Grmſtat
di
a
Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 244.
Dienstag, den 14. Oktober.
1913.
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
Die Krankenhilfe erfolgt durch ärztliche Behandlung, werbsleben und Handel. Bis zum Anfang des vorigen
Arzenei, durch die Verabfolgung der notwendigen Ver=Jahrhunderts zeigte ſich im Wirtſchaftsleben noch das
Vorherrſchen des mittelalterlichen Syſtems. Wie dieſes
bandſtoffe, Bruchbänder, uſw. Das Krankengeld muß die aber der freien Entwicklung der wirtſchaftlichen Kräfte ent=
Das Wichtigſte vom Tage.Hälfte des angenommenen Grundlohnes ausmachen. Es gegenwirkte, ſo trug es auch zum großen Teil die Schuld
iſt vom vierten Tag der Arbeitsunfähigkeit ab zu zahlen an der geringen Widerſtandskraft gegen den fremden Er=
Der Prinz=Heinrich=Flug 1914 wird am 17. und zwar für die Dauer von 26 Wochen. Als Mehrleiſtung oberer. Das alte Reich brach vor dem großen Korſen zu=
Mai in Darmſtadt beginnen und am 24. Mai in kann durch Satzung die Krankenhilfe, alſo ſowohl ärztliche ſammen. Die gleichzeitig eintretenden politiſchen Verän=
Köln enden.
derungen — vor allem das Verſchwinden der zahlreichen
Behandlung wie Gewährung von Arznei und Zahlung Zwergſtaaten — lieferten aber auf der anderen Seite erſt
In den kaiſerlichen Gußeiſenwerken in
Je=
von Krankengeld, auf ein Jahr ausgedehnt werden. Die die Grundlagen, auf denen ſich eine modernere
Volkswirt=
katerinoslaw wurden durch eine Exploſion 12 Ar=
Krankenkaſſe kann an Stelle der Krankenpflege und desſchaft entfalten konnte. Allerdings vollzog ſich dieſer
beiter ſchwer verletzt, davon 2 tödlich.
Krankengeldes Krankenhausbehandlung treten laſſen, wenn Uebergang nicht von heute auf morgen. Man mußte erſt
4 ie Bayeriſche Staatszeitung veröffentlicht eine
von der Erbuntertänigkeit zur Bauernbefreiung, von der
Erklärung zu der Königsfrage und ein in der Verſicherte hierzu ſeine Zuſtimmung gibt. Wird Zunftverfaſſung zur Gewerbefreiheit gelangen, mußte die
dieſer Angelegenheit vor dem Tode des Prinz=Regenten Krankenhausbehandlung im Hauſe von der Kaſſe verfügt, allerorten aufgerichteten verkehrshemmenden Zollſchranken
Luitpold eingeholtes Gutachten über die Beendigung ſo iſt den Angehörigen des Verſicherten ein Hausgeld niederlegen, um die Vorausſetzungen für einen Aufſchwung
der Regentſchaft.
zu ſchaffen. Allein in den preußiſchen Gebietsteilen
be=
in Höhe des halben Krankengeldes zu zahlen.
Der Amateurfahrer Hanſen ſtürzte geſtern bei
ſtanden bis 1818 mehr als 60 Zolltarife und natürlich
Schließlich iſt noch das Sterbegeld vorgeſehen. Dieſes ebenſoviele Zollgrenzen. In einem 1818 erſchienenen Werk
dem Radrennen im Stadion. Er erlitt eine
Ge=
hirnerſchütterung und iſt in der Nacht geſtorben. Ein iſt mindeſtens auf den zwanzigfachen Betrag des Grund=chen über den Deutſchen Bund führt Demian=Leipzig aus:
Fahrer fiel ſo, daß eine große Anzahl Konkurrenten über lohnes zu bemeſſen; es kann durch Mehrleiſtung der Kaſſe „Der innere Handel Deutſchlands iſt ebenſo beſchränkt und
ihn hinwegſtürzte. Unter den letzteren befand ſich auch bis zum vierzigfachen Betrag des Grundlohnes erhöht gedrückt, als der auswärtige. Denn da Deutſchland kein
Hanſen.
Bundesſtaat, ſondern ein Staatenbund iſt, ſo gibt es hier
werden.
ebenſowenig ein gemeinſchaftliches Fabrik= und
Handels=
taer franzöſiſche Kriegsminiſter Etienne
Die Mitgliedſchaft Verſicherungspflichtiger beginnt mit Syſtem, als die 39 Staaten, aus welchen jetzt Deutſchland
kündigte in einer Rede in Longwy ſeinen bevorſtehen= dem Tag des Eintritts in die verſicherungspflichtige Be=beſteht, ein Oberhaupt anerkennen. Faſt jeder größere
den Rücktritt an.
ſchäftigung. Die Mitgliedſchaft erliſcht, wenn das Mit=deutſche Staat hat jetzt ſeine eigene Mauthverfaſſung, wo=
Im St. Louis iſt ein von den deutſch=amerikaniſchen glied ausſcheidet, oder wenn es zweimal nacheinander am durch er ſich von dem gemeinſamen Intereſſe Deutſchlands
Turnern geſtiftetes Jahn=Denkmal enthüllt
iſoliert, und beſonders die Einfuhr der Fabrikate anderer
tworden.
Zahltag die Beiträge nicht entrichtet und ſeit dem erſten deutſchen Staaten entweder durch Verbote zu verhindern,
dieſer Tage mindeſtens vier Wochen vergangen ſind. Dieſeoder durch hohe Eingangszölle zu erſchweren ſucht.” Unter
Tageskalender zur Geſchichte der
Friſt kann bis zum nächſtfolgenden Zahltag verlängert ſolchen Umſtänden wird es uns halbwegs verſtändlich,
daß, wie die Unterſuchungen des Statiſtikers Engel erge=
Befreiungskriege.
werden. Arbeitsunfähige bleiben Mitglieder, ſolange die
ben haben, in 1817 die Rheinprovinz für den Scheffel
Wei=
ti./15. Oktober 1813: Ueberfall und Einnahme von Bre= Kaſſe ihnen Leiſtungen zu gewähren hat. Geben ausge=zen 166½ für den Scheffel Roggen 132½ Silbergroſchen
ien; die franzöſiſche Beſatzung kapituliert.
ſchiedene Mitglieder, die innerhalb 26 Wochen oder direkt bezahlte, während gleichzeitig in Poſen der Weizenpreis
4ℳ/16. Oktober 1813: Treffen bei Liebertwolkwitz; Sieg vor dem Ausſcheiden 6 Wochen lang verſichert waren, nur 96¾ und der Roggenpreis nur 56½ (letzterer alſo nicht
Der Verbündeten.
wegen Erwerbsloſigkeit die Mitgliedſchaft auf, ſo leben einmal halb ſo viel) betrug! Daß ſich derartige Preisdif=
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
ferenzen herausbilden konnten, war zum andern aber auch
deren Anſprüche auf, wenn die Krankheit während der Er= in den Verkehrsverhältniſſen begründet.
Eiſen=
werbsloſigkeit binnen 3 Wochen nach dem Austritt einſetzt. bahnen gab es ja noch nicht und die Flußläufe kamen im
Um das Erlöſchen der Mitgliedſchaft bei Stellenloſigkeit weſentlichen — eben weil die Fortſetzung in Geſtalt von
Mhie neue Dienſtbofen=Krankens zu verhindern, iſt freie Weiterverſicherung geſtattet. Haus=Schienenſträngen fehlte — doch nur den nächſten
Anwoh=
nern zugute.
angeſtellte, Verwandte des Arbeitgebers können die
frei=
verſicherung.
Wenn etwas die gewaltigen Veränderungen innerhalb
willige Verſicherung aufnehmen.
dieſes einen Jahrhunderts ſo recht augenfällig zu machen ge=
H. R. Der 1. Januar 1914 bringt für die im Haushalt
Wer ſeiner Pflicht zuwider Verſicherungspflichtige eignet iſt, dann dieUlmwälzungen auf allen Gebieten
derVer=
ſiügen weiblichen Angeſtellten, ſowie für die ſonſtigen nicht anmeldet, oder die Liſte über beſchäftigte Hausge=kehrseinrichtungen: Damals die Zeit der Poſtkutſche, heute
beäblichen Angeſtellten, die in keiner Induſtrie oder
Ge=
die Zeit der Dampfkraft, Elektrizität und Motore, welch
werbetreibende nicht einreicht, kann mit Geldſtrafe bis zu letzteren ſogar die Eroberung der Luft gelungen iſt. Es
perbe als Bedienſtete gegen Entgelt arbeiten, eine be=
300 Mack beſtraft werden. (Formulare zur Anmeldung mutet uns heute ſeltſam an, wenn wir den berühmten
Anerkenswerte Neuerung: auch ſie werden, wie die anderen
ſind bei den Kaſſen erhältlich). Beſtraft werden auch Ver=Univerſitätsprofeſſor Crome=Gießen im 4. Bande ſeines
peiblichen Angeſtellten in Handel, Gewerbe und Induſtrie ſicherte bis zum dreifachen Betrag des täglichen Kranken= großen Werkes „Staatskräfte vom deutſchen
Staaten=
krangsweiſe gegen Krankheit und Tod verſichert. In
die=
bunde”, (erſchienen 1818—1828) bei einer lobenden
Schil=
geldes, wenn ſie die Anordnungen des behandelnden Arz=derung der Turn und Taxisſchen Poſt mit einem gewiſſen
r Verſicherung treten aber noch einige Neuerungen
her=
tes übertreten. Arbeitgeber die höhere Beitragsteile vom Stolze berichten hören, daß ſich die Zahl der von
Frank=
ſſo,, welche die bereits beſtehenden Krankenverſicherungen Lohn abziehen, oder unzuläſſige Abzüge machen, werden furt a. M. abgehenden und daſelbſt ankommenden
Poſtwa=
ſicst haben, weshalb ſie nachſtehend noch beſonders
her=
mit Geldſtrafe bis zu 300 Mk. beſtraft. Schließlich werden gen auf wöchentlich 120 belief, „welches dann zugleich
ongehoben werden ſollen.
als Maßſtab für die Lebendigkeit dieſer ſchönen und
viel=
die Arbeitgeber mit Gefängnis beſtraft, wenn ſie die Bei=
Zu dem Kreis des verſicherungspflichtigen
Haus=
ſeitig bewegten Stadt betrachtet werden kann”. Heute
lau=
tragsteile der Kaſſe vorenthalten.
fen innerhalb einiger Stunden ebenſo viele
Eiſenbahn=
rſonals gehören: Hausmädchen oder ſogenannte Dienſt=
Die Frauen können ſich auch einen Einfluß auf diezüge ein und aus. Zwiſchen Frankfurt und Mainz
beſtan=
ſädchen, Köche und Köchinnen, Reinmachefrauen, Putz= Organe der Krankenkaſſen zuſichern, indem ſie mit an den den „wegen des bedeutenden gemeinſchaftlichen Verkehrs
ſamen, auch Aufwärterinnen (letztere ſelbſt auch dann, Ausſchußwahlen der Krankenkaſſen teilnehmen. Nach beider Städte” täglich ſowohl hin und her
Eilwagen=
ſenn ſie nur ſtundenweiſe beſchäftigt und nicht im
Haus=
kurſe! Es entſprach der damaligen Zeit, daß nicht der ge=
§ 333 der R. V.O. wählen die beteiligten volljährigen ſamte Poſtbetrieb in der Hand von Turn und Taxis
ver=
rle beköſtigt werden), Kindermädchen, Näherinnen, Plät= Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Vertreter aus ihrereinigt war. „Die Diſparität herrſcht hier” ſo klagt Crome,
rimnen, Wäſcherinnen, ganz gleich, ob die letzteren in Mitte. Zu dieſen Wahlen ſind die Frauen wahlberechtigt „ebenſo wohl als in vielen anderen offiziellen
Inſtitu=
rechiedenen Haushalten arbeiten. Befreit von dieſer und auch wählbar. Der Ausſchuß wählt dann den Vor=ten unſeres Vaterlandes. So ſind z. B. in der Stadt
mangsverſicherung ſind ſolche Dienſtboten, für die bereits
Hamburg allein 7 ganz verſchiedene und heterogene Poſten
ſtand, der ebenfalls wie dieſer zu zwei Dritteln aus Ar= von verſchiedenen Ländern und Staaten eingeführt, darunz
In: anderweitige Fürſorgepflicht der Herrſchaft beſtand,
beitnehmern und zu einem Drittel aus Arbeitgebern
be=
ter ſogar eine Königlich Schwediſche Poſt ſich befindet.”
lls das Geſetz im Jahre 1911 vom Reichstag angenommen
Gegenwärtig betrachtet es der Stadtbewohner als etwas
ſtehen muß.
urde. Verſicherungspflichtig ſind auch die im Haushalt
Was die Durchführung der neuen Krankenverſiche=Selbſtverſtändliches, daß ihm ſeine Poſt mehrere Male am
ſtſchäftigten Lehrer und Erzieher oder Lehrerinnen und
Tage zugeſtellt wird, und es dürfte wohl im ganzen Reiche
rung anbelangt, ſo erfolgt ſie in den einzelnen Städten kein noch ſo kleines Dörfchen ja kaum ein nennenswertes
trzäeherinnen. Ferner ſind verſicherungspflichtig: Geſell= perſchieden. Es kann eine allgemeine Ortskrankenkaſſe ge=Gehöft geben, wohin der Poſtbote nicht wenigſtens einmal
haffterinnen, Repräſentantinnen, Hausdamen, Wirtſchaf= bildet werden, in welche die neuen Verſicherungspflichtigen am Tage kommt. „Kein Dörſchen ſo klein, kehrt täglich dock
frimnen. Nicht verſicherungspflichtig für den Haushalt mit aufzunehmen ſind, oder es werden Landkrankenkaſſen der Poſtbote ein.‟ Ende 1910 beſtanden in Deutſchland
40816 Poſt= und 45116 Telegraphenanſtalten, in denen
Und dagegen Lohndiener und Tafeldecker, weil ſie zu den errichtet. Die Gemeinden geben die einſchlägigen Verord=305 427 Beamte und Beamtinnen 5677 Millionen Briefe
ſiwerblichen Unternehmern gezählt werden (Entſcheidung nungen noch bekannt. Zu erwähnen iſt noch, daß die Ver= (88 auf den Kopf der Bevölkerung), 46½ Millionen
Tele=
r: R. V. A. 1903, S. 360).
ſicherungspflichtigen ihre Beiträge ſich vom Barlohn ab= gramme, Wertſachen über einen deklarierten Geſamtwert
Verſicherungspflichtig ſind ferner noch: Pflegerinnen, ziehen laſſen müſſen. Die Arbeitgeber dürfen dieſe Bei= von 21½ Milliarden, Poſtanweiſungen über 10 Milliarden
ſtärterinnen in öffentlichen und privaten Krankenhäuſern, tragsteile nur auf dieſem Wege abziehen. Sind die Ab= Mark abfertigten und 1850 Millionen Ferngeſpräche
ver=
mittelten, wofür an Porto, Telegramm= und
Telephon=
ſiniken, weibliche Angeſtellte im Schulweſen, im Ge= züge einmal unterblieben, ſo dürfen die Abzüge nur noch gebühren 738 Millionen Mark vereinnahmt wurden. Dieſe
ſſeimde= und Staatsweſen, die Bedienſteten der Herbergen, bei der nächſten Lohnbezahlung nachgeholt werden. Wäh=Leiſtung der heutigen Poſt kommt mit Hilfe des großen
ſſi wirtſchaften, Kaſinos, Reſſourcen, der Aerzte, Zahn= pend der Krankheit des Verſicherten ſind keine Beiträge zu Schweſterunternehmens zuſtande, deſſen Geburtsjahr bei
uns in das Jahr 1835 fällt: der Eiſenbahn. Im
genann=
ſtztee, Apotheker, der Gutsbeſitzer, der Theater,
Muſik=
zahlen.
ten Jahre wurde bekanntlich die Bahn Nürnberg-Fürth
Apelllen uſw.
mit einer Länge von allerdings nur 6 Kilometern in Be=
Wei der Krankenverſicherung iſt das Alter ohne
Ein=
t, weshalb noch nicht 16 Jahre alte Perſonen zu ver=Deutſchlands wirtſchaftliche Entwicklung trieb genommen. Bis 1845 waren bereits 2300 Kilometer,
bis 1850 ſchon 6000 Kilometer gebaut. Und heute ſteht
das Deutſche Reich mit einem Eiſenbahnnetz von über
in den letzten hundert Jahren.
hern ſind. Die Verſicherungspflicht hört auf, ſobald ein
60000 Kilometern an der Spitze aller europäiſchen Staaten.
Uührreseinkommen (Gehalt, Lohn) von über 2500 Mark er=
(Ein Rückblick anläßlich der Jahrhundertfeier.)
Unſere Bahnen repräſentierten Ende 1910 ein
Anlagekapi=
ſichtt worden iſt.
tal von 17½ Milliarden Mark und boten bei einer Güter=
Die Beiträge ſind zu zwei Drittel vom Verſicherungs=
Politik und Wirtſchaft eines Landes ſtehen in innigſter beförderung von 575 Milliarden Tonnen und einer Per=
Aſichtigen und zu einem Drittel vom Arbeitgeber zu Wechſelwirkung. Nur die Wirtſchaft derjenigen Staaten, ſonenbeförderung von 1541 Millionen mit 3 Milliarden
ſtan. Dafür werden von der Kaſſe gewährt: Kranken= die im Konzert der Mächte etwas zu bedeuten haben, kann Mark Betriebseinnahmen annähernd 700 000 Beamten und
fe (Krankenpflege), Krankengeld, freie ärztliche Behand=ſich ungehemmt entfalten. Und ſo lehrt denn auch die Bedienſteten eine geordnete Exiſtenz.
Mit dem wirtſchaftlichen Aufſchwung iſt eine völlige
Geſchichte, daß politiſche und wirtſchaftliche Glanzzeiten
ſig mit Medizin, Schwangergeld, freie ärztliche Geburts=ebenſo zuſammenfallen wie Zeiten des politiſchen Nie=Veränderung der inneren Struktur des Reiches einherge=
Alfe Sterbegeld.
derganges mit Perioden des Darniederliegens von Er= gangen: Deutſchland bat ſich in ſchnellem Tempo vom
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 14. Oktober 1913.
Agrar= zum Zuduſtieiaat entwickelt. Entſielen in Freu. Prin=Regenten. Daraus geht hervor, daß die König=ung auf generelle Erichtung fübiſcher Bolsſchulelt i
ßen im Jahre 1816 noch 78 Prozent aller Erwerbstätigen frage in ein akutes Stadium getreten iſt. Die Klärung der nach ſeiner Anſicht nicht angebracht.
auf die Land= und Forſtwirtſchaft, ſo ergab die letzte Be= Angelegenheit, die ſich in den letzten Stunden immer mehr
rufszählung im Reiche nur noch einen Anteil von 28,5
Prozent, während 42,5 Prozent in der Induſtrie und 13,3 zugeſpitzt hat, wird jetzt nicht mehr lange auf ſich warten aus St. Louis iſt, wie bereits gemeldet, in
Langen=
laſſen.
Prozent in Handel und Verkehr Beſchäftigung fanden.
Ent=
ſprechend dieſer Verſchiebung haben die Städte ein nie
Die braunſchweigiſche Frage. Mit dem
gekanntes Wachstum gezeitigt. Von den heutigen
Groß=
ſtädten zählten zu Anfang des vorigen Jahrhunderts Ber=Prinzen Ernſt Auguſt von Cumberland, der am Samstag
lin 197000. Hamburg 130 000, Frankfurt und Bremen je in Potsdam weilte, ſind neue Erörterungen gepflogen wor= erwarb wandte er einen großen Teil philanthropiſchen
48 000, Stuttgart gar nur 22000 Einwohner. Die Geſamt= den. Gleichzeitig mit dem deutſchen Reichskanzler weilte
bevölkerung des Deutſchen Reiches in ſeiner heutigen Um= bei dem Prinz=Regenten in München der Hausminiſter Amerikaner haben ihrer alten Heimat die Anhänglichkei
grenzung betrug rund 24 Millionen Einwohner; 1888
und erſte Ratgeber des Herzogs von Cumberland. Der Wagen= und Glasfabriken und er beſchäftigte in ſeinen
hatten wir 48 Millionen, 1912 66 Millionen erreicht. Zum
Vergleich ſei eingefügt, daß die Einwohnerzahl Frank= Prinz iſt am Samstag nach Gmunden wieder abgereiſt.
reichs 1818 mit 29 Millionen feſtgeſtellt wurde, während ſie Der für Samstag in Gmunden angeſagte Empfang erſter
gegenwärtig etwa 40 Millionen, alſo nur 11 Millionen braunſchweigiſcher Staatswürdenträger wurde bis auf Er hat ſich große Verdienſte um die Errichtung des at
mehr, beträgt.
weiteres verſchoben.
Ausland.
Deutſches Reich.
Frankreich.
— Die Etatsarbeiten am neuen
Reichs=
etat für 1914 ſind in der Hauptſache fertiggeſtellt. zu Ehren des Kriegsminiſters Etienne in Longwy am! Waffen= und Munitionsfabriken, Geheimen Baurats
Die kleinen Etats gehen dem Bundesrate ſchon in nächſter Sonntag veranſtalteten Bankett gab der Bürgermeiſter
Zeit zu, die großen Etats Ende Oktober. Die Etatsbera= dem Wunſche der Bevölkerung Ausdruck, daß die aus dem
tungen in den Ausſchüſſen des Bundesrats werden in 1417. Jahrhundert ſtammenden Feſtungswerke, welche die
Tagen beginnen. Das Plenum des Bundesrats wird den Entwickelung der Stadt hemmten, aufgelaſſen werden
Etat in der erſten Novemberhälfte beraten, ſo daß die Ver= möchten. In ſeiner Antwortrede deutete Etienne an, daß
öffentlichung des Etats kurz vor dem Zuſammentritt des er vielleicht nicht mehr lange an der Spitze der Kriegs=
Reichstages erfolgen kann.
verwaltung bleiben werde, indem er ſagte: Nach einer
— Aerzte und Krankenkaſſen. Aus Leipzig durchaus der Republik gewidmeten Laufbahn iſt jetzt die
meldet der Aerzteverband der Voſſiſchen Zeitung: Die ver= Stunde für mich gekommen, wo ich anderen die Fortſetzung ſtellungshauſe auf der Mathildenhöhe iſt am Sonntal
einigten Kaſſenverbände haben die vom Aerztevereinsbund des Werkes überlaſſen ſoll, dem ich niemals untreu ge=
und dem Leipziger Aerzteverband gemeinſam gemachten worden bin. Morgen werde ich vielleicht nicht mehr an Gelegenheit, allen Ausſtellern und allen, die die Ausſtellun
Friedensvorſchläge rundweg abgelehnt. Sie wollen weder der Spitze der Armee ſtehen. Ich werde dieſen Poſten mit arrangieren halfen und ſo zum Gelingen der ſchöne
mit den Organiſationen der Aerzte verhandeln, noch zeigen verlaſſen mit der ſtolzen Ueberzeugung, meine Pflicht
er=
ſie hinſichtlich der freien Aerztewahl und der Bemeſſung füllt zu haben.
des Honorars irgendwelches Entgegenkommen. Die den
beiden Aerzieverbänden angeſchloſſenen Unterorganiſa= tungsberichterſtattern wird erzählt, daß ein Teil der für der Verein für Luftfahrt E. V., mit der in ihn
tionen müſſen hiernach den Abſchluß von Verträgen mit die neuen Grenztruppen beſtimmten Kaſernenbauten in erfüllen dürfen und die zum Fortſchreiten auf der betren
Krankenkaſſen ſo lange ablehnen, bis ein ſofort einberufe= Longwy noch nicht fertiggeſtellt ſei, und daß in den
Be=
kleidungsmagazinen nur geringe Vorräte ſeien. Als
be=
ner Aerztetag endgültig Stellung genommen hat.
Der Vertretertag des Reichsverban= ſonders beklagenswert wird bezeichnet, daß die Offiziere
des der Vereine der nationalliberalen und die verheirateten Unteroffiziere durch die Wohnungs=
Jugend, der in Berlin tagte, nahm folgende Reſolution not und die Teuerung der Lebensmittel in den Grenzſtäd= um die Veranſtaltung in der richtigen Weiſe durch
an:
„Der Vertretertag des Reichsverbandes der Vereine Weiſe betroffen ſeien.
der nationalliberalen Jugend ſpricht der nationalliberalen
Spanien.
Reichstagsfraktion und ihren Führern Baſſermann und
Schiffer ihren Dank aus für die außerordentlichen Ver=
Der Beſuch des Königs in Bukareſt ſoll
dienſte, die ſie gemäß der großen Tradition der Partei um mit dem Vorſchlag eines für gewiſſe Balkanfragen
vorbe=
das Zuſtandekommen der großen Wehrvorlage und ihrer
haltenen Schiedsſpruchs zuſammenhängen, wobei an
Spa=
ſozial gerechten Deckung ſich erworben haben. Der
Ver=
tretertag erwartet nunmehr von der Regierung, daß ſie ſich nien als völlig unbeteiligte Macht gedacht wird.
der Notwendigkeit einer imperialiſtiſchen Politit nicht
län=
ger verſchließt, und daß ſie daher von den Machtmitteln,
Vereinigte Staaten.
die ihr der Opfermut der Nation zur Verfügung geſtellt
hat, im Gegenſatz zu bisher, Gebrauch macht und, ſoweit
es möglich iſt, den unentbehrlichen Zuwachs an Macht und kanalzölle. Im ſelben Augenblick, da ſich der letzte Beitritt von Mitgliedern geſtärkt und dallc
Gebiet verſchafft Zu dieſem Zweck iſt eine bis auf den Akt zur Vollendung des Panamakanals vollzogen hat, hat
Grund gehende Reform des diplomatiſchen Dienſtes drin= Präſident Wilſon auch die Urſache zu der aus der ameri= ſchriftlich und mündlich bei der Geſchäftsſtelle des Verc
gend erforderlich. Nicht Adel und Vermögen, ſondern die
Befähigung muß der einzige Maßſtab für die Vertreter des kaniſchen Kanalpolitik zwiſchen England und Amerika be= im „Hotel Köhler” Rheinſtraße, entgegengenommen
Deutſchen Reiches im Auslande ſein. Wir erwarten, daß ſtehenden Spannung beſeitigt, indem er, wie den Times
unſere nationalliberale Reichstagsfraktion mit allen er=gemeldet wird, die Berechtigung des engliſchen Stand= Wetters ausgefallenen Wettflüge und unter Berückſich
denklichen Mitteln auf die Durchſetzung dieſer Forderung punktes anerkennt, daß die Befreiung der amerikaniſchen tigung beſonderer Leiſtungen nachfolgendat
drängt. Wir verlangen ferner daß die Angelegenheiten
der auswärtigen Politik im Reichstag eingebender be= Schiffahrt von den Panamazöllen eine Verletzung des
handelt werden. Es darf insbeſondere nicht, wie ſo oft, Hay=Pauncefote=Vertrages ſei. Wilſon kündigt an, er ſtellten Gegenſtände, ſei es durch die bereits früher bekaun
die Volksvertretung in wichtigen Dingen mit inhaltloſen werde im Kongreß die Aufhebung der betreffenden Klauſel Ehrenpreiſe den Herren: Erwin Kernchen, Berling
Reden der Regierung abgeſpeiſt werden. Um dies
durch=
zuſetzen, muß vor allem auch unſere Partei mit größtem in der Panama=Akte beantragen. Damit iſt England, das Wolfgang Klemperer, Dresden; Karl Kopietz Fraukfu
Nachdruck auf die Durchſetzung der konſtitutionellen For= um ſeine Beziehungen zum Nachbarland Kanadas ſtets am Main; Fritz Schmitt. Mainz=Kaſtel. — Prämien
derungen ihrer Entſtehungszeit (verantwortliche Reichs= peinlich beſorgt iſt, eine ſchwere Sorge abgenommen.
miniſterien, Staatsgerichtshof) hinwirken.”
*
— Der Reichstag und die
Jahrhundert=
feier. Die Mitglieder des Reichstags haben für die
Feier der Einweihung des Völkerſchlachtdenkmals ein ver=ſcher Volksſchulen wird ſich die im Dezember in ſtadt: Norbert Wolkoborsky. Frankfurt a. M.: Theodl
hältnismäßig geringes Intereſſe bekundet. Wie die Kreuz= Berlin ſtattfindende Hauptverſammlung des Deutſch=Iſrae= Specht, Frankfurt a. M.: Fritz Scharmann Darmſtahle
zeitung meldet, ſind die zur Verfügung geſtellten hundert hören auch in den Großſtädten jüdiſche Volksſchulen noch furt a. M.; Charles Jonet, Paris; Alfred Kitzinge
Eintrittskarten gerade eben ſämtlich in Anſpruch genom= zu den Seltenheiten. Es beſtehen nur jüdiſche Religions= Fechenheim; Walter Köhler Hamburg: Adolfägn
men worden, eine Ausloſung brauchte nicht ſtattzuſinden. ſchulen, jüdiſche Privatſchulen und Simultanſchulen. Da
Von den 28 auf die ſozialdemokratiſche Fraktion entfallen= dieſe Schulen in der Hauptſache jedoch aus Mitteln der
jü=
diſchen Vereinigungen unterhalten werden müſſen, wird
den Karten iſt nur eine einzige begehrt worden.
jetzt unter Inanſpruchnahme der Gleichberechtigung die
— Die bayeriſche Königsfrage. Aus Mün=Einrichtung jüdiſcher Volksſchulen gefordert, zu deren Un= hammer Frankfurt a. M.: Wilhelm Ripper Offenbahe
chen wird gemeldet: Miniſterpräſident Freiherr v. Hert= terhaltung die Kommunalverwaltungen verpflichtet wären.
ling begab ſich nach längeren Verhandlungen im Miniſte= Der Ausſchuß des Gemeindebundes ſteht auf dem Stand= Main; Karl Rühl, Darmſtadt: Fritz
WittekindSkall=
punkte, daß bei Beurteilung der Schulfrage die jeweiligen
rium am Sonntag nachmittag nach Berchtesgaden zum örtlichen Verhältniſſe maßgebend ſein ſollten, die Forde=
Grm
ſchönſter Brüſſeler Spitze iſt ein Geſchenk der Mutter der
Braut; er wird mit einem Orangeblütenkranz getragen.
Der Trouſſeau der Herzogin
Der Schmuck der Braut wird in mehreren Ketten und
Schleifen aus koſtbaren Perlen beſtehen, die ſie ebenfalls
von Fife.
von ihrer Mutter geſchenkt erhalten. Das Kleid, das die
** Am Mittwoch findet die Hochzeit des Prinzen Herzogin nach der Zeremonie trägt, iſt in warmem tau=
Arthur von Connaught mit der Herzogin von Fife ſtatt, bengrauen Charmeuſe gehalten und etwas ſtärker drapiert. Reſidenztheater die dreiaktige Komödie „Der
Herren=
wozu ſämtliche Mitglieder der engliſchen Königsfamilie Die ſpitzengeſtickte Korſage iſt mit breiten Streiſchen von
und zahlreiche erlauchte Gäſte der europäiſchen Fürſten= himmelblauer Seide und mit grauen, diamantgeſtickten Wiener Dramatikers, beifällige Aufnahme. Der Titel iſt
häuſer eintreffen. Der Trouſſeau der Prinzeſſin, der be= Troddeln und Knöpfen gerniert. Der dazu gehörige
reits jetzt fertiggeſtellt iſt, enthüllt einen außerordentlichen Mantel beſteht aus Velour=Mouſſeline in einem tieferen
Reichtum an höchſt modern geſtalteten und doch feierlich Grau mit einem eigenartigen Ton in Mauve. Die Toi= bäuerlichen Elternhauſes beibehalten hat, wird von ſellle
vornehmen Gewändern. Das Brautkleid iſt aus weicher lette, in der die Braut die Hochzeitsreiſe antritt wird Frau und deren Familie für einen „Herrenmenſchen
weißer Charmeuſe gearbeitet und mit Brüſſeler Spitzen, vervollſtändigt durch eine prachtvolle Pelzſtola, halb aushalten, der alles für ſich erlaubt hält. Der Trick derVer
ſowie Perl= und Diamantſtickerei garniert. Die Drapie=Chinchilla und halb aus Hermelin, und durch einen brei= faſſerin beſteht darin daß ſie auch das Publikum eine
rung des Rockes fließt in langen Linien vorn hernieder ten flachen, mit Chinchilla beſetzten Hermelinmuff. Auch Zeitlang in dem gleichen Glauben erhält, bis ſich dam
und zeigt ein Unterkleid aus wundervoller Stickerei, deren unter den 50 Koſtimen und Toiletten die ſich noch im
Motiv aus langen ſpitzen Blättern und Lilien in Silber! Trouſſean der Herzogin beſinden, gibt es hochelegante
und mit Perlen von verſchiedener Größe beſteht. Die Abenbkleider, in deren Farbengebung das Mattroſa, der
Korſage zeigt ebenfalls koſtbarſte Perlen= und Silber=Lieblingston der Trägerin dominiert. Einige ſind aus
ſtickereien. Das Dekolleté iſt rund und hoch. Die Korſage Samt, andere aus jenen weichen hautdünnen Stoffen ge= Problemen herumgeredet, ohne daß man den Geund bazu
läuft an der Taille ſpitz in ein V zu und endet in kleinen arbeitet, die eben am Horizont der Mode auftauchen. Von einſieht. Die Aufführung war nicht befriedigend.Was
Diamantornamenten, während darüber auf Falten von beſonderem koloriſtiſchem Reiz iſt ein elfenbeinfarbenes
ſchnerigem Tüll ein Bukett von Orangeblüten ruht. Die Crèpe de Chine=Kleid mit Seidenſtickerei in purpuenen anfangen? Es iſt nicht recht erſichtlich, aus welchem
Spitzenärmel ſind aus einem Stück mit der Korſage ge= und goldenen Weinblättern und einer Tunika aus
pur=
ſchnitten und reichen bis zu den Ellenbogen. Die von der purnem Chiffon, die über und über mit altgoldenen Spitzen
einen Schulter aus arrangierte Hoſchleppe beſteht eben=beſetzt iſt. Die Tolletten der Brautjungfern ſind im
zar=
falls aus weißer Charnreuſe und verläuft auf der einen teſten Roſa der Heckenroſen gehalten, mit entzückend dra=
Seite in einer großen Empireſchleife aus Perlen und Sil= pierten Röcken die zu kleinen diskreten Paniers geformt ſchwierige Fragen gar nicht zutrauen ſollte nahm nachdi
berſtickerei von beſonders zu dieſem Zweck gefertigten ſind, und mit Korſagen, die mit eremefarbener Spitze gar= zweiten und dritten Akt in graziöſer Weiſe den Beifall=
Brüſſeler Spitzen überrieſelt. Die rechte Seite der Schleppe niert ſind. Das ſchönſte Kleid aber vielleicht, das auf
die=
iſt in Seidentüllfalten gelegt. An der Schulter wird die ſer Hochzeit getragen werden wird, iſt das der
Königin=
faſt 4 Meter lange Schleppe von einem großen Schmetter= Mutter Alexandra, das duftigſte Gebilde aus ſchimmern= Landesfarben zu kleiden, was beim Publikum freundliche
ling aus Perlen gehalten. Der lange Brautſchleier aus dem Silber, von Perlen und Diamanten überſtraßlt,
Nummer 244.
* Adolphus Buſch 1. Der bekannte
amerika=
niſche Großbrauer und Philanthrop Adolphus Buſch
ſchwalbach geſtorben Adolphus Buſch, der einer
Mainzer Malzhändlerfamilie entſtammte ſtellte vor
60 Jahren zum erſten Male in der neuen Welt ein
deut=
ſches Lagerbier her. Von dem Vermögen, das er damit
eund wiſſenſchaftlichen Zwecken zu. Nicht alle Deutſch
bewahrt wie Buſch. Außer ſeiner Brauerei beſaß Buſch
t. ganzen Unternehmungen über 30000 Arbeiter.
Buſch=
rwurde auch vom deutſchen Kaiſer wiederholt ausgezeichnet.
maniſchen Muſeums der Harvarduniverſität erworben und.
dieſem Muſeum mehr als eine halbe Million Mark
über=
wieſen. Einer der Schwiegerſöhne des Verſtorbenen iſt
der Großkaufmann und Kunſtmäzen Hugo Reiſinger in
Neu=York, der in Berlin 1910 eine amerikaniſche Kunſte
ausſtellung veranſtaltete Die jüngſte Tochter des Herit
Rücktritt des Kriegsminiſters. Auf einem Buſch iſt die Gattin des Generaldirektors der Deutſchä
r von Gontard in Berlin.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 14. Oktober,
Flugmodell=Ausſtellung im Verein für
Luftfahrt E. V.
St. Die Ausſtellung von Flugmodellen uſw. im
e= abend geſchloſſen worden. Eine kleine Schlußfeier gaß
Veranſtaltung beitrugen, herzlichſt Dank zu ſagen.
Beſon=
ders auch der Firma Trier, die die Ausſchmückungi
Räume übernommen hatte. Mit Recht wurde dabei alch
Die Kaſernenbauten. Von mehreren Zei= zum Ausdruck gebracht, daß der veranſtaltende Weſtlll
Art einzigen Ausſtellung Erfolge errang, die ihn mit Stoll
nen Bahn ermutigen. Mit Befriedigung konnte feſtgeſll
werden, daß die gegebenen Anregungen auf fruchtballt
Boden gefallen ſind und das Intereſſe am Flugſporkal
allen ſeinen Zweigen außerordentlich gehoben haben.
=Verein für Luftfahrt hat erhebliche Opfer geſlall
ten infolge der Garniſonsvermehrung in der peinlichſten führen, und er hat, wie wir erfahren, nun auch die
bedeutendere, verantwortungsvolle und koſtſpieligere All
gabe übernommen, den Anfang des Prinz=Heill
rich=Fluges 1914 in Darmſtadt zu arrangietül
reſp. vorzubereiten. Den Bemühungen des Vereinsiſt
gelungen, gegen die Konkurrenz verſchiedener Großſtädt
=den Anfang des Prinz=Heinrich=Fluges für Darmſtadl
zu ſichern, ſo daß wir im nächſten Frühjahr wieder
deutende Ereigniſſe auf dem Gebiete des Flugſports And
der Luftfahrt überhaupt in Darmſtadt zu gewärtigen haben
Hierdurch erwachſen dem Verein naturgemäß erheble
Koſten, und es wäre dringend zu wünſchen, wenn bil
Präſident Wilſon und die Panama= dieſer Beziehung durch möglichſt zahlreichen
die für die Zukunſt ſo bedeutende Jache der Luſtfahrtüc
thaupt gefördert würde Beitrittserklärungen wel
Außer den bereits mitgeteilten 1. Preiſen und
plomen wurden in Rückſicht auf die infolge des ungünſtce
s Ausſtellern, ſei es durch Zahl und Ausführung der ausge
gewordenen Flugleiſtungen Sonderprämien erteille
den Herren: Heinrich Meffert, Fechenheim; Hernähl
Kupferberg Mainz: Cato Nerking, Darmſtadt: Will
Gül=
lin, Frankfurt a. M.; Johann Klumb, Neuſtadt a. dechn
Neubronner Frankfurt a. M.; Richard Rompel Krauſe
* Mit der Frage der Errichtung jüdi= furt a. M.; Erich Meher, Dresden; Albrecht Braun ame
litiſchen Gemeindebundes beſchäftigen. Gegenwärtig ge= Hans Woellenſtein, Frankfurt a M.; K Koch, Franſt
Frankfurt a. M.; Kaſpar Mink, Worms; Fritz Metzle
Mainz; Adolf Bundſchuh. Heidelberg; Karl Jäger, Fraul
dfurt a. M.; Chriſtian Uhrig, Darmſtadt: Karl Brgun,
Darmſtadt; Karl Odenwald. Saarbrücken; A. Kriegs=
Walter Wamhoff, Osnabrück; Paul David, Frankfurt All.
furt a. M.; Eugen Ruf, Mannheim; Ludwia Kämmerch,
Würzburg: Heinz Roth, Mainz: Wolfgang Weyl, Dale=
Feuilleton.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
P. Münchner Theater. Am 11. fand im
Köl=
menſch” von Marta Karlweis, einer Tochter dest
eironiſch gemeint. Matthias Innerebner, der auch als
er=
nfolgreicher Architekt noch die ungenierten Manieren ſeings
im dritten Akt ſehr geräuſchvoll und pomphaft die Tugenbd.
zu Tiſch ſetzt. Das Gauze iſt eine Ueberſetzung Ariük
Schnitzlers ins Familienblatthafte. Die Autorin hat
5„ſchrecklich viel geleſen‟. Es wird an allen möglichen
*ſollen auch die Darſteller mit ſolchen verwäſſerten Figuken=
Grunde die Hofbühne dieſes Stück angenommen hat, an
ndem die Schauſpieler gar kein, die Zuſchauer nur ein
mäßiges Vergnügen haben. Die Autorin, eine junge,
charmante Dame, der man ſoviel Nachdenlichkeit über
ſo=
des ſehr zahlreichen Publikums entgegen. Sie hatte noch
die beſondere Höflichkeit gehabt, ſich in die baheriſchen
Beachtung fand. Am gleichen Abend ſund im Münchner
Nummer 244.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 14. Oktober 1913.
hedt H. v. Boeniah, Minſter: Karl Kühn, Darmſtadt; Jagbpachter in der Gemarlung Hammerod geſchofſne
olf Simon, Saarbrücken; Albert Dieſer, Höchſt; Fritz Ente im offenen Rhein aufgefiſcht und trotz Verwarnung Am Sonntag feierte die hieſige Stadtmiſſion ihr
Jahres=
berwig, Heidelberg.
durch den Schützen für ſich behalten. Beide waren vom feſt. Der Feſtgottesdienſt fand am Vormittag in der
Der Prinz=Heinrich=Flug 1914.
30 Mark Geldſtrafe verurteilt worden. Die von Engers Feſtpredigt über Luk. 7, V. 36—50 hielt. „Unſere Stellung
Der Prinz=Heinrich=Flug 1914 wird am verworfen. — Auf Veranlaſſung des 32jährigen Rei= Tert entnahm. Sie führte uns durch Buße und Glauben
Mai in Darmſtadt beginnen und bis zum 24. Mai ſenden Moritz Löwenſtein aus Belecken (Weſtfalen) an Jeſum zur ſeligen Gewißheit der Vergebung der
Sün=
ſitern. Der Flug zerfällt in zwei große Etappen. Er hatte am 23. Mai 1912 die Frau eines kleinen Kolonial= den und zur Bereitwilligkeit andern zu dienen auf Grund
firt von Darmſtadt über Mannheim, Karlsruhe, abgeſchloſſen. In dieſem Vertrag verpflichtete ſich die tiefen Eindruck auf die große Verſammlung und wird ſeine
Ljeyer, Worms nach Frankfurt, am zweiten Tage von Frau zur Abnahme eines Verkaufsapparates für Schoko= Wirkung zu weiterem Liebesdienſt nicht verfehlt haben.
ſrankfurt über Koblenz-Köln wieder nach Frankfurt. lade, Konfekt uſw. Der Apparat ſollte 330 Mark koſten Die Nachfeier fand am Nachmittag im Saale der Stadt=
und ein Drittel des Kaufpreiſes durch 15 Prozent des miſſion, Mühlſtraße 24, bei ſehr ſlarker Beteiligung ſtatt.
uiſchen beiden Tagen iſt ein Ruhetag in Frankfurt vor= Verkaufs an Füllungen im erſten Jahre amortiſiert wer= Der gemiſchte Chor trug zwei Motetten vor: „Danket dem
Pſehen, doch iſt es den Fliegern geſtattet, die beiden den, das zweite Drittel im zweiten Jahre und das letzte Herrn” nach Pſ. 136 und: „Hebt das Haupt, es tagt der
ſtrecken auch ohne Ruhetag zu durchfliegen.
Die! Drittel im Laufe des dritten und vierten Jahres. 15 Pro= Morgen”. Der Jahresbericht gab in kurzer, knapper
t eite Etappe des Fluges führt von Frankfurt über zent vom Verkauf der Füllungen ſollte ihren Gewinn Form einen Blick in die vielſeitigen und ausgedehnten
ſſi ßen, Marburg, Kaſſel, Braunſchweig nach Hamburg,
darſtellen. Die Frau behauptet, daß von einem Kaufe Aufgaben und Liebeswerke der Stadtmiſſion Sie nimmt
des Apparates nicht die Rede geweſen ſei. Es ſei ihr le= ſich der Jugend an durch die Arbeit des Jugendbundes
1zweite Teil dieſer Etappe von Hamburg über Bremen, diglich immer nur geſagt worden, daß ſie ſich nur
ver=
siabrück, Hannover, Bielefeld, Minden wieder nach pflichten ſollte die Füllungen von der Firma zu beziehen. verein, um ihr den Halt zu geben gegenüber den
furcht=
hinburg. Vor Antritt dieſer zweiten Etappe iſt ein Der Vertrag ſei ihr nur ganz ſchnell vorgeleſen worden, baren Verſuchungen unſerer leichtlebigen Zeit, — der
ſo daß ſie nichts verſtand. Als die Firma die Unterſchrift
1hetag in Frankfurt zur Bedingung gemacht. Von des Mannes verlangte hat Löwenſtein nach Ausſage des Trinker und Gefährdeten, durch die Arbeit des Blauen
ſuimburg führt der Flug dann nach Köln. Dieſer Teil Mannes dieſen durch Einſchüchterung zur Unterſchrift ver= Kreuzes, ihnen den Rettungsanker zu reichen, — der Ver=
* Fluges iſt als Aufklärungsübung gedacht. Der anlaßt. Er ſagte ihm, die Klage ſei bereits anhängig, er lornen, Verirrten, Zweifelnden und Schwanlenden, um
müßte nach Dresden und es könnte ſein Häuschen koſten, ihnen den zu bezeugen, der allein der Weg, die Wahrheit
rmz=Heinrich=Flug wird alſo in Köln endigen.
Von Köln aus ſoll noch — als nicht zum Prinz=Hein= ſtattete aber wegen Betrugs Anzeige gegen den Reiſenden dienſte an andern zu erziehen und zu verwenden. Wahr=
Eh=Flug gehörend, eine techniſche Aufklärungs= Dieſer behauptet, daß er der Frau den Vertrag mehrmals lich eine der größten und wichtigſten Aufgaben der
Gegen=
ßung folgen, an der teilzunehmen für die Flieger aber vorgeleſen und die einzelnen Beſtimmungen erläutert habe,. wart! Auch 10 Außenſtationen werden auf dieſe Weiſe
be=
ie Verpflichtung beſteht. — Das Kriegsminiſte= Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Betrug zu dient. Wie wichtig die Arbeit an der Seele iſt, wo die
vier. Monaten, wegen der Erpreſſung zu zwei Kräfte zur Rettung, Bewahrung und Betätigung zu haben
m hat den Wunſch ausgeſprochen, daß diesmal eine Monaten Gefängnis und bildete hieraus, unter ſind, das zeigte und bezeugte der Feſtprediger. Herr
In=
rennte Wertung der Flugleiſtungen für Offi= Einbeziehung von etwa zehn anderen Strafen, eine Ge= ſpektor Veiel von der Pilgermiſſion St. Chriſchona bei
i= und Zivilflieger erfolgt.
ſamtſtrafe von 1 Jahr 2 Wochen Gefängnis.
„Vom Hofe. Prinz und Prinzeſſin Franz teilungsvorſtände ſind im neuen Studienjohre folgende Quelle. Am Abend fand ſich die feſtfeiernde Gemeinde der
bſevh von Battenberg ſind Sonntag mittag Herren: Architektur: Geh. Baurat Walbe (Stellvertreter: Stadtmiſſion in ihren Räumen nochmal zuſammen, wo
Uhr im Auto zum Beſuch in Jagdſchloß Wolfs= Profeſſor Dr. Pinder), Ingenieurweſen: Profeſſor Kayſer Herr Inſpektor Veiel mit überzeugender Wärme über das
heſen eingetroffen und abends 10½ Uhr hierher zurück= (Stellvertreter: Geh. Baurat Profeſſor Kock), Maſchinen= Wort Joh. 9, V. 28 ſprach: „Du biſt ſein Jünger‟. Es
ſehrt. (Darmſt. Ztg.)
ete Lehrperſonalien Se Königl. Hoheit der Groß= Profeſſor von Roeßler), Elektrotechnik: Geh. Hofrat Pro= Jünger des Herrn ausſtellen müſſen, ein Wort, das die
tzog haben den Oberlehrer an dem Neuen Gym= feſſor Dr. Wirtz (Stellvertreter: Geheimerat Profeſſor neue Lebensrichtung, die Freude, die Hingabe, die Opfer=
Miim zu Darmſtadt Profeſſor Hermann Kellner auf Dr. Kittler), Chemie: Geh. Hofrat Profeſſor Dr. Dieffen, und Leidenswilligkeit des Jüngers ausſpricht. Ja, glück=
II Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner langjährigen bach (Stellvertreter: Profeſſar Dr. Wöhler), Allgemeine lich, wer ein Jünger des Herrn geworden! Selige,
herr=
ſen Dienſte, mit Wirkung vom 16. Oktober 1913 an in Abteilung: Geh. Hofrat Profeſſor Dr. Dr.=Ing. Hennebergliche, große Aufgabe der Stadtmiſſion, Menſchenkinder in
Ihn Ruheſtand verſetzt und ihm die Krone zum Ritter= (Stellvertreter: Geh. Hofrat Profeſſor Dr. Dingeldey.) dieſen ſeligen Stand zu führen! Auch im neuen
Arbeits=
ſtur 1. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des Groß= Dieſe Profeſſoren bilden mit dem Rektor und dem jahr ſoll das die Aufgabe der Stadtmiſſion ſein und
ſit gen verliehen; ferner den Oberlehrer an der Ober= Prorektor den Kleinen Senat. Den Großen Senat bilden immer mehr werden. Dieſes Feſt hatte für die Teilnehmer
Elchule zu Worms Profeſſor Dr. Adam Heußel zum die ordentlichen Profeſſoren, deren Zahl ſich auf bleibenden Gewinn und hat die Stadtmiſſionsgemeinde
Merlehrer an dem Neuen Gymnaſium zu Darmſtadt 31 beläuft.
— Vom Großh. Hoftheater. Am Freitag findet auf
Wirkung vom 16. Oktober 1913 an ernannt.
* Ordensverleihung. Seine Königl. Hoheit der Allerhöchſten Beiehl als Feſtvorſtellung zur Feier der 100= findet in Gießen, und zwar im Saalbau (Steins Garten),
lſtloßherzog haben dem Kirchenvorſtandsmitglied jährigen Wiederkehr des Tages der Völkerſchlacht bei Leip=die 4. kirchlich=poſitive Vortragstagung für
knowirt J. Georg Heinrich Appel in Bindſachſen das zig eine Aufführung von Kleiſts vaterländiſchem Schau= das Großherzogtum Heſſen, Kurheſſen. Naſſau, Frankfurt
emeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift „Für lang= ſpiel „Prinz Friedrich von Homburg” ſtatt. Der und die Shnoden Braunfels und Wetzlar ſtatt. Es ſpricht
Feſtabend wird durch die Weberſche Jubelouvertüre und am erſten Tage um 8¼ Uhr abends Generalſuperintendent
ffrzge treue Dienſte” verliehen.
Die Prüfung der Polizeikommiſſariatsaſpiranten durch einen von Ernſt v. Wolzogen eigens zu dieſem An= D. Hoppe aus Hildesheim über das Thema: „Warum
ſ Donnerstag, den 27. November lfd. Js., vormittags laß gedichteten ſzeniſchen Prolog eingeleitet. Das Hof= lehnen wir ein moderniſiertes Chriſtentum ab?”; am zwei=
UUhr, in dem Prüfungsſaal II, Paradeplatz 4b zu theater beginnt in den nächſten Wochen mit den litera= ten Tage in der um 10¼ Uhr beginnenden
Vormittags=
riſchen Abenden, die an vier Montagen Werke von verſammlung, die von Pfarrer Bernbeck in Okarben
ſirmſtadt, beginnen.
* Neue Bataillonsfahne. Das neu gebildete Fried= Strindberg, Wedekind (mit Frank und Tilly Wedekind als eröffnet wird, Profeſſor D. Bornhäuſer aus Marburg
iger Bataillon wird am Mittwoch im Reſidenzſchloß Gäſten), Eulenberg und eine Uraufführung eines Werkes über die Frage: „Gibt es einen vollkommeneren Glauben
ſterneue Bataillonsfahne vom Großherzog überreicht er= von Karl v. Levetzow mit hervorragenden Gäſten bringen als den chriſtlichen Glauben?”, und in der Nachmittagsver=
An.
r Strafkammer II. Drei hoffnungsvolle Offenbacher Zyklus ſtatt.
ſtichen ſtanden geſtern unter der Anklage des gemein=
— Zur Feier des 18. Oktober ſoll — nach Anordnung entgeltlich, und es folgt ihnen eine Diskuſſion.
— im ganzen Großherzogtum
lic ftlichen ſchweren Diebſtahls vor der des Großh. Miniſteriums
Ba=kammer. Der 16jährige Taglöhner Heinrich Heil Heſſen in der Zeit von 12 bis 12½ Uhr ein kirchliches von Volksbildung macht ſeine Mitglieder und die
an=
ſte bei Arbeiten in der Werkſtätte eines Mechanikers im Geläute ſtattfinden. Am Sonntag, den 19. Oktober,
hu ſtriehof in der Domſtraße in Offenbach eine kleine wird nach Verfügung des Oberkonſiſtoriums in allen evan: geſchloſſeneu Vereine beſonders aufmerkſam darauf daß
ia momaſchine geſehen, deren geheimnisvolle Kräfte geliſchen Gemeinden des Landes eine kirchliche Ge= die Eintrittskarten zur Jahrhundertfeier (jede Perſon
Wunſch des Beſitzes in ihm entſtehen ließen. Er ge= dächtnisfeier veranſtaltet; die Feſtgottesdienſte am höchſtens 2) an den bekannt gegebenen Stellen ab
ſt, die beiden Brüder Julius und Konrad W., 14= und Vormittag werden dabei liturgiſch beſonders reich ausge= Dienstag vormittag erhältlich ſind.
ſetnige Burſchen, für ſeinen Plan, dieſe Maſchine zu ho= ſtattet. Das betreffende Ausſchreiben der Kirchenbehörde
Am Abend des 17. Mai ging das edle Trio zur Werk=ſchließt: „Möge Gott die Bemühungen unſerer Landes= auf den heute abend im Hotel Prinz Karl ſtattfindenden
ſte der ältere, Konrad W., ſtand Schmiere, nachdem er kirche und ihrer Diener, die Erinnerung an die hehre Zeit Bortrag des Herrn Zöller=Rüſſelsheim über den Dele=
Ausführung der Tat Streichhölzer geſtiftet hatte. Ein für die Gemeinden religiös und ſittlich fruchtbar zu machen, giertentag des Reichsvereins der liberalen Arbeiter und
kſuch mit dem Dietrich, den Julius W. ſtets bei ſich in Gnaden ſegnen, daß unſer Volk angeeifert werde, ſeiner Angeſtellten hin.
die Werkſtätte zu öffnen, mißlang, weshalb die bei= Väter ſich würdig zu erweiſen, und innerlich geſtärkt werde
nurch ein eingedrücktes Fenſter einſtiegen. Die Ma= mit den Kräften ſittlichen Lebensernſtes, opferwilliger kunſt. Für die bereits angekündigten Vorträge des
Aſint wurde im Keller aufbewahrt und als die drei nach Vaterlandsliebe und echter Frömmigkeit für die rechte Er= Herrn Profeſſor Arnold Mendelsſohn über die
muſi=
ngtsfriſt Gewiſſensbiſſe bekamen, brachten ſie die Ma= füllung ſeiner nationalen und weltgeſchichtlichen Aufgabe kaliſche Formenlehre mit Analyſen an Meiſterwerken
fite wieder in der Nacht an Ort und Stelle. Das Ge=in Gegenwart und Zukunſt! — Auch der preußiſche Evan=macht ſich ein großes Intereſſe geltend. Es ſei noch
be=
erachtete den Konrad W., der bei dem ganzen Dieb= geliſche Oberkirchenrat hat, wie wir hören, für Stadt und merkt, daß die Vorträge Freitags abends von 5—6 Uhr
am wenigſten aktiv war, als Mittäter ſtrafbar Land für den 18. bezw. 19. Oktober Feſtgottesdienſte an= wöchentlich ſtattfinden. Der erſte Vortrag iſt Freitag,
A verurteilte ihn zu 2 Wochen, die beiden anderen An=geordnet, und im Königreich Preußen wird am 18. Oktober, den 24. Oktober. — Das Winterſemeſter beginnt am
ſaglten zu je 4 Wochen Gefängnis. — Die Schif= mittags 12 Uhr, ebenfalls großes Feſtgeläute von allen 16. Oktober. Die Unterrichtsfächer erſtrecken ſich in der
ſEnngers und Peter Lichtenberg hatten eine vom Kirchen ſtattfinden.
Pittheater auf Anregung der Deutſchen Geſellſchaft zur ling in der Natur, der auch die Mädchen im Reifrock und
impfung der Geſchlechtskrankheiten die Erſtaufführung den alten Mummelgreis in der Zopfperücke mit ſeinem Herbſt beginnt wieder die Zeit, da der von der Arbeit
Aſt Tendenzſtückes „Die Schiffbrüchigen” von Lebens= und Liebesdrang erfüllt und über die Verſchro= heimkehrende Menſch nur noch einen kurzen und bald gar
Mütt ur ſtatt, zugunſten des polikliniſchen Komitees zur benheit aller Zopfigkeit hinweg den Zopf ſelber ins Pa=keinen Schimmer Tageslicht mehr wird genießen können;
äbekämpfung. Die drei Akte wurden mit kräftigem radies des Daſeins lockt. Deshalb hat dieſer Tanz der die Zeit der Ruhe nach der Arbeit wird dann die Zeit
en bedacht.
=Ueber die Hans Pellar=Ausſtellung in doch auch eine reizende ſinnbildliche Bedeutung, die ſo fein= Franzoſen ſind darin noch ſchlimmer daran wie wir; ihre
chen ſchreibt Fritz Burger: München: Die ſinnig künſtleriſch zum Ausdruck gelangt: Bei allen Le= Zeitrechnung iſt gegenüber der unſeren um eine Stunde
Allſilllung Hans Pellars (Darmſtadt) bei Tannhauſer bensäußerungen tritt auch zugleich der unerklärbare Reſt im Rückſtand; wenn der deutſche Arbeiter, der um
i keine Ueberraſchung für Viele, die die Kunſt des ſeines Geheimniſſes, die dionyſiſche Freiheit des Natur= 6 Uhr Feierabend macht, nach Hauſe geht, muß der
Fran=
ülten Wieners ſeit Jahren verfolgten. Nicht die Fülle lebens in der apolliniſchen Strenge und ſtolzen Schönheit zoſe, der um 6 Uhr zu arbeiten aufhört, noch eine
AeGebotenen war es, das entzückte, denn es befanden ſich des Geſetzes auf. Sinnlichkeit und Seele werde bei ihm Stunde fortarbeiten. Seit langem erörtert man
l üiltere und bereits bekannte Werke unter ihnen, über eines: Seligkeit. Beelzebub und Engel reichen ſich jenſeits der Vogeſen den Plan, Frankreich der mittel=
Wüder Künſtler ſelber längſt hinausgewuchſen iſt, ſon= ſcherzend die Hand.
die wenigen ganz hervorragenden Stücke ſeiner
ſiſtgen Zeit zwangen zu aufrichtiger Bewunderung. Es Stadttheater. 1. Opernhaus Dienstag, 14.: Aſtronomen des Pariſer Obſervatoriums Charles
Nord=
ällenne eigentliche Wandlung die man in dieſen „Don Carlos”. Mittwoch, 15.: „Undine‟. Donnerstag, mann, der in einem Auſſatz des Matin die mannigfachen
Akenn beobachtet, ſondern nur ein wundervolles Aus= 16.: „Hänſel und Gretel”; hierauf: Der Zwerg und die hygieniſchen und wirtſchaftlichen Vorteile eröctert, die aus
Iin ſeines Stiles, eine altmeiſterliche Gediegenheit und Infantin”. Freitag, 17. (Volksvorſtellung): „Fuhrmann einer ſolchen Zeitänderung den Franzoſen zufließen wür=
Berhheit in der farbigen Kompoſition, wie ſie zum min= Henſchel”. Samstag, 18.: Zur Jahrhundertfeier der Völ= den. Denn das Vorſtellen aller Uhren um eine Stunde
Di in der Technik der Temperamalerei in größerer kerſchlacht bei Leipzig: „Die Zauberflöte”. Sonntag, 19., würde nichts anders heißen, als mehr Sonnenlicht, größere
Aikterſchaft auch Pellars Lehrer, Stuck, nicht beſitzt. Dieſe ½24 Uhr: „Ein Walzertraumt: ¾28 Uhr: „Die Jüdin”. Möglickkeit, nach der Arbeit noch Tageslicht zu eanießen
Mientt effektvollen Stücke ſind ganz frei von aller banalen Montag, 20.: „Der Graf von Luremburg” 2. Schau= und dann vor allem: Erſparnis an künſtlichem Lichte. Die
b aſcherei und der ſamtene Glanz des Kolorits doch ſpielhaus. Dienstag, 14.: „Prinz Friedrich von Hom=Easgeſellſchaften und die Elektrizitätsgeſellſchaften
wür=
ſrungen von der Fülle ſtarker, urwüchſiger Sinnlich= burg”. Mittwoch, 15.: „Das Mahl der Spötter‟ Don= den in Frankreich allerdings wenig Freude an einer ſol=
EEin Elfenreigen der Farbe, wie ſie die köſtlichſten nerstag. 16.: „Der Kampf um die Feſtung”. Freitag, 17.: chen Zeitänderung haben. Der Gelehrte weiſt auf die Er=
Hlier von Watteau inſzenieren und doch eine diſtanz= „Das Geheimnis” Samstag, 18.: Zur Jahrhundertfeier ſparniſſe an Gas die Deutſchland 1892 bei der allgemeinen
Bülumde Ruhe in dieſer heimlichen Lebendigkeit, in der der Völkerſchlacht bei Leipzig (neu einſtudiert): „Colberg”. Einführung der mitteleurohäiſchen Zeit erzielte, hin. In
Müteenge Zucht und der verhaltene Reichtum einer Sonntag, 19., ½4 Uhr: „Das Beſchwerdebuch”: 8 Uhr: Königsbera, das weiter im Oſten liegt, ſtieg damals
Gtitckliſchen Phantaſie ſich mit der harmloſen mephiſto= „Das Mahl der Spötter”. Montag, 20.: „Die weiße zwar der Gasverbrauch in einem Jahre ſofort um 250 000
Mllſchten Lebensfreude Wieneriſcher kosmopolitiſcher Weſte‟.
Allaz vereint. Pellar läßt ſich von den flutenden
Wel=
iner ſtarken Sinnlichkeit tragen, zeigt uns lächelnd National=Theaters Mannheim. Dienstag, in Düſſeldorf von 7540000 Kubikmeter auf 6850000.
lldem verfeinerten Sinnen des modernen Kulturmen= 14.: „Die Hugenotten”. Mittwoch, 15.: „Der ſchwarze
die animaliſche Wildheit des Lebens, wie der Son= Domino”. Donnerstag, 16.: „Mein Freund Teddy”. Frei= das Amt eines franzöſiſchen Geſandten beim
Großherzog=
ltenn überall über geheimnisvollen Abgründen brütet, tag, 17.: „Profeſſor Bernhardi”. Samstag, 18.: „Tief=lichen Hof von Lureneburg, das jetzt Herrn Mollard bis=
Kl rens aber ihre Schauerlichkeit zu enthüllen. Man land‟ Sonntag, 19.: „Ein Sommernachtstraum‟ Mon=herigen Oberzeremonienmeiſter der Republik, anvertraut
wielmehr immer auf der Lichtſeite des Lebens tag, 20.: „Rauſch”. Im Neuen Theater. Mittwoch, worden iſt. Die Dienſträume der Geſandtſchaft ſind nue
Ml uind das verführeriſche Tänzchen teuflicher Luſtigkeit 15.: „Der Gwiſſenswurm”. Donnerstag, 16.: „Lumpaci einmal in der Woche, Freitags von 12 Uhr mittags bis
füberall nur im pianissimo den Zauber verſchwiegener Vagabundus”. Sonntag, 19.: „Heimat”.
zu enthüllen. Pellar kennt nur den ewigen Früh=
Seite 3.
Jahresſeſt der Stadimiſion, Man ſchreibt undt
Schöffengericht Gernsheim wegen Jagdvergehens zu je Stadtkapelle ſtatt, in welchem Herr Pfarrer Beringer die
eingelegte Berufung wurde geſtern von der Strafkammer zu dem Fürſten Jeſu” das war das Thema, das er dem
warenhändlers in Biblis bei Worms einen Kauſvertrag erfahrener Liebe. Das kräftige, klare Zeugnis machte
für entſchiedenes Chriſtentum und durch den Jungfrauen=
Das veranlaßte den Mann zur Unterſchrift. Die Frau er= und das Leben iſt, — der Geretteten, um ſie für Retter=
Baſel an der Hand des 121. Pſalms. Das Kreuz auf
D. Von der Techniſchen Hochſchule. Die Ab= Golgatha und das ewig gültige Wort Gottes iſt dieſe
bau: Geh. Baurat Profeſſor Gutermuth (Stellvertreter; iſt ein Wort des Zeugniſſes, das die Feinde Jeſu dem
zu weiterem Liebesdienſt ermutigt.
* Gießener Vortragstagung. Am 20. und 21. Oktober
werden. Im November findet im Hoftheater ein Goethe= ſammlung um 3½ Uhr Direktor Sellſchopp aus Roſtock
über: „Der altgläubige Religionslehrer und die Theologie
der Gegenwark‟. Die Vorträge ſind öffentlich und un=
* Der Vorſtand des Vereins für Verbreitung
* Die Fortſchrittliche Volkspartei weiſt nochmals
* Profeſſor Ph. Schmittſche Akademie für Ton=
Kunſt= und Dilettantenſchule auf das ganze Gebiet der
C. K. Mitteleuropäiſche Zeit für Frankreich. Mit dem
bocksbeinigen Waldungeheuer mit den Reifrockmädchen des Lampenſchimmers in den engen vier Wänden. Die
europäiſchen Zeit anzuſchließen; jetzt gewinnt dieſe Ab=
* Wochenſpielplan der Frankfurter ſicht einen gewichtigen Fürſprecher in dem bekannten
Kubikmeter, aber im Weſten, in Düſſeldorf beiſpielsweiſe,
* Wochenſpielplan des Großh. Hof= und fiel er mit einem Schlage um recht erhebliche Quantitäten,
* Ein Ruhepoſten. Ein diplomatiſcher Ruhepoſten St
1 Uhr nachmittags, geöffnet; da man aber gerade um
dieſe Zeit zu ſpeiſen pflegt, kommt nur ſelten einmal ein
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 14. Oktober 1913.
Nummer 244.
Muſik, wie Geſang für Konzert, Oper und Haus ſ hof eingeſunden, un die vielverſprechende Wanderung an ſeinen 3. Preis desgleichen bei Zungtieren: Bal. Mlle
(Lehrer: Konzertſängerin Frl. Elſe Diefenthäler und den Rhein nicht zu verſäumen. Nach Ueberſetzen bei einen Ehrenpreis und einen 2. Preis; H. Eberhardt eine=
Konzertſänger Franz Müller), Klavier, ſämtliche Streich= Stockſtadt über den Altrhein berührte die frohgeſtimmte 1. Preis; K. P Hufnagel einen 2. Preis; Balth. Roß zwe
und Blasinſtrumente, Orgel, Kammermuſik und Enſemble= Geſellſchaft Schmittshauſen und gelangte nach einer mühe= 3. Preiſe. Für franzöſiſche Widder: Fr. Oechler einee
ſpiel vier= und achthändig, mit und ohne Streichorcheſter, loſen Wanderung auf der in herbſtlicher Färbung erſtrah= Ehrenpreis; H. Hartmann einen 2. und einen 3. Preiss
Harmonie:, Kompoſitions= und Inſtrumentationslehre, lenden Rheininſel zur Guntersblumer Fähre, wo das E. Häcker einen 3. Preis. Desgleichen bei Jungtieremt=
Kontrapunkt und Fuge, Partiturſpiel uſw. Die Ueberſetzen über den Rhein in denkbar kürzeſter Friſt ſich Emil Häcker zwei 3. Preiſe. Für Silberkaninchen: B. Roc
Schüler erhalten je nach Wunſch Klaſſen= und Einzel= glatt vollzog. Ueber Guntersblum (Frühſtücksraſt) wurde einen Ehrenpreis einen 1. und einen 2. Preis; L.
Mage=
unterricht. Anmeldungen werden vormittags von die Wanderung an den herrlichen Weinbergen entlang über einen 1. und zwei 3. Preiſe; Fr. Stephan einen 3. Preis==
10—12½ Uhr entgegengenommen.
Ludwigshöhe Dienheim nach Oppenheim fortgeſetzt, die! K. Eichholz einen 3. Preis; H. Schütz einen 3. Preis
* Frauenvereine und Ortskrankenkaſſenwahlen. Im rührige Tätigkeit der braven rheinheſſiſchen Winzer be= Desgleichen bei Jungtieren: L. Mager einen 2. Preis
„Kaiſerſaal” fand eine Zuſammenkunft der Vors wundernd. In dem herrlich gelegenen Städtchen Oppen= Für Holländer: B. Roß einen 3. Preis. Desgleichen be=i
Jungtieren: Aug. Kurtz einen Ehrenpreis. Für Black and
ſtände faſt ſämtlicher hieſiger Frauenvereine heim konnte die in ihrer Art faſt einzig daſtehende
wunder=
ſtatt. Gegenſtand der Beſprechung war die Stellungnahme bar gelegene Katharinenkirche unter ſachkundiger Leitung! Tan: Georg Hartmann einen 2. Preis. Für Hermelin: Gg
der betreffenden Vereine zu der neu errichteten Orts=beſichtigt werden. Durch die überaus liebenswürdige und Schäfer einen Ehrenpreis: B. Roß einen 1. und eien
krankenkaſſe, in deren Ausſchuß auch weibliche Ver= große Bereitwilligkeit des Herrn Direktor Fuhr wurden 3. Preis Für Schlachtkaninchen: Fr. Hattemer einen
treter zu wählen ſind. Es wurde beſchloſſen, ſich an einer hierauf die Kelter= und Keller=Einrichtungen, Sammlungen Preis. Für Havanna, Jungtiere: B. Roß einen 1. undd
und Gewächshäuſer uſw. der vorzüglich geleiteten ſtaat= zwei 3. Preiſe. Für Produkte: H. Hartmann einen
Wahlliſte zu beteiligen, die Frauen und Männer aus den lichen Wein= und Obſtbauſchule in Oppenheim abteilungs= 1. Preis; B. Roß einen 3. Preis.
Reihen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer enthält; auch weiſe einer Beſichtigung unterzogen. Der Beſuch dieſer
* Amtliche Verkaufsſtellen für Poſtwertzeichen bee
ſollen in einem Aufruf die wahlberechtigten
erwerbstäti=
muſtergültigen Anſtalt war für den Fachmann höchſt lehr= finden ſich bei folgenden Privatperſonen: 1. In
Darm=
gen Frauen, ſowie die weiblichen Haushaltungsvorſtändereich und für den Laien äußerſt intereſſant. Alle Teilneh= ſtadt: Ahaſtraße 8 bei Wilh. Beyer Beſſunger Straße ls
dringend aufgefordert werden, ſich in die Wählerliſte ein= mer, die mit dem größten Intereſſe folgten, ſchieden hoch= bei W. Fr. Paſche, Blumenthalſtraße 81 bei Philipp Rothl.
tragen zu laſſen und ſich an der Wahl ſelbſt recht zahlreich befriedigt von der Stätte, die eine Menge rühriger Gelehr= Gervinusſtraße 39 bei A. Gorr, Heidelberger Straße 1ben
zu beteiligen.
ſamkeit und praktiſcher Betätigung zur Belehrung und zum Wilh. Sohn, Heidelberger Straße 102 bei Margareta Kell=
* Der Geſangverein „Sängerluſt” veranſtaltete im Wohle der weinbantreibenden rheinheſſiſchen Bevölkerung tel, Heinheimerſtraße 35 bei Joſ. Jarraſch, Holzſtraße 19
überfüllten „Mathildenhöhſaale” ſeine Abendunterhal= ausſtrahlt. An dieſer Stelle ſei hiermit dem verdienſtvol= bei Joſ. Zahn, Karlſtraße 56 bei Georg Hübner, allt
tung. Ein wirkungsvoller Chor: „Spielmannslied” von len Herrn Direktor Fuhr und ſeinen rührigen Lehrern ſtraße 67 bei Georg Hipfel Ww., Lichtenbergſtraße 80bem
K. Grim eröffnete den Abend, der, wie auch noch mehrere und Beamten für das Dargebotene herzlichſt gedankt. Nach H. Roßmann. Liebfrauenſtraße 47 bei Peter Ackermanp
ſpäter folgende Chöre unter der vortrefflichen Leitung des einer halbſtündigen Wanderung über die Landskrone nach Liebigſtraße 71 bei Heinrich Fleckenſtein, Mollerſtraße
Dirigenten Herrn K. Grim zu Gehör gebracht wurde. Für Nierſtein, wo in dem ſchön gelegenen Rheinhotel die Teil= bei Joh. Treuſch, Moosbergſtraße 49 bei Anton Fiſcheha
den muſikaliſchen Teil war außerdem der „Mandolinen=nehmer in ganz hervorragender Weiſe durch die anerken=Niederamſtädter Straße 31 bei Norbert Müller, Rheiſen
kranz” gewonnen, welcher durch ſeine genußreichen Vor= nenswerte Geſchäftigkeit der Familie Haeßler bewirtet ſtraße 17 bei G. L. Kriegk, Sackgaſſe 2. bei Jacob Stumpfa
träge: Fantaſie aus „Troubadour” Ouverture aus wurden, mußte man leider als die vorzügliche Stimmung Sandbergſtraße 49 bei V. Ganßmann, Wendelſtadtſtraße
„Martha” u. a. m. unter der geſchulten Leitung des Diri=der Teilnehmer beim herrlichen Rheinweine ihren Höhe= bei Jakob Skurnik. Wendelſtadtſtraße 27 bei Karl Bralſi
genten Herrn Hinz ganz Vorzügliches bot. Hierauf ſorg= punkt erreichte, von dieſer ſchönen Stelle ſcheiden, um die 2. Im Landbeſtellbezirk: Auf der Ludwigshöhe
ten für die nötige Komik die bekannten beiden Salon= Rückreiſe über Mainz (Süd) anzutreten, worauf die Teil=bei Gaſtwirt Wenz.
Humoriſten Herr Mechler und Kilian und wetteiferten in nehmer in beſter Stimmung die Reſidenz um 7.25 Uhr
* Ein Einbruch, ſowie ein Einbruchsverſuch wurde
den neueſten Schlagern. Ein Tirolerpärchen Frl. Schne= wieder erreichten. Friſch auf zur nächſten Wanderung!
der Nacht zum Sonntag hier bei zwei Aerzten in der Heillis
bele und Herr Erb, brachte ein ſchönes Geſangs=Duett:
Der chriſtliche Berein junger Männer „Wartburg” richſtraße verübt. Zunächſt drangen nach Mitternac
Die Wildkatz” zum Vortrage. Den Schluß des Unter= gedenkt am Sonntag, den 9. November, ſein 12. Jahresfeſt Diebe in die Hofreite Heinrichſtraße 23 ein und verſuchtell
haltungsabends bildete ein Theaterſtück: „Die Brief= nach folgender Feſtordnung zu feiern: Morgens 8 Uhr: von der Rückſeite in das Haus zu gelangen. Eine älten
taſche”, Poſſe in Darmſtädter Mundart von H. Rüthlein, Feſtgruß des Wartburg=Poſaunenchors vom Turm der Verwandte des Hauſes hörte aber das Geräuſch, öffnclen
das der echte Heiner=Humor erfüllte und von den Damen: Stadtkirche (Choräle aus dem 16. und 17. Jahrhundert); das Fenſter und die Diebe verſchwanden. Kurz= darüſſt
Rühl und Albert und den Herren Adam, Georg und Fritz vormittags 10 Uhr: Feſtgottesdienſt in der Stadtkirche un= müſſen die Diebe in das Haus Heinrichſtraße 31 eingedrüg
Kilian und Drechsler recht flott und ausdrucksvoll geſpielt ter Mitwirkung des Wartburg=Poſaunenchors und dem gen ſein. Sie kamen von der Rückſeite durch dena
wurde Sämtlichen Mitwirkenden der Veranſtaltung Orcheſter der Ev. Jugendvereinigungen Darmſtadts. An= pavillon in das Haus und durchſuchten alle Räume,da
wurde durch reichen Beifall gedankt. Ein nettes Tänzchen ſchließend an dieſem Tage: Interne Feier bei Kaffee und Arzt verreiſt war. Sie fanden etwa 900 Mark baresal
hielt die Teilnehmer bis in den frühen Morgen bei= Kuchen in den gemütlichen, feſtlich geſchmückten Vereins= etwa für 100 Mark ausländiſche Münzen und nahmennod
räumen, nur für Mitglieder und Gäſte (Programm), und zwei Uhren, je eine goldene Herren= und Damenuhr,m
ſammen.
abends große öffentliche Abendfeier (im Feierabend Stift= Da die Einbrüche nach dem gleichen Syſtem, wie die
* Die Ortsgruppe Darmſtadt des Odenwaldklubs ver= ſtraße 51): Poſaunen=Chor, Orcheſter, Anſprachen, Jahres= ten Einbrüche in Heilbronn, mit Schmierſeife=Hae
anſtaltete am Sonntag ihre 7. Wanderung, die König bericht. Geſang. Deklamationen und Turnen, Aufführung ſchuhen ausgeführt wurden, vermutet man, daß man
im Odenwald zum Ziel hatte. Trotz des ſchlechten Wetters eines Jahrhundert=Feſtſpiels in naturgetreuen, hiſtori= hier mit denſelben Spitzbuben zu tun hat. Man hat
wurde die Wanderung (wie immer) programmäßig
durch=
ſchen Koſtümen.
jetzt keine Spur von ihnen.
geführt. und mit Humor ſebzte man ſich über alle Unbilden
Schlachtungen. Nach dem Monatsberichte des
§ Feſtgenommen. Ein Kellner, welcher 14 Tagei
der Witterung hinweg. Dank der ſorgfältigen Vorbereitung
Fleiſchbeſchauamts ſind während des Monats September einem Hotel am Truppenübungsplatz bedienſtet und ua
der Tour durch die Führer, die Herren Th. Retzer und
W. Oßwald konnte ſie trotz der Ungunſt der Verhältniſſe im hieſigen Schlachthaus geſchlachtet worden: 170 Unterſchlagung von mehr als 400 Mk. flüchtig
gut durchgeführt werden. Nicht weniger als 120 Klubmit= Ochſen, 7 Bullen, 258 Kühe, 12 Jungrinder, 814 Kälber, iſt geſtern hier feſtgenommen worden.
3 Zuſammenſtoß. Am Freitag nachmittag geol
glieder nahmen an der Wanderung teil, die zumeiſt bei 2348 Schweine, 96 Schafe, 6 Ziegen und 9 Pferde. —
trübem, regneriſchem Wetter von Schöllenbach aus wo die Beanſtandet wurden: 87 Ochſen, 2 Bullen, 180 Kühe, 6 Uhr iſt am Luiſenplatz ein Automobil mit einem Mad
Bahn verlaſſen wurde, vor ſich ging. Erſt bei Würzberg 5 Jungrinder, 9 Kälber, 516 Schweine, 16 Schafe, 1 Ziege fahrer zuſammengeſtoßen. Das Vorderrad des
hellte ſich der Himmel auf. Der Aufſtieg bei Schöllenbach und 2 Pferde. — Minderwertig wurde erklärt das Fleiſch rades wurde vollſtändig zertrümmert.
8 Fahrraddiebe. Am Freitag nachmittag zwiſchn
war recht ſteil, bis Heſſelbach erreicht wurde. Dort wurde von: 1½ Ochſen, 3½ Kühen, ½ Kälbern und 2½
Schwei=
eine kurze Frühſtücksraſt gehalten und dann, zumeiſt auf nen. — Bedingt tauglich war das Fleiſch von:3 und 4 Uhr ſind zwei Fahrräder geſtohlen wondi
Waldwegen, die Wanderung über Würzberg, Jagdſchloß 3½ Ochſen, 1½ Kühen, 1½ Kälbern und 3½ Schweinen. Das eine Fahrrad war auf der Mathildenhöhe Mlle
Untauglich waren: 1 Kuh, 1559 Organe, 180 kg geſtellt; dasſelbe iſt Marke Opel, hat ſchwarzen Rahllil
Eulbach und Weitengeſäß nach König fortgeſetzt. Die
Land=
ſchaft und die Wülder im herbſtlichen Gewande boten oft=Fett und 75 kg Fleiſch von 818 Tieren. — Auf Trichinen bau und ſchwarze Felgen, Fabriknummer 381869m
mals einen ſchönen Anblick. In Würzberg war im „Grü= wurden unterſucht: 2348 im Schlachthaus geſchlachtete! Polizeinummer ſchwarz D. 1566. Das andere Fahll)
Schweine, ſowie 2283 kg für hieſige Metzger eingeführtes iſt ein Adlerrad Marke 14, hat ſchwaren Rahmeldi
nen Baum” ein ſchönes Frühſtück eingenommen worden,
für das der Führer depdortigen Ortsgruppe, Lehrer Fried=friſches Fleiſch von 111 Schweinen. — Der Nachunter= und ſchwarze Felgen, Polizeinummer ſchwarg D
rich, Sorge getragen hätte Ein gemeinſames Eſſen fand ſuchung wurden unterzogen: 546 Sendungen einge= Dasſelbe war in einer Torhalle in der Hügelſtel
im „Deutſchen Hoft in König ſtatt, wobei ein Vertreter der führtes Fleiſch, enthaltend: 10913 kg Rindfleiſch, aufgeſtellt.
Ortsgruppe König, Herr Schreiber, Gelegenheit nahm, die 2172 kg Schweinefleiſch, 476 kg Kalbfleiſch, 1145 kg
§ Hundefang. Während des Monats Septemlel
Darmſtädter Klubgenoſſen zu begrüßen. Direktor Daub Hammelfleiſch und 187 kg Ziegenfleiſch.
ſind durch den hieſigen Polizeihundeaufſeher 24 Kune
dankte in herzlichen Worten für die Begrüßung, für die
* Kaninchen=Zuchtklub Darmſtadt. Bei der in der eingefangen worden. Hiervon wurden durch ihre Eigem
gaſtliche Aufnahme in König, ſowie den Führern der Tour. Brauerei Fay abgehaltenen Kaninchenausſtellung erhiel= tümer wieder 12 Hunde ausgelöſt, 3 Hunde ſind
Für die anerkennenden Worte an die Führer dankte Herr ten folgende Züchter Preiſe: Für belgiſche Rieſen: B. Roß kauft worden und 9 Hunde mußten getötet werden,
Retzer und wies beſonders auf die Schwierigkeiten hin, einen Ehrenpreis und zwei 3. Preiſe; Fr. Oechler einen
die die Führung einer ſo großen Wanderſchar den Führern Ehrenpreis, einen 3. Preis und zwei lobende Anerkennun=
Herbſtpferdemarkt.
verurſacht. Zur Erheiterung der in gemütlichſter Ge= gen; H. Eberhardt einen Ehrenpreis und einen 3. Preis;
* Der diesjährige Herbſtpferdemarkt nahm geſternhon
ſelligkeit nach dem Mahl vereinigten Klubgenoſſen trugen Gg. Schäfer einen Ehrenpreis, einen 1., einen 2. und fünf
die Herren Karp und Scherer durch humoriſtiſche Vorträge 3. Preiſe; Karl Eichholz einen 1. Preis; Peter Dauer einen mittag ſeinen Anfang. Er iſt gut befahren. In den Mel
bei. Kurz nach 7 Uhr wurde dann die Rückahrt nach 2. Preis: P. Schaber eine lobende Anerkennung. Für einsſtallungen ſind 100 Pferde eingeſtelt, auf dem Mallen
Darmſtadt angetreten.
belgiſche Rieſen, Jungtiere: K. Eichholz einen Ehrenpreis; platze ſind 40 Pferde aufgeſtellt und zur Prämiierung ſind
— Vogelsberger Höhenklub, Zweigverein Darmſtadt. H. Hafner einen Ehrenpreis; L. Mager einen 3 Preis: 97 Pferde und Fohlen vorgeführt. Der Markt iſt im gäll
Zu der bei wenig günſtiger Witterung unternommenen K. P. Hufnagel einen 3. Preis. Für weiße belgiſche Rie=zen mit 246 Pferden und Fohlen befahren. Bei der Alg
7. Wanderung des Vogelsberger Höhenklubs, Zweigverein ſen, Jungtiere: H. Hartmann einen 2. und einen 3. Preis; 9 Uhr vormittags begonnenen Prämiierung wurden
Darmſtadt, hatte ſich am Sonntag dennoch die ſtattliche! Gg. Schäfer einen 2. und einen 3. Preis. Für deutſche folgende Preiſe zuerkannt: 1. Schwere Reitpferde: Wilh=
Zahl von 134 wanderluſtigen Teilnehmern am Hauptbahn= Rieſenſchecken: V. Müller einen 2. Preis; H. Eberhardt Eſſelborn=Mainz einen 3. Preis mit 30 Mark; 2. Leichte
gewöhnlicher Sterblicher auf den Gedanken, ſich den Herrn
angeborenen Talentes bedeuten, der iſt im Irrtum, dieſe
Geſandten anzuſehen. Im übrigen weilt der Geſandte Hinter den Kuliſſen während der Aufs Körperdurchbildung wurde nur durch unermüdlichſte
gewöhnlich in Paris, das von Luxemburg ja nicht
allzu=
ernſteſte Arbeit ermöglicht, eine Möglichkeit, die ſich bei
weit entfernt iſt; man kann ihm das nicht übelnehmen, führung der Slizabeth Duncan=Schule ähnlichem Fleiß an jedem nocmal entwickelten, nicht gan
wenn man hört daß auch Diplomaten, die nicht ſo nahe
unmuſikaliſchen Kinde erreichen läßt. Wie tiefgehend die
am 11. Oktober.
bei Paris ihre Kunſt ausüben, am liebſten im Seinebabel
jeweiligen Aufgaben erfaßt werden beweiſt der Umſtand
* Von einer Verehrerin der Duncan=Schule wird uns
ſitzen; vor wenigen Jahren noch gab es einen franzöſiſchen
daß Elizabeth Duncan die Ausſendung der Aelteſten der
Botſchafter, der faſt nur hinter den Kuliſſen der franzö= anläßlich der Aufführung am Samstag geſchrieben: Wenn
angehenden Lehrerinnen, zum Zweck eines vierwöchene
ſiſchen Oper zu ſprechen war, offiziell aber weilte er an die Einzelerſcheinung in der Kunſt gerade durch ihre Sel= lichen Turnkurſes, in dieſem Sommer verweigerte, weil
tenheit den beſonderen Wert erhält, ſo müſſen die
Dar=
den Ufern der ſchönen blauen Donau..
bietungen der Duncan=Schule als das Phänomen in der die Betreffende während der Ferienwochen keine Ueh=
* Weil das Bierglas zu voll war. Gegen einen Gaſt= Verwirklichung künſtleriſchen Geſchehens betrachtet werden. ungen gemacht und deshalb zurzeit nicht auf der Höh
wirt in Kriftel (Heſſen=Naſſau) fand wie mitgeteilt wird,
Was uns die Aufführung von Glucks Echo und ihrer Leiſtungsfähigkeit ſtand.
Der körperlichen Ausbildung in der Elizabeth
Dun=
vor kurzer Zeit eine Gerichtsverhandlung ſtatt, die beſon= Narziß” gebracht, war kein Tanzſpiel, kein Theaterſtück,
ders in Bayern, wo der „Kampf um die volle Maß” kein Oratorium, es war ein myſtiſches Erleben canſchule geht aber mit derſelben Ausdauer mit
demiſel=
wütet wehmütige Betrachtungen hervorrufen dürfte. Derperkörperter Muſik es waren zarte Traumgebilde, ben Ernſt und Verſtändnis die geiſtige, beſonders aber die
Gaſtwirt wurde nämlich gerichtlich beſtraft, weil ein Bier= die ein zu grelles Tageslicht zerſtört hätte und doch wurde ſeeliſche Entwicklung zur Seite und was der bewundernd
glas zu groß war. Der Stammgaſt dem das Stamm= dieſer muſikaliſche Traum verwirklicht durch junge Mäd= Schauende als durchgebildete Körperlichkeit genoß, könnte
ſeidel gehörte bekam zu viel Bier für ſein Geld. Dies chen und Kinder, die echt und wahr nur das darſtellten, ebenſo gut verkörperte Geiſtesbildung genannt werden,
wurde bei einer amtlichen Reviſion feſtgeſtellt, und der was ſie im Verſtändnis für das Kunſtwerk empfanden, eine ſolch konzentrierte Denkfähigkeit — ſelbſt beiden
Gaſtwirt, bei dem ſich das ſündhaft große Vierglas be= Hierin liegt auch der größte Wert des am Samstag abend Kleinen, die ihr Ringeltänzchen im Schatten drehten
iſt auch nur möglich durch eine Geiſteszucht derſelben Art,
fand wegen Uebertretung der Eichvorſchriften vor Gericht Geſchauten.
geſtellt. Zu ſeiner Verteidigung führte der Gaſtwirt an,
Es war eine Freude, die Kinder vor der Aufführung wie ſie hier in der Beherrſchung des Körperlichen bewieſen
daß das Bierglas gar nicht ihm gehöre, ſondern einem hinter den Kuliſſen bei den Vorbereitungen zu ſehen, die wurde und ſo erhebt ſich dieſe Erziehungsſtätte für Köl=
Stammgaſt. Nur er, der Wirt, habe den Schaden davon, einfach und natürlich wie ein unwichtiges Beiwerk ſich per und Geiſt weit über alles, was unſere Zeit an
ähn=
denn der Gaſt mit dem zu großen Bierglas erhalte doch abgeſpielt es war ein Erſtaunen, während der Aufführung lichen Gemeinſchaften aufzuweiſen hat. Zum Glück macht
bei jeder neuen Füllung mehr Bier für ſein Geld, als er die unzerſtörbare Konzentration zu beobachten, die in die= ſich ja überall das Beſtreben geltend, die Effekthaſchereiſ
zu beanſpruchen habe. Das Gericht erkannte alle dieſe ſer Vollendung allein ſchon als pädagogiſche Meiſter= den „Bluff” — zu erkennen. zu bekämpfen und ihn duſch
Gründe auch an, mußte ihn aber doch beſtrafen. Nach den leiſtung die höchſte Bewunderung verdient, es war eine Einfachheit, Natürlichkeit, Wahrheit zu erſetzen, — —iper
Beſtimmungen des neuen Maßgeſetzes darf ein Glas, das Wohltat, zu empfinden wie heiter und friſch die Kinder nun am Samstag beobachten konnte, wie nach dieſen fall
in einer Gaſtwirtſchaft verwendet wird, weder kleiner die Bühne verließen, ſorgfältigſt behütet von den Leitern unbegreiflichen Kunſtleiſtungen ſorglos heitere ernſt
noch größer ſein, als die Aufſchrift vermuten läßt. Un= der Schule, die jede Annäherung fremder Elemente un= ſtrebende, in Reinheit erblühte Kinder voll tiefſter
Be=
beſtritten war aber die Tatſache, daß das Glas größer war. möglich machten, es war ein ſtilles Glück, auf den kind= friedigung möglichſt ſchnell nach Hauſe eilten um ſich in
Folglich lag ein Verſtoß gegen die klaren Beſtimmungen lichen Mienen den Ausdruck aufrichtiger Freude zu leſen, der Liebe ihres ſtillen, ſchönen Heimes auf der
Marien=
des Geſetzes vor. Der Gaſtwirt wurde zu einer Geld= hervorgerufen durch die Empfindung, etwas Zufrieden= höhe auszuruhen, der muß ſich ſagen: hier beſitzt
Darm=
das Heſſenland — ganz Deutſchland — eine
ſtrafe von 1 Mark verurteilt; das Bierglas aber wurde ſtellendes geleiſtet zu haben. Wer all dies als elementaren ſtadt
gerichtlich eingezogen.
Eindruck auf ſich wirken ließ, dem verſank die Welt des Pflanzſtätte, die berufen iſt, Geſundheit: Seelenkraft,
* Aus dem Gerichtsſaal. Bei der Schöffengerichtsver= Scheins und er mußte ſtaunend bekennen, daß ſich hier Schönhejt und deshalb echtes Menſchenglück zu erwecken
handlung gegen eine Diebs= und Hehlergeſellſchaft, bei das Ideal des Wahren, Schönen und Guten zum Ganzen und zu pflegen und das pädagogiſche Genie, welches hien
der eine Frau mitangeklagt war, wurde letztere mit zwei zuſammengefaßt, verwirklicht habe. „Schönres weiß ich ſeine Schätze verteilt, heißt: Elizabeth Duncan.
Jahren Gefängnis beſtraft. Nach Verleſung des Urteils nicht, wie lang ich lebe. — Als in der ſchönen Form die
rief ſierin den Zuſchauerraum hinein: Franzl, trenn' mir ſchöne Seele.”
mieni Feddere vom Huét ab und leg’ ſie in de Kampfer!”
Wer nun glaubt, daß dieſe leichtſchwebenden, im
(Jugend.)
Rbvthmus dahinfließenden Bewegungen die Gabe eines
Nummer 244.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 14. Oktober 1913.
Seite 5.
Keitpſerder Wilheim Eſelborn.=Rainz einen 3. Preis mit f wolln für die Schule er rühmie, der Bürgermeſter in Konkurs gegangenen Architelten Kurt Bendt in Ver=
50 Mark; 3. Schwere Arbeitspferde: Gebr. Sommerfeld= Stegmüller von hier ſprach im Namen der hieſigen Stadt, bindung geſetzt, und beide planten die Gründung eines
Darmſtadt einen 1. Preis mit 60 Mk., Maier u. Kaufmann= des Kreisausſchuſſes und der Bürgermeiſter des Kreiſes, großen, über vier Stockwerke ſich erſtreckenden Cafés auf
Ekankfurt einen 2. Preis mit 40 Mark. 4. Leichte Arbeits= Herr Sparkaſſerechner Kredel, hier, als Vertreter der Be= dem Grundſtück Unter den Linden 48/49. Berndt über=
Pferde: Gebrüder Sommerfeld=Darmſtadt und Maier u. zirksſparkaſſe und deren Organe. Für die evangeliſche nahm die Bauausführung, die vor einiger Zeit bis auf die
Kaufmann=Frankfurt je einen 2. Preis mit 30 Mk., Bernh. Pfarre, die Kirchenvorſtände und den Kranken= und Inneneinrichtung auch vollſtändig fertig wurde. Dann
Sullmann=Groß=Zimmern und Emil Strauß=Groß=Gerau! Hauspflegeverein ergriff Herr Stadtpfarrer Sell hier das kam es jedoch zum Konkurs der Baufirma, und die
Ar=
e einen 3. Preis mit 20 Mark. 5. Leichte Wagenpferde: Wort. Der Leiter der Fachſchule, Herr Hauptlehrer Bur= beiten ſtanden ſtill. Das Haus war errichtet, nur die Fen=
Wilhelm Eſſelborn=Mainz einen 1. Preis mit 50 Mark, gardt, feierte den Scheidenden als Förderer dieſes Inſti= ſter und Türen fehlten noch. Aus der Konkursmaſſe er=
Gebr. Sommerfeld=Darmſtadt einen 2. Preis mit 30 Mk. tuts. Der katholiſche Pfarrer, Herr Walter, betonte das warb dann die Preußiſche Zentral=Boden=Kredit=Bank das
Gedeckte Zuchtſtuten (Arbeitsſchlag): Richard Burger I.= gute Einvernehmen der Konfeſſionen am hieſigen Platz Grundſtück und das Haus, da jedoch dieſes in ſeinem vorderen
Leinheim und Heinr. Breidenbach=Gundernhauſen je einen und auch im ganzen Kreiſe und ſah darin mit die ausglei= Teile für die Bank unbrauchbar war — ein Pächter für
Preis mit 50 Mark, Georg Lachmann II.=Berkach und chende Tätigkeit des Kreisamtes. Herr Fabrikant Scior das Cafs hatte ſich nicht gefunden — ſo war die Bank ge=
Joh. Senßfelder V.=Büttelborn je einen 2. Preis mit 40 kam auf das gute Einvernehmen zwiſchen Bürgern und Be= zwungen, das ganze Vorderhaus niederzureißen da ein
Nark; Heinrich Rühl=Babenhauſen und Bernh. Schön= amten zu ſprechen, zwiſchen Publikum und Kreisamt. das Umbau ſich als unmöglich erwies. Die Preußiſche
Zen=
lerger=Groß=Bieberau je einen 3 Preis mit 30 Mark; der Scheidende durch ſeine leutſelige Art des Verkehrs tral=Boden=Kredit=Bank läßt nun an ſeiner Stelle ein
Pernh. Appel=Schleifmühle, Gg. Walther XIV.=Lengfeld, herſtellte und pflegte. Herr Regierungsrat v. Starck dankte
modernes Geſchäftsgebäude errichten, in dem ſie ſpäterhin
Georg Bertaloth=Hahn, Peter Glock VIII.=Bickenbach, Ph. allen Rednern in trefflicher Weiſe; er gab als Richtſchnur
ſeiner Tätigkeit und als Ziel derfelben an: das Beſtreben, ihre Bureaus unterbringen will. — Unter dem Verdacht,
örr=Berkach, Jak. Dreieicher IV.=Gundernhauſen, Karl
iehl=Königſtädten und K. Barth=Trebur je eine Aner= das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen. Der oberſte durch Ausſtellung von ſogenannten Kavalierwech=
Verwaltungsbeamte des Kreiſes muß für jedes Anliegenſeln im Geſamtbetrage von 300 000 Mark zahlreiche
Per=
imnung mit 20 Mark. 7. Gedeckte Zuchtſtuten (
Wagen=
der Bewohner des Kreiſes ein offenes Ohr und ein offenes ſonen, die von ſeiner Kreditfähigkeit durch ausgezeichnete
clag): Peter Ruckelshauſen II.=Wallerſtädten einen 1. Pr. Herz haben. So verlief die Feier in ſchönſter Weiſe; dieſe Auskünfte überzeugt wurden, geſchädigt zu haben, iſt durch
tit 50 Mark; Peter Ruckelshauſen I.=Wallerſtädten einen letzten Stunden gemütlichen Beiſammenſeins werden dem die Schöneberger Kriminalpolizei der am Olivaer Platz
Preis mit 40 Mark; Peter Wilhelm=Dornheim einen Scheidenden die Gewißheit gegeben haben, daß ſeine Tä= wohnende Ingenieur Baron Anton v. Böhm verhaf=
2 Preis mit 40 Mark; Phil. Gütlich=Verkach, Phil. Henne= tigkeit im Odenwalde dort in dankbarer Erinnerung blei= tet und dem Amtsgerichtsgefängnis Charlottenburg
zu=
ſtann, IX.=Bickenbach und Joh. Höhl IX.=Griesheim je ben wird, möge ſie auch ihm in gutem Gedenken bleiben! geführt worden. v. B. hat dem Bankier Neuendorf. einem
leinen 3. Preis mit 30 Mark; Jakob W. Hammann=Wolfs=
M. Erbach, 13. Okt. (Unfall.) Zwiſchen Michelſtadt früheren Pferdehändler, der gleichzeitig in Süddeutſchland
chlen, Phil. Kirchhöfer=Dornheim. Georg Maus=Hahn,
artin Seipel=Leeheim, Ernſt Eidmann=Groß=Umſtadt, und Erbach ereignete ſich heute früh halb 9 Uhr mit dem verhaftet worden iſt, hundert Akzepte zu je 3000 Mark
ſionrad Hennemann=Bickenbach, Wilh. Nold=Wolfskehlen, Zuge Nr. 453 ein Unfall. Ein Mann ſtürzte ſich von der übergeben, die N. zu Gelde gemacht hat. v. B. behauptet,
onſt Heinr. Müller=Goddelau, Phil. Schaffner IV.=God= Brücke an der Tuchfabrik Artzt auf die Schienen und wurde von dieſem Gelde nichts erhalten zu haben. Der
Ver=
bickau und Georg Spalt III.=Seeheim je eine Anerkennung überfahren. Der Lokomotivführer hielt und nahm den haftete hat als Anton Böhm Deutſchland verlaſſen, hat
lekt 20 Mark. 8. Zweijährige Fohlen (Arbeitsſchlag): R. Verunglickten in dem Zuge mit, um ihn ins Städtiſche ſich in den verſchiedenſten Ländern aufgehalten und dort
Burger=Reinheim einen 1. Preis mit 50 Mark: Johs. Pra= Krankenhaus in Erbach einzuliefern, wo der Ueberfahrene an der Spitze großer Unternehmungen geſtanden. Aus
dem Auslande kehrte er dann als Baron v. Böhm zurück.
Nohrbach, Martin Seipel=Leeheim und L. Schönberger= bald danach verſtarb.
In der Wohnung des 27jährigen Hausdieners
Rroß=Bieberau je einen 2. Preis mit 40 Mark; Phil.
Mainz, 13. Okt. (Frau Dr. Schapiro in Al= Stumpf in Charlottenburg iſt geſtern nachmittag der
bennemann VIII.=Bickenbach, Gg. Hamann VII.=Biebes= tona nicht beſtätigt.) Die preußiſche Regierung 17jährige Friſeurlehrling Schickel unter Umſtänden
ge=
ſim und Georg Leonh. Schönberger=Ueberau je einen 3. hat, wie berichtet wird, dem Beſchluß der ſtädtiſchen ſtorben, die einer Aufklärung noch bedürfen. Nach der
Preis mit 30 Mark; Peter Petri=Berkach und Jak. Kirch= Kollegien in Altona, Frau Dr. Schapiro als Po=
Darſtellung des Stumpf hatte er Schickel in der Nacht
ſifer II.=Dornheim je eine Anerkennung mit 20 Mark; lizeiaſſiſtentin auf Lebenszeit anzuſtellen, die Genehmigung
verſagt. Frau Schapiro wird infolgedeſſen ihren Poſten zum Sonntag im Tiergarten auf einer Bank zufällig in
Zweijährige Fohlen (Wagenſchlag): Wendel Voltz II.=Umſtadt einen 1. Preis mit 50 Mark, Peter Wilhelm= nicht antreten. Sie iſt von ihrem Vertrag zurückgetreten. troſtloſem Zuſtande getroffen, aus Mitleid mit nach Hauſe
dornheim und Phil. Kaffenberger=Groß=Bieberau je einen Bereits vor längerer Zeit hatte ſie an die Altonger Poli= genommen und mit Kognak und Kaffee bewirtet. Nach
. Preis mit 40 Mark; Jak. Wilh. Hamann=Wolfskehlen, zeibehörde geſchrieben, daß ſie auf ihre Anſtellung ver= Stumpfs Ausſage hat Schickel ihm erſt am Sonntag früh
Kk. Reinheimer I.=Bauſchheim und Wilh. Wagner I.= zichten würde, wenn ſie ihren Poſten nicht bis zum 1. Juli mitgeteilt daß er Gift genommen habe. Am Nachmittag
holfskehlen je einen 3. Preis mit 30 Mark; Chriſtoph antreten könne Da infolge verſchiedener gegen ihre ſei er geſtorben. Die Leiche wurde beſchlagnahmt. —
bimnemann IX.=Bickenbach, Friedrich Weicker I.=Hahn, Ga. Anſtellung erhobener Proteſte der 1. Oktober vorüber= Der Maſſenſturz, der ſich bei einem Radrennen im
Leber II.=Crumſtadt, Phil. Schaffner IV=Goddelau, Phil. ging, ohne daß die Anſtellung erfolgte ſo verzichtet Frau Stadion ereignete, hat leider ein Opfer gefordert.
Wäh=
rend es geſtern ſo ausgeſehen hatte, als ob alle Geſtürzten
Schapiro nunmehr endgültig auf den Altonger Poſten.
Hrr=Berkach, Karl Ludwig Friedrich II.=Goddelau, Gg.
(Durchgegangenes Geſpann.) Ein ſchwerer Un= heil davon gekommen wären, iſt heute nacht der bekannte
EHheuern=Hof Hartenau, Gg. Schönberger=Ueberau, Chr. glücksfall ereignete ſich am Samstag nachmittag kurz vor Amateurfahrer Max Hanſen einer Gehirnerſchütterung
er=
tidw. Hamann=Wolfskehlen, Hch. Dietrich=Groß=Umſtadt, 3 Uhr auf der Gauſtraße. Zwei vor einen Kaſtenwagen legen, die er ſich bei dem Sturz zugezogen hatte.
ſt. kob Völker III.=Werſau und Heinrich Höhl XVII.= geſpannte Pferde der 4. Batterie des Feldartillerie=Regi=
Stuttgart, 12. Okt. (Ein Kind geſtohlen.) Ein
briesheim je eine Anerkennung mit 20 Mark.
ments Nr 63, die vor der Eisgrubkaſerne hielten, wurden unerhörtes Vorkommnis am hellichten Nachmittag
ereig=
plötzlich ſchen und rannten die ſteile Gauſtraße hinab. nete ſich geſtern in der Forſtſtraße. In der äußerſten
r. Nieder=Beerbach, 13. Okt. (Gemeinderats= An der Breidenbacher Straße überrannten ſie einen Hand=Forſtſtraße, wo eine Reihe großer Wohnhausbauten
ent=
bahl.) Man ſchreibt uns: Kommenden Samstag findet karren, den das zehnjährige Töchterchen des Arbeiters ſtanden iſt, verſchwand eine noch unbekannte Frauensper=
In unſerem Orte die Wahl von drei Gemeinderatsmitglie= Hammann aus Bretzenheim führte und auf dem das fünf= ſon mit dem ½ Jahre alten Kinde des Mechanikers Joſeph
lern ſtatt. Erſatzwahlen erfolgen für zwei bürgerliche und jährige Brüderchen des Mädchens ſaß. Der Karren wurde Maier. Ein älteres, 13jähriges Mädchen hatte das Kind
in ſoz.=dem. Mitglied. Bis heute iſt noch alles ruhig. Ge= zertrümmert und die beiden Kinder unter den Kaſtenwagen in einem Sportwägelchen ſitzen und fuhr mit ihm auf der
ſpennt iſt man, ob ſich die hieſigen Arbeiterwähler wieder, geſchleudert. Das Mädchen wurde von einem Wagenrad Straße auf und ab. Gegen 324 Uhr geſellte ſich zu den
pie vor drei Jahren, verleiten laſſen, für Männer einzu= erheblich an dem rechten Oberſchenkel gequetſcht und erlitt Kindern eine Frau. Dieſe bat das Mädchen, für ſie etwas
feten, die ihnen von wenigen Mitgliedern (zirka 17) unter außer anderen Verletzungen eine erhebliche Wunde im auf der Poſt in der Militärſtraße zu beſorgen, ſie wolle
ſo=
llem hochtrabenden Namen „Kandidaten der ſoz. Partei” Geſicht. Das fünfjährige Kind kam mit einigen ſtark blu= lange auf das Kind aufpaſſen. Das Mädchen weigerte ſich
lin gehalten werden. Nach der jetzigen Stimmung zu tenden Hautverletzungen davon. Die Kinder wurden auf zunächſt ganz entſchieden, gab aber dann doch dem
Ver=
rheilen, werden gerade die Arbeiterwähler ſich in dieſem dem dritten Polizeibezirk verbunden und dann in ihre langen nach. Als ſie zurückkam, war die Frau mit dem
bechre ihre Männer, die ihnen eventuell wieder von dieſer elterliche Wohnung nach Bretzenheim gebracht. Die Pferde Kinde verſchwunden, nur der leere Sportwagen war
ſeiteſpräſentiert werden, näher anſehen. Bekanntlich ſiegte waren unterdeſſen weiter gerannt bis zu dem Hauſe Gau= noch vorhanden. Erwachſene haben den Vorgang nicht
i der letzten Wahl die ſoz. Liſte mit vier Sitzen. Hiervon ſtraße 53. Hier ſtießen ſie mit einem mit Möbeln beladenen beobachtet. Andere auf der Straße ſpielende kleine Kinder
ſurde der eine Genoſſe nicht beſtätigt, ſodaß der die nächſt= Wagen des Bau= und Möbelſchreiners Berthes zuſammen. liefen der Frau wohl zuerſt nach, bald aber verloren ſie
bchſte Stimmenzahl führende Bürgerliche hierfür einſprin= Mehrere Stück Möbel wurden auf die Straße geſchleudert
und zertrümmert. Bei dem Anprall ſtürzten die ſcheuen dieſe aus den Augen. Sie konnten nicht mehr angeben,
n mußte. Es zogen demgemäß nur drei Genoſſen in
r Rathaus ein. Von den großen Verſprechungen, die Pferde nieder und wurden noch durch den Wagen ein als daß die Frau in der Schwabſtraße in der Richtung
in dem damaligen Flugblatte machten, haben ſelbſt ihre Stück weit geſchleift. Die Pferde erlitten ſchwere Ver=des Tunnels zu verſchwunden ſei. Die Polizei wurde
ſo=
letzungen und mußten in tierärztliche Behandlung gegeben fort verſtändigt. Bis zum Abendewar über den Verbleib
der Frau nichts Näheres zu erfahren.
ſeenen Wähler nichts gemerkt, und man glaubt darum, werden.
bei den diesjährigen Wahlen ſelbſt die Akbeiterwähler
Baden=Baden, 12. Okt. Unerwartet ſchnell und in der
Bretzenheim, 13. Okt. (Unfälle.) Am letzten
Sams=
u für Kandidaten eintreten dürften, die ihnen nicht mehr tag wurden die Eheleute Ant. Eberhard Hombach, Maurer Blüte ſeiner Jahre iſt hierſelbſt vor einigen Tagen der
ſſer prechen, als ſie halten können.
von hier, ſchwer vom Schickſal heimgeſucht. Am Vormittag kaiſerlich ruſſiſche Kammerherr und Wirkliche Staatsrat
K Erzhauſen, 12. Okt (Jahrhundertfeier.) ging das ſiebenjährige Söhnchen rückwärts in ein Fuhr=Herr Alexander Catoire de Bioncourt aus
ſuech in hieſiger Gemeinde ſoll die Jahrhundertfeier der werk, dabei wurden ihm beide Beine überfahren. Am dem Leben geſchieden, und zwar infolge eines
Schlag=
ſellacht bei Leipzig würdig gefeiert werden. Samstag Nachmittag gingen das 11jährige Töchterchen und ſein anfalles, von dem er auf dem Plättig, wohin er ſich zur
vimd bewegt ſich ein Fackelzug, beſtehend aus hieſigen 5 Jahre altes Brüderchen derſelben Eheleute nach Mainz. Hirſchjagd begeben hatte, betroffen wurde und der nach
len einen und ſämtlichen Schulen, durch die Straßen des Als beide Kinder die Gaugaſſe hinuntergingen, rannte ein wenigen Sekunden ſeinem Leben ein Ende machte. Der
träs nach einem erhöhten Platz, wo ein Freudenfeuer ab= Militärfuhrwerk raſend durch die Gaugaſſe, ging über die Verſtorbene, welcher in Rußland, in Frankreich und in der
kbrannt, wobei Feſtanſprache Gedichte und Lieder= beiden Kinder hinweg und verletzte dieſelben nicht unbe= Schweiz reich begütert war und im Großherzogtum Heſſen
hiträge abwechſeln ſollen. Sonntag früh findet feier= deutend. Man bringt den hartgeprüften Eltern, denen an große Pachtjagden ſein Eigen nannte, hatte ſich ſchon vor
ſchter Feſtgottesdienſt ſtatt. — (Bauplatzpreis.) Ge= einem Tage drei Kinder verunglückten, viel Mitleid ent=längerer Zeit von ſeinen verſchiedenen Ehrenämtern, die
er in Rußland inne hatte, zuletzt als Adelsmarſchall des
lkm abend hat die Gemeinde dahier einen Bauplatz, dem
ſaionhof gegenüber liegend, 200 Klft. haltend, für die gegen.
Gießen, 13. Okt. (Ueberfall auf ein Auto=Gouvernements Niſhni=Nowgorod, zurückgezogen und
unnme von 6000 Mark verkauft, eine Summe, diemobil) Ein gemeiner Bubenſtreich wurde in der Nacht widmete ſich ausſchließlich dem Weidwerk, wie er auch als
an hier noch nicht gelöſt hat.
zum Montag auf ein Automobil verübt, das mit ſieben weidgerechter Jäger und hervorragender Schütze einen
Heppenheim a. d. B., 13. Okt. (Ein Hundert=
Perſonen, darunter drei Kindern, beſetzt war. Das Auto Namen beſaß, der geehrt und geachtet war in allen
Krei=
üiieriger.) Letzter Tage wurde berichtet, daß hier eine iſt Eigentum des Herrn Joſeph Kreuter, des Beſitzers der ſen. Der Heimgegangene war aber auch zugleich ein
her=
e=AUrgroßmutter noch lebe, die trotz ihrer 95 Jahre noch Eießener Stempel= und Farbenfabrik. Die Geſellſchaft vorragender Kunſtmäcen und beſaß eine Sammlung von
rhältnismäßig rüſtig ſei Nun lebt hier auch noch ein trat nachts um 12 Uhr die Rückfahrt von Marburg aus nach Bildern, ſpeziell von Kupferſtichen, die das Intereſſe aller
ſtenr A. Sundheimer, der bereits im 100. Lebensjahre ſteht Gießen an und wollte gegen halb 1 Uhr die bekannte Neh= Kunſtfreunde in Anſpruch nahm; er war auch ein
Wohl=
d im Mai nächſten Jahres 100 Jahre alt wird. Trotz brücke in der Talſperre überfahren. Plötzlich drangen täter für Arme und Notleidende An der Trauerfeier für
eſtes patriarchaliſchen Alters macht der ehrwürdige Greis von links und rechts zwei Männer, etwa im Alter von 28 den Verſtorbenen nahmen teil der kaiſerlich ruſſiſche
Ge=
d alltäglich ſeine Spaziergänge und lieſt noch jeden bis 30 Jahren, auf die Inſaſſen mit Steinen und Knüp= ſandte am badiſchen Hof, Graf Bewern, der kaiſerlich
band ſeine Zeitung.
IH. Lampertheim, 12. Okt. (Verſchiedenes.) Der veln ein. Glücklicherweiſe wurde niemand verletzt. Dieruſſiſche Geſandte in Darmſtadt, Herr van der Vliet,
Vorderwand des Automobils erhielt jedoch ein großes Loch der Oberhofmarſchall des Großherzogs von Heſſen, Frhr.
im Trainbataillon Nr. 18 in Darmſtadt eingeſtellte
Re=
m Georg Weidenauer von hier hat in der Nacht und eine Laterne ging entzwei. Der Beſitzer hat eine von Ungern= Sternberg, der im Auftrage des
Belohnung von 300 Mark für die Ergreifung derGroßherzogs einen prachtvollen Kranz an der Bahre
nie=
n Freitag auf Samstag ſeinen Truppenteil verlaſſen,
n ſich wieder hierher zu begeben, wo er heute in aller Täter ausgeſetzt; auch der Marburger Automobilklub wird derlegte, Herr Geh. Rat Koch als Vertreter des Großh.
eiſhe eintraf. Hier angekommen, verſuchte ſich Weidenauer zu dem gleichen Zweck eine Belohnung in Ausſicht ſtellen. Heſſiſchen Golf=Klubs, Herr Baron und Frau Baronin
von Knorring und viele andere Perſonen, welche ihm im
Homberg, 13. Okt. (Feuer.) Am Sonntag abend
heiner elterlichen Wohnung mit Kleſalz zu veraiſten.
Leben nahe ſtanden. Die ſterbliche Hülle des
Verſtorbe=
uvurde durch die Polizei mittelſt Wagen in das Garni= gegen halb 8 Uhr brach im Hauſe des Beſitzers Strauch in nen wurde nach dem Erbbegräbnis des der Frau von
Unkazarett nach Worms gebracht. — (Eine ſeltene der Neuſtadt ein Großfeuer aus. Auf dem Boden Bioneourt gehörenden Schloſſes Melz ſ./T. in Frankreich
atturerſcheinung) iſt hier in dem Garten des Herrn des Hauſes, wo das Feuer entſtanden war. verbrannten übergeführt.
ſchäfereibeſitzers Nogger zu ſehen. Dort ſteht ein Birn= etwa zehn Zentner Heu. Durch eifrige Bemühungen konnte
Bühl i. B., 12. Okt. (Die Kriſis im
Vorſchuß=
unn in voller Blüte, der ſich von den übrigen, ſchon im man das Feuer auf ſeinen Herd beſchränken. Beſonders perein.) Zu der Generalverſammlung des Vorſchuß=
Aroſtgewand daſtehenden Obſtbäumen ganz ſonderbar ab= ſchwer war es, das brennende Heu vom Boden zu
ent=
fernen. Man vermutet Brandſtiftung. Es iſt dies vereins Bühl iſt nachzutragen, daß der Vorſchlag einer
et.
freiwilligen Geſamtleiſtung des bisherigen Aufſichtsrats
N Erbach i. O., 12. Okt. (Abſchiedsfeier.) Das die vierte Brandſtiftung in Homberg innerhalb eines und Vorſtandes in Höhe von 115000 Mark angenommen
ſtarn im „Schützenhof” dem nach Darmſtadt übergeſiedel= Jahres.,
wurde. Eine Anzahl der Spareinleger der Kaſſe, die
ins=
lr ſeitherigen Herrn Kreisrat Freiherrn v. Starck zu
geſamt eine Forderung von rund fünf Millionen Mark an
hreen veranſtaltete Abſchiedsmahl bildete durch die
zahl=
den Vorſchußverein hat, hat am Vormittag — unter der
Reich und Ausland.
ſche Beteiligung eine Kundgebung für die Beliebtheit
Vorausſetzung, daß die Erhöhung des Stammanteils auf
Scheidenden. Den Auftakt zur Melodie der Reden
Aus der Reichshauptſtadt, 12. Okt. Es dürfte wohl 2000 Mark genehmigt werde — beſchloſſen, von
Kündigun=
dette der von dem jetzigen Kreisrat, Herrn Dr.
Kranz=
fühler, ausgebrachte Toaſt auf Se. Königl. Hoheit den ſelten vorkommen, daß ein neues, vollkommen fer= gen abzuſehen bezw. die Zurückziehung der bereits erfolg=
Avizherzog. Herr Kreisamtmann Dr. Diehl ſprach dann tig gebautes Haus gleich nach ſeiner Vollendung ten Kündigungen zu veranlaſſen.
Leipzig, 13. Okt. (Exploſion.) In der vorletzten
ſ Wertreter der Beamten des Kreisamts, die in dem wieder abgeriſſen wird. Vorübergehende, die ihr
helädenden einen gerechten und wohlwollenden Vorge= Weg täglich an der Kreuzung der Friedrichſtraße und der Nacht erplodierte unter gewaltiger Detonation in der
ltan verlieren, und im Namen des Kreiſes, für deſſen Linden vorüberführt, waren nicht wenig erſtaunt, als Union=Likörfabrik Leipzig Mockau der große Getreide=
Eiterentwickelung auf kommunalem Gebiet und in kultu= eines Tages der Neubau unter den Linden 48/49 mit ſeiner dämpſer. Die beiden oberen Etagen des vierſtöckigen
llei: Beziehung der klare Blick und das warme Herz des Sandſteinfaſſade wieder mit einem Gerüſt umkleidet Fabrikgebäudes wurden zerſtört und auch das Keſſelhaus
em Kreisbeamten von weſentlichem Einfluß waren. wurde. Noch erſtaunter aber waren ſie, als nach wenigen und die anſtoßenden Brennereigebäude erheblich verwüſtet.
lieſte Rede und auch die meiſten der folgenden klangen Tagen das Dach verſchwunden war und als der neue Durch die heißen Dämpfe und herumfliegenden Steine
Piin einem Hoch auf den Scheidenden und auch ſeiner Bau langſam dahinſchwand, bis er ſchließlich dem Erd=wurden Wächter Gärführer und Kohlenfahrer verletzt.
Anilie. Als Vertreter der Kreisſchulkommiſſion und der boden gleichgemacht war. Sogar die Grundmauern ver=Dem Leipziger Tageblatt zufolge iſt der Schaden, der
hrerſchaft bedauerte Herr Schulrat Dietrich den Weg=ſchwanden, und an ihre Stelle traten neue Fundamente. zirka 100 000 Mark beträgt, durch Verſicherung gedeckt.
Poſen, 13. Okt. (Hohe Belohnung.) Von der
üng Herrn v. Starcks, deſſen ruhige und ſichere Art der Ge= Das hängt ſo zuſammen: Vor etwa 1½ Jahren hatte ſich
ſſiftzsführung und deſſen warmes Verſtändnis und Wohl= der bekannte Caféhausgründer Braun mit dem inzwiſchen Eiſenbahndirektion ſind 100000 Mark Belohnung
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 14. Oktober 1913.
Nummer 244,
auf die Ermitielung des Maunes ausgeſetzt worden, der 1möglichkeit liegt, das haben die unerſchrockenen und ſ Was Ihr begannt un der Wunſch, der und dures
kürzlich auf die Schienen der Strecke Krotoſchin-Oſtrowo ſtrapazgeübten Hochgebirgsjäger unter Führung des
uner=
dringt,
Steine und eine Egge legte.
müdlichen Dr. Hoffer dort oben getan.
Weil jeder weiß: „Der Same, den ſie ſtreuten.
Wien, 12. Okt. (Panik in einer Synagoge.)
Muß einſt der Menſchheit Heil und Glück bedeuten
In dem Städtchen Cholojow in Galizien hatten ſich, wie
„Das Rote Kreuz!” — Verehrungswürd’ges
ſchon kurz gemeldet, am Vorabend des jüdiſchen Verſöh= Verbandstag der Deutſchen Landes=
Zeichen,
nungstages in der Synagoge mehrere Hundert Perſonen Frauen=Vereine vom Roten Kreuz und Das alle Völker näher bringt und eint!
zum Gottesdienſt eingefunden. Im Parterre befanden
Vor Deinem Zauber, Deiner Macht muß weichen,
ſich die Männer, während auf den Galerien die Frauen der Deutſchen Krankenpflege=Anſtalten
Haß, Neid und Zorn — Dir beugt ſich Freund und Feind!
und Mädchen verſammelt waren. Plötzlich erſcholl während
vom Roten Kreuz
Nur Dir gelingt’s, die Geiſter auszugleichen,
des Gottesdienſtes der Ruf: Feuer!, worauf eine furcht=
Für die ſonſt nie ein Friedenstag erſcheint!
Erſter Tag.
bare Panik entſtand. Die Männer konnten ſich retten,
„Mög’ ſich vertiefen und ſich ſieghaft
während die Frauen über die ſchmale und unzulänglich
St. Darmſtadt, 14. Okt.
mehren
beleuchtete Stiege von der Galerie ins Freie zu kommen
Die Macht des Zeichens, das wir hoch
Den heute im Städtiſchen Saalbau beginnenden
Ver=
ſuchten. In der wilden Panik ſtürzten viele Frauen und
verehren!“
Mädchen und wurden von den über ſie Hinwegſtürmenden handlungen ging geſtern abend in den oberen Räumen der
mit Füßen getreten. Die Lampen wurden herabgeſchleu= Vereinigten Geſellſchaft ein
Nicht nur wir Deutſchen ſind’s, die rührig regen
dert, wodurch die Panik noch vergrößert wurde. Insgeſamt
Die Hände in der Nächſtenliebe Bann:
Begrüßungsabend
ſind 15 Frauen getötet worden. Sie wurden teils
Aus Bruderländern auch trägt man entgegen
zerdrückt, teils zu Boden geworfen. Viele andere Frauen voraus, der ungewöhnlich zahlreich beſucht war. Etwa 100 Uns reiche Liebe, die uns viel gewann:
Teilnehmer mehr, als angemeldet, waren erſchienen, ſo
und Mädchen erlitten ſchwere Verletzungen.
Durch Arbeit auf den gleichen edlee
Graz, 13. Okt. (Der Bauernſchreck.) Dr. Georg daß in letzter Stunde noch ausreichend Platz geſchaffen
Wegen
Rußmann berichtet jetzt in der Neuen Freien Preſſe: „Vor werden mußte. Im ganzen waren 320 Gedecke aufgelegt. Ein feſtes Band der Freundſchaft un
einigen Tagen bin ich vom Stubalmgebiet zurück= Es wurde teils an großen Tafeln, teils an kleinen Tiſchen
umſpann!
gekehrt, wo ich mich durch längere Zeit Tag und Nacht an geſpeiſt. Während des Mahles ergriff Herr Generalmajor
Noch inniger dies Freundſchaftsband zu binden,
. D. Everth=Berlin, der Vorſitzende des
Vaterländi=
der Jagd auf den „Bauernſchreck' beteiligte. Ich
Soll uns die Zurunſt ſtels beſleißigt finden!
erſehe aus verſchiedenen Berichten, daß man einerſeits die ſchen Frauenvereins, das Wort zu einer herzlichen Be=
Was kann vor Ander’m feſte Bande ſchmieden
dit
auch ſonſt häufig vorkommenden Zufallsverletzungen des grüßungsanſprache, in der er herzlichen Dank ausſprach
keine Macht der Erde je zerreißt?:
frei weidenden Viehs ſofort auf das „Raubtier” zurück= dem Zentralkomitee des Alice= Frauenvereins
führt und jeder Ort bald ſeinen eigenen „Bauernſchreck” für die Uebernahme des Verbandstages und für die Vor= Ein Liebeswerk, das ſich in Krieg und
Frieden
hat, andererſeits aber noch vielfach die Meinung verbrei= bereitung desſelben, die bekanntermaßen außerordentliche
Mühen und Arbeiten erfordert. Sein Hoch galt dem Als heil’ger Born des Segens ſtets
let iſt, es handele ſich um Hunde oder etwa Wölſe
erweiſt?
Die von mir geſehene Fährte, die nach Schönbrunn Alice=Frauenverein.
Und ſind der Zweck, die Wege auch verſchieden
ſo iſts
Herr Miniſterialrat Dr. Kratz führte etwa folgendes
geſandte Loſung zeigen, daß es ſich zweifellos um eine
ein Wirken doch im gleichen Geiſt!
Großkatze handelt, was auch durch die Art des Reißens aus: Meine Damen und Herren! Im Allerhöchſten Auf=
Glückauf zu Euerm Tun, dem menſchliche
beſtätigt wird. Jede zweite Nacht holt ſich der „Bauern= trage S. K. H. des Großherzogs, des hohen Protektors
ſchönen!
ſchreck” ſein Opfer. Bei Schafherden fegt er unter die auf= des Alice=Frauenvereins für Krankenpflege, und J. K. H.
Mög’ reiche Ernte Euer Mühen krönen! — —
geregte Herde, beißt wahllos herum; zwei bis drei Tiere der Großherzogin, der hohen Präſidentin des Vereins,
Man dankte mit rauſchendem Beifall. — Auch Frl
findet man mit durchbiſſener Kehle und blutleer und von habe ich die Ehre, Sie hier zu begrüßen und herzlich
will=
einem total zerriſſenen geringe Reſte. Bei Rindern ſchlägt kommen zu heißen. Ihre Königlichen Hoheiten nehmen Paula Manecke hatte ihre ſchöne und reizvolle Kunſt in
die Beſtie die eine Pranke in die linke Hinterkeule, um= lebhaften Anteil an der Tagung und beabſichtigen, den den Dienſt der Sache geſtellt mit einigen ihrer entzuckenden
faßt das Opfer mit der anderen, ſpringt ihm auf den Verhandlungen beizuwohnen. Sie wünſchen, daß die Lieder zur Laute und errang damit rauſchenden Beifall=
Rücken und durchbeißt das Genick. Hierauf reißt ſie das bevorſtehenden Verhandlungen für beide Verhände von Den muſikaliſchen Teil des Abends hatte die Kapelle des
Leibgarde=Infanterie=Regiments Nr. 115 unter Leitung
noch zuckende Tier auf und fraß, zum Beiſpiel bei dem reichem Segen begleitet ſein mögen.
Auch im Namen des Zentralkomitges des Alice= ihres Obermuſikmeiſters Hauske übernommen und ſich
dreijährigen Stier in Schwanberg, 30 Kilogramm Fleiſch.
Die Decke dieſes Stieres zeigte an der Keule die raſier=Frauenvereins entbiete ich Ihnen herzlichen Willkommen= in gewohnter Weiſe ihrer Aufgabe erledigt. Die Teils
meſſerſcharfen Krallenſpuren, die noch drei Zentimeter tief gruß. Als vor einigen Monaten es ſich darum handelte, nehmer fanden ſich dann im weiteren Verlaufe des Abends
ins Fleiſch gingen, am Widerriß den ſechs Zentimeter den Ort für die diesjährige Tagung der beiden Verbände in zwangloſen Gruppen zuſammen und verbrachten die
von einander abſtehenden Einbiß der Reißzähne; die feſtzuſetzen, hatten wir ernſte Bedenken zu überwinden, Stunden bis Mitternacht in angeregter Unterhaltung.
Oberſchenkelknochen waren glatt durchgebiſſen. Ich ſpreche ehe wir es wagten, die Verbände hierher zu uns
einzu=
das Tier als Puma an. Ob außerdem noch Junge da laden. Wir gedachten der glanzvollen Tagungen von
ſind ob andere Raubtiere, weiß niemand. Da nach dem Wiesbaden und München und hatten die Sorge, daß es
Die bayeriſche Königsfrage.
Viehabtrieb die Schulkinder gefährdet ſind, bleiben alle uns nicht gelingen möchte, auch nur annähernd Aehnliches
* München, 13. Okt. Die Bayeriſche Staat
Schulen im Umkreis vorläufig geſchloſſen. Unter der Lei= zu bieten, wie dieſe weltbekannten Kulturſtätten. Als wir
tung des Bezirkskommiſſärs Dr. Hoffer, der ſelbſt ein aber bei der Verwaltung der Stadt Darmſtadt ſo viel Ent=zeitung veröffentlicht in ihrer heutigen Nummer die
geübter Jäger iſt, wurden alle erdenklichen Vorkehrungen gegenkommen fanden und uns in weitgehendſter Weiſe nachſtehende Erklärung zu dem in der Preſſe beſproch
getroffen: ein Telephonnetz von 140 Kilometern umfaßt Unterſtützung in Ausſicht geſtellt wurde, haben wir unſere nen Gutachten in der Königsfrage, das zugleich den Work
das geſamte Gebiet mit den Stationen Stubalmhaus, Ga= Bedenken zurücktreten laſſen, und wir haben es gewagt, laut bekanntgibt: In mehreren Zeitungen wurden in deſt
berl, Salzſtiegel, Pack Steinbauer Stoffhütte, Almkainz, den Verbandstag zu uns einzuladen. Wir danken den jüngſten Tagen Auszüge aus dem Gutachten über die
Straßerhalt, Weberwirt, Glaſerhütte, Deutſch=Landsberg, Ausſchüſſen der beiden Verbände dafür, daß ſie unſere endigung der Regentſchaft veröffentlicht. — Die Staatte
bedient von fünfundzwanzig Mann der Korpstelegraphen= Einladung angenommen haben und hoffen, daß ſie es regierung ſieht ſich mit Rückſicht hierauf veranlaßt, das
ſchule unter dem Kommando des Oberleutnants Fritz; bei nicht zu bereuen haben werden. Dafür, daß die Verhand= Gutachten hiermit im Wortlaute zur öffentlichen Kennins
den anſchließenden Staatsämtern herrſcht Dauerdienſt. lungen dieſes Verbandstages denen der früheren würdig zu bringen. — Schon zu Lebzeiten des Prinz=Regentll
Hundertfünfzig Gendarmen ſteieriſcherſeits — meiſt ſelbſt an die Seite treten können, dafür haben die Herren Vor= Luitpold war, insbeſondere in der Kammer der Abgee
ehemalige Berufsjäger — unter dem Kommando des Ritt= ſitzenden der beiden Verbandsausſchüſſe geſorgt; dafür neten, angeregt worden, daß die Regentſchaft beendet un
meiſters Ragosnig, und zwanzig Mann auf der Kärniner bürgen die Namen der Berichterſtatter. Unſere des Orts= Prinz=Regent Luitpold König werden ſolle. Die Fra
Seite ſind in Wachtpoſten über Stub= und Koralpe ver= ausſchuſſes, Aufgabe war es, dafür zu ſorgen, daß Sie wurde zwar dadurch erledigt, daß der damalige Vo
teilt und patrouillieren paarweiſe Tag und Nacht, um nach den anſtrengenden Verhandlungen in Darmſtadt ſich ſitzende des Miniſterrats im Landtage als allerhöch
das Tier aus den unüberſichtlichen, waldreichen Tälern einige Tage wohl fühlen möchten und nach Ihrem Weg=Willensmeinung Seiner Königlichen Hoheit des Prinl
immer mehr gegen die Höhen zu drängen. Ein Blick auf gang von hier eine ſchöne Erinnerung an dieſen Verbands= Regenten deſſen Wunſch kundgab, es möge an dene
die Karte zeigt, daß das Terrain nicht weniger als tag zurückbehalten. Es iſt unſer herzlichſter Wunſch, daß ſtehenden Verhältniſſen nichts geändert werden. Alleiſ
vier Bezirkshauptmannſchaften: Voitsberg, Schwanberg, dies gelingen möchte. In dieſem Sinne heiße ich Sie alle der Gedanke, daß Bayern wieder einen regierung
Leibnitz und Wolfsberg, umfaßt; ein Kreis mit einem Ra= herzlich willkommen! Sein Hoch galt den am Kongreß fähigen König erhalte, blieb in weiten Bevölkerungskreiſen
wach und war auch ſpäter wiederholt Gegenſtand der
dius von etwa 60 Kilometern. Zum Umſtellen des Ge= teilnehmenden Vereinen.
Dann ſprach Fräulein Artl=Frankfurt, früher Mit= örterung. Ueber die Art und Weiſe, wie dies geſchehel
bietes wären 40 000 Jäger nötig, deren Verpflegung dort
oben natürlich unmöglich wäre. Das Raubtier durchmißt glied des Großh. Hoftheaters, eindrucksvoll und wirkſam könne, wurden verſchiedene Anſichten geäußert. Von einn
ferner in einer Nacht laut meiner Beobachtung Strecken folgenden von Herrn Stadtſekretär Karl Göbel hierSeite wurde insbeſondere vorgeſchlagen, die Vormtündtl
des Königs Otto ſollten auf die Krone verzichten. Ponl
von etwa 60 Kilometern. Wenn jetzt durch den ausge=gedichteten
der anderen Seite wurde die Meinung vertreten, näch
zeichneten Nachrichtendienſt die Meldung von neuem
Prolog.
bayeriſchem Rechte ſei die Regierungsfähigkeit Vorausſetzen
Reißen, die früher drei Tage brauchte, durchſchnittlich in
Voll Menſchenliebe unſer’n Nächſten ſtützen,
ung für die Thronfolgefähigkeit. Der Regent könne alig
zwei Stunden ankommt, wobei durch perſönliche Inaugen=
Dem Schrecken wehren, wie er ſich auch zeigt,
bei der lange dauernden Regentſchaft den König i
ſcheinnahme durch Gendarmen endlich auch die auf Dumm=
Dem teuren Vaterlande reich zu nützen,
dauernd regierungsunfähig erklären und ſich ſelbſt ohne Mite
heit oder Bosheit beruhenden Falſchmeldungen wegfallen,
Wenn einſt des Krieges Göttin niederſteigt,
wirkung des Landtags zum Könige proklamieren. — As
wie gering iſt die Wahrſcheinlichkeit, das zudem recht ſcheue
Um helfend, mildernd alle zu beſchützen,
nach menſchlicher Vorausſicht mit dem nahen Tode,ß
Raubtier noch anzutreffen! Eine Treibjagd wäre gänzlich
Auf die ſich leicht der Todesengel neigt:
Prinz=Regenten Luitpold gerechnet werden mußte, erache
verfehlt, ihr einziger Erfolg wäre, das Raubtier wieder
„Dasiſt die Tätigkeit, diewir entfatten, tete es die Staatsregierung als ihre Aufgabe, zu prüſin
in unbekannte Fernen zu treiben. Zudem herrſcht im
Des Roten Kreuzes ſegenvolles
ob nicht gelegentlich des Wechſels in der Regentſchaft die
Almgebiet ſo undurchdringlicher Nebel, daß man die Hand
Walten!”
Frage der Beendigung der Regentſchaft und die
Herſtell=
vor den Augen nicht ſieht.
ung des normalen Zuſtandes gelöſt werden ſolle.
Wir ſaßen alſo jede Nacht bei angebundenen Schafen
Um dieſem Streben Wege zu bereiten
Der Miniſterrat erſuchte daher den Juſtizminiſter,
längs des mutmaßlichen Wechſels, am Gewehr einen elek=
Au neuen Zielen — daß auch wächſt und blüht,
über die Frage ein Gutachten auszuarbeiten. Dert
triſchen Lichtſtab befeſtigt, um im Moment des Reißens
Worüber ſchützend wir die Hände breiten
Juſtizminiſter legte ſodann das Gutachten dem
beim Aufblicken der Lampe einen Schuß zwiſchen die
Und manche Flamme nicht umſonſt verglüht, —
Miniſterrat vor. Da von den in der Literalur
be=
phosphoreſzierenden Lichter des Untiers zu wagen — auf
Um fördernd an der Seite ſtets zu ſchreiten
ſprochenen Wegen der der Proklamation eine nicht
uner=
gut Glück: denn größer iſt allerdings die Wahrſcheinlich
Der Schar der Helfer, die für uns ſich müht:
keit, daß die Katze dem Jäger ins Genick ſpringt, als daß
„Drum reichten ſich in unſ’rer Stadt die hebliche Zahl von Anhängern hatte befaßte ſich das
Gut=
achten zunächſt mit dieſem Wege. Es wies nach, daß
die=
dieſer Schuß ſitzt! Und gar, wenn das Tier angeſchweißt
Hände
Der Nächſtenliebe rührige Verbände!ſer Weg aus rechtlichen und politiſchen Gründen
ungang=
würde! Eine Hoffnung bietet noch der Schnee, der vielleicht
bar ſei. Im zweiten Teile ſchlug das Gutachten dann den
die ganze Fährte und ſogar das Tagesverſteck zeigen
Ein froh „Glückauf zu ſegensvollem Taten” Weg vor, der nach Anſicht des Juſtizminiſteriums rechtlich
wird. Aber wer nur einmal das unermeßliche, kupierte
zuläſſig war. Das Gutachten war, wie bemerkt, nur für
Aus unſern Mauern Euch entgegenklingt!
Terrain den undurchdringlichen Nebel, die Indolenz der
den Miniſterrat beſtimmt, und fand die Billigung des
Und ſtreut Ihr hier die hoffnungsreichen Saaten,
bäueriſchen Bevölkerung und die Schnelligkeit der Beſtie
Miniſterrats Nach dem Tode des Prinz=Regenten
Mit denen Ihr nach hehren Zielen ringt,
geſehen und erlebt hat, der weiß, daß das Tier nie erlegt
ſuchte die Staatsregierung mit dem Landtage über die
Iſt überall: O möge wohl geraten,
werden wird, außer durch Zufall. Was aber in Menſchen=
Königsfrage Fühlung zu nehmen. Zu dieſem Zwecke gab
Beherrſchung der muſikaliſchen Ausdrucksmittel hat der ſie einigen Mitgliedern der Kammer der Reichsrate von,
Komponiſt mit den modernen Programmuſikern gemein. dem Gutachten des Juſtizminiſteriums Kenntnis Auch
Erſtes Hofmuſikkonzert.
Es iſt ein reifes, in vornehmem Stil gehaltenes und edel teilte ſie einigen Mitgliedern der Kammer der Abgeorde
W. Das erſte Hofmuſikkonzert, das geſtern abend unter empfundenes Werk, das aber nicht nur oberflächlich an= neten — und zwar ſelbſtverſtändlich Mitgliedern aller
Leitung des Herrn Hofkapellmeiſters Hofrats de Haan gehört, ſondern ſtudiert und verſtanden ſein will. Das Parteien — das Gutachten zur Information mit. Bei den
ſtattfand, vermittelte uns die Bekanntſchaft mit einer erſt Publikum bereitete ihm eine warme Aufnahme; am meiſten Beſprechungen in den Fraktionen wurde dabei zum
Auls=
druck gebracht, daß das Gutachten an ſich nur für den
vor drei Jahren in Köln aus der Taufe gehobenen Sin= gefiel der dritte Satz.
ſonie in G=Dur (Opus 22) von Ewald Sträſſer, Lehrer
Einen hohen künſtleriſchen Genuß bereitete den Hörern Miniſterrat beſtimmt geweſen ſei, jedoch die Billigung des
am Kölner Konſervatorium, mit der das Konzert eröffnet die zweite Nummer des Programms, das von Telé=Miniſterrats gefunden habe und daß, wenn es zu einer
wurde. Die Sinfonie gliedert ſich in vier Sätze: Allgro maque Lambrino geſpielte Klavierkonzert mit Vorlage an den Landtag käme, das Gutachten die
Grund=
con brio, Andante ſoſtenuto, Scherzo und Finale. Der Orcheſterbegleitung, C=Moll Nr. 3 von Beethoven. Der lage der Vorlage — deren Entwurf übrigens im
Juſtiz=
erſte Satz iſt wegen ſeines komplizierten Aufbaues aus Künſtler war uns ſchon von früheren Konzerten her als miniſterium bereits ausgearbeitet wurde — bilden würde,
einem Haupt= und mehreren Nebenthemata nicht ſo keicht ein Auserwählter unter den Berufenen bekannt. Eine
verſtändlich. Zu ſeinen bewegten Rhythmen und in elegante, leicht fließende Technik, die keine Schwierigkeiten
raſchem Wechſel ſich ablöſenden Motiven ſteht das tief kennt, eine wundervolle, Zartheit mit Energie harmoniſch
Zum 70. Geburtstage des Grafen
empfundene und träumeriſche Andante mit lhriſchen vereinigende Vildung des Tons und ein aus tieſem
Motiven und einer elegant gearbeiteten Fuge und dem Empfinden ſchöpfender Vortrag zeichneten nicht nur das
Lerchenfeld.
dramatiſch geſteigerten Schluß in einem gewiſſen Gegenſatz herrlich geſpielte Beethovenſche Konzert, ſondern auch die
* Berlin, 13. Okt. Aus Anlaß des 70. Geburts=
Der gelungenſte und originellſte Satz iſt das Scherzo, aus beiden Chopinſchen Stücke, Etude in As=Dur und die
be=
dem ebenſoviel Humor wie Geiſt ſpricht. Beſonders in die kannte As=Dur=Berceuſe, die wir ſo ſchön lange nicht mehr tages des bayeriſchen Geſandten Grafen Lerchenfeld
Ohren fällt das durch ſeine thematiſche Behandlung be= haben ſpielen hören, aus. Ein Bravourſtück, wie üblich, iſt auf der bayeriſchen Geſandtſchaft eine ſehr große Menge
ſtrickende ſerenadenartige Trio. Der letzte Satz gleicht nach La campanella von Paganini=Liſzt, machte den Beſchluß Glückwünſche, darunter Telegramme des Kaifers
ſeinem Charakter dem erſten und ſchließt mit einem rau= Für den rauſchenden Beifall dankte der Künſtler durch zwei und des Reichskanzlers, der namens der
Reichg=
regierung und der preußiſchen Staatsregierung ſeine.
ſchenden Schlußſatz ſehr eindrucksvoll ab. Die Sinfonie Zugaben, eine Etude von Chopin und noch eine.
Die Egmont=Ouvertüre von Beethoven beſchloß das Glückwünſche ausſprach, des Königs von Sachſen,
zahl=
will keine Programmuſik ſein, was äußerlich ſchon aus
der Anlehnung an die ältere Form der Sinfonie, ihrem Konzert, um deſſen Gelingen und Erfolg der Dirigent, reicher bayeriſcher Prinzen und einer Reihe anderer Fürſt=
Aufbau auf ganz beſtimmte Themata und der ſtreng ge= Herr Hofkapellmeiſter de Haan, und die Hofkapelle ſich lichkeiten, der Senate der Freien Städte, des Bundesrates,
ſämtlicher Staatsſekretäre und aller preußiſchen und
baye=
gliederten motiviſchen Behandlung erkennbar iſt. Nur die in erſter Linie verdient gemacht haben.
ſſouveräne Behandlung des Orcheſters und die techniſche
riſchen Staatsminiſter eingegangen. Es ſandten Oberbür=
Nummer 244.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 14. Oktober 1913.
Seite 7.
ermeiſter Vermuth namens der Stadt Verlin und Ober=ſMann mit ſchwarzem Dart hinter ihnen bergelauſen ſei. Anſcho an und fuhr im Auio durch den Beſtr bis Tobprl.
türgermeiſter Dr. v. Vorſcht namens der Stadt München Weiter erklärte der Zeuge im vorigen Auguſt hätten ihn Am 6. Oktober war er in Nuatiſe, am 7. Oktober in
Atar=
ipre Glückwünſche. Das Arbeitszimmer des Geſandten acht Ruſſen überfallen. Während des Verhörs hätten ihn pame, wo er die bei Kamine gelegene großartige
Funken=
par in einen Blumenhain verwandelt. Geſchenke wurden die Detektios Wygranows und Poliſtſchuk mit Schnaps ſtation beſuchte. Anſchließend folgte eine Autofahrt durch
ron den baveriſchen Bevollmächtigten zu dem traktiert und ihm gedroht und geraten, gegen Beilies zu den Bezirk Sokode. Der Staatsſetretär gewann von dem
undesrat, von der bayeriſchen Geſandtſchaft und zeugen. Auf die Frage des Fürſten Schachow wer ihn dortigen Gebiet die günſtigſten Eindrücke und
ſvon dem Verein der Bayern in Berlin überreicht. Von für Beilis zeugen hieß, ſagte Schachowski nach einigem die Ueberzeugung von der Notwendigkeit der Erbauung
e ner offiziellen Feier wurde auf Wunſch des Grafen Ab= Schweigen, darauf könne er nicht antworten, ſein Leben einer Nordbahn. Am 9. Oktober erfolgte die Rückfahrt
lſtaand genommen, da er wegen des Todes ſeiner Schweſter ſei ihm lieber. Der Student Goludow, Mitglied einer nach Lome. Am 11. Oktober fuhr Dr. Solf über Ho durch
rauer hat.
monarchiſtiſchen Organiſation, ſagte aus, daß er während den Bezirk Miſahöhe bis zum Volta, wo er die
vielver=
der Seelenmeſſe am Grabe Juſtſchinskis mit Natalie Juſt= ſprechenden Kakaokulturen der Eingeborenen beſichtigte.
ſchinska und anderen Verwandten bekannt geworden ſei,! Am 12. Oktober nach Lome zurückgekehrt, hielt der Staats=
Luftfahrt.
mit deren Hilfe er die Umſtände der Ermordung zu er=ſekretär an die dortigen Eingeborenen eine Anſprache. Er
Deutſcher Flugerfolg.
forſchen begann. Als der Zeuge weiter ausſagen wollte, hatte ſodann eine Konferenz mit der Kaufmannſchaft, die
am Abend ein Feſt gab. Am 13. Oktober trat der
Staats=
wurde er ohnmächtig und mußte hinausgeführt werden.
* Kopenhagen, 13. Okt. Zu Ehren einer deut= Darauf wurden die Ausſagen der abweſenden Zeugin ſekretär auf dem Dampfer „Lucie Wörmann” die
Heim=
ſchen Flugtat wehte geſtern auf dem Kopenhagener
Rawitſch, Inhaberin eines unweit der Wohnung der reiſe an.
Fllugplatz die deutſche Flagge. Der deutſche Flieger Rei=
Tſcheberjak gelegenen Ladens, verleſen. Am Tage der Be=
* Santiago, 13. Okt. Der Staatsvoranſchlag
ſterer war mit dem Hauptmann Neumann von der
Flug=
erdigung hätten ihr die Mädchen Valentine und Ljudmilla ſieht 378 Millionen Peſos an Einnahmen und 365
Mil=
ſhule in Johannisthal um 12 Uhr 45 Min gelandet; früh Tſcheberjak geſagt, Andrei Juſtſchinski ſei unlängſt bei lionen an Ausgaben vor. Der Ueberſchuß beträgt 13
umn halb 9 Uhr war der Aufſtieg in Johannisthal bewirkt
ihnen geweſen und mit Jenia Tſcheberjak Schneeglöckchen Millionen. Die Regierung iſt entſchloſſen, das
Gleichge=
morden. Als die elegante Taube über Kopenhagen
er=
pflücken gegangen. Später hätten die Mädchen die Ausſagen wicht des Staatshaushalts aufrecht zu erhalten. Sie wird
twien, brachte das Publikum den Fliegern begeiſterte Opa= geändert und erklärt, Juſtſchinski habe ſie ſeit einem Jahr keine Anleihe aufnehmen, da ſie in London über genügende
ionen dar. Nach dem Berliner Lok.=Anz, erreichten die nicht mehr beſucht und hätten der Zeugin vorgeworfen, Deckungsmittel aller Verpflichtungen verfügt. Der
Ab=
zlieger um 10 Uhr 45 Min. Roſtock, um 10 Uhr 55 Min. das Geſpräch mit ihnen erzählt zu haben, weshalb ihre ſchluß des laufenden Jahres ergibt einen Ueberſchuß von
kaarnemünde. Von da wurde das Wetter klarer. Sie Mutter jetzt von der Polizei beläſtigt werde. Zamyslowski etwa 3 Millionen Pfund Sterling.
ſtiegen zu einer Höhe von 2000 Metern empor. Die 155 erinnerte daran, daß der Zeuge Nakonetſchny ausgeſagt
Kklometer lange Strecke über die Oſtſee wurde mit einer habe, Wera Tſcheberjak habe die Mädchen am 25. März
geſchwindigkeit von 120 Kilometern in der Stunde zurück= aus dem Hauſe geſchickt; in Wirklichkeit ſeien ſie an dem
HB Frankfurt a. M., 13. Okt. Am Zoologiſchen
Gar=
legt . Um 11 Uhr 22 Min. erreichte man die däniſche Tage zu Hauſe geweſen. Der Verteidiger Gruſenberg bat ten wurde dem elfjährigen Sohn des
Kolonialwarenhänd=
ſit iſte von Gjedſer. Von da an hatten die Flieger mit die Geſchworenen, zu beachten, daß Juſtſchinski mit Jenja lers Fritz Brandt aus der Waldſchmidtſtraße, der beim
ſcarfen Gegenwinden zu kämpfen. Um 12 Uhr trafen ſie Tſcheberiak Schneeglöckchen pflücken gegangen ſei und ſich Radfahren zwiſchen zwei Straßenbahnzüge geraten war,
der rechte Fuß abgefahren.
lieer der Juſel Seeland ein. Die 350 Kilometer lange nicht auf das Gelände von Saizews Fabrik begeben habe.
zCrecke von Johannisthal nach Kopenhagen
— Erfurt, 13. Okt. Im Dom erſchoß ſich während
plrde in der Zeit von 4 Stunden 23 Minuten
zu=
der Frühmeſſe ein 50jähriger Müller aus Schleſien. Unter
inckgelegt.
Der Brand des Dampfers „Volturng‟, den Anweſenden entſtand eine Panik.
— Kleve, 13. Okt. Die Margarinefabrik Jür=
* Paris, 13. Okt. Wie aus Le Havre gemeldet gens und Prinzen ſtiftete anläßlich ihres 25jährigen
Erdbeben.
wird, hat die Compagnie Transatlantique von ihrem Poſt= Beſtehens 100000 Mark.
2. Jugenheim. Erdbebenwarte, 13. Okt. dampfer „Touraine” ein Funkentelegramm erhalten, wo=
— Köln, 13. Okt. Vorige Nacht wurde der Wirt einer
ſas bereits gemeldete Erdbeben iſt auch hier am 11. Okt. rach ſich an Bord des Schiffes 42 gerettete Paſſagiere des unweit von Brühl gelegenen Wirtſchaft von einer
An=
rmittags 10 Uhr 22 Min. 13 Sek. regiſtriert worden. Volturno” befinden. Die Touraine” wird morgen zahl Burſchen überfallen. Er ſchoß ſein
Ge=
hiach unſeren Berechnungen liegt der Herd des Bebens in früh in Hapre eintreffen. Die Geretteten werden auf Er= wehr blindlings auf die Angreifer ab. Einer wurde ge=
Fapan, 9000 Kilometer entfernt.
ſuchen der Northern Steam Ship Company nach Rotter=tötet, mehrere ſchwer verwundet.
dam befördert werden.
Eſſen a. d. Ruhr, 13. Okt. Einbrecher ſprengten
— Rotterdam, 13. Okt. Unter den Geretteten in der letzten Nacht in dem Bureau einer Getreidefirma
Sport, Spiel und Turnen.
des Dampfers „Volturno” befinden ſich folgende deutſchelden Geldſchrank mit Dynamit. Sie raubten
16000 Mark bares Geld und entkamen unerkannt.
* Pferderennen zu Köln, 13. Okt. Preis von Lon= Namen: Stegmeyer, Feierhahn, Blitz und Haller.
nrich. 6500 Mark. 1. W. Lindenſtaedts Noteleß (Burns),
Mailand, 13. Okt. Der 100. Geburtstag
. Terminus, 3. Angelico und Flying Thaugſts, totes Ren=
Verdis wurde durch einen großartigen Feſtzug
ge=
ſem. Ferner: Theodoſius, Coeur Dame. 41: 10: 24, 27: 10.
feiert. Am Denkmal fand ein Huldigungsakt ſtatt. Die
Vom Balkan.
Niederwald=Rennen. 9000 Mark. 1. Lt. Stahlknechts
Hauptfeier findet heute abend im Scalatheater ſtatt.
Lonners Bruder (Archibald), 2. Patſy, 3. Haeckel. Ferner:
* Konſtantinopel 13. Okt. Der Miniſter=
— Paris, 13. Okt. An zwei verſchiedenen Stellen
ge=
koltergeiſt, Lin, Jasmin, Balkan, Malta. 38:10; 16, 19,rat hat die Prüfung des türkiſch=franzöſiſchen Finanzab=
:10. — Germania=Preis. 12600 Mark. 1. Frhr. von kommens beendet und beſchloſſen, Dſchavid Bey zur Unter= rieten gleichzeitig zwei Vorratsräume einer Kautſchuk=
In=
duſtriegeſellſchaft in Brand. Man vermutet
Brand=
lppenheims Miramare (Archibald), 2. Bracing Air, zeichnung zu ermächtigen.
ſtiftung. — Heute vormittag ſtießen am Seinekai
Graphit. Ferner: Melba, Lapalie. 37: 10; 16, 39: 10.
* Valona. 13. Okt. Die proviſoriſche Re=zwei Straßenbahnwagen zuſammen. Drei
Chamant=Rennen. 12 000 Mark. 1. Frhr. von
Oppen=
nims Diamant (Archibald), 2. Laudon, 3. Emverador, gierung wurde von Eſſad Paſcha aufgefordert, Perſonen wurden ſchwer, 15 leichter verletzt.
Farner: Aſchanti, Sybille. 41:10; 16, 16: 10. — Roſen= daß ſie, falls ſie ſich nicht entſchließen könne, nach Durazzo
lang=Jagdrennen. 3500 Mark. 1. Lt. Gerteis’ Rapp (Lt. überzuſiedeln, wenigſtens eine andere Stadt als Sitz wäh=
Die Leiche Dieſels gefunden.
. Moßner), 2. Owendſia, 3. Guernica II. Ferner: Maſter len möge; damit iſt offenbar Elbaſſan gemeint.
Lage, Cape Florizel, Ardington Savoy. 25: 10: 13,
HB Amſterdam, 13. Okt. In der Scheldemündung
34: 10. — Agrippina, Jagdrennen. 4200 Mark. 1.
Mül=
wurde am Samstag die Leiche eines autgekleideten Man=
Aus Mexiko.
leis Princeſſe des Urſins (Lt. v. Moßner), 2. Elk, 3. Silver
nes bemerkt. Wegen des ſtürmiſchen Wetters konnte man
ha. Ferner: Copley, Banoge. 29: 10; 13, 12:10.
* Neu=York, 12. Okt. Nach einem Telegramm die Leiche nicht in den Rettungskahn bringen, ſondern
aus Mexiko haben die Freunde von Felix Diaz man begnügte ſich mit der Bergung der Wertgegenſtände.
nach Havanna telegraphiert, er möchte mit Rückſicht auf Der Leichnam wurde dem Mere wieder preisgegeben.
Aus gewiſſen Umſtänden vermutet man, daß es ſich um
Landwirtſchaftliches.
die bedrohliche Lage des Landes Mexiko fern bleiben.
Die von Huerta verhafteten Deputierten den Körper des vermißten Dr. Dieſel handelt. Der in
Darmſtadt, 13. Okt. (Schweinemarkt.)
ifftrieb durch Händler: 181 Stück, durch die Bezugsver=befinden ſich, entgegen der geſtern verbreiteten Meldung, München lebende Sohn Dieſels wurde telegraphiſch
be=
ſiigung: 85 Stück. Preiſe für 50 Kilogramm Schlacht; immer noch in Haft. In einer Proklamation an die Be= nachrichtigt und traf heute in Vliſſingen ein, um die
ge=
lewicht: erſte Qualität 83 Mk., zweite Qualität 82 Mk., völkerung erklärte Huerta, die Mehrheit der Deputierten borgenen Wertgegenſtände zu rekognoſzieren. Er erkannte
habe beſchloſſen, ihm jede finanzielle Unterſtützung zu ver= ſie als ſeinem verſchwundenen Vater gehörig wieder.
ritte Qualität 81 Mk. Marttverlauf: rege; Ueberſtand.
weigern, obwohl das Land im Innern und nach außen
(Schluß des redaktionellen Teils.)
— Frankfurt a. M., 13. Okt. (Schlachtvieh= ſchwere Verpflichtungen habe. Wenn die Oppoſition von
karkt.) Auftrieb: Rinder 1410, Ochſen 464, Bullen 56, einer mächtigen Volksbewegung unterſtützt würde, würde
tühe 890, Kälber 279, Schafe 123, Schweine 2491.
Markt=
er zurücktreten; doch ſei das nicht der Fall.
S
SwihrfenHefserkel,
ſeillauf: Rinder rege, Ochſen langſam, Schweine gedrückt,
* Neu=York, 13. Okt. Nach einem Telegramm
alber rege, Schafe ruhig; die erſteren drei laſſen Ueber=
Kafarrh brauchen
Sie-
bund, die beiden letzten ſind ausverkauft. Preiſe für einen aus Mexiko erklärte der Miniſter Aldape, daß die
ver=
nicht zuhabshädöhner
mtner Lebendgewicht (Schlachtgew.) in Mk. Rinder:hafteten Abgeordneten die Freiheit nicht erhalten
Ef
Of
(6
chſen a) 53—57 (95—98), b) 53—57 (95—98), c) 49—52 können, ſondern vor Gericht geſtellt werden ſollen.
MceerLosiiet
—95); Bullen: a) 51—53 (85—88), b) 47—50 (81—86); Kein einziger ſei freigelaſſen. Die Auflöſung des Kon=
X
Schufz biefenVorrätig
ſüſhe: a) 49—52 (88—93), b) 47—50 (87—89), c) 42—48 areſſes werde den Neuwahlen nicht im Wege ſtehen.—
mallenApchhelen und
11—92), 2. 40—46 (74—86), d) 32—38 (64—76), e) 26—30 Die Straßen werden fortgeſetzt von Truppen durchzogen,
1—67); Kälber: c) 64—68 (108—115), d) 60—63 (102 doch hat ſich die durch den Staatsſtreich hervorgerufene
Drogerien-Preisderz
4
107). Schafe: a) 45—46 (94—96). Schweine: Erregung gelegt.
Origtalschachfel-NI
562—65 (79—82), b) 61—63. (78—80), c) 61½—65 (79
is 81), d) 62—65 (80—81).
Kinder, das iſt nicht mehr zu ertragen!
Letzte Nachrichten.
4 Allemal, wenn ich Ruhe haben und arbeiten will, geht
(Wolffs telegr. Korceſp.=Bureau.)
das Huſtenkonzert los, und es ſchneidet einem ins
* Frankfurt a. M., 13. Okt. Das Schwurgericht Herz, wie die armen Dinger ſich quälen. Morgen früh
Gerichtszeitung.
kaufe ich Fays ächte Sodener Mineral=Paſtillen, und
verurteilte den 38jährigen Hausdiener Friedrich Mönch
Der Kiewer Ritualmord=Prozeß.
aus Nürnberg, der am 20. Mai ein Dienſtmädchen aus ver= die werden mir regelmäßig genommen — mit dem
* Kiew 12. Okt. Der VBierhallenwirt Dobſchanski, ſchmähter Liebe zu erſchießen verſuchte und den ihr zu 8 Huſten werden wir dann bald fertig ſein. Die paar
Pfennige kommen gegenüber der Wirkung gar nicht in
ier gehört hatte, wie die Tante des Ermordeten, Natalie Hilfe eilenden Hausdiener Gleim durch zwei Revolver=
Betracht. Die Schachtel koſtet ja nur 85 Pfg. und iſt
utſchinski, vor der Halle ſagte: Den Mord haben die ſchüſſe tötete, zu zehn Jahren Zuchthaus.
* Karlsruhe, 13. Okt. Großherzog FriedrichHüberall zu haben. Beſondere Kennzeichen: Der Name
ngehörigen verübt”, erklärte, dieſe Worte ſeien geſagt
herden, bevor der Charakter des Mordes bekannt war. von Baden begibt ſich am 17. d. M. nach Leipzig, um 4 „Fay” u. weißer Kontrollſtreifen mit amtlicher
Beſcheinig=
ei: Zeuge kennt Wera Tſcheberjakowa, die der Beteilig= am 18, der Einweihung des Völkerſchlacht=Denkmals bei= ung des Bürgermeiſter=Amtes Bad Soden a. T. (I,21431
n: an der Mordtat verdächtige Mutter des Spielkamera= zuwohnen.
Se
e
S Ze
t, als Hehlerin. Sie hatte öſter mit verdichtigen Per=
* Freiburg, 13. Okt. Profeſſor Adolf Windaus,
Z
S
Z
nen ſeine Bierhalle beſucht. Ueber Fedor Neſchinski, der ſeit zehn Jahren der naturwiſſenſchaftlichen und
mathe=
n Onkel des Ermordeten, ſagte Dobſchanski aus: Ne= matiſchen Fakultät der hieſigen Hochſchule angehört, hat
hunski ſei am 1. April aufgeregt in die Bierhalle gekom= einen Ruf als Ordinarius an die Univerſität
er. Sein Ueberzieher ſei ſchon beſchmutzt geweſen. Der Innsbruck erhalten und wird dieſem noch zu Beginn
lüigeolo Gregoir Schukowski, der auf Reſchinskis Bitte den des Winterſemeſters Folge leiſten.
ot erzieher gereinigt hatte, ſagte aus, Neſchinski habe nach
* Köln, 13. Okt. Nach einem Berliner Telegramm der
ufffindung der Leiche, ohne die Kleidung zu beſichtigen,
Köln. Zig. wird rückſichtlich der Zuſtände in Meriko
inigt, er wiſſe, daß der Ermordete Juſtſchinski ſei. Za=
Gee
vislowski wies darauf hin, daß der Zeuge vor dem Un= die Entſendung eines deutſchen
Kriegs=
rſuchungsrichter ausgeſagt habe, Neſchinski habe erſtſchiffes nach Mexiko erfolgen.
* Magdeburg, 13. Okt. Am Samstag wurde auf
uct der Jacke des Ermordeten Juſtſchinski erkannt. Der
fenſetzer Waſili Jaſtſchenko, der am 25. März einen braunſchweigiſchem Gebiet in der Nähe von
Neuhaldens=
nt ekannten mit ſchwarzem Paletot und Beinkleidern, leben der Zigeuner Hermann Ebender, einer der
Anklen Haaren und Schnurrbart in der Nähe der Höhle Mörder des bei Fulda erſchoſſenen Förſters
Romanus=
ichen und ihn mit dem Mord in Zuſammenhang ge=verhaftet. Derältere Bruder Ebenders, der
CIGARETTEN
ſachht hat, ſagte aus, als ihm Lukas Prichodjko ſeinerzeit als Zweiter an dem Mord beteiligt iſt, entkam. Die
regeführt wurde, er finde deſſen Kleidung derjenigen des beiden, die als Kartoffelarbeiter im Dienſte eines
Land=
mit seidenen
Sammel-
wirts ſtanden, rühmten ſich in der Trunkenheit des Ver=8
bekannten ähnlich, könne jedoch keine Geſichtsähnlichkeit
Wappenbildern
Ze
Etuellen, da er den Unbekannten nur aus großer Entfern= brechens.
Z
ZZe
* Stockholm, 13. Okt. Die Vermutung, daß auf das
22
geſehen habe. Bei der heutigen Gegenüberſtellung
Plirte der Zeuge, Prichodjko ſei jenem Unbekannten nicht Automobil des Prinzen Wilhelm von Schweden nach der
Jaad bei Groenſinka ein Attentat verſucht wurde. i
1,15745
nl lich.
2Bei dem Verhör des Lampenputzers Schachowskiſunbegründet. Die Unterſuchung ergab, daß die
nlde folgendes feſtgeſtellt: Am 25. März nach 9 Uhr mor= Steine von einem Elch, deſſen Spuren deutlich zu ſehen Dr. Kuhns Brennessel-Haarwasser ist einfach
unfehlbar bei Haarausfall etc. und an Güte
rts ſah Schachowski auf der Straße nach Jenjo Tſcheber= waren, auf den von dem Automobil zu paſſierenden Weg
von der Konkurrenz niemals zu erreichen.
mnit Andrei Juſtſchinski, die in der Richtung nach Jai= geworfen worden ſind.
Nur echt mit Firma Franz Kuhn, Kronen-
* Lome, 13. Okt. Staatsſekretär Dr. Solf bereiſte
pos Fabrik gingen. Andrei hatte eine Doſe mit Pulver
dier Hand und war ohne Paletot und Bücher. Drei ab 4. Oktober unter Führung des Gouverneurs, des Her=2 parf., Nürnberg. Hier: F. B. Grodhaus,
rger ſpäter begegnete er Jenja wieder, die ihm mitteilte, zogs Adolf Friedrich von Mecklenburg, das Schutzge=Seifenf. a, weissen Turm, Carl Bley,
Wilhelminen-
ſie am 25. die Fabrik beſucht habe und daß dort ein biet Togo. Am 5. Oktober kam der Staatsſekretär in1 strasse 33, sowie in Apoth., Drog. u. Parf. (V,5371
Seite 8.
Se
Se
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Grädel-Blusen -..
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in grösster Auswahl, vom einkachsten bis
elegantesten Genre. Aenderungen sofort.
G. m.
D. Kehleld 6 D0. b. h.
Ludwigstr. 5 Darmstadt Teleph. 2539
eere
Aus dem Geſchäftsleben.
Innere, körperliche Reinlichkeit, d. h. die Desinfektion
unſerer Verdauungs=Organe iſt eine Grundbedingung für
Lebensfriſche und ein geſundes, hohes Alter. Die
Be=
kämpfung der Fäulnisbakterien des Darms mit Yoghurt
hat Weltruf erlangt. Einen wichtigen, vielverſprechenden
Fortſchritt bedeutet die Auffindung von Glycobacter
durch Metſchnikoffs Mitarbeiter Dr. Wollmann, einer
un=
ſchädlichen Bakterie, welche Zucker bildet, und zwar erſt
im Darmkanal aus der aufgenommenen Stärke von
Kar=
toffeln und Mehlſpeiſen. Solche Glycobacter=Kulturen
im Verein mit Yoghurt=Bakterien werden in konzentrierter
Form als Glyeinjocur=Tabletten (geſ. geſch.)
von dem Bakteriol. Laboratorium von Dr. Ernſt Klebs,
München 33, fabriziert, welches Prohen und Proſpekte
koſtenlos abgibt. Zu haben in den meiſten Apotheken und
Drogerien.
Warum ſind die Anſtreichbürſten und die
ge=
wöhnlichen Wichſebürſten die einzig wirklich
prak=
tiſchen Gegenſtände zum Einfetten und zum
Glänzend=
machen der Schuhe? Weil nur mit den Bürſten die
Schuh=
creme=Maſſe gleichmäßig auch in den Falten zwiſchen
Sohle und Oberleder verteilt und bis zum Erglänzen
ver=
bürſtet werden kann. Warum iſt das vorzügliche Pilo,
welches mit nur einigen Bürſtenſtrichen den eleganteſten
Glanz erzeugt und das Leder erhält, in jedem Laden und
in jedem Haushalt zu finden? Weil Pilo einfach alle
Vorzüge beſitzt, die ein Schuhputzmittel haben kann.
Beſichtigung des Großh.
Reſidenzſchloſ=
ſes: Dienstags und Freitags von 3—4 Uhr,
Sonn=
tags von 11—1 Uhr. Eintrittskarten werden beim langem, ſchwerem Leiden unſere gute, unver=
Schloßinſpektor abgegeben: Einzelkarte 50 Pfg.,
Fa=
milienkarten (3 Perſonen) zu 1 Mk.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Arcadia” 8. Okt. 3 Uhr 30 Min. nachm. von
Baltimore nach Hamburg. „Hamburg” von Genua nach
Neu=York, 7. Okt. 12 Uhr nachts von Neapel. „
Im=
perator” 8. Okt. 5 Uhr 20 Min. nachm. in Neu=York.
„Preſident Grant” 8. Okt. 2 Uhr nachm. von Neu=York
direkt nach Hamburg. „Preſident Lincoln”. 9
Okt.
9 Uhr morgens in Neu=York. „Prinz Adalbert”, von
Philadelphia kommend, 9. Okt. 2 Uhr morgens in
Ham=
burg. — Südamerika, Weſtküſte Amerikas: „Badenia‟,
von dem La Plata kommend, 7. Okt. 4 Uhr nachm. von
Rio de Janeiro über Madeira nach Hamburg. „
Habs=
burg” nach Mittelbraſilien, 8. Okt. 1 Uhr nachm. von
Liſſabon. „Hohenſtaufen” von Mittelbraſilien
kom=
nend, 8. Oktt. 5 Uhr nachm. von Funchal. — Ver=
4-
Kurſe vom 13. Oktober 1913.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
In Prot.
InProz. Zi.
8‟.
Staatspapiere.
4 Diſche. Reichsſchatzanw. 98,30
do
3½ Deutſche Reichsanl. . 84,704½ Chile Gold=Anleiße . 91,00
75,905 Chineſ. Staatsanleihe. 97,50 30 Adler=Fahrradwerke
do.
89,20
4 Preuß. Schatzanweiſg. 98,60 4½
do.
3½ do. Conſols . . . 84,7014½ Japaner .
. . „
75,905 Innere Mexikaner. . . 76,00
do.
do.
3
78,00
4 Bad. Staatsanleihe . . 97,703
do.
91,30 4 Gold=Merikanerv. 1904 77,501 15 Zellſtoff Waldhof . . 212,00
do.
3½
do.
5 Gold=Merikaner . . . . .
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,50 3½ Buenos Aires Provinz
do.
3½
84,00 Aktien inländiſcher
do.
75,00 Transportanſtalten.
4 Hamburger Staatsanl. 97,50 10 Hamb.=Amerika=Pxket=
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 98,00
do. do. (unk. 1918) 96,50 7 Nordd. Bloyd . . . . . 120,75 14 Bochumer Bergb. u.
3½,
do.
6½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 120,80
do.
3
73,40 Aktienausländiſcher
3 Sächſiſche Rente. . . . 76,30
4 Württemberg unk. 1921 98,10 Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60½
do. v. 1875 92,90
3½
Einz. Mk. 403 . .
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
54,00 16 Baltimore und Ohio . 94,75 18 Phönir Bergb. und
1¾ Griechen v. 1837
6 Schantungbahn . . . . 122,00
Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrent: 84,7018 Luremb. Prince Henri 167,00 3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
4 do. Goldrente . . . 89,000 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 25,25
4 do. einheitl. Renk: 80,806 Pennſylvania R. R. .
3 Portug. unif. Serie I. 61,30 gette Induſtrie=
Aktien.
3 do. unif. Ser. III 64,10Hivid.
65,00
3 do. Spezial . . . . 9,60 4 Brauerei Werger
5 Rumänier v. 1903 . . 98,50 28 Bad. Anilin= u. Soda=
4 do. v. 1890 . . 92,80
.546,00
Fabrik . . .
do.
v. 1905 . . 87,0014 Chem. Fabrik Gries=
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 88,00
heim
do. v. 1905 . . . . 99,70 20 Verein chem. Fabriken
3½ Schweden . . .
Mannheim . . . . 330,00 3 Prag=Durer . . . . .
Serbier amort. v. 1895 79,2010 Cement Heidelberg . . 134,20 5 Oeſterr. Staatsbahn . 101,10
4 Türk. unifiz. v. 1903 87,40 14 Holzverkohlung Kon=
4 Ungar. Goldrente . . . 83,10
4 do. Staatsrente. . . 81,10 5 Lahmeyer. . . . . . . 120,00
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 14. Oktober 1913.
ſchiedene Fahrten: „Kurmart=, von Indien kommend.,
8. Okt. 12 Uhr mittags von Algier nach Hamburg.
„Nicaria”, von Perſien kommend, 8. Okt. 3 Uhr nachm.
von Liſſabon.
Holland=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Aug. Cellarius in Darmſtadt, Bleichſtr. 53.
„Rotterdam” 5. Okt. 8 Uhr 15 Min. Lizard paſſiert.
„Nieuw Amſterdam” 30. Sept. vorm. von Neu=York
ab=
gegangen. „Noordam” 7. Okt. vorm. von Neu=York
ab=
gegangen. „Ryndam” 6. Okt. nachm. in Neu=York
ein=
getroffen. „Potsdam” 3. Okt. nachm. in Rotterdam eingetr.
Familiennachrichten.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Allen Verwandten, Freunden u. Bekannten
die tieftraurige Mitteilung, daß es Gott dem
Allmächtigen gefallen hat, meine innigſtgeliebte
Gattin, unſere Mutter, Tochter, Schweſter,
6
Schwägerin und Tante
(*11623
Frau Anna Wöber
geb. Eifert
nach längerem Krankenlager zu ſich in ein
beſſeres Jenſeits abzurufen.
Um ſtille Teilnahme bitten:
Leonhard Wöber und Kind,
Familie Heinrich Eifert,
Ober=
fahnenſchmied i. P.
Darmſtadt, den 12. Oktober 1913.
Die Beerdigung findet Dienstag, den 14. Okt.,
nachmittags 4 Uhr, von der Halle des ſtädt.
Friedhofes aus, ſtatt.
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Heute morgen 5 Uhr entſchlief ſanft nach
geßliche Schweſter, Schwägerin und Tante
Wrauſem lud Bender.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Sophie Bender,
Antonie Kriegk, geb. Bender.
Darmſtadt, den 13. Oktober 1913.
Die Beerdigung findet am Mittwoch,
nachmit=
tags 3 Uhr, vom Sterbehauſe Roßdörfer=
(21467
ſtraße 31 aus, ſtatt.
ente
In Proz. Zf.
In Pre,
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8 Schuchert, Nürnberg 151,25 2%, Oeſt. Südb. (Lomb.) 53,40 1 3½ Frankf. Hypoth.=Bank
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5 Bergmann Electr. . . 130,00 4 Kronprinz Rudolfbahn
Argentinier . . . .. . 98,00 10Deutſch. Ueberſee Electr. 166,00 4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 86,00
0 Gummi Peter 77,00 4½ Moskau=Kaſan . . . 94,50 4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,00 13½
85,80 3½
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-
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Bergwerks=Aktien.
5 St. Louis und San
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Franeiscy. . . . .
fahrt . . . . . . . 140,50 10 Aumetz=Friede . . . . 166,10 5 Tehnantepee . . .. . .
-
Gußſt. . . . . . . 222,00
Bank=Aktien.
11 Deutſch=Luxemburg.=
10 Bank für elektriſche
3½
Bergb. . . . . . . 143,90
Untern. Zſtrich . 184,00
10 Gelſenkirchener . . . . 1775
7½ Vergiſch=Märkiſche
189,00
9 Harpener . . . . . .
Bank . ..
6½ Verlin. Handelsgef .160,7513½ do.
Hüttenbetrieb. . . 253,75 6½ Darmſtädter Bank . 115,7514
12½ Deutſche Bank . . 248,00 3½
-
Caro. . . . . . . .
6 Deutſche Vereinsbank . 116,50 4 Gießen . . . . . . . . 95,00
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10 Kaliwerke Aſchersleben 141,20
3
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7½ South Weſt Africk
8½ Dresdener Bank
Prioritäts=
10 Frankf Hypoth.=B. 207,50 zu
Obligationen.
6½ Mitteld. Kreditbank 114,40 4 Magdeburg. . . . .. —
3½ Südd. Eiſenb.=Beſ. 87,40 7 Nationalb. für Deutſchl. 117,75
122,30 15
243,00 4½ Nordd. Lloyd=Obl. 98,50 7 Pfälziſche Bank. . . .
do. v. 1902 . . . . 89,9030 Farbwerke Höhſt . 609,00 4 Eliſabethbahn, freie . . 88,401 6,95 Reichsbank 136,00 31
Franz=Joſefs=Bahn . .
5 A. Schaaffhauſen.
3½
Bankverein . . . . 106,50
Türk. Admin. v. 1903 79,2030 Chem. Werke Albert 435,50 4 Oeſterr. Staatsbahn . 89,00 7½ Wiener Bankverein . 131,75 3½ Nauheim . . . . . .
do.
Pfandbriefe.
ſtanz . . . . . . . 295,00 5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,00 4 Frankf. Hypoth.=Bank
do,
S. 16 u. 17. . . 94,104 Offenbach. . . . .
Nummer 244.
Dankſagung.
Allen Verwandten, Freunden und Bekannten,
welche unſerem lieben Gatten, Vater, Bruder,
Schwager und Onkel
(21487
Friedrich Homeier
zu ſeiner letzten Ruheſtätte das Geleite gaben,
für die tief zu Herzen gehenden Worte des Herrn
Pfarrer Waitz, insbeſondere dem verehrl. Vorſtand
des Heſſ. Fecht=Vereins „Waiſenſchutz”,
Zweig=
verein Darmſtadt, für die Kranzſpende u. ſ. w.,
ſagen wir auf dieſem Wege unſeren tiefgefühlten
Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
L. Homeier.
Darmſtadt und Worms, 13. Oktober 1913.
Ze
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Sehr hoher Druck bedeckt das Feſtland; die weſtlichs
Depreſſion hat ſich nordwärts verlagert und ſcheint im
hohen Norden oſtwärts abzuziehen. Wir werden morgent
unter Hochdruckeinfluß ſtehen und tagsüber
heiteres=
trockenes Wetter mit ſtarker nächtlicher Abkühlung zueis
warten haben.
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, 14. Oktober
Meiſt heiter und trocken, tagsüber mäßig warm, nachts
ſtarke Abkühlung, ſtellenweiſe Nachtfroſt.
Tageskalender.
Dienstag, 14. Oktober:
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr. Ende 10½ Uhn
(Ab. A): „Wenn ich König wäre‟
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Tagung des Verbandes der Deutſchen
Landesfrauen=
vereine vom Roten Kreuz um 9½ Uhr im Saalbau.
Verſammlung der Fortſchrittlichen Volkspartei un
8½ Uhr im Hotel „Prinz Karl”.
Bilder vom Tage (Auslage Expedition
Rhein=
ſtraße 23): Das am 18. Oktober zur Einweihung gelan
gende Völkerſchlachtdenkmal bei Leipzig. — Der deutſch
Flieger Helmuth Hirth, der Sieger beim
Waſſerflug=
zeug=Meeting in Como (Italien). — Von den
Man=
vern in Dänemark, König Chriſtian mit ſeinem
Gene=
ralſtab auf einer Anhöhe. — Königin Wilhelmine von
Holland im Manövergelände.
Verſteigerungskalender.
Mittwoch, 15. Oktober.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 11
Rundeturmſtraße 16.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 3 Uhr
der „Ludwigshalle‟.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdrucken
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilletol
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigi
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Strei
für des Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadl
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Verlangen Sie überall ausdrücklich
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24,00 4 Liſſaboner v. 1886 .
bo.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,20
Verzinsliche
84,20
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . Tlr. 100 179,00
S. 12, 13, 16
96,60 3½ Cöln=Mindner „ 100 13780
S. 14, 15, 17, 24/26
3 Holl. Komm. . fl. 100 110,50
18—23. . . . . . . .
96,603 Madrider . . Fs. 100
80,20 3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
4 Meininger Pr.=Pfand=
137,90
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 84,20
briefe . . .
E. 3—5 . . . . . . . . 84,004 Oeſterr. 1860er Loſe . 178,50
127,00
S. 9—11 . . . .
84,103 Oldenburger . . . .
84,00
do.
Unverzinsliche
— 4 Rhein. Hypothek.=Bank
Anlehensloſe.
(unk. 1917) . . 93,60 Augsburger. . . .
83,00
3½ bo. (unk. 1914) .
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,70 Braunſchweiger Tlr. 20 200,00
85,60 Freiburger . . . . Fs.15 —
do.
Mailänder . . . . Fs.45 —
Städte=
do. . . . . Fs.10 —
Obligationen.
Meininger . . . . fl.
143,00 4 Darmſtadt . . . . .
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Oeſterreicherv. 1864fl. 100 —
v. 1858fl. 100 505,00
do.
Frankfurt. . . . . .. 96,10
96,00 Ungar. Staats . . fl. 100
do.
Venediger . . . . Fs. 30
84,60 Türkiſche . . . . Fs. 400 163,80
do.
W.=Bank . . . . . 111,604 Heidelberg . . . .. . 94,00 Gold, Silber und
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150,004 Karlsruhe . . . . . . 94,50 Engl. Sovereigns . . . . 20,40
85,80 20 Franks=Stücke . . . . 16,14
do.
Amerikaniſche Noten. . . 4,19¾
Engliſche Noten . . . . . 20,42
do.
Mainz . . . . . . .. 24,50Franzöfiſche Noten. . . . 8090
Holländiſche Noten. . . . 168,90
do.
7 Rhein. Kreditbank. . .126,75 4 Mannheim . . . . . . 95,001 Italieniſche Noten . . . . (80,20
89,00 Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,00
do.
München . . . . . . . 97,50Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,75
4 Nürnberg. . . . . . . 96,80
84,00 Reichsbank=Diskonto.
3½ do.
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Nummer 244.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 14. Oktober 1913.
Seite 9.
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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 14. Oktober 1913.
Seite 10.
Nummer 244.
Fortbildungsſchule.
Die Eröffnung des Unterrichts der hieſigen Fortbildungsſchule
für den Winter 1913/14 erfolgt am Montag, den 20. ds. Mts.,
5 Uhr nachmittags, und zwar für die Schüler des vormaligen
Stadtbezirks Darmſtadt in den Schulhäufern am Ballonplatz
Königl. Ungarische steuerfreie 4½%
und in der Müllerſtraße, für die Schüler der vormaligen
Ge=
meinde Beſſungen im Schulhaus in der Ludwigshöhſtraße.
Zum Beſuche der Fortbildungsſchule ſind geſetzlich verpflichtet
alle diejenigen jungen Leute, die in den Jahren 1911, 1912 und 1913
Staats-Kassenscheine von 1913
aus den hieſigen Volks= und Mittelſchulen entlaſſen worden ſind und
dieſenigen die nach ihrer Entlaſſung aus den Schulen anderer
Ge=
im Nominalbetrag von Mark 150000000
meinden ſich hier aufhalten, ohne anderen genügenden Schulunterricht
zu genießen.
rückzahlbar am 1. April 1916 mit 100%.
Geſuche um gänzliche oder teilweiſe Befreiung vom Beſuche
der Fortbildungsſchule ſind bei Meidung der Nichtberückſichtigung
alsbald ſchriftlich an Großh. Kreisſchulkommiſſion Darmſtadt
Auf Grund des bei mir aufliegenden Prospekts nehme ich
(Neckarſtraße 3) zu richten. Nach dem 15. Oktober einlaufende
Ge=
ſuche können keine Berückſichtigung mehr finden. Bis zur Entſchei=
Zeichnungen zum Kurse von 95,60 % spesenfrei
dung dieſer Behörde muß die Fortbildungsſchule beſucht
wer=
den. Die Geſuche müſſen von den Schülern ſelbſt verfaßt, geſchrieben
:: bis zum 16. cr. inkl. entgegen
::
und unterſchrieben ſein, ſowie Angaben enthalten über: Alter
Hei=
matsort, Namen und Geſchäft der Eltern, ſeitherigen Schulbeſuch,
dermalige Beſchäftigung des Schülers. In den Eingaben ſind die
Gründe anzuführen, aus welchen Befreiung erbeten wird; außerdem
ſind Art, ſowie Stundenzahl etwaigen anderen Unterrichts und die
dieſen Unterricht erteilenden Lehrer zu bezeichnen.
Hermann Wertheim
Die Schüler die mit Erfolg die Winter=Tagesſchule für
Bau=
handwerker und Metallarbeiter oder die Abend=Fortbildungsſchule
der Gewerbeſchule (der Beſuch einer Fachklaſſe oder des Zeichenunter=
Filiale Darmstadt. Bankgeschäff Rheinstrasse 33.
richts allein befreit nicht von der obligatoriſchen Fortbildungsſchule)
oder die kaufmänniſche Fortbildungsſchule dahier beſuchen, ſind
(21483
von dem Beſuche der obligatoriſchen Fortbildungsſchule befreit,
ebenſo diejenigen Schüler der landwirtſchaftlichen Winterſchule,
welche die letztere zwei Jahre mit Erfolg beſucht haben. Ferner. ſind
befreit die ehemaligen Schüler höherer Lehranſtalten, die ein Jahr lUnter hohem Protektorat fhrer Durchlaucht der Fürstin Mariezu Erbach-SchönbergPrinzessinvonBattenberg
lang die Obertertia beſucht und in den Hauptfächern das Klaſſenziel
erreicht haben.
Die Eltern der Schulpflichtigen oder deren Stellvertreter, ebenſo
die Dienſtherrſchaften und Lehrherren, die ſchulpflichtige junge LeutelK lor. Phl. Schmnt Sche Anädehe tar Tonhanst
im Dienſt oder in der Lehre haben, ſind kraft Geſetzes verpflichtet,
die jungen Leute zum Beſuche der Fortbildungsſchule anzuhalten
zugleich Gesungschuie für Konzert, Oper und Haus.
Artikel 24 des Schulgeſetzes und § 120 Abſatz 2 der deutſchen
Ge=
werbeordnung). Den Schülern iſt die zum Beſuche der Fortbildungs=Fernsprecher 2482.
Gegründet 1851.
Elisabethenstr. 36,
ſchule nötige Zeit, und zwar in der Ausdehnung zu laſſen, daß ſie
vor Beginn des Unterrichts ſich genügend waſchen, ankleiden und
Das Winter-Semester beginnt Donnerstag, den 16. Oktober.
auch eſſen können. Zuwiderhandlungen werden mit einer
Polizei=
ſtrafe von 2 bis 20 Mark (Artikel 25 des Schulgeſetzes) geahndet.
Im Wintersemester: Vorträge des Herrn Professor Arnold Mendelssohn über die Musika-
Unentſchuldigte Verſäumniſſe unterliegen den geſetzlichen Schulſtrafen lische Formenlehre mit Analysen von Meisterwerken. (Auch für Hospitanten.)
(ie 20 Pfg., im Wiederholungsfalle 40 Pfg.), welche nötigenfalls durch
Kunstschule: Vollständige Ausbildung in allen Fächern der Musik:
Haft nach Maßgabe der §§ 28 und 29 des Reichsſtrafgeſetzbuchs voll=
Dilettantenschule: Vom ersten Anfange bis zur höchstmöglichen Ausbildung.
ſtreckt werden. Außerdem erfolgt zwangsweiſe Abholung in die
Elementar-, Klavier- und Violinschule: Für Kinder unter 10 Jahren zu ermässigtem Honoran
Schule.
Einzel- und Klassenunterricht je nach Wunsch.
Die Schüler, welche in den Winterhalbjahren 1911/12
Schriftliche oder mündliche Anmeldungen an die Direktion, Elisabethenstr. 36, erbeten. Sprechstunden
und 1912/13 die Fortbildungsſchule dahier ſchon beſuchten, vormittags von 10—12½ Uhr. Prospekte kostenfrei durch die Direktion, die Musikalienhandlungen und
haben ſich am 20. Oktober um 5 Uhr (in Beſſungen um 4 Uhr) das Verkehrsbüro.
(20834a
nachmittags, in den Turnſälen derjenigen Schulhäuſer dahier ein‟
Die Direktion: Wilhelm Schmitt, Willy Hutter.
zufinden, in welchen ſie in den früheren Jahren Unterricht empfingen.
Die Schüler die Oſtern 1913 aus der Stadtknabenſchule I
und II, aus der Bezirksſchule in der Lagerhausſtraße, ſowie aus Ia Landbutter per Prd. 9 2
Mk. 1.35 Hauswirtſchaftliche Fortbildungsſchule
der Knabenmittelſchule I und II entlaſſen worden ſind, haben ſich empf. Jakob Schellhaas,
Mathilden=
zu derſelben Zeit in der Turnhalle des Schulhauſes am Ballonplatzſtraße 9, Telephon 1697. (*11717im Das Winterhalbjahr beginnt Donnerstag, den 16. Oktoberd
einzufinden.
Für Schülerinnen aus dem Stadtteil Beſſungen findet der Unte
Die von auswärts in den Stadtbezirk Darmſtadt zugezogenen
richt im Mittelſchulgebäude in der Hermannſtraße, für ſolche all
Schulpflichtigen müſſen ſich ebenfalls in dem Schulhaus am
Ballon=
dem Nordweſtviertel im Schulhauſe in der Lagerhausſtraße, für alle
platz melden.
übrigen Schülerinnen im Schulhauſe in der Rundeturmſtraße ſtall
Die im Bezirk der früheren Gemeinde Beſſungen wohnenden Dichcnnohle
Unterrichtsgegenſtände: Hand= und Maſchinennähen, Flickn
Schüler aus den drei Jahrgängen 1911, 1912 und 1913 haben ſich
Stopfen und Sticken, Bügeln, Kochen, hauswirtſchaftliches Rechſ
Montag, den 20. d. Mts. 4 Uhr nachmittags, in der Turnhalle
und Deutſch.
(naturrein)
des Schulhauſes Ludwigshöhſtraße 42 einzufinden.
Außerdem findet für vorgeſchrittenere Schülerinnen ein Kure
Es beſteht kein Unterſchied mehr zwiſchen Tages= und Abend=von eigener Züchterei, ſolange im Anfertigen von einfachen Kleidern ſtatt.
Das Schulgeld beträgt:
klaſſen, die Unterrichtsſtunden für alle Klaſſen können in die Zeit Vorrat, per Pfund mit Glas
a) für hieſige Schülerinnen vierteljährlich 3 Mark,
zwiſchen 2 und 7 Uhr nachmittags gelegt werden. Die Klaſſen, in 1.10 Mk.
(*11600im
b) für auswärtige Schülerinnen vierteljährlich 9 Mark.
denen Zeichenunterricht erteilt wird, haben wöchentlich 9 Stunden, die G. Grünewald, Forſtmeiſterſtr. 18
übrigen Klaſſen 7 Stunden Unterricht.
In beſonderen Fällen kann es hieſigen Schülerinnen erlaſſen
und
werden.
Der Fachzeichenunterricht in den Klaſſen der Metallarbeiter
Wilh. Hofmann, Bäckerei,
und Bauhandwerker wird von einem Maſchinentechniker und
Anmeldungen für alle Abteilungen werden Donnerstag,
Karlſtraße 98.
den 16. d. Mts., nachmittags von 3—4 Uhr, im Schulhauſe in
einem Architekten erteilt, in der Konditorfachklaſſe unterrichtet
Ein Zeichentiſch zu verkaufender Rundeturmſtraße, von dem Leiter der Schule entgegengenommen
im Zeichnen, Modellieren und Gewerbekunde ein Konditor.
Den Unterricht im Fachzeichnen in der neu eingerichteten E *11707) Gutenbergſtr. 15, II.
Darmſtadt, den 8. Oktober 1913.
Schneiderfachklaſſe erteilt ein der Innung angehöriger Meiſter.
Der Vorſtand:
Alle Fortbildungsſchulpflichtige aus den Jahren 1911,1912SG=
Dr. Gläſſing, Oberbürgermeiſter.
HABERR21080dsi)
und 1913, die von dem Beſuche der Fortbildungsſchule befreit
ſein wollen, haben — auch wenn ſie ſchon um Befreiung bei Großh. 1 Unter: jricht in
Kreisſchulkommiſſion eingekommen ſind — in den Turnhallen der
Kindergarten Klappacherſtr. 42
genannten Schulhäuſer ebenfalls Montag, den 20. ds. Mts., nach=gGorucgolckk
Beginn:
mittags präzis 5 Uhr (in Beſſungen um 4 Uhr) zu erſcheinen.
Zu den Eltern, Lehr= und Dienſtherren ſprechen wir auch ouckunheuzt.
16.
diesmäl das Vertrauen aus, daß ſie den großen Nutzen des der fnag. Alalnvergarten Zuchsſtraße 10
männlichen Jugend unentgeltlich gebotenen Fortbildungsunter=
Oktober
richts erkennen und nach Kräften bemüht ſein werden, die Zwecke Houche Gchnl Gtene
hruhhn=
der Schule durch Ueberwachung des Schulbeſuchs und
Anſpor=
nung der Schüler zur Folgſamkeit gegen Vorſteher und Lehrerl G„=alce=rMoſfenaſhart.-AHaushaltungsſchule Luchsſtr. 10
M.
Autes,
der Schule, ſowie zu Fleiß, Ordnung und guter Sitte in und
Handfertigkeitskurſe
außerhalb der Schule zu fördern.
(21402oms
Darmſtadt, den 1. Oktober 1913.
Der Vorſitzende des Schulvorſtandes.
E. Klenner.
*11643)
Dr. Gläſſing, Oberbürgermeiſter.
ira-äichenehnte u. Pensionl
Hauswirtſchaftliche Fortbildungsſchule.
beeidigter Böcherrevisor.
Danielowsky-Lange (vorm. Kirschbaum)
24 P. (0
Abendkurſe.
1oklassige höhere Mädchenschule mit Fortbildungskursen. Prg
spekt durch die Vorsteherin. Anmeldungen für das Winterhalb=
Wir beabſichtigen, auch im Winterhalbjahr 1913/14 wieder be=
20453a
(19887a
jahr möglichst bis 1. Oktober erbeten.
ſondere Abendkurſe einzurichten. Ihre Eröffnung ſoll Ende Oktober
e
1fd. Js. erfolgen. In ihnen ſollen Mädchen und Frauen, denen es
Uerch
durch anderweitige Beſchäftigung am Tag nicht möglich iſt, ſich mit
Im Institut Danielowsky-Lange
Engl. u. franz. Unterricht
den Arbeiten des Haushaltes vertraut zu machen, im Kochen und
Braten, ſowie im Nähen, Flicken und Stopfen unterwieſen werden. Gram., Konv., Lit., Nachhilfe in
Die Herſtellung von Weihnachtsgebäck findet in dieſen Kurſenallen Fächern von jg. Dame. neugegründete Haushaltungs-Schule
Sprahen i. Ausl. erl.
(21061a
beſondere Berückſichtigung.
verbunden mit Internat.
Grüner Weg 17, part.
Die Zahl der Unterrichsabende iſt auf 60 feſtgeſetzt. Die
Ver=
teilung derſelben auf die einzelnen Wochen und Tage und die Feſt=
Gründliche Unterweisung in allen Zweigen des Haushaltes.
e Einj., Fähnr.,
legung der Unterrichtszeit erfolgen im Einverſtändnis mit den Kurſus= Instilut Boilz Prim., Abitur.Dauer des Kursus 1 Jahr. Unabhängige Koch-, Back-,
Einmach=
teilnehmerinnen.
Imeau i. Thür. Prosp. frei. (II,20768 und Hausarbeitskurse. Man verlange ausführlichen Prospekt
Das Schulgeld für den ganzen Kurſus beträgt:
durch die Vorsteherinnen: Fräulein W. Blume, Frau Oberleut-
Junge Klavierlehrerin, konſervat. nant Weisse, geb Rosemann.
(19883a
a) für hieſige Schülerinnen 2.— Mark.
5
u. durch Autorität gebildet, Ia
b) für auswärtige Schülerinnen 4.— Mark.
Sowie alle Mode-Tänze lehrt
Reſerenzen, ert. gründl. Unterricht.
(*11579ai
Es iſt bei der Anmeldung zu entrichten.
Speziell
Std. 1 Mk. Off. B31 Exp. (21369a
Anmeldungen von Teilnehmerinnen aus dem Stadtbezirk
rir wünſcht engliſch. Tango m Schtil0 erivat-Lanzlehrinstitut Schhlubrf,
Darmſtadt werden Montag, den 20. Oktober, von 7—8 Uhr
Neckarstr. 22
abends, in der Fortbildungsſchulküche im Schulhaus Rundeturm=Engländerin Unterricht zu
er=
ſtraße 11, von ſolchen aus dem Bezirk der ehemaligen Gemeindeteilen Wilhelminenplatz 10, I. (10998a C
Inſtitnt fur moderne Tanzkung.
Beſſungen, Dienstag, den 21. Oktober, von 7—8 Uhr abends, Ingenieur, Ende 20er, wünſcht z.
in den Fortbildungsſchulräumen im Schulhaus Hermannſtraße 21,9 Vervollkommnung ſ. Sorach=
Empfehle mich zum gründlichen Unterricht von
von dem Leiter der Schule entgegengenommen.
kenntniſſe mit Perſönlichkeiten,
Tango argentino, Maxixe, Ragtim
Darmſtadt, den 13. Oktober 1913.
denen freundſchaftlich. Verkehr
an=
ſowie allen neueren Geſellſchaftstänzen.
genehm und die der franzöſiſchen
Der Vorſtand:
21471ids)
Zu meinem im „Hotel Prinz Karl” ſtattfindenden Winterkurſus
Dr. Gläſſing, Oberbürgermeiſter. Sprache mächtig ſind, in Verkehr
Ein fünf=
Helegenheitskauf! 1 hell nußb. zu treten. Offerten unter B 48nehme noch weitere gefl. Anmeldungen entgegen. Privat=Unterricht
Earmiger Kriſtal=Gaslüſter
(*11626 jederzeit.
Johanna Georg, geb. Merz,
pol. Schlafzimmer, 1 Bücher=an die Exp. erbeten.
für 20 Mk. zu verk. Vormittagsſchrank (eichen) und 1 Linoleum=Wer gibt Schüler franz.
Unter=
frühere Großh. Hof=Solotänzerin.
(19922a
Inſelſtraße 38, 1. St.
(*11612 Teppich Woogſtr. 5.
(*11601 richt? Off. O. 51 Hauptpastl. (*1
Gefl. Anmeldungen erbeten Kranichſteinerſtr. 44.
Nummer 244.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 14. Oktober 1913.
Seite 11.
Wahl der Beiſitzer zum Kaufmannsgericht.
Kamnihane
Großh. Landes=Heil= u. Pflegeanſtalt, Philippshoſpital”
Am 11. und 12. November 1913 findet im Sitzungsſaale
Die Herſtellung von
Zement=
es Kaufmannsgerichts, Marktplatz 8 (Rathaus), die Wahl der je zur und Steinzeugrohrkanälen (
zuſam=
bei Goddelau.
Jälſte aus den Kaufleuten und Handlunasgehilfen zu entnehmenden men etwa 1000 m von 0.10 bis
Für die Großh. Landes=Heil= und Pflegeanſtalt „Philipps=
200 Beiſitzer für das Kaufmannsgericht Darmſtadt ſtatt, und zwar 0,70 m Durchmeſſer) für die Ent=hoſpital” bei Goddelau ſoll als Bedarf für die Zeit vom 1. April
im erſten Tage für die Handlungsgehilfen, am andern für die Kauf=wäſſerung des neuen Friedhofs 1914 bis Ende März 1915 auf dem Wege des öffentlichen Anerbietens
leute, jedesmal in der Zeit von 11 Uhr vormittags bis 2 Uhr ſoll verdungen
werden=
zur Lieferung vergeben werden:
ſachmittags und von 5 Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends.
Arbeitsbeſchreibungen und Be= 1. 8600 Meter Baumwollezeugl10. 300 Kilo Wollegarn, farbig,
Zu dieſen Wahlen werden die Stimmberechtigten hiermit ein= dingungen liegen bei dem Tief=
und Orford,
11. 100 Kilo Bettfedern,
teladen unter dem Hinweiſe auf folgende Vorſchriften:
bauamt, Zimmer Nr. 4, zur Ein= 2. 200 Meter Bettbarchent,
12. 250 Meter Gummiſtoff,
I. Wahlfähigkeit oder paſſives Wahlrecht.
ſicht offen. Auch werden dort die 3. 1000 Meter Druckzeug,
13. 600 Kilo Roßhaare,
4. 4200 Meter Kattun,
Zu Mitgliedern eines Kaufmannsgerichts ſollen nur berufen Angebotſcheine abgegeben.
14. 150 Stück Betteppiche,
Angebote ſind bis
5. 1800 Meter Sarſenet,
werden: Deutſche männlichen Geſchlechts, welche das 30. Lebensjahr
15. 1200 Stück Sacktücher
tollendet, in dem der Wahl vorangegangenen Jahre für ſich oder Dienstag, 21. Oktober I. Js., 6. 600 Meter Schirting,
16. Knöpfe, Zwirn, Schnur
Hals=
vormittags 11 Uhr,
7. 1900 Meter Drell, verſchiedener
ihre Familie Armenunterſtützung aus öffentlichen Mitteln nicht
emp=
tücher, Hoſenträger, Kappen.
Qualität,
jangen oder die empfangene Unterſtützung erſtattet haben, in dem bei unterzeichneter Stelle einzu=
Unterjacken, Handtücher und
8. 12300 Meter Leinwand,
(21311so
Bezirk des Gerichts ſeit mindeſtens 2 Jahren ihre Handelsnieder=reichen.
Servietten,
luſſung haben oder beſchäftigt ſind und nicht zu den Perſonen gehören: Darmſtadt, 10. Oktober 19130
9. 800 Meter Wollentuch, Buxkin, 17. 3000 Meter Putzlumpenzeug.
Sommerzeug u. Tuchkaſſinet,
Tiefbauamt.
1. welche die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter in=
Keller.
Die in Anlage A des Erlaſſes der Großh. Miniſterien vom
folge ſtrafgerichtlicher Verurteilung verloren haben;
16. Juni 1893, das Verdingungsweſen betreffend, enthaltenen Be=
2. gegen weiche das Hauptverfahren wegen eines Verbrechens
Bekanntmachung. dingungen für die Bewerbungen um Arbeiten und Lieferungen,
oder Vergehens eröffnet iſt, das die Aberkennung der
bür=
ſowie die hieſigen Lieferungsbedingungen und Muſter liegen auf
gerlichen Ehrenrechte oder der Fähigkeit zur Bekleidung Dienstag, 28. Oktober I. Js., dem Geſchäftszimmer des Unterzeichneten am 20., 21. und 22. Oktober
öffentlicher Aemter zur Folge haben kann;
vormittags 10 Uhr,
ds. Js., vormittags von 9. bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis
3. welche infolge gerichtlicher Anordnung in der Verfügung ſoll die dem Jakob Gebhardt da=4 Uhr offen. Die Bedingungs=Formulare können zum Preiſe von
über ihr Vermögen beſchränkt ſind.
hier zugeſchriebene Liegenſchaft:
1 Mark und die Angebots=Formulare für 20 Pfennig bezogen werden.
Die Beiſitzer müſſen zur Hälfte aus den Kaufleuten, welche Flur Nr. am
Angebote ſind verſchloſſen und verſehen mit der Aufſchrift: Angebote
prindeſtens einen Handlungsgehilfen oder Handelslehrling regel=
II 1220 118 Hofreite Neue
zu der am 10. Oktober ausgeſchriebenen Lieferung” bis zum 14. Nov.,
nräßig das ganze Jahr hindurch oder zu gewiſſen Zeiten des
Ireneſtraße vormittags 10 Uhr entweder durch die Poſt einzureichen oder in
Jahres beſchäftigen, zur Hälfte aus den Handlungsgehilfen
Nr. 3,
den Verdingungskaſten einzulegen. In den Angeboten ſind die
eutnommen werden.
II 1229 37 Grabgarten daſ., Bedingungen anzuerkennen.
Den Kaufleuten ſtehen geſetzlich gleich die Mitglieder des Vor=
35 Grasgarten daſ.,
Zuſchlagsfriſt 18 Tage.
ſtandes einer Aktiengeſellſchaft oder eingetragenen Genoſſenſchaft oder in unſerem Bureau zwangsweiſe
Die einzureichenden Warenmuſter müſſen getrennt von den
emer als Kaufmann geltenden juriſtiſchen Perſon, ſowie die Geſchäfts=verſteigert werden.
(K66/12Angeboten verpackt und mit der Aufſchrift „Muſter zum Angebot:
führer einer Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung.
Falls andere rechtliche Hinder=verſehen werden.
niſſe nicht entgegenſtehen, wird Ge=
II. Wahlberechtigung oder aktives Wahlrecht.
Goddelau, am 10. Oktober 1913.
Zur Teilnahme an den Wahlen ſind nur berechtigt: Deutſche, nehmigung der Verſteigerung auch
ſt ännlichen Geſchlechts, die das 25. Lebensjahr vollendet und in dem dann erfolgen, wenn das eingelegte Gr. Direktion der Landes=Heil= u. Pflegeanſtalt „Philippshoſpital.
Kezirt des Kaufmannsgerichts ihre Handelsniederlaſſung haben oder Meiſtgebot die Schäzung nicht er=
J. A.: Stroh, Rechnungsrat.
(21445
beſchäftigt ſind, in die von dem Oberbürgermeiſter endgültig feſt=reicht.
geſtellten Wählerliſten eingetragen ſind und nicht zu den oben unter! Darmſtadt, 22. September 1913.
Küchenlieferung.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
2 und 3 bezeichneten Perſonen gehören.
Der Bedarf an Kolonialwaren, Käſe, Gemüſe, Backwaren, Fiſch=
Müller. (V,20860
III. Wählerliſten.
waren, Molkereiprodukten, Kartoffeln: Abnahme von Küchenabfällen und
Die Wählerliſten liegen in der Zeit vom 14. bis 20. Oktober
Knochen für die Abteilungsküche ſoll für die Zeit vom 1. November
Kanalbau.
11913 einſchließlich, von 8 Uhr vormittags bis 6 Uhr nach=
1913 bis 31. Oktober 1914 verdungen werden. Schriftliche Angebote,
ſt ittags, in dem Bureau des Kaufmannsgerichts, Marktplatz 8 Die Ausführung eines Kanals bezeichnet mit der Aufſchrift „Angebot auf Lieferung von Küchen=
Kathaus), zur Einſicht offen.
von 60/90 cm Weite und 1900 m bedürfniſſen”, ſind verſiegelt bis zum 17. Oktober 1913, früh
Innerhalb der Offenlegungsfriſt können ſeitens der Beteiligten Länge aus Zementbetonröhren 9 Uhr, einzureichen. Lieferungsbedingungen können in der Kaſerne,
b i unterzeichneter Behörde Einwendungen gegen die Richtigkeit und oder Stampfbeton ſoll verdungen Heidelbergerſtraße, Zimmer 15, eingeſehen werden. Verdingungs=
Lollſtändigkeit der Wählerliſten vorgebracht werden. Wer ſeine nach= werden.
termin am 17. Oktober 1913, früh 10 Uhr, im Unteroffizierſpeiſeſaal.
tägliche Aufnahme in die Liſten verlangt, hat die die Stimmberech= Arbeitsbeſchreibungen und Be=
Zuſchlagsfriſt bis 28. Oktober 1913.
igung nachweiſenden Beſcheinigungen vorzulegen. Als Beſcheinig=dingungen liegen bei dem Tief=
Darmſtadt, den 10. Oktober 1913.
(21428im
ungen genügen für die Kaufleute: Geburtsſchein und ein Auszugbauamt, Zimmer Nr. 4, zur Ein=
Küchen=Verwaltung
aus dem Handels=, Genoſſenſchafts= oder Geſellſchaftsregiſter oder ſicht offen. Auch werden dort die
der II. Abteilung Großh. Heſſ. Feld=Art.=Regts. Nr. 25.
ei1 Zeugnis des Großh. Polizeiamts aus dem die Stimmberechtigung Angebotſcheine abgegeben.
Angebote ſind bis
hervorgeht: für die Handlungsgehilfen: Zeugnis des Arbeitgebers
hoder des Großh. Polizeiamts, aus dem die Stimmberechtigung her= Dienstag, 28. Oktober I. Js.,
Bekanntmachung.
vormittags 11 Uhr,
pergeht. Die Anerkennung anderer Nachweiſe iſt nicht ausgeſchloſſen.
Die Lieferung des Bedarfs an Kartoffeln, Gemüſe, Kolonial=
Formulare zu dieſen Zeugniſſen werden von dem Kaufmanns=bei unterzeichneter Stelle
einzu=
waren (ausſchl. Kaffee und Konſerven), Eier, Butter, Mehl, Brot,
ſo=
reichen.
(21464im
zuricht und dem Großh. Polizeiamt unentgeltlich verabfolgt.
wie Abnahme des Spülichts und der Knochen ſoll für die Zeit vom
Nach Ablauf der erwähnten Friſt ſind Einwendungen nicht Darmſtadt, 11. Oktober 1913.
1. November 1913 bis 31. Oktober 1914 vergeben werden. Schriftliche
Tiefbauamt.
nehr zuläſſig.
Angebote ſind bis zum 20. Oktober 1913, vorm. 9 Uhr, ver=
Keller.
Ueber die innerhalb der Friſt erhobenen Einwendungen
ent=
ſiegelt und mit entprechender Aufſchrift verſehen — Kolonialwaren
geidet der Oberbürgermeiſter, vorbehältlich der Berufung an den
MAsS TA
unter Beifügung von Proben — auf dem Zahlmeiſter=Geſchäfts=
Kreisausſchuß, welche binnen einer Friſt von drei Tagen, von der
Bekanntmachung der Entſcheidung an gerechnet, bei dem Oberbürger=Vervie 1. kä ltigungs-zimmer abzugeben, woſelbſt auch die Lieferungsbedingungen
einge=
ſehen werden können.
(21437id
ſteiſter angezeigt und bei dieſem oder dem Kreisausſchuß gerecht=
Büro
Küchenverwaltung Garde=Dragoner=Regiments
e tigt werden muß.
Die Wahlhandlung iſt öffentlich. Während derſelben muß der! Inh. S. Guttmann
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 23.
ahlausſchuß in beſchlußfähiger Zahl anweſend ſein. Jeder Ab=Vendelstadtstr. 26Die Küchenlieferungen für die Zeit vom 1. November 1913 bis
ſienmende übergibt perſönlich ſeinen mit den Namen derienigen,
31. Oktober 1914 ſind zu vergeben in folgenden Loſen: I. Ko=
Telephon 1679.
pliche er zu wählen beabſichtigt, handſchriftlich oder im Weg der
lonial= und Spezereiwaren: kl. Milch, Butter, Käſe, Eier; III.
Bäcker=
ervielfältigung ausgefüllten Stimmzettel ohne Namensunterſchrift
(20255a waren: IV. Fiſchwaren; V. Kartoffeln; VI. Friſche Gemüſe pp. 6
ind ſo zuſammengefaltet, daß die auf ihm verzeichneten Namen ver=
Verdingstermin am 16. Oktober 1913.
eikt ſind, einem Mitglied des Wahlausſchuſſes, welches denſelben! Schrei bmaschinen-
Gleichzeitig wird die Abholung des Spülichts und der Abfälle
Alveröffnet in die Wahlurne legt. Die Abgabe des Stimmzettels
Arbeiten
vergeben.
pard in der Wählerliſte angemerkt.
Die Lieferungsbedingungen, welche auch Angaben über die
Diktate
Enthält ein Stimmzettel mehr Namen, als für eine Vorſchlags=
Höhe des Bedarfs und über Form und Friſt der Angebote enthalten,
lihe zugelaſſen ſind, ſo kommen nur die der Reihe nach zuerſt auf= in separätem Raum ſind zu beziehen gegen Einſendung von Mk. 1.—, die Bedingungen
ei ührten in Betracht.
(21195si
Verviel fältigungen für die Spülichtpacht gegen Mk. 0.50.
Ungültig ſind Stimmzettel:
Küchenverwaltung der II. Abteilung
1. welche nicht von weißem oder mit einem äußeren
Kenn=
ohne Fettrand.
Straßburger Feldartillerie=Regiments Nr. 84.
zeichen verſehen ſind,
2. welche oder inſoweit ſie keinen lesbaren Namen enthalten, lZeugnis-Abschriften
3. inſoweit darin die Perſon eines Gewählten nicht
unzweifel=
schneI1-sauber
Verſteigerungs-Anzeige.
haft zu erkennen iſt,
4. inſoweit darin Namen von überhaupt oder für die betreffende! diskret-billig.
Kategorie nicht wählbaren Perſonen verzeichnet ſind,
Mittwoch, den 15. Oktober 1913, vorm. 11 Uhr,
Wineſartoſtin
5. welche einen Proteſt oder Vorbehalt enthalten.
werden im Pfandlokale Rundeturmſtraße 16 (Reſtauration „zur
Inſoweit die zu 2, 3, 4 und 5 bezeichneten Vorausſetzungen der Gelbe Mäuschen 50kgℳ 6.75 Roſenhöhe‟) dahier
ln gültigkeit ſich nur auf einzelne Namen beziehen, gelten bezüglich
1 Spiegelſchrank, 2 Trumeauxſpiegel, 1 Ausziehtiſch,
25 „ „ 3.50
e anderen Namen die außerdem auf dem Stimmzettel noch an=Induſtrie (aus
91 Bände Bibliothek der Unterhaltung und des Wiſſens,
egzebenen Namen.
Stühle, Spiegel, Kleiderſchränke, 1 Sekretär, Tiſche, 1 Pianino,
Lehmboden) 50 „ „ 2.50
Vo
Aufforderung zur Einreichung der Vorſchlagsliſten. Magnum-bonum
1 Ladenregal, 1 Ladenſchrank, Parfümerien, 1 Wagen und
Landauer
Ersatz
Die Wahl der Beiſitzer iſt unmittelbar und geheim; ſie findet
50 „ „ 2.75
(21479
ach den Grundſätzen der Verhältniswahl ſtatt derart, daß neben
durch den Unterzeichneten zwangsweiſe verſteigert.
W. Nungesser
er: Mehrheitsgruppen auch die Minderheitsgruppen entſprechend
her Zahl vertreten ſind. Es ergeht hiermit die Aufforderung
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher
Dieburgerſtr. 10. (20924a
Fernſprecher 864.
m die Wähler, Wahlvorſchlagsliſten, getrennt für Kaufleute
Georgenſtraße 11, I.
ni Handlungsgehilfen, bis ſpäteſtens drei Wochen vor dem
Lahltage bei dem Vorſitzenden des Ausſchuſſes im Stadthauſe
inzureichen. Verſpätet eingereichte Vorſchlagsliſten werden zurück=Pal. Willlerkatleſſ.
ewieſen.
(Induſtrie) (20268aSerſtergerunug=Anfeige.
Jede Vorſchlagsliſte darf höchſtens ſo viel Namen enthalten,
I. Beiſitzer von der betreffenden Gattung zu wählen ſind, z. Zt. je
empf. zu den billigſt. Tagespreiſ.
Mittwoch, 15. Oktober, nachmittags 3 Uhr,
0. Namen; die dieſe Zahl überſchießenden Namen werden geſtrichen;
Ludwig Treutel
verſteigere ich im Verſteigerungslokale „Zur Ludwigshalle” (
Ober=
sogelten hiernach nur dir erſten zehn auf der Liſte ſtehenden Namen.Taunusſtraße 35, und Riegerplatz.
ſerner muß jede Vorſchlagsliſte von mindeſtens 20
Wahl=
gaſſe) zwangsweiſe gegen Barzahlung:
ca. 470 Diamantſteine (ca, 44 Kar.), 1 Schreibtiſch
enechtigten unterzeichnet ſein und hat die Benennung eines für
Pferde-Rüben
und 9 Bände Brockhaus=Lexikon, ſowie Hausmobilien
ätere Verhandlungen bevollmächtigten Vertreters der
Unter=
eichner zu enthalten, ſowie die vollſtändigen Vor= und Familien= in Fuhren und Waggon liefert zu
durch alle Rubriken.
(21028a
ammen, das Gewerbe und die Wohnung oder Beſchäftigungs= billigem Preis
Ferner auf freiwilliges Anſtehen:
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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 14. Oktober 1913.
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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 14. Oktober 1913.
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gegenzubringen begann. Ich habe für alle Damen, die
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(Nachdruck verboten.) von Ungarn kommen, eine Schwäche, gnädige Frau! ſagte! Kellner und machte zu böſem Spiel gute Miene. — Dec
110
Abend hatte ſo ſchön zu werden verſprochen, nun kam ihm
Man machte Konverſation wie Leute, die ſich eben er gedehnt.
gar nicht kennen. Irma erzählte, woher ſie käme, — daß
Für alle! Nun, da brauche ich mir nicht allzu viel die Geſellſchaft in die Quere.
Sie haben doch nichts dagegen, lieber Rittner, wenn
ſſie erſt heute abend eingetroffen ſei, die Herren berichteten darauf einzubilden! meinte Irma ſchlagfertig.
om Theater, wo ſie geweſen. Und Joſef Rittner ſaß da=
Herrn Felix Bergauer gab es einen kleinen Stich, ich Sie alle jetzt in eine Bar fahre, die Dame wird ſich
doch daran nicht ſtoßen!
bei innerlich wütend über dieſe Störung, wütend auf ſeine
Halloh, die war von feſterem Holz, da mußte man ein
Nein, nein, ſie will ja Wien ſehen!
Freunde, auf das Lokal, auf Wien, wo man überall un= wenig bremſen, um ſich erſt ihr Vertrauen zu erringen.
Draußen raſſelte das Auto des Herrn Felix Bergauer.
ſliebſame Bekannte traf.
Wollen wir nicht das Lokal wechſeln, meine Herrſchaften?
Und wenn er Irma betrachtete, wie gut ſie den Ton Ich habe nämlich mein Auto draußen, gnädige Frau, Herr Dee Piccolo mußte für die anderen Herren einen Fiaker
ffand, wie gut ſie ſich zu unterhalten ſchien, trotz des öden Kapellmeiſter, Sie ſind herzlich eingeladen. Ihr Buben, holen und bald fuhren ſie der inneren Stadt zu. Irma und
Bergauer ſtiegen ins Auto.
Weſchwätzes der anderen, dann wurde er wieder an ihr
ſagte er groß zu den mindeſtens dreißigjährigen Be=
Herr Felix Bergauer behandelte Irma weiter ganz
ganz irr. Vor wenigen Minuten ſprach ſie noch ſo weich gleitern, fahrt im Fiaker nach!
als Dame. Er meinte, ſie werde wohl nicht böſe ſein,
nnnd ehrlich mit ihm, als gäbe es auf der Welt für ſie nur
Ja, aber wohin? fragten die anderen.
Uhn, — und jetzt nahm ſie die faden Huldigungen der frem=
Das iſt gleich. Die Hauptſache iſt der Wechſel. Man wenn er ihr ein bißchen das Wiener Nachtleben zeige,
ſoen Herren ruhig und liebenswürdig entgegen.
trägt einen Kragen nicht ewig und bleibt auch net ewig und ſie lachte und verſicherte, ſie komme in die Großſtadt,
Felix Bergauer zog den Kapellmeiſter ins Geſpräch, in einem Lokal hocken! Das iſt net fein! ſagte Felix um ihr Wiſſen zu bereichern.
Rittner war mit den beiden Erlingers in den Fiaker
gnädig wie ein Fürſt, fragte nach der neuen Operette, von
Bergauer mit ernſter, überzeugender Miene.
geſtiegen. Das Auto ſauſte voraus und ſo kam es, daß
ſoer man ſprach, — die ſehr ſchön zu werden verſpreche, und
Die anderen waren gewohnt, ihm als dem Aelteſten Bergauer und Irma zuerſt vor der Bar anlangten. Er
ſah dabei mit faſt muſterndem Blick auf Irma, als wollte
uer als erfahrener Lebemann taxieren, ob dieſe ausnehmend und Reichſten, der gern auch die Koſten ſolcher Vergnü= half ihr aus dem Wagen, wollte ihr Händchen dabei ein
wenig länger feſthalten; aber ohne Grollen, mit ſicherer
ſochöne Frau wirklich, aber wirklich eine Dame ſei. Es gungen beſtritt, zu folgen.
Ruhe, entzog ſie es ihm. Alſo Dame, na, auch gut, dachte
Irma ſah Rittner an, was er dazu ſagte. Aber der
jgätte ihm nämlich ehrlich leid getan. Die Stimmung
unterhielt ſich mit Max Erlinger ſo angelegentlich, daß er er. Zu gern hätte er gewußt, in welchem Verhältnis ſie
wuchs. Die jungen Herren ſtießen mit Irma an, —
fnießen auf den Kapellmeiſter an, der ihnen die Bekannt= kaum aufſah. Was meinen Sie, Heer Kapellmeiſter, laſſen zu Rittner ſtand. Es war doch immer gut, wenn man
ſochaft der reizenden Dame vermittelte. Nun rückte auch wir uns verführen! Sie fragte ihn jetzt direkt. Sie1 klar ſah.
Sie traten in die Bar, wo Bergauer mit entſchiedener
Felix Bergauer ins Vordertreffen mit ſeinem ruhigen, wollte nicht, daß er in ſeiner Eiferſucht ihr dann Vor=
Hochachtung empfangen wurde, wenn auch die Mädchen
becken, ſicheren Ton. Be’ einem vorübergehenden Blumen= würfe machte.
Ja, gnädige. Frau, wenn es Ihnen Spaß macht und hinter dem Schanktiſch ihm erfreut zuzwinkerten. Ein
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Ge
Aihne ſand lcbhiſie der hn. der Sener neite iſt
Eie Saif einter nire
an dem Bartiſch ſaßen, ſahen ſich nach Frau Irma ein
Mir ſcheint, er iſt ein wenig eiferſüchtig. Aber Ritt= Liebſte, den Irrwiſch, aus der gleichgültigen Geſellſchaft
wenig um. Aber man war ja gewohnt, daß wicklich feine
Damen hier des Nachts mit ihren Männern der Neugierde ner, Sie kann ich doch wahrlich nicht ausſtechen, ich alter, zu ſich — zuerſt ein wenig grollend, dann ſchließen ſie
ſich=
feſt aneinander und wirbeln, in einem heiteren Tanze ſich
wegen eintraten, als daß man das Paar weiter beachtete. grauer Mann!
Rittner ſah noch ein bißchen finſter drein.
findend, dahin.
Nur eins ſprach dagegen, man hatte nämlich den Herrn
Gebt’s ihm was zu trinken! riefen die Erlingers,
Und wirklich, wie angelockt durch die Töne war Irma
Felix noch nie in wirklich anſtändiger Damengeſellſchaft
das unzertrennliche Brüderpaar.
aufgeſtanden und zu ihm getreten. Als fühle ſie, daß ſie
geſehen.
Rittner war zuerſt eigenſinnig und wollte für ſich und durch dieſe Weiſen an ſeine Seite gehöre. Er war ja
Sie kennen Herrn Rittner wohl ſchon lange? ſuchte
Irma allein was beſtellen,, aber das duldete der reiche hundertmal mehr wert, als dieſe gleichgültigen, lebſüch=
Felix Bergauer Irma auszuholen.
tigen, faden Kerle! Max Erlinger, durch den Sekt ein
Bergauer nicht, er ſchaffte für alle an.
Gewiß, wir ſind gute Freundei
wenig keck, wollte mit ihr zu dem neuen Walzer tanzen,
Aber wir teilen dann!
Wohl aus Arad her?
Bergauer lachte: Ja, ja, am Schluß.
aber ſie ſchlug es ihm rundweg ab, faſt bös war ſie über
Wie Sie neugierig ſind, Herr Bergauer.
In einer Ecke ſpielten einige Muſiker echt Wiener das Anſinnen.
Nun, man intereſſiert ſich für ſeine Bekannten. Ich
Nun kam endlich Rittner zum Schluß. Die Leute im
mag den Rittner rieſig gern. Ich ſchätz’ ihn ſehr hoch Muſik. Die jungen Leute pfiffen und ſangen dazu und
ein. Der wird noch mit ſeiner Operette die ganze Welt auch Irma wurde allmählich von dieſer Luſtigkeit ange= Lokal brüllten voll ehrlicher Begeiſterung. Lächelnd, wie
ſteckt. Selbſt in Rittner legte ſich die geheime Wut. Die geiſtesabweſend, kam er an den Tiſch zurück.
erobern. Das wird ein zweiter Strauß oder Lehär!
Muſik beruhigte ihn.
Hab ich’s nicht geſagt. Er iſt einer unſerer Beſten,
Glauben Sie?
der Beſte! ſagte Bergauer. Iſt’s aus der neuen Operette?
Sie ſollen uns auch was ſpielen!
Wenn ich Ihnen ſage. Ich verſtehe mich darauf.
Fällt mir ein, da herinnen!
Dafür birgt ſein geſunder und friſcher Mut. Ein Stück gute,
Ich weiß nicht, ich hab’s jetzt gerade improviſiert.
Es iſt ja niemand da, der Sie ſtört!
echte Landluft und ein Stück echter Wiener Luft. Der
Aber Menſch, gleich aufſchreiben, das wird ja ein
Nun begann auch Irma zu bitten: Bitte, bitte, lieber Schlager!
kann ſchmeicheln mit ſeinen Melodien und kann toll ſein
und kann lieben damit! Herr Bergauer hatte, um ſich Ir= Kapellmeiſter, — ich komme extra von Arad zu Ihnen und
Irma war mit ihm an den Tiſch getreten, ſichtlich
er=
mas Vertrauen zu erobern, mehr geredet, als er ſonſt habe noch gar nichts gehört!
griffen von der Muſik. Unwillkürlich ſetzte ſie ſich zu ihm.
Er wurde unſchlüſſig, die Muſik hatte eben eine Pauſe
pflegte.
Ganz ſtill blieb ſie eine Weile, dann ſagte ſie ſtolz: Sie
Ja, ich glaub auch, er iſt ein ganzer Kerl! ſagte Irma eintreten laſſen. Man nötigte ihn ordenlich zum Klavier.
Die Erlingerbuben nahmen ihn in die Mitte, man ſchüt= ſind ein großer Künſtler, Rittner. Kommen Sie, vor
jetzt ehrlich.
Aber da kommt er ja und die Erlingers! Die drei tete ihm noch ein Glas Sekt in den Mund. — Er wußte aller Welt will ich Ihnen einen Kuß geben! Und ſie beugte
ſich zu ihm und küßte ihn feierlich. Die anderen riefen
haben in ihrer Sünden=Maienblüte manchen Streich voll= ſelber nicht wie, nun ſaß er auch ſchon am Klavier.
Die Freunde applaudierten, Irma ſelbſt winkte ihm! Bravo! Mir auch! Aber ſie achtete ihrer nicht. Sie war
bracht. Drum war ich ſo froh, ihn heute, nachdem er nach
Jahren wieder nach Wien zurückgekehrt, in ſo guter Ge= zu, und ihre Augen leuchteten ihm entgegen. Und er be= ſo erfüllt von Dank für dieſe geheime Huldigung, daß ſie
gann. Es war eine Phantaſie. Etwas, was ſich augen= ihm dieſen Kuß hatte geben müſſen, unbekümmert um die
ſellſchaft geborgen zu wiſſen!
Was ſchwätzt er? ſagte Rittner faſt grob, da er ſich an blicklich in ihm formte. Ein grollendes Klagen, ein ſcheues Umſitzenden.
den Tiſch ſetzte.
Bitten, ein jubelndes Locken — und dann ſchälte ſich etwas
(Fortſetzung folgt.)
Ich ſinge Dein Lobl
wie ein herrlicher Walzer heraus. Die Szenerie auf der
Nummer 244.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 14. Oktober 1913.
Seite 15.
ueehen ſes nicht ium, weit ihr dieſe nachteiligen Aerwdernumnen gar
nicht mitgeteilt waren (z. vergl. auch Nr. 214 des Darmſt.
Flochdem
Gewinnausing
mbels
Tagbl., Seite 5, vom 12. September 1913).
der.
Rasieren
Die „Heag” hat für die Einrichtung des 7½=
Minuten=
eine Wohltal.
(8. Brenßiſch=Süddeutſchen
Verkehrs nach der Ohlyſtraße einen Mehr aufwand von
die
lube 20. 60. 100 Pfg.
nolen Apolhen
Süber 5000 Mark herausgerechnet, ob ſie auch hier (229, Königlich Prenßiſchen) Klaſſenlatterie
nichtfetfende
orozerien Forlumerſen. 8die Erſparniſſe, die ſie durch die erheblichen Verſchlechte=
Haufcréme.
S
4. Klaſſe 2 Diehungstag 11. Oktober 1913
rungen auf den Außenſtrecken ereielt, berückſichtigt haben
Geee e e e ee
mag? — Auf den Außenſtrecken läßt die „Heag” zurzeit von
au iede geiohgene Rumner ſind wet gleich hobe Gebinne
der Straße aus Zählungen der Fahrgäſte vornehmen.
Zu=
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen 1 und II.
verläſſig können dieſe wegen der Fahrgeſchwindigkeit der
Wagen nicht ſein. Wir möchten der „Heag” empfehlen, auf
Stimmen aus dem Publikum.
(Ohn Gewähr u. St.al. . 3)
(Rachdruck verbolen)
der Linie „Eliſabethenſtraße-Schloß” Zählungen vorzu=
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion nehmen. Eine Linie, die durch den dichtbevölkertſten
Stadt=
ſeinerle
192 Mk. gezogen:
i Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des teil führt und nach unſeren Beobachtungen höchſtens täg=
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
2 Gewinne zu 100 000 Mk. 27514
lich 9—10 Mark Einnahme aufzuweiſen vermag, alſo
2 Gewinne zu 15000 Mk. 23500
— Der Winterfahrplan der elektriſchen nicht einmal die Betriebskoſten einbringt. Warum zählt
2 Gewinne zu 10000 Mk. 88867
Straßenbahn iſt heute 14 Tage in Kraft. Er hat für die „Heag” dort nicht und richtet dort halbſtündlichen Ver=
2 Gewinne zu 5000 Mk. 173789
Die Bewohner des ſog. „Tintenviertels” eine Verbeſſerung, kehr ein? Das hieße allerdings „Selbſterkenntnis” üben.
8 Gewinne zu 3000 Mk. 8177 23628 63979 164422.
Für die die Außenſtrecken (Faſanerie und Böllenfalltor) be= Wir ſind feſt überzeugt, daß die beiden Außenſtrecken (Fa=
12 Gewinne zu 1000 Mk. 61850 75267 94397 114887
ſützenden Fahrgäſte dagegen eine erhebliche Ver= ſanerie und Böllenfalltor) durchſchnittlich mehr Einnahme
121059 135445
ſchlechterung gegen bisher gebracht. Sechzehn Jahre zu verzeichnen haben, als die Linie „Schloß-Eliſabethen=
34 Gewinne zu 500 Mk. 42778 62726 68095 88505
Lang war während der Winterfahrplanperiode auf den ſtraße- Bahnhof”.
Civis.
89819 91461 107275 119455 126655 129121 161567,
Heiden Außenſtrecken tagsüber viertelſtündlicher
163313 180672 215867 217194 216322 223935
Verkehr, während der halbſtündliche Verkehr im letzten
74 Gewinne zu 400 Mk. 2626 13290 15417. 18840
— Die im Hauptbahnhof angebracht geweſenen großen
Winter von 10—12 Uhr nachts ſtattfand. In der Stadt=
19630 21618 46274 50532 52500 53595 69948 79516)
werordnetenſitzung vom 11. September ds. Is in der der Wandbilder von Darmſtadt und dem Odenwald ſind wie= 80177 88718 90933 109692 114012 116577 119228
Winterfahrplan zur Beratung ſtand, erklärte Herr Beige= der weggenommen worden, um, wie es heißt, notwendige
129148 184606 140948 147925 148561 149616 16602a
ordneter Ekert (als Reſerent), daß vom 1 Oktober 1913 Verbeſſerungen und Ergänzungen vorzunehmen. Man
173116 176133 177397 187369 193807 199224 199551
ab die Wagen vom Hauptbahnhof bis zur Ohlyſtraße den möge dabei nicht unterlaſſen, im Stadtplan Bismarkſtraße 202812 221650 221869 225239
ganzen Tag über durchgeführt würden. Dagegen würde in Bismarckſtraße umzuändern, denn es macht einen üblen
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
ails Kürzung der Verkehr zum Böllenfalltor, wie nach Eindruck, wenn der Name unſeres großen Ehrenbürgers 192 Mk. gezogen:
th.
der Faſanerie des Abends nur halbſtündlich durchge= nicht richtig geſchrieben ſteht.
2 Gewinne zu 60 000 Mk. 135766
2 Gewinne zu 3000 Mk. 217903
Führt.
12 Gewinne zu 1000 Mk. 20002 121664 162147
geneennenne
Die Stadtverordneten=Verſammlung hat ſchließlich
167352 19056d 20147z
dieſen Fahrplanentwurf gutgeheißen. Nicht ge=
20 Gewinne zu 500 Mk. 12076 48423 61956 167919
6 Zmekmaskenr
agt wurde aber in jener Sitzung, daß auch von morgens
96091 91004 136549 216706 226776 220677
8.38 Uhr (ab Hauptbahnhof) bis 2.01 Uhr nachmittags auf
22 Gewinne zu 600 Mk. 95 275 2001. 7739
Mckäde
ien beiden Außenſtrecken halbſtündlicher
31346 32600 34220 42014 51760 54666 56762 56558
Verkehr eingerichtet werde, und daß als weitere Ver=
TTURKA PABSTE
51258 696s boder 63436 67704 71377 73504 7507a
ſchlechterung gegen den vorjährigen Winterfahrplan
78487 81826 98660 113768 116234 117453 12112s
se uaale 4
Der halbſtündliche Verkehr (gegen bisher von 10—12 Uhr
129665 133811 183988 134202 136952 147300 151648
machts) jetzt des Abends bereits um 8 Uhr beginne.
Car &e guile Kicke
153499 161556 167a8s 176038 179026 197265 200962
anga de g
Dieſe erheblichen Verſchlechterungen gegen den vorjährigen
204664 206550 209705 21647a 216040
Winterfahrplan hat die Stadtverordneten=Verſammlung
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um 12. vorigen Monats nicht genehmigt, denn ſie konnte
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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 14. Oktober 1913.
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Herbſt=Wettſpiele des Großh. Golf=Klubs.
Schönbergs Prognoſe (Leutn v. Egan=Krieger), 2. Miß 1. Lauf, 10 Kilometer: 1. Rütt 12 Min. 45 Sek., 2. Berthaf
* Die vom 19. bis 22. Oktober ſtttfindenden Herbſt=
Fife (Leutn. Platen), 3. Oriſſa (Leutn. Graf Holck). Tot. 2 Längen, 3. Pawke 3 Längen, 4. Egg ½ Länge. 2. Laui
Wettſpiele des G. G. K. D ſind die erſten offenen Wett=
36:10; Pl. 19, 34110. Unpl.: Mark Gamp, Angola, Ju= 50 Kilometer: 1. Rütt 1 St. 6 Min. 36,4 Sek., 2. Egg Vock
ſpiele, die der noch junge Klub ausſchreibt; um ſo mehr
piter Leicht, 2½—3 Lg.-Hals. — Handikap der Drei= derradlänge, 3. Berthet 3 Längen, 4. Pawke, in vorletztet
iſt zu hoffen, daß günſtiges Wetter und rege Beteiligung
auch von auswärts zu einem guten Erfolg beitragen wer:jährigen; Ehrenpreis und 12000 Mark, Diſtanz 3200 Me= Runde aufgegeben. — Görnemann=Erinnerungsrennen
ter: 1. Prinz W. zu Schaumburg=Lippes Harzer (Streit), zwei Läufe 210 Kilometer. 1. Lauf: 1. Errleben 8:24,e
den. Der Platz iſt in guter Ordnung, beſonders trefflich
2. Polia (Weißhaupt), 3. Kaſſala (Theilen). Tot. 55.10; 2. Jenske 370 Meter, 3. Rocke 790 Meter, 4. Brummert 86ſ
ſind die Grüns, die auch von aus England kommenden
Pl. 21, 20, 33:10. Unpl.: Abdul (4), Strohblume, Freiheit, Meter zurück. 2. Lauf: 1. Erxleben 8225:3, 2. Brummen
Beſuchern als vielen dortigen Grüns ebenbürtig gerühmt Fröhliche Zeit, Carina, Waſſerrecht, Immo, Delila, Ha= 230 Meter, 3. Jenske 250 Meter, 4. Rocke 520 Meter zurüch
werden. Der Klub hat neuerdings den Golf=Lehrer Zim= panna, Paducha. Leicht, 1½—½Lg.—Hals. — Großer
mer gewonnen, der, bisher beim Golf=Klub Berlin tätig, Preis von Karlshorſt; Ehrenpreis und 45000 Mk., Diſtanz
durch das Entgegenkommen des genannten Klubs auf 6500 Meter: 1. Herrn G. Nettes The General (Herr W.
zwei Monate an Darmſtadt abgetreten wurde. Zimmer, Dodel), 2. Coram populo (Leutn. Braune), 3. Sea Lord
Luftfahrt.
der vor einiger Zeit in Danzig auch S. K. H. den Kron=
(Leutn. Knel). Tot. 26:10; Pl. 20, 27, 19110. Unpl.:
Vor=
sr. Der Sieg im italieniſchen
Waſſer=
prinzen unterrichtet hat, ſpielt erſtklaſſiges Golf und iſt wärts II (4), Little Ben (5), Georget (6), Journaliſte (7),flugzeugwettbewerb iſt überraſchenderweiſe der
ein trefflicher Lehrer.
Orſanko (8), Senſible Symons. Leicht. 4—6—2 Lg. —
Franzoſen Garros zugeſprochen worden, obwohl dieſe=
Was die Wettſpiele ſelbſt betrifft, ſo erhofft man Preis von Langenburg; 3000 Mark, Diſtanz 3200 Meter:
hei dem zweitägigen Fernfluge um den Großen Preis den
eine ſcharfe Konkurrenz um den Preis des Großherzogs;
1. Herrn W. Wenckes Partiſan (Wurſt), 2. Golconda (
Stü=
italieniſchen Seen am erſten Tage ausſchied und erſt am
die Mehrzahl der ſonſt noch als offen ausgeſchriebenen hing) 3. Hammerſchlag (Lommatzſch). Tot. 41:10; Pl. 16,
zweiten Tage als Erſatz für Morane einſprang. Wie be=
Spiele iſt nachträglich mit zweiten Preiſen ausgeſtattet
worden. — Nennungen für den Ehrenpreis des Groß= 22. 18110. Unpl.: Bora (4) Filmzauber, Quo vadis, Ver=richtet, hat der Deutſche Helmuth Hirth auf Albatros=, Rama, Parze, Jeune Elegante, Saltimbanque. Leicht, Waſſerflugzeug (Mercedes=Motor) in dem Fernflug die
herzogs ſind zum 17. Oktober, Nennungen für die übrigen 2—4—4 Lg. — Saint Mark=Jagdrennen; Ehrenpreis und
beſte Zeit erzielt, dann wurde er aber bei den weiteren
Spiele bis 6 Uhr nachmittags jedes Mal tags zuvor ein=
3500 Mark, Diſtanz 4200 Meter: 1. Herrn R. Schwarz' Prüfungen vom Mißgeſchick verfolgt. Die Jury entſchloß
zuſenden an Hofmarſchall=Amt, Darmſtadt.
Saint Mihiel (Herr Herfeldt) 2. Fourth of June (Leutn. ſich ſchließlich, die Diſtanzierung Helmuth Hirths auszus
Graf Holck), 3. Bulawayo (Leutn. Graf Saurma). Tot. ſprechen, weil er mit einem reparierten Apparat, der bei
* Fußball. Darmſtädter Fußballverein. 38:10; Pl. 16, 14, 19110. Unpl.: Diamond Hill (4). Peri= einem Probeflug beſchädigt worden war, weiter bei der
Am Sonntag trat die erſte Mannſchaft des D. F.=V. derphraſe, Reine du Jour, Tapage, Yamethen, Galbally (ge= Nebenwettbewerben in Konkurrenz trat. Falls hier ein
gleichen Mannſchaft des F.=K. Konkordia in Gernsheim fallen), Queens Kirk. Leicht. ¾—½—3 Lg. — Preis von Verſtoß gegen das Reglement vorliegt, ſo bleibt es ducks
zum erſten Verbandswettſpiele gegenüber und konnte mit Müncheberg: 6500 Mark Diſtanz 1400 Meter: 1. Fürſt zu unverſtändlich, wie gerade Garros der Sieg zugeſprochem
52 Toren ſiegreich zurückkehren.
Hohenlohe=Oehringens Goltz (Rice), 2. Winnie (Blades), werden konnte.
Wixhauſen, 13. Okt. Nach ſcharfem Kampf endete 3. Logarithmus (Hewitt). Tot. 36110; Pl. 13. 13, 15:10.
sr. Die Preiſe der Berliner Herbſt=
Flug=
das am Sonntag veranſtaltete Verbandsſpiel
desUnpl.: Mars la Tour (4), Oberſtwachtmeiſter, Magna, Ra= woche, die jetzt durch das Preisgericht zur Verteilung ge=
F. K. Union, 1. Mannſchaft, gegen Fußballverein Arheilgen venna, Teddy, Godulla C=Moll, Allerweltskerl. Sicher, langen, werden wie folgt verteilt: Thelen 6410.79 Mk.,
unentſchieden. Reſultat 2:2.
1—1½—1. Lg.
Rupp 5385,11, Laitſch 5300,20, Remus 2993,86, V. Stoeffleri
er Pferde=Rennen. Berlin. Jugend=Handikap;
Internationales Reiterturnier in Leip=2750,63, E. Stoeffler 2584.94, Stiploſchek 2514,04, Reiteten
6500 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Frhrn. S. A. von zig. 11. Okt. Damen=Preis (Jagdſpringen): 1.— Herrn 2250,08, Ingold 1738,92, Wrobel 1736,07, Janiſch 158715g
Oppenheims Mephiſto (Archibald), 2. Inder (Lane), A. Löwenſteins Collechio (Monſ. de Juge), 1.— Herrn Gruner 1355,19, Lindpaintner 1327,45, Kanitz 125193,
3. Orakel (Garrigan). Tot. 38:10, Pl. 16, 17, 23110. Unpl.: A. Löwenſteins Mon Joie (Monſ. Barraud), 1.— Herrn Schulz 1230,55 Röver 1227,32, Krieger 934,86, Fiedler=
Achilles (4), Waſſertropfen, Lichterloh, Nicolo, Santa Pa= Otto Kochs Bravo II (Herr P. Heil) — die beſte Zeit ent= 750,27, Schwandt 703,53, Kießling 558,93, Kammerer 5180f,
trieia, Achmed, Panter. Sehr ſicher 2—122— La.
ſchied für den Ehrenpreis zugunſten von Herrn P. Heil —.
Sablatnig 232,30, Kolmert 227,08, Schüler 99,00 undu
Römerhof=Handikap; 10 000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 4. Lt. von Scharfenbergs Bullock (Lt. Graf von Hohenau, Böhm 75,54 Mk.
1. Herrn W. Lindenſtaedts Au revoir (W. Plüſchke), 1. Kür.). 45 Teilnehmer. — Große Dreſſur=Prüſung:
sr. Ein bemerkenswerter Flugmit einen
2. Haarbuſch (Oleinik), 3. Doktor (Burns) Tot. 96:10, Oblt. Bürkners Romeo II (Beſ.), 2. Oblt. S. von Haugks Waſſerflugzeug der Flugzeugbaugeſellſchaft Friede
Pl. 36, 56, 67:10. Unpl.: Ninive (4), Metaſtaſio, Orkade, Nektar (Beſ.), 3. Hauptm. von Elerns Gordon Pride richshafen wurde von dem Flieger Ehrhardt auf dei
Orinoco, Animato, Baſalt II, Dichtung, Blue Darling, (Beſ.). Den Inländer=Preis erhielt Nektar. — Kronprinz Bodenſee ausgeführt. Ehrhardt blieb mit einem Doppl=
Chutbeh, Thermometer Perle, Teufelsmädel. Sehr ſicher Wilhelm=Preis (Hochſpringen): 1. Herrn S. Wolffs Clon=decker neueſter Konſtruktion ſieben Stunden in der Luft und
Hals—3—2½ Lg. — Preis der Winterfavoriten; Ehren= more (Herr Koch), 2. Herrn A. Löwenſteins Biskra, ſchuf damit einen neuen Rekord für Waſſerflugzeuge.
preis und 46 000 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Herrn von 3.—. Herrn Paul Heils Grey Lad, 3.— Kronprinz Wil= beabſichtigt, ſich mit der Maſchine um die 300000 Malk=
Weinbergs Orelio (F. Bullock), 2. Grazie (Burns), 3. Ariel helms Nancy, 3.— Herrn Otto Kochs Hubertus I, Preiſe der National=Flugſpende zu bewerben.
(Archibald). Tot. 3410 Pl. 21, 5110. Unpl.; Hoffnungs=3.1 Herrn A. Löwenſteins Gamin. 10 Teilnehmer.
ſtrahl (4), Hadſchar. Leicht 1½—2½ Lg. — Schlenderhan=
12. Okt Königspreis (Geländeritt, zirka 50 Kilometer,
Handikap; 10 000 Mark, Diſtanz 2400 Meter: 1. Mr. Bakers
Dreſſur=Prüfung, Konditions=Prüfung, Jagd=Springen):
Literariſches.
Blood Hrange (H. Teichmann), 2. Banderilla (W.
1. Rittm. v Oeſterleys R.=St. Pepita (Beſ.), 2. Oberleutn.
— Im Tenien=Verlag zu Leipzig erſchien die 2. Seite
Plüſchke), 3. Pirol (F. Bullock). Tot. 107110, Pl. 33, 32, Feldmanns F.=W. Quitt (Beſ.) 3. Rittm. Graf Bondes
27110. Unpl.: Mielleux (4), Witchwork, Mac Intyre, Saint brauner Wallach Emperor (Beſ.), 4. Oberleutn. Guy N.der mit großem Beifall aufgenommenen Tenien=
Maximin, Young Turk, Sideslip, Eau de Cologne. Sicher Reyntiens F.=W. Beau Soleil (Beſ.), 5. Leutn. Dreſſels Bücher zur Ausgabe. Dieſe 2. Folge zeigt wieder eine
23—3 Lg. — Frondeur=Rennen; 4000 Mark, Diſtanz braune Stute Mascotte III (Beſ.) 6. Rittm. V. Nyſſens” erſtaunliche Vielſeitigkeit und bringt neben kultur=hiſtorl==
3200 Meter: 1. Herrn Eſpenſchieds Miltiades (Buſch), braune Stute Sunriſe (Beſ.). 10 Konkurrenten. — Sach= ſchen Abhandlungen, intereſſante Goethe=Publikationei
.Perdita (Dyhr), 3. Spezi (E. Franke). Tot. 101410. Pl. ſen=Preis; Eignungs=Prüſung für Jagdpferde: 1. Oblt. Novellen beſter zeitgenöſſiſcher Autoren, Ueberſetzungen
5
23, 20. 18:10. Unpl.: Mainau II, Zobten, Jap, Singberg, von Haugs br. W. Alf (Beſ.), 2. Herrn A. Löwenſteins literariſch wertvoller Werke, Neudrucke und bibliophile
Flibuſtier. Leicht 1½—34—2 Lg. — Hürden=Handikav; hr. W. Kitchener (Monſ. Barraud). 3. Oblt. C. A. Corens Kurioſa. Jeder Band in ſolidem Einband koſtet 50 Pfg=
4000 Mark, Diſtanz 2900 Meter: 1. Herrn Utzſchneiders
br. W. Falken (Beſ.), 4. Rittm. a. D. Lückers br. St. Mary
Voie Lacte (Martin), 2. Coral Wave (Dyhr), 3. Gleam (Beſ.), 5. Herrn P. Heils Sch.=W. Grey Lad (Maior Will= Num
(OConnor). Tot. 75:10, Pl. 28, 43, 19110. Unpl.: Kale,
Guadalquivier, Balagan, Haematite Sturmwind, Eri= mer), 6. Major a. D. v. Kriegers F.=W. Roy (Oblt. Birk=
Ihe Kagbu. 3a
euſa, Optimiſt, Fabian Way, Alibi, Shannon Lad, Diron, ner). 16 Konkurrenten.
schon lange darüber nach, wie ich es Ihnen
sr. Radrennen. Straßburg i. E. 10 Kilometer=
Ruby, Mac Kie. Leicht 1½ Lg.-Hals—4 Lg. —
Marien=
beibringen soll dass Sie gegen Erkältungen
burg=Jagd=Rennen; 4000 Mark, Diſtanz 3000 Meter: Rennen: 1. Böſchlin 8 Minuten 7 Sekunden, 2. Goor 390
nicht erst dann etwas tun, wenn es zu 5nät
K
ist. Hiaten Sie doch Ständig
1. Herrn von Bennigſens Der kleine Bär (Buſch), 2. Saint Meter 3. Gruber 2050 Meter, 4. Hedſpath. — Meiſterſchaft
E-
Sabina (Hammer), 3. Nicht doch (R. Francke). Tot. 54:10, von Straßburg, 40 Kilometer in zwei Läufen; 1. Lauf,
Lutol=Bonbons!
Pl. 28, 37. 46:10. Unpl.: Amfel, Importe, Iren, Friſch, 20 Kilometer: 1. Böſchlin 1638, 2. Goor 50 Meter, 3. Gru= IIſ (2,
im Hause! Früh genug genommen, können
(grd
ber 1670 Meter, 4. Hedſpath 2850 Meter zurück. 2. Lauf,
Marokko (4). Sicher ¾ Lg.-Hals—1 Lg.
Sie manchen lästigen Katarrh dadurch vel
Deutſcher Sieg im Großen Preis von 20 Kilometer: 1. Böſchlin 15 Minuten 33 Sekunden,
häten. „Eutol-Bonbons- sind jetzt in Blech
Stt
ur 30 Pfg.
Adosen verpackt und
Karlshorſt. Preis von Wartenberg; 3000 Mark. Diſt. 2. Goor 30 Meter, 3. Gruber 3350 Meter, 4. Hedſpath 3520
sten
, Ko
enn oft gei
Aehten Se aut die geschützte Karkte .9
3200 Meter: 1. Geſtüt Stiebitz’ Bob (Prater), 2. Scherz! Meter zurück. — Flieger=Hauptfahren: 1. Rudel, 2.
Tade=
wird man ihnen minderwertige Bonbohs dafür anbieteſ. —1
Malfahren: 1. Rudel, 2. Tadewald. — Tandem=
(Friedrich), 3. Margarete (Wurſt). Tot. 224.10, Pl. 55, wald.
11,21440
90, 55110. Unpl.: Mansfeld (4) Mahargja, Marlok, Da= Hauptfahren: 1. Knapp=Ulrich, 2. Rudel=Tadewald.
Wir atmen mit der Haut.
Haufatmung ist genau so wichtig wie Lungenatmung. — Eine vernachlässigte Haut hat
verstopfte Poren, sie kann nicht atmen und wird welk, faltig, gelb oder grau. Gestörte
Preis 50 Pfg.; 3 Stck. M 1.40. — In
Hautatmung ist die Ursache einer grossen Reihe von Krankheiten und krankhaften
Zu-
allen einschlägigen Geschäften erhältlich.
ständen, sie ist auch der ärgste Schönheitsfeind. Wasser allein reinigt die Haut nicht.
Alleiniger Fabrikant:
Schlechte Seife verdirbt sie und wirkt schaden- statt nutzenbringend. Ein Bad mit
Ferd. Mülhens,
A.—7.
Köln a. Rh.
Lecina-Seife ist ein Gesundheits- und Schönheitsbad. Sie reinigt, öffnet die Poren,
Hire
(Gegr. 1792).
belebt durch ihren Gehalt an nervenerfrischendem ‟Lecithin, gibt bei
dauerndem Gebrauch der erschlafften Haut ihre Elastizität wieder und
stellt so die gestörte Atmung wieder her.
ſcchascbe
(6S