Inſerate
Abonnementspreis
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Werftarbeiterſtreik iſt noch nicht
be=
endet, da die allgemeine Wiederaufnahme der Arbeit
noch nicht erfolgt iſt.
Wie aus dem Königreich Sachſen, kommen auch aus
der Provinz Schleſien Meldungen über eingetretenes
Hochwaſſer. Auch aus Böhmen und Galizien
wer=
den Hochwaſſerkataſtrophen berichtet.
Der Prinz von Wales wird am 31. Auguſt und am
1. September als Gaſt des Kaiſers in Berlin weilen.
Der bulgariſche Miniſterrat beſchloß, den
Friedensvertrag zu ratifizieren. Der
Austauſch der Ratifikationen wird in Bukareſt erfolgen.
Der Dampfer „State of California” ging in
der Gambierbai unter. Ueber 50 Perſonen ſollen
ertrunken ſein.
Der Konflikt zwiſchen Mexiko und den
Vereinig=
ten Staaten hat ſich verſchärft.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Graf Berchtold.
C Die Gerüchte über einen bevorſtehenden
Rück=
tritt des Grafen Berchtold von ſeinem Amte
haben ſichnicht beſtätigt. Ob Graf Berchtold bei
ſei=
ner Anweſenheit in Iſchl dem Kaiſer Franz Joſef
tatſäch=
lich ſeinen Rücktritt angeboten hat, iſt ebenfalls nicht ſicher,
da beglaubigte Mitteilungen über dieſe Beſprechung nicht
in die Oeffentlichkeit gedrungen ſind, und ebenſo weiß im
Grunde genommen niemand, ob Graf Berchtold in
abſeh=
barer Zeit zurücktreten wird, obgleich mehrfach ſchon ſeine
angeblichen Nachfolger in der Oeffentlichkeit genannt
wor=
den ſind. Wer das im politiſchen Leben mit einiger
Auf=
merkſamkeit verfolgt, wird wiſſen, wie wenig auf
der=
gleichen Prophezeiungen zu geben iſt, die man beſſer als
diplomatiſchen Klatſch bezeichnet, der in Oeſterreich
viel=
leicht noch mehr blüht als anderswo.
Daß Graf Berchtold in der Reviſionsfrage keine
ge=
rade glückliche Hand bewieſen hat, läßt ſich nicht beſtreiten;
aber daraus die Notwendigkeit zu folgern, daß er
zurück=
treten müſſe, geht denn doch zu weit. Auch Saſonow, der
ruſſiſche Miniſter der auswärtigen Politik, war
bekannt=
lich für die Reviſion des Bukareſter Friedens eingetreten,
ohne daß jemand, nachdem aus der Reviſion nichts
ge=
worden iſt, jetzt geſchloſſen hat, daß er, als Konſequenz
aus dem Mißerfolge, jetzt zurücktreten müſſe. Nachdem
gerade Graf Berchtolds Politik nicht nur in der deutſchen,
ſondern auch in der öſterreichiſchen Preſſe in der letzten
Zeit vielfach ziemlich abſprechend beurteilt worden iſt,
ge=
bietet es die Gerechtigkeit, zu betonen, daß Graf Berchtold
in der erſten Periode des Balkankrieges mit der
gemein=
ſamen Schaffung des Fürſtentums Albanien einen großen
Erfolg erzielt hat. Beſonders ſchwer wiegt nach dieſer
Hinſicht der Umſtand, daß es ihm gelungen iſt, auch die
ruſſiſche Zuſtimmung zu dieſem Plan zu erhalten, da
Ruß=
lands Sympathien naturgemäß den Balkanſlawen
ge=
hörten. Gegenüber dieſem großen Erfolge fällt der kleine
Mißerfolg in der Reviſionsfrage, der ſehr bald vergeſſen
ſein wird, während Albanien als ſelbſtändiges
Fürſten=
tum dauernd beſtehen bleiben wird, wenig in die Wage.
Man wird daher gut tun, auch die Gerüchte, daß der
Rück=
tritt des Grafen Berchtold nur aufgeſchoben, aber nicht
aufgehoben ſei und zu erwarten ſtehe, ſobald der
Balkan=
krieg diplomatiſch erledigt ſei, ruhig ad acta zu legen.
Auch in der Diplomatie gelingt nicht immer jeder Wurf,
und gerade gegenüber dieſem kleinen Fehlſchlag ſollte man
doch auch die Erfolge, die Graf Berchtold auf anderen
Ge=
bieten erreicht hat, nicht aus den Augen verlieren
Der Trinkſpruch Kaiſer Wilhelms
auf kaiſe Frans Zofet.
* Zu der Rede des Kaiſers bei der Feſttafel
zu Ehren des Geburtstages des Kaiſers Franz
Jo=
ſef bemerkt das Neue Wiener Tageblatt:
Die Worte des Kaiſers werden überall den ſtärkſten
Eindruck ausüben. Niemals iſt feſter und deutlicher der
große Gedanke der innigſten politiſchen
Zuſammengehörig=
keit Deutſchlands und Oeſterreich=Ungarns zum Ausdruck
gelangt. Die Zeitumſtände erheben die Rede Kaiſer
Wil=
helms zu einer ganz ungewöhnlichen Manifeſtation, welche
vor aller Welt Zeugnis ablegen ſoll, daß die
Grund=
feſten des Bündniſſes unerſchütterlich
ſind, daß die ſo bewegten Ereigniſſe der letzten Zeit nicht
imſtande waren, Aenderungen oder Diſonanzen
hervorzu=
rufen, die in den jüngſten Tagen ſo oft und ſo gern von
gewiſſen Leuten herausgeklügelt worden ſind. Wenn die
Völker Oeſterreich=Ungarns in ihrem Herrſcher einen
gro=
ßen Friedenskaiſer verehren, dann kündigt ihnen Kaiſer
Wilhelm an, wie berechtigt und begründet ihre Verehrung
iſt. Der Dank Deutſchlands für den Schutz des Friedens
Europas durch Kaiſer Franz Joſef iſt die herzlichſte
Ge=
burtstagsgabe an den Kaiſer und der frohe Ausblick in
die Zukunſt iſt das beſte Geſchenk an die Völker. Wer
vermöchte noch zu beſtreiten, daß auch nicht der geringſte
Schatten auf dem Bündnis laſtet, ſelbſt wenn tatſächlich
einen Angenblick lang in irgend einer Auffaſſung nicht völ. Gleichheit geherrſcht haben ſollte? Mit dieſen
Spe=
kubationen hat es nun ein gründliches Ende. Das
Bünd=
nis hat die mächtigſten Garantien in den Herrſchern der
alliierten Staaten. Es iſt ein Herzensbedürfnis der
Völ=
ker, aber vor allem auch eine der feſteſten Grundlagen des
Friedens Europas. Die Herzlichkeit der perſönlichen
Be=
ziehungen Kaiſer Wilhelms zu Kaiſer Franz Joſef und
die ungewöhnliche Verehrung, welche der deutſche Kaiſer
ſeinem väterlichen Freund zollt, finden ihren Ausdruck in
dem unerſchütterlichen Weſen des Bündniſſes, das den
Wechſel der Zeiten überdauert und wie Kaiſer Wilhelm
ſo markig hervorhob, auch fernerhin zum Segen der Welt
ſeine Kraft und Wirkung bewähren wird. Das Blatt
erwähnt auch den im Popolo Romano veröffentlichten
Ar=
tikel anläßlich des Geburtstages Kaiſer Franz Joſefs
und hebt hervor, daß man nicht anders, als der deutſche
Kaiſer auch in Italien über die ſegensreiche Tätigkeit
Kaiſer Franz Joſefs für den Frieden denke Das Blatt
verweiſt auf die immermehr zunehmende Innigkeit des
Verhältniſſes Oeſterreich=Ungarns und Italiens und
er=
klärt, die Uebereinſtimmung der politiſchen Ziele Italiens
und Oeſterreichs ſeien bei den ſchweren Verhandlungen
des letzten Jahres geradezu ein Markſtein an innerer
Kraft des immer wachſenden Bündniſſes. Die heißen
Wünſche, welche Kaiſer Wilhelm unſerem Kaiſer
dar=
brachte, und die Grüße aus Italien ſtärken die Hoffnung,
daß den Völkern ein Frieden beſchert ſein wird und
bie=
ten Sicherheit, daß, was immer kommen möge. mächtig
und unerſchütterlich das Bündnis beſteht als feſteſte
Ge=
währ des europäiſchen Friedens den gegen alle
Bran=
dungen erfolgreich geſchützt zu haben, Kaiſer Franz Joſef
durch ſeine hohe Weisheit ſoviel beitrug.
Die Oeſterreichiſche Volkszeitung ſchreibt:
Auf die in den letzten Tagen an dem Beſtand des
deutſch=öſterreichiſchen Bündniſſes infolge
der Haltung des Berliner Kabinetts in der Frage der
Re=
viſion des Bukareſter Friedens geknüpften Ausſtreuungen,
wird die Rede Kaiſer Wilhelms, um einen
Bis=
marckſchen Ausdruck zu gebrauchen, wie ein kalter
Waſſer=
ſtrahl wirken. Die Worte des Kaiſers ſind ſo klar, daß
ein Mäkeln und Deuteln unmöglich iſt. Ueberall, wo man
den Frieden will, wird man den Trinkſpruch Kaiſer
Wil=
helms mit Genugtuung vernehmen Das war ein Wort
zur rechten Zeit. — Das Neue Wiener Journal
erblärt: Was Kaiſer Wilhelm in dem Togſt an ſeinen
treuen Bundesgenoſſen und väterlichen Freund Kaiſer
Franz Joſef ſagte, iſt von hinreißender impulſiver
Herz=
lichkeit und hat den Bruſton ernſter feſter Geſinnung.
Die Peſter Blätter beſprechen den Trinkſpruch des
Deutſchen Kaiſers mit warmer Genugtuung und
Sym=
pathie. Der Peſter Lloyd ſchreibt: Die irrige
An=
ſchauung, als ob bezüglich der Befolgung der
Friedens=
politik zwiſchen unſerer Monarchie und Deutſchland
Un=
einigkeit geherrſcht habe, berichtigte der Kaiſer, der
Trinkſpruch galt in feierlicher, geradezu emphatiſcher Weiſe
auch der Zukunft. In ernſten feierlichen Akkorden klingt
aus dem Trinkſpruch die Ueberzeugung heraus, daß der
Bau des Dreibundes auf unerſchütterlicher Grundlage
be=
ruht und ſich auch in Zukunft in unwandelbarer Feſtigkeit
bewähren wird. — Das Peſter Journal ſchreibt:
Der Trinkſpruch bildet eine glänzende Widerlegung der
Gerüchte über Unſtimmigkeiten.
Neu=Griechenland.
* Als Fallmerayer im Jahre 1845 ſeine „Fragmente
aus dem Orient” herausgab, in denen er das neugriechiſche
Volkstum als ein den alten Griechen ganz fremdes
Ge=
miſch ſlawiſcher Völkerſchaften darſtellte, beſchäftigte er
ſich auch viel mit Byzanz und dem jungen Griechenland.
Man lieſt dieſes Buch — ſo wird der Köln. Ztg geſchrieben
heute mit ganz anderen Gedanken und Gefühlen als
zur Zeit, da ſeine zweite Auflage im Jahre 1877 erſchien.
Fallmerayers Worte treffen in vieler Beziehung auch jetzt
noch zu und dürften jetzt auch in Griechenland ſelbſt
an=
ders aufgefaßt werden als damals, wo ſie Stürme der
Entrüſtung hervorriefen. Neu=Griechenland wird für das
alte Griechenland zum Schmerzenskind werden, wird
ſchwere Opfer erfordern und Kraftleiſtungen erheiſchen,
welche nur durch die wirtſchaftliche und ſtrategiſche
Be=
deutung der genannten Gebiete, namentlich Kawalas,
ge=
rechtfertigt erſcheinen kann. Wäre Kawala den Bulgaren
zugefallen, ſo hätte der Beſitz von Saloniki für die
Grie=
chen nur halben Wert. Die wirtſchaftliche Lage kann ſich,
geſtützt auf das koſtbare Gebiet von Kawala, bedeutend
raſcher und beſſer erholen, als es ſonſt der Fall war. Als
die Bulgaren noch in Kawala feſtſaßen, haben die Griechen
wohl zu beweiſen verſucht, daß Saloniki dadurch in keiner
Weiſe in ſeinem Beſtand gefährdet ſei. Man wollte ſogar
nachweiſen, daß ſich der Handel mehr denn je heben
würde. Nachgerade ſcheint man aber doch anderer Anſicht
geworden zu ſein, denn jetzt reden die Griechen gänz
anders. Deutſchlands Intereſſen in Neu=
Griechenland werden einer beſonderen Pfkege
be=
dürfen. König Konſtantin hat noch nie ein Hehl aus
ſei=
ner Vorliebe für Deutſchland gemacht; die gebildete
Grie=
chenwelt, die Kaufleute hinzugerechnet, weiß Deutſchland
und ſeine Induſtrie vollauf zu ſchätzen; in vielen Kreiſen
pflegt man die deutſche Sprache, und es wird an
Gelegen=
heiten nicht mangeln, wo deutſches Kapital in
Mit=
bewerb zu treten hat, wenn es gilt, die für Neu=
Griechen=
land geplanten zahlreichen Unternehmungen
durchzu=
führen. Bahnbauten, Entwicklung des Bergbaues, der
Landwirtſchaft, eine Reihe ſtädtiſcher Unternehmen hier
und im Inland, die Gründung neuer Induſtrien, Bau von
Straßen und von Brücken, Eindämmung von Flüſſen,
Trockenlegung von Sümpfen, Hafenbauten uſw bieten
ein weites Feld für die Betätigung deutſchen Kapitals
und deutſcher Schaffenskraft. Man darf aber die
fran=
zöſiſche Strömung nicht unterſchätzen, welche ſich
in den einflußreichſten Kreiſen geltend macht, wo man im
Grunde genommen Deutſchland die Achtung nicht verſagt,
das Franzöſiſche aber vorzieht. Ein von amtlicher Stelle
herausgegebenes Blatt in Saloniki nennt ſogar Neu=
Grie=
chenland jetzt ſchon das „Frankreich des Balkans” und ſieht
das enge griechiſch=franzöſiſche Zuſammenarbeiten in
Kürze kommen. Dieſer Strömung zu begegnen, dürfte
nicht ſo einfach und leicht ſein.
Franzöſiſche Warnungen an die
Türkei.
* Die meiſten Pariſer Blätter ergehen ſich in
War=
nungen an die Türkei, die ſie beſchwören, ihre Armee vom
rechten Ufer der Maritza zurückzurufen.
So telegraphiert der Korreſpondent des Matin aus
Petersburg: Man iſt hier der Anſicht, daß die Beſetzung
der Küſte des Aegäiſchen Meeres durch die Türken infolge
eines Abkommens der Regierung von Konſtantinopel mit
der Regierung von Athen ſtattfinde. Wenn dieſe
Hypo=
theſe ſich bewahrheitete, ſo würden Rußland und die
anderen Mächte auf Griechenland erbittert ſein, weil
es von neuem die Urſache ſchwerer Beunruhigung in
Europa geworden iſt. Dagegen iſt auch möglich, daß
die Türkei die Gebiete am Aegäiſchen Meere nur beſetzte
in der Abſicht, ſie ſpäter gegen den Verbleib Adrianopels
unter ihrer Herrſchaft auszuhandeln. In dieſem Falle
würde ihre gegenwärtige Intervention keine große
Be=
deutung haben. Weder die ruſſiſche Regierung noch die
türkiſche Botſchaft hatten Montag abend Beſtätigungen
der Meldungen aus Sofia über das Vordringen der
tür=
kiſchen Armee, aber dieſe Meldungen tragen den Stempel
der Wahrſcheinlichkeit Es läuft ſogar das Gerücht,
Ruß=
land werde der Türkei mit dem Abbruch der
diplomati=
ſchen Beziehungen drohen. Dieſe Nachricht, wenn auch
zum mindeſten verfrüht, entbehrt nach meiner Erkundigung
nicht jeder Begründung. — Der Petit Pariſien welcher
der franzöſiſchen Regierung nahe ſteht, ſchreibt: Die Pforte
muß ſich ſagen, daß Rußland, welches ſchon ſehr gereizt
über den Zwiſchenfall von Adrianopel iſt und
Truppen an der armeniſchen Grenze verſammelt hat, einen
neuen Angriff der Türken in Thrazien nicht
ohne Erwiderung laſſen würde Die panſlawiſtiſche
Be=
wegung, welche ſich zugunſten der Bulgaren kundgegeben
hat, würde diesmal in Petersburg keinem Widerſtande
begegnen, und Rußlands Einſchreiten, welches tauſend
Verwickelungen hervorrufen würde, weil es die Vorrede
zur Teilung der aſiatiſchen Türkei bedeuten würde, wäre
einfach die Vorbereitung des Unterganges der
ottomani=
ſchen Macht. Hoffen wir, daß man ſich am Bosporus zur
Klugheit fügt und daß der Großweſir ſich darauf
be=
ſchränke, wegen Adrianopels zu verhandeln. Die
Diplo=
matie kann ihm einigen Erfola bringen Der Krieg würde
unfehlbar den Krieg, und zwar einen für die Türken
ver=
hängnisvollen Krieg, hervorrufen. An anderer Stelle
ſchreibt der Petit Pariſien: Sicher iſt daß die Türken
nichts von dem behalten werden, was ſie jetzt jenſeits der
Maritza genommen haben. Nicht nur Rußland gibt
ſei=
nem Zorn über das unerwartete Beginnen der türkiſchen
Generale Ausdruck, ſondern auch Deutſchland hat in
Kon=
ſtantinopel gerade heraus erklärt, daß es jeder weiteren
Eroberung ſein Veto entgegenſetzen würde. — Der
Fi=
garo ſchreibt: Die Vertreter der Großmächte in
Konſtan=
tinopel haben bei der Pforte bereits einen Schritt getan,
um ſie vor dieſer Abenteuerpolitik zu warnen, oder ſie
werden dieſen Schritt tun. Man muß wünſchen, daß
die=
ſer Schritt ſehr energiſch ſei. Wenn zu dieſem ſich auch
nur zwei oder drei von den Großmächten zum Handeln
entſchließen, werden die Mittel zur Aktion nicht fehlen,
Eine
Die Türken werden es auf ihre Koſten merken. —
abweichende Meinung findet ſich in den politiſchen
In=
formationen des Echo de Paris wo auseinandergeſetzt
wird, daß keine Großmacht ein Intereſſe daran habe, die.
Türkei zu ſchwächen, und daß höchſtens eine Intervention=
Deutſchlands den Lauf der Dinge ändern könnte.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. Auguſt 1913.
Nummer 194.
Deutſches Reich.
— Der Papſt an den Kaiſer. Das Amtsblatt
des Heiligen Stuhles veröffentlicht in ſeiner letzten
Num=
mer den bereits kurz erwähnten Brief des Papſtes an
Kaiſer Wilhelm anläßlich des 25jährigen
Regierungsjubi=
läums. In dem franzöſiſchen Text ſagt der Papſt, der
Germania zufolge:
Das glückliche Ereignis der 25jährigen ruhmreichen
Regierung Ew. Majeſtät iſt eine äußerſt günſtige
Gelegen=
heit, Glückwünſche darzubringen und Wünſche für die
Zu=
kunft auszuſprechen. Von Freude erfüllt, ſendet deshalb
der Heilige Vater mitten in der allgemeinen Jubelfeier
ſeine aus tiefſtem Herzen kommenden Wünſche, daß Ew.
Majeſtät ſich eines langen Lebens voller Ruhm und
Er=
folge erfreuen möge. Er bittet zu Gott, dem Urquell aller
Macht und aller Souveränität, auf daß er dem Kaiſer
Glück und Geſundheit gewähre und Friede und Gedeihen
für das große Reich, das ihm für ſo viele Wohltaten Dank
ſchuldet. Der Papſt fügt, wie dasſelbe Blatt weiter
mit=
teilt, hinzu, er ſei froh, ſeinen lebhaften Dank dem Kaiſer
ausſprechen zu können dafür, daß er immer von dem
Wunſche beſeelt geweſen ſei, das Wohlergehen ſeiner
katholiſchen Untertanen zu ſichern, deren Treue gegenüber
dem Kaiſer wohl bekannt ſei.
— Eine Geſetzesvorlage zur
Abände=
rung des Zwangsverſteigerungsgeſetzes
iſt im Reichsjuſtizamt in Vorbereitung. Durch das Geſetz
ſoll den Mißſtänden auf dem Grundſtücksmarkte, die durch
das Verpfänden der Mieten und die Zeſſion der
Hypo=
thekenzinſen entſtehen, ein Ende gemacht werden. Die
Aelteſten der Kaufmannſchaft von Berlin haben nun das
Reichsjuſtizamt gebeten, bei der Beratung dieſer Frage
Sachverſtändige aus den Kreiſen von Handel und
In=
duſtrie, beſonders auch des Grundſtücks= und Baugewerbes
zu hören, und haben ſich bereit erklärt, gegebenenfalls dem
Reichsjuſtizamte dieſe Sachverſtändigen zu benennen.
— Zur Kruppaffäre. Ehe noch der Strafprozeß
gegen Maximilian Brandt begonnen hat, iſt er von der
Firma Krupp ſeiner Stellung enthoben worden. Er hat
auch bereits einen Nachfolger gefunden, und zwar den
Major Steinmetz, der ſeinen Poſten ſchon angetreten hat.
Wie verlautet, ſoll im Kriegsminiſterium ein Erlaß
be=
kanntgemacht werden, in dem der Verkehr mit Angeſtellten
von Firmen der Rüſtungsinduſtrie eine Regelung nach
beſtimmten Normen erfährt. Keinesfalls beabſichtige man
zaber, ſo wird der Nationalzeitung von zuſtändiger Seite
mitgeteilt, irgendeine Maßnahme zu treffen, ehe der zweite
Prozeß gegen Tilian und Genoſſen, ſowie der Prozeß
gegen Brandt verhandelt worden iſt.
Ausland.
Frankreich.
Frankreich auf der Weltausſtellung in
San Franzisko. Ungleich England und Deutſchland,
haben Frankreich und Italien ihre Beteiligung an der
Weltausſtellung in San Franzisko (1915) in Ausſicht
ge=
ſtellt. Wegen der übeln Erfahrungen, die ſie früher
ge=
macht, hat die franzöſiſche Regierung einen Vorbehalt
ge=
macht und verlangt, daß die ausgeſtellten Gegenſtände
beſſer als in Chicago und St. Louts geſchützt werden
müßten durch Achtung der Fabrikmarken und durch das
Verbot des Gebrauchs gefälſchter Urſprungsbezeichnungen.
Außerdem werden noch beſondere Zollerleichterungen für
die aus Frankreich zur Ausſtellung geſandten Erzeugniſſe
und Waren gefordert. Sollten dieſe Wünſche nicht erfüllt
werden, ſo könnte ſich nach dem Temps die Beteiligung
Frankreichs möglicherweiſe nur auf den Regierungs=
Pa=
villon beſchränken.
Belgien.
Vom belgiſchen Heere. Um die durch die
Hee=
resverſtärkung erforderlich gewordenen neuen
Offizier=
ſtellen zu beſetzen, hat der mit der Vorbereitung
beauf=
tragte Ausſchuß nunmehr einen Geſetzentwurf
fertig=
geſtellt, der 105 neue Stellen für höhere und 735 für
Sub=
alternoffiziere fordert; dazu kommen noch 120 neue
Stel=
len für Militär= und Roßärzte und für die Intendantur.
Der größte Teil der Vermehrung kommt der Infanterie
und der Feldartillerie zugute, während Kavallerie und
techniſche Truppen verhältnismäßig geringe Erhöhungen
erfahren. Dagegen wird die Zahl der
Generalſtabsoffi=
ziere nicht unweſentlich vermehrt. Bei den diesjährigen
großen Manövern, die im Süden des Landes abgehalten
werden, ſollen, wie es ſcheint, zum erſtenmal in Belgien
auch die militär=techniſchen Fortſchritte der letzten Jahre
nutzbar gemacht werden. So werden die Parteien je eine
Fliegerabteilung zur Verfügung haben, Rot außerdem
noch zwei Stationen für drahtloſe Telegraphie.
Schließ=
lich ſoll bei dieſer Partei die Verpflegung der Truppen
ausſchließlich durch Automobile erfolgen, bei Blau durch
Feldküchen. Ferner werden bei einer
Maſchinengewehr=
kompagnie verſuchsweiſe Hunde als Zugtiere verwandt
werden. Die Stärke der beiden Parteien beträgt 10= und
12000 Mann.
England.
Ein beſonderes Marinefliegerkorps.
Die Admiralität hat beſchloſſen, der Marine ein
Flieger=
korps beizuordnen. Sie erſucht um 200 Offiziere, die
ſich für die Marine melden und das Fliegerdiplom
er=
werben wollen. In der vergangenen Woche haben bereits
einige Offiziere mit dem Flugunterricht begonnen. Der
vom Parlament bewilligte Kredit von zwei Millionen
Pfund Sterling wird noch bedeutend erhöht werden.
Sämtliche Flugzeuge ſollen mit Apparaten für drahtloſe
Telegraphie ausgerüſtet werden. Die in Frage
kommen=
den Apparate ſollen weniger als 50 engliſche Pfund
wie=
gen und bei den letzten Manövern bereits ausprobiert
worden ſein. Die Aeroplane ſollen in den letzten
Ma=
növern größere Dienſte geleiſtet haben, als man bisher
annahm. Die blaue Flotte, welche die Küſtenverteidigung
inne hatte, ſah ſich zu verſchiedenen Malen genötigt, ihre
ſämtlichen Dispoſitionen infolge der von den Fliegern
überbrachten Meldungen abzuändern.
Amerika.
Der Kampf um den Gouverneurpoſten
von Neu=York. Der Kampf zwiſchen Sulzer und
Glynn gibt zu intereſſanten Zwiſchenfällen Veranlaſſung.
So will z. B. der ſtellvertretende Gouverneur Glynn, der
vom Bundesminiſter als der geſetzliche Vertreter des
Staa=
tes Neu=York erklärt wurde keine Entſcheidungen treffen
da er fürchtet, daß dieſe ſpäter für null und nichtig erklärt
werden. Tatſächlich müſſen alle Staatsdokumente mit
dem Staatsſiegel verſehen ſein, und dieſes Siegel befindet
ſich noch in den Händen Sulzers, der ſich natürlich weigert,
es an Glynn auszuhändigen. Die öffentliche Meinung
die zuerſt gegen Sulzer war, iſt jetzt umgeſchlagen, und
es wäre durchaus nicht auffallend, wenn Sulzer als Sieger
aus dem Prozeß hervorgehen ſollte. Der Kaſſierer des
Staates Neu=York weigert ſich, an Sulzer die fälligen
Be=
träge auszuzahlen. Er ſtellt die Forderung auf, daß alle
Schecks, welche von Sulzer unterzeichnet ſind. auch von
Glynn gegengezeichnet werden. Glynn weigert ſich in einem
Briefe an Sulzer, ſeine Zuſtimmung zu einer gerichtlichen
Entſcheidung zu geben, und bemerkt, daß er ſich als
recht=
mäßiger Gouverneur des Staates Neu=York betrachte.
Oeffentliche Arbeiten in Chile. Die Koſten
der in dem Regierungsentwurf geforderten öffentlichen
Arbeiten, die in den nächſten zehn Jahren zur Ausführung
gelangen ſollen, belaufen ſich auf 349 Millionen Francs.
Mexiko und die Vereinigten Staaten.
In Erwiderung der von John Lind unterbreiteten Note
Wilſons hat Huerta eine Vermittelung in mexikaniſchen
Angelegenheiten oder irgendwelche ähnliche Vorſchläge
ſeitens einer auswärtigen Regierung abgelehnt. Lind
ſandte Huertas Antwort nach Waſhington. Nachdem die
Antwort Huertas eingelaufen war, beriet Präſident
Wil=
ſon ſich ſofort mit dem Staatsſekretär Bryan. Die
Ent=
ſcheidung iſt unbekannt.
* Beſuch des Prinzen von Wales in
Ber=
lin. Die engliſche Botſchaft in Berlin teilt mit: Der
Prinz von Wales wird bis zum 30. Auguſt am Hofe von
Neu=Strelitz verweilen, am Abend des 30. Auguſt nach
Berlin fahren und in der Botſchaft abſteigen und am 31.
Auguſt in das königliche Schloß überſiedeln, um als Gaſt
des Kaiſers bis zum Abend des 1. September dort zu
verweilen. Am Abend des 1. September reiſt der Prinz
nach Friedrichshafen zum Beſuche des Königs von
Würt=
temberg ab und trifft von dort am 3. September in
Sig=
maringen ein. Nach Schluß der dortigen
Hochzeitsfeier=
lichkeiten kehrt der Prinz direkt nach England zurück.
* Verlobung der Großherzogin von
Luxemburg? Der Temps meldet, daß die bereits
an=
gekündigte Verlobung der Großherzogin Marie Adelheid
von Luxemburg mit dem Prinzen Heinrich von Bayern
nunmehr vollzogen ſei. Die beiden Verlobten weilen
augenblicklich auf dem der Großherzogin gehörigen Schloß
Hohenburg bei Tölz in Bayern, wo Prinz Heinrich o
zur Jagd war. Die Nachricht von der bereits erfolgten
Verlobung hat in München eine offizielle Beſtätigung
noch nicht gefunden, doch nimmt man an, daß die
Ver=
lobung bereits vor einigen Tagen erfolgt ſei, ohne bisher
offiziell mitgeteilt worden zu ſein. (Die Großherzogin
Marie Adelheid, die am 24. Februar 1912 zur Regierung
gelangte, iſt am 14. Juni 19 Jahre alt geworden. Prinz
Heinrich von Bayern, der einzige Sohn des verſtorbenen
Prinzen Arnulf, iſt 29 Jahre alt.)
* Kornblumentage in Sachſen. Auf
An=
regung des ſächſiſchen Militärvereinsbundes finden im
ganzen Königreich Sachſen in der Zeit vom 31. Auguſt
bis zum 7. September Kornblumentage zum Beſten der
Veteranen aus den großen Kriegen um Deutſchlands
Einigung ſtatt. In Dresden, Leinzig und Chemnitz wers
den die Kornblumentage am 2. September veranſtaltet.
* Fulda, 18. Aug. Der deutſche Epiſkopat
mit Ausnahme der bayeriſchen Biſchöfe ſowie derjenigen
von Metz, Straßburg, Luxemburg. Poſen und Limburg,
iſt zur Konferenz unter dem Vorſitz des Kardinal=
Fürſt=
biſchofs Dr. Kopp=Breslau hier eingetroffen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 20. Auguſt.
* Das Großh. Regierungsblatt, Beilage Nr. 18
enthält: 1. Bekanntmachung, das Familienfideikommiß
der Freiherren von Ritter zu Gruenſteyn betreffend.
2. Bekanntmachung, die Ergebniſſe aus der Rechnun
der Staatsſchuldenverwaltung für das Etatsjahr 1910
be=
treffend. 3. Ueberſicht der von Großh. Miniſterium des
Innern für das Rechnungsjahr 1913 zur Beſtreitung
der Gemeindebedürfniſſe der iſraelitiſchen
Religions=
gemeinden des Kreiſes Worms genehmigten Umlagen.
4. Ueberſicht über die in den Landgemeinden des Kreiſes
Gießen im Rechnungsjahr 1913 zur Erhebung
kommen=
den Gemeindeumlagen. 5. Ueberſicht über die in den
iſraelitiſchen Religionsgemeinden des Kreiſes Lauterbach
zu erhebenden Gemeindeſteuern für das Rechnungsjahr
1913. 6. Ueberſicht der für das Jahr 1913 genehmigten
Umlagen zur Beſtreitung der Gemeindebedürfniſſe der
iſraelitiſchen Religionsgemeinden des Kreiſes Friedber
7. Ordensverleihungen. 8. Verleihung der Staatsmedaille
für Ausſtellungen. 9. Dienſtnachrichten.
* Militärdienſtnachrichten. v. Lindequiſt, Oberſt
und Kommandant des 1. Hannov. Inf.=Regts. Nr. 74 (
frü=
her Darmſtadt), mit der Führung der 40. Inf.=Brigade
in Braunſchweig beauftragt.
g. Der Provinzialausſchuß beſchäftigte ſich in ſeiner
geſtrigen außerordentlichen Sitzung mit dem Geſuche des
Abraham Iſaak genannt Adolf Caſpar aus Berlin
um Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtſchaft in dem
Hauſe Friedrichſtraße 24. Der Geſuchſteller, der
General=
unternehmer mehrerer Bars iſt, will die bisherige
Wein=
wirtſchaft zu einer modernen Bar ausgeſtalten, um dem
Militär, Studenten uſw. ein paſſendes Vergnügungslokal
zu bieten, damit dieſe Kreiſe nicht gezwungen ſeien, nach
Frankfurt zu fahren. Die Wirtſchaftsdeputation der
Stadt=
verordnetenverſammlung bejahte die Bedürfnisfrage. Der
Vertreter des Polizeiamtes beantragt, das Geſuch
abzu=
lehnen, da die jetzt beſtehenden beiden Barunternehmen
dem Bedürfnis in vollem Umfange genügen. Auch ſei die
Friedrichſtraße von dem für den Barbetrieb in Betracht
kommenden Verkehr zu wenig berührt. Die Kreiſe, die
Bars aufſuchen, hätten jedenfalls beſondere Gründe, wenn
ſie lieber nach Frankfurt fahren, als in Darmſtadt zu
blei=
ben. Es ſind vier Petitionen eingelaufen, die gegen die
Einrichtung einer Bar in der Friedrichſtraße Einſpruch
er=
heben. Der Provinzialausſchuß lehnt das Geſuch
ab. — Adam Rettig aus Lindenfels ſucht um
Erlaub=
nis zum Betriebe einer Schankwirtſchaft im Hauſe
Bleich=
ſtraße 40 nach. Die Wirtſchaft wird ſeit 30 Jahren be=
Ein weiter Blick in
vorchriſt=
liche Jahrhunderte.
Ein edler Gönner verlieh der hieſigen
Hofbiblio=
thek eine Gabe, die für dieſe wie für die Beſucher
der=
ſelben von hohem Werte iſt, um ſo mehr, als der
Kauf=
preis die Anſchaffung nicht jedermann geſtattet. Es iſt
die ſchriftliche wie bildliche Darſtellung Jahrtauſende
alter Dokumente völkiſchen Lebens, die durch
Ausgra=
ben in der Wüſte Gobi zutage gefördert wurden.
Das Werk, das uns in Wort und Bild dies vorführt, iſt
das Erzeugnis eines früheren Mitbürgers, Albert von
Le Cog, der im September 1904 eine Reiſe nach
chine=
ſiſch Turkeſtan antrat und bis Januar 1907 dort
Ausgrab=
ungen betrieb. Hierbei erkrankte er, ſo daß er dieſelben
unterbrechen mußte und einſtweilen die Bearbeitung der
Funde unternahm. Nach Beendigung dieſer iſt er nun
wieder zur Fortſetzung der Ausgrabungen am
April a. c. dahin zurückgekehrt und haben wir auf weitere
Schätze zu hoffen.
Von der Reiſe ſelbſt, die ihn quer durch Rußland und
Sibirien auf dem Hinweg, dann auf dem Rückweg durch
Tibet und nach Ueberſteigen des zweithöchſten Punktes
unſeres Erdballs, des Kara=Korum=Paſſes, durch
Hindo=
ſtan führte, gab er leider bis jetzt noch keinen Bericht, da
ihm die wiſſenſchaftliche Ausbeute die Hauptſache dünkt,
deren Reſultat die Entdeckung urkundlicher Dokumente
bis herab zu vorchriſtlichen Jahrhunderten liefert.
Zur Grabungsſtätte gelangte Le Cog von Urumtſchu
aus, der ſtark bevölkerten Hauptſtadt chineſiſch Turkeſtans,
die er von Semipolatinsk aus nach 16tägigem Ritt durch
öde Berglandſchaft erreichte.
Schon hier bekam er eine Vorahnung der ſeinem
Unternehmen drohenden Widerwärtigkeiten, wie die eines
Ueberfalls räuberiſcher Kirgiſen und erſtickender
Sand=
ſtürme bei großer Hitze. Dieſe treten in den Monaten
April Mai und Juni täglich auf und ſind ſo heftig, daß
die Reiſenden, an geſchützten Orten zuſammengedrängt,
warten müſſen, bis die Stürme ſich gelegt haben.
Recht hoch ſind auch die Leiſtungen Le Cogs
anzu=
ſchlagen bei dem Anwerben und Verkehr mit ſeinen
ſitt=
lich noch recht tiefſtehenden Arbeitern, mit denen er
monatelang durch wüſte Einöden bei erſtickender
Atmo=
ſphäre, knappſter Zehrung und vollſtändigem
Waſſer=
mangel zog, was ſie oft zu bedrohlichem Aufſtand
veran=
laßte. Ihre Sprache war die türkiſche. Zum Glück hatte
Le Cog bei einer gleichen Expedition nach Syrien im
Jahre 1901 dieſe erlernt. Auch hier ſammelte er
Manu=
ſkripte. Dieſe, im kurdiſchen Dialekt geſchriebene,
über=
ſetzte er und gab ſie in zwei anſehnlichen Bänden 1903 im
Druck heraus.
Außer Beherrſchung der türkiſchen Sprache kam ihm
beim Verkehr jetzt auch ſehr zu ſtatten, daß er Medizin
ſtudiert hatte, wie aus ſeinem Paß zu erſehen war und
ſeinen Arbeitern bekannt wurde, bei denen der Arzt
prieſterliches Anſehen genießt.
Betrachtet man nun die 77 photographiſchen
Aufnahmen der von Le Cog beſuchten
Trümmer=
ſtätten, ſo bekommt man eine Vorſtellung von der
Aus=
breitung und Tiefe der Verwüſtung, welche die
aufein=
anderfolgenden wilden Horden anrichteten, die, der
Be=
wirtſchaftung des Bodens unkundig und der
Seßhaftig=
keit abgeneigt, von Oſten hier einbrachen und nach
gründ=
licher Zerſtörung nach Weſten abzogen, ein Bild, wie es
ſelbſt nach Einführung der Feuergeſchütze wohl nie wieder
hergeſtellt worden iſt. Ganz ſelten findet man in den
Ruinen die Anſiedelung eines Menſchen, der, am Rand
eines Baches auf ſand= und geſteinfreiem Boden ein Stück
Feld mit Sorghum oder Baumwolle, vielleicht auch
ein=
zelnen Reben oder Aprikoſenbäumen angepflanzt, ſein
ödes Daſein friſtet. Bei einem=ſolchen in Charakotſchar.
der erſten Station Le Cogs, bei dem Bauer Thabit, nahm
er in Räumen, die mehr Stallung als Wohnräume waren,
ſeinen erſten Aufenthalt und verweilte dort acht Monate,
Dieſe Ruinenſtadt liegt an der Oſtgrenze Turkeſtans,
ge=
trennt von China nur durch eine Reihe wandernder
Sumpfſeen.
In dieſer Ruinenſtadt fand man Tempel und Klöſter
aller Konfeſſionen aus den verſchiedenſten Zeitaltern, je
nach der Reihenfolge der unterdrückenden Völkerſchaften.
Die Gebäude waren hier und da teilweiſe noch ſo weit
erhalten, daß deren Geſtaltung daraus erkannt werden
konnte. So beſonders eine Art, die, wie ich glaube,
nir=
gends vertreten iſt, hat eine terraſſenförmige
Stufen=
pyramide in quadratiſcher Geſtalt, die auf jeder Seite ſechs
Niſchen beſaß, in denen früher vergoldete Buddhaſtatuen
ſich befanden. Es war dies wohl das Mauſoleum eines
buddhiſtiſchen Prieſters oder Königs. — In unmittelbarer
Nähe davon die Ruinen eines Kloſters chriſtlicher Mönche;
dann weiter in der Mitte der Stadt eine große Anlage
von drei ungeheueren Sälen, in deren einem das
über=
lebensgroße Wandgemälde des Religionsſtifters Mani
in vollem Ornat ſich befand, umgeben von ſeinem
weiß=
gekleideten Klerus. Das einzige, bis jetzt bekannte
mani=
chäiſche Bild, deſſen Photographie die erſte Tafel des Le
Cogſchen Werkes zeigt. Hierbei mag bemerkt werden, daß
dieſer Fund um ſo erſtaunlicher iſt, weil dieſer Kult
über=
haupt keine eigenen Tempel, Klöſter, ja nicht einmal Altäre
beſitzt, und nur daraus zu erklären iſt, daß die Manichaier
ſich in verlaſſenen Bauten anderer Konfeſſionen anſäſſig
machten, weil die Städter religiöſe Verſammlungen
inner=
halb ihrer Mauern nicht geſtatteten.
Von hier aus führt ein ſteiler Pfad durch ein
enges düſteres Defilé zum Kloſter Bäſä=klik, dem
die ganze Reihe der Buddhabilder entnommen iſt.
Unterwegs findet man den Boden weit mit
Bruch=
ſtücken zerſtörter Hausgeräte aus Bronze, Holz,
Elfenbein, Ton uſw., aus dem 8. und 9. Jahrhundert,
fußhoch überſchüttet, zum Zeichen, daß hier große Tempel
und ausgedehnte Kloſtergebäude ihren Stand hatten.
Dieſen gegenüber ſieht man auf den Anhöhen Hunderte von
fußlangen zyklopiſchen Mauerreſten dahinziehen, aus denen
der Stumpf einer Säule, der Reſt eines etagenförmigen
Terraſſenbaues oder einer verhältnismäßig noch gut
er=
haltenen Stupa hervorragen, an deren Grund ausgedehnte
Gewölbe oder in Fels gehauene Zellen ihren Zugang
haben. Hier fand man ſchon mehrere Bibliotheken. Auf
den Hauptterraſſen ſtand eine Reihe nur verſchütteter
Tem=
pel, in denen eine noch wohlerhaltene Serie merkwürdiger
Darſtellungen ſich befand, ſo die lebensgroßen
Porträt=
figuren geiſtlicher Stifter der Anlage, wie die Aufſchriften
Nummer 194.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. Auguſt 1913.
Seite 3.
trieben. Sie iſt erſt ſeit dem 18. Februar geſchloſſen, weil
der Inhaberin die Konzeſſion entzogen wurde. Bedenken
über die Perſönlichkeit des Geſuchſtellers beſtehen nicht,
doch haben ſowohl Wirtſchaftsdeputation als auch
Gaſt=
wirteverein und Polizeiamt die Bedürfnisfrage verneint
Der Geſuchſteller ſichert zu, daß er in keinem Falle
Kellne=
rinnenbedienung einführen werde. Der
Provinzialaus=
ſchuß lehnt das Geſuch ab.
Das Kreisamt Offenbach ſtellte am 30. Juli auf
An=
regung des Polizeiamtes beim Provinzialausſchuß
auf=
grund von § 53 der Gewerbeordnung den Antrag, die dem
Peter Theodor Kämmerer zu Offenbach erteilte
Wirt=
ſchaftskonzeſſion zurückzunehmen. Die Wirtſchaft wurde
am 25. März 1910 in der Kurfürſtenſtraße 1 zu Offenbach
eröffnet, und bereits kurz danach liefen mehrere anonyme
Anzeigen bei dem Polizeiamt ein, daß in der Wirtſchaft
der Völlerei und Unſittlichkeit Vorſchub geleiſtet werde
Es konnte jedoch nichts feſtgeſtellt werden, was zur
Ent=
ziehung der Konzeſſion Anlaß hätte geben können.
In=
zwiſchen iſt in einem Fall eine Verurteilung erfolgt, was
den Antrag auf Entziehung der Konzeſſion zur Folge
hatte. Der Provinzialausſchuß beſchloß, die
Konzeſ=
ſion zu entziehen. — Heinrich Bott aus Calw,
wohnhaft in Darmſtadt, ſucht um Erlaubnis zum
Be=
triebe einer Schankwirtſchaft im Hauſe
Magdalenen=
ſtraße 3 nach. Der Geſuchſteller gibt an, daß er längere
Zeit ſchon Wirtſchaft geführt habe. Das Polizeiamt, die
Wirtſchaftsdeputation und der Gaſtwirteverein verneinen
die Bedürfnisfrage. Die Wirtſchaft, die ſeit 1904 beſteht,
habe in dieſer Zeit ſechsmal den Wirt gewechſelt und im
Umkreis von 150 Schritt ſeien fünf andere Wirtſchaften
vorhanden. Zuletzt habe der Umſatz nur 2½ Hektoliter
Bier in der Woche betragen. Die als Zeugen
vernom=
menen früheren Wirte geben an, daß ſie einen Umſatz von
4 bis 6 Hektolitern gehabt haben. Der Provinzialausſchuß
beſchloß, das Geſuch abzulehnen. — Für die
Tiſchlerei von Michael Leonhardt in Neu=Iſenburg
ſoll ein Maſchinenhaus und eine Keſſelanlage errichtet
werden, für die die Konzeſſion nachgeſucht wird. Die
Pläne wurden offengelegt und innerhalb der geſetzlichen
Friſt erhoben zwei Anwohner Beſchwerde gegen die
beab=
ſichtigte Anlage. Die Angelegenheit wurde deshalb
zu=
nächſt vor dem Kreisamt Offenbach verhandelt, das nach
einer Augenſcheinseinnahme in einem zweiten Termin
Urteil dahin ergehen ließ, daß die Anlage unter gewiſſen
Bedingungen zu genehmigen ſei. Die Beſchwerdeführer
verfolgten Rekurs gegen dieſes Urteil beim
Provinzial=
ausſchuß, der in eingehender Verhandlung die
Angelegen=
heit prüfte. Es wurde ſchließlich Beſchluß dahin
ver=
kündet, daß das Urteil in der nächſten Sitzung verkündet
werden ſoll.
g. Ferienſtrafkammer. Als am 14. Juli der
Güter=
bodenarbeiter Gerlach in Nauheim mit ſeiner Familie
ge=
gen Mitternacht von einem Vergnügen heimkehrte,
be=
merkte er zu ſeinem unliebſamen Erſtaunen, daß ſeine
Wohnungstür gewaltſam erbrochen war. Bei näherem
Nachſehen ſtellte ſich dann heraus, daß ſeine geſamten
Er=
ſparniſſe in Höhe von 70 Mark verſchwunden waren. Als
Täter wurde der 23jährige Hilfsſchaffner Johann Konrad=
Kaul von Mannheim ermittelt, der auch ſchließlich den
Einbruch eingeſtand. Er hatte ſeinen Urlaub zu einer
Reiſe nach Bremen benutzen wollen, und der Einbruch
ſollte ihm das Reiſegeld verſchaffen. Er gab an, daß er
die Tat in angetrunkenem Zuſtande begangen habe. E
wurde geſtern von der Ferienſtrafkammer zu 4
Mona=
ten Gefängnis abzüglich 1 Monat der
Unterſuchungs=
haft verurteilt. — Zwei vielfach vorbeſtrafte Verbrecher,
der 18jährige Gelegenheitsarbeiter Franz
Scheuer=
mann von Kaſtel, und der 27jährige Auguſt Fahl von
Koſtheim ſind in einer Aprilnacht in den Guſtavsburger
Hafenplatz eingedrungen und haben von einem dort
lie=
genden Schiff Kleidungsſtücke im Werte von 20 Mark
ge=
ſtohlen. Sie geben beide an, in betrunkenem Zuſtande
über eine Hochbahn in den eingefriedigten Raum
einge=
ſtiegen zu ſein, um zu nächtigen. Scheuermann gibt an,
er wiſſe nur, daß er einen Oelrock und Südweſter
mit=
genommen habe, es ſei auch möglich, daß er auch noch
an=
dere Kleidungsſtücke geſtohlen habe. Fahl will nicht
wiſ=
ſen, ob er etwas mitgenommen habe. Das Gericht
ver=
urteilte den Angeklagten Scheuermann zu 5
Mona=
ten Gefängnis abzüglich 1 Monat der
Unter=
ſuchungshaft. Der Angeklagte Fahl wird freigeſprochen,
da eine Beteiligung an dem Diebſtahl nicht nachgewieſen
ſei. — Wegen Verbrechens nach § 176,3 des
Strafgeſetz=
buches wurde der 59jährige Taglöhner Johannes
Grün=
wald IV. von Höchſt i. O. nach unter Ausſchluß der
Oeffentlichkeit geführter Verhandlung zu 2 Jahren
Gefängnis verurteilt. — Ebenfalls unter Ausſchluß
der Oeffentlichkeit wurde gegen den 50jährigen Johann
Adam Wilhelm, aus Würzburg gebürtig, wohnhaft
zu Nieder=Kinzig, und ſeine 30jährige Tochter
Katha=
rina wegen fortgeſetzten Verbrechens nach § 173,1 des
Strafgeſetzbuches verhandelt. Das Gericht erkannte gegen
den Vater auf 2 Jahre 6 Monate Zuchthaus und
5 Jahre Ehrverluſt und gegen dee Tochter auf 1 Jahr
6 Monate Gefängnis.
— Vom Großh. Hoftheater. Zahlreichen Anregungen
auswärtiger Theaterbeſucher entſprechend, iſt die
General=
direktion des Großh. Hoftheaters durch Vermittelung des
Großh. Miniſteriums der Finanzen bei der Preuß.=Heſſ.
Eiſenbahnverwaltung wegen Späterlegung der
wichtigſten Bahnanſchlüſſe in die Umgebung
nach Schluß der Theatervorſtellungen vorſtellig geworden.
Die Eiſenbahnverwaltung hat dem Erſuchen entſprechend
eine Reihe von Veränderungen getroffen, durch die neben
den bereits beſtehenden Fahrgelegenheiten den
auswärti=
gen Theaterbeſuchern Gelegenheit zu bequemer Rückfahrt
nach Theaterſchluß geboten ſein wird. So wird ab 1.
Ok=
tober an Sonn= und Feiertagen vorausſichtlich eine neue
Triebwagenfahrt bis Heppenheim eingelegt werden (ab
Darmſtadt 11.02, an Heppenheim 11.51), welcher Zug in
der Heidelberger Richtung ſpäter, eventuell auch an
Wo=
chentagen, abgelaſſen werden ſoll. Im Zuſammenhang
mit dieſer Neuerung wird auch der Anſchluß Eberſtadt=
Pfungſtadt und die Triebwagenfahrt Bickenbach=Seeheim
entſprechend ſpäter gelegt werden. In der Mainzer
Rich=
tung wird der Triebwagen bis Nauheim (ab Darmſtadt
11.06) auch im Winter abgehen. Ferner wird der in der
Odenwaldrichtung nach Wiebelsbach um 11 Uhr von
Darm=
ſtadt fahrende Zug nunmehr auch im Winter verkehren
Später gelegt wurden auch die Züge nach Goddelau=
Worms auf 10.57 und der Aſchaffenburger Zug auf 10.55.
Durch das Entgegenkommen der Heſſ. Eiſenbahn=A.=G. iſt
es ſerner möglich geworden, daß elektriſche Wagen nach
Vorſtellungsſchluß direkt vom Hoftheater nach dem
Bahn=
hof fahren.
* Habilitationsſchrift. Die Habilitationsſchrift
zur Erlangung der Venia legendi für Pädagogik an der
Großh. Techniſchen Hochſchule zu Darmſtadt von Profeſſor
Dr. Karl Roller hier, betitelt „Die ſchulgeſchichtliche
Be=
deutung Joſeph Furttenbachs des Aelteren (1591—1667)
in Ulm” iſt im Druck erſchienen.
Ortsgewerbeverein Darmſtadt. Zu dem
Vorberei=
tungskurſus für die Meiſterprüfung im Handwerk in der
Zeit vom 3. September bis 11. Oktober 1913 werden
wei=
tere Anmeldungen noch entgegen
genom=
men. In dem Kurſus werden, worauf wir erneut
aufmerk=
ſam machen, durchgeſprochen u. a. die rechtlichen
Beſtim=
mungen der Reichsgewerbeordnung, der
Arbeiterverſiche=
rungsgeſetzgebung und der Gewerbegerichte. Außerdem
wird ein gründlicher Unterricht in Buchführuna,
Wechſel=
lehre, Scheckverkehr und Kalkulation erteilt. Die
Unter=
richtsgebühr, welche im Voraus zu entrichten iſt, beträgt
10 Mark. Die Anmeldungen haben baldigſt und bis
läng=
ſtens 30. I. M. bei der Handwerkskammer zu Darmſtadt,
Georgenſtraße 9, zu erfolgen.
* Betriebsergebniſſe der „Heag‟. Herr Stadtv.
Lindt hat bei der Stadtverwaltung
bean=
tragt, ſie möge der Stadtverordnetenverſammlung
baldigſt eine Ueberſicht über die erſtjährigen
Be=
triebsergebniſſe der Heſſiſchen
Eiſen=
bahn=Aktiengeſellſchaft unter Hervorhebung der
Einnahmen der Städtiſchen Straßenbahn zugehen laſſen
unter Heranziehung von Vergleichszahlen einiger Vorjahre.
* Am Jahrestage der Schlacht bei Gravelotte
hat die Bürgermeiſterei Darmſtadt ihren noch
im Dienſte befindlichen oder penſionierten Beamten und
Bedienſteten, welche an der Schlacht teilgenommen haben,
bei der am 15. Juni zur Verteilung gekommenen
Jubi=
läumsſpende aber nicht berückſichtigt werden konnten, das
vor einigen Monaten bei A. Bergſtraeßer in Darmſtadt
erſchienene Buch des Oberſt a. D. Becker Die Großh.
Heſſiſche Diviſion in der Schlacht bei
Gravelotte” überreichen laſſen. Ermöglicht wurde
es ihr durch eine zu dieſem Zwecke von privater Seite
zur Verfügung geſtellte Summe. Die Höhe derſelben
ließ es zu, auch einigen anderen in Darmſtadt wohnenden
Teilnehmern an dem Kampfe das den bedeutungsvollſten
Tag in der heſſiſchen Kriegsgeſchichte behandelnde, ſehr
günſtig beſprochene Werk zuzuſtellen, deſſen Reinertrag
bekanntlich der Metzer Vereinigung zur Schmückung und
fortdauernden Erhaltung der Kriegergräber bei Metz
überwieſen wird.
B. Kriegerverein Darmſtadt. Im Anſchluß an die
Feier am Montag Vormittage auf den hieſigen Friedhöfen
hatten ſich am Abend zur Feier des Tages von Gravelotte,
des für die heſſiſche Diviſion ſo ruhmreichen Tages,
die Kameraden mit ihren Angehörigen im Schützenho
zahlreich verſammelt. Die Feier wurde eingeleitet durch
einen ſchneidigen Marſch der Kapelle des Dragoner=
Regiments Nr. 23. Herr Hauptmann a. D. Waldecker
hielt die Feſtrede, die mit einem dreifachen Hoch auf Kaiſer
und Großherzog endete. Die Verleihung der Haſſiaabzeichen
für 40 bezw. für 25jährige Vereinsangehörigkeit konnte
der 1. Vorſitzende an nachfolgenden Kameraden
vor=
nehmen: Für 40jährige Mitgliedſchaft an Kamerad
Friedrich Vogel, für 25jährige an die Kameraden Mich.
Oehlenſchläger, Leonh. Schäfer, Adolf Schneider, Jak.
Reeg, Jakob Pfeiffer, Paul Ramdohr und Philipp
Schmidt. Nach Vortrag einiger Muſikſtücke nahm der
1. Vorſitzende nach einer kurzen Anſprache an die
Preis=
träger, die Ueberreichung der Ehrenpreiſe für die beſten
Schießleiſtungen im abgelaufenen Jahre vor. Es
er=
hielten Preiſe: den 1. Ehrenpreis Kam. Kanzliſt Schröder
mit 378 Ringen, den 2. Kam. Türtmann mit 374 Ringen,
den 3. Kam. Gg. Bender mit 366 Ringen, den 4. Kam.
Kirſchner mit 365 Ringen, den 5. Kam. Nelle mit 360
Ringen. Bei dem Preisſchießen, welches am Sonntag
nachmittag auf den Militärſchießſtänden ſtattfand
er=
rangen folgende Kameraden Preiſe: den 1. mit 33
Ringen Kam. Kirſchner, den 2. mit 33 Ringen Kam.
Schröder, den 3. mit 33 Ringen Kam. K. Bender, den
4. mit 32 Ringen Kam. Hummer, den 5. mit 32 Ringen
Kam. Gg. Bender, den 6. mit 31 Ringen Kam. Schwarz,
den 7. mit 31 Ringen Kam. Momm. Im Namen der
Preisträger erſtattete Herr Kam. Schröder den Dank
den Spendern ab. Ein Tanz ſchloß die Feier.
* Geſellſchaft „Gravelotte”. Wie jedes Jahr, ſo
fan=
den ſich auch diesmal wieder die alten Kameraden mit
ihren Angghörigen und Freunden der Geſellſchaft
„Gravelotte” am Montag, den 18. Auguſt, auf dem
Arheilger Mühlchen ein, um in würdiger Weiſe den
Ge=
denktag der Schlacht bei Gravelotte zu feiern Kamerad
Müller begrüßte die Anweſenden in herzlicher Weiſe,
gedachte der Gefallenen und Verſtorbenen und hob dann
in kernigen Worten die Bedeutung des Tages hervor, was
auf die Zuhörer einen tiefen Eindruck machte. Mit einem
Hoch auf den deutſchen Kaiſer und unſeren Landesfürſten
endete die eigentliche Feier, woran ſich noch bei der jungen
Generation ein Tänzchen anreihte und bei eingetretener
Dunkelheit ein Feuerwerk abgebrannt wurde.
* Aus der Beſſunger Bücherhalle (Beſſungerſtr. 48)
wurden im Monat Juli 780 Bücher entliehen;
einge=
ſchriebene Leſer ſeit April 307. Geſchenke gingen ein: Von
Herrn B. Weimar 20 Jahrg. Zeitſchriften, von Frau
Freifrau M. Schenck zu Schweinsberg ½ Jahrg. desgl.,
von Herrn Regierungsrat Fröhlich 2 Jahrg. desgl., von
Geh. Finanzrat Strauß 3 Jahrg. desgl., von Frau
Eiſen=
bahnſekretär Neuhaus eine größere Anzahl Bücher und
Zeitſchriften. Den gütigen Gebern herzlicher Dank!
An=
meldungen weiterer Spenden von Büchern und guten
Zeitſchriften, ſowie Beitrittserklärungen zum „Verein für
Verbreitung von Volksbildung” (Mindeſtbeitrag 2 Mark)
werden vom Vorſtand des Vereins gerne
entgegen=
genommen. Unentgeltliche Bücherausgabe: Dienstag,
Donnerstag und Samstag von abends 7½—9 Uhr.
Daſelbſt auch Bücherverzeichnis zu 20 Pfg.
§ Fahrräder geſtohlen. Es ſind wiederum zwei
Fahrräder geſtohlen worden. Das eine Fahrrad iſt
aus einem Keller in der Weinbergſtraße abhanden
ge=
kommen. Es hat ſchwarzen Rahmenbau und
Polizei=
nummer ſchwarz D 240. — Das andere Fahrrad war
vormittags vor dem Saalbau aufgeſtellt. Es iſt Marke
Allright, hat ſchwarzen Rahmenbau, ſchwarze Felgen
und Polizeinummer ſchwarz D 5170.
§ Sachbeſchädigung und Diebſtahl. In der Nacht
von Sonntag auf Montag iſt in der Eliſabethenſtraße
ein Schaukaſten zertrümmert und verſchiedene darin
be=
findliche Gegenſtände geſtohlen worden.
* Kinotheater. Das größte und ſenſationellſte Wild=
Weſt=Drama der Saiſon wird ab heute im
Reſidenz=
theater vorgeführt. „Peter”, ein Stück
Goldgräber=
leben, iſt ſpannend vom Anfang bis zum Ende. So
be=
merken wir wahre Wunder der Regie und Technik. „Die
Rettung eines Mädchens aus der Löwenhöhle‟, „Der
Ab=
ſturz eines Eiſenbahnzuges von einer zerſtörten Brücke‟
das ſind Senſationen, welche im Bild noch nicht gezeigt
wurden. Auf den übrigen Teil des Programms ſei nicht
näher eingegangen, doch ſei verraten, daß auch dieſer ſich
dem obengenannten würdig anſchließt. — Union=
Theater (Kunſtlichtſpiele, Rheinſtr. 6). Der
außer=
ordentliche Erfolg, den die Leitung des Union=Theaters
mit dem Film „Die Czernowska” in den letzten Tagen
hatte, ſowie die Bitten vieler Beſucher, das Drama zu
prolongieren, haben die Direktion veranlaßt, den Film
noch für drei Tage zu erwerben. Das prächtige, dem
Leben der ruſſiſchen Bevölkerung abgelauſchte Werk wird
alſo noch auf kurze Zeit gezeigt und iſt jedermann
Ge=
legenheit geboten, neben dem übrigen erſtklaſſigen
Pro=
gramm auch noch den anerkannten Schlager ſehen zu
können. Von den übrigen Darbietungen iſt an erſter
Stelle das große Drama „Der Todesſturm” zu nennen,
das einen der ſenſationellſten Films darſtellt, der je von
der Kinematographie geboten wurde und faſt
ausſchließ=
lich auf dem Meere ſpielt. Sonſt iſt noch aus dem
reich=
haltigen Programm zu nennen die zwerchfellerſchütternde
Humoreske „Kleins Stadtklatſch” u. a. m. Unſere
Kolo=
nien in Oſtafrika lernen wir in dem Film „Gewerbliche
Betätigung Eingeborener in Oſtafrika” kennen und was
angaben, oder große Buddhafiguren, umgeben von
mytho=
logiſchen Perſönlichkeiten. Darunter Porträts von
Mön=
chen, Fürſten und Adoranten verſchiedenſter Herkunft, wie
aus der Farbe der Augen und des Haares, teils auch der
Kopfform, zu erkennen iſt.
Dieſe Bilder wurden ſämtlich geborgen, wozu die
ſtarke, aus zähen Luftziegeln erbaute Mauer zerſtört
wer=
den mußte. Die auf einem Verputz aus mit Häckſel
ver=
miſchtem Lehm gemalten Bilder mußten zurecht
geſchnit=
ten, ſorgſam verpackt und auf Pferden nach Qarachodſcho
transportiert werden. — Kamele können während der Hitze
hierzu nicht verwendet werden.
Wenn man nun im Völkermuſeum zu Berlin dieſe
rieſigen Wandſtücke von mehreren Metern Höhe und Breite
unverletzt, wie in jenen Tempeln aufgebaut ſieht, ſo erfaßt
einem ob ſolcher Geſchicklichkeit und mühſamer Arbeit
ſo=
wohl betreffs der Loslöſung wie der Verpackung, die dieſe
Schätze bei einem Transport von vielen tauſend
Kilo=
metern durch die roheſten Lande und zum Teil Völker
unbeſchädigt erhalten hat, gerechtes Staunen. . .
Gleiche Anerkennung gebührt aber auch dem
Photo=
graphen, der dieſe Bilder herſtellte. Nach dem Urteil aller,
welche dieſe Tempelgemälde im Berliner Muſeum geſehen
und mit den Darſtellungen in dieſem Atlas einer vor
Jahrhunderten vergangenen Welt verglichen, beſteht die
vollſtändigſte Gleichheit der Farben wie die der
Deut=
lichkeit der ſo eminent verkleinerten Bilder feinſter Objekte,
wie zum Beiſpiel die Fäden der verſchiedenen Gewebe
und Stickereien an Kleidung, Fahnen und kleinſten
Orna=
menten.
Doch genug der Einzelheiten! Nach ſolch authentiſcher
Darſtellung urgeſchichtlicher Zuſtände und Begebenheiten,
über die man bisher nur vage Berichte beſaß, iſt es nicht
zu verwundern, daß dieſe das größte Intereſſe erwecken,
wie in= und ausländiſche Zeitſchriften berichten; und
jeder=
man, dem die Gelegenheit geboten, wird mit höchſtem
Intersſſe ſich in dieſe Bilder der Urgeſchichte unſerer
Kultur vertiefen. Dem großmütigen Donator daher
tief=
gefühlten Dank!
A. W.
Feuilleton.
* Die Tageseinteilung des Kaiſers Franz Joſef. Den
greiſen Kaiſer Franz Joſef, der jetzt 83 Jahre alt
gewor=
den iſt, hat der Jahre Bürde, haben des Schickſals Schläge
zwar gebeugt, aber nicht gebrochen. Und wie ſchwer iſt
gerade er geprüft worden. Sein Bruder Maximilian
wurde als Kaiſer von Mexiko bei Queretaro erſchoſſen,
ein einziger Sohn, Kronprinz Rudolf, war das Opfer
der Tragödie von Meyerling, ſeine Gemahlin, die
Kaiſe=
rin Eliſabeth, wurde in Genf durch einen Anarchiſten
er=
mordet. Das eiſerne Pflichtgefühl des ehrwürdigen
Herr=
ſchers, der in vielem an Kaiſer Wilhelm I. erinnert,
über=
wand alle dieſe Heimſuchungen. An jedem Morgen um
4 Uhr erhebt ſich der Kaiſer vom Lager, nimmt nach der
Toilette ein einfaches Frühſtück von Kaffee und Gebäck
und ſetzt ſich dann an die Arbeit, die er ohne
Unterbrech=
ung bis 8 Uhr fortſetzt. Dann erſcheinen die Räte und
Miniſter zum Vortrag. Die Zeit zwiſchen den Empfängen
bringt der Kaiſer am Schreibtiſch zu, auf dem ihm um
12 Uhr das Frühſtück ſerviert wird, das bloß aus Suppe,
Fleiſch und Gemüſe nebſt einem kleinen Kruge bayeriſchen
Biers beſteht. Länger als zwölf Minuten dauert das
Frühſtück nie. Bis half fünf Uhr arbeitet der Kaiſer
danach allein, worauf die einzige Erholung des Tages,
die Ausfahrt nach Schönbrunn, erfolgt. Bei der Ankunft
daſelbſt muß das Diner bereit ſein, das der Kaiſer
wie=
derum allein einnimmt, und das aus Suppe, zwei
Fleiſch=
ſpeiſen und einer Mehlſpeiſe beſteht. Dazu kommt eine
Flaſche leichten öſterreichiſchen Weins auf den Tiſch. Nach
dem Diner lieſt der Monarch die Zeitung, arbeitet noch
einige Zeit und geht regelmäßig genau um 8 Uhr zu Bett.
Dieſe Tageseinteilung iſt immer die gleiche, ob der
Kai=
ſer nun in der Wiener Hofburg, in Iſchl oder Schönbrunn
oder in Ungarn weilt.
B.B. Trinkgeldloſe Hotelbetriebe kann man in dieſem
Sommer in größerer Zahl antreffen. Bereits im Jahre
1905 hat der Internationale Hotelbeſitzerverein auf ſeiner
Hauptverſammlung in Riva beſchloſſen, daß alle in dieſem
Verein organiſierten Hotelleitungen fortab eine ſogen.
Trinkgelderablöſung einzurichten haben, und der
Welt=
kongreß der Hotelbeſitzervereine im Jahre 1908 trat dieſem
Beſchluſſe bei. Den ſämtlichen Angeſtellten ſollte bei Strafe
ſofortiger Entlaſſung die Annahme von Trinkgeld, in
wel=
cher Form es auch ſei, verboten werden. Durch Anſchläge
in den Hotelzimmern ſollten die Hotelgäſte darauf
auf=
merkſam gemacht werden, daß Trinkgelder an die
Bedien=
ſteten nicht zu zahlen ſeien, daß dafür aber ein
entſprechen=
der Betrag auf die Rechnung geſetzt werden würde. Bei
einer Hotelſchuld bis zu 20 Mark würden 15 Prozent und
darüber 10 Prozent in Anſatz gebracht werden. In der
erſten Zeit verſagte dieſe Einrichtung in den meiſten
Fäl=
len. Nachdem aber die neue internationale Hotelordnung
dieſe Sätze aufgenommen hat und Angeſtellte, die trotz
mehrfacher Verwarnung Trinkgelder annahmen, entlaſſen
worden ſind, hat ſich die Zahl der trinkgeldloſen
Hotel=
betriebe ganz erheblich vermehrt. Namentlich in dieſem
Sommer iſt dieſe Neuerung ſehr angenehm empfunden
worden. Das bedienende Perſonal erhält einen
angemeſ=
ſenen Wochenlohn und die Trinkgelderablöſungen werden
in zweckmäßiger Weiſe unter alle Hotelbedienſteten verteilt.
In allen größeren Städten Deutſchlands, u. a. in Berlin,
Hamburg, Danzig, Poſen, Eſſen, Dortmund. Bremen,
Nürnberg, Darmſtadt, Chemnitz, Leipzig, Bromberg,
Bres=
lau, ſind derartige trinkgeldloſe Betriebe vertreten. Wenn
ſich erſt herumſpricht, daß die Gäſte in dieſen Hotels vor
allerlei Beläſtigungen ſicher ſind, dürfte dieſes Syſtem der
Trinkgeldablöſung eine noch größere Ausbreitung
er=
fahren.
C.K. Wie Mac Mahons Marſch auf Metz den
Deut=
ſchen bekannt wurde. Am Abend des 24. Auguſt erhielt das
deutſche Hauptquartier 1870 die erſte Meldung von dem
Verſuche Mac Mahons ſtatt auf Paris gegen Metz zu
ziehen, um Bazaine Hilfe zu bringen. Auf welchemWege
die deutſche Heeresleitung ſo ſchnell von dieſem Plan
er=
fuhr, der durch die ſtrategiſchen Gegenzüge unſeres
Generalſtabes zu dem Triumpbe von Sedanzführtelsbes
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. Auguſt 1913.
Nummer 194.
ſonſt noch geboten wird, verdient wie immer den Namen
erſtklaſſig.
Konzerte. Ludwigshöhe. Heute, Mittwoch
den 20. Auguſt, wird das regelmäßige Kurkonzert von der
Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61 ausgeführt.
Bei günſtiger Witterung findet im Anſchluß, abends 8 Uhr,
großes Abendkonzert, verbunden mit Réunion, ſtatt,
letz=
tere bei jeder Witterung. (Näheres ſiehe Anzeige.)
K Roßdorf, 18. Aug. Heute mittag verſammelte ſich
der Gemeinderat auf dem Rathaus, um ſeinen
verdienſt=
vollen, nach 41jähriger Dienſtzeit in den Ruheſtand
ge=
tretenen Polizeidiener Georg Ludwig Hein III. zu
ehren. Der Rathausſaal war von der Firma Kaiſer u.
Seibert ſchön dekoriert. Nachdem ſich der Gemeinderat
verſammelt hatte, erſchien auch Herr Regierungsrat
von Werner. Herr Bürgermeiſter Lorenz überreichte
dem Jubilar namens der Gemeinde mit zu Herzen
gehen=
der Rede eine ſchöne Uhr mit Widmung und Diplom.
Hierauf übergab Herr Regierungsrat von Werner
dem Jubilar das von Sr. Königl. Hoheit dem
Großher=
zog verliehene Ehrenzeichen für langjährige treue Dienſte.
Herr Regierungsrat von Werner ſagte, daß es ihm eine
beſondere Freude ſei, gerade heute hierher zu kommen,
und daß der Ortsvorſtand gerade den 18. Auguſt gewählt
habe. Er gedachte dann in ſeiner Rede des 18. Auguſt
vor 43 Jahren, wo der Jubilar in der Schlacht geſtanden
hatte und wohl auch gedacht haben wird: Werde ich den
Abend noch erleben? Polizeidiener Hein dankte dem
Herrn Regierungsrat, ſowie dem Ortsvorſtand tief
ergrif=
fen für die Ehrung.
Pfungſtadt, 19. Aug. Am 1. September findet die
hieſige Gemeinderatswahl ſtatt. Es ſcheiden aus
dem Stadtkollegium drei Mitglieder der
ſozialdemokra=
tiſchen Partei und zwei den bürgerlichen Parteien
ange=
hörende Räte aus. Bis jetzt ſind noch keine neuen
Kandi=
daten nominiert worden.
-h- Jugenheim a. d. B 19. Aug. Unſere Gemeinde
hat einen ſchmerzlichen Verluſt erlitten durch den Tod
der Frau Pauer Witwe. Die Familie Pauer, die wohl
ſchon mehr als 40 Jahre hier anſäſſig iſt und an allen
Begebniſſen lebhaften Anteil nahm, ſteht hier in hohem
Anſehen, beſonders die nun heimgegangene alte Dame,
die eine große Wohltäterin war und alles Edle und Gute
mit reichen Mitteln förderte. Möge ſie ſanft ruhen!
B. Crumſtadt, 18. Aug. Die Jahrhundertfeier
zum Gedenken an die Befreiung Deutſchlands wird am
kommenden Sonntag hier ſtattfinden. Eingeleitet wird
das Feſt durch eine morgens ſtattfindende Kirchenparade
des Krieger= und Militärvereins und Feſtgottesdienſt
Nachmittags 2 Uhr bewegt ſich ein Feſtzug ſämtlicher
hieſi=
ger Vereine nach dem Feſtplatze, wo Herr Pfarrer Schäfer
die Feſtrede hält, während die Geſangvereine durch
paſ=
ſende Liedervorträge und der Turn= und Athletenverein
durch turneriſche uſw. Vorführungen die Feier
abwechſe=
lungsreicher geſtalten werden. Abends findet noch
Feſt=
konzert bei Gaſtwirt Volk ſtatt, während ein prächtiges
Feuerwerk den Schluß der ganzen Feier bilden wird.
Offenbach, 19. Aug. Der Ortslohn, der am 1.
Ja=
nuar 1914 in Kraft tritt, beträgt für männliche Verſicherte
über 21 Jahre 3,80 Mark, weibliche 2,80 Mark, für
männ=
liche von 16 bis 21 Jahren 3 Mark, weibliche 2 Mark, und
für männliche Verſicherte unter 16 Jahren 2 Mark,
weib=
liche 1.50 Mark. Für die Verſicherten im Alter von 16 bis
21 Jahren ſind erſtmalig beſondere Sätze eingeführt
wor=
den. — Bei einer Meſſerſtecherei, die ſich in der
Domſtraße abſpielte, wurde der Arbeiter Hermann
Weſſel=
mann durch einen Stich in den Hals ſchwer verletzt.
Der Verletzte mußte dem Krankenhaus überwieſen werden.
Offenbach. 19. Aug. Friedhofsverwalter Steitz
wurde nach einer eingehenden Vernehmung wieder auf
freien Fuß geſetzt, da ein Fluchtverdacht nicht
vor=
liegt. Die Verfehlungen des Friedhofsverwalters
er=
ſtrecken ſich auch zum großen Teile auf das
Diſziplinar=
gebiet, wie die von ihm betriebenen Nebengeſchäfte.
Kelſterbach, 19. Aug. An der hieſigen Schleuſe wurde
einem Matroſen durch ein Drahtſeil, das ſich um den Fuß
gelegt hatte, der Fuß glatt abgeſchnitten.
König i. O., 19. Aug. Auf tragiſche Weiſe mußte der
Taglöhner Georg Fritz, der bei dem hieſigen Landwirt
Philipp Hoffart V in Arbeit ſteht, ſein Leben
ein=
büßen. Beim Feſtwinden einer Ladung Frucht auf
dem Erntewagen ſchlug ihm der ſogen. Windelöffel, der
abprallte, mit ſolcher Wucht an die Schläfe, daß der
Be=
dauernswerte ſofort tot niederſank.
Eich, 19. Aug. Ein Eiſenbahnunglück
ereig=
nete ſich heute gegen Mittag. Der 30jährige Monteur
Auguſt Mayer aus Hamburg, der bei der rheiniſchen
Ueberlandzentrale in Guntersblum angeſtellt iſt, war in
Eich zuſammen mit dem Vertreter der rheiniſchen
Ueber=
landzentrale, Bettwieſer aus Guntersblum, mit
Monteur=
arbeiten beſchäftigt. Auf dem Rückwege bemerkte
Bett=
wieſer an dem Uebergang nach Gimbsheim, daß der 11,23
Uhr in Eich abgehende Zug daher kam. Er warnte
Mayer, noch die Geleiſe mit dem Rad zu paſſieren.
Trotz=
dem verſuchte er es. Dabei wurde er von dem Zuge
er=
faßt und kam unter die Lokomotive; der Kopf wurde ihm
ſchäftigt Emile Ollivier in ſeinen
Kriegserinnerun=
gen an 1870, die er in der neuen Nummer der Revue des
Deux=Mondes veröffentlicht. Der Aufbruch Mac Mahons
von Chälons und ſein Marſch längs der belgiſchen Grenze
ſollte ſtreng geheim gehalten werden; auf franzöſiſcher
Seite hatte man dafür geſorgt, daß der deutſchen
Heeres=
leitung ein Telegramm in die Hände fiel, nach dem Mac
Mahons Truppen eine ganz andere Marſchrichtung
einge=
ſchlagen haben ſollten. Die entſcheidende Nachricht über
die wirkliche Abſicht des franzöſiſchen Heerführers erhielt
das deutſche Hauptquartier durch ein Telegramm aus
London; es berichtete aufgrund der Mitteilungen
Pa=
riſer Blätter, daß Mac Mahon ſich in Reims konzentriere
und zum Entſatze Bazaines aufbrechen werde.
Unmittel=
bar darauf lief eine zweite Meldung aus Brüſſel ein:
Die Zeitung Indépendance Belge berichtete, Mac Mahon
marſchiere eilig auf Meziéres. Der Chefredakteur hatte
aus Ehrgeiz, zuerſt neue Meldungen zu veröffentlichen,
ſeinen Sohn nach Frankreich geſchickt mit dem Auftrage,
ſo weit vorzudringen, bis er Mac Mahons Avantgarde
begegne. Als der junge Reporter den erſten franzöſiſchen
Truppen begegnete, machte er ſofort Kehrt und
telegra=
phierte. Im deutſchen Hauptquartier wollte man den
Meldungen zuerſt keinen Glauben ſchenken, der Entſchluß
Mac Mahons ſchien gar zu abſurd. Aber die bald darauf
in Pariſer Blättern erſcheinenden Informationen, die
Meldungen des Temps, des Publie und des Peuple
Francais beſtätigten dieſe Nachrichten und lieferten ſo
unfreiwillig der deutſchen Heeresleitung wertvolle Winke
über die Abſichten Mac Mahons. Bald darauf beſtätigten
die Erkundungen der deutſchen Kavallerie die Richtigkeit
der Meldung, und am 26. Auguſt begann der berühmte
deutſche Rechtsabmarſch, der Mac Mahons Heer auf Sedan
werfen ſollte.
glatt vom Rumpfe getrennt. Mayer war verheiratet
ſeine Frau iſt erſt vor kurzem geſtorben. Sein einziges
Kind war bei einem Zimmerbrand tödlich verunglückt.
Das Zugperſonal ſoll keinerlei Schuld treffen, da die
vor=
ſchriftsmäßigen Signale abgegeben worden ſind. Der
Lokomotivführer ſah wohl den Radfahrer, konnte aber den
Zug nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen.
Bingen, 19. Aug. An der neuen ſtrategiſchen
Rheinbrücke wird von etwa 200 Arbeitern eine
raſt=
loſe Tätigkeit entfaltet, um die Brückenbauarbeit ſo raſch
als möglich zu beſchleunigen, da man mit Beſtimmtheit
auf die Fertigſtellung der Brücke bis Mitte 1915 rechnet.
Die Arbeit geht Tag und Nacht ununterbrochen fort. Bis
zum 15. Dezember dieſes Jahres ſollen bereits zwei von
den ſieben Strompfeilern fertiggeſtellt ſein. Da der
Rhein=
boden zum Teil lockeren Grund hat, ſo müſſen, laut M. J.,
die Pfeiler ſehr tief ins Strombett eingebaut werden.
Mittels elektriſch betriebener Senkkäſten iſt der Boden
be=
reits bis auf 17 Meter unter Waſſerſpiegel ausgehoben.
Das Waſſer wurde durch Preß=Druckluft ausgepumpt.
Starke Rammblöcke, die in größerer Entfernung von den
Baugerüſten ſtromaufwärts in den Strom getrieben ſind,
brechen die Stromkraft. Die Pfeiler werden hier zum
erſtenmal ausſchließlich aus Eiſenbeton ſtatt der bisher
üblichen Quaderſteine ausgeführt. Die Firma Dyckerhof
hatte ſchon vorher drei ſtarke Eiſenbetonpfeiler, die auf
der Spitze in etwa 20 Meter Höhe Blitzableiter tragen,
auf ihre Blitzgefahr geprüft. Trotz der gerade in dieſem
Sommer hier ſo ſtark auftretenden Gewitter bewährten
ſich dieſe Probepfeiler ſehr gut. Die Betonmaſſen werden
auf dem Bauplatze im Rheine ſelbſt fabriziert; desgleichen
wird die erforderliche elektriſche Energie am Platze
er=
zeugt. An den Stromufern herrſcht ebenfalls ein ſehr
reges Leben. Namentlich auf der heſſiſchen Stromſeite
werden vom Bahnhof Gaulsheim ab lange Gleislinien
angelegt. auf denen die Materialwagen nach dem
Strom=
ufer befördert werden. Hier iſt auch der einzige größere
Damm notwendig, für den das Erdmaterial von
Heides=
heim hergeholt wird, da der hieſige Letteboden wegen
Dammrutſchgefahr ſich nicht eignet. Die Niederungen am
linken Rheinufer werden nicht aufgefüllt, um dem Strome
ſeine größere Ausdehnungsfläche bei Hochwaſſer und
Eis=
gang zu belaſſen.
Gießen, 19. Aug. Der Ausbrecher Stephan
Will, der ſich aus dem Provinzialarreſthauſe ſelbſt
Ur=
laub genommen hatte, um eine Fahrt an den Rhein zu
unternehmen, den man aber in Koblenz feſtgehalten hat,
iſt am Freitag nachmittag in der Oſtanlage wieder
ein=
getroffen. Man hatte, ſchreibt der G. A., dem
gefähr=
lichen Menſchen, um ſeiner ſicher zu ſein, ſofort nach
ſei=
ner Einlieferung Feſſeln angelegt, aber zum
Er=
ſtaunen der Gefängnisbeamten hatte ſich der Menſch in
ganz kurzer Zeit der Feſſeln entledigt.
Er=
neut noch ſchärfer gefeſſelt, glaubte man ſich wegen des
Menſchen nicht mehr beunruhigen zu ſollen. Aber nach
kaum einer halben Stunde pfiff Will die Melodie „Frei
iſt der Burſch” und ging dabei ſtolz wie ein Spanier ohne
Feſſeln in ſeiner Zelle auf und ab. Der Wärter traute
ſei=
nen Augen nicht, und als er den Will frug, wie er es denn
fertig bringe, die feſten Bande zu löſen, da meinte er, das
ſei eine Kleinigkeit, man müſſe dies nur verſtehen. Auch
eine dritte, erneute Feſſelung war vergeblich. Will ſtreifte
die ſchwerſten Ketten ab, als wenn es gar nichts wäre
Der Beamte der Staatsanwaltſchaft, dem man von
die=
ſem noch nie dageweſenen Vorfall Meldung erſtattete, war
nicht wenig überraſcht und meinte mit Recht, den Menſchen
könne man ja für Geld ſehen laſſen. Er ordnete eine
be=
ſondere Bewachung des Gefangenen bei Tag und Nacht
an und erbat von der Zellenſtrafanſtalt Butzbach eine
be=
ſonders ſchwere und komplizierte Feſſelung für den
Ge=
fangenen, aus der ſich W. ſicher nicht zu löſen imſtande iſt.
Wie der Ausbrecher, der ganz ohne Mittel war, ſo ſchnell
nach Koblenz gekommen iſt, darüber verweigerte er bei
ſeiner Vernehmung jede Auskunft. Auch darüber, wie
es ihm möglich war, beim Verlaſſen des
Provinzialarreſt=
hauſes die verſchiedenen ſchweren Schlöſſer zu öffnen,
er=
klärte er ſich nicht äußern zu wollen. Humorvoll meinte
Will, er werde nicht ſo dumm ſein, das zu verraten, denn
er werde wieder verſuchen, ins Freie zu kommen. Er
könne jedes noch ſo feſte Kunſtſchloß öffnen, und es wäre
ihm ein Leichtes geweſen, in jener Nacht, als er die
gaſt=
liche Stätte an der Oſt=Anlage verlaſſen hat, noch weitere
Zellentüren zu öffnen, um auch anderen Gefangenen zur
Freiheit zu verhelfen; er habe dies aber unterlaſſen, weil
ihn die Mitgefangenen nichts angingen. Will hat bis zu
ſeiner Aburteilung (Ende des Monats) in
Unterſuchungs=
haft zuzubringen. Man wird den gefährlichen Verbrecher
jetzt ſtrenger hüten. Uebrigens trifft keinen der Beamten
ein Verſchulden für die Flucht des Will. Das
Provinzial=
arreſthaus, das, abgeſehen von kurzfriſtig zu Strafe
ver=
urteilten Uebeltätern, nur zur Unterbringung von
Unter=
ſuchungsgefangenen dient, iſt für ſolch geſchickte Vögel wie
Will nicht berechnet.
Gießen, 19. Aug. Der 2000000ſte Beſucher
der Internationalen Baufachausſtellung
in Leipzia, dem ein wertvolles Andenken zugeſichert war,
iſt ein Gießener. Schreinermeiſter Georg Haubach hier
iſt der Glückliche. Das Andenken beſteht in einer goldenen
Uhr von hohem Werte.
(*) Großen=Linden, 19. Aug. Geſtern mittag betrat
ein gutgekleideter Herr die hieſige Wirtſchaft Zum
Hütten=
berg‟. Er beſtellte ſich etwas zu eſſen. Als ſich die Wirtin
in die Küche begab, entwendete der Fremde eine
Geld=
taſche mit 8 Mark Inhalt; darauf entfernte er ſich ſofort.
Der Diebſtahl wurde gleich bemerkt, der Dieb von
mehre=
ren Leuten feſtgenommen und nach Gießen abgeliefert
Die Taſche mit Inhalt fand man bei ihm.
(*) Friedberg, 18. Aug. Eine große Sprengung
am alten Waſſerbehälter am Haingraben nahmen heute
nachmittag die Mainzer Pioniere vor. Sie hatten
in die meterdicke Betonmaſſe etwa zehn Schüſſe gelegt und
den Platz rundum durch eine hohe Bretterwand,
Reiſig=
hügel und Tücher gegen auffliegende Geſteinsmaſſen
ge=
ſchützt. Der Platz iſt ſtreng abgeſperrt, ein Soldat und
Schutzleute bewachen das Gelände, damit es von niemand
betreten wird. Die Abteilung Pioniere beſteht aus zwei
Offizieren, zwei Unteroffizieren und 15 Mann. Man
glaubt, daß die vollſtändige Beſeitigung des
Betonbehäl=
ters noch die ganze Woche dauert. Das Gelände liegt
nahe dem neuen Bahnhof und ſoll als Baugelände dienen.
Ober=Erlenbach, 19. Aug. Die neuen Steuerzettel für
die Gemeinde ſind noch nicht da, abwohl das
Rechnungs=
jahr ſchon faſt fünf verfloſſene Monate zählt. Es gehen
mithin keine Steuerbeträge ein. Die Gehälter der Lehrer
und Gemeindebedienſteten, ſowie anderes müſſen aber
bezahlt werden, deshalb hat der Gemeindevorſtand
be=
ſchloſſen, vorübergehend 1500 Mark zu leihen,
damit der Gemeinderechner, der ein hinreichendes
Be=
triebskapital nicht hat, um faſt für ein halbes Jahr die
Gemeindeausgaben beſtreiten zu können, Auszahlungen
leiſten kann.
Der Vorſtand des Landesverbandes Heſſiſcher
Hausbeſitzervereine
hielt in Worms eine Sitzung ab, in der vertreten waren
die Städte Darmſtadt Gießen, Mainz, Offenbach und
Worms. Den Vorſitz führte Herr Grünwald=Mainz. Zu
den verſchiedenen Thematas referierten oder beteiligten ſich
vorwiegend an der Diskuſſion die Herren Grünwald, L.
Mertes und Direktor Volk=Mainz, Lehrer Speckhardt,
v. Heſſert und Geſchäftsführer Ziegler=Darmſtadt,
Lang und Kaiſer=Offenbach, Koch und Schiffer=Worms.
Ueber dieſe Sitzung geht uns ein Bericht zu, dem wir
folgendes entnehmen:
Zur Tagesordnung ſtand 1. das neue
Gemeinde=
ſteuergeſetz. Die Grundlage des vollen gemeinen
Wertes als Maßſtab der Beſteuerung, alſo damit das
Ver=
ſteuern der Schulden, aus denen die Gläubiger bereits
zweimal beſteuert ſind, der Hausbeſitzer dann nochmals, ſo
daß dasſelbe Objekt dreimal beſteuert iſt, fand eine ſcharfe
und abfällige Kritik. Ebenſo die bei unbebauten
Grund=
ſtücken, von denen man noch nicht einmal weiß, ob in 10
oder 20 Jahren etwas daran gewonnen wird ſchon heute
eintretende Beſteuerung nach der oft mehr als
zweifelhaf=
ten Schätzung ihres ſogenannten gemeinen Wertes, den
ſie alsdann haben werden. Die Härte des Geſetzes wurde
nach allen Seiten hin beleuchtet, wobei auch beſonders
be=
tont wurde, daß, ſo weit es im Hinblick auf
Gewerbe=
beſteuerung Großbetriebe entlaſte, der kleine Mann dabei
oft gleichzeitig auf das härteſte betroffen werde. Das
beliebte Schlagwort von der „ſchwachen Schulter” ſcheint
man alſo hier nicht berückſichtigt zu haben. Die
Notwen=
digkeit einer Geſamtoppoſition wurde einſtimmig
aner=
kannt. Die Einzelverbände ſollen bis zum 1. Sepkember
ihre Wünſche und Beſchwerden dem Vororte Mainz
ein=
ſenden.
Zu Punkt 2 der Tagesordnung, über das rigoroſe
Vorgehen eines großen Teiles der deutſchen Bans
ken gegenüber ihren Hypothekenſchuldnern wurde
Be=
ſchluß gefaßt, daß ebenfalls etwas geſchehen, insbeſondere
auch dagegen Stellung genommen werden müſſe, daß dieſe
Banken der Vorausſetzung, unter der ſie konzeſſioniert
wurden, wonach ihre Darlehen auch den kleineren
Schuld=
nern aus dem Mittelſtande gewährt werden ſollen, vielfach
nicht entſprächen, ſondern zur Vereinfachung ihrer Arbeit
oft den größten Teil ihrer Fonds an Millionenſchuldner
abgäben, ihren volkswirtſchaftlichen Zweck alſo völlig
ver=
fehlten. Herr Grünwald=Mainz legte hierüber
verblüffen=
des Material vor. Es ſoll bei der Regierung Vorſtellung
erfolgen zu dem Zwecke, daß ſie beim Reichsjuſtizamt
da=
hin wirke, daß die Erteilung von Bankkonzeſſionen an
ſchärfere, die bezeichneten Mißbräuche ausſchließende
Be=
dingungen geknüpft und bei den beſtehenden Remedur ge
ſchafft werde.
Punkt 3 der Tagesordnung: Heſſiſche Brand
kammerverhältniſſe, führte ebenfalls zu einer
längeren Diskuſſion, welche bewies, wie unzufrieden die
heſſiſchen Hausbeſitzer, welche den winzigſten Anteil der
Brandentſchädigung im Verhältniſſe gegenüber der
Land=
wirtſchaft und ſpeziell der Großinduſtrie, für deren
Schä=
den ſie größtenteils ihre Brandſteuern zahlen müßter
empfangen, mit den gegenwärtigen Verhältniſſen ſind. Für
den ſtädtiſchen Hausbeſitz müßte der Prozentſatz der
N
Brandſteuern unbedingt bei gerechter Würdigung der
tatſächlichen Verhältniſſe bedeutend herabgeſetzt werden.
Für 1912 habe man eine allgemeine Erleichterung auf 5—6
Prozent zum Ausgleiche erwartet. Das ſei nicht
eingetre=
ten; man habe ruhig 8 Prozent erhoben. Es wurde
be=
ſchloſſen, ſtatiſtiſches Material zu ſammeln, welche Summe
die Brandverſicherungskammer in den letzten fünf Jahren
1908 bis 1912 im ganzen aus den Brandſteuern
verein=
nahmt, welche Beträge ſie davon als Brandentſchädigun
gen bezahlt hat und hauptſächlich, wie ſich letztere auf
Brandſchäden in ſtädtiſchen Wohnhäuſern, auf
landwirt=
ſchaftliche und hauptſächlich auch auf großinduſtrielle
Ge=
bäudeſchäden verteilten. Aufgrund dieſes Materials ſoll
dann bei der Regierung weitere Vorſtellung erfolgen.
Punkt 5: Wertzuwachsſteuer führte ebenfalls
zu einer längeren Diskuſſion. Es wurde der Beſch=luß
gefaßt: Eingabe an die Regierung, die ihr überlaſſene
Steuer bis zum 1. April 1915 in den Gemeinden des
Landes nicht praktiſch zu betätigen und vom 1. April 1915
ab völlig aufzuheben. — Damit war die Tagesordnung
erledigt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 18. Aug. Heute nachmittag
wurde die geſamte Neuanlage des Aquariums,
die jüngſte Sehenswürdigkeit Berlins, mit einem feſtlichen
Auftakt der Oeffentlichkeit übergeben. Eine ſtattliche Zahl
geladener Gäſte wohnte dieſer intereſſanten Premiere bei.
Geheimrat Ravené hieß in einer kurzen Anſprache die
Gäſte willkommen und dankte den wiſſenſchaftlichen und
techniſchen Mitarbeitern, die geholfen hatten, das
Aqua=
rium zu errichten. Profeſſor Heck verbreitete ſich in ſeiner
Anſprache ausführlicher über die wiſſenſchaftliche
Bedeu=
tung des Inſtitutes. Hierauf ſprach Exzellenz Schmidt im
Namen des Kultusminiſters, deſſen Grüße und
Glück=
wünſche er überbrachte. Zum Schluß ſprach noch
Bür=
germeiſter Dr. Reicke. Unter Führung von Dr. Heinrot
und anderen Herren wurde dann der erſte Rundgang
durch das Haus angetreten. Nach der Beſichtigung fanden
ſich die Gäſte zu einem gemeinſamen Mahl im Zoo
zu=
ſammen, wo noch viel zu Preis und Ehr des neuen
Seit einigen Tagen
Aquariums geſprochen wurde.
kommen bei dem Telegraphenbataillon Nr. 1
Typhus=
erkrankungen vor, die allerdings leichter Art ſind,
aber doch Anlaß zu umfaſſenden Vorſichtsmaßregeln
ge=
geben haben. Bis jetzt ſind 5 Mann unter
Typhuserſchei=
nungen erkrankt und aus dem Kaſernement in dem
Trep=
tower Park nach dem Garniſonlazarett in Tempelhof
ge=
bracht worden. — In letzter Zeit wurden bei mehreren
großen Becliner Metalffirmen) umfangreiche
Metall=
diebſtähle ausgeführt. Geſtern gelang es, die Diebe
und Hehler, im ganzen 7 Perſonen, zu ermitteln und
feſt=
zunehmen. Sie hatten mit verſchiedenen Angeſtellten
großer Betriebe in Verbindung geſtanden. Ein
Werk=
meiſter hatte an die Hehler ganze Wagenladungen von
Metall geliefert. Auch ein Angeſtellter der A. E.=G.
arbeitete für ſie und ſtahl nach und nach für 20000 Mark
Metall. Bei der Großen Berliner Straßenbahn ſind
Schienen und Kupferdrähte entwendet worden. Wie das
Berliner Tageblatt hört, ſtehen noch weitere Verhaftungen
bevor. — Ein dreiſter Raubüberfall wurde heute
in der Mittagszeit auf ein junges Mädchen in einem
Poſamentiergeſchäft in der Prenzlauer Allee verübt. Vier
Männer betraten den Laden, nahmen eine Anzahl Sachen
an ſich und entkamen ungehindert mit ihrer Beute. Das
Mädchen verſuchte, um Hilfe zu rufen, ſtand aber davon
ab, als die Männer Miene machten, ihm den Mund
zu=
zuhalten. — Ein unter ungewöhnlichen Umſtänden
aus=
geführter Mord iſt Montag vormittag im Hauſe War=
Nummer 194.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. Auguſt 1913.
Seite 5
ſchauer Straße Nr. 58 entdeckt worden. In ihrem Bett
ermordet aufgefunden wurde die 34 Jahre alte, von ihrem
Manne geſchiedene Frau Eckelt. Als Mörder hat ſich
in Briefen und hinterlaſſenen Aufzeichnungen der 39 Jahre
alte Monteur Kaſſau aus der Warſchauer Straße Nr. 30
bekannt. Der Mann, der mit der Frau ſeit Jahren
in=
time Beziehungen unterhielt, gibt als Grund des Mordes
Eiferſucht an. Der Mörder iſt heute früh in Berlin
ge=
ſehen worden. Mehrere Beamte der Berliner
Kriminal=
polizei fahnden nach ihm.
Homburg v. d. H., 19. Aug. Der Kaiſer hörte heute
vormittag die Vorträge des Chefs des Zivilkabinetts und
des Chefs des Militärkabinetts. Zur Frühſtückstafel bei
Ihren Majeſtäten ſind geladen der Großherzog und
die Großherzogin von Heſſen, Prinz Albert zu
Schleswig=Holſtein und Freifrau von Sternburg.
Heidelberg, 19. Aug. Geſtern abend gegen 6 Uhr
wollte ein hieſiges Automobil auf der Straße
Ebin=
gen-Wieblingen einem Fuhrwerk ausweichen, kam der
Böſchung dabei zu nahe und ſtürzte, ſich zweimal
über=
ſchlagend, den Abgrund hinunter. Der Führer und der
Beſitzer des Autos wurden ſchwer verletzt in das
Akade=
miſche Krankenhaus gebracht.
Plauen, 18. Aug. Zu dem Touriſtenunglück
in den Dolomiten, bei dem der Student Eberhard
Mül=
ler aus Plauen und der Privatdozent Dr. Lütgens
aus Freiburg i. Br. den Tod fanden, wird noch gemeldet,
daß der Kandidat Hein aus Tübingen ſich vor dem
Un=
fall auf dem Sellahaus von den beiden Begleitern trennte,
um nach München zurückzukehren, da er ſich auf einer
Hoch=
tour eine Fußverletzung zugezogen hatte. Der Abſturz der
beiden Verunglückten erfolgte auf der Nordſeite der
Gras=
leitenſpitze in 250 bis 300 Meter Höhe. Die Leiche Lütgens
wurde nach Ulm zur Einäſcherung, diejenige Müllers nach
Plauen übergeführt.
Hamburg, 18. Aug. Hier iſt man einem großen
Va=
nillediebſtahl auf die Spur gekommen. Bei den
Firmen Franz Fritſche u. Co. und J. D. Bieber brachten
Angeſtellte Vanille im Geſamtwerte von mehr als 50000
Mark auf die Seite. Der größte Teil des geſtohlenen
Ge=
würzes iſt nach Berlin geliefert worden. Des Diebſtahls
überführt ſind vier Angeſtellte der Firmen, die verhaftet
worden ſind.
Paris, 18. Aug. Einem in der bekannten Pariſer
Kunſtſtraße, der Rue Drouot, wohnenden
Briefmar=
kenhändler ſind die beſten Stücke ſeiner
Sammlung im Werte von 600000 Francs
geſtoh=
len worden. Der Dieb iſt die eigene Frau des
Händ=
lers. Dieſer iſt ein gebürtiger Perſer namens Mirka
Hadi. Vor einigen Monaten hat er ſich von ſeiner Frau
ſcheiden laſſen, bald jedoch ſehnte er ſich nach ſeiner
Le=
bensgefährtin zurück und ſchrieb ſeiner inzwiſchen nach
Belgien verzogenen geſchiedenen Frau, ſie möchte
zurück=
kehren. Am 9. Auguſt erſchien ſie auch wieder in der Rue
Drouot. Am Mittwoch verreiſte das Ehepaar: er zum
Briefmarkenankauf nach Wien, ſie wieder nach Belgien.
Am Samstag kam jedoch die Frau zurück, ließ ſich von
dem Hausverwalter unter dem Vorwande, ihr Mann habe
etwas vergeſſen, die Schlüſſel zur Wohnung geben und
weilte den ganzen Abend in ihr. Am Samstag darauf
erſchien ſie wiederum und zwar in Begleitung eines
frem=
den Mannes. Als ſie die Wohnung betreten wollte, ver
weigerte ihr der Hausverwalter den Zutritt. Er hat
da=
durch, ohne es zu wiſſen, Mirka Hadi vor noch größerem
Schaden bewahrt, denn als dieſer kürzlich zurückkehrte,
fand er, daß die koſtbarſten Stücke verſchwunden waren.
Wie weiter gemeldet wird, ſpielt der Briefmarken=
Diebſtahl nach Berlin hinüber. Wie verlautet, befindet
ſich die geſchiedene Frau Mirza Hadis ſeit geſtern in
Berlin. Sie erſchien geſtern in einem der größten
Ber=
liner Briefmarkengeſchäfte und bot dort eine große Serie
von Transvaalmarken an. Sie verlangte, daß ihr die
Briefmarken mit 30000 Francs beliehen werden ſollten.
Da der Geſchäftsinhaber nicht zugegen war, erſuchte der
anweſende Angeſtellte die Frau, nachmittags wieder zu
kommen, was die Frau aber ablehnte.
Brüſſel, 19. Aug. Auf tragiſche Weiſe hat eine
in Heyſt ſich aufhaltende deutſche Familie ihren 11jährigen
Sohnverloren. Der Junge ſpielte mit ſeinen beiden
Schweſtern in den Dünen von Duinbergen, einem kleiner
Badeort bei Knocke, als er ſich nach einer Weile für müde
erklärte und von den übrigen entfernte. Als die Schwe
ſtern ihn ſpäter riefen, war der Junge verſchwunden,
ſtellte ſich auch im Verlaufe des Abends nicht mehr ein,
und die von den Eltern ſofort angeſtellten
Nachforſchun=
gen hatten keinen Erfolg. Am folgenden Tag wurden
die Dünen wieder aufs gründlichſte durchſucht, und
end=
lich ſtieß der die Nachforſchungen leitende Bürgermeiſter
auf eine Stelle, an der ſich friſche Sandlagerungen
zeig=
ten. Hier fand man dann in 40 Zentimeter Tiefe die
Leiche des Kindes, das einem plötzlichen Sandrutſch zum
Opfer gefallen war.
Brüſſel, 19. Aug. Das Automobil, in dem ſich
der Vizepräſident des Amtsgerichts von Terramonde, van
der Hofſtadt, befand, wurde geſtern in der Nähe von Erpe
von vier Straßenräubern angefallen. Der
Chauffeur wurde durch einen Schuß tot zu Boden geſtreckt.
Der Richter beſaß die Geiſtesgegenwart, das Steuer zu
ergreifen und in ſchnellſtem Tempo davonzufahren,
wo=
durch er dem ſicheren Tode entging. Die Behörden haben
eine Unterſuchung eingeleitet.
Kopenhagen, 18. Aug. In eine Vorſtadtfiliale einer
hieſigen Bank drangen am Nachmittag bei
Geſchäfts=
ſchluß zwei Perſonen ein, bedrohten die Beamten mit
Revolvern und raubten 9000 Kronen.
London, 18. Aug. Nach hierher gelangten Neu=Yorker
Kabelnachrichten iſt Harry Thaw der Mörder des
Ar=
chitekten Standford White, nach ſeiner (ſchon
gemelde=
ten) Flucht aus dem Irrenhauſe von Matteawan nach
dem Staate Connecticut geflohen und hat ſich in Norwalk
auf einer Jacht eingeſchifft, die ihn vermutlich zu einem
Die
nach Europa gehenden Dampfer bringen wird.
Flucht war ſehr ſorgfältig von Freunden und
Ver=
wandten vorbereitet, die offenbar einige Beamten der
Irrenanſtalt durch Beſtechung gewonnen hatten. Morgens
8 Uhr fuhr eine Automobildroſchke, in der ſich zwei
Her=
ren befanden, vor das Tor des Irrenhauſes, wo Thaw
in dieſem Augenblicke, wie gewöhnlich, ſpazieren ging
Gegen den Willen des Pförtners öffnete plötzlich ein
Beamter das Tor. Während die beiden Herren ſich auf
den Pförtner warfen, ſprang Thaw in die Autodroſchke,
die eiligſt von dannen fuhr. Einen Kilometer von dem
Irrenhauſe entfernt, vertauſchten Thaw und ſeine Freunde
die Droſchke mit einem bereitſtehenden Rennautomobil
das die nur 60 Kilometer entfernte Grenze von
Connec=
tieut in kurzer Zeit erreichte. Jenſeits der Grenze war
der Flüchtling vorläufig in Sicherheit, denn die
Behör=
den des Staates Neu=York mußten erſt bei den Gerichten
um ſeine Auslieferung einkommen. Thaw iſt, wie
ge=
ſagt, auf einer Jacht weitergeflohen und wird
wahrſchein=
lich bald in Europa auftauchen. Bekanntlich hat Thaw
den Archſtekten White aus Eiferſucht getötet, weil er ſei=
ner Frau in ihrer Mädchenzeit nachgeſtellt hatte. Die
junge Dame, die kürzlich mit Erfolg in London auftrat
ſpielt jetzt in einem Neu=Yorker Theater. Sie ſoll erklärt
haben, daß Thaw, ſobald er einen Whisky getrunken
habe, verrückt werde und dann möglicherweiſe noch auf
ſie einen Mordverſuch begehen könnte, wenn ſich
Gelegen=
heit dazu böte. Auf die Wiederergreifung Thaws iſt von
der Anſtaltsleitung eine Belohnung von 2000 Mark
aus=
geſetzt.
London, 18. Aug. Die engliſchen Gerichte ſind
gemüt=
lich. Die Zuchthäuslerin Frau Pankhurſt, die
Führe=
rin der engliſchen Wahlweiber, hat England verlaſſen
und iſt zu ihrer in Paris lebenden Tochter Chriſtabel
ge=
reiſt. Im Gegenſatz zu Meldungen, die von einer Flucht
der ſtreitbaren Dame handelten, kündigt ſie an, daß ſie ſich
lediglich von den Folgen ihres Hungerſtreiks, dem ſie die
Unterbrechung ihrer dreijährigen Zuchthausſtrafe verdankt
in Paris erholen will. Dann will ſie wieder nach
England zurückkehren, um einen neuen Feldzug für das
Frauenwahlrecht einzuleiten. Läßt ſie ſich dabei zu neuen
Verbrechen hinreißen und kommt wieder ins Zuchthaus
ſo wird ſie auch dann wiſſen, wie man die Kerkerhaft
ab=
kürzt. Und ſie wird von neuem erholungsbedürftig
wer=
den uſw.
London, 18. Aug. In Hongkong ſind Nachrichten aus
Macao über den Taifun eingelaufen, der ungeheuren
Schaden angerichtet hat. Paraya grande iſt unter Waſſer
geſetzt und große Teile des Deiches auf dem erſt kürzlich
dem Meere abgerungenen Lande in der Nähe von den
Barra=Forts eingedrückt worden. Mehrere Häuſer im
Tarafeiro=Diſtrikt ſind eingeſtürzt. Viele Bewohner
wur=
den getötet. Zahlreiche Dſchunken ſind im Hafen von
Macao geſunken. Eine Flottille von Fiſcherdſchunken im
Hafen von Macao iſt vollkommen zerſtört worden. Ueber
150 Menſchen ſind ertrunken.
Seattle, 18. Aug. Der Dampfer „States of
Cali=
fornia” iſt an der Küſte von Kanda geſtrandet. 25
Per=
ſonen ſollen ertrunken ſein.
Katholikentag.
* Metz, 18. Aug. Nachmittags 5 Uhr fand in der
Feſthalle die erſte öffentliche Verſammlung ſtatt.
Fürſt zu Löwenſtein eröffnete ſie mit einer
Begrüß=
ungsanſprache, in der er die Notwendigkeit der
Aufheb=
ung des Jeſuitengeſetzes betonte. Ferner nahm er
Stel=
lung zu der Frage des Streites zwiſchen den Anhängern
der chriſtlichen Gewerkſchaften und der katholiſchen
Arbei=
tervereine der Berliner Richtung, der zu einer ernſten
Ge=
fahr für die deutſchen Katholiken zu werden drohte; dann
ſei die Enzyklika „Singulari quadam” vom 24. Mai 1912
erſchienen, die dieſe Frage regelte. Damit iſt der Streit
für uns deutſche Katholiken entſchieden. Auch die jetzige
Generalverſammlung wird nicht Stellung
nehmen zu der Enzyklika, nicht für die eine oder
an=
dere Partei. Es gilt, zuſammenzuarbeiten zum Beſten der
Religion und damit des deutſchen Vaterlandes. Daher
muß in der Geſchichte ein Denkmal errichtet werden dieſem
Frieden von Metz. Danach verlas der Redner das geſtern
eingegangene Kaiſertelegramm nochmals und das ſoeben
eingegangene Telegramm des Papſtes. Beide Telegramme
wurden mit lebhaftem Bravo begrüßt und die
Verſam=
melten ſtimmten begeiſtert in das von dem Präſidenten
auf den Kaiſer und den Papſt ausgebrachte Hoch ein.
Biſchof Benzler, mit Händeklatſchen begrüßt, richtete
ſodatn eine herzliche Anſprache an die Verſammelten und
erteilte zuſammen mit den übrigen anweſenden Biſchöfen
den Segen. Biſchof Dr. v. Faulhaber ſprach über
das Thema: „Das Mailänder Edikt und die
Freiheit der Kirche‟ Er gab zunächſt ein
geſchicht=
liches Bild der kirchlichen Freiheit im Zeichen des
Kon=
ſtantiniſchen Religionsedikts, ging dann auf die weiter
Entwickelung dieſes Problems im Mittelalter ein, und
kam ſchließlich auf die neue Zeit zu ſprechen. Das
reli=
giöſe Leben der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts habe
nicht ſo viel Luft und Licht gehabt als im Geburtsjahr
des Mailänder Ediktes; und jene Freiheit ſei auch durch
den Toleranzantrag von 1900 nicht erreicht worden. Den
Bundesratsbeſchluß vom vorigen Jahre über die
Aus=
legung des Jeſuitengeſetzes bezeichnete der Redner als
das Intoleranzedikt von Berlin und ſtellte es in
Gegen=
ſatz zu dem Toleranzedikt von Mailand. Der Gedanke ſei
für die Katholiken unerträglich, von einer
Verwaltungs=
behörde und vielleicht der ſchikanöſen Auslegung eines
Polizeimannes abhängig zu ſein. Im Spiegel der
Kon=
ſtantiniſchen Freiheit betrachtet, erſcheint das
Jeſuiten=
geſetz als eine des deutſchen Namens und Kulturlebens
unwürdige Karrikatur. Hoffentlich wird der Präſident
des nächſtjährigen Katholikentages die Mitteilung machen
können, daß auch im Deutſchen Reiche in dieſem Punkte
Konſtantiniſche Freiheit gebracht ſei. Redner ſchloß ſeine
durch lebhaftes Bravo und Händeklatſchen vielfach unter
brochene Rede mit einem flammenden Gelöbnis „an die
Standarte des Kreuzes” die deutſchen Katholiken wollten
treu bleiben dem Kreuze, ſein eine Ehrenlegion des
Kreuzes, eine Wehrkraft kirchlicher Freiheit, ſein freie
Kinder einer freien Mutter. Als letzter Redner ſprach
Seminardirektor a. D. Dr. Heber=Köln über die
kirch=
lichen Pflichten des gebildeten Laienſtandes. — Kurz nach
8 Uhr ſchloß der Präſident die Verſammlung.
* Metz, 19. Aug. Heute vormittag tagte in der
Feſt=
halle die Generalverſammlung des
Volks=
vereins für das katholiſche Deutſchland,
der Biſchof Benzler mit mehreren ſeiner biſchöflichen Gäſte
beiwohnte. Reichstagsabgeordneter Trimborn leitete
die Verhandlungen ein mit einer Ueberſicht über die Ziele
des Vereins, und teilte dabei mit, daß die Mitgliederzahl
von nahezu 800000 erreicht worden ſei. Aus dem
Jah=
resbericht iſt hervorzuheben, daß der Verein im letzten
Jahre um rund 47000 Mitglieder gewachſen iſt und daß
die Frauenorganiſation des Vereins, die im Vorjahre
gebildet worden iſt, bereits 27000 Mitglieder zählt. Die
Vereinsſchrift wurde im abgelaufenen Jahre in annähernd
fünf Millionen Exemplaren verbreitet und an Flugblätterr
wurden rund 4,75 Millionen ausgegeben, das iſt ſeit dem
Beſtehen des Volksvereins rund 87 Millionen.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Zur Beſoldungsreform.
Der Verfaſſer des Eingeſandts in Nr. 193 „Zur
Be=
ſoldungsreviſion” glaubt, die in Nr. 191 über
Beſchäftig=
ung der Lehrer gemachten Vorſchläge nicht ernſt nehmen
zu ſollen. Das kann er ſelbſt machen wie er will. Die
Hauptſache iſt, daß man in maßgebenden Kreiſen die Sache
recht beachtenswert findet, und man hoffen darf, daß dieſe
Vorſchläge wenigſtens teilweiſe erfüllt werden. Welcher
vernünftige Grund kann auch dagegen vorgebracht werden,
Militäranwärter als Turnlehrer anzuſtellen?! Wenn man
triftige Gründe dagegen hätte, wäre man längſt damit
hervorgetreten. In Elſaß=Lothringen ſind die
Volksſchul=
lehrer ſogar gehalten, während des ganzen Jahres die
Ge=
meindeſchreiberei zu beſorgen. 50—60 Prozent aller
elſaß=
lothringiſchen Lehrer ſind neben ihrem Schulamte im
Ge=
meindeſchreiberdienſt beſchäftigt. Der Vorſchlag, die
heſſi=
ſchen Lehrer während eines Teils der Ferien mit
geeig=
neten Bureauarbeiten zu beſchäftigen, iſt alſo nicht
ein=
mal etwas neues. Ein alter Ladenhüter iſt die
Beſchul=
digung, das Eingeſandt wolle die Lehrer diskreditieren.
Das wird ſtets und von allen behauptet, welche nicht
glatt=
weg den Lehrerforderungen zuſtimmen. Die
Finanz=
beamtenzeitung wird ſich aus der neuen Anſchuldigung
recht wenig machen. Sie hat auf mehrere Angriffe
ge=
antwortet, wie es am Platze war. Die „weiten
Kreiſe” welche ſihre Ausführungen, mißbilligt halten
ſollen, beſchränken ſich meines Wiſſens lediglich auf
Lehrerkreiſe. Zum Schluſſe ſei noch angefügt, daß
die neue elſaß=lothringiſche Beſoldungsordnung (Geſetz
vom 1. Juni 1913) die bisherigen Volksſchullehrergehalte
von 1200—2400 Mark auf 1200—2700 Mark erhöht hat.
Bei der Verſetzung in den Ruheſtand kommen für
Woh=
nung 500 Mack in Anſatz. Für die heſſiſchen Lehrer ſind
Gehalte von 1400—3400 Mark vorgeſehen. Bei der
Zuruheſetzung ſollen für Wohnung 400 Mark angerechnet
werden. Mit den mittleren Beamten hat man es in
Heſſen nach der Vorlage umgekehrt gemacht, die ſolen in
Heſſen viel ſchlechter geſtellt werden, als dies in Alſaß=
Lothringen und auch in den anderen Bundesſtaaten
ge=
ſchehen iſt. Angeſichts dieſer Tatſachen wird es der
heſſi=
ſche Landtag nicht verantworten ſſönnen, die heſſiſchen
Lehrergehalte noch weiter zu erhöhen. Es wären doch
un=
haltbare Zuſtände, die heſſiſchen Beamten viel ſchlechter
als die elſaß=lothringiſchen ꝛc. zu bezahlen, dagegen die
heſſiſchen Volksſchullehrer gehaltlich über ihre Kollegen in
Elſaß=Lothringen ꝛc. zu ſtellen. Fiat iustitia!
X.
Wir halten die Angelegenheit nunmehr an dieſet
Stelle für genügend erörtert und ſchließen hiermit die
Debatte. Die Red.
Literariſches.
Der „Land=Kalender für das
Groß=
herzogtum Heſſen” Ausgabe 1914, iſt ſoeben
mit gewohnter Pünktlichkeit im Großh. Staatsverlag zu
Darmſtadt erſchienen und durch die in allen Städten und
Gemeinden des Großherzogtums befindlichen
Verkaufs=
ſtellen zu beziehen. Trotz der aufs neue teuerer
geworde=
nen Herſtellungskoſten iſt der Preis von 25 Pfg. derſelbe
geblieben. Dieſer „Land=Kalender” iſt einer der älteſten,
wenn nicht überhaupt der älteſte aller in Deutſchland
er=
ſcheinenden Kalender, denn er ſteht jetzt ſchon im 204.
Jahrgange. Die Ausgabe 1914, die in der Hauptſache
unſerer heſſiſchen Heimat gewidmet iſt, reiht ſich in bezug
auf Reichhaltigkeit und Ausſtattung den ſchönſten ihrer
Vorgängerinnen würdig an. Außer dem amtlichen
Kalen=
darium für 1914 und dem amtlichen Verzeichnis aller im
Jahr 1914 in Heſſen und den benachbarten Gebietsteilen
des Reiches ſtattfindenden Meſſen und Märkte bringt der
„Land=Kalender” noch zahlreiche, jedermann nützliche
Mit=
teilungen, Ratſchläge und Tabellen, ſowie erſtklaſſige
Originalaufſätze unterhaltenden und belehrenden, heiteren
und ernſten Inhalts, ſämtlich aus der Feder heſſiſcher
Mitarbeiter. Unter den Dutzenden, zum Teil ſehr
wert=
vollen Original=Illuſtrationen befinden ſich diesmal als
Kunſtbeilagen eine Aufnahme S. K. H. des Großherzogs
vor ſeinem Opel=Wagen und ein großes doppelſeitiges
Kunſtblatt „Geſamtanſicht der Stadt Schlitz (
Winter=
landſchaft)‟ Daß auch wieder einer großen Anzahl
heſſi=
ſcher Perſönlichkeiten und der bemerkenswerteſten
Welt=
begebenheiten der letzten zwölf Monate, mamentlich des
Balkankrieges in Wort und Bild gedacht iſt, bedarf keines
beſonderen Hinweiſes. Alles in allem bringt der „Land=
Kalender 1914” ſoviel des Schönen und Nützlichen, daß
keine heſſiſche Familie ſeine baldige Anſchaffuna
unter=
laſſen ſollte.
Zum Werftarbeiterſtreik.
* Bremen, 18. Aug. Die Weſerzeitung erfährt aus
Geeſtemünde über die heute früh dort plötzlich wieder
unterbrochene Wiederaufnahme der
Ar=
beit, daß dabei Differenzen entſtanden ſeien, weshalb
vom Metallarbeiterverband weiterer Zuzug zum
Arbeits=
nachweis verhindert wurde. Infolgedeſſen ſeien dort
heute noch keine Leute auf den Werften erſchienen. Es
ſchweben aber zur Beilegung der Differenzen
Unterhand=
lungen zwiſchen den Werftleitungen und dem Vorſtand
des Metallarbeiterverbandes.
* Bremen, 18. Aug. Der Weſerzeitung zufolge
denken die Holzarbeiter noch nicht daran, wieder auf
die Werften zu gehen. In Geeſtemünde zeigte es ſich
heute, daß die Werftarbeiter den geſtrigen Beſchluß nicht
befolgten. In Bremen arbeiten heute etwa 700
Werft=
arbeiter. Die Einſtellung der weiteren geſchieht
einſt=
weilen mit einer gewiſſen Einſchränkung.
* Bremen, 19. Aug. Die hieſigen
Holzarbei=
ter lehnten die Benutzung des
Arbeitsnach=
weiſes ab. Gemäß den Beſchlüſſen der norddeutſchen
Gruppe der Seeſchiffswerften wurden die Arbeitsnachweiſe
in Bremen, Vegeſack und Geeſtemünde geſchloſſen.
HB. Hamburg, 19. Aug. Auch hier haben ſich
Un=
ſtimmigkeiten ergeben. Die dem Holzarbeiter=
Ver=
band angeſchloſſenen ſtreikenden Werftarbeiter haben den
Beſchluß gefaßt, wohl die Arbeit wieder aufzunehmen,
aber unter Umgehung des Arbeitsnachweiſes der
Metall=
induſtriellen. Dieſer Beſchluß iſt wahrſcheinlich
hervor=
gerufen durch die Maßregelungen ſeitens der Werftbeſitzer
Dies bedeutet eine abermalige Verſchärfung der
Situation, da die Werftbeſitzer verlangen, daß die
Arbeits=
vermittelung nur durch ihren Nachweis geſchehen ſoll.
* Hamburg, 19. Ang. Wegen nicht erfolgter
An=
meldung verſchiedener Kategorien der im Schiffbau
be=
ſchäftigten Werftarbeiter iſt der Arbeitsnachweis
des Verbandes der Eiſeninduſtrie Hamburgs bis auf
wei=
teres geſchloſſen worden.
H.B. Stettin, 19. Aug. Geſtern nachmittag
beſchäf=
tigten ſich mehrere Verſammlungen der Werftarbeiter mit
der Frage der Wiedereinſtellung durch die
Arbeitsnachweiſe. In den Verſammlungen wurde
ſchließlich erklärt, daß die Arbeit unter dieſer Bedingung
nicht wieder aufgenommen werden ſoll.
Hochwaſſer=Nachrichten.
H.B. Breslau 19. Aug. In Schleſien gehen ſeit
Freitag ununterbrochen gewaltige Regengüſſe
nieder. Infolgedeſſen iſt großes Hochwaſſer zu
er=
warten. Die Oder iſt um vier, die Neiſſe um zwei Meter=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. Auguſt 1913.
Nummer 194.
geſtiegen. Die Weiſtritz iſt über die Ufer getreten und
führt Balken, Bretter uſw. mit ſich. Durch das Hochwaſſer
wurde unter anderem der Bau einer Talſperre unter
Waſ=
ſer geſetzt und ein bereits geſchaffener künſtlicher Lauf des
neuen Flußbettes wurde zerſtört. In Schweidnitz hat die
Weiſtritz einen Teil der Unterſtadt überſchwemmt und eine
Brücke zerſtört. In Oberſchleſien hat das Hochwaſſer der
kleinen Bäche verſchiedene Dämme unterſpült und
An=
ſiedelungen unter Waſſer geſetzt. Die Ernte erleidet durch
das Regenwetter ſchweren Schaden.
* Breslau, 19. Aug. Im Rieſengebirge
richtete das Hochwaſſer ſchwere Schäden an. Die
Tal=
ſperre von Markliſſa mit ihrer Mauer erwies ſich als ſehr
nützlich; ohne ſie wäre eine große Kataſtrophe
hereinge=
brochen.
* Kattowitz, 19. Aug. In dem benachbarten Orte
Zawodzie mußten die Einwohner mittelſt Kähnen aus
den Kellern und den Erdgeſchoſſen gerettet werden. Die
Weichſel überſchwemmte in Oberſchleſien und Galizien
weite Landſtrecken.
H.B. Wien, 19. Aug. Aus allen Gegenden der
Mon=
archie, beſonders aus Südungarn, Galizien und Böhmen,
laufen Hochwaſſer=Meldungen ein. Die Umgebung
von Königgrätz, Königshof und Joſefſtadt iſt weithin
überſchwemmt. Viele Dörfer ſind unter Waſſer geſetzt.
Die Nordweſtbahn hat ihren Betrieb eingeſtellt. Bei
Lem=
berg hat das Hochwaſſer ebenfalls Schaden angerichtet.
Die Lage auf dem Balkan.
Die Türkei und Bulgarien.
* Konſtantinopel, 18. Aug. Es wird verſichert,
daß die Pforte in einer den Mächten bereits durch die
ottomaniſchen Geſandten übermittelten Verbalnote
aus=
führt, ſie würde vielleicht gezwungen ſein, die Maritza zu
überſchreiten und gegebenenfalls ſogar Bulgarien den
Krieg zu erklaren. Es heißt, der Wortlaut der
Note wäre nicht für alle Mächte der gleiche.
* Konſtantinopel, 19. Aug. Der Tanin erklärt,
die Pforte beabſichtige nicht, die Maritza zu
über=
ſchreiten oder die Grenze darüber hinaus
vorzuſchie=
ben. Da die Abſichten Bulgariens unbekannt
ſeien, mußte die Türkei einige Punkte an der Maritza
be=
ſetzen, deren Bevölkerung des Schutzes bedurfte; aber dieſe
Lage könne nicht andauern. Die Pforte ſetze keine
Zivil=
behörden ein und habe das Oberkommando angewieſen,
Dedeagatſch nicht zu beſetzen.
* Rom, 18. Aug. Der bulgariſche Geſandte Rizow
erklärte einem Vertreter der Tribuna, Bulgarien
werde ſich nicht von der Türkei
herausfor=
dern laſſen, weder zu Verhandlungen noch zu einem
Kriege. Es betrachte die Frage von Adrianopel als eine
internationale Frage, deren Löſung den Großmächten
zu=
komme. Rizow glaubt, daß Europa energiſch auf die
Tür=
kei einwirken werde. Das Preſtige Rußlands im Orient
lege Europa dieſe Aktion auf, und Rußland werde in
Uebereinſtimmung mit den übrigen Mächten handeln. Ein
einfaches Mittel, die Türkei zum Nachgeben gegen Europa
zu zwingen, ſei die Blockierung der türkiſchen Häfen,
na=
mentlich der Häfen von Smyrna und Trapezunt durch eine
oder zwei europäiſche Flotten. Die Türkei habe mit der
Müdigkeit Europas gerechnet; Rizow meint jedoch, daß
ſie ſich täuſchen dürfte, wenn ſie die allgemeine Geduld
aufs äußerſte erſchöpft. — Hinſichtlich des Gerüchts, daß
Dedeagatſch den Türken von den Griechen ausgeliefert
worden ſei, erklärte Rizow, daß Rußland niemals zugeben
würde, daß irgend jemand Bulgarien den Zutritt zum
Aegäiſchen Meere verwehre.
* Paris. 18. Aug. Der bulgariſche Geſandte
Stanzcioff veröffentlicht im Temps ein Expoſé über
die Frige Adrianopel. Er erklärt, Bulgarien
könne über die Frage nicht mit der Türkei verhandeln. Die
europäiſchen Mächte ſeien als Garanten des Londoner
Vertrages daran intereſſiert, daß ihre Bürgſchaften nicht
leere Worte blieben. Bulgarien erwarte mit Vertrauen
die notwendige Regelung der Frage durch Europa.
Die Heimkehr König Konſtantins.
* Athen, 19. Aug. Unter beiſpielloſer Begeiſterung
htelt König Konſtantin geſtern ſeinen feierlichen
Einzug in Athen. Nachmittags 4 Uhr traf der König
auf dem Admiralsſchiff „Aweroff” ein, begleitet von der
übrigen griechiſchen Kriegsflotte. Die Königin
Sophie begab ſich zur Begrüßung ihres Gemahls
ſo=
fort an Bord. Die übrige königliche Familie, das
Mini=
ſterium, ſowie Vertreter aller Behören vom Pyräus
er=
warteten den König an der Landungsbrücke. Der Strand
war von vielen Tauſenden von Zuſchauern dicht beſetzt,
die dem König ſtürmiſche Ovationen darbrachten. Unter
Glockengeläute und 101 Kanonenſchüſſen begab ſich das
Königspaar mit dem Kronprinzen und den übrigen
Prin=
zen und Prinzeſſinnen im Auto nach Athen. Bei ſeinem
Einzuge wurden dem König begeiſterte Kundgebungen
dargebracht. Das Heer und eine Menge, die auf mehr
als hundertteuſend geſchätzt wird, rief: „Es lebe
Konſtan=
tin der Große! Es lebe Konſtantin der Bulgarentöter!“
Nachdem das Königspaar mit dem Gefolge in der
Kathe=
drale dem Tedeum beigewohnt hatte, begab es ſich in
das Schloß.
Serbien und Albanien.
* Wien, 19. Aug. Wie die Blätter melden, haben
die Geſandten der Großmächte in Belgrad die
ſer=
biſche Regierung, wie bereits kurz gemeldet worden iſt, in
einem gemeinſamen Schritte aufgefordert, die ſerbiſchen
Truppen aus Albanien zurückzuziehen.
Gleichzeitig brachten die diplomatiſchen Vertreter der
Mächte dem Belgrader Kabinett den von der Londoner
Botſchafterkonferenz beſchloſſenen Schutz des Rechtes der
konfeſſionellen und nationalen Minderheiten in den unter
die ſerbiſche Herrſchaft gelangten bisher türkiſchen
Ge=
bieten in Erinnerung. Dies geſchah offenbar mit Rückſicht
darauf, daß die Balkanſtaaten ſich über den gegenſeitigen
Schutz der nationalen und konfeſſionellen Minderheiten in
den neuerworbenen Gebieten nicht verſtändigen konnten.
Mexiko und die Vereinigten Staaten.
* Waſhington, 19. Aug. Wie mitgeteilt wird,
ſtellt es die Regierung in Abrede, ein Ultimatum
der Regierung Mexikos erhalten zu haben. Bryan
erklärt, daß er lediglich eine neue Ablehnung der
ameri=
kaniſchen Vorſchläge zu einer friedlichen Beilegung der
Revolution erhielt. Obwohl die Mitglieder der
Re=
gierung über dieſen Gegenſtand Stillſchweigen bewahren,
iſt es doch wahrſcheinlich, daß die Ablehnung alle
Be=
ziehungen zu Huerta aufhebt. Der Senat und amtliche
Kreiſe erklären, daß die Regierung alles getan habe, was
ein freundſchaftlich geſinnter Nachbar tun könne, ohne
ſeine Macht zu Hilfe zu nehmen, wofür keine Stimmung
vorhanden ſei. Das einzige Intereſſe der Vereinigten
Staaten beſtehe jetzt in dem Schutz des Lebens und
Eigentums. Die finanziellen Verluſte könnten durch
Entſchädigungen gedeckt werden. Menſchenleben würden
am beſten dadurch geſchützt, daß die Bürger der
Vereinig=
ten Staaten Mexiko verließen. Die Regierung erörtert
deshalb die Entfernung der Amerikaner aus Mexiko. Für
bedürftige Perſonen ſollen die Beförderungskoſten bezahlt
werden.
* Neu=York, 19. Aug. In einer von 5 Uhr
mor=
gens datierten Depeſche aus Mexiko wird der Meinung
Ausdruck gegeben, daß die Unterredung in der letzten
Nacht zwiſchen Lind und Huerta zu einem
Einver=
nehmen führte, das darauf hinzielt, den Abbruch der
Be=
ziehungen zu verhindern und die Fortſetzung der
Ver=
handlungen zu ermöglichen, wobei Waſhington eine
ver=
mittelnde Rolle ſpielen ſolle. Es beſteht Grund, zu
glau=
ben, daß die Unterredung, die einen herzlichen Charakter
trug, eine Aenderung der Haltung Huertas herbeiführen
wird, ungeachtet, daß die erſten Schritte zum Abbruch der
diplomatiſchen Beziehungen bereits getan waren.
* Waſhington, 19. Aug. Der Geſchäftsträger der
Vereinigten Staaten O’Saughneſſy telegraphiert aus
Mexiko, Huerta erkläre nachdrücklich jede Behauptung
für unbegründet, er habe den Vereinigten Staaten
ein Ultimatum geſtellt mit der Aufforderung, ihn
an=
zuerkennen, widrigenfalls er dem Geſchäftsträger ſeine
Päſſe zuſtellen laſſe.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 19. Aug. Die Norddeutſche Allgemeine Ztg.,
welche die in dieſen Tagen auf dem Handwerks= und
Gewerbekammertag gefallene Behauptung
zurück=
gewieſen hat, daß die ausführenden Behörden ſich um die
Miniſterialerlaſſe, betreffend den Handwerkerſchutz,
nicht kümmerten, beſchäftigt ſich heute mit einer an
ein hieſiges Lokalblatt gerichteten Zuſchrift aus
Handwer=
kerkreiſen, worin ihrer Quelle der Vorwurf der
Welt=
fremdheit gemacht wird und ſchreibt unter anderem: Daß
in Einzelfällen der Geiſt der neuen Anordnungen bei dem
einen oder anderen beteiligten Beamten noch nicht
durch=
gedrungen iſt, mag zutreffen und wird von uns auch nicht
als unmöglich bezeichnet. Unberechtigt aber iſt es, dieſe
wenigen Fälle zu verallgemeinern und einer großen Zahl
von Beamten, die mit vielem Verſtändnis und großem
Wohlwollen den — im Einzelfall allerdings recht
ſchwieri=
gen — Handwerkerſchutz ausüben, den Vorwurf der
Pflicht=
widrigkeit zu machen.
* Wiesbaden, 19. Aug. Oberbürgermeiſter Geh. Rat
Dr. Gläſſing wurde auf Lebenszeit ins
Herren=
haus berufen.
* Bad Homburg, 19. Aug. Das Kaiſerpaar mit
Gefolge unternahm heute nachmittag einen größeren
Aus=
flug mittels Automobilen nach dem Kaſtell Zugmantel.
* München, 19. Aug. Verſchiedene Blätter verbreiten
die Nachricht von der Verlobung des Prinzen
Heinrich von Bayern mit der Großherzogin
Adelheid von Luxemburg und begründen dies
damit, daß der Prinz häufiger auf Schloß Hohenburg
weilte. Tatſächlich war der Prinz ſeit 1911 nicht mehr in
Hohenburg. Alle Gerüchte von der Verlobung ſind frei
erfunden.
* Wien, 19. Aug. Der von ſeinem Burſchen ſchwer
verletzte Hauptmann Eiſenkolb iſt geſtorben.
* Innsbruck, 19. Aug. Bei den Manövern des
vier=
zehnten Armeekorps in der Palagruppe (Südtirol) iſt
geſtern eine aus einem Unteroffizier und zwei Kaiſerjägern
beſtehende Patrouille abgeſtürzt. Alle ſind tot.
Petersburg, 19. Aug. Eine Abordnung von
Einwohnern Adrianopels iſt geſtern hier
ein=
getroffen und hat ſich noch am gleichen Tage nach dem
Miniſterium des Aeußern begeben, wo ſie vom
Sektions=
chef für äußere Angelegenheiten, dem Fürſten Trubetzkoj
empfangen wurde. Dieſer beſchränkte ſich darauf, den
Delegierten zu erklären, daß er das Memorandum zur
Kenntnis des Miniſters bringen werde.
* Serajewo, 19. Aug. In Garnjö Tujla und
Samin=
han iſt je ein neuer Cholerafall, in Brcko ſind zwei
neue Fälle, davon ein tödlich verlaufener, vorgekommen.
In Gracamica iſt keine Zunahme zu verzeichnen. Dagegen
Der
iſt in Bosniſchſamac ein Todesfall vorgekommen.
Geſamtſtand in Tucla beziffert ſich auf vier Kranke und
einen Verdächtigen.
Neu=York, 19. Aug. Eine Depeſche aus Juneau in
Alaska berichtet über den ſchon gemeldeten Untergang
des Dampfers „Stateof California” daß der
Dampfer am Sonntag morgen in der Gambierbai in voller
Fahrt auf einen Felſen aufgelaufen iſt. Das Leck war ſo
ſchwer, daß das Schiff in drei Minuten geſunken iſt. Die
meiſten Paſſagiere der erſten Klaſſe wurden im Schlafe
vom Tode überraſcht. Der Kapitän und vierzig
Perſonen hätten ſich auf Flößen gerettet. Mindeſtens 25
Paſſagiere und 27 Mann von der Beſatzung ſind
ertrun=
ren. Die Ladung und die Poſt ſind verloren.
* Neu=York, 19. Aug. Nach Mitteilungen aus
Coati=
cook (Provinz Quebeck) iſt der aus dem Irrenzuchthauſe
entſprungene Thaw in der Ortſchaft Harmanetilde
ver=
haftet worden.
— Berlin, 19. Aug. Der Geologe Dr. Karl Beck iſt
auf einer Forſchungsreiſe im Innern Afrikas von einem
Löwen angefallen und ſo ſchwer verletzt worden, daß er
ſeinen Verletzungen erlegen iſt.
H. B. Frankfurt a. M., 19. Aug. Im Sitzungsſaal des
Hauptbahnhofes findet heute und in den folgenden Tagen
eine deutſch=öſterreichiſch=ruſſiſche
Eiſen=
bahnkonferenz ſtatt.
— München, 19. Aug. Vom Bösneckerſtieg iſt der
Pro=
feſſor Mittelmann aus Villach abgeſtürzt. Seine
Leiche konnte noch nicht geborgen werden.
H. B. Straßburg i. Elſ., 19. Aug. Zwei tödliche
Unfälle haben ſich auf dem Truppenübungsplatz
Bitſch ereignet. Ein Kanonier des vorläufig auf dem
Truppenübungsplatz untergebrachten Feldartillerie=
Regi=
ments Nr. 70ſtürzte ſo unglücklich vom Pferde, daß er
einen Schädelbruch erlitt und bald darauf verſtarb. — Bei
dem Gefechtsſchießen wurde ein Mann des in Saarbrücken
ſtehenden Infanterie=Regiments Nr. 70 durch einen Schuß
in den Rücken getroffen und getötet.
— Düſſeldorf, 19. Aug. Der Generalleutnant z. D.
Schlienkamp, zuletzt Kommandeur der 67. Infanterie=
Brigade, iſt im 67. Lebensjahre geſtorben.
H. B. Königsberg, 19. Aug. Der Raubmörder Ernſt
Wichert der am 23. September vorigen Jahres den
Fleiſchermeiſter und Viehhändler Endruſcheit beraubte und
ermordete, iſt heute morgen auf dem Hofe des
Gerichts=
gefängniſſes zu Königsberg hingerichtet worden.
Folgenſchwere Dynamitexploſion.
* Mexiko, 19. Aug. Eine Dynamitexploſion
in dem Vorort Tacubaya zerſtörte alle Gebäude in weitem
Umkreiſe. Es ſind bereits 35 Leichen feſtgeſtellt; auch
Dutzende von Verletzten befinden ſich unter den Opfern,
Es ſind meiſt Frauen und Kinder.
* Mexiko, 19. Aug. Die Dynamitexploſionin
dem Vororte Tacubaya wurde dadurch verurſacht, daß ein
Straßenbahnwagen mit einem mit Dynamit beladenen
Wagen zuſammenſtieß. Es ſind dabei 100 Perſonen
in der Hauptſache Frauen und Kinder, getötet und
verletzt.
Briefkaſten.
J. W. hier. Die letzte Aufführung der „Afrikaneein
fand am 3. September 1871 ſtatt. Im ganzen erſchien
die Oper 43mal auf dem Hoftheater. (Vergl. Knispel,
Bunte Bilder aus dem Kunſt= und Theaterleben, S. 96ff.)
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Marten Sie nicht, bis Ihr Kind krank wird und Sie
ſich jagen müſſen: Hätte ich meinen kleinen
Lieb=
ling doch beizeiten mit Neſtle’s Kindermehl
ge=
nährt. In allen Apotheken und Drogerien erhältlich
zum Preiſe von 1,40 Mk. ¼ und 0,75 ½ Doſe. Neſtlets
Kindermehl, G. m. b. H., Berlin W 57, verſendet
auf Wunſch gratis und franko eine Probedoſe nebſt
illuſtrierter Broſchüre.
(I,17438
Spezial-Geschäft für Gardinen
Elisabethen=
Fernspr.
5. Pront strasse 10.
1951.
Gardinen, Stores, Dekorationen, Bett- u. Tischdecken,
Rouleaux, Brises-Bises etc. aus Tüll, Allover Net, engl.
Tüll, Rips-Leinen, Madras in aparten Dessins.
Infolge eigener Fabrikation der Mehrzahl der von mir
geführten Artikel billigste Preise!! (16501a
ananmannanaanunnnaanngunnaunnunnnantn
Verlobten
die ihr künftiges Heim gediegen,
ge-
schmackvoll und modern einrichten
wollen, wird eine Besichtigung meiner
feinbürgerlichen
Wohnungseinrichtungen
empfohlen. — Meine Möbel zeichnen
sich aus durch künstlerische
Formen-
schönheit, grundgediegene Qualität u.
infolge niedrigster Geschäftsspesen durch
besondere Preiswürdigkeit.
SrU RUNREE
Gr. Ochsengasse 21/23. — Tel. 287.
(16984a
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Amerika 16. Aug. 7 Uhr 30 Min. morgens
in Neu=York. „Arcadia” von Neworleans kommend,
16. Aug. 6 Uhr abends von Newport News.
Im=
perator” von Neu=York kommend, 16. Aug. 8 Uhr
abends auf der Elbe. „Kaiſerin Auguſte Victoria” nach
Neu=York, 17. Aug. 7 Uhr 45 Min. abends von
Cher=
bourg. „Preſident Lincoln” nach Neu=York, 16. Aug.
12 Uhr 50 Min. mittags Scilly paſſiert. — Weſtindien,
Mexiko: „Bavaria” 16. Aug. von St. Thomas über
Havre nach Hamburg. „Corcovado” 16. Aug. von
Veracruz, heimkehrend. „Fürſt Bismarck” nach Havana
und Meriko, 17. Aug. 9 Uhr abends von Havre,
„Wasgenwald” nach Mexiko, 16. Aug. in Havana.
„Weſterwald”, von Mexiko und Havana kommend, 16. Aug=
Oſtaſien: „Arabia‟,
10 Uhr abends in Hamburg.
von Antwerpen kommend, 16. Aug. 3 Uhr 15 Min.
nachm. in Hamburg. — Verſchiedene Fahrten: „Aſſyria‟
von Port Tampa kommend, 17. Aug. in Bayonne.
„Kronprinzeſſin Cecilie‟ Aerzteſtudienfahrt, 17. Aug.
8 Uhr morgens in Stornoway,
nach Pilsner Art 6
nach Münchner Art
Hell Export Guuh
—feinste Tafelbiere
in Flaschen und Syphons.
Nummer 194.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. Auguſt 1913.
Seite 7.
Familiennachrichten.
Statt Karten!
(*6132
Die glückliche Geburt eines kräftigen
3
gesunden Mädels zeigen hiermit
hocherfreut an Eugen Müller
und Frau Emmy,
geb. Krägeloh.
Todes=Anzeige.
Heute verſchied nach kurzem Leiden unſer
lieber Schwager und Onkel
(17479
Herr J. W. Dietsche
Kürſchner
im Alter von 89 Jahren.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 19. Auguſt 1913.
Die Beerdigung findet am Donnerstag,
vor=
mittags 9 Uhr, vom Friedhofe aus, ſtatt.
Todes=Anzeige.
Verwandten und Freunden die traurige
Nachricht, daß unſere liebe Schweſter,
Schwäge=
rin und Tante
(17468
Fräulein
Laura Gutmann
heute nacht nach langem Leiden ſanft
ent=
ſchlafen iſt.
Um ſtille Teilnahme bittet
Familie Wilh. Müller.
Traiſa, 19. Auguſt 1913.
Die Beerdigung findet am Donnerstag,
nach=
mittags ½4 Uhr, in Traiſa ſtatt.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute nachmittag 6¼ Uhr entſchlief ſanft
nach langem Leiden mein lieber, unvergeßlicher
Gatte, unſer guter Vater, Bruder, Großvater,
Schwiegervater und Onkel
(17472
Wilhelm Eschborn
im 64. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Margarete Eſchborn, geb. Krug.
Darmſtadt, den 18. Auguſt 1913.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den
21. Auguſt, nachmittags 5 Uhr, von der
Leichen=
halle des Friedhofes aus, ſtatt.
Blumenſpenden ſind nicht im Sinne des
Ent=
ſchlafenen. Beileidsbeſuche dankend abgelehnt.
Todes=Anzeige.
Heute morgen entſchlief ſanft nach langem,
ſchwerem, mit Geduld ertragenem Leiden, mein
guter Gatte, unſer treubeſorgter Vater und
Großvater
(17482
Karl Jakob Hofmann
im vollendeten 63. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Elisabethe Hofmann u. Kinder.
Darmſtadt, den 19. Auguſt 1913.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den
21. Auguſt, nachmittags 4 Uhr, vom
Haupt=
portale des Darmſtädter Friedhofes aus, ſtatt.
Patentſchriften=Auslegeſtelle in der
Ge=
werbe=Bibliothek, Neckarſtraße 3. Zeit der Benutzung:
an allen Wochentagen von 10—12½ und 3—5½ Uhr
(Samstag mittag ausgenommen),
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſeres Vaters
(B17428
Verrn Jon. Dechert Hl.
Bürodiener i. P. bei der Main=Neckar=Bahn
insbeſondere dem Herrn Pfarraſſiſtenten Adolph
für ſeine troſtreichen Worte, dem Bürger=Verein
Beſſungen, ſowie den Beamten und Arbeitern der
Preußiſch=Heſſiſchen Staatsbahn ſprechen wir auf
dieſem Wege unſeren herzlichſten Dank aus.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 19. Auguſt 1913.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die Wetterlage hat ſich ſeit geſtern nur wenig
ge=
ändert. Die über Nordoſteuropa lagernde Depreſſion
wandert langſam nordoſtwärts, während ſich das
weſt=
liche Hoch verflacht hat. Ueber Frankreich liegt ein
flacher Tiefdruckwirbel. Wir haben morgen keine
weſent=
liche Aenderung des Wetters zu erwarten.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, 20. Auguſt:
Wolkig, meiſt trocken, etwas wärmer.
Tageskalender.
Schauſpiel=Aufführung aus den
Befreiungs=
kriegen um 8 Uhr im Geſellenhaus (Kath.
Geſellen=
verein).
Konzerte um 4 und 8 Uhr auf der Ludwigshöhe
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße Nr. 23):
Prinzeſſin Auguſta Viktoria von Hohenzollern, die
Braut des Exkönigs Manuel — Kaiſertage in Roſtock
und Lübeck — Proteſtverſammlung in Adrianopel
Neue Flugverſuche Blériots in Buc — Die
Bootskata=
ſtrophe in Swinemünde — Neue Herbſtmoden —
Tages=
ereigniſſe uſw.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 21. Auguſt.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟
Dünger=Verſteigerung: um 8 Uhr in der
Dragoner=Kaſerne (Regt. Nr. 23), — um 9 Uhr in der
Dragoner=Kaſerne (Regt. Nr. 24).
Moosſtreu=Verſteigerung um 10 Uhr im
Rat=
haus zu Eberſtadt.
Druck und Verlag: L. C. Witlich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teili und Letzte Nachrichten: Mar Streeſe;
fürsden Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Lans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Telephon 2085.
Kaufe (17292a
90
Herrug. Kleider
Stiefel, Bettfedern, Zahngebiſſe,
alte Fahrräder. Poſtkarte genügt
M. Obstfeld, Kl. Bachgaſſe 7
Für alte Flaſchen
zahle von 3½ Pfennig bis zu
6 Pfennig für das Stück
Rubin, Kaupſtr. 46, II. (17226a
Zahle
Kaufe Weinſtaſchen. höchſte
Preiſe. Kiesſtraße 32.
(17383a
1
Hen
getr. Herren= u. Damen=Kleider,
auch Stiefel, Bettfedern, Gold,
Silber ꝛc. Zahle Ihnen ſtets
kon=
kurrenzl. Preiſe. Der erſte Verkauf
überzeugt Sie. Poſtkarte genügt.
Max Schnitzer, Schloßgaſſe 33.
Telephon 2097.
(17090a
zu kaufen
Gebr. Chaiſelongue geſucht
*6069) Schloßgartenſtr. 5, III. r.
1
Wer dort? (17361s
hier V. Schatz, Schloßgaſſe 23.
Ich komme ſof. u. zahle Ihnen für
getrag. Kleid., Schuhe, Wäſche,
Zahn=
gebiſſe, alte Federbett. ſtets diehöchſt.
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt.
Beamter ſucht 6400 M.
ſofort oder bis 1. Oktbr. an zweiter
Stelle. Offerte unt. J 24 an die
Exped. d. Bl.
(*6110msm
200 Mk. zu leihen geſ.
g. monatl. pünktl. Rückzahl. Off.
(*6164
u. J 92 an die Exped.
Auf
kleineres Einfamilienhaus
erſtſtellige Hypothek von
Privat=
perſon oder Inſtitut geſucht. Off.
u. H 55 a. d. Exped. (17069dsm
Großes Finanzgeſchäft gewährt
unt. coul. Bedingg. Darlehen geg.
Ratenzahl. a. Schuldſch., Renten,
Wechſ., Mobil. o. Bürgſch. Es beleiht
Erbſchaft., Legate, Revenüen,
Hypo=
theken, gibt Kredite a. Buchfordg. u.
Werte all. Art uſw. Streng reelle u.
diskr. Erledigg. all. Geſchäfte.
Gene=
ralvertr. H. Beck, Darmstadt, Georgen-
Strasse 1, II. Büro 10—12, 3—5 Uhr. (16072a
Darlehen
(*6119
gegen Ratenrückzahlung,
Erbſchafts=
beleihung uſw. ſchnell, reell, diskret.
W. Schuchmann, Stiftſtr. 46.
Zum Ausleihen
liegen ca. 70000 Mark getrennt von
200 Mark an aufwärts bereit.
Dis=
kretion, ratenweiſe Rückzahlung, ev.
ohne Bürgen. G. Nau, Hügelſtr. 32,
part., Sprechz. v. 11—1 Uhr. (*6139
iald gibrohne Bürgen, ſchneil,reell,
Gulu kul. Ratenrückz. ſeit 1891 beſteh.
Firma Schulz, Berlin 61,
Kreuzbergſtr. 21. Rückporto. (7316a
Aenzenhauer Gitarre=Zither
*5763sid
bill. z. vk. Pädagogſtr. 8.
Kurſe vom 19. Auguſt 1913.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Zi.
Staatspapiere.
4 Diſche. Reichsſchatzanw. 98,60
3½ Deutſche Reichsanl. . 84,00
74,20
do.
4 Preuß. Schatanweiſg. 98,80
3½ do. Conſols . . . 84,20
74,30
do.
do.
97,70
4 Bad. Staatsanleihe .
90,90
do.
3½
3
do.
4 Bahr. Eiſenbahnanleihe 98,70
3½
82,60
do.
3
73,60
do.
4 Hamburger Staatsanl. 97,70
98,20
4 Heſſ. Staatsanleihe
3 do. do. (unk. 1918) 96,10
3½
do.
32,80.
4
do.
30
3 Sächſiſche Rente.
75,50
4 Württemberg unk. 1921 97,50
3½
do. v. 1875 94,00
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1½ Griechen v. 1887 —
-
Italiener Rent=
4½ Oeſterr. Silberrent: 86,50
4 do. Goldrente . . . 95,90
do. einheitl. Rente 81,80
3 Portug, unif. Serie I
3 do. unif. Ser. III —
z do. Spezial . . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 99,60
do., v. 1890 . . 94,10
I do. v. 1905 . . 88,00
1 Ruſſen v. 1880 . . . . 88,50
do. v. 1902 . . . . 89,80
½ do. v. 1905 . . . . 99,60
Schweden . . . . . . 85,80
Serbier amort. v. 1895
Türk. Admin. v. 1903 78,00
Türk. unifiz. v. 1903
Ungar. Goldrente . . . 86,20
do. Staatsrente. . . 82,20
Zſ.
In Proi
5 Argentinier . . . . . . 98,00
82,60
do.
4½ Chile Gold=Anleiße 92,10
5 Chinef. Staatsanleihe. 97,60
41
90,80
do.
91,40
½ Japaner . . . . .
Innere Merikaner. . . 81,40
50,25
do.
4 Gold=Merikanerv. 1904 74,40
5 Gold=Mexikangr . . .
3 Buenos Aires Provinz 65,70
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
10 Hamb.=Amerika=Paket
fahrt . . . . . . . 138,90
7 Nordd. Lloyd . . . . . 116,50
3½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 127,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60½
Einz. Mk. 403 . . 113,75
6 Baltimore und Ohio . 99,75
6 Schantungbahn . . . . 122,25
8 Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 27,05
6 Pennſylvania R. R. . —
Letzte Induſtrie=
Aktien.
Divid.
4 Brauerei Werger . . 60,00
28 Bad. Anilin= u. Soda=
.. 544,90
Fabrik . . .
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim . . . . . . .235,75
611,00
30 Farbwerke Höchſt
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 335,50
10 Cement Heidelberg . . 142,50
30 Chem. Werke Albert 440,00
14 Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 313,25
5 Lahmeyer. . . . . .
Letzte
InProz.
Divid
8 Schuchert, Nürnberg 150,00
12 Siemens & Halske 214,00
5 Bergmann Electr. . . 135,30
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 164,00
0 Gummi Peter . . . 69,50
-
0 Kunſtſeide Frankfurt
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 402,00
9 Maſchinenf. Badenia 145,00
0 Wittener Stahlröhren 129,70
9 Steana Romana Petr. 157,00
15 Zellſtoff Waldbof . . 219,25
12,83 Bad. Zucker=Wag.
202,30
häuſel.
„ „ „
0 Neue Boden=A. A.=Beſ. 70,00
0 Südd. Immobilien 50,00
Bergwerks=Aktien.
10 Aumetz=Friede . . . . 165,00
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 217½
11 Deutſch=Luremburg.=
Bergb. . . . . . . 143½
10 Gelſenkirchener . . . . 182,25
9 Harpener . . . . . . . 185,50
18 Phönir Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 252,75
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 76,50
6 Laurahütte . . . .
. 165,00
10 Kaliwerke Aſchersleben 140,00
13
Weſteregeln 184,25
7½ South Weſt Afrisa 112,60
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 87,50
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 89,00
4 Franz=Jofefs=Bahn ..
3 Prag=Durer . . .
72, 10
5 Oeſterr. Staatsbahn . 100,70
4 Oeſterr. Staatsbahn . 87,75
do,
75,25.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 96,50
do.
InProt.
Bf.
2¾ Oeſt. Sübb. (Lomb.) 52,40
74,10
3 Raab=Oedenburg .
4 Kronprinz Rudolfbahn 87,50
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 84,80
4½ Moskau=Kaſan . .
84,70
do.
4 Wlabichawchas .. .
4 Rjäſan Koslow . . . . 85,00
3 Portugieſ. Eiſenb. .. 74,00
(83,00
4½
do.
. 68,50
24/10 Livorneſer
62,50
3 Salonique=Monaſtir
4 Baadadbahn . . . . . . 79,30
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 92,00
4 Miſſouri=Paciſie. . .
4 Northern=Paciſie . . . 95,30
4 Southern=Paciſic . . . 91,30
5 St. Louis und San
Francisch. . . . . —
5 Tehuantepee . . . . . . —
Bank=Aktfen.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich
7½ Bergiſch=Märkiſche
. . . 142,50
Bahn . . .
9½ Berlin. Handelsgef. .158,00
6½ Darmſtädter Bank . 114,30
12½ Deutſche Bank . . . 244,00
6 Deutſche Vereinsbank 115,50
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 111,80
10 Diskonto=Kommandit 183,20
8½ Dresdener Bank
147,70
10 Frankf. Hypoth.=B. 205,70
6½ Mitteld. Kreditbank 113,25
Nationalb. für Deutſchl. 114,25
7 Pfälziſche Bank. . . . 122,90
6,95 Reichsbank . . . . . 133,00
7 Rhein. Kreditbank. . .127,20
5 A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 107,50
7½ Wiener Bankverein . 131,00
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17. . . 94,60
InProz.
Zſ.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
85,20
S. 19. . . . .
4 Frankf. Hyp.=Kreditv
S.15—19, 21—26 93,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,00
3½
84,00
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,40
3½
84,40
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Banſ
S. 12, 13. 16 .
96,80
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23. . . . . . . . . 96,80
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 84,40
S. 3—5 . . . . . . . . 84,20
84,30
S. 9—11 . . . .
4 Meininger Hyp.=Bank 95,00
3½
84,00
do.
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 94,60
3½ do. (unk. 1914) . . 83,40
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,60
3½
do.
84,80
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . .
94,50
31
do.
86,00
4 Frankfurt. . . . . . . 96,20
31
do.
95,50
4 Gießen . . . . . .
3½
do.
86,00
Heidelberg . . . . . . 93,70
31
do.
84,00
4 Karlsruhe . . . . . . 95,00
31
do.
4 Magdeburg. . .. . . —
31
do.
94,00
4 Mainz . . . . . . .. 85,50
31
do.
94,00
Mannheim .. . .
31
89,00
do.
München
94,80
3½ Nauheim . . . . .
4 Nürnberg. . . . . . . 98,00
84,00
3½
do.
4 Offenbach.
. 94,50
Zf.
InPron.
-
3½ Offenbach .
4 Wiesbaden . . . . . . —
-
31
do.
4 Worms. . . . . . . . 94,00
3½
do.
85,50
-
4 Liſſaboner v. 1886.
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . Tlr. 100 183,80
3½ Cöln=Mindner , 100 135,20
3 Holl. Komm. fl. 100
3 Madrider . . Fs. 100 —
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 135,90
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 181,00
3 Oldenburger . . . .
2½ Raab=Grazer fl. 150 —
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger. . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 194,00
Freiburger . . . . Fs.15 —
Mailänder . . . . Fs.45 —
do. . . . . Fs.10 —
Meininger . . . . . fl. 7
Oeſterreicherv. 1864fl. 100 560,00
do. v. 1858fl. 100 502,00
Ungar. Staats . . fl.100
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 157,60
Gold, Silber und
Banknoten.
20,38
Engl. Sovereigns . . .
20 Franks=Stücke . . . . 16,19
4,19
Amerikaniſche Noten. .
Engliſche Noten . . . . . 20,42
Franzöſiſche Noten. . . . 80,90
Holländiſche Noten. . . . 168,45
79,10
Italieniſche Noten . .
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,65
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,95
Reichsbank=Diskonto
Reichsbank=Lombard Zsf. 7%
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. Auguſt 1913.
Nummer 194.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 grauer Damenhandſchuh. 1 großes weißes, ge=
häkeltes Umhängetuch. 1 Herrenſchirm mit braunem gebogenem
Griff. 1 Halskette mit braunen eckigen Steinen. 1 Roſenkranz mit
weißen Perlen. 1 Schrankſchlüſſel mit gelbem Griff. 1 Vorſtecknadel
mit hellen Steinchen. 1 ſchwarzer Damengürtel. 1 goldene
halb=
mondförmige Broſche mit Perlen und Brillanten beſetzt. 1 gold
Kinderarmband. 1 Doubléarmband (Reif) mit ſchwarzer Emaille=
Einlage, nebſt 1 goldenen Broſche (Kettenform). 3 große Schlüſſel
(zuſammengebunden). — Zugelaufen: 1 Dobermann. 1 Huhn. (17386
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 2 deutſche Schäferhunde, 1 Foxterrier, 3 Dobermänner.
1 ſchottiſcher Schäferhund, 1 Spitzhund, 1 Pinſcher (zugelaufen). Die
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
aus=
gelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
(17434
dortſelbſt jeden Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
Oktrot für Wein.
Der in der Stadt=Gemarkung hergeſtellte Wein und Obſtwein
unterliegt der Oktroiabgabe.
Wer Wein oder Obſtwein herſtellt, hat dies vor Beginn der
Kelterung der Oktroiverwaltung ſchriftlich oder mündlich anzuzeigen
unter gleichzeitiger Angabe, an welchen Tagen die Kelterung begonnen
und beendet werden ſoll. Ueber die Anzeige wird eine Beſcheinigung
erteilt, die im Kelterhauſe aufzubewahren und dem mit der Aufſicht
beauftragten Oktroiperſonal auf Verlangen vorzuzeigen iſt.
Die Kelterung wird durch das Oktroiperſonal überwacht, dem
zu jeder Zeit zu geſtatten iſt, die Menge des bereiteten Moſtes, ſowohl
im Kelterhaus, als im Keller feſtzuſtellen. Vor dieſer Feſtſtellung
darf von dem gewonnenen Moſt nichts verbraucht oder entfernt
werden.
Nach beendigter Kelterung wird der Oktroi von dem hergeſtellten
Moſt nach den Sätzen des Oktroitarifs berechnet und erhoben.
Hier=
bei werden von der durch die Aufnahme ermittelten Geſamtmenge
5% für Hefe in Abzug gebracht.
Ausgenommen von den vorſtehenden Kontrollmaßregeln ſind
die Weingroßhändler, denen die im § 2 der Bekanntmachung vom
30. November 1903, betreffend den Oktroitarif, vorgeſehene
Erleichte=
rung für den Weinhandel zugeſtanden iſt. Sie haben nach Anleitung
der Verwaltung ein beſonderes Kelterregiſter zu führen, in das die
Menge des hergeſtellten Moſtes täglich gewiſſenhaft einzuſchreiben
iſt. Am Schluſſe der Kelterung haben ſie einen eigenhändig
unter=
ſchriebenen Auszug aus dieſem Regiſter der Verwaltung zuzuſtellen,
Er dient als Grundlage für die Berechnung und Erhebung des Oktrois.
Der Oktroiverwaltung ſteht das Recht zu, von dem oben
vor=
geſchriebenen Kelterregiſter Einſicht zu nehmen.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Beſtimmungen werden
entweder nach § 15 des Oktroi=Reglements vom 24. Auguſt 1832 als
Hinterziehung beſtraft oder, falls der Betrag des hinterzogenen Oktrois
nicht feſtgeſtellt werden kann, mit Ordnungsſtrafen von 2 Mark bis
30 Mark geahndet.
Darmſtadt, den 16. Auguſt 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.
(17471a
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 21. Auguſt 1913, nachm. 4 Uhr,
verſteigere ich im Saale der Ludwigshalle, Obergaſſe dahier,
öffent=
lich meiſtbietend folgende Pfänder:
Spiegelſchrank, 1 Plüſchdiwan, 1 Schreibtiſch, 1 Tiſch
1 Gaslampe, verſchiedene Bilder, 1 Bauerntiſch, 1 Kom
mode u. a. m.
(17473
ſtellv. Gerichtsvollzieher
Gunkel,
des G.=V. Wedel.
Darmſtadt, Bleichſtraße 28.
50
0₰
00
Freiwinger Hobel Verkauf.
im Auktions= und Möbelhaus
Telephon 1774
Telephon 1774.
Bleichstrasse 1
Im gefl. Auftrage wegen Wegzug zu
Versteigerungs-
preisen:
1 Herrenzimmer, mod. eich. m. dreiteil. Bücherſchrank,
1 Küche, kompl., mod., pitſch=vine m. Kunſtverglaſung,
1 hochelegante Salon=Einrichtung m. rundem Tiſch,
1 Pianino, 1 kl. Kaſſenſchrank, 1 Spiegelſchrank, 1
Kre=
denz, 3 prachtv. Büfetts, Kleiderſchränke, 2tür., 1
Di=
wan m. 2 Seſſel, 2 Diwans, 1 Klubſeſſel, verſch. Stühle.
Bücherſtänder, Herren= und Damenſchreibtiſch, Dipl.=
Schreibtiſch, 3 prachtv. Trumeaur, Waſchtiſche, 2 vollſt.
gute Betten, Bettſtellen, eiſ., Küchenſchrank und
An=
richte, Teppiche, Linoleumläufer, Rohrplatten=Koffer
und Schließkorb, Gas= und elektr. Lüſter, Kriſtallgläſer.
Schränke, Bücherſchrank, Kommode
Antike Möbel: Trumeaur (Kirſchbaum), Truhen,
Oelgemäde, Zinn, Porzellan und Waffen durch
Auktionator und
Johannes Krummeck,
Taxator.
Verkauf täglich, ununterbrochen geöffnet. (17469
Annahme von Verſteigerungen, Verkäufen u. Taxationen.
Halls Henlidr Hitt
praktischer Zahnarzt
Riedeselstrasse Nr. 18 Telephon Nr. 363
von der Reise zurück. (17389mss
Tanzunterricht.
An einem Anfang Oktober beginnenden Kurſus
können 3—4 junge Damen aus guten Familien an
einem ebenſolchen Damenkreis Anſchluß finden.
Nähere Auskunft in der Expedition d. Bl. (17422a
20
eißnahen u. Sticken w. angen.
Näh. in der Exp. (*5936ims
Futerh. Kinderwagen,
Sport=
wagen u. Kinderſtuhl zu
ver=
kaufen Wenckſtr. 52, part. (*6073
Ein gebrauch. Sofa, 1. Tiſch,
1 Hängelampe zu verk. Vorm.
anzuſ. Alexanderſtr. 4, pt. (*6161
Schreinerarbeiten.
Das Liefern und Verlegen von
150 qm Fußboden aus
pitch-
pine in der Stadtknabenſchule 1
am Ballonplatz ſoll vergeben
werden.
Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Angebote ſind bis
Mittwoch, 27. Auguſt 1913,
vormittags 10 Uhr,
einzureichen.
(17381im
Darmſtadt, 18. Auguſt 1913.
Stadtbauamt.
Buxbaum.
Bekanntmachung.
Dienstag, 30. September I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die dem Georg Philipp VolzII.
zu Groß=Bieberau im Grundbuch
hieſiger Gemarkung zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 481 260 Hofreite
Eckhardt=
traße 35,
III 481¾/10 151 Grasgarten,
Vor=
garten,
da=
ſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K4/13
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 8. Auguſt 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
J. V.: Ganß, (V,17420
älteſter Gerichtsmann.
Bekanntmachung.
Mittwoch, 1. Oktober I. Js.,
vormittags 9 Uhr,
ſoll die den Friedrich Amelung
Ehe=
leuten dahier zugeſchriebene
Lie=
genſchaft:
Flur Nr. qm
II 657 238 Hofreite
Lieb=
frauenſtraße
Nr. 104,
II 657¾/10 42 Grasgarten,
Vor=
garten, daſelbſt
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K59/13
Darmſtadt, 12. Auguſt 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
J. V.: Ganß, (V,17421
älteſter Gerichtsmann.
Konkursverfahren.
Nachſtehender Gerichtsbeſchluß
wird hierdurch zur öffentlichen
Kenntnis gebracht:
Ueber das Vermögen der Firma
Holzbau „Syſtem Meltzer”,
Ge=
ſellſchaft mit beſchränkter
Haf=
tung in Darmſtadt,
Pallaswieſen=
ſtraße, wird heute, am 14. Auguſt
1913, nachmittags 5 Uhr, das
Kon=
kursverfahren eröffnet, da die
Fir=
ma ſelbſt, vertreten durch die
Rechtsanwälte Staedel und Dr.
Knoepfel in Darmſtadt, Antrag
auf Eröffnung des Konkurſes
ge=
ſtellt und glaubhaft gemacht hat,
daß das Vermögen der Geſellſchaft
überſchuldet iſt.
Der Rechtsanwalt Carnier I. in
Darmſtadt wird zum
Konkursver=
walter ernannt.
Konkursforderungen ſind bis zum
10. Oktober 1913 bei dem
Ge=
richte anzumelden.
Es wird zur Beſchlußfaſſung
über die Beibehaltung des
er=
nannten oder die Wahl eines
ande=
ren Verwalters, ſowie über die
Beſtellung eines
Gläubigeraus=
ſchuſſes und eintretenden Falls
über die in § 132 der
Konkurs=
ordnung bezeichneten Gegenſtände
und zur Prüfung der
angemel=
deten Forderungen auf (17436
Freitag, 14. November 1913,
vormittags 10½ Uhr,
vor dem unterzeichneten Gerichte,
neues Gerichtsgebäude, Zimmer
Nr. 201, Termin anberaumt.
Allen Perſonen, welche eine zur
Konkursmaſſe gehörige Sache in
Beſitz haben oder zur Konkursmaſſe
etwas ſchuldig ſind, wird
aufgege=
ben, nichts an den
Gemeinſchuld=
ner zu verabfolgen oder zu leiſten,
auch die Verpflichtung auferlegt,
von dem Beſitze der Sache und von
den Forderungen, für welche ſie aus
der Sache abgeſonderte
Befriedig=
ung in Anſpruch nehmen, dem
Kon=
kursverwalter bis zum 10.
Okto=
ber 1913 Anzeige zu machen.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts I
zu Darmſtadt.
Die auf der Ladeſtraße des
frühe=
ren Heſſiſchen Ludwigs=
Bahn=
hofs in Darmſtadt (Zugang von
der Lagerhausſtraße) lagernden,
fürEiſenbahnzwecke unbrauchbaren
hölzernen Schwellen ſollen am
Freitag, den 29. Auguſt,
vor=
mittags 9 Uhr, an Ort und
Stelle öffentlich verſteigert
wer=
den. Zum Verkauf kommen
un=
gefähr 1100 Bahnſchwellen und
1000 m Weichenſchwellen. Die
Be=
dingungen werden im Termin
be=
kannt gegeben.
(IV,17356,73
Großh. Heſſ.
Eiſenbahnbau=
abteilung Darmſtadt.
Der Plan über die Errichtung
einer oberirdiſchen
Tele=
graphenlinie an der Landſtraße
von Darmſtadt nach Meſſel liegt
bei dem Kaiſerlichen
Telegraphen=
amt hier von heute ab 4 Wochen
aus.
(17390
Darmſtadt, 18. Auguſt 1913.
Kaiſerliche Ober=Poſtdirektion.
Vergebung von
Küchenbedürfniſſen.
Die Küchenbedürfniſſe für das
III. Bataillon 2. Reſerve=
Infan=
terie=Regiments XVIII.
Armee=
korps, das vom 24. September
bis 7. Oktober ds. Js. auf dem
Truppenübungsplatz bei
Darm=
ſtadt zuſammengezogen wird, ſot
wie Spülicht und Küchenabfälle
des genannten Bataillons ſollen
vergeben werden.
(17346im
Angebote ſind im verſchloſſenen
Umſchlag mit entſprechender
Auf=
ſchrift an die Kaſſenverwaltung
des II. Bataillons Infanterie=
Regiments Nr. 118 in Worms
bis zum 28. Auguſt einzureichen.
Dünger=Verkauf.
Donnerstag, den 21. Auguſt,
von 8 Uhr vormittags ab,
wird auf dem vorderen Hofe der
alten Kavallerie=Kaſerne in
Darm=
ſtadt die Matratzenſtreu von einer
Eskadron öffentlich meiſtbietend
verſteigert.
(17349im
Garde=Dragoner=Regiment
Nr. 23.
Verkauf von Matratzenſtreu
Am Donnerstag, den 21. und
Samstag, den 23. Auguſt, wird
die Matratzenſtreu je einer
Eska=
dron auf dem Hofe der
Kavalle=
riekaſerne an der Holzhofallee
ver=
ſteigert.
(17388
Der Verkauf beginnt um 9 Uhr
vormittags.
Leib=Dragoner=Regiment.
(2. Großh. Heſſ.) Nr. 24.
Weg. Platzmang. bill. abzug.
1 Kleiderſchrank, 2tür.,
1 großer (=Tiſch,
1 Nachtſchrank
(*6151
Eckhardtſtraße 1, part.
eg. Umzug bill.; pol. Vertiko
ov. pol. Tiſch, Kanarienvogel,
junger Rehpinſcher, prächtig. Tier
*6146) Alexanderſtr. 17½, Hth. 3 St.
1 gr. Tiſch, 2 m lang, 1.20 m breit,
bill. zu verk. Karlſtr. 18, II. (17424a
Lebendes
Geflügel
diesjähr. Frühbrut, federvoll, ſchnel
mäſtend: 10 Gänſe, 33 M., 10
Rieſen=
gänſe 38 M., 12 Enten 22 M. unter
Garantie lebend. Ankunft. (II,17440
J. Nadel, Breslau II 80.
Juchthühner, Ital., 1913er
Früh=
brut, in gr. Ausw. u. all. Farb.,
in 4-6 W. legend, empf. fortw. billigſt
13811a) Schröder, Karlſtraße 27.
2 ſchöne, echt ſchwarze, junge
Rehpinscher
umſtändehalber billig abzugeben
Eliſabethenſtr. 46, II. Einzuſ. nachm.
nach 6 Uhr u. Sonntags. (*5860sm
Junge
A
Dobermaunpinscher!
Mehrere erſtklaſſige, 10 Wochen
alte, braunrote junge
Dobermann=
pinſcher abzugeben. Eltern beide
mit Staatspreis und vielen erſten
und Ehrenpreiſen prämiert. Junge
wie ältere Tiere ſtets äußerſt billig.
Pfungſtadt, Happelgaſſe 5. (17273imd
Owerg=Rehpinſcher (Männch.),
ſchwarz m.
roſtbraun, 10 Wochen alt, zu ver=
(*6142
kaufen Obergaſſe 16.
junge ausgew. indiſche
Lauf=
enten zu verkaufen
(*6121
Eberſtadt, Hochſtr. 8.
(Eine Kaute Pferdemiſt, ſowie
ein faſt neuer gelber Reit=
*6076
ſattel billig abzugeben
Mühlſtraße 20 (Metzgerei).
Von der Reise
zurück!
Dr. Cohatz.
Von der Reise zurück
jetzt (17489a
Rheinstrasse 29, I.
Telephon 1659.
1oos6eeseeeese6696e0
hat seine ärztliche Praxis wieder
aufgenommen. (B17323
(
Kayser
hat seine
ärztliche Tätigkeit
wieder (17302oim
aufgenommen.
Von der Reise zurück.
Dr. Blecher
Spezialarzt für Chirurgie u.
Krankheitender Harnorgane.
Sandſtr. 2, Tel. 1857. (II,17374,5)
Von der Reise zurück
Otto Köhler
prakt. Zahnarzt
Waldstr. 34, I.
ährend meiner Abweſenheit
haben die Güte mich zu
vertreten die Herren
(17348im
Dr. Draudt, Heinrichſtr. 17,
Dr. Göring, Mühlſtr. 64,
Dr. Heyer, Hügelſtr. 57,
Dr. Leydhecker, Heinrichſtr. 23,
S.-R. Dr. Maurer, Steinſtr. 32,
S.-R. Dr. L. Orth,
Bismarck=
ſtraße 57,
Dr. Sior, Hochſtr. 60.
S.-R. Dr. W. Orth
Heinrichſtr. 50.
4 I
1.
verreist (*5971imd
bis Mitte September.
Zahn Areher
Karl Drautz
Dentist (17378a
befindet sich jetzt
11 Marktpl. 11.
Spezial-Laboratorium für
21
Untersuchungen
S
H. Metzler
Tel. 1130. Schützenstr. 7, II.
Wissenschaftlicher Vertreter der
Naturheilmethode und
Elektro-
homöopathie auf Grundlage der
Diagnose aus den Augen.
„
Kaferfalle
fängt ununterbrochen. Großart.
Erfolg bei Küchen=Käfern (Schw.
u. Ruſſen), empfiehlt Ernst Crämer,
(*6156
Ludwigsſtraße 7.
mit Matr.,
1 Muſchelbettſtelle eine große
Hangelampe zu verkaufen
*6061ms)
Taunusſtraße 19.
Altes Gold
Brillanten, Platin, Silber, ſowie
Pfandscheine
auf obige Gegenſtände kauft zum
(16107a
höchſten Wert
Kurtz, Inwelenhandlung
Pädagogſtr. 2. Telephon 1202
Nummer 194.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. Auguſt 1913.
Seite 9.
2
Aus meiner
Berten Speziar-Abrenung!
I
lapeten-Industrie 1 . Schüler
Mühlstraße 78:: Ecke Niederramstädterstraße
:: Bringe mein Lager in modernen 38
Tapeten, Linkrusta, Leisten §
z: u. s. w. in empfehlende Erinnerung. 3
Bei Abnahme von größeren Aufträgen hohen Rabatt.
Reste in jeder Rollenzahl zu jedem annehmbaren Preis.
NUR EINIGE BEISPIELE:
17463
IEII
E M E 2
Kinder-Rett
Schüler-Bett
Stüdenten-Heit
Fremden-Bett
Reform-Reit
volle Grösse
abschlagbar Mk.
dazu 2
spricht für die Güte der
Spezialitäten von
Kgl. Bay. Hot.
mit
Messsing-
knöpfen, Ia
Spiral-
matratze . Mk.
dazu
aus Stahlrohr
IaPatentmatratze
Mk.
dazu 5
Seegrasmatratze . . . 7.80
Gutes Deckbett . . . 13.50
Kissen . . . . . . . . . 4.30
50 jähriger Erfolg
C. D. Wunderlich, Parfamerie, Hürnberg
kl. 80 Pfg., groß Mk. 1.40, um Haaren ein dunkles
Nußschalen-Exfrakf Anschen zu geben. Garantiert unschädlich.
kl. 80 Pfg., gr. Mk. 1.40, zugleich feines Haaröl,
Hdarfärbe-Nußol vorzuglich zur Stärkung des Wachstums der Haare.
kl. Mk. 1.40, gr. Mk. 2.50, waschecht und garantier
Haarfärbe-Miffel unschädlich. Das Beste und Einfachste was es gibt.
(Odontine) rund 50 Pfg., oval 60 Pfg., bestes Zahn-
Zahnpusid reinigungsmittel, sehr erfrischend, sparsam im Gebrauch.
Glycerin-Schwefelmilch-Seife 40 Pfg., Verbess. eTeer-Seife
40 Pfg., Teer-Schwefel-Seife 50 Pfg. machen jugendfrischen Teint.
zur Beseitlgung von Hautunreinheiten, Sommersprosson, Jücken der Haut.
Räte des Gesichts, Haarausfall eto. Vieliach von Aerzten empfohlen.
Wollmatratze, Zteilig, 18.50
Kissen mit H’daunen 5.25
Deckbett m. H’daunen 16.50
A. Walchner Nachf.,
vorm. E. Scharmann, Hoflief.
Ecke Elisabethen- u. Luisenstr. (VII1241
Patent-Matratzen
mit Gegendruck
bis 100 cm breit . 12.50
schweres 27mm
Stahlrohr, beste
Pat.-Matr. Mk.
Jaz
schwerstes33mm
Stahlrohr, mod.
Form . . Mk.
dazu
Schoner, Koltern,
Steppdecken, Bettvorlagen,
Bettwäsche
Ref.-Wollmatr., 3teil., 22.50
Kissen mit H’daunen 7.25
Plumeau mit Daunen 29.50
Reioem-Tohhaar- od.
Kapok-Matratze . . 48.50
Kamelhaar- od.
Stepp-
decke . . . . . . . . 12.50
Roßhaarkissen . . . . 7.75
von Ma=
Aufarbelten tratzen u.
Feder-Betten in eigener
Werkstätte unter Garantie.
na
Errand
die neuesten und besten deutschen
Nähmaschinen
mit 5jährig. fachmännischer Garantie
(11877a
Haas & Bernhard, Rheinstr. 19
Weiigehendste Bürgschaff
leiste ich trotz dieser billigen Preise
für alle Betten und deren in eigenem
Betriebe hergestellte Ausstattung.
Spezial-
Geschäft
Ladwigschwab
Ernst-
Ludwigstr.
23.
Ellorm Ulinger Schun Verkauf.
Elegante Damen= u. Herren=Chevreaux= u. Boxealf=
Schnür=
ſtiefel und Halbſchuhe, Mk. 5.50 bis 12.50
Mädchen= und Knabenſtiefel, in Chevreaux= und Boxleder,
ſchwarz und braun, Nr. 27 bis 35, Mk. 3.50 bis 6.75
Kinder=Chevreaux, ſchwarz und braun, Nr. 18 bis 26,
Mk. 1.50 bis 4.50 ſowie
Wichslederſtiefel, Sandalen, Leder= u. Stoffpantoffel aller
(16842a
Art, zu ſtaunend billigen Preiſen.
Michael Fick, Schuhmacherei
Holzstrasse 24, nächſt der Stadtkirche.
Stahlschienen.
13000 Meter vorzügl. erhalt. von Nebenbahn ausgebaute
Stahl=
ſchienen, ca. 118 mm hoch, pro Meter circa 27 kg ſchwer, in
Längen von 10 und 7,5 m, mit Winkellaſchen, ab Gegend
Karlsruhe äußerſt günſtig abzugeben, auf Wunſch auch in kleineren
Quantitäten u. Miete. Anfragen erbitten:
(II,17202
Orenstein & Koppel-Arthur Koppel A.-G., Mannheim.
Hess. Wächam-Reiiger Geschschafe
Ibel & Co. . Elisabethenstr. 31:: Telephon 461.
Zur gründlichen Entſtaubung von Wohnungen, Bureaus, Teppichen, Polſtermöbeln uſw.
empfehlen wir unſere beſtbewährte Vacuum=Entſtaubungsmaſchine. Teppiche und einzelne
Polſtermöbel entſtauben wir in unſeren eigens dazu eingerichteten Räumen.
Aufbewahren von Teppichen uſw. in beſonderen Räumen. Abholen und Abliefern gratis.
Spezial=Anſtalt zur Vernichtung von Motten, Holzwurm und Ungeziefer aller Art unter
voller Garantie.
Fachmänniſches Abziehen, Abreiben, Reinigen und Bohnen von Parkettböden und
Linoleum=
belägen billigſt. Auskunft wird bereitwilligſt erteilt.
(3977a
Aiber
Woct
Möbelſpedition
Telephon 2050
Gutenbergſtraße 37
Pünktliche und gewiſſenhafte Bedienung
(17129a
Erſtklaſſige Patentmöbelwagen.
Mäßige Preiſe.
Heu
wird
Jeder mit Bechtel’s Salmiak-
Gallseife gewaſchene Stoff
Zzu. verſchied. alte Bilder zu verk.
jeden Gewebes, vorrätig in Paketen zu 45 Pfg.,
bei Friedrich Schaefer, Darmstadt. (II,9633
Jſchläfige Bettſtelle mit Matraßel Gehrock, Frack, Smoking=
An=
züge, Zylinder zu verleihen
(10999a
*5953im) Lauteſchlägerſtr. 44, I. Rheinſtraße 5, 2. Stock.
Wie wir vergeben unſern
Schuldigern
Roman von E. Krickeberg.
(Nachdruck verboten.)
25
Wie ſchön und apart Sie ſind, rief Anita unwillkürlich,
wie ein aus dem Rahmen geſtiegenes Bild eines der
großen engliſchen Porträtiſten.
O Gott, ſagte Brigitte, die Schultern bewegend, als
ob ſie friere. Ich bin ein armſeliges Nichtschen — Sie
eine ſtrahlende Sonne! — Anita, ich habe nicht gewußt,
daß Sie ſo berauſchend ſchön ſein können! Sie ſcheinen
ſich für gewöhnlich abſichtlich mit Ihren ſchwarzen
Nonnengewändern zu verhäßlichen.
Ich habe gelernt, die Schönheit gering zu ſchätzen, und
für wen ſollte ich wohl noch ſchön ſein wollen, Brigitte? —
Meinem alten Harto und meinem Jungen genüge ich
voll=
kommen, wie ich bin . . . ein Wrack gegen das, was ich
einmal war.
Na, ich fürchte, die Herrenwelt wird ſich danach reißen,
Rettungsverſuche an dem Wrack zu unternehmen.
Anita ſtrich ſich mit einer matten Bewegung über die
Stirn. Da würde man ihr nun wieder Schmeicheleien
ſagen, ihr den Hof machen, ſie umſchwärmen, die Witwe,
wie ehedem das junge Mädchen. Es würde jetzt mit mehr
Reſerve und weniger Hintergedanken geſchehen wie
ehe=
dem, als die Herren der Lebewelt die ſchöne, aber unter=
geordnete Schauſpielerin gar zu gern als jagdbares Wild
betrachtet hätten. Sie war jetzt eine Dame der Geſellſchaft
mit einem alten Namen von gutem Klang. Aber im
Grunde war es dasſelbe . . . Man huldigte ihrer
Schön=
heit, aber wer fragte nach ihrer Seele? Man pries ihre
Liebenswürdigkeit und kümmerte ſich nicht darum, ob ſie
nicht vielleicht eine Maske für Not und Kummer war.
Man wird mit den Rettungsverſuchen aufhören, ſagte
ſie mit bitterem Ton, ſobald man eingeſehen hat, daß das
Wrack doch nicht mehr ſeetüchtig werden wicd
Ach nein! Von den Herren der Schöpfung hält ſich in
einem ſolchen Fall jeder für einen kleinen Gott, dem
un=
bedingt ein neues Schöpfungswerk gelingen muß. Laſſen
Sie meinem Bruder Wolf wenigſtens einen Reſt von
Ver=
ſtand, Liebſte.
Es ſollte ſcherzhaft klingen, aber man hörte doch die
ſchweſterliche Fürſorge aus ihrer Stimme.
Alſo Wolfgang von Steltz würde auch auf dem Feſte
ſein, das hätte ſich Anita denken können. Wer von den
noch in der Stadt weilenden Mitgliedern der
ariſtokra=
tiſchen Geſellſchaft würde da überhaupt fehlen? Und als
Anita das dachte, überlief es ſie plötzlich ſiedendheiß, und
ſie mußte ſich einen Augenblick auf eine Seſſellehne ſtützen:
wenn Eberhard von Drewensberg auch anweſend war,
Was iſt Ihnen denn? fragte Hartkopf erſchreckt, Sie
ſind ja plötzlich leichenblaß geworden?
Es iſt ſchon vorüber! Und in der Tat jagte jetzt
wie=
der eine Blutwelle über ihr Geſicht. Ich hätte das heute
nicht unternehmen ſollen — meine Nerven werden nicht
ſtandhalten — aber nun iſt’s zu ſpät.
Sie ſprechen ja ganz heiſer, entſetzte ſich Hartkopf.
Um Gotteswillen, blamieren Sie ſich nicht beim ſingen,
ſonſt laſſen Sie es lieber ganz.
Haben Sie keine Sorge, Harto, entweder ich ſinge gut
oder gar nicht.
Heini ging bewundernd immer um die Mutter herum.
Sieh mal, Mutter Müllern — er zog ſeine alte Vertraute
an der Hand aus der Küche herein — ſieh mal, ſo ein
feines Kleid hat meine Mutti! — Lauter Silber! Und ich
darf heute nicht auf ihren Schoß klettern und Huckepack
mit ihr ſpielen — und ſieh mal die feine Perlenkette um
den Hals! Und in der Kapſel iſt Vatchens Bild, und das
ſieht ganz aus wie Onkel Eberhardtchen.
Es iſt Zeit! Gehen Sie, meine Damen, gehen Sie!
drängte Hartkopf, und Brigitte legte wieder den
Spitzen=
ſchal um ihren Kopf und küßte Heini. Büble, wenn du
mitkommen könnteſt, wäre es viel ſchöner.
Aller Augen richteten ſich auf die beiden Frauen. als
ſie den Gartenſaal betraten, wo die Gräfin Steinberg
empfing.
Welcher pikante Gegenſatz, wie ſrappierend eigenartig!
ging es von Mund zu Mund. Die eine, eine zarte blonde
Schönheit mit einem leiſen Hauch von Wehmut über dem
Weſen, die andere majeſtätiſch, in voller Blüte prangend,
raſſig und apart in jedem Zug. Ein Geſicht, wie aus
Marmor gemeißelt, inter üppigem, goldbraunem Haar,
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. Auguſt 1913.
Nummer 194.
4
DEN
Apparate.
Regina-
Gläser
genau wie=REXxe aber ein
Drittel billiger. Jedes
Glas, das beim Sterilisieren
springt, wird ersetzt.
Hdler-Gläser
passen in jeden Apparat.
Einmach-Gläser
zum Zubinden
von 5 Pfg. an.
G. m. b. H.
war
ist
und
bleibt
So
von Kennern stets bevorzugte Getränk.
(8523a
O Viktoriastrasse 58
Leonhard Kaiser’s Biergrosshandlung Telephon 125
10h
M
haana
Fichtelgeblrgs-Preiselboeten
jjeden Dienstag, Donnerstag und
Samstag friſch eintreffend.
Durch perſönlichen Einkauf bin
ich in der Lage, nur erſtklaſſige
Ware zum billigſten Tagespreis
zu liefern.
(17147a
ap Ecke Roßdörfer-
Joh. Walthen, u. Mienersstraße.
Telephon 1598.
Dachpappe
Jsolierpappe
liefern billigſt
Mayer & Sender
Waldſtraße 35. Tel. 670. (15438a
Einige erstklassige
Pianinos
in Nußbaum und Eichen,
ausge=
ſucht feine Inſtrumente, welche nur
kurze Zeit als Muſter dienten,
billig unter 10jähriger Garantie
ſabzugeben. Man verlange
Abbil=
dung und Preiſe.
(17049a
Pianoforte-Fabrik
Wilh. Arnold
kgl. bayer. Hofliefer., Aschaffenburg.
(6026
Umſtandshalber im
billig zu verkaufen 1 Salon, beſt.
aus 1 Sofa, 2 Seſſeln u. 1 großem
Gold=Spiegel. Schulſtr. 9, II.
Gelee=Aepfel
friſch gebrochene, ſehr ſaftig, Rhön=
(*6009im
ring 35, Wacker.
See
Sie bilden sich ein
neue Wäsche zu sehen, wenn Sie sie mit Persil
ge=
wäschen haben, so blendenc weiss, frisch und duftig
ist sie danach geworden. Einfachste Anwendung,
billig im Gebrauch und absolut unschädlich
unter Garantie!
Ueberall erhältlich, nie lose, nur in Original-Paketen.
DOssELDORF.
HENKE
C
Auch Fahrikanten der allbeliebten
Henkel’s Bleich-Soda.
Naturreiner
Apfelwein
(vergorener Apfelsaft ohne jeden
Zusatz)
(16437a
28 Pfg. per Fl. ohne Glas.
Export-Apfelwein
22 Pfg. per Fl. ohne Glas.
Bei Abn. v. 25 Fl. Vorzugspreis.
Martin Jahn
Apfelweinkelterei
Pallaswiesenstr. 30. Tel. 305. ₰
Nhm.Konlenℳ
Ruhrnußkohlen Iu. II 1.45 Mk
Ruhrfettſchrot 60 pCt. 1.35 „
Braunkohlen=Briketts 1.05
bei Abn. v. 30 Ztr. geg. Kaſſe. Beſtell.
erb. poſtlag. unt. O. 45. (14899a
Getreide aller Art
kauft
(16584a
Carl Manck Nachf., Darmstadt,
Wendelſtadtſtraße 40.
Ständiger An= u. Verkauf von
Möbel, auch ganzer Nachläſſe,
bei reeller Bedienung.
(16205a
L. Schuchmann, Woogſtraße 5.
Poſtkarte genügt. —
Bettſtellen mit
Sprungfeder=
matr ., 1 Kinderbettſt.,
Klapp=
ſportw., Kinderſtühlch.,
Kleider=
ſchrank, Waſcht., Blumenbr., gr.
Gasleit. m. 14 Lamp., 2pf. Deutz.
Gasmot., gr. Transmiſſ. w. Umz. b.
zu vk. Dietrich, Schützenſtr. 8, I. (*im
Pillig zu verkaufen! Schreib= u.
Warentiſch, Muſikautomat, 40.
Platten, Küchenſchrank, Eisſchrank,
kl. Pult, alte Standuhr, Oelgemälde,
verſch. Bücher u. Hausrat (*6035imd
Heinrichſtraße 106, 3. St.
Meues Weinfaß, 2 einf. Sport=
N wagen, kleine ſchöne Wäſche=
(*6123
mangel billig zu verk.
Grüner Weg 35, I.
2e
Frühkartoffeln!
Kaiſerkrone 25 Pfd. 1 Mark,
Zentner 3,50 Mk., empfiehlt
Joh. Walther, Ecke
Roßdörfer=
u. Wienersſtr., Tel. 1598. (16315a
Qinen Morgen Gerſte, kann dir.
vom Acker abgefahren werden,
(*5979imd
billig zu verkaufen.
Wüſt, Sackgaſſe 18.
Schreihmaschine
ſichtb. Schrift, erſtklaſſig, 120 Mk.
(16696a
Seltene Gelegenheit!
Müller & Ober, Karlſtr. 30.
können unsere Schüler schreiben
wenn sie es nach dem
A
Tast-System
auf 21 neuen Schreibmaschinen
gelernt haben. (15834a
Näheres durch Prospekte in der
f
(10
Ogeee
Diplomhandelslehrer und gerichtl.
beeidigter Bücherrevisor.
Sy.
Ze
blaß, ernſt und ſtolz, aber in den großen dunklen Augen
unter der weißen Stirn ein fragender, ſuchender Ausdruck,
der die ſtolze Sicherheit des Weſens milderte, ein Blick,
aus dem eine müde Seele um Schonung bat. Und dies
wunderbare ſchwarze Gewand mit den Silberlichtern, der
große ſchwarze Gainsborough=Hut mit den Straußfedern
auf dem ſchimmernden Haar. — Man hätte ſich keine
vorteilhaftere Toilette für dieſe Geſtalt denken können.
Eine Gruppe von Offizieren ſtand in einer Ecke des
Saales, dicht am Eingang.
Donnerwetter, eine famoſe Erſcheinung!
Eine berückende Schönheit!
Und welche raffinierte Toilette! — Einmal etwas
ganz Apartes!
Wer iſt ſie? Kennt ſie keiner?
Sie kommt mit Ihrem Fräulein Schweſter, Wolfgang,
da müſſen Sie ſie doch kennen! So ſchwirrten ihre
Stim=
men durcheinander.
Wolfgang von Steltz war eben im Begriff, den
Damen entgegenzueilen. Er wandte ſich zurück und ſagte
mit einem Lachen, das nicht frei von Schadenfreude war:
Meine Kuſine — eine Drewensberg —, nun beneiden Sie
mich einmal recht gründlich, meine Herren Kameraden.
Ueber Anitas Geſicht flog ein Schimmer von Freude,
als Wolfgang von Steltz ſich ihr nahte, und ſie reichte ihm
herzlich die Hand.
Doch ein Bekannter, ſagte ſie. Ich freue mich, Sie zu
ſehen. Wolfgang küßte ihr die Hand.
Nur ein Bekannter, gnädige Frau?
Nein, ein Freund.
Ja, und ein ehrlicher Freund, der es ſelbſt ohne
Murren erträgt, verbannt zu ſein.
Er geleitete die beiden Damen zur Frau des Hauſes.
Sie wurden herzlich liebenswürdig empfangen, aber
Bri=
gitte und Wolf bald wieder entlaſſen.
Geht nur immer und wählt einen ſchönen Platz für
euch im Garten. Mit Frau von Drewensberg möchte ich
noch ein Weilchen plaudern.
Es dauerte eine geraume Weile, ehe Anita ſich
frei=
machen konnte. Immer wieder wünſchte jemand mit ihr
bekannt gemacht zu werden, darunter ein älteres adliges
Ehepaar. Das war entzückt, eine Drewensberg kennen zu
lernen, und plagte Anita weidlich mit tauſend Fragen
nach ihrem Mann, die ihr in die Seele ſchnitten, und nach
ihren Schwiegereltern, die ſie nicht beantworten konnte,
bis die Gräfin aufmerkſam wurde und ſie erlöſte.
Sie möchten ſich Ihrer Freundin zugeſellen, meine
Liebe, ich ſehe es Ihnen an. So gehen Sie.
Wahrſchein=
lich finden Sie ſie im Teehäuschen, das iſt Brigittes
Lieb=
lingsplatz.
Die Augen der Herren folgten wie hypnotiſiert der
ſchwarzen Geſtalt mit der königlichen Haltung, als ſie
langſam durch die Säle in den Park hinausſchritt. Sie
achtete es nicht, Es kam ihr nicht einmal zum Bewußtſein.
Der Schreck über die Fragen des Ehepaares zitterte noch in
ihr nach. Sie machte ſich bittere Vorwürfe, der Einladung
der Gräfin ſowie Brigittes und Hartkopfs Drängen
ge=
folgt zu ſein und ſich in dieſe Geſellſchaft gewagt zu haben,
wo ſie unausgeſetzt an den Namen Drewensberg und
ihren ſchweren Kummer erinnert wurde.
Dieſer Schritt in die Oeffentlichkeit würde ihr ſicher
von der Familie ihres Mannes ſehr verdacht werden. Die
Geſchichte ihrer Heirat, um die bisher nur wenige gewußt
und die aus Mangel an Kenntnis der näheren Umſtände
kaum beachtet worden war, konnte durch ihr Hervortreten
leicht noch nachträglich zu einem Familienſkandal nach
Auffaſſung der Drewensbergs aufgebauſcht werden. Und
wenn ſie das nicht der Familie wegen bedauerte, ſo
be=
klagte ſie es doch tief im Andenken an ihren Mann. Es
war ein entſetzlicher Gedanke für ſie, daß jetzt, da Heinz
nicht mehr imſtande war, ſelber für ſich einzutreten, ſein
Name und ſeine Handlungsweiſe angegriffen und kritiſiert
werden könnten. Es fehlte nur noch, daß ihr Eberhardt
von Drewensberg in Perſon hier entgegenträte! —
Un=
willkürlich beſchleunigte ſie ihren Gang und ihre Augen
waren fortwährend in geheimer Angſt auf der Suche, ob
ſie den nicht entdeckten, den ſie von allen Menſchen am
wenigſten zu ſehen wünſchte, weil ſie ihn fürchtete, wie
Harto ganz richtig geſagt hatte.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 194.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. Auguſt 1913.
Seite 11.
Bestbewährie
gesunde
und
magen-
darmkranke
Nahrung für:
Sowie
Sschwächliche,
in der Entwicklung
zurückgebliebene
Kinder.
Luftfahrt.
sr. Der Rundflug um England um den
100000 Mark=Preis der Daily Mail ſcheint ein
voll=
ſtändiges Fiasko werden zu ſollen. Der einzige Bewerber
um den Preis, der Engländer Hawker der mit einem
Paſſagier an Bord am Samstag mittag mit ſeinem
Sop=
with=Doppeldecker von Netley bei Southampton aus
ſtar=
tete und die beiden erſten Etappen Netley=Ramsgate und
Ramsgate Yarmouth mit einer durchſchnittlichen
Stunden=
geſchwindigkeit von 96 Kilometer zurücklegte, mußte den
Weiterflug aufgeben. Es machten ſich bei ihm Symptome
eines Sonnenſtiches bemerkbar. Sein Flugzeug iſt damit
allerdings noch nicht außer Konkurrenz. Da das
Regle=
ment Pilotenwechſel geſtattet, ſoll anſtelle von Hawker
nunmehr der Aviatiker Sidley Pickles das Flugzeug
wei=
ter ſteuern. Da Hawker bisher nur 384 Kilometer
zurück=
legte, fällt Sidley Pickles die ſchwierige Aufgabe zu, bis
Mittwoch nachmittag die reſtlichen 2100 Kilometer zu
durchfliegen.
Sport, Spiel und Turnen.
* Fußball: Die dritte Mannſchaft des F.=Kl.
„Union”=Wixhauſen ſpielte gegen die gleiche des F.=Kl.
1903=Egelsbach und ſiegte überlegen mit 11:1 Toren.
Die vierte Mannſchaft ſpielte gegen die vierte Mannſchaft
des F.=Kl. „Germania” in Pfungſtadt und gewann
ebenfalls mit 5:0 Toren. — Am Abend fand die
Preis=
verteilung der am Sonntag ſtattgefundenen lokalen
Wett=
kämpfe des F.=Kl. „Union”=Wixhauſen ſtatt, wobei viele
Mitglieder für ſehr gute Leiſtungen mit Preiſen bedacht
werden konnten.
Radrennen. Der Radfahrerverein
Wan=
derluſt in Alzey hält am 31. Auguſt 1913 ſein
dies=
jähriges Radfahrerfeſt ab, verbunden mit folgenden
Rennen: 100 Kilometer=Rennen offen für alle Herrenfahrer
des Gaues 9 des D.R. B. 10 Kilometer= 5 Kilometer= und
2 Kilometer=Rennen offen für alle Wertpreisfahrer und
ein 20 Kilometer=Rennen offen für alle Wertpreisfahrer
über 33 Jahre. Nachmittags finden Langſam= und
Kegel=
fahren ſtatt und abends Militärkonzert mit
Preisver=
teilung, Kunſtfahren und Ball. An Preiſen ſind ſehr
wert=
volle Ehrenpreiſe geſtiftet.
sr. Lawn=Tennis . Von den Lawn=Tennis=
Meiſterſchaften von Deutſchland iſt die
Meiſterſchaft im Herrendoppelſpiel bereits entſchieden. In
den letzetn Spielen ſiegten Kinzl-v. Weſſely über Dr.
Hob-Darnoc — mit 6—2. 3—
zurückgezogen, nachdem
ſie vorher O. v. Müller-Schomburgk 9—7,
4
ge=
ſchlagen hatten. Im Herreneinzelſpiel um die
Meiſter=
ſchaft von Deutſchland ſteht die Entſcheidung noch aus,
ebenſo in der Damenmeiſterſchaft und in der Meiſterſchaft
im Gemiſchten Doppelſpiel. Im Herreneinzelſpiel um die
Meiſterſchaft von Hamburg werden v. Weſſely und Kinzl
in der Schlußrunde zuſammentreffen.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 12. bis 18. Auguſt.
Die abgelaufene Berichtswoche brachte ſehr
un=
günſtiges Wetter, das die Erntearbeiten zum Stillſtand
kommen ließ und ernſte Beſorgniſſe bezüglich der
Be=
ſchaffenheit des noch draußen ſtehenden Getreides
hervor=
rief. Es iſt noch viel Weizen und Hafer zu ernten, und
der Umſtand, daß der andauernde Regen das Getreide
vielfach gelagert hat, erhöht die Gefahr einer
Qualitäts=
verſchlechterung umſomehr, als die Temperatur zuletzt
wieder merklich wärmer geworden iſt. Eine weitere
un=
angenehme Folge dieſer Verhältniſſe iſt es, daß das zu
Markt kommende Getreide ſich meiſt als mehr oder
weniger klamm erweiſt, wodurch das Geſchäft inſofern
ungünſtig beeinflußt wurde, als die Mühlen nur zögernd
an den Erwerb ſolcher Ware herangehen und die
Expor=
teure außer Stande ſind, die vom Auslande geforderten
Qualitätsgarantien zu leiſten, Während für Weizen unter
dem Einfluſſe der ungünſtigen Witterung immerhin eine
feſtere Stimmung zum Durchbruch kommen konnte,
zu=
mal Amerika ſeine Forderungen ſteigerte und die
fran=
zöſiſche Ernte von amtlicher Seite ungünſtiger als im
Vor=
monat beurteilt wurde, verkehrte Roggen vorwiegend in
matter Haltung. Maßgebend dafür war der Umſtand, daß
Rußland mit ſtärkerem Angebot herauskam und ſeine
For=
derungen für ſchwere Ware zuletzt bis auf 119 cif Mack
ermäßigte. Angeſichts dieſer Konkurrenz geſtaltet ſich das
Exportgeſchäft immer ſchwieriger, und da auch die Mühlen
große Vorſicht im Einkauf bekunden, ſo konnte das
Ange=
bot nur zu gedrückten Preiſen Aufnahme finden. Im
Lieferungsgeſchäft brachten ſich dieſe Verhältniſſe durch
einen Rückgang von zirka 2 Mark zum Ausdruck, während
Weizen ſich um 2½ bezw. 1½ Mark höher ſtellen konnte.
Im Hafer hat das Angebot in neuer Ware wieder
nach=
gelaſſen, und die Folge davon war, daß das
Exportge=
ſchäft, das ſich zu regen begonnen hatte, wieder ſtill
ge=
worden iſt. Andererſeits geſtaltete ſich angeſichts der
Ver=
zögerung der Ernte der Abſatz von altem Hafer an den
Konſum etwas lebhafter. Im Lieferungsgeſchäft bewirkte
die Witterung Deckungen, aus denen ſich ein
Preisfort=
ſchritt von 2 Mark ergab. Das Geſchäft mit Braugerſte
iſt immer noch nicht recht im Gange; die Verbraucher
können ſich noch nicht zum Kaufen entſchließen, während
die Produzenten für gute Qualitäten auf Preiſe halten,
zumal ſölche Ware nicht allzu reichlich gewonnen zu ſein
ſcheint. Ruſſiſche Gerſte iſt merklich billiger geworden,
nachdem die ruſſiſchen Häfen jetzt ſtarke Zufuhren erhalten.
Mais iſt in Amerika weiter im Preiſe geſtiegen, während
Argentinien mit reichlichen Offerten zu wenig veränderten
Preiſen im Markte blieb. Für inländiſches Getreide
ſtell=
ten ſich die Preiſe am letzten Markttage wie folgt:
Roggen
Weizen
Hafer
3
161
Königsberg
Danzig . . . 212 (—1 ) 159½ (—1½) 173 (47
160 (—1 ) 161 (—1
Stettin . .
157 (—2
159 (—
196 (—2
Poſen
,
158 (—2
158 (—
Breslau . . . 195 (—
-
185
198 (—4
162½ (—4
Berlin
) 1
16
—2
162
(—2
Magdeburg . 197 (—
166 (—2
182 (—6
Halle .
.. 200 (*1
2
170 (—
Leipzig
7§ (2
(—2
7 (—7
190 (—5
Hamburg .
-
(—
-
167 (—2
Hannover . .
180
8
—1
177 (—1
(—1
10
Köln .
2½ (—
190 ( —
Frankfurt a. M. 210 (—2
-
—
(—2½) 17.
Mannheim .
215
236 (*6
174 (*2 ) 173 (*3
München
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Sept. 203,25
2,50), Peſt Okt. 194,10 (* 2), Paris Aug. 227,70
(*3,25), Liverpool Okt. 160,95 (*0,90), Chikago Sept.
134,80 (- 2,70), Roggen: Berlin Sept. 165,75 (—2,25),
Hafer: Berlin Sept. 165,25 (— 2), Futtergerſte:
Süd=
unverzollt ſchwim. 120
2),
ruſſ. frei Hamburg
Auguſt 112
4), Mais: La Plata ſchwim. 109 (—),
Aug./Sept. 109½ (—) Mark.
H. Frankfurt a. M., 19. Aug. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Am Wochenmarkt war die Haltung zur Feſtig=
keit geneigt; dabei aber ſehr geringes Animo vorhanden.
Neuer Landweizen iſt in trockener Ware bisher nicht
abge=
liefert. Die Weizen ſind faſt durchgängig naß und Käufer
haben bei den Mühlen große Schwierigkeiten, um die
Dif=
ferenzen bezüglich des Waſſergehaltes zu regulieren.
Land=
roggen wurde reichlich angeboten, ohne daß eine
Preis=
veränderung erfolgte; ebenſo ſind ausländiſche Brotfrüchte
bei guter Bedarfsfrage kaum verändert. Hafer, Gerſte und
Mais ruhig. Futtermittel etwas knapper und feſt. Die
Forderungen für Mehl bleiben wie in der Vorwoche.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt ruhig
bei kleinem Geſchäft. An der Berliner
Produkten=
börſe war Weizen feſt auf das Regenwetter, das den
noch viel auf dem Felde liegenden Weizen verdirbt;
hin=
gegen Roggen ſchwach, da ſtarkes und billigeres ruſſiſches
Angebot auch aus erſter Hand erſchien und die mit
Ruß=
land in Verbindung ſtehenden Firmen verkauften. Hafer
lag ſchwächer auf das Regenwetter, welchen den noch
reich=
lich auf dem Felde liegenden Hafer ſchädigt. Nach den
letz=
ten Kabelmeldungen von den amerikaniſchen
Ge=
treidemärkten (Neu=York und Chikago) war
Wei=
zen anfangs matt auf die Dementierung der Berichte über
Froſtſchäden in Kanſas, dann erholt auf beſſere Nachfrage
nach Lokoware und umfangreiche Verſchiffungen von den
Seeplätzen. Mais ebenfalls ſchließlich befeſtigt auf
gerin=
ges Angebot der Farmer in Illinois und größere
Nach=
frage in Lokoware. Der Statiſtiker Snow ſchätzt die
Ernte an Mais auf 2370 Millionen Buſhels, an
Winter=
weizen auf 523 Millionen Buſhels.
Hier ſtellen ſich die Preiſe je nach der Qualität bei
100 Kilo wie folgt: Weizen, hieſiger und Wetterauer, 20,75
bis 21, Nordd 20.75—21, Kurheſſiſcher 20,75—21, Ruſſiſcher
23,25—24,25, Laplata 22.75—24, Rumäniſcher 23,25—24,25.
Redwinter 23,50—24, Manitoba 22,25—24. Kanſas 23,25
bis 23,75, Walla=Walla 23—24. Roggen, hieſiger, 17—17,25.
Bayeriſcher 17—17,50, Ruſſiſcher 18—18,50,
Amerikani=
ſcher
Rumäniſcher 18—18,50. Gerſte. Pfälzer, 17 bis
17,50, hieſige und Wetterauer 16,50—17, Riedgerſte 17 bis
17,40, Ungariſche —.— Fränkiſche 17—17,50. Hafer, hieſ.,
17—19, Bayeriſcher 17,50—19, Ruſſiſcher 18—21,
Amerika=
niſcher 18—18,75. Rumäniſcher 18—21. Mais mixed 15
bis 15,25, Ruſſiſcher 14,50—14,75, Donaumais 14,40 bis
14,60, Rumäniſcher 14,50—14,75, Laplata 14,50—14.75,
Weißer Mais 14,40—14,75, Weizenſchalen 9,25—9,50,
Wei=
zenkleie 9,25—9,50, Roggenkleie 10—10,50, Futtermehl 12
bis 14, Biertreber, getrocknet, 12,50—13, Futtergerſte 14,75
bis 15,25. Weizenmehl. hieſ., Baſis ab Mannheim, Nr.(
31,50—31,75, feinere Marken 32—32,25. Nr. 1 30—30,25,
feinere Marken 30,50—30,75, Nr. 2 29,50—29,75, feinere
Marken 30—30,25, Nr. 3 27—27,25, feinere Marken 27,50
bis 27,75, Nr. 4 23—23,25, feinere Marken 23,50—23,75.
Roggenmehl, hieſ., Nr. 0 26—26,25, Nr. 1 24,25—24,50,
Nr. 2 22—22,25.
Botaniſcher Garten, Erbacherſtraße 91. Geöffnet
täglich von 6½ Uhr morgens bis 7½ Uhr abends mit
Ausnahme des Sonntags.
Das 30 ₰=Paket Mondamin
genügt Für 6 leichte ½ Liter Flammeris. Nur 35 ₰
Mondamin, ½ Liter Milch und 1 Ei ergeben den köſtlichſten Pudding,
den man mit geſchmorten Früchten oder Törtchen ſervieren kann.
Dieſex Zwiſchenſpeiſe iſt ſchmackhafter,3 auch
nahrhafter als die mit künſtlichen Puddingpulvern
bereitete,zdie kein Eigehaltshaben.
Mondamin
.
verleiht Milchſpeiſen den köſtlichen Sahnegeſchmack.
Das R
VI, 15985
Heute friſch eingetroffen:
Große Sendung
Pria Spallische Türer Fausen
1 Pfund 40, 2 Pfund 75, 1 Pfund 45, 2 Pfund 85
und 1 Pfund 50, 2 Pfund 95 Pfg.
(*6181
Jamalca- und kanarische Bananen
Stück 10 Pfg., Pfund 40 Pfg.
Prima Citronen Stück 5, 6, 7, 8 u. 10 Pfg.
Spanische Melonen Pfd. 30 Pfg.
Zum Walencia-Garten
G. Bernardon
Telephon 1223.
Ludwigsplatz 4.
In Griesheim bei Darmſtadt
neues großes Fabrikgebäude zu verkaufen,
nahe der Staatsbahn gelegen, mit großem Terrain, für jeden
Zweck geeignet, insbeſondere für Gärtnerei, Wäſcherei oder
Fabrikbetrieb.
(16690a
Näheres Eichbergstrasse 9 in Darmstadt.
Heimarbeit! Flaſchen
Welches Geſchäft vergibt
Heim=
arbeit aufs Land. Gefl. Off. unt.
J 76 an die Expedition. (*6100d
kauft ſtets zu reellen Priſen (*8054id
Wagner, Dieburgerſtr. 4.
Gäriner, Pensionäre!
In aufstr. Orte, 12 Min. v. Darmst. p. Bahn
mit Mans., 2 Wohn-
Wohnhaus ungen, je 3 Zimmer
u. Küche, Seitenb. (enth. Waschküche,
Werkstatt u. Stallung) in gut. Zust., an
Straßenfront 2 Bauplätze, m. Leitungf.
elektr. Licht, nächst. Einführ. d. städt.
Wasserltg., 4 Min. v. Bahnhof, 1600 qm
groß. Obst- u. Gemüsegarten, sehr
er-
tragsreich, Gießanlage, mit sämtl.
Ge-
müse- und Obsterträgnissen (Trauben,
Pflaumen, Zwetschen, Pfirsiche, Apfel,
Birnen, Quitten usw., Rosenzucht)
Ral
erbteilungsaulb. sof. zu verkauf.
Offert. u. K 2 a. d. Exped. (*6180msm
Nieder-Ramſtadt.
Verkaufe mein neu erbaut. Fünf=
Zimmerhaus unter ſehr günſtigen
Bedingungen. Das Haus iſt mit
allem modernen Komfort neu
er=
baut: elektr. Licht, Waſſerleitung,
Kanal, 2 Spülkloſetts, Bad, 2
ab=
geſchl. Vorplätze, Waſchküche nebſt
reichl. Keller= u. Bodenräumen, u.
iſt zur Ein= u.
Zweifamilienwoh=
nung gleich gut eingerichtet,
Vor=
u. Hintergarten, freie, nicht
verbau=
bare Lage, 5 Min. von der
Bahn=
ſtation, direkt an der Kreisſtraße,
vorm Villen=Quartier Lohgerb.
Alles Nähere durch den Beſitzer
Wilhelm Schick,
Weißbinder=
meiſter, Nieder-Ramstadt. (15815a
Trauer-Hüte
fertig garniert
Trauercrepes, Trauerschleier
Alle Arten schwarze Seidenstoffe, Samte
für Blousen, Kleider, Besatzzwecke
Spitzen- u. Spitzenstoffe in schwarz
Jabots-Garnituren
in stets auserlesener Auswahl und zu den billigsten Preisen.
Seiden-
Ludwig-
haus Miduard volz str. 13
Gemeinsamer Einkauf mit 300 Geschäften. (17419
Villenkolonie Eberſtadt
Neuerbaute Villa zum
Alleinbe=
wohnen, 9 Wohnräume, mit
reich=
lichem Zubehör, Zentralheizung
1200 qm Garten, für den billigen
Preis von 26000 Mk. zu verkaufen
und per ſofort zu beziehen.
(1113a
Auskunft erteilen
Paul Wolf & Co., G.m. b. H.
Rheinſtraße 51.
Schön. Haus billig z. verk.
beſte Lage Eberſtadt. 9 gr. Z., Gart.,
Gas, Waſſer. Off. u. C1 Exp. (15982a
Mehr. Landhäuſer
u. Baugelände i. d. Villenkolonie
Ludwigshöh Eberſtadt b. D. u. der
Bergſtr., Auerbach u. Bensheim,
ſind zu verkaufen Friedrich Pfeiffer,
Architekt, Eberstadt b. D. (16600a
Komme von auswärts
zum Ankauf getragener
Herren=
kleider, Stiefel, Wäſche,
Bett=
zeug, Uniformen, ſowie
Zahn=
gebiſſe. Offerten unter J 20 an
die Exped. ds. Bl.
(*5881oim
Bin Freitag hier.
Seite 19.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. Auguſt 1913.
Nummer 194.
obkandz
=unzeiger.
Erſcheint 2 mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. — Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
Mühlſtr. 28, am Schwimmb.,
Frankfurterſtr. 52, part. freundl. Parterre=Wohnung, neu
eine ſchöne 5 Zimmerwohn. mit hergerichtet, beſtehend aus 5 Zim.,
2 Entreſols u. Zubehör auf 1. Okt.1 dkl. Kammer, Küche, Bodenkam.,
zu vermieten. Näh. daſelbſt bei2 geräumigen Kellern, mit Gas,
Herrſchaftliche Wohnungen
Frau Zängerle im 1. Stock. (14884ms Waſſer ꝛc., ſofort zu verm. Preis
auf der Mathildenhöhe.
In den neu erbauten Häuſern Olbrichweg 6, 14 und 16 ſind zum 1. Oktober ds. Js.
verſchiedene moderne herrſchaftliche 4=, 5= und 6=Zimmerwohnungen mit allem Komfort
Diele, Veranda, Loggia, Küche mit Anrichte und Speiſekammer, Nebenräumen, Bad, elektr. Licht.
Warmwaſſerbereitung, Zentralheizung, Kohlen= und Wäſcheaufzug, Dienſttreppe uſw. zu vermieten,
Beſichtigung von 10—12 und 2—5 Uhr. Nachfragen Olbrichweg 10 im Büro.
Wegen weiteren Verhandlungen und Einſichtnahme der Pläne wolle man ſich wenden an
Heinrich Funk, Grafenſtraße 23½ — Telephon 446.
17418ms)
Wegen Verſetzung des Herrn
Rittmeiſter von Schmelzing iſt
das Haus Frankenſteinſtr. 68
mit 8 Zimmern, Bad, Gas, elektr.
Licht u. Stallung ſof. od. ſpät. für
M. 2150 zu verm. Bei ſof.
Ueber=
nahme ev. ein. Teil Mietnachl. bis
1. Okt. Näh. bei Heinrich Funk,
Grafenstr. 23½, I. Tel. 446. (15811ms
Dm
Herrngartenstr. 33
Haus zum Alleinbewohnen, 8—9
Wohnräume, Bad, Veranda,
Gar=
ten, reichlich. Zubehör, per Jahr
1700 Mk., per ſofort zu vermieten.
Näh. Heinrich Funk,
Grafen=
ſtraße 23½, I. Tel. 446. (14568ms
Neckarstrasse 10
1. Stock, 8 Zimmerwohnung,
Bad, Gas, elektr. Licht, per
1. Okt. od. 1. Sept. zu verm.
Näh. im Kontor. (12334ms
Herrſchaftshaus
mit 10—12 ſehr großen Zimm.
mit reichl. Nebenräum.,
Diener=
gelaß, Mädchenzimm., 2 Bäd.,
groß. Wintergart., 40 qm groß.
Teraſſe, Veranden, Balk., Gart.,
Ausſicht auf Park per 1. Okt.
verſetzungsh. anderw. zu verm.
Näh. Schützenſtr. 5 u. Heinr.
Funk, Grafenſtr. 23½, Tel. 446.
ſbck. Bohnhansm. hübſch.
2½ Gharten, zwei5 Zim.=Wohn.,
eine 3 Zim.=W., Bad u. reichl. Zub.
iſt zu verm. ev. zu verk. Off. unt.
313 an die Exped.
(17238ms
Meenl
Vereſchaftswohnung.
Ohlyſtr. 33, 1. St., 7 Zimmer
mit reichl. Zubehör per 1. Oktob.
ev. früher zu verm. (B12347ms
Einzuſeb v. 11—12 u. 3—4 Uhr.
Näheres Roquetteweg 3.
Hoffmannſtr. 28, hochpart.
ſchöne Wohnung, 7 Zimmer, große
Veranda, Küche u. Speiſek., Badez.,
elektr. Licht und Gas, 3 Kammern,
2 Keller und ſonſt. Zubehör, per
1. Oktober zu vermieten. — Alles
Nähere daſelbſt 1. St. (B12821ms
Hügelſtr. 6, I., ſchöne gr. 7 Zim.=
Wohnung mit Bad. Veranda und
Garten, per 1. Oktober zu
ver=
mieten. Näh. daſelbſt von 10—1
und 6—7 Uhr.
(14316ms
Liebigſtr. 15, I. Etage, ſchöne
geräumige 7 Zimmerwohnung mit
reichl. Zubeh. z. 1. Okt. zu verm.
Näh. bei Herrn Pabſt daſ. Anzuſ.
zwiſch. 10—11 u. 3—5 Uhr. (16981ms
ae
Sauiaustr.
Ecke Heinrichſtraße, hochparterre,
7 Zimmer, hochherrſchaftlich, Gart.,
piele Nebenräume zu vermieten.
Näheres 1. Stock. Einzuſehen
von 10—12 und 2—4 Uhr. (17404m
Setene e te e
liche Wohnung, 1. Stock, ſeither
von Herrn Hauptmann v. Gilſa
bewohnt, verſetzungsh. per 1. Okt.
zu verm.; dieſelbe beſteht aus 6 Zim.,
Bad, Küche, Speiſekam., Verandas,
Mädchen= u. Manſardenſt., Gas u.
elektr. Licht Gartenanteil u. Zub.
Näh. daſelbſt 2. Stock. (B14290ms
Heinrichſtraße 11, I. Slage,
herrſchaftliche Wohnung, 6 Z.,
2 Fremdenz., Mädchenz.,
Boden=
kam. und allen ſonſt. Bequeml.
per 1. Oktober zu verm. Näh.
daſelbſt und bei J. Stichel,
Schulſtr. 1, I. Etage. (14610ms
Nrig
Heinrichstr. 152, III.
neuztl. 6 Zimmerw. m reichl.
Zu=
behör, Zentralh., p. 1. Okt. z. verm.
Näh. Soderſtr. 102, I. (14488ms
Heinrichſtr. 46 iſt das 2.
Ober=
geſchoß, beſtehend aus 6 Zimmern,
Bad, Veranda ꝛc. bis zum 1. Okt.
d. Js. anderweit zu verm.
Ein=
zuſehen vorm. von 10—12 Uhr,
nachmittags von 4—6 Uhr. Näh.
(B13078ms
Schießhausſtr. 44.
Hügelstr. 69, III.,
herrſchaftl. Wohnung, 6 Zimmer,
Badeeinrichtung,
elektr. Licht,
Zentralheizung per 1. Oktober.
Näheres Heinrich Funk, Grafen=
(14331ms
ſtraße 23½ Tel. 446.
Jedn 25
Kleueselstr. 35
Parterre=Wohnung, 6 Zimmer u.
2 Entreſol, im Preiſe von Mk.
90.— per ſofort zu vermieten.
Dieſelbe eignet ſich auch für
Bureau=
zwecke. Zu erfr. im 1. St. (16953oms
Me e e Se
1. Stock, herrſchaftl. 6
Zimmer=
wohnung, Bad, inkl.
Zentral=
heizung, elektr. Licht, Gas ꝛc.
nebſt allem Zubehör, ſchöne
große Veranda, iſt per 1. Okt.
d. J. z. verm. Näh. Karlſtr. 61,
Büro, Hinterh. (B15191ms
Neckarstr. 8
zum 1. Oktober, eventuell ſpäter,
zu vermieten:
Erdgeſchoß: 6 Zim.=W. m. Zubeh.
1. Stock:
10
,
,
Seitenb. 1. St.: 4 „
part.: 1 Saal, 12,50 m
lang und 6,30 m breit, mit 1 Zim.
ſeith er Schulſaal u. Lehrerzimmer).
Saal mit anſchließend. Zimmer
ſtehenſchon früher zur Verfügung.
Zu erfragen: Neckarſtr. 8, 1. oder
Seitenbau 2. Stock.
(16161ms
Heinrichſtraße 11, part.
elegante Herrſchaftswohnung,
—7 Zimmer u. ſonſt. reichl.
Zubehör, per ſofort zu verm.
Näheres bei J. Stichel,
Schul=
ſtraße 1. 1. Etage. (15389ms
Saalbauſtraße 60, parterre,
herrſchaftl. Wohnung, 6 Zimmer,
Bade= u. Fremdenzim.
Mädchen=
u. Bodenkammer und ſonſt. reichl.
Zubehör, elektr. Licht u. Gas, per
1. Okt. 1913. Einzuſ. von 10—12 u.
4—6 Uhr. Näh. daſelbſt od.
Bau=
büro Pallaswieſenſtr. 26. (16571ms
Hauszum Alleinbewohnen
Herrngartenſtr. 35, 6 Zim.,
Zubehör, Vor= u. Hintergart.,
Zentralheizung, per 1. Okt.
zu verm. Näheres Heinrich
Funk, Grafenſtraße 23½,
(14873ms
Telephon 446.
Grüner Weg 27
schöne 6 Zimmerwohn. mit allem ſonſtig. Zubeh., im Preiſe v. 1200 M.
Näh. dortſ. im 2. Stock.-(14885ms 4zu verm. Zuerfr. part, daſ. (*5887ms
iſt die Bel=Etage, enthaltend ſechs
Viktoriaſtraße 47, 1. Stock, Zimmer, Baderaum, Veranda und
Zubehör per 1. Okt. zu vermieten.per 1. Sept. im ganzen oder teilw.
Nehurgerst. 1. 1 St.
6 Zimmer=Wohnung, 4 große und
2kleine Zimm., per 1. Oktober z. verm.
Es wirdalles neu hergeſt.) (13341ms
Zubeh. per 1. Okt. zu verm. (15380ms
Va
M
Heidelbergerstr. 59
ras
Kiesstrasse 135
1. Stock, ſchöne 5 Zimmerwohnung
zu verm. Näh. parterre. (14565ms
Lucasweg 19 eine ſchöne 5
Zimmerw. n. St. z. verm. (12354ms
Einzuſehen von 4—6 Uhr.
maſpe-
86
Steinackerstrasse 1
große, ſchöne 5—6 Zim.=Wohnung,
neuzeitlich, mit Bad, reichl.
Zube=
hör. Zubeſichtigen zwiſchen 11—1 u.
3—5 Uhr.
(B10510ms
Pallaswieſenſtraße 25, ſchöne
5=Zimmerwohnung mit Zubehör
per ſofort zu vermieten. (15123ms
ime-
Ga
Liebigstrasse 14, part.
5 Zimmer mit Zubehör, Gas, in ruh. Hauſe, ebener Erde, 5=Z.=
Bleichplatz, Trockenboden ꝛc. per
1. Okt. zu verm. Einzuſehen von
10—12 und 2—3 Uhr. Näheres
im 1. Stock.
ma
Viktoriastrasse 81
ſchöne 5 Zimmerwohnung. Näh.
daſelbſt im 1. Stock. (13285ms
Hügelstrasse 30
am Wilhelminenplatz,
Parterre=
wohnung enth. 5 Zim., Fremdenz.,
Bad, Veranda u. alles Zubehör,
elektr. Licht u. Gas zu verm. Näh.
daſelbſt im 2. Stock. (13708ms
Taunusſtraße 3, part., 5 ſchöne
Zimmer und Badezimmer per Mathildenstrasse 42
1. Oktober evtl. früher. (13910ms
Roßdörferſtr. 86, freie Lage,
für Oktober zu verm. (12143ms
Gutenbergſtr. 21, I., geräum.
mod. 5 Zimmerwohnung mit Bad,
Veranda, 2 Kamm., Vor= u.
Hinter=
garten, per 1. Okt. zu vermiet.
Näheres part.
(14554ms
rich
Heinrichstr. 92, II.
5 Zimmerwohn. m. Bad, Fremden=
und Mädchenzimmer nebſt reichl.
Zubehör verſetzungshalber p. 1. Okt.
z. vm. Einzuſ. v. 4—6 Uhr nachm.
Näh. Gg. Hillgärtner,
Liebfrauen=
ſtraße 50. Telephon 1955. (14241ms
Klappacherſtr. 14, part., freundl.
5 Zimmer=Wohnung mit
Bade=
zimmer und großem Vorgarten,
Preis 900 Mark.
(B14354ms
Kiesſtraße 45, 1. Stock, ſchöne
5 Zimmer=Wohnung mit Zubehör
zu vermieten.
(14261ms
Obere Wienersſtr. 80
1. St., frdl. 5 Zimmer=Wohnung m.
Balkon n. Zub. in ruh. Haus vor
ſchön. Garten, nahe d. elektr. Bahn
u. Viktoriaſchule p. 1. Okt. (14343ms
Stiftſtr. 89, part. 5 Zim.=Wohn.
m. Gas, kl. Werkſt. u. Garten, p. 1. Okt.
z. v. Preis 630 Mk Einzuſ. v. 10-12u.
2-4 Uhr. Näh. Mühlſtr. 26. (14348ms
Heinheimerſtr. 12, I. Etage,
5 Zimmer, Küche, Gas, Bad mit
vollſtänd. Einricht. (Gasofen), hüb.
Grt. H. L. Schlapp, Schulstr. (14596ms
Heidelbergerſtr. 81, 1. Stock
5 Zimmerwohnung, 3
Manſarden=
zimmer, Mädchenzim., mit ſchön.
Obſtgart. p. 1. Okt. zu verm. (14648ms
Wittmannstr. 45, 5 Zim.,
1 St.,
Balkon Veranda, Gartenanteil, m.
allem Zubehör, ſofort. (B16728ms
In
Orangerie-Allee 17, I.
ſchöne 5 Zim.=Wohn. mit all. Zub.,
Badez. mit kompl. Einricht. auf 1.
Okt. od. früher. Einzuſ. v. 10—12
und 4—5 Uhr.
(B17432
5 Zim.=W., 580 Mk., per ſofort
zu vm. Näh. bei Heinrich Funk,
Grafenstr. 23½, I., Tel. 446. (15979ms engen Schtebensſtr 235
wegen Verſetzung part. u. 1. Stock
ſchöne 5 Z.=Wohnungen mit je zwei
Balkons, Fremdenz., Kohlenaufzug
u. reichl. Zub., per 1. Okt. zu verm.
Näh. Beſſungerſtr. 74. (B12844ms Frankfurterstr. 66
in der 2. Etage, iſt eine ſchöne
geräum. 5 Zim.=Wohn. mit Balkon
u. Veranda nebſt reichl. Zubehör,
vollſt. herger., per ſof. od. ſpäter
zu vm. Zu erfr. dortſ. part. (15110ms Niederramſtädterſtr. 18, II.,
ſch. 5 Zim.=Wohn. m. reichl. Zubeh.
per 1. Oktober zu verm. (15382ms Kiesſtr. 77, I., 5 Zim.=Wohn. mit Wienersſtr. 66, I., ſchöne große
5 Zimmer=Wohnung mit Veranda
u. reichl. Zub. per ſofort, eventl.
auch ſpäter, zu vermieten. Näh.
Parterre=Wohnung, 5 Zimmer mit Heinrich Funk, Grafenſtr. 23½,
all. Zubeh., ſof. beziehbar (14567ms 1. Stock, Telephon 446. (15629ms 7
Liebigstrasse 25
parterre, ſchöne 5 Zimmer=
Wohnung, Bad, Veranda,
Gas, elektr. Licht, mit reichl.
Zubehör, zum 1. Okt. d. J.
zu verm. Näh. im Kontor
oder 2. Stock. (15568ms Schöne 5 Zimmerwohnung
mit Bad und ſonſt. Zubeh. event.
per ſofort zu vermiet. (15833ms
Näheres Viktoriaſtraße 81, I. Liebigstrasse 13
Wohng. (3 Zimm. u. 2 Halbgeſchoß=
zimm.) per 1. Okt. zu verm. Näh.
(15692ms
(12834ms Frankfurterſtr. 16, II. Mathlidenstr. 1, I. Stockt,
Frdl. ger.5 Z.=W. m. gr. Fremdenz.
u. 2 Kam. in der Manſ., Bad. mit
Einr. u. Küchenbalk. per ſofort.
NäheresHeinrich Funk, Grafen=
ſtraße 23½, Tel. 446. (17172ms Higelſtr. 32, gwei 3 Zimmer=
wohnungen mit Fremdenz., Bad,
Gas, Veranda u. all. Zubeh. ſofort
z. verm. Näh. parterre. (14913ms Seosseessoeeeesee6e8ee
ung
1 Etage, elegante gr. 5 Zimmer=
wohnung mit Fremdenz., Veranda,
3. Stock, verſetzungshalber großelBadez., Gas u. elektr. Licht, reichl.
5 Zimmerwohn. m. reichl. Zubeh. Zubeh., neu hergerichtet, p. Oktober
zu verm. Näh. part. (B15830ms
Saaasästsssseee Pac
Neue Martinstrasse 93
mod. herrſchaftl. gr. 5 Zim.=Wohn.
mit allem Zubeh. per 1. Okt. zu vm.
Näheres Martinſtraße 74, part.
C. W. Braun.
(B16398ims 5 ſchöne
Waldstr. 50, II., Zim.,
Küche, Veranda, Mädchenkammer,
Bodenkammer, 2 Keller, Gas evtl.
elektriſch Licht, Waſchküche. Preis
680.— Mark.
(16162m 3. Stock,
Gutenbergſtr. 50, 5 Zimmer=
Wohnung, neu hergerichtet, per
ſofort od. ſpäter zu verm. Näh. bei
Klein, Gutenbergſtr. 52, part. (15579m Blumenthalſtr. 41, 1. Stock,
große 5 Zimmerwohn. für 60 Mk.
alsb. z. vm. Näh. i. 1. St. r. (15826ms Heidelbergerſtr. 77, part., ger.
ſchöne 5=Zimmerwohn, Bad, 2 Balk.
per 1. Okt. Näh. 3. Stock. (16456a Aliceſtraße 3
Hochparterre, 5 Zimmer, Man=
ſardenzimmer, Küche, Speiſek. u.
Kohlenkeller zu vermieten. Näheres
daſelbſt 2. Stock.
(16987ms 5 Zim.=
Heinrichſtr. 112, I., Wohn.
wegzugsh. zu vermieten. (16946ms n
10h (17239
Liebigstr. 39 (ms
mod. 5 Zim.=Wohn. m. Bad u. all.
Zubeh., Gartenbenutzung zu verm.
530 Mk. Zu erfr. Hinterh. (16147ms
Frankfürterſtr. 17, II.
Ober=
geſchoß, eine Wohnung von 5
Zimmern mit Fremdenzimmer,
Balkon und Veranda nebſt allem
Zubehör zu vermieten. (17407ms
Kiesstrasse 42, II.
eine 5 Zimmerwohn. mit Veranda
zu vermieten.
(17403ms
Landskronſtr. 53, part., große
4 Z.=Wohn. mit Bade= u. Mädch.., Veranda, Vorgart. u. all. Zub.
p. 1. Okt. z. vm. Näh. 1. Et. (2715ms
Heidelbergerſtr. 70, 4
Zimmer=
wohnung zu vermieten. (15124ms
Wenckſtr. 9, 3. St., 4 Zimmer
uſw. Näh. Wenckſtr. 5, pt. (14891ms
Hochſtr. 6, parterre, 4 Zimmer=
Wohn. zu verm.
(12563ms
Viktoriaſtr. 92, 1. St., neuzeit.
4 Zim.=Wohn. nebſt Zubeh. Ausk.
wird erteilt Nr. 90, part. (12837ms
Neue Ireneſtr. 70, 1. St. (bei
der Mollerſtr.) ſchöne 4 Zim.=Wohn.
mit Bad, Veranda,
Fremden=
zimmer, reichl. Zubehör u.
Garten=
anteil per ſofort zu vermieten.
Näh. Rheinſtraße 28, I. (13493ms
Georgenſtr. 1½ 2. Etage, iſt
eine Wohn., enthalt. 4 Zim., Küche,
2 Zim. in der Manſ., Keller, Gas
u. elektr. Licht, per ſofort zu
ver=
mieten. Näh. durch C. W. Braun,
Martinſtraße 74.
(17417ms
Beckstr. 62, 3. Stock
elegante 4 Zimmer=Wohnung, Bad,
Küche, Balkon, Loggia, 2 Manſ.,
2 Keller. Waſchküche, Bleichplatz,
zum 1. Oktober zu vermieten. Zu
erfragen Nr. 64, part. (13049ms
Ernſt=Ludwigſtr. 3, ſch. geräum.
4=Zimmerw. im 3. Stock per 1. Okt.
zu verm. Näh. i. 2. Stock. (13707ms
Gutenbergſtraße 27, 2. Stock
ſchöne 4 Zimmerwohn. mit Balkon,
Badezimmer, Speiſe= und
Boden=
kammer nebſt Zubehör per 1. Vkt.
zu vermieten. Näh. part. (13524ms
Ireneſtr. 9 a. d. Frankfurterſtr.
franz. Stock, ſchöne 4 Zimmerw.
m. Zubeh. per ſofort z. verm. Näh.
b. Frau P. Graef Ww., 2. St. (13287ms
Caſinoſtr. 12, 1. Er mod. 4 Z=
W., el. Licht etc. p. 1. Okt. (14156ms
e
4 Zimmerwohn.
Neckarstr. 4 (Neub.), p. 1. Okt.
zu vermieten.
(13999ms
Lichtenbergstr. 21, III.
hübſche 4 Zimmerw. mit allem
Zu=
behör per alsbald z. verm. (14245ms
Klappacherſtr. 40, I., gegenüb. d.
Orangeriegarten, 4 Z.=W. (B15807ms
Per 1. Oktober 1913
ſchöne 4 Zimmerwohn. im III. St.
Ecke Stiftſtr. u. Lindenhofſtr.,
Zim. mit Linoleumbelag, Balkon
u. Veranda, Bad u. Speiſekam. ꝛc.,
all. neuzeitl. hergerichtet. Näheres
im Erdgeſchoß.
(VII, 14631
Karlſtr. 10, ſehr ſchöne große
4 Zim.=Wohn. per 1. Okt. zu verm.
Näh. Karlſtr. 10, part. (14551ms
Stiſtſtr. 1, III., ſchöne 4 Zim.=
Wohn. p. 1. Oktober. Preis 500 Mk.
Näh. Heinrichſtr. 80. (15384ms
in H6
Frankensteinstr. 59
4 Zimmer=Wohnung per 1. Oktob.
zu vermieten.
(B12841ms
Ireneſtr. 11, 3. Stock, an der
Frankfurterſtraße, ſchöne 4 Zim.=
Wohnung zum 1. Okt. zu verm.
Näheres part.
(14256ms
Eliſabethenſtraße 35,
Vorder=
haus, 2. Stock, 4 Zimmer=
Woh=
nung mit Zubehör per 1. Oktober
zu vermieten.
(14624ms
Heinheimerſtr. 12, part., 4 Zim.,
Mädchenkammer, Küche. (14593ms
Näh. beikrauHarting, Heinheinerstr. 16, I.
Bismarckstr. 74
1. Stock, ſchöne 4 Zimmer=
Wohnung nebſt Zub., mit
gr. Veranda per 1. Okt. d. J.
Näh. bei Gg. Ph. Geist. (14263ms
Moosbergſtr. 97 n. d.
Heidel=
bergerſtr., Halteſt. der elektr. Bahn,
gr. mod. 4 Zim.=Wohn. m. Zub., per
1. Okt. zu vm. Näh. part. (B14571ms
Rückertſtraße 10, Manſarde,
4 Zimmer, Küche z. v. (B16354ms
Nummer 194.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. Auguſt 1913.
Seite 12.
Wilhelminenstrasse 19, I.
Darmstädfer Hausbesnizerverei. Telephon Nr.
e
Zu vermieten:
elegante
e Zimmer Annaſtraße 44 Wohnung
Niederramſtädterſtr. 154 (6—9teils ſehr gr. Zim., Balk., reichl.ſ
Zubeh. Näh. 1. Stock. (15204ms
Einfamilienhaus
an der Querſtraße, dasſ. enthält ſchöne herrſchaftl. 6 Zim.=Wohn.
5 Zimmer, herrſchaftl. eingericht.,mit Küche, Speiſekam., 1 Fremden=,
Zentralheiz., mit Garten, zu verk.1 Mädchenzim., Badezim. m.
Bade=
evtl. zu vermieten.
nebſt Bad, mtt allem Zubehör, der
Neuzeit entſprechend, per 1. Okt.
Näheres nart.
Darmstrasse 41
1. Stock: 8 Zimmer
Parterre: 5 Zimmer
Manſardenwohnung: drei
und vier Zimmer
zu vermieten. Näh. Hinterh.
parterre oder
Frankfurter=
ſtraße 12/14, Laden. (15842ms
hochherr=
Martinstr. 91 ſchaftl.
Wohnung, beſteh. a. 10 Zim., zwei
Badez., 2 Veranden, Gas u. elektr.
Licht, gr. Turmzim., 3 gr. Kammern,
Mädchenz. u. all. Zubeh., gr.
Obſt=
garten, ganz oder geteilt, zum
Oktoher.
OS.
Eichbergstr. 15, pt.
7 Zim.=W., Bad, Veranda,
Gas, elektr. Licht, reichl.
Zubehör, per ſofort.
Näheres 1. Stock. (16611ms
Lckhardtstr. 21, I.
Zim.=Wohn., mod. ausgeſt., z.
1. Oktober.
(16416ms
esterstr. 6. . Slock
Herrſchaftswohnung, 7 Zimmer 2. Stock, ſchöne große 5 Zim.=
Diele, Bad, Veranda, Balkon undi Wohnung ſehr preiswert per
Zubehör per 1. Okt. zu vermieten.
Näh. daſelbſt part.
(17263ms
Martinstr. 60, II.,
Veranda, Balkon, Badezim. mite
Einr., Gas allem Zubeh.,
Garten=
anteil, zum 1. Sevt oder früher.
Näh. Heinrichſtr. 58, I. (16612ms
Martinstr. 11½, hochpart.
ſehr geräumige 6 od. 4 Zim.=Wohn.
(auch für Büros geeignet), geſchl.
Veranda, Bad, Gas u. all.
Zube=
hör, abgeſchl. Hofraum, eventl. mit
Garten, für ſofort od. ſpäter. Näh.
daſefbſt 3. Stag
(11203ms
Bismarckstr. 51, II
ſchöne 6 Zimmerwohnung mit
Baderaum, geſchl. Veranda, Gas,
elektr. Licht, Vorgarten, neu
herge=
richtet. Näh. daſelbſt. (13122ms
Friedrichſtr. 13, 1. Stock
moderne, geräumige 6 Zimmer=
Wohnung mit Badeinrichtung,
Fremdenzimmer, Mädchenzimmer
und reichl. Zubehör per 1. Okt.
zu=
vermieten. Näh. daſelbſt und bei
Verwaltungs= und Verwertungs=
Geſellſchaft f. Immobilien m. b. H.,
Heidelbergerſtr. 9½, I., Tel. 2464,
auch Rhönring 113, I. (16417mss
Heidenreichstr. 17
in herrſchaftlicher, freier
ge=
ſunder Lage, Parterre per
1. Oktober und 2. Stock pere
ſofort, feine herrſchaftl. 6 Zim.=
Wohnuug mit Bad, elektr. Licht,
Kohlenaufzug und reichl. Zubehör
zu vermieten. —
Näheres
Soder=
ſtraße 48, p. Tel 1348. (16613ms
Schöne 6 Zim.-Wohn.
mit 1 od. 2 Fremdenzimmern im
3. Stock, Gas, Bad, Veranda,
Garten, elektr. Licht u. allem ſonſt.
Zubeh. alsbald od. zum 1. Oktober.
16805ms) Weidig, Moſerſtr. 5.
ſit
ehoee
Muhlstrasse 32, I.
ſchöne 6 Zim.=Wohn. m. Bad,
Bal=
kon, elektr. Licht u. all. Zubeh. Neut
hergerichtet. Preis 1200 Mk. Beſicht.
v. 12—4 Uhr. Näh. part (17458ms
ine-
Stiftstrasse 21
wegzugshalber Haus, ganz oder
geteilt in 6 Zimmer=Etagen, mit
Loggias, Veranden, Balkons, elktr.
Licht, Bad komplett, ſofort odern
ſpäter. Näh. 2. Stock. (16996ms
A herrſchaftl.
Seiterswe
Näh. Dreibrunnenſtr. 1, Ecke Beckſtr. 11—3 Uhr.
Landwehrſtraße 14, 3. Stock(17257msſofen, 2 Kellerräume, Bodenver=
Näh. Steinſtr. 10, I., Tel. Nr. 1210.ſchlag u. Gartenant. bald. zu verm.
Heinrichſtr. 103, 1. St., ſchöne Näh. daſelbſt u. Baubüro Fr. Delp,
geräumige Wohn. von 8 Zimmern Frankfurterſtr. 80. Pr. 1200 M. (132322 Heidelbergerstr. 91I.
(14702msherrſchaftl. 6 Zim.=Wohn. mit Bad,
Gas, elektr. Licht, Erker, Veranda,
Bleichpl. zum 1. Okt.
(17258ms Habmen
Elchbergstraße 28
Wohnung im 1. Stock u. Manſarde,
enth. 3 Zimm. u. Küche, 3 ſchräge,
1 grad. Zimm., Badez. mit Einr.,
3 Keller, Gas, Waſchküche, Bügel=
raum, gr. Garten. Neu hergerichtet.
Zu erfrag. v. 1—3 Uhr, Stein=
ackerſtraße 17, part.
(17250ms 1 Zimmer
(Ecke Rheinſtr.)
Grafenſtr. 12 I. Etage, 5 Zim.
m. Gas u. elektr. Licht, Bad, Zentral=
lheiz. u. all mod. Komfort. (15650ms (16997ms Landwehrſtraße 18, 2. Stock,
ſchöne geräumige 5 Zimmerwoh=
ſnung mit Küche, Speiſekammer,
Bad mit Badeofen, 2 Manſarden=
zimmer, 2 Keller und Garten=
anteil per ſofort zu vermieten.
Näheres daſelbſt und Baubureau
Fr. Delp, Frankfurterſtraße 30.
Mietpreis 950 Mark. (15649ms Grafenſtr. 23, II. St., nächſt der
Rheinſtraße, eleg. 5 Zimmerwohn.,
elektr. Licht, Kochgas, Bad, reichl.
Zubehör, an ruh. Mieter alsbald
zu vermieten.
(15428ms En Soderstrasse 45
(13987ms
1. Oktober. Schwanenstr. 70, I.
Zim., dav. zwei im 3. Stock, gr. 5 Zimmerwohn., Bad, Balkon,
Veranda und reichlichem Zubehör.
Näh part. u. 2. Stock. (14689ms Mathildenſtr. 10, part.
Feine 5 Zimmerwohn.: Lino=
leumfußbod., elektr. Licht ꝛc. per
ſofort zu vermieten. (15844ms
Näheres Soderſtraße 70, I. Bahnholsplatz
u. Stirnweg ſchöne große 5 und 6
Zim.=Wohn. zu verm. Neuzeitl.
eingerichtet.
(16217ms Reurichstr.160 I.
5 Zim.=Wohn. mit all. mod.
Zubehör zum 1. Oktbr. zu
vermieten.
(16215ms Dieburgerstrasse 19
ſchöne 5 Zimmerwohn. ſof. oder
ſpäter. Näheres Hoffmannſtr. 38,
parterre.
(16998ms Rossdörferstr. 78
2. Stock, Fünf=Zimmerwohnung
mit allem Zubehör per 1. Oktober
zu vermieten. Näh. Roßdörfer=
ſtraße 76, 2. Stock.
(16806ms4 refn
Dieburgerstr. 20, II.
(Manſ.) 5 Zim.=Wohn. z. 1. Okt.
Einzuſ. von 10—4 Uhr. (16418ms getro
Liebigstrasse 30, I.
eſchöne geräum. 5 Zim.=Wohn. mit
=Bad, Balkon, Veranda und allem
Zubeh. per 1. Okt. oder 1. Jan.
zu verm. Zu erfrag, part. (16048ms Wilhelminenſtraße 17½ Fünf=
Zimmerwohnung mit Zentral= und allem Zubehör, im
2. Obergeſchoß, per 1. Oktober
zu vermieten. Näh. Frankfurter=
ſtraße 16½, parterre.
(158a5ms 5 Z.=Wohn.
heiie h
Hochstr. 53, I., mit großer
Veranda n.
dem Gart., elektr. Licht uſw. zu ver=
mieten. Näh. parterre. (12883ms argin-
Mollerstrasse 25
in ruh. Hauſe neuzeitl. 5 Zimm.=
Wohn. mit all. Zubeh. (kein Gegen=
über) zum 1. Oktbr. Zu erfragen
Parterre.
(17450ms
Darmstrasse 49, I.
ſchöne 5 Zim.=W. zu vm. (16216msp
Schuchardstr. 10, II.,
ſchöne 5 Zimmerwohn. zu verm.
Näh. b. M. Kattler, Rheinstr. 3. (1g584ms
Kaſinoſtraße 24, 2. St., 5 große
elle Zimmer, gr. Veranda, Balkon,
Bad uſw., zu verm., ſofort beziehb.
Näh. daſelbſt, part.
(12880ms
Eliſabethenſtr. 1, Seitb., 1. St.
4 Zimmer, Küche Manſ., Keller
per 1. Okt. d. J. Mk. 525. (14701ms
56
5 Zim.=Wohn., 2. St., 4 Zim.=Wohn.,
3. St., beide m. gr. Veranda u. all.
mod. Zubeh., z. 1. Oktober. (16801ms
Näh. Laden oder 1. Stock.
6
5 Zim.=W.
Mollerstr. 9, I. mit Zub. p.
ſof. od. ſpät. Näh. daſ. (17456ms
Na
ärfonatr 50
Ecke beck- u. Rohaurierstr. 34
frdl. 5 Zim.=Wohn., Balkon, 2 gr.
heizb. Manſ.=Zim. und allem Zub.
Näheres parterre.
(16614ms
Kahlertstr. 13, 2. St.,
große ſchöne 5 Zimmerwohnung,
Bodenk., 2 Keller uſw. p. 1. Okt.
Näheres 1. Stock.
(13555ms
Liebigſtr. 25, part., ſchöne
5 Zimm.=Wohn., Bad, Veranda,
Gas, elektr. Licht u. Zubehör zum
(14361ms
1. Okt. ds. Js.
Näheres im Kontor u. 2. St.
äntenberstr. 51, II.
lgeſund gelegene mod. 5 Zimmer=
Wohnung mit Mädchenzimmer
und Bodenkammer und reichlichem
Zubehör, per ſofort oder ſpäter,
zu verm. Näheres daſelbſt u. bei
Verwaltungs= und Verwertungs=
Geſellſchaft für Immobilien m. b. H.,
Heidelbergerſtr. 9½ I., Tel. 2464,
auch Rhönring 113 I. (16419ms
70
Mausbesiizer
die ihre Wohnungen rasch
u. gut vermieten wollen,
sowie wohnungsuchende
Mieter
bedienen sich des
unent-
geltlichen u. stark
frequen-
tierten Wohnungs-
Nach-
weises des Hausbesitzer-
Vereins, Wilhelminenstr.
Nr. 19. Tel. Nr. 560.
Erfolgreichste
Vermitt-
lung für Mieter u. Vermiet.
Grosse Auswahl in allen
Preislagen.
(16428a
Soderſtraße 85
5 Zim.=Wohn. mit all. Zubeh. z.
1. Okt. Näh. Soderſtr. 102, I. (16796ms
Mollerſtr. 42, I. Obergeſchoß, 4 Zim.=Wohn. mit
Speiſe=
kammer, Badezimmer,
Herren=
zimmer, Kammer, 2 Kell., Veranda,
Bleichgart., Waſchküche u.
Trocken=
boden, per 1. Oktober zu vermieten.
Näheres daſelbſt.
(16412ms
Wohnungen
mit 3, 4 u. 5 Zimmer u. reichlichem
Zubehör, per ſof. und ſpät. zu verm.
Näheres bei Verwaltungs=
und Verwertungs=Geſellſchaft für
Immobilien m. b. H.,
Heidelberger=
ſtraße 9½, I., Telephon 2464, auch
Rhönring 113, I.
(16425ms
Moosbergstr. 52
ſeine 4 Zimmerwohnung parterre,
3. Stock,
4
2.
Hintergeb. und eine gr. Werkſtätte
ſper ſofort oder ſpäter zu verm.
Näheres bei Verwaltungs= u.
Ver=
wertungs=Geſellſchaft für
Immo=
bilien m. b. „H.,
Heidelberger=
ſtraße 9½, I., Telephon 2464, auch
Rhönring 113, I.
(16424ms
Tri
Friedrichſtraße 13, part.
ſchöne Vierzimmerwohnung mit
Mädchen= und Fremdenzimmer,
reichlichem Zubehör, per 1. Okt.
zu verm. Näh. daſelbſt und beiſ
Verwaltungs= und Verwertungs=
Geſellſchaft für Immobilien m. b. H.,
Heidelbergerſtr. 9½, I., Tel. 2464,
auch Rhönring 113, I. (16423ms
ſchöne,
modl=
inselstr. 43, I. 4 Z.=Wohn.
mit Bad u. reichl. Zubeh. zum 1. Okt.
Näh. Steinſtr. 10, 1. St. Einzuſ.
von 10—12 u. 2—3.
(17259ms
bmafti
Pankrauusstr. 4, I.
eine 4 Zim.=Wohn. per ſof. zu verm.
Näheres im Laden oder
Soder=
ſtraße 70, I.
(16421ms
Mühlſtr. 66 (Kapellpl.), eleg.
4 Zim.=Wohn. m. Badez., Veranda
u. Zubeh. zum 1. Oktober. (17260ms
Näheres Dieburgerſtr. 4, I.
t. imer
frdl. neuherger. Manſ.=Wohnung,
3 Zimmer, Küche und Kammer,
(nur gerade Räume), 2 Keller, Gas,. Licht, per 1. Oktober an einz.
Dame. Näh. part.
(15202ms
Frankenſteinſtr. 49 mod. 3 Zim.=(
Wohnung mit Badezim. und Zub.
Näh. Karlſtraße 94. (15655ms
Lichtenbergſtr. 65, part., ſchönet
geräumige 3 Zimmerwohg. mit
Bad, 2 Keller, 1 Kammer und
Gartenanteil per 1. Oktober zu
ver=
mieten. Mietpreis 500 Mk. Näh.
daſ. u. Frankfurterſtr. 80. (15658ms
Liebigstr. 44 merwohnung
im 2. Stock in ruhigem Hauſe per
1. Oktober zu vermieten. (17265ms Fuhrmannſtr. 2, II. Obergeſchoß,
hübſche 3 Zim.=Wohn. ſamt reichl.
Zubeh., p. ſof. od. 1. Oktober. z. verm.
Näh. Schuhladen, daſelbſt. (18413ms anae
Gervinusstrasse 28
kleine frdl. Manſ.=Wohn. in gut.
Hauſe an einzeln. Dame. Näher.
I. Stock.
(17451ms Wühelminenstr. 4, III.
3 Zim.=Wohn., Küche, Keller, an
ruh. Mieter ohne Kinder z. 1. Okt.
od. früh. Preis 360 Mk. (17262ms 3 Zimmer Landwehrſtr. 1½, ſchöne 2 Z.=
Wohn. mit Küche. Näh. Hausbes.=
Verein, Wilhelminenſtr. 19. (16799ms Pankratinsſtraße 26½, ſchöne
2 Zim.=Wohnung (III. Stock) zu
vermieten.
(16220ms Schloßgaſſe 12, II., 2 Zimm.=
Wohn. zu vermieten. (16221ms 2 Zim.=Wohn.
Erbacherſtraße p. Mon. 14 Mk.,
desgl. 2 Z.=W. für 1—2 Leute per
Monat 10 Mk., evtl. zuſammen zu
vm. Näh. Stiftſtr. 19, Büro. (17266s 2 Zim.=Wohnung
Obergaſſe 20 zu verm. (*22ms Gutenbergſtr. 37, Hth., ſchöne
geräum. 2 Zim.=Wohn. an Leute
ohne Kinder. Näh. 1. St. (17253ms Rheinstr. 3, Stb.
2 Zimmerw. zu verm. (17452ms Schwanenstr. 31
2 Zimmerw. m. Zubeh. (17453ms 1 Zimmer mit
Mühlstr. 20 Kabinett und
Waſſerl. a. einzel. Perſ. (17454ms
Mathildenpl. 2
Hh., II., 3 Zim.=Wohn. pr. 1. Aug. zu
verm. Näh. daſ. Laden. (15655ms
Tannenſtr. 23 (Eckhaus), 2. St.,
ſchöne 3 Zimmer=Wohnung per
1. Oktober zu verm.
(14700msik
Ecke Nieder=Ramſtädter= und
Riedlingerſtr., gr. 3, 4 u. 5 Zim.=
Wohn., ſowie Laden uſw. p. 1. Okt.
Beſicht. ab 11 Uhr u. 5 Uhr. Georg
Scherer, Architekt, hier. (*341ams
Orangerieſtr. 8, hochpt., ſchöne
neu herger. 4 Z.=Wohn. m. all. Zub.
ſp. 1. Aug., 600 M. Näheres
Wil=
helminenſtraße 19, I. St. (15211ms
Mathildenplat 1, Zgef.,
2. St., 4 Zim.=Wohn., Blick nach
d. Garten, m. Bleichpl. u. ſonſt.
Zub. zu verm. Näh. L.
Dintel=
mann. Tel. 1457.
(16222ms
4 Rhöuriag 41
4 Zim.=Wohnung, Bad, Veranda,
Gas u. all. Zub., ſofort zu verm.
Näh. Wendelſtadtſtr. 8, I. (15207ms
4 Zimmer
Soderstr. 6½ Wohnung,
Küche u. Bodenk., ab 1. Okt., eventl.
ſauch früher, zu verm., monatl. 30 Mk.
Zu erfr. part. u. 1. St. (14699ms
(a
Annastr. 6, I. Etage
4 Zim.=Wohn., Manſ.=Zim., Gas,
Bad, per 1. Okt. oder früher.
Näh. Wendelſtadtſtr. 8, I. (15206ms
Frankfurterstr. 12/14
1. Stock: 3 Zimmer
2. Stock: 4 Zimmer
hilligſt zu vermiet. Anton Fischer,
Adler-Drogerie.
(15843ms
Ballonplatz 5
ſchöne 2 Zim.=Wohn. i. Hth. part.
an ruh. Mieter. Pr. 16 Mk
Da=
ſſelbſt neu herger. gr. 2 Zim.=Wohn
im Seitenbau I. Stock. Näheres
Kahlertſtraße 6.
(17455ms
P4
Büro Rheinstrasse 47
1 od. 2 größ. Part.=Zim. im
Vorder=
haus per 1. Sept. Näheres daſelbſt
Baubüro.
(16618ms
Das
Prgu
Buro oder Lagerr aum
in beſter Lage, billig. (17251ms
Näheres Hausbeſitzer=Verein,
Wilhelminerſtr. 19.
(17251ms
Hochſtr. 24, kl. 3 Zim.=Wohn.
an ruhige Mieter.
(16802ms
4m
Ahastrasse 12, Hth.
3 Zim.=Wohn. per ſofort zu
ver=
mieten.
(16218ms
Rhönring 31, 1. Stock links,
ſchöne geräumige 3 Zimmer=
Woh=
nung mit allem Zubehör per 1. Juliſ
zu verm. Mietpreis 430 M. Näh.
daſ. u. Frankfurterſtr. 80. (15656ms
Rhönring 31, parterre, ſchöne
3 Zimmerwohnung mit allemt
Zubehör per 1. Oktober zu verm.
Mietpreis 400 Mk. Näh. daſelbſt
und Frankfurterſtr. 80. (15657ms
Bismarckſtr. 21
ſchöne 4 Zim.=Wohn. i. Gartengebd.
lz. 1. Oktob. zu vermieten. (15652ms
Dieburgerstr. 20, part.
5 Zimmerwohn., Gas u. Zubeh.C
igmamglsair
Bismarckstr. 42, I. St.
4 Zimmer=Wohnung, 2
Entre=
ſole, prachtvolle Wohnung, Gas,r
elektr. Licht, Zubehör, 900 Mark.
(16214ms
Näheres parterre.
Gutenbergſtraße 58, I.,
weg=
zugshalber geräumige 4 Zimmer=
Wohnung mit reichlichem Zubehör
zu verm. Näh. daſelbſt u. bei
Ver=
waltungs= und Verwertungs=
Ge=
ſellſchaft für Immobilien m. b. H.,
„Heidelbergerſtr. 9½ I., Tel. 2464,
auch Rhönring 113, I. (16422ms
g14, 6 Z.=Wohn. zum 1.‟ Oktober evtl. früher. Mollerſtr. 34, pt., neuzeitliche3 Zimmer=Wohnung, Pr. 300 Mk., mit Einfahrttor, Nebenr., gr. Hof,
mit 2 Fremdenz. ſofort. (16804ms Näheres I. Stock. Einzuſehen vonſ4 Z.=W., vollſt. Gasbadeeinr., Balk., 2 Zimmer=Wohnung, Pr. 240 Mk., ſevtl. m. Wohn. Näh. Hausbeſitzer=
(11857ms Manſ., p. 1. Okt. Z. erfr. I. (17264ms Näh. i. Part.
Unentgeltlicher Wohnungsnachweis u. nähere Auskunft über Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstr. 19, 1. St., zu erfragen.
N
1as 7
Frankfurterst. 5, part.
ſchöne 3 Zim.=Wohn. an ruh. Mieter
z. 1. Okt. Näh. Hausbeſitz.=Verein,
Wilhelminenſtr. 19.
(17261ms
Geee
ſchäftslage, heller Laden m. zwei
Schaufenſtern, 3 Magaz., Keller,
m. Wohnung v. 4 Zim. f. 1. Okt.
d. J. z. v. Alles Nähere
Wilhel=
minenſtraße 19, 1. St. (14838ms
Grafenſtraße 4
gr. Laden m. gr. Erker zu verm.
Näh. Feldbergſtraße 72. (15685ms
M
Landwehrstr. 26, I.
3 Zim.=Wohn. zu verm. (16219ms
Viktoriaſtr. 73, III. I., ſch. 3 Z.=
Wohn. p. 1. Okt. zu verm. Einzuſeh.
nachmitt. von 4—7 Uhr. Näh. part.
bei Frau Merkel.
(17457ms
Frankenſteinſtraße 36, eine.
neuzeitl. einger. 3 Zimmerwohnung.
Daſelbſt auch eine 2
Zimmerwoh=
nung wegzugshalber per 1. Okt. zuſſ.
verm. Einzuſehen von 10—3 Uhr.
Näh. part. rechts od. 2. St. (11464msa
R
Ludwigshöhstr. 59
Laden m. 3 Zim.=Wohn. Pr. 500 Mk.
mit 2 Schauf. u.
Eckladen größ. Wohn. p. ſof.
Näh. Soderſtr. 102T. (16808ms
Heidelbergerſtr. 1, am
Ma=
rienplatz, Halteſtelle der elektr.
Straßenbahn, ſchöner, moderner
Laden
mit Ladenzimmer
zu vermieten.
(16051m
Näheres I. Etage.
Laden, ebil
Grafenstr. 2, m. Wohn., gr.
Keller und
kehretoge.
Hof, in
guter Ver=
(16807ms
Ballonplatz 6 1Wertſtätte per
ſofort.
(16429ms
Drangerieſtr. 8 große, helle
Werkſtätte im Seitenbau. (5,20 auf
4,20 m). Näheres
Wilhelminen=
ſtraße 19, I. St.
(15214ms
Werkſtatt, 70 am groß, ſehr heil,
auch zu Atelier geeignet evtl. mit
Wahn. Näh. Liebigſtr. 44, p. (11354g
r9 ga Magazin od. Werk=
Autogarage ſtatt, 140 am groß,
(17256ms Verein, Wilhelminenſtr. 19. (*255ms
[ ← ][ ][ → ]Seite M.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. Auguſt 1913.
Nummer 194.
Bismarckſtr. 56 gr. Wohnung,
Zimmer, 2 Entreſols, ſofort ſehr
O
4 Zim.=Wohn., Badez. mit kompl.
MN
Mollerstrasse 17
eine 4 Zimmerw. m. Erk., Verandatümer, parterre.
vermieten. Näheres Rheinſtr. 28,
1. Stock, rechts.
7e
Kahlertstr. 40, Z.=Wohng.
ſpät. zu vm. Ausk. i. 2. St. (15112ms
wohn. (Manſ.) m. Zubeh., 500 M.,
per Okt. zu vermiet. — Würde ſich Wenckſtr. 6, II., neuzt., ger. 4 Z. z. Möbeleinſt. eignen. (15105ms
4rag
Kiesstasse 94, I. Stock
elektr. Licht, per 1. Okt. zu verm.
Näheres daſ. part.
ſtraße 16 iſt die Wohnung im erſten
Obergeſchoß des Mittelbaues,
be=
ſtehend aus 4 Zimmern, Küche
und Keller alsbald zu vermieten.
Bewerber erhalten nähere
Aus=
kunft im Stadthaus, Zimmer
Nr. 56.
(11371ms
Gutenbergſtr. 19, ſch. 4 Z.=W.,
neuzeitl. einger., per 1. Okt. z. verm. Martinſtr. 95 (Gartenhaus)
Einzuſ. v. 10—12u. 2—4 Uhr. Näh. im
Haus u. Gervinusſtr. 55. (15386ms
Neue Kiesbergſtr. 52
1. Stock 4 Zimmerw. 480 Mk.,
2. Stock 4 Zimmerw. 450 Mk.,
mit allem Zubeh. ſof. od. ſpäter.
Näh. part. oder Schützenſtr. 5
(Laden).
(16836a
Taunusſtraße 36,
ſchöne,
große 4 Zimmerwohn. mit allem
Zubehör per 1. Oktober zu
ver=
mieten. Zu erfragen Kranich=vermieten.
ſteinerſtraße 44, 1. Stock. (15823ms
Neubau Landgraf-Georgstr. 34,
3. Stock, eine geräum. mod.
4 Zim.=Wohn. mit Zubeh., per
1. Okt., evtl. auch früher, z. verm
Näh. Heinrich Funk,
Grafen=
ſtraße 23½, I., Tel. 446. (15294ms
Wienersstr asse 49, I.
4 Z.=W. m. all. Zub. p. 1. Okt. (15809ms
Eliſabethenſtr. 23, Manſ.=W.
4 Z. u. Nebenr. a. ruh. Leute. (15992t
Ernſt=Ludwigſtr. 9, III. St.,
freundl. 4 Zimmerwohnung mit
Gas, Bad u. Zubehör per ſof. zu
verm. Näh. daſ., II. Et. (B15837t
Mühlſtraße 1, 2. Stock,
ſchöne 4 Zimmerwohnung m.
Gas, Bad (einger.), Veranda,
2 Bodenräume uſw. p. 1. Okt.
Zu erfragen daſelbſt. (16520t
2. St., 4 Z.=Wohn.
Kiesstr. 9, mit Gas per 1. Okt.
evtl. früher zu vermieten. (17218a
AF
A
Heidelbergerstr. 4
Manſ.=W., 4 Z. u. Küche m. Gasleit.
mtl. 30 M. Näh. 1. Stock. (16494a
Karlſtr. 38, I., 4 Z.=W. z. 1. Sept.
d. Js. mit Zubehör zu vermieten.
Näh. Gervinusſtr. 55, p. (16575ms 3 Zimmerwohnung (Manſarde)
1. Stock,
Schwanenstr. 41, 4 Z.=W.
per 1. Oktober zu verm. (16606ms
Mollerſtraße 40, Vorderhaus,
4 Zim., Badez., Küche, 2 Manſ.=Z.,
Gas u. ſonſt. Zubeh., per 1. Okt.
Näh. Seitenb., 2. Stock. (16573ms
N
Stia
sse 38
Kie
ſchöne Parterrewohnung, 4 Zimmer
nebſt allem Zubehör, bis 1. Okt
zu vermieten.
(16572ms
Ecke Moller= u. Ireneſtr. 71.
ſchöne 4 Zim.=Wohn. mit Gas und
Veranda, Pr. 460 M. Näh. pt. (16570ms
VO
Lichtenbergstr. 26, II.
4 Zimmer uſw. u. reichl. Zubehör
z. vm. Näh. Bleichſtr. 40. (15977ms
Ob. Lichtenbergſtr. 18, III.,
neuzeitl. 4 Zim.=Wohn. mit allem
Zubehör, in ruhig. Hauſe p. 1. Okt.
zu verm. Preis 550 Mk. (16355ms
Marktplatz 7
ſchöne 4 Zim.=Wohn. m.
Bade=
zim., Gas, elektr. Lichtanlage u.
Dampfheizung, mit reichlichem
Zubehör, per 1. Oktober zu
ver=
mieten. Zu erfrag. Markt 7
im Laden. Einzuſehen zwiſchen
3 und 6 Uhr.
(16721ms
wohn. nebſt Küche, Bad u. Boden=
preiswert zu vermieten. (14868ms kammer m. Zubehör per ſofort od.
Aliceſtr. 24, 3. St., ſow. 1. St., 1. Okt. zu vermieten. Näh. Arch.
ſchöne 4 Zimmerw. m. Balk. u. groß. Münch, Ludwigspl. 8, II. (17007ms Garten an kl. Fam. z. verm. Preis Schöne 4 Zimmerwohnung per
500 reſp. 700 M. Z. erfr. I. (B14569ms 1. Dez., eventl. etwas früher, z. verm.
Näh. Eliſabethenſtr. 32 (Laden). 11075ms Sandbergstr. 66, 2. St. Seitersweg 10, II., mod. 4 Zim.=
Wohn. m. Bad, Veranda u. Zubeh.,
Bad, freie Lage, zu verm. (B15183msper 1. Oktober zu vermieten. Ein=
zuſehen täglich von 3—6 Uhr nach=
mittags. Näheres beim Eigen=
(17146a und Zubeh. bis zum 1. Oktober zu Herrngartenſtraße 29, part.,
gegenüber dem Orangeriegarten,
(15153ms 14 Zim.=Wohn. zu verm. (17225a ein 42 II., ſchöne 41 Für Herren Offiziere Wilhelm=
ſtraße 42, 1. Stock, große 4 Zimm.. Ver. uſw. Näh. part. (14920ms Wohnung mit Küche, Bad, elektr.
jordg 49 4 Zim.=Wohn. mit Licht, Balkon, evtl. Burſchenwohn.
Rirbſtr. 1 Zubehör ſofort od. lvon 2 Zimmern, Stallung für
2—5 Pferde per 1. Oktober zu
vermieten durch Heinrich Funk,
Eliſabethenſtr. 23 4 Zimmer=Grafenſtr. 23½, Tel. 446. (17406ms W., Gas, Ver., Bodſt., alsb. o. ſp. *6078 Oberer Rhönring groß. 4 Zim.=
Wohn., Manſ.=Zim., Gas, Bad
ſchöne 4 Zimmer=Wohnung mit zum 1. Oktober. Preis 500 Mk.
2 Balkons u. reichl. Zubeh., Gas, Näheres Expedition. (*6086msm Pankratiusſtr. 33 eine 4 Zim.=
(14324ms Wohnung mit allem Zubehör per 1.
Im ſtädtiſchen Hauſe Luiſen=Oktober zu vermieten. (*6133ms
uer Elisabethenstr. 45
Vdhs., I., ſchöne 3 od. 5 Zimmer=
wohnung mit Zubehör. Näheres
Vorderhaus, part.
(13277ms Mt.
eine 3 Zimmerwohnung, Heiz= u.
Leuchtgas, Veranda, Gartenanteil,
Bleichplatz, per 1. Oktober zu ver=
mieten. Einzuſeh. von 10—1 Uhr.
Näh. Heinrichſtr. 66. (11848ms Neue Niederſtr. 15, ſchöne 3=
Zimmerwohn. m. Zubeh. im 1. St.
ſofort zu vermiet. Näheres 1. St.
daſelbſt.
(15119ms Moosbergstr. 26 m. 3 Z.=W. p. ſofort.
3. Stock, N. daſ. u. Fr. Kech, Grafenstr. 22. (15120ms Hügelſtraße 85, Manſarde,
3 Zimmer an ruhige Leute zu
(12567ms Nieder-Ramstädterstr. 71,
Ecke Heinrichſtr., iſt eine 3 u. eine 4
Zimmerwohnung zu vermieten.
Näh. daſelbſt bei Herrn Fiſcher,
im Laden.
(13275ms 30 Waldſtraße 30
Wohnung, 3 Zimmer m. Zubehör
u. Veranda, Vorderhaus, Preis
450 Mk., an kleine Familie per
1. Oktober zu verm. Einzuſehen
von 10—4 Uhr. Zu erfragen im
Büro daſelbſt.
(13305ms Moosbergſtr. 63, ſchöne große
3 Zimmer=Wohnung mit Veranda
u. reichl. Zubeh. p. Okt. z. vm. (B13765ms Taunusſtraße 1, Nebenbau
Hohler Weg, part., 3 Zimmer mit
Zubeh., an ruhige Fam. (13308ms Sandſtr. 42, eine 3 u. 2 Zimer=
Wohnung zu vermieten u. gleich
zu beziehen.
(14022ms Heinheimer
Str. 74, II.,
3 Zimmer, große Manſarde, per
1. Auguſt zu vermieten. (15173ms Erbacherstrasse 17, II.,
ſchöne 3 Z.=Wohn. z. vm. (14414ms Saalbauſtraße 78 3 Zimmer=
wohnung zum Pr. v. 500 Mk. zum
1. Okt. Näh. Soderſtr. 102, I. (14482ms mit reichlichem Zubehör p. 1. Okt.
zu verm. Näheres Pallaswieſen=
ſtraße 23, im Laden. (14476ms Waldſtr. 24, Stb., 3 Z.=W. p. 1. Okt.
Einzuſ. 11—4. Näh. Vdh., I. (14685ms Schießhausſtr. 29 ſch. 3 Z.=W.
(Manſ.) p. 1. Aug. ev. ſpäter. (B14355ms Lauteschlägerstr. 6
3 Zimmer u. a. Z. im 1. Stock per
1. Oktober zu vermieten. (14583ms Heidelbergerſtraße 88
Htb., I., eine ſchöne neu hergericht.
3 Zimmerw. an ruh. Leute zu vm.
Näh. Gervinusſtr. 79, II. (B15437ms NeueIreneſtr. 68 (b. d.Mollerſtr.)
3 Zimmer=Wohnung im I. Stock
m. großen Manſardenzim., Veranda
u. Gartenanteil z. 1. Okt. zu vm.
Näh. Rheinſtr. 28, I. I. (14611ms Neckarſtr. 26, Hth., 3 Zimmer
Küche und Kabinett. (15154ms u
Frankensteinstr. 62
in feinem Hauſe, parterre, große
moderne 3 Zimmerwohnung mit
Bad u. Veranda, wegzugshalber
per ſofort zu vermieten. Näheres
Heinrich Funk, Grafenſtr. 23½
Telephon 446.
(15378ms
Gardiſtenſtr. 18, I., 3 Zimmerw.
Schuchardſtr. 4, I. r.
(15113ms
C1
r
trag
Frankensteinstrasse 48
beſtehend aus 3 Zimmern, Küche,
Speiſekammer ꝛc. zu vm. Wegen
zu vermieten.
zu verm. Pr. 350 Mk. Einzuſ. vorm. Rundeturmſtr. 12, ger. 3 Zim.=
3 Zim.=Wohn. zu verm. (16385a Küche, Glasabſchl., 2 Keller,
Waſch=
merwohnung, 1. Stock, per 1.
Ok=
tober zu vermieten. Zu erfragen Karlſtraße 46, Manſarde, 3—4
part., im Laden.
Gas, p. Sept. u. Oktober zu verm.
Zu erfr. Ruthsſtr. 17, p. (16356ms
3 Z.=W., abgeſchl. Vorpl., Gas und ſchöne 3=Zimmerw. zu verm. Näh.
Zubeh., z. 1. Sept. zu verm. (16380ms Carl Fh. Müller, Kelterei. (17401ms
Inſelſtr. 23, III., große ſchöne
anzuſehen von 9—3.
Holzſtr. 26, gegenüb. d. Stadt= Näheres daſelbſt.
kirche, 3 Zimmer=Wohnung mit
Kabinett, ſowie Zubeh., per Sept.
zu verm. Näh. 1. St. l. (16357ms
Zu erfr. Vorderh., 1. St. (B16597ms
Feldbergstr. 58, I. St. ſowie Stallung für 3 Pferde, ſind
3 Zimmerwohnung zum 1. Sept.
zu vermieten. Näh. auf d. Kontor Wendelſtadtſtr. 39.
der Brauerei W. Rummel. (16607ms
Holzſtraße 23, 1. Stock, kleine
3 Zimmerwohnung zu vermieten. Näh. Wirtſchaft.
Näh. Holzſtraße 21. (16567ms Waldſtr. 24 gr. 2 Z.=W. m. Ver.
Müllerſtr. 7,II.,3 Z.=W, frei
ge=
legen, per 1. Okt. zu verm. (16057ms
Wienersſtr. 52, Vdh., 3 Z.=Wohn.,
Gas, Nr. 68 Werkſtatt z. vm. (*6014im
M aus drei Zimmern, Kammer, Näh. Ludwigshöhſtr. 84, I. (B14893ms
Küche u. Keller, per Mitte
Sep=
tember cr. zu vermieten. Näh. bei
Wehner & Fahr, Schokoladenfabrik. (17128g
Wendelſtadtſtr. 43, 1. Stock
ſchöne 3 Zimmerwohnung, Küche
gerichtet, per ſof. zu verm. (16928a
Feldbergſtraße 71 ſchöne Drei=
Zimmerwohnung mit Küche und part., 2=Zimmerwohn. z. v. (16190ms
Speiſekammer zu verm. (17337a
Eliſabethenſtr. 29, Htb.
ſch. 3 Zim. Näh. Lad. (13488oms
per
3 Zimmer=Wohnung ſofort,
event. per 1. Okt. d. J., zu verm.
Näh. bei Ringler, Waldſtr. 54. (*5501omf
na
Frankensteinstr. 46,
1. Stock, 3 Zimmer=Wohnung mit
Zubehör per ſofort zu vermieten.
Preis 350 Mk.
(B14270m
Ecke Liebig= u.
Pallaswieſen=
ſtraße 43, ſchöne 3 Zimmerwohn.
per 1. Oktober zu vermieten.
Näheres parterre. (16715ms
1. St, 3 gr.
Liebfrauenſtr. 27, Zimmer,
Bad, Gas, Balkon, freie Lage, per
1. Okt. Näh. Eckhardtſtr. 19. (16759ms
16
reir
Bossunger Str. 88½
3 Zimmerwohn. zu mäß. Preiſe zu
verm. Näh. bei Hammer daſ. (16765ms
Ballonplatz 7, 2 u. 3 Zim.=Wohn.
ofort zu vermieten.
(16775ms
Kirchstr. 21, I.,
3—4 Zimmerwohnung
nebſt Zub. p. 1. Sept. zu vm.
Näh. daſ. i. Eiſengeſch. (17017ms
Liebfrauenſtr. 102, hübſche
3 Zim.=Wohn., part., per ſofort.
Näh. daſ. bei Borger. (17008ms
Me
Kranichsteinerstr 51.
frdl. 3 Zimmerwohn. per 1. Okt.
zu vm. Näh. 2. St., Fr. Ewald. (17169ms
Karlſtraße 60 3 Zim.=Wohn. zu
vermieten. Preis 280 Mk. (B17210
Zwei 3 Zimmerwohnungen im
oberen Rhönring zu vermieten.
Näheres Löffelgaſſe 10. (17213ms
Lanteſchlägerſtraße ½ hübſche
Manſ., 3 Zim., 1 Kabinett uſw.
zu verm. Näh. 2. St. r. (172(0ms
Nied.=Ramſtädterſtr. 57 4 eo
5 Z.=W. m. all. Zub. preisw. (17395ms
Casinostrasse 10, III.,
3 Zimmer mit Balkon, per Mon.
35 M., per 1. Oktober. (15975ms
Näh. Mathildenplatz 9, 1. St.
Schuknechtſtraße 50, part.,
3 Zim.=Wohn. u. Zubehör per
1. Sept. zu vm. Pr. 30 Mk. Näh
daſ. u. Kirchſtr. 21 i. Lad. (17233ms
per 1. Auguſt. Näh. part. (15458ms 3 Zim.=Wohnung mit Zubehör per
Schöne 3 Zimmerwohn. mit 1. Okt. zu verm. Einzuſ. nachm.
Gas u. Veranda per 1. Okt. Näh. Näheres im 2. Stock. (17394ms Nied.=Ramſtädterſtr. 5½, III.,
Manſarde, hübſche 3 Zim.=Wohn.
nebſt allem Zubehör an kinderloſe
ſt im II. St. eine ſchöne Wohn., Leute ab Oktober zu verm. Näh.
Mühlſtraße 62, 2. Stock. (17393ms Ecke Feldbg.= u. Weiterſtädter=
Beſichtigung u. weitere Auskunft ſtraße (Neubau) ſchöne 3 Zimmer=
beliebe man daſ. in der Parterre=wohnung, Koch=u. Leuchtgas, Balk.,
Wohnung nachzufragen. (15375ms evtl. gerad. Manſ.=Zim. u. Bodenk.,
Heinheimerſtraße 74, 1. Stock, p. Nov. Näh. Eliſabethenſtr. 62. (11412ms 3 Zimmer=Wohnung per 1. Okt. Schöne 3 Zimmerwohnung mit
(16400ms allem Zubehör per 1. Septbr. an
Karlſtraße 34 Manſardenwoh. ruh. Leute zu verm. — Näh. Große
3 Zim., neuztl. herger., per 1. Sept. 1 Ochſengaſſe 32, im Laden. (17411ms zw. 10u. 12, nchm. z. 2u. 4 Uhr. (16450ms 1 Wohnung per 1. Oktob. Einzuſeh.
Sandbergſtr. 53 3=Zimmerw. 3—5 Uhr nachmittags. (B17447ms m. Balk. p. 1. Okt. ev. fr. (B16445ms Soderſtr. 44, part., freundliche
Pankratiusſtraße 12, ſchöne Manſardenwohn., 3 Zimmer, große
Landwehrſtr. 25, ſchöne 3 Zim=küche, p. 1. Okt. an ruhige Leute, p.
Jahr 320 Mk., zu vm. (*6089mds (16396ms Zimmer, Küche und allem Zubeh.
Schöne 3 Zim.=Wohnungen mit an ruhige Leute per 1. September
oder ſpäter zu vermieten. Näh
im Laden.
(17402ms Maadalenenſtr. 7, Hth., große Landgraf Georgſtraße 64, Neue Niederſtr. 8, part., ſchöne
3 Zim.=Wohn. mit Bad und Gas, 3 Z.=W. mit Gas, Veranda, Boden=
(16379ms kammer, per 1. Oktober zu verm.
(*6081ms 3 Zimmer Die ſeither von der Gräfl. Görtz=
Sandbergſtr. 60, Hths., ſchöne ſchen Brauerei Schlitz innegehabten
3 Z.=W. m. Zubeh. zu vermieten. Räume, Wendelſtadtſtraße 49,
beſteh. aus 2 Zim.=Wohn., Lager=
keller, Schwenkraum mit Kontor,
ſof. od. ſpäter zu verm. Näh.
14341ms Gr. Ochſengaſſe 14 ger. 2=Zim.=
Wohnung per ſofort zu vermieten.
(15122ms p. 1. Okt. Näh. Vdh., 1. St. (14684ms ſr. 70
Landskronstr. 79
Manſarde, 2 Z., Küche, Vorpl., 2 Kell.
Wanſardenwohnung, beſtehend an einz. Dame o. ruh. L. Pr. 18 M. Alexanderſtraße 15 2 unmöbl.
Zimmer zu vermieten. (15626ms 9 kleine 2 Zim.=
Arheilgerſtr. 10 W. (15571ms mit Gas und Keller, neu her=Steinackerstr. 1, III.,
2 Z. m. Küche a. einz. P. (B15974ms Dieburgerſtr. 40, Vorderhaus, Friedrichſtr. 12, 2 Zim. part.
für Büro geeignet.
(16163ms Nieder=Ramſtädterſtr. 59,
frdl., große 2 Zim.=Wohnung mit
Kammer, Küche u. Zubeh., an ruh.
Leute p. 1. Okt. zu verm. (16316a Ludwigshöhſtr. 17, freundl.,
ger. Manſarde (2 Zim. m. Zubeh.,
an kindl. Leute zu verm. (B16434ms Schießhausſtr. 29, Gartenhaus,
zwei kl. 2 Zim.=Wohnungen mit
Manſarde, eventl. zuſammen per
1. September od. 1. Okt. (B16433ms Frankenſteinſtr. 47 2 Zimmer=
wohnung mit abgeſchl. Vorplatz
und allem Zubeh. alsbald zu vm.
Näh. Karlſtraße 94.
(16609ms O
Gr. Ochsengasse 12
zwei neu hergerichtete 2 Zimmer=
Wohnungen ſofort zu vermieten.
Näh. daſelbſt bei Störger. (16621ms Schwanenſtr. 4 Zwei= Zimmer=
wohnung zu verm.
(*5517ms Heidelbergerſtr. 36, Manſarde,
2—3 Zimmer, gr. Küche u. ſonſt all.
Zub. p. 1. Sept. an ruh. Leute. Näh.
1. Stock od. Lad. (Straub). (17010a Geschäftslokal
als Wohnung
2 Zimmer nebſt Küche ebener Erde,
ſowie 2 Zimmer in der 1. Etage
billigſt zu vermieten. Zu erfragen
bei Wilh. Link, Landwehrſtr. 45,
Hinterhaus, 1. Stock.
(16973a Mathildenplatz 15, II., Ecke Bis=
marckſtr., 2 ſchöne leere Zim., m.
Gas u. all. Annehmlichkeit. bei geb.
Dame a. g. Fam. Nur an ſoliden,
geb. Herrn als Alleinmieter. (16943ms Stb.,
Mathildenplatz 3, 1. St.
2 Zim.=Wohn. zu verm. (17166ms
Näh. im Ochſenmetzger=Laden. Eliſabethenſtraße 58 2 ſchöne
unmöbl. Zimmer im Vorderhaus,
geeignet für Büro oder dergl., per
ſofort zu vermieten.
(17209ms Landwehrſtr. 15, Manſ., 2 Zim.,
Küche, abgeſchl. Vorplatz. (17211ms a
tr 02 Z.=Wohn.
Hofgartenstr .9per ſofort.
Näh. bei Beyer im Hauſe. (17189ms
Herdweg 45, part., große 3 Z.=
Wohnung nebſt Kabinett ꝛc. und
Garten zum 1. Okt. z. vm. (B17430
Klappacherſtr. 78, Hinterhaus,
2 Zimmer mit Küche und allem
Zubehör per 1. Sept. oder ſpäter
zu verm. Pr. Mk. 18.50. (B17431ms
Weiterstädterstr. 38
2 Zim.=Wohn. mit Küche an ordentl.
Leute zu verm. Näh. part. (17397ms
Mühlſtr. 50, I., große 2 Z.=Wohn.
m. Veranda. Vorm. anzuſ. (17392ms
Tannenſtraße 3, parterre, große
ſch. 2 Zimmerwohng. mit Zubehör,
monatl. 18 M. Näh. 1. St. (B17467
Kiesſtraße 31, eine 2
Zimmer=
wohnung.
(17408ms
Alexanderſtr. 4, part., 2 lere
Zim. f. Möbel ꝛc. zu verm. (17410ms
Mühlſtraße 10 2 Zim.=Wohn.
zu vermieten.
(17384a
Pankratiusſtr. 58, 2 Zimmerw.
alsbald zu verm. Preis monatl.
20 Mk. Näh. daſ. i. Laden. (*6062ms
Kiesſtr. 26, kleine 2 Zim.=Wohn.
mit Zubehör ſofort. (VII,17461
4 Zimmer
Schwanenſtr. 38, 2. St., ein
unmöbliertes Zimmer, Eingang
ſep. Näh. daſelbſt.
(17416ms
Forſtmeiſterpl. 5, neu. Mittelb.,
eleg. Zim., Küche, Gas, Waſſer, auch
als 2 Zim. zu benutz. Mk. 17. (B12845ms
Holzſtr. 20, ein kleines Logis,
Zimm. u. Küche zu vm. (15500ms
Eliſabethenſtr. 45, 1 Zim., Küche,
Zubeh. u. Abſchluß z. verm. (15793ms
Erbacherſtr. 46 Zimmer und
Küche per ſofort.
(16189ms
Hoffmannſtr. 3, 1 Zim., Kabinett
und Küche.
(17170ms
Schützenſtr. 17 ein Zimmer zu
vermieten. Zu erfr. im Vorderh.,
part., Frau Matthes. (16980t
Klappacherſtr. 28, Vdh., Manſ.,
Zimmer, Kabinett, Küche, abgeſchl.
Vorplatz, Veranda, per 1. Sept. zu
verm. Preis Mk. 16.50. (B17433ms
Nd.=Ramſtädterſtr. 57 Manſ.=
Zim. m. Küche bill. zu vm. (17396ms
Eliſabethenſtraße 31 großes
Zimmer mit Kammer evtl. Küche
zu vermieten.
(17400ms
Ballonpl. 3, Neub., part. l., leeres
Zimmer z. verm. Pr. 12 Mk. (*6140
One Zimmerzah
Zwei kleine Wohnungen zu
vermieten.
(12632ms
Näheres Blumenthalſtr. 115.
Wienerſtr. 60 Manſarde an
einz. Perſon zu verm. (VII,14145
holgang
LandwenrStrasse 17
geräumige Manſarden=Wohnung
mit reichl. Zubehör per 1. Oktober
zu vermieten. Näheres daſelbſt
im 1. Stock.
(15180ms
86
Ptumaag 90
Waldstrusse 22
iſt die Manſarden=Wohnung im
Seitenbau zu vermieten. (15374ms
Pankratiusſtraße 16 kleine
Wohnung zu vermieten. (16167ms
So
freundl.
Bandbergstr. 46, Manſ.., per Monat 14 M. (16741ms
Löffelgaſſe 9 kleine Wohnung
zu vermieten.
(16784ms
Beſſungerſtraße 74, Hinterb.,
ſchöne Manſardenwohnung, große
Stube, Kammer und Küche per
l. Okt. nur an ruh. Mieter. (B17081ms
Große Kaplaneigaſſe 37 eine
Wohn., per Mon. 9,50 Mk. (16654m
Wohnung zu vermieten. Zu
erfragen Große Ochſengaſſe 20,
im Laden.
(*6112ms
Weinbergſtr. 28, Wohn. an kl.
Familie zu verm. Pr. 15 Mk. (*6063ms
Gete teen
Eberstadt.
Villa im Mühlt., ſch. 4 Zimmerw.
im Parterre und allem Zubehör,
ſowie Gartenbenutzung per 1. Okt.
ſehr preiswert zu vermieten.
Näh. bei W. Schoeller, Darm=
(15107ms
ſtadt, Rheinſtraße 7.
Als
Büro oder Geſchäftslokal
Karlſtr. 3, I., 5 Zimmer nebſt
Zubeh. ſofort preisw. zu vermiet.
Näh. II. St. daſelbſt. (14238ms
Nummer 194e
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. Auguſt 1913.
Seite 15,
Wilhelminen=
M. 27, u. Liage
mit
7-8grosse Räume,
reich=
lichem Zubehör, neu hergerichtet,
beſonders geeignet für feineres
Geſchäft oder größere Bureaus,
zuſammen oder geteilt, per ſofort
zu vermieten. Näheres daſelbſt
im Seitenbau oder Wendelſtadt=
(16955ms
ſtraße 28, II. Stock.
Raum f. Flaſchenbierhandl. od.
Selterwaſſerfabr. p. ſof. od. ſpät.
zu verm. J. Mohr, Neckarſtr. 4. (14240ms
ch
Für Photographen.
Das ſeit 10 Jahren von Herrn
Hans Schramm innegeh. Atelier
u. Wohnung, Georgenſtr. 1½, ſoll
p. 1. Okt. 1913 anderweitig vermiet.
werden. Näh. durch C. W. Braun
Darmſtadt, Martinſtr. 74. (14016ms
mit Werkſtatt alsbald
Laden zu verm.
15126ms
Eliſabethenſtraße 37, 1. Stock.
Schöner Laden
mit Nebenraum, 2 Schaufenſter,
Nähe des Markts, zu vermieten
Zu erfragen in der Exp. (14247ms
Saalbauſtraße 38 ein ſchöner
Laden per 1. Oktober. (14378ms
Schützenstr. 7, Laden
mit 2 Schaufenſter, ca. 125 D Mtr.,
mit oder ohne Wohnung. Näh. bei
Otto Wolff, Wilhelminenſt. 26. (15125ms
Schöner Laden, auch für Büro
od. ſonſt. Zwecke geeignet, mit od.
ohne Wohnung zu verm. (15832ms
Näheres Viktoriaſtraße 81, I.
Kleinerer Laden
m. Kontor Ob.
Eliſabethen=
ſtraße p. 1. Okt. zu verm.
Näh. in der Exp. (15152ms
Laden der Papierbranche,
Laute=
ſchlägerſtr. 6, iſt p. 1. Okt. anderw. zu
verm. Näh. 1. St., Schäfer. (15885ms
mit Zim., für jed. Geſch.
Laden paſſ., groß und hell, zu
verm. Näh. Karlſtr. 30, I. (14919ms
Wienersſtraße 38, Laden mit
3 Zim.=Wohn. gleich oder ſpäter
billig zu vermieten.
(16012ms
Nieder=Ramſtädterſtr. 65 ein
Laden mit kleiner Wohnung per ſof.
oder ſpäter zu vermieten. Näh. auf
dem Baubüro daſelbſt. (16950ms
Laden mit 3 Zim.=Wohn., auch
für Büro od. ſonſt geſchäftl. Zwecke
geeignet, zu vermieten. (16951ms
Näheres Soderſtraße 29.
K
großer
Vl. Ochſengaſſe 16 Laden
mit Gas u. Elektr., für Filiale
ge=
eignet, ſofort zu vermieten. Näh.
Kl. Ochſengaſſe 14. (*5905oms
Hügelſtr. 21 k. Laden mit od.
ohne Zim. ſof. zu verm. (17279ms
Gr. Ochſengaſſe 30, ſeith.
Taden v. Gebr. Marschallik bew., z. v.
Zu erfr. Marktpl. 6, Keilmann. (14881m
nat
Vigat
10
Ernst Ladnigstr. 1u
großer modern. Laden mit 3
großen Schaufenſtern,
Gang=
u. Winterſeite, 27 Mtr. Tiefe
130 qm Flächenraum,
Zentral=
heizung, Gas, elektr. Licht, per
1. Okt. ev. früh. zu vermiet.
Auskunft erteilt die Firma
Le
Herz Nachenburger Sohn
Telephon 339
Rheinstrasse 1.
(IV,12360)
Grosser Eckladen
Ecke der Hoch= u. Kiesſtr. 34 per Nov.
Näheres 1. Stock.
(VII, 17460
ee
Waldſtr. 20, Stb., pt., ſch.
Werk=
ſtätte, ev. auch als Lagerraum.
Näheres im 2. Stock. (15116ms
Für Werkſtätte geeig. helle,
trockene Kellerränme m. gr.
Fenſtern u. Asphalt=Fußbod.,
Gas u. Waſſerleitung, ſeparat.
freien Zugang nach d. Hofe, ca.
60 qm groß, evtl. mehr, p. ſofort.
zu vermieten.
Gamaſchen=
fabrik Heß, Luiſenſtr. 6(12637ms
Mathildenplatz 4, großer, heller
und trockener Raum, neu
her=
gerichtet, bequeme Zufahrt, per ſof.
oder ſpäter zu vermieten. (15797ms
Lauteſchlägerſtr. 8, gr. Wertſt.
m. elektr. Kraft, per ſof. (17165ms
Beckerſtraße 34 eine Werkſtatt
zu vertieten.
(17445ms
Friedrichſtr. 12, großer Wein=
(16164ms
keller. Am Güterbahnhof (Dornheimen
Weg) groß. Lagerkeller bill. z. verm.
Näh. Eliſabethenſtr. 21. (*5711sms Sele Neue Niederſtr. 15, Stallung
für 3 Pferde ſofort zu ver=
mieten.
(13490ms Der Artillerie=Kaſerne gegen=
über, Stallung für 3 Pferde und
eine Stallung für 2 Pferde mit
Zub. ſof. zu verm. durch Heinrich
Funk, Grafenstr. 23½, Tel. 446. (17405ms e Lagerraum.
Im Obergeſchoß des neuen
ſtädtiſchen Lagerhauſes am
Güterbahnhof iſt ein für ſich ab=
geſchloſſener, zum Lagern von
Frucht und Mehl uſw. geeigneter
Raum, etwa 100 qm groß, als=
bald zu vermieten.
(16720ms
Nähere Auskunft wird im Stadt=
haus, Zimmer 64, erteilt.
Darmſtadt, den 1. Auguſt 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt. Lagerraum.
Im alten ſtädtiſchen Lagerhaus
iſt ein für ſich abgeſchloſſener, zum
Aufbewahren von Möbeln uſw.
geeigneter Raum, etwa 16 qm
groß, ſofort anderweit zu vermieten.
Nähere Auskunft wird im Stadt=
haus, Zimmer 64, erteilt. (16742ms
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt. Frockene, verſchließbare Halle,
ca. 7 m lang, 4 m breit, zu
1. Okt. zu verm. Näh. Kiesstr. 30, I. (17316g
Se Hügelſtraße 85 2 ſchön möbl.
Zimmer zu vermieten. (16168ms Grafenſtr. 22 möbl. Zim. an
1 oder 2 Herren zu vm. (13079ms Landwehrſtr. 6 möbl. Zimmer
ev. mit Penſion zu verm. (13288ms Roßdörferſtr. 60, II., groß., gut
möbl. Wohn= u. Schlafz. (14259ms Wendelſtadtſtr. 11, II., gut
(16276ms
möbl. Zim. zu verm. jogetn
Allboptr. 20, II. TLouvre),
Penſion, 2 möbl. Zimmer
zu vermieten, Schreibtiſch,
Gas.
(16722ms Mühlſtraße 60, (Kapellplatz)
freundl. möbl. Zimmer zu ver
mieten.
(14630ms Eliſabethenſtraße 30, I., ſchön
möbl. Zimmer zu verm. (15178ms Nieder=Ramſtädterſtraße 54,
Hinterb., 1. St. I., bei Daum, ſchön
möbl. Zim., ſof. beziehbar. (15181ms Liebigſtraße 13, I., eleg. möbl.
Wohn= u. Schlafzimmer mit Gas
in ruhigem Hauſe.
(15577ms Soderſtr. 56, part, ſchön möbl.
Zim., evtl. Wohn= u. Schlafzim.,
in fein. Hauſe ſof. zu verm. (15573ms Karlſtr. 28½, part., gut möbl
Zim. zu vm. A. W. Penſ. (15569ms N.=Ramſtädterſtr. 58 eleg.möbl.
Wohn= u. Schlafz. zu vm. (15870ms Schloßgartenplatz 7, nächſt d.
Herrngarten, frdl. möbl. Zimmer
an ruhigen Herrn.
(15971ms Bleichſtraße 39, II., möbliertes
Zimmer mit Penſion. . (16013ms Soderſtraße 39, 1. St., freund
lich möbl. Zimmer mit ſep. Eing.
an ſolid. Herrn zu verm. (16022ms Kaſinoſtr. 12 einf. möbl. Man=
ſardez. Näh. Buchbinderei. (16031ms Hoffmannſtr. 5½, III., fr. möbl.
Z. ſof. preisw. zu verm. (16208a Kiesſtraße 66
2. St., hübſch möbl. Wohn=
u. Schlafzim. an beſſ. Herrn
p. ſof. zu verm. (16277ms Dieburgerſtr. 32, Hth., pt., einf.
mbl. Z. z. vm. an H. o. Fräul. (16382ms Loniſenſtraße 30, II., gegen=
über dem alten Palaisgarten,
ſchön möbliertes Wohn= u. Schlaf=
zimmer zu vermieten. (15827ms Wienersſtr. 45, I., g. m. Zim.
mit Schreibtiſch zu verm. (15810ms Kahlertſtr. 11 ein gut möbl.
Zimmer ſof. zu verm. (15869ms Karlſtraße 94 zwei große eleg.
Zimmer m. groß. Veranda, Garten=
ausſicht u. Badezim. zu vm. (16569ms gut
Tanſehr-
Säche astrasse 47, hay möbl.
Zimmer ſofort zu verm. (*5473msm
event. mit Penſion, z. verm. (17026a
Telephonieren Sie nicht
wenn Sie Ihre Vermietungsanzeige abbestellen, da dies schon oft zu
Missverständnissen Anlass gegeben hat, sondern machen-Sie bitte Ihre
Abbesteilung schriftlich!
Darmstädter Tagblatt.
Waldſtraße 18, I.,
ſchön möbl. Wohn= u.
Schlaf=
zimmer per ſof. zu verm. (16972a
Friedrichſtr. 18, II., gut möbl.
Zimmer mit guter Penſion per
1. September zu vermieten.
Näheres parterre.
(16944ms
Saalbauſtraße 37 einf. möbl.
Zimmer zu verm.
(17020ms
Zimmer zu vermieten. (17064ms Karlſtraße 30, III. r., gut möbl.
Zimmer an ſ. r. Herrn. (15592ms Marienplatz 32, part., g. möbl.
Wohn= u. Schlafz. zu vm. (16648ms 3. St.,
Heinrichstr. 112, möbl.
Wohn= u. Schlafzimmer. (16947ms
R
Kranichsteinerstr. 37
1. St., lks., möbl. Zim. z. v. (17176a Landwehrſtr. 15 hübſch möbl
Wohn= u. Schlafz. zu vm. (17212ms Friedrichſtraße 11, 2. St., gut
mobl. Zimmer ſof. zu vm. (17187ms Neckarſtr. 26, parterre, möbl
Zimmer zu vermieten. (17185ms Elisabethenstr. 30, Htb., ſch. möbl
Zim. m. 1 od. 2Bett. b. z. vm. (*5798sm Lauteſchlägerſtr. 7, I., möbl.
Zim., Woche 3 Mk., ſof. z. vm. (16922 Friedrichſtr. 22, part., hübſch
mobl. Wohn= u. Schlafzimmer
ſofort zu vermieten.
(17101t Eckhardtſtr. 3, part. r., gut möbl.
Zimmer per ſof. zu verm. (16917ims Sandſtraße 4a, II., ſchön
möbl. Wohn= und Schlafzimmer
ſof. zu vermieten.
(17011t Ein hübſch möbl. Zimmer, 1. St.,
ofort zu verm. Zu erfr. Kaſino=
ſtraße 15, im Laden.
(17364t Luiſenſtr. 6, 2. St., hübſch ſep.
möbl. Zimmer p. ſofort. (14789omf Grafenſtr. 13, I., ſchön möbl.
Zimmer zu vermieten. (14142omd Wenckſtr. 6, II., möbl. Wohn=
u. Schlafz. zu verm. (14251oms Wieſenſtr. 9, Ecke Grafenſtr.,
1. St., ſch. mbl. Zim. ſof. (17164oms Mühlſtr. 76, III., Ecke Nied.=
Ramſtädterſtr., hübſch möbl. Zimm.
m. ſep. Eing. p. ſofort z. v. (16952oms Nieder=Ramſtädterſtr. 31, II. I., g.
möbl. Z. ſof. preisw. z. verm. (15758oms Wilhelmstr. 2, II
2 gut möbl. Zim. zu verm. Einzuſ.
von 8—11 u. 2—5 Uhr. (B17241ms Pallaswieſenſtraße 39, part.,
zwei gut möbl. Zim. mit guter
Penſion ſof. zu verm. (*5828sm Karlſtraße 73, II., Hth., ſchön
möbl. Zimmer zu verm. (B17283ms Tannenſtr. 8, 2 Zim.=Wohn.,
Manſ., ſof. bez. Näh. 1 St., l. (B24471 Aeltere alleinſtehende Dame oder
Herr finden gemütliches Heim be
beſſ. Beamten=Witwe. Auf Wunſch
teilweiſe Penſion. Off. u. H 91
an die Expedition erbet. (*5735sm Fpe
rankfurterstr. 58, II.
gut möbliertes Zimmer ſofort
zu vermieten.
(17398ms Riedlingerſtr. 17, I.,n. Schwimm=
bad, ſep. möbl. Zim. ſof. (17409ms Wilhelminenplatz 17, II., gut
möbl. Zim. für 1. Sept. (17412ms Arheilgerſtr. 48, 3. St., möbl.
Zim. b. kinderl. Ehep. ſof. (*6091md Riedlingerſtraße 39, 1. Stock,
fein möbl. Wohn= u. Schlafz. (Gas
Porzellanofen, ev. Klavier.) (*6094 2
ein großes
Wilhelminenſtr. 13 gut möbl.
Zimmer an beſſ. Herrn zu verm.
Näh. Leihbibliothek daſ. (17444ms an d. Rhein=
Saalbauſtraße 8 ſtraße, groß.
gut möbl. Zimmer ſofort. (*6105 Wendelſtadtſtr. 56, gegenüber
Blumenthalſtr., 1. Stock, möbliert.
Schlafzimmer, auch unmöbliert, zu
verm. Zu ſprechen ab. 7 Uhr. (*6092 Obergaſſe 2, II., b. Müller, einf.
möbl. Zim., mtl. 10 M. m. Kaff. (*6122 Gut möbl. Zimmer, auch als
beſſ. Schlafſtelle f. 1 od. 2 Herrr
ſof. zu verm. Erbacherſtr. 18, pt. (*6120 Aliceſtr. 22, I., g. möbl. Wohn
u. Schlafz. m. gr. Balkon Schreibt.,
Klavier. Gasbel., ſof. zu vm. (*6125 Grafenſtraße 8, I. Stock,ſchön
möbl. Zimmer mit Penſion zu
(*6124
vermieten.
Luiſenſtr. 34, I., 2 möbl. Z. m.
Ausſ. n. d. Palaisg., ſof. ſep. (*6085
u. Schlafz., a. einz. Zim., evt. mit
Penſ. p. 1. Sept. zu verm. (*6080
Kaſinoſtr. 17, Stb., 1einf., möbl.
Zim., ſep. Eing. zu verm. (*6168
ſch. möbl. Zim. m. Penſ. (*5928ms Landwehrſtr. 1, II., Herrngarten
elg. möbl. Wh.= u. Schlafz. (*6059m Nied.-Ramstädterstr. 51, II., frd. möbl.
Z. m. o. oh. Penſ., ſof. o. ſp. (*6065ms Heidelbergerſtr. 40, Rückbau
I. r., ſchön möbl. Zimmer zu verm.
Pr. 14 Mk. mtl. m. Kaffee. (*6071 90 r., ſeparates
Waldstr. 26, uön gut möbl.
Zimmer zu vermieten. (*6150ms dicht an der
Saalbauſtr. 7, Rheinſtr., ſehr
gr., ſch., hell. möbl. Zim. in gut. Hauſe
p. Sept. zu verm. Pr. 30 Mk. (*6149 Saalbauſtr. 38, II., eleg. möbl.
Wohn= und Schlafzimmer zu ver=
mieten. Telephon vorh. (17459a Neckarſtr. 9, I., möbl. Zimmer
(17462ms
pro Woche 3 Mk. Bleichſtr. 39, III., ſch. möbl. Z. m. 2
Bett. z. vm. Anzuſ. v. 12 Uhr ab. (*6138) Anſtänd. Fräulein findet gute
Schlafſtelle mit voller Penſion.
Grafenſtraße 2.
(*6101 Stiftſtraße 77, 2. St. I., möbl.
(*6175md
Zimmer zu verm. Aelterer Herr findet gemütliches
Heim in ruhigem, feinem
Hauſe mit Garten u. elektr. Licht
Auf Wunſch teilw. Penſion. Off.
u. J 67 an die Exp. erb. (*6067 (itre
Riedeſelſtr. 74, I., ſchöne Vier=
Zimmerwohn., der Neuzeit entſpr.,
per 1. Okt. zu verm. (17484ms Liebfrauenſtraße 67 2 Zimmer=
wohnung zu vermieten. (*6158 Riedefelſtr. 39, Manſ., 2 Zim.
u. Küche a. ruh. Lte. Näh. pt. (17475ms 4 Schaufenſter
in dem Oktroiaufſichtshäuschen
an der Allee (Zufahrtsſtraße zum
Bahnhof) ſind ſofort anderweit
zu vermieten. Nähere Auskunft
Stadthaus, Zimmer 64. (9094a
Darmſtadt, 1. Juli 1913,
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt. 3 Zimmeret Bwei 5 Zimmer-
Wohnungen oder
10 Zimmerwohnung
nahe Zentrum, in nur guter Lage
und gutem Hauſe, zum 1. April
1914 geſucht. Ausführl. Offerte
unter J 75 a. d. Exped. (17446ms ptosn, m. Bad,
Mod. 4—5 Zimmrw. elektr.
Licht u. Gart. zum 1. Okt. geſucht,
kleine Villa zum Alleinbewohnen
nicht ausgeſchloſſen. Offert. unter
89 an die Exp.
(*6152 3 evtl. 4 Zimmerwohnung
von kinderl. Beamten in beſſerer
Lage per 1. Oktober 1913 geſucht.
Off. m. Preis unter J 72 an die
Exped. d. Bl.
(17391mds Frl. mit Kind ſucht leres Zimm.,
evtl. m. Küche im Beſſung. Stadt=
teil, Nähe Heidelbergerſtr. bevorz.
Off. unt. J 87 an die Exp. (*6141 Per 1. Oktober 2 unmöblierte
Zimmer mit Bad in gutem
Hauſe geſucht. Offert. unt. J 42
an die Exped.
(*5942ims Kräulein ſucht 1 oder 2 kl. Zim.
mit Küche und Vorpl. Off. u.
94 an die Exped.
(*6160 (infach möbl. Zimmer im Mar
tinsviertel geſucht von Friſeuſe.
Off. m. Pr. u. J 99 Exp. (*6179md
Rheinstr. 6 Telephon 173
bringt von heute ab
den sensationellsten Film,
der je von der
Kinemato-
graphie geboten wurde.
Der
(at
Todesstarm
Kolor, Drama in 3 Akten.
Der Cavaner
Ergreifendes Drama.
Kleinstadtklatsch
Dus Gespenst
Die Wundermumie
Humoresken u. entzückende
Komödien.
Tappe Irye
Varieté.
Gewerbl. Betätigung
der Eingeborenen in
Ostafrika
Herrliche Natur- u.
wissen-
schaftliche Aufnahmen.
Zimmer (Wohn= u. Schlafzim.)
ſonnig, bevorz. Lage,
Wilhelminen=
ſtraße od. Obere Rheinſtr. od. Nähe
Off. unt. J 86 an die Exp. (*6144
Prima Kolonialwaren-Geschäft
in Frankfurt a. M. wegzugshalber
ſofort ſehr billig
zu verkaufen.
Laden mit 2 Z.=W., Manſarde
u. Keller, nur 65 Mk. monatl.
Off. unt. T. 15708 an Haasenstein
& Vogler, A.-G., Frankfurt a. M. (II, 17441
Acker, Garten oder Feid
im Norden zu pachten geſ. (*6165
Becker, Rhönring 57.
1
6
ebr. Koffer zu kaufen geſucht.
Off.m. Pr. u. I 77 Exp. (*6111ms
Wochenbericht des Union-
Theater.
Als Einlage:
Vezerhoust
In den Hauptrollen:
Berühmte deutsche Künstlerinnen
und Künstler.
Künstler-Konzert.
(17414
Saft=
Beutel, Saftpreſſen, Patentgläſer.
Meſſingkeſſ., Bohnenſchneidmaſch.,
Einkochtöpfe, Haarſiebe empfiehlt
in großer Auswahl Ernst Crämer,
Ludmigſtraße 7.
(*6155
Eleg. Diwan
neu, ganz billig zu verk. (*6177
Näh. Heinheimerſtr. 42, part.
Welche ältere, gebildete Dame
wäre geſonnen, mit junger Dame
einen Haushalt zu teilen. Off.
unter J 90 an die Exped. (*6153
Näherin empf. ſich zum
Anferti=
gen u. Umändern von Kleidern
und Wäſche aller Art bei beſter
Ausführung u. bill. Berechn. Gefl.
Off. u. G 72 an die Exp. (*5274ofm
anſſngr zum Waſchen, Spann.
Tardluch oder Bügeln, das Blatt
50 Pfg., nimmt an Wäſch= und
Büglerei, Lichtenbergſtr. 23, I. I. (*
n gut. bürgerl. Privat=
Mittag=
u. Abendtiſch können ſich noch
einige beſſ. Herren beteilig. (*6116mdf
Nieder=Ramſtädterſtr. 31, 1. St. I.
6
G
uter Privat=Mittagstiſch zu
70 Pfg. Grafenſtraße 2. (*6102
Seite 1..
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. Auguſt 1913.
Nummer 194.
Neu aufgenommen:
Sein Rristan
„Cavuga‟
Bester Ersatz für amerikanisches Kristall.
Olio Meischmann Neht.
G. m.
b. H., Ladwigstr.
17426
Ludwieshöhe
Heute Mittwoch, 20. Auguſt, nachmittags 4 Uhr,
Kur-Konzert in
anſchließend abends 8 Uhr bei günſtiger Witterung
Grosses Abendkonzert
mit Reunion
* Letztere findet bei jeder Witterung statt.
Um 1045 Uhr Lampionpolonaiſe mit Muſik
Kapelle des Großh. Heſſ. Artillerie=Regiments Nr. 61
Leitung Obermuſikmeiſter M. Weber.
Eintritt 30 Pfg., 10 Karten Mk. 2.
(B17429
Der hintere Garten für Nichtkonzertbeſucher.
u I.
Fammengarten Pranktarr H.
Grosse Blumen- und Pflanzen-Ausstellung
Sommerfler im Blumenparterre und im Anzuchtgarten
Schauhäuser, tropisches Wasserpflanzenhaus.
Beliebt ist
ein Ausflug in das
reizend gelegene (125
Rheinhotel Nierstein.
Bekannt durch seine Küche und Weine.
Schattige Rheinterrassen, großer Saal,
Autogarage, Stallung. Fernspr. 31.
am weissen Turm.
Heute:
Das größte und
sensationellste
Wildwest-Drama
der Saison.
Nur 4 Tage
das große Weltstadtprogramm4
4 große Sensationen.
U. a: Ein Autorenfilm von Hans Heyn.
Die Spitzenkönigin
ein überaus ſpannender Kriminalroman in 3 Akten.
In feſſelnden, das Intereſſe von Szene zu Szene ſteigernden
Bildern, entrollt ſich uns eine Handlung von überwältigender
Wirkung, ein Drama von nie dageweſener Spannung und
Realiſtik. Ein Detektivroman von ſchärfſter Beobachtung
und unerbittlicher Logik. Eine Handlung, reich an ſpannenden
Konflikten.
Erſtklaſſige Inſzenierung.
Glänzende Darſtellung.
Als zweiter Schlager:
(17483
EKpermieht
Eine Familientragödie
in 2 Akten.
Seine Vergangenheit
ergreifendes Lebensbild in 2 Akten.
Durchdacht im Aufbau, vollendetes Spiel und wundervolle
Szenen bietend, ſtellt dieſes ausgezeichnete Bild eine
ſpannende dramatiſche Handlung von tiefſter Wirkung dar
Ein ſelten ſchönes Bild.
Schuhwerk u. Kleider, gut und
defekt, bezahlt am beſten
C. Minkler, Langgaſſe 10.
Chriſtliches Geſchäft. (16547a
werden zu aller=
Flaſchen höchſt. Preiſ.
ge=
kauft. W. Feldmann, Lohndiener,
Karlſtr. 73, Gartenhaus. (15835a
Hut erh. Herd zu kaufen geſucht.
Näh. Exped. ds. Bl. (*6136
Iercht
Mathematik
d. akadem. gebild. Lehrer. Vorbrtg.
a. Einj.=, Finanz=, Geom.=, Matur.. Vorexamen. Nachhilfe. Sorgfält.
ſchnelle Förderung. Mäß. Honorar.
(B16595
Wittmannſtr. 30, I.
erteilt
Cand. phil- Unterrich
in Franz., Engl. u. Latein. Off.
u. J.71 an die Exped. (*6093mds
gibt einem Schiler
Wer des Realgymnaſiums
Nachhilfeſtund. in Latein, bezw.
überwacht deſſen häusl. Arb.? Off.
unt. J 26 an die Exp. (*5889oim
arbeitet mit Studenten
Wer der Medizin Chemie
durch? Offerten mit Preisangabe
unter J 91 an die Exp. (*6148
pilt 1. Mann Schön=u.
Wer erttu: Rechtſchreibkurs?
Offerten u. I 68 Exped. (*6072md
Name erteilt erfolgr. Nachhilfe in
Sprachen, auch Latein; überwacht
Schularb. Vorzügl. Ref. Stundenpr.
50. Pfg. Elisabethenstr. 44. (16983a
Zahle die beſten Preiſe für getr.
Herren= u. Damenkl., Wäſche,
Stiefel, Möbel, Gold und Silber.
Fr. Levi, Kl. Ochſengaſſe 4. (16737a
Für 10 Monate alten
(2e
Knaben
werden gute Pflegeeltern geſucht.
Off. unt. K 4 an die Exp. (17490
Verloren
Brillantring
am Sonntag abend im Saale des
„Perkeo‟ Ehrlichen Finder bittet
man, denſelben bei hoher
Be=
lohnung auf der Expedition dieſes
Blattes abzugeben.
(*5945im
Goldene Damenuhr mit
Sprung=
deckel u. ſilberner Kette am
Sonntag, den 17. cr., bei einem
Spaziergange durch die innere Stadt
verloren. Der ehrliche Finder
wolle dieſelbe gegen gute
Be=
lohnung auf dem Polizeiamt
ab=
geben.
(17347im
Die hübsche Japanerin
3. Platz B . 19 Pf.
ein ſpannender Roman aus dem Leben einer Japanerin.
Auch dieſer ausgezeichnete Film bietet neben glänzender
Darſtellung eine Serie landſchaftlicher Schönheiten Japans.
Berichtigung.
In der Annonce, betr.
Preiskegeln im „Roten
Löwen” muß es heißen:
25Preiſe z10Wert=, 10Geld=
und 5 Troſtpreiſe. (*6131
E. M. 20
Bitte Brief abholen!
*6166)
H. 25.
Woog, am 19. Auguſt 1913.
Waſſerhöhe am Pegel 3,81 m.
Luftwärme 170 C.
Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 180 C.
Woog=Polizei=Wache.
Auf allgemeinen Wunſch! Das große Meiſterwerk
Auf den Trümmern des Glücks
erſchütterndes Drama in 3 Akten.
In dieſem Drama iſt alles aufgeboten worden, um dasſelbe
zu einem Meiſterwerk der Kinemategraphie zu machen. Noch
nie iſt ein Drama von ſolch überwältigender Wirkung gezeigt
worden. Szenen von geradezu erſchütternder Tragik und
Lebenswahrheit enthält dieſer Film, vertieft durch das
unver=
gleichliche ſeelenvolle Spiel erſter Bühnenkünſtler.
Jedermann muß dieſes Drama ſehen.
Eine Reihe erſtklaſſiger, ausgeſuchter
Neuheiten vervollſtändigen das neue
Riesen=Programm.
Programm
zu dem am Mittwoch, den
Kaſſenöffnung 3 Uhr!
Erstklassige Musikbegleitung!
Kaſſenöffnung 3 Uhr!
Angenehmer Aukenthalt!
Entlaufen
ſchott. Schäferhund, lahmt etwas
linkes Hinterbein. Gelb u. weiß.
Gegen Belohnung abzugeben.
6154)
Riedeſelſtraße 72, part.
20. Aug., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Garde=Dragoner=
Regiments Nr. 23.
1. „Gruß in die Ferne” Marſch
von Döring. 2. Ouvertüre zur
Oper „Das goldene Kreuz” von
Brüll. 3. „Liebliche kleine
Dinger=
chen” aus der Operette „Die Kino=
Königin” von Gilbert. 4. Fantaſie
aus „La Traviata” von Verdi.
5.
Rokoko=Gavotte von Aletter.
6. Eine Epiſode aus dem
Jäger=
leben, Jagdfantaſie von Reckling.
ädchen, 27 J., ev., mit erſpart.
M Geld, ſucht ordentlichen Herrn
zwecks Heirat kennen zu lernen.
Off. u. J98 a. d. Exp.
(*6167
Heiraten Sie nicht
bev. Sie über zukünft. Perſon
u. Familie, Mitgift, üb. Verm.,
Ruf, Vorleben ꝛc. genau
in=
formiert ſind. Diskr. Spezial=
Auskünfte überall. (VII,11543
Welt-Auskunftei „ Globus
Berlin W. 35.
Deamter in mittl. Staatsdienſt,
4300 Mk. Einkomm., anfang d.
60er Jahre, Witw., ev., wünſcht ſich
mit gebild. Dame, Frl. od. kinderl.
Witwe v. liebensw. u. verträgl. Weſ.
i. Alter v. 50—55 J., bald wieder zu
verheiraten. Einiges Vermögen
erwünſcht. Gefl. nichtanonyme Off.
unter J 81 an die Exp. erbeten.
(*6113
Diskretion Ehrenſache.
Träulein, 33 J., w. mit beſſ. kath.
7 Handwerker zwecks Heirat in
Verbindung zu treten. Off. unt.
(*6171
I 97 an die Exp.
1.
Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
„§ 194.
Mittwoch, 20. Auguſt.
1913.
Man tut gut, ſich
von Zeit zu Zeit daran
zu erinnern, daß von all
den Maßnahmen, die der
moderne Menſch zur
Geſunderhaltung ſeines
Körpers vornehmen muß,
die richtige Pflege der Zähne beinahe die wichtigſte
iſt. Wenige ahnen, daß ſchadhafte Zähne nicht nur
unſer Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen, ſondern
— neue Unterſuchungen haben das in überraſchender
Weiſe bewieſen — häufig den Ausgangspunkt
mannig=
fachſter Krankheiten bilden können, deren Urſache oft
rätſelhaft blieb. Als richtig kann eine Zahnpflege nur
dann bezeichnet werden, wenn die zahnzerſtörenden
Gärungs= und Fäulniserreger, die ſich im Munde
täglich neu bilden, auch täalich unſchädlich
ge=
macht werden. Das iſt nur zu erreichen durch den
täglichen Gebrauch eines antiſeptiſchen Zahnpflegemittels.
Die Wirkungsweiſe des Odols iſt eine ganz
eigen=
artige. Während andere Mund= und
Zahnreinigungs=
mittel, ſoweit ſie für die tägliche Zahnpflege überhaupt
in Betracht kommen, lediglich während der wenigen
Sekunden der Mundreinigung ihre Wirkung ausüben,
wirkt das Odol noch ſtundenlang, nachdem man
ſich die Zähne geputzt hat, nach. Dieſe einzigartige
Dauerwirkung iſt aller Wahrſcheinlichkeit nach darauf
zurückzuführen, daß ſich das Odol beim Mundſpülen
förmlich in die Zähne und die Mundſchleimhäute
ein=
ſaugt, dieſe gewiſſermaßen imprägniert und ſo
gleich=
ſam einen antiſeptiſchen Vorrat hinterläßt, der noch
ſtundenlang den zahnzerſtörenden Fäulnis= u.
Gärungs=
prozeſſen entgegenwirkt.
(I,16960
Preis: ¼ Flaſche (Monate ausreichend) Mk. 1.50,
½ Flaſche M. —.85.
Kongreſſe und Verbandstage.
20. Deutſcher Ortskrankenkaſſentag.
— Breslau, 18. Aug. Unter Beteiligung von mehr
als 800 Delegierten, die über 500000 Kaſſenmitglieder
ver=
treten, trat hier der Deutſche
Ortskrankenkaſ=
ſenverband zu ſeiner 20. ordentlichen
Mit=
gliederverſammlung zuſammen. Der Vorſitzende
des Hauptverbands, der frühere ſozialdemokratiſche
Reichs=
tagsabgeordnete Fräßdorf=Dresden begrüßte die
Er=
ſchienenen und wies auf den Aufſchwung hin, den der
Ver=
band in der letzten Zeit genommen habe. Die Gegner
hät=
ten den Kampf mit allen Mitteln verſucht, ohne damit
irgend etwas zu erreichen. Die Hauptaufgabe des
Ver=
bandes ſei der Ausbau der ſozialpolitiſchen Einrichtungen
zugunſten der Kaſſenmitglieder; der Verband vermeidet
e
Zuſammenarbeiten von Arbeitgeber= und
Arbeitnehmer=
verbänden und von Kaſſenbeamten.
— Verbandsdirektor
Heſſe=Dresden erſtattet hierauf den Geſchäftsbericht, der
namentlich die Stellung der Krankenkaſſen zulden Aerzten,
die Verteilung des Medizinalperſonals, die Säuglings=,
Kinder= und Wohnungsfürſorge, die Bekämpfung der
Krebs= und Geſchlechtskrankheiten uſw. beſprach und mit
lebhaftem Beifall aufgenommen wurde.
Hierauf ſprach
Dr. jur. Althenrath=Charlottenburg,
Abteilungsvor=
ſteher in der Zentralſtelle für Volkswohlfahrt, über „
Woh=
nungsfrage, Wohnungsgeſetzgebung und die Mitwirkung
der Krankenkaſſen bei der Reformarbeit”
Er verbreitete
ſich eingehend über die ſogen. Siedelungsvereine und über
den Zuſtand der Wohnungen ſelbſt und ſchlug Mittel zur
Abhilfe der beſtehenden Mängel vor. In der von ihm
vorgelegten Reſolution wird gefordert, daß die
Kran=
kenkaſſen der Wohnungsfrage erhöhte Aufmerkſamkeit
zu=
wenden, daß die Kaſſenärzte die Wohnungen der Kranken
kontrollieren und die Kaſſen ſelbſt durch Gewährung von
Hypothekdarlehen die Erbauung von Kleinwohnungen
för=
dern ſollen. Nach einer kurzen Diskuſſion wurde die
Reſo=
lution angenommen. — Arbeiterſekretär Wiſſell=Berlin
ſtellte zu ſeinem Thema „Neue Gegner der
Sozialverſiche=
rung” eine Reihe von Leitſätzen auf, in welchen der hohe
Wert der ſozialen Verſicherung für die Volksgeſundheit
anerkannt und hervorgehoben wird, daß die einzelnen
Zweige der Arbeiterverſicherung heute zu Hauptſtützen der
auf die Hebung der Volksgeſundheit abzielenden
Beſtreb=
ungen geworden ſind. Die Laſten der Arbeiterverſicherung
ſind notwendige und höchſt produktive lohnende Speſen
der Volkswirtſchaft. Die Beſtrebungen der Gegner, die mit
Uebertreibungen der ſchlimmſten Art und mit
unbeweis=
baren Behauptungen operieren, werden die
Krankenkaſſen=
verwaltungen nicht von ihrem Wege abbringen. — In
ſeinen weiteren Ausführungen kritiſierte der Referent ſcharf
die Anſicht von Profeſſor Bernhard=Berlin, der von einer
„Rentenflucht der Arbeiter” ſpricht. In der
Diskuſ=
ſion wies Juſtizrat Mayer=Frankenthal darauf hin,
daß zu den Gegnern der ſozialen Verſicherung in erſter
Linie der Leipziger Aerzteverband gehöre, der die
Erhöh=
ung der Verſicherungsgrenze für die Krankenverſicherung
hintertrieben habe. Trotz aller Gegnerſchaft werden die
Krankenkaſſen weiter ihr Ziel im Auge behalten. —
Arbei=
terſekretär Graef=Frankfurt a. M. betonte, daß die
letz=
ten Kämpfe in den Krankenkaſſen gezeigt hätten, wie
not=
wendig die ſoziale Verſicherung ſei. Nicht die Arbeitgeber,
ſondern die Arbeitnehmer ſeien Gegner der
Beitragserhöh=
ung geweſen. Der heutige deutſche Aerzte= und
Apotheker=
ſtand laſſe ſich ohne die ſoziale Verſicherung gar nicht
mehr vorſtellen. Die Gegner der Krankenkaſſen, die
angeb=
liche Mißſtände, die durch ſozialdemokratiſche
Vorſtands=
mitglieder herbeigeführt worden ſein ſollten, beſeitigen
wollten, haben nach kurzer Tätigkeit eingeſehen, daß in den
Krankenkaſſenvorſtänden ernſte Arbeit geleiſtet wird und
haben ſich aus Gegnern der Krankenkaſſen in Freunde
der=
ſelben umgewandelt. Die Leitſätze des Referenten, die
dieſer zugleich als Reſolution vorgelegt hatte, wurden
angenommen.
Kahrihen des Sindente Darnſtat.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
8 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 10. Auguſt: dem Taglöhner Michnel
Hofferberth, Magdalenenſtr. 1, eine T. Martha. Am
15.: dem Fabrikarbeiter Georg Schneider,
Liebfrauen=
ſtraße 35 eine T. Margarete. Am 13.: dem Pfarcer
Dok=
tor der Theologie Johannes Waitz, Mollerſtr. 23, ein S.
Hans Martin Paul Gebhard Ernſt Ludwig Heinrich
Joachim. Am 14.: dem Großh. Baurat Heinrich
Wag=
ner, Liebigſtr. 25, eine Tochter. Dem Kellner Hermann
e Sommer, Gardiſeuſte
rich. Am 17.: dem Lokomotivheizer Auguſt Maus,
Weiterſtädter Weg 33, ein S. Reinhard Friedrich. Am
14.: dem Gaswerksarbeiter Hermann Krepper,
Schloß=
gartenplatz 6, ein S. Karl. Am 16.: dem Schreibgehilfen
Heinrich Schanz, Liebfrauenſtr. 74, ein S. Wilhelm.
Am 17.: dem Taglöhner Ludwig Löffel, Schulzengaſſe
22, ein S. Jakob. Dem Fabrikarbeiter Franz
Eller=
mann, Wendelſtadtſtr. 39, ein S. Karl Franz Taver. Dem
Kaufmann Abraham Libmann. Waldſtr. 1½, ein S.
Walter Max.
Aufgebotene. Am 13. Auguſt: Fabrikarbeiter Michael
Jüllich, mit Lina Margareta Schlicht, beide zu
Birkenau. Am 14.: Kaufmann Friedrich Johann
Schäfer, hier, mit Eliſe Chriſtine Anna Lerch zu
Frankfurt a. M. Gerbergehilfe Joh. Leonhard Dehmer I.
zu Eberſtadt, mit Köchin Eliſabethe Barbara Müller,
hier. Am 15.: Hofſchloſſer Georg Friedrich Rahn,
Waldſtr. 50, mit Margaretha Groh zu Arheilgen.
Stein=
hauer Wilhelm Weis zu Mannheim, mit
Zigarren=
arbeiterin Margareta Winkenbach zu Viernheim.
Eiſenbahnbureaugehilfe Hermann Rudolph Menges zu
Frankfurt a. M., mit Köchin Katharine =Schifferdecker zu
Eſchelbronn. Magazinarbeiter Karl Geyer, Mühlſtr. 23,
mit Eliſabethe Rink (genannt Mitſchdorfer), Schneiderin,
Lindenhofſtr. 7. Schloſſer Auguſt Nahrgang,
Laute=
ſchlägerſtr. 26, mit Maria Katharina Joſt, Inſelſtr. 19.
Fuhrmann Ludwig Krämer, Fuhrmannſtr. 12, mit
Lauf=
mädchen Anna Maria Fraas, ebendaſelbſt. Am 16.:
Dienſtknecht Karl Winkes zu Armsheim, mit
Marga=
retha Denne ebendaſelbſt. Vizefeldwebel im Großh.
Leibgarde=Inf.=Regt. Nr. 115 Wilh Klee Alexanderſtr.
22, mit Emilie Schneider, Mollerſtr. 40. Maurermeiſter
Aug. Hermann Thümmel, Schulſtr. 3, mit Martha
Frieda Engelhardt zu Zwickau. Schutzmann Johannes
Käß zu Offenbach=a. M mit Chriſtina Wilhelmine
Reichardt zu Nierſtein. Kaufmann Georg Welter zu
Saalfeld, mit Margaretha Barbara Thereſe Maria
Ackermann, Liebfrauenſtr. 47. Elektromechaniker Karl
Flamm zu Frankfurt=Rödelheim, mit Marie Anna
Stein, Hochſtr. 10.
Eheſchließungen. Am 13. Auguſt: Bäckergeſelle
Michgel Vollrath, mit Köchin Chriſting Urſtadt, beide
hier. Am 16.: Bureaugehilfe Friedrich Reckow mit
Anna Zang, beide hier. Taglöhner Viktor Jamann.
mit Elsbeth Brink, beide hier. Weißbinder Karl
Lorenz, mit Eliſe Zimmermann, beide hier.
Bahn=
arbeiter Alois Starck mit Köchin Eliſabeth Schulz, beide
hier. Kaufmann Ernſt Hackmann in Günzburg, mit
Martha Geiſt. hier. Städt. Leihamtsgehilfe Friedrich
Walter, mit Maria Horn, beide hier. Kürſchner Max
Rechenberg in Bensheim, mit Eliſabeth Möſer hier.
Dipl.=Ing. Wilhelm Schenderlein im Hamburg, mit
Maria Büchner, hier. Bürgermeiſterei=Kanzliſt. Karl
Keil, hier, mit Barbara Helldörfer zu Eſſen=
Rütten=
ſcheid. Kaufmann Arthur Müller zu Mannheim=
Sand=
hofen, mit Eva Hinkel, hier. Werkmeiſter Wilhelm
Jordan, mit Emma Beck beide hier. Packer Friedr.
Seeger, mit Katharina Steiger, beide hier.
Geſtorbene. Am 15. Auguſt: Realgymnaſiallehrer
Profeſſor Dr. Ludwig Weis, 83 J., ev., Heinrichſtr.
54. Am 14.: Margarete Imhof, geb. Pfeuffer, 37 J.,
kath., Ehefrau des Gaſtwirts Schloßgraben 15. Anna
Alma Martha Spengler, geb Prüße, 34 J., ev.,
Ehe=
frau des Gaswerks=Bureauaſſiſtenten, Schwanenſtr. 28.
Am 15.: Lehrerin a. D. Sophie Steinheimer, 68 J., ev.,
Saalbauſtr. 73. Apotheker Ernſt Wilh. Pfersdorff 76
J., ev., Gervinusſtr. 42. Am 17.: Schreinermeiſter Wilh.
Friedrich Gründler, 69 J., ev., Mühlſtr. 12. Am 18.:
Gärtner Mathias van der Velten, 69 J., kath.,
Grafen=
ſtraße 9.
14. Vorbereitungskurſus
für die theoretiſche Meiſterprüfung im Handwerk.
Nach dem Reichsgeſetz vom 30. Mai 1908 (ſog. kleiner
Befähig=
ungsnachweis) dürfen bekanntlich im allgemeinen nur noch ſolche
Perſonen Lehrlinge anleiten, welche die Meiſterprüfung beſtanden
haben. Ueberdies läuft am 1. Oktober 1913 die Friſt ab, bis
zu welcher die Meiſterprüfung noch ohne Nachweis der
beſtan=
denen Geſellenprüfung abgelegt werden kann. (Die Beſtimmungen
finden gleichermaßen auf männliche wie auf weibliche
Gewerbe=
treibende Anwendung.)
Da nun vorausſichtlich im Herbſt noch viele Handwerker nach
den erleichterten Beſtimmungen die Prüfung ablegen werden ſo
be=
abſichtigen wir zur Vorbereitung auf den theoretiſchen Teil dieſer
Meiſterprüfung wieder einen Kurſus in Buchführung,
Wechſel=
lehre, Scheckverkehr, Gewerbe=, Verſicherungs= und
Genoſſen=
ſchaftsgeſetzgebung abzuhalten.
Derſelbe wird bei genügender Teilnahme am 3. September
beginnen und am 11. Oktober endigen. Als Unterrichtszeit ſind die
Mittwoch= und Samstag=Nachmittage vorgeſehen.
Anmeldungen werden auf der Handwerkskammer zu Darmſtadt,
Georgenſtraße 9, bis ſpäteſtens 30. Auguſt entgegengenommen.
Die Teilnehmergebühr mit 10 Mk. iſt im Voraus zu entrichten.
(17041dm
Darmſtadt, den 12. Auguſt 1913.
Der Vorſtand des Ortsgewerbevereins zu Darmſtadt.
Zahnarzt Wolters
(17299oim
17 Rheinstrasse 17
von der Reise zurück.
Werſchiedene Einmach=Fäſſer und
(*6068
Steintöpfe zu verk.
Mathildenplatz 11, 1. St.
Damenbinde (Edelformer), noch
neu, u. Bügelplatte billig zu
(*6114
verk. Inſelſtr. 42, part.
Ei
6
ine große gute Badbütte, 4 Mk.,
zu verk. Waldſtr. 46, Htb. (*6127
Div. Jahrg. Velhagen u. Klaſing,
Weſterm. Monatshefte,
Roman=
zeitung 1 Papageienkäfig bill. zu
verk. Annaſtr. 31. Anzuſ. 2 Uhr. (*612s
Cölner Schwarzbrot
per Stück 50 Pfg.
im Ausſchnitt ¼ Pfd. 8 Pfg.
Weizenſchrotbrot
vielfach ärztlich empfohlen
(17423a
bei
Wilhelm Mlitze
Hoflieferant.
Brot= und Wiener Feinbäckerei,
Ecke Hügel= und Schützenſtraße.
kurz geſchnitt., aus hieſ. Waldungen,
wegen Platzmangel zum Preiſe v.
1.25 Mk. per Ztr., frei Haus exkl.
Oktroi liefert Philipp Diehl,
Lauteſchlägerſtr. 30, Tel. 844. (17425a
Weg. Platzm. billig abzug. 1
zwei=
tür. Kleiderſchrank, 1 ſpan. Wand,
Damenſchreibtiſch, 1 Staffelei,
1 Waſchgeſtell, 1 Rauchtiſch, 1 kl.
Spiegel, 1 Strohmatratze, 1
Küchen=
ſchrank. Schuchardstr. 16, II. (*6074
Welch edeldenkend. Herr ſchenkt
einem alt. blind. Mann ein.
abgelegten Schlafrock? (*6066
Inſelſtraße 19, Hth. part.
2 teil. Matratze, Gaszuglampe,
3* Herrenkleid., Stelleit., Wage bill.
zu verk. Kiesſtr. 43, Mſd. (*6070mf
Smiriim für Canzkunst.
Bringe dem geehrten Publikum zur gefl. Kenntnis, daß ich noch
Anmeldungen für die im Hotel „Prinz Carl’ ſtattfindenden Herbſt=
und Winterkurſe von 11—5 Uhr in meiner Wohnung,
Kranichſteiner=
ſtraße 44, parterre, entgegennehme.
(16037a
Johanna Georg, geb. Merz
(frühere Großherzogliche Hof=Solo=Tänzerin.)
Zanh-Flaxis
O. B. Weber, Dentist
bisheriger Assistent bei Zahnarzt Dr. Schlapp.
Wilhelminenstrasse 29. (15817a
Sprechstunden: vorm. 9—1, nachm. 2—6, Sonntags 9—1 vorm.
emnfehlen
je 3r91.
ee iigten
SGünner2O
Niederlage bei
V
Fenkfurfz 52
HermeswegO.
Friedrich Schaefer, Ludwigsplatz.
25
20
Mober und Hausrat
wegen Auflöſung des Haushalts
zu verkaufen. Verkaufszeit von 2
(17435mds
bis 3 Uhr nachm. bei
Schäfer, Heinrichstr. 109, II.
Zöbel werd. pol. u. umgebeizt
Me. (097mit)
Neugaſſe 1.
Meſſing=Gaszuglampe,
1 kl. Handnähmaſchine,
12 kl. flache Glaskäſten
geeignet für Käfer= od.
Schmetter=
lingſammlung ꝛc., werden billig
ab=
gegeben Lichtenbergstr. 80, II., I.
91980
1 Bücherſchr.,
Zut vrrkaufen Eichenholz, eine
Staffelei u. verſch. Bilder (*6083ms
Karlſtr. 115, Hth. 1. St. rechts.
Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 20. Auguſt 1913.
Nummer 194.
Billige
Tischwasche
Tischtücher Karfeedechen Tafelgedecke weiß Damast auf den gesamten mit Servietten Gelegenheits-Posten Vorrat Größe 2¾/ u. 3½ Mtr. zu Gedecke zu Mk. 3.29 u. 7.— 20% Rahatt Mk. 15.-26.-30.- hilipp Hess
Wäsche-Abteilung.
17480
Weiblich
Fräulein, 20 Jahre, ſucht ſofort
Stellung als Verkäuferin. Off
unter J 95 a. d. Exped. (*6159
Witwe,
Gebild. jg. Frau, wünſcht
Vertrauenspoſition, am liebſt.
in Darmſt., als Geſellſchafterin,
Haus=, Empfangsdame od. zur
Beaufſichtigung von Kindern,
Ueberwachen der Schularbeiten,
Nachtragen von Büchern, in
gutem Hauſe. Näh. bei Frau
Sanitätsr. Schefers,
Zimmer=
ſtraße 8, vormittags. (17470ms
Tücht. Schneiderin mimmt nock
Kund. an Weinbergſtr. 5, pt. (B17466
Tücht., junges Mädchen,
Nord=
deutſche, ſucht Stellung als
Putz=
arbeiterin. Selbige kann auch im
Verkauf tätig ſein. Off. unt. J 80
an die Exped. ds. Bl. (*6115mf
Tüchtige erfahrene Stickerin in
Platt=, Hoch=, Stiel= und
Kreuzſtich=
arbeiten, auch Feſtonieren, ſucht
Beſchäftigung. Offerten
Wittmann=
ſtraße 14, Manſarde.
(*6060ms
Flickfrau, auch in allen Näharb.
bewandert, nimmt noch Kunden an
*6175md) Stiftſtr. 77, 2. St. I.
Frau empfiehlt ſich im
Aus=
beſſern, auch werden Knabenanzüge
ſchön u. billig angefertigt. Alte
Sachen werden verw. Geht auch
außer d. Hauſe. Karlstr. 26, II. (*6163
Schneiderin, tücht. im Veränd.
von Kleidern, näht Weißzeug und
beſſert auch aus, nimmt n. Kunden
an Frankenſteinſtr. 61, III. (*6099
in empfiehlt
Perfekte Büglerin ſich
außer=
dem Hauſe. Näheres Rheinſtr. 5,
Seitenbau, 2. Stock.
(*6090
mit gut. Zeugniſſ.
Aelt. Fräul. ſucht Stelle zur
Führung ein. frauenloſ. Haushalt.
Offerten u. J 70 Exped. (*6095mf
Fleißige tüchtige Frau ſ. Arbeit
im Waſchen und Putzen. (*5900om
Näheres Ruthsſtraße 15, I. I.
Anſtändige, Pme=m ſucht abends
kräftige a1au Laden zu
reinigen. Zu erfragen in der
Expedition dieſes Blattes. (*5949im
-fagho
Unsolgin welches läng.
Einldches Praulorn, Zeit Haush
ſelbſtändig geführt hat, ſucht
ähn=
liche Stelle, event. tagsüber. Off.
u. J 53 an die Exped. (*6008im
Kinderfräulein, welches
Kinder=
pflege gelernt hat, Kindermädchen,
nette Landmädchen ſuchen in
Darmſtadt Stellen,
Aushilfs=
köchin, welche auch Hausarbeit
mit übernimmt, ſucht Stelle für ſof.
Frau Berta Neßling, gewerbsmäßige
Stellenvermittlerin, Ludwigſtr. 8. (*582 oim
Junge Frau ſucht Beſchäftigung
in israel. Familien, gewandt im
Nähen, Kochen, Kindererziehung.
Off. unt. J 79 an die Exp. (*6107
Frau ſucht Laufſtelle für morg.
2 Std.
Hermannſtr. 5, I. (*6109
wünſcht Beſchäftigung für Nach=
mittags von 2—6 oder 3—7 Uhr.
Off. u. J 85 an die Exp. (*6135 Iae, kein. Frau geht waſchen
und putzen, Weber, Langgaſſe 29.
Nur d. Poſtkarte zu beſtell. (*6104 Ein unabhängiges jung. Mädchen
ſucht Laufdienſt für den Vormitt.
Alexanderſtraße 13, Seitenb. (*6075 Monatsſt. f. morg. v. ½9—10 Uhr
geſ. Wendelſtadtſtr. 46, III. (*6084 Junges kräftiges Mädchen ſucht
Stelle in kleinen Haushalt. Becker=
(*6088
ſtraße 23, parterre. Der Katholiſche
Mädchenschutzverein
Nieder=Ramſtädterſtraße 30
(täglich von 3—5) empfiehlt per
ſofort oder ſpäter 1 ältere Köchin
mit guten Zeugniſſen, mehrere
jüngere Alleinmädchen. (17415 Stellen ſuchen: Bürgerl. Köchin,
Stütze, Haus=, Alleinmädchen u
mehrere 15= u. 16jähr. Mädchen ſof.,
1. Sept. u. 1. Okt. Johannette Weiss-
mantel, gewerbsmäßige Stellenvermittlerin,
Karlſtr. 30. Teleph. 1909. (*6157 Unabh. Frau ſ. Lauſſt. f. morg.
geht auch halbe Tage waſch. u. putz.
Näh. Langgaſſe 29, 2. St. (*3026 Jg. ſ. ehrl. Frau ſ. Laufft, geht
auch Lad. od. Büro putz. vor= od.
nachm. Eckhardtſtr. 3, Hinterhaus
2. Stock rechts.
(*6170md Aelt.beſſ.alleinſt. Frau ſ., geſt. auf
g. Zeugn., Beſch. b. Kind. tagsüb. g.
kl. Verg. Off. u. J 88 Exp. (*6145 Junges Mädchen, das gedient
hat, ſucht morgens 2 Std. Laufſt.
Blumenthalſtraße 63.
(*6143 Frau geht waſchen und putzen.
Ludwigshöhſtraße 78. (B17465 Beſſeres oberheſſiſches Mädchen
(19 Jahre) ausgebildet in Hand=
arbeit, Bügeln und im Haushalt,
ſucht Stellg. als Stütze in beſſ. Hauſe.
Näheres Rhönring 101, II. (17478md Wo kann Frl. d. Schneidern
gründl. u. raſch erlernen? Off. unt.
B. D. 21 hauptpostlagernd. (*6147 Männlich
Sohder Hatt
45 Jahre alt, längere Zeit im Aus=
land geweſen, ſucht in Darmſtadt
Stellung als Kaſſenbote, Magazin=
aufſeher od. ſonſtigen Vertrauens=
poſten. Bewerber iſt der engliſchen
Sprache vollkommen mächtig und
reflektiert weniger auf hohen Ge=
halt wie auf dauernde angenehme
Stellung. Beſte Zeugniſſe und evtl.
Kautionſtehen zur Verfügung. Gefl
Off. unt. J. 45 a. d. Exp. (*5960imd Polizeibed. ſucht Nebenerwerb.
Offerten unter I 74 an die Ex=
(*6077
pedition dieſes Blattes. Ein ehrl. Junge von 13 Jahren
ſucht Ausgänge nach der Schule
zu beſ. Nh. Ruthsſtr 15, I. l. (*5899om
Kaufmann
29 Jahre alt, bisher in erſten Engros= und Detailgeſchäften
teils in leitenden Stellungen und auf Reiſe tätig geweſen,
ſucht Privatverhältniſſe halber möglichſt in Darmſtadt od. Nähe
Vertrauenspoſten, evtl. auch für Reiſe. Gefl. Offerten unter
7 an die Expedition dieſes Blattes erbeten. (*5776sms
17481)
Jüngere Verkäuferin
per ſofort geſucht.
Alfred Fränkel, C.-G.
Ludwigstraße 6.
Techniker auf techn.
ſucht Stellung
Büro als Zeichner oder ſonſtigen
(*6130mf
die Expedition.
21 J. alt, Anj.=
Kaufmann, Berechtig., mili
tärfrei, mit guten französischer
u. englischen Sprachkenntnissen,
firm in allen Kontorarbeiten,
Stenographie und
Maschinen-
schreiben, sucht Stellg. per 1. Okt
als Expedient oder Kontorist.
Offerten unter J 46 an die
Ex-
pedition dieses Blattes. (17387msd
Junger Kaufmann,
perfekt in Buchhaltung und
Korre=
ſpondenz, flotter Stenograph und
Maſchinenſchreiber ſucht per ſofort
event. ſpäter anderweitig Stellung.
Off. u. J 73 an die Exp. (*6079ms
Jahrtmaahanf. Logis=Arbeiter
Schuhmacher. ſucht wöchentlich
1—2 Paar neue Böden mitzumach
Off. u. J 78 an die Exp. (*6108
Zeäen
Weiblich
Tüchtige
für unſere Abteilungen
Kleiderstoffe,
Baumwollwaren,
Weißwaren,
per 1. Oktober geſucht.
Offerten mit Bild,
Zeugnis=
abſchr. u. Gehaltsanſprüchen
erbitten
Gebr. Rothschild
16974a) Markt 2.
Für das Büro einer Fabrit
an der Bergſtraße per 1. Septbr.
ein Fräulein geſucht, welches auch
ſtenographiert u. Schreibmaſchine
ſchreibt. Offerten mit
Gehalts=
anſpr., event. Zeugnisabſchr., unter
K 1 a. d. Exped. d. Bl. (17485ms
(
Tuchtige Arbetterinner
ſofort geſucht. (*5987im
Georg Benkert
Damenſchneider
Nieder=Ramſtädterſtr. 35, I.
Perfektes
Nähmädchen
für dieTapezierwerkſtattbei
gutem Lohn für dauernd geſ.
Joseph Trier
Wilhelminenſtr. 25. (17477ms
Lehrmädchen geg. ſof. Vergüt.
und Laufjungen für ganzen Tag
ſuchen Schmidt-Rauch, Wil=
(*6098
helminenſtraße 10.
Lehrmädchen ſpäter geſucht.
Mosbacher=Spieß, Eliſabethen=
Poſten. Offerten unter J 83 anlſtraße 52, Konfektion. (*5993im Suche gute Köchinnen in Herr=
ſchaftshäuſer, Herrſchaft, zwei
Leute, ſucht wegen Verheiratung
Alleinmädchen, gewünſcht bürger
lich kochen, etwas bügeln, Mädchen
mit guten Zeugniſſen in Geſchäfts=
häuſer geſucht. Frau Berta Neß=
ling, gewerbsmäßige Stellenver
mittlerin, Ludwigſtr. 8. (*5891oim Braves wiliges Mädchen von
morg. früh bis nach dem Spülen geſ.
Friedrichſtraße 9, 1. Stock. (*5948im Ein ſauberes
olides Mädchen
ſofort geſucht oder bis 1. September.
Heidelbergerſtraße 124. (B17352 Mädchen mit guten Zeugniſſen
in kleinen Haushalt nach Auer
bach geſucht. Zu erfragen Hein=
richſtraße 119.
(17372imd Alleinmädch. mit guten Zeug=
niſſen nach Offenbach geſucht. Vor=
zuſtellen bei Frau Prof. Beck. Darm=
(*5938im
ſtadt, Sandſtr. 32, I. Suche für 1. Sept. eine Frau o.
Mädchen zu 2 Kindern. Offerten
unter J 25 an die Exp. (*5883om Lauffrau f. einige Stunden geſ.
Zu erfr. Wenckſtr. 22, III., I. (*5895om Alleinmädch. geſucht per 1. Sept.
Saalbauſtraße 69.
(*5872som Junges Mädchen, das etwas
v. Flicken u. Bügeln verſteht, zur
Aushilfe geſ. Off. I 69 Exp. (*6096 Alsbald zuverläſiges Mädchen
für Küche und Haus, das ſchon ge=
(B17027
dient hat, geſucht.
Wittmannſtraße 17, II. Für eine alte Dame wird für
ſofort während der zeitweiligen
Abweſenheit ihrer Tochter eine
gebildete Dame
zur Geſellſchaft und Unterſtützung
im Haushalt geſucht. Dienſt=
mädchen gehalten. Baldige Offer=
ten mit Angabe der Bedingungen
unter J 44 a. d. Exp. d. Bl. (*5957im Geluchf
für 1. September nach Mainz ein
tüchtiges Hausmädchen
welches nähen und bügeln kann.
Gute Zeugniſſe erforderlich. Näh.
Expedition ds. Bl. (IV,17442,46 geſucht.
1junges Laufmädchen (*6106
Lina Neu, Eliſabethenſtr. 28.
Saubere Lauffrau ſofort geſucht.
(*6137
Schwanenſtraße 71, I.
Junges, ſaub. Mädchen
tags=
über bis nachmitt. 5 Uhr geſucht.
*6097)
Frankfurterſtr. 120.
Ein Laufmädchen für einige
Stunden des vormittags geſucht
*6118) Viktoriaplatz 4, 2. St.
Tücht. Lauffr. od. Mädch., welch.
durchaus zuverl. iſt, vorm. 3, nachm.
2 St. geſ. Taunusſtr. 1, I. (*6117md
94
6
Läummädchen
(*6082
für vormittags geſucht.
Mathilde Klein, Modes,
Ecke Grafen= und Eliſabethenſtraße
Suche in gut. Herrſchaftshäuſer
tücht. Haushält., perf. Jungf., beſſ.
Hausmädch., Alleinmädch., welch.
koch. kön., zu einz. Damen u. zwei
Leuten hier u. ausw. z. 1. Sept. u.
1. Okt., 1 gute Aushilfsköch. zum
1. Sept. Gertrude Hartmann,
gewerbs-
mäßige Stellenvermittlerin, Nieder=
Ram=
ſtädterſtraße 31.
(*6162
Tücht., ſaub. Mädch. für vorm.
geſ. Magdalenenſtr. 11, I. (*6172
Braves Mädchen, das ſchon
ge=
dient hat und kochen kann, gegen
hohen Lohn ſofort geſucht. Näh.
Bismarckſtraße 5, 1. St. (*6173mdf
M
Gut
das kochen:
empfohl. Mädchen, und nähen
kann oder das gut näht und das
Kochen erlernen will, zum 1. Okt.
geſucht Grüner Weg 8, II. (B17486
Suche Köchinnen, Hausmädchen,
Alleinmädch., welche koch. kön., für
ſofort, 1. Sept. u. Okt. Frau Minna
Dingeldein, gewerbsmäßige
Stellenvermitt-
lerin, Eliſabethenſtr. 5, Tel. 531. (*6178
Mänmlich
Tüchtiger
Kaufmann
ür die Reise gesucht. Da
ertrauenspoſten und größere
nkaſſos Kaution erforderlich.
oher Verdienſt.
*6129
Offerten unter J 84 an d. Exp.
Reisende
evtl.
geſucht. Höchſte
ſpäter Fieum.
Blücherſtraße 36.
Aufhieſigem Aſſekuranzbüro kann
er 1. Okt., event. auch ſchonfrüher ein
4.
Volontar
us guter Familie eintreten. Gefl.
fferten unter J 56 an die
Ex=
edition dieſes Blattes.
(*6064
Akkordpartie (Tüncher) geſucht
liſenſtraße 40.
(17427a
Packerm. g. Zeugn. ſofort geſucht,
(*6056
Zum Aufpolieren und
In=
ſtandſetzen von
Möbel
wird tüchtiger
Schreiner
im Taglohn geſucht.
Offerten unter J 93 an
die Exped. ds. Vl. (17474
Hausburſchen m. g. Zeugn. f.
otel u. Reſt. ſof. geſ. Adolf
Dingel=
n, gewerbsmäßiger
Stellenver=
ittler, Eliſabethenſtraße 5, Tele=
(*6169
hon 531.
Ich ſuche zum ſofortigen
An=
tritt für mein Fabrikbüro
einen kaufmänniſchen
e
Leiiing
mit guten Schulzeugniſſen.
Joseph Trier, Hofmöbelfabrik,
Wilhelminenſtr. 25. (17161sms
Verein in
Hoffmannſtraße 4
ſeine Sprechſtunden den
Mts. täglich von 3—5 Uhr
Mittwochs und Samstags.
rstags v. 10—11Uhr. (17301om
bringt die Uebernahme des Alleinvertriebsrechts verschiedener
pat.-amtl. geschützter Artikel, darunter von grösster
volkswirt-
schaftlicher Bedeutung. Nachweisb. Eink. unbegrenzt. Keine
Lizenz, nur einige 100 Mk. zur Sicherh., welche rückvergütet
werden. Gutachten von Behörden und Autorität., sowie Zeugn. von-
Verbr. Jede Familie dauernd Abn. Dieses Angebot kommt nicht
(17488)
wieder. Interessenten wollen sich melden am
Donnerstag von 10—6 Uhr im Darmstädter Hof.