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176. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 232.
Donnerstag, den 2. Oktober.
1913.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Zur Bekämpfung der
Die italieniſche Regierungs=
Schundliteratur.
kundgebung.
Das Wichtigſte vom Tage.
* Neuerdings ſind wiederum Anträge zu dem in Vor=
* In dem erwähnten Expoſé der italieniſchen Re=
Der Vertreter der drei Hanſeſtädte in Berlin, außer= bereitung begriffenen Geſetzentwurf zur Bekämpfung der gierung wird hervorgehoben:
ordentlicher Geſandter Klügmann, iſt am 1. Oktober! Schundliteratur eingegangen, ſo daß erſt in eine Prüfung
Das neue Wahlgeſetz bringt die Notwendigkeit
zurückgetreten.
derſelben eingetreten werden muß, bevor die Aufſtellung allgemeiner Wahlen mit ſich, damit die Kammer
zur Vertreterin aller Bürger werde. Die neuen Liſten ge=
Auf der Strecke Bonn=Köln in der Nähe der Sta= des eigentlichen Entwurfs erfolgen kann. Ob dieſer in währen 8 672249 Bürgern das Wahlrecht, was eine
Ver=
tion Bonn=Ellerſtraße ereignete ſich geſtern nacht ein dieſer Seſſion dem Reichstage wird zugehen können, mehrung um 5353 249 bedeutet. Da das neue Geſetz den
ſchweres Eiſenbahnunglück, bei dem eine Perſon ſteht dahin. Wenn in der Preſſe behauptet wurde, daß Abgeordneten eine Entſchädigung gewährt, ſo verſetzt es
getötet und mehrere ſchwer verletzt wurden,
in der Vorlage der Begriff „Schundliteratur” die Wählerſchaft in die Lage ihre Vertreter auch unter
denen zu wählen, welche nicht die Mittel beſitzen, ihre
Ein Großfeuer äſcherte in Eutingen bei Pforz=einer genauen Definition unterzogen würde, ſo trifft dies mit der Ausübung der Mandate zuſammenhängenden
heim 7 Häuſer und 6 Scheunen ein.
nicht zu, da darüber, ob es ſich um Darſtellungen in Schrift Ausgaben zu beſtreiten. Das Expoſé führt dann die
Bei der Unwetterkataſtrophe in Cerbere wur= und Bild handelt, die geeignet ſind, das ſittliche Gefühl wichtigſten Reformgeſetze an, ſo die neue
den 14 Perſonengetötet und mehrere ſchwer
ver=
zu verletzen oder nicht, die zuſtändigen Gerichte Strafprozeßordnung, die Juſtizverfaſſung, ſowie zahlreiche
letzt.
Geſetze über öffentliche Arbeiten, und verweilt namentlich
Ein Wolkenbruch richtete in Konſtantinopellzu entſcheiden haben. Der weſentliche Zweck, den bei drei Reformen, welche politiſchen und ſozialen Cha=
und am Bosporus furchtbare Verwüſtungen an, der aufzuſtellende Geſetzentwurf verfolgen dürfte, beſteht rakter haben: bei den Geſetzen über den Volksſchulunter=
125 Arbeiter ſind ertrunken.
darin, Maßnahmen zu treffen, durch die eine Ergän= richt, der Verſtaatlichung des Lebensverſicherungsweſens
In Spanien richteten durch ſchwere Regengüſſe ent=zung der §§ 56 und 42a der Gewerbeord=und dem politiſchen Wahlgeſetz. Das Geſetz über den
Volksſchulunterricht, das beſtimmt iſt, die Schande des
ſtandene Ueberſchwemmungen großen Schadennung herbeigeführt wird. Es ſoll durch geſetzliche Be= Analphabetentums auszulöſchen hat die Jahreskoſten des
an.
ſtimmungen feſtgelegt werden, daß nicht nur die Kolpor= Volksſchulunterrichts von 20 auf 58 Millionen erhöht. Das
Das amerikaniſche Unterhaus hat den Tarif=tage und der Verkauf der Schundliteratur im Umherziehen nationale Lebensverſicherungsinſtitut erreichte in wenigen
bericht des Konferenzkomitees mit 254 ge= ausgeſchloſſen iſt, und daß ſie auf öffentlichen Plätzen und Monaten die Zahl von 22119 Policen bei einem Kapital
gen 103 Stimmen angenommen.
von 172721801 Lire. Außerdem übernahm es 122 206
Straßen nicht feilgeboten werden, worüber bereits die Policen von 23 früheren Geſellſchaften über ein Kapital
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
Gewerbeordnung Beſtimmungen enthält, ſondern es ſoll von 796 Millionen; das ſei ein neuer Beweis für das
auch eine Ausſtellung derartiger Erzeugniſſe in den Vertrauen, welches die ſtaatlichen Einrichtungen ein=
Schaufenſtern und Läden verboten werden. flößten.
Das Expoſé gedenkt ferner der Eroberung von Tri=
Die jetzt geltenden einſchlägigen Beſtimmungen der Reichs=politanien und der Cyrenaika und rühmt die
Um die Inſeln.
gewerbeordnung ſchreiben vor, daß in religiöſer oder ſitt= Taten des Heeres und der Marine und ſagt in bezug auf
*⁎* Auf der Londoner Friedenskonferenz
licher Beziehung ärgerniserregende Druckſchriften oder die Diplomatie: „Es genügt, daran zu erinnern, daß das
war die Frage der Verteilung der ägäiſchen Bildwerke vom Feilbieten und der Kolportage ausge= Unternehmen bei den fremden Regierungen auf keinen
Widerſtand geſtoßen iſt und daß unverzüglich nach der
Inſeln unerledigt geblieben. Man wollte den ſchloſſen ſind. Dagegen ſteht dem Verkauf der Erzeugniſſe Unterzeichnung des Lauſanner Vertrages unſere volle und
Friedensſchluß hieran nicht ſcheitern laſſen und der Schundliteratur in Läden und ihrer Ausſtellung in ganze Souveränität über Tripolitanien und die Cyrenaika
glaubte, daß zunächſt direkte Verhandlungen zwiſchen Schaufenſtern nichts entgegen. Um Grundlagen für geſetz= von allen Seiten der Welt anerkannt wurde.”
Die Staatseinnahmen in den Budgets
Griechenland und der Türkei die Schwierigkeiten am leich= geberiſche Maßnahmen zu erhalten, hatte ſich die Reichs=
1911/12 und 1912/13 weiſen eine weſentliche Erhöhung
teſten löſen könnten; die definitive Entſcheidung behielten regierung an die Bundesſtaaten gewandt, deren Aeußerun= auf. Die Eiſenbahneinnahmen ſtiegen um 61 Millionen.
ſich aber die Mächte vor. Nun zeigt es ſich, daß die grie= gen überwiegend dahin gingen, daß ein ſchärferes Ein= die Metallreſerven der Emiſſionsinſtitute vom 30. Juni
chiſch=türkiſchen Unterhandlungen auf Gegenſätze ſtoßen, ſchreiten erwünſcht erſcheine, wenn man der geſetzgeberi= 1911 bis zum 30. Juni 1913 um 167 Millionen, die
Ein=
die ſich nicht gut überbrücken laſſen. Griechenland bean= ſchen Schwierigkeiten Herr werden könnte. Weiter wurde lagen in der Poſtſparkaſſe um 99 Millionen im Jahre
1911, um 75 Millionen im Jahre 1912 und um 45
Mil=
ſpruchte ſchon von vornherein alle Inſeln des Archipels, auch die Beſchlagnahme derartiger Druckſachen für lionen im erſten Halbjahr 1913; in den Sparkaſſen ſtiegen
was nicht nur ſeitens der Türkei, ſondern auch von der wünſchenswert erachtet, und ferner ſollten die Strafbe= die Einlagen von 1910 bis 1912 um 128 Millionen. Im
öffentlichen Meinung Europas für übertrieben erachtet ſtimmungen für Zuwiderhandlungen in dieſer Hinſicht eine erſten Halbjahr 1913 überſchritten die Einfuhr und die
wurde. Man wies darauf hin, daß z. B. die dem Ein= Verſchärfung erfähren. Unter den Vorſchlägen, die in Ausfuhr um viele Millionen die Vorjahrsziffern.
Die Zunahme der Bevölkerung hat
ange=
gange in die Dardanellen unmittelbar vorgelagerten In= der Preſſe für eine Bekämpfung der Schundliteratur halten; ſie hat in zwei Jahren 848000 betragen. Das
ſeln notwendigerweiſe im türkiſchen Beſitz verbleiben müß= empfohlen wurden, befand ſich auch die Einrichtung eines Land verfolgt mit großem Intereſſe die
Weiterentwick=
ten und daß auch eine Abtretung der in nächſter Nähebeſonderen Sachverſtändigenkollegiums, lung des afrikaniſchen Unternehmens. Dieſes muß weiter
der kleinaſiatiſchen Küſte liegenden Inſeln mit den vitalen Dies dürfte aber bei einer geſetzlichen Regelung nicht in betrieben werden, bis die italieniſche Autorität ſich
wirk=
ſam in der ganzen Kolonie durchſetzt. Um dies zu er=
Intereſſen der Türkei nicht vereinbar ſei. Hierauf fußen
Betracht kommen.
reichen, beabſichtigt die Regierung, ſoweit als möglich
nun wohl die türkiſchen Friedensunterhändler, und ſie
friedliche Mittel anzuwenden; wenn es jedoch nötig ſein
haben vor allem das Verbleiben von Chios und Mytilene
wird wird die Regierung nicht zögern. Gewalt
anzu=
wenden, wie ſie es jüngſt in Libyen tun mußte. Auf
bei der Türkei als Vorbedingung für die Fortſetzung der
Oeſterreich und Italien.
jeden Fall beabſichtigt die Regieruna, in Libyen die voll=
Verhandlungen erklärt. Andererſeits weiſt Griechenland
ſtändige Pazifizierung zu erzielen durch ſtrenge Achtung
darauf hin, daß die Bevölkerung des ganzen Archipels,
* Aus Wien wird gemeldet, daß die öſterreichiſche
Be=
der Religion, des Familienlebens und der Sitten und
namentlich auch der beiden genannten Inſeln, überwiegend hörde von Tirol in Innsbruck derjenigen von Trieſt‟ Gebräuche dieſer Völker, und ihnen die großen Wohltaten
griechiſcher Nationalität und ſchon aus dieſem Grunde gefolgt iſt und den Gemeinden von Trentſino befohlen der Ziviliſation angedeihen zu laſſen, ebenſo die Vorteile
der Anſpruch Griechenlands berechtigt ſei. Dies iſt auch habe, alle in ihren Dienſten befindlichen Italiener zu einer durchaus unparteiiſchen Regierung,
Die innere Politik Italiens iſt ſeit vielen
der Fall denn Mytilene hat unter ſeinen 150000 Ein=verabſchieden. Die kleinen Gemeinden ſollen ſich Jahren ausgeſprochen liberal und enthält ſich auch jeder
wohnern rund 120000 Griechen und Chios von ſeinen geweigert haben, dieſem Befehl ſofort nachzukommen und Einmiſchung in religiöſe Fragen weiſt aber auch jeden
775000 Bewohnern mehr als 70000 Griechen, aber dieſe die Betreffenden ohne Verzug zu entlaſſen. Auch dem Eingriff der Kirche in die Rechte des Staates zurück. Die
Inſeln liegen, wie freilich auch andere von Griechenland italieniſchen Ingenieur Vettoni, Direktor der Straßen= Lage der arbeitenden Klaſſen hat ſich gebeſſert,
und der ſoziale Friede iſt gefeſtigt. Die neue
Legislatur=
beanſpruchte, ſo nahe an der kleinaſiatiſchen Küſte, daß und Brückenbau=Geſellſchaft, wurde ſeine Entlaſſung aus periode wird ſich mit dem Arbeitsvertrag, der
Unfallver=
die Türkei ſchon aus ſtrategiſchen Gründen die Abtretung dem Staatsdienſt mitgeteilt. In Rom hat dieſes Vor= ſicherung, der Altersverſorgung und einer Anzahl weiterer
gehen lebhafte und begreifliche Aufregung hervorge= ſozialer, hygieniſcher und Unterrichtsfragen zu beſchäftigen
verweigert.
haben. Die neue Legislaturperiode wird ſich bei der Er=
Ob die eingetretene Stockung in den, Verhandlungen rufen. Man meldet, daß bereits am 19. Oktober die
diplo=
neuerung der Handelsverträge einem wichtigen
die Lage wirklich ſo ernſt macht, wie von verſchiedenen matiſche Kommiſſion zur Beilegung von Streitigkeiten zu= Problem gegenübergeſtellt ſehen. Mit den Vertretern der
Seiten gemeldet wird, muß die Erfahrung lehren. Die ſammentreten will, um vorerſt das bekannte Dekret des hauptſächlichſten Induſtrien des Landes haben bereits
Vorbeſprechungen ſtattgefunden.
Türkei ſoll angeblich gegenüber Chios ein Landungskorps! Prinzen Hohenlohe zu erörtern.
Die internationalen Beziehungen ſind
bereit halten, während auch von griechiſcher Seite militäri=
Ueber den Erlaß des Statthalters von Trieſt ſagt die gegenwärtig wahrhaft glänzend. Die Erneuerung
ſche Maßnahmen gegen ſolche feindlichen Abſichten der Tribuna: Die Nachwirkung des Erlaſſes des Statthalters des Dreibundes ſichert Europa eine neue Periode des
Türken vorbereitet werden. Es iſt gar nicht unmöglich, von Trieſt iſt nicht erloſchen. Die letzten Erlaſſe werden Gleichgewichts der Kräfte, das ſeit vielen Jahren die
daß der Erfolg, den die Türken gegenüber den Bulgaren einen ſehr ungünſtigen Eindruck hervorrufen, denn die ſicherſte Garantie des Friedens unter den Großmächten
iſt. In der ganzen Welt hat ſich die Ueberzeugung
durch=
verzielt haben, ſie nun ermutigt, auch bei den Verhand= öffentliche Meinung in Italien wird darin den Beweis geſetzt, daß die Erhaltung des Friedens der
llungen mit den Griechen ſo viel wie möglich herauszu= für ein beſtimmtes Syſtem ſehen. Augenſcheinlich iſt man Zweck dieſes Bündniſſes iſt das Italien nicht
ſchlagen und dadurch ihre Verluſte weiter zu verringern in Oeſterreich einig, ſich in vollſtändiger Uebereinſtimmung hindert und auch in Zukunft nicht hindern wird, herzliche
und ihr Preſtige wieder zu erhöhen? Vielleicht verrechnen mit den Geſetzen des Landes und dem Völkerrechte zu be= Beziehungen mit anderen Mächten aufrecht zu erhalten.
von denen einige Italien während des libyſchen
Krieges=
ſie ſich, denn die Griechen verfügen noch über anſehnliche finden, aber ſelbſt das kann unſere Erörterungen nicht be= die aufrichtiaſten Beweiſe von Freundſchaft gaben. Die
Kräfte, namentlich iſt ihre Kriegsflotte noch völlig intakt einfluſſen. Wir glauben nicht, daß die öffentliche Meinung Haltung Italiens während des Balkankrieges wurde
und der türkiſchen weit überlegen, was bei der Frage des in Italien dieſen ſchmerzlichen Zuſtand bald vergeſſen in voller Uebereinſtimmung mit den anderen Mächten
Beſitzes der Inſeln ausſchlaggebend iſt. In den euro= wird, wenn nichts getan wird, um ihn in durch den Wunſch geleitet, das Ende dieſes ſchmerzlichen
Krieges zu beſchleunigen, und die Tatſache, daß es infolge
päiſchen Kabinetten hofft man, daß die beiden Staaten Vergeſſenheit zu bringen. Dringende Probleme des einmütigen Willens der Großmächte gelang, größere
auf der nättleren Linie ſich doch noch einigen werden, und und gemeinſchaftliche Intereſſen fordern Oeſter= Konflikte zu vermeiden, läßt hoffen, daß eine lange
Pe=
auch von dutſcher halbamtlicher Seite wird hinſichtlich der reich und Italien auf, zuſammen in völliger Ueber= riode des Friedens für Europa beginnt. Bei dem
Zukunft der ägäiſchen Inſeln geſagt, bis jetzt beſtehe die einſtimmung gegenwärtig und in der Zukunft im nahen Rüſtungswettbewerb der letzten Zeit hat Italien
niemals die Notwendigkeit, ſeine militäriſchen Ausgaben
Hoffnung, dés nützliche Werk einer Verſtändigung zwiſchen Orient zu arbeiten, aber wir können nicht ſehen, wie den finanzielln und wirtſchaftlichen Verhältniſſen
anzu=
der Pforte id Griechenland werde an der Inſelfrage ſchlechte Stimmungen der Geiſter gute und fruchtbare Be= paſſen, außer acht gelaſſen, So wird es auch in Zukunft
ſein. Wir glauben den Grundſatz der zweijährigen
Dienſt=
nicht ſcheitern Man muß nun den weiteren Verlauf ab= ſprechungen fördern können.
zeit aufrechterhalten zu müſſen, aber wir werden die
Ab=
warten, bei den die Mächte ja das entſcheidende Wort zu
ſchaffung des Freiwilligenjahres vorſchlagen.
Unverzüg=
lich muß unſere militäriſche Kraft eine vollkommenere =
Ra=
ſprechen haben.
*
Mner ehht 2
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Nummer 232.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. Oktober 1913.
Seite. 2.
— Das Handwert gegen die Soziak.1Mahtider Geſelſchaſt ihre Bileggialuren albrechen
waſſung erhalten, und ebenſo nuß der Dau von
Kriegsſchiffen beſchleunigt werden. Unſere Finan=politik des Reiches. Dem Reichstag liegt eine und an dieſen Feſtlichkeiten teilnehmen möchten.
zen ſind aut, und die im letzten Kriege von unſerer Wider=
Eingabe der Vertretung des deutſchen Handwerks vor ge= Der Radical erörtert die von der Zeitſchrift Eſpagne
ſtandskraft abgelegte Probe hat in der Welt den Kredit
Italiens noch gehoben, dem es auch zum Vorteil gereicht gen die Ueberſpannung der Sozialpolitik des Reichs, durch veröffentlichte Erklärung des ſpaniſchen
Kriegs=
hat, daß es niemals zu ausländiſchem Kapital ſeine Zu= die die Kleingewerbetreibenden und Handwerker in ihrem miniſters General Luque über die Annäherung zwiſchen
flucht zu nehmen brauchte. Die Einnahmen aus den Betriebe eingeengt und wirtſchaftlich ſtark geſchädigt wür= Frankreich und Spanien und insbeſondere das Zuſammen=
Steuern weiſen eine ſtändige Zunahme auf und die
Staatsbudgets zeigen ſeit vielen Jahren beträchtliche den. Das ganze Syſtem unſerer Sozialpolitik wird in wirken der beiden Länder in Marokko und ſchreibt u. a.:
der Eingabe einer ſcharfen Kritik unterworfen. Es heißt Wenn General Luque ſagt, die Feinde des einen Landes
Ueberſchüſſe.
müſſen auch die des anderen ſein, dann gibt uns Spa=
Das Expoſé ſchließt mit dem Ausdruck des vollkom= dort:
menen Vertrauens in die Weisheit und den Patriotismus
„Das Syſtem der Sozialpolitik des Deutſchen Reiches nien viel mehr Feinde, als es von uns empfängt. In
die=
des italieniſchen Volkes.
im allgemeinen bedarf ohne Zweifel einer gründlichen Re= ſem Falle iſt Geben gewiß beſſer als Nehmen. Wir haben
viſion. Die heutigen ſozialpolitiſchen Tendenzen, die viel= bereits an 80000 Mann in Marokko ſtehen. Wir haben
fach zu einer übertriebenen ſozialen Geſetzgebung geführt
Deutſches Reich.
haben, bedeuten eine Belaſtung der ſelbſtändigen Unter= dort reichlich das Blut unſerer Soldaten und das Geld un=
— Die erſte Plenarſitzung des Bundes= nehmer, der die nicht kapitalkräftigen Kleinhandwerker ſerer Steuerzahler zum Opfer gebracht. Werden wir jetzt,
ſchlechthin nicht gewachſen ſind. Neben den direkten finan= um bei der Beruhigung der ſpaniſchen Marokkozone
mit=
rats wird am Freitag, den 3. Oktober, ſtattfinden.
ziellen Laſten der Arbeiterverſicherungsgeſetze kommt in zuhelfen, an unſerer Armee und unſerem Staatsſchatz
— Reichstag und Kolonien. Der Vorſchlag, dieſer Hinſicht vor allem die immer mehr fortſchreitende
eine Vertretung der Kolonien im Reichstage dadurch zu Einengung der Bewegungsfreiheit des gewerblichen Un= neue Aderläſſe vornehmen müſſen und welche
Entſchädi=
ſchaffen, daß nichtbeamtete Sachverſtändige aus den ein= ternehmers in ſeinem Betriebe durch Arbeiterſchutzmaß= gung bietet uns Spanien dafür? Darüber hat General
regeln in Betracht, wie ſie bisher faſt alljährlich zu Ge= Luque geſchwiegen.
zelnen Kolonien an den Beratungen der Budgetkommiſſion werbeordnungsnovellen und Spezialgeſetzen geführt hat.
Die Schiffsbauten. In Anweſenheit des
Ma=
teilzunehmen haben, findet nicht den Beifall der Deutſch= Wir geſtatten uns daher, die Aufmerkſamkeit des Reichs=
Oſtafrikaniſchen Zeitung. Das Blatt meint, es werde ſehr tags auf die durch eine ſolche übertriebene Sozialpolitik rineminiſters Baudin wurde in St. Nazaire das
Panzer=
ſchwer halten, Perſönlichkeiten zu finden, die imſtande hervorgerufenen Mißſtände mit der Bitte hinzulenken, in ſchiff „Lorraine” vom Stapel gelaſſen. Bei dem Bankett
geeigneter Weiſe dafür Sorge tragen zu wollen, daß dieſer hielt der Miniſter eine Rede, in der er ſagte, er freue ſich
ſind, ihre Gutachten völlig unparteiiſch abzugeben, und die Art einer ſozialen Geſetzgebung, wobei zugunſten eines über die Schnelligkeit, womit die Schiffsbauten ausgeführt
es ſich leiſten können, jährlich monatelang ihrer eigentlichen Standes, andere für den Beſtand des Staates dringend
Tätigkeit fernzubleiben, um an den Reichstagsverhand= notwendige Schichten allmählich ruiniert werden, beizeiten würden. Schon Ende 1916 werde das aktive Geſchwader,
lungen teilzunehmen oder im eigenen Schutzgebiet zu rei= Einhalt getan wird, und daß die beſtehenden ſozialen das die „Danton”=Klaſſe umfaſſe, aus 17 Panzerſchiffen
Schutzvorſchriften nicht mit bureaukratiſcher Engherzigkeit beſtehen und eine Streitmacht darſtellen, die ſich mit dem
ſen. Auch würden bei dem inneren Aufbau unſerer Reichs= gebandhabt werden, ſondern im Geiſte dieſer ſozialen furchtbarſten Gegner meſſen könnte. Vielleicht werde durch
vertretung derartige Sachverſtändige wohl kaum beſon= Schutzgeſetzgebung, deren Abſicht ſicherlich nicht dahin
ge=
deren Einfluß auf die Entſcheidungen der Parteien gewin= richtet war, den Handwerkern die Ausübung ihres Hand= die am 6. Januar erfolgende vorzeitige Aufſtapellegung
eines weiteren Panzerſchiffes die Programmzahl auf
nen. Mehr verſpricht ſich die Deutſch=Oſtafrikaniſche Zei= werks zu erſchweren.”
— Das Direktorium des Hanſabundes achtzehn gebracht werden können.
tung von einem Ausbau der Selbſtverwaltung, wie er jetzt
ſchon in Südweſtafrika eingeſetzt hat und auch hoffentlich hat in ſeiner letzten Sitzung zu den viel beſprochenen Vor=
Portugal.
für Oſtafrika und die übrigen Schutzgebiete folgen wird in gängen im Zentralverband deutſcher Induſtrieller u. a.
Begnadigung der politiſchen Gefan=
Verbindung mit unveränderter Vorlage des von den Gou= dahin Stellung genommen, daß der Hanſabund ſowohl
vernementsräten angenommenen Etats und der Verhand= der Induſtrie wie der Landwirtſchaft den ihnen notwen=genen. Der Miniſterrat prüfte einzeln die von 287
ver=
digen Zollſchutz zu gewähren bereit iſt, unter Ablehnung urteilten politiſchen Gefangenen eingereichten
Gnadenge=
lungsberichte. Das Blatt ſchreibt:
„Der Reichstag beſchäftigt ſich mit kolonialen Dingen jeder Erhöhung der beſtehenden Agrarzölle des lückenloſen ſuche. Die Geſamtzahl der Verurteilten beträgt 379. Die
Regierung empfahl 258 zur Begnadigung.
vorwiegend nur bei der Beratung des Etats. Würde nun Zolltarifs.
die Einrichtung getroffen, daß dem Reichstage zuſammen
— Ein weiterer Fortſchritt der natig=
Schweden.
mit dem von den Reichsämtern überarbeiteten und vomnalen Arbeiterbewegung. Vom 1. Oktober ab
Die Beteiligungan der Weltausſtellung
Bundesrat angenommenen Reichshaushaltsplan auch die
Etats der einzelnen Schutzgebiete, wie ſie von den Gou= erſcheint wöchentlich in Hannover die „Deutſche Arbeits= in San Franzisko. Die ſchwediſche Regierung hat
vernements ausgearbeitet und in den Landesräten durch= wacht” als Organ der wirtſchaftsfriedlichen nationalen Ar= beſchloſſen, auf der Weltausſtellung in San Franzisko
beraten und genehmigt worden ſind, nebſt den ausführ= beiterbewegung. Ihr Ueberſchuß kommt der nationalen ein ſchwediſches Repräſentantenhaus für 700000 Kronen
lichen Verhandlungsberichten dazu als amtliche Anlage Arbeiterbewegung zugute. Ein großer Abonnentenkreis errichten zu laſſen, und zwar nicht aus Rückſicht auf
indu=
vorgelegt werden, ſo könnte jeder Reichstagsabgeordnete,
der ſein Amt ernſt nimmt und ſich für koloniale Fragen bürgt für ihr Beſtehen, und der Aufſchwung, den die na= ſtrielle Intereſſen, ſondern nur aus Rückſicht auf die in
intereſſiert ein genaues Bild über die Stellungnahme der tionale Arbeiterbewegung allerorten nimmt, ſichert eine Amerika wohnenden Schweden.
Schutzgebietsbevölkerung zu den einzelnen Fragen gewin= baldige noch größere Verbreitung.
nen. Die Schutzgebietsbevölkerung würde in dieſem Falle=
Vereinigte Staaten.
ſchon ſelbſt dafür ſorgen, daß ihre Wünſche klar zum Aus=
Die Tarifbill. In ſeiner Rede für die Tarif=
Ausland.
druck gelangen.”
bill erklärte Underwood im Repräſentantenhauſe, daß
— Einigung zwiſchen Krankenkaſſen
Oeſterreich=Ungarn.
im Gegenſatz zu den durchſchnittlich 26prozentigen ad va=
und Aerzten. Berliner Blätter melden: Beim Ober=
Die ungariſche Oppoſition. Aus den Aeu= lorem=Zöllen der neuen Bill die ad valorem=Zölle des
verſicherungsamt hat kürzlich eine Sitzung zwiſchen den
ßerungen mehrerer Führer der Oppoſition geht hervor, beſtehenden Payne=Geſetzes durchſchnittlich über 40 Pro=
Vertretern der Krankenkaſſen und dem Berliner Zentral= daß die Oppoſition dem am 8. Oktober zuſammentreten= zent betrügen. So hat die demokratiſche Partei ihr vor
verband der Krankenkaſſenärzte ſtattgefunden, die zu einer den Parlament abermals fernbleiben wird. Andraſſy er=den Wahlen gegebenes Verſprechen erfüllt. Payne ſagte,
Einigung führte. Die getroffenen Vereinbarungen
wer=
klärte, kein ernſtes Mitglied der Oppoſition denke daran, Handel und Induſtrie Amerikas hätten ſich zum größten
den noch den zuſtändigen Delegiertenverſammlungen un= an den Beratungen des Hauſes in normaler Teil unter dem republikaniſchen Tarif entwickelt und
wür=
terbreitet werden. Die kürzlich von ärztlicher Seite ſcharf Weiſe teilzunehmen und ſich den Beſtimmungen den unter dem demokratiſchen Geſetz einen
verhängnis=
kritiſierten Einigungsvorſchläge des
Oberverſicherungs=
der neuen Hausordnung zu unterwerfen. Das vollen Rückſchlag erleiden.
amtes wurden in den weſentlichen Punkten zugunſten der wäre eine moraliſche Unmöglichkeit. Auch die
Aerzte abgeändert. Es ſind Einigungsverhandlungen für
Japan.
Gerüchte, daß um den Preis der Abſchaffung der
Par=
das ganze Reich zwiſchen ſämtlichen Krankenkaſſenverbän= lamentswache der Friede zwiſchen der Regierung und der
Der Konflikt mit China. Die Times melden
den und dem Leipziger Verband der Aerzte eingeleitet. Oppoſition vorbereitet werde, wird für unrichtig bezeich= aus Tokio vom 30. September, daß Japan ungeachtet der
In einer vertraulichen Verſammlung der Vertreter der net. Juſth erklärte, der Friede ſei wohl möglich, jedoch Entſchuldigung des General Tſchanghſün darauf beſtehen
Krankenkaſſenverbände, die geſtern abgehalten wurde, ſoll nur um den Preis, daß Tisza zurücktrete, alle Verfaſ= werde, daß er von ſeinem Poſten als Gouverneur von
es zu einer Einigung mit den Aerzten gekommen ſein.
ſungsverletzungen gutgemacht würden und ein demokra= Kiangſu zurücktrete. Man nimmt als ſicher an, daß dies
— Die Jeſuitenfrage vor dem ſächſi= tiſches Wahlrecht geſchaffen werde. Apponyi aber ſagte, geſchehen werde und ebenſo, daß die Beſtrafung der
Teil=
ſchen Landtag. Die nationalliberale Fraktion der mit dem gegenwärtigen Syſtem ſei keinerlei Kompromiß nehmer an den Nankinger Ausſchreitungen erfolgen werde,
Zweiten ſächſiſchen Ständekammer wird im Landtag einen
möglich. Die Regierung denkt übrigens gar nicht daran, Dieſer Standpunkt wird von der geſamten japaniſchen
Antrag einbringen, der dahin geht, die ſächſiſche Regierung
Preſſe vertreten.
mit der Oppoſition über den Frieden zu verhandeln.
möge ihre Bevollmächtigten im Bundesrat beauftragen,
*
*
mit aller Entſchiedenheit gegen den Reichstagsbeſchluß auf
Frankreich.
Aufhebung des Jeſuitengeſetzes Front zu machen. Dem
* Ueber die 11. internationale Tuber=
Spaniſche Freundſchaft. Dem Figaro zu=
Antrag der Nationalliberalen dürfte eine große Mehrheit folge, habe König Alfons, um den anläßlich des Madrider kuloſe=Konferenz hat die Kaiſerin den Ehrenſchutz
übernommen. Die erſte Konferenz trat am Geburtstag
in beiden Kammern ſicher ſein, da die ſächſiſchen Konſer=Beſuches des Präſidenten Poincaré geplanten
Feſtlich=
der Kaiſerin 1902 im Abgeordnetenhaufe zuſammen Mit
vativen in ihrer überwiegenden Mehrheit die gleiche Stel= keiten einen beſonderen Glanz zu verleihen, den der Konferenz, die vom 22. bis 25. Oktober im
Reichs=
lung einnehmen.
Wunſch ausgeſprochen, daß die Mitglieder der tagsgebäude ſtattfindet, werden zwei achttägige
hygieni=
ſeine größte öſtliche Ausweichung von der Sonne erreicht, beizieht. — Saturn, der ſich rückläufig im Bilde des
wie vorher auch am Monatsſchluſſe für das bloße Auge! Stiers” bewegt, geht anfänglich vor 9 Uhr, ſchließlich
Himmelserſcheinungen im
unſichtbar. Sein Erdabſtand verkleinert ſich von 1.39 bis ſchon gegen 7 Uhr abends im Oſten auf und leuchtet dann
auf 1.05 Erdbahnhalbmeſſer oder Einheiten à 149.48 Mil= heller als Sterne 1. Größe während der ganzen Nacht am
Oktober.
lionen Kilometer; ſein ſcheinbarer Durchmeſſer wächſt da= Himmel; er kulminiert am Monatsanfang um 4½, am
A. K. Seitdem die Sonne am 23. September den bei von 4.‟8 bis auf 6.‟4. — Venus ſtrahlt als Morgen= Monatsſchluſſe um 2½ Uhr früh ſehr hoch. Dem Saturn
Aequator überſchritten hat, nimmt ihre ſüdliche Abweich= ſtern nach 4 Uhr etwa zwei Stunden lang vor Sonnenauf= nähert ſich die Erde von 8.66 bis auf 8.25 Einheiten;
da=
ung ſchnell zu. Am 1. Oktober beträgt ihre Derli=gang am öſtlichen Himmel. Sie bewegt ſich um Monats= durch vergrößert ſich der ſcheinbare Durchmeſſer des
nation— 30 2 28.5, am 31. Otober beträgt ſie —13½mitte aus den Bilde des „Löwen” in das der „Jung= Saturnkörpers um nahezu 1.‟. Die auf der Südfläche
59 56.*2, die Sonne ſinkt alſo während dieſes Monats 11 frau” Ihre Entfernung von der Erde wird größer, und ſichtbare Ringellipſe erreicht im Jahre 1914 ihre größte
weiter zum Süden hinab. Ihre Mittagshöhe be=zwar von 1.34 bis auf 1.49 Einheiten; ihr Scheibendurch=Defnung, d. h. ihre größte ſcheinbare Breite Der
Ephe=
trägt für den Parallel von 94, d. h. für das nördliche meſſer erfährt dadurch eine Verkleinerung von 12.6 bismeride des Beeliner Jahrbuches zufolge ſind am 15. Bk.,
Deutſchland 33 am 1. und 22” am 31 Oktober, für den auf 11.‟3, doch übt dieſe auf die Helligkeit der Venus nur tober die Durchmeſſer des Saturnkörpers äquatorial 19.(72
Parallel von 51 der das mittlere Deutſchland durchzieht, einen unbedeutenden Einfluß aus, weil gleichzeitig ihr und polar 18.‟10, die Achſen der Ringellipſe: große Achſe
362 am 1. und 25% am 31. Oktober, endlich für den Pa= Phaſenwinkel wächſt Die größte Helligkeit erreicht Venus 44. *42 und kleine Achſe 19.*74; die letzte übertrifft mithin
rallel von 48 Süddeutſchland und Oeſterreich etwa die bei einem Phaſenwinkel von 118 ſie beträgt dann —43, die ſcheinbare Größe der Planetenkugel. In der größten
Breite von Wien, 39 am 1. und 280 am 31. Oktober, In= ihre kleinſte beobachtbare Helligkeit zeigt ſie bei einem Ringöffnung zeigt ſich Satuen nämlich inmer wenn er
folge der ſtarken Verkleinerung der Tagbogen der Sonne Phaſenwinkel von 20%, ſie beträgt dann aber immer noch bei den Sternen der Hörner des „Stiers” und zwiſchen
nimmt die Tageslänge erheblich ab, und zwar in —33 (die Helligkeit der Sterne, die heller als 1. Größe dem „Sſkorpion” und dem „Schützen”, dagegen ohne Ring
Nord= und Mitteldeutſchland von 11½ bis auf 9½ Stun=ſind. drückt man durch negative Werte aus, Aldebaran bei= (Kantenanſicht), wenn er im öſtlichen Teile des „Löwen‟
den und in Süddeutſchland, ſowie auch in Oeſterreich und ſpielsweiſe iſt 1.0, dagegen Sirius —1.4). Am 27. Ok= und im öſtlichen Teile des „Waſſermannes” ſteht. Bei de
tober, um 9 Uhr abends hat der Mond mit Venus Kon= 29½jährigen Umlaufszeit des Planeten liegt zwiſchen jede
der Schweiz von 11½ bis auf 10 Stunden.
Der Mond zeigt im Oktober folgenden Geſtalt= junktion; beide Geſtirne befinden ſich dann aber noch unter dieſer vier Erſcheinungen ein Zeitraum von 7¼
Jahre=
wechſel: Erſtes Viertel am 7. um 2 Uhr 46 Min. vor= dem Horizont, ſie gehen am 28, erſt nach 4 Uhr morgens Am 19. Oktober, um 10 Uhr abends, kommt der Mond
mittags, Vollmond am 15., um 7 Uhr 7 Min. vormittags, auf. — Mars erhebt ſich im Bilde der „Zwillinge” zuerſt Saturn in Konjunktion. — Uranus, in tiefer Stel
Letztes Viertel am 22., um 11 Uhr 53 Min. nachmittags, gegen 10 Uhr, zuletzt ſchon gegen 9 Uhr über den öſtlichen im „Steinbock”, kulminiert anfänglich gegen 7½, ſchl
und Neumond am 20 um 3 Uhr 20 Min. nachmittags. Horizont. Er nähert ſich der Erde fortgeſetzt, nämlich von gegen 534 Uhr, geht alſo etwa anderthalb Stundenn.
Der Mond beſindet ſich in Erdferne am 12. Ortober, 1.12 bis auf 0.91 Einheiten, am 16. Ottober iſt er von uns im Südweſten unter, als Jupiter Sein Abſtand 5m
um 4 Uhr nachmittags bei einem Abſtande von 63.7 Erd= gerade ſo weit entfernt, wie die Sonne. Der ſcheinbare Erde nimmt zu von 19.38 bis auf 19.88 Einhejchr,
halbmeſſern à 6378 Kilometer und am 28. Oktober, um Durchmeſſer des Planeten hatte am 1. Oktober einen ſcheinbarer Durchmeſſer beträgt 4.*2, zuletzt 4 ein
5 Uhr vormittags in Erdnähe bei einem Abſtande von Winkel von 8."4, am 31. hat er einen ſolchen von 10.‟3, für Oerten des Uranus ſind am 2. Oktober Rektaſzhonn=
56.5 Erdhalbmeſſern. — Am 14. Oktober bedeckt der die Mars=Obſervatorien iſt damit die Periode der günſti=24m 35s und Deklination —195 57, am 31. Pl des
Mond den Stern Epfylon der „Fiſche: (Größe 42). Der gen Beobachtung angebrochen. Freilich, alzuviel darf taſzenſion 20h 24m 51s und Deklination -ezak=
Eintritt erfolgt für Verlin um 8 Uhr 29,4 Min., nach= man ſich von der Anfang Januar 1914 bevorſtehenden findet ihn als Sternchen 5. Größe alſo dicht bſ von
mittags, der Austritt um 9 Uhr 24.8 Min.
nächſten Oppoſition und Erdnähe des Mars nicht ver= gleich lichtſchwachen Firſtern Rho des „Stz. Stol=
Von den ſieben großen Planeten ſind im Ok= ſprechen, weil der Scheibendurchmeſſer des Planeten ſich Neptun weilt in den „Zwillingen” am Mchte Pr.
tober ſechs zu beobachten: für das unbewaffnete Auge am nur bis auf 15” vergrößern wird — 1877, als Schiaparelli Ihm nähert ſich die Erde von 30.32 bis auf'
frühen Abendhimmel Jupiter, während des größten Teiles die Marskanäle entdeckte, wuchs er bis auf 25‟ an. Am heiten, wobei ſein winziger Scheibendurqmef
der Nacht Saturn und Mars und am Morgenhimmel 22. Oktober, um 2 Uhr früh, hat der Mond mit Mars Kon= natsſchluſſe von 2.‟5 auf 2. 46 wächſt. Die Oeu
Venus. Merkur bleibt, obwohl er am 2. November junktion, bei der der Mond nördlich an dem Planeten vor= tun, der nur als teleſkopiſches Sterncher 8.G
Nummer 232.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. Oktober 1913.
Seite 3.
ſche Beſichtigungsreiſen verbunden werden, Die eine geht Heinrich Schwarz zu Büdingen, Gotfried Strate;ſwegen eines Diebſiahls zu verantworten, den er unter
von München über Nürnberg=Heidelberg, Baden=Baden, meyer zu Mainz, Heinrich Völker zu Darmſtadt, einem ſchweren Vertrauensbruch beging. Er war am 5.
Frankfurt a. M. und Gießen, die andere von Düſſeldorf Theodor Walger zu Groß=Gerau, Julius Walther! Auguſt bei einem befreundeten Schuhmacher mit einer
über München=Gladbach, Leverkuſen, Eſſen, Hamburg nach zu Grünberg, Adolf Weiß zu Schotten, Dr. Kurt kleinen Reparatur im Lederlager beſchäftigt, in das erſt
Berlin.
Weißmann zu Bensheim, Otto Würtenberger zu am Tage vorher für 700 Mark Ledervorräte gebracht wor=
Darmſtadt, Karl Zöckler zu Mainz, Guſtav Zwißler den waren. Peter ſteckte nun drei Lederſtücke im Werte
zu Bensheim.
Stadt und Land.
von 80 Mark in einen Sack, ſtellte ihn vor das Fenſter
Erledigt iſt eine mit einem evangeliſchen Lehrer und nahm ihn am Abend mit. Das Leder verkaufte er an
Darmſtadt, 2. Oktober. zu beſetzende Lehrerſtelle zu Hörgenau, Kreis Lauter=zwei Schuhmacher für 37,75 Mark, indem er angab, das
bach. Dem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt Leder ſtamme aus dem Nachlaß eines verſtorbenen Ver=
* Vom Hofe. Se. Königl. Hoheit der Großher= werden.
wandten. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen
zog iſt geſtern vormittag 9 Uhr von Viernheim wieder
Ernennung. Se. Könial. Hoheit der Groß= Rückfalldiebſtahls zu 1 Jahr Gefängnis, abzüglich
zurückgekehrt. (Darmſt. Ztg.)
* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der Großher=herzog haben den Regierungsaſſeſſor Eugen Blumers 1 Monat der Unterſuchungshaft, ferner zu 3 Jahren
Ehr=
verluſt.
— Der 26jährige Dienſtknecht Johann Schmide
zog empfingen am Mittwoch: den Oberſtleutnant von zu Alsfeld zum Kreisamtmann bei dem Kreisamte Alsfeld
von Offenbach, der bei der Offenbacher Speditionsfirma
Crüger, Kommandeur des 2. Großh. Heſſ. Feldartillerie= mit Wirkung vom 1. Oktober 1913 ernannt.
Keller tätig war, hat Anfang Juli aus einer im Gewahr=
Regiments Nr. 61, den Major Weichel, Abteilungskom=
* Pfarrperſonalie. Se. Könial. Hoheit der Groß= ſam dieſer Firma befindlichen Kiſte durch Erbrechen etwa
mandeur in demſelben Regiment; den Oberſtleuinant herzog haßen den evangeliſchen Pfarrer an der unierten 20 Eier entwendet, die er innerhalb zweier Tage aus=
Eggersſ, Kommandeur des Großh. Artilleriekorps 1. Gemeinde Offenbach Theodor Palmer auf ſein Nach= trank; ferner ebenfalls durch Erbrechen einer Kiſte Schuh=
Großh. Heſſ. Feldartillerie=Regiment Nr. 25, den Major ſuchen zwecks Uebernahme des Amts des Direktors und waren im Werte von 75 Mark. Das Gericht verurteilte
von der Sode und den Major Güttich, beide Abteilungs= Seelſorgers im Kurhaus Heinrichsbad im Kanton den noch nicht vorbeſtraften Schmidt wegen
Mund=
kommandeure in demſelben Regiment; den Oberſtleutnant Appenzell aus dem Dienſte der heſſiſchen evangeliſchen raubs zu 2 Wochen Haft und wegen ſchweren Dieb=
Zierold. Kommandeur des Leib=Dragoner=Regiments Landeskirche, mit Wirkung vom 16. Oktober lfd. Js., ſtahls zu 5 Monaten Gefängnis.
(2. Großh. Heſſ.) Nr. 24; den Oberſtleutnant Frhrn. von entlaſſen.
Brandenſtein, Kommandeur des Garde=Dragoner=Regi=
Einen regelrechten Diebeszug unternahmen am 8.
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der Auguſt drei Offenbacher Burſchen, um im Mühlheimer
ments (1. Großh. Heſſ.) Nr. 23; den Major von Weſtern= Großherzog haben verliehen: die Krone zum
hagen, Bataillonskommandeur im Leibgarde=Infanterie= Silbernen Kreuz des Verdienſtordens Philipps des Groß, Farbwerk Metalldiebſtähle zu verüben. Der ſchon
mehr=
fach vorbeſtrafte 37jährige Dachdecker Andreas Kunkel
Regiment (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115, den Major von Oidt= mütigen dem Wachtmeiſter und Stationsführer Georg von Dieburg veranlaßte am 8. Auguſt den 19jährigen
mann beim Stabe desſelben Regiments, den Hauptmann Schneeberger im Großh. Gendarmerie=Korps zu Gürtler Joſeph Walter und den 16jährigen Arbeiter
Frhrn. von Schütz zu Holzhauſen, Stabshauptmann in ſeinem Ausſcheiden zum 1. Oktober d. J., ferner dem
demſelben Regiment, den Leutnant Brodrück und den Stadtrechner Rendant Heinrich Bloß zu Mainz das Anton Jakob Mieth, die damals arbeitslos waren, mit
Leutnant Holtz, beide in demſelben Regiment; den Major Ritterkreuz 2. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des nach Mühlheim zu gehen, dort ſei Meſſing und Kupfer
Keim im Generalſtab der Großh. Heſſ. (25.) Diviſion; den Großmütigen, ſowie dem Steiger bei der Eiſen= und zu holen. Dem Walter iſt 1911 eine Gefängnisſtrafe von
5 Monaten mit einer vierjährigen Bewährungsfriſt er=
Rittmeiſter Frhrn. von Rechenberg beim Stabe des Großh. Manganerz=Gewerkſchaft Ober=Rosbach Karl Schwinn
Heſſ. Train=Bataillons Nr. 18; den Rittmeiſter Frhrn. von und dem Betriebsführer der Eiſen= und Manganerz=laſſen worden, während Mieth noch nicht vorbeſtraft iſt.
Die drei warteten in der Nacht ab, bis der Wächter auf
Preuſchen, Adintant der 41. Kavallerie=Brigade in Deutſch= Grube Rosbach bei Ober=Rosbach Richard Knautz,
Eylau: den Major Biſchof, Vorſtand des Großh. Heſſ. beide von Ober=Rosbach, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Runde vorbei war und ſtiegen dann über den Zaun
Traindepots 18. Armeekorps; den Oberleutnant Schwan= der Inſchrift „Für Verdienſte” am Bande des Verdienſt= in das Fabrikgrundſtück ein. Während Kunkel das Metall
zuſammenſuchte, brachten die beiden anderen das
Diebs=
tes vom Infanterie=Regiment Nr. 163, kommandiert zur ordens Philipps des Großmütigen.
Dienſtleiſtung beim Großh. Heſſ. Traindepot 18.
Armee=
gut zum Grundſtück hinaus Walter und Mieth geſtehen
* Eifenbahnperſonalien. Se Königl. Hoheit der unumwunden den Diebſtahl ein, Kunkel ſtellt jede
Betei=
korps; den Feuerwerks=Oberleutnant Siegmund; den Großherzog haben den Bahnhofsvorſteher in der ligung in Abrede. Das geſtohlene Material hat einen
Leutnant Graf zu Solms=Sonnenwalde vom Leibgarde= Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft Ludwig Wert von etwa 100 Mark. Das Gericht verurteilte Wal=
Huſaren=Regiment, kommandiert zur Dienſtleiſtung beim Kientz zu Bodenheim auf ſein Nachſuchen in denter zu 7 Monaten Gefängnis, abzüglich 6 Wochen
Großh. Artilleriekorps, 1. Großh. Heſſ. Feldartillerie=Regi= Ruheſtand verſetzt und ihm aus dieſem Anlaß das der Unterſuchungshaft, Kunkel zu 2 Jahren
Zucht=
ment Nr. 25; den Geh. Medizinalrat Dr. Fertig von Ritterkreuz II. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps deshaus und 5 Jahren Ehrverluſt und Mieth zu 3 Mo=
Worms, den Finanzrat Kuhn den Miniſterialreviſor Großmütigen verliehen, den Oberbahnaſſiſtenten in dernaten Gefängnis, abzüglich 3 Wochen der Unter=
Frank, den Hoflieferanten Hubert Bringer; zum Vor= Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft PhilippHabich ſuchungshaft.
trag: den Staatsminiſter Dr. von Ewald, den Miniſter des zu Darmſtadt auf ſein Nachſuchen in den Ruheſtand
Der Bauunternehmer Peter Karl Augenthaler
Innern von Hombergk zu Vach, den Vorſtand des Kabi= verſetzt und ihm aus dieſem Anlaß das Silberne Kreuz
betrieb in Offenbach mehrere Jahre hindurch ein
Bau=
netts Geh. Rat Römheld den Ordenskanzler Oberſt z. D. des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen verliehen.
Frhrn. Röder von Diersburg.
geſchäft, das im vorigen Jahre in Konkurs geriet. Da
* Das Großh. Regierungsblatt, Beilage Nr. 23, ſein Betrieb einen bedeutenden Umfang hatte, galt er als
* Schulperſonalien. Se. Königl. Hoheit der enthält: 1—3. Oeffentliche Anerkennung. 4. Ueberſicht Kaufmann und hatte nach dem Handelsgeſetzbuch Bilan=
Großherzog haben zum 1. Oktober d. J. dem Ober=über die in den iſraelitiſchen Religionsgemeinden des zen zu ziehen. Angenthaler hat nun regelmäßig jedes
lehrer an der Oberrealſchule zu Worms Wilhelm Glenz Kreiſes Oppenheim zu erhebenden Gemeindeſteuern für Jahr vorſchriftsmäßig Bilanzen gezogen, mit Ausnahme
und dem Oberlehrer an dem Realgymnaſium zu Darm= das Rechnungsjahr 1913. 5. Ueberſicht der für das von 1908. Er gab zur Begründung dieſer Unterlaſſung
ſtadt Friedrich Schad den Charakter als Profeſſor Rechnungsjahr 1913 genehmigten Umlagen zur Be= an, daß er in dieſem Jahre verſchiedene Bauten noch nicht
erteilt, ſowie dem Hauptlehrer Friedrich Schneider ſtreitung der Bedürfniſſe der iſraelitiſchen
Religions=
beendet hatte, ſo daß er deren Ergebnis noch nicht
feſt=
zu Heuchelheim, Kreis Gießen, die Krone zum Ritter= gemeinden des Kreiſes Darmſtadt. 6. Ueberſicht über
ſtellen konnte. Auch das Ergebnis einer neuerworbenen
kreuz 2. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des Groß= die in den Gemeinden des Kreiſes Lauterbach zu er= Ziegelei hatte er noch nicht feſtgeſtellt. Die Strafkammer
mütigen verliehen.
hebenden Gemeindeſteuern für das Rechnungsjahr 1913. perurteilte ihn geſtern wegen Vergehens nach Artikel 210
Durch Entſchließung Großh. Miniſteriums des Innern7. Ordensverleihungen. 8. Ermächtigung zur Annahme der Konkursordnung unter Zubilligung mildernder
Um=
wurden die nachſtehend genannten Lehramtsreferendare und zum Tragen fremder Orden. 9. Zulaſſungen zur ſtände zu 30 Mark Geldſtrafe. — Der 27jährige
zu Lehramtsaſſeſſoren ernannt: Wilhelm Armbruſter Rechtsanwaltſchaft. 10. Dienſtnachrichten. 11. Charakter= Maſchineningenieur Karl Kämmerer in Köln, geboren
zu Worms, Hugo Benke zu Offenbach, Dr. Friedrich erteilungen. 12. Berichtigungen.
zu Groß=Auheim, war 1½ Jahre bei der Offenbacher Ma=
Voller zu Darmſtadt, Wilhelm Braunewell zu
g. Strafkammer II. Am zweiten Weihnachtsfeiertag ſchinenfabrik Schmalz beſchäftigt. Als er im Frühjahr
Gießen, Dr. Karl Burk zu Offenbach, Heinrich Clarius
zu Langen, Adolf Clotz zu Friedberg, Paul Fiſcher wurde im Lokale von Georg Lerch in Dornheim eine 1913 austrat, hat er einen bei Schmalz beſchäftigten
zu Nidda, Erich Frederking zu Worms. Jakob kleine Weihnachtsverloſung mit Konzert vom Turnverein Bureaugehilfen perſönlich und durch Briefe zu beſtimmen
Freiherr Gedukt von Jungenfeld zu Mainz, veranſtaltet, bei der Vereinsmitglieder und auch zwei verſucht, ihm zugängliche Vorlagen techniſcher Art der
Dr. Karl Grünewald zu Dieburg, Heinrich Hahn Nichtmitglieder konzertierten. Da ein Erlaubnisſchein Firma, insbeſondere Zeichnungen und Pauſen, zu
über=
zu Offenbach, Dr. Karl Hainer zu Gießen, Hermann nicht vorgewieſen werden konnte, wurde Anzeige wegen laſſen, hatte jedoch keinen Erfolg. Kämmerer gibt dies zu,
Handwerk zu Darmſtadt, Rudolf Hübel zu Darm= Stempelhinterziehung erſtattet. Das Schöffen=er wollte dieſes Material aber nur zu Studienzwecken haben.
ſtadt, Richard Jochem zu Laubach, Hermann Jung zu gericht erkannte auf Freiſprechung, da eine ſtempelpflich= Die Firma hat Strafantrag wegen unlauteren Wett=
Worms, Dr. Willy Krämer zu Offenbach, Heinrich tige Konzertveranſtaltung nicht vorlag, ſondern eine Ver=bewerbs (Vergehen gegen § 20 des Geſetzes über den un=
Kreickemeier zu Darmſtadt, Hermann Leidolfeinsveranſtaltung, und da die Muſikanten keine Ver=lauteren Wettbewerb) gegen Kämmerer geſtellt. Der als
zu Darmſtadt Fritz Lenhardt zu Darmſtadt Dr. gütung erhielten. Die Amtsanwaltſchaft legte gegen die= Zeuge vernommene Firmeninhaber gibt zur Begründung
Heinrich Lücker zu Mains Wilhelm Mohr zu Mainz, ſes Urteil Verufung ein. Der Staatsanwalt beantragte der Annahme unlauteren Wettbewerbs an, daß fortlau=
Bernhard Naſſua zu Gießen, Friedrich Pfersdorff nach der erneuten Beweiserhebung Freiſprechung, fend bei ſeiner Firma Angebote einlaufen, in denen
In=
zu Darmſtadt, Fritz Ritter zu Darmſtadt, Dr. Julius welchem Antrage die Strafkammer beitrat.
genieure ſich um Stellen bewerben, und zum Schluß finde
Roßler zu Laubach, Otto Salzmann zu Darm=
Der 37jährige Taglöhner Janaz Peter von Offen= ſich regelmäßig der Paſſus: Ferner bin ich in der Lage,
ſtadt, Dr. Ludwig Schäfer zu Büdingen, Franz bach, der ſchon mehrfach Diebſtähle verübte, u. a. auch vor neuere Konſtruktionen von Holzbearbeitungsmaſchinen mit=
Schmidt zu Darmſtadt, Johann Baptiſt Schnauber mehreren Jahren als Wächter der Offenbacher Wach= und zubringen. Der Staatsanwalt beantragte eine Geldſtrafe
zu Gernsheim, Dr. Friedrich Schreiter zu Worms, Schließgeſelſchaft, hatte ſich geſtern vor der Strafkammer von 200 Mark. die eventuell mit 50 Tagen Gefängnis zu
milienangehörigen die Natur ihrer Beſchäftigung zu
ver=
ſind: am 2. Oktober Rektaſzenſion 7h 59m 56s und
Dek=
heimlichen.”
lination —20% 9', am 31. Oktober Rektaſzenſion 8h 1m 0s
Feuilleton.
und Deklination —20% 5, er ſteht mithin nahe nördlich
— Die Scheidung auf Probe. Herr und Frau John
vom Stern Zeta des „Krebſes”.
C. K. Die Parade der Taubſtummen. Es war ein pan Alſtyne aus Miſſouri ein mit Millionen geſegnetes
Von den beiden zuletzt entdeckten Kometen iſt der ſeltſames Bild, das man am Sonntag in dem großen ge= Ehepaar, ſind ausgeſprochene Gegner der Scheidungs=
Komet 1913b (Metcalf) nock in kleineren Inſtru= pflaſterten Hofe vor dem Schloſſe von Verſailles beob= methoden, die in Amerika und auch in anderen Ländern
menten zu beobachten da er im Oktober ſeine großte achten konnte: eine Menſchenmaſſe von mehreren Hundert geübt werden ſollen. Sie ſind beide der Anſicht, daß viele
Helligkeit, Größe 8, erreicht; er ſteht Anfang Oktober etwa Perſonen, Frauen und Männer, marſchierten vorüber; Scheidungen gar zu leichtfertig erfolgen, ſie wollen, daß
in der Mitte zwiſchen den Sternen Jota und Gammg des und kein Wort erklang, nichts war zu hören als das jeder Trennung einer Ehe eine ernſte und ausreichende
„Cepheus” und bewegt ſich ſüdweſtlich weiter Der Ko=ſcharrende Geräuſch ihrer Schritte. In dumpfem Schwei= Prüfung in der Einſamkeit vorausgehe, und da ſie
außer=
net 1913e (Neujmin), ein intereſſantes Oorekt, da er gen wanderte die Schar über den St. Ludwigplatz zu dem dem ſelbſt den Wunſch haben, ſich ſcheiden zu laſſen, haben
ahrſcheinlich eine elliptiſche, planetordenähnsche Bahn Standbild des Abbé de lEpée. Und in dumpfem Schwei= ſio bei der zwiſchen ihnen herrſchenden Harmonie der
An=
eſchreibt, iſt mittlerweile ſo lichtſchwach geworden, gen legten die an der Spitze des Zuges marſchierenden ſchauungen beſchloſſen, der endgültigen geſetzlichen Schei=
Bröße 12.5, daß er nur noch mit ſtarken Fernrohren ver= Männer einen Kranz an dem Denkmal nieder und hielten, dung eine Scheidung auf Probe voraufgehen zu laſſen
olgt werden kann; er bewegt ſich in nordweſtlicher Rich= immer ſchweigend. Reden, die mit Beifall aufgenommen Sie hat ſchon am 2. Juni begonnen und mit Stolz weiſt
ung anfang Oktober aus den „Fiſchen” in den „Pegaſus”. wurden. Die ſeltſame Prozeſſion beſtand aus den Mit= Frau van Alſtyne auf dies Verfahren hin, das ſie als
gliedern der franzöſiſchen Vereinigung der Taubſtummen, vorbildlich betrachtet ſehen möchte „Jawohl, wir ſind im
Sternſchnuppen begegnen der Erde im Oktober die auf dieſe Weiſe dem Manne, der ſo viel für die Taub= beſten Einvernehmen Wir haben ausgemacht, daß wir
ziemlich reichlich; vornehmlich ſind es die vom 18. bis 25. ſtummen getan hat, ihre Ehrung darbrachten. Bei dem uns auf 6 Monate trennen und während dieſer Zeit in
die Erdbahn kreuzenden Schwärme, deren Körperchen die wortloſen Bankett, das folgte, ſah man dann Trink= keiner Weiſe, auch nicht ſchriftlich, miteinander in
Berüh=
egelmäßige Zahl der Meteore vermehren und meiſt bei
ſprüche, die nur aus Zeichen und Gebärden beſtanden und rung treten. Am 2. Dezember treffen wir uns wieder
zen Sternen Ny des „Orion”, Beta des „Stiers” und in denen mitgeteilt wurde, daß in Paris ein Taubſtum= und zwar in Colorados Springs, in demſelben Hotel. das
Zeta der „Zwillinge” ausſtrahlen.
menklub gegründet worden iſt, der bereits in den nächſten wir vor zwei Jahren bei unſerer Hochzeitsreiſe aufſuch=
Den Fixſternhimmel den beſonders in der Zeit Monaten mit Unterſtützung der Regierung den Bau eines ten. Wenn wir dann noch der Meinung ſind, daß für
om 8 bis 20. Oktober das Mondlicht erhellt, ſehen wir großen Vereinshauſes für Taubſtumme beginnen wird.
uns die Scheidung das Beſte iſt, ſo werden wir ſie im
hends gegen 10 Uhr durch die im Oſtnordoſten
aufſtei=
ml. Modernes Doppelleben. Eine kurioſe Geſchichte gegenſeitigen Einverſtändnis durchführen laſſen, ohne
zende und über den Zenit zum Weſtſüdweſten
herab=
ſteigende Milchſtraße in zwei gleiche Hälften geteilt. Den von dem Doppelleben einſes Mannes,der „irgendetwas inder einander gegenſeitig zu beſchuldigen, wofür wir beide
City” iſt, ſeine Familie aber über das Wie ſeiner Be= auch gar keinen Grund hätten.‟ Der in Probeſcheidung
zarten Sternenſtrom begleiten in derſelben Richtung die
ſchäftigung gefliſſentlich im Unklaren läßt, wird in einem liegende Gatte befindet ſich gegenwärtig auf einer Europa=
Bilder „Stier” und „Fuhrmann”, deſſen Hauptſtern Ca=
Alla hoch im Nordoſten ſtrahlt, „Perſeus” nahe dem Londoner Blatt erzählt. Ich hatte neulich Gelegenheit,” reiſe während die Gemahlin einſtweilen dem Reporter
enit „Caſſiopeia” mit ihrem W, dann weiter nach Weſten ſchreibt ein Einſender, „mich über das Betragen eines verriet, daß ſie für ihre Perſon feſt entſchloſſen ſei, auf
. Schwan” und „Leier” deren hellſter Stern Wega hoch Kommiſſionärs in einem Eity=Bureau zu beklagen. Die eine endgültige Scheidung zu beſtehen.
* Das Begräbnis eines amerikaniſchen Millionärs.
utWeſten den Blick auf ſich lenkt, und im Südoſten der Sache war an ſich gar nicht bedeutend, und dem Mann
ſie ‟. Daneben findet man das Tierkreisbild des geſchah auch weiter nichts Aber ich legte Wert darauf, Eine ſonderbare, etwas teure Begräbniszyremonie hat
, an das ſich im Süden der „Waſſermann” ſeine Privatadreſſe zu erfahren. Dieſe Frage bereitete! ſich der amerikaniſche Millionär James Buſch in ſeinem
Kräfbocks”
und dedem wieder öſtlich die „Fiſche” der „Widder” dem Mann erſichtlich Pein, und er flehte mich an, um Teſtament ausbedungen. Seine Leiche mußte im Beiſein
„Stier”, endlich am Nordoſthorizonte die Zwil= Gottes willen nichts von der Sache nach Hauſe zu berich= von mehreren tauſend Perſonen, begleitet von feierlicher
ten. „Ich habe erwachſene Töchter in guter geſellſchaft= Muſik, verbrannt werden. Dann wurde die Aſche in eine
Beſitze’gen. Zwiſchen „Widder” und „Caſſiopeja” ſtehen licher Stellung” erklärte er mir, „und ſie wiſſen nicht, kunſtvoll ausgeführte, ſilberne Urne gefüllt und in die
päiſchensüdoſten die ſchönen Geſtirne der „Andromeda”, was ihr Vater eigentlich treibt Dank meiner Tätigkeit iſt Lieblingsjacht ihres ehemaligen Beſitzers getragen und
auf der in ſchmücken der „Große Bär” und am Pol der
auch von r”, tief am Nordweſthorizonte bemerkt man es mir aber möglich geweſen, ſoviel Geld beiſeite zu brin= im Salon mitten unter Blumen aufgeſtellt. Ein Schlepp=
Zukunft dlitzenden Arcturus im „Bootes” und links gen, um ihnen eine gute Erziehung zuteil werden zu dampfer zog dann die Jacht auf hohe See hinaus.
End=
laſſen.” Aehnliche Erfahrungen wie mit dieſem machte lich hielt er an. Zwei Perſonen begaben ſich auf die Jacht
Sternenkranz der „Krone‟. Später ſteigen
ich mit einem anderen Mann, der als Kellner in der City hinüber, öffneten einige Klappen, kehrten wieder zurück,
Hoffnung, doſten die prächtigen Winterſternbilder der
in Stellung iſt. Seine Familie hat keine Ahnung, wel= und langſam ſenkte ſich das reizende Fahrzeug ins Meer.
der Pforte ,Große Hund” mit Sirius und der „Kleine chen Beruf er ausübt. Sie weiß nur, daß er in der Eity Eine Kapelle ſpielte traurige Weiſen und nach einer
hal=
nicht ſcheiterokyon empor, die dann während der ganzen ſeinen Geſchäften nachgeht. Ich habe ferner von Straßen= ben Stunde war die amerikaniſche Flaggs die hoch auf
warten, bet das Firmament zieren.
kehrern erzählen hören die mit ſteifgeſtärktem Oberhemd dem Maſte der Jacht fröhlich im Winde flatterte, von den
und Kragen ihre Arbeitsſtelle aufſuchen, um ihren Fa= Wogen verſchlungen.
ſprechen ha
u
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. Oktober
Seite 4.
* Kaninchenausſtellung. Am Sonntag, den 5. Oktober,
verbüſen ſind. Das Gericht verurteite den Angelagten
zu 150 Mark Geldſtrafe, eventl. 30 Tagen Ge= veranſtaltet der Kaninchenzuchtklub Darmſtadt in der
Brauerei Fay, Alexanderſtraße 23, gegenüber der
Infan=
fängnis.
* Die ſchriftliche Staatsprüfung für den höheren teriekaſerne, ſeine diesjährige große Herbſtausſtellung. Es
Forſtdienſt beginnt am 6. November d. J., vormittags 8½ kommen wieder, wie immer, die ſchönſten Tiere von den
Uhr, zu Darmſtadt, im Prüfungslokal, Paradeplatz 3. Ge= meiſten Raſſen zur Schau und wird es für jeden Freund
ſuche um Zulaſſung zu dieſer Prüfung ſind unter Ver= der Kaninchenzucht lohnend ſein, die Ausſtellung zu
be=
wendung des Eingabeſtempels von 1.50 Mark ſpäteſtens ſuchen. Für eine mit guten Gewinnen ausgeſtattete
bis zum 20. Oktober lfd. Js. bei der Miniſterialabteilung Tombolaverloſung iſt beſtens geſorgt.
* Der diesjährige Darmſtädter Herbſtpferdemarkt
für Forſt= und Kameralverwaltung einzureichen.
findet am 13., 14. und 15. Oktober ſtatt. Für die Prä=
* Aus der Garniſon. Infolge der Heeresvorlage
hat unſere Garniſon eine Vermehrung durch Formierung miierung der Pferde und Fohlen ſtehen 2000 Mark zur
einer weiteren (4.) Trainkompagnie erhalten. Verfügung. Zur Prämiierung kommen: 1. Händlerpferde,
Ferner mußte die 2. Trainkompagnie in der Heidel= 2. Zuchtſtuten, nachweisbar 1913 gedeckt, 3. zweijährige
berger Straße wegen Verſtärkung des Großh. Art.=Korps (1911 geborene) Fohlen. Die Anmeldungen von Stuten
ihre Kaſerne räumen. Für dieſe beiden Kompagnien iſt und Fohlen haben bis ſpäteſtens den 8. Okt. ſchriftlich bei
ein neues Kaſernement jenſeits der Bahnlinie Darm= dem Schriftführer des Pferdemarktes, Herrn W. Tönges,
ſtadt- Heidelberg an der Eſchollbrücker Straße im Ent= in Darmſtadt, Hermannſtr. 7, zu erfolgen. Anmeldungen
von Händlerpferden zur Prämiierung werden Montag,
ſtehen begriffen. Die Unterkunft der Mannſchaften
er=
folgt in Holzbaracken, während die Pferde in den be= den 13. Oktober, vormittags von 8 bis 9 Uhr, im
Ge=
ſchäftszimmer des Pferdemärktes, Holzhofallee 32.
ent=
ſchleunigt fertig geſtellten maſſiven Ställen eingeſtellt
gegengenommen. Der Ankauf von Pferden und Fohlen
werden. Das Kaſernement iſt anſcheinend erweiterungs= zur Verloſung, ſowie das Vorführen der Pferde und
Foh=
fähig angelegt und wird den architektoniſchen Anfor” len zur Muſterung und Prämiierung beginnt Montag, den
derungen baulich vollauf Rechnung tragen. Von geſtern 13. Oktober, vormittags 9 Uhr. Nachmittags 3 Uhr findet
ab wird es bereits von 2 Kompagnien bewohnt. Wer die Preisverteilung ſtatt, wobei die prämiierten Pferde
das öde Gelände kannte, muß bewundern, wie in einer vorgeführt werden. Dienstag, den 14. Oktober, wird er=
Bauzeit von kaum 2 Monaten dieſe Kaſerne entſtanden forderlichenfalls der Ankauf der Pferde und Fehlen zur
iſt. Nicht unerwähnt ſoll bleiben, daß dieſe Kaſerne als Verloſung fortgeſetzt. Mit dem Pferdemarkt iſt eine
Ver=
erſte in Darmſtadt vollſtändig mit elektriſchem Licht loſung von Pferden, Fohlen, Wagen, landwirtſchaftlichen
ausgeſtattet wird.
und ſonſtigen Gegenſtänden verbunden, die Mitwoch, den
Die 10. Kompagnie des Inf.=Regts. Nr. 115, 15. Oktober, nachmittags 2 Uhr, in den unteren Räumen
die zur Bildung des 3. Bataillons des Inf.=Regts. des Pferdemarktgebäudes beginnt. Donnerstag, den 16.
Nr. 168 beſtimmt iſt, rückte geſtern vormittag unter! Oktober, vormittags 9 Uhr, erfolgt auf dem
Pferdemarkt=
ihrem Kompagniechef, Hauptmann von Schröter, platz die Abnahme der zur Verloſung angekauften Pferde
nach einer Abſchiedsanſprache des Regimentskomman= und Fohlen.
Von der Wach= und Schließgeſellſchaft. Im Monat
deurs hier ab und wurde um 5 Uhr mit der Bahn
ver=
laden, um nach ihrer neuen Garniſon Friedberg September ergaben die fortlaufenden Reviſionen der
verbracht zu werden. Dort fand eine Begrüßungs= Nachtwachbeamten folgende Fälle: 274 offene Haustüren
feierlichkeit ſtatt. In Friedberg war inzwiſchen auch die und Tore wurden vorgefunden; 98 mal brannte Licht in
vom Inf.=Regt. Nr. 116 zu ſtellende Kompagnie um Geſchäfts= und Bureaulokalitäten. Kellern und Boden=
9,12 Uhr eingerückt und mit Muſik, Anſprachen uſw. räumen, bezw. wurde vergeſſen, dasſelbe zu löſchen; 23.
defekte Schlöſſer und Türen ſowie ſteckengebliebene
empfangen worden.
* Hoflieferant. Der langjährige Oekonom im Offi= Schlüſſel wurden vorgefunden; 8 offene Parterrefenſter
zierskaſino des Garde=Dragoner=Regiments Nr. 23 Herr ermittelt; 12 Hausbewohnern, die ihre Schlüſſel vergeſſen
hatten, geöffnet.
Laurent Heinrich, wurde von Sr. Kgl. Hoheit dem
Großherzog zum Hoflieferanten ernannt.
* Arbeitsjubiläen. Man ſchreibt uns: Herr W.
Neu hergeſtellte Fernſprechanſchlüſſe.
Engeroff war geſtern 10 Jahre auf dem Bureau des
a) Neue Anſchlüſſe. 1207 Bickel, Frau, Gene=
Herrn Juſtizrats Dr. Oſann hier beſchäftigt. Es wurde
ihm aus dieſem Anlaß von ſeinem Chef, Herrn Juſtizcatral, Rheinſtraße 41. 632 Dienſtmänner=Vereinigung,
Dr. Oſann, unter warmer Anerkennung für die während Alexanderſtraße 4. 1080 Görtz, von, Erbgraf von Schlitz,
dieſer Zeit ſeinem Vater und ihm geleiſteten Dienſte ein Riedeſelſtraße 2. 1370 Heimverband, Heim für
Allein=
ſtehende gebildeter Stände, Saalbauſtraße 79. 1522 Illner,
höherer Geldbetrag überreicht.
Herr Wilhelm Brückmann, Vorarbeiter bei der Walther, Kunſtmaler, Herdweg 58. 1584 Luſt, Adam,
Firma Wolf Strauß beging am 30. September ſein Metzgerei, Soderſtraße 55. 484 Mercedes=Bureau=Ma=
5jähriges Arbeitsjubiläum. Der Jubilar hat ſich durch ſchinen=Vertrieb, Richard Soldan, Kiesſtraße 58.
ſein großes Geſchäftsintereſſe und ſeine Pflichttreue wäh= (476) Moeller, Heinrich Kaufmann, Rheinſtraße 7.
rend dieſer Jahre die Anerkennung ſeiner Vorgeſetzten 748 Rettig, P. Nachf. (Inh. Peter Wenz),
Samenhand=
erworben. Es wurden dem Jubilar von den Beamten, lung, Kirchſtraße 10. 1216 Schenk, Lili, Fräulein, Riedeſel=
Arbeitern und Arbeiterinnen hübſche Geſchenke überreicht ſtraße 37. 484 Soldan, Richard, Kiesſtraße 58.
1510 Wacker, Jean, Konditorei und Café, Bleichſtraße 43.
und Glückwünſche ausgeſprochen
b) Aenderungen. 295 Buß, Franz, Bismarck=
Jahrhundertfeier. Die Schülerinnen des
Hof=
ſtraße 74, jetzt 82. 2214 Deinhard, M., übertragen an W.
männiſchen Inſtituts hatten zu der erſten der Hutter, Direktor der Akademie für Tonkunſt,
Riedeſel=
diesjährigen Jahrhundertfeiern eingeladen, die Dienstag
abend im Kaiſerſaal in harmoniſchſter Weiſe verlief. Ein ſtraße 17. 681 Diakonieverein, Geſchäftsſtelle Beſſunger
Prolog, von einer jüngeren Schülerin ſehr verſtändnisvoll Straße 111, jetzt Martinſtraße 78. 1906 Eilboten=Inſtitut
Blitz=Radler, Schuchardſtraße 11, jetzt Magdalenenſtraße 1.
vorgetragen, führte mit warmen, ernſten Worten die 566 Finger, L., Rhönring 1, jetzt Eckhardſtraße 35.
Hörer im Geiſte in jene große Zeit zurück. Durch Chor= 381 Karn, Adam, Bleichſtraße 30, jetzt 51. 1956 Krüger,
geſang ſinnreich verbunden, folgten: „Königin Luiſe und R., Herrngartenſtraße 35, jetzt Darmſtädterſtraße 107,
Bonaparte”, jenes hiſtoriſche Zwiegeſpräch, dargeſtellt von Villenkolonie Ludwigshöhe. 1420 Moeſer, Wilh.,
Hein=
zwei Seminariſtinnen, dann: „Im Gaſthaus zu Hainau”
und: „Deutſche Frauen und Mädchen zur Zeit der Be=richſtraße 11, jetzt Steinſtraße 37. 1507 Rode, Arnold,
Ernſt=Ludwigſtraße 18, jetzt Schulſtraße 3. 1697
Schell=
freiungskriege”, ausgeführt von Schülerinnen jeder
Alters=
haas. Jakob, Saalbauſtraße 63½, jetzt Mathildenſtraße 9
ſtufe. Die ganz vorzügliche, erſtaunlich lebenswahre Dar=
223 Schoeller, W., jetzt Nachfolger. 1227 Schubkegel. Gg.,
ſtellung der Hauptrollen, die durchweg große Schwierig= Ludwigsplatz 1, jetzt Rheinſtraße 4. 1993 Suttner=
Eren=
keiten boten, aber auch die Leiſtungen der übrigen
Mit=
win, Heinrichſtraße 160 jetzt Nieder=Ramſtädter
wirkenden zeigten, mit welcher Begeiſterung und Liebe Straße 152. 2464 Verwaltungs= und Verwertungs=Geſ.,
zur Sache alle unter Leitung ihrer Vorſteherin, Fräulein
Tube, zuſammengearbeitet hatten, und ließen den ge= Heidelbergerſtraße 9½, jetzt Nieder=Ramſtädter Straße 14.
578 Wagner u. Bochtler, jetzt Aug. Wagner.
radezu ſtürmiſchen Beifall nach jeder Aufführung
erklär=
c) AbgebrocheneSprechſtellen. 2212
Au=
lich finden. Schon genußreich war es, die hiſtoriſch ge=lock, v. 1706 Krukenberg, Fr. (267) Müller, Eliſabeth.
treuen, zum Teil ganz prächtigen Koſtüme anzuſehen, nicht 1010 Rettig, P. (Inh. Guſtav Voigt).
zu vergeſſen die Schar der jungen Sängerinnen, die, alle
in Luiſentracht, ein reizendes Bild boten. Saal und
Ga=
lerien waren überfüllt, was im Hinblick auf den wohl=
M. Griesheim, 27., Sept. (Jahrhundertfeier.)
tätigen Zweck, zu dem die Einnahme verwendet werden Zu einer Gedenkfeier der Völkerſchlacht bei Leipzig am
ſoll, mit Freude vermerkt ſei.
18. Oktober hat ſich hier ein Ausſchuß, beſtehend aus dem
* Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Bürgermeiſter, dem Geiſtlichen, den Lehrern und den
Vor=
in Darmſtadt hielt in der Exerzierhalle auf dem ſüdöſt= ſitzenden der Krieger=, Militär=, Geſang= Turn= und
lichen Teile des Infanterie=Exerzierplatzes, wie alljährlich, Sportvereine, gebildet. Es wurde beſchloſſen, am 18.
einen Generalappell ab. Zu dieſem Appell waren Oktober abends auf einer Anhöhe ein Freudenfeuer abzu=
96 Mann einſchließlich der Führer angetreten. Der Gene= brennen, wobei ein Maſſenchor der hieſigen Geſangvereine
ralappell wurde mit der Ueberreichung einer Auszeichnung und ein Schülerchor je ein Lied aus den Freiheitskriegen
an das Mitglied Georg Knecht eröffnet. Knecht hatte an vortragen ſollen; vorher ein Fackelzug nach dem Feuer.
der Expedition des deutſchen „Roten Kreuzes” in Tripo= Anſchließend daran ſollen in verſchiedenen Sälen
litanien teilgenommen und hatte ſich in der Pflege Typhus= Nachfeiern abgehalten werden. Am Sonntag finden in
Erkrankter hervorragend betätigt. Aus dieſem Anlaſſe den Turnvereinen und am Montag in den Schulen
patrio=
wurde ihm vom Kaiſer die „Rote Kreuz=Medaille dritter tiſche Gedenkfeiern ſtatt. Die Einwohner ſollen erſucht
Klaſſe” verliehen. Der Kolonnenführer, Hauptmann à la werden, ihre Häuſer der Würde des Tages entſprechend
suite Lotheißen, gab bei Ueberreichung dieſer Auszeich= zu ſchmücken, mindeſtens aber zu flaggen.
* Griesheim, 1. Okt. (Militäriſches.) Auf der
nung ein Schreiben des Kaiſerlichen Kommiſſärs und
Militär=Inſpekteurs der freiwilligen Krankenpflege be= Militärrampe des hieſigen Bahnhofs wurde heute
vor=
kannt, in welchem die Verdienſte des Georg Knecht be= mittag eine Schwadron 24er Dragoner mit der
Beſtim=
ſonders hervorgehoben waren und das die Glückwünſche mung nach Saarlouis verladen, dortſelbſt einem neuen
der vorgeſetzten Stellen enthielt. Alsdann wurden die Regiment zugeteilt zu werden. Die Regimentskapelle
Liſten für die Mobilmachungsvorarbeiten auf ihren Be= hatte die Dragoner bis hierher begleitet und nachdem die
ſtand geprüft und die Eintragungen ergänzt bezw. be= Verladung beendet war, ſetzte ſich der Zug unter den
Klän=
richtigt; die Uniformen nachgeſehen und ſich über das gen „Muß i denn, muß i denn zum Städtlein hinaus”
Vorhandenſein der Verbandpäckchen vergewiſſert. Dieſe in Bewegung, fort, der neuen Heimat zu.
Verbandpäckchen ſind von den Mitgliedern ſtets mitzufüh=
Bensheim, 30. Sept. (Amtliche
Weinſtati=
ren, um jederzeit bei Unfällen die erſte Hilfe leiſten zuſtik.) Die unter dem Vorſitz des Direktors im
Kaiſer=
können. Gleichzeitig war die Kolonne vor Beginn des lichen Geſundheitsamt in Berlin, Geh. Regierungsrats
Generalappells ihrem Grundſatze „Allezeit hilfsbereit” treu Dr. Kerp, in der Zeit vom 25. bis 27. September hier
und kam dem an ſie ergangenen Wunſche, bei der Ab= ſtattgehabte Tagung der Kommiſſion für die amtliche
ſperrung anläßlich der Landung des Luftſchiffes „Viktoria Weinſtatiſtik nahm den ſchönſten Verlauf. Als Kommiſ=
Luiſe” behilflich zu ſein, gerne nach und ihre Hilfe wurde ſionsteilnehmer waren Vertreter erſchienen aus
Auguſten=
dankbar begrüßt. Auch war ſchnell ein Sanitätsdienſt berg (Baden) Berlin, Koblenz: Kolmar i. E., Darmſtadt,
organiſiert, ſo daß für alle Möglichkeiten geeignete Vor= Dresden, Geiſenheim, Hohenheim, Kreuznach, Luxemburg,
ſorge getroffen war. Bemerkt ſei noch, daß Donnerstag, Mainz, Neuſtadt a. d. H., Oppenheim, Speyer, Trier,
den 2. Oktober, in der Turnhalle der ehemaligen Viktoria= Würzburg u. a. Die am 25. und 26. jeweils vormittags
ſchule ein theoretiſcher Unterrichtskurſus um 9 Uhr im Rathauſe ſtattfindenden Beratungen der
unter Leitung eines Arztes beginnt, an dem edeldenkende Kommiſſion erſtreckten ſich u. a. auf die in nächſter Zeit
Männer, welche das 18. Lebensjahr überſchritten haben, zu ergreifenden Maßnahmen und Unterſuchungen, und
gut beleumundet, ſowie deutſcher Nationalität und vater= zwar auf Grund der bei der diesjährigen Weinernte zu
ländiſcher Geſinnung ſind, ſich zur Teilnahme und Auf= ſammelnden Erfahrungen, über die Zuſammenſetzung der
nahme in die Kolonne melden können. Die Anmeldungen! Weine, über die Zuſammenſetzung von Malzweinen uſw.
werden im Uebungslokal am Eröffnungsabend entgegen= Rundgänge in den Weinbergen der Gemarkungen
Bens=
genommen. (Siehe Anzeige.)
heim und Weinheim unterrichteten die Kommiſſionsmit=
Taubſtummengotresdienſt. Nächſten Sonntag, glieder über den Stand der Weinberge und die
Herbſtaus=
den 5. Oktober, nachmittags 2 Uhr, findet im Ge= ſichten, über die Bebauungsart und über die Behandlung
meindehaus Kiesſtraße 17 Taubſtummengottesdienſt der Weinberge. Ueber die Behandlung der Weine ſelbſt,
ſtatt. Prediger iſt Herr Profeſſer D. Dr. Diehl aus über Einrichtung und Betrieb uſw. der Kellereien in
Friedberg.
der Bergſtraße informierten ſich die Teilnehmer durch Be=
Nummer 232.
1913.
ſichtigung einiger größerer Kelereien, wie der Verckheim.
ſchen zu Weinheim, der Kigelſchen und der Guntrumſchen
zu Bensheim. Zur Koſtprobe am 25. September abends
im großen Rathausſaale zu Bensheim ſtand dank des
Entgegenkommens der Weinhändler und einzelner Privaten
von Auerbach, Bensheim, Heppenheim, Groß=Umſtadt,
Schönberg und Zwingenberg die ſtattliche Zahl von 52
verſchiedenen Weinſorten mit je 3 Flaſchen zur Verfügung.
Der Preis dieſer Weine ſchwankt zwiſchen 650 und 2500
Mark pro 1000 Liter. An der Koſtprobe nahmen außer
den Kommiſſionsmitgliedern die Bürgermeiſter der
be=
treffenden Orte und die Spender der Weine, ſowie einige
Gäſte teil. Während des von der Stadt zu Ehren der
Kommiſſionsmitglieder im Hotel „Zum Deutſchen Kaiſer”
gegebenen Abendeſſens am 26. September, bei welcher
Ge=
legenheit ſich Küche und Keller des Hoteliers Heimberger
wiederum als vortrefflich bewährten, kargte denn auch
der Vorſitzende, Herr Geh. Regierungsrat Dr. Kerp,
nicht=
mit anerkennenden Worten. Er ſprach ſich über die
Auf=
nahme, welche die Kommiſſion in Bensheim gefunden,
überaus anerkennend aus und dankte allen denen, welche
zum ſchönen Verlauf der Tagung beigetragen haben. Als
Ort der nächſtjährigen Tagung wurde Kolmar i. E.
ge=
wählt.
h- Von der Bergſtraße, 1. Okt. (Die allgemeine
Traubenleſe) beginnt Montag, den 6. Oktober.
Lei=
der iſt der Ertrag der Weinberge im allgemeinen ein
ge=
ringer und nur einzelne Landwirte ereielen eine
einiger=
maßen zufriedenſtellende Ernte. — (Obſtmarkt.) Auf
dem Obſtmarkt in Zwingenberg ſteigen die Preiſe ſtetig,
trotz des ſtarken Angebots, beſonders der Aepfel. In der
letzten Zeit war die Zufuhr von Obſt ſo ſtark, daß ſich die
neue Markthalle oft als zu klein erwies. Die hohen
Obſt=
preiſe veranlaſſen die Garten= und Feldbeſitzer in dieſem
Herbſt wieder zu einer vermehrten Anpflanzung von
jun=
gen Obſtbäumen. Bedeutende Quantitäten von Bäumen
ſind zur Lieferung dem Obſtverwertungsverein in
Zwin=
genberg und einzelnen Obſtbaumhändlern in Auftrag
ge=
geben.
Offenbach, 1. Okt. (Beſichtigungsübung.)
Eine Beſichtigungsübung der Freiwilligen Sanitäts=
Hauptkolonne vom Roten Kreuz des Turnvereins
Offen=
bach am Main nebſt Abteilung Bürgel unter Mitwirkung
der Freiwilligen Sanitäts=Hauptkolonne vom Roten
Kreuz Darmſtadt findet Sonntag, den 5. Oktober,
nach=
mittags 2½ Uhr, am Mainkai zu Offenbach am Main
ſtatt. Die Leitung der Uebung liegt in den Händen der
beiden Kolonnenführer: Hauptmann à. I. s. Lotheißen=
Darmſtadt und Georg Wolf=Offenbach am Main. Die
ärztliche Leitung haben die Kolonnenärzte Dr. Langheld=
Darmſtadt, Dr. Groſch=Offenbach a. M., Dr. Mantz=
Offen=
bach a. M.=Bürgel. Ferner hat der Zweigverein des Alice=
Frauenvereins vom Roten Krenz in Offenbach ſeine
Mit=
wirkung bei der Uebung zugeſagt.
Offenbach, 1. Okt. Ein ſchwerer Unfall mit
tödlichem Ausgang ereignete ſich in der Offenbacher
Port=
landzementfabrik. Dort geriet der in der Arndtſtraße
wohnende Oswald Mann beim Schmieren der Maſchinen
in die Transmiſſion und wurde mehrere Male
herumge=
ſchleudert und kam noch obendrein mit der elektriſchen
Starkſtromleitung in Berührung. Der Tod trat auf der
Stelle ein. — Die Reifeprüfung an der
Bauge=
werkſchule der Techniſchen Lehranſtalten, die unter
dem Vorſitz des Staatskommiſſars Geh. Oberbaurat
Klin=
gelhöffer und im Beiſein des Präſidenten der Großh.
Zentralſtelle für die Gewerbe. Geh. Regierungsrat
Noack=Darmſtadt, abgehalten wurde, beſtanden ſämtliche
Kandidaten, die in Anbetracht der guten ſchriftlichen
Ar=
beiten alle von der mündlichen Prüfung befreit wurden.
Dem Kunſtgewerbeſchüler Bildhauer Jakob Kranz=
Frank=
furt a. M. und dem Architekturſchüler Johannes Kreis aus
Gelnhauſen wurde auf Grund ihrer vorzüglichen
Leiſtun=
gen die Vergünſtigung des erleichterten Einjährig=
Frei=
willigen=Examens gewährt.
Sprendlingen, 1. Okt. (Dreigleiſiger Be
trieb.) Das dritte Hauptgleis zwiſchen Sprendlingen
und Iſenburg iſt heute dem Betriebe übergeben worden.
Vorläufig befahren nur wenige Züge das neue Gleis, das
hauptſächlich ausgebaut wurde, um bei der ſehr dichten
Zuafolge auf der Main=Neckar=Bahn Verſpätungen zu
ver=
meiden.
Rumpenheim, 1. Okt. Ein Automobilunfall,
der noch glücklich verlaufen iſt ereignete ſich vorgeſtern
mittag nach 2 Uhr in der Kolonie Waldheim hier, wo
die 12jährige Tochter des Schleifers Johann Nees, der
in der Kolonie wohnhaft iſt, mit dem Rad auf der
Kreis=
ſtraße von Offenbach nach Mühlheim zu fuhr. Hinter dem
Mädchen kamen in derſelben Richtung ein Mühlheimer
Milchfuhrwerk, ſowie das Auto der Firma Riet u. Kopp.
von Offenbach gefahren. Als das Mädchen das Auto
be=
merkte, fuhr es links auf den Bürgerſteig und ſtieg ab.
Aber trotzdem wurde es von dem Auto, das dem
Milch=
fuhrwerk in ſchnellem Tempo auswich und dadurch bis
auf den Bürgerſteig fuhr, umgeriſſen und kam darunter
zu liegen. Glücklicherweiſe iſt es nur am Bein und
Ellen=
bogen leicht verletzt.
Oppenheim, 1. Okt. (Ertrunken.) Auf rätſelhaftel
Weiſe fand in der Nacht vom Samstag zum Sonntag der
Ende der 20er Jahre ſtehende Schiffer Philipp Schröder
von hier den Tod im Rhein. Der junge Mann hatte ſich
mit dem Steuermann ſeines Schiffes, das hier vor Anker
gegangen war, an Land begeben und trat in der Nacht
in einem Nachen die Rückfahrt zum Schiffe an. Erſt auf
dem Schiffe bemerkte der Steuermann daß ſein Begleiter
fehlte. Schröder war, ohne von dem Steuermann bemerkt
worden zu ſein, vom Nachen aus in den Strom geſtürzt
und wohl ſofort lautlos in den Wellen verſchwunden.
Die Leiche konnte noch nicht aufgefunden werden.
Nierſtein, 1. Okt. (Nächtlicher Unfug.) In
vorletzter Nacht wurde an der Nebenbahn ein am
Weg=
übergang angebrachtes ſchweres Halteſignal umgeriſſen
und quer über das Schienengleis gelegt, ſo daß
leicht ein folgenſchwerer Unglücksfall hätte entſtehen
kön=
nen. Weiterhin wurden Türen von Vorgärten
ausge=
hoben und auf den Straßen niedergelegt, Blumentöpfe
vor den Fenſtern hinweagenommen und vor anderen
Fen=
ſtern aufgeſtellt. Im Weingarten des Herrn
Weinguts=
beſitzers Fr. K. Schmitt wurde eingebrochen und der ganze
Traubenvorrat geſtohlen. Auch ganze Obſtbäume
wur=
den nachts vollſtändig geleert. Ein Weinbergſchütze, der
zwei Traubendiebe in den Weinbergen antraf, wurde von
dieſen mit dem Meſſer bedroht.
* Gießen, 1. Okt. (Bühnen=Jubiläum.) Der
Leiter des hieſigen Stadttheaters Hermann Steingötter,
beging geſtern abend ſein 25jähriges Bühnen=Jubiläum,
zugleich mit ſeiner 10jährigen Wickſamkeit als Direktor
des hieſigen Theaters. Aus dieſem Anlaß errichtete der
Theater=Verein eine Stiftung für bedürftige Mitglieder
des hieſigen Schauſpielhauſes. Die Stiftung beträgt
vor=
läufig 3000 Mark, ſoll aber ſobald als möglich erhöht
werden.
Gießen, 1. Okt. (Ueberfahren.) Der 27 Jahre
alte Bahnarbeiter Wagenbach, der vor 14 Tagen ſeine
Frau durch Todesfall verloren hatte, iſt geſtern vormittag
auf dem Gießener Bahnhof beim Rangieren überfahren
worden. Der Schwerverletzte, dem die beiden Oberſchenkel
Nummer 233.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. Oktober 1913.
Seite 5.
vom Runpfabgetrennt wurden, ſt in der Klink geſtarden, keunte die Polzei bis jetzt den rechtmäßigen Eigentüimerſder des Vorſandsrates, ſchloß ſich den Dan in herzlichen
Er hinterläßt zwei kleine Kinder.
der Schmuckſachen und des Ordens noch nicht feſtſtellen. Worten an und berichtete über die in der Organiſation
* Friedberg, 1. Okt. (Heſſiſche Miſſions=
Hamburg, 1. Okt. (Brennender Dampfer.) vorgekommenen Aenderungen. Reichsrat Dr. Oskar von
konferenz.) Die heſſiſche Miſſionskonferenz hält am Der auf der Fahrt von Hamburg nach Baltimore befind= Miller gab die Abrechnung über das Jahr 1913 und den
22. Oktober hierſelbſt ihre diesjährige Jahresverſammlung liche Dampfer Arcadia” der Hamburg-Amerika=Linie Voranſchlag für 1914 bekannt, erſtattete den
Verwaltungs=
ab. Die Verhandlungen beginnen vormittags 10 Uhr in erhielt am 29. September kurz vor Mitternacht von dem bericht und berichtete über den Muſeumsbetrieb und den
der Burglirche. Als Reſerent iſt Pkofeſſor D. Haußleiter=engliſchen Dampfer „Templemore” die drahtloſe Meldung, Muſeumsneubau. Das Vermögen des Muſeums beträgt
Halle gewonnen. Er hat die, ganz beſondere Gabe, einen daß dieſes Schiff in Flammen ſtehe und ſchnelle Hilfe be= jetzt rund 12 Millionen Mark, davon der Sachwert 5 Mil=
Gegenſtand klar und eindringlich zu behandeln. Sein nölige. Die „Areadia” änderte ſofort ihren Kurs und lionen. Das Muſeum werde jährlich etwa von 300 600
Thema iſt „Die Iſlamfrage in Afrika”. Er kann dazu aus konnte nach wenigen Stunden die Mannſchaft des bren= Perſonen aus dem In= und Auslande beſucht, ein
Zei=
eigener Anſchauung ſprechen, weil er vor etlichen Jahren nenden Schiffes aufnehmen und nach Baltimore bringen. chen, was für eine Bedeutung dem Muſeum
beizu=
eine Reiſe durch die Miſſionsgebiete in Deutſchoſtafrika! Das Wrack des „Templemore” trieb 39 Grad 27 nörd= meſſen ſei.
gemacht hat. Hier, wie in Kamerun und Togo, bereitet licher Breite und 65 Grad 26 weſtlicher Länge
(25
uns der Iflam, der mit Macht vorwärts dringt, große
Bremerhaven, 1. Okt. (Wiederflott.) Der Schnell=
Schwierigkeiten in kolonialer Beziehung. Nachmittags von dampfer „Kaiſer Wilhelm der Große”, der geſtern in der
Luftfahrt.
5 Uhr wird Profeſſor Haußleiter ebenfalls in der Burg= Nähe des Roten Sandleuchtturmes auf Grund geraten
kirche den Schülern der höheren Schulen „Miſſionsbilder
* Johannisthal. 30. Sept. Der Flieger
Sa=
war, iſt wieder flott und geht in See.
aus Afrika” zeigen. — Zuvor finden noch 2
Spezialkonfe=
blatnik ſtieg mit drei Paſſagieren bis 2830 Meter auf
Flensburg, 1. Okt. (Verurteilte Redakteure.) und ſtellte damit einen Weltrekord auf.
renzen ſtatt; eine für Lehrer in der Muſikbaracke des
Lehrer=Seminars, in der Lehrer Ratz=Ober=Hörgern Zwei däniſche Redakteure, Hanſſen vom Dänenblatt
Heim=
einen Vortrag über David Livingſtone hält, und eine für dal in Apenrade, und Redakteur Otſen vom Dybbelcoſten
Theologen in der über die akademiſche Miſſionsſtudien= in Sonderburg, wurden geſtern von der Flensburger
Schweres Eiſenbahnunglück.
bewegung berichtet wird. Zu allen dieſen Veranſtaltungen Strafkammer wegen Beleidigung des Landrats
Schöne=
berg in Sonderburg zu je einem Monat Gefängnis
ver=
ſind alle Miſſionsfreunde herzlich eingeladen.
* Bonn, 1. Okt. Ein folgenſchweres
Eiſen=
urteilt. Beide Zeitungen hatten die Anordnung desbahnunglück ereignete ſich heute nacht auf der
(*) Wetterfeld, 30. Sept. (Verbrannt.) Ein ſechs
Jahre altes Mädchen verbrannte vorgeſtern morgen Landrats ſcharf kritiſiert, nach der Dänen und einem Nor=
Strocke Vonn=Röln der Rheinuſer=Bahn in
un=
bei lebendigem Leibe. Als die Nachbarsleute das Ge= weger Offizier das Halten von Vorträgen und das Lan= mittelbarer Nähe der Station Bonn-Ellerſtraße. Der um
wimmer des Kindes gewahr wurden, eilten ſie hin und den in Holſtein verboten wurde.
12 Uhr von Köln abfahrende und aus zwei Wagen be=
Breslau, 1. Okt. (Stiftung.) Der Verlag des ſtehende Schnellzug, der fahrplanmäßig um 12.40
öffneten die Haustüre. Alle Kleider waren dem Kinde
am Leibe verbrannt. Der Arzt wurde geholt und dieſer Breslauer General=Anzeigers ſtiftete anläßlich der Feier Uhr in Bonn-Ellerſtraße eintrifft, konnte aus bisher
un=
ließ das Mädchen in die Klinik bringen, wo es nach einer des 25jährigen Beſtehens des Blattes 100 000 Mark zu bekannten Gründen vor den Station nicht zum Halten ge=
Stunde unter großen Schmerzen ſtarb. Es ſollte während. Wohlfahrtseinrichtungen für die Angeſtellten.
bracht werden. Der Zug fuhr in voller Fahrt durch die
Toulon, 1. Okt. (Beſtrafung wegen Opium=Station und geriet an einer ſehr ſcharfen Kurve an der
der Abweſenheit der Eltern ſeine jüngeren Geſchwiſter
handels.) Das Zuchtpolizeigericht verurteilte einen Ellerſtraße ins Schlendern. Die Wagen wurden von
beaufſichtigen und das Feuer ſchüren.
(*) Stockheim, 30. Sept. Spurlos verſchwun= Marſeiller Wirt und einen Bäcker wegen unerlaubten dem Rädergeſtell abgeſchoben und ſchlugen um. Von den
den iſt ſeit vorigem Sonntag ein hieſiger Landwirt. Nach= Opiumhandels zu einem bezw. zwei Monaten Gefängnis etwa 15 Perſonen, die ſich in beiden Wagen befanden,
dem er am Abend das Vieh gefüttert hatte, ging er in einen und Geldbußen von 500 bezw. 3000 Francs.
ſind eine Perſon getötet und neun Perſonen teils
Nachbarort und ſeitdem hörte und ſah man nichts mehr
ſchwer, teils leichter verletzt in die chiruegiſche
Uni=
von ihm. Das Durchſuchen der Nidder und der
Gemarkun=
verſitätsklinik gebracht worden. An dem Aufkommen von
Parlamentariſches.
gen war bis jetzt ohne Erfolg.
drei Schwerverletzten wird gezweifelt. Der Führer, der
Der Finanzausſchuß der Zweiten unverletzt iſt, gibt an, auf der Fahrt ohnmächtig und daher
Kammer hielt geſtern eine Sitzung ab in der die Be= nicht in der Lage geweſen zu ſein, zu bremſen Das
ratung der Beſoldungsvorlage fortgeſetzt wurde. Nähere muß die Unterſuchung ergeben. Der Material=
Reich und Ausland.
Es wurde beſchloſſen, heute gemeinſam mit der Regierung ſchaden iſt bedeutend. Vor etwa drei Jahren ereignete
Aus der Reichshauptſtadt, 30. Sevt. Die Kron= weiter zu verhandeln.
ſich an der gleichen Stelle ein ähnliches Unglück, bei dem
peinzeſſin iſt heute früh um 5½ Uhr auf dem
Schle=
mehrere Perſonen ſchwer verletzt wurden.
ſiſchen Bahnhof eingetroffen und hat ſich gegen 8¼ Uhr
* Köln, 1. Okt. Bei dem Kleinbahnunglück
nach ihrem Palais begeben. — Im Prozeß Wein=
Kongreſſe und Verbandstage.
auf der Station Bonn-Ellerſtraße wurden ein Reiſender
gartner=Hülſen iſt nach mehrſtündiger Verhand=
Ausſchuß des Deutſchen Muſeums.
getötet und zwölf verletzt von ihnen fünf ſchwer.
lung die Sitzung vertagt und ein neuer Termin zur Pu=
* München, 1. Okt. Die zehnte Sitzung des Aus= Acht Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht. Drei
blikation des Urteils auf den 20. Oktober anberaumt
wor=
wurden ſchon wieder entlaſſen. Ferner wurden zwei
den. — Bei der Vorberatung des Antrages der ſo= ſchuſſes des Deutſchen Muſeums in München fand heute
zialdemokra tiſchen Fraktion wegen Ueber= vormittag im Feſtſaal der Königlichen Akademie der Bahnbedienſtete leicht verletzt.
* Köln, 1. Okt. Amtlich. Heute früh 12.30 Uhr
laſſung von ſtädtiſchen Turnhallen an die Jugendabtei= Wiſſenſchaften unter dem Ehrenvorſitz des Prinz=Regenten
lung des Turnvereins Fichte wurden vom Stadtverord= Ludwig und äußerſt zahlreicher Beteiligung ſtatt. Exzel=entgleiſte am Ellerhof in Bonn der aus zwei Magen
neten=Ausſchuß mit überwiegender Mehrhei aus ſachlichen lenz Profeſſor v Heigel=München begrüßte als Vor=beſtehende Schnellzug Nr. 72 der Rheinufer=Bahn, weil
und formalen Gründen beide Teile des Antrages abge= ſitzender des Vorſtandsrats die Erſchienenen. Er gedachte der Fahrer mit großer Geſchwindigkeit, entgegen der
Be=
lehnt. — Nach dem neuen Winterfahrplan wird die Reiſe= des zehnjährigen Beſtehens des Muſeums und ſodann mit triebsvorſchrift, durch den Bahnhof in eine Kurve von
dauer Berlin=Rom eine erhebliche Verkürzung er= von Herzen kommenden Worten des verſtorbenen Prinz= 55 Meter Radius einfuhr. Beide Wagen ſind in der
Fahrt=
fahren. Der D=Zug 26 ab Berlin 10.50 Uhr abends wird Regenten Luitpold, der an der Gründung und Fortent= richtung nach links umgefallen Soweit die Unterſuchung
auf der Strecke Berlin-München ſo beſchleunigt werden, wickelung des Deutſchen Muſeums eifrigen Anteil genom= bisher überſehen läßt, unterließ der Fahrer die Bedienung
daß die Ankunft in Rom über Verona am übernächſten men und ihm wertvolle Geſchenke zugewieſen habe, der Luftdruckbremſe. Die Notbremſe wurde vom Zug=
Morgen bereits um 8.50 Uhr ſtatt mittags 1.05 Uhr er= Volles Vertrauen wandte ſich auch ſeinem Nachfolger, dem führer anſcheinend nicht vor der Entgleiſungsſtelle gezogen.
folgt. Die Geſamtreiſedauer beträgt ſomit genau 34 Stun= Prinz=Regenten Ludwig, zu, dem das heute und in Zu= Ein Reiſender iſt tot, drei ſind ſchwer und etwa neun leicht
den, das ſind 4 Stunden 15 Minuten weniger als bisher, kunft gehöre. Redner ſprach dem Regenten den Dank fürverletzt. Der Betrieb der Rheinufer=Bahn iſt ſeit heute
Wiesbaden, 30 Sept (Selbſtmord.) ImSpeiſe= die Uebernahme des Protektorats aus. Der Regent habe früh 7 Uhr wieder hergeſtellt. Der Betrieb der
Vor=
wagen eines auf dem Kölner Hauptbahnhof eingetroffe= ſchon vor der Uebernahme der Regentſchaft in Rat und gebirgsbahn wird durch Umſteigen aufrecht erhalten. Der
nen Frankfurter D=Zuges fand man heute früh den Rechts= Tat bewieſen, welchen Anteil er an den Beſtrebungen des Materialſchaden iſt nicht erheblich.
anwalt Molly aus Wiesbaden mit einer tödlichen Deutſchen Muſeums nehme und er hoffe, daß er auch als
Schußwunde im Kopf. Es handelt ſich um einen Selbſt= Regent dem Muſeum ſeine Gunſt nicht entziehe. Der
Landwirtſchaftliches.
mord. Er war ein noch junger Anwalt, der erſt ſeit drei Prinz=Regent dankte zunächſt für den Beifall, der den
Jahren hier praktizierte. Molly ſoll die Tat begangen Worten des Vorredners geworden ſei, der auch deſſen ge=
— Frankfurt a. M., 1. Okt.
Schlachtvieh=
haben, da er vor dem finanziellen Zuſammenbruch ſtand, dacht habe, was er für das Muſeum getan. Er könne ja markt. (Amtlicher Bericht.) Auftrieb: Rinder: 82 Stück,
in der Hauptſache nur anregen und all denen danken, die darunter 26 Ochſen, 56 Färſen und Kühe; 788 Kälber, 242
München, 1. Okt (Vom Reichskanzler.) Der ſich um das Muſeum verdient gemacht haben. Es ſei Schafe, 1514 Schweine Preiſe für 50 Kilogramm Lebend=
Reichskanzler wird ſich am Sonntag auf Einladung des
ſelbſtverſtändlich, daß er das Werk, an dem er mitgearbei= gewicht. Kälber: Mittlere Maſt= und gute Saugkälber
Prinz=Regenten zur Hirſchjagd nach Linderhof begeben. tet habe und deſſen Blühen ihn erfreue, auch als Regent, 68—70 Mark (Schlachtgewicht 113—117 Mk.), geringere
Auf der Durchreiſe wird der Reichskanzler einige Stun= wo er über eine geößere Macht verfüge, nicht im Stich Saugkälber 62—67 Mk. (105—114 Mk.) Schafe
Maſt=
den in München im preußiſchen Geſandtſchaftspalais
wei=
laſſe Zur Erinnerung an den heutigen Tag habe er eine lämmer und jüngere Maſthammel 44—45 M. (93—94 M.)
len und dem bayeriſchen Miniſterpräſidenten von Hertling
Stiftung gemacht, die in einem Modell des Donau=Main=ältere Maſthammel und gut genährte Schafe 36—38 Mk.
einen Beſuch abſtatten. Der Aufenthalt des Reichskanz= Kanals beſtehe. Der Regent verlas die Stiftungsurkunde (85—90 Mk.). Schweine. Fettſchweine über 3 Zentner
lers im bayeriſchen Hochlande wird bis zum 7. Oktober und ſagte dann weiter, es ſei bekannt, daß der Ausbau Lebendgewicht 61,50—64 Mk. (80—82 Mk.), vollfleiſchige
dauern.
der Waſſerſtraßen und der Anſchluß Bayerns an die
Schweine über 2½ Zentner Lebendgewicht 61—63 Mark
Freiburg (Breisgau), 1
Okt. (
Eiſenbahn=
großen Schiffahrtswege der Welt eine Sache ſei, die er (78—80 Mk.), volfleiſchige Schweine über 2 Zentner
Unfall.) Auf der Station Heitersheim rollten heute für das Bluhen und Gedeihen Bayerns für höchſt wich=Lebendgewicht 61—64 Mk. (78—81 Mk.), vollfleiſchige
früh 225 Uhr infolge Verſagens der Bremſe 15 Wagen
eines Güterzuges von einem toten Gleis auf die Station tig halte. Bayern liege in der Mitte Europas, habe aber Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht 61—63 Mk. (79
zu und zerſtörten die Ecke des Stationsgebäudes Vier durch ſeine Lage nur wenig ſchiffbare Straßen Nur durch bis 81 Mk.). Marktverlauf: Kälber lebhaft, Schafe ruhig,
künſtliche Beihilfe könne es zum Anſchluß an die großen Schweine gedrückt, alles geräumt.
Wagen wurden aus dem Gleiſe geworfen und vollſtän= Großſchiffahrtswegg kommen. Durch dieſe Verhältniſſe
dig zertrümmert. Gegen ½8 Uhr kam ein Hilfszug von
ſeien ihm Handel und Induſtrie ſehr erſchwert. Vor
Freiburg an, der ſofort mit den Aufräumungsarbeiten be= allem müſſe Bayern an die Nordſee angeſchloſſen werden,
Unwetter=Kataſtrophen.
gann. Perſonen ſind nicht verletzt worden.
die eine ganz andere Bedeutung habe als das Schwarze
* Perpignan, 30. Sept. Zu der Unwetter=
Saarbrücken, 1. Okt. (Unfall.) Beim Bau der Meer, an das Bayern durch die Donau angeſchloſſen ſei.
neuen Eiſenbeton=Saarbrücke zwiſchen Folklingen und Durch jahrelange Bemühungen ſei erreicht worden, daß Kataſtrophe in Cerbére wird weiter gemeldet:
Fürſtenhauſen iſt der große Mittelbogen einge= der Main bis Aſchaffenburg ausgebaut werde. Das dürfe Drei vom Blitz in Brand geſetzte Häuſer ſind
einge=
ſtürzt. Fünf Arbeiter werden vermißt.
aber nur der erſte Schritt ſein. Zukünftig müßten alle ſtürzt, wobei acht Perſonen getötet und mehrere verletzt
Kreuznach, 1. Okt (Todesfall.) Der nationallibe= größeren Städte Bayerns an das große Schiffahrtsnetz wurden. Es iſt Hilfe dorthin entſandt worden.
Regen=
rale Landtagsabgeordnete J. B. Engelsmann iſt im Alter angeſchloſſen werden. Wünſgenswert ſei der direkte An= güſſe haben den Einſturz eines Eiſenbahndammes
verur=
von 70 Jahren heute nacht an Magenkrebs geſtorben.
ſchluß an die Nordſee über die Weſer nach Bremen. ſacht, wodurch der Verkehr geſperrt iſt. Nach amtlichen
Koburg, 1. Okt. (Wiederherſtellung der Selbſtverſtändlich aber ſei, daß die ſchon beſtehenden Feſtſtellungen wurden bei der Kataſtrophe im ganzen 14
Veſte Koburg.) Bei den großen Wiederherſtellungs= Waſſerſtraßen weiter ausgebaut werden müßten. Was Perſonen getötet und 30 verletzt.
* Paris, 1. Okt. Wie aus Cerbere gemeldet
arbeiten, die zurzeit auf der Beſte Koburg im Sangelvor Jahren für unmöglich gehalten worden ſei, ſei der
ſind, iſt der Fürſtenbau jetzt ziemlich fertiggeſtellt. Der Anſchluß von München und insbeſondere auch von Augs=wird, ſind bei der durch den geſtrigen Wolkenbruch in
Bauleiter Prof. Bodo Ebhardt, hat im Innern eine große burg an einen großen Schiffahrtsweg. Das ſei heuteeinem Magazin verurſachten Caleiumcarbid=Exploſion 14
holzgetäfelte Halle geſchaffen. Intereſſant iſt, daß König techniſch ſehr wohl möglich, wenn es auch mit ſehr großen Verſonen getötet und 13 ſchwer verletzt worden.
Ferdinand von Bulgarien, der ja noch den Titel eines Koſten verbunden ſei. Davor ſchrecke er hauptſächlich zu= Man befürchtet, daß ſich unter den Trümmern des Gebäu=
Prinzen von Sachſen=Koburg=Gotha führt, für die Wie= rück. Wenn er aber bedenke, was die Eiſenbahn verlangte des noch mehr Leichen befinden. — Durch das Unwetter
derherſtellung eines Turmes eine weſentliche Stiftung und z B. die großen Bahnhofsumbauten koſteten, ſei das wurde auch eine Dynamitfabrik bei Port Vendre
gemacht hat. Daran wird das monumentale Wappen des nicht ſo ſchlimm. Er freue ſich, daß man den Beſtrebungen, zum größten Teil zerſtört. Der angerichtete Schaden be=
Königs angebracht; zwei ſtehende Löwen halten das die man früher für Utopien und Hirngeſpinſte gehalten trägt über 1½ Milionen.
Wappen von Bulgarien. In der Peter Pauls=Kapelle habe, jetzt entgegenkomme. Ein Zeichen dafür ſei, daß im
werden jetzt die Glasfenſter eingeſetzt, die Eduard Stritt, Landtag der Wunſch ausgeſprochen worden ſei den
* Madrid, 30. Sept. Ganz Spanien iſt durch
der bekannte Freiburger Glasmaler, geſchaffen hat. Dem= Main bis Bamberg als Waſſerſtraße auszubauen. Bayern
ſchwere Regengüſſe vom Eiſenbahnverkehr
Süd=
nächſt wird der Herzoginbau fertig, das alte Kornhaus, allein könne den Anſchluß an die Großſchiffahrtswege Spaniens durch Ueberſchwemmungen abgeſchnitten.
Meh=
das jetzt zum Muſeum umgeſtaltet worden iſt. Unten nicht vollziehen; es brauche dazu die Unterſtützung ihrer rere Dörfer fordern Hilfe; mehrere Perſonen ſind
ertrun=
finden die prachtvollen alten Prunkſchlitten und Hofwagen Nachbarn und die werde ihm auch zuteil Der Plan des ken. Die Ernten ſind vernichtet. Die Flüſſe Moya und
Aufſtellung, die in den Sammlungen der Veſte bewahrt Anſchluſſes durch die Weſer beinge auch Bremen großeBlobregut erreichten eine Höhe von ſieben Metern.
werden, das Zwiſchengeſchoß dient als Magazin für die Vorteile das jetzt kein Hinterland habe. Beſonders die
* Parcelona, 1. Okt. Die Nachrichten von
Kupferſtichſammlung. Oben im Dachſtuhl iſt ſehr geſchickt Induſtrie habe von dem Werke Vorteil zu erwarten. Am den überſchwemmten Orten beſagen, daß das
eine große Ausſtellungshalle Eingebaut. Dabei iſt in der Schluß ſeiner mit begeiſterten Kundgebungen aufgenom= Waſſer ſinkt. Viele Menſchen, die ſich auf Bäume geflüchtet
äußeren Erſcheinung des Baues nichts geändert worden, menen Ausführungen ſprach der Regent den Wunſch aus, hatten, ſind gerettet worden. Die Ernte iſt vernichtet.
Auch ein großer Teil der Wehrgänge iſt faſt fertig, Ueber daß die Tagung ebenſolchen Erfolg, wie die
vorherge=
dem Haupttore wird jetzt das große Wappen des Herzogs gangenen haben, daß dem erſten Dezennium noch viele
* Konſtantinopel, 30. Sept. Wolkenbruch=
und der Herzogin ausgehauen das zwei mittelalterliche ebenſo erfolgreiche folgen und das ſchöne nationale Werk
Ritter flankieren, mit einem Maßwerkbaldachin in reichen ſtändig Fortſchritte machen möchte. Staatsſekretär Del=artige Regengüſſe verurſachten nachts in dem
brück dankte unter wiederholtem Beifall der Anweſenden am Bosporus gelegenen Vororten Therapia. Bujukdere
gotiſchen Formen darüber.
Eiſenach, 1. Okt. (Geſtohlene Schmuckſachen.) dem Regenten, daß er auch künftighin dem Muſeum ſeine und Zarijar Ueberſchwemmungen. Die Waſſer=
Die hieſige Poſtverwaltung erhielt aus Weimar einige Gunſt erhalten wolle. Bei allen wichtigen nationalen maſſen drangen in die aus Holz gebauten Häuſer. Im
Pakete, deren Adreſſen nicht zu ermitteln waren. Die Fragen ſei das deutſche Volk gewöhnt, ihn unter den Bosporus treiben Balken, Dächer und Hausgerät; auch
Führern zu ſehen. Beſonders aber dankte er dem Re= Menſchen ſind umgekommen.
Pakete wurden geöffnet und man machte die Entdeckung,
* Konſtantinopel, 30. Sept. Beim Einſturz einer
daß ſie eine Reihe äußerſt wertvoller Schmuckſachen und genten für die wertvolle Stiftung in der er darauf
hin=
eine Ordensliſte enthielten, ſowie einen Orden vom wies, daß der Regent ein tatkräftiger Förderer der groß= Ziegelei am Goldenen Horn gelegentlich des furchtbaren
Weißen Falken und eine goldene Jubiläumsmedaille. Die zügigen deutſchen Waſſerſtraßenpolitik ſei. (Lebhafter Unwetters konnte ſich nur die Hälfte der Arbeiter mit
Gegenſtände müſſen von einem Diebſtahl herrühren, doch Beifall). Dr.=Ing. Blohm=Hamburg, als erſter Vorſitzen=Lebensgefahr retten; die übrigen 125 Mann ſind er=
B
Ueber
Nummer 232.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. Oktober 1913.
Seite 6.
Se ener in Mentie ſer binen ans fuiſt enr er ene tr rite eite ir nſten rceniſen, in bietete heter lnſiene g
Er ermöglicht die künſtliche Bewäſſerung einer Landfläche gibt es eine ganze Reihe kleinerer Geſellſchaften, die ſich
die deutſche Botſchaft ſtark gelitten haben.
* Wien, 30. Sept. Die Neue Freie Preſſe meldet von 72000 Hektar. Bei den Arbeiten waren einzigartige aber meiſt mit 1—2 Typen begnügen, Einakter aufführen
aus Konſtantinopel: Der durch die Wolkenbrüche in Schwierigkeiten zu überwinden; dabei beförderten die und ſich vielfach dem Rahmen einer Variéténummer
an=
der vergangenen Nacht angerichtete Schaden iſt außer= amerikaniſchen Ingenieure ſogar große Lokomotiven an paſſen.
Jobs luſtige Bühne iſt in Darmſtadt nicht fremd.
ordentlich groß. Der Neubau des erſten Elektrizitätswerks Drahtſeilen hängend über den Cannon des Rio Grande,
am Goldenen Horn iſt ſtark beſchädigt worden. Die Bahn=wobei die Lokomotiven auf eine Strecke von faſt einen Schon mehrmals durften wir in den fröhlichen Stücken,
linie durch Thrazien wurde auf 30 Kilometer zerſtört, ſo halben Kilometer am Drahtſeil frei in der Luft ſchwebten. die die allzeit luſtigen Kölner in ihrem unverwüſtlichen
burlesken Humor uns bieten, Erholung ſuchen von des
daß die Eröffnung des Verkehrs und die Abrüſtung auf
Tages Laſten und Mühen. Lachen iſt ja ſo geſund und
Wrchen verzögert wird.
gerade in ernſten Zeiten bedarf man des äußeren Ein=
Literariſches.
fluſſes zum Fröhlichſein. Die Kölner wollen nichts an=
— Das neue Tiefdruckverfahren findet zum 1. Male ders als Fröhlichkeit und Lachen verbreiten, wollen keine
Vom Balkan.
im 1. Heft des 28. Jahrganges der illuſtrierten Zeitſchrift literariſchen Rätſel aufgeben und keine bühnenkünſtleriſche
„Moderne Kunſt” bei deren großen Kunſtbeilagen in Probleme löſen. Sie bieten beſte fröhliche Volkskunſt. Das
Die ſerbiſch=bulgariſchen Streitigkeiten.
einſeitigem und doppelſeitigem Format Anwendung, wo= iſt ihnen auch geſtern wieder gelungen. Der tolle Schwank,
Erklärungen Paſitſch und Eſſads Paſcha. durch dem Hefte ein beſonderer Reiz verliehen wird. Von den ſie geſtern abend erſtmalig zur Aufführung brachten,
gleicher techniſcher Vollendung zeugen die farbig=kraft= iſt ein Sammelſurium überwältigend komiſcher Situatio=
* Paris 30. Sept. Der ſerbiſche Miniſterpräſident vollen und harmoniſch=ausgeglichenen Aquarellfakſimiles nen und heiterer Zwiſchenfälle. Geht die Komik auch hin
Paſitſch gab einem Mitarbeiter des Temps gegenüber nach Gemälden, die ſowohl durch ihre Motive wie durch und wieder zur derben Burleske über, ſo bleibt ſie doch
u. a. folgende Erklärungen ab: Ich bin wegen des alba= ihre Ausführung feſſeln. In dieſem Gewande ſtellt ſtets in erlaubtem Rahmen ausgelaſſener Heiterkeit.
niſchen Angriffs durchaus nicht beunruhigt. Moderne Kunſt (Verlag Rich. Bong=Berlin W. 57. Preis „Schieber” heißt das tolle Ding, das Hermann Job
Wenn wir den Albaneſen von Angeſicht zu Angeſicht ge= des Vierzehntagsheſtes 60 Pfg.): eine allgemein ſeſſelnde nach einem dreigkligen Schwank von Naneh und
Ar=
genüberſtehen werden, dann wird das Ergebnis nicht Rundſchau über die Gebiete der Kunſt, des Theaters, der mant für ſeine luſtige Bühne umgearbeitet und ſelbſt
in=
zweifelhaft ſein. Die Albaneſen haben ihren Angriff vor= Dichtung, des Geſellſchaftslebens und des Sports dar, ſzeniert hat. Direktor Job mit dem unverwüſtlichen „
Tün=
bereitet, aber wir haben unſere Verteidigung nicht vor= die jedem geſchmackvollen Leſer willkommen ſein wird. nes” Herr Finking und Frau Weißweiler ſpielten
bereitet, denn wir hatten Vertrauen zu dem Wort der Wir greifen aus dem erſten Heſt die beiden illuſtrierten die Hauptrollen. Das köſtliche Kleeblatt iſt ia wohl noch allen
Großmächte, welche dadurch, daß ſie uns zur Räumung Aufſätze Karl Ettlingers „Der Werdegang einer Sängerin” Beſuchern der früheren Gaſtſpiele im Orpheum bekannt.
Albaniens zwangen, uns gegenüber eine Verantwortung und Friedrich Ottos „Im Fliegerlager” heraus, die von Man weiß, daß die drei Urkölner einzig in ihrer Art ſind.
auf ſich genommen haben. Daraus laſſen ſich die paar den Zeichnern Hans Stubenrauch und Paul Halke mit Auch ſonſt wartet das Enſemble noch mit köſtlichen Einzel=
Vorteile erklären die die Albaneſen errungen haben. In geiſtvollen Handzeichnungen verſehen ſind. Für Unter= leiſtungen auf. Alles übertrifft aber das routinierte
Zu=
acht Tagen, vielleicht noch früher, wird unſere Konzen= haltungslektüre vornehmen Stils ſorgt der Roman von ſammenſpiel, das ſelbſt die unmöglichſten Situationen zu
trierung vollendet ſein und wir werden den entſcheiden= Klaus Rittland (Eliſabeth Heinroth) „Die Ehen des Herrn beſter Wirkung bringt. Das beweiſt der rauſchende
Bei=
den Schlag führen können. Unſere Generale werden kei= von Brenkhuſen” Zum Schluſſe ſei betont, daß der Zick= fall bei offener Szene. Aus dem Inhalt des tollen
nen Eroberungskrieg, ſondern einen Sicherungs= Zackbogen dieſes reichhaltigen Heftes bedeutende, originelle Schwankes „Schieber” ſoll nichts verraten werden, um die
Pointe nicht vorweg zu nehmen. Sicher iſt, daß niemand
krieg unternehmen. Wir werden künftig eine ſtrate= und anmutige Begebniſſe und Erſcheinungen aus der unbefriedigt die Vorſtellung verläßt. Man lacht Tränen
giſche oder vielmehr eine vernunftgemäße Theaterwelt, der Welt des Sports und der Kunſt, durch im Orpheum!
St.
Grenze zwiſchen uns und Albanien verlangen. Wir Bild und Wort in anregender Weiſe trefflicher widergibt.
verlangen keine Ausdehnung, aber eine Grenzberichtigung,
— Die zuſammenfaſſende vollkommene Ausgabe des
durch die beiderſeitig Opfer auferlegt werden können. Reichsſtempelgeſetzes mit den Ausführungs=
Letzte Nachrichten.
Irgend welche diplomatiſchen Einwendungen ſeitens
ge=
wiſſer Mächte ſehen wir nicht voraus, denn unſere be= beſtimmungen iſt ſoeben als Band 33 von Bens=
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
heimers „Sammlung deuiſcher Geſetze” (Verlag J.
Bens=
rechtigte Notwehr iſt ſo llar, daß Einwendungen nicht
er=
heimer, Mannheim und Leipzig) in der anerkannt vorzüg=
* Berlin, 1. Okt. Der Reichskanzler empfing
folgen können. Was die Konſtantinopeler Regierung
an=
lichen Ausſtattung dieſer Geſetzesſammlung erſchienen. geſtern nachmittag den Oberpräſidenten der Rheinprovinz
belangt, ſo glauben wir nicht, daß ſie gegenwärtig ein
beſtimmtes Programm in Albanien hat. Man hat in Das Buch, deſſen Wert für den täglichen Gebrauch durch Staatsminiſter von Rheinbaben und heute vormittag den
Konſtantinopel zweifellos den Wunſch, aus allen Vor= die Verweiſungen vom Geſetz auf die entſprechenden Kaiſerlichen Geſandten in Peking von Haxthauſen, ſowie
kommniſſen Nutzen zu ziehen, ſo wie man den zweiten Paragraphen der Ausführungsbeſtimmungen und ein ſehr den neuernannten hanſeatiſchen Geſandten Dr. Sieveking.
Balkankrieg dazu benutzte um Adrianopel zurückzuge= ſorgfältiges Regiſter erhöht wird, koſtet in blau Leinen ge=
* Metz, 1. Okt. Heute morgen gegen halb 10 Uhr
bunden nur 1,50 Mark.
feuerte der Küfer Finger in ſeiner Wohnung in der
winnen. Ich wiederhole deshalb: Wenn man uns mit
Chambéſtraße auf ſeinen Hausherrn, den Rentner Platz,
Albanien allein läßt, iſt das Reſultat nicht zweifelhaft.
der Finger heute aus der Wohnung ſetzen laſſen wollte
* Wien, 30. Sept. Auf eine Anfrage der Neuen Großherzogliches Hoftheater.
und mit einem Tapezierer wegen vorzunehmender Repa=
Freien Preſſe an Eſſad Paſcha über ſeine Pläne und
raturen in der Wohnung erſchienen war, einen
Revolver=
ſein Verhalten zur proviſoriſchen Regierung,
Mittwoch, den 1. Oktober.
ſchuß ab und verletzte ihn ſchwer, aber nicht
lebensgefähr=
ließ Eſſad Paſcha folgendes antworten: Die Albaneſen
lich am Halſe. Dann jagte er ſich ſelbſt eine Kugel in den
Maria Stuart.
ſind einig darin, radikale Reformen einzuführen. Ismail
Kopf. Seine Verletzung iſt ſo ſchwer, daß er kaum mit
Kemal hat nur Valona für ſich, die meiſten Städte und
W-l. Die Aufführung von Schillers „Maria Stuart” dem Leben davonkommen dürfte.
Bezirke ſtellen folgende fünf Forderungen auf: Der Sitz war die letzte Vorſtellung der verfloſſenen Saiſon, und
München, 1. Okt. Das deutſche
Kronprin=
der Regierung iſt nach Durazzo zu verlegen. Die Bil= wir würden auf die heutige Aufführung, die in demſelben
zenpaar iſt, von Berlin kommend, heute morgen über
dung eines verantwortlichen Kabinetts hat! Rahmen ſtattfand, nicht zurückgekommen ſein, wenn die Nürnberg und Augsburg nach Immenſtadt im Allgäu
zu erfolgen. Bei den Großmächten ſind dringende Schritte Titel= und Hauptrolle der Tragödie, in der das letzte Mal gereiſt, von wo es ſich im Automobil zu einem längeren
zu unternehmen um die unverzügliche Ernennung eines Frl. Oſter gaſtierte, nicht eine Neubeſetzung erhalten hätte. Jagdaufenthalt nach Hopfreben begibt.
Fürſten durchzuführen. Die Regierung von Valona ſoll Sie ſvielte erſtmalig Frl. Pils, die ihr eine vertiefte
* Eutingen bei Pforzheim, 1. Okt. Hier wurden heute
aufgefordert werden, der Nation eine detaillierte Rechnung Auffaſſung und künſtleriſch gereifte Darſtellung zuteil
pachmittag durch ein Großfeuer 7 Häuſer und 6
über die Einnahmen und Ausgaben von ihrem Amts= werden ließ. Jugendlich, ſchön und ſtolz, hinter der Milde
Scheunen in Aſche gelegt. Auch die Kirche war
antritt bis zum heutigen Tage vorzulegen. Vor Ankunft eine verhaltene Leidenſchaft, die in der Begegnung mit ſtark gefährdet. Der Schaden iſt ſehr beträchtlich, jedoch
des Fürſten ſoll keinem Ausländer irgend eine Konzeſſion ihrer verhaßten Feindin ihr „wahres Geſicht” erkennen
erteilt werden. Hinzugefügt wird, in allen Gebieten von ließ, gottergeben, aber noch hoheitsvoll in ihrer letzten kann jede Gefahr als beſeitigt gelten.
* Hamburg, 1. Okt. Der von der Deutſchen
Levante=
ſo
Albanien herrſcht Ruhe aber die Bevölkerung beharre Stunde, eine Verkörperung ſchöner Weiblichkeit
zeichnete ſie ein Bild der unglücklichen Schottenkönigin, linie wegen der durch die italieniſche Kriegsmarine im
auf ihren berechtigten Forderungen.
das dem Ideal des Dichters nach Möglichkeit entſprach. Auguſt 1912 erfolgten Beſchlagnahme ihres Damp=
Abgeſehen von vereinzelten Ueberhaſtungen im Sprechen, ſers „Karpathos” geltend gemachte und durch das
Die bulgariſche Verluſtliſte.
war die ſprachtechniſche Behandlung der Rolle, die in den Aeußere Amt vertretene Schadenerſatzanſpruch iſt von der
* Sofia, 30. Sept. Das Kriegsminiſterium ſtellt Schillerſchen Dramen von Wichtigkeit iſt, lobenswert, italieniſchen Regierung anerkannt worden. Die Zahlung
den Zeitungen folgende endgültige Zuſammenſtellung der namentlich war die erſte Szene, das Geſpräch mit Bur= wird in voller Höhe erledigt werden.
bulgariſchen Verluſte während der beiden leigh, ſehr fein, pointiert. In der Parkſzene, die ſchau=
** Stettin, 1. Okt. Der frühere Reichstagsabgeordnete
letzten Balkankriege zu. Danach hatten die
Bul=
ſpieleriſch bedeutend war, wußte ſie im geſteigerten Affekt Dr. Dohrn iſt heute nacht in Florenz im Alter von 75
garen im erſten Kriege gegen die Türken folgende Ver= doch noch das rechte künſtleriſche Maß zu wahren ebenſo= Jahren 6 Monaten geſtorben. Der Verſtorbene, ein
luſte: Getötet wurden 313 Offiziere und 9711 Mannſchaf= ſehr vermied ſie in der Abſchiedsſzene mit feinem Takt eine bekannter Philantrop, war Jahre lang Mitglied der Stet.
ten: verwundet wurden 915 Offiziere und 52550 Mann; der ſtolzen Königin nicht wohl anſtehende Rührſeligkeit. tiner Stadtverwaltung und Ehrenbürger Stettins.
verſchwunden ſind 2 Offiziere und 3191 Soldaten. Im
Die Beſetzung der übrigen in Betracht kommenden
*Wien, 1. Okt. Die nächſte Plenarſitzung des
zweiten Kriege gegen die Verbündeten hatten die Bul= Rollen war dieſelbe geblieben. Frl. Alſen als Königin Abgeordnetenhauſes iſt auf den 21. Okt. feſtgeſetzt.
garen folgende Verluſte: Getötet wurden 236 Offiziere Eliſabeth iſt für unſeren Geſchmack zu marmorn und zu Auf der Tagesordnung ſteht die Fortſetzung der Spezial=
und 14600 Soldaten; verwundet wurden 816 Offiziere wenia Komödiantin.
debatte über die Finanzvorlagen.
Auffallend war heute das fortgeſetzte Stocken und
und 56 300 Soldaten; verſchwunden ſind 69 Offiziere und
** Wien, 1. Okt. Aus Krakau wird gemeldet: Heute
4560 Mann. Die Zahl der Invaliden beider Kriege be= Sichverſprechen im Dialog. Es ſchien, als wäre die Ver= nacht wurde der Inhaber der polniſchen Buchhandlung
trägt etwa 10000 Mann.
bindung mit dem Souffleurkaſten unterbrochen geweſen. Gebetner & Co., Ferdinand Swicowski, in ſeinem
Die Vorſtellung war nur ſchwach beſucht. Den größ= Geſchäftslokal ermordet aufgefunden. In der Kaſſe
Letzte Nachrichten.
ten Prozentſatz des Publikums ſtellte auch diesmal wieder fehlten 9000 Kronen; aus der Brieftaſche des Ermordeten
die weibliche Jugend, die begeiſterten Beifall ſpendete. ſind 1000 Kronen geraubt worden. Der Täter iſt unbe=
* Konſtantinopel, 1. Okt. Nachdem der
Mi=
niſterrat die von Dſchavid Bei aus Paris
mitgebrach=
kannt.
ten Entwürſe geprüſt hatte, beauſtragte er eine Kommiſ=
* Wien, 1. Okt. Der ſerbiſche Miniſterpräſident
Pa=
ſion, beſtehend aus den Miniſtern Talaat Bei, Halil Bei
Die Kölniſche Volksbühne.
ſitſch iſt, wie verlautet, auf ſeiner Rückreiſe nach Bel=
und Mahmud Paſcha, einige einſchlägige Fragen genauer
grad während ſeines Aufenthaltes in Wien mit dem
Jobs luſtige Bühne im Orpheum.
zu prüfen. Die Kommiſſion tagte bereits am Nachmittag.
Grafen Berchtold zuſammengetroffen.
Die fröhlichen Rheinlande beſitzen in der Kölniſchen
* Konſtantinopel, 1. Okt. Man behauptet, die
* Griſolles 1. Okt. Nach dem Morgenbericht über das
Pforte habe die Botſchafter durch ein Rundſchreiben bes Volksbühne ein Theater, das in ſeiner Eigenart völl= Befinden des Oberſtleutnants v. Winterfeldt dauert
auftragt, den Mächten zu erklären, ſie mache den Ab=ſtändig vereinzelt daſteht und in der ganzen Welt ſeines= die Schwäche an, doch trat keine Verſchlimmerung ein.
ſchluß des Friedens mit Griechenland von gleichen nicht finden dürfte. Unter einer Kölniſchen Temperatur 378, Puls 110, Atmung 20 Die Affektion des
der endgültigen Regelung der Inſelfrage abhängig.
Volksbühne darf man ſich aber keineswegs ein einzelnes linken Lungenflügels iſt ſehr zurückgegangen.
Unternehmen vorſtellen, welches ſich einfach dieſen Namen
Buenos Aires, 1. Okt. Der Senat hat der
Lalucat=
beilegte, nein es handelt ſich hier um ein uraltes In= Geſellſchaft die Konzeſſion zum Bau der die Provinzen
ſtitut, um ein Theater, in welchem eine Reihe feſtſtehender Santafé und Santiago del Eſtero verbindenden Eiſenbahn
Vermiſchtes.
Typen Hauptträger der Handlung ſind. Die moderne und der Anlegung eines Hafens in Maladrigo bewilligt.
— Die Reichsdruckerei hat im Jahre 1912 an Kölniſche Volksbühne ſtammt von dem alten Kölner
* Tokio, 1. Okt. Der dritte Proteſt der ja=
Poſtwertzeichen 5414 Millionen Stück zum Nennwerte von Hänneschen=Theater ab, das in den Rheinlandenpaniſchen Regierung gegen die kaliforniſchen Lan=
502 Millionen Mark hergeſtellt. Es ſind dies alſo faſt 5½ ungefähr dieſelbe Rolle ſpielt wie das Kaſperle=Theater desgeſetze iſt an die Vereinigten Staaten abgeſandt wor=
Milliarden Wertzeichen für die Reichspoſt und die Würt= in Süddeutſchland und Oeſterreich. Beides ſind Puppen=den Man erfährt jedoch, daß die japaniſchen Bedingungen
tembergiſche Poſt. Die Druckerei ſtellt bekanntlich außer= theater; in dem einen iſt das „Hänneschen” in dem ande= einen neuen Vertrag zwiſchen den beiden Ländern
not=
dem noch die Reichsbanknoten, die Reichskaſſenſcheine, die ren das „Kaſperle” der Hauptheld und Spaßmacher, Beide wendig machen werden. In Japan erwartet man, daß die
Schuldverſchreibungen zu Reichs= und Staatsanleihen und dürften aus den Marionettſpielen entſtanden ſein, die von Bedingungen von Amerika angenommen werden.
andere Wertpapiere, Verſicherungsmarken, Wechſelſtempel= den Römern am Rhein und den Donaulanden eingeführt
zeichen, ſtatiſtiſche Wertzeichen, Reichsſtempelwertzeichen, wurden und deren Vorbilder bis in das klaſſiſche Alter=
Berlin, 1. Okt. Die Hauptverſammlung des
Lehrer=
die Zigaretten= und Schaumweinſteuerzeichen, Frachtſtem= tum zurückreichen. Allein, ſo verwandt Hänneschen= und verbandes in der Provinz Brandenburg iſt heute
vormit=
pel=, Spar= und ſonſtige Wertmarken her. Im ganzen ſind Kaſperle=Theater auch waren, die Entwicklung iſt eine tag im Deutſchen Opernhauſe in Charlottenburg
zuſam=
dies 1160 Wertzeichenſorten. An geldwerten Druckſachen durchaus verſchiedene. Beide waren ſie einſt Lieblinge mengetreten.
werden jetzt jeden Werktag 22 Millionen Stück im
Geſamt=
des Volkes und der Kinderwelt. Jedoch während das
werte von 21 Millionen Mark gedruckt.
Berlin, 1. Okt. Heute morgen brach in einer Man=
Hänneschentheater mit der Zeit fortſchritt und ſich ſo das ſardenwohnung in der Invalidenſtraße Feuer aus. Die
— Eine Serie geſchmackvoller Siegel=Intereſſe erhielt, blieb das Kaſperle ſtehen, ſank vom Feuerwehr erbrach die Tür und fand die 60jährige Witwe
marken des bekannten fiskaliſchen Mineralbrunnens Volks= zum reinſten Kindertheater herab und friſtet höch= Schubert erſtickt vor. Sie hatte das Feuer ſelbſt an=
„Königl. Fachingen” wird auf Verlangen koſtenlos und ſtens noch in einer kümmerlichen Leinwandbude ſein gelegt.
franko an unſere Leſer abgegeben. Beſtellungen beliebe Leben. Ganz anders das Hänneschentheater. Es paßte
Berlin, 1. Okt. Im Schalterraum eines Poſtamtes
man unter Nennung unſeres Blattes an die Brunnen= ſich den Fortſchritten der Zeit an. Aus den primitiven im Südweſten wurde heute vormittag ein Mann ver=
Inſpektion zu Fachingen (Reg.=Bez. Wiesbaden) zu richten. Puppen wurden nach und nach bewegliche Prachtgeſtalten, haftet, der einem auswärtigen Kaufmann für meh=
C.K. Die größte Stauanlage der Welt. und als man einſah, daß auch dieſe für das anſpruchs= rere 1000 Mark Juwelen und Goldſachen unter=
Ueber die gewaltige Stauanlage von Elephant Butte am vollere Publikum der großen aufblühenden Städte nicht ſchlagen haben ſoll.
Rio Grande in Neu=Meriko macht der Sientifie American mehr genügten, da wagte man einen großen Schritt und
uge
Rom, 1. Okt. Zwei Kandidaten der
Me=
einige intereſſante Mittelungen. Der mächtige Stan= erſetzte die Puppen durch lebende Perſonen. Das iſt dizin richteten ihren 70jährigen Hausherrn, weil er
damm, der nördlich von El Paſo liegt und die gewaltigen die heutige „Kölniſche Volksbühne‟- Gaſttheater, ihnen den Eintritt in ihre Wohnung in Begleitung eines
waſſerarmen Gebiete Neu=Mexikos und Teras der Land= die ſich jedoch nicht etwa auf Köln beſchränken, ſondern Mädchens verbot, durch Fauſtſchläge und Stockſchläge ſo
wirtſchaft erſchließen ſoll, iſt gradlinig angelegt und hat in allen größeren Städten des Deutſchen Reiches gaſtieren. zu, daß er zuſammenbrach und an den erhaltenen
eine Höhe von nicht weniger als 82,5 Meter bei 360 Meter 1 In dieſer Weiſe arbeitet heute u. a. beſonders die „Köl=Verletzungen geſtorben iſt.
Länge. Die aus Beton gebaute Anlage ſtaut eine Waſſer=niſche Volksbühne” unter dem Namen „Jobs luſtige
HB Neu=York, 1. Okt. Wie aus El Paſo gemeldet
menge von 1092 716 800 Kubikmeter Waſſer auf und über= Bühne”. Außer dieſer erſtklaſſigen Truppe, die aus den wird, beſchloſſen die fünf Nordſtaaten Mexikos, ſich von
Nummer 232.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. Oktober 1913.
Seite 7.
der Bundesregierung zu tremnen und einen eigenen Staa=
Sier
tenbund zu gründen.
Dankſagung.
Dr. Dieſel verſchwunden?
Wohnungs-Einrichtungen.
* London, 1. Okt. Die „Daily Mail” meldet, daß Dr.
Für die vielen Beweiſe wohl=
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der Reiſe von Antwerpen nach London auf unaufgeklärte
tuender Teilnahme bei der Krankheit
Weiſe verſchwunden ſei. Dr. Dieſel ſei zuſammen mit Dr.
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und dem Hinſcheiden unſerer
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abgefahren und ſei nicht aufzufinden geweſen, als das
bitten Interessenten, sich durch einen unverbindlichen
Schiff geſtern früh in Harwich eingetroffen ſei. Es iſt zu
befürchten, daß Dr. Dieſel in der Nacht über Bord ge=
Besuch unserer Ausstellungsräume davon zu überzeugen.
fallen iſt.
Fran Mathilde Eyermann
* London, 1. Okt In der Generalverſammlung der
Dieſel Engine Company gab der Präſident
El=
geb. Ritter
Gebrüder Fischer
lis vor Eintritt in die Geſchäfte folgende Erklärung ab: Ich
ſagen aufrichtigen Dank.
Alexanderstraße 10.
habe die ſchmerzliche Pflicht, Ihnen mitteilen zu müſſen,
daß unſer Kollege Dr. Dieſelauf geheimnisvolle
(12260a
Weiſeverſchwunden iſt. Er verbrachte einige Tage
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
in Gent, wo er die Werke beſichtigte. Er befand ſich in
Aus dem Geſchäftsleben.
beſter Laune. Die Ueberfahrt unternahm er auf dem
Lina Ritter.
Dampfer „Dresden” Um 10 Uhr abends zog er ſich in
Der viel beſprochene Reklame=Marken=Sammelſport
ſeine Kabine zurück, wo man ihn am Vormittag nicht fin= treibt Blüten. Große und kleine Sammler wird die
Darmſtadt, 1. Oktober 1913.
(B20507
den konnte. Man vermutet, daß er ins Meer gefallen iſt, neue Erdal=Anzeige in der heutigen Nummer
was einen großen Verluſt nicht nur für die Geſellſchaft, intereſſieren, die das Erſcheinen einer ganzen Serie
ſondern für die ganze Welt bedeuten würde. Wir kön=origineller A B C=Erdal=Anzeigen ankündigt. Wer 12
en kaum hoffen, ihn wiederzuſehen.
verſchiedene von dieſen der Fabrik einſendet, erhält je
Tageskalender.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
einen ganzen Satz von 25 künſtleriſch ausgeführten
Donnerstag, 2. Oktober.
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heißt es: keine Erdal=Anzeige überſehen!
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Ueberglücklich durch Erfolg.
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wird am 11. und 13. Oktober garantiert ohne Ver= Monatsverſammlung des Gartenbauvereins um
Beſchwerden trank ich Bioſon und war überglücklich
legungdie III. Serie ausgeſpielt, wo der Haupttreffer
8 Uhr im „Fürſtenſaal”.
als ſchon nach 14 Tagen alle Hoffnungen, die ich auf
das Präparat geſetzt hatte, in Erfüllung gegangen waren, wieder 20 000 bare Mark iſt. Es kommen aber noch Eröffnung des Winterkurſus der Freiw.
Sani=
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Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
26,
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
2
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Htreeſe;
für des Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
Frau Agnes Elbert, geb. Hartmann.
Gebr. Böslein. .
aus dem Geſchäftsleben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
Die Beerdigung findet am Freitag, 31 Oktober,
. Ludwigsplatz.
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an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
vormittags um 11½ Uhr, vom Portale des
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
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Nummer 232.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. Oktober 1913.
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Nummer 232.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. Oktober 1913.
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3½ Deutſche Reichsanl. . 84,90 4½ Chile Gold=Anleihe . 91,60
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. . . . 402,00 4 Rjäſan Koslow . . .. —
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96,60 3½ Cöln=Mindner 100 136,40
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76,505 Innere Merikaner . . . 77,50
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do.
5
S. 14, 15, 17, 24/26
50,20 9 Steana Romana Petr. 148,60 2½, Lwvorneſer . . . .
3 Holl. Komm. . fl. 100
97,7513
3 Saloniaue=Monaſtie .
4 Bad. Staatsanleihe.
do.
18—23. . . . . . . . . 96,60
Madrider . . Fs. 100 70,20
92,604 Gold=Merikanerv. 1904 76,50 15 Zellſtoff Waldbof . . 215,00 4 Baadadbahn . . . . . . 80,50 3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
do.
3½
4 Meininger Pr.=Pfand=
5 Gold=Merikaner . . . . 93,80 12,83 Brd. Zucker=
Wag=
do.
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 84,20
häuſel. . . . . 204,00 4½ Anatoliſche Eiſend. . 92,25
brieſe . . . . . . . 137,50
4 Bayr. Eiſenbahnanleih: 99,00 3½Buenos Aires Provin) 67,00 0 Neue Boden=A.A.=B:ſ. 88,060 4 Miſſouri=Paeißie. . . . 90,00
S. 3—5 . . . . . . . . 84,004 Oeſterr. 1860er Loſe . 180,00
4 Northern=Paciſte . . . 94,60
do.
3½
83,70 Aktien inländiſher
S. 9—11 . . . . . . . 84,103 Oldenburger.
0 Südd. Immobilien . 56,50 1 Southern=Paciſie 91,00 4 Meininger Hyp.=Bank 95,00 2½ Raab=Grazer ſt. 150 —
do.
74,00 Transportanſtalten.
Bergwerks=Aktien.
3½
5 St. Louis und Gan
84,00
4 Hamburger Staatsanl. 97,50 10 Hamb.=A nerika=
Pakei=
do.
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4 Heſſ. Staatsanleihe
Franeisco. . . . .
4 Rhein. Hyvothek.=Bank
fahrt . . . . . . . 145,50 10 Aumeß=Friede
Anlehensloſe.
. . 167% E Tehnantepee . . .. .
4 do. do. (unk. 1918) 96,307 Nordd. Lloyd . . . . .124,50 14 Bochumer Berg5. u.
(unk. 1917) .. 83,60 Augsburger. . . . . ſl. 7 33,20
do.
83,30
2
3½) do. (unk. 1914).
83,00 6½ Südd. Eiſenb.=Bef. . 121,50
Bank=Aktien.
Gußſt. . . . . . . 221,80
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,70 Braunſchweiger Tlr. 20 199,00
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1 Württemberg unk. 1921 97,80
Städte=
do. . . . . Fs. 10 —
10 Gelſenkirchener . . . . 180.0)
do. v. 1875 — 5 Anatol. Eiſenh. 67½
30.
7½ Vergiſch=Märkiſche
Obligationen.
Einz. Mk. 403 . .
Meininger . . . . . fl. 7 33,80
9 Harpener . . . . . . . 191,50
5 Bulgaren=Tabak=Anl. —
Bank . . . . . . . 143,004 Darmſtadt . . . . .. 94,50
57,006 Baltimore und Ohio . 94½ 18 Phönir Bergh. und
86,50 Oeſterreicherv. 1864fl. 100 —
9½ Berlin. Handelsgef. .161,40 zu
1¾ Griechen v. 1837
bo.
do. v. 1858fl. 100 505,00
6 Schantungbahn . . . . 124½
Hüttenbetrieb. . . 255½ g½ Darmſtädter Bank 116,50
4 Italiener Rente
Frankfurt. . . . . . . 96,50 Ungar. Staats . . fl. 100 389,00
4½ Oeſterr. Silberrent: 81,608 Lurenb. Prince Heuri 167,00 3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
121) Deutſche Rank
248,00zu
do.
95,70 Penediger . . . . Fs. 30
4 do. Goldrente . . . 89,8)10 Oeſt. Südbahn (Lond.) 26,6)
Caro. . . . . . . . 73,50 6 Deutſche Vereinsbank . 116,75
Eießen . . . . . . . . 93,00 Türkiſche . . . . Fz.400 164,80
do. einheitl. Rent: 81,106 Pennſylvania R. R. . 111,00 6 Laurahütte
. . . . . 168,75 6 Deutſche Effekt.= und
2,
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84,50
3 do. unif. Ser. III 64,50 DHioid.
Aktien.
do.
7½ South Weſt Africa 115,50 g½ Dresdener Bank
150½
Karlsruhe . . . . . . 93,00 Engl. Sovereians . . . . 20,36
3 do. Spezial . . . . . 9,9)
Brauerei Werzer
65,00
85,20 20 Franks=Stücke . . . . 16,14
Vrioritäts=
10 Frankf. Hnvoth.=B. 206,50 Zu
5 Rumänier v. 1903 . . 99,00 28 Bad. Anilin= u. Sodr:
do.
Amerikaniſche Noten. . . 4,19½
6½ Mitteld. Kreditbank 114,00
Obligationen.
v. 1895 . . 91,0)
Magdeburg. . .. .. —
Fabrik . . .
4 do.
. 540,00
Engliſche Noten . . . . . 20,41
25z:
3½ Südd. Eiſenb.=Beſ. 87,50 7 Nationalb. für Deutſchl. 1
do.
do. v. 1905 .. 83,0014 Chem. Fabrik Gries=
Mainz . . . . . . .. 94,50 Franzöſiſche Noten. . . . 80,90
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 83,6)
..247,25 4½ Nordd. Lloyd=Obl. 97,90 7 Pfälziſche Bank. . . . 122,30
heim .
85,50 Holländiſche Noten. . . . 168.85
6,95 Reichsbank . . . . . 134,003½
do.
4 do. v. 1902 . . . . 90,7030 Farbwerke Höht
.609,00 4 Eliſabethbahn, frei: .
80,25
4 Franz=Joſefs=Bahn . . 84,70 7 Rhein. Kreditbank. . .126,50 4 Mannheim . . . . . . 94,00 Italieniſche oten.
4½ do. v. 1905 . . . . 99,951 20 Verein chenn. Fahriken
89,00 Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,85
3½
do.
31 Schweden . . . . . .
Mannheim . . . . 339,50 3 Prag=Duxer . . . . . . 72,501 5 A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 107,50 14 München . . . . . . . 97,40 Ruſſiſche Noten . . . . .
4 Serbier amort. v. 1895. 79,00 10 Cement Heidelberf . . 142,50 5 Oeſterr. Staatsbahn . 100,90
Schweizer Noten . . . . . 80,75
4 Türk. Admin. v. 1903 79,2)130 Chem. Werke Alberk 437,50 4 Oeſterr. Staatsbahn . 88,70 7½ Wiener Bankverein . 131,953½ Nauheim . . . . ..
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Nürnberg. . . . . . . 96,00
75,40
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4 Türk. uniſiz. v. 1953
14 Holzverkohlunz Kon=
5
do.
ſtanz . . . . . . . 298 50 5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,00 4 Frankf. Hypoth.=Bank
4 Ungar. Goldrente . . . 84,00
83,50 Reichsbank=Diskonto.
S. 16 u. 17. . . 94,304 Offenbach. .
do.
4 do. Staatsrente. . . — 5 Lahmeyer. . . . . . . 120,05 4
Reichsbank=Lombard Zsf. 7%
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Nummer 232.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. Oktober 1913.
Seite 10.
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232.
810
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
B i.
Domtersing, 2. Otiober.
1913.
Galite, Zuft e ee Darmſtadt
Bekanntmachung,
2. Heinrich Lehr, Stadtverordneter zu Darmſtadt;
die Wahlen zu dem Kreistage für den Kreis Darmſtadt; hier” die Wahl von deſſen
3. Georg Markwort, Ingenieur und Stadtverordneter zu Darmſtadt;
Mitgliedern durch die Höchſtbeſteuerten betreffend.
4. Friedrich Schmitt, Fabrikant und Beigeordneter zu Darmſtadt;
Von dem nach Art. 14 und 15 des Geſetzes vom 8. Juli 1911 durch die 100 Höchſt=
5. Ludwig Philipp Wittmann, Stadtverordneter zu Darmſtadt;
beſteuerten gewählten Drittel der 24 Abgeordneten des Kreistags des Kreiſes Darm=
6. Peter Benz IV., Bürgermeiſter in Arheilgen:
ſtadt ſcheidet mit Ende des Jahres 1913 die Hälfte, nämlich die für die Wahlperiode
7. Philipp Keller VI., Rentner in Griesheim (Uebungsplatz);
1908—1913 gewählten Herren:
8. Georg Müller, Bürgermeiſter in Roßdorf (geſtorben).
1. Kommerzienrat Jean Diſchinger zu Darmſtadt,
Außerdem iſt für den verſtorbenen Herrn Geheimen Juſtizrat Schmeel
Louis Röder daſelbſt,
2.
für den Reſt der Wahlperiode desſelben, d. i. bis Ende 1916, ein Erſatzmann zu wählen.
3. Bierbrauereibeſitzer Wilhelm Rummel daſelbſt,
Da die Ergänzungswahlen von denſelben Wahlbezirken vorgenommen werden,
4. Kommerzienrat Louis Trier daſelbſt,
in welchen die Ausſcheidenden gewählt waren (Art. 27 des Geſetzes vom 8. Juli 1911),
aus und werden durch Ergänzungswahl erſetzt.
ſo bringen wir hiermit nach Vorſchrift des Art. 21 dieſes Geſetzes das Verzeichnis der
Ferner ſind für die durch die 100 Höchſtbeſteuerten gewählten und inzwiſchen ver=
Gemeinden, welche zu denjenigen Wahlbezirken gehören, in denen bei der bevorſtehenden
ſtorbenen Kreistagsabgeordneten, nämlich die Herren:
Ergänzungswahl Kreistags=Abgeordnete zu wählen ſind, mit Angabe der Zahl der
1. Geh. Kommerzienrat Dr. Louis Merck zu Darmſtadt,
von jedem Gemeindevorſtand zu ernennenden Bevollmächtigten und der Einwohner=
2. Kommerzienrat Karl Schenck daſelbſt,
zahl der betreffenden Gemeinde zur öffentlichen Kenntnis.
für den Reſt der Wahlperiode derſelben, d. i. bis Ende 1916, Erſatzmänner zu wählen.
Zur perſönlichen und bezw. zur Teilnahme durch Stellvertreter an der bevor=
„
Anzahl der zu
ernen=
ſtehenden Ergänzungswahl ſind nach Art. 16, 17 und 18 des angeführten Geſetzes
Sp
Seelenzahl
nenden
Gemeinde=
die nachſtehend verzeichneten Perſonen und Körperſchaften berechtigt:
bevollmächtigten
28
1. Das Großherzogliche Haus Familieneigentum,
Namen der Gemeinden
2. Das Großherzogtum, Landeseigentum.
im Ein=
Darmſtadt mit dem ehemaligen Beſſungen:
im
im
Ein=
im
6530
6
zelnen Ganzen zelnen Ganzen
3. Aktiengeſellſchaft Göhrig & Leuchs,
48. Merck, Dr. Willy, Fabrikant
Keſſelfabrik
49. Mülberger, Dr. Friedrich, Privatier
4. Aktiengeſellſchaft G. Luther, Ma=
50. Nohl, Jakob II., Hoflieferant
I. Wahlbezirk
51. Nold, Ludwig Auguſt, Hoflieferant
ſchinenfabrik und Mühlenbau=
(Darmſtadt)
anſtalt
52. Odenwälder Hartſtein=Induſtrie A.=G. 1 Darmſtadt mit dem ehemal.
Geſamtzahl der
5. Aktiengeſellſchaft Gebrüder Lutz,
53. Parkus, Karl, Bankdirektor a. D.
Beſſungen . . . . .
87089
Stadtvertretung
5
54. Rau, Wilhelm, Rentner
Maſchinenfabrik
6. Aktiengeſellſchaft Maſchinenbauanſtalt
55. Reichsbankſtelle
II. Wahlbezirk
56. Renz, Friedrich, Rentners Witwe
vorm. Venuleth & Ellenberger
(Arheilgen)
57. Reuter, Adolf Hotelier
7. Alter, Johannes Juſtus Ludwig
Geſamtzahl
Witwe
der Gemeinde=
58. Riedlinger, Ludwig III., Bauunter, 2 Arheilgen . . . . .
6391
17
, ,
vertretung.
8. von Alvensleben, Werner, Majors
nehmer
459
Braunshardt . . . . . .
59. Röder, Ludwig, Kommerzienrat
Witwe
4Erzhauſen
1556
,, ,,,
60. Röder, Philipp, Fabrikant
9. Appfel Philipp, Brauereibeſitzer
5 Gräfenhauſen . . . . .
1469
61. Röhm, Dr. Otto, Fabrikant
10. Bank für Handel und Induſtrie
61 Meſſel . . .
1044
. . .
62. Rothe, Dr. Karl, Staatsminiſters
11. von Barckhaus’ſches Fideikommisgut
481
Schneppenhauſen . . . . .
Witwe, Exzellenz
Karlshof
1976
Weiterſtadt . . . . . .
63. Rothſchild, Sigmund. Kaufmann
12. Bender, Dr. Hugo, Juſtizrat
9
Wixhauſen . . . . . . . 1811.
15187
52
64. Rummel, Wilhelm, Brauereibeſitzer
13. Bonté, Felix, Rentner.
14. Boſſelman, Karl, Kaufmann
65. Sames, Georg Heinrich, Bauunter=
III. Wahlbezirk
15. von Bülow, Ernſt, Regierungsrat a. D.
nehmer.
(Eberſtadt)
16. Delp, Friedrich II., Bauunternehmer
66. zu Schaumburg Lippe, Prinz Otto= 10 1 Eberſtadt . .
Geſamtzahl
7442
Durchlaucht
17. Deutſche Vereinsbank, Frankfurt a. M.
der Gemeinde=
15
1 Griesheim . . . . . . .
6841
vertretung
67. Schenck, Karl, Eiſengießerei und
18. Diefenbach, Wilhelm I., Kommer=
204 14487
12 Malchen . . . . . . . .
Maſchinenfabrik G. m. b. H.
zienrats Witwe
35
1
68. Schmidt, Friedrich, Beigeordneter
19. Diſchinger, Dr. Adolf, Brauereibeſitzer
IV. Wahlbezirk
20. Diſchinger, Johannes, Kommerzienrat
69. Schombert, Friedrich, Fabrikanten
(Ober=Ramſtadt)
Witwe
21. Fay, Karl, Brauereibeſitzer
905
70. Schuchardt, Ludwig Ferdinand Maxi= 13 Nieder=Beerbach
22. Geiger, Adolf, Kaufmann
15
14 1 Nieder=Ramſtadt . . . . .
2458
23. Gießen, Heinrich, Kommerzienrat
milian
Geſamtzahl
71. Schüler, Guſtav Adolf Wilhelm,
24. Glückert, Julius, Kommerzienrats
der Gemeinbe=
15 Ober=Ramſtadt . . . . . 4367
14
Majors Witwe
Erben
vertretung
72. Schwab, Theodor, Kaufmann
25. Göbel, Jean, Kommerzienrat
3199
13
16 Roßdorf . . . . . . .
73. Schwab, Wilhelm, Rentner
17
26. Gottwald, Johann, Valentin,
Traiſa .
1051
... . „ „
74. Sieger, Wilhelm, Rechnungsrat
Privatier
259 12239 1
18 Waſchenbach . . . . .
46
75. Stern, Max, Fabrikant
27. Groh, Jakob. Steinkohlenhändler
76. von Stoeſſer, Ludwig, Oberſtleutnant
28. Hallwachs, Otto, Juſtizrat
Anträge auf Berichtigung dieſes Verzeichniſſes ſind binnen einer unerſtrecklichen
29. Heſſiſche Eiſenbahn=Aktiengeſellſchaft
a. D.
Friſt von vier Wochen, vom Tage der Ausgabe des Blattes, in welchem dieſe
77. Strauß, Heinrich, Kaufmann
30. von Heyl, Maximilian, Freiherr,
Bekanntmachung erſcheint, an gerechnet, bei uns anzubringen.
(20429
Generalmajor à 1. s.
78. Trier, Gebrüder, Eiſenhandlung
Darmſtadt, den 24. September 1913.
31. Heyn, Ludwig, Kommerzienrat
G. m. b. H.
Der Kreis=Ausſchuß des Kreiſes Darmſtadt.
79. Trier, Eugen, Kaufmann
32. Hickler, Guſtav II., Kommerzienrat
I. V.: von Werner.
80. Trier, Joſeph, die Firma
33. Jakobi, Georg Auguſt, Fabrikant
34. von Iſenburg, Leopold, Prinz, Ober=
81. Trier, Ludwig, Kommerzienrat
Bekanntmachung.
leutnant à 1. s.
82. Verwaltungs= und Verwertungsgeſell=
Am 2., 3. und 4. Oktober 1913, von 72 vormittags bis zum Einbruch der Dunkeb=
35. Karn, Adam Peter, Kaufmann
ſchaft für Immobilien m. b. H.
heit, wird Schießen mit ſcharfer Munition von Truppenteilen des XVIII. Armeekorps
36. Koch, Alexander, Hofrat
in Frankfurt a. M.
83. Weber, Dr. Auguſt Karl Geheimerat auf dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten werden.
37. Koch, Friedrich, Privatier,
Schußrichtung. vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
38. Kücken, Anna, Privatin
84. Weber, Dr. Ernſt Miniſterialrat
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
85. Werner, Franz, Renters Witwe
49. von Leonhardi, Freiherr Dr. Hugo,
Das gefährdete Gelände:
Kammerherr
86. Wiener Philipp Adam,
Brauerei=
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
40. Löb, Dr. Daniel, Juſtizrat
beſitzer
„ Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
87. Wittich, Karl, Kommerzienrat
41. Ludwig, Karl Emil, Rentner
„ Süden: Forſthaus Steinacker=Steinhügel ausſchließlich,
42. Merck, Emanuel, Firma
88. Wittich, Rudolf Ludwig, Druckerei=
„ Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über
Milches=
beſitzer
43. Merck, Dr. Emanuel Auguſt,
Medi=
wieſe-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
zinalrat
89. Wolfskehl, Eduard,
Regierungsbau=
wird während des Schießens durch Poſten, Wegeſchranken und Warnungstafeln
ab=
meiſter
44. Merck, Georg in New=York
geſperrt.
90. Wolfskehl, Otto Witwe.
45. Merck, Dr. Karl Emanuel Franz Ww.
DDas Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten. (Polizeiverord=
46. Merck Karl, Rentner
91. Wolfskehl, Dr. Paul Witwe
nung Kreisamt Darmſtadt. 25. September 1909)
47. Merck, Dr. Ludwig, Geh. Kommerzien=
(19995s
Darmſtadt, den 25. September 1913.
rats Witwe
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Eberſtadt:
92. Klebe, Guſtav Witwe Erben
J. V.: Dr. Reinhart.
93. Pfeifſer, Jakob II., Fabrikant
Bekanntmachung.
Nieder=Ramſtadt:
94. Dörr, Karl, Fabrikant
Die nachſtehende Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppenübungs=
95. Wacker, Philipp, Fabrikant
(20064sid
platz Darmſtadt bringen wir hierdurch zur allgemeinen Kenntnis.
96. Wacker, Philipp, und Dörr, Karl, Commandit=Geſellſchaft
Darmſtadt, den 25. September 1913.
Ober=Ramſtadt:
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
97. Traum, Heinrich Otto, Fabrikant
J. V.: Dr. Reinhart.
Pfungſtadt:
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppen=Aebungsplatz Darmſtadt
98. Firma Juſtus Hildebrand, Exportbierbrauerei G. m. b. H.
99. Nungeßer, Ludwig V., Dampfziegeleibeſitzer
für die Zeit vom 30. September bis 3. Oktober 1913.
Traiſa:
100. Bullrich, Friedrich Wilhelm, Oberſtleutnant a. D.
Die
Dauer der
Wir bringen dieſes nach den von den Großh. Bürgermeiſtereien erhaltenen
Truppenteil 1 Abſperrung Abſperrung! Bemerkungen
Mitteilungen aufgeſtellte Verzeichnis auf Grund des Art. 21 des Geſetzes vom 8. Juli Datum
Tag
1911 mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis, daß das niedrigſte
Kommunal=
erſtreckt ſich
von bis
ſteuerkapital (doppelte Grundzahlen und ganze Einkommenſteuerbeträge) der darin
rufgeführten Perſonen 2024 Mark beträgt.
380 N. ) Bis zum
Zu Grunde gelegt ſind gemäß Art. 18 letzter Abſatz des vorerwähnten Geſetzes 30. Sept. Dienstag
110 V.
Maſchinen=
-
320 N.
110 V.
Land=
die Kommunalſteuerkapitalien des Rechnungsjahres 1912.
gewehr
Donnerstag
2. Okt.
graben
Anträge auf Berichtigung dieſes Verzeichniſſes ſind binnen einer unerſtrecklichen 3. Okt. Freitag
Kompagnie 110 V. 340 M.
Friſt von 4 Wochen, vom Tage nach der Ausgabe des Blattes, in welchem dieſe
Be=
kanntmachung erſcheint, an gerechnet, bei uns anzubringen.
Bekanntmachung.
Darmſtadt, 24. September 1913.
Der J. Pleſer in Eberſtadt beabſichtigt, auf dem Grundſtück Flur III Nr. 10525¼/10001
Der Kreis=Ausſchuß des Kreiſes Darmſtadt
(20422 gelegen zu Eberſtadt, eine Dampfkeſſelanlage zu errichten.
J. V.: von Werner.
Pläne und Beſchreibung hierüber liegen 14 Tage lang, vom Erſcheinen dieſes in
dem Darmſtädter Tagblatt an gerechnet, auf dem Büro der Großh. Bürgermeiſterei
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Wahl von Mitgliedern des Kreistags durch Bevollmächtigte! Eberſtadt zur Einſicht der Intereſſenten offen.
Etwaige Einwendungen ſind binnen dieſer Friſt bei Meidung des Ausſchluſſes
der Gemeindevorſtände.
Aus dem Kreistag ſcheidet mit Ende des Jahres 1913 die Hälfte der Kreistags= bei Großh. Bürgermeiſterei Eberſtadt vorzubringen.
(20418
Darmſtadt, am 26. September 1913.
bgeordneten aus und wird durch Ergänzungswahlen erſetzt.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Die ausſcheidenden Kreistags=Abgeordneten ſind die für die Wahlperiode 1908/1913
J. V.: Dr. Michel.
jewählten Herren:
Wegen Wegzug
Antiche Rachtichten des Eroid. Polizeinmts Dermſicdt.
Altes Gold
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=1 großer faſt neuer Dauerbrand= Haare
icher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=ofen (Syſtem Junker & Ruh), ausgekämmte und abgeſchnittene i Brillanten, Platin und Silber,
inden ſich: 1 Pinſcher (zugelaufen). Die Hunde können von den ſowie eine vollſtändige gut erhalt. kauft fortwährend zu den höchſten kauft zum höchſten Wert (19607a
(20212a
zigentümern bei dem 5. Polizei=Revier auslöſt werden. Die Ver=Badeeinrichtung( Gasbadeofen u. Preiſen
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teigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag,weißemaillierte Wanne) abzugeben
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vormittags 10 Uhr, ſtatt.
waſt
Kr
zen
ſtan
Ita
hat,
flud
Ste
Ste
Uel
me
des
rC
ei
ſe
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2.
Seite 12.
Pfennigſparkaſſe Darmſtadt.
Bekanntmachung
Diejenigen Pfennig=Marken=
Für den Verkehr von Fuhrwerken und Fahrzeugen im
Kreiſe Bensheim gelten hinfort die gleichen polizeilichen Vorſchriften, Blätter, welche eine auf volle Mark
wie ſie für den Kreis Darmſtadt mit Polizeiverordnung vom labgerundete Geſamteinlage biszum
25. März ds. Js. erlaſſen worden ſind. Dieſe Polizeiverordnung Ende des abgelaufenen
Viertel=
jahres nachweiſen, ſind nebſt den
bringen wir zugleich nachſtehend erneut zur Kenntnisnahme.
(20330mdſtädtiſchen Sparkaſſebüchern
Darmſtadt, 26. September 1913.
Samstag, 4. Oktober 1913,
Großherzogliches Polizeiamt.
an die Herren Stationserheber zur
Gennes.
Veranlaſſung der Ueberſchreibung
(20432
abzuliefern.
Polizei=Verordnung
Darmſtadt, 1. Oktober 1913.
über den Verkehr von Fuhrwerken und Fahrzeugen
Städtiſche Sparkaſſe Darmſtadt.
im Kreiſe Darmſtadt.
Netz, Direktor.
Auf Grund des Artikels 64 des Geſetzes, betreffend die innere
Verwaltung und die Vertretung der Kreiſe und der Provinzen vom
Maurer= und
12. Juni 1874 in der Faſſung der Bekanntmachung vom 8. Juli 1911,
Eiſenbetonarbeiten.
ſowie des § 366, Ziffer 10 des Reichsſtrafgeſetzbuches, wird unter
Zu=
ſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes und mit Genehmigung Großh. Die bei Erbauung der Verbin=
Miniſteriums des Innern vom 17. März 1913 zu Nr. M. d. J. 4674 1dungshallen und des
Hauptpor=
für den Kreis Darmſtadt Folgendes verordnet:
tals für den neuen Friedhof vor=
§ 1.
kommenden Maurer= und Eiſen=
Alle auf öffentlichen Straßen verkehrende Fuhrwerke und Fahr=betonarbeiten ſollen vergeben
zeuge haben, ſofern die Beſchaffenheit der Straßen es geſtattet, die werden.
rechte Seite der Fahrbahn einzuhalten.
Bedingungen liegen bei dem
Die Vorſchriften über das Ausweichen werden hierdurch nicht unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
berührt.
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Beim Einbiegen in eine andere Straße iſt nach rechts in.
Angebote ſind bis
kurzer Wendung, nach links in weitem Bogen zu fahren.
Donnerstag, 16. Oktober1913,
Fahrzeuge im Sinne dieſer Polizei=Verordnung ſind
insbeſon=
vormittags 10 Uhr,
dere auch alle Kraftfahrzeuge und alle Fahrräder, ſofern dieſe die einzureichen.
(20485df
Fahrbahn benutzen.
Darmſtadt, 1. Oktober 1913
§ 2.
Stadtbauamt.
Der Führer eines Fuhrwerks oder Fahrzeugs hat ſeinen Sitz
J. V.: Hoffmann.
auf dem Fuhrwerk oder Fahrzeug ſo zu wählen, daß er die Fahrbahn
auch ſeitlich des Fuhrwerks oder Fahrzeugs ſtets gut überſehen kann.
Bekanntmachung.
In unſer Genoſſenſchaftsregiter
§ 3.
Während der Dunkelheit, ſowie bei ſtarkem Nebel müſſen alle iſt heute bei Nr. 2 Spar= und
Leih=
auf öffentlichen Straßen oder Plätzen befindlichen Fuhrwerke mit! kaſſe Meſſel, eingetragene
Genoſſen=
hellbrennenden Laternen verſehen ſein. Der Gebrauch von Laternen ſchaft mit unbeſchränkter
Haft=
mit farbigen Scheiben iſt unterſagt. Fuhrwerke, welche nach ihrer lpflicht in Meſſel, eingetragen:
Bauart vorzugsweiſe der Perſonenbeförderung dienen, müſſen auf der! Die Bekanntmachungen der Ge=
Vorderſeite oben rechts und links mit Laternen verſehen ſein, die ſonoſſenſchaft erfolgen in dem Organ
eingerichtet und angebracht ſind, daß ihr Lichtſchein von Entgegen=der Heſſiſchen Landwirtſchaftlichen
kommenden und Ueberholenden deutlich wahrgenommen werden kann. Genoſſenſchaften, dem „Heſſen=
(20483
Ausnahmsweiſe kann bei Perſonenfuhrwerken von dem Kreisrat eine land”.
von vorerwähnter Beleuchtungsart abweichende Beleuchtung für aus= Darmſtadt, 27. September 1913.
reichend erachtet und zugelaſſen werden.
Großherzogliches Amtsgericht II.
Bei Fuhrwerken anderer Art genügt in der Regel die
Anbring=
ung einer Laterne. Dieſe iſt an der oberen linken Seite des Fuhr=
Bekanntmachung.
werks zu befeſtigen und nur, wenn die Art der Ladung (Feuer=
In unſer Genoſſenſchaftsregiſter
gefährlichkeit uſw.) die Befeſtigung am Wagen ſelbſt ausſchließt, anſiſt heute bei Nr. 15 Spar= und
der linken Seite des Zugtieres (bei 2 Zugtieren des linken Zugtieres) 1Darlehnskaſſe Pfungſtadt,
einge=
anzubringen.
tragene Genoſſenſchaft mit unbe=
Außer dieſer einen Laterne iſt aber in folgenden Fällen noch ſchränkter Haftpflicht in
Pfung=
eine zweite zu führen:
ſtadt, eingetragen:
a) wenn der Lichtſchein der einen Laterne von rückwärts nicht! Die Bekanntmachungen erfolgen
deutlich wahrgenommen werden kann;
in dem Organ der Heſſiſchen
Land=
b) wenn die Ladung von Fuhrwerken ſeitlich oder nach hinten wirtſchaftlichen Genoſſenſchaften,
in gefahrbringender Weiſe hervorſteht (z. B. Langholzfuhr=dem „Heſſenland‟
(20484
werke, Möbelwagen uſw.), und zwar an dem hervorſtehen= Darmſtadt, 29. September 1913.
Teil der Ladung.
Großherzogliches Amtsgericht II.
§ 4.
Fuhrwerke müſſen im Schrittmaß fahren auf allen Strecken,
für welche das Schrittfahren durch Lokalpolizei=Verordnung und Dleunhuß=Verkauf.
durch öffentlichen Anſchlag angeordnet iſt.
§ 5.
Donnerstag, den 2. und Frei=
Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften dieſer Polizei=Ver=tag, den 3. Okt., wird
Becker=
ordnung werden mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft bisſtraße Nr. 6 kleingeſchnittenes
zu 14 Tagen beſtraft.
per Zentner zu
§ 6.
Brennholz, 70 Pf. u. 1,20 Mk.
Dieſe Polizei=Verordnung tritt am 1. April 1913 in Kraft.
verkauft.
(*10453
In Kraft bleibt neben den vorſtehenden Beſtimmungen die Polizei=
Verordnung, betreffend den Verkehr von Fuhrwerken in der Haupt=
und Reſidenzſtadt Darmſtadt, vom 20. Februar 1904.
Halsw-Plammen
Mit Wirkung vom 1. April 1913 treten außer Kraft:
1. die Lokalpolizei=Verordnung, betreffend Vorkehrungen gegen
Beſchädigung durch Fuhrwerke zur Nachtzeit, vom 5. Fe=
und Flügel
bruar 1875;
2. die Polizei=Verordnung vom 19. Juni 1890, betreffend Pianoforte-Fabrik
Sicherung des Verkehrs auf der Landſtraße;
Wilh. Arnold
3. die Polizei=Verordnung vom 12. Juni 1893, betreffend die
Verwendung rot und grün leuchtender Laternen an Straßen=königl. bayer. Hoflieferant
Aschaffenburg. (20452a
fuhrwerken.
Anerk. erstklassiges Fabrikat
Darmſtadt, den 25. März 1913.
Sehr mässige Preise.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
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b. 2 Uhr. Näh. Exv. (*10486dsunter V 41 an die Exv. (*10395
(17780a)
Nummer 232.
Oktober 1913.
Betreſſnd: Schlieſung der Gemeindekrankenverſicherung Meſſel.
Bekanntmachung.
Durch Großh. Oberverſicherungsamt (Beſchlußkammer) iſt die
Schließung der unterzeichneten Gemeindekrankenverſicherung mit
Wirkung des Ablaufs des Jahres 1913 angeordnet worden.
Dies wird unter dem Hinweis zur öffentlichen Kenntnis
ge=
bracht, daß die Befriedigung von Gläubigern, die ihre Forderungen
nicht binnen drei Monaten nach dieſer Bekanntmachung anmelden,
verweigert werden kann. Für Anſprüche aus der Verſicherung
gilt dies nicht.
(20441
Meſſel, den 30. September 1913.
Der Vorſtand der Gemeindekrankenverſicherung Meſſel.
Hickler.
Bekanntmachung
betr. Schließung der Gemeinſamen Ortskrankenkaſſe Arheilgen.
Durch Großh. Oberverſicherungsamt (Beſchlußkammer) iſt die
Schließung der unterzeichneten Ortskrankenkaſſe mit Wirkung des
Ablaufs des Jahres 1913 angeordnet worden.
Dies wird unter dem Hinweis zur öffentlichen Kenntnis
ge=
bracht, daß die Befriedigung von Gläubigern, die ihre Forderungen
nicht binnen drei Monaten nach dieſer Bekanntmachung anmelden,
verweigert werden kann. Für Anſprüche aus der Verſicherung
gilt dies nicht.
(20463
Arheilgen, den 1. Oktober 1913.
Der Vorſtand der Gemeinſamen Ortskrankenkaſſe
Arheilgen.
Gg. Waldmann, Vorſitzender.
Betr.: Schließung der Gemeindekrankenverſicherung Eberſtadt.
Bekanntmachung.
Durch Großh. Oberverſicherungsamt (Beſchlußkammer) iſt die
Schließung der unterzeichneten Gemeindekrankenverſicherung mit
Wirkung des Ablaufs des Jahres 1913 angeordnet worden.
Dies wird unter dem Hinweis zur öffentlichen Kenntnis gebracht,
daß die Befriedigung von Gläubigern, die ihre Forderungen nicht
binnen drei Monaten nach dieſer Bekanntmachung anmelden,
ver=
weigert werden kann. Für Anſprüche aus der Verſicherung
gilt dies nicht.
(20431
Der Vorſtand der Gemeindekrankenverſicherung
Eberſtadt.
Schäfer.
Betreffend: Schließung der Gemeindekrankenverſicherung
Eſcholl=
brücken.
Bekanntmachung.
Durch Großh. Oberverſicherungsamt (Beſchlußkammer) iſt die
Schließung der unterzeichneten Gemeindekrankenverſicherung mit
Wirkung des Ablaufs des Jahres 1913 angeordnet worden.
Dies wird unter dem Hinweis zur öffentlichen Kenntnis
ge=
bracht, daß die Befriedigung von Gläubigern, die ihre Forderungen
nicht binnen drei Monaten nach dieſer Bekanntmachung anmelden,
verweigert werden kann. Für Anſprüche aus der Verſicherung
gilt dies nicht.
Eſchollbrücken, den 29. September 1913.
(20473
Der Vorſtand der Gemeindekrankenverſicherung
Eſchollbrücken.
Götz, Bürgermeiſter.
Kartoffel=Lieferung.
Die Anlieferung des Kartoffelbedarfs für das ſtädtiſche
Pfründnerhaus und das ſtädtiſche Armenhaus ſoll auf dem
Ver=
dingungswege vergeben werden. Es werden benötigt:
A. Für das ſtädtiſche Pfründnerhaus: 125 Doppelzentner
Speiſekartoffeln „Induſtrie‟,
B. Für das ſtädtiſche Armenhaus: 35 Doppelzentner
Speiſekartoffeln „Induſtrie‟
Die Lieferung kann ſowohl einem einzigen, wie mehreren
Uebernehmern übertragen werden und hat alsbald auf Anfordern zu
erfolgen.
Verſchloſſene, mit bezüglicher Aufſchrift verſehene Angebote,
welche mindeſtens eine Lieferung von 25 Doppelzentner umfaſſen
müſſen, ſind mit Preisangabe am
Mittwoch, 8. Oktober d. Js., vorm. zwiſchen 9 u. 12 Uhr,
in dem im unteren linken Hausflur des Stadthauſes, Rheinſtr. 16/18,
aufgehängten Kaſten für die Verdingungsangebote einzulegen.
Gleichzeitig ſind Proben von jeder Sorte bei dem
Ober=
verwalter im Pfründnerhaus, Frankfurter Straße 35, abzugeben.
Dieſe Proben dürfen nicht den Namen des Einlegers enthalten,
müſſen aber mit einem Zeichen verſehen ſein, das auch in das
Preis=
angebot einzutragen iſt.
Es wird auf auserleſene geſunde Kartoffeln reflektiert.
Die Auswahl unter allen Anbietern behalten wir uns vor.
Darmſtadt, den 25. September 1913.
(20440dm
Städt. Armen= und Fürſorgeamt.
J. V.: Hopp.
Schellfische
Cabliau
lebendfrisch
22
Anweisungen über Zubereitung der Fische
(20492
— gratis
Feinste Süssrahm-Margarine Pfd. 88 ₰
Feinste Süssrahm-Butter . . Pfd. 1.40
Fischgewürz
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Elisabethenstr. 53
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zwungen, die Tour anzutreten, denn ich tat ja — ſchließ= Poſthalter die Tür ins Schloß. Ihn verlangte nicht dar=
Alte Liebe.
lich doch immer alles — was ſie von mir begehrte. Aber nach, die weiteren Geſtändniſſe des Sterbenden zu ver=
Novelle von Reinhold Ortmann.
mein gräßliches Vorhaben wurde mir wieder leid — als nehmen — er war nur erfüllt von dem einzigen Gedan=
75
Nachdruck verboten.)
Marold erhielt einen Geldbrief, flüſterte er, in meiner wir unterwegs waren — und ich hätte es doch nicht aus= ken, daß die Leute von Atters die Ueberreſte des unglück=
und Magdas Gegenwart — einen Brief mit fünfzehn= geführt, wenn er — wenn er mir nicht einen Brief von lichen Dr. Marold an einer Stelle ſuchten, wo ſie ſie doch
ihr — gezeigt hätte — einen Brief, darin ſie ihm von nimmermehr finden konnten. Und es war, als ſei ihm
tauſend Mark. Und weil er — weil er eben von einer
ihrer Liebe ſprach. Wir — wir waren eben im Begriff, alle Spannkraft, alle Elaſtizität ſeiner jungen Jahre zu=
Bergtour geſprochen hatte — die er unternehmen wollte
die untere Engelswand — zu traverſieren — und er be=rückgekehrt, wie er nun durch das ganze Haus nach ſeinen
ſchoß mir wie ein Blitz der Gedanke durch den Kopf, daß ſtand darauf, voranzugehen — und da — als ich das Seil Leuten rief, wie er nach allen Richtungen hin ſeine Boten
ich — daß ich ihn begleiten und mich des Geldes
bemäch=
ausſandte, und wie er drunten im Dienſtzimmer unter
hielt — als ſein Leben in meine Hand gegeben war
tigen könnte, wenn er — wenn er — bei der Beſteigung da riß ich ihn — von dem Bande herunter — mit einem den flinken Fingern des aus dem Schlafe geweckten „Poſt=
— durch einen ſcheinbaren Unglücksfall — ums Leben
einzigen Ruck — und dann — weil das Seil nicht geriſſen fräuleins” die Taſten des Telegraphenapparates ſpielen
gekommen wäre. Ich machte ihm den Vorſchlag, mit ihm
war — wie ich mit Beſtimmtheit erwartet hatte — da ließ.
zu gehen — auf die Weißſpitze, deren Gefahren ich ja
Nicht eine Sekunde lang konnte es ihn in ſeinem
ge=
ſchnitt ich es entzwei, ſo daß er unten in — in der Tiefe
kannte — und er — er nahm meinen Vorſchlag an. Aber
ſchäftigen Eifer ſtören, als Dr. Rainer ernſten Antlitzes
zerſchellen mußte.
ich würde es doch nicht getan haben — ich würde nicht
Der alte Hann=Tobi hatte ihm die oft kaum gehauch= zu ihm trat, um zu melden, daß der Verunglückte drinnen
einmal mit ihm gegangen ſein — wenn nicht ſie mich dazu
ten Worte ſchier von den Lippen getrunken, nun aber ſoeben ſeinen letzten Atemzug getan.
angefeuert hätte — nachdem ich — nachdem ich ſchwach
Das iſt mein' Sach nicht mehr! ſagte er mit ſchroff
beugte er ſich mit ſtürmiſch arbeitender Bruſt über ihn
genug geweſen war — ihr meinen Plan zu offenbaren. Er
abweiſender Kürze. Der gehört den Gerichten! — Lebend
herab.
hatte — ihr — die fünfzehntauſend Mark zur
Verwah=
oder tot — mit einem Mörder hab’ ich nichts zu ſchaffen.
Von der Engelswand — ſagen Sie? — Und ſie ſuchen
rung angeboten, damit ſie ſie behielte, falls ihm etwas
zuſtieße. Und ich — ſchlug ihr vor, daß wir mit dieſer ihn in den Schründen hinter der Jocheralpe? — Auch da=
9.
Wieder lag der flimmernde Glanz eines herrlichen
Summe — die Flucht — ergreifen ſollten. Aber ſie wollte mit alſo haben Sie gelogen?
Ich — ich wollte ja nicht, daß ſie — daß ſie ihn fän= Sommertages über dem Lengenbacher Tal, als die luſtig
nichts davon hören. Er würde uns verfolgen laſſen
ſagie ſie. Und er — er würde ihr überhaupt — keine den. Er hätte — er hätte ja — noch am Leben ſein von den Bergwänden widerhallenden Klänge des
Poſt=
horns dem wackeren Hann=Tobi die Ankunft neuer Gäſte
Ruhe mehr laſſen. Darum ſei es beſſer, wenn er — wenn können —,
Seite 13.
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Nummer 232.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. Oktober 1913.
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veründelen. Wie ers als höſicher Wirt ſeit Jahrzehnten
gewöhnt war, trat er vor die Tür hinaus, die Ankömm= aber ich habe hier einen Brief für Fräulein Helene Berg=gelangt — eines Heiligtums, das ſie vor den Blicken der
profanen Welt verbergen müſſe, verſchloß Helene mit dem
linge zu begrüßen. Es waren nur ihrer zwei, die dem mann — das iſt doch wohl das gnädige Fräulein?
offenen Vorderabteil des unförmlichen gelben Wagen=
Einen Brief — für mich? rief das junge Mädchen, Briefe ſich ſogleich in das ihr zugewieſene Zimmer, um ihn
koloſſes entſtiegen: ein ſtattlicher Herr mit langem dunklen während es verräteriſch heiß über ihr Geſicht hinflutete, erſt dort aus ſeiner Umhüllung zu löſen. Der Profeſſos
aber hielt den Poſthalter noch zurück, damit er ihm Ant=
Vollbart und eine braunhaarige junge Dame von zier= Von ihm? — Von Dr. Marold?
licher Geſtalt und anmutig feiner Bildung des ſchmalen,
wort gebe auf verſchiedenes, das ihm am Herzen lag.
Ja. Er hat ihn der Schweſter, die ihn pflegt, ſchon vor
blaſſen Geſichtchens.
Wir haben von allem, was hier geſchehen iſt, nur aus
drei Tagen in die Feder diktiert, und hat ihn mir dann
Profeſſor Bergmann! erwiderte der Herr, ſich
vorſtel=
den Berichten der Zeitungen erfahren, ſagte er. Und man
in Verwahrung gegeben. Ich denke wohl, daß ich ihn dem
lend, den ehrerbietigen Gruß des Poſthalters. Meine
iſt niemals ſicher, ob dann nicht allerlei Entſtellungen oder
Fräulein aushändigen darf, obſchon —
Schweſter! — Sie haben, wie ich denke, das Telegramm er=
Uebertreibungen mit unterlaufen. Mein unglücklicher
Er drehte den Brief noch immer zwiſchen den Fingern,
halten, in dem ich Ihnen unſere Ankunft anzeigte.
Freund hätte alſo wirklich volle ſechsunddreißig Stunden
trotzdem Helene längſt in unverkennbarer Ungeduld ihre
Hann=Tobi bejahte.
mit ſeinen ſchweren Verletzungen in den Felſen gelegen,
Hand danach ausgeſtreckt hatte. Und als der Profeſſor
Ihr Telegramm wie Ihren Brief, Herr Profeſſor!
ehe ihm Hilfe wurde?
verwundert nach der Urſache ſeiner Bedenklichkeit fragte,
Die beſtellten Zimmer ſind ſelbſtverſtändlich bereit. Wenn
Sechsunddreißig Stunden, bevor ſie ihn fanden —
meinte er verlegen:
Sie geſtatten, daß ich Sie hinaufführe —
Es hat eine Bewandtnis mit dem Brief, meine Herr= und dann noch eine ganze Nacht, bevor ſie zu ihm gelangen
Ich bitte darum. — Aber vor allem, wie geht es dem
ſchaften! Der Auftrag des Herrn Dr. Marold lautet näm= konnten. Denn es war eine ſchwere Arbeit ſelbſt für un=
Patienten? Sie wiſſen aus unſerer Korreſpondenz, daß er
mein Freund iſt, und daß wir nur ſeinetwegen kommen,lich dahin, daß er erſt abgeſandt werden ſollte, nachdem —ſere beſten und mutigſten Führer. Ein Wunder iſt’s beinahe
nun, ich muß es doch ſagen — nachdem er nicht mehr am zu nennen, daß ſie’s endlich doch fertig brachten, ihn zu
Es ſteht mit ihm noch ungefähr ebenſo wie geſtern und
bergen. Wäre das Seil gleich beim erſten Sturz unter
Leben ſei.
vorgeſtern, lautete die etwas zögernde Auskunft. Der Arzt
dem Gewicht ſeines Körpers geriſſen, ſo hätte er unfehlbar
Wie ein leiſer Weheruf kam es von Helenens Lippen,
meint, mit Gottes Hilfe käme er am Ende doch noch durch.
über die ganze Höhe der Wand hinabſtürzen müſſen —
Es hätte wohl anders herauskommen müſſen, um die und ſie legte für einen Moment ihre Hand über die Augen.
beabſichtigte tröſtliche Wirkung zu üben. Aber der Pro= Da waren mit einem Male alle Zweifel des wackeren Hann= und dann wäre wohl keine Rettung mehr für ihn geweſen=
Tobi vor der gebieteriſchen Stimme ſeines guten Herzens Aber, er erzählte, daß es ihn hielt — und daß, als
ſich’s=
feſſor ließ ſich daran genügen.
Er iſt bei vollem Bewußtſein? fragte er weiter, wäh= zerſtoben, und es fehlte nicht viel, daß er der jungen Dame eine kleine Weile ſpäter droben löſte, ſein weiteres Abfallen
mehr ein Gleiten geweſen ſei als ein Sturz, ſo daß er nicht
den anvertrauten Brief halb gewaltſam in die Hand
ge=
rend ſie die Treppe in das erſte Stockwerk hinaufſtiegen,
mehr allzu hart auf die Platte aufſchlug, die ihm das Le=
und auf die bejahende Antwort des Wirtes fügte er hinzu: drückt hätte.
ben gerettet.
Aber er weiß nichts von unſerer Hierherkunft? Sie
Nehmen Sie ihn nur, gnädiges Fräulein, nehmen Sie
haben ihm von dem Inhalt meines Briefes nicht Kenntnis ihn nur! — Ich werde in Gottes Namen die Verantwor=
(Fortſetzung folgt.)
gegeben?
tung dafür tragen.
232.
Nummer 232.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. Oktober 1913.
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Nummer 232.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. Ottober 1913.
Seite 18.
2 München, 1. Ot. Die 10. Jahresver=Auch Bedrines und Gilbert verbeſſrten die von Preboſt,
Eehr
ſammlung des Deutſchen Muſeums wurde beim franzöſiſchen Ausſcheidungsrennen aufgeſtellten Res
Homenpiewerde
geſtern mit einem Begrüßungsabend eingeleitet, den die kords, ſowie die beſtehenden Rekords. Im Anſchluß an
Stadt den Teilnehmern im Saale des alten Rathauſes das Bennett=Rennen fanden noch weitere Konkurrenzen
nermSieshreSfifferif
7
gab. Dazu hatten ſich hervorragende Vertreter der Wiſ= ſo Höhenflüge und Geſchwindigkeits=Prüfungen, ſtatt; letz=
Wberl-GlSlil)sfenſchaft und der Technik eingefunden. Als Vertreter des tere über 10 Kilometer. Im Rennen der Zweidecker ſiegte
Reichskanzlers war der Staatsſekretär Dr. Delbrück er= G. Caudron in 5.11,1; im Rennen der Eindecker Vedrines
½5 pflegen.Vrräfic irs ſchienen. Werſtbeſitzer Blohm gedachte in ſeinem Trink= nach 3.57.
ſpruch der Förderung des Deutſchen Muſeums durch den
Gllen Apofheßen und
Kaiſer und den Prinz=Regenten, ſowie den übrigen Bun=
Drogerien Preis der
desfürſten und weihte ihnen ſein Glas. Bürger=
Sport, Spiel und Turnen.
Origialschachtel-I
meiſter Brunner begrüßte die Gäſte namens der Stadt.
Golf=Turnier.
Graf Poſadowsky dankte für die herzliche Aufnahme.
Heute vormittag ſindet unter dem Ehrenvorſitz des Prinz=
* Der Großh. Golfklub Darmſtadt veran=
Kongreſſe und Verbandstage. Regenten in der Akademie der Wiſſenſchaften eine Sitzung ſtaltet auf ſeinem Spielplatz am Böllenfalltor vom 19. bis
des Großen Rates des Deutſchen Muſeums ſtatt.
22. Oktober d J. HerbſteWettſpiele für ſeine Mits
Organiſation der Reiſebureaus.
glieder und für Mitglieder der dem Deutſchen Golfver=
— Das ſeit dem Jahre 1868 beſtehende
Reiſe=
bande angeſchloſſenen Klubs. Ihre Kgl. Hoheiten der
bureaugewerbe, deſſen Begründer ein Deutſcher,
Großherzog und die Großherzogin, ſowiel
und zwar ein ehemaliger Vorſteher einer Poſtexpedition
Luftfahrt.
andere Freunde des Sports und des Klubs haben für die
namens Stangen war, und welche Branche heute viele
Berliner Herbſt=Flugwoche.
einzelnen Konkurrenzen wertvolle Ehrenpreiſe geſtiftet. Es
Taufende Unternehmer im In= und Auslande umſaßt, hat
Sr. Neuer Paſſagier=Weltrekord von werden u. a. ausgetragen Herren= und Damen=
Ermunte=
nunmehr eine Verufsorganiſation erhalten. Am
8. und 29. September fand in Frankfurt a. M. unter Sablatnig. Am dritten Tage der Flugwoche intereſ=rungsſpiele, Herren= und Damenſpiele Wettſpiele gegen
zahlreicher Beteiligung namhafter in= und ausländiſcher ſierte von allen Veranſtaltungen am ſtärkſten das Vor=Bogey, ſowie Wettſpiele um den goldenen Putter von
Reiſebureaus, ſpeziell auch faſt ſämtlicher großen inter= gaberennen, das nach einer Formel unter Berückſichtigung Darmſtadt (20. Oktober), um den Ehrenpreis des
Groß=
nationalen Weltreiſebureaus, eine Zuſammenkunft der Motorenkraft und des Gewichtes aufgeſtellt worden herzogs (21. Oktober), um den Preis von Darmſtadt (22,
ſtatt, die die Begründung eines Fachverbandes zeitigte, war. Es hatten fünf Flieger dazu gemeldet, von denen Oktober) uſw.
Die Organiſation erhielt den Titel „Zentralverband Stiploſchek mit 250 Kilogxamm Belaſtung als Scratch=
* Darmſtädter Sportklub 1905. Am kommenden
der Reiſebureaus” mit ihrem Sitz in Deutſchland. mann die meiſten Vorgaben zu geben hatte, und zwar an
Vorläufig wurde mit der Leitung des Verbandes der Lindpaintner mit 300 Kilogramm Belaſtung 53 Sekunden, Sonntag findet auf dem Sportplatz am alten Schießhauſel
Direktor der Göttinger Verkehrs=Zentrale, E. Kelterborn, an Laitſch mit 252 Kilogramm Belaſtung 1 Min. 30 Sek.,abermals ein hochintereſſanter Fußballwettkampf ſtatt.
Göttingen, beauſtragt. Es wurde ſodann ein Hauptvor= an Schwandt mit 75 Kilogramm Belaſtung 2 Min. 2 Sek. Es treffen ſich dort die beiden erſten Mannſchaften des
ſtand von ſieben Perſonen ernannt, die Statuten der und an Kießling mit 310 Kilogramm Belaſtung 2 Min. Darmſtädter Sportklubs 1905 und des F.=V. Frankenthal,
Organiſation feſtgelegt und als Organ des Verbandes das 12 Sekunden für die 20 Kilometer lange Strecke. Die Flie=
Internationale Verkehrs=Zentralblatt in Göttingen be= ger ſtarteten von 5 Uhr ab in den zeitlichen Zwiſchen=
Handel und Verkehr.
ſütmmt. Der neue Verband hat ſich als vornehmſtes Ziel räumen ihrer Vorgaben. Das Reſullat wart 1. Laitſch
die Aufgabe geſtellt, die ſozial= und wirtſchaftspolitiſchen (L. V. G.=Eindecker) 9 Min. 55 Sck.; 2. Lindpaintner
— Patente uſw. (Mitget. v. Dipl.=Ina. Kl. Herszu
Wünſche der Standesangehörigen in wirkſamer Weiſe zu (Ago=Doppeldecker) 12:33; 3. Stiploſchek (Jeannin=
Stahl=
berg u. Co., Patent= u. Ingenieurbureau, Darmſtadt,
Rhein=
vertreten. Zur Verfolgung dieſer Ziele werden vom Vor= taube) 13 Min 29 Sek.; 4. Kießling (Ago=Doppeldecker)
ſtraße 19.) Patentanmeldung. 37 d. II. 62706a
ſtande verſchiedene Kommiſſionen ernannt werden, die in 22 Min. 36 Sek.; 5. Schwandt (Grade=Eindecker) 25 Min. Verfahren zur Erzeugung von Preßputzwandverzierungen
den einzelnen Standes= und verkehrsfachlichen Fragen auf
2 Sek. Es iſt jedoch fraglich, ob die beiden letzteren die mit Hilfe einer biegſamen Form: Jakob Hermann und
Grund des bereits geſammelten ſtatiſtiſchen uſw. Mate= Wendemarken gerundet haben. Bemerkenswert war ein Rudolf Hermann, Offenbach a M. Bernardſtraße 102a
rials ſich mit den zuſtändigen Behörden und amtlichen Höhenflug Sablatnigs (Union=Pfeil=Doppeldecker) mit 3 10. 6. 13. — Patent=Erteilungen. 28 a. 265 855a
Stellen in Verbindung ſetzen ſollen. Im Intereſſe der Paſſagieren, bei dem er den Weltrekord von 2500 auf 2800 Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen; Röhm
gewerblichen Reiſebureaus, eine ureigentlich deutſche Ein= Meter erhöhte. Im übrigen wurden noch gute Höhen= und Haas, Darmſtadt. 6. 3. 13. N. 37494. — 28 a. 265 915
richtung, die von hier aus ihren Weg über den Erdball flüge gemacht von Fiedler (Luftfahrzeug=Taube) 2000 Verfahren zur Herſtellung gerbender Stoffe. Fa. Röhm)
fand, iſt mit Freuden zu begrüßen, daß endlich nach 45 Meter, Reiterer (Etrich=Taube) 2550 Meter, Kanitz (Union= und Haas, Darmſtadt. 29. 1. 13. R. 37 233.
— Ge=
Jahren des Beſtehens der Branche nunmehr eine offizielle! Pfeil=Doppeldecker) 1800 Meter und Thelen (Albatros=brauchsmuſter=Erteilungen. 28 b. 568 5734
Standesvertretung durch die Gründung des Zentralver= Doppeldecker) 1400 Meter. Auch ſonſt war der Flugbetrieb Glockenmeſſer für Spalt= und Schärfmaſchinen. Müller
bei dem ſchönen Wetter ziemlich rege, da ſich zeitweiſe 14 und Kurth. Bieber bei Offenbach a. M. 9. 8. 13. M. 47 465,
bandes geſchaffen wurde.
Apparate in der Luft befanden. — Im Dauer=Wettbewerb — 33 b. 568 649: Reißſchloß für Brief= und Geldtaſchen
flrgen Reiterer 87 Min., Fiedler 82 Min., Kanitz 63 Min., oder dergleichen. Fa. Jakob Mönch, Offenbach a. M.
— Berlin, 30. Sept. Unter ſehr zahlreicher Be=
Thelen 45 Min., Viktor Stoeffler 41 Min., Karl Stoeffler 29. 4. 13. M. 46 265. — 33 a 568 283: Manieureſtänder,
teiligung von Delegierten trat heute unter dem Vorſitze 41 Min., Rupp 37 Min., Krieger 35 Min., Kammerer 35 beſtehend aus Sockel und Röhre in und um welche die
des Juſtizrats Wandel eine Tagungdes Betriebs= Min Stiploſchek 29 Min. Schwandt 29 Min., Schröter Manieurebeſtandteile angebracht ſind. Offenbacher Cellus
krankenkaſſenverbandes hier zuſammen, um 27 Min., E. Stoeffler 23 Min., Ingold 21 Min., Kießling loid= und Hartgummiwaren=Fabrik Reich, Goldmann und
ſich mit dem derzeitigen Stande der Durchführung der 19 Min., Janiſch 18 Min., Röper 16 Min., Gruner 13 Min., Co., Offenbach a. M. 28 8. 13. O. 8066. — 34 c. 568 1934
Reichsverſicherungsordnung bei den Be=
Gabelputzer Georg. Fleiſchmann. Mainz=Koſtheim.
Rat=
triebskrankenkaſſen zu beſchäftigen. Für die Schulz 12 Min., Lindpaintner 6 Minuten.
hausſtraße 8. 22. 7. 13. F. 29 708. — 34 1. 567 92: Kochd
Krankenordnung und den Voranſchlag, welchen die Kaſſen
Das Gordon=Bennett=Rennen der Flugmaſchinen,
keſſel für Feuerung und Oelbadheizung mit Entleerſtutzen.
nach dem neuen Geſetz aufſtellen müſſen, wurden entſpre=
Erſte Darmſtädter Herdfabrik und Eiſengießerei Gebriden
chende Muſter beſchloſſen, welche den Kaſſen übermittelt das am Montag auf dem Flugfelde von Reims über
werden ſollen. Für die Wahlen zu den Kaſſenorganen 200 Kilometer entſchieden wurde, zeigte ſenſationelle Lei= Roeder. Darmſtadt. 13. 8. 13. E. 19549. — 34 I. 5679334
und zu den Verſicherungsbehörden wurden in einem Vor= ſtungen. Zum erſten Male ſind von Flugmaſchinen Ge= Kochkeſſel für Feuerung und Oelbadheizung mit oberem
Aufnahmeraum. Erſte Darmſtädter Herdfabrik und
Eiſen=
trage mannigfache Unterlagen und Vorſchläge gegeben. ſchwindigkeiten von mehr als 200 Kilometer in der Stunde
gießerei Gebrüder Roeder, Darmſtadt. 12. 8. 13. E. 19550a
Insbeſondere wurde die Forderung an die Verſicherungs= erreicht worden. Damit ſind die Flugmaſchinen in ihren
44 a. 568 219: Stegknopf aus Zelluloid oder dergleichen.
behörden erhoben, dem Beiſpiel des Oberverſicherungs= Leiſtungen den Automobilen bedenklich näher gerückt. Der Bernhard Georgi. Offenbach a. M.. Bettinaſtraße 8.
amtes Düſſeldorf zu folgen und für die nunmehrigen Wah= Weltrekord für Automobile, der von einem 200 PS.=Benz= 14 8. 13. G. 34 133. — 45 h. 568 192: Bienen=
Flug=
len zu den Kaſſenorganen die Friſten der Wahlordnungen. Wagen gehalten wird, ſteht freilich noch auf 228,094 Klm.; Schwarm= und Wanderſperre. Johannes Eckert,
Bauſch=
abzukürzen. Vor kurzem berichteten die Zeitungen über aber es dürſte kaum ein weiteres Jahr vergehen, bis auch heim bei Mainz. 2. 7 13. E. 19 460. — 54 g. 568 3574
ein Uebereinkommen, das unter Vermittelung des Reichs= dieſe größte Geſchwindigkeit, die jemals von irgend einem Reklamemarke als Verierbild. Fa. J. Rothſchild
Offen=
verſicherungsamtes zwiſchen Krankenkaſſen und Berufs= Fahrzeug erreicht worden iſt überboten wird, iſt doch die 1 bach a. M. 6. 8. 13. R. 36 738. — 66 b. 568 762: Beillehne
genoſſenſchaften namentlich über das Zuſammenwirken bei Stundengeſchwindigkeit im Laufe eines Jahres wiederum mit Blockſchutz. Gebrüder Loſſa. Gaulsheim bei Bingen
Heilverfahren aufgeſtellt worden iſt. Die Verſammlung um über 30 Kilometer geſtiegen. Am 13. Juli vorigen a. Rh. 26. 8. 13. L. 32746. — 67 c. 568 004: Gerät zum
genehmigte dieſe Vereinbarung für die Betriebskranken= Jahres ſtellte Vedrines mit 168,244 Kilometer Stunden= Schärfen von Meſſern, Senſen und ſonſtigen
Schneidewerk=
kaſſen. Den weſentlichen Teil der Verhandlungen füllten geſchwindigkeit einen neuen Weltrekord auf, der jetzt von zeugen. Botho Schultz, Darmſtadt, Heidelberger Straße
Nr. 136. 14. 8. 13. Sch. 49 376. — 70 c. 568 013: Tinten=
Erörterungen über die Arztfrage nach ihrem gegenwärtigen Prevoſt auf 200,8 Kilometer in der Stunde verbeſſert wor=
Stande aus. Der Verband wie die Krankenkaſſen wün= den iſt. Ueber die kürzere Diſtanz von 10 Klm. erzielte faß mit einem in das Geſtell eingehänaten, den
Tintenbe=
ſchen ſehnlichſt, mit den Aerzten in Frieden zu leben und 1 Prevoſt ſogar eine durchſchnittliche Stundengeſchwindigkeit hälter umgebenden Einſatz. Jakob Maul. Zell (Odens
81 c. 568 420:
Flaſchen=
ſeien deshalb bereit, den Forderungen der im Leipziger von 203,58 Kilometer. Wie zu erwarten war, gewann wald). 91. Z. 13. M. 47616.
Verbande vereinigten Aerzte bis zur Grenze des Möglichen Prevoſt mit ſeinem ſchnellen Deperduſſin=Eindecker (160 hülſe. Wilhelm Ullrich, Offenbach a. M., Sprendlingen
entgegenzukommen. Die in den „Muſterverträgen” des Ps.=Gnome=Motor) das Bennett=Rennen mit einer Flug=Landſtraße 5. 24. 7. 13. U. 4544.
Leipziger Verbandes aufgeſtellten Forderungen ſtänden zeit von 59 Minuten 45,6 Sekunden für die 200 Kilometer
mit dem Weſen der deutſchen Krankenverſicherung im lange Strecke. Vedrines (Tonnier=Eindecker) wurde Zwei= Städtiſche Leſe= und Bücherhalle Louiſenſtr. 20.
Die Leſehalle iſt geöffnet an Wochentagen von
Widerſpruch und ſeien geeignet, die deutſche Krankenver= ter mit einer Flugzeit von 1 Stunde 1 Min. 0,4 Sek.;
10—2 und von 6—9½ Uhr, Samstags von 11—1 und
ſicherung auf die Dauer auf das äußerſte zu gefährden. Dritter Gilbert (Deperduſſin) 1.02:55; Vierter
Crombez=
von 5—9 Uhr. Bücherausgabe findet ſtatt an jedem
Den Verſuchen der organiſierten Aerzte, die allgemein die Belgien (Deperduſſin) mit 1.03153, Sämtliche vier Be=
Verträge gekündigt hätten, Verhandlungen mit werber haben damit die Weltrekords über 150 Kilometer
Wochentage von ½11 bis ½1 Uhr und abends von
den Krankenkaſſen hinauszuziehen, müßten die Kaſſen und 200 Kilometer geſchlagen. Der Weltrekord über 200
mit Nachdruck entgegentreten und ſich ſchließlich, wenn Kilometer wurde von Vedrines mit 1.10155,2 gehalten.
Verträge zu angemeſſenen Bedingungen nicht zu erzielen Prevoſt verbeſſerte gleichzeitig die von ihm ſelbſt zwei
Zahn-Crême
ſeien, von den Oberverſicherungsämtern die Ermächtigung Tage vorher beim franzöſiſchen Ausſcheidungsrennen
er=
geben laſſen, an Stelle der ärztlichen Behandlung eine 1zielten neuen Weltrekords. Er ſlog zehn Kilometer in
bare Leiſtung zu gewähren. Die ſchlechten Erfahrungen, 2 Min. 56,6 Sek. (bisher 3:09,1); 20 Kilometer in 5.54,1
welche die Aerzte dann machen würden, müßten dazu bei= (bisher 6*17,4); 30 Kilometer in 8:52,5 (bisher 9125,4);
tragen, dieſe für einen auch für die Kaſſen angemeſſenen 1 40 Kilometer in 11:50,1 (bisher 1232.4); 50 Kilometer in
14:48,1 (bisher 15:40,4); 100 Kilometer in 29:40 (bisher
Frieden geneigter zu machen.
e
31:22.2); 150 Kilometer in 44:38 (bisher Vedrines 52152,4);
Mundwasser
200 Kilometer in 59145,3 (bisher Vedrines 1:10:55,2).
übrigen noch ganz geſund ſein — kann nicht mehr die deutlich beobachten kann. Führt man einem ſo geſchwäch=
Helvehurben und Herdensuhstanz, Speiſen genügend verdauen; Appetitloſigkeit und alle ihre ten Körper neue Nervenſubſtanz zu, ſo wird dieſe
beſon=
böſen Folgeerſcheinungen treten auf, wenn die Magen= ders im Gehirn, Rückenmark, überhaupt im ganzen Ner=
(Nachdruck verboten.
nerven entträftet ſind. Die Folge iſt, däß wir nur mit venſyſtem zurückgehalten und für den Lebensprozeß ſofort
Das geiſtige, geſchäftliche und geſellige Mühe, unluſtig und mechaniſch unſere tägliche Berufs= verwendet. Munterkeit, Kraft, Arbeits= und Lebensfreude
N
Leben unſerer Zeit beanſprucht eine außer= arbeit erledigen, die uns keine Befriedigung gewährt. treten wieder ein und machen den Körper gegen Ueber
gewöhnliche Leiſtungsfähigkeit der Nerven= Nervös überreizt ſchwindet unſer Appetit, unſer Heim anſtrengung widerſtandsfähig.
und Körperträfte. Ein Menſch mit über= bietet uns keine Behaglichkeit, Ruhe und Erholung mehr;
Nervenſubſtanz in phyſiologiſch reiner Form nach
angeſtrengten, verbrauchten Nerven und Unluſt, Unzufriedenheit, Unruhe, Sorgen rauben uns den dem patentierten Verfahren von Profeſſor Dr. Habermänn
Muskeln, ob alt oder jung, leiſtet nicht Schlaf, treiben uns unſtet umher und laſſen uns notge= gelangt in Biocitin zur praktiſchen Darreichung. Bibeitin
das, was ſeine Fähigkeiten erwarten drungen zu bedenklichen Mitteln greifen, um unſere Nerven iſt daher ein vertrauenswertes Nähr= und Kräftigungs
laſſen; er wird nur zu leicht auf allen Ge= künſtlich für kurze Friſt aufzupeitſchen oder zu betäuben. mittel für jeden erſchöpften Organismus in geiſtiger und
bieten überholt, verliert das Selbſtver=Gegen dieſes Elend das nur aus unſeren verbrauchten körperlicher Hinſicht; es bildet für den Schwerkranken ein
trauen und ſchafft ſelbſt bei eiſernem Wil= Nerven herſtammt, finden wir in unſeren Medikamenten gern genommenes, leicht verdauliches, kraftſpendendes
len ſein Penſum nur mit Aufbietung eines keine dauernde Hilfe, und eine Methode ſtändiger wiſſen= Nahrungsmittel; ſchafft eine hochwertige Nährquelle fün
übermäßigen Kraftverbrauchs, ſo daß das ſchaftlich erprobter Pflege der Nerven, welche allein wirk= ſchwächliche und blutarme Perſonen, kräftigt und fördert
Uebel mit jeder täglichen Leiſtung vermehrt lich helfen konnte, war bisher noch nicht gefunden.
den Subſtanzerſatz der Nerven und iſt für Ermüdungs=
Darin liegt eben das Verdienſt der Arbeiten von Pro=
wird.
und Erſchlaffungszuſtände des Körpers wie des Geiſtes
Mit ihren feinen Veräſtelungen, die im feſſor Dr. Habermann, daß er uns ein Mittel zu einer
von kaum je gehofſter Nutzbarkeit.
Das Zentral=
Zentralnervenſyſtem — Hirn= und Rücken= folchen Pflege unſerer Nerven an die Hand gab. mit dem
Biocitin iſt das einzige Präparat, welches 10 Prozent
Nervenſyſtem, der mark — ihren Ausgangspunkt haben, ver= wir hoffen dürfen, unſere Nerven — die ſeeliſchen Mus=
Sitz des Bewuſt
ſeins, in welchem mitteln die Nerven jeden inneren und keln — in abſehbarer Zeit ebenſo kräftigen zu können, wie 1 phyſiologiſch reines Lecithin nach dem patentierten Vers
fahren von Profeſſor Dr. Habermann enthält. Wir bitten
alle körperlichen äußeren Lebensvorgang des menſchlichen wir unſere phyſiſchen Muskeln ſchon längſt zu ſtählen
ver=
u. geiſtigen
Emp=
ſindungen zuſam: Körpers. Jeder Reiz, der den Körper trifft, mögen! — Dieſer Forſcher ſtellte nach einem neuen, von daher, unbedingt minderwertige Nachahmung und loſe
menſtrömen, die normale oder geſtörte Funktion irgend ihm entdeckten Verfahren Nervenſubſtanz in phyſiologiſchabgewogenes Präparat zurückzuweiſen. Biocitin iſt
nur in Originalpackungen in Apotheken und Drogerien
eines inneren Organs, ja ſelbſt unſer ſeeliſches Empfin=reiner Form dar.
käuflich, Falls nicht erhältlich oder eiwas anderes ange
Nach den Forſchungen unſerer Phyſiologen und Aerzte
den, wird uns erſt durch Vermittelung feiner und feinſter
Nervenfaſern zum Bewußtſein und zum Gefühl ge=iſt die erhöhte Zufuhr von Nervenſubſtanz in den Orga=boten wird, wende man ſich direkt an uns. Der Verſand
bracht. Der große, ſtarke Muskel wird von demnismus von außerordentlicher Bedeutung für jede geſunde erfolgt ohne Berechnung von Porto und Verpackungss
kleinen, feinen Nerv beherrſcht, den man deshalb Lebenstätigkeit. Denn auch in den Nerven findet ein ſpeſen.
Ein Geſchmackmuſter nebſt einer populär=
wiſſenſchaft=
auch mit Recht den pfychiſchen Muskel genannt Stoffwechſel, fortwährender Verbrauch und Erneuerung
hat. Der kraſtvolle Arm des Athleten leiſtet nichts der Nervenſubſtanz ſtatt. In dem ermideten, ſchwachenlichen Abhandlung über rationelle Nervenpflege ſendet
mehr. jedes Leliebige Organ verſagt, ſobald ſeine Nerven oder kranken Nerv ſchwindet die Nervenſubſtanz, wie
auf Wunſch koſtenlos die Biocitin=Fabrik, Ber=
I,20218
irgendwie erſchlaffen. Der Magen z. B. — er mag im man es am Querſchnitt der Nerven unter dem Mikroſkop llin S. 61/69.
Nummer 23..
Darmſtädter Tagblatt, Dannerstag, den 2. Oktoder 1913.
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Nummer 232.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. Oktober 1913.
Seite 22.
WVer vermag das Eufehen und die Verzweiſung der
Das Geheinnis des Kloſters zu Monza.
Die Nonne war ſicherlich nicht fürs Kloſterleben geſchaffen. Aermſten zu beſchreiben! Doch ein Gott waltet und wacht
Die Verkobten
Sie liebte das Leben mit allen ſeinen Freuden und Ge= über die Unſchuld, und Gott rührte das harte Herz des
Alleſſandro Manzonis Meiſterwerk, nüſſen. Schweſter Gertrude ging an die Gartenmauer, Ungenannten.
wo unter dichtem Blätterdach eine Oeffnung verborgen Eine unruhevolle Nacht.
Demnächſt Vorführung im
war. Durch dieſe ſteckte ein Mann ſeinen Kopf hindurch
In jener Nacht konnte der Ungenannte keinen Schlaf
und rief leiſe der Nonne Namen. Was hatten ſich die bei=
Reſidenztheater.
den zu ſagen? Als der Mann — es war Don Rodrigos finden. Das herzzerreißende Flehen Luciens klang ihm
Petter — ſich aus der Umarmung losmachte wußte er, daß noch in den Ohren wie ein Schrei der Verwünſchung, wie
Iilmbeſchreibung.
ſich im Kloſter zu Monza das Mädchen aufhielt, nach dem eine Drohung, ein Todesmahnen.—
„Teure Heimat, lebe wohl!”
Dieſe Stimme rief ihm ſein ganzes Laſterleben ins
Don Rodrigo ſo eifrig forſchte. Neue Leiden ſtanden der
Gedächtnis.
Aber auch den Brautleuten blieb nach allem, was vor= armen Lucia bevor.
gefallen war, nur die Flucht aus der Heimat übrig. Auf
So verbrachte er die Nacht, bis endlich die erſten
Pater Criſtoforos Rat begab ſich Lucia nach Monza zu Der Ungenannte.
Sonnenſtrahlen den Spuk verſcheuchten. Ins Gemach
Schweſter Gertrude ins Kloſter und Renzo nach Mailand
Der Freund der Nonne zu Monza eilte ſofort zu Don drang ferner Glockenklang und gedämpfter Jubel fröhlicher
zu Pater Bonaventura.
Rodrigo und teilte ihm ſeine Entdeckung mit. Dieſer be= Menſchenmaſſen. Der Ungenannte ſchickte einen Bravo
Beiden gab Pater Criſtoforo ein Empfehlungs= ſchloß, ſich an einen Mächtigen jener Gegend zu wenden, aus, daß er ſehe, was los ſei. Der kam bald zurück und
ſchreiben mit.
der allgemein als „Der Ungenannte” bekannt war. Der berichtete ſeinem Herrn, daß Tags vorher der Kardinal
Die Nonne von Monza.
übernahm es, Lucia durch ſeine Bravi rauben und ſie dann Friedrich Borromäus, der Mailänder Erzbiſchof,
einge=
troffen ſei und daß die Ankunft des heiligen Mannes der
In dem Weſen der ſeltſamen Frau lag etwas Welt= Rodrigo zuführen zu laſſen.
Unter Mithilfe der Nonne zu Monza wurde Lucia in Grund zu dem Volksjubel ſei. Was ging dem
Ungenann=
lich=ſinnliches, das ſchlecht zum köſterlichen Gewand paßte.
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ſie vor dieſem Weibe demütig das Haupt beugen mußte. nach einem nahen Kloſter bringen ſollte, von den Bravi
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M
Nummer 232.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerskag, den 2. Oktober 1913,
Seite 23.
meee
Spantern im Gegenſatz zu den jahlkreichen Epeditionenl ſponnen in ſeinem Häuschen am Fuße des Kirchberges,
7
nach dem Inkareich lange vernachläſſigt worden, ſo daß ein Buch Verſe erſcheinen laſſen, die alleſamt dem „Bruder
Nach dem
hier nur wenige Anſiedlungen entſtanden, und ſpäter hatte Tod” gewidmet ſind. Hier wirkt jene gute alte deutſche
ombeie
Kasieren
die Gegend einen böſen Ruf wegen des gelben Fiebers Tradition: dem unabweislichen Knochenmann, dem
Dunk=
eine Wohllat=
und anderer ſchlimmer Krankheiten. So hatte man auch len, der doch vielleicht der Helle iſt, wird tapfer mit Geſang
die
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den archäologiſchen Reſten wenig Aufmerkſamkeit ge= zu Leibe gerückt; er wird mit Melodien umſponnen, mit
(3 .
ſenäpelteten
nichtfeffende
ſchenkt, bis Saville ſeine ſyſtematiſchen Studien aufnahm. brüderlicher Liebe begrüßt, da alle Feindſchaft doch nichts
Fenberſamerien.
Zahlreiche goldene Schmuckſachen laſſen erkennen, daß dieſe nützt. Es weht ein Geiſt des Cherubiniſchen Wanders=
Hautcréme
ee e e e
Se
Leute ihre Kleider und ihren Körper reich mit Gold mannes in dieſen Verſen; doch ſtehen ſie liedhaft ungleich
behängten. Außer Hals= und Armbändern und Fuß=höher in ihrer feinen Geſchloſſenheit und dem tiefen
goldi=
ſpangen wurden ſchön gearbeitete Ohrgehänge gefunden; gen Grundton. Viele dieſer „geiſtlichen‟ Gedichte werden
Die archäologiſche Entdeckung
goldene Pflöcke wurden in die durchbohrte Oberlippe ge= ſich die Welt erobern, inſofern ſich dieſe um deutſche Lieder
des „Eldorado‟.
ſteckt und halbmondförmige Schmuckſtücke hingen an der kümmert. Die Meiſterung des lyriſchen Inſtrumentes bei
Naſe. Die ſeltſamſte Schmuckform aber iſt die Goldver=ſcheinbarer Schlichtheit und Kunſtloſigkeit iſt hier ſehr
** Die Entdeckung des fabelhaften Goldlandes Eldo=zierung der Zähne, die noch an verſchiedenen
Schä=
rado in Südamerika von dem die Berichte der ſpaniſchen deln feſtgeſtellt werden konnte. In den Oberzähnen wur= groß, indem jener innere, ſchwer zu definierende und auch
Eroberer erzählen, iſt allem Anſchein nach dem bekannten den Löcher ſorgſam ausgebohrt, nicht etwa, wie man nicht leicht in ſeiner künſtleriſchen Qualität zu faſſende
Archäologen der Columbia=Univerſität Prof. Marſhall wohl zunächſt meinte, zum Plombieren, ſondern einfach Rhythmus vorherrſcht, über den nur die Berufenſten ver=
Howard Saville mit ſeinen Ausgrabungen in Eeuador zum Schmuck. In dieſe Löcher wurden Goldſtücke gelegt, fügen. Von K. E. Knodt liegt uns außerdem noch eine
Felungen. Der Gelehrte ſtieß hier bei ſeinen ſeit ſechs die Zähne wurden mit Golddraht umwunden; ja, es ganze Reihe feiner Versbüchlein vor ſo: „Von Sehnſucht,
Jahren betriebenen Forſchungen in der Provinz Es= wurde ſogar das Email von den Zähnen abgekratzt, und Schönheit, Wahrheit”. Das Spruchbüchlein „Allerleirauh”
meraldas, die ſich an der Küſte, an Columbia angren= anſtelle des natürlichen Schmelzes bedeckten Goldplättchen in kurzen, prägnanten Worten ein Bild unſerer Zeit in
zend, bis nach dem Aequator erſtreckt, auf ein bisher völ= die Zähne, ſo daß dem Obergebiß das Ausſehen eines Kirche, Staat und ſozialem Leben entwerſend, wobei viel
lig unbekanntes Volk, deſſen hochintereſſante Kul= breiten goldenen Streifens gegeben war. An dem einen ſtarker Glaube waltet und manche feine leiſe Satire mit
tur ein wahres „goldenes Zeitalter” offenbart. Im Ame= Gebiß konnte man ſo wenig von dem urſprünglichen einfließt; vor allem auch das tiefſymboliſche Proſawerk
rican Magazine gibt Saville eine genaue Schilderung Email entdecken, daß man zunächſt glaubte, die Zähne wä= „Fontes Melusinge” und die umfangreichen prächtigen
ſeiner epochemachenden Ausgrabungen, die noch weiter ren ganz aus Gold.
lyriſchen Sammelwerke Wir ſind die Sehnſucht!” und
von ihm fortgeſehzt werden.
Ueberhaupt bedeckten dieſe Leute Teile ihres Geſichts „Die Gott ſuchen”, das Erſtlingsbuch „Aus meiner Wald=
Der Archäologe hat es ſich zum Ziel geſetzt die alten mit goldenen Stiſten und Nägeln, die ſie in Löcher im ecke”: auch: Aus allen Augenblicken meines Lebens”, ſo=
Völker zu ſtudieren, die vor den Zeiten des Columbus Fleiſch einbohrten. Die Wangen waren ſo direkt mit wie das Doppelbuch „Ein Ton vom Tode und Ein Lied
die Küſtenprovinz von Esmeraldas bewohnten. Bei ſei= Gold belegt. Bei La Tolita, auf einer Inſel Tola vom Leben” (letzteres im Selbſtverlag) nicht zu vergeſſen.
nen Forſchungen boten ihm die dunklen Andeutungen der an der Mündung des Santiago=Fluſſes, ſind 40 hohe Am ſchönſten aber iſt jetzt Knodts echt dichteriſche und im
ſpaniſchen Chroniſten die erſten Fingerzeige und zu ſei= Trümmerhaufen, von denen bisher nur einer durchforſcht beſten Sinne prieſterliche Erſcheinung in dem troſt= und
nem Erſtaunen erkannte er, daß ihre Angaben über das wurde. Man fand hier ein in ſitzender Stellung begrabe= kunſtreichen Büchlein „Vom Bruder Tod” zutage getreten.
wunderbare Eldorado durchaus nicht ſo ſagenhaft ſind, nes Stelett, eine Anzabl von Tongefäßen und ein goldenes
Handarbeit für Knaben und Mädchen.
wie ſie früher erſchienen. Die Ausgrabungen, die er an Ei mit einem kleinen Smaragd darin. Bei oberflächlichen Band 11: F. Zwollo, W. Rüſing: Metallarbeit. (21 S.
den von den Spaniern als volksreiche Städte erwähnten weiteren Grabungen wurden Schätze von Gold und klei= und 9 Tafeln 8. 1913. Preis geh. 1 Mark. Verlag
Oertlichkeiten ausführte, förderten eine ganz neue einzig= nen Juwelen gefunden. Die Juwelierkunſt dieſes alten von B. G. Teubner, Leipzig und Berlin. Ueberall in
artige Kultur ans Licht, die wohl verdient, neben die der Volkes war ſehr hoch entwickelt und bereits bis zur künſt= Schule und Haus wird heutzuage der erzieheriſchen Be=
Chibchas von Eolumbia und der Inkas von Peru geſtellt leriſchen Bearbeitung des Platin gediehen. Auch Fiſch= deutung der Handarbeit Rechnung getragen. Beſonderes
zu werden. Die Ziviliſation dieſes bisher unbekannten haken, Nadeln und Ahlen beſtanden aus Gold. In der Gewicht legt man dabei auf die Bildung des Geſchmacks
Volkes ſteht im engſten Zuſammenhange mit den colum= Verwertung des Platins ſteht dieſe Esmeralda=Kultur in der richtigen Erkenntnis, daß ſchon in früheſter Jugend
biſchen Kulturen der vorgeſchichtlichen Zeit Amerikas, ſelbſt in der ſo reichen Goldſchmiedekunſt der alten ſüd= das Gefühl für ſchöne Formen und Farben geweckt und
während ein Einfluß der Inkas nirgends zu konſtatieren amerikaniſchen Völker einzigartig da; ebenſo in dem Gold= geſchärft werden muß Um dieſe Beſtrebungen hat ſich
war. Einige Spuren führen auch auf einen Zuſammen= ſchmuck, dem Wahrzeichen des „Eldorado”.
die im Verlage von B. G. Teubner erſchienene
Samm=
hang mit Völkern in Zentral=Amerika. Das eigenartigſte
lung „Handarbeit für Knaben und Mädchen” ſchon manche
und merkwürdigſte Kennzeichen des von Saville aufge=
Verdienſte erworben: man wird es freudig begrüßen, daß
Literariſches.
fundenen Volkes beſteht in der Art, wie es ſich mit
golde=
in dem 11. Heft, das ſoeben veröffentlicht wurde. wieder
nen Schmuckſachen wahrhaft überlud. Kein anderes Volk
Vom Bruder Tod. 80 Gedichte von K. E. über einen neuen Zweig des Handfertigkeitsunterrichts
der Welt hat noch eine derartige Schmuckfreude an KnodtBensheim a. d. B. Im Selbſtverlag. 2 M. Nun hat unter den bekannten Geſichtspunkten in anſchaulichen
den Tag gelegt. Die Küſte von Esmeraldas iſt von den der liederkundige Waldpfarrer K. E. Knodt, ganz einge= Weiſe berichtet wird.
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mechanische Qualität, hervorragend haltbarer Salon- u. Herrenzimmer-Teppicb
Rolostoff, Meterware, transparenten Mustern, in elfenbein, cham-
250/350 300/400
Grösse 200/300
pagner und goldfarbig
H 160 cm br..
130 cm br.,
84 cm br.
ℳ81.- ℳ120.- ℳ167.. Mtr. 2—.90, 1.—, 1.19, per Mtr. ℳ4 1.60, 1.85,2.25, per Mtr. 22.10
Vorlagen
Gardinen
Teppiche
Alfer, Darmstadt
Decken
Bekordtiohen
Leinen-
Tüll-
nach Original-Entwürfen, mehr-
Kombination verschieden gemusterter
Tischdecken farbig bedruckt oder bestickt ℳ4 7.50. 9.75, 11.75
Allover Net-Dekorationen Tüllstoffe. mitreicher Spitzen- u. Volant-
Garnierung, komplette Dekoration, 6.90, 9.80, 12.50, 17.-, 25.-
2 Chales und 1 Behang . . . .
Gobelin-
Etamine-
schwere doppelseitige Gewebe, in
Tischdecken Perser und modernen Mustern ℳ 1.50, 9.50, 12.-, 14.75
nur allerneueste Ausmusterung, eingewebte effektvolle
Dekorationen verdüre und moderne Muster, komplette Garnitur, 2 Chales
und 1 Bchang . . . ℳ 10.50, 12.75, 15.-, 18.75, 24.-
Woll-Rips-
Tischdecken für elegante Speise- und Wohnzimmer besonders geeignet,
Kochel-Leinen-
ℳ 28.-, 31.-, 33.50
Grösse 150/180 . . . .
in Cantonnierenform, mit reicher Stickerei- und Borden-
Dekorationen Garnierung
komplette Dekoration, 2 Chales u. 1 Behang ℳ 10.75, 14.50, 16.50
Divan-Decken
Künstler-
Leinen-
in schwerem doppelseitigem Gobelingewebe, 1t
Perser und modernen Mustern . . . . ½ 9.75, 12.-, 14.50
breite Chales, mit reicher Stickerei oder eingewebten
Dekorationen effektvollen Mustern
kompl. Dekoration, 2Chales u. 1 Behang ℳ 8.40, 11.50, 16.50, 19.50
Moquette-Plüsch-
Rips-Dekorationen
Divandecken in Perserimitation und modernen Dessins
ℳ 22.50, 29.-, 34.-, 45. Cantonnierenform, mit aparter Stickerei oder effektvollem Bordenbesatz
komplette Dekoration, 2 Chales u. 1 Behang ℳ 21.75, 24.-, 27.−
Feder-Plüsch-
Mohair-Dekorationen
n blau, gold, grau und anderen
7
Divandecken Farben . . . . . . . . . . . ℳ 22.50, 45. farbigen Tüll- oder Stoff-Einsätzen, für moderne Wohn-, Salons-, Speise-
und Herrenzimmer besonders geeignet
komplette Dekorationen, 2 Chales u. 1 Behang ℳ 25.75, 36.-, 43.-
Läufer-Stoffe
Ia Haarbrüssel u. Tapestry,
Dekorations-Stoffe
ca. 70 cm breit . .. ℳ 2.10, 2.40
für aparte Herren- und Speisezimmer-Dekorationen.
ca. 90 cm breit ℳ 3.—, 3.35
110 cm breit ℳ 4.25
ca. 150 cm breit . . . . . . . . per Meter ℳ 3.- 3.50, 5.75
Meine aus Anlaß dieses Sonder-Verkaufs in besonders reicher Weise aus-
20459
gestatteten Erker Elisabethen- u. Zimmerstraße bitte ich höfl. zu besichtigen.
Auf oben angeführte Preise gewähre bei Kasse-Zahlung auch den üblichen Skonto von 30.