Inſerate
Abonnementspreis
176. Jahrgang
werden angenommen in Darmſtadt,
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
wärts nehmen die Poſtämter u. die
Agen=
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
ſowie von unſeren Agenturen und
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
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Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 36 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Bei einer Brückenſchlagsübung über den Rhein
bei Straßburg i. Elſ. ſchlug ein Ponton um, wobei
2 Pioniere ertranken.
Der franzöſiſche Senat hat am Donnerstag die
Beratung der Militärvorlagen begonnen,
die vorausſichtlich 8 Tage in Anſpruch nehmen wird.
England hat den Vereinigten Staaten mitteilen laſſen,
daß es ſich an der Ausſtellung in San
Fran=
zisko 1915 nicht beteiligen werde.
Aus Coro in Venezuela ſind Meldungen eingegangen,
welche die Empörung der Garniſon
beſtäti=
gen. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß die
Be=
wegung von den Anhängern Caſtros geführt
wird.
Die Gewerkſchaftsverbände in
Johannes=
burg beſchloſſen, keinen Generalſtreik zu
verkünden.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
2. Auguſt 1813: Napoleon trifft in Bamberg ein und hält
Truppenſchau über das bayeriſche Obſervationskorps.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Wehrbeitrag und Beſitzſteuer.
Vom Eeheimen Oberregierungsrat Dr. Hoffmann,
vortrag. Rat im Reichsſchatzamt, Berlin=Großlichterfelde.
II. (Schluß.)
Das Beſitzſteuergeſetz iſt die Umbildung der
gleichnamigen Anlage des Regierungsentwurfs eines
Ge=
ſetzes, betr. Aenderungen im Finanzweſen, zu einem für
das geſamte Reichsgebiet gleichmäßig geltenden
Reichs=
ſteuergeſetze. Der Reichstag hat darauf beſtanden, daß
das Poſtulat einer Beſitzbeſteuerung zu Zwecken des
Reichsbedarfs, das von ihm ſchon länger aufgeſtellt
wor=
den war und auch im Geſetz vom 14. Juni 1912, wenn
auch unter anderen Verhältniſſen, Ausdruck gefunden
hatte, im Wege einer unmittelbaren Reichsſteuer
verwirk=
licht werden ſollte. Daß der Bundesrat trotz ſeiner aus
der Sorge für die finanzielle Selbſtändigkeit der
Bundes=
ſtaaten hergeleiteten Bedenken gegen direkte Reichsſteuern
dieſer Regelung ſchließlich doch zugeſtimmt hat, liegt in
der Beſonderheit der in Rede ſtehenden Steuer begründet.
Die Vermögenszuwachsſteuer (Beſitzſteuer) macht den
innerhalb gewiſſer Zeitabſchnitte eingetretenen
Ver=
mögenszuwachs zum Gegenſtand der Beſteuerung.
Sie wird hiernach zwar in periodiſchen Zeitabſchnitten
ver=
anlagt, trifft den in der Perſon des Vermögensträgers
ein=
getretenen Vermögenszuwachs als ſolchen aber nur einmal
zu dem auf die Vermögensbildung folgenden
Veranlag=
ungszeitpunkt und dann nicht wieder, iſt inſofern alſo nicht
periodiſch und unterſcheidet ſich eben hierdurch von den
landesgeſetzlichen, alljährlich erhobenen Vermögensſteuern,
in die ſie demnach nicht unmittelbar eingreift. Die
For=
derung, daß die bisherigen Einkommensſteuern und die
Vermögensſtenern den Bundesſtaaten vorbehalten bleiben
ſollen, iſt daher in dieſem Sinne erfüllt geblieben.
Die Beſitzſteuer wird erhoben von dem Unterſchiede
zwiſchen dem reinen Werte des ſteuerbaren
Geſamtver=
mögens am Ende des jeweiligen dreijährigen
Veran=
lagungszeitraumes und dem reinen Werte des ſteuerbaren
Geſamtvermögens am Anfang dieſes Zeitraumes. Auf
den Urſprung des Vermögenszuwachſes wird hierbei im
allgemeinen grundſätzlich nicht eingegangen. Die Abgabe
trift den Vermögenszuwachs gleichbiel, ob er verdienter
oder unverdienter Vermögenszuwachs iſt, ſie trifft ihn
insbeſondere auch dann, wenn er in einer Erbſchaft oder
Schenkung von Elkernſeite her ſeinen Grund hat. Sie
ſchließt mit anderen Worten eine Deſzendenten=
Erb=
ſchafts= und Schenkungsſteuer in ſich ein. Da alles
Ver=
mögen phyſiſcher Perſonen einmal die Pforte der
Erb=
ſchaft vaſſieren muß, erledigt ſich der Einwand, als ob
dieſe Steuer nicht mit der Zeit alles Vermögen einmal
erfaßte.
Was die Vermögenszuwachsſteuer vor der
Erbſchafts=
ſteuer auszeichnet, beruht in den Beſonderheiten ihrer
Struk ur, die auch gegenüber den vielfachen ſonſtigen
grundſätzlichen Einwendungen gegen dieſe Beſitzſteuerart
gerechterweiſe gewürdigt werden müſſen. Sie vermeidet
ein Eindringen in innere Familienverhältniſſe zu einer
Zeit, wo ein ſolches Eindringen, wie beim Tode oder in
Schenkungsfällen, beſonders läſtig empfunden wird. Auch
wird der Zuwachs zur Steuer nur inſoweit herangezogen,
als er als Aktivvermögen in die Erſcheinung tritt, nicht
auch inſoweit, als er lediglich eine Ueberſchuldung der
Steuerpflichtigen beſeitigt hat. Auch ſoweit der Zuwachs
bis zur Zeit der Veranlagung wieder weggefallen iſt,
bleibt er außer Betracht. Beſonders wichtig iſt
folgen=
des: Der Vermögensſtand zu Beginn des
Veranlagungs=
zeitraumes wird für die Ermittelung des Zuwachſes nur
dann zum Vergleiche herangezogen, wenn er zu einer
Ver=
ſteuerung geführt hatte. War dies nicht der Fall, weil das
Vermögen des Steuerpflichtigen gegenüber einem frühe=
ren Veranlagungszeitpunkte zurückgegangen war oder ſich
doch nichtterhöht hat, ſo wird auf diejenige weiter
zurück=
liegende Veranlagung zurückgegriffen, die den letzten
höch=
ſten. Vermögensſtand, der zu einer Verſteuerung geführt
hat, darſtellte. Eine neue Heranziehung zur Steuer kommt
alſo erſt dann und nur inſoweit in Frage, wenn und
ſo=
weit dieſer Vermögensſtand wieder überſchritten wird,
dann allerdings mit dem Zuwachſe ſelbſt dann, wenn
die=
ſer ſich in einem längeren als dreijährigen Zeitraume
an=
geſammelt hat.
Im übrigen baſieren die Vorſchriften des
Beſitzſteuer=
geſetzes vollſtändig auf denen des Wehrbeitragsgeſetzes,
ſoweit das Vermögen in Betracht kommt. Folgendes
Be=
ſondere iſt hervorzuheben:
Die Steuerpflichtigkeit beſchränkt ſich auf die
phyſi=
ſchen Perſonen. Ausländer ſind mit dem Zuwachs am
geſamten ſteuerbaren Vermögen (zu dem auch hier das
im Auslande befindliche Grund= und Betriebsvermögen
nicht gehört) jedoch ſchon dann ſteuerpflichtig, wenn ſie
im Deutſchen Reiche einen Wohnſitz oder dauernden
Auf=
enthalt haben.
Iſt ein Ehegatte, deſſen Vermögen mit dem des
an=
deren zuſammengerechnet war innerhalb des
Veranlag=
ungszeitraumes geſtorben, ſo iſt der aus dem Erbfall
her=
rührende Zuwachs des anderen Ehegatten ſteuerfrei, es
ſei denn daß das ererbte Vermögen in der Hand des
an=
deren Eheteils der Zuwachsbeſteuerung unterliegen würde.
Die erſtmalige Feſtſtellung des Vermögenszuwachſes
erfolgt zum 1. April 1917 für den vom 1. Januar 1914
bis 31. Dezember 1916 gegenüber dem nach dem
Wehr=
beitragsgeſetz feſtgeſtellten Vermögen entſtandenen
Zu=
wachs, ſpäter von drei zu drei Jahren für den in den
vorangegangenen drei Kalenderjahren entſtandenen
Zu=
wachs mit den bereits erwähnten Einſchränkungen. Die
Entrichtung der Steuer verteilt ſich auf einen dem
Veran=
lagungszeitraum folgenden, mit dem 1. April
beginnen=
den dreijährigen Erhebungszeitraum.
Die Steuerſätze ſind gleichzeitig nach zwei
Geſichts=
punkten geſtaffelt, einmal nach der Höhe des
ſteuerpflich=
tigen Zuwachſes und ſodann nach der Höhe des
Geſamt=
wertes des ſteuerbaren Vermögens (einſchließlich des
Zu=
wachſes). Die erſte Skala beginnt bei einem
ſteuerpflich=
tigen Vermögenszuwachs von nicht mehr als 50000 Mark
mit einem Steuerſatze — immer für den ganzen
Erheb=
ungszeitraum — von 0,75 v. H. des Zuwachſes und endet
bei einem Zuwachs von mehr als 1 Million Mark mit
einem Steuerſatz von 1,5 v. H. des Zuwachſes. Die zweite
Skala beginnt bei einem 100000 Mark überſteigenden
Ge=
ſamtvermögen mit einem Zuſchlagsſatze von 0,1 v. H. des
Zuwachſes und endet bei einem Geſamtvermögen von
mehr als 10 Millionen Mark mit einem Zuſchlagsſatze
von 1. v. H. des Zuwachſes. Ein Zuwachs von nicht mehr
als 10 000 Mark iſt ſteuerfrei, ebenſo jeder Zuwachs, der
mit dem ſonſtigen Vermögen zuſammen nicht mehr als
20 000 Mark ausmacht. Bei einem Geſamtvermögen
zwi=
ſchen 20 000 und 30 00 Mark iſt der 10 000 Mark
über=
ſteigende Zuwachs nur inſoweit ſteuerpflichtig, als er die
20 000 Mark überſteigt. Eine Steuerermäßigung beim
Vorhandenſein von mehr als zwei unterhaltsberechtigten
Kindern iſt auch hier vorgeſehen, ebenſo bei einem in den
Veranlagungszeitraum fallenden Erwerb einer Erbſchaft
für den noch nicht mündigen Abkömmling, deſſen
ſteuer=
bares Geſamtvermögen 50000 Mark nicht überſteigt.
Was die Wertermittelung anlangt, ſo kann auf
An=
trag der Steuerpflichtigen bei Grundſtücken anſtelle des
gemeinen Wertes der Betrag der nachgewieſenen oder
glaubhaft gemachten Geſtehungskoſten (Erwerbspreis und
auf das Grundſtück gemachte, noch vorhandene
Aufwend=
ungen) treten Als ſolcher ſoll für vor dem 1. Januar
1914 erworbene Grundſtücke der bei der Veranlagung des
Wehrbeitrags feſtgeſtellte Grundſtückswert gelten. Im
übrigen hat als Erwerbspreis bei Erwerb von Todes
wegen oder durch Schenkung oder beim Erwerb von
Aſzendenten der gemeine Wert und bei den früher
ge=
nannten privilegierten Grundſtücken der Ertragswert zu
gelten.
Im Veranlagungsverfahren tritt an die Stelle der
Vermögenserklärung die Beſitzſteuererklärung, zu der alle
noch nicht veranlagte Perſonen mit über 20000 Mark
Ver=
mögen und andere Perſonen, deren Vermögen ſich ſeit
der letzten Vermögensfeſtſtellung um mehr als 10000 Mark
erhöht hat, verpflichtet ſind. In Nachlaßfällen kann
außer=
dem von den Erben ein Verzeichnis über das zum
Nach=
laß gehörige Kapital= und Betriebsvermögen gefordert
werden.
Das Ergebnis der amtlichen Vergleichung der
Ver=
mögensfeſtſtellungen iſt im Beſitzſteuer= oder im
Feſtſtel=
lungsbeſcheid enthalten. Die Steuer iſt in
Halbjahrs=
oder Vierteljahrsteilen zu zahlen. Stundung iſt zuläſſig.
Ableben innerhalb des Erhebungszeitraumes berührt die
Verbindlichkeit der Erben zur Zahlung der noch nicht
fälli=
gen Teilbeträge nicht.
Die Regelung der albaniſchen
Fregr.
* Die öſterreichiſchen Blätter ſtellen in Beſprechung der
Beſchlüſſe der Botſchafterkonferenz
hin=
ſichtlich Albaniens feſt, daß vieles tatſächlich
er=
reicht wurde, was Oeſterreich=Ungarn und
Ita=
lien angeſtrebt hatten. So ſei zunächſt die türkiſche
Souveränität oder Suzeränität gänzlich ausgeſchaltet
worden; ebenſo’ ſei der Plan, der zur Organiſierung der
Verwaltung zu entſendenden internationalen Kommiſſjon
direkte Verwaltungsrechte einzuräumen, abgelehnt
wor=
den, desgleichen die von der Tripelentente vertretene
Ab=
ſicht, an die Spitze dieſer Kommiſſion einen Funktionär
zu ſtellen, welcher das Amt des Chefs der Exekutive
auszu=
üben hätte. Endlich fand das beſonders von franzöſiſcher
Seite geförderte Streben, daß der internationalen
Kom=
miſſion die Befugnis zuſtehen ſolle, die Exekutivorgane
nach freiem Ermeſſen anzuſtellen, nicht die Zuſtimmung
der Mächte. Daher werden die bereits beſtehenden
ein=
heimiſchen Behörden die Verwaltung ausüben, während
der internationalen Kommiſſion die Aufgabe zufällt, ein
detailliertes Statut für den Verwaltungsdienſt an Ort
und Stelle auszuarbeiten.
Die italieniſche Tribuna ſchreibt in einem Artikel über
die Regelung der Grenze Südalbaniens:
Unſere Lage im unteren Adriatiſchen
Meer erfordert es unbedingt, daß das Cap Stylos die
Ethelia=Bai und das Territorium von Goritza vollkommen
zu Albanien gehören. Die Londoner Konferenz dürfte
dieſe Löſung, in der unſere lebhafteſten Intereſſen im
ſüdlichen Adriatiſchen Meere zuſammengefaßt werden, auf
keinen Fall ablehnen, ohne daß das Preſtige Italiens
in ſeinen eigenen Gewäſſern und die Möglichkeit, die
Küſten der Abruzzen und Apuliens zu verteidigen,
ver=
mindert würde da eine nichtitalieniſche
Torpedoboots=
flottille, die ſich im Kanal von Korfu oder in der
Um=
gebung vom Cap Stylos oder in der Bai von Ethelia
verbergen würde, ſchneller in Bari oder Brindiſi ſein
könnte als eine von Tarrent kommende italieniſche
Flot=
tille. Das Gleiche muß von der Lebensfähigkeit des neuen
Albaniens geſagt werden. Jedes weitere Zugeſtändnis
im Norden der Mündung des Calamas würde eine
Ab=
bröckelung und Schwächung Albaniens und dädurch die
Urſache von politiſchen Umtrieben werden. Oeſterreich
und Italien willigten in eine Grenze, die weit nördlichen
als die Linie endigt. Hätten ſie mehr gewähren können?
Dies würde eine Schuld und eine Abſurdität
be=
deuten, da die Mächte ein dauerhaftes Albanien wollen
und ſich nicht ſelbſt widerſprechen können. Wer
Süd=
albanien kennt, weiß, daß ihm das Territorium Goxitza
nehmen, es um den fruchtbarſten und bevölkertſten Teil
beſchneiden hieße. Man würde ihm alle Möglichkeiten
eines ökonomiſchen und moraliſchen Fortſchritts nehmen,
In bezug auf die Behauptungen gewiſſer Blätter ſagt die
Tribung: Die Fragen, betreffend die Südgrenze
Alba=
niens, und die ägäiſchen Inſeln ſind vollſtändig
vonein=
ander verſchieden. Die Frage der Inſeln geht nur Italien
und die Türkei an. Sie wird durch den Vertrag von
Lauſanne geregelt. Die albaniſche Frage iſt international
und muß durch die Mächte geregelt werden.
Deutſches Reich.
Internationale Regelung des
Ar=
beiterſchutzes. Im September werden, wie ſchon
be=
richtet, in der Schweiz zwei Konferenzen von
Regierungs=
vertretern mehrerer Staaten ſtattfinden, die ſich mit der
internationalen Regelung des Arbeiterſchutzes zu befaſſen
haben. Neben der Aufſtellung einer Statiſtik bildet den
Hauptgegenſtand der Beratung ein internationales
Ueber=
einkommen über das Verbot der gewerblichen Nachtarbeit
jugendlicher Arbeiter bis zu 18 Jahren und über die
Feſt=
ſetzung der täglichen Arbeitsdauer von höchſtens 10
Stun=
den für Frauen und jugendliche Arbeiter bis zu 18 Jahren.
An dieſer Konferenz werden als Vertreter des Deutſchen
Reiches teilnehmen: der Direktor der ſozialpolitiſchen
Ab=
teilung im Reichsamt des Innern, Wirkl. Geh. Rat Dr.
Caſpar, der Geh. Oberregierungsrat vom preußiſchen
Miniſterium für Handel und Gewerbe, Frick, der Referent
für Arbeiterſchutz im Reichsamt des Innern, Geh.
Regie=
rungsrat Dr. Leymann, ein preußiſcher
Gewerbeaufſichts=
beamter und mehrere Gewerbeinſpektoren aus den
Bun=
desſtaaten.
Kriegsminiſter und
Preſſe. Dem
Reichsverband der deutſchen Preſſe ging folgendes
Schreiben des preußiſchen Kriegsminiſteriums zu:
Für die freundliche Ueberſendung der Nummer 6 der
Mitteilungen Ihres Verbandes ſage ich aufrichtigen Dank
und nahm mit großem Intereſſe von den Verhandlungen
über die Aufgabe der Preſſe in Kriſenzeiten über die
Be=
handlung militäriſcher Nachrichten durch die Preſſe
Kennt=
nis. Ich kann Sie aber verſichern, daß es dieſen
Ein=
blickes in Ihren Meinungsaustauſch nicht bedurfte, um
mein Verſtändnis für die Bedeutung der Preſſe im
allge=
meinen wie ihre Beſtrebungen im beſonderen zu wecken.
Sie wollen überzeugt ſein, daß ich der deutſchen Preſſe
die Erfüllung ihrer ſchwerer verantwortungsvollen
Auf=
gabe, ſoweit es an mir liegt, mit allen Kräften erleichtere.
v. Falkenhayn.
Die in dem Schreiben erwähnte Nr. 6 der Mitteilungen
enthielt einen ausführlichen Bericht über die Düſſeldorfer
Delegiertenverſammlung des Reichsverbandes der
deut=
ſchen Preſſe. Wie weiter gemeldet wird, war die von der
Preſſe wiederholt angeregte Errichtung eines Preſſebureaus
im Kriegsminiſterium ſchon durch Kriegsminiſter v.
Hee=
ringen eingeleitet worden und gelangt nun unter deſſen
Nachfolger zur Durchführung. Zu dieſem Zweck wird
im nächſtjährigen Militäretat die Stelle eines beſonderen
Referenten angefordert werden.
— Hohe Krankenziffer und freie
Arzt=
wahl bei den Krankenkaſſen. Die
Korreſpon=
denz des Verbandes der Aerzte Deutſchlands ſchreibt:
Viele Krankenkaſſen erheben bekanntlich gegen die von
der deutſchen Aerzteſchaft geforderte organiſierte freie
Arztwahl den Einwand, daß ſie die Aerzte den Wünſchen
der Kaſſenmitglieder gefügig mache und dadurch die Kaſſen
übermäßig mit Krankengeldkoſten belaſte. In dieſem
Sinne wurde in verſchiedenen Zeitungen auf ein
Vor=
kommnis hingewieſen, welches vor kurzem zwiſchen dem
Vorſtand der Ortskrankenkaſſe der Schneider zu Berlin
und dem Verein Berliner Kaſſenärzte mit freier Arztwahl
ſich abſpielte: Der Kaſſenvorſtand beſchwerte ſich bei jenem
Aerzteverein über die auffallende Zunahme der
arbeits=
unfähig geſchriebenen Kaſſenmitglieder. Der
Aerztever=
ein erkannte dieſe Beſchwerde als berechtigt an und
er=
ſuchte die Kaſſenärzte, bei der Beurteilung der
Arbeits=
unfähigkeit ſo ſorgſam wie möglich zu verfahren. Die
An=
nahme, daß hier wieder einmal die ungünſtige Wirkung
der freien Arztwahl bewieſen ſei, iſt falſch, denn der
Ver=
ein Berliner Kaſſenärzte mit freier Arztwahl hat mit der
von der deutſchen Aerzteſchaft geforderten freien Arztwahl
nichts zu tun, er iſt vielmehr trotz ſeines Namens unter
Mitwirkung von Kaſſenverwaltungen zur Bekämpfung
die=
ſes Syſtems gegründet worden, und die mit ihm im
Ver=
tragsverhältnis ſtehenden Kaſſen laſſen nicht jeden
ver=
tragsbereiten Arzt zur Kaſſenpraxis zu, ſondern nur
ſolche Aerzte, die von den Vertrauensärzten der Kaſſen
vorgeſchlagen werden. Dabei können die Kaſſen auch
vor=
geſchlagene Aerzte ablehnen. Obiges Vorkommnis
be=
weiſt, daß übermäßiges Entgegenkommen der Aerzte gegen
die Wünſche der Kaſſenmitglieder nicht nur, wie die
Kaſſen vielfach behaupten, bei der organiſierten freien
Arztwahl vorkommt, ſondern auch bei einem
Kaſſenarzt=
ſyſtem, das von den Führern der
Krankenkaſſenorgani=
ſationen als vorzüglich geprieſen wird.
— Arbeitsloſenverſicherung in Bayern.
Nach der Voſſiſchen Zeitung wird die bayeriſche
Regie=
rung das Problem der Arbeitsloſenverſicherung bezw.
der Bekämpfung der Arbeitsloſigkeit, für die ſich kürzlich
der Prinz=Regent perſönlich eingeſetzt hat, in einer Weiſe
zu löſen verſuchen, daß zwiſchen den Städten der
einzel=
nen Regierungsbezirke durch gemeinſames Statut eine
Vereinbarung herbeigeführt wird und ſich die einzelnen
Kreisregierungen und Städte finanziell unterſtützen.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Eine neue Militärvorlage. Die
öſterrei=
chiſche Kriegsverwaltung arbeitet zurzeit eine neue
Mili=
tärvorlage aus. Das Rekrutenkontingent ſoll von 25000
auf 30000 Mann bei dem gemeinſamen Heere und 10000
Mann bei jeder Landwehr erhöht werden. Dadurch ſoll
hauptſächlich der Friedensſtand der Artilleriekompagnien
von 85 bis 90 Mann auf 120 bis 130 Mann erhöht
wer=
den. Die Formationen an der ruſſiſchen und Balkangrenze
ſollen noch weiter geſteigert werden. Jedes Feldartillerie=
Regiment ſoll eine ſechſte Batterie erhalten. Die
ungari=
ſche Honved=Kavallerie ſoll verſtärkt werden. Mehrere
Flußübergänge in Galizien werden gleichzeitig befeſtigt
werden. Die Vorlage ſoll im Herbſt den Parlamenten
unterbreitet werden.
Frankreiche
Der Senat und die dreijährige
Dienſt=
zeit. Der Senat nahm den von der Kammer
bewillig=
ten Kredit zur Beteiligung Frankreichs an der
Buchge=
werbe=Ausſtellung Leipzig 1914 an. Der Senat nahm
darauf die direkten Steuern an und ging zur Beratung
des Geſetzes über die dreijährige Dienſtzeit über.
Der Vorſitzende der Heereskommiſſion, Boudenoot,
legte dar, daß das Geſetz über die dreijährige Dienſtzeit
keineswegs ein Rückſchritt oder eine Reaktion ſei und
er=
klärte dann, weshalb die Regierung die neuen
militäri=
ſchen Anſtrengungen ins Auge gefaßt habe. Die
Kommiſ=
ſion habe ohne Begeiſterung, aber mit dem feſten
über=
legten Willen, die Macht Frankreichs intakt zu erhalten,
der Vorlage zugeſtimmt. Der Redner verglich die
fran=
zöſiſchen mit den deutſchen Effektivſtreitkräften und zog
daraus den Schluß, daß eine ſofortige beträchtliche
An=
ſtrengung geboten ſei. Boudenoot widerlegte dann ver=
ſchiedene Gegenentwürfe, die eine kürzere Dienſtzeit
ein=
führen wollen. Der Redner ſchloß: Das Geſetz muß
min=
deſtens am 15. Auguſt angenommen ſein und ſeine Mängel
müſſen erſt dann ausgemerzt werden. Clémenceau
unter=
brach Boudenoot am Schluſſe ſeiner Rede mit den
Wor=
ten: Wenn die nötigen Verbeſſerungen nicht jetzt
vorge=
nommen werden, ſo wird es nie geſchehen! Die
Wahr=
heit muß geſagt werden! — General Pau als
Regie=
rungskommiſſar erklärte, daß in der gegenwärtigen
De=
batte von den eventuellen Gegnern Frankreichs nicht
ab=
geſehen werden könne. Der Redner zog ſodann die
deut=
che Armee zum Vergleich heran und ſagte: Es werden
ernſte Anſtrengungen nötig ſein, wenn Frankreich nicht aus
der Reihe der Nationen geſtrichen werden ſoll. Der
Ge=
neral wies dann darauf hin, daß Deutſchland ſich vor
al=
lem damit befaßt habe, den Effektivwert ſeiner Armee zu
erhöhen, Es ſei wahrſcheinlich, daß Frankreich ein
glei=
ches tue, obgleich es friedfertig ſei und gegen niemand
einen Angriff plane. (Beifall.) Pau fuhr fort: Es iſt
mit Einſtimmigkeit im Senat erklärt worden, daß es nicht
genügt, ſtark zu ſein, ſondern, daß wir dem Gegner
Ach=
tung vor unſerer Stärke einflößen müſſen. Um dieſes zu
erreichen, müſſen wir aus unſerer militäriſchen
Organiſa=
tion alles entfernen, was mit dem Grundſatz der Kraft
nicht übereinſtimmt. Anders handeln, hieße den Gegner
verſuchen. Wenn man die Ausbildung in Betracht zieht,
ſo bemerkt man, daß zwiſchen der deutſchen und
franzöſi=
ſchen Armee ein Gleichgewicht beſteht. Es beſteht jedoch
nicht mehr, wenn das Datum der Einſtellung geändert
wird. Folglich iſt es notwendig, ein drittes Kontingent
einzuſtellen.
Der Senat vertagt ſodann die Fortſetzung der
Ge=
neraldiskuſſion auf Freitag vormittag. Er beſchloß
gleich=
zeitig, die Verhandlungen Freitag abend abzubrechen und
erſt am Dienstag wieder aufzunehmen. Infolge des
Be=
ſchluſſes des Senats, wegen der Departementswahlen
am Montag keine Sitzung abzuhalten, wird die Debatte
über das Dreijahrgeſetz wahrſcheinlich erſt am 8. Auguſt
beendet werden können. An dieſem Tage ſoll auch die
Parlamentsſeſſion geſchloſſen werden. Man glaubt, daß
die Parlamentsferien bis zum 4. November dauern
werden.
Geheimhaltung von Angelegenheiten
der Fremdenlegion. In einem Erlaß des
fran=
zöſiſchen Kriegsminiſters wird an alle in Betracht
kom=
menden militäriſchen Stellen die Aufforderung gerichtet,
lle die Fremdenlegion betreffenden Angelegenheiten
ſtrengſtens geheimzuhalten. Der Miniſter weiſt darauf
hin, daß in letzter Zeit die Fremdenlegion Gegenſtand
mehrfacher öffentlicher Betrachtungen und Erörterungen
war, die — angeblich — die Verhältniſſe der
Fremden=
legion falſch darſtellten und geeignet waren, in der großen
Oeffentlichkeit ein falſches (?) Bild von den
Einrichtun=
gen der Fremdenlegion aufkommen zu laſſen. Dieſe
Tat=
ache könne nicht ohne Rückwirkung auf den Stand der
Fremdenlegion bleiben. Es ſei darum dafür zu ſorgen,
daß möglichſt wenig in der Oeffentlichkeit über Weſen und
Art der Legion mitgeteilt werde.
England.
Nichtbeteiligung Englands an der
Aus=
ſtellung in San Franzisko. Dem Reuterſchen
Bureau zufolge hat England den Vereinigten Staaten
ſeinen Entſchluß mitgeteilt, an der Ausſtellung in San
Franzisko 1915 zur Feier der Eröffnung des
Panama=
kanals ſich nicht beteiligen zu wollen. Das Auswärtige
Amt und die amerikaniſche Botſchaft lehnen es ab, eine
Erklärung darüber abzugeben. Telegramme aus Neu=
York ſchreiben den Entſchluß der Köntroverſe über den
Frachttarif im Kanal zu.
Der Streit zwiſchen dem Verbande
der Werftarbeiter und dem
Arbeitgeber=
verbande iſt in ein entſcheidendes Stadium
eingetre=
ten, nachdem dieſem mitgeteilt worden war, daß die
Ab=
ſtimmung unter den Angeſtellten die Annahme der
Ange=
bote der Arbeitgeber betreffs der Löhne ergeben habe. Die
Vereinbarung wurde von allen Parteien angenommen.
Damit iſt der Friede auf ein Jahr geſichert.
Die Invaſionsfurcht. Die erſte Folge der
Flottenmanöver wird nach der Daily Mail die ſein, daß
die Admiralität mit großer Beſchleunigung die geſamte
engliſche Küſte mit einem Gürtel von Hydroplanen ver=
ſehen wird, die in Abſtänden von je 50 und 100 Kilometern
ihre Standquartiere erhalten. Man hat bei dem erſten
Teil der Manöver tatſächlich die Erfahrung gemacht, daß
eine Invaſion unter gewiſſen Bedingungen im Bereich
der Möglichkeit liegt und daß der Hydroplan das beſte
Schutzmittel dagegen iſt.
Holland.
Die Miniſterkriſe. Eine Verſammlung von
Deputierten und Mitgliedern aller liberalen Parteien
er=
örterte die Haltung, die man gegenüber der Miniſterkriſe
einnehmen ſolle, nachdem ſich die Sozialiſten geweigert
haben, Portefeuilles anzunehmen. Die Verſammlung
be=
dauerte einſtimmig die Ablehnung, da ein aus Liberalen
und Sozialiſten zuſammengeſetztes Kabinett in der
Kam=
mer eine genügende Majorität beſeſſen hätte, um das
all=
gemeine Wahlrecht zur Annahme zu bringen. Die
Ver=
ſammlung entſchied, daß die von den Sozialiſten geſtellten
Bedingungen für die Unterſtützung eines liberalen
Kabi=
netts nicht die Möglichkeit der Ausführung des
Pro=
gramms gewährleiſten. Infolgedeſſen erklärte ſich die
Verſammlung gegen die Bildung eines Kabinetts der
ver=
einigten Liberalen.
Amerika.
Die Vereinigten Staaten und Mexiko.
Im Verlaufe der Konferenz des Botſchafters Wilſon mit
der Senatskommiſſion für auswärtige Angelegenheiten
erklärten mehrere Mitglieder derſelben, den Mitteilungen
des Botſchafters müſſe ernſte Beachtung gezollt werden.
Der Botſchafter ſetzte die Kommiſſion davon in
Kennt=
nis, daß Huerta die Lage beherrſche, da er die
Konſtitu=
tionellen aus zahlreichen feſten Plätzen vertrieben habe,
Man glaubt indeſſen zu wiſſen, daß der Präſident Wilſon
und Staatsſekretär Bryan glaubwürdige Nachrichten
er=
hielten, daß die Macht der Konſtitutionellen die Schätzung
des Botſchafters weit übertreffe und daß Huerta nur
einen kleinen Teil der Republik beherrſche. Der Botſchafter
empfahl der Regierung der Vereinigten Staaten, ſie ſolle
die Regierung Huertas beſchränkt anerkennen, wofür ſich
Mexiko verbürgen ſoll, im Oktober Wahlen zu veranſtalten,
ſowie das Leben und das Eigentum der Amerikaner zu
ſchützen und ihre Erſatzanſprüche zu befriedigen. Der
Botſchafter erklärte, Huerta habe ihm geſagt, er werde bei
den Wahlen nicht für die Präſidentſchaft kandidieren. Der
Botſchafter drückte die Ueberzeugung aus, daß Madero
und Suerez ohne Zuſtimmung oder Wunſch Huertas
er=
mordet worden ſeien. Einer Information im Weißen
Hauſe zufolge, zieht Präſident Wilſon die Anerkennung
Huertas nicht in Erwägung, obwohl eine vollkommen
freundliche Politik Mexiko gegenüber befolgt wird.
Die Panamakanalausſtellung.
Staats=
ſekretär Bryan erklärte, er gebe die Hoffnung noch nicht
auf, daß Großbritannien und Deutſchland ihre Entſchlüſſe
nochmals erwägen, an der Panamakanalausſtellung in
San Franzisko teilzunehmen. Er fügte hinzu, daß
wei=
tere Unterhandlungen eingeleitet würden in der Abſicht,
beide Länder zur Teilnahme zu veranlaſſen.
Die Unruhen in Venezuela. In Willemſtad
auf Curacgo ſind Telegramme aus Coro (Venezuela)
ein=
gegangen, welche die Empörung der Garniſon betätigen.
Die Rebellen ſeien ans Ruder gelangt und übten die
Funktionen der Regierung aus. Alle Anzeichen deuten
darauf hin, daß die Bewegung von den Anhängern
Caſtros geführt wird, der einen auf der Höhe von
Cura=
cao liegenden Dampfer zur Verfügung haben ſoll. Von
dem Schiffe ſind noch keine Nachrichten nach Neu=York
gelangt; es wurde auch noch nicht geſehen. Eine Anzahl
Briefe liegt für Caſtro auf dem Poſtamt von Willemſtad.
Südafrika.
Kein Generalſtreik. In der Verſammlung
der Gewerkſchaftsverbände wurde eine Reſolution
ange=
nommen, in der erklärt wird, daß im gegenwärtigen
Zeit=
punkt kein Generalſtreik verkündet werden ſoll, ſondern
daß die Arbeiter ſich zur Abſtellung der Unzuträglichkeiten
bei ihren Organiſationen verwenden ſollen.
Die Schröder=Stranz=
Expedition.
Vom Marinemaler Rave, Hamburg.
Bis zur Trennung der letzten Teilnehmer.
Nachdruck verboten.)
Wieder iſt aus Spitzbergen ein myſteriöſes Telegramm
erſchienen, das verſchiedene Auslegungen zuläßt. Es
ſcheint, als wenn eine der beiden Hilfsexpeditionen
Spu=
ren oder Nachrichten von Schröder=Stranz gefunden hat
oder ihn ſelbſt mit ſeinen Begleitern. Obwohl das
Tele=
gramm auf Mißverſtändniſſe zurückgeführt wird, fragt
man ſich von neuem: Iſt es denn überhaupt
mög=
lich, daß die vier Menſchen noch am Leben
ſein können? Dieſe Frage iſt entſchieden
zu bejahen. Allerdings kommt alles darauf an, wie
Schröder=Stranz und Begleiter ſich den verſchiedenen
Schwierigkeiten angepaßt haben. Selbſt wenn man
rech=
net, daß, als ſie im Norden von Nordoſtland auf Eis
ge=
ſetzt wurden, die Möglichkeit vorlag, daß ſie einen größeren
Teil ihrer Ausrüſtung beim Hinüberſchaffen nach dem
Feſtlande verloren hätten, ſo war ein Ueberwintern
da=
elbſt immer noch möglich, wenn es gelang, Waffen und
Munition zu retten. Treibholz iſt am Strande dort
mei=
ſtens zu finden, mit deſſen Hilfe ſich im Schnee eine Hütte
errichten ließe, die ſelbſt bei großer Kälte genügend Schutz
bieten würde. An Wild iſt kein Mangel, und da das
Fleiſch dort oben nicht verderben kann, ſo konnte für den
ganzen Winter Fleiſchvorrat geſchoſſen werden. Auch in
der Polarnacht bei Mondſchein iſt immer noch etwas Jagd
möglich. Leutnant Schröder=Stranz iſt ein ſehr energiſcher
Mann und guter Schütze, der jederzeit, wenn notwendig,
ſein Leben für andere aufs Spiel ſetzen würde. Rührend
iſt, wie ſeine Mutter auf Befragen voll feſter
Ueberzeug=
ung ſagte: „Wer meinen Sohn kennt, weiß, daß er
wieder=
kommt!” Ausführliche Nachrichten ſind ſicher in den
näch=
ſten Tagen zu erwarten, da die Friſt abläuft, die die bei=
den Hilfsexpeditionen Staxrud und Lerner
zu ihrer Suche nach Schröder=Stranz benötigten.
Als wir am 5. Auguſt 1912 freudig und frohen Mutes
Tromſö auf unſerem „Herzog Ernſt” verließen und nach
dem Norden ſegelten, ahnte niemand von uns, welch'
trau=
rigem Los wir entgegengingen. Nach ſtürmiſcher
Ueber=
fahrt verſuchten wir vergeblich im Oſten Spitzbergens,
freies Fahrwaſſer zu finden. Wir kehrten um, und in
glat=
ter Fahrt fuhren wir die Weſtküſte Spitzbergens
hinauf. Am 12. Auguſt liefen wir in die Magdalenenbai
ein, um Friſchwaſſer für die Maſchine zu ſchöpfen. Zu
unſerer Ueberraſchung ſahen wir daſelbſt einen mächtigen
Ozeanrieſen vor Anker; es war die Viktoria Luiſe‟
der Hamburg-Amerika=Linie. In aller Haſt
wurden noch einige Zeilen geſchrieben, dann ging es ins
Boot und zum Beſuche an Bord des Dampfers. Mit
wel=
cher Begeiſterung und Freude wurden wir von allen
be=
grüßt und wie erſtaunt betrachteten wir uns die vielen
eleganten Damen, denn wir waren auf der achttägigen
Fahrt während des ſtürmiſchen Wetters auf dem engen
Schiff ziemlich mitgenommen und die Gelegenheit zum
Waſchen und Raſieren war äußerſt rar. In
liebenswür=
diger Weiſe ſtellte der Kapitän uns das nötige
Friſch=
waſſer zur Verfügung. Zum Lunch eingeladen, konnten
wir noch einmal all das Herrliche, was die Kultur bietet,
enießen. Unſer kleines Schiff war mittlerweile
längs=
ſeits gekommen und erhielt mit einem Schlauch ſeine
Waſ=
ſerfäſſer friſch gefüllt. Dann mußte von den freundlichen
Gaſtgebern Abſchied genommen werden, und unter
Muſik=
begleitung, Tücherſchwenken und Hurrarufen ging es
wei=
ter nach Norden.
Schon bald bot ſich Jagdgelegenheit und
Schröder=Stranz erlegte einige Robben deren Filet
uns ein ausgezeichnetes Steak lieferte. Beim Nordkap
wurde der erſte Eisbär geſichtet, auf den ſogleich mit
einem Boot die Jagd unternommen wurde. Neugierig
kam der „Herr Amtmann” wie die Norweger den
Eis=
bären nennen, auf das Boot zu und ſank, von zwei Kugeln
getroffen, am Rande des Eiſes tot nieder. Das Fell
wurde mitgenommen, und die Bärenſchinken wanderten
als willkommene Delikateſſe in unſere Küche.
Am 14. Auguſt wurde der erſte Verſuch mit den
Hun=
den im Schlittenziehen gemacht. Das Reſultat
war allerdings nicht ganz zufriedenſtellend, doch lag das
in der Hauptſache an dem zu ſcharfen Körnern vereiſten
Schnee, auf dem ſich die Hunde die Pfoten blutig liefen.
Am 15. Auguſt hatten wir das Nordkap umſegelt
und waren auf dem 80‟ 25 nördlicher Breite und 21' 15
öſtlicher Länge. Hier aber machte das Packeis ein
weite=
res Vordringen unmöglich. Der Leiter, Leutnant
Schröder=Stranz, der einen Teil der Nordküſte
von Nordoſtland feſtlegen und dann quer durch
Nordoſt=
land nach der Treurenbergbai und von dort weiter nach
Croßbai wollte, ließ alles dazu Notwendige aufs Eis
laden. Als Begleiter gingen mit der Geograph Dr. Mayr,
Kapitänleutnant Sandleben und Sekretär Schmidt.
Nachdem wir alle geholfen hatten, die Schlittenexpeditign
auszurüſten, und ſämtliche Gegenſtände ſich auf dem Eis
befanden, wurde herzlicher Abſchied genommen. Treibeis
hatte inzwiſchen die weite Bucht gefüllt und drohte, das
Schiff ganz einzuſchließen; dem zu entgehen, war
ſchnell=
ſter Rückzug nötig. Noch einmal ſchallte über die Bai
Hurrarufen, drei Schüſſe wurden gelöſt hüben und drüben
und unter Mützenſchwenken ſahen wir wehmütig die
Ka=
meraden entſchwinden.
Nachdem wir das Nordkap wieder hinter uns hatten,
begann für die Wiſſenſchafter erſt richtig ihre eigentliche
Tätigkeit. Am reichſten Ausbeute machte der Zoologe Dr.
Detmers da die Vögel noch nicht fortgezogen waren
und es auch ſonſt viel Jagdgelegenheit gab. So wurde
am 18. Auguſt auch ein Walroß erlegt, dieſer immer
ſelte=
ner werdende Koloß der Arktis. Der Botaniker Dr.
Mye=
ſer fand nun auch häufiger Gelegenheit, an Land zu
gehen, um Mooſe, Flechten und Pflanzen zu ſammeln
während der Ozeanograph Dr. Rüdiger auf dem Schiff
reichliche Betätigung für ſeine wiſſenſchaftlichen Studien
fand. Endlich konnte auch ich meinen künſtleriſchen
Stu=
dien nachgehen.
Nachdem wir in die Sorgebai oder
Treuren=
bergbai eingelaufen waren, errichteten wir dort in dem
Holzhauſe der früheren ſchwediſchen
Gradmeſſungsexpedi=
tion ein Depot für den Leutnant Schröder=Stranz am 22.
* Indogermanen und Germanen. Nach
Mitteilung des Wolfſſchen Bureaus ſoll der Kaiſer in
der prachtvollen Rede, die er anläßlich der
Enthül=
lung der Frithjofſtatue hielt, geſagt haben: „Sie
ſoll das Wahrzeichen für Skandinavier, Deutſche,
Angel=
ſachſen und alle diejenigen Stämme ſein, die mit Stolz
ſich zu der gewaltigen Gruppe der
indogermani=
ſchen Völker zählen! Wie er (Frithjof) ſo daſteht,
ſchwert=
froh und ſchwertgewohnt auf die vornehmſte und
Lieb=
lingswaffe der Germanen, auf ſein gutes Schwert
Angurwadel geſtützt, „das ſtets Böſes ſchlug, litt
Unrecht nie”: in männlicher Zuverſicht und in
un=
erſchrockenem Selbſtgefühl, ſo ſoll er alle
Indo=
germanen daran erinnern, daß ſie eines
Stam=
mes, eines Blutes ſind, daß es ihnen durch
Got=
tes Gnade vergönnt geweſen iſt, in der Vergangenheit
Großes für die Entwicklung der Welt und ihrer Kultur
zu leiſten, und daß ſie treu und feſt zuſammenhalten ſollen
um auch in Zukunft die großen Aufgaben, die Gott ihnen
ſtellen wird, zum Segen der ganzen Menſchheit
gemein=
ſam zu löſen.”
Es iſt kaum anzunehmen, daß der Kaiſer bei dieſen
poetiſchen Worten an die große Gruppe der
indogermani=
ſchen Völker gedacht hat, die ſich nicht bloß über Europa,
ſondern auch über Aſien erſtrecken, ſondern an die
ger=
maniſche Abzweigung dieſer großen Völkerklaſſe, zu
denen die Deutſchen, Skandinavier, Niederländer und
Engländer gehören.
* Die Gaſtwirte und das Berliner
Tageblatt. In der Montagsausgabe des Berliner
Tageblattes iſt der letzte Beſchluß der Leipziger Gaſtwirte
in der Angelegenheit des deutſchen Turnfeſtes mit der
Be=
merkung beantwortet worden, daß die Leipziger
Gaſt=
wirte eine „mannhafte Unwahrheit” begangen hätten. Die
Leipziger Gaſtwirte ſind die Antwort darauf nicht ſchuldig
geblieben. Wie aus Leipzig gemeldet wird, kam in der
Verſammlung der Leipziger Gaſtwirte=Innung abermals
die Berichterſtattung des Berliner Tageblattes über das
2. deutſche Turnfeſt zur Sprache. Nach kurzer Ausſprache
wurde folgender Antrag zur Annahme vorgeſchlagen: „Der
ſächſiſche Gaſtwirte=Verband wird erſucht, ſich mit dem
Deutſchen Gaſtwirte=Verbande in Verbindung zu ſetzen,
damit in ſämtlichen Lokalen des heute 45000 Mitalieder
zählenden Reichsverbandes alle im Verlage von Rudolf
Moſſe erſcheinenden Blätter nicht mehr aufgelegt werden.”
Dieſe Entſchließung wurde einſtimmig angenommen.
* Der deutſche Pionier in Kanada
Die Entwickelung Kanadas ſowohl in ſeiner
wirtſchaft=
lichen Bedeutung als auch in ſeiner Volkszahl vollzieht
ſich in einer geradezu überraſchenden Schnelligkeit. Nach
den Mitteilungen des Vereins für das Deutſchtum im
Ausland hat ſich die Bevölkerung des Landes im letzten
Jahrzehnt um beinahe 2 Millionen vermehrt. Sie ſtieg
von 5.3, auf 7,2 Millionen. In einem Artikel des
Deut=
ſchen Herold entwirft Rudolph Brauß ein Bild dieſer
Ent=
wicklung, in dem er unter anderem erwähnt, daß die
Ver=
einigten Staaten, die einſt ſo gefürchteten Konkurrenten,
im Wettbewerb zurücktreten, während die Prairieſtaaten
des kanadiſchen Weſtens immer mehr die Kornkammern
des engliſchen Weltreichs werden und daß bei der
gewal=
tigen Ausdehnung der erſchloſſenen Gebiete auf lange Zeit
hinaus an einen Stillſtand in dieſer Bewegung nicht zu
denken ſei. Der deutſche Bauer aber müſſe als der Pionier
in dieſer Entwickelung bezeichnet werden. Die kanadiſche
Regierung leitete die Einwanderung in großzügigem
Stil. Vor allem ſuchte ſie, ſagt Brauß, „die Deutſchen
zu gewinnen: Kanada wußte ja nur zu gut, daß ſie mit
dem deutſchen Bauer in der Kultur des Landes rechnen
mußte. Nachdem nun der öſtliche Teil ſo ziemlich
beſie=
delt war, fing man an, den Weſten, namentlich Alberta
und Saskatchewan, zu beſiedeln. Gerade dieſe Periode
iſt für die Deutſchen wichtig, zumal mit dieſer die Kultur
beginnt. Die Deutſchen waren es, die den Wagemut
be=
ſaßen, die kanadiſchen Mittelſtaaten zu bevölkern. Sie
waren die Pioniere, die in harter Arbeit dieſes Wunder
verrichtet haben. Ohne dieſe deutſchen Pioniere wären
kein Saskatchewan, kein Alberta, keine Städte und
Ort=
ſchaften und, was wohl Hauptſache iſt, keine blühenden
Getreidefelder!“
Stadt und Land.
Darmſtadt, 2. Auguſt.
* Vom Hofe. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog begaben ſich am Donnerstag nachmittag 4,15 Uhr
in Begleitung Ihrer Königlichen Hoheit der
Groß=
herzogin im Auto auf Jagd nach Jägersburg. Die
Rückkehr nach Jagdſchloß Wolfsgarten erfolgte 9,30 Uhr
abends. (Darmſt. Ztg.)
Perſonalien vom Techniſchen Oberprüfungsamt.
Der ſeitherige Vorſitzende des Techniſchen Oberprüfungs=
amts Geheimerat Dr. Theodor Schäffer iſt auf ſein
Nachſuchen durch Entſchließung Sr. Königl. Hoheit des
Großherzogs unter Anerkennung ſeiner langjährigen
verdienſtvollen Tätigkeit von dieſem Amt enthoben
worden. An ſeiner Stelle wurde der Vorſitzende der
Miniſterial=Bauabteilung Miniſterialrat Dr. Kratz zum
Vorſitzenden des Techniſchen Oberprüfungsamts und zu
deſſen ſtändigem Stellvertreter, dem in dieſer Eigenſchaft
die Vorbereitung und Abhaltung der Prüfungen ſelbſt
obliegen ſoll, der vortragende Rat in der genannten
Miniſterialabteilung Geheime Oberbaurat Imroth
ernannt. Zum Mitglied des Techniſchen
Oberprüfungs=
amts wurde ferner der ſtändige Hilfsarbeiter in der
Miniſterial=Bauabteilung Finanzrat Emmerling
beſtellt.
Perſonalien von der Techniſchen Hochſchule.
I. Der Großh. Miniſterialrat i. P. Geheimerat Dr.
Schäffer iſt auf ſein Nachſuchen von der Stelle eines
ſtändigen Kommiſſars des Großh. Miniſteriums der
Finanzen bei den Diplomprüfungen an der Großk
Techniſchen Hochſchule enthoben worden. —
II. Auf
Grund der aus Allerhöchſtem Auftrag erlaſſenen
Bekannt=
machung des Großh. Miniſteriums des Innern und des
Großh. Miniſteriums der Finanzen vom 8. Januar 1906.
betreffend die Erſetzung der Vorprüfung und der erſten
Hauptprüfung für den Staatsdienſt im Baufache durch
die Diplomprüfung, ſind zu ſtändigen Kommiſſaren
des Großh. Miniſteriums der Finanzen bei den
Diplom=
prüfungen der Großh. Techniſchen Hochſchule beſtellt
worden: 1. der Geheime Oberbaurat Imroth für das
Bauingenieurfach und das Maſchinenbaufach, 2 der
Geheime Oberbaurat Klingelhöffer für das Hoch
baufach. Den Kommiſſaren iſt die Ermächtigung zur
gegenſeitigen Vertretung erteilt worden.
Charakterverleihung. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Bauaſſeſſor Bauinſpektor Rudolf
Reuling zu Darmſtadt und dem Kreisbauinſpektor
des Kreiſes Worms Ludwig Pietz, zurzeit in
Darm=
ſtadt, den Charakter als „Baurat” erteilt.
Uebertragen haben Se. Königl. Hoheit der
Großherzog dem Pfarrer Ferdinand Anthes zu
Brensbach die evangeliſche Pfarrſtelle zu Geiß=Nidda,
Dekanat Nidda; ferner wurde übertragen dem
Schul=
amtsaſpiranten Adam Schmier aus Pfordt eine
Lehrer=
ſtelle an der Gemeindeſchule zu Rainrod, Kreis Schotten.
* In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hobeit der Großherzog den Notar Juſtizrat Otto
Sommer in Mainz auf ſein Nachſuchen, unter
An=
erkennung ſeiner langjährigen treuen Dienſte, mit
Wir=
kung vom 1. Oktober 1913.
* Das Großh. Regierungsblatt Nr. 20 enthält:
1. Geſetz, die Aufhebung des kurheſſiſchen Geſetzes vom
28. Juni 1865 über die Verwertung der Forſtnutzungen
aus den Staatswaldungen betreffend. 2.
Bekannt=
machung, die „Friedrich=Reichard=Derſcheidt=Stiftung”
betreffend. 3. Bekanntmachung, die „Spamer=Borck=
Stiftung” betreffend. 4. Bekanntmachung, die Bildung
einer beſonderen Bürgermeiſterei Metzlos=Gehaag
be=
treffend. 5.
Bekanntmachung, die Errichtung eines
ſelbſtändigen Standesamts für die Gemeinde Buchſchlag
betreffend. 6. Bekanntmachung, Anſchlußgleis der Firma
M. Rothſchild & Comp. zu Friedberg betreffend.
g. Ferienſtrafkammer. Zwei hoffnungsvolle
Offen=
bacher Burſchen, die 15jährigen Formerlehrlinge Andreas
Jung und Jakob Reichling, die bereits beide
ge=
ringfügig vorbeſtraft ſind waren am 23. Mai nach
Ar=
beitsſchluß in ihre Arbeitsſtelle, die Gießerei von
Freden=
hagen, eingeſtiegen und nahmen zwei vom Meiſter
auf=
bewahrte Lohndüten mit insgeſamt 17,58 Mark Inhalt
mnit. Das Gericht erkannte auf Gefängnisſtrafen von 10
bezw 5 Tagen.
Der 29jährige vorbeſtrafte
Fuhr=
mann Johann Adam Kern von Griesheim a. M. zog in
der Nacht zum 26. Juni mit der 24jährigen Joſefine Marie
Seibold von Vilbel obdachlos durch die Straßen
Offenbachs. Dabei kundſchaftete Kern eine Gelegenheit
aus, wo er bequem aufgehängte Wäſche holen konnte. Er
ſchlich ſich in aller Morgenfrühe in ein Gehöft in der
Spiesſtraße und entwendete eine dort aufgehängte Bluſe,
zwei Schürzen, einen Unterrock und ein Hemd im
Geſamt=
wert von etwa 20 Mark. Dieſe Wäſche benutzte die
Sei=
bold. Kern gab zur Entſchuldigung an, die Seibold, mit
der er ein Verhältnis unterhielt, ſei ſehr in Not geweſen.
Er ſelbſt ſei auf gelegentlichen Verdienſt angewieſen, da er
durch die über ihn verhängte Polizeiaufſicht fortwährend
ſeine Arbeit verliere. Das Gericht verurteilte ihn wegen
Rückfallsdiebſtahls zu 6 Monaten Gefängnis,
ab=
züglich ein Monat der Unterſuchungshaft, die Seibold
wegen Hehlerei zu 3 Wochen Gefängnis, die durch die
Unterſuchungshaft als verbüßt erachtet wurden. — Im
Januar erhielt der Gendarmerie=Wachtmeiſter Adler in
Waldmichelbach einen Brief aus Siedelsbrunn, in
dem darüber Klage geführt wurde daß in der
Neujahrs=
nacht von einer Muſikkapelle ruheſtörender Lärm
ver=
urſacht worden ſei. Der Brief ſchloß mit den Worten, wenn
Anzeige nicht erſtattet wird, wird weiter gefahren, wenn
Sie nicht dafür ſorgen, wird die Sache anders.
Unter=
ſchrieben war er mit dem Namen Stein. Die angeſtellten
Ermittelungen ergaben, daß eine Perſon namens Stein den
Brief nicht unterſchrieben haben könne. Als Täter kam
chließlich der 30jährige Taglöhner Adam Schwöbel in
Verdacht. Dieſer betreibt eine Wirtſchaft und hatte kurz
vorher ein Strafmandat erhalten, weil in ſeiner Wirtſchaft,
Tanz ohne Erlaubnisſchein veranſtaltet wurde. Die
An=
zeige war auf einem Briefbogen des Radfahrervereins
Einigkeit” in dem Schwöbel Rechner iſt, geſchrieben. Der
Titelkopf war abgeſchnitten. Der Angeklagte, der ſich
des=
halb geſtern wegen Urkundenfälſchung und Drohung vor
der Ferienſtrafkammer zu verantworten hatte, leugnete.
Er nimmt an, daß dies nur ein Racheakt ſeiner politiſchen
Gegner ſei. Schrift=Sachverſtändiger
Landgerichts=
ſekretär Pähler gibt ſein Gutachten dahin ab, daß der
Brief von Schwöbel herrühre. Das Gericht erachtete den
Angeklagten als dringend verdächtig, aber die Beweiſe
nicht für ausreichend und ſpricht den Angeklagten deshalb
von Strafe und Koſten frei.
— Vom Großh. Hoftheater. Die Hoftheaterleitung
beabſichtigt die Einführung muſikaliſcher und
literariſcher Abende die an abonnementsfreien
Tagen bei populären Preiſen den breiteſten Kreiſen
Ge=
legenheit bieten ſollen, die Werke klaſſiſcher und moderner
Meiſter kennen zu lernen. Das Programm dieſer Abende
dürfte einen Einführungsvortrag, deklamatoriſche und
Geſangsdarbietungen, ſowie auch einaktige dramatiſche
Werke des betreffenden Dichters oder Komponiſten
bringen. Durch dieſe Neueinführung werden die Volks=
und Arbeitervorſtellungen nicht betroffen, deren weiteren
Ausbau das Hoftheater dadurch beabſichtigt, daß auch die
Neuinſzenierung in Oper und Schauſpiel bei ermäßigten
Preiſen zugänglich gemacht werden ſoll.
Rh. Von der Techniſchen Hochſchule. Während der
großen Ferien ſind die Hör= und Zeichenſäle der
Tech=
niſchen Hochſchule geſchloſſen mit Ausnahme der
Zeichen=
ſäle 123 im Erdgeſchoß, 220 und 274 im I. Obergeſchoß,
317 und 357 im II. Obergeſchoß. — Der Ausſchuß der
Studierenden hat ſich in der letzten Studenten=
Ver=
ſammlung des Sommer=Semeſters aufgelöſt. Dagegen
hat ſich der Studentenverband, der ſich im letzten
Studienjahre vertagt hatte, wieder aufgetan. Als
Vor=
ſtand wurden folgende Herren gewählt: 1. Vorſitzender
Schwab (Germania), 2. Vorſitzender Berninger (Akad.
Chor), 1. Schriftführer Himmelreich (Wingolf), 2.
Schrift=
führer Günther (Rugia), Kaſſenwart Faatz II. (Rheno=
Gueſtfalia). 1. Bücherwart Hauff I. (Rheno=Gueſtfalia),
2. Bücherwart Mönninghoff (V. d. St.).
— Meiſterprüfung für Handwerker. Nach dem
Reichs=
geſetz vom 30. Mai 1908 dürfen im allgemeinen nur noch
ſolche Perſonen Lehrlinge im Handwerk anleiten, welche
die Meiſterprüfung beſtanden haben. Am 1. Oktober
1913 iſt die geſetzliche Uebergangsfriſt
abgelaufen, welche Handwerkern die
Ab=
legung der Meiſterprüfung ohne Nachweis
der beſtandenen Geſellenprüfung
geſtat=
tet. Mit Rückſicht hierauf wurde von den
Meiſterprü=
fungskommiſſionen Starkenburg und Rheinheſſen der
Schlußtermin für die Anmeldung zur diesjährigen
Meiſterprüfung ſo weit wie möglich hinausgeſetzt — auf
1. Oktober 1913 um bis dahin den Handwerkern,
die keine Geſellenprüfung beſtanden haben, Gelegenheit
zur Ablegung der Meiſterprüfung zu geben. Bis zu
die=
ſem Schlußtermin muß jedoch die Anmeldung einſchließlich
der erforderlichen Papiere ordnungsgemäß vorliegen.
Nach dem 1. Oktober 1913 kann die Zulaſſung zur
Mei=
ſterprüfung nur dann erfolgen, wenn der Nachsweis der
beſtandenen Geſellenprüfung erbracht iſt. Eine Ausnahme
hiervon iſt nach Geſetz nur für ſolche Handwerker
vorge=
ſehen, die bereits am 1. Oktober 1908 im Beſitz der
An=
leitungsbefugnis waren. Es liegt daher im Intereſſe der
in Betracht kommenden Perſonen, die Friſt auszunützen,
und ſobald wie möglich die Vorbereitungen für die
Mei=
ſterprüfung in Angriff zu nehmen. Mit Ablegung der
Meiſterprüfung wird die Berechtigung zur Führung des
Meiſtertitels, ſowie die Befugnis zum Anleiten von
Lehr=
lingen erworben. Zwecks Zulaſſung zur Meiſterprüfung
iſt an das Sekretariat der Handwerkskammer zu
Darm=
ſtadt die Prüfungsgebühr mit 35 Mark zu entrichten. Mit
der Quittung hierüber verſendet die Kammer zugleich das
vorgeſchriebene Anmeldeformular, das, ausgefüllt mit den
geforderten Anlagen, an die Meiſterprüfungskommiſſion
der betreffenden Provinz einzureichen iſt. Zuſtändig iſt
Auguſt. Am 25. Auguſt rückte das Eis heran, und als wir
verſuchten, fortzukommen, war es zu ſpät — wir
waren eingeſchloſſen! Mehrere Male wurden Verſuche
unternommen, fortzukommen und die Weſtküſte zu
er=
reichen, aber ſtets ſperrten Eismaſſen bei Verlegenhuk uns
den Weg.
Da machte am 8. September der Kapitän Ritſcher
den etwas überraſchenden Vorſchlag, das Schiff zu
ver=
laſſen, um zu Fuß nach der Adventbai zu gehen
mit der Begründung, daß nach Ausſagen der Mannſchaft
dann noch Gelegenheit wäre, in demſelben Jahre nach
Europa zurückzukehren. Der Plan fand bei den drei
Gelehrten trotz mancherlei Bedenken Zuſtimmung, während
ich entſchieden dagegen war. Ritſcher telegraphierte
ſpä=
ter, daß das Schiff aus Proviantmangel verlaſſen wurde,
doch war dies abſolut nicht der Fall. Wir hatten
Pro=
viant für faſt ein ganzes Jahr, und zwar hatten wir von
Deutſchland aus, wie einwandfrei nachgewieſen wurde,
für acht bis neun Monate mitgenommen; dazu wurden
in Tromſö noch verſchiedene Fäſſer Bohnen, Erbſen,
Hart=
brot, Mehl, Speck, Salzfleiſch, Salzfiſch und etwa fünfzehn
Zentner Trockenfiſch zugekauft. Außerdem fanden wir in
Spitzbergen, wie auch das Schiffstagebuch nachweiſt,
reich=
liche Jagdgelegenheit, ſo daß von Proviantmangel gar
nicht die Rede ſein konnte. Schröder=Stranz hatte
übri=
gens alle in Tromſö vor der Abfahrt noch auf die
Mög=
lichkeit einer Ueberwinterung hingewieſen
und es jedem freigeſtellt, wenn er deswegen Bedenken
hätte, zurückzutreten. Da niemand ſich meldete, wurde
jeder von, ihm einzeln gefragt, und jeder gelobte mit
Handſchlag, zu dem Leiter und ſeiner Sache zu halten.
Da=
mals wäre es alſo die erſte Pflicht des Kapitäns geweſen,
ſich von dem Proviant genau zu überzeugen. Die
Ent=
ſchuldigung alſo, er hätte nicht gewußt, daß ſo viel
Pro=
viant vorhanden war, kommt gar nicht in Frage. Auch
unſere ſonſtige Ausrüſtung, die von erſten Firmen geliefert
wurde, war vorzüglich und reichlich genug. Jedenfalls iſt
dem Leutnant Schröder=Stranz wegen der Ausrüſtung kein
Vorwurf zu machen.
Nachdem die Verſuche, die Bucht zu verlaſſen,
fehl=
ſchlugen, wurde, wie bekannt, das Schiff am 21.
September verllaſſen, um nach Adventbai zu
gehen. Beim Antreten der Tour wurde, da der Schlitten
ſich als zu ſchwer erwies, ein beträchtliches Quantum des
Proviants zurückgelaſſen. Die erſten fünf Tage brachten
uns gleich alle Widerwärtigkeiten einer herbſtlichen
Schlit=
tentour im Gebirge, ſo daß wir nur etwa 16 Kilometer in
dieſer Zeit zurücklegten. Unſer Proviant war bereits zum
größten Teile aufgezehrt, ſo daß eine Umkehr notwendig
wurde. Da erklärten Dr. Moeſer und Dr. Detmers
daß ſie allein weiter wollten, da ſie auf alle Fälle
noch in dieſem Jahre nach Europa möchten und für ſie
beide noch genügend Proviant für den Marſch nach der
Adventbai vorhanden war. Ihnen wurde von Dr.
Rüdi=
ger und mir abgeraten, und da Dr. Rüdiger inzwiſchen
den Vorſchlag gemacht hatte, unſeren Proviant vom Schiff
aus zu ergänzen, um den Weitermarſch machen zu können,
ſagte ich Dr. Detmers, er möchte wenigſtens mit nach dem
Schiff kommen und ſich einen leichten Schlitten zum
Fort=
ſchaffen der Sachen holen. Dr. Detmers und Dr. Moeſer
hofften aber, allein ſchneller nach der Adventbai zu
kom=
men und wollten deshalb keine Zeit mehr verlieren.
Rit=
ſcher erklärte uns, wenn die beiden Herren zu gehen
wünſchten, könne er ſie nicht zurückhalten. Ritſcher zeigte
überhaupt in all ſeinen Handlungen eine große
Unent=
chloſſenheit und befolgte eigentlich nur die Ratſchläge des
launenhaften Eislotſen. Das mag daher kommen, daß
Ritſcher noch ſehr jung war und vorher nie ein Schiff
ſelbſtändig geführt hatte.
Nachdem wir unſeren Proviant vom Schiffe aus
er=
gänzt hatten, trafen wir mit Dr. Moeſer und Dr. Detmers
zwar noch wieder zuſammen, doch ſahen wir ſie am
1. Oktober mittags zum letzten Male. Am Morgen des
1. Oktober hatte ich noch mit Dr. Detmers und Dr. Moeſer
geſprochen. An der Wijdebai machten wir am 1. Okt.
mittags ſchon auf Vorſchlag des Eislotſen Lager,
wäh=
rend Dr. Detmers und Dr. Moeſer, um den Tag
auszu=
nutzen, auf dem Eiſe der Wijdebai weitergingen. Später
ſind wir mit den beiden nicht mehr
zuſam=
mengetroffen. Sie ſind in der Wijdebai
ver=
unglückt.
Auf Vorſchlag des Eislotſen wurden auf der
Wijde=
bai ein Schlafſack und viele andere Sachen
im Stich gelaſſen, um den ſchweren Schlitten zu
erleichtern. Später wurden auch noch Schlitten, Kochapparat
u. a. zurückgelaſſen. Den Schlitten ſägte ich halb durch,
nahm die ſchweren Neuſilberkufen ab und lud mein
gan=
zes Gepäck darauf; da ich es für zu notwendig hielt, um
es im Stiche zu laſſen. Die anderen trugen ihr Gepäck auf
dem Rücken, weil ſie es für vorteilhafter hielten. Nachts
mußten immer 2 Wache gehen, da des fehlenden
Schlaf=
ſackes wegen nicht alle gleichzeitig ſchlafen konnten.
Mög=
lich, daß hierbei Dr. Rüdigerslinker Fuß erfror
und am rechten die Zehen. Letzteres ſtellte ſich heraus, als
wir die Hütte am zweiten Tag erreicht hatten und Dr.
Rüdiger ſeinen Stiefel ausziehen wollte. Buchſtäblich war
der linke Fuß im Stiefel feſtgefroren. Das Auftauen des
Fußes nahm lange Zeit in Anſpruch und am anderen Tag
war er ſo entſtellt, daß ſeine Heilung, wenn ſolche
über=
haupt möglich war, Monate dauern würde. So kam es,
daß ich mich erbot, bei Dr. Rüdiger zu bleiben,
während die anderen vier weitergingen, um von der
Adventbai einen Hundeſchlitten zum Transport von Dr.
Rüdiger zu ſchicken. Wir gaben unſere eigenen
Schlaf=
ſäcke her, weil in der Hütte rohe Felle vorhanden waren,
mit denen wir uns dort behelfen konnten. Ritſcher
ver=
ſprach Dr. Rüdiger mit Handſchlag, innerhalb vier Wochen
Hilfe zu ſenden; auf alle Fälle wollten wir ſechs
Wochen warten, weil der Proviant ungefähr für
dieſe Zeit reichen würde.
Meine Gründe, weshalb ich bei Rüdiger blieb, waren
folgende: Wir beide waren geborene
Hambur=
ger und uns gegenſeitig ſympathiſch. Ich wußte, daß ich
Dr. Rüdiger durch meine praktiſchen Kenntniſſe nützlich
werden konnte andererſeits war mir das häufige neue, faſt
kopfloſe Entſchlußfaſſen von Ritſcher zuwider, und ich
wußte, daß es ſpäter in dieſer Beziehung nicht viel beſſer
werden würde. Zwar war ich mir klar bewußt, daß ein
Unglück die Hilfe für uns verhindern könnte, aber dann
blieb immer noch der Rückmarſch nach dem
Schiff und den hoffte ich ermöglichen zu können, wenn
Dr. Rüdigers Fuß ſich inzwiſchen beſſerte.
für die Prüflinge aus der Provinz Starkenburg
die Meiſterprüfungskommiſſion in
Darm=
ſtadt. Vorſitzender Stadtbaurat Steinberger
da=
ſelbſt. Für die Zulaſſung weiblicher
Gewer=
betreibender ſind die für männliche Kandidaten
gel=
tenden Beſtimmungen maßgebend, doch werden während
der bis 1. Oktober 1913 erſtreckten Uebergangsfriſt
weib=
liche Handwerker auch dann zur Meiſterprüfung
zugelaſ=
ſen, wenn ſie die vorgeſchriebene Lehr= und Geſellenzeit
nicht nachzuweiſen vermögen.
Familiengeſchichtliches. Man ſchreibt uns: Die
hier wohnenden Familien Ensling wird es ſicherlich
intereſſieren zu erfahren, daß ihre Urahnen aus dem
Württembergiſchen ſtammen und zwar aus der vormals
freien Reichsſtadt Bopfingen, die jetzt ein aufblühendes
Gemeinweſen von zirka 2000 Seelen bildet und in der
Nähe von Nördlingen liegt. Nach einer kürzlich bei alten
Familienpapieren entdeckten Urkunde des Rates des
hei=
ligen römiſchen Reiches freier Reichsſtadt Bopfingen,
die ſich jetzt im Beſitze des Herrn Philipp Ensling,
Laute=
ſchlägerſtraße Nr. 5½ — befindet, hat ſich anfangs des 18.
Jahrhunderts ein 1683 zu Bopfingen geborener Metzger
Jakob Enßlin hier niedergelaſſen. Wie aus Enßlin
der Name Ensling entſtand, läßt ſich nicht mehr aufklären,
zweifellos ſind aber die Träger beider Namen identiſch.
Früher wurde es mit den Namen=Beurkundungen nicht ſo
genau genommen und mancher änderte aus irgend welchen
Gründen willkürlich, unbeanſtandet, ſeinen Namen. Schon
im erſten Adreßbuch von Darmſtadt vom Jahre 1819 findet
ſich die Schreibweiſe Ensling. Es waren um dieſe Zeit
hier anſäſſig: ein Wilhelm Ensling, Bürger und Metzger,
zugleich Ratsverwandter ein Michael Ensling,
Hofgerichtsadvokat ein Philipp Ensling,
Bür=
ger und Wirt, ein Philipp Ensling, Bürger und Metzger.
Ende der 60er Jahre des 19. Jahrhunderts waren hier
wohnhaft: Ensling, A., Fuhrmann, Ensling, Adam, Wirt
und Bierbrauer, Ensling, Witwe des Wirts, Ensling,
S., Witwe des Schuhmachers, Ensling, Paul, Kaufmann
und Mehlhändler. In Bopfingen trägt eine Reihe
ange=
ſehener Bürger heute noch den Namen Enßlin, darunter
befindet ſich der Stadtſchultheiß.
Dienſtjubiläum. Geſtern beging Herr Eiſenbahn=
Buchhalterei=Vorſteher Emil Voigt ſein 25jähriges
Dienſtjubiläum bei der Süddeutſchen Eiſenbahn=
Geſellſchaft. Seitens ſeiner vorgeſetzten Direktion wurde
hm ein Anerkennungsſchreiben nebſt namhaftem
Geld=
geſchenk überwieſen; auch ſeitens der Oberbeamten und
Beamten genannter Geſellſchaft wurde der Jubilar mit
einem Blumenarrangement und Geſchenken beehrt.
— Die Turngemeinde Darmſtadt veranſtaltet morgen
Sonntag, ihr diesjähriges Sommerfeſt. Für
Unter=
haltung, ſowie Beluſtigung der Kinder iſt in reichſtem
Maße geſorgt. Der eingerichtete Schießſtand im kleinen
Turnſaal iſt von morgens 11 Uhr an geöffnet; es können
hierbei ſchöne Preiſe herausgeſchoſſen werden, was einem
jeden Anhänger des Schießſports zu empfehlen iſt. Die
Turn= und Singmannſchaft wird ebenfalls zur
Unterhal=
tung beitragen. Am Abend findet Tanz ſtatt. Fremde
können durch Mitglieder eingeführt werden. Ausweis für
Mitglieder: 2. Quartalskarte.
§ Milchreviſionen. Während des Monats Juni
ſind durch die hieſige Polizei 2815 Milchreviſionen
vorgenommen worden. Hierbei wurden neun Proben
wegen zu geringem Fettgehalt und wegen Waſſerzuſatzes
beanſtandet und daher zwecks Unterſuchung dem chemiſchen
Unterſuchungsamt überwieſen. Infolge dieſer
Bean=
ſtandungen war die Entnahme von zwei Liefer= und
vier Stallproben erforderlich. Außerdem wurden 20 Liter
gewäſſerter Milch dem Verkehr entzogen.
Schlägerei. Ein Arbeiter aus Griesheim wurde
in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gegen 12 Uhr
bei einer auf dem Marktplatz ſtattgefundenen Schlägerei
derart bearbeitet, daß er aus Mund und Naſe blutete.
Er iſt nach dem Städtiſchen Krankenhaus gebracht
worden.
* Kinotheater. Im Reſidenz=Theater am
weißen Turm ſteht in dieſem Programm ein
Liebes=
roman in 3 Akten: „Das Weib ohne Herz” (Vitoſkop) im
Mittelpunkt. Das vom Regiſſeur Max Mack inſzenierte
Filmdrama iſt frei von jeder Effekthaſcherei, und einzelne
Szenen ſind wahre Meiſterwerke der kinematographiſchen
Technik. Die Firma Leon Gaumont iſt durch den
Flieger=
roman „Der Rekord” (2 Akte) und „Kindliches Spiel”
(1 Akt) vertreten. Beſonders der erſtere Film iſt durch
ge=
ſchickt eingeflochtene herrliche Landſchaftsbilder und die
Schlußbilder, in denen der junge Graf Buchenau den
Höhenrekord ſchlägt und von ſeinem Lehrer Hirth
beglück=
wünſcht wird, ganz hervorragend. Die Nordiſche
Film=
kompanie iſt mit einer pikanten Humoreske: „Angenehmer
Irrtum” vertreten, während die amerikaniſche Firma
Thanhouſer eine reizende Komödie: „Das ſchuldige Baby”
Im Union=Theater (Kunſtlichtſpiele
bringt.
Rheinſtr. 6) begegnet man in dem heute beginnenden
Pro=
gramm wieder einmal der berühmten Filmdiva Aſta
Niel=
ſen, und zwar in dem vieraktigen Urban Gadſchen Drama
„Der Tod in Sevilla‟ Ein weiteres hervorragendes,
vor=
nehm abgetöntes und von erſten Pariſer Schauſpielern
dargeſtelltes Filmdrama iſt das dreiaktige „Es war ein
Traum” Um nun den Beſuchern ein wirklich
vollkomme=
nes Programm zu bieten, wurde das Programm außer
einem Drama als Einlage noch durch das tiefergreifende
Drama „Das Kind für den Vater” vervollſtändigt. Auch
das Journal iſt diesmal beſonders intereſſant dadurch,
daß es die neueſten Pariſer Moden, einen
Fußballwett=
kampf zwiſchen Oeſterreich und Italien und die
Ueber=
ſchwemmungen in Breslau bringt. Unvergleichlich ſind
die Naturaufnahmen „Buddhiſtiſche Sitten in China” und
„Hirſche und Antilopen” die das Wiſſen jedes Beſuchers
bereichern, ohne langweilig zu ſein. Neben dem vielen
Ernſt wurde aber auch der Humor nicht vernachläſſigt, der
in den Humoresken „Alma iſt ungeſchickt”. „Entwiſcht=
und „Moritz als Pflegevater” das Beſte bringt, was
ge=
boten werden kann. Die Lüftungsanlagen des U. T. ſind
bekannt, ſo daß die Räume auch in den heißen Tagen einen
angenehmen Aufenthalt bieten.
* Konzerte. Ludwigshöhe. Morgen, Sonntag,
konzertiert die Kapelle des 1. Badiſchen Leibdragoner=
Re=
giments aus Karlsruhe unter Leitung des
Obermuſik=
meiſters Herrn Köhn. Die Kapelle erfreut ſich in
Karls=
ruhe großer Beliebtheit und wird ein auserleſenes
Pro=
gramm zur Ausführung bringen. (Siehe auch Anz.)
Heſſiſcher Hof. Heute, Samstag, konzertiert nach
einem beſonders gewählten Programm die Kapelle des
Großh. Heſſ. Artillerie=Regiments Nr. 61 unter Herrn
Webers Leitung. Beſonders bemerkt ſei noch, daß das
Programm einem oft geäußerten Wunſche gemäß vier
Ouvertüren enthält. (Siehe auch Anz.)
§§ Heppenheim, 1. Aug. Unſer Kirchweihfeſt
wird am Sonntag, den 3. Auguſt, gefeiert und Montag,
den 4. Auguſt, der Jahrmarkt abgehalten. Erſt
wenige Jahre ſind es her, daß man wieder dazu
über=
gegangen iſt, dieſe beiden Tage zu einer volkstümlichen
Feier zu geſtalten. Aber von Jahr zu Jahr fand dieſer
Gedanke weiteren Ausbau und immer lebhafteren
An=
klang. Der größte Betrieb iſt immer in unſerem
alt=
bekannten Gaſthof „Halber Mond” deſſen Beſitzer
es ſich ganz beſonders angelegen ſein läßt, die beiden
Tage zu einem Anziehungspunkte für nah und fern zu
geſtalten. Am Kirchweihſonntag findet von 4 Uhr ab
in dem ſchönen Halbmondgarten ein Militärkonzert
ſtatt. Die Muſik ſtellt die bekannte leiſtungsfähige
Kapelle des Leib=Dragoner=Regiments Nr. 24 aus
Darmſtadt unter Leitung des Herrn Obermuſikmeiſters
Rühlem ann. Abends wird ein zweites Konzert
ab=
gehalten, von 7 Uhr ab iſt Tanzgelegenheit. Am
Markt=
tag (Kirchweihmontag) iſt von 6 Uhr nachmittags ab
Tanz=
vergnügen. Am Sonntag und Montag abend wird
große Illumination des Gartens, bengaliſche
Beleuch=
tung, Feuerwerk, Fakelpolonäſe uſw. ausgeführt. Die
auswärtigen Beſucher werden noch beſonders darauf
hingewieſen, daß in ſpäter Stunde günſtige Eiſenbahn=
Zugverbindungen nach allen Richtungen die Heimreiſe
ermöglichen. Die Feier der beiden Tage findet unter
allen Umſtänden ſtatt; ſollte das Wetter für den
Aufent=
halt im Freien nicht günſtig ſein, dann wird dieſelbe,
ſoweit nötig, in die Saalräume verlegt.
Zotzenbach, 1. Aug. Stationsbeamter Meinhard wollte
nach Abgang des letzten Abendzuges die Laternen aus=
löſchen, als er von hinten in wahrſcheinlich räube
riſcher Abſicht niedergeſchlagen wurde. Au,
ſein und ſeiner Frau Hilferufe flüchtete der Täter und
konnte den wahrſcheinlich an der Stationskaſſe
beabſichtig=
ten Raub nicht ausführen.
Mainz, 1. Aug. Die in mehreren Mainzer Blättern,
erſchienene Nachricht, wonach auf der Mainz=Binger
Bahn=
ſtrecke die früher rot=weiß geſtrichenen Signalmaſten jetzt
ſchwarz=weiß geſtrichen worden ſeien, iſt dahin zu
berich=
tigen, daß eine Aenderungnicht eingetreten iſt. Der
Anſtrich wurde nur erneuert und zwar ſo wie
er ſchon ſeit Jahren geweſen iſt, nämlich: die Vorderſeite
worunter die dem Zuge zugewendete Seite zu verſtehen iſt
mit dem Signalflügel iſt rot=weiß und nur die Rückſeite
ſchwarz=weiß geſtrichen. Die den Gleiſen zugewendeten
Flächen haben nur weißen Anſtrich. Die Bemerkung, die
Signalmaſten ſeien in den preußiſchen Landesfarben
ge=
ſtrichen, trifft alſo in der Hauptſache nicht zu, vielmehr
wird bei dem Anſtrich dem beſtehenden heſſiſch=preußiſchen
Eiſenbahngemeinſchaftsverhältnis in ſinngemäßer Weiſe
Ausdruck verliehen. — Ein älterer Knabe badete
geſtern in der Nähe von Kaſtel im Rheine und ließ ſeine
Kleider unter Beaufſichtigung zweier jüngerer Brüder am
Ufer zurück. Als der Badende ziemlich weit im Waſſer
war, kamen zwei junge Burſchen und nahmen den beiden
Brüdern mit Gewalt die Kleider und ſtahlen 72 Pfennige.
Mit dem Geld verſchwanden ſie. Auf Anzeige gelang es
der Polizei, die Räuber in den Perſonen der 16= und
20jährigen Taglöhner Joſ. Mattern und Bruno Faber aus
Kaſtel feſtzunehmen. Mattern wird ſich vor der
Straf=
kammer und Faber vor dem Schwurgericht zu
verant=
worten haben.
Oppenheim, 1. Aug.
Auf Antrag des hieſigen
Ruderklubs beabſichtigt der Mitteldeutſche
Regatta=
verband, im Anfang September ein Dauerrudern
abzuhalten. Die Fahrt beginnt von Gernsheim, ſo
dann muß der Altrhein durchfahren werden. Endzie
iſt Oppenheim. Für die Veranſtaltung, die in Sport
kreiſen großes Intereſſe findet, ſind jetzt ſchon eine größere
Anzahl ſehr wertvoller Preiſe in Ausſicht geſtellt.
M. Nackenheim, 1. Aug. Vom ſchönſten Wetter
be=
günſtigt, nimmt die Getreideernte einen raſchen
Verlauf. An die ſehr gut ausfallende Roggenernte ſchließt
ſich in nächſter Woche die Einfuhr der Gerſte, deren Stand
den Landmann ebenfalls befriedigt. Der wiedergekehrte
Sonnenſchein belebt auch die Hoffnungen des
Win=
zers. Die ausgiebige Feuchtigkeit der verregneten
Vor=
woche kam namentlich unſerem trockenen Tonſchieferboden,
wo auch die Reben zuerſt und gleichmäßig verblüht haben,
ſehr zu ſtatten. Im allgemeinen iſt der Stand der
Wein=
berge befriedigend und verſpricht, falls der Sauerwurm
nicht ſtark auftritt, eine gute Mittelernte. Der Schaden,
den Peronoſpora und Oidium verurſacht haben, iſt in
hie=
ſiger Gemarkung kaum nennenswert; ein Ausfall iſt nur
da vorhanden, wo die Vorbeugungsmaßregeln läſſig
be=
trieben wurden. — Die Nachfrage nach Weinen der
vor=
jährigen Kreszenz iſt etwas lebhafter geworden.
Bingen, 1. Aug. Die Entlaſſung von 15 beim
Bau der neuen Rheinbrücke beſchäftigten Arbeitern hatte
zur Folge, daß ſämtliche Arbeiter die Arbeit
niederlegten. Von ſeiten der Arbeitnehmer wird
behauptet, daß die den Bau führende Firma wiederholt
verſucht hätte, längere Arbeitszeit oder geringere Löhne
einzuführen. Auch ſei in ſanitärer Hinſicht auf der
Bau=
ſtelle nicht alles in wünſchenswerter Weiſe erledigt worden.
(*) Büdingen, 1. Aug. Der ſchlechte Jahresabſchluß
der hieſigen Molkerei veranlaßte die
Hauptver=
ſammlung der Molkereigenoſſenſchaft zu
dem Beſchluß, die Molkerei zu verkaufen. Am
31. Dezember ſpäteſtens hört der Betrieb auf. — Eine
große landwirtſchaftliche Kreisſchau findet
vom 20. bis 22. September hier ſtatt. Es kommen zur
Ausſtellung alle Zweige der Viehzucht, die verſchiedenſten
Gebiete des Ackerbaues und des Obſtbaues. Aus dieſem
Anlaß ſoll ein Feſtzug ſtattfinden.
Feuilleton.
C K. Der größte Kran der Welt. Trotz hartnäckiger
Verſuche iſt es bisher weder der engliſchen noch der
ameri=
kaniſchen Induſtrie gelungen, die deutſchen Leiſtungen im
Bau von Schwerlaſtkranen zu übertreffen; beſonders in
den letzten Jahren hat die Technik auf dieſem Gebiete in
Deutſchland große Fortſchritte gemacht. Ihren äußeren
Ausdruck findet dieſe wachſende Leiſtungskraft unſerer
Induſtrie in dem gewaltigen neuen Rieſenkran, der in
Hamburg auf den Werften von Blohm und Voß
Auf=
ſtellung gefunden hat und der für ſich den Ruhm
bean=
ſpruchen kann, der größte Kran der Welt zu ſein. Die erſte
Aufgabe, die dieſes gigantiſchen Meiſterwerkes moderner
Technik harrt, iſt, wie die Bauwelt berichtet, die
Fertig=
ſtellung des 56000 Tonnen großen Schweſterſchiffes des
„Imperator‟ Der Rieſenkran, der weithin ſichtbar das
Hafenbild beherrſcht, iſt als Hammerwippkran gebaut und
beſitzt eine Tragfähigkeit von nicht weniger als 250 000
Kilogramm. Der mächtige Ausleger iſt 56 Meter lang,
ſein vorderer Arm kann hochgeklappt werden um bei
wei=
ter wachſenden Höhenabmeſſungen der Schiffe auch in
Zu=
kunft noch allen Anſprüchen zu genügen. Iſt der
Aus=
leger hochgeklappt, ſo ragt ſeine Spitze nicht weniger als
100 Meter über den Waſſerſpiegel empor. Das
Rieſen=
werk wird durch Elektrizität betrieben und verfügt über
zwei voneinander ganz unabhängige Hebezeuge; das eine
von ihnen, eine ſogenannte „Katze” kann ihre Laſt von
250000 Kilogramm in 34½ Meter und 110000 Kilogramm
in 53 Meter Entfernung von der Kranmitte tragen. Oben
auf dem Ausleger ſteht dann noch ein fahrbarer Drehkran
von 20000 Kilogramm Tragkraft. Mit ihm kann ein
Ar=
beitsfeld von 147 Meter Durchmeſſer oder faſt 17000
Qua=
dratmeter Fläche beſtrichen werden. Der Gedanke, daß
dieſes majeſtätiſche Eiſengerüſt durch nur zwei Mann in
Bewegung geſetzt und geleitet werden kann, hat faſt etwas
Phantaſtiſches, aber in der Tat genügt ein einfacher
Hebel=
druck, um die Rieſenkräfte des ganzen Hebewerkes zu
ent=
feſſeln. Der Steuermann des großen Kranes hat ſeinen
Platz in einem kleinen Steuerhauſe, das unter dem
Laſt=
arme des Auslegers angebracht iſt. Von hier aus
regu=
liert er alle Bewegungen der mächtigen Konſtruktion, und
in der Dunkelheit unterſtützen ihn dabei die Scheinwerfer,
die neben dem Führerſtande angebracht ſind und die
je=
weilige Arbeitsſtelle taghell erleuchten.
Der Tarif des gebrochenen Herzens. Die
Schaden=
erſatzſumme von einer Million Mark, die die ſchöne Daiſy
Markham wegen Bruches des Eheverſprechens von dem
Marquis von Northampton erhalten hat, iſt weitaus die
größte Summe, die jemals von einem engliſchen
Gexichts=
of als Preis eines „gebrochenen Herzens” feſtgeſetzt
wurde. Dieſer Rekordſumme am nächſten kommen die
400000 Mark, die Lord John Campbell in zwei Raten
einer Dame aus Lancaſhire, Miß Logan, zahlte; aber
die=
ſes Opfer ſcheint freiwillig gebracht worden zu ſein; der
Lord ließ es nicht zu einer Gerichtsentſcheidung kommen.
Eine engliſche Wochenſchrift, die die wichtigſten dieſer
ſenſationellen Prozeſſe zuſammenſtellt, gibt eine Art Tarif,
in dem Summen von 200000 und 120000 Mark an erſter
Stelle ſtehen. 200000 Mark ſind bereits mehrere Male
jungen Damen zuerkannt worden ſo der Schauſpielerin
Miß Finney, der der Viscount Garmoyle die Ehe
ver=
ſprochen hatte, Miß Thereſa Gladys Knowles, deren
Hoff=
nungen der 64jährige Herausgeber der „Heiratszeitung
Leslie Duncan nicht erfüllte, und Helen Turner, die ein
reicher Weinkaufmann aus Liverpool ſitzen ließ. Die
ge=
wöhnlich von engliſchen Gerichten Damen der guten
Ge=
ſellſchaft zugeſprochenen Schadenerſatzſummen betragen
zwiſchen 40000—60 000 Mark. In Amerika iſt man weniger
freigiebig. Der größte Betrag, der hier bisher einer
„Sitzengelaſſenen” zuerkannt wurde, belief ſich auf 180000
Mark; ihn erhielt Miß Clara Campbell, der der Inhaber
einer großen Kaffeefirma ewige Treue gelobt hatte, ohne
ſie zu halten.
R. Kurioſer Sammler. Seitdem die Welt ſteht, hat es
immer Leute gegeben, deren ganze Lebenstätigkeit ſich im
Sammeln auf irgend einer Art von Gegenſtänden
konzen=
trierte. Was wird nicht alles geſammelt? Kunſtwerke,
Reliquien, Bilder, Münzen, Briefmarken, Uhren,
Tabaks=
pfeifen, Stöcke, Uniformen, Waffen, Möbel, bis herab zum
neueſten Schlager, Reklamemarken, finden ſtets ihre
leiden=
ſchaftlichen Liebhaber. Daß aber jemand alte
Schuh=
ſohlen ſammelt, iſt wohl noch nie dageweſen und doch
leſe ich von einem ſolchen Sammler in dem intereſſanten
Briefwechſel, den die berühmte Dichterin Annette von
Droſte=Hülshoff mit ihrer Freundin Eliſe Rüdiger führte
Laſſen wir ſie ſelbſt ſprechen: „Werden Sie nicht böſe
darüber ich kann nicht anders und habe einen
unerbitt=
lichen Treiber hinter mir. Einer meiner Onkels vergeht
nämlich in glühender Sehnſucht nach — Schuhſohlen, und
zwar dünnen feinen, von ſchönen jungen Damen in
Geſell=
ſchaft oder auf Bällen getragen, denn er iſt ein Mann von
Geſchmack. Die Sache iſt, daß er ſehr hübſch drechſelt und
chnitzelt und ſeine Kunſtprodukte nachher mit den rauhen
Sohlen, wie man ſie früher nur unter den Pariſer, jetzt
aber unter allen Zeugſchuhen findet, poliert. Es iſt ihm
ſchwer, welche zu bekommen, weil die meiſten Damen zu
eitel ſind, alte zerriſſene, niedergetretene und beſchmutzte
Schuhe in Herrenhände, und wären es auch nur die eines
alten Junggeſellen, kommen zu laſſen. Jetzt iſt er aber
ganz auf dem Trocknen damit, ſo daß er mehrere ſehr
hübſche Sachen deshalb nicht vollenden kann und quält
mich bis aufs Blut um eine Beyſteuer. Haben Sie alſo
ein Paar recht alte Schlurren (das ſind die beſten), ſo
hel=
fen Sie mir aus der Not. Das Aeußere macht keinen
Unterſchied, er nimmt ſie mit größtem Danke in allen
For=
men, platt wie ein Pfannenkuchen und in Fetzen an den
Seiten drumher, das iſt alles gleich. Und ich werde ihm
ja auch nicht ſagen, von wem ſie ſind . . . . Wenn ich auch
nur ein Paar bekomme; ich ſelbſt habe ihm meinen
Vor=
rat ſchon früher gegeben und habe eben jetzt nichts. Aber
Sie müſſen mir nichts ſchicken, was Sie noch brauchen
können, ſonſt erhalten Sie es wieder mit Proteſt von mir
zurück und wenn Sie nichts haben, ſo iſt das weiter auch
kein Unglück, er muß ſeine Netze dann auswärts
aus=
werfen, das iſt es alles. Nur muß ich bemerken, daß das
obere Zeug daran bleiben muß, weil nur mit Hilfe von
dieſem die Sohlen gehörig zu faſſen und zu handhaben
ſind. Scheuen Sie ſich nicht, etwas ganz niederträchtig
Schlechtes zu ſchicken; er iſt es nicht anders gewöhnt und
er erfährt nie, von wem die Almoſen kommen, die ihm
ſeine Verwandten prokurieren, das iſt eine Bedingung,
die gewöhnlich von den Damen gemacht wird uſw.
ml. Maſſenſterben von Bienen und Fliegen. Der Preis
des Honigs hat derzeit in England eine ſchier unglaubliche
Höhe erreicht. Es iſt dies auf die ſtarke Abnahme der
Bienenvölker zurückzuführen, die durch eine geheimnisvolle
Seuche in wenigen Monaten dezimiert worden ſind. Nach
Ausweis der Unterſuchungen einer wiſſenſchaftlichen
Kom=
miſſion iſt der Herd der Epidemie die Inſel Wight. Von
hier aus hat ſich die Seuche über Süd= und Mittelengland
verbreitet. Sie ſoll durch Bienen eingeſchleppt worden
ſein, die vom Kontinent zu Zuchtzwecken eingeführt
wur=
den. Im Unterhaus verhandelte man deshalb auch in
die=
ſen Tagen über einen Geſetzentwurf, der beſtimmt iſt, den
Import ausländiſcher Bienen zu regeln. Man hofft
da=
durch der gefährlichen Epidemie Einhalt zu tun. Es iſt
im übrigen ein Glück im Unglück, daß in England nicht
nur die Bienen, ſondern gleichzeitig auch die Fliegen
ver=
ſchwinden, deren Zahl bisher in beſtändiger Steigerung
begriffen war. Die oben genannte wiſſenſchaftliche
Unterſuchungskommiſſion hat feſtgeſtellt, daß die
Vermin=
derung der Fliegen mit der Verbreitung des Automobils
in Zuſammenhang zu bringen iſt. Durch den Fortfall der
Stallungen ſind den Fliegen die Ernährungsverhältniſſe
ſo erſchwert worden, daß ſie angeſichts der Erſchwerung
hrer Lebensbedingungen dem Untergange geweiht ſind.
* Ein neuer Streik. In Berliner Maſſenſtreik=
Ver=
ſammlungen iſt von verſchiedenen Rednern anſtelle des
Maſſenſtreiks der „Gebärſtreik” empfohlen worden. Man
ſieht, daß den „Genoſſen” trotz der ſchlechten Zeiten der
Humor noch nicht ausgegangen iſt. Es wird allen Ernſtes
behauptet, daß der Gedanke dieſes Streiks „namentlich
unter den ſozialdemokratiſchen Frauen Anklang gefunden”
hat; leider wird nicht geſagt, bei welchen Jahrgängen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 31. Juli. Die 100
Ber=
liner Schulkinder, die als Gäſte des Kronprinzen in
der Langfuhrer Huſarenkaſerne vier Wochen lang verpflegt
werden, werden in den nächſten Tagen nach Danzig
ab=
fahren. Von jeder Gemeindeſchule iſt ein Knabe erwählt
worden. Verſchiedene Firmen ſpendeten Gegenſtände zur
Unterhaltung und Belehrung der kleinen Ferienreiſenden
Eine Firma ließ die begleitenden Lehrer in der Benutzung
der von ihr geſpendeten photographiſchen Apparate
unter=
weiſen.
Heute nachmittag erſchoß ſich in ſeiner
Wohnung, Rankeſtraße 29, der Oberleutnant im
württem=
bergiſchen Ulanen=Regiment König Karl Nr. 19 Dietzſch.
Der Offizier, der zur Kriegsakademie kommandiert war,
hatte erſt vor etwa einem Vierteljahr geheiratet. — Die
Brüder Karl und Richard Gebhardt wurden
ver=
haftet. Sie ſind geſtändig, falſche Fünfmarkſtücke
her=
geſtellt und in den Verkehr gebracht zu haben.
Wiesbaden, 1. Aug. Wie kürzlich berichtet, hat der
Magiſtrat von Wiesbaden ein neues Bahnprojekt
Wiesbaden- Frankfurt durch das „Ländchen”
dem Miniſter der öffentlichen Arbeiten zur Genehmigung
vorgelegt. Der Miniſter hat daraufhin zunächſt die
Elek=
trizitäts=Aktien=Geſellſchaft Lahmeyer, die ſchon ſeit Jahr
und Tag ſich damit beſchäftigt, eine elektriſche Schnellbahn
Frankfurt-Wiesbaden herzuſtellen, beauftragt, die
Ver=
handlungen mit den in Betracht kommenden Gemeinden
und Kreiſen zu beendigen und endgültig nachzuweiſen, daß
das Unternehmen finanziell geſichert iſt, und zwar bis
zum 1. Oktober 1914.
Wiesbaden, 1. Aug. Am Elſäſſiſchen Platz wurde
heute vormittag von einer Zigeunerin ein drei
bis vier Jahre altes Kind namens Keller entführt.
Die hieſige Polizei hat an alle benachbarten Behörden das
Signalement der Zigeunerin weitergegeben, jedoch fehlt
bis jetzt noch jede Spur.
Straßburg, 1. Aug. Bei einer Brückenſchlagsübung
ſchlug geſtern um die Mittagszeit in der ſtarken
Strö=
mung des hochgehenden Rheins ein mit zehn Mann
beſetz=
tes Ponton um, wobei zwei Pioniere, Skrade aus
Kottbus und Schiemank aus Friedeberg, beide vom
Pio=
nierbataillon Nr. 15. den Tod in den Wellen fanden. Ein
dritter Pionier erlitt einen Beinbruch. Die übrigen ſieben
Mann der Beſatzung konnten heil das Ufer erreichen.
Ueber die näheren Umſtände und die Urſache des Unglücks
wird erſt die eingeleitete Unterſuchung genügende
Auf=
klärung bringen.
Köln, 31. Juli. In der Verſuchsabteilung der
Gas=
motorenfabrik Deutz ereignete ſich heute vormittag eine
Exploſion. Ein Ingenieur iſt den erlittenen
Ver=
letzungen bereits erlegen. Ein Arbeiter wurde ſchwer
verletzt.
Köln, 1. Aug. Seit einiger Zeit machte eine
Räuberbande Mittel= und Weſtdeutſchland unſicher
und raubte unter Benutzung von Masken und Vorhalten
von Waffen große Summen. Die Polizei verhaftete
jetzt gelegentlich eines Einbruchsdiebſtahls den Metzger
Hahn. Derſelbe geſtand. mit dem flüchtigen Schriftſetzer
Volker Raubzüge ausgeführt und auch an dem Raubmorde
in München=Gladbach, wo die Haushälterin eines
Ka=
plans ermordet worden iſt, teilgenommen zu haben.
Siegen (Rheinland), 31. Juli. Auf einer Hochzeit
in Büdenholz wurde in der vergangenen Nacht bei
Strei=
tigkeiten ein Burſche ins Herz geſtochen; er war
ſo=
fort tot. Ein anderer Burſche wurde lebensgefährlich
ver=
letzt. Die zwei Täter wurden verhaftet.
Eſſen, 1. Aug. Heute früh ſchoß ein junger Mann
auf die 19 Jahre alte Kontoriſtin Margarete Buſſen
die vor der Türe eines Baugeſchäftes in Eſſen=
Rütten=
ſcheid, bei dem ſie beſchäftigt iſt, ihn erwartete. Das
Mädchen wurde lebensgefährlich verletzt und in das
Kran=
kenhaus gebracht. Der Täter ſchoß ſich darauf in den
Mund und verletzte ſich ſchwer. Der Grund der Tat iſt
verſchmähte Liebe.
Hagen (Weſtfalen). 31. Juli. In Dolar bei
Freß=
burg ſtürzte beim Neubau der katholiſchen Kirche ein
Gewölbebogen ein. Vier Arbeiter ſtürzten ab;
zwei ſind tot. zwei wurden ſchwer verletzt.
Anklam, 1. Aug. Geſtern abend gegen 9 Uhr fuhr
ein mit zwei Fähnrichen beſetztes Motorrad gegen
den Kleinbahnzug der Mecklenburg=Pommerſchen
Schmalſpurbahn. Fähnrich von Stieteneron vom
Garde=
ſchützenbataillon, der vom Rad ſtürzte, erlitt erhebliche
Ver=
letzungen am Kopfe und der Fähnrich von der Marwitz
vom Ulanen=Regiment Nr. 3 trug ſchwere innere
Verletzun=
gen davon. Das Rad wurde vollſtändia zertrümmert.
Wien, 31. Juli. Anläßlich ſeiner 70jährigen
Geburts=
tagsfeier erhielt Peter Roſeager unzählige Glück
wünſche, darunter ſolche vom Miniſterpräſidenten Grafen
Stürakh und vom Unterrichtsminiſter Huſſarek. Der
Reichs=
kanzler v. Bethmann Hollweg ſandte folgendes
Tele=
gramm: „An dem heutigen Tage, an dem allerorten
rei=
chen und frohen Schaffens gedacht wird, wünſche ich Ihnen
herzlichſt Glück und weiteren frohen Dichtermut.”
Wien, 31. Juli. Nach einer Blättermeldung aus
Cilli hat die Schauſpielerin Helene Odilon
bei einem Automobilunfall auf der Straße zwiſchen Cilli
und Laibach ſchwere innere Verletzungen erlitten.
Bern, 1. Aug. Aus der Schweiz kommen Nachrichten
über eine neuerliche Verſchlechterung des
Wet=
ters. Im Jura und Wallis aingen geſtern abend ſtarke
Hagelſchläge und Regenfälle nieder. Die Gotthardſtraße
iſt an verſchiedenen Stellen durch Erdmaſſen verſperrt.
Paris. 1. Aug. Der anläßlich des Diebſtahls des
Perlenhalsbandes gegen einen hieſigen
Poſtbeam=
ten ausgeſprochene Verdacht hat ſich als unbegründet
er=
wieſen. Dieſer Poſtbeamte hatte zwar vor ewei Jahren
einem hieſigen Juwelier ein Perlenhalsband verkauft,
dasſelbe war jedoch, wie nunmehr feſtgeſtellt iſt, von einer
Dame, bei der er als Hausverwalter bedienſtet war, zum
Geſchenk gemacht worden.
Lille, 1. Aug. Vor dem Kriegsgericht fand
geſtern ein Prozeß gegen den Artillerie=Unteroffizier
Deflorane ſtatt, der bei einem Fort als Wachtpoſten
geſtanden hatte und von der Geliebten eines Soldaten
verleitet worden war, den Poſten zu verlaſſen und ins
Wirtshaus zu gehen. Der Kommandeur des 1.
Armee=
korps erklärte in einem Schreiben an den Regimentsober
ſten, daß ein Exempel ſtatuiert werden müſſe, da die Forts
im Norden und Nordoſten Frankreichs von zahlreichen
Spionen überwacht würden. Er würde deshalb, ſelbſt
wenn das Kriegsgericht Deflorane freiſpräche, über den
letzteren eine 60tägige Gefänanisſtrafe verhängen. Der
Verteidiger Defloranes proteſtierte gegen dieſe Drohung,
die einem Befehl gleichkomme, den Angeklagten zu
verur=
teilen. Das Kriegsgericht ſprach den angeklagten
Un=
teroffizier mit 5 gegen 2 Stimmen frei.
London, 31. Juli. Der Panzerkreuzer „Kina Alfred‟
ſtieß auf hoher See bei Kap Spurnhead mit dem
ſpa=
niſchen Dampfer „Umba” zuſammen. Die „Umba”
ſank äußerſt raſch. Die Beſatzung wurde durch den „King
Alfred” gerettet. Taucher unterſuchen den
Panzer=
kreuzer.
Ottawa, 31. Juli. Heute vormittag iſt ein
Güter=
zua der Grand=Trunk=Eiſenbahn auf der Hochebene von
Ontario in eine auf dem Gleiſe befindliche Viehherde
gefahren und entgleiſt. Fünf Paſſagiere wurden getötet.
Der Raubmord im
Eiſen=
bahnzuge.
* Darmſtadt, 1. Aug. In Berlin wurde geſtern
ein junger Menſch, der ſich Heller nennt und angeblich
Schloſſer iſt, verhaftet. Er war ſeit Montag von
Frankfurt aus als der mutmaßliche Raubmörder des Holz
großhändlers Brechner verfolgt worden. Man fand bei
ihm mehrere 1000 Mark. Er wohnte bis Samstag in
Frankfurt, Hohenzollernſtraße 18, und iſt des Einbruchs
in einen Laden der Mainzer Landſtraße überführt. Heller
behauptete, als Schloſſer zu arbeiten, doch trieb er ſich
dazu viel zu ſehr tagsüber herum. Seit Samstag
nach=
mittag, alſo ſeit dem Mordtag, wurde er, wie ein
Frank=
furter Blatt erfährt, nicht mehr im Hauſe geſehen. Nun
wurde im dritten Stock des Hauſes Hohenzollernſtraße 18
bei dem Gemüſehändler Koch, der in der Mainzer
Land=
ſtraße einen Laden hat, eingebrochen und für
meh=
rere hundert Mark Sachen geſtohlen; darunter fün
Taſchenuhren und einen Stock mit ſilbernem Griff. Als
Herr Koch die Schilderung des Mannes las, der bei der
Pfandleihſtelle Ambroſius die Uhr und die Kette des
Herrn Brechner verſetzt hatte, fiel ihm bei Heller die
Aehn=
lichkeit mit dem Raubmörder auf; dazu kam noch, daß
Heller verſchwunden blieb. Herr Koch teilte ſeine
Wahr=
nehmungen der Polizei mit und ſprach dabei den
Ver=
dacht aus, daß der angebliche Heller auch den Einbruch
bei ihm verübt haben werde. Daraufhin wurde nun die
verſchloſſene Manſarde aufgebrochen. Man ſoll darin
Pfandſcheine über verſetzte Uhren gefunden haben; auch
fand man noch eine ſilberne Kette, die aus dem Einbrsch
bei Herrn Koch herrührte. Auf dem Waſchtiſch ſtand eine
Schüſſel mit blutigem Waſſer. Heller muß
alſo Blut an den Händen oder im Geſicht gehabt haben,
als er ſich reinigte. Er ſchloß ſeine Manſarde ab und iſt
ſeitdem im Haus nicht mehr geſehen worden.
Jedoch hat ſich die Annahme, daß dieſer Heller der
Raubmörder an dem Kaufmann Brechner ſei, nicht
be=
ſtätigt. In Berlin wurde allerdings ein von Frank
furt aus geſuchter Einbrecher feſtgenommen, ein gewiſſer
Johann Boch aus Höchſt. Er hat in der Nacht vom 21.
zum 22. Juli aus einem Schreibtiſch im Parterre des
Hauſes Holzhauſenſtraße 66 in Frankfurt 3000 Mark
ge=
ſtohlen. Mit der Mordaffäre hat er, wie die Frkf.
Ztg. aus Berlin erfährt, nichts zu ſchaffen,
vermut=
lich auch nicht der Schloſſer Wilhelm Heller, der
verdächtig iſt, einen Einbruch im dritten Stock
Hohen=
zöllernſtraße 18, wo er in einer Manſarde wohnte, verübt
zu haben, und ſeit Samstag verſchwunden iſt. Die
Po=
lizei richtet auf ihn, wie auf viele Dutzend andere, ihr
beſonderes Augenmerk, aber für eine Täterſchaft
von Heller in der Mordaffäre fehlt jeder
Beweis. Ueberhaupt mehren ſich die Anzeigen, die
bei der Frankfurter Kriminalpolizei über der Tat
verdäch=
tige Perſonen gemacht werden, mit jedem Tage. Alle
Mit=
teilungen und Anzeigen gehen durch die Hände des
Poli=
zeirats Dr. Auerbach, des Kriminalkommiſſars
Sil=
berſtorff und des Kriminalwachtmeiſters Wegener.
Drei der Mordkommiſſion angehörende Beamte ſind
ſtän=
dig unterwegs, um die Anzeigen näher zu prüfen und die
Verdächtigen zu ermitteln. Nebenbei ſind mehrere Beamte
ſtändig mit der Regiſtratur beſchäftigt, denn auch da gilt
es, alte Akten hervorzuholen und ſich über die An= und
Abmeldung der in Betracht kommenden Perſonen zu
in=
formieren. Man hat die Hauptzeugen, darunter vor allen
Dingen einen Ingenieur Brennecke, der in Buchſchlag
wohnt, ſchon mehrmals vernommen, um möglichſt
ge=
naue Beſchreibungen des als Täter in
Frage kommenden Mannes zu erhalten.
Brennecke und andere der Zeugen befanden ſich als
Paſſa=
giere in jenem Zug, der nach Sprendlingen fuhr. Es hat
ſich feſtſtellen laſſen, daß der mutmaßliche Täter, der um
½12 Uhr in Sprendlingen ausſtieg, ſich auf eine Bank in
der Nähe des Bahnhofes ſetzte und dieſe erſt wieder
ver=
ließ, als der andere nach Darmſtadt fahrende Zug
ab=
ging, den auch Dr. Brechner beſtieg. Es iſt nicht
ausge=
ſchloſſen, daß es der Täter nicht auf dieſen, ſondern
ur=
ſprünglich auf einen Kaſſierer der Baufirma Minthe in
Mainz abgeſehen hatte. Dieſe Firma läßt nämlich an der
Bahnſtrecke Frankfurt-Darmſtadt ein neues Gleis,
Unter=
führungen uſw herſtellen. Ihr Kaſſierer fährt jeden
Samstag von Mainz nach Frankfurt und von hier nach
Sprendlingen. Dort ſteigt er aus, um die Arbeiter
zu entlohnen, und er fährt alsdann, nach Babenhauſen
weiter, wo er gleichfalls Arbeiterlöhne zu zahlen hat.
Der Angeſtellte der Firma — es ſoll nicht immer ein und
dieſelbe Perſon ſein — hat ſtets viel Geld bei ſich und
fährt zweiter Klaſſe. Die Unterſuchungen der Polizei er
ſtrecken ſich da ſie mit allen Möglichkeiten rechnen muß,
auch nach dieſer Richtung.
Als dritter Zeuge, der über den mutmaßlichen Täter
Anhaltspunkte gab, wurde der Bahnſteigſchaffner von
Sprendlingen vernommen, mit dem der verdächtige
Fremde, der am Mordtage mit dem Ingenieur von
Frankfurt bis Sprendlingen fuhr und dort mit ihm
zu=
ſammen ausſtieg. geſprochen hat, bevor er 12 Uhr 5
Mi=
nuten in den Zua nach Darmſtadt ſtieg. Nach den
zu=
ſammengefaßten Ausſagen dieſer drei Hauptzeugen ſteht
der Täter anſcheinend im 26. Jahre, hat bleiches,
ſchma=
les Geſicht und etwas eingefallene Wangen. Der
Schnurr=
bart ſoll klein und blond oder dunkel, die Größe mittel
(1.60—1.62 Meter) ſein: die Kleidung wird als dunkel und
mittelmäßia gut geſchildert. Das Haar ſoll ſich
anſchei=
nend im allgemeinen anſchmiegen, doch fiel eine Strähne
auf die Stirn. Der Menſch machte nicht den Eindruck
eines Arbeiters in bezug auf Hände. Geſichtsfarbe uſw.
ſondern denjenigen eines etwas heruntergekommenen An
gehörigen der mittleren Stände, eines kleineren
Reiſen=
den oder dergleichen. Das Aeußere war derart, daß Frau
Ambroſius, welche für das Frankfurter Pfandhaus jene
Annahmenebenſtelle verſieht, an dem Beſitz einer ſilbernen
Uhr nebſt goldenen Kette durch ihn keinen Anſtand nahm
und den redlichen Erwerb und die Echtheit nicht
an=
zweifelte.
Luftfahrt.
Aufklärungsübung mit Flugzeugen und Kavallerie.
* Mainz, 1. Aug. Eine Aufklärungsübung
mit Flugzeugen und Kavallerie hat geſtern
abend in der unteren Rheinebene begonnen. Von der
Fliegerſtation Darmſtadt ſtiegen um 7 Uhr
Fliegerunteroffizier Stephan mit Oberleutnant v. Dufay
auf Euler=Doppeldecker und Fliegerunteroffizier
Stein=
dorf mit Hauptmann von Dewall auf Aviatik=
Doppel=
decker nach Mainz auf, wo die Landung auf dem großen
Sand um ½8 Uhr erfolgte. Gefreiter Gohrlt rutſchte beim
Aufſtieg in Darmſtadt ab und beſchädigte die eine Seite
des Euler=Doppeldeckers. Der Flieger ſelbſt blieb
unver=
letzt. Die Uebung wurde heute früh ½7 Uhr mit
Kaval=
lerie in dem nördlichen Odenwald fortgeſetzt,
* Worms, 1. Aug. Heute morgen 6.15 Uhr landete
hier auf dem Exerzierplatz der Pilot Burggraf mit
Leutnant a. D. Kuhlmann als Beobachter auf Goedecker=
Eindecker Nr. 8. Mit dieſem Flug legte Burggraf ſeine
Feldpilotenprüfung ab. Er war um 5.15 Uhr heute
mor=
gen von Station Darmſtadt abgeflogen und in einer
Höhe von 1600 Metern mit einer Geſchwindigkeit von etwa
100 Kilometern von Darmſtadt direkt nach Mannheim
ge=
flogen, das er mehrmals umkreiſte. Von Mannheim aus
ſteuerte er linksrheiniſch direkt auf Worms zu, woſelbſt die
vorgeſchriebene Landung ſtattfand. Die beiden Flieger
wollten mit einer Rechtskurve auf dem Exerzierplatz
nieder=
gehen, entdeckten aber im letzten Moment noch zwei
Grä=
ben. Deshalb drehten ſie nochmals nach links, überflogen
mit knapper Not ein etwa 2 Meter hohes Gebüſch und
fuhren dann auf dem Boden auf, wobei der Apparat in
einen etwa 2 Meter tiefen Graben zu ſtehen
kam. Beim Niedergehen hatte der Motor etwas geſtockt
Durch den Anprall wurde die Tragſtange des linken
Flü=
gels etwas verbogen, und die Gummifeder auf der linken
Seite des Apparats, die den Anprall auf den Boden
ver=
mindern ſoll, ſprang ab. Der Schaden an der Tragſtange
war bald behoben, während an der Reparatur der
Gummi=
feder noch gearbeitet wird.
* Straßburg, 1. Aug. Um 8.55 Uhr paſſierte, von
Baden=Oos kommend, das Militärluftſchiff „Z. 5
in mäßiger Höhe die Stadt. Das Luftſchiff iſt auf einer
Uebungsfahrt begriffen. Die Führung liegt in den
Händen des Oberleutnants Schütten.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 1. Aug. (
Börſenwochen=
bericht.) Nachdem in der Bukareſter Friedenskonferenz
bereits eine fünftägige Waffenruhe beſchloſſen wurde,
glaubt man jetzt ſehr zuverſichtlich an eine baldige
Einig=
ung. Die Börſen verkehrten während der erſten
Wochen=
hälfte in vorwiegend feſter Stimmung und konnte ſich auch
das Geſchäft im ganzen lebhafter geſtalten. Mit den
be=
ſtimmter auftretenden Friedensausſichten kommt jetzt auch
das Privatpublikum wieder zahlreicher mit Orders, und
wenn nicht alle Anzeichen trügen, ſo dürfte eine weitere
Aufwärtsbewegung die Folge ſein. Allerdings ſind die
Ausſichten noch Zukunftsmuſik, für welche aber die Börſen
ſtets gerne empfänglich ſind. Am Geldmarkt iſt jetzt keine
weſentliche Veränderung eingetreten und der
Privasdis=
kont variierte zwiſchen 4¾ und 4½ Prozent. Nachdem
bereits im Laufe des Juli das Uebernahmekonſortium
der am 7. März d. J. zur Subſkription aufgelegten 400
Millionen Mark preußiſcher 4prozentiger
Schatzanweiſun=
gen, rückzahlbar 1917, die Aufteilung der Stücke beſchloſſen
hat, ſind Donnerstag den unterbeteiligten Konſortialen
die Stücke in Natura ausgehändigt worden. Es handelt
ſich hierbei um anſehnliche Beträge, da dem Konſortium
ſeinerzeit die Plazierung der Schatzanweiſungen nur
teil=
weiſe gelang, obwohl der Subſkriptionspreis von 99
Pro=
zent den Kapitaliſten noch im März dieſes Jahres einen
großen Reiz zu bieten geeignet war. Man nimmt an, daß
das Konſortium damals auf etwa 163 Millionen Mark
ſitzen geblieben iſt. Daß die Aufforderung an die
Unter=
beteiligten zur Uebernahme und Bezahlung am 30. Juli
ſchon per nächſten Tag, alſo zum Monatsende, erfolgte,
wurde vilefach ſehr unangenehm empfunden, da man ſeine
Gelddispoſitionen zum Ultimo bereits getroffen hatte und
nun durch die Verfügung ſehr unliebſam überraſcht wurde.
Man konnte darin mit Recht einen Mangel an Rückſicht
der Konſortialmitglieder auf die Unterbeteiligten erblicken,
den man von dieſer Seite nicht hätte erwarten ſollen.
Bezüglich der obwaltenden Verſtimmung zwiſchen den
beiden großen Schiffahrtsgeſellſchaften ſcheint eine
ruhi=
gere Anſicht Platz gegriffen zu haben, und man erwartet
eine baldige Verſtändigung, die ja im eigenen Intereſſe
der Geſellſchaften liegt. Auch ſind die Befürchtungen eines
allgemeinen Streiks im ſüdafrikaniſchen Goldgebiet nicht
eingetroffen, und man ſieht dieſerhalb ebenfalls einer
Ver=
ſtändigung entgegen. Erfreulich lauten die Nachrichten
vom amerikaniſchen Eiſen= und Stahlmarkt, ſowie vom
Kupfermarkt, ferner von der gebeſſerten Lage am deutſchen
Stabeiſenmarkt. Nachdem die Verhandlungen wegen
Bil=
dung eines Stabeiſenverbandes am 24. Juli aufgegeben
worden ſind, iſt genau das Gegenteil von dem eingetreten,
was ein großer Teil des Handels erwartete. Die Preiſe
für Stabeiſen ſind nicht weiter nach unten gegangen,
ſon=
dern haben ſich im Gegenteil befeſtigt. Die Bewegung
geht auch diesmal von dem Exportmarkte aus. Schon
ver=
gangenen Mittwoch konnte man an der für den
Auslands=
markt maßgebenden Brüſſeler Börſe große Käufe ſeitens
einiger Exporthäuſer bemerken, die zum Teil zu 94 Mk.,
zum Teil aber auch zu 95 Mk. fob Antwerpen netto Kaſſe
Unterkunft fanden.
Am folgenden Tage wurden die belgiſchen Werke mit
Aufträgen beſtürmt. Die in Belgien maßgebenden großen
Geſellſchaften, wie Ougrée, Eſpérance=Lougdoz und Athus=
Grivegnée, konnten ſich deshalb ſchnell für die nächſten
Monate verſorgen und haben ihre Preiſe entſprechend
er=
höht. Der Preis ſtiegeinſolgedeſſen auf 96 Mark fob und
heute werden von einigen Werken bereits 97 Mark netto
gefordert. Es hat den Anſchein, als wenn die Bewegung
im Auslande noch etwas anhalten würde, denn es ſollen
ſich noch große ungedeckte Mengen in der Zwiſchenhand
befinden. Die Veranlaſſung zu der Aufwärtsbewegung
liegt, ſo ſonderbar dieſes auch klingen mag, in dem
Schei=
tern der Stabeiſen=Verhandlungen. Der zu bildende
Stab=
eiſenverband hat nämlich vorgeſehen, aus einer Kaſſe für
die Ausfuhr eine Prämie von 12 Mark pro Tonne zu
be=
zahlen. Die Zwiſchenhand rechnete nun damit, daß die
Werke, um dieſe Prämie in ausgiebiger Weiſe benützen
zu können, ſtärker exportieren und damit auch die Preiſe
weiter ermäßigen würden. Jetzt hat ſich natürlich die
Sache gewendet; die Preiſe verfolgen ſteigende Richtung.
Im Inlande ſind auch große Mengen plaziert worden.
Der Auslandpreis ſteht heute für die Werke an der Saar,
in Luxemburg und Lothringen 2—3 Mark pro Tonne über
dem Inlandpreis. Die Folge wird deshalb ſein, daß ſich
auch der Inlandpreis nach oben regulieren wird. Zu
den Einzelheiten des Verkehrs übergehend, waren die
Um=
ſätze in deutſchen Renten ſehr mäßig; nur für die 3
prozen=
tigen Gattungen zeigte ſich ſtärkere Nachfrage, wobei
Preiserhöhungen bis etwa zwei Zehntel eintraten.
Von den ausländiſchen Staatsfonds, die im
allge=
meinen gute Stimmung bekundeten, waren insbeſondere
Oeſterreichiſch=Ungariſche, die verſchiedenen ruſſiſchen,
ſo=
wie Chineſiſche bevorzugt. Die günſtiger lautenden
Mel=
dungen aus China ſtimulierten ſowohl auf die letzteren,
ſowie auch auf die Geſamthaltung der Börſe. Der
Ban=
kenmarkt war durchaus feſt, und einzelne, wie Darmſtädter,
Oeſterr. Kredit, Diskonto, Dresdener und Deutſche,
anſehn=
lich höher. Die letzthin eingeführten Aktien der
Peters=
burter Internationalen Bank ſchließen gegen die Vorwoche
um 2 Prozent höher. Am Markt für Transportaktien ſind
die belden Schiffahrts, Schantung= und Oeſterr. Staats=
bahn anſehnlich erholt. Südbahn waren ſehr ruhig und
ohne Kursbewegung.
Das Montangebiet zeigte größeres Animo auf das
unerwartete Spekulationsintereſſe infolge der günſtigeren
Berichte aus der Induſtrie. Am meiſten konnten Deutſch=
Luxemburger, Phönix und Harpener Bergbau avancieren;
aber auch die übrigen Aktien ſchließen mehr oder minder
beſſer.
Auch das Kaſſainduſtriegebiet war zeitweiſe recht
leb=
haft und ſind überwiegend Kurserhöhungen zu
verzeich=
nen. Zunächſt ſtiegen Schuckert und Brown=Boveri um
über 5 Prozent auf das gemeinſame Projekt der
Fränki=
ſchen Ueberlandzentrale. Motorenfabrik Oberurſel konnten
faſt 9 Prozent gewinnen auf die Auslaſſung in der
Gene=
ralverſammlung, daß man mit einer Geſellſchaft einen
Lizenzvertrag abgeſchloſſen habe, durch den dem
Unterneh=
men das alleinige Fabrikations= und Verkaufsrecht der ihr
patentierten Flugmotoren für Deutſchland übertragen
wurde. Dieſer Flugmotor hat ſich nach dem Urteil von
Autoritäten und berühmten Fliegern in bezug auf
Be=
triebsſicherheit und Leiſtungen ſeit Jahren als an der
Spitze aller exiſtierenden Syſteme ſtehend erwieſen. Man
hoffe von der Aufnahme der Fabrikation auf die weitere
Entwickelung der Geſellſchaft. Adlerwerke Kleyer lagen
ruhiger; gegenüber von Gerüchten, die Geſellſchaft habe
größere Arbeiterentlaſſungen vorgenommen, wird
mitge=
teilt, daß lediglich die bis in die letzte Zeit hinein
not=
wendig geweſene ſehr unwillkommene Nachtarbeit
ein=
geſtellt wurde, wodurch etwa 200 Mann entbehrlich
gewor=
den ſind. Dieſe Einſtellung habe ſich ermöglichen laſſen,
weil infolge der erweiterten Fabrikationseinrichtungen
der Tagesbetrieb jetzt ausreicht. Von Kaliwerten konnte
Weſteregeln bis 188 avancieren.
Die Freitagsbörſe war im allgemeinen feſt geſtimmt
und beſonders Elektrizitätsaktien bevorzugt; nur an dem
Montanmarkt erfolgte durchweg Abſchwächung auf die
Nachricht, daß die beabſichtigte Geldbeſchaffung für
Deutſch=Luxemburger auf Schwierigkeiten ſtößt. Deutſch=
Luxemburger mußten etwa 2½ Prozent von ihrer
vorheri=
gen Steigerung nachgeben.
Ferner ſchließen: 4proz. Reichs von 1913 98.60, 4proz.
Reichs (unkündbar bis 1918) 97.60 G., 3½proz. Reichs
84.50, 3proz. Reichs 74.25, 4proz. Heſſen von 1899 9660,
4proz. Heſſen von 1906 96.30, 4proz. Heſſen von 1908/09
96.30, 4proz. Heſſen (rückzahlbar bis 1921) 98.20, 3½proz.
Heſſen 82.70, 3proz. Heſſen 72.60, 4proz. Darmſtädter 93.65,
3½proz. Darmſtädter 86, 4proz. Heſſ. Land.=Hyv.=Pfdbr.
(S. 23—26) 97.20 G., 4proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (S.
) 97.40 G., 3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 3—5
83.90 G., 3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 9—11)
84.30 G., 4proz. Heſſ. Kom.=Pfdbr. (S. 13—14) 97.20, 4proz.
Heſſ. Kom.=Pfdbr. (S. 15—16) 97.40 G., 3½proz. Heſſ.
Kom.=Pfdbr. (S. 1—3) 84.40 G., 3½proz. Heſſ. Kom.=Pfdbr.
(S. 4) 84.30 G., 4proz. Naſſ. Landesbank=Pfdbr. 99, 3
½=
proz. Naſſ. Landesbank=Pfdbr. 91.50, 3proz. Naſſ.
Landes=
bank=Pfdbr. 88 G., Genua=Loſe 207. Meininger=Loſe 34.50,
Türkiſche Loſe 156.40, Ungariſche Loſe 380.50, Raab=
Gra=
zer=Anrechtsſcheine 38.80, Gothaer Präm. II 114.90 G.
Donau=Regulierungs=Loſe 160, 4proz. Bagdad=Anl. 78.20,
4proz. konvert. Türken 1905/11 73, 4½proz. Serben 86.506.,
Darmſtädter Bank 114½, Süddeutſche Eiſenbahn=Geſell
ſchaft 125, South=Weſtafrika 112½, Otavi=Anleihe 109,
Otavi=Genußſcheine 81, Kaliwerke Weſteregeln 188,
Alu=
minium 260, Süddeutſche Immob.=Geſellſchaft 48.50 G.,
Deutſche Gold= u. Silber=Scheideanſtalt 604,75, Chemiſche
Mühlheim a. M. 62, Lack= und Farbenfabriken Schramm,
Offenbach a. M., 273, Holzverkohlung 309, Reiniger,
Geb=
hard und Schall 197.80, Rütgerswerke 186.20.
Akkumula=
toren 390, Benz=Motoren 228, Daimler=Motoren 338.
Mo=
toren Oberurſel 170, exkl. 8½ Prozent Dividende,
Adler=
werke Kleyer 405. Dürkopp=Maſchinen Bielefeld 360.
All=
gemeine Elektrizitäts=Geſellſchaft 243½, Brown=Boveri
151, Faber & Schleicher A.=G. Offenbach a. M. 127,
Wag=
gonfabrik Fuchs=Heidelberg 144 B., Ludwigshafener
Walz=
mühle 159.50 B.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.!
— Wie unſere Stadtväter beſorgt ſind, im
Martins=
viertel mehr Luft und Licht zu ſchaffen durch
Ver=
breiterung der Straßenzüge, für Verkehr, durch elektriſche
Straßenbahn, freie Plätze uſw. beweiſt die eben
vorgenom=
mene Verbreiterung der Pankratiusſtraße wieder. Auch
haben wir auf dem Riegerplatz jede Woche zweimal
Markt, vielleicht würde auch der dritte Markttag auf dem
Platz genehmigt. Auch für einen Brunnen iſt geſorgt, aber
wie es ſcheint, mehr für Kinder, als für die Allgemeinheit.
Es iſt nicht recht verſtändlich, daß dieſem koloſſalen Unſug.
nicht ſchon Einhalt geboten wurde. Von einem ſtädtiſchen
Beamten, der in dieſer Hinſicht Rat für Abhilfe gab,
wurde geſagt, er habe in der Sache Schritte getan, wäre
aber mit den Worten beſchieden worden, es wäre ein
öffentlicher Brunnen und nichts dagegen zu machen. Es
wäre nach unſerer Anſicht doch ſehr einfach, den Brunnen
an den Nichtmarkttagen zu ſchließen, da der Brunnen doch
bloß für den Markt iſt. Die Kinder beläſtigen ſonſt nur
die Paſſanten durch Spritzen und treiben an dem Brunnen
allerlei Unfug. Wir haben doch eine tüchtige und
aufmerk=
ſame Polizei, wie wäre es, wenn am dortigen Platz ſich
öfter ein Polizeiorgan ſehen ließ, damit dem Unfug am
Brunnen, dem Graben von Löchern, ſowie dem Muſizieren
bei offenem Fenſter abends nach 11 Uhr geſteuert würde.
Vielleicht helfen dieſe Worte zur Abſtellung des Unfugs
und wären der Behörde dankbar
Mehrere Anwohner des Riegerplatzes.
— Der am Samstag verübte Raubmord gibt wohl
berechtigte Veranlaſſung zu folgendem Hinweis. Die
Schutzmannſchaft in Darmſtadt führt, einerlei ob bei Tag
oder Nacht, als einzige Waffe nur den Säbel bei ſich, aber
keine Schußwaffe, die unbedingt erforderlich iſt, ſowohl
für die eigene Verteidigung, wie zum Schutze des
Publi=
kums. Denn ohne Schußwaffe iſt oft der Schutzmann im
Ernſtfalle direkt machtlos. Es bedarf wohl nur dieſer
An=
regung, daß die ganze Schutzmannſchaft für Tag= oder
Nachtdienſt ſofort mit einer Schußwaffe ausgerüſtet wird.
Der Verftarbeiterſtreik.
* Berlin, 1. Aug. Die Morgenblätter melden: Zur
Beſprechung des Werftarbeiterſtreiks und zur
Beilegung der Differenzen zwiſchen den
Strei=
kenden und dem Zentralvorſtand iſt eine außerordentliche
Generalverſammlung des Deutſchen
Metallarbeiterverbän=
des auf den 8. und 9. Auguſt nach Berlin einberufen. Die
Obmänner der ſtreikenden Werftarbeiter in Hamburg
er=
ließen geſtern eine lange Erwiderung auf die Erklärung
des Hauptvorſtandes. Sie geben darin der Ueberzeugung
Ausdruck daß der Vorſtand, wenn er die Gründe für die
plötzliche Arbeitseinſtellung genau prüfe, den Arbeitern recht
geben werde. Die Stettiner Metallarbeiter hielten geſtern zwei
Verſammlungen ab, in denen ſie ſich auf die Forderung
einigten, daß die Generalverſammlung den Spruch der
Werftarbeiter anerkenne. Die Lübecker Werftarbeiter
lehn=
ten es ab, in den Ausſtand zu treten. Die dortige
Ma=
ſchinenbaugeſellſchaft erhöht den Stundenlohn um zwei
Pfennig.
Die Ludwigshafener Kaſſenräuber.
* Luremburg. 31. Juli. Aus Eſch an der Alzette
wird der Wacht gemeldet, daß heute nachmittag die beiden
Kaſſenräuber, die in Ludwigshafen in die
Badiſche Anilin= und Sodafabrik eindrangen, erkannt
wor=
den waren. Zwei Gendarmen machten ſich auf ihre
Ver=
folgung und trafen einen von ihnen in einem
Konfektions=
laden, wo er ſich einen neuen Anzug kaufte. Der
Ver=
brecher feuerte auf die Beamten und verletzte einen
der=
ſelben am Knie. Der andere Gendarm zog dann ſeinen
Revolver und ſtreckte den Verbrecher durch
einen Schuß in den Rücken nieder, ſo daß er
auf der Stelle tot war.
Ein neuer Zwiſchenfall in Nancy.
* Paris, 31. Juli. Nach einer Blättermeldung aus
Nancy trafen daſelbſt geſtern mittag auf dem Rhein=
Marne=Kanal zwei Vergnügungsjachten ein,
deren eine dem Berliner Kaufmann Merten gehört und
den Namen „Meteor” führt, während die andere Jacht
„Ajax” Eigentum eines Lütticher Kaufmanns iſt. Jedes
der Schiffe hatte ,dem Brauche entſprechend, ſeine
Natio=
nalflagge gehißt. Der Anblick der deutſchen Flagge rief
bei den Hafenarbeitern große Erregung hervor, und einer
derſelben riß, als Herr Merten ſich in der Stadt befand
die deutſche Flagge herunter, warf die
Flaggen=
ſtange in den Kanal und nahm das Flaggentuch mit ſich.
Bald darauf wurde der Hafenarbeiter J. Schengen als der
Uebeltäter ermittelt. Er legte ſofort ein volles Geſtändnis
ab und erzählte, er habe die Flagge im Hofe ſeines Hauſes
verbrannt. Das Zuchtpolizeigericht verurteilte
ihn zu zehn Tagen Gefänanis. Nach einer weiteren
Mel=
dung ſoll Schengen die Tat im Rauſche vollbracht haben,
ohne daß er wußte, um welche Flagge es ſich handelte.
Der neue Balkankrieg.
Die Friedenskonferenz in Bukareſt.
* Bukareſt, 31. Juli. Die Anſprache, mit der
Miniſterpräſident Majorescu die geſtrige
Sitz=
ung der Friedenskonferenz eröffnete, lautet:
Es iſt für mich die erſte und angenehmſte Pflicht, Sie
namens des Königs willkommen zu heißen und Ihnen für
die freundliche Aufnahme zu danken, welche der Vorſchlag
bei Ihnen fand, nach Rumänien zu kommen und ſich hier
zu bemühen, die ſchwierigſten Fragen zu löſen, die für die
Zukunft der in der Konferenz vertretenen Staaten von
be=
ſtimmendem Einfluß ſein werden. Ich bin überzeugt, daß
wir alle von dem Wunſche beſeelt ſind, das Werk, zu dem
wir hier verſammelt ſind, zu einem gedeihlichen Ende zu
führen und den chriſtlichen Völkern, die ſich zurzeit noch
im Felde belinden, durch ein Präliminarabkommen oder
einen definitiven Vertrag einen dauernden Frieden zu
ſichern, der auf einem gerechten Gleichgewicht zwiſchen
unſeren Staaten beruht. Es wäre ein gutes Vorzeichen
für die Erfüllung unſerer Miſſion, wenn wir gleich in der
erſten Sitzung uns über eine der dringendſten und
wich=
tigſten vorläufigen Maßnahmen einigen könnten. Ich
meine die Notwendigkeit einer Waffenruhe in dem
Augen=
blick, wo wir zuſammentreten, um über die Bedingungen
eines für alle Kriegführenden annehmbaren Friedens zu
beraten. Ich glaube, eine Pflicht der Menſchlichkeit zu
er=
füllen, wenn ich eine mindeſtens fünftägige Waffenruhe
vorſchlage.
* Bukareſt, 31. Juli. Die zweite Sitzung der
Friedenskonferenz fand heute nachmittag 4 Uhr
ſtatt. Vorher hatten die rumäniſchen Delegierten in
einer vertraulichen Konferenz endgültig die Grenzpunkte
deren Abänderung Rumänien verlangt, topographiſch
feſt=
gelegt. In der Plenarſitzung der Konferenz wurde dem
Protokoll der vorhergehenden Sitzung zugeſtimmt, das
von allen Delegierten unterzeichnet wurde. Majorescu
ſchlug vor, daß die Mitglieder der Konferenz ſich in den
ſtrittigen Punkten bei entſprechender Gruppierung
gegen=
ſeitig in beſonderen Sitzungen Vorſchläge machen ſollten
derart, daß die hauptſächlichſten Fragen bereits erörtert
und geklärt vor die Konferenz zurückkämen. Die Führer
der Miſſionen ſtimmten dem Vorſchlage zu Morgen früh
werden die Delegierten der Verbündeten mit den
bulgari=
ſchen Abgeſandten arbeiten. Am Nachmittag um 4 Uhr
findet eine Plenarſitzung ſtatt, deren Dauer von dem
Umfang der geleiſteten Arbeit in den Sonderſitzungen
abhängt.
* Bukareſt, 1. Aug. (Meldung der Agence
Rou=
maine.) Die rumäniſchen und bulgariſchen
Delegierten kamen geſtern abend unter dem Vorſitz
des Finanzminiſters Marghiloman im Miniſterium des
Aeußern zuſammen, um die Rumänien und
Bul=
garien geſondert angehenden Fragen zu beſprechen. Da
die Bulgaren gegen den von der rumäniſchen Regierung
vorgeſchlagenen Verlauf der neuen Dobrudſcha=Grenze
Ein=
wendungen machten, ſo wurde die Beſprechung auf morgen
verſchoben, damit die Bulgaren den Wert der
vorgeſchla=
genen geographiſchen Punkte einer genauen Prüfung
unter=
ziehen können. Die ſerbiſchen und griechiſchen Delegierten
hatten am Abend eine vertrauliche Beſprechung über die
Formulierung der Forderungen, die ſie bei der morgigen
vertraulichen Beſprechung mit den bulgariſchen Delegierten
erheben wollen.
* Bukareſt, 31. Juli. Es wird viel beachtet, daß
trotz des angeblichen Widerſtrebens der Verbündeten gegen
die Einſtellung der Feindſeligkeiten die
rumäniſche Auffaſſung ſchließlich doch die
Ober=
hand gewonnen hat was als Zeichen dafür angeſehen
wird, daß ſich der mäßigende und beruhigende Einfluß der
rumäniſchen Delegierten auch weiterhin geltend machen
wird. Auf Seiten der bulgariſchen Delegierten beſteht der
Wunſch, vorerſt jene Punkte zur Sprache zu bringen, über
die eine Einigung vorausſichtlich leicht erzielt werden
wird. Man glaubt, daß dies bezüglich der künftigen
ſer=
biſch=bulgariſchen Grenze eher möglich ſein wird, als
be=
züglich der bulgariſch=griechiſchen Grenze. — Der
Ober=
kommandierende Erbprinz Ferdinand iſt hier eingetroffen.
Die Haltung der Mächte.
* London, 31. Juli. Im engliſchen
Unter=
hauſe erklärte Grey: Die Mächte halten es nicht für
wünſchenswert, unter Anwendung von Zwangsmaßregeln
zu intervenieren, um die urſprünglichen
Anſchäu=
ungen zu behaupten. Aber ich muß dieſe Erklärung
er=
gänzen, indem ich ſage, daß die Mächte bezüglich der
Aegäiſchen Inſeln und Albaniens fortfahren, auf ihrer
Entſcheidung zu beharren, und daß ſie im Falle Albaniens
unter der Anwendung von Zwangsmaßregeln
intervenie=
ren werden, um ihrer Entſcheidung Achtung zu
ver=
ſchaffen. Es darf darum nicht angenommen werden, daß
ſie überhaupt keine Aktion in irgend einem Falle
unter=
nehmen werden. Zwar läuft kaum ein Fall dem anderen
genau parallel, doch kann ich kein Unternehmen als
wün=
ſchenswert bezeichnen, das eine Trennung der britiſchen
Regierung von den übrigen Mächten zur Folge haben
könnte, auch unter Umſtänden, die bisher noch nicht
ein=
getreten ſind und nicht vorausgeſehen werden können. Die
Haltung der Mächte iſt, was jede einzelne Macht anlangt,
durch Rückſichten beeinflußt, die ihr eigenes Intereſſe
er=
fordert, was die Geſamtheit der Mächte anlangt, durch
den gemeinſamen Wunſch, den Frieden Europas zu
be=
wahren. Ich glaube, ihre Aktion wird weiter von dieſen
beiden Intereſſen geregelt.
Internationale Anleihe an Montenegro.
* London, 31. Juli. In der Sitzung der
Bot=
ſchaftervereinigung am Donnerstag der vorigen
Woche hatten die Botſchafter von der Erklärung des
mon=
tenegriniſchen Bevollmächtigten Woinowitſch Akt
ge=
nommen, daß ſämtliche montenegriniſchen Truppen
Alba=
nien geräumt hätten. Die Botſchafter waren dahin
über=
eingekommen, an die Regierungen der Großmächte die
Bitte zu richten, daß ſie ihre Montenegro wiederholt
ge=
gebene Zuſicherung, in eine internationale
An=
leihe an Montenegro zu willigen, beſtätigen und
Mon=
tenegro bei den Entwäſſerungsarbeiten am Skutariſee
unterſtützen möchten. Man glaubt, daß die Anleihe ſich auf
30 Millionen Francs belaufen wird, die zu gleichen
Tei=
len unter den Großmächten verteilt werden. Montenegro
hat die Mächte daran erinnert, daß es als
Grenzberich=
tigung die von dem Stamm der Clementi bewohnte
En=
klave mit Vraka am rechten Ufer des Skutariſees wünſcht
und außerdem das rechte Ufer des Bojana.
Montenegri=
niſche Kreiſe verſichern, Montenegro werde für die
Grenz=
berichtigungsanſprüche bei den Friedensverhandlungen in
Bukareſt in beſtimmteſter Form eintreten.
Griechiſche Siege.
* Athen, 31. Juli. (Amtlich.) Neuerdings werden
zwei vollſtändige Siege der Griechen
ge=
meldet. Als die Bulgaren ihre Angriffe bei Djumaja
wieder aufnehmen wollten, wurden ſie zurückgeſchlagen,
bevor ſie Zeit hatten, Verſtärkungen heranzuziehen. So
erlitten ſie eine kataſtrophale Niederlage.
Nichtsdeſtoweni=
ger fuhren ſie fort, die griechiſchen Flanken anzugreifen.
Sie erſchienen ſehr verſtärkt vor dem linken griechiſchen
Flügel im Norden von Petſchewo und ſuchten nach
Süden gegen die Täler der Bregalnitza und des Zelavitz
vorzudringen. Die Griechen waren gezwungen, ſich
zurück=
zuziehen und eine Verteidigungsſtellung auf den Höhen
im Nordweſten Petſchewos einzunehmen. Die
Bulga=
ren unternahmen drei Tage lang erfolgreiche Angriffe und
wurden mit ſchweren Verluſten zurückgeſchlagen. Zwei
griechiſche Diviſionen griffen die Bulgaren in der Flanke
an, eroberten nach erbittertem Kampfe die Höhen von
Haſſan Paſcha und Lesca und vertrieben den Feind dann
von allen Höhen. Die Bulgaren wollten bei Petſchewo
die griechiſche rechte Flanke angreifen, wurden jedoch
zurückgeworfen. Eine andere bulgariſche Abteilung, die
aus ſechs Bataillonen und acht Kanonen beſtand, kam von
Tatar Paſardzik und griff ein griechiſches Bataillon bei
Mahomia an. Das griechiſche Bataillon mußte ſich vor
den bedeutenden feindlichen Streitkräften gegen
Preveri=
hani zurückziehen, jedoch kam Hilfe und die rechte
grie=
chiſche Diviſion ſchlug den Feind vollſtändig. Die
Ver=
luſte der Bulgaren ſind bedeutend.
Serbiſche Erfolge.
* Belgrad, 31. Juli. (Serbiſches Preſſebureau.) Die
ſerbiſchen Einſchließungslinien näherten ſich
Widdin bis auf zwei Kilometer. Die Serben haben
Novoſelo, das ganz dicht bei Widdin liegt, eingenommen.
Dicht an der alten Grenze im Angeſicht Vlaſſinas
ver=
ſuchten die Bulgaren in einer letzten Anſtrengung drei
Stürme auf unſeren rechten Flügel. Der Feind wurde
zurückgewieſen und hat beträchtliche Verluſte
er=
litten. Die Bulgaren ſind vollſtändig erſchöpft durch die
letzten Anſtrengungen und ſtehen vor völliger Auflöſung.
Letzte Nachrichten.
* Belgrad, 1. Aug. Das Serbiſche Preſſebureau
dementiert nachdrücklichſt die Sofioter Meldung über
angebliche Erfolge der Bulgaren auf ſerbiſchem
Gebiet, wobei die Serben große Verluſte erlitten haben
ſollen, ſowie die bulgariſche Meldung über den
angeb=
lichen Vorſtoß der Bulgaren gegen Kotſchani. Gerade
das Gegenteil geſchah, wie das Preßbureau in ſeinem
letz=
ten Telegramm gemeldet hatte.
* Bukareſt, 1. Aug. Erbprinz Ferdinand
iſt wieder in das Hauptquartier der Operationsarmee
abgereiſt.
* Wien, 1. Aug. Die Neue Freie Preſſe meldet aus
Kalafat: Widdin wurde vorgeſtern bis 9 Uhr
abends von den Serben bombardiert. Auf beiden
Seiten gab es insgeſamt über 1000 Tote. Durch das
Bombardement wurde die halbe Stadt in einen
Trüm=
merhaufen verwandelt. 200 Einwohner wurden
getötet und 600 verwundet. Die Verſuche der Serben,
noch vorgeſtern abend in Widdin einzudringen, wurden
durch die bulgariſche Artillerie vereitelt. Geſtern wurde
um 6 Uhr morgens das Bombardement auf eine
Ent=
fernung von 6 Kilometer wieder aufgenommen und dauerte
mittags noch heftiger an. Am Nachmittag um 3. Uhr
fuhren die rumäniſchen Delegierten auf einem Dampfer
von Kalafat über die Donau nach Widdin, um den
Krieg=
führenden die in Bukareſt beſchloſſene Waffentuhe
mitzu=
teilen und den Befehl zur Einſtellung der Feindſeligkeiten
zu übermitteln.
HB. Paris, 1. Aug. Der Petersburger
Korreſpon=
dent des Figaro erfährt an zuſtändiger Stelle, Rußland,
das feſt entſchloſſen ſei, für die Einverleibung Kawalas
und der Athos=Halbinſel in bulgariſches Gebiet
einzu=
treten, befindet ſich in der Frage Kawalas in
voll=
ſtändiger Uebereinſtimmung mit der öſterreichiſchen
Diplo=
matie. Rußland würde nicht nur die Zuteilung dieſer
beiden Bezirke an Griechenland energiſch bekämpfen,
ſon=
dern ſich auch jeder anderen, ſeinen Wünſchen nicht
ent=
ſprechenden Löſung dieſer Angelegenheit widerſetzen. Das
einzige Zugeſtändnis, das es machen wolle ſei eine
grie=
chiſch=bulgariſche Grenze, die von Cap Elevthon oder
aller=
höchſtens von dem kleinen Hafen Elki=Kawala ausgehe.
Die Unruhen in Ehina.
* Mukden, 31. Juli. Die Nationaliſten
flüchten aus der Mandſchurei. Ueber die Provinz
Kirin iſt der Kriegszuſtand verhängt worden.
* Hankau, 31. Juli. Hukau wurde kampflos
eingenommen. General Lui (neutral) iſt aus
Kiu=
kiang nach Anhui geflohen. In der Nähe von Saho iſt
ein Kampf im Gange.
* Schanghai, 31. Juli. Die Pauſe des
Kampfes hält an offenbar, da Vechandlungen über
die Uebergabe der Wuſung=Forts im Gange ſind. In
dem Bezirke von Schanghai ſind die Truppen der Rebellen
auf 1600 Mann zuſammengeſchmolzen. Das
internatio=
nale Schutzkomitee hatte geſtern eine beträchtlich geringere
Zahl von Flüchtlingen zu verſorgen, ein Beweis dafür,
daß die Bevölkerung wieder Zuverſicht gewinnt und
heimkehet.
Darmſtadt, 2. Auguſt.
e. Sturz aus dem Fenſter. Die 17jährige Helene
Eggert ſtürzte geſtern abend 8¼ Uhr aus dem
Fenſter der im dritten Stock gelegenen
elterlichen Wohnung in der Kirchſtraße. Die
Ver=
unglückte hatte ſich zum Fenſter hinausgelehnt, wobei ein
Blumenbrett, auf das ſie ſich ſtützte, nachgab. Dadurch
verlor ſie das Gleichgewicht und ſtürzte in den
aſphaltier=
ten Hof hinab. Anſcheinend erlitt ſie außer einem
Knö=
chelbruch und Kopfverletzungen auch innere Verletzungen.
Die Rettungswache brachte die Verunglückte ins
Kranken=
haus.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 1. Aug. Der Kaſſenbote der Firma
Fiſch=
bein u. Mendel verlor auf dem Wege zur Reichsbank
eine Taſche mit 22000 Mark. Er ſollte dieſe Summe
auf der Reichsbank einwechſeln.
Berlin, 1. Aug. Der Bote der Firma Fiſchbein und
Mendel, dem 22000 Markabhanden kamen, gibt
an, daß ihm das Geld in der Elektriſchen
ge=
ſtohlen wurde. Die Rocktaſche war aufgeſchnitten. Wie
das unbemerkt geſchehen konnte, iſt rätſelhaft.
* München, 1. Aug. Die Bayriſche
Staats=
zeit ung veröffentlicht folgende Erklärung: In der Preſſe
wird neuerdings darauf verwieſen, daß der Beamte des
Miniſteriums des Aeußern, der im März mit Miniſter
Freiherrn v. Hertling in Berlin weilte von der
vielbe=
ſprochenen Affäre „Phönix=Ballin” wiſſe und
über ſie dem Abg. Erzberger Informationen gegeben habe
Demgegenüber ſind wir zu der Erklärung ermächtigt, daß
der betreffende Beamte, Legationsrat v Stockhammern,
den Direktor der Hamburg=Amerika=Linie, Ballin, nicht
kennt, und daß er weiter mit Erzberger nur jene Worte
wechſelte, die bei einer Vorſtellung unter Fremden üblich
und hergebracht ſind.
* Bremen, 1. Aug. Heute vormittag wurde dem
Kaſſenboten der Speditionsfirma F. H. Bachmann.
der einen Betrag von 8000 Mark von der Reichsbank
holte, auf dem Rückwege von zwei Individuen in der
Nähe des Kontors Pfeffer in die Augen geſtreut und die
zwei Beutel mit dem Gelde geraubt. Während der
eine Räuber entkam, wurde der andere, der mit dem
ge=
raubten Gelde auf einem Rade zu entfliehen ſuchte, von
einem anderen Radfahrer verfolgt und zu Fall gebracht,
ſo daß er verhaftet werden konnte. Die Perſonalien des
Verhafteten konnten bisher noch nicht feſtgeſtellt werden.
* Salzburg, 1. Aug. Der Landespräſident Graf
Schaffgotſch iſt heute an den Folgen eines
Schlag=
anfalles geſtorben.
Paris, 1. Aug. Im Senat bekämpfte
Deſtour=
nelles Conſtant die Geſetzvorlage über die
Drei=
jahr=Dienſtzeit, die die Kriegsgefahr verſchärfe,
anſtatt ſie zu beſeitigen. Er habe das Vertrauen zu den
Geſchicken Frankreichs, das er aus tiefſter Seele liebe, aber
er wünſche nicht, daß man Frankreich nach dem kaiſerlichen
Deutſchland forme. Maujan kam bei der Prüfung der
Vorlage nach der techniſchen Seite zu dem Ergebnis, daß
allein die dreijährige Dienſtzeit Frankreich befähige, einen
Angriff auszuhalten. Der Sozialiſt Flaiſſieres ſagte, das
Geſetz ſei eine Aufforderung zum Stillſtand im
Fort=
ſchritte der Menſchheit. Doumer als Berichterſtatter
er=
widerte, der Fortſchritt der Menſchheit ſei nicht mit dem
Verfalle Frankreichs verbunden. Ournac ſagte: Wir wollen
keine neue Invaſion erleben. (Beifall.) Chappuis rief:
Frankreich wurden zwei Provinzen amputiert. Das iſt
genug. (Lebhafter Beifall.) Flaiſſieres verteidigte die
zweijährige Dienſtzeit.
— Berlin, 1. Aug. Heute vormittag wurden wiederum
bei zwei hieſigen Rechtsanwälten
Haus=
ſuchungen vorgenommen, weil ſie im Verdacht ſtehen,
Prüfungsarbeiten für Referendare und
Aſſeſſoren gegen Bezahlung angefertigt zu haben.
Die Hausſuchungen förderten belaſtendes Material zutage.
HB. Berlin, 1. Aug. Wie verlautet, hat
Präſi=
dent Huerta, deſſen Anerkennung von der Union
ver=
weigert wird, General Felix Diaz von ſeiner
diplo=
matiſchen Miſſion nach Japan zurückberufen.
Voraus=
ſichtlich wird er verſuchen, ihm die Präſidentſchaft in die
Hände zu ſpielen, nachdem er eingeſehen hat, daß er ſich
ſelbſt nicht halten könne. Raul Madero, der Bruder des
ermordeten Präſidenten, hat ſich den Rebellentruppen
Car=
ranzas angeſchloſſen.
Spandau, 1. Aug. Bei einer Filmaufnahme
in Pichelswerder, an der etwa 35 junge Leute zu Pferde
teilnahmen, ſcheute ein Pferd und warf ſeinen
Reiter ab. Er trug einen Schenkelbruch und
Kopfverletz=
ungen davon.
H. B. Frankfurt, 1. Aug. Geſtern kam hier ein
Ameri=
kaner an und ſtieg in einem vornehmen Hotel ab. Als
er ſeinen Koffer öffnete, bemerkte er den Verluſt von
Brillanten im Werte von 4000 Mark. Wie
ver=
mutet wird wurde der Schmuck in Bremen geſtohlen.
H. B. Schwetzingen, 1. Aug. Nach dem Genuß von
Pilzen erkrankte in Neu=Lußheim die Familie des
Maurermeiſters Kern. Zwei Kinder im Alter von 2 und
6 Jahren ſind bereits geſtorben. Der Mann liegt
lebens=
gefährlich danieder. Die Frau und ein Kind befinden ſich
auf dem Wege der Beſſerung.
H. B. Donaueſchingen, 1. Aug. In der Reſidenz des
Fürſten von Fürſtenberg wurde unter den muſikaliſchen
Beſtänden der alten fürſtlichen Hofkapelle eine bisher
un=
bekannte Sinfonie in D-dur von Joſeph
Haydnentdeckt, die anſcheinend aus der Reifezeit des
Meiſters ſtammt.
HB. Eſſen, 1. Aug. Heute morgen gegen 8 Uhr feuerte
der Volksſchüler Eichholz aus Sotrop auf ein
Bureaufräulein der Firma Schwarz drei
Revolver=
ſchüſſe ab, die das Mädchen in den Rücken trafen.
Hier=
auf ſchoß ſich der Junge eine Kugel in den Mund, die
ſei=
nen ſofortigen Tod herbeiführte. Ueber das Motiv der
Tat iſt nichts bekannt.
— Stendal, 1. Aug. Der Maſchiniſt Dieckmann aus
Wittenberg trat beim Oelen der Lokomotive auf ein
an=
deres Gleis, als ein D=Zug heranbrauſte und ihn
über=
fuhr. Er war ſofort tot.
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enn manche Hausfrau wüßte, wie ſchnell und
be=
quem wohlſchmeckende Speiſen ſich bereiten, ja,
ſelbſt nicht ganz gelungene Gerichte im letzten
Augen=
blicke ſich noch verbeſſern laſſen, ſo würde ſie öfters ihre
Zuflucht zu den bewährten Produkten der
Nahrungs=
mittel=Induſtrie nehmen. Vorzügliche, kräftige
Fleiſch=
brühe z. B. erhält man mit Maggi’s Bouillonwürfeln,
einfach in kochendem Waſſer aufgelöſt. Mit Maggi’s
Suppenwürfeln können im Nu wohlſchmeckende und
ſättigende Suppen in 40 verſchiedenen Sorten, jede von
reinem Eigengeſchmack, bereitet werden. Maggi’s
Würze ſchließlich verfeinert ungemein den Geſchmack
fader Suppen, Saucen, Gemüſe, Salate uſw., macht
die Speiſen bekömmlicher.
Todes=Anzeige.
Tieftrauernd teilen wir hierdurch mit, daß
meine treuſorgende Frau, unſere liebe Mutter
Wilhelmine Neumann
geb. Kaul
nach langem, ſchwerem Leiden im Alter von
35 Jahren verſchieden iſt.
(16458
In tiefer Trauer:
Gustav Neumann, Eisenbahnschaffner
und Kinder.
Darmſtadt, den 1. Auguſt 1913.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 3. Auguſt,
nachmittags 3 Uhr, vom Portale des Beſſunger
Friedhofs aus, ſtatt.
Todes=Anzeige.
Heute früh verſchied plötzlich mein lieber,
guter und treuer Freund
Herr Hermann Diehm
Kaufmann
50 Jahre alt, was ich ſchmerzerfüllt Verwandten,
Freunden und Bekannten desſelben hierdurch
mitteile.
(16459
Carl Emil Vierheller.
Darmſtadt, den 1. Auguſt 1913.
Die Beerdigung findet auf Wunſch des
Ver=
ſtorbenen in aller Stille ſtatt.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Hochdruckgebiet hat ſich verſtärkt und weiter
oſtwärts ausgebreitet. Unter ſeinem Einfluß haben wir
tagsüber warmes, heiteres Sommerwetter; nachts lagen
die Temperaturen infolge der ſtarken Ausſtrahlung
ziemlich tief (Lauterbach: Minus 5%). Wir werden
vor=
läufig unter Hochdruckeinfluß bleiben.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 2. Aug.:
Heiter, trocken, warm, Gewitterneigung, mäßige
nord=
öſtliche Winde.
Tageskalender.
Samstag, 2. Auguſt.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr.
Heſſiſcher Hof
um 8 Uhr.
Sonntag, 3. Auguſt.
Sommerfeſte: Turngemeinde Darmſtadt um 4 Uhr.
Geſangverein „Melomanen” um 4 Uhr im „Schützen=
=
Zimmerſchützen=Vereinigung um 4 Uhr im
Re=
ſtaurant „Windmühle‟
Ausflug des Ortsgewerbevereins nach Weinheim (
Ab=
fahrt 6.13 Uhr).
Rheinfahrt des Tourenklubs „Die Wetterfeſten” (
Ab=
fahrt. 6.29 Uhr).
Turnfahrt der Turngeſellſchaft nach dem Niederwald
(Abfahrt 6.29 Uhr).
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Brauerei Erker
um 4 Uhr. — Reſtaurant „Zum Herrngarten” um 7½
Uhr. — Brauerei=Ausſchank Fay.
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der „Stadt Pfungſtadt”.
Verſteigerungskalender.
Montag, 4. Auguſt.
Hofreite=Verſteigerung des Friedrich Röder
(Frankenſteinſtr. 58) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht II.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 9 und 3 Uhr
Herdweg 45.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: i. V. Kurt
litſching; für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und
Mitteilungen aus der Geſchäftswelt: Hans Heitz, ſämtlich
in Darmſtadt. — Für den redaktionellen Teil beſtimmte
Mitteilungen ſind an die „Redaktion des Tagblatts” zu
adreſſieren. Etwaige Honorarforderungen ſind
beizu=
fügen; nachträgliche werden nicht berückſichtigt.
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verlangte Manuſkripte werden nicht zurückgeſandt.
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3½ Deutſche Reichsanl. . 84,50
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3½
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3
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4 Hamburger Staatsanl. 97,80
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 98,20
3 do. do. (unk. 1918) 96,30
82,90
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3½
72,70
do.
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4 Sächſiſche Rente.
4 Württemberg unk. 1921 97,49
do. v. 1875 94,10
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 93,80
1¾ Griechen v. 1887
Italiener Rente . . 100,00
4½ Oeſterr. Silberrente 85,40
4 do. Goldrente . . . 90,00
do. einheitl. Rente . 81,10
3 Portug. unif. Serie I 62,00
do. unif. Ser. III 64,89
3 do. Spezial . . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 98,70
v. 1890 . . 93,70
4 do.
v. 1905 . . 86,50
4 do.
4 Ruſſen v. 1880 . . .
do. v. 1902 . . . . 89,90
4½ do. v. 1905 . . . . 99,50
86,00
3½ Schweden . . . . .
4 Serbier amort. v. 1895 79,00
4 Türk. Admin. v. 1903 77,00
4 Türk. unifiz. v. 1903
4 Ungar. Goldrente . . . 83,90
* do. Staatsrente. . . 81,06
In Pret=
Zſ.
5 Argentinier . . . . . . 98,80
81,30
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 90,50
5 Chinef. Staatsanleihe. 97,70
91,20
4½
do.
91,70
Japaner . . .
77,00
5 Innere Mexikaner. .
3
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 74,00
5 Gold=Mexikaner . . . .
3 Buenos Aires Provinz 65,30
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
10 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 139,30
7 Nordd. Lloyd . . . . . 117,70
6½ Südd. Eifenb.=Bef. . 125,00
Aktienausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60½
Einz. Mk. 408 . . 112,75
6 Baltimore und Ohio . 98½
6 Schantungbahn . . . . 120,50
8 Luxemb. Prince Henri 156,00
0 Oeſt. Südbahn (Vomb.) 26,25
6 Pennſylvania R. R. .113,50
Letzte Induſtrie=
Aktien.
Hivid.
4 Brauerei Werger
60,00
28 Bad. Anilin= u. Soda=
542,75
Fabrik . . . .
14 Chem. Fabrik Gries=
230,00
heim . .
30 Farbwerke Höchſt . . 605,75
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 328,00
10 Cement Heidelberg . . 140,20
30 Chem. Werke Albert 445,00
14 Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 309,00
5 Lahmeyer. . . . . . . 122,00
Letzte
In Proz.
Divid
8 Schuchert, Nürnberg 151,50
12 Siemens & Halske 217,25
5 Bergmann Electr. . . 127,00
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 163,00
0 Gummi Peter . . . . 73,40
0 Kunſtſeide Frankfurt
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 405,00
9 Maſchinenf. Badenia 145,00
0 Wittener Stahlröhren—
9 Steana Romana Petr. 154,25
15 Zellſtoff Waldhof . . 223,25
12,83 Bad. Zucker=
Wag=
häuſel. . . . . . . 203,00
0 Neue Boden=A. A.=Beſ. 68,50
0 Südd. Immobilien . 48,50
Bergwerks=Aktien=
168,50
10 Aumetz=Friede
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 219½
11 Deutſch=Luxemburg.”
Bergb. . . . . . . 148,60
10 Gelſenkirchener . . . . 180,50
9 Harpener . . . . . . . 190,25
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 251,40
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Carv. . . . . . .
6 Laurahütte . . . . . . 168,50
10 Kaliwerke Aſchersleben —
Weſteregeln 188,00
13
7½ South Weſt Africk 113,25
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. —
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
Eliſabethbahn, freie . . 89,00
4 Franz=Jofefs=Bahn . .
71,80
3 Prag=Duxer . . . .
5 Oeſterr. Staatsbahn . 100,90
4 Oeſterr. Staatsbahn . 87,10
3
do.
5 Oeſterr. Südb. (Loms.) 96,30
do.
4
InProt,
2¾0 Oeſt. Säbb. (Lomb.) 51,70
74,30
3 Raab=Oebenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 87,20
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 84,00
-
4½ Moskau=Kaſan . .
4
.
4 Wlabichawchas . . . . 85,30
4 Rjäſan Koslow . . . 85,30
3 Portugieſ. Eiſend. .. 73,90
4½
85,00
do.
24
68,00
Lworneſer . . . .
3 Saloniaue=Monaſtie . 61,00
4 Baadadbahn .
. . .. 78,30
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 91,30
4 Miſſouri=Paciſte. . .
4 Northern=Paciſie . . . 95,00
4 Southern=Paciſie . . . 90,00
5 St. Louis und San
Franeiscs. . . . .
-
5 Tehnantepee . . . . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zſrich . . 192,00
7½ Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . .
9½ Berlin. Handelsgef. .158,50
6½ Darmſtädter Bank . 114,00
12½ Deutſche Bank . . . 245,00
6 Deutſche Vereinsbank . 114,75
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 112,00
10 Diskonto=Kommandit 181,10
8½ Dresdener Bank . . 149,00
10 Frankf. Hppoth.=B. 205,50
6½ Mitteld. Kreditbank 113,90
7 Nationalb. für Deutſchl. 114,25
7 Pfälziſche Bank. . . . 122,90
6,95 Reichsbank . . . . 133,00
Rhein. Kreditbank. . .127,00
5 A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 108,20
½ Wiener Bankverein . 129,30
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17. . . 94,90
St.
InProz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19. . . . . . . 85,40
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S.15—19, 21—26 93,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,00
3½
84,00
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,40
3½
84,40
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Ban
S. 12, 13, 16
96,80
S. 14. 15, 17, 24/26
18—23. . . . . . .
96,80
3½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
84,40
S. 1 u. 2, 6—8 . ..
S. 3—5 . . . . . . . . 83,90
84,30
S. 9—11 . . . . . . .
4 Meininger Hyp.=Bank 95,50
31
do.
84,40
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 94,60
3½ do. (unk. 1914) . . 83,40
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,80
3½
84,80
do.
Städte=
Obligationen.
-
Darmſtadt . . . . .
3½
do.
86,30
Frankfurt.
96,40
31
do.
95,40
Gießen . . . . . . . . .—
31
.
93,80
Heidelberg .. ...
3½
do.
84,00
Karlsruhe . . . . . .
31
do.
84,50
4 Magbeburg. . . . . .
-
3½
do.
Mainz . . . . . . . . 93,50
31
do.
Mannheim . . . . . . 94,80
89,00
3½
do.
94,70
4 München . . . . . .
3½ Nauheim . . . . .
Nürnberg. . . . . . . 98,00
31
84,00
do.
—
4 Offenbach. . . . . .
125
In Pros
3½ Offenbach . . . . .
4 Wiesbaden . . . . . . 96,90
3½
do.
4 Worms. . . . . . . . 94,05
3½
do.
85,00
4 Liſſaboner v. 1886 .
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner „ 100 135,25
3 Holl. Komm. . fl. 100
3 Madrider . . Fs. 100 —
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 135,20
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 177,40
3 Oldenburger . . . . . . 125,20
2½ Raab=Grazer fl. 150 111,00
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
.7
Augsburger. . . . .
Braunſchweiger Tlr. 20 196,00
Freiburger . . . . Fs.15 —
Mailänder . . . . Fs.45 —
do. . . . . Fs.10 —
Meininger . . . . . fl. 7 —
Oeſterreicherv. 1864fl. 100 —
do. v. 1858fl. 100 499,00
Ungar. Staats . . fl. 100 379,00
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 155,00
Gold, Silber und
Banknoten.
20,40
Engl. Sovereigns . . . .
20 Franks=Stücke . . . . 16,22
Amerikaniſche Noten. . . 4,19
Engliſche Noten . . . . . 20,46
Franzöſiſche Noten. . . . 80,95
Holländiſche Noten. . . . 169,60
Italieniſche Noten . . . . 79,00
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,60
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten. . . . . 81,15
Reichsbank=Diskonto.
Reichsbank=Lombard Zsf. 7%
An die Schulvorſtände der Landgemeinden des Kreiſes.
Trotz mehrfacher Warnungen durch die Behörden iſt der grobe und gefährliche
Unfug, nach vorüberfahrenden Fuhrwerken und Fahrzeugen, insbeſondere
Auto=
mobilen, mit Steinen zu werfen, noch nicht beſeitigt. Beſonders ſind die geſchloſſenen
Automobile dieſer Beläſtigung ausgeſetzz, und häufig dann, wenn die Inſaſſen mit
Rückſicht auf den Straßenverkehr durch die Ortſchaften langſam fahren.
Ebenſo ſind ſonſtige Beläſtigungen des Fuhrverkehrs, insbeſondere das
abſichtliche Stehenbleiben auf der Fahrbahn bei herannahenden Fahrzengen,
das Anſchreien vorüberfahrender Fuhrwerke und Fahrzeuge, das Nachlaufen
und Anhängen an die Fuhrwerke ungehörig und oft ſehr gefährlich.
Dieſem Unweſen kann nur dann wirkſam geſteuert werden, wenn ihm neben
den polizeilichen Behörden auch die Schulverwaltungsſtellen mit allem Nachdruck
ent=
gegentreten.
Wenn Schulkindern die Obhut kleiner Kinder anvertraut iſt, wie dies auf dem
Lande häufig vorkommt, ſo haben dieſelben ihr beſonderes Augenmerk darauf zu
richten, daß die Kinder von der Fahrbahn wegbleiben und daß ſie die Fahrbahn nur
dann überſchreiten, wenn keine Fuhrwerke, insbeſondere keine Kraftfahrzeuge, in der
Nähe ſind.
Wir empfehlen Ihnen daher wiederholt, mit allen Mitteln der Belehrung, der
Verwarnung und, ſofern erforderlich, der Beſtrafung auf die Schuljugend entſprechend
einzuwirken und dabei namentlich auch daran zu erinnern, daß für etwa angerichteten
Schaden die Eltern im vollen Umfange aufzukommen haben würden, ebenſo wie die
Eltern auch, wie aus der nachſtehend abgedruckten Vorſchrift des Heſſiſchen
Polizei=
ſtrafgeſetzes hervorgeht, in Strafe genommen werden können.
Darmſtadt, den 1. Auguſt 1913.
Großherzogliche Kreisſchulkommiſſion Darmſtadt.
Fey.
Auszug aus Artikel 44 des Heſſiſchen Polizeiſtrafgeſetzes.
Wenn Eitern, Vormünder oder andere Perſonen, deren Obhut Kinder unter
12 Jahren oder ſonſtige unzurechnungsfähige Perſonen (§§ 51 und 55 des Deutſchen
Strafgeſetzbuchs) anvertraut ſind, es an der erforderlichen Aufſicht über dieſelben haben
fehlen laſſen und dieſe während der Zeit, wo ſie ohne ſolche Auficht waren, eine mit
Polizeiſtrafe bedrohte Handlung begangen haben, ſo werden die zur Beaufſichtigung
verpflichteten Perſonen beim erſten Fall polizeilich verwarnt, im Wiederholungsfalle
aber bis zu einem Dritteile der auf die Uebertretung ſelbſt geſetzten Strafe belegt.
An die Ortspolizeibehörden der Landgemeinden und die Gendarmerie
des Kreiſes.
Sie wollen nachdrücklich darauf achten, daß von den durch die Ortſchaften
fahrenden Kraftfahrzeugen die vorgeſchriebene Fahrgeſchwindigkeit (15 Kilometer
in der Stunde) nicht überſchritten wird. Bei Zuwiderhandlungen iſt das Kennzeichen
zu notieren und Anzeige zu erheben. Auch Pferdefuhrwerke dürfen durch die
Ort=
ſchaften nicht übermäßig ſchnell fahren.
In engen Ortsſtraßen, desgleichen beim Bergabfahren auf ſteilen Ortsſtraßen,
ſowie beim Ein= und Ausfahren in oder aus Höfen oder Häuſern und an Orten,
wo die Paſſage durch den Zuſammenfluß von Menſchen verengt wird, darf niemand
anders als im Schritt fahren oder reiten.
Darmſtadt, den 1. Auguſt 1913.
(16387sid
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Der Entwurf eines Anſchlußgleiſes der Darmſtädter Konſum=, Spar= und
Produktionsgenoſſenſchaft m. b. H. in der Weiterſtädterſtraße dahier liegt in der
Zeit von Montag, den 4. Auguſt, bis Montag, den 11. Auguſt d. Js.
ein=
ſchließlich auf Großh. Polizeiamt dahier zur Einſicht der Intereſſenten offen.
Einwendungen gegen den Entwurf ſind innerhalb der Offenlegungsfriſt bei
Meidung des Ausſchluſſes bei Großh. Polizeiamt vorzubringen.
Darmſtadt, den 31. Juli 1913.
(16390
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Die Kreisſtraße von Darmſtadt nach Griesheim vom Abzweige des Weas nach
dem Truppenübungsplatze bis vor Griesheim (km 4,5 bis 5,5) iſt wegen Ansführung
von Kleinpflaſter von Mittwoch, den 6. Auguſt d. Js. ab auf ca. 3 Wochen
für ſämtliches Fuhrwerk (Geſpanne, Automobile, Motorräder uſw.) geſperrt.
Der Durchgangsverkehr hat während der Dauer der Kleinpflaſterherſtellung den
aufgeſtellten Tafeln entſprechend zu erfolgen.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Anordnungen ſind nach § 2 der
Polizei=
verordnung vom 12. Februar 1908 ſtrafbar.
Darmſtadt, den 28. Juli 1913.
(16261a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Mit Rückſicht auf die beginnenden Scharfſchießübungen der Feld=Artillerie auf
dem Truppenübungsplatz bringen wir Nachſtehendes zur aſlgemeinen Kenntnis=
1. Es wird auf unſere Polizeiverordnung vom 10. März 1908 hingewieſen,
wonach das Betreten des Truppenübungsplatzes Darmſtadt Zivilperſonen
ohne Erlaubnisſchein der Kommandantur verboten iſt.
2. Wer die bei den Uebungen der Artillerie verſchoſſene Munition ſich
wider=
rechtlich zueignet, wird mit Gefängnis bis zu einem Jahre beſtraft (§ 291 des
Reichsſtrafgeſetzbuches).
3. Die Erlaubnis zum Suchen verſchoſſener Munition auf dem
Truppenübungs=
platz Darmſtadt wird keiner Zivilperſon erteilt.
4. Die auf dem Uebungsplatze gelegentlich gefundenen und die im
Auslauf=
gelände aufgehobenen Munitionsteile müſſen an die im Lager eingerichtete
Ab=
nahmeſtelleabgeliefert werden, welche dafür entſprechende Geldvergütung zahlt.
5. Zünder mit Zündladung, einzelne Zündladungen oder blindgegangene
Ge=
ſchoſſe dürfen unter keinen Umſtänden berührt werden, weil dies mit
Lebens=
gefahr verbunden iſt. Ein Nachgraben oder Freilegen von tiefer in die Erde
eingedrungenen Geſchoſſen iſt ſtreng verboten. Dabei iſt es gleichgültig, ob
das Geſchoß eine Granate oder ein Schrapnel, ob es mit Zünder verſehen
iſt oder nicht, ob der Finder von der Ungefährlichkeit überzeugt iſt
oder nicht. Der Finder hat zunächſt weiter nichts zu tun, als den Fund zu
melden und nötigenfalls die Stelle kenntlich zu machen.
Die Zertrümmerung der Blindgänger uſw. iſt lediglich durch die von dem
Funde in Kenntnis zu ſetzende Kommandantur zu veranlaſſen. Der Finder
erhält als Findergeld für ein blindgegangenes Geſchoß mit Zünder 1 Mk.
(Eine Mark für einen einzelnen ſcharfen Zünder oder für ein Geſchoß ohne
Zünder 50 Pfg. (Fünfzig Pfennige). Am Geſchäftszimmer der
Komman=
dantur des Truppenübungsplatzes, ſowie am Sprengſtückſchuppen und am
Feuerlöſchgeräteſchuppen (Baracke Nr. 104) ſind Abbildungen von gefährlichen
Zündern pp. ausgehängt.
Das Betreten des Uebungsplatzes gleich nach dem Abſchießen iſt den
Zivilperſonen mit Erlaubnisſchein verboten. Es iſt dies erſt eine Stunde
nach Bendigung des Schießens — und unter keinen Umſtänden früher —
geſtattet. Denienigen Perſonen, welche gegen dieſes Verbot verſtoßen, wird
der Erlaubnisſchein zum Betreten des Platzes entzogen.
(9132a
Darmſtadt, den 15. April 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Werner.
Bekanntmachung.
Die nachſtehende Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppenübungs
platz bringen wir hierdurch zur allgemeinen Kenntnis.
(14797a
Darmſtadt, den 29. Juli 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppen=Uebungsplatz Darmſtadt
für die Zeit vom 2. bis 16. Auguſt 1913.
Die
Dauer der
Datum
Tag.
Truppenteil Abſperrung Abſperrung! Bemerkungen
erſtreckt ſich
von 1 bis
100 V.
2. Aug. 1 Samstag
4 N.
90 V.
5. Aug. Dienstag
Infanterie
Bis zum
70T
10 N.
6. Aug. Mittwoch
Land=
und
10 A
80 V.
9. Aug. 1 Samstag
graben
Kavallerie 100 P. 40 M
11. Aug. Montag
100 V. 40 N.
16. Aug. 1 Samstag
Bekanntmachung.
Am 4. und 5. Auguſt 1913, von 7 Uhr vormittags bis zum Einbruch der Dunkelheit,
wird Schießen mit ſcharfer Munition von Truppenteilen des XVIII. Armeekorps auf
dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten werden.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
„ Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über
Milches=
wieſe-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während des Schießens durch Poſten, Wegſchranken und Warnungstafeln abgeſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten (Polizei=
Verordnung Kreisamt Darmſtadt, 25. September 1909.)
Darmſtadt, den 25. Juli 1913.
(16263a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Reinhart.
Das Komite für den Obſt= und Kartoffelmarkt Darmſtadt beabſichtigt mit dem
vom 19.—21. Oktober d. Js. zu Darmſtadt ſtattfindenden Obſt= und Kartoffelmarkte
eine Verloſung von Obſt, Obſtwein, Gemüſen, Konſerven uſw. zu verbinden.
Großherzogliches Miniſterium des Innern hat die nachgeſuchte Erlaubnis zur
Veranſtaltung dieſer Verloſung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 7000 Loſe zu
0,30 Mk. das Stück ausgegeben werden dürfen und mindeſtens 60% des Bruttoerlöſes
aus dem Verkaufe der Loſe zum Ankauf von Gewinngegenſtänden zu verwenden ſind.
Der Vertrieb der Loſe iſt in den Kreiſen Darmſtadt, Dieburg und Groß=Gerau
geſtattet.
(16341
Bekanntmachung.
Karl Collin beabſichtigt auf dem Grundſtück Flur I Nr. 297¾10, gelegen zu
Gräfenhauſen, eine Schlächterei zu errichten.
Pläne und Beſchreibung hierüber liegen 14 Tage lang, vom Erſcheinen dieſes
in der Darmſtädter Zeitung und dem Darmſtädter Tagblatt an gerechnet, auf dem
Büro der Großh. Bürgermeiſterei Gräfenbauſen zur Einſicht der Intereſſenten offen.
Etwaige Einwendungen ſind binnen dieſer Friſt bei Meidung des Ausſchluſſes
bei Großh. Bürgermeiſterei Gräfenhauſen vorzubringen.
Darmſtadt, den 28. Juli 1913.
(16340
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Ahl.
Berlin, den 14. Juli 1913.;
Ankauf volljähriger Truppendienſtpferde
im Herbſt 1913.
1. Zum Ankauf von warmblütigen volljährigen Reit= und Zugpferden ſollen
im Großherzogtum Heſſen die nachbezeichneten öffentlichen Märkte abgehalten werden:
von der 7. Ankaufskommiſſion:
am 7. Oktober, 8 Uhr vormittags, Butzbach (Oberheſſen);
von der 8. Ankaufskommiſſion:
am 8. September, 8 Uhr vormittags, Darmſtadt;
Alzey (Rheinheſſen).
9.
2. Die Pferde ſind in geringem Umfange für Kavallerie, in der Hauptſache für
Feldartillerie und Train, die von der 7. Kommiſſion zu kaufenden zum Teil auch für
Maſchinengewehr=Kompagnien beſtimmt.
3. Beim Ankauf werden die Anforderungen zugrunde gelegt, die für den
Re=
monteankauf maßgebend ſind; mit Rückſicht auf die große Zahl der für den ſofortigen
Truppengebrauch erforderlichen Pferde wird allgemein ein ſcharfer Maßſtab angelegt
werden.
Zugpferde für Maſchinengewehr=Kompagnien müſſen in Sielen gehen, ſind
paarweiſe mit 1000 Kilogramm Laſt im tiefen Boden vom Bock vorzufahren und
dürfen keine Schimmel ſein.
Es werden nur Pferde angekauft im Alter von fünf bis zu zehn Jahren und
in einer Größe von 1,52 Meter bis 1,66 Meter Stockmaß ſ(ohne Eiſen gemeſſen)
Von dieſen Alters= und Größengrenzen wird nicht abgewichen werden Pferde,
die erſt 4½ jährig ſind, oder bei denen das Zahnalter Zweifel zuläßt, müſſen daher
zurückgewieſen werden. Tragende Stuten ſind vom Ankauf ausgeſchloſſen.
4. Die angekauften Pferde werden ſofort abgenommen und den Truppenteilen
unmittelbar überwieſen. Die Bezahlung erfolgt gegen Quittung bar oder mittels Schecks.
5. Pferde mit Mängeln, die geſetzlich den Kauf rückgängig machen, ſind vom
Verkäufer gegen Erſtattung des Kaufpreiſes, der Transport= und ſonſtigen Koſten
zurückzunehmen, desgleichen ſolche Pferde, die ſich binnen 45 Tagen nach dem
Ankaufs=
tage als Kl phenaſte erweiſen und Stuten, deren Trächtigkeit nachträglich feſtgeſtellt
wird. Da dies häufig erſt im vorgeſchrittenen Stadium möglich ſein wird, muß vor
dem Verkauf gedeckter Stuten gewarnt werden.
Die geſetzliche Gewährsfriſt wird für periodiſche Augenentzündung auf 28 Tage,
für Kehlkopfpfeifen auf 21 Tage verlängert. Mit Rückſicht auf die durch die
Zurück=
nahme für den Verkäufer entſtehenden Unkoſten wird empfohlen, die Pferde vor dem
Verkauf beſonders auf Roaren eingehend zu unterſuchen.
Zur Anzeige von dem Mangel eines Pferdes iſt nicht nur die Kommiſſion, die
es gekauft hat, ſondern auch jede andere Stelle der Heeresverwaltung berechtigt, alſo
auch der Truppenteil, dem das Pferd überwieſen iſt.
6. Verkäufer, die Pferde vorführen, die ihnen nicht eigentümlich gehören, müſſen
ſich gehörig ausweiſen können.
7. Der Verkäufer iſt verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue ſtarke,
rind=
lederne Trenſe mit glattem, ſtarkem, einfach gebrochenem Gebiß und eine neue
Kopf=
halfter von Leder oder Hanf mit zwei mindeſtens 2 Meter langen Stricken
unent=
geltlich mitzugeben.
8. Die Verkäufer werden erſucht, die Schweife der Pferde nicht übermäßig zu
beſchneiden und die Schwanzrübe nicht zu verkürzen.
9. Vorſtehende Ankaufsbedingungen gelten ſinngemäß auch für nicht öffentliche
(16391
Märkte.
Kriegsminiſterium
Remonte=Inſpektion.
(gez.) Haack.
Antliche Rachlichten des Großſ. Polteiante Darnied,
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Dachshund, 1 Boxer. 1 Foxterrier (zugelaufen). Die
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
dort=
ſelblt ieden Werktag, vorm. um 10 Uhr, ſtatt.
(16388
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 3. Aug.,
lind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apotheken geöffnet: Hof=Apotheke, Ballonplatz, und Adler=Apotheke,
Wilhelminenplatz. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab
geſchlofſen.
(*4517s
Briefmarken kauft
Karlſtr. 73, Hinterh. part.
Wauſsealt. Aahugeb., 1 ain 30 Pfg, Stitr. 1
N G. Best, Lud wigshöhstr. 60, I. (16008a
Ein Zarm. Gaslüſter m.
Auer=
brenner, auch f. Wirtſch.
ge=
eignet, billig zu verkaufen (*4604
Grüner Weg 18.
bilig zu
Ein Kinderwagen verk.
Delp, Liebfrauenſtr. 73. (*4580
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren i. d. Haupt= u. Reſidenzſtadt Darmſtadt
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
per½ kg
Ochſenfleiſch
. 96 Pfg.
Rindfleiſch . .
„
Fett, roh
,,
,,
Fett, ausgelaſſen . . .
Leber
80 „
„ „ , ,
Kalbfleiſch
. . . . 100 „
. 100
Hammelfleiſch
„
Bruſt .
70 „
Schweinefleiſch,
Bauch=
lappen mit Zugabe. 90 „
Schweinefleiſch,
Bauch=
lappen ohne Zugabe 100 „
Schweinefleiſch,
Braten=
ſtücke
100 „
Kotelett, Kotelettſtück u.
geſalzenes Fleiſch . 110 „
per ½ kg
Dörrfleiſch . . . . . 120 Pfg.
Speck
120 „
Schmalz, ganz und
90 „
ausgelaſſen .
Schinken m. Bein . . . 120 „
. 140 „
Rollſchinken .
Schinken (gekocht) im
240
Ausſchnitt
Lenden u. Schnitzel
140 „
Fleiſch ohne Knochen u.
gehacktes Fleiſch
130
Rippenſpeer m. Knochen 120 „
Rippenſpeerohne Knochen 140 „
Schwartenmagen,
Fleiſch= u. Bratwurſt 96 „
Leber= u. Blutwurſt .
80 „.
Straßenbahnen und Juhrwerksverkehr
Bekanntmachung.
Da ſich in letzter Zeit die Zahl der Zuſammenſtöße von
Fuhr=
werken, Autos und Fahrrädern mit Wagen der elektriſchen
Straßen=
bahn auffallend vermehrt hat, bringen wir nachſtehende Polizeiver
ordnung in Erinnerung.
Darmſtadt, 28. Juli 1913.
Großherzogliches Polizeiamt.
J. V.: Stumpf.
Polizei=Verordnung,
betreffend: Maßregeln zur Verhütung von Unglücksfällen und
Ver=
kehrsſtörungen aus Anlaß des Betriebs der
Straßen=
bahnen in der Stadt Darmſtadt.
Zur Verhütung von Unglücksfällen und Verkehrsſtörungen aus
Anlaß des Betriebs der Dampfſtraßenbahn und der Elektriſchen Bahn
auf den öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen der Haupt= und
Reſidenzſtadt Darmſtadt wird für deren Bezirk nach Anhörung der
Stadtverordneten=Verſammlung und mit Genehmigung des
Groß=
herzoglichen Miniſteriums des Innern d. d. 31. Juli 1899 zu Nr. M.
J. 21958 auf Grund des Art. 56 Abſ. 2 Ziff. 1 der Städte=Ordnung
hierdurch verordnet, was folgt:
1. Beladenen Laſtfuhrwerken, ſowie ſolchen, welche weges
ihrer Beſchaffenheit oder Ladung ſchwer lenkbar ſind, iſt das Befahren
der Schienen der Straßenbahnen in ihrer Längsrichtung, ſoweit de
Fahrdamm neben dem Gleiſe genügende Breite hat, um den
Bahn=
körper vermeiden zu laſſen, verboten.
§ 2. Soweit die Gleiſe der Straßenbahnen in der Mitte der
Straße liegen, haben die in der Bewegung befindlichen Reiter,
Rad=
fahrer, Fuhrwerke, Handwagen und ſonſtigen Fahrzeuge, ſowie
Vieh=
transporte ſich ſtets rechts zu halten, es ſei denn, daß die rechte Seite
des Fahrdamms auf irgend eine Art geſperrt iſt.
§ 3. Bei dem Ertönen der Signalglocke haben Fußgänger,
Fuhrwerke, Reiter, Radfahrer und Viehtransporte ſich rechtzeitig von
den Gleiſen zu entfernen und den Straßenbahnwagen vollſtändig
auszuweichen.
Solange ein Zug bzw. ein elektriſcher Straßenbahnwagen ſich
in Bewegung befindet, iſt das Ein= und Ausſteigen und der Verſuch
dazu verboten.
Es iſt verboten, Fuhrwerke oder Vieh in denjenigen Straßen
durch welche die Straßenbahnen fahren, ohne Aufſicht oder unter
Aufſicht unerwachſener Perſonen frei ſtehen zu laſſen. Fuhrwerke
oder Vieh dürfen auch bei gehöriger Aufſicht nur dicht an der Kante
des Fußſteiges und müſſen mindeſtens ſo weit von dem Gleiſe der
Straßenbahn ſtehen bleiben, daß der Betrieb der letzteren nicht
ge=
ſtört wird. Andernfalls iſt das Anhalten in der Straße überhaupt
unzuläſſig.
Es iſt ferner unterſagt, Vieh frei auf dem Bahnkörper laufen
zu laſſen, und es ſind Perſonen, welchen die Aufſicht über die
auf der Straße oder ſonſt in der Nähe der Bahn befindlichen
Tiere obliegt, dafür verantwortlich, daß der Bahnkörper von den
Tieren nicht betreten wird, ſowie daß dieſelben vorkommenden Falls
alsbald wieder von jenem weggetrieben werden.
Die Polizeibeamten, ſowie die Bahnbedienſteten ſind befugt
aufſichtslos daſtehendes Fuhrwerk und Vieh, ſowie ſonſtige
Gegen=
ſtände, welche die Gleiſe verſperren, zu entfernen.
§ 4. Das Hinüberſchaffen von Pflügen, Eggen und anderen
Geräten, ſowie von Baumſtämmen, Bauholz und anderen ſchweren
Gegenſtänden über die Schienen der Straßenbahnen darf, ſofern
jene Gegenſtände nicht getragen werden, nur auf Wagen oder
unter=
legten Walzen erfolgen.
Es iſt verboten, die Bahnanlagen, ſowie die Betriebsmittel zu
beſchädigen, feſte Gegenſtände auf die Fahrbahn zu legen oder ſonſtige
Fahrthinderniſſe anzubringen, Weichen umzuſtellen, falſchen Alarm
zu erregen, Signale nachzuahmen oder andere betriebsſtörende
Hand=
lungen (wie insbeſondere auch das Anhäufen oder Abwerfen von
Schnee, Eis uſw. auf das Bahnplanum) vorzunehmen.
Der Gebrauch ähnlicher Signalglocken, wie diejenigen der
Straßenbahnen, iſt verboten. Per onen, welche beim Herumfahren
von Verkaufswagen ſich durch beſondere Signale dem Publikum
be=
merklich machen, haben hierzu vorher polizeiliche Genehmigung zu
erwirken und die dabei geſtellten Bedingungen einzuhalten.
§ 5. Das Klettern auf die für die elektriſche Bahn aufgeſtellten
Maſten, das Behängen der zu dieſer Bahn gehörigen Drähte mit
irgend welchen Gegenſtänden, ſowie das Anfaſſen der elektriſchen
Leitungen iſt verboten.
§ 6. Fahnen dürfen an Gebäuden oder an Maſten nur ſo
angebracht werden, daß ſie die Drähte der elektriſchen Bahn oder der
Telegraphen= und Telephonleitungen nicht berühren können.
§ 7. An Straßenkreuzungen oder Abzweigungen haben Perſonen,
Fuhrwerke, Handwagen und ſonſtige Fahrzeuge, Reiter, Radfahrer,
Viehtransporte uſw., welche das Gleis überſchreiten wollen, ſo
recht=
zeitig zu halten, daß die Wagen der Straßenbahnen in ihrer Fahrt
nicht gehindert werden.
Fuhrwerke, Fahrzeuge, Reiter, Radfahrer, Viehtransporte uſw.
haben, ſobald das Signal der Straßenbahnen ertönt, wenn nicht
be=
ſondere Tafeln den Haltepunkt bezeichnen, mindeſtens 5 Meter vor
der Straßenkreuzung bezw. Abzweigung Halt zu machen.
§ 8. An den Straßenkreuzungen der von Straßenbahnlinien
durchzogenen Straßen haben Leiter von Fuhrwerken, Automobilen
und ſonſtigen Fahrzeugen, Reiter, Radfahrer uſw. die Gangart derar
zu verkürzen, daß ein Halten vor dem Gleis noch möglich iſt und
der Straßenbahnwagen ungehindert weiterfahren kann.
§ 9. Es iſt verboten, Kinder in oder unmittelbar neben den
Gleiſen der Straßenbahnen ſpielen zu laſſen. Ebenſo iſt verboten,
zwiſchen dem Bahngleiſe mit Kinderwagen entlang zu fahren.
§ 10. Entſtehen Verkehrsſtörungen oder Gefährdungen durch
Zuſammentreffen der Straßenbahnen mit Fuhrwerk, größeren
Menſchen=
anſammlungen oder dergleichen, ſo iſt jedermann, insbeſondere auch
das Bahnperſonal gehalten, ſich den Anweiſungen der einſchreitenden
Polizeibeamten unverzüglich zu fügen.
§ 11. Zuwiderhandlungen gegen die vorſtehenden Vorſchriften
werden, ſofern nicht im gegebenen Fall Strafvorſchriften des
Reichs=
ſtrafgeſetzbuchs, des Polizeiſtrafgeſetzbuchs oder der Bahn=Ordnung
für die Nebeneiſenbahnen Deutſchlands Anwendung zu finden haben,
mit Geldſtrafe bis zu 30 Mark beſtraft.
§ 12. Gegenwärtige Polizei=Verordnung tritt am Tag ihrer
Verkündigung in Kraft. Gleichzeitig wird die Polizei=Verordnung
gleichen Betreffs d. d. 23. 12. 1897 aufgehoben.
Darmſtadt, den 15. Auguſt 1899.
(16286ds
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Bekanntmachung.
Mittwoch, 13. Auguſt 1. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Kaufmann Auguſt
Kuhlmann, z. Zt. in Brisbane in
Auſtralien, und deſſen Sohn
Fried=
rich Wilhelm Kuhlmann daſelbſt,
im Grundbuch hieſiger Gemarkung
zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 596¾/10 244 Hofreite
Rhön=
ring Nr. 11,
III 596 65 Grasgarten,
Vorgarten,
daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K87/12
verſteigert werden.
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, kann
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 14. Juli 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I
(V,15586
Müller.
Bekanntmachung.
Montag, 11. Anguſt 1. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Mathias
Schieß=
linger dahier zugeſchriebene
Lie=
genſchaft:
Flur Nr. qm
IV 242 534 Hofreite
Land=
graf
Philipps=
anlage Nr. 24,
in unſerem Büro zwangsweiſe ver=
(K89/12
ſteigert werden
Darmſtadt, 2. Juli 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V,14585
Heue (1640
prachtvolle Holländer
Vonnerigc
Marinierte Heringe
in milcher Sauce
Neue Riesen
Rollmöpse
fr. Bismarck-Heringe
Feinste geräucherte
Makrelen
Scharfe Bücklinge
Kieler Süßbücklinge
friſch eingetroffen, empfiehlt
e Fisch-
Fellig handlung
Karlſtr. 47. Tel. 641,
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Stipendium.
Aus der von den Baurat Klunk Eheleuten zum Andenken
an ihren am 6. Oktober 1870 verſtorbenen Sohn, den Dr. med. Klunk
gegründeten Stipendienſtiftung für Studierende der Medizin ſoll
ein Stipendium von jährlich 257 Mk. 14 Pfg. vergeben werden.
Vorausſetzungen zum Bezuge des Stipendiums ſind:
1. Heimatberechtigung in Darmſtadt. Wenn geeignete Bewerber
aus Darmſtadt nicht auftreten, ſo kann das Stipendium auch
an einen Bewerber aus einem anderen Orte der Provinz
Starkenburg vergeben werden
2. gute Zeugniſſe über ſittliches Verhalten und fleißige Benutzung
der Studienzeit
3. mindeſtens einjähriges Studium auf einer deutſchen Hochſchule;
4. daß die Bewerber nicht bereits ein Stipendium haben, das
ihnen ausreichende Mittel zum Unterhalt und zur Pflege ihrer
Studien gewährt, ſo daß der Beſitz eines geringeren anderweiten
Stipendiums den Bezug des gegenwärtigen nicht unbedingt
ausſchließt.
Da das Stipendium bis nach Ablauf des vierten Studienjahres
bezogen werden kann, ſo kann ſich die Bewilligung, je nach bereits
zurückgelegter Studienzeit, auf 1 bis 3 Jahre erſtrecken.
Die Vergebung erfolgt durch die hieſige Stadtverordneten=
Verſammlung.
Bewerbungen um das Stipendium ſind unter Vorlage
ent=
ſprechender Zeugniſſe bis längſtens den 8. September d. Js. hier
einzureichen.
(14587a
Darmſtadt, 26. Juni 1913.
Der Oberbürgermeiſter
Dr. Gläſſing.
Darmſtädter Herbſtmeſſe 1913.
Für die vom 21. bis 30. September 1913 dauernde
Herbſtmeſſe und die am 21., 22. und 28. September ds. Js.
ſtatt=
findende Beſſunger Kirch= und Nachkirchweihe ſind noch auf dem
Wege des ſchriftlichen Angebots zu vergeben:
a) Herbſtmeſſe
mehrere Plätze für Schaubuden von 8—18m Front und 6—7 m Tiefe.
b) Beſſunger Kirch= und Nachkirchweihe
ein Schau= oder Schießbudenplatz bis 8m Front und 6m Tiefe.
Die Bedingungen mit Angebotsſchein und Plan ſind gegen
Einſendung von 50 Pfg. von dem Unterzeichneten zu beziehen. Sie
liegen nebſt dem Plan auch bei dem ſtädtiſchen Marktmeiſter (
Rat=
haus am Marktplatz) zur Einſicht offen.
Allen Angeboten ſind genaue Angaben über die Größe und
die einzelnen Abmeſſungen der Geſchäfte beizufügen. Angebote au
Schaubudenplätze müſſen außerdem eingehende Angaben über die
Art des Unternehmens enthalten.
Angebote ſind, unter Verwendung der vorgeſchriebenen
An=
gebotsſcheine und mit der Aufſchrift „Angebot auf Meßplätze”
ver=
ſehen, bis ſpäteſtens
Donnerstag, den 7. Auguſt
bei dem Unterzeichneten einzureichen.
Bemerkt wird, daß etwa übrig bleibende Schaubudenplätze ꝛc.
mit den Verkaufsplätzen am Dienstag, den 2. September, vormittags
9½ Uhr, im oberen Lokale der Turngemeinde am Woogsplatz
mit=
verſteigert werden.
Darmſtadt, den 28. Juli 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
(16280ds
J. V.: Schmitt.
Darmſtädter Wochenmarkt.
Die nachſtehende Bekanntmachung Großh. Polizeiamts
Darm=
ſtadt bringe ich mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis, daß die
Marktwagen am Schloßgraben und erforderlichen Falles auf dem
Platz weſtlich des Hallenſchwimmbades nächſt der alten Stadtmauer
aufzuſtellen ſind.
Darmſtadt, den 25. Juli 1913.
(16234mss
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Schmitt.
Bekanntmachung.
Betreffend: Wochenmarkt.
Der Wochenmarkt iſt auf den alten Schlachthofplatz
ausge=
dehnt worden
Die Anfahrt der Marktfuhrwerke zum Schiller= und alten
Schlachthofplatz hat von der Alexanderſtraße und dem Schloßgraben
her zu geſchehen.
Darmſtadt, den 18. Juli 1913
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
I. V.: Stumpf.
Lieferung
von Weißzeug, Bettwerks= und Kleiderſtoffen, Wolle uſw. für
das ſtädt. Pfründnerhaus u. das ſtädt. Armenhaus zu Darmſtadt.
Es ſollen die nachverzeichneten Gegenſtände auf dem Ver
dingungswege angeſchafft werden, nämlich:
150 m graues Köperfutter .
0,80 m breit
150 „ Schecktuch zu Putzlumpen . .
0,70
100 „ Leinen zu Bettüchern
1,40—1,50 „ „
50 „ graues Leinen zu Küchenhandtüchern 0,50 „ „
100 „
„ Strohſäcken . . . 1,20 „
Matratzendrell
100 „
. 1,20 „
50 „ Baumwollſtoff zu Frauenkleidern . 0,80 „
„
50 „ Druckzeug
0,80 „
50 „ Gebild Leinen zu Kinderhandtüchern 0,50 „
100 „ Halbleinen zu Kinderbettüchern 1,40—1,50
25 „ graues Leinen zu Küchenſchürzen
0,90 „
50 „ blaues
„ Schürzen
0,80 „
60 „ Baumwollſtoff zu Männerkleidern . 1,20
100 „ Oxfordſtoff zu Hemden .
0,80 „
50 „ Baumwollſtoff zu Frauenröcken
0,70 „
6 Dtzd. farbige Taſchentücher für Männer
Kinder
20 kg graue Wolle zu Strümpfen.
Wir laden Lieferungsluſtige ein, ihre mit bezüglicher Aufſchrift
verſehenen Angebote verſchloſſen am Samstag, den 9. Auguſt d. Js.,
vormittags zwiſchen 10 und 11 Uhr, in den im unteren linken
Hausflur des Stadthauſes aufgehängten Kaſten für
Verdingungs=
angebote einzulegen, Muſterſtücke dagegen bei dem Oberverwalter
der ſtädt. Armenanſtalten, Frankfurterſtraße 35, abzugeben. Der
Letztere wird den Intereſſenten jede gewünſchte Auskunft erteilen,
auch Muſter uſw. vorlegen.
Wir bemerken noch, daß die Preiſe lediglich in dem Angebot
und nicht auf den einzureichenden Muſterſtücken anzugeben ſind.
Die Muſterſtücke ſollen mit einem Zeichen verſehen ſein, welches
auch in dem Angebot enthalten ſein muß. Das Zeichen darf nicht
ſo gewählt werden, daß aus demſelben die anbietende Firma
er=
kennbar iſt.
Darmſtadt, den 23. Juli 1913.
(16056ss
Städtiſches Armen= und Fürſorgeamt.
Krapp.
Schlachtviehmärkte Darmſtadt
im Schlachtviehhof neben dem ſtädtiſchen Schlachthof. —
Schweine=
märkte: Montags, Mittwochs und Donnerstags. Kälbermärkte:
Montags und Donnerstags. Bei Kälbermärkten iſt der Verkauf
von Großvieh geſtattet. Bahnanſchluß. Modernſte, ſeit 3. Februau
ds. Js. geöffnete Neuanlagen.
(4329a
Nähere Auskunft erteilt die Schlacht= und Viehhofdirektion
Bekanntmächung.
Während des Umbaues am Eingang des Stadtkrankenhauſes,
Grafenſtraße Nr. 9, iſt der Hauptzugang in der Grafenſtraße geſperrt.
Der Eingang zum Krankenhauſe befindet ſich bis auf weiteres in der
Bismarckſtraße, durch das Tor neben der Sanitätswache. (16393soi
Darmſtadt, den 1. Auguſt 1913.
Die Krankenhausdirektion.
J. V.: Dr. Friedrich.
ie Bauarbeiten für den Stallneubau in der Kaſerne der
II61 zu Babenhauſen ſollen in 8 Loſen, und zwar:
V Dachdeckerarbeiten,
Los
Los I Erd=, Maurer= und
VI Schloſſerarbeiten,
Aſphaltarbeiten,
„ VII Weißbinder= und An=
„ II Steinhauerarbeiten,
ſtreicherarbeiten,
„ III Zimmerarbeiten,
IV Lieferung von Säulen ꝛc.” „ VIII Pflaſterarbeiten,
öffentlich vergeben werden.
Die Zeichnungen und Bedingungen liegen in dem
Geſchäfts=
zimmer des Militär=Bauamts Darmſtadt, Riedeſelſtraße 60, II.,
während der Dienſtſtunden, vormittags von 8½ bis 12½ und
nach=
mittags von 3 bis 6 Uhr, offen und können daſelbſt eingeſehen
wer=
den, auch können die Verdingungsunterlagen von da gegen poſt=
und beſtellgeldfreie Einſendung bezogen werden, und zwar: Los I
1,20 Mk., Los II und IV zu je 0,55 Mk., Los III und VI zu je
0,70 Mk., Los V zu 0,60 Mk., Los VII zu 0,85 Mk. und Los VIII
zu 1,00 Mk.
Die ausgefüllten Angebote mit den dazu gehörigen Proben
ſind verſiegelt, poſt= und beſtellgeldfrei, mit der bezüglichen
Auf=
ſchrift verſehen, an vorgenanntes Baubüro am Dienstag, den
12. Auguſt 1913, und zwar für Los I bis ſpäteſtens 9½
Uhr,
Los II 10, Los III=10½, Los IV 10½, Los V 10% Los VI 11,
Los VII 11¼ und Los VIII 11½ Uhr einzuſenden, woſelbſt um
die=
ſelbe Zeit die Eröffnung erfolgt.
(16366
Die Zuſchlagsfriſt beträgt 28 Tage.
Militär=Bauamt.
die Erd=, Maurer=, Aſphalt=, Steinmetz=, Zimmer=, Schmiede=
und Eiſen=, Dachdecker=, Klempner= und Betonarbeiten für
ein Mannſchaftsgebäude, die Schloſſer= und
Anſtreicher=
arbeiten für 2 Stallgebäude, 1 Reithaus und 1
Beſchlag=
ſchmiede, ſowie die Erdarbeiten für Barackenbauten der Kaſerne
für drei Train=Kompagnien an der Eſchollbrückerſtraße,
ſüdweſt=
lich der Main=Neckarbahn, ſollen in 10 Loſen, und zwar:
Erd=, Maurer= und Aſphaltarbeiten,
Los
„ II Steinmetzarbeiten,
„ III Zimmerarbeiten,
„ IV Schmiede= und Eiſenarbeiten,
V Dachdeckerarbeiten,
„ VI Klempnerarbeiten,
„ VII Betonarbeiten,
„ VIII Schloſſerarbeiten,
„ IX Anſtreicherarbeiten,
X Erdarbeiten für Baracken,
öffentlich vergeben werden.
Die Zeichnungen und Bedingungen liegen im Geſchäftszimmer
des Neubaubüros an der Eſchollbrückerſtraße während der
Dienſt=
ſtunden, vormittags von 9—12 und nachmittags von 3—6 Uhr, offen
aus. Daſelbſt können die Verdingungsunterlagen für
Los I zum Preiſe von 2,00 Mk.
„ II „
„ 0,50 „
„ III „ „ „ 1,00 „
,, „ „ 0,50 „
, „ „ 1,00 „
, „ „ 1,00 „
„ 1,00 „
„ Mi . .
„ 1,50 „
„VIII „
2
„ 1,50 „
„ „IX „ 2.0
0,50
X
gegen poſt= und beſtellgeldfreie Einſendung des Betrages bezogen
werden.
Die ausgefüllten Angebote nebſt den vorgeſchriebenen Proben
ſind verſiegelt, mit entſprechender Aufſchrift verſehen, bis Montag
den 11. Auguſt 1913, und zwar: Los I 10, Los II 1050 Los III 104,
Los IV 11, Los V 1130
Los VI 114 Los VII 12 Uhr vormittags,
Los VIII 3, Los IX 3½, Los X 350 Uhr nachmittags an genanntes
Geſchäftszimmer poſt=und beſtellgeldfrei einzuſenden, zu welchen
Zeit=
punkten die Eröffnung erfolgt.
(IV,16361,85
Die Zuſchlagsfriſt beträgt 28 Tage.
Militär=Bauamt.
Verſteigerungs=Anzeige.
Mittwoch, den 6. Auguſt l. Js., vorm. 9 Uhr,
verſteigere ich in dem Fabrikgebäude der
Vereinigten Runstdruckereien G. m. b. H.,
Frankenſteinſtraße 33,
die zur Konkursmaſſe gehörenden Gegenſtände und zwar:
1 Atelier=Kamera (60/60); 1 Atelier=Kamera (45/50) mit
Schwingſtatif und Zubehör; div. große Kopierrahmen;
1 Anleim=Maſchine; 1 Bohr=Maſchine; 1 Voltmeſſer;
1 Oelreinigungs=Apparat; 1 Oelſpar=Apparat; 1
ſäure=
feſten großen Tontrog; 1 elektr. Flügel; 1 Motor, ½ PS.,
1350 Umdrehungen, 110 Volt Gleichſtrom; 2 Dezimal=
Wagen; 1 Partie Steindruckfarben; 1 eiſener
Kohlen=
transportwagen; 1 Stoßkarren, zweirädrig
große
Partie Werk= und Arbeits=Tiſche, lithographiſche Pulte,
Tiſchplatten, Böcke, große und kleine Regale ꝛc.
Ferner die Kontor=Einrichtung, beſtehend aus:
1 Kaſſenſchrank: 1 Diplomaten=Schreibtiſch; 1 Schreib=
Maſchine (Adler); 1 Schreib=Maſchine (Remington)
1 Kopier=Maſchine; einfache und doppelte Stehpulte und
verſchiedene andere Pulte und Arbeits=Tiſche; 2
Kleider=
ſtänder; Leitern, Stühle und ſonſtige Gegenſtände; elektr.
Pult= und Arbeits=Lampen; 1 Gasherd; 1 Gas=Ofen;
Petroleum=Ofen und viele andere kleine
Geſchäftsgegen=
ſtände und Utenſilien.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden gegen bare
Bezahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 2. Auguſt 1913.
(16337si
Ernst Wolff
Konkursverwalter.
Jagdverpachtung.
Montag, den 11. Auguſt l. J., nachm. 1 Uhr,
wird auf hieſigem Rathaus die Feldjagd der Gemarkung Lengfeld
auf 6 Jahre öffentlich verpachtet; das Jagdgebiet umfaßt 913 ha.
Der Bahnhof Lengfeld liegt inmitten des Jagdbezirks und von
Bahnhof Wiebelsbach=Heubach iſt der Jagdbezirk in ca. 8 Minuten
zu Fuß zu erreichen.
Lengfeld, am 24. Juli 1913.
(15996ss
Großh. Bürgermeiſterei Lengfeld.
Jundſchuh.
vom Samstag, den 2. Aug. bis Samstag, den 9. August
Prozent
auf sämtliche
Prozent
auf sämtliche
Prozent
auf sämtliche
Prozent
Sacco-Anzüge
Sport-Anzüge
Gummi-Mäntel
Bozener Mäntel
Pelerinen
Anzüge! Marke
Wasch- Blusen
Hosen 1 „Durg‟
Ulster, Paletots
Wasch-Westen
Flanell-Hosen
Strand-Hosen
Wasch-Anzüge
Tussor-Anzüge
Flanell-Anzüge
Lüster-Anzüge
Lüster-Saccos
Woll-Anzüge
Wasch-Anzüge
Sport-Anzüge
Ein Posten
Blusen-
Anzüge
reine Wolle, ganz gefüttert
offen und geschlossen
Grösse 8—12
für Herren
u. Jünglinge
für Knaben
für Herren
u. Junglinge
für Herren
ue Jungiinge
für Knaben
für Knaben
von
10—15 Jahren
S
Ludwigstrasse 17.
(16362
Pferde=Verſteigerung.
Donnerstag, den 7. Auguſt d. J., vorm. 10 Uhr,
ſollen im Großh. Hofmarſtalle dahier drei ſeit mehreren Wochen
kaſtrierte Landgeſtütsbeſchäler, ſowie verſchiedene Stallgerätſchaften
verſteigert werden.
Darmſtadt, den 26. Juli 1913.
(16342
Großherzogliche Landgeſtüts=Direktion.
von Willich.
Verſteigerungs-Anzeige.
Montag, den 4. Auguſt I. J., vormittags 9 und nachmittags
3 Uhr, nötigenfalls noch Dienstag, den 5. Auguſt, von 9 Uhr an,
verſteigere ich im Auftrag des Pflegers die zum Nachlaſſe des
Güter=
expeditions=Vorſtands A. Dauber gehörigen Haushaltungsgegenſtände
in deſſen Wohnung,
Herdweg Nr. 45, 1. Stock
und zwar:
Sofa mit 6 Stühlen mit gepolſterten Rücklehnen (roter
Plüſch), 1 Seſſel (geſtickt), 2 ältere Sofa, verſchiedene Seſſel
und Stühle, 1 Krankenfahrſtuhl, 1 Glasſchrank und 1
zwei=
türiger polierter Kleiderſchrank, 1 Herrenſchreibtiſch, 2
Kom=
moden, Uovaler Tiſch, 1 viereckiger Klapptiſch, 1
Auszieh=
tiſch, Bauern= und Ziertiſchchen, Nähtiſchchen, 1 Brandkiſte,
2 komplette Betten mit Sprungfeder= und Roßhaarmatratzen,
Waſchkommode mit Marmorplatte und Nachttiſchchen, 1
Eis=
ſchrank, 1 Küchenſchrank und ſonſtige Küchenmöbel, ſodann
Bilder, Spiegel, Porzellan, Glas und Nippſachen, Teppiche,
Vorhänge uſw., 1 Polyphon mit 17 Platten, 1
Regu=
lator mit Gewichten, eine große Partie Kleider, Leib=,
Bett= und Tiſchwäſche.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden gegen bare
(16256ds
Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 30. Juli 1913.
1
Aar hst Woln, Amtsgerichtstaxator
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
Me ee
M Kommode, Rauchtiſch und
Kinderſtühlchen weit unterm Preis
zu verkaufen
(*4696
Karlſtraße 38,
Jahrrad m. Freil. f. 33 M. ſof. zu
pk. Alexanderſtr. 25, I. r. (*4680
zimmerrein, gut ge=
Wolfſpitz zogen, groß. prächt.
Tier, nach ausw. zu verk. (*4326ms
Näh. Schloßgartenſtraße 45, III.
Ein junger wachſamer Hund
zu verkaufen
(*4637
Fr. Schneider, Blumenthalſtr. 109.
Zuchthühner
(diesjährige)
extra ausgeſuchte Tiere; ältere
Hühner, junge Hähne werden
ein=
getauſcht.
(*4632
K. Glöckner, Darmſtr. 33a, 2. St.
Duchthühner, Ital., 1913er
Früh=
brut, in gr. Ausw. u. all. Farb.,
in 4-6 W. legend, empf. fortw. billigſt
13811a) Schröder, Karlſtraße 27.
A
Weg. Aufgabe der
Achtung! Zucht verk. ich bill.
4 ruſſiſche Trompetergänſe, weiß,
1,8 Hamburger Goldlack. (*4581si
Georg Wild, Arheilgen,
Wernerſtraße 33.
zu verkaufen (*4576
Pfantauben Liebfrauenſtr. 112.
Blucke m. 10 J. (Plymouth=Rocks)
zu vk. Weinbergſtr. 40, I. (*4658
Dunge Haſen billig zu verkauf.,
*4654) Grafenſtr. 4, Htb. 1. St.
Ein grüner Papagei (anfang. zu
ſprech.) u. kl. Zwergrehpinſcher
umſtändehalber billig zu verkaufen
*4690)
Schützenſtr. 6. 2. St.
Der Krupp=Prozeß.
(Zweiter Tag.)
* Berlin, 1. Aug. Die heutige Verhandlung
be=
gann gegen 9,15 Uhr. Die Mehrzahl der Zeugen wurde
zunächſt bis 1 Uhr mittags entlaſſen. Die
Verhand=
lung wird öffentlich weitergeführt. Es wurde
in die Zeugenvernehmung eingetreten, nachdem der
Ver=
handlungsführer eine geſtern erfolgte Aeußerung des
Ver=
teidigers, Rechtsanwalts Dr. Barnau, über die
Glaub=
würdigkeit des Zeugen Brandt richtiggeſtellt hatte. Der
Zeuge Polizeirat Koch gab eine Darſtellung der von ihm
geleiteten polizeilichen Beobachtung Brandts und der
An=
geklagten und gab an: Nachdem Brandt längere Zeit
beobachtet worden war, ließ ich ihn feſtnehmen. Auf
dem Polizeipräſidium legte Brandt ein Geſtändnis ab,
namentlich, daß er Mitteilungen aus dem
Kriegsminiſte=
rium von Pfeiffer erhalten habe. Den Namen Pfeiffer
nannte Brandt von ſich aus; auch die übrigen Namen
nannte er, wodurch der beſtehende Verdacht beſtärkt wurde.
Ich hatte den Eindruck, Brandt ſagte die volle Wahrheit
Er machte durchaus keinen gebrochenen Eindruck. Tilian
behauptete geſtern, daß er an dem Tage, wo ihn die
Poli=
zei beobachtet haben will, gar nicht in Berlin, ſondern in
Magdeburg war. Polizeirat Koch bekundet weiter: Ich
bin überzeugt, daß Brandt offen die Wahrheit geſaat hat
denn er ſah ein, daß ihm ein Geſtändnis nur von Vorteil
ſein könne. Bei der Hausſuchung in der Voßſtraße
wur=
den acht verſchiedene Abſchriften von nach Eſſen geſandten
Kornwalzen gefunden. Die Beobachtung Brandts
erfolgte ununterbrochen, ausgenommen zur Nachtzeit. In
die Beobachtung teilten ſich mehrere Beamte. Brandt gibt
an, 46 Jahre alt, evangeliſch und verheiratet zu ſein. Er
iſt nicht vorbeſtraft.
Der Verhandlungsführer erſucht den Zeugen, wegen
der Wichtigkeit der Ausſagen ſich ſtrenge an die Wahrheit
zu halten. Die Vereidigung des Zeugen wird vorläufig
ausgeſetzt. Brandt bekundet: Ich hatte bei Krupp einen
Poſten im Preisbildungsbureau. 1906 wurde ich nach
Berlin verſetzt auf Veranlaſſung des Herrn von Schütz.
Die Firma wollte mich anfangs nicht nach Berlin gehen
laſſen. Mein Gehalt betrug in Eſſen 5200 Mark,
Woh=
nungsgeldzuſchuß gab es nicht. In Berlin ſagte mir Herr
von Schütz, ich ſollte mich nach den Preiſen erkundigen.
und er hat mir ſtreng verboten, unerlaubte Mittel hierbei
anzuwenden; es läge im Intereſſe der Heeresverwaltung,
wenn Krupp mit ſeinen Preiſen heruntergehe. v. Schütz
war mit meiner Tätigkeit ſehr zufrieden und berichtete in
dieſem Sinne auch nach Eſſen. Ich habe mich mit
Zeug=
feldwebeln in Verbindung geſetzt und auch von ihnen
Ma=
terial erhalten. Meine Berichte wurden vertraulich
be=
handelt. Mein Gehalt betrug zunächſt in Berlin 5200 M.
und Wohnungsgeldzuſchuß. Seit September 1909 erhielt
ich 6500 M.; außerdem wurden mir meine Auslagen
er=
ſetzt. Herr von Schütz war ſehr entgegenkommend und
ge=
ſtattete mir, auch die Koſten meines Umzuges zu
liqui=
dieren.
Der Verhandlungsführer ſtellt feſt, daß der Zeuge in
acht Monaten 2700 M. liquidiert hat, einmal innerhalb
eines Zeitraumes von 14 Tagen mehrere hundert Mark.
Die Frage, ob dieſe hohen Ausgaben notwendig geweſen
ſeien, wird von dem Zeugen entſchieden bejaht. Zuletzt
betrug das Gehalt Brandts 7000 M. plus 3500 M.
Reprä=
ſentations= reſpektive Funktionszulage, die
Weihnachts=
gratifikationen bis zu 2000 M. Dieſe ſtellen meine
Erſpar=
niſſe dar. Die Zulagen dürften in dem kameradſchaftlichen
Verkehr mit Kruppſchen Beamten und ehemaligen
militä=
riſchen Kameraden verbraucht worden ſein. Im übrigen
lebte ich ſehr beſcheiden mit meiner Frau und meinen drei
Kindern, daher wurde es mir möglich, mich in Rahnsdorf
anzukaufen. Im übrigen war mein Vorgeſetzter Direktor
Budde, deſſen Aſſiſtent Herr Muth war. In Berlin mußte
ich Herrn von Metzen vertreten, namentlich im Verkehr mit
den Behörden, wozu ich jedesmal beſonderen Auftrag von
der Firma bekam. Ich befand mich in einer
Zwitterſtel=
lung als Bureauchef und Vertreter der Firma. Herrn von
Metzen gefiel mein Verkehr mit den Behörden nicht recht.
Daß ich mich den Angeklagten gegenüber als „Krupp”
auf=
geſpielt habe, trifft nicht zu. Ich hatte auch ſämtliche
Briefe zu öffnen mit Ausnahme der Privatbriefe für Herrn
v. Metzen oder Herrn v. Schütz. — Verhandlungsführer:
Enthielten nicht dieſe Privatbriefe die wichtigſten
gehei=
men Dinge? — Zeuge: Das iſt ausgeſchloſſen. Ich kenne
alles Material, ich kenne auch ſämtliche Konſtruktionen in
marine= und militäriſchen Dingen. Geheimniſſe gibt es
hier vor mir nicht. Mehr als 50 Prozent der Berichte
be=
zogen ſich auf die Konkurrenzpreiſe, ich wollte damit
mei=
nen Eifer bekunden; die meiſten Berichte waren
überflüſ=
ſig. Herr von Schütz hätte das Material auch ohne mich
bekommen. 2½ Jahre lang habe ich die Vertretung allein
führen müſſen, da Herr von Metzen kränklich und viel
ab=
weſend war. Nach dem Tode des Herrn von Schütz führte
ich einige Monate die Geſchäfte als Vertreter des
Ver=
treters, und zwar ſelbſtändig. Von den „Kornwalzen”
be=
hielt ich Nachſchriften oder Kopien zurück, die ſpäter
be=
ſchlagnahmt worden ſind. v. Metzen ſtand ſich ſchließlich
mit der Firma nicht mehr; in dieſer Zeit nahm v. Metzen
mehrere Kopien an ſich und gab ſie mir nicht mehr zurück,
obwohl ich ihn wiederholt darum erſuchte. Anſcheinend
wollte er damit einen Druck auf die Firma Krupp
aus=
üben. Er ſagte eines Tages, ich ſolle mich nur der Firma
gegenüber ſichern, er hätte ſich auch geſichert. Von dieſem
Geſpräche machte ich Herrn Direktor Dräger Mitteilung.
Die Kornwalzen, von denen Liebknecht Kenntnis erhalten
hat, fallen in dieſe Zeit, wo Herr von Metzen ſich mit
Krupp überworfen hatte. — Verhandlungsführer:
Wiſſen Sie, wer Herrn Liebknecht das Material übergeben
hat? — Zeuge: Meiner feſten Ueberzeugung nach kann nur
Herr von Metzen in Frage kommen.
Verhand=
lungsführer: Sie ſelbſt kommen nicht in Frage?
Zeuge: Nein, ich wäre doch ein Tor, wenn ich mich
mit Liebknecht in Verbindung geſetzt hätte, man bereitet
ſich doch nicht ſelber Unannehmlichkeiten. —
Verhand=
lungsführer: Es iſt die Rede davon geweſen, daß
Sie bei der Verwahrung der Kopien nicht die notwendige
Vorſicht geübt haben; ſo haben Sie eine Kopie mit in Ihre
Wohnung genommen. — Zeuge: Ich habe einige
Ko=
pien mit in die Wohnung genommen, um ſie dort zu
ver=
nichten, im Bureau hatte ich keine Gelegenheit dazu gehabt.
Verhandlungsführer: Haben Sie das
Mate=
rial nicht abſichtlich zurückbehalten, vielleicht, um eine
Waffe in der Hand zu behalten, wie es Herr von Metzen
getan hat? — Zeuge: Nein. Wenn mir derartiges in
den Sinn gekommen wäre, ſo hätte ich dem Herrn Direktor
Dräger von dem Geſpräche mit Herrn von Metzen keine
Mitteilung gemacht. Ich habe ſie mit nach Hauſe
genom=
men, um ſie dort zu vernichten. beſonders das Notizbuch.
Ueber artilleriſtiſche Geheimniſſe, Kruppſche Patente uſw.
glaube ich nie geſprochen zu haben. Keineswegs habe ich
aber über Kruppſche Geheimniſſe jemals etwas verlauten
laſſen. — Rechtsanwalt Ulrich: Hat der Zeuge nicht auch
ſeine Umzugskoſten und ebenſo ſeine Möbeleinrichtung
in die Liquidation hineingeſchuſtert? — Zeuge: Das
entſprach den Abmachungen mit dem Direktorium.
Rechtsanwalt Ulrich: Hat der Zeuge Ausſicht oder die
Hoffnung gehabt, Vertreter der Firma Krupp in Berlin
zu werden? — Zeuge: Eine ſolche Ausſicht iſt mir
er=
öffnet worden. Ich habe auch kein Hehl daraus zu machen
brauchen. Auf das Herabdrücken der Kruppſchen Preiſe
mußte bei kleinen Heereslieferungen hingearbeitet
wer=
den, weil die Armeeverwaltung ein Intereſſe daran hatte
daß Krupp ſich auch an dieſen Lieferungen beteiligte, die
bis dahin abſichtlich abgelehnt worden waren. —
Rechts=
anwalt Ulrich: War der Zeuge dahin informiert, daß
es zwiſchen der Armee und Krupp keine Geheimniſſe gab?
Zeuge: Das trifft zu. Je mehr Krupp erfährt, deſto
beſſer für die Armee,
Der Zeuge erklärt auf Befragen: Den Angeklagten
Tilian lernte ich auf einem Kegelabend kennen, wobei ich
ihm meine Wünſche, die ich für harmlos hielt, vortrug
Ich wollte namentlich Konkurrenzpreiſe wiſſen.
Regel=
mäßig fanden die Zuſammenkünfte nicht ſtatt. Meine
frü=
heren Ausſagen in der Unterſuchungshaft ſtanden unter
dem Eindruck einer ſeeliſchen Depreſſion. Ich hatte
Selbſtmordgedanken und litt noch unter den Folgen einer
Gehirnerſchütterung. So iſt es gekommen, daß ich nicht
Herr meiner Sinne war. Das Protokoll iſt voll von
Un=
richtigkeiten. — Verhandlungsführer: Sie haben
davon geſprochen, Tilian Geld in die Hand geſteckt zu
ha=
ben. — Zeuge: Das muß eine Verwechslung ſein,
meine dahingehende Aeußerung fällt unter meine
Depreſ=
ſion während der Unterſuchungshaft. Ich kann dieſe
Be=
hauptung nicht aufrecht erhalten. Die
Weihnachtsgratifi=
kation habe ich an Pfeiffer gegeben, weil ich ein
gutmüti=
ger Menſch bin (Bewegung), und weil ich den Pfeifferſchen
Kindern eine Weihnachtsfreude machen wollte. Der Zeuge
Brandt äußert ſich darauf in einer Unterredung mit dem
Verhandlungsführer über die Rubrizität ſeines
Notiz=
buches. Die einzelnen Firmen ſind in dem Notizbuche mit
Buchſtaben bezeichnet. Der Zeuge aibt an, daß nicht alles
in dem Notizbuch eingetragene Material von den
An=
geklagten ſtamme, er habe auch manches von anderer Seite
erhalten. Der Zeuge bemerkt auf Befragen des
Rechtsan=
walts Wirth: Ich glaube nicht, daß ich noch
Darlehn=
forderungen an den Angeklagten Tilian habe. Tilian hat
die ihm geliehenen Summen in der Regel am
Monats=
erſten zurückgezahlt. Der Zeuge hat, wie ich feſtſtellen
möchte, heute ſeine urſprünglichen Ausſagen ganz
weſent=
lich eingeſchränkt. — Zeuge: Ich befand mich während
meiner Vernehmung in einem derartigen ſeeliſchen
Zu=
ſtande, daß ich alles über mich ergehen ließ. Vieles iſt
niedergeſchrieben, was den Tatſachen nicht entſpricht. —
Anklagevertreter Dr. Welt: Der Zeuge hat bei ſeiner
Vernehmung nie etwas davon verlauten laſſen, hätte er
das getan, dann würde ſelbſtverſtändlich jede Rückſicht
ge=
nommen worden ſein. — Zeuge: Es tut mir heute leid,
daß ich von meinem krankhaften Zuſtande keine Mitteilung
machte, ich war völlig gebrochen. Kurz vor meiner
Ver=
haftung hatte ich durch einen Unfall eine
Gehirnerſchütte=
rung erlitten, die mir ſehr zu ſchaffen machte. —
Rechtsan=
walt Dr. Barnau beantragt die Ladung des
prak=
tiſchen Arztes Dr. Wangemann=Friedrichshagen, der
Brandt ſeit ſeinem Unfall behandelt hat. Dr.
Wange=
mann ſoll über die Art und die Schwere des Unfalles,
ſo=
wie über die Folgeerſcheinungen Auskunft geben. Der
Zeuge macht Mitteilung über ſeine Beziehungen zu Dröſe
Er hat früher bekundet, Dröſe hätte eine Gefälligkeit von
ihm verlangt und unter anderem gewünſcht, von Krupp
angeſtellt zu werden. Darauf habe er geantwortet, er
werde in dem gewünſchten Sinne tätig ſein, wenn er als
Gegenleiſtung von Dröſe Nachrichten erhalte und wenn
dieſer ihm Auszüge aus dem Beſtellbuche verſchaffe. Heute
behauptet der Zeuge, ſeine damalige Ausſage ſei falſch
ge=
weſen oder nicht richtig wiedergegbeen worden. —
An=
klagevertreter Dr. Welt: Sie hatten die Unterſtützung
des Herrn von Schütz nachſuchen können. — Zeuge: Herr
v. Schütz hätte es unbedinat abgelehnt, etwas in einer
ſolchen Sache zu tun. Er hatte mir ſtreng verboten, zur
Erlangung von Informationen unerlaubte Mittel
anzu=
wenden. Der Zeuge betont nochmals, er habe keine
Aus=
künfte von Dröſe erhalten und fährt fort: Wenn ich
frü=
her das Gegenteil behauptet habe ſo iſt es eben unter dem
Einfluß meiner ſeeliſchen Depreſſion geſchehen.
Angeklaa=
ter Dröſe hat in ſeiner Wohnung mir einen Einblick in
das Beſtellbuch gegeben. — Angeklagter Dröſe: Nein,
es war das Forderungsbuch, in dem keine Preiſe
enthal=
ten ſind. (Es wird feſtgeſtellt, daß der Inhalt der Bücher
ſich materiell nahezu deckt.) Welche Mitteilungen ich von
dem Angeklagten Schleuder erhalten habe, kann ich nicht
ſagen. Regelmäßige Zuſammenkünfte hatten wir nicht.
Welche Geldbeträge ich ihm gegeben habe, weiß ich nicht
mehr. vielleicht im ganzen 200 Mark, für ſeine Auslagen
für Autos und Porto. Soviel ich weiß, habe ich ihm eine
Weihnachtsgratifikation nicht gegeben.
Angeklagter Schleuder: Ich habe tatſächlich nur
meine Auslagen erſtattet erhalten, niemals habe ich
Brandt geſagt, daß ich im Dalles ſei. — Zeuge: Ich
habe das letztere aber öfter herausgehört aus ſeinen
Rede=
wendungen. Von dem Angeklagten Hinſt habe ich einzelne
Notizen über Konkurrenzpreiſe erhalten. — Rechtsanwalt
Ulrich: Betreffen dieſe Preiſe die kleinen Feldgeſchütze?
Hat Hinſt ſich durch Blumenarrangements an Frau Brandt
revanchiert? — Zeuge: Die meiſten Kornwalzen bezogen
ſich auf dieſe Waffe. Geldgeſchenke habe ich ihm nicht
ge=
macht. Die Auslagen habe ich ihm nur erſtattet. —
Ange=
klagter Hoge: Brandt hat mich derart ausgefragt, daß
ich nur ſeine Anſichten und Erfahrungen zu beſtätigen
hatte. — Zeuge: Ich war über alles informiert. —
An=
geklagter Hoge: Ich hatte in meiner Rate viel mit
Bau=
ten zu tun und mußte zum Beiſpiel bei Telephonanlagen
auch mit Unternehmern verhandeln.
Verhand=
lungsführer: Das iſt etwas ganz anderes, im
Ver=
kehr mit Brandt waren Sie zur Auskunft nicht berechtigt.
— Angeklagter Hoge: Ich gebe zu, gegen die
Dienſtvor=
ſchriften ungehorſam geweſen zu ſein. Daß ich durch
Handſchlaa zur Verſchwiegenheit verpflichtet worden bin,
iſt mir nicht bewußt, ich habe den Handſchlag durch der
General nur als Begrüßung aufgefaßt. —
Verhand=
lungsführer: Das haben Sie als Offizier geglaubt
Herr Leutnant Hoge? — Darauf tritt eine
halbſtün=
dige Pauſe ein.
Um 1½ Uhr eröffnet’ der Vorſitzende,
Kriegsgerichts=
rat Dr. Cörres, wieder die Sitzung. Major
Sames=
vom Feuerwerkslaboratorium gibt Kenntnis von einer
Verfügung der Feldzeugmeiſterei, die den Angeſtellten die
Verpflichtung zur ſtrengſten Dienſtverſchwiegenheit
aufer=
legt. — Oberſtleutnant Jung vom Kriegsminiſterium
wird darüber vernommen, ob eine Verfügung beſteht, durch
die der Firma Krupp Vorrechte eingeräumt werden, und
be=
merkt, die Behauptung,daßdie Firma Krupp eine
Vorzugs=
ſſtellung genieße, trete ſehr häufig auf und iſt jetzt auch
wieder vorgebracht worden. Ich bin ſeit 1899 im
Kriegs=
miniſterium tätig und habe ſeitdem dauernd mit den
Aus=
ſſchreibungen zu tun. Ich kann die Behauptung von der
Eriſtenz einer derartigen Verfügung nur auf das
aller=
entſchiedenſte zurückweiſen. Es beſteht eine Verfügung, die
vorſchreibt, daß die Firma Krupp zu den Ausſchreibungen
zuzuziehen ſei. Wie die Anfträge ſpäter verteilt werden,
iſt eine ganz andere Sache. Ich wiederhole, daß eine
Ver=
fügung, durch die der Firma Krupp eine Vorzugsſtellung
eingeräumt iſt, mir nicht bekannt iſt. Wenn ſie exiſtiert,
müßte ſie mir unter allen Umſtänden bekannt ſein.
Es werden hierauf die Protokolle über die
kom=
miſſariſchen Vernehmungen von Offizieren verleſen,
die ergeben, daß es den Zeugfeldwebeln ſtreng verboten
iſt, mit den Vertretern einzelner Firmen zu verhandeln
und ihnen Auskünfte zu erteilen. — Zeuge Major a. D.
Wollenhaupt bekundet ebenſo, daß dem Perſonal
der Feldzeugmeiſterei nicht geſtattet iſt, Vertretern der
Privatinduſtrie, namentlich über Konkurrenzpreiſe
Aus=
kunft zu geben. Der Verkehr mit dieſen Herren liegt
lediglich den Dezernenten ob. Auch mir iſt von einer
Ver=
fügung, die vorſchreibt, daß Krupp von allen Aufträgen
einen gewiſſen Prozentſatz erhalten muß, nichts bekannt.
Zeuge Friedrich, Expeditionsſekretär am
Reichs=
verſicherungsamt, gibt an, daß er mit Tilian enge
Freund=
ſchaft gehalten habe. Er ſei ein ruhiger und aufrichtiger
Menſch. Zeuge hatte Kenntnis von ſeinen
Zuſammenkünf=
ten mit Brandt. Er wußte auch, daß er von Brandt
ge=
legentlich kleine Geldgeſchenke erhalten hat. Später zog ich
mich zurück, weil er ſich anſcheinend zu ſehr nach Brandt
hingezogen fühlte. Einen Vertrauensbruch habe ich ihm
nicht zugetraut. Ich hatte den Eindruck eines
freund=
ſchaftlichen Verkehrs. — Zeuge Rohn. Bureaudiätar der
Gemeinde Steglitz, erklärte: Der Angeklagte Hinſt iſt mein
Freund auf der Feldzeugmeiſterei geweſen. Er hat mir
einmal 100 Mark geliehen, die er von Brandt nicht
erhal=
ten hatte, ſondern von einem Onkel in Hamburg, den ich
kannte. Flott gelebt hat Hinſt nie. — Zeugin Friſeuſe
Frau Wiacoreck wird eindringlich auf die Heiligkeit
des Eides hingewieſen und erklärt dann mit ſchwacher
Stimme ihre Beziehungen zu Schleuder. —
Verhand=
lungsführer: Was veranlaßte Sie dazu. den
Ver=
kehr aufzugeben? — Zeuain: Weil er mit Brandt
ver=
kehrte. — Verhandlungsführer: Auf Brandt
brauchten Sie doch nicht eiferſüchtig zu ſein. (Heiterkeit.)
— Zeugin: Das nicht, aber ich vermutete etwas
ande=
res bei Brandt. Schleuder erhielt öfter von Brandt
grö=
ßere Summen. Ich habe ihn wiederholt vor Brandt
ge=
warnt. Ich war ihm abhold. Zweimal hat mir
Schleu=
der Geld gezeigt, das er von Brandt erhalten hatte. —
Rechtsanwalt Groſſe: Haben Sie den Brief ſelbſt
ge=
ſchrieben oder ſtammt er vom Verein der Rechtsfreunde?
Zeugin: Geſchrieben habe ich ihn ſelbſt. Ich habe
aber eine Rechtsauskunft vorher eingeholt. Die Zeugin
wird beeidigt.
Sodann wird in der Vernehmung des Zeugen
Brandt fortgefahren: Pfeiffer war ein
Schulkamerad=
von mir. Wir haben lange miteinander verkehrt. Die
Vernehmung wird nochmals unterbrochen, da der Zeuge
Dauſel morgen auf Urlaub gehen will, er erklärt,
Pfeiffer hat wiederholt Darlehen von Darlehnsvermittlern
erhalten, die er zurückzahlte in Raten von 5 bis 20 M.
Die Vernehmung von Brandt wird wieder aufgenommen.
Die Beziehungen mit Pfeiffer habe ich 1907 wieder
aufge=
nommen. Es iſt möglich, daß ich ſeine Erzählungen hin
und wieder gebraucht habe. Wir waren etwa ſieben= bis
achtmal im Theater. Manchmal hat Pfeiffer bezahlt. Ich
gab ſeinen Kindern zu Weihnachten auf Veranlaſſung
mei=
ner Frau 100 Mark. Das beruhte übrigens auf
Gegen=
ſeitigkeit. Ob ich ihm größere Geldgeſchenke machte, weiß
ich nicht. Ob ich von ihm Material zu einer
Korn=
walze bekommen habe, kann ich auch nicht ſagen. —
Ver=
handlungsführer:: Haben Sie außer von
Pfeif=
der auch von anderer Seite aus dem Kriegsminiſterium
Nachrichten erhalten? — Zeuge: Nein! —
Verhand=
ungsführer: Wie erklärt ſich der Brief, nach dem
Sie in der Haubitzenfrage erfahren haben, daß die
Ge=
ſchütze der Firma Ehrhardt vorgezogen werden ſollen?
Iſt es richtia, daß Sie dieſe Nachrichten vom Militärſtab
erhalten haben? — Zeuge: Das kann ich nicht genau
angeben, beſchwören kann ich es nicht —
Verhand=
lungsführer: Hatten Sie zu der kritiſchen Zeit auch
mit anderen Herren aus dem Kriegsminiſterium
Beziehun=
gen? — Zeuge: Nein! —
Verhandlungsfüh=
ker: Die Kenntnis konnte doch nur aus dem
Kriegg=
miniſterium ſtammen? — Zeuge Brandt: Ich glaube
beſtimmt ſagen kann ich es nicht. Seit meinem Unfall
hat mein Gedächtnis ſehr gelitten. —
Verhandlungs=
führer: Es iſt doch merkwürdig, daß Sie ſich ſolche
Freunde ſuchten, von denen Sie im Hinblick auf ihre
dienſtlichen Stellungen etwas erfahren konnten.
Zeuge: Ich tat dies, weil Herr von Schütz wünſchte,
etwas auf dem Laufenden zu bleiben.
— Angeklagter
Pfeiffer erklärt, daß ihm die Erklärung Brandts,
nach=
dem er in der Vorunterſuchung ihn ſo ſchwer belaſtet habe
nicht genüge. Ich habe ihm niemals Material für eine
Kornwalze gegeben. —
Verhandlungsführer:
Halten Sie hier keinen Vortrag. Was könnte Brandt
ver=
anlaßt haben, ſeinen beſten Freund der Fälſchung zu
be=
zichtigen. — Angeklagter: Ich habe auch verſucht
mir darüber eine Antwort zu finden. Vielleicht wollte er
verhindern, daß ich weiter auf meinem Wege gehen
cönnte, während er im Gefängnis ſitzt. In der weiteren
Auseinanderſetzung nannte Pfeiffer das Verhalten
Brandts perfide — Brandt: Ich bedauere auf das
tiefſte, daß Pfeiffer augenblicklich ſchweren Schaden
lei=
det. Es folat die Vernehmung der Frau Branht. —
Rechtsanwalt Barnau: Geſchah die Gabe von 100 M.
an die Kinder von Pfeiffer auf Ihr Anraten? —
Zeu=
gin: Das trifft zu. Auch, daß mein Mann einen
ſchweren Unfall erlitten hatte, trifft zu. Zeuain aibt
eine ausführliche Darlegung des Unfalls. Mein Mann
leidet infolgedeſſen in einem hohen Grad an
Gedächt=
nisſchwäche. — Kriegsgerichtsrat Welt: Iſt man an
Ihren Mann herangetreten, um ihn in ſeinen Ausſagen
zu beeinfluſſen?
— Zeugin: Darauf verweigere ich
meine Ausſage. — Kriegsgerichtsrat Welt: Dann
be=
antrage ich einen Gerichtsbeſchluß. — Zeuain: Mein
Mann hat ſich nur kurze Zeit mit den Angeklagten
unter=
halten. — Hierauf wird die weitere Vernehmuna
ausge=
ſetzt und für den Reſt der heutigen Sitzung um 4 Uhr
30 Minuten die Oeffentlichkeit ausgeſchloſſen. Die nächſte
Verhandlung findet morgen, 9 Uhr 15 Minuten, ſtatt.
Handel und Verkehr.
* 14 Millionen Briefmarkenheftchen.
Das Markenheft iſt eine der zweckmäßigſten neuen
Ein=
richtungen der Reichspoſt. Es führt ſich offenbar immer
mehr ein. Im ganzen ſind bis jetzt davon 14 Millionen
Stück gedruckt. Nach Abzug des Vorrates bei den 15000
Poſtanſtalten mögen etwa 12 Millionen Stück abgeſetzt
ſein. Bei einem Werte von 24 Millionen Mark ſind dies
nicht weniger als 360 Millionen einzelne Wertzeichen, ein
recht beträchtlicher Teil des geſamten Abſatzes an
Brief=
marken. Im Jahre werden jetzt etwa 4 bis 5 Millionen
Briefmarkenheftchen gebraucht. Es iſt nicht immer
mög=
lich, die nötige Zahl von Anzeigen für die Heftchen zu
be=
kommen. Wiederholt ſind deshalb Serien in Höhe von je
einer Million ohne Anzeigen hergeſtellt worden. Auch bei
den Heftchen mit Anzeigen wird ein Teil der
Herſtellungs=
koſten von der Reichspoſt getragen. Maßgebend iſt eben
die große Bequemlichkeit der Einrichtung für das
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Ein voller Tag ging hin über die Nachprüfung,
Ab=
nahme und Plombierung der Wagen, die dann für die
Nacht bis zum Start in den Exerzierhäuſern des 32.
In=
fanterie=Regiments unter ſtrenge militäriſche Bewachung
geſtellt wurden. Den Vorabend füllte die unerläßliche
Inſtruktionsverſammlung der Fahrtteilnehmer aus, die
ſchon einen Begriff davon vermittelte, welche
Schwierig=
keiten die Durchführung einer ſolchen Fahrt bietet und
die auch ſchon ahnen ließ, daß nicht alles ſo klappen
würde, wie’s wohl wünſchenswert geweſen wäre. Dann
ein etwas verſpätet angefangener Begrüßungsabend und
ſchließlich ein paar Stunden Nachtruhe. Früh 6 Uhr war
Start. Der erſte Tag der Fahrt führte von
Meiningen=Würzburg=Nürnbergnach
Regensburg.
Meiningen ſelbſt ſchlief noch, als der Hupen vieltönend
Geheul durch die Straßen jagte. Etwa 90 Wagen ſtellten
ſich dem Start. Ein Dutzend Preſſevertreter nahmen an
der Fahrt teil, friedlich und freudig, und auch kriegeriſch
geſtimmte Kollegen. Wenn in der Folge bis zum Schluß
der Fahrt irgendwo ganz fürchterlich geſchimpft wurde,
war ſicherlich der Kollege von den Münchener Neueſten
nicht weit, der ſeinem gepreßten Herzen auf gut bayeriſche
Art Luft machte. Doch das nur nebenbei. Ich habe die
unbeſtrittene Ehre und das nicht immer ungetrübte
Ver=
gnügen, dem Wagen der Fahrtleitung zugeteilt zu
wer=
den, dem niemand vorfahren darf, der alſo nicht
ge=
zwungen iſt, Schmutz und Geſt Pardon=ruch, der
vor=
fahrenden Wagen über ſich ergehen zu laſſen; der überall
zuerſt eintrifft — d. h. eintreffen ſollte — und die
beſten Quartiere für ſich in Anſpruch nehmen kann, der
in den Mittagsſtationen ſicher noch heiße Suppe kriegt
und der auch ſonſt noch ſo mancherlei Annehmlichkeiten
verheißt, die man auf einer ſo ausgedehnten Fahrt ſehr
wohl zu ſchätzen weiß, deſſen Inſaſſen aber dafür auch
des höchſt zweifelhaften Vergnügens teilhaft werden, die
erſten und kräftigſten Donnerwetter über ſich ergehen laſſen
zu müſſen, wenn irgendwo irgendetwas nicht
funktio=
nierte. Unſeren kräftigen neuen Hanſawagen ſteuert ſein
Beſitzer, Herr Guſtav Freyſe=Hannover, dem der
be=
kannte Sportſchriftſteller Herr Meville=Berlin
aſſi=
ſtiert. Mein Fahrtgenoſſe iſt der Vertreier der
Kontinen=
talwerke, Herr Holtzheuer=Hannover, der
unerſchöpf=
lich im Witzeerzählen iſt und damit über die
ungemüt=
lichſten Situationen, deren allerlei unſerer harrten,
hin=
weghilft. Herr Freyſe erweiſt ſich ſehr bald als durchaus
zuverläſſiger Fahrer, deſſen ſicherem Steuer wir uns
rück=
haltlos anvertrauen können, wir haben alſo Muße, uns
ganz dem Genuß der herrlichen Landſchaft hinzugeben.
Die Fahrt führt von Meiningen ſüdwärts nach
Henneberg, deſſen Wahrzeichen, die alte Stammburg der
Henneberger, von ragender Höhe grüßt, zur ſteilen
Schwe=
denſchanze und dann bald durch den köſtlich friſchen Wald
nach Franken hinein, deſſen erſtes Dörfchen, Eußenhauſen,
uns herzlichſt mit Hurra und Hoch begrüßt. Und dieſe
herzliche Begrüßung wiederholt ſich faſt in jedem Ort
während der ganzen Fahrt. Die Lehrer haben ihre
Schul=
kinder links und rechts der Chauſſee aufgeſtellt — fein
ſittſam die Trennung der Geſchlechter durchgeführt — und
Durch Sonne und Wolkenbruch
im Auto.
A. D. A.=C.=Wagenfahrt 1912.
I.
Man mag der Leitung der „A. D. A.=C.=
Wagen=
fahrt 1913‟ Vorwürfe gemacht haben in bezug auf
Män=
gel in der Organiſation, die hin und wieder nicht
unbe=
rechtigt waren, das eine aber muß wohl jeder Teilnehmer
der Fahrt anerkennen: die Strecke war ausgewählt,
wie es beſſer und ſchöner nicht hätte ſein können. Sie
führte durch wahrhaft herrliche Teile des ſchönen
deut=
ſchen Vaterlandes und Tirols und erſchloß dabei vielfach
automobiliſtiſches Neuland, denn anders iſt kaum die
Be=
geiſterung, mit der jung und alt die Automobilkolonne
begrüßten, und die faſt kindliche Freude der ganzen
Bevölker=
ung über das Erſcheinen der ſonſt doch nicht ohne Grund
wenig gern geſehenen, ratternden und fauchenden Gäſte,
die es ſo beſonders gut verſtehen, einen „guten Geruch”
zu hinterlaſſen, zu erklären. Schon in Meiningen, der
reizend gelegenen Reſidenz des Herzogs von Sachſen=
Meiningen, das beinahe drei Tage hindurch im Zeichen
des Kraftwagens ſtand — die Fahrt nahm hier ihren
offiziellen Anfang — herrſchte eine Feſtesſtimmung, die
mancherlei Unbequemlichkeiten in den
Unterkunftsquartie=
ren vergeſſen ließ. Die paar Hotels waren überfüllt und
die Mehrzahl der Teilnehmer mußten in Privatlogis
untergebracht werden.
alle haben ihre Feldblumenſträußlein, die ſich dann in
reichem Segen über die Wageninſaſſen ergießen. Mit
dieſem wohlgemeinten Blumengruß iſt’s nun allerdings
eine eigene Sache. Wer auch nur bei 30—40 Kilometer
Geſchwindigkeit einen derartigen Gruß der lieblichen
Florakinder ins Geſicht bekommt, der ſehnt ſich ſicher nach
keinem zweiten Gruß. Und für mit Augengläſern
Be=
wehrte ſind dieſe Grüße geradezu eine Gefahr. In
ein=
zelnen Orten ſind gar Fanfarenbläſer aufgeſtellt, die
jeden Wagen mit einem Tuſch begrüßen. Fahnen und
Fähnchen ſind überall ausgeſteckt und auch über die Straße
geſpannte Girlanden und Ehrenpforten grüßen uns oft.
Aber all der herzliche Empfang kann nicht zum
Verwei=
len laden, denn unſere Fahrt iſt eine „Non Stop=Fahrt”
(ohne Halt) und jeder unfreiwillige Halt wird mit
Straf=
punkten belegt.
Ueber Mellrichſtadt, dem uralten nördlichſten
Städt=
chen Bayerns, gehts durch zahlloſe ſchmucke Dörfer. Der
Weg iſt reich an landſchaftlichen Reizen und intereſſanten
Denkmälern vergangener Zeiten. Wie ein wandelndes
Panorama ziehen Dorf und Stadt, Ort und Oertchen an
uns vorüber; da das Tempo gezwungenermaßen mäßig,
können wir dem ungetrübten Genuß uns hingeben.
Ge=
ſegnete Fluren, ſaftig grüne Felder und würzige Wälder
rollen vorbei, und gegen Mittag bricht auch die Sonne,
die uns ſo lange nicht wohlgeſinnt war, durch den
Dunſt=
ſchleier und taucht all die Herrlichkeiten in goldenen
Schimmer. Prachtvoll iſt ſo eine Fahrt über die Höhen
auf guten Straßen. Bei Neuſtadt a. S. paſſieren wir
das fränkiſche Saaletal, von der Höhe links grüßt die
Ruine der alten Kaiſerpfalz Salzburg, die größte
roma=
niſche Ruine Deutſchlands, und dann ſind, mit dem
„Schindberg” beginnend, eine Anzahl Steigungen in der
Rhön zu bezwingen, die für manchen Motor ſchon eine
Prüfung ſeines Könnens bedeuten. Beim Paſſieren der
letzten Ausläufer der hohen Rhön ſehen wir links das
Weltbad Kiſſingen liegen, dann kommt Werneck, das aus
ſeinem ſchönen hiſtoriſchen Schloß eine Irrenanſtalt
ge=
macht hat, und dann, nach weiteren 30 Kilometern durch
fruchtbares Hügelland, an blühenden Ortſchaften vorbei,
die altehrwürdige Kilianſtadt Würzburg, als deren
Wahrzeichen von hoch droben die ſtolze Veſte Marienberg
herniedergrüßt. Leider muß auch dieſe herrliche, an
ruhmvollen Erinnerungen reiche Stadt durchfahren
wer=
den. Durch ein Seitentor verlaſſen wir Würzburg
wie=
der, um bergwärts Rottendorf zu erreichen, und dann,
auf kurvenreichem und auch ſonſt allerlei Gefahren für den
Wagenlenker bergendem Wege, Kitzingen, wo der Main
wieder überſchritten wird, dann das in geradezu
über=
raſchender Weiſe an Rothenburg erinnernde Iphofen.
Durch den Steigerwald gehts, vorbei an dem ſchönen
Schloſſe Schwarzenberg, durch weitere fruchtgeſegnete
Hügellandſchaft und dann über die Regnitzbrücke hinein
nach Fürth, der ſtolzen Rivalin Nürnbergs mit ihren
rie=
ſigen Fabrikanlagen. Im ruhmreichen alten Nürnberig,
dem Glanzpunkt der Fahrt durch das herrliche
Franken=
land, wird endlich Halt gemacht zu kurzer Mittagsraſt.
Leider bleibt wenig Zeit, die Kunſtſchätze der herrlichen
Stadt zu beſichtigen, die ein Albrecht Dürek, ein Lukas
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die großen Söhne des geſegneten Nürnberg alle hießen,
geſchaffen haben. Nach kaum anderthalb Stunden ſchon
ertönt das ſchrille Signal zur Weiterfahrt.
Auf hügeliger Straße gehts weiter durch den
Loren=
zer Wald nach Feucht, nach Neumarkt, der Perle der
Ober=
pfalz, hinter dem der Martinsberg eine ſtarke
Steig=
ung bringt, die aber von allen Teilnehmern genommen
wird. Und nun beginnt die Landſchaft bald den
Jura=
gebirgscharakter zu zeigen. Seltſame Felſenformationen
tauchen auf und die Gegenden ſind von einer
Vielgeſtaltig=
keit, daß immer neue, entzückende Bilder dem Auge ſich
bieten. Schroffe Jurafelſen wechſeln mit lieblichen
Aus=
blicken auf idylliſch gelegene Wohnſtätten, bis wir
all=
mählich wieder ins Tal gelangen, und ehe wir uns recht
verſahen — ſo feſſelten die Reize der Landſchaft — paſſieren
wir ſchon die alte ſteinerne Brücke, die hineinführt nach
Regensburg, dem Ziel der erſten Etappe. Die alte
freie Reichshauptſtadt mit ihrer faſt 2000jährigen
ruhm=
vollen Vergangenheit bietet ſo viel des Intereſſanten und
Sehenswerten; aber leider iſt auch hier die Zeit zu kurz,
vor allem reicht ſie nicht zu dem Beſuch der Wallhalla bei
Donauſtauf und der Befreiungshalle bei Kehlheim, auf den
wir mit ſchmerzlichſtem Bedauern verzichten müſſen.
Für die zweite Etappe
Regensburg=Deggendorf=Zwieſel=
Paſſau=Freilaſſing=Salzburg
gab uns eine reizende Frankfurterin, deren
liebenswür=
dige Anmut in ſchroffem Gegenſatz zu ihrer — ſchwarzen
Seele ſtand, folgenden Wunſch mit auf den Weg, den ſie,
in zierlichem Brieflein an ein Blumenſträußchen
gebun=
den, beim Verlaſſen von Regensburg uns in den Wagen
warf:
Autofreunde.
Fahrt Ihr ohne mich von dannen,
Wünſche ich Euch meinetwegen,
Auf der Fahrt ein Dutzend Pannen
— und in Salzburg Schnürlregen.
M. G. aus Frankfurt.
Leider ſollte die Spenderin dieſes Wunſches Recht
behalten. Wir bekommen unſere Pannen und bekamen
den Schnürlregen, als wir in Salzburg ankamen. Aber
vorher erſchloß auch dieſe Etappe Schönheiten der
Land=
ſchaft von unvergleichlichem Reiz. Südoſtwärts gings
durch die weite Donauebene. Vor Barbing konnte man
die Ruhmeshalle wenigſtens liegen ſehen. Der
ſäulen=
getragene Marmorbau Leo von Klenzes auf dem über 30
Meter tiefen, mehrfach abgeſtuften Unterbau, der ſich am
linken Donauufer faſt 100 Meter hoch über den.
Donau=
ſpiegel erhebt, iſt weithin ſichtbar. Bei Geisling tauchte
das Schloß Wörth des Fürſten von Thurn und Taxis
aus dem dunklen Waldesgrün und ſpäter, bei Pfatter, die
Ruine des Schloſſes Brennberg, dann gings über Berge
und Gefälle nach Straubing hinein, der alten
Herzogs=
ſtadt. Hinter Aiterhofen, Straßkirchen und wie die
Städt=
chen und Dörfer alle heißen, gehts direkt hinein in den
Bayeriſchen Wald und wieder der Donau entgegen in
das reizend am Berghange gelegene Deggendorf hinein,
hinter dem die landſchaftlich ungemein reizvolle Ruſel
paſſiert wird, die 778 Meter hoch liegt und den
Paßüber=
gang zum inneren Bayeriſchen Wald bildet. Dieſes
herr=
liche Waldgebirge Bayerns iſt wieder ſo reich an
Schön=
heiten und intimen Reizen, daß man aus dem Schauen
und Staunen nicht herauskommt. Wo immer eine Höhe
zu erklimmen iſt, winkt ein, wenn auch kurzer, ſo doch
un=
endlich reicher Rundblick, und im Stillen ſegne ich den
Motor, der hin und wieder ſtreikt und dadurch ungewollt
zu längerem Verweilen zwingt. Ueber Höhen und durch
Schluchten gehts weiter bis ſchließlich ein ausgedehntes
Gefälle nach Paſſau führt, der ganz prachtvoll
amDonau=
ufer gelegenen alten Biſchofsſtadt, wo des zweiten
Tages Mittagsraſt iſt. Im Ratskeller winkt ein köſtlich
Mahl. Nur wenige größere Städte im Deutſchen Reiche
können ſich hinſichtlich des überraſchend ſchönen
landſchaft=
lichen Eindrucks mit Paſſau meſſen. Die 20000
Einwoh=
ner zählende Stadt liegt höchſt maleriſch am
Zuſammen=
fluß der braunen Ilz und des weißlich=grünen Inn mit
der Donau. Die Romantik dieſes, aus vier Stadtteilen
ſich zuſammenſetzenden Bildes wird noch erhöht durch
die trutzigen Feſtungsbauten, von denen vor allem das
alte Niederhaus, das ſich in die Waſſer der Ilz und
Do=
nau vorſchiebt, reizend wirkt. Auf der Höhe des
belaub=
ten Georgsberges thront die Feſtung Oberhaus, jetzt
Mi=
litärſtrafanſtalt, die in den blutigen Fehden der Biſchöfe
mit den Bürgern einſt eine bedeutende Rolle geſpielt hat.
Geſchichtlich bekannt iſt der Paſſauer Vertrag, der 1525
den Augsburger Religionsfrieden vorbereitete. — M. St.
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Roman von E. Krickeberg.
(Nachdruck verboten.)
11
Höre, Heini, ſagte ſie ſtrenger, als ſie je mit dem
Kinde geſprochen hatte, laß mich nun endlich mit deinem
Onkel in Ruhe. Er iſt verreiſt und kommt überhaupt
nicht mehr wieder.
Das ſagſt du bloß ſo, Mutti, ſchmollte das Bürſchchen.
Onkel hat doch verſprochen, Erdbeeren oder Birnen zu
bringen — bitte, Mutti, Heini ißt ganz gewiß nicht mehr
ſo viel.
Schäme dich, Heini, ſo naſchhaft zu ſein. Aber ich
unterſage dir jetzt auf das ſtrengſte, noch einmal etwas von
dem Onkel zu erbetteln oder anzunehmen.
Heini machte ein Mäulchen. Dann kommt er aber
doch wieder, Onkel Eberhardtchen, meinte er diplomatiſch.
Kind du biſt ſchrecklich. Glaubſt du wirklich, daß er
ſolch kleine Naſchkatze wiederſehen mag?
Das machte keinen Eindruck auf Heini. Er ſchüttelte
ſorglos den Kopf. Väterchen Harto bringt doch auch
immer Leckerles mit!
Richtig, Heini, Vater Harto kommt ja bald — denke
doch, der liebe, gute Vater Harto!
Der liebe, gute Vater Hartochen! jubelte Heini. Mutti,
zieh mich ſchnell an, Vater Hartochen bringt mir ein
Pferdchen mit, und ich will ihm raſch einen ſchönen Stall
bauen.
Anita atmete auf. Für eine Weile waren des Kleinen
Gedanken abgelenkt. Sie gab der Mutter Müllern, die
ihre Wirtſchaft beſorgte, die nötigen Anweiſungen und
ging aus, um Geſangſtunden zu erteilen.
Das Wetter war plötzlich umgeſchlagen und die
Sonne brannte ſchon am Morgen drückend heiß hernieder.
Vollſtändig erſchöpft von dem Weg durch die ſchwülen,
ſtaubigen Straßen und der ſchlafloſen Nacht, kehrte Anita
gegen Mittag heim.
Sie hatte nur eben ſo viel Zeit, Heini zu begrüßen,
da erſchien ſchon wieder eine neue Schülerin, um im Hauſe
bei ihr Unterricht zu nehmen.
Reſigniert ſchritt die junge Frau zum Inſtrument.
Das war nun einmal ihr Los ſo, Tag für Tag, jahraus,
jahrein. Sie gehörte zu jenen Menſchen, die nicht müde
und nicht krank werden dürfen. Unglücklicherweiſe war
dieſe Schülerin gerade ein geſanglich nur mäßig begabtes
junges Mädchen, Tochter eines reichen Mannes, der
à tout prix dem Golde ſeiner Tochter die Folie großer
natürlicher Talente geben wollte. Im Grunde iſt ja alles
im Leben Uebung, techniſche Fertigkeit — warum ſollte
man da nicht auch ſingen lernen ohne Stimme dichten
ohne Empfindung — man bezahlt eben das Studium.
Unglücklicherweiſe hatte das Goldfiſchchen ſich gerade
auf das Mignonlied kapriziert; innerlich ſtöhnte Anita,
während ſie mit nervöſen Fingern die erſten Töne der
Be=
gleitung anſchlug: „Heiß’ mich nicht reden, heiß mich
ſchweigen.
Eine endloſe Stunde mußte ſie dieſe Folter ertragen
Die falſchen Töne ſtachen ſie wie Nadeln, und die geziert
ſelbſtbewußte Art des jungen Mädchens machte ſie
inner=
lich raſend, und während ſie mit unendlicher
Selbſtbe=
herrſchung die Schülerin wieder und wieder korrigierte und
belehrte, hätte ſie ihr am liebſten das Notenheft an das
wohlfriſierte Köpfchen geworfen.
Die Apathie, mit der ſie die Stunde begonnen hatte,
wich allmählich einer gereizten Nervoſität. Endlich
er=
trug ſie dieſe Marter nicht länger.
Ich werde Ihnen die Arie einmal vorſingen, erklärte
ſie und begann auch ſogleich, nur um nicht mehr dieſe
harte Stimme hören zu müſſen.
Heiß” mich nicht reden, heiß’ mich ſchweigen
Machtvoll, glockenrein, mit hinreißender Gewalt ſtrömten
die Töne über ihre Lippen. Anita ſang nie bezaubernder,
als wenn der Drang ſie beherrſchte, ſich von einer
inner=
lichen Unruhe frei zu machen.
Auch diesmal übte die Muſik die beſänftigende
Wir=
kung auf ſie aus. Mit ihrer gewöhnlichen Faſſung trat
ſie nach beendeter Stunde zu Heini ins Zimmer um —
ſchon im nächſten Augenblick förmlich zurückzuprallen.
Da ſaß Heini an ſeinem Spieltiſchchen, ſo eifrig
da=
mit beſchäftigt, eine große Schachtel funkelnagelneuer
Zinnſoldaten aufzubauen, daß er nicht einmal den
Ein=
tritt der Mutter bemerkte — und neben ihm auf einem
niedrigen Fußbänkchen, den Kopf in die Hand geſtützt und
offenbar nur mit halbem Ohre dem Geplauder des
Kleinen lauſchend — er — Onkel Eberhardt.
Heini, rang es ſich wie ein Aufſchrei von den Lippen
der Frau.
Der Kleine wandte ſich harmlos um. Ach, Mutti,
komm doch ſchnell her, ganz ſchnell, und ſieh, was Onkel
Eberhardtchen mir mitgebracht hat: Reiter und Attalariſten
und Muſchketiere und Kanonen auch! — Und als höchſter
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Trupf kam hinterdrein: Siehſt du, Mutti, der Onkel will
mich doch wieder ſehen, er hat’s geſagt, ganz gewiß! Und
verreiſen tut er überhaupt nicht, ſiehſt du! — Aber Onkel
Eberhardtſchen ſpielt lange nicht ſo ſchön wie Vater Harto,
Er ſitzt bloß immer und horcht, wie du ſingſt.
Eberhardt war aufgeſprungen und langſam ſeiner
Schwägerin entgegengetreten, die wie gebannt an der
Schwelle ſtand.
Verzeihen Sie mein Eindringen, Frau Schwägerin,
bat er betreten, aber herzlich. Sie haben mein Läuten
nicht gehört, da Sie gerade ſangen. Heini öffnete mir
höchſt eigenhändig die Tür und war ſo liebenswürdig,
mich in ſein Allerheiligſtes zu führen. Ich hoffe, Sie
zür=
nen ihm und mir nicht, da ich zu meinem heutigen Beſuch
ja keine ſo ungewöhnliche Zeit wie geſtern, ſondern die
vorſchriftsmäßige Beſuchszeit gewählt habe.
Anita faßte ſich gewaltſam. Darf ich fragen, was Sie
zu mir führt?
Schon wieder zu mir führt, wollen Sie ſagen, ergänzte
er mit halbem Lächeln. Die Unruhe um Heinis Befinden.
Ich als Urheber ſeines Unwohlſeins habe mich rechtſchaffen
geſorgt um das Kind. Da es aber, Gott ſei Dank, ſchon
wieder vollkommen wohlauf iſt, durfte ich mich mit vollem
Behagen dem unverhofften und, wie Sie meinen werden,
unverdienten Genuß, Ihrem Geſang zu lauſchen, hingeben.
Voll unverhohlener Begeiſterung ruhte ſein Auge auf
ihr, und plötzlich ſtreckte er ihr mit impulſiver Bewegung
die Hand hin und rief mit einem Herzenston: Ich danke
Ihnen, Anita!
Anita! — Dies Wort aus ſeinem Munde durchzuckte
ſie wie ein elektriſcher Schlag — und da ſah er ſie wieder
an mit dem Blick, halb traurig, halb bittend, der ſie
em=
vörte und hypnotiſierte zu gleicher Zeit. Ihre Stirn
wurde finſter, ihre Haltung feindſelig abwehrend.
Sie haben mir nicht zu danken für ein Lied, das ich
nicht für Sie geſungen habe, ſagte ſie hart.
Auch die Sonne ſcheint nicht allein für mich, aniwortete
er ruhig, und doch empfinde ich dankbar ihre wohltuenden
Strahlen. — Und wie ein erleuchtender Sonnenſtrahl iſt
auch Ihr Lied über mich gekommen.
Ich habe das Unglück, ſehr oft den tiefen Sinn Ihrer
Worte nicht zu verſtehen, ſpottete ſie mit blaſſen Lippen.
Er iſt leicht erklärt: geſtern noch war mir Ihr
In=
neres wie das verſchleierte Bild zu Sais. Ich meinte,
Ihre herbe Jugend und das Unglück Ihres Lebens habe
das warme Leben in Ihnen zu Eis erſtarrt. Jetzt weiß
ich, unter der froſtigen, reſervierten Außenſeite pocht ein
heißes, ſehnſuchtskrankes Herz. Ihr ſchroffes Abweiſen
kann mich nicht mehr beirren, Anita.
Ihr Auge flammte auf. Mein Herr — was erlauben
Sie ſich!
Sie vergeſſen, daß ich Ihr nächſter Anverwandter
bin. — Werden Sie es denn nicht endlich Ihrem Stolz
ab=
gewinnen können, dem Bruder Ihres Mannes die ihm
gebührende Anrede zu gönnen?
Wollen Sie Ihren Spott mit mir treiben?
Anita . ..
Mein Herr, das geht nicht ſo weiter, rief ſie mit
flie=
gendem Atem. Es muß endlich klar werden zwiſchen uns.
Wir ſind doch nicht Kinder, die miteinander Verſtecken
ſpielen. Ich wollte Ihnen ſchreiben heute abend, wenn
mein Tagewerk vollbracht war. Wir können aber auch
mündlich verhandeln — vielleicht iſt’s ſogar beſſer ſo
Es iſt auch mein dringender Wunſch, Klarheit in unſer
Verhältnis zu bringen. — Aber wollen wir das ſo zwiſchen
Tür und Angel abmachen?
Sie trat in das Zimmer zurück, aus dem ſie
gekom=
men war, ihn mit einer Handbewegung einladend, ihr zu
folgen. Und dann ſaßen ſie einander wieder gegenüber
unter dem Bilde des Verſtorbenen, wie das erſtemal
aber ſie hatten beide nicht Zeit, zu ihm emporzublicken.
Anita begann das Geſpräch mit einer eigentümlichen
Haſt. Sie bemühte ſich vergebens, ihrer Stimme die
nötige Feſtigkeit zu gebeu.
Sie haben heute wieder meinem Sohn ein Geſchenk
gemacht, obgleich Sie wiſſen müſſen, daß das meinem
Wunſche entgegen iſt; und wenn ich Sie fragen würde, mit
welchem Recht Sie das tun, würden Sie wieder wie
bis=
her auf Ihre Verwandtſchaft hinweiſen. Wie aber
kön=
nen Sie ein verwandtſchaftliches Recht in Anſpruch nehmen
einem Kinde gegenüber, das Sie ſelber ſich weigern, in
Ihre Familie aufzunehmen? Die Vorbedingung für jeden
weiteren Verkehr mit Ihnen iſt, daß mein Sohn von der
Familie Drewensberg in alle ſeine Rechte eingeſetzt und
als zukünftiger Majoratserbe erklärt wird.
Ich meinesteils habe nichts dagegen.
Wie? rief ſie in ungläubigem Staunen, Sie wollen das
Erbteil des Bruders ſo leichen Kaufes . .
Ich habe ſchon einmal geſagt, ich erhebe keinen
An=
ſpruch darauf, unterbrach er ſie ruhig.
Sie fiel ihm ſchroff ins Wort: Sie — und immer Sie!
Wiſſen Ihre Eltern überhaupt von Ihren Beſuchen bei
mir und Ihrer Stellungnahme mir gegenüber?
Nein, ſie haben mich mit der Erledigung der
Ange=
legenheit betraut, aber daß ich bereits Schritte getan habe,
wiſſen ſie nicht. Ich wollte mir, unbeeinflußt von der
Voreingenommenheit meiner Eltern, ein eigenes Urteil
bilden. Sobald ich mit poſitiven Ergebniſſen vor ſie treten
kann, werde ich ihnen die Sache nach meinem Gewiſſen
klarlegen.
Das kann ich glauben und auch nicht glauben. —
Viel=
leicht handelt es ſich um ein Familienkomplott — gefaßt
bin ich auf alles!
Er fuhr zornig empor, wie ſie ihn bisher noch nicht
geſehen hatte.
Sie haben keinen Grund, an meiner Ehrlichkeit zu
zweifeln! Sie mögen mich abweiſen, wenn Sie nicht
an=
ders können, aber mich zu beleidigen und herabzuſetzen,
dazu fehlt Ihnen jedes Recht.
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Kapelle des Grossh. Hess. Art.-Regts. Nr 61.
Leitung Herr Obermusikmeister M. WEBER.
Aus dem Programm: „Der fliegende Holländer” „Undine‟
„Martha‟, „Leichte Cavallerie” „Dichter und Bauer‟
„Orpheus in der Unterwelt‟, „Aida (mit Benutzung der
Original-Aidatrompeten) usw.
(16336
Eintritt mit Programm 15 Pfg.
Erkers Brauerei, B
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Sonntag, den 3. August, ab 4 Uhr
Grosses Militär-Konzert
Zum Ausschank gelangt das bekannte
RUMMEL-BRAU.
Um geneigten Zuspruch bittet
(*4629
M. Klumpp, Restaurateur.
fn Fa
Krrchweme Meder Ramstauf
am 3. u. 4. Auguſt 1913.
Gasthaus Arnheiter
an der Kirche.
(*4606
Altbekanntes Haus
Tanzmusik. — Vorzügliche Rüche.
Fay-Bier.
Prima Weine.
Schöner, ſchattiger Garten.
Um gütigen Zuſpruch wird höflichſt gebeten!
Aehtung!
Achtung!
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Sonntag, den 3. und Montag, den 4. Auguſt ds. Js.:
Großes Tanzvergnügen.
Vorzügliche Küche.
Reine Weine.
Es ladet freundlichſt ein
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Hügelstrasse 35.
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Grosse Auswahl in Abend-Platten.
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Carl Teuschler, Restaurateur:
Jeden Montag von 9 Uhr ab: Künstler-Konzert.
Nummer 179.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. Auguſt 1913.
Seite 23.
IEEIIIIIIIEEIIEEIGSAATETIHIIIHHENEGTEEINNEENHIEAIEIIEEERTGEIEIEEEIIf
20
Se
I
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hader Sommertrisehen, Austlugserte, Holeis, Restäarats
Oeete e ene
IRRERERAAAMnnaausssanaasnhaunsnnananasEnRnnnRRERauRauWAnHuunuuunsannaanunaanssssaananaeR222B
Bad Rauhein, 1. Aug. Bis zum 81. Zut ſind 39165
Kurgäſte angekommen. Bäder wurden bis zum
glei=
chen Tage 310 643 abgegeben.
Bad Homburg v. d. H. Die Mineralbäder unſerer
reizend am Fuß der Taunusberge gelegenen Kurſtadt
ge=
nießen Weltruf. Die heilkräftigen Quellen ſind ſeit mehr
als einem Jahrhundert durch ihre Erfolge bekannt. Sie
zerfallen in Kochſalzquellen, die erhebliche Mengen
Koh=
lenſäure aufweiſen und in Eiſenquellen. Die berühmteſte
der Quellen der erſten Art iſt die Eliſabethquelle, ſeit 1660
bekannt, über deren Waſſer Juſtus von Liebig ſich wie
folgt äußerte: „Es möchte in Deutſchland wohl ſchwer ſein,
ein Mineralwaſſer zu finden, welches gleichen Reichtum
an wirſamen Beſtandteilen mit dem Honburger
Eliſa=
bethbrunnen darzubieten vermöchte.‟ Das Waſſer des
Eliſabethbrunnens wird von Ihrer Majeſtät der Kaiſerin,
die gegenwärtig hier weilt, zur Trinkkur benützt, und zwar
mit beſtem Erfolg. Von den Quellen ſeien ferner genannt
der Kaiſerbrunnen, der Ludwigsbrunnen, der
Landgrafen=
brunnen und der Kaiſerin Auguſta Viktoria=Brunnen. Zur
zweiten Quellengruppe gehören der Stahlbrunnen und
der Luiſenbrunnen. Mit glänzenden Reſultaten werden
in Homburg behandelt alle Krankheiten des
Verdauungs=
traktus, vor allem der chroniſche Magenkatarrh, nervöſe
Magenleiden, muskuläre Schwächezuſtände des Magens,
Darmleiden, Dick= und Dünndarmkatarrhe, Leberleiden,
Galenſteinkentheiten, Stofwpechſeiſtsrungen, Gicht,
Gro=
niſcher Rheumatismus, Diabetes, Skrofuloſe, Blutarmut,
Bleichſucht, Folgezuſtände von Influenza, Herzleiden,
Krankheiten der Atmungsorgane Nerven= und
Frauen=
leiden. Zu den erwähnten natürlichen Heilfaktoren tritt
als weiterer das ganz ausgezeichnete milde Gebirgsklima,
deſſen hervorragende Wirkung auf die Geſundheit und das
Allgemeinbefinden in zahlreichen Fällen feſtgeſetzt und
all=
gemein bekannt iſt. Viele Perſonen ſind hier von ihrer
Schlafloſigkeit, einem der läſtigſten Uebel, das manchen
Großſtädter heimzuſuchen pflegt, geneſen. Nicht nur der
wirklich Kronke, ſondern auch der Geſunde findet hier
Aus=
ſpannung und Erholung.
9)
Sd6e
99
altbewährt bei Nieren- und Blasenleiden, Harn säure und Eiweiss.
Nach den neuesten Forschungen ist sie auch
dem
Zuckerkran-
ken wegen ihres günstigen Natron- und Kalkgehalts in erster Linie
zu empfehlen. Für werdende Mütter und Kinder in der Entwicklung
ist sie für die Knochenbildung von hoher Bedeutung.
Die Helenenquelle ist die Hauptquelle Wildungens 4 und steht in ihrer
über-
aus glücklichen Zusammensetzung einzig in der Welt da. Daher ist Vorsicht
gegen-
über allen Empfehlungen von Ersatzmitteln geboten. Schriften frei durch
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übernommen habe und Samstag, den 2. August, eröffnen
werde. Das neuzeitlich und modern eingerichtete Haus besitzt
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J
Junge geſ. Frau wünſcht Kind
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Näheres Expedition.
(*4568
Programm
dem am Samstag, den
Aug., von 12 Uhr mittags ab
dem Neuen Palais
ſtatt=
denden Konzert der Kapelle
5 Inf.=(Leibgarde=)Regts. Nr. 115.
1. „Aus großer Zeit”, Marſch
n Villinger. 2. Ouverture zu
unyady Laszlo” von Fr. Erkel.
Fantaſie aus „Der Bajazzo”
R. Leoncavallo. 4. „An der
önen blauen Donau”, Walzer
n J. Strauß. 5. Der alte
rner Marſch, bearbeitet von M.
hmeling.
Der Hede Hlanzende Spleiplan.
Besonders hervorgehoben sei
die grosse Komödie
Maxwird Torero=
Hervorragendes Lustspiel in 2 Akten.
Der Filmkönig Max Lindner in der Hauptrolle.
Der Gipfel der Komik! Lachsalven werden die Vorführung
dieser Films von einer Szene zur anderen führen. Dieser
Stierkampf, bei welchem Max Lindner als Torero und Direktor
des Kampfes mitwirkte, wurde im September 1912 in Barcelona.
vor einer zu Tausenden zählenden Menge zum Besten der
Armen dieser Stadt ausgefochten.
Ferner die hervorragende Sensation:
Nordischer Kunstfilm.
Ein Roman aus dem Offiziersleben in 3 Akten.
Schon der Name dieses hervorragend schönen Films, „Der
Schwur des Schweigens”, umfasst ein Programm.
In drei Akten enthüllt er uns menschliche Leidenschaften die
unvermittelt auftreten und sich zu einem Vulkan entwickeln,
der mit elementarer Kraft die Sinne und das Gemüt zu Taten
verleiten, die von den furchtbarsten Folgen sind.
Ein Herz und Gemüt bewegendes Bild!
Eine glänzende Filmschöpfung ist:
Eine Tragödie aus dem Leben einer Tänzerin in 2 Akten.
Im Mittelpunkt dieser scharf durchgeführten Handlung steht
die gefeierte Tänzerin Fanny Espary, zu welcher Graf
Stein-
thal in Liebe entbrannt ist. Mit ungewöhnlicher Spannung
verfolgt das Auge des Zuschauers die fesselnde Szenenfolge.
Sowohl in der prächtigen Inszenierung als in dem meisterhaften
Spiel offenbart sich eine brillante Darbietung.
*4
Serechie Strafe.
Ein Roman aus dem Leben.
Selten hat ein Drama einen solchen nachhaltigen Eindruck
hinterlassen, wie es bei diesem schönen Werk der Fall ist.
Der heidenhafte Indianerknabe,
Wunderbares Wild-West-Gemälde.
Ein Prachtfilm herrlicher amerikanischer Gebirgslandschaften.
Spannend und grossartig sind die Szenen.
Große Heiterkeit hervorrufende Humoresken ergänzen
mit der illustrierten Wochenschau der neuesten
Zeit-
ereignisse den Elite-Spielplan.
Ein erstklassig zusammengestelltes Programm.
Sinngemäße künstl. Musikbegleitung. (16436
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Dr. Hermann Bräuning=Oktavio
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Zweiter Jahrgang:: Heft 8, Auguſt 1913
Inhalt: Dr. Heinrich Dübi: Johann Heinrich Merck u. Bern. Ein Beitrag
zu Goethes Schweizerreiſe vom Jahre 1779. — Bürgermeiſter Dr. Wilhelm
Fritſch: Wie die „Gemeinde” Offenbach entſtand. — Willy Redhardt:
Die Wahrzeichen der alten Mainbrücke in Frankfurt a. M. Mit 4
Ab=
bildungen auf einer Tafel. — Profeſſor D. Dr. Wilhelm Diehl:
Mit=
teilungen des Feldpredigers Johann Gottlieb Hoffmann über ſeine
Teil=
nahme am Siebenjährigen Kriege. — Conrad Usbeck:
Volkswirtſchaft=
liches aus der Geſchichte Niederzwehrens. — Rodo von Haken: Zur
Wappenkunde und Wappenkunſt. — Regierungsrat Dr. Viktor Würth:
Wappen blühender heſſiſcher Bürgergeſchlechter. Mit 3 Abbildungen.
Kleine Mitteilungen: Geſchichte der Familie Ackermann. Heſſiſche
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1 Abbildung. — Bücherſchau. — Aus Zeitſchriften. — Umfragen. —
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Kirſchen nicht teuer und Mondamin ſehr ausgiebig iſt.
Leſen Sie die Rezepte auf den Mondamin=Paketen à60, 30 u. 15 ₰.
VI, 14995
Kongreile und Verbandstage,
Siebenter Deutſcher Impfgegner=Tag.
— Leipzig, 31. Juli. Unter überaus zahlreicher
Beteiligung von Vertretern der deutſchen Impfgegner,
aber auch von Delegierten der Impfgegner=Verbände
Nord=
amerikas, Englands, Rußlands, der Schweiz, Oeſterreich=
Ungarns, Frankreichs und Japans begannen heute im
hie=
ſigen Künſtlerhauſe die Verhandlungen des 7.
Kon=
greſſes des Deutſchen Reichsverbandes
zur Bekämpfung der Impfung, mit dem zugleich
auch die Hauptverſammlung des Vereins
impfzwanggeg=
neriſcher Aerzte und Juriſten, des Vereins
viviſektions=
gegneriſcher Aerzte und des Deutſchen Frauenbundes
gegen den Impfzwang, verbunden iſt. Der
Generaldirek=
tor Sieber (Berlin=Schlachtenſee) eröffnete und leitete die
Tagung. Nach verſchiedenen Anſprachen verſchiedener
Dele=
gierter und Gäſte folgte eine Sitzung des
Geſamt=
vorſtandes, an welche ſich die 1. öffentliche
Hauptverſammlung des Kongreſſes unter dem
Vor=
ſitz des Rechtsanwaltes Dr. jur. Spohr (Gießen)
an=
ſchloß. Aus dem Jahresbericht, den der 1.
Vor=
ſitzende erſtattete, iſt zu entnehmen, daß die impfgegneriſche
Bewegung wieder gewaltig gewachſen iſt. Eine Anzahl
neuer Ortsgruppen wurde gegründet, ſo in Werdohl,
Siegen, Pforzheim und Darmſtadt, und es ſtehe zu
erwar=
ten, daß im Herbſt durch den den Impfgegnern günſtigen
Reichstag die Bewegung einen großen Schritt vorwärts
tun werde. Den Kaſſenbericht erſtattete Lehrer Fritſche
(Weißenfels). Dem Bericht des Generaldirektors Sieber
(Schlachtenſee) iſt zu entnehmen, daß er im verfloſſenen
Jahre 61 mal im Reichstag geweſen iſt, um Fühlung mit
den Abgeordneten zu nehmen. Das Reſultat der
Ver=
handlungen bilden die günſtigen Beſchlüſſe der
Petitions=
kommiſſion am 20. Februar und der Beſchluß des
Reichs=
tags am 27. Juni, wonach die Petitionen dem
Reichskanz=
ler zur Berückſichtigung überwieſen wurden. Im
Mini=
ſterium des Innern beſteht die Abſicht, ſchon in
allernäch=
ſter Zeit eine Kommiſſion, zur einen Hälfte aus
Impf=
gegnern, zur anderen aus Impffreunden beſtehend,
einzu=
berufen unter dem Vorſitz eines Unparteiiſchen, um das
tatſächlich längſt veraltete Impfgeſetz erneut zu prüfen und
abzuändern. Im weiteren Verlauf der Delegiertenſitzung
legten Dr. jur. Spohr (Gießen) den erſten und H. Wegener
den zweiten Vorſitz nieder. Auf Antrag von
General=
direktor Sieber wurden als 1. Vorſitzender des
Reichs=
verbandes Dr. med. Hans Fiſcher (Hohenheuſen=
Wies=
baden) und als 2. Vorſitzender Chefredakteur H. G.
Berge=
mann (Hamburg) einſtimmig gewählt. Der 8. Kongreß
1914 ſoll in Elberfeld abgehalten werden. Der Reichsver=
band wird ein auftlärendes Flugblatt ſchafen, das in
einer Auflage von 5 Millionen Stück in den Städten und
auf dem Lande zur Verteilung gebracht werden ſoll.
Fer=
ner ſoll in ganz Deutſchland ein Briefſturm auf den
Reichs=
tag veranlaßt werden, in dem alle Impfgegner und alle
Impfgegnerinnen auf Grund ihrer Erfahrungen über die
Impfung an den Reichstag berichten und um Einführung
der Gewiſſensklauſel bitten ſollen.
Es folgte die 3. Hauptverſammlung des Deutſchen
Frauenbundes gegen den Impfzwang, die folgende
Reſolution beſchloß: „Wir beklagen aufs tiefſte, daß
unſere ſchon vielfach geſtellten berechtigten Forderungen,
die Nachprüfung des in ſeinen Grundlagen vollſtändig
er=
ſchütterten Impfgeſetzes von 1874 und Beſeitigung der
üblich gewordenen rechts= und verfaſſungswidrigen
Zu=
ſtände noch immer nicht erfüllt worden ſind. Da in
impf=
gegneriſchen Reſolutionen erklärt und in juriſtiſch=
fach=
männiſchen Arbeiten eingehend begründet worden iſt, daß
das Reichsgeſetz weder mehrfache Beſtrafung noch
phyſi=
ſchen Zwang zur Impfung eingeführt hat, da trotzdem
Regierung und Einzelbehörden, ſowie das
Oberverwal=
tungsgericht auf ihrem bisherigen Standpunkt der
wie=
derholten Beſtrafung und des Zwanges beharren, ohne die
gegenteiligen Behauptungen widerlegt zu haben und
wider=
legen zu können, halten wir deutſche Frauen und Mütter
uns nunmehr für berechtigt, der Regierung in Zukunft den
Vorwurf zu machen, daß ſie einen Geſetzes= und
Ver=
trauensbruch begeht, wenn ſie fernerhin mittelbar oder
unmittelbar die Impfung erzwingen will. Bei der
Be=
ratung des Impfgeſetzes erklärte 1874 ein Vertreter des
ärztlichen Standes im Reichstag, daß ſich unter den Aerzten
niemand fände, der zwangsweiſe die Impfung an einem
Gefeſſelten etwa vollziehen würde; wenn alſo heute
weni=
ger feinfühlige Aerzte die Impfung an wehrloſen, von der
Polizei ihrer Freiheit beraubten Kindern ausführen,
ent=
würdigen ſie ſich ſelbſt und ihren Stand. Zur Beſeitigung
dieſer eines Rechts= und Kulturſtaates unwürdigen
Zu=
ſtände muß ſich das deutſche Volk auf ſeine
verfaſſungs=
mäßige Selbſthilfe beſinnen. Deshalb fordert der deutſche
Frauenbund gegen den Impfzwang alle Frauen, Mütter
und Mädchen auf, nicht zu ruhen, bis ihre männlichen
An=
gehörigen ſich den beſtehenden Ortsgruppen des Deutſchen
Reichsverbands zur Bekämpfung der Impfung als
Mit=
glieder anſchließen, und daß dieſelben dann für eine
un=
parteiiſche Nachprüfung des Impfgeſetzes, Schaffung eines
ſicheren Rechtszuſtandes und Einführung der
Gewiſſens=
klauſel, mit eintreten.”
Sport, Spiel und Turnen.
* Radſport. Mainzer Radrennen. Das
Gol=
dene Rad von Mainz, das am Sonntag, 3. Auguſt,
4 Uhr, auf dem Mainzer Sportplatz zum Austrag kommt,
bildet den Höhepunkt der radſportlichen Ereigniſſe der
Saiſon. Das Rennen wird von drei wirklich hochklaſſigen
Fahrern mit beſtem internationalen Ruf beſtritten: dem
Belgier Vanderſtuyfft und den beiden Deutſchen Jean
Böſchlin, Straßburg, und Jakob Eſſer, Köln. Ferner
fin=
den Fliegerrennen für Berufs= und Herrenfahrer ſtatt,
ſo=
wie zwei Amateur=Dauerrennen. Unter die Inhaber der
Rennprogramme wird ein neues Opelrad gratis
verloſt.
* 1181000 Franken für ein Pferd. Miſter
Pelking=
ton in Goodwood hat ſein berühmtes Rennpferd Prinz
Paladin an einen bekannten engliſchen Rennſtall für
die ungehenere Summe von 118100 Franken verkauſt.
Das Pferd iſt ein Vierjähriger und brachte ſeinem Beſitzer
bisher an Preiſen rund 900000 Franken. Der Preis ſtellt
einen Rekord auf dieſem Gebiete dar, da die letzte höchſte
Summe für ein Rennpferd rund eine Million Franken
be=
trug, und zwar für den Derbyſieger Flying Fox. Prinz
Paladin iſt ein Sohn des berühmten Perſimmont,
der ſich bekanntlich im Beſitz des verſtorbenen Königs
Eduard VII. befand und ſeinem königlichen Herrn das
blaue Band von Epſom brachte.
* Athletiſcher Sport. Man ſchreibt uns: In der
Dienstagnummer Ihres geſchätzten Blattes befand ſich ein
Bericht, worin geſagt iſt, daß Jütte die 7½ Kilogramm
ſchwere Kugel 12,53 Meter weit warf, während der beſte
Wurf auf dem Leipziger Turnfeſt nur 11,98 Meter betrug.
Ich möchte hierzu bemerken, daß bei Wettkämpfen der
Deutſchen Turnerſchaft das Gewicht der zu ſtoßenden
Ku=
gel 10 Kilogramm, alſo 2½ Kilogramm mehr beträgt,
als die bei den Wettkämpfen der Sportbehörde für
Athle=
tik verwendete Kugel, mithin kann alſo von einer
größe=
ren Leiſtung als beim Leipziger Turnfeſt nicht die Rede
ſein. 2
Luftfahrt.
sr. Einen Angriff auf den aviatiſchen
Michelin=Pokal unternimmt zurzeit in Frankreich
der Aviatiker Cavellier. Der Michelin=Pokal iſt in
dieſem Jahre für denjenigen Flieger beſtimmt, der bis
zum 31. Dezember an beliebig vielen Tagen hintereinander
zwiſchen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang die größte
Strecke, mindeſtens aber 2000 Kilometer, zurücklegt. Der
Flug muß auf einem Rundwege ſtattfinden und die
Stun=
dendurchſchnitts=Geſchwindigkeit jedes Tages mindeſtens
50 Kilometer betragen. Cavellier wählte eine Rundſtrecke
Etampes=Gidy, die 112,66 Kilometer lang iſt. Am erſten
Tage legte er 902 Kilometer zurück, am zweiten Tage
1013 Kilometer. Er hofft, am dritten Tage ſeine Leiſtung
insgeſamt auf mindeſtens 3000 Kilometer zu bringen.
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Gottesdienſtliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
11. Sonntag nach Trinitatis, den 3. Auguſt 1913
Hofkirche: Samstag, den 2. Aug., abends um 6 Uhr:
Beichte. — Sonntag, den 3. Aug., vorm. um ½10 Uhr:
Beichte und Anmeldung zur heil. Kommunion in der
Sakriſtei. — Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit
Feier des heil. Abendmahls.
Mittwoch, den 6. Aug.,
abends um 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger.
Stadtkapelle: Vormittags um 10 Uhr: Miſſionar
Weißmann. (Miſſionskollekte.) — Abends um 6 Uhr:
Pfarrer Zimmermann.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
3. Aug., nachm. um 2 Uhr:
Taubſtummengottes=
dienſt. Profeſſor D. Dr. Diehl
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8 Uhr.
Johanneskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Marx.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
D. Waitz. Feier des heil. Abendmahls mit Vorbereitung.
Anmeldung von ½10 Uhr ab in der Sakriſtei. — Vorm.
um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den Weſt bezirk.
Pfarrer D. Waitz. — Bibelſtunde im Martinsſtift fällt aus.
Pfründnerhaus: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Zimmermann.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Hickel. — Kindergottesdienſt fällt aus.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Lic. Adolph.
Paulnskirche: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Pfarrer Rückert.
Evang. Gemeinde Eberſtadt: Sonntag, den 3. Auguſt,
vormittags um 9½ Uhr: Gottesdienſt. Pfarraſſiſtent
Dr. Bingel.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 3. Aug.,
nachmittags um 4 Uhr: Miſſions=Vortrag von Miſſionar
Weißmann. — Abends um 8½ Uhr: Bibliſcher
Vor=
trag. — Dienstag, den 5. Aug., abends um 8½ Uhr:
Blaukreuz=Bibelſtunde. — Donnerstag, den 7. Auguſt,
abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde. — Samstag, den
9. Aug., abends um 9 Uhr: Bibelſtunde für Beamte.—
Zweig der Stadtmiſſion (Beſſungerſtr. 88, Hth.)
Sonntag, den 3. Aug., vorm. um 11½ Uhr:
Kindergottes=
dienſt. — Nachmittags um 3 Uhr: Bibelſtunde für
Jüng=
linge. — Um 4½ Uhr: Bibelſtunde für Jungfrauen.
Freitag, den 8. Aug., abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Evangeliſche Gemeinſchaft (Kiesſtr. 43): Sonntag,
den 3. Aug., nachm. um 2½ Uhr: Sonntagsſchule.
Abends um 8½ Uhr: Predigt. — Dienstag, den 5. Aug.,
abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde. Prediger Berner aus
Frankfurt a. M.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (
Lagerhaus=
ſtraße 4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 3. Aug., vorm. um ½10 Uhr:
Predigt. Prediger Suld aus Hamburg. — Vorm. um
½11 Uhr: Kindergottesdienſt.
Nachm. um 4 Uhr:
Prediger Suld aus Hamburg.
Abends um 6 Uhr:
Jugendverein. — Mittwoch, den 6. Aug., abends um
8½ Uhr: Prediger Suld.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 3. Aug., nachm. um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule.
Um 4 Uhr: Predigt. — Freitag, den 8. Aug., abends um
½9 Uhr: Bibel= und Gebetſtunde.
Katholiſche Gemeinden
12. Sonntag nach Pfingſten, den 3. Auguſt 1913
St. Ludwigskirche: Samstag, den 2. Aug.,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um
7 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. — Um 8 Uhr:
Militärgottesdienſt mit Predigt. — Um ½10 Uhr:
Hoch=
amt mit Predigt. — Um 11 Uhr: letzte heil. Meſſe. —
Nachmittags um 3 Uhr: Roſenkranz=Bruderſchaftsandacht
mit Predigt u. Prozeſſion. — Freitag, abends um 6 Uhr:
Kreuzwegsandacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. — Abends um 6 Uhr:
An=
dacht zu Ehren des hl. Geiſtes.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Kapelle zu Nieder=Ramſtadt: Sonntag, vormittags
um 9 Uhr: Singmeſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 2. Aug.,
nach=
mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½7 Uhr: Frühmeſſe.
Um 8 Uhr:
yl. Meſſe. Generalkommunion der Mitglieder des
Jüng=
lingsvereins. — Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Feſtgottesdienſt. Feſtpredigt
und Weihe der Fahne des Jünglingsvereins von St.
Eliſabeth.
Kapelle in Arheilgen: Sonntag, vorm. um ½10 Uhr:
Amt und Predigt.
St. Martiuskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
2. Aug., nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur hetl. Beichte.
Portiunkula=Ablaß
Sonntag, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½ 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um ½9 Uhr:
Amt mit Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Herz=Jeſu=
Andacht.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 2. Aug., nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, vormittags um ½ 6 Uhr: Beichte. — Um
½
Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um
¼10 Uhr: Hochamt und Predigt.
— Um ½2 Uhr:
Chriſtenlehre. — Um 2 Uhr: Andacht. — Werktags um
¼7 Uhr: Singmeſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, den 3. Aug., vorm.
um 7 Uhr: Beichte. — Um ½ 8 Uhr: Amt und Predigt.
Nachmittags um ½2 Uhr: Andacht.
Trauungen auswärtiger Paare: Pfarrer Vogel.
Beerdigungen auswärts Verſtorbener: Pfarrer
Zimmermann.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 27. Juli: Dem Spengler
und Inſtallateur Adalbert Denne T. Erna, geb. 24. Juni.
Dem Bankbeamten Jakob Flickinger T. Frieda, geb.
9. Mai. 30. Juli: Dem Depot=Arbeiter Georg Konrad
Heilmann T. Karoline, geb. 21. Juni. Dem Diplom=
Ingenieur Johann Bernhard Nover T. Emilie Franziska
Juliane, geb. 2. April.
Johannesgemeinde: 27. Juli: Dem Weißbinder
Karl Geyer T. Marie, geb. 14. Juli.
Martinsgemeinde: 27. Juli: Dem Bankbeamten
Peter Pfänder T. Hertha Margarete, geb. 13. Juni.
23. Juli: Dem Metzger Heinrich Rasp S. Otto Rudolf,
geb. 14. April. 27. Juli: Dem Büroaſſiſtent Gg. Lump
T. Katharine Marie, geb. 25. Juni. Dem Friſeur Georg
Hartmann S. Adam, geb. 28. Juni.
Paulusgemeinde: 25. Juli: Dem Poſtſekretär
Emil Gröninger S. Karl Emil, geb. 5. Juli.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 26. Juli: Ingenieur Otto
Mayer und Emma Wagner aus Arheilgen.
Johannesgemeinde: 26. Juli: Bankbeamter
Fritz Sehl und Paula Baumbach von hier.
Martinsgemeinde: 26. Juli: Ratsdiener Karl
Joſeph Schäfer, Witwer, und Eliſabeth Margarete
Eid=
mann hier. Hofſchauſpieler Franz Schneider und
Hof=
ſchauſpielerin Kätchen Gothe, beide hier.
Paulusgemeinde: 26. Juli: Handlungsgehilfe
Adolf Müller zu Rüſſelsheim und Margarete Hummel,
geb. Rudolph, daſelbſt. Bahnmeiſter 1. Kl. Ludwig Ph.
Grünewald in Caſtrop und Maria Geiger.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Hofgemeinde: 29. Juli: Großh. Oberhoflakai
Carl Brand, 65 J., ſtarb 26. Juli.
Markusgemeinde: 25. Juli: Ehefrau Anna Kath.
Steiger, geb. Emig, aus König, 57 J. 6 M., ſtarb 22. Juli.
31. Juli: Schreibgehilfe Wilhelm Schreiner, 53 J. 4 M.,
ſtarb 28. Juli.
Martinsgemeinde: 25. Juli:
Schuhmacher=
meiſter Johann Peter Trautmann, 55 J., ſtarb 23. Juli.
29. Juli: Schreiner Georg Heyer, 66 J., ſtarb 26. Juli.
Paulusgemeinde: 20. Juli: Schreinermeiſter Ph.
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Aus Harmſtadte Vergangenheit.
Die Jagd an den Höfen der Landgrafen.
In alten Zeiten konnte in unſerem Vaterlande jeder,
der Waffen und Mut beſaß, auf die Jagd gehen. Dazu
trieb ihn ſchon die Notwendigkeit, ſich vor den wilden
Tieren zu ſchützen und ihren Pelz und ihr Fleiſch zum
Unterhalt der Familie zu erbeuten. Mit der Errichtung,
des Königtums ging aber das Recht zur Jagd einzig auf
dieſen über. Nach dem Geiſte der Zeit war er ja der
Herr über Leben und Eigentum ſeiner Untertanen Grund
und Boden gehörten ihm, ebenſo eine jede herrenloſe Sache,
wozu auch das Wild gehörte. — Das Vorrecht der Jagd
wurde von dem König wieder den Lehnsfürſten des
Lan=
des übertragen, und dieſe belehnten wieder damit den
hohen Adel ihrer Höfe. In einzelnen Teilen des Reiches
behielt ſich der König wildreiche Wälder zum alleinigen
Nutzgenuß bei, ſo entſtand der Königliche Wildbann oder
Bannforſt. Die Wälder um Dreieichenhain waren im
Mittelalter Königlicher Wildbann. Das Volk war von
dem Recht, zu jagen, ausgeſchloſſen, ja, es war ihm ſogar
unterſagt, Jagdwaffen zu führen und Hunde zu halten.
Das Jahr 1848 machten dieſem Jagdvorrecht ein Ende
und den Eigentümern des Bodens, beſonders den
Ge=
meinden, wurde freie Verfügung über die Ausübung der
Jagd zurückgegeben.
Für die Fürſten bildete die Jagd einen Gegenſtand
der Unterhaltung, der Luſt und Freude, darum auch die
große Leidenſchaftlichkeit, mit der viele dieſe betrieben.
Bei dem Volke brachte ſie aber das Gegenteil hervor. Wie
ein Alp lag ſie auf dem Volke und erzeugte nur Zorn,
Trauer und Tränen. Es iſt nur zu wahr, was ein
moder=
ner Geſchichtsſchreiber darüber ſagt: „Kaum hat jemals
ein Vorrecht beſtanden, das ſchrankenloſer, wahnſinniger
mißbraucht worden iſt, welches mehr Leidenſchaften
her=
vorgerufen und damit zu mehr Grauſamkeiten geführt hat,
das in ſeinen Wirkungen reicher und nachhaltiger an
Un=
heil geweſen, das überhaupt ſchwerer und
niederdrücken=
der auf dem Nacken eines Volkes gelegen und mehr Leid
und Tränen hervorgeruſen hat, als das Vorrecht der
Jagd. Wie ein ſchwarzer Faden zieht es durch die
Welt=
geſchichte, blutiger und fluchbeladener, als es bis jetzt
er=
kannt worden iſt. Es hat die Kultur des Bodens
nieder=
gehalten und die Entwickelung der Landwirtſchaft
ge=
hemmt, denn gerade der beſte Schweiß des Landmanns
war ſeine Nahrung.”
Ehe wir auf unſer eigentliches Thema eingehen, ſei
uns geſtattet, etwas näher auf die Art und Weiſe, wie
die Jagd früher ausgeübt wurde, einzugehen.
Das Obiekt der Jagd waren alle wilden Tiere des
Waldes und Feldes: Bär, Luchs, Wolf. Fuchs Dachs,
Hirſch. Reh. Wildſchwein. Haſe, Faſan, Auerhahn, Birk=
und Rebhuhn, wilde Schwäne, Gänſe und Enten, ſowie
alle Raubvögel. Es gab eine hohe und eine niedere Jagd.
Zur hohen Jagd gehörten anfangs die Raubtiere das
Rot=, Schwarz= und Rehwild, ſowie Raubvögel. Alle
an=
deren Tiere rechnete man zur niederen Jagd. In Heſſen
zählten nur Hirſche und Schwarzwild zur hohen Jagd.
Gejagt wurde das ganze Jahr. Nachdem der Bär
ausge=
rottet war, fanden von Dezember bis Januar nur
Wolfs=
jagden ſtatt. Im Februar und März jagte man Fuchs
und Dachs. Im Juni und Juli fanden die
Sommerjag=
den auf feiſte Hirſche ſtatt, auf die im Herbſt zur
Brunft=
zeit (15 September bis 15. Oktober) die allgemeine
Hirſch=
jagd folgte. Die Wildſchweine (Sauen) wurden im
No=
vember und Dezember in den wilden aufregenden
Sau=
hatzen gejagt. Die hohe Jagd kannte nur eine Pauſe zur
Satzeit, vom 20. Mai bis 20. Juni. Die Hege für die
niedere Jagd war etwas länger, ſie dauerte gewöhnlich
vom 17. Februar bis zum 22. September. In dieſer Zeit
der Ruhe waren aber die Jagdteilnehmer voll beſchäftigt,
die Vorbereitungen zum Beginn der Saiſon zu treffen.
Zum Erlegen des Wildes bediente man ſich des Bogens
und der Windbüchſe, nach dem Dreißiajährigen Kriege
wurden die Feuerwaffen allgemein. Man ſchoß mit
Schrotkörnern und Kugeln aus Blei. Der Gebrauch der
Schießgewehre wurde von den Fürſten als ein Vorrecht
in Anſpruch genommen. Die jagdberechtigten Landſaſſen
durften nur mit Hecken und Zäunen jagen. Sie
gebrauch=
ten auch zum Fangen des Wildes Fallen und Schlingen.
und Gruben zum Fange der Schweine. Füchſe wurden
auch mit Fuchseiſen, Selbſtſchüſſen, Giftkugeln, Treiben
mit Tüchern und Ausgraben der Fuchsbauten vertilgt. Auf
dieſe Weiſe ging man auch dem Dachs zu Leibe. Die
Fürſten jagten meiſtens zu Pferde oder im Wagen. Dazu
brauchte man aber eigens zum Gebrauche der Jagd gut
abgerichtete Pferde. Für die Damen, die vielfach, oft mit
großer Leidenſchaft, an der Jaad ſich beteiligten, wählte
man die ſanftgehenden Jagdzelter aus. Die Landſaſſen
jagten nur zu Fuß.
Einen weſentlichen Vorteil gewährten dem Jäger bei
der Jagd die Jagdhunde, die dazu ſoraſam erzogen
wa=
ren. Da gab es Hühnerhunde, die bei der Hühnerjagd
unentbehrlich waren, Vorſtehhunde Saurüden,
Hatz=
hunde, Saufinder, Saubeller, Treffrüden, engliſche
Hunde, Schweißhunde, Leithunde. Windhunde. Stöber.
Dachshunde und Parforcehunde. Sie wurden von
Hunde=
knechten oder Hundejungen ſorgſam gefüttert und
ge=
pflegt.
Gar mancherlei war die Art und Weiſe, wie man das
Wild heate und jagte. Am bekannteſten waren die
Wild=
hecken oder Wildzäune, lebende und tote Hecken. Sie
um=
gaben den Wald An verſchiedenen Stellen wurden Lücken
gelaſſen, durch die das Wild wechſeln, d. h. hinaus auf die
Felder gehen und äſen konnte. Bei der Heckenjaad
wur=
den dieſe Lücken mit Netzen verhängt und ſie verſperrten
dem Wild ſo den Ausbruch; meiſtens blieb es aber darin
hängen und konnte leicht erlegt werden. Man kannte
Wild=. Schwein=, Reh= und Sauhecken, die von
verſchie=
dener Höhe waren.
Eine große Rolle bei der Hege und Jagd ſpielten auch
die Jagdzeuge, Tücher, Netze. Garne und Federn. Das
Jagdzeug diente zum Einſtellen und Einſchließen des
Will=
des. Es beſtand aus grober, dunkler Leinwand, die in
Tüchern von etwa 160 Schritten Länge und 3 Meter Höhe
an Stangen befeſtigt wurden. Im Gegenſatz zu den
Netzen die man lichtes Jaadzeug nannte, bezeichnete man
ſie als dunkles. Statt der Tüchter und Netze bediente man
ſich auch bunter, quadratförmiger Lappen und Federn
(Blendzeua) die an Stangen aufgehängt waren und bei
bewegter Luſt das Wild zurückſcheuchten. Dieſes
ge=
wöhnte ſich jedoch bald an dieſe Blenden und gar mancher
Hirſch, manches Reh brach aus, es ging durch die Lappen,
wie es der Jäger bezeichnete.
Ift wurden die Zeuge in einer Runde aufgeſtellt,
das Wild von hier in die Mitte getrieben und von den
daſelbſt aufgeſtellten Jägern im Keſſeliagen erlegt Die
Pirſch= oder Stracke=, auch Laufiagd genannt, war die
ge=
wöhnlichſte Weiſe, wie ſie von den Fürſten geübt wurde.
Der Hirſch wurde ſo lange von Jäger und Hunden
ver=
folgt, bis er ſchußgerecht von ihm erlegt werden konnte.
An verſchiedenen Stellen des Waldes, beſonders an
Brunſtplätzen, baute man aus Stangen und Reiſig
Schirme auf, hinter denen der Jäger das gejagte Wild
erwartete und tötete Sehr beliebt, aber auch ſehr
ge=
fährlich, waren die Sauhatzen, die manchem guten Hund
das Leben koſteten. Der Jäger zu Pferde verfolgte den
von den Hunden aufgeſtöberten und verfolaten Eber der
ſich dabei mit ſeinen Hauern tapfer wehrte, und erlegte
ihn mit dem Eberſpieß. Zum Hegen der Wildſchweine
wurden die Saufänge oder Saurückherde im Walde
an=
gelegt, ſolche befanden ſich in der Täubcheshöhl und in
der Nähe des Einſiedel. Um den Wildſtand zu
verrin=
gern, fanden auch jeden Herbſt verſchiedene Treibjagden
ſtatt. So wurde im Jahre 1738 von Landgraf Ernſt
Lud=
wig ein achttägiges Treibjagen am Frankenſtein in Szene
geſetzt, bei dem 74 Stück Hochwild ihr Leben laſſen
muß=
ten. Im Jahre 1780 erbeutete man unter Ludwig VIII.
bei einer Treibjagd bei Crumſtadt 139 Stück
Schwarz=
wild.
Die Jagd ſtand an den Höfen der Landgrafen
von Heſſen in außerordentlich hoher Gunſt. Einen
großen Teil ihrer freien Zeit nahm das Jagdvergnügen
in Anſpruch. Nur wenige von ihnen, die Kunſt und
Li=
teratur pflegten, blieben der Jagd ganz oder zum Teil
fern. Schon der erſte Landgraf, Philipp der Großmütige,
war ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn Seine
Jaad=
luſt war groß; er zog oft mit 100 Perſonen und 200
Pferden zur Jagd. Bei einer einzigen Sauhatz im Jahre
1559 wurden in wenigen Tagen 1100 Stück Wild erlegt.
In ſeiner Gefangenſchaft beſchäftigte ihn ſtets das Jagen;
ſelbſt ſchon ſehr krank. zog er dazu aus. In ſeinem
Te=
ſtamente empfahl Philipp ſeinen Söhnen, die Jagd zu
pflegen; er ſagt: Die Wildfuhr iſt gut, daß ſie unſere
Söhne pflegen, denn hätte Gott kein Wildprett haben
wollen, ſo hätte es ſeine Allmacht nicht in die Arche
Noah nehmen laſſen, ſo iſt’s auch gut, daß ſich die Herrn
zu Zeiten verluſtieren, die ſonſten mit ſchweren
Geſchäf=
ten beladen ſind. Die Herrn vernehmen auch viel mehr,
wenn ſie auf der Jagd und in Jagdhäuſern ſind als
wenn ſie ſtets am Hoflager wären, können auch dadurch
ihre Grenzen ſelber wiſſen, was ihr iſt, kann auch ſonſt
mancher armer Mann vorkommen, der ſonſt nicht zugelaſe
ſen würde.‟ — Philipps Nachfolger, Georg I., ſchien die
Jagdluſt von ſeinem Vater geerbt zu haben, denn er war
auch ein leidenſchaftlicher Jäger. Bei ſeinem
Regie=
rungsantritt fand er ſein Heſſenland von allem Wild
entblößt, ſo daß er gezwungen war, junge Wildkälber von
auswärts kommen zu laſſen, und den Wald damit zu
be=
völkern. So ließ er 1570 Rehkitzchen lebendig von
Grün=
berg nach Darmſtadt tragen. Jaadfrevel nahm er ſehr
ernſt auf und ſtrafte ihn hart. Um das Wild an beſtimmten
Orten anzuſammeln, legte er Salzlecken an, die erſte 1596
in der Pfungſtädter Tanne. Der Wildſchaden, den ſeine
Kagden verurſachten, war groß, und des Leides und
Jammers der Geſchädigten war gar viel, doch nahm er
Klagen nicht an. Er liebte, wie ein Chroniſt ſagt. Jäger
und Wild wie ſeinen Augapfel. und Oberjägermeiſter von
Hertingshauſen war ſeine rechte Hand.
Von Landgraf Ludwig V. ſagt der Chroniſt: „Ludwig
war ein wilder Jäger, der allezeit über Stock. Stein und
Stauden gerannt, wie er dann unter fünfmal nicht vom
Pferde gefallen, aber nichts geſchadet, hat mehrere Pferde
tot geritten‟ Ludwig unterhielt einen ſehr großen
Jä=
gerſtand und der Jagdaufwand war ein bedeutender,
da=
bei wurden die Finanzen des Landes arg zerrüttet.
Aus=
dem Jahre 1619 liegen Akten vor, nach deren Angaben
in dieſem einzigen Jahre über 1000. Gulden für
Jagd=
zeug ausgegeben wurde Dabei wird auch eines
Jaad=
horns gedacht, das mit Diamanten und Rubinen reich
be=
ſetzt war.
Die Regierung des Landgrafen Georg II. fiel
größ=
tenteils in die Zeit des Dreißiajährigen Krieges, die für
Luſtbarkeiten wie die Jagd, wenia günſtig war. Die
Kriegsfurie wütete im Lande, die Peſt, das große
Ster=
ben, entvölkerte Stadt und Land und das Geld war rar.
Auch weilte der Landaraf vierzehn Jahre lang außerhalb
ſeiner Reſidenz Darmſtadt. Er liebte und übte die Jagd.
weil ſie nach dem Beiſpiel ſeiner Vorgänger zum fürſtlichen
Vergnügen gehörte. Auf ſeinen Jaadzügen begleitete
ihn gewöhnlich ſeine Gemahlin Sophie Eleonore, die oft
die ſtärkſten Hirſche pirſchte. Dasſelbe tat ſie auch noch
als Witwe. Georg II, ſah mit klaren Augen das
Ver=
derbliche des übermäßigen Jagdvergnügens ein, wie wir
aus ſeinem Teſtamente erſehen. Er ſagte darin: „Maß
halten in Jaad, damit ſich niemand zu beklagen habe, daß
er um des Landesfürſten Luſten willen verderbe.
Georgs II. Sohn und Nachfolger. Ludwig. VI. der
nur kurze Zeit, 1661—1678 regierte, war ein ſanfter,
from=
mer und wiſſenſchaftlich gebildeter Fürſt, der für wilde,
leidenſchaftliche Veranſtaltungen, wie Jagd. wenig Sinn
hatte. Er liebte Muſik und Theater, und dichtete
geiſt=
liche Lieder, von beſonderen Jagdvergnügen desſelben
weiß die Chronik wenig zu melden.
Rb.
Grosse
Enorm
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