Abonnementspreis
Inſerafe
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Veilage:
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bel
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Reichskanzler von Bethmann Hollweg nimmt
in Sils Maria (Engadin) längeren Aufenthalt.
Der Prinz von Wales iſt geſtern vormittag zum
Beſuche des württembergiſchen Königspaares in
Frie=
drichshafen eingetroffen und wird ſich heute früh
zu den Hochzeitsfeierlichkeiten nach Sigmaringen
begeben.
Am Montag fand in Braunſchweig der
allge=
meine deutſche Innungs= und
Hand=
werkertag ſtatt.
Der internationale Verband zur
För=
derung des Mittelſtandes, der geſtern in
Stuttgart ſeine 10. Jahresverſammlung abhielt,
wählte als Ort für 1914 Hannover.
Der italieniſche Miniſter des Aeußern di San
Giu=
liano erklärte, es ſei wahrſcheinlich, daß
Adria=
nopel der Türkei verbleibe.
Bei einem Zuſammenſtoß zweier Schnellzüge
auf derMidlandbahn wurden 9 Perſonen getötet
und 10 verletzt.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 5.
Beſteuerung der
Zündholz=
erſatzmittel!
*⁎* Von einer ſolchen iſt neuerdings wieder ſtärker
die Rede, nachdem Frankreich eine derartige Beſteuerung
durchgeführt hat. Auch von der deutſchen
Zündholzindu=
ſtrie, die angeblich unter dem immer größeren Umfang
annehmenden Gebrauch von Erſatzmitteln ſchwer leidet,
wird die Einführung der Steuer als ausgleichende
Ge=
rechtigkeit dringend verlangt, ſo daß es gar nicht
unmög=
lich iſt, daß die Reichsverwaltung ihren bisherigen
Wider=
ſtand gegen die Steuer aufgibt, wenn ſie bei nochmaliger
Prüfung ſieht: die Schwierigkeiten werden nicht ſo groß
ſein und die Sache wird ſich einigermaßen lohnen. Denn
man denke nicht etwa, die Reichsverwaltung habe aus
gutem Herzen dem Staatsbürger das Vergnügen nicht
verteuern wollen, dem Reichsſäckelmeiſter ein Schnippchen
zu ſchlagen und anſtatt der durch die Steuer ſo arg
ver=
teuerten „Schweden” die ſteuerfreien Erſatzmittel zu
ge=
brauchen! Nein, Gutmütigkeit war es nicht, vielmehr
ſchien die Sache nicht lohnend genug.
Wer hätte aber auch vor fünf Jahren ahnen können,
daß die Verwendung der Zündholzerſatzmittel ſich ſo
aus=
dehnen, daß eine großartige Induſtrie entſtehen, welche
ſich mit der Herſtellung dieſer Erſatzmittel und mit deren
immer weiterer Vervollkommnung befaſſen würde! Die
erſten Surrogate für Zündhölzer kamen im Gebrauch viel
teurer zu ſtehen als dieſe, aber ob auch ihre Handhabung.
umſtändlich war, man verwendete ſie aus Verärgerung
über die Einführung der Zündholzſteuer. Der loyalſte
Staatsbürger kann nicht leugnen, daß dieſe Steuer eine
der unſozialſten iſt, welche jemals erdacht wurde. Der
Entrüſtung über dieſe Steuer verdankt aber die
Erſatz=
mittel=Induſtrie ihre enorme Entwicklung; die Preiſe für
Apparate und Zünder ſind erheblich geſunken (ſie ſind jetzt
für 25 Pfg. pro Stück zu beziehen), die Funktionierung
immer tadelloſer geworden, und heute hat wohl der Herr
Reichsſchatzſekretär mit ſeinen Miniſterkollegen ſolch
hand=
liches, ſtets zum Gebrauch fertiges Inſtrument in der
Taſche, wie es Millionen ihrer Mitbürger bei ſich führen
und nicht wieder miſſen möchten.
Die Leidtragenden ſind die Streichholzfabrikanten,
denn daß heute erheblich weniger Zündhölzer gebraucht
werden als früher, iſt ſicher. Aber die enorme
Verteue=
rung hat an ſich ſchon zu einer weit ſparſameren
Ver=
wendung der Hölzer geführt, und wir glauben, daß die
Erſatzmittel ſich die Exiſtenzberechtigung erworben haben
und im Gebrauch bleiben würden, auch wenn ſie mit einer
Steuer belegt werden ſollten. Deshalb wird das Rufen
nach einer ſolchen den Zündholzfabrikanten kaum auf die
Beine helfen, aber unmöglich iſt es ja nicht, daß die
Reichsregierung dieſem Rufe nicht widerſtehen kann,
zu=
mal wenn Ausſichten vorhanden ſind, daß dabei einige
Millionen abfallen. Verwendung für dieſe wird man
wohl finden!
Zentrum und Polen.
CD Man ſchreibt uns: Während die Polen mehr oder
weniger mit dem Zentrum gingen, das ſchon aus
konfeſſio=
nellen Gründen, weil die Polen faſt durchgehends
Katho=
liken ſind, auch ihren nationalen Wünſchen die
weit=
gehendſte Unterſtützung angedeihen ließ, hat ſich ſeit einer
Reihe von Jahren eine Entfremdung zwiſchen
Po=
len und Zentrum herausgebildet, weil das Zentrum
trotz des beſten Willens doch den polniſchen Radikalismus
nicht in dem Maße mitmachen konnte, wie es die Polen
wünſchten. Zwar iſt die alte polniſche Liebe deshalb noch
lange nicht eingeroſtet. Energiſchere Töne gegen die Polen
ſchlägt die Zentrumspreſſe nur an, wenn=religiöſe
Inter=
eſſen auf dem Spiele ſtehen und die Polenpreſſe in ihrem
bekannten rüden Ton gegen das Zentrum und die
katho=
liſche Kirche vorgeht, weil dieſe ihren nationalen
Wün=
ſchen noch immer nicht genug Vorſchub leiſten. Immerhin
iſt es zu bemerken, daß die Zentrumspreſſe ſeit einiger
Zeit wenigſtens den polniſchen Radikalismus
bekämpft, allerdings nie, ohne mit Bezugnahme auf die
alte Zentrumsdeviſe ſich auch gegen den in ihren Augen
noch ſchlimmeren deutſchen Hakatismus zu wenden, unter
dem ſie allerdings ſehr kritiklos jede auf die Abwehr des
Polentums gerichtete deutſchnationale Bewegung in der
Oſtmark verſteht. Allerdings verfährt die Zentrumspreſſe
dabei mit großer Milde, wie das bei ihr Angehörigen
desſelben Glaubens gegenüber üblich iſt. So wird auch
in einem Artikel der Germania über die Poſener
Kaiſer=
tage, den die Köln. Volksztg. vollinhaltlich, ohne ein Wort
der Einſchränkung, übernimmt, der polniſche
Radikalis=
mus in einem Atemzuge mit dem Hakatismus gerügt, aber
gleichzeitig die Schuld für die deutſchſeindliche Haltung
des Polentums der deutſchen Politik in die Schuhe
ge=
ſchoben. Die polniſche Bevölkerung fühle ſich mit Recht
durch antipolniſche Geſetzgebung und
Ver=
waltung entrechtet und bedrückt, und daher ſei der
deutſchfeindliche polniſche Radikalismus nur begreiflich.
Daß es ſich bei den deutſchen Maßnahmen gegen das
Polentum, beſonders der Tätigkeit der
Anſiedlungskom=
miſſion, aber nicht um einen Angriff, ſondern nur um
Abwehrmaßnahmen handelt, davon erwähnt
die=
ſer Artikel nichts, obwohl das doch wahrlich einwandfrei
nachgewieſen iſt. Lange bevor die Tätigkeit der
An=
ſiedlungskommiſſion einſetzte, haben die Polen mit dem
wirtſchaftlichen Boykott des Deutſchtums
begonnen und ſich großenteils mit Hilfe der Geiſtlichkeit
zuſammengeſchloſſen und einen Staat im Staate gebildet.
Den Wunſch des Artikels nach der Wiederherſtellung des
nationalen Friedens in der Oſtmark kann man unbedingt
unterſchreiben; denn der preußiſche Staat und das
Deutſchtum in der Oſtmark führt den ihm aufgedrungenen
Kampf gegen das Polentum wahrlich nicht um des
Kampfes willen, ſondern, wie jeden Kampf, um eines
ge=
ſunden Friedens willen. Der Kampf wird ſofort beendet
ſein, ſobald das Polentum die Ausnahmeſtellung, die es
ſich anmaßt, aufgibt und ſich entſchließt, den Pflichten, die
ihm ſeine Zugehörigkeit zum preußiſchen Staate und zum
Deutſchen Reiche auferlegt, loyal zu erfüllen. Gerade die
deutſchen Kaiſertage in Poſen aber haben gezeigt, daß das
Polentum in ſeiner Geſamtheit davon noch ſehr weit
ent=
fernt iſt und daß auch diejenigen Polen, die an den Feſten
teilgenommen haben, das nicht getan haben, weil ſie
Frieden mit dem Deutſchtum geſchloſſen haben, ſondern
weil ſie ihren nationalen Zielen auf dieſem Wege beſſer
zu dienen hoffen. Der Friede in der Oſtmark wird von
allen Seiten, nicht nur von der Zentrumspreſſe, gewünſcht;
aber kein ſauler Frieden, der dem Polentum nur wieder
die Möglichkeit gibt, ſeine alte, auf die Losreißung von
Preußen gerichtete Politik unter günſtigeren äußeren
Ver=
hältniſſen wieder aufzunehmen, ſondern ein geſunder
Frieden, der die ſtaatsbürgerliche Loyalität
des Polentums verbürgt.
Haldane als Jdealiſt.
* Vor einer Verſammlung zahlreicher Rechtsgelehrter
aus den Vereinigten Staaten und Kanada in Montreal
hielt der frühere bekannte Kriegsminiſter, jetzige Lord=
Großkanzler und Großſiegelbewahrer von
Großbritan=
nien Viscount Haldane eine längere Rede über die
zu=
nehmende Berückſichtigung ſittlicher
Grund=
ſätze im Verkehr der Nationen
unterein=
ander. Er führte dabei u. a. aus: Es ſind Anzeichen
dafür vorhanden, daß die beſten Perſönlichkeiten in den
beſten Nationen nicht mehr wünſchen, in einer Welt voll
ſelbſtſüchtiger Forderungen zu leben und bei jeder
Ge=
legenheit zu verkünden: Our eountry, right or wrong!
Es wächſt die Neigung, zu glauben, daß es nicht nur für
alle Menſchen, ſondern auch für alle Völker gut iſt, den
Standpunkt ihrer Nachbarn ſo gut wie ihren eigenen zu
berückſichtigen. Zum mindeſten tritt die Neigung in
Er=
ſcheinung, ein größeres Maß von Idealismus in den
internationalen Beziehungen anzuſtreben. Möge ſich ſol=
cher Geiſt zu einer vollen internationalen Sittlichkeit
ent=
wickeln. Zu Zeiten gibt ein gemeinſames Intereſſe einiger
Nationen Gedanken und Taten einen ſozialen Charakter,
woraus ſich dann ſchließlich ein Vertrag kriſtalliſiert, der
ſeinerſeits wiederum den Prozeß fördert, der ihn
ent=
ſtehen ließ. Wir ſehen dies im Falle Deutſchland=
Oeſter=
reich und im Falle Rußland=Frankreich.
Zuweilen entwickeln ſich freundſchaftliche Beziehungen,
ohne ſich zu einem allgemeinen Vertrage zu kriſtalliſieren.
So war dies der Fall zwiſchen meinem Lande und
Frank=
reich. Wir haben kein Uebereinkommen getroffen außer
einem zur Schlichtung alter Streitigkeiten über beſtimmte
Gegenſtände, ein Uebereinkommen, welches nichts mit
Krieg zu tun hat. Nichtsdeſtoweniger iſt, ſeit in dieſem
Uebereinkommen ein Zeugnis der Bereitwilligkeit gegeben
war, ſowohl zu geben als zu nehmen und in ſtetiger
Verſtändigung und Hilfsbereitſchaft zu bleiben, zwiſchen
Frankreich und England eine neue Art des Empfindens
erwachſen, die eine Realität iſt. Sie iſt noch jung und
kann zum Stillſtand kommen oder ſich vermindern. Aber
ebenſogut kann ſie vorwärts ſchreiten und wachſen, und
es iſt ernſtlich zu hoffen, daß letzteres der Fall ſein wird.
Die jüngſten Ereigniſſe in Europa und der Weg, auf
dem die Großmächte zuſammen gearbeitet haben, um den
Frieden von Europa aufrecht zu erhalten, als ob ſie eine
Gemeinſamkeit bildeten, weiſt auf die ethiſchen
Möglich=
keiten des „Gruppenſyſtems” hin, welches eines
ernſthaf=
ten Studiums der Staatsmänner ſowohl wie der
Ge=
lehrten wert iſt. Die „Sittlichkeit”, die ſelbſt zwiſchen
Völkern, die in loſer Verbindung ſtehen, ſich entwickeln
kann, ſcheint eine Sanktion zu internationaler
Verpflich=
tung zu verſprechen.
Deutſches Reich.
— Der wirtſchaftspolitiſche Dreibund.
Das amtliche Blatt des Zentralverbandes Deutſcher
In=
duſtrieller, die Deutſche Induſtrie=Zeitung, äußert ſich zu
dem Kartell, das angeblich in Leipzig vom
Zentralver=
band, dem Mittelſtandsverband und dem Landbund
ge=
ſchloſſen ſein ſoll. Faſt mit denſelben Worten wie in den
Weſtfäliſchen Politiſchen Nachrichten wird feſtgeſtellt, daß
in Leipzig der Abſchluß irgendeiner
Intereſſengemein=
ſchaft, eines Kartells oder dergleichen nicht erfolgt ſei.
Herr Schweighoffer (deſſen Anſprache im Wortlaut
ver=
öffentlicht wird) habe auch den maßgebenden Mitgliedern
des Mittelſtandsverbandes gegenüber keinen Zweifel
ge=
laſſen, daß er zu einer Betätigung im obigen Sinne gar
nicht legitimiert ſei. Insbeſondere ſei von Zollpolitik
und ähnlichen Fragen auf der Tagung nicht mit einem
Wort die Rede geweſen, und es könnte beſtätigt werden.
daß die in Ausſicht genommene rein wirtſchaftliche
Ge=
meinſchaftsarbeit ſich lediglich auf die Aufrechterhaltung
der beſtehenden Geſellſchafts= und Wirtſchaftsordnung, den
Schutz der nationalen Arbeit gegen Wirtſchaftsſtörungen
durch Boykott und Streit und eine weiſe Beſchränkung
der Sozialpolitik durch Bekämpfung ſozialiſtiſcher
Irr=
lehren beziehe.
— Poſtſcheckgeſetz und Telephonreform.
Das Poſtſcheckgeſetz ſollte bekanntlich ſchon am 1. April
1913 in Kraft treten, im Reichstage waren bei der
Kom=
miſſionsberatung aber bezüglich der neuen
Gebührenord=
nung Schwierigkeiten entſtanden, ſo daß der Entwurf
un=
erledigt blieb. Das Reichspoſtamt wird beim
Wieder=
zuſammentritt des Reichstages mit den Parteien auf
Grund einer Beſprechung, die kurz vor der
Reichstagsver=
tagung ſtattgefunden hatte, neue Verhandlungen
an=
knüpfen, um die Verabſchiedung des Entwurfes zu
be=
ſchleunigen. In der angedeuteten Beſprechung war eine
Einigung zwiſchen dem Reichspoſtamt und den Fraktionen
über die endgültige Geſtaltung des Poſtſcheckgeſetzes im
allgemeinen erfolgt. Die geſetzliche Regelung des
Poſt=
ſcheckverkehrs ſoll zum 1. April 1914 erfolgen. — Von der
Vorlegung einer Telephonreform will das Reichspoſtamt
vorläufig Abſtand nehmen. Die frühere Vorlage hat keine
Ausſicht auf Annahme im Reichstage, nachdem ſie zweimal
geſcheitert iſt. Es ſind zwei andere Syſteme, u. a. auch
das ſchwediſche, im Reichspoſtamt für eine Reform der
Telephongebührenordnung bearbeitet worden, dieſe
Vor=
arbeiten ſind aber eingeſtellt worden, weil ſich dieſe
Sy=
ſteme für deutſche Verhältniſſe als nicht brauchbar
er=
wieſen. Es bleibt alſo vorläufig bei den alten
Telephon=
gebühren.
Deutſchland und die Panama=
Aus=
ſtellung. Der Generalkommiſſar der Panama=
Ausſtel=
lung, Dr. Skiff, der ſich zurzeit in Berlin aufhält, drückte
in einem Geſpräch mit einem Mitarbeiter des Berl. L.=A.
Seite2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. September 1913.
Nammer 206.
die Hoffnung aus, daß Deutſchland ſich ſchließlich doch noch
ſofftziell an der Panama=Ausſtellung beteiligen wird. Das
Fehlen einer deutſchen Abteilung würde ein volles Bild
der enropäiſchen Kulturentwickelung unmöglich machen.
Herr Skiff meint, Deutſchland könnte durch die
Entſen=
dung einer offiziellen Miſſion die private Beteiligung
ge=
wiſſermaßen ſanktionieren. Es ſei auch anzunehmen, daß
ſich für Deutſchland in Amerika neue Abſatzgebiete
eröff=
nen laſſen, und zwar nicht nur in Nordamerika mit
Rück=
ſicht auf die Tarifbill Wilſons, ſondern auch in
Süd=
amerika. Auch gebe es jetzt in Amerika ein neues Muſter=
und Patentſchutzgeſetz, durch welches ſich jeder fremde
Staat mit Leichtigkeit davor ſchützen kann, daß ſeine
Mo=
delle nicht kopiert werden. Für eine deutſche Abteilung
iſt noch immer ein ſehr günſtiger Platz auf dem
Ausſtel=
lungsgelände reſerviert. Ihre Beteiligung haben bisher
Frankreich und Italien zugeſagt. Oeſterreich, Belgien und
Spanien werden ſich wahrſcheinlich beteiligen. Abgelehnt
hat außer England und Deutſchland noch Rußland.
— Kein deutſcher Marineattaché für die
griechiſche Flotte. Zu der Meldung, die durch einen
Teil der Preſſe gegangen iſt, daß demnächſt ein höherer
deutſcher Marineoffizier als Marineattaché der deutſchen
Geſandtſchaft in Athen beigeordnet werden ſoll, erfährt die
Poſt, daß dies nicht zutrifft. Es iſt nichts bekanntdavon, daß
eine derartige Zuteilung beabſichtigt iſt. In Anbetracht der
bevorſtehenden Vermehrung der griechiſchen Flotte iſt es im
übrigen ſelbſtverſtändlich, daß, wie das Blatt bemerkt,
Deutſchland erhöhtes Intereſſe für die Marine zeigt.
Dem=
entſprechend iſt es für ſpäter bei weiterer Entwicklung der
griechiſchen Seemacht auch nicht ausgeſchloſſen, daß,
ent=
ſprechend der Gepflogenheit, den Botſchaften und
Ge=
ſandtſchaften wichtiger Seeſtaaten Marineattachés
zuzu=
teilen, auch der deutſchen Geſandtſchaft in Athen ein
ſol=
cher beigegeben wird.
— Gegen die polniſchen „Hofgänger”.
Eine Gruppe von Polen, die hauptſächlich aus
Groß=
grundbeſitzern beſteht, veröffentlicht eine Erklärung, in der
gegen die Baſardekorationen und die Teilnahme am
Feſt=
eſſen Einſpruch erhoben wird. Ferner verſichert die
Er=
klärung die Solidarität der großen Mehrheit der
Groß=
grundbeſitzer mit der Volksgemeinſchaft in der Liebe zu
den „vaterländiſchen” Idealen und ihrer Verteidigung.
Die Veröffentlichung trägt die Unterſchriften von
Wladis=
laus v. Grabski, Boleslaus v Brodnicki und Leon v.
Plu=
cinski — alſo echt polniſche Namen!
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die neue Militärvorlage. Dem Wiener
Tagblatt zufolge wird die Entſcheidung über die neue
Militärvorlage in einem gemeinſamen Miniſterrat fallen,
welcher nach der Rückkehr des Kaiſers aus Iſchl in Wien
ſtattfinden wird. Die Meldung einer parlamentariſchen
Korreſpondenz, daß das Inkrafttreten der neuen
Militär=
ſtrafprozeßordnung aus Erſparnisgründen einen
einjähri=
gen Aufſchub erleiden werde, wird von militäriſcher Seite
beſtritten.
Italien.
Bei den großen Kavalleriemanövern,
die am 7. September zwiſchen den Flüſſen Mincio und
Ticino in der Lombardei unter Leitung des Grafen von
Turin ihren Anfang nehmen werden, ſollen in größerem
Umfange, als es bisher geſchehen, Luftſchiffe und
Flug=
zeuge Verwendung finden. Es ſoll dadurch ſowohl den
Luftfahrtabteilungen Gelegenheit zu wichtigen Uebungen
gegeben werden, als auch den Kommandos der beteiligten
Truppen die Möglichkeit, die Verwendung der
Luftfahr=
zeuge im Felde praktiſch zu erproben und zu ſtudieren.
Jeder Kavalleriediviſion werden zwei Geſchwader von
Flugzeugen (vier Eindecker und vier Zweidecker)
beige=
geben, im ganzen 16, wobei die Typen Bleriot, Newport
und Maurice Farman zur Verwendung kommen.
Außer=
dem ſoll das in Boscomantico bei Verona ſtationierte
Luftſchiff „P. 5" und ein Drachenballon in Tätigkeit
tre=
ten. Man erwartet von der Beteiligung der
Luftfahr=
zeuge wertvolle Ergebniſſe, insbeſondere im Vergleich zu
den gleichartigen franzöſiſchen Manövern des Vorjahres.
Frankreich.
Die Bagdadbahnfrage. Der Londoner
Kor=
reſpondent des Echo de Paris iſt der Anſicht, daß
Frank=
reich für ſeinen Verzicht auf die Teilnahme an der
Bag=
dadbahn keine Entſchädigung in Syrien finden werde,
weil jede Ausdehnung der franzöſiſchen Aktion in dieſem
Lande auf mächtige Hinderniſſe ſtoßen werde.
Eiſenbahn=
konzeſſionen in Armenien aber könnten Frankreich keine
Entſchädigung bieten für die große Eroberung, welche
Deutſchland mache, indem es die Hand auf die
Bagdad=
bahn legte. Wäre es unter dieſen Umſtänden — meint
der Korreſpondent des Echo de Paris — nicht beſſer, wenn
wir in dem Bagdadbahnunternehmen blieben, ſogar auf
die Gefahr hin, darin in der Minderheit zu ſein? Dieſe
Minderheit in wirtſchaftlicher und politiſcher Beziehung
wäre wahrſcheinlich vorteilhafter als der wirtſchaftliche
Nutzen, den uns armeniſche Eiſenbahnen tragen können.
Im ſchlimmſten Falle würde dabei wenigſtens der
nega=
tive Vorteil herauskommen, den Schein eines
internatio=
nalen Regimes auf der Bagdadbahn zu erhalten und zu
verhindern, daß von einer deutſchen Zone geſprochen
würde. Aber indem England auf die
Internationali=
ſierung der Endſtrecke der Bahn verzichtet, hat es das
Bei=
ſpiel eines allgemeinen Verzichtes gegeben, den es
viel=
leicht noch bereuen wird.
Eine neue Verteilung der Flotte. Die
Agence Havas veröffentlicht folgende Note: Ein Blatt
meldete wichtige Veränderungen in der Zuſammenſetzung
der erſten Kriegsflotte. Es enthielt genaue
Beſtimmun=
gen, deren baldige Verwirklichung es ankündigte. Die
Nachricht iſt mindeſtens verfrüht. Wahr iſt, daß
grund=
ſätzlich eine neue Verteilung der Flotte vom Kabinett
und dem Marineminiſter ins Auge gefaßt worden iſt.
Sie iſt die notwendige Folge einer Einſtellung von zwei
Panzerſchiffen in das Geſchwader, mit denen die Verſuche
ſoeben beendet ſind. Aber der Marineminiſter Baudin
faßte bisher keinen Entſchluß, der eine Beurteilung der
beabſichtigten Veränderungen zuließe.
Belgien.
Bedauerliche Polemiken. Das offizielle
Journal de Bruxelles ſchreibt: Franzöſiſche und belgiſche
Blätter weiſen auf die Gefahr hin, der Luxemburg und
Belgien im Falle eines franzöſiſch=deutſchen Krieges
aus=
geſetzt ſein würden, da die belgiſche Armee nach ihrer
Meinung nicht imſtande wäre, ſich dem Durchzug eines
Angreifers entgegen zu ſtellen. Wir würden dieſen
Aus=
führungen keine Bedeutung beimeſſen, wenn wir es nicht
für angezeigt hielten, von neuem hervorzuheben, wie
be=
dauerlich unſere Polemiken erſchienen, die zur Folge,
wenn nicht zum Zweck haben, im Lande ungerechtfertigte
Beſorgniſſe entſtehen und Verdacht fallen zu laſſen auf die
Abſichten von Nachbarn, mit denen wir von Vertrauen
und Gerechtigkeit getragene Beziehungen unterhalten.
China.
Die Einnahme von Nanking. Infolge der
am Montag den ganzen Morgen andauernden Beſchießung
waren die Rebellen gezwungen, Nanking zu räumen. Die
Taipings und die Truppen des Generals Tſchaaghſun
rück=
ten in die Stadt ein. Eine Anzahl Rebellen entkam durch
das Südtor.
* Beſuch des Prinzenpaares Ernſt
Auguſt in England. Der Prinz und die
Prin=
zeſſin Ernſt Auguſt, Herzog und Herzogin zu
Braunſchweig und Lüneburg, werden Mitte Oktober auf
Einladung des Königs Georg nach England reiſen,
um der am 15. Oktober in der königlichen Kapelle des St.
James=Palaſtes ſtattfindenden Vermählung des Prinzen
von Connaught mit der Herzogin von Fife beizuwohnen.
An die Hoffeſtlichkeiten wird ſich eine Staatsviſite des
Prinzenpaares beim Lordmayor und der Londoner
Stadt=
verwaltung, ein Gabelfrühſtück in der Guildhall und ein
mehrtägiger Beſuch im Sandringham=Palaſt anſchließen.
Gleichzeitig ſoll Prinz Ernſt Auguſt zum Ehrenoberſten
eines britiſchen Kavallerie=Regiments, vorausſichtlich der
neunten Ulanen, ernannt werden. Der Kaiſer der
gleichfalls eine Einladung erhalten hat, wird ſich durch
den Prinzen Heinrich vertreten laſſen.
* Barcelona, 2. Sept. Der Ausſtand iſt faſt
beendet, die Arbeit iſt in 235 Betrieben mit 19803
Arbeitern wieder aufgenommen worden, 43 Fabriken ſind
noch geſchloſſen, doch ſteht die Wiederaufnahme der Arbeit
unmittelbar bevor.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 3. September.
Die Großherzoglichen Herrſchaften, ſowie Prinz
und Prinzeſſin Ludwig von Battenberg und
Prinz und Prinzeſſin Andreas von Griechenland
weilten geſtern nachmittag auf der Roſenhöhe und
nah=
men in der Hofgärtnerei den Tee ein. Um ½7 Uhr fuhren
die hohen Herrſchaften mit Gefolge in drei Automobilen
wieder nach Wolfsgarten zurück.
* Uebertragen haben Se. Königl. Hoheit der
Großherzog dem Pfarrer Philipp Marquardt zu
Hahnheim die evangeliſche Pfarrſtelle zu Dornheim,
Dekanat Groß=Gerau.
* Kirchliche Dienſtnachrichten. Zur
Wieder=
beſetzung werden ausgeſchrieben: die evangeliſche
Pfarr=
ſtelle zu Alten=Buſeck, Dekanat Gießen; die evangeliſche
Pfarrſtelle zu Nieder=Eſchbach, Dekanat Rodheim: die
evangeliſche Pfarrſtelle zu Brensbach, Dekanat
Rein=
heim; Seiner Erlaucht dem Grafen zu Erbach=Erbach
teht das Präſentationsrecht zu; die erſte evangeliſche
Pfarrſtelle zu Schlitz, Dekanat Lauterbach; Seiner
Er=
laucht dem Grafen und Herrn von Schlitz genannt von
Görtz ſteht das Präſentationsrecht zu.
* Militärdienſtnachricht. Spies, Ob.=Zahlmſtr.
vom Inf.=Leib=Regt. Großherzogin (3. Großh. Heſſ.)
Nr. 117, bei ſeinem Ausſcheiden aus dem Dienſt mit
Penſion der Charakter als Rechn.=Rat verliehen.
g. Ferienſtrafkammer. Die Strafkammer hat am
31. Oktober 1912 den Chemiker Dr. Friedrich Hofmann,
früher in Auerbach, jetzt in Lüdenſcheid von der Anklage
einer Verletzung des Weingeſetzes und eines
Nahrungsmittelvergehens freigiſprochen,
da=
gegen den Kaufmann Friedrich Rößler wegen Ver
gehens gegen § 26 Abſ. 3 des Weingeſetzes und § 10 Abſ.1
und 2 des Nahrungsmittelgeſetzes zu 60 Mark und den
Kaufmann Paul Auguſt Hirſch wegen Vergehens gegen
§ 10 Abſ. 1 und 2 des Nahrungsmittelgeſetzes zu 30 Mk.
Geldſtrafe verurteilt. Gegen die Freiſprechung des
Dr. Hofmann hatte die Staatsanwaltſchaft Reviſion beim
Reichsgericht eingelegt; dieſe iſt aber als unzuläſſigh
verworfen worden. Der Reviſion der
Angeklag=
ten Rößler und Hirſch wurde zum Teil ſtattgegeben.
Vom 15. Juni 1909 bis Mitte 1911 war Rößler als
Ge=
ſchäftsführer bei der chemiſchen Fabrik Dr. Hofmann, G.
m. b. H., in Auerbach tätig, welche ſich hauptſächlich mit
der Herſtellung von Konſervierungsmitteln befaßt Im
Jahre 1908 wollte die Geſellſchaft von dem Chemiker C.
in Magdeburg ein Konſervierungsmittel „Cordin”
an=
kaufen. Da aber C. für ſein ſorgſam geheim gehaltenes
Rezept den Preis von 2000 Mark verlangte, beſchloß die
Geſellſchaft, das Präparat ſelber herzuſtellen. Rößler ver
ſchaffte ſich mehrere Proben des „Cordin” und ließ es von
Dr. Hofmann, dem Chemiker des Unternehmens,
analyſie=
ren, worauf dann nach dem ſo gewonnenen Rezept ein
neues Konſervierungsmittel „Bacidolin” hergeſtellt wurde.
In dem Proſpekt des neuen Präparates wurden
dieſel=
ben Anpreiſungen aufgenommen, die auch im Proſpekt des
„Cordin” ſtanden. Nach den Angaben des Proſpekts ſei
das Rezept des Mittels jeder einzelnen der 34
aufge=
ählten Sorten auf Grund genaueſter Berechnung der
be=
treffenden Gebrauchsart angepaßt. In Wirklichkeit nahm
man es mit der Zuſammenſetzung nicht ſo genau, denn die
erhobene Probe Nr. 2 des Proſpekts ergab bei der
chemi=
ſchen Unterſuchung den hohen Prozentſatz von 78,52
Pro=
zent ſchwefelſauren Natriums während es nach dem Re
zept nur 49 Prozent ſein ſollen. Weiter wurden zu dem
Mittel verwendet Benzosſäure, benzosſaures Natron
ſchwefligſaures Natron, Kaliſalpeter, Natronſalpeter und
Kochſalz.
Im Jahre 1909 beſtellte der Apfel= und
Heidelbeer=
weinfabrikant H. in Nürnberg ein Kilogramm „Bacidolin
Nr. 2‟, das in den Proſpekten auch als Zuſatz zum Apfel
wein empfohlen war, und fragte auch gleichzeitig an, ob
es ebenfalls zu Heidelbeerwein benutzt werden könnte
Rößler ſchickte ihm das Präparat alsbald zu; auf de
Faktura ſtand ein Vermerk, daß es auch zu Heidelbeerwei
zugeſetzt werden könnte. Als Mitte 1911 Rößler ausge
Neue Einzelheiten
von Napoleons Flucht.
** In der letzten Sitzung des Pariſer Inſtituts
er=
ſtattete der bekannte Hiſtoriker Arthur Chuquet Bericht
über ſeine jüngſten Forſchungen, die ſich auf die
Flucht Napoleons durch Rußland und
Deutſchland erſtreckten und die eine Fülle
außer=
ordentlich intereſſanter, bisher noch unbekannter
Einzel=
heiten zutage förderten. Man weiß, daß Napoleon am
5. Dezember 1812 Smorgoni verließ und daß ſeine Reiſe
den Charakter einer Flucht annahm, die durch ihre
Schnel=
ligkeit und ihre atemloſe Haſt etwas Unheimliches erhielt.
Von den 100 polniſchen Reitern, die mit ihm dieſe Hetzreiſe
antraten, ſind bereits am Abend des zweiten Tages 64
er=
ſchöpft am Wege zurückgeblieben, und am 13. Dezember
leiden die meiſten der Eskorte an Froſtanfällen, die es
vielen von ihnen unmöglich machen, die wilde Jagd
fort=
zuſetzen. Am 16. Dezember erreicht Napoleon das
Städt=
chen Vacha an der Werra, das damals zum Königreich
Weſtfalen gehörte; aber der Kaiſer verſtändigte den König
Jerome nicht von ſeiner Anweſenheit, er jagt nach Hanau
weiter, und hier wechſelt er einige Worte mit dem
Staats=
miniſter Albini: „Selbſt die Kaiſerin” ſagte er, „weiß
nichts von meiner Rückkehr” Als er Kaſtel erreicht, iſt es
bereits dunkle Nacht; infolge der Jahreszeit iſt die
Schiffs=
brücke aufgehoben; nirgends iſt ein Fahrzeug zu entdecken.
Schließlich findet man ein Boot, das ein franzöſiſcher
Offi=
zier mit Beſchlag belegt hat. Allein der Mann weigert
ſich, das Fahrzeug „Fremden” zu überlaſſen. Aber dieſer
Offizier iſt Anatole de Montesquieu, der Adjutant
Ber=
thiers. Der Kaiſer hat ihn am 2. Dezember, alſo mit drei
Tagen Vorſprung, abgeſandt; er ſolle nach Frankreich
ſtürmen und überall die Nachricht von einem großen Sieg
an der Bereſina verbreiten. Napoleon faßt den Offizier
an der Hand: „Allons, keine Aergerniſſe; wir ſetzen
zuſam=
men über.‟ Erſt jetzt erkennt Montesquien Napoleon,
ſchämt ſich, eingeholt worden zu ſein; entſchuldigt ſich, daß
er ſo langſam vorwärts gekommen ſei, aber Napoleon
winkt ihm nur ab. „Ich ziehe es vor, unerwartet zu
kom=
men.‟ Die nächtliche Fahrt über den Rhein, der einen
ſtarken Eisgang aufweiſt, wird nicht ohne Gefahr und
Auf=
regung zu Ende geführt; der Fiſcher hat Mühe, das Boot
heil ans andere Ufer zu bringen. Um 10 Uhr abends
er=
reicht der Kaiſer das Poſthotel und ſein Ordonnanzoffizier
Wonſowicz eilt davon, um den General Kellermann, den
Kommandanten von Mainz, zu rufen. Dem erſcheint die
Kunde von der Anweſenheit Napoleons ſo unglaubhaft,
daß er Wonſowicz zwar folgt, aber ihn zugleich von zwei
Gendarmen beobachten läßt. Die Zuſammenkunft
Napo=
leons und Kellermanns iſt nur kurz; der Kaiſer ſetzt die
Fahrt alsbald fort, und ſchon am nächſten Tage iſt er in
Verdun. Am 18. iſt er im Schloſſe Thierry und vertauſcht
ſeinen Reiſeanzug mit der Uniform ſeiner
Gardegrena=
diere. In Meaux bringen Napoleon, Caulaincourt.
Won=
ſowicz und der treue Mameluk Ruſtan nur noch 80 Fres.
zuſammen, um Zahlung leiſten zu können. Napoleon lacht
herzlich und ſpricht von ſeinen Leutnantstagen, in denen
er kaum mehr Geld gehabt habe und doch gereiſt ſei, was
beweiſe, daß man ſich immer helfen könne.
Am 18. Dezember nachts um halb 12 Uhr erreicht der
Kaiſer Paris; der Wachtpoſten an der Pforte du
Carrou=
ſel, der nur Hofwagen durchlaſſen darf, verſperrt ihm den
Weg. „Aber es iſt doch der Kaiſer” ruft Wonſowicz. „Der
Kaiſer? Unſinn, geh’, Lieber, nach Smolensk; dort iſt mein
Kaiſer.” Man muß den wachthabenden Offizier rufen, der
den Kaiſer erkennt; und erſt dann wird endlich dem
heim=
kehrenden Herrſcher das Gitter geöffnet. Am folgenden
Morgen wird der Schatzminiſter Mollien in die Tuilerien
gerufen. Er wird faſt ohnmächtig, als er ſich ſo
uner=
wartet dem Kaiſer gegenüberſieht. Napoleon entſinnt ſich
daß er am Tage ſeiner Abreiſe nach Rußland Corviſart
zu Madame Mollien geſchickt hatte, die damals krank war
Und das erſte iſt jetzt, daß er ſich bei ſeinem Schatzminiſter
nach dem Geſundheitszuſtand von deſſen Frau erkundigt.
Inzwiſchen ſind die anderen Miniſter herbeigerufen, der
Plan zur Reorganiſation der Armee wird auf der Stelle
entworfen und erſt, als dies geſchehen iſt, mittags 1 Uhr,
gönnt ſich Napoleon Ruhe.
Ein unveröffentlichter Brief
Karl Auguſts aus der eiſernen
Zeit.
C) Die Not der deutſchen Fürſten unter der franzöſ
ſchen Fremdherrſchaft hat wohl keiner ſchwerer getragen
als Karl Auguſt von Sachſen=Weimar; um ſo größer war
denn auch ſein Jubel, als kurz nach der Leipziger Völker
ſchlacht ſein Land, das ſieben lange Jahre das Joch g
tragen, von den Unterdrückern befreit wurde. Wie lang
mühſam zurückgedrängte Kampfeswut ergriff nun de
Fünfundſiebzigjährigen mit unwiderſtehlicher Macht; er
brannte darauf, an der Spitze ſeiner Landeskinder mit de
Heeren der verbündeten Herrſcher zu Felde zu ziehen. Dieſ
ungeduldige Kriegsſtimmung des tatenluſtigen alten Sol
daten und ſeine innige Vaterlandsliebe kommen ſchön zum
Ausdruck in einem bisher unbekannten Brief an den
Für=
ſten Repnin vom 21. November 1813, den Freiherr vor
Egloffſtein im neueſten Heft der Deutſchen Rundſchau ver
öffentlicht. Karl Auguſt hatte den Alliierten, als ſie nach
der Völkerſchlacht durch Weimar zogen, ſeine Dienſte
an=
geboten und empfand es nun voll Unmut, daß weder ar
ihn noch an die anderen Thüringer Fürſten die
Aufforder=
ung erging, ihre Kräfte zum Kampfe gegen Napoleon zu=
Verfügung zu ſtellen. „Geſtatten Sie mir, teuerſter
Freund” ſchreibt er daher an Repnin, „Sie über einer
ehr wichtigen Punkt um Rat zu fragen. Ganz Sachſen und
ſelbſt das Altenburger Land rüſten für die gute Sache. Di
Herzöge von Sachſen und von Schwarzburg ſind die ein
zigen, die als thüringiſche Staaten mit verſchränkter
Armen zuſehen, weil die organiſierenden Miniſter der
verbündeten Mächte nicht an ſie denken und mir für mein
Perſon nicht einmal die Ehre erweiſen, meine Briefe zu
beantworten. So geht es mir mit Herrn vom Stein und
Herrn von Hardenberg. Anderſeits meldete ſich bei
mi=
eine Menge von gutgeſinnten Leuten und wünſchen Kriegs
dienſte zu tun; ich kann ihnen nichts antworten, als daf
es mir unmöglich iſt, von ihren guten Abſichten Gebraudk
Nummer 206.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. September 1913.
Seite 3.
ſchieden war, trat Hirſch als Geſchäftsführer in die Firma
Dr. Hofmann ein. Hirſch lieferte „Bacidolin” für
Mar=
melade, für alkoholfreie Fruchtſäfte und zur Herſtellung
von Zwetſchenlatwerge. Die Strafkammer hat den
Röß=
ler eines Vergehens gegen das Weingeſetz für ſchuldig
er=
achtet. Ferner hatte Rößler ſtets auch das „
Bacidolin=
auf Beſtellung hergeſtellt, die Rohmaterialien beſtellt und
kannte die Zuſammenſetzung. Nach der bekannten
Bun=
desratsverordnung zum neuen Weingeſetz gehören
Benzoé=
ſäure und Sulphide zu denjenigen Stoffen, deren
Bei=
mengung zu weinähnlichen Getränken (Apfelwein uſw.)
durch den § 26 Abſ. 1 des Weingeſetzes verboten iſt. Dieſe
Stoffe dürfen nach § 26 Abſ. 3 des Weingeſetzes auch nicht
zu ſolchem Gebrauche verkauft, angekündigt und
feilgehal=
ten werden. Gegen dieſe Beſtimmung hatte Rößler
ver=
ſtoßen. Weiterhin war von Rößler in acht Fällen „
Baci=
dolin” für die Herſtellung von Nahrungs= oder
Genußmit=
teln verkauft worden. Der Zuſatz des „Bacidolin” zu
Nahrungsmitteln ſtellte eine objektive Verfälſchung im
Sinne von § 10 Abſ. 1 und 2 des Nahrungsmittelgeſetzes
dar, da dieſer Zuſatz weder erforderlich, noch üblich war
und unter Umſtänden auch die menſchliche Geſundheit
un=
günſtig beeinfluſſen konnte. Letztere Möglichkeit aber reichte
nicht aus, den Tatbeſtand des § 14 des
Nahrungsmittel=
geſetzes zu erfüllen. Die Abnehmer kannten die
Zuſam=
menſetzung des Präparates nicht, ſie hatten daher ſtraflos
zu bleiben. Rößler ſelbſt kam als mittelbarer Täter in
Betracht, der in fortgeſetzter Handlung durch die
Ver=
mittelung ſeiner Kunden als gutgläubiger Werkzeuge
NNahrungsmittel verfälſcht und in den Verkehr gebracht
hatte. Die gleiche Feſtſtellung galt, jedoch nur in bezug
auf die Nahrungsmittelfälſchung, auch für Hirſch. Aus
dem Weingeſetz konnte er nicht beſtraft werden, da er
we=
der den inkriminierten Proſpekt verbreitet, noch das
Bacidolin” zur Herſtellung von Apfelwein verkauft hatte.
Rößler und Hirſch rügten in der Reviſionsbegründung
Verletzung des § 56 Abſ. 3 Str.=P.=O., da die
Abneh=
mer des Präparates, obwohl ſie als Teilnehmer
verdäch=
tig erſchienen, dennoch beeidigt vernommen worden ſeien.
Das Reichsgericht führte in ſeinem Urteil aus: Ein
Vergehen nach §§ 12 und 14 des Nahrungsmittelgeſetzes
(geſundheitsſchädlicher Charakter des Zuſatzes und
Ge=
brauch zur Verſchönerung oder Mängelverdeckung) ſei
nicht ohne Rechtsirrtum verneint. Das Landgericht habe
es hier an eingehender Prüfung des Sachverhaltes fehlen
aſſen. Daß keine Einziehung ausgeſprochen worden ſei,
önne nicht angefochten werden. Dagegen ſei es
unſtatt=
haft geweſen, daß die Zeugen, die verdächtig waren, das
Bacidolin” zur Mängelverdeckung, alſo bewußt zu
wecken der Nahrungsmittelverfälſchung, bezogen zu
ha=
en, trotzdem beeidigt worden ſeien. Das Reichsgericht
at daher das Urteil gegen Rößler und Hirſch aufgehoben
und die Sache zur anderweiten Verhandlung und
Ent=
cheidung an die Vorinſtanz zurückverwieſen.
Zu der geſtrigen Verhandlung waren als
Sachver=
tändige geladen: Chemiker Dr. Büchner, Kreisarzt Dr.
Beſt und Gerichtschemiker Dr. Popp, außerdem 10
Zeu=
en. In der letzten Verhandlung vor der Strafkammer
atten ſich die Sachverſtändigen ungünſtig über das
Kon=
ervierungsmittel ausgeſprochen und auch geſtern erklärten
ſie, daß die Benzosſäure eigentlich nur in derartigen
Stof=
en ſchädlich ſein könne, die in großen Mengen genoſſen
wverden, da dann auch die Benzosſäure in größeren Doſen
em Körper zugeführt wird. Beſonders ſchädlich wirke
ie aber auch in kleineren Doſen auf Schwächliche und
kranke. Die Angeklagten berufen ſich darauf, daß ſie von
er Zuſammenſetzung des Mittels nichts gewußt haben,
a ſie ſich ganz auf Dr. Hofmann verlaſſen hätten. Beide
klären, daß ſie nicht die chemiſchen Kenntniſſe haben,
m ſich um die Herſtellung der chemiſchen Fabrikate
t kümmern. Hätten ſie gewußt, daß der Vertrieb des
Bacidolin” ſtrafbar iſt, hätten ſie den Vertrieb auch
ein=
eſtellt. Sie hätten aber ſtets nur Anerkennungen und
ob über das vortreffliche Mittel erhalten. Nach ihrer
ngabe fabriziert und vertreibt Herr Dr. Hofmann in
idenſcheid dasſelbe Mittel weiter unter dem Namen
Fromthol, ohne daß ihm dies unterſagt werde. Die
enzosſäure ſei nicht ſchädlich, die Margarineinduſtrie
önne kein Pfund Margarine verſenden, wenn ihr heute
r Gebrauch von Benzosſäure unterſagt würde. Dr.
üchner hat die chemiſche Unterſuchung der
beſchlag=
ahmten Proben beſorgt und hat feſtgeſtellt, daß große
chwankungen in der Zuſammenſetzung vorhanden waren.
Venn die Margarineinduſtrie Zuſätze von Benzoé benutzt,
geſchehe dies auf einer Vereinbarung der Intereſſenten.
s ſei noch nicht ein endgültiges Urteil vorhanden,
ob=
ieſer Zuſatz deklariert werden müſſe, oder ob er ſtrafbar
Gerichtschemiker Dr. Popp bemerkt, daß es ſehr
uf den einzelnen Fall ankomme, ob Konſervierungsmittel
uläſſig ſeien oder nicht. Er ſtehe auf dem Standpunkt,
aß in manchen Fällen konſervierende Mittel nicht ver=
meidbar ſeien, daß aber in allen den Fällen der Zuſatz
deklariert werden müſſe, wo der Konſument eine Ware
bekommt, die von der üblichen abweichend iſt. Zuſätze von
Benzosſäure ſeien nicht immer ſchädlich, ſo enthalten die
Preißelbeeren natürliche Benzosſäure und wer
Preißel=
beermark verwende, habe ebenfalls der Ware
Benzoé=
ſäure zugeſetzt, ohne deshalb ſtrafbar zu ſein. Im Kakao
ſei Ameiſenſäure enthalten, und eine Firma konſerviere
ihre Eiweißfabrikate durch den Ameiſenſäure enthaltenden
Kakao.
Kreisarzt Dr. Beſt iſt der Anſicht, daß der
Zuſatz von „Bacidolin” unter gewiſſen Umſtänden
ſchäd=
lich iſt.
Das Urteil wird am 9. September, 9 Uhr
vormittags, verkündigt.
— Vom Großh. Hoftheater. Die Preiſe für die
Einzelvorſtellungen haben eine Erhöhung um 10 Pfg.
er=
fahren, welcher Mehrbetrag zugunſten der Penſionskaſſe
der Hoftheaterangeſtellten verwendet wird. Der
Vorver=
kauf für die Vorſtellungen der erſten Spielwoche beginnt
heute und wird in den folgenden Tagen vormittags von
9½—1½ Uhr und am Sonntag von 10½—1½ Uhr
vor=
mittags an der Tageskaſſe des Großh. Hoftheaters
fortge=
ſetzt. Es gelten für alle Vorſtellungen der erſten
Spiel=
woche die gewöhnlichen Preiſe der Plätze. Der Beginn
der Eröffnungsvorſtellung „Tannhäuſer” am Sonntag iſt
auf halb 7 Uhr angeſetzt. Im Abonnement gehört dieſe
Vorſtellung, die Kapellmeiſter Ottenheimer dirigiert und
Regiſſeur Nowack ſzeniſch leitet, dem Buchſtaben C. Für
den vier Abende umfaſſenden Fauſt=Zyklus gelangt ein
Extra=Abonnement neben dem laufenden Abonnement zum
Verkauf, für welches ermäßigte Preiſe zu entrichten ſind
und für welches keine Vorverkaufsgebühr erhoben wird.
Am Samstag, den 6. September, nachmittags von 3½ Uhr
bis 5 Uhr werden an der Tageskaſſe Anmeldungen für das
Fauſt=Extra=Abonnement entgegengenommen. Der
Ver=
kauf wird an den darauf folgenden Tagen bis
einſchließ=
lich Dienstag, den 9. September, vormittags, fortgeſetzt.
An der Abendkaſſe ſind Karten zum „Fauſt” nur zu
ge=
wöhnlichen Preiſen zu haben.
* Das Plakat für die Ausſtellung 1914 der
Künſtlerkolonie verläßt ſoeben die Preſſe der Hof=Buch=
und Steindruckerei von H. Hohmann, und iſt im
Schaukaſten der Firma in der Wilhelminenſtraße
aus=
geſtellt. Profeſſor Hoetger zeigt auf dem Plakat in
künſtleriſch freier, von einigen kräftigen Farbflächen
her=
vorgehobener Zeichnung einen Jüngling, der einen
Drachen erſchlägt. Das Plakat wird ſeinen Zweck als
wirkungsvoller Hinweis auf die Ausſtellung nicht
verfehlen.
* Darmſtadt als Kongreßſtadt. Als erſte ihrer
dies=
jährigen Winterkonferenzen veranſtaltet die Deutſche
Zentrale für Jugendfürforge am 29. und 30. September
eine Außentagung in Darmſtadt, zu der ſie
von den ſtädtiſchen Behörden und dem Verbande
für Jugendwohlfahrt und Jugendfürſorge eingeladen
worden iſt. Zur Beratung gelangen folgende Fragen:
Schutz der Familie gegen trunkſüchtige Familienväter
(Berichterſtatter: Dr. jur. Frieda Duenſing, Berlin=
Baum=
ſchulenweg, und Direktor Schwandner, Vorſtand des
Zucht=
hauſes in Ludwigsburg). 2. Kinder als Erwerbsmittel
(Mißſtände im Pflegeſtellen= und Adoptionsweſen,
Be=
richterſtatter: Gerichtsaſſeſſor Otto Tormin, Berlin, und
Direktor Dr. Blaum. Straßburg)). 3. Die
ſozialhygieni=
ſchen Aufgaben der Aerzte im Zuſammenhang mit der
ge=
ſamten Jugendfürſorge (Berichterſtatter: Schularzt Dr. A.
Lewandowski, Berlin, und Sanitätsrat Dr. Sonnenberger
Worms). Auch für die Diskuſſion liegen bereits
Meldun=
gen von hervorragenden Fachleuten vor. Einladungen
ſind durch die Geſchäftsſtelle der Deutſchen Zentrale für
Jugendfürſorge, Berlin C. 19, Wallſtraße 89, zu beziehen,
die jede weitere Auskunft bereitwilligſt erteilt.
* Städtiſche Leſe= und Bücherhalle. Im Auguſt
wurde die Leſehalle im ganzen von 3382 Perſonen
be=
ſucht (im Auguſt 1912 von 2679), durchſchnittlich an jedem
Tag 109 Beſucher. Aus der Bücherhalle nach Hauſe
entliehen wurden im ganzen 7996 Bände (1912: 7920),
darunter 2799 wiſſenſchaftliche und belehrende Werke.
Die Zahl der ſeit 1. April d. J. neu eingeſchriebenen
Leſer ſtieg auf 2850. An Büchergeſchenken gingen in
dieſem Monat weiter ein: von Herrn Profeſſor A. E.
Berger eine von ihm herausgegebene Schrift, von Herrn
H. Enaux 1 Bd., von der Direktion der Großh.
Hof=
bibliothek 1 Bd., von Frl. Riedlinger 61 Jahrgänge
Zeitſchriften, von dem Verlag L. Woerl, Leipzig, ein
Werk ſeines Verlags. Allen Gebern herzlichen Dank!
Weitere Schenkungen von Büchern und Zeitſchriften,
ſoweit ſolche nicht veraltet, ſind jederzeit willkommen.
Eiſenbahner=Verſammlung. Am kommenden
Samstag, den 6. September d. Js., findet im weißen
Saale der Stadt Pfungſtadt eine Verſammlung der
Eiſenbahn=Beamten und =Arbeiter ſtatt, worauf an
dieſer Stelle beſonders hingewieſen wird. Näheres iſt
aus dem Anzeigenteil erſichtlich.
* Odenwaldklub. Der diesjährige 1½=
Tagesaus=
flug des Odenwaldklubs mußte, wie bereits durch die
Tageszeitungen bekannt gegeben wurde, um eine Woche,
auf den 6. und 7. September, verſchoben werden, da
in=
folge großer Einquartierungen ſich Schwierigkeiten für
das Uebernachten ergaben. — Nun ſteht er vor der Tür
und der Lockruf wird ſeinen Zauber ausüben auf jeden
Klubgenoſſen, der jemals drüben war in der ſonnigen,
fröhlichen Pfalz. Diesmal geht es nicht in die
Mittel=
oder Vorderpfalz, ſondern in die von Touriſten noch
wenig beſuchte, aber nicht minder ſchöne Nordweſtpfalz,
in die Ecke zwiſchen Glan, Nahe und Alſenz, in das an
Geſchichte ſo reiche alte pfälziſch=zweibrückiſche Hügelland.
Nachdem wir die Bahn in Odernheim verlaſſen haben,
er=
reichen wir nach kurzer Wanderung den Diſſibodenberg
mit ſeiner Kloſterruine, an deſſen Fuß ſich das
Glanflüß=
chen mit der Nahe vereinigt. Wenn auch nur eine mäßige
Höhe, ſo eröffnen ſich dennoch dem Auge des Wanderers
reizvolle, liebliche Landſchaftsbilder, herrliche Fernblicke
auf die Berge des Soons, des Hunsrücks und ins
Nahe=
tal. Von dem am rechten Ufer des Glanes gelegenen
bayeriſchen Orte Odernheim bringt uns die Bahn nach
einer Viertelſtunde nach dem herrlich gelegenen uralten
preußiſchen Kreisſtädtchen Meiſenheim a. Gl. Beſonders
intereſſant iſt daſelbſt die in den Jahren 1459—1510
er=
baute Schloßkirche. Dieſes hervorragende Bauwerk in
reinſter Spätgotik mit ſeinen kunſtvollen Grabdenkmälern
und ſeiner geſchnitzten Kanzel ſoll eingehend beſichtigt
werden. Vom Turm dieſer Kirche genießt man einen
prächtigen Rundblick. Da die dortige Ortsgruppe des
Pfälzer Waldvereins zu einem Bierabend — es gibt aber
auch Wein — eingeladen hat, können wir ſchon jetzt
ver=
raten, daß es gemütlich wird. Am Sonntag früh geht es
bei kaum merklicher Steigung zunächſt nach dem
bayeri=
ſchen Städtchen Obermoſchel mit ſeiner großartigen Ruine
Landsberg, die wir beim Abſtieg ins Städtchen maleriſch
vor uns liegen ſehen. In Obermoſchel iſt einſtündige Raſt
vorgeſehen. Von hier geht es hinauf durch die Weinberge
auf die Höhe der alten Römerſtraße und gelangen ſo nach
14ſtündiger Wanderung zu der geiſterhaft im
Waldes=
dunkel liegenden Ruine Momfort, einem ehemaligen
Raubritterneſt von trauriger Berühmtheit. In weiteren
* Stunden ſind wir oben auf dem Lemberg, einem
Porphyrberg von etwa 425 Meter Höhe. Das Panorama,
welches ſich hier unſeren Blicken eröffnet, iſt ſo ſchön, daß
es jedem unvergeßlich bleiben wird, der dieſe Wanderung
mitgemacht. Nach reichlicher Raſt — es iſt auch
Wirt=
ſchaftsbetrieb da — geht es beſtändig abwärts bis kurz
vor der Ebernburg. Dieſe erreichen wir auf ſanft
an=
ſteigendem Wege, von dem wir wieder eine prächtige
Aus=
ſicht nach dem Alſenztale haben, gegen 4 Uhr. Vor uns
liegt nun Münſter am Stein in einer maleriſchen
Schön=
heit, das Endziel unſerer Wanderung, woſelbſt im „Hotel
zum Schwanen” ein gemeinſames Mittageſſen ſtattfindet.
Um 7 Uhr 55 Minuten wird die Rückreiſe nach Darmſtadt
angetreten, gewiß in dem Bewußtſein, wiederum ein
ſchö=
nes Fleckchen Erde unſeres lieben Vaterlandes und ſeiner
Bewohner kennen gelernt zu haben. Die Koſten ſind
dies=
mal nicht hoch, ſie betragen für die Hin= und Rückfahrt,
Nachteſſen, Uebernachten, Frühſtück und Mittageſſen nur
11,40 Mark bezw nur 10 Mark, wenn von Münſter am
Stein ein ſpäterer Zug mit vierter Klaſſe benutzt wird.
Die Wanderzeit am erſten Tage beträgt anderthalb
Stun=
den. am zweiten Tage zirka ſieben Stunden. Wenn
berückſichtigt wird, daß es ſich dabei nur um geringe
Stei=
gungen handelt und reichliche Ruhepauſen vorgeſehen ſind,
ſo kann auch der weniger ausdauernde Wanderer den
Aus=
flug mitmachen. Uebrigens können alte Herren am
zwei=
ten Tage dieſelbe noch abkürzen und gibt hierüber der
Führer, Herr Eugen Thomaſius, bei dem, ebenſo wie bei
Herrn Robert Bergmann, ausführliche Programme zu
haben ſind, gerne Auskunft. Für gute Quartiere iſt
ge=
ſorgt; dennoch empfiehlt es ſich, ſich rechtzeitig, d. h. bis
Freitag abend, bei Herrn Rob. Bergmann oder Herrn
Thomaſius zu melden. Teilnehmern, die ſich ſpäter
an=
melden, kann ihr Quartier nicht vorher ausgemacht
wer=
den, da nur einige Gaſthäuſer am Platze ſind und die
Be=
teiligung andererſeits eine gute zu werden verſpricht. Alſo
friſch auf zur Wanderung nach der Nordweſt=Pfalz!
* Vogelsberger Höhenklub, Zweigverein
Darm=
ſtadt. Auf die Anzeige in der heutigen Nummer
ſei auch an dieſer Stelle aufmerkſam gemacht.
m. Die Verbindung der Bismarckſtraße und
Dornheimerweg iſt durch das Niederlegen der Quader=
u machen, da ich noch gar nicht weiß, was die
Verbün=
eten mit meinen eigenen anzufangen wünſchen. Mein
zataillon iſt faſt vollzählig von Magdeburg zurückgekehrt
nd in vierzehn Tagen wird es bereit ſein, 800 Mann
rk zu marſchieren. Ein Freiwilligenkorps und die
andwehr, 1200—1500 Mann ſtark, können im
Hand=
mndrehen errichtet werden. Bitte, raten Sie mir jetzt,
ein Fürſt, ob ich dies tun oder ob ich noch warten ſoll?
er letztere Entſchluß wäre mir ſehr unangenehm, aber
enn Sie mir raten, dem Zuge des Herzens zu folgen,
inn werde ich mich mit meinen Berichten an Sie
wen=
en und werde unter Ihre Befehle ſtellen den Führer des
orps, der ich ſelbſt ſein werde, und alle, die ihm folgen.
An dem Tage, da der Herzog dies voll Groll über die
m nach ſeiner Meinung widerfahrene Zurückſetzung dem
fürſten ſchrieb, war er dem erſehnten Ziel näher, als er
hnte. Am 24. November ſchon wurde im Kriegsrat der
erbündeten Armeen beſchloſſen, ihm den Oberbefehl über
as dritte deutſche Armeekorps zu übertragen, deſſen
Trup=
en dem Verbande des ruſſiſchen Heeres angehörten und
ie Streitkräfte des Königreichs Sachſen, ſowie der
ſäch=
ſch=erneſtiniſchen, anhaltiſchen und ſchwarzburgiſchen
ürſten umfaßte. Die Mobilmachung ging nach einigen
chwierigkeiten raſch von ſtatten; im Weimarer Lande
lbſt drängten ſich die Freiwilligen zu den Waffen. Zu
nfang 1814 konnte der Herzog die ſehnlich gewünſchte
teiſe nach dem Kriegsſchauplatz antreten. Hoffnungsfroh
lickte er in die Zukunft, wie ein ebenfalls zum erſten
ſtale mitgeteiltes Billett Karl Auguſts an Voigt vom 1.
anuar 1814 erkennen läßt. „Viel Glück zum Neuen
ahre,” heißt es darin; leichte kan dieſes beßer werden
ls wie das vergangene: indeßen muß man die
Vor=
hung ſehnl. bitten alle Hofnungen und erwartungen in
füllung gehen zu laſſen, die man mit rechte von dieſem
euen jahre vermuthet. Die Anforderungen ſind viele!!
Feuilleton.
C Die Schärpe in der neuen Mode. Nichts verleiht der
Ge=
alt der Frau eine perſönlichere und eigenartigere Note als
ie Schärpe, der breite Gürtel, den die Dame jetzt wieder
it beſonderer Vorliebe um ihre Hüften legt. Eine leichte
enderung in der Anordnung und Drapierung dieſer
Cäſur im Rhythmus der weiblichen Linie und die ganze
Figur iſt anders akzentuiert; die ganze Toilette erhält eine
andere Stimmung. Die elegante Frau von heute beſitzt
deshalb eine reiche Auswahl von Schärpen und Bändern
verſchiedener Stile und verſchiedener Farben. Die Mode
geſtattet ihr, durch dieſes kokette Hilfsmittel die Taille
höher oder tiefer zu verlegen und jedem Kleide die nötige
Harmonie mit ihrer Erſcheinung zu verleihen. Die
leich=
ten, lockeren, weiten Gewänder, in die ſie ſich hüllt,
wer=
den auf dieſe Weiſe gleichſam erſt künſtleriſch geſtaltet,
er=
halten Form und Seele. Manche Gürtel aus ſchwarzem
Samtband werden leicht um die Hüften gelegt und laſſen
die Spitzen und den Tüll der Bluſe in vollen Wogen
her=
niederrieſeln. Wünſcht die Dame die Panierformen des
Rokokos, die ja jetzt auch ſchon in Ausbauſchungen am
Rücken auftreten, anzudeuten, ſo wird ſie eine breite
Schärpe tief um die Hüften drapieren und genießt dann
die Schönheit einer langen Taille; ſie kann ſich aber auch
dicht unter dem Buſen gürten und wird dann den Stil des
Directoire oder der Königin Luiſen=Zeit anmutig
anklin=
gen laſſen. Die Schärpe bietet ſo eine glückliche
Gelegen=
heit, einzelne Mängel der Figur in der kleidſamſten
Weiſe zu verhüllen. Eine Dame, der die Natur eine kurze
Taille gegeben, trägt die Schärpe in Bajaderenform, feſt
und breit um die Hüften gelegt und in tiefen Draperien
geknotet. Iſt die Taille ein wenig zu lang, dann trägt
ſie das hohe Buſenband des Empire und verleiht dadurch
der Geſtalt die vollendete Symmetrie. Seiden= und
Samt=
ſchärpen werden gern zu Kleidern aus Crépon,
Mouſſe=
line oder Leinen getragen. Einer buntfarbigen Toilette
gibt eine ſchwarze Chantilly=Schärpe, die hinten in eine
große Schmetterlingsſchleife gebunden iſt, einen pikanten
und diskreten Reiz.
* Eine wichtige Entdeckung. Wie den Münch. N.
Nachr. aus Cetinje geſchrieben wird, hat der Münchener
Anthropolog Dr. Falk Schupp, der ſeit einiger Zeit in
Montenegro weilt, eine ſehr wichtige
wiſſenſchaft=
liche Entdeckung in Montenegro gemacht. Bis jetzt konnte
die Exiſtenz der vorhiſtoriſchen Menſchen im Weſten der
Balkanhalbinſel nicht nachgewieſen werden. Auch in
Grie=
chenland, wo verſchiedene europäiſche und amerikaniſche
Inſtitute große Summen der Forſchung zur Verfügung
ſtellten, gelang es nicht, ein Zeichen der Menſchen aus
der Steinzeit zu finden. Herrn Dr. Schupp, der in
Bayern und Italien in den Höhlen viele wiſſenſchaftliche
Entdeckungen gemacht hat, iſt es nun gelungen, in
Mon=
tenegro die Exiſtenz der Menſchen aus der
Stein=
zeit nachzuweiſen. Zu dieſem Zweck hat Herr Dr.
Schupp viele Höhlen in Montenegro unterſucht, bis er in
Sommer ſein Ziel in der Höhle „Koronina‟
die unweit und öſtlich von Cetinje liegt — erreichte. Aus
dieſer Höhle hat er mehr als 900 Knochenüberreſte und
Steinwerkzeuge, die die Menſchen vor mehr als 12000
Jahren herſtellten, an das Tageslicht gebracht. Herr Dr.
Schupp wird dieſe Gegenſtände nach München mitbringen,
um ſie hier wiſſenſchaftlich beſſer erforſchen zu können.
Später will er die Funde dem montenegriniſchen Staate
zum Geſchenk machen.
** Können Frauen Geſchworene ſein? Um dieſe
Frage iſt in Amerika ein heißer Kampf entbrannt, in dem
das Für und Wider leidenſchaftlich erörtert wird. Den
Anlaß bietet ein Aufſatz des bekannten Pſychologen der
Harvard=Univerſität Profeſſor Hugo Münſterberg, der im
neueſten Heft des Century Magazine wiſſenſchaftliche
Be=
weiſe dafür erbringen will, daß die Frauen nicht imſtande
ſind, triftige Gründe anzuhören und durch ſie ihr Urteil
beeinfluſſen zu laſſen. Deshalb iſt das ſchönere Geſchlecht
nach ſeiner Anſicht für jeden Richterberuf und auch für das
ſo
Amt der Geſchworenen untauglich. „Es iſt klar,
ſchreibt der Gelehrte, „daß dieſe Tendenz des weiblichen
Geiſtes für viele ſoziale Zwecke vorteilhaft ſein kann.
Frauen bleiben ihrem Inſtinkte treu, ſind nicht
wankel=
mütig in ihren Meinungen. Jedenfalls haben wir kein
Recht, zu ſagen, daß die eine geiſtige Veranlagung beſſer
iſt als die andere; wir müſſen uns damit begnügen,
feſt=
zuſtellen, daß ſie voneinander verſchieden ſind und daß
dieſe Verſchiedenheit Männer geeignet und Frauen
unge=
eignet macht, um die Aufgaben zu erfüllen, die die
Geſell=
chaft den Geſchworenen ſtellt.‟ Den Beweis für ſeine
Be=
hauptungen will der ausgezeichnete Pſychologe durch
fol=
gendes Experiment erbringen: Karten, auf denen eine
be=
ſtimmte Anzahl ſchwarzer Punkte war, wurden zunächſt
einer Klaſſe von Studenten gezeigt, die dann die Zahl der
Punkte abſchätzen mußten. Darauf wurden 5 Minuten
für eine Debatte über die ſtrittigen Anſichten gewährt,
dann mußten die Männer die Zahl wieder abſchätzen.
52 der männlichen Verſuchsverſonen rieten das erſte Mal
richtig und 78 das zweite Mal; es ergab ſich alſo, daß 26
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. September 1913,
Nummer 206.
mauer ihrem Ausbau näher gerückt. Da nun dieſe
Strecke auch kanaliſiert werden ſoll, ſind umfangreiche
Ausſchachtungen nötig. Um dieſe fertig zu bringen,
werden die im Boden ſteckenden Mauerreſte geſprengt.
Gegenüber dem Dornheimerweg liegt im Gebiete des
neuen Straßenterrains ein großer mit Bäumen
bepflanzter Erdbuckel, der noch weggeräumt werden muß.
§ Polizeibericht. Ein 18 Jahre alter Friſeurgehilfe
iſt Montag abend beim Baden im Woog ertrunken;
er konnte wegen eingetretener Dunkelheit erſt geſtern
vor=
mittag nach 6 Uhr aus dem Waſſer gezogen werden.
Eine 13jährige Schülerin hat ſich heimlich aus der
elterlichen Wohnung entſernt und ihren Eltern 490 Mk.
Bei einer in der Schuſtergaſſe
ſtatt=
entwendet. —
gefundenen Schlägerei trug ein Taglöhner verſchiedene
Verletzungen am Kopfe davon.
* Kinotheater. Man ſchreibt uns: Im
Reſidenz=
theater am weißen Turm kommt am Samstag, den
6. September, das große Luſtſpiel „Wo iſt Coletti?” zur
Vorführung. Die Poſſe iſt, beſonders in den erſten drei
Akten, an beluſtigenden Situationen ergiebig, und die
verſchmitzte Komik Junkermanns, die Anmut von Magde
Leſſing erhöht ihre unterhaltende Wickung. Ueberraſchend
groß iſt der Aufwand an Kinotechnik, mit dem vor allem
eine Epiſode, die Hetzjagd auf den mit Coletti
verwechſel=
ten Barbier Anton (Heinrich Peer) inſzeniert iſt. Man
ſieht einen Volksauflauf am Brandenburger Tor, eine
raſende Flucht mit dem Autobus (in Verdeckperſpektive).
Fahrt und Landung des Zeppelinſchiffes „Hanſa” uſw.
Uniontheater (Kunſt=Lichtſpiele Rheinſtr. 6). Der
heutige Programmwechſel bringt wieder eine Fülle von
neuen Bildern. Aus dem reichhaltigen Programm heben
wir als beſonders prachtvoll hervor das große Drama aus
dem Leben: „Seine Mutter” Wir verfolgen in
wunder=
vollen Bildern die wechſelvollen Schickſale eines jungen,
nach dem wilden Weſten ausgewanderten und dort
unter=
gegangenen Mannes. Nicht minder ſpannend iſt das
Drama „Landſtreicher und Sträfling”, während der
be=
kannte Kino=Komiker Max Linder in einer reizenden
Humoreske „Der Liebesbrief” wieder alle Minen ſeines
köſtlichen und natürlichen Humors ſpringen läßt. Die
Groteskkomik, die nirgends beſſer zur Geltung gebracht
werden kann als im Film, kommt in der Komödie „Der
zornige Straßenſprenger” zu ihrem Recht, während das
Journal neben einer Menge hochintereſſanter Einlagen
für eine erſtklaſſige Vervollkommnung des ganzen
Pro=
gramms ſorgt. Beſonders wird aber noch auf das
be=
kannte Künſtlerkonzert verwieſen, das den Beſuch des
Uniontheaters ſchon allein zu einem Genuß macht.
* Arheilgen, 2. Sept. Man ſchreibt uns: Vom 28. bis
31. Auguſt fand im hieſigen Rathausſaal, der von der
Ge=
meindeverwaltung bereitwilligſt zur Verfügung geſtellt
war, eine vom Heſſiſchen
Volksſchriftenver=
ein unter Mitwirkung der Ortsgruppe des Vereins für
ländliche Heimats= und Wohlfahrtspflege veranſtaltete
Bilderausſtellung ſtatt. In guter Auswahl
waren hier die bedeutenderen Werke unſerer beſten Künſtler
— genannt ſeien nur Hans Thoma, Wilh. Steinhauſen,
Strich=Chapell, Prenzel — zuſammengeſtellt. Der Zweck
der Veranſtaltung, dem Schund, der uns nicht nur im
Wort, ſondern auch im Bild geboten wird,
entgegenzu=
arbeiten, und zu zeigen, wie auch der nicht mit irdiſchen
Gütern Geſegnete ſein Heim mit wirklich guten Bildern,
die Herz und Gemüt erfreuen und erbauen, ſchmücken kann,
wurde bei Eröffnung der Ausſtellung durch die Hercen
Kreisſchulinſpektor Profeſſor Dr. Frenzal und
Landes=
gerichtsrat Lang in kurzen Strichen gezeichnet und von
Herrn Lehrer Haſſinger in längerem Vortrag in warmen
Worten und ſachkundigen, von künſtleriſchem Empfinden
zeugenden Erläuterungen zum Ausdruck gebracht. Daß
die Ausſtellung gcoßen Anklang fand beweiſt der gute
Beſuch, der am Sonntag nachmittag beſonders ſtark war;
nahe an 2000 Perſonen mögen ſich wohl an den prächtigen
Künſtlerſteinzeichnungen erfreut haben. Auch am
Sonn=
tag hatte Herr Haſſinger ſich wieder in den Dienſt der
guten Sache geſtellt, indem er nochmals in beredten
Wor=
ten Zweck und Bedeutung der Veranſtaltung hervorhob
und durch ſeine vorzüglichen Erklärungen zum beſſeren
Verſtändnis der Werke beitrug. Lebhafte Beteiligung
fand auch die ſtattfindende Verloſung, die manchem einen
hübſchen Gewinn in Geſtalt eines ſchönen Bildes brachte.
Einen ſchönen Erfolg hatte der ausſtellende Verein auch
Männer während der Debatte durch die Gründe der
ande=
ren umgeſtimmt worden waren. Dieſelbe Aufgabe wurde
nun einer Klaſſe von weiblichen Studenten vorgelegt, und
ihnen wurde ſogar eine Zeit zum Debattieren von 12
Mi=
nuten gegeben. Das Reſultat war, daß 45 Frauen das
erſte Mal richtig ſchätzten, und das zweite Mal wieder 45
Frauen: keine hatte ſich von den anderen in ihrem Urteil
beſtimmen laſſen. Auf Grund dieſer häufig wiederholten
und ſorgfältig durchgeführten Verſuche ſteht es für
Mün=
ſterberg feſt, daß „die Frauen nichts aus der Diskuſſion
gelernt hatten” und daß „ſie unfähig ſind, von ihrem
erſten Urteil abzugehen, auch wenn noch ſo triftige Gründe
von der anderen Seite dagegen angeführt werden” Gegen
die in dieſem Aufſatz verfochtenen Anſchauungen wenden
ſich nun die Frauen in lebhaften Auseinanderſetzungen.
Mrs. F. L. Roßbach, die Vorſitzende der bereits
beſtehen=
den amerikaniſchen Frauengerichte, die die juriſtiſche
Doktorwürde erworben hat, berief eine Verſammlung nach
dem Friedensgericht von Oak Park bei Chicago und ſagte
in einer flammenden, mit Begeiſterung aufgenommenen
Rede: „Gewiß laſſen ſich die Frauen von kalten
Beweis=
führungen weniger leicht beſtimmen als Männer, aber
dadurch werden ſie für den Richterberuf nicht untauglich.
Die Frau beſitzt eine intuitive Kraft der Erkenntnis, die
der des Mannes überlegen iſt. Durch die Argumente des
Herzens läßt ſie ſich in ihrem Urteil beſtimmen, und das
iſt von höchſter Wichtigkeit bei jeder Ausübung des
richter=
lichen Berufes.”
— Ein 100000 Mark=Preis für das beſte Baby der
Welt. Aus Neu=York wird berichtet: Die große
Weltaus=
ſtellung von San Franzisko, die Panama=Pacifie=
Expoſi=
tion von 1915, hat in ihr Programm auch die Kinderpflege
aufgenommen und einen Preis von 100000 Mark
ge=
ſtiftet, der dem beſten Baby der Welt, das in San
Fran=
zisko dem Urteil der Preisrichter unterſtellt wird, zufallen
ſoll. Bei dieſer eigenartigen Baby=Konkurrenz ſoll eine
Anzahl der bekannteſten Kinderärzte als Preisrichter
fun=
gieren und bei der Fällung ihres Urteils die neueſten
Er=
rungenſchaften und Kenntniſſe auf dem Gebiete der
Säug=
lingspflege zur Grundlage ihrer Entſcheidung machen;
kurz, Geſundheit und Gewicht, nicht ſchönes Ausſehen
allein ſollen entſcheiden. Es werden Preiſe für Babys
aller Altersklaſſen bis zu 5 Jahren ausgeſetzt, und da
be=
reits die erſte Nachricht von dieſem ungewöhnlichen
Wett=
bewerb in der Union ein lebhaftes Echo gefunden hat,
rechnet man auf eine ſehr ſtarke Beteiligung.
darin zu verzeichnen, daß eine größere Anzahl Bilder
be=
ſtellt wurde. Es ſei nicht verſäumt, den Veranſtaltern und
allen anderen, die zum Gelingen des guten Werkes
beige=
tragen haben, herzlichen Dank zu ſagen.
* Griesheim, 2. Sept. In der von dem Landwirt
D. Nold benutzten Scheune in der Bahnhofſtraße
ent=
ſtand heute morgen gegen ½8 Uhr auf noch unbekannte
Weiſe Feuer. Da das verheerende Element an den dort
aufgeſtapelten Heu= und Strohmaſſen reiche Nahrung fand,
hier alſo ſelbſt nichts zu retten war, ſo mußte ſich die
Tätigkeit der Freiwilligen Feuerwehr darauf beſchränken,
ein Uebergreifen auf benachbarte Gebäude zu verhindern.
Die Scheune ſelbſt ſtürzte alsbald zuſammen. Der
Scha=
den ſoll durch Verſicherung gedeckt ſein.
Offenbach, 2. Sept. Der 26jährige Taglöhner Jakob
Stegmann, der, wie gemeldet, in der Sonntagnacht
ſeine Geliebte, die von ihrem Manne getrennt lebende
Anna Becker aus der Groß=Haſenbachſtraße 30,
nieder=
ſtach und nach der Tat die Flucht ergriff, hat ſich am
Mon=
tag der Polizei geſtellt.
W Lampertheim, 2. Sept. Herr Eiſenbahnaſſiſtent
Argus feierte geſtern ſein 25jähriges
Dienſtjubi=
läum. Dem Jubilar, der ſich großer Beliebtheit erfreut,
wurden viele Ehrungen zuteil. — Die Vorbereitungen zu
der noch in dieſem Monat ſtattfindenden
Bürger=
meiſterwahl ſind in vollem Gange. Die verſchiedenen
Parteien haben bereits Ausſchüſſe gebildet, die eifrig
agitieren.
Mainz, 2. Sept. Heute früh um 6 Uhr rückte das
Dragonerregiment Nr. 6 ins Manövergelände ab.
Die einzelnen Eskadronen beziehen am Nachmittag in
Groß=Gerau, Langen und anderen Orten des Kreiſes
Groß=Gerau Quartier, um am Mittwoch in Babenhauſen
und Umgegend längeres Standquartier, ſowie Biwak zu
nehmen. Die Infanterieregimenter Nr. 87 und 88 rücken
morgen ins Manöver ab. Nur die Fußartillerie verbleibt
noch bis zur Mitte nächſter Woche hier.
Bodenheim, 2. Sept. Nachdem der Sohn des
Bürger=
meiſters Becker zum Gemeindeeinnehmer beſtätigt
wurde, iſt Bürgermeiſter Becker von ſeinem
Amt zurückgetreten; dieſer Rücktritt iſt damit in
Verbindung zu bringen, weil nach der neuen
Landgemeinde=
ordnung der Bürgermeiſter mit dem Einnehmer nicht
ver=
wandt ſein darf. Viele Leute glauben nun, daß die
Ge=
ſchäfte der Bürgermeiſterei von dem neugewählten
Bür=
germeiſter weitergeführt würden. Doch iſt dem nicht ſo,
denn die Beſtätigung iſt bis jetzt immer noch nicht
einge=
troffen und die Geſchäfte wird Beigeordneter Schneider
nunmehr weiter verſehen.
Bad=Nauheim, 2. Sept. Eine führende muſikaliſche
Stellung nimmt das Bad mit dem unter Profeſſor
Win=
derſteins Leitung ſtehenden Leipziger
Philhar=
moniſchen Orcheſter ein. Ein Blick auf das in
die=
ſem Sommer bisher Gebotene wird dies beſtätigen. Von
neuen Orcheſterwerken kamen zu Gehör: Richard Wetz:
Kleiſtouvertüre; Karl Bleyle: Siegesouvertüre; Auguſt
Scharrer: Per aspera ad astra, Sinfonie in D=moll=
Tſchaikowski: 3. Orcheſter=Suite; Felix Weingartner:
Luſtige Ouvertüre; Hans F. Schaub: 3 Intermezzi für
kleines Orcheſter; Charles M. Widor: Choral mit
Varia=
tionen für Harfe. Als Soliſten traten auf: Wilhelm
Backhaus, Joan de Manén. Ellen Beck, Kgl.
Kammer=
ſängerin aus Kopenhagen, Walter Kirchhoff von der
Ber=
liner Hofoper, Irma Seydel. Profeſſor Henry Marteau,
Maggie Teyte von der Pariſer Komiſchen Oper. Eine
Senſation war das große Orcheſterkonzert am 19. Juni,
in dem Hans Winderſtein ein aus 200 Künſtlern
beſtehen=
des Orcheſter von Mitgliedern der Hofkapellen und
Opern=
hausorcheſter aus Frankfurt, Wiesbaden, Mainz und
Darmſtadt leitete. Als ein Ereignis iſt auch das
drei=
tägige große Richard Wagner=Feſt vom 1. bis 3. Juli zu
bezeichnen. Eine ganz beſondere Ueberraſchung war das
Auftreten eines muſikaliſchen Wunderknaben, Duci
Kerek=
jarto aus Budapeſt, der ſeiner Geige Töne entlockte, wie
man ſie ſonſt nur von Saraſate und ähnlichen Künſtlern
hörte und hört. Sein Erfolg war beiſpiellos.
Bad Nauheim, 2. Sept. In letzter Zeit treten die
Hamſter in hieſiger Gemarkung derart häufig auf, daß
es notwendig iſt, gegen dieſe Schädlinge vorzugehen. So
groß iſt bis jetzt die Hamſterplage geworden, daß die
Stadtverwaltung ſich genötigt ſah, eine Verfügung zu
er=
laſſen, wonach für jeden abgelieferten jungen Hamſter eine
Vergütung von 10 Pfg., für ein altes Tier eine ſolche von
20 Pfg. bezahlt wird.
Vom Mansver.
(*) Die 21. Diviſion hat ihre Uebungen am Samstag
im Tale der Nidder in der Umgebung von Stockheim
be=
gonnen, und am 1. September fand die Beſichtigung
durch die Generäle ſtatt. Die 8ler hatten in Eichen und
Umgebung Quartier bezogen und rückten im Verein mit
den 80ern in den Kampf, der ſich hauptſächlich auf den
Höhen um Stammheim, Altenſtadt und Ober=Mockſtadt
abſpielte. Das Scharfſchießen der 21. Artillerie=Brigade
(27er und 63er) fand zwiſchen Bergen und Rendel auf dem
Höhenzug, der ſich zwiſchen Main und Nidder ausbreitet,
ſtatt. Auch die ſchweren Haubitzen des Regiments Nr. 3
waren aufgefahren und donnerten ihren ehernen Gruß auf
etwa 6000 Meter dahin, während die beiden Feldartillerie=
Regimenter auf 3500 bis 5500 Meter feuerten. Eine große
Zuſchauermenge hatte ſich eingefunden und die Schulen
hatten geſchloſſen, um der intereſſanten Uebung
beizuwoh=
nen. Damit ſind die Vorübungen zum Manöver, die
Bri=
gadebeſichtigungen und das Scharfſchießen der Artillerie=
Regimenter beendet. Am 2. September beginnen die
Ge=
fechtsübungen, die eigentlichen Manöver. Ueberall im
Gelände ſieht man ſchwarze Flaggen, welche vor
gefähr=
lichen Stellen warnen, und Strohwiepen, die den
Kriegs=
mann auf die zu ſchonenden Felder aufmerkſam machen.
Der heſſiſche Vogelsberg, und zwar der ſüdliche Teil des
Kreiſes Lauterbach, erhält in dieſen Tagen ſeine erſte
Einquartierung, es ſind die heſſiſchen Truppen, die hier
eintreffen. Nach Freienſteinau kommt der Regimentsſtab
der 118er und der 25er Feldartillerie, Fleſchenbach,
Holz=
mühl. Radmühl, Salz, Ulmbach, Kreſſenbach, Steinau
bie=
ten für die 117er und 118er Quartier, und weiter öſtlich,
um Elm, Schlüchtern, Flieden, beginnt morgen das
Ma=
növer der 115er, 116er und 168er.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 1. Sept. Der Prinz
von Wales beſichtigte heute vormittag unter
Führ=
ung des Kaiſers ſelbſt das Königl. Schloß und
ins=
beſondere die hiſtoriſchen Feſträume; ſpäter beſuchte der
Prinz auf ſeinen eigenen Wunſch den Königl. Marſtall
wo er unter Führung des Generals von Gontard etwa
anderthalb Stunden verweilte. — Heute abend fuhr auf
der Döberitzer Heerſtraße ein von Berlin kommendes
Privatautomobil in einen Laſtwagen hinein
und wurde dabei vollſtändig zertrümmert. Die Pferde
des Laſtwagens wurden ſo ſchwer verletzt, daß ſie getötet
werden mußten. Die Inſaſſen des Autos wurden von
einem vorüberkommenden Auto aufgenommen und nach
Berlin gebracht. — Auf der Nietwerder Feldmark bei
Neuruppin ereignete ſich ein Jagdunfall mit
töd=
lichem Ausgang. Der 13 Jahre alte Knabe Rehlintz
aus Wuthenow wurde von einem Berliner Arzt, der dort
der Hühnerjagd oblag, aus etwa 100 Meter Entfernung
in die Bruſt geſchoſſen. Der Arzt verband ihn ſofort und
ordnete ſeine Ueberführung in das Kreiskrankenhaus
Neuruppin an, wo er in der Nacht ſeiner Verletzung
er=
lag. — Die Gräfin Fiſchler von Treuberg, eine
Offenbacher Schneidertochter, hat ſich in der nächſten Zeit
wegen Wucher und Beihilfe zum Wucher vor der
Straf=
kammer zu verantworten. Nach einigen tollen Jahren in
Frankfurt, wo ſie unter polizeilicher Aufſicht ſtand, ſich aber
doch eine Equipage und eine Loge im Theater halten
konnte, kam ſie nach Hamburg und heiratete dort einen
Hotelbeſitzer. Später ſtand ſie unter Anklage, ihre eigene
Tochter der Unzucht zugeführt zu haben; ſie wurde jedoch
damals freigeſprochen. Von ihrem Manne getrennt,
lernte ſie den Oberleutnant zur See Fiſchler von Treuberg
kennen und verheiratete ſich mit ihm in England. Ihr
Mann hat jedoch die Ehe angefochten, weil ihm das
Vor=
leben ſeiner Braut verheimlicht worden war. Er lebt von
ihr getrennt, iſt jedoch nicht geſchieden. Sie zog nun nach
Berlin, wo ſie eine luxuriöſe Wohnung bezog, trotzdem ſie
kurz vorher den Offenbarungseid geleiſtet hatte.
Siesbe=
ſchäftigte ſich nun mit Vermittelungen von Darlehen, für
die ſie ſich Wucherzinſen zahlen ließ. Die bevorſtehenden
Strafkammerverhandlungen werden auch in die
merkwür=
digen Geldgeſchäfte der Prinzeſſin Luiſe von Koburg
hineinleuchten. Die Prinzeſſin wohnte im Jahre 1908/09
im Hotel Briſtol und mußte, als ihr Kredit erſchöpft war,
jeden Tag vor dem Diner 400 Mark vorausbezahlen. Ihr
Freund, Graf Matachich, und ihr Sekretär bemühten ſich
das Geld auf jede Weiſe herbeizuſchaffen und gerieten
hierdurch an die Angeklagte. Das Geſchäft zerſchlug ſich
jedoch und die Angeklagte kam um ihre Proviſion.
Frankfurt, 2. Sept. Zwiſchen dem Schlachthof und der
Gerbermühle ereignete ſich geſtern ſpät abends ein
Bootsunfall, bei dem der 18 Jahre alte Mechaniker
Bruno Meſchke aus Spoſſa ertrunken iſt. Meſchke, der
Mitglied des Rudervereins „Undine” war, fuhr gegen
8 Uhr in einem Grönländerboot mit loſem Ruder vom
Schlachthof aus mainaufwärts. Als er etwa 10 Meter
von der Landungsſtelle, entfernt war, kippte das Boot
um und Meſchke fiel in den Main. Der Ruderer erfaßte
das Boot und Steuer, ſchwamm damit ans Land und
fuhr von neuem ſtromaufwärts. Nach etwa einer Viertel
ſtunde kam das leere Boot angeſchwommen. Man nimm
an, daß in der Nähe der Gerbermühle das Boot zum
zweiten Male umgekippt und Meſchke dabei infolge eines
Schlag= oder Krampfanfalles ertrunken iſt.
Hanau, 2. Sept. Im Kaliwerk Neuhof im Kreiſ
Fulda ſind durch Einſturz einer Bretterwan
drei Arbeiter verletzt worden. Ein Arbeiter hat ſeinen
Tod gefunden, da er im Kaliſalz erſtickte.
Straßburg, 1. Sept. Zurzeit werden von einer Ber
liner Firma 14 Gobelins des Straßburge
Münſters, die teils infolge ihres Alters, teils durc
atmoſphäriſche Einflüſſe gelitten haben, einem Erneue
rungsverfahren unterworfen, für das nahezu 100000
Mark zur Verfügung geſtellt worden ſind. Die weltbe
rühmten Gobelins, die vor mehr als 200 Jahren in de
erſten Kunſtwebereien Belgiens und Frankreichs für die
Notre Dame=Kirche in Paris für je 1000 Livres
hergeſtell=
wurden, ſtellen aus dem Leben der Gottesmutter
Mari=
die hauptſächlichſten Momente dar. Es iſt bis heute not
nicht aufgeklärt, auf welche Weiſe die Gobelins nac
Straßburg gekommen ſind. Sicher iſt aber, daß dies bi
reits vor der Revolution der Fall geweſen iſt, weilſi
während dieſer kritiſchen Zeit nachweislich in einem Kel
lergewölbe verborgen waren. Die feuchte Kellerluft hatt
aber auf die zarten Gewebe eine ſo nachteilige Wirkung
daß ſich allmählich bedenkliche Anzeichen von Moder gel
tend machten, ſo daß ſchon zur Zeit des Statthalter
Fürſten zu Hohenlohe=Langenburg ſtaatliche Mittel=g
währt wurden, um wenigſtens die am meiſten gefährd
erſcheinenden Kunſtwerke vor dem Untergang zu retten
Nach und nach wurde dieſes Verfahren, durch welches di
erſten Gobelins vor der völligen Zerſtörung gerettet we
den konnten, auch bei den übrigen angewendet und zwa
mit dem Erfolge, daß die Farben nach der nunmehr
e=
folgten Reinigung friſcher hervortreten als vorher;d
Ausbeſſerung der einzelnen verdorbenen Gewebepartie
iſt derart ſorgfältig ausgeführt, daß von ihr ſelbſt b
genauer Beſichtigung ſo gut wie gar nichts bemerkt
we=
den kann. Die Gobelins wurden ſeither im Kapitelſaa
des Straßburger Domkapitels aufbewahrt. Es mehrte
ſich aber ſeit Jahren die Stimmen, man möge dieſe Kunf
chätze unter Beobachtung der nötigen Vorſicht der All
meinheit zugänglich machen. Bisher konnten näml
dieſe Kunſtwerke nur gelegentlich der Verwendung zu ge
tesdienſtlichen Zwecken innerhalb des Münſters
beſichti=
werden. Nunmehr ſollen ſie in einem eigenen Saal=i
Rohan=Schloß ausgeſtellt werden, ſobald ſie ſämtlich rep
riert ſind, was jedoch zum mindeſten noch ein Jahr
Anſpruch nehmen dürfte.
München, 2. Sept. Hier liegen 41 Perſonen typhu
krank in verſchiedenen Spitälern, nachdem vor
Tagen von einem typhusverſeuchten Gehöft in Mitterha
bei Bad Aibling 800 Liter Milch nach München geli
fert worden ſind. Die Polizei veranſtaltet jetzt zur E
mittelung weiterer Typhuskranker Streifen durch d
Stadt. Die Unterſuchung und die Gegenmaßregeln wi
den dadurch erſchwert, daß der Bauer zuerſt geleuar
hatte, Milch nach München geliefert zu haben. Sein G
höft iſt ſchon ſeit Anfang Auguſt vom Typhus verſeuc
Prien am Chiemſee, 1. Sept. Heute mittag miete
in Stock bei Prien ein Mann und eine Frau ein
Bo=
fuhren in den See hinaus und erſchoſſen ſich=d
ſelbſt. Die Leichen fielen ins Waſſer. Die Leiche d
Mannes wurde inzwiſchen geborgen. Es handelt ſich u
den Wiener Finanzkommiſſär Reißig.
Karlsruhe, 2. Sept. In der Familie eines Zahnte
nikers ſind am vergangenen Mittwoch 10 Perſonen n
dem Genuß von Schokolade= und Vanillencreme 1
Vergiftungserſcheinungen erkrankt. Wi
rend neun bald wieder hergeſtellt waren, iſt der 20jär=
Sohn, der am Mittwoch nicht zu Hauſe war und deshe
erſt am Donnerstag abend von dem Creme gegeſſen hat
geſtern nachmittag im Städtiſchen Krankenhauſe geſtorb
Kuppenheim, 2. Sept. Geſtern abend gegen ½9 U
brach in der Sägemehl= und chemiſchen Fabrik von Steſ
Hans Großfeuer aus. Das ganze Fabrikgebäude,
dem ſich 100 bis 150 Waggon Sägemehl befanden, bran
nieder. Der Schaden wird auf 100—150000 Mark geſche
und iſt teilweiſe durch Verſicherung gedeckt.
Lübben, 2. Sept. Wie bereits kurz berichtet, iſt e
Sonntag nahe der Spreewaldſtadt Lübben ein Be
liner Automobil ſchwer verunglückt.
Automobil, ein Verſuchswagen der Neuen Automob
Nummer 206.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. September 1913.
Seite 5.
Geſellſchaft, war mit dem Ehepaar Dr. Menſch aus
Pots=
dam, dem Angeſtellten der Verſuchsabteilung der N. A.=G.,
Dr.=Ing. Georg Bergmann, ſowie dem Chauffeur Ernſt
Teſchke beſetzt. Auf der Chauſſee Lübben-Golßen-
Ber=
lin näherte ſich das Automobil unweit des Forſthauſes
Klein=Lobolz dem vorauffahrenden Automobil des
Regie=
rungsbaumeiſters Becker aus Berlin. Infolge der
Staub=
entwicklung war dem Führer des N. A.=G.=Wagens die
Ueberſicht über die Straße erſchwert. Als er daher an
dem erſten Auto vorbeiſteuern wollte, geriet ſein Wagen
zu weit nach links, ſtreifte den anderen Kraſtwagen nur
leicht, verlor aber ſelbſt das Gleichgewicht und ſtürzte,
ſich überſchlagend, die faſt zwei Meter tiefe Böſchung
hinab. Die Inſaſſen wurden in weitem Bogen
heraus=
geſchleudert Frau Dr. Menſch erlitt einen
Halswirbel=
bruch, der auf der Stelle ihren Tod herbeiführte, ihr
Gatte einen Bruch des Beckens. Die anderen Inſaſſen
kamen mit Hautabſchürfungen und leichten Kontuſionen
davon. Der des Weges kommende Stabsarzt Elbel von
den Lübbener Jägern bemühte ſich um den
Schwerver=
letzten. Das bei der Kolliſion nur leicht beſchädigte Auto
brachte dieſen und die Tote nach dem Kreiskrankenhaus in
Lübben. Eine Gerichtskommiſſion ſtellte heute mittag an
der Unfallſtelle den Tatbeſtand feſt. Gerichtsaſſeſſor Dr.
Karl Menſch, der beim Amtsgericht Charlottenburg
kom=
miſſariſch beſchäftigt war iſt 31 Jahre alt und ſeit etwa
drei Jahren mit ſeiner 26jährigen Frau Berta, geborenen
Guttmann, verheiratet.
Swinemünde, 2. Sept. Auf dem ruſſiſchen
Torpedo=
bootszerſtörer „Nowik”, der hier Probefahrten
unter=
nimmt, platzte geſtern nachmittag ein Keſſelrohr.
Zwei Mann wurden ſchwer verbrüht.
Poſen, 1. Sept. Einige Tage nach der Abreiſe des
Kaiſers wurde im Rathauſe ein Feſteſſen veranſtaltet,
das für einige Teilnehmer üble Folgen hatte. Nach dem
Genuß von Hummer erkrankten mehrere Perſonen
an Vergiftungserſcheinungen.
Wien, 2. Sept. Der Miniſter des Innern hat das
Chemiſche Inſtitut aufgefordert, die Unterſuchung der
Ueberreſte des jüngſt angeblich an einem Nierenleiden
ver=
ſtorbenen Millionenerben Alexander v. Taganyi mit
Beſchleunigung vorzunehmen, da der Verdacht beſteht, daß
Vergiftung vorliegt.
Rom, 2. Sept. Am hellen Tage drangen geſtern
Ein=
brecher in die Wohnung des abweſenden Notars
Vin=
zio, überfielen das Dienſtmädchen und töteten es durch
Meſſerſtiche. Es gelang ihnen jedoch nicht, Geld= und
Wertſachen zu rauben, da ſie den Geldſchrank nicht zu
öffnen vermochten.
Rom, 2. Sept. Auf dem Polizeiamt in Venedig
er=
ſchien geſtern der junge Fürſt Uruſſow aus Moskau und
erzählte, daß ihm von einer Abenteuerin, die er in Wien
kennen gelernt habe, während der Bahnfahrt Wien-
Vene=
dig ein Ring im Werte von 120000 Francs,
eine goldene Uhr und andere Schmuckſachen geſtohlen
vorden ſeien. Die Abenteuerin habe ihm unterwegs
Likör zu trinken gegeben, worauf er in einen tiefen Schlaf
verfallen ſei. Als er erwachte, ſei die Abenteuerin
ver=
chwunden geweſen. Bald darauf habe er das Fehlen der
Schmuckſachen bemerkt. Der Ring war ſeinem
Groß=
ater vom Kaiſer von Rußland geſchenkt worden.
Brüſſel, 1. Sept. Der König empfing Herrn
Car=
egie und ſeine Gemahlin in Privataudienz. Er richtete
n Carnegie eine engliſche Anſprache, in der er für die in
Belgien errichtete Heldenſtiftung dankte. Zu Ehren der
Läſte fand ſpäter eine Tafel zu 50 Gedecken ſtatt.
Naſhville, 2. Sept. Während des geſtrigen
Auto=
ennens verlor ein Wagen ein Rad. Zwei Automobile
türzten um. Die Inſaſſen, zwei Chauffeure und zwei
Mechaniker, wurden getötet.
Madrid, 2. Sept. Bei einer Schießübung der
Artillerie auf dem Schießplatz Carabenchel explodierte
eine Kartuſche, durch welche ein Mann getötet, ein
Wachtmeiſter und zwei Artilleriſten ſchwer verletzt
wur=
den. Ein Mann, der Hilfe herbeiholen wollte, ſtürzte bei
zem Verſuch, ſeine vom Wind entführte Kopfbedeckung zu
rgreifen, aus einem Wagen und wurde getötet.
London, 1. Sept. Killarney Houſe, der
präch=
ige irländiſche Beſitz des Grafen von Kennare, der vor
nehreren Jahren mit einem Koſtenaufwande von 4
Mil=
ionen Mark erbaut wurde und eines der ſchönſten
Ge=
äude Irlands war, wurde, wie gemeldet, am Samstag
urch Feuer vollſtändig vernichtet. Die gräfliche
Familie befand ſich bei Ausbruch des Feuers, das gegen
Uhr nachmittags ausbrach, im Schloſſe. Der ganze
haushalt wurde ſofort alarmiert und die Feuerwehr
vurde gerufen. Schon nach 20 Minuten ſtand ein ganzer
Flügel in Flammen. Das Haus hatte eigene
Waſſerver=
orgung, die ſich jedoch als ungenügend herausſtellte auch
aßten die Kuppelungen der Feuerwehrſchläuche nicht auf
ie Waſſerhähne, ſo daß von Anfang an an eine
Beſchränk=
ing des Feuers auf ſeinen Herd nicht zu denken war.
llles, was zu retten war, wurde ins Freie geſchafft. Der
frößte Teil der Möbel und die koſtbaren Gemälde= und
Porzellanſammlungen wurden ein Raub der Flammen.
lm 6 Uhr abends ſchoſſen aus allen Teilen helle Flammen
ervor. Der Geſamtſchaden wird auf ungefähr 5
Mil=
ionen Mark geſchätzt. Ueber die Urſache des Brandes
ſt nichts näheres bekannt geworden.
London, 1. Sept. Ueber das verſchwundene
Gerlenhalsband ſchwebt noch immer ein
geheim=
lisvolles Dunkel. An Stellen, die etwas über das
Schmuck=
tück wiſſen ſollten, wird erklärt, daß ſich bisher noch keine
lnhaltspunkte dafür ergeben hätten wo das Halsband
ch gegenwärtig befinde; man müſſe die Rückkehr des
derrn Price abwarten der heute nach London zurückkäme
dieſem ſei es wahrſcheinlich gelungen, ſich mit den
Füh=
ern der internationalen Diebesbande in Verbindung zu
etzen, um ein Arrangement zur Herausgabe des
Perlen=
alsbandes zu treffen.
Dublin, 2. Sept. Geſtern gegen 10 Uhr haben ſich die
usſchreitungen wiederholt. Große
Menſchen=
iengen ſammelten ſich in der Chapelſtreet an. Hier
fan=
en die erſten Zuſammenſtöße mit der Polizei ſtatt.
Schau=
enſter wurden eingeworfen und die Auslagen
geplün=
ert. Der größte Tumult herrſchte vor der Dubliner
iskuit=Fahrik der Firma Jakob. In einer Nebenſtraße
er Werfordſtreet verſuchten die Streikenden die
Straßen=
ahnſchienen aufzureißen. Polizei ſchritt mehrfach ein.
stundenlang wogte der Kampf hin und her.
Kopenhagen, 1. Sept. Der Herzog und die
Her=
ogin von Cumberland und die Prinzeſſin Olga
nd heute abend 6.41 Uhr hier eingetroffen und am
Bahn=
of von der Kaiſerin=Witwe von Rußland, der Königin=
Litwe von England, der Prinzeſſin Viktoria von
Eng=
ind, dem Prinzen Waldemar von Dänemark und den
brigen Mitgliedern des däniſchen Königshauſes
empfan=
en worden.
Nowotſcherkaßk, 1. Sept. Auch die übrigen
Teilneh=
ter an dem Dampferüberfall ſind gefangen
genommen worden. Insgeſamt ſind es neun Perſonen,
von denen ſieben Georgier und zwei Matroſen des
Damp=
fers ſind. Den Räubern wurden 65000 Rubeln wieder
abgenommen; das übrige Geld iſt verloren. Die
Ge=
fangennahme ſämtlicher Räuber erfolgte durch Koſaken.
Brisbane, 2. Sept. Einer Meldung aus Neuguinec
zufolge wurde der Mineraloge John Warner, ein
Deutſch=Amerikaner, auf ſeiner Forſchungsreiſe von
ein=
geborenen Papuas getötet und aufgefreſſen.
Zwei eingeborene Begleiter entkamen.
Parade des Gardekorps.
* Berlin, 2. Sept. Bei ſchönem Wetter begann
heute morgen 8 Uhr die Herbſtparade des
Garde=
korps auf dem Tempelhofer Feld. Es nahmen
die hier anweſenden Prinzen des Königshauſes, die
Her=
zöge Albrecht und Philipp Albrecht von Württemberg, die
Prinzen Alfons und Franz von Bayern teil. Ferner
waren u. a. zugegen: die ſchwediſche Sondermiſſion, der
italieniſche und argentiniſche Generalſtabschef, Offiziere
des Waſhingtoner Milizregiments, der indiſche Radſchah
Narſinjarh mit ſeiner Begleitung in buntſeidenen
Tur=
banen. Die Kaiſerin wohnte mit der Prinzeſſin Auguſt
Wilhelm der Parade bei. Die Truppen waren in zwei
Treffen aufgeſtellt. Die Parade kommandierte
General=
adjutant General der Infanterie v. Plettenberg. Kurz
nach 8 Uhr erſchien der Kaiſer in der Uniform des
1. Garderegiments zu Fuß. Während der Kaiſer die
Fronten abritt, erſchienen mehrere Flugzeuge und der
Zeppelinkreuzer „Hanſa‟ Später überflogen einige
Freiballone die Parade. Gegen 8¾ Uhr begann der
Vorbeimarſch der Infanterie in Regimentskolonnen, der
Berittenen im Schritt. Der Kaiſer führte der Kaiſerin
das 1. Garderegiment und das 1. Garde=
Feldartillerie=
regiment vor. Der Vorbeimarſch dauerte bis nach 10 Uhr
Der Kaiſer hielt eine Beſprechung ab und führte unter
dem Jubel des Publikums die Feldzeichen nach dem
Schloß zurück.
* Berlin, 2. Sept. Als der Kaiſer an der Spitze
der Feldzeichen in das Schloß zurückkehrte, begleiteten ihn
der kommandierende General des Gardekorps v.
Pletten=
berg, der italieniſche Generalſtabschef Pollio, Fürſt zu
Fürſtenbera. Prinz Eitel Friedrich, Prinz Auguſt
Wil=
helm und Prinz Oskar. Prinz Joachim war als
Fahnen=
offizier eingetreten. Der Kaiſer nahm im Schloßhofe
eine größere Anzahl militäriſcher Meldungen entgegen.
ſowie aus den Händen einer Deputation des Offizierkorps
des 1. Garde=Feldartillerie=Regiments anläßlich ſeines
25jährigen Cbeſjubiläums eine Erinnerungsgabe. Im
Sternſaal empfing der Kaiſer die ſchwediſche
Sonder=
miſſion, welche dem Kaiſer anläßlich ſeines 25jährigen
Jubiläums als ſchwediſcher Admiral einen Ehrenſäbel
überreichte.
Luftfahrt.
* Straßburg, 2. Sept. Der Flieger=Unteroffizier
Kahl war heute zur Ablegung der dritten
Fliegerprüf=
ung auf dem Flugplatz Habsheim gelandet. Heute abend
unternahm er allein einen Uebungsflug. In 30 Meter
Höhe ſtürzte der Apparat ab. Er
zertrüm=
merte vollſtändig und geriet in Flammen. Kahl wurde
ſchwer verletzt aus den Trümmern hervorgezogen.
Sein Zuſtand iſt hoffnungslos.
H.B. Paris, 2. Sept. Zu Laroche=Bernard geriet
der Zweidecker der Fliegerin Richer, die dort
Schau=
flüge unternahm, in eine Baumgruppe. Der Apparat
ver=
fing ſich in den Aeſten und ſchlug dann um. Die Fliegerin
ſtürzte zu Boden. Sie erlitt einen Oberſchenkelbruch und
ſchwere Gehirnerſchütterungen. Ihr Zuſtand iſt ſehr
be=
denklich.
* Paris, 2. Sept. Auf dem Flugfelde von
Jou=
viſſy unternahm der Flieger Pegourd auf einem
Blériot=Eindecker einen Flug bis zu einer Höhe von 1000
Metern und ſtieg dann vertikal ab. Plötzlich ließ er dann
durch eine beſondere Vorrichtung den Apparat ſich
um=
drehen und flog ſo gewiſſermaßen auf dem Rücken
horizontal 400 Meter weit (?), worauf der Apparat durch
einen Druck auf den Stabiliſator ſeine normale Lage
wieder einnahm. Die Landung erfolgte glatt.
* Paris, 2. Sept. Der Flieger Pegourd
wieder=
holte heute vormittag auf dem Flugplatze Bue den
Ver=
ſuch, den er geſtern in Jouviſſy gemacht hat, vor Vertretern
der Militär= und Zivilluftfahrt. Er ſtieg in größere
Höhen auf und dann faſt ſenkrecht bis 500 Meter über die
Erde herab und beſchrieb ein großes S; den Kopf nach
unten, die Räder nach oben, legte er ungefähr 500
Me=
ter in 30 Sekunden zurück, brachte ſeinen Apparat in eine
aufrechte Lage und landete um 10 Uhr 40 Minuten.
Vermiſchtes.
— Militärvorlage und kaufmänniſcher
Stellenmarkt 87000 Militärpflichtige werden in
dieſem Herbſt mehr eingeſtellt als ſonſt, eine Zahl, die ſich
auch auf dem Stellenmarkt im Handelsgewerbe ſehr
fühl=
bar machen wird. Die Zahl der offenen Stellen zum
Ok=
tober — an dem bekanntlich ſo wie ſo ſchon der größte
Stellenwechſel im Jahre ſtattfindet — wird dadurch
dies=
mal weſentlich anſchwellen. Es liegt daher im Intereſſe
der Prinzipale die bei ihnen offen werdenden Stellen
möglichſt ſofort einer gutarbeitenden Stellenvermittlung,
wie z. B. der des Deutſchnationalen Handlungsgehilfen=
Verbandes in Hamburg (Abteilung für Süddeutſchland in
Frankfurt a. M. Reineckſtraße 27), aufzugeben.
Da=
durch wird am eheſten erreicht, daß eine genügende
Aus=
wahl von brauchbaren Kräften dem Prinzipal vorgelegt
wird.
Eiſenbahnunfälle.
* London, 2. Sept. Heute vormittag
kollidier=
ten zwei Züge der Midland Railway zwiſchen Hawes
Junction und Kirkby Stephen. Fünf Perſonen wurden
unter den in Brand geratenen Trümmern tot
hervorge=
zogen.
* London, 2. Sept. Der Zuſammenſtoß auf
der Midlandbahn erfolgte zwiſchen zwei Schnellzügen, die.
von Carlisle kommend, in großer Geſchwindigkeit
auf=
einanderfuhren. Nach amtlicher Feſtſtellung ſind 9
Per=
ſonen getötet und 10 verletzt worden.
HB London, 2. Sept. In der Nähe von
Car=
lisle in der Grafſchaft Cumberland hat ſich heute morgen
ein ſchweres Eiſenbahnunglück ereignet.
Zwi=
ſchen den Stationen Hawes Junction und Carlisle
ſtie=
ßen infolge falſcher Weichenſtellung zwei Schnellzüge in
voller Fahrt zuſammen. Der Anprall war ſo heftig, daß
faſt alle Wagen der beiden Züge aus dem Gleiſe
gewor=
fen wurden und umſtürzten. Mehrere Wagen gerieter
in Brand. Der Paſſagiere bemächtigte ſich eine ungeheure
Erregung. Viele Perſonen lagen unter den rauchenden
Trümmern. Es wurden, wie gemeldet, 9 Perſonen
ge=
tötet und 10 verletzt.
* Neu=Haven, 2. Sept. Bei Wallingford ſtießen
zwei Teile eines Expreßzuges zuſammen, die
mit heimreiſenden Feriengäſten von Neu=York beſetzt
waren. Acht Perſonen wurden getötet, 50
ver=
letzt, darunter mehrere tödlich.
Vom Balkan.
Bulgarien und die Türkei.
* Sofia, 2. Sept. Der Miniſterrat beſtimmte
den General Sowow und den früheren Belgrader
Ge=
ſandten Totſchew ſowie den bisherigen Unterhändler
Natſchewitſch zu Delegierten für die direkten
Verhand=
lungen mit der Türkei. Sowow und Totſchew
dürſten heute nach Konſtantinopel abreiſen.
II.B. Konſtantinopel, 2. Sept. Der Pforte
liegen bereits die bulgariſchen Vorſchläge in großen
Linien vor, welche Natſchewitſch geſtern dem
Groß=
weſir unterbreitet hat. Nach dieſen Vorſchlägen ſoll der
Maritza=Fluß bulgariſch bleiben. In Sofia glaubt man,
des Beſitzes des Fluſſes hauptſächlich deshalb zu bedürfen,
um die Verbindung mit Dedeagatſch aufrecht zu erhalten.
Adrianopel fällt an die Türkei, aber nicht der Bahnhof,
der auf dem rechten, alſo bulgariſchen Maritza=Ufer,
ge=
legen iſt. Die Grenze ginge von Adrianopel nördlich an
Kirk=Kiliſſe vorbei, das bulgariſch bleiben werde, und
endet am Schwarzen Meer in der Nähe der Stadt
In=
diada. Die Türkei, ſo heißt es, ſtelle ſich im Gegenſatz zu
dieſem Vorſchlage ſtrikte auf den Boden ihrer Note vom
19. Juli dieſes Jahres.
Demonſtrationen in Sofia.
Wien, 2. Sept. Eine aus Sofia eingetroffene
politiſche Perſönlichkeit teilt der Epoca mit, zahlreiche
bul=
gariſche Soldaten umzingelten am letzten Mittwoch
das Haus Danews und zertrümmerten ſämtliche
Fenſterſcheiben durch Steinwürfe und feuerten auch
Revol=
verſchüſſe in das Haus ab unter den Rufen: „Tod dem
Vaterlandsverräter‟. Es mußte Kavallerie requirierk
werden, welche viele Demonſtranten durch eine
Säbel=
attacke verwundete. Der Kommandant der Kavallerie,
General Bottew, wurde durch Revolverſchüſſe tödlich
ge=
troffen. Die Ruhe wurde allmählich wiederhergeſtellt.
Danew war während der Demonſtration nicht in ſeinem
Hauſe anweſend.
Die Adrianopeler Frage.
* Rom, 1. Sept. Der Miniſter des Aeußern, di San
Giuliano, empfing in der Conſulta die Adrianopeler
Ab=
ordnung. Der Miniſter erklärte dabei, es ſei
wahr=
ſcheinlich, daß Adrianopel der Türkei
ver=
bleibe. Er werde ſein Möglichſtes tun, um an der
Beilegung mitzuwirken, die die legitimen Intereſſen der
Türkei und Bulgariens verſöhnen und eine aufrichtige,
dauerhafte Freundſchaft der beiden Mächte
herbeifüh=
ren ſoll.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 2. Sept. Im Tegeler Forſt wurde heute früh
die Leiche einer unbekannten 30—40jährigen
Frau gefunden, deren Kopf furchtbare Verletzungen
auf=
weiſt. Nach den Feſtſtellungen der Mordkommiſſion fand
zwiſchen der Frau und dem Täter ein heftiger Kampf
ſtatt. Auf die Ermittelung des Täters ſind 1000 Mark
Belohnung ausgeſetzt.
* München, 2. Sept. Die
Typhuserkran=
kungen in der Stadt haben weiter zugenommen.
Geſtern ſind neuerdings fünf Perſonen in das
Kranken=
haus eingeliefert worden. Im ganzen befinden ſich jetzt
50 typhuskranke und typhusverdächtige Perſonen in den
Krankenhäuſern.
* München, 2. Sept. Die Mittagsblätter melden: Der
Finanzkommiſſar Reiſſig=Wien der geſtern im
Chiemſee Selbſtmord begangen hat, ſoll 120000
Kro=
nen ſtaatlicher Gelder unterſchlagen haben.
* Stuttgart, 2. Sept. Der internationale
Ver=
band zum Studium der Verhältniſſe des
Mittelſtandes hielt heute ſeine 10. Verſammlung in
Stuttgart ab wo er auch einſt ſeine Gründung erlebte.
Den Vorſitz führte Staatsminiſter a. D. Francotte=Brüſſel,
der die Erſchienenen begrüßte und der beſondere
Begrüß=
ungen an die anweſenden Vertreter verſchiedener Behörden
richtete, ſo an den Vertreter der Reichsregierung und
Preußens Dr. von Seefeld, den Vertreter der
elſäſſiſch=
lothringiſchen Regierung Dr. Wolff, an Miniſterialrat
Hölzinger, den Vertreter der Großh. Heſſiſchen
Re=
gierung, Miniſterialrat Haas, den Vertreter Oeſterreichs,
Miniſterialrat Dr. von Emich, den Vertreter Ungarns,
Geheimrat Rudolf Müller, Vertreter der Stadt Wien und
Dr. Halberſe, den Vertreter Hollands und Miniſterialrat
Dr. von Moſthaf, den Vertreter Württembergs. Die
Be=
grüßungen wurden von den einzelnen Vertretern auf das
herzlichſte erwidert. Den Bericht über das verlaufene
Arbeitsjahr ſtattete Miniſterialdirektor De. Stevens=
Brüſſel ab und eine wiſſenſchaftliche Erörterung zu dieſem
Bericht gab Dr. Lambrecht=Brüſſel. Zum Ehrenmitglied
wurde Dr. von Mayr. Rektor der Univerſität München,
er=
nannt. Ort der nächſten Tagung iſt Hannover.
* Stuttgart, 2. Sept. Heute nacht iſt, wie der
Staats=
anzeiger meldet, in Karlsruh in Schleſien die
Her=
zogin Alexandrine Mathilde von
Würt=
temberg im Alter von 83 Jahren geſtorben.
* Wien, 2. Sept. Der zweite Sekretär der deutſchen
Botſchaft in Wien, Legationsrat v. Bethmann
Holl=
weg, begibt ſich heute nach Belgrad, wo er während eines
kurzen Urlaubs des dortigen deutſchen Geſandten
Grie=
ſinger die Leitung der deutſchen Geſandtſchaft übernimmt.
* Peſt, 2. Sept. Die Unterſuchung des Millionenerben
von Taganyi hat ergeben, daß der Tod infolge von
Nierenentzündung und nicht Vergiftung eingetreten iſt.
H. B. Innsbruck. 2. Sept. Ein italieniſcher
Gemeinde=
arbeiter in Neumark im Etſchtale wollte eine Laterne
wie=
der anzünden, die der Gewitterſturm ausgelöſcht hatte. Er
kletterte an dem Laternenpfahl empor. Im ſelben
Augen=
blick fuhr ein Blitzſtrahl hernieder und ſchleuderte die
Laterne ſamt dem Mann in einen Bach. Der Unglückliche
wurde getötet.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
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Seite 6
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. September 1913.
Nummer 208.
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IIIIIIEHHHHEEEEEEIEEEEE EE EEESME T8
Amtlicher Wetterbericht.
Seffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Pene
An der Grenze des flachen Tiefdruckausläufers, der
geſtern vom Kanal oſtwärts reichte, hatte unſer Bezirk
bei wechſelnder Vewölkung und meiſt ſüdlichen Winden
warmes Wetter ohne weſentliche Niederſchläge. Das
flache Tiefdruckgebiet über Norddeutſchland hat ſich nach
der Oſtſee verlagert und ſcheint oſtwärts abzuziehen.
Wir haben daher bei meiſt weſtlichen Winden warmes,
meiſt trockenes Wetter zu erwarten.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 3. Sept.:
Wechſelnd bewölkt, meiſt trocken, warm.
Todss=W Anzeige.
8
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſeren innigſtgeliebten Sohn und Bruder
Jakob Sahm
plötzlich nach kaum vollendetem 18. Lebensjahre
(18279
in ein beſſeres Jenſeits abzurufen.
Die trauernden Eltern
und Geschwister.
Darmſtadt, den 2. September 1913.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 4. Sept.,
nachmittags 5½ Uhr, vom Portale des
Darm=
ſtädter Friedhofes aus, ſtatt.
Für die Beweiſe der Teilnahme bei dem
Heim=
gang unſerer lieben Nichte, Tante, Großtante,
(18287
Couſine und Schwägerin
24
Fraulein Sophie Walther
aus Nieder=Ingelheim
danken wir herzlich.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Julie Walther, geb. Baur, Darmſtadt,
Jula Hartmann, geb. Walther, Offenbach a. M.,
Julius Walther, Finanzrat, Heppenheim a. d. B.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſeres lieben, unvergeßlichen
Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels
Heinrich Valentin
für die troſtreichen Worte des Herrn Pfarrer
Dingeldey, ſowie für die zahlreichen Blumenſpen=
(18206
den Allen herzlichen Dank.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
2. September 1913.
Tageskalender.
Vorſtände= und Mitglieder=Verſammlung
des Verbandes evangeliſch=kirchlicher Frauenvereine im
Großherzogtum Heſſen um 3 Uhr auf dem „Heiligen
Kreuzberg”.
Wiederbeginn der Proben des Evangeliſchen
Gemeinde=Geſangvereins um 8¼ Uhr.
Wiederbeginn der Proben des Haynſchen
Frauenchors (Hügelſtraße 6).
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hoſbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für des Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
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Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
3i.
InProz.
Staatspapiere.
Dtſche. Reichsſchatzanw. 98,50
3½ Deutſche Reichsanl. . 83,70
74,00
do.
Preuß. Schatzanweiſg. 98,60
½½ do. Conſols . . . 83,80
74,30
do.
do.
97,70
Bad. Staatsanleihe.
92,25
do.
do.
e
Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,7
82,50
do.
73,80
do.
Hamburger Staatsanl. 97,60
Heſſ. Staatsanleihe . . 98,10
,do. do. (unk. 1918) 96,80
do.
82,40
½
do.
72,10
Sächſiſche Rente. .
75,40
Württemberg unk. 1921 97,40
do. v. 1875 92,60
Bulgaren=Tabak=Anl. 96,75
Griechen v. 1887
58,00
Italiener Rente
½ Oeſterr. Silberrent: 85,25
do. Goldrente . . . 90,30
do. einheitl. Rent: 81,60
Portug. unif. Serie I 61,75
do. unif. Ser. III 65,00
do. Spezial . . . . 10,60
Rumänier v. 1903 . .
do.
v. 1890 . . 94,00
do.
v. 1905 . . 87,80
Ruſſen v. 1880 . . . . 89,00
do. v. 1902 . . . . 91,00
½ do. v. 1905 . . . . 99,80
1 Schweden . . . . .
Serbier amort. v. 1895
Türk. Admin. v. 1903 78,50
Türk. unifiz. v. 1903 87,70
Ungar. Goldrente . . . 85,00
do. Staatsrente. . . 82.00
In Proz.
Zſ.
5 Argentinier . . . . . . 98,00
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 93,00
5 Chineſ. Staatsanleihe. 98,00
4½
91,40
do.
4½ Japaner . . . . . . . 91,50
5 Innere Mexikaner . . . 79,35
3
50,00
do.
4 Gold=Merikanerv. 1904 75,50
5 Gold=Merikaner . . . .
3 Buenos Aires Provinz 66,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtailten.
10 Hamb.=Amerika=
Pakei=
fahrt . . . . . . . 141,70
7 Nordd. Lloyd . . . . . 121,50
6½ Südd. Eiſenb.=Bef. . 127,50
Aktienausländiſher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60½
Einz. Mk. 403 . . 114,90
6 Baltimore und Ohip . 97,50
6 Schantungbahn . . . 126,00
8 Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 28½
6 Pennſylvania R. R. .
Leßt: Induſtrie=
Aktien.
Divid.
Brauerei Werger . . 60,00
28 Bad. Anilin= u. Sodr=
Fabrik . . . . . . 544,75
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim . . . . . . .238,25
30 Farbwerke Höhſt . . 618,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . .
10 Cement Heidelberz . . 145,50
30 Chem. Werke Albert 443,00
14 Holzverkohlunz
Kon=
ſtanz . . . . . . .301,75
5 Lahmeyer. . . . . . .
Leßte
Divid
8 Schuchert, Nürnberg 151,75
12 Siemens & Halske 216,10
5 Beramann Electr. . . 127,50
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 166,70
Gummi Peter . . . . 72,30
0 Kunſtſeide Frankfurt
30 Adler=Fahrradwerk:
.. . . 405,50
Kleyer .
9 Maſchinenf. Badenia 145,00
0 Wittener Stahlröhren 131,00
9 Steana Romana Petr. 162,25
15 Zellſtoff Waldhof . . 219,75
12,83 Bad. Zucker=
Waz=
häuſel. . . . . . . 204,50
0 Neue Boden=A. A.=Beſ. 70,00
0 Südd. Immobilien . 49,25
Bergwerks=Aktien.
10 Aumetz=Friede . . . . 170,75
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 222,10
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 148,00
10 Gelſenkirchener . . . . 184,75
Harpener . . . . . . . 192,69
18 Phönir Beegb. und
Hüttenbetrieb. . . 260,80
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . 75,80
6 Laurahütte . . . . . . 169,00
10 Kaliwerke Aſchersleben 143,00
Weſteregeln 183,50
7½ South Weſt Africa 114½
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. —87,50
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 97,10
4 Eliſabethbahn, freie . .
4 Franz=Joſefs=Bahn . . . 83,90
3 Prag=Duxer . . . . . . 71,60
5 Oeſterr. Staatsbahn . 100,90
4 Oeſterr. Staatsbahn . 88,00
3
78,20
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 96,90
do.
Ge
Zf.
2¾ Oeſt. Sübb. (Lomb.) 53,70
3 Raab=Oedenburg . . 75,20
4 Kronprinz Rudolfbahn 83,80
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 85,50
4½ Moskau=Kaſan . . .
84,80
do.
4 Wladichawchas .. . . 86,00
4 Rjäſan Koslow . . . 85,00
3 Portugieſ. Eiſenb. .. 73,00
84,00
4½
do.
2½ Livorneſer . . . . . 69,00
3 Salonique=Monaſtir . 62,40
4 Baadadbahn . . . . . . 79,10
4½ Anatoliſche Eiſend. . 92,20
4 Miſſouri=Paciſic. . . . 90,00
4 Northern=Paciſie . . . 94,10
4 Southern=Paciſic . . . 90,50
5 St. Louis und San
Franeisco. . . . .
5 Tehuantepee . . . . . . —
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 195,00
7½ Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . .
.. . . 144,00
9½ Berlin. Handelsgeſ. .161,20
6½ Darmſtädter Bank . 114,90
12½ Deutſche Bank . . . 249,30
6 Deutſche Vereinsbank . 116,00
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 111,50
10 Diskonto=Kommandit 185,80
150,00
8½ Dresdener Bank
10 Frankf. Hyvoth.=B. 206,00
6½ Mitteld. Kreditbank 113,50
7 Nationalb. für Deutſchl. 115,25
Pfälziſche Bank. . . . 122,90
6,95 Reichsbank . . . . . 134,00
7 Rhein. Kreditbank. . .127,20
5 A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 107,20
7½ Wiener Bankverein . 133½
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17. . . 94,50
InProz.
Zf.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19. . . . . . . 86,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S.15—19, 21—26 93,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,06)
3½
do.
8490
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,
3½
84,20
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
96,60
S. 12, 13, 16 . .
S. 14, 15, 17, 24/26
96,60
18—23. . . . . . .
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 84,20
S. 3—5 . . . . . . . . 84,00
S. 9—11 . . . . . . . 84,10
4 Meininger Hyp.=Bank 95,00
3½
do.
84,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
94,30
(unk. 1917) . .
3½ bo. (unk. 1914) . . 83,40
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,60
3½
85,00
do.
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . .
86,10
3½
do.
4. Frankfurt. . . . .
-
31
95,70
do.
-
Gießen . . .. . ..
86,00
3
do.
Heidelberg . . . . . . 93,25
3u
do.
4 Karlsruhe . . . . . . 95,00
31
do.
85, 10
4 Magdeburg. . . . . .
-
3½
do.
94,30
4 Mainz . . . . . . ..
do.
3½
4 Mannheim . . . . . . 94,00
3½
89,00
do.
4 München . . . . . . . 97,60
3½ Nauheim . . . . . .
„Nürnberg. . . . . . . 96,00
3½
do.
4 Offenbach. . . . . . . —
In Proz.
3f.
3½ Offenbach . . . . . . 86,30
4 Wiesbaden . . . . . .
.
3½
4 Worms. . . . . . . . 94,05
3½
85,50
do.
4 Liſſaboner v. 1886 . 74,70
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . Tlr. 100 182,00
3½ Cöln=Mindner 100 135,25
3 Holl. Komm. . fl. 100 113,00
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 135,30
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 181,00
3 Oldenburger . . . . . . 125,00
2½ Raab=Grazer fl. 150 110,90
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger. . . . . fl. 7 33,10
Braunſchweiger Tlr. 20 196,80
Freiburger . . . . Fs. 15 112,00
Mailänder . . . . Fs.45
do. . . . . Fs. 10
Meininger . . . . . fl. 7 34,40
Oeſterreicherv. 1864fl. 100 560,00
do. v. 1858fl. 100 502,00
Ungar. Staats . . fl. 100 385,00
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 165,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,38
20 Franks=Stücke . . . . 16,18
Amerikaniſche Noten. . . 4,19
Engliſche Noten . . . . . 20,42
Franzöſiſche Noten. . . . 80,95
Holländiſche Noten. . . . 168,45.
Italieniſche 9 oten . . . . 79,85
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,85
Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,95
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ne
in Buchführung,
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Maſchinenſchreib. bewandert, ſucht
alsbald Stellung. Offerten unter
N 46 an die Expedition. (*7477ms
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Tüchtige Schneiderin
geht ins Haus. Jackenkleider
Schneiderarbeit. Off. unt. N 62
an die Expedition erbeten. (18292a
Eine tüchtige Geſchäftsfrau
wünſcht Filiale zu übernehmen,
ſofort, auch ſpäter. Offerten unter
N 55 an die Expedition. (*7507
Tüchtige erfahrene Schneideritr
nimmt noch Kunden an.
Refe=
renzen zu Dienſten. Offerten
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dieſes Blattes.
(*7413
150
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ſtraße 15.
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Junge Frau ſucht Laufdienſt.
Beſſungerſtr. 87, Hth., pt. r. (*7233im
übern.
P2
Tücht. Weißnährelſ Damen=,
Herren= und Bettwäſche zum
An=
fertigen. Mühlſtr. 42, p. (*7361
firm in jeglicher Art Kleider
empfiehlt ſich in u. außer dem Hauſe.
Pankratiusſtr. 12, 1. St. (*6753msm
F
in welches ſchneidern ge=
Frauleln, lernt hat, ſucht ſofort
oder ſpäter Stelle als Haus= od.
Kindermädchen in herrſchaftlich.
Haus, auch nach auswärts, monatl.
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an die Expedition.
(*7382
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Kochen bew., ſucht Stellg. Es w.
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Offerten unt. N 17 Exped. (*7364
Eine Frau ſucht Laufdienſt
Heinheimerſtraße 8, 2. St. (*7380
Junge Frau ſucht vor= od.
nach=
mittags 2 Stund. Beſchäftigung.
Mollerſtr. 41, Manſ. rechts. (*7373
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Obliegen=
heiten eines beſſeren Haushalts
Off. u. N 45 an die Exped. (*7479
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hier und auswärts.
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kochen kann, die Hausarbeit, waſchen
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15 jährig. nettes Mädch. a chriſtlich
Familie z. 1. Okt. Näh. Exp. (*7387
Nummer 206.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. September 1913.
Seite 9.
Servierfräulein ſofort geſucht
Schloßgaſſe 14. (47485
Ein tüchtiges, 3
älteres — Mädchen,
das den Haushalt vollſtändig
allein führen kann, gegen guten
Lohn per Oktober geſucht (*7494md
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Geſucht zum 1. Oktober, event.
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Frau Sidonie Frank, gewerbsmäßige
Stellenvermittlerin, Schulſtr. 9. (*7476
Köchinnen, Hausmädch,
Alein=
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gewerbs=
mäßige Stellenvermittlerin,
Eliſa=
bethenſtraße 5, Tel. 531.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. September 1913.
Nummer 206.
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Aus
*)
Darmſtadts Vergangenheit.
Landgraf Ernſt Ludwig, der große
Jagdfreund.
Landgraf Ernſt Ludwig, der 51 Jahre (1688—1739)
regierte, war ein prachtliebender Herr. An ſeinem Hofe
wechſelten große Feſte mit Illuminationen, Feſtſchießen,
Theatervorſtellungen, Spiel, Tanz mit Jagdausflügen ab.
Bekannt iſt ſeine große Bauluſt, und er hätte noch viel mehr
gebaut, wenn ihm nicht das Notwendigſte dazu, das Geld
gemangelt hätte. Er erbaute den polnpöſen Neubau des
Schloſſes im franzöſiſchen Stil, das Orangeriehaus im
Beſſunger Garten, das Jagdhaus am Paradeplatz und
viele Jagdhäuſer im Lande. Die Jagd liebte er
leiden=
ſchaftlich, ſie war ihm das höchſte Vergnügen. Das ganze
Land wurde in einen großen Wildpark verwandelt.
Von der großen Jagdluſt des Landgrafen geben die
vielen Jagdſchlöſſer und ſonſtige Jagdbauten, die er
er=
richten ließ, Zeugnis. In der Umgebung Darmſtadts
ent=
ſtanden die Jagdſchlöſſer Wolfsgarten bei Langen, das
Griesheimer Haus, die Jagdlager, Steinbrückerteich,
Bickenbach und Wieſental.
In den ausgedehnten Wäldern Oberheſſens, die ein
prächtiges Jagdrevier boten, wurden die Jagdlager
Rom=
rod, Jägertal bei Zell, Zwiefalten, 1½ Stunden öſtlich
von Schotten, Neujägersdorf oder Kröge mit 44
Neben=
gebäuden, ½ Stunde nördlich von Battenberg, erbaut.
Nordweſtlich von dieſem lagen in 1½ Stunden
Ent=
fernung die Kleidelburg und in der Nähe von
Bieden=
kopf das Jagdhaus Katzenbach. Dieſe Jagdbauten ſind
alle verſchwunden, einige zerfielen unter Landgraf
Lud=
wig IX., andere wurden abgeriſſen, Grund und Boden
verkauft, nur Romrod hat ſich, jedoch in geringerem
Um=
fang, und Wolfsgarten, als Sommeraufenthalt heſſiſcher
Fürſten, erhalten. Zu dieſen Jagdbauten kamen noch die
ſchönen Jagdſchlöſſer Kranichſtein und die Jägersburg im
Lorſcher Wald hinzu, ſo daß der Landgraf bei ſeinen
*) S. Nr. 179 des Tagblatts.
Jagdausflügen um ein Nachtlager für ſich und ſein
Ge=
folge nicht bange zu ſein brauchte.
In der erſten Zeit ſeiner Regierung übte Ernſt
Lud=
wig die Jagd in der herkömmlichen Weiſe ſeiner Väter
aus, aber im Jahre 1708 führte er in ſeinem Lande eine
neue Jagdart ein, das war die Parforce oder franzöſiſche
Jagd; in Darmſtadt erinnert nur noch die Parforcebrücke
an ſie. Die Parforcejagd kam von dem Hofe Ludwigs XIV.
nach Deutſchland und war ein tolles, grauſames und
fürch=
terliches Vergnügen. Während bei den gewöhnlichen
Jag=
den der Fang des Wildes der Gegenſtand war, galt hier
die grauſame Hetze eines Wildes zum Tode als die
Haupt=
ſache. Dabei waren Menſchen, Pferde und Hunde in
ſteter Todesgefahr, Wälder, Felder, Wieſen und Gärten
wurden verwüſtet.
Die eigentliche Kunſt dieſer Jagd beſtand darin, einen
einzigen ſtattlichen Hirſch, den man ſich in einem mit
Rot=
wild zahlreich bevölkerten Park ausgeſucht, zu jagen und
zu Tode zu hetzen. Dazu gehörte ein außergewöhnlich
hoher Aufwand an Menſchen, Pferden und Hunden. Die
Parforcejagd war darum ſehr koſtſpielig.
Im Jahre 1708 ſchickte der Landgraf ſeinen
Ober=
jägermeiſter Schack nach England zum Ankaufe von
Pfer=
den und Hunden zur Parforcejagd. Für dieſe wurde die
hohe Summe von 5136 Reichstalern ausgegeben. Die
übrigen Montierungskoſten betrugen 1053 Gulden. Drei,
ſpäter acht, Piquere wurden angenommen, deren
Uni=
formen mit 579 Talern bezahlt wurden. Achtzehn
präch=
tige, eigens zur Jagd abgerichtete Pferde erforderten einen
Aufwand von 10000 Gulden.
Eine große Rolle ſpielten bei der Parforcejagd die
Hunde; dazu wählte man die ſtolzen engliſchen Raſſen,
die mit ihrer ſtattlichen Größe, ihren breiten Köpfen,
ſtar=
ken Nüſtern, guten hellen Augen, hängenden Ohren und
Lefzen, wohl geeignet waren. Der Landgraf hatte deren
155 Stück, die in Koppeln zu 2—4 Hunden eingeteilt
wur=
den. Für eine Koppel zahlte man einſt 474 Taler. Für
jede Hundekoppel gab es zu deren Pflege ein Hundeknecht,
oder Hundejungen, dem es mit Strenge anbefohlen war,
über ſeine Pfleglinge ſorgſam zu wachen. Für die Hunde
wurde in der Hoſküche täglich in großen Keſſeln Fleiſch
und Frucht gekocht. In einem Jahre brauchte man 560
Malter Korn dazu.
Die große Zahl der Jäger galt als die Bevorzugten
am Hofe; dieſe wurden gut verpflegt und bezahlt. Ihr
Etat verſchlang jährlich eine hohe Summe; das
Jagdper=
ſonal wohnte zum Teil in dem Jagdhaus am Paradeplatz,
teils im ſogenannten deutſchen Jagdhauſe, in den
Gebäu=
den, die ſich dem Jägertor an der Dieburger Straße
an=
ſchloſſen.
Wohnen wir im Geiſte einer Parforcejagd beit
Der Hirſch, ein gewaltiges Tier mit vielen Enden, iſt
be=
ſtätigt, d. h. die Stelle iſt gefunden, wo er ſich im Dickicht
verborgen hält. Die Jäger zu Pferde ziehen mit den
Piqueurs und den Hunden heran und umſtellen ſeinen
Standort. Die alten Lancierhunde werden von den
Kop=
peln gelöſt, ſie dringen mit Bellen hin und ſcheuchen das
erſchreckte Tier auf; die Piqueure machen durch Jagdgeſchrei
und Hörnerſtößen einen gewaltigen Lärm dazu. Der Hirſch
bricht aus und ergreift die Flucht, gefolgt von den Piqueurs
und der Meute. Die Jäger mit ihren ſlinken Rennen
fol=
gen ihm auf allen krummen, graden und gebogenen Linien
und Sprüngen. Geht einmal ſeine Spur verloren, ſo wird
ſie wieder aufgeſucht; damit dieſes um ſo leichter geſchehe,
wird der Hirſch von einem ſicheren Schützen leicht
verwun=
det, um den Hunden eine Schweißfährte zu erhalten und
ſie zu größerem Eifer zu reizen, was man Bilbaudieren
nennt. Das auf dieſe Weiſe gefällte Wild iſt nicht mehn
zu genießen und muß den Hunden ganz überlaſſen
wer=
den. So geht die Jagd in wilder Haſt über Stock und
Stein, durch Bäche und Weiher, durch Wälder und Felder.
Manches Pferd ſtürzt und ſteht mit ſeinem Jäger nicht
mehr auf. Der Hirſch ſtellt ſich den nahenden Hunden
zur Wehr und ſpießt die Vorwitzigen mit ſeinem Geweih
auf. Wie ein Traum raſt die wilde Jagd an dem
Zu=
ſchauenden vorüber, ſo geht es eine, zwei, oft drei bis
vier Stunden fort, bis endlich das gehetzte Wild
zuſam=
menbricht und den Todesſtreich erwartet. Jäger und
Hunde umſtellen es im Kreiſe. Die Hörner der Piqueure
machen einen gewaltigen Lärm, denn der Hirſch iſt geſtellt,
der Sieg über ihn errungen. Das iſt das Halali. Der
fürſtliche Jäger ſteigt vom Pferde und erlegt den Hirſch
durch einen Schuß. Weithin erſchallen nochmals die
Jagd=
hörner und feiern den Erfolg der Jagd. Ein Piqueur löſt
den rechten Vorderlauf und reicht ihn dem
Oberjäger=
meiſter. Dieſer übergibt ihn dem fürſtlichen Jäger. Jetzt
kommen die Hundeknechte, ſie zerwirken den Hirſch; die
edleren Teile werden in die Hofküche oder den
Jägern=
nach Hauſe geſchickt, und der Reſt fällt der Hundemeute
als Beute zu, die mit Eifer darüber herfällt.
Ernſt Ludwig hielt wöchentlich eine Parforcejagd ab,
in ſeinem Alter legte er ſich jedoch darin Beſchränkung
auf, die Klagen der geſchädigten Bauern waren zu groß,
als daß er ſie hätte ignorieren können, denn auf
Entſchädi=
gung für die durch die Jagd angerichteten Verwüſtungen
hatten ſie nicht zu hoffen. Zudem waren ſeine Finanzen
durch die koſtſpieligen Vergnügen ſo zerrüttet, daß es
ihm=
ſchwer gelingen wollte, Geld zu erhalten. Als echter Jäger
ſtarb er auf ſeinem Jagdſchloß Jägersburg.
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(18236.
bei der Expedition.
Nummer 206.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. September 1913.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 3 Bund Schlüſſel. Eine Anzahl verſchiedener
Schlüſſel. 1 ſilbernes Kinderarmband (Reifchen). 1 kl. halbrundes
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1 Trainſäbel mit Koppel. — Zugeflogen: 1 Papagei.
(18239
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Spitzhund. 1 Dachshund, 1 Hofhund (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde
findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(18238
Oktroi für Wein=
Der in der Stadt=Gemarkung hergeſtellte Wein und Obſtwein
unterliegt der Oktroiabgabe.
Wer Wein oder Obſtwein herſtellt, hat dies vor Beginn der
Kelterung der Oktroiverwaltung ſchriftlich oder mündlich anzuzeigen
Unter gleichzeitiger Angabe, an welchen Tagen die Kelterung begonnen
und beendet werden ſoll. Ueber die Anzeige wird eine Beſcheinigung
erteilt, die im Kelterhauſe aufzubewahren und dem mit der Aufſicht
beauftragten Oktroiperſonal auf Verlangen vorzuzeigen iſt.
Die Kelterung wird durch das Oktroiperſonal überwacht, dem
u jeder Zeit zu geſtatten iſt, die Menge des bereiteten Moſtes, ſowohl
m Kelterhaus, als im Keller feſtzuſtellen. Vor dieſer Feſtſtellung
darf von dem gewonnenen Moſt nichts verbraucht oder entfernt
werden.
Nach beendigter Kelterung wird der Oktroi von dem hergeſtellten
Moſt nach den Sätzen des Oktroitarifs berechnet und erhoben.
Hier=
bei werden von der durch die Aufnahme ermittelten Geſamtmenge
5% für Hefe in Abzug gebracht.
Ausgenommen von den vorſtehenden Kontrollmaßregeln ſind
die Weingroßhändler, denen die im § 2 der Bekanntmachung vom
30. November 1903, betreffend den Oktroitarif, vorgeſehene
Erleichte=
rung für den Weinhandel zugeſtanden iſt. Sie haben nach Anleitung
der Verwaltung ein beſonderes Kelterregiſter zu führen, in das die
Menge des hergeſtellten Moſtes täglich gewiſſenhaft einzuſchreiben
iſt. Am Schluſſe der Kelterung haben ſie einen eigenhändig
unter=
ſchriebenen Auszug aus dieſem Regiſter der Verwaltung zuzuſtellen.
Er dient als Grundlage für die Berechnung und Erhebung des Oktrois.
Der Oktroiverwaltung ſteht das Recht zu, von dem oben
vor=
geſchriebenen Kelterregiſter Einſicht zu nehmen.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Beſtimmungen werden
entweder nach § 15 des Oktroi=Reglements vom 24. Auguſt 1832 als
Hinterziehung beſtraft oder, falls der Betrag des hinterzogenen Oktrois
nicht feſtgeſtellt werden kann, mit Ordnungsſtrafen von 2 Mark bis
30 Mark geahndet.
Darmſtadt, den 16. Auguſt 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.
(17471a
Obſtverſteigerung.
Dienstag, den 9. September, vormittags 10 Uhr, wird
an der Wieſenwärterwohnung Plattenhof (Gemarkung Erfelden)
das Herbſtobſt von dem Plattengut, Schuſter= und Karlswörth und
der Knoblochsau, zuſammen etwa 720 Zentner Aepfel und 14 Zentner
Birnen, losweiſe verſteigert.
Dornberg, den 2. September 1913.
(18288
Großh. Oberförſterei Dornberg.
Kleinkopf.
Brennholz=Verkauf.
Heute Mittwoch, den 3. September 1913, wird in der
eugaſſe Nr. 5, gegenüber dem alten Schlachthausplatze
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Alskelder
Mean
Wahhye
6
Dater
Ic
3333 Gewinne
unc Mann-k:
4
(.
Maupfe 62
(gwähme.
Dah
8
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n.- Porta us. Listc 25Pfg.
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Darmſtadt, 12. Auguſt 1913.
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Die Fortbildungsſchule für die aus der Volksſchule entlaſſene
männliche Ingend, hier Beginn des Unterrichts für die
kauf=
männiſchen Klaſſen.
Für die kaufmänniſchen Klaſſen (Kaufleute und Schreiber)
der obligatoriſchen Fortbildungsſchule beginnt der Unterricht in dieſem
Jahre Montag, den 8. September, nachmittags 2 Uhr.
Der Unterricht findet ſtatt an zwei Nachmittagen der Woche
von 1½—4½ Uhr und dauert vom 8. September 1913 bis 19. März=
1914, mit Unterbrechung vom 1. bis 19. Oktober (Herbſtferien) und
vom 12. Dezember bis 4. Januar (Weihnachtsferien). Die am
fran=
zöſiſchen Unterricht teilnehmenden Schüler haben an drei Nachmittagen
Schule. Es iſt wünſchenswert, daß die Schüler, die den franzöſiſchen
Unterricht beſuchen wollen, ſich hierfür ſchon am 8. September anmelden.
Der Unterricht iſt für alle Schüler unentgeltlich.
Die Fortbildungsſchulpflichtigen aus den Jahrgängen 1911
und 1912, die im vorigen Winter die kaufmänniſchen Klaſſen in
dem Schulhauſe am Ballonplatz (Lehrer Simon und Eß) beſucht
haben, haben ſich Montag, den 8. September, 2 Uhr nachmittags,
in der Turnhalle der Ballonſchule einzufinden.
Zur gleichen Zeit haben ſich daſelbſt alle diejenigen zu ſtellen,
die Oſtern 1913 aus den Stadtknabenſchulen I und II, aus der
Bezirksſchule in der Lagerhausſtraße und aus den
Knabenmittel=
ſchulen 1 und II entlaſſen worden ſind und ſich dem
kaufmänni=
ſchen oder Schreiberberuf gewidmet haben, ebenſo die von
aus=
wärts zugezogenen ſchulpflichtigen Lehrlinge dieſer
Berufs=
gruppen.
Die im Bezirk der ehemaligen Gemeinde Beſſungen
woh=
nenden Kaufmanns= und Schreiberlehrlinge aus den Jahrgängen
1911, 1912 und 1913 können auf Wunſch ebenfalls dieſen Klaſſen,
deren Unterricht im Schulhaus am Ballonplatz ſtattfindet, zugeteilt
werden, wenn ſie ſich Montag, den 8. September um 2 Uhr daſelbſt
einfinden.
Vom Beſuche der obligatoriſchen Fortbildungsſchule befreit
ſind die Schüler der kaufmänniſchen Schule (Schulſtraße) und
die=
jenigen jungen Leute, die anderen genügenden Schulunterricht
ge=
nießen. Ferner ſiud befreit die ehemaligen Schüler höherer
Lehr=
anſtalten, die ein Jahr lang die Obertertia beſucht und in den
weſentlichen Lehrfächern das Klaſſenziel erreicht haben.
Geſuche um gänzliche oder teilweiſe Befreiung vom Beſuche
der Fortbildungsſchule ſind bei Meidung der Nichtberückſichtigung
alsbald ſchriftlich an Großherzogliche Kreisſchulkommiſſion
Darm=
ſtadt (Neckarſtraße 3) zu richten. Die Geſuche müſſen von den
Schülern ſelbſt verfaßt, geſchrieben und unterſchrieben ſein und
An=
gaben enthalten über Alter, Heimatort, Name und Geſchäft der
Eltern, ſeitherigen Schulbeſuch und dermaligen Arbeitsherrn des
Schülers. In den Eingaben ſind die Gründe anzuführen, aus
wel=
chen Befreiung erbeten wird; außerdem ſind Art, ſowie wöchentliche
Stundenzahl etwaigen anderen Unterrichts und die dieſen Unterricht
erteilenden Lehrer zu bezeichnen.
Für die übrigen Berufsgruppen beginnt der Unterricht Montag,
den 20. Oktober. Beſondere Bekanntmachung hierüber erfolgt
an=
fangs Oktober.
Darmſtadt, den 29. Auguſt 1913.
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Der Vorſitzende des Schulvorſtandes:
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. September 1913.
Nummer 206.
Nur einige
Tage!
IIRM
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Nur einige
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Das Geheimnis des verſchwundenen Perlenhalsbandes.
Der Detektiv Nic. Winter in der Hauptrolle.
In dieſem höchſt ſenſationellen Schauſpiel entfaltet der
Detektiv Nic. Winter ſeine bekannten rühmlichen
Eigen=
ſchaften der Liſt, der Gewandtheit und der Kühnheit, um
das rätſelhafte Dunkel in der Handlung zu lichten.
am
weiß. Turm
Ab heute unter anderem:
Das Neueste vom Neuen!
Der grosse
Detektiv-
Roman
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Leichtsinn
Großes Senſationsdrama in 2 Akten.
Dieſes Senſationsſtück feſſelt nicht allein durch das
be=
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ſondern zeichnet ſich durch die ſpannende Handlung und
die haarſcharfe Photographie als ein Kunſtfilm allererſten
Ranges aus. Der effektvollſte aller Schlager!
I
Koloriert Hinter den Grenzplählen Koloriert
Ein Roman aus dem Schmugglerleben.
Dieſes Schauſpiel zeigt, mit welchen Gefahren manchmal
die Zollbeamten bei Ausübung ihrer Pflicht zu kämpfen
haben. Auf eine falſche Spur geleitet, gelingt es dem Helden
dieſes Films, mit Hilfe eines gut dreſſierten Hundes der
Schmuggler habhaft zu werden.
(18279
Ein Senſationsbild:
Um fremde Schuld
Feſſelndes Drama in 2 Akten.
Ein reich bewegtes Leben zieht an dem Auge des Beſchauers
vorüber, von Szene zu Szene das Intereſſe immer mehr
ſteigernd. Man kann nicht umhin, auch dieſes Werk als
einen wirklichen Schlager zu bezeichnen.
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Detektiv-Roman
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Nummer 206.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. September 1913.
Seite 13.
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Gebrauch ist unsere Einrichtung noch wie neu. Wenn
Sie eine elegante u. gediegene Einrichtung preiswert kaufen
wollen, kann ich Ihnen nur obige Firma empfehlen.‟
Mit diesen Worten empfahl ein Kunde einem Bekannten unsere Firma, der schon viele Geschäfte,
ohne befriedigendes Resultat, besucht hatte. Er fand bei uns, was er suchte, war hocherfreut, und
dankte seinem Freunde für diese Empfehlung. — Nicht weniger als zirka 8000 Ehepaare, die ihre
Eintichtungen von der Firma ScHWAB bezogen, machen sich ein Vergnügen daraus, uns in
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lichem Sinne zu empfehlen. Dies ist und war das Geheimnis unseres grossen Erfolges. Selbst jetzt,
während der Sommerferien, hat sich unser Verkauf nicht im Geringsten vermindert. Ebenso liegen
für den Herbst ganz bedeutende Aufträge vor. Besonders gern werden unsere neu eingeführten
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Wie wir vergeben unſern
Schuldigern
Roman von E. Krickeberg.
(Nachdruck verboten.)
37
Anita hörte kaum, was Brigitte ſagte. Die Gedanken
jagten in ihrem Kopf. Daß Heinz ſeiner Kouſine Maria
eine große Verehrung widmete, hatte er ihr nie verhehlt,
aber daß ſie die Verwandte ſei, die er nach
Familien=
beſchluß heiraten ſollte, davon hatte er nicht geſprochen,
überhaupt deren Namen aus Taktgefühl ſelbſt ihr
ver=
ſchwiegen. Einmal, kurz nach ihrer Verlobung, hatte er
ihr von dieſer projektierten Heirat erzählt. Sie ſah, daß er
ſchwer bekümmert darüber war, die Hoffnung der ihm
be=
ſtimmten Braut zerſtören zu müſſen, das hatte Anita aufs
höchſte erregt. Der Gedanke, einer anderen Frau mit
älte=
ren Rechten ihr Glück zu ſtehlen, war ſo unerträglich
peinigend für ſie geweſen, daß ſie erklärt hatte, das
Ver=
löbnis mit ihm rückgängig machen zu wollen. Erſt durch
ſein Ehrenwort, er habe die Verwandte ſtets hochgeſchätzt,
aber nie geliebt und ihr nie aus freien Stücken Hoffnung
auf ſeine Liebe gemacht, war ſie beruhigt worden. Er war
auch nie wieder darauf zurückgekommen, und ſie hatte in
ihrem Glück die andere vergeſſen. Jetzt brach die Scham
über ſie herein, daß ſie gedankenlos ſelig geweſen war,
während die verlaſſene Braut alle Schmerzen der
Entſag=
ung durchkämpfen mußte. Sie wagte nicht, die Augen zu
der Freundin aufzuſchlagen.
Brigitte ſchien das nicht zu beachten. In durchaus
beherrſchtem Ton fuhr ſie fort: Ich habe Ihnen ſchon
einmal geſagt, es hat eine Zeit gegeben, in der ich an Gott
und aller Welt verzweifelte und nahe daran war, Ihnen
zu fluchen. Dieſe ſchlimmſte Zeit war vorüber, als Retter
Eberhardt zu mir kam und mir ſagte: Hilf mir, ſie zu
ge=
winnen — du kannſt es und du biſt groß genug, es zu
wollen. Aber er irrte, ſo groß war ich nicht, der Frau, die
ich für meine ſchlimmſte Feindin hielt, die Hand zu reichen.
Ich wies ihn ſchroff zurück. Er kam wieder, todunglücklich.
Sie hat mich in Zorn und Erbitterung fortgeſchickt, es iſt
keine Hoffnung, daß ich ſie je verſöhnen kann. — In deiner
Hand liegt mein Lebensglück, Macia, du biſt die einzige,
die Einfluß auf ſie wird gewinnen können, denn du biſt
ſelber in Schmerzen geſtählt und weißt, wie eine wunde
Seele behandelt werden muß. Da konnte ich nicht länger
widerſtehen. — Kann es dein Schickſal wenden, ſagte ich zu
mir, wenn noch ein Menſch aufgeopfert wird? Wirſt du
weniger ſchwer tragen in dem Bewußtſein, deinen
arm=
ſeligen Stolz gewahrt zu haben? — Und ſo kam ich ! —
Schritt für Schritt, wie eine Schwerkranke, bin ich die
Treppen zu Ihnen emporgeſtiegen, auf jeder Stufe
über=
legend, ob ich nicht noch einen Vorwand zur Umkehr
fin=
den könnte. — Den Klingelgriff hielt ich in der Hand, bis
jemand kam und ich nicht länger daſtehen durfte, ohne
Ver=
dacht zu erregen, und als die Glocke dann ſchrillte, bin ich
bis zur Treppe zurückgeflohen, und ich dankte hernach Gott,
daß die Jalouſien vor den Fenſtern Ihres Zimmers
ge=
ſchloſſen waren und Sie in dem Halbdunkel mein Geſicht
nicht deutlich erkennen konnten, denn ich wußte, ich ſah aus
wie eine, die nicht völlig Herr ihrer Sinne iſt.
Aber dann kam der Tag, an dem ich zum erſten Mal
Heinz’ kleinen Sohn an mein Herz drücken durfte — und
von dem Augenblick an war es vergeſſen, daß ich ſeiner
Mutter je gezürnt hatte.
Das übrige wiſſen Sie. — Sie können allein urteilen,
ob ich Ihnen eine wahre Freundin geworden bin und ob
Sie mich Ihrer Freundſchaft für würdig halten können,
trotzdem ich nicht auf geradem Wege zu Ihnen gekommen
bin. Aber, Anita, wenn Sie mich auch wegſchicken ſollten,
wie Sie Eberhardt weggeſchickt haben, das eine Recht, das
einzige Glück, das mir geblieben iſt, laſſe ich mir nicht
rau=
ben . . . Heinz’ Kind zu lieben wie mein eigenes. Und
um des Kindes willen rate ich Ihnen, Anita, machen Sie
Frieden mit ſeinem Großvater. Von Hartkopf weiß ich,
daß Sie im Begriff ſtehen, ſeinen Brief voll Erbitterung
ſchroff ablehnend zu beantworten — damit wäre dann
wohl auf lange Zeit jede Hoffnung auf Ausgleich
ge=
ſchwunden. Ihr Schwiegervater hat Sie bitter gekränkt,
aber haben Sie ihm nicht auch einen ſchweren Kummer
zu=
gefügt? Ob mit Abſicht oder nicht, das kann das
Vater=
herz in der erſten Heftigkeit des Schmerzes nicht
ab=
wägen. Er meint, Sie haben nach ſeinem Herzen
ge=
ſchlagen, und ſo zielt er auch nach Ihrem. Sie werden
nicht erwarten, daß er ſtill hält, ohne ſich zu verteidigen.
Denken Sie daran, daß Sie und Heinz auch gefehlt haben,
als Sie mit Gewalt auf einmal zu erzwingen ſuchten, was
Sie mit Geduld und Nachgiebigkeit allmählich hätten er=
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. September 1913.
Nummer 206,
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ſtreben ſollen und auch würden errungen haben. Wägen
Sie am eigenen Schmerz um Ihr Kind den Schmerz des
Vaters und denken Sie auch an die Mutter, die ſich in
Sehnſucht verzehrt, ihr Enkelkind in die Arme zu ſchließen.
Treten Sie Ihren Gang nach Canoſſa an. Ich habe ein
Recht, Ihnen das zu ſagen, denn ich bin vor Ihnen
den=
ſelben Weg gegangen, und Sie ſind ſtärker und tapferer
als ich. — Und zögern Sie nicht. Tante Zeſina iſt heute
bereits in heller Aufregung nach der Drewensburg
ge=
fahren. Sie wird ihren Vetter mürbe machen, ich
ver=
ſichere es Sie. Wir alle ſtehen Ihnen bei. Sie haben alſo
nur nötig, dem Vater Ihr pater peecavi zu ſagen.
Bis dahin hatte Anita mit zu Boden gerichtetem Blick
in ſich zuſammengefunken geſeſſen. Man hätte ſie für ganz
teilnahmslos halten können. Jetzt kam plötzlich Leben in
ihre Geſtalt. Sie hob haſtig erſchreckt den Blick.
Pater peccavi — ich?
Ja — Sie, Anita! Als Tochter, die nicht frei von
Schuld iſt dem Vater gegenüber, und als Mutter, die
ge=
willt iſt, ihrem Sohn zuliebe ihren Stolz zu opfern.
Antworten Sie mir jetzt nicht. Ueberlegen Sie das
reiflich und handeln Sie nachher, wie Sie es ſich ſchuldig
zu ſein glauben. Ich habe meine Pflicht getan und werde
Sie nicht mehr beirren.
Und ehe noch Anita ſprechen konnte, war Brigitte in
ihrer diskreten, geräuſchloſen Art zum Zimmer hinaus.
Anita ſank in die Kiſſen zurück. Die Abenddämmerung
war bereits hereingebrochen, und ſie hatten es beide nicht
bemerks. Es war jetzt ſtill auf der Straße, ſo ſtill um
nte, daß ſie meinte ihr Ders ſölagen zu hören, und ſie
lag und ſtarrte mit offenen Augen in das Dunkel und ſagte
wieder und wieder laut vor ſich hin: Pater peccari
Pater peccavi, als ob ſie ſich an den Klang des Wortes
gewöhnen müſſe. Und dann ſtöhnte ſie auf wie ein
tod=
wundes Tier und wühlte ihren ſchmerzenden Kopf in die
Kiſſen.
Sie hatte viel zu begraben und zu vergeſſen in dieſer
einen Nacht — aber als die Morgenſonne ihren erſten
Strahl ins Zimmer ſchickte, da war das ſchwere Werk
voll=
bracht. Ihr Stolz lag beſiegt am Boden.
Das Leben auf der Straße war kaum erwacht, im
Hauſe ſchlief noch alles, als Anita ſich erhob. Ans
Bett=
chen des Knaben trat ſie und küßte ihren Liebling ſacht
auf die Stirn. Um deinetwillen, mein alles — und weil
ich nicht kleiner ſein darf als deine Tante Maria, der ich
ihr Liebſtes geſtohlen habe. — O Gott! Wo ſoll ich
an=
fangen, pater peccavi zu ſagen? So vielen habe ich Grund
gegeben, mir zu zürnen, und habe doch mit Abſicht keinem
weh tun wollen.
Sie ſetzte ſich an den Schreibtiſch und ſchrieb lange.
Das tat ihr wohl und gab ihr ein Gefühl der Befreiung.
Und als dann Hartkopf kam und ihr mit einem unruhig
forſchenden Blick ins Geſicht ſah, ſtreckte ſie ihm mit
trü=
bem Lächeln beide Hände entgegen.
Vater Harto, ich bin beim Beichten, und Sie ſollen
mir zuerſt Abſolution erteilen, damit ich Mut habe auf
meinem Canoſſaweg. Verzeihen Sie mir, alter, treuer
Harto, daß ich auch an Ihnen gezweifelt habe. — Und
plötzlich warf ſie ſich an ſeine Bruſt und ſchluchzte bitterlich.
Er legte ſtützend ſeine Arme um ſie und ſtrich ihr
väterlich tröſtend über das Haar.
Kind, nun werden Sie wieder kein Ende finden in der
Selbſtaufopferung. Ich ſehe es kommen! — Wann wird
dies heiße Herz lernen, im richtigen Takt zu ſchlagen?
Nie, Harto — ich bin ja ſo erbärmlich, ſo klein. Ich
ſchäme mich ſo vor Brigitte. Nie — nie — und nie hätte
ich vermocht, was ſie getan hat.
Harto ſchüttelte den Kopf. Brigitte hat verziehen,
was man ihr ohne ſchlimme Abſicht zugefügt hat. Sie
haben ſich überwunden, ſchwere Kränkungen zu vergeſſen=
Soll das geringer ſein? Ihr Herz hat nur noch nicht ſeine
Heimat gefunden, Anita. Eines Tages wird auch bei
Ihnen Ruhe eintreten nach all dem Stürmen und Drängen
Ach Harto, Sie wiſſen nicht, wie müde ich jetzt
ſchon bin.
Sie ging und holte ihm ihren Brief an den
Schwieger=
vater. Er las ihn und ſeine Augen wurden feucht dabei
Da war kein unwürdiges, wehleidiges Bitten, kein
Zu=
kreuzekriechen, aber auch keine Spur des alten herben
Trotzes; kein Pochen auf ein Recht, nicht, wie bisher, die
Auflehnung: ich brauchte euch nicht und mag euch nicht!
Eine ehrliche aufrechte Frau wandte ſich ohne ein
über=
flüſſiges Wort in großer Seelennot an den Edelſinn eines
Mannes und das Herz eines Vaters, dem ſie kindliche
Unterwerfung zu erweiſen bereit war, wenn er ſie als ein
rechter Vater annehmen wolle.
(Fortſetzung folgt.;
Sport, Spiel und Turnen.
Sr. Lawn=Tennis. Das Internationale
awn=Tennis=Turnier in Deauville, in
em, wie berichtet, auch eine Anzahl deutſcher Spieler
be=
eiligt iſt, zeitigte auch in ſeinem weiteren Verlauf
vannende Kämpfe. Im Herreneinzelſpiel um die
Meiſter=
haft ſiegte Decugis mit 7—5, 10—8, 2—6, 7—5 über
tahe, während A .F. Wilding mit 6—1 6—1, 6—4 über
ouſt ſiegreich blieb. Im Herreneinzelſpiel um den Pokal
on Deauville ſiegte Wilding über Rahe 7—5, 6—3, 6—1
ährend Decugis gegen Douſt 6—1, 6—1, 6—3 gewann.
m Herrendoppelſpiel um die Meiſterſchaft ſiegten
rahe-H. Kleinſchroth über Jones-Rice mit 6—3, 6—4,
6, 6—5 und Wilding-Douſt über Decugis-Germot
4, 6—4, 6—4. — Im Gemiſchten Doppelſpiel um die
keiſterſchaft ſchlugen in der Vorſchlußrunde Miß
Ryan-
eeugis Mme. Daneſt-Douſt 6—2. 6—3 und Frl.
Bro=
edis-Germot Miß Norton-Jones 6—3, 6—4. Das
inale gewannen Miß Ryan-Decuais gegen Frl.
Bro=
tedis-Germot mit 6—3, 3—6, aufgegeben. Im
Damen=
nzelſpiel um die Meiſterſchaft ergab die Vorſchlußrunde
e Siege von Frl. Broquedis-Fr. Fenwick mit 6—1,
—4 gegen Frl. Araniy-Frau Danes und von Miß
orton-Miß Ryan gegen Frau Decugis-Frl. Leinrecht
4, 6—3. Das Entſcheidungsſpiel gewannen Miß
Nor=
n—Miß Ryan dann gegen Frau Fenwick-Frl.
Bro=
tedis. Im Dameneinzelſpiel um die Meiſterſchaft ſpielte
tiß Norton gegen Frau Fenwick 10—8, 4—6, 6—3 und
rl. Broquedis gegen Miß Ryan 7—9, 6—4, 7—5.
Luftfahrt.
S1. Der Marine=Flugzeug=Wattbewerb
on Deauville wurde zum Abſchluß gebracht. Im
chnelligkeitswettbewerb über 100 Seemeilen ſiegte
Bril=
t auf Breguet=Doppeldecker mit 1 Std. 51 Min. 4 Sek.
Ihm fällt der erſte Preis von 7000 Francs zu, während
der zweite Preis von 3000 Francs von Chemet auf Borel=
Eindecker nach einer Flugzeit von 2.03:53 gewonnen
wurde. Als dritter plazierte ſich Molla auf Breguet mit
2150:59, als vierter Renaux auf Farman=Doppeldecker
mit 3113:30. Die weitere Schnelligkeitsprüfung über 250
Seemeilen wurde von Molla auf Breguet nach einer
Flug=
zeit von 4:25114 gewonnen. Ihm fällt ein Preis von
10000 Francs zu. Als zweiter plazierte ſich Renaux auf
Farman=Doppeldecker mit 5:28:38, als dritter Gaubert auf
Farman=Doppeldecker mit 5:34:35 Im Dauerflug
erziel=
ten Renaux und Gaubert mit 300 Meilen totes Rennen.
Renaux flog dieſe Diſtanz in 6:40125, Gaubert in 6142:49.
Literariſches.
Ainsen- Veran!
Erſt durch die grundlegenden
Reformen der Reichardt=
Geſell-
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eine reiche Auswahl heiterer und gemütvoller Lieder zur
Laute. Wir finden in dem Heft luſtige Wander= und
Soldatenlieder, die in ihrer knappen Form das
Soldaten=
leben ungemein charakteriſtiſch wiedergegeben. Im
zwei=
ten Teil des Heftes finden wir einige melodiöſe
Liebes=
lieder und Balladen, die ſich ja ganz beſonders für die
Laute eignen. Im letzten Teile der Nummer ſind reizende
Scherzlieder zum Abdruck gelangt, die in ihrer einfachen
Form und burſchikoſen Art für ſich ſelbſt ſprechen. Das
Lautenheft iſt zum Preiſe von 50 Pfg. in allen Buch= und
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Geſchichte der Kultur und des chriſtlichen Lebens im 19.
Jahrhundert, herausgegeben von ſeinem Sohne D.
Theo=
dor Schäfer, iſt im Verlage der Guſtav Schloßmannſchen
Verlagsbuchhandlung (Guſtav Fick) Hamburg erſchienen,
(broſch. 4 Mk.). Das zur 100. Wiederkehr des
Geburts=
tages des „Vaters der heſſiſchen Blinden” erſchienene
umfangreiche und geiſtvolle Werk pietätvollen Gedenkens
an das Leben und Wirken eines Mannes deſſen ganzes
Daſein der Liebesfürſorge für die Blinden gewidmet war,
iſt weit, weit mehr als etwa eine Familiengeſchichte, es iſt
in Wahrheit ein Kulturbeitrag, wie denn auch unſer
„Blinden=Schäfer” ein Stück Kultur ſelbſt in ſich vereinigte.
Es iſt wohl wert, daß die Kenntnis des Lebenswerkes
die=
ſes ſeltenen Mannes in weite Schichten, beſonders des
Heſſenvolkes, dringt.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9 — 12 Uhr vorm. und
— 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 24. Auguſt: dem Kaufmann Peter
Hotz, Mauerſtr. 1½, ein S. Gg. Günter. Am 25.: dem
Weißbinder Johannes Schmidt, Schloßgaſſe 15, ein S.
Johann Ludwig. Am 29.: dem Straßenreiniger
Sig=
mund Utz, Kirchſtr. 8, eine T. Mathilde Marie. Am 25.:
dem Milchverkäufer Gg. Schellhaas, Wienerſtr. 40, eine
T. Franziska Margareta. Am 26.: dem Poſtboten Ludwig
Zeh, Magdalenenſtr. 13, eine T. Maria Margarete,
Am 28.: dem Maſchinenſchloſſer Cornelius Hörner,
Rößlerſtr. 83, ein S. Georg Cornelius Wilhelm. Am 21.:
dem Lackierer Wilhelm Nicolay, Luiſenſtr. 16, eine T.
Anna Auguſta. Am 30.: dem Aushilfsweichenſteller Kurt
Dietzſch, Landwehrſtr. 62, eine T. Friederike Thilda
Jo=
hanna Hedwig.
Aufgebotene. Am 29. Auguſt: Weißbinder Anton
Schott zu Nieder=Modau mit Henriette Auguſte
Trzeba, Tannenſtr. 1½. Maurer Johann Peter
Stell=
wag zu Erbach mit Eliſabetha Heilmann, ebendaſelbſt.
Oberwachtmeiſtersmaat Friedrich Heinrich Chriſtian
Denecke, mit Anna Maria Philippine Schneider,
beide zu Wilhelmshaven. Hausburſche Ludwig Schäfer,
Schloßgartenſtr. 51, mit Margaretha Spang, Karlſtr. 50.
Am 1. September: Schuhmacher Philipp Gernand IV.
zu Griesheim, mit Lina Kölſch, Neue Niederſtr. 11.
Kaufmann Lorenz Joſeph Schneider, Landwehrſtr. 7,
mit Johanna Bertha Hiltrud Hünerfürſt zu Leipzig.
Weißbinder und Maler Johannes Müller zu Frankfurt
am Main, mit Maria Suſanna Lochmann,
Pankratius=
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burg, mit Dienſtmädchen Chriſtina Grünhag,
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ackerſtr. 1.
Geſtorbene. Am 29. Auguſt: Privatier Johannes
Poth, 70 J., ev., Mauerſtr. 9. Schleifer Johannes
Heinrich Valentin, 19 J., ev,, Feldbergſtr. 62. Am 30.:
Suſanne Bieger, 4 Monate, ev., T. des Schreiners
Lud=
wig Heinrich Konrad Bieger, Große Kaplaneigaſſe 42.
Am 29.: Kaufmann Heinrich Strauß, 46 J., iſr
Stift=
ſtraße 7. Anna Thalheimer, geb. Bopp, 41 J., kath.,
Ehefrau des Taglöhners Karlſtr. 79. Am 30.: Privatin
Julie Habermehl, geb. Purgold, Witwe des Oberſten
74 J.,, Hochſtr. 35. Am 31.: Privatier Karl Fiedler, 59
J., ev., Jugenheim a. d. Bergſtraße, hier, Grafenſtr. 9.
Anna Schreiner, 58 J., ev., Pädagogſtr. 2. Am 1.
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tember: Kellner Jakob Hock. 35 J., ev., Marktplatz 5.
Am 31. Auguſt: Fabrikarbeiter, zurzeit Reſerviſt beim
Inf.=Regt. Nr. 118, Jakob Heiß, 24 J., ev.,
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ſtraße 27. Eliſe Schuchmann, geb. Grimm, 54 J., ev.,
Ehefrau des Landwirts in Zwingenberg a. d. Bergſtraße,
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Kongreile und Verbandstage.
Allgemeiner Deutſcher Innungs= und
Handwerker=Tag.
Braunſchweig, 1. Sept.
In Anweſenheit zahlreicher Vertreter von Behörden,
darunter des Regierungsrats Schultz von der
braunſchwei=
giſchen Staatsregierung, des Stadtrats Wagner und des
Baurats Oſterloh vom Magiſtrat Braunſchweig, ſowie des
Vorſitzenden des Handwerks= und Gewerbekammertages
Herrenhausmitgliedes und Ehrenobermeiſters Plate=
Han=
nober und des Generalſekretärs Fahrenbach vom
reichs=
deutſchen Mittelſtandsverband, ſowie der hieſigen
Hand=
werkskammer und vieler befreundeter Verbände, trat heute
im „Wilhelmsgarten” der Allgemeine Innungs=
und Handwerker=Tag unter dem Vorſitze des
Hofkunſtſchloſſermeiſters Markus=Berlin zuſammen, der
in ſeiner Begrüßung die Anſicht zurückwies, daß der
Inn=
ungs= und Handwerker=Tag keinen Zweck habe, da der
Handwerks= und Gewerbekammer=Tag eine genügende
Vertretung des Handwerks ſei, und mit einem Hoch auf
den Kaiſer und die deutſchen Bundesfürſten ſchloß.
Nachdem auch verſchiedene der Ehrengäſte die Tagung
begrüßt hatten, erſtattete der Generalſekretär Syndikus Dr.
Müffelmann=Berlin den Jahresbericht, der zunächſt
mallgemeinen ein Fortſchreiten des Handwerks konſtatiert
und namentlich die Tätigkeit des Zentralausſchuſſes
be=
euchtete. Sodann berichtete Bäckerobermeiſter Schmitt=
Berlin über die „Abänderung der
Gewerbeord=
rung‟. Der Referent betonte, daß, wenn auch nicht alle
Wünſche erfüllt worden ſeien, könne das Handwerk mit
zem Erreichten doch zufrieden ſein. Die bürgerlichen
Par=
eien ſollten ihr Wohlwollen für das Handwerk auch durch
ie Tat beweiſen. Tapezierermeiſter Feder=Berlin ſprach
iber den Ausbau der deutſchen Handwerker=
Organiſation”. Er hob hervor, daß im allgemeinen
ſie deutſche Handwerkerorganiſation gut ausgebaut ſei
ind daß auch die Sozialdemokratie es mit der Angſt
be=
ommen habe, ſobald ſie bemerkt habe, daß das Handwerk
vieder zu erſtarken beginne; Beweis hierfür ſei der
Vor=
värts=Artikel „Abgefallene Zünftler‟ Der Wert der
zwangsinnungen werde mehr und mehr erkannt; die
Or=
zaniſation müſſe aber noch weiter ausgebaut werden. —
Beide Referenten legten gemeinſam eine Reſolution vor,
n welcher verlangt wird, daß die Denkſchrift des Deutſchen
zandwerks= und Gewerbekammer=Tages, ſowie die in der
Juli=Konferenz im Reichsamt des Innern von den
Hand=
verksvertretern gemachten Vorſchläge bei der
bevorſtehen=
ſen Aenderung der Reichsgewerbeordnung berückſichtigt
verden ſollen.
Tiſchlerobermeiſter Knieſt=Kaſſel wandte ſich in
Mittwoch, 3. September.
ee trite en
graphen” entſchieden gegen deſſen Anwendung, die eine
ſchwere Schädigung zahlreicher Handwerker mit ſich
brin=
gen würde, und fordert bei gerichtlichen Entſcheidungen
die Zuziehung von Männern der Praxis. Tiſchlermeiſter
Jarotzki=Berlin behandelte den „Schutz des
Ge=
ſellentitels” und legte eine Reſolution vor, in
wel=
cher die Bundesregierungen erſucht werden, den
Unter=
ſchied zwiſchen handwerksmäßig und innerhalb der
vor=
geſchriebenen Lehrzeit ausgebildeten und ungelernten
Hand=
werkern feſtzulegen. Ehrenobermeiſter Linſener=Berlin
referierte über das Thema: „Die Ausbildung der
Frau im Handwerk” In ſeiner vorgelegten
Reſo=
lution verlangte er zunächſt die Feſtſetzung der
Ausbild=
ungszeit für weibliche Handwerkslehrlinge einheitlich auf
drei Jahre. Ein Diſpens hiervon zugunſten ſolcher Per.
ſonen, die das Handwers nur zum Hausgebrauch oder zur
Verwendung als Zofe erlernen wollen, erachtet die
Reſo=
lution für ungeeignet, da eine ſolche Beſtimmung nur zur
Umgehung der Gewerbeordnung führe. Dieſe Verfügung
ſolle baldmöglichſt wieder aufgehoben werden. — In der
ſich anſchließenden, alle ſünf Referate umfaſſenden
Dis=
kuſſion wurde von allen Rednern gegen den § 1000
der Gewerbe=Ordnung Stellung genommen, wobei Juſt=
Berlin bemerkte, die Regierung ſolle, wenn ſie bei ihrem
Vorſchlag beharre, lieber gleich erklären, „ſie pfeife auf das
ganze Handwerk.” Herzog=Danzig beantragte, eine
Tag=
ung des Innungs= und Handwerker=Tages einzuberufen,
wenn die Verhältniſſe es erforderten. Belling=Hannover
wandte ſich gleichfalls ſcharf gegen den § 100 g. — Die
Reſolutionen wurden angenommen.
Obermeiſter Rahardt=Berlin behandelte in
ausführ=
licher Weiſe das Submiſſionsweſen. Er wandte
ſich zunächſt gegen den bekannten Artikel der
Nord=
deutſchen Allgemeinen Zeitung, in welchem ihm
Uebertreibung in ſeinen Aeußerungen auf dem
Handwerks= und Gewerbekammer=Tag in Halle
be=
züglich des Submiſſionsweſens vorgeworfen wurden. Der
Redner ſuchte an zahlreichen Beiſpielen, ſo aus
Saarbrük=
ken, Gleiwitz, Halberſtadt, Sommerfeld, Sagan, Küſtrin,
Schleswig, Lütgendortmund, Wanne, Hagen i. W..
Brom=
berg, Soeſt und Danzig, die Berechtigung ſeiner
Ausführ=
ungen nachzuweiſen, wonach die nachgeordneten Stellen
ſich an den Erlaß des Miniſters über das
Submiſſions=
weſen nicht kehren und dadurch Waſſer auf die Mühlen der
Sozialdemokratie liefern. Der Redner warf der Regierung
mimoſenhafte Empfindlichkeit und Vogel=Strauß=Politik
vor und wies darauf hin, daß das Handwerk die
Verant=
wortung für die Folgen ablehne. Die Handwerker
befin=
den ſich mit ihrer Forderung „für ehrliche Arbeit, ehrlichen
Lohn” auf dem rechten Wege. Der Umſtand, daß der
Handwerkskammer Stettin die Errichtung eines
Submiſ=
ſionsamtes verboten wurde, läßt die Behauptung
gerecht=
fertigt erſcheinen, daß die Regierung gar nicht wiſſe, wozu
die Handwerkskammern eigentlich da ſeien. Er wandte
ſich dann energiſch gegen das Syſtem der
Zuſchlagserteil=
ung an Mindeſtforderungen, die nichts weiter bedeute als
die Auspowerung der den Staat und die Geſellſchaft
ſtützenden Bevölkerungskreiſe und als die Auslieferung
1913.
des Handwers an die 8 1913,
In der von dem Redner vorgelegten Reſolution wird
das Vorgehen der deutſchen Handwerks= und
Gewerbekam=
mern zur Errichtung von Verdingungsämtern lebhaft
be=
grüßt, da in dieſem ein bedeutſamer Schritt zur Herſtellung
beſſerer Verhältniſſe zu erblicken ſei. — Der Direktor der
Deutſchen Mittelſtands=Reviſions= und
Buchführungsge=
ſellſchaft Juſt=Berlin ſprach über die „Feſtſtellung
des angemeſſenen Preiſes”. In ſeiner
Reſo=
lution wies er auf die Bedeutung einer geordneten
Buch=
führung für Handwerker hin und empfahl deren allgemeine
Einführung.
Klempnermeiſter Tſchoekl=Berlin faßte ſeine
Aus=
führungen über „Konkurrenz der kommunalen
Regiebetriebe” in einer Entſchließung zuſammen, in
welcher gegen die Praxis mancher ſtädtiſcher Verwaltungen
proteſtiert wird, welche durch kommunale Betriebe für
Pri=
vatperſonen Arbeiten und Lieferungen ausführen laſſen.
und ſo das ſelbſtändige Handwerk und Gewerbe
ausſchal=
ten. Zur Erhaltung eines finanziell kräftigen
Mittelſtan=
des ſei es notwendig, daß die kommunalen Behörden mit
den berufenen Handwerksvertretern ſich über Mittel und
Wege einigen, um eine zufriedenſtellende
Weiterentwick=
lung herbeizuführen. — Nach einer kurzen Debatte über
die drei letzten Referate wurden die vorgelegten
Reſolu=
tionen angenommen. — Der Vorſitzende
Hofkunſtſchloſſer=
meiſter Markus=Berlin referierte über „
Kreditver=
kehrsanſtalten für Gewerbetreibende‟. Er
begrüßte die Vorarbeiten für die Errichtung einer den
heutigen Verhältniſſen angemeſſenen Kreditorganiſation,
die ein hervorragendes Mittel zur Hebung der Geſamtlage
des Handwerks darſtelle. — Der Schriftführer des
Fach=
verbandes für die wirtſchaftlichen Intereſſen des
Kunſt=
gewerbes Paeth=Berlin wies in ſeinem Referat über
„Die Handwerker und das Einjährig=
Frei=
willigen=Weſen” auf die Schäden hin, die dem
Handwerk dadurch zugefügt werden, daß zahlreiche junge
Leute aus bürgerlichen Kreiſen die Schule ſo lange
be=
ſuchen, bis ſie zur Erlernung eines Handwerks zu alt ſeien.
Er verlangte eine Erweiterung des § 89,6 der Deutſchen
Reichswehrordnung, der die Verleihung des Einjährig=
Freiwilligen=Zeugniſſes an beſonders talentierte
Hand=
werksgehilfen zuläßt, ſowie die alljährliche Herausgabe
einer Statiſtik des Kriegsminiſteriums darüber, ein wie
großer Prozentſatz der Einjährig=Freiwilligen ein Examen
auf Grund beruflicher Leiſtungen gemacht und beſtanden
hat. Eine dahingehende Reſolution wurde angenommen.
Das letzte Referat, das Verbandsſyndikus Dr.
Müf=
felmann=Berlin erſtattete, betraf die Sicherung
der Bauforderungen. Der Referent wies auf das
Ueberhandnehmen des Treibens der Terraingeſellſchaften
uſw. hin und betonte, daß der erſte Abſchnitt des Geſetzes
zur Sicherung der Bauforderungen eine Beſeitigung des
Uebels nicht gebracht habe, ſo daß man nur von den durch
das Miniſterium eingeleiteten Ermittelungen über Art
und Umfang der Schädigungen eine Beſſerung erwarten
könne. Die von dem Referenten vorgelegte Reſolution
wurde debattelos angenommen und ſodann die Tagung
vom Vorſitzenden in der üblichen Weiſe geſchloſſen.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. September 1913.
Nummer 206,
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Saatgut=Bezug. Die in dieſem Jahre zur
Zeit der Ernte ungünſtige Witterung hat die einwandfreie
Gewinnung von Saatgetreide ſehr erſchwert. Da
auch die Ernte ſehr verſpätet iſt, dürfte es manchem
Land=
wirte auch nicht möglich ſein, rechtzeitig ſein Saatgetreide
herzuſtellen oder er verzichtet im Intereſſe der Steigerung
der Erträge bei den von ihm angebauten
Wintergetreide=
arten auf die Herſtellung von Saatgut aus ſeiner Ernte,
wenn er ſchon eine Reihe von Jahren keinen Saatwechſel
vorgenommen hat. Wenn auch in den letzten Jahren eine
nicht geringe Ertragsſteigerung häufig zu beobachten war,
ſo kann doch tatſächlich der Ertrag in vielen Fällen noch
verbeſſert werden, wenn eine große Mehrzahl von
Land=
wirten dem Saatgutwechſel größere Bedeutung beilegte.
Um den Landwirten rechtzeitig Saatgut von unſeren
er=
tragsreichſten Sorten von Roggen, Weizen und
Winter=
gerſte in guter Qualität zur Verfügung zu ſtellen, hat man
beſondere Organiſationen hierzu geſchaffen. Im
Groß=
herzogtum Heſſen hat die Landwirtſchaftskammer ſchon vor
längeren Jahren Saatbauſtellen eingerichtet, welche
an=
erkanntes Saatgetreide liefern. Es liegt daher im
Inter=
eſſe der Landwirte, wenn ſie ſich wegen Beſchaffung von
Herbſtſaatgut frühzeitig an die Landwirtſchaftskammer,
Darmſtadt, Rheinſtraße 34, wenden, die bereit iſt, jede
Auskunft zu erteilen.
Getreide=Wochenbericht
der==Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 26. Auguſt bis 1. September.
Abgeſehen vom Oſten, wo die erſten Tage der Woche
noch mehrfach Niederſchläge brachten, hat das ſchöne
Wet=
ter überall angehalten, ſo daß die rückſtändigen
Ernte=
arbeiten flott gefördert werden konnten. Leider beſtätigt
ſich, daß die Beſchaffenheit eines großen Teiles der Ernte
durch die letzte Regenperiode erheblich gelitten hat; der
Weizen iſt mehr oder weniger mit Auswuchs behaftet,
auch über den Hafer wird viel geklagt, namentlich von
Schleſien trifft viel minderwertiges Material ein. Im
Getreidegeſchäft war die Stimmung für Weizen zeitweiſe
recht flau, da namentlich Sachſen mit ſtarkem Angebot an
den Markt kam, während der Export nur geringe
An=
prüche ſtellte und auch die Mühlen große Zurückhaltung
im Einkauf bekundeten. Beſonders fühlbar macht ſich das
Fehlen eines regelmäßigen Ausfuhrgeſchäftes. Wohl
kamen in der Berichtswoche mehrfach Abſchlüſſe mit
Frankreich zuſtande, doch handelte es ſich dabei weniger
um wirklichen Bedarf als um die Beſchaffung von
An=
dienungsmaterial für den Pariſer Terminmarkt.
In=
zwiſchen ſind die Preiſe dort ziemlich ſcharf
zurückge=
gangen, ſo daß auch dieſe Anregung für das
Weizenge=
ſchäft vorläufig wegfällt. Im Lieferungsgeſchäft
bewirk=
ten die mit dem ſtarken Inlandsangebot
zuſammen=
hängenden Abgaben einen Preisrückgang von 5 Mark für
September, während ſpätere Sichten nur zirka 3½ Mark
einbüßten. Im Gegenſatz zu Weizen vermochte Roggen
ſeinen Preisſtand verhältnismäßig gut zu behaupten, da
das mäßige Angebot in dieſem Artikel zum Teil von den
Provinzmühlen feſtgehalten, teils nach der Küſte
abge=
lenkt wurde. Hinzu kam, daß von Rußland nur ſpärliches
Angebot vorlag. Angeſichts dieſer Verhältniſſe waren
Abgeber im Lieferungsgeſchäft ſehr vorſichtig, namentlich
ſpätere Sichten behaupteten ſich, während September ſich
um 1½ Mark niedriger ſtellt als in der Vorwoche. In
Hafer kommt, wie bereits erwähnt, viel geringe Ware an
den Markt, für die ſich der Abſatz ſehr ſchwierig geſtaltet,
während gute Qualitäten geſucht ſind. Lieferung wurde
durch Deckungen geſtützt und behauptete ihren Preisſtend.
Für Braugerſte verhalten ſich die Verbraucher nach wie
vor reſerviert, aber der Umſtand daß ſich am Rhein und
auch im Auslande Intereſſe zeigt, ließ das Geſchäft etwas
mehr in Gang kommen. Futtergerſte war in den
ruſſi=
ſchen Forderungen ſchwächer, Mais dagegen höher
gehal=
ten, zumal Nordamerika als Käufer für Platamais
auf=
tritt. Für inländiſches Getreide ſtellten ſich die Preiſe
am letzten Marktage wie folgt:
Roggen
Weizen
Hafer
160
Königsberg
206 (—8
160 (— ) 174 (*1
anzig .
164
160
tettin . . . 193 (—7
157 (—
7—1
159 (*1
. . 201
Poſen
-
-
158
158
Breslau . . . 196 (*1
. 197 (—5
161½ (—½) 185 (—
Berlin
170 (*2
160
192 (—7
—1
Magdeburg
195 (—6
167 (—
178 (*2
Halle . .
176 (*2
-
198 (—
167
Leipzig . .
-
179 (*3
—) 166
Dresden . . . 200
164 (—
182 (—5
Hamburg . . 198 (—6
166 (—1
-
168
Hannover . . 195 (—5
)
—7
170 (—2
Düſſeldorf . . 206 (—4
168
(—6
1—8
164 (—2
164
196
Köln . .
169 (—1
178 (—7
Frankfurta. M.. 202½ (—4
170 (—2½) 175 (—
Mannheim . . 210 (—5
-
212½ (—2½) 172½ (—2½l
Straßburg .
-
173
71 (—1
244
München
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1,55), Roggen: Berlin Sept. 163,75
1,25), Hafer=
Berlin Sept. 164,50
0,25), Futtergerſte Südruſſ. frei
3), Sept. 112,50
Hamburg unverzollt ſchwim. 110
(*0,50), Mais: La Plata ſchwim. 111,50 (P 1,50),
Sept. Okt. 114,50 (-2) Mark.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Hiermit wird auf den abſcheulichen Zuſtand der
Abortanlage in der Bedürfnisanſtalt an unſerem
Oſtbahn=
hof „Roſenhöhe” aufmerkſam gemacht. Sie befindet ſich
in graſſem Gegenſatz zu den einfachſten hygieniſchen
For=
derungen und Beſtrebungen in unſerer Stadt. Es wäre
zu wünſchen, daß der für Darmſtadt unwürdige Zuſtand
beſeitigt würde.
Mit Staunen habe ich das Eingeſandt in Ihrem
geſchätzten Blatte vom 1. September geleſen. Vielleicht
wären die Geſchäftsleute der oberen Rheinſtraße und der
Luiſenſtraße und ſicherlich auch in ganz Darmſtadt recht
froh, wenn ſich der Verkehr ſo lebhaft geſtalten würde, wie
es da geſchildert iſt. Im übrigen verläßt die
Dampf=
ſtraßenbahn doch bald unſere Vaterſtadt. — Bleiben wir
immer auf dem Standpunkt des Herrn Einſenders ſtehen,
dann wird ſich Darmſtadt wohl nie den Rang einer
Groß=
ſtadt erwerben können, was im Intereſſe des Wohlſtandes
der Bürgerſchaft wohl zu wünſchen wäre. Von
einem=
lebhaften: Verkehr in unſeren Hauptſtraßen habe ich
abends und nachts, trotz recht häufigen Paſſierens auch
nicht das Geringſte merken können.
Civis.
Der Herr Verfaſſer X. des Eingeſandts in Nr. 204
des Darmſtädter Tagblatts ſchreibt: Wenn nun die bis
jetzt genügend unter allem möglichen Geräuſch leidenden
Bewohner der Rhein= und Luiſenſtraße gegen jede weitere
Einrichtung, die dieſes Geräuſch noch vermehrt,
Fronk=
machen, ſo iſt ihnen das nicht zu verdenken. Die Halle am
Böllenfalltor kann genügend erweitert werden, ſo daß
man den Wünſchen der obengenannten Bür= Rechnung tragen kann. Der Herr Einſender
ſtellt ſich alſo auf den Standpunkt des „Heiligen Florian”
und ruft: Bewahrt mein Haus, ſteckt andere an.
Wir wollen ihm zugute rechnen, daß er die „
Annehmlich=
keiten” die mit den Betriebsanlagen der „Heag” am
Böl=
lenfalltor — worunter ſich auch eine größere
Werk=
ſt ätt ebefindet — am eigenen Leibe noch nicht verſpürt hat
(Wir möchten aber dem Herrn Einſender raten, doch für
die Folge eine etwas weniger egoiſtiſche Stellung in der
Sache einzunehmen. — Wir haben von jeher die Ans
ſicht vertreten, und wir glauben der Zuſtimmung des
weitaus größten Teils der Bürger hierin ſicher zu ſein,
daß derartige Anlagen einzig und allein in das
Induſtriegebiet (Dornheimer Weg) gehören. Wer
dort ſeinen Wohnſitz aufſchlägt, muß ſich allerdings
vor=
her mit dieſen unheilvollen Ruheſtörungen abfinden.
Die Bewohner und Grundſtücksbeſitzer
im Villenviertel am Böllenfalltor.
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