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176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt
wärts nehmen die Poſtämter u. die
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 240.
Freitag, den 10. Oktober.
1913,
als in ſeinem Brief an den Reichskanzler feſtgelegt
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
Von den Pariſer Blättern werden die Madrider
ſind, und die Bedeutung dieſer Erklärung, deren Urſprung Trinkſprüche mit lebhafter Befriedigung erörtert, und der
richtig als eine Vereinbarung zwiſchen Gmunden und dem Präſidenten Poincaré von der Madrider Bevöl=
Berlin erkannt iſt, liegt in der Abſchüttelung derer, die kerung bereitete Empfane wird als eine volstümliche Be=
Das Wichtigſte vom Tage.
ſeinen Worten eine andere Auslegung gegeben haben. Es kräftigung der in den Trinkſprüchen ausgedrückten
herz=
iſt vollkommen falſch, zu behaupten, daß ein weiteres Ein= lichen und vertrauensvollen Geſinnungen bezeichnet. Das
Die neueſte Erklärung des Prinzen Ernſt! geſtändnis verlangt worden wäre. Durch die Veröffent= Journal des Debats meint allerdings, daß die öffentliche
Auguſt. Herzogs zu Braunſchweig, wird von der lichung der Erklärung iſt der klare Sachverhalt wieder Meinung namentlich infolge der jüngſten Zeitungsartikel
Mehrzahl der Blätter als nicht genügend erklärt.
ans Licht geſtellt worden, der ſeit Veröffentlichung des über angebliche Bündnispläne und militäriſches
Zu=
ßei den engliſchen Schiffsmanövern in der Briefes des Prinzen an den Reichskanzler vorhanden ſammenwirken weit mehr erwartet habe, als ſie vernünf=
Mordſee ſtieß ein neuer Torpedobootszerſtörer mit war.
tigerweiſe erwarten durfte. In den Madrider
Trink=
vem Ueber=Dreadnought „Thunderer” zuſammen und
Das Berliner Tageblatt ſchreibt: Während ſprüchen habe von konkreten Fragen nicht die Rede ſein
urhielt ein tiefes Leck. In ſinkendem Zuſtande noch vor ſechs Jahren vom Bundesrat als Bedingung für können. Man könne nur wiederholen, daß die weitaus
wurde er nach Dundee gebracht.
die Thronfolge eines welfiſchen Prinzen in Braunſchweig wichtigſte Sache ein Handelsabkommen wäre; bevor man
Przemysl wurden zwei ruſſiſche Offiziere der ausdrückliche Verzicht des cumberländiſchen Hauſes nicht erträgliche Handelsbeziehungen zwiſchen den beiden
auf das ehemalige Königreich Hannover gefordert wurde, Ländern geſchaffen habe, könne man unmöglich an den
wegen Spionageverdachts verhaftet.
wird der Bundesrat jetzt in eine neue Zwangslage ge= Abſchluß irgendeiner anderen Vereinbarung denken. —
r Aalborg in Jütland iſt die Schiffswerft von bracht, die Thronbeſteigung des Prinzen Ernſt Auguſt zu Die Liverté meldet aus Madrid, in diplomatiſchen Krei=
Stuhr völlig niedergebrannt. Zwei Dampfer billigen, ohne daß ſeiner damaligen Forderung Genüge ſen werde insbeſondere hervorgehoben, daß die
Trink=
verbrannten ebenfalls. Der Schaden iſt ſehr groß.
geleiſtet wäre. Vielleicht wird dem Bundesrat ſchon in ſprüche keinerlei Anſpielungen auf eine
Mittelmeerver=
nſchwererSturm hat geſtern auf dem Lago Mag= ſeiner heutigen Sitzung ein Antrag unterbreitet werden. ſtändigung zwiſchen Frankreich und Spanien enthielten,
riore großen Schaden angerichtet. Eine Anzahl Boote Es dürfte dafür geſorgt ſein, daß er mit großer Mehrheit, dagegen habe die Herzlichkeit, mit welcher König Alfons
wenn nicht einſtimmig angenommen wird. Die Oeffent= ſich ausdrückte, einen tiefen Eindruck gemacht. — Petit
kenterte. Mehrere Fiſcher ſind ertrunken.
luf dem Bahnhof Cadenazzo verunglückte in= lichkeit und der Reichstag werden kaum in die Lage kom= Pariſien ſchreibt: Nicht bloß in Spanien und Frankreich,
dolge Unterwaſchung des Bahndamms durch men, in die Löſung der braunſchweigiſchen Frage direkt auch im Auslande waren die Trinkſprüche mit Intereſſe
neftige Gewitterregen der Zug Bellinzona= einzutreten. — Die Berliner Neueſten Nach=erwartet worden, nicht etwa, weil das innige Einver=
Locarno. Fünf Eiſenbahnbeamte wurden richten ſchreiben: Wir ſtehen auf dem alten Fleck, weil nehmen für beide Länder eine Spitze gegen irgendeine
der Brief des Prinzen auch jetzt wieder die einzige Grund= Macht werden konnte, ſondern weil es für das europäiſche
getötet und einige Reiſende verletzt.
lage aller Verhandlungen über die welfiſche Frage bildet Gleichgewicht eine feſtere Grundlage bildet und
demge=
die neue dalmatiniſch=albaniſche Schnell= und wir ſind ein gutes Stück vorwärts gekommen, weil mäß den Frieden kräftigen ſoll Wir wiſſen nicht, welcher
ampferverbindung wurde am Mittwoch er= wir jetzt wiſſen, wie wir ihn zu deuten haben. Der Prinz Art diefes günſtige Einvernehmen ſein wird, denn es
ffnet.
will nicht verzichten. Sein Brief muß als Grundlage für bedarf noch Verhandlungen aller Art, die vielleicht noch
uvatnachrichten aus Mexiko beſtätigen das Gerücht, daß weitere Verhandlungen ausſcheiden. Wird weiter ver= Zeit brauchen werden, aber in vieler Hinſicht kaun der
diie Aufſtändiſchen in Torreon ein großes handelt, ſo kann nur ein Ziel den Reichskanzler leiten: eine 7. Oktober als ein geſchichtlicher Tag angeſehen werden.
Maſſaker unter den Spaniern angerichtet haben. 175 Verzichterklärung zu ſchaffen, die nicht mehr gedeutet wer=
— In der Action ſchreibt der Senator Henri Béranger:
Spanier ſollen angeblich getötet worden ſein.
den kann. — Die Kreuzzeitung erklärt: Leider! Im beſten Falle kann man ſagen, daß der Ton der
Trink=
n äßlich der Wahl Juanſchikais und der Aner= müſſen wir auch in Zukunft nicht für ausgeſchloſſen hal= ſprüche das Verdienſt hat, nach einer Periode zänkiſcher
lnnung der Republik China wurden zwiſchen dem Prä= ten, daß von welfiſcher Seite unter Berufung des wel= Nachbarſchaft die gut nachbarlichen Beziehungen zwiſchen
ſädenten und dem deutſchen Kaiſer freundſchaft= fiſchen Herzogshauſes Rechtsanſprüche an Gebietsteile beiden Ländern zu befeſtigen. Gewiß, das iſt etwas, aber
des preußiſchen Staates erhoben werden. Solange dies es wäre unklug, mehr herausleſen zu wollen.
lüche Telegramme gewechſelt.
aber geſchehen kann, können wir die Vorausſetzungen
nicht als gegeben erachten, von denen der Bundesratsbe=
Tageskalender zur Geſchichte der
ſchluß vom 28. Februar 1907 die Zulaſſung eines welfiſchen
Leutſches Reich.
Befreiungskriege.
Prinzen zur Regierung in Braunſchweig abhängig macht.
h. Oktober 1813: Bayern vereinigt ſeine Truppen (28 500
Die Deutſche Tageszeitung behält ſich ihre
— Der Reichstag wird in der nächſten Sitzungs=
Mann) mit Oeſterreich unter Führung des Generals Stellungnahme in vollem Umfange zu den Vorſchlägen
periode mit geſetzgeberiſchem Material nicht zu ſehr be=
Wrede.
vor, die die verantwortliche Stelle für die Löſung der noch
beſtehenden Schwierigkeiten machen werde und weiſt dar= laſtet werden. An großen Geſetzen werden ihm nur die
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7 und 8.
auf hin, daß der Eintritt in den Bund der deutſchen Für= Regelung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe und
ſten die tatſächliche Anerkennung des derzeitigen preußi= eine Novelle zur Gewerbeordnung, betr. das Gaſt= und
ſchen Staatsgebiets und die Verpflichtung zum Schutz die= Schankwirtſchaftsgewerbe zugehen, während die übrigen
Zur Welfenfrage.
ſes Gebiets zweifellos in ſich ſchließe — Die Tägliche
Rundſchau erklärt: Man kann nicht ſagen, daß man zugedachten Entwürfe zu den kleineren Entwürfen ge=
*⁎* Aus Reden und Briefen der Welfenführer will
ſich in Gmunden mit dieſer Erklärung überſtürzt hätte hören, die tiefgehende Meinungsverſchiedenheiten
inner=
ſan entnehmen, daß die vom Prinzen Ernſt Auguſt in und man kann auch nicht behaupten, daß ſie die Beſorgniſſe halb der Fraktionen nicht herbeiführen dürften, wie z. B.
i: Briefe an den Reichskanzler enthaltene Erklärung aus der Welt räumt, die nachgerade in allen nationalen das Eiſenbahnhaftpflichtgeſetz, das Luftrechtgeſetz, das
Alt=
ſiinen Verzicht in ſich ſchließt. Darum drehten ſich Kreiſen wachgerufen worden ſind. Auch die neue
Erklä=
ſtuptſächlich die Erörterungen in der Preſſe während der rung des Prinzen kann den ſtaatsrechtlichen Verzicht, deſ= penſionärgeſetz u. a. Allerdings iſt der Reichstag aus
ſen Notwendigkeit gerade die welfiſche Agitation der letz= dem Frühjahr noch mit Vorlagen überlaſtet, die die Zeit
zien Wochen, und in nationalen Kreiſen wurde eine ten Monate klar erwieſen hat, nicht erſetzen. —
Die des Parlaments noch geraume Zeit in Anſpruch nehmen
Unzveideutige bündige Verſicherung des Prinzen bezüg= Voſſiſche Zeitung ſchreibt: Dem Cumberländer dürften. Erinnert ſei an das Poſtſcheckgeſetz, das
Kon=
hſeiner Stellung zu Hannover für unbedingt nötig er= wird das Bibelwort nicht unbekannt ſein: „Eure Rede
ſei ja ja, nein nein, was darüber iſt, das iſt vom Uebel.” kurrenzklauſelgeſetz, das Jugendgerichtsgeſetz, das
Petro=
ſhiet. Daraufhin iſt wohl die offiziöſe Note erſchienen, Da man in Gmunden ſo bedürftige Gründe hat, wenig= leummonopolgeſetz und das Spionagegeſetz. Wie jetzt
be=
ſelthe wir bereits mitgeteilt haben und welche den Deu= ſtens einen Abſchwächungsverſuch zu machen, wird man ſtimmt verlautet, kann man damit rechnen, daß der
Reichs=
ſingen, die an den mehrerwähnten Brief des Prinzen ge= hoffentlich auch bald lernen, die entſcheidende Frage mit tag am 20. November ſeine Arbeiten wieder aufnehmen
ſſuoft worden ſind, entgegentritt. Es wird wiederholt, einem einfachen ja ja zu beantworten.
Das Berliner Tageblatt meldet aus Braun= wird. Die Kommiſſion für Rüſtungslieferungen dürfte
ß die Berufung des Prinzen auf ſeinen Preußen
ge=
liſteten Fahneneid alles in ſich ſchließe, was zu ſeinerſchweig: In Blankenburg wurde die Hofhaltung des in den erſten Tagen des November ihre Sitzungen
be=
ſhronbeſteigung erforderlich ſei, und daß er, der Prinz, Herzog=Regenten aufgelöſt, der auch bereits einen Fackel= ginnen. Die Umbauten, die augenblicklich innerhalb des
hran die in dieſem Eide gegebenen Verſprechungen für zug zum Abſchied entgegennahm und in der Reſidenz ar= Reichstages vorgenommen werden, ſind ſchon weit
vorge=
linzer, d. h. auch als Herzog von Braunſchweig gebunden beitet man eifrig an den Einzugsvorbereitungen. Die Be= ſchritten, und es iſt zu erwarten, daß bis Mitte November
auch die Arbeiten an dem Gebäude beendet ſein werden
ſhle. An und für ſich könnte man ſich mit dieſer Erklä= völkerung wünſcht eine ſchnelle Beſeitigung der das ganze
und die neugeſchaffenen mehr als hundert Zimmer den
ſmn zufrieden geben, wenn nicht die welfiſchen Agita= Geſchäftsleben beeinträchtigenden Schwierigkeiten.
Reichsboten zur Verfügung ſtehen. Da die Seſſion nicht
ſtrent es ſo hinſtellten, als ſei der Prinz doppelzüngig
geſchloſſen worden iſt, ſondern nur Vertagung eingetreten
ſſid halte an den hannoverſchen Anſprüchen feſt. Es mag
war, ſo nimmt der Reichstag ſeine Arbeiten ohne weitere
iin, daß man dieſe Agitatoren nicht ſo ernſt zu nehmen Die Madrider Trinkſprüche.
Förmlichkeiten wieder auf.
ſſalicht, wie man es tut, daß man auch den Verkehr des
* Die Trinkſprüche des Königs und des Präſidenten
Die Stellung des Reichstags zur
llitenn Herzogs mit ſeinen welfiſchen Anhängern nicht ſo beim Feſtmahl haben zwar nichts Aufſehenerregendes, Kellnerinnenfrage. Nach Mitteilungen aus
zu=
ſigiſch auffaſſen und in jeder Dankſagung für ein Hul= ſind aber hinreichend ausdrucksvoll, um die Abſicht eines
verläſſiger Quelle wird die kommende Novelle zur
Ge=
ſſumgstelegramm die Aufrechterhaltung ſeiner hannover= engen politiſchen Zuſammengehens in allen beide Länder
werbeordnung, die das Gaſtwirtsgewerbe und verwandte
ten: Anſprüche ſehen ſollte. Aber das Mißtrauen gegen betreffenden Fragen deutlich zu verkünden. Die Faſſung Gewerbebetriebe neu regeln ſoll, auch die ſeit Jahren im
Aufrichtigkeit des welfiſchen Thronanwärters auf der Rede König Alfons bekundet eine größere Zurückhal= Reichstag und im preußiſchen Landtag erörterte Frage
Pannſchweig wird immer von neuem angeſacht, und des= tung, während die des Herrn Poincaré werbender
gehal=
der Animierkneipen löſen. Die Vorlage wird dem
Ver=
wäre es beſſer geweſen, die jetzige offiziöſe Erklärung ten iſt. Allgemein wird die eigentliche politiſche Note von
nehmen nach eine Beſtimmung enthalten, welche die
Lan=
re etwas weiter gegangen und hätte zum Ausdruck ge= den ſpäteren Reden der beiden Staatshäupter in
Carta=
des=Zentralbehörden ermächtigt, im Intereſſe der
Auf=
cst, daß die Behauptungen der Welfenführer, Prinz gena erwartet.
rechterhaltung der guten Sitten beſondere Vorſchriften
Anit Auguſt halte an ſeinem angeblichen Rechte auf Han=
Wie der Köln. Ztg. aus Madrid gemeldet wird,
wei=
ſper feſt, der Auffaſſung des Prinzen nicht entſprächen. chen die Blätter nicht von dem Ton ab, den die Preſſe über die Zulaſſung und Beſchäftigung weiblichen
Perſo=
miit wäre allen Unklarheiten ein Ende gemacht worden, bisher eingeſchlagen hat. Der rechtsliberale Mundo fin= nals in Gaſt= und Speiſewirtſchaften zu erlaſſen. Der
det, daß der Empfang Poincarés nur eine Sache der Neu= Reichstag hat ſich gegenüber der Forderung nach einer
Da der Prinz von ſeiner Gmundener Reiſe zurückge= gierde, wenn auch des Reſpelts geweſen ſei, und ſtellt generellen Abſchaffung der weiblichen Bedienung für ganz
rt und im Neuen Palais bei der kaiſerlichen Familie! Vergleiche mit dem früheren Beſuche Loubets an. Das
ertiegen iſt, ſo dürften entſcheidende Schritte in der Blatt ſieht den Grund neben der ſchlechten Witterung Deutſchland nahezu einſtimmig ablehnend verhalten. Eine
in Kriegsſorgen und in der berechtigten Vorſicht wegen Petition ging dahin, durch die Gewerbeordnung für das
unſchweigiſchen Frage unmittelbar bevorſteben.
möglicher Gefahren. Die konſervative Epoca meint, daß ganze Reich einheitlich zu beſtimmen, daß in Schankräumen
die herzliche Freundſchaft zu Frankreich genüge, ohne daß von Gaſtwirtſchaften und Schankſtellen Gäſte nicht durch
*
deshalb das geringſte aus der Zukunft der internatio=
Die Blätter beſchäftigen ſich begreiflicherweiſe ſehr nalen Politik Spaniens geopfert zu werden brauche Der Perſonen weiblichen Geſchlechts bedient werden dürfen.
ſgehend mit der neueſten, offizöſen Erklärung. Die liberale Heraldo glaubt, daß, ſo lange man nicht die Lediglich in Orten unter 5000 Einwohnern und in
alko=
lniſche Zeitung bemerkt: Zu einem weiter= gegenſeitigen Verpflichtungen kenne, in die ſich dieſe An= holfreien Wirtſchaften ſollten von der höheren
Verwal=
enden Eingeſtändnis war Prinz Ernſt Auguſt nicht be= näherung überſetze, deren genauer Name noch unbekannt tungsbehörde Ausnahmen zugelaſſen werden dürfen. In
Hierzu wäre feſtzuſtellen, daß von vornherein von ſei, es geraten ſcheine, die Begeiſterung oder die
Beſorg=
anderen Eingaben, die zum Teil ſogar von nomhaften
Prinzen keine anderen Erklärungen verlangt wurden niſſe der Zukunft zu überlaſſen.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 10. Oktober 1913.
Nummer 240.
Autoriäten unterſtüßt wurden, kam übereinſtimmend derfden iſt, entſäll für meine Partel jeder Grund, die Ver=
Zolberginſigung von 5 Prozent zugunſten amteritanſt
Wunſch zum Ausdruck, die Regelung der Frage durch die
handlungen des Landtages zu verhindern. Deshalb zieht ſcher Schiffe. Deutſchland hat mitgeteilt, daß es gegen
Reichsgeſetzgebung vorzunehmen und ſie nicht dem Ver= meine Partei die Dringlichkeitsanträge zurück. Abg. jede Beſtimmung des neuen Tarifgeſetzes Einwendungen
waltungswege der Bundesſtaaten zu überlaſſen. Den ent= Schraffl erklärte, daß das Einvernehmen mehrere Ab= erheben würde, durch welche die Anwendung des 5pro= Standpunkt nahmen andere Petitionen ein, änderungen in dem Wahlreformentwurf bedinge, weshalb zentigen Differenzialzolles auf die Einfuhr von Preußem
ſo die eines großen bayeriſchen Frauenvereins, der bat, er die Zurückverweiſung der Vorlage an den Ausſchuß den Hanſaſtaaten und Mecklenburg=Schwerin
beſchränk=
der Reichstag möge den Anträgen auf Abſchaffung der beantrage. Dieſer Antrag wurde einſtimmig angenommen. werden ſollte unter Ausſchluß des übrigen Deutſchlands
weiblichen Bedienung im Gaſtwirtſchaftsgewerbe keine
Der Schatzſekretär Mac Adoo hat den Chef des Juſtiz
Frankreich.
Folge geben. Es wurde darauf hingewieſen, daß
bei=
departements, Mac Reynold, um eine Auslegung dieſes
Die Manöverkritik. Offiziös wird mitgeteilt,
ſpielsweiſe in Bayern dem Kellnerinnenſtand über 11000
ſchwierigen Paragraphen gebeten. Das Schatzamt ha=
Frauen angehörten, und daß dieſer Beruf in dem indu= daß der Kriegsminiſter auf Grund des Berichtes des Ge= darauf angeordnet, daß die Beſtimmung der Tarifbilll
ſtriearmen Bayern ſelbſt für einen anſehnlichen Teil ver=neralſtabschefs Joffre über die letzten Herbſtmanöver betr. die 5prozentige Zollvergünſtigung, aufgehoben wird
heirateter Frauen eine Arbeitsgelegenheit biete. Ein ſol= irgend welche Maßnahmen bezüglich einzelner Generale bis das Juſtizamt die Entſcheidung gefällt hat.
ches Verbot würde in Süddeutſchland ein altgewohntes treffen ſoll. Dieſer wird die Angelegenheit dem Oberſten
Flottenrüſtungen. Wie man erfährt, beabſich=
und berechtigtes Herkommen zerſtören, das zu weſentlichen Kriegsrat und dem Miniſterrat vorlegen. Demnach dürfte tigt die Regierung, den Kongreß um die Bewilligung vom
Beanſtandungen keinen Anlaß geboten hat. Dieſen Stand= die Veröffentlichung etwaiger Entſcheidungen des Kriegs= drei Schlachtſchiffen, einer entſprechenden Anzahl vom
miniſters erſt in 10 bis 14 Tagen erfolgen.
punkt hat der Reichstag als berechtigt anerkannt. Er hat
Unterſeebooten und Zerſtörern anzugehen.
damit ausgeſprochen, daß eine reichsgeſetzliche Regelung
Regelung des Geldumlaufs. Die von den
England.
durch die Gewerbeordnung nicht möglich iſt, daß ſie viel=
Der Kampf um Homerule. Der erſte Lord der Vereinigung der amerikaniſchen Banken und
Bankiersein=
mehr den Bundesregierungen überlaſſen bleiben müſſe.
geſetzte Kommiſſion zur Regelung des Geldumlaufs ers
Admiralität Winſton Churchill hielt in Dundee eine Rede,
Prozeß Brandt und Genoſſen. Herr in der er ſich gegen die Anreizungen der Oppoſition zum ſtattete in der Jahresverſammlung der Vereinigung Bes
von Metzen, der im Prozeß gegen Brandt und Genoſſen Streik und Krieg in Ulſter und gegen den Vorſchlag des richt, in dem ſie ſich unter Verwerfung der geplanten
richtung von verſchiedenen Bezirksbanken zugunſten eines
eine wichtige Rolle ſpielen dürfte, legt Wert darauf, der Boykotts der Territorialarmee wandte.
Oeffentlichkeit zu erklären, daß er nicht derjenige geweſen
Er erklärte, die Homerule würde Geſetz werden. Es früheren Planes, die Schaffung einer Central=
Reſerve=
ſei, welcher dem Abg. Liebknecht das Kornwalzermaterial würde ein Tag des Unglücks ſein, wenn die Regierung Aſſociation, ausſpricht, die den leitenden Geſichtspunkt des
zugänglich gemacht habe. Er ſchreibt an ein Berliner ſelbſt ſich ſo ſchwach zeigen ſollte, um der Gewalt irgend= früheren Aldrichſchen Entwurfes bildete. Sie begründen
Blatt: „Ich bin an der Lieferung der Kornwalzer an den einer Gruppe des Volkes feige nachzugeben. Der Friede das damit, daß der frühere Plan eine freiwillige und
ſei beſſer als der Triumph, vorausgeſetzt, daß es ein
Abg. Liebknecht nicht beteiligt. Die Anzeige dieſer Sache Friede in Ehren ſei. Die Homerulebill ſei nicht unab= nicht zwangsweiſe Beteiligung der Banken an der
Ceſt=
war für mich im Gegenteil ein ſchwerer Schlag. Ueber änderlich. Der Miniſter fuhr fort: Innerhalb der nächſten tral=Reſerve=Aſſociation vorſah und daß auf dieſe Weiſes
die Tätigkeit Brandts war ich unterrichtet. Darum hielt zwei Jahre, alſo bevor die Homerule voll wirkſam ſein die inveſtierten Summen unter der Kontrolle derſs
ich es für meine Pflicht. die Firma Krupp mündlich und kann und bevor irgendein Geſetz vom iriſchen Parlament lagen, leiſtenden Banken ſtanden. — Vanderlip, den
angenommen werden kann, müſſen allgemeine Wahlen
ſchriftlich auf die meinem Gefühl nach unmöglichen Zu= ſtattfinden. Sollte das Ergebnis eine Verſchiebung der Präſident der National=City=Bank in Neu=York, hat
ſtände, die in dem Militärprozeß zum Teil aufgedeckt! Macht ſein, dann werden die Unioniſten die Maßnahme dem Bankunterſuchungsausſchuß ausgeſagt, ſeine eigens
worden ſind, aufmerkſam zu machen. Dies tat ich ſcho= widerrufen können, und das iſt unſere Antwort auf ihre Bank würde 50 Millionen Dollars an Depoſiten verlieren,
nend und beſcheiden. Trotzdem wurden meine Mahnungen Beſchwerden. Wenn die Annahme der Homerule von der wenn die Geldumlaufsbill Geſetz würde. Dennoch glau
Majorität zunichte gemacht würde, welche geſetzloſe
Kühn=
falſch ausgelegt und man benutzte die Angelegenheit mit heit hätte ein Raufbold Veto (bullys veto) einzulegen, er, die Maßregel ſei ein Schritt auf dem richtigen Weges
Winken, um ſich meiner zu entledigen. Im Termin am das willkürlicher ſei als das Veto der Krone das 300 da die Zinsſätze nicht mehr ſo bedeutend ſchwanken würs
23. wird ſich manches aufklären.” Auffallend iſt allerdings, Jahre lang abgeſchafft ſei? Dann würde die konſtitutio= den und Neu=York ein internationales Bankzentrum wel
daß Herr von Metzen erſt jetzt mit einer Erklärung her= nelle und parlamentariſche Bewegung zur Abſtellung von den würde. Vanderlip verwarf nachdrücklich einige Grund=
Mißſtänden überall im Reich und in der ganzen
ziviliſier=
auskommt, auf die ſeinerzeit alles gewartet hat.
ten Welt in ſchlechten Ruf gebracht und verhöhnt ſein, ſätze der Bill und erklärte, daß die unter ihr von der
Gegen eine ſolche Gefahr und gegen ſolche zügelloſe An= gierung garantierten Schatznoten ihren Weg zu der Reſen
ſprüche iſt die Regierung bereit. alle notwendigen und ge= von Nichtmitgliederbanken finden würden (nämlichen
Ausland.
eigneten Maßnahmen zu ergreifen. Aber erfreulicherweiſe Staatsbanken und Truſtgeſellſchaften, die nicht gezwungen
Oeſterreich=Ungarn.
ſind auch Anzeichen für eine Wendung zum Beſſeren
vor=
handen. Er habe jüngſt in einem Teile von Ulſter Nei= ſind, ſich an den Zeichnungen des Grundkapitalse
Bei der Wiedereröffnung des
ungari=
gung geſehen, die Stellungnahme einzuſchränken durch Be= Diſtriktsreſervebanken zu beteiligen). Die Bill würde nicht
ſchen Abgeordnetenhauſes legte Graf Andraſſy! anſpruchung einer beſonderen Berückſichtigung von Nord= die gewünſchte Elaſtizität ſchaffen. Er glaube, es wühde
dar, welche Gründe die Oppoſition verhinderten, an den oſt=Irland. Dieſer Anſpruch ſei ſehr verſchieden von dem, kein genügender Anreiz gegeben ſein für die Aufgabedes
Beratungen des Parlaments teilzunehmen. Er hob ins= die Homerule zu hemmen und dem ganzen übrigen Irland
gegenwärtigen durch die Bonds geſicherten Geldmittel
den Weg zu verſperren.
beſondere hervor, daß die Parlamentswache für die Aus=
Die iriſche Frage. Die Daily Mail berichtet, umlaufs. Vanderlip empfahl die Schaffung von
weiſung der Abgeordneten ausgedehnte Befugniſſe be= daß Miniſter Churchill in Dundee ihrem Korreſpondenten einer Bankſtelle an Stelle von zwölf Diſtrikts=Reſene
ſitze, die der verfaſſungsmäßig garantierten Unverletzlich= ſeine perſönliche feſte Ueberzeugung ausgedrückt habe, daß banken. Dieſe würden, wenn man an ihrer Errichtung
keit der Abgeordneten widerſprächen. Nach Schluß ſeiner eine Beilegung der iriſchen Frage binnen kurzem erfolgen feſthielte, bewirken, daß das Geſetz den beabſichtigten Zwes
Rede erhob ſich Graf Andraſſy und verließ mit ſeiner
verfehle, da viele Nationalbanken ihre Konzeſſionen
würde.
Partei den Beratungsſaal, von höhniſchen Zurufen ſeitens
geben und Staatsbanken werden würden.
Spanien.
der Regierungspartei begleitet. Miniſterpräſident Graf
China.
Flottenrüſtungen. Der König unterzeichnete
Tisza polemiſierte gegen die Ausführungen Andraſſys und
Anerkennung der Republik du
betonte, daß in allen Ländern für die Vollſtreckbarkeit der eine Verfügung, welche die Einbringung der Geſetzesvor=
Deutſchland. Sofort nach der Wahl Juanſchill
Anordnungen des Präſidenten Vorſorge getroffen ſei. Die lage über die Fortſetzung von Kriegsſchiffbauten in den
zum Präſidenten der chineſiſchen Republik hat der deutſ
Kammern genehmigt.
Parlamentswache dürfe nur auf Anordnung des
Präſi=
ſtellvertretende Geſandte in Peking, Freiherr v. Secken
Rumänien.
denten den Beratungsſaal betreten und könne nur auf
dorff, ſeinen Weiſungen gemäß der chineſiſchen Regierug
deſſen Weiſung einſchreiten. Nachdem der außerordent=
Der Miniſterrat, der unter dem Vorſitz des mitgeteilt, daß das Deutſche Reich die Republik Chie
liche Fall vorgekommen ſei, daß ein ausgewieſener Abge= Königs in Sinaia ſtattfand, beſchäftigte ſich mit der An= anerkenne.
ordneter ſich nicht darauf beſchränkte, paſſiven Widerſtand leihefrage. Die Beſchlußfaſſung wurde auf Freitag ver=
„
*
zu leiſten, ſo daß Tumultſzenen entſtanden ſeien, habe der tagt. Der Miniſterrat beſchäftigte ſich weiter mit den
Offizier der Parlamentswache einen Abgeordneten mit finanziellen Maßnahmen zur Unterſtützung der von der
* Trieſt, 9. Okt. Die neue dalmatiniſch
ſeiner Waffe verletzt. Dieſer Fall ſei an einen Ausſchuß Mobiliſierung betroffenen Reſerviſten und mit der Or=albaniſche Schnelldampfer=Verbindund
verwieſen worden, der demnächſt darüber verhandle. Die ganiſation der Gerichtsbehörden in der annektierten Pro= wurde mit der Fahrt des Dampfers „Baron Brueck”des
Grundloſigkeit der Klage Andraſſys über Verfaſſungsver= vinz. — Miniſterpräſident Majorescu, der einen drei= Oeſterreichiſchen Lloyds eröffnet. Der Dampfer wure
in Durazzo und Valona feſtlich empfangen. Der Generale
letzung und Willkürherrſchaft werde am beſten dadurch be= wöchigen Urlaub antritt, wird während ſeiner Abweſen= gouverneur von Valona drückte den Wunſch aus, daßden
Verkehr die gegenſeitigen Beziehungen Oeſterreichün
wieſen, daß die Stimmung des Landes ausgezeichnet und heit von dem Miniſter des Innern vertreten.
garns und Albaniens immer inniger geſtalten möge. Wis
durchaus ruhig ſei. Die Schreckbilder von revolutionärer
Rußland,
an Bord des Dampfers anweſenden Oeſterreicher, darunten
oder antidynaſtiſcher Stimmung, worauf Andraſſy hin=
Keine Anleihe. Das Nachrichtenbureau demen= der Statthalter von Dalmatien, beſuchten die proviſoriſche
gewieſen habe, ſeien auf die Autoſuggeſtion der Oppoſition
Regierung. Ismael Kemal mit dem geſamten Kabinet
tiert auf das beſtimmteſte das Gerücht von einer
bevor=
erwiderte den Beſuch.
zurückzuführen. Dieſe Beſchwerde könne keinen Vorwand ſtehenden ruſſiſchen Anleihe von 200 Millionen Rubel in
bilden, um ſich der pflichtgemäßen Teilnahme an den Be=
Paris, die angeblich zwecks Ausführung des
Flottenpro=
ratungen des Hauſes ſyſtematiſch zu entziehen.
Zeitungsſchau.
Im Tiroler Landtage gab der Abg. Greil eine gramms geplant ſei.
Ueber „Sachverſtändigenunfug” ſchreibt die Poſt:Wil
Vereinigte Stoaten.
Erklärung ab, in der es heißt: Da durch die
Verhand=
erleben heute keinen größeren Straſprozeß mehr in dem
lungen unter den Parteien eine Einigung in den weſent=
Der neue Zolltarif. Außer Deutſchland und nicht die Sachverſtändigen am Schluß der Verhandlung
lichen Punkten des Entwurfs der Wahlreform erzielt wor= Frankreich proteſtierten auch andere Mächte gegen die aufmarſchierten. Sei es auch nur, um ſich in voller Oeſ=
In Darmſtadt war die Feier der Tages des Volks=
Wie unſere Vorfahren vor 100 Jahren ihrem Dank
Die Erinnerungsfeiern der Völker=
Ausdruck gaben, dürfte heute ganz beſonderes Intereſſe feſtes vom 17. bis 19. Oktober durch kein Verbot geſtörh
ſchlacht bei Leipzig in Darmſtadt und erwecken, Wir geben daher zunächſt den Abſchnitt wieder, durch jede Erlaubniß erleichtert. Den 17. war Nach
der ſich auf die Feier in Darmſtadt bezieht. Er lautet: mittagsgottesdienſt in der Stadtkirche. — Alle erſchienen
in Heſſen im Jahre 1814.
in Feierkleidern; die Landwehr in Uniform, die Frauen
Darmſtadt.
weiß. Unter Begleitung der Orgel und Landwehrmuſt=
(Aus alten Blättern.)
Wie thätig ſich das Großberzogthum Heſſen der hei= wurde das Lied geſungen: „Sey Preis und Ehl
* Ein Freund unſeres Blattes ſendet uns loſe Blätter
ligen Sache der Zeit angeſchloſſen, wie dieſer großen Zeitdem höchſten Gut;” der erſte Stadtgeiſtliche hielt
aus einem im Jahre 1815 erſchienenen Buche:
hierauf eine angemeſſene Dankrede und kräftiges Gebäte
würdig man da empfunden und gehandelt hat, beweiſen
Des
die Opfer, welche gebracht wurden, und zwar auf eine Zum Schluß ſang man: „Nun danket alle Gottl
Teutſchen Volkes
Die feierlichſte Stille herrſchte in der überfüllten
Weiſe gebracht wurden, die es glauben macht, daß man
feuriger
ſie nicht Opfer will genannt wiſſen. Mit welchem Enthu= Kirche. Die Wirkung des Geſanges mit Begleitung der
Dank= u. Ehrentempel
ſiasmus drängten ſich die 800 freiwilligen Jäger heran, kriegeriſchen Muſik war tief erſchütternd. Von Andacht
oder
mit welcher hochherzigen Geſinnung ließen Eltern ihren und glaubenvoller Zuverſicht durchdrungen, ergriff All
Beſchreibung
einzigen Sohn und alle ihre Söhne dem vaterländiſchen ſichtbar eine erhebende, ſelige, heilige Rührung.
wie
Der folgende Tag ſah alles Volk in lebhafter Be=
Ruſe des geliebten Fürſten folgen, mit welchem Geiſt der
das aus zwanzigjähriger
Vaterlandsliebe zog die heilige Schaar aus, mit welchem wegung. Das Abfeuern der Freudendonner begann am
franzöſiſcher Stlaverei
regen Eifer ſchritt die Landwehr zu ihrem Berufe, ſtand Morgen und vermehrte ſich mit herandämmerndem Abend,
durch
die Bürgergarde Darmſtadts prächtig gerüſtet da, — wie wo alles in froher Erwartung dem Anblicke der auf den
Fürſten=Eintracht u. Volkskraft
ſtrömten die freiwilligen Gaben derer zu, die ſich nur auf Hochaltären der Natur entzündeten Dankopfer zuſtrömte
gerettete Teutſche Volk
dieſe Weiſe dem gemeinſamen Zwecke anſchließen konn= den feurigen freudigen Bruderwinken, in welchen Ein
die Tage der entſcheidenden
ten, — wie raſch und freudig trat in ſchöner Thätigkeit Gefühl, Ein Wille Alle durchglühte und ſo vereint zum
Völker= u. Rettungsſchlacht
der Verein der Frauen um die erhabnen Fürſtinnen her! Himmel flammte. — Die Bürgergarde zog aus mit kling
bei Leipzig
— Und die, welche keine Anſtrengung ſcheuten, mit zum gendem Spiel unter Freudenſchießen und Volksjubel auf
am 18. u. 19. Oktober 1814
Ziel hinzuarbeiten, die hätten nicht auch, wie alle ihre den Hügel bei Beſſungen, neben der großen
Land=
zum
teutſchen Brüder, gegen den allgerechten Gott, gegen die ſtraße. Von hier aus überſah man die heſſiſchen Aemter
erſtenmale gefeiert hat
für Europals Wohl verbündeten Großen, gegen ihre Heer=Darmſtadt, Pfungſtadt, Dornberg. Rüſſels=
Geſammelt u. herausgegeben
führer und Heere, in Dank und Jubel überſtrömen ſollen heim und Kelſterbach — in welchen faſt jedes Dorf
von
an dem Tage, an welchem ein Hochgefühl alle Teutſchen ſein Feuer zu haben ſchien, — dann die den Horizont im
Karl Hoffmann
vor Gott verſammelte? jenes Hochgefühl, welches dieſe Halbkreis einſchließenden Gebirge, Felsberg
Fran=
zu Rödelheim.
Tage der wieder ſich anfgerungenen teutſchen Größe, des lkenſtein, Melibokus, die Gebirge den Rhein her=
Offenbach, 1815.
wieder möglichen Völkerglücks, der Erhebung zur freien unter und den Main herauf, wo ſich die Kette mit dem
Dr. Karl Hoffmann, Juſtizrat und Obeiſt des Menſchenentwickelung, zu einem fortgehenden Feſt in herrlich leuchtenden Taunus ſchloß. Der bedeckte Him=
Landſturms, war ein Freund von E. M. Arndt, welcher hohem Bewußtſeyn, fronmem Danke und heiligen Ge=mel erhöhte die ernſte Wirkung des großartigen Anblicks
die Erde ſchien mit ihren unzähligen Lichtern und
Feuer=
auch eine Vorrede zu dem Hoffm. Buche ſchrieb.
lübden für das teutſche Vaterland macht! —
ben
Nummer 240.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 10. Oktober 1913.
Seite 3.
Katlichkeit zu widerſprechen. Dieſe Prozeſſon bleibt uns ſhat die engliſche Frau und auch das engliſche Haus zu ſei= ſBieder wil die Vergſtraße duchfſihren und
be=
icht mehr erſpart. Sachverſtändige ſollen behilflich ſein, den. Rechte, die im
Grund=
s ſind, ein Mangel an nötigt dazu Gelände des Johannes Reiz. Da eine
güt=
ine Sache zu klären. Wer eine Sache verſteht und darum Pflichten, die das Leoen erſt wertovu machen, dieſe Um=liche Einigung nicht möglich war, beantragt die Gemeinde
ſtchverſtändig iſt, muß auch die Fähigkeit beſitzen, ſie an=ſtände erzeugen bei den engliſchen Frauen einen Spleen, Enteignung. Der Grundeigentümer fordert 10 Mark pro
eren ſo verſtändlich zu machen, daß ſie, von jeglicher Miß= der manche Sonderbarkeit, wie Frömmelei, Suffragetten= Quadratmeter, ferner für einen Nußbaum, deſſen Zweige
zeuttung und allen Zweifeln gereinigt, klar und eindeutig übergriffe uſw. begreiflicher macht. Die deutſche Hausfrau und Wurzeln in die neu eröffnete Straße fallen, eine
Ent=
ſpird. Sachverſtändige ſollten die letzten Hinderniſſe be= wird davor ſich bewahren, vielleicht nicht zuletzt dadurch, ſchädigung für Nutzungsminderung in Höhe von 500 Mark
ſeitigen, die ſich der Erkenntnis in den Weg ſtellen. Die daß ihre Küche ihren Salon beeinflußt . . .
und Entſchädigung für Errichtung einer Einfriedigung.
Erfahrung lehrt uns, daß die gegenteilige Wirkung ein=
Die Gemeinde ſieht das zu enteignende Gelände nicht als
keint: die Sachverſtändigen verwirren das Bild. Früher
Baugelände an, ſondern das fragliche Gelände habe ſchon
Lehalf man ſich wohl mit einem Sachverſtändigen und man
Stadt und Land.
ſeit längerer Zeit als Straßengelände gegolten und bietet
erief ihn nur in ſolchen Fällen, in denen ſich ein Laie
nur 2,60 Mark pro Quadratmeter. Der Provinzialaus=
Darmſtadt, 10. Oktober.
urchaus nicht zrechtfinden konnte; in Fällen alſo, deren
ſchuß ſetzt den Preis für den Quadratmeter auf 5 Mark,
erviſſenhafte Beurteilung Kenntniſſe als wünſchenswert
Vom Hofe. Prinzeſſin Ludwig von Vatten= die Entſchädigung für die auf dem Gelände ſtehenden
Arſcheinen ließ, die nur der wiſſenſchaftlich Vorgebildete zu berg nebſt Prinzeſſin Luiſe, ſowie die Prinzeſſinnen Obſtbäume auf 28 Mark, den Minderwert des Nußbaumes
entzen pflegt. Heute ſtellen ſich die Sachverſtändigen ganz Margarete, Theodora und Cäcilia von Griechenland auf 100 Mark feſt und für notwendige Verlegung der
Tor=
ſart ſelber ein. Die Geſchworenen werden gar nicht erſt ſind Mittwoch nachmittag 145 Uhr nach England ab= einfahrt 47395 reſp. 270 Mark.
e ragt, ob ſie die Hinzuziehung von Sachverſtändigen für gereiſt. (Darmſt. Zig.)
Am 6. Februar wurde die Gemeindejagd von
ölig halten. Am Schluß der Beweisaufnahme ſind ſie
* Uebertragen wurde dem Lehrer Julius Gremm Unter=Schönmattenwag neu verpachtet, bei der
in fach da, und weil es ja doch „Sachverſtändige” ſind, zu Romrod Kreis Alsfeld, eine Lehrerſtelle an der Volks= Höchſtgebote von 900 Mark für eine 6jährige Beſtandzeit
tn man ſie nicht gut überſehen und ausſchalten. Dieſeſchule zu Neu=Iſenburg, Kreis Offenbach; dem Lehrer und 1180 Mark für eine ſolche von 9 Jahren gemacht
wur=
iſt von Bevormundung — denn darauf läuft es nachge= Friedrich Herth zu Maar, Kreis Lauterbach, eine den. Dieſe Verſteigerung genehmigte der Gemeinderat
ſie hinaus — iſt bereits traditionell geworden. Der An= Lehrerſtelle an der Volksſchule zu Erzhauſen, Kreis nicht; er beſchloß, eine Neuverpachtung vorzunehmen, mit
lellagte wie der Staatsanwalt, beide ſchlagen Sachver= Darmſtadt: dem Lehrer Heinrich Knobloch zu Wons= dem Antrag, das Kreisamt möge in das
Verpachtungs=
färtdige vor. Das Gericht, will es nicht voreingenommen heim, Kreis Alzey, eine Lehrerſtelle an der Volksſchule protokoll die Bedingung aufnehnten daß dem
Gemeinde=
eſcheinen, nimmt ſie an. Und dann fungieren dieſe Sach= zu Wixhauſen, Kreis Darmſtadt; dem Lehrer Friedrich rat unter den drei Letztbietenden die Wahl vorbehalten
eſtändigen als Gewichte auf Juſtitias Wagſchale=
Kraußmüller zu Wingershauſen, Kreis Schotten, bleibe. Das Kreisamt genehmigte dieſen Beſchluß. Bei
eine Lehrerſtelle an der Volksſchule zu Ober=Ramſtadt, der zweiten Verſteigerung am 20. Februar blieb Höchſt=
*
Kreis Darmſtadt; dem Lehrer Jakob Seeger zu bietender mit 2510 Mark Privatier Anderſt in Stuttgart,
Gegen die Zahlenvergötterung, die ſich auf allen Ge= Affolterbach, Kreis Heppenheim, eine Lehrerſtelle an der zweiter mit 2509 Mark A. Kühner in Brüſſel und dritter
ſellen des Lebens bemerkbar macht, richtet ſich ein Artikel Volksſchule zu Weiterſtadt, Kreis Darmſtadt: dem Lehrer mit 2508 Mark ebenfalls Anderſt Unterm 23. Februar
Zeitſchrift Glaube und Tat. Sie ſchreibt: Seit den! Adolf Schultheis zu Ulrichſtein, Kreis Schotten, eine fügte die Bürgermeiſterei dem Verſteigerungsprotokoll eine
ſeggen des goldenen Kalbs iſt wohl kaum eine Zeit ge= Lehrerſtelle an der Volksſchule zu Gräfenhauſen, Kreis Berichtigung bei wonach die drei Letztbietenden ſeien:
biſen, in der das Menſchengeſchlecht nicht in weitem Um= Darmſtadt; dem Lehrer Friedrich Weinheimer zu Anderſt mit 2510 Mark, Kühner mrit 2509 Mark und K.
nnge ſein Ideal verlaſſen und einem Idol gehuldigt, vom Stadecken, Kreis Mainz, eine Lehrerſtelle an der Volks= Rothmann=Erfelden mit 2507 Mark. Das eine Gebot des
jahren Gott abgefallen und einen Abgott verehrt hätte. ſchule zu Weiterſtadt, Kreis Darmſtadt: der Schulamts= Anderſt mit 2508 Mark falle weg, nachdem dieſer ein
ind die Abgötterei war immer populärer als der Gottes=aſpirantin Amalie Stroh aus Goddelau, Kreis Groß= höheres Gebot eingelegt habe. Dagegen wurde von
An=
eniſt im Geiſt und in der Wahrheit. Heute iſt der Götze, Gerau, eine Lehrerinſtelle an der Volksſchule zu Ober= derſt und Kühner Einſpruch erhoben weil der
Bürger=
n der Zeitwahn aufgeſtellt, die Zahl, die große Zahl. Ramſtadt, Kreis Darmſtadt.
meiſter ohne Mitwirkung des Kontrolleurs nicht befugt
ge=
re ilich hat zu allen Zeiten die Maſſe auf die Maſſe ge=
* In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl. weſen ſei, das Protokoll zu ändern. Das Kreisamt
Hep=
titkt. Das Wort Maſſenſuggeſtion iſt neu, die Sache iſt Hoheit der Großhberzog den Bezirkskaſſier der penheim machte den Gemeinderat darauf aufmerkſam, daß
kallt. Was aber die Gegenwart auszeichnet, liegt darin, daß Bezirkskaſſe Bingen Wilhelm Müller auf ſein Nach= der Zuſchlag an einen anderen, als den Höchſtbietenden
in allgemein menſchlicher Vorgang, der eine menſchliche ſuchen bis zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit vom nur dann genehmigt werden könne, wenn gewichtige
ketwäche darſtellt und ſo leicht zur inneren Lebensver=1. November d. J. an.
Gründe gegen deſſen Perſon vorlägen. Trotzdem beſchloß
leinung führt, gleichſam zum Geſetz erhoben wird. Die
* Eriedigt ſind: Eine mit einem evangeliſchen der Gemeinderat am 7. April, das Rothmannſche Gebot
ſchätzung der nackten Zahl an ſich, die Ueberſchätzung der Lehrer zu beſetzende Lehrerſtelle zu Groß=Eichen, mit 2507 Mark anzunehmen und dieſem den Zuſchlag zu
ſoiol in der Statiſtik, d. h. der wiſſenſchaftlichen Zahlen=Kreis Schotten. — Eine Lekrerſtelle für einen evan= erteilen. Dieſer Beſchluß fand eine kreisamtliche
kimmmenſtellung, iſt Mode geworden. Man betreibt über= geliſchen Lehrer zu Ober=Beerbach, Kreis Bens= Genehmigung nicht weil keinerlei triftige Gründe
I. Zahlenkultus. Und an dieſem Kullus beteiligen ſich heim. Mit der Stelle kann die Hälfte des Organiſten= porlagen, den Zuſchlag nicht dem Höchſtbietenden, Rentner
ſtch Gebildete; denn auch die Bildung iſt maſſenhaft dienſtes verbunden werden. — Die Stelle des Bezixks= Anderſt, zu erteilen. Dieſer Anſicht ſchloß ſich auch der
worden. Zahlenvergötterung und, was davon unzer= kaſſiers der Großh. Bezirkskaſſe Bingen vom 1. No= Kreisausſchuß an. Dagegen verfolgte Juſtizrat Dr. Oſann
ſen nbar, Maſſenherrſchaft, erweiſt ſich immer als Le= vember d. J. ab.
* Das Großh. Regierungsblatt Nr. 22, vom für Rothmann Berufung bei dem Provinzialausſchuß. Er
nssveräußerlichung, Gewiſſensverwirrung,
Geſchmacks=
führte zu der Begründung aus, der Gemeinderat habe mit
rgerbnis und Urteilstrübung. Gegen dieſe ſittliche, reli= 9. Oktober, hat folgenden Inhalt: 1.
Bekannt=
ſöde und allgemein politiſche Lebensveräußerlichung er= machung, die Ausführung der Reichsverſicherungs= ſeinem Beſchluſſe die Intereſſen der Gemeinde gewahrt.
Der Unterſchied zwiſchen dem Höchſtgebot von 2510 Mack
leen ſich zu allen Zeiten und in allen Kulturvölkern auch ordnung betreffenb. 2. Bekanntmachung, die Verſicherungs=
und 2507 Mark, welch letzteres Rothmann eingelegt habe,
egenſtimmen, die in Wort und Tat die Zahlenvergst= behörden im Sinne der Reichsverſicherungsordnung
kung bekämpften. Propheten und Philoſophen, Denker betreffend. 3. Wahlordnung für die Wahl der Ver: könne nicht entſcheidend ſein, nur dem Höchſtbetrag die
Genehmigung zu erteilen. Der Gemeinderat habe ſich für
d Dichter haben die an die große Zahl geknüpfte Be=ſichertenbeiſitzer bei dem Großh. Oberverſicherungsamt
m ung ſehr ſtark angezweifelt: der ideale Schiller hat es Darmſtadt (§ 73 Abſ. 2 der Reichsverſicherungsordnung). Rothmann entſchieden, weil dieſer das günſtigſte
Pacht=
einer faſt grob und herausfordernd klingenden Weiſe4. Bekanntmachung, die „Simon und Charlotte Fulda= ergebnis verurſacht habe indem er die Herabſetzung der
ſtan, wenn er ſagt: „Was iſt die Mehrheit? — Mehrheit iſt Stiftung zu Darmſtadt‟ betreffend. 5. Bekanntmachung, Jagd durch den ſeitherigen Pächter Michel durchkreuzt
rt Unſinn. Verſtand iſt ſtets bei wenigen nur geweſen”. die Ausführung des Reichsſtempelgeſetzes vom 3. Juli habe; ihm verdanke die Gemeinde eine Steigerung von
n in der Gegenwart regiert allenthalben die Majorität. 1 1913 beteeffend. 6. Bekanntmachung, Anſchlußgleis der 1357 Mark jährlich, für eine neunjährige Beſtandzeit alſo
ßientwickelt ſich bei allem modernen Fortſchritt ein plebe= Firma Gebrüder Trier G. m. b. H. zu Darmſtadt be= 12213 Mack. Der Provinzialausſchuß gab der
Beru=
fung ſtatt.
treffend.
licker Geſchmack, eine brutale, reſpektloſe, geiſtloſe Art, die
Generalpardon für Steuerhinterziehungen. Nach
-g. Provinzialausſchuß. Am 15. März dieſes Jahres
lſeſißt, daß das wirklich Gute und Große meiſt auf
ein=
linen Wegen wandelt. Soll es beſſer werden, ſo müſſen fand in Götzenhain die Wahl des Bürger=§ 68 des Reichsgeſetzes vom 3. Juli 1913 über den
Wehr=
ſtriden Mut haben, gegebenenfalls auch zu kleinen Zahlen meiſters ſtatt, wobei Georg Lehnhardt XV. neit 101 beitrag bleiben diejenigen Steuerpflichtigen, welche bei
Stimmen gewählt wurde, während der unterlegene Hein= der Veranlagung zum Wehrbeitrag oder in der
Zwiſchen=
gehören.
rich Miller Vill. nur 89 Stimmen erhielt. Die im Jahr zeit bei der Veranlagung zur direlten Staats= oder
Ge=
meindeſteuer Vermögen oder Einkommen angeben, die
bis=
vorher erfolgte Wahl des Lehnhardt war aufgehoben wor= her der Beſteuerung entzogen waren, von der landesgeſetz=
Den Unterſchied zwiſchen der deutſchen und der eng= den, da von ſeiner Seite Freibier geſpendet wurde. Gegen lichen Strafe und der Verpflichtung zur
Nach=
hen Hausfrau beleuchtet im Wiener Deutſchen Volks= die Wahl vom 15. März 1913 legte Joh. Kolb I., Philipp zahlung der Steuer für frühere Jahre
lt: J. M. Merich. Als Gründe für die Ungemütlichkeit Bauch VI., und Johann Kaut I. Reklamation ein. Sie frei. Es bietet ſich hierdurch für alle diejenigen, welche
ßengliſchen Familienlebens werden folgende angeführt: führten als Gründe an, daß Zigarren und Freibier
ge=
ſeither eine Richtigſtellung ihrer Beſteuerung unterlaſſen
frhangt der Engländer überhaupt eine tüchtige Hausfrau ſpendet wurden, aber nicht von der Partei des Gewählten, haben, die in abſehbarer Zeit wohl nicht wiederkehrende
ich deutſchen Begriffen? Wahrſcheinlich nicht. Am Tage ſondern von der des Müller. Ferner wurde bemängelt, Gelegenheit, eine Ordnung ihrer ſteuerlichen Verhältniſſe
t er ſein Geſchäft im Kopfe nimmt irgendwo raſch ſei= daß ein Nichtgeſchäftsfähiger gewählt habe und daß die vorzunehmen, ohne einer Nachzahlung für frühere Jahre
n unch, der ihn bezüglich Wohlgeſchmack in keiner Weiſe Liſten zur zweiten Wahl nicht offen gelegen haben. Der ausgeſetzt zu ſein.
Vom Großh. Hoftheater. In der heutigen Auffüh=
Ineöhnt. Abends beim Diner hört er die Klagen der Kreisausſchuß verwarf am 15. Juni die Reklamation als
ſar über Dienſtboten und Kinder an, hat vielleicht noch unbegründet. Der angeblich Nichtgeſchäftsfähige iſt nicht rung des neueinſtudierten Zigeunerbarons” von
ſſr ktrafenden Vater zu ſpielen. Zuweilen hat er ein paar entmündigt, und eine Offenlegung der Liſten war nicht er= Johann Strauß ſingt Herr Eduard Göbel, der im
vori=
lüiſts, die er mit Whisky oder einer Daſſe Tee traktiert, forderlich, weil die Wahl auf Grund der Liſten zur erſten gen Jahre mit ſeiner Wiedergabe des Symon im „
Bettel=
ſh mit denen Karten geſpielt wird. Recht gemütlich fühlt Wahl abzuhalten war. Weitere Behauptungen, wie daß ſtudent” lebhafte Anerkennung fand, als Gaſt den
Barin=
ſiſich nur in ſeinem Klub, wo er nach Belieben trinken, nur zeitweiſe ein Mitglied der Wahlkommiſſion bei der kay. Die Vorſtellung, die im D=Abonnement ſtattfindet,
ſichen und ſpielen kann. Dort darf er auch etwas von Wahlhandlung zugegen war, ſeien nicht erwieſen. Der beginnt um halb 8 Uhr. Am Samstag gelangt unter Mit=
Korrektheit und Steifheit ablegen, die ihn ſonſt faſt Provinzialausſchuß hatte ſich geſtern mit der Berufung wirkung der Elizabeth Duncanſchule Glucks letzte Oper
ſttlich gefangen nehmen Bleibt der Mann zu Hauſe, ſo gegen dieſes Urteil zu beſchäftigen. Er verwarf die Berufung Echo und Narziß” zur Erſtaufführung. Im
An=
t ſich die Frau mit einer Handarbeit zu ihm und läßt als unbegründet unter Verurteilung der Reklamanten in ſchluß an dieſe Aufführung werden die Schülerinnen von
igie Zeitung vorleſen, die „Chronique ſkandaleufe‟, die Koſten des Verfahrens einſchließlich der entſtandenen Miß Elizabeth Duncan Walzer von Schubert tanzen. Zu
lhr wer die Londoner Blätter täglich voll ſind. Uebertrie= anwaltlichen Koſten der Gegenpartei unter ſolidariſcher dieſer intereſſanten Vorſtellung, deren Beginn auf halb 8
ſte äußere Rückſichtnahme auf der einen, betrübende Haftbarkeit der Reklamanten. Der Wert des Streitgegen= Uhr angeſetzt iſt, gelten bei aufgehobenem Abonnement die
ſtene Rückſichtsloſigkeit auf der anderen Seite; darunter ſtandes wird auf 2000 Mark feſtgeſetzt. — Die Gemeinde gewöhnlichen Preiſe der Plätze. Sonntag geht zum erſten
H
M
liſen zum Himmel geworden. — Von den nahen Ge=einem gewöhnlichen Ball zu ſchließen. Er war nicht ſonſt ſtatthabenden Abgaben nicht zu erheben. Beſonders
lien des Frankenſteins, Felsbergs, Meli= ſehr beſucht. Einige Vaterlandsfreunde hatten noch ſchnell herrlich war die Bergfeier von Seiten der Reſidenzſtadt
us, fingen an ſich Raketen zu erheben; und nun ent= auf demſelben eine Kollekte für die Kaſſe des Frauenver=Darmſtadt und ihrer Umgebung am 18. begangen worden,
Anmte auf dem Hügel, wo ſich Darmſtadt verſammelt eins durch junge Mädchen erheben und dem Eingang in aber die Feier des 19. rührte erſt aller Herzen, weil bei
ihr Fürſt und Volk vereint daſtanden.”
ſe, ein hundertzweigiger Raketenſtraus. Der Jubel der den Saal gegenüber die Worte ſetzen laſſen:
Das hohe Regentenpaar ordnete unter andern im
ige begleitete ihn zum Himmel, und wurde zum Dank=
Wir wollen ſeyn ein einig Volk von Brüdern,
Schloßgarten ein Gaſtmahl für ſämmtliche Waiſenkinder
PPreisruf, als in einer bedeutenden Höhe die Wort::
In keiner Noth uns trennen noch Gefahr;
an. Vor dem Eſſen hielt der Pfarrer Neuling im
Rio zig den 16. bis 18. Oktober 1813. ſich ent=
Wir wollen trauen auf den höchſten Gott
Beiſeyn des Hofs und einer unzähligen Menge Menſchen,
darten, und mit ihnen die Namen: Franz, Alexan=
Und uns nicht fürchten vor der Macht der Menſchen.
e, Friedrich Wilhelm, welche von tauſendfachem
So ſahen wir nicht blos das große, fromme und eine ſehr paſſende Rede, nach welcher ein Lob= und
Dank=
lied geſungen wurde. Hierauf erhielten alle Kinder Ge=
Aehroch und Freudendonner begrüßt wurden. Zu glei= vertrauende Gefühl, den ſtarken Willen und Entſchluß
Zeit fiel die Muſik in die Melodie ein: „Heil un= des teutſchen Volkes in den Dankes= und Bundesfeuern ſchenke von Kleidungsſtücken, welche die Frau
Großherzo=
m Bunde, Heil!”
Nach völlig abgebranntem entflammen. — wir ſprachen auch zugleich jenen frommen gin königl. Hoheit und Höchſtihre Umgebung ſelbſt
aus=
theilte. Bei dem Eſſen achtete dieſe erhabene Fürſtin
eſwerk wurde eine ungeheure von Pech= und
Theer=
teutſchen Sinn aus, welcher in Demuth vor dem Höchſten
es nicht unter ihrer Würde, ſelbſt die Wirthin ihrer Gäſte
rt aufgethürmte Phramide entzündet, welche ihre
die gläubigen Herzen erhebt und allein zum heiligen zu machen, und ihr ganzes Betragen war ſo äuſſerſt
leut=
nanen hoch und weit flatternd um ſich warf und die
felig und mit ſprechendem Ausdruck der Freude an dieſem
üntze Gegend erhellte. Unter mächtig brauſender Muſik Ziel in Thatkraft leitet.
Dieſer Schilderung folgt ſpäter ein „Nachtrag zum teutſchen Tage, daß das gerührte und erfreute Volk aus
ſde nun das Lied angeſtimmt: „Herr Gott, dich
wahrem, liebenden Herzen ſeine Freude einmal über das
ülen wir!‟ Das Menſchengedränge, das Ab= und Zu=Großherzogtum Heſſen”, in dem es heißt:
andere in ein Lebehoch übergehn ließ.”
ſhinen war unüberſehlich; die Wege und Felder nach den
Darmſtadt.
„War an dieſen Tagen etwas fähig, die Freude des
liegenden Dörfern hin, die halbeſtundenlange Straße
der Stadt, waren mit Wagen, Reutern und Fußgän= Auszugaus No. 44 der Nationalzeitung derVolkes zu vermehren, ſo war es die für ſeine heißeſten
Wünſche dadurch erhaltene frohe Bürgſchaft, daß es in
Teutſchen.
überwogt; die höchſten Herrſchaften fuhren in offenen
„Es war zu erwarten, daß diejenigen von Teutſch= ſeinen Regenten Teutſche achten und lieben könne, daß
ein durch das frohe Volk, welches in ungebundenem
Uel mit unauslöſchlichem Vivatrufen umherwogte, und lands Fürſten, welche nur der Gewalt nachgegeben, und ſo es mithin von ihnen ausgehend, nichts erwarten dürfe,
Men, durch drangen dann wieder ernſte religiöſe Ge=ein verhaßtes Bündnis mit dem Unterdrücker aller Teut=was Teutſchlands Ehre und Ticherheit je zu beeinträch=
Wchöre. In der Nacht kehrten alle von dem durch kei= ſchen, ja aller menſchlichen Freiheit, geſchloſſen hatten. bei tigen vermag. Für alle die, welche überzeugt ſind, daß
unfall geſtörten Feſte mit der Bürgergarde zurück, der Feier der großen Rettungstage nicht hinter ihrem nur in inniger Vereinigung zwiſchen wahrhaft teutſchen
Ahe mit Nachtmuſiken und Lebehoch die Stadt durch= Volke zurückbleiben, vielmehr ihre Freude, über die ihnen Fürſten und ihrem treuen, ſo gerne gehorchenden Volke,
unſeres Vaterlandes dauerndes Wohl begründet iſt ge=
und noch ſpät tönten Poſaunen und Pauken feier= gewordene Erlöſung, an die von jenem anreihen würden.”
„Vorzüglich ſah man dies im Großherzogthum Heſ= währten dieſe Tage die ſüße Beruhigung, daß nichts fähig
lvoem Thurm herab: „Eine feſte Burg iſt unſer
it m — In dem errichteten Opferſtock war eine be=ſen und im Herzogtum Raſſau=Uſingen in Er= geweſen ſey, die Treue und Anhänglichkeit des Volks an
füllung gehen. Von beider Länder Regierungen wurde ſeine geliebten Regentenhäuſer zu erſchüttern, und daß es
Alende Summe für die Invaliden eingekommen;
lichse Summen wurden von den benachbarten Geſell=die erſte Idee des zu feiernden Volksfeſtes ſogleich mit dieſe zwiefach freudig an den Tag legte, als es durch ſei=
Mätem, des Felsbergs, Tannenbergs, Fran=Freude aufgenommen, und die Ausführung auf alle nur ner Fürſten Beitritt, zu ſeiner Freude, ſich überzeugte, daß
ſteeins und Melibokus eingeliefert. — Den 19. mögliche Art erleichtert. Die Forſtbehörden und Beamten es nun von manchem aus der höſen Zeit mit Uebergegan=
Aber war in Darmſtadt Ball. — Es ſchien der Stim= erhielten ſchleunigſt Weiſungen, die Beleuchtung der Berge genem baldige Erlöfung erwarten dürfe.”
Ait, der Darmſtädter wohl nicht würdig genug, mit zu unterſtützen, und für die Tage der Volksluſtbarkeit die
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 10. Oktober1913.
Nummer 240=
Mer mite Shetet Siens niet eie eite Pte genenet eriten, ins e. geſe ertche ven einen ente 1. et . tſcien ench
men neu einſtudiert und dekorativ neu eingerichtet, in Handels= und Gewerbe=Kammern haben ſich dieſer Beweg= Anzeigenteil.)
⁕
Aus der Beſſunger Bücherhalle (Beſſunger Straß
Szene. Die Titelpartie ſingt zum erſten Male Anna Ja= ung bereits angeſchloſſen; ſie fördern in ihren Bezirken
cobs. Richard Lert dirigiert, Otto Nowack hat die ſzeniſche durch ihren Einfluß dieſe auf Geſundung des redlichen Nr. 48) wurden im Monat Auguſt 673, im Septen
Leitung.
Handels gerichteten Beſtrebungen, die das kaufende Pub=ber 690 Bücher entliehen; eingeſchriebene Leſer feit:
Rodenſtein=Ausſtellung. Im Anſchluß an die likum vor Uebervorteilung ſchützen ſollen. Die Hausfrau April 313 und 328. Geſchenke gingen ein: von Fräul=
Odenwaldabteilung wird in dem Städtiſchen aber muß ſelbſt auch das ihrige dazu beitragen, ſie muß Barth 9 Bände und 7 Broſchüren, von Herrn Poſtinſpel=
Muſeum Schloßgraben 9 (im 2. Stock, Zimmer 17), Waren mit Zugaben ablehnen — in ihrem eignen und Klingelhöffer 3 Jahrgänge Zeitſchriften, von Herrn A.
Weiß 1½ Jahrgänge Zeitſchriften und 53 Bände, von al
vom 10. Oktober an auf einige Wochen eine kleine auch im Intereſſe der Familie.
* Zur Impffrage. Der Frankfurter Schriftſteller Hugo M. Brück 1 Jahrg. Deuſchriften, von Herrn Amtsrichſn
Rodenſtein=Ausſtellung ſtattfinden. Sie enthält neben
den Skizzen von Herrn Baurat Krauß, der die Burg Wegener hielt im Auftrag des Darmſtädter Impf= Gehm 6 Jahrgänge Zeitſchriften. von Ungenannt 25
im Auftrag von Großh. Miniſterium unterſucht und den gegnerverbandes im „Fürſtenſaal” einen Vortrag mit ſchüren. Den gütigen Gebern herzlichen Dank. Annall
Verſuch gemacht hat, ein Bild der Burg zu entwerfen,! Lichtbildern. Seine Ausführungen hielten ſich nicht ganz dung weiterer Spenden von Büchern und guten Zeitſchuß
wie ſie im 15. und 16. Jahrhundert ausgeſehen haben in ſachlichen Bahnen. Der Redner betonte im erſten Teil ten, ſowie Beitrittserklärungen zum „Verein für Verhr
mag, faſt ſämtliche ältere Abbildungen der Ruinel ſeiner Ausführungen, daß die Impffrage in vorderſter i tung von Volksbildung” (Mindeſtbeitrag 2 Mark) werkl
und Ausgrabungsgegenſtände. Ferner wichtige alte Linie keine mediziniſche, ſondern eine ſtaatsrechtliche Frage vom Vorſtand des Vereins gern entgegengenommen,
Werke über die Rodenſteinſage und endlich möglichſt in ſei. Als nämlich das Impfgeſetz 1874 im Reichstage be=entgelliche Bücherausgabe: Dienstag, Donnerstag Mi
der Handſchrift die Rodenſtein=Dichtungen außer Scheffel. raten wurde, wurde Paragraph 15 der Vorlage, der poli= Samstag von abends halb 8 Uhr bis 9 Uhr. Daſelbſtg
Auch iſt das berühmte alte Gäſteduch des Rodenſtein= zeiliche Zwangsvorführung bei Kindern, die ihre Eltern IBücherverzeichniſſe zu 20 Pfg.,
M. Grober Unfug. Geſtern früh 7,15 Uhr ereignete ſich=
Wirtshauſes vom Jahr 1839—1884 ausgeſtellt. Die nicht impfen laſſen wollten, vorſah, geſtrichen. Ein anderer
Ausſtellung iſt in den gewöhnlichen Oeffnungszeiten Paragraph, der fordert, daß Schulkinder, die nicht geimpft Zuge Nr. 713 zwiſchen Ober=Ramſtadt und Station
(Sonntags, Mittwochs und Freitags von 11 bis 1 und ſeien, kein Schulzeugnis bekommen ſollten, wurde gleich= hard ein Unfall. Böſe Buben warfen vom Bahnkaraſt
mit Steinen auf den Zug und trafen einen Reiſenden
2—4 Uhr unentgeltlich, Dienstags, Donnerstags und falls geſtrichen. Außerdem iſt im Geſetz nur von einer
ſchwer am Kopfe, daß ihm in Reinheim ein Notverba
Samstags von 10—1 Uhr gegen ein Eintrittsgeld von Strafe, nicht von Strafen die Rede. Aus alledem gehe
30 Pfg. jedermann zugänglich. Ein alles Wiſſenswerte klar hervor, daß es einen geſetzlichen Impfzwang nicht angelegt werden mußte.
enthaltendes Heft: „Einführung in die Rodenſteinſage‟ gibt. Lediglich müſſen Eltern, die ihre Kinder im geſetzlichen
* Orpheum. (Gaſtſpiel Jobs Kölner Luſtit
iſt bei dem Diener käuflich zu haben. Da nachträglich Alter nicht impfen laſſen, eine einmalige Strafe. alio gewiſ=
Bühne) Heute, Freitag findet die letzte Auffühnng
noch ganz wertvolle Sachen, z. B. eine Hand= ſermaßen eine Nichtimpfſteuer”, zahlen. Trotz dieſer klaren des tollen Schwankes „Schieber” ſtatt. Wer die Fillt
zeichnung von A. Lucas zum Vorſchein kommen, ſei geſetzlichen Beſtimmungen führt in Preußen die Polizei Hermann und Anton, die richtigen Schieber und geriſſen
hiermit nochmals an die Beſitzer von Gegenſtänden, die Kinder von Impfgegnern dem Impfarzt zu, nötigenfalls Aſphalttreter noch nicht bei der „Arbeit” geſehen, wiel
in den Bereich der Rodenſtein=Ausſtellung fallen, die gewaltſam. Und in Heſſen, wo Aerzten, nicht der Polizei, aus einer Eheirrung ungezählte Blaue” und ebenſomi
herzliche Bitte gerichtet, ſolche auf die kurze Zeit gütigſt die Sorge um die Volksgeſundheit obliegt, verſucht man, komiſche Situationen herauspreſſen daß man ausa
zur Verfügung zu ſtellen. Da die Sachen, ſoweit es die Impfung zu erzwingen, indem man in willkürlichen, Lachen nicht herauskommt, der verſäume nicht, die heitüll
irgend nötig iſt, unter Glas und Rahmen ausgeſtellt kurzen Zeiträumen die Eltern aufordert, ihre Kinder imp= Vorſtellung zu beſuchen. Morgen, Samstag, den 11.
werden, iſt jede Beſchädigung ausgeſchloſſen.
fen zu laſſen, und ſie in jedem neuen Weigerungsfalle aufstober findet die hieſige Erſtaufführung der Lachnople
* Zur Weihe des Völkerſchlachtdenkmals in Leipzig, neue Strafe zahlen läßt. Der Redner kommt dann zum! „Son Windhund” von C. Kraatz und A. Hoffmannſtäl
An der am 18. Oktober in Leipzig ſtattfindenden Feierlich= zweiten Teile ſeines Vortrages: den Impfſchäden, d. h. „Son Windhund” iſt der erfolgreichſte Schwank derlell
keit wird auf direkte Einladung durch das Kal. Tächſiſche den Krankheiten, denen die Impflinge ſelbſt, ſei es durch ten Saiſon; er ging mit ungeheurem Erfolg über ſämtlae
Oberhofmarſchallamt auch der Vorſitzende des Turnaus= das Lymphgiſt, ſei es durch Infektion von anderen Impf= Bühnen Deutſchlands und erreichte ſtellenweiſe in diesül
ſchuſſes der Deutſchen Turnerſchaft und Kreisvertreter des lingen, zum Opfer fallen können, ſowie denen, welchen derte gehende Aufführungsziffern. In Berlin z. B.ü
9. Turnkreiſes, Herr Schulrat Schmuck aus Darmſtadt, die Angehörigen des Impflings ausgeſetzt ſind durch die er über 300mal, in Köln, Düſſeldorf. Hannover uſwil
teilnehmen.
Gefahr der Infektion an der mit Lymphgift infizierten über 150mal hintereinander gegeben. Zweifellos wird
* Ein ernſtes Wort an alle Hausfrauen! Man ſchreibt Wunde Eine Debatte ſchloß ſich dem Vortrage an, die ſich übermütige Werk auch hier ſeinen Siegeszug fortſetzst
zumal ihm durch Jobs Kölner Luſtige Bühne” eine alſ
uns: Seit längerer Zeit tritt im Kleinhandel die Unſitte bis Mitternacht hinzog.
* Verein für Vogel= und Geflügelzucht (älterer Ver= zende Wiedergabe ſicher iſt.
zutage, eine Reihe von Verbrauchsartikeln mit Zugaben
zu verkaufen. Viele Hausfrauen glauben ein Geſchenk zu ein). Die von 54 Mitgliedern beſuchte
Oktoberverſamm=
bekommen, wenn ſie Waren mit Zugaben kaufen. Das iſt lung wurde von dem 1. Vorſitzenden in gewohnter Weiſe
Die Flugmodell=Ausſtellung.
ein großer Irrtum. Kein Kaufmann kann etwas ver= eröffnet. Er gab bekannt, daß die Geflügelzählung
inner=
ſchenken! Wenn man etwas „zugibt”, ſo iſt entweder der halb des Vereins, ſoweit die Bogen eingeliefert ſind, ein
St. Die Flugmodell=Ausſtellung auf der Mathilden
Koſtenpreis der Zugabe auf den Preis der Ware draufge= ganz erfreuliches Bild gebe, daß es weiter für die Zukunft höhe war geſtern bereits lebhaft beſucht, ein Beweisd
ſchlagen, oder es wird verſucht, geringwertigere Ware, die dem Vorſtand ein Leichtes iſt, jedem Käufer von einzelnen für, welches Intereſſe man auch in der breiten Oeffentlil
man ſonſt nicht los wird, durch eine Zugabe anzubeingen. Raſſen Auskunft geben zu können, wo er dieſe erhalten keit dem Flugweſen im allgemeinen und der Ausſtell
Jede Zugabe verteuert die Ware. Der Wert einer mit Zu= kann. Zur Abhaltung der Herbſtausſtellung wurde auf im beſonderen entgegenbringt. Erwähnt ſei nochl
gabe gekauften Ware entſpricht daher nie dem gezahlten Vorſchlag Einzelausſtellung beſchloſſen. Das Standgeld Drachenflieger mit einem automatiſch ſich auslöſende
Preiſe. Die Ware muß ſtets teuerer oder geringwertiger wird auf 50 Pfg. pro Nummer, wie in früheren Jahren,
feſtgeſetzt. Nach der Wahl der Herren für die einzelnen Photographenapparat, mit dem ebenfalls ſchon erfolgteial
als reelle zum gleichen Preiſe gekaufte Ware ſein. Zum Kommiſſionen, ſowie der Verloſung von zwei Zuchthähnen Verſuche gemacht wurden, wie die beiliegenden Anſichten
Beweiſe dafür dient die Tatſache, daß von gewiſſen Ge=
und der üblichen Freiverloſung von Kleemehl wurde die einzelner Stadtteile aus der Vogelſchau beweiſen.
Die Preisverteilung hate nach der ſpät abeſie
ſchäften dieſelbe Ware ohne Zugabe billiger abgegeben Verſammlung geſchloſſen.
wird, als mit Zugabe. Wenn geſagt wird es würden
beendeten umfangreichen Tätigkeit des Preisgerichts
* Guttempler. Man ſchreibt uns: Im Städtiſchen gendes Ergebnis: Den Preis für die originellſt
Zugaben gewährt, weil dadurch andre Reklame geſpart Saalbau wurde in Gegenwart des Großtemplers des
werde, ſo iſt das ebenſo falſch; denn das Geſchäft mit Zu= Internationalen Guttempler=Ordens. Herrn H. BlumeIdee erhielt Karl Ell=Raſtatt. Den Preis für das
gaben erfordert ebenſoviel Reklame wie das Geſchäft ohne aus Hamburg und über hundert auswärtigen Ordens=iſauberſten ausgeführte Anſchauun
Zugaben. Dazu kommen noch die beſonderen Unkoſten angehörigen durch den Diſtriktstempler H. Wegſtein aus modell Franz Schmitt=Biſchofsheim. Den Preis
für den Verſand, die Verpackung der Zugaben, für ver= Frankfurt a. M. die 2. Darmſtädter Loge Frankenſtein das am ſauberſten ausgeführte Flugmod
lockend ausgeſtattete Proſpekte uſw. ſowie für zahlreiches Nr. 1712 geſtiftet. Der Guttempler=Orden zählt zurzeiti G. Hartig=Schedewitz. — Einen Ehrenpreis erhielt
Perſonal. Bei den Zugaben” wird auf die Leichtgläubig= etwa 900 000 Mitglieder, von denen in Deutſchland über frühere Flugſport=Vereinigung Darmſtadt, jetzige Sp
keit der Frauen ſpekuliert deren geſundes Urteil man durch 50 000 in mehr als 1700 Logen mit Erfolg arbeiten. Derabteilung des Vereins für Luftfahrt Darmſtadt
Geſchenke beeinflußen will. Warum werden Eier, Butter Guttempler=Orden fordert von ſeinen Mitgliedern treue ihre hervorragende Leiſtung, beſtehend in der eigell
und ähnliche Nahrungsmittel nie mit Zugaben verkauft? Erfüllung der Ordensvorſchriſten, vorallem des Gelühdes: Konſtruktion und ſelbſtändigen Anſtal
Weil die Hausfrauen dieſe Waren beurteilen und bewer= Arbeit für die Sache der Enthaltſamkeit und eine ſittliche tigung eines Motorflugzeuges.
ten können. Nur bei Waren, deren Herſtellungswert und Aufführung. Er will das ſittliche und geiſtige Leben der
Ferner erhielten folgende Ausſteller je eine lobet
Zuſamumenſetzung die Hausfrauen nicht kennen, wie z. B. Mitglieder durch alle erdenklichen Mittel heben eine aute 1 Anerkennung ihrer Leiſtungen in Form von Dipl omi
Margarine, Kafſe=Erſatzmittel, Seiſe, werden Zugaben Geſelligkeit pflegen und beide Geſchlechter für ſeine edlen Charles Jonet, Paris; Walter Köhler, Hamburgſ Ml
gewährt. Die verſtändige Hausfrau ſpricht: „Ich laſſe Beſtrebungen vereinigen.
Wittekind, Frankfurt a. M.; Ernſt Heuterkes. Darmſtahſial
mir nichts ſchenken, ſondern ich kaufe, was ich brauche,
* Naturwiſſenſchaftlicher Verein. Am Donnerstag, 16. Hermann Kupferberg, Mainz; Theodor Specht Franiſiäühll
und was ſich als gut bewährt hat” und verbietet ihren Oktober, abends halb 9 Uhr, findet die 286. Sitzung im i a. M.: Paul David, Frankfurt a. M. Ehriſtian Uhllal
Dienſtboten und Kindern, in Geſchäften zu kaufen, die Zu= Vortragsſaale des Großh. Landesmuſeums ſtatt. Prof. Darmſtadt; Jakob Becker, Bretzenheim; Willi Collin. Frallis
gaben gewähren. Sie ſparen viel Geld, wenn Sie Waren Dr. Liſt ſpricht über: „Das Plankton der Teiche in der furt a. M.; Garl le Dous, Neu=Iſenburg; Richard Ronüal
mit Zugaben zurückweiſen. Der beſte Beweis, daß der Zu=Umgegend von Darmſtadt”. Mit. Vorführung von Licht= Frankfurt a. M.; Karl Kopietz, Frankfurt a. M.; Wilhlnnl
gaben=, Schwindel” nur darauf abzielt, den Dummen das bildern.
Erlenbach Darmſtadt: Erich Meyer, Dresden; Rohnl
Geld aus der Taſche zu locken, iſt die Tatſache, daß der
* Bezirksverein Beſſungen. Die Mitgliederver=Schmitt, Mainz: Karl Neubronner, Darmſtadt; HeinzRollel
redliche Kaufmannsſtand dieſen Unfug ausnahmslos auf ſammlung des Bezirksvereins Beſſungen findet am Mainz: Alfred Kitzinger, Fechenheim: Fritz Gröger, Daies
das ſchärfſte verurteilt. Der Kaufmann weiß genau, daß Mittwoch, den 15. Oktober, ſtatt, nicht am Samstag.
ſtadt; Heinrich Meffert, Fechenheim: Adolph Jäger, Franie
niemand etwas verſchenken kannz er führte die Waren mit
* Ortsgewerbeverein. Auf die heute Freitag abend im furt a. M.; Karl Jäger. Frankfurt a. M.; Eugen Mülel
Zugaben nur gezwungen, weil es die Hausfrauen wollten. gelben Saale des Reſtaurants Sitte ſtattfindende außer= Mannheim; Fritz Schmitt, Mainz=Kaſtel: Joſeph. Alltlieg
Run ſolles aber anders werden! 23 große deutſche De=ordeniliche Generalverſammlung ſei hiermit nochmals hin=Darmſtadt; Fritz Metke Mainz: Abam Köbel, Date
taillſten=Verbände mit weit über 1000 angeſchloſſnen gewieſen. Ein guter Beſuch dürſte angeſichts der zu er=ſtadt: Karl Damm, Darmſtadt: Paul Bappert, Mannhellt
Vereinen gehen dem Unweſen zu Leibe und ſuchen zunächſt wartenden Berichterſtattungen, von denen ein großer Teil Ludwig Schwinn, Darmſtadt; Karl Kühn, Darmſtadtell
Balletteinlagen. Dieſes Schema galt auch für die Dichtung
von „Echo und Nareiß.” Aber wie ein phantaſievolles
Zur Erſtaufführung von Glucks
Feuilleton.
Kind um Nichtigkeiten des Tages ein Traumbild voll
„Echo und Nareiß‟
tieſer Schönheit ſpinnt, ſo wob Gluck um dieſer Verſe
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
durch die Elizabeth Duncan=Schule am Hof= dürres Gerippe ein blühendes Gerank holdeſter Melodien,
* Die Ausländerfrage an den Hochſchulen
und die vom Dichter zu Schemen gepreßten Geſtalten
er=
theater zu Darmſtadt.
wuchſen in der Welt des Muſikers zu neuem ſeligen Da die in jüngſter Zeit in der Mehrzahl der außerhables
Samstag, den 11. Oktober 1913.
Leben: Echo die Liebende, Liebe ſuchende, die Irrende ſchen deutſchen Univerſitäten getroffenen Maßnahmenzu
* Im Jahre 1780 verließ Chriſtoph von Gluck für und ewig Trauernde, die einſamſte der Einſamen in den Verhinderung übermäßiger Zunahme der Ausländer un
immer Paris. Traurig und ſchmachvoll zugleich für die dunklen Hainen und Wäldern der Berge und Nareiß der den Studierenden eine erhebliche Steigerung des Andrans
Wenigen die dieſen Genius ganz begriffen hatten, mußte im Quell ſich erblickend, an eigene Schönheit ſich verliert, ges ausländiſcher Studierender an den Univerſitäten Hei
ſie geweſen ſein, dieſe Abreiſe des 66jährigen Meiſters, bis die Götter halb ſtrafend, halb erlöſend, ihm, dem zur delberg und Freiburg erwarten laſſen, hat das
Großhe=
der müde zu werden begann und kränkelte und der den Blume Verwandelten, ein Blumenleben gewährten. Und zoglich badiſche Unterrichtsminiſterium die Landesunibeles
widerlichen Streiten und Ränſen fanatiſcher Parteier, mit den Beiden kommen ſie alle, die Geheimnisvollen der ſitäten auf die Notwendigkeit ſtrenger Handhabunge
faſt kann man ſagen, der Feinde und Freunde, entfloh. Natur, die Nymphen, die Silvains, die ſpielenden, mit= Vorſchriften über die Aufnahme von Ausländern ernen
Immer wieder hat ſich der Former der muſikaliſchen fühlenden Kinder des Waldes und der Quellen. Wie von aufmerkſam gemacht. Zugleich hat das Miniſterium alle
Tragödie über all das Parteigezänke erhoben, der ſen= den Schwingen eines ſeltenen Vogels aus ferner ver= geordnet, daß Ausländer zur Einſchreibung in die
ſationslüſternen Menge ein edles Werk nach dem anderen geſſener Welt getragen, hob ſich der Gluckſche Genius in leſungs= und Uebungsliſten und zum Belegen von Plätzen
wie ein Opfer dargebracht. „Die Iphigenie die den Sinn dieſem Werke zu einem letzten ſeligen Flug. Was er der erſt vom 5. November bezw. 5. Mai ab und nur inſofem
wachrief für eine großartige, nie geahnte Kunſt, Orpheus, Zeit geben mußte, nahm die Zeit mit, übrig blieb uns zuzulaſſen ſind, als der zu dem bezeichneten Zeitpunktbe
fügbare Platz es geſtattet.
der zu Aller Herzen drang und Alceſte, deren tragiſcher Erben das ewig Schöne.
Ernſt anfangs die Hörer die noch nicht an den Ausbruch
* Die Hamburger Univerſität. Die Blätters
Jahrzehntelang lagen die vergilbten Blätter mit den
eines ſo tiefen Schmerzes gewöhnt, verwirrte.‟ Der Tieſe verblaßten Scheiftzeichen in den Fächern des Pariſer melden aus Hamburg: Die mit Spannung erwartete
deutſcher Eigenart entquellend, riß der gewaltige Strom Opernarchivs, bis man ſie eines Tages hervorholte und ſchlußfaſſung über die vom Senat vorgelegte Univerſitcts
ſeiner Melodik Aller Herzen mit ſich fort. Abſeits nur ſichtete. Da entdeckte man das Leben, das ſtumme Zeichen vorlage wurde in der Bürgerſchaft nach längerer Erötieen
ſtanden die Eiferer, die Feinde aus innerer Not die An= geheimnisvoll hüteten. So wurde uns das Werk wieder=rung vertagt, ohne daß es zur Abſtimmung gekommen
hänger der in ihrer Form erſtarrten italieniſchen Oper. geſchenkt.
wäre.
Immer wieder aber zwang er ſie nieder, der Genius der
Nicht nur über ſeine Zeit aber erhob ſich der Gluckſche
nur eine nur ſeine Wahrheit, kannte. Da entbrannte mit Geiſt, ſondern zu Höhen, zu denen ſpäteſte Geſchlechter ehe=
CK Wie Poincaré in Madrid wohnt. Dem
franzöſi=
der Aufführung der Oper „Echo und Nareiß” aufs neue fürchtig emporſtreben werden. Uns aber, die wir tiefer ſchen Präſidenten hat man in Madrid die prachtvollen früher
der leidenſchaftliche Kampf, bis Gluck ſchließlich von Haß die Schönheit befreiter Körperlichkeit begreifen lernen, er= von der Infantin Iſabella bewohnten Gemächer imälg
und Niedertracht angewidert, Paris für immer verließ, wachen auch dieſe Geſtalten, antiker Welt entſtammend, Schloſſe als Gaſtzimmer eingeräumt. Sie beginnen mns
Ein trauriges Kapitel in der Geſchichte der deutſchen bewegt von den Melodien der Gluckſchen Muſe zu neuem einem prunkvollen Beſtibül, das mit koſtbaren ſpaniſchens
Oper.
Leben. Frei ſehen wir ſie vom Zwang der Konvention, Gobelins aus dem 18. Jahrhundert geſchmückt iſt, Dar=
Der Textdichter, Baron Tſchudi, hatte ſich die Sache und die erſtarrten Geſten, die ihnen traditionelle Kunſt=ſtellungen aus der Geſchichte des Cyrus. Im folgenden
leicht gemacht Opernterte waren ja damals Dutzendware. übung vorſchrieb, verloren für uns ihre Bedeutung. Wir Vorzimmer ſind die Wände mit Tapiſſerien aus der gleie
Leicht hingeworfen, dem Tagesgeſchmack des Publikums ahnen eine Welt urſprünglicher naturgewollter Schönheit. chen Zeit bekleidet: in dem ſchönen Empfangszimmer das
angepaßt. Man nahm irgend ein Sujet aus der Mytho= Symbole ſind ſie uns geworden für unſere Sehnſucht edler gegen fällt der Blick auf eine einzigartige Reihe wundere
logie, formte, wie in alten Schäferſpielen, nichtsſagende Körperlichkeit Und wie zum Ohre die Rhythmen melo= voller flämiſcher Tapiſſerien aus dem 17. Jahrhundert.
Verſe und überließ alles andere dem Tonſetzer Was galt diſcher Gebilde, ſo dringen zum Auge die Rhythmen edel Koſtbare alte Möbel aus der Zeit Ludwigs XIV. bilden
die tiefere Poeſie der Ovidſchen Metanorphoſen! Arien bewegter Körperlichkeit. Doppeltes Leben eint ſich, und ſo die Einrichtung. Nur der große Schreibtiſch iſt= Empiren
waren notwendig, die zur Wiederholung kommen ſollten, erſtehen ſie neu die längſt entſchwundenen, die lieblichen es iſt der Tiſch, an dem Alfons XII. zu arbeiten pfleate
wenn ſie gefielen, verbindende Rezitative und einige Geſtalten einer fernen ſeligen Zeit.
Das Schlafzimmer iſt im Directoireſtil mit blauen und
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Nummer 240.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 10. Oktober 1913.
Seite 5.
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Das Geſchäft hob ſich in der Folgezeit bedeutend und ſter wurden in Ausſicht genommen ein Soliſen=Konzert,
M imb. Neuſtadt a. H.; Stangenberg Ob.=Ltn Raſtatt; es wurde von Kappes ein Stockwerk in einem Hauſe des ein Theaterabend, ein Experimentalvortrag und ein
Reiſe=
rnrich Kohl, Darmſtadt: Walter Wamhoff, Osnabrück: Rhönrings gemietet, wo ebenfalls Möbel verkauft wur= vortrag mit Lichtbildern. An Stelle des nach Darmſtadt
ſiguſt Schöttel, Mainz; Franz Ruoff, Darmſtadt; Albrecht den. Hierzu wurden Anzeigen veröffentlicht „Wegen Hin=verſetzten Herrn Lehrer Weide wurde Herr Schriftſteller
taaun, Darmſtadt; Wilhelm Babel, Darmſtadt; Wilhelm ſcheidens der Braut” und gibt Kappes an, daß ihm Bauer Roehle zum erſten Vorſitzenden gewählt.
ſchneider, Mainz; Fritz Scharmann, Darmſtadt; H. von den Text zu dieſem Inſerat aufgeſetzt habe. Ihm ſei
h- Von der Bergſtraße, 9. Okt. (Herbſt.) Die
renigh, Münſter; Richard Koch, Darmſtadt; Ludwig damals von ſeinem Bruder der Auftrag zur Herſtellung Traubenleſe, die am Dienstag, in Bensheim des
ſämmerer, Würzburg; Wolfgang Weyl, Darmſtadt; Hans einer Einrichtung erteilt worden. Als dann die Braut ver=Tages zuvor, begonnen, iſt ſchon faſt beendet. Hatte man
Ppellenſtein, Frankfurt a. M.; Karl Kopietz, Frankfuct ſtarb, habe er auf Veranlaſſung des Bruders die Einrich= im voraus ſchon keine großen Hoffnungen, ſo wurde man
M.; Arthur Weißbach, Fulda; Fritz Herwig, Heidelberg; tung annonciert. Später habe er dann wiederholt die bei der Leſe noch mehr enttäuſcht und erntete ſtellenweiſe
ſarl Braun, Darmſtadt: Cato Nerking, Darmſtadt; Johann Möbel verkauft, die entweder von den Auftraggebern nichtſo wenig, daß ſich die Arbeit der Leſe kaum lohnte.
ſohr, Darmſtadt; H D. v Schauroth, Darmſtadt: Erwin abgenommen wurden oder die er auf eigene Rechnung an= Da die Qualität viel zu wünſchen übrig läßt, ſo iſt auch
ſſernchen, Berlin; Friedrich Schulte, Frankfurt a. M.; gefertigt habe. Beide Angeklagten leugnen jede unlau= der Preis noch ein recht beſcheidener. So werden in
Ellhelm Ripper, Offenbach; Bill Gießen, Mainz; Fritz tere Abſicht.
Zwingenberg für das Hekto Maiſche bis zu 80 Mark und
ſetzke Mainz; Adolph Bundſchu, Heidelberg; R. Schwan=
Zeugin von Rodkay war von Bauer als Verkäuferin in Auerbach bis zu 95 Mark bezahlt. Unter dieſen
Ver=
ſr. München; Franz Sulzmann, Darmſtadt; Karl Rühl, für ſeine „Geſchäfte” in der Heidelberger Straße und hältniſſen ſchwindet die Luſt zum Weinbau immer mehr
ſarmſtadt.
Rhönring engagiert worden. Ueber das Inſerat von der und gewiß wird in dieſem Winter wieder mancher Wein=
Mit der Ausſtellung iſt eine Lotterie verbunden, toten Braut hätten Kappes und ſeine Frau viel gelacht berg ausgehauen werden.
ſie enthält eine größere Anzahl nennenswerter Gewinne, und geäußert, daß dieſes Inſerat ſehr wirkſam war. Bauer
Groß=Gerau, 9. Okt. (Neue Glocken.) Geſtern
ſeiche teils aus fertigen Flugzeugmodellen in beſter Aus= habe ihr zugegeben, daß die Geſchichte von kſeiner zurück= wurden die neuen Glocken in feierlichem Zuge am
Bahn=
itrrung, teils in Baukäſten zur Selbſtanfertigung von gegangenen Verlobung erfunden war. Kappes gibt an, hof abgeholt. Am Sonntag ſoll zum erſten Male der eherne
ſtodellen und teils in Büchern über Luftfahrt und über daß die Zeugin an ihn noch 40 Mark für Miete ſchulde, Mund der Glocken verkünden, daß ihre Weihe vollzogen iſt.
ſonſtruktion von Modellen beſtehen. Die Loſe, die in der während die Zeugin angibt, daß ſie gegen freie Wohnung Die drei neuen Glocken ſind von dem Glockengießer
Schil=
usſtellung ſelbſt zu haben ſind, finden guten Abſatz.
und 5 Prozent Proviſion von Bauer angeſtellt worden ling in Apolda, der auch die Glocken für die Pauluskirche
ſeiz ſie habe aber bis jetzt noch nichts bekommen.
in Darmſtadt und die Chriſtuskirche in Mainz geliefert hat,
Staatsanwalt Schreiber betonte in ſeinem
Plä=
gegoſſen; ſie wiegen 38, 37 und 19 Zentner. Der auß=
Strafkammer.
doyer, daß die Angaben den Anſchein erweckten, als ob eiſerne Glockenſtuhl hat ein Gewicht von 70 Zentnern.
8. Der 26jährige Schreiner Johann Lorenz Georg die Möbel Darmſtädter Erzeugniſſe ſeien, während ſie
Nach Anordnung des Denkmalpflegers mußten die
Orna=
r lb von hier hat am 19. Juli ein Fahrrad, das ein tatſächlich zum größten Teil aus der Möbelhandlung von
mente der alten Glocken und ihre Inſchriften auch auf den
verſtädter Einwohner bei der hieſigen Sparkaſſe aufge= Bauers Bruder in Frankfurt ſtammten. Auch die Be= neuen Glocken angebracht werden.
l hatte, geſtohlen und am 23. Auguſt ein bei der Reichs= merkungen in den Anzeigen: „Sonntag den ganzen Tag
* Neu=Iſenburg, 9. Okt.
(Zum
Eiſenbahn=
ik abgeſtelltes Rad beide im Werte von 100 bis 150 anzuſehen‟ Garantiert noch nicht gebraucht” uſw. ſollten
ſenk. Der ſchon vorbeſtrafte Angeklagte wurde zu 1 Jahr nur den Anſchein erwecken, als ob es ſich um eine beſon=überfall.) Zu dem ſchon gemeldeten Ueberfall in der
Monaten Gefängnis, abzüglich 1 Monat der ders günſtige Kaufgelegenheit handele. Er beantragte gegen Eiſenbahn wird noch geſchrieben: Am Dienstag abend
terſuchungshaft, verurteilt. — Der 40jährige Vorarbei= Bauer 3 Monate Gefängnis und 1000 Mark ſprangen in den um 11 Uhr vom Frankfurter Hauptbahn=
Johannes Gröner von hier hatte einen Kaufver=Geldſtrafe, gegen Kappes 4 Wochen Gefäng= hof abgehenden Zug zwei Männer, der eine in ein
g, über den Kauf eines Grammophons abgeſchloſſen. nis und 500 Mark Geldſtrafe. Das Gericht ver= Frauenabteil dritter Klaſſe und der andere in die vierte
Klaſſe.
Zwiſchen Louiſa und Frankfurt beläſtigte
reer mit Recht fürchtete, auf den eigenen Namen keinen urteilte Bauer und Kappes wegen je zweier fortgeſetzter der eine die Damen, worauf dieſe in Louiſa den Schaffner
twit zu bekommen, ſchloß er den Vertrag auf den Vergehen gegen §§ 4, 47 des Wettbewerbsgeſetzes Bauer herbeiriefen. Dieſem gegenüber nahm er eine drohende
ſimen ſeines Meiſters ab. Er gab 5 Mark Anzahlung zu zweimal je 1000 Mark und Kappes zu Haltung an und der Eindringling ſprang alsdann, als die
ſt ließ dann nichts mehr von ſich hören. Das Gericht zweimal ie 300 Mark Geldſtrafe und zu den Notleine gezogen worden war, vom Zuge ab. Es wurde
rurteilte ihn geſtern wegen Urkundenfälſchung Koſten des Verfahrens, einſchließlich der Koſten der
an=
feſtgeſtellt, daß es ſich um den Arbeiter Adam Kühn aus
5 Wochen Gefängnis. —
Der 28jährige Dienſt= waltlichen Vertretung des als Nebenkläger; zugelaſſenen Egelsbach handelt. Der andere Eindringling, der
Rangier=
ſecht Friedrich Wilhelm Ewald von Unter=Moſſau Detailliſten=Vereins. Der Urteilstenor iſt einmal im arbeiter Steingötter aus Egelsbach, hat ſich inzwiſchen
ſu de wegen eines in der Gemarkung Hummetroth began= Darmſtädter Tagblatt zu veröffentlichen.
der Polizei ſelbſt geſtellt. Die weiteren Ermittelungen
nen Verbrechens nach § 176,3 des Strafgeſetzbuches zu
ſind noch im Gange.
Monaten Gefängnis, abzüglich 2 Wochen der
Mainz, 9. Okt. (Auch eine Jahrhundert=Er=
Neu hergeſtellte Fernſprechanſchlüſſe.
ierſuchungshaft, verurteilt. — Der 68jährige
Gelegen=
innerung.) Bei den vielen Jahrhundertfeiern und
ſissarbeiter Karl Heinr. Pfarrer von Michelſtadt
er=
a) Neue Anſchlüſſe: 829 Kapfenberger, Leonhard, Jubiläumsfeierlichkeiten, die in dieſem Jahre ſtattfinden,
ſin am 9. Juli im Eulbacher Schloß und verlangte den Zinngießerei und Glashandlung, Eliſabethenſtr. 39. 2073 wird es gar leicht vorkommen, daß das eine oder andere
ſädigen Herrn zu ſprechen. Er nahm einen an der Kleinſchnitz K., Kolonialwaren=, Obſt=, Gemüſe= und Süd=„hiſtoriſche‟ Datum vollſtändig überſehen wird.
Zufälli=
land des Vorplatzes hängenden Feldſtecher und ver= früchtehandlung, Saalbauſtr. 63½. 1325 Lungershauſen, gerweiſe kommt uns eine Bekanntmachung zu, aus der
nand auf Nimmerwiederſehen. Er wurde zu 4 Mo= Rittmeiſter a. D Artillerieſtr. 9. 2088 May, Lippmann, man erſieht, daß am 6. Oktober vor 100 Jahren die direkte
i en Gefängnis verurteilt.
Frau, Landwehrſtr. 5. 1891 Schäfer, Heinrich, Nachf. M. Straße von Wiesbaden nach Franfurt durch das „blaue
UUnlauterer Wettbewerb wurde dem 27jähri= Jeſche, Blumen= und Pflanzengeſchäft, Kunſt= und Han= Ländchen” eröffnet wurde. Aus Anlaß der Eröffnung der
n Möbelhändler Robert Viktor Bauer von Frankfurt, delsgärtnerei, Lauteſchlägerſtr. 24.
wichtig gewordenen Verkehrsſtraße erließ die Herzoglich
in Darmſtadt wohnhaft, und dem 34jährigen
Schrei=
b) Aenderungen: 640 Arnold, Heinrich, jetzt Nr. Naſſauiſche Wege= und uferbau=Direktion ein Schreiben,
tr'Anton Kappes von hier zur Laſt gelegt. Der An= 2560. 2150 Biermann, Georg, Roquetteweg 20, jetzt Hein= in dem die Uebergebung der Straße an den Verkehr an=
Ulngte Bauer betreibt ſeit September 1912 gewerbsmäßig richſtr. 51. 1987 Brunnträger, Joſ übertragen an Hein=gezeigt und allen während der Erbauung beſchäftigten
ſtVerkauf von neuen Möbeln, die er meiſtens von Frank= rich Müller. 1487 Darmſtädter Zeitung Redaktion, jetzt Aufſehern und verſchiedenen Arbeitern Dank ausgeſprochen
t bezog, ſpäter meiſt vom Mitangeklagten Kappes. Nr. 2596. 1362 Eyßen, J. B., jetzt Nr 2503. 2187 Frank, wird. Bemerkenswert iſt die Maßangabe der Straße in
ſtch die von Bauer in hieſigen und auswärtigen Blät= Ferd., Ludwigſtr. 16 jetzt 15. 2221 Güttich, jetzt Nr. 2543. dem Dokument; es heißt da: „Die Wegſtrecke von hier
n veröffentlichten Anzeigen mit der Ueberſchrift „Wegen 660 Hartmann, K., Waldſtr. 13, jetzt Eliſabethenſtr. 23 und (Wiesbaden) nach Hattersheim iſt 3760 Chauſſeeruthen
ſich gang der Verlobung” oder ähnlich erachtet der Detail=
Nr. 442. 497 Koch Karl, jetzt Nr. 717. 2542 Köppen, von und von da bis an das Frankfurter Thor 3323
Chauſſee=
ten=Verein, der ſich die Bekämpfung der unlauteren jetzt Nr 2126. 1061 Laudenheimer, S., jetzt Nr. 418. 438 ruthen lang und kann dieſer Weg bei der ſtattgehabten
astiken im Geſchäftsleben zur Aufgabe macht, ein Ver= Lehé, Wilh., Heidelbergerſtr. 36, jetzt Wilhelmſtr. 42. 1495 Verſchleifung der Anhöhen ohne beſondere Anſtrengung
Unt gegen §§ 4, 47 des Wettbewerbsgeſetzes für vor= Lewalter, F. Steinſtr. 2, jetzt Wilhelminenſtr. 48. 582 binnen 3 Stunden zurückgelegt werden, wenn man die
ſund. Der Verein erwirkte am 28. Februar 1913 bei der Lynar, zu. jetzt Nr. 804. 951 Marſchallik, Gebr., Große Pferde an der Station wechſelt.” Augenſcheinlich hatte
u mer für Handelsſachen einen Beſchluß, durch den dem Ochſengaſſe 30, jetzt Obergaſſe 4. 2195 Mertens, Martin, man dieſen Gedenktag vergeſſen, denn ſoviel man hört, hat
gsklagten bei einer Strafe von 100 Mark für jeden Fall Nieder=Ramſtädterſtr. 89, jetzt Sandbergſtr. 56. (119) keine diesbezügliche Jahrhundertfeier ſtattgefunden. (M.
ZZuwiderhandlung ähnliche Anzeigen unterſagt wur=
Michel, Joh., jetzt Nr. 1576. 1491 Remmert, Hans, Hei= Journ.)
Trotzdem ſetzte Bauer, wie die Anklage annimmt, in delbergerſtr. 63, jetzt Frankenſteinſtr. 58. 439 Rodberg,
Mainz, 9. Okt. (Einäſcherung.) Die Leiche des
meinſchaft mit Kappes, wenn auch etwas abgeändert, Arthur, jetzt Nr. 828. 1763 Schneider, G. J. Nachf., jetzt Fähnrichs Hans Förſter, der unter noch nicht geklänen
Veröffentlichung ähnlich lautender Anzeigen fort. Dar= Zimmermann u. Thomas, vorm. G. J. Schneider, und Umſtänden von dem Leutnant Tiegs in der Wohnung des
ſſtellte der Verein gegen beide Angeklagten
Straf=
nrag. Der Angeklagte Bauer iſt gelernter Mecha= Nr. 2470. 1621 Schünemann, Heinrichſtr. 6 jetzt 11. 2549 Leutnants in Diedenhofen erſchoſſen worden iſt, wurde
Stümke, Bruno Bismarckſtr. 74, jetzt Dieburgerſtr. 88. nach der gerichtlichen Freigabe nach Mainz übergeführt
ſei und gibt an, daß er zufällig im Herbſt vorigen Jah= 486 Tapetenfabrik, Darmſtädter, jetzt Nr. (486). 2143 Die= und im hieſigen Krematorium eingeäſchert. Eine
Abord=
ſich dem Möbelhandel zugewendet. Damals ſei er ſelbe jetzt Nr. 486. 541 Vömel, Ernſt Karl, jetzt Nr. 1979. nung von Offizieren und Unterofizieren des Regiments,
ſt einer Frankfurter Bardame verlobt geweſen, und die
frlobung ſollte zur Hochzeit führen. Er mietete in der 1877 Walter, Heinrich, Mühlſtr. 1, jetzt Annaſtr. 10. 1967 bei dem Förſter ſtand, erwies dem toten Kameraden die
letzte Ehre.
Wildau. Paul jetzt Nr. (2578).
delberger Straße eine Fünfzimmerwohnung und
rich=
e) Abgebrochene Sprechſtellen: 1360 Bader,
Worms, 9. Okt. (Unglücksfall im Bahnhof.)
ſie ein. Da ſich im letzten Augenblick die
Ver=
ſung zerſchlug, war er genötigt, die Möbel wie= Karl. 317 Bezugsvereinigung. 20 Darmſtädter Eiſengie= Im Hauptbahnhof (Nordſeite) ſtürzte geſtern nachmittag
zu verkaufen. Dies veranlaßte das erſte Inſerat am ßerei. 1430 Fiſcher, Heinrich. 2146 Gilſa, Erich, von. der mit Oelen einer Lokomotive beſchäftigte 28 Jahre alte
1873 Holzbau „Syſtem Meltzer”
2574 Ihrig, Karl. verheiratete Heizer und Schloſſer Georg Conradi von der
September. In kurzer Zeit war die Einrichtung
ver=
ft und es kamen immer mehr Kaufluſtige, die die Mö= (360) (Keramiſche Manufaktur Wohnung des Direktors. Maſchine ab und blieb bewußtlos liegen. Während des
heſichtigen wollten. Da ſei er darauf gekommen, den 148 Köbke, von. 492 Maſchinenbauzentrale. 1685 Möller, Transports nach dem Krankenhaus trat der Tod ein. Als
R. 268 Reichsverband. 1971 Staudinger, Karl.
Todesurſache wird ein Schlaganfall vermutet.
leelverkauf weiter zu betreiben. Zunächſt bezog er
Hechtsheim, 9. Okt. (Die Bürgermeiſterwahl.)
lel von ſeinem Bruder, der in Frankfurt ein Möbel=
C Eberſtadt, 9. Okt. Der Neubaueines Schwe=Die hier ſtattgefundene Bürgermeiſterwahl endete mit
ſchäft betrieb, ſpäter von Kappes. Mit dieſem ſchloß
ann 1. November einen Vertrag, demzufolge er 3000 ſternhauſes mit Turmfundation an hieſiger katholi= einem glänzenden Siege des Kandidaten der
Zentrums=
r in das Geſchäft von Kappes einſchoß und ſtiller Teil=ſcher Kirche iſt ausgeſchrieben. Bauleiter wird Dombau= partei. Von 732 Wahlberechtigten machten 644 von ihrem
Wahlrecht Gebrauch; nur 88 Wähler blieben der
Wahl=
ſter wurde. Kappes hatte hohe Zinſen für das Dar=meiſter Profeſſor Becker=Mainz.
* Jugenheim a. d. B., 9. Okt. Der hieſige Volks=urne fern. Es erhielten Herr Gemeinderat Martin Andr.
ſen zu zahlen. außerdem ſollte der Verdienſt aus den
Bauer verkauften und von Kappes angefertigten bildungsverein hielt am Montag in der „Sonne” Keim, Zentrum, 397 Stimmen, und Herr Kaufmann Ad.
ſeine Hauptverſammlung ab. Für den kommenden Win= Willigis Enders, der gegen ſeinen Willen von den Sozial=
Abeln geteilt werden.
demokraten und einigen Mitgliedern des Bürgervereins
emn Seidenſtoffen geſchmückt, der Betthimmel beſteht aus dem Zuchthaus von Auburn „entlaſſen” worden. Achtaufgeſtellt wurde, 246 Stimmen. Ein weißer Zettel wurde
danſtickerei aus dem 17. Jahrhundert; an den Wänden Tage lang hat ſich Osborne, der als Politiker großen Ruf noch abgegeben. Es haben alſo etwa 90 Prozent der
Wäh=
t mman Gemälde von Jordan. Hinter dieſem Gemache genießt, freiwillig ins Zuchthaus ſperren laſſen, hat das lerſchaft ihr Wahlrecht ausgeübt.
(*) Gießen, 8. Okt. (Obſt=Verkauf.) Die
Kreis=
ſen ein Ankleidezimmer, ein Badezimmer und ein pri= Leben eines Sträflings geführt, alles nur „zur Probe‟,
r Speiſeſaal. An dieſe Flucht von Gemächern ſchließen um am eigenen Leibe die Wirkungen des Gefängnis= ſtraßenverwaltung des Kreiſes Gießen hat gegenwärtig
dann die für den Miniſter des Auswärtigen und für lebens kennen zu lernen. Das Urteil, das er nach dieſer das Obſt an den Kreisſtraßen im Kreisamtskeller zum
heerren vom Gefolge des Präſidenten reſervierten Koſtprobe des Zuchthauslebens fällte, war ſehr ſcharf; er Verkauf ausgeſtellt. Infolge der ungünſtigen und geringen
ſumie an. Als Gaſtgeſchenk wurde Poincaré ein wun= kritiſiert ſehr ſtreng das Verhalten der Gefängnisbehör= Obſternte lieferten die Kreisſtraßenpflanzungen nur rund
Paller Toledanerdegen und ein Jagdmeſſer aus toledani= den. Vor allem wendet er ſich gegen die Beſtimmungen, 550 Zentner, davon wurde die Hälfte gebrochen und zum
iſm Stahl überreicht, während ſeine Gemahlin einen die den Sträflingen das Sprechen verbieten. „Das iſt Kreisamtsgebäude gebracht. Die für das Obſt angeſetzten
ilbenen Silberteller, ebenfalls eine alte toledaniſche im höchſten Maße widernatürlich und trägt dazu bei, alle Veckaufspreiſe ſind für den Zentner folgende: Goldpar=
Peit, empfing.
menſchlichen Regungen zu unterdrücken. Wenn mein mäne erſte Sorte 19 Mark, zweite Sorte 10 Mark, Lands=
„„Was muß ein junges Mädchen vor der Ehe wiſſen?‟ Nachbar ſeine Portion Zucker mit mir teilen wollte, flü= berger erſte Sorte 20 Mark, zweite Sorte 10 Mark,
Har=
t falſch ſpekuliert hatte ein Buchhändler, der ein In=ſterte er das Wort Zucker in den leiſeſten Halbtönen. Das berts=Reinette 22 Mark, Baumanns=Reinette 18 Mark,
Ktiin einer großen Anzahl von Tageszeitungen erließ, erſte, was der Sträfling zu erlangen ſucht, iſt die Fähig= Boskoop 22 Mark, Gelber Edelapfel 22 Mark Muskan de
olgenden Wortlaut hatte: „Was muß ein junges keit, zu ſprechen, ohne die Lipen zu bewegen und die lei= Serres 20 Mark, Boikenapfel 15 Mark, Miſchapfel erſte
chhen vor der Ehe wiſſen? Ausführliches Werk, gegen ſeſten Worte zu hören.‟ Dann erzählte Osborne von den Sorte 15 Mark, zweite Sorte 10 Mark, Goldpapping 15
hr-ahme von 2,40 Mark.” Einem ſo verlockenden An= Schreckniſſen der Einzelhaft, die ihm einen Blick in das Mark, Fürſtenapfel 15 Mark Champagner=Reinette 15
Pt konnten natürlich zahlreiche ebenſo wiſſensdurſtige „Inſerno” gegeben habe, und kritiſiert die bureaukratiſch Mark. Jakob Lebel 15 Mark Parkers Papping 15 Mark;
heiratsluſtige junge Mädchen nicht widerſtehen und einſeitigen Anſchauungen der Behörden. Dieſe Tage im Tafelhirnen koſten das Pfund 10 Pfennige. Die Straßen,
Zuchthaus haben mich viel gelehrt und ſollen vielen Men= welche dieſes Jahr einigermaßen eine Ernte boten, ſind:
fündige Buchhändler erhielt über 25000 Beſtellungen.
Klein=Linden-Dutenhofen, Villingen-Nonnenroth und
ſchen Nutzen bringen. . .
die Beſtellerinnen aber nicht erwartet hatten, war —
Kochbuch, das ihnen nun unter Nachnahme von 2,40
* Peitſchenhiebe für den Verleumder züchtiger Frauen. Trais=Münzenberg-Eberſtadt.
(*) Schotten, 8. Okt. (Lehrerheim
Vogels=
ſt zuging. Aber wie ſo oft iſt Undank der Welt Lohn. Man ſchreibt der Frankf. Ztg.: „Diejenigen, welche züch=
Buchhändler, der ſich darum verdient gemacht hatte, tige Frauen verleumden und hernach nicht vier berg.) Die Hauptverſammlung des „Vereins Lehrerheim
ſich die heiratsluſtigen Mädchen in der wichtigſten Zeugen beibringen, die geißelt mit achtzig Hieben und Vogelsberg” fand heute unter Leitung des Lehrers Dern=
Offenbach ſtatt. In den Verhandlungen wurde die
Ein=
st rauenkunſt (die Liebe des Mannes geht ja bekannt= nehmet nie mehr ihr Zeugnis an, denn es ſind Frevler,
durch den Magen) unterrichten konnten, wurde von Außer jenen, welche hernach bereuen und ſich beſſern, denn führung einer anderen Beleuchtung des Heims beſchloſſen,
Aen böſen Konkurrenten auf Unterlaſſung dieſer An= ſiehe, Allah iſt wahrlich verzeihend und barmherzig.” Alſo auch ſollen bauliche Verbeſſerungen vorgenommen werden.
Ale werklagt. Intereſſant iſt nun, daß der Buchhändler lauten Vers 4 und 5 der 24. Sure des Korans. Der Ab=Die Uebernahme des Tennisplatzes ſoll in die Wege
ge=
emn noch nicht beendeten Prozeß ſtolz erklären konnte, geordnete Kübler kann hiernach von Glück ſagen, leitet werden. Im Anſchluß an die Verhandlungen wurde
anich nicht eine einzige Beſtellerin reklamiert hätte. Na daß er kein Moslem iſt. Wären ihm doch ſonſt wie jenem, zu Ehren des verſtorbenen Obmanns vom
Landeslehrer=
aff!
der die eheliche Treue der Lieblingsfrau des Propheten verein, Rektor Backes=Darmſtadt, eine Backeseiche Sk=
— Acht Tage Zuchthaus — zur Probe. Thomas Mott verleumdet hatte, von religions= und geſetzeswegen gar pflanzt.
orne, der Präſident des vom Staate Neu=York ein= achtzig Peitſchenhiebe aufgezählt worden.
ieen=Rates für Gefängnisreform, iſt am Sonntag aus
Seite 0.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 10. Oktober 1913.
Nummer 240.
erenenen e ie eter nen uns une ie Pit. t eter Sentſiet i er an
Reich und Ausland.
denburg, der zu einer Schar von Arbeitswilligen gehörte, Kopf der Leiche ſand man fünf zuſammengerollte Schul=
Aus der Reichshauptſtadt, 9. Okt. Ein ſeltſames die ſich dem Streik nicht anſchließen wollten, in der Not=hefte: Blutſpuren waren in der Höhle nicht zu entdecken:
Männlein hat ſeine Werkſtatt im Paſſagepanoptikum auf= wehr befand, dieſe aber überſchritten habe. Die Ge= Im Magen wurden unverdaute Rüben= und
Kartoffelſtück=
getan. Ein Maler, der keine Arme beſitzt und ſchworenen verneinten alle Schuldfragen, ſo daß der An=chen von der Morgenmah=zeit gefunden, woraus die
Sach=
verſtändigen ſchließen, daß der Mord drei bis vier
Stun=
auch nur über verkrüppelte Beine verfügt. Zwiſchen den geklagte freigeſprochen wurde.
Bühl, 9. Olt. (Kaſſenkriſis.) Eine von etwa den nach der Mahlzeit verübt worden ſei.
vielen harmoniſch gebildeten Wachsfiguren dieſes unhar=
Mitteilungen eines Journaliſten, der ein ſeltſames
moniſch geſtaltete Lebeweſen. Und das unberechenbare Ge= 1000 Mitgliedern beſuchte Vorverſammlung der
General=
verſammlung des hieſigen Vorſchußvereins beſchloß ein= Verhalten der Eltern des ermordeten Knaben beobachtert
ſchick verleiht dieſem Hilfloſen die Fähigkeit, das, was ſein
ſtimmig den Fortbeſtand der Kaſſe unter Erhöhung der haben wollte, führten zunächſt zu deren Verhaftung. Sie
farbenfreudiges Auge erblickt, bildneriſch zu geſtalten. Stammanteile von 200 auf 2000 Mark. Dadurch wird wurden jedoch wieder entlaſſen, da eine Hausſuchung nichts
Sein Malerwerkzeug muß der Mund feſthalten und der der Fortbeſtand und die Sanierung der Kaſſe gewähr= Verdächtiges ergeben hatte. Immerhin bezeichnete eim
zwiſchen die Zähne geklemmte Pinſel fährt über Leinwand leiſtet.
Gerücht auch ſpäter noch die Mutter und den Stiefvaten
und Zeichenblatt hin, als ob ihn die zu viel höheren Ge=
Lauſanne, 9. Okt. In einem hieſigen Hotel wurden des Knaben als der Tat verdächtig, während inzwiſchem
ſchicklichkeitsleiſtungen beſtimmte menſchliche Hand regiert. einem Frankfurter namens Guſtav Oſtertag Schmuck= ſchon die Verſion von einem Ritualmord auftauchte.
So ſchaft das 20jährige Meiſterlein wenigſtens einen Not= ſachen im Werte von 50 000 Franes geſtohlen.
Die Anklage gegen Beilis beruht im weſentlichen auff
erſatz für die ihm von der Grauſamkeit der Natur ver=
Paris, 9. Okt. (Verunreinigung eines Denk= folgendem Material: Man betrachtet als erwieſen, daß
wehrten körperlichen Gaben. Mannigfach ſind ſeine mals.) Das in dem Tuileriengarten aufgeſtellte Denk= Juſchtſchinski ſich am 25. März nicht in die im Zentrum
Leiſtungen und durchaus nicht gering zu bewerten; beſon= mal des verſtorbenen Miniſterpräſidenten Waldeck= Kiews gelegene Schule, ſondern in den abgelegenen
Stadt=
ders gefällig wirken die Landſchaftsbilder aus der Um= Rouſſeau wurde geſtern abend von einem etwa 30 teil Lukjanowka begeben hat. Im April erzählte ſein
gebung von Freiburg i. B. Traurig berührt es nur. daß Jahre alten Mann mit Tinte überſchüttet. Ein Schutz=Spielkamerad Eugen Tſcheberjak dem Studenten Golubewa
kein anderer Weg in die Oeffentlichkeit dieſem Mundmaler mann verhaftete den Mann, der ſich weigerte ſeinen Namen Juſchtſchinski ſei am Morgen des 25. März bei ihm. ges
geboten iſt, als über die Bretter, welche die erbarmungs= zu nennen. Anerkennenswert iſt, daß ſeit einiger Zeit weſen und ſie ſeien ſpazieren gegangen. Später ſtellteſen
würdige Welt der „Abnormitäten” bedeuten. — Geſtern ein eigener Wachtpoſten bei dem Denkmal aufgeſtellt war, in Abrede, daß er J. am 25. März geſehen habe: doch
abend betrat ein ſich Karl Becker aus Frankfurt a. M. weil die Camelots du Roi gedroht hatten, dieſes Denkmal, wurde ſeine anfängliche Behauptung durch die Zeugem
nennendes Individuum ein Goldwarengeſchäft in das ſie als eine Beleidigung für einen wahren Patrioten Kaſimir Schachowskei und deſſen Frau Uljana
beſtätigi=
der Friedrichſtraße 34 und forderte, indem er mit vorge= bezeichnen, zu verſtümmeln.
welche an dem Morgen beide Knaben zuſammen geſehen
haltenem ſcharf geladenen Revolver auf den hinter
London, 10. Okt. (Schiffszuſammenſtoß.) hatten. Das den Eltern Tſcheberjaks gehörende Grunde
dem Ladentiſch ſtehenden Geſchäftsinhaber, den Uhrmacher Bei den engliſchen Flottenmanövern rannte der neue ſtück grenzt an das Grundſtück einer Ziegelbrennerei, dies
Barth, zuſchritt, die Tageskaſſe. Barth ſchlug den An=Torvedobootszerſtörer „Jackal” mit dem Ueberdreadnouaht wiederum in der Nähe des Grundſtückes liegt, wo die
greifer beiſeite, gelangte auf die belebte Straße und rief „Thunderer” zuſammen Zwei Schleppdampfer konnten Leiche gefunden wurde. Auf der Ziegelbrennerei war Beie
um Hilfe Mehreren Perſonen gelang es, den Räuber, noch rechtzeitig den ſinkenden Jackal” ins Schlepptau lis als Kommis beſchäftigt; ſie hat eine Sattlerwerkſtats
bevor er zu ſchießen vermochte feſtzunehmen. Zwei
Män=
mit dem nötigen Handwerkszeug. Der Zaun der Brennes
nehmen und ihn nach Tundee bringen.
ner die ſich vor dem Laden aufhielten, verſchwanden. Sie
Dublin, 0. Oft (Ausſchreitungen Strei=rei war ſtellenweiſe zerbrochen und die Knaben gingen
dürften ſeine Komplizen geweſen ſein. — Auf einer Auto=kender.) Die ſtreikenden Arbeiter verſuchten geſtern von dem Grundſtück Tſcheberjaks auf das der Brennercha
mobilfahrt verunglückte in der Nähe von Schildow abend einen mit Lebensmitteln beladenen Wagen anzu= um zu ſpielen. Schachewski gab nun an, einige Tage näch
eine junge Berlinerin, Fräulein Neumann, die bei ihrem greifen. Die Polizei ſchritt ein und mußte von ihren dem 25. März habe er auf der Straße den Eugen Tſche
Onkel, einem Gaſtwirt, zu Beſuch weilte. Fräulein Neu= Knüppeln Gebrauch machen. Verſchiedene der Arbeiter berjak gefragt, wie er mit Juſchtſchinski am 25. März ſche
mann ſtieg in das Auto zweier Berliner Herren, die in wurden verletzt. Auch auf anderen Straßen kam es zwi= zieren gegangen ſei. Der Knabe habe geantwortet, ſiel
dem Gaſthauſe eingekehrt waren und wollte eine kurze ſchen den Ausſtändigen und Polizei zu Reibereien.
ſeien am Spielen auf dem Grundſtück der Ziegelbrennerei
Strecke mitfahren. Nach einer Fahrt von wenigen Mi=
Kopenhagen, 9. Okt. (Verhaftungen.) Aus verhindert worden; ein Mann mit ſchwarzem Bart habe
nuten ſtieß das Auto gegen einen Steinhaufen. Fräulein Helſingfors kommt heute die Kunde von neuen Verhaf=ſie verſcheucht. Schachewski ſagte dem Unterſuchungsricht
Neumann ſtürzte heraus und erlitt ſo ſchwere Verletz=tungen. Wegen Ueberſchreitung des Gleichſtellungsgeſetzes ter, er glaube, der Mann mit dem ſchwarzen Bart ſei der
ungen, daß ſie auf dem Wege nach dem Krankenhaus ver= wurden zwei Mitglieder des Helſingforſer Magiſtrats Kommis Beilis geweſen; er ſetze voraus, Beilis ſei
ſtgcb Die beiden Herren blieben unverletzt.
verhaftet.
Morde Juſchtſchinskis beteiligt, den Eugen Tſcheberjak auf
das Grundſtück der Ziegelfabrik gelockt habe. Der Anges
Frankfurt, 9. Okt. (Zum Fall Hopf.) Die dritte
klagte Beilis beſtreitet jede Schuld.
Zivilkammer des Landgerichts erklärte heute die Ehe des
Gerichtszeitung.
Ueber die Frage des Ritualmordes ſind
Fechters und Drogiſten Karl Hopf mit ſeiner Frau, einer
geborenen Siewice aus Dresden, für geſchieden. Der
einige Gutachten eingeholt worden. Der Pſychiateri
Der Kiewer Ritualmordprozeß.
Eheſcheidungsprozeß ſchwebte ſchon ſeit Monaten. Die
korski ſieht in dem Mord einen Akt der Raſſenrache eine
Scheidung erfolgte aus dem Grund, weil Hopf ſeiner
WB Kiew, 8. Okt. Vor dem hieſigen Schwurge= „Vendetta der Söhne Jakobs” gegen Subjekte einer and
Frau nach dem Leben getrachtet habe. Er habe ihr zuerſt richt begann heute der Prozeß gegen den 39 Jahre alten ren Raſſe und meint, die Wahl von Opfern im Kindesallen
am 16. Februar ds. Js. mit Lavendel vermiſchtes Arſenik Kleinbürger Menachil=Mendel Tewiew Beilis, und die Blutentziehungen wieſen möglicherweiſe auf einen
in Sekt dargereicht, und am 15. März einen ebenſo ver= der beſchuldigt iſt, nach vorheriger Verſtändigung mit an= religiöſen Akt hin. Die Profeſſoren der geiſtlichen Akade
gifteten Trunk gegeben. Die Frau habe ferner Typhus= deren, von der Unterſuchung nicht entdeckten Perſonen, aus mie in Kiew und Petersburg Hlagolew und Troizki ven
und Rotzbazillen in rohem Hackfleiſch auf Butterbrot von religiöſem Faxatismus den 12jährigen AndreiJuſcht= neinen unter Berufung auf die Lehren der Bibel und
Hopf erhalten der nach ihrem Ableben 80 000 Mark vonſchins ki, um ihm zu Ritualzwecken das Leben zu rau=Talmuds die Möglichkeit des Gebrauchs von Menſche
der Verſicherungsgeſellſchaft zu bekommen hoffte. Die ben. als er am 25. März 1911 auf dem Grundſtück der Zie= und insbeſondere von Chriſtenblut durch Juden. Dagene
Ehe war am 9. April 1912 geſchloſſen worden
gelbrennerei Saizew mit anderen Kindern ſpielte, ergriffen iſt der katholiſche Geiſtliche mag. theol. Pranaitis der A
Frankfurt, 9. Okt. (Unfälle.) Der Hilfsarbeiter und in das Gebäude der Brennerei geſchleppt zu haben. ſicht, daß bei den Juden das ſogenannte „„Blutdogma
Kohl hatte in der Hauptwerkſtätte des Hauptbahnhofes Seine Mitſchuldigen ſollen dann mit ſeinem Wiſſen und ſiere. Alle Rabbinerſchulen würden, ungeachtet ihſen
einen Keſſel zu reinigen. Gegen 3 Uhr mittags wurde ſeiner Zuſtimmung Andrei Juſchtſchinski die Hände ge= Meinungsverſchiedenheiten in verſchiedenen Fragen, dur
Kohl tot im Keſſel aufgefunden. Die Todesurſache iſt noch bunden, den Mund zugedrückt und den Knaben ſodann den Haß gegen Nichtjuden geeint, die der Talmud nic
nicht feſtgeſtellt; gerichtliche Unterſuchung iſt eingeleitet.
getötet haben, indem ſie ihm mit einem ſpitzen Werkzeug mal für Menſchen, ſondern „für Tiere in Menſchengeſtäll
In einer Schloſſerwerkſtatt in der Bendergaſſe explodierte 47 Wunden an Kopf, Hals und Körper beibrachten, die halte. Dieſer Haß gegen Nichtjuden erreiche ſeinen Hülle
ein an der Decke angebrachter Carbid=Apparat und fiel Gehirnvenen, Halsvenen und die Arterie der linken punkt im Haß gegen Chriſten. Dieſes Haßgefühl ſei
dem 40jährigen Werkführer Karl Schecker von hier auf den Schläfe und auch die harte Hirnhaut, die Leber, die rechte Ausgangspunkt der vom Talmud erteilten Erlaubnis
Kopf, wodurch ihm der halbe Kopf abgeriſſen wurde. Der Niere, die Lunge und das Herz verletzten, wobei dieſe Ver= ſogar Weiſung, Nichtjuden zu töten. Mag. Pranail
Tod trat ſofort ein. Auch ein 15jähriger Lehrling hatte letzungen von andauernden ſchweren Qualen begleitet bezieht ſich dabei auf eine Schrift des Mönches Neophl
geringfügige Verletzungen erlitten. Eine Gerichtskommiſ= waren und faſt vollſtändige Blutleere des Körpers verur= eines zum Chriſtentum übergetretenen jüdiſchen Rabbinal
ſion nahm den Tatbeſtand auf.
ſachten.
der ausführt, die Juden brauchten Chriſtenblut, dast
Kronberg, 9. Okt. Der Aufenthalt der Kö=
Das Gutachten des ärztlichen Sachver=dem ungeſäuerten Brot beimiſchen.
nigin von Griechenland iſt vorläufig bis zum
ſtändigen geht dahin, daß die Verletzungen an Kopf
20. ds. Mts. hinausgeſchoben worden.
* Kiew, 8. Okt. Vor dem Gerichtsgebäude,
Rüdesheim, 9. Okt. (Doppel=Selbſtmord.) und Hals Juſchtſchinski mit einem Stilett oder einem
Am Nationaldenkmal auf dem Niederwald wurden auf Pfriemen beigebracht worden ſind, als ſein Herz noch un= heute der Prozeß gegen Beilis begann, fandenſſh
einer Bank ein 30jähriger Mann und ein 24jähriges geſchwächt arbeitete, die übrigen Wunden aber bei ſchon nur wenige Neugierige ein, dagegen war ein großes Pill
Mädchen erſchoſſen aufgefunden. Es wurde feſtgeſtellt, geſchwächter Herztätigkeit. In der Leiche verblieb nicht zeiaufgebot zur Stelle. Der Verhandlungsſaal war ühe
mehr als ein Drittel der normalen Blutmenge. Ob die füllt. Beim Zeugenaufruf ergibt ſich die Anweſenheit völ
daß der junge Mann aus Barmen ſtammt
Leipzig, 9 Okt. (Ausſtellung für Büchge=Art der Ermordung auf die Abſicht ſchließen laſſe, dem 182 Zeugen. Von den Experten fehlen drei, daruniek
gewerbe uſw.) Prinz Johann Georg von Sachſen Knaben als Hauptzweck ſchwere Qualen zu bereiten, dar= Sikorski. Die Verhandlung dürfte heute, da die Forma
hat das Protektorat über die kulturhiſtoriſche Abteilung über gehen die Anſichten der Sachverſtändigen auseinan= täten viel Zeit beanſpruchen, und die Verteidiger vermi
der internationalen Ausſtellung für Buchgewerbe und der; ein Sachverſtändiger iſt der Meinung, der Zweck der lich einige Geſchworene ablehnen werden, kaum überd
Graphik in Leipzig 1914 übernommen.
Verletzungen ſei die Herbeiführung eines möglichſt großen einleitende Stadium hinauskommen. Die Geſchwo
Stettin, 9. Okt. (In der Notwehr erſtochen.) Blutverluſtes geweſen. Am 25. März 1911 ging der Knabe nenbank iſt aus ſieben Bauern, zwei Kleinbürgern und
Vor dem Richterliſ
Gegen den Arbeiter Brandenburg, der am 5. Juni zur Schule. Unterwegs wollen ihn zwei Perſonen geſehen drei Beamten gebildet worden. —
vor der Zichorienfabrik von Weiß in Frauendorf den ſtrei= haben, in der Schule erſchien er nicht. Am 2. April 1911. ſieht man viele als Beweisſtücke dienende Gegenſtände.
kenden Arbeiter Kühn durch Meſſerſtiche ſo ſchwer ver= wurde ſeine Leiche im Lukjanowka=Stadtviertel auf dem Angeklagte Beilis antwortet leiſe, aber ruhig und folll
letzte, daß dieſer einige Minuten ſpäter ſtarb wurde geſtern ſchon genannten Grundſtück gefunden, das etwa 150 Faden aufmerkſam der Verhandlung.
unter großem Andrang des Publikums vor dem Schwur=von der Nagornaſtraße entfernt liegt, und zwar in einer
* Peſt 9 Okt. Anläßlich des Kiewer Prozeſe
gericht verhandelt. Der Angeklagte erklärte, er habe ſich Höhle Kopf und Rücken an der Wand, die Füße gegen haben auf eine Anregung des ungariſchen Rabbiners
durch den Arbeiter Kühn bedroht gefühlt, und nur in der die entgegengeſetzte Wand geſtemmt. Die Leiche war halb= bovies und des Rabbiners Meyer=Saloniki 700 Rabbinen
Notwehr gehandelt, als er auf ſeinen Angreifer losſtach, bekleidet; andere Kleidungsſtücke lagen auf dem Boden darunter die von Konſtantinopel, Adrianopel, Belfaſt und
irgend etwas anderes beabſichtigt ſein, als eine bloße
Lach=
wirkung.
Tanzdichtungen der Schweſtern
Großherzogliches Hoftheater.
Der Schwank iſt flott gearbeitet, Längen und Wieder=
Wieſenthal.
holungen werden vermieden und der Schluß macht mit
Donnerstag, den 9. Oktober.
der Entwirrung aller Verwechſelungen und Irrungen
„Was ich unter Tanz verſtehe iſt einfach die Lüſſt
Zum erſten Male:
kurzen Prozeß. Die Aufführung war ſehr flott und an= der Drang, ſich mit Muſik im Rhythmus zu bewegen
geregt, der Schwank hat einige dankbare Rollen, die ihm Wenn ich tanze, will ich niemals darſtellen weder einen
Die ſpaniſche Fliege.
den Lacherfolg in erſter Linie ſichern. Dahin gehört der Vorgang, noch einen Gedanken, kein Symbol und klein
Moſtrichfabrikant Klinke, den Herr Jordan im moſtrich= Gefühl, ich will nur tanzen!“ — So etwa ſagt Elſa
Schwank in 3 Akten von Franz Arnold und
farbenen Anzug mit unwiderſtehlicher Komik darſtellte. Un= Wieſenthal ſelbſt in einer Definition ihrer Tant
Ernſt Bach.
endliche Heiterkeit erregte der von Herrn Schneider! kunſt und weiß vielleicht nicht einmal was ſie mit die
W-l. Die Bezeichnung „Schwank” iſt ein Freibrief für köſtlich verkörperte und geſpielte Aſſyriologe Heinrich Mei= ſen beſcheidenen Worten ſagt. Daß ſie das
Bekenntnig=
alle möglichen Ungereimtheiten und Tollheiten, und zu= ſel aus Ehemnitz mit dem ſächſiſchen Dialekt, deſſen komiſche einer neuen Kunſtſchöpfung ablegt, die erhaben groß und
gleich ein Ablaß für alles, was nach dieſer Richtung hin Figur dadurch noch erhöht wurde, daß die Wirtſchafterin ſchön wird, weil ſie zur Natur führt. Zur Natur, vonde
geſündigt wird, hat aber den Vorzug, daß das Publikum Frl. Wisthaler ihn im Heinerdialekt als ſächſiſchen
ſie ſtammt, über einen Weg, den göttliche Kunſt
geführt=
von vornherein weiß, was es von dem Stücke zu halten „Heiner” einführte. Frau Müller=Rudolph, die Was hat die Tanzkunſt unſerer Zeit alles gebrachtl
hat und nicht mit falſchen Vorausſetzungen an ſeine Be= natürlich in dieſem komiſchen Enſemble nicht fehlen kann, Mannigfaltig ſind die Wege manniafaltig die Ziele,
urteilung herangeht, wie es bei dem Traumſpiel „Hans zeichnete die Frau Klinke mit draſtiſchen Strichen. Eine denen ſie führen wollen. Man will Dramen tanzelte
Sonnenſtößers Höllenfahrt” der Fall geweſen iſt. Die durch hübſche Rolle iſt die des fortgeſetzt in ledernem Parla= Freude und Schmerz ausdrücken, will Melodien
verkät=
ſolche falſchen Erwartungen bedingte Enttäuſchung hat mentsſtil redenden Reichstagsabgeordneten Burwig, den pern, Muſik zum Leben erwecken, Rhythmus plaſtiſch ge
dann eine Verſtimmung und viel ſchärfere Kritik des Pu= Herr Hacker mit komiſcher Würde ſpielte. Als flotter ſtalten und Meiſterwerke der bildenden Kunſt im
Tand=
blikums zur Folge.
und eleganter Bonpivant bewährte ſich Herr Harprecht darſtellen. All das wollen die Schweſtern Wieſenthal=
Heute war, wie geſagt, das Publikum nicht im Zwei= in der Rolle des Rechtsanwalts und Liebhabers Dr. Ger= nicht. Sie „verſchmähen es, ſich Motive aus andere
fel darüber, daß nur ülk verzapft und gelacht werden ſollte, lach. Herr Jürgas als Wimmer und Herr Waſſer= Künſten zu holen”, ſie wollen nur tanzen! Und de=
und es wurde ganz und gar nicht enttäuſcht, denn ſo viel mann als Onkel Tiedemeier boten darſtelleriſch mehr, ben doch ſo unendlich viel, ſo unendlich Schönes. Mall
wie heute abend iſt wohl ſeit Jahren im Theater nicht ge= als man von ſolchen Schwankfiguren im Grunde erwar= man es nennen wie immer. Geben eigenes, inneres Era
lacht worden.
ten kann. Ein paar friſche Mädchengeſtalten waren die leben, umrahmt vom Rhythmus edelſten Kunſtausdrucks,
gekleidet in lichte Schönheit. Iraend wer hat ihrer Kunſtz=
Der Inhalt des tollen Schwankes, der an Verwechſelungen Paula und die Wally der Damen Gothe und Meiß= ihrem Tanz das Kennwort „Wiener Kultur” geprägt=
und Verwirrungen, dieſen älteſten und immer wieder wirk=ner. Schließlich ſei noch die Frau Meiſel aus Chemnitz Ich möchte bezweifeln, daß das erſchöpfend iſt oder
ſamſten Mitteln der Komödie, das Unglaublichſte leiſtet, der Frau Doſtal, der es bei der Verwechſelung mit der rechtigt. Nur wenn Wien, die Stadt der Walzer, bereche
iſt weniger von Belang, als die Behandlung des Schwan= ſpaniſchen Fliege ſo ſchlecht ergeht, mit lobenden Worten
tigt iſt, ſeine Kultur zu nennen, was höchſtes Leben,
höch=
kes, zu dem ein angeblich harmloſes Verhältnis des Bie= erwähnt. Die kleine Rolle ihres Gatten ſpielte Herr ſtes inneres Kunſtempfinden, höchſte Schönheit dera
dermanns und Moſtrichfabrikanten Klinke und ſeines Peterſen.
ſeinsfreude bedeutet, nur dann iſts richtig. Und wenn man
Schwagers Wimmer zu einer ſpaniſchen Tänzerin (der
Die Regie des Herrn Harprecht darf den Erfolg in der edelſten Entfaltung der Natur die höchſte Schön=
„ſpaniſchen Fliege”) vor 25 Jahren den Stoff hergibt. für ſich reden laſſen. Der Schwank ſpielt ſich in einem heit erkennen kann. Dann kann man auch die Größe der
Die Entdeckung dieſes Verhältniſſes wird für beide um ſo Zimmer ab, das mit vielem Geſchmack hergerichtet war. Forderung ermeſſen, die in den beſcheidenen Worten Elig
peinlicher, als Frau Klinke die Präſidentin eines Vereins Das Publikum lachte faſt nicht mehr, ſondern ſchrie förm= Wieſenthals liegt: „Was ich erreichen will, iſt zweien
zur Hebung der Sittlichkeit iſt. Doch iſt das Ganze in ſolich vor Vergnügen und klatſchte oftmals bei offener zu gleicher Zeit: Eines — die höchſtmögliche Gewandthe
ausnahmslos poſſenhafter und ulkiger Weiſe behandelt, Szene Beifall, und nach jedem Akte mußte der Vorhang Elaſtizität Leichtigkeit, Sicherheit des Körpers — alle
daß man gar nicht auf den Gedanken kommt, es könne drei= bis viermal wieder aufgehen.
Eigenſchaften, die ihn zu einem vollkommenen Mittel des
Emn
Kun
Min
When
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Nummer 240.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 10. Oktober 1913.
Seite 7.
Reucheſter die eidliche Erklärung abgegeben, es gäbenoz, Bichon und General Bauteh eine lange Unterredung,
Konſtantinopek d. Ot. Durch einem Erlaſ
ine jüdiſche Sekte, die zu religiöſen Zwecken Blut ge= an der ſich zeitweilig auch der König beteiligte.
des Sultans wurde die Demobiliſierung
ange=
uche. Die Tora und die Kabbala verbiete den Blut=
* Madrid, 9. Okt. Die Akademie fürdie Geſetz=ordnet. Die Orientbahn iſt beauftragt, täglich 50
Wag=
rauch. Eine Abſchrift dieſes Dokumentes iſt durch das gebung der Jurisprudenz hat dem Präſidenten gons bereitzuſtellen.
iſche Konſulat dem Gericht in Kiew zugeſendet worden. Poincaré den Titel eines Ehrenakademikers mit dem Recht,
* Valona, 9. Okt. Von dem Ackerbauminiſter
die Medaille zu tragen, verliehen. Die Auszeichnung iſt Haſſan Bey naheſtehender Seite wird mitgeteilt, daß die
bisher nur dem deutſchen Kronprinzen zuteil geworden. von ſerbiſcher Seite gegebenen Darſtellungen, wonach die
Luftfahrt.
* Paris, 9. Okt. Nach einer Blättermeldung iſt das Aufſtandsbewegung der Initiative Haſſan Beys zuzu=
* Johannisthal, 9. Okt. Auf dem hieſigen engliſche Panzerſchiff „Inflexible” aus Gibraltar nach ſchreiben ſei, den Tatſachen widerſprechen. Die Aufſtände,
gplatz ſtartete der Flieger Stiploſchek mit dem Cartagena abgegangen, um an der zu Ehren des welche lokalen Charakter hätten, ſeien durch die
unmenſch=
nteur Grohm als Paſſagier auf Loutzkoy=Taube zu Präſidenten Poincaré ſtattfindenden Flotten=liche Behandlung der Albaneſen ſeitens der Serben
ver=
iem Fernflug nach St. Petersburg.
ſchau teilzunehmen. Die Panzerſchifte „Diderot”, „Vol= urſacht worden. Da auch gegenwärtig die Serben im
* Berlin 9. Okt. Der Flieger Stiploſchek taire”, „Mirabeau” und „Danton” ſind geſtern in Carta= Koſſowogebiet Grauſamkeiten verüben befürchte Haſſan
ste ſeinen Flug nach Petersburg auf einer Jeannin= gena eingetroffen.
die Möglichkeit neuerlicher lokaler Aufſtände.
* Madrid, 9. Okt. Nach der Rückkehr von Toledo
i tzkoytaube in der Nähe von Landsberg an
Saloniki, 9. Okt.
In hieſigen maßgebenden
r Warthe wegen Defektes unterbrechen. ſpeiſten die Majeſtäten und Präſident Soincaré geſtern Kreiſen wird die in den türkiſch=griechiſchen
der Landung ſtieß das Flugzeug hart auf den Boden abend im intimen Kreiſe und begaben ſich ſodann in das Verhandlungen eingetretene Pauſe als Zei=
Der Flieger blieb unverletzt.
königliche Theater, wo zu Ehren des Präſidenten ein Feſt=chen eines gewiſſen Abflauens der ſcharfen Kriſe
be=
trachtet Es herrſcht die Anſicht, daß die Ausſichten für
* Bitterfeld, 8. Okt. Der für die Militärver= konzert ſtattfand,
eine friedliche Austragung der Difſerenzen geſtiegen ſind.
tung beſtimmte Parſevalluftkreuzer „ 8
Es wird hervorgehoben, daß der Ernſt der Lage noch
iſt heute nachmittag ½4 Uhr zu ſeiner zweiten Werk=
Vom Balkan.
nicht ganz geſchwunden iſt und daß Ueberraſchungen
im=
t fahrt aufgeſtiegen. Die Führung lag in den Händen
merhin noch eintreten können.
Oberleutnants Stelling. Das Luftſchiff landete um
Bulgarien und die Türkei.
* Wien, 9. Okt. Die Südſlawiſche Korreſpondenz
Uhr glatt vor der Halle. Die Fahrt verlief zur größten
* Konſtantinopel, 8. Okt. Das Telegramm, meldet aus Belgrad: Der proviſoriſche Gouverneur
Jo=
triedenheit.
das König Ferdinandvon Bulgarien aus Anlaß wanowitſch gab den Befehl, die albaniſche Grenze zu
* Vitterfeld, 9. Okt. Das neue
Militär=
der Ratifizierung des Friedensvertrages an den Sultan überſchreiten und den Feind bis ins Innere
tftſchiff „P. L. 16” erreichte trotz ungünſtiger
Wit=
ſtung bei ſeiner dritten Probefahrt 21 Sekunden: richtete hat folgenden Wortlaut: Ich beeile mich, Eure1Albaniens zu verfolgen.
ſeter=Geſchwindigkeit. Der Erfolg wird auf Majeſtät davon in Kenntnis zu ſetzen, daß ich ſoeben den
Konſtantinopeler Vertrag, der am 29. September zwiſchen
Verwendung großer ſchwerer Holzpropeller anſtelle der
Letzte Nachrichten.
der Türkei und Bulgarien unterzeichnet wurde, ratifiziert
Pleer verwendeten Metallſchrauben zurückgeführt.
habe. Da dieſer Vertrag allen unſeren alien und neuen
(Wolffs telegr. Korceſp.=Bureau.)
Fliegerunfälle.
Streitfragen ein Ende ſetzt, eröffnet er für unſere beiden
* Berlin, 9. Okt. Der B. Z. zufolge wird der Kai=
HB. Bromberg, 9 Okt. Ein um ½7 Uhr in Jo= Länder eine neue Aera fruchtbringenden Friedens und
ſer nach den neueſten Dispoſitionen mit ſeinem
Jagd=
urristhal aufgeſtiegener Ago=Doppeldecker iſt um wohltätiger Freundſchaft. Ich bin ebenſo wie meine Re=
Uhr hier verunglückt. Das Fahrzeug iſt vollſtändig gierung von dem lebhaften Wunſche beſeelt, alles zu tun, beſuch bei dem Erzherzog Franz Ferdinand in Konopiſcht
brannt. Von den beiden Inſaſſen wurde der eine was von uns abhängen wird, damit in Zukunſt zwiſchen einen Abſtecher nach Wien verbinden und
wahr=
ärt verletzt. Der eine der Flieger war der Offizierspilot meinem Lande und dem Ihrigen freundnachbarliche Be= ſcheinlich am 26. Oktober den Kaiſer Franz Joſef in
u nant v. Linſingen. Geführt wurde die Maſchine ziehungen zugleich mit aufrichtiger dauernder Herzlichkeit Schönbrunn beſuchen. Die Dauer des Aufenthaltes in
t dem Ago=Piloten Remus. Der Flug ſollte nach beſtehen. Ich zweiſle nicht, daß Eure Majeſtät und die Schönbrunn ſteht noch nicht feſt.
* Berlin, 9. Okt. Der Bundesrat hat dem Anlrag
ſtnigsberg gehen.
Hohe Pforte, indem ſie dieſen Wunſch teilen uns in der
B. London. 9. Okt. Der durch den Rundflug Verwirklichung desſelben unterſtützen werden, auf die Sachſens, betr. die weitere Prägung von Denkmün=
Großbritannien bekannte engliſche Flieger Hawker unſere Völker, nachdem ſie die böſe Vergangenheit vergeſſen zen zur Einweihung des Völkerſchlachtdenkmals in
Leip=
frite geſtern abend auf dem Flugplatze Brooklands aus haben, nunmehr ihr Gedeihen und ihre zulünftigen Fort= zig, zugeſtimmt. Ferner wurden angenommen: Die
Vor=
lage, betr. den Zollverwaltungsetatfür
Elſaß=
ſtiar Höhe von 20 Metern ab und erlitt ſchwere Ver=ſchritte werden gründen müſſen. gez. Ferdinand,
Die Antwort des Sultans lautet: Ich habe Lothringen, der Entwurf einer Bekanntmachung,
t ungen. Das Flugzeug ging in Trümmer.
betr. den Begriff von vorübergehenden Dienſtleiſtungen
mit lebhaftem Vergnügen das Telegramm erhalten, das
Franzöſiſcher Flugſchwindel.
Eure Majeſtät an mich richteten, um mir die Ratifizierung im Sinne des § 434 der R. V. O die Vorlage, betr. die
Vorſchriften für die Rechnungsführung der Krankenkaſſen,
** Hannover 9. Okt. Ein Delegierter der fran= des Vertrages mitzuteilen. Nachdem ich meinerſeits die=
und die Vorlage, betr. die Prägung von weiteren
Zehn=
ſidchen Luftſport=Vereinigung iſt auf dem Landratsamt ſen Vertrag ratifiziert habe, hege ich keinen Zweifel, daß
Rotenburg eingetroffen um die anſcheinend vor= er für die beiden Länder die Einleitung zu einer Zukunſt pfennigſtücken in Höhe von fünf Millionen Mark.
* Kronberg i. T., 9. Okt. Die Königinvon
Grie=
ande Fälſchung des franzöfiſchen Flie= des Glücks und des Gedeihens bildet und als Grundlage
§ Gaillaux aufzuklären. Gaillaux landete für die Herſtellung herzlicher und freundſchaftlicher Be= ſchenland iſt mit ihren Kindern, dem Erbprinzenpaar
ſeinem Fluge von Biarritz um den Pommery=Pokal ziehungen zwiſchen den Nationen dienen wird. Eure von Sachſen=Meiningen, und dem Prinzenpaar Friedrich
rockel (Kreis Rotenburg) und änderte anſcheinend auf Majeſtät können überzeugt ſein, daß ich und meine Regie= Karl von Heſſen im Automobil nach Wolfsgarten
gefahren, um dem Großherzogspaar von
Heſ=
hm vom Königlichen Landratsamt Rotenburg ausge= rung an der Verwirklichung dieſes Zieles arbeiten werden.
ſen einen Beſuch abzuſtatten.
filen Beſcheinigung über den Landungsort das Wort
Die griechiſch=türkiſchen Verhandlungen,
* Hamburg, 9. Okt. Bezüglich der gemeldeten Be=
Pokkel in Brakel, welches eine Anzahl Kilometer weiter
ſtellung der erſten beiden großen Schiffe
ſnt. um den Preis zu erhalten.
Athen, 8. Okt. (Meldung der Agence d’Athènes.)
Von heute an wird der Miniſtercat mehrere Sitzungen der für den neu zu errichtenden Poſtdampferdienſt nach Oſt=
Luftkarten.
genauen Prüfung des türkiſchen Gegenentwurfs aſien erfährt man, daß die Schiffe, die für Oelfeuerung
eingerichtet werden ſollen, der Bremer Vulkanwerft in der
* Paris, 9 Okt. Das Kriegsminiſterium hat die widmen und ſodann den ottomaniſchen Bevollmächtigten
Form in Auftrag gegeben ſind, daß die Werft die Schiffe
ſtodge des deutſch=franzöſiſchen Luftſchiffahrtsabkommens die gefaßten endgültigen Beſchlüſſe wiſſen laſſen, die zur
Artendig gewordenen Karten der den Luftſchiffern und Grundlage der Verhandlungen dienen ſollen, in Regie baut, alſo ein feſter Preis nicht vereinbart iſt.
enern verbotenen Luftzonen=bereits vor 14 Tagen fer= Die Prüfung iſt nötig, da der ottomaniſche Gegenentwurf Die Werft hat lediglich ihre Selbſtkoſten in Rechnung zu
iſtellt und dem Miniſterium der öffentlichen Arbei= in mehreren Punkten, die man für geregelt hielt, ein= ſtellen und erhält einen entſprechenden Aufſchlag für die
übergeben. Letzteres hat die Karten noch nicht dem ſchneidende Aenderungen bringt, die ſich ſogar auf dieBetriebskoſten und die Amortiſation Als Gewinn erhält
ſterium des Aeußern übermittelt, ſo daß ſie der Vakuffrage erſtrecken, ja, wie die Blätter melden, an dem die Werſt einen vereinbarten feſten Prozentſatz.
* Hamburg, 9. Okt. Die Hamburg-Amerika=Linie
ſſtahen Regierung noch nicht überſandt werden konnten. Souveränitätsrechte Griechenlands rühren. Der
ehe=
malige Geſandte in Konſtantinopel Gryparis nimmt wahr= erſucht, mitzuteilen, daß die Preſſenachricht, wonach
beab=
ſcheinlich an den Verhandlungen teil, die ſich langwierig ſichtigt ſei, die nächſte Dockung des Imperator”
in Liverpool vorzunehmen, unrichtig iſt. Das
Landwirtſchaftliches.
geſtalten werden, da die Vollmachten der ottomaniſchen Dock der Firma Blohm und Voß in Hamburg iſt groß und
— Frankfurt a. M., 9. Okt. (Schlachtvieh= Delegierten begrenzt ſind.
ſtark genug, um den „Imperator” aufzunehmen. Nur im
ſrkt.) Amtlicher Bericht. Auftrieb: 110 Rinder, dar=
Belgrad, 8. Okt. (Serbiſches Preſſebureau.) Die Falle einer unvorhergeſehenen Störung wird deshalb eine
ſei 22 Ochſen, 2 Bullen. 86 Färſen und Kühe, 819 Käl= Mitteilungen aus Belgrad die von ausländiſchen Blättern Dockung in England in Frage kommen. Richtig iſt da=
807 Schafe, 1240 Schweine. Preiſe für 1 Zentner! über eine angeblich peſſimiſtiſche Stimmung in
Ser=
gegen, daß die Hamburg-Amerika=Linie, die
Cunard=
ſtendgewicht (Schlachtgewicht) in Mark: Kälber:bien wegen des türkiſch=griechiſchen Kon= Linie und die White=Star=Line mit den Hafenbehörden
ſeſte Maſt (Voll=Maſt) und beſte Saugkälber 70—72flikts gebracht worden ſind entſprechen nicht der Wahr= von Boſton einen Vertrag abgeſchloſſen haben, wonach
—120), mittlere, Maſt= und gute Saugkälber 63—68 heit. In den offiziellen Kreiſen wird die beſte Hoffnung in Boſtonein Trockendock errichtet wird, das groß
—115), geringere Saugkälber 58—62 (98—105). gehegt, der Zwiſchenfall werde eine günſtige Erledigung genug iſt für die Aufnahme der neueſten größten Schiffe
Bfe: Maſtlämmer und jüngere Maſthämmel 43—46 finden.
der drei Geſellſchaften. Dieſe haben zu dieſem Zweck der
96), ältere Maſthämmel und gut genährte Schafe 36
Stadt Boſton gewiſſe Garantien gegeben.
ies (86—90). Schweine: Fettſchweine über 3 Zent=
* Belgrad. 9. Okt. Die Skuptſchina iſt geſtern
* Pillau, 9. Okt. Von der Stilverbank bei Rixhöft
Hebendgewicht 63—65 (82—84), vollfleiſchige Schweine wieder zuſammengetreten. Der Abgeordnete Jvanowitſch riß ſich in der vergangenen Sturmnacht ein Bagger
22½ Zetztner Lebendgewicht 62½—65 (81—83), voll= brachte einen Geſetzentwurf ein, der die unentgeltliche mit 2 Wachtmännern los und trieb fort. Ein
licküge Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 63—65 Ueberlaſſung von Grundſtücken an die Familien gefallener Bergungsdampfer ſuchte ergebnislos Teile der Oſtſee ab.
82), vollfleiſchige Schweine bis zu 2 Zentnern Lebend= Soldaten betrifft.
Die Küſtenämter Kapitäne und Schiffe wurden gebeten,
licht 63—66 (81—83). Marktverlauf: Kälber, Schafe,
* Cetinje, 9. Okt. Dem hieſigen Spital iſt der nach dem verſchollenen Fahrzeug zu forſchen und das
Er=
ſreine geräumt.
Auftrag zugegangen, ſich zur Aufnahme von
Ver=
wundeten bereit zu halten. Die Verluſte bei gebnis dem nächſten Hafenamte bekannt zu geben.
* Breslau, 9. Okt. Amtsrichter Knittel hat gegen
den letzten Kämpfen werden mit 6 Toten und 20 Verwun= das Urteil der Gleiwitzer Strafkammer Reviſion
Poincaré in Madrid.
deten angegeben.
beim Reichsgericht eingelegt.
Konſtantinopel, 9. Okt. Wie bekannt gegeben
* Toledo, 8. Okt. Der König ſchenkte Poin=
* Neu=York. 9. Okt. Privatmeldungen aus Mexiko
und ſeinen Begleitern wertvolle Toledaner Waffen, wird, wurde beſchloſſen, den Sitz des bulgariſchen
beſtätigen das Gerücht, daß die Aufſtändiſchen in
Tor=
rährend der Eiſenbahnfahrt von Madrid nach Toledo Exarchats nach Sofia zu verlegen. Der bulgariſchereon unter den Spaniern ein großes Blutbad
an=
ſſter Poincaré und die Miniſter Graf Romanones, Mu= Erzbiſchof wird in Konſtantinopel verbleiben.
gerichtet haben. 175 Spanier ſind angeblich getötet
worden.
bileriſchen Willens machen; das andere — volles Ver= gaben. Und der Joſef Straußſche Walzer „
Dorfſchwal=
ſoreis, ausgebildeter Sinn für Melodie und Rhythmus ben”, den Elſa Wieſenthal ſchen einmal hier getanzt hat.
— Wiesbaden. 9. Okt. Eine Kommiſſion, be=
Muſik. In beiden vereint ſehe ich die Entzückend, weil wieder ganz aus der Natur geboren, wie ſtehend aus dem Bürgermeiſter des engliſchen
See=
undlage des Tanzes.”
ſie ſich tragen läßt, von innerer fröhlicher Luſt, wie ſie bades Brighton, Raisherren und Stadtverordneten.
Emtfaltung der Natur zur höchſten Schönheit! Da= kindlich froh zu ſpielen ſcheint mit ihrem ſpinnwebfeinen weilte ſtudienhalber hier, um die Einrichtungen des
war geſtern abend Beweis die Violetta=Polka Seidengewand, das in Sexpentinen ſie umſchwebt und ſtädtiſchen Verkehrsbureaus, der Kurtaxe und des Kur=
Foh. Strauß, zweifellos der künſtleriſche Höhepunkt dann wieder im Walzerſchritt ſchwebend ſich wiegt, ſchlicht hausbetriebes kennen zu lernen; nach dem Vorbilde des
rogramms. Ein ſeltener Zuſammenklang von Ton und innig lachenden Geſichts, ſelbſtvergeſſen. — Auch das Konzertſaales ſoll in Brighton eine Konzerthalle geſchaf=
Form und Bewegung und Farbe. Ein Zuſammen= von Bertha Wieſenthal getanzte Adagietto war, ob=fen werden. Die Herren gehen von hier nach Kreuznach
Alltgzzu edelſtem, reinſtem Rhythmus. Höchſte Kunſt war wohl durchaus Rhythmus auch im Zuſammenklang mit und wollen über Frankfurt a. M. und Köln nach England
von innen heraus geboren zu jubelnder Lebensluſt und der Melodie, ein Abweichen von ihrer eigenſten Kunſt. zurückkehren.
Ausdruck ringend in faſt primitiver Form die ſein=Eine Kombination von plaſtiſch belebter Muſit und ver=
Leipzig, 9. Okt. Der in Leipzig am Tage der
natürlichſtes Kunſtempfinden, Kunſtfühlen zu körpertem inneren Empfinden; und in Beethovens Tür=Völkerſchlacht geborene Wagner Sasmann in Oſt=
Wim Rhythmus hob. Wilde wirbelnde Lebensfreude kiſchem Marſch hatten die Künſtlerinnen mit Erfolg Cha= dorf bei Balingen wird am 18. Oktober der feierlichen
s die in einem entzückenden, betörenden Spiel dieſer rakteriſtik gelegt ohne dem Schönheitsprinzip untreu zu Einweihung des Völkerſchlachtdenkmals beiwohnen. Er
flnhen ſo ſehnig tränierten Beinchen, die den ſchmieg= werden. Aber erſt in dem Fauſtwalzer von Gounod wird vom Feſtkomitee bewirtet werden.
An Körper ſo graziös wiegend trugen daß ſie zu gaben ſie wieder ſich ſelbſt. In dieſen entzückenden Vil=
— Kiel, 9. Okt. In der Nähe der Mönkeberger Bahn=
Wleen ſchienen, ſich offenbarte Wenns nicht dern, da die Schweſtern gleich lebenden Orchideenblüten brücke wurde die Leiche eines 20jährigen Mädchens mit
Mi wäre, würde ich das Bild zitieren von von den Tönen Gounods ſich tragen und treiben ließen, einer Schnittwunde am Halſe aufgefunden. Ein
ſſchwebenden Engeln auf grüner Waldwieſe, wuchſen ſie wieder zur ganzen Höhe ihrer einzigartigen in ihrer Taſche gefundener Brief enthält die Anrede Fräu=
und dafür erbrachte den Gegenbeweis das Kunſt empor. — Die Violetta=Polka und dieſer Walzer lein Arbe.
— Kattowitz, 9. Okt. Rechtsanwalt Schott aus
Mtorale aus LArleſienne von Bizet in dem Elſa waren das Köſtlichſte was die Tanzkunſt zu bieten hat.
Aülerthal das Gebiet ihrer Kunſt verließ. In dem ſie Beide wurden ſtürmiſch da eapo verlangt. Man jubelteNikolat ſtellte ſich der Staatsanwalt Gleiwitz, weil er von
einer Konkursmaſſe 15000 Mark unterſchlagen
Mlſel bſt im Innerſten untren wurde und darum nur den Schweſtern zu.
A ſkonnte, was andere ſchon vor ihr beſſer gaben und
Der muſikaliſche Teil des Abends lag bei Meiſterhatte.
— Liverpool, 9. Okt. Der Tiſchler Macdonald,
Mlier andere nach ihr wohl beſſer bringen werden. Hier Hauske und ſeiner wackeren Schar, obwohl ſie hin und
Alle ſie Motive aus anderer Kunſt” und brachte ſich wieder inbezug auf Rhythmus mit den Künſtlerinnen ein radikaler Sozialiſt, der der Sekte der
Menſchlichkeits=
ſällt zum den Erfolg. Es wäre kein Verluſt, wenn die nicht konkurrieren konnten, in beſten Händen. Herr Hauske kirche angehört, erſchoß anſcheinend aus
Eifer=
ilirin das aus ihrem Programm ſtreichen würde, wartete auch mit einer eigenen Kompoſition, einem Stim=ſucht, ein anderes Mitglied der Sekte namens
Amnatur iſt ihr fremd. Tanzend mag ſie Jubel löſen, mungsbild für Streichinſtrumente, auf, die viel Beifall Ganze, ſowie Miß Crompten, die zur gleichen Sekte
gehörte, und dann ſich ſelbſt.
erurch Mimik und Gebärde Tragik.
erntete.
Wir danken den köſtlichen Abend der „Freien
litera=
lind das Geſagte illuſtrierte der Tanz aus
Mnon” mehr ein köſtliches Tanzſpiel, — was iſt riſch=künſtleriſchen Geſellſchaft”. Danken ihr gern, doch ſei
Dammbruch auf der Gotthardbahn.
Mleät ſchließlich anders als Tanzſpiel, wenn es ſo ge= die dringende Bitte ausgeſprochen, zu gleichen in intimer
* Luzern, 9. Okt. Durch Hochwaſſer des Teſſin
wird wie hier —, das eine Reihe reizvoller Bilder Wirkung baſierenden Veranſtaltungen nicht wieder den
iſt heute früh um 4 Uhr der Damm der Gotthardbahn
e in dem die Schweſtern aber doch nicht ſich ſelbſt! ſtimmungtötenden Turnſaal zu verwenden. M. St.
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 10. Oktober 1913.
Nummer 240.
zuiſchen Eabenazo und Reazind in einer Länge von
150 Metern ſortgeſpült worden; die Lokomtive
und der Poſtwagen des Frühzuges Bellinzona-
Lo=
rarno mit Bedienung und ein unbeſetzter Perſonenwagen
Statt besonderer Anzeige.
verſchwanden in den Fluten. Der Verkehr wird
während der auf drei Tage berechneten Störung von und
nach Locarno über den Langenſee (Lago Maggiore) ge=
Geſtern abend entſchlief ſanft nach kurzem Leiden unſere gute, treue Mutter und Großmutter
leitet. — Das Unglück auf der Strecke Bellinzona-
Lo=
carno geſchah infolge eines Wolkenbruches beim
Ueber=
fahren einer Brücke. Der Lokomotivführer und ein Poſt=
Frau Katharina Gernand Witwe
angeſtellter ſind tot, der Heizer und zwei Poſtbeamte
wur=
den verletzt. (Frkf. Ztg.)
in faſt vollendetem 77. Lebensjahre.
(21186
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Um ſtille Teilnahme bitten
die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Eir Lichf gehf
fedemäufdermeru diass
i. d. N.: A. Gernand.
(61
Wbericlehen
Darmſtadt, den 8. Oktober 1913.
denkverfwllsfen Schufz Wr 15
fstenflefsertteifliffarr Die Beerdigung findet Samstag, den 11. Oktober, nachmittags 2¼ Uhr, vom Portale des
C
Friedhofes aus, ſtatt.
bilden-VrräfigincillenApo
u
meitenund Drogerien-Preis
e
GeOrcscaelr
halbar, noturgetren, Dr. Kuhnsm
Locken Sadulinwaſſer, 1.00, 0.80, 0.60,
Pomade 1.50, 1.00. Franz Kuhn, Kron.=Parf.,
Nürnberg. Hier: F. B. Grodhaus, Seifenf.
a. weiß. Turm, ſowie in Apoth., Drog. u. Parfüm. (V,7300
Danksagung.
Tageskalender.
Freitag, 10. Oktober.
Großh. Hoftheater, Anfang 7 Uhr, Ende gegen 10½
Allen, die meinem lieben Manne noch einmal ihre Freund-
Uhr (Ab. D): „Der Zigennerbaron”,
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
schaft und Verehrung bezeugten, allen, die an unsrer Trauer so
Vortrag von David Ammann um 8½ Uhr im „
Fürſten=
ſaal” (Mazdaznan=Kurſus).
liebevoll Anteil nahmen, danke ich zugleich im Namen meines
Generalverſammlung des Ortsgewerbevereins
um 8½ Uhr im Reſtaurant Sitte.
Sohnes von ganzem Herzen.
Flugzeugmodell=Ausſtellung im
Ausſtel=
lungsgebäude auf der Mathildenhöhe (geöffnet von 10
bis 5 Uhr).
Bierabende: Odenwaldklub in der „Krone‟. — Vogels=
Affolterbach, den 10. Oktober 1913.
berger Höhenklub im Brauerei=Ausſchank Fay (
Alexan=
derſtraße).
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Bürgerkeller um
8 Uhr.
Frau Dr. M. Heidenreich,
geb. von Wedekind.
B21138)
Familiennachrichten.
Statt besonderer Meldung.
Me
u
Hiermit zeige ich die glückliche Geburt eines
Knaben an
(*11321
Dankſagung.
Professor Dr.-Ing. Emil Heuser.
Todes=Anzeige.
Darmstadt, 9. Oktober 1913.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
(Statt beſonderer Anzeige.)
bei dem Hinſcheiden unſeres innigſtgeliebten,
un=
vergeßlichen Vaters, Schwiegervaters, Großvaters,
Heute mittag um 2 Uhr iſt unſere innigſt
geliebte Mutter, Großmutter und Schwieger=
Bruders, Schwagers und Onkels
(21187
mutter
Statt beſonderer Anzeige.
Herrn Heinrich Lappl
Marie Hanst
Heute Nacht entſchlief ſanft im 74. Lebens=
Schuhmachermeister
geb. Seip
jahre unſere liebe Schweſter und Tante
ſagen wir Allen, beſonders Herrn Pfarrer Zimmer=
Witwe des Kanzleidieners Joh. Adam Hanst
mann für die troſtreichen Worte am Grabe und
Fräulein
nach kurzem Krankenlager ſanft entſchlafen.
für die zahlreichen Blumenſpenden hiermit unſeren
herzlichen Dank.
Um ſtille Teilnahme bitten
Katharina Schaub.
Wilhelm Hanst u. Familie,
Die trauernden Hinterbliebenen.
Um ſtille Teilnahme bitten:
Adam Hanst u. Familie.
Darmſtadt, den 9. Oktober 1913.
Familie Johanna Nöſinger Witwe,
Darmſtadt, Dortmund, den 9. Okt. 1913.
Familie Fritz Schaub,
Familie Paul Kuthe,
Die Beerdigung findet Samstag, den 11. Okt.,
Dauc und Verlagt z. g. Zitlicſhe Seſtnhernchnt
nachmittags 2½ Uhr, vom Portale des Fried=
Familie Johannes Krug,
hofes aus, ſtatt.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton=
(21188
Familie Heinrich Schaub.
(21178
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen.
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streiſe=
Darmſtadt, den 9. Oktober 1913.
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und
Mitteilungeſ=
aus dem Geſchäftsleben: Hans Zeit, ſämtlich in Darmſtaht=
Die Beerdigung findet am Samstag, nachmit=
—Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
Wetter.
tags 3 Uhr vom Trauerhauſe
Arheilger=
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwalg
ſtraße 82 aus, ſtatt.
Ausſichten in Heſſen für Freitag, 10. Oktober:! Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
Zunächſt Abnahme der Niederſchläge und der Bewölkung, nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nich
ſpäter erneute Trübung, weſtliche Winde.
zurückgeſandt.
p. hI 85 Pfg.
Brenntannäpfel b. 10h180 Pfg.
frei ins Haus geliefert. (1670a
Conrad Appel
Bismarckſtr. 61. Telephon91,
Deutſche (*1204
Schäferhunde
1,3, 6 Wochen alt, 1 Hündin ¾ Jahr,
Elzaoala
1 Hündin 2½ Jahr alt.
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mangel bill. Off. u. A 71 a. Exp. (*
Nummer 240.
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395.
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kann ich — da überaus günſtig
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Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
Z Z
g
I
(85.
arslöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
Freeen
vortſelbſt jeden Werktag, vorm. 10 Uhr, ſtatt.
(21153
0
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Der von der Stadtverordneten=Verſammlung am 28. Auguſt
t. Js. angenommene Bebauungsplan über Aenderung der
Flucht=
fanie auf der Südſeite des Hohlen Wegs längs des Baublocks 13
ſiigt in der Zeit vom 4. bis einſchließlich 20. d. M. bei dem
Stadtbau=
imt, Grafenſtraße 30, zur Einſicht offen.
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Darm=
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Am 8. Oktober 1913.
Darmſtadt, 8. Oktober 1913.
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Inhaberin: Heinrich Kircher,
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Die offene
Handelsgeſell=
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ſchaft iſt mit Wirkung vom
dem vorhande=
1. Juli 1913 aufgelöſt.
Ge=
nen
Geſchäfts=
ſchäft und Firma ſind auf
inventar u. La=
den ſeitherigen Geſellſchafter
deneinrichtung,
Paul Buß als
Einzelkauf=
n unſerem Bureau zwangsweiſe
mann übergegangen.
eſſteigert werden.
(K46/13
Ght
2. Willy Schwab, Darmſtadt.
Falls andere rechtliche Hinder=
M
ſiſſe nicht entgegenſtehen, kann Ge= Die offene Handelsgeſellſchaft iſt
ehmigung der Verſteigerung auch mit Wirkung vom 1. Oktober 1913
(21152
ann erfolgen, wenn das einge= aufgelöſt.
(
Geſchäft und Firma ſind auf
qre Meiſtgebot die Schätzung nicht
den bisherigen Geſellſchafter
Leo=
freicht.
Darmſtadt, 8. September 1913. pold Fiſchl als Einzelkaufmann
htoßh. Ortsgericht Darmſtadt I.übergegangen.
J. V.: Ganß, (V,18889! Darmſtadt, 8. Oktober 1913.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
älteſter Gerichtsmann.
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Freitag, 7. November I. Js.,
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(K67/13
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(K69/13
ſarmſtadt, 9. Oktober 1913.
ſoßh. Ortsgericht Darmſtadt I. ſſ 80L
B5
Müller.
(V,21169
n unſer Handels=Regiſter, Abelſſ Unter- (richt in
1
wilung B, wurde heute ein=guchock
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Geſellſchaft mit beſchränk=
EZnab. GouahnWreFenakun,
Darmstadt
ter Haftung, Darmſtadt.
r Geſchäftsführer Ludwig
fiter iſt ausgeſchieden, an ſeiner lſ Konihu N= Foang Gatuegerugäin=
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Gaobalblefen MlolfeeFrahe
„d.
Aufso.
rl Georg Roſenbaum in
Darm=
dt beſtellt.
(21151
Darmſtadt, 6. Oktober 1913.
ſotzh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Meät
M
Diplomhandelslehrer und gerichtl.
Mlleeilg-
eF-
beeidigter Bücherrevisor.
65
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Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 10. Oktober 1913.
Nummer 240.
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[ ← ][ ][ → ] Nummer 240.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 10. Oktober 1913.
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die ſcheue, jungfräuliche Art ſträubte ſich noch ein wenig wie innerlich beruhigt und erlöſt von ihnen. Und über ihr
Frau Melodie.
vor der Männlichkeit des großen Bruders.
ſchönes, junges Geſicht huſchte ein freudiges Lächeln,
Roman von Carl Conte Scapinelli.
Wortlos wechſelte er mit der Mutter den Platz. Und ſie trat zur Mutter heran, — ſie ſchlang ihren Arm um ſie
(Nachdruck verboten.) jetzt, da Hanſi neben der Mutter ſtand, das Antlitz auf und plötzlich ſchwebte das Paar — Mutter und Tochter
Der Profeſſor holte dann faſt feierlich die guten Feſt= das Notenblatt geheftet, den Rücken gegen Vater, Joſef im Walzertakt dahin. Der Alte im Stuhl ſah ihnen mit
ſtszigarren hervor und war ein wenig indigniert, da und die kleinen Buben gekehrt, da ſchien ihr ein wenig der freudigem Lächeln nach, die Buben grölten und waren
bſeff bat, ſtatt des edlen, aber leichten Krautes ſich eine der Mut zu wachſen, und tapfer ſetzte ſie mit ihrem dann wieder mäuschenſtill.
ſwrarze, lange Virginia anzünden zu dürfen. Er kam Stimmchen ein. Zuerſt zaghaft, ein wenig verſchleiert,
Dann hatte Joſef geendet. — Niemand wollte ihn
ſpei ein wenig in ſein altes Dozieren hinein und meinte: dann aber immer freier und freier:
loben, es wäre banal geweſen. Nur der Vater ſagte:
ſſt hollteſt dieſe ſtarken Virginia nicht rauchen, ſie ſchaden
Und es iſt ein Traum nur geweſen,
Siehſt, Joſef, ſo iſt auf einmal die Muſik bei uns einge=
Pern leicht!
So war es doch Seligkeit,
kehrt. — Melodien muß der Menſch haben, Melodien!
elber Joſef lachte nur, er hörte dieſe Mahnung zu oft,
Es hat mich bezaubert ein Weſen,
Erſt wenn ſeine Gefühle im Takt und Rhythmus zum
naß er ihr noch Beachtung ſchenkte.
Ich träume — in Ewigkeit!
Ausdruck kommen, ſind ſie angenehm, ſind ſie ſchön!
So, Hanſi, jetzt wollen wir zwei muſizieren! ſagte er
Irgend ſo ein Liedchen. Aber ſie ſang es gut, mit
Joſef erinnerte ſich noch genau der Zeit, da ſeine
ottter Laune.
ſeltſam ausgeprägtem Gefühl, das ſonſt der Vater nie an
Mutter und dadurch der Vater gegen ſeine muſikaliſchen
IIch kann ja nichts! Geh’, ſpiel’ uns Du Dein hübſches ihr gemerkt hatte.
eit von geſtern vor! bat die Schweſter ſchüchtern. Sie
Sehr ſchön — ſehr ſchön! rief ehrlich erfreut Joſef. Ambitionen als Knabe waren, da ſeine Mutter ſpeziell
ſd dabei in ihrem blauen Hauskleide ihm gegenüber, Aber da drehte ſich Hanſi plötzlich purpurrot um und ſagte jenen natürlichen Hang zur leichten und melodiöſen Muſik
b ein hochgeſchoſſenes Kind, halb ſchon ein Weib, die ſchnell: Der Text iſt ja Unſinn! Hochrot ſtürzte ſie dann in ihm zu bekämpfen ſuchte. Denn ſie war eine herbe,
ſtrenge Frau, aus freudloſem Hauſe, der auch die junge
a rzen, leuchtenden Augen geſenkt, die Flechten hoch auf= zur Tür hinaus.
Pect.
Was ſoll das heißen? ſagte der Vater barſch. Ein Ehe nicht die Freude und das Glück bringen konnte, weil
ſie dieſe Dinge nicht erkannte. Damals war auch dee
Meine, nein, Hanſi, jetzt ſingſt Du uns vor!
junges Ding, ſie ſchämt ſich vor Joſef ihrer Gefühle.
Sie ſchien innerlich mit ſich ſelbſt zu kämpſen, dann
Die beiden Buben hockten beieinander auf dem Sofa Vater ganz anders geweſen. Er vergrub ſich in ſeine
lte ſie plötzlich: Aber die Buben müſſen hinaus, die und unterhielten ſich damit, ſich gegenſeitig zu drücken und Bücher, er ging abends ins Gaſthaus und ließ die Frau,
die immer nur Strenge und Pflicht kannte, allein zurück.
lier mich immer aus, wenn ich was Ernſtes ſinge!
zu zwicken.
Früher, da hatte Joſef — der an ſeiner Mutter arg
Peppi ſoll was ſpielen! riefen ſie beide, und er ſetzte
Ihr Schlingel! rief Joſef. Wenn Ihr Euch muckſt,
ſich ans Klavier, und ohne viel zu überlegen, ſpielte er gehangen — und der an der Seite des Vaters, da die
n gibt’s was!
Der Kapellmeiſter war indeſſen ans Klavier getreten den Walzer, den er heute nachmittag komponiert hatte . Mutter geſtorben, vereinſamt war, ſeinen wilden Buben=
Frau Betta ſtand neben dem Stuhl des Profeſſors trieben gelebt, faſt rückſichtslos gegen alle Ermahnungen
hatte ein paar Takte präludiert. So, Hanſi, nun los!
und ſchmiegte ſich unwillkürlich an ihn an, wie die Töne ſeiner Muſik nachgegangen, — ſeiner zweiten Mutter
ge=
ch mir die Noten!
Die Mutter ſoll mich begleiten oder der Vater! ſagte ſoperlend, ſich überſchlagend und dann ſich rhythmiſch ſchön grollt. Nicht weil der Vater ſich nochmal verheiratete,
tckend
ordnend hervorquollen. Und plötzlich ſtand auch Hanſi ſondern weil ſie ihm ſo anders erſchienen war als die
Nummer 240.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 10. Oktober 1913.
Seite 14.
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Mürriſchheit nicht mehr kannte, wie er anders wurde, der Groll des Sommers iſt dahin, die unnütze Glut — und um einer, deſſen tiefe Begabung ein junges Weib plötzlich
mich iſt alles klar, — ich hab’ ja im Herbſt erſt das Leben wachgeküßt. Und er verſtand den tiefen Sinn, warum
ſchon grauhaarige Mann.
dieſer grauhaarige Mann ſich plötzlich ſo an die Jugend,
Das hatte er nicht verziehen, er, der das Blut ſeines angefangen!
Vaters, — deſſen verborgenen Frohſinn in ſich trug, bis
Der Sohn verſtand, wo er hinauswollte, es war wie an die ewige Jugend klammerte.
Und der Alte kam ins Reden von ſeinen Ideen, von
er ſelbſt in der Welt ſehend wurde. Und auch da nicht eine ſpäte Rechtfertigung ſeiner zweiten Ehe, wie ein
ſeinen Plänen, von ſeinen beiden kleinen Buben, von den
vielleicht ganz, als bis er ſich nach jahrelangem Fernſein trotziges Geſtändnis ſeines ſpäten Glücks.
davon überzeugt, wie glücklich ſie alle waren, wie auch die
Langſam ſenkte ſich der Abend nieder, der Profeſſor ſchlimmen Zwillingen. Nur eins grämt mich, daß ich nach
Geſchwiſter aus zweiter Ehe ganz anders erzogen wurden, führte Joſef in ſein Studierzimmer und ſagte: Siehſt menſchlichem Ermeſſen die zwei Schlingels nimmer ſo
nicht als Duckmäuſer, nicht in ſteter Scheu vor dem böſen Du, hier pfleg’ ich zu ſitzen, und am Tage, wenn ich nicht vor mir ſeh’ wie Dich — ſo groß, ſo geworden, als Män=
Leben, vor der böſen Welt, ſondern frei ihre Inſtinkte und am Gymnaſium bin, zu arbeiten, — o, ich bin noch ſehr ner. Aber ſie werden’s leichter haben als Du. Sie
Triebe entwickelten, ſcheu aus Kindlichkeit und übermütig fleißig. Freilich, oft plagt man ſich umſonſt. Mein neues brauchen die harte Schule durch die mahlende Mühle der
aus Jugendkraft.
deutſches Leſebuch für das Obergymnaſium hat das Mini= Fremde nicht zu gehen — Du, Du wirſt ſie leiten — nicht
Hanſi hatte die beiden Buben eben an ihre Schulauf= ſterium nicht empfohlen, ich hab’ eben nicht an den klaſſi= wahr, Joſef, Du verſprichſt es mir!
Gewiß, Vater, aber Du wirſt ja alt, Du Ewigjungerl
gaben erinnert und ſie aufgefordert, mit ihr ins andere ſchen Tand und an ſo viel verſtümmelte Figuren aus den
Sein Mut war plötzlich dahin. Jung im Herzen, aber
Zimmer zu kommen und zu ſchreiben. Aber Karl und deutſchen Klaſſikern angeknüpft. Ich bin zu den moder=
Franz wollten davon nichts wiſſen, bis endlich der große nen Schriftſtellern um Bruchſtücke, um Anleihen gegangen, der Körper und der verfluchte Schuß im Bein! — Aber
Bruder eingriff und ihnen etwas Schönes verſprach, wenn hab Zuſammenhänge mit dem wirklichen Leben geſucht Du biſt ja da. Dich müſſen die Sorgen des Lebens, der
ſie ihre Arbeiten gut machen würden.
— na, und das darf man doch nicht; mit Goethes Tod iſt wütende Kampf um die Stellung erſt froh, und friſch
So blieben Vater, Mutter und Sohn allein bei= doch alles aus, nicht wahr! — Aber das Buch wird ſich tönend machen. Bei Dir wurde der gute Rittnerſche Kemn
ſammen und auch Frau Betta entfernte ſich bald, um die durchſetzen, die Schulen kaufen es ſich ohne Empfehlung, erſt dadurch frei. Wenn ich ſo Deine Weiſen höre, geſtern
und heute, da ſag ich mir, was tönt alles in dem, die
beiden Rittner allein zu laſſen.
Es ſoll für ſie eine Einführung in die moderne Literatur
Melodien überſtürzen ſich. Dieſe ſchönen luſtigen Lebens=
Der Profeſſor hatte das Fenſter geöffnet, behaglich und ins Leben ſein.
akkorde.
lehnten ſich die beiden über das Brett hinaus und ſahen
Er hatte ſich an ſeinen Schreibtiſch niedergeſetzt und
Der Vater fuhr fort: Wir Männer werden erſt alles
hinüber in den grünen Gaſtgarten, der ihnen ſeine ſchon
hatte nach Manuſkripten geſucht: Dann plötzlich ſagte er
durch die Frauen! Sie erlöſen uns, ihre Liebe durchbricht
langſam braun werdenden Kaſtanienblätter weitausladend
geheimnisvoll: Und das ſchreib ich jetzt. Freunde werde
ich mir damit eben nicht machen, — aber ich weiß, es wird unſere harte Schale und legt den Kern bloß. Iſt er was,
entgegenſtreckte.
dann zeigt es ſich in der Liebe, iſt er taub und faul, dann
So laue Herbſttage, wie wir ſie jetzt haben, ſind die
ſich durchſetzen: Von der ewigen Jugend. O — kein Ge= bleibt er auch taub und faul. Wer nicht tönt, wenn er
ſchönſten, denk Dir, man kann ja noch abends, wie geſtern, ſundheitsbuch des Leibes etwa, nein, eines für die Seele.
liebt, nicht hundertfach ſich wechſeln und zeigen kann der
im Freien ſitzen. Ende September!
Eines für jung und alt.
iſt ein Untauger! Wir alle haben unſere Lebensmelodie
Aber lange wird’s halt nimmer dauern.
Er reichte die Blätter dem Sohn, der ſah faſt ehrfürch= in uns, ein heimliches Klingen, das zu ertönen beginnt,
Da fuhr der Alte auf: Warum nicht? Wir haben tig auf den mit großer Scheift hingeſetzten Titel und wenn die Wellen der Liebe darüber ſtreichen.
ſchon bis in den November hinein klare, ſchöne Herbſttage blätterte ein wenig.
gehabt Und er fügte ruhiger bei: Und ich lieb nichts
Ich ſuche das Ewig=Junge überall. Das Ewig=Junge
(Fortſetzung folgt.)
mehr als ſolche Herbſttage. Alles iſt klar um einen, alles in der Kunſt, in der Muſik, im Weibe, — auch im Greis!
1e
Nummer 240.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 10. Oktober 1913.
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von denen ſeine Frau, wenn ſie nur an das Haus gedun=Schulverwalung, ſowie ihre Heranziehung für die
ſaal=
äe
den ſind. Es iſt eine falſche Vorſtellung, man könne das liche Schulverwaltung. In der kommunalen Schulverwal=
Tnllilimmiin
Familienleben der breiten Schichten wieder herſtellen nur tung ſind heute in Deutſchland über 500 Frauen beteiligt.
durch Beſeitigung der Ehefrauenarbeit. Das Problem ſei In der Diskuſſion ſchilderte Frl. Pfnor die Verhältniſſe in
viel größer und ſchwieriger. Auch im bürgerlichen Haus= Heſſen, wo die Mitarbeit insbeſondere der akademiſch ge=
(
halt hat ſich die Aufgabe der Hausfrau verſchoben: weniger bildeten Lehrerin ſtark gehemmt iſt, weil nach den Beſtim=
Gcin
materielle Arbeit und mehr geiſtige Leiſtung, für deren mungen zwei Drittel akademiſche Lehrkräfte gefordert, aber
Bewältigung auch die Frau dieſer Schichten der ſtändigen infolge der Entwickelung der Ausbildungsverhältniſſe noch
Mrſe
Berührung mit dem Leben außer dem Hauſe und ſeinen keine Oberlehreeinnen da ſind.
großen Intereſſen bedarf. Es ſprach dann Frl. Helene
Am Schluß der Tagung fand noch eine Jugendver=
WimnsSchiuh.
2 Lange über den Weg zum Frauenſtimmrecht.
ſammlung ſtatt mit Anſprachen von Dr Agnes Goſche,
Willtend
Aus den geſchäftlichen Sitzungen iſt weiter Frau Helene von Forſter und Dr. Gertrud Bäumer.
GWiend
zu berichten, Frau Apolant=Frankfurt erſtattet den
nnd
& & Bericht über die im Jahre 1901 gegründete Dentralſteſle
FEGAEETE
für Gemeindeämter der Frau. Die Zentralſtelle erteilt
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Auskunft über ehrenamtliche und beſoldete Armen= und
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worten ein die nach Ergänzung durch 180 Rückfragen als die mit ihren Morane=Saulnier=Eindeckern als heiße
Fa=
ongreſſe und Verbandstage. Material für die Neuauflage der Schrift „Stellung und voriten ins Rennen gegangen waren. Nachdem Hirth auf
Mitarbeit der Frau in der Gemeinde” (Verlag B. G. der erſten Etappe bereits, wie berichtet, den zweiten Platz
* Gießen, 9. Okt. (Allgemeiner Deutſcher Teubner) verwendet wurden. Die Schrift ſtellt die geſetz= hinter Leon Morane belegt hatte, gelang es ihm, am zwei=
Fauenvere in.) In der Vormittagsverſammlung lichen Beſtimmungen der einzelnen Bundesſtaaten, betref= ten Tage den Verluſt wieder einzuholen und einen Vor=
§7. Oktober wurde im Anſchluß an einen Bericht von fend die Mitarbeit der Frau in der kommunalen Wohl= ſprung von zehn Minuten zu erzielen. Die zweite Etappe
ſſit Irma Wolff=Halle über das Problem der Kon= fahrtspflege und Schulverwaltung zuſammen und gibt in führte von Pavia nach Como und zurück, wo bei der Villa
mentenorganſ ſation und der Erziehung der Tert und in Tabellen einen Einblick in die ehrenamtliche Eſte das Ziel geſet war Es ſtarteten der Reihe nach
usfrauen für eine beſonnene Wahrnehmung der Kon= und beſoldete Frauentätigkeit in der Gemeinde. In einem Chemet auf Borel=Eindecker 7 Uhr 59 Min., Leon Morane
Mintereſſen nach wirtſchaftlicher und äſthetiſcher Richtung Anhang findet das europäiſche Ausland eine kurze Dar= auf Morane=Saulnier 8 Uhr 22 Min., Hellmuth Hirth auf
ſthandelt. Im Anſchluß an die Diskuſſion wurde fol=ſtellung. Der ſtetig wachſende Aufgaben= und Arbeits= Albatros 8 Uhr 52 Min. und Fiſcher auf Henry
Farman=
ſſcher Beſchluß gefaßt: „Der A. D. F.=V. will den ſozia= ſtreit der Zentralſtelle machte eine Reorganiſation not= Doppeldecker 8 Uhr 58 Min. Es herrſchte regneriſches
ſ Konſumtionsproblemen der Gegenwart erhöhte Auf= wendig. Dieſe beſtand in der Anſtellung einer National= Wetter, ſo daß die Orientierung weſentlich erſchwert war.
ſtiriſamkeit ſchenken und die Behandlung der betreffenden ökonomin als Geſchäftsführerin und in der Eröffnung In der erſten Etappenſtation Palanza hatte Hirth bereits
lobleme (Wohnung. Wohnungseinrichtung, Kleidung, einer eigenen Geſchäftsſtelle. Frl. Helene Bonfort= eine beſſere Zeit als Leon Morane erzielt, der nun einen
Ahrung) in den einzelnen Vereinen anregen, gegebenen= Hamburg berichtete über vorhandene organiſatoriſche Ver= Aufſchub des Fluges durchzuſetzen ſuchte. Es wurde aber
ſts in beſonderen Gruppen, welche vornehmlich auch die ſuche zur Reform der privaten Wohltätigkeit. Solche Ver= nur ein einſtündiger Aufenthalt geſtattet. Morane
ver=
kusfrauen zur Mitarbeit heranziehen.‟ Es folgte ſo= ſuche beſtehen in etwa 30 Städten. Die Erfahrungen zei= zichtete auf einen Weiterflug und nun ſprang Garros, der
ſin ein Vortrag über die Ausbildung für dieſo=gen, daß es in jedem Einzelfall ſehr ſchwer iſt, vorhandene auf der erſten Etappe ausgeſchieden war, für Morane ein.
ſallen Frauenberufe von Dr. Eliſabeth Alt= und oſt von einflußreicher Seite begünſtigte Traditionen Eine zweite Zwiſchenlandung in der Nähe von Vareſe
Mnn=Gottheiner aus Mannheim. Die Rednerin der privaten Wohltätigkeit zu durchbrechen. Der Proteſt brachte für Garros einen weiteren Zeitverluſt, da beim
Ulberte zuerſt kurz das Entſtehen der ſozialen Berufe, müßte vor allem von den Armen= und Waiſenpflegerinnen Niedergehen auf dem Waſſer ein Schwimmer undicht
ge=
mit der Entwickelung von der Charitas zur Sozial= ausgehen, deren Tätigkeit durch falſche und taktloſe Metho= worden war. Chemet hatte ſich verflogen und mußte
itik in engem Zuſammenhang ſteht, um ſich ſodann der den der Mittelbeſchaffung am ſtärkſten geſtört wird. Das längere Zeit auf Capo Lazo auf dem Luganer See auf
lite im Mittelpunkt des Intereſſes ſtehenden Frage der Wichtigſte iſt die Zentraliſation. Sie kann entweder durch neuen Benzinvorrat warten. Hirth erreichte als Erſter
ſigneten Vorbildung für dieſe Berufe zuzuwenden. Die Zuſammenſchluß vorhandener Vereine oder als Sonder= das Ziel um 11 Uhr 45 Min. Garros folgte als nächſter
fdnerin ſchloß mit einem Appell an die Vertreterinnen organiſation vorgenommen werden. Der letzte Weg iſt in 11 Uhr 54 Min., Fiſcher 12 Uhr 18 Min, und am ſpäten
Inweſenden Frauenvereine, falls ſie Einfluß auf die Hamburg beſchritten. Den Schluß der Tagung bildete Nachmittag traf Chemet ein. Für die 130 Kilometer lange
inzung von ſozialen Poſten gewinnen können nach den ein Referat von Dr. Aanes Goſche über den weiblichen Ein= zweite Etappe ergab ſich als Fligzeiten für Hirth 1 Std.
Pielegten Richtlinien zu verfahren. In der öffentlichen fluß in der Mädchenbildung. Sie ſprach von den Hinder= 28 Min. 6 Sek., für Garros 1:41:57, Fiſcher 1:59100. Das
ſerdverſammlung ſprach „Ueber wirtſchaftliche Tatſachen niſſen, die gegenwärtig in der Mädchenſchule noch dem Geſamtklaſſement ſtellt ſich wie folgt: Hirth 3.31.50½,
Kulturforderungen in der Frauenfrage: Dr. Gertrud weiblichen Einſluß entgegenſtehen und forderte größere Garros 3.41.52½, Fiſcher 4:14144½. Die Zeit von Chemet
Rumer. Die Intereſſen des Arbeiters trennen ſich Beteiligung der Frauen an Leitung und kommunaler beträgt 8 Std. 30 Min.
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Nummer 240.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 10. Oktober 1913.
Seite 18.
Großherz. Hoftheater.
Freitag, den 10. Oktober 1913.
24. Ab.=Vorſt. D 6.
In der neuen Inſzenierung:
e’scher
llugzeugmodell-
Der Zigeunerbaron.
Masinsaut
Arhold
Operette in 3 Akten v. Joh. Strauß.
Muſikaliſcher Leiter: Erich Kleiber=
Spielleiter: Otto Nowack.
AUSSTELLUNGWEcke Erbacherstrasse, an dem Schwimmhad.
Perſonen:
Graf Peter Ho=
Montag, den 13. Oktober, abends 8 Uhr:
in den Räumen des neuen Ausstellungsgebäudes
monay,
Oberge=
auf der
ſpan des Temeſer
.Hans Bertram
Comitates. .
Conte Carnero,
Mathildenhöhe
Al. Phonola-Klavierabend.
kgl. Kommiſſär . Adolf Jordan
vom 9.—12. Oktober 1913
Sändor Bärinkay,
ein junger
Emi=
geöffnet von 10 Uhr vorm. bis 5 Uhr nachm.
Raoul von Koczalsky
Aug.
Globerger=
grant
Engngkaiiain!
sagt:
Kälman Zſupän,
e. reich. Schweine=
Was mir die Phonola so sympathisch macht, ist
Eintritt für Erwachsene 0,55 Mk., für Kinder und
züchter i. Banate L. Schützendorf
erstens ihre durch die Künstlernotenrollen aufden höchsten
Schüler 15 Pfg.
Arſena, ſ. Tochter Marg. Beling=
Unsere Vereinsmitglieder haben mit nächsten Fa-
Gipfel gestiegene Leistungsfähigkeit, zweitens ist es der
Schäfer
Umstand, dass die Phonola dem menschlichen Willen
milienangehörigen gegen Vorzeigung der Mitglieds-
Mirabella, Erzieh.) Minna Müller=
(21159
gehorcht, wodurch dem Spiel diejenige Wärme verliehen
karte 1913 freien Zutritt.
Rudolph
i. H. Zſupän’s
wird, die ein absolut selbstspielendes Instrument, und
Ottokar, i. Sohn . Otto Thomſen
Verein für Luftfahrt, E. V., Darmstadt. mag es noch so volkommen sein, vermissen lässt.
Ezipra, Zigeuner. Anna Jacobs=
Karten, welche zum freien Eintritt berechtigen, bittet
Saffi, Zigeuner=Joſeph.
Becken=
man schriftlich zu bestellen, dieselben werden bereitwilligst
Gerder
mädchen
.,
zugesandt; ausserdem können Karten nur in der
Paul Peterſen
Päli,
Fianoforte-Großhandlung von Karl Arnold, Ecke
J . . Emil Kroczak
Jöszi,
der Erbacherstraße, abgeholt werden. (Kein
Ferkö,
. . Auguſt Kräger
(21005mfg
zweites Magazin in der Stadt.)
55
Arthur Vetter
Mihäly,
Prsgeier uvereinwarmsladl.S
Adolf Klotz
Ein Herold. .
Seppel, e. Later=
Hw. Jungkurth
Einladung
nenbub
Mazdaznan-Kursusüb. Wiedergeburt d. arischen Rasse Mirſa, Schiffs=
. Br. Waigand
knecht
David Ammann, Leipzig.
zur außerordentl. Generalverſammlung
Ein Zigeuner=
Oeffentlicher Vortrag
Erna Jungkurth
knabe
,
().
.Eva Unger
Minna,
am Freitag, den 10. Oktober, abends 8½ Uhr,
Freitag, den 10. Oktober, abends 8½ Uhr
Adr. Riethof
Irma,
Fürstensaal, Grafenstraße
im Reſtaurant Sitte (gelber Saal) Karlſtraße.
28
.L. Sturmfels
Tereſt.
Tages=Ordnung:
Die Entwickelungslehre der Arier Aranka, (2 5 . Louiſe Kümmgt
1. Bericht über die Tätigkeit des Ortsgewerbevereins, der Ge=
Tylde Haſal
Katicza,
als Einführung zu dem Kursus über
werbeſchule, der Großh. chem. Prüfungsſtation für die Ge=
62 . Maja Schott
Juleſa,
werbe und der Kommiſſionen.
Wiedergeburt des Körpers und des Geistes Iſtvän, Zſupäns Adolf Braun
2. Aenderungen der §§ 11. 24, 27 uſw. der Satzungen.
Knechte Otto Schneiden
Péti,
Samstag 11., Sonntag 12., Freitag 17. Oktober
3. Rechnungsablage des Ortsgewerbevereins für 1912/13.
. . Frieda Herbach
4. Erſatzwahlfür ein vorzeitig ausgeſchiedenes Vorſtandsmitglied. für Interessenten obere Räume des „Kaisersaales‟ (Grüner Saal). Gyuri,
Helene Rungius
5. Wahl je eines Vertreters und Stellvertreters für den Aus=Lehrt die höchste Entwickelung des Individuums wie der Rasse, Imie,
Paula
Kußeron=
ſchuß des Landesgewerbevereins für die Jahre 1914—1916. die wahren Gesetze des Sexuallebens, löst die schwierigsten Lebens- Tamäs,
Kälmän, S) . . Berta Kroczak
6. Wahl von vier Vertretern für den Bezirksverband Darm=probleme, besonders die Frauenfrage.
.. Claire Senten
Karten zum Besuch des öffentlichen Vortrages an der Abend- Andräs,
ſtadt des Landesgewerbevereins für die Jahre 1914—1916.
. . Marie Rapp=
(20566ff lkasse 50 Pfg., des ganzen Kursus einschließlich des öffentlichen Matyäs, g
7. Verſchiedenes.
. . Käthe Müller
Dénes,
Vortrages Mk. 5.—, des einzelnen Kursusabends Mk. 2.−.
Der Vorſtand: Sames.
V. Ungibauer
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Vorkommende Tänze,
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Zichung 22. und 23. Oktober 1913
ausgeführt von den Damen
Juehwaldklab, Urtgraßpe Barmstaut.
WDer Lach-
Oktober
Corps de Ballet.
MOktober
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Chöre: Robert Preuß.
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Geſtaltung d. Bühnenbildes: Hoft
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7. Ausflug
ſchineriedirektor E. Schwerdtfegn
Nach dem 1. Akte findet eine Paul
Tokr HLortzes
Sonntag, 12. Oktober 1913
175000
von 15 Min., nach dem 2.
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Schöllenbach-Würzberg— König.
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Marſchzeit: 6½ Stunden.
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4.20 ℳ, 14.—20. Reihe 3.40 ℳ, Ph
Führer: die Herren Th. Retzer u. W. Oswald.
terre: 1.—5. Reihe 2.90 ℳ, 6
Abfahrt: H.=B. 6 Uhr 46; O.=B. 6 Uhr 59.
2 ben
Reihe 2.35 ℳ, Proſzeniumslag
20 Z)
29000Mk.
Der Vorstand.
6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ, B0l
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7. u. 8. Reihe 2.15 ℳ, I. Gale
Zum letzten Male:
Bierabend: Freitag, 10. Oktober, in der „Krone‟.
Lose-Vertriebs-Gesellschaft
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Beriin v. 2, Rargstrase 27.
Kartenverkauf: an der Tage
Ludwigshöhe.
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Jeden Mittwoch und Samstag
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Morgen Samstag,Vorſtellung. (Im Verkehrsbütg=
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11. Oktbr.
(B20527
ſind zu haben im Verkehrsbureau und an der Kaſſe.
Obere Rheinſtraße 5. (II,15065
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Samstag, 11. Oktober,
6 Samstag, 11. Okt. Außer Abl
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Sonntag, 12. Okt. Nachmitt
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S
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Samstag, 11. Oktober, nur im
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Das
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