Inſerate
Abonnemenkspreis
176. Jahrgang
werden angenommen in Darmſtadt,
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
wärts nehmen die Poſtämter u. die
Agen=
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit.
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
ſchriebenen Tagenwirdnichtübernommen.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 14 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Das Luftſchiff „L. Z. 20‟ iſt geſtern vormittag 11 Uhr
20 Min. von Friedrichshafen nach Frankfurt a. M.
aufgeſtiegen und dort um 3 Uhr 5 Min. gelandet.
Die franzöſiſche Kammer iſt geſtern wieder
zu=
ſammengetreten, um die Beratung der
Militärvor=
lage fortzuſetzen.
Die Verlobung des Prinzen Artur von
Con=
naught (geb. 1883), eines Vetters König Georgs V.,
mit der Herzogin Alexandra von Fife (geb.
1891), einer Nichte des Königs, wird amtlich bekannt
gegeben.
Das engliſche Oberhaus lehnte in zweiter
Leſung die Homerulevorlage mit 302 gegen 64
Stimmen ab.
Im rumäniſchen Parlament, das geſtern zu
einer außerordentlichen Sitzung zuſammentrat, wurde
eine Botſchaft des Königs verleſen, in der das.
Vorgehen Rumäniens gegen Bulgarien gerechtfertigt
wird.
Nach Informationen von maßgebender ſerbiſcher Stelle
erſcheinen die Blättermeldungen über einen unmittelbar
bevorſtehenden Friedensſchluß zwiſchen den
Balkanſtaaten als verfrüht, da die
Verhand=
lungen überhaupt noch nicht aufgenommen worden ſind.
Das bulgariſche Kabinett Danew hat
de=
miſſioniert.
In Chicago iſt das erſte Bismarckdenkmal in
den Vereinigten Staaten enthüllt worden.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 5 und 6.
Ueber monarchiſche Geſinnung.
* In einem Aufſatze über monarchiſche Geſinnung
offenbart der Präſident des Direktoriums der Kirche
augsburgiſcher Konfeſſion in Straßburg, Dr. Friedrich
Curtius, in der Chriſtlichen Welt allerlei Anſichten,
die auch den intereſſieren werden, der ſie nicht teilt.
Obwohl in Elſaß=Lothringen auch in bürgerlichen
Kreiſen bei dem Fehlen einer monarchiſchen Landesſpitze
die Republik diskutiert wird, erklärt doch Dr. Curtius die
Behauptung, der Liberalismus erſtrebe die
Re=
publik, als den offenkundigen Tatſachen der
Gegen=
wart widerſprechend. Denn, wenn auch der
Bür=
ger einer Monarchie der den Glauben an die
Verwirk=
lichung ſeiner Ideale in der gegebenen Verfaſſung
ver=
liert, notwendig Republikaner werde, ſo ſei doch dieſer
Nährboden republikaniſcher Geſinnung durch Bismarck
beſeitigt, der mit der Einführung des demokratiſchen
Reichstagswahlrechts der Monarchie den
größ=
ten Dienſt ſeines Lebens geleiſtet habe. „Heute muß ſich
jeder Liberale ſagen: was durch den deutſchen Reichstag
nicht zu erreichen iſt, iſt auf der gegenwärtigen Stufe der
politiſchen Kultur in Deutſchland überhaupt nicht zu
er=
reichen.” Nach einer feinſinnigen Unterſuchung der
Zu=
ſammenhänge zwiſchen Beamtentum und Monarchie
kommt Dr. Curtius auf den Unterſchied zwiſchen
konſervativer und liberaler Auffaſſung
der Monarchie zu ſprechen, ſoweit er in der Stellung
zum Gottesgnadentum beſteht. Er ſagt da:
„In Wahrheit beſteht hier gar kein Gegenſatz. Denn
das „von Gottes Gnaden” wird doch nur dadurch
wirk=
ſam, daß es von Tauſenden und Millionen geglaubt wird.
AAlſo iſt in dem einen wie in dem anderen Falle die
Ueber=
zeugung des Volkes das Fundament der Monarchie.
Wollte man das „von Gottes Gnaden” nicht ſo verſtehen.
daß es durch die Geſinnung wirkt, ſo würde man ihm
damit gerade ſeine religiöſe Bedeutung nehmen. Es bliebe
dann nur die Feſtſtellung der Tatſache, daß der Herrſcher
im Beſitze der Macht iſt, einer Tatſache der Natur, die
wie alle ſolche Tatſachen mit frommem Vertrauen oder
mit widerwilliger Reſignation aufgenommen werden
kann. Aber gerade das, was man bezweckt, nämlich die
religiös=ethiſche Bindung des Willens, kann nur auf dem
Wege der Ueberzeugung erreicht werden. Zwiſchen dem
Königtum von Gottes Gnaden und dem durch den
Wil=
len des Volkes beſteht alſo kein Gegenſatz, ſondern in dem
Appell an die Geſinnung des Volkes ſind beide eins.
So darf auch der Liberalismus für ſich in Anſpruch
neh=
men, daß er gerade durch ſeine rationelle Würdigung der
Monarchie eine wertvolle Ergänzung des konſervativen
Monarchismus bildet.” Für den Ton, in dem liberale
und konſervative Politiker über den Herrſcher und die
Monarchie reden, erkennt Dr. Curtius allerdings einen
Unterſchied an. Er erklärt da, für die Befeſtigung der
Monarchie ſei ein ſachlich=begründetes Verſtändnis ihrer
politiſchen Funktion wertvoller als höfiſche
Untertänig=
keit, und er bezieht ſich dafür auf nachſtehendes Wort
Treitſchkes: „Wer ehrlich iſt, wird ſagen müſſen: es
ge=
reicht uns nicht zur Ehre, daß wir die orientaliſch=
theo=
kratiſchen Formen in unſerer freieren abendländiſchen
Welt gedankenlos beibehalten haben. Der übertriebene
theokratiſche Kultus der Majeſtät iſt ein dunkler Fleck
an unſerer Monarchie. Wir haben Formen angenommen
für unſer höfiſches Leben, welche nicht den Urſprung des
freien Ariertums an ſich tragen, ſondern das Dumpfe,
Trübe orientaliſcher Knechtſchaft.”
Rußland und China.
* Aus Peking wird gemeldet: Zu den inneren
Unruhen in China treten nunmehr ernſte
Schwie=
rigkeiten mit dem Ausland. Es herrſcht große
Aufregung ſowohl unter den Chineſen als auch unter den
Ausländern wegen neuer Forderungen, die von
Rußland unerwartet geſtellt wurden, die das
Ab=
kommen erſetzen ſollen, das von der chineſiſchen Regierung
angenommen, am 30. Mai dem Parlamente unterbreitet
und von dieſem an eine beſondere Kommiſſion verwieſen
wurde, alsdann die Zuſtimmung des
Repräſentanten=
hauſes erhielt und jetzt im Senat beraten werden ſoll.
Es fanden geheime Sitzungen beider Häuſer ſtatt. Der
ſtellvertretende Premierminiſter dringlich
aufgefor=
dert, machte den Mitgliedern die Mitteilung, daß
Rußland China eröffnet habe, es habe ſich
ent=
ſchloſſen, das vorgeſchlagene Abkommen vor ſeiner
Un=
terzeichnung zu annullieren. Rußland habe an Stelle
dieſes Abkommens vier neue Vorſchläge
ge=
ſetzt, welche die chineſiſche Regierung für härter halte,
als=
die Beſtimmungen des jetzigen Abkommens. Durch dieſe
Vorſchläge werde die volle Autonomie der
Mongolei anerkannt, China nur zum Suzerän erklärt
und gezwungen, die ruſſiſche Vermittelung anzunehmen
und alle Rechte anzuerkennen, welche durch das
Abkom=
men und das Protokoll von Urga vom September
vori=
gen Jahres Rußland zugeſtanden worden ſind. Ferner
werden durch dieſe Vorſchläge die Rechte der ruſſiſchen
Untertanen und Händler in der Mongolei feſtgeſetzt. Die
Fragen, die ſich hieraus ergeben, ſollen in einer ſpäteren
Verhandlung erledigt werden. Im Parlament wurde
gegen die neuen Vorſchläge ein ſcharfer Widerſpruch laut.
Von ruſſiſcher Seite wird hierauf erwidert: Der
ruſſiſche Geſandte in Peking teilte dem
chine=
ſiſchen Miniſter des Auswärtigen folgendes mit: Als die
ruſſiſche Regierung mit der chineſiſchen Regierung,
be=
treffend die Mongoleifrage, in
Verhandlun=
gen trat, gab Rußland mit voller Deutlichkeit zu
ver=
ſtehen, daß es dieſen Verhandlungen die Grundſätze des
ruſſiſch=mongoliſchen Abkommens zugrunde lege, nämlich
die Erhaltung der juriſtiſchen Verbindung zwiſchen
China und der Mongolei und die Gewährung
vol=
ler Autonomie für die Mongolei und des
Rechtes, ein eigenes Heer zu unterhalten, wie auch die
Unzuläſſigkeit chineſiſcher Koloniſation. Im Laufe der
Verhandlungen bekräftigte die ruſſiſche Regierung, daß ſie
von dieſer Grundlage nicht abſtehen könne. Trotzdem
ver=
ſuchte die chineſiſche Regierung durch Vorſchläge
redaktio=
nellen Charakters den Sinn des Vertrages dahin
abzuän=
dern, daß die Mongolei unter Vernichtung der Macht des
Hutuchtus und des Miniſterrates in ihre frühere Lage
hätte zurückkehren müſſen. Derartige Vorſchläge der
chine=
ſiſchen Regierung lehnte Rußland ab. Die, ruſſiſche
Re=
gierung iſt der Anſicht, daß die Verhandlungen nicht zu
den gewünſchten Reſultaten führten, und daß ſie wieder
freie Hand gewinnt. Jedoch iſt die ruſſiſche Regierung
prinzipiell nicht abgeneigt, die=Frages auf
fried=
lichem Wege zu regeln und iſt bereit, die
Ver=
handlungen wieder aufzunehmen, wenn ſie die
Ueber=
zeugung gewinnt, daß die Grundanſchauungen Rußlands
und Chinas bezüglich der=Regelung der Mongoleifrage
identiſch ſind. Zu dieſem Zwecke müſſe China erklären,
daß es die Autonomie der Mongolei, die innere
Mongo=
lei nicht einbegriffen, anerkenne und die guten Dienſte
Rußlands zwecks Regelung der mongoliſch=chineſiſchen
Beziehungen auf der Grundlage des ruſſiſch=mongoliſchen
Abkommens und der Protokolle vom 3. November 1912
annehme, wogegen Rußland die Sonveränität Chinas
anerkennt. Bis eine etwaige Verſtändigung mit China
zuſtande kommt, wird Rußland in ſeinen Beziehungen zur
Mongolei ſich an die Grundlagen des.
ruſſiſchmongoli=
ſchen Abkommens halten.
Deutſches Reich.
— Der Kaiſer und die Schantungbahn.
Aus London meldet die B. Z. a. M.: „In hieſigen
Krei=
ſen, die Beziehungen zu Perſönlichkeiten haben, die
wäh=
rend der Kieler Woche in Kiel weilten, wird über das
Ge=
ſpräch, das der Kaiſer mit dem Geſchäftsinhaber der
Dis=
kontogeſellſchaft, Herrn Dr. Salomonſohn, gehabt hat,
das Folgende authentiſch erzählt: in Deutſch=China ſoll
ein Eiſenwerk gebaut werden, über deſſen Standort
zwi=
ſchen der deutſchen Marineverwaltung und der
Verwal=
tung der Schantungbahn Differenzen beſtehen. Die
Schan=
tungbahn forderte, daß das Werk, das weſentlich der
Verarbeitung der in ihrem Gebiete gefundenen Erze
die=
nen ſollte, in der Nähe der Bahn gebaut werde. Herr
von Tirpitz, der Leiter der deutſchen Marineverwaltung,
wollte das Werk aber in der Nähe von Tſingtau errichtet
haben. Nachdem der Kaiſer bereits mit Herrn von
Gwin=
ner über die Angelegenheit konferiert hatte, lud er auf
Herrn Ballins Rat auch Herrn Dr. Salomonſohn zu ſich
und führte eine Ausſprache zwiſchen dieſem und Herrn
von Tirpitz herbei. Die Diskontogeſellſchaft iſt die
Füh=
frerin der Finanzgruppe der Schantungbahn. Es heißt,
daß Herr von Tirpitz ſchließlich nachgegeben habe, jedoch
kann mein Gewährsmann darüber Poſitives nicht ſagen.”
— Die Erhöhung der Bezüge für die
Altpenſionäre des Reiches ſoll mit Beginn des
neuen Etatsjahres, am 1. April 1914, eintreten. Da das
Gebiet an ſich außerordentlich ſchwierig iſt und zu
Wei=
terungen aller Art, ſowie folgenſchweren Entſcheidungen
Veranlaſſung geben kann, ſo muß eine gründliche
Prü=
fung der Frage mit eingehenden Verhandlungen mit den
Bundesregierungen Hand in Hand gehen. Die
einſchnei=
bende Wirkung, diereine Erhöhung der Bezüge mit ſich
bringt, dürfte ſich nicht bloß für die Penſionsverhältniſſe
in den einzelnen Bundesſtaaten geltend machen, ſondern
auch für die Beamtenverhältniſſe in den Gemeinden eine
Rückwirkung ausüben, wo man mit entſprechenden
Wün=
ſchen nicht zurückhalten wird. Für die Neuregelung der
Angelegenheit iſt von weſentlicher Tragweite, ob eine
Anrechnung des ſonſtigen Einkommens bei den
Altpenſio=
nären platzgreifen ſoll oder nicht, was ſich namentlich in
finanzieller Beziehung geltend machen würde. Würde
man die Anrechnung des ſonſtigen Einkommens bei den
Altpenſionären bei der Neuregelung in Betracht ziehen,
ſo würde man nach den Grundſätzen verfahren, die
Preu=
ßen für die Neuregelung der Bezüge aufgeſtellt hat. Nach
ihnen ſollen erhöhte Zuwendungen nur gewährt werden,
wenn ein beſonderes Bedürfnis in jedem Falle
nachge=
wieſen iſt. Die Angelegenheit iſt zurzeit, da eine
Aufbeſſe=
rung der Penſionen aus laufenden Haushaltsmitteln
ge=
deckt werden ſoll, noch keineswegs geklärt, und an Stelle
einer geſetzlichen Regelung der Frage könnte auch die
Be=
reitſtellung von beſonderen Mitkeln zu einem Fonds in
Frage kommen, aus dem je nach Bedarf=Zuſchüſſe=für
be=
dürftige Altpenſionäre entnommen werden können.
Die ſächſiſchen Konſervativen und
Nationalliberalen. Die ſächſiſchen
Konſerva=
tiven haben in der vergangenen Woche einen neuen=
Ver=
ſuch unternommen, die Natiönalliberalen zu
ſicheherüber=
zuziehen und von den Fortſchrittlern zu trennen. Darauf:
erläßt die Leitung der konſerbativen Fraktion der
Zwei=
ten Sächſiſchen Kammer folgende Erklärung:
„Der von der konſervativen Fraktion vor kurzem
ge=
faßte und in den Zeitungen veröffentlichte Beſchluß
über=
die Rätlichkeit einer Wiedergnnäherung der bürgerlichen
Parteien iſt. wie alle bisherigen dahin gerichteten
Kund=
gebungen dieſer Fraktion, lediglich leingegeben worden
durch die Beſorgnis um das Wohl des Vaterlandes,
das=
die Fraktion durch die gegenwärtigen beilagenswerten.
Parteiverhältniſſe ernſtlich in Frage geſtellt äeht. Nach
der Aufnahme, die dieſer Beſchluß von nativnalliheraker
Seite erfahren hat, bleibt kein= Zweifel übrig, aß chie
nationalliberale Fraktion nicht geſpünen iſt. zu der
hier=
nach angeſtrebten Beſeitigung. des unſeligen:
Bruder=
zwiſtes die Hand zu bieten. Unbekümmert um die
Fär=
derung, die durch ſolches Vorgehen die Demokratie
er=
fährt, wird ſie es wielmehr vhrziehen, auch ferner
Auleh=
nung an die radikalen Parteien zu ſuchen und. daduſch
für die Zukunſt des Landes, ſchwere. Gefahren
hergüfzu=
beſchwören. Die konſervative. Fraktion, wird ſich Aufch
dieſe Stellungnahme der, nationalliberalen, Pärtei in ihrer.
bisherigen Haltung nicht beirren laſſen. Im Bewußtſein,
auch in dieſem Falle ihre Prlicht, gegen. König und
Vater=
land erfüllt zu. haben. ſieht ſie vielmehr auch unter Kolchen:
Umſtänden der weiteren Entwicklung mit Ruhg entgegen,
überzeugt, daß, was bisher ihre Wwöhlgemeinteit=
Vör=
ſtellungen bei den Gegnern nicht vermöcht, bald genüg die
geſamte Entwicklung der Verhältniſſe ſelbſt, dann aber
wahrſcheinlich in ffür die üiberalen Parteien, ſehr vfelz
empfindlicherer Weiſe, bewirkenk wbird.”
Eine Erwiderung der natjogalliberaleng Fraktigng
hierauf, iſt noch nichte erfolatz.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Ungarn und der Dreibund. Man ſchreibt
der Deutſchen Orient=Korreſpondenz aus Peſt: Franz
Koſſuth, der ſich gegenwärtig zur Kur in Bad=Nauheim
aufhält, hat ſich in einem Interview in beachtenswerter
Weiſe über den Standpunkt, den er und ſeine Partei der
Politik des Dreibundes gegenüber einnehmen, geäußert.
Er ſowohl wie auch Graf Apponyi, ſowie die übrigen
Mitglieder der Unabhängigkeitsparteien, ſeien von der
Ueberzeugung durchdrungen, daß die unerſchütterte
Auf=
rechterhaltung des Dreibundes im Intereſſe der
ungari=
ſchen Nation liege, denn nur dieſe Gemeinſchaft könne
Un=
garn vor den Wellenſchlägen des ringsum brandenden
ungeheuren ſlawiſchen Meeres ſchützen. Während ſich
alſo Franz Koſſuth auch im Namen der
Unabhängigkeits=
partei offen und rückhaltlos zur Politik des Dreibundes
bekennt, hat im ſcharfen Gegenſatz hierzu der
geſchäfts=
führende Präſident der vereinigten Parteien, Graf
Mi=
chael Karolyi, in einer kürzlich in Pozſony gehaltenen
Rede eine Abſchwenkung vom Dreibund und eine
ſlawen=
ffreundliche Politik als das Heil Ungarns bezeichnet. Der
Paſter Lloyd ſchreibt hierzu, daß, wenn die führenden
Perſönlichkeiten einer und derſelben Partei in einer
grundlegenden außerpolitiſchen Frage derartig
abwei=
chende Anſchauungen an den Tag legen und dieſe offen
verkünden, die Annahme gerechtfertigt wäre, daß es
ent=
weder mit der Einheit dieſer Partei oder mit der
Ueber=
zeugung ihrer Führer nicht zum beſten beſtellt ſein könne.
Wenn man berückſichtigt, daß die Erfolge der
öſterreichiſch=
ungariſchen Politik während der Balkankriſis allein auf
der Zugehörigkeit zum Dreibund beruhten, iſt es
aller=
dings erſtaunlich, von einem ungariſchen Politiker das
Bekenntnis zu hören, daß das Heil des Landes in einer
Abſchwenkung vom Dreibund liegen ſoll.
Frankreich.
Die Erledigung der Militärvorlage.
Die Regierung will alles aufbieten, um das Dreijahrgeſetz
noch im Laufe dieſes Monats verabſchieden und die
Par=
lamentstagung dann am 31. Juli ſchließen zu können.
Sie iſt der Anſicht, daß durch die Annahme des Antrages
auf Einſtellung der Zwanzigjährigen alle etwaigen
Ein=
wände gegen die noch zu beratenden Artikel des
Geſetz=
entwurfes wegfallen würden und das Geſetz in ſeiner
Geſamtheit am Samstag in der Kammer erledigt werden
könne. Der Senat hätte dann genügend Zeit, um das
Geſetz noch vor Ablauf des Monats durchzuberaten. Die
Kammer würde dieſe Zeit benützen, um den vom Senat
abgeänderten Budgetentwurf für 1913 zu erledigen, ſo daß
die Seſſion, entſprechend dem Wunſche des Miniſteriums,
am 31. Juli abends geſchloſſen werden könne. Ueber die
finanzielle Deckung der durch die Militärvorlage
verur=
ſachten Ausgaben wird in Parlamentskreiſen bemerkt, daß
die Vorſchläge des Finanzminiſters Dumont wenig
An=
klang gefunden hätten. Die Kammer werde ſich denn auch
vorausſichtlich damit begnügen, den Grundſatz der
Dek=
kung anzunehmen und erſt in der Herbſtſeſſion über die
verſchiedenen Steuerprojekte verhandeln.
Die antimilitariſtiſchen Treibereien. Der
16. Mai geſtellten Antrag Augagneurs an, wodurch die
ffrüheren ſich gegen die Einſtellung der Zwanzigjährigen
ausſprechenden Beſchlüſſe aufrechterhalten bleiben.
Die antimilitariſtiſche Treiberei. Der
Eclair will wiſſen, daß die Regierung beſchloſſen habe,
die jüngſt wegen antimilitariſtiſcher Treibereien
verhafte=
ten Syndikaliſtenführer vor den Staatsgerichtshof zu
ſtellen. Die Unterſuchung habe ergeben, daß dieſe
Um=
triebe, durch welche die Soldaten zu Unbotmäßigkeiten
aufgeſtachelt wurden, einen Anſchlag gegen die Sicherheit
des Staates bildeten. Die Regierung ſei deshalb der
Anſicht, daß die Haupturheber dieſer Treibereien vor
inen politiſchen Gerichtshof, vor den Staatsgerichtshof
gehören, der auch ſchon in ziemlich naher Friſt einberufen
werden ſoll.
England.
Ablehnung der Homerulebill. Das
Oberhaus lehnte die zweite Leſung der Homerulebill mit
302 gegen 64 Stimmen ab und nahm einen Antrag Lord
Lansdownes an, die Bill zuvor dem Urteil der
Wähler=
ſchaft zu unterbreiten.
Spanien.
Aus Spaniſch=Marokko. Aus Tetuan wird
vom 12. ds. Mts. gemeldet: Die Kämpfe haben ſeit zwei
Tagen wieder begonnen, namentlich am Freitag wurden
die Spanier, die mit 12000 Mann einen Ausfall machten,
während des ganzen Tages beunruhigt, ſie verloren 60
Tote, darunter 3 Offiziere und 150 Verwundete. Die
Spanier kehrten in ihre urſprünglichen Stellungen zurück,
nachdem ſie mehrere Duars verbrannt hatten. Die Hitze
iſt außerordentlich.
Vereinigte Staaten.
Das Amendement zum
Schiedsgerichts=
geſetz, das eine Erweiterung des Schiedsgerichtes
vor=
ſieht, wurde heute nachmittag in beiden Häuſern des
Kon=
greſſes beinahe einſtimmig angenommen. Darauf wurde
es ſofort nach dem Weißen Hauſe geſchickt, wo Präſident
Wilſon ſeine Unterſchrift darunterſetzte.
Chile.
Die finanzielle Lage. Der Finanzminiſter
unterbreitete einer aus Senatoren und Abgeordneten
be=
ſtehenden Kommiſſion ein Expoſé über die finanzielle
Lage, in dem es heißt: Der Finanzdienſt des Jahres 1913
wird mit einem Ausgleich der Einnahmen und Ausgaben
abſchließen. Das Defizit vom Jahre 1912, das ſich auf
20 Millionen Francs beläuft, wird auf 1914 übertragen
und durch den Ueberſchuß der Einnahmen getilgt werden,
die ſich aus den neuen Steuern ergeben. Dieſe wird die
Regierung von den Kammern auf den Bierkonſum,
Erb=
ſchaften und Schenkungen fordern; das Budget wird es
endgültig balancieren.
* Der Bau eines Tunnels unter dem
Aermelkanal. Der Pariſer Neu=York Herald, der
ſeit langer Zeit für den Bau eines Tunnels unter dem
Aermelkanal eintritt, veröffentlicht über dieſe
Angelegen=
heit folgende Aeußerung des Miniſterpräſidenten
Barthou: Es ſcheint, daß die Löſung dieſer Frage,
ſo wie ſie heute liegt, nicht mehr ſehr lang aufgeſchoben
werden kann. Von den Einwänden, die man in England
erhob, verſchwindet einer nach dem anderen. Die noch
vorhandenen ſcheinen einem gewiß achtungsvollen
Gefühl zu entſpringen, können aber angeſichts der
mannigfachen Vorteile der raſcheren und häufigeren
Ver=
bindung mit dem Feſtlande nicht ins Gewicht fallen. Was
uns Franzoſen anlangt, ſo hat der Plan einer raſcheren
und praktiſcheren Verbindung mit England nur Anhänger
gefunden, ſelbſt zu einer Zeit, wo unſere Beziehungen zu
England nicht jenen herzlichen Charakter an ſich trugen,
für den die jüngſte Reiſe des Präſidenten der Republik
einen ſo beredten Beweis erbracht hat. Wir können
des=
halb ſelbſſtverſtändlich den Plan eines Aermelkanal=
Tun=
nels nur mit Sympathie ins Auge faſſen, da deſſen
Ver=
wirklichung den Verkehr zwiſchen den beiden Nationen
und demzufolge auch deren Reichtum vermehren, aber
auch moraliſche Vorteile mit ſich bringen würde, denn
jedes Werk, durch das es den Nationen leichter gemacht
wird, ſich einander zu ſehen und kennen zu lernen, iſt ein
Werk des Friedens und der Ziviliſation.
* Kiel 16. Juli. Das zweite Geſchwader
der Hochſeeflotte trat geſtern abend 7 Uhr ſeine
Sommerreiſe an.
* Hamburg, 15. Juli. Trotzdem bei der heutigen
Streikverſammlung des Deutſchen
Metallarbei=
terverbandes mitgeteilt wurde, daß der Zentralvor=
ſtand die plötzliche Arbeitseinſtellung nicht billige und
da=
her keine Streikunterſtützung bewillige, wurde mit 5662
Stimmen gegen 120 Stimmen die Fortführung des
Streikes beſchloſſen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 17. Juli.
* Uebertragen wurden den Lehramtsaſpirantinnen
Ella Feick aus Darmſtadt und Auguſte Römheld
aus Friedrichshütte bei Laubach Lehrerinſtellen an der
höheren Bürger= (Mädchen=) Schule zu Alsfeld mit
Wirkung vom 1. Oktober 1913 an.
* In den Ruheſtand verſetzt wurden der
Zug=
führer Johann Reiſinger zu Frankfurt a. M., der
Weichenſteller Georg Axenmacher zu Nieder=
Saul=
heim und der Bahnwärter Jakob Schober zu
Hof=
heim i.R., ſämtlich in der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſen=
bahngemeinſchaft, vom 1. Auguſt d. Js. an.
* Erledigte Stelle. Die mit einem
evange=
liſchen Lehrer zu beſetzende zweite Lehrerſtelle zu
Rothenberg, Kreis Erbach. Das Präſentationsrecht
ſteht dem Herrn Grafen zu Erbach=Fürſtenau zu.
Dem Inhaber der Stelle kann eine beſondere Ortszulage
gewährt werden.
Provinzialausſchuß. Die Tagesordnung
zur Sitzung des Provinzialausſchuſſes der Provinz
Starkenburg am Montag, den 21. Juli, vormittags
9½ Uhr, lautet: 1. Geſuch des Heinrich Walz von
Gammelsbach um Erteilung eines
Wandergewerbe=
ſcheins. 2. Geſuch des Jakob Schuchmann aus Reinheim
um Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtſchaft im
Hauſe Große Kaplaneigaſſe Nr. 16 hier. 3. Geſuch des
Johannes Keil VIII. zu Fürth um Erlaubnis zum
Betrieb einer Gaſtwirtſchaft in der Gemarkung
Brom=
bach. 4. Klage des Bürgermeiſteramts Frankenthal
gegen die Ortskrankenkaſſe zu Bürſtadt wegen Erſatz
von Krankenhauskoſten für Georg Bayer.
* Süddeutſche Eiſenbahn=Geſellſchaft, Die Einnahmen
im Monat Juni 1913 beliefen ſich aus dem
Güterver=
kehr auf 694642 Mark (Juni 1912: 629344 — 65 298 Mark
mehr), aus dem Güterverkehr auf 81910 Mark (1912: 82 149
— 239 Mark weniger), aus den Nebeneinnahmen 2549 Mk.
(1912: 2825 — 276 Mark weniger); die Geſamteinnahmen
beziffern ſich auf 779101 Mark (1912: 714318 — 64 783.
Mark mehr). Die Geſamteinnahmen vom 1 April 1913.
bis 30. Juni 1913: 2347 237 Mark gegen 2 166 303 Mark in
der gleichen Zeit des Vorjahres, mithin in dieſem Jahre=
180 934 Mark mehr; vorbehaltlich endgültiger Feſtſtellung.
Die Vergleichungszahlen für 1912/13 entſprechen den
end=
gültigen Ergebniſſen.
* Redakteur i. P. Eduard Simon . Am Dienstag
nachmittag iſt der frühere langjährige erſte Redakteur des
„Täglichen Anzeigers” Eduard Simon, der Senior
der Darmſtädter Journaliſten, im 75. Lebensjahre ſanft
entſchlafen. Herr Simon konnte auf ein an Arbeit und
Er=
folgen reiches Leben zurückblicken; er war am 16. Juni
1839 in Linz am Rhein geboren und beſuchte das
Gym=
naſium in Bonn. Hierauf war er zunächſt an Zeitungen
in Berlin und Leipzig tätig, ging dann nach Hannover,
wo er 1864 bis 1871 Redakteur des Hannöverſchen
Tage=
blattes war und von 1875 bis 1878 Redakteur der Neuen
Hannöverſchen Zeitung. Drei Jahre lang leitete Simon
dann die Stargarder Zeitung und zwei weitere Jahre
ge=
hörte er der Redaktion des Rheiniſchen Kuriers an. In
den Jahren 1883 bis 1885 leitete Herr Simon die Mainzer
Zeitung und war hierauf 6 Jahre lang als Mitredakteur
der Darmſtädter Zeitung hier tätig. Der Redaktion des
darmſtädter Täglichen Anzeigers ſtand er von 1891 bis
1906 vor, in welchem Jahre er durch Krankheit gezwungen
wurde, der ihm lieb gewordenen Tätigkeit zu entſagen.
Die liebevolle Pflege ſeiner treuen Gattin und ſein
unverwüſtlicher Lebensmut hielten ihn nach einer ſchweren
Erkrankung noch lange aufrecht, bis ſeine körperliche
Schwäche ſo zunahm, daß er ſanft und ohne Todeskampf
verſchied. Das Andenken des alten Herrn, der
wegen=
ſeines ſonnigen Humors, ſeines ehrlichen Charakters und
ſeiner treuherzigen Geſinnung in allen Kreiſen beliebt
war und der auch uns ein lieber Freund und Kollege
ge=
weſen iſt, wird allezeit hochgehalten werden. Er ruhe
in Frieden!
* Zum Hoffriſeur ernannte der Großherzog den
Großh. Hoftheaterfriſeur Willy Hermes, Inhaber der
Firma Louis Hermes.
Die Geheimſchrift der
Trink=
geldjäger.
Die verräteriſchen Gepäckſtücke.
K.-H. Durch die Zeitungen ging kürzlich die
Meld=
ung, daß zwei Hotelangeſtellte wegen Sachbeſchädigung
gerichtlich verurteilt wurden, weil ſie das Gepäck eines
Reiſenden, der ihnen kein Trinkgeld verabfolgt hatte,
durch ſcharfe, in das Leder gedrungene Kreideſtriche
ge=
kennzeichnet hatten. Bei der Markierung handelte es ſich
um eine Art optiſche Signalkunde, um eine Geheimſchrift,
durch die der Inhaber der Koffer uſw. als ein Anhänger
der Antitrinkgeldtendenz ſignaliſiert wurde.
Einzelne dieſer im Hotelweſen gebräuchlichen
Ge=
heimzeichen haben eine internationale Bedeutung; ſie
werden vom Hotelgeſinde faſt der ganzen Welt ohne
wei=
teres verſtanden und — gewürdigt. Der Reiſende, deſſen
Gepäck ein oder das andere der ominöſen Zeichen
auf=
weiſt, kann mit Sicherheit darauf rechnen, daß er überall,
gleichgültig, ob er in einem Gaſthaus des höchſten
Nor=
dens oder tiefſten Südens, des fernſten Weſtens oder des
äußerſten Oſtens abſteigt, ſchlecht und unachtſam bedient
wird.
Die Geheimſchrift auf den Gepäckſtücken fällt in die
Kategorie der ſogenannten geheimen Polizeiſchrift, die
früher allgemein und in einzelnen Ländern auch heute
noch bei Ausſtellung von Reiſepäſſen angewandt wird.
Bekanntlich mußte in der guten alten Zeit der Reiſende,
der die Grenzſcheiden der einzelnen größeren oder
klei=
neren Staaten oder Städte uſw. überſchritt, ſeine
Legi=
timation vorweiſen. War der Reiſende irgendwie
ver=
dächtig — namentlich in politiſcher Hinſicht —, ſo ging
dies glatt aus dem im Paß angebrachten Geheimzeichen
hervor. Im allgemeinen wurden eine Zeit lang —
beſon=
ders in Frankreich — die Reiſepäſſe in verſchiedener
Größe, Farbe oder Format ausgeſtellt. In der Geſtalt
oder der Farbe des Paſſes lag ſchon von vornherein das
Signalement des Inhabers. Und entſprechend dieſer
ge=
heimen Ankündigung war auch die Aufnahme, die der
Paßbeſitzer da fand, wo er Aufenthalt nahm. Denn auch
vielen Hoteliers war ein Teil dieſer Geheimſchrift
be=
kannt, und da ihnen die Legitimation vorgelegt werden
mußte, richteten ſie ſich meiſt in der Behandlung des
Gaſtes nach der geheimen Signaliſierung.
Ganz ähnlich wie dieſe Geheimſchrift der Polizei iſt
die der Hotelangeſtellten. Wird das Gepäck eines
Rei=
ſenden abgeladen, ſo wiſſen die betreffenden Hoteldiener
genau, ob und wieviel Trinkgeld der Reiſende zahlt. Im
weiteren kann aus der Geheimſchrift hervorgehen, ob der
Bepäckbeſitzer ein Schikaneur iſt, viel Dienſte verlangt und
wenig Geld ſpringen läßt, ob er weibliche Bedienung
bevorzugt uſw.
Die auf den Gepäckſtücken in der einen oder anderen
Form angebrachte Geheimſchrift trägt wechſelnde
Charak=
tere; ſo bedeutet ein halber Kreis mit durchgehendem
Strich, daß der Gepäckinhaber über reichlich Bargeld
ver=
fügt und mit Trinkgeldern flott umgeht. Steht an der
Ecke eines Koffers ein Dreieck mit kleinem Kreuz, ſo
heißt das: Der Mann will alles umſonſt und honoriert
die Dienſtleiſtungen ſchlecht oder nur mit Zigarren. Iſt
aber gar eine Schlangenlinie angebracht, ſo beſagt dieſe:
Der Reiſende nimmt ungemein viele Dienſtleiſtungen in
Anſpruch, verſpricht hohe Trinkgelder, zahlt im letzten
Augenblick ſeine Rechnung, verſchwindet und ſchickt dann
einen Dienſtmann zur Abholung des Gepäcks.
Das Zeichen J. Br. bedeutet: „Im Bruch‟ Das
Wort iſt der Kundenſprache entnommen und heißt ſo viel
wie: Der Mann hat nichts, Vorſicht bei der Aufnahme.
Die ſo Signaliſierten können ebenſo mit Sicherheit
dar=
auf rechnen, daß man ihnen ſofort, nachdem ſie das
Zim=
mer bezogen, das Logiergeld im voraus abverlangt.
Nicht ſelten iſt auch auf dem Gepäck eine Spielkarte
markiert; damit wird geſagt, der Gaſt iſt ein Spieler von
Profeſſion; hat er Geld gewonnen, ſo wirft er damit
herum, hat er verloren, dann pumpt er die
Hotelangeſtell=
ten an.
Die Geheimſchriften ſind aber nicht immer mit Kreide,
Bleiſtift oder dergleichen angebracht, ſondern oft geht aus
der Etikettierung der Koffer mit den bekannten farbigen
Hotel=Etiketts das Signalement des Reiſenden hervor.
Im allgemeinen darf man ſagen: Je mehr Etiketts, je
mehr Trinkgeld.
Häufig — namentlich im Süden — iſt es aber auch
umgekehrt. Je nach der Anordnung der Etiketts oder dem
Platz, auf dem ſie angebracht ſind, wechſelt ihre geheime
Bedeutung. Sind z. B. die Marken reichlich mit Leim
aufgeklebt, ſo heißt das: Der Mann gibt kein Trinkgeld.
In dem Falle werden ſeine Koffer von Station zu
Sta=
tion förmlich mit Etiketts überſät, aber immer ſo, daß
der Leim nach allen Seiten reichlich ausquillt und das
Leder des Koffers verunreinigt. Hin und wieder iſt es
auch ſchon vorgekommen, daß dem Leim Schwefelſäure
beigeſetzt war, die dann in das Leder eindrang.
Aber nicht nur das Gepäck kann Geheimzeichen
auf=
weiſen, ſondern auch die Schuhe. Der aufmerkſame
Die=
ner lieſt nicht ſelten aus den auf den Sohlen
angebrach=
ten Zeichen die Geſchichte des Gaſtes. Danach kann er
ſich eventl. richten; die Beſchaffenheit der Wichſe kann ſo
ſein, daß dem Gaſte beim Verlaſſen des Hotels die Schuhen
förmlich von den Füßen fallen, was dann der Fall iſt,
wenn der Schuhputzer Vitriol in die Schwärze miſchte
Außer den genannten gibt es aber noch verſchiedene
undere Arten geheimer Verſtändigung; ſo war ein
Schlau=
berger darauf verfallen, durch ein beſtimmtes „Parfüm”
die Koffer der Reiſenden, die die Verabfolgung von
Trinkgeldern als Unſitte anſahen, mit „Duft” zu
ſchwän=
gern. Er wählte zu dem Zweck einen Pflanzenſtoff, den
die Chineſen in ihren berüchtigten Stinkbomben
verwen=
den. Eine Spur davon auf den Koffer geſtrichen,
ge=
nügte, um ſeinem Gepäck einen weithin bemerkbaren „
Ge=
ruch” zu verleihen. Der verdichtete ſich zu einem
furcht=
baren Geſtank, als das Gepäck einer Reiſegeſellſchaft, die
das riechende Stigma „Antitrinkgeldtendenz” an ſich trug,
in einem erſtklaſſigen Hotel abgeladen wurde. Die
Herr=
ſchaften fanden eine Läſſigkeit und Nichtbeachtung ſeitens
des Hotelperſonals, wie ſie ſchroffer gar nicht denkbar
var.
Aber nicht nur das Hotelgeſinde verſteht ſich auf die
geheime Verſtändigungskunde, ſondern auch die Kutſcher,
Chauffeure uſw. Das gilt beſonders für Rußland, wo
die Leute faſt immer Hand in Hand arbeiten.
Ebenſowenig wie der Trinkgelder=Unſitte
beizukom=
men iſt, kann dem Unfug mit den Geheimſchriften
ge=
ſteuert werden. Hin und wieder mag ſich wohl ein
ener=
giſcher Gaſt ſeiner Haut wehren; im allgemeinen bleibt
denjenigen, die kein Trinkgeld verabfolgen, nichts weiter
übrig, als ihr Gepäck ſorgfältig nachzuſehen.
Kreide=
nd Bleiſtiftzeichen ſind zu entfernen, das Aufkleben von
Etiketten iſt zu verbieten. Nutzen bringen allerdings
dieſe Vorſichtsmaßregeln durchweg nicht; es ſei denn, daß
der Reiſende die geſamten Methoden der geheimen
Ver=
ſtändigung verſteht und auch dem geriſſenſten Hoteldiener
ein Paroli bieten kann.
* Erfolg eines Darmſtädter Künſtlers. Bei
dem Wettbewerbe um Entwürfe für kleine
Kirchen für das Königreich Sachſen wurde der Arbeit
des Architekten Dipl.=Ing. Theodor Sohm hier ein
Preis zuerkannt.
— Die Ausſtellung „Das Kind”
Alexander=
ſtraße 20. Die von der Großh. Zentrale für
Mutter= und Säuglingsfürſorge in den
Räumen der landwirtſchaftlichen Winterſchule
Alexander=
ſſtraße 20, veranſtaltete Wander=Ausſtelluug „Das
Kind in den erſten Lebensjahren” iſt
fam Sonntag, den 13. Juli, eröffnet worden.
Eine Eröffnungsfeier fand nicht ſtatt; ſie hätte
auch nicht dem Charakter der Ausſtellung
ent=
ſſprochen, die nicht etwa beanſprucht, der Wiſſenſchaft
etwas neues zu bringen, ſondern die ſich an die
weiteſten Kreiſe des Volkes, namentlich an die Mütter
aus dem Volke, wendet. Sie ſollen dort lernen,
wie=
wiel mit einfachen Mitteln und geringen
Koſten geſchehen kann, um den Säugling
geſund zu erhalten und zu einem
leiſtungs=
fähigen Menſchen zu machen. Es wird gezeigt, wie die
Nahrung, die Kleidung, das Bett, das Bad und das
Spielzeug des Kindes beſchaffen ſein ſoll. Dadurch,
daß überall erklärende Aufſchriften angebracht ſind und
häufig Beiſpiele und Gegenbeiſpiele einander
gegenüber=
ſtehen, wird es jedermann ermöglicht, die Ausſtellung
mit Gewinn zu beſichtigen. Außerdem werden täglich
mehrmals Führungen veranſtaltet, in denen die Aerzte,
Hilfsarbeiterinnen und Schweſtern der Großh. Zentrale
für Mutter= und Säuglingsfürſorge die ausgeſtellten
Gegenſtände erklären und die Beſucher über die
wich=
tigſten Grundſätze der Hygiene des Säuglingsalters
belehren. Schon am erſten Tag war die Ausſtellung
ſehr gut beſucht; vormittags, nachmittags und abends
fanden Führungen ſtatt. Die Ausſtellung iſt täglich
von 2—9 Uhr, Sonntags von 11—9 Uhr
unent=
geltlich geöffnet.
— Gaſthausangeſtellten=Verſammlung. Der
Reichs=
verband der Gaſthausangeſtellten Mitglied
des Geſamtverbandes der chriſtlichen Gewerkſchaften, hattein
der Nacht zum Mittwoch im Lokale „Zum Ritzſtein” eine
Verſammlung, in der u. a. Herr Bezirksleiter Fritz
Oerke=Düſſeldorf einen Vortrag über die Lage der
Gaſt=
hausangeſtellten hielt. Nach eingehender Diskuſſion
ge=
langte folgende Reſolution zur Annahme: „Die heute
ſtattgefundene Verſammlung der Gaſthausangeſtellten
hält eine Beſſerung der Arbeits= und Lohnverhältniſſe
und einen Ausbau des geſetzlichen Arbeiterſchutzes für die
gaſtwirtſchaftlichen Angeſtellten für dringend geboten. Die
Einigkeit aller gaſtwirtſchaftlichen Angeſtellten iſt zur
Er=
reichung dieſes Zieles die notwendige Vorbedingung,
da=
her iſt es eine geradezu bedauerliche und unverantwortliche
Schädigung der Intereſſenvertretung der Gehilfenſchaft,
daß die Gehilfen den Organiſationsgedanken nicht
erfaſ=
ſen, oder aber Organiſationen beitreten, die mit der
Durch=
führung der oben erwähnten ſozialen Angelegenheiten es
nicht ernſt nehmen. Mit Genugtuung ſtellt die Verſammlung
feſt, daß der Reichsverband der Gaſthausangeſtellten
un=
entwegt und beharrlich bemüht iſt, die gedrückte Lage im
Gaſtwirtsgewerbe zu beſſern und fordert alle
Gaſthaus=
angeſtellten auf, im eigenen Intereſſe dieſer Organiſation
beizutreten.”
* Zirkus Corty=Althoff kommt! (Von Montag,
den 21. Juli bis einſchließlich Montag, den 28. Juli in
Darmſtadt, ſtädtiſcher Meßplatz.) Man ſchreibt uns=
Wenn ſchon in früheren Jahren Zirkus Corty=Althoff
als tonangebend auf dem Gebiete des Zirkusweſens
be=
zeichnet wurde, ſo verdient er gegenwärtig dieſe
Be=
zeichnung noch mehr. Denn in ſeiner heutigen Form
iſt er das größte aller reiſenden rein circenſiſchen
Unter=
nehmen. Beſonders in dieſer Saiſon ſind bedeutende
Vergrößerungen vorgenommen worden. Heute hat
Zirkus Corty=Althoff über zweihundert Tiere im
Mar=
ſtall, mit zwei Sonderzügen werden die eiligen Reiſen
der Blitztournée von Stadt zu Stadt ausgeführt, ſechzig
Transportwagen ſind zur Aufnahme des toten und
lebenden Inventars erforderlich. Drei Lokomobilen mit
drei Rieſendynamos verſehen die rieſenhafte Anlage mit
elektriſchem Licht, unter den Klängen zweier namhaften
Kapellen ergötzen ſich alltäglich mehrere Tauſend Zuſchauer
an den vielſeitigen Darbietungen. Ein Elitekorps von
Artiſten iſt da; Künſtler aus allen fünf Weltteilen
zeigen ſich in jeder Vorſtellung in bunter Abwechslung
mit zahlreichen Dreſſuren. Pferde aller Raſſen bekommt
man zu ſehen, in Gruppen von zwei bis zu achtzig
Stück dieſer edlen Vierfüßler, eine beſtens dreſſierte
Gruppe afrikaniſcher Kamele, eine Elefantenherde, ferner
Lamas, Zebras, Känguruhs, kurz Tiere beider
Hemi=
ſphären. Der Ruf, den Direktor Pierre Althoff, der
alleinige Eigentümer, als Dreſſeur genießt, reicht weit
über die deutſche Grenze hinaus. Direktor Pierre
Althoff kann heute auf 25 Jahre Direktionsführung
zurückblicken und gleichzeitig das 60jährige Beſtehen
ſeines Unternehmens als Doppelfirma Zirkus Corty=
Althoff (gegründet 1853 in Wien) feiern.
* Sichert die Hutnadeln! Wir machen darauf
aufmerkſam, daß nunmehr die
Polizeiverord=
nung über die Sicherung von
Damenhut=
nadeln von Großh. Polizeiamt in Kraft geſetzt
iſt. Die Verordnung lautet kurz: „Das Tragen
unge=
ſicherter hervorſtehender Hutnadeln iſt verboten.
Zu=
widerhandlungen werden mit Geldſtrafe bis zu 30 Mk.
beſtraft.”
§ Lebensrettung. Der 20 Jahre alte Bäckergehilfe
Ferdinand Springer aus Kannelbach in Bayern wollte
ſich am Dienstag nachmittag gegen 6 Uhr im Woog
baden. Er kleidete ſich in einer auf der Südſeite
befind=
lichen Halle aus und ſprang in das dortſelbſt über
3 Meter tiefe Waſſer in der Meinung, daß letzteres nicht
ſo tief ſei. Da er nicht richtig ſchwimmen konnte,
verſchwand er nach mehrmaligem Auftauchen unterm
Waſſer. Herr Geometer I. Klaſſe Leo Gunder, welcher
ſofort zur Hilfe gerufen wurde, ſprang mit der ganzen
Kleidung in das Waſſer und brachte den Bäckergehilfen,
welcher ſchon auf dem Grunde des Waſſers war, in die
Höhe und ſchwamm mit ihm an die etwa 3 Meter
ent=
fernt gelegene Treppe am Ufer. Lebensgefahr beſtand
für beide.
§ Unfall. Am Dienstag abend gegen 11 Uhr fiel
ein in einer Herberge in der Altſtadt logierender
Gelegen=
heitsarbeiter, als er zum Schlafen gehen wollte, ſo
unglücklich die Treppe herunter, daß er am
Hinterkopfe eine ſtark blutende Wunde davontrug. Er
mußte durch die Sanitätswache in das Städtiſche
Kranken=
haus gebracht werden.
* Konzerte. Städtiſcher Saalbau. Im
heuti=
gen Donnerstags=Konzert der Kapelle des
Leib=
garde=Regiments unter Leitung des Herrn Hauske
ge=
langt auf Wunſch E. Griegs I. Peer Gynt=Suite zur
Auf=
führung. Bei der außerordentlichen Beliebtheit, der ſich
gerade die Griegſche Muſik bei uns erfreut, wird ſich ein
reges Intereſſe für die Veranſtaltung bemerkbar machen.
Außerdem haben auf der Vortragsordnung Platz
gefun=
den: R. Strauß' Roſenkavalier, Walzer; R. Wagners
Ouvertüre zu Tannhäuſer; L. v. Beethovens Andante
cantabile aus der Fünften Symphonie. (Siehe auch die
betr. Anzeige.) — Schützenhof. Wie bereits bekannt,
konzertiert die Kapelle des Großh. Artillerie=Regiments
Nr. 61 unter Hrn. Obermuſikmeiſter Webers Leitung heute
Donnerstag im Schützenhof. Ein billiger Kunſtgenuß
ſteht den Beſuchern bevor. Das Programm enthält Werke
der beliebteſten Komponiſten, wie Mozart, Lortzing und
C. M. von Weber. (Siehe auch Anz.)
Offenbach, 16. Juli. Der in den 20er Jahren ſtehende
Friedrich Nieß aus Kaiſerslautern brach geſtern
nach=
mittag in der Roſenapotheke am Wilhelmsplatz in die
Manſarde eines Dienſtmädchens ein. Nieß
wurde aber feſtgenommen; dabei ſtellte ſich heraus, daß
man es mit einem gefährlichen Gauner zu tun
hat, der neben verſchiedenen Einbruchswerkzeugen zwei in
Mainz geſtohlene Sparkaſſenbücher auf 600 und 400 Mk.
bei ſich hatte. Die Beträge waren noch nicht erhoben.
Sprendlingen, 16. Juli. Beim Nachfüllen des
Benzin=
behälters verbrannte nachts ein mit zwei Damen und
zwei Herren beſetztes Automobil. Die Inſaſſen,
offen=
bar Franzoſen, konnten ſich nur mit knapper Mühe retten.
k Erzhauſen, 16. Juli. Infolge der beſſer gewordenen
Witterung wurde geſtern hier und in den
Nachbarge=
meinden mit dem Kornſchnitt begonnen. Im
allge=
meinen können die Landwirte, je nachdem die Lagen der
Felder ſind, ſowohl mit dem Halm= als auch mit dem
Körnerertrag zufrieden ſein, wenn auch vereinzelte Felder
durch den letzten Hagel etwas gelitten haben.
g. Groß=Bieberau, 16. Juli. Der Handelsmann Levy
Haas von hier wurde heute morgen in ſeiner Wohnung
erſchoſſen aufgefunden. Er hatte Selbſtmord
verübt.
Erbach, 16. Juli. Gräfin=Mutter zu Erbach=
Fürſtenau, Prinzeſſin zu Hohenlohe=Ingelfingen, iſt
geſtern nachmittag auf dem Jagdſchloß Krähenberg im
79. Lebensjahre ſanft entſchlafen.
1. König, 16. Juli. Bei dem vom Militär= und
Vete=
ranenverein König abgehaltenen Preisſchießen
wur=
den bei recht lebhafter Beteiligung auf der 12=Ringſcheibe
mit je 3 Schuß folgende Preiſe errungen: 1. Preis: Jakob
Mannheimer mit 36 Ringen; 2. Preis Aug.: Hofferbert
mit 34 Ringen; 3. Preis: Dr. Zimper mit 34 Ringen; 4.
Preis: Johann Seibert mit 33 Ringen; 5. Preis: Friedr.
Keller mit 33 Ringen. Den vom Ehrenvorſitzenden des
Vereins, Herrn Forſtmeiſter Hoffmann, zurzeit in Ober=
Ramſtadt, geſtifteten Ehrenpreis errang Auguſt Hofferbert
mit 34 Ringen.
Mainz, 16. Juli. Durch die Preſſe ging vor kurzem
die Notiz, daß in der neu angelegten Hochgeſandtſtraße,
die ſich in der Nähe des neuen Krankenhauſes hinzieht,
das Pferd eines Offiziers plötzlich durch eine
Bodenſen=
kung etwa 5 Meter tief in die Erde verſunken iſt. Der
Rei=
ter konnte ſich durch ſchnelles Abſpringen noch rechtzeitig
auf feſten Boden retten. Die Unterſuchungen haben zu
dem überraſchenden Ergebnis geführt, daß das ganze
Ge=
lände zwiſchen Linſenberg und Albansberg, das die
Reichs=
kommiſſion zum Verkauf geſtellt und zum Teil ſchon
ver=
kauft hatte, durch zahlloſe Minengänge
unter=
miniert iſt. Wie rieſige Spinnengewebe ziehen ſich in
einer Tiefe von 6 bis 7 Meter dieſe Minengänge nach allen
Richtungen hin, die teils ausgemauert, teils als
ſo=
genannte Flatterminen ausgebildet ſind. Bei dem
Ein=
bruch des Reiters handelte es ſich um eine ſolche Mine,
die ſich mit Waſſer gefüllt hatte und dadurch das
dar=
überliegende Erdreich zum Einſturz brachte. Die Gefahr
für das ganze Gelände iſt um ſo größer, als bisher kein
Menſch von dem Vorhandenſein der Minen wußte, und
Gebäude Kanäle, Gas= und Waſſerleitungen uſw. über
dieſen Anlagen ahnungslos errichtet wurden. Zahlloſe
Prozeſſe werden die unabwendbare Folge ſein. Auch
zwi=
ſchen der Stadt und der Reichskommiſſion iſt ein Prozeß
wohl unvermeidlich. — (Nach den von dem M. Tgbl. an
amtlicher Stelle eingezogenen Erkundigungen handelt es
ſich hier um eine Aufbauſchung einer an ſich durchaus nicht
bedenklichen Sache: In einer Tiefe von etwa acht Metern
ſtieß man in der Nähe des neuen Krankenhauſes auf einige
unterirdiſche Gänge, die jedoch das darüberliegende
Ge=
lände und die darauf befindlichen Gebäude durchaus nicht
gefährden, ſodaß ein Grund zur Beunruhigung der
Be=
wohner abſolut nicht vorliegt.)
Mainz, 16. Juli. Das 17jährige Dienſtmädchen
Kath. Fuchs von hier, welches bei einem Arzt auf dem
Höfchen bedienſtet iſt und ſeiner Herrſchaft 20 Mark
unter=
ſchlagen hätte, wollte aus Furcht vor Strafe in
en Tod gehen und trank geſtern nachmittag Salzſäure.
Die Unglückliche wurde ins Hoſpital gebracht. — Die
Ein=
nahmen der Straßenbahn während der
Schützenfeſttage betrugen insgeſamt 38942 Mark,
12000 Mark mehr, als im vorigen Jahre um dieſelbe Zeit
eingenommen wurden. — Der Werkmeiſter Schilling
beſuchte am Sonntag den Feſtplatz, trank dort mehrere
Glas Wein und begab ſich auf den Heimweg durch die
Anlage. Er kam dort zu Fall und ſtürzte auf einen
Stein. Er trug einen Naſenbein= und einen
Schädel=
bruch davon. Durch einen Bluterguß in den Kopf trat
der Tod ein.
Weſthofen, 16. Juli. Vorgeſtern ſtürzte eine
Scheune an der Reparaturen vorgenommen wurden,
während der Arbeit der Handwerksleute zuſammen.
Zwei junge Zimmerleute, Brüder, wurden verletzt, der
Feuilleton,
* Der größte Straßenbahnhof der Welt. Groß=
Ber=
lin wird in dieſen Tagen um einen neuen „Rekord”
rei=
cher. Am 16. Juli eröffnet die Große Berliner
Straßen=
bahn in Berlin=Lichtenberg einen neuen Bahnhof, den
21., den die Geſellſchaft in Betrieb hat. Er wird, wie
ſchon mitgeteilt, alle anderen an Größe übertreffen. Die
Halle iſt 200 Meter lang und über 100 Meter breit. Sie
wird 500 Wagen gleichzeitig aufnehmen können, die auf
26 nebeneinander liegenden Gleiſen aufgeſtellt werden.
Dieſer Faſſungsraum macht den Straßenbahnhof zum
größten ſeiner Art. Weder in Europa noch in
Amerika iſt ein ähnliches Bauwerk anzutreffen. Nach
voller Beſetzung des Bahnhofs, die ſehr bald zu erwarten
iſt, wird ihm ein Perſonal von etwa 2000 Mann
zugehören. Um für dieſe Beamten genügend
Wohn=
gelegenheit zu ſchaffen, beabſichtigt die Große Berliner
Straßenbahn bekanntlich, eine Gartenſtadt in Lichtenberg
zu erbauen. Nach dem Entwurf für dieſe Anſiedelung
ſollen etwa 300 Zweifamilien=, 100 Einfamilien= und
etwa 170 Drei= und Vierfamilienhäuſer für insgeſamt
etwa 2000 Beamte errichtet werden. Zu jedem Hauſe
ge=
hört ein kleiner Garten. Die Anſiedelung wird von zwei
ſich kreuzenden Hauptwegen durchquert. In der Mitte
der Kolonie, vor einem etwa ½ Morgen großen Platz,
ſoll ein Verkaufs= und Klubhaus errichtet werden, das
den wirtſchaftlichen Bedürfniſſen der Angeſtellten und
auch der Geſelligkeit und der Erholung zu dienen
be=
ſtimmt iſt.
— Die Weihe der Santa Sofia in Saloniki. Der
etzte Sonntag war für Saloniki ein Feſttag von tiefer
ymboliſcher Bedeutung: der ehrwürdige alte Dom von
Santa Sofia, der ſo lange den Zielen ſeiner Erbauer
ent=
remdet und von der türkiſchen Herrſchaft gleich der
Ha=
ſia Sofia in Konſtantinopel zu einer Moſchee
umgewan=
ſelt worden war, iſt zum erſten Male ſeit Jahr
underten wieder die Stätte chriſtlichen Gottes
ienſtes geweſen. Der alte Dom geht auf die
juſtinia=
iſche Zeit zurück und iſt als Bauwerk eine getreue
Nach=
ildung der Hagia Sofia, wenn auch in etwas kleineren
dimenſionen. 482 Jahre lang war in ihr das Kreuz
urch den Halbmond erſetzt, bis am Sonntag morgen
m 10 Uhr der Metropolit von Saloniki, von den Biſchöfen
nd allen Geiſtlichen der Stadt geleitet, das alte Gotteshaus
eierlich wieder zu einer chriſtlichen Kirche weihte und
ann einen feſtlichen Gottesdienſt abhielt. Nach dem
ochamt wurde ein Tedeum geſungen zu Ehren des
grie=
iſchen Königs, des Heeres und der Flotte. Dann folgte
in Requiem für die Seelenruhe der für ihr Vaterland
und ihren Glauben gefallenen griechiſchen Soldaten und
Offiziere und für die unglücklichen Männer, Frauen und
Kinder, die als Opfer des gegenwärtigen Krieges unter
grauſamen Umſtänden ihr Leben verloren. Eine
gewal=
tige Menſchenmenge, die den großen Raum bis in die
letzten Winkel füllte, wohnte kniend der denkwürdigen
Feier bei, an ihrer Spitze der Generalgouverneur von
Mazedonien, der Präfekt von Saloniki, die Zivil= und
Militärbehörden und der ruſſiſche und der ſerbiſche
Kon=
ſul. Nach dem Requiem hielt der Metropolit eine
An=
ſprache, in der er den König, die griechiſche
Königs=
familie, das griechiſche Volk, den Zaren, König Peter von
Serbien und König Nikolaus von Montenegro feierte.
Der fröhliche Abſchied. Die Tauſende von
Ameri=
kanern, die alljährlich in den Sommermonaten ihre
Er=
holungsreiſe nach Europa antreten, brauchen fortan dem
Augenblick des Abſchieds nicht mehr mit Beklommenheit
entgegenzuſehen. Bisher war der Augenblick des
Ab=
ſchieds doch immer ein Wermutstropfen im Becher der
Freude, wenn das Schiff langſam vom Ufer glitt und
die Freunde und Verwandten am Kai zurückblieben; wenn
dann die Schiffskapelle ihre gemütvollſten Weiſen ertönen
ließ, dann wurde einem oft das Herz ſchwer und die Augen
füllten ſich mit Tränen. Die für das körperliche und
ſee=
liſche Wohl ihrer Paſſagiere beſorgten
Schiffahrtsgeſell=
ſchaften konnten das nicht mehr länger mit anſehen. Die
rührenden und traurigen Abſchiedsſzenen müſſen den
Direktoren in der Seele weh getan haben; die Folge war
jedenfalls, daß man ſich eingehend mit der Frage
beſchäf=
tigte, ob es denn nicht möglich ſei, den Abſchiedsſchmerz
zu betäuben und gewiſſermaßen zu einer Abſchiedsfreude
zu machen. Die Frucht dieſer zartſinnigen Erwägungen
iſt jetzt gereift. Wodurch kam es bisher, daß man immer
ſo leicht ſentimental wurde? Ach, dieſe Abſchiedsmuſik,
dieſe langgezogenen, ſchmerzlichen Klänge, dieſe
trauri=
gen Lieder vom Abſchiednehmen und Ankerlichten! Die
fröhlichſten Menſchen erlagen der Suggeſtion dieſer Muſik,
und ſobald die Kapelle ihre ſchmelzenden Töne
erklin=
gen ließ, wurden ſelbſt ſteinerne Herzen zu Butter. Und
wozu das alles? So faßte man den Entſchluß, künftig
bei der Abfahrt der Schiffe keine Abſchiedsweiſen mehr
ſpielen zu laſſen, ſondern an deren Stelle fröhliche, luſtige
Weiſen. Am Sonntag wurde der Plan in Neu=York
erprobt bei der Abfahrt des Dampfers „Van Dyck”. Und
wirklich, der Erfolg war ausgezeichnet. Man ſtrich alle
elegiſchen Weiſen aus dem Abſchiedskonzert, ſpielte nur
Tanzmelodien, und als der Rumpf des Schiffes ſich
lang=
ſam von der Kaimauer entfernte, ging die Kapelle mit
Elan in die Melodie des Walzers aus der Luſtigen
Witwe über. Die Paſſagiere nahmen unwillkürlich den
Rhythmus der Muſik auf, während der Dampfer davon=
glitt, ſah man auf Deck Leute tanzen und auch die „
Hin=
terbliebenen” am Ufer folgten bald dieſem Beiſpiele und
tanzten, bis die Muſik in der Ferne verhallte. Es gab
keine Rührung, keinen Schmerz. Ja ſogar ein paar
Miſſionare, die an Bord waren, zeigten vergnügte und
lächelnde Mienen. Amerika aber iſt ſtolz, auf dieſe
ein=
fache und ſinnige Weiſe ſeinem Nationalvermögen an
Ge=
fühlen die zweckloſe und damit unökonomiſche
Aufwend=
ung von Tränen erſpart zu haben.
C2) Der neueſte Tanz. Noch tobt der Meinungsſtreit
über die Salonfähigkeit des Tango und ſchon erſteht
die=
ſem von den Pariſern der Welt vorgeführten Modetanze
ein gefährlicher Rivale. Er kommt aus Amerika, aber
er rühmt ſich bereits einer ſehr hohen geſellſchaftlichen
Protektorin: die Herzogin von Mancheſter hat ihn in
London eingeführt und alle vornehmen Salons der
bri=
tiſchen Ariſtokratie öffnen ihm ihre Pforten. Es iſt der
„Fiſh Walk”, der Fiſchgang, und nachdem ihn die
Herzo=
gin von Mancheſter bei ihren letzten thés dansants mit
— wie Augenzeugen verſichern — vollendeter Anmut
vorführte, iſt er das tänzeriſche Ideal der vornehmen
Jugend geworden und überall übt man ſich, die
ſchwie=
rigen und etwas halsbrecheriſchen Schritte des
Fiſch=
ganges zu meiſtern. Der Entdecker und Erfinder
die=
ſer neuen Senſation der europäiſchen Ballſäle, Mr. Uriel
Davis, hat die Einzelheiten des Fiſchganges verraten.
„Um den „Fiſchgang” wirklich aut und richtig zu tanzen,
iſt es am beſten, zunächſt eine Uebung fleißig zu
wieder=
holen: man hüpft eine Treppe hinauf. Dieſen
hüpfen=
den Schritt übertrage man dann auf das Parkett des
Ball=
ſaales. Acht dieſer Schritte vorwärts, acht Schritte
zu=
rück; und dann folgen ſeitwärts vier Gleitſchritte, wie
man ſie vom „Oneſtev” her kennt, nur werden ſie beim
Fiſchgang doppelt ſo ſchnell ausgeführt als beim Oneſtep.
Dann folgen wieder die acht Hüpfſchritte.” Und
aufmun=
ternd fügt der glückliche Erfinder dieſes erfolgreichen
neuen Tanzes hinzu: „Der „Fiſchgang” iſt übrigens ein
vorzügliches Mittel zur Verringerung des eigenen
Ge=
wichts.”
* Im Zeitalter der Reklamemarken. In einer
Zei=
tung ſtand folgende Anzeige: „Mädchen, anfangs der
30er Jahre mit 30000 R. M. ſucht ſich mit beſſerem
Be=
amten zu verheiraten.” Mein Freund Stanglberger ſetzte
alle Hebel in Bewegung, um zu der reichen Braut in
Be=
ziehung zu kommen und es gelang ihm ſo überraſchend,
daß er ſeit 8 Tagen mit ihr verheiratet iſt. Tiefbeſtürzt
hat er mir, als ſeinem beſten Freund, aber erzählt, daß die
von ſeiner Frau mitgebrachten 30000 R. M. leider nicht
Reichsmark, ſondern Reklamemarken waren!
eine leichter, der andere trug neben ſonſtigen Verletzungen
eine Gehirnerſchütterung davon und mußte ins Wormſer
Krankenhaus verbracht werden.
Drais, 16. Juli. Der hieſige Feldſchütze wurde
am Sonntag von dreifremden Burſchen
über=
fallen und mußte von ſeiner Schußwaffe Gebrauch
machen. Einer der Angreifer wurde durch einen Schuß
ſchwer verletzt, während die anderen die Flucht
er=
griffen.
Wölfersheim, 16. Juli. Die Fürſtlich Solms=
Braunsfelſer Grubenverwaltung in
Wöl=
fersheim hat ihre ſämtlichen 29 oberheſſiſchen
Roteiſenſteingruben in Größe von 9020 410
Quadratmetern an die Buderusſchen Eiſenwerke in
Wetz=
lar verkauft. Ebenſo ſteht der Verkauf der
Braun=
kohlenfelder bei Weckesheim, Wölfersheim und
Wil=
helmshoffnung an die gleiche Geſellſchaft bevor. Die
Gruben umſchließen nahezu 16 Millionen Quadratmeter
Mutungsfeld.
(*) Gießen, 16. Juli. Eine Stiftung von 5000
Mark überwies Kommerzienrat Dr. Klemm der
Biblio=
thek an der Univerſität; die ſogenannte Klemmſche
Stif=
tung iſt jetzt auf 10000 Mark angewachſen. — Das neue
Kaſernengebäude für die
Maſchinengewehrkompag=
nie, die am 1. Oktober errichtet wird, iſt im Rohbau
voll=
endet. Es ſollen nun auch noch zwiſchen dieſem Gebäude
und dem Schützenhaus drei Unteroffizier=Wohnbauten
erſtehen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 15. Juli. Die Kaiſerin
wird mit ihrem Gefolge bereits in den erſten Tagen des
Auguſt in Wilhelmshöhe zum Sommeraufenthalt
eintref=
fen. Vorausſichtlich kehrt der Kaiſer eine Woche ſpäter
von der Nordlandreiſe zurück und kommt gleichfalls nach
Wilhelmshöhe. — Der Prinz von Wales, der
augenblicklich völlig inkognito eine Reiſe durch Deutſchland
macht, kam heute im Automobil von Leipzig zum erſtenmal
nach Berlin. Er brauchte für die Fahrt nicht ganz drei
Stunden. In ſeiner Begleitung befinden ſich Major
Car=
dogan und Profeſſor Fiedler. Der Sekretär des Prinzen
und die Dienerſchaft waren ſchon vorgeſtern mit der Bahn
eingetroffen. Bald nach ſeiner Ankunft unternahm der
Prinz mit Profeſſor Fiedler (Univerſität Orford) einen
Spaziergang durch die Stadt, der ſich auf mehrere
Stun=
den ausdehnte. — Heute nachmittag ging über Berlin und
die Umgebung ein Gewitter nieder, das namentlich in
den weſtlichen Vororten mehrfach Ueberſchwemmungen
und ſonſtige Verheerungen zur Folge hatte. Im Freibad
Wannſee überſchwemmten die Waſſermengen die großen
Badezelte und das Waſſer ſtand in den Zelten bald ſo
hoch, daß das Badepublikum ſich auf die Bänke flüchten
mußte. Um die Garderobe entſtand ein Gedränge. Hüte und
andere Garderobeſtücke ſchwammen umher. Mit zum Teil
zuſammengerafften Kleidungsſtücken ſchwamm und lief
Groß und Klein durcheinander. Als das Gewitter ſich
ausgetobt hatte, trat auch unter der Menſchenmenge
all=
mählich wieder Ruhe ein und der Berliner Humor gewann
die Oberhand.
Frankfurt, 16. Juli. In der Giftmordaffäre
Hopf fanden, dem Gen.=Anz zufolge, heute vormittag
um 8 Uhr auf dem hieſigen Hauptfriedhof drei
Exhu=
mierungen ſtatt. Den Ausgrabungen wohnten bei der
Unterſuchungsrichter Landgerichtsrat Dr. Adolf Goering,
Kriminalinſpektor von Salomon, Staatsanwaltſchafts=
Aſſeſſor Bang, Gerichtsarzt Dr. Roth, Kreisarzt Dr.
Fromm, Gerichtschemiker Dr. Popp und deſſen Aſſiſtent
Dr. Sieber, Rechtsanwalt Dr. Sinzheimer, der
Verteidi=
ger Hopfs, ferner Amtsrichter Dr. Karl Alken und die
Kriminalkommiſſare von Goſen und Engelbrecht. Hopf
wurde von den Kriminalbeamten Fiſcher und Mielke an
den Händen gefeſſelt vorgeführt. =Es wurde
zu=
erſt die Leiche des am 19. April 1895 verſtorbenen
Va=
ters des Unterſuchungsgefangenen, Karl Wilhelm Paulus
Hopf, ausgegraben. Das Grab war bereits um 8 Uhr bis
zum Sarg ausgegraben. Der Sarg war verfallen. Die
ein=
zelnen Leichenteile wurden herausgehoben und in einem
kleinen Sarg verwahrt, aus dem ſpäter das zur
Unter=
ſuchung erforderliche Material genommen wird. Dr. Popp
entnahm auch wiederum Erdproben. Hopf wurde von
dem Unterſuchungsrichter gefragt, ob er die Leiche ſeines
Vaters anerkenne, was er bejahte. Innerhalb einer
hal=
ben Stunde war die Ausgrabung beendet. Es wurde
hierauf an das Grab der zweiten Frau Hopfs
ge=
ſchritten, der am 26. Auguſt 1883 geborenen und am
15. April 1911 verſtorbenen Ehefrau Didi Seeger,
geſchie=
denen Hopf. Auf der gleichen Grabſtätte ruhte ein Kind.
deſſen Sarg zunächſt ausgegraben und beiſeite
ge=
ſtellt wurde. Nach längeren Grabungen ſtieß man auf die
Ueberreſte der zweiten Gattin Hopfs Nach erfolgter
Ex=
humierung wurde Hopf wieder abgeführt und per Droſchke
nach dem Unterſuchungsgefängnis gebracht.
Straßburg, 15. Juli. Aufſehen erregt hier die
Ver=
haftung des erſten Aſſiſtenten am chemiſchen Inſtitut
der Straßburger Univerſität, des Chemikers Wyller,
der die Abſicht hatte, ſich dauernd als Privatdozent hier
niederzulaſſen. Wyller machte unter betrügeriſchen
Vor=
ſpiegelungen große Schulden. Auch beging er
Verfehlun=
gen unſittlicher Art. Bei der Verhaftung verſuchte er ſich
mit Blauſäure zu vergiften.
Hamm i. W., 16. Juli. Nach einer Mitteilung der
Polizeiverwaltung Rönthen im Kreiſe Hamm ſind dort
zwei franzöſiſche Agenten feſtgenommen
worden, die in mehreren Orten des Induſtriebezirks
Familien für die franzöſiſchen Zechen, ſowie einzelne
Per=
ſonen für die franzöſiſche Fremdenlegion angeworben
haben ſollen.
Dresden, 16. Juli. Der bekannte Tenor
Kammer=
ſänger Karl Burrian wurde vom Schöffengericht
wegen Ehebruchs zu einem Monat Gefängnis
verurteilt. Burrian, der ſeinen Wohnſitz in Wien hat,
war von dem perſönlichen Erſcheinen entbunden. Er hat
mit einer Dresdener Kaufmannsfrau in den Jahren 1909
bis 1910 die Ehe gebrochen. Die Frau war ihm nach
Ame=
rika gefolgt, iſt aber dort geſtorben. Der Ehemann ſtellte
Strafantrag, was zu der jetzigen Verurteilung des
Sän=
gers führte. Ob dieſer ſich freilich in Dresden zur
Verbü=
ßung ſeiner Strafe einfinden wird, iſt eine andere Frage.
Neu=Brandenburg, 15. Juli. Auf der Chauſſeeſtrecke
Neu=Brandenburg-Woldegk fuhr das Automobil der
Firma Jäger Neu=Brandenburg in voller Fahrt gegen
einen Baum. Der Chauffeur wurde auf der Stelle
ge=
tötet, während ein Sohn des Fabrikbeſitzers Jäger ſo
ſchwere Verletzungen davontrug, daß er in das
Kranken=
haus Neuſtrelitz übergeführt werden mußte.
Rathenow, 16. Juli. Durch die Nachläſſigkeit eines
Schrankenwärters kam heute Prinz Ernſt Auguſt
von Cumberland mit ſeiner Eskadron an einem
Bahnüber=
gang in große Gefahr. Als die Eskadron mit einem
Muſikkorps an der Spitze an dem Bahnübergange Rathe=
now-Samme angelangt war, fand ſie die Bahnſchranke
offen. Das Muſikkorps hatte die Bahngeleiſe ſchon paſſiert,
als der Prinz und ſein Adjutant plötzlich aus 100 Meter
Entfernung einen Zug herankommen ſahen. Im Nu riß
der Prinz ſein Pferd zurück und ließ die Schwadron
hal=
ten, ſo daß im letzten Augenblick ein größeres Unglück
verhütet wurde. Der Schrankenwärter hatte vergeſſen, die
Schranke rechtzeitig zu ſchließen.
Wilhelmshaven, 15. Juli. Das heute nachmittag auf
der Werft eingeſchleppte Wrack des
Torpedo=
bootes „§178”wurde geſtern Abend in Dock 4 eingedockt.
Der Dockplatz iſt ſtreng abgeſperrt.
Prag, 15. Juli. Bei Semena=Sternberg an der
Buſch=
tiehrader Bahn ſtieß nachts ein Perſonenzug mit
einem Güterzug zuſammen. Zehn Perſonen wurden
ſchwer, elf leicht verletzt. Die Züge ſind ſtark beſchädigt.
Der Verkehr iſt teilweiſe geſtört.
Paris, 15. Juli. Der deutſche Botſchafter hat alles
erforderliche veranlaßt, um den genauen Sachverhalt
des Nancyer Vorfalles feſtzuſtellen. Der Obmann
der Nancyer allgemeinen Studentenvereinigung hat an die
Blätter ein Schreiben gerichtet, in dem er ſeine
Mißbillig=
ung über die „unüberlegte Gebärde” eines Studenten
aus=
ſpricht, für die man die geſamte Studentenſchaft nicht
ver=
antwortlich machen könne.
Paris 16. Juli. Wie aus Marſeille gemeldet wird,
werden etwa 40 Häftlinge, die im Fort St. Nicolas
gemeutert haben, nach dem Gefängnis von Albertville und
Grenollle gebracht werden. Die Rädelsführer werden
ſtreng beſtraft werden.
Neu=York, 16. Juli. In Chicago iſt das erſte
Bis=
marck=Denkmal in den Vereinigten Staaten
nthüllt worden. Das Denkmal iſt ein Geſchenk eines
Privatmannes und ſteht im Riverewpark, dem größten
Vergnügungsetabliſſement Chicagos.
XIl. Deutſches Curnfeſt.
— Leipzig, 15. Juli. Der heutige dritte Feſttag
des 12. Deutſchen Turnfeſtes begann wieder mit
einem Zwölfkampf, und zwar der Kreiſe IIIB bis
IJ.V, ſowie der Gäſte der erſten Abteilung. Die Kämpfe
nahmen bereits kurz nach 6 Uhr früh ihren Anfang,
worauf dann von 8 Uhr ab den ganzen Vormittag über
das Kreisturnen der Kreiſe I bis IIIC, V VII, IX und
X ſtattfand. Bei den bisher gebotenen Vorführungen
zeigte es ſich, daß in allen 18 deutſchen Turnkreiſen mit
gleichem Eifer und gleicher Hingebung gearbeitet
wor=
den iſt, ſo daß die Leiſtungen zum Teil ganz erſtaunliche
waren. Ueberall zeigte ſich das Beſtreben nach immer
beſſeren Leiſtungen unter Benützung aller neuzeitlichen
Einrichtungen. Hervorragende Leiſtungen boten u. a.
die Turnvereinigung Berliner Lehrer, der Hannoverſche
Kreis, die ſchwäbiſchen Turner, die Rheinländer, die unter
Führung des Kreisturnwarts Schröder=Bonn die in Süd=
und Weſtdeutſchland bevorzugte Art des Gemeinturnens
der Gaue und des Kreiſes an 23 Pferden, ſowie
allge=
meines Riegenturnen und Muſterriegen=Turnen zeigten.
Die Bayern führten unter Kreisturnwart Reitmaier=
Würzburg nach den Pflichtfreiübungen Gemeinturnen am
Barren mit über 300 Teilnehmern vor. Sehr
eindrucks=
voll geſtalteten ſich auch die Vorführungen des Schleswig=
Holſteiniſchen Kreiſes, der unter Leitung des
Kreisturn=
warts Broderſen=Kiel neben den Pflichtfreiübungen
Son=
derübungen, Gemein=, Muſter= und allgemeines
Riegen=
turnen, ſowie Altersriegenturnen gemeldet hatte.
Turn=
wart Voltze=Frankfurt a. M. führte 1042 Turner zu den
Freiübungen und den Uebungen der Muſterriegen.
Be=
ſonderen Beifall fanden gemeinſame Uebungen an 20
längsgeſtellten Pferden. Hieran ſchloß ſich der Kreis
Nordoſt unter Turnwart Merdes=Danzig mit 240
Meld=
ungen, dahinter Schleſien und Poſen unter Turnwart
Kretſchmar=Breslau. Ihre Vorführungen brachten zirka
900 Turner auf die Arena. Die Pommern waren
ver=
hältnismäßig ſchwach mit 176 Freiturnern vertreten; ſie
gefielen aber beſonders durch ihre vorzüglichen
Leiſtun=
gen an 18 Pferden. Die Freiturner der Provinz
Sach=
ſen wieſen wieder eine ſtattliche Anzahl auf, nämlich
gegen 850 Mann. Sie bildeten das größte Carrs des
heutigen Tages. Ihre Uebungen wurden wieder vom
Vorturnerpodium aus mit Flaggenſignalen geleitet und
fanden lebhaften Beifall, namentlich ſeitens der heute
be=
ſonders zahlreich vertretenen Landsleute.
Um 2 Uhr begann das Wettfechten in vier
Ab=
teilungen, und zwar wurde gefochten auf Floret, Spada,
leichte Säbel, Bügelſäbel. Buckelſäbel, Korbſäbel und
leichte Degen. — Laute Begeiſterung erweckte dann das
Turnen der Leipziger Schuljugend, die zu vielen
Hunder=
ten unter Leitung von Profeſſor Tesmert erſchienen war,
zum Teil noch rechte Knirpſe, die aber mit großer Luſt und
ebenſo großem Eifer an ihre Aufgabe herangingen und
ihre Sache ganz vorzüglich machten. — Zur ſelben Zeit
begannen die erſten Leiſtungen der
Schwimmver=
eine in einer benachbarten Turnanſtalt, beſtehend in
Eilboten= Kürſchwimmen und Waſſerballſpiel. — Auf
dem Freiübungsplatz fanden volkstümliche Einzelübungen
ſtatt, die ein Vorbild für kleinere Turnvereine geben
ſoll=
ten. — In den einzelnen Turnzelten machten, wie auch
geſtern, die Turnerinnen Leipzigs Freiübungen, in
der Hauptſache Stabübungen; außerdem beteiligte ſich am
Abend die Jugend Leipzigs noch eifrig mit turneriſchen
Spielen. Neben dem Zwölfkampf und dem Kreisturnen
gehen täglich auch Ausſcheidungs= und Wettſpiele in
Schlag=, Fauſt= und Fußball auf dem Feſtplatz vor ſich.
Dieſe Spiele haben erſt ſeit dem Breslauer Turnfeſt eine
rege Pflege gefunden, und zwar nicht in einer einfachen
harmloſen Art eines Erholungsſpieles, ſondern als
rich=
tige Wettſpiele. Der Fauſtball war allerdings ſchon in
Hamburg ziemlich beliebt geweſen, aber er hat ſich
ſeit=
dem noch eine große Anzahl neuer Freunde erworben.
Während draußen auf dem Feſtplatz all dieſe
Pro=
duktionen vor ſich gehen, treffen ſich drinnen in der Stadt
die verſchiedenen Korporationen zu gemeinſamen feſtlichen
Veranſtaltungen. Von beſonderem Intereſſe war das
Feſtmahl des Ausſchuſſes der Deutſchen Turnerſchaft,
der zu Beginn des Deutſchen Turnfeſtes hier ſeine
dies=
jährige Hauptverſammlung abgehalten hatte und dem die
hervorragendſten Vertreter des deutſchen Turnweſens
aus allen Teilen des Reiches angehören. Die Reihe der
Reden eröffnete Sanitätsrat Toeplitz (Breslau) mit
einem „Gut Heil!” auf Kaiſer Wilhelm und den Ehrengaſt
des Feſtes König Friedrich Auguſt. — Der zweite Redner,
Generalfeldmarſchall v. d. Goltz, betonte, daß die
Deut=
ſchen Turnfeſte Feſte der Arbeit ſeien und eine hohe
natio=
nale Bedeutung hätten. Er brachte namens des
Jung=
deutſchlandbundes ein Hoch auf die Deutſche Turnerſchaft
aus. — Stadtſchulrat Rühl (Stettin) toaſtete auf die
Stadt Leipzig und die verſchiedenen Feſtausſchüſſe, die in
muſtergültiger Weiſe gearbeitet hätten. — Der
Zentral=
ausſchuß für Volks= und Jugendſpiele ließ durch Prof.
Kohlrauſch (Hannover) den Wunſch ausſprechen, daß
der Ausſchuß mit der Deutſchen Turnerſchaft zu
gedeih=
lichem Wirken zuſammengehen möge. — Dr. Schwada
(Wien) brachte namens der Deutſch=Oeſterreicher, die die
Vorhut des deutſchen Volkes im Oſten ſeien, ein „Gut
Heil!” auf die deutſche Turnerei aus. — Der Vertreter
des Belgiſchen Turnerbundes, Cuperüs, überbrachte
dem Vorſitzenden der Deutſchen Turnerſchaft Sanitätsrat
Dr. Goetz die Siegespalme und für die deutſche
Turner=
fahne der Deutſchen Turnerſchaft die Medaille des
Belgi=
ſchen Turnerbundes. — Geh. Rat Goetz hob in ſeiner
Dankanſprache hervor, daß die Deutſche Turnerſchaft ſtets
unabhängig nach oben wie nach unten geweſen ſei. Es
handele ſich um den Kampf um die Jugend, und da gelte
es, Treue zu halten dem Vaterlande, der Arbeit und der
Jugenderziehung. — Im weiteren Verlaufe des Feſtmahls
ſprachen noch Vertreter aus Rußland, der Schweiz,
Hol=
land, Braſilien, Chile, Deutſch=Südweſtafrika uſw. Der
Vertreter der deutſchen Turner in Südweſtafrika hob
her=
vor, wie notwendig es ſei, daß die deutſchen Turner
ſo=
wohl im Inlande wie im Auslande ihre Unabhängigkeit
bewahren. Das könnten ſie nur, wenn ſie unter ſich ſelbſt
einig ſeien wie bisher und ſich gegen jede Einmiſchung in
partei= und ſozialpolitiſche Kämpfe verwahren. Sein mit
Begeiſterung aufgenommenes Hoch galt der Einigkeit des
deutſchen In= und Auslandes.
— Leipzig, 15. Juli. Der Mittelrheinkreis
trat heute vormittag 8 Uhr mit etwa 600 Turnern zum
Turnen der Freiübungen an. Der Aufmarſch
hierzu, ſowie die Uebungen ſelbſt, wurden unter der
be=
währten Leitung des Kreisturnwartes Volze
muſter=
gültig ausgeführt. Hieran anſchließend traten die
Muſter=
riegen der einzelnen Vereine des Kreiſes zum Turnen an.
Von der Darmſtädter Turnerſchaft turnten die
Turn=
gemeinde Darmſtadt mit einer Turnerriege am Reck und
mit einer Riege älterer Turner an zwei Barren, die
Turngemeinde Beſſungen mit einer Riege älterer Turner
als Sonderriege Würfelübungen und der Turnverein
Darmſtadt mit einer Turnerriege am Barren. Nach dem
Muſterriegenturnen traten etwa 150 Turner aus den
Ver=
einen des Kreiſes zu Gemeinübungen an 20 langgeſtellten
Pferden an. Es war ein ſchöner Anblick, wenn die 20
Turner gleichzeitig zu den Uebungen anliefen, ſie
gleich=
mäßig ausführten und im Laufſchritt ſich wieder auf ihre
Plätze begaben. Dieſes Turnen des Mittelrheinkreiſes
war beim Turnen der Kreiſe am Dienstag wohl eine der
ſchönſten Vorführungen. Die Turnzelte, in denen der
Zwölfkampf ausgefochten wird, ſind von Zuſchauern direkt
belagert. Es hält ſchwer. Eintritt zu bekommen, doch
wenn man ſich durch die Menge hindurch gezwängt und
Platz im Innern der Zelte gefunden hat, ſo lohnt ſich die
Mühe des Hindurchdrängens. Welch herrlichen Anblick
bieten die kräftigen, ſehnigen Geſtalten der Wetturner und
wie geſchmeidig und elegant werden die Uebungen
ausge=
führt, will doch jeder ſein Beſtes zeigen. Von Zeit zu
Zeit ſchallt von verſchiedenen Stellen lauter Beifall der
Zuſchauer für eine beſondere Glanzleiſtung eines Turners.
Folgende Reſultate ſind bekannt: Im Ringen=
Leichtgewicht: 1. Max Frenzel=Hohenſtein; 2. Guido
Schulze=Heinrichsort. Im Ringen=Mittelgewicht: 1.
Os=
win Blüthgen=Leipzig=Neuſtadt; 2. Th. Benkert=Hof. Im
Ringen=Schwergewicht: 1. Joſeph Pfaff=Leipzig=
Conne=
witz; 2. R. Schenk=München..
Luftfahrt.
Die Nordlandreiſe des Kaiſers.
* Baleſtrand, 15. Juli. Geſtern vormittag wurde
an der Frithiofſtatue der Kopf in 1½ Stunden
aufgewunden. Die Statue erſcheint höchſt gelungen. Das
Wetter iſt vortrefflich. An Bord iſt alles wohl.
* Baleſtrand, 15. Juli. Der Kaiſer arbeitete
heute vormittag allein und nahm ſpäter die Vorträge der
Chefs des Militär= und Marinekabinetts entgegen, ferner
die des Vertreters des Auswärtigen Amtes Geſandten
von Treutler. Heute nachmittag machte der Kaiſer einen
Spaziergang an Land.
sr. Die Kieler Flugwoche wurde mit einem
Erkundigungs=Wettbewerb auf der Strecke Kiel-
Eckern=
förde-Schleswig-Rendsburg-Kiel (100 Kilometer)
fortgeſetzt. In Rendsburg ſollte eine
Zwangs=
zwiſchenlandung vorgenommen werden. Zwiſchen
Schleswig und Rendsburg waren vom General=
Kom=
mando des 9. Armee=Korps geſtellte militäriſche Aufgaben
zu löſen. Außer ſechs Zivilfliegern beteiligten ſich vier
Militärflieger außer Konkurrenz. Die beſte Leiſtung
er=
zielte außer Konkurrenz Lt. Canter (Rumpler=Taube), mit
42 Minuten. Im Wettbewerb ſiegte Stiploſchek (Jeannin=
Stahltaube), mit 46 Minuten vor Friedrich (Etrich=
Taube), Stoeffler (Aviatik=Pfeil, Doppeldecker), Caſpar
(Gotha=Taube) und Schlegel (Aviatik=Eindecker). Außer
Konkurrenz flogen ferner noch Lt. v. Hiddeßen und Lt,
v. Engwer die ganze Strecke ab.
* Friedrichshafen, 16. Juli. Das Luftſchiff
„L. Z. 20” iſt heute vormittag 11 Uhr 20 Min. zue
Fahrt nach Frankfurt am Main aufgeſtiegen. An
Bord befindet ſich ein Teil der militäriſchen
Abnahme=
kommiſſion. Um 12 Uhr 40 Min. hat das
Luftſchiff=
in der Richtung auf den Hohenzollern in raſcher Fahrt
Oſtmettingen bei Balingen paſſiert.
* Frankfurt a. M., 16. Juli. Das Luftſchiff=
„L. Z. 20‟ iſt gegen 4¼ Uhr nach einer Schleifenfahrt über
der Stadt auf dem hieſigen Flugplatz gelandet und
vurde um ½5 Uhr in die Halle gebracht.
* Jüterbog, 16. Juli. Der Flugzeugführer
Leut=
nant Stoll vom Infanterie=Regiment Nr. 112 ſtürzte
geſtern abend um 8¼ Uhr aus einer Höhe von 15 Metern
ab. Der Apparat blieb in den Baumkronen hängen.
Stoll=
ſtarb in der Nacht im Garniſonslazarett Jüterbog,
wo=
hin er gebracht worden war. Der ihn begleitende
Unter=
offizier der Fußartillerie=Schießſchule, welcher zur
Flie=
gerabteilung kommandiert iſt, blieb unverletzt.
Landwirtſchaftliches.
— Frankfurt a. M., 16. Juli.
Schlachtvieh=
markt. (Amtl. Bericht.) Auftrieb: 1322 Schweine=
Preiſe für 1 Zentner Lebendgewicht (Schlachtgewicht)
in Mark: Fettſchweine über 3 Ztr. Lebendgewicht 62½ bis
67 (80—81), vollfleiſchige Schweine über 2½ Ztr.
Lebend=
gewicht 62—64 (80—81), vollfleiſchige Schweine über=
2 Ztr. Lebendgewicht 62—64 (80—81), vollfleiſchige
Schweine bis zu 2 Ztr. Lebendgewicht 62—64 (80—81)a
Marktverlauf ziemlich rege; es bleibt geringer
Ueberſtand.
Der neue Balkankrieg.
Bulgariſche Greueltaten
* Berlin, 15. Juli. Im Auftrage der
griechi=
ſchen Regierung teilt die griechiſche
Geſandt=
ſchaft in Berlin folgende genaue Daten über die
bul=
gariſchen Greuel mit: Die Verbrennung der
700 Griechen durch die Bulgaren in Kilkiſch geſchah am
4. bis 5. d. M. Die Verbrennung der Einwohner von
Planitza und Rainovo durch die Bulgaren am 4. und
6. d. M. Die Maſſakrierung der Einwohner von
Ni=
grita und Bogdanza geſchah am 6. und 7. d. M. durch
die bulgariſche Armee. Die Enthauptung des
verwun=
deten griechiſchen Leutnants Markantonakis und das
Her=
ausbohren der Augen ſeiner 12 verwundeten Soldaten
geſchah durch die bulgariſche Armee am 5. d. M. bei
Sa=
rigul. Die Erwürgung der 100 Bewohner von Demir=
Hiſſar (ein Biſchof und zwei Prieſter darunter), die
Schändung ihrer Frauen und die Zerſtückelung von
Agathe Kipuros geſchah am 8. und 9. d. M. durch die
bul=
gariſche Armee unter dem Gendarmerieoffizier Meligof.
Die Entführung des Biſchofs von Doiran, Fotios, und
der 30 Notabeln (darunter Paragianis, D. und G.
Tzik=
makis, Ch. und Em. Pſomas, D. und G. (Tzantznas.
Mo=
naſtiris, S. G. Anaſtaſiou, V. Bartſos uſw.) erfolgte am
11. d. M. durch die Armee. Wir befürchten, daß auch dieſe
Leute maſſakriert wurden. Die Maſſakrierung der 200
Notabeln von Seres (Direktor der Orientbank Stamulis,
Gymnaſialdirektor Pavapavlu, die Aerzte Chryſafis und
Fokas) durch die bulgariſche Armee geſchah am 10. und
11. d. M. Die Plünderung und Verbrennung von Doxana
und Maſſakrierung ihrer Bewohner geſchah am 14. d. M.
durch die flüchtende bulgariſche Armee. Die auf 70
Mu=
nitionswagen entführten Habſeligkeiten fielen nach der
Einnahme von Drama wieder in die Hände unſerer
Sol=
daten und wurden den überlebenden Einwohnern
zurück=
erſtattet. Die Entführung der 27 griechiſchen Notabeln
aus Kawalla (Biſchof Athanaſios, des Dragomans beim
franzöſiſchen Konſulat Lekos, des griechiſchen
Konſulats=
beamten Candiotis, des Direktors der Banque
d’Athènes, Dulzarides, des Direktors des
Sanitätsdien=
ſtes Joannou des Direktors der Firma Muratti, der
grie=
chiſchen Tabakgroßhändler Bulides, Alexopulos. Natſos,
Hariſſiades, Termintzis, Gebrüder Feſſas, des Direktors
der Zeitung Simea, Zulaß, des Sekretärs des Biſchofs
Pa=
padopoulo, der Großkaufleute Pantzis, Zorbas.
Eco=
nomu, Antoniades, Valimedes, Temintſikis uſw.)
er=
folgte durch die bulgariſche Armee am 12. d. M. Ueber
das Schickſal dieſer Perſonen kann man leider nicht im
Zweifel ſein. Wo auch die fliehende bulgariſche Armee
vorüber kam, wurde alles verbrannt, ermordet,
geſchän=
det und zerſtört.
Griechenlands Bedingungen.
* Athen, 15. Juli. (Agence d’Athènes.) Der
Mi=
niſterpräſident Venizelos begab ſich in das
Haupt=
quartier, um ſich mit dem König über den Schritt
Ruß=
lands, betreffend Einſtellung der Feindſeligkeiten, ins
Einvernehmen zu ſetzen. In einer langen Unterredung
tauſchten der König und Venizelos ihre Anſichten aus
und einigten ſich über die auf die Forderung Rußlands
zu erteilende Antwort. Trotz des guten Willens, von
dem die griechiſche Regierung nicht aufgehört hat und
auch jetzt nicht aufhört, Proben abzulegen, um zu einem
Einvernehmen und zu einer Einſtellung der
Feindſelig=
keiten zu gelangen, ſind wir in der Lage, zu erklären, daß
die griechiſche Regierung in Anbetracht der
Hin=
terliſt, welche die bulgariſche Regierung bis heute an den
Tag legte, die Einſtellung der
Feindſelig=
keiten nicht annehmen wird, bevor nicht auf dem
Schlachtfelde ſelbſt folgende für den Abſchluß des
end=
gültigen Friedens vorgeſchlagenen Bedingungen
unter=
zeichnet ſind: Abtretung aller von den Verbündeten
be=
ſetzten Gebiete ſeitens Bulgariens, Zahlung einer
Ent=
ſchädigung für die durch den Krieg verurſachten Koſten
und für den Schaden, der den Bewohnern der von den
Bulgaren eingeäſcherten Städte und Dörfer erwachſen
iſt, Garantien für das Leben und Eigentum der Griechen
in Thrazien, ganz beſonders der freien Ausübung der
Religion und des Unterrichtes, und endlich Abrüſtung
innerhalb eines feſtzuſetzenden Zeitraums.
Die Friedensvermittelungen.
* Paris, 16. Juli. Der Petersburger
Korreſpon=
dent des Figaro meldet: Die Annahme der harten
Be=
dingung der Demobiliſierung, zu der ſich Bulgarien
ohne jede Bürgſchaft und nur im vollen Vertrauen zu
Rußland verſtanden hat, wird hier als ein Akt ſehr
ver=
dienſtlicher und würdiger Klugheit angeſehen. In hohen
ruſſiſchen Kreiſen neigt man immer mehr der
Ueberzeug=
ung zu, daß die furchtbare Verantwortung für die erſten
Kämpfe an der ſerbiſchen Grenze nicht die bulgariſche
Regierung, ſondern ausſchließlich vereinzelte politiſierende
Generäle treffe. Man begreift, daß die Serben und
Griechen dem Wunſche, aus den in Sofia begangenen
Fehlern Nutzen zu ziehen, nicht widerſtehen konnten. Aber
man würde eine unnachgiebige Haltung derſelben, deren
Torheit übrigens bald in unüberbrückbaren inneren
Schwierigkeiten zum Ausdruck kommen würde, als
unver=
zeihlich anſehen.
* London, 15. Juli. Reuter erfährt von
maßgeben=
der Stelle: Rumänien habe eine der Aufgaben der
Mobiliſierung erfüllt, nämlich die Beſetzung der neuen
ſtrategiſchen Grenze, und werde jetzt verſuchen,
Bulgarien zu veranlaſſen, ſich mit Serbien und
Griechen=
land zu verſtändigen, um eine Störung des
Gleich=
gewichts auf dem Balkan zu verhindern. Wenn
dieſes Beſtreben zum Ziele gelange, werde allem Anſchein
nach Rumänien ſeine Aufgabe erfüllt haben. Man hoffe,
nach der endgültigen Regelung würden Rumänien und die
übrigen Balkanſtaaten damit beginnen,
zuſammenzuarbei=
ten in dem gemeinſamen Beſtreben, die eigenen Intereſſen
zu verteidigen. Wenn kein Einzelſtaat die Vorherrſchaft
habe, werde ſie wahrſcheinlich den Anſchluß Rumäniens an
den Balkanbund, wie er immer in Zukunft ſich geſtalten
möge, in ſich ſchließen.
* Belgrad 15. Juli. Der
Miniſterpräſi=
dent begab ſich heute nachmittag im Sonderzug nach
Niſch, woſelbſt er mit dem griechiſchen und dem
montenegriniſchen Miniſterpräſidenten
zuſammentrifft. Es verlautet, in der Konferenz werden
die Forderungen feſtgeſetzt werden, welche die
Ver=
bündeten Bulgarien ſtellen werden. — Das
Regierungs=
organ Samouprawa führt aus, daß ſich die Verbündeten
den Ratſchlägen Rußlands entſprechend bereit erklärten,
die Friedensverhandlungen aufzunehmen und
Bevollmäch=
tigte Bulgariens behufs Abſchluſſes eines
Präliminarfrie=
dens erwarten. Um ſo größere Verwunderung müſſe die
Haltung Bulgariens hervorrufen, welches verſuche, die
Verantwortung von ſich abzuwälzen. Die Unaufrichtigkeit
der bulaariſchen Regierung müſſe den Verbündeten nur
neues Mißtrauen einflößen. Die Politik der
Zweideutig=
keit, welche Bulgarien auch fernerhin führen wolle, ſei
unmöglich geworden.
* Belgrad, 16. Juli. Nach Informationen von
maßgebender Stelle erſcheinen die Blättermeldungen über
einen unmittelbar bevorſtehenden Friedensſchluß
als verfrüht, da die Verhandlungen überhaupt noch
nicht aufgenommen worden ſind. — Paſitſch hat ſich
nach Niſch begeben, um erſt ein Einvernehmen mit
Veni=
zelos und Vokutitſch über die Forderungen der
Verbünde=
ten zu erzielen. Gegenwärtig iſt eine Kampfpauſe
einge=
treten; die Operationen ſind jedoch nicht eingeſtellt. Von
angeblichen bulgariſchen Unterhändlern iſt hier nichts
be=
kannt. Paſitſch iſt von Niſch nach Uesküb weitergereiſt.
Der Vormarſch der Rumänen.
* Bukareſt, 16. Juli. Der König iſt heute abend
zur Armee abgereiſt.
* Bukareſt, 15. Juli. Maßgebende rumäniſche Kreiſe
betonen, die Anſprüche Rumäniens ſeien noch
heute die gleichen wie vor Beginn der Operationen. Die
Operationen würden ſo lange fortgeſetzt, bis die
Krieg=
ührenden einen Waffenſtillſtand abgeſchloſſen hätten. Ein
weiteres Vorrücken der rumäniſchen Armee ſteht bevor.
* Bukareſt, 16. Juli. Amtlich. Die rumäniſche
Armee hat geſtern die Donau an zwei Punkten
über=
ſchritten. Der Brückenſchlag war in ſieben Stunden
vollendet. Die Armee ſetzte ſodann den Marſch auf
bul=
gariſchem Gebiete fort.
* Bukareſt, 16. Juli. (Agence Roumaine.) Dec
König verließ geſtern abend mit einem Sonderzuge
Bukareſt um die rumäniſchen Truppen zu
be=
ſichtigen. Die Dauer der Reiſe iſt auf ſechs Tage
berech=
net. Unmittelbar vor der Abreiſe empfing der König ein
dringendes Telegramm vom Oberkommandierenden der
Armee, Erbprinzen Ferdinand, daß der Uebergang
der rumäniſchen Armee über die Donau an das
bulgariſche Ufer vollzogen ſei, nachdem in 7½ ſtündiger
Arbeit eine große Brücke über die Donau geſchlagen war.
Die Regierung beauftragte ihre Vertreter im Auslande,
den Mächten mitzuteilen, daß Rumänien auf dem
Stand=
punkt ſtehe, den Frieden nur mit der Abtretung der
Dobrudſcha anzunehmen. In der Note ſind auch alle
topo=
graphiſchen Punkte über die Grenzbeſtimmung enthalten,
um unnütze Verzögerungen zu vermeiden.
Der Vormarſch der Türken.
* Konſtantinopel, 15. Juli. Die türkiſche
Armee hat bereits die Linie Enos-Midia beſetzt.
Der Aufmarſch ging raſcher als erwartet und in glatter
Ordnung vonſtatten. Die Bulgaren ließen in der Eile der
Räumung einen Eiſenbahnzug auf der Strecke zurück. Sie
haben anſcheinend überall, den türkiſchen Wünſchen
ent=
ſprechend, weder die Dörfer noch die Bahnſtrecke
beſchä=
digt. Zuſammenſtöße ſcheinen bisher vermieden worden
zu ſein.
* London, 16. Juli. Der Korreſpondent des
Reu=
terſchen Bureaus in Konſtantinopel erhielt, obwohl
ſich die amtlichen Kreiſe Zurückhaltung auferlegen, die
poſi=
tive Information, daß die türkiſche Regierung
entſchloſſen ſei, bis Adrianopel vorzugehen.
Außer materiellen Vorteilen, die durch eine kühne
Bewe=
gung in dem gegenwärtigen Augenblick zu gewinnen ſeien,
würde die moraliſche Wirkung eines Erfolges in dieſer
Richtung die innere Lage ſicherer geſtalten und die
Stel=
lung der Regierung feſtigen. Deshalb denkt man, daß das
Abenteuer wohl zu wagen ſei. Uebrigens meinen türkiſche
Kreiſe, daß die Türkei ſelbſt in dem wenig wahrſcheinlichen
Falle, daß die Mächte zur Aufrechterhaltung der Grenze
Enos=Midia einen Druck ausüben ſollten, auf die
Auto=
nomie Thraziens dringen könne. Indeſſen haben die
Mächte bisher betreffend der Bewegung der türkiſchen
Truppen keine Mitteilung an die Pforte gerichtet.
Tür=
kiſche Kreiſe halten eine Intervention für unwahrſcheinlich.
Demiſſion des Miniſters Danew.
* London, 16. Juli. Wie die Times aus
Sofia meldet, gaben Danew und ſeine Kollegen geſtern
früh ihre Demiſſion. An dem darauf ſtattfindenden
Miniſterrate nahmen die Führer der Oppoſition teil.
* Köln, 16. Juli. Die Kölniſche Zeitung meldet
aus Sofia: Die unmittelbare Urſache der
Demiſſion des Kabinetts Danew iſt die
Wei=
gerung Rußlands, in Sachen des Waffenſtillſtandes weiter
tätig zu ſein, weil Serbien und Griechenland die im
In=
tereſſe Bulgariens vorgeſchlagene Milderung des
Waffen=
ſtillſtandes ablehnten. An ſeine Stelle tritt ein aus allen
liberalen Parteien gebildetes Kabinett Radoslawow,
deſſen erſte Aufgabe es iſt, einen Ausgleich mit Rumänien
herbeizuführen.
Letzte Nachrichten.
* Bukareſt, 16. Juli. (Agence Roumaine.) Das
Parlament iſt heute zu einer
außerordent=
lichen Seſſion zuſammengetreten. Der
Miniſterprä=
ſident verlas eine Botſchaft des Königs, welche
beſagt, der Balkankrieg ſei neuerlich wider Erwarten
aus=
gebrochen, hervorgerufen durch die Haltung Bulgariens
gegen ſeine eigenen Bundesgenoſſen. Die Regierung habe
geeignete Maßnahmen ergreifen müſſen, um Rumänien
angeſichts der neuen Balkanlage die ihm gebührende
Stel=
lung zu erhalten. Die Mobiliſierung der ganzen Armee
ſei am 20. Juni alten Stils angeordnet worden. Am 28.
Juni hätten die rumäniſchen Truppen die bulgariſche
Grenze überſchritten. Die Einberufung des Parlaments
ſei erfolgt, damit es die durch die Umſtände gebotenen
Vorlagen dringlich erledige. Die Botſchaft wurde mit
lebhaftem Beifall aufgenommen.
* Sofia, 16. Juli. (Agence Bulgare.) Die
tür=
kiſchen Truppen betraten geſtern 30 Kilometer
dies=
ſeits der Linie Enos-Midia das Gebiet von Bunar=
Hiſſar, ohne auf Widerſtand zu ſtoßen, da das Land von
Truppen entblößt iſt. Die chriſtliche Bevölkerung flüchtete
vor Ausſchreitungen der Türken.
Vermiſchtes.
— Um dem Grafen Zeppelin anläßlich ſeines 75.
Ge=
burtstages eine Ehrung zu erweiſen, hat der
Nord=
deutſche Lloyd ſeinen im Bau befindlichen, 15000
Tonnen Doppelſchrauben=Dampfer auf den
Namen „Zeppelin” zu taufen beſchloſſen.
— Studienreiſe auf dem Gebiet des
Wohnungsweſens. Die Zentralſtelle für
Volks=
wohlfahrt veranſtaltet in der Zeit vom 14.—26. September
eine Studienreiſe, die ſich mit den wichtigſten Fragen des
Wohnungsweſens beſchäftigen ſoll und an der etwa 50
Herren (insbeſondere Vertreter von Gemeinden und
Staatsbehörden) teilnehmen können. Die Reiſe
bean=
ſprucht ein beſonderes Intereſſe um deswillen, weil mit
Rückſicht auf die bevorſtehende Wohnungsgeſetzgebung die
Fragen des Wohrungsweſens lebhaft erörtert werden.
Es wird ſich Gelegenheit bieten, die hauptſächlichſten
Probleme in den verſchiedenſten Städten zu ſtudieren, vor
allem iſt auch ein Beſuch Belgiens vorgeſehen, des Landes,
das bisher hinſichtlich der ſyſtematiſchen und großzügigen
Inangriffnahme des Problems mit an der Spitze ſteht.
Die Reiſe beginnt in Antwerpen und geht über Gent,
Brüſſel, Lüttich, Köln, Frankfurt a. M., Mannheim,
Stutt=
gart und Ulm nach München. Die einzelnen Fragen:
Kommunale Wohnungs= und Bodenpolitik, Bauordnung
und Bebauungspläne, Städtebau und Siedelungsweſen,
Verkehrsweſen, Wohnungsaufſicht und Wohnungspflege,
Kreditweſen, gemeinnützige Bautätigkeit, Gartenſtadt uſw.
werden an Ort und Stelle von berufenen Fachleuten,
ins=
beſondere den Vertretern der betr. Städte, in
eingehen=
deren Darlegungen erörtert werden, und es werden ſich
daran lehrreiche Beſichtigungen auf den einzelnen
Ge=
bieten anſchließen. Anmeldungen ſind zu richten an die
Zentralſtelle für Volkswohlfahrt, Berlin W. 50,
Augs=
burgerſtraße 61.
* Erfolge der drahtloſen Telegraphie.
Vor kurzem wurden, wie in der Zeitſchrift The Electrician
mitgeteilt wird, auf der auſtraliſchen Station Pennant
Hills Nachrichten aufgenommen, die ein mit einer kleinen
Telefunkenſtation ausgerüſteter Frachtdampfer geſandt
hatte, der 6700 Kilometer entfernt war. Ferner iſt es vor
einiger Zeit — wie ſchon mitgeteilt wurde — zum erſten
Male gelungen, von der Telefunkenſtation Nauen bei
Berlin aus Mitteilungen nach Neu=York zu ſenden. Die
überbrückte Entfernung wird in der Telefunken=Zeitung zu
6500 Kilometer angegeben. Sie iſt ungefähr doppelt ſo
groß wie die Entfernung zwiſchen den beiden Marconi=
Stationen, die ſich in Irland und Kanada befinden und
bekanntlich ſeit einigen Jahren drahtlos Nachrichten
aus=
tauſchen. Um zuverläſſige Unterlagen für die Einrichtung
eines dauernden Nachrichtendienſtes zu gewinnen, werden
die Verſuche von der Telefunken=Geſellſchaft fortgeſetzt.
Literariſches.
Ferienarbeiten gehören mit zu einer Gruppe
viel=
umſtrittener Erziehungs= und Schulfragen. Sollen unſere
Kinder ohne jede Beſchränkung die goldene Ferienzeit
ge=
nießen und Bücher und Schulbank vergeſſen, oder ſoll
die ſtrenge Hand der Schule auch noch vorſorgend in die
Wochen der Freiheit und Erholung eingreifen, „damit die
Kinder nicht alles vergeſſen” oder „damit der Junge nicht
ganz verwildert”? Es iſt von großem Intereſſe für alle
Eltern und Erzieher, hierüber die Stimme eines Mannes
wie Adolf Matthias zu hören, des Verfaſſers von „Wie
erziehen wir unſeren Sohn Benjamin?” In ſeiner
lebensvollen, impulſiven Art nimmt er in dem Artikel
„Ferienarbeiten” in Nr. 27 der Gartenlaube
Stel=
lung zu der ſo wichtigen und gerade zu Beginn der
Fe=
rienzeit viele Familien beſchäftigenden Frage.
— Griebens Reiſeführer, Band 116: Das
Engadin und Davos. 3. Auflage mit 2 Karten.
(1,50 Mk.) Verlag Albert Goldſchmidt, Berlin W. 35.
Von einem einheimiſchen Kenner des Landes
durchgear=
beitet, bildet das Büchlein einen erfahrenen, gewandten
Reiſebegleiter ſeltener Art, der alles Wiſſenswerte ſowohl
in landſchaftlicher, wirtſchaftlicher, klimatiſcher, als auch
in hiſtoriſcher wie kulturhiſtoriſcher Beziehung über das
vielbeſungene Engadin und den Weltkurort Davos bringt.
Die mit großer Sachkenntnis ausgearbeiteten Routen
durchqueren das ganze Gebiet. Ein gutes
Kartenmate=
rial unterſtützt die textlichen Ausführungen in trefflicher
Weiſe.
Die Kaiſerjubiläums=Nummer der illuſtrierten
Zeitſchrift Moderne Kunſt (Verlag Rich. Bong,
Ber=
lin W. 57, Preis 60 Pfg.) iſt als reich ausgeſtattetes
Extraheft erſchienen, das mit einem Titelbild von E.
Doepler d. J. aufs vornehmſte geſchmückt iſt. Dieſe
präch=
tig ausgeſtattete Sondernummer erblickt ihre Aufgabe
darin, die umfaſſende Perſönlichkeit des Kaiſers ſowie
die hervorragenden Ereigniſſe, die ſich während der 25
Jahre ſeiner Regierung abgeſpielt haben, in Wort und
Bild getreulich wiederzugeben. Aus der Fülle der
Bei=
träge, die aus den Federn vortrefflich unterrichteter
Schriftſteller ſtammen, nennen wir die Aufſätze: „Kaiſer
Wilhelm II. als Staatsmann” von Dr. Fritz Roeder, „
Kai=
ſer Wilhelm II. im Familienkreiſe und im täglichen
Leben” von Karl Niebuhr, „Kaiſer Wilhelm II. als
Jäger” von F. Freiherrn von Dincklage, „Kaiſer
Wil=
helm II. als Sportsmann” von W. K. Ebolé, „Des
Kai=
ſers Sommerreſidenz” von Georg Buß und „Der Kaiſer
in der Induſtrie‟ Beſonderes Intereſſe verdient der
Aufſatz „Der Kaiſer und die Kunſt” der mit
Zeichnun=
gen aus der Hand des Kaiſers, die den Künſtlern als
Vorlage zur Ausführung ihrer Werke übergeben wurden,
reich geſchmückt iſt. Aus dem gediegenen Bildermaterial
ſeien an erſter Stelle die beiden Extrakunſtbeilagen
gro=
ßen Formats Anton von Werners „Die Eröffnung des
Deutſchen Reichstags 1888 durch Kaiſer Wilhelm II.”
und C. Saltzmanns „Kaiſer Wilhelm II. auf der
Walfiſch=
jagd” hervorgehoben. An ſie ſchließen ſich andere
far=
bige und Schwarz=Weiß=Reproduktionen nach Gemälden
hervorragender Künſtler, wie Anton von Werner, Werner
Schuch, C. Röchling uſw.
— Die Singvögel der Heimat. Von O.
Kleinſchmidt. 86 farbige und 14 ſchwarze Tafeln
mit Text. In Originalleinenband oder Mappe 5,40 Mk.
Verlag von Quelle u. Meyer in Leipzig. 1913. Im
An=
ſchluß an die Schmeilſchen naturwiſſenſchaftlichen
Atlan=
ten, die in den letzten Wochen das Ereignis auf dem
deut=
ſchen Büchermarkt bilden, erſchien ſoeben dieſer prächtige
Bilderatlas, der nicht minder wie die bereits angezeigten
Bände das Entzücken aller Naturfreunde hervorrufen
wird. Kleinſchmidt iſt als Autorität ſeines Gebietes
jedem Fachmann bekannt; es iſt zu begrüßen, daß er hier
ſein Wiſſen und Können in den Dienſt der Allgemeinheit
geſtellt hat. Es liegt wie ein leichter Frühlingsduft über
den ſchmucken Bildchen. Auf 86 farbigen Tafeln, die der
Verfaſſer ſelbſt auf Grund langjähriger Beobachtung und
mit dem ſcharfen Auge des geübten Forſchers gemalt hat,
zieht die geſamte heimiſche Singvogelwelt an uns
vor=
über. Alles in allem ein Werk, das alle berechtigten
An=
ſprüche übertreffen wird und das wärmſtens jedem
empfohlen werden muß, der ſich über unſere Sänger
unterrichten will.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 16. Juli. Der Reichs=Anzeiger veröffentlicht
das Geſetz über Aenderungen im Finanze
weſen vom 3. Juli 1913.
* Hamburg, 16. Juli. In einer von etwa 6000
Werft=
arbeitern beſuchten Verſammlung des Deutſchen
Metallarbeiterverbandes erklärte ein Bevoll
mächtigter für die Organiſationsleitungen, daß dieſe di.
Arbeitsniederlegungen nicht anerkennen und eine
Streik=
unterſtützung ablehnen. In der darauf vorgenommenen
geheimen Abſtimmung ſprachen 5662 ſich für und 120
gegen die Fortſetzung des Streikes aus.
* Bad=Iſchl, 16. Juli. Der Miniſter des Aeußern
Graf Berchtold wurde heute vormittag vom
Kai=
ſer in Audienz empfangen und erſtattete über die
lau=
fenden Angelegenheiten ſeines Reſſorts Bericht.
* Schanghai, 15. Juli. Der Zuſammenſtoß
zwiſchen nord= und ſüdchineſiſchen
Trup=
pen in Kiangſu erregt hier große Beſorgnis. Man
befürchtet daß es der Beginn einer zweiten Revolution
ſein möchte. Die Beſorgnis wird durch eine Proklamation
verſtärkt, die heute in Nanking angeſchlagen wurde und die
ſich, wenn auch anſcheinend ohne jede Berechtigung, als eine
Proklamation des Gouverneurs von Kiangſu ausgibt.
Die Proklamation fordert alle Truppen der Provinz
Kiangſu auf, ſich in Armeekorps zu organiſieren, um
Yuanſchikai zu beſtrafen. Sie enthält ferner genaue
Vor=
ſchriften für die Truppen über ihr Verhalten gegen
Nicht=
kombattanten und ermahnt das Publikum, Ruhe zu
be=
wahren.
— Zoppot, 16. Juli. In der Kinderheilſtätte
ſoll Diphtheritis ausgebrochen ſein. Sechs Mädchen
wurden bereits in das Städtiſche Krankenhaus in Danzig
übergeführt. Nach der Voſſiſchen Zeitung wird der
Mel=
dung an maßgebender Stelle nicht widerſprochen.
— St. Gallen, 16. Juli. Auf einer Alm bei Flims
ſchlug der Blitz heute nacht in ein Gaſthaus, in
wel=
chem 70 Mann der Infanterie=Schießſchule einquartiert
waren. Vier Mann wurden vom Blitze getroffen, kamen
aber mit Verletzungen davon.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das ſüdweſtliche Hochdruckgebiet hat ſich oſtwärts
ausgebreitet; doch herrſcht bei uns noch auf der Rückſeite
des oſteuropäiſchen Tiefs trübes, veränderliches Wetter.
Von Nordweſten her dringt eine neue Depreſſion vor ſo
daß wir nach vorübergehender Beſſerung wieder trübes,
unbeſtändiges Wetter zu erwarten haben.
Ausſichten in Heſſen für Donnerstag 17. Juli:
Wolkig, zeitweiſe leichte Niederſchläge, Temperatur wenig
geändert, weſtliche bis nordweſtliche Winde.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Fran Sonne, meine Königin,
heute wirſt du dein ſchönſtes Kleid anlegen! Ein
fröh=
licher Wandersmann zieht jubelnd hinaus in die ſchöne
Natur. Verſchone ihn nicht mit deiner Glut. Er iſt
ge=
feit gegen Uebermüdung u. Erſchlaffung durch die echten
Kola=Paſtillen „Dallkolat” 1 Schachtel Dallkolat Mk. 1.—
in Apotheken und Drogenhandlungen.
(I,15406
Trauer-Kleider TrauerLostüme
Trauer-Blousen,Trauer-Röcke
Trauer-Mäntel, Irauer-Stoffe
In reicher Ausmahl!
Hnderungen sofart!
Bebr. Höslein.
Ludwigsplatz.
Aus dem Geſchäftsleben.
Schaufenſterbeleuchtung durch
Tages=
lichtlampen — das iſt das Neueſte, was uns die
Elektrizität präſentiert. Dieſe Tageslichtlampen ſind
ge=
wöhnliche Metallfadenlampen, die ſich von den üblichen
nur durch die grünlichblaue Färbung der Glasbirne
unterſcheiden. Man könnte dieſe Färbung als Lichtſieb
bezeichnen, das nur diejenigen Lichtfarhen hindurchläßt,
deren Geſamtheit ein dem Tageslicht vollkommen gleiches
Licht ergibt. Für das Publikum iſt die neue Erfindung
ſehr vorteilhaft, weil es nunmehr auch bei künſtlicher
Beleuchtung Einkäufe beſorgen kann, bei denen es auf
die Wahl der richtigen Farbe ankommt; auch die
Ge=
ſchäftswelt wird von der Tageslichtlampe viel Gebrauch
machen, da Anſchaffungspreis wie Stromverbrauch ſehr
gering ſind.
Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſeren innigſtgeliebten Vater, Schwiegervater,
Bruder, Schwager und Onkel
(15476
Herrn Josef Herrmann
Kanzlei-Sekretär
infolge Schlaganfalls im Alter von 63 Jahren
in ein beſſeres Jenſeits abzurufen.
Die trauernd Hinterbliebenen:
Fried. Herrmann,
Johanna Herrmann, geb. König,
Sophie Herrmann,
Bertha Herrmann,
A. König Witwe.
Darmſtadt, 16. Juli 1913.
Die Beerdigung findet Freitag, den 18. Juli,
nachmittags 5 Uhr, von der Kapelle des ſtädt.
Friedhofes aus, ſtatt.
Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Verwandten, Freunden und Bekannten
hier=
mit die ſchmerzliche Mitteilung, daß meine
innigſtgeliebte, treubeſorgte Gattin, unſere
Mutter, Schweſter und Tante
(15468
Frau Katharina Delp
geb. Massing
vorgeſtern abend nach kurzem, ſchwerem, mit
größter Geduld ertragenem Leiden im 65.
Le=
bensjahre ſanft entſchlafen iſt.
Die trauernden Hinterbliebenen.
J. d. N.: Chr. Peter Delp.
Darmſtadt, den 16. Juli 1913.
Die Beerdigung findet am 17. ds. Mts.,
nach=
mittags 4½ Uhr, vom Portale des hieſigen
Friedhofes aus, ſtatt.
Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten, die
traurige Nachricht, daß heute unſer guter,
un=
vergeßlicher Sohn, Bruder und Schwager
Otto Schütz
nachkurzem Krankenlager im Alter von 15 Jahren
plötzlich verſchieden iſt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Hch. Schütz, Zimmermann.
Darmſtadt, 15. Juli 1913.
Die Beerdigung findet ſtatt: Freitag, 18. Juli,
nachmittags 4½ Uhr, von der Leichenhalle des
Darmſtädter Friedhofes aus. (15490
Unſern Freunden und Bekannten hierdurch
die traurige Nächricht, daß heute mittag ½1 Uhr
unſer lieber Gatte und Vater, der
(15486
Redakteur i. P.
Eduard Simon
im Alter von 75 Jahren an einem Herzſchlag
plötzlich ſanft entſchlafen iſt.
Darmſtadt, den 15. Juli 1913.
Denver (Colorado), Limburg aL.,
Portland (Oregon).
Um ſtilles Beileid bitten
die trauernden Hinterbliebenen:
Meta Simon, geb. Mittendorf,
Julius Simon nebſt Frau u. 2 Enkel,
Fritz Simon u. Gretel, geb.
Conder=
mann u. 4 Enkel,
Herrmann Simon.
Die Einäſcherung findet in aller Stille in
Offen=
bach ſtatt. — Blumenſpenden im Sinne des
Ver=
ſtorbenen u. Kondolenzbeſuche dankend verbeten.
Dankſagung.
Für die beim Ableben meiner lieben Frau,
unſerer guten Mutter und Tochter
(B15510
Frau Minna Merkel
geb. Otto
in ſo reichlichem Maße bewieſene Anteilnahme,
ſagen aufrichtigſten, herzlichſten Dank
die trauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Merkel und Kinder,
Wilhelm Otto und Frau.
Darmſtadt, den 15. Juli 1913.
Tageslalender.=
Konzerte: Saalbau um 8 Uhr. — Schützenhof um
8 Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr.
Wander=Ausſtellung „Das Kind”
Alexander=
ſtraße 20 (geöffnet von 2—9 Uhr).
Ausſtellung zur Erinnerung an die Zeit vor 100
Jahren im Gewerbemuſeum (Neckarſtraße 3), täglich
ge=
öffnet von 11—1 Uhr und von 3—5 Uhr, mit Ausnahme
der Sonntagnachmittage.
Bilder vom Tage. Auslage in der Expedition
(Rheinſtraße 23): Henley=Ruder=Regatta in England;
eine Volksverſammlung in Rumänien;
Monarchen=
zuſammenkunft in Kiel; Porträt vom Tage (die
Ver=
anderungen im Kriegsminiſterium).
Verſteigerungskalender.
Freitag, 18. Juli.
Hofreite=Verſteigerung des Bäckermeiſter Ihrig
(Kahlertſtr. 49) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung der Sängerſchaft
„Ascania” (Kiesſtr. 86) um 11 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Pferde=Verſteigerung um 11 Uhr in der
Artil=
leriekaſerne (Regt. Nr. 61).
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzie Nachrichten: J. V.: Kurt
Mitſching; für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und
Mitteilungen aus dem Geſchäftsleben: J. V.: Adam
Fleiſchmann, ſämtlich in Darmſtadt. — Für den
redaktio=
nellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an die „
Redaktion=
des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforder=
ungen ſind beizufügen; nachträgliche werden nicht
be=
ückſichttgt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zu=
rückgeſandt.
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Monatsſchrift für Familien= und Ortsgeſchichte
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Begründet und herausgegeben von
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kurrenzl. Preiſe. Der erſte Verkauf
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Max Schnitzer, Schloßgaſſe 33.
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Kleider
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Elte Mlaſchen
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Rubin, Kaupſtraße 46, II. (13937a
Kurſe vom 16. Jnli 1913.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach,
InProz.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 98,60
3½ Deutſche Reichsanl. . 84,30
74,00
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 98,80
84,30
3½ do. Conſols .
74,20
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 97,75
90,70
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,50
82,70
do.
73,50
do.
4 Hamburger Staatsanl. 98,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 98,20
3 do. do. (unk. 1918)
82,70
do.
do.
72,50
4 Sächſiſche Rente.
75,50
4 Württemberg unk. 1921 97,50
3½
do. v. 1900 94,10
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 93,80
1¾ Griechen v. 1887 . 54,00
4 Italiener Rente . . 100,00
4½ Oeſterr. Silberrent: 84,40
4 do. Goldrente . . . 89,00
4 do. einheitl. Rente 81,30
3 Portug. unif. Serie I
3 do. unif. Ser. III 65,00
3 do. Spezial . .
9,75
5 Rumänier v. 1903 . . 97,40
4 do. v. 1890 . . 92,00
4 do. v. 1905 . . 85,70
4 Ruſſen v. 1880 .
87,50
4 do. v. 1902 .
89,25
4½ do. v. 1905 . .
99,50
3½ Schweden .
4 Serbier amort. v. 1895 78,50
4 Türk. Admin. v. 1903 77,50
1 Türk. unifiz. v. 1903
1 Ungar. Goldrente . . . 83,25
1 do. Staatsrente. . . 81,30
In Prot.
Zi.
5 Argentinier . . .
. 99,00
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 88,40
5 Chinef. Staatsanleihe. 97,70
4½
do.
90,00
4½ Japaner . . . . . .
5 Innere Mexikaner.
76,70
do.
49,75
4 Gold=Merikanerv. 1904
5 Gold=Merikaner . . ..
3 Buenos Aires Provinz 65,50
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
10 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt
. . . . . 140,90
7 Nordd. Lloyd . . . . . 120,90
6½ Südd. Eiſenb.=Bef. . 123,50
Aktienausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatoſ. Eiſenb. 60½
Einz. Mk. 403 . . 111,80
6 Baltimore und Ohio . 94,00
6 Schantungbahn . . . . 121,25
8 Luxemb. Prince Henri 152,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 26,25
6 Pennſylvania R. R. . 110,00
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
62,00
4 Brauerei Werger
28 Bad. Anilin= u. Soda=
. . 547,00
Fabrik .
14 Chem. Fabrik Gries=
.233,00
heim .
30 Farbwerke Höchſt . . 599,40
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 329,00
10 Cement Heidelberg . . 139,00
30 Chem. Werke Albert 430,00
14 Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 311,00
5 Lahmeyer. . . .
120,50
In Proz.
Letzie
Divid
8 Schuchert, Nürnberg 149,10
12 Siemens & Halske 216,00
5 Bergmann Electr. . . 124,50
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 162,10
0 Gummi Peter . . . .
0 Kunſtſeide Frankfurt 62,00
30 Adler=Fahrradwerke
. . . . 415,00
Kleyer
9 Maſchinenf. Badenia 136,50
0 Wittener Stahlröhren 139,50
9 Steana Romana Petr. 149,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 219,00
12,83 Bad. Zucker=
Wag=
häuſel.
„ 205,00
0 Neue Boden=A. A.=Geſ.
0 Südd. Immobilien . 48,50
Bergwerks=Aktien.
10 Aumeßz=Friede . . . . 166,00
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt.
. 219,90
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb.
.146,00
10 Gelſenkirchener .
.179,90
9 Harpener
.187,50
18 Phönir Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 249,50
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. .
74,30
6 Laurahütte . . . . . . 161,50
10 Kaliwerke Aſchersleben
13
Weſteregeln 178,50
7½ South Weſt Africz 113,00
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 88,10
4½ Nordd. Bloyd=Obl. 98,00
4 Eliſabethbahn, freie . .
4 Franz=Jofefs=Bahn . .
3 Prag=Durer . . . . . . 70,60
5 Oeſterr. Staatsbahn . 100,90
4 Oeſterr. Staatsbahn . 87,25
do.
74,20
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 95,90
do.
72.40
4
Sesten
Me
2¾ Oeſt. Sübb. (Lomb.) 52,50
74,50
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 84,60
4½ Moskau=Kaſan . . . 93,00
84,50
bo.
4 Wladichawchas .. . . 85,00
84,20
4 Rjäſan Koslow . .
3 Portugieſ. Eiſenb. .. 70,00
do.
4½
24) Livorneſer . . . . . 66,80
3 Salonique=Monaſtir . 59,30
78,70
4 Baadabbahn.
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 92,30
4 Miſſouri=Paciſte. ..
4 Northern=Paciſie .
93,70
4 Southern=Paciſic
88,50
5 St. Louis und San
Francisce. . ..
5 Tehnantepee . . ..
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zütrich . . 187,50
7½ Bergiſch=Märkiſche
Bahn .
141,80
9½ Berlin. Handelsgef. .159,20
6½ Darmſtädter Bank . 113,50
12½½ Deutſche Bank . 242,50
6 Deutſche Vereinsbank . 114,75
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 112,49
10 Diskonto=Kommandit 181,20
8½ Dresdener Bank 147,00
10 Frankf. Hypoth.=B. 206,00
6½ Mitteld. Kreditbank 113,50
7 Nationalb. für Deutſchl. 114,00
7 Pfälziſche Bank. . . . 122,90
.. 132,00
6,95 Reichsbank
7 Rhein. Kreditbank. . .127,25
5 A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 107,50
7½ Wiener Bankverein . 129,00
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
95,20
S. 21.
In Proz.
Zf.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
85,40
S. 19.
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
94,00
S. 52 .
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,00
3½
84,00
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,40
3½
84,40
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
96,80
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23.
96,80
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
84,40
S. 1 u. 2, 6—8
S. 3—5 .
84,20
84,30
S. 9—11
4 Meininger Hyp.=Bank 95,50
3½
84,40
do.
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 94,80
3½ do. (unk. 1914) . . 83,30
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,80
3½
bo.
84,80
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt .
3½
86,20
do.
4. Frankfurt. .
95,60
3½
bo.
4 Gießen .
3½ do.
84,50
4 Heidelberg
93,40
3½ do.
84,00
4 Karlsruhe
3½ do.
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
94,6
do.
94,20
4 Mannheim
86,00
do.
94,50
4 München .
½ Nauheim
4 Nürnberg.
97,00
do.
4 Offenbach.
In Proz
18.
3½ Offenbach .
4 Wiesbaden .
96,00
86,00
3½ do.
4 Worms.
. 94,00
3½ do.
85,00
4 Liſſaboner v. 1886 .
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 176,00
3½ Cöln=Mindner „ 100 134,00
3 Holl. Komm. . fl. 100 108,00
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=Pfand=
. 136,50
brieſe .
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 176,50
125,00
13 Oldenburger .
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Aulehensloſe.
Augsburger. . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 193,00
. Fs. 15
Freiburger .
. F5.45
Mailänder .
. Fs. 10
do.
. ſl. 7
Meininger .
Oeſterreicherv. 1864fl. 100 560,00
do. v. 1858fl. 100
Ungar. Staats . . fl. 100
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 158,80
Gold, Silber und
Vanknoten.
20,40
Engl. Sovereigns .
16.25
20 Franks=Stücke .
Amerikaniſche Noten. . . 4,18½
20,44
Engliſche Noten .
81,00
Franzöſiſche Noten..
.168,70
Holländiſche Noten.
78,75
Italieniſche Noten .
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,65
Ruſſiſche Noten .
Schweizer Noten..
80,95
Reichsbank=Diskonto. . .
Reichsbank=Lombard Zsf. 7%
Weiblich
Flickfrau empf. ſich im Ausbeſſ.
von Weißzeug u. Kleidern, ſowie
Herrenkleid. Gardiſtenſtr. 9, I. (*3364
Gebildete einfache Frau
tüchtig im Haushalt und Geſchäft,
ſucht tagsüber paſſende Stellung,
auch zu einz. Dame, mutterloſen
Haushalt oder zu Kindern. Gefl.
Off. u. A 14 a. d. Exp. (*2912ms
Ein geſetztes brav. Mädchen, im
Kochen, Nähen, Bügeln bewandert,
ſucht Stellung als Stütze d.
Haus=
frau od. auch in beſſ. Geſchäftshaus.
Es wird mehr auf Familienanſchl.,
als auf hohen Lohn geſehen. (*3305
Näheres Soderſtraße 96, part.
Unabh. ält. Perſon ſucht Beſchäft.
in Reſtaur. od. Hotel von 5 Uhr ab.
Nieder=Ramſtädterſtr. 20, Seitenb.
Poſtkarte genügt.
(*3297
Geb. Fräuk., inall.häusl. Arb.
durch=
aus erf., ſ. Stelle als Stütze od. zu gr.
Kind. Off. unt. B 18 Exped. (*3313
Selteres unabh. Mädchen ſucht
Stellung von morgens 8 bis
event. 5 Uhr nachm.
(*3350
Sandſtraße 40, II.
Junges Mädchen, welches ſchon
gedient hat, ſucht morgens
Lauf=
ſtelle. Blumenthalſtr. 63. (*3359
Junges zuverläſſiges Mädchen
ſucht vorm. 2—3 Std. Laufſtelle.
Grafenſtraße 31, Stb., II. I. (*3362
Aeltere, tüchtige, ſparſame
Haus=
hälterin ſucht Stelle, auch tagsüber.
Katharina Jäger gewerbsmäßige
Stellen-
vermittlerin, Luiſenſtr. 34. (*3379
Beſſere Witwe, alleinſtehend,
in allen häuslichen Arbeiten
er=
fahren, ſucht Monatsſtelle. Näheres
Lauteſchlägerſtr. 7, part. (*3378
Sräul. möchte Kleidermachen
erlernen. Zu erfr. bei (*3300
F. Bauer, Alexanderſtr. 15.
Männlich
r vor=
Fleißiges Mädchen mitt. geſ.
Wendelſtadtſtr. 38, I. (*3219md
Geſucht ſof. od. ſp. perf. Köch.
m. gut. Zeug. Vorzuſt. 10—11 Uhr
vorm. Heinrichſtr. 47. (*2911sid
Aelt., unabh. Mädchen od. Frau
in mutterl. Haushalt ſof. geſucht
Luiſenſtraße 34, III.
(*3343
Nettes Servierfräukein geſucht.
Mauerſtraße 6.
(*3321
Gutempf. Laufm. od. Frau geſ.
Inſelſtraße 19, 2. Stock. (*3324
Geſucht: Beiköch, Küchen=, Haus=,
u. Hotel=, Zimmermädch. beihoh.
Lohn. Frau Eleonore Roth,
gewerbs=
mäßige Stellenvermittlerin,
Schloß=
gartenſtraße 49.
(*3348
Reinl., ehrl. Monatsfr. f. 2 St.
vorm. nach d. Gutenbergſtr. geſucht.
Off. unt. B 26 an die Exp. (*3328
Zum 1. Oktober
tüchtiges, in jeder Hausarbeit
be=
wandertes, evangeliſches
Haus=
mädchen geſucht. Nur ſolche, die
gute Zeugniſſe aufzuweiſen haben
und denen an guter, dauernder
Stellung gelegen iſt, mögen ſich
melden. Offerten mit
Gehalts=
anſprüchen ſind zu richten an
Frau von Steinau-Steinrück
Zell (Kreis Erbach)
Odenwald. (15504dsi
Ein anſtändiges, ſauberes
Mäd=
chen vormittags für den Haushalt
(*33et
geſucht Waldſtr. 30, 3. Etage.
Suche Köchin, Haus=,
Allein=
mädchen, Ladenfräulein in
Metz=
gerei und Hausdiener in
Pen=
ſionat Johannette Weissmantel,
ge=
werbsmäßige Stellenvermittlerin,
Karlſtraße 30.
(*3367
Männlioh
Herren
aller Kreiſe, welche ſich eine
Tebenvſtentn
ſchaffen wollen, werden von einer
großen Verſ.=Akt.=Geſ. als Beamte
(nicht für Büro) geſucht. Gehälter
werden nach Uebereinkunft von
150 bis 300 Mk.
monatlich und höher gezahlt.
Hier=
zu kommen noch Nebenbezüge.
Nichtfachleute
werden koſtenlos eingearbeitet und
auch während dieſer Zeit bezahlt.
Off. mit Lebenslauf an L. Hühn,
Mannheim, erbeten. (15473ds
Friſeur=Aushilfe
für Samstags und Sonntags
dauernd geſucht.
(*3309
Offert. unt. B 20 an die Exped.
ſtadtkundig und
Fuhrmann nüchtern, per ſo
fort geſucht. Paul Wolf & Co.
G. m. b. H., Rheinſtr. 51. (15489
Verh. Mann ſucht Arbeit, auch
Aushilfe und Stunden. Näheres
Lauteſchlägerſtr. 44, Seitenb. (*3376
Junger Mann, welcher
nach=
mittags üb. freie Zeit verfügt, ſucht
Nebenverdienſt im Schreiben. Off.
u. B 32 an die Expedition. (*3337
Glänzende Exiſteng
für Herren und Damen aller Stände
oder ſicherer Nebenverdienſt.
Sofort Mk. 300 und mehr monatlich kann jeder
ver=
dienen mit einem kleinen Kapital von
200 bis 300 Mark.
Kann in der eigenen Wohnung ausgeführt werden.
Vorkenntniſſe nicht erforderlich. Keine Verſicherung. Da
es ſich um eine ſtreng reelle Sache handelt, wollen ſich nur
ſeriöſe Leute melden.
(II,15480
Berlin=Wilmersdorf
Hermann Glant,
Berlinerſtr. 14.
Geſucht eine tüchtige
Verkäuferin
für meine Kurz-. Woll- u.
Strumpf-
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Rud. Nick Nachf.,
W. Nagel, Ernſt=Ludwigſtr. 16.
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Kunstgewerblerin
kann erſtklaſſ. mehrere Jahre
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in rheiniſcher Großſtadt
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dolf Mosse, Köln a. Rh. (I,15479
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Deutſche Reich) einer der älteſten und angeſehenſten
deutſchen Lebensverſicherungs=Aktiengeſellſchaften mit durchaus
modernen, konkurrenzfähigen Einrichtungen, die auch die
Ver=
ſicherung ohne Unterſuchung (keine Volksverſicherung) betreibt,
wünſcht ihr Geſchäft in Heſſen u. Heſſen=Naſſau in größerem
Umfange auszubauen. Hierdurch wird einem gut
empfoh=
lenen, ſtrebſamen Herrn, welcher ernſtlich gewillt iſt, ſich
durch Fleiß und Ausdauer eine ausſichtsreiche
Lebens=
ſtellung im Verſicherungsaußendienſte zu gründen, günſtige
Gelegenheit zu flottem Vorankommen bei erheblicher
Selbſt=
ſtändigkeit geboten. Brauchbare Kräfte werden in jeder Weiſe
gefördert und angemeſſen honoriert. Von vornherein werden
feſte und gute Bezüge nebſt auskömmlichem Reiſekoſtenerſatz
(auch geeigneten Nichtfachleuten) gewährt; dagegen wird die
Befähigung verlangt, in allen Kreiſen zum Zwecke der
Ge=
winnung weiterer Vertreter und neuer Verſ.=Abſchlüſſe
reprä=
ſentabel und taktvoll zu verkehren. Ein beſtimmter Bezirk
wird zur alleinigen Bearbeitung überwieſen und tatkräftige
Unterſtützung ſowie jede billige Rückſichtnahme bei vornehmen
(III,15482
Geſchäftsverkehr zugeſagt.
Gefl. Offert. unter 2 9777 an Daube & Co., Ber-
Iin SW. 19.
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der mit Fuhrwerk umgehen kann,
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mit guten Zeugniſſen wollen ſich
melden.
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(Nachdruck verboten.)
Einunddreißig! Das war wie ein Klagelaut, ſo daß
Giſela, die ſtill am Fenſter ſaß, teilnahmsvoll zu ihrem
Vater hinüberſah. Einunddreißig Stück Wild, Henze!
Sie ſind ja noch jung und erſt vier Jahre vom Bataillon
fort; aber vielleicht können Sie doch ſchon begreifen, was
dieſe letzten ſechs Wochen für einen Menſchen beſagen
wollen, der ſein ganes langes Leben im Wald zugebracht
hat und jetzt mit weißem Haar noch das erleben muß!
Einunddreißig — wo jeden Winter Salzlecken
aufge=
ſtellt werden; wo ſich überall im Revier Futterraufen und
Wickenſchläge befinden, damit nur ja kein Stück eingeht;
wo man tauſendmal überlegt und zaudert, ehe man eine
alte Ricke oder einen verkümmerten Spießer abſchießt!
Und dann kommt ſolch gottverdammtes Geſindel
da=
her und . . . und.
Er mußte abbrechen. Ein Aufſchluchzen wollte in
ſei=
ner Kehle hochkommen; aber er krampfte noch rechtzeitig
die Zähne aufeinander.
Der Forſtaufſeher war von der Tür weg ein paar
Schritte ins Zimmer getreten.
Herr Forſtmeiſter dürfen verſichert ſein, daß das
ganze Forſtperſonal genau die gleichen Empfindungen
hegt. Es iſt auch nicht ein einziger, der nicht das letzte
hergäbe, um ſeinen Belauf endlich wieder rein zu
bekom=
men. Jeder der Beamten tut tauſendmal mehr, als nur
ſeine Pflicht; denn der gegenwärtige Zuſtand wird von
ihnen allen als ſchweres Unglück angeſehen — umſomehr,
als die Oberförſterei Erlengrund bisher für den
geſam=
ten Kreis als vorbildlich galt. Uebereinſtimmend aber
herrſcht die Anſicht, daß da etwas nicht mit rechten
Din=
gen zugeht.
Handelte es ſich nur um gewöhnliche Wildfrevler,
dann hätten wir ſie ſchon nach den erſten vierzehn
Ta=
gen unſchädlich gemacht. So aber tauchen die Kerls
im=
mer gerade da auf, wo ſich im Umkreis von drei Meilen
zufällig kein Beamter befindet. Akkurat ſo, als würds
ihnen von irgendeiner Seite heimlich zugetragen!
Ueber der Tür hing ein Spruch, den Giſela mal vor
vielen Jahren, als die Mutter noch lebte, in Holz
ge=
brannt und dem Vater zu Weihnachten geſchenkt hatte:
Das iſt des Jägers Ehrenſchild,
Daß er beſchützt und hegt ſein Wild;
Weidmänniſch jagt, wie ſich’s gehört:
Den Schöpfer im Geſchöpfe ehrt!
Elias Krottenheim ſah lange darauf hin. Die
Brauen zuckten und zitterten; hin und wieder zerrte er
auch an ſeinem Vollbart, als ſuche er eine Ablenkung für
die aufbrandende Empörung.
Endlich löſte er ſich von ſeinem Platze und trat an
das Fenſter.
Von Oſten wälzte ſich eine dunkle Wolkenwand
her=
an. Dazu pfiff aufkommender Sturm um das Haus; die
erſten Regentropfen klinkerten gegen die Fenſterſcheiben,
raſchelten in den Fliederbüſchen des Gartens.
Wie veränderlich diesmal der Herbſt iſt! ſagte Giſela
eiſe; nur, um dieſe quälende, mutloſe Stille zu
unter=
brechen. Vorhin, als ich noch einmal über den Hof ging,
war der Mond ſo wundervoll klar; jetzt aber ſcheint ſich
ein ſchweres Unwetter zu entwickeln.
Der Vater antwortete nicht; er ſah lange in das
blaßgewordene junge Geſicht und ſtrich leicht über das
Haar der Tochter. Eine weiche Zärtlichkeit lag darin, die
er früher nie gekannt.
Er wußte ſie wohl zu deuten — die feinen Linien,
die ſich in dieſen Wochen um den herben Mund
einge=
niſtet hatten; die blauen Schatten, die die Augen groß
und ernſt machten. Es tat ihm in der Seele weh; aber
er ſchwieg. Was auch konnte er tun, wenn der eine ſich
in trotzigem Hochmut abſeits hielt, um den allnächtlich
oben im Giebelſtübchen ſehnſüchtig bange Gedanken
flat=
terten, um den das Lachen und Singen ſich aus dem
all=
zeit luſtigen Forſthauſe von Erlengrund für immer
ver=
abſchiedet hatte . . . .
Aus trübem Sinnen ſchrak er auf und wandte ſich zu
ſeinem Untergebenen zurück.
Alſo ich danke Ihnen, lieber Henze. Im Augenblick
hab ich weiter nichts für Sie. Jetzt können Sie Ihr
ver=
ſpätetes Abendbrot nachholen und ſich dann hinlegen.
Wird Ihnen ſicher gut tun, auch mal wieder wien
ehr=
licher Chriſtenmenſch ne Nacht ungeſtört zu ſchlafen.
Herr Forſtmeiſter verzeihen — aber ich möchte nachher
lieber noch einen Patrouillengang unternehmen! Wenn
das Revier gerade bei dieſem Wetter ſo ganz unbewacht
liegt . .
Der alte Herr ſchüttelte kurz den Kopf.
Darüber machen Sie ſich nur keine unnötigen
Ge=
danken. Ich werde Sie heute nacht vertreten!
Der Sekretär zuckte überraſcht zuſammen,
Herr Forſtmeiſter wollen noch . .
. .. in den Wald, mein Lieber; allerdings! Iſt zwar
chon ein bißchen lange her, daß ich praktiſchen
Forſtſchutz=
dienſt ausgeübt habe . .. ſeit meiner Referendarzeit nicht
mehr — aber bei ſolchen Zuſtänden, wie den
gegenwärti=
gen, ſind zwei ſcharfe Augen mehr, denk ich, von nicht zu
unterſchätzendem Wert!
Wiſela ſtand haſtig auf und trat an ſeine Seite.
Papa, ic Litte dich, — tu das nicht — bleib hier!
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Ich hab’ ſolche Angſt, daß etwas paſſieren könnte .
bedenke, wenn gerade du an dieſe entſetzlichen Menſchen
gerieteſt!
Dann würde ich doch nur das erreichen, wonach ſich
ein Dutzend Menſchen ſeit anderthalb Monaten ſehnt,
mein Kerlchen! wies er ſie ruhig zurecht. Er wurde ſehr
ernſt: — Und außerdem, was heißt „gerade ich”?! Merke
dir, mein Kind — wo es ſich um Dienſtpflicht und das
Intereſſe des Staates handelt, gibt es keine
Rangunter=
ſchiede! Da iſt jeder meiner Beamten genau ſoviel wert
als ich!
Darf ich Herrn Forſtmeiſter gehorſamſt bitten, mich
auf dem Patrouillengang mitzunehmen? miſchte ſich
Al=
win Henze wieder ein; die Sorge ſeines heimlich
vergöt=
terten Ideals gab ihm plötzlich Löwenmut.
Nein, Henze; ich will gerade deshalb allein gehen,
weil ich mir davon mehr verſpreche.
Sehr wohl, Herr Forſtmeiſter! Ich meine auch nur
. . . falls der Zufall es wirklich zu einem Renkontre
kom=
men laſſen ſollte und der Herr Forſtmeiſter wären allein,
wo es ſich um zwei notoriſch verwegene Individuen
handelt —
Er brach ab; erſchreckt durch die dunkle Röte, die
ſei=
nem Vorgeſetzten jählings ins Geſicht geſtiegen war. Und
jetzt richtete der ſeine hünenhafte Figur zu voller Höhe
auf, ſo daß er den anderen faſt um Haupteslänge
über=
ragte.
Beruhigen Sie ſich über mein Wohlergehen!! Wenn
ich auch faſt doppelt ſo alt bin wie Sie, mach’ ich Ihnen
doch heute noch dasſelbe Experiment vor, das mir vor
vierzig Jahren beim Bataillon als Einjährigem das
Wohlwollen meines Hauptmanns errang — einen
voll=
ſtändig equipierten Mann vom Boden auf in
Reitſitz=
ſtellung zu nehmen! .:. Wills das Glück, daß mir heute
nacht die beiden Kerls nahe genug an den Leib kommen,
um ſie faſſen zu können, dann werde ich ſie mit dieſen mei=
nen Händen züchtigen, daß ſie nie mehr eine Zollbreite
königlicher Forſt betreten!
Ihnen aber, Herr Forſtaufſeher Henze, gebe ich den
dienſtlichen Befehl, ſich binnen einer Stunde zu Bett zu
legen und vor morgen früh ſechs Uhr nicht aufzuſtehen!
Da nahm der Sekretär natürlich die Hacken zuſammen.
Jawohl, Herr Forſtmeiſter!
Gut; vorher jedoch laſſen Sie ſich in Ihrem Zimmer
von der Marjell das Abendbrot ſervieren; es iſt
warm=
geſtellt. Und nun guten Abend!!
Guten Abend, Herr Forſtmeiſter; guten Abend,
gnä=
diges Fräulein! . .. ſchon war Alwin Henze draußen;
die Tür ſchloß ſich hinter ihm.
Elias Krottenheim aber zog lange Juchtenſtiefel und
Mantel an, die Baſchlickmütze halb über die Ohren; hing
den Drilling mit dem Lauf nach unter über die Schulter,
das Triéder=Binocle um den Hals. Dann noch eine
Hand=
voll Patronen in die Taſche und er legte den Arm
um Giſelas Schulter und küßte ſie auf die Stirn.
So, mein Mädelchen; und nun zergrüble Dir nicht
den Kopf, kommt nix vernünftiges bei zutage; ſondern
kriech' gleichfalls in die Federn und ſchlaf. Siehſt ſowieſo
ſeit letzter Zeit reichlich „ſpack” aus!
Sie drängte ſich an ihn.
Ich hab’ ſo Angſt um Dich, Papa!
Er ſchüttelte unwirſch den Kopf.
Schäm’ Dich, kleiner Aff’; wer wird ſolche Bangbüchs?
ſein! Läßt Dich ja von jeder Förſterstochter beſchämen!
Deren Väter liegen Tag und Nacht draußen im Revier;
und wenn ich mir mal ausnahmsweiſe ’ne kleine
Extra=
promenade leiſte, willſt Du hier großen Aufſtand machen!
Da erhob ſie keine Einwände mehr; aber ſie
be=
gleitete ihn bis unter die Haustür und kehrte erſt zögernd
in das Haus zurück, als er ſchon längſt in der ſinkenden
Nacht untergetaucht war. Sie ſchloß ab; löſchte die Lampe
im Wohnzimmer und ſtieg langſam zu ihrem
Giebelſtüb=
chen hinauf.
Seie er nerenrtene e
finden, bis ſie den Schritt des Vaters wieder draußen
auf den Steinflieſen hörte!!
Kaum war der Forſtmeiſter auf die Straße
hinaus=
getreten, als ihn der Sturm ſofort mit voller Gewalt
über=
fiel. Er preßte ihm den Mantel gegen den Körper, riß
ihm faſt die Mütze vom Kopf und erſchwerte ihm jeden
Schritt, ſo daß er ſich, weit vornüber gebeugt, vorwärts
kämpfen mußte.
Er bog von der Straße in den Wald ein. Hier
zwiſchen den Stämmen, unter dumpf rauſchenden Kronen
hundertjähriger Kiefern, umfing ihn verhältnismäßige
Ruhe. Der Sturm brauſte hoch über ihn hinweg, während
der Regen von dem dichten, ineinander verſchlungenen
Nadelgeäſt faſt vollſtändig abgehalten wurde. Nur hin
und wieder ſprühte von einem Brombeergeſträuch, das er
im Vorbeigehen ſtreifte, blinkender Tropfenſchauer über
ihn.
Quer durch den Forſt zog ſich endlos ein ſchmaler.
Wildpfad; den verfolgte er; faſt eine Stunde. Dann kam
die Kreischauſſee, die er kreuzen mußte, um nach dem
anderen Teil des Reviers zu gelangen, wohin ihn eine
witternde Unruhe trieb.
Allerdings näherte er ſich damit rapid der
Margen=
thinſchen Grenze. Das bereitete ihm für Sekunden leiſes
Unbehagen. Wenn er nun . . . der Zufall ſpielte
mitun=
ter verrückt! . .. wenn er nun einen der Oſtheerens traf?!
Aber das war nach menſchlichem Ermeſſen wohl glatt
ausgeſchloſſen. Bei ſolchem Hundewetter jagte man nicht
mal den verkommenſten Vagabunden von der Schwelle!
Und wen da nicht unerbittliche Pflicht trieb, der kroch in
die warmen Federn oder genehmigte am Ofen einen „
oſt=
preußiſchen Maitrank” allerzünftigſter Kombination.
(Fortſetzung folgt.)
Bekanntmachung.
Am 14., 15., 17. und 18. Juli 1913 von 7 Uhr vormittags bis zum Einbruch der
Dunkelheit wird Schießen mit ſcharfer Munition von Truppenteilen des XVIII.
Armee=
korps auf dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten werden.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
„ Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über
Milches=
wieſe-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während des Schießens durch Poſten, Wegſchranken und Warnungstafeln abgeſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten (Polizei=
Verordnung Kreisamt Darmſtadt, 25. September 1909.)
Darmſtadt, den 25. Juni 1913.
(13973a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Michel.
Bekanntmachung.
Die nachſtehende Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem
Truppenübungs=
platz bringen wir hierdurch zur allgemeinen Kenntnis.
(14797a
Darmſtadt, den 5. Juli 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppen=Aebungsplatz Darmſtadt
für die Zeit vom 14. bis 19. Juli 1913.
Die
Dauer der
Tag
Truppenteil
Abſperrung Bemerkungen
Datum
Abſperrung
erſtreckt ſich
von bis
8=V.
14. Juli 1 Montag
Ueber das
80 V.-
15. Juli 1 Dienstag
10 N.
ganze
16. Juli 1 Mittwoch
Feldartillerie 80 V.
10 N. Abſperr=
17. Juli 1 Donnerstag
3o V. 10 N. 1 Gelände
8oAbds. 120Nachts
17 Juli Donnerstag
Nachtſchießen
Bis zum
Infanterie 8 V.10 N.
19. Juli Samstag
Landgraben
Polizeiverordnung,
die Hutnadeln betreffend.
Auf Grund des Artikels 129b der Städteordnung vom 8. Juli
1911 wird nach Genehmigung Großh. Miniſteriums des Innern vom
26. Juni 1913 zu Nr. M. d. J. 11413 für Stadt und Gemarkung
Darmſtadt folgende Polizeiverordnung erlaſſen:
§ 1.
Das Tragen ungeſicherter hervorſtehender Hutnadeln iſt verboten.
Zuwiderhandlungen gegen dieſe Verordnung werden, ſoweit
nicht nach den ſonſtigen geſetzlichen Vorſchriften eine höhere Strafe
verwirkt iſt, mit Geldſtrafe bis zu 30 Mark beſtraft.
*§ 3.
Dieſe Polizeiverordnung tritt in Kraft mit dem Tage ihrer
erſtmaligen Veröffentlichung im Darmſtädter Tagblatt.
Darmſtadt, den 11. Juli 1913.
(15397
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
J. V.: Stumpf.
Ebangeliſche Stadtgemeinde Darmſtadt.
Für die Reformations= Lukas=, Markus=, Schloß= und
Capla=
neigemeinde ſind am 14. Juli l. Js. je 30 Gemeindevertreter gewählt
worden. Die Wahlurkunden — iedoch ohne Stimmzettel — liegen
drei Tage lang, am 21., 22. und 23. Juli l. Js., vormittags von
10—12 Uhr und nachmittags von 2—4 Uhr, in dem Pfarrhauſe,
Hügelſtraße 28, offen. Die Namen der Gewählten ſind während
dieſer drei Tage am ſchwarzen Brett des Gemeindehauſes, Kiesſtraße
Nr. 17, zu leſen.
(15487
Beanſtandungen des Wahlverfahrens oder der geſetzlichen
Befähigung eines Gewählten können nur binnen acht Tagen, vom
21. ds. Mts. an gerechnet, bei dem Dekanatsausſchuß erhoben werden.
Darmſtadt, den 15. Juli 1913.
Der Kirchenvorſtand der evangeliſchen Stadtgemeinde.
Velte, Vorſitzender.
Bekauntmachung.
Bei der demnächſt abzuhaltenden Mitgliederverſammlung ſollen
wieder Prämien an Dienſtboten verteilt werden. Unſere Statuten
beſtimmen hierüber das Folgende:
„Eine Belohnung von Dienſtboten kann nur für ſolche
Bedienſtete, die Koſt bei ihrer Herrſchaft haben, und ferner
nur dann bewilligt werden, wenn der Dienſtbote innerhalb
des Vereinsbezirks 4 Jahre lang ununterbrochen bei
der=
ſelben Herrſchaft gedient während dieſer Zeit in 3
verſchie=
denen Jahren Erſparniſſe in die Kaſſe eingelegt oder ſeine
Angehörigen unterſtützt, ſich auch während ſeiner Dienſtzeit
durch treue und ſittſame Aufführung ausgezeichnet hal.t
Es ergeht an Alle, welche Prämien beanſpruchen zu können
glauben, die Aufforderung, ſich unter Vorlage der Zeugniſſe ihrer
Dienſtherrſchaften, welche beglaubigt ſein müſſen, bis zum 31. Juli
Iſd. Js. bei unſerem Rechner anzumelden.
Die Großh. Bürgermeiſtereien des Sparkaſſenbezirks werden
erſucht, dieſer Bekanntmachung die tunlichſte Verbreitung zu geben.
Nach dem 31. Juli 1913 einlaufende Zeugniſſe und Bewerbungen
müſſen unberückſichtigt bleiben.
Reinheim, den 12. Juli 1913.
(15471df
Bezirksſparkaſſe Reinheim.
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Maß angefertigt. Mein Vertreter wird am Samstag, den 19.,
und Sonntag, den 20. Juli, jeweils von 9—3 Uhr, in
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Am 23. Juli d. J. findet die Subskription statt auf
Hominal Mk. 13.O0g, 500.- obiger Schuldverschreibungen
eingeteilt in Stücke zu 5000, 2000, 1000, 500 und 200 Mark mit Zinsen
ab 1. Juli zu
96,40% für diejenigen Stücke, die unter Sperrung bis 15. Januar 1914
in das Staatsschuldbuch einzutragen sind, und zu
96,60% für alle übrigen Stücke.
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Wir sind offizielle Zeichnungsstellen.
Die näheren Bedingungen steken bei uns zur Verfügung.
Darmstadt, den 17. Juli 1913.
Deutsche Vereinsbank
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— Rad= und Motorrennen zu Darmſtadt. Zu dem
Tandemrennen meldete noch der hier beſtens bekannte
Weltmeiſter Chr. Rode mit dem Altmeiſter Dreſcher,
und muß auch das Tandemrennen mit drei Vorläufen
aus=
gefahren werden. Das Tandemrennen bringt immer ein
ſchönes Bild. Zu den Meiſterſchaften ſind in der
Zwiſchen=
zeit noch weitere Meldungen eingelaufen, ſo daß die kurze
Meiſterſchaft über einen Kilometer mit drei Vorläufen
ausgefahren werden muß, ehe die Fahrer zum Endlauf
antreten können. In der langen Meiſterſchaft über 25
Kilometer werden ſich äußerſt intereſſante Kämpfe und
Vorſtöße der Matadoren abwickeln, da außer dem zweiten
und dritten Preis noch ein Führungspreis ausgeworfen
iſt, den derjenige erhält, der am häufigſten als Erſter über
das Zielband kommt. Auf dieſe Weiſe entwickelt ſich bei
jeder Runde ein Kampf um die Führung, ſo daß ein
fort=
geſetzter Kampf geboten iſt. Die ganze Zuſammenſtellung
des Programms verheißt wirklich erſtklaſſigen Sport und
die Freunde des Radſportes werden auch diesmal voll und
ganz auf ihre Rechnung kommen.
sr.- Pferdeſport. Die Rennen zu Wiesbaden
am Dienstag brachten verſchiedene Zwiſchenfälle. In
dem Preis von Klarenthal ſtürzte der von Dr. Rieſe
geſteuerte Favorit Halack und brachte dabei Smal Boy zu
Fall. Der reiterloſe Halack rannte dann auch noch The
Green Hand über den Haufen. Am vorletzten Sprung
ſchließlich ſtürzte noch Marco IV Im Preis von
Son=
nenberg ging der von Lt. Demnich geſteuerte Jor ſeines
Sieges auf einen Proteſt von Dr. Rieſe als Reiter der
zweitplazierten Erla wieder verluſtig. Jor war im
End=
kampf weggebrochen und hatte Erla dabei ſtark behindert.
Im Rabengrund=Jagdrennen wartete das Schiedsgericht
nach dem Siege von Einbrecher über ſeinen einzigen
Geg=
ner Duzzilo gar keinen Proteſt erſt ab, ſondern
disqualifi=
ſierte den Sieger ex officio weil er den im Beſitz des
Herzogs Ernſt Auguſt zu Braunſchweig=Lüneburg
befind=
lichen Wallach in der Geraden derart angeritten hatte, daß
dieſer aufgepullt werden mußte. Dotzheimer Hürden=
Ren=
nen; 2300 Mark, Diſtanz 2700 Meter: 1. Hrn. H. Mertens
Antimone, 2. Moriam, 3. Südpol. Tot.: 65:10. — Preis
von Klarenthal; Ehrenpreis und 2300 Mark Diſtanz 3000
Meter: 1. Hrn. Cl. Oppenheimers Cypris II (Lt. v. Moß=
ner), 2. Lady Jim, 3. Marotte. Tot.: 52:10. — Rheingau=
Jagd=Rennen; 2800 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Hrn. H.
Pringsheims Junker, 2. Geri, 3. Nickelkönig. Tot.: 31:10.
— Preis von Sonnenberg; Ehrenpreis und 5000 Mark,
Diſtanz 4000 Meter: 1. Graf J. Sierſtorpffs Erla, 2.
Avig=
non, 3. Diana. Tot.: 18:10. — Rabengrund=Jagd=
Ren=
nen; 3000 Mark, Diſtanz 3600 Meter: 1. Prinz Ernſt
Auguſt zu Braunſchweigs Duzzilo. Tot.: 11:10. Zwei
liefen. — Schloß=Preis; 3500 Mark Diſtanz 2000 Meter:
1. Hen. v. Neumanns Buoy and Gull, 2. Arthus, 3.
Law=
renny. Tot.: 30110. — Preis von der Platte; Ehrenpreis
und 2600 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Hrn. Wepes Baldur,
2. Kronſtadt, 3. Souveraine. Tot.: 24:10.
Rennen zu Saint=Ouen. Prix Lauzun, 10 000
Francs, Diſtanz 2500 Meter: 1. Monſ. Jam. Henneſſys
Don Ceſar, 2. Gomez, 3. Le Minotier. Tot.: 24110.—
Prix de la Cerdagne; 4000 Francs, Diſtanz 4100 Meter:
1. Monſ. G. P. Euſtis’ Utmoſt, 2. Reporter, 3. Ampelopfis.
Tot.: 38:10. — Prix Dandolo; 10000 Francs, Diſtanz 2800
Meter: 1. Monſ. Cam. Blacs Ormusd, 2. Winbledon II,
3. Silver Cherry. Tot.: 65:10. — Prix de IHerault; 3000
Francs, Diſtanz 2800 Meter: 1. Monſ. W. Hatts Mont
Boran, 2. Monſ. Birchs Antonello, 3. Fils du Cie. Tot.:
41.63:10.
Landwirtſchaftliches.
Darmſtädter Ziegenmarkt. Am 15. Juli
fand hier auf dem Pferdemarktplatz der
Provinzial=
ziegenmarkt wieder ſtatt, nachdem derſelbe 2 Jahre
vorher infolge der Maul= und Klauenſeuche ausfallen
mußte. Der Markt, vom ſchönſten Wetter begünſtigt, war
mit zirka 700 Ziegen befahren. Von 8 bis 10 Uhr
vor=
mittags herrſchte ein reges Leben auf dem Markte und
bo=
ten die vielen weißen Ziegen, die zahlreichen Fuhrwerke
vom Lande und die Hunderte von Beſuchern ein hübſches
Marktbild. Von überall her waren Käufer erſchienen, in
größter Zahl natürlich aus der Provinz Starkenburg, dann
aus den beiden anderen heſſiſchen Provinzen, aber auch
aus anderen Ländern Deutſchlands (Oldenburg, Sachſen,
Rheinland uſw.) und aus Holland waren
Ankaufskom=
miſſionen auf dem Markte anweſend. Der Marktbeſtand
wurde ungefähr zu zwei Drittel verkauft, einzelne
Ziegen=
zuchtvereine, wie Klein=Geran, Spachbrücken, Hähnlein,
Hahn, Ober=Ramſtadt, Groß=Bieberau verkauften ihren
Beſtand faſt ganz, andere Zuchtvereine wieder nur etwa
zur Hälfte, einige Zuchtvereine, die wenig gutes Material
da hatten, verkauften nur wenige Stück. Nach den
dies=
jährigen Erfahrungen wie auch nach früheren, finden nur
gute Tiere zu entſprechenden Preiſen flotten Abſatz.
Ge=
ringwertiges Material ſollte man lieber zu Hauſe laſſen.
Während an Bocklämmern ein großes Angebot war und
dieſe daher nicht alle verkauft werden konnten, fehlte es
dagegen ſehr an älteren Böcken, insbeſondere jährigen,
nach welchen eine große Nachfrage war. Die Preiſe,
welche für Ziegen und Böcke uſw. gezahlt wurden, waren
ſehr verſchieden je nach Qualität. Aeltere Böcke wurden
bis zu 90.— Mk., Bocklämmer bis zu 70.— Mk. pro Stück
verkauft. Der Preis für Ziegenlämmer bewegte ſich
zwi=
ſchen 16.— Mk. und 30.— Mk. Milchziegen erzielten 50.—
Mark bis 70.— Mk. pro Stück. Der Verlauf des Marktes
war im großen und ganzen für Verkäufer und Käufer ein
befriedigender.
Handel und Verkehr.
— 47ige Württembergiſche
Staatsan=
leihe von 1913. Wie bereits mitgeteilt, findet am 23.
Juli d. Js. die öffentliche Zeichnung auf die neuen
13000000 Mk. 4% bis 1. Juli 1935 unkündbaren
Würt=
tembergiſchen Staatsſchuldverſchreibungen zu 96,40% für
Staatsſchuldbuchſtücke und zu 96,60 7 für alle übrigen
Stücke am hieſigen Platze bei der Bank für Handel und
Induſtrie und der Deutſchen Vereinsbank, Filiale
Darm=
ſtadt, ſtatt. Für die Zeichner dürfte es von Intereſſe ſein,
zu wiſſen, daß der Aufwand der Württembergiſchen
Fi=
nanzverwaltung für die Verzinſung der
Württembergi=
ſchen Staatsſchuld im Rechnungsjahr 1911/12 rund 21
Millionen Mark betrug. Ferner wurden für Tilgung der
Staatsſchuld rund 4¾ Millionen Mark aufgewendet.
Da=
gegen beliefen ſich die Einnahmen aus den hauptſächlichſten
Teilen des werbenden Staatsvermögens im gleichen
Rech=
nungsjahre auf nicht weniger als rund 48½ Millionen
Mark. Die neue Anleihe iſt beſtimmt zur Beſtreitung des
Aufwandes für die Fortſetzung des Eiſenbahnbaues und
für außerordentliche Bedürfniſſe der Eiſenbahnverwaltung.
Sie ſtellt mithin eine produktive Kapitalinveſtition dar.
Man verlange
wenn man die beſten Fabrikate haben will, ſtets ſolche,
die ſich ſeit Jahren bewährt haben. Nachahmungen,
be=
ſonders in ähnlichen Packungen, weiſe man im eigenſten
Intereſſe zurück. Fabrikate, die ſich infolge ihrer
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ragenden Qualität und ihrer unbedingten Zuverläſſigkeit lange
Jahre bewährt und einen Weltruf erworben haben, ſind:
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der vollständigen Kapelle des Leibgarde-Regiments
unter Leitung des Obermusikmeisters H. Hauske.
Aus der Vortragsordnung: Erkel: Ouverture zur „Hunyady
Laszlo‟ F. Mendelssohn: Fragmente aus ,Ein Sommernachtstraum‟.
B. Strauss: Walzer aus „Der Rosenkavalier‟ L. v. Beethoven:
„Andante cantabile‟ a. d. 5. Symphonie. E. Grieg: Erste Suite aus
der Musik zu „Peer Gynt‟. B. Wagner: Ouverture zu „Tannhäuser‟
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Heute Donnerstag, 17. Juli, abends 8 Uhr:
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unter perſönl. Leitung des Herrn Obermuſikmeiſter M. Weber.
Eintritt mit Programm 15 Pfg.
Sonntag, 20. Juli, abends 8 Uhr, findet
ebenfalls Konzert obiger Kapelle ſtatt.
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