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176. Jahrgang
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 242.
Sonntag, den 12. Oktober.
1913.
Die heutige Nummer hat 28 Seiten, greß für internationale Verſtändigung ſich der Kongreß für den Bau eines interozeaniſchen
Ka=
gefolgt. Unter den Teilnehmern ſind wohlmeinende Leute, nals auf Koſten der Union entſchieden hatte. Lange
und da der Gang der Verhandlungen über die Wehrvor= ſchwankte die Entſcheidung zwiſchen den beiden Wegen,
lage gezeigt hat, daß die öffentliche Meinung Deutſchlands
Das wichtigſte vom Tage.
vor einer vertrauensſeligen Beurteilung der internationa= bis die Panamageſellſchaft ihre Forderung ſehr ermäßigte
len Lage geſchützt iſt, darf von einer Kritik jenes Kongrei= und damit der Weg durch Nicgragua aufgegeben wurde.
Der Reichskanzler iſt geſtern in Berlin wieder ſes abgeſehen werden. Ungleich wichtiger waren die Ver=Es kam nun im Januar 1903 zwiſchen den Vereinigten
eingetroffen.
handlungen des preußiſchen Städtetages, deſſen Staaten und Kolumbien ein Vertrag zuſtande, der der
Bei der Reichstagserſatzwahl in Dresden= hier nur in aller Kürze gedacht werden kann.
Die brennende Tagesfrage, die welfiſche, bean= Union die Uebernahme und den Ausbau des Panama=
Neuſtadt wurde der ſozialdemokratiſche Kandidat
Buck gewählt.
ſprucht nach wie vor den erſten Platz in der öffentlichen kanals übertrug. Um freiere Hand zu haben, brachte es
Im Reſidenzſchloſſe zu Oldenburg brach am Erörterung. Ein Wolffſches Telegramm über die Trag= die Waſhingtoner Regierung fertig, daß Panama, welches
Freitag abend ein Brand aus. Die Bibliothek und
weite des Fahneneides, den Prinz Ernſt Auguſt geleiſtet bis dahin eine Provinz Kolumbiens geweſen war, zur
hat, war augenſcheinlich darauf berechnet, die erſehnte
die wertvollen Sammlungen wurden gerettet.
Wendung” in dem Urteil über die Berliner Welfenpolitik ſelbſtändigen Republik wurde, aber natürlich nach der
Das franzöſiſche Geſchwader mit dem Präſi= herbeizuführen. Der Herr Reichskanzler, der vielleicht in Pfeife der großen Union tanzen mußte.
denten Poincaré iſt am Freitag von Carta= der Vorfreude über einen ſolchen Erfolg auf dem hiſtori=
Wegen der enormen Schwierigkeiten hat der Bau doch
gena nach Frankreich wieder abgefahren.
ſchen Münchener Rummel bei Vier und Wurſt den Ver=noch zehn Jahre erfordert. Ende Mai dieſes Jahres er=
Der Dampfer Volturno” der Cunard=Linie iſt am gnügten markierte, hat ſich hierin wieder einmal gründ=
* Oktober auf dem Wege nach Rotterdam auf offenem lich getäuſcht. Von der Zentrumspreſſe, die triumphierend folgte der letzte Durchſtich auf der Pacifie=Seite und die
Meere in Brand geraten. Es ſollen viele Men= des Sieges der Zentrumspolitik in der braunſchweigiſchen Fertigſtellung des Betonbaues für die ſechs Schleuſen,
ſchen umgekommen ſein.
Angelegenheit harrt, und einigen anderen Zeitungen ab= womit der Bau vor ſeinem Ende zu ſtehen ſchien, aber die
Auf offenem Meere wurde eine große Anzahl geſehen, die im braunſchweigiſchen Handel mehr oder we= Erdrutſchungen, die oftmals viele Tauſende von Kubik=
Fiſcherboote von einem plötzlichen Sturme niger durchſichtig offiziöſe Politik machen, blieben ſich die
überraſcht. Rettungsdampfer
retteten viele. führenden Organe der übrigen bürgerlichen Parteien da= metern in Bewegung ſetzten, verlangſamten die Arbeit
Zwölf Fiſcher werden vermißt, ſie ſind offenbar rin einig daß trotz des Wolffſchen Telegramms kein Grund und machten neue Dämme und Sicherungen nötig, bis am
ertrunken.
zur Aufhebung des bekannten Bundesratsbeſchluſſes ge=31. Auguſt am Stillen Ozean die letzte Barriere fallen
Aluf der Station Bjelzi brennen ſeit geſtern die geben ſei, weil der unzweideutige Verzicht des Prinzen konnte. Mit der Beſeitigung derjenigen vom Atlantiſchen
Depots der Ruſſiſchen Handels= und auf Hannover auch jetzt vorenthalten werde. In dieſer
Induſtrie=Bank. Der Schaden wird auf über Anſicht kann die ungeheuerliche Haltung der eumberlän= Ozean hatte man am 2. September begonnen.
Die Kanalpolitik der Vereinigten Staaten hat ſchon
400 000 Rubel geſchätzt.
diſch=offiziöſen Deutſchen Volkszeitung nur beſtärken. Denn
Die. Sprengung des Gamboadammes, der ſie ſtraft die allgemeine Erwartung Lügen, daß das lange das Ausland, insbeſondere auch Europa, intereſſiert.
letzten die beiden Meere trennenden Schranke des Pa=Wolffſche Telegramm mindeſtens auch gegen die vom ge= In Waſhington hätte man gern Amerika alle möglichen
namakanals, iſt auf elektriſchem Wege am Freitag ſamten Welfentum vertretene Abſchwächung des
Fahnen=
eides gerichtet ſei, indem ſie ausſtreut: jene Kundgebung Sondervorrechte verſchafft, aber ſchließlich iſt nur der
ame=
durch den Präſidenten Wilſon glücklich erfolgt.
ſei gegen die nationale „Hetzpreſſe” gerichtet. Einer ſol= rikaniſchen Küſtenſchiffahrt freie Benutzung des Kanals
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 8.
chen Deutung, die das eumberländiſch=offiziöſe Blatt ſelbſt= bewilligt worden, während man den Schiffen der
Eiſen=
verſtändlich im Einvernehmen mit Gmunden veröffent= bahngeſellſchaften das Paſſieren des Kanals verboten hat.
lichte, ließ der Wortlaut des Wolfſſchen Telegramms den
notwendigen Spielraum. Da aber dieſes Telegramm aus=f Sonſt ſollen alle Nationen auf dem Kanal gleiche
Behand=
drücklich auf ſeinen Gmundener Urſprung anſpielt, beſteht lung erfahren, ſo lange ſie die von den Vereinigten Staa=
Politiſche Wochenſchau.
ſein Hauptwert darin, die Hinterhaltigkeit des Welfen= ten aufgeſtellten Grundſätze beobachten. Die Union wird
Die Franzoſen haben die ſpaniſche Suppe ſpiels von neuem zu beleuchten.
natürlich den größten Nutzen von der neuen Waſſerſtraße
teißer gegeſſen, als ſie in Madrid beim Beſuch des
Präſi=
haben, aber auch für Europa bietet letztere große Vorteile,
tenten Poinears gekocht worden iſt. Denn die geſpreizten
Phraſen, von denen die Trinkſprüche beider
Staatsober=
ſie kürzt den Seeweg nach der Weſtküſte Amerikas erheblich
häupter trieften, können nicht die Tatſache verbergen daß Zur Vollendung des
Panama=
ab und ſchafft, wie ſchon eingangs geſagt, eine neue direkte
die franzöſiſch=ſpaniſchen Verträge, die die Pariſer Preſſe
Verbindung nach Oſtaſien. Inwieweit der Kanal die in ihn
kanals.
antſcheinend ſchon in der Taſche hatte, einſtweilen nicht zum
geſetzten Erwartungen erfüllt, muß die Erfahrung lehren.
Abſchluß gelangt ſind. Was anſtatt ihrer, dem Temps
* Präſident Wilſon hat am Freitag nachmittag vom
zufolge, ſich ergab, nämlich ein grundſätzliches, herzliches
Die Eröffnung iſt bekanntlich einem ſpäteren Zeitpunkt
Weißen Hauſe aus mittels elektriſchen Stromes die letzte
Ginvernehmen und ein Meinungsaustauſch über das
Ma=
vorbehalten.
riekkoproblem im allgemeinen, ſowie über das Statut von Schicht, welche die beiden Weltmeere, die der Panamakanal
Danger im beſonderen iſt doch ſehr weit von einem Bünd= verbinden ſoll, noch trennte, in Trümmer gelegt, womit das
ues oder einem Militärabkommen entfernt. Der magere gewaltige Werk, eines der großartigſten, das der Menſch
Die franzöſiſch=ſaniſche
Ertrag der Madrider Reiſe des Präſidenten Poincaré
be=
deutet jedoch umgekehrt durchaus keine Zukunftshoffnung geſchaffen hat, vollendet worden iſt. Die Waſſer des At=
Entente.
für das Deutſche Reich. Die wirtſchaftlichen Fäden zwi= lantie und Pacific fließen nun ineinander, dem
Weltver=
ſchen Spanien und Frankreich ſind ſo alt und feſt, daß ſie kehr iſt ein neuer Weg geöffnet worden, dem Handel iſt
* Nach dem Beſuche des Präſidenten Poincaré beim
untgemein günſtäge Vorbedingungen für kine politiſche die Bahn frei vom Weſten Europas in ununterbrochener König von Spanien vereinbarten der ſpaniſche Mi=
Amnäherung der zwei Staaten bilden, und da
Deutſch=
fland nicht in der Lage iſt auf der Pyrenäenhalbinſel dee Fahrt bis zur Weſtküſte Amerikas und weiter bis zum niſterpräſident, der ſpaniſche Miniſter des Aeußern
von Frankreich geſpielte Rolle des Geldgebers zu über= Oſten Aſiens. Ein Ereignis alſo, deſſen große Bedeutung und der franzöſiſche Miniſter des Aeußern
nehmen, muß fortdauernd mit einem gewiſſen Anſchluß klar vor Augen liegt.
folgendes Communiqué übereinſtimmend:
dur Madrider Regierung an Frankreich gerechnet werden.
Bekanntlich hat der Panamakanal eine lange Leidens=
Die Unterhaltungen zwiſchen Romanones, Munoz
Aöber ſich vertragsmäßig an Paris zu ketten, und hiermit
eimen Trumpf aus der Hand zu geben, dazu liegt ſur Spa= geſchichte hinter ſich. Der Plan ſeines Baues entſtand bald und Pichon erſtreckten ſich auf alle politiſchen,
wirtſchaft=
nden kein Grund vor. Unter dieſem Geſichtspunkt hat die nach der Eröffnung des Suezkanals (1869). Nachdem ſich lichen und Handelsfragen, welche Frankreich und Spanien
Mariſer Preſſe dem Quai d’Orſay raſch verwelkte Vor=1876 in Paris eine internationale Geſellſchaft für den Bau intereſſieren. Sie erlaubten ſich die Feſtſtellung
voll=
lſch ußlorbeeren geſpendet.
eines interozeaniſchen Kanals konſtituiert hatte, erhieltkommener Uebereinſtimmung in den An=
Kriegeriſche Lorbeeren zu pflücken, iſt den aufſtän= dieſe zwei Jahre ſpäter von der kolumbiſchen Regierung ſchauungen der Vertreter der beiden Länder. Ihre
Po=
diſchen Albaniern auch in der abgelaufenen Woche
lncht beſchieden geweſen. Daran ändern die Wiener Mel= die Erlaubnis zum Bau. 1879 tagte in Paris ein von litik in Afrika und Europa entwickelt ſich gemäß
Pdungen nichts, die von einer tiefgehenden= Kriegsmüdig= Ferdinand de Leſſeps, dem Erbauer des Suezkanals, ein= den Grundſätzen, wie ſie in den Uebereinkommen von
liett des ſerbiſchen Heeres erzählen. Ob es unter ſolchen berufener, von engliſchen, amerikaniſchen, deutſchen und 1904, 1907 und 1912 niedergelegt ſind, und läßt ſich mehr
umſtänden zu einem nennenswerten Eindringen ſerbiſcher hauptſächlich franzöſiſchen Teilnehmern beſuchter Kongreß, leiten von den Gefühlen der Entente und herzlicher
n uppen in albaniſches Gebiet kommt, erſcheint ſo
zwei=
ellhaft, daß aus diefem Winkel der Balkanhalbinſel fürs der die geeignetſte Strecke und die beſte Bauart für den Freundſchaft, welche ſowohl den Intereſſen wie auch den
rite kaum eine internationale Beunruhigung hervorgehen Kanal bezeichnen ſollte und ſich für einen auf gleicher Höhe Beſtrebungen und Bedürfniſſen der beiden Völker
ent=
wvird. Ungeklärt iſt immer noch das türkiſch=grie= mit dem Meeresſpiegel durch die Landenge von Panama ſprechen. Dieſe Grundſätze werden eine ganz natürliche
Uhlſche Verhältnis. Auch dieſes indeſſen zeigt ſich zu bauenden Kanal entſchied. Daraufhin wurde die Pa= Anwendung finden ſowohl in der allgemeinen Politik der
In freundlicherem Lichte, da zu Athen die diplomatiſchen
Varhandlungen wieder aufgenommen wurden. Beſtätigt namakanal=Geſellſchaft gebildet und Leſſeps zum Vor= Regierungen von Paris und Madrid, wie in beſonderen
liche vollends die Nachricht, daß der Sultan die Abrüſtung ſitzenden ernannt. Die Kapitalsbeſchaffung — Leſſeps hatte Fragen, die ſich an das Werk anknüpfen, das ſie in
Ma=
ſſeintes Heeres anordnete dann darf mit einer friedlichen die Koſten auf 658 Millionen Francs veranſchlagt
rokko vollenden.
oſung des türkiſch=griechiſchen Haders gerechnet werden. machte einige Schwierigkeiten, doch konnte ſich die Geſell=
Gegenüber der von einem Teile der öffentlichen
Mei=
earmutlich wollte Griechenland über die Aegäiſchen Inſeln
llicht unmittelbar mit der Pforte verhandeln, ſondern es ſchaft Anfang 1881 rechtsgültig konſtituieren, worauf die nung ausgeſprochenen Beſorgnis, daß Spanien durch
ei der Entſcheidung der Mächte bewenden laſſen. Schloß Vorarbeiten begannen. Der Kanal ſollte von Colon bis eine Entente mit Frankreich gezwungen ſein könnte, ſeine
ch die Pforte dieſer Auffaſſung an, dann hat ſie Grund, zum Hafen von Panama laufen und 74 Kilometer lang Rüſtungen zu vermehren, führt der Liberal aus,
Auf dem Gebiet der übrigen Streitpunkte ein Entgegen= ſein. Es zeigte ſich bald, daß der Kanal ohne Schleuſen daß Ententen und ſelbſt Bündniſſe keineswegs
notwen=
himmen Gricchenlands zu erwarten.
Wie im nahen, ſo iſt auch im fernen Oſten die po= mit den vorhandenen Mitteln und in der vorgeſehenen Zeit digerweiſe ein offenſives oder defenſives Vorgehen nach
tiſche Lage freundlicher geworden. Die Wahl Juan= von acht Jahren nicht fertiggeſtellt werden konnte, der Plan ſich ziehen müßten. Dafür biete die Neu ralität Frankreichs
hikais zum Präſidenten Chinas wurde von den Mächten wurde deshalb umgeändert. Ueberhaupt gab die Leitung im ruſſiſch=japaniſchen Kriege ein Beiſpiel.
Ueber die Bedeutung der Reiſe des
Präſi=
bfort mit der Anerkennung der chineſiſchen Republik be= der Geſchäfte und der Arbeiten zu einer beiſpielloſen
Kor=
nwortet. Damit hat das Anſehen der Pekinger
Zentral=
ruption Anlaß, die dem Namen „Panama” einen ſehrdenten Poincaré erklärte der Miniſter Pichon in
walt eine Kräftigung erfahren, die um ſo ſchwerer wiegt,
ſie die Vorbedingung einer weiteren finanziellen Un= zweifelhaften Ruf verſchafft hat. Nach achtjährigem Bau Cartagena einem Berichterſtatter u. a.:
Die Madrider Reiſe des Präſidenten, welche ſich an
rſützung Chinas bildet. Der internationale verkrachte die Geſellſchaft, viele Millionen waren unrettbar
Idmarkt zeigt freilich immer noch eine ſo ſtarke verloren, weil unendlich liederlich gewirtſchaftet worden die Londoner Reiſe anſchloß, ſowie die von König
nf pannung, daß die Befriedigung des chineſiſchen Geld= war. Im Herbſt 1894 bildete ſich eine neue Panamageſell= Georg V. veranlaßte Entſendung eines Kriegsſchiffes nach
Cartagena ſind neue Beweiſe für die engen
freundſchaft=
daarfs keine leichte Sache ſein wird. Hat ſich doch die
amk von England zur Erhöbung ihres Diskontſatzes ge= ſchaft, die in alle Rechte der alten eintrat, und vier Jahre lichen Beziehungen, welche in der gleichen friedfertigen
i gt geſehen Das iſt eine Maßregel, die die Hoffnung, lang wurde dann weiter gebaut, bis ſich eine neue Schwie= Abſicht England, Spanien und Frankreich
ver=
einigen. Der allgemeine Frieden Europas kann daraus
iſere Reichsbank werde ihren Zinsſatz ermäßigen, für rigkeit erhob.
In den Vereinigten Staaten machte ſich eine Be= gewiß nur Nutzen ziehen. Was die beſonderen Intereſſen
e nächſte Zeit als illuſoriſch erweiſen muß.
Frankreichs anbelangt, ſo ſind ſie zu offenkundig mit dieſer
Dem Beginn der Verwirklichung unſerer neuen
Mili=
ttvorlage iſt auf deutſchem Boden ſehr bald ein Kon= wegung zugunſten des Nicaraguakanals geltend, nachdem Politik verkpüvit, als daß es notwendig wäre, ſie eigens
Seite 2.
Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 12. Oktober 1913.
hewvorzuheben. — Nehrere Vläter erörtern mit kebbaſter
Die Fleiſchenqustekommiſſion. Die ſin der brilſchen Flote beſtehenden Perſonalmangel charegt=
Befriedigung die auf dem „Diderot” ausgebrachten Trink= Kommiſſion zur Prüfung der Verhältniſſe im Vieh= und teriſtiſch.
ſprüche und das Communiqué über die Bedeutung der
Japan.
Zuſammenkunft Poincarés mit König Alfons. — Das Fleiſchhandel iſt, wie wir hören, zum 28. ds. Mts. zu einer
Journal ſchreibt: Am bemerkenswerteſten in dieſen Sitzung eingeladen. Es wird ihr das Ergebnis der Ver=
Der Konflikt mit China. Das Auswärtige
Togſten iſt die Anſpielung auf die Gemeinſamkeit der In= nehmungen von 180 Sachverſtändigen, das inzwiſchen im Amt hat ein Communiqué über die Verhandlungen mitt
tereſſen Frankreichs und Spaniens im Mittelmeer. Ganz Reichsamt des Innern zu einer ſyſtematiſchen Zuſammen= China, betreffend die Vorkommniſſe in Hankau, Yentſchan
beſonders auf dieſem Gebiete wird ſich die Ausdehnung
des herzlichen Einvernehmens auf die allgemeine Politik ſtellung verwertet iſt, unterbreitet werden. Die Kommiſ= und Nanking, veröffentlicht. In der Nankinger
Ange=
bekunden. In der Frage des Mittelmeergleichgewichts ſion ſteht unter dem Vorſitz des Staatsſekretärs des In=legenheit ſeien die Hauptforderungen erfüllt worden. Nur
ſchließt ſich Spanien öffentlich der franzöſiſch=engliſchen nern Delbrück, ihr gehören 30 Mitglieder aus den ver= auf eine Bedingung ſei China nicht eingegangen. Es ſei
Gruppe an. Es gehorcht damit ſeinen Sympathien, ſeinen
Intereſſen und der Notwendigkeit. Dieſer Verhindungs= ſchiedenen Intereſſentengruppen, der Landwirtſchaft, des jedoch noch nicht an der Zeit, mitzuteilen, worin dieſe
Be=
ſtrich zwiſchen Gibraltar und Toulon war unabweislich. Viehhandels und des Fleiſchergewerbes, ſowie Parla=dingung beſtanden habe. Man nimmt insbeſondere an,
Aehnlich meint der Excelſior: Die Flottenkund= mentarier und Vertreter der Kommunalverwaltungen an. daß Japan die Entlaſſung Tſchanghſüens gefordert habe,
gebung von Cartagena bedeutet den öffentlich gültigen Pakt Die Kommiſſion wird zu beſchließen haben, welche Vor= der Nanking eroberte und jetzt Gouverneur von Kiangſu iſt.
einer Tripelentente im Mittelmeer, die, wenn ſie auch
nicht in diplomatiſchen Aktenſtücken verzeichnet iſt, doch ſchläge etwa zur Abſtellung vorhandener Mißſtände im
Ehina.
darum nicht weniger Kraft und Anfehen haben wird=
Vieh= und Fleiſchhandel zu machen ſind. Sie wird ferner=
Die Amtseinführung des Präſidentem
Die Petite Republique ſchreibt: Wir wiſſen nun= hin entſcheiden, ob es angebracht erſcheint, die Gutachten
mehr, daß die Entente nicht bloß in Marokko, ſondern auch der Sachverſtändigen zu veröffentlichen=
Juanſchikai ging im Taiho=Palaſt vor ſich. In ſeiner
in Europa in der allgemeinen Politik der beiden Re=
Antrittsrede hob der Präſident hervor, daß er eine feſte
gierungen ihre Anwendung finden wird — Die Lan=
Neue Hundertmarkſcheine. Die Abſicht und ſtetige Politik führen werde. Er erklärte dann, das
terne ſchreibt: Wird Deutſchland die Weisheit beſitzen,
dieſes unvermeidliche Ereignis ohne Rekriminationen des Reichsſchatzamtes, neue Hundertmarkſcheine herzuſtel= erſte Prinzip der Regierung ſei, eine klare Definition den
hinzunehmen? Wir hoffen es. Wenn Deutſchland len, hat in allen Kreiſen von Handel und Verkehr Anklang Bekanntmachungen und Rechtsgrundſätze herzuſtellen und
ſich darüber ärgern ſollte hat es Unrecht.
Der und Zuſtimmung gefunden. In dieſen Kreiſen herrſcht die Erhaltung der öffentlichen Ordnung und danach ein=
Petit Pariſien ſchreibt: Soll dieſe Ueberein= der Wunſch, die neuen Scheine erſt in Beſtellung zu geben, zugehen auf die Erforderniſſe der Zeit und der
Umſtände=
ſtimmung der Anſichten über die allgemeine und
marokka=
niſche Politik unverzüglich durch Schriftſtücke beſiegelt wer= wenn ſie von Sachverſtändigen begutachtet worden ſind. Er trete für den Fortſchritt ein; extreme radikale
Metho=
den? Wir glauben dieſes nicht. In dieſer Hinſicht ſind Für die neuen Hundertmarkſcheine iſt folgendes zu be= den begünſtige er nicht, ſei jedoch zu einer Politik
ſchritt=
auf beiden Seiten Vorbehalte geltend gemacht, aber es ſteht achten: Das Format muß ſich dem alten nähern, kann weiſer Reformen entſchloſſen. Kapital und Unterricht,
be=
außer Zweifel, daß man beiderſeits nach einem engen Ein= aber auch den engliſchen Banknoten nachgebildet werden. ſonders auf techniſchem Gebiete, ſei für die Erſchließung
vernehmen ſtrebt.
Das Papier muß feſt und haltbar ſein und nicht bei mehr= Chinas von Wichtigkeit. Beim Empfang des diplomas
maligem Kniffen ſchon brechen. Schließlich möge man tiſchen Korps hielt der Doyen, der ſpaniſche Geſandte Pa=
Deutſches Reich.
auch von zu überreichen Zeichnungen und Bildern auf den ſtor, eine Rede, in der er Juanſchikai die Glückwünſche der=
— Bei der Reichstagserſatzwahl im neuen Scheinen abſehen und in dieſem Punkte dem eng= fremden Vertreter überbrachte und der Ueberzeugung Auss
Wahlkreis Dresden=Neuſtadt erhielten Dr. liſchen Beiſpiele nacheifern. Die engliſche Banknote iſt ein druck verlieh, daß die auswärtigen Beziehungen Chings=
Hartmann (konſ.) 14 190, Dr. Klöppel (Fortſchr. Volkspt.) Scheck ohne jede Zeichnung, trotzdem iſt dieſer Scheck ſo unter der Präſidentſchaft Juanſchikais noch herzlicher wers
11024 und Buck (Soz.) 31150 Stimmen. Buck iſt ge=eigenartig zuſammengeſtellt, namentlich hinſichtlich des den würden. Der Geſandte fügte hinzu, daß die
genaue=
wählt. Bei der allgemeinen Wahl im Jahre 1912 wurde Papieres, daß eine Nachahmung äußerſt ſchwierig iſt. Ehe Beobachtung der Verträge und Gebräuche nicht nur die
der Sozialdemokrat Kaden ebenfalls im erſten Wahlgang alſo die Entſcheidung fällt, laſſe man die öffentliche Mei= Freiheit Chinas und die Stabilität der Republik, ſonder
gewählt. Für ihn wurden damals 31640 Stimmen ab= nung ſprechen, man wird vor Enttäuſchungen bewahrt auch die Erſchließung des Reichtums Chinas ſichere.
gegeben, während auf Wetzlich (D. Refp.) 13893, auf bleiben. Das gleiche gilt ſpäter für die Neuausgabe von der Erwiderung auf die Anſprache des Geſandten ga
Klöppel (Fortſchr. Volkspt.) 12363 und auf den Zähl= Zehnmarkſcheinen.
Juanſchikai die ſchon geſtern mitgeteilte Erklärung ab.
kandidaten des Zentrums, Erzberger, 677 Stimmen ent=
Vereitelter Anſchlag gegen den Präſis
Ausland.
fielen. Wahlberechtigt waren ſeinerzeit 65 296. Die
So=
denten. Der Chef der berittenen Polizei, Chen, iſt an
England.
zialdemokratie zählt dieſen Wahlkreis zu ihrem ſicheren
Mittwoch in Peking verhaftet worden. Bei der Durch=
Beſitz.
Der Perſonalmangel in der engliſchen ſuchung ſeiner Wohnung wurden eine große Anzahl Wer=
— Zum Zuſammentritt des Reichstages. Flotte. Maritime Fachblätter Englands und engliſche papiere gefunden. Chen hat eingeſtanden, daß die
Ueber die nächſte Sitzung des Reichstages, der bis zum Tageszeitungen haben letzthin eine Anzahl Mitteilungen bellen des Südens ihn beſtochen hätten, heute einen Morde
20. November ds. Js. vertagt iſt, ſind Beſtimmungen noch veröffentlicht, die den in der britiſchen Flotte herrſchenden verſuch auf Juanſchikai zu unternehmen. Chen wards
nicht getroffen. Vor dem 20. November kann eine Sitzung Perſonalmangel veranſchaulichen. Dieſes gilt vor allem durch in Verdacht geraten, daß er verſuchte, ſich fürdie
nicht ſtattfinden, es iſt aber möglich, daß die nächſte Sitzung für das Seeoffizierkorps. So hat Naval and Military Feierlichkeiten einen Platz in der Nähe Juanſchikais
erſt am 25. November ſtattfindet. Der 19. November iſt Record berichtet, daß die Admiralität Anſtrengungen ſichern.
*
Buß= und Bettag, ein Zuſammentritt am 20. November iſt mache, die Zahl der zum aktiven Dienſt eintretenden
Re=
deshalb nicht ſehr wahrſcheinlich. Der Etat dürfte dem ſerveoffiziere, die auf einer supplementary lyst geführt
Die neue franzöſiſche Uniform.
Reichstage auch erſt in der letzten Novemberwoche vor= werden, zu erhöhen. Der Standard berichtete ſeinerſats, franzöſiſche Kriegsminiſter hat nunmehr die Entſcheidung
gelegt werden können. Die Anberaumung der nächſten daß die Kadetten des Privatſchulſchiffes „Merſey” der über das Tuch der neuen franzöſiſchen Armeeuniforme
Sitzung ſteht dem Präſidenten zu, ſie dürfte wohl frühe= White Star Line nach einer Reiſe nach Auſtralien ein fällt: die „Trikolorenuniform” iſt geſichert Das Tuch ilt
Jahr als „probationary midshipman” in der königlichen ein zartes, zum Grau hinüberſpielendes Blau, iſt in ſellen
ſtens Ende Oktober erfolgen.
Faſerung ſozuſagen „durchädert‟. Darüber erſcheine
— Das deutſch=franzöſiſche Luftſchiff=Flottenreſerve dienen könnten und dieſes Jahr als See= damit die dritte Farbe der Nationalfarbe nicht fehle
ahkommen. Der Miniſter der öffentlichen Arbeiten fahrtszeit angerechnet bekämen. Die gleiche Behandlung in feinen Punktlinien dünne rote Streifen. Von nahe
gibt in einer amtlichen Note bekannt, daß er die ſtändige ſoll, laut dem Naval and Military Record den Kadetten ſehen, fällt das Rot kaum ins Auge, auf die Entfernmſt
wirkt es als ein gedämpftes Rot, und ſo erfüllt dieſet
Luftſchiffahrtskommiſſion für den 15. Oktober einberufen eines Privatſchulſchiffes der Firma Devitte & Moore zu= Stoff die Wünſche der Parteigänger des traditionellen
habe, um deren Anſicht über die vom Generalſtabe und teil werden. Was den Mannſchaftsmangel anbetrifft, iſt Rots und zugleich die Forderung einer
verringertenSich=
ſeinem Miniſterium ausgearbeitete Karte der verbotenen zunächſt eine Mitteilung der Morning Poſt bemerkenswert. barkeit im Gelände.
* Fürſt Katſura, der bedeutendſte japaniſche
Luftzonen einzuholen. Dieſe Karte werde ſodann der Darnach mußten, um die nötigen Mannſchaften für das
Staatsmann der Gegenwart, der am Freitag geſtorben
deutſchen Regierung übermittelt werden. In der Note! Linienſchiff „Audacious” verfügbar zu machen, ausgebil= wurde im Jahre 1847 in Choshu geboren. Im Jahre 895
wird ferner erklärt, daß die franzöſiſche Regierung ſchon dete Mannſchaften von Hafenſchiffen abgelöſt und hier wurde er Baron, im Jahre 1902 Graf. 1907 Marauis und
vor dem Abſchluß des deutſch=franzöſiſchen Luftſchiffabkom= durch Schiffsjungen erſetzt werden. Des weiteren ver= 1909 Fürſt. Er war Ritter der höchſten japaniſchen Orden,
mens einen Kartenentwurf der für die Luftſchiffahrt ver= zeichnet Weſtern Daily Mercoury die Tatſache, daß infolge In den Jahren 1875 bis 1878 war er als Maſor Milliä
attaché in Berlin, dann kam er als Kabinettsſekretär in
botenen Zonen vorbereitet hatte, daß ſie dieſe Frage jedoch von Deſertionen auf dem nach den Bermudas gehenden den Generalſtab, im Jahre 1882 wurde er Oberſt undbe
infolge der von der deutſchen Regierung überreichten Luft= vierten Kreuzergeſchwader zwar 40 Mann fehlten, die Be= gleitete 1883 bis 1885 den Feldmarſchall=Kriegsminiſter
ſchiffahrtskarte der verbotenen Zonen einer neuen Prüfung ſatzung jedoch trotzdem nicht aufgefüllt wurde. Solche Vor= Oyama auf ſeiner militäriſchen Studienreiſe ins Ausle
Von 1886 bis 1891 war er Vizekriegsminiſter. 1890 würde
unterziehen mußte.
gänge und die oben erwähnten Maßnahmen ſind für den er Generalleutnant und erhielt die Nagoya=Diviſion,die
Blickſt du aber auch die hohe, majeſtätiſche Geſtalt im
Feuilleton.
Vor Böcklins „„Inſel der Toten‟. weißen, langwallenden Gewande? Stumm und ſtarr ſteht
ſie vor dem mit Blumen geſchmückten Sarge und blickt mit
(Eindruck).
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
leeren, toten Augen in die Flut.
Es iſt ein ſtarkes Rauſchen gehöret worden in der
Jene Geſtalt war vielleicht eine blühende Jungfrau,
* Deutſcher Schillerbund. In vier Wochen=
Nacht= und es iſt dieſem Rauſchen der Herbſtwind gefolget voller Freude am Leben. Und dieſe Jungfrau iſt vielleicht reihen haben von Mitte Juli bis Mitte Auguſt die bies
am Morgen, und er iſt die Höhen hinuntergeſtiegen ins gar nicht gerne gegangen aus dem Tale der Freude, aus jährigen Feſtſpiele des Deutſchen Schillerbundes ſtall=
Tal. Gewaltig iſt ſein Wehen. Weit wirft er die Arme der Welt des Lichts. Und hat ſich vielleicht angeklammert gefunden — zum dritten Male und mit einer wiederim
auseinander, den Bäumen kämmt er die Aeſte aus, Zweige an das bißchen Leben, wie ſich ein Verlorener anklammert ſtark geſtiegenen Teilnehmerzahl. 1600 Schülern und 1160
ſtreut er über die Wieſen. Blätter zittern durch die Luſt. an einen Hoffnungsſtrahl: — mit gewaltiger, urgewal=Schülerinnen, die von rund 300 Lehrern und Lehrerinnen
Bald ſchwefelgelb, bald purpurrot, bald goldfarben decken tiger Kraſt. Bis der Tod an ſie herantrat, leiſe, leiſe, und begleitet und geführt wurden, iſt der Genuß einer „Wöche
ſie Waldweg, Straße und Wieſenhang
in Weimar” gewährt worden in der ſie eingeführt
wur=
ſie an der Hand faßte und ſo entführte.
Schweigen liege überm Tal. Wie er kam, ſo iſt
Wohin? — Und ſie mit fortriß tcotz ihrer Tränen, den in alle die zahlreichen Erinnerungsſtätten Weimal
und ſeiner Umgebung, in die ganze Umwelt, in der die
der Herbſtwind gegangen: — plötzlich und ſchnell. Und er ihrer Klagen, ihrer Seufzer
hat die ſtrahlende Sonne entführt; und die duftenden
Nun aber will eine düſtere Inſel jenes tote Menſchen= Großen unſerer klaſſiſchen Literatur gelebt und gewirlt
Blumen und die zarten Blüten hat er mitgenommen.
kind aufnehmen. Schon neigen die dunkelgrünen Zy= haben. Die Teilnehmer rekrutierten ſich aus den oberen
Nun iſt’s Herbſt. Ueber die Wieſen wallt der preſſen grüßend ihre Kronen und liſpeln eine feine, eine Klaſſen von 42 Gymnaſien, 18 Realgymnaſien,l
Oberrealſchulen, 57 höheren Schulen für weibliche Jugend=
Nebel und von den Fichten flattern Silberfäden hin und ſüße, eine ſchwellende Melodie. Sie rauſchen hin . .
Sie beben leis und zittern wie 20 Lehrerſeminaren; außerdem waren vertreiell
her. Durch die Natur aber, durch die ſtille ſchauernde Und rauſchen wieder ..
eine Volkshochſchule, Fortbildungsſchule und Haushal==
Natur geht langſamen Scheitts, geht finſteren Auges der Mond, wenn er die Nacht, ſeine Buhlerin, verläßt. —
Bangt dir, totes Menſchenkind, vor deiner neuen tungsſchule. Räumlich verteilten ſich die Teilnehmer
auf=
der — Tod
Der Tod! — Denkſt du nicht, Menſch, auch an Heimat? Vor den Schatten der Nacht? Vor dem ein= alle Gegenden Deutſchlands von Königsberg, Tilſit und
Inſterburg bis nach Aachen, Andernach und Weißenburg
deinen Tod, wenn die Blätter welken und die roten Ran= tönigen Sange der Wogen? Dir bangt? —
Wie jauchzen wir, die Lebenden, wenn der Win= im Elſaß, von Hadersleben und Huſum bis nach
Regens=
ken des wilden Weines herniederrieſeln von der Laube
ter ſeine Siebenſachen zuſammenpackt, wenn der Frühling burg, Ulm und Freiburg i. B. Auch aus Prag und Olmütze
wie ein Strom dunkelfarbenen Blutes?
Wer biſt du, Tod? — Das wiſſen wir: Du nimmſt auf ſeinem blütenſchweren Wagen über die ſchlummern= waren Lehrer und Schüler anweſend und die deutſche
unſern Leib! — Und wir wiſſen auch: Du nimmſt unſere den Fluren jagt! Wenn die Welt voll wird von Lichter= Schule in Antwerpen iſt von der erſten
Schillerbundes=
glanz, wenn der Himmel ſich weitet! Wenn die Erde dem Veranſtaltung an regelmäßig wiedergekehrt. In den.
Seelel — So ſag uns dieſes:
Veranſtaltungen dieſes Jahres klang die Jahrhundert=Er=
König des Lebens zujauchſt, der Sonne, der Sonne ent=
Wohin führſt du unſere Seele?
innerung deutlich mit. Das kam zum Ausdruck in der
! Und wenn nun ein Klingen anhebt, wie aus Wahl der Dramen: „Götz von Berlichingen”, Hermanns=
Vor mir hängt Böcklins „Inſel der Toten” Majeſtä= fernen Sphären kommend, in das mit einſtimmt, was Leben ſchlacht”, „Väter und Söhne”, „Wilhelm Tell”; dasſſat
tiſch, kraftvoll grüßt mich die Felſeninſel. Ruhe atmet das fühlt und Kraft, in das mit einſtimmt die Welt, die ganze beſonders auch hervor an dem Feſtabend, der jedesge=
Meer. Alles atmet Ruhe. Langſam und ruhig glei= Welt — und das ein Danklied iſt und voller Brauſen! Ja, mitten in der Woche abgehalten wurde. Rede und ien
tet der Kahn über die träumende Flut. Kein Windhauch dann iſt’s Frühling! Dann, dann iſt’s Lenz!
ſang waren auf dieſen Grundton geſtimmt. Es ſprachen:
weht Abend iſts. Düſter liegt das weite, weite Meer.:.
— Und dir Menſchenkind dir wollte bangen? Du ſiehſt Univerſitätsprofeſſor Dr. Stephan Sioy=Jena über „Preu=,
Da! Siehſt du Freund, den jungen Fährmann im doch jenen roſafarbenen Schein! Du ſiehſt doch jenes ßens Niedergang und Erhebung”, Direktor
Profeſſor=
leichten Nachen? Wie er da ſteht kühn und voller Kraft! Glühen über den Zypreſſen, das am Himmel hängt wie Gaſter=Antwerpen und Oberſt von Lepel=Weimar über
Zielbewußt ſteuert er dem nahen Ufer zu. Ihm kümmerts rote Lohe!
„Die Wirkungen und Ziele des Schillerbundes in
natio=
nicht, daß der Nachen vielleicht ſchwanken könnte! Ihn
Und dieſes Leuchten, das will dir ſagen: Sei, ſei doch naler und idealer Beziehung” Univerſitätsprofeſſor
kümmert’s nicht, daß er eine ſchwere Laſt zu fahren hat! nicht bange! Und dieſer Schein, der will dir ein Hoff= Kühnemann=Breslau über Die Entwicklung des Vater=
Ihn kümmert nichts; er ſorgt ſich um nichts. Denn in ſnungsſchein ſein will dir ins Herz geben, was wir landsgedankens in der dramatiſchen Dichtung um 1800½
ſeiner Bruſt. da iſt ja junges, friſches Leben; und in ſeinen fühlen, wenn der Frühling kehrt.
Als Abſchluß der Feſtwoche fand jedesmal ein Fackelzug
Adern treibt ja junges, heißes Blut. So fühlt der Fähr=
Du ſiehſt ihn, du ſiehſt jenen Schein! und dir wollte ſtatt. Am Fuße des Goethe= und Schillerdenkmals. das
zahlreiche Kränze als Zeichen der Dankbarkeit der
ſchei=
mann Kraft in ſeinem Arm, ja, er fühlt Ueberfluß an dennoch bangen?
Kraft . . .
Hch. Frank. denden Feſtteilnehmer ſchmückte, ſprachen zu der Jugends
Fürchte nichts!
Mk.
ſt.
[ ← ][ ][ → ] Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 12. Oktober 1913.
Seite 3.
er im ſapanſchchineſiſchen Kriege führte. Im Jahre 190gelan, den Kongreſtelnehmern den Aufenthalt hſier ſoſPlatz ſümtlicher Straßenbahulinen. Einzeichnung und
twurde er militäriſcher Gouverneur der eben erworbenen angenehm wie möglich zu geſtalten. Wir heißen den Kon= Ausweis nicht erforderlich. Die bereits angemeldeten
Inſel Formoſa und war von 1898 bis 1900 unter verſchie=
Denen Premierminiſtern Kriegsminiſter. Im Jahre 1901 greß in Darmſtadt
Teilnehmer am Feſteſſen erhalten ihre Teilnehmer=
Hildete er als Miniſterpräſident ſein erſtes Kabinett. Unter
karten bei der Geſchäftsſtelle gegen Entrichtung von 3,50 M.
herzlich willkommen!
ihm wurde dann das engliſch=japaniſche Bündnis abge=
(trockenes Gedeck). Kein Weinzwang. Nachträgliche
ſchloſſen und der ruſſiſch=japaniſche Krieg geführt. Der
Anmeldungen ſind bis ſpäteſtens Dienstag mittag
Unwille über den Friedensſchluß in Portsmouth ſtürzte
1 Uhr erbeten.
Das Programm der Tagung
kein Miniſterium. Als aber ſein Nachfolger, Marquis
Donnerstag, den 16. Oktober, vormittags
Saionji, 1908 den Abſchied nahm, wurde Katſura wieder hat in den letzten Sitzungen der Ausſchüſſe noch mancherlei 9 Uhr: Fortſetzung der Tagung des Verbandes Deut=
Premierminiſter bis zum Jahre 1911. Als der Kaiſer Aenderungen erfahren. Wir geben deshalb das end=ſcher Krankenpflegeanſtalten vom Roten Kreuz. Vorträge:
Mutſuhito ſtarb, wurde Katſura Oberzeremonienmeiſter. gültige Programm nochmals wieder:
1. Die Lehren des Balkankrieges für die Schweſtern des
Wenige Monate darauf aber bildete er wiederum ein Mi=
Verbandes (Profeſſor Dr. Colmers=Koburg). 2 Die Rote
Montag, den 13. Oktober abends 8 Uhr: Begrü= Kreuz=Schweſter in der Privatpflege (Frau Prof. Cornelie
miſterium, das er aber nur zwei Monate halten konnte, ßung der auswärtigen Gäſte durch den Alice=Frauenverein Hötzſch=Berlin). 3. Ideal und Wirklichkeit in bezug auf
in den Räumen der Vereinigten Geſellſchaft, Eingang ethiſche Fortbildung der Verbandsſchweſtern (Frau Oberin
Rheinſtraße 36. Am Begrüßungsabend wird Fräulein Helmers=Magdebura). 4. Berichte der Arbeitskommiſſio=
Stadt und Land.
Artl einen von Herrn K. Göbel gedichteten Prolog nen für techniſche Schulung, erziehliche Fortbildung,
Ver=
ſprechen, Fräulein Paula Manecke ſingt einige Lieder wendung und Lebensführung. Unterhalt, Kleidung und
Darmſtadt, 12. Oktober.
zur Laute und Herr Kleinſchmidt wird durch den Ausrüſtung der Verbandsſchweſtern Bau und Einrichtung
Vortrag einiger Lieder für Tenor erfreuen. Die Kapelle der Verbandsanſtalten. Urlaubserholung der Verbands=
Zur Tagung des Roten Kreuzes.
Hauske konzertiert.
ſchweſtern und Verſicherungsweſen im Verband. — Nach=
St. In dieſen Tagen treffen aus allen Teilen des
Dienstag, den 14. Oktober, vormittags ½10 Uhr: mittags 3 Uhr (nicht wie vorgeſehen 3½ Uhr) wird außer
Tagung des Verbandes der Deutſchen Landes=Frauen=
Oeutſchen Reiches deutſche Frauen und Männer, die ſich vereine im Städtiſchen Saalbau, Riedeſelſtraße 40. Vor= dem Alice=Hoſpital auch das Stadtkrankenhaus (
einſchließ=
lich der Rettungswache des Roten Kreuzes) beſichtigt.
zu ſegensvollem Wirken unter dem Zeichen des „Roten träge: 1. Die Gewinnung des Volkes für die Aufgaben Die Beſichtigung erfolgt in zwei Gruppen Die eine ver=
Preuzes” zuſammengetan, in Darmſtadt ein, um der Frauenvereine vom Roten Kreuz (Oberverwaltungs= ſammelt ſich am Eingang des Stadtkrankenhauſes (
Bis=
gerichtsrat Dr. Kühne=Berlin). 2. Unſere Frauen vom marckſtraße, Halteſtelle Wendelſtadtſtraße der
int Tagen ernſter Beratungen Gedanken und Erfahrungen Roten Kreuz im ſozialen und wirtſchaftlichen Leben (Frau Linie 9 der Straßenbahn), die andere am Eingang des
auszutauſchen über Erfolge der Vergangenheit und aus Lilly Gabler=München). 3. Die Bekämpfung der Krebs= Alice=Hoſpitals (Halteſtelle Stiftſtraße der Linien 7
Borträgen und Gedankenaustauſch Anregungen zu ſchöpfen krankheit mit beſonderer Berückſichtigung der Röntgen= und 8 der Straßenbahn). Berechtigungsausweiſe zur
Be=
zut neuer ſegenſpendender Arbeit. Ungeheuer groß und und Radiumſtrahlen (Prof Dr. Opitz=Gießen). — Nach= ſichtigung ſind bei der Geſchäftsſtelle erhältlich.
— Die
mittags um 5 Uhr: Empfang durch Ihre Kgl. Stadt Darmſtadt gibt zu Ehren des Verbandstages den
ſoichtig iſt das Wirken des Roten Kreuzes für den Hoheit die Großherzogin von Heſſen. Abends
Teilnehmern in den Räumen des Ausſtellungsgebäudes
prieg. Dieſe Ueberzeugung hat den in ſeinem Zeichen ½8 Uhr: Feſtvorſtellung im Großherzoglichen Hoftheater.
auf der Mathildenhöhe (Linien 7 und 8, Halteſtelle Stift=
Gerſammelten, wo und wie immer es ſein mag, den Die Teilnehmer die nachmittags 5 Uhr zum Empfang
ſtraße, Linie 9, Halteſtelle Beckſtraße) einen Emp=
Dank und die Wertſchätzung aller ziviliſierten Nationen durch Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin von
Heſ=
ſen zugelaſſen ſind, wollen ihre Karten bei der Geſchäfts=fangsabend beſtehend aus Konzert mit folgender
Be=
der ganzen Welt, aber auch den Schutz der geſamten Kul= ſtelle in Empfana nehmen. Der Empfang findet im Groß= wirtung. Mit Rückſicht darauf fallen der Ausflug nach
dem Oberwaldhaus und die für abends 7 Uhr vorgeſehene
tarwelt eingetragen. Groß und bedeutend wie nie zuvor herzoglichen Reſidenzſchloß ſtatt. (Anzug: für Herren
in einem Kriege, wird die Tätigkeit des Roten Kreuzes Ueberrock; für Damen: Promenade=Koſtüm mit oder ohne geſellige Vereinigung (in den Räumen des Muſikvereins
und im Hotel=Reſtaurant Heß) aus. Die Anmeldungen
in einem Kriege der Zukunft ſein. Und wenn auch alle Hut.) —Die Stadt Darmſtadt hat dank dem Entgegenkom= zu dieſen letzteren Veranſtaltungen behalten Geltung für
men der Hoftheaterleitung für die auswärtigen Teil= den Empfangsabend der Stadt. Weitere Anmeldungen
eonſten Wünſche ſich dahin einigen, daß dieſer Zukunfts= nehmer zu der Feſtvorſtellung Eintrittskarten
un=
für dieſen Abend werden noch bis ſpäteſtens Mittwoch,
t ieg unter ziviliſierten Völkern vermieden, oder doch noch entgeltlich zur Verfügung geſtellt, die am Dienstag den 15. d. M., vormittags bei der Geſchäftsſtelle
ent=
recht lange auf ſich warten laſſen möge, ſo enthebt dieſer vormittag bei der Geſchäftsſtelle zur Ausgabe
ge=
gegengenommen. Hierbei können die Anmeldungen von
Bunſch, auch wenn die Welt in ihm ſich eint, nicht der langen. Für die hieſigen Teilnehmer werden Karten
zu ermäßigten Preiſen bei der Hoftheaterkaſſe gegen hieſigen Teilnehmern nach der Reihenfolge ihres
Ein=
heiligen Pflicht, in ernſter zielbewußter und unentwegter Vorzeigung eines Ausweiſes ausgegeben, der gangs nur ſoweit Berückſichtigung finden, als die
Raum=
rbeit dahin zu ſtreben, daß, wenn die Stunde der Not! bei der Geſchäftsſtelle erhältlich iſt. Beginn der Vorſtel= verhältniſſe dies geſtatten. Für den künſtleriſchen Teil die=
(5 ffordert, wir gerüſtet ſind. Und gerüſtet zu der lung 7½ Uhr, Ende ½11 Uhr. Gegeben wird Adams in= ſes Abends, der dem gemeinſamen Eſſen vorangeht iſt
ſchweren, opfervollen und verantwortungsreichen Arbeit diſche Märchenoper: „Wenn ich König wäre‟, Herr Konzertmeiſter Trumm=Berlin gewonnen. Wei=
Nach der Vorſtellung zwangloſes Zuſammen=ter wird Herr Baron v. Wolzogen einige eigene
neuß vor allem das Rote Kreuz ſein. Ihm ſoll eineſein im gegenüber gelegenen Reſtaurant Zur Oper” das Dichtungen vorleſen. Herrn Konzertſänger Müller und
ausgedehnte und allumfaſſende Friedensarbeit das für die Teilnehmer der Tagung reſerviert iſt. — Nachmit= Fräulein Gertrud Geyersbach werden einige Lieder
ſingen.
Rüſtzeug leihen für den Krieg. Und für das Rote Kreuz tags von 3 bis 4 Uhr iſt Gelegenheit geboten das Maga=
Freitag, den 17. Oktober: Bei genügender
Beteili=
zin des heſſiſchen Landesvereins vom Roten Kreuz,
Bleich=
gebiert die Rüſtung im Frieden ſtets neue Arbeit, neue
ſtraße 38, zu beſichtigen. Ein Ausweis iſt nicht er= gung Abfahrt von Darmſtadt=Hauptbahnhof 9.04 Uhr vor=
Afflichten, aber ſie zeitigt ihm auch neue dankenswerte
Er=
forderlich, ebenſo keine Einzeichnung. Treffpunkt: Halte= mittags nach Offenbach zur Beſichtigung des
Stadtkranken=
fillge. Wieviel Not, Schmerzen und Leiden vermag das ſtelle Caſinoſtraße (Ecke Rheinſtraße) der ſämtlichen Li= hauſes; nachmittags geſelliges Zuſammenſein im
Palmen=
garten in Frankfurt a. M. Bezüglich der Beſichtigungen
hote Kreuz auch im Frieden zu lindern! Viele, ſehr viele! nien der Straßenbahn.
Mittwoch, den 15. Oktober, vormittags ½10 Uhr: bleibt weitere Mitteilung vorbehalten.
Nühen, viel Opferfreude und Selbſtloſigkeit fordert
Fortſetzung der Tagung des Verbandes der Deutſchen
der Dienſt des Roten Kreuzes für alle, die ſich ihm Landes=Frauenvereine vom Roten Kreuz. Vorträge:
* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
nädmen. Daß es ihrer erfreulich viele ſind in deutſchen 1. Die Entwickelung der Deutſchen Frauenvereine vom
ſLanden, die die Mühen der Friedensarbeit gern und freu= Roten Kreuz ſeit 1910 (Geh. Rat Profeſſor Dr. Pannwitz=herzog empfingen am Samstag den Oberſt Freiſe,
digauf ſich nehmen, um zum Kriege das Rüſtzeug zu er= Berlin) 2. Die Wohnungsfrage und die Frauenvereine Kommandeur der 25. Feld=Artillerie=Brigade (Großh.
(Frau Oberbürgermeiſter Lauter=Karlsruhe und Fräulein Heſſiſche), den Oberſt Etéh, Kommandeur des 5. Großh.
verben, daß vor allem die deutſchen Frauen und Dr. Kröhne, Kreiswohnungsinſpektorin des Kreiſes Heſſ. Infanterie=Regiments Nr. 168, den Major Gudewill,
Fungfrauen aller Kreiſe ſich ſtets gerne in den Worms). 3. Die Schweſtern= und Hilfsſchweſternfrage Bataillonskommandeur in demſelben Regiment in
Fried=
dienſt des Roten Kreuzes ſtellen, darf uns mit Stolz und im Ruſſiſch=Japaniſchen, ſowie in den letzten Balkankriegen berg, den Major Weyergang und den General=Oberarzt
(Dr. v. Oettingen=Berlin). Nachmittags 3 Uhr: Tagung Dr. Sehrwald von demſelben Regiment in Offenbach, den
Feude erfüllen; muß uns aber auch ehrlichen und
des Verbandes Deutſcher Krankenpflegeanſtalten vom Ro= Oberſtleutnant Zierold, Kommandeur des Leib=
Dragoner=
ufrichtigen Dank abringen.
ten Kreuz. 1. Geſchäftsbericht über das letzte Jahr (Geh. Regiments (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24, den Leutnant
Ernſter Friedensarbeit ſoll auch die Tagung des Ver= Oberjuſtizrat Chuchul=Stendal). 2. Vorträge: a) Erfah= Chälons von demſelben Regiment, den Oberleutnant
ſendes der Deutſchen Landes=Frauenver=rungen bei der Schweſternausbildung (Chefarzt Dr. Heller= Fehr von der ſchweizeriſchen Armee, kommandiert auf
ime vom Roten Kreuz und des Verbandes Deut= Quedlinburg); b) Freiwillige Kriegshelferinnen in ihrer 1 Jahr zum Leib=Dragoner=Regiment (2. Großh. Heſſ.)
Bedeutung für die Schweſtern des Verbandes (Chefarzt Nr. 24, den Major Frhrn. v. Bellersheim vom Stabe
ſch er Krankenpflegeanſtalten vom Roten Dr. Richter=Mariendorf) Abends 7 Uhr: Gemeinſames des Garde=Dragoner=Regiments (1. Großh. Heſſ.) Nr. 23,
reuz gewidmet ſein, die Darmſtadt in den Tagen vom Eſſen im Städtiſchen Saalbau. — Die auf nachmittags den Major v. Eickſtedt vom Stabe des Großh. Mecklen=
3. bis 17. Oktober in ſeinen Mauern beherbergt. Möge 3½ Uhr angeſetzte Beſichtiguna des Säuglingsheims buraiſchen Füſilier=Regiments Nr. 90 Kaiſer Wilhelm in
us den ernſten Beratungen der Segen erſprießen, den alle fällt aus. Dafür werden für diejenigen Herrſchaften, Roſtock, den Hauptmann Pabſt v. Ohain, Kompagniechef
die nicht an der Sitzung der Deutſchen Krankenpflegeanſtal= im Leibgarde=Infanterie=Regiment (1. Großh. Heſſ)
keilnehmer davon erwarten. Mögen aber auch die Stun= ten teilnehmen Führungen durch die Stadt (Beſichtigung Nr. 115, den Rittmeiſter Ritter und den Stabsarzt Dr.
ſei: der Erholung und Ruhe den auswärtigen Gäſten als des Großh. Muſeums, der Großh. Porzellanſammlung, Vetter vom Großh. Heſſ. Train=Bataillon Nr. 18, den
frihe und ſchöne in der Erinnerung bleiben. Die Stadt der Sammlungen im Großh Reſidenzſchloß — Holbeinſche! Leutnant Bender von der Kaiſerlichen Schutztruppe für
und des Städtiſchen Hallenſchwimmbades Deutſch=Oſtafrika, den Forſtmeiſter a. D. Graf v. Bern=
Madonna
barmſtadt und das in viele Unterausſchüſſe gegliederte
veranſtaltet. Zuſammenkunft um 3 Uhr am Paradeplatz ſtorff von Angenrod, den Oberlandesgerichtsſekretär Dr.
ſpreskomitee haben in wochenlangen Vorbereitungen alles hinter dem Reiterſtandbild (Halteſtelle Ernſt=Ludwigs= Everling von hier, den Oberlehrer Dr. Koehler von
Bens=
humnaſialdirektor Dr. Geyer=Schweinfurt, Profeſſor Dr. Mode zielen darauf hin, der Erſcheinung des eleganten der Beſitzerin von Rolf, Frau Dr. Mökel, ganz zufällig.
mnſſowsky=Luckenwalde, Direktor Dr. Güldner=Magde=Herrn etwas Schlankes, Zierliches, Graziöſes zu ver= Ihr kleines Töchterchen konnte eine leichte Rechenaufgabe
ur=g und Provinzialſchulrat Runkel=Schleswig, und mahn= leihen. So wirkt der neue Frack mit der neuen Weſte, die nicht löſen, und da ſagte die Mama endlich: „Das weiß
et ſie, den Gewinn der vergangenen Tage treu zu be=nicht mehr in die zwei Spitzen der verfloſſenen Saiſon gewiß ſelbſt der Rolfl!‟ Das Tier, das hei den Stunden
behren. Ohne Mißklang ſind die Feſtwochen verlaufen, ausläuft einen ſpitzen langen Ausſchnitt beſitzt und mehr meiſt dabei geſeſſen hatte kratzte daraufhin viermal mit der
no welche Begeiſterung ſie ausgelöſt haben, beweiſen die Knöpfe hat, als die früher vorgeſchriebenen vier. Das Pfote über den Arm ſeiner Herrin und gab ſo die richtige
ablreichen Zuſchriften voll warmer Anerkennung und Sakko iſt eng und hat eine auffallend hohe Taille, wobei Antwort. Als das grenzenloſe Erſtaunen ob dieſer
uner=
eizlicher Dankbarkeit der Teilnehmergruppen. Es iſt zu die Taſchen nicht ſelten aufgeſetzt ſind. Der Rückenſchlitz warteten Aeußerung ſich gelegt hatte ließ Frau Mökel
bffen, daß recht viele von ihnen dem Bunde treu bleiben iſt bei dieſem kurzen Kleidungsſtück unnötig geworden. dem Hunde einen liebevollen und geduldigen Unterricht
Kr mit dazu beitragen werden, die Nationalfeſtſpiele des Der Cutaway wird mit einem oder zwei Knöpfen geſchloſ= angedeihen der geradezu unerhörte Erfolge zeitigte. Es
ſchillerbundes der deutſchen Jugend für die Zukunft zu ſen und mit ſchmaler Borte eingefaßt. Auch der Gehrock, handelt ſich bei den Aufgaben, die Rolf löſt, weniger um
der ganz auszuſterben drohte taucht wieder auf. Die rechneriſche Leiſtungen, als um den Ausdruck von
Gedan=
ſhalten.
Hoſen ſind ſehr eng und gerade. Als ſchickſter Winter= ken in oft ganz richtigen kleinen Sätzen. Er hat dazu eine
— Die neue Richtung in der Herrenmode Wohl ſeit paletot wird ein im Rücken ziemlich anliegender Cheſter=Tafel aus Pappe wobei einzelne Buchſtaben und Worte
nem Jahrhundert hat England in dem Reich der Män= field erſcheinen; auch kurze ſchicke Paletots werden ihre mit Zahlen korreſpondieren. Das Kratzen mit der linken
Urkleidung eine unbedingte Vorherrſchaft ausgeübt. Bri= Triumphe feiern, und der ſchwere Rückengurt iſt völlig Pfote liefert beſtimmte Zahlen, aus denen ſich Worte und
Imnien war und blieb der arbiter elegantiae für jeden, aufgegeben. Als eigenartiger Abendmantel erſcheint das Sätze zuſammenfügen. Die Prüfung geſchah auf die
Ur auf vornehme und moderne Kleidung Wert legte. weite Cape, zum Frack unbedingt notwendig. Mit ihm gründlichſte und objektivſte Weiſe, wobei irgend welche
ſchl hat man öfters verſucht, ſich dieſer Deſpotie aus rivaliſiert der weite ſchwarze Raglan mit kimonoartigen Hilfen ausgeſchloſſen waren, Frau Dr. Mökel unterrichtet
im klaſſiſchen Lande der Dandys zu entziehen, aber ſtets Aermeln. Die Herbſtfarben für Sakkoanzüge ſind Dunkel= auch noch ein graues Kätzchen namens Daiſy. Es wurde
Urgeblich. Eine Zeit lang verſuchten die Amerikaner braun und beſonders Dunkelgrün; der vornehme Winter= nun Rolf das Bild einer roten Katze gezeigt. „Iſt das
zeme Wege zu gehen und fanden auch in der alten Welt paletot wird in Blau gehalten ſein. Als feſchſte Krawat=Daiſy?” wurde er gefragt. „Rein.” „Iſt das wirklich
Unhahmung, aber dann richtete ſich das elegante Jung=tenform gilt das Biedermeierplaſtron und auch die zwei= nicht Daiſy?” „Nein.” „Was iſt denn hier anders ?”
Uinerika wieder ſklaviſch nach den Vorſchriſten der Eng= mal um den Hals geſchlungene Ballkrawatte taucht wieder Darauf kam die Antwort: 3—2—9 d. h. „rod.‟ Es wurde
Udier. Nunmehe ſcheint ſich jedoch endlich ein Umſchwung auf. Beim Hut wird man in dieſem Winter zu den ein ihm eine Anſichtskarte mit vier Kindern gezeigt; der Hund
wollziehen. Wie ein Aufſatz der „Dame” zu verraten wenig geſchweiſten Krempen zurückkehren; neben dem ſo klopfte vier. „Was vier? Kinder?” „Ja”. „Wie viel
iß, laſſen ſich in den neueſten Herbſtmodellen der eng= beliebten weichen rauhhaarigen Filzhut ſteht noch immer davon ſind denn Mädchen?” „Drei”. „Wie viel
Jun=
ſthen und amerikaniſchen Herrenkleidung deutliche fran= der Zylinder. Stiefel und Schuhe haben ſich von den gens?” „Einer‟ Die Antworten waren richtig. Er
ſiſche Einflüſſe verſpüren, und Paris entwickelt ſogenannten amerikaniſchen Formen völlig emanzipiert; wurde nach der Quadratwurzel aus 361 gefragt. „Haſt
„Ja” „Nun, was denn?” .19½, lautete die
rich=
zu dem Zentrum der Eleganz, nach dem nicht nur die ſie ſind lang und haben niedrige Abſätze, ſo daß ſie ſehr Dus?:
odedamen, wie ſtets, ſondern jetzt auch alle die Nach= flach wirken und für die große Attraktion des Salons, tige Antwort. Da der Hund das Geld kennen ſollte, legte
man ihm einen Taler, ein Zweimarkſtück und einen
ger des großen Brummel ihre Blicke richten. Dieſe den Tango, beſonders geeignet ſind.
C.K. Vom klugen Hund Rolf. Die klugen Pferde von Groſchen vor, worauf er richtig „5—10‟ kratzte Prof.
Martzöſiſche Herrenmode” iſt wohl durch einige
franzö=
ſt: Maler und Zeichner hervorgerufen worden die der l Elberfeld haben in dem klugen Hunde von Mannheim Ziegler zeichnete dann auf ein Blatt Papier einen kleinen
Aſthetik der männlichen Kleidung mit viel Geſchmack einen Rivalen erhalten, deſſen Leiſtungen über die ſeiner Elefanten, und Rolf wurde gefragt, ob er das kenne. „Ja.”
e Aufmerkſamkeit zuwendeten und in den von ihnen vierbeinigen Brüder faſt noch hinaus gehen. Pref. Dr. „Was iſt es?” Als Antwort kamen die Worte „Kama,
enierten Theaterſtücken und Revuen, ſowie in ihren Krämer von der Stuttgarter Landwirtſchaftlichen Hoch= Kral, Berto” heraus. Das Tier ſagte nicht Elefant, aber
Lichungen für die Modeblätter und Zeitſchriften der ſchule hat zuſammen mit den beiden bekannten Tier=Pſy= es wußte von ſeiner Herrin, daß der bekannte Lehrer der
üzen Welt einen beſtimmten, rein galliſchen Typus des chologen Prof. H. E. Ziegler und Dr. Paul Saraſin den Elberfelder Pferde Krall einen Elefanten namens Kama
anten Herrn ausprägten. Hand in Hand arbeiteten klugen Rolf einer Prüfung unterzogen und berichtet über unterrichtete, deſſen Bild ihm auf einer Poſtkarte gezeigt
ſe Künſtler, die Boutet de Monvel, Touraine, Fabiano das erſtaunliche Denkvermögen dieſes Tieres in einem worden war. Dazu kam dann noch die Erinnerung an
a. mit einzelnen führenden Herren der engliſchen Ge= Aufſatz der Mitteilungen der Geſellſchaft für Tierpſycho= das blinde Pferd Berto, von dem Rolf gehört hatte Der
ſchaft, die den neuen Stil, die neue Silhouette lancier= logie, dem die Umſchau hochintereſſante Einzelheiten über Hund ſollte nun ſelbſt einen Satz bilden. Man ließ ihm
und ſo iſt heute das Franzöſiſche zum dernier eri dieſen neuen „Denker der Tierwelt” entnimmt. Die Ent= dazu einige Sekunden ruhig Zeit. „Biſt Du fertig? Ja.”
9—2—9,
Herrentracht geworden. Die Richtlinien der neuen deckung des Hundeverſtandes geſchah nach der Erzählung Die Antwort war: 4—3—8 — 8—3 — 9—13—8 —
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 12. Oktober1913.
Nummer 242.
hein, den Sanitätsrat br. Maurer von hier, den Bahn=gleichzeitig aber verwarf er nach eingeholtem Einverſtänd= (während Steinzeit, Pfahlbauzeit uſw. Der Vartrag he
hofsvorſteher a. D. Küntz, den Hofapotheker Roeder von nis des Gewählten und des unterlegenen Kandidaten ohne ginnt pünktlich um 8½ Uhr.
— Meiſterprüfungen. Die von dem
Ortsgewerba=
hier, den Kaiſerl. deutſchen Generalkonſul Großh. Heſſ. mündliche Verhandlungen den Einſpruch der Reklaman=
Kammerherrn v. Loehr von St. Louis; zum Vortrag ten. Gegen letztere Entſcheidung erhob der Vorſitzende des verein Darmſtadt in der Handwerkerſchule hier abge
den Staatsminiſter v. Ewald, den Finanzminiſter Braun, Kreisausſchuſſes Relurs, dem der Provinzialausſchuß haltenen Vorbereitungskurſe 14 und 15 für
dü=
den Vorſtand des Kabinetts Geheimerat Römheld, den Gießen ſtattgab. Die Wahl wurde für ungültig erklärt, theoretiſche Meiſterprüfung im Handwerk wurden
Intendanten des Großh. Hoftheaters Dr. Eger.
am Samstag nachmittag geſchloſſen. An denſelben
da nach der Hauptwahl Freibier geſpendet worden ſei,
Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der wenn auch auf der Seite der unterlegenen Partei. Feſt beteiligten ſich insgeſamt 51 Herren und 9 Damen.e
Großherzog haben dem ſtändigen Hilfsarbeiter im ſtehe auch, daß am Tage nach der Stichwahl im Lokal des
* Mazdaznan=Vereinigung. Am 10. Oktober hiell
Auswärtigen Amt, Kaiſerlichen Legationsrat Dr. Ernſt Gewählten Freibier gegeben wurde. Der Streitwert wurde Herr Ammannn=Leipzig auf Einladung der hieſigen
Schmitt in Berlin die Erlaubnis zur Annahme und auf 1000 Mark feſtgeſetzt. Von Junker wurde Reviſion Mazdaznanvereinigung einen Vortrag über die Entwick
zum Tragen des ihm von Sr. Maſ. dem Kaiſer von beim Verwaltungsgerichtshof verfolgt die geſtern zur lungs= reſp. Verjüngungslehre der Arier. Dieſer Volls
Rußland verliehenen St. Stanislaus=Ordens 2. Klaſſe Verhandlung kam. Als formeller Mangel wurde gerügt, ſtamm, zu dem, wenn wir die Hautfarbe als Kriteriunn
erteilt und dem Siegellackarbeiter Johann Friedrich daß über die Frage der Vereidigung von Zeugen nicht nehmen, auch Juden und Araber gehören, hatte ſeine Ur=
Datz in Finthen, in Dienſten der Firma Joſ. Scholz zu Beſchluß verkündet wurde. Demgegenüber führte der Ver= heimat in Baktrien, am Fuße des Hindukuſch; ſein große
Mainz, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift treter des Staatsintereſſes aus, daß eine Verkündung desLehrer war Zaratyuſtra, deſſen Lehren zuerſt in den gro==
„Für treue Arbeit” verliehen.
Das Ehrenzeichen für Beſchluſſes nicht erforderlich geweſen ſei, da über dießen Hauptſtädten des ſpäteren Perſerreichs gepredigt wur=
Mitglieder Freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen an Frage keine Verhandlung ſtattgefunden habe. Als for= den und dann weſtwärts nach Paläſtina, Griechenland
Ludwig Diehl III., Friedrich Vowinkel II., Philipp meller Verſtoß ſei aber nachzugeben, daß der Kreisaus= Rom, Alexandria drangen. Mit dem Untergang des rös
Lichtel II., Wilhelm Gölz und Anton Dann, ſchuß die Gemeinde als Beteiligte über die Frage dermiſchen Reiches und dem Niedergang der romaniſchen
ſämtlich in Gernsheim.
mündlichen Verhandlung nicht gehört habe. Materiell ſei Völker traten die Germanen ſein Erbe an, die jedoch auch
Seine Majeſtät der König von Preußen es nach den Motiven zur neuen Landgemeindeordnung wieder zu den alten philoſophiſchen und religiöſen Lehren
haben verliehen: den Roten Adler=Orden zwei= unerheblich, von welcher Seite Freibier gegeben wurde. des Zendvolkes und ſeiner großen Lehrer, zu denen auck
ter Klaſſe mit Eichenlaub: v. Ruville, Kommandant Der Verwaltungsgerichtshof erklärte die Berufung Moſes und Jeſus gehören, zurückkehren müſſen, fallsſiel
von Mainz; den Roten Adler=Orden dritter Klaſſe mitfür unbegründet. Die Koſten des Verfahrens ein=höhere und edlere Fortſchritte machen wollen als
ſeither=
der Schleife: den Oberſten v. Glaſenapp, Komman= ſchließlich der Anwaltskoſten der Reklamanten fallen dem 1Unerläßlich iſt die moniſtiſche oder monotheiſtiſche
Aufs=
deur der 21. Kav.=Brig., Frhrn. Raitz v. Frentz, Kom= Reviſionskläger zur Laſt.
faſſung der Einheit aller Dinge und ihrer Herkunft aus
mandeur des Inf.=Leib=Regts. Großherzogin (3. Großh.
g. Provinzialausſchuß. Die Ehefrau des Wilhelm einem materiellen und einem geiſtigen Prinzip, die beids
Heſſ.) Nr. 117; den Roten Adler=Orden vierter Klaſſe:
den Hauptleuten v. Goetze im Leibgarde=Inf.=Regt.Friedrich Ruhl von Offenbach hatte beim Kreisamt im Aetherreich vereinigt ſind. Aus Waſſer (Materie) und
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 115, Henrici, Stettin im Inf.=Offenbach die Ausſtellung eines Wanderge= Geiſt iſt der Menſch geſchaffen, aus Waſſer und Geiſ=
Leib=Regt. Großherzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117; den werbeſcheins nachgeſucht. Sie will ſich als „täto= muß er auch wiedergeboren werden. Bildlich machte den
Königlichen Kronen=Orden zweiter Klaſſe mit Schwer=wierte Dame” zur Schau ſtellen. Da das Kreisamt ein Vortragende den Fortſchritt durch dieſes materielle und
tern am Ringe: dem Gen.=Major Scherbening, Kom=Bedürfnis hierfür nicht anerkennt, lehnt es das Geſuch ab, geiſtige Prinzip klar, indem er den Begriff des
Lebens=
mandeur der 21. Feldart.=Brig,; den Königlichen Kronen= das gleiche tat geſtern der Provinzialausſchuß. — Ueber baumes darlegte. Wie praktiſch die Wiedergeburt des
Orden dritter Klaſſe: dem Major v. Zitzewitz im Gen.=das Geſuch des Georg Hartmann zu Lengfeld um Er=Körpers und Geiſtes erfolgen ſoll, bleibt ſpäteren Vol=
Stabe der 21. Div.; den Königlichen Kronen=Orden vier= laubnis zum Betrieb einer Gaſtwirtſchaft im tragsabenden vorbehalten.
* Der Ortsgewerbeverein hielt am Freitag abend
ter Klaſſe: dem Oberlt. Coulmann im Inf.=Regt. Kai=Hauſe Schnittpunkt der Lengfeld-Reinheimer und
Ha=
ſer Wilhelm (2. Großh. Heſſ.) Nr. 116, Adjutant des Land=bitzheimer-Nieder=Klinger Chauſſee, beſchloß der Provin=eine außerordentliche Generalverſammlung ab, die nehem
zialausſchuß, Beweis zu erheben. — Die Gemeinde Heu=eines guten Beſuches ſich auch eines regen Verlaufeszu
wehr=Bezirks I Darmſtadt.
* In den Ruheſtand verſetzt wurden der Rotten=ſenſtamm legte durch die Schloßſtraße einen Kanal, zu erfreuen hatte. Der Vorſitzende Herr Stadtverordneteli
führer Adam Gall zu Eppelsheim, der Wagenaufſeher deſſen Koſten auch die Gräflich Schönborn=Wieſentheidſche Sames, gab zunächſt einen ausführlichen Bericht überdis
Philipp Eidemüller zu Darmſtadt die Bahnwärter Verwaltung mit 960 Mark als Anlieger herangezogen von dem Vorſtand in dem letzten Halbjahr geleiſteten Ans
Heinrich Küchler zu Mörfelden, Jakob Keller zu wurde. Das Gräfliche Rentamt erhob gegen die Heran= beiten, die in vier Vorſtandsſitzungen beraten wurden,850
Lonsheim und Franz Blank zu Braunshardt ſowie ziehung Beſchwerde, die vom Kreisausſchuß Offenbach we= erwähnte er unter anderem die veranlaßten Eingabe
der Bahnhofswärter Karl Strauß zu Worms, ſämtlich gen Friſtverſäumnis verworfen wurde. Die hiergegen wegen Aufhebung der gemeinſamen Meldeſtelle fürs
in der Heſſiſch= Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft, vom eingelegte Berufung kam geſtern vor dem Provinzialaus= Kranken= und Invalidenverſicherung, wegen Ermäßigungs
ſchuß zur Verhandlung. Die Gräfliche Verwaltung beruft des Gaspreiſes, Erhöhung der Stundenlöhne, Vergebung
1. Navemher d. J. ab.
* Militärdienſtnachrichten. Ernannt mit Wirkung ſich auf einen Vergleich aus dem Jahre 1907, nach welchem von Arbeiten durch das Militärbauamt, Neuorganiſationd
vom 1. Oktober 1913: Mil.=Ger.=Diätar auf Probe Bech= der Gemeinde die Erlaubnis erteilt wurde, einen Abfluß= des gewerblichen Fortbildungsſchulweſens, Neubau einett
told in der Großh. Heſſ. (25.) Diviſion zum Mil.=Ger=kanal durch den Bieberer Weg zu legen. Die Gemeinde Gewerbeſchule und dergleichen mehr. Herr Direktor Proſ=
Aſſiſtenten. Verſetzt zum 1. Januar 1914: Heße (Karl), ließ nun zu dieſer Kanaliſation das Heberegiſter herſtel. Dr. Meiſel gab einen Ueberblick über den Beſuch der Gen
Mil.=Int.=Sekretär bei der Intendantur des 18. Armee=len und waren hierin die Anlieger der Schloßſtraße mit werbeſchule in ihren einzelnen Klaſſen uſw. Er ſtreifte
korps, zur Intendantur der 39. Diviſion. Angeſtellt mit einbegriffen. Die Gräfliche Verwaltung legte gegen das auch die Frage wegen Verlegung des Unterrichts auf i
Wirkung vom 1. Oktober 1913 ab als Mil.=Int.=DiätareHeberegiſter während der Offenlegungsfriſt keine BeWerktag und betonte, daß dies nur dann eine Beſſerlinh
bei der Intendantur des 18. Armeekorps die geprüften ſchwerde ein, da das fragliche Stück Straße das am bedeuten könnte, wenn ein neues Gewerbeſchulgebäuden
Int.=Sekretariatsanwärter: Schröder, Fach, Moritz,Schloß vorbeiführt, nicht zur Schloßſtraße gehöre, ſon richtet würde. Zur Frage der Neuorganiſation des gewellen
Habicht, Cordes, Gaſt. Verſetzt zum 1. Oktober dern den Namen Bieberer Weg führe. So ſtehe es auch lichen Fortbildungsſchulweſens, insbeſondere des Verbäſt=
1913: Dr. Zimmermann, Mil.=Int.=Aſſeſſor von der im Grundbuch. Der Kanal ſei auch nicht zur Entwäſſerung niſſes zur obligatoriſchen Fortbildungsſchule, äußert
Intendantur des 18. Armeekorps, als Vorſt. zu der In=des Schloſſes beſtimmt oder brauchbar. Es habe nach al= ſich weiter eingehend. Die Fachausbildung müßtens
tendantur der 7. Div Zum Winterkurſus vom 1. Okto=lem keine Veranlaſſung vorgelegen, gegen das Heberegiſter Ziel und der Zweck unſerer Beſtrebungen ſein; andet
ber bis 31. Dezember 1913 zur Militärturnanſtalt kom=Einſpruch zu erheben. Von einer Friſtverſäumnis könne Spitze der Gewerbeſchule könne nur ein Fachmann ſiches
mandiert: die Lts.: v. den Brinken (Leibg.=Inf.Regt. deshalb eben ſo wenig die Rede ſein. Der Provinzial=haupten. Herr Profeſſor Dr. W. Sonne berichtete uberüſt
für den kommenden Winter beabſichtigten Vorträge.
Nr. 115) Wieter (Inf.=Leib=Regt Nr. 117). Zum ausſchuß gab der Berufung ſtatt und erklärt die Heran=
Militär=Reitinſtitut für das Lehrjahr 1913/14 komman=ziehung des Gräflichen Rentamts zu den Koſten der Ka= Anſchluß hieran machte er Mitteilungen über Geſchichle
diert: die Lts.: Frhr. Röder v. Diersburg (Drag.=naliſation für unbegründet. Die Gemeinde wird in die und Tätigkeit der Großherzoglichen chemiſchen
Prüfuns=
ſtation für die Gewerbe, die lebhaften Beifall fanhll
Regt. Nr. 23), v. Flotow (Drag=Regt. Nr. 24), dieſer Koſten des Verfahrens einſchließlich der Koſten der an=
Es gab alsdann noch Herr Malermeiſter Kraus
im zweiten Jahre. Oblt. v. Prittwitz u. Gaffron waltlichen Vertretung der Klägerin verurteilt.
kurzen Rückblick über die in dieſem Jahre veranſtallen
(Feldart.=Regt. Nr. 61). Vom 1. Oktober 1913 zur
Offi=
g. Strafkammer I. Der 21jährige Pfläſterer Wilhelm Beſichtigungen und teilte bezüglich eines demnächſt
zier=Reitſchule in Paderborn kommandiert: Ernſt Hein=
Ehrich von Groß=Umſtadt war vom Schöffengericht zu findenden gemütlichen Abends näheres mit. Nach
rich Prinz zu Stolberg=Roßla (Drag.=Regt.6 Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil er in Ge= nehmigung verſchiedener Satzungsänderungen erſtä
Nr. 23), Wolfgang Prinz von Löwenſtein:
meinſchaft mit zwei anderen Burſchen einen Wirt ſchwer alsdann Herr Rechnungsrat Rumpf die Rechnungsablade
Wertheim: Freudenberg (Drag.=Regt. Nr. 24). mißhandelt und Sachbeſchädigung begangen hat. Der für 1912. In Einnahme ſchließt die Rechnung mit 414iü
* Lebensretter. Dem Fährmann Muntermann=Wirt mußte vor den rohen Burſchen in den Keller und auf Mark ab, die Ausgaben betragen 2641,13 Mark und
Darmſtadt hat das Miniſterium des Innern in Anerken= den Boden flüchten. Der Angeklagte Ehrich verfolgte Kaſſenvorrat 1500,57 Mark. Das Vermögen wurde
nung der von ihm mit Mut und Entſchloſſenheit
bewirk=
gegen das Urteil Berufung, desgleichen die Amtsanwalt= 21173,83 Mark feſtgeſtellt. Für ein durch Tod ausgeſchie
ten Rettung des Schloſſers Hieray vom Tode des
Ertrin=
ſchaft. Das Gericht verwarf die Beruſung der Amtsan= denes Mitglied des Vorſtandes wählte die Verſammlund
kens eine Geldprämie verliehen.
waltſchaft und ermäßigte die Strafe auf 2 Monate einſtimmig Herrn Zimmermeiſter Konrad Haury.De
g. Verwaltungsgerichtshof. Gegen die am 29. Juli
2 Wochen Gefängnis. Der gegen den Angeklagten Neuwahl der Vertreter des Ortsgewerbevereins in den
1912 in Inheiden (Oberheſſen) erfolgte Wahl des
erlaſſene Haftbefehl wird aufgehoben. — Wegen Wider= Ausſchuß des Landesgewerbevereins ergab Wahl derbeis
Gaſtwirts Karl Junker zum Beigeordneten wurde von ſtands gegen den Gendarmen, der den bettelnden 47jäh= den Vorſitzenden, Herren Stadtverordneten Sames= und
privater Seite wegen erfolgter Beeinfluſſung durch
Frei=
bierſpenden beim Kreisausſchuß Einſpruch erhoben. Gleich= rigen Taglöhner Joſef Hobulitz wegen Bettelns verhaf= Wenner. Für den Bezirksverband des Heſſiſchen Laſſe
ten wollte, wurde H. zu 2 Monaten Gefängnis desgewerbevereins wurden die Herren Wallauer,
zeitig verſagte der Kreisrat die Beſtätigung, da der
Ge=
verurteilt — Der 33jährige Fabrikarbeiter Hermann ner, Finger und Karn beſtimmt. Zu Rechnungsprüen
wählte einmal wegen Vergehens gegen das Viehſeuchen= Schmölzel von Eberſtadt wurde wegen Verbrechens für die Rechnung 1913 wurden die Herren Hofſpenalen
geſetz zu 100 Mark Geldſtrafe verurteilt worden ſei. Der nach § 176,3 des Strafgeſetzbuches zu 9 Monaten Ge=meiſter Kling und Fr. W. Müller ernannt. Nachdem Zum
Kreisausſchuß trat der Beanſtandung des Kreisrats bei, fängnis verurteilt. — Der 19jährige Schloſſer Philipp Schluſſe noch verſchiedene Mitteilungen über die Wahlen
Schmitt hatte in Pfungſtadt im Hauſe eines dortigen zur Ortskrankenkaſſe, Eckhardtſtiftung und ſchließlich auch
d. h. arme Meertiere tot. Der Satz erklärt ſich daraus, Landwirts Inſtallationsarbeiten zu machen, wobei er aus über die Stadtverordnetenwahlen gemacht wurden, ſchloß
daß Frau Dr. Mökel dem Hund ein Bild gezeigt hatte, einer Kommode einen Hundertmarkſchein an ſich nahm. der Vorſitzende mit Dank die Generalverſammlung mitd
auf dem der Maſſenmord von Meertieren. beſonders Rob=
Als der Diebſtahl entdeckt wurde, gab er das Geld wieder Bitte um weitere rege Mitarbeit.
ben, dargeſtellt war. Dr. Saraſin, ein eifriger
Vorkämp=
fer für den Naturſchutz, hatte das Bild gebracht, und auch heraus. In einem zweiten Fall blieb es bei dem Verſuch.
* Der Gabelsberger Stenographenverein bot ſeinen
Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 2 Monaten Mitgliedern anläßlich der Monatsverſammlung einenin
das wußte Rolf noch. Beſonders deutlich tritt die Auf= Gefängnis.
tereſſanten Abend im Kaiſerſaal. Nach Erledigung eines
merkſamkeit des Tieres hervor und die Sicherheit ſeiner
* Von der Künſtlerkolonie. Der Reichsanzeiger mel= kurzen geſchäftlichen Teiles hielt das Vereinsmitglied
Antworten iſt verblüffend. — Wer’s glaubt, . ..
det: Dem Profeſſor Edmund Körner in Darmſtadt Herr Rech, einen Lichtbildervortrag. Er ließ die A
** Die Haustreppe als Bibliothek. Wie bei einem wurde die durch Allerhöchſten Erlaß vom 17 Oktober 1912 weſenden zunächſt eine Reiſe nach den prächtigen Gaulen
modernen Baukünſtler Raumnot zur Tugend werden kann, geſtiftete Denkmünze für verdienſtvolle Leiſtungen im Bau= um den Bodenſee (Hohentwiel, Lindau Bregenz,
Rol=
zeigt den Fachgenoſſen und den Bücherfreunden der ſelt= und Verkehrsweſen in Silber verliehen.
ſchach, Romanshorn, Friedrichshafen, Inſel Mainau,
Kons=
ſame Einfall eines Pariſer Architekten. Er hatte ein Pri=
* Ausſtellung. In dem Schaufenſter der Hofkunſt ſtanz, Rheinfall bei Schaffhauſen uſw.) machen. Er führte
vathaus zu bauen, alle Räume waren genau vorher be=handlung Hermann Sonnthal, Eliſabethenſtr., iſt dann den für die kaufmänniſchen und techniſchen
Ange=
ſtimmt aller Komfort wurde vorgeſehen, nur eines
er=
zurzeit ein Paſtellporträt eines Kindes ausgeſtellt. Das ſtellten beſonders intereſſierenden großartigen Betrieb einel
wies ſich als unmöglich: die Anlage eines beſonderen Bild iſt von Fräulein M. Velte hier ausgeführt, von fei= modernen Fabrik vor. Man wanderte mit dem Vol=
Bibliothekraumes. Den Gedanken, Bücherſchränke
aufzu=
ner künſtleriſcher Wirkung und in flotter Technik gehalten tragenden durch die hellen Arbeitsräume der
Magai=
ſtellen, wies der Beſitzer von ſich, und ſo entſtand aus Not
* Hauswirtſchaftliche Fortbildungsſchule. Donners= geſellſchaft in Singen und ſah die modernen
Fabrikations=
eine wunderliche Idee der Architekt kam auf den
Gedan=
ken, die Haustreppe zur Bibliothek zu machen. Die Trep=tag, den 16. d. Mts., beginnt der Unterricht für das einrichtungen, die überall herrſchende peinliche Saußeka
penſtufen wurden ausgehöhlt und ſiehe da, es ging präch= Winterhalbjahr und zwar in den Tagesklaſſen. Die keit die weiten Gemüſefelder, deren Ernte für die Süht
tig und ſieht entzückend aus, jede Stufe wird zu einem Unterrichtszeit liegt von 8—12 Uhr vormittags und von penfabrikation gebraucht wird, wie auch die zum Betriebe
3—7 Uhr nachmittags. Die Tagesklaſſen erhalten Unter= gehörenden eigenen Viehweiden mit prächtigen Tieren=
Bücherbord in dem die Bücher von unerwünſchter
Verüh=
rung mit dem Fußzeug der Paſſanten durch ein ornamen; richt in Hand= und Maſchinennähen, Flicken, Stopfen Bewundert wurden insbeſondere die vielen Wohlfahrfs=
und Sticken, Bügeln, Kochen und Backen, hauswirt= einrichtungen der Werke für die Angeſtellten. Reicher
Bei=
tal ſehr hübſch wirkendes feines Kupfergitter geſchützt ſind.
Auf dieſe Art kann der Beſitzer täglich mehrmals wenn ſchaftlichem Rechnen und Deutſch. Für vorgeſchrittenere fall wurde dem Vortragenden zuteil. Mit einem Hin=
Schülerinnen finden auch Kurſe im Anfertigen von weis auf die Ende dieſes Monats in den Lehrräumen von
immer er nur ein= und ausgeht, einen liebevollen Blick auf
ſeine wohlverwahrten gedruckten Freunde werfen, über Frauenkleidern ſtatt. Alle Anmeldungen, auch die für Frl. Elara Eppert, Karlſtraße 36, beginnenden neuen
An=
die er zur Tagesordnung buchſtäblich ſchreitet”. Und die Abteilungen in der Lagerhaus= und Hermann= fängerkurſe für Damen und auf den nächſtes Jahr,in
ſtraße, müſſen am nächſten Donnerstag, den 16. d. Mts., Düſſeldorf ſtattfindenden Deutſchen Stenographentag
Ga=
noch einen großen Vorzug entwickelte dieſe Bibliothek in nachmittags von 3—4 Uhr, in der Abteilung I., Runde= belsberger ſchloß der Vorſitzende die zahlreich beſuchte Ver
der Haustreppe: ſie gibt dem Beſitzer einen bequemen
turmſtraße 9 (Eingang auch Landgraf=Georgſtraße 40), ſammlung.
Vorwand, alle Bitten um das Leihen von Büchern mit erfolgen. Näheres ſiehe in den betreffenden Anzeigen.
Deutſcher Techniker=Verband, Zweigverwaltung
gutem Grunde abzulehnen. Denn er kann mit gutem Ge=Der Anmeldetag für die Abendkurſe wird demnächſt be= Darmſtadt. In einer im „Perkeo” abgehaltenen
Mitalie=
wiſſen ſagen: Lieber Freund es geht wirklich nicht, Sie kannt gegeben.
derverſammlung ſprach der Verbands=Oberbeamte, Herr
werden es einſehen: ich kann doch kein Loch in meine
* Akademiſche Volksunterrichtskurſe. Am nächſten Lenz=Berlin, vor einer zahlreichen Zuhörerſchaft über „Das
Treppe machen . . ."
Donnerstag findet im großen Hörſaal des Elekrotech= Problem der Arbeitsloſenfürſorge.” In ſeinen Ausführun=
* Der gefühlvolle Tierſchutzverein. Noch unvergeſſen niſchen Inſtituts der 5. Vortrag in dieſen Herbſtferien gen wies der Redner auf die drohende Kriſe auf dem
Ar=
in den weiteſten Berliner Kreiſen iſt jene merkwürdigeſtatt. Das Thema: „Das Werden der Menſch: beitsmarkt hin und ſei die Löſung des Arbeitsloſen=
Verkehrsſtockung, die vor einiger Zeit durch eine mitſamt heit und ihre Urgeſchichte” dürfte eines außer= problems zu einer brennenden Tagesfrage geworden, Den
ihrer Kinderſchar den Damm am Kemperplatz über= gewöhnlich regen Intereſſes ſicher ſein, um ſo mehr als Umfang der beſtehenden Arbeitsloſigkeit helegte der Red= Wildente hervorgerufen wurde Dem tier= zahlreiche Lichtbilder und teilweiſe bunte Epidiaſkop= ner durch reiches Zahlenmaterial und kam auf die Maß= Schutzmann Roloff, der, als er dies gewahrte, Projektionen das Verſtändnis erleichtern werden. Der nahmen zu ſprechen, welche zur Vorbengung hezw.
Ab=
ſofort den geſamten Wagenverkehr aufhielt, bis die Enten=Vortrag wied behandeln die Entſtehung des Lebens ſchwächung von Staat und Gemeinde getroffen werden;
familie aus der Gefahrenzone war. hat der „Deutſche Tier=und die erſte Entwicklung von Lebeweſen auf Welt=es ſei hierbei beſonders an die Notſtandsarbeiten erinnert,
ſchutzverein” für ſein wackeres Verhalten eine klingende körpern, die Unterſcheidung der Arten bis auf die Vor= die in den Kriſenzeiten zur Ausführung kommen. Dieſe
Belohnuna überweiſen laſſen
läufer der heutigen Menſchheit und unſere Vorfahren Maßnahmen genügten aber auf die Dauer nicht. Ein=
61
Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 12. Oktober 1913.
Seite 5.
wirkſamere Abhiſe wird nur durch eine auf geſetzlicherWeiſe zur Vertſigung geſelt haden, ſtreden den ernſen ſgeſetzt. So dirſie der Gemeinde bei anderweitiger Ver=
Grundlage aufgebaute Arbeitsloſenverſicherung zu Ziele zu, den Vollgehalt einer Glanzzeit künſtleriſchen pachtung ein weiterer Schaden erwachſen.
ſchaffen ſein. Von den zurzeit beſtehenden Einrichtungen Schaffens mit ihrem friedlichen Ernſt und ihrer ſchwelgen=
Lampertheim, 11. Okt. (Ferienverlängerung.)
ſchilderte Redner das Weſen des Genter Syſtems, das den Freude an Farbe und Linie wirkſam zu machen und Wegen der hier herrſchenden Scharlachepidemie
int deutſchen Städten bereits Eingang gefunden hat. Auch den entzückten Zuſchauer in die weihevolle Stimmung zu wurden auf Anordnung der Kreisſchulkommiſſion die
trit der Einrichtung der Verſicherungskaſſe der Stadt Köln verſetzen, die ihn etwa beim Betrachten der erhabenen Schulferien auf vorläufig acht Tage verlängert. Aus
machte der Redner die Hörer bekannt. Dem genannten Meiſterwerke in den Galerien von Florenz und Venedig, dem gleichen Anlaß muß auch das Jahresfeſt des evange=
Syſtem haftet der Mangel an, daß die Schuldfrage und oder beim Betreten der geheimnisvoll wirkenden Stille liſchen Jünglingsvereins ausfallen, da hierbei auch eine
euch der Begriff der paſſenden Stelle bei der prak= eines Domes zu beherrſchen pflegt. Wie die alten Meiſter größere Anzahl Schulkinder mitwirken ſollte.
Die
1ſchen Handhabung kaum zu überwindende Schwierigkei= die Engelsgeſtalten der Leinwand anvertrauten, ſo ſollen Kartoffelernte in unſerer Gemarkung geht ihrem
ten biete. Dieſe können nur durch die von Profeſſor in lebenden Bildern die unſterblichen Meiſterwerke Leben Ende entgegen und fällt, ſowohl was Quantität als auch
Schanz vorgeſchlagene Einführung einer Zwangsſpar= und Form aufs neue annehmen. Doch heute ſoll nicht Qualität anbelangt, gleich vorzüglich aus Der Preis
luſſe überwunden werden; der letzteren haftet jedoch wie= verraten werden, wie dieſe Idee von den nachſchöpferiſch für den Zentner Kartoffeln bewegt ſich zwiſchen 1,70 Mk.
ter der Mangel an, daß eine Gewähr zur Verwendung empfindenden Künſtlerinnen aus Weimar, Frl. Eleonore und 2 Mk. je nach Sorte und Lieferung.
der Arbeitgeberbeiträge, gegen deren eigene Intereſſen im von Bojanowski und Frl. Reineck, im einzelnen durch=
Wald=Michelbach, 11. Okt. (Landtags=
Erſatz=
palle eines Streiks, nicht gegeben iſt. Weiter fanden Er= geführt werden wird; auch nicht, wie Dekoration und Licht=wahl.) Das Zentrum wird, dem M. Journ. zufolge,
n ähnung die von Profeſſor Herkner erhobenen Einwände effekt den Eindruck erhöhen; heute wird auch der Hinweis für die Landtags=Erſatzwahl den Sekretär des
gegen die kommunale Verſicherung, und deſſen Vorſchläge, willkommen ſein daß die unter Leitung unſeres Hofkon=chriſtlichen Bauernvereins, Herrn Hofmann in Lorſch,
dre Unfallverſicherung zum Träger der Verſicherung zu zertmeiſters Ernſt Schmidt ſtehenden muſikaliſchen Beglei= als Kandidaten aufſtellen. Als liberaler Kandidat ſoll
machen. Zum Schluſſe ſeiner Ausführungen kam der Re= tungen und Einſtimmungen Weiſe und Würde des dem der am 1. Oktober von Wald=Michelbach nach Darmſtadt
ſrent auf die Angeſtellten zu ſprechen und beleuchtete Auge Gebotenen in vollendeter Weiſe ſteigern werden. verſetzte Oberamtsrichter Wünzer aufgeſtellt werden,
igsbeſondere die einen bedrohlichen Umfang an= Neben die alten Meiſter der Farbe treten die alten Meiſter während die Sozialdemokraten den
Reichstagsabgeordne=
nshmende Steigerung der Anſprüche an die Stellenloſen= der Töne die Madonnageſtalten umfließen die ſchmel= ten Haſenzahl präſentieren wollen. Es iſt das erſte
uriterſtützungskaſſe des Deutſchen Techniker=Verbandes. zenden Akkorde des Oratoriums und die Harmonie von Mal, daß in dem Wahlkreis Wald=Michelbach die Land=
4 as Intereſſe der techniſchen Angeſtellten allgemein und Licht und Ton, von Klang und Farbe vermag den Feſt=tagswahl in direkter Weiſe vollzogen wird.
der Verbandsmitglieder im beſonderen müſſe ſich darauf ſaal in einen Tempel zu verwandeln. Welch glückliche
B. Hirſchhorn, 9. Okt. (Sammlung Langbein.)
rehten, einer baldigen Löſung des Arbeitsloſenproblems Parallelen hat der muſikaliſche Feinſinn unſeres Hof= Man ſchreibt uns noch: Seit etwa 5 Jahren iſt im
Ritter=
näher zu kommen. Reicher Beifall lohnte den Redner für konzertmeiſters gezogen indem er die Schätze des geiſtlichen ſaal des Hirſchhorner Schloſſes die Altertums= und
Natu=
ſtüne überaus wichtigen Ausführungen, an die ſich noch Volksliedes und die reiche Tonſprache eines Bach, Händel, ralienſammlung, die um die Mitte des vorigen
Jahrhun=
eime lebhafte Diskuſion anſchloß.
Mendelsſohn, Beethoven u. a. zur Begleitung der Vor= derts von dem im Neckartal wohlbekannten „Gaſtwirt zum
(2 Interne Polizei= und Schutzhunde=Haupt= gänge auf der Bühne verwandte. Bewährte Sängerinnen Naturaliſten”, Karl Langbein, mit Liebe und Mühe
zuſam=
peüfung. Um die Nützlichkeit und Brauchbarkeit der Po=der Bühne, des Konzertſaales und der muſikliebenden Ge= mengetragen wurde, der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht.
Alzeihunde im freien Gelände zu zeigen, hatte der Heſ=ſellſchaft, ein Streichorcheſter, ein Frauen= und Kinderchor Nachdem die Sammlung, die von der Schweſter des
Be=
ſche Polizei= und Schutzhunde=Verein haben ihre Mitwirkung zugeſagt. Auch werden Harmo= gründers, Ida Langbein, bei ihrem Ableben dem Großh.
§ armſtadt geſtern nachmittag auf dem weiten Acker= nium und Harfe, die echten Verkünder religiöſen Weih= Heſſ. Haus in ungeordnetem Zuſtande hinterlaſſen wurde,
lände des Oberfeldes, unweit der Hirſchköpfe, und ſüd= geſanges, an dem Muſikkörper nicht fehlen Nach alledem bereits 1908 durch den jetzigen Frankfurter
Muſeumsdirek=
liſch des Brunnersweges eine interne Vorprüſung zu urteilen, kann es keine hohle Phraſe ſein, wenn die tor, Proſeſor Dr. Müller, überſichtlich und anſchaulich
von nur im Dienſte der hieſigen Polizei ſtehenden Dienſt= Berichte über die Aufführung der „Engel in der Kunſt” zur Aufſtellung gebracht worden iſt, machte ſich das
Be=
handen veranſtaltet, zu der ein zahlreiches Publikum, viele in anderen Städten, in denen die Bedingungen für die dürfnis nach einer den wiſſenſchaftlichen Anſprüchen ge=
Grndefreunde, ſowie die Herren Regierungsrat
Gen=
muſikaliſchen Begleitvorträge ähnlich günſtig waren wie nügenden Inventariſierung geltend. Die Oberförſterei
ſſtes und Polizeirat Krämer erſchienen waren. Die
in Darmſtadt, zu melden wiſſen von der ſichtlichen Ergrif= Hirſchhorn, der die Verwaltung der Sammlung obliegt,
Eeitung dieſer hochintereſſanten Veranſtaltung lag in den fenheit der Feſtgäſte. Die Einladungen zum „Deutſchen betraute mit dieſer intereſſanten und nicht leichten Arbeit
biwährten Händen des Herrn Revierkommiſſärs Linde=
Feſt” werden in den nächſten Tagen ergehen, und es ſteht den jungen Mainzer Kulturhiſtoriker F. Th.
Klingen=
m ann. während als Prüſungsleiter Herr
Kriminalſchutz=
iann Weber fungierte. Dieſe Vorprüfung ſtand außer außer Zweifel, daß der hohe künſtleriſche Wert der Dar= ſchmitt, der ſeinerzeit die aus ſo verſchiedenartigen
Ge=
ettbewerb und zeigte in ſehr anſchaulicher Weiſe, welche bietungen den beiden Feſtabenden ein erwartungsvoll bieten zuſammengetragene Sammlung katalogiſiert.
Wenn=
gleich die Sammlung einzelne bemerkenswerte
Holzſkulp=
ühe und Arbeit die Führer für die Heranbildung eines gefülltes Haus bringen wird
X Möblierte Zimmer geſucht!. Zur Tagung des Ro= turen des 18. Jahrhunderts und einige intereſſante
kera=
olizeihundes aufzuwenden hatten, um dieſe Tiere zum
ſtölizeidienſt verwendbar zu machen. Nur die beſten ten Kreuzes vom 12.—17. Oktober ſind ſo viel Teilnehmer miſche Objekte (darunter Frankenthaler Porzellan)
ent=
meiſt Damen — von auswärts angemeldet, daß es hält, ſo liegt doch ihr Hauptwert auf lokalhiſtoriſchem
Ge=
gunde waren zur Prüfung geſtellt, und zwar 1. Rolf,
redale=Terrier (Beſitzer und Führer Kriminalſchutz= noch nicht möglich war. für alle geeignete Unterkunft zu biete. Eine beſondere Anziehung dürfte der
ornitholo=
nann Weber); 2. Prinz, Deutſcher Schäferhund (Füh=ſchaffen. Herrſchaften, die noch ein oder mehr Zimmer giſche Teil der Sammlung bilden, deſſen Bearbeitung die
eir und Beſitzer Schutzmann Roth); 3. Cäſar, Deut=— gegen Bezahlung oder unentgeltlich — zur Verfügung Oberförſterei ſelbſt für die nächſte Zeit plant. Nach
Be=
cer Schäferhund (Führer und Beſitzer: Schutzmann ſtellen können, werden dringend gebeten, dies beim endigung der Geſamtinventariſation ſoll, wie wir hören,
Fäger); 4. Lona, Deutſche Schäferhündin (Beſitzer und Verkehrsbureau, evtl. mit Angabe der Preiſe, an= ein kleiner überſichtlicher Katalog ausgearbeitet werden,
der den Beſuchern das Verſtändnis der einzeinen Obſete
Führer Schutzmann Seng); 5. Lord, Airedale=Terrier zuzeigen.
P eſitzer und Führer Schutzmann Hauſer); 6. Bella,
* Bilder vom Tage. In der Auslage unſerer Expe= weſentlich erleichtern dürfte. Es ſteht zu hoffen, daß dieſe
Rottweiler (Beſitzer und Führer Schutzmann Fries); 7. dition (Rheinſtraße 23) ſind von morgen ab folgende Bil= Neuerung das Intereſſe, welches ſich ſchon ſeither der
Prrinz, Rottweiler (Beſitzer Großh. Polizeiamt Darm= der neu ausgeſtellt: Das am 18. Oktober zur Einweihung Sammlung zuwandte, noch erheblich ſteigern und daß die
DerLangbeinſche Sammlung für die Beſucher Hirſchhorns
ſeiddt, Führer Schutzmann Landmann). Gezeigt wurde zu= gelangende Völkerſchlachtdenkmal bei Leipzig.
kichſt. Naſenarbeit der Dienſthunde an der Leine deutſche Flieger Helmuth Hirth, der Sieger beim Waſſer= neben der einzigartigen Naturſchönheit eine
Haupt=
u. Aufnehmen der Spuren und Aufſuchen von Feld= flug=Meeting in Como (Italien). — Von den Manövern anziehungskraft bleiben wird.
(Jahrhundertfeier.)
B. Stockſtadt, 11. Okt.
rwlern und Obſtdieben, ſowie Suche=Apportarbeit ohne in Dänemark, König Ehriſtian mit ſeinem Generalſtab
ktäne im freien Gelände. Sämtliche älteren Tiere löſten auf einer Anhöhe. — Königin Wilhelmine von Holland Auch in unſerem Orte ſoll die Jahrhundertfeier der
Völ=
hi: ihnen geſtellten Aufgaben trotz heftigen Gegenwindes
kerſchlacht bei Leipzig in würdiger Weiſe gefeiert werden.
im Manövergelände.
geradezu glänzender Weiſe, ohne ein einziges Mal zu
Sonntag, den 19. Oktober, findet morgens ein feierlicher
ſerſagen. Auch die jungen Tiere, denen die aleich ſchwe=
Feſtgottesdienſt ſtatt, den ſämtliche hieſige Vereine beſuchen
Darmſtädter Wochenmarkt.
eſt Aufgaben geſtellt waren, zeigten eine gute Naſen=
und wobei außer dem Kirchengeſangverein und den
Schul=
r ſſur, wenn auch die Löſung der Aufgaben nicht ſo ganz
kindern auch der Geſangverein Frohſinn je ein Chorlied
Marktpreiſe am 11. Oktober.
ſollkommen wie bei den älteren erfolgte. Der zweite
.Roſenkohl, ½ kg 25—30 Pf. vortragen werden, und zwar ſingt letzterer Verein unter
ſek der Vorführung erfolgte am Steinbrückerteich, HierButter ½ kg . . 1.35 M
Gelberüben, ½ g 5 Pf. Mitwirkung ſeiner früheren Mitglieder, wodurch eine
ſtatt=
in Parien, ½, kg 1,30 M
ni.d eine hochintereſſante Waſſerprüfung der
Bohnen, ½ kg 20—25 Pf.liche Sängerſchar zur Verfügung ſteht, mit Muſilbeglei=
7—11 P
ier, Stück
ſienſthunde im Schwimmen, Aufſuchen und Rettung Er=
Gurken, Stück . 5—30 Pf. tung das herrliche Lied: „Die Himmel rühmen des Ewi=
22 Pf
inkender, ſowie Apportieren von ins Waſſer geworfenen Schmierkäſe, ½ Lit. 20-2
gen Ehre”. Abends bewegt ſich ein Fackelzug durch die
Uegenſtänden ſtatt, die von ſämtlichen Hunden trotz Handkäſe, Stück . 4—10 Pf.
Geflügel, Wildbret:
Hauptſtraßen und wird auf einem geeigneten Platze vor
kalten Waſſers ſicher gelöſt und mit reichem Beifall Kartoffeln, Ztr. 2,25-2,50 M. Gänſe, ½ kg 0,90—1,00 M. dem Orte ein Freudenfeuer abgebrannt, wobei Anſprachen
Kumpf (10 Liter) 40—45 Pf.
t Zuſchauer ausgezeichnet wurde. Beſonders die
Enten, Stück 3,50—4,00 M. mit Liedervorträgen der Geſangvereine Sängerbund,
3—4 Pf.
kg
eiſtungen der Polizeihunde Rolf, Prinz (Beſitzer Roth),
Hahnen, Stück 1,50—2,50 M. Frohſinn und Kirchengeſangverein abwechſeln und die
aſar und Lona, von denen einer die ins Waſſer gewor=
Mäuschen, ½ kg 8—9 Pf. Hühner, Stück 2,50—3,00 M.Turner eine herrliche Pyramide ſtellen werden.
nee Puppe auf dem Rücken ans Land brachte, ſind be=
Obſt u. dergl.:
Tauben, Stück 60—70 Pf.
* Mainz, 10. Okt. (Duell.) Der Leutnant Paul
hniders hervorzuheben. Den letzten und intereſſanteſten Teil Aepfel, ½ kg . 10—20 Pf. Haſen, Stück
3—4 M.
Vogt vom Thüring. Fußartillerie=Regiment Nr. 18
e: Vorführung bildeten die im Walde am Woogsberg Zitronen, Stück . 7—8 Pf. Lapins, Stück 0,90—1,00 M.
wurde vom Kriegsgericht der 21. Diviſion wegen eines
lſehanſtalteten Sanitätsübungen, beſtehend im Apfelſinen, Stück 8—10 Pf.
im Juli d. J. in der Haſenheide bei Berlin mit dem
Fiſche:
ufſuchen und Verbellen verwundeter und verunglückter Birnen ½ kg . 8—25 Pf.
90 Pf 1 Rechtsanwalt Rouger=Berlin ſtattgehabten Duells zu drei
kenſonen, ſowie Revieren im Walde nach Wilddieben Zwetſchen, ½ kg 9—10 Pf. Hecht, ½ kg
Aal, ½ kg 0,90—1,00 M. Monaten Feſtungshaft verurteilt. Die Verhandlung fand
ne Einbringung derſelben zur Polizeiſtation, Aufſuchen Pfirſiche, ½ kg 50—75 Pf.
Karpfen, ½ kg 70—80 Pf. unter Ausſchluß der Oeffentlichkeit ſtatt.
n=Perfolgen von doppelt durchkreuzter Spur und Her= Trauben,
½ kg 35—50 Pf.
Mainz, 11. Okt. (Erweiterungen des
Main=
ibringung von verlorenen Gegenſtänden. Auch hier
Brombeer., Schopp. 12-14 Pf. Andere Rheinfiſche,
Das Empfangs=
35—60 Pf. zer Hauptbahnhofs.)
½ kg . .
lligten die einzelnen Polizeihunde in glänzender Weiſe Steinpilze, ½ kg . 60 Pf. Rotzungen, ½ kg 50 Pf. gebäude des Mainzer Hauptbahnhofs genügt ſeit
län=
re vorzügliche Dreſſur und ganz beſonders der Airedale=
Salat, Gemüſe uſw.:
Schollen, ½ kg 30—40 P
gerer Zeit nicht mehr den modernen Anſprüchen an einen
ſerrier Rolf löſte ſeine Aufgaben mit einer
anerkennens=
ſerten Sicherheit. Die ſämtlichen Vorführungen wurden Kopfſalat, Stück. 5—6 Pf. Kabelfau, ½ kg 18—25 P
großen Bahnhof, es wird deshalb in abſehbarer Zeit
einem Umbau unterzogen, wozu die Pläne von
n dem zahlreichen Publikum mit reichem Beiſall aus= Endivien, Stück 5—6 Pf. Schellfiſche, gr., ½ kg 30 Pf
dem kürzlich verſtorbenen Regierungs= und Baurat
zeichnet. Den Schluß der geſtrigen Veranſtaltung bil= Feldſalat, Körbchen 10 Pf. Bratſchellfiſche, ½ kg 20 Pf.
½ kg 19 Pf. Mettegang angefertigt ſind. Die Ausarbeitung der
t. die Löſung einer beſonders komplizierten Aufgabe Radieschen Bündel 3 Pf. Goldbarſch,
t-Prüfung des Spürſinnes und der Mannarbeit derRettiche, Stück . 3—10 Pf. Seelachs, ½ lg . . 20 Pf. Einzelheiten erfolgt zurzeit. Wie verlautet, handelt es
Bündel .
5 Pf
ſich in der Hauptſache um eine Vergrößerung der
lunde, die von dem Redakteur der Deutſchen Polizei=
In den Fleiſchſtänden
t Schutzhunde=Zeitung, Herrn Dörr=Frankfurt a. M., Meerrettich, Stück 20—35 Pf.
f.Rindfleiſch, ½ kg . 70 Pf.Empfangshalle, die zu klein iſt. Dagegen ſind die
ſtallt war und die nur vor Sachverſtändigen ſtattfand. Roterüihen, Bündel . 5 V
Warteſäle vollſtändig ausreichend. Jedenfalls wird man
5—6 Pf.
Hackfleiſch, ½ kg . 76 P
kg.
lckh dieſe Aufgabe wurde zur Zufriedenheit von den
Ihelnen Tieren gelöſt, die damit ihre gute Dreſſur und Zwiebeln, ½ kg . 7 Pf. Rindsfett, ½ kg 56 Pfaber in Zukunft die Sperre vor den Warteſälen
beſeiti=
gen, ſo daß auch Perſonen ohne Fahrkarten
ſe hohe Ausbildung ihres Spürſinnes zeigen konnten. Tomaten, ½ kg . 15 Pf. Rindswürſtchen, Stück 15 Pf. die Warteſäle bezw. die Reſtauration benutzen können,
Un 6 Uhr war die Veranſtaltung beendigt und verſam=Spinat, ½ kg 10—12 Pf. Schweinefleiſch, 1 kg9s Pf.
wie das auch in anderen großen Bahnhöfen der Fall iſt.
ielren ſich hiernach die Teilnehmer noch auf dem Heiligen Weißkraut, Stück 5—12 Pf. Geſalzenes und Koteletts,
Während dieſer Umbau des Empfangsgebäudes ſich
1 M.
Zeniner 120—1,30 M.
kg.
Die am
ſteutz zu einem gemütlichen Zuſammenſein. —
Uuigen Sonntag ſtattfindende Hauptprüfung der Rotkraut, Stück 8—35 Pf. Schwartemagen u. Fleiſch= alsbald verwirklichen wird, ſteht die geplante
Erweite=
rung einſtweilen noch in weiter Ferne. Verbreitern läßt
Aliezei= und Schutzhunde auf dem Sportplatz zur Wind= Blumenkohl, Stück10—50 Pf. wurſt, ½ kg
.90 Pf. ſich auf dem Bahnhof nicht mehr viel, ſpeziell auf der
ſüh le an der Pallaswieſenſtraße beginnt am Vormittag Wirſing, Stück . 3—10 Pf. Leber= und Blutwurſt,
Stadtſeite iſt das ausgeſchloſſen. Auf der anderen Seite
Mühr und nachmitags 3 Uhr. Es konkurrieren 201 Grünkohl, Stück . 4—5 Pf. ½ kg . . . . . 72 Pf.
iſt das Gelände größtenteils bebaut und ſehr wenig Raum
Pbl. zei= und Schutzhunde um die beſten Preiſe.
vorhanden. Immerhin ließen ſich einige Gleiſe ſchaffen.
* Fortſchrittliche Volkspartei. Wie aus dem Anzeige=
Offenbach, 10. Okt. (6. Heſſiſche Landes=Die Hauptſorge betrifft jedoch die Entlaſtung des
Tunnels, der mit ſeinen zwei Gleiſen trotz der
fürz=
erſichtlich iſt, lädt die Fortſchrittliche Volkspartei ihre
Ktelieder und deren eingeführte Gäſte zu einer Mitglie=geflügelausſtellung.) Der Verband Heſſiſcher lich geſchaffenen weſentlichen Verbeſſerungen in Mainz=
Süd bis zu einem gewiſſen Grade verkehrshindernd wirkt,
Averſammlung für nächſten Dienstag ein. Herr Zöller= Eeflügelzüchter, welcher ſich über das ganze Großherzog=
Aſſelsheim referiert über den Delegiertentag des Reichs= tum erſtreckt, veranſtaltet vom 1. bis 3. November d. J. oder, beſſer geſagt, die ſchnellere Abwickelung des Betriebs
heims liberaler Arbeiter und Angeſtellten. Mit dieſer in ſämtlichen Räumen des Stadtgartens zu Offenbach eine und die Einlegung weiterer Züge zwiſchen Mainz und
ſtelliederverſammlung gibt der Verein ſeinen Mitgliedern Verbandsausſtellung, mit deren Ausführung der nun be= Frankfurt, bezw. Darmſtadt und Worms, ſchwierig macht.
Die Leitung weiterer Züge über die Kaiſerbrücke kann
Freunden weitere Gelegenheit, ſich mit dem Wirken reits 25 Jahre in Offenbach beſtehende Verein für Pogel=
Schaffen in der Arbeiter= nud Angeſtelltenfrage der und Geflügelzucht beauftragt wurde. Mit der Ausſtellung auch dem Uebelſtand nicht dauernd helfen. Man wird
deshalb eines Tages entweder zwei kleinere Tunnels zu
iſt eine Jubiläumsfeier desſelben verbunden.
rtei bekannt zu machen.
Offenbach, 11. Okt. (Jung verdorben.) Im beiden Seiten des jetzigen anlegen, oder aber, was wohl
* Nationalfeier des katholiſchen Frauenbundes.
Achmals ſeien die katholiſchen Leſer und Leſerinnen Hauptbahnhofe zu Frankfurt wurde von der Polizei ein das wahrſcheinlichere ſein dürfte, eine Umgehungsbahn
die Jahrhundertfeier des katholiſchen Frauen=zehnjähriger Knabe feſtgenommen, bei dem man um den Tunnel bauen, etwa in der Weiſe, daß man der
Ades hingewieſen, die heute nachmittag um 5 Uhr in Einbruchswerkzeuge fand. Er ſtammt aus Offenbach. bereits beſtehenden Strecke nach Gonſenheim folgt. vorher
großen Saale des Geſellenhauſes ahgehalten wird. Seine Angehörigen haben gebeten, den Knaben, der ſchor eine neue Strecke abzweigen und dieſe auf die Südſeite
* Das Deutſche Feſt des Allgemeinen Deutſchen Schul=mehrfach Diebſtähle ausgeführt hat, der Fürſorgeerziehung einmünden läßt.
Mainz, 11. Okt. (Adolphus Buſch 1.) Der be=
Aeimns, von jeher in unſerer Reſidenzſtadt ein Ereignis 1zu überweiſen.
Birkenau, 11. Okt. (Jagdpächter.) Merkwürdiges kannte Deutſch=Amerikaner Adolphus Buſch aus St. Louis
n derer Art in der Hochflut feſtlicher Veranſtaltungen,
d diesmal die reiche Fülle ſeiner Darbietungen an drei Pech hatte die hieſige Gemeinde mit ihrer Jagdver= iſt geſtern in Langenſchwalbach geſtorben, Buſch war am
Anden ausgießen. Die beiden erſten Abende, die auf denpachtung. Im vorigen Jahre wurden die drei Pächter 10. Juli 1839 in Mainz geboren. In ſeiner Vaterſtadt be=
Aund 8. November fallen, ſtehen im Zeichen künſtleriſcher des nördlichen Jagdbezirks zahlungsunfähig. Die ſuchte er das Gymnaſium, dann ſetzte er ſeine Studien
Bebung, während der dritte Feſtabend der ungezwun= Wiederverpachtung für die Reſtzeit brachte der Gemeinde auf der Gewerbe=Akademie zu Darmſtadt, die er erfolgreich
Pem Geſelligkeit und lachenden Freude gilt. Die Feſt= einen jährlichen Mindererlös von 200 Mark. Nun wurde abſolvierte und zu Brüſſel fort. So nahm er eine Fülle
Aſtelllungen, zu deren Verwirklichung ſich wiederum der Pächter des ſüdlichen Jagdbezirks, ein Mannheimer der wertvollſten Kenntniſſe mit, als er ſich im Jahre 1857
Anen und Herren der Geſellſchaft in liebenswürdiger Nimrod, wegen Unterſchlagung hinter Schloß und Riegel nach den Vereinigten Staaten begab. Im Jahre 1861
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 12. Oktober 1913.
Nummer 242.
mache Buſch den Krieg gegen die Sübſanaten unter Gene= lſterdam, auſgeführt worden. (Die öfentliche Hauptprobe
Deſt. 10. Ot. (Mertwürdiger Tod) Da
ral Lyon mit und blieb bis 1865 bei der Armee. Hierauf findet morgen früh 10 Uhr im Hoftheater ſtatt)
Stellenvermittler Arwai vergaß vor dem
Schlafengehe=
ließ er ſich in St. Louis nieder und gründete mit F.
An=
eine auf dem Nachttiſch ſtehende Kerze auszulöſchen. Di
heuſer, deſſen Tochter Lilly er 1861 geheiratet hatte, ein
Kerze fiel auf einen daneben liegenden Revolve-
Beauereiunternehmen, deſſen Seele er bald wurde. Sein
Reich und Ausland.
Dieſer entlud ſich und die Kugel drang Arwai ins Her=
Name gewann bald einen guten, internationalen Klang.
ſo daß er ſofort tot war.
Aus der Reichshauptſtadt, 10. Okt. Die von der Ber=
War er doch nicht nur der Induſtriemagnat, einer der wich=
Paris, 10. Okt. (Schreckensſzene im Tiger
tigſten Faktoren im Brauereiweſen der Welt, ſondern auch liner gemiſchten Deputation zur Beratung von Anträgen
der Philanthrop der Volksfreund, der Förderer derfür die Errichtung einer ſtädtiſchen Arbeitsloſen=käfig.) Der 25jährige Pariſer Tierbändiger Amar, de
mehrere Monate an den Folgen der ihm von Löwen zuge=
Künſte. Seine heſſiſche Heimat hat er nie vergeſſen und verſicherung einberuſene Kommiſſion hat den
An=
fügten Bißwunden daniederlag, wurde geſtern bei
ſeiner=
namentlich ſeiner Vaterſtadt große Stiftungen überwieſen. trag, ſofort 500000 Mark zur Unterſtützung von Berliner Wiedererſcheinen in der Menagerie auf dem Pariſer Bell
Buſch war Präſident zahlreicher finanzieller und indu= Arbeitsloſen zu bewilligen, abgelehnt. Es wurde fortplatz lebhaft begrüßt. Zum Danke wollte Amar mi
ſtrieller Unternehmungen; ſtets war er ein Förderer deut= darauf hingewieſen, daß die Berliner Armenverwaltung
ſcher Kultur, ſo gründete er das Germaniſtiſche Muſeum ſeit dem 1. April dieſes Jahres bereits 650 000 Mark über zwei jungen Königstigern, deren Dreſſur er erſt vor wei
zu Harvard. Viele Ehrenprädikate wurden ihm im Laufe die im Haushalt bewilligten Mittel hinaus für Arbeits= Tagen begonnen hat, ein beſonders ſchwieriges Kunſtſtüg
ausführen. Der junge Tiger „Emir” zeigte ſich willfährig
der Zeit verliehen; der Kaiſer und andere Bundesfürſten, loſe uſw gezahlt habe, dazu kämen noch erhöhte Stif= während der „Tiger Sultan” dem Tierbändiger den
Aus=
ſo unter anderen auch unſer Großherzog erſt vor wenigen tungsgelder und erhebliche Summen für die Beſchleunig= gang verſperrte. Amar erhob ſeine Peitſche, aber im ſel
Wochen, haben ihn durch Ordensverleihungen ausge= ung ſtädtiſcher Arbeiten. Durch die Inanſpruchnahme ben Augenblick hatte „Sultan” ſchon die linke Schulter des
zeichnet.
ſtädtiſcher Gelder könne auch eine Beſchränkung öffentlicher Tierbändigers erfaßt, der laut aufſchrie, während das
Rechte eintreten, beſonders bei Wahlen. Es wurde vor=
Worms, 11. Okt. (Verſchiedenes.) Die von geſchlagen, eine ſtädtiſche Kaſſe für Arbeitsloſe mit Bei= Blut ihm durch den Aermel rieſelte. Von den etwa 60ll
der Rheiniſchen Schuckert=Geſellſchaft, der Süddeutſchen tragszwang einzurichten. Die Kommiſſion wird ſich nun Zuſchauern verließ die Hälfte in großer Aufregung das
Diskonto=Geſellſchaft, A.=G und der Stadt Worms ge=
Lokal. Inzwiſchen hatte Amar einen ihm durch das
Git=
mit den Anträgen auf Errichtung einer
Arbeitsloſenver=
meinſam gegründete Geſellſchaft, die ſeinerzeit in den
ter gereichten Revolver ergriffen und die Pranke des
ſicherung nach dem Genter Syſtem und einer beſonderen Tigers durchſchoſſen. Heulend verkroch ſich das Tier und
Vertrag der Rheiniſchen Schuckert=Geſellſchaft mit dem Arbeitsloſenkaſſe beſchäftigen. — Paul Richard Lind=
Rheinheſſiſchen Elektrizitätsverband ein= ner der frühere Generaldirektor der Land= und In= ließ Amar die Ausgangstür frei. Der Tierbändiger wüd
getreten iſt erzielte in dem am 31. März beendeten zwei= duſtriebank Aktiengeſellſchaft in Berlin, der nach Ver= infolge ſeiner neuerlichen Verletzung wochenlang an däs
ten Geſchäftsjahr 1912/13 aus Stromverbrauch und In=übung von Unterſchlagungen in Höhe von 300 000 Mark, Krankenlager gefeſſelt ſein.
ſtallation einen Gewinn von 369941 Mark (i. V. 223 409 die er durch gefälſchte Buchungen und Bilanzen verdeckte
Libau, 11. Okt. (In Sturmesnot.) Auf offer
Mark). Nach der Abſchreibung verblieb ein Gewinn von und Anfang 1913 geflüchtet war, iſt auf Veranlaſſung des nem Meere wurde eine große Anzahl Fiſcherboote vo
34 417 Mark (i. V. 23515 Mark) zu folgender Verwen= deutſchen Konſuls in Neu=York verhaftet worden, einem plötzlichen Sturme überfallen. Rettungs
dung: 1800 Mark (1200 Mark) Rücklage, 30000 Mark Lindner, der am 22. Februar 1913 in Neu=York eingetrof= dampfer retteten viele. Zwölf Fiſcher werden vermißt
(20937 Mark) Dividende von 4 Prozent (i. V. 3 Prozent), fen war, ſoll kürzlich bei einer Enquete über landwirt= ſie ſind offenbar ertrunken.
und Vortrag 2617 Mack (1377 Mark). — Der
Ver=
ſchaftliche Kredite als Sachverſtändiger ausgeſagt haben,
band der Kunſtfreunde in den Ländern am Rhein dabei wurde er erkannt und verhaftet. — Der Kanzler
hält ſeine Tagung zu Worms ab, mit der eine Kunſtaus= der rumäniſchen Geſandtſchaft Michael Ivasco erlitt
Zum 70. Geburtstag des Grafen
ſtellung verbunden ſein wird. Dieſe Ausſtellung, die von heute, als er ſich in einem Droſchkenautomobil in
Lerchenfeld.
den 15 Preisträgern des Wettbewerbs zu Eſſen beſchickt
ſein Bureau begeben wollte beim Zuſammenſtoß eines
wird, wird am 9. November, mittags 12 Uhr, in der Motoromnibuſſes mit dem Wagen, in dem er ſaß, durch
* München, 11. Okt. Der Prinz=Regent richtete
ſtädtiſchen Gemäldegalerie eröffnet werden. Mit der Ta= Glasſplitter nicht unerhebliche Schnittwunden im Geſicht den bayeriſchen Geſandten Grafen Lerchenfeld=Berlinas
gung iſt weiter ein Lichtbildervortrag im Cornelianum und an den Händen.
läßlich ſeines 70. Geburtsfeſtes nachſtehendes Hand
verbunden, der von der Stadt veranſtaltet wird.
Frankfurt, 11. Okt. Das altbekannte Café Bauerſchreiben: Mein lieber Graf Lerchenfeld! Es iſt Ihnen
Mommenheim, 11. Okt. (Unfall.) Dem 18jähri= übergibt heute ſeine neuen Lokalitäten dem Betrieb. Dieſchieden, am 13. Oktober in erfreulicher Friſche und Rüſtis
gen Weinbergſchützen Kroſt ging während ſeines Pa= hervorragenden Wand= und Deckengemälde von Hanskeit das 70. Geburtsfeſt zu feiern. Meine herzlichſtell
Glück= und Segenswünſche ſind Ihnen zu dieſem Ehrentalſs
trouillenganges die Piſtole, die er umgehängt hatte, unver= Thoma ſind nach Anleitung des Meiſters reſtauriert.
mutet los, wobei ihm der Ringfinger der linken Hand
Frankfurt a. M., 11 Okt. (Nacht im Hauptbahn=gewidmet, dem Sie entgegengehen. Er bietet mir einlil
vollſtändig abgeriſſen wurde. Es mußte ſofort ärzt=hof.) Im Hauptbahnhof erloſchen geſtern abend 6,20 Uhr willkommenen Anlaß, meinen warmen Dank für die bies
liche Hilfe in Anſpruch genommen werden.
ſämtliche Bogenlampen des Querbahn=len hervorragenden Dienſte zu bekunden, die Sie, liehe
Nieder=Ingelheim, 11. Okt. (Winzergenoſſen=ſteigs, der Längsbahnſteige, des Tunnels Graf, dem Königshaufe und dem Staate in einer lanſent
ſchaft.) Die diesjährige Generalverſammlung der Win=uſw. durch das Durchbrennen einer großen Sicherung, und ehrenvollen Laufbahn leiſteten. Seit 45 Jahren i
zergenoſſenſchaft war ſehr gut beſucht. Aus dem oder, wie es auch hieß, durch Beſchädigung eines Kabels Staatsdienſte ſtehend jund ſeit 33 Jahren als bayeriſcher
durch Herrn Direktor Muntermann erſtatteten Jahres= bei den Umbauarbeiten. Es dauerte 40 Minuten, ehe es ſandter beim preußiſchen Hofe beglaubigt, entfalteten
bericht iſt zu entnehmen, daß das Geſchäftsjahr 1912/13 wieder hell wurde. In den Bureaus behalf man ſich ſo in allen Jahrzehnten erfolgreicher Tätigkeit eine vorbild
trotz des Verluſtes bei der Genoſſenſchaftsbank in Darm=lange mit Stearinkerzen. Die Warteſäle und Fahrkartenliche Wirkſamkeit. Geſtützt auf umfaſſende Sachkennung
ſtadt noch als günſtig zu bezeichnen iſt. Dieſchalter wurden von der Störung nicht betroffen.
und Erfahrung, vertraten Sie bei der Reichsleitung m
Aktiven betrugen 336 188,37 Mark, die Paſſiven 329 084,57
Annweiler, 10. Okt. (Angriff auf einen Gen=bei der preußiſchen Regierung die Intereſſen Bayerns mi
Mark, mithin ein Reingewinn von 7103,80 Mark. In darmen.) Als geſtern der Gendarmſergeant Kall von unermüdlicher Hingebung und reichlichem Erfolge.Ihl
dieſem Geſchäftsjahr beziffert ſich der Geſamttraubenbezug hier einen Bettler namens Jakob Reichert aus Eſchbach gleichmäßig auf die Pflege des Reichsgedankens wie
auf 99510,12 Mark. Ferner werden 4 Prozent des Rein= zur Rede ſtellte und verhaften wollte, hieb letzterer mit die Wahrung der Intereſſen Ihres Heimatſtaates bedat
gewinnes dem Geſchäftsauthaben der Mitglieder und 10 einem Meſſer auf den Gendarmen ein und verſetzte ihm tes Wirken geſtaltete Ihre Tätigkeit als Mitglied des Bill
Prozent der Betriebsrücklage, der Reſt dem Erneuerungs= einen Stich in den linken Oberſchenkel und in die linke desrates zu einer für das Reich und Bayern in ſeltenel
fonds gutgeſchrieben. Die Mitgliederzahl beträgt jetzt 236. Hand. Einen weiteren Stich führte der Stromer gegen Grade erſprießlichen. Für alle dieſe treuen, unſchätzballl
Bingen, 11. Okt. (Gedächtniseichen.) In hie= die Bruſt des Sergeanten, der am Dienſtbuch desſelben Dienſte, welche die Geſchichte Bayerns ehrenvoll verzt
ſigen Kreiſen wird beabſichtigt, aus Anlaß der Jahrhun= abprallte. Kall machte von ſeinem Seitengewehr Gebrauchnet, ſage ich Ihnen herzlichen und aufrichtigen Dank. M
dertfeier am 18. Oktober Gedächtnisbäume (Eichen und brachte ſeinem Gegner drei Säbelhiebe am Arm und Gott Sie noch lange Jahre freudiger Schaffenskraft m
oder Linden) in ſämtlichen. Gemeinden zu pflanzen. Das Kopf bei, ſo daß dieſer ſchwer verletzt ins Krankenhaus und dem Lande erhalten. Das iſt der von Herzenl
Kreisamt hat ſich zur Beſchaffung der Bäume bereit er= gebracht werden mußte. An ſeinem Aufkommen wird ge= mende Wunſch, mit dem ich Ihren 70. Geburtstag gellt
klärt, falls die Gemeinden einen für dieſen Zweck geeiz= zweifelt. Sergeant Kall wird einige Wochen dienſtunfähig Mit der Verſicherung huldvollſter Geſinnung bin ich
neten Platz zur Verfügung ſtellen.
wohlgeneigter Ludwig, Prinz=Regent. Jagdhaus
ſein.
Friedberg, 11. Okt. (Tödlicher Unfall.) Heute
München=Gladbach, 11. Okt. (Wegen Spionage= berg, 10. Oktober.
vormittag gegen 8 Uhr verunglückte der ledige 28jährigeverdachts verhaftet.) Der hieſige Kaufmann
* München, 11. Okt. Die Bayeriſche Staa
Rangierarbeiter Ph. Daut aus Marköbel im hieſigen Buttger hat beim deutſchen Konſulat in Warſchau Be=zeitung veröffentlicht aus Anlaß des 70. Gebu
Bahnhof dadurch, daß er beim Rangieren zwiſchen ſchwerde eingelegt, weil er wegen eines ganz unbegrün= tages des bayeriſchen Geſandten in Beil
die Puffer kam, wobei ihm der Bruſtkorb eingedrückt deten Spionageverdachts vier Tage in einem War=Grafen von und zu Lerchenfeld folgenden Artikel:
wurde. Er wurde lebensgefährlich verletzt in dasſchauer Gefängnis eingeſperrt war Er ver=Wünſche herzlichen Gedenkens und hoher
Verehrungwel=
hieſige Hoſpital verbracht, ſtarb jedoch bei der Ankunft. langt von der ruſſiſchen Regierung eine Entſchädigung, den den bayeriſchen Staatsmann bei ſeinem Eintritt in dn
Schotten, 11 Okt. (Lehrerheim Vogelsberg.) Nach ſeinen eigenen Angaben wurde Buttger, der Prokuriſt neues Jahrzehnt ſeines an Arbeit, Verdienſten und Erfohll
Unter ſehr zahlreicher Beteiligung aus allen Teilen des einer großen Düſſeldorfer Firma iſt, in Warſchau am 26. gen reichen Lebens geleiten. Graf Lerchenfeld, der ſü
Landes fand hier die diesjährige Hauptverſammlung des September von einem Offizier verhaftet, nachdem er eine einer beneidenswerten geiſtigen und körperlichen Friſſel
Vereins Lehrerheim Vogelsberg ſtatt. Den Verhandlun= Kirche beſichtigt und zuvor vergeblich auf dem deutſchen erfreut, kann an dieſem Tage auf 45 Jahre hingebenden
gen ging nach einem gemeinſamen Mittageſſen die Weihe Konſulat, das bereits geſchloſſen war, ſich einen Dolmet=Wirkens und vorbildlicher Pflichterfüllung im Dienſtelſtll
der Backes=Eiche voraus. Der erſte Vorſitzende Lehrer ſcher zu beſorgen verſucht hatte. Buttger wurde zur Wache nes Heimatſtaates zurückſchauen. Im Verlaufe einer gleich
Dern=Offenbach, wies in ſeiner begeiſternden Feſtrede auf geſchleppt und bis auf die Haut durchſucht. Seine Bitte, raſchen wie glänzenden Karriere iſt es ihm beſchieden
die großen Verdienſte hin, die der ehemalige Obmann ihn telephoniſch mit dem deutſchen Konſulat zu verbin= weſen, in ungewöhnlich jungen Jahren auf den veran
Backes ſich um die Erhaltung des Lehrerheims erworben den und in ſeinem Hotel Erkundigungen über ſeine Iden=wortungsvollen Poſten des bayeriſchen Geſandten=beim
hat. Nach der Rechnungsablage der Hauptverſammlung tität einzuziehen, wurde abgeſchlagen. Er mußzte in vorVerliner Hofe gerufen zu werden, den ſchon ſein Wälen
betrugen die Einnahmen 8998 64 Mark denen eine Aus= Schmutz ſtarrenden Gefängniskleidern den Sonntag und ein um Bahern hochverdienter und vom Königlichen Hauſt
gabe von 897706 Mark gegenüberſtand. Die von Ela=Montag zubringen. Ein Brief an das deutſche Konſulat überaus geſchätzter Diplomat belleidet hatte. Seit fü
rius=Langen ins Leben gerufene Stiſtung „Lehrerfrauen= wurde nicht befördert Erſt am Dienstag wurde er nach leinem Menſchenalter iſt Graf Verchenfeld in dem behel
dank an Vater Backes” iſt auf 2500 Mark angewachſen. kurzem Verhör entlaſſen. Vorher war ihm mitgeteilt wor=tungsvollen und umfaſſenden Wirkungskreis tätig, der ſich
Nach dem durch den Vorſitzenden dargebotenen Jahres= den, er ſei auf Grund eines Geſetzes zur ſSicherheit des im Jahre 1880 in der Reichshauptſtadt ſeinem durch Bil
bericht iſt die Zahl der Mitglieder wieder um 121 ge= Landes verhaftet worden, weil er ein Gebäude beſichtigtdung wie ſtaatsmänniſche Begabung gleich” ausge
wachſen und die Schuld auf Anteilſcheinen hat ſich im habe.
zeichneten, regen und reichen Geiſte erſchloſſen hat.
e=
letzten Jahre außer der regelrechten Amortiſation um volle
Oldenburg, 10. Okt. (Feuer im Reſidenz=tragen vom Vertrauen ſeiner Herrſcher, geehrt durchdie
1000 Mark vermindert. Der Beſuch des Heimes warſchloſſe.) Heute abend entſtand in einem Küchenflügel Wertſchätzung dreier Deutſcher Kaiſer und Könige v
während des Sommers ſo groß, daß nicht allen Anforde= des alten Reſidenzſchloſſes ein Brand. Der Feuerwehr Peußen, hat er mit vollem Erfolg die herzlichen und imig
rungen entſprochen werden konnte. Der Voranſchlag gelang es, gegen 10 Uhr das Feuer auf ſeinen Herd. zu be=gen Beziehungen zu pflegen verſtanden, die die erlauchig
wurde mit 3410 Mark in Einnahme und Ausgabe gutge= ſchränken. Bei dem Feuer konnte außer der BibliotherDynaſtien Wittelsbach und Hohenzollern verbinden.Als
heißen. Die ausſcheidenden Vorſtandsmitglieder wurden die werivolle Kupferſichſammlung des Großherzogs ge=baheriſcher Bevolmnächtigter zum Bundesrat hat er mitt
wiedergewählt. Gemäß den geſtellten Anträgen wurde be=rettet werden. Auch die Silberkammer wurde durch das unermidlichem Eifer und hervorragender Sachkenntnis an
ſchloſſen, einen Fonds für baldige Erweiterung des Leh= Militär geräumt und erlitt keinen Schaden. Der Groß=der Erledigung der Reichsgeſchäfte teilgenommen und dant
rerheims zu gründen.
herzog, der mit ſeinen Kindern auf ſeinem Gut Lenſahn dem Verhältnis freundſchaftlichen Vertrauens, in daser
weilt, wurde telegraphiſch benachrichtigt. In der Biblio=mit den fünf Kanzlern des Deutſchen Reiches zu treten
thek befindet ſich das einzige Exemplar einer niederdeut= wußte, wiederholt das Gewicht ſeines perſönlichen Anſen
Kunſtnotizen.
ſchen Abſchrift des Sachſenſpiegels, das von unſchätzbarem hens in der Entſcheidung wichtiger Fragen geltend machen
(eber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nacht
Wert iſt.
können. In ſeiner Wirkſamkeit als ſtimmführendes Mitt
ſtehenden Ernähnung geicheht, behült ſich die Rebation ihr ürteit vor.
Halle a. S., 10. Okt. (Verhaftung von Mäd=glied des Bundesrats hat er es allzeit verſtanden, die
— Erſtes Sinfonie=Konzert der Hof=chenhändlern.) Aus einem Zuge der Bahnſtreckeentſchiedene Wahrung der bayeriſchen Intereſſen mit
kapelle. Nach den uns vorliegenden Berichten hat die Guben-Halle wurden drei Mädchenhändler, die mehrere ner Hochhaltung des Reichsgedankens zu vereinigen, die im
Leitung der Hofmuſikkonzerte für das erſte Konzert am ſechzehnjährige Mädchen mit ſich führten, verhaftet. Einnationalen Intereſſe begründet iſt. Ein liebenswürdiger
morgigen Montag in dem Pianiſten Telémaque Lam= Mitreiſender hatte die in ruſſiſcher Sprache geführte Unter=Kavalier ein Mann von maßgebendem Urteil in den
brino eine glückliche Wahl getroffen. Der in Odeſſa 1878 haltung belauſcht und veranlaßte einen zufällig im Zuge Fragen der Kunſt wie des geſellſchaftlichen Lebens, voll
von griechiſchen Eltern geborene Künſtler hat in jüngſter fahrenden Poliziſten, die drei zu verhaften. Das Reiſezielfeinen Humors, eine in ihrem ganzen Weſen ritterliche
Zeit auch in Darmſtadt in eigenen Abenden Proben emi= der Verhafteten war Braſilien.
und vornehme Natur, eine ſtarke und ausgeprägte
Per=
nenten Könnens gegeben. Das Dresdner Journal berich=
Kiel, 11. Okt. In Drage (Schleswig) wurde heute ſönlichkeit, hat Graf Lerchenfeld ſich auch außerhalbeder
tet: „Was für Herrn Lambrino einnimmt, iſt die urwüch= nacht der 80jährige Landmann Wehden in ſeiner Woh= höfiſchen Stellen und diplomatiſchen Kreiſe der=
Reichs=
ſige Kraft. mit der er ein Werk wie Brahms Sonate F=Moll nung von Einbrechern erſchofſen, die, den Schleswiger hauptſtadt herzliche Sympathien zu erwerben gewußt und
op. 5 anfaßt . . . Eine ganz prächtige, reife Leiſtung bot Nachrichten zufolge eine größere Summe raubten.
genießt beſonders im Reichstag hohe Achtung. Mit den
Breslau, 11. Okt. (Richtigſtellung.) Zu der Ereigniſſen der letzten drei Jahrzehnte deutſcher Geſchichten
der Künſtler ſodann in Beethovens Waldſtein=Sonate, die
uns wohl ſelten ſo geſchloſſen, klar und individuell geſtal= am 3. Oktober gebrachten Notiz, daß der Direktordes iſt die Tätigkeit des Grafen Lerchenfeld eng verknüpft,
Lambrino ſpielt morgen das Varietés „Zeltgarten”, Romani, unter Hinter=der auf den Erinnerungstafeln dieſer Epoche kraftvoller
tet entgegengetreten iſt.”
C=Moll=Konzert von Beethoven, die As=Dur=Berceuſe von laſſung großer Verbindlichkeiten von Breslau ver=Entwicklung des Reiches ſich einen Ehrenplatz geſichertae
Chopin und die berühmte, die höchſten techniſchen Anfor=ſchwunden iſt, wird folgendes mitgeteilt: Romani Seinem verdienſtvollen Wirken ſind fürſtliche Gunſtbeweiſe
derungen ſtellende „Campanella” von Paganini=Liſzt. An hatte das Varieté „Zeltgarten” auf 7 Jahre gepachtet in reichem Maße beſchieden geweſen. An dem Taae, al
orcheſtralen Beſtandteilen enthält das Programm Beetho= Nach Ablauf von 1¼ Jahren hatte er ſeine geſamten Er=welchem weiland Seine Könialiche Hoheit Prinz=Regen
vens Egmont=Ouverture und als Novität die 1 Sinfonieſparniſſe in Höhe von 70000 Mark zugeſetzt. Um nicht in Luitpold von Bayern unter freudiger Anteilnahme des
deutſchen Volkes ſein ſiebziaſtes Geburtsfeſt feierte, wurde
von Ewald Sträſſer. Das Werk dankt ſeine Entſtehung Schulden zu geraten, verließ er Breslau.
einem viermonatigen Erholungsurlaub des Komponiſten
Görlitz, 10. Okt. (Im Bade verbrüht.) Im er durch die gleichzeitige Verleihung des höchſten bayeri=,
am Vierwaldſtätterſee, wo die Sinſonie in der erſtaunlich ſtädtiſchen Krankenhaus wurde einer 19jährigen Patientin ſchen Ordens, des Hausritterordens vom heil. Hubertus,
kurzen Zeit von April bis Auguſt 1908 geſchrieben wurde. ein Dampfbad verordnet, das ſo heiß war, daß die Kranke und der höchſten preußiſchen Auszeichnung, des Schwar=
Mit glänzendem Erfolge iſt das Werk in faſt allen großen verbrüht wurde und eine Stunde ſpäter ſtarb Die Staats=zen Adlerordens, in ungewöhnlicher Art und Weiſe ge=
Konzertfälen, darunter Wien, Berlin, Leipzig, Frankfurt, anwaltſchaft beſchlagnahmte die Leiche. Eine Wärterin ehrt. Zu ſeinem ſiebzigſten Geburtsfeſte vereinigen ſich dil=
Gedanken aller, die wiſſen, was die Perſönlichkeit und
Dresden, Düſſeldorf, Köln, Chikago, Philadelphia, Am= wurde vom Dienſt ſuspendiert.
Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 12. Oktober 1913.
Seite 7.
hrs Wirken des Grafen Lerchenſeld für Dahern und das f. 8. 2 ſein, reſpelive weitere kechnſche Verbollommnmn, i ſchwachen Einſihe der bebachteten Fernbeben wurden
eich bedeuten, zu den wärmſten Glück= und Segenswün= gen zeigen. „L. 4” iſt das erſte Luftſchiff der Marine nach dadurch unſicher und verhindern eine Herdberechnung.
cen und zu der aufrichtigen Hoffnung, es möchten ihm dem Typ Schütte=Lanz. Auch bei ihm ſind alle bisherigen
* Stuttgart, 11. Okt. Heute nacht verzeichneten
ſtoch lange Jahre ungebrochener Schaffenskraft zum Wohle Erfahrungen der Marine=Luftſchiffahrt berückſichtigt wor= die Inſtrumente der Erdbebenwarte Hohenheim
ſernes weiteren und engeren Vaterlandes vergönnt ſein. den. Wie die B. Z. erfährt, wird das in der Nordſee zwei Fernbeben, deren Herd in etwa 8000 Kilometer
Ent=
untergegangene Luftſchiff „L. 1‟ nicht ſofort durch ein fernung liegt. Das erſte ſchwächere Beben hatte ſein
neues erſetzt werden, ſondern es wied das vorgeſehene Maximum heute früh 3.46 Uhr, das zweite um 6.15 Uhr.
Kongreſſe und Verbandstage.
Bauprogramm für die Marine=Luftſchiffe genau ſo
durch=
geführt werden, wie es urſprünglich vorgeſehen war, ohne
Verein zur Wahrung der
Rheinſchiff=
beſondere Beſchleunigung.
fahrtsintereſſen.
Gerichtszeitung.
* Straßburg, 11 Okt. Im Heim der Handels=
* Frankfurt, 11. Okt. Prinz Heinrich von
ſu mmer, dem alten „Palais de Commerce”, tagt heute, Preußen beſichtigte geſtern unter Führung von Dr.
Der Kiewer Ritualmordprozeß.
ars den Hauptrheinſtädten, namentlich aus Mannheim, Linke das neue Taunus=Obſervatorium des
* Kiew 10. Okt. Im Ritualmord=Prozeß wies der
fart beſucht, unter dem Vorſitze des Kommerzienrates Phyſikaliſchen Vereins auf dem Kleinen Feldberg. Der Staatsanwalt darauf hin, daß ausführliche
ſteno=
uſtav Stinnes=Mülheim an der Ruhr, die 9. or= Prinz intereſſierte ſich beſonders für die meteorologiſchen graphiſche Berichte über die
Gerichts=
dntliche Hauptverſammlung des Vereins zur Wah= Einrichtungen im Intereſſe der Sicherung desverhandlung abgedruckt würden; eine derartige
ung der Rheinſchiffahrtsintereſſen e. V., Flugweſens und der Luftſchiffahrt und er= Veröffentlichung finde er unangebracht,
beſon=
leitz Mülheim an der Ruhr. Seitens der Regierung iſt kundigte ſich eingehend nach den Arbeiten, die in dieſer ders angeſichts eines ſo wichtigen Prozeſſes, der für die
iniſterialdirektor v. Traut mit mehreren
Miniſterial=
ſäten, ſeitens der Stadt Straßburg Oberbürgermeiſter Richtung angeſtellt werden.
ganze Welt bedeutungsvoll ſei. (?) Dies ſei eine Ver=
Frankfurt a. M., 11. Okt. Das Luftſchiff letzung der Statuten des Kriminalgerichtsverfahrens, denn
Dr. Schwander an der Spitze zahlreicher
Gemeinderats=
nitglieder erſchienen. Vor Eintritt in die Tagesordnung „Viktoria Luiſe” wird am Samstag, den 18. Oktober, ſo erhielten die Zeugen die Möglichkeit, ſich mit dem
t b Direktor Knecht=Mannheim unter allgemeiner Zu= 50=Mark=Fahrten über Frankfurt anläßlich der Jahrhun= Gange der Verhandlungen bekanntzumachen. Die
Ge=
ihrmung die Erklärung ab, daſ für das Projekt „Errich= dertfeier der Völkerſchlacht bei Leipzig unternehmen. Jedeſchworenen ſeien von der Oeffentlichkeit abgeſchloſſen, die
ung eines Waſſerſtauwerkes bei Gernsheim” der Verein Fahrt wird zirka ½ Stunde dauern. — Das Luftſchiff Zeugen nicht. Durch die Veröffentlichung der
Steno=
ticht eintreten könne, weil dasſelbe den Intereſſen der „Hanſa” unternimmt am 14. Oktober eine Fernfahrt von gramme würde außerdem die öffentliche Meinung
ſtheinſchiffahrt entgegen ſei. Nachdem Küppers=Duisburg Hamburg nach Berlin. — Das Luftſchiff „Sachſen” unter= bearbeitet. Er beantragte daher, die
Veröffent=
in Rechenſchaftsbericht erſtattet hatte und ſechs ausſchei= nimmt folgende Fahrten: Am Sonntag, den 19. Oktober, lichung der ſtenographiſchen Berichte einzuſtellen. Das
erde Ausſchußmitglieder wiedergewählt waren, hielt eine Landungsfahrt nach Magdeburg, am Montag, den Gericht ließ den Antrag des Staatsanwalts
unberückſich=
beigeordneter Dr. Leoni=Straßburg einen höchſt intereſſan= 20. Oktober, eine Landungsfahrt nach Haida (Deutſch= tigt. Die Verteidiger beſtanden darauf, die Worte des
Staatsanwalts über die Bedeutung des Prozeſſes für die
en Vortrag über die Entwickelung der Schiffahrt auf Böhmen) und vorausſichtlich am Sonntag den 26. Oktober,
ganze Welt, über Bearbeitung der öffentlichen Meinung,
ern Oberrhein und ſpeziell über die Straßburger Hafen= eine Fernfahrt nach Dresden zur Einweihung des neuen
zu protokollieren.
nlagen. Hiernach betrug, um nur eins hervorzuheben, Luftſchiffhafens.
Juſchtſchinskis Kamerad Herſchko Arendar ſagte
er Rheinverkehr Straßburgs im Jahre 1912 rund
— Mailand, 11. Okt. Die Wettflüge der aus, Juſchtſchinski habe ihn bis Weihnachten beſucht, dann
170000 Tonnen, der Kanalverkehr 700000 Tonnen, ſo Waſſerflugzeuge bei Como wurden geſtern mit hlieb er aus Seine Mutter erklärte. Juſchtſchinski weile
aß Straßburg heute nach der Tonnenzahl des Verkehrs den Proben des höchſten Fluges, des ſchnellſten Abfluges bei ſeiner Großmutter. Der Zeuge ſagte weiter aus, der
nſt an der Spitze der Rheinhäfen ſteht. Die Stadt Straß= vom Waſſer und des gemiſchten Aufſteigens vom Waſſer und Ermordete habe ihm mitgeteilt daß er 600 Rubel beſitze,
urg hat bereits 11 Millionen Mark in den Rheinhäfen= vom Land, beendet Bei der letzten Probe, an der Hirth von deren Zinſen er lebe Der Zeuge kennt wedes
ltlagen (Metzgertor und Rheinhafen) inveſtiert und ſteht allein beteiligt war, verſanken die Räder des Apparates Schneerſon nach Aaron Beilis. Moſchko Arendar, der
Va=
m Begriff, eine neue bedeutende Hafenerweiterung vor= in dem vom Regen aufgeweichten Boden. Der Apparat ter Herſchkos, ſchloß ſich den Ausſagen ſeines Sohnes
lunehmen. Weiter ſprach noch Handelskammerſekretär Dr. kippte um und wurde ſchwer beſchädigt. Der erſte Ge= größtenteils an. Die Großmutter des ermordeten
Juſch=
ſaug=Straßburg über die Zukunft der elſaß=lothringiſchen ſamtpreis in Höhe von 10 000 Lire wurde laut Berliner tſchinski, Frau Niejinskaſa, erwiderte auf die Frage
ſſcmalſchiffahrt und Oberbaurat Hermann=Eſſen verbrei= Lokalanzeiger. Garros zugeſprochen, der zweite mit 5000 des Staatsanwalts, ob ihr Enkel ihr geſagt hat, daß ein
lte ſich, bei gleichzeitiger Vorführung von Lichtbildern, Lire fiel an Fiſcher der dritte mit 3000 Lire an Chemet. Jude ihm verſprochen habe, ihm ſeinen Vater zu zeigen,
ber den Rhein=Weſerkanal. Um 2 Uhr fand ein gemein= Hirth erhielt zwei Nebenpreiſe einen erſten von 2500 Lire ſie könne ſich nicht entſinnen. Karapſchewsky ſollte
be=
inies Eſſen im Hotel „Stadt Paris” ſtatt. Abends hat und einen zweiten von 1500 Lire.
zeugen, daß Frau Niejinskaja auch vor dem
Unter=
lit Stadt die Teilnehmer der Tagung zum Beſuche des
* Paris, 11. Okt. Kriegsminiſter Etienne wird ſuchungsrichter keine derartige Ausſage gemacht hat. Das
tadttheaters eingeladen. Der morgige Sonntag bringt morgen in Longwy der Eröffnung des neuen Gericht nahm dieſes an. Der Onkel des Ermordeten,
Pe=
ſie gemeinſame Dampferfahrt auf dem Rhein bis nach Flugparkes beiwohnen und die Frage der Auflaſſung ter Niejinsky, gibt an, er hätte den Luzas Prikhodko
ſautterburg zur Beſichtigung dieſer regulierten Strecke der dortigen Feſtungswerke prüfen, welche von der Be= fälſchlich als Mörder angegeben, infolge von Drohungen
t Oberrheins.
von Agenten der Geheimpolizei Der Arzt Sennizki
völkerung ſeit langem gefordert wird.
ſagte u. a. aus, eine auf dem Polizeiamt in Haft
befind=
liche Wera Tſcheberjak habe ihm, als er ihr mediziniſche
Luftfahrt.
Hilfe leiſtete während eines Geſprächs erzählt, ſie hätte
Sporf, Spiel und Turnen.
Von der Darmſtädter Fliegerſtation.
Material über die Angelegenheit geſammelt, und kenne eine
Die Südweſtdeutſche Zuverläſſigkeitsfahrt.
g. Darmſtadt, 11. Okt. Sergeant Trübbel
Perſon, die demjenigen Geld zu geben bereit ſei, der
Nach den jetzt vorliegenden Feſtſtellungen hatte die Juſchtſchinskis Leiche entdecke. Als er darauf erwidert
der hieſigen Fliegertruppe führte am 6. Oktober mit
ſetnant Müller als Paſſagier einen Flug nach vom „Heſſiſchen Automobilklub” veranſtaltete habe, daß er die Leiche entdeckt habe ſei die Tſcheberjak
ſraßburg aus Die Strecke wurde in 3 Stunden Südweſtdeutſche Zuverläſſigkeitsfahrt folgendes Ergebnis: verlegen geworden und verſtummt. Er habe dem
Unter=
lſchflogen. Die Rückfahrt nach Darmſtadt er=1. Strafpunktfrei ſind und erhalten die große goldene ſuchungsrichter den Vorfall nicht mitteilen können, weil
late am gleichen Tage und landete der Flieger am Nach= Plakette: Baetge=Magdeburg (Benz), Architekt K. er bereits vorher verhört worden war.
Die heutige Verhandlung war bemerkenswert wegen
intag glatt auf dem hieſigen Flugplatz. Die Flug=Müller=Darmſtadt (Protos), Fabrikant
Buſſe=
lamer betrug diesmal nur zwei Stunden. Offenbach (Adler) Ingenieur Göbel=Gießen (Adler). zahlreicher Zuſammenſtöße zwiſchen dem
Staats=
ſer Flieger legte damit ſeine dritte Prüfung ab und er=2. Bepunktet ſind und erhalten die ſilberne Pla: anwalt und den Verteidigern. Jener behauptete, die
a=bſich das Flugführer=Abzeichen. Ferner flog Sergeant kette: Hoflieferant Ober=Darmſtadt (Adlec), Fabrikant Verteidigung bereite ihm fortgeſetzt Schwierigkeiten,
in=
lſtübbel ebenfalls mit Leutnant Müller als Paſſa=Fay=Darmſtadt (Preſto), Wedel= Offenbach (Adler). dem ſie ihn immer wieder unterbreche, dieſe aber beſchul=
Die bronzene Plakette erhalten: Bernhard= digten den Staatsanwalt, er formuliere ſeine Fragen an
ei geſtern, um eine militäriſche Aufgabe zu erledigen,
ſter Frankfurt und Mainz, mußte jedoch wegen Darmſtadt (Opel) Aſſeſſor Müller=Darmſtadt (Opel), die Zeugen mehrfach ſo, daß die Ausſagen, die das Gericht
Errordefekts bei Laubenheim mit vollſtändig abge= Gettmann=Reichelsheim (Opel), Krebs=Mainz erhalte, keine Zeugenausſagen, ſondern
Staatsanwalts=
ausſagen ſeien.
ütem Motor aus 800 Meter Höhe landen. Nach der (N. S.u.).
* Paris. 10. Okt. Der Ritualmordprozeß in
Forderlichen Reparatur flogen die Flieger heute
* Pferdeſvort. Pferderennen zu Auteuil. Kiew veranlaßt den Großrabbiner von
Frank=
tück und landeten mittags glatt auf dem Flugplatz.
11. Oktober. Prix d’ Automne. 3000 Francs. 1. H. de reich A. Lévy zu einem öffentlichen Proteſt, in dem
Mumms Caſablanca IV 2 Le Scorpion, 3. Allia II. es heißt: IIm Intereſſe des Judentums halten wir es
Der Prinz Heinrich=Flug 1914.
88:10: 20. 23. 25:10. — Prir de Rambouillet. 5000 Francs. nicht für geboten, dieſes gegen eine Anklage zu verteidigen,
* Straßburg, 10. Okt. Die in einem Berliner 1. A. Veil=Picards Bozkario, 2. Urbaine, 3. Sulpice. 19110; die im Widerſpruch ſteht zu allen Vorſchriften ſeiner
Re=
hant erfolgte Veröffentlichung des Flugweges des Prinz 14, 46, 26:10. — Prir Congreß. 35000 Francs. 1. A. ligion, ſeiner Tradition, ſeinen Gefühlen und ſeiner
Ge=
kirrich=Fluges 1914 iſt in weſentlichen Punkten nicht zu= Henriquets Chatterbor, 2. Liberateur, 3. Le Mont St. ſchichte. Aber wir müſſen vor der ganzen ziviliſierten
fend. Richtig iſt, daß der Flug von der Südweſt= Michel. 197.10: 34, 88, 33110. — Prir de Maiſons 4000 Welt dieſen Verſuch, eine tauſendmal widerlegte
Verleum=
ſſtſpe unter Mitwirkung der Nordweſtgruppe des Deut= Frs. 1. Braqueſſacs Max. 2. Prince Chriſtian, 3. Les Begur dung wieder auferſtehen zu laſſen, denunzieren und
ſtig=
ſſen. Luftfahrerverbandes veranſtaltet wird, und daß Arts 153:10; 35, 16. 28:10. — Prix du Pau. 4000 Francs. matiſieren.”
Hr mſtadt. Frankfurt, Hamburg, ſowie vorausſichtlich 1 1. Olry=Roederers Bull Doa, 2. La Topaze, 3. Le Morvan.
ſtt Köln in hervorragender Weiſe beteiligt ſind. Es 104:10: 26, 24, 32.10. — Prir Lyonnais. 4000 Francs.
Poincaré in Spanien.
ſird den Fliegern Gelegenheit gegeben werden, Tages=1. Madame Proeureurs Henri IV., 2. Avegron, 3. Utmoſt.
* Cartagena, 10. Okt. Bei der Ankunft des
ſſtangen von nahezu 1000 Kilometer hinter ſich zu brin= 96:10; 26, 56, 51.10.
Königs und des Präſidenten Poincaré feuerten die
Dieſe Entfernung wird, da der Flugweg in
Schlei=
franzöſiſchen und ſpaniſchen Panzerſchiffe und der
eng=
geführt wird, teilweiſe mit Gegenwind zu fliegen ſein.
Erdbeben.
liſche Kreuzer Invineihle‟ Salut. König Alfons begab
*⁎* Erdbebenwarte Jugenheim, 11. Okt., ſich auf das Panzerſchiff „Eſpana” Präſident Poincars
Neue Marine=Luftſchiffe.
12 Uhr mittags. In der Nacht vom 10. auf 11. Oktober auf das franzöſiſche Panzerſchiff „Diderot”. Um 11 Uhr
E.B. Berlin, 11. Okt. Die Heeresverwal= wurden zwei Fernbeben aufgezeichnet, ſcheinbar machte Poincaré dem König einen Beſuch an Bord der
nghat zwei neue Luftſchiffe in Auftrag von demſelben Herd ausgehend, 10000 Kilomeier entfernt. „Eſpana”. Der König und der Präſident beſuchten ſodann
Ageben, die nach ihrer für das Frühjahr 1914 in Aus= Die ſtärkſten Bodenbewegungen waren nachts 3 Uhr 49 den engliſchen Schlachtkreuzer „Invincible‟
und begaben ſich zuſammen auf den „Diderot”, wo der
genommenen Fertigſtellung die Bezeichnung „L. 3‟ Minuten und morgen 6 Uhr 20 Minuten.
Seit kurzer Zeit macht ſich mikroſeismiſche Boden=Präſident dem König ein Frühſtück gab, bei dem der
„L. 4‟ tragen werden. L. 3” iſt nach dem
Zeppelin=
gebaut und ſoll von größerer Leiſtungsfähigkeit als unruhe, wie alljährlich im Herbſte bemerkbar. Die an ſich König und der Präſident nebeneinander ſaßen. Unter den
noch weiter gehen, oder es gar auf die Spitze treiben, wie Jacobs und Heren Globerger, die Chöre von dem
heute abend. Es muß einmal geſagt werden, Großh. Hofchor, der aber nicht immer rein ſang.
broßherzogliches Hoftheater.
Herr Direktor Merz leitete die Aufführung mit
duß es durchaus erwünſcht iſt, die Berechtigung dieſes
Prinzips einmal gründlich nachzuprüfen, und, wenn man feinem muſikaliſchen Verſtändnis und künſtleriſcher Energie.
Samstag, den 11. Oktober.
ſieht, daß man auf einem falſchen Wege iſt, mutig umzu= Das Publikum ſpendete, beſonders am Schluſſe reichen
Zum erſten Male:
kehren. Die Schaubühne iſt zum Schauen da, die Dar= Beifall und rief auch Herrn Merz vor die Rampe
Trotz der ſtilſchönen und prachtvollen Tanzleiſtungen
ſteller wollen geſehen werden, die Kunſt ſoll Licht und
Echo und Narziß
Freude um ſich verbreiten, und ſich nicht vor dem Licht der Duncan=Schule mußte man den Eindruck gewinnen,
von Chriſtoph v. Gluck.
verkriechen und Herz und Gemüt verdüſtern. Denn ſie iſt daß dieſes Operngenre ſich längſt überlebt hat und zu
W-l. Vor anſcheinend ausverkauftem Hauſe gelangte ein Kind des Lichtes und ein Geſchenk des Himmels für neuem Leben nicht zu erwecken iſt. Auch die Gluckſche
te abend durch die Elizabeth Duncan=Schule die Menſchen, die, mühſelig und beladen, kommen, um Muſik, die ſich oft nicht über den Rezitatioſtil erhebt
ſt. v. Glucks letzte Oper „Echo und Narziß”, in Be= ſich an dem friſchen Born der Kunſt zu erquicken.
und mehr oratorienartig iſt, wirkt auf die Dauer durch
eittung von Elizabeth und Auguſtin Duncan und
Bei der Aufführung der Gluckſchen Ballettoper fällt ihre feierliche Monotonie ermüdend, nur in den Geſangs=
Merz, unter der muſikaliſchen Leituna des Direk= dem Ballett die Hauptaufgabe zu, wenigſtens in der Be= nummern ſchlagen des Lebens Pulſe hie und da friſch
der Dunean=Schule, Mar Merz, zur Aufführung.
arbeitung, in der ſie hier zur Aufführung gelangte; die lebendiger. Dies ſoll nicht abhalten anzuerkennen, daß die
Die Bezeichnung dieſes Werkes als Oper entſpricht Geſanasnummern ſind auf drei Stimmen (Sopran, Tenor künſtleriſche Wiedererweckung des längſt vergeſſenen
Wer=
it ganz der Vorſtellung, die wir heute damit verbinden. und Alt) verteilt, außerdem ſind einige Chöre eingefloch= kes ein intereſſantes und dankenswertes Unternehmen war
An würde ſie richtiger eine Ballettoper oder muſika= ten. Die Tänze ſind der choreographiſche und panto= und der Duncan=Schule neue Sympathien und Lorbeeren
Abes Ballett nennen. Auch unſerem heutigen Geſchmack mimiſche Ausdruck der Muſik, man kann im wahren Sinne eingebracht hat.
Frricht ſie nicht mehr und ſie hat für uns nur noch
Vielleicht kann man dies aber noch mehr von den
hsſtoriſches Intereſſe, das ſich an den Namen des aro= des Wortes ſagen, daß hier Muſik getanzt wird.
Meiſters und Reformators der deutſchen Oper an= Natürlich bleibt der Phantaſie vieles überlaſſen, aber fünf der Aufführung des Werkes folgenden
Einzel=
gerade dadurch iſt der Kunſt weiteſter Spielraum und die tänzen — Ludwig van Beethoven: Geſang der Mäd=
Ain.
Bei der Aufführung dieſes gänzlich unbekannten Wer= Gelegenheit zu freieſter und reichſter Betätigung geboten, chen aus „König Stephan” (geſungen von Oda Begas,
Anar es ein Fehler, um dies vorweg zu ſagen, daß dem Daß die Duncan=Schule nach dieſer Richtung hin köchſten Evelyn Moore, Eva Unger, Annemarie Liſchke, Lydia
Wli=kum weder ein Text, noch eine Inhaltsangabe oder Anforderungen gerecht wird iſt wohl ſelbſtverſtändlich, Riethof und Luiſe Sturmfels), Franz Schubert: Drei
Baramm zur Vorführung geſtellt war, ſo daß es weder und die Tänze, ſoweit ihr Eindeuck nicht durch die herr= Walzer und Marche militaire — behaupten, in denen ſich
Uie, was die Tänze darſtellten noch, was die Sänger ſchende Dunkelheit beeinträchtigt wurde waren idegle die Duncan=Schule in ihrem eigentlichen Kunſtelement
Uum, die, dem Publikum unſichtbar, im OrcheſterraumTanzphantaſien in dem genannten Sinne und vorbildliche bewegte und deren Eindruck auch durch die hellere Be=
En. Somit blieb der Phantaſie des Publikums allesTanzleiſtungen. Selten dürfſten an einem Abend ſo viel leuchtung der Bühne gehoben wurde. Die wundervolle
Alaſſen. Ein weiterer großer Fehler war, daß der körperliche Grazie und Anmut, ſo viel Reichtum Schönheit Grazie, die leichtfließenden Bewegungen der geſchmeidigen
inenraum während der ganzen Vorſtellung viel und Plattik in Bewegungen, Rhythmen und Gruppierun= Körper, die bis ins Kleinſte fein ausgebildete Tanztechnik
dunkel war, ſo daß man vielfach nur Umriſſe der gen entfaltet ſein wie heute. Den Höhepunkt der Tanz= und ſtilvolle Ausgeſtaltung der Details und die die Tänze
enden Geſtalten ſah und nur mit der größten An= leiſtungen bildete der herrliche Schlußreigen der acht abſchließenden plaſtiſch ſchönen Gruppierungen fanden
all=
ſeitige Bewunderung, und ſo ernteten dieſe Tänze noch
Allgung ihren Vorführungen folgen konnte, die ſchließ= Damen, auf den auch einmal volles Licht fiel.
Die drei Geſangspartien (Echo, Amor und Narziß) weit reicheren Beifall als die der Gluckſchen Oper. Zum
eine Abſpannung zur Folge haben mußte. Man
e doch mit dem Prinzip der Verdunkelung der Bühne, wurden geſungen von Frl. Feiſtle deren ſchöne Stimme Schluſſe erſchien auch Frl. Duncan mit ihren gelehrigen
ickhon ſo viele Verſtimmung hervorgerufen hat, nicht aufſiel und die noch am beſten verſtanden wurde, Frl. und erfolggekrönten Zöglingen.
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 12. Oktober 1915.
Nummer 242.
Eüſten beſanden ſich der Miniſerpräſident Graf Romano= Paſagieren beſanden. Infolge der berghohen ſnehrere verwundet. Die Unrihen beſchtänken ſich angen
nes, die Miniſter der auswärtigen Angelegenheiten Lopez Seen war es unmöglich, Hilfe zu bringen. ſcheinlich auf ein wenige Quadratmeilen großes Gebie
Munoz und Pichon, der ſpaniſche Marineminiſter Gimena Um 9,30 Uhr hörte man nahe der „Carmania” Geſchrei in dem ſich der europäiſche Einfluß noch nicht genügen
der ſpaniſche Botſchafter in Paris, der franzöſiſche Bot=und ſah Zwiſchendeckspaſſagiere mit Rettungsgürteln im durchgeſetzt hat.
ſchafter in Madrid und der Kommandant des „Invineible”.Waſſer Ein Scheinwerfermann wurde an Vord geholt.
Kronberg i. T., 11. Okt. Das Erbprinzenpaa
Der König und der Präſident richteten ein gemeinſames BeiTagesanhruchſchwamm die „Volturno” von Sachſen=Meiningen iſt heute nachmittg
Telegramm mit ihrer Unterſchrift an den König vonſnoch, die Paſſagiere noch auf dem Hinter=3 Uhr nach achttägigem Aufenthalt im Automobil näsf
England, das lautet: „Wir vereinigen uns, um Eurerteil zuſammengedrängt Der Seegang hatte Meiningen zurückgereiſt. Das Prinzenpaar Heinkich
Majeſtät dafür zu danken, daß Sie den Invineible” in weſentlich abgenommen. Eine Flottille von Booten um= von Preußen und Prinz Sigismund waren zur Verahi
die Gewäſſer von Cartagena entſandt haben. Wir freuen gab das Heck der „Volturno”.
ſchiedung vorher aus Darmſtadt eingetroffen.
uns, dieſes ſchöne Panzerſchiff miteinander beſuchen zu
* Paderborn, 11. Okt. Heute morgen iſt der Direktot
können. Wir bitten Eure Majeſtät, von neuem die
Ver=
des Gymnaſiums, Dr. Henſe, der am 1. Oktober ſein
ſicherung unſerer herzlichſten Freundſchaft entgegenzuneh=
50jähriges Dienſtjubiläum feierte geſtorben.
Die Eröffnung des Panamakanals.
men. — Der König hat den franzöſiſchen Admiralen Bué
* Lemberg, 11. Okt. Nach Blätermeldungen iſt bein
de Lapeyrers, La Caze und Nicol das Großkreuz des Or=
* Waſhington 10. Okt. Präſident Wilſon geſtrigen Abendgottesdienſt in der Synagoge des Maxku
dens des Verdienſtes zur See verliehen.
ſprengte den Gamboadamm des Panamakanals vom Wei= fleckens Chotojow eine Panik ausgebrochen. Inden
ßen Hauſe aus durch einen Druck auf den Knopf einer furchtbaren Gedränge wurden 15 Frauen getöte
Abſchieds=Trinkſprüche.
elektriſchen Leilung. Zu dieſem Zweck waren Drähte und und vieke verwundet.
* Cartagena, 10. Okt. Im Verlaufe des Früh= Kabel auf eine Entfernung von über 4000 Meilen mit=
* Peſt, 11. Okt. Der Peſter Lloyd veröffentlicht einemn
ſtücks brachte Präſident Poincare einen Trink= einander verbunden worden. Die Sprengung die das Wiener Kommentar zu der Aeußerung Paſitſch
ſpruch aus, in dem er erklärte, er freue ſich, daß er den Waſſer des Gatunſees und des Culebra hineinließ, ent= daß Serbien bei den Großmächten auf die Erlangung einet
ganzen Ruhm Spaniens habe an ſich vorbeiziehen ſehen fernte das letzte Hindernis; doch bedarf es noch ſtarker ſtrategiſch ſicheren Grenze gegenüber Albanien beſtehs
können, alle lebendigen Kräfte, eine Gegenwart voller Hoff= Baggerarbeiten, ehe ein interozeaniſcher Schiffsverkehr Der Peſter Lloyd ſagt hierzu, Paſitſch habe wohl mm
nung. Er habe die ſchöne ſpaniſche Armee bewundern und möglich iſt.
proforo interno zur Beruhigung der öffentlichen Meinung
die tapfere Marine begrüßen können. Er ſei von der Auf=
Zur Sprengung des Gamboadammes waren während geſprochen, die durch die albaniſche Aufruhrbewegung ich
merkſamkeit des Königs von England ſehr gerührt, der des letzten Monats 1200 Ladungen Dynamit im Geſamt= begreifliche Erregung verſetzt ſei.
es ermöglicht habe, daß franzöſiſche Offiziere und Mann= gewicht von ungefähr 40 Tonnen aufgeſtapelt worden. Der
Cartagena, 11. Okt. Der König, der geſtern aben
ſchaften mit ihren engliſchen und ſpaniſchen Kameraden durch Präſident Wilſon entſandte Funke brachte jedoch nicht an dem Ball im Kaſino teilnehmen ſollte, ging nicht
im Mittelmeer fraterniſierten, wo zwei Ziviliſationen nock dieſe ganze Maſſe zur Exploſion, ſondern nach den Vor=Land. Dem Impareial zufolge iſt ſein Fernbleiben= aul
mehr durchdringen können und wo die friedliche kehrungen des Oberſten Göthale nur 400 Ladungen. eine leichte Verletzung am Bein zurückzuführem
Union Frankreichs und Spaniens ungeheure Bagger müſſen die Trümmermaſſen entfernen, ehe weitere
* Kornoſchti, 11. Okt. Auf der Station Bjelzü
Vorteile haben werde. Poincaré trank auf das Wohl Dynamitladungen zur Exploſion gebracht werden können. brennen ſeit geſtern die Depots der Ruſſiſchen Handelst.
des Königs und der ſpaniſchen Armee und Marine ſowie
* Panama, 10. Okt. Bunau Varilla, der und Induſtriebank. Der Schaden wird auf über 400000
auf die edelmütige Nation, die dem erſten Beamten Frank= Ingenieur des alten Kanalprojektes, der der Spreng= Rubel geſchätzt.
reichs eine unvergeßliche Gaſtfreundſchaft geboten habe.ung des Deiches Gamboa beiwohnte, ſtellte entſchie=
* Söul, 11. Okt. In dem Prozeß gegen denBe
Der König erwiderte auf den Toaſt Poincarés: den in Abrede daß er mit einem Plane, einen Schiff=ron Yutſchiko, den Vorſitzenden des Vereins chüüllt
„Ihre beredten Worte fanden den Weg zu meinem
Her=
fahreskanal durch Columbien zu bauen, in Ver=licher junger Männer, und gegen ſechs andere, die wegein
zen. Ich danke Ihnen dafür als Offizier und als Chef bindung ſtehe.
einer Verſchwörung gegen das Leben des Generalgoupers
der bewaffneten Macht Spaniens zu Lande und zu Waſſer,
neurs von Koreg, Grafen Terautſchi, verurteilt worden
von der Sie in ſo ſchmeichelhaften und warmen Ausdrücken
waren, iſt das frühere Urteil, einſchließlich des Strafs
redeten. Ein Werk, nicht der Eroberung, ſondern der Zi=
Aus Mexiko.
maßes, beſtätigt worden.
viliſation und des Friedens, dem die ſpaniſchen
* Mexiko, 11. Okt. Nach den jetzt vorliegenden
Soldaten und Seeleute ebenſo wie ihre franzöſiſchen Waf=
— Berlin, 11. Okt. Infolge der ſtarken
Ablüh=
amtlichen und privaten Nachrichten aus Torreon ſind
fenbrüder ihre Kräfte jenſeits der Meerenge auf jenem
afrikaniſchen Boden weihen, den ſie oft mit edlem Deutſche weder umgekommen noch verletztlung in der letzten Nacht, durch die auch in der Stad
worden. Die Mehrzahl der Deutſchen iſt in Torreon das Thermometer bis in die Nähe des Gefriervunkes
Blute tränkten, wird dazu dienen, deſſen bin ich ſicher, an
jenem Tage die Bande, welche die beiden überall benach= zurückgeblieben. Einige ſind auf dem Wege nach Mon= ſank, iſt an exponierten Stellen der Umgegend Reifel
getreten. — In der Aufzugfabrik von Armin Tenneh
barten Völker einigen, enger zu ziehen und das be=terey und befinden ſich in Sicherheit.
* London, 11. Okt. Die Times meldet aus Meriko brach heute morgen ein Großfeuer aus, welchess
reits herzliche Einverſtändnis immer intimer und
frucht=
vom 10. Oktober: Die Nachricht, daß die Rebellen im Be= Apparatelager vollſtändig vernichtete. Es gelang jedoch
barer zu machen. Wir können unſere gemeinſame Wiegt ſitze von Torreon ſind, wird beſtätigt. Detaillierte Nach= der Feuerwehr, den Brand auf ſeinen Herd zu beſchrän
und die dauernden Intereſſen, an die uns heute die umge=
Dresden, 11. Okt. Hier ſind gegenwärtig die
benden Fluten des Mittelmeeres ſtets erinnern, nicht ver= richten fehlen noch. Die Lage flößt große Beſorgnis ein,
toren der ſämtlichen deutſchen Techniſch
geſſen. Ich bin dem König Georg V. ſehr dankbar, daß er es herrſcht aber keine Panik.
* Neu=York, 11. Okt. Einem Telegramm ausHochſchulen zu Gaſte. Sie trafen hier ein, um an
den Panzerkreuzer „Invineible” nach Cartagena geſandt
Mexiko zufolge wurden 110 Abgeordnete die eine Re=feierlichen Einweihung der neuen Hochſchülel
hat, wo ichs vor ſechs Jahren den Beſuch König
ſolution unterzeichneten, in der ſie erklärten ſie wür= teilzunehmen und am Montag in Verhandlungen übe
Eduards VII. glorreichen Angedenkens empfangen habe.
den, falls das Verſchwinden der Abgeordneten kein Ende verſchiedene Studienangelegenheiten der TechniſchenHoc
Ich erhebe nochmals mein Glas Ihnen zu Ehren. Herrnehme, die Kammer auflöſen laſſen und die Sitzungen an= ſchulen einzutreten. Bei der Einweihungsfeier wardlt
Präſident, und trinke auf die franzöſiſche Armee und
Ma=
derswo abhalten, verhaftet und gefangen geſetzt. Die An= heute vormittag auch der König, die Miniſter und Nebſ
rine, auf die ſehr ſtolz zu ſein Sie ein gutes Recht haben,
nahme der Reſolution erfolgte im Zuſammenhang mit den auswärtigen Rektoren zahlreiche Notabeln aus
ſowie auf die benachbarte befreundete Nation.”
dem Verſchwinden des Senators Dominguez, der kürzlich ſenſchaft und Geſellſchaft anweſend. Es ſprachen ulen
* Cartagena, 10. Okt. Der König verabſchie= eine Rede gehalten hatte, in der er Huerta angriff.
miniſter Dr. Beck, Rektor Förſter und ein Vertreterühlt
dete ſich herzlich von Präſident Poincaré und begab ſichk
— Mexiko, 11. Okt. Die Kammer und der Studenten. Morgen abend werden die Rektoren in
an Bord der Eſpana” zurück. Darauf fuhr das fran=Senat wurden im Kongreßpalais durch Truppen auf Prunkräumen des Rathauſes empfangen. Heutead
zöſiſche Geſchwader nach Frankreich ab.
Beſehl Huertas gefangen geſetzt. Die Geſchäfte in aibs ihnen der hieſige Rektor Magnifieus ein Feſtmal
der Stadt werden geſchloſſen. Die Aufregung wächſt. Die Oberbürgermeiſter Geheimrat Dr. Beutler ſprach
die
Urſache der neuen Vorfälle iſt folgende: Senator Domin=Glückwünſche der Stadt aus, Geheimrat Günther fü
Schweres Schiffsunglück.
auez griff kürzlich Huerta in einer Senatsſitzung an Tags im Namen ſämtlicher deutſchen Techniſchen Hochſchu
* London, 11. Okt. Die Cunard=Linie erhielt aus darauf wurde Dominguez verhaftet und verſchwand Es wurde eine Reihe von Ehrenpromotionen
myſteriös. Die Kammer, beunruhigt darüber, verlangte nommen.
Liverpool ein Telegramm, wonach der Dampfer „Vol= Auskunft und faßte eine Reſolution dahin, daß, wenn
Leipzig, 11. Okt. Der erſte Senat des Rei
turno”, der nach Rotterdam unterwegs war, am 7. Okto= Huerta nicht für das Leben der Deputierten garantieregerichtshofes beſchäftigte ſich heute mit der
ber auf offenem Meere in Brand geraten iſt. Auf Anruf der Kongreß ſich gezwungen ſehe, anderswo zu tagen. In affäre, die gegen die Verteidiger im Wolff=Mei
durch drahtloſe Telegramme wurden in 10 Dampfern 521 der heutigen Sitzung erklärte der Miniſter des Innern,nich=Prozeß, die Berliner Rechtsanwälte Dr.ſl
daß die Reſolution eine Beleidigung für Huerta enthalſe; und Alsberg, ſchwebte, und zwar in nichtöffen
Perſonen gerettet. Bei dem Namensaufruf ſollen 236 Per= der Miniſter verlangte daher die Zurücknahme derſelben. Sitzung.
ſonen gefehlt haben.
HB. Wien, 11. Okt. Die Polizei verhaft
Es wurden bereits hundert Deputierte ins Gefäng=
Die Ermordung des die angeblich an einer großen Bühne in Paris engagielle
* Liverpool, 11. Okt. Die Cunard=Linie hat mis abgoführt.
heute früh 6 Uhr 20 Minuten ein drahtloſes Telegramm Schweizers Weniger beſtätigt ſich. Außer ihm 30 Jahre alte Tänzerin Nadine Bernat unteri
von ihrem Dampfer „Carmania” erhalten, wonach der der wurden zwei Ausländer umgebracht, ob es Deutſche ſind, Verdacht, einen Ladendiebſtahl verübt zu haben, woduch
ein hieſiger Geſchäftsmann erheblich geſchädigt i
Uranium=Linie gehörige Dampfer „Volturno”, der auf iſt noch ungewiß.
Neu=York, 11. Okt. In Waſhinaton wird die Nadine Bernat iſt in einem hieſigen vornehmen Hotel äh
der Fahrt nach Neu=York begriffen war, am Morgen des
10. Oktober um 9 Uhr 20 Minuten im 48. Grad 25 Minu=Lage in Meriko als ſehr ernſt angeſehen. Die Regierung geſtiegen. Die Polizei hat heute vormittag in ähl
ten Breite und 34. Grad 33 Minuten Länge in Brand ge= wird weitere Kriegsſchiffe entſenden. Lind Räumlichkeiten eine Hausſuchung vornehmen laſſen,
raten und im Stiche gelaſſen worden ſei. Die Ueberleben= wird in die mexikaniſche Hauptſtadt gehen. Man befürch= Reſultat noch nicht bekannt iſt.
HB. San Remo, 11. Okt. Der Kaufmanna
den ſeien alle aufgefunden worden. Die Zahl der Per=tet jetzt den Aufſchub der Präſidentenwahl. Die
Revolu=
ſonen, welche durch zehn zu Hilfe geeilte Dampfer gerettet tionäre ſollen Torreon als ihre Hauptſtadt erkoren haben, Steuernagel, der nach UnterſchlagungVol
worden ſind, beträgt: „Carmania” 11 Perſonen. „La von wo aus ſie angeblich einen Vorſtoß gegen die Stadt 80 000 Mark im Bankhaus Mumm u. Co. in
Srlt=
furt a. M. die Flucht ergriff, iſt in San Remo verhaftet
Touraine” 40, Minneapolis” 30, „Rappahanneck” 19, Meriko unternehmen wollen.
* Neu=York, 11. Okt. Nach einer Meldung aus worden. Durch ein Dekret des Königs von Italieni
Czar” 102, „Narraganſott‟ 29, „Aeveniam” 59, „
Kroon=
land‟ 90, „Großer Kurfürſt” 105 und „Seydlitz” 56, im Mexiko wurden beide Häuſer von Huerta ſus= er nach Deutſchland ausgeliefert werden. 70 000 Mae
ganzen 521 Perſonen. Unvollſtändige Liſten der pendiert. Die Proklamation der Neuwahlen wird am die man bei ihm vorfand, ſind an die Frankfurtero
bereits abgegangen.
Geretteten befinden ſich an Bord der „Carmania” und 26. Oktober, am Tage der Präſidentenwahl, ſtattfinden.
werden von Queenstown abgeſandt werden. Der Pro=
Urteil im Spionage=Prozeß.
viantmeiſter der „Volturno” nennt folgende Zahlen der
an Bord befindlichen Perſonen: 24 Paſſa=
HB. Leipzig, 11. Okt. Im Spionage=Prozeß
Vom Balkan.
giere 1. Klaſſe, 540 3. Klaſſe und 93 Mann Beſatzung,
vor dem Reichsgericht wurde der Angeklagte Kreutnck
insgeſamt 657 Perſonen. Von dem Dampfer
* Bukareſt, 10. Okt. Die Prinzen Wilhelm wegen verſuchten Verrats militäriſcher Geheimniſſe und
„Kroonland” wurden aufgenommen der Kapitän, der 1., und Viktor zu Wied ſind heute in Sinaig einge= Hehlerei zu 4 Jahren Zuchthaus und 6 Jahren
2., 3. und 5. Ingenieur und zwei Telegraphiſten. An troffen.
Ehrverluſt verurteilt, Schloſſer Dringenberg wegen Ver=
Bord des „Narraganſott” befinden ſich die Bäcker und der
* Bukareſt, 10. Okt. Das offiziöſe Blatt Politika rats militäriſcher Geheimniſſe und Diebſtahls zu 4 Jah
Steward der 3. Klaſſe, an Bord des „Czar” der
Proviant=
ſchreibt: In der ausländiſchen Preſſe ſind phantaſtiſchelren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverluſt, Schloſſer
meiſter und der Arzt, an Bord des „Großer Kurfürſt” 19 Nachrichten über die Haltung Rumäniens ge= Schäfers wegen Beihilfe zum Verrat und Diebſtahls zu
Perſonen, deren Namen noch nicht bekannt ſind.
genüber den neuen Ereigniſſen auf derl1½ Jahren Gefängnis und 3 Jahren Ehrverluſa
* London, 11. Okt. Die Evening News meldet aus Balkanhalbinſel veröffentlicht worden. Die rumäniſche de Sacy wegen Verabredung des Verrats militäriſche
Fiſhquard: Als der Dampfer „Carmania” den! Regierung, die ihre Ruhe bewahrt, glaubt an keine neuen Geheimniſſe zu 1 Jahr Gefängnis. Das Gericht
drahtloſen Hilferufdes „Volturno” empfing, Konflagrationen. Dieſe Verſicherung iſt vom Miniſter= ſah die Angeklagten als überführt an, den Verſuch gemachl
ſetzte er ſich mit Volldampf in Bewegung mit mehr Hei= präſidenten Majoresen gegeben worden und auch der zu haben, Zeichnungen über geheim zu haltende Gege
zern und machte zwanzig Knoten gegen den raſenden König hat ſich in dem in Sinaia abgehaltenen Kronrat ſtände an eine fremde Macht zu verraten.
Sturm. Er erreichte die Volturno” am Mittag und fand im gleichen Sinne ausgeſprochen.
das Vorderteil in hellen Flammen ſtehen. Das brennende
Amtlicher Wetterbericht.
Schiff rollte heftig und ſeine Schrauben hatten ſich in
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Letzte Nachrichten.
die Bootstaljen verwickelt, welche ſechs Boote zu Waſſer
Im Bereiche hohen Druckes und meiſt nördlicher
bringen ſollen. Von dieſen kamen jedoch nur zwei vom
(Wolffs telegr. Korceſp.=Bureau.)
Winde hatte unſer Bezirk geſtern tagsüber kühles Wetſer=
Schiff ab. während vier andere durch furchtbare Seen an
* Berlin, 11. Okt. Die Verhandlungen wegen bei wechſelnder Bewölkung; nachts ſanken die
Tem=
den Schiffsſeiten zerſchmettert wurden, wobei alle
ihre Inſaſſen ertranken. Die „Garmania” ver=Verlängerung der Vereinigung Berliner veraturen bedeutend (Lauterbach Minimum — 19 und
ſuchte vergeblich, ein Boot zur „Volturno” zu ſenden und Stabeiſenhändler und Baneiſenverkaufskontors Nachtfröſte traten ein. Der hohe Druck hat ſeit geſtern
manöprierte dann 100 Fuß von ihr entfernt. Man ſah führten infolge des Verhaltens der dem Baueiſenver= an Stärke und Umfang zugenommen, das weſtliche
die Paſſagiere eng auf dem Hinterteil des Schiffes zu=kaufskontor als Mitglieder angehörenden Konſtruktions= Tief iſt nur wenig oſtwärts gewandert. Wir werdeh.
ſammengedrängt, während die Berſatzung verſuchte die firmen dazu, daß beide Vereinigungen per 1. Dezember morgen unter Hochdruckeinfluß bleiben.
Ausſichten in Heſſen für Sonntag, den 12. Okt.;
Flammen zu bekämpfen. Acht große Dampfer erſchienen 1913 als aufgelöſt zu betrachten ſind.
* Berlin, 11. Okt. Nach einer vom Gouvernement Meiſt heiter und trocken, mäßig warm, nachts ſtarle
im Laufe des Nachmittags. Als ſich gegen Abend der
Sturm gelegt hatte, ſetzten alle Schiffe Boote Kamerun eingetroffenen Meldung des Poſtenführers von Abkühlung, ſtellenweiſe Nachtfroſt.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
aus, die aber die „Volturno” nicht retten konn= Sembe ſind im Sembebezirk Ende Auguſt Unruhen
ten. Bei Einbruch der Nacht benutzte die „Carmania”ausgebrochen. Sembe iſt ein in der öſtlichen Ecke
genchtensworte Heuheit für bament
ihren Scheinwerfer, um die mit den Wellen kämpfenden gelegenes Gebiet, das durch das deutſch=franzöſiſche Ab=
Waschbare Gesundheits-Damenbinde
Schwimmer und Boote aufzufinden Um 9 Uhr brachen kommen vom November 1911 dem Schutzgebiet Kamerun
die Flammen mittſchiffs durch Darauf erfolgte eine zugewachſen iſt. Die Dörſer in der Umgegend von Sembe
44
„ELITE
Erploſion, und nunmehr war das Schiff dem verhalten ſich ruhig, jedoch wurden in der Umgegend von
Untergang geweiht. Es wird ſodann eine an= Sembe gelegene Faktoreien geplündert und niederge= Aerztiich empfohlen. D. R. C. M. Zu haben In
ſchauliche Darſtellung gegeben von dem Schauſpiel, wie brannt Auch ſoll eine Abteilung der franzöſiſchen Grenz=j Apothoken u. einschlägigen Geschäften, sowie im
ſich die „Volturno” von mächtigen Dampfern in einem Expedition in der Nähe von Ngoila am 19. September an= Detail- u. Engros-Verkauf 1. Spezial-Damen-Friseur-
Kreis umgeben ſah, auf deren Decke ſich Tauſende von gefallen worden ſein. Zwei Farbige wurden getötet und geschäft von Fr. Müller, Wilhelminenplatz 2. Caega)
Nummer 4o.
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Wien mit der höchſt zu vergebenden Auszeichnung, dem
Deutſche Hundertjahrfeier des Kathol. Frauen=
V
bundes um 5 Uhr im Geſellenhaus.
Ehrenkreuz, nebſt großer goldener Medaille und Ehren= Friedrich Momeler
iplom ausgezeichnet.
Abendunterhaltung des Geſangvereins „
Sänger=
luſt” um 7 Uhr im „Mathildenhöhſaal”.
im Alter von 36 Jahren nach kurzem, ſchwerem
Polizei= und Schutzhunde=Hauptprüfung
Leiden heute nacht durch einen ſanften Tod
Tlsrarr kanraht unnanannananangs
um 9 und 3 Uhr auf dem Sportplatz an der Windmühle.
erlöſt wurde.
(21394
Schwimmfeſt der Schwimmer=Abteilung der
Turn=
hre am Samstag, den 11. Oktober, nachm.
gemeinde Darmſtadt um 3 Uhr im Hallenſchwimmbad.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
2 Uhr, in der deutsch-lutherischen St. Pauls-
Gemütliches Zuſammenſein des Heſſ. Fechtver=
Kirche zu Victoria, British Columbia,
stattge-
vereins „Waiſenſchutz” um 4 Uhr im „Schützenhof”
L. Homeier.
fundene TRAUUNG beehren sich allen
Nachfeier der Stenographen=Vereinigung im „Weißen
Verwandten, Freunden u. Bekannten anzuzeigen
Schwanen” zu Arheilgen (Abmarſch um 3 Uhr vone
Luiſenplatz).
Darmſtadt, Worms, 11. Oktober 1913.
Peter Hartung
Ausflug des Odenwaldklubs nach König (Abfahrt
5 Marle Hartung, geb. Schäfer
6.46 Uhr).
Die Beerdigung findet Montag, den 13. Okt.,
Ausflug des deutſchen und öſterr. Alpenvereins in das
nachmittags 3 Uhr, vom Portale des ſtädtiſchen
Victoria, B. C.
1011 Douglas str.
Neckartal (Abfahrt 7.50 Uhr).
Friedhofs aus, ſtatt.
Canada.
Wanderung des Vogelsberger Höhenklubs nach Nier=
Sose
ſtein (Abfahrt 7.46 Uhr).
immaa
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Ludwigshöhe um
4 Uhr. — Café „Metropole” um 4 Uhr. — Bürgerkeller
um 4 Uhr. — Münchner Kindl um 4 Uhr. — Reſt.
Schweizerhaus zu Eberſtadt um 4 Uhr. — Darmſtädter
Hof zu Traiſa um 4 Uhr.
Flugzeugmodell=Ausſtellung im Ausſtel=
Danksagung.
lungsgebäude auf der Mathildenhöhe (geöffnet von 10
bis 5 Uhr).
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der „Stadt Pfungſtadt”.
Allen Denen, die uns beim Hinſcheiden unſeres lieben Mannes und Vaters
Verſteigerungskalender.
Montag, 13. Oktober.
Herrn Friedrich Zopf
Pferde=Verſteigerung um 11 Uhr in der
Dra=
goner=Kaſerne (Regt. Nr. 23).
ihre Teilnahme zuteil werden ließen, ſagen wir hiermit unſeren tiefgefühlteſten Dank. Insbeſondere
danken wir Herrn Pfarrer Waitz für ſeine troſtreichen Worte. Weiterhin danken wir herzlich ſeinen
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Prinzipalen Herren Hofſpediteuren A. u. J. Monnard und allen ſeinen Mitarbeitern für die ſchönen
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Kranzſpenden, ſowie allen Denen, die durch ihre Anweſenheit bei der Einſegnung ihre Teilnahme bezeugten.
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
Darmſtadt, Dornheimerweg 2, den 11. Oktober 1913.
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Frau Susanna Zopf, geb. Kautz,
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
und Tochter Käthe Zopf.
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
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[ ← ][ ][ → ]den
Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 12. Oktober 1913.
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Uhr, ſtatt.
(21343
Bekanntmachung,
ſie Veranſtaltung von Chriſtbeſcherungen für Arme, beſonders
für arme Kinder betreffend.
Wie in verfloſſenen Jahren, richten wir auch in dieſem Jahre,
n eine möglichſt gleichmäßige Berückſichtigung aller Bedürftigen
Rbeizuführen, an die Vorſtände der Vereine, Schulen und
Korpo=
tionen, ſowie an alle Privatperſonen, welche im laufenden Jahre
ne Weihnachtsbeſcherung für Arme, beſonders für arme Kinder,
veranſtalten gedenken, das ergebenſte Erſuchen, die Liſten der von
nen Vorgemerkten mit möglichſt genauen Angaben der Wohnungen
ſiſelben bei uns möglichſt frühzeitig einreichen zu wollen.
Wir werden dann die Liſten mit einer Auskunft darüber
ver=
hen laſſen, welche der darin vorgeſehenen Perſonen noch anderweit
hr Weihnachtsbeſcherung in Ausſicht genommen ſind.
Den die Weihnachtsbeſcherung veranſtaltenden Vereinen,
Pri=
hien u. ſ. w. bleibt es dann überlaſſen, hinſichtlich der mehrfach
t Verückſichtigung bei der Beſcherung in Ausſicht Genommenen
ſit den anderen in Betracht kommenden Veranſtaltungen ins
Be=
hmen zu treten und je nach Befund die ſich empfehlenden
Ab=
ſiche vorzunehmen.
(21377a
Darmſtadt, den 11. Oktober 1913.
Städtiſches Armen= und Fürſorgeamt.
(gez.) Krapp.
Bergebung von Küchenlieferungen.
Die Lieferung des Bedarfs an Kolonialwaren, Gemüſe, Milch,
Volkereiprodukten, Mehl und Backwaren und Kartoffeln, ſowie die
bnahme der Küchenabfälle (Spülicht und Knochen) ſoll für die Zeit
m 1. November 1913 bis 31. Oktober 1914 verdungen werden.
Die allgemeinen Lieferungsbedingungen liegen im
Geſchäfts=
znmer der Kommandantur, Baracke 111, Zimmer Nr. 7, zur
Ein=
ſhr und Anerkennung aus.
Die Angebote ſind in verſchloſſenem Umſchlag mit der
Auf=
ſrift: „Angebot auf Küchenlieferungen für die Zeit vom 1. November
s bis 31. Oktober 1914‟ verſehen, an die unterzeichnete
Küchen=
ſwaltung einzureichen. Letzter Einreichungstermin iſt der 16. Oktober
13, 10 Uhr vorm., zu welcher Zeit die Eröffnung der Angebote
f dem obengenannten Geſchäftszimmer ſtattfindet. Formulare zu
Angeboten können bei der Kommandantur unentgeltlich bezogen
Erden.
(21054dg
Truppenübungsplatz Darmſtadt, den 7. Oktober 1913.
Die Küchenverwaltung
der Kommandantur des Truppenübungsplatzes.
Kraftloserklärung von Pfandſcheinen.
Mm luer
Die Inhaber der angeblich abhanden gekommenen Pfandſcheine
ki 844, 1097, 1918, 4345, 4760, 5681, 5769, 8770,
B74, 9889, 11399, 26182. 26326, 32299, 32493 und
I612 werden hiermit aufgefordert, ihre Anſprüche innerhalb
Tagen, vom Tage des Erſcheinens dieſer Bekanntmachung an
ſichnet, in unſerem Geſchäftszimmer — Kirchſtraße Nr. 9 — geltend
Amachen, widrigenfalls nach Ablauf dieſer Friſt gemäß § 30 der
r ung vom 1. März 1913, betreffend das ſtädtiſche Leihamt Darm=
Herbst-Neuheiten
ſdt, die Kraftloserkläruna der Pfandſcheine erfolgen wird.
Darmſtadt, den 10. Oktober 1913.
(21346
Städtiſche Leihamtsverwaltung.
für Herren, Jünglinge u. Knaben
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Lieferungs=Vergebung.
Die in der Zeit vom 1. November 1913 bis 31. Oktober 1914
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den Küchen des Bataillons erforderlichen Kolonialwaren, Kar=
Meln, Gemüſe, Eier Milch und Backwaren ſowie die Abnahme der
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ſück enabfälle (Spülicht, Knochen und Konſervenbüchſen) ſollen ver=
Pen werden.
Die Lieferungsbedingungen können in der Küche des Bataillons
ſexanderſtraße) eingeſehen werden.
Schriftliche Angebote mit der Aufſchrift: „Angebot auf
Liefe=
e von Küchenbedürfniſſen” und Proben ſind bis zum 15. d. Mts.,
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Uhr mittags, verſiegelt der unterzeichneten Küchenverwaltung
ſtzl. reichen. Die Eröffnung findet um dieſe Zeit ſtatt.
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Der Zuſchlag wird ſchriftlich mitgeteilt.
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ſichenverwaltung des I. Bataillous Leibgarde=Infanterie=
Regiments Nr. 115, Darmſtadt.
Mitglied des Rabatt-Sparvereins.
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Die Lieferung der Küchenbedürfniſſe
lonialwaren, Kartoffeln, Backwaren, Molkereiprodukte und
Ge=
illſe uſw.) ſowie die Abnahme der Speiſereſte für die Küche des
Maüllons auf dem Truppenübungsplatz Darmſtadt iſt für die Zeit
ſühr 1. November 1913 bis 31. Oktober 1914 zu vergeben.
Die Bedingungen können im Geſchäftszimmer Wirtſchaftsbau, Wlallrung!
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ſülbe 21 — der Infanterie=Kaſerne, Alexanderſtraße 22, in Darmſtadt
ſelltzeſehen werden. Dieſe müſſen vor Abgabe der Angebote ſchriftlich Schon des öfteren wurde mir
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beſucht und ohne Reifezeugnis für
Die Oeffnung der Angebote erfolgt am 15. Oktober 1913, 12 Uhrden Lehr= oder künſtleriſchen Be=iſt auch
(21342gm
Mtags.
(IV,21069,87 ruf verlaſſen haben, als „konſer=
Küchenverwaltung Garde=Füſilier=Bataillons
vatoriſch” oder „konſervatoriſtiſch
1 Häckſelmaſchine
Agarde=Infanterie=Regiments Nr. 115, Darmſtadt. gebildet” ausgeben. Im Intereſſe
der Anſtalt muß ich erkären, daßlabzugeben. Näheres parterre.
wir nach wie vor die Verantwor=
Uieſerunige bergabunge
tung für das künſtleriſche u. päda=
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Die in der Zeit vom 1. November 1913 bis 31. Oktober 1914 gogiſche Können nur ſolcher Damen
Uder Küche der 3. Kompagnie Flieger=Bataillons Nr. 3 erforder=und Herren übernehmen, die ein
Unn Kolonialwaren, Kartoffeln, Gemüſe Eier, Milch und Back=Reifezeugnis von der Anſtalt er=gebrauchte Möbel aller Art am ſchnellſten und
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Schriftliche Angebote mit der Aufſchrift: „Angebot auf Lie=
Auf Wunſch vorherige Taxation.
diskret und bill. Berechnung. — Abrechnung kann ſofort nach
ha von Küchenbedürfniſſen” und Proben ſind bis zum 18. d. Mts.,
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Verſteigernug und Verkauf erfolgen.
iühr mittags, der unterzeichneten Kompagnie — Zahlmeiſter=
Weg= und Umziehenden beſtens empfohlen.
bhäftszimmer — einzureichen. Die Eröffnung findet um dieſe
AeplelwelnBitte meine Verſteigerungs= und Verkaufsanzeigen zu beachten.
ſcatt.
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Der Zuſchlag wird ſchriftlich mitgeteilt.
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Seite 11.
[ ← ][ ][ → ] Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 12. Oktober 1913.
Nummer 242.
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Seite 13.
[ ← ][ ][ → ] Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 12. Oktober 1913.
Nummer 242.
in Uinerbrechungen mit volle Wacken ſeine Lieblings.= ſatenkoſer Spannung. Moderne Beleuchtungeſtite gch
ſpeiſe. Er war ein großgewachſener Italiener mit einer es damals noch nicht. Aber als ich am Fenſter meine Arie
Erinnerungen an die erſte Fauſt=
Stimme ſo groß wie er ſelbſt. Er ſang den Fauſt bewun= ſang, wurde hier etwas künſtlich belichtet, und dann ſangen
Aufführung in Amerika.
dernswürdig, aber hatte ſich in einer geradezu ſcheußlichen wir beide ſo gut wir konnten. Nach dem Fallen des Vor=
** Wie Fauſt und Margarete zum erſtenmal über die Weiſe koſtümiert, ſo daß er ausſah wie eine Kreuzung hanges war eine Totenſtille. 10 Sekunden lang regte ſich
amerikaniſche Bühne ſchritten, das erzählt die erſte Dar= zwiſchen einem jüdiſchen Rabbiner und einem preußiſchen keine Hand. Das iſt eine lange Zeit, wenn man auf der
ſtellerin des Gretchen, Clara Louiſe Kellog in der Gendarmen. Er gab auch natürlich keinen Begriff von Bühne wartet. Angſtvoll und geſpannt lauſchten wir alle=
Saturday Evening Poſt. Es handelte ſich freilich nicht um dem wahren Alter Fauſts, von der erfahrenen Reife des Dann aber brach ein Donnerſturm des Jubels los und
Goethes Werk, ſondern um Gounods Oper aber auch die Blicks, die durch den äußeren Glanz ſeiner künſtlichen ſchlug an unſere verwunderten Ohren. Es war ein großer
unſterbliche Vorlage der Kompoſition des Franzoſen war Jugend hindurchſcheint. Doch das Publikum war nicht Erfolg Die Kritiker waren nicht derſelben Anſicht wie
vor 50 Jahren in den Vereinigten Staaten beim Publikum verſtändig genug, um dieſen Mangel zu eckennen. Zu= das Publikum. Sie zerpflückten die Oper in Stücke und
kaum bekannt. „Es war ſehr wenig Begeiſterung vor der nächſt war jedermann erſtaunt über die ganze neue Art der ließen kein gutes Haar an ihr, grad ſo wie es die deut=
Aufführung von „Fauſt” erzählt das erſte Gretchen” der Oper In den gewöhnlichen Opern löſten ſich verſchiedene ſchen Kritiker damals mit Wagners Muſikdramen
mach=
neuen Welt,” das ſelbſt vor dem Studium der Rolle Dinge doch regelmäßig ab. Rezitative Arien, Chöre, alles ten. Das Haus aber war von nun an bei jeder Fauſte
Goethes Werk nicht geleſen hatte. „Es gab ſo wenig genau nach dem Schema. Im „Fauſt” war alles anders Aufführung dicht gefüllt; man zahlte — damals etwas
amerikaniſche Muſiker damals, daß niemand etwas von und warf jede Tradition über den Haufen. Mitten in der ſchier Unglaubliches — 7—8 Dollar für den Platz” wil
Muſik wußte oder ſich darum kümmerte, Auch das Ge= Vorſtellung kamen einige Freunde zu mir hinter die Szene gaben 27 Vorſtellungen in der Saiſon, 7 allein in Boſton
dicht wurde wenig geleſen. Das Publikum ging in die mit ganz bleichen Geſichtern. „Um des Himmels willen, in 4 Wochen. Zu jener Zeit wurden in die italieniſchen
Oper, um beliebte Sänger und bekannte Lieder zu hören. Louiſe,” riefen ſie, „was tuſt Du denn überhaupt in dieſer Opern allerlei patriotiſche Geſänge, ſo beſondersdas
Man hatte nicht das geringſte Intereſſe an einer neuen Oper? Alles fragt im Publikum: „Wo bleibt denn die „Star=Spangled=Banner” eingelegt. Die Kritiker
Oper vom künſtleriſchen Standpunkt aus.” So waren ſie Primadonna?” In der Tat, eine Oper, in der die Heldin ſchwerten ſich, daß wir das nicht auch im „Fauſt” taten und
denn auch an dieſem Abend, der Premiere des „Fauſt”, erſt im deitten Akt auftritt, war für ein an die alten ita= verlangten ſtatt des ewigen Soldatenchors ein paar luſtige
ins Theater gekommen, um die beiden Hauptkoryphäen der lieniſchen Formen gewöhntes Publikum etwas Uner= Märſche.” Miß Kellogg, die ſich in ihrem Koſtüm nach den
von Mar Maretzek zuſammengebrachten Operntruppe den hörtes. Ich aber tröſtete ſie: „Seid nur ruhig. Ihr wer= Bildern Kaulbachs richtete, erregte damit gewaltiges
Tenor Mazzoleni und Miß Kellog, zu hören. „Mazzo= det noch genug von mir bekommen, bevor das Stück Aufſehen. „Was den Schnitt der Kleidung anbelangt ſ6
bin ich wohl die erſte geweſen die ein altdeutſches Mieden
leni hatte eine beſondere Leidenſchaft für Käſe, und an aus iſt.”
dem Abend da er als Fauſt auftrat, hatte er noch mehr ge=
Das Haus war bis zur Liebesſzene nicht ſehr teil= trug. Kein Menſch in Amerika hatte vorher ſo etwasge
geſſen als gewöhnlich. Ja, er aß noch Käſe, als der Vor= nahmsvoll. Wir fühlten mehr und mehr in dieſer Szene, ſehen, und es wurde faſt zu einer eben ſolchen
Meil=
hang aufging, und kaute während der Laboratoriumsſzene daß die Zuhörer wärmer wurden. Man lauſchte mit würdigkeit wie meine wundervolle goldblonde Perücken
Dr.
Ioehner
von der (21045dfg
Hoche mit
Reise zurück.
VonderReise zurück
Miss Kathleen Mackimm
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(VII,21335
Reitſtiefel zu verkaufen
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Nummer 242.
[ ← ][ ][ → ] 1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
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Sport, Splel und Furnen.
heit von Sea Lord erwarten wir Georget in Front vorLöcher für Spieker der Klaſſe 2. (Höchſtvorgabe 24) um
dem Netteſchen Paar und Coram populo. Aus dem übri= den Ehrenpreis des Großherzogs von Heſſen.
Der Sport des Sonntags.
gen Teil des Programms ragt das Handikap der Drei=
* Fußball. F.=K. Olympia 1898. Die erſte
sr. Als letzter der auswärtigen Rennplätze lädt heute jährigen hervor, das Abdul und Paducha in Front ſehen und die dritte Mannſchaft des Fußballklubs Olympia be=
Sonntag Köln die Flachrennſtälle noch einmal zu Gaſte. ſollte. In den übrigen Rennen iſt auf die Chancen von geben ſich am heutigen Sonntag nach Worms, um das
Leider haben gerade die wertvollſten Ereigniſſe des Mansfeld, Lynch Law. Partiſan, Fourth of June und Meiſterſchaftsſpiel gegen die dortige Alemannia auszutra=
Peetings in der Domſtadt nur eine kleine Bewerberzahl Winni hinzuweiſen. Die Rennen zu Bielefeld, Königs= gen. Auf dem Sportplatz an der Heidelberger Straße ſtehen
Lngelockt. Vor allem gilt dies vom Preis der Winter= berg, Glogau und Halle vervollſtändigen das ſportliche ſich die zweiten Mannſchaften dieſer Vereine gegenüber.
ſevoriten, um deſſen 50000 Mark ſich nur drei oder vier Programm des Sonntags. — Von den Ereigniſſen des
sr. Pferde=Rennen. Internationales
Reiter=
rveijährige bewerben; allerdings ſind es in Ariel und Auslandes intereſſiert der St. Ladislaus=Preis in Peſt; Turnier in Leipzig. Schon zeitig, um 8 Uhr
mor=
drelio die beiden beſten Vertreter des jüngſten Jahrgan= eine ſchon häufig von deutſchen Pferden beſtrittene Zwei=gens, nahmen die Wettbewerbe am Freitag mit dem
zwei=
is, die ſich in dieſer 1600 Meter=Prüfung begegnen, und jährigen=Prüfung, und in Paris das ebenfalls den Zwei= ten und dritten Teil des Königs=Preiſes, der
Konditions=
her Sieger wird, wie der Name des Rennens beſagt, jährigen reſervierte Grand Criterium, ſowie der Prir und Dreſſur=Prüfung der Geländepferde ihren Fortgang.
icherlich als Voraus=Favorit für das nächſtjährige deutſche Gladiateur, der mit ſeiner Diſtanz von 6200 Metern das Die vielfach geäußerte Meinung, daß ein Geländeritt über
derby das Winterquartier beziehen. Wenn auch Herren längſte Flachrennen der Welt iſt.
mehr als 50 Kilometer, wie er jetzt in Leipzig und vordem
un Weinbergs Orelio den Oktober=Preis für Zweijäh=
Der Radſport bringt ebenfalls kurz vor Schluß in Magdeburg veranſtaltet wurde, die Pferde
überan=
lige in Frankfurt nach Gefallen gewonnen hat, und ebenſo noch eine Reihe von guten Veranſtaltungen, durch die ſtrengt, fand keine Beſtätigung. Sämtliche Teilnehmer,
rher den Wratislavia=Preis in Breslau, ſo muß man hoffentlich die Ungunſt der Witterung keinen Strich macht. von denen bisher noch keiner ausgeſchieden iſt, zeichneten
ſiech der Geſamtform doch dem für das Kölner Rennen (Auf der Verliner Dlympiabahn beſtreiten Rütt, Berthet, ſich durch völige Friſche aus. Rittmeiſter von Deſterley
riſch gehaltenen Gegner aus dem Oppenheimſchen StalleEgg und Pawke ein Match hinter Tandemführung in drei hatte ſich von ſeinem böſen Sturz, den er am Tage zuvor
linen kleinen Vorzug geben. Orelios Stallgefährte Grazie Läufen. Alle vier Fahrer ſind Spezialiſten auf dieſem mit ſeiner bekannten Hannoveranerin Pevita im
Gold=
nd der Weiler Hoffnungsſtrahl gelten nur als Anwärter Gebiete, ſo daß der Ausgang ſchwer zu beſtimmen iſt und pokal erlitten hatte, vollſtändig erholt und auch die brave
luf die reichen Platzgelder. Zwei 10 000 Mark=Rennen von der beſten Führung abhängt. — Leipzig bringt ein alte Stutg ging ſo glänzend wie je. Beſonders fiel in der
nrahmen das Hauptereignis. In dem kurzen Römerhof= Zweiſtunden=Rennen mit Nettelbeck, Saldow, Guignard Dreſſur=Prüfung der alte Wallach Emperor des
ſchwedi=
andikap gefallen Orinoco und Doktor, während die lange 1 und van Neck am Start; in Hannover begegnen ſich zum ſchen Rittmeiſters Graf Bonde durch die Ausgeglichenheit
diſtanz des Schlenderhan = Handilaps dem Belgier Abſchied Didier, Timmermann, Schipke, Sheppard und ſeiner Form, ſowie das gute Gerittenſein auf. Dann er=
Pitchwor und Blood Orange aus dem deutſchen Lager Kölling in einem 100 Kilometer=Rennen, während für den ſchienen die letzten Konkurrenten im Jagd=Springen um
uſ agen ſollte. Im Mittelpunkt des Montags=Programms Großen Herbſtpreis von Erfurt Kjeldſen, Schwab, Luycken den Goldpokal am Start. Das mit Spannung erwartete
lehen der Germania=Preis für Zweijährige und das und Altwein verpflichtet ſind. Die zum erſten Male zum =Reſultat ergab Totes Rennen zwiſchen Leutn. v Scharfen=
Kamant=Rennen für ältere Pferde. Die erſtgenante Prü= Austrag gelangende Straßenmeiſterſchaft von Deutſchland berg auf ſeinem braunen Wallach Lump und dem
franzö=
lurg iſt der Weinbergſchen Stute Melba kaum zu nehmen, über 228 Kilometer verſammelt alle Matadore der Land= ſiſchen Herrenreiter de Juge de Montesgien auf dem
pahrend der Ausgang des Chamant=Rennens zwiſchen ſtraße am Ablauf. Der Start erfolgt morgens 7 Uhr bei Fuchswallach Pouff des belgiſchen Sportsmanns Herrn
gudon und Aſchanti liegt.
Marienfelde. Der über Marienfelde-Groß=Beeren-Treb= Loewenſtein. Der Goldpokal für den Sieger fiel jedoch
In Berlin erreicht die Hinderniskampagne mit dem bin-Lichtenrade-Marienfelde führende Rundweg iſt drei= an Leutnant Scharfenberg der die Sprünge in der
weſent=
lſoßen Preis von Karlshorſt ihren Höhepunkt. Durch mal zu durchfahren. — Die Pariſer Buffalobahn und daslich kürzeren Zeit von 2 Min. 17 Sek. als der Belgier mit
ſie ungewohnte Verquickung von Politik und Sport hat Brüſſeler Winter=Velodrom veranſtalten im Auslande die 2:50 bewältigt hatte; ein Ergebnis, das vom Publikum
gs Rennen Aufſehen in weiteſten Kreiſen erregt und wichtigſten Rennen. Im Deutſchen Stadion gelangt das mit lautem Jubel begrüßt wurde. Die nächſten Plätze
üßerdem dazu geführt, daß einer der chancenvollſten Be= zweite Herbſtſportfeſt zur Abwickelung, deſſen Mittelpunkt beſetzten mit je vier Fehlern Herr S. Wolff auf ſeinem
erber, Sea Lord, der aus Paris herübergekommene Ge= das Liga=Fußballſpiel zwiſchen Union und dem Berliner hellbraunen Wallach Clonmore. Oberleutn. Chev. A. de
inner des Großen Berliner Jagdrennens, höchſtwahr= Ballſpielklub bildet. Sonſt gelangen im Fußballſport Selliers de Moranville auf ſeinem Fuchswallach
Ra=
heinlich ohne Reiter daſtehen wird, wenn es nicht noch neben den Meiſterſchaftsſpielen die Vorrunden um den mantcho und Herr O. Koch auf ſeinem R.=W. Hubertus.
letzter Stunde gelingt einen franzöſiſchen Herrenreiter Kronprinzen=Pokal zum Austrag. In Berlin begegnen Der gleichzeitig das Gruppen=Springen zum Austrag
das zur Hälfte im Beſitz eines deutſchen Sportsmannes ſich die Berliner und die oſtdeutſche Mannſchaft, in Mann= gebrachte Goldpokal ergab auf dieſem Gebiete den Sieg
eſindliche Pferd zu finden. Aber auch ohne das Starten heim Süd= und Weſtdeutſchland und in Leipzig Mittel= der belgiſchen Gruppe, beſtehend aus Leon Frhrn. von
ön=Sea Lord ſollte das über 6500 Meter führende 45000 und Südoſtdeutſchland; Norddeutſchland iſt ſpielfrei. Der Economo auf ſeiner Br.=St. Fantaiſie, Monſ. de Juge
Mark=Rennen über die Grenze wandern, da die franzö= Deutſche Hockeybund veranſtaltet in Hamburg ein Aus= de Montesgieu auf Herrn A. Loewenſteins F.=W. Pouff
hen Ställe mit Monſ. F. Gouttenoir de Tourys Geor=ſcheidungsſpiel zwiſchen zwei repräſentativen Mannſchaf= und Monſ. Barraud auf Herrn A. Loewenſteins Br.=W.
i (Monſ. A. de Fournas) und Vicomte de Malherbesten, um die beſte Elf für die beabſichtigte Tournee nach Ladys Morſe über die deutſche Gruppe, beſtehend aus
ſaneo (Comte de Villeneuve) zwei weitere ausgezeich= England feſtzuſtellen. In Magdeburg geht das Inter=Herrn Paul Heil auf ſeinem R.=W. Black Swell, Herrn S.
e Waffen im Rennen haben. Vor allem gilt dies von nationale Wettſchwimmen des Schwimmklubs Hellas vor Wulff auf ſeinem hellbraunen W. Clonmore und Herrn
O. Kochs R.=W. Nevermind (Beſ.). Dritter wurden die
korget, der den ſchweren Karlshorſter Kurs ſchon vom ſich.
Belgier mit Leon Frhrn. von Economos Sch.=W. Nebjo
lſtoßen Berliner Jagdrennen her kennt und damals nur
sr. Ein großes Herbſt=Golf=Turnier veranſtaltet, wie (Beſ.) Herrn A. Loewenſteins hellbrauner Stute Miß
m einen Kopf von Sea Lord geſchlagen wurde. Von den
ſtägern der deutſchen Farben ſind lediglich Coram Po=ſchon gemeldet, der Großherzogliche Golfklub Darmſtadt (Monſ. de Juge de Montesgieu) und Herrn A.
Loewen=
iſo unter Leutnant Braune und das verbündete Paar in der Zeit vom 19. bis 22. Oktober. Geſpielt wird nach ſteins Sch.=W. Montioie (Monſ. Barraud). Hubertus, der
ki Herrn G. Nette, The General unter Herrn W. Dodel den Klubſpielregeln (St. Andrews) und den Platzregeln. alte Poſener Halbblüter des Herrn Otto Koch, vertrat mit
=Senſible Symons unter Leutnant Graf Holck dazu Von den insgeſamt 11 Konkurrenzen gelangen am Sonn= ſeinem auten vierten Platz in ehrenvoller Weiſe die
deut=
lklufen, den Franzoſen den Kampf ſchwer zu machen. tag, den 19. Oktober, vier, am Montag, den 20 Oktober, ſche Halbblutzucht und gewann damit den Preis des Reichs=
Uſle Ben (X). Journaliſt (Lt. Graf Saurma), Vor=i drei, am Dienstag, den 21. Oktober zwei und Mittwoch, verbandes für deutſches Halbblut für den beſten Inländer.
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amüſieren. Na, ich werd’s ja ſehn, wenn ich hier Ihr den Klatſch. Gerade bei mir wird alles andere gedeutet=
Frau Melodie.
erſtes Konzert höre, wie die ſchönen Wienerinnen Ihnen
Nein, nein, die haben alle längſt ihre Wohnungen be=
Roman von Carl Conte Scapinelli.
die Cour ſchneiden! — Aber, was machen wir jetzt? Ich zogen.
(Nachdruck verboten.) bin nämlich gar nicht müde!
Der Kofferträger hinter ihnen fragte, wo er die Kof=
Ja, ich weiß nicht. Was Sie befehlen?
fer hintragen ſolle. — Zum nächſten Fiaker! rief Joſef
Doch da ſah man ſchon in der Ferne zwei große Augen,
Befehlen tut Ihr Ober — aber ich nicht, lieber Rittner.
deleichter der mächtigen Lokomotive, auftauchen und ſich
Sie folgten ihm, — und bald ſaßen ſie im Fond eines
lallſam und anſcheinend geräuſchlos nahen. Sie wurden Rittner!
offenen Zweiſpänners. — Wird es Ihnen bei der Abend=
Darf ich Sie zu Ihrer Tante führen?
fniher größer, jetzt — plötzlich tauchten ſie im Rahmen
diſ Einfahrthalle auf, und im ſelben Augenblick begann
Zu meiner Tante? Lieber Rittner, erſchrecken Sie fahrt nicht zu kühl, Frau Irma?
Nein, nein, ich muß Wien ſehen, mein Wien, das ich
eilſauſchen und Ziſchen und Raſſeln und Donnern. Dicht nicht, aber die gibt’s nicht, die Wiener Tante. Sie müſſen
vor fünfzehn Jahren das letztemal ſah — noch als Kind.
biasoſef Rittner blieb der Zug ſtehen. Ueberall ſprangen mie ſchon ein Hotel oder eine Penſion empfehlen!
Die Pferde zogen an — ein kurzer Trab — bis man
Klletüren auf. Aus einem Wagenfenſter zweiter Klaſſe
Er dachte, während ſie zum Ausgang zuſchritten, an= aus dem Wirrwarr von Wagen und Omnibus, die um
ſllte etwas, rief: Rittner! Rittner! und zwei ſchwarze geſtrengt nach, wo er am beſten Irma unterbringen könne, den Bahnhof herum ſtanden, durch war. Dann begannen
fülllude Augen ſprühten dazu. Schon war er bei der und dabei maß er die hübſche, ſchlanke, feine Geſtalt neben ſie auszugreifen, raſch und ſchnell, daß die Gummträder
Galant bot er ihr die Hand zum Ausſteigen —
ga=
ſich. Sie war noch liebreizender, als er ſie in Erinnerung des Figkers leiſe hupften und die beiden zu ſchaukeln
be=
kallund porgrammäßig.
hatte, dieſer leichte, ſchwebende Gang, die hübſchen
dunk=
gannen.
un ſetzte ſie ſachte ihre kleinen Füßchen auf die hohen
len Augen, der zarte Teint mit dem Roſaſchimmer, die
Wien, Wien! ſagte Irma wie verträumt.
Sten — wie eine Elfe, ſo leicht ſtieg ſie hinab, trat ein
ſchwarzen, wirren Haare. So wars erzeugte nur die
Joſef Rittner hatte ſich im Wagen ein wenig
aufge=
ilig beiſeite, und ohne mit der Wimper zu zucken, ſchloß
Raſſenmiſchung, die ſich in ihr vereinigte, der Vater war
richtet, um ihr ins liebe Antlitz ſehen zu können. Ihm
ſtällen erſtaunten Kapellmeiſter in ihre Arme und gab
ihllleinen herzhaften Kuß und lachte über ſeine Ver= öſterreichiſcher Offizier geweſen, die Mutter eine Ungarin, war es wie ein Traum! War ſie wirklich da, ſie, von der
Ja, aber er wußte noch nicht, wohin. Richtig, da fiel er im Wachen und im Schlafe träumte, ſie, aus der er
wälung. Und da Joſef nicht wußte, was er im
Augen=
bliſagen ſollte, und Liebe, liebe Irma! ſtammelte, da ihm eine nicht allzu teure Penſion ein, unweit des Augar= alle Melodien zog, ſie, die ihn zu den ſchönſten Weiſen
be=
miete: Ich bin ja ſo froh, daß ich endlich in Wien bin, tens, wo einige Offiziersfrauen während der Ueberſiede= geiſterte? So ruhig, ſo beglückt kam er ſich plötzlich an
ihrer Seite vor, als wäre der ſehnlichſte und
beunruhi=
dallich meiner Freude in dieſem Kuß Ausdruck geben lung gewohnt hatten. Nicht zu teuer, aber anſtändig!
Er nannte ihr die Penſion und ſetzte hinzu, daß dieſe gendſte Wunſch, den er ſeit Wochen hegte, plötzlich erfüllt.
millſe. Gelt, es hat Sie doch nicht geniert?
Das iſt ſchön, daß Sie gekommen ſind, Frau Irma,
lber nein durchaus nicht! Es hat mich ſehr glücklich und jene der ihr bekannten Damen auch dort gewohnt
Sie wiſſen gar nicht, wie glücklich Sie mich machen!
Haſſchr. Gott, ich bin ja ſo froh, daß Sie gekommen ſind! hätten.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 12. Oktober 1913.
Seite 20.
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Ich will Ihnen auch ſo viel Zeit widmen, wie ich ſie ſie begleitet. Aber davon wollte die eigenſinnige
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kann, Joſef — bin ich nicht artig und dankbar, daß ich ter nichts wiſſen. Du nimmſt mir von allem den Duft! ſchon vorgeſchlafen. Jetzt mache ich Toilette und dam
hatte ſie geſagt. Laß’ mich, — ich fahr’ allein meinem gehen wir los und plaudern uns mal richtig aus, alles
mich hierher locken ließ!
Er ſah ſie ganz erſtaunt an. Hatte ſie ſich plötzlich ge= Glück entgegen. Und dabei dachte ſie nicht an Verlobung müſſen Sie mir erzählen, alles, nur bitte keine Liehes
ändert? Hatte die Trennung von ihm auch bei ihr die und Ehe. Sie war ja ſchon einmal genügend davon ent= erklärung, an die glaube ich nicht.
Der Wagen hielt vor dem Hauſe wo ſie wohnen
echten, ehrlichen Gefühle freigemacht, die ſie früher ſo ge= täuſcht worden. Irgend etwas Unbeſtimmtes ſchwebte ihr
ſollte. Joſef Rittner begleitete ſie ſelbſt hinauf zue
Pen=
fliſſentlich verdeckte und verſteckte? Oder war alles nur vor, etwas Märchenhaftes, Geheimnisvolles.
Der Fiaker trappte über den Karlsplatz, der Kärntner= ſion. Dann bat er, ihn für eine Viertelſtunde zu entſchul=
Laune, wirklich nur Freude darüber, in Wien zu ſein?
Joſef, Joſef, Kapellmeiſter! Jetzt ſauſen wir ja durch ſtraße zu, wo juſt zur Abendſtunde ein richtiges Groß= digen, er wolle nur heim, ſich umziehen, dann hole erdie
die Wieden! Seh’n Sie, dort, dort in der Gaſſe, da hab’ ſtadttreiben herrſchte. Heute abend wollen wir doch die gnädige Frau ab.
Sie wohnen doch nicht zu weit?
ich als Kind ein Jahr gewohnt. Gott, wie ſich alles ver= Großſtadt genießen!
Natürlich! ſagte Joſef Rittner kurz.
Nein, nein, nur ein paar Häuſer um die Ecke?
ändert hat. Sie war ganz aufgeregt geworden. Ich bin
Famos — alſo gehen Sie! Er nahm ihre Hand und
Aber Sie ſind ja gar nicht luſtig, Joſef. Sie ſind ſo
Ihnen wirklich dankbar, daß ſie mich ſo unvernünftig
dringlich aufgefordert haben, nach Wien zu kommen. Nur nachdenklich. Hab’ ich am Ende einen dummen Streich küßte ſie zärtlich. — Nun aber vernünftig ſein. —
Nach einer Viertelſtunde ſtand Joſef Rittner in ſeinem
müſſen Sie ſich auch mir gehörig widmen, mich überall mit meiner Reiſe gemacht?
Nein, nein, ich bin nur ſo glücklich, ich kann’s noch gar Zivil im Empfangsraum der Penſion und wenige Minuten
herumführen. Hier weiß man ja erſt, daß man lebt. Dort
nicht faſſen, daß Sie neben mir im Fiaker ſitzen und durch darauf trat auch Frau Irma in einem netten
Abend=
unten vegetiere ich nur!
koſtüm ein.
Alle ſchlummernde Lebensluſt war in dieſer Frau er= die Kärntnerſtraße fahren!
Ja, wo iſt denn der k. und k. Kapellmeiſter? — Sap=
Feſch ſein, Joſef, luſtig ſein, nicht ſentimental und
wacht. Seit den heiteren, närriſchen Mädchentagen war
perlot, ich erkenne Sie ja gar nicht. — Wie gut Ihnen
alles in ihr gebannt geweſen. Seit ſie ſich aus Vernunft= tiefgründig!
Es war ihm ſelbſt klar, er ſpielte eine dumme, kläg= das Zivil ſteht. Ordentlich wie ein richtiger, gefeierter
gründen als Tochter einer nicht eben reichen Witwe mit
dem kgl. ungariſchen Staatsbeamten und Juriſten Aladar liche Rolle. Er, der ſonſt in der Unterhaliung nie ver= Komponiſt ſehen Sie aus.
Er lächelte ein wenig und freute ſich doch, daß er ihr
Nemethyi verlobt hatte, — immer hatte ſie gehofft, jetzt, legen war, fand vor Glück und Staunen über die freie,
Sein blondes, weiches Haar, ſein
jetzt käme die Erfüllung ihrer tollen Mädchenträume, — völlig geänderte Art, mit der ſie ſich gab, keine paſſenden in Zivil ſo gefiel.
aber die Ehe brachte keine Erhöhung und nicht der Tod Worte. Sie ſchien es zu merken und ließ ihm Zeit, ſich langer Schnurrbart, das alles paßte viel beſſer in die
und nicht die Witwenzeit. Nun hoffte ſie auf Wien und zu ſammeln. Ihr ſelbſt wurde ein wenig bang, wie tief leichten, ſaloppern Formen des Zivils, als die knappe,
im Untergrund ihres Bewußtſeins auf Joſef Rittner. die Liebe bei dem ſitzen mußte, daß er ſo ſchwer Worte ſtramme Uniform.
Ich bin bereit. Wir können gehen, ich habe einen
Sie ſelbſt war ſich nicht klar, was ſie damit tat, da ſie den fand. — Aber lange grämte ſie ſich nicht darüber, — es
Lockungen ſeines Briefes nachgegeben, und die alte Mut= ſchmeichelte ihr ſogar, endlich den Frauenliebling Rittner wahnſinnigen Hunger! — Er half ihr in den Mantel und
ter hatte ihr ſogar zugeredet. Sie war ja ſicher, daß ſo ſtill und ergeben zu ſehen.
ſo verließen beide das Haus.
Irma als Braut zurückkehren würde. Am liebſten hätte
Irma, ſind Sie wirklich nicht müde?
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 12. Oktober 1913.
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(19541t Zimmer zu vermieten.
Bligſt zu vermieten.
Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 12. Oktober 1913.
Seite 22.
7.
So verlaſſn eilte auch ich nach den Grinmger Tot,
auch ſah ich nicht, daß unſere Soldaten die auf der Erdeſ
liegenden Ruſſen erſtochen hätten, ſie ſchienen hierzu nicht deſſen Eingang, da das Tor verſchloſſen war, von Offizieren
ormamint-Tabletten
und Soldaten verſtopft war. Eine Kanone, mit Kartät= genug zu ſein.
wernichtea die Bakterien in Mund
Bei Annäherung der feindlichen Kolonnen führte ſchen geladen, ſtand am Eingang, Front gegen den Feind=
und Rachen und gewähren
Major von Bouchenröder”) das Bataillon gegen! Ich ſprang auf die Einfaſſungsmauer des Grabens, um
die Poſition bei Stötteritz zurück. Wir blieben ſodann bis mich umzuſehen: der Platz vor dem Grimmger Tor war
Schutz vor Ansteckung
zur Nacht in dieſer Poſition ſtehen, ohne daß der Feind ganz leer von Soldaten, als eben eine preußiſche Kolonne
eine weitere ernſtliche Unternehmung darauf machte. Der! aus einer Straße auf ihn vordrang. Wir ermutigten, die
Verluſt des Bataillons war an dieſem Tage gegen den Soldaten, zu fenern, und einige Mann, die zunächſt der
Neue Erinnerungen heſſiſcher
Kanone waren, richteten ſie und brannten ſie auf dier
der anderen Bataillone gering.
Nachdem die Vorpoſtenlinie ausgeſtellt war, blieb es preußiſche Kolonne los Die Wirkung war ſichtbar ſchrecl
Offiziere aus der Zeit der Völkerſchlacht
die Nacht ruhig. Die von Müdigkeit und Hunger erſchöpf= lich. Die Vorderen ſtürzten auf die hinter ihnen
Stehen=
ten Soldaten ſchleppten gleichwohl einige Nahrungsmittel den zurück, und die Kolonne verſchwand. Nun erblickte
bei Leipzig.
zuſammen, und mein braver Burſche Kaiſer erweckte ich dicht am Tor Kapitän Köhler”) mit den Fahnen
Mitgeteilt von Dr. Karl Eſſelborn.
mich des Nachts mit der erfreulichen Nachricht, daß er mir des Leibgarde=Regiments; die innere Wache wollte das
(Fortſetzung.)
Tor nicht öffnen und ſteckte die Bajonette durch die Schieß
eine Suppe von Hammelfleiſch bereitet habe.
Kaum graute der Tag, ſo traten wir unters Gewehr, löcher des Tors vor. Von der Mauer ſprang ichden
Schon waren die Kolonnen des Feindes gegen
Probſt=
heyda und Holzhauſen vorgedrungen, und wir ſtanden und ſchon hörten wir daß die Armee des Nachts durch Haufen herab, wir brachen die Bajonette ab, und plötzlich
noch immer in den Verzäunungen des Dorfes Zuckel= Leipzig den Rückzug angetreten habe; gleichwohl wurde ſprang das Tor auf. Der Haufen Soldaten, der imr
hauſen. Die feindlichen Batterien näherten ſich dem Ort die Diviſion mehr links des Dorfes Stötteritz aufgeſtellt, ſtak, drang herein, und ſomit war der Durchgang frei= Wil
und beſchoſſen ihn immer wirkſamer. Jetzt erhielten die und es ſchien, als ſollte hier der Angriff des uns nahe ſuchten nun die Soldaten zu ſammeln; es waren aber
ihrer zu wenige, um etwas unternehmen zu können. Eben
Bataillone Befehl, durch das Dorf zurückzugehen; das gegenüber aufmarſchierten Feindes abgewartet werden.
konnte denn wegen des Gedränges nur mit wenig Ord= Der Feind blieb aber völlig untätig, und bald darauf zog kamen Prinz Emil und Prinz Wittgenſteini
nung geſchehen, und jenſeits des Orts wurden ſie in die Diviſion links ab, an den Straßenhäuſern vorbei in die auf einer andern Seite in die Stadt gekommen wareit
Maſſen formiert. Obgleich der Feind ſchon von beiden die Vorſtadt von Leipzig. Die heſſiſche Brigade wurde die Straße links herauf, aber auch nur mit wenigen Oſſie
Seiten vorgedrungen war, ſo war uns doch die ruhige dort auf dem Platz vor dem Grimmger Tore in Kolonne zieren und Soldaten, als eine preußiſche Kolonne zum
Sammlung und Formierung in Maſſen ſehr zum Heil; aufgeſtellt, während, wie man hörte außen vor den Vor= Grimmaer Tore hereindrang: ſo eilten wir denn,e
denn kaum wurde der Rückmarſch angetreten, ſo bedrohten ſtädten alle Kanonen, die wegen Mangels an Pferden Prinzen umgebend durch die Stadt nach dem Lützener
uns ſchon von allen Seiten Kavallerieangriffe. Mehrmals nicht fortgebracht werden konnten, in Batterien aufgefahren Man war darauf bedacht, den Prinzen Emil in ein Halls
mußte die Kolonne in einem ſich kreuzenden Kanonen= waren, Gegen neun Uhr begann der Angriff der Allierten zu flüchten, aber alle Häufer waren verſchloſſen
feuer halten, um den anrückenden Kavalleriemaſſen Front von allen Seiten. Auch in die Stadt wurden Granaten Endlich kamen wir in ein Haus, wo Feuer ausgebrochi
zu zeigen Die feindliche Kavallerie, die die Kolonne geworfen, und es wurden uns mehrere Leute zuſammenge= und das Tor offen war. Ein Teil der Offiziere und
in Debandade (zerſtreuter Ordnung) umſchwärmte, wurde ſchlagen, weshalb wir hinter den Gartenmauern in Ko= daten drang mit dem Prinzen Emil in dieſes Haus,
mit Tirgilleurs (Plänklern) von der Kolonne in geringer lonnen aufgeſtellt wurden. Parlamentäre, die an die rend von einer Seitenſtraße her ein ſtarkes Kleingeweh
Entfernung gehalten. Prinz Emil, an der Spitze der Ko=Allierten geſandt waren, um Schonung der Stadt zu er=feuer kam. Mit mehreren anderen Offizieren und Sal
lonne, führte ſie mit kalter Ruhe und, ohne den Marſch bitten, kamen unverrichteter Sache zurück Es mochte etwa daten ſprang ich durch dieſes Feuer und kam ſehr bald
im geringſten zu forcieren, aus dieſer gefährlichen Lage ½10 Uhr ſein, als der Kaiſer aus der Vorſtadt durch das das Tor, das nach Lützen führte. Aber auch dieſes warmi
Wagen und Menſchen verſtopft. Ein Teil meiner
bis in die Linie der Hauptarmee. Glücklich genug, daß Grimmaer Tor in die Stadt ritt.
Gegen elf Uhr ließ das Kanonenfeuer nach, und das gleitung flüchtete in Häuſer und nach dem nahe gelegene
nur wenige Kanonenkugeln und Granaten in die Kolonne
ſelbſt einfielen. Der Marſch ging gegen Stötte= Kleingewehrfeuer näherte ſich, als eben ein franzöſiſches Theater.
ritz, an der Höhe von Probſtheyda vorbei, und es Bataillon, von den Preußen geworfen, zum Kohl=
Ich ſelbſt, faßte an dem Haufen rücklings mehre
mochte ein Uhr nachmittags ſein, als die Di= gärtner Tor hereindrang. Am Ende der Straße ſtand Franzoſen, riß ſie zurück und ſteckte mich in die entſtandent
viſion in der Poſition bei Stötteritz ankam. Unſere unſer Bataillon in Maſſe. Major von Bouchenröderi Lücke: denn es war eben eine Kolonne Oeſterreicher
Front war jetzt gegen Holzhauſen und Zweinaun= ließ es im Sturmſchritt gegen das weichende franzöſiſche der Straße hervorgedrungen, die ein mörderiſches Klei
dorf. Vor ihr wurden ſtarke Batterien aufge=Bataillon vorrücken. Hierdurch ermutigt, drängte dieſes gewehrfeuer in dieſen Klumpen machte. Ich war Mll
fahren, und es begann eine heftige Kanonade die Preußen wieder zum Tor hinaus und verteidigte die= an einem Wagen, und indem ich mich bückte, erhieltih
Dem vereinten Angriff der Alliierten auf das Dorf ſes noch lange. Unſer Bataillon ging nun wieder in ſeine Freiheit, darunter durch das Tor zu kommen. Aufe
Probſtheyda ſahen wir ruhig mit zu. Vor unſrer Front vorige Stellung zurück, als es aber kaum daſelbſt ange= Promenade vor dem Tor angekommen, gewahrte ich,dah
erſchien in einem Wieſengrund eine ruſſiſche Tirailleur=langt war, kam ein preußiſcher Offizier mit Soldaten dicht auch aus den Häuſern der Hauptſtadt — es konnten mut
linie: die Schützen der Brigade wurden ihr entgegenge= am Bataillon aus einem kleinen Hofe. Es wurde auf Einwohner ſein — auf die Fliehenden, ſelbſt aus den D
ſchickt, um ſie von den Geſchützen in gehöriger Enifernung ſie gefenert, und darauf flüchteten ſie in den Hof zurück. i fenſtern, geſeuert wurde. In der Vorſtadt von Lindent
zu halten. Das Bataillon ſtand in einer Lehmgrube rechts Es dauerte aber nicht lange, ſo kam derſelbe brave Offi= fand ich mehrere Soldaten und Offiziere, die ſchon vorle
von Stötteritz und litt infolgedeſſen nicht ſehr viel durch zier mit noch mehr Preußen aus demſelben Haus. Ich das Tor paſſiert hatten, nämlich Leutnant Linden
das feindliche Geſchützfeuer. Als aber die feindliche Ti= ließ nun das vordere Peloton (Aug einer
Infanterie=
railleurlinie ſart vordrängte erhielt das Batailon Be= kompagnie) Fener auf ſie geben, und ſomit war auch der
*) Karl Köhler, geboren am 12. März 1783
ſehl. vorzurüicken und den Tirailleurs zum Soutien (Un=f zweite Verſuch abgeſchlagen. In dem Augenblick,
terſtützung) zu dienen. Die feindlichen Tirailleurs fingen als ich Feuer kommandierte, ſprang ein franzöſiſcher Darmſtadt als Sohn des fürſtlichen Kriegsrats Johal
an zu weichen, und gleichzeitig fiel das franzöſiſche achte! Sergeant an dem Peloton vorüber, und der Unglückliche Lorenz Köhler und ſeiner Gattin Eleonore Helene Phill
Huſaren=Regiment, links von Stötteritz herkommend, erhielt einen Schuß durch den Kopf. Gleichzeitig erfolgte pine. geb. Reitzin. geſtorben daſelbſt als Generalmajoran
in die ruſſiſchen Tirailleurs ein. Um dieſen Angriff zu von der Seite des Hintertors her eine allgemeine Flucht. i 12. März 1858. Vergl. auch Carl Chriſtian FreiherrRöd
unterſtützen rückte das Bataillon im Sturmſchritt vor und Das Leibregiment ſchlug ſich daſelbſt, aber niemand, wenig= von Diersburg, Geſchichte des 1. Großh. Heſſiſchenn
ſo befand ſich bald unſer Bataillon mit den franzöſiſchen ſtens bei unſerm Bataillon, erkannte die Urſache dieſer fanterie=(Leibgarde=)Regiments Nr. 115, Berlin89
Huſaren in der ruſſiſchen Tirailleurlinie. Die Ruſſen hat= Flucht nach dem Graben der Stadt. Alles Zurufen, alle S. 232.
1e) Auguſt Prinz von Sayn=Wittgenſtel
ten ſich größtenteils auf die Erde geworfen, nur wenige Bitten halfen nicht, ein Peloton riß das andere mit fort.
wurden zuſammengehauen. Die Huſaren konnten den
Berleburg, geboren am 6. März 1788 in Berleburgi
½) Wilhelm Guſtav von Bouchenröder,
ge=
auf der Erde Liegenden mit dem Säbel nicht viel anhaben
Weſtfalen, trat 1848 als Generalleutnant in den Ruheſtäll
unſer Bataillon mußte geſchloſſen bleiben, weil ſchon ge= boren am 19. Dezember 1775 zu Eſchborn, geſtorben als war 1852—1866 herzoglich naſſauiſcher Staatsminiſter
ſtarb am 6. Januar 1874 in Verlehurg
ſchloſſene feindliche Infanteriemaſſen im Anzug waren; Generalmajor in Darmſtadt am 6. Januar 1840.
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Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 12. Oktober 1913.
Seite 23.
Ruthh, Schulz0) Volkhardtih) uſw. Die Straße den Abfmtanten meine Nachricht überbracht Die altle meinem Deiachenent der Arillrie anſchließen: denn ich
ſch Lindenau ſtak voll Bagage und Menſchen, und ſo kam Garde trat unter die Waffen. Ich hielt mit meinem De= könnte ihr behilflich ſein. Das billigte er auch. Mit
Ein=
in dieſem Gedränge an die Brücke nach Lindenau. Auf tachement neben der Straße. Der Kaiſer bemerkte es, ritt bruch der Nacht kamen wir bei Lützen an und biwakierten
Brüſtung dieſer Brücke ſaßen zwei Flügeladiutanten auf mich zu und fragte mich: „Guestce que Giest eette mit dem Detachement neben der Straße.
Kaiſers, junge Leute, und an dem Fenſter des nahen troupe=lä?” (Was iſt das für eine Truppe?) Ich ant=
Noch vor dem Abmarſch der alten Garde marſchierte
Pirtshauſes ſtand der Kaiſer ſelbſt mit dem König von wortete kurz, es ſeien Heſſen die bei der Einnahme von ich am 20. Oktober ab um an dieſem Tage die Artillerie
Napel (Murat) im Geſpräch. Dieſe Ruhe im Hauptquar= Leipzig durch Zufall der Gefangenſchaft entgangen ſeien; zu erreichen. Ich traf ſie aufgefahren bei Weißenfels,
r wunderte mich um ſo mehr, da Kleingewehrfeuer ſich indem ich ihm dann das Schickſal des Prinzen Emil er= wo ſie den Uebergang über die Saale abwartete. Das
ſon Lindenan näherte. Ich ging zu den beiden Adiu= zählte, kam ein Grenadier der alten Garde, der einen jungen Gedränge war in dieſem Defilee furchtbar, und wir muß=
Unten und erzählte ihnen kurz den ganzen Vorfall in Leip= badiſchen Offizier an der Bruſt führte, vor den Kaiſer mit ten endlich mit dem Detachement gewaltſam in die
Kp=
i und das Schickſal der Arrieregarde daß Prinz Emil den Worten: „Voila, Sire, un traitre!” (Hier, Sire, iſt lonne einbrechen und überſchritten ſo die Brücke, die ſchon
Pangen und der Feind ſchon im Vorrücken auf Lindenau ein Verräter!) Der Grenadier wandte ſich darauf um und mit Brennmaterial verſehen war. Jenſeits wurde der
Die beiden Herren ſchienen nicht ſehr betroffen; ich trat wieder in ſein Glied ein. Der badiſche Offizier hatte Marſch querfeldein gegen Freyburg fortgeſetzt.
ſifernt: mich, bemerkte aber, daß ſie in das Wirtshaus nämlich mit Gewalt das Glied der Garde durchbrechen
Am einundzwanzigſten kamen wir gegen Morgen dort=
Paen, wo der Kaſſer war.
wollen. Er beteuerte nun flehend ſeine Unſchuld, er hin und wurden ebenfalls bis gegen Abend mit dem Ueber=
Beim Ausgang des Orts ſtand die kaiſerliche Garde habe kein Regiment mehr. Dem Kaiſer aber mochte dieſe gang über die Unſtrut aufgehalten. Bereits gegen Mittag
Linie aufmarſchiert. Sie hatte den Auftrag, die ein= Szene läſtig ſein, er wandte ſein Pferd um und ritt mit war ein preußiſches Korps bei Freyburg angelangt, doch
r zurückkommenden Soldaten der aufgelöſten Korps zu den Worten: „Eh bien, elest bon!“ (Nun, es iſt gut!) feld= gelang es den Franzoſen, begünſtigt von den dortigen
n mein. Hier ſand ich denn auch einen Teil unfrer einwärts.
Höhen und Schluchten, den Angriff auf die Brücke abzu=
Pite und verſammelte ſofort einige dreißig Mann. Kaum
Unverzüglich marſchierte die Infanterie der Garde halten. Faſt die ganze ſich hier häufende Bagage mußte
ſar ich aus Lindenau heraus, ſo kam ſchon der Kaiſer gegen Lützen ab, während ihre Kavallerie gegen Plag= verbrannt werden, darunter auch mehrere unſrer
Pulver=
ſit ſeinem Hauptquartier. Hatten ihm vielleicht die bei= witz in Schlachtordnung vorrückte. Ich marſchierte mit und Bagagewagen; ihre Pferde wurden zur beſſeren
meinem Detachement gegen Lützen ab, nachdem ich es zu= Fortbringung der Geſchütze verwendet. In der Nacht
u) Adolf Friedrich Auguſt Schulz, geboren vor, da es aus Leuten aller Regimenter beſtand, feierlichſt kamen wir bei Bibra an.
29. Januar 1792 in Darmſtadt als Sohn des Re= ermahnt hatte, ſich meinen Befehlen und meiner Fürſorge
Bei den folgenden anſtrengenden Märſchen über
rungs= und Konſiſtorialſekretarius Johann Friedrich zu vertrauen; zugleich machte ich ſie darauf aufmerkſam, Eckartsberga, Buttelſtedt, Neumark nach Er=
Kulz, geſtorben am 10. Juli 1815 an ſeiner in dem daß ſie ſich vereinzelt als Traineure (Nachzügler) nun den furt, wo wir am dreiundzwanzigſten in der Frühe
an=
ffen bei Straßburg erhaltenen Wunde im Hoſpital zu Mißhandlungen der franzöſiſchen Armee ausſetzen würden, kamen, wurden wir von dem Feind nicht beunruhigt. Wir
enau, wo er am 28. Juni aufgenommen worden war. Auf dem Marſche erfuhr ich, daß unſere Artillerie bereits glaubten, der franzöſiſchen Armee vorausgeeilt zu ſein
in=
rmſtädter Kirchenbuch.)
nach Lühzen voraus ſei, und auch dem Obriſten von Schön= deſſen war der Kaiſer ſchon den näheren und beſſren Weg
*) Friedrich Vollhardt, geboren im Jahre 1789 berg!), der ſeither in Leipzig krank war, begegnete ich auf über Weimar bei Erfurt angekommen. Hier ſah ich die
Beedenkirchen. geſtorben als Premierleutnant am 5. Fe= der Straße. Ich erzählte ihm das Schickſal unſerer Trup= Garden, den Kaiſer und König Murat zum letztenmal.
uar 1825 zu Darmſtadt.
pen und das meinige und ſagte ihm, ich wolle mich mit
(Schluß folgt.)
D
Guand
SA
I-A
E
(III,21333)
Maehetene
Mle.
Meeg
Oleneehehen
Brillanten
Cilhanm
Uhren, Gold-u. olluerwaren
ſind Vertrauensartikel.
Dieſelben kauft man, wo am
billigſten zu haben ſind.
6
Keine Phantasie-Preise.
Keine hohe Ladenmiete.
t, ue
Steis Gelegenheitskäufe.
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Die das Jutler,
Brillant-Ringe
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Wird ſie ſauer
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à6₰
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Brillant=
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Massiv-goldene
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Dalmona.
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Löffel das Gramm v. 9 Pf. an.
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Eäffehle Kochäpfel, gute Ess-
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äällel
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ie der=Ramſtädterſtr. 89, III. (*
Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 12. Oktober 1913.
Restahrant Rammelbrau.
Jeden Sonntag Nachmittag von 4—7 Uhr:
Café-Konzert
bei freiem Eintritt.
Inai!
Luſchilte aighait damtalt
Einladung zur Mitglieder=Verſammlung
Tscher
am Dienstag, den 14. Oktober 1913, abends 8½ Uhr Arnold
Masinsauf
im Hotel „Prinz Karl”.
Ecke Erbacherstrasse, an dem Schwimmbad.
Tagesordnung:
Bericht des Herrn Zöller von Rüſſelsheim über den Dele=
Montag, den 13. Oktober, abends 8 Uhr:
gierten=Tag des Reichsvereins liberaler Arbeiter und Angeſtellten.
Um recht zahlreichen Beſuch unſerer Mitglieder und deren
ein=
geführten Gäſte erſucht.
21388)
Der Vorstand.
Phonola-Klavierabend.
1.
Heidenreich von Siebold ſche Stiftung
Raoul von Koczalsky
für arme Wöchnerinnen.
sagt:
Zu der
Was mir die Phonola so sympathisch macht, ist
Mittwoch, den 22. Oktober 1913, nachm. 3½ Uhr,
erstens ihre durch die Künstlernotenrollen auf den höchsten
im Saal des Rathauſes am Marktplatz ſtattfindenden
Gipfel gestiegene Leistungsfähigkeit, zweitens ist es der
Umstand, dass die Phonola dem menschlichen Willen
Generalderſammlung
gehorcht, wodurch dem Spiel diejenige Wärme verliehen
wird, die ein absolut selbstspielendes Instrument, und
werden die Mitglieder und Freunde der Stiftung hiermit eingeladen.
mag es noch so vollkommen sein, vermissen lässt.
Darmſtadt, den 10. Oktober 1913.
(21340
Karten, welche zum freien Eintritt berechtigen, bittet
man schriftlich zu bestellen, dieselben werden bereitwilligst
Für den Vorſtand und für den Verwaltungsrat
zugesandt; ausserdem können Karten nur in der
Frau Fr. Merck.
Dr. Gläſſing.
Pianoforte-Großhandlung von Karl Arnold, Ecke
der Erbacherstraße, abgeholt werden. (Kein
zweites Magazin in der Stadt.)
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Am Montag, den 13. Oktober, abends 8¾/ Uhr,
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Nummer 242.
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Rehr, ſowie 12 Damen des Corpa
de Ballet.
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Hof=
theatermaler Kurt Kempin u.
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ſchineriedirektor E. Schwerdtſeger.
Nach d. 1. u. 2. Akte längere Pauſen.
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ſtellungen A 12, B 12, C 12 und
. Frz. Schneider D 12 werden ſchon ſetzt von der
Hoftheater=Hauptkaſſe entgegen=
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[ ← ][ ][ → ] Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 12. Oktober 1913.
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Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 12. Oktober 1913.
Nummer 242.
einem heoreiſchen Problem zu, das gleichzeitig mit der
Handel und Verkeſtr.
Erkenntnis vom wirklichen Weſen des Fluges gewonnen
Luftfahrt.
— Stand der Darmſtädter Volksbank, e. G.
wird. Damit ſoll der Satz vom blinden Huhn nicht wider=
Die Luftfahrt als Erzieherin zur Technik:
legt ſein, aber doch darauf hingewieſen werden, daß der m. b. H., am 30. September 1913. Aktiva. 1. a) Kaſſan
Von F. W. Jordan.
Menſch mit dem geſtochenen Star beſſer ſieht und findet, Sorten und Kupons M. 93973.32; b) Guthaben bei dor
Wir leben im Zeitalter der Technik, aber es iſt minde= als der Blinde. Und der Allgemeinheit ſticht man ihn durch Reichsbank und dem Poſtſcheckamt M. 70381.64. Zuſ
M. 164354.96. 2. Wechſel= u. Deviſen=Konto M. 451863.23
ſtens zweifelhaft, daß wir bereits die „techniſche Gene= fortgeſetzte populäre theoretiſche Weiterbildung.
Wenn wir unſere Jugend danach beurteilen wollen, 3. Bankverkehr=Konto M. 504 383.18. 4. Lombard=Kontg
ration” dieſes Abſchnittes in der Weltgeſchichte ſind. Die
Anzahl derer, die infolge ihrer Vorbildung befähigt ſind, wie ſie uns im Flugweſen entgegentritt, dann dürfen wir M. 332249.50. 5. Effekten=Konto M. 423360.76, a) inläne
nach dem Entwickelungsſtand der Technik die Höhe der ſie ſchon eher als die kommende „techniſche Generation” diſche Staatspapiere Nom. M. 276 500.—; b) ſonſtige bei
Kultur der Zeit richtig einzuſchätzen, iſt noch lange nicht bezeichnen. Die Grundlage der modernen Schulbildung der Reichsbank und anderen deutſchen Notenbanken beleihe
Legion. Wir trugen zwar in uns inſtinktiv den Wunſch, iſt ſchon erheblich beſſer, wenn auch noch nicht ſo, wie es 1 bare Wertpapiere M. 162200.—; c) ſonſtige Wertpapiers
alle modernen Wunder begreifen zu können, aber die all= zu wünſchen wäre. Vor allem haftet den Lehrern noch M. 57000.—. 6. Konto=Korrent=Konto (ſämtlich gedecht
gemeine Schulbildung vermochte damals noch nicht das vielfach der Mangel an techniſchen Kenntniſſen ihrer Zeit M. 3172101.84. 7. Vorſchuß= und Vorſchußwechſel=Konto
Material zu liefern, das wir jetzt brauchten, um eine Brücke an. Mit dem Bau von Flugmodellen wird der junge Geiſt1 M. 758529.34. 8. Beteiligung am Schutzverein für Nieden
hinüber zum vollen Verſtehen der Technik ſchlagen zu nicht nur gezwungen, ſich intenſiver mit dem Flugproblem Modau M. 3000.—. 8a. Haus= u. Immobilien=Konkal
können. Die Umgebung zeigt dem Laien die maſchinell zu befaſſen, ſondern es treten auch Aufgaben an ihn her= M. 325 688. 18. 9. Mobilien=Konto M. 2294.83. 10. Schranka
geſteigerte Arbeitsleiſtung in einer Vollkommenheit, deren an, die einer techniſch=konſtruktiven Löſung bedürfen. fächer=Konto M. 1.— 11. Haus= und Immobilien=Unten
Tatſache er einſehen muß, deren Wert er ſelbſt aber nicht Und da iſt es erſtaunlich, mit welcher Intelligenz ſich viele haltungskoſten=Konto M. 3948.07. 12. Verwaltungskoſten
zu ſteigern vermag. Alſo „gelöſte Probleme”, die nicht aus verzwickten Situationen herauszuwinden wiſſen. Die Konto M. 49837.25. Sa. M. 6191612.14. — Päſſing
mehr ein Intereſſe wecken, das aus ſich heraus zur Mit= ganz Kleinen begnügen ſich natürlich meiſt damit ſich an 1. Geſchäftsanteil=Konto M. 1446035.41. 2.
Reſervefonds=
vorhandene und ſelbſt geſehene Typen zu halten. Mit dem Konto I M. 347964.18. 3. Reſervefonds=Konto II und
arbeit herausfordert.
Die kleine Dampfmaſchine, die uns ſeinerzeit die wachſenden Verſtändnis der Jahre und dem fortſchreiten= Immobilien=Reſerve M. 8931007. 4. Delkredere=Koniä
Eltern ſchenkten, der Elektromotor, die Elektriſiermaſchine den Lehrgang der Schule ändert ſich dies jedoch ſehr ſchnell M. 50000.—. 5. Penſions= u. Unterſtützungsfonds=Konto
regten unſer Intereſſe gewiß an, aber es konnte ſich nur und mancher iſt darunter, der mit ſeinen 14 Jahren voll= M. 190842.59. 6. Darmſtädter Volksbank=Stiftungsfond
auf die Wirkungsweiſe der Maſchine erſtrecken. Jeder Ver=kommen eigene Ideen hat, ohne dabei zu ſehr ins Phan= Konto M. 12500.—. 7. Hypotheken=Konto M. 56 000
ſuch der Verbeſſerung war unmöglich, da der Grad der taſiereich abzuſchweifen. Man kann ſogar beobachten, daß 8. Akzeptationen= und Aval=Konto M. 72627.25. 9. Ban=
Vollkommenheit bereits ſo weit gediehen war, daß nur die jungen Künſtler das Weſentliche einer Konſtruktion verkehr=Konto M. 2097.25. 10. Konto= Korrent=Konial
der mit Spezialkenntniſſen Ausgerüſtete ſich anmaßen ſchon volſtändig herausempfinden; ſolche Erkenntniſſe1 M. 132975.86. 11. Sparkaſſen= u. Scheck=Konto M. 358313
durfte, die Kompliziertheiten der Theorien zu begreifen treten dann durch ein zu weites Eingehen darauf zutage. 12. Dividende=Konto M. 3387.45. 13. Zinſen=Konto
und den Wirkungsgrad zu verbeſſern. Ein rein mechani= Das iſt gewiß auch ein Fehler, aber einer, der leichter ab= M. 191734.85. 14. Verſchiedene Beiträge u. Vergütungent
ſcher Verſuch, die kleinen beweglichen Glieder der Maſchine geſchliffen und bewertet werden kann als die durch Un= M. 3000.— Sa. M. 6191 612.14. Umſchlag im Septemhe
ſelbſt zu bilden, wäre lächerlich geweſen. Unſere laien= kenntnis der Geſetze der Mechanik entſtandenen, wie ſie M. 4809493.95. Zahl der Mitglieder 1984.
— Das Geſchäftsjahr der Motorenfabrill
haften Fertigkeiten hätten Stümperwerke an Leiſtung und bei vielen Erwachſenen gefunden werden.
Darmſtadt, Aktiengeſellſchaft, 1912/1913 hat einen
Ausführung neben die exakte Maſchinen= und Präziſions=
Fabrikationsüberſchuß von 102805,81 Mark gegen 75898,
arbeit geſetzt. Die Folge mußten Enttäuſchungen ſein, die
Sr. Der italieniſche Waſſerflugzeug= Mark im Vorjahr ergeben. Der Umſatz iſt um zirk
Einſicht der Unfähigkeit, der Verluſt der Luſt zu weiteren Wettbewerb, bei dem es dem Deutſchen Helmut Hirth Prozent geſtiegen. Es werden jetzt reichliche Abſchreibm
Verſuchen und ein ſtilles Beſcheiden mit dem Gegebenen. gelang, den Großen Preis der oberitalieniſchen Seen gen vorgenommen, insgeſamt 60 694,72 Mark. Die
Da wurde der Traum des Menſchenfluges zur Wirk= gegen die geſamte franzöſiſche und italieniſche Konkurrenz dende wird, wie im Vorjahre, mit 4 Proz. vorgeſchlagen
lichkeit. Der Filzſchuhfabrikant Sommer, der Radrenn= zu gewinnen, ergab bei den weiteren Nebenprüfungen Für den Delkrederefonds werden 12000 Mark fürden
fahrer Farmann, der Globetrotter Latham und viele an= kein günſtiges Reſultat für den einzigen deutſchen Teil=Reſervefonds 4200 Mark, für Talonſteuer=Reſerve=(50
dere tauchten am Zenit des Flugweſens auf und ſiegten. nehmer. Beim Anlauf=Wettbewerb wurde Hirth geſchla= Mark zurückgeſtellt, während 3963,09 Mark auf neueRech
Alles Leute mit allgemeiner Vorbildung; derſelben, die gen; beim Wettbewerb der Steigfähigkeit war er infolge nung vorgetragen werden. Der Eingang von Aufträgen
man ſelbſt genoſſen hat. Man läßt ſich erzählen, daß die Benzinmangels zu vorzeitiger Landung gezwungen. Im in den letzten drei Monaten war zufriedenſtellend ſo
Flugtechnik vorläufig auf keinerlei ſchwierigen Theorien Höhenflugwettbewerb erreichte er ohne Paſſagier 1460 der Vorſtand hofft, auch im laufenden Jahr ein befried
fußt, ſondern einzig und allein auf Erfahrungstatſachen Meter, während Garros mit Paſſagier es auf 1200 Meter
gendes Ergebnis erzielen zu können.
und praktiſchen Verſuchen aufgebaut iſt. Jeder hatte diebrachte, Chemet mit Paſſagier auf 1200 und Fiſcher mit
Empfindung: Hier iſt das letzte Wort noch nicht geſprochen; Paſſagier auf 1170 Meter.
Gewinnanszug
alle Tore ſiehen der Begabung offenz es iſt noch nichts ſo
der
vollkommen, daß du nicht daran zu rühren wagen dürſteſt,
und die Materie wie auch das Material ſind ſchmiegſam.
8. Preußiſch-Süddeutſchen
Landwirtſchaftliches.
Was gut oder töricht hieran war, wird ſich bald zeigen.
* Berlin, 11. Okt. Wöchentlicher Saaten= (229. Föniglich Preußiſchen) Klaſſenlotterie
Bei neuen Erfindungen bieten ſich am Anfange immer
4. Klaſſe 1. Ziehungstag 10. Oktober 1913
tauſend Möglichkeiten mehr, als dann bei ſchon geklärterſtandsbericht der Preisberichtsſtelle des
Lage. Einmal wird immer der Augenblick eintreten wo Deutſchen Landwirtſchaftsrats. Während
Aufjede getogene Rinner ſind wei greig oße Gewinne
wiſſenſchaftliche Experimental= und Laboratoriumsverſuche der letzten 8 Tage hatte das Wetter einen überwiegend
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummen
die Laienarbeit ablöſen, es ſei denn, es würde das techni= milden aber ſehr veränderlichen Charakter. Häufige
in den beiden Abteilungen 1 und II.
ſche Bildungsniveau der Allgemeinheit einmal weit über Niederſchläge behinderten zwar den Fortgang der Feld=
(öhne Gewahr u. St.=k. . 3.)
Glachdrus verdeicht
arbeiten, waren aber inſofern auch von Nutzen, als ſie den
den jetzigen Stand hinausgehoben.
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne üben
Wie tief die Teilnahme am Flugweſen bereits in der Boden lockerten, und dadurch das Aufnehmen der vielfach
192 Mk. gezogen:
Allgemeinheit wurzelt, läßt ſich auf den Modell=Flugzeug= ſehr feſt ſitzenden Rüben erleichterten. Unerwünſcht war
2 Gewinne zu 40 000 Mk. 122612
Ausſtellungen erſehen. Neben dem zierlichen Apparat eines die Störung für die über Arbeitermangel klagenden größe=
2 Gewinne zu 10 000 Mk. 36977
Gymnaſiaſten, der reiche Mittel zur Verfügung hat, ſteht ren Wirtſchaften, die noch viel Kartoffeln im Boden haben,
2 Gewinne zu 5000 Mk. 206983
das Erzeugnis des kleinen Jungen, der bei trüber Beleuch= während die Ernte dieſer Frucht in kleineren und mittleren
6 Gewinne zu 3000 Mk. 10783 19696 141726
tung während der Abendſtunden ſeinen Träumen nach= Betrieben bei dem ſchönen Wetter der Vorwoche meiſt be=
10 Gewinne zu 1000 Mk.
72982 117689 14828
jagte und dann, als er ſeinen Eindecker ſehen konnte unterl endet werden konnte. Das Ergebnis der Kartoffelernte,
169926 227118
den hundert Glühbirnen, die ihr Licht über ihn goſſen, namentlich bei Verwendung neuer Züchtungen, iſt im all=
28 Gewinne zu 500 Mk.
51602 63822 864
mit glänzenden Augen ſagte: Wie ſchön er iſt!‟” An die gemeinen befriedigend vielfach ſehr gut; ſchwere Böden
124753 131544 132175 137154 150066 166452 1735
Werke des Ingenieurs reihen ſich in bunter Folge die des und alte abgebaute Sorten brachten weniger gute Erträge
182884 19214a 200726 219297
Handwerkers, des Lehrlings und Beamten. Und daß und ſtellenweiſe einen größeren Prozentſatz an kranken
76 Gewinne zu 400 Mk. 781 8690 10785 11825
ſelbſt unſere Großväter ſich noch erwärmen können, zeigen Knollen. Die Rüben haben durch das milde feuchte Wet=
14806 22746 28045 35892 44450 51521 55882 Beeh
Erzeugniſſe die einen Schöpfer von über 70 Lebensjahren ter noch eine Gewichtszunahme erfahren, liefern aber viel=
60850 81923 83800 94719 99807 104422 104978
haben. Selbſt junge Damen und Mädchen fehlen in dem fach weniger als der üppige Blattwuchs erwarten ließ;
116687 127889 134253 139020 139627 149491 153162
auch mit dem Zuckergehalt iſt man nicht immer zufrieden;
bunten Reigen nicht.
155793 163584 170092 182398 183401 183686 18799a
Am intereſſanteſten iſt es nun, die Leiſtungsfähigkeit das Ergebnis dürfte in vielen Bezirken nur einer ſchwachen
198594 205079 217846 221789 222134
der Erwachſenen mit derjenigen der Jugend, alſo der be= Mittelernte entſprechen. Die Herbſtbeſtellung war bei
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
ſtehenden und kommenden Generation, zu vergleichen. Man Eintritt des Regenwetters ſchon ziemlich weit vorge=
192 Mk. gezogen:
erwartet von den Erwachſenen natürlich mehr. Man hofft, ſchritten, vielfach bis auf die Hackfruchtäcker beendet. Rog=
2 Gewinne zu 20 00 Mk. 182734
einige verborgene Könner zu entdecken, und man findet ſie gen iſt faſt überall untergebracht, während die Ausſaat
6 Gewinne zu 5000 Mk. 101747 180090 211276
auch; nur etwas ſpärlich ſind ſie geſtreut. Vor allem muß von Weizen erſt zum Teil bewirkt und jetzt durch Regen
4 Gewinne zu 3000 Mk. 31381 150616
es auffallen, daß viele ihren Erzeugniſſen Qualitäten zu= unterbrochen iſt. Für den Aufgang und die Entwicklung
16 Gewinne zu 1000 Mk. 10235 19853 65184
ſchreiben, die ſie nie und nimmer beſitzen können. Eine war das milde und feuchte Wetter ſehr vorteilhaft. Der
59340 119586 129097 157293 162260
beſonders große Menge träumt von automatiſcher Stabi= frühgeſäte Roggen ſteht ſchön, nur machen die in vielen
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[ ← ][ ][ → ] Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 12. Oktober 1913.
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Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 12. Oktober 1913.
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