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176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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werden angenommen in Darmſtadt,
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 235.
Sonntag, den 5. Oktober.
1913.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten. ſcheiden. Darin wird ſich glücklicherweiſe die öffentliche Spanien bei etwaigen wichtigen Ereigniſſen in der Welt=
Meinung um ſo einiger, je länger das Welfentum ſein politik einzunehmen gedenken, das wird aber auch alles
herausforderndes Spiel treibt. Deſſen jüngſte Blüte, eine
Rede des Reichstagsabgeordneten Colshorn, iſt in allem ſein, die Begegnung wird von dem guten Verhältnis,
wel=
weſentlichen eine Wiederholung früherer welfiſcher Kund= ches zwiſchen den beiden Staaten beſteht, Zeugnis ab=
Das Wichtigſte vom Tage.
gebungen, die im Frühling und im Sommer dieſes Jahres legen, was ja aber keine Ueberraſchung für Europa be=
Der Landtagsabgeordnete Oekonomierat Dr. Heiden= von uns ſtets die verdiente Würdigung erhielten, damals
deutet.
reich iſt geſtern nachmittag hier im 68. Lebensjahre jedoch von mancher Seite beſchönigt oder überſehen
wur=
geſtorben.
den. Welfiſcher Uebermut hat inzwiſchen dafür geſorgt,
Der Kaiſer traf am Freitag abend in Danzia= daß die nationale Preſſe bis auf wenige Ausnahmen mit
Deutſches Reich.
Langfuhr ein und reiſte um 10 Uhr 25 Minuten aller Entſchiedenheit die von uns immer erhobene
For=
nach Wildparkab, wo er geſtern früh eingetroffen iſt. derung ſtellt, die Thronbeſteigung des Prinzen Ernſt
— Der Geſetzentwurf über eine Abän=
Der Deutſche Verein für Knabenhandar= Auguſt in Braunſchweig von einem klaren Verzicht aufderung der Gebührenſätze für Zeugen und
beit und Werkunterricht hielt am Donnerstag und Frei= ſeine hannöverſchen Anſprüche abhängig zu machen.
Bereitet die Erledigung der braunſchweigiſchen Frage, Sachverſtändige, der bereits veröffentlicht wurde,
tag in Breslau ſeinen 22. Kongreß ab.
obwohl ſie weiter nichts als feſtes Beharren auf dem iſt im Bundesrat durchberaten worden und dürfte dem=
Der ruſſiſche Miniſterpräſident Kokowzow iſt am Frei= Standpunkt Wilhelms I Bismarcks und Bülows ver= nächſt dem Reichstag zugehen. Im allgemeinen handelt es
tag abend ins Ausland abgereiſt.
langt, dem Miniſterium Bethmann Hollweg ſichtlich Ver=
Oedeagatſch wurde nach Räumung durch die Griechen legenheiten, ſo hat die abgelaufene Woche dem Zentrum ſich in dem Entwurf um die Heraufſetzung der
Maximal=
von den in Gümüldſchina gebildeten Miliztruppen gleichfalls Verlegenheiten genug gebracht. Der Verluſt ſätze. Zu dem veröffentlichten Entwurf haben nun die
beſetzt.
des württembergiſchen Landtagsmandats in Rottweil Aelteſten der Kaufmannſchaft Stellung genommen, wobei
Das Repräſentantenhaus der Vereinigten wird vom Zentrum beſonders ſchmerzlich darum empfun= die Anſicht vertreten wird, daß die Bezahlung der Sach=
Staaten hat den Konferenzbericht über die Tarif=den, weil er, wenn die Volkspartei in einer Nachwahl
bill angenommen. Der Präſident unterzeichnete die! ihren Beſitzſtand behauptet, der Linken das Uebergewicht verſtändigen nach Stunden, wie ſie der Entwurf im we=
Bill am Freitag abend. Der neue Tarif iſt vom im Stuttaarter Halbmondsſaale verſchafft. Eine weitere ſentlichen vorſieht, der Abänderung bedürftig ſei. Es
Verlegenheit bedeutete für das Zentrum der Verlauf des wird demgemäß vorgeſchlagen, daß die angemeſſene Ver=
4. Oktober ab in Kraft getreten.
Der Dampfer „Borhorema” des braſilianiſchen Lloyd in Wittlich abgehaltenen Zentrumsparteitages. Denn hier
wurde die Politik, die auf ſeiten der „Berliner” in Ge= gütung bezahlt wird, und zwar ohne Unterſchied, ob es ſich
hat den Schleppdampfer „Guarany” von der
Kriegs=
marine bei der Inſel Grande in den Grund ge=ſtalt einer Verkoppelung von Wehrvorlage und Aufhebung um mündliche oder ſchriftliche Gutachten handelt.
Außer=
bohrt. Man glaubt, daß dreißig Perſonen er= des Jeſuitengeſetzes empfohlen war von den Abgeord= dem wird von dem Aelteſten=Kollegium befürwortet, daß
neten Marx und Trimborn aufs ſchärfſte abgelehnt. Daß dem Sachverſtändigen für Zeitverſäumniſſe ganz allgemein
trunken ſind.
die Germania dieſen Vorgang und die Einreihung der bis zu 6 Mark für die Stunde zuzubilligen ſei. Dieſen
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
Aufhebung des Jeſuitengeſetzes unter die „Parteiwünſche‟
des Zentrums totſchwieg, verrät deutlich, wie unangenehm Vorſchlägen ſteht andererſeits entgegen, daß durch eine
jene programmatiſchen Erklärungen der Abgeordneten weitere Erhöhung der Sätze wiederum eine Verteuerung
Marr und Trimborn ihr geweſen ſind.
der Rechtspflege eintreten würde. Aus dieſen Gründen er=
Politiſche Wochenſchau.
ſcheint es recht fraglich, ob der Reichstag, der über die No=
Die Lage am Balkan bleibt zwar unſicher,
er=
velle in dieſem Winter vorausſichtlich beraten wird, einer
weckt jedoch nicht die gleichen Beſorgniſſe wie in der vori=
Die Reiſe Peinearés nach
Erhöhung zuſtimmen wird. Bekanntlich haben ſich die
een Woche. Der Friede zwiſchen der Türkei und
Bul=
einzelnen Bundesſtaaten bis vor gar nicht langer Zeit aus
garten iſt nun formell abgeſchloſſen, und zwiſchen den lei=
Spanien=
tinden Miniſtern beider Staaten hat ein Austauſch von
finanziellen Gründen durchaus ablehnend verhalten.
*⁎* Wochenlang iſt diesſeits und jenſeits der
Krreundſchaftsverſicherungen ſtattgefunden. Man braucht
Aerzte und Krankenkaſſen. Der
Ver=
die Bedeutung ſolcher Verſicherungen nicht zu überſchätzen Pyrenäen von dem Beſuche geſprochen worden, den der
und wird trotzdem anerkennen dürfen, daß ſie den Be= Präſident der franzöſiſchen Republik in Erwiderung der band der Aerzte Deutſchlands ſtellt feſt, daß die
Nachrich=
lziehungen entſprechen, die, durch gemeinſame Intereſſen
bervorgerufen, gegenwärtig zwiſchen der Türkei und Bul= Viſite, die vor einiger Zeit König Alfons XIII. im Elyſée ten über die Verhandlungen zwiſchen den
Krankenkaſſen=
garien beſtehen. Die Gefahr, es könne der bulgariſch= abſtattete, zu machen im Begriffe ſteht. Als König Al=verbänden und der Aerzteorganiſation mit Vorſicht
auf=
tu rkiſche Friedensſchluß einen neuen Zuſammenſtoß Bul=fons nach Paris fuhr, zeigte man auch viel Intereſſe, aber zunehmen ſind. Die Gegenſätze ſeien noch nicht überbrückt
aerriens mit Serbien herbeiführen helfen, erſcheint unge= dies galt der perſönlichen Sicherheit des Monarchen, um und man könne noch nicht ſagen, wie die Entſcheidung auf
achtet des albaniſchen Aufſtandes vermindert.
der einen oder auf der anderen Seite falle.
Wie nämlich vorauszuſehen war, ſind die urſprünglichen die die franzöſiſche Polizei mit Recht ſehr beſorgt war,
Kämpfe in Deutſch=Südweſtafrika.
Erfolge der Albaneſen nur eine vorübergehende Erſchei= weil die Anarchiſten den jungen Herrſcher mit mehr Auf=
Anung geweſen. Stimmen die Belgrader Meldungen mit merkſamkeit verfolgen, als dieſem lieb ſein kann. Solche Ueber die aus Deutſch=Südweſtafrika gemeldeten Kämpfe
dan Tatſachen überein, ſo iſt die vollſtändige Bewältigung Befürchtungen braucht Herr Poincaré für ſeinen Auf= der Schutztruppen mit Buſchleuten erfährt das Wolffſche
das Aufſtandes eine Frage kurzer Zeit. In dem Maße enthalt in Madrid wohl nicht zu hegen, trotzdem ſind na= Bureau, daß es ſich dabei lediglich um eine ſtärkere
Pa=
ther, in dem die Albaneſen=Erhebung aufhört, eine
bren=
unde Frage zu ſein verringert ſich nicht nur die Gefahr türlich alle Vorſichtsmaßregeln ſeitens der ſpaniſchen Re= trouille der vierten Kompagnie gehandelt hat, die auf
An=
weiſung des Gouvernements den nordöſtlichen Teil des
ines bulgariſch=ſerbiſchen Krieges ſondern auch die inter= gierung getroffen worden.
ſiationaler Verwicklungen. Denn je ſchneller die ſerbiſchen
Als Vorläufer des Präſidenten war bekanntlich ſchon Bezirks von Grootfontein, in dem Klagen über das
Trei=
ruppen innerhalb der neuen Grenzen ihres Landes Ruhe
titen, um ſo eher muß die Belgrader Regierung vernünf= der franzöſiſche Miniſterpräſident Barthou in dieſen Tagen ben der Buſchleute in letzter Zeit ſich vermehrt hatten,
ab=
ig erweiſe geneigt ſein, die Londoner Beſtimmungen über am ſpaniſchen Hoflager zu San Sebaſtian, bei welcher Ge= ſuchen und von herumſtreiſendem Geſindel ſäubern
ſoll=
die Abgrenzung Albaniens genau zu befolgen, beſonders legenheit die Freundſchaft zwiſchen beiden Ländern in ho= ten. Bei der Streife wurde ein größerer Erfolg deshalb
he Oeſterreich=Ungarn und Italien es an entſprechenden hen Tönen gefeiert wurde. Im verſtärkten Maße wird nicht erzielt, weil nur auf Farmen beſchäftigte Buſch=
Larnungen nicht haben fehlen laſſen.
Das raſche Aufhören des Vordringens der Albaneſen das natürlich während der Anweſenheit Poincarés in leute als Führer der Patrouille dienten, die
ſelbſtver=
haſt vielleicht auch auf die Haltung der Türkei gegenüber Madrid geſchehen, und die franzöſiſchen Chauviniſten ſtändlich ihre Stammesgenoſſen nicht verraten wollten und
riechenland Einfluß geübt. Die Sprache der Kon= werden Freude darüber empfinden, daß eine weitere An= deshalb als Führer verſagten. Infolgedeſſen gelang es
kamtinopeler Preſſe iſt ruhiger geworden, und die Pforte näherung ihres Landes an Spanien in Ausſicht ſteht. Man den verfolgten Buſchleuten in den meiſten Fällen,
recht=
lcheint gleichfalls mildere diplomatiſche Saiten
aufzu=
ſichen. Sie möchte naturgemäß in der Nationalitäten= hatte ſogar ſchon von dem Abſchluſſe eines franzöſiſch= zeitig zu entkommen. Auf der Flucht wurden drei
Mit=
ind Vakuffrage die von Bulgarien bewilligten Zugeſtänd= ſpaniſchen Schutz= und Trutzbündniſſes geſprochen, ein Zu=glieder einer Werft erſchoſſen und zwei Weiber mit einem
liſe auch durch Griechenland eingeräumt ſehen und in ſammengehen in Marokko und noch manches andere ſollte Kind feſtgenommen.
achen der Aegäiſchen Inſeln ſo vorteilhaft wie möglich geplant ſein, was die Verbrüderung beider Länder aller
Ueber den Stand der Welfenfrage
bſchneiden. Daß ſie die Inſelfrage auf dem Wege
un=
hirtelbarer Verhandlungen mit Griechenland zu löſen ver= Welt vor Augen ſtellen würde. Auch eine wirtſchaftliche ſchreibt der Berl. Lokal=Anzeiger anſcheinend offiziös:
Der Bundesrat iſt nach der Sommerpauſe zum erſten
lucht, liegt bei den Erfahrungen, die ſie in den Balkan= Annäherung galt als ausgemacht, und während man in
riagen erlebte, um ſo näher, als die Großmächte ohne Paris ſich der Erwartung hingab, den ſpaniſchen Abſatz= Male wieder zu einer Sitzung zuſammengetreten.
Viel=
fach war angenommen worden, daß er ſich ſchon
weifel noch recht lange Zeit gebrauchen werden, bis ſie markt für franzöſiſche Erzeugniſſe mehr als bisher dienſt= in dieſer Sitzung mit der braunſchweigiſchen Frage
ie vom Londoner Vertrage ihnen vorbehaltene Inſelfrage
nd gültig löſen. Es bleibt nun abzuwarten, ob das neue bar zu machen, glaubte man in Madrid, an das franzöſiſche befaſſen werde. Wie wir jedoch an Stellen, die darüber
Mitttel, das die Pforte in der Inſelfrage anwenden will, Kapital zur Unterbringung der ſpaniſchen Staatsſchuld unterrichtet ſein müßten, erfahren, iſt dieſe Auffaſſung
völ=
ſicht dadurch untauglich wird, daß es bei den beteiligten ſtärkere Anſprüche erheben zu können. Alle dieſe Hoff=lig unzutreffend. Die öffentliche Erörterung beſchäftigte
ſich in letzter Zeit wieder mehr mit dem bekannten
Schrei=
broßmächten auf Widerſpruch ſtößt. Ein derartiger nungen und Wünſche ſind, wie geſagt, in der beiderſeitigen ben des Prinzen Ernſt Auguſt an den Reichskanzler, und
Biderſpruch würde indeſſen vermutlich nicht
grundſätz=
ſcheer Natur ſein, ſondern der Rückſicht auf die Wahrneh= Preſſe lebhaft erörtert worden, man ſprach der Begegnung von welfiſcher Seite wird jetzt mit beſonderem Nachdruck
ung des eigenen Intereſſes entſpringen. Für den Aus= der beiden Staatsoberhäupter eine hohe politiſche Bedeu= die Anſicht vertreten, daß dieſer Brief nicht als ein
Ver=
un g des türkiſch=griechiſchen Handels bleibt die Möglich= tung zu und tat ſo, als ob die Annäherung zwiſchen beiden zicht des Prinzen im Sinne der Bundesratsbeſchlüſſe vom
Jahre 1885 und 1907 aufzufaſſen ſei. Ueberaſchenderweiſe
it von Bedeutung, daß das Jungtürkentum im Heere die Ländern von weittragenden Folgen für die internationale pflichtet jetzt auch ein Teil der übrigen deutſchen Preſſe
fo rte zu weitgehenden Forderungen nötigt.
Ein Austauſch franzöſiſch=ſpaniſcher Höf=Politik Europas werden könnte. Das haben wir niemals dieſem Standpunkt bei und erklärt die an den
Reichskanz=
chkeiten in San Sebaſtian iſt dem Beſuche des Prä=geglaubt, Frankreich und Spanien ſind ſchon ſeither eng ler gerichtete Mitteilung des Prinzen als ungenügend; man
hertten Poincaré in Madrid vorangegangen. Zweifellos befreundet geweſen, ſie ſind in vieler Hinſicht aufeinan= fordert eine ſtaatsrechtliche Klarſtellung der prinzlichen
Erklärungen durch den Bundesrat. Dieſer Umſchwung in
lill dieſer Beſuch das Siegel auf eine Annäherung beider
der angewieſen und wenn es auch dann und wann Diffe= der Stellungnahme nichtwelfiſcher Blätter zu der
braun=
in der drücken, die nach dem Abſchluß des
franzöſiſch=
ſamiſchen Marokkoſtreites den Spaniern doppelt ver=renzen und Konflikte gab, wie erſt noch vor einiger Zeit ſchweigiſchen Thronfolgefrage iſt offenbar auf die Treibe=
Aetend dünkt, weil ſie in Marokko vor großen und dauern= angeſichts der von Spanien in Marokko erhobenen An= reien welfiſcher Kreiſe zurückzuführen, die ſich den
An=
ſchein geben, als würde ihre Auffaſſung das prinzliche
n Schwierigkeiten ſtehen. Die internationale Tragweite ſprüche, ſo können dadurch die Beziehungen nicht ernſtlich Schreiben enthielte keinen ausdrücklichen Verzicht auf
Han=
unes franzöſiſch=ſpaniſchen Einvernehmens hängt von dem
lalt der getroffenen Vereinbarungen ab. Auch ohne auf die Dauer geſtört werden. Einen engeren Anſchluß nover, auch am Hofe zu Gmunden geteilt. Tatſächlich war
in zu kennen, darf man ſagen, daß die neue Befeſtigung zwiſchen Frankreich und Spanien als Ergebnis der Präſi= es aber durchaus nicht wahrſcheinlich, daß der Herzog von
r internationalen Lage Frankreichs für Deutſchland nicht dentenreiſe halten wir für wenig wahrſcheinlich, überhaupt Cumberland ſich mit dieſem Standpunkte der Welfenpartel
wrinſcht ſein kann. Ob diplomatiſche Kunſt imſtande ge= möchten wir bezweifeln, daß beſonders wichtige Ab= identifizierte vielmehr gewann man nach Bekanntwerden
des Schreibens an den Reichskanzler den Eindruck, als
Pſen wäre, dieſe durch natürliche Vorausſetzungen
be=
kuſtigte Annäherung zu verhindern, bleibe dahingeſtellt, machungen bei dieſem Anlaſſe erfolgen, der Beſuch mag würden die in ihm enthaltenen Erklärungen auch in Gmun=
Nicht diplomatiſche Kunſt geſchweige denn diplomati= wohl, wie es ja eigentlich felbſtverſtändlich iſt, zur Er=den im Sinne eines Verzichts des Prinzen aufgefaßt.
Seit=
ſie Künſteleien dürfen den Ausſchlag für die Regelung örterung von Fragen, die beide Länder gemeinſam be= dem iſt eine Reihe von Wochen dahingegangen, ohne daß
hr braunſchweigiſchen Thronfolge geben; rühren, Gelegenheit geben, die internationale Lage wird, aus der Umgebung des alten Herzoas eine Kundgebung
erfolgt iſt, die gegen die welfiſchen Treibereien Stellung
hr müſſen ausſchließlich eine lebendige Staatsgeſinnung
d die Entſchloſſenheit eines kräftigen Staatswillens ent= beſprochen werden und die Stellung, die Frankreich und nimmt. Es entſteht ſomit die Frage, ob auch in Gmunden
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 5. Oktober 1913.
Seite. 2.
Nummer 235.
ſich uzwiſchen ein Unſchwung in der Beutelung des er=gen zum Balilan wieder anſutnüipfen, Der Deweis daſür f und über alle Punſte der Anſangreichen Tagesordnunig
wähnten Schreibens in ſtaatsrechtlicher Hinſicht vollzogen
werde im Verlaufe der über dieſe Frage angekündigten das Einverſtändnis der Verſammlung erzielt.
hat und ob etwa die in dieſer Angelegenheit bereits er=
* König Guſtav von Schweden hei dem
zielten Reſultate wieder in Frage geſtellt werden ſollen. Interpellationsdebatte gegeben werden.
ſich, wie gemeldet, vor einigen Tagen ein Rückfall ſeiner
Daß die Erklärungen des Prinzen Ernſt Auguſt an deut=
Magenkrankheit eingeſtellt hatte, hütet auf ärztlichen Rat
Portugal.
ſchen maßgebenden Stellen als ausreichende Grundlage für
auf einige Zeit das Bett. um ſich der Behandlung beſſer
eine ſpätere ſtaatsrechtliche Regelung der braunſchweigi=
Die Monarchiſten=Bewegung. Die Daily unterziehen zu können. Nach dem letzten Bulletin gibt das
ſchen Frage angeſehen wurden, iſt kein Geheimnis, es fragt Mail meldet aus Liſſabon, daß Jab Duar, der im Verdacht Befinden des Königs keinen Anlaß zu Befürchtungen,
ſich nur, ob angeſichts der von welfiſcher Seite jetzt abge= ſteht, einen Plan zur Ermordung des Präſidenten und des Der Kronprinz, der der Hochzeit des Rrinzen Artur, des
gebenen Erklärungen nicht eine abermalige Prüfung dieſer
Polizeiminiſters ausgearbeitet zu haben, ein volles Ge= Sohnes des Herzogs von Connaught, in London beizu=
Zuſicherungen geboten iſt.
wohnen beabſichtigte, gab ſeine Reiſe auf, da ihm die
Re=
ſtändnis abgelegt habe. Die Ermordung dieſer beiden Per= gentſchaft übertragen wurde. Die Kronprinzeſſin reiſt als
ſönlichkeiten ſollte das Signal zu einem allgemeinen Auf= lein nach London. Die Königin reiſt von ihrem Sommer=
Ausland.
ſtand geben. Der Verhaftete weigert ſich jedoch, die Namen aufenthalt Olsland nach Drottningholm, wo der König fün
Oeſterreich=Ungarn.
ſeiner Komplizen zu nennen. Drei weitere Perſonen wur= die Dauer ſeiner Krankheit Aufenthalt nimmt.
Der Beſuch Paſitſchs. Die Blätter ſprechen den verhaftet und die zahlreichen Hausſuchungen, ſowie
ihre Befriedigung über die Begegnung des Miniſterpräſi= die eminenten Vorſichtsmaßregeln und Schritte, welche
Zeitungsſchau.
denten Paſitſch mit dem Grafen Berchtold aus und hoffen, die Behörde in aller Eile trifft, verraten eine große
Ner=
daß der Beſuch des ſerbiſchen Miniſterpräſidenten die Aera voſität der Behörden. Man befürchtet in nächſter Zeit eine
Wo bleibt das Geld für die Heeresverſtärkung? Unter
dieſer Ueberſchrift ſchreibt die Kyffhäuſer=
Korreſpondenzz=
des freundnachbarlichen und engeren wirtſchaftlichen Ver= politiſche Revolte.
Die Notwendigkeit Deutſchlands Rüſtungen zu
vervoll=
hältniſſes anbahne, für welche die Dispoſitionen Oeſter=
Begnadigung politiſcher Gefangener. kommnen, wird beſonders durch die Behauptung bekämpft,
reich=Ungarns die beſten ſeien. Das Neue Wiener Tag= Diario de Governo veröffentlicht ein Dekret, durch welches es handle ſich zuletzt nur um den Vorteil der Waffen= und
blatt ſchreibt: Miniſterpräſident Paſitſch hat, wie uns von 268 politiſche Gefangene begnadigt werden. Die Haupt= Munitionsinduſtrie. Eine vom Geheimen
Admiralitäts=
informierter Seite mitgeteilt wird, ſeit ſeiner Be=führer der verſchiedenen monarchiſtiſchen Bewegungen ſind rat Koch in der Zeitſchrift Das neue Deutſchland angeſtellte=
Berechnung iſt geeignet, die Klarheit über die Frage zu
ſprechung mit dem Grafen Berchtold befriedigende Er= von der Amneſtie ausgeſchloſſen.
fördern, wo das Geld für die Heeresverſtärkung bleibt
klärungen abgegeben die ſich mit den Erklärungen
Der Artikel läßt ſich unter anderem zum Verbleib dest
Rußland.
decken, welche Spalaikowitſch in Belgrad gegenüber
Wehrbeitrages wie folgt aus: Daß von gewiſſer Seits
Die Auslandsreiſe Kokowzows. Die behauptet werden würde, die ganze Wehrvorlage erfolge
dem öſterreichiſch=ungariſchen Geſchäftsträger abgegeben
nur, um profitwütige Kanonenfabrikanten in ihrer
Hab=
hat. Weiter heißt es, Paſitſch erklärte, es liege Serbien ruſſiſche Preſſe meldet, daß der Miniſterpräſident
Kokow=
gier zu befriedigen, konnte nicht anders erwartet
werden=
beſonders am Herzen, mit der Monarchie freundnachbar= zow der am Freitag abend ins Ausland abgereiſt iſt, in ein Blick in den Ergänzungsetat für 1913 aber zeigt daß
liche Beziehungen zu pflegen, und ſobald Serbien wieder Berlin Station machen wird, um hier eine private Zu= dieſe gewiſſenloſe Behauptung jeder Begründung entbehrt
in normale Zuſtände eingetreten ſei, welche die Demobili= ſammenkunft mit dem Staatsſekretär von Jagow zu haben, In dieſem Etat ſchließt die Geſamtſumme der einmaligen
Ausgaben für Preußen einſchließlich Elſaß=Lothringen mit
ſierung ermöglichten, werde es die erſte Aufgabe der ſer= an der auch der ruſſiſche Botſchafter Swerbejew und der rund 370 Millionen Mark ab. In dem genannten Betrage
biſchen Regierung ſein, zur Regelung der zwiſchen Oeſter= in Berlin eintreffende Miniſter des Aeußern Saſonow ſind aber allein 120 Millionen für Garniſonbauten
en=
reich=Ungarn und Serbien ſchwebenden Handels= und teilnehmen werden. Von Berlin aus begibt ſich Kokow= halten, weitere Bauten mit etwa 34 Millionen erforden
zow nach Paris, wo er Beſprechungen mit dem Miniſter das Verkehrsweſen, und 70 Millionen ſind für Feſtungen
eiſenbahnpolitiſchen Fragen zu ſchreiten.
und deren Zubehör ausgebracht. Zieht man von dieſen
Pichon und dem Botſchafter Delcaſſé haben wird.
Summen etwa 45 Millionen für Grunderwerb., Gerätes
Frankreich.
ausſtattung und ſonſtige Aufwendungen ab, ſo bleiben ims
Vereinigte Staaten.
Militäriſches Zuſammenwirken
Frank=
merhin rund 180 Millionen für reine Bauzwecke übrigt
die ſich in den einzeinen Baulichkeiten über das ganſe
reichs und Spaniens in Marokko. Der ſpa=
Annahme des Zolltarifs. Das Repräſen=
Land von Metz über Magdeburg bis Gumbinnen verteilen
niſche Kriegsminiſter General Luqué erklärte dem Madri= tantenhaus hat am Freitag dem Bericht des Konferenz= Nun iſt man zu der Schätzung berechtigt, daß der
Arbeits=
der Berichterſtatter des Figaro, es ſei unrichtig, daß ge= komitees über die Tarifbill zugeſtimmt. Nachdem der lohn auf der Bauſtelle bei fertigem Material rund 30 v
legentlich des Beſuchs des General Liautey in Madrid Speaker es unterſchrieben hat, iſt das Schriftſtück dem Se= der Bauſumme beanſprucht. Allein 54 Millionen Man
über eine Art franzöſiſch=ſpaniſchen Militärabkommens nat zugeſtellt worden, von welchem es abends an den würden alſo als Lohn den Maurern, Zimmerleuten,
Ma=
lern und Schloſſern im ganzen Deutſchen Reiche zuguts
verhandelt werden ſoll. Die an General Liautey gerichtete Präſidenten weitergegangen iſt, der die Tarifbill unter= kommen und ungefähr der gleiche Betrag den Ziegelſtreis
Einladung entſpreche dem Wunſche des Königs, der Re= zeichnete. Der neue Tarif tritt ab 4. Oktober in Kraft, chern, Holzfällern, Fuhrleuten und Hüttenleuten, die das
gierung und der ſpaniſchen Nation, den ausgezeichneten doch werden die Abgaben augenblicklich nach den alten Rohmaterial von der Grube und dem Walde an zu Bau=
General zu feiern, deſſen Werk immer inniger mit dem Sätzen feſtgeſtellt, um die Einfuhr nicht zu verzögern. Die zwecken herrichten. — Für die Kanonenfabrikanten wirſtt
der Etat für Preußen nur 47 Millionen aus, ſie müſſen
Spaniens in Marokko verknüpft werden ſolle. Selbſtver= erforderlichen Berichtigungen werden ſpäter vorgenommen. ſich aber hierin mit den Pulverfabriken, den Lieferanten
ſtändlich werde die ſpaniſche Regierung die Gelegenheit Wie ergänzend gemeldet wird, erklärte Solicitor Folk, ſei= von Hülſen und Packgefäßen, teilen, und auch hier ſind die
benutzen, um ſich mit General Liautey über die Beruhi= ner Meinung nach hätten folgende Länder auf die auf ame= Bauleute mit der Schaffung von Unterbringungsräumen
gung Marokkos und insbeſondere über die etwaigen mili= rikaniſchen Schiffen gewährte fünfprozentige Zollermäßi= nicht unbeteiligt. Etwa 24 Millionen beanſpruchen die
Lieferanten an Feldgerät aller Art, an Feldbahnmaterial
täriſchen Unternehmen Frankreichs in dem an die ſpaniſche gung gleichfalls Anſpruch: Oeſterreich=Ungarn, Italien, Fahrrädern. Fuhrwerk und dergleichen; daß auch in dieſen
Zone grenzenden Gebiete zu unterhalten. Das militäriſche Belgien, die Niederlande Dänemark, Norwegen, Schwe= Summen ſehr erhebliche Beträge an Arbeitslohn ſtecken,
Zuſammenwirken Frankreichs und Spaniens in Marokko den, Spanien, Griechenland, Japan und Großbritannien, wird nicht unerwähnt bleiben dürfen. 19 Millionen zieht
die Textilinduſtrie aus dem preußiſchen Etatsanteil für
werde darin beſtehen, daß die Truppen beider Länder durch aber nicht die britiſchen kolonialen Dominiums. Folk 1913 an ſich, abgeſehen von dem Bedarf an Wäſche für
parallele militäriſche Unternehmungen das Eindringen fügte hinzu, daß die mit Deutſchland, Frankreich, Ruß= Garniſonverwaltungs= und Lazarettzwecke.” Sodann bes
der aufſtändiſchen Harkas in die eine oder andere Zone land, der Schweiz und China beſtehenden Verträge keine tont der Verfaſſer, daß die Landwirtſchaft den geringſten
unmöglich machen. Dazu bedürfe es keines beſonderen Klauſel enthielten, nach welcher ihre Schiffe zu derſelben Nutzen von den zurückfließenden Geldern habe. Zwar ſind
rund 20 Millionen für Pferdebeſchaffung, 14 Millionen
Abkommens, ſondern nur eines beſtändigen und herzlichen Tarifbehandlung berechtigt ſind wie amerikaniſche Schiffe. für Furage und Verpflegung ausgeworfen, von letztere
Einvernehmens zwiſchen den franzöſiſchen und ſpaniſchen
Summe nehmen aber die Konſervenfabriken einen erhehz
Befehlshabern in Marokko.
lichen Teil in Anſpruch. Indeſſen dem ſei wie ihm wolli
* Die Titanic”=Konferenz. Im Reichsamt feſt ſteht, daß von den geſamten für die Wehrvorlage be
Die Manöverkritik. Offiziös wird gemeldet:
Da Generalſtabschef Joffre ſeinen Bericht über die großen des Innern fand am Freitag die abſchließende Konferenz anſpruchten Geldern kein Pfennig außer Landes geht; füllt
zur Beratung der Sicherheitsmaßnahmen für die über= die Hälfte davon gelangt als Arbeitslohn zu unmi=
Manöver noch nicht beendet hat, wird der Kriegsminiſter ſeeiſche Perſonenbeförderung ſtatt, an welcher neben Kom= telbarer Rückvergütung und zum Verbrauch und wirkt in
keineswegs bereits im Miniſterrat irgendwelche Verände= miſſaren der beteiligten Reichsämter und preußiſchen Mi= ſofern befruchtend auf die Wirtſchaftsgebiete die durch die
rungen in der Generalität beantragen. Die an den Ma=niſterien, ſowie der nachgeordneten Reichsbehörden und Umlage in Mitleidenſchaft gezogen wurden. Werden auc
növern von einigen Blättern geübte Kritik ſei übrigens Vertretern der Bundesregierungen, die bereits an den in den zahlreichen Kaſernen, Schieß= und Uebungsplätzen
Konferenzen am 6. Mai und 23. Oktober 1912 beteiligt ge= keine zinstragenden Werte geſchaffen, ſo haben ſie doll
ſehr übertrieben. Der Miniſterrat werde ſich mit den an= weſenen Körperſchaften und Vereine teilnahmen. Wie im nichts gemein mit den als Notſtandsarbeiten aufgeführte
läßlich der jüngſten Heeresübungen aufgeworfenen Fragen Eingange der Verhandlung mitgeteilt wurde, hat die groß= Verſchanzungen, mit denen man einſt eine in ihrer B
nur ganz allgemein befaſſen. Den Hauptgegenſtand der britanniſche Regierung inzwiſchen Einladungen zu einer ſchäftigungsloſigkeit bedrohliche Arbeiterſchaft vor Manall
Beratung werde die Reiſe des Präſidenten Poincaré nach internationalen Konferenz in London, für deren Beginn ſchützen wollte‟ Hieraus erhellt aber vor allem, daß
der 12. November 1913 in Ausſicht genommen iſt, ergehen rade die der Arbeiterſchaft von bekannter Seite nahe a
Spanien bilden. Auch das Datum des Wiederzuſammen= laſſen. Mit Rückſicht auf das nunmehr vorliegende Pro= leaten Klagen über eine unerträgliche Steigerung der Ba
tritts des Parlaments, ſowie die Einkommenſteuer dürften gramm und im Hinblick auf die in der Zwiſchenzeit erfolgte laſtung für Heereszwecke gänzlich fehlgehen. Es komm
Stellungnahme der fremden Staaten zu den auf der Kon= vielmehr ein großer Teil der Mittel, die von den Beſitzell
erörtert werden.
Die Beziehungen zum Vatikan. Der frü= ferenz zu erörternden Fragen erſchien es als erwünſcht, die den allein aufgebracht werden, den Arbeitern zugute,
an den Vorkonferenzen am 6. Mai und 23. Oktober 1912
here Miniſterpräſident Briand beſtätigte in einer Rede vor beteiligt geweſenen Behörden und Körperſchaften nochmals
Ueber Errichtung von Arbeitskammern ſchreibt
ſeinen Wählern in St. Etienne die jüngſt von Barthou gutachtlich zu hören zu dem Zweck, ſich nunmehr endgültig
abgegebene Erklärung, daß weder unter dem gegenwär= über die Stellungnahme der deutſchen Delegierten auf der Altnationalliberale Reichskorreſpondenz: Kürzlich iſt hit
Londoner Konferenz ſchlüſſig zu machen. Sämtliche auf Erinnerung an das Arbeitskammergeſetz heraufbeſchworll
tigen noch unter den vorhergegangenen Miniſterien jemals
der internationalen Konſeren; zu erörternde Fragen wur= worden. Wenn dabei Reigung verraten wurde, den an ſich
die Rede davon geweſen ſei, die diplomatiſchen
Beziehun=
den nochmals einer eingehenden Beſprechung unterzogen idealen Gedanken in heutiger Zeit geſetzgeberiſch wiedll
m
G
r
M
müdlich, mit ſchier unbegreiflicher Fruchtbarkeit Schaffen= ſeinem Sehen und Fühlen, in ſeinem Stil und ſeinel
zu Diderots 200. Geburtstag, der, deſſen Geiſt in zwanzigjähriger Arbeit ein vielbän= Kunſt war er ein Augenblicksmenſch, ein Improviſatom
diges Rieſenwerk, wenn auch nicht allein geſcheieben, ſo dem ſtets nur gute Stellen gelingen nie ein gutes Bich
1713 — 5. Oktober — 1913.
doch bearbeitet und mit ſeinem Stempel geprägt hat, der ein Meiſter der Skizze, des Momentbildes. Er ſelbſt, del
eine große Anzahl gedankentiefer Bücher geſchaffen und ſcharfe Zergliederer des eigenen Weſens, meinte, das
Von Dr. Paul Landau.
aus deſſen Nachlaß erſt ſeine genialſten Iden ans Licht ein Erbteil aus der Heimat Langres: Der Kopf eins
„Diderot iſt Diderot, ein einzig Individuum; wer an traten. Und doch war dies unbefriedigte Gefühl der Mannes von Langres iſt auf ſeinen Schultern wie eil
ihm und ſeinen Sachen mäkelt, iſt ein Philiſter, und deren Zerſplitterung und Vergeudung in einem höheren Sinne Turmhahn auf der Kirchturmſpitze; niemals zeigt er fil
iſt Legion. Wiſſen doch die Menſchen weder von Gott, berechtigt. Diderot wird ſtets eine unerſchöpfliche, die nach einem Punkt. Nun ich bin ein rechter Sohn meine
noch von der Natur, noch von ihresgleichen dankbar zu wichtigſte Quelle bleiben, um das Kleid, den Körper und Landes” Und ſein Bild von Vanloo findet er unähnlicht
empfangen was unſchätzbar iſt.” ſo ſchreibt Goethe am die Seele ſeiner Zeit zu erkennen. Nirgends ſchaut man weil es eine fremde Ruhe, keinen der vorüberhuſchendi
9. März 1831 an Zelter. Und 1858 vergleichen die Gon=tiefer in die leiſeſten Stimmungen, die kühnſten Gedanken= Zuſtände ſeiner Chamäleon=Natur zeigt: Ich hatte
eourts in ihrem Tagebuch Vollaire mit Diderot: „Der eine gänge dieſes 18. Jahrhunderts das man „das große” ge=ein und demſelben Tage hundert verſchiedene
Geſichter=
iſt der letzte Geiſt des alten Frankreich, der andere dasnannt hat, als in ſeinen Schriſten. Aber iſt heute noch, nach dem Gegenſtand, der mich bewegte; ich war heitl
erſte Genie des neuen”. Als eine ganz eigenartige Per= was er geſchrieben und philoſophiert, unter uns lebendig? traurig träumeriſch, zart heftig, leidenſchaftlich, begeiſtell
ſönlichkeit, und zwar als eine ſpezifiſch moderne wird hier An den „Rockſchößen” unſerer Klaſſiker gleichſam iſt er in aber ich war niemals, wie Ihr mich hier ſeht”. Von di
der Schöpfer der „Eneyelopödie” der ſeiner Epoche in unſere Literatur hineingekommen, und man lieſt den köſt=ſem geheimen Zauber einer ſteten geiſtigen Wandlung
dieſem Werk die geiſtigen Waffen ſchmiedete, von den be=lichen „Neffen Rameaus” mehr deshalb, weil er von einer ſabelhaften ſeeltſchen Beweglichkeit geht das Sulle
rufenſten Beurteilern gefeiert. Was iſt er uns heute noch? Goethe verdeutſcht iſt und in ſeinen Werken ſteht, beſchäf= geſtive ſeiner Wirkung aus das ſich am ſtärkſten in del
tigt ſich mit ſeinen langweiligen Dramen, weil ſie Leſſing Konverſation entfaltete. Diderot iſt kein Einſamer, wie
Was bedeuteſe er für unſere Gegenwart?
Diderot hat voll und ganz das Glück, die Größe und überſetzt und wichtige eigene Ideen daran geknüpft hat, Rouſſeau, der ihn von ſich ſtieß, ſondern er lebt nur iſ
die Tragik des Geiſtesarbeiters ausgekoſtet, der dem Tage und findet aus „Jaques le Fataliſte” ein Stück unter und mit ſeinen Freuden gibt ſich ihnen ganz hin. Soch
lebt, für den Tag ſchafft und aus dem Tag ſeine Lebens=Schillers Erzählungen als „Merkwürdiges Beiſpiel einer er auch im Dialog im Brief, in der Plauderei mit irgend
energien zieht. Im Alter las er oft das dritte Kapitel weiblichen Rache”. Die Neudrucke und Ueberſetzungen einem fiktiven Weſen als Schriftſteller ſein Beſtes geboſen
Seine Aufnahmefähigkeit iſt ebenſo unerſchöpflich, wie ſeine
aus Senecas Abhandlung über die Kürze des Lebens, einzelner Romane, wie der graziöſen „Bijdur Indiscrets”
und wo der Stoiker mit dem Leſer ſo ernſthaft abrechnet: der „Nonne” uſw. bieten höchſtens ein ſtofflich „pikantes” Gabe, das Aufgenommene in taufend bunten Reſteren
„Sage mir, wieviel Zeit haſt du dir ſtehlen laſſen durch Intereſſe und nur da, wo das Menſchliche in ihm ganz widerzuſpiegeln. Er kriecht förmlich in ſeine
Mitmenſchen=
einen Geldmann durch eine Geliebte, durch einen Freund?ungebrochen und rein leuchtet, wie in den hinreißend plau: hinein, bindet ſich ſtets neue Masken vor, und es maglihn
Wieviel Leute haben dein Leben zu ihrem Raub gemacht, dernden Briefen an die ſinnlich=unſinnlich geliebte Sophie ein beſonderes Vergnügen gemacht haben, als er aus
während du nicht fühlteſt, was du verlorſt?”, da ſchrieb er Voland, ſpricht Diderots Stimme über Zeit und Raum Gutmütigkeit einem armen Schlucker, der den Auftrag, dahl
an den Rand: „Ich habe dies Kapitel nie geleſen ohne noch ſo leidenſchaftlich heiß und verführeriſch geiſtreich zu bekommen hatte, eine Schmähſchrift gegen ſich ſelbſt ver
faßte. Da er alles von allen Seiten ſieht, ſcheint ähm
zu erröten: es iſt mein Schickſal”. „Ich habe ſtets nur uns, wie in den Salons des ancien régime.
getändelt,” klagte er dann, und tröſtete ſich mit dem Be=
Der Menſch Diderot allein iſt das Ewige in dem ſo alles relativ, ſteht ſein urteil jenſeits jeder ſelbſtſicheren
kenntnis: „Man hat mir mein Leben nicht geſtohlen; ich vielgeſtaltig, vielfarbig wechſelnden Bild ſeiner Werke, Wertung. „Iſt er gut, iſt er ſchlecht?” lautet deriel
gab es freiwillig. Und was hätte ich Beſſeres tun können, denn er trägt die Züge des modernen Menſchen, iſt Blut einer ſeiner tollen Szenen, und der Held iſt Diderot ſelbin
als denen davon mitzuteilen, die dieſe Gabe zu ſchätzen von unſerm Blut und Fleiſch von unſerm Fleiſch. Wir ein „changierender” Charakter, nicht weiß und nicht
wußten?” So denkt an ſeinem Lebensabend ein uner= würden ihn heute einen „Impreſſioniſten” nennen; in ſchwarz, kein Engel und kein Teufel, ein Menſch miteen
(Br
Mit,
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235
(2590n
Nummer 255.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 5. Oktober 1313.
Seite 3.
guſumehmen, ſo konnte dies nur von einer Seite ges 1 iſt. ſch einzuarbeiten. Zemandem, der ſich mit der neuen f die Anwärterimen: Vorr Friedrich, Heit und Rebhuh
ſchehen, der die Mißſtimmung, die bei den während der öffentlichen Einrichtung vertraut machen will. kann nur in Darmſtadt, Ober in Mainz, Bangert und Flohn in
worigen Reichstagsperiode gemachten Verſuchen in den geraten werden, im Winter zu beginnen. Die Wetter=Worms, zu Poſtagenten die Landwirte Schäfer in
Kreiſen des praktiſchen Wirtſchaftslebens Platz ariff nicht karten können bei allen Poſtanſtalten zum Preiſe von Ehringshauſen, Peter Kunz II. in Erfelden, Fritſch in
fühlbar geworden iſt. Daß die Arbeiter nach langer Erörte= 50 Pfg. monatlich abonniert werden. Man erkundige ſich Pfaffenbeerfurth und Wegſtein in Zellhauſen. — Frei=
Sung der Regierungsvorſchläge ſchließlich ſelbſt nichts von jedoch auf der Poſt, zu welcher Wetterdienſtſtelle der be= willig ausgeſchieden: Die Poſtagenten Treuſch
Dem Geſetze wiſſen wollten, ſei nur kurz erwähnt. Die
Stel=
treffende Ort gehört.
in Pfaffenbeerfurth, Keck in Zellhauſen und die Poſt=
Tung, die nahezu die geſamte Erwerbstätigkeit, und zwar
agentin Genzlinger in Bürſtadt.
rerade diejenigen Kreiſe und Bezirke, die zunächſt mit Ar=
* Vom Hofe. Prinz und Prinzeſſin Andreas
g Verwaltungsgerichtshof. Auf Antrag des Mini=
Beitskammern beglückt werden ſollten, zu dem Plane ein= von Griechenland ſind Freitag nachmittag von ſteriums des Innern hatte geſtern der
Verwaltungs=
niahmen, läßt ſich dahin zuſammenfaſſen, daß ſie in der! Jagdſchloß Wolfsgarten abgereiſt. Um 4,30 Uhr wohnte gerichtshof Vorentſcheidung darüber zu fällen, ob dem
von dem Geſetze vorgeſchlagenen Einrichtung einen neuen die Großherzogin im Alie=Hoſpital einer Situng Aktuariatsaſſiſtenten Kratz, früher am Amts=
Tummelplatz für die ſozialdemokratiſche Agitation und
des Alice=Frauen=Vereins an. Prinz Heinrich von gericht Offenbach, jetzt in Fürth, ein Verſchulden daran
ine weitere Beeinträchtigung der Autorität und der Ord= Preußen iſt im Auto zum Beſuch in Jaadſchloß trifft, daß ein Antrag auf Erlaß eines
Vollſtreckungs=
nung im Betriebe ſahen. Wenn die Dinge nicht ſo gelegen Wolfsgarten eingetroffen. Geſtern vormittag trafen ein: befehls der Gemeinde Brückenau gegen die Firma Roth
hätten, welche Veranlaſſung hätte dann die Regierung ge= Prinzeſſin Heinrich von Preußen mit dem Prinzen
u. Jans in Lämmerſpiel nicht rechtzeitig erledigt wurde.
wabt Staatsbetriebe, wie diejenigen der Eiſenbahnen von Sigismund in Begleitung der Hofdame Fräulein Gegen den Beamten iſt wegen jener Anſchuldigung ein
en Segnungen, die die paritätiſchen Arbeitskammern brin= von Oertzen. (Darmſt. Ztg.)
gen ſollten, auszunehmen? Alle die Gründe, die für die
Diſziplinarverfahren eingeleitet worden, zu
igichteinbeziehung der Eiſenbahnarbeiter geltend gemacht
* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der Groß= deſſen Erledigung die Vorentſcheidung des
Verwaltungs=
wurden, liefen darauf hinaus. daß Autorität und Diſziplin herzog emofingen am Samstag den Rittmeiſter Graf
gerichtshofes erforderlich iſt. Der Vertreter der Gemeinde
n icht beeinträchtigt werden dürften. Dasſelbe machten die v. Limburg=Stirum, Eskadronchef im Leib=Dragoner= Brückenau ſtellte im Jahre 1911 Antrag auf Zahlungs=
Srivatbetriebe, und unſeres Erachtens mit Recht, für ſich Regiment (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24, den Rittmeiſter befehl und nach Ablauf der Friſt, am 26. Oktober 1911,
geltend. Die Erfahrungen, die in der Zwiſchenzeit ge= Freyer beim Stabe desſelben Regiments, den Provinzial= Antrag auf Vollſtreckungsbefehl gegen die Firma Roth
zmacht worden ſind, ſind auch nicht ermunternd. Der rück= direktor Geheimerat Beſt von Mainz, den Miniſterialrat
u. Jans. Der Antrag konnte vom Aktuariatsaſſiſtenten
ſichtsloſe Kampf der ſozialdemokratiſchen Organiſationen Hölzinger, den Hoflieferanten Heinrich, den Amtsrichter nicht rechtzeitig erledigt werden, ſondern er verzögerte ſich
inn die Macht iſt in den verſchiedenſten Fällen ſo unver= Gehm von Fürth, den Oberlehrer Dr. Brück von Bingen, um 11 Tage. Der Vertreter der Gemeinde Brückenau
er=
täillt hervorgetreten, daß daran nicht vorübergegangen den Oberforſtinſpektor Deutler, den Stadionarzt Dr. med. klärte, daß durch dieſe Verzögerung der
Vollſtreckungs=
werden kann; Erörterungen im luſtleeren Raume haben Mallwitz von Charlottenburg, den Rektor Profeſſor befehl nutzlos geworden ſei, und daß er gegen Kratz
des=
keinen Zweck.
Dr. Koerte und den Landgerichtsrat Funk von Gießen, halb klagbar vorgehen wolle wegen Schadenerſatz. Der
*
den Dr. Freſenius, Vorſitzender der Landwirtſchaftsbank
für Deutſch=Südweſtafrika in Windhoek; zum Vortrag dienſtaufſichtsführende Richter vom Offenbacher Amts=
Der Empfang für Mrs. Pankhurſt in Amerika. Die den Finanzminiſter Braun, den Miniſter des Innern gericht iſt der Ueberzeugung, daß eine Pflichtverletzung
Tägliche Rundſchau ſchreibt: In den Zeitungen der Ver=v. Hombergk zu Vach, den Vorſtand des Kabinetts von ſeiten des Aktuariatsaſſiſtenten vorliege. Der
Be=
ſchuldigte erklärte, daß an der Verzögerung ſeine
Ner=
emnigten Staaten dauern die Erörterungen über den Emp= Geheimerat Römheld, den Miniſterialrat Dr. Kratz.
fang, den man der kriegswütigen Führerin der engliſchen
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der voſität ſchuld ſei und der Umſtand, daß an ſeine Leiſtungs=
Wahlrechtsweiber bereiten will, an. Der Sheriff Har= Großherzog haben verliehen; das Allgemeine fähigkeit Anforderungen geſtellt wurden, die über das
nor=
burger ſtellt Frau Pankhurſt ſchlankweg in die Klaſſe der Ehrenzeichen mit der Inſchrift „Für Verdienſte‟ dem male Maß hinausgehen. Der Antrag war nicht ohne die
xwynamitarden und bombenwerfenden Nihiliſten und er= Zahlmeiſter Wolf im Infanterie=Regiment von Wittich Akten zu erledigen und dieſe hatten ſich in andere
Akten=
klairt, daß ſie dementſprechend behandelt werden würde, (3. Kurheſſiſches) Nr. 83, ſeither Unterzahlmeiſter im ſtücke verſchoben, er habe fortgeſetzt danach geſucht, doch ſei
ntenn ſie ſich beifallen laſſen wollte, ihre Lehre in Neu= Infanterie=Regiment Kaiſer Wilhelm (2. Großh. Heſſ.) dies erſt nach längerer Zeit von Erfolg geweſen. In
Be=
lwrk zu predigen. Als man ihn fragte, was er denn mit Nr. 116 und dem Zahlmeiſter Euler im Leibaarde= tracht kommen 3000 Akten, die durchſucht werden mußten.
ier anfangen würde, ſagte er gelaſſen, er würde ihr ein=
Infanterie=Regiment (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115, ſeither Es wurden die drei Offenbacher Gerichtsvollzieher darüber
ſiah ein paar Kanonenkugeln an die Beine binden und ſie
den Eaſt=River werfen laſſen. Aber er beſann ſich dann. Unterzahlmeiſter im Großh. Heſſ. Train=Bataillon Nr. 18; vernommen, ob eine Befriedigung der Gemeinde möglich
ferner dem Poſtagenten Peter Kunz I. in Erfelden das geweſen wäre, wenn der Vollſtreckungsbefehl rechtzeitig
Wenn ich Sheriff in London wäre”, ſetzte er hinzu,
würde ich die Vorſtellungen dieſer verrückten Weiber Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift „Für treue erlaſſen wurde. Sie erklärten, daß mit hoher
Wahrſchein=
etſch zu Ende führen. Ich würde ſie ſamt und ſonders Dienſte” am Bande des Verdienſtordens Philipps des lichkeit anzunehmen ſei, daß die Gemeinde keinen Erfolg
einiſperren, und wenn ſie ſich weigerten, Nahrungsmittel Großmütigen und dem Lehrer Ludwig Hechler zu gehabt hätte. Der Vertreter des Staatsintereſſes
bean=
eirtzunehmen, ſo würde ich ſie einfach die Folgen tragen Nieder=Florſtadt anläßlich ſeiner mit Wirkung vom tragt, Vorentſcheidung dahin zu treffen, daß Kratz ſich
t. d ſie ruhig zugrunde gehen laſſen.‟ In ähnlichem Sinnel 1. Oktober lfd. Js. ab erfolgten Verſetzung in den Ruhe= nicht einer Pflichtverletzung ſchuldig gemacht habe Beim
ſtrach ſich auch der Direktor des Tombs=Gefängniſſes aus: ſtand das Ritterkreuz 2. Klaſſe des Verdienſtordens Amtsgericht Offenbach entſtehen jährlich über 3000 Akten
in Mahnſachen und ein Verſchieben von Aktenſtücken in
asch habe niemals einen Hungerſtreiker im Gefängnis ge= Philivps des Großmütigen.
Seine Majeſtät der König von Preußen haben ver= andere Akten ſei nur zu vermeiden, wenn der betreffende
halbt” erklärte er, „und in den 38 Jahren meiner
Amts=
üichrung auch nicht von dem Vorhandenſein eines ſolchen liehen: die Königliche Krone zum Roten Adler=Orden Beamte ein übertriebenes Maß von Sorgfalt bei der
Be=
n anderen Neu=Yorker Gefängniſſen gehört. Sollte ſich vierter Klaſſe: dem Major Frhrn. von Weiters=handlung der Akten anwendet. Von einem ſtark
beſchäf=
her einer meiner Gefangenen weigern, zu eſſen, ſo würde hauſen im Kriegsminiſterium; den Königlichen Kronen= tigten Beamten könne man nur ein Durchſchnittsmaß von
4 ihn ohne weiteres ins Hoſpital überführen laſſen, wo Orden vierter Klaſſe: dem Rechnungsrat Ballhorn bei Sorgfalt verlangen. Es ſei naheliegend, daß die Angabe
des Kratz. er habe nach den Akten geſucht auf Wahrheit
nan ſich gewiß nicht ſcheuen würde, ihn zwangsweiſe zu der Intendantur des 18. Armeekorps.
rnähren. Ein Hungerſtreik würde meines Erachtens hier=
* Erledigt iſt eine mit einem evangeliſchen Lehrer beruht. Eine weitere Frage ſei die, ob das Verſchwinden
u ande nicht länger als eine halbe Stunde dauern. Man zu beſetzende Lehrerſtelle zu Nieder=Florſtadt, der Akten auf ein Verſchulden des Herrn Kratz
zurückzu=
licht, Mrs. Pankhurſt harrt jenſeits des Ozeans kein guter Kreis Friedberg.
führen ſei. Gerichtsnotoriſch ſei, daß der Regiſtrator,
Eripfang.
Perſonalnachrichten der Ober=Poſtdirektion in wenn ein Aktenſtück auf der Regiſtratur nicht vorhanden
D
Darmſtadt. Verliehen: den Charakter als „Rech=ſei, eine Hausſuchung in allen Aktenſtänden vornehme.
nungsrat” dem Ober=Poſtſekretär Röder in Darmſtadt; Der Verwaltungsgerichtshof verkündete Urteil dahin, daß
Stadt und Land.
ferner: anläßlich des Scheidens aus dem Dienſte das ſich der Aktuariatsaſſiſtent Kratz bei der Behandlung des
Darmſtadt, 5. Oktober. Heſſiſche Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift „Für Antrages der Gemeinde Brückenau auf Erlaß eines
Voll=
langjährige treue Dienſten dem Landbriefträger Scholl ſtreckungsbefehls der Unterlaſſung einer ihm obliegenden
in Fränkiſch=Crumbach und das Heſſiſche Allgemeine Amtshandlung nicht ſchuldig gemacht hat. — Der
Der öffentliche Wetterdienſt im Winter.
Ehrenzeichen mit der Inſchriſt „Für treue Dienſtel dem Rekurs des Amtsrichters Dr. Lutz zu Berlin wegen ſeiner
Der öffentliche Wetterdienſt, der ſich, wenn auch Poſtagenten Peter Kunz I. in Erfelden — Verſetzt: Heranziehung zu den Straßenherſtellungskoſten
haſam, ſo doch ſicher die Anerkennung aller vom Wetter Der Poſtinſpektor Klingelhöffer von Darmſtadt nach in Neu=Iſenburg war am 4. Januar 1912 vom
blsängigen Berufskreiſe erwirbt, gibt bekanntlich täglich Caſſel unter Uebertragung einer Vizevoſtdirektorenſtelle; Provinzialausſchuß verworfen worden, unter Verurteilung
in die Mittagszeit eine öffentliche Prognoſe heraus die der Poſtinſpektor Quenzlein von Duisburg Ruhrort nach in die Koſten des Verfahrens und die der anwaltlichen
niden Poſtämtern zum Anſchlag gelangt. Leider geſchieht Darmſtadt, der Poſtſekretär Schreiber von Mainz nach Vertretung der Gemeinde, ſowie zur Zahlung eines
Aver=
ſſtess bisher nur in den Sommermonaten. Dieſe Maß= Coblenz unter Uebertragung einer Bureaubeamtenſtelle ſionalbetrages von 20 Mark. Der
Verwaltungsgerichts=
ſalsme rührt noch davon her, daß man zuerſt glaubte, 1. Klaſſe, die Poſtſekretäre Bonarius von Berlin nach hof, der ſich am Samstag mit der Sache als oberſte
In=
u nur in der Erntezeit Bedarf für die Wetterprognoſe Darmſtadt und Reining von Mainz nach Trier, der ſtanz zu beſchäftigen hatte, wird das Urteil am 15.
No=
polhanden ſei. Mittlerweile hat ſich der öffentliche Wetter= Ober=Poſtaſſiſtent Vöhl von Nidda nach Friedberg, der vember verkünden. Lutz hatte im
Zwangsverſteigerungs=
inſt aber weit über die landwirtſchaftlichen Verufskreiſe Poſtverwalter Lapp von Ehringshauſen nach Seligen= verfahren Grundſtücke erworben und war von der Gemeinde
naus Anhänger erworben, die nicht nur im Sommer, ſtadt (künftiger Amtstitel Ober=Poſtaſſiſtent), die Poſt= zu den vor der Verſteigerung entſtandenen
Straßenher=
ndern in vielen Fällen gerade im Winter auf richtige
aſſiſtenten Lehmann von Langen nach Jena, Ermrath ſtellungskoſten herangezogen worden, obgleich dieſe Fordes
ſprherkenntnis des Wetters angewieſen ſind, z. B. alle
llanhandwerker, Verſandtgeſchäfte für Wein und andere von Bad Nauheim nach Frankfurt (Main), Frank von rung nicht bei der Konkursmaſſe geltend gemacht wurde.
ehensmittel, die vom Froſt leicht beſchädigt werden, alle Lauterbach, Friedr Müller von Bad Nauheim, Richard
Zur Sitzung des Provinzialausſchuſſes der
Pro=
ſit der Fluß= und Seeſchiffahrt zuſammenhängenden Be= Becker von Ober=Ingelheim und Uebel von Sprendlingen vinz Starkenburg am Samstag, den 11. Oktober,
fezweige, Brauereien, Tuchfabriken und andere Berufs= (Kr. Offenb.) nach Berlin, die Telegraphengehilfinnen vormittags 9½ Uhr, iſt folgende Tagesordnung feſtgeſetzt:
büge, ſo daß die Behauptung berechtigt iſt daß die Schramm von Jena nach Gießen und Schreiber von Frank= 1. Geſuch der Wilhelm Friedrich Ruhl Ehefrau zu
Offen=
ſer ierung in nicht allzu langer Zeit den öffentlichen An=furt (Main) nach Darmſtadt. — Ernannt: Die Poſt= bach um Erteilung eines Wandergewerbeſcheines: d
Be=
flaa der Prognoſen auf das ganze Jahr verlängern wird. ſekretäre Kabey in Darmſtadt, Schäfer Mainz und ſchwerde Seiner Erlaucht des Herrn Grafen von Schön=
Das richtige Verſtändnis für die Wetterprognoſe kann Schmidt in Bensheim zu Ober=Poſtſekretären, der Poſt= born=Wieſenſcheid wegen Heranziehung zur Zahlung von
buch nur erworben werden durch das Studium derſekretär Keller in Oppenheim zum Poſtmeiſter und der Kanalbaukoſten in Heuſenſtamm: 3. Geſuch des Georg
tetterkarte. Dieſe iſt daher in Volks=, Landwirtſchafts=, Telegraphenſekretär Seibel in Offenbach zum Ober= Hartmann zu Lengfeld um Erlaubnis zum Betriebe einer
hrübildungs= und höheren Schulen eingeführt. Viele! Telegraphenſekretär. — Etatsmäßig angeſtellt: Schankwirtſchaft
tmeinden bringen ſie zum öffentlichen Aushang. Das Der Poſtaſſiſtent Scholz aus Friedberg in Lauterbach,
m Der Heſſiſche Landes=Lehrerverein veranſtaltet am
ßrdium der Wetterkarte hat gerade im Winter beſon= der Telegraphenaſſiſtent Hechler aus Witten in Darm= 25. Oktober im „Storchen” in Frankfurt eine
Obmänner=
hrm Wert, weil im Winter die Witterungsvorgänge ſtadt und die Telegraphengehilfin Clara Frank in verſammlung, um über Gehaltsregelung und andere
wich=
uellmäßiger und typiſcher erfolgen, ſo daß es da leichter Worms. — Angenommen: zu Telegraphengehilfinnen tige Gegenſtände zu beraten.
veren e e e ee e e enere enee
S
Ie
ſtderſpruch, wie es eben ſein Schöpfer war, der nichts immer radikaleren Anſchauungen gedrängt. Ein Atheiſt Papieren” ſeines Nachlaſſes, in einzelnen Meiſterdialogen,
heres kennt als die Tugend und doch recht unanſtändig= iſt er aber ebenſowenig geworden, wie reiner Materialiſt, wie „Rameaus Neffe”, und eingeſtreut in die Briefe. Auch
ſiſſch ſein kann, der ins Sinnlich=Grobe gerät und durch was A. F. Lange in ſeiner berühmten Geſchichte des Ma= ſeine das Gemälde noch einmal durch die Phantaſie
neu=
idealen Schwung ſeines Temperaments ſtets wieder terialismus mit Recht betont hat. Er iſt Anbeter der be= ſchaffenden Bilderbeſchreibungen erhalten ihr Beſtes aus
ſeelten Natur in ſeinen philoſophiſchen wie in ſeinen dieſer Gabe plaſtiſcher Lebensgeſtaltung, während ſie im
ſtolze Höhen des Sittlichen gehoben wird.
Seine Schwächen ſind die Schwächen ſeines Jahr= äſthetiſchen Ideen. Auch als Aeſthetiker hat er gewaltigen eigentlichen Urteil — ſie loben Greuze und tadeln
Fra=
gonard — doch ſtark im Literariſchen befangen ſind.
Eben=
hiderts, deſſen Vorzüge ſeine Vorzüge. Diderot hat die Einfluß geübt durch ſeinen „konſequenten Naturalismus”.
il harte Anbetung des Verſtandes bei Voltaire über= der volle Wahrheit in der Kunſt verlangt, durch ſein echtes ſo gewinnen ſeine unvergänglichen Analyſen ſchauſpiele=
Lnden; er verſinkt nicht in die überſinnlichen Schwärme= Gefühl für Schönheit, das in ſeinen aus zufälligem Anlaß riſcher Leiſtungen ihren beſonderen Wert aus der Friſche
ſen Rouſſeaus. Ein gut Teil Erde haftet an ſeinen Soh= geborenen „Salons” den erſten Ausſtellungsberichten und und Genauigkeit ſeiner Anſchauung. Dieſe Eigenſchaften
; der Schmutz, der in dem großen Hexenkeſſel Paris berühmten Muſtern ihrer Art, zum Ausdruck kam, durch machen ihn zum geborenen, zum gottbegnadeten Kritiker.
bdelte, dringt mit derben, groben, bisweilen lüſternen ſeine Unterſuchung der Sinneseindrücke aus denen unſere Auch darin ähnelt er Leſſing, wie in der ſchier unbegrenz=
Undungen in ſeinen lebhaften, in vielen Tonarten und Wahrnehmung entſteht, und der „künſtleriſchen Zeichen” ten Univerſalität ſeiner Intereſſen und ſeines Wiſſens; er
ürhen ſpielenden, natürlich friſchen Stil und gibt ihm die ihnen in der Kunſt entſprechen. In all dieſem iſt er hat ebenfalls, als erſter Franzoſe, die ungeheure Größe
Unthmal etwas Vulgäres. Aber er ſchreitet hin über Leſſings Vorläufer, der ihm ſogar im „Lakoon” und der Shakeſpeares erkannt. Man hat deshalb ein gewiſſes
ewig Unſaubere, die Augen zur Sonne gewendet, die „Hamburgiſchen Dramaturgie” zu Dank verpflichtet iſt und Recht, wenn man ihn als einen dem deutſchen Weſen ver=
Ern in reiner Luft gebadet, und breitet die Arme aus, der noch zuletzt bekannte, ſein Geſchmack würde ohne Di= wandten Geiſt bezeichnet hat. Diderot hatte „Gemüt”;
er es nach einem Wort an Sophie Voland ſelbſt im derots Muſter und Lehren eine ganz andere Richtung ge= ſein Denken wird von einer bezwingenden Güte ſein
Blafe tat, wie um alles Edle und Gute, alles Helle und nommen haben, „vielleicht eine eigenere, aber doch ſchwer= Urteil von leidenſchaftlicher Liebe gelenkt, und darin liegt
re an die Bruſt zu drücken. Durch dieſe Grundbeding= lich eine, mit der am Ende mein Verſtand zufriedener ge= das Letzte und Höchſte ſeines Weſens und Wirkens.
Diderot hat der franzöſiſchen Kritik erſt die Seele
ver=
des alles Verſtehens und alles Begreifens, die ſeine weſen wäre‟”.
Nicht nur von dem Aeſthetiker Diderot hat Leſſing ge= liehen,” ſagt Sainte=Beuve, ſein bedeutendſter Nachfahr
ur beſaß, iſt er zum Mittelpunkt der ganzen revolu=
Mären Gedankenbewegung in Frankreich geworden. In lernt, auch von dem Dichter und dem Kritiker. Beiden ge= als Kritiker. „Er beſaß jene Fähigkeit des halben
Sich=
ier Schriften offenbart ſich der Brennpunkt all jener mein war der Kampf gegen die klaſſiziſtiſche Tragödie. aufgebens und halben Sichbewahrens die der Reiz und
Kenden, nach Neuem ringenden Elemente, und wie er der der Franzoſe zuerſt ſeine von Tugend und Gefühl der Triumph der Kritik iſt, in höchſtem Maße Er
Aldeſe Lichtſtrahlen in ſich ſammelte, ſo warf er ſie in überfließenden heute ganz ungenießbaren bürgerlichen war der große moderne Journaliſt, der Homer dieſer Gat=
Atem Lichtergarben auch wieder zurück die Geiſter er= Rührſtücke „Der natürliche Sohn” und „Der Familien= tung, klug, feurig, allumfaſſend, beredt, nie bei ſich, ſtets
Aend und befruchtend. So iſt er, ohne ſchöpferiſche vater” entgegenſtellte. Leſſings Sara Sampfon” die bei anderen, der offenſte, der gaſtfreundlichſte der Geiſter,
ünmaltät, der bedeutendſte Denker ſeines Kreiſes weilDiderot, durch Grimm mit dem Drama bekannt gemacht, der Freund von allen und von allem. :. Er iſt der erſte
lie größte Individualität unter den Enziklopädiſten” ſehr rühmte, ſteht künſtleriſch viel höher. Nicht im Drama große Schriftſteller, der wirklich unſerer modernen Geſell=
Apeil ſeine raſtlos fortſtürmende, ſich ſtets wieder häu= lag des ſcharf beobachtenden Realiſten Stärke, ſondern in ſchaft angehört; er zeigt uns den Weg und das Muſter:
e Entwickelung alle Phaſen in dem Denkprozeß des der epiſchen Erzählung. Hier ſind Diderot einige Meiſter=ſtets für das Publikum zu ſchreiben, ſich an alle zu wen=
Arhunderts umſpannte. Als ſtrenger Anhänger des ſtücke gelungen die ihm als Vorläufer der großen Roman=den, zu improviſieren, ſich unaufhörlich zu haſten, und zu
rus iſt Biderot von dem engliſchen Tugendenthuſia= ſchriftſteller des 19. Jahrhunderts, beſonders Valzacs, geben, zu geben und noch einmal zu geben, ohne jemals
Shaftesbury ausgegangen, geriet dann in die Schule zeigen. In den eigentlichen Romanen wird man dieſe zu emviangen. Raſt ich, ſo roſt ich, das iſt ſeine Deviſe.”
Skeptikers und Polyhiſtors Bayle, von dem er in von Leben ſprühenden, ein glänzendes Zeitbild malenden
ſtblick und Stil ſo viel gelernt, und wurde nun zu Szenen vergeblich ſuchen. Man findet ſie in den „kleinen
Nummer 235.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 5. Oktober 1913.
Seite 4.
E Ein vorbildlicher Autoleuker. Man teit uns ſVerſtorbene war am 6. Zult 1916 zu Afſolterbach ſ. Z. ge.fderm für ſch behalen zu haben, Es ſind im einzeinen
ſohl=
mit: Als ich geſtern vormittag ¾ 8 Uhr die Frankfurter boren. Er beſuchte die höhere techniſche Schule in Darm=gende Beträge: Verbrauchsabgabe von Bier 524,20 Mark,
Straße entlang ging, beobachtete ich ein Auto, das nicht ſtadt ſowie die Univerſtäten Gießen, Halle und Heidel=Wiegegelder 27450 Mark Marliſtandsgelder von einem
in dem ſonſt auf dieſer Straße gewohnten raſenden berg. In den Jahren 1865 und 1866 war Dr. Heidenreich Karuſſellbeſitzer 400 Mark. Pflegegelderſatz der Kreis=
Lempo, ſondern gemütlich fuhr und den zahlreich auf als landwirtſchaftlicher Volontär auf verſchiedenen Gütern kaſſe Friedberg 121,18 Mark, von der Armenkaſſe
Umphen=
dieſer Strecke verkehrenden, auf beiden Seiten fahrenden tätig und arbeitete vom Jahre 1869 an bis 1887 als prak= bach 139,70 Mark, Abgabe für elektriſche Energie 66,20
Fuhrwerken, Radfahrern ꝛc. mit einer bewunderns= tiſcher Landwirt auf ſeinem elterlichen Gute welches er Mark, Kautionsſtellung des Holzhändlers Detrich=
Nürnberg=
werten Sicherheit auswich. Da mir ein derart vor= im Jahre 1880 im Eigentum übernahm. Von 1887 ab 26 Mark Holzgeld von Spamer=Urberach 34,40 Mark und
ſichtiges Fahren auf der Frankfurter Straße etwas Un= ſtand Heidenreich im Dienſte der heſſiſchen landwirtſchaft= Pflegegelderſatz der Gemeinde Oberwieſen 88,30
Mark=
gewohntes war, waren meine Augen auf den Führer lichen Genoſſenſchaften, war ſeit dem Jahre 1881 Mitglied
Ferner iſt er angeklagt der Unterſchlagung von zwei alten,
des Autos gerichtet und ich gab mein Staunen auf, als des Vorſtandes des Landwirtſchaftlichen Provinzialver=
Urkundenbänden aus dem Jahre 1600. Der Angeklagte
ich im Lenker des Wagens Se. Königl. Hoheit Prinz eins Starkenburg und ſeines Ausſchuſſes und Mitglied
Wie wenig des heſſiſchen Landwirtſchaftsrates. Bis zu ſeiner Ueber= war im Jahre 1909 wegen Veruntreuung zu 6 Monaten
Gefängnis verurteilt worden, weil er ſich als gerichtlich
Heinrich von Preußen erkannte.
Unglücke würde es geben, wenn alle Autolenker ſich ſiedelung nach Darmſtadt im Jahre 1887 war er auch
Mit=
glied des Kreistages des Kreiſes Heppenheim und des beſtellter Nachlaßpfleger Gelder angeeignet hatte. Die
dieſen hohen Herrn zum Vorbild nehmen würden.
Provinzialtages der Provinz Starkenburg. Seit dem Hälfte der Sträfe wurde ihm damals erlaſſen. Er wurde
* Der Darmſtädter Vortragsverband wird ſeine dies= 28. Oktober 1893 war der Verſtorbene Mitglied der Zwei= trotzdem wieder auf der Bürgermeiſterei beſchäftigt und
winterliche Tätigkeit am 30. Oktober eröffnen. Hofrat ten Kammer. Er gehörte auch der heſſiſchen Landwirt= obgleich er von dem Stadtrechner Uebel ausdrücklich vers
Hugo Edward hat ſich in liebenswürdiger Weiſe be= ſchaftskammer als Mitglied an. In der Zweiten Kam= warnt wurde, Gelder in Empfang zu nehmen, nahm er
reit erklärt, die Weltreiſe, die er im vorigen Winter unter= mer war Dr Heidenreich erſter ſtellvertretender Vorſitzen= doch fortgeſetzt Gelder an. Der Angeklagte gibt an, daß
nommen, ſeinen Darmſtädter Mitbürgern in Wort und der der Nationalliberalen Partei, innerhalb welcher er er zwar nicht zur Annahme von ſtädtiſchen Geldern bereche
Bild vorzuführen Daß der Reinertrag des Abends dem alle Fragen der Landwirtſchaft und des landwirtſchaft= tigt war, er habe dies aber dennoch getan, weil dies ſo
Darmſtädter Feſthausverein überwieſen werden ſoll, ſichert lichen Genoſſenſchaftsweſens ſtets nachdrücklich vertrat, eingeführt war, um dem Publikum gefällig zu ſein.Er
ihm neben der Beliebtheit des Redners von vornherein auch wenn er ſich dabei im Gegenſatz zu der Mehrheit ſei= ſtellte ganz energiſch in Abrede ſtädtiſche Gelder für ſich
eine beſondere Anziehungskraft.
ner Fraktion befand. Sein Intereſſe an der heſſiſchen verbraucht zu haben. Wenn einige Gelder verſpätet abl
Der Bezirk Darmſtadt des Hamburger 1858er kauf= Politik war iedoch mit der Landwirtſchaft keineswegs er= geliefert wurden, ſo geſchah dies, weil er die Sachen verg
männiſchen Vereins, des älteſten unter den kaufmänni= ſchöpft, er arbeitete auch an ſteuerlichen und ſonſtigen all= geſſen habe. Zum Teil beſtreitet er auch, daß die aufges
ſchen Berufsvereinen, feiert am Samstag, den 11. d. M., gemeinen politiſchen Fragen ſtets zielbewußt und eifrig ſtellte Berechnung der angeblich veruntreuten Gelder in
im Kaiferſaal ſein Stiſtungsfeſt durch Konzert, Theater mit, ſo daß für ſeine Fraktion wie für den ganzen Land= Ordnung ſei. Die Verbrauchsabgabe für Vier und daß
und Ball. Das Konzert wird ausgeführt durch die Kapelle tag ſein Tod nicht unbemerkt bleiben kann. Dr. Heidenreich Wiegegeld wurde vom Wiegemeiſter vereinnahmt und
and=
des Großh. Artillerie=Regiments Nr. 61. Eigens für war vom 4. Wahlbezirk der Provinz Starkenburg gewählt jährlich an die Stadtkaſſe abgeführt. Stadtrechner Uehel
dieſes Feſt iſt eine große Theateraufführung: „Ein Auf= worden. Er gehörte dem Erſten Ausſchuß an, in den er ſtellte nun feſt, daß Weber die Beträge monatlich abholen
ruhr im kaufmänniſchen Erholungsheim” Poſſe mit Ge= nach dem Ableben des Abg. Reinhart gewählt wurde, ſo= ließ, die Gelder bis zum Jahresſchluſſe aufbewahrte und
ſang und einer Anzahl Reigen und Kunſttänzen, unter wie der Kommiſſion zur Beratung über die Vereinfachung dann Rechnung ablegte Bei der Abrechnung ſtellte ſich
gütiger Mitwirkung von Mitgliedern des Großh. Hof= der Staatsverwaltung.
aber auch heraus, daß die abgelieferten Summen nicht
theaters und ca. 40 Damen und Herren des Bezirksver=
Die Beerdigung Dr Heidenreichs wird vorausſichtlich ſtimmten. Durch Umfrage bei den drei größten Biet
eins, vollſtändig neu angefertigt und einſtudiert. Die! am Mittwoch in Affolterbach, ſeiner Heimat,
ſtatt=
brauereien wurde ermittelt, daß Weber 524,20 Malſ.
Bühne wird in künſtleriſcher Dekoration und Beleuchtung finden.
zu wenig abgeliefert habe. Ein Karuſſellbeſitzer in
prangen, ſo daß die Uraufführung des Stückes recht glanz=
Schlüchtern hatte 1911 den Platz in Dieburg für ein Jahll
voll zu werden verſpricht. Ein Ball wird das Feſt be=
Darmſtädter Wochenmarkt.
gegen einen Pacht von 400 Mark gemietet und dieſe in
ſchließen. (Näheres ſiehe Anzeige.)
3 Raten gezahlte Summe hat Weber in Empfana genoma
§ Aſyl für Obdachloſe. Im September wurde
Marktpreiſe am 4. Oktober.
men und als im Frühjahr 1912 auf Veranlaſſung des
in dem im Lokale des zweiten Polizeireviers in der
5 Pf.
. 1,35 M. Grünkohl, Stück
Stadtrechners Recherchen angeſtellt wurden, weshalb der
Alexanderſtraße errichteten Aſyi für Obdachloſe 321 Per= Butter, ½ kg
in Partien, ½ kg 1,30 MRoſenkohl, ½ kg 25—30 Pf. Mann noch nicht gezahlt hatte, wurde feſtgeſtellt, daß
ſonen und in demienigen im Lokale des fünften Polizei=
.58
7—11 Pf. Gelberüben, ½ kg.
reviers in der Ludwigshöhſtraße 7 Perſonen, zuſammen Eier, Stück
Weber die Summe nicht abgeliefert hatte. Eine Summe
Schmierkäſe, ½ Lit. 20-22 Pf.Erbſen, ½ kg . 25—28 Pf. von 121,18 Mark hatte Weber ebenfalls in Empfang ges
228 Perſonen, Obdach gewährt.
25 P
Naturalverpflegungsſtation. Im September Handkäſe, Stück . 4—10 Pf. Bohnen, ½ kg . .
nommen, die die Kreiskaſſe Friedberg für Pflegegeld
ge=
wurde die Hilfe der hieſigen Naturalverpflegungsſtation Kartoffeln, Ztr. 2,25-2,50 M. Gurken, Stück . 5—30 Pf. ſandt hatte Als hier unterſucht wurde, zahlte Weber den
Kumpf (10 Liter) 40—45 Pf.
Geflügel, Wildbret:
von 204 mittelloſen Durchreiſenden in Anſpruch ge=
Betrag nach zwei Monaten heraus.
„ kg
,, ,
9—10 Pf. Gänſe, ½ kg 0,90—1,00 M.
nommen. Im vorhergehenden Monat Auguſt ſind nur
Die nach der Vechaftung Webers am 12. März 1913 er
141 (oder weniger 63) Perſonen unterſtützt worden.
½ kg . . . . 3—4 Pf. Enten, Stück 3.50—4,00 M. folgte Hausſuchung förderte in der Wohnung Webers 200
§ Brand. Geſtern nacht gegen 1 Uhr brach in der
Hahnen, Stück 1,29—2,50 M. Mark zutage, außerdem 60 Mark Ausgabeanweiſung
Obſt u. dergl.:
Räucherkammer der Metzgerei Obergaſſe 13 Feuer aus, Aepfel, ½ kg 10—20 Pf. Hühner, Stück 2,50—3,00 M. Ferner zwei Urkundenbände (Gerichtsprotokolle) der Bür
welches durch die Hausbewohner und die herbeigerufene Zitronen, Stück . 7—8 Pf. Tauben, Stück 60—70 Pf. germeiſterei, die Weber mindeſtens zwei Monate im Bea
Feuerwehrwache alsbald wieder gelöſcht wurde.
Apfelſinen, Stück 8—10 Pf. Haſen, Stück
. 3—4 M. ſitz hatte. Hierzu erklärte Weber daß er die Akten, dieen
* Bilder vom Tage In der Auslage unſerer Ex= Birnen, ½ kg . 8—25 Pf. Lapins, Stück 0,90—1,00 M. zuſammengetragen habe, mit nach Hauſe genommen habs
pedition (Rheinſtr. 23) ſind von morgen abfolgende Bilder Zwetſchen, Zentner 9 M.
Fiſche:
um darin zu ſtudieren. Nach der Ausſage des Urkunden
½ kg
. 9—10 Pf. Hecht, ½ kg .
neu ausgeſtellt: Von der Tauſendjahrfeier in Kaſſel, Blick
90 Pf. pflegers haben ſie einen Altertumswert, wenn auch einen
auf den geſchmückten Friedrichsplatz während der Geſanas= Pfirſiche, ½ kg 50—75 Pf
Aal, ½ kg 0,90—1,00 M. nicht beträchtlichen Da die Einbände ebenfalls aus dem
vorträge — Enthüllung des Prinz=Regent=Lutitpold=Denk=Trauben, ½ lgr 35—50 Pf. Karpfen, ½, lg 70—80 Pf. 16. Jahehundert ſtammen, haben ſie einen gewiſſen Samg
mals in München — Flieger Ingenieur Sablatnig ſtellte Brombeeren, ½ kg 12-14 Pf. Andere Rheinfiſche,
melwert. Weber hatte in der Vorunterſuchung zugegeben
mit 2830 Metern einen neuen Höhenweltrekord im Fluge Eierſchwämme,½ lg 35-40 Pf.
a kg.
35—60 Pf. daß, wenn erwieſen ſei, daß weniger Beträge an
Bierah=
mit drei Paſſagieren auf — Opernkomponiſt Giuſeppe Steinpilze, ½ kg . 60 Pf. Rotzungen, ½ kg 50 Pf. gabe abgeliefert worden ſeien, er dieſe Beträge für ſich
Schollen, ½ kg 30—40 P
Verdi, zur Feier ſeines 100. Geburtstages am 9. Ok= Salat, Gemüſe uſw.:
verwendet hat, da er ſich in ſchlechten Verhältniſſen bes
tober 1913.
Kopfſglat, Stück. 5—6 Pf. Kabeliau, ½ kg 22—25 Mf
ſunden habe. In der geſtrigen Verhandlung widerrufter
kg 30 Pf.
Endivien, Stück 5—6 Pf. Scheilſiſche, gr.,
auch dieſes minimale Geſtändnis.
Gf.
* Jobs luſtige Bühne. Nachmittagsvorſtel=
Feldſalat, Körbchen 10 Pf. Bratſchellfiſche, ½ kg 20
Der Zeuge, Stadtrechner Uebel, beſtreitet, daß
We=
lung im Orpheum. Im Orpheum findet durch Jobs=
Kölner luſtige Bühne heute Sonntag, nachmittags 4 Uhr, Radieschen, Bündel 3 Pf. Holdbarſch, ½ kg . 19 Pf. ber die Berechtigung hatte Zahlungen in Empfang zu
die erſte Volksvorſtellung bei kleinen Preiſen ſtatt Zur Rettiche, Stück . 3—10 Pf. Seelachs, ½ kg . . 19 Pf. nehmen. Zeuge habe ſtets den Standpunkt vertreten, daßu
Bündel . .
5 Pf. In den Fleiſchſtänden: im Intereſſe einer geordneten Geſchäftsführung Zahlungen
Aufführung gelangt die erfolgreiche Schwanknovität Meerrettich, Stück 20—35 P
Rindfleiſch, ½, lg . 70 Pf. und Leiſtungen der Gemeinde nur durch die Stadtkaſſe ein
Schieber”; desgleichen in der Abendvorſtellung. Es
wer=
den vorausſichtlich die einzigen Sonntagsaufführungen Roterüben, Bündel . 5 Pf. Hackfleiſch, ½ kg . 76 Pf. folgen ſollen, während der Bürgermeiſter den gegenteiligen
kg . . 5—6 Pf. Rindsfett, ½ kg
. 56 Pf. Standpunkt vertrete. Er habe ausdrücklich davor gen
dieſes von Anfang bis Ende mit unverwüſtlichem Humor
7 Pf. Rindswürſtchen, Stück 15 Pf. warnt, dem Weber amtliche Gelder anzuvertrauen. Den
durchſetzten Stückes ſein, da in den nächſten Tagen ein Zwiebeln, ½ kg .
Tomaten, ½ kg . 15 Pf. Schweinefleiſch, ½ kg 92 Pf. bei der Bürgermeiſterei Dieburg übliche Brauch des Geld=
Repertoirewechſel bevorſteht. (S. Anz.)
15 Pf. Geſalzenes und Koteletts,
verkehrs ſei den Veruntreuungen ſehr günſtig geweſen
* Konzerte. Hotel Heß. Seit dem 1. Oktober Spinat, ½ kg
kg ..
konzertiert im Bürgerkeller das beliebte Damenorcheſter Weißkraut, Stück 5—15 Pf.
1 M. Zeuge Bürgermeiſter Kraußmann bekundet, daß
Zentner . . 1,30 M. Schwartemagen u. Fleiſch= vor 26 Jahren den Angeklagten als Privatgehilfen angen
unter perſönlicher Leitung des Herrn Kapellmeiſters Joſef
wurſt, ½ kg
Schmidl, welches bereits ſchon früher den Beſuchern des Rotkraut, Stück 8—35 Pf.
00 Pf. nommen habe. Er habe ſich als ein ſehr brauchbarer tüch
Bürgerkellers durch ſein Inſtrumentalkonzert manch fröh= Blumenkohl. Stück10—50 Pf. Leber= und Blutwurſt,
tiger Mann erwieſen und ſei darum 1909 ſehr unangenehm
liche Stunden bot. Auch jetzt wieder erfreut ſich der Wirſing, Stück . 3—10 Pf. ½ kg . . . . . 72 Pf. berührt worden, als er von der Veruntreuung Weben
Bürgerkeller eines regen Beſuches, und die guten
Leiſtun=
hörte. Da W. jeden Mittwoch auch in Groß=Zimmern
Aus=
gen der Kapelle werden von den Gäſten mit reichem
hilfe leiſtete, habe ſich Zeuge und der Bürgermeiſter von
Applaus belohnt.
Strafkmamer.
Groß=Zimmern darum bemüht daß Weber gegen eine
Kaution aus der Haft entlaſſen werde. Dies erfolgte dam
Der Fall Weber=Dieburg.
auch gegen 300 Mark Kaution. Der Angelagte war he
Landtagsabgeordneter Dr. Heidenreich 7.
g. Die Strafkammer I verhandelte geſtern bis in die mals auch eine Zeitlang ſtellvertretender Standesbeamten
C Geſtern abend gegen 6 Uhr ſtarb in ſeiner Woh= Abendſtunden gegen den 47jährigen Bürgermeiſtereigehilfen und zeigte ſich überhaupt in der vielſeitigen Verwendung
nung. Eichbergſtr. 24, hierſelbſt, nach kurzem Krankenlager Peter Weber IV von Dieburg wegen
Unter=
ſehr brauchar Zeuge hat ſich auch bemüht, daß Wehen
der Direktor der Zentralgenoſſenſchaft der heſſiſchen land=ſchlagung. Er iſt beſchuldigt, in den Jahren 1910 bis von der Gemeinde bezahlt werde und iſt überzeugt, daße
wirtſchaftlichen Konſumvereine, Landtagsabgeordneter 1913 bei der Bürgermeiſterei Dieburg eingegangene Be= er damals viel zu viel für Weber getan hat. Als W. daſſt
Dr. Auguſt Heidenreich, im 67. Lebensjahre. Derträge von insgeſamt 170784 Mark nicht abgeliefert, ſon= nach 3 Monaten aus dem Geſängnis entlaſſen wurhe
hatte er ſich auch bereit erklärt, ihn zu verwenden, da
* Omnibus — Autobus — Aerobus. Der Omnibus, aber doch einige Bedenken hatte, legte er die Frage
verdankt ſeinen ſonderbaren Namen dem Umſtand, daß! Wiederverwendung dem Gemeinderat vor der mit Stim
Feuilleton.
man in ihm ſeiner Zeit ein neues Beförderungsmittel ſah, menmehrheit die Verwendung Webers beſchloß.
** Spitzengamaſchen für Damen. Die eleganten das für jedermann um billiges Geld zur Verfügung ſtehen
Erſtmalig iſt Zeuge dann mißtrauiſch geworden, als
ſollte. Jetzt iſt aus dem Omnibus im weltſtädtiſchen Ver= ihm im Oktober vorigen Jahres der Rechner Uebel mit
Frauen von Neu=York begnigen ſich nicht mehr damit,
die Ancegungen zu neuen Moden ausſchließlich von kehr zunächſt der Autobus geworden. Seine moderne Be= teilte, daß mit Weber etwas nicht in Ordnung ſei, was
Paris zu empfangen: ſie haben jetzt ſelbſtändig eine Mode, zeichnung iſt wohl eine der größten Ungeheuerlichkeiten der aus der Nichtabführung der 400 Mark Standgeld hervor
neuheit eingeführt, die ſofort in Neu=York begeiſterte An= Namenbildung, die je verübt worden ſind. Jeder Quin= gehe. Bis dahin habe er für Weber unbegrenztes Verg
hängerinnen gefunden hat. Und das ſind die Spitzen= taner eines Gymnaſiums weiß, daß Omnibus auf lateiniſch trauen gehabt. Auffallend ſei ihm dann vorgekommen,
gamaſchen für Damen. Schöne und koſtbare Spitzen wer= „für alle” bedeutet, und das die Endung „bus”, die jetzt daß die Quittung für die von Friedberg geleiſtete Zahen
den zu kurzen Gamaſchen verarbeitet und auf einer Unter= zuweilen allein für das in Rede ſtehende Verkehrsmittel lung von 121,18 Mark von dem Beigeordneten Roehe
lage von ſchwarzer Seide oder ſchwarzem Samt getragen. gebraucht wird, nur den Dativ der Mehrzahl bezeichnet, ſtammte obgleich Zeuge ſich an dem Tage im Hauſe he=
Anſtelle der Knöpfe werden Klammern verwendet, dieſalſo überhauft kein ſelbſtändiges Wort iſt. Ein
Alt=
fand. Bei den Nachforſchungen ſtellte ſich heraus, daß die
unter dem Spitzenwerk verborgen bleiben und damit die philologe muß daher geradezu erſchaudern, wenn er dieſe Akten nicht gefunden werden konnten. Weber ſei nicht Be=
Wirkung des Muſters nicht ſtören. Am meiſten Anhänge= lateiniſche Kaſusendung mit einem griechiſchen Wort zu amter geweſen und Zeuge Kraußmann hat ihm auch nie die
rinnen haben weiße und eremefarbene Mediei=Spitzen ge= „Autobus” vereinigt ſieht. Autobus bedeutet auf deutſch Befugnis erteilt Gelder in Empfang zu nehmen.
funden; einzelne Damen, denen dieſe helle Farbenwirkung „Selbſtbus”. Die reißende Entwicklung des Verkehrs= Annahme der Vier= und Wiegegelder hat Weber ganſ
weſens kümmert ſich aber um ſolche Skrupel herzlich wenig, eigenmächtig vorgenommen, Zeuge hat davon
nichtsge=
zu gewagt erſcheint, tragen ſchwarze Spitzen, die auf und ſo folgt jetzt auf den Autobus bereits der Aerobus, wußt. Es bedurfte auch erſt energiſcher Schritte des
ſchwarzem Grunde ſehr diskret und vornehm wirken.
der ſprachlich keine geringere Ungeheuerlichkeit iſt. Es Kreisamts, um Weber zur Niederlegung des Amtes als
C. K. Von neueſten Ausgrabungen in Italien wird im wird wohl noch eine geraume Zeit vergehen, ehe der Aero= ſtellvertretender Standesbeamter zu bewegen. Als die
Cicerone berichtet: Im Weſten von Civita Vecchia bus eine weſentliche Rolle als Beſörderungsmittel ſpielen Unterſchlagungen ans Tageslicht kamen, forderte ihn
entdeckte man eine archaiſche Totenſtadt aus dem 7.—6. wird, aber er gehört ſchon der Gegenwart an. Dieſer Zeuge Bürgermeiſter Kraußmann auf, nicht mehr Dienſt
Jahrhundert v. Ehr in der viele korinthiſche Vaſen und Name iſt einem Gefährt gegeben worden, das Ende Sep= zu tun. Weber kam jedoch wieder, er tatz ob der Aufforde=
Buccherogefäße gefunden wurden. Im Weſten von Pom= tember in London mit einem Führer und ſieben Fahr=rung, die Bürgermeiſterei zu verlaſſen ſehr entrüſtet und
peji wurden vor der Stadt Reſte eines großen Gebäudes gäſten aufſtieg, freilich nur 15 Minuten 25 Sekunden in der es bedurfte erſt der Androhung des Kreisamts Dieburg
aus der Zeit der römiſchen Republik freigelegt. Die ſo= Luft blieb.
einen Gendarmen zu entſenden um ihn zu veranlaſſen die
eben in Angriff genommenen Ausgrabungen im Dom zu
R. Kinderhumor. Ein alter Herr, der die Kinder liebt, Bürgermeiſterei zu verlaſſen, Weber ging dann mit der Droh=
Modena führten zu intereſſanten Reſultaten. Man pflegt auf ſeinen Spaziergängen beſonders gern mit klei= ung, alles gegen K. tun zu wollen, was er tun könne.Wien
fand unter dem Fußboden des 1099 errichteten Bauwerkes nen Buben anzubinden. Er ſtellt ihnen verfängliche Zeuge weiter bekundet, habe Weber dieſes Wort redlich ge
die marmornen Säulenbaſen eines älteren Baues, der bis Fragen, um dann meiſt humoriſtiſche Antwort zu erhalten. halten. Zeuge iſt auch der Anſicht, daß es beſſer wäre
ins 7. Jahrhundert n. Chr. zurückreicht. Dann kamen rohe So frug er vor einigen Tagen einen Abeſchützen, der ihm wenn alle Zahlungen und Leiſtungen durch die Gemeinde=
Steinſärge und auch Gräber jüngeren Datums zum Vor= um acht Uhr früh morgens begegnete: „Haſt du heute deine kaſſe laufen, doch ſei in einigen Fällen Zahlung an die
ſchein, unter denen der in unmittelbarer Nähe des Altars Schläge ſchon bekommen?‟ Die prompte Antwort lautete: Bürgermeiſterei vorzuziehen, beſonders wenn noch
Kol=
der Familie Molza gefundene kupferne Sarkophag der „Nein, unſere Schule fängt heut erſt um zehn Uhr an.” reſpondenzen darüber zu führen ſind.
Dichterin Tarquinia Molza hervorragt. Die Grabungen — Karl wird am erſten Schultage nach den Ferien, als er
Zeuge Polizeidiener Blank hat in der
Vorunter=
an der alten Kirche S. Martino zu Malvaglia im aus der Schule ging, gefragt: „Karl, warum machſt Du ſuchung ausgeſagt, daß ſeiner Erinnerung nach er das von
Bleniotal förderten intereſſante Fresken zutage, ferner ein ſo betrübtes Geſicht, gelt die Schule hat heute ange= der Poſt abgeholte Geld (Blank hatte Poſtvollmacht) dem
Grundmauern früherer Kirchenbauten aus dem 16. Jahr=fangen?” „Mache ich wirklich ein böſes Geſicht?” erwidert Bürgermeiſter, aber manchmal auch dem Weber gegeben
hundert und aus frühromaniſcher Zeit, die alte Gräber Karl. „Da hätten Sie erſt heute Morgen unſerm Lehrer habe. In einigen Fällen habe er das Geld auch aufdas
in ihren Fundamenten enthielten.
ſeins ſehen müſſen.”
Pult gelegt, wenn niemand im Zimmer war. Vor der
Gbrug
6
Stungt
E.
[ ← ][ ][ → ] Nummer 23₰.
Darmſtadter Tagblatt, Sonntag, den 5. Oktober 1913.
Seite 5.
geſtrigen Verhandlung hat Zeuge dies Proiokol wider=den Sturz erliienen Verleſungen waren derart ſchwer, ſworden, ſo daſß insgeſamt 39 00 Kinder an den
Ferin=
rufen.
daß das Kind nach einer halben Stunde ſtarb. Als die ſpielen teilgenommen haben, — Unter ſtarkem Andrang
Bei der weiteren Beweiserhebung, bei der ſich heraus= Mutter, in deren Abweſenheit das Unglück paſſiert war, des Publikums begann heute vor dem Schwurgericht
ſtellte daß Weber von einem Vierverleger Bierabgaben davon hörte, verſiel ſie in Herzkrämpfe. Ihr Zuſtand iſt des Landgerichts I die Verhandlung gegen die 20jährige
in Höhe von 87 Mark rigoros eintrieb und die Quittung beſorgniserregend
Expedientin Hedwig Müller, die beſchuldigt iſt, in
mit der Unterſchrift J. A.: Weber verſah, beſtreitet der
Ober=Ingelheim, 4. Okt. Ein ſchwerer Auto=der Nacht des 8. März im Tiergarten den 19jährigen
Bürgermeiſter energiſch daß Weber den Auftrag oder die unfall ereignete ſich heute morgen in dem oberen Orte. Hausdiener Georg Reimann erſchoſſen zu haben.
Erlaubnis hatte, zu quittieren.
Der Landwirt Hillesheimer war mit ſeinem Ochſenfuhr= Die Angeklagte hat eine ſchriftliche Darſtellung ihres
Staatsanwalt Bernards bemerkte in ſeinem werk auf der Fahrt begriffen und wich einem entgegen= Lebenslaufes gegeben und der doppelten Liebesaffäre, der
Plaidoyer, daß er weniger Wert darauflege daß Weber die kommenden Auto vorſchriftsmäßig aus. Das Automobil die Tat entſprungen iſt. Sie unterhielt gleichzeitig Be=
Gelder für ſich behielt, als darauf, daß er ſie an ſich brachte, rannte jedoch gegen das Fuhrwerk, wobei Hillesheimer ziehungen zu einem Dr. St. und dem erſchoſſenen
Haus=
ein Verhalten, das beinahe an Betrug grenzte. Der An; ſchwere Verletzungen davontrug. Auto und Fuhrwerk diener Reimann, der in der gleichen Firma mit ihr
ange=
geklagte dem ſeine erſte Beſtrafung eine ernſte Warnung wurden ſchwer beſchädigt; der Ochſe mußte abgeſchlachtet ſtellt war. Die Angeklagte ſtellte es ſo dar, als ob
Rei=
hätte ſein ſollen, habe das Vertrauen, das man erneut in werden.
mann, von Eiferſucht gequält, bei einer letzten heftigen
ihn ſetzte, auf das Unerhörteſte mißbraucht, weshalb ihm
Friedberg, 3. Okt. (Hoch zu Roß.) Eine hübſche Ausſprache mit ihr Selbſtmord begangen habe. Der
Be=
mildernde Umſtände auf keinen Fall zuzubilligen ſeien. Geſchichte, die ſich beim Einzug unſerer Garniſon am Mitt= fund an der Leiche läßt dies jedoch als nicht möglich er=
Er beantrage eine Geſamtſtrafe von 2 Jahren 5 Mo=woch hier abſpielte, wird in der ganzen Stadt belacht. Als ſcheinen. Die Gerichtsſitzung wurde abgebrochen und
aten Gefängnis, der Verteidiger Rechtsanwalt De. das Bataillon dem Zuge entſtieg, wurde es auch von dem ſämtliche Prozeßbeteiligte begaben ſich zu einem Lokal=
E. Hoffmann II. beantragte Freiſprechung. Das Gericht Vereine ehemaliger 116er empfangen, deſſen Vorſitzender termin in den Tiergarten. Die Sitzung wurde auf
Mon=
erkannte den Angeklagten der Unterſchlagung in hoch zu Roß ſaß. Leider aber verfügte der Major über tag 9 Uhr vertagt.
8 Fällen für ſchuldig und verurteilte ihn zu kein Pferd, und ſo blieb dem Zibilkommandeur nichts
Metz, 4. Okt. (Leichtſinnige Wette.) Ein
1 Jahr Gefängnis und Verluſt der bürgerlichen anderes übrig, als auch von dem Roß zu ſteigen und den Knabe ging geſtern eine Wette ein, daß er in 15 Minuten
Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren. Vier Monate neuen Ortskommandanten zu Fuß zu begrüßen. Die eine neun Kilometer lange Strecke durchlaufen könne. Er
der Unterſuchungshaft werden auf die Strafe angerechnet. hübſche Szene wurde von allen Seiten mit verſtändnisinni= legte tatſächlich die Strecke in 14 Minuten zurück, ſank aber
Bezüglich der Fälle Detrich und Oberwieſen wurde auf ger Heiterkeit aufgenommen.
am Ziele tot nieder.
Freiſprechung erkannt, da die, wenn auch äußerſt ge=
Bad=Nauheim, 4. Okt. Bis zum 2. Oktober ſind
München, 4. Okt. (Automobilunfall.) Auf der
ringe. Möglichkeit beſteht, daß jene Beträge in andere 33998 Kurgäſte angekommen. Bäder wurden bis zum 2. Rückfahrt von einem Ausflug ins Iſartal verunglückte
Hände gekommen ſein können.
Oktober 456 687 abgegeben.
geſtern abend der 32jährige Beſitzer des Bahnhofshotels
Deutſcher Kaiſer” in München, Schild. Er hatte in der
Dunkelheit die Steuerung ſeines Automobils auf einen
Kunſtnotizen.
Aus dem Kreiſe Dieburg, 4. Okt. (Hugenotten
Augenblick einer befreundeten Dame überlaſſen. Das Auts
im Odenwald.) Eine beſondere Feier ſteht am Sonn= (eber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nacht fuhr eine Böſchung hinab und ſtellte ſich auf den Kopf.
ſtehenden Erwähnang geſchieht, behält ſich die Rebaktion führ Urteit vor.
ſag den drei kleinen eine Pfarrei bildendenden Odenwald=
Schild fiel heraus und erlitt einen doppelten
Schädelbruch=
hörfern Rohrbach, Wembach und Hahn im Kreiſe Dieburg
Er ſtarb, wie der Berliner Lokalanzeiger meldet, auf der
Die Schweſtern Wieſenthal.
bevor. Der Deutſche Hugenottenverein wird dortſelbſt
Stelle. Die Dame erlitt nur einen Nerbenchot.
„Wenn die Schweſtern Wieſenthal tanzen, ſitzt man
ſeine neunte Hauptverſammlung abhalten. Die drei Dör=
Vaihingen a. d. Enz, 4. Okt. (Der
Maſſenmör=
ganz ruhig, die Hand aufs Herz gelegt, tief bewegt. innig
ſer ſind eine Waldenſerkolonie; die Vorfahren der heutigen gerührt, verzaubert, bald ſelig lächelnd, bald helle Tränen der Wagener.) In aller Stille wurde heute früh halb
Bewohner kamen aus dem Alpental Pragelas in Piemont, im Auge. Das, was Wirklichkeit iſt ſcheint ein holder 7 Uhr der Maſſenmörder Wagener vom
Bezirkskranken=
ſas zur Zeit ihrer Vertreibung noch zu Frankreich gehörte. Traum. Ihr Tanz hat nichts, gar nichts mit Ballett zu haus mit einem Auto in das Landesgefängnis in
Heil=
jetzt aber italieniſch iſt. Infolge der Aufhebung des Edik= ſchaffen. Sie tanzen ſo wie wir als Kinder geträumt bronn übergeführt. Die Kranken, die ſich gegenwärtig im
ies von Nantes (1685) mußten dieſe franzöſiſchen Prote= haben, daß die kleinen Engel auf ſmaragdner Himmels=Bezirkskrankenhaus befinden, werden dies, wie die
Bevöl=
ſ=anten ihre Heimat verlaſſen und fanden bei dem Land= wieſe tanzen. Sie tanzen ſo, daß man, wenn ihr Tanz kerung der Stadt Vaihingen, als eine große Erleichterung
grafen Ernſt Ludwig von Heſſen=Darmſtadt Aufnahme; zu Ende iſt, ein Schmerzgefühl hat gleich jenem, das ent= empfinden, lag doch in den letzten Wochen die
Anweſen=
ſe wurden in jener durch den 30jährigen Krieg arg herab= ſteht, wenn man mit Gewalt aus einem herrlichen Traum heit des Mordbrenners gleich einem Alp auf der
Einwoh=
ſekommenen Gegend angeſiedelt. 25 Familien mit 125 geriſſen wurde, aus einem Schkummer, der ſo ſüß war, nerſchaft. Auch das Polizeiperſonal, das alle Nächte hin=
Löpfen ließen ſich in Rohrbach nieder, 23 Familien mit 115 daß man kein Erwachen gewünſcht hätte — Es fällt mir durch das Bezirkskrankenhaus zu bewachen hatte, atmet
Höpfen in den Höfen Wembach und Hahn, drei Stunden nicht ein, dieſen Tanz ſchildern zu wollen. Niemand —
erleichtert auf.
von Darmſtadt entfernt. Im Jahre 1899 konnte die Ko= kein Dichter, Maler oder Muſiker — vermag die Anmut
Eſſen, 4. Okt. (Die Firma Krupp) kaufte bei
lonie ihr 200jähriges Jubiläum feiern, bei welcher Ge= wiederzugeben, von der dieſe jungen Weſen umfloſſen Lingen (Hannover) ein Gebiet von 5000 Hektar Heide an,
1 genheit Profeſſor Dr. Bonin in Worms, ſelbſt ein Rohr=ſind, wenn ſie mit ſtrahlenden Augen und geröteten Wan=um dort einen Gutsbetrieb mit Viehmäſterei zu
er=
bacher Kind, ihre Geſchichte geſchrieben hat; der Genannte gen Frühling und Jugend in unſerer Seele erwecken. Ich richten. Die letztere ſoll laut Berliner Tageblatt eine
Ver=
n ird auch demnächſt ein dreibändiges Urkundenwerk über werde nur ſagen, daß, wenn man die Wieſenthals vor ſorgung der Arbeiter mit billigem Fleiſch ermöglichen.
de franzöſiſche Heimatgemeinde abſchließen. Noch jetzt er= rohen Verbrechern tanzen ließe, deren Härte in Tränen
Bochum, 3. Okt. (Von einem Schutzmann
er=
dahinſchmelzen müßte. — Ich habe ſie nie vor Publikum
iſenern — ebenſo wie in Waldorf und Neu=Iſenburg —
dee Familiennamen an die Herkunft der Bewohner; auch geſehen, und ich weiß gar nicht, ob ich das wünſche Ichſchoſſen.) Im Stadtteil Bismarck bei Gelſenkirchen iſt
huben ſie ſich nach Hugenottenart das alte Wahlrecht zur habe ſie (für mich allein) in dem Atelier tanzen geſehen, in heute nachmittag der Arbeiter Wenzel aus Wanne von
farr= und Schulſtelle erhalten können. Bis zum Jahre dem ſie zum erſtenmal ihre eigenen Tänze gezeigt hatten, dem Schutzmann Pluterer erſchoſſen worden. Wenzel
620 war auch noch die franzöſiſche Sprache in Kirche und und ich habe ſie zu Hauſe bei Vater und Mutter geſehen, hatte in einem Hauſe mit mehreren Perſonen Streit ge=
und nicht um eine ſiebenreihige Perlenkette gäbe ich den habt und dabei die Wohnungsinhaberin verletzt. Als der
Echule in Gebrauch, im täglichen Verkehr aber auch damals Anblick hin.
herbeigerufene Schutzmann die Menſchenanſammlung
zer=
ſcvon längſt aufgegeben. Ebenſo haben die Bewohner ihr
Die kleinſte Tochter hat mir ihre Kompoſition ge=ſtreuen wollte, trat Wenzel ihm entgegen und verſuchte,
herkömmliches Gewerbe, die Strumpf= und Leinenweberei, ſpielt und dazu ihre eigenen Texte geſungen, und die ganze ihm im Handgemenge das Seitengewehr zu entreißen. Da
ſehezu gänzlich verlaſſen; die Landwirtſchaft iſt Haupt= Familie ohne Ausnahme hat mir Wiener Walzer vorge=er auf die wiederholte dringende Aufforderung nicht
nach=
inverbszweig geworden. Was nun die morgige Feier be= ſungen, beoleitet von Elſa, die ſchön wie ein Meiſterwerk gab, ſah ſich der Schutzmann gezwungen. den
Dienſtrevol=
rfft, zu der man ſich allenthalben freudig gerüſtet hat,ſo ſind aus der Biedermeierzeit am Klavier ſaß. — Sie ſpielte, vee zu ziehen und einen Schuß abzugeben. Wenzel, der
fünr den Vormittag Feſtgottesdienſte in Wembach und in ja, aber ihr ganzer Körper tanzte mit, und es war, als ob durch die Bruſt geſchoſſen wurde, war auf der Stelle tot.
Rohrbach vorgeſehen, die dadurch ein beſonderes Gepräge die Bilder an den Wänden und der Schimmer über den
Kuxhaven, 4. Okt. (Geſtrandet.) Der holländiſche
thalten, daß ſeit 100 Jahren zum erſten Male wieder die vergoldeten Stühlen mittanzte. Da habe ich Wien ver=
Beſänge in der Väter Sprache vorgetragen werden ſollen; ſtanden. Und jetzt tanzen Ella und Berta in die Welt Dampfer „Olonda” iſt auf der Fahrt von England nach
ſer gemiſchte Chor der franzöſiſch=reformierten Gemeinde hinaus, und überallhin bringen ſie Freude ſicheln die Hamburg bei Oſterriff geſtrandet. Bisher waren die
Ab=
u Frankfurt a. M. hat dies in dankenswerter Weiſe über= Sorgen nieder und wecken das Lächeln im Herzen. Sie ſchleppungsverſuche vergeblich,
Breslau, 4. Okt. (Vier Millionen Beſucher.)
kummen. Der erſte Pfarrer Correvon iſt auch der Vor= tanzen hinaus, ertanzen ſich einen Haufen Goldes, aber
ſtende des Deutſchen Hugenottenvereins und wird die jedesmal, wenn ſie blumenbedeckt, beifallumrauſcht nach Nach fünfmonatiger Dauer hat die Breslauer
Jahr=
p iteren Verhandlungen, Vorſtandsſitzung und General= Hauſe zurückkehren, ſind ſie wieder nichts anderes für hundert=Ausſtellung eine Geſamtbeſucherzahl
erſammlung, leiten. Außerdem iſt noch eine Huldigung Vater und Mutter als zwei Glieder einer geliebten blühen= von vier Millionen erreicht Die vierte Million hat etwas
n dem anläßlich des 200jährigen Jubiläums auf dem den Kinderkette, zwei kleine Mädchen, die zufälligerweiſe länger auf ſich warten laſſen, als man urſprünglich an=
Parktplatze zu Rohrbach errichteten Waldenſer=Denkmal auch berühmt ſind. — Wieſenthals tanzen, ſpielen, ſingen nehmen konnte. Auch daran war die fortgeſetzt ſehr un=
und malen ſich durchs Leben, und wenn ſich die Zeit er=günſtige Witerung ſchuld. Immerhin hält die Breslauer
ergeſehzen.
Hahn, 4. Okt. (Die Kreis=Haushaltungs=füllt haben wird (hoffentlich dauert es noch ſehr lange bis Ausſtellung mit ihrer Geſamtbeſucherzahl den Rekord unter
c ule.) Vom 15. Auguſt bis zum 28. September d. J. dahin), werden ſie in Tod und Ewigkeit ſingend hinüber= allen großen Ausſtellungsunternehmen dieſes Sommers.
tanzen. Dann werden ſie am Himmelsgewölbe als neue Der offizielle Schluß der Jahrhundertfeier iſt für
Sonn=
ud hier ein Kurſus der Wanderhaushaltungsſchule ſtatt, Sternbilder erſcheinen und die Menſchen werden zu ihnen tag, den 26. Oktober, feſtgeſetzt worden.
in. dem 20 Mädchen mit beſtem Erfolge keilnahmen. Eine
hinaufſehen und ſie .die lächelnden Sterne” nennen.”
St. Gallen, 4. Okt. (Zugzuſammenſtoß.) Auf
m letzten Sonntag durch den Kreisſchulinſpektor in
Gegen=
der Säntisbahn ſtieß geſtern abend ein von Waſſerraun
harrt der Angehörigen der Teilnehmerinnen und einer An= (Aus „Die lächelnden Sterne” von Karin Michgelis.)
Die Schweſtern Wieſenthal geben am Donnerstag, den kommender Zug in Steinegg mit einem von Appenzell
iil geladener Gäſte abgehaltene Prüfung zeigte, ein wie 9 d. M., im Feſtſaal der Turnhalle am Woogsplatz einen ausfahrenden Zug zuſammen. Acht Perſonen wurden
licher Segen von dieſer Schule ausgeht. In einer länge= Tanzabend im Rahmen der Veranſtaltungen der Freien verletzt.
n Anſprache hob der Vertreter der Kreisbehörde hervor, literariſch=künſtleriſchen Geſellſchaft. Sie tanzen hier u. a.:
Paris, 4. Okt. (Der Vorfall in Nancy.) Wie
ſie ungemein wichtig die treue und gewiſſenhafte Arbeit Tanz aus Manon (Maſſenet). Dorfſchwalben (Joſ. aus Nancy gemeldet wird, hat der Unterſuchungsrichter
fleißigen Hausfrau und Mutter nicht nur für das Strauß), Violetta=Polka (Joh. Strauß), Türkiſcher Marſch Page infolge der Strafanzeigen, die von den im Frühjahr
Eihl der eigenen Familienmitglieder iſt, ſondern auch (Beethoven), Walzer Opus 24 (J. Sibelius), Walzer aus in Nancy mißhandelten Deutſchen eingebracht wurden, für
r das öffentliche Wohl in hygieniſcher Hinſicht. Eine Fauſt (Gounod).
heute an 20 Zeugen vorgeladen, um die Verfönlichkeit der
ſchtige Hausfrau, die es verſteht, wenn auch mit geringen
Urheber dieſer Mißhandlungen feſtzuſtellen.
irteln, eine nahrhafte und geſunde, dabei aber auch wohl=
C Liederabend Elſa Laura von Wol=
Stockholm, 4. Okt. (Krankheit der
Köniain=
ſrieckende Koſt herzuſtellen, und ihre Angehörigen imzogen. Es dürſte gewiß von beſonderem Intereſſe ſein,
lien Kräfte= und Geſundheitszuſtand zu erhalten, iſt die daß wir ziemlich zu Beginn der Saiſon auch unſere ver=Witwe.) Der Geſundheitszuſtand der 78jährigen
Köni=
ſte Gehilfin des Arztes im Kampfe gegen die Infektions= ehrte heimiſche Künſtlerin Frau Baronin Elſa Laura gin=Witwe Sophie, geborene Prinzeſſin von Naſſau, flößt
kankheiten. Auch in ſittlicher Hinſicht iſt ihr Wirken von von Wolzogen zu hören bekommen werden. Die Beſorgnis ein. Ihre Kräfte nehmen anhaltend ab.
Richätzbarem Werte, wenn ſie die Kinder an Ordnung Künſtlerin wird am 21 Oktober er. im Saale des Hotels
wöhnt und ihnen die Sauberkeit in Wohnung, Wäſche „Zur Traube” einen ihrer köſtlichen Liederabende geben.
Prozeß Brandt und Genoſſen.
Kleidung, aber auch am Körper, und ganz beſonders Elſa Laura von Wolzogens feine charaktervolle Kunſt iſt
i der Nahrungsaufnahme zum unentbehrlichen Bedürf= zu bekannt, als daß zu ihrem Lobe noch etwas geſagt zu
H. B. Berlin, 4. Okt. Am 23. Oktober werden ſich
macht. An die Prüfung ſchloß ſich eine kleine Abſchieds= werden brauchte. Der Hauptreiz ihrer Darbietungen lieat vor der 2. Strafkammer des Landgerichts Berlin I wegen
er bei Kaffee und Kuchen an. — Zu gleicher Zeit war in der Deklamation, in der Wiedergabe der verſchieden= Beamtenbeſtechung und Vergehens gegen § 4 des
Reichs=
hr im Saale des Gaſtwirts Kraft eine Ausſtellung ſten Stimmungen, der Charakteriſierung von Perſonen geſetzes gegen den Verrat militäriſcher Geheimniſſe der
n Bildern die, wie bereits in mehreren Gemeinden und Situationen, in deren Differenzierung ſie von Jahr ehemalige Bureauvorſteher der Berliner Krupp=Vertretung
Kreiſes, auch hier ſehr großen Anklang fand. Durch zu Jahr Fortſchritte macht. Nicht ganz mit Unrecht hat Maximilian Brandt und ſein Vorgeſetzter, das Mitglied
uf und Verloſung kam gar manche hieſige Familie in man ſie die deutſche Yvette Guilbert genannt; in der Tar des Direktoriums der Firma Krupp, Aſſeſſor a. D. Eccius,
Beſitz eines ſchönen künſtleriſch wertvollen Bildes Die hat ſie, was Prägnanz im Vortrag, ſpezifiſche Färbung dem die verantwortliche Leitung der Abteilung für
kißtellung wurde von dem Verein für ländliche Wohl=des Ausdrucks je nach dem Weſen des poetiſchen Inhalts Kriegsmaterialien im Inland oblag, zu verantworten
hrkspflege in Gemeinſchaft mit dem Heſſiſchen Volks= betrifft. viel Aehnlichkeit mit der raſſigen Franzöſin, wenn haben. Alle anderen Perſonen, gegen die die
Unterſuch=
kriftenverein ins Leben gerufen, welch letzterer bei der auch die beſondere parodiſtiſche Miſchung von Grazie und ung ſchwebt, vornehmlich W. von Metzen, Otto von
De=
liammenſtellung der Bilder keine Opfer an Geld und Gaminhaftigkeit, durch die ſich Yvette auszeichnet, bei der witz, Dr Wilhelm Mühlen, Mar Dreger, Mar Rötger,
eit ſcheute. Geleitet wurde die Ausſtellung durch Pro= Deutſchen in etwas ſchlichterer, mehr Gemüt als
Raffine=
ſſor Dr. Frenzel und Lehrer Haſſinger aus Darmſtadt, ment aufweiſenden Art ausgeprägt erſcheint. — Den Kar= Alfred Hugenberg und Ernſt Haur ſind aus dem
tatſäch=
tenverkauf regelt die Firma Gg. Thies Nchf. (Leopold lichen Grunde des mangelnden Beweiſes außer
Verfolg=
ung geſetzt worden. Die Hauptfrage um die es ſich in
e hieſigen Herren Lehrer haben ſich an dem Zuſtande= Schutter), Eliſabetbenſtraße.
Moabit handeln wird, iſt die, ob Mitglieder des
Direk=
kumen der Ausſtellung durch eifrige Mitarbeit ſehr ver=
Eu: gemacht.
toriums der Firma Krupp von Brandts Machenſchaften
Kenntnis hatten, ſie billigten oder gar wünſchten und
for=
sd. Biblis, 4. Okt. (Einbruch.) Heute nachmittag
Reich und Ausland.
derten. Bisher iſt dieſer Nachweis, wie das B. T. meldet,
ſiſchen 4 und 5 Uhr wurde bei der Witwe Freihaut,
kürzlich erſt 500 Mark geſtohlen wurden, wieder ein
Aus der Reichshauptſtadt, 3. Okt. Der Berliner nicht gelungen. Das Blatt teilt weiter mit, daß als
Haupt=
bruch verübt; größere Geldbeträge ſind mitgenommen Magiſtrat beſchloß in ſeiner heutigen Sitzung, an die All= belaſtungszeuge im neuen Krupp=Prozeß Herr Wilhelm von
Arden. Die Gendarmerie ſämtlicher umliegender Sta= gemeine Elektrizitäts=Geſelſchaft gemäß den mit ihr am Metzen auſtreten werde. In einem bei dem Verliner
Re=
ften iſt hinter dem mutmaßlichen Täter, dem Knecht 18. März 1912 abgeſchloſſenen Vertrage das Verlangen präſentanten der Firma, Hauptmann a. D. Mar Dreger,
zu richten, an der Kreuzung der Neuen Friedrichſtraße und früher techniſcher Direktor der Firma, beſchlagnahmten Notiz=
Eumpf, her, konnte ihn jedoch noch nicht erwiſchen.
Mainz, 3. Okt. (Militäriſches.) Für die Neu=Stralauer Straße einen Bahnhof für die Unter= buch fand ſich der Vermerk: 17 Kornwalzer fehlen. Dieſe 17
Anationen ſind hier eingetroffen: für die Feſtungs=Fern=grundbahn Geſundbrunnen-Neukölln an= Geheimberichte hatte von Metzen, der von Krupp entlaſſen
ſech=Kompagnie 28 Mann aus dem ſächſiſchen Kontin= zulegen. — Der Beſuch der Ferienſpielplätze worden war, mit in ſeine Wohnung genonmen.
Nun=
kit: die Unteroffiziere für dieſe Kompagnie ſind den Großberlins war in dieſem Jahre bedeutend größer mehr hat von Metzen dieſe Geheimberichte dem
Staats=
ppen des Standortes Mainz entnommen, und zwar als in den letzten Jahren, obgleich die dritte Ferienwoche anwalt überreicht. In einer Korreſpondenz, die zwiſchen
it ſolche, die bereits bis jetzt dem Feſtungstelegraph infolge des ſtarken Regens einen merlichen Rückgang Metzen und dem Aſſeſſor Eceius der zu den
einflußreich=
zeigte. Insgeſamt haben auf den ſechs Außenſpielplätzen! ſten Mitgliedern des Eſſener Direktoriums gehörte, und
illinz angehört haben.
* Mainz, 4. Okt. (Todesſturz.) Im Stadtteile der Stadt Berlin rund 278000 Kinder und auf 15 Innen= jetzt ſich mit Brandt zuſammen zu verantworten haben
Ambach fiel ein 8jähriges Mädchen vom zweiten Stock= plätzen 60000 Kinder zuſammen 338 000 Berliner Kinder wird, weiſt von Metzen auf die Gefahr hin, die Brandts
k aus dem Fenſter auf das Straßenpflaſter. Die bei geſpielt. In den Vororten ſind 50000 Kinder gezählt Tätigkeit für die Firma Krupp in ſich berge, wenn dieſe
e
Seite 6.
Nummer 235.
Darmſtädter Tagblatt, Sonnrag, den 5. Oktober 1913.
Kermen en eie eien n feriserne er nent, t tenener et e helten der e enentie eaeiet
Abſtellung dieſer Mitteilungen.
Senteur (Beſ.), 3. Em. Müllers Princeſſe des Urſins (Lt. daß wir aus ſeinem ſo feſſelnd geſchriebenen Buche
einen=
von Moßner) und Lt. Weinſchencks J. E. (Beſ.). Ferner: umfaſſenden Einblick in Geſchichte und Volksleben Bul=
Guernica II, Golden Amor. Ibyeus, Coral Wave, Modeſt gariens erhalten Wahrlich eine Volksgeſchichte, an der=
Beauty, Ejjel, Napal (geſtürzt). Tot. 60:10; Pl. 20, 29, niemand intereſſelos vorübergehen kann. Dazu die be==
Luftfahrt.
währte, allgemein verſtändliche Erzählungskunſt Floe=
9, 43:10. 1—2 Lg.
Ein neuer Parſeval.
rickes, die vielen prächtigen Tafelbilder
wirklich ein
nicht warm genug zu empfehlendes Buch.
* Bitterfeld, 4. Okt. Der für die deutſche
Vermiſchtes.
— Der brillanteſte aller Kurmacher. Bei
Heeresverwaltung beſtimmte Parſevalluftkreuzer
Georg Müller und Eugen Rentſch in München iſt eben=
„P. L. 16‟ iſt heute morgen um ½8 Uhr zu einer 1½ſtün=
* Die neue Statiſtik über das Frauen= eine mit Bildern geſchmückte Neuausgabe des entzückenden
digen Werkſtattfahrt aufgeſtiegen. Das neue Luftſchiff iſtſtudium. 2620 Frauen haben, wie Geh. Rat Tilmanns und menſchlich ſo reichen Buches „Heine und die Frauti
mit zwei Maybach=Motoren von je 180 Pferdekräften aus= jetzt in der Monatsſchrift für höhere Schulen veröffent= erſchienen (Preis 1.80 Mark.) Der Leſer findet darin
gerüſtet. In der Gondel iſt zum erſtenmal die vordere lichte Statiſtik lehrt, im letzten Sommer an den preußiſchen ſehr hübſch aus Briefen, aus Proſaſtücken und Gedichten
Hälſte als geſchloſſene Kabine ausgebaut worden, Außer Univerſitäten ſtudiert. Im Sommer 1912 waren es 2436. zuſammengewoben eine Schilderung der Beziehungen
der Ballonſteuerung iſt noch eine maſchinelle Höhen= Davon kommen auf theologiſche Fakultäten 12 (1912:21), Heines zur Frau oder vielmehr zu den Frauen.
Soviel=
ſteuerung vorhanden. Das Umſchalteventil iſt automatiſch juriſtiſche Fakultäten 27 (18), mediziniſche Fakultäten 391 Geſamteinheit des Gedankens bei ſo viel Stimmungen
wirkend ausgebildet. Die Ballonhülle, die 96 Meter lang (322) und philoſophiſche Fakultäten 2190 (2075). 2206 und Bilderwechſel wird ſelten in einem Buche zu finden
iſt, erhielt am Kopfe eine Verſteifung.
Frauen waren immatrikuliert, die übrigen 414 Gaſt= ſein. Jeden Freund unterhaltender Literatur wird das
höherinnen. Die Immatrikulierten verteilen ſich auf die anregende Büchlein mit ſeinen intereſſanten Bildern herz=
Fakultäten ſo, daß 7 Theologie, 23 Jura, 380 Medizin und lich erfreuen.
Die Luftkarte.
1796 die philoſophiſchen Wiſſenſchaften ſtudierten.
Holtz, Heinrich: Moſes-Judas. Zwei
* Brüſſel, 3. Okt. Unter dem Präſidium des
mi Wein und Blinddarm. Eine Lanze für den Schauſpiele. 241 Seiten. 2,50 Mk. Verlag von Walther
Prinzen Roland Bonaparte begann die von der Wein bricht ein Arzt in der letzterſchienenen Nummer der Fiedler, Leipeig. Der Verfaſſer, der ſich ſchon durch ſeine
internationalen Luftſchiffervereinigung eingeſetzte Kom= franzöſiſchen Preſſe Médicale. Er behauptet, daß die Per= früheren Werke, beſonders durch ſeine „Weltenträume” und
miſſion zur Ausarbeitung der Luftkarte heute ihre ſonen, die regelmäßig Wein trinken nur zu einem halben „Nach 600 Jahren” einen Namen gemacht hat, beſchert uns
Tagung. Deutſchland, Oeſterreich, Frankreich, die Schweiz, Prozent Opfer der Blinddarmentzündung werden, wäh= mit ſeinem jetzigen Buche zwei „Schauſpiele: Moſes und
Belgien und Schweden hatten Vertreter entſandt. Nach rend ſich bei den Waſſertrinkern das Verhältnis der Krank= Judas. Eine vornehme Sprache die aber dem Zeitpunt
einem Berichte über das, was die einzelnen Länder für heitsfälle auf 10 Prozent ſtellt. Der Unterſchied iſt ſo ge= der Handlung ſtets angemeſſen bleibt, geben dem vorlie
die Löſung der Frage tun könnten, forderte die Kommiſſion waltig, daß man es verſteht, wenn der Verfaſſer des Ar= genden Werk einen beſonderen Wert, der von jedem ernſten
die Regierungen auf, ihre Unterſuchungen bekannt zu tikels im Intereſſe der Verhütung von Blinddarmkrank= Leſer entſprechend gewürdigt werden wird.
geben. Alsdann wurde die Diskuſſion über die Errich= heiten dem Weintrinken energiſch das Wort redet. Als
tung von Merkzeichen und die Anwendung der draht= Tatſache ſtellt er feſt, daß die Blinddarmentzündung erſt
loſen Telegraphie zwecks Orientierung der Luftſchiffer er= ſo in Mode gekommen iſt, ſeit ſich die Abſtinenzbewegung
durchgeſetzt hat, das heißt, ſeit etwa 25 Jahren. Er führt
öffnet.
Vom Balkan.
die Vermehrung der Blinddarmleiden nicht etwa darauf
zurück, daß das Waſſer dem Körper ſchädliche Keime zu=
* Sofia, 4. Okt. Wie die Morgenblätter melden,
* Berlin 4. Okt. Das Generalkonſulat in Paris führe, ſondern darauf, daß es die vorhandenen ſchädlichen haben ſich aus der Landbevölkerung der an Bulgarien an
hat geſtern den franzöſiſchen Fliegern Thiers. Henry, Keime nicht aus dem Organismus entfernt. Nach ihm grenzenden mazedoniſchen Gebiete Banden ge
Daucourt zu einer Fahrt über Belfort, Solothurn, haben eine ganze Reihe von ärztlichen Unterſuchungen bildet, welche die kerbiſchen Beſatzungen aus Kotſchanz,
Aarau, Schaffhauſen, München und Braunau mit einem den Beweis erbracht, daß der reine Naturwein ebenſo wie Zarewoſſelo und Petſchewo vertrieben und gemeinſam
Doppeldecker in der Zeit vom 15. bis 30. Oktober einen das Bier und der Apfelwein als ein vorzügliches
Antiſepti=
gegen Iſtipvorrückten.
Reiſeſchein ausgeſtellt.
kum betrachtet werden kann ohne welches ſich die Mikroben
* Konſtantinopel, 4. Okt. Zur Frage der Be=
* Johannisthal, 3. Okt. Der Flieger Sablatnig im Darm in gefährlicher Weiſe vermehren würden. Aus ſprechungen, die zwiſchen Rußland und
Deutſch=
hat einen neuen Weltrekord aufgeſtellt. Er ſtieg mit fünf dieſer Wucherung der Keime entſtehe aber nur zu oft die
Blinddarmentründung. Der Arzt überſieht dabei nur land über Reformen in den oſtanatoliſchen Pro
Paſſagieren etwas über 1000 Meter hoch.
daß die Blinddarmentzündung aus mancherlei Urſachen vinz en ſtattfinden ſollen, wird mitgeteilt, daß ein
Re=
entſteht, die mit der Wucherung der Keime im Darm nicht formentwurf der Pforte bereits übergeben worden iſt.s
das geringſte zu tun haben, Urſachen, die durch das Wein= heißt, Rußland habe teilweiſe auf die Bedingungen ſeines
Entwurfes verzichtet, namentlich auf die Ernennung eines
trinken ſchwerlich beſeitigt werden dürſten.
Das Frankfurter Oktober=Meeting.
Generalgouverneurs für fünf Wilajets und werde ſich mit
sch. Mit dem diesjährigen dreitägigen Ok=
CK Was Amerika für Eis ausgibt. Einen der Ernennung des Generalinſpekteurs begnügen. Maſ
tober=Meeting, das am Samstag begann und am intereſſanten Einblick in den gewaltigen Eisverbrauch der glaubt, daß die Pforte dieſen Reformentwurf in der Fori
Dienstag endigen wird, verbindet der Frankfurter Renn= Vereinigten Staaten gewährt eine neue Statiſtik, aus der einer Abänderung und Vervollſtändigung des über dier
klub ſein 50jähriges Jubiläum. Hatte der Rennklub zur hervorgeht, daß in einer Reihe von amerikaniſchen Groß= Befugniſſe der Generalinſpektoren bereits veröffentlichten
würdigen Feier dieſes Ereigniſſes zwei wertvolle Rennen ſtädten der jährliche Eiskonſum für den Kopf der Bevöl= Reglements annehmen und den Mächten in dieſem Sinne
von je 30 000 Mark ausgeſchrieben, ſo haben die bekannte= kerung über 1000 Kilo hinausgeht. Der Geſamtverbrauch Mitteilung machen wird.
ſten deutſchen Ställe zum Dank für die mühevolle Arbeit, des Landes erreicht 4500 Millionen Kilogramm.
HB Konſtantinopel, 4. Okt. Das griechiſche
die der Klub im Intereſſe des deutſchen Rennſports ein Trotz des gewaltigen Aufſchwunges der Kunſteisinduſtrie
werden noch immer 2250 Millionen Kilogramm, alſo mehr Morgenblatt Proodos veröffentlicht ein Nachts eingelan
halbes Jahrhundert geleiſtet hat, bei der Veranſtaltung als die Hälfte des Verbrauches, durch Natureis beſtritten. fenes Telegramm aus Dedeagatſch von geſten
nicht fehlen wollen. Und auch die bedeutendſten und er= Da im Großhandel für das Kilogramm Eis durchſchnittlich nachmittag 5 Uhr, in dem es heißt: Nach Räumungde
folgreichſten Herrenreiter werden in den wenigen Konkur= 1 Pfg, bezahlt wird, erreichen die Ausgaben für Eis im Stadt durch die griechiſchen Marinetruppen drangie
renzen, die ihnen vorbehalten ſind, in den Sattel ſteigen. Haushaltungsbuch des Volkes die ſtattliche Geſamtſumme Armee der autonomen Thrazier in die Stadt ein und be
Auch der Beſuch war ſchon am erſten Tage ſtark genug, von jährlich 405 Millionen Mark. Das in den ſetzte Dedeagatſch und Umgebung. Die Regierunge
um den erforderlichen Eindruck des Jubiläums und des großen Eiswerken und Fabriken feſtgeleate Kapital wird Weſtthrazier in Gümüldſchina ſetzte bereits Behörden
Jahresabſchiebs vom Turf aufkommen zu laſſen. Beſon= auf über 600 Millionen Mark geſchätzt. Dabei bewegt ſich 1Dedeagaiſch ein. Die Führer der weſtthraziſchen Delegan
ders die vornehmſte Frankfurter Geſellſchaft gab ſich auf der Verbrauch in einer außerordentlich ſchnell aufſteigenden tion hatten heute vormittag eine lange Unterredung mi
der landſchaftlich ſo wundervollen Niederräder Bahn das Linie; in der Tat hat ſich die Eisproduktion allein in den dem bulgariſchen Delegierten Natſchewitſch, der nach de
gewohnte Stelldichein. Auch die großen Sportgemeinden ſieben Jahren von 1904 bis 1911 nahezu verdoppelt. Die Zuſammenkunft erklävte, Bulgarien werde, um neues Bluſt
aus den Taunusbädern und die Offiziere der benach= Stadt Neu=York mit ihren 4.3 Millionen Einwohnern hat vergießen zu verhindern die Wünſche der Weſthrazier, fiü
barten Garniſonen fehlten nicht. Das Wetter war von vom Juni 1911 bis zum Juni 1912 4500 Tonnen Eis ver=weit es irgend möglich ſei, erfüllen. Die Pforte teilte 8eil
einer Neutralität, die nicht wohl= und nicht übelwollend braucht. In ähnlich rieſenhaften Ziffern bewegt ſich der bulgariſchen Delegierten mit, daß in den nächſten Tagen
zu nennen war, und die Damen hatten deshalb der Sig= Verbrauch von Gefrorenem, der 1906 noch rund 200 000 eine türkiſche Delegation nach Weſtthrazien abreiſen werde
natur des Himmels entſprechend, vornehmlich dunkle Liter betrug und 1912 bereits 455 Millionen Liter im Werte um die dortige Bevölkerung zur Anerkennung des Frie
Koſtümfarben gewählt. Der techniſche Betrieb klapptel von 344 Millionen Mark erreichte. Allein im Monat Juni dens von Konſtantinopel zu beſtimmen. Die bulgariſchen
ausgezeichnet. Die Rennen boten recht guten Sport, und 1912 verbrauchte Neu=York im Durchſchnitt täglich 150 000 Delegierten erhielten geſtern die Mitteilung, daß heiſtl
die Ueberraſchung am Totaliſator die für die große Ge= Liter Gefrorenes, wogegen — um einen Vergleich mit einer
zwei Salonwagen von Sofia hier eintreffen, um ſie in die
meinde der Wetter das Hauptereignis bildet, blieb auch europäiſchen Großſtadt zu ziehen — Paris in der gleichen Heimat zurückzubefördern. Natſchewitſch wird mit dem
nicht aus. Im Kranichſtein=Rennen zahlte Fröhlichs Iſa, Zeit nur 9000 Liter täglich verbrauchte.
größten Teile der Delegierten Dienstag nach Sofiaa
die im Einlauf aus dem Rudel herausſpritzte, und von
C.K. Eine indiſche Aerzteſchule für reiſen. Da die Eiſenbahnſtrecke völlig intakt iſt, kann
Archibald auf Azur trotz aller Anſtrengung nicht eingeholt Frauen. In Delhi wird jetzt eine Hochſchule für Wiederaufnahme des regelmäßigen Bahnverkehrs vermu
werden konnte den mit Kopfeslänge errungenen Sieg mit Frauen erbaut in der Indierinnen eine ſachmänniſche llich nächſte Woche erfolgen.
dem 2rfachen Geld. Das Jubiläums=Flachrennen, das mit Ausbildung in der Medizin erhalten werden. Die Koſten
ſeiner langen Diſtanz nur eine Konkurrenz für die beſte für dieſes erſte Inſtitut dieſer Art in Indien iſt durch
Klaſſe war, und deshalb nur fünf Starter verſammelte, Sammlungen aufgebracht worden, die unter der Leitung
Letzte Nachrichten.
wurde eine ſichere Beute von Alvarez, nachdem Weinberas der Vizekönigin Lady Hardinge veranſtaltet wurden. Die
(Wolffs telegr. Korceſp.=Bureau=
Metaſtaſio, bis zur Graden geführt und für eine ſchnelle Aerzteſchule ſoll die Baſis bilden für eine großzügig ge=
Fahrt geſorgt hatte, ſo daß ſein Stallgefährte Nikias plante Verſorgung der weiten indiſchen Gebiete, durch
* Metz, 4. Okt. Die zuſtändige Militärbehörde hä
wenigſtens den zweiten Platz belegen konnte. Das andere weibliche Aerzte. Die Hilfe die die engliſchen Aerzte den wie das Wolff=Bureau mitzuteilen ermächtigt iſt, den von
mit 30 000 Mark dotierte Rennen des erſten Tages, den Eingeborenen angedeihen laſſen können, iſt ganz unge= der Agenee Havas aus Briey gemeldeten Fall ein
Oktober=Preis für Zweijährige brachte Orelio ſicher heim. nügend und deshalb weitere Hilfe Heilkundiger dringend Grenzverletzung für unwährſcheinlich,
Und da der Stall Wallfried außerdem noch im Hippodrom= notwendig. Zudem gibt es eine große Anzahl von ſog. ihr bisher keinerlei Meldung vorliegt, was ſonſt unbedina
Handikap mit Pirol den zweiten Platz beſetzte, haben Purdah=Frauen, d h. von Frauen „hinter dem Schleier”,
der Fall ſein müßte. Gleichwohl ſind bei den in Betrachtt
die Herren von Weinbergs jetzt die Gewinnſumme von die ſtreng an den Vorſchriften der mohammedaniſchen Re= kommenden Truppenteilen und bei den Grenzpolizeiſtellen
40 000 Mark erreicht. Das ſtärkſte Feld gab es imſigion feſthalten und ſich vor keinem Manne ſehen laſſen. Nachforſchungen eingeleitet worden, deren Ergebnis i
Heyden=Linden=Jagdrennen. Dort legte Herr von Weſtern=Für dieſe iſt das Vorhandenſein weiblicher Aerzte drin= Laufe des Tages zu erwarten iſt.
hagen, der von Anfang an führte, eine flotte Pae vor. gend erforderlich Die indiſchen Frauen, die ſich bereits
* Breslau 4. Okt. Der Reichstagsabgeordnete
In der Geraden mußte er dann den erſten Platz an Dr. von altersher viel mit Heilkunde beſchäftigen eignen ſich rian Kloſe (Zentrum) Vertreter des Wahlkreiſes Leohen
Rieſe überlaſſen. Lt. v. Moßner, der im geſchloſſenen vortrefflich zur Ausbildung in den Heilwiſſenſchaften, und ſchütz, iſt, wie die Schleſiſche Zeitung meldet, heute ftühl
Feld ſtark behindert war, konnte dann noch dank ſeiner ſo wird ſich das Inſtitut eines großen Zuſpruches undgeſtorben.
guten Reitkunſt totes Rennen auf dem dritten Platz guter Erfolge erfreuen. Die Einrichtung erfolgt nach dem
ze Wildpark bei Potsdam, 4. Okt. Der Kaiſerta
machen. Das Ergebnis der einzelnen Konkurrenzen iſt Muſter der Aerzteſchule für Frauen in London; die Re= heute früh um 8 Uhr 16 Min von Rominten kommend
wie folgt:
gierung hat den Bauplatz zur Verfügung geſtellt und ge= auf der Fürſtenſtation Wildpark ein und hat ſich nach dem
Preis von Hochheim; 6000 Mark Diſtanz 1400 währt dem Unternehmen das ſie außerordentlich be= Neuen Palais begeben.
Meter: 1. E. und G. Buggenhagens Magdalena günſtigt, einen jährlichen Zuſchuß von 200 000 Mark.
* Waſhington, 4. Okt. Nach der Unterzeichnung
(Slade), 2. F. Müllers Genua (F. Bullock), 3. W.
Lin=
des Tarifentwurfes hielt Präſident Wilſoneine
denſtaedts Peruſia (Burns), 4. S. A. von Oppenheims
Anſprache, in der er ſagte, die geſetzgeberiſche Arbeit ei
Adamant (Archibald). Ferner= Moet, Iglauerin, Moneta,
Literariſches.
erſt teilweiſe vollendet; der zweite Schritt in der Emanzi
Tot. 30:10; Pl. 13, 14, 16.210. ¾—1½—1½ Lg.
pation des Handels ſei die Reform des Geldumlaufes=
Hippodrom=Handikap; 6000 Mark, Diſtanz
Jäkle: Der Weg zum Eigenheim (Bau=Wilſon drückte die Zuverſicht aus, daß der Geſetzentwurft
2000 Meter: 1. Balduins Eau de Cologne (Davies), zeitungs=Verlag. Stuttgart), Preis 1,50 Mark. In vor= über den Geldumlauf, der bereits von der Kammer ange
A. und C. von Weinbergs Pirol (F. Bullock) 3. A. liegender Broſchüre iſt von berufener Seite der Weg ge=
Scheidhakers Sideslip (Sumpter), 4. L. Cröhns Mae In= zeigt, wie man zu einem Eigenheim kommen und wie nommen iſt, ſchneller vom Senat gebilligt werde, als
tyre (Schläfke). Ferner: Hubertus, Wiſe Tom, Rainbow die Wohnfrage im allgemeinen gelöſt werden kann, Alle Peſſimiſten glaubten.
* Waſhington, 4. Okt. Es wird wahrſcheinlich zehn
Trout. Tot. 26110: Pl. 12, 13, 21:10. 2½—2—2½ Lg.
diejenigen, die ſelbſt nach einem Eigenteim trachten, und
Oktober=Preis für Zweijährige: 30000 alle diejenigen, die, ſei es als Arbeitgeber, ſei es als Tage dauern, bis der Zolldienſt in allen Teilen
Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. A. und C. v. Weinbergs Männer des öffentlichen Lebens, ſich berufen fühlen und Landes ſich wenigſtens im allgemeinen den durch das
Orelio (Bullock), 2. Königl. Württemberg. Privatgeſtüt verpflichtet ſind, zur Löſung dieſer wichtiaſten ſozialen rifgeſetz geſchaffenen neuen Verhältniſſen angepaßt hatg
und es wird Monate dauern, bis alle verwickelten Fragen
Weils Flhing Troughts (Schläfke), 3. N. Haniels Ter= Frage beizutragen, werden das Büchlein begrüßen.
.J
Juſtus von Lüben: Wohlwollende Sa=die ſich aus dem Inkrafttreten des Geſetzes ergeben,en
minus (Archibald) 4. C. von Croßmanns C=Moll (H.
tiren. Preis 2 Mark. Das Buch, deſſen weiteren Krei=ledigt ſind. Man ſchätzt, daß importierte Waren imWerl
Teichmann). Ferner: Meſſalina, Einwandfrei. Tot. 13:10; ſen bekannter Verfaſſer ſich des Pfeudonyms J. v. Lüben von 71 Millionen Dollars in Lagerhäuſern unter Zollve
Pl. 12, 16.10. 2½—3—2 Lg.
bedient, iſt in ſeiner Art ganz eigentümlich. Jeder ge=ſchluß liegen und auf das Inkrafttreten der Raten warſelln
Jubiläums=Flachrennen; 30000 Mark, Diſt. bildetere Leſer, der auch zwiſchen den Zeilen leſen kann,
* Rio de Janeiro, 4. Okt. Der Dampfer „Borborema
9000 Meter: 1 R. Haniels Alvarez (Archibald), wird den Zweck und den Wert des Büchleins bald heraus= des Braſilianiſchen Lloyd hat geſtern nachmittag ſenl
2. Weinbergs Nikigs (Janek), 3. Weinbergs Metaſtaſio finden und ſich beim Leſen nicht nur „amüſieren”. Volks= Schleppdampfer „Guarany” von der Krieks=
(Hewitt). 4. Graditz Haparanda (Bullock). Ferner: tümliche Bücherei, Verlag, Berlin SW 11.
marine, welcher den Manövern des Geſchwaders folaten
Kairo. Tot. 29110; Pl. 12. 13:10. 1½ Lg.-Kopf-2 Lg.
Floericke Dr. Kurt: Geſchichte der Bul=bei der Inſel Grande in den Grund gebohrt.
Kranichſtein=Rennen: 6000 Mark. Diſtanz garen. Mit zablreichen Abbildungen auf 8 doppelſeiti= Schnelldampfer hatte 51 Mann an Bord, darunter mehreen
1400 Meter: 1. C. Fröhlichs Iſa (Oleinik), 2. Frhrn. gen Kunſtdrucktafeln. Stuttgart, Franckhſche Verlags= Fähnriche. Einzelheiten fehlen noch. Man glaubt,h
S. A. v. Oprenheims Azur (Archihald) 3. Erbes Jas= handlung. 8½, 88 Seiten. Geh. mit farbigem Umſchlag 30 Perſonen ertrunken ſind.
min (Bullock), 4. F. Cäßlers Marzipan (Schläfke). Ferner: 1,60 Mark gut gebunden 2,40 Mark. Wer ſind die Bul=
Third Ace Perle, Dracon. Tot. 270:10; Pl. 40, 16, 31110. garen? Welche Rolle ſpielten ſie bisher? Es iſt wirklich
Kopf-1—1½ Lg.
dringend notwendig, daß wir uns über dieſes eigenartige
EB Köln a. Rh., 4. Okt. Ein ſchweres Bran
In
Heyden=Linden=Jaadrennen: 5000 Mark, Volk Aufklärung verſchaffen. Wir müſſen zugeben, daß unglück hat ſich heute vormittag hier zugetragen,
Diſtanz 4000 Meter: 1. Rittmeiſter A. Böklins Fourt Floericke, der jahrelang auf dem Balkan gelebt hat, uns der Drogerie Windhaus in der Severinſtraße brach
cher.
lint
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m. Sea
timm
nungg
zu find
wird dey
ldern hir,
Nummer 235.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 5. Oktober 1913.
Seite 7.
ſeisher unbekannter Urſache unter den im Kellr
aufge=
ae
Geſgese
ſapelten Chemikalien ein Brand aus, der großen
Um=
fang annahm. Mehrere Löſchzüge der Feuerwehr waren
mit der Bekämpfung des Feuers beſchäftigt. Da ſich unter=
Todes=Anzeige.
den Chemikalien feuergefährliche Gegenſtände befanden,
miußte der Keller unter Waſſer geſetzt werden. Plötzlich
arfolgte eine Detonation. Die Gasleitung in dem bren=
Heute früh entſchlief nach langem, ſchwerem
n enden Keller war explodiert. Mehrere Feuerwehrleute
Leiden plötzlich und unerwartet unſer
treu=
beſorgter, unvergeßlicher Gatte und Vater,
erlitten ſchwere Verletzungen.
Bruder, Onkel, Schwiegerſohn und Schwager
HB Hamburg, 4 Okt. Hier iſt geſtern der Leutnant
Baske vom 85. Infanterie=Regiment in Rendsbura, der
ſich ſeit einiger Zeit in Hamburg wegen Urkundenfälſchung
und Betruges im Militärarreſt befindet, in der letzten
Friedrich Scriba
Kacht aus der Arreſtzelle ausgebrochen und
ent=
illohen.
Großh. Notar und Rechtsanwalt
(12352a
HB Königshütte, 4. Okt. Vor etwa ſechs Wochen
im 49. Lebensjahre.
prurde bei Gelegenheit eines nächtlichen Zuſammenſtoßes
ter Polizei mit Arbeitern der 24 Jahre alte Gruben=
Dies zeigen in tiefer Trauer mit der Bitte
Dampfernachrichten.
arbeiter Grzyk verhaftet und morgens tot in ſeiner Zelle
um ſtille Teilnahme an
(20777
aeufgefunden. Die Unterſuchung hat ergeben, daß
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
er von zwei Polizeibeamten der Wache mißhandelt wor=
Eva Scriba, geb. von Chrismar,
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
den war und einen tödlichen Säbelſtich in die Lunge er=
Nordamerika:
„Amerika” von Neu=York kommend,
hulten hatte. Beide Beamten wurden verhaftet.
Willy Scriba,
2. Okt. 5 Uhr 20 Min. nachm. auf der Elbe. „Bosnia”
2. Okt. 6 Uhr 30 Min. morg. von Baltimore nach Hamburg.
Leonie Scriba.
Briefkaſten.
„Cincinnati”, von Boſton kommend, 3. Okt. 9 Uhr
K. N. Ja. Frl. Geyersbach hat die Arda ſchon in der morgens auf der Elbe. „Imperator” nach Neu=York,
Groß=Gerau, 4. Oktober 1913.
Autfführung am 24. März d. J. geſungen, die auch Herr1 2. Okt. 7 Uhr 15 Min. abends von Cherbourg. „Kaiſerin
Auguſte Victoria” 2. Okt. 11 Uhr 30 Min. vorm. von
ſapellmeiſter Ottenheimer als Gaſt dirigierte.
Die Einſegnung und Ueberführung der Leiche
Neu=York über Cherbourg und Southampton nach
findet Montag, 6. Oktober, 12 Uhr mittags,
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Hamburg. „Patricia”, von Neu=York kommend, 3. Okt.
vom Sterbehaus aus, die Beerdigung in Darm=
Uhr 15 Min. morgens auf der Elbe. — Südamerika”, ſtadt, nachmittags 4½ Uhr, vom Portal des
Weſtküſte Amerikas: „Dacia” 2. Okt. 2 Uhr nachm. in
Friedhofes aus, ſtatt.
Buenos Aires. „Etruria”, von Santos kommend, 2. Okt.
Mormamint-Tabletten
S2 Uhr nachm. von Bahla über Madeira und Rotterdam
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vernichten die Bakterien in Aund
5nach Hamburg. „König Friedrich Auguſt” nach dem
und Rachen und gewähren
La Plata, 2. Okt. 5 Uhr nachm. Beachy Head paſſiert.
Gottesdienſtliche Anzeige.
„Liguria”, von der Weſtküſte Amerikas kommend, 1. Okt.
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Sonntag, 5. Oktober
Evon Montevideo. „Navarra” nach dem La Plata, 2. Okt.
Großh. Schloßkapelle zu Kranichſtein
9 Uhr abends in Coruna. „Pontos” 2. Okt. nachm. von
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„Sparta” 2. Okt. 2 Uhr morgens in Pernambuco, aus=
G
Monat ſtatt.
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gehend. — Verſchiedene Fahrten: „Almeria” 30. Sept.
von Basra. „Nicaria”, von Perſien kommend, 2. Okt.
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Tagsintawder.
—von Malta.
Sonntag, 5. Oktober.
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Großh Hoftheater, Anfang 6 Uhr, Ende gegen
Zene
11½ Uhr (außer Abonnement): „Die Meiſterſinger von
Das Augfeld-Phonola
Nürnberg”.
Vorſtellungen um 4 und 8¼ Uhr im Orpheum.
Todes=Anzeige.
Wohltätigkeitskonzert des Evang. Arbeiter= und
Piano
Handwerkervereins um 8 Uhr im „Feierabend”.
Verwandten, Freunden und Bekannten
Konſtantinfeier des Katholikenvereins um 8 Uhr
die ſchmerzliche Mitteilung, daß es Gott dem
„kann auf den
im „Konkordiaſaal”
Allmächtigen gefallen hat, unſere liebe,
Schauturnen der Turngeſellſchaft um 4 Uhr im Turn=
Tasten oder mittels
gute Mutter, Großmutter, Schwiegermutter,
Schweſter, Schwägerin und Tante
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Weingebauter Phonola ge
Herbſtball des Odenwaldklubs Frankonia um 8 Uhr
im „Kaiſerſaal”.
spielt werden. Wer früher nieN
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um 4 Uhr. — Reſtaurant „Schweizerhaus” zu Eberſtadt
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Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Die tieſtrauernden Hinterbliebenen.
Karl Arnold
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streeſe;
Darmſtadt, den 4. Oktober 1913.
Ecke Fbucherstrass/
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
(Magdalenenſtr. 19)
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
nächst dem
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
Die Beerdigung fin det Montag, den 6. Oktober,
Schwimmbad.
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwäige
nachmittags 5 Uhr, vom Portale des Friedhofs
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
aus, ſtatt.
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nicht berückſichtigt. Unverlangte Ranuſkripte werden nicht
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Nummer 235.
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zu dem überaſchenden Schluſſegelangt. daß dieſe geheinnisvolleNRacht ſch jede Perſon aneignen.
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jeden Herrn eringen kann. Wie es gemacht wird, hat er in einem Buche genau beſchrieben.
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Kahlertſtr. 28, Htb. m. Blickn. d.
g. Der Titel des Buches lautet: „Das Geheimnis der perſönlichen
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Nummer 235.
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 5. Oktober 1913.
Nummer 235.
Turfs auf eine längere Vergangenheit zurückblicken. Diefreien Stafette mußte er den Wiesbadener Gymnaſiaſten
Kongreſſe und Verbandstage. jetzt raſch aufeinanderfolgenden 50jährigen Jubiläums= den Sieg überlaſſen, während er die Mannſchaft des Wies=
* Breslau, 3. Okt. Der Deutſche Vereinfeiern des Leipziger und des Frankfurter Rennvereins badener Turnvereins hinter ſich laſſen konnte. Dagegen
für Knabenhandarbeit und Werkunterricht zeugen dafür, daß nicht nur in der Reichshauptſtadt, ſon= gelang es dem Schwimmklub Jungdeutſchland. in der
hielt geſtern und heute hier auf Einladung der Stadt dern auch im Reiche ſchon vor geraumer Zeit die hippi= Lagenſtafette Sieger zu bleiben. Im Städte=Waſſerball=
Breslau anläßlich der von ihr veranſtalteten Jahrhundert= ſchen Kämpfe eingeführt wurden. Der älteſte deutſche ſpiel Darmſtadt=Wiesbaden mußte er dem Wiesbadener
Ausſtellung ſeinen 22. Kongreß ab, der außerordentlich Rennplatz iſt bekanntlich Doberan, wo ſchon im Jahre Gymnaſialſchwimmverein einen knappen Sieg mit 140
zahlreich beſucht war. Mit ihm war eine vortreffliche 1827 das Friedrich Franz=Rennen um die Goldene PeitſcheToren und damit den Wander=Pokal zum erſten Male end=
Ausſtellung aus dem Gebiete der Knabenhandarbeit ver= gelaufen wurde. Freilich war es in der Gründungszeit in gültig überlaſſen. — Anfangs Januar 1914 veranſtaltet
bunden, in der eine beſondere Fachverſammlung ſtattfand, den 6der Jahren nur ein kleiner, ſehr erkluſiver Kreis, der der Klub im Hallenſchwimmbad ſein 2. öffentliches
die die Bildung einer ſtändigen Kommiſſion für Aus= ſich in Deutſchland für den Rennſport intereſſierte. Grö= Schwimmfeſt. Durch die Teilnahme hervorragender
ſtellungen befürwortete. Die Kongreßverſammlung, an ßer wurde das Intereſſe erſt nach dem deutſch=franzöſiſchen deutſcher Mannſchaften und einzelner Schwimmer von
der zahlreiche Vertreter von Staatsbehörden, Städten, Kriege, bis in den 80er Jahren durch das Totaliſator=internationalem Ruf werden ſich die Wettämpfe äußerſt
Verbot ein allgemeiner Niedergang erfolgte und der Sport ſpannend geſtalten.
Schulen und Vereinen teilnahmen, wurde nach der
ein=
faſt vollſtändig lahmgelegt wurde. Nach Aufhebung die=
* Fußball. F. C. Olympia 1898. Am heutigen
drucksvollen Eröffnungsrede des Vereinsvorſitzenden.
Ab=
geordneten Dr. von Schenckendorff, von Oberregierungsrat ſes Verbots erholte ſich der Sport nur langſam. Der all= Sonntag begibt ſich die 1. Mannſchaft, die am letzten
Dittmar=Breslau namens der Königlich Preußiſchen gemeine, noch jetzt anhaltende Aufſchwung ſetzte erſt mit Sonntag den F. V. Frankenthal leicht mit 3:2 ſchlug, nach
Staatsregierung, von Oberbürgermeiſter Matting namens der Wiedereinführung der Berliner Sonntagsrennen ein. Ludwigshafen, um das fällige Spiel gegen die dortige
Der Frankfurter Rennklub, der jetzt durch ein Germania auszutragen. Auf dem Platze an der
Heidelber=
der Kongreßſtadt begrüßt. Begrüßungstelegramme
wur=
den abgeſandt an Seine Majeſtät den deutſchen Kaiſer, dreitägiges, an wertvollen Entſcheidungen reiches Meeting ger Straße findet am Sonntag nachmittag ein Wettſpiel
ſowie an den preußiſchen Kultusminiſter. Unter großem ſein 50jähriges Jubiläum feiert, iſt nicht der eigentliche zweier kombinierter Mannſchaften des F. C. Olympig,
Beifall hielten Vorträge Profeſſor Dr. Kühnel=LeipzigGründer der Frankfurter Rennbahn, ſondern erſt im Jahre ſtatt.
** Rhein=Main=Verband für Raſenſport. Von
ver=
über Arbeitsſchule und Lehrerbildung, ſowie Gewerbe= 1 1896 aus der Vereinigung des Rheiniſchen Rennvereins
lehrer Baumann, Leiter der ſtädtiſchen Knabenarbeits= und des Vereins für Hindernisrennen in Frankfurt a. M. ſchiedenen Sportvereinen der Umgegend wurde ein
Ver=
ſchule in Hildesheim, über Jugendpflege und Kuaben=hervorgegangen. Nachdem am Samstag bereits der Okto= band unter dem Namen Rhein=Main=Verband für
handarbeit. Nach eingehender Ausſprache über die Vor=ber=Preis für Zweijährige und das JubiläumsFlachren= Raſenſport” zur Hebung des Fußballſpiels mit dem Sitz
tragsthemen ſchloß der Vorſitzende den ſehr günſtig ver= nen gelaufen wurden, bringt der Sonntag als Hauptent= in Rüſſelsheim gegründet.
sr. Pferde=Rennen. Maiſon Lafitte, 3. Okt.
laufenen Kongreß mit einem Hoch auf die Feſtſtadt. An ſcheidungen den Frankfurter Gold=Pokal und das.
Jubi=
den Kongreß ſchloß ſich ein gemeinſames Mittagsmahl, läums=Jagdrennen. Das erſtgenannte, ein mit 25000 Prir de Trappes; 3000 Francs Diſtanz 1200 Meter:
ein orientierender Rundgang durch die Jahrhundert=Aus= Mark ausgeſtattetes Flachrennen, bringt leider nur fünf 1. Monſ. Henneſſys Le Cheris (Jennings), 2. Rave Noire,
Pferde an den Start. Den Vertretern des Stalles Wein= (Ch. Hobbs), 3. Kouka II (F. Lane). Tot. 80:10, Pl. 24,
ſtellung und abends ein geſelliges Beiſammenſein.
berg, Emperador und Poltergeiſt, treten auf deren heimat=28, 24:10. Unpl.: Piffaudiere, Cabotine, Melville, Eid,
licher Bahn Sauk, Luntrus und Hebron entgegen. Der Rilinski El Paſſe, Northſleet. King Baby, Eieron,
Gar=
einzige gefährliche Gegner für das verbündete Paar ſteckt deuſe, Trarguette, Le Shah, Feerimonde. 2½—¾4 Lg.
Luftfahrt.
in Hebron, der allerdings am Donnerstag in Karlshorſt Prir de Gargenville; 5000 Francs, Diſtanz 2000
Meter=
ſchon einen erfolgreichen Abſtecher auf der Hürdenbahn 1. Monſ. Pfizers Padoue II (O'Connor), 2. Royal Frons
Berliner Herbſtflugwoche.
gemacht hat. Intereſſanter iſt die Situation in dem mit ton (O Neill), 3. Marinette V (J. Bara). Tot. 16:10, Pl.
Sr. Der geſtrige Tag der Flugwoche in Johannisthal 30000 Mark ausgeſtatteten Jubiläums=Jagdrennen, einer 11. 12110. Unpl.: Hulette (4), Er Aeque. L’Abbe
Conſtan=
brachte von den kriegsminiſteriellen Preiſen die Konkur= über 4500 Meter führenden Herrenreiter=Steeple=Chafe. tin. 1½—3 L. — Prir de la Vallee; 3000 Francs, Diſtanz
renz um den kürzeſten Auslauf. Gemeldet waren dafür 6 Unter den zehn Kandidaten ragen der von Leutnant Frei= 2400 Meter: 1. Monſ. Lienarts Le Monetier (G. Clout),
Flugzeuge, denen je drei Verſuche geſtattet waren. Den
herrn von Berchem geſteuerte Nena Sahib II, Komman= 2. Fanon (Sharpe), 3. Ecaille II (O'Neill). Tot. 67310,
kürzeſten Auslauf erzielte Rupp auf L. V. G.=Eindecker dant (Lt. von Moßner) und Bauernfänger (Lt. Zeltmann)1 Pl. 26 26, 27110. Unpl.: Kram, Annibal VII,
Drui=
mit 50.95 Meter die beſtzweite Leiſtung hatte V. Stoeff= hervor. Das über die weite Diſtanz von 3200 Meter füh= deſſe II, Atocha, Harry de Wind, Joyeux Drille, Fidelia,
ler auf Apatik=Doppeldecker mit 61,80 Meter. Unter der rende Frankfurter Handikap endlich ſollte Nuſcha, Blood, Fribourg, Charuer Perſeverance, Illuminee, Dentelle III,
feſtgeſetzten Maximalgrenze von 75 Meter, die von Thelen Orange und Mielleur in Front ſehen. Das klaſſiſche Wäld= 34 Lg.-Kopf. — Prix de Seine et Oiſe: 20 000 Francs,
und Ingold nicht erzielt wurde, blieben noch Krieger mit ches=Rennen, die Hauptnummer des am Dienstag vor Diſtanz 1400 Meter: 1. Monſ. de Rothſchilds Sardanapale
70,90 Meter und E. Stoeffler mit 64,25 Meter als beſten ſich gehenden Schlußtages, kann nur einen gut bezahlten (F. Rovella), 2. Guerroyante (Marſh), 3. Jarnac (O'Neill)
Leiſtungen. Am Photographie=Wettbewerb während desSpaziergang für Orchidee II, die ausgezeichnete Stute des Tot. 21310, Pl. 12, 12110. Unpl.: Moig. 3.—11 Se.
Vormittags beteiligten ſich Reiterer. Kießling, Gruner,
Freiherrn von Oppenheim, bilden.
Prir Plaiſanterie; 5000 Francs, Diſtanz 2000 Meter:
Remus, Stiploſchek, Krieger und Kanitz, von denen Kanitz
Die Rennen der ſächſiſchen Hauptſtadt bringen mit 1 Monſ. A. Krafts La Mi Careme (Garner), 2. Sioux
und Kießling aufgaben, während Krieger mit — 17 Min. dem Herbſt=Jagdrennen ebenfalls eine wertvolle und gut= (Marſh), 3. Gyſy (F Rovella). Tot. 88110 Pl. 22 19,
über die Grenze hinaus keinerlei Chancen hat. Im übri= beſetzte Steeple=Chaſe Unter den beſtehenden Gewichts= 15110. Unpl.: Sole Sees La Concorde, Reuſſite, Tanit II,
gen hatten zu verzeichnen: Reiterer —5 Min., Gruner verhältniſſen beſitzen Whiſpering Captain, Voie Lactee und Armarylis, Benares, Proßba. 1½ La.—Kopf. — Prir Co=
—4 Min., Remus 18 Min., Stiploſchek —120 Min. Außer= Pfefferminz die meiſte Anwartſchaft auf einen Sieg.
doman; 5000 Francs, Diſtanz 1300 Meter: 1. Monſ. Edm.
dem waren noch drei Rennen. Das erſte Rennen für Ein= Aus dem Magdeburger Programm ragt lediglich die 7. Blancs Sloughi (G. Stern), 2. Spirt (J. Childs), 3.
Sa=
decker gewann Infold in 11 Min. 21,6 Sek. vor Krieger Magdeburger Herbſt=Steeple=Chaſe hervor, die Mooſe,licorne (O'Neill). Tot. 14:10, Pl 12, 44:10. Unpl.: Saint
mit 13141,1, Kohnert 14:07,7 und Reiterer 1547,2, wäh= dem bekannten Steepler des deutſchen Kronprinzen einen Poelten, Ladignac, Oceanie IV. 5—2 La.
rend Gruner nicht ſtartete. Das Rennen für leichte Dop= neuen Erfolg bringen könnte. Zu ſchlagen hat der Wallach
Amateurphotographie. Das ſoeben erſchienene erſte
peldecker wurde von Janiſch in 11:14,3 vor Lindvaintner Kiriquette, Emma Olivia und Flint. — Auch in der durch Oktoberheft der Vhotographie für Alle bringt eine Ab=
11:59,4, V. Stoeffler 12132,1, Schüler 13.07,2, E. Stoeffler Düſſeldorf und Dortmund doppelt vertretenen rheiniſch= handlung über „Das maleriſche Stadtbild”. Ueber die
18:32,1 gewonnen. Letzterer wurde diſtanziert, weil er eine weſtfäliſchen Kampagne ſpielt der Hindernisſport die erſte bei der Bildkompoſition zu beachtenden Regeln ſagt der
Wendemarke nicht gerundet hatte. Das Rennen für ſchwere Rolle. Unter den 12 Bewerbern um den Preis der Stadt Verfaſſer folgendes: „Machen wir uns immer vor der
Doppeldecker ſah die Beteiligung von Thelen, Kießling, Düſſeldorf, einem 20 000 Mark=Jagdrennen, ragen Gras= Aufnahme klar, daß zu einem geſchloſſenen Bilde faſt
Remus. Thelen traf als überlegener Sieger ein, wurde mücke, Germania I und Raubgeſell hervor. — Das reich= immer ein Vordergrund und möglichſt ein Mittelgrund
jedoch diſtanziert, weil er eine falſche Wendemarke gerun= haltige Turfprogramm verzeichnet weitere Rennen in gehört, der den Blick des Beſchauers allmählich zum
Hin=
det hatte. Seine Zeit war 1118,1. Das Rennen wurde Straßburg i. E Stetin, Königsberg i. Pr., Oldesloe, tergrund hinführen ſoll, der bei dieſer Art von
Aufnah=
infolgedeſſen von Kießling in 12:33.7 vor Remus 14112,6 Hersfeld. Gneſen, Kottbus und Altenburg. Die Reichs= men meiſtens das Wichtigſte im Bilde ſein wird. Gerade
gewonnen. Im übrigen erzielten für den Dauerflugwett= hauptſtadt muß ſich ausnahmsweiſe mit Trabrennen be= der Vordergrund, der zur Erzielung der Plaſtik ſo nötig
bewerb nachſtehende Flieger folgende Zeiten: Remus 58 gnügen. Zum Austrag gelangt in Mariendorf das wert=iſt, macht gewöhnlich die größten Schwierigkeiten. Wie
Min. Kießling 58 Min., Reiterer 53, Grunder 54, Stiplo= vollſte Ereignis der Herbſtkampagne, der Entſcheidungs= oft haben wir nur eine eintönige, kahle Fläche, das Stra= 57, Schwandt 34, Kanitz 58, Wrobel 59, Boehm 6, In=lauf des Großen Preiſes von Berlin im Werte von 25 000 ßenpflaſter, vor uns. Da hilft uns denn ſehr oft der
gold 9 und Fiedler 14 Minuten. Von Sablatnig wurde Mark. Der Ausgang liegt zwiſchen den Siegern der bei= Schatten eines Baumes, eines Hauſes, das hinter uns ſteht
auf Union=Pfeil=Doppeldecker ein neuer Rekord mit fünf den Vorläufe, Long Ago und Mine. — Der Pariſer Renn= und ein Muſter auf den Vordergrund wirft. dieſe Klippe
Paſſagieren, alſo ſechs Perſonen, über 1000 Meter Höhe ſport hat in Longchamps wieder ein 100 000 Francs=Ren= zu umgehen. Ein anderes Mal iſt es ein Tor oder ein
aufgeſtellt.
nen zu vergeben. Zu den Bewerbern um den über 2400 Brückenbogen, oder auch einige ſpielende Kinder, die einige
Meter führenden Prir du Conſeil Munieipal gehört auch Abnechſelung in das Ganze bringen; nie aber dürfen
Sr. Der Start für das Gordon=Bennett=Rennen der der in Deutſchland beſtens bekannte Moſei Kſiaze des dieſe Dinge ſo aufdringlich wirken, daß ſie den Blick des
Freiballone iſt jetzt durch die Sportkommiſſion des Fran=Fürſten Lubomirski, doch ſollte der Sieger des Badener Beſchauers von der Hauptſache im Bilde ablenken. Eine
zöſiſchen Aero=Klubs feſtgeſetzt worden. Es beteiligen ſich Großen Preiſes und des Peſter St. Legers gegen die fran= ſorgſame Behandlung erfordert auch der Baumſchlag, er
außer Frankreich, das den Pokal zu verteidigen hat, zöſiſche Elite, wie Bruleur, Nimbus und Fidelio, nicht bietet nicht ſelten den vorteilhafteſten Vordergrund.”
Deutſchland, Oeſterreich, die Schweiz und die Vereinigten aufkommen können.
Staaten mit je drei Ballonen Großbritannien, Belgien
Der Radſport bringt auf der Berliner Olympia=
und Italien mit je zwei Ballonen. Frankreich eröffnet parkbahn ein Match zwiſchen Demke und dem Franzoſen
Landwirtſchaftliches.
den Reigen mit Bienaimée, dann folgt Großbritannien Berthet und ein mit Didier, Janke, Timmermann, Luycken
* Berlin, 4. Okt. Wöchentlicher
Saaten=
mit Dunville, Italien mit Acoſtini, die Vereinigten Staa= und Foſſier beſetztes Dauerrennen. Um den Großen
ten mit Watts, Belgien mit Gerand, Oeſterreich mit Sieg= Preis von Köln bewerben ſich Günther, Saldow, Nettel=ſtandsbericht der Preisberichtſtelle des
mund, Deutſchland mit Kaulen, die Schweiz mit Beau=beck, Miquel und Jakob Eſſer. In Breslau hat die Bun= Deutſchen Landwirtſchaftsrats. Bei ſchönem
clair; dann beginnt die Reihe von neuem. Es ſtarten desmeiſterſchaft von Schleſien die beſten ſchleſiſchen Ama=trockenem Wetter ging das Aufnehmen der Kartoffeln in
ferner Leblane für Frankreich, de Francia=Großbritannien, teure angelockt und das 100 Kilometer=Dauerrennen
wer=
der Berichswoche glatt von ſtatten. Mit dem Ergebnis,
Paſtiné=Italien, Honneywell=Vereinigte Staaten, de De= den Linart, Walthour, Vanderſtuyft und Thomas beſtrei= das je nach Sorte und Bodenart, große Schwankungen
muhter=Belgien, Lenhart=Oeſterreich, Freiherr von Pohl=ten, während ſich um die Meiſterſchaft von Zürich Stell= aufweiſt, iſt man im allgemeinen zufrieden; vielfach wird
Deutſchland, Aeruſter=Schweiz, Rumpelmeyer=Frankreich, brink, Ryſer und Darragon bewerben. In Paris findet der Ertrag ſogar als reichlich bezeichnet. Zwar finden ſich
Upſon=Vereinigte Staaten, Hans=Oeſterreich, Berliner= der vorletzte Renntag auf der Prinzenparkbahn ſtatt und auf feuchten Stellen und lehmigen Böden kranke Knollen,
Deutſchland, und als Letzter Pasmarini=Schweiz. Die Liſte in Brüſſel öffnet die neue Winterbahn ihre Pforten. Ob doch iſt der Prozentſatz bei den ſpäten Sorten nicht
erheb=
der Konkurrenten enthält eine ganze Reihe bekannter Na=die ſeitens des Verbandes Deutſcher Radrennbahnen mit lich, und auf durchläſſigen Böden ſind die Kartoffeln
meiſt=
men; ſo ſind die franzöſiſchen Vertreter weltbekannte Bal=einem Startverbot belegten Rennen des Deutſchen Renn= geſund geblieben. Den Rüben hat die letzte Woche wohl
konfahrer, von denen Rumpelmeyer zurzeit den Diſtanz=fahrer=Verbandes in Magdeburg zum Austrag gelangen, noch eine Zunahme an Gewicht und Zuckergehalt gebracht,
Weltrekord für Freiballone hält. Von den engliſchen Ver=muß man abwarten. Im Deutſchen Stadion findet das Bisher vorgenommene Rodungen entſprechen indeſſen
tretern iſt ſowohl Dunville und de Francia durch frühere mit Ausnahme von Schwimmen alle Sportzweige um= nicht immer den Erwärtungen. Der Blattwuchs hat ge=
Starts beim Bennettrennen bekannt, und von den Schwei= faſſende 1. Herbſtſportfeſt ſtatt, deſſen Hauptentſcheidungen täuſcht, die Wurzeln ſind vielfach klein geblieben, auch der
zer Delegierten de Beauclair, der ebenfalls mehrmals an der 9. Berliner Armee=Gepäckmarſch und die 1. Waldlauf= Zuckergehalt läßt hier und da zu wünſchen übrig. Häufig
dieſem Rennen teilgenommen hat. Die belgiſchen Ver= Meiſterſchaft von Deutſchland bilden. Ein weiteres Er=wird darüber geklagt, daß das Aufnehmen der Rüben mitt
treter ſind ebenfalls bewährte Freiballonführer, während eignis iſt die Eröffnung der großzügigen Sportplatzanlage Schwierigkeiten verbunden ſei: in Mitteldeutſchland iſt
die italieniſchen, öſterreichiſchen und amerikaniſchen Be= des Berliner F. C. Preußen, der u. a. mit dem Wiener der Boden ſtellenweiſe ſo hart, daß die Wurzeln abbrechen
werber im internationalen Ballonſport weniger hervor= Athletik=Sp. C. ein Fußballmatch austrägt. In der öſter= und man den Rübenheber zu Hilfe nehmen muß. Die
getreten ſind.
reichiſchen Hauptſtadt findet der 19. Fußballkampf Wien= Herbſtbeſtellung hat bei dem ſchönen Wetter zuletzt gute
Berlin ſtatt. Mit Spannung wird auch der Ausgang des Fortſchritte gemacht; es iſt ſchon viel Roggen ausgeſät,
Länderkampfes Weſtdeutſchland gegen Oſtholland in hier und da auch ſchon Weizen untergebracht. Der
früh=
zeitig geſäte Roggen iſt gut aufgelaufen, während ſich bei
Düſſeldorf erwartet.
Sport, Spiel und Turnen.
der ſpäteren Ausſaat bereits Mangel an Bodenfeuchtigkeit
Der Sport des Sonntags.
* Der Darmſtädter Schwimmklub Jungdeutſchland bemerkbar macht.
sr Der im allgemeinen noch in den Kinderſchuhen beteiligte ſich an den Wettkämpfen anläßlich des
Schwimm=
ſteckende deutſche Sport kann nur auf dem Gebiete des feſtes des Gymnaſialſchwimmvereins Wiesbaden. In der
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Nummer 235.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 5. Oktober 1913.
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Frau Melodie.
ſchenden Zaungäſten und weiter in die nahen Straßen, unten im Süden in Sehnſuchtsträumen nach ſeiner
Vater=
hinein in ſeine Vaterſtandt Wien, die er nach langen Irr= ſtadt Wien dieſe ſchmeichelnden, lockenden Weiſen erſon=
Roman von Carl Conte Scapinelli.
(Nachbruc verboten.)fahrten nun zum erſten Male als ſchneidiger Kapellmeiſter nen. Man erhob ſich von den Sitzen, man rief ſeinen
Na=
des eben hierher verſetzten Regiments betreten hatte.
men, die Fremden ebenſo laut wie ſeine Bekannten, —
1. Kapitel.
Er lullte ſich in die Ohren der Wiener, er ſang ſich in nur der alte Vater ſchwieg, glücklich lächelnd über die
Um die große elektriſche Bogenlampe des
Muſik=
ihre Herzen — lächelnd, ſiegesgewiß ſtand Joſeph Ritt= Huldigungen, die ſeinem Peppi zuteil wurden. Man
ſaavillons ſchwärmten, unbekümmert um die lauten
ner oben und kehrte ſich allmählich leicht zum Publikum,! klatſchte ihn immer wieder aufs Dirigentenpult, als
Bravorufe und das Händeklatſchen der zahlreichen Gäſte, — wie im Traum weiterdirigierend, muſterte er ihre Rei= könnte man ihm nicht oft genug danken, als wollte man ihn
tie Schmetterlinge, als tanzten ſie noch den Walzer nach,
hen und nickte da und dort alten Bekannten, Freunden immer wieder ſehen, bis er endlich in freudigem
Sieges=
den die Militärkapelle des neu nach Wien verſetzten un=
und Freundinnen ſeiner Jugendjahre zu. Dort ſaßen die taumel — noch einmal ſein Lied ertönen ließ.
gariſchen Regiments eben beendete. Drunten riefen,
ſchhrien, jauchzten die Leute, die Bierkrügeln mit dem hel= beiden Erlinger Buben mit ihrer alten, immer etwas
Mit dem neuen Lied auf den Lippen trollten die
Wie=
len, ſchäumenden Pilſener wackelten im Takte der Klat= ängſtlichen Mutter, in deren Haus er früher ſo eifrig Mu= ner ſpät abends heim, — von Tiſch zu Tiſch war die
Me=
ſcher mit, die Damen in hellen, fröhlichen Sommerklei= ſik getrieben, die waren jetzt wohlbeſtallte Staatsbeamte lodie geflogen, wie ein zündender Funken machte es
dern wehten lachend mit ihren Tüchern dem neuen, für in guten Stellungen, und dort, dort ſaß mitten unter den Fremde zu Bekannten, ſtärkte den Eroberungsmut der
Offizieren ſeines Regiments und ihren Damen, denen man Jünglinge und brach den Hochmut und die Unnahbarkeit
Wien eroberten Kapellmeiſter zu.
alle die Freude anſah, in Wien zu ſein, ſein alter Vater, der jungen Mädchen. Es löſte die Zungen, machte die
So mußte ſich Joſeph Rittner endlich entſchließen,
aus der Schar ſeiner Militärmuſiker, wohin er ſich wie der Profeſſor Rittner, mit ſeiner zweiten jungen Frau und Herzen weich, die Geſtalten biegſam, ließ Hände ſich
fin=
in, eine Verſenkung verſteckt hatte, hervortreten. Ein ra= ſeinem älteſten Töchterchen aus zweiter Ehe, mit Hanſi. Auch den, lockte Schmeicheleien von ſonſt zag= und ſchreckhaften
ſches Wort an die Muſiker, ein ſchnelles Verneigen vor ihnen nickte er zu. Auch ſie hatte er neu erobert, nachdem Lippen und trieb das aufflackernde Rot der Freude in der
er als junger Burſche grollend über die ſpäte, zweite Frauen blaſſe Wangen. Selbſt am Ehrentiſch, wo
Ritt=
dem entzückten Publikum, daß ſein blondes Haupthaar
Ehe ſeines Vaters geflohen.
ners Verwandte und die Offiziere mit ihren Damen
ſa=
ein wenig über die Stirn flog und ſein weit ausgezoge=
Allen da unten, die gekommen waren, der Muſik zu ſen, hatte es gezündet, die Kappen der Leutnants ſaßen
ner, martialiſcher, blonder Schnurrbart leicht mitzitterte,
dann ſtand er oben am Dirigentenpodium. Ein Klopfen lauſchen, nickte er leicht zu, wie alten Bekannten, die er plötzlich ſchiefer und verwegener, die Damen lachten
lau=
mit dem Taktſtock kurz und grell wie ein Kommandowort! endlich wieder traf, nach denen er ſich lange geſehnt. Und ter und freier und die großen tiefſchwarzen, ſorſchenden
Lautloſe Stille trat ein. Noch einen Augenblick und dann ſtatt freudiger Begrüßungsworte, ſtatt Handſhlag und Angen des Graukopfes Profeſſor Rittner ſahen plötzlich
ſetzten ſchmetternd und jubelnd die Hörner ein. Noch Kuß ſandte er ihnen ſeine Weiſen entgegen, ſchlang ſeine luſtiger und freudiger ſein junges volles Weib an ſeiner
zwei, drei Takte! Und der eben beſchwichtigte Jubel, ein eigenen Töne um ſie, daß ſie erfreut, entzückt aufhorchten,! Seite an. Und gar die Hanſi, deren Wangen glühten,
de=
frenetiſcher Beifall brach los. Es war Rittners hübſches daß ſie wie mn leiſer Gegenrede, wie in traulicher Zwie= ren Augen ſprühten und, ohne etwas zu denken, neigte
ſie ſich näher zu dem Geſicht des Hauptmanns von
Seff=
ditett aus ſeiner noch unvollendeten Operette, das im ſprache mitſammen begannen.
Hatten die ſtürmiſchen Beifallsbezeugungen bis jetzt reck, des Muſikoffiziers der Militärkapelle, der ihr ſo ſüße
Sturm die Herzen der Wiener erobert hatte. Lockend zog
3 hinaus, aus der Halle des Pavillons über die unge= der gutgeleiteten Kapelle, dem hübſch gewählten Pro= Schmeichelworte ins Ohr hauchte.
Das Konzert war zu Ende, ein wenig erſchöpft vom
jählten, bunten Reihen der weißen Tiſche, — hinaus in gramm, der exakten Durchführung der muſikaliſchen
Auf=
ſeit leuchtenden, warmen Herbſtabend, hinüber über den gaben gegolten, der neu aufwachende Jubel — der galt langen Dirigieren, und vom lauten Beifall, den ſeine
Seite 14.
Nummer 285.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 5. Oktober 1915.
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einem anderen Tiſch aus hatten die beiden Erlinger Bu= um die er mit aller Schneid und allem Takt, mit allen längſt draußen im Weltenkampf vergeſſen und begraben
ben ihn begrüßt, ſtürmiſch, herzlich, wie ihre Art war, ſeinen Liedern geworben. — Wenn ſie heute dabei ge= hätte. Nein, nein, ſie ſollte nicht glauben, daß er ihr jetzt
und auch ihre alte Mutter, die noch immer etwas Schönes weſen, wenn ſie ſeinen Erfolg geſehen, ſie, bei der er ſich nach achtzehn Jahren, jetzt, da er vierunddreißig war,
noch=
an ſich hatte und ſich vor den böſen Witzen ihrer großen die Heldin ſeiner Operette vorſtellte — und die doch nur zürnte. Er hatte den Schritt ſeines Vaters allmählich
Söhne fürchtete, hatte ihm tapfer ein paar Anerkennungs= eine ſehr ehrſame, junge Beamtenwitwe in Arad war, verſtehen gelernt, da er gemerkt hatte, wie der alternde
worte geſagt. Dann war er zu ſeiner Familie und den bewacht von ihrer alten Mutter, behütet von den Augen Mann an der Seite dieſer einfachen Frau, die ihm geiſtig
ſo wenig zu bieten vermochte, doch aufgelebt war, auch
Offizieren zurückgekehrt. Man begrüßte ihn ſtürmiſch, be= der ganzen dortigen Geſellſchaft.
Irma, Irma. Faſt hätte er mitten in eine in ihm neu geiſtig ſich aufgeſchwungen hatte zu ſeinen Höhen, die zu
glückwünſchte ihn zu ſeinem neuen Erfolg.
Ganz Wien wird er erobern! rief Hauptmann Seff= auftauchende neckiſche Melodie laut dieſen Namen ge= erſteigen ihn vielleicht die erſte, kluge, aber humorloſe
pe=
dantiſche Frau aufgehalten. Joſef Rittners Vater war
trillert.
reck. Alſo, bitte, er wird hier den Strauß erſetzen!
Aber da ſtört ihn Hauptmann von Seffreck, der kleine ein anderer geworden, einer, der plötzlich alles verſtand
Lächelnd ſtand der blonde Rittner noch aufrecht in der
Mitte, läſſig knöpfte er ſeinen Waffenrock an der Bruſt ſchwarze, feſche Offizier, dem die Muſik als militäriſchem und verzieh, einer, den die ſpäte Liebe gut und für allezeit
ein wenig auf und holte aus der linken Seite, die oben Führer unterſtand, indem er ihn ſanft in die Rippen ſtieß. jung gemacht.
Na, Mama, wie haben wir geſpielt?” fragte Joſef
mit einer Reihe meiſt ausländiſcher Orden beſetzt war, Alsdann, Kapellmeiſter, eine Schweſter haſt Du, — gar
nicht wert biſt Du ihrer! Und auch Dein junges Mutterl, Rittner plötzlich faſt gezwungen, einen heiteren Ton ans
— ſeine lange Zigarrentaſche hervor.
ſchlagend. Spielen wir ſchon wieneriſch genug.
Jetzt erſt mal eine Virginia und ein Krügel Pilſener alle Achtung! — Alſo, Proſit, alter Tonſetzer!
Famos — echte Wiener Muſik habt Ihr gemacht.
Proſt Seffreck! Es klang geiſtesabweſend und leiſe.
noch, wenn die Herrſchaften erlauben! Und faſt gierig
Biſt Du nicht zufrieden, Kapellmeiſter, mit Deinem Der Vater iſt gewiß entzückt — ganz leuchtend ſah er
zündete er ſich die lange Virginiazigarre an und ließ die
erſten Rauchwolken haſtig zum Himmel ſteigen, dann heutigen Erfolg? Ganz Wien haſt Du für uns erobert. drein. Ich glaube, durch die Muſik verſteht Ihr Euch
wieder!
Oberſt wird Dich beloben morgen!
ſtürzte er ein halbes Glas Pilſener hinunter.
Aber die Muſik iſt dieſelbe geblieben, — dieſelbe, über
Doch, doch, Seffreck, — aber Du verzeihſt, mir ſind
Das hatte gut getan, hatte die innere Aufregung, den
die er einſt ſo ſchimpfte, da ich mich ihr zu widmen be=
Brand, den der ſtürmiſche Beifall in ihm erregt, ein Melodien eingefallen!! Ich grüble ein wenig weiter!
Bravo, bravo, alſo will nicht ſtören. Beſchäftige mich gann!
wenig gedämpft. Aber dennoch ſaß er wie geiſtesabweſend
Weißt Du, Joſef, ich habe ſie ihn eben verſtehen
ge=
unter den anderen, er hörte kaum, was ſie ihn fragten, er ohnehin lieber mit Fräulein Hanſi, Schweſter Deiniges.
lehrt, dieſe weiche und doch feſche Muſik! Die Frau warf
Summ nur weiter, Tonſetzer!
lächelte nur wie traumverloren vor ſich hin.
Aber auch die anderen waren auf Joſeph Rittners ihren Kopf mit dem dichten Kranz kaſtanienbrauner
Was er als Jüngling geträumt, jetzt war es
einge=
treten. Und über die Freude ſeines erſten Sieges in Schweigen aufmerkſam geworden und, da ihm ihre Rück= Haare zurück, und dann ſagte ſie plötzlich: Ich freue mich
Wien ſchoſſen ihm auch wie von allen Seiten die Melodien! ſichtnahme doppelt unangenehm war, wandte er ſich jetzt ehrlich, Joſef, daß Du wieder da biſt, der Vater hat doch
zu. Dinge für ſeine neue Operette, um die er ſich unten, plötzlich, als müſſe er etwas nachholen, an ſeine Stief= Sehnſucht nach Dir gehabt — und jetzt darf er ſtolz ſein
fern von Wien, monatelang gequält hatte. Und zwiſchen mutter. Er hatte mitten in ſeinen Träumen früher be= auf Dich, und er iſt es auch!
dem allen, hinein in die aufdämmernden, in ſeine herzer= merkt, wie ihn die immer noch jugendlich dreinſehende,
et=
quickenden Weiſen tauchte immer wieder das Bild einer was ſtarke Frau mit ihren braunen Augen beobachtet
(Fortſetzung folgt.)
(Frau auf, die dort unten in der Arad ſaß — einer tril= hatte, als wollte ſie ſein Innerſtes ergründen, als wollte
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Nummer 235
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Seite 18.
Nummer 235.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 5. Oktober 1913.
und zerſtreuten Vortruppen verhindert geweſen wäre, von den gegen den Feind gerichteten öſtlichen Teil der Ver=
Neue ESrinnerungen heſſiſcher
ihrem Feuer den geeigneten Gebrauch zu machen. Der tiefung einnahm, erreicht wurde bei unſerem Bataillon
Offiziere aus der Zeit der Völkerſchlacht Feind fand es nun für geeignet, uns Platz zu machen, und aber, dem der weſtliche Teil zugewieſen war, verfehlt
wer=
das Bataillon vereinigte ſich alsbald mit den übrigen der den mußte.
bei Leipzig.
Brigade, die im Rückzuge nach dem öſtlich von Leipzia ge=
Obgleich es mir ſpäter niemals gelungen iſt, die Zeit
Mitgeteilt von Dr. Karl Eſſelborn.
legenen Dorfe Stötteritz begriffen war Dieſer Rück= der für die großherzoglichen Truppen achtſtündigen Dauen
(Fortſetzung.)
zug erfolgte in bewunderungswürdiger Haltung der Trup= der Schlacht dieſes Tages, von nahe vor 10 Uhr morgens
Am 18. Oktober wurden die heſſiſchen Truppen vor pen, im heftigen ſich kreuzenden Geſchützfeuer des Feindes bis nahe 6 Uhr abends, in meiner Erinnerung ſo auf die
Tagesanbruch an Zuckelhauſen vorüber bis gegen von Oſten und Südoſten her. Nachdem jeweils etwa hun= einzelnen Hauptabſchnitte zu verteilen, daß durch deren
Holzhauſen zurückgezogen. Als nun ſpäter, etwa dert Schritte in verzögertem Feldſchrittempo zurückgelegt Summierung jene achtſtündige ununterbrochene Dauer auch
gegen 9¾ Uhr morgens, feindliche Abteilungen von Süd= waren, wurden die Bataillone angehalten, um dem Feinde nur annähernd erreicht worden wäre, ſo glaube ich doch
oſten und namentlich von Oſten gegen dieſen Ort heran= jedesmal auf längere Zeit die Stirn zu bieten Bei einem es dürfte jene Stellung bei Stötteritz etwa gegen 3 Uhr
rückten, wurde das Bataillon dorthin beordert und dicht ſolchen Vorgehen ſprengte, wie ich mich erinnere, der Mar= nachmittags eingenommen worden ſein.
dabei an der Südſeite auf einem Grundſtück, das ſüdlich ſchall Berthier mit unbedecktem, verbundenem Kopfe
Der Unteroffizier auf dem rechten Flügel der erſten
und öſtlich durch eine etwa zwei Fuß hohe Lehmmauer zu dem Prinzen Emil heran mit den Worten: „Mais, Kompanie Sergeant Kalbfleiſch‟), ein durch und
gegen das vorliegende niedere Terrain begrenzt war, auf= mon Dieu, Prince, oü allez-vous done?” (Aber, mein durch braver und nüchterner Mann hatte ſich, den
ver=
geſtellt; die Schützen ſtanden dagegen in jenem niederen, Gott, Prinz, wohin gehen Sie denn?), worauf ſogleich meinten Schutz dieſer Vertiefung verſchmähend. beim
Ein=
von einem Waſſer durchzogenen Terrain zerſtreut. Sie! wieder das Kommando „Bataillon Halt!” erfolgte.
gehen in ſie rückwärts von mir und ſo viel höher geſetzt,
begannen ihr Feuer ſogleich. Unſer Bataillon ſelbſt, durch
Die Verluſte der Bataillone waren hier bedeutend, und daß er die gegenüberſtehenden ſeindlichen Geſchütze
be=
feindliche Artillerie beſchoſſen, gab nur einzelne Schüſſe ab es war dabei ihre kriegeriſche Ausdauer einer um ſo här= obachten konnte, und infolgedeſſen anfangs mich als ſeinem
gegen ſich ſeitwärts der Schützen nahende feindliche Plänk= teren Prüfung unterworfen, als durch jede einſchlagende Bataillonsadjutanten, jedesmal von den wenigſtens zuerſt
ler. Von den dort erlittenen jedenfalls geringen Verluſten Geſchützkugel meiſt mehrere Soldaten zugleich niederge= immer lagenweiſe erfolgenden feindlichen
Geſchoßzuſen=
iſt mir nur die leichte Verwundung des Leutnants Lin=worfen wurden.
dungen mit den Worten benachrichtigte: „Jetzt kommt
denſtruthy) in der Erinnerung gegenwärtig. Nach
Auf dieſem Rückzuge von Holzhauſen nach Stötteritz wieder eine Lage!” Obgleich nun ſchon nahezu fünf
einem längeren Verweilen in dieſer Stellung traf der Be= zog Haubtmann von Schwarzenau der am 16. Ot
Stunden ſtändiger, aber bewegter Teilnahme an der
fehl zum Rückmarſch ein. Der Rückmarſch war aber kaum tober auf dem Kolmberg durch eine Geſchützkugel geſtreift Schlacht vorübergegangen waren, ſo war doch bei der nun
angetreten, ſo befahl. noch ehe das Innere des Dorſes er= worden war, eine Kartätſchkugel aus den Bruſteilen ſei= eingetretenen Bewegungsloſigkeit und vollkommenen Ung
reicht war, Prinz Emil perſönlich die Wiedereinnahme ner Bekleidung und ſagte, indem er mir jene Kugel zeigte: tätigkeit die ſtete Todesgefahr natürlich mehr fühlbar
ge=
der eben verlaſſenen Stellung. Nachdem das Bataillon Nun, ich ſcheine kugelfeſt zu ſein!” Unwillkürlich gedachte worden. Daher wurde durch jene Zurufe die jedesmall
daher auf jenes Grundſtück zurückgekehrt und in Linie auf= ich dabei an die Mahnung: „Man ſoll den Tag nicht vor Augenblicke einer nicht gerade erfreulichen Erwartung
ver=
marſchiert war, rückte es in dem früheren „ordinären dem Abend loben!“
anlaſſen mußten, die Annehmlichkeit der Lage nicht gerade
Schritte‟ — einem kadenzierten Paradeſchritt von 75 in
Bei einer der vielen Frontherſtellungen auf dieſem beſonders erhöht, und ich fühlte mich wahrhaft erleichtert
der Minute, hier von dem Kommandeur anfangs durch
den Ausſpruch von Zahlen geregelt, und die Fahne vor Rückmarſch ſaate der damalige interimiſtiſche Regiments= als die fortwährende Steigerung und Vervielfältigung
Front — dem namentlich mit ſeinen Geſchützen nun kommandeur Oberſtleutnant Baron von Steinling’) des gewaltigen Spieles jene Benachrichtigungen
verſtum=
in nächſter Nähe vorrückenden Feinde bis an jene Mauer zu mir die wahrhaft erhebenden Worte: „Es geht heute men machten.
entgegen. Kaum war es jedoch hier eingetroffen, ſo kam gewaltig her! Aber, nicht wahr, wir denken, daß wir alle
Anfangs erſchien zwar die für die beiden Bataillone
gewählte Vertiefung ihrem Zwecke zu entſprechen, indem
der Befehl zum ſchleunigen Rückmarſch der indeſſen dem in Gottes Hand ſtehen!”
Bei einem der erwähnten Halte ſtreiſte eine rechts von während längerer Zeit die feindlichen Geſchoffe meiſtl
nahen Feinde gegenüber in der größten Ruhe und in einem
Feldſchritt von nicht 100 in der Minute, und zwar jetzt uns in Unordnung und im Laufe zurückweichende fran= außerhalb davon aufſchlugen. Es mochte nämlich, ſo lange
im heſtigſten Kartätſchenfeuer des Feindes, vollzogen Pſiſche Infanteriekolonne wohl die Reſte einer ganzen die direkt auf etwa 150 Schritte vorſtehende großherzogliche
wurde. Von der Heftigkeit dieſes Feuers gab namentlich Diviſion, durch die Rufe und Ermahnungen der Offiziere Fußbatterie noch imſtande war, den ungleichen Geſchützs
ein Waſſer, vielleicht eine Pferdeſchwemme, in weit ge= nicht mehr zurückgehalten, ein Bataillon des dritten groß= kampf einigermaßen zu beſtehen, dieſe vorzugsweiſe dasl
öffneten und dem hoch poſtierten Feinde ſichtbaren Innern herzoglichen Infanterieregiments in ſolcher Nähe, daß Ziel der feindlichen Geſchütze geweſen ſein. Als aben
des Dorfes durch das hörbare und ſichtbare Einſchlagen wir Fernſtehenden befürchteten, es könne dieſes Bataillon nun, vielleicht gegen 4½ Uhr nachmittags, zwei Geſchütze
in die Flucht mit fortgeriſſen werden. Das Bataillon aber jener Batterie demontiert waren, und als nach Erſchöpfung
der Geſchoſſe Zeugnis.
Nachdem ſo der weſtliche Ausgang des Dorfes erreicht ſtand, unerſchüttert durch das Beiſpiel der infolge des zer= ihrer ganzen Munition die aus einem rückwärtigen Parke
war und wir die auf unſerer Rückzugslinie in nächſter ſtörenden feindlichen Geſchützfeuers in ihrer Moralität bezogene und verwendete franzöſiſche Munition durch Ver=
Nähe ſtehende zerſtreute und geſchloſſene Infanterie, die (Widerſtandskraft) gebrochenen franzöſiſchen Bataillone. nagelung zweier weiterer Geſchütze ſich als unbrauchbar
wir zuerſt für die unſerige halten mußten, jedoch bald, und Nachdem in dieſer Haltung die etwa eine viertel deutſche gezeigt hatte und folglich das Feuer der Batterie
einge=
zwar ich zuerſt, durch deren die Schultern bedeckende kurze Meile betragende Strecke von Holzhauſen nach Stötteritz ſtellt werden mußte, da war es bald erkennbar, daß nun
Mantelkragen als Feinde erkannt hatten, wurde eine Ab= in einer Zeitdauer von mehr als zwei Stunden zurück= die Truppen in der Vertiefung das hauptſächlichſte Ziel,
teilung des in geſchloſſener Kolonne formierten Bataillons gelegt worden war, wurde hier Stellung genommen und wenigſtens der direkt öſtlich entgegenſtehenden Geſchützel
dicht an ihm zum Feuern zerſtreut und ſo der Rückmarſch dabei für unſer Bataillon und ein Bataillon des dritten vielleicht bei der Neige des Tages noch durch Reſerve ver!
in noch mehr verzögertem Schritte gegen Weſten fortgeſetzt. Infanterieregiments eine Vertiefung mit teilweiſe einge= mehrt, geworden ſein mußten. Es dürfte eine verzeih=
Die uns hier entgegenſtehende Infanterie war auf der ſchnittenen Rändern zum Schutze gegen das feindliche Ge= liche Uebertreibung ſein, hier zu ſagen, daß zeitweiſe und
nördlichen Seite des Dorfes vorgegangen und ſchien durchſchützfeuer als die geeignete Stelle gewählt. Die Mann= namentlich bei beginnender Dämmerung, ein wahrer Hagell
unſere Erſcheinung ebenſo ſehr überraſcht, als wir auf ſchaft ſetzte ſich dort auf ihre Torniſter nieder. Der Zu= von Vollgeſchoſſen und Granaten vor=, ſeitwärts,
rück=
unſerer Rückzugslinie durch die ihrige. Hier wäre wohl fall wollte es hierbei, daß der Zweck der Wahl dieſer Stelle wärts und innerhalb der Vertiefung einſchlugen. Das
der größte Teil des Bataillons dem feindlichen Feuer bei dem Bataillon des dritten Infanterieregiments, das Bataillon erlitt bedeutende und infolge ſeiner ganz paſal
ſiven Haltung wahrhaft erſchütternde Verluſte, ſo daß ſelbſtl
unterlegen, wenn nicht die feindliche Infanterie durch ihre
) Freiherr Friedrich Karl von Stein=
Ueberraſchung und ſelbſt durch die Zahl ihrer geſchloſſenen
Johann Heinrich Kalbfleiſch aus
Utten=
ling, geboren am 24. November 1777 in Darmſtadt, vom
7) Peter Lindenſtruth, geboren 1787 zu Zwin= 27. September 1842 bis 26. Auguſt 1848 Kriegsminiſter, hauſen, ſeit 1826 Kriegsminiſterialkanzleidiener, geſtorben
genberg. wurde am 10. Mai 1313 Leutnant und am 2. Mai geſtorben als General der Infanterie zu Darmſtadt am in Darmſtadt am 13. Dezember 1857 im Alter von 78
Jahren, 4 Monaten und 27 Tagen.
1818 auf ſein Nachſuchen verabſchiedet.
6. September 1851.
hauſen zurück, und als man hinging ſie; den Hollerbruch gehen und auch lebendig Körper in den Gängen meines unter=
irdiſchen Palaſtes!”
Das Geſpenſt von Hollerbruch. 1 zu ſuchen, fand man den Bruch, in dem wiederkommen.
Eine ſchreckliche Stille folgte.
Wirklich machte er ſich am nächſten
ſie gearbeitet hatten, bis an den Rand
Dann ſprach das Geſpenſt dumpf und
mit Waſſer angefüllt. — Zuerſt dachte Morgen auf den Weg. — Solange es
Alſo — es war einmal ein Geſpenſt. —
durch Aecker und Felder ging, lachte er monoton, wie einen allzu oft vergebens
man an eine verſehentlich angeſchlagene
Waſſerader und ein Anglück. Aber auch immer noch. Aber als er an den er= geleierten Bettelſpruch:
In Hollerbruchhauſen kannte jeder
„Anfreiwilliger Freier,
Menſch dies Geſpenſt. Und ging gern ihre Leichen fand man nie. Dagegen 1 ſoffenen Steinbruch kam, wehte ihn plötz.
Was wäſcht meinen Schleier,
zwei Meilen um den Hollerbruch herum. 1 verſchwanden im Hollerbruch im Laufe lich ein unbeſtimmtes Grauen an. Der
Blutbefleckt, doch ſeidenfein
Der Hollerbruch war damals ein ver= der Jahrzehnte alle jungen Leute, die ſich Ort war unbeſchreiblich wüſt und öde,
Ohn ihn zu zerreißen, rein?”
laſſener halb erſoffener Steinbruch. Die 1 in die Gegend wagten, ohne daß man und der kleine Waſſerſpiegel ſah uner=
Eine noch unheimlichere, ſchrecklichere
Sage berichtet, daß ehemals ein
laſter=
jemals die geringſte Spur von ihnen gründlich und ſo tückiſch aus, daß dem
haft üppiges Schloß da geſtanden hat. wiederfand. Der Hollerbruch wurde jungen Manne auf einmal das gunze Stille folzte. — Der junge Menſch zer=
Es war aus den koßbarſten Marmor= immer verrufener und öder ohne doch Abenteuer leid wurde und er ſich ſtrads 1 marterte vergebens ſein Gehirn: das
Nätſel=Wort wollte ihm nicht einfallen.
arten gebaut und gehörte einer ſehr ſein ſchauerliches Geheimnis zu offen= umdrehte, um davon zu laufen.
Im ſelben Augenblick aber blieb er wie — Nach einer Weile klang es aus dem
ſchönen, aber ebenſo grauſamen Drin= baren. Bis endlich ein alter halb=
Waſſerloch wie eine höhniſche Stimme:
zeſſin. Die machte ſich (wie die ſelige1 blinder Schäfer ſeiner Herde verſehent= angewurzelt ſtehen.
Aus der Tiefe des Waſſerlochs erhob „Eins!”
Turandot von China) das grauſige Ver= lich bis dicht an den Hollerbruch folgte.
Die Drinzeſſin rang die Hände.
ſich lautlos ein geſpenſtiſches ſchönes
Dieſer Mann ſah das
Hollerbruch=
ſgnügen, ihren Freiern Rätſel
aufzu=
geben: wenn ſie die nicht löſen konnten, 1 geſpenſt. — Da er ein Kreuzfettmännchen Weib, totenblaß, in den Händen einen Tränen ſtürzten ihr aus den Augen.
„Zwei!” ſagte die höhniſche Stimme.
wurden ſie auf ihren Befehl ſchnöde bei ſich trug, konnte er ſich noch zeitig feinen, zarten, aber über und über blut=
Die geſpenſtiſche Prinzeſſin ſchritt auf
lumgebracht.
retten. Aber daheim ſtarb er vor Schreck, beſudelten Schleier.
Der junge Menſch, vor Schreck er= den unglücklichen jungen Mann zu. Schon
Einmal aber ließ ſie ſich hinreißen, und er konnte nur noch ausſagen, daß
ſtarrt, konnte kein Wort hervorbringen. ſtreckte ſie die Hände aus.
einen beſonders klugen und kecken Freier das Geſpenſt äußerlich einer wunder=
Da kam ihm, in letzter Not, ep
ſchönen Dame gleichgeſehen und einen Das Geſpenſt aber begann klagend:
eigenhändig zu erdolchen, noch ehe er
füberhaupt ein Wort geſprochen hatte,1 blutigen Schleier in Händen gehabt „Wehe, du Leichtſinniger! Wo kamſt du Lichtgedanke.
Perſil!” ſchrie er laut.
her? Weißt du nicht, wer ich bin? —
ſweil ſie nämlich fürchtete, dieſer Eine hätte.
In dieſem Augenblick lief ein
furcht=
würde ihr Rätſel löſen. Er riß ihr.
Danach hätte man jedem Hollerbruch= Ich bin die verfluchte Prinzeſſin, und
bares Rollen durch die Felſen. Das
ſtürzend, den Schleier ab, preßte ihn auf hauſener eine halbe Million bieten nun muß ich auch dir mein letztes und
Leine blutende Wunde und rief ihr können; er wäre nicht mehr in den öden ſchwerſtes Rätſel aufgeben. Merke wohl ſchwarze Waſſer ſetzte ſich gurgelnd in
ſterbend einen wilden Fluch zu. — In
auf: nur ein einziges Wort ſteht dir frei! Bewegung, — und an ſeiner Statt ſtieg
Steinbruch gegangen.
dieſem Augenblick krachte ein furchtbarer
Da kam eines Tages ein fremder Triffſt du es ſo bin ich von meinem ein ſchimmerndes Schloß empor.
Die Drinzeß aber nahm ihren Retter
Donnerſchlag und das ganze Schloß
ver=
junger Mann ins Dorf. Dieſer junge furchtbaren Mordgewerbe erlöſt. Rätſt
ſank klaftertief in den Felſen.
Mann kam aus der Großſtadt und lachte du falſch, dann muß ich dich in demſelben bei der Hand und führte ihn als Herrn
Ein paar kecke Abenteurer haben dann die Hollerbruchhauſener mit ihrem Ge= Quell ertränken, in dem ich erfolglos in das Schloß.
ſpäter verſucht, den Schätzen des ver= ſpenſt einfach aus. And ſchon am zweiten meinen Schleier ſpüle, und der reißende
ſunkenen Marmorbaus nachzugraben,! Abend wettete er mit ſämtlichen Hono= Quell ſchlingt dich ein wie alle deine
Aber ſie kamen nie mehr nach Hollerbruch= ratioren am Stammtiſch: er würde in Vorgänger und zerſchmettert deinen
wie in obigem Märchen erscheint vielen beim erstmaligen
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Fummer 235.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 5. Oktober 1913.
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ein Augenblick eintrat, wo die ſtende Mamſchaſt eine ſum von neuem die Ueberzengung zu gewimen, daß ich fling hiekt, als neden mir von Roſenberg ausrieſt
(Ermüdung in ihrer Ausdauer durch eine gewiſſe unruhige nichts Unwahres berichte. Nachdem nämlich Schleſien von „Ach, der arme Schwarzenau!”, und dann ſofort: „Mein
Bewegung ausdrücken zu wollen ſchien. Da erhob ſich der franzöſiſchen Armee verlaſſen worden, war eine Hoch= Gott, ich bin verwundet!” Nun zur Seite ſehend, fand
edoch der Bataillonskommandeur mit den teilnehmend ge=ebene bei Stolpe in Sachſen der Punkt, wo längere ich den linken Arm meines Nachbars zerſchmettert und
ſprochenen Worten: „Ruhig Leute, ruhig!”, worauf ſo= Zeit Aufſtellung gegen die nachrückende Armee Blüchers den eigenen Mantelkragen voll von den Spuren dieſer
nleich die frühere ſtumme Hingebung wiederkehrte. In genommen und der auch von den großherzoglichen Truppen ſchweren Verwundung. Ich begleitete hierauf, zugleich
immer kürzeren Pauſen traten nun Tötungen und natür=wiederholt beſetzt und verlaſſen wurde. Von hier aus eines auch viele Spuren der Tötung von Schwarzenaus an mir
ich immer ſchwerere Verwundungen ein.
Nachmittags mit dem Leutnant Grafen Guſtav von Erbach wahrnehmend, den Verwundeten bis zu ſeiner Kom=
Der im Sommer 1812 mit dem Depot des vierten In= in den nächſten Umgebungen einhergehend, ſagte ich zu pagnie, wo gerade der Flügelunteroffizier, ſich gegen den
ſeanterieregiments aus Spanien zurückgekehrte Korporal dieſem: „Wenn wir wieder nach Hauſe zurückgekehrt ſein den zweiten Zug der erſten Kompagnie kommandierenden
Schwarz, einer der wenigen älteren Unteroffiziere
werden, müſſen ſie eine recht hübſche junge Frau nehmen!” Leutnant, Grafen Ludwig von Erbach=
Schön=
es waren deren infolge deskvorhergegangenen Feldzuges Hierauf wurde mir die, wenn auch vielleicht nicht ganzberg”) wendend, die Worte ſprach: „Ach Herr Graf, Ihr
von 1812 vielleicht nur zehn anweſend — hatte es für an= wortgetreue, doch vollkommen inhaltgetreue Erwiderung: Herr Bruder!” Hierdurch wurde ichveranlaßt, mich gegen die
gemeſſen erachtet, die eigene Todesverachtung durch teil= Ich werde niemals wieder nach Hauſe zurückkehren und Stelle der eben eingetretenen Kataſtrophe zu wenden. Die
rahmsloſe Aeußerungen, womit er namentlich jede Tötung bitte nur den Himmel, es zu verhüten, daß ich Schwar= Stelle fand ich nun von allen verlaſſen, mit Ausnahme des
im ſeiner Nähe begleitete, auf die junge Mannſchaft zu zenau überlebe.” Beide wurden nun, ziemlich voneinan= Grafen Guſtav, der noch ſitzend, aber, wie ein zweiter Blick
übertragen, die in ihrer großen Mehrzahl noch nicht auf der entfernt, zu gleicher Zeit getötet; und wenn, wie dies belehrte, getötet den halb zerſchmetterten Kopf an die
ſüd=
tüne einjährige Dienſtzeit zurückblickte. Plötzlich aber, kaum anders möglich, die Tötung durch ein und dasſelbe liche Wand anlehnte. Als ich faſt gleichzeitig dann die
ſelbſt an beiden Beinen getroffen, gingen ſeine Worte in Geſchoß geſchehen iſt, Erbach vor Schwarzenau. Nach Blicke auf den Grafen Ludwig richtete, erhob ſich dieſer
Flagetöne über.
dem einen Moment nun, wo beide Tötungen und zugleich auf jene Worte des Unteroffiziers und ſetzte ſich dann, den
Der Chef der zweiten Kompagnie unſeres Bataillons die ſchwere Verwundung des Hauptmanns von Roſenberg getöteten Bruder erblickend, wieder ruhig nieder; ſein
hatte ſich auf deſſen rechten Flügel niedergelaſſen, wo erfolgte, müßte alles durch ein und dasſelbe Geſchoß ge= eigener Hut war durch ein Granatſtück ſo zerriſſen, daß
1eben dem Regiments= und Bataillonskommandeur ſich
ſchehen ſein. Nach den Plätzen jedoch, die die drei genann= ihm deſſen Enden zu beiden Seiten des Geſichts
herab=
iuch der Prinz Emil mit ſeinem Stabe aufhielt. Der Raum ten Offiziere und ich eingenommen hatten, könnte man hingen. Wenn nun ein Geſchoß die Urſache jener
Kata=
war ſo beengt und die Mannſchaft ſo gedrängt beiſammen,
annehmen daß in demſelben Momente zwei Geſchoſſe, das ſtrophe war, ſo bleiben die Bahn dieſes Geſchoſſes und
daß jener Offizier auch hier ſeiner Abteilung nahe war. eine von Südoſten, das andere von Oſten, jene Tötungen der erwähnte erſte Eindruck derſelben Kataſtrophe auf
Ein von Südoſten kommendes feindliches Geſchoß traf und dieſe Verwundung bewirkt hätten. Leutnant Graf mich, der mir noch gegenwärtig iſt, wie wenn ich ihn heute
run den Leutnant Grafen Guſtav von Erbach=Erbach und Hauptman von Schwarzenau ſaßen nämlich empfangen hätte, vollkommen unerklärlich. Wie aber
Schönberg‟), Adjutanten des Prinzen Emil, und den — Schwarzenau auf einer Trommel — auf eine Entfer= könnten zwei, oder, wie dies der Situation nach zur
voll=
bauptmann von Schwarzenau, den Chef der erſten nung von wohl fünf Schritten in einer Linie von Süd= ſtändigen Erklärung eigentlich erforderlich wäre gar drei
Kompagnie unſeres Bataillons, tödlich und verwundete oſten nach Nordweſten, Hauptmann von Roſenberg aber Geſchoſſe in demſelben Augenblick eingeſchlagen ſein? Der
gleichzeitig den Hauptmann der zweiten Kompagnie, direkt weſtlich von Schwarzenau auf eine Entfernung von vierte der am 18. Oktober durch Tod oder Verwundung
von Roſenberg, ſchwer. Die beiden tödlich Getrof=drei Schritten, während ich, zur Zeit, als jene Plätze ein= abgegangenen Offiziere war der Schützenoffizier des
Ba=
ſtinen, Hauptmann von Schwarzenau, und Leutnant genommen wurden, noch anderweit dienſtlich beſchäftigt, taillons, Leutnant Hoffmann.2)
Graf Erbach, waren ſehr befreundet und es ſchien mich erſt ſpäter und auf ausdrückliche Einladung von
(Fortſetzung folgt.)
namentlich der Graf eine unbegrenzte Zuneigung zu Roſenbergs ihm links dicht zur Seite niedergeſetzt hatte.
u) Graf Ludwig zu Erbach=Schönberg,
Eechwarzenau zu hegen. In bezug auf den gleichzeitigen Während nun Hauptmann von Schwarzenau, die bren=
Sod dieſer beiden Offiziere bewahre ich eine Erinnerung, nende Tabakspfeife in der Hand, gerade ſprach, glaubte geboren zu Zwingenberg am 1. Juli 1792. ein Pate des
bei deren Erzählung ich jedesmal mein ganzes Vertrauen ich, augenblicklich betäubt und in meiner Sehkraft gehemmt, Großherzogs Ludewigs II., geſtorben als Generalleutnant
auf meine eigene Wahrhaftigkeit zu Hilfe nehmen muß, es ſei ein gewichtiges Geſchoß zwiſchen meinen beiden à la suite zu Airolo, Kanton Teſſin, am 18. Auguſt 1863;
Beinen eingeſchlagen. Ich griff nach dieſen und erhob mich, vgl. auch Simon a. a. O. S. 479ff.
) Friedrich Hoffmann, geboren 1792 zu Darm=
1) Graf Guſtav zu Erbach=Schönberg, ge=als ich die Bewegung der anderen wahrnahm, mit den
boren zu Zwingenberg am 18. März 1791; vergl. über ihn Worten: „Nur ruhig, es iſt mir nichts geſchehen. Da er= ſtadt, am 21. Mai 1811 Sekondeleutnant, am 2. April 1815
Simon, Die Geſchichte der Dynaſten und Grafen zu blickte ich vormir den Rumpf eines umſinkenden Körpers, Premierleutnant, als ſolcher am 9. März 1825 auf ſein
den ich anfangs für den des Oberſtleutnants von Stein= Nachſuchen verabſchiedet.
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Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 5. Oktober 1913.
Seite 192.
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