſchen Kapelle auf der
Mathilden=
höhe am Samstag, den 18. Oktober, nachmittags 4 Uhr,
ein Tedeum ſtatt.
L Provinzialausſchuß der Provinz Starkenburc
Die auf den 22. d. Mts. anberaumte Sitzung wurde
auf Mittwoch, den 29. d. Mts., vormittags 9½ Uhn
verlegt.
g. Strafkammer II. Eine ungetreue
Filial=
leiterin ſtand geſtern wegen Untreue und
Unterſchlag=
ung von 465,60 Mark und 738,40 Mark vor der
Straf=
kammer. Die 43jährige Anna Marie Weiß aus
Gunters=
blum wurde am 7. September 1912 für die neu errichtet
Filiale von Hübinger in der Kaiſerſtraße in
Offen=
bach mit einem Gehalt von 100 Mark und 2 Prozent
Pro=
viſion engagiert. Bei einer Lageraufnahme Anfang
Ok=
tober ſtellte ſich heraus, daß Waren im Werte von 465,60
Mark fehlten. Mit einem Kaſſendefekt zuſammen wan
ein Manko von 499,56 Mark vorhanden. Dieſes
Verzeich=
nis wurde von der Angeklagten anerkannt und da ſie
wei=
ter beſchäftigt wurde, tilgte ſie die Summe durch die
Po=
viſion und einen monatlichen Gehaltsabzug von 20. Mark
Bei einer zweiten Lageraufnahme im Juli 1913 ſtellte ſich
abermals ein Manko von 738,40 Mark heraus. Die
An=
geklagte gibt zu, bis Oktober 1912 etwa 300 Mark verung
treut zu haben, wie es aus den von ihr behaltenen
Waren=
zetteln hervorgehe. Wie das höhere Manko entſtanden iſt
könne ſie ſich nicht erklären. Nach der Lageraufnahme vom
Oktober habe ſie etwa monatlich 30 Mark aus der Kaſſe
für ſich verbraucht da ſie mit ihren 80 Mark nicht
aus=
kommen konnte Von der Angeklagten ſind bereits einmal
im Jahre 1907 als Filialleiterin in Mannheim
Unter=
ſchlagungen in Höhe von 4000 Mark begangen worden
Die Hälfte der Summe wurde damals von befreundeten
Seite gedeckt, für die andere Hälfte verpflichtete ſich die
Angeklagte und ihre Schweſter, davon wurde aber bis
heute nichts gedeckt. Die Strafkammer verurteilte die
Angeklagte zu 6 Monaten Gefängnis abzüglid
1 Monat der Unterſuchungshaft. — Der bereits wegene
trugs vorbeſtrafte 38jährige Schloſſer Karl Müller von
Offenbach ließ ſich and 5. April von dem Wirt Adolf
Keller ein Darlehen von 10 Mark geben, indem er ihn
vorſpiegelte, er habe eine Fuhre Miſt gekauft undde
Landwirt warte auf ſein Geld. Er ſelbſt habe kein Geld
bei ſich, da er 300 Fuhren Schlacken zu fahren und 20 Mark
Anzahlung geleiſtet habe. Der Wirt werde das Geld ſpä
teſtens bis zum Abend wieder erhalten. Tatſächlich
ver=
brauchte er das Geld zur Miete und der Wirt hatda
Geld bis heute noch nicht zurückerhalten. Das Gericht
ver=
urteilte den Angeklagten wegen Rückfallsbetrugs zus
Monaten Gefängnis. — Um für eine von ihm
zerſchlagene Lampe Erſatz leiſten zu können, ſtahle
18jährige Glaſer Joſef Sebaſtian Hinteregger p
Offenbach am 11. Auguſt ſeinem Arbeitskollegen aus eine
verſchloſſenen Reiſekoffer 6 Mark, nachdem er hintende
Bänder zerſchnitten hatte. Das Gericht verurteilte den
Angeklagten wegen ſchweren Diebſtahls zu der geſetzlichen
Mindeſtſtrafe von 3 Monaten Gefängnis.
— Einziehungsſtelle der Handwerkskammer zu
Darm=
ſtadt. Von der Handwerkskammer wird uns mitgeteilt
Ein Jahr iſt am 1. Oktober 1913 verfloſſen, ſeitdemdie
Einziehungsſtelle der Handwerkskammer zu Darmſtadt
ihre Tätigkeit entfaltet hat. Das Jahresergebnis kam
als ein erfreuliches bezeichnet werden, ſind doch insgeſam
rund 11000 Mark Forderungen in Auftrag gegeben, von
denen bis jetzt rund 3100 Mark oder 28,4 Prozent bar
ein=
gebracht werden konnten. Eine große Anzahl Poſten iſt
dazu befriſtet oder befindet ſich im Anfangsſtadium der
Einziehung; infolgedeſſen dürfte ſich das Verhältnis in
Kürze noch günſtiger geſtalten. Als eine erfreuliche
Erſchel=
nung darf es wohl bezeichnet werden, daß von den 182
angemeldeten Forderungen, von denen allerdings 11 als
rechtsungültig zurückgegeben werden mußten, nur in
etwa 20 Fällen gerichtliche Hilfe in Anſpruch
genommen werden mußte. Durch direkte Einwirkung der
Einziehungsſtelle auf die Schuldner ließ ſich in zahlreichen
Fällen eine glatte Erledigung herbeiführen. Die
behörd=
liche Autorität der Kammer gab hierin wohl in der Regel
den Ausſchlag. Dieſer Vorzug war beſonders auch in
ſol=
chen Fällen vorteilhaft, wo es ſich darum handelte,
arbeit=
e
graben in der Walachei. / Koſaken geben keinn Pardon,
dieweil es heißt Napoleon. ½ Valleralleri, vallerallera,
jetz und ſind die Heſſen da! Hurra! Heſſen da! Hurra!
2. Wohin. Napoleon?
Spottlied auf Napoleon nach der Schlacht bei Hanau
(30./10. 1813).
Wohin, Napoleon, wo willſt du hin? ¼ Daß du ſo
eilings reiſt, weißt nicht wohin! ¼ Dir iſt nicht wohl zu
trau’n, du willſt die Welt beſchau’n: Reiſ” nur nicht gar
zu weit und bleib’ geſcheit!
3. Es kann ja nicht immer ſo bleiben!
Es kann ja nicht immer ſo bleiben, hier unter dem
wechſelnden Mond, der Krieg muß den Frieden
ver=
treiben, im Kriege wird keiner verſchont. / Und da kamen
die ſtolzen Franzoſen — wir Deutſche, wir fürchten uns
nit, ½ wir ſtehen ſo feſt wie die Mauern, und weichen und
wanken keinen Schritt. / Und Napoleon, du Schuſtergeſelle,
ei, du ſitzeſt ja ſo feſt auf deinem Thron, ½ in Deutſchland,
da wareſt du ſo ſtrenge, und in Rußland bekamſt du
deinen Lohn. / Ach, hätteſt du nicht an das Rußland
ge=
dacht und hätteſt den Deutſchen den Frieden gebracht,½
ei ſo wäreſt du Kaiſer geblieben und hätteſt die
aller=
ſchönſte Kron”. ½ Wir legen die Waffen nicht nieder, bis
das Deutſchland iſt ganz in Ruh. Franzoſen, die müſſen
retirieren bis nach Frankreich ohne Strümpf’ und Schuh.
Der Text dieſes Liedes iſt vielfach mit Bezugnahme
auf den deutſch=franzöſiſchen Krieg 1870/71 umgemodelt
worden. In manchen Gegenden Deutſchlands werden nur
Strophe 1, 2 und 5 geſungen in Oberheſſen aber kennt man
überall auch die Strophen 3 und 4. In Schleſien ſingt
man die 3. Strophe nach einer anderen Melodie ſo: „
Na=
poleon, du Schuſterſohn, wirſt abgeſetzt von deinem Thron,
du Lumpenkaiſer! Hättſt du mit den Preußen Frieden
gemacht und hätteſt nicht an Rußland gedacht, ſo wäreſt
du noch Kaiſer!” (Liederhort von Erk=Böhme, Band II,
—eTe
Nr. 358a.)
Nummer 246.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 16. Oktober 1913.
Seite 3.
gebende Wehöirden oder Firmen um Miwirkung anzu=ſteren Poſt= und Delegraphen=BeamtenSoſialdenokaie, mit der damals die Freiſinnigen gingen,
gehen gegen zahlungsſäumige Angeſtellte. Beſonders bei nächſten Sonntag, den 19. ds. Mts. im Kaiſerſaale ver= diesmal alleinſteht. — (Einbruch.) In der Wohnung
aufmänniſchen und techniſchen Firmen hatten wir, mit anſtalten. Die Geſangsabteilung, ſowie bewährte Kräfte des Telegraphenarbeiters Sauer wurde
eingebro=
iner einzigen Ausnahme, durchweg gute Erfolge. Das des Vereins werden hierbei mitwirken. Die Feſtrede hat chen und aus einer verſchloſſenen Kaſſette mehrere hundert
Verſtändnis für unſere Beſtrebungen, das uns in ſolchen Herr Reallehrer Frank gütigſt übernommen. Allen Be= Mark und zwei Sparkaſſenbücher geſtohlen. Die Spur
Fällen entgegengebracht wurde, und die Unterſtützung, die ſuchern ſind einige recht vergnügte Stunden in Ausſicht führte in die Manſardenwohnung desſelben Hauſes, in
woir hierbei fanden, ſeien daher dantbar anerkannt. Einer geſtelt.
der, im Bett verſteckt, 195 Mark vorgefunden wurden. Der
weiteren günſtigen Entwickelung der Einziehungsſtelle darf
C. Die Pilzernte. Vor vier Wochen waren die Aus= Inhaber der Wohnung will aber mit dem Diebſtahl nichts
untgegengeſehen werden, wenn, durch die erzielten Erfolge ſichten auf eine Pilzernte infolge der Trockenheit noch mi= zu tun haben.
armuntert, ſich immer mehr Handwerker und ſonſtige
Ge=
nimal, ja, erfahrene Pilzſucher glaubten überhaupt an
M. Reinheim, 15. Okt. (Unfall.) Heute mittag
werbetreibende der Stelle bedienen. Noch ſind die ge= kein Ergebnis mehr Seildem hat Wärme und
Feuchtig=
um 12 Uhr ereignete ſich auf Station Reinheim ein
Un=
ellten Aufgaben nicht ganz erfüllt, ſondern das Wirken keit auf dieſem Gebiete das Verſäumte reichlich
ger Einziehungsſtelle und die ſich bietenden Vorteile nachgeholt und man hört von Gewichten einzelner fall. Der Zug 724 erfaßte am Bahnſteig ein Kind
müſſen ſich immer mehr die Kreiſe von Handwerk und Exemplare, die in Erſtaunen ſetzen. So fand z. B. in der von 10 Jahren. das einen Eßkorb in den Packwagen geben
Gewerbe erobern. Dies wird um ſo ſchneller von ſtatten letzten Zeit ein Pilzſucher in der Pfungſtädter Tanne wollte. Das Kind wurde von der Lokomotive
gehen, je mehr ſich der Gedanke durchringt, daß die Ein= einen krauſen Ziegenbart (Sparassis ramosa) von viererfaßt und mitgeſchleift, wobei es Quetſchungen
da=
gehungsſtelle kein Erwerbsinſtitut iſt, ſondern nur mit= Pfund Schwere und in der Nähe der Eſchollbrücker Straße vontrug und von einem Fuße die Zehen abgefahren
wur=
helfen will, den ſchweren Schaden des Vorgunweſens eine Speiſelorchel (Gyromitra eseutenta) im Gewicht von den. Das Kind ſtammt von Ueberau bei Reinheim und
iſt die Tochter Anna des Arbeiters Schüßler; es wurde
wirkſam zu bekämpfen. Ein erfolgverſprechender Ausbau ſieben Pfund.
zum Krankenhaus gebracht.
wäre zu ermöglichen, wenn ſich die Intereſſenten nicht nur
§ Mordverſuch und Selbſtmord. Das 15 Jahre
teei ſolchen Außenſtänden der Einziehungsſtelle bedienen alte Dienſtmädchen Lina Pfleger, im Hauſe
Martin=
h. Neuſtadt i. Odw. 15. Okt. (
Jahrhundert=
würden, die bereits ſchon verloren gegeben waren, ſon=ſtraße 76 bedienſtet, hatte mit dem 24 Jahre alten Haus=feier.) Wie an allen Orten unſeres Vaterlandes findet
ieern auch ihre ſonſtigen Forderungen durch die Stelle er= burſchen Kurt Rakwitz ein Liebesverhältnis am 18. Oktober zur Erinnerung an die vor 100 Jahren
laeben ließen. Auf dieſe Weiſe würde die Einziehungs= und hatte dieſes vor einiger Zeit gelöſt. Dienstag erfolgte Befreiung von dem franzöſiſchen Joch auch hier
ſelle die Funktion einer Zahlungsvermittelungsſtelle abend kurz nach 8 Uhr drang, wie ſchon kurz gemeldet, eine gemeinſame Feier mit Feſtzua,
Höhen=
terrichten Die Einziehungsſtelle wird ſtets daran arbei= der Hausburſche in die Wohnung des Dienſtmädchensfeuer und dergleichen ſtatt. Am 19. ds. Mts, iſt
Feſt=
un, ihr Tätigkeitsgebiet zu erweitern und die Intereſſen ein, woſelbſt er mit einem Revolver etwa drei Schüſſe gottesdienſt unter Beteiligung ſämtlicher Vereine und am
iorer Auftraggeber jederzeit nach allen Richtungen hin auf das Mädchen abgab und es ſchwer am Kopfe Abend findet wieder eine bengaliſche Beleuchtung der
vertreten. Nähere Auskunſt erteilt das Bureau der Hand= verletzte. Das Mädchen konnte noch in den erſten Stock Burg Breuberg ſtatt. Da die letzte wohlgelungene
Be=
v erkskammer Darmſtadt. Georgenſtraße 9, woſelbſt auch des Hauſes flüchten und nachdem hat ſich der Haus= leuchtung im Juli allen Beſuchern des Feſtes noch in an=
Kormulare und Druckſachen erhältlich ſind.
burſche durch einen Schuß in die Schläfe entleibt.
genehmer Erinnerung iſt, iſt zu hoffen, daß unſer Ort am
— Die Elizabeth=Duncan=Schule wird auch in
die=
nächſten Sonntag recht zahlreichen Beſuch erhält.
ſim Herbſte einen Turnkurſus für Knaben und Mäd=
M Erbach i. O., 14. Okt. (
Gemeinderats=
ſch en im Alter von 5 bis 12 Jahren eröffnen. Er ſoll wie=
Eilbotenläufe zum Völkerſchlacht=Denkmal. wahl.) Bei der heute ſtattgehabten
Gemeinderats=
kerum 20 Stunden umſaſſen und jeweilig Dienstag
Die Eilbotenläufe der Deutſchen Tur= wahl ſtimmten von 651 Wahlberechtigten 556 ab. Es
und Donnerstag, nachmittags von 3—4 Uhr, im
U ebungsſaale der Schule auf der Marienhöhe ſtatifinden,nerſchaft nehmen heute ihren Anfang. Vom fernſten erhielten folgende Herren Stimmen: Kaufmann Sachs
Körpergymnaſtik, im Verein mit Atemgymnaſtik, wird die Norden, Oſten, Weſten und Süden hin nach Leipzigs 356 Stimmen. Tuchfabrikant Kumpf 344 Stimmen,
Unterrichtsſtunden ausfüllen, deren Leitung Herr Palſen, Gefilden ſtehen in den Tagen vom 16. bis 18. Oktober über Feinbäckereibeſitzer Friedrich Müller 342 Stimmen,
Lehrer der ſchwediſchen Gymnaſtik, übernimmt. Die erſte 40 000 Turner in Abſtänden von 100 bis 300 Meter, um Brauereibeſitzer Wörner 309 Stimmen. Sämtliche Sitze
Unterrichtsſtunde iſt auf Donnerstag, den 23. Oktober, ſchnellen Laufes eine Urkunde zu überbringen des Inhalts, fielen der Bürgerlichen Partei zu.
füſtgeſetzt. Anmeldung und Auskunſt im Hauſe der Frau daß der Turner Herz und Hand dem Vaterlande gelten.
Mainz, 15. Okt. (Neue Kreisſtraße.) Von zu=
Aberbürgermeiſter Gläſſing, Steinſtraße 28, nach= Die Urkunden, die überbracht werden, ſind in Köchern ver= verläſſiger Seite verlautet, daß das Großh. Kreisamt
mittags von 3— 4 Uhr Ebenda werden auch Vormerkun= wahrt. Dieſe Köcher wieder ſind in Köcherkäſten verſchloſ= Mainz den Entwurffüreine neue Kreisſtraße
gen zu den im Frühling beginnenden Kurſen für Damen ſen, aus Zinkblech gefertigt und mit zwei ſeitlichen Griffen ausgearbeitet hat, die eine beſſere und bequemere Ver=
und Kinder entgegengenommen. (Vergl. heutige Anz.) zum Tragen verſehen. Der Lauf
Straßburg-
bindung mit dem Ober=Olmer Walde ſchaffen
— Die Fiſch=Kochkurſe zu Laſten der Teilnehmerinnen Hanau, der unſere Stadt paſſiert, verläßt Straßburg ſoll. Der Entwurf ſieht zu dieſem Zweck eine
Linien=
heute abend um 9 Uhr. Derſelbe berührt Germers= führung über den jetzigen 5 Kilometer langen Feldweg
werden in den Fortbildungsſchulküchen in der Rundeturm=
und Lagerhausſtraße am Montag, in der Beſſunger Ab=heim um 2 Uhr, Mannheim um 4 Uhr nachts, über= von Mainz=Zahlbach nach Drais vor, unter Berührung
ſchreitet um 5 Uhr früh die heſſiſche Landesgrenze und der Gemarkung Bretzenheim, das durch die in
unmittel=
nlung am Dienstag beginnen. Die Stundenpläne gehen erreicht bei günſtigem Wetter Darmſtadt um 6 Uhr barer Nähe vorbeiführende neue Kreisſtraße ein ſehr ge=
: dieſen Tagen den Teilnehmerinnen mit der Poſt zu. 52 Min. morgens. Die Darmſtädter Turnerſchaft eignetes Bau= und Induſtriegelände erhält In Drais
Es beteiligen ſich 67 Frauen und Mädchen. wird ſich mit 75 Läufern an dieſem Lauf beteiligen und die wird ſich die in Ausſicht genommene neue Straße an die
m dem Abendkurſus, Rundeturmſtraße, am 20., 22. 27.
nnld 29. Oktober ſind noch fünf Plätze frei und könnten Strecke von Rennbahn=Heidelberger Straße bis vor Roß=Chauſſee nach dem Ober=Olmer Forſthaus und nach
Ober=
tlrlo dafür noch Nachmeldungen bis zum 18. d. M. Runde= dorf beſetzen. Der Lauf geht durch die Heidelberger, Neckar=, Olm anſchließen, ſo daß eine direkte Verbindung zwiſchen
Rheinſtraße bis zum Schloß, Paradeplatz. Alexander=, Mainz und dem Ober=Olmer Wald entſteht. Der Bau
urmſtraße 11 erfolgen. Die Koſten betragen 3 Mark.
Dieburger Straße, Aeußere Ringſtraße, Erbacher Straße der neuen Kreisſtraße dürfte keine beſonderen techniſchen
* Phonola=Klavierabend. In dem ſtimmungsvollen nach Roßdorf. Die Läufer ſtehen in der Stadt auf 100 Schwierigkeiten verurſachen, da erhebliche Steigungen
Auſikſaal ihres Geſchäftshauſes, Ecke Erbacher Straße, Meter, außerhalb der Stadt auf 200 Meter Abſtand. Der nicht zu überwinden ſind. Es liegen auch keine ſonſtigen
führte vorgeſtern abend die allzeit rührige Firma Karl Heſſiſche Automobilklub wird in dankenswer=Hinderungs= oder Verzögerungsgründe, zum Beiſpiel
Arnolld einem außerordentlich zahlreichen Publikum ter Weiſe für die Strecke Bensheim bis bayeriſche Landes= wegen des Geländeerwerbs, vor, weil die neue Straße
vor=
die Solodant=Phonola vor, die Herr Richard Lamp aus grenze zwei Autos zur Begleitung der Läufer zur Ver= ausſichtlich dem Zuge des an manchen Stellen bis zu 7.50
A ipzig in virtuoſer Weiſe erklingen ließ und dadurch den fügung ſtellen. Die überaus gründlichen und umfang= Meter breiten ſogenannten alten Draiſer Weges folgen
kiteweis erbrachte, daß dieſer Klavierſpiel=Apparat der reichen Vorbereitungen zu den Eilbotenläufen laſſen dar= wird. — Geſtern nachmittag wurde an der Ingelheimer
dan freien Gebrauch der Inſtrumente in keiner Weiſe be= auf ſchließen, daß das großzügige und ſchwere turneriſche Aue, in der Nähe des Gaswerks, die Leiche des 23 Jahre
jurdert, nicht nur eine in keiner Weiſe an maſchinelle Wie= Werk gelingen wird.
alten Heizers Karl Wilhelm Koſel aus Berlin
gelän=
lergabe gemahnende Reproduktion ergibt, ſondern das
det. K. war in der Nacht des 5. Oktober in einem Nachen
Neiſterſpiel unſerer Größen verblüffend genau erſtehen
Groß=Gerau, 15. Okt. (Mit dem Auto in den nach dem am Kaiſertor vor Anker liegenden Schlepper
ast und obendrein dem Spieler die Möglichkeit gewährt,
elbſt nach Belieben zu nüancieren. Herr Lamp brachte Main.) Der Betriebsleiter der hieſigen Zuckerfabrik „Fendel Nr. 21” gefahren, um ſich an Bord zu begeben.
in mpoſitionen von Weber, Chopin, Sauer, (Liſzt, Lin=fuhr geſtern, als er bei Flörsheim mit der Fähre über Während der Fahrt ſtürzte er, anſcheinend infolge von
ina, Rubinſtein und Reger mit vielem Verſtändnis zum den Main ſetzen wollte, mit ſeinem Auto in den Trunkenheit, rücklings aus dem Nachen und ertrank, ehe
Vortrag. Die Zugabe, zu der ſich Herr Lamp verſtehen Fluß. Er wurde nach längeren Bemühungen dem ihm Hilfe gebracht werden konnte. Die Leiche kam auf
niußte, machte mit dem ungemein anmutigen Liebeswalzer Waſſer entriſſen; auch das Automobil konnte ſpäter ge= den hieſigen Friedhof.
umr M. Moskowski, Opus 57, Nr. 5, bekannt, deſſen borden werden.
Gundersheim, 15. Okt. (42 Jahre
Bürger=
n llante =Wiedergabe auf dem klangſchönen Perzina=
Offenbach, 15. Okt. (Stadtverordnetenwah=meiſter.) Herr Bürgermeiſter Philipp Müller III., der
Füüigel beſonderes Lob verdiente. Das Publikum zeigtelen.) Am 20. Oktober finden hier die Stadtverordneten= beinahe 42 Jahre lang die Geſchicke unſerer Gemeinde
lei=
ieg für den auch rein künſtleriſch wertvollen Abend wahlen ſtatt. Obſchon es ſich um die wichtige Frage han= tete, hat ſein Amt wegen vorgeſchrittenen
ußerſt dankbar.
delt, ob die Sozialdemokratie weiter die Herrſchaft behal=Alters niedergelegt. Er war der älteſte Bürger=
** Der Verein ſtädtiſcher Arbeiter und Bedienſteter ten, oder ob ſie durch die Parteien, die das letzte Mal ihr meiſter des Kreiſes Worms.
rhet zur Teilnahme an dem am Sonntag, den 19. Ok=unterlagen, abgelöſt werden ſoll, iſt von einer ſtarken
(*) Gießen, 15. Okt. Der Verein für Innere
her d J., ſtattfindenden Feſtzuge anläßlich der Wahlbewegung wenig zu ſpüren. Ob Reſignation auf der
hrhundertfeier die Mitglieder, ſowie ſämtlicke einen und Siegesgewißheit auf der anderen Seite daran Miſſion in der Provinz Oberheſſen hält am
ähotiſchen Arbeiter und Bedienſteten ein. Die Zu= die Schuld trägt, oder ob man im bürgerlichen Lager den 4. und 5. November hier ſein Jahresfeſt ab.
(*) Schotten, 15. Okt. Feuer brach in dem nahen
mamenkunft iſt 1,30 Uhr in der Ludwigshalle! Zeitpunkt für einen entſchloſſenen Kampf um die Mehrheit
ſohsergaſſe).
in der Stadtverordnetenverſammlung noch nicht für ge=Betzenrod aus und zerſtörte die Scheunen der Land=
— Eine Jahrhundertfeier wird auch die Orts=kommen erachtet? Die Gruppierung im bürgerlichen Lager wirte Karl Repp und Johannes Appel II. Der Schaden
rmppe Darmſtadt des Verbandes der un= iſt die gleiche wie bei den letzten Wahlen, während die iſt groß, da die Scheunen voll gefüllt waren.
am 16. Oktober 1863 ſeine erſte Zeichnung an die Redak= getreten. Die Nationalgalerie Berlin, die Pinakothek und
tion der Fliegenden Blätter ein. Der Verlag Braun und viele öffentliche und private Sammlungen beſitzen Werke
Feuilleton.
Schneider wußte den talentierten Achtzehnjährigen ſofort ſeiner Hand. Oberländer wurde mit Ehren überhäuft,
an ſich zu feſſeln und ermöglichte dem jungen Künſtler die Lenbach und Samberger haben ihn porträtiert, aber ſtets
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
harmoniſche Entwicklung ſeiner außerordentlichen Begab= iſt er, auch in ſeinen täglichen Gewohnheiten der beſchei=
B.8. Die Uraufführung der „Böcklin= ung als Zeichner und Karikaturiſt. Später, als der Ruhm dene ſchlichte Mann geblieben, der er von jeher war.
rite” von Mar Reger. Aus Eſſen, 13. Oktober, Oberländers faſt dem eines Wilhelm Buſch nahekam, wies
* Eine Lebensbeſchreibung Schillers
ſhind uns geſchrieben: Eine intereſſante muſikaliſche Ur= der Künſtler die lockendſten Anerbietungen zu einer indu= von ſeinem Urenkel Alexander von Gleichen=Rußwurm
llufführung fand in der Kanonenſtadt Eſſen ſtatt: Max ſtriellen Ausſchlachtung ſeiner großen Popularität weit von wird noch in dieſem Jahre erſcheinen.
lleger dirigierte ſelbſt ſeine Vöcklin=Suite, vier Sätze, ſich und hielt ſeinen „Fliegenden” die Treue. In dieſem,
* Mittel gegen Pilzgift. Der Pariſer
Che=
hedche ebenſo viele Bilder von Böcklin muſikaliſch ausdeu= heute märchenhaſt anmutenden Verhältnis zwiſchen
die=
n Das war zugleich die Ueberraſchung dieſes Abends: ſem Künſtler und ſeinem Verleger offenbart ſich der ſchlichte miker Oliviero teilte in der Mitgliederſitzung der
Ge=
ſeiger als Programmuſiker! Sollte darüber der Sinn und echt deutſche Grundzug von Oberländers ſellſchaft für vergleichende Pathologie mit, daß es ihm
gelungen ſei, aus dem Hammelblute ein Serum zu
ge=
neit über die Berechtigung der Programm=Muſik neu Weſen. Das deutſche Volk folgte einem ſicheren Inſtinkt,
un brechen, ſo ſei gleich hier bemerkt, daß das Publikum als es gerade Wilhelm Buſch und Adolf Oberländer zu winnen, durch das die Wirkung des Giftes der Giftpilze
n Uraufführungs=Abend ſehr zufrieden damit war; man ſeinen Lieblingen erkor, es ahnte die hohen menſchlichen aufgehoben werde.
** Das Jahn=Denkmal in St. Louis. In
h doch wenigſtens wo und wie; man wußte was man Qualitäten, aus denen beider Humor floß. Der
märchen=
ch beim Anhören der Klangmaſſen zu „denken” habe. haften Treue Oberländers zu ſeinen „Fliegenden” ent= Nr. 244 unſeres Blattes brachten wir die Nachricht von
tein Anfang bildete der geigende Eremit, ein ſpricht die heute nicht weniger märchenhafte Kunſt eines der Enthüllung eines von den deutſch=amerikaniſchen
Tur=
hnnes Geigenſolo auf dem Grund katholiſcher Kirchen= Wilhelm Buſch, der es verſtand, zur rechten Zeit einen nern geſtifteten Jahn=Denkmals in St. Louis. Es
m ik; dann kam das Spiel der Wellen, in dem das Strich unter ſein Lebenswerk zu machen, da die Welt nun dürfte für unſere Leſer noch von Intereſſe ſein, zu erfahren,
uchtfröhliche Treiben der Meeresgötter in dem ewig be= genug Wilhelm Buſch geſehen habe Der echte deutſche daß der Schöpfer dieſes Denkmals der ſeit 10 Jahren
legelichen Element tonmaleriſch ſehr munter und ergötz= Humor iſt eben etwas ganz anderes als der franzöſiſche in Darmſtadt anſäſſige Bildhauer Robert
ſich geſchildert wird. Es folgte die Toteninſel, eine Witz oder der engliſche Spaß, er ruht auf einer metaphy= Cauer iſt.
mnkkle und dabei in den letzten Geheimniſſen ſiſchen Grundlage. Nichts iſt in dieſer Hinſicht bezeichnen=
C.) Kothurn und Pantoffel. Die Schuhfrage gehört zu
kübelnde Stimmungsmuſik und zuletzt das Bacchanal der für Oberländer, als das, was er einmal über ſeinen
lenrunkene Soldaten mit ihren Weibern), in dem die Kanarienvogel geſagt hat. Die Sentenz lautet: „Ich den brennendſten der neueſten Mode. Die kurzen gerafften
ſüg elloſigkeit eines ſich ſelbſt überlaſſenen Trains mit hab’ einen Kanari, einen recht poſſierlichen Kerl. Meine Röcke enthüllen den Fuß mehr, als je zuvor, und verlangen
nam Realismus geſchildert wird, der vor nichts zurück= Naſe und meinen Bart liebt er zärtlich, meine Finger= zugleich eine harmoniſche Geſtaltung des Schuhes, die mit
raeckt. Da der Komponiſt hier alles und jedes und dabei ſpitzen haßt er, vom Aermel meiner wollenen Joppe iſt er dem Stil der Toilette ſchön zuſammenklingt. So treten
denn zahlreiche neue und eigenartige Formen der
Fuß=
gleicher Zeit ausmalt, überwuchert das Beiwerk der= entzückt, mein Strohhut aber erfüllt ihn mit Entſetzen
tigg das Grundthema, daß der ſchließliche und nachhal= Daß alle dieſe Dinge zu einer Perſon gehören, begreift er bekleidung auf, die ihren deutlichſten Ausdruck in den bei=
Eindruck der eines Heidenſpektakels war. Vielleicht nicht. — Wenn die Weiſen das Weſen Gottes zu erklären den Ertremen, dem Kothurn” und dem Panzpffel
fin=
den. Die beiden Richtlinien unſerer Mode überhaupt
ar das die Abſicht. Das Publikum rief den dirigieren= ſuchen, muß ich immer an meinen Kanari denken.”
Einzelne Blätter von Oberländer wie die beiden Löwen, ſind hier ſymboliſiert; das Rokoko feiert ſeine Triumphe
in Komponiſten nach jedem Satz und wiederholt zum
ſchruß und dann noch einmal, als er zuſammen mit Jin= die ſich gegenſeitig bis auf den Schwanz auffreſſen die drei in dem Stöckelſchuh mit dem rieſigen ſpitzen Abſatz, und die
etzs aus Krefeld das Bachſche C=moll=Konzert für zwei Vagabunden, die im Gefängnis die Frangaiſe üben, oder Liebe zum Orient lebt in jenen breiten, koſtbar
geſchmück=
der „Aufregende Traum des Kreistierarztes Punſchmuckl ten weichen Pantoffeln. Der elegante Schuh, der zur
atoiere virtuos geſpielt hatte.
PP. Fünfzig Jahre Mitarbeiter der „Flie=in der Sylveſternacht, als er ſich für einen Tierkreisarzt Nachmittagstoilette getragen wird, iſt faſt immer aus
Lack=
ſeriden Blätter. Am 16. Ottober begeht der be=hielt; haben eine beiſpielloſe Popularitat erlangt. Es leder, mit einer Schnalle in Silber, Stahl ode bunten
ſmste Zeichner der „Fliegenden Blätter” Adolf gibt wohl leine größere Stadt auf dem Erdenrund, in die Steinen geſchmückt, die irgend ein altes Kunſtwerk
ver=
beerländer das fünfzigjährige Jubiläum ſeiner Mit= nicht wenigſtens ein Exemplar der „Fliegenden” gelangte. gangener Epochen nachahmt. Der hohe Kothurn, der der
beiterſchaft an den „Fliegenden Blättern‟ Der am An Millionen hat Oberländers Kunſt ſeine befreiende Abendrobe vorbehalten iſt und auf dem die moderne
Loktober 1845 zu Regensburg geborene Künſtler ſchickte Wirkung geübt. Auch als Maler iſt der Künſtler hervor= Dame als tragiſche Muſe erſcheint, kommt hier noch nicht
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 16. Oktober
nachts gefroren und am Vormittag von der Sonne auf=
Reich und Ausland.
getaut war. An einer überwölbten Stelle der Chauſſee
ge=
riet der Wagen ins Schwanken und ſtürzte den Abhang
Aus der Reichshauptſtadt, 14. Okt. Der Kaiſer hat
dem Direktor des Inſtituts für Infektionskrankheiten hinab.
Erfurt, 14. Okt. (Der entweihte Dom.) Wie
„Robert Koch” Geh. Obermedizinalrat Prof Gaffky=
Berlin, die nachgeſuchte Entlaſſung aus dem Staatsdienſte gemeldet wird, iſt der Erfurter Dom, in welchem geſtern
mit Penſion erteilt und zugleich den Charakter eines ein ſchleſiſcher Müller namens Illner einen
Selbſtmord=
verſuch machte, kraft des römiſchen Kirchengeſetzes ge=
Wirkl. Geh. Obermedizinalrats mit dem Range der Räte
erſter Klaſſe unter Ernennung zum ordentlichen Ehrenmit= ſchloſſen worden. Der Dom darf erſt wieder geöffnet
wer=
glied des Inſtituts für Infektionskrankheiten „Robert den, wenn die neue Weihe vorgenommen iſt. Auch
die Monſtranz wurde aus der Kirche entfernt. Die neue
Koch” verliehen. — Weibliche Kriminalbeamte Weihe wird im Auftrage des Biſchofs von Paderborn in
werden ſeit einiger Zeit vom Berliner Polizeipräſidium den nächſten Tagen durch den Prälaten Dechant
Feld=
verſuchsweiſe beſchäftigt. Da die Verſuche ſich bisher als kamm vorgenommen werden.
zufriedenſtellend erwieſen haben, wurde in den letzten
Hamburg, 14. Okt. (Aus der Fremden=
Tagen eine weitere Anzahl von weiblichen Beamten
ein=
geſtellt. Das Polizeipräſidium hat beſondere Kurſe zur legion entwichen.) Mit dem franzöſiſchen Dampfer
„Celt” traf heute ein aus der Fremdenlegion
Einführung dieſer Beamtinnen in ihr arbeitsreiches
Be=
entwichener Deutſcher hier ein. Er wurde wegen
tätigungsfeld eingerichtet. — Ein Einbrecher, der an Entziehung von der Wehrpflicht von der Polizei in
Un=
der Außenſeite der Häuſer entlang in die Wohnungen terſuchungshaft genommen. Nach ſeinen Angaben iſt er
hineingeklettert war und ſelbſt unter den Kopfkiſſen der ein zwanzigjähriger Schreiber Adolf Joſeph Weber aus
Schlafenden die Diebesbeute hervorgeholt hatte, wurde Weißenheim in der Rheinpfalz. Als 18jähriger ſei er
geſtern auf mehrere Jahre unſchädlich gemacht. Wegen in Paris, wo er ſich wegen Arbeitsloſigkeit mit drei
an=
ſchweren Diebſtahls bezw. gewerbsmäßiger und einfacher deren Deutſchen dem deutſchen Konſulat geſtellt habe, von
Hehlerei hatte die 4. Strafkammer des Landgerichts II einem Konſulatsangeſtellten mit den drei Genoſſen einem
gegen den 20jährigen Fürſorgezögling Emil Pflanz, den Werber der Fremdenlegion in die Hände geſpielt und be=
Kutſcher Paul Blaſchczik, den Uhrmacher Johann Pohl, den trunken gemacht worden. Als ſie in Marſeille wieder zur
Arbeiter Otto Dahms und die Arbeiter Albert und Georg Beſinnung kamen hätten ſie aus vorgelegten Papieren
Pflanz zu verhandeln. Wie ſeinerzeit mitgeteilt worden geſehen, daß ſie ſich in der Trunkenheit auf fünf Jahre
war, iſt der aus der Erziehungsanſtalt entſprungene für die Fremdenlegion verpflichtet hätten. Nach 4jährigen
20jährige Emil Pflanz außen am Hauſe hochgeklettert, Kämpfen in Marokko, wobei er einen Stich in den
Ober=
dann durch die offenſtehenden Fenſter in das
Schlafzim=
ſchenkel erhalten hätte ſei er mit drei Kameraden
deſer=
mer eingeſtiegen und hatte es fertig gebracht, ſelbſt unter tiert. Achtmal ſeien ſie auf der Flucht von Arabern
ge=
den Kopfkiſſen der Schlafenden das Portemonnaie hervor= fangen genommen worden. Er allein habe ſich nach
Ma=
zuziehen. Feſtgeſtellt wurden 22 derartige Diebſtähle, bei laga gerettet. Vor dort hätte der deutſche Konſul ſeine
denen dem verwegenen Kletterkünſtler Schmuckſachen uſw. Ueberführung nach Hamburg veranlaßt.
im Werte von mehreren 1000 Mark in die Hände gefallen
Paris, 14. Okt. (Selbſtmord von vier
Ge=
waren. Ein Teil der geſtohlenen Schmuckſachen wurdeſchwiſtern.) Heute nacht haben die vier Kinder eines
von dem Angeklagten Pohl, der in einem ſüdlichen Vorort verwitweten Kaſſierers namens Bruckner, drei Mädchen
einen Uhrmacherladen betrieb, angekauft. Das Gericht im Alter von 23, 19 und 8 Jahren und ein 15jähriger
erkannte gegen Emil Pflanz auf 5 Jahre Zuchthaus, Knabe Selbſtmord verübt. Der Grund der Verzweiflungs=
5 Jahre Ehrverluſt und Polizeiaufſicht, gegen Pohl auf tat ſoll furchtbare Notlage ſein.
1 Jahr Zuchthaus, gegen Blaſchezik auf 1 Jahr, gegen
Paris, 15. Okt. (Schlechte Weinernte.) Wie
Dahms auf 6 Monate, gegen Albert Pflanz auf 6 Wochen
aus Charlons=ſur=Saone gemeldet wird, haben die Bur=
und gegen Georg Pflanz auf 1 Monat Gefängnis.
gunder Weinberge in dieſem Jahre erheblich durch
Frankfurt, 14. Okt. (Neues Gebäude für das verſchiedene Krankheiten gelitten. Viele Winzer ſprechen
Generalkommando.) Die Stadtverordneten=Ver= davon, ihre Weinberge aufzulaſſen und Getreide zu bauen.
ſammlung genehmigte mit 35 gegen 17 Stimmen der So= Andere haben den Weinbau bereits aufgegeben und ſich
zialdemokraten die Ueberlaſſung eines Platzes am ehe= als Arbeiter in den Induſtriegebieten, namentlich in
Creu=
maligen Kohlenhafen an die Militärbehörde zum Bau ſot und Monceau=les=Mines, anwerben laſſen.
eines Gebäudes für das Generalkommando.
Hanau, 15. Okt. (Aus dem Gefängnis
ent=
ſprungen.) Der aus Frankfurt gebürtige Former
Der Kaiſer im Rheinland.
Heinrich Fichte, der am letzten Mittwoch von der Ha=
* Lieſer, 14. Okt. Der Kaiſer traf heute
nach=
nauer Strafkammer wegen eines ſchweren
Einbruchsdieb=
ſtahls zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt worden war, iſt mittag um 5 Uhr 45 Minuten, von Trier kommend, ein.
heute morgen aus dem hieſigen Gerichtsgefängnis aus= Der Ort war prächtig geſchmückt. Vereine und Schulen
gebrochen. Als er ſich mit mehreren Mitgefangenen im Ge= bildeten Spalier. Der Kaiſer fuhr zum Schloß des
Frei=
fängnishofe befand, benutzte er einen günſtigen Augen= herrn von Schorlemer, wo er von deſſen Familie
empfan=
blick, um über eine hohe Mauer zu fliehen und ins Freie gen wurde. Er übernachtet auf Schloß Lieſer. Von dort
zu gelangen. Auf ſeiner weiteren Flucht durchſchwamm aus fährt der Kaiſer morgen früh 9 Uhr 15 Minuten nach
er die Kinzig und entkam in der Richtung nach Frankfurt. Daun und von da nach Gerolſtein.
* Lieſer, 15. Okt. Der Kaiſer nahm geſtern abend
München, 14. Okt. (Abgeſtürzt.) Der Alpiniſt Dr.
Paul Preuß iſt im Dachſteingebiet abgeſtürzt. Er war auf Schloß Lieſer nach ſeiner Ankunft im Rauchſalon
ſofort tot. Die Leiche wurde am Goſauertale aufgefun= den Tee ein, worauf er bis 8 Uhr arbeitete. Um 8 Uhr
den. Er wurde ſeit vierzehn Tagen vermißt. Der Ab= begann das Diner zu 29 Gedecken, an dem teilnahmen der
ſturz erfolgte aus einer Höhe von nahezu 400 Metern. Kaiſer mit Gefolge, die Familie des Freiherrn von
München, 15. Okt. (Zum Tode Dr. Dieſels.)Schorlemer, Landrat Semper von Wittlich, Landrat
Geſtern abend fand eine Verſammlung der Gläu= von Naſſe von Berncaſtel, von Hammerſtein,
vortragen=
biger des verunglückten Dr. Dieſel ſtatt, die einen äußerſt der Rat im Landwirtſchaftsminiſterium, Graf Keſſelſtatt
Nach dem Diner blieben die
ſtürmiſchen Verlauf nahm. Eine Reviſion der Ver=auf Schloß Dodenburg.
mögensverhältniſſe des Verunglückten ergab, daß eine Herrſchaften noch bis 11½ Uhr beiſammen, worauf ſich der
koloſſale Schuldenlaſt vorhanden iſt. Die Paſſiven betra= Kaiſer zur Ruhe begab. — Heute früh 8 Uhr begann das
gen 1½ Millionen Mark, denen faſt gar keine Aktiven Frühſtück. Um 9 Uhr 20 Minuten erfolgte die Abreiſe
gegenüberſtehen. Seine Villa und ſein Grundbeſitz ſind im Automobil über Daun nach Gerolſtein.
* Daun, 15. Okt. Um 10 Uhr 55 Minuten paſſierte
durch Hypotheken überlaſtet. Schließlich wurde von der
Eröffnung des Konkurſes aus Mangel an Aktiven abge= der Kaiſer mit Gefolge das reich geſchmückte Städtchen
unter ſtrömendem Regen. Die Krieger= und Turnvereine,
ſehen.
(Automobil=Unglück.) ſowie die Feuerwehr bildeten Spalier. Am Kaiſerbrun=
Erfurt, 14. Okt.
Heute vormittag 9 Uhr ſtürzte zwiſchen Sitzendorf nen vor dem Rathaus bereiteten die Schulkinder dem Kai=
und Neuhaus das am Rennſteig verkehrende Poſt=ſer begeiſterte Ovationen. Die Beſichtigung des
Natur=
automobil beim Eingang des Dorfes Unterweißen= ſchutzparkes mußte wegen des ſchlechten Wetters
unter=
bach vollbeſetzt von der vier Meter hohen Straßen= bleiben.
* Gerolſtein, 15. Okt. Das Wetter iſt kühl und
brücke in die Lichte. Nach einer amtlichen Mitteilung ſind
vier Perſonen ſchwer und zwei leicht verletzt worden. regneriſch. Trotzdem bietet das auf hügeligem Boden ſich
Zwei Paſſagiere und der Wagenführer blieben unverletzt. hinziehende Städtchen Gerolſtein mit ſeiner male=
Der Unfall wird darauf zurückgeführt, daß die Straße riſchen romantiſchen Umgebung einen feſtlichen Anblick.
zur Anwendung. Dieſe feinſte Blüte unſerer heutigen derung eines Beſuches, den er vor kurzem auf Neufund=
Schuhmacherkunſt beſteht aus ganz weichem Leder in Alt= land einer jener Fuchsfarmen abſtattete, auf denen
gold oder Seide und wird zuſammen mit gleichfarbigen
ſeit 2. 3 oder 4 Jahren die koſtbaren Pelztiere ge=
Strümpfen getragen. Der Abſatz, der eine ſeit dem 18. züchtet werden, für die Europa willig wahre Märchen=
Jahrhundert wohl nicht wieder geſehene Höhe und ſpitze preiſe bezahlt. „Schon wieder leuchtet uns die hier ſo
Form beſitzt. gibt dem Schuh den Namen, der nach an= oft wiederkehrende Inſchrift entgegen, die mitten in der
tikem Vorbild, ohne freilich mit den majeſtätiſchen Stel= Wildnis dem fremden Gaſte verkündet: „Bitte hier nicht
zen des tragiſchen Schauſpielers viel gemein zu haben, zu rauchen”; zwiſchen Fichten und Tannen folgen die Be=
Kothurn genannt wird. Die Mode, den Abſatz mit Edel= ſucher einem ſchmalen Fußpfad und plötzlich ſtehen wir
ſteinen und buntem Zierat zu beſetzen, iſt bereits ſo all= alle vor einem hohen Mauerwerk aus hölzernen Planken.”
gemein geworden daß ſie die eleganteſten Kothurn=Trä= Es iſt die Grenze der Fuchsfarm, wohl an die 4 Meter
gerinnen ſchon aufgeben. Die „Pantoffeln” die dem Ko= hoch iſt dieſe ungewöhnliche Umfriedung, und ſie
um=
thurn in der Extravaganz der Abſätze wenig nachgeben, ſchließt eine kleine Waldfläche von vielleicht einem Hektar.
beſtehen aus weicherem Material und ſind breiter, im An der Pforte erwartet wortlos, den Schlüſſel in der
Schmuck mehr orientaliſch gehalten. Vielfach ſind ſie aus Hand, ein ſchweigſamer Mann die Ankömmlinge; ſeltſam,
mit der Hand bemaltem Leder oder Seide gearbeitet und leiſe und geräuſchlos ſind die Bewegungen dieſes Hüters;
haben dann ein reizendes Streumuſter aus Roſen oder und ein Blick zeigt, daß er ein Sohn der indianiſchen Raſſe
aus Rokokobuketts, wobei die Strümpfe das gleiche Motiv! iſt. Jenſeits der hohen Umfriedung ſieht man es nun
in bunter Stickerei wiederholen müſſen. Dieſe neueſten gleich, daß der erſte Eindruck, der an einen Urwald denken
Schuhe ſind ſo klein und ſo aller Hygiene Hohn ſprechend ließ; trog: bis zu einer gewiſſen Höhe ſind alle
Baum=
geſtaltet, daß man faſt glauben möchte, die Modedamen ſtämme ihrer unteren Aeſte entkleidet, überall iſt das
würden nun auch zu einer Verſtümmelung der Füße zu= Unterholz entfernt und ſtatt ſeiner ſieht man Gehege, von
rückkehren, wie ſie die Chineſinnen nach tauſendjährigem denen jedes vielleicht eine Breite und Tiefe von gegen 15
Brauch nun glücklich überwunden haben. Ein feſtes ſiche= Meter haben mag. Das Drahtnetz, das ſie umſpannt,
res Auftreten, lange elaſtiſche Schritte ſind dabei ganz un= ragt 3 oder 4 Meter hoch empor, und der obere Rand iſt
möglich; die Schönen bewegen ſich in einer hüpfenden, ſcharf nach innen gebogen, ſo daß keiner der flinken und
wiegenden Gangart fort, der ſie freilich auch eine verfüh= ſchlauen Waldbewohner hoffen darf, dieſem Gatter zu
ent=
reriſche Grazie zu verleihen wiſſen. Glücklicherweiſe kom= kommen. Einen Meter tief iſt dieſes Drahtnetz auch in
men dieſe Extreme in dem gewöhnlichen Promenadenſchuh. das, Erdreich hinabgeſenkt. In der Mitte der Gehege ſteht
nicht zur Geltung. Der ſene Stiefel wird allerdings nur jeweils eine große Hundehütte, aus deren Hinterwand
noch beim Sport zum Schneiderkoſtüm getragen; aber eine ſeltſame Holzröhre wie ein Tunnel oder ein
Höhlen=
auch die Schuhe laufen verhältnismäßig breit aus und gang hinausführt. Jetzt, da wir an dem Gitter entlang
haben ziemlich niedrige Abſätze. Sehr elegant iſt die Ver= ſchreiten, gewahren wir freilich nirgends ein Zeichen von
arbeitung= verſchiedenen Leders, wobei man ſogar farbige Leben. Erſt bei dem zweiten Gehege, dort an der Mün=
Effekte nicht verſchmäht. Die kleidſame Befeſtigung durch dung des „Tunnels” zur Hütte, blickt aus dem Dunkel ein
gekreuzte Bänder iſt ſehr modern, und vielfach werden auch kleiner ſpitzer,dreieckiger Kopfhervor, man ſieht dſe lauſchend
Gamaſchen getragen, bei denen die Verzierung mit Knöp= geſtreckten Ohren, den neugierigen klugen Blick: der erſte
Fuchs der uns bewillkommnet. Aber erſt nachdem unſer
fen und Schnallen die Hauptrelle ſpielt.
** Auf der Fuchsfarm. „Ueber ſandige, einſame ſchweigſamer Führer in einige der Hütten gekrochen iſt
Straßen, vorüber an abgelegenen kleinen Bauernhöfen, und die Bewohner ins Freie getrieben hat, ſehen wir die
vorüber an großen windbewegten Seen, dann durch Unter= anderen Zöglinge dieſer Farm. Denn wir ſind hier auf
holz und Wald, führt der Weg bis zum Rande eines Ur= einer Anlage, in der Schwarzfüchſe und
Silber=
waldes, den ſcheinbar noch nie ein Menſchenfuß betrat” füchſe gehegt werden, um dereinſt ihr Fell für den
ſo beginnt ein Mitarbeiter der Times die feſſelnde Schil= Schmuck der Frauen Europas zu opfern.‟ Die Farm iſt
1913.
Nummer 246.
Fahnen und Landgewinde zieren die Häuſer. Die ge
ſamte Bevölkerung hat zuſammengewirkt, um dieſen
wur=
digen Feſtſchmuck zu ſchaffen. Große Scharen von
Schau=
luſtigen ſind aus der Umgegend herbeigeſtrömt. Die neue
evangeliſche Kirche auf dem königlichen Krongut Villa
Sarabonis ragt weithin in das Tal der Kyll. Der
mäch=
tige Bau des Profeſſors Schwechten zeigt ſtreng
roma=
niſche Formen. Das Innere der Kirche iſt überraſchend
ſchön. Auf der Feſtſtraße hatten Aufſtellung genommen
die Kriegervereine des Kreiſes Daun, Sanitätskolonnen,
der Turnverein Gerolſtein, ſowie eine Abordnung der
Feuerwehr, ferner Tauſende von Schulkindern aus den
umliegenden Ortſchaften. Auf dem Feſtplatz vor der Kirche
ſtanden 500 Knaben und Mädchen der Gemeinde
Gerol=
ſtein, ferner die Lehrer des Kreiſes Daun, die ſich zu einem
Geſangverein zuſammengeſchloſſen hatten, und eine
Ehren=
kompagnie vom Infanterie=Regiment von Horn Nr. 29
mit Fahne und Muſik, dann die direkten Vorgeſetzten bis
zum Korpskommandeur. In der Kirche waren
verſam=
melt gegen 120 Ehrengäſte, darunter diejenigen
Perſon=
lichkeiten, welche ſich durch Spenden an dem
Zuſtandekom=
men des Kirchenbaues beteiligt haben. An die nicht ſehr
große Gemeinde der evangeliſchen Gemeinde Gerolſtein
waren etwa 300 Plätze ausgegeben worden; ebenſo walen
an die katholiſche Gemeinde Gerolſtein, da es ſich heute
um eine Ehrung des Kaiſers handelt, eine erhebliche
An=
zahl von Plätzen abgegeben worden. Den
Kriegerver=
einen waren für ihre älteren Mitglieder, denen die
Teil=
nahme an der Spalierbildung zu beſchwerlich ſein dürfte,
eine Anzahl Plätze angewieſen worden.
Als der Kaiſer von Daun her am Oſteingang von
Gerolſtein eingetroffen war, begann das herrliche Geläue
der neuen Kirche zu ertönen. Unter dem Jubel derBe
völkerung durchfuhr der Kaiſer den Ort und traf bald nach
11 Uhr vor der Kirche ein. Er ſchritt die Frontd
Ehrenkompagnie ab und nahm den Rapport des
Kreis=
vorſitzenden der Kriegervereine entgegen, und währende
dann dem Kirchenportal zuſchritt, ſcholl ihm der Geſang
der vereinigten Lehrer entgegen, die einen „Kaiſergrußt
und ein Eifellied vortrugen. Der Kaiſer trug, wie geſtern
die Uniform der Poſener Königsjäger zu Pferde
Mit ihm war Miniſter von Schorlemer
einge=
troffen. Am Hauptportal der Kirche wurde derKals
ſer von dem Miniſter von Trott zu Solz, den
Oberpräſidenten von Rheinhaben, dem Regierungs
präſidenten Dr. Baltz, dem Präſidenten des
Evan=
geliſchen Oberkirchenrates D. Voigt, dem
Konſiſtorial=
präſidenten Dr. Groos, dem Generalſuperintendenten
Klingemann, dem ſtellvertretenden Präſidenten des
Syno=
dalvorſtandes Superintendent Hafner, dem Pfarrer Beſt,
dem Landrat Weißmüller, dem Bürgermeiſter Sollhé uſ.
empfangen. Der Kaiſer wurde von Generalleutnant von
Schubert mit einer Anſprache begrüßt, der den Kaiſer bat,
den Bau der Erlöſerkirche dem Dienſte der Kirche feierlich
zu übergeben; der Kaiſer dankte dem Redner. — Der
bauer der Kirche, Geh. Baurat Schwechten, überreichte
dem Kaiſer den Kirchenſchlüſſel und der Kaiſer übergah
dieſen dem Generalſuperintendenten Klingemann
dieſer dem Pfarrer Beſt, der die Kirchentür unter
Segens=
ſprüchen aufſchloß und öffnete. Es erfolgte der Einzug
des Kaiſers und der Ehrengäſte in die Kirche. Der Kaiſe
wurde von Generalleutnant v. Schubert und dem Oberhof
marſchall Freiherrn v. Mirbach zu ſeinem Platze geleieh
Das Gefolge und die Ehrengäſte ſchloſſen ſich an.ach
ihnen wurden die Deputationen der Kriegervereinet
ihren Fahnen in die Kirche geführt. Während des
zuges ſang der evangeliſche Kirchenchor aus Trier unde
Kinderchor der Gemeinde mit Orgel= und Poſaunele
gleitung den Choral „Tochter Zions freue dich
Weiherede hielt Generalſuperintendent Klingemann
Die Predigt hielt der Gemeindepfarrer Beſt.
Nach der kirchlichen Feier begab ſich der Kaiſer,he
gleitet von dem Ehrengefolge, in das durch einen
Säulen=
gang mit der Kirche verbundene Muſeum, das Funde
aus dem Boden, auf dem die Erlöſerkirche gebaut iſt, aufs
bewahrt. Hiernach beſichtigte der Kaiſer das ihm ſchon
von ſeinem Beſuche vor drei Jahren her bekannte Terraiſ
auf dem die Reſte der alten Mauern der Villa
Sara=
bodis bis weit über die Grundmauern hin aufgeführ
ſind, ſo daß ein guter Ueberblick über den Grundriß der
Villa eines reichen Römers gegeben iſt. Zum Schluß
nahm der Kaiſer den Vorbeimarſch der
Ehren=
kompagnie entgegen. Der Kaiſer ſtieg dann über eine
extra angelegte Freitreppe zum Gerolſteiner Bahnhof
empor, wo im Sonderzuge das Frühſtück
eingenom=
men wurde. Nach der Tafel beſichtigte der Kaiſer noch
einmal allein die Erlöſerkirche, um die Wirkungen der
architektoniſchen Schönheiten noch einmal zu genießen. Der
vielleicht die größte und erfolgreichſte Neufundlands, nicht
weniger als 40 Füchſe nennt ſie ihr eigen. Für ein Paar,
Fuchs und Füchſin, wurden erſt dieſer Tage 56000 Mark
geboten aber der Beſitzer ſchüttelte lächelnd den Kopf, ihm
gelten ſie mehr, und ihm werden ſie auch mehr einbringen.
In einer der Hütten ſehen wir eine Füchſin mit dier
Jungen; die Sachverſtändigen bewerten dieſe kleine
Fa=
milie auf 140000 Mark.
Alle Füchſe ſcheinen ſich in dem ihnen von
Menſchen=
hand gezimmerten Bau und bei dieſem Leben unter freiem
Himmel und rauſchenden Baumkronen ſehr wohl zu
füh=
len; nachdem das erſte Mißtrauen, das unſer vorſichtiges,
faſt geräuſchloſes Nahen erweckte, verflogen iſt, kommen
die Tiere aus ihren Schlupfwinkeln hervor. Hier rennt
eine ruheloſe Füchſin wie ein Wolf im Zoologiſchen
Gar=
ten ohne Pauſe haſtig längs der einen Seitenwand ihres
Geheges hin und her und dreht ſich am Ende der Linie
jeweils mit einem ganz erſtaunlich ſchnellen Ruck um,
ſonſt aber ſehen wir nirgends Zeichen von Unruhe oder
Beſorgnis. Das iſt das Verdienſt des kundigen
india=
niſchen Wächters, der die Tiere nicht erſchreckt; in anderen
Farmen, wo man den vierbeinigen Zöalingen
Aufreg=
ungen nicht ſo ſorgſam fernhält, ſind die Tiere oft viel
un=
ruhiger, ſuchen haſtig einen Weg zur Freiheit zu graben,
ſtoßen dann in der Erde auf die Drahtnetze und
beſchä=
digen ſich nicht ſelten ihren koſtbaren Balg. Während auf
der Prinz Edward=Inſel die Füchſe bereits ausgerottet
ſind, findet man ſie in Neufundland noch in der Freiheit,
kann alſo die Vorräte ergänzen; und im Walde ſind auch
die Trapper beſchäftigt, ſtellen eifrig ihre Fallen, und
ſcheuen wohl auch nicht die von der Regierung ausgeſetzten
hohen Strafen von 4000 Mark für jeden Fuchs, der
wäh=
rend der Schonzeit gefangen wird.”
* Eine 84jährige Greiſin im Zeppelinluftſchiff. Zu
dem Jubiläumsflug des Zeppelinluftſchiffes „Sachſen”
von Leipzig nach Haida, der am 20. Oktober zur
Erinne=
rung an die Völkerſchlacht bei Leipzig geplant iſt, hat der
Privatier G. R. Werner in Niederlößnitz bei Dresden
570 Mark für Plätze für ſich ſeine Frau und ſeine 84 Jahre
alte Mutter eingeſandt. In dem Beſtellbriefe heißt es:
„Meine Mutter hat den erſten Eiſenbahnzug auf der
Leip=
zig-Dresdener Eiſenbahn geſehen; ſie will nun auch
ſehen, wie es ſich auf einem Zeppelin reiſt. Sie hat ſich
ſchon lange danach geſehnt”,
Nummer 246.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 16. Oktober 1913.
Seite 5.
Malſer begab ſich dann im Aufomobilt nach Bonn, wo ſzeuge zwiſchen dem Leutnan Freindt auf einer Alba. 1 wam Detinger und Landan ins Ansland abgereiſ ſeien.
ger in der Villa Schaumburg Wohnung nahm.
tros=Taube und dem Flieger Linnekogel auf einer! Der Zeuge Archimandrit Potſchajewlaura Antonom, der
Nach der Abfahrt des Kaiſers verſammelten ſich in Rumpler=Taube, der einen Paſſagier mit ſich führte. Sie früher im Saratower Kloſter tätig war, berichtet ihm
der Gerolſteiner Bahnhofswirtſchaft die Ehrengäſte der ſtießen ungefähr in 30 bis 50 Meter Höhe zuſammen. Alle bekannte Fälle der Vergangenheit, wo Juden Kinder zu
Feſtfeier zu einem Feſtmahle, bei welchem des Kaiſer= drei wurden verletzt.
Tode gequält haben und weiſt Urkunden über zwei
der=
waares in feierlichen Reden gedacht wurde. An die
Kai=
artige Mordfälle im 18. Jahrhundert vor. Die Vertreter
* Johannisthal, 14. Okt. Der Z uſam
erin wurde ein Telegramm gerichtet. — Heute abend
wer=
der Zivilklägerin beantragen, dieſe Urkunden dem gericht=
Den die Gerolſteiner Felspartien und das Tal der Kyll inmen ſtoß des Leutnants Freindt mit Linne=lichen Protokoll beizufügen. Der Staatsanwalt prote=
Buntfeuer aufleuchten. Der Münterley=Felſen erhielt den kogel und Begleiter Golde erfolgte in 20 Meter Höhe. ſtiert dagegen. Ueber das Verhalten der Juden Chriſten
Mamen „Kaiſer Wilhelm=Felſen”.
Die Apparate ſtürzten zur Erde und wurden vollſtändig gegenüber befragt, erklärt der Zeuge Antonom, wenn ſich
* Bonn, 15. Okt. Der Kaiſer traf heute nachmit= zertrümmert. Linnekogel erlitt eine Stirnver= die Erde auftäte, würde man viele Knochen derer finden,
letzung und Rückgratverſtauchung, Freindt trug einen die von Juden zu Tode gemartert worden ſeien.
lag gegen 4 Uhr, von Gerolſtein kommend, mit Gefolge im Bruch des rechten Oberſchenkels und des linken Unter=
Uutomobil hier ein und fuhr unter dem Geläute der
Der Zeuge Paptſchuk, Hausknecht in der Fabrik
Sai=
kiefers davon, während Golde ſcheinbar eine leichte Ge= zews, ſagte aus, die Kinder hätten häufig auf der Lehm=
Blocken, von einer zahlreichen Menſchenmenge begrüßt, zu
dvem Palais des Prinzen Adolf zu Schaumburg. Lippe, hirnerſchütterung erlitt.
kneterei im Fabrikhofe geſchaukelt. Sobald Beilis ſie
wo er bis Freitag abend bleiben wird. Die Stadt trägt
* Johannisthal, 15. Okt. Heute morgen lan= jedoch anſchrie, ſeien ſie davongelaufen, Von Juden hätten
auf dem Fabrikhofe nur der Verwalter Dubowik und
Flaggenſchmuck. Es herrſcht Regenwetter.
dete um 8,09 Uhr der Militärflieger Leut= Beilis gewohnt. Letzterer habe Scheerſon, der bartlos iſt,
nant Geyer, von Mülhauſen i. E. auf Aviatik= häufig beſucht. Im März hätte auch der Sattler= Borko
doppeldecker kommend.
Guldja dort gearbeitet. Schneerſon ſagte über die Er=
Luftfahrt.
* Inſterburg, 15. Okt. Der Flieger Langer, mordung Juſtſchinskis aus von der Auffindung der
der geſtern mittag auf einem Pfeildoppeldecker von Jo= Leiche habe er erſt durch die Zeitungen erfahren. Er ſelbſt
Der Weltrekordflug Stöfflers.
hannisthal kommend, hier landete, iſt um 12.41 Uhr wie= habe Juſtſchinski, Jenja Tſcheberjak und die anderen
g. Darmſtadt, 15. Okt. Der Flieger Stöffler der aufgeſtiegen, um nach Paris zu fliegen.
Knaben nicht gekannt. Der Zeuge Baruch Saizew, Enkel
hat mit ſeinem geſtrigen Fluge die bisherige
Höchſt=
des Jonas 3. Saizew, erklärte, die beiden Juden
Oet=
heiſt ung von Brindejone, der 1386 Kilometer inner=
* Danzig, 15. Okt. Der Flieger Langer, der tinger und Landau ſeien Verwandte von ihm. Oettinger
halb 24 Stunden durchflog, ganz bedeutend über= heute nacht wieder in Inſterburg aufgeſtiegen war, mußte ſtamme aus Galizien und ſei im Januar in Kiew zum
oten. Stöffler landete geſtern abend um 11 Uhr 55 wegen widriger Winde auf dem Rückfluge nach Berlin bei Beſuch geweſen. Während der Verleſung der Briefe des
Minuten in Schlettſtadt, wo er ſich beſcheinigen ließ daß Dreidorf in der Nähe von Preuß.=Stargard nieder= Beilis, die dieſer im Gefängnis geſchrieben hat, ſagte
er bis dahin 2155 Kilometer innerhalb 24gehen.
Beilis, er habe den zweiten durch Kozatſchenko beförderten
Stunden zurückgelegt hat. Von Schlettſtadt iſt
* Wien, 14. Okt. Oberleutnant Elsner, welcher Brief. ohne ihn durchgeleſen zu haben, unterſchrieben.
Stöffler gleich wieder aufgeſtiegen und um 12.42 Uhr in heute morgen um ½9 Uhr mit einem Paſſagier auf dem Der Gehilfe des Gefängnisdirektors Krupinski und der
Mülhauſen, Flugplatz Habsheim. gelandet Stöffler, der Flugfeld Aſpern aufgeſtiegen war, iſt um ½ 12 Uhr vor= Gefangenenaufſeher Omeljanowski ſtellten feſt, daß der
ſch bei der Landung nach ſeiner Weltrekordleiſtung in ver=mittags auf dem Flugfelde Goerz gelandet. Er hat Brief des Beilis, welcher bei Kozutſchenko konſisziert
worden iſt, durch einen verkleideten Aufſeher der Frau
kältnismäßig friſchem Zuſtande befand, hat insgeſamt die Strecke Wien=Goerz in drei Stunden zurückgelegt.
Beilis eingehändigt wurde, nachdem man ihn vorher, um
*220 Kilometer durchflogen. Der große Preis von 300 000
* Lons=le=Saunier 14. Okt. Der Frei= ihn dem Unterſuchungsrichter vorzuzeigen, kopiert hatte
Stark der Nationalflugſpende dürfte hiernach Stöfflerhallon der mit vier Deutſchen, darunter einen
ſcher ſein. Die beiden großen Preiſe der Nationalflug= Reſerveoffizier, bemannt war, landete in der Nähe von
ſioende von 200 000, reſp. 300 000 Mark kommen am 31. Salins im Jura. Der Unterpräfekt von Poligny, welcher
Loktober dieſes Jahres zur Verteilung. Bereits am 13. von Gendarmen, die bei der Landung geholfen hatten, be=
Das Grubenunglück in Wales.
Ugektober hatte Stöffler vergeblich verſucht, die von ihm nachrichtigt worden war, begab ſich zur Landungsſtelle, um
* London, 14. Okt Das Unglück in dem
ſlbſt aufgeſtellte bisherige Beſtleiſtung zu überbieten.
die Unterſuchung vorzunehmen. Es handelt ſich um Tou= Kohlenbergwerk „Univerſal” in Senghe=
Cstöffler war am 16. September von Mülhauſen i. E. über
riſten aus Freiburg im Breisgau, die vom Wind nith iſt dasſchrecklichſte das ſich je in Süd=
Gstuttgart und Chemnitz nach Warſchau geflogen und hatte
verſchlagen und durch Mangel an Ballaſt gezwungen, ſan= wales ereignet hat. Gegen acht Uhr morgens
reit Umwegen zirka 1300 Kilometer erreicht. Dieſe
den mußten. Sie beabſichtigten nach der Schweiz zu flie= wurde in einem Umkreis von mehreren Meilen eine
Heiſtung genügte ihm indes noch nicht. Er ſuchte ſie noch
gen. Papiere, die die Landesverteidigung intereſſieren dumpfe Detonation gehört. Männer, Frauen und
Kin=
beizeiten zu verbeſſern, bevor ihm ein anderer zuvorkam, konnten, führten ſie nicht mit ſich. Die Bevölkerung trug der eilten zu den Schachteingängen, wo ſie erfuhren, daß
Weſer Verſuch iſt ihm nun in glänzendſter Weiſe gelungen. ein höfliches Benehmen zur Schau. Die Luftſchiffer die Exploſion, die den Schacht in Brand ſetzte kurz nach
ſprachen den Behörden von Salins ihren Dank für die ge= dem Einfahren der Tagesſchicht erfolgte. Nach allen
noſſene Gaſtfreundſchaft aus. Sie werden die Erlaub= Landesteilen wurde ſofort um Hilfe telephoniert. Um
Der Gordon=Bennett=Flug.
nis zur Rückkehrerhalten, wenn ſie den Zoll be=
9 Uhr ſtiegen die erſten Rettungsmannſchaften in den
* Paris, 14. Okt. Von den am Sonntag am Gor= zahlt haben.
Schacht. Eine Stunde blieb man ohne Nachricht. Gegen
don=Bennett=Flug aufgeſtiegenen 18 Ballons
11 Uhr wurde bekannt, daß etwa 300 Bergleute gerettet
nd dreizehn gelandet und zwar zumeiſt in der
ſeien. Sechs Leichen wurden zutage gefördert. Den
gan=
retagne. Alle drei deutſchen Ballons ſind geſtern abend
zen Nachmittag über ſtanden tauſende von Leuten an dem
Gerichtszeitung.
wedergegangen. „Duisburg” in Parame. „Hamburg” bei
Schacht, die Nachricht von ihren Verwandten erwarteten.
Laap Frehel und „Metzeler” in Ducy. Der öſterreichiſche
Der Kiewer Ritualmord=Prozeß.
Es ſpielten ſich erſchütternde Szenen in dem Augenblick
allon „Aſtarte” landete in Lanion (Departement Cötes=
* Kiew, 14. Okt. Der Gerichtshof lehnte einige An= ab, als Leichen vorübergetragen wurden. Vom König iſt
der=Nord).
träge des Verteidiger Sarudny ab, darunter die Vorla= eine Depeſche eingetroffen, in dem er ſeine und der
* Eroſſen a d. Oder 14. Okt. Der Ballon dung eines gewiſſen Pawlowitſch, der zu den Ausſagen Königin aufrichtige Teilnahme ausſpricht. Abends er=
„Metzeler” vom Niederſchleſiſch=Märkiſchen Verein für Golubews über die verteilten Flugblätter bekunden klärte der Chefinſpekteur der Bergwerke von Südwales,
biuftſchiffahrt der am Sonntag nachmittag in Paris zum ſollte. Der Präſident bemerkte, daß der Antrag nicht zur auf der öſtlichen Seite des Bergwerks ſeien alle gerettet,
Gordon=Bennett=Wettflug mit Hans Berliner Sache gehöre. Der Verteidiger Karbtſchewski äußerte 418 ſeien noch in den weſtlichen Schächten
Lund C. Mann aufgeſtiegen war, iſt heute abend 6 Uhr 42 ſeine Verwunderung über dieſe Anſicht. Da das Gerichtjenſeits des Brandherdes, der ſich in einem
Minuten ſehr glatt an der Küſte des Atlantiſchen Ozeans durch Golubew zum erſten Male von Pawlowitſch Durchgang befindet, wodurch Luft in die Schächte geführt
hörte, erſuchte die Verteidigung um ſeine Vorladung. Der wird. Man tut alles Mögliche um die Luftzufuhr
auf=
n Meerbuſen von St. Michel (Bretagne) gelandet.
* Paris 15. Okt. Der an dem Gordon= Präſident rief den Verteidiger zur Ordnung. Die Zeu=recht zu erhalten. Man hält bis zum letzten Augenblick
Beennett=Fluge teilnehmende amerikaniſche Ballon gin Sacharowa will von der Sache nichts wiſſen. Wahr= an der Hoffnung feſt.
* Cardiff, 14. Okt. Nach den neueſten Feſtſtellungen
(sood=Yeal” iſt über den Aermelkanal ge= ſcheinlich ſchwatzte Uliana Schachowskaja in der
Trunken=
ogen und bei dem Hafen von Bridlingſon in York= heit von einem Knaben Holjuſchni, ſie kenne ihn nicht. befanden ſich zur Zeit der Exploſion 931 Bergleute
lure gelandet. Von dem öſterreichiſchen Ballon Holjuſchni wurde mit Sacharowa konfrontiert. Er beſtä= in den Schächten. Bis nachmittags ſind 511 gerettet
rankfurt”, Pilot Lehnett, der zuletzt bei Grandville ge= tigte, daß er dem Geſpräch der Zeugin mit Schachowskaja worden, ſo daß noch 420 Bergleute vermißt werden.
beiwohnte. Sacharowa erzählte, daß ein Mann mit
* Cardiff 14. Okt. Um 3.10 Uhr nachmittags
icetet wurde und gleichfalls dem Meere zuflog, iſt bisher ſchwarzem Bart den Knaben Juſchtſchinski in die
Ziegel=
eume Nachricht eingetroffen.
wütete das Feuer noch. 434 Bergleute fehlten
brennerei ſchleppte.
Ein Beamter im beſonderen Auftrage des General= beim Aufruf Das Feuer brennt zwiſchen den Leuten und
* Mannheim, 15. Okt. Heute früh 1 Uhr ſtieg gouverneurs von Märder, der die Angelegenheit der Ju= dem Schacht. Der Chef der Bergwerksinſpektion ſagte,
ie: Flieger Ehrhardt mit einem Waſſerflugzeug den verwaltet, ſagt aus: Am 12. November 1911 war daß eine Rettung unmöglich ſei, bevor das Feuer geköſcht
an Flugzeugbau Friedrichshafen auf und landete dem Generalgouverneur ein Geſuch zugegangen, welches wäre.
* Cardiff, 14. Okt. Die letzten Nachrichten von der
ur 4 Uhr bei der Frieſenheimer Inſel bei der Zellſtoff= um die Erlaubnis zur Errichtung eines jüdiſchen
Gebet=
ahrik, wohin er Benzin beſtellt hatte. Nach Einnahme hauſes in dem freiſtehenden Speiſeſaale des im Hofe der Grube „Univerſal” beſagen, daß ſo gut wie alle
Hoff=
o Benzin ſtieg er um ½9 Uhr wieder auf und flog in Saizewſchen Fabrik neu errichteten Armenhauſes bittet. nung aufgegeben iſt, die noch eingeſchloſſenen 418
Es erſchien verdächtig, daß ſich in dem neueröfneten Ar=Vergleute zu reten. Die Rettungsarbeiten mußten
ein=
ei Richtung rheinabwärts weiter.
* Mainz, 15. Okt. Der Flieger Ehrhardt menhauſe ein überflüſſiger Speiſeſaal befinden ſollte. Da= geſtellt werden, bis das Feuer gelöſcht iſt, oder bis es von
her beſichtigte der Generalgouverneur perſönlich das ſelbſt erliſcht.
ſon der Flugzeuggeſellſchaft Friedrichshafen, der erſt kürz= Armenhaus. Hierbei ſtellte ſich heraus, daß der Speiſe=
* Cardiff, 15. Okt. 20 weitere Bergleute ſind
id durch einen Dauerflug über den Bodenſee hervorge= ſaal eine regelrechte Synagoge war. Das Armenhaus
Aleezen iſt, ſtartete heute nacht 12½ Uhr in Friedrichshafen, wurde aus den Einkünften der Fabrik Saizew unterhal= heute früh 2 Uhr noch lebend geborgen worden.
in ſich in einem Fluge nach Danzig um den großen Preis ten. Der Generalgouverneur lehnte das Geſuch ab. Als
* Cardiff 15. Okt. Die Feuersbrunſt in den
e Fluaſpende zu bewerben. Um 10.15 Uhr paſſierte er mit der Zeuge den Hof des Saizewſchen Grundſtückes verließ, Schächten iſt gelöſcht. Man rüſtet jetzt
Rettungsmans=
eimem Waſſerflugzeug in nur 100 Meter Höhe bei Nebel berichtete ihm ein Polizeioffizier, daß in dem Hofe der ſchaften aus, um das Bergwerk zu durchſuchen. Bis heute
no Regen Mainz.
Saizewſchen Fabrik fromme Juden, Oettinger und Lan= früh 10 Uhr ſind 26 Leichen geborgen worden. Die Ge=
* Johannisthal, 14. Okt. Kurz nach 345 Uhr dau, gewohnt hätten. Auf die Frage des Verteidigers ſamtzahl der Geretteten beträgt 487. Das Schickſal
ſträgnete ſich ein Zuſammenſtoß zweier Flug= Gruſenberg antwortet der Zeuge, er könne nicht angeben, von 393 Mann iſt noch unbekannt.
Berton und Neukomm Kompoſition und bei Sauſſaye hält u. a. 2 Trios mit Klavier, 6 Quintette in verſchiede=
Zur Aufführung von C. H. Mangolds Violine. Von Paris kehrte er in ſeine Vaterſtadt zurück, ner Beſetzung, 1 Septett und 1 Oktett für Streich= und
um ſich vorzugsweiſe der Kompoſition zu widmen. Seine Blasinſtrumente, ſowie 13 Streichquartette.
Streichquartett in Femoll.
Zu den ſchönſten Erzeugniſſen der letzteren Gattung
öffentliche Tätigkeit war in erſter Linie dem Muſik=
Mit der Wiedergabe des F-moll=Streichquartetts von verein gewidmet, den er kurz nach ſeiner Rückkehr von zählt das vierſätzige F-moll=Streichquartett.
Unverkenn=
ſemgold am Montag, den 13. Oktober, beabſichtigte das Paris übernahm und volle 50 Jahre. bis zu ſeinem uner=bar iſt des großen Beethoven Einfluß auf die Geſtaltung
ſtan mſtädter Streichquartett, das Gedächtnis des vor 100 wartet raſchen Tode, von 1839 bis 1889, leitete. Von die= des 1. Satzes. Hier erinnern die erſten Takte der drei
Iaheren, am 8. Oktober 1813, in Darmſtadt geborenen ſer Stelle aus ergab es ſich wie von ſelbſt, daß ſeine bedeu= unteren Stimmen gleich im Beginn an den Anfang der
leſ ſters zu ehren. Wer längere Zeit in Darmſtadt gelebt tende und ungemein ſympathiſche Perſönlichkeit den weit= C=moll=Sinfonie des Großen, zu dem Mangold in
ſchwär=
iſt an den örtlichen muſtkaliſchen Vorgängen in irgendgehendſten Einſuß auf die Geſchmacksrichtung und diemeriſcher Verehrung aufblickte. Von ernſter Energie
nar Weiſe teilgenommen hat, der weiß, welche Bedeu=muſikaliſche Erziehung ſeiner Mitbürger gewann. Durch durchdrungen, drückt das erſte Hauptthema dem ganzen
lng für die Entwickelung des muſkaliſchen Lebens ein ihn wurde der Muſitverein eine Zentrale, die die beſten, Datz einen trotzigen Charakter auf, der aber durch die ſanſte
Uſan mſtadt dem fünf Jahrzehnte langen Wirken Mangolds guter Muſik huldigenden Elemente der Stadt anzog und Schwermut des Seitenthemas, einer breit geſponnenen,
Mimumeſſen iſt. Ein auf breiter Grundlage erworbenes mit einem trefflich geſchulten gemiſchten Sängerchor die wundervollen Melodie in As=dur, unendlich gemildert
ön nen, allgemein gediegene Geiſtesbildung, nimmer reichen Schätze der einſchlägigen Geſangsliteratur in wür= wird. Die Struktur des Satzes iſt ſchlechthin meiſterhaft.
llſtunde Berufs= und Arbeitsfreudigkeit, unerſchütterlicher diger Darbietung den weiteſten Kreiſen zugänglich machte. Ein zart empfundenes Andante con moto, deſſen
Haupt=
llaube an die hohen ſitlichen und kulturellen WerteNeben Mangolds ſegensreicher Wirkſamkeit im Muſikver=ſatz im ½ Takt mit einem reizenden Thema im
Unt rer Kunſt und der feſte, unbeeinflußbare Wille, ſeine ein dirigierte er auch nacheinander den „Sängerkranz”, ½=Rhyihmus alterniert, iſt auf dem Boden
Mendelsſohn=
initleriſche Ueberzeugung in die Tat umzuſetzen, — alle den Damengeſangverein „Cäcilia” und den „Mozart=Ver= ſcher Romantik gewachſen. Ihm folgt ein knapp gefaßtes,
ſehr keck in D-moll einſetzendes Scherzo, dem ein
reizend=
eſte Eigenſchaften machten dieſen ſeltenen Mann in her= ein” Von 1848 bis 1869 war er am Hoftheater als „
Hof=
rnagendem Maße geeignet, eine führende Stellung in muſik=Direktor” angeſtellt. Großherzog Ludwig III. ehrte duftiges, von wieneriſcher Tanzſeligkeit ſingendes Trio in
ner Vaterſtadt einzunehmen und den Kunſtbeſtrebungen lihn im Jahre 1898 durch die Verleihung der goldenen D=lun gegenübergeſtelle iſt. Oder ſind es Anlänge an die
von ihm ſo ſehr geliebten Algäuer Alpen? Der letzte Satz
nes Wirkungsgebietes die Wege zu weiſen, die er als Medaille für Kunſt und Wiſſenſchaft.
Eine außerordentliche Fruchtbarkeit entfaltete Man= ähnelt im Stimmungsgehalt wieder dem erſten. Auch
Ablig erkannt hatte. Die heutige Generation, der es
Uicht vergönnt war, dem Meiſter perſönlich näher zu gold als ſchaffender Künſtler auf den verſchiedenſten Ge= hier folgt dem düſteren E=moll des erſten Themas ein
lyri=
bieten der Kompoſition. Ein= und mehrſtimmige Lieder, ſcher Seitenſatz in As=dur. Später entringt ſich dem
Aten, ihm in ſeine hellen, oft von Begeiſterung glänzen=
In AAugen zu ſchauen, weiß nicht, welch großen, von Ver=gemiſchte Chöre, Männerchöre, Kantaten, Melodramen, dunkeln Gewölk der Molltonart das ſonnige F=dur und
eung durchdrungenen Anhängerkreis er beſaß und wie Ouvertüren, Sinfonien, Oratorien und Opern haben ihm läßt das Ganze mit einem leiſen Abſchiedswort, einem
Ull, a und freudig dieſer auf ſeine künſtleriſchen Intentio= in der Muſikwelt einen hochgeachteten Namen erworben. kaum gehauchten „Lebewohl!” — den erſten Tönen des
Viele ſeiner wertvollſten Schöpfungen haben ſeinen Namen Seitenthemas — ausklingen. — So liefert auch dieſes
ſſrzeinging.
EEin kurzer Rückblick auf den Werdegang Mangolds weit über Darmſtadts Mauern hinausgetragen und glän= Werk den Nachweis von der ſouveränen Künſtlerſchaft
ligt uns, mit welcher Sorgfalt ſeine muſikaliſche Erzie=zendes Zeugnis für ſein außergewöhnliches Können und eines Meiſters, den die Stadt Darmſtadt mit berechtigtem
Stolze einen ihrer Söhne nennt. Um die deutſche
Ung; geleitet wurde. Seinen erſten Unterricht im Kla= ſeine vornehme Kunſtauffaſſung abgelegt.
Weniger bekannt dürfte es ſein, daß der Meiſter auch Kunſt aber wird es ſo lange gut beſtellt ſein, als
Män=
ſr., Violinſpiel, Geſang und Kompoſition empfing er
nidem um 17 Jahre älteren Bruder Wilhelm, nachmali= das intime Feld der Kammermuſik mit großer Liebe be= ner von ſolch umfaſſendem Wiſſen und Können und ſo
n Hofkapellmeiſter in Darmſtadt. 1834 gingen beide trat und eine ſtattliche Anzahl ſchöner Werke ſchuf. Dasvornehmer, überzeugungsſtarker Geſinnung für ihre hehren
Müder zu Studienzwecken nach London. Von 1836—39 Verzeichnis der von der Familie Mangold der Hofbiblio= Ideale wirken und ſchaffen, wie Carl Amandus
E. Me
ſſdierte C. Amand in Paris bei Bordogni Geſang, bei thek in Darmſtadt überwieſenen Kammermuſikwerke ent= Mangold.
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 16. Oktober 1913.
Nummer 246.
ſinr Men eichet ue. Zlier limnſte hennt aeterter inenteier enr, dr Per ninr menen wie anit in ict n ns eiher hiemnenen
keine Kulturentwicklung umzuſtoßen. Darum darf ich wurden ſie gerettet.
ſondern auch die Unternehmen in Wien, Hamburg und
bitten, auf unſere Frauen zu trinken. Unſere Frauen
Um Mitternacht bewölkte ſich der Himmel, das Wetter! Breslau zu exiſtieren auf.
hoch. hoch, hocht
— Fechenheim, 15. Okt. In der hieſigen
Chemi=
wurde böig und die Rettungsarbeiten wurden ſuspendiert,
Frau Oberbürgermeiſter Lauter=Karlseuhe möchte da die Leute auf den Booten nichts mehr ſehen konnten.ſchen Fabrik von Leopold Caſſella u. Co. ereignete ſich
ihrerſeits Freude geben, weil auch den Frauen ſo viel Das Feuer hatte mittlerweile durch den Zwiſchendecks= heute nachmittag gegen halb 5 Uhr ein tödlicher Unglücks
Freude gegeben wurde heute abend. Ueberhaupt iſt uns raum für Frauen das Hinterteil des Schiffes ergriffen, fall. Durch Ueberdruck explodierte ein Farha
Frauen viel gegeben worden in dieſen Tagen. Ich meine aber dieſes wurde vor den Paſſagieren geheim gehalten,lapparatkeſſel, deſſen ſyrupartige heiße Flüſſigkeit
dabei beſonders die Frauen vom Roten Kreuz, in deren damit dieſe die Nacht hindurch ſich ruhig verhielten. Der den Tod des den Apparat bedienenden Fabrikarbeiters
Namen ich dem herzlichſten Dank Ausdruck geben möchte. erſte Ingenieur, die Maſchiniſten und ich ſelber verbrachten des 19 Jahre alten Karl Wüſt aus Jakobsthal im Speſſärt
Es drängt mich, neben dieſem Dank noch etwas anderes die Nacht durch Herſtellung kleine Flöße für den Fall, daß zur Folge hatte.
— Halle, 15. Okt. Der heute in Halle verſammelte
zum Ausdruck zu bringen. Obwohl wir Frauen heutzutage das Feuer vor Tagesanbruch durch das Deck durchbrennen
gern obenauf ſind, und viel auf unſere Rechte pochen, müſſen ſollte. Um 5 Uhr 15 Min. erſchienen die erſten kleinen Beirat des Leipziger Aerz teverbandes
wir doch anerkennen, daß wir ohne die Herren nicht aus= Boote längsſeits des Schiffes. Das Wetter und die Seeerklärte einſtimmig, daß, nachdem die Friedensvorſchläge
kommen können. (Hört! hört!) Wir haben doch die Er= hatten ſich beruhigt und ermöglichten nun, daß die Paſſa= des Deutſchen Aerztevereins=Bundes und des Leipziger
fahrung machen müſſen, daß da, wo die Herren mit uns giere ſchnell ausgeſchifft werden konnten. Alle Dampfer Verbandes von den Krankenkaſſenverbänden abgelehn
arbeiten, es noch einmal ſo gut geht. Und ich hoffe, daß ſchifften zahlreiche Bodte aus. Wir konnten drei mit worden ſind, die deutſche Aerzteſchaft genötigt ſei, den ihr
die wertvolle Mitarbeit unſerer Herren uns immer zuteil Paſſagieren füllen. Die Paſſagiere verließen das Schiff aufgezwungenen Kampfmit allen Kräften durch
werden wird, auch in Zukunft. Und ich möchte dabei an in guter Ordnung; es herrſchte keine Panik. Die zufechten.
Poſen, 15. Okt. Die Witwe Hedwig Stawegans
ein anderes Schillerwort erinnern: Wo Starkes ſich mit Frauen begannen erſt zu weinen, als Hilfe da war. Gegen
Mildem paarte, da gibt es einen guten Klang. Auf 8 Uhr früh waren alle Inſaſſen, insgeſamt 400 Dormavo (Kreis Meſeritz) vollendete heute, wie amſlch
dieſen guten Klang, daß er uns immer erklingen möge, Paſſagiere, vom Schiffe fort. Ich ſelbſt durchſuchte feſtſteht, ihr 120. Lebensjahr.
II B. Zürich, 15. Okt. Die TelephonlinieBe
daß die Herren immer unſere Mitarbeiter bleiben mögen, das Schiff. Da niemand mehr an Bord war, entſchloß ich
möchte ich die Frauen und Schweſtern vom Roten Kreuz mich ſelber, das Schiff zu verlaſſen und ſchiffte mich mit lin-Baſel-Brig-Mailand, die jetzt fertig geſtelle
bitten mit mir ihr Glas zu leeren. Unſere Herren: Hoch! dem Reſt der Mannſchaft auf der „Kroonland” ein. Von iſt, wurde von Profeſſor Breiſig=Beclin, Profeſſor
hoch! hoch!
den zwei vermißten Booten haben wir nichts mehr gehört. giono=Italien und der ſchweizeriſchen Telegraphen=Dilll
Damit war der Reigen der Tiſchreden geſchloſſen. Vorüberfahrende Schiffe ſuchten vergebens, Ausguck da= tion verſchiedenen Prüfungen und Meſſungen un
worfen. Dieſe ergaben befriedigende Reſultate, ſodaß
Das Mahl nahm einen recht animierten Verlauf. Es nach zu halten.
wurde folgende Speiſen=Folge aufgetragen:
Mock=
die ganze Linie in den nächſten Tagen dem Betriebe üh
turtleſuppe — Oſtender Steinbutte mit holländiſcher
geben werden kann.
Sport, Spiel und Turnen.
Tunke und Fiſchkartoffeln — Maſtkalbrücken mit ver=
Petersburg, 15. Okt. Beim Kirchenbau in Pa
ſchiedenen Gemüſen umlegt — junge Gans mit Kompott
* Pferdeſport. Rennen zu Tremblay, 15. Okt. ſind vom Kirchenbaukomitee 100000 Mark unterſchle
und Salat — Fürſt=Pückler=Eis mit Waffeln.
Prir Aloss; 3000 Francs: 1. Berthellemys Foullah Deer, gen worden.
Die Küche des Herrn Smets fand allgemeine An= 2. Atocha, 3. Ecaille II. 98:10; 28, 50, 230. — Prir
Ver=
erkennung. Die Tafelmuſik ſtellte die Kapelle des Großh. lion: 3000 Fres.: 1. C. Foreſts LOren Barre, 2. Opaline,
Geplantes Attentat?
Artilleriekorps unter Leitung des Herrn Obermuſikmeiſters 3. Monſieur de Seuderi. 72:10; 26. 48110. — Troiſisme
HB Dresden. 15. Okt. Heute ſcheint auf den in
F. Mickley.
Prir de Cavaliere; 4000 Francs: 1. Duc Decazes Kythnos
2. Ma Lili, 3. King Baby. 41:10; 16, 15, 22:10. — Prix den zum Beſuch des ſächſiſchen Hofes weilendenGrö
fürſten Kyrill von Rußland ein Attentn
Vitupeſe; 5000 Francs: 1. Olry=Roederers Esmeir, 2.
Der Brand des Dampfers „Volturno‟.
geplant geweſen zu ſein. Im Hotel Europäiſcher Hofgtäft
Amiclar, 3. Red White and Green. 63:10; 19, 17, 43:10.
* LeHavre, 14. Okt. Der auf der „Touraine” an=
Prir Jumilhar; 10 000 Francs: 1. Flatmans Ignotus, mittags ein junger, in den 20er Jahren ſtehenderam
ein und verlangte ein Zimmer mit Fenſter nache
gekommene Koch Mennema erzählte, die Schuld an 2. Palme d’Or, 3. Chouchoute. 52110; 22. 22110. —— Prir
Prager Straße hinaus, die vom Bahnhof zum königlichen
dem Brande trage ein Raucher, der eine Zigarette Tergette; 4000 Francs: 1. Gautiers Dundee II, 2. Plaiſir Schloß führt. Da er kein Gepäck bei ſich führte, älch
weggeworfen habe. Das Feuer wurde durch die Lebens= d’Amour, 3. Kabérolles. 54:10; 22, 29, 60110.
mittel und die Fäſſer genährt und griff reißend um ſich.
Rennen zu Newmarket, 15. Okt. The Ceſare, ſeinen Namen nicht nannte und ſich durch ſein Weſen
dächtig machte, namentlich, als er darum bat, ihn ſo
Trotz der Panik unter den Paſſagieren ereignete ſich kein witch Stakes: 1. Mr. C. Wadias Fiz Yama (Herbert), ein Billett für die Hofoper zu beſorgen, wurde die Polla
Fall von Indiſziplin.
2. Mr. J. S. Morriſons Grave Greck, 3. Mr. Le de Roth=
* Montreal, 14. Okt. Ein drahtloſes Telegramm ſchilds Lavaine. 24 liefen. Wetten: 50:1; 100:8, 100:6. verſtändigt. Als ſodann der Großfürſt an dem Hotel
überfuhr, rief man den jungen Mann aus dem Zimm
über Camperdown (Neuſchottland) von Bord der „
Kroon=
unter dem Vorwande, daß ein Billett für die Hofel
land”, auf dem der Kapitän, die Telegraphiſten und 80
nicht zu haben ſei, daß man ihm aber ein ſolches für
Paſſagiere des „Volturno” ſich befinden, bringt Nach=
Vom Balkan.
Vorſtellung im Reſidenz=Theater zur Verfügung ſtellen
richten über das Befinden der Ueberlebenden,
* Cetinje, 14. Okt. Die Montenegriner könne. Wahrſcheinlich hatte der Unbekannte inzwi
welche erklären, die erſte Exploſion und das Entſtehen des
Feuers ſei verurſacht worden durch das Aneinanderprallen haben die zerſprengten Albanier auf der Linie Gu= wahrgenommen, daß man auf ſeine Perſon aufmelli
einiger Kiſten im Kühlraum, die Chemikalien enthielten ſinje-Dſchakowa zurückgeworfen. Einzelheiten über die geworden war und er ging deshalb in das Reſite
Kämpfe fehlen.
Theater. Dort revidierte die Polizei während der
und deren Inhalt ſich dadurch vermiſchte.
* Sofia, 14. Okt. Am Donnerstag wird mit der ſtellung ſeinen in der Garderobe abgegebenen U
* London, 14. Okt. Der Dampfer Minneapolis”
iſt heute nachmittag in Graveſand mit 30 Geretteten Wiederbeſetzung der an Bulgarien gefallenen Ge= zieher Man fand darin einen geladenen Revol
von dem „Volturno”, ſämtlich Ruſſen oder Angehö= biete Thraziens begonnen. Die hierfür beſtimmten und einen ſcharf geſchliffenen Dolch. Die Polizei nahn
Truppenteile ſind marſchbereit.
rige der Balkanſtaaten, eingetroffen.
den Unbekannten feſt, der ſchließlich zugab, ein Ruſſen
Belgrad, 15. Okt. Mit Rückſicht auf die Not= ſein und in Berlin ſeinen Studien obzuliegen. nd
* London, 14. Okt. Die Cunardlinie erhielt heute
vom Kapitän des Dampfersg„Campania” ein wendigkeit, den eingerückten Reſerviſten Erleichterungen iſt es noch nicht gelungen, ſeinen Namen feſtzuſtellen un
Funkentelegramm über Crockhaven (Irland), wonach die für die Regulierung ihrer Zahlungsverpflichtungen zu überhaupt Aufklärung in die Angelegenheit zu brihſiem
„Campania” am 12. Oktober, nachmittags um 2.15 Uhr gewähren, beabſichtigt die Regierung, im Verordnungs= Die Polizei nimmt an, daß man es vielleicht auch
den Dampfer „Volturno” 47 Grad 37 Minuten nörd= wege eine Verfügung zu treffen, wonach Wechſelver=einem geiſtig Unzurechnungsfähigen zu tun hat,
licher Breite und 33 Grad 45 Minuten weſtlicher Breite pflichtungen, ſowie gerichtliche Exekutionen
umfahren habe. Der „Volturno” trieb in ſüdweſtlicher unbeſchadet des Umſtandes, daß das Moratorium am 12.
Zum Grubenunglück in Südwales,
November abläuft, bis zum 28. Dezember aufzu=
Richtung mit einer Geſchwindigkeit von einem Knoten in
der Stunde Aus dem Schiffe ſtieg Rauch auf, aber derſchieben ſind.
* Cardiff. 15. Okt. Obwohl das Feuer
* Wien, 14. Okt. Wie die Südſlawiſche Korreſpon= univerſalgrubet erloſchen iſt, wird
Rumpf ſchien in guter Verfaſſung und fähig zu ſein, noch
unbegrenzte Zeit zu treiben. Die Umgebung des Damp= denz aus Saloniki meldet, iſt es bei Kanti zwiſchen längere Zeit dauern, bis das ganze Bergwerk durchſucht
fers wurde ſorgfältig nach vermißten Booten abgeſucht griechiſchen und türkiſchen Truppen zu einem werden kann, da einzelne Grubenteile bis zu zwei Meilen
Sechs Stunden ſpäter ſetzte der Dampfer La Lorraine” blutigen Zuſammenſtoß gekommen. Die Grie= vom Schachteingang entfernt ſind Die an mehnenen
chen haben die türkiſchen Abteilungen zurückgedrängt und Stellen aufgefundenen Leichen waren bis zur Unkenntlichs
die Suche nach Booten fort, aber ohne Erfolg.
Kojumköj beſetzt.
keit verſtümmelt, andere hielten ſich eng umſchlungen
Ausführlicher Bericht der Kataſtrophe.
Wien, 15. Okt. Die Meldungen über das Ein= Weiter ſtießen die Rettungsmannſchaften auf ein
aule=
rücken der ſerbiſchen Truppen in das auto= ſchirrtes noch lebendes, unverſehrtes Pferd. Auch andee
* Neu=York, 15. Okt. Kapitän Inch von dem nome Albanien im Verein mit gewiſſen Aeußerun= noch aufgefundene lebende Pferde mußten unter großln
Dampfer „Volturno” ſandte heute Nacht folgendes Tele= gen der offiziöſen Samouprawa finden hier ſehr ernſte Schwierigkeiten an die Oberfläche gebracht werden
gramm von dem Dampfer „Kroonland” ab: Am 9. Beachtung, beſonders, da die Erklärungen des
Mi=
ganze Gegend feiert. Die Bergleute geleiten im Sonn=
Oktober, um 6 Uhr 50 Min. früh, als wir uns unter 49 niſterpräſidenten Paſitſch im Belgrader Radikalen Klub tagsſtaat die Leichen in die Wohnungen, wo ſie vonde
Grad 2 Min. nördlicher Länge und 34 Grad 51 Min. weſt= undementiert blieben. Da Oeſterreich=Ungarn in eind Frauen erwartet werden. 1000 Frauen und Kindenſi
licher Länge befanden, meldete der erſte Offizier Feuer Aenderung der von den Mächten beſchloſſenen Grenzen ohne alle Mittel.
im Lagerraum Nr. 1. Um 6 Uhr 55 Min. brachen Albaniens nicht einwilligt, ſteht dem Vernehmen nach
die Flammen durch die Luken Nr. 1 und ſetzten das ganze demnächſt ein Schritt der Monarchie in Beſgrad bevor,
Eiſenbahnzuſammenſtoß.
Vorderdeck und die ganze Ausrüſtung auf Deck in Brand. indem die ſerbiſche Regierung befragt wird, was ſie mit
* Liverpool, 15. Okt. Der Erpreßzug von
Wir verlangſamten unſere Geſchwindigkeit und hielten der Beſetzung der ſogenannten ſtrategiſchen Punkte
be=
das Schiff vor dem Winde, um die Dampflöſchapparate iabſichtigt, wann Serbien ſeine Truppen zurückziehen Mancheſter ſtieß im St.=James=Bahnhof in Libel=
und drei Spritzen in Betrieb ſetzen zu können. Die Flam= werde und was die Aeußerungen in der ſerbiſchen Preſſe pool mit einem anderen Zuge zuſammen
6 Leichen konnten geborgen werden. Man befürchtet,
men griffen rapide um ſich und erreichten das Licht auf zu bedeuten hätten.
dem Topmaſte. Die Wache unter Deck war eingeſchloſſen
daß 10 Reiſende getötet und viele verletzt wor=
und kam in den Flammen um. Am Vorderdeck erfolgte
den ſind.
eine Reihe von Erploſionen, die den Salon und das
Letzte Nachrichten.
Amtlicher Wetterbericht.
Hoſpital in der Mitte des Schiffes zerſtörten. Ich ließ
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
durch drahtloſe Telegraphie ſofort um Hilfe bitten, als
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
die Flammen die Luken ergriffen.
* Berlin, 15. Okt. Nach längerer Ausſprache im
Im Bereiche hohen Druckes hatten wir geſtern meiſt
Kapitän Inch ſchilderte nun das Herablaſſen der Boote. Deutſchen Proteſtantenverein wurde eine Re= heiteres, trockenes kühles Wetter; nachts ſank der Luſte
Nr. 13 und Nr 5 wurden zertrümmert. Nr. 2 mit den
ſolution einſtimmig angenommen, in der es heißt: Der druck über ganz Deutſchland außerordentlich, indem das
Paſſagieren erſter Klaſſe und den Stewards, unter dem Proteſtantentag ſpricht die Erwartung aus, daß die nördliche Tief bis zum Feſtland vordrang und uns hei
Kommando des erſten Offiziers, ſchlug im Waſſer um, evangeliſchen Landeskirchen im Schutze des Gewiſſens die meiſt weſtlichen Winden Bewölkung und Niederſchläge
richtete ſich aber wieder auf und mehrere Mitglieder der für den Pfarrer und die Gemeindemitglieder notwendigen brachte; über England ſteigt der Druck wieder; doch
Mannſchaft, darunter der erſte Offizier, kletterten wieder agendariſchen Freiheiten ſchaffen. Bekenntniſſe, die nur werden wir morgen noch keine weſentliche Beſſerungen
in das Boot. Nr. 6, unter dem Befehl des vierten Offi= mit geiſtigem Vorbehalt zu leiſten ſind, können nur die warten können.
ziers, mit Zwiſchendeckspaſſagieren fuhr gut ab. Nr. 7 Quellen des Mißtrauens und der Schwäche ſein und ſtrei=
Ausſichten in Heſſen für Donnerstag, den 16. Okt.:
geriet beim Herablaſſen unter das Heck und wurde völlig ten wider die Ehre jedes proteſtantiſchen Kirchenweſens. Meiſt trüb und wolkig, geringe Niederſchläge,
nordweſte=
zertrümmert. Kapitän Inch fährt fort: Inzwiſchen kämpften
— Die erſte Hauptverſammlung wurde darauf geſchloſſen. liche Winde.
der erſte Ingenieur, zwei Matroſen und ich mit dem Feuer,
* Leipzig, 15. Okt. Großfürſt Kyrill, der Ver=
(Schluß des redaktionellen Teils.)
und da wir anſcheinend die Flammen gedämpft hatten, treter des Zaren zur Einweihung des
Völkerſchlachtdenk=
ließ ich keine Boote mehr abgehen, weil auch die Car= mals, iſt heute abend kurz vor 6 Uhr, von Dresden
kom=
mania‟ Nachricht gegeben hatte, uns um 11 Uhr früh zu mend, hier eingetroffen.
Talifia
erreichen. Rettungsgürtel wurden nun verteilt und jedem
* Wiche (Bezirk Halle), 15. Okt. In dem Kaliſchacht
Paſſagier angelegt. Die Paſſagiere wurden jetzt ruhiger. der Gewerkſchaft Reichskrone bei Loſſar wurden der
Zim=
ein, natürliches, angenehmes Abführmittel,
Um 9 Uhr ſtellte es ſich heraus, daß die Bunker in Flam= mermann Paul Knecht aus Wiche und der Bergmann
men ſtanden. Da es dort wegen der Gaſe unmöglich war, Schaumburg aus Oſtramondra beim Zuſammen=das ſth infolge ſeiner milden und doch zuverläſſigen
die Flammen zu löſchen, ſo wurden die waſſerdichten bruch der Bühne getötet. Die Verunglückten Wirkung beſonders bei zarten Naturen, Frauen und
Kindern bewährt hat, wird auf Grund ſeines hervor=
Türen geſchloſſen und Waſſer durch die Luke Nr. 2 in das waren jung verheiratet.
* London, 15. Okt. Im St.=James=Palaſt fand heute ragenden Wohlgeſchmacks, ſowie ſeiner reinen, ſtets gleiche
Feuer gepumpt, das ſich aber die ganze Zeit hindurch
immer mehr ausbreitete. Um 11 Uhr kam die Carmania” die Hochzeit des Prinzen Arthur von Con=mäßigen und ſorgfältigen Herſtellung gern bei
gelegent=
an, ließ ein Boot hinab, doch konnte es das Schiff wegen naught mit der Herzogin Fife ſtatt. Große Men=licher und habitueller Verſtopfung, Verdauungsſtörungen
des hohen Seeganges nicht erreichen. Ich erſuchte die ſchenmengen füllten die Straßen in der Nähe des und fehlendem Appetit eingenommen und von Aeratenven
St.=James=Palaſtes, un der Ankunft der Gäſte beizu= ordnet. Achten Sie beim Einkauf auf die Marke „Califial
„Carmania” das Boot Nr. 2 zu ſuchen. Dann kam der
0 Pik.
In allen Anotheken erhältlich, in Originalflaſchen zu Mk. 1.50, ert
„Seydlitz” und ließ ein Boot hinab; es konnte aber nicht wohnen, unter denen ſich auch der König und die Königin Flaſche Mk. 2.50. Beſt.: Spr. tei Calitorn. 75. Ext. Senn, Uau. ((21618
Carvoph. comp. 5.
herankommen. Etwa um 3 Uhr nachmittags kehrte die befanden, die, von der Leibwache eskortiert, in Begleitung
Carmania” zurück und verſuchte, uns mit zwei Rettungs= des Prinzen von Wales gekommen waren. In dem
Angeſichts der Verteuerung der meiſten Gemſimitel
(I,21621
booten zu erreichen, doch waren dieſe alle vom Bug zu Augenblick, als das Königspaar die Mallſtraße paſſierte,
weit entfernt. Um 11 Uhr abends waren mehrere Damp= durchbrach eine Frau den Polizeikordon und verſuchte zu iſt auf die Billigkeit von
E
fer angekommen. Die Boote des „Kroonland” machten dem königlichen Wagen zu gelangen. Sie wurde jedoch
SRNGRO
pier Verſuche, zu uns zu gelangen, wurden aber jedesmal an ihrem Vorhaben gehindert.
beſonders hinzuweiſen. Dieſe fachgemäße Miſchung
aus=
weggeſchwemmt. Um 9 Uhr 30 Minuten befanden ſich die
— Berlin, 15. Okt. Der Beſitzer des Zirkus Buſch, ſchließlich britiſch=indiſcher Tees ſteht qualitativ ſo hoch,
erſte Kajüte und das Kartenhaus in Flammen. Das Deck,
die Kommandobrücke und alles vor dem Schornſteine Kommiſſionsrat Buſch, gedenkt am 1. Oktober 1914 ſich daß ſie den weitgehendſten Anſprüchen zu genügen
ver=
brannte nun lichterloh. Die Dynamomaſchinen für die ins Privatleben zurückzuzieyen und ſein Zirkusunter= mag. Dabei ſtelt ſich infolge der außergewöhnlichen
Pumpen verſagten aus Mangel an Dampf. Die Marconi= nehmen vollkotnmen aufzulöſen. Als Grund wird die Ausgiebigkeit eine Taſſe Sang=Ho Tee aukkaum
Telegraphiſten arbeiteten bis 11 Uhr mit Akkumulatoren, neue Luſtbarkeitsſteuer angegeben, durch die das Unter= über 1 Pfg. Gratisproben bei MORlz LANDAT
wo die Maſchine auf der Brücke erplodierte. Verſchiedene nehmen mit 700 Mark Steuer für jeden Abend belaſtet Fernſprecher 116.
Nummer 246.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 16. Oktober 1913.
Seite 9.
Phet
Todes=Anzeige.
Statt jeder beſonderen Anzeige.
ſeinetehententcte
4
Gott dem Allmächtigen, dem Herrſcher über
Teilnehmenden Verwandten Freunden
(5
92
Trauer-Blousen Trauer-Röcke
Leben und Tod, hat es gefallen, meine liebe
und Bekannten hiermit die traurige Nachricht,
Gattin, unſere gute, unvergeßliche Mutter,
daß geſtern abend 8 Uhr meine liebe Frau,
Großmutter und Schwiegermutter
(21673
. Trauer-Mäntel, Trauer-Stoffe ig
unſere gute Mutter, Schwiegermutter, Schweſter
(
und Tante
(21653
L
In reicher Auswahl!
Frau Margarethe Brücher
Christine Gerbig
Anderungen sofort! 11
geb. Völger
geb. Batt
heute nacht um 2½ Uhr nach langem, ſchwerem
Gebr. Höslein.
nach langem, ſchwerem Leiden geſtorben iſt.
A.
Leiden im Alter von 64 Jahren zu ſich in die
Ludwigsplatz. . J. 2
Ewigkeit abzurufen.
7
(34
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Die trauernd Hinterbliebenen:
Georg Gerbig, Privatier.
35 Ma
Familie Heinrich Brücher II.,
Darmſtadt, den 15. Oktober 1913.
4464a
Heinrich Brücher III.,
„,
Von Blumenſpenden bittet man gefl. abſehen
„,
Aus Kurorten.
Wilh. Brücher III.,
zu wollen.
Heinrich Kunz,
Der ſo prachtvoll gelegene Kümmelbacherhof Die Beerdigung findet ſtatt am Freitag, den
Gg. Wilh. Benz,
E delberg wurde durch die Weingroßhandlung C.
Franz Herrmann,
ſtchſer daſelbſt käuflich erworben und geht am 1. Januar 17. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichen=
Aug. Rüdinger,
halle des Friedhofes aus.
dden neuen Beſitz über. Wie wir hören, ſoll alsdann
Hermann Pröschel.
ee
Wirtſchaftsbetrieb auf einige Zeit geſchloſſen werden,
Neuerungen ſchaffen zu können, damit ein der Neu=
Arheilgen, den 15. Oktober 1913
. entſprechender Betrieb ermöglicht wird. Jeder
ekurfreund, der die „Perle des lieblichen Neckartales”
Die Beerdigung findet Freitag, den 17. ds. Mts.,
nait, dürfte über dieſe Nachricht erfreut ſein.
nachmittags 3½ Uhr, ſtatt.
Dankſagung.
Famiemaetrichten.
Für die vielen Beweiſe und Aufmerkſamkeiten,
ſowie die reichen Blumenſpenden anläßlich der
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Beſtattung unſerer lieben, unvergeßlichen Gattin,
Tagung des Verbandes der Deutſchen Krankenpflege=
Mutter, Tochter, Schweſter, Schwägerin, Tante
anſtalten vom Roten Kreuz um 9 Uhr im Saalbau.
und Nichte
(21652
Volksunterrichtskurſe: Vortrag um 8½ Uhr in
Verwandten, Freunden und Bekannten
hier=
der Techniſchen Hochſchule.
mit die ſchmerzliche Nachricht, daß geſtern
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Rummelbräu um
Frau Anna Wöber
meine liebe, unvergeßliche Frau, meine treu=
8 Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr. — Café „Metropole‟
um 8 Uhr.
geb. Eifert
(21655
beſorgte, heißgeliebte Mutter
Bilder vom Tage (Auslage Expedition
Rhein=
ſagen wir allen Verwandten, Freunden,
Be=
ſtraße 23): Das am 18. Oktober zur Einweihung
gelan=
kannten, wie allen Teilnehmern, insbeſondere
gende Völkerſchlachtdenkmal bei Leipzig. — Der deutſche
Herrn Pfarrer Velte für deſſen inhaltsreiche,
Frau Marie Dörner
Flieger Helmuth Hirth, der Sieger beim
Waſſerflug=
troſtſpendende Grabrede, und für die liebevolle,
zeug=Meeting in Como (Italien). — Von den
Manö=
aufopfernde Pflege und Hingabe der Schweſtern
nach langem, ſchwerem Leiden plötzlich
ver=
vern in Dänemark, König Chriſtian mit ſeinem
Gene=
des Städtiſchen Krankenhauſes, unſeren innigſten
ralſtab auf einer Anhöhe. — Königin Wilhelmine von
ſchieden iſt.
und wärmſten Dank.
Holland im Manövergelände.
In tiefſter Trauer:
Kunſthalle am Rheintor, geöfnet Werktags von
Leonhard Wöber und Kind,
11—4 und Sonntags von 10—4 Uhr.
Adam Dörner, Werkmeiſter,
Familie Heinrich Eifert,
Ober=
fahnenſchmied i. P.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Kätha Dörner.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Darmſtadt, Trennfurt, Mannheim, Kiel,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
Darmſtadt, den 15. Oktober 1913.
den 14. Oktober 1913.
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
Kondolenzbeſuche dankend verbeten.
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Die Beerdigung findet Freitag, den 17. Okt.,
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
Tageskalender.
nachm. 1¾ Uhr, vom Trauerhauſe
Schwanen=
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Donnerstag, 16. Oktober.
ſtraße 75 aus, ſtatt.
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende gegen nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
10½ Uhr (Ab. C): „Martha”.
G
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 16. Oktober 1913.
Nummer 246.
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[ ← ][ ][ → ]
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
37 16.
Donnerstag, 16. Dtober.
1915.
Bekanntmachung.
Darnſiadt, den 8. blieder mn=
Zufolge Allerhöchſter Entſchließung Seiner Königlichen Hoheit des Groß=
An die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
erzogs ſind aus Anlaß der 100jährigen Wiederkehr des Tages der Schlacht bei
äpzig am 18. ds. Mts. die Geſchäftszimmer der unterzeichneten Behörden geſchloſſen.
Ich beauftrage Sie, die Stammrollen der Jahrgänge 1908, 1909, 1910, 1911
Darmſtadt, den 15. Oktober 1913.
1912 und 1913 behufs der Berichtigung alsbald k. H. hierher einzuſenden.
Großherzogliche Provinzialdirektion Starkenburg
und
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt:
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
(21609
Fey.
(21650
Bekanntnachung
Zimmerarbeit.
Jahrhundertfeier.
Die Herſtellung einfacher
Ein=
ber die Durchführung des Reichsgeſetzes, betreffend die Be=
Am 17 18. und 19. Oktober wird auch in unſerer Stadt die
eüchnung des Raumgehaltes der Schankgefäße,friedigungsbretterwände beider=100. Wiederkehr der Befreiung unſeres Vaterlandes von jahrelanger
ſeits des Straßendurchbruchs Bis=Fremdherrſchaft feſtlich begangen werden.
vom 20. Juli 1881,
marckſtraße—Dornheimer Weg ſoll
in der Faſſung der Novelle vom 24 Juli 1909.
Ich richte aus dieſem Anlaß an die verehrliche
Einwohner=
verdungen werden.
ſchaft die Bitte, durch reichen Fahnenſchmuck der Häuſer den Gefühlen
Da nach § 2 Abſatz 4 des genannten Geſetzes, welches am Arbeitsbeſchreibungen und Be=der Freude und Dankbarkeit ſichtbaren Ausdruck geben und dazu bei=
Auguſt 1909 in Kraft getreten iſt, nach dem 1. Oktober 1913 auch dingungen liegen bei dem Tief=ltragen zu wollen, daß die Erinnerungstage, ihrer Bedeutung ent=
Gebrauch von Schankgefäßen für Bier mit dem früher zuläſſigen hauamt, Zimmer Nr. 4, zur Ein=ſprechend, ein feſtliches Gepräge erhalten.
eüngeren Abſtand des Füllſtrichs vom oberen Rande des Gefäßes
Darmſtadt, den 14. Oktober 1913.
(21578md
licht mehr geſtattet iſt, müſſen jetzt alle zur Verabreichung von ſicht offen.
Angebote ſind bis
Der Oberbürgermeiſter:
Keein, Obſtwein, Moſt oder Bier dienenden Schankgefäße (ein=
Freitag, 17. Oktober I. Js.,
Dr. Gläſſing.
hüeßlich der Stammgläſer) in Gaſt= und Schankwirtſchaften den
nachmittags 4 Uhr,
lſeizen Vorſchriften, namentlich hinſichtlich des Abſtandes des Füll=hei unterzeichneter Stelle
einzu=
rchs vom oberen Rande des Gefäßes entſprechen. Wir werden reichen.
(21etat (Verſteigerung im ſädtiſchen Lethamt.
uger nunmehr gemäß § 6 der heſſiſchen Ausführungsverordnung
Darmſtadt, 14. Oktober 1913.
am 19. März 1913 zu obengenanntem Reichsgeſe eine Nachprüfung
Tieſbauamt.
Montag, den 27. Oktober 1913, von nachmittags 2 Uhr
e: Schankgefäße in den Gaſt= und Schankwirtſchaften vornehmen
ab, beginnt die Verſteigerung im ſtädtiſchen Leihamt,
Kirch=
ſeen.
ſtraße 9, dahier.
Einen Auszug aus dem Geſetze veröffentlichen wir nachſtehend
eeete
Es kommen zum Ausgebot:
Me. e
i dem Anfügen, daß unter den im §4 genannten „gehörig ge=
Monene
Montag, den 27. Oktober, von nachmittags 2 Uhr ab: Weißzeug
ſſernpelten‟ Früſſigkeitsmaßen geeichte Flüſſigkeitsmaße zu verſtehen
und Kleidungsſtücke.
ino. Mit Hilfe dieſer geeichten Flüſſigkeitsmaße haben ſich die
Dienstag, den 28. Oktober, von nachmittags 2 Uhr ab: Gold,
Warte ſelbſt von der Richtigkeit ihrer Schankgefäße vor der
Silber, Brillanten, Uhren, Ringe.
ngebrauchnahme zu überzeugen, auch haben ſie auf Verlangen ihren
Mittwoch, den 29. Oktober, von vormittags 9 Uhr ab:
Photo=
ſefften und Kunden die verabreichten Getränke vorzumeſſen.
graphiſche Apparate, Muſikwerke, Geigen, Zithern, Opern=
Wir bemerten ferner noch, daß nach 55 der heſſiſchen
Aus=
gläſer, Ferngläſer und Reißzeuge;
Uinrungsverordnung zu dem Reichsgeſetz die Schankgefäße nur einen
an demſelben Tage, von nachmittags 2 Uhr ab: Weiß=
Alſtrich und eine Bezeichnung des Solinhalts haben dürfen;
zeug und Kleidungsſtücke.
doch ſind alte Füllſtriche und Bezeichnungen, die in haltbarer und
Donnerstag, den 30. Oktober, von vormittags 9 Uhr ab:
Weiß=
den Zweifel ausſchließender Weiſe durchſtrichen oder vernichtet ſind,
zeug und Kleidungsſtücke;
ſäbeſondere dann nicht zu beanſtanden, wenn der maßgebende neue
an demſelben Tage. von nachmittags 2 Uhr ab:
Fahr=
üllſtrich nebſt zugehöriger Bezeichnung auf der entgegengeſetzten
räder, Nähmaſchinen, Regulateure, Wanduhren, Weißzeug
ſiatte des Gefähes liegt.
und Kleidungsſtücke.
Darmſtadt, den 14. Oktober 1913.
Freitag, den 31. Oktober, von vormittags 9 Uhr ab und von
nachmittags 2 Uhr ab: Gold, Silber, Uhren, Ringe und
Großherzogliches Polizeiamt.
dergleichen.
Gennes.
Die zur Verſteigerung heranzuziehenden Pfänder ſind folgende:
Nr. 2642 bis einſchl. Nr. 37918.
Auszug
Die Verſteigerung findet gegen ſofortige Barzahlung ſtatt. Die
Austöſung verkallener Pfänder hat bis längſtens Samstag, den
uis dem Geſetz, betreffend die Bezeichnung des Raumgehaltes
à6₰
Greif
25. Oktober 1913, vormittags 12 Uhr, zu erfolgen.
1 Schankgefäße, vom 20. Juli 1881 (Reichsgeſetzblatt S. 249)
Der ſofortige Wiederverſatz ausgelöſter, verfallener Pfänder
Der Faſſung der Novelle vom 24. Juli 1909 (Reichsgeſetz=
à7₰
Nimrod
kann vom 23. Oktober I. Js. ab großen Andrangs wegen nicht
blatt S. 891).
(21599ddd
mehr ſtattfinden.
1.
Darmſtadt, den 14. Oktober 1913.
à8a
Borneo Import
Schankgefäße (Gläſer, Krüge, Flaſchen uſw.), welche zur
Die ſtädtiſche Leihamtsverwaltung.
er-abreichung von Wein, Obſtwein Moſt oder Bier in
Gaſt=
int. Schankwirtſchaften dienen, miſſen mit einem bei der Auf=
Paul.
Hamb. Fehlfarbenà 10 ₰
nung des Gefäßes auf einer horizontalen Ebene den Sollinhalt
karrenzenden Strich (Füllſtrich) und in der Nähe des Strichs
lit der Bezeichnung des Sollinhalts nach Litermaß verſehen Marca Celesta à12s
Verſteigerungs-Anzeige.
it.: Der Bezeichnung des Sollinhalts bedarf es nicht, wenn
irſelbe ein Liter oder ein halbes Liter beträgt.
Der Strich und die Bezeichnung müſſen durch Schnitt Schliff, MReichskanzler à15= Donnerstag, den 16. Oktober 1913, nachm. 4 Uhr,
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öffentlich zwangsweiſe gegen Barzahlung
und Preiswürdigkeit
Zugelaſſen ſind nur Schankgefäße, deren Sollinhalt einem
a) beſtimmt: 1 Oelgemälde (Landſchaft) mit ſchwerem
oder einer Maßgröße entſpricht, welche vom Liter
auf=
unübertroffen.
Goldrahmeu, 1 Standuhr, 1 ſchwarzen Frackrock:
ts durch Stufen von einem halben Liter, vom Liter abwärts
b) vorausſichtlich: 3 Büfetts, 8 Vertikos, 3
Schreib=
nich Stufen von Zehnteilen und vom halben Liter abwärts
tiſche, 3 Spiegel=, 4 Kleider= und 3 Warenſchränke, 4 Diwans,
uhch Stufen von Zwanzigteilen des Liters gebildet wird.
A. Flach
2 Sofas, 3 Seſſel, 2 Trumeaux, 1 Schreibmaſchine, 1 Partie
§ 2.
Bilderleiſtenſtäbe, 1 Partie Teppiche und Läufer pp;
Der Abſtand des Füllſtrichs von dem oberen Rande der Schank=
Inh. Jean Hahn
an Ort und Stelle: 80 Zementrohre.
äße muß.
(21628
Darmſtadt, den 15. Oktober 1913.
a) bei Gefäßen mit verengtem Halſe, auf dem letzteren ange=426 (mittl.) Elisabethenstr.
bracht, zwiſchen 2 und 6 Zentimeter,
217a)
Thüre, Großh. Gerichtsvollzieher,
b) bei Schankgefäßen für Bier zwiſchen 2 und 4 Zentimeter,
c) bei anderen Gefäßen zwiſchen 1 und 3 Zentimeter
Bleichſtraße 9.
Mod. gr. Muff.
ſtrragen.
Zu verkaufen: Stola und Hut
Der Maximalbetrag dieſes Abſtandes kann durch die zuſtändige
Lieferung
Uhere Verwaltungsbehörde hinſichtlich ſolcher Schankgefäße, in welchen in w. Plüſch m. ſchw. Samt, noch
n ihrer Natur nach ſtark ſchäumende Flüſſigkeit verabreicht wird, nicht getragen, für 30 Mk.
von Küchenbedürfniſſen und Abnahme von Spülicht.
(*11880
Zu erfr. in der Exp.
ſie: die vorſtehend bezeichneten Grenzen hinaus feſtgeſtellt werden.
Die Lieferung des Bedarfs an Kolonialwaren, Gemüſe, Kar=
Die höhere Verwaltungsbehörde iſt ferner befugt, den in Abſatz
Sofa, 1 Petrol.=Stehlampe toffeln, Backwaren, Milch, Eier, Käſe und Fiſchen pp., ſowie die
Ab=
zu b bezeichneten Mindeſtbetrag des Abſtandes für Gefäße von 1 zu kaufen geſucht. Offert. unt. nahme des Spülichts und der Knochen ſoll für die Zeit vom 1.
No=
nerm halben Liter Inhalt und darüber bis auf 3 Zentimeter zuſC 4 an die Exp.
(*11907
vember 1913 bis 31. Oktober 1914 vergeben werden.
hähen.
Die Bedingungen liegen auf dem Geſchäftszimmer Nr. 31
Bis zum 1. Ottober 1913 iſt der Gebrauch von Schankgefäßen ſ parmet. Ugeh. u. Schſiebgos, Palat.,
Kaſerne Ahaſtraße, Mittelbau — zur Einſicht offen.
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Eilboten- u. Rein gungs-Institut
Angebote mit entſprechender Aufſchrift ſind bis zum Er=
Der durch den Füllſtrich begrenzte Raumgehalt eines Schank= Ibel & Lotz, G. m. b. H. öffnungstermin — 22. Oktober 1913, 10 Uhr vormittags —
Abt. I. Versicherunggegen verſiegelt und portofrei ebendaſelbſt abzugeben. Proben 48 Stunden
füßes darf
vorher. Zuſchlagsfriſt 8.Tage.
a) bei Gefäßen mit verengtem Halſe höchſtens 1,
(21315sd
Darmſtadt, den 10. Oktober 1913.
b) bei anderen Gefäßen höchſtens ½ geringer ſein als derl Ungeziefer
Sollinhalt.
Die Küchenverwaltung
Elisabethenstr. 31 Telephon 461
§ 4
der I. Abteilung Feldartillerie=Regiments Nr. 25.
Gaſt= und Schankwirte haben gehöria geſtempelte
Flüſſigkeits=
ube von einem zur Prüfung ihrer Schankgefäße geeigneten
Einzel=
ter Geſamtinhalt bereit zu halten.
Küchen=Lieferung.
§ 5
Am 28. Oktober 1913, 9 Uhr vormittags, Vergebung
Gaſt und Schankwirte, welche den vorſtehenden Vorſchriften
widerhandeln, werden mit Geldſtrafe bis zu einhundert Mark Vertilgung von Ungezieker 1der Küchenbedürfniſſe und Abfälle ausſchließl. Fleiſch= und
Wurſt=
waren, für die Zeit vom 1. Dezember 1913 bis 30. November 1914
jed. Art, wie Wanzen, Käfer,
lter mit Haft bis zu 4 Wochen beſtraft. Gleichzeitig iſt auf
Ein=
im Unteroffizier=Speiſeſaal III117.
Ratten, Mäuse, Motten,
ihnung der vorſchriftswidrig befundenen Schankgefäße zu er=
Verſiegelte Angebote und Proben mit Aufſchrift „
Küchen=
ineen, auch kann die Vernichtung derſelben ausgeſprochen werden. Ameisen usw., billigst unter
lieferung” ſind bis 25. Oktober 1913 einzuſenden.
schriftl. Garantie u. Diskr.
§ 6
Die Lieferungsbedingungen liegen im Bataillonsgeſchäfts=
(21200sdi
Die vorſtehenden Beſtimmungen finden auf feſtverſchloſſene (
ver=
zimmer offen.
jecte, verkapſelte, feſtverkorkte uſw.) Flaſchen und Krüge, ſowie auf
Küchen=Verwaltung II/117, Alicekaſerne Mainz.
Zahlung
ſſchalnkgefäße von ½ Liter oder weniger nicht Anwendung. (21602dfs
Artikel II
Bekanntmachung.
nach
Dieſes Geſetz tritt am 1. Auguſt 1909 in Kraft.
Die Lieferung des Bedarks an Kartoffeln, Gemüſe, Kolonial=
waren (ausſchl. Kaffe und Konſerven), Eier, Butter, Mehl. Brot,
ſo=
ſpoſt=, Gemüſe= u. Karkoſſelmarkt
Erfole!
wie Abnahme des Spülichts und der Knochen ſoll für die Zeit vom
Ge
i. Rovember 1913 bis 31. Mktober 1914 vergeben werden. Schriftliche
verbunden mit
Angebote ſind bis zum 20. Oktober 1913, vorm. 9 Uhr, ver=
Für Hausbesitzer etc.
Ver-
ſiegelt und mit entprechender Aufſchrift verſehen — Kolonialwaren
oſt- und Gemüſe-Ausſtellungſ sicherung geigen Ungerieker
besonders zu empfehlen. Sehr 1 unter Beifügung von Proben — auf dem Zahlmeiſter=
Geſchäfts=
zimmer abzugeben, woſelbſt auch die Lieferungsbedingungen
einge=
im 18.—20. Oktober in den Saal= u. Garten= geringe Jahresprämie. (*338
(21437id
Feinste Zeugnisse u.ſehen werden können.
räumen der Brauerei „zum Schützenhof”.
Referenzen. — Kostenlose
Küchenverwaltung Garde=Dragoner=Regiments
Aussprache an Ort u. Stelle.
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 23.
ſnärittspreis 10 Pfg. (21608df) Loſe zu 30 Pfg.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 16. Oktober 1913.
Nummer 246.
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vorrätig.
10 Stück 98 Pfg.
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Wir beabſichtigen, auch im Winterhalbjahr 1913/14 wieder be=(Bei Beſtellung von 25 Stück an
ſondere Abendkurſe einzurichten. Ihre Eröffnung ſoll Ende Oktober
liefere frei ins Haus.)
1fd. Js. erfolgen. In ihnen ſollen Mädchen und Frauen, denen es
empfiehlt (21660
durch anderweitige Beſchäftigung am Tag nicht möglich iſt, ſich mit
den Arbeiten des Haushaltes vertraut zu machen, im Kochen und
Darmſtädter
Braten, ſowie im Nähen, Flicken und Stopfen unterwieſen werden.
Th. Kalbfuss
Die Herſtellung von Weihnachtsgebäck findet in dieſen Kurſen
beſondere Berückſichtigung.
Marktplatz am Rathaus. (21638a
Die Zahl der Unterrichsabende iſt auf 60 feſtgeſetzt. Die Ver=(Gleratbhhnnbel
teilung derſelben auf die einzelnen Wochen und Tage und die
Feſt=
legung der Unterrichtszeit erfolgen im Einverſtändnis mit den Kurſus=
Math. Rösenstock
teilnehmerinnen.
M
Ludwigſtr. 18, Karlſtr. 102,
Das Schulgeld für den ganzen Kurſus beträgt:
Selehshensteskaer
a) für hieſige Schülerinnen 2.— Mark.
Kaupſtraße 42, Landwehrſtr. 13
b) für auswärtige Schülerinnen 4.— Mark.
und Nieder=Ramſtädterſtr. 53. Gerade Hülsenfrüchten
Es iſt bei der Anmeldung zu entrichten.
bei
Telephon 490 u. 602.
Anmeldungen von Teilnehmerinnen aus dem Stadtbezirk
iſt das Besto (da es raſcher und
Darmſtadt werden Montag, den 20. Oktober, von 7—8 Uhr
beſſer kocht)
abends, in der Fortbildungsſchulklüche im Schulhaus
Rundeturm=
ſtraße 11, von ſolchen aus dem Bezirk der ehemaligen Gemeinde
das Billigsten
Beſſungen, Dienstag, den 21. Oktober, von 7—8 Uhr abends,
in den Fortbildungsſchulräumen im Schulhaus Hermannſtraße 21,
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In muſtergiltiger Ware empfehlen:
von dem Leiter der Schule entgegengenommen.
Unſere Bezeichnungen ſind die Originalbezeichnungen derMühle)
vorzügl. eigene Miſchungen von
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besichtigt werden.
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[ ← ][ ][ → ] 246
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 16. Oktober 1913.
Seite 13.
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glitten die luſtigen Töne nur ſo aus dem Klavier und ſagen’s denn, Herr Kapellmeiſter?
Frau Melodie.
machten auch die ein wenig ängſtliche Lina lebendiger.
Gut, ausgezeichnet. Ihre Tochter hat eine prächtige
Roman von Carl Conte Scapinelli.
Nun kommt die Szene, wo das Freifräulein dem Irr= und auch ſchon geſchulte Stimme!
Ja, mein Seliger hat ſich mit ihr ſo viel Mühe ge=
(Nachdrus verboten.) licht entgegentritt. So, Fräulein Lina, Sie ſingen einmal
Mitten in ſein neuerliches Spiel klopfte es leiſe an der das Freifräulein, Kommen Sie nur näher, ſtellen Sie ſich geben. Aber wiſſen’s, zur Operette, da fehlt ihr halt das
tr. — aber weder Irma, noch Rittner hörte es. So trat hinter mich. Nur Mut!
Kecke und der Schick noch. Sie iſt ſoviel jung!
he Grünpichl, die Tochter ſeiner Hausfrau ſchüchtern
Kommt alles, wenn man das Lampenfieber überwun=
Ich hab halt noch keine Ahnung davon!
t. Rittner nickte ihr mit dem Kopf einen Gruß zu, —
Das macht nichts, Sie ſollen Sie ja nur markieren, da= den hat! Bis ich mit meiner Arbeit da fertig bin, da hab’
ich Zeit, mich ihr zu widmen. Da reden wir einmal
dar=
mma machte ihr ein Zeichen, ſich neben ihr aufs Sofa zu mit man eine beſſere Vorſtellung hat!
jeit. Das große, erwachſene, blonde Mädel blieb aber
über!
Tapfer trat Lina hinter Rittner.
mnd unverwandt an der Tür ſtehen. Sie ſenkte nur
Zu gütig, Herr Kapellmeiſter, zu gütig. Wir wären
Eins, zwei, drei. So, jetzt ſetzen Sie ein! Und
zag=
bas verlegen den Kopf, wie zum Gruß, und lauſchte an= haft begann Linerl zu ſingen, ihr blondes Köpfchen vor= Ihnen furchtbar dankbar. Ich weiß ja zu gut, wie Ihre
kingend andächtig dem Spiele Rittners.
Zeit in Anſpruch genommen iſt. —Aber jetzt wollen wir
ſtreckend.
Frau Irma freilich war plötzlich durch ihre Gegenwart
Sie auch weiter net ſtören und das Eſſen, was Sie haben
Nur lauter, lauter!
ioer Aufmerkſamkeit geriſſen, mit ſcharfem Blick muſterte
richten laſſen, iſt auch ſchon fertig. Komm, Linerl, bedank'
Sie nahm ſich zuſammen. Ihre Stimme wuchs.
Aſdas Mädchen. Sie war hübſch und ſchien auch unſchul=
Dich vielmals bei den Herrſchaften! Komm!
Bravo, bravo! Nun mit Gefühl den Schluß!
au ſein. Ob Rittner nicht ein wenig Intereſſe für ſie
Und Linerl gab den beiden die Hand und machte einen
Auf einmal wuchs Lina der Mut. Klar und hell netten Knicks. Dann verſchwanden Mutter und Tochter.
hte?? Als Zimmerherr liebte man doch immer die
Toch=
der Quartierfrau, dachte ſie. Und ſie nahm ſich vor, die quollen die hohen Töne, die Töne des Schmerzes, aus
Ein nettes Mädel, ſagte Frau Irma, viel zu nett, uni
ihrer Kehle!
Pi; zu beobachten.
immer in Deiner Nähe zu ſein. Weiß Gott, ich werde
Die Stimme iſt gut. Ja, ſogar ſehr geſchult! Er war
eiferſüchtig! Sie lächelte dazu.
Eben ließ Rittner eine Pauſe in ſeinem Spiel ein=
Er nahm ſie um die Taille und meinte: Na, biſt Du
ſenr. Das iſt ſchön, daß Sie kommen. Darf ich Euch be= wirklich begeiſtert, und auch Frau Irma fand, daß ſie gut
mit meinen Kompoſitionen zufrieden?
ſnt machen, Fräulein Linerl, Frau Nemethyi. So, und ſinge.
Denke nur, Irma, fürs erſte Mal vom Blatt. Ich war
Herrlich, herrlich. Du wirſt ſiegen!
t haben Sie nur ein wenig Geduld. Ich ſpiele ein
doch jahrelang Theaterkapellmeiſter, ich weiß doch, wie da
Er aber hielt ſie feſt in ſeinem Arm und wollte ihr
ſr Stückchen herunter.
einen Kuß geben. Aber ſie wehrte es ihm. Was ſollen
Unwillkürlich hatte ſich Frau Irma erhoben, um das der Durchſchnitt paßt.
Lina bekam vor Freude ein ganz rotes Geſichtchen. die draußen denken! bat ſie.
llichhen zu begrüßen, und während er nun weiterſpielte,
Irrlichtlein, Irrlichtlein, ſei lieb, neckte er ſie.
ſganden die beiden vor ihm an dem Flügel. Die Wenn ich’s erſt üb', geht’s beſſer!
Und da lachte ſie wieder herzlich und trillerte den Re=
Nein, es iſt ganz gut. — Prächtig iſt es! Ihr Stimmerl
barrze, zierliche, erblühte Schönheit, und das
hochge=
kſame, blonde, blauäugige Ding, die Frau Irma um ein darf nicht im Chor verroſten. Laſſen Sie mich nur ſorgen, frain eines Liedes aus der Operette.
So iſt’s recht. Alle Welt ſoll das ſingen. Wenn ſie
krächtliches überragte. Zum erſten Male ſah er ſich wenn erſt die Operette dran kommt, dann ſetze ich für Sie
das Theater verlaſſen, alle Welt! Und die Mädeln ſollen
Eerl näher an. Sie war hübſch, ſie verſprach eine Schön= die Rolle beim Direktor durch.
Wirklich? Es war zu viel ſüßer Hoffnung, als daß ſie es ihren Liebſten vortrillern und die Herren ihren Frauen,
zu werden. Wie reizvoll die beiden weiblichen Weſen
alles muß es ſingen. So will ich’s; ſo muß es ſeint
ſrauſtierten, zwei verſchiedene Welten ſchienen ſie zu ver= es glauben konnte.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 16. Oktober 1913.
Nummer 246.
Seite 14.
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Denk Dir, was für Unheil Du in die Welt bringſt, Joſef! Schnitzelfleiſches für ſie beide ein Kalbsgulaſch gemacht. ſchnell in ihr junges Herz. Freilich, gleichzeitig damit
Es iſt ka Kleinigkeit, jetzt glei für zwei noch zu kochen, auch ein geheimer Kummer, denn ſie fürchtete, daß die
Unheil oder Glück? Wie Du es nimmſt! Frau
Grün=
pichl klopfte diskret an der Tür und kam mit einer Schüſſel, aber das eine gute hat’s halt, es ſällt uns was ab, ma fremde Dame ihn liebte oder beſſer, daß er die fremde
Dame verehrte. Lieben durften ihn ja die anderen, —
Irma half ihr dienſtbefliſſen aufdecken, die Beſtecke hin= kommt beſſer dazu!
Du, Mutter, wer iſt denn die Dame drinn bei ihm? das war auch ſo natürlich, daß er auch anderen ſchön und
legen.
Es heißt net bei „ihm”, Linerl, es heißt bei Herrn begehrenswert erſchien, aber er, er ſollte dieſe Liebe nicht
Wie Sie häuslich ſind, gnä Frau!, meinte Frau
Kapellmeiſter. Du wärſt auch ſchon weiter, wenn’s Du erwidern.
Grünpichl.
Aber gleichzeitig ſchämte ſie ſich dieſes Gedankens;
mehr Achtung vor den Menſchen hätteſt!
Das muß man doch ſein!
Alſo beim Herrn Militärkapellmeiſter und Beſitzer wie konnte ſie, das Würmerl, wie die Mutter ſagte, zu
Na, man trifft’s bei feinen Damen ſelten! ſagte ſie ein
ihm ſo keck aufblicken. Und dann war es auch ſchlecht von
wenig ſchnippiſch, und dann ſetzte ſie dazu: Jetzt bring’ ich hoher Orden? witzelte Lina.
Eine Dame iſt’s, eine ſehr feine Dame, eine alte ihr, weil ſie ja ſchon einen heimlichen Anbeter, den
no=
die Suppe. Gnä’ Frau müſſen entſchuldigen, es iſt
ein=
beln Herrn Theodor Erlinger, hatte, den ſtillen,
ehrfurchts=
fache, bürgerliche Hausmannskoſt. Wie’s halt unſereiner Freundin von ihm!
Freundin? Daß ich net lach! Sei Geliebte wird’s vollen Kavalier, der ihr die Blumen geſchickt hatte.
gewohnt iſt, aber alles reinlich bereitet!
Sie hatte ſich genau erkundigt nach ihm. Man kannte
halt ſein!
Es wird mir ſicher prächtig munden!
Biſt net glei ſtad, Madel, — mit Deinen Verdäch= ihn am Theater freilich nicht weiter, nie noch war er
Ich wünſch' für alle Fälle guten Appetit. Sie ſtellte
tigungen! Aber das lernſt auch beim Theater, wo’s von früher wegen einer Theaterdame am Bühnenausgang
die Suppe hin, brachte dann gleich den Braten und die
einer ſoliden Freundſchaft, von einem gemeinſamen wartend geſtanden, das war von ihr untrüglich feſtgeſtellt
Konditorſachen.
worden. Aber irgend eine Kollegin, die auch im dritten
Kunſtintereſſe nichts wiſſen!
Gnä’ Frau werden es ſelbſt nehmen wollen. Ich will
Na, weißt, wie die mich ang’ſchaut hat und ihn? Alſo, Bezirk wohnte, lannte die beiden Erlinger dem Namen
net fort ſtören, ſagte Frau Grünpichl und verſchwand.
weißt, Mutter, das kenn’ ich doch. Die hat Angſt, daß nach und wußte von ihren Verhältniſſen. Sie waren die
beiden einzigen Kinder des längſt verſtorbenen, ſehr be=
Alſo, ich find das reizend, wie ein Mädel bei ihrem ich ihm auch gefalle!
Studenten komm’ ich mir vor. Die kann auch net mehr
Gſchnappiges Ding. G’ſchnappiges! Biſt net ruhig. kannten Architekten und bewohnten mit ihrer Mutter den
Der Herr Kapellmeiſter und Dich Würmerl, anſchauen, einen Stock eines ihrer Häuſer. Beide hatten ihr Jus
Hunger haben!
abſolviert und waren in den Staatsdienſt getreten, der
er, den alle feinen Damen anhimmeln!
Aber Muſe! hohe, hehre Muſe!
Aeltere, Theodor, ein ſtiller, früher recht kräſtiger Mann,
Alſo ſiehſt, jetzt himmeln ſie ihn doch an!
Noch Salat gefällig, Herr Künſtler?
Na, ja, höchſtens ſeine Kunſt, ſein Spiel, ſein Talent! war in einem Miniſterium, der Maxl, der luſtige Maxl,
Danke, ja, Frau Irrlicht!
Wie Du Di’ heut anſtrengſt, Mutter, mit die hohen bei der Statthalterei angeſtellt. Im übrigen kennt’s Euer
Sei nicht unverſchämt, Joſef, ich bin nicht flatterhaft,
Ausdrück! ſagte Linerl luſtig lächelnd und ein Stück Brot! Kapellmeiſter gut, der iſt doch auch von der Landſtraßen
wie Dein Irrlichtlein. Ich bin ſehr treu und anhänglich!
gebürtig und iſt mit ihnen in die Schule gegangen, hatte
aus der Sauce in den Mund führend.
Na, wird ſich ja zeigen!
In Linerls Innerem war heute zum erſten Male ein die ältere Kollegin, Fräulein Linerl, verſichert.
Du belei=
Als ſie wieder jetzt an dieſe Aeußerung dachte, ſtand
Du biſt ein ſchlechter Menſch, weißt Du, —
Zwieſpalt entſtanden. Bis jetzt hatte ſie zum Herrn
Ritt=
digſt mich — die Muſe entfleucht gleich!
ner gar nicht aufzuſchauen getraut, ſo hoch ſtand er ihr. ihr faſt vor Schreck das Herz ſtill. Wie ein ſolcher Zufall
So neckten ſie ſich und ließen ſich dabei ihr Eſſen Aber ſeit ſie eine Dame bei ihm geſehen hatte, da erſchien nur möglich war und ob der Theodor Erlinger am Ende
er ihr auf einmal menſchlich näher gebracht, und erſt, da alles ſchon dem Herrn Rittner geſagt hätte.
prächtig ſchmecken.
Draußen ſaß Frau Grünpichl in der Küche ihrer er ihre Stimme ſo gelobt, da war es völlig um ſie ge=
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 246.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 16. Oktober 1913.
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Serie II
Serie III
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Nummer 246.
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Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 16. Oktober 1913.
Nummer 246.
G
Restahfant
Rhmmelbrau,-Aieeef
Heute Donnerstag:
(2163:
25
Künstierkonzert
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Innan
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Grobherzogl. Reaigymnastum zu Darmstact.
Nationalliverale Parter in Heſſen.
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Zu der Freitag, den 17. Oktober I. Js., nachmittags 3½
Uhr, in der Turnhalle am Woogsplatz ſtattfindenden öffentlichen! Herren= u. Damenrad m.
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Gemeinsamen Feier
Gedenkfeier laden wir die Eltern und Angehörigen unſerer Schüler,perk. Rundeturmſtr. 14, I., I. (*1194
ſowie die Freunde der Anſtalt höflichſt ein
Einen Anzug, einen Paletot, einn.,
der Völkerſchlacht bei Leipzig eussich.
Großh. Direktion: Münch, Geh. Schulrat. C blauen Anzug, gut erh.,
bilia=
abzugeb. Karlſtr. 54, I. (*11858m
vereinigt. Die Feier findet
Militäranwärter=Verein.
Sonntag, den 19. Oktober
Großherz. Hoftheater
Sammelpunkt zwecks Beteiligung am
ſtatt mit folgendem Programm:
Donnerstag, den 16. Okt. 1913.
28. Ab.=Vorſt. C 8.
1. Feier am Germaniadenkmal auf dem NiederwaldJeſtzug der Jahrhundertfeier
Martha.
vormittags 10½ Uhr
Sonntag, den 19. Oktober, nachm. 2 Uhr, Perkeo, Alexanderſtr.
nzug: Dunkel, Zylinder. Orden und Ehrenzeichen und Bundes= Oper in 4 Akten von M. v. Flotom
(Zahnradbahn ſab Rüdesheim 10 Uhr)
Muſikal. Leiter: Richard Lert.
abzeichen ſind anzulegen.
(21605
Redner: Dr. Osann, Landtagsabgeordneter, Darmſtadt.
Spielleiter: Otto Nowack.
Der Vorstand.
Perſonen:
Lady Harriet Dur=
2. Feſtakt in der Feſthalle zu Bingen
Verein ſtadt. Arbeiter und Bedienſteter. ham,
Ehrenfrät=
nachmittags 3¼ Uhr
lein der Königin Olga Kallenſee
Zur Teilnahme an dem am Sonntag, den 19. Oktober d. J., Nancy, ihre Ver=
Professor Dr. Theobald Ziegler, Frankfurt a. M.
traute
. . Anna Jacobs
ſtattfindenden
hält die Feſtrede.
Lord Triſt.
Mikle=
ford, ihr Vetter Otto Semper=
Gemeinſames Mittageſſen um 12 Uhr in der Feſthalle
Sae
Lyonel . .
Aug.
Globerger=
zu Bingen. Geſelliges Zuſammenſein nach dem Feſtakt.
Festzage
Plumkett, ein
Pächter.
L. Schützendorſ.
Zu dieſer Feier iſt jeder national geſinnte Deutſche will=
(anläßlich der Jahrhundertfeier)
Der Richter von
kommen.
Adolf Klotz
Wir erſuchen unſere Mitglieder, Freunde und Anhänger mit laden wir unſere werten Mitglieder, ſowie ſämtliche ſtädtiſchen Richmond
Polly Smitt,
Thylde
Haſal=
ihren Angehörigen dieſe patriotiſche Kundgebung mit gleichgeſinnten Arbeiter und Bedienſteten hierdurch ganz ergebenſt ein und erwarten
Anna Guerdaſſ=
(21610 Molly Pitt,
nationalen Männern und Frauen aus Südweſtdeutſchland möglichſt eine zahlreiche Beteiligung.,
Betſy Witt, 5 Käthe Müller
zahlreich zu beſuchen.
Zuſammenkunft 13 Uhr in der
(21669ds
Erſter
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Zweiter
Der Landesausſchuß
Fritz Lang
Der Vorstand.Diener der Lady Jean Sautier
der heſſiſchen nationalliberalen Partei.
Hans Debus
Szene: Teils auf dem Schloſſede
Der Vorſtand
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38
Hetrobole Lady, teils in Richmond u. Heſſil
der nationalliberalen Partei für den Wahlkreis Darm=
Umgebung. — Zeit: Regierung
der Königin Anna.
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Nummer 246.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 16. Oktober 1913.
Seite 19.
vor ſich. Das Progkamm iſt ein gemiſchies und ſet ſich fmelden. Das Starigeld von 2 Markt muß bis ſpäleſtens
Ohne daß ein ungünſtiger Einfluß aus fünf Hindernisrennen zuſammen. Die Hauptnummer Donnerstag, den 23. Oktober, an Herrn Wirt Arheilger
bildet das Teufelsſee=Jagdrennen im Werte von 10 000 (Vereinslokal), Schuchardſtraße 10, entrichtet werden. Die
ſich geltend machte, konnte Herz= und Mark, das wahrſcheinlich aber nur ein ſechsköpfiges Feld Strecke beträgt 40—50 Kilometer. Die Preisverteilung
an den Start führen wird. Der durch Doppelgänger und findet abends um 8 Uhr im Vereinslokal ſtatt.
Nervenleidenden Kaffee Hag, der cof= Helga gut vertretene Stall Weſten ſollte gegen Poigt die
Oberhand behalten. In den übrigen Konkurrenzen iſt auf
ſeinfreie Bohnenkaffee, monatelang in
die Chancen von Methuſalem, Sarsfield, Thereſe, Reine
Luftfahrt.
du Jour, Winni und Brabant hinzuweiſen.
ſtarken Aufgüſſen verabreicht werden.
sr. Die Trabrennen zu Mariendorf zeigten
Um die Preiſe der Nationalflugſpende.
am Dienstag bei dem ſchönen, aber kalten Wetter guten
Dr. med. v. Boltenſtern
sr. Als Zweiter nach Stöffler ſtartete am Dienstag
Beſuch. Eine recht zahme Affäre bildete die Hauptnum= in Johannisthal um 12 Uhr 11 Minuten der Flieger
(Deutſche Arztezeitung 1908, Heft 3.)mer, der Preis vom Dreibund, eine mit 15000 Mark aus= Reichelt auf Harlan=Eindecker mit Hänel als
Paſſa=
geſtattete Dreijährigen=Prüfung. Der Derby=Sieger Ad= gier. Nach etwa fünfſtündigem Fluge und Zurücklegung
bell Toddington zeigte ſich ſeinen vier Gegnern weit über= von rund 500 Kilometern erreichte Reichelt die Rhein=
Kongreſſe und Verbandstage. legen, ging gleich nach dem Start mit mehreren Längen gegend. Er befand ſich in zirka 2000 Meter Höhe, als der
Vorſprung an die Spitze und ließ ſich nichts mehr nahe Motor plötzlich ausſetzte. Reichelt mußte im Gleit=
* Berlin, 14. Okt. Das 50jährige Beſtehen kommen. Aus dem Kampf um die Plätze ging Siegmundfluge landen. Da inzwiſchen der Mond untergegangen
des Deutſchen Proteſtantenvereins und zu= als Sieger über Rotdorn und ſeinen Stallgefährten Long und die Morgendämmerung noch nicht hereingebrochen
leich der morgen im Etabliſſement Rheingold beginnende Ago hervor. Nach dem Rennen gab es eine Beſchwerde war, konnte Reichelt das Terrain nicht überſehen. Außer=
Eeutſche Proteſtantentag wurden heute abend gegen die Fahrer des Stalles Burchardt, weil ſie Rotdorn dem hatte er den Apparat infolge des Motordefektes nicht
rät einem Feſtgottesdienſt in der am Gendarmenmarkt
rückſichtslos behindert haben ſöllten. Im Preis von Trieſt voll in der Gewalt. Er ſtürzte in der Nähe des Ortes
legenen Neuen Kirche eingeleitet. Dem Vernehmen nach wurde der heiße Favorit Quereus durch den ſchlechten Morsbach aufein kleines Häuschen. Der Apparat
lind zu dem Deutſchen Proteſtantentag zahlreiche Dele= Start um einen großen Teil ſeiner Chancen gebracht, ging ebenſo wie das Häuschen in Trümmer, doch
perte aus allen Teilen des Reiches, aus Oeſterreich und Während der Hengſt gerade beim Wenden war, wurde blieben Reichelt und ſein Paſſagier glücklicherweiſe faſt
r Schweiz eingetroffen. Die Kirche war in allen Teilen Chelſea mindeſtens 15 Mtr. von ſeinem eigentlichen Start=unverletzt. Die Flieger kehren mit der Bahn nach
iverfüllt. Nach einem Chor= und Gemeindegefang hielt platz abgelaſſen. Quereus führte bis in die zweite Runde, Berlin zurück und wollen von neuem um die großen Preiſe
lffarrer D. Kirmß die Feſtpredigt. Es folgte die Feſtrede wo er ſich eine längere Galoppade leiſtete und dadurch der Nationalflugſpende ſtarten. — Als Dritter ſtartete um
3. s Hauptpaſtors D. Stage=Hamburg. Der Redner warf hinter die ebenfalls wiederholt anſpringenden Meum und 12 Uhr 31 Min. nachts der Aviatiker Robert Thelen
eimen geſchichtlichen Rückblick auf das 50jährige Beſtehen Chelſea zurückfiel. Meum behielt bis in die Diſtanz die mit Kapitänleutnant Berthold als Paſſagier mit einem
8-8 Deutſchen Proteſtantenvereins. Die Begründung ſei Führung, dann ging Chelſea leicht an ihm vorbei. Preis Albatros=Doppeldecker in Johannisthal. Er flog zunächſt
eme dringende Notwendigkeit geweſen, da nirgends eine von Lichterfelde; 2100 Mark. Diſtanz 2500 Meter: 1. Herrn nach Königsberg i. Pr., wo er morgens 5 Uhr 55 Min.
1 große Zerklüftung herrſche, als im Kirchenleben. Es A. Haslachs Feſting I (Wiltſhire), 2. Winella, 3. Klaus= glatt landete. Nach Aufnahme neuen Brennſtoffes ſetzte
ault, der religiöſen Duldſamkeit eine Stätte zu bereiten, nerin. Tot. 14:10. — Franko=Preis; 2200 Mark, Diſtanz er um 7 Uhr den Weiterflug fort, nahm Kurs auf Stettin,
ſund an Stelle der im Verfall begriffenen Paſtorenkirche 1800 Meter: 1. Geſtüt Heuchelheims Erika (E. Treuherz), wo er abermals eine Zwiſchenlandung ausführte. Dort
eme Volkskirche zu errichten. Den Bemühungen des Deut= 12. Saharet, 3. Expreß M. Tot. 16:10. —
Preis von ſtieg er nach kurzer Pauſe wieder auf; doch fehlen bisher
ſchen Proteſtantenvereins ſei die Schaffung eines Zivil= Regensburg; 2300 Mark, Diſtanz 2300 Meter: 1. Herrn weitere Nachrichten. Seine vorläufige Geſamtflugdiſtanz
ſtandsgeſetzes und einer Kirchenverfaſſung zu danken, wo= W. Mollenhauers Pomeranze (Steinagel), 2. Ranke 3. beträgt rund 870 Kilometer. — Der geſtrige Flug, den der
uuch die kirchlichen Angelegenheiten von den Gemeinden Pirol. Tot. 35110. — Preis vom Dreibund; 15 000 Mark, Aviatiker Breton mit dem Johannisthaler Flieger Janiſch
o rwaltet werden. Der Deutſche Proteſtantenverein habe Diſtanz 2600 Meter: 1. Stall Klausners Adbell Toddington als Paſſagier auf einem L.VB. G.=Doppeldecken morgens
noch immer große Kämpfe zu beſtehen. Er habe ſich aber (Großmann), 2. Siegmund, 3. Rotdorn. Tot. 11110.
3 Uhr von Johannisthal aus gleichfalls im Wettbewerbe
ſtootz aller Anfeindungen zu behaupten gewußt und werde Preis der guten Hoffnung: Ehrenpreis und 1500 Mark, um die großen Preiſe der Nationalflugſpende
unternom=
dien Kampf für religiöſe Duldung und Freiheit mutig Diſtanz 2400 Meter: 1. Herrn M. Paulſens Konkurrent I men hatte, endete nach 7½ſtündigem Fluge in Belgien bei
feriſetzen und nach wie vor bemüht ſein, Glaube und Wiſ= (Herr Pemer), 2. Edith Ingrain, 3. Fritzi Medium. Marienbourg. Die zurückgelegte Diſtanz beträgt rund 900
funſchaft zu reinigen. Die Feier ſchloß mit Gebet und Tot. 50.10. — Preis von Trieſt; 2600 Mark. Diſtanz 2800 Kilometer. Soweit aus dem kurzen Landungstelegramm
G egen.
Meter: 1. Herrn F. Arnds Chelſea (Eh. Mills), 2. Meum, zu überſehen iſt, erfolgte der Flug ohne Zwiſchenlandung.
3. Quereus. Tot. 33:10. — Haſelnuß=Handikap; 2400 Mark, Breton und Janiſch hätten damit einen neuen Rekord
* Straßburg, 14. Okt. Die heutigen Verhand= Diſtanz 2600 Meter: 1. Stall Germanias Spinetell (Wilt= für Ueberlandflüge mit einem Paſſagier ohne
Unterbrech=
lungen des 5. deutſchen Hochſchullehrer=ſhire), 2. Impalpable, 3. Herbert. Tot. 28110.
ung aufgeſtellt. Der bisherige Rekord wurde von Leutn.
trages begannen mit der Wahl des nächſten
Tagungs=
sr. Automobilſport. Die Automobil=Stern=Canter gehalten, der im März dieſes Jahres die Strecke
ortes, die auf Wien fiel. Die Aenderungsvorſchläge be=fahrt nach Beuthen, die vom Gau 9A Schleſien Döberitz-Lübeck, mit Umwegen im ganzen 595 Kilometer,
teffend das Promotionsweſen, wurden einem weiteren des Allgemeinen Deutſchen Automobilklubs anläßlich des im Paſſagierflug ohne Zwiſchenlandung abſolvierte. Bre=
Ausſchuß überwieſen. Profeſſor Dr. Beer=Leipzig ver= Herbſtgautages in Beuthen veranſtaltet wurde, nahm einen ton wäre damit nächſt Stöffler und Stiefvater, die 1300
lis darauf ein Reſerat des erkrankten Profeſſors Büchler glatten Verlauf. In der Klaſſe der Motorräder ſiegte reſpektive 1150 Kilometer an einem Tage hinter ſich
brach=
über die Neugründung von Univerſitäten, welches ſich Ernſt=Breslau auf 3 P8 N.=S.u. mit einer Leiſtung von ten, dritter Anwärter auf die großen Preiſe der
National=
nit dem auf der Tagesordnung ſtehenden Referat von 165 Kilometer. In der Klaſſe der Wagen ſiegte Faſchke= flugſpende.
Srrofeſſor Dr. Kaufmann=Breslau deckte. Dieſer erklärte Breslau auf 8/24 P8 N.S.u. mit 342,4 Kilometer. Zweiter
dne Neugründung von Univerſitäten für eine nationale wurde Thienel=Namslau auf 8/25 Ps Preſto mit 341,9 Städtiſches Hallenſchwimmbad, Mühlſtraße
Lngelegenheit, für die nur die Bedürfnisfrage ausſchlag= Kilometer.
Nr. 33 (geöffnet an Werktagen von 8 Uhr vormittags
gebend ſei. Im einzelnen wandte er ſich gegen die Grün=
Die Wertungsfahrt in den Bayeriſchen
bis 8 Uhr abends, Samstags bis 8½ Uhr, Sonn= und
dung konfeſſioneller oder kommunaler Univerſitäten. Die Wald ergab ein günſtiges Reſultat, da zehn Wagen ohne Feiertags von 8—12½ Uhr).
Giskuſſion verbreitete ſich vor allem über die Bedürfnis= Strafpunkte die Fahrt beendeten. Im Geſamtklaſſement
erten
fpage, das Verhältnis der Techniſchen Hochſchulen zu den ſiegte in der Klaſſe der Wagen K ü hn=München auf Audy,
Univerſitäten, ſowie die beabſichtigten Neugründungen in Zweiter wurde Schmidthuber=München auf Darracg Drit=
Meg
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Hamburg und Dresden.
El.
ter Kebs=Augsburg auf Audy. In der Klaſſe der Motor=
Leiehlände
räder ſiegte Högel=München auf Neckarſulm, Zweiter
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 16. Oktober 1913.
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1.
Nummer 246.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 16. Oktober 1913.
Seite 23.
nen, weiche bezüglich der Lebernsdaner ärtlich ausgeſuh= ſwerden daher mit Zinſezins angeſammelt und mit der
ter Perſonen gemacht ſind, muß man bei der Volksver= Verſicherungsſumme ausgezahlt.
Zahn-Créme
ſicherung eine allgemeine Sterbetafel zugrunde legen.
Das ſind die weſentlichen Unterſchiede zwiſchen der
Allerdings hat ſich die Sterblichkeit in den letzten Jahr= Volksverſicherung und der großen Lebensverſicherung.
zehnten erheblich gebeſſert. Gleichwohl ſind die Prämien Dieſe Beſonderheiten ſind faſt durchweg allen Volksver=
B
in der Volksverſicherung aber doch noch höher als bei Ver= ſicherungsgeſellſchaften eigen, während im einzelnen
ſicherungen mit ärztlicher Unterſuchung. Trotzdem emp= natürlich oft recht eingreifende Verſchiedenheiten beſtehen.
fiehlt ſich in der Volksverſicherung eine ärztliche Unterſuch=
Mundwasser
ung nicht, weil ſich ihre Koſten bei den geringen
Verſiche=
rungsſummen, deren Höhe im Durchſchnitt nur etwas über
Handel und Verkehr.
300 Mark beträgt, nicht bezahlt machen würden. Auch
H. Frankfurt a. M., 14. Okt. (
Fruchtmarkt=
darf nicht vergeſſen werden, daß in weiten Kreiſen eine
Volleverlicherung.
ſtarke Abneigung gegen jede ärztliche Unterſuchung vor= bericht.) Am Wochenmarkt herrſchte für Landweizen in
guter trockener Ware beſſere Frage und das dabei reich=
Nachdem in dieſem Jahre eine Reihe neuer Volksver= handen iſt.
ſücherungsunternehmungen den Geſchäftsbetrieb aufgenom=
Ein weiterer Unterſchied zwiſchen der Volksverſiche= liche Angebot bewirkte billigere Preiſe mit größeren
Um=
ſätzen. Landroggen war ebenfalls ſtärker offeriert und
men hat, iſt das Wort „Volksverſicherung” in aller rung und der großen Lebensverſicherung liegt in den Ein= niedriger; ebenſo fremde Weizen williger. Hingegen war
Munde. Doch iſt die Erkenntnis des Weſens und der kommensverhältniſſen der minderbemittelten Volkskreiſe Hafer gut behauptet und ſchlank verkäuflich. Mais und
Sinrichtung dieſes Verſicherungszweiges keineswegs im begründet. Dieſe ſind nicht in der Lage, die Prämien für Gerſte ſtill Futtermittel und Mehl ſchwach gehalten. Der
gleichen Maße gewachſen. Es beſtehen hierüber vielmehr lange Zeit hinaus zu entrichten, da ſie ihren Lohn zumeiſt Börſenvorſtand machte bekannt, daß bezüglich des neuen
in der weiteren Oeffentlichkeit ſo große Unklarheiten, daß in wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Abſtänden er= Weizenkontraktes mit der Vereinigung ſüddeutſcher
Han=
s als eine dankenswerte Aufgabe erſcheint, hier Wandel halten. Es würde ſich danach am meiſten empfehlen, die delsmühlen Verhandlungen ſtattfinden werden.
Beiträge durchweg in wöchentlichen Raten zu erheben.
u ſchaffen.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt ſtill.
Die Volksverſicherung iſt im Grunde genommen nur Dieſe Zahlungsform bedingt aber ſehr hohe Verwaltungs= An der Berliner Produktenbörſe war die
Ten=
eine Lebensverſicherung, wie jede andere; doch koſten, und man neigt daher neuerdings dazu, die Friſten denz für Getreide nicht einheitlich und insbeſondere
Wei=
unterſcheidet ſie ſich von der großen Lebensverſicherung in etwas länger zu bemeſſen. So erhebt die „Deutſche zen matter auf Verkäufe der Importeure und
Kommiſſio=
rnancherlei Punkten, da ſie den beſonderen Bedürfniſſen der Volksverſicherung A.=G.” die Beiträge alle 14 Tage. Die näre Auch das Inlandsangebot war reichlich. Roggen
unbemittelten Volkskreiſe angepaßt iſt. Zunächſt findet keine Frage der Koſtenerſparnis iſt um ſo bedeutungsvoller, als blieb feſt, da ſolcher zum Export für Skandinavien,
Finn=
ärztliche Unterſuchung ſtatt. Der Antragſteller die Prämien in der Volksverſicherung allgemein im Hauſe land und Nordrußland angeblich viel gekauft wurde.
Ha=
hat lediglich anzugeben, an welchen Krankheiten er bisher des Verſicherten abgeholt werden. Das iſt notwendig, um fer behauptet aber ruhig. Lokoware ſtärker oſſeriert.
oder in den letzten Jahren gelitten hat, und welche Aerzte zu verhindern, daß durch Vergeßlichkeit und Nachläſſigkeit Nach den letzten Kabelmeldungen von den
amerika=
hn behandelt haben, Durch den Verzicht auf die ärztliche die Prämien nicht rechtzeitig bezahlt werden oder gar dieniſchen Getreidemärkken (Neu=Yort und Ehi=
Interſuchung übernimmt die Geſellſchaft ein recht erheb= Zahlung dauernd unterlaſſen wird.
kago) waren Weizen und Mais während des Geſchäftsver=
Bei den kleinen Teilbeträgen, mit denen die laufes matter und ſchließlich mit Preiseinbußen auf
Ab=
iches Riſiko; es müſſen daher Maßnahmen getroffen wer=
Den, um eine Schädigung der Geſellſchaft und damit auch Volksverſicherung zu rechnen hat, iſt es natürlich nicht an= gaben der Firma. Armour per Dezember, den
Der Verſicherungsnehmer zu verhindern. Demgemäß iſt gängig, die Höhe der Beiträge nach der Höhe der Verſiche= enttäuſchenden Wochenausweis der Welwerſchiffun=
Die Verſicherungsſumme bei der Volksverſicherung auf rungsſummen zu berechnen, wie das in der großen gen und Meldungen über günſtiges Wetter für
Die
einen Höchſtbetrag beſchränkt, der bei den einzelnen Ge= Lebensverſicherung üblich iſt, denn dann würden ſich ſtets das Zumarktebringen reichlicher vorhanden.
ellſchaften verſchieden iſt. Bei der „Deutſchen Volks= Beträge von einzelnen Pfennigen oder gar Bruchteilen ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in dieſer Woche von
werſicherung A.=G.” iſt er auf 1500 Mark bemeſſen. So= von Pfennigen ergeben. Beim Abſchluß einer Volksver= 53,25 Mill. Buſh. auf 57,84 Mill. Buſh. und die Mais=
Dann haben alle Volksverſicherungsgeſellſchaften, um ſich ſicherung gibt daher der Verſicherungsnehmer nicht den vorräte von 8,15 Mill. Buſh. auf 8,31 Mill. Buſh.
geſtie=
lgegen die Aufnahme bereits kranker Perſonen zu ſchützen, Betrag an, auf den er ſich verſichern laſſen will, ſondern er gen Ebenſo ſtiegen die Weizenvorräte in Kanada in
ie ſogenannte Warte= oder Karrenzzeit eingeführt. benennt den Betrag, den er alle 14 Tage bezahlen zu dieſer Woche von 11,42 Mill. Buſh. auf 12,76 Mill. Buſh.
Hier ſtellen ſich die Peiſe bei 100 Kilo wie folgt:
SStirbt der Verſicherte bereits kurze Zeit nach Abſchluß der können glaubt ohne ſich in ſeinen ſonſtigen Ausgaben
Werſicherung, ſo wird die Verſicherungsſumme entweder allzuſehr beſchränken zu müſſen. Auf Grund dieſer An=Weizen. hieſiger und Wetterauer 19,40—19,50, Nordd.
fgarnicht oder nur zu einem Teil ausgezahlt. Gerade gaben wird dann unter Zugrundelegung des Alters des! 1940—19,50, Kurheſſiſcher 19,40—19,50, Ruſſiſcher 22.75
thierüber aber wurden vonſeiten der Verſicherten ſo viele Verſicherungsnehmers und der von ihm in Ausſicht ge= bis 23,50, Laplata 22,25—2275 Rumäniſcher 22,75 bis
Beſchwerden laut, daß man neuerdings zu einer Herab=nommenen Verſicherungsdauer die Verſicherungsſumme 1 23,50, Kanſas 22.75—23, Manitoba 22,50—23, Redwinter
ſſetzung der Karrenzzeit übergegangen iſt. So zahlt z. B. aus dem Tarif ermittelt. Die Verſicherungsſumme iſt in 22,25—2275, Walla=Walla 22,50—23. Roggen, hieſ.,
16,40—16,50, Bayeriſcher 16,50—16,60, Rumäniſcher 17,50
die „Deutſche Volksverſicherung A=G.” ihren Verſicherten den Tarifen der „Deutſchen Volksverſicherung A.=G.” für
bis 18, Amerikaniſcher 17,25—1775, Ruſſiſcher 17,50—18.
ffür den Fall des Todes in den erſten 6 Monaten die ein= einen Doppelwochenbeitrag von 1 Mark angegeben, doch Gerſte, Pfälzer, 17,25—17,75, hieſige und Wetterauer
ggezahlten Beiträge zurück; tritt der Todesfall im 3. Vier= können bereits Beiträge von 20 Pfennigen, aber auch 17—17,35, Riedgerſte 17,25—1775, Ungariſche 24—24,50,
ſteljahr ein, ſo erhält dee Verſicherte die Hälfte der Ver= ſolche bis zu 5 Mark als Doppelwochenbeitrag entrichtet Fränkiſche 1725—17,50. Hafer, hieſ., 16,25—17,25,
Baye=
ſſicherungsſumme; beim Tode im 4. Vierteljahr werden werden.
riſcher 1650—17,25, Rumäniſcher 17,.50—18,50,
Amerika=
ſhrei Viertel der Verſicherungsſumme ausgezahlt während
Jede Verſicherung beruht mehr oder minder auf niſcher 17,25—17,75 Ruſſiſcher 17,50—18,75. Mais mired
Weim Tode nach Vollendung des erſten Verſicherungs= Gegenſeitigkeit, d. h. die Verſicherten nehmen an den Ge= 14,40—14,75. Ruſſiſcher 14,75—15, Donaumais 1475 bis
jahres die volle Verſicherungsſumme fällig wird. Für be= winnen, die von der Geſellſchaft erzielt werden, im Ver= 15,10. Rumäniſcher 14,75—15, Laplata 14,40—14,50.
Wei=
ſſtimmte Fälle ſind Abweichungen von dieſen Beſtim= hältnis ihrer Leiſtungen teil. Ganz beſonders gilt das ßer Mais 14,70—14,90, Weizenſchalen 9—9,25,
Weizen=
iungen zugunſten der Verſicherten vorgeſehen. So ge= von einer gemeinnützigen Geſellſchaft, bei der aller Rein= kleie 8.75—9, Roggenkleie 10—10,25, Futtermehl 14—15.
iwährt die „Deutſche Volksverſicherung” beim Tode durch gewinn den Verſicherten ſatzungsgemäß zugute kommt. Biertreber, getrocknet 12,50-—13, Futtergerſte 13,75 bis
Minfall ſofort, beim Tode durch beſtimmte anſteckende 1 Dieſe Gewinnbeteiligung erfolgt in der Form von Divi= 14. Weizenmehl hieſiges, Bafis ab Mannheim, Nr. 0
Krankheilen ſchon nach 3 Monaten die volle Verſicherungs= denden, die in Prozenten der jährlichen Beiträge berechnet 30—30,25, feinere Marken 30,50—30,75. Nr. 1 29,50—29,75,
ſſumme. Trotz dieſer Schutzmaßregeln hat aber das Feh= werden. Bei der großen Lebensverſicherung kann dieſe feinere Marken 30—30,25. Nr. 2 28.25—28,50, feinere
len der ärztlichen Unterſuchung doch eine weſentliche Ver= Dividende nach Wunſch der Verſicherten entweder mit Marken 28,75—29, Nr. 3 26,50—26,75. feinere Marken
fäeuerung der Verſicherung zur Folge. Denn während bei Zins und Zinſeszins angeſammelt oder in bar ausgezahlt 27—27,25, Nr. 4 22,50—22,75, feinere Marken 23—23,25.
der Berechnung der Prämien für Verſicherungen mit ärzt= werden. Bei der Volksverſicherung würde der letztere Weg Roggenmehl, hieſiges, Nr. 0 25,50—26, Nr. 1 23,50—24,
kklicher Unterſuchung die Erfahrungen benutzt werden kön= zu außerordentlichen Weiterungen führen; die Dividenden Nr. 2 21,75—22,25.
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