Inſerafe
Abonnementspreis
176. Jahrgang
werden angenommen in Darmſtadt,
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
wärts nehmen die Poſtämter u. die
Agen=
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der 19jährige Flugſchüler Dietrichs iſt auf dem
Flug=
platz Habsheim=Mülhauſen aus geringer Höhe
abge=
ſtürzt und war ſofort tot.
In Verſailles ſtürzten die beiden Flieger Perein
Vater und Sohn — mit einem Eindecker ab und
ver=
brannten.
Zwei elektriſche Züge mit Ausflüglern, die nach
Los Angeles zurückkehrten, ſtießen zuſammen,
wo=
bei 12 Perſonen getötet und 50 verletzt
wurden.
Neueren Meldungen zufolge ſoll in der von Kowatſchew
befehligten bulgariſchen Armee eine
Rebel=
lion ausgebrochen ſein. Die Meldungen von einem
Aufſtand in Sofia werden dementiert.
Der bulgariſche Geſandte und das Perſonal der
Geſandtſchaft haben geſtern Bukareſt verlaſſen und ſich
nach Ruſtſchuk begeben. Der Kriegszuſtand
zwi=
ſchen Rumänien und Bulagrien iſt damit endgültig
er=
öffnet.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
115 Juli 1813: Napoleon begibt ſich von Leipzig nach
. Dresden.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Beruf und
Religions=
bekenntnis im Deutſchen Reiche.
B0 Nach den Ergebniſſen der Berufszählung von
11907 waren bei einer Geſamtbevölkerung von 61,7
Millionen im Jahre 1907 etwas über drei Fünftel
evan=
geliſch — 38,4 Millionen oder 62,2 v. H., etwas. über
ein Drittel katholiſch — 22,5 Millionen oder 36,5 v. H.;
566 999 oder 0,9 v. H. waren iſraelitiſch. Von den
insgeſamt 28,1 Mill. Erwerbstätigen und Dienenden im
Reiche ſtellten die Evangeliſchen 17,1 Mill., die Katholiken
10,6 Mill., die Juden 237342. Im Verhältnis zur
Geſamt=
zahl der Erwerbstätigen und Dienenden betragen die
Evangeliſchen 61,0 v. H., die Katholiſchen aber nicht, wie
es ihrer Geſamtvolksſtärke entſpricht, 36,5, ſondern mehr,
37,8 v. H. Damit ſcheint es alſo, daß die
Erwerbs=
beteiligung der katholiſchen Bevölkerung
größer iſt als der Anteil der Katholiken an der
Geſamt=
zahl der Bevölkerung. Aus dem vorliegenden Material
ergibt ſich, daß die größere Beteiligung des katholiſchen
Volksteils an der Erwerbsbetätigung aus der
verhältnis=
mäßig größeren Zahl landwirtſchaftlicher Berufskräfte
unter den Katholiken herrührt, insbeſondere aus der
Mit=
hilfe, die von Angehörigen bei der Bewirtſchaftung
länd=
lichen Beſitzes geleiſtet wird. In der Induſtrie
insge=
ſamt, im Handels= und Verkehrsgewerbe, ſowie in den
freien Berufen zählt die katholiſche Bevölkerung eine
ge=
ringere Anzahl von Berufstätigen, als der
Geſamtvolks=
ſtärke entſprechen würde. Nur in den Berufsgruppen
Bergbau, Landwirtſchaft, Induſtrie der Steine und Erden,
Forſtwirtſchaft und Baugewerbe ſind die katholiſchen
Be=
rufstätigen in größerem Maße als im Durchſchnitt der
Geſamtbevölkerung vertreten. Es handelt ſich hierbei um
Erwerbszweige, in denen die meiſten ländlichen
Erwerbs=
kräfte ſich vorfinden. In dieſen Arbeitszweigen, mit
Aus=
nahme etwa der Forſtwirtſchaft, werden auch die meiſten
ausländiſchen Wanderarbeiter beſchäftigt. Iſraeliten
ſind am ſtärkſten im Handelsgewerbe (7,9 v. H. der
Er=
werbstätigen), im Bekleidungsgewerbe (1,7 v. H.), im
Nahrungsmittelgewerbe (1,2) und in den freien Berufen
(1,1 v. H.) vertreten. Eine eingehendere Ueberſicht über
die Verteilung der Angehörigen der verſchiedenen
Be=
kenntnisgruppen auf die einzelnen Zweige und ſozialen
Stellungen der freien Berufe läßt erkennen, daß die
Evan=
geliſchen wie die Juden beſonders in denjenigen
Berufs=
zweigen, die akademiſche Bildung vorausſetzen, ſtärker
als die Katholiken vertreten ſind.
Reichs= und Landesfinanzen.
O Das Kaiſerliche Statiſtiſche Amt veröffentlicht eine
Darſtellung der Finanzen des Reiches und der deutſchen
Bundesſtaaten. Die Ausgaben, die Einnahmen, die
wich=
tigeren Beſtandteile der Staatsvermögen, ſowie die
Schulden werden behandelt. Die Nachweiſe beziehen ſich
durchweg für die Voranſchläge auf das Rechnungsjahr
1912, für die Staatsrechnungen auf das Jahr 1910.
Insgeſamt betragen die Staatsausgaben nach
den Voranſchlägen der Bundesſtaaten 6460 Millionen
Mark (darunter außerordentliche 267), für das Reich 3236
(darunter außerordentliche 134), zuſammen in Reich und
Bundesſtaaten 9746 (darunter außerordentliche 401). Die
Staatseinnahmen belaufen ſich in den
Bundes=
ſtaaten auf 6436 Millionen Mark, im Reiche auf 3286,
zu=
ſammen in Reich und Bundesſtaaten 9722 (darunter
außerordentliche aus Grundſtock, Anlehen und ſonſtigen
Staatsfonds 243 bezw. 134).
Unter den Ausgaben und Einnahmen der
Bundes=
ſtaaten ſtehen diejenigen aus Staatsbetrieben mit 3226
bezw. 4247 Millionen Mark an erſter Stelle. Der
Haupt=
anteil entfällt auf die Staatseiſenbahnen mit 2385 bezw.
3142. Der Reſt verteilt ſich auf Domänen, Forſten,
Berg=
werke, Staatsdampfſchiffahrt, Poſt, Telegraph und die
ſonſtigen Staatsbetriebe.
Die ordentlichen Ausgaben und Einnahmen des
Rei=
ches an Erwerbsanſtalten (817 bezw. 979) entfallen
haupt=
ſächlich auf Poſt und Telegraphie (692 bezw. 808) und auf
die Eiſenbahnen (115 bezw. 142). Die nächſtwichtige
Ein=
nahmequelle bilden Steuern und Zölle. Die Bundesſtaaten
erheben an direkten Steuern 812, Aufwandſteuern 118,
Verkehrsſteuern 114 und Erbſchaftsſteuern 22, zuſammen
1066 Millionen Mark. Das Reich bezieht aus Zöllen 849,
aus Aufwandſteuern 672, aus Verkehrsſteuern 276 und
aus der Erbſchaftsſteuer 43, zuſammen 1840 Millionen
Mark.
Zahlenmäßige Nachweiſe über das
Staatsver=
mögen der einzelnen Bundesſtaaten konnten
nur in bezug auf wichtigere Beſtandteile erbracht werden.
Neben Ueberſchüſſen früherer Rechnungsjahre,
verfüg=
baren Staatskapitalvermögen uſw. beſitzen die
Bundes=
ſtaaten an Domänen ein Areal von 766 609 Hektan, an
For=
ſten 5082 179 Hektar. Die Staatseiſenbahnen
repräſen=
tieren eine Länge von 55618 Kilometer (im Reiche 1897)
und ein Anlagekapital von 16650 (im Reiche 834)
Mil=
lionen Mark.
Die fundierten Staatsſchulden beziffern ſich zu Beginn
des Rechnungsjahres 1912 für die Bundesſtaaten auf
15005 (darunter Preußen 8789, Bayern 2286), für das
Reich auf 4582 Millionen Mark. Die ſchwebenden
Schul=
den betrugen insgeſamt 912 Millionen Mark; ſie entfallen
in der Hauptſache auf das Reich (220) und Preußen (640).
Die Auflöſung der
Strafrechts=
kommiſſion.
* Wie Berliner Blättern mitgeteilt wird, beſteht die
Abſicht, die Arbeiten der Strafrechtskommiſſion, die mit
der Ausarbeitung eines Vorentwurfs zum neuen
Straf=
geſetzbuch vertraut iſt, bereits zum 1. Oktober d. J. zu
beenden, da der Vorſitzende der Kommiſſion,
Geheim=
rat Profeſſor Dr. Kahl, von dieſem Termin ab infolge
be=
ruflicher Verpflichtungen an der Univerſität behindert iſt,
den Vorſitz weiter zu führen. Aus dieſem Grunde wird
ſich die Kommiſſion auch bezüglich der Ferienpauſe
be=
ſondere Beſchränkungen auferlegen.
Die Ferien werden nur vom 16. Juli bis 16. Auguſt
dauern. Es war in der Preſſe die Rede davon, daß nach
Abſchluß der Vorarbeiten eine neue Kommiſſion
zuſam=
mentreten werde, die ſich mit der Aufſtellung des
Ein=
führungsgeſetzes befaſſen ſoll. Dies dürfte aber inſofern
nicht zutreffen, als zunächſt die Bundesregierungen
Stel=
lung zu dem Vorentwurf zu nehmen haben, der
voraus=
ſichtlich Abänderungen unterworfen werden wird. Das
Einführungsgeſetz zum neuen Strafrecht kann aber erſt
endgültig aufgeſtellt werden, wenn der eigentliche
Straf=
geſetzbuchentwurf in ſeinen Grundzügen feſtſteht, was
natürlich nicht hindert, daß entſprechende Vorarbeiten ſeit
einiger Zeit im Gange ſind. Die Kommiſſion, die dann
zuſammentritt, wird nur aus Vertretern der beteiligten
Reſſorts und Miniſterien beſtehen. Die Arbeiten, die das
Einführungsgeſetz an ſich erfordert, dürften wiederum an
ſich eine ſehr umfangreiche Arbeitsleiſtung
darſtellen, da die Reichsgeſetzgebung, ſoweit ſie von dem
neuen Strafrecht berührt wird, mit den diesbezüglichen
Beſtimmungen in Einklang zu bringen iſt. Unter anderem
gehören auch die Beſtimmungen über das Inkrafttreten
des neuen Strafrechts, ſowie ſolche bezüglich der
Aburtei=
lung vorher begangener Delikte in das Einführungsgeſetz.
Schließlich müſſen auch „Motive” zum neuen
Strafgeſetzbuch ausgearbeitet werden, deren
Aufſtellung auch zur Vorausſetzung hat, daß die
Grund=
züge der Beſtimmungen des Strafrechts fertiggeſtellt ſind.
Ueber die Einbringung des neuen Strafgeſetzbuchentwurfs
hat ſich bekanntlich der Staatsſekretär des
Reichsjuſtiz=
amts, Dr. Lisco, dahin geäußert, daß der Reichstag ſich
erſt in ſeiner nächſten Legislaturperiode mit dem großen
Geſetzeswerk wird befaſſen können, deſſen Fertigſtellung
naturgemäß gergume Zeit in Anſpruch nimmt.
Deutſches Reich.
* Die Stichwahl in Zauch=Belzig. Nach
dem amtlichen Wahlergebnis wurden bei der
Reichstags=
ſtichwahl im Wahlkreiſe Potsdam 9 am 11. Juli bei 40 768
Wahlberechtigten 33 467 (82 Prozent) gültige Stimmen
abgegeben. Stadtverordneter Ewald (Soz.) erhielt 17151,
Oberregierungsrat a. D. v. Oertzen (Reichspt.) 16316
Stimmen. Mit dem Ergebnis der
Reichstagserſatzwah=
len in Salzwedel und in Zauch=Belzig hat ſich auch die
Nordd. Allg. Ztg. beſchäftigt. Das Blatt beſchränkte ſich
indeſſen auf eine Betrachtung rechneriſcher Natur, ohne
politiſch Stellung zu nehmen; es ſei denn, daß es
Genug=
tuung über den Rückgang der ſozialdemokratiſchen
Stim=
menzahl in Salzwedel bekundete. Von einem Ausdruck
des Bedauerns über das Verſchwinden der Herren von
Kröcher und von Oertzen aus dem Reichstage findet ſich
in der Nordd. Allg. Ztg. nichts, obwohl wenigſtens die
Herbeiführung des ſozialdemokratiſchen Wahlſieges in
Zauch=Belzig durch die Volkspartei ihn nicht gerade
er=
ſchwert hat. Dieſe eiskalte Haltung des Kanzlerblattes
gegenüber der Rechten iſt angeſichts der politiſchen
Ge=
ſamtlage bemerkenswert. Hat der Reichskanzler mit 110
Sozialdemokraten die größte Heeresvorlage, eine
Mil=
liarde Wehrbeitrag und die laufende Koſtendeckung
durch=
gebracht, ſo mag er ſich ſagen, daß es mit 111
Sozial=
demokraten auch gehen wird. Die Köln. Ztg. ſchreibt zu
dem Ausgang der Wahl in Zauch=Belzig und gibt damit
der Anſicht aller Gemäßigt=Liberalen Ausdruck:
Wie auch die Wahl in Salzwedel=Gardelegen für die
Nationalliberalen ausgehen ſollte unter keinen
Umſtän=
den konnte das Ergebnis der Wahl in dem ſächſiſchen
Wahlkreis die Nationalliberalen in Zauch=Belzig
veran=
laſſen, als Dank dafür dort gegen den Reichsparteiler
Herrn von Oertzen und für den ſozialdemokratiſchen
Kan=
didaten Herrn Ewald zu ſtimmen. Wir kennen Herrn
Ewald nicht und betrachten ihn nur als den Vertreter der
ſozialdemokratiſchen Partei, der den alten
freikonſerva=
tiven Parlamentarier, den Oberregierungsrat Diedrich
v. Oertzen. aus dem Reichstag verdrängt hat. Und wir
ſtehen nicht an, das Ergebnis dieſer Wahl für recht
be=
dauerlich zu erklären. Mit der billigen Freude, daß die
Linke hier wieder ein Mandat auf Koſten der Rechten
ge=
wonnen hat, kommt man hier nicht aus. Abgeſehen
da=
von, daß wir iſchon wiederholt gezeigt haben, wie wenig
in der prattiſchen politiſchen Arbeit mit einer Mehrheit
der Hinken zu leiſten iſt die zu einem großen Teil aus
der Sozialdemokratie beſteht, iſt die Niederlage des
frei=
konſervativen Abgeordneten v. Oertzen auch aus
perſön=
lichen Gründen zu bedauern. Herr v. Hertzen iſt der
vor=
nehme nationale Politiker alten Stils, dem jede Schärfe
ſern liegt, der zwar ſeine Anſchauungen mit Mut vertritt
zind verficht, der aber in ſeinen Auseinanderſetzungen
mit Andersdenkenden geſellſchaftlich nie aus der Faſſon
kommt. Jedenfals ſtehen Politiker, wie Herr v. Oertzen
einer iſt. innerlich der nationalliberalen Partei um eine
Welt näher als Politiker, wie Herr Ewald, von denen
man nichts anderes weiß, als daß ſie die Grundſätze einer
internationalen verhetzenden Politik betreiben. Wenn das
Berliner Tageblatt es am Tage vor der Wahl als eine
„ſelbſtverſtändliche Anſtandspflicht” der Nationalliberalen
bezeichnete, daß ſie als Dank für Salzwedel=Gardelegen
in Zauch=Belzig den ſozialdemokratiſchen Kandidaten
un=
terſtützen müßten, ſo gehen hier die Begriffe von Anſtand
ſo weit voneinander, daß ein gegenſeitiges Verſtehen
un=
möglich wird. Wir hielten es für eine ſelbſtverſtändliche
Anſtandspflicht, nicht nur der nationalliberalen, ſondern
auch der freiſinnigen Wähler, daß ſie hier den
bürger=
lichen Abgeordneten gegen die Sozialdemokratie
heraus=
hauen müßten Der offizielle Freiſinn hat zwar anders
gedacht und die Parole gegen den freikonſervativen
Kan=
didaten ausgegeben. Die Freiſinnswähler aber ſind zum
größten Teil dieſer Parole nicht gefolgt und haben
ge=
gneinſam mit den Nationalliberalen für den bisherigen
Abgeordneten Herrn v. Oertzen geſtimmt.
— Eine anfechtbare Entſcheidung des
Wahlprüfungsausſchuſſes. Der
Wahlprü=
fungsausſchuß des Reichstags hat, wie gemeldet, die
Frage, ob die in die Wählerliſte eingetragenen Wähler
bei einer Neuwahl zur Ausübung des Wahlrechts auch
dann berechtigt ſind, wenn ſie inzwiſchen ihren Wohnſitz
perlegt haben, bejaht. Ueber ihre Entſchließungen
er=
ſtattet er jetzt ſchriftlichen Bericht. Dieſer Beſchluß wird
vielfach Anfechtung erfahren, man wird zugeben können,
daß ein Wähler, der vor einer Hauptwahl eingetragen
wird und kurz vor der Wahl verzieht, im alten Bezirk
wahlberechtigt iſt, daß dies aber der Fall ſein ſollte bei
ſpäteren Nachwahlen, iſt recht zweifelhaft, denn der
Ver=
zogene dürfte alsdann ſchon monatelang im neuen Bezirk
wohnen und auch dort wahlberechtigt ſein. Er wäre
ſo=
mit Wähler zweier Bezirke. Der Ausſchuß war der
An=
ſicht, daß die verzogenen Wähler bei Nachwahlen
wahl=
berechtigt ſeien, da die gleichen Liſten verwendet würden.
Wollte man die alten Wähler ihres Wahlrechtes
berau=
ben, ſo müßte man die neu hinzugezogenen Wähler in die
Liſte aufnehmen, dies werde aber nicht getan. Die Reaie=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 15. Juli 1913.
Nummer 163.
rung iſt der Anſicht, daß ein Wähler, der länger als
Jahresfriſt verzogen iſt, bei einer Erſatzwahl nicht mehr
wahlberechtigt iſt. Sein Name bleibt zwar in der Liſte,
wählt er, ſo wird ſeine Stimme aber für ungültig erklärt,
ebenſo wie bei Perſonen, die gewählt haben, aber z. B.
wegen Armenunterſtützung nicht wahlberechtigt waren.
Erſatzwahlen ſind nach der Regierungsauffaſſung
Neu=
wahlen. Die Frage wird ſpäter noch das Plenum
be=
ſchäftigen. Zunächſt wird nun die wirklich ſehr
fragwür=
dige Entſcheidung des Ausſchuſſes bei der Nachwahl in
„Zauch=Belzig wirkſam werden.
— Die ärztliche Prüfungsordnung. Den
(Bundesregierungen liegt gegenwärtig ein Entwurf zu
einer neuen Prüfungsordnung für Aerzte vor, der
vor=
ausſichtlich bis zum kommenden Winter als Vorlage für
den Bundesrat fertiggeſtellt ſein wird. Als wichtigſte
AAenderung kommt dabei eine ſtärkere Berückſichtigung
der ſozialen Medizin in der ärztlichen Ausbildung in
Be=
tracht, die in der geltenden Prüfungsordnung vom Jahre
11901 überhaupt nicht berückſichtigt iſt. Die Anſichten
gin=
gen bisher darin auseinander, ob bereits die Studienzeit
der geeignete Zeitpunkt dafür ſei, oder ob die
Beſchäfti=
gung mit der ſozialen Medizin, die nach Anſicht vieler
Autoritäten ein abgeſchloſſenes mediziniſches Studium
vorausſetzt, nicht beſſer in das praktiſche Jahr zu verlegen
wäre. In den gepflogenen Verhandlungen ſoll man ſich
dem Vernehmen nach für die zweite Anſicht entſchieden
haben.
Vom neuen
Reichsangehörigkeits=
geſetz. Der Reichstag hatte Ende Juni das neue Reichs=
und Staatsangehörigkeitsgeſetz verabſchiedet, das dem
gel=
tenden Recht gegenüber vielfache Verbeſſerungen einführt.
Eine Darſtellung dieſer Verbeſſerungen gibt
Oberverwal=
tungsgerichtsrat Blüher=Dresden in der Deutſchen
Ju=
riſtenzeitung:
Der neue Entwurf will den Deutſchen im Auslande
ihre Staatsangehöriakeit erhalten und ehemaligen
Deut=
ſchen die verlorene Staatsangehörigkeit wieder erwerben
laſſen. Daneben hat der Entwurf noch weitere Vorteile
gebracht. Die unmittelbare Reichsangehörigkeit kann
er=
worben werden ohne Staatsangehörigkeit in einem
Bun=
desſtaate; dies wird den früheren Deutſchen, die im
Aus=
lande bleiben wollen, von Nutzen ſein. Die Ausländer
werden nicht mehr naturaliſiert, ſondern eingebürgert;
dieſe Einbürgerung iſt etwas erſchwert, denn ſie bedarf
der Zuſtimmung aller Bundesſtaaten. Zurückweiſungen
aus religiöſen Gründen ſollen vermieden werden.
Ehe=
maligen Deutſchen und ihren Kindern wird die
Einbür=
gerung erleichtert, ferner deutſchen Frauen, die Ausländer
heiraten, dadurch ihre Nationalität verlieren und ſie
wie=
der erwerben wollen. Der Verluſt deutſcher
Staatsange=
hörigkeit bei mehr als zehnjährigem Aufenthalt im
Aus=
lande ohne Eintrag in die Konſularmatrikel iſt nicht mehr
möglich; der Verluſt erfolgt nur bei Nichterfüllung der
Wehrpflicht und bei Erwerb einer ausländiſchen
Staats=
angehörigkeit. Das neue Geſetz bringt auch Reformen für
das Wehrgeſetz. Das Loſen bei der Aushebung hört auf,
der Grad der Tauglichkeit entſcheidet, Auslandsdeutſche
können bei der Einſtellung bevorzugt werden. — Die
Be=
ſeitigung der mehrfachen Staatsangehörigkeit hat der
Reichstag abgelehnt. Es wird alſo weiter Deutſche geben,
die Bürger von ſechs bis acht deutſchen Bundesſtaaten
ſind; es trifft dies zu bei den Dozenten, die in
verſchie=
denen Bundesſtaaten lehrten und bei dieſer Gelegenheit
die Staatsangehörigkeit des betreffenden Bundesſtaates
erwarben.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Keine Demiſſion Berchtolds. Die
Ge=
rüchte über eine angebliche Erſchütterung der Stellung
des Grafen Berchtold entbehren jeglicher Grundlage. Es
iſt auch in Wien niemals darüber geſprochen worden, und
es kann von einem Rücktritt des Grafen vorläufig nicht
die Rede ſein.
Frankreich.
Lépines Deputiertenwahl. Lèpine, der
frühere Chef der Pariſer Polizei, wurde zum Abgeord=
neten gewählt. Die gemäßigt republikaniſchen und
kon=
ſervativen Blätter legen der Wahl Lépines, der im Bezirk
Montbriſon mit 200 Stimmen Mehrheit gegen den
ſozia=
liſtiſchen Gegenkandidaten Robert zum Deputierten
ge=
wählt wurde, inſofern eine gewiſſe Bedeutung bei, als
Lépine entſchieden für die dreijährige Dienſtzeit
einge=
treten iſt, die von ſeinem Mitbewerber bekämpft
wor=
den war.
England.
Die engliſch=franzöſiſche Entente. Aus
London wird gemeldet: Der neugebildete parlamentariſche
Ausſchuß für Handel und Induſtrie beſchloß in ſeiner
Sitzung im Unterhaus, die franzöſiſchen Deputierten
ein=
zuladen, London zu Beginn der nächſtjährigen Seſſion
zu beſuchen. Wie im Fall Poincaré iſt die Anregung
zu dieſer Entente=Demonſtration von franzöſiſcher Seite
ausgegangen. Baron d’Eſtournelles de Conſtant hat dem
Ausſchuß brieflich mitgeteilt, daß eine ſolche Einladung
in franzöſiſchen Abgeordnetenkreiſen ſehr erwünſcht wäre,
worauf den Briten natürlich nichts übrig blieb, als ſie
er=
gehen zu laſſen, zumal der Baron verſicherte, daß den
franzöſiſchen Abgeordneten darum zu tun ſei, „in
An=
weſenheit ihrer britiſchen parlamentariſchen Freunde zu
wiederholen, daß ſie nur eine Entente für den Frieden
und nicht eine für den Krieg wünſchen”
Rußland.
Der franzöſiſche Botſchafker
Del=
caſſſé tritt Mitte Auguſt einen auf zwei Monate
be=
rechneten Urlaub an, von dem er, wie verlautet,
wahr=
ſcheinlich nur vorübergehend nach Petersburg zurückkehren
wird, da ſeine Aufgaben hier erfüllt ſeien.
Vereinigte Staaten.
Bryans Friedensvorſchlag. Die endgültige
Form der Vorſchläge des Staatsſekretärs Bryan zur
Er=
haltung des Weltfriedens iſt veröffentlicht worden. Bryan
ſchlägt vor, daß während der Unterſuchung eines
inter=
nationalen Streitfalles die militäriſchen und maritimen
Rüſtungen auf dem Status quo gehalten werden ſollen,
außer wenn eine der beiden Parteien von dritter Seite
bekämpft werde.
Zur Lage in Mexiko. In Kreiſen der Regierung
iſt man namentlich über die Lage in Mexkko beunruhigt.
Nachrichten beſagen, daß der Zuſtand im Norden des
Landes, wo eine arge Agitation herrſcht, nicht nur
ſchlim=
mer geworden ſei, ſondern auch die Feindſeligkeiten gegen
die Vereinigten Staaten im ſtändigen Wachſen begriffen
ſeien. Der Botſchafter der Vereinigten Staaten hat bei
dem Präſidenten Mexikos gegen alle Manifeſtationen
pro=
teſtiert, die ſich gegen. die Vereinigten Staaten richten. Die
Morning Poſt ſchiebt die Schuld an der ganzen Lage dem
General Huerta zu. Dieſer befinde ſich augenblicklich in
ſo ſchlechter Lage, daß eine Intervention der Vereinigten
Staaten ſeine letzte Rettung ſei.
Cking.
Ein deutſcher Proteſt. Der Pekinger
Korre=
ſpondent des Daily Telegraph meldet, er wiſſe aus
glaub=
würdiger Quelle, daß der deutſche Geſchäftsträger am
Mittwoch der chineſiſchen Regierung eine Note überreichte,
in der gegen die Beſtimmungen des ruſſiſch=chineſiſchen
Abkommens über die Mongolei heftig proteſtiert wird.
* Keine Kaiſerfahrt nach Kopenhagen.
Wie die Köln. Ztg. halbamtlich aus Berlin erfährt, iſt die
von einigen Blättern verbreitete Nachricht von einem
dem=
nächſtigen Beſuche des Kaiſerpaares in Kopenhagen
un=
richtig. Für das laufende Jahr kommt eine Reiſe des
deutſchen Kaiſerpaares nach Kopenhagen nicht in Frage;
dagegen iſt für das nächſte Jahr ein Beſuch des däniſchen
Königspaares beabſichtigt.
* Kiel, 14. Juli. Prinz Heinrich wird Ende
Juli nach England reiſen. Er beſucht privatim den
engliſchen Hof und nimmt an den Wettfahrten der
Cowes=
woche teil. Die prinzliche Dienſtjacht „Carmen” fährt
am 25. d. M. nach Cowes ab.
— Breslau, 14. Juli. Die geſtrige Beratung des
35. Abgeordnetentages des Deutſchen
Kriegerbundes wurde von Geheimrat Weſtphal=
Berlin eröffnet. Prinz Friedrich Wilhelm erwiderte auf
die Rede, er hoffe, daß der Deutſche Kriegerbund
immer=
dar das bleiben werde, was er iſt, nämlich das ſtarke
Boll=
werk gegen die Mächte des Umſturzes. An den Kaiſer
wurde ein Huldigungstelegramm geſandt, in dem es
heißt, der Bund werde das Grab Blüchers beſuchen und
auf den Schlachtfeldern an der Katzbach der großen Toten
der Landwehr gedenken.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 15. Juli.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der Lehrer
an der Volksſchule zu Worms Jakob Schumacher
auf ſein Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner mehr als
fünfzigjährigen treuen Dienſte, vom 16. Juli 1913 an.
* Perſonalien von der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſen=
bahngemeinſchaft. Im Namen der Großh. Regierung
vollzogene Ernennungen und Beförderungen (1. Junf
bis 1. Juli 1913): zum Eiſenbahn=Oberſekretär der
Eiſen=
bahnſekretär Förſter zu Oberlahnſtein; zum Eiſenbahn=
Aſſiſtent der Unteraſſiſtent Gerbig zu Eberſtadt; zum
Unteraſſiſtent der Eiſenbahn=Gehilfe Heckwolf zu
Rein=
heim; zu Lokomotivführern die Lokomotiv=Heizer und
Reſerve=Lokomotivführer Kaiſer zu Mainz, Metzger
zu Oſthofen, Schmitt und Seibert, beide zu
Worms; zu Weichenſtellern die Hilfsweichenſteller
Gaubatz zu Darmſtadt, Heßel zu Biſchofsheim,
Griesheimer zu Biebesheim und Schneider zu
Kranichſtein; zu Lokomotivheizern die Hilfsheizer Hill
zu Frankfurt, Lauer zu Biſchofsheim und Scherrer
zu Frankfurt; zum Bahnwärter der Hilfsbahnwärter
May zu Babenhauſen.
* Das Großh. Regierungsblatt Nr. 19 vom 14. Juli
hat folgenden Inhalt: 1. Bekanntmachung, die
Be=
ſörderung feuergefährlicher, nicht zu den Sprengſtoffen
gehörender Gegenſtände auf dem Rhein betreffend.
2. Bekanntmachung, die Ausführung des Geſetzes über
die Feuerbeſtattung vom 19. Auguſt 1899 betreffend.
* Freiwillige geſucht. Infolge der Heeresverſtärkung
werden zum 1. Oktober d. Js. noch Zweijährig=
Frei=
willige beim hieſigen Train=Bataillon Nr. 18
angenommen. Junge Leute, die einzutreten beabſichtigen,
wollen ſich, mit Meldeſchein verſehen an einem Dienstag,
jedoch bis ſpäteſtens Dienstag, den 26. Auguſt, 8 Uhr
vor=
mittags, beim Bataillon, Eſchollbrückerſtraße 24, zur
ärzt=
lichen Unterſuchung melden. Das Bataillon ſtellt auch noch
Kapitulanten, welche ihrer Dienſtpflicht bei Kavallerie oder
Feldartillerie genügt haben, zu genanntem Zeitpunkt ein.
Geſchaftsjubiläum. Die Firma K. Jäger,
Darmſtadt, Uhren, Goldwaren und Muſikwerke, blickt
am 20. Juli auf ihr 25jähriges Beſtehen zurück. Die
Firma hat ſich von kleinen Anfängen an bis zu der
jetzigen Höhe omporgearbeitet.
C. Zum Witterungsumſchlag. Am 19. Juni hatten
wir den letzten Sommertag. Von da ab bis zum
vori=
gen Samstag herrſchte faſt ununterbrochen trübes, kühles
und regneriſches Wetter. Genau wie im Jahre 1910, das
im erſten Julidrittel eine ähnliche naßkalte Witterung
gebracht hatte, iſt am 12. die langerſehnte Wendung
ein=
getreten aakls Folge der veränderten Luftdruckverteilung.
Am Sonntag hatten wir nach 24tägiger Unterbrechung
erſtmals wieder einen Sommertag (Maximum 26 Grad
Celſius). Im Jahre 1910 hielt übrigens das heitere,
warme und trockene Wetter nur eine Woche an, worauf
am 19. wieder eine Periode naßkalter Witterung bis
Ende des Monats folgte. Im Auguſt trat dann wieder
eine Beſſerung ein.
* Das Sommerfeſt des Heſſiſchen Fechtvereins
Wai=
ſenſchutz (Zweigverein Darmſtadt) war vom Wetter
ſehr=
begünſtigt und zahlreich beſucht. Die Kapelle der 25en=
Artillerie unter Leitung des Obermuſikmeiſters Mickley
trug ihre hübſch ausgewählten Muſikſtücke präziſe
vor, und ganz beſonders war es das Piſtonſolo des Herrn
Speyer, das ſehr gut gefiel. Ein Kunſtgenuß waren dier
Chorvorträge des Geſangvereins „Konkordia‟ Die
ge=
ſungenen Chöre, meiſt Preischöre vom letzten Wettſtreit,
waren wahre Muſterleiſtungen und machten den Sängern
ſowohl als ihrem Dirigenten, Herrn R. Etzold, alle
Ehre. Zu der ſehr reichhaltig ausgeſtatteten Tombola,
zu welcher wiederum zahlreiche hieſige Geſchäftsleute ſehr
Die Schmach der Bulgaren.
** Kurze Telegramme aus Saloniki berichteten
be=
reits von dem grauenvollen Schickſal, das
bul=
gariſche Truppen der aufblühenden kleinen Stadt
Nigri ta bereiteten: alle vor dem Einrücken der
Bul=
garen nicht geflüchteten Einwohner der Stadt ſollten
niedergemetzelt worden ſein und furchtbare Greuelſzenen
ſich abgeſpielt haben. Da die Nachrichten aus
griechiſcher Quelle ſtammten, maß man ihnen nur eine
bedingte Glaubwürdigkeit bei. Die Berichte unparteiiſcher
Augenzeugen, die jetzt bekannt werden, übertreffen aber
die ſchlimmſten Vorſtellungen und geben ein
erſchüttern=
des Bild von dem barbariſchen Schickſal, das dieſer 7000
Einwohner zählenden Stadt und ſeiner wehrloſen
Bevöl=
kerung bereitet worden iſt. König Konſtantin von
Grie=
chenland rief den Kriegskorreſpondenten des Daily
Tele=
graph, Albert Trapman, und den Korreſpondenten des
Temps, de Jeſſen, telegraphiſch an die Unglücksſtätte,
da=
mit die fremden Berichterſtatter ſich perſönlich von dem
Stand der Dinge überzeugen können. Bei ihrem
Vor=
marſche hatte die griechiſche Armee nur noch einen
leichen=
beſäten Trümmerhaufen vorgefunden. Im Temps
ſchil=
dert de Jeſſen ſeine Eindrücke.
Vor der Ankunft in Nigrita mußten die
Korreſpon=
denten das letzte Schlachtfeld durchqueren. „Bei ihrer
Flucht haben die Bulgaren ihre Toten zurückgelaſſen.
Ueberall liegen noch die Leichen umher, die zu beſtatten
die Griechen noch keine Zeit fanden; unter der
glühen=
den Sonne ſchreitet die Verweſung ſchnell fort. Auf
Schritt und Tritt ſtößt man auf fortgeworfene
Gegen=
ſtände, leere Patronentaſchen, bulgariſche Mützen,
Tor=
niſter, blutige Kleidungsſtücke, zerbrochene Waffen,
abge=
riſſene Epauletten. Der ſchwache Nordwind trägt eine
Luft herbei, deren widerliche Gerüche alles verpeſten und
von weither die Krähen und Raben heranlocken.” Nach
anderthalb Stunden taucht in der Ferne Nigrita auf. Am
Mittwoch war es noch eine Stadt, in der das Leben und
die Arbeit pulſten. „Geſtern” berichtet de Jeſſen, „war
es nur noch ein Scheiterhaufen, auf dem Menſchenleichen
die Trümmer= und Aſchenreſte bedeckten. Von 1450
Häu=
ſern ſtehen nur noch 49, auf der Straße ſchreitet man über
vom Feuer geſchwärzte Steine, die noch heiß ſind, die
Luft iſt von dem Verweſungshauch halb verbrannter
Menſchen= und Tierleichen verpeſtet und in den Gärten
iſt das Laub der Bäume verbrannt oder geſchwärzt. Was
iſt hier geſchehen? Statt aller Antwort gebe ich nur die
genaue Ueberſetzung des Berichtes, den mir ein
über=
lebender Zeuge gemacht hat, ein 32jähriger Tuchweber,
Georgis Wlachos. Ehe er uns ſeine Mitteilungen machte,
beſchwor er in Anweſenheit der Militärbehörden beim
Kreuze und beim Leben ſeiner Kinder, daß er nichts als
die nackte Wahrheit ausſagen wolle. Keiner der
An=
weſenden legte ihm eine Frage vor. „Am Montag abend”
ſo begann er, „in der Dämmerung war ich einer der
letz=
ten, die aus Nigrita flohen, als die Bulgaren ſich
näher=
ten. Aber ein Kamerad und ich, wir wurden von
bulgari=
ſchen Soldaten ergriffen und gefangen geſetzt. Im
Ge=
fängnis befand ſich ſchon ein dritter Mann. Bis zum
Sonnenaufgang am Donnerstag blieben wir im
Gefäng=
nis, und hier in dieſer Zeit gab man uns auch nicht ein
einziges Mal zu eſſen oder zu trinken. Am Dienstag zur
Mittagszeit ſah ich von meinem Fenſter aus, wie man
ſich dazu rüſtete, das unſerer Polizeiſtation
gegenüber=
liegende Haus des Bürgermeiſters anzuzünden. Viele
Bulgaren, Soldaten und Offiziere waren verſammelt:
die Offiziere dirigierten die Soldaten, die Petroleum und
Stroh herbeiſchleppten. Dann wurde das Feuer
ange=
zündet. Am Donnerstag morgen öffnete ſich zum erſten
Male die Tür unſerer Zelle; ein Offizier trat ein und
ver=
langte von uns mit vorgehaltenem Revolver unſer Geld.
Ihm gab ich meine 12 Drachmen, der andere 6 und der
Dritte 2 und ½. Dann befahl man den draußenſtehenden
Soldaten, durchs Fenſter auf uns zu ſchießen. Ich glaube,
es wurden 5 Schüſſe abgegeben. Einer meiner
Haft=
genoſſen wurde ſofort getötet, der andere aber nur am
Leibe verletzt, während ich, der ich mich unter das
Fen=
ſter verſteckt hatte, nicht getroffen wurde. Dann kamen
drei Soldaten mit Petroleum in die Zelle; ſie ſahen, daß
zwei von uns noch nicht tot waren; ſie ſtürzten ſich mit
ihren Bajonetten auf uns, mein Kamerad wurde getötet,
ich erhielt drei Stiche in den rechten Oberſchenkel und
ver=
lor das Bewußtſein. Als ich wieder zu mir kam, fühlte
ich, daß mein Bein brannte; die Soldaten hatten auf uns
drei Petroleum geſchüttet und in Brand geſetzt. Es
ge=
lang mir, die Flamme mit meinen Händen zu erſticken,
die, wie Sie ſehen, noch die Brandwunden tragen; ich
flüchtete durch die Tür, die offen gelaſſen worden war=
Dann kroch ich in einen Stall, der nicht Feuer gefangen
hatte. Dort verſteckt, konnte ich mitanſehen, wie die
bul=
gariſchen Soldaten überall das Feuer anzündeten und ſich
dann in nördlicher Richtung zurückzogen. Eine
Explo=
ſion in unmittelbarer Nachbarſchaft verjagte mich aus dem
Stall, und ich eilte, ſo gut es ging, davon. Einige
Sol=
daten ſahen mich und ſchoſſen auf mich, aber ſie trafen
nicht. Auf dem Hügel am Südrande der Stadt fiel ich
von neuem ohnmächtig zu Boden. Als ich wieder zu mir
kam, war ich in den Händen griechiſcher Offiziere und
Soldaten, die mich pflegten. Alles, was ich beſitze, iſt
ver=
nichtet; meine Frau und meine Kinder ſind
verſchwun=
den, meine alte Mutter wurde von den Soldaten
ge=
ſchändet.”
Unter der Führung des Bürgermeiſters unternahmen
die Korreſpondenten dann einen Rundgang durch die
Ruinen der Stadt und überzeugten ſich perſönlich davon,
daß alle Einzelheiten die Ausſage des Georgios Wlachos
beſtätigen. In der Zelle, wo er und die beiden anderen
Unglücklichen gefangen gehalten worden waren, lagen
die halb verbrannten entſetzlichen Ueberreſte zweier
Men=
ſchen, und an der Wand ſah man die Spuren der Kugeln, auf ſie abgefeuert worden waren. Kurz: es war
mög=
lich, alle Umſtände nachzuprüfen. Die griechiſchen
Trup=
pen haben nach ihrem Einzug ſofort damit begonnen, die
Leichen aus den Trümmern zu ziehen und zu beſtatten,
was in Anbetracht der großen Hitze geboten war; aber
die Zahl der Toten war ſo groß, daß am Samstag das
Werk noch nicht zu Ende geführt war. „Und ſo liegen
noch Leichen umher; die Leichen von Greiſen, um deren
blutbedeckten Körper die Mücken ſummen; junge kräftige
Leute mit verzerrten Geſichtszügen und verzweifelt
inein=
ander gekrampften Händen. Der Bürgermeiſter ſchätzt,
daß wenigſtens 470 Bewohner in den Flammen den Tod
gefunden haben. Und zu ihnen kommen noch die
Ver=
wundeten, die an Körper und Seele Verwundeten.” Vor
ihren Kindern wurden die Frauen mißhandelt. Kinder
wurden erdroſſelt, Greiſe niedergeſchlagen. „Man
for=
derte uns auf, die Opfer ſelbſt zu befragen, aber das iſt
nicht mehr nötig, wir haben genug geſehen, um zu
wiſſen, daß dieſe vor drei Tagen noch blühende Stadt
die Stadt des Leidens geworden iſt, Dantes „eittä
dolente‟. à à
Nummer 163.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 15. Juli 1913.
Seite 3.
hübſche Geſchenke geſtiftet hatten, fanden die Loſe
reißen=
den Abſatz. Ebenſo wurde in dem Schießſtand fleißig
ge=
ſchofſen, wozu die prachtvollen Preiſe nicht am wenigſten
beitrugen. Die übliche Kinderpolonäſe fand unter
zahl=
reicher Beteiligung ſtatt. An Beförderungen wurden
vor=
genommen: zu Oberfechtwarten die Herren A. Hauf und
H. Hütſcher, zu Fechtwarten die Herren H. Henkel, G. Krug,
P. Meß, W. Preußner, G. Reinhard, die Damen M.
Lange, K. Falk, A. Wenz, E. Zimbrich. Weiter wurden
auf der Landesverſammlung in Eberſtadt zu Fechtwarten
befördert die Herren C. Aures, J. Burkardt, L. Schmidt,
C. Thomas und A. Wenz. Ein Tanz im kleinen Saale,
der mit einer Lampionpolonäſe eingeleitet wurde, beſchloß
das ſehr ſchön verlaufene Sommerfeſt.
* Geſangverein „Liederzweig” Bei herrlichem Wetter,
nach ſo vielen Regentagen, feierte der Geſangverein
„Liederzweig” am Sonntag in den Räumen des „
Schützen=
hofes” ſein diesjähriges Sommerfeſt. Der hierzu ſo
recht geeignete Garten war ſchon rechtzeitig überall beſetzt
und lauſchten die anweſenden Feſtgäſte den muſikaliſchen
wie auch den geſanglichen Darbietungen mit der größten
Aufmerkſamkeit. Insbeſondere die Chöre, wovon einige
neu waren, nahmen das größte Intereſſe für ſich in
An=
ſpruch und wurden auch in jeder Hinſicht ſo vortrefflich zu
Gehör gebracht, daß ob des nicht endenden Applaus jeweils
eine Zugabe folgen mußte. Und unter dieſen Zugaben
rief wieder das ewig ſchöne Volkslied „Der Jäger aus
Kurpfalz” den größten Enthuſiasmus hervor. Wenn bei
den Geſängen etwas zu wünſchen übrig bliebe, ſo wäre es
das, die Mütter möchten dafür beſorgt ſein, daß ihre
Kin=
der ſich während der Vorträge möglichſt ruhig verhielten.
Eine Fahnenpolonäſe bei bengaliſchem Feuerwerk für die
Kinder und Tanz für die reifere Jugend beſchloß das in
jeder Richtung wohlgelungene Feſt.
* Vogelsberger Höhenklub. Nach wochenlangem
Regenwetter zeigte ſich der Himmel bei der Sonntags=
Wanderung des hieſigen Zweigvereins endlich wieder
von ſeiner ſchönen Seite, ſo daß ſich bei dem denkbar
ſchönſten Sonnenſchein 142 Wanderer den Führern
ſtellten. Frühzeitig ging es mit der Bahn nach
Heppen=
heim und durch deſſen ſtille Gaſſen hinauf zur Juhöhe,
nachdem im Vorübergehen ein ſeiner Zeit aufgedecktes
Hünengrab dem Auge des Wanderers gezeigt und
ein=
gehend erklärt wurde. Ein kurzer Imbiß bei gutem
Apfelwein ſtärkte die Teilnehmer zum Weitermarſch
durch den im Morgentau glänzenden Heppenheimer
Stadtwald nach dem idylliſch gelegenen Ober=Hambach,
wo der „Lindenſtein” ſeine gaſtlichen Hallen öffnete.
Doch auch hier war das Verweilen nicht allzu lange,
denn weiter ging es nach leichter Ueberquerung eines
Höhenrückens in das Zeller Tal und in die bekannte
„Mühle” des Herrn Vetter. Bei gutem Käſekuchen und
Geſangs= und ſonſtigen Vorträgen flogen die Stunden
nur ſo bahin, ſo daß man vollbefriedigt die Heimfahrt
von Bensheim aus antreten konnte mit dem
Bewußt=
ſein: es war auch diesmal wieder ſchön.
r. Die Sechziger. Die im Jahre 1853 geborenen
Kameraden feierten geſtern — wie vor 5 Jahren — ihren
60. Geburtstag durch einen Ausflug auf die Neunkircher
Höhe. Nachdem Pferde und Wagen bei Joh. Balß in
Brandau, woſelbſt auch die Kameraden gut bewirtet
wurden, eingeſtellt, begann nach kurzer Raſt der Aufſtieg
zur Neunkircher Höhe und dem Kaiſerturm. Der
in=
zwiſchen verſtorbenen Kameraden wurde durch einen
ſtillen Trunk gedacht. Die Rückfahrt erfolgte wieder per
Wagen abends um ½6 Uhr von Brandau ab.
* Odenwaldklub. Am 20. und 21. Juli d. J., findet
in Lindenfels auf der Burgruine das Burgfeſt ſtatt, das,
wie in früheren Jahren auch diesmal ſeine volle
Anzieh=
ungskraft bewähren wird Es ſteht zu erwarten, daß viele
Mitglieder des Odenwaldklubs als gern geſehene Gäſte
an dem ſchönen Feſte teilnehmen werden. Deshalb ſeien
die Darmſtädter Klubgenoſſen auch an dieſer Stelle herzlich
zur Teilnahme eingeladen.
D Vom Vogelzug. Ein Mitglied des Heſſiſchen
Jagdklubs (Hofwaffenlieferant Weſp hier) ſchoß am
10. d. M. in Meſſel eine Wildente, welche mit einem
Aluminumring Nr. 417 des ’s Rijks Muſeum van
Naturlijke Hiſtorie in Leiden (Holland) gezeichnet war.
Das Muſeum ſchreibt, daß die Ente im Auguſt 1911 in
Ellemeet, Prov. Luid=Holland (Niederland) beringt wurde.
* Der Heimarbeiterinnen=Verein weiſt ſtändig tüchtige
Wäſchenäherinen, Schneiderinnen, Stickerinnen und
Strik=
kerinnen nach. (Auskunftsſtelle Eliſabethenſtraße 25½,
1. Stock.) Doch iſt es ſchon vorgekommen, daß ſich auch
andere, die dem Verein nicht angehören, auf denſelben
berufen. Unter Hinweis auf die heutige Bekanntmachung
des Vereins über einen ſolchen Fall wird das Publikum
zur Vorſicht gemahnt, um ſich vor Schaden zu bewahren.
* Sportliche Erfolge. Bei dem am Sonntag, 13. Juli,
vom Gau 9 des Deutſchen Radfahrerbundes veranſtalteten
großen Korſo zu Bergen, anläßlich des 10jährigen
Stif=
tungsfeſtes des dortigen Radfahrer=Vereins, war der
Velozipedklub Darmſtadt wiederum erfolgreich. Er errang
m Korſo für große Vereine den zweiten Ehrenpreis. Zum
eſten Male war auch die Jugendabteilung des Veloziped=
klubs, welche dem Jungdeutſchlandbund angegliedert iſt,
im Korſo vertreten, und zwar als einzige
Jugendabtei=
lung, und wurde dieſelbe mit einer ſilbernen Plakette
ausgezeichnet.
* Preisſchießen Rüſſelsheim. Herr L. Krenkel
(Schützenklub „Feurio”) errang am 13. Juli bei dem
großen Preisſchießen des Schützenklubs „Freiſchütz” in
Rüſſelsheim bei großer Beteiligung und ſehr ſcharfer
Konkurrenz mit 56 Ringen den erſten Preis.
* In Amerika verſtorbene Heſſen. Nach langem
Siechtum iſt in ſeinem Heim, 817 Greene Ave.,
Brook=
lyn, N. Y. Dr. W. John Schildge vom Allbezwinger
Tod dahingerafft worden. Er erreichte ein Alter von
62 Jahren. Schildge wurde am 2. Februar 1851 als
Sohn des Gendarmerie=Brigadiers Schildge in
Wöll=
ſtein, Rheinheſſen, geboren. Wenige Jahre ſpäter
ver=
zogen die Eltern nach dem idylliſchen Bingen am
ſagen=
umwobenen Rhein. Im Jahre 1869 wurde es dem
jungen Mann zu eng im Vaterlande, er griff zum
Wanderſtabe und am 16. Dezember jenes Jahres landete
er mit leichtem Ränzel und geringem Zehrgeld in Neu=
York und ließ ſich alsbald in Brooklyn nieder. Dr.
Schildge hatte ſich am 26. November 1872 mit Fräulein
Carolina Oehs vermählt. Der überaus glücklichen Ehe
ſind vier Kinder entſproſſen. Die Trauerfeier für den
Verſtorbe nten fand am Freitag, abends um 7 Uhr, ſtatt,
und die Beſtattung erfolgte im Krematorium zu Freſh
Pond. Die trauernden Hinterbliebenen ſind die Witwe
nebſt 4 Kindern, eine Tochter und drei Söhne. — In
Mc Keesport fand vor wenigen Tagen ein doppeltes
Leichenbegängnis ſtatt, indem Frau Eva Ziegler und deren
Sohn Eduard A. Ziegler gemeinſam auf dem Verſailler
Friedhofe zur letzten Ruhe gebettet wurden. Frau
Ziegler ſchied in Folge eines Schlaganfalls aus dem
Leben. Sie war längere Zeit bewußtlos und wußte
nichts von dem Tode ihres 25jährigen Sohnes, der
nach einer an ihm im Mekeesporter Hoſpital
voll=
zogenen Blinddarm=Operation erfolgte. Frau Ziegler
war die Witwe von Nikolaus Ziegler, der vor ſieben
Jahren dahingeſchieden. Sie war gebürtig aus
Heſſen=Darmſtadt und kam vor 34 Jahren nach Amerika
reſp. nach Pittsburg. Währeud der letzten neun Jahre
war ſie in Mekeesport anſäſſig. Sie hinterläßt einen
Sohn, Wilhelm; zwei Töchter, Klara Ziegler, und Frau
Frank Carl, ſowie einen Bruder, Wilhelm Noll;
alle von MeKeesport. — Am 16. Juni ſtarb in
Carl=
ſtadt, N. J., Frau Chriſtine Bramm, geborene
Loch=
mann, aus Berkach im Kreiſe Groß=Gerau, Heſſen=
Darmſtadt, gebürtig, Witwe von Phil. Nothnagel aus
Griesheim bei Darmſtadt, im Alter von 83 Jahren. Die
Entſchlafene wohnte ſeit dem Jahre 1858 in Carlſtadt.
§ Krämpfe. Ein Dienſtmädchen wurde am Sonntag
vormittag gegen 10 Uhr auf dem Marktplatz von
Krämpfen befallen. Das Mädchen mußte durch die
Sanitätswache in das Städtiſche Krankenhaus gebracht
werden.
§ Schlägerei. In der Nacht von Sonntag auf
Montag entſtand in einer Wirtſchaft in der
Dieburger=
ſtraße zwiſchen Gäſten eine Schlägerei, in deren
Verlauf ein Gaſt zwei ſtark blutende Wunden
davon=
trug. Er wurde mittelſt Krankenautomobil in das
Städtiſche Krankenhaus gebracht und dort nach Anlegung
eines Verbandes wieder entlaſſen.
§ Kellerbrand. Am Samstag nachmittag gegen
7 Uhr fand im Hauſe Lauteſchlägerſtraße Nr. 8 ein
Kellerbrand ſtatt, der durch die herbeigerufene
Feuer=
wehrwache alsbald wieder gelöſcht worden iſt.
* Konzertveranſtaltungen. Hugenſchütz’
Felſen=
keller. Die Ausführung des heutigen Dienstag=
Kon=
zerts obliegt der Kapelle des Leibgarderegiments. Dem
Programm iſt die inereſſante und zugleich zeitgemäße
Idee einer Ferienreiſe durch die Alpen zugrunde gelegt.
Vom Rhein ausgehend, führt der Weg ſtromaufwärts
nach kurzem Abſtecher in die Vogeſen und Schwarzwald
durch die Schweiz, Tirol, Kärnthen, und Steiermark
zur ſchönen blauen Donau, nach dem allzeit ſang= und
tanzfreudigen Wien. Es liegt hiernach auf der Hand, daß
die Vortragsordnung eine reiche Auswahl gemütvollſter,
urdeutſcher Volksmuſik darbieten wird. (Siehe auch Anz.)
Schützenhof. Das heutige Dienstag=Konzert der
Kapelle des Großh. Heſſ. Artillerie=Regiments Nr. 61 muß
aus dienſtlichen Gründen auf Donnerstag, den 17. Juli,
verlegt werden. Ein Mozart=,Lortzing=Weber=Abend iſt
hierfür in Ausſicht genommen. Näheres folgt in den
Tageszeitungen. — Ludwigshöhe. Mittwoch, den
16. Juli, findet im Anſchluß an das Nachmittags=
Kurkon=
zert abends 8 Uhr das erſte Sommerfeſt der Saiſon ſtatt.
Außer Konzert der Kapelle des Großh. Heſſ. Artillerie=
Re=
giments Nr. 61 findet große Illumination der geſamten
Anlagen und in den Sälen Reunion ſtatt. Zum Schluß
gemeinſchaftliche Lampionpolonäſe nach Böllenfalltor und
der Kaſtanienallee. Es wird ſomit alles geboten, um den
Beſuchern einen ſchönen Abend zu bieten. Nach der
Ver=
anſtaltung iſt Fahrgelegenheit mit der elektriſchen Bahn
geboten.
Deutſcher Flottenverein.
(Heſſiſcher Landesverband.)
Dem Jahresbericht für das Jahr 1912
entneh=
men wir folgendes: Die Hauptverſammlung des Deutſchen
Flottenvereins wurde im Jahre 1912 in Weimar
abge=
halten. Auch der Schutzherr des dortigen
Landesverban=
des, Se. Kgl. Hoheit der Großherzog Wilhelm Ernſt von
Sachſen=Weimar=Eiſenach, nahm an ihr teil. Unſer
Lan=
desverband war vertreten durch die Herren Dr. W. Merck,
Konteradmiral z. D. Weſtphal, Kreisrat Dr. Steeg=Bingen,
Profeſſor Müller=Laubach und Schloſſermeiſter Ewald=
Roßdorf. Die Tagung, die wie immer aus allen Teilen
Deutſchlands ſtark beſucht war, ſtand ſichtlich unter dem
Zeichen der letzten Flottenvorlage und der
Reichstagsbe=
ſchlüſſe dazu. Wenn auch weite Kreiſe unſeres Volkes
durch das neue Flottengeſetz nicht befriedigt ſind, ſo wurde
doch allgemein mit großer Genugtuung hervorgehoben,
daß die Vorlage die einmütige Zuſtimmung aller
bürger=
lichen Parteien gefunden hatte. Es iſt dadurch feſtgeſtellt,
daß die Ueberzeugung von der Notwendigkeit einer ſtarken
Flotte immer mehr in das ganze Volk eindringt und daß
die Aufklärungsarbeit des Deutſchen Flottenvereins einen
guten Erfolg gehabt hat. Leider bleibt auch jetzt noch der
Mangel an Panzerkreuzern beſtehen und durch die
be=
ſchloſſene Verringerung der Beſatzung der Reſerveflotte
iſt der Wert dieſer ſehr heruntergedrückt. Das Fehlen
eines fliegenden Geſchwaders iſt beſonders bei den
Bal=
kanwirren und den Unruhen in Mexiko von allen
Deut=
ſchen im Inlande und beſonders im Auslande ſehr
pein=
lich empfunden worden. Es muß daher mit aller Energie
dahin gearbeitet werden, daß dieſen ſchweren
Uebelſtän=
den baldigſt abgeholfen wird. — Die
Hauptver=
ſammlung des Landesverbandes fand am 16.
Juni in Bingen ſtatt. Leider konnte unſer erſter
Vorſitzen=
der, Herr Dr. W. Merck, krankheitshalber an ihr nicht
teil=
nehmen. Die Verſammlung wurde daher vom zweiten
Vorſitzenden eröffnet und vor Eintritt in die
Tagesord=
nung ein Huldigungstelegramm an Se. Königl. Hoheit
unſeren Schutzherrn, ſowie Begrüßungstelegramme an
unſeren Präſidenten, Se. Exzellenz den Großadmiral von
Köſter, und an den erſten Vorſitzenden abgeſandt. Nach
Erledigung des geſchäftlichen Teiles ſprach Se. Exzellenz
Herr Generalleutnant Korwan über die politiſche Lage,
beſonders über unſer Verhältnis zu England. Die
vor=
trefflichen, ſehr ernſt gehaltenen Ausführungen des
Vor=
tragenden fanden lebhaften Beifall bei allen Teilnehmern.
Das Ehrenwartdiplom nebſt Abzeichen haben im
ver=
gangenen Jahre erhalten die Herren: Poſtbote Gebhard
in Offenbach, Marine=Oberſtabsarzt der Reſerve Göricke
in Londorf, Oberlehrer Dr. Gräf in Offenbach,
Weinhänd=
ler Huff in Gau=Algesheim, Kohlenhändler Wilhelm Keck
in Hohen=Sülzen und Oberamtsrichter Trautwein in
Lam=
pertheim. Das Ehrendiplom wurde dem erſten
Vorſitzen=
den Herrn Dr. W. Merck verliehen. Weitere Kreisgruppen
haben ſich auch in dieſem Jahre nicht gebildet. Wie
außer=
ordentlich fördernd eine Kreisgruppe bei richtiger
Auf=
faſſung ihrer Aufgaben auf das Vereinsleben im ganzen
Kreiſe wirken kann, hat in dieſem Jahre die Kreisgruppe
Darmſtadt gezeigt. Sie hat ſämtlichen Ortsgruppen des
Kreiſes Vorträge angeboten, zu deren Abhaltung ſich
ver=
ſchiedene Herren unentgeltlich zur Verfügung geſtellt
hat=
ten. Von den meiſten Gruppen iſt von dieſem Anerbieten
mit großer Freude Gebrauch gemacht, einige noch
aus=
ſtehende Gruppen werden vorausſichtlich noch folgen.
Ferner arbeitet die Kreisgruppe darauf hin, in jedem Ort
des Kreiſes eine Ortsgruppe zu bilden. In drei Orten
iſt das in dieſem Jahre bereits gelungen. Dieſes
Vor=
gehen kann allgemein als muſtergültig hingeſtellt werden.
Die Zahl der Ortsgruppen iſt im übrigen. annähernd die
gleiche geblieben; fünf ſind zu kleinen Stellen
zurück=
gegangen reſpektive haben ſich ganz aufgelöſt, während
ſechs neue hinzugekommen ſind. Die Mitgliederzahl
iſt weiter gewachſen und hat die Zahl 1000 überſchritten.
Leider muß hierbei bemerkt werden, daß die Zunahme
ausſchließlich in einer Provinz erfolgt iſt. In den anderen
Provinzen hat die Zunahme einzelner Gruppen den
Aus=
fall in anderen nicht ausgleichen können. Es iſt ja
natür=
lich und in allen Vereinen dieſelbe Erſcheinung, daß im
Laufe der Zeit eine Anzahl von Mitgliedern durch
Aus=
tritt, Fortzug oder durch den Tod verloren geht. Auch
aus dieſem Grunde iſt es notwendig, für Erſatz, für
wei=
tere Ausbreitung und für vermehrte Aufklärung zu ſorgen.
Daß eine bedeutende Vermehrung der Mitgliederzahl
mög=
lich iſt, iſt in dieſem Jahre ganz beſonders bewieſen. Die
Ortsgruppe Darmſtadt hat um zirka 450 Mitglieder
zu=
genommen, Offenbach um zirka 160 und einige kleinere
Gruppen ſind um mehr als 100 Prozent gewachſen. Faſt
überall iſt dieſe Steigerung herbeigeführt durch direkte
Werbung, durch Werbung von Mund zu Mund. Es hat
ſich damit wieder gezeigt, daß dieſe Art von Werbung den
meiſten Erfolg verſpricht, um ſo mehr, da ſie am
leichte=
ſten zu bewerkſtelligen iſt.
Die diesjährige Lehrerfahrt an die Waſſerkante fand
in den Tagen vom 25. bis 30. Juli ſtatt. An ihr nahmen
teil die Herren Lehrer Steinmann=Langen, Müller=Groß=
Feuilleton.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Von der Frankfurter Univerſität. Man
beabſichtigt noch immer, die Frankfurter Univerſität doch
zum Winterſemeſter 1914 zu eröffnen, auch
wenn die Neubauten (weitere Hörſäle, Inſtitute für
Zoo=
logie, Mineralogie, Geologie und Chemie) noch nicht
fer=
tiggeſtellt ſind. Man hält dies für die erſten Semeſter für
durchführbar, weil dieſe Inſtitute, wenn auch für einen
größeren Arbeitsbetrieb räumlich unzulänglich, ſchon alle
vorhanden ſind. Bedeutende Bauten ſind daneben aber
ruch auf dem Gebiete des ſtädtiſchen Krankenhauſes in
Verbindung mit der Univerſitätsgründung erforderlich.
Eine jetzt den Stadtverordneten zugegangene Vorlage
tennt die Summe von rund 3½ Millionen Mark.
Es handelt ſich hierbei allerdings um Einrichtungen, die
luch ohne die Univerſität notwendig geworden wären,
ind zwar zum Zwecke eines organiſatoriſchen Abſchluſſes
er Hauptkrankenhaus=Anlagen. Lediglich zu
Univerſitäts=
wecken ſind von der Stadt laut Univerſitätsvertrag noch
u leiſten: 1. Hergabe eines Bauplatzes für die von der
Dr. Senckenbergiſchen Stiftung zu errichtende normale
lnatomie, deren Herſtellungskoſten auf höchſtens 420000
Nark veranſchlagt ſind; 2. Einrichtung und dauernde
lnterhaltung einer chirurgiſchen und mediziniſchen
Poli=
linik, ſowie einer Poliklinik für Nervenleidende als
Uni=
erſitätsinſtitute im bisherigen Hauptkrankenhaus: 3. in
em bisherigen Hauptkrankenhaus außerdem dem Theodor
iternſchen Mediziniſchen Inſtitut Räume zu überweiſen,
nd endlich 4. Gelände für einen größeren mediziniſchen
vörſaal und einen Neubau für Mikroſkopierſäle und die
zibliothek bereitzuſtellen. Durch weitere Stiftungen von
20000 Mark iſt es außerdem in Erweiterung des ur=
ſprünglichen Bauplans möglich geworden, ein beſonderes
Gebäude für phyſikaliſche Phyſiologie, für Pharmakologie,
ferner zur Aufnahme des beſtehenden ſtädtiſchen
chemiſch=
phyſiologiſchen Inſtituts und für ein Inſtitut für
Colloid=
forſchungen zu errichten. Die Koſten dieſer
Aufwendun=
gen ſind in den erſtgenannten 3½ Millionen Mark nicht
enthalten. Dieſe Bauſumme ſoll übrigens auf einige
Jahre verteilt werden. Inzwiſchen zeigt das ſtärkere
An=
wachſen des Verbindungsweſens ebenfalls das
Herannahen der Univerſität. So iſt die an der Akademie
beſtehende Verbindung Frankonia dem Rudolſtädter S. C,.
der früher nur aus Korps der Tierärztlichen Hochſchulen
beſtand, beigetreten; die bisherige freie Burſchenſchaft
Moenania hat ſich bei dem Koburger L. C. (
Landsmann=
ſchafter=Convent) gemeldet; ferner will ſich die in Gießen
beſtehende, zurzeit ſuspendierte Verbindung Haſſo=
Gueſt=
phalia hier neu auftun; der V. C. (Verband der
Turner=
ſchaften auf deutſchen Hochſchulen) will bei der Eröffnung
der Univerſität eine Turnerſchaft gründen, und die
Deut=
ſche Burſchenſchaft, ſowie der Schwarzburgbund wollen
ebenſo hier Burſchenſchaften gründen. Endlich ſind
Grün=
dungen des Allgemeinen Deutſchen Burſchenbundes (der
ſogenannten Reformburſchenſchaften), der farbentragenden
katholiſchen Verbindungen und der mathematiſchen
Ver=
eine ſchon vollzogen oder im Werden. Nur der Köſener
S. C. will ſich ſcheinbar vorerſt von der Frankfurter
Uni=
verſität fernhalten.
P Münchner Theater. Am 11. fand im
Münchner Künſtlertheater eine äußerſt gelungene
Auffüh=
rung der in den 80er Jahren unzählige Male geſpielten,
heute zu Unrecht vernachläſſigten burlesken Operette
Mi=
kado” von Arthur Sullivan ſtatt. Den Mikado
ſang und mimte Walther Formes der jedoch leider
in ſeiner großen Szene vom Herzkrampf befallen wurde,
was jedoch keine Unterbrechung der Aufführung zur Folge
hatte. Den Koko repräſentierte Herr Pallenberg ſo,
daß das Publikum Tränen lachte. Manche
Uebertreibun=
gen und Albernheiten verſtimmen jedoch im Spiel
Pallen=
bergs. Fritzi Maſſary als Yum Yum war nicht
leicht und ſchwebend genug, wie es die anmutige
Nichtig=
keit dieſer Rolle verlangt, ſondern abſichtlich und mit
An=
ſtrengung naiv. Den Nanki Poo ſang Ritter mit
ſchöner Stimme, aber ohne recht japaniſch zu wirken.
Franz Zavrel leitete die Aufführung, Bruno
Hartl dirigierte. Die Szenerie hatte Ferdinand
Goetz geſchaffen, der auch die Koſtüme entworfen hatte,
die allein ſchon eine Sehenswürdigkeit ſind. Der Beifall
war ſehr groß.
— Eine Ausſtellung Schweizer Kunſt
neben der Deutſchen Künſtlerbund=
Aus=
ſtellung in Mannhei m. Die Mannheimer
Kunſt=
halle, die in dieſem Sommer bekanntlich die Ausſtellung
des Deutſchen Künſtlerbundes beherbergt, bereitet zurzeit
in den ihr vorbehaltenen Räumlichkeiten eine zirka 150
Werke umfaſſende Ausſtellung ſchweizer Kunſt vor. Auf
dieſe Weiſe wird nunmehr auch die ſtiliſierende Kunſt, die
auf der Künſtlerbund=Ausſtellung weniger berückſichtigt
werden konnte, als eine willkommene Ergänzung in
Mannheim ſtark in den Vordergrund treten; und vor allem
dürfte das Werk Hodlers eine ſo umfaſſende Darſtellung
finden, daß ſie auch auswärts hohe Beachtung verdient.
CK. Luſtiges aus dem franzöſiſchen Staatshaushalt.
„Talglieferung für Seine Majeſtät — 10000 Rubel”;
die=
ſen Poſten ſoll einmal Zar Alexander III. mit Staunen
im Budget des Kaiſerlichen Haushalts geleſen haben, und
als er nun über dieſen merkwürdigen, ihm zugeſchriebenen
Fettverbrauch nähere Nachforſchungen anſtellte, erwies
ſich, daß dieſe Summe ſchon ſeit vielen Jahrzehnten im
Budget figurierte. Nur war ſie immer größer geworden;
früher waren es nur 6500 Rubel. unter Nikolaus I. nur
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 15. Juli 1913.
Nummer 163.
Karben, Volz=Wimpfen, Gremm=Berſtadt, Zimmermann=
Groß=Bieberau, Röppel=Büttelborn, Lippert=Rimbach und
der Hauptlehrer Heß=Roßdorf. Unſere Geſellſchaftsfahrt
in den Tagen vom 18. bis 25. Juli nach Hamburg, Kiel,
Helgoland, mit Anſchlußfahrt nach Kopenhagen, verlief
bei der allſeitig bekannten geſchickten Führung unſeres
Schatzmeiſters äußerſt intereſſant und lehrreich und zur
vollen Befriedigung aller Teilnehmer.
Die Rechnung weiſt einen Kaſſenbeſtand von 2057 Mk.
61 Pfg. auf und balanziert mit 16 236 Mk. 78 Pfg. in
Ein=
nahmen und Ausgaben.
Jubelfeier im Bürgerverein Beſſungen.
S. Unter überaus zahlreicher Beteiligung der
Ein=
wohnerſchaft Beſſungens beging der Bürgerverein
Beſſungen das Feſt ſeines 50jährigen
Be=
ſtehens. Schon das herrliche Sommerwetter, das am
Samstag nach wochenlanger Regenzeit einſetzte, brachte
bei Alt und Jung eine frohe Feſtſtimmung, und Freude
leuchtete aus allen Augen. Am Samstag abend bewegte
ſich ein ſtattlicher Lampionszug mit maleriſchen Gruppen
unter Vorantritt der Kapelle Weber durch die
Haupt=
ſtraßen Beſſungens, wobei Präſident Müller und zweiter
Präſident Schäfer Ständchen vom feſtgebenden Verein
gebracht wurden. Später verſammelten ſich die
Teilneh=
imer, auswärtige Freunde und Gäſte im Chauſſeehausſaal,
zu dem vom feſtgebenden Verein vorgeſehenen Konzert.
Bis auf den letzten Platz war der ſchön geſchmückte Saal
beſetzt und andächtig lauſchte die Menge den gebotenen
Benüſſen. Es würde zu weit führen, all die guten
Leiſtun=
gen nochmals einzeln zu beſprechen; es ſei deshalb
ge=
ſtattet, nur folgendes beſonders zu erwähnen.
Vortrags=
abend eigener Werke zeitgenöſſiſcher, ſüddeutſcher
Kompo=
niſten unter perſönlicher Leitung, ſo hatte Chormeiſter
Grim dies Feſtkonzert betitelt. Präſident Müller
be=
grüßte die Erſchienenen und wünſchte dem Feſte einen
guten Verlauf. Zuerſt erſchien der bekannte
Liederkom=
voniſt A. Neff aus Pfungſtadt, der ſeinen flotten
Feſt=
marſch, von der Kapelle Weber geſpielt, mit Feuer
diri=
gierte. Brauſenden Beifall ſpendeten die zahlreichen
Zu=
hörer. Der von G. Simon gedichtete Feſtprolog wurde
von Fräulein Klier mit feinem Verſtändnis wirkungsvoll
vorgetragen. Großh. Muſikdirektor M. Klaſſert brachte
ſeine Gavotte „In froher Laune” die ebenfalls reichen
Beifall auslöſte. Er konnte ſich mehrere Male dem
Publi=
kum zeigen. Muſterhaft zu Gehör gebrachte Männerchöre
von Chormeiſter Grim und Muſikdirektor Weidt=
Heidel=
berg, legten Zeugnis davon ab, daß Grim ſeine Sänger
vorzüglich zu unterrichten und zu leiten verſteht. Das
Violinſolo von Lehrer Vogel, Mainz, Konzert von Max
Bruch, wozu Großh. Muſikdirektor Klaſſert am Flügel
be=
gleitete, fand ebenfalls recht beifällige Aufnahme.
Kammer=
muſiker Brückmann dirigierte ſein herrliches Lied: „Mein
Mütterlein” das ihm ſo richtig ſeinen Ruhm als
Lieder=
komponiſt geſichert. Es war eigens für dieſen Abend für.
Solotrompete mit Orcheſterbegleitung arrangiert. Das
Publikum verlangte ſtürmiſch die Wiederholung, wozu ſich
der Komponiſt unter Zeichen des Dankes verſtand.
Un=
terdeſſen beglückwünſchte Profeſſor Kiſſinger den
feſtgeben=
den Verein. Sein Hoch galt dem Bürgerverein und dem
deutſchen Sang, dem echten deutſchen Volkslied, das
gerade bei dem Bürgerverein eine ſo rechte Heimſtätte
ge=
funden. Martin Miltenberger erfreute durch ſein
präch=
tiges Lied „Ewige Liebe‟ Dann kam Muſikdirektor
Her=
mann Sonnet aus Pforzheim, der den Darmſtädtern längſt
kein Fremdling mehr iſt. Er brachte ungemein Schönes in
Form großſtiliger, moderner Muſikwerke. Einen
wahr=
haften Kunſtgenuß boten ſeine prächtigen Lieder für
Mezzoſopran, die von Frau Siek=Bürſtlein mit prächtiger
Stimme, ganz im Sinne des Komponiſten, der ſelbſt am
Flügel meiſterhaft begleitete, zum Vortrag kamen. Wie
ſich auch die herrlichen Lieder betiteln: „In deiner Liebe
liegt ein ganzes Leben”. „Die Kurrendaner”, „Abend‟
„„Ueber Nacht” uſw., ſie ſind mit ihren zu Herzen
gehen=
den Weiſen, alle, ohne Ausnahme, prächtige fein
muſika=
liſche Arbeiten. Als dann noch Sonnets Kaiſerlied für
Chor (120 Mann) und Orcheſter mit Benutzung der
Na=
tionalhymne: „Heil unſerem Fürſten Heil” durch den Saal
brauſte, da kannte die Begeiſterung faſt keine Grenzen mehr
und immer wieder durfte ſich Sonnet vor den dankbaren
Zuhörern verneigen. Der wirkungsvoll von der Kapelle
vorgetragene Jubiläumsmarſch von Weber beſchloß das
prächtig verlaufene Konzert, das allen Teilnehmern
un=
vergeßlich ſein wird.
Am Sonntag früh verſammelten ſich die
Mit=
glieder, Freunde und Gäſte im Vereinslokal (L. Lind) zur
akademiſchen Feier. Nach dem von der Kapelle Weber
vor=
getragenen Weihechor und des Liedes „Gott grüße euch”
hieß Präſident Müller die Erſchienenen willkommen und
verlas die eingelaufenen Glückwünſche. Sodann gab er
die Auszeichnungen bekannt. Zu Ehrenmitgliedern
wur=
den ernannt: Profeſſor Kiſſinger, Großh.
Oberrechnungs=
reviſor G. Simon, Muſikdirektor Sonnet, Chormeiſter
Grim und Lehrer Blumöhr, wofür die anweſenden Herren
dankten. Weiter wurden noch vielen Mitgliedern Diplome
für 25jährige und längere Mitgliedſchaft überreicht. Unter
den Gäſten war auch Bürgermeiſter Mueller vertreten,
der die Grüße und Glückwünſche der Stadt Darmſtadt
überbrachte und beſonders die Geſchichte des feſtgebenden
Vereins und die früheren alten Beſſunger Verhältniſſe
in trefflichen Worten ſchilderte. Reicher Beifall belohnte
unſeren beliebten und gerne unter uns geſehenen
Bürger=
meiſter. Sodann kamen die gratulierenden Vereine:
„Orthſches Quartett”, „Männerquartett Beſſungen”
„Männergeſangverein Darmſtadt=Beſſungen”, „Einigkeit
Darmſtadt”. „Frohſinn Braunshardt”. „Sängerluſt
Darm=
ſtadt”, „Zitherklub Beſſungen” „Frohſinn Worfelden”,
Männerquartett Pfungſtadt”. Sie alle brachten ſinnige
Geſchenke. Die Vertreter der Turnerſingmannſchaft, K.
Kurtz und G. Simon, überreichten ihrem Bruderverein eine
Adreſſe, deren poetiſcher Inhalt äußerſt beifällig
aufge=
nommen wurde. Die Verdienſte des Präſidenten.
Weiß=
bindermeiſter Fr. Müller, wurden durch Mitglied
Eiſenhauer in Abweſenheit des zweiten Vorſitzenden
Schäfer in längerer Rede gewürdigt und ihm ein
prächti=
ger Seſſel überreicht. Um 12 Uhr war die Feier beendet.
Am Nachmittage bewegte ſich wiederum ein großer
Feſtzug, an dem ſich ſämtliche Vereine beteiligten, durch
Beſſungen nach der Turnhalle. Hier angekommen, hielt
Profeſſor Kiſſinger die Feſtrede. Er gedachte in trefflichen
Worten der Geſchichte des Bürgervereins, immer wieder
dabei das deutſche Lied, das herrliche deutſche Volkslied,
das des Sängers Herz und Bruſt bewegt, hervorhebend.
Den einzigen noch lebenden Gründer des Vereins, P.
Coh=
nar, ein noch recht rüſtiger alter Herr. beglückwünſchte
Pro=
feſſor Kiſſinger ganz beſonders. Reicher Beifall lohnte
ſeine herzlichen Ausführungen. Als beſonderes Zeichen
der Wertſchätzung wurde Profeſſor Kiſſinger das gerahmte
Diplom über die Ehrenmitgliedſchaft, ſowie ein prächtiges
Blumenarrangement überreicht. — Die einzelnen
Geſang=
vereine mit ihren ſchönen Liedern wechſelten mit den von
der Kapelle Weber vorgetragenen Stücken harmoniſch ab.
Eine der reizenden Ehrenjungfrauen, Fräulein Pauly,
überreichte dem feſtgebenden Verein ein prachtvolles
Ban=
delier und eine echte Schleife, wobei ſie ſchöne, das
deutſche Lied verherrlichende Verſe muſterhaft ſprach. Den
teilnehmenden Vereinen wurden ebenfalls Fahnenſchleifen
vom Vorſitzenden Müller mit entſprechenden Anſprachen
überreicht. Der zahlreich beſuchte Feſtball begann um
½9 Uhr und dauerte bis in den Montag früh.
Am Montag abend fand mit einer kleinen
Nach=
feier bei Mitglied Lind das würdig verlaufene Feſt, das
nach jeder Richtung hin einen vornehmen Charakter trug,
ſeinen Abſchluß. Mit Stolz kann der Bürgerverein auf
ſeine in allen Teilen wohlgelungenen Feſtlichkeiten
zurück=
blicken. Ganz beſonderen Dank aber wird er ſeinem
Vor=
ſitzenden Müller und ſeinem Chormeiſter Grim wiſſen,
die ihrer ſchweren Aufgabe in jeder Beziehung gerecht
wurden.
Verkehrsausſchuß der Bergſtraße.
Ein Bilder=Wettbewerb.
* Der „Engere Ausſchuß” des Verkehrs=Ausſchuſſes
der Bergſtraße hat in ſeiner letzten Sitzung beſchloſſen,
einen Wettbewerb von Bildern aus der
Bergſtraße einſchließlich Lindenfels zu veranſtalten,
um dadurch brauchbares Bildermaterial in künſtleriſcher
und charakteriſtiſcher Ausführung und Auffaſſung und
maleriſcher Geſamtwirkung für Illuſtrationen der
Werbe=
ſchriften, zur Verwendung bei illuſtrierten Aufſätzen in
illuſtrierten Zeitungen und zu allen ſonſtigen Zwecken
des Verkehrs=Ausſchuſſes zu gewinnen. Das
eingegan=
gene Material ſoll in einer Ausſtellung weiteren Kreiſen
zugänglich gemacht werden. Die zur Erledigung der
Vor=
arbeiten gewählte Kommiſſion hat nun beſchloſſen,
die=
ſen Wettbewerb auf alle Arten Bilder, Photographien,
Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen auszudehnen.
Der Verkehrs=Ausſchuß ſtiftet aus eigenen Mitteln
einen Betrag, um damit eine größere Anzahl
Photogra=
phien zu erwerben. Um jedoch bei Künſtlern und
Dilettan=
ten für dieſen Wettbewerb und die Ausſtellung ein
grö=
ßeres Intereſſe anzuregen, ſind die dem Verband des
Verkehrs=Ausſchuſſes angehörenden Orte gebeten worden,
in ihren Orten eine Sammlung zu veranſtalten zur
Stift=
ung von Ortspreiſen. Mit dieſen ſollen die von einem
größeren Preisgericht beſtimmten Bilder angekauft oder
es ſoll durch die Verleihung des Preiſes das Recht auf
mechaniſche Vervielfältigung des Bildes erworben
wer=
den. Die Darſtellungen ſollen umfaſſen:
Landſchaftsbil=
der, Städtebilder, Baudenkmäler, auch Motive, die in das
Gebiet der Naturdenkmalpflege gehören, ferner Bilder
aus dem Kultur= Volks= und Sportleben. Da die
Ein=
lieferung der Bilder bis zum 15. Oktober zu erfolgen hat,
iſt den Künſtlern ſomit zirka 3 Monate Zeit zur
Anfer=
tigung gelaſſen. Der Verkehrs=Ausſchuß hofft, daß ſein
Vorhaben überall freudig begrüßt wird und daß die
Sammlungen in den Ortsvereinen guten Erfolg bringen
mögen.
Der Vorſitzende des Verkehrs=Ausſchuſſes in
Auer=
bach (Heſſen) iſt zur Abgabe der Wettbewerbs=
Bedingun=
gen, ſowie zu weiterer Auskunft gerne bereit,
insbeſon=
dere nimmt er Mitteilungen von Namen und Adreſſen
von Künſtlern, Berufs= und Liebhaberphotographen, die
für den Wettbewerb und Ausſtellung Intereſſe haben
könnten, gern und mit Dank entgegen. Die Ausſtellung
bietet eine günſtige Verkaufsgelegenheit von Bildern.
Ehrung der Gefallenen in Laufach=Frohnhofen.
— Das Präſidium der Kriegerkameradſchaft „
Haſ=
ſia” ließ, wie alljährlich am Gedenktage der Gefechte
Laufach=Frohnhofen, die Gräber der Gefallenen ſchmücken.
Es begab ſich eine Abordnung des Kriegervereins dorthin
und legte Kränze nieder. Die Verteilung der Kränze fand
wie in den Vorjahren ſtatt, ſo daß auf dem Gefechtsfelde
und Umgebung eine jede Grabſtätte ihren Kranz erhielt.
Die Feier vollzog ſich am Denkmal in Frohnhofen. Bei
der Ankunft dortſelbſt war der
Bataillonskomman=
deur Herr Major Lettenmeier nebſt ſeinen Herren
Offi=
zieren, einer Abordnung des Bataillons und der
Ba=
taillonskapelle bereits anweſend. Die Grabſtätten und
Denkmäler prangten im feierlichen, weihevollen Schmucke.
Dieſe Schmückung war, wie ſeit vielen Jahren, in hoch
anzuerkennender Weiſe von dem Kommando des Königl.
Bayer. 2. Jäger=Bataillons veranlaßt worden. Die Feien
wurde mit einem Choral eingeleitet. Hierauf hielt Herr
Güterexpeditionsvorſteher Feldpuſch eine kurze, warm
empfundene Anſprache, welche etwa lautete: „Im
Namen=
des Präſidiums der Kriegerkameradſchaft „Haſſia” heiße
ich Sie alle herzlichſt willkommen und danke für Ihr
gü=
tiges Erſcheinen und Ihre Mithilfe. Insbeſondere danke
ich dem Kommando des Königl. Bayer. 2. Jäger=
Batail=
lons für die Beteiligung des Bataillons und für die ſo
würdige und erhebende Ausgeſtaltung der Gedenkfeier,
als auch für die weihevolle Schmückung der Grabſtätten
und Denkmäler. Ich bitte daher den Herrn Kommandeur,
Herrn Major Lettenmeier, die Herren Offiziere und
An=
gehörigen des Bataillons, meinen innigſten und
herzlich=
ſten Dank gütigſt entgegennehmen zu wollen. Auch werde
ich nicht verſäumen, von dieſer erneuten Ehrung dem
Präſidenten der „Haſſia‟ Herrn Generalmajor Freiherrn
von Heyl, alsbald Bericht zu erſtatten. Frommer Brauch
und Sitte führt uns heute wieder an geweihte Stätte. um
den hier ruhenden Kameraden den Tribut unſerer Liebe
und Verehrung zu zollen. Waren doch alle hier auf dem
Gefechtsfelde und Umgebung zur ewigen Ruhe gebetteten
Kameraden gute, brave Soldaten, welche dem Rufe ihres
Fürſten folgten und bei Erfüllung ihrer Pflicht gegen
Fürſt und Vaterland den Heldentod ſtarben. Sie waren
treu ihrem Gott, treu ihrem Fürſten und treu ihrem
Vater=
lande! Daher unſere Liebe, unſere Verehrung! Möge
das Andenken an die gefallenen Kameraden ſtets in Ehren
erhalten bleiben! Mögen ſie ruhen in Frieden!”
Hierauf legte Redner den vom Präſidium der „Haſſia”
geſtifteten Lorbeerkranz am Denkmal nieder. Herr Majol
Lettenmeier legte den vom Offizierkorps des Königl.
Bayer. 2. Jäger=Bataillons geſtifteten prachtvollen
Lor=
beerkranz mit warmen, ehrenden Worten nieder. Namens
des Kriegervereins Darmſtadt legte der 3. Vorſitzende,
Kam. Wenzlau, den wohlverdienten Lorbeerkranz mit
Widmung nieder. Die Kapelle intonierte „Das Gebet”,
und die ſchöne und würdige Feier war beendigt.
Offenbach, 13. Juli. In weiten Kreiſen der
Bürger=
ſchaft erregt eine Maßnahme der Bürgermeiſtes
rei Verwunderung und Entrüſtung. Während die
Stadtverwaltung von dem Regierungsjubiläum des
Kai=
ſers nicht die geringſte Notiz nahm, kein ſtädtiſches
Ge=
bäude flaggen ließ und ſich auch nicht an dem Glückwunſch
der deutſchen Städte beteiligte, hat ſie, dem M. J.
zu=
folge, heute aus Anlaß des ſozialdemokratiſchen
Turn=
feſtes für den Kreis Offenbach das Rathaus mit reichem
Flaggenſchmuck verſehen laſſen. Ebenſo prangten alle
Wagen der ſtädtiſchen Straßenbahn im Glanz friſchen
Grüns und grellroter Roſetten und Wimpel.
-o- Sandbach, 14. Juli. Das laufende Jahr, das ſo
reich iſt an bedeutungsvollen Erinnerungstagen für unſere
vaterländiſche Geſchichte, ließ auch in unſerer Gemeinde
den Gedanken reifen, jene „große Zeit” vor hundert Jah= gebührend zu feiern. Auf Anregung des
Kriegerver=
eins wurde ein Komitee gebildet, dem die würdige
Aus=
geſtaltung des Feſtes übertragen wurde. Die
Vorberg=
tungen ſind beendet. und die Einzelheiten der Feier
be=
reits ſeſtgelegt. Als Feſttag wurde der 24. Auguſt
ge=
wählt. Am Abend vorher wird ein Freudenfeuer
abge=
brannt werden. Sonntag morgen findet ein gemeinſamer
Kirchenbeſuch der feſtgebenden Vereine ſtatt. Der Feſtzug
am Nachmittag wird höchſt wirkungsvoll und
anziehend=
geſtaltet werden. Den vier noch lebenden Veteranen des
Krieges 1870/1871 wird eine beſondere Ehrung zuteil.
Rüſſelsheim, 14. Juli. Als das Militärlufte
ſchiff „Z. 2” in letzter Woche auf ſeiner Fahrt nach
Baden=Oos die hieſige Gemeinde überflog, flatterte plötze
lich aus dem Luftſchiff ein Brieflein über die unten
ſtehenden Zuſchauer hernieder. Der Brief war von dem
Maſchiniſten des Luftkreuzers, Herrn Heinrich Schaab,
einem geborenen Rüſſelsheimer, geſchrieben worden. Sch.
wollte die Gelegenheit benutzen und ſeinem Mütterchen,
das er ganz deutlich in der „Bellgaſſe” ſtehen ſah, einen
Gruß aus den Lüften zugehen laſſen. Der Brief, der die
genaue Adreſſe von Frau Witwe Schaab trug, wurde von
2500 Rubel uſw. Und woher kam dieſer Poſten? Er war
unter Peter dem Großen entſtanden; der hatte eines Tags
Talg verlangt, um ſeine Schuhe einzufetten, und man
hatte ihm ein Kerze für einen halben Kopeken gebracht.
Die war dann mit gehörigem Aufſchlag in den Haushalt
des Kaiſerlichen Hauſes aufgenommen worden und hatte
ſich lawinenartig vergrößert. . . . Dieſe Geſchichte, die,
wenn ſie nicht wahr, ſo doch gut erfunden iſt, bildet den
Auftakt einer Plauderei, die Henri Morandes über luſtige
Einzelheiten aus dem franzöſiſchen Budget veröffentlicht.
Das Budget des Miniſteriums des Auswärtigen für 1907,
das erſt 1911 im Umfang von 679 Seiten ausgegeben
wurde, umfaßt zum Beiſpiel folgende Summen bei dem
Empfang der Herrſcher von Norwegen und von
Däne=
mark: Für Blumenſchmuck wurden 23835 Francs geopfert.
Für den dreitägigen Beſuch der Fürſten wurden 1250
Ser=
vietten, 300 Wiſchtücher, 66 Tiſch= und 64 Bettücher, ſechs
Bademäntel geliehen; 2039 Servietten, 640 Wiſchtücher,
358 Tiſchtücher, 21 Paar Handſchuhe, 16 Paar Strümpfe
kamen zum Waſchen. Für Hüte wurden bei dieſer
Ge=
legenheit im ganzen 10920 Francs ausgegeben. Für 60
Beſen, 12 Handleuchter, 12 Vaſen und verſchiedene andere
derartige Gegenſtände berechnete man in dem Budget
1085 Francs, 18 Cents. Auf der Liſte, die die für das
Perſonal des Miniſteriums des Innern angeſchafften
Bücher und Zeitſchriften aufzählt, „die einen techniſchen
Charakter haben und unbedingt notwendig ſind”
erſchei=
nen neben Zolas „Sünde des Abbé Mouret” und Frances
„Verbrechen des Sylveſtre Bonnard” Romane mit den
verlockenden Titeln: „Huguettes Abenteuer” „Das
ſcham=
hafte Albion”, „Die Eiſenmaske‟, „Ueber dem Abgrund”
uſw. Die unmöglichſten Beamten werden mit Gehältern
eingeſtellt; ſo hat man z. B. einen Geſandten von Adis=
Abeba ernannt, der ruhig in Paris ſitzt; ein Architekt,
der 2500 Francs jährlich bezieht, figuriert als „Chineſiſcher
Dolmetſcher”, obwohl die diplomatiſchen Beziehungen
mit Venezuela bereits ſeit 1907 abgebrochen ſind, haben
die Angeſtellten dieſer Geſandtſchaft, die doch gar nicht
mehr exiſtieren, 92 462 Francs Gehalt empfangen. Und
nicht beſſer iſt es im Budget der Stadt Paris beſtellt. Die
arme Stadt muß alles viel teurer bezahlen, als andere
Sterbliche. Das einfache Einſchmieren eines Türſchloſſes
koſtet ſie 15 bis 18 Francs; das Anlegen einer Türklingel
an einer Mädchenſchule 365 Francs und das Ausbeſſern
einer Klingelſchnur in einer Knabenſchule 205 Francs. Die
Oefen in den Schulen, deren Inſtanderhaltung mit
jähr=
lich 392000 Francs figuriert — 80 Francs Reparaturen
für jeden Ofen — koſten, obgleich ſie ſtets in gleicher
Aus=
führung ſind, bald 220 Francs, bald 270, bald 360 Francs.
Und die Rechnungskammer, die doch alles revidiert? Sie
hätte viel zu tun, wenn ſie jedes der 160000 Aktenſtücke,
die jährlich von jedem Miniſterium eingeliefert werden,
durchſehen wollte. Den meiſten Faszikeln geht es ſo wie
jenem, in das der Dichter Emile Goudeau einen ſauren
Hering legte, den er nach Monaten noch immer darin
fand .
* Der „Geräuſchdirektor” der Comédie Francaiſe.
Laurent Léon, der „Geräuſchdirektor” der Comédie
Frangaiſe iſt, wie aus Paris gemeldet wird im Alter von
77 Jahren geſtorben, und damit iſt eine Geſtalt des
Pari=
ſer Theaterlebens dahingegangen, von der die Zuſchauer
nie etwas ſahen und eigentlich kaum etwas wußten,
ob=
wohl das Amt des Herrn Léon geräuſchvoll genug war.
Als „Geräuſchdirektor” hatte er nicht nur das Orcheſter der
Comédie (von dem auch kein Pariſer Theaterbeſucher
etwas zu wiſſen pflegt) unter ſich, ſondern auch alles, was
an Lärm und Geräuſch nötig iſt: er ließ den Wind pfeifen,
das Meer brauſen, den Donner grollen und den Hagel
herniederpraſſeln, und dabei war er den Schauſpielern
gegenüber von der größten Liebenswürdigkeit. Einzelne
Schauſpieler der Comédie haben nämlich ſo empfindliche
Ohren, daß die Geräuſche ihnen kaum erträglich ſind; ſo
verlangt Mounet=Sully, daß der Donner ganz pianiſſimo
klinge, und anderen Schauſpielern wieder kann das Rau= des Windes gar nicht laut genug ſein. Natürlich
konnte Léon nicht allen Wünſchen gerecht werden, aber
dennoch ließ er auf Wunſch gern den Donner etwas leiſer
donnern, den Wind leiſer oder lauter pfeifen uſw. Léon
war von Hauſe aus gar nicht für die Theaterlaufbahn
beſtimmt; er hatte eigentlich Medizin ſtudiert und Arzt
werden wollen. In den 50er Jahren aber kam er mit dem
Theaterleben in Berührung, und im Jahre 1857 wurde er
in einem gewiſſen Sinne Offenbachs Nachfolger. Von
dieſer Zeit an iſt er dauernd im Dienſte der Comédie
ge=
blieben, die alljährlich für 32000 Mark Ger äuſche
vorführt, und da Léon kaum bei einer Vorſtellung gefehlt
hat, hat er in der langen Zeit ſeiner Wirkſamkeit an die
20 000 Vorſtellungen der Comédie mitangeſehen. Léon war
übrigens auch ein tüchtiger Muſiker; er hat die
Begleit=
muſik zu vielen Stücken geſchrieben, ohne daß das
Publi=
kum den Namen des Komponiſten erfahren hat.
* Der Schatz auf dem Meeresgrunde. Seit einigen
Tagen ſind wiederum Verſuche im Gange, um einen Schatz
zu heben, der im Wrack der engliſchen Fregatte „
Lu=
tine” ſeit über 100 Jahren auf dem Grunde der
Nord=
ſee liegt und deſſen Höhe ſich auf 25 Millionen Mark
belaufen ſoll. Eine große Anzahl Goldſtücke ſpaniſcher
Prägung aus den Jahren 1797 und 1798 iſt bereits ans
Tageslicht geſchafft worden. Die „Lutine” war
urſprüng=
lich ein franzöſiſches Kriegsſchiff, das von den
Englän=
dern genommen wurde. Sie war am 9. Oktober 1799 von
Yarmouth mit 1267000 Lſtrl., die zu Subſidiengeldern
für eine Kontinentalmacht beſtimmt waren, in See
ge=
ſtochen, ging aber auf der Höhe von Terſchelling in einem
heftigen Sturm mit Mann und Maus unter. Im Jahre
1859 gelang es, zweieinhalb Millionen des Schatzes zu
heben.
Nummer 163.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 15. Juli 1913.
Seite 5.
Weißbindermeiſter A. Knöß aufgefangen und prompt an
die Adreſſatin befördert.
sd. Bürſtadt, 14. Juli. In der Nacht von Samstag
auf Sonntag wurden hier verſchiedene Einbrüche
ver=
übt. Es wurde hauptſächlich Wein geſtohlen. Man
ver=
mutet als Täter junge Burſchen, die mit den Verhältniſſen
genau vertraut ſein müſſen. — Als Verüber des
Atten=
tats auf das 6jährige Töchterchen eines Schloſſers im
Wormſer Waſſerwerk wurde ein 15jähriger Burſche
namens Gilbert verhaftet. Das Kind iſt in dieſem
Jahre ſchon zweimal auf ſeinem Schulwege im
Bür=
ſtädter Walde überfallen worden.
Mainz, 13. Juli. Die Frau eines Fuhrunternehmers
mit ihren vier Kindern, drei Buben und einem Mädchen,
aßen am Freitag mittag Mehlklöße mit gekochten
Heidelbeeren; der Vater war über Mittag nicht zu
Hauſe. Eine Stunde nach dem Mittageſſen erkrankten
ſämtliche Familienmitglieder unter
Vergiftungser=
ſcheinungen. Es ſtellten ſich Erbrechen und Durchfall
ein. Der 13jährige Knabe wurde in das Städtiſche
Kran=
kenhaus gebracht; von den übrigen Geſchwiſtern erholten
ſich zwei wieder raſch, während ein Mädchen noch zu Bett
liegt. Dem Knaben im Spital geht es heute auch
bedeu=
tend beſſer. Anſcheinend waren unter die Heidelbeeren
giftige Beeren geraten und beim Kochen nicht bemerkt
worden. Der Reſt der gekochten Beeren iſt von der
Polizeibehörde dem Chemiſchen Unterſuchungsamte zur
Analyſe überwieſen worden. Am wenigſten litt die Frau
nach dem Eſſen; ſie ſpürte nur Leibſchmerzen, die bald
wieder vergingen.
(*) Ober=Rosbach, 13. Juli. Unſer Städtchen prangte
heute im ſchönſten Feſtſchmuck, denn die Freiwilligen
Feuerwehren aus allen Teilen der Provinz Oberheſſen
trafen ein, um hier dem Provinzial=
Feuerwehr=
tage beizuwohnen. Geſtern abend wurde auf dem
Fried=
hof eine Gedenkfeier für die verſtorbenen Kameraden
ab=
gehalten. Pfarrer Lehr hielt die Rede; auch auf dem
iſraelitiſchen Friedhofe wurde ein Kranz niedergelegt. Um
9 Uhr wurde am Vereinslokal Engel ein Zug aufgeſtellt,
der ſich zum Feſtplatz bewegte. Der zweite Hauptmann
der Feuerwehr, Jul. Blecher, hielt eine Anſprache; die
drei hieſigen Geſangvereine trugen Chöre vor. Lebhaften
Beifall ernteten die Uebungen der Damenfeuerwehr
unter Leitung von Fräulein Bettchen Hamann und unter
Oberleitung von Feuerwehrhauptmann Buſchmann.
Unter dem ſchneidigen Kommando von Frl. Hamann
wur=
den die Beilübungen vorgeführt, das Brandhaus erklettert,
geſpritzt und ſogar zwei Kinder aus dem „brennenden”
Haus gerettet. Uniform, Helm, Rock und Beil ſtanden
den ſchmucken Jungfrauen recht nett. Heute früh um halb
9 Uhr begann die Tagung des 22. Oberheſſiſchen
Feuer=
wehrtages bei Gaſtwirt Engel unter Leitung des Herrn
Vetzberger=Nidda. Die große Uebung der
hieſi=
gen Wehr begann um 11 Uhr unter Leitung des
Haupt=
manns Buſchmann. Die Leiſtungen fanden allgemeine
Anerkennung; Vetzberger=Nidda ſprach das Lob des
Pro=
vinzialverbandes aus und Kullmann=Vilbel brachte ein
Gut Wehr” auf die hieſige Wehr aus. Kreisamtmann
Probſt überreichte im Namen des Großhergogs
Auszeich=
nungen an 20 Wehrleute.
(*) Düdelsheim in der Wetterau, 13. Juli. Die
Ein=
weihung des Krieger=Denkmals, verbunden
mit dem 25jährigen Regierungsjubiläum des Kaiſers,
vollzog ſich heute unter ſehr ſtarker Beteiligung. Geſtern
abend fand bereits ein Umzug durchs Dorf ſtatt, an dem
ſich die Vorfeier ſchloß. Geſangsvorträge der
Geſangver=
eine „Liederkranz” und „Gemiſchter Chor” wechſelten mit
turneriſchen Vorführungen der Schüler und des
Turnver=
eins. Die Muſik ſtellte das Kaiſer Wilhelm=Regiment in
Gießen. Heute mittag trafen zahlreiche Kriegervereine
aus der mittleren Wetterau ein. Vormittags fand
Feſt=
gottesdienſt mit Kirchenparade ſtatt. Um 2 Uhr bewegte
ſich der Feſtzug durch das ſchön geſchmückte Dorf zum
Feſt=
platze, wo die Enthüllungsfeierlichkeit vorgenommen
wurde.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 13. Juli. Die
Ueber=
ſiedlung des Herzogs Ernſt Auguſt zu
Braun=
ſchweig und ſeiner Gemahlin nach Rathenow wird
nun=
mehr, der Voſſiſchen Zeitung zufolge, morgen erfolgen.
Ein offizieller Empfang iſt auf Wunſch des Herzogspaares
nicht beabſichtigt. Der Herzog wird als Rittmeiſter des
Huſarenregiments „v. Zieten” die 4. Eskadron übernehmen
und Anfang Auguſt an den großen Kavallerieübungen auf
dem Truppenübungsplatz in Altengrabow teilnehmen,
denen bekanntlich auch der Kaiſer beiwohnen wird. — Erſt
jetzt wird bekannt, daß bei dem A.
Schaafhauſen=
ſchen Bank=Verein vor einiger Zeit, genau wie
jüngſt bei der Diskonto=Geſellſchaft, in einer hieſigen
Depo=
ſitenkaſſe unbefugte Kreditgewährungen
eini=
ger ungetreuer Beamter in bedeutender Höhe aufgedeckt
worden ſind. Die Direktion des A. Schaafhauſenſchen
Bank=Vereins gibt von dem Vorfalle folgende offizielle
Darſtellung: Wir ſind in unſerer Depoſitenkaſſe Stuttgarter
Platz durch Zuſammenwirken mehrerer Beamten mit
Be=
zug auf das Konto eines Kunden in der Weiſe getäuſcht
worden, daß eine Kredit=Ueberſchreitung von einigen
hunderttauſend Mark eingetreten iſt. Sofort nach der
Ent=
deckung, bereits im April ds. Js., ſind die betreffenden
Be=
amten entlaſſen worden. Unſere Forderung gegen den
Kunden iſt zum größten Teil ſicher geſtellt und die
An=
gelegenheit überhaupt in einer Regelung begriffen, die uns
zu der Annahme berechtigt, daß uns ein nennenswerter
Ausfall nicht trifft. — In dem Zivilprozeß des
Rittergutsbeſitzers Auguſt Thyſſen jun. gegen ſeinen
Vater und den Verwalter des Konkurſes des Sohnes hat
das Landgericht II entſchieden, daß aus den aus
verſchie=
denen Verträgen mit Verwandten dem Sohne zuſtehenden
Rechten Vermögensanſprüche für die Konkursmaſſe nicht
beanſprucht werden können.
Frankſurt, 14. Juli. Heute früh um 5 Uhr fuhr ein
mit vier Perſonen beſetztes Automobil in der
Fried=
berger Landſtraße, in der Nähe der Wilhelmshöhe, infolge
falſcher Steuerung gegen einen Baum. Von den
vier Inſaſſen, die alle verletzt wurden, konnten drei,
nach=
dem ihnen Verbände angelegt waren, ſich nach Hauſe
be=
geben. Eine Dame kam ins Marienkrankenhaus. Das
Vorderteil des Wagens iſt durch den Zuſammenſtoß ſchwer
beſchädigt.
Ludwigshafen, 14. Juli. Einen grauenvollen
Fund machte man heute früh auf dem Gelände hinter
dem ſtädtiſchen Krankenhauſe. Dort fand man in einem
Sack die zerſtückelte Leiche eines 12jährigen Mädchens.
Arme und Beine waren kunſtgerecht vom Körper getrennt.
Die Ermordete iſt die 12 Jahre alte Elma Kelſchner,
Toch=
ter eines Fabrikarbeiters in der Schanzſtraße. Von dem
Mörder hat man bisher keine Spur. Es ſcheint ein
Luſt=
mord vorzuliegen.
Marburg, 14. Juli. In der Nähe von Wetter hatte
der Baurat Abel von hier ein Renkontre mit dem
Wil=
derer Schulz aus Wetter. Der Baurat wurde durch
einen Schrotſchuß verletzt, der Wilderer durch einen
Kopf=
ſchuß getötet.
Köln, 14. Juli. Dem Kölner Kaiſerkettendieb
Kniep gelang es geſtern aus dem Zuchthaus in
Sieg=
burg mit einem zu lebenslänglicher Zuchthausſtrafe
ver=
urteilten Verbrecher zu en t weichen. Es gelang
jedoch der Polizei, mittelſt Polizeihund ſie wieder
auf=
zuſpüren und ins Zuchthaus zurückzuführen.
Uſedom, 14. Juli. Durch die Preſſe gingen kürzlich
Mitteilungen über das angebliche Vorleben des
ehemali=
gen Bürgermeiſters und jetzigen Fremdenlegionärs
Trö=
mel. Alle dieſe Angaben erweiſen ſich jetzt als unwahr.
Von Trömel naheſtehender Seite wird erklärt, daß in
kei=
nem der genannten Orte und zu keiner der erwähnten
Zeiten ſich Trömel moraliſche Ausſchreitungen der
ge=
ſchilderten Art zuſchulden kommen ließ. Hiernach kann nur
bedauert werden, daß durch jene Veröffentlichungen dem
offenbar ſchwer nervenkranken Manne ein Unrecht
geſche=
hen iſt.
Roſtock, 13. Juli. Wie berichtet, wurde am Freitag
auf den Rechtsanwalt Dr. Tobias, als er ſich im
Auto=
mobil nach dem Gerichtsgebäude begeben wollte, von dem
Monteur Friſter, gegen den er eine Prozeßſache zu führen
hatte, aus Rache ein Revolverattentat verübt. Da die
Ku=
geln den Darm mehrfach durchbohrt hatten, beſtand wenig
Ausſicht auf Erhaltung des Lebens. Geſtern abend iſt
Dr. Tobias ſeinen ſchweren Verletzungen erlegen.
Paris, 14. Juli. In dem Militärgefängnis des Forts
St. Nécola bei Marſeille meuterten die
Häft=
linge. Sie verbarrikadierten ſich im Gefängnishofe,
ſangen revolutionäre Lieder und ſuchten auszubrechen.
Die Militärbehörde hat die erforderlichen
Sicherheitsvor=
kehrungen getroffen; man hofft, daß man die Meuternden
durch Hunger zwingen werde, ſich zu ergeben.
Breſt, 14. Juli. Hier kam es bei dem geſtrigen
mili=
täriſchen Zapfenſtreich zu argen
Ausſchreitun=
gen. Die Sozialiſten ſtießen Rufe gegen die Armee aus
und beſchimpften die Gendarmen und Schutzleute. Erſt
als der Platzmajor den Kolonialinfanteriſten den Befehl
gegeben hatte, das Bajonett aufzupflanzen, trat Ruhe ein.
12 Antimilitariſten wurden feſtgenommen.
Los Angeles, 14. Juli. Zwei elektriſche Züge
mit Ausflüglern, die nach Los Angeles zurückkehrten,
nach=
dem ſie einen Tag an der See zugebracht hatten, ſtießen
zuſammen, wobei 12 Perſonen getötet und 50
ver=
letzt wurden.
XIl. Deutſches Turnfeſt.
— Leipzig, 13. Juli. Da ſich 60000 Turner zum
Feſtzug gemeldet hatten, war die Anordnung getroffen
worden, die Vereine in zwei Zügen durch die Stadt nach
dem Feſtplatz marſchieren zu laſſen. Die eine Hauptgruppe
ſtellte ſich auf dem Oſtplatze auf. Punkt 10 Uhr traten
die Kreiſe an. Herolde eröffneten den Zug, dann kamen
als Ehrengäſte die Turnvereine des Auslandes, zumeiſt
mit Fahnen in den deutſchen Reichsfarben, doch ſah man
auch das eidgenöſſiſche Kreuz. das Sternenbanner
Nord=
amerikas, die Fahnen von Holland, Belaien. Rußland und
einigen außereuropäiſchen Staaten. Ihr Erſcheinen rief
beſonderen Beifall hervor, der ſich faſt zum Orkan
ſtei=
gerte, als das Bundesbanner, umgeben von
Ehren=
jungfrauen, erſchien, dem der Wagen mit dem alten Goetz
und den Mitgliedern des Ausſchuſſes folgte.
Unaufhör=
lich zog der greiſe 87jährige Vorſitzende der Deutſchen
Turnerſchaft ſeinen Hut, um auf die jubelnden Zurufe der
Maſſen zu danken. Großen Beifall fanden auch die
Oeſterreicher, welche der Deutſchen Turnerſchaft angehören.
mit etwa 25 Vereinen. Den umfangreichſten Teil des
Zuges bildete die eine Hälfte der Vereine aus dem
König=
reich Sachſen. Denn von den über 8000 der Deutſchen
Turnerſchaft angeſchloſſenen Turnvereinen Deutſchlands
und Deutſch=Oeſterreichs gehören nicht weniger denn
150000 Mitglieder den Vereinen des Königreichs Sachſen
an. Friſch und ſtramm kamen dann die Hannoveraner und
Braunſchweiger in beſonderen Uniformen, die Pommern
und Brandenburger folgten. An der Spitze der
Branden=
burger marſchierten die Berliner Turnvereine mit über
3000 Mann. Die Berliner führten eine eigene Kapelle mit,
die die neueſten Berliner „Volksweiſen” zum Beſten gab.
Recht ſtattlich war auch die Zahl der Turner aus den
Vor=
orten Berlins. Den Brandenburgern ſchloſſen ſich die
vier=
ſchrötigen Geſtalten der weſtfäliſchen Turner, ſowie die der
Provinz Sachſen an. Unter den Turnern der Provinz
Sachſen erregten vor allem die der Landeshauptſtadt
Magdeburg durch ihre ſtattliche Teilnehmerzahl Aufſehen.
Im ganzen umfaßte die erſte Abteilung etwa 25000 Mann.
Der zweite Teil des Feſtzuges ſammelte ſich auf
dem großen Platze vor dem Reichsgericht. Er wurde von
einem Trompeterkorps in der Uniform der Lützower
Jä=
ger geführt, dem die Standarte der Deutſchen Turnerſchaft
mit der Jahn=Fahne und der erſten Fahne der Leipziger
Turnerſchaft folgte. In weiteren Wagen hatten Mitglieder
des Ausſchuſſes und Veteranen der Deutſchen Turnerſchaft
Platz genommen. Die Wagen waren mit rot und weißen
Girlanden geſchmückt. Hierauf kamen die Deutſch=
Oeſter=
reicher, welche deutſchvölkiſchen Vereinen angehören, und
nicht in der Deutſchen Turnerſchaft inkorporiert ſind. Sie
ſind in einem beſonderen „Verband deutſch=freiheitlicher
Vereine Oeſterreichs” zuſammengeſchloſſen und ſtehen in
durchaus freundſchaftlichen Beziehungen zu der Deutſchen
Turnerſchaft, von der ſie nur die Beſtimmung ihres
Sta=
tuts trennt. wonach ſie keine jüdiſchen Turner aufnehmen.
Sie ſtellten etwa 3000 Mann mit 30 Fahnen. Der Beifall
war bei ihrem Erſcheinen geradezu oſtentativ, da ſie zum
größten Teil aus dem benachbarten Böhmen ſtammen. Als
Marſchmuſik führten ſie eine eigene Bergmannskapelle
aus Brür mit ſich, die unaufhörlich das Lied „O
Deutſch=
land hoch in Ehren” ſpielte. Die meiſten der
öſterreichi=
ſchen Turner trugen Tiroler Lodenhüte und die Frauen
und Jungfrauen Leipzigs überſchütteten ſie von den
Bal=
konen, Erkern und Fenſtern aus mit Blumen. Auch die
Vereine der arünen Steiermark, des Salzkammergutes
und die von Wien bekamen ihr reichlich Teil ab.
Beſon=
deres Intereſſe erregte eine Gruppe Marine=Turner
die der Unteroffiziersturnverein des Erſten Geſchwaders
der deutſchen Flotte in Wilhelmshaven in einer Stärke
von 47 Mann geſtellt hatte. Da die Hochſeeflotte zur Zeit
des Deutſchen Turnfeſtes Uebungsfahrten in der Nordſee
macht, hat der Geſchwaderchef Admiral v. Lans genehmigt.
daß die Marineturner nach ihrer Rückkehr mit einem
Tor=
pedoboote dem Geſchwader wieder zugeführt werden.
Nachdem die beiden Züge die Stadt durchquert
hat=
ten, trafen ſie ſich, wie gemeldet, auf dem alten Marktplatz
der Stadt. Vom Markte aus zogen beide Züge
nebenein=
ander her, trennten ſich aber wieder, um auf vorher
be=
ſtimmten Straßen den Feſtplatz zu erreichen. Der
König wurde auf dem Feſtplatz von dem Geheimen
Sa=
mitätsrat Dr. Goetz und von dem Profeſſor Dr. Rühl
empfangen und nach der Königsloge geleitet. Inzwiſchen
ſwar der Herzog von Koburg und Gotha
be=
reits auf dem Feſtplatze angelangt. Sofort nach dem
Ein=
treffen des Königs begannen die Freiübungen, und zwar
zunächſt die der 7000 Turner. Nach Beendigung der
Uebun=
gen ſtimmten die Turner „Deutſchland, Deutſchland über
alles” an, in das alle Anweſenden begeiſtert einſtimmten.
Der Feſtplatz war von ungefähr 100000 Menſchen beſucht.
Nach den Turnern machten etwa 1000 Leipziger
Turnerin=
nen Freiübungen. Gegen 5 Uhr verließ der König den
Feſtplatz, nachdem der Herzog von Koburg und Gotha
be=
reits um 4½ Uhr die Rückfahrt angetreten hatte. Um 8 Uhr
begann auf dem Feſtplatz ein Konzert des Leipziger Gau=
Sängerbundes unter Leitung des Königlichen
Muſik=
direktors Wohlgemuth und Arno Piltzing. Das Wetter
war wunderbar. Am Nachmittag überflog das Luftſchiff
„Sachſen” zweimal den Feſtplatz.
Luftfahrt.
* Flugplatz Habsheim=Mülhauſen i. E.,
14. Juli. Der Flugſchüler Dietrich iſt heute früh 6 Uhr
beim Landen abgeſtürzt und hat ſich ſo ſchwer verletzt, daß
er nach wenigen Minuten verſtarb. Der Flieger, der
aus einer Höhe von 10 bis 15 Meter heruntergehen wollte,
vergaß den Motor abzuſtellen. Der Apparat fuhr mit voller
Wucht auf den Boden auf und überſchlug ſich, wobei der
Pilot unter ihm zu liegen kam. Der Verunglückte, dem
der Kopf vom Apparat zerdrückt worden war, und
außer=
dem noch einen doppelten Arm= und Beinbruch
davon=
getragen hatte war erſt 19 Jahre alt und ein Sohn des
verſtorbenen Polizeikommiſſars D. aus Mülhauſen.
* Kiel 13. Juli. Der heute ohne jeden Unfall
ver=
laufene 4. Tag der Kieler Flugwoche brachte
ein bemerkenswertes Ereignis. Leutnant Canter erreichte
auf ſeiner Rumpler Taube mit Paſſagier eine Höhe von
3044 Metern und dürfte damit den deutſchen Paſſagier=
Höhenrekord überboten haben.
* Amſterdam, 14. Juli. Der Flieger Levaſſeur
iſt heute morgen 4½ Uhr zu einem Fluge nach
Ham=
burg aufgeſtiegen. Er nimmt in Emden eine
Zwiſchen=
landung vor.
* Paris 14. Juli. Wie aus Nancy gemeldet wird,
ſtürzte der Flieger Lecomte geſtern abend bei
Made=
leine auf die Telegraphendrähte und ſodann auf das Gleis
der Bahnlinie Paris=Apricourt in demſelben Augenblick,
als ein Güterzug einfuhr. Der Lokomotivführer konnte
noch rechtzeitig bremſen. Der Flieger erlitt keinerlei
Ver=
letzungen, nur das Flugzeug wurde vollſtändig zerſtört.
Der Bahnverkehr mußte während einer Stunde vollſtändig
unterbrochen bleiben.
* Verſailles, 14. Juli. Als heute früh auf dem
Flugplatz Huyancourt die beiden Flieger Perein,
Vater und Sohn, mit einem neuen Eindecker Verſuche
un=
ternahmen, ſtürzte der Apparat aus 40 Meter Höhe ab.
Durch Berſten des Benzinbehälters geriet der Apparat
in Brand. Beide Flieger wurden völlig verkohlt
unter den Trümmern des Apparates hervorgeholt.
Landwirtſchaftliches.
— Schlachtviehmarkt Darmſtadt.
Schweine=
markt am 14. Juli 1913. Auftrieb durch Händler 86
Schweine. Auftrieb durch die Bezugsvereinigung 92
Schweine. Schlachtgewicht 50 Kilogramm. Preiſe 1.
Qualität, ausgeſuchte Ware, 80 Mark, 2. Qualität 79 Mark,
Qualität 77—78 Mark. Marktverlauf: rege, wenig
Ueberſtand.
Der neue Balkankrieg.
Der „glänzende Rückzug” der Bulgaren.
* Sofia, 13. Juli. Die Agence Bulgare meldet:
Ge=
neral Iwanow führt würdig den Oberbefehl über die
zweite bulgariſche Armee, die mit
unbedeuten=
den Kräften einen glänzenden Rückzug
voll=
führte und mit drei Brigaden den Marſch des ganzen,
100000 Mann ſtarken griechiſchen Heeres aufhielt. Man
weiß, daß das griechiſche Heer drei Tage lang bei
Kil=
kitſch aufgehalten wurde, wo die Bulgaren nur ſechs
Bataillone hatten. Die Griechen gebrauchten zehn Tage,
um bis an das Belaſitza=Gebirge zu gelangen. Die
Be=
wegungen der zweiten bulgariſchen Armee im Laufe der
Operationen werden in der Geſchichte denkwürdig
bleiben als die gelungene Bewegung ſchwacher Kontingente
gegen eine feindliche Streitkraft von überwältigender
numeriſcher Ueberlegenheit. Die Griechen werden vielleicht
noch Gelegenheit haben, die Kriegskunſt Iwanows und
die ſehr hohe Moral ſeiner Truppen beſſer kennen zu
ler=
nen. Unter dieſen Umſtänden iſt es lächerlich, von der
Gefangennahme Iwanows zu reden, der jetzt über zwei
Diviſionen mit zahlreichen Truppen verfügt.
Der Vormarſch der Rumänen.
* Bukareſt, 13. Juli. Die Regierung wird vom
Parlament die Ermächtigung verlangen, den
Be=
lagerungszuſtand über das ganze Land oder
ein=
zelne Teile desſelben zu verhängen, falls es notwendig
ſein ſollte.
* Bukareſt. 13. Juli. Die rumäniſchen
Truppen, die Siliſtria beſetzten, kamen teils aus der
Dobrudſcha, teils auf Pontons aus Calaraſi. Sie
mar=
ſchierten am Vormittag ein. Die bulgariſchen
Behör=
den übergaben ihnen die Stadt, deren Befeſtigungen
ſo=
fort beſetzt wurden. Der Reſt der Truppen ſetzte den
Vormarſch teils auf Tutrakan, teils auf Dobritſch fort.
* Bukareſt, 14. Juli. Blättermeldungen zufolge
erreichte die rumäniſche Armee geſtern Turtukhai und
Dobritſch. Kronprinz Ferdinand, der
Oberkomman=
dierende der Operationsarmee, hat Bukareſt geſtern abend
verlaſſen.
Der Vormarſch der Türken.
* Konſtantinopel, 13. Juli. In der
Beſprech=
ung des Marſches der türkiſchen Armee führt
der Tanin aus, die Intervention Rumänien,
insbeſon=
dere das Vordringen der Griechen im Wilajet Adrianopel
habe die Lage vollſtändig geändert. Die Armee
bei Bulair müſſe gegen Dedeagatſch und Adrianopel
mar=
ſchieren. Bezüglich der Verhandlungen mit Bulgarien
meint das Blatt: „Solange die Bulgaren ſich nicht
ver=
pflichten, Adrianopel an die Türkei wieder abzutreten,
werden wir die Verhandlungen ablehnen.‟ — Taswiri
Efkiar ſagt, die türkiſche Armee müſſe Adrianopel wieder
beſetzen und ſodann nach Dedeagatſch, Guemuldſchina und
Drama marſchieren.
* Konſtantinopel, 14. Juli. Offiziellen
Meld=
ungen zufolge findet die türkiſche Arme auf ihrem
Vormarſch von Bulair und Tſchataldſcha
keinen Widerſtand.
Gegenſeitige Beſchuldigungen.
* Athen, 13. Juli. Der König überſandte
unab=
hängig von dem an die Mächte gerichteten Proteſt
per=
ſönlich den Staatsoberhäuptern einen Proteſt gegen die
Grauſamkeiten der Bulgaren. Mehr als 30000
Perſonen nahmen an der Proteſtverſammlung gegen die
Greueltaten der Bulgaren teil. Der Bürgermeiſter von
Athen, Merkuris, hielt eine mit großem Beifall
aufgenom=
mene Rede. Die Verſammlung beſchloß, an die Haupt=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 15. Inli 1913.
Nummer 163.
ſtädte Europas und Amerikas eine Proteſtkundgebung zu
ſenden.
* Sofia, 14. Juli. Die Agence Bulgare erklärt
ent=
gegen den unwahren Meldungen aus griechiſcher
und ſerbiſcher Quelle über Ausſchreitungen,
die die bulgariſchen Truppen ſich an der
griechi=
ſchen Bevölkerung hätten zuſchulden kommen laſſen, daß es
vielmehr die ſerbiſchen und griechiſchen
Trup=
pen waren, die in den von ihnen beſetzten Gebieten an
den bulgariſchen Bewohnern Ausſchreitungen begingen, die
überhaupt unbeſchreiblich wären, während ſich die ganze
Bevölkerung von Thrazien und der Aegäiſchen Küſte bis
auf ſeltene Ausnahmen aller Freiheiten auf kirchlichem und
religiöſem Gebiete erfreut hätten, was ihre kirchlichen
Oberhäupter und die fremden Konſuln bezeugen können,
ſind die bulgariſchen Bewohner einer Schreckensherrſchaft
durch die Serben und Griechen ausgeſetzt. Alle Bulgaren
werden drangſaliert, gefangen genommen und
fort=
geſchleppt, ſodaß ſie bald ausgerottet ſein werden. Das
von den Griechen und Serben beſetzte Gebiet iſt in eine
Einöde verwandelt worden. Die Griechen hätten alle
bul=
gariſchen Dörfer angezündet, in die ſie letzthin eingezogen,
und aus der ſich die Bevölkerung, wenn es ihr gelang,
flüchtete. Ueber 200 bulgariſche Familien ſind aus
Kil=
kitſch in jammernswertem Zuſtand in Sofia angekommen.
Tauſende andere, die aus den Bezirken von Doiran=
Strumnitza, Iſtip und anderen Städten entkommen ſind,
überfluten die nach Bulgarien führenden Wege. Die
Flüchtlinge erzählen entſetzliche Dinge von der
Auffüh=
rung der ſerbiſchen und griechiſchen Truppen. Um die
Wahrheit an den Tag zu bringen, iſt die bulgariſche
Re=
gierung bereit, einer internationalen Unterſuchung der
Ausſchreitungen zuzuſtimmen.
HB. London, 14. Juli. Daily Mail veröffentlicht
die Erzählung eines ruſſiſchen
Kinematographen=
beſitzers, der die Schlachtfelder zur Aufnahme von
Kinofilms beſuchte. Er teilte mit, daß die Bulgaren
die ſcheußlichſten Greueltaten an ihren
Geg=
nern verübten. Sie ſollen ſerbiſche Soldaten gekreuzigt
haben. Ein verwundeter Serbe habe ihm erzählt, daß
er ſein Leben durch Hergabe von 16 Francs von den
Bul=
garen erkauft habe. Auch ſonſt kommen Meldungen von
entſetzlichen Greueltaten. So zwangen die Bulgaren die
Frauen eines Ortes, nackt um ein Feuer zu tanzen, in
das ſie deren Kinder hineinwarfen.
Rebellion im bulgariſchen Heere?
* Frankfurt a. M., 14. Juli. Die Frankfurter
Zeitung meldet aus Genf: 10 Uhr 30 Min. vorm. Ein
hierher geflüchteter bulgariſcher Offizier, der den vom
General Kowatſchew befehligten Truppen angehörte
und während des erſten Balkankrieges wiederholt
aus=
gezeichnet wurde, ſagte ihrem Korreſpondenten, er habe
den Kriegsſchauplatz verlaſſen müſſen, um den Drohungen
und Beſchimpfungen ſeiner eigenen Soldaten zu entgehen
und der Gefahr, von ihnen getötet zu werden. Mehrere
bulgariſche Offiziere habe dieſes Schickſal ereilt; ſie ſeien
von ihren eigenen Mannſchaften getötet worden.
Die Truppen, bei denen der zweite Balkankrieg geradezu
verhaßt, jedenfalls unpopulär ſei, wollen durch derartige
Maßregeln, dem Bericht meines Gewährmannes zufolge,
einen Druck auf die Regierung ausüben zur Einſtellung
der Feindſeligkeiten und zu ihrer Entlaſſung. Alle
Nach=
richten über derartige Gewaltakte und Kundgebungen
wür=
den von der Zenſur natürlich unterdrückt, weshalb das
übrige Europa davon bisher nichts erfahren habe. Nach
der Anſicht meines Gewährmannes wäre bei der
gegenwär=
tigen Erbitterung der Bevölkerung der
Bür=
gerkrieg in Bulgarien faſt unvermeidlich.
* Sofia, 14. Juli. Agence Bulgare: Die Meldungen
von einem Anſchlagauf den König, auf Danew und
von einem Aufſtand in Sofia ſind reine Erfindung.
Bulgarien iſt vollkommen ruhig.
Letzte Nachrichten.
* Sofia, 14. Juli. Die Sobranje wählte zum
Präſidenten den früheren Miniſterpräſidenten Dr.
Ge=
ſchow und zum Vizepräſidenten den Handelsminiſter
Chr. Theodorow. Dieſer ſchlug der Verſammlung vor,
allen denen, die für Bulgariens Rechte kämpften, ihren
Gruß zu ſenden, was mit lebhaftem Beifall
aufgenom=
men wurde. Ferner beantragte er einen Kredit von
50 Millionen Lei für militäriſche Zwecke, zu decken
durch eine Anleihe und durch Schatzſcheine. Der Sozialiſt
Sakyvzow wünſchte, daß die Regierung der Verſammlung
Aufſchlüſſe über die Lage gäbe. Finanzminiſter
Theo=
dorow erklärte, daß die Regierung alle Anſtrengungen
mache, das Land in die Bahnen des Friedens zu lenken.
Aber ſie befände ſich Ereigniſſen gegenüber, die die
Re=
gierung nicht hervorgerufen habe; ſie rechne auf die
Unter=
ſtützung der Sobranje. Danew richtete an die
Deputier=
ten einen Appell, die Regierung in den entſcheidenden
Augenblicken zu unterſtützen, durch die das Land
hindurch=
gehe.
HB. Wien, 14. Juli. Der Zeit wird aus Belgrad
telegraphiert: Vor und um Küſtendiel in Bulgarien wüten
ſeit einigen Tagen Kämpfe mit ſolcher Heftigkeit,
die alles hinter ſich laſſen, was ſich bisher in den ſo
blu=
tigen Kämpfen ereignet hat. Die Serben erklären
unum=
wunden, daß die Bulgaren mit heldenmütiger
Hartnäckig=
keit kämpfen. Jeder fußbreit Land muß mit Strömen
Blutes erkauft werden. Die Zahl der Opfer iſt auf
beiden Seiten ungeheuer. Wenn auch bisher die
Ein=
nahme von Küſtendiel nicht gelang, ſo ſcheint es doch trotz
der verzweifelten Gegenwehr der Bulgaren nur eine
Frage von kurzer Zeit zu ſein.
* Wien, 14. Juli. Wie die N. Fr. Pr. erfährt, hat
Bulgaren in die freiwillige Räumung der von
ihm beſetzten ehemals türkiſchen Gebiete eingewilligt.
* Rom, 14. Juli. Die Tribuna meldet aus
Peters=
burg: Es iſt ſicher, daß die Mächte gemeinſam
han=
deln, um der Pforte zu notifizieren, ſie würden ihre
militäriſchen Bewegungen über die Grenze Enos-Midia
hinaus, die bereits infolge der Mediation der
Botſchafter=
vereinigung feſtgelegt ſei, nicht geſtatten.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Beuthen, 14. Juli. In Stanislowo (
Gali=
zien) iſt die dortige Bürgerbank in Konkurs
ge=
raten. Das Defizit beträgt 1¼ Millionen Kronen.
* Brüſſel, 14. Juli. Das Konzert, das der
Metzer Liederkranz und der Straßburger
Männergeſangverein geſtern abend veranſtalteten,
hatte einen großen Erfolg. Auf dem Feſtkommers wurden
herzliche Trinkſprüche zwiſchen den Vorſitzenden der
reichs=
ländiſchen Vereine, Landtagsabgeordneten Donnevert aus
Metz und Profeſſor Ehrismann aus Straßburg, und den
Vertretern der deutſchen Kolonie, Dr. Lohmeyer,
Stuß=
mann und Dicker, gewechſelt. Die Sänger haben geſtern
ihren Antwerpener Geſangsbrüdern einen Beſuch
abge=
ſtattet und werden heute Gent und Oſtende beſuchen.
* Longchamp, 14. Juli. Eine große Menſchenmenge
begab ſich nach dem Bois de Boulogne, um der
Pa=
rade beizuwohnen, die anläßlich des heutigen
Natio=
nalfeſttages alljährlich ſtattfindet. Die Parade war
von günſtigem Wetter begünſtigt. Die Truppen,
insbeſon=
dere die Schwarzen und Aſiaten, waren Gegenſtand
begei=
ſterter Kundgebungen. Der Präſident traf um 8 Uhr
morgens, auf dem ganzen Wege mit Hochrufen begrüßt,
ein. Auch Miniſterpräſident Barthou war Gegenſtand
ſympathiſcher Kundgebungen. Präſident Poincaré ſchritt
die Front der Truppen ab und übergab mehreren
Regi=
mentern, insbeſondere den afrikaniſchen und aſiatiſchen,
die Feldzeichen. Er hielt alsdann eine patriotiſche
An=
ſprache.
* Neu=York, 14. Juli. Ein Telegramm aus der
Stadt Mexiko meldet, daß eine Verſchwörung zur
Ermordung Huertas, Blanquez’ und des Kriegsminiſters
Felix Diaz entdeckt worden iſt. Ein Deputierter und zehn
andere Perſonen wurden verhaftet, die Planken und
Bomben auf die Straße warfen, während Huerta,
Blan=
quez und Diaz entlang fuhren. Die Verſchwörer ſollen
Anhänger Zapatas ſein.
* Kinkiang, 13. Juli. Nordchineſiſche
Trup=
pen bogen geſtern in die Stadt ein. Die Kiangſi=
Truppen beziffern ſich auf 9000 Mann. Die Stärke der
nordchineſiſchen Truppen iſt nicht bekannt.
HB. Berlin, 14. Juli. Sicherem Vernehmen nach
wird der Kronprinz im Oktober als Kommandeur
des 2. Grenadier=Regiments „Kronprinz” nach
Königs=
berg verſetzt. Für die Dauer dieſes Kommandos wird
der kronprinzliche Hofhalt ebenfalls nach dort verlegt. Die
Kronprinzeſſin wird im Herbſt nach Berlin überſiedeln.
HB. Rom, 14. Juli. 17 Krankenſchweſtern des
Gro=
ßen Hoſpitals von Florenz erkrankten nach dem=
Genuß von verdorbenem Fleiſch. Das Befinden
von 5 der Erkrankten iſt hoffnungslos.
— Mailand, 14. Juli. Aus Caſtelfarno wird
gemeldet: Aus dem dortigen Dom wurden die Madonna
von Giorgione, zahlreiche andere Bilder, Kirchengeräte
und Kirchenſchmuck im Werte von über eine Million Lire
geraubt. Die Diebſtähle wurden ſeit Jahren
ſyſtema=
tiſch betrieben.
— Genf, 14. Juli. Hier ſtießen zwei Automobile
zuſammen; eins wurde zertrümmert. Die
In=
ſaſſin, die Gattin eines hohen Staatsbeamten, wurde ſo
ſchwer verletzt, daß ſie ſtarb.
Wler etwas für ſeine Geſundheit tun will, verwende
einen geringen Teil ſeiner freien Zeit zur
Durch=
ſicht des heute beiliegenden Proſpektes über Trinkkuren
mit Lauchſtädter Mineralbrunnen. Die
wun=
derbaren zuverläſſigen Heilerfolge mit Lauchſtädter
Brunnen ſtützen ſich auf eine mehr als 200jährige
Erfahrung. In vielen tauſend Fällen hat ſich die
un=
übertroffene Heilkraft der Quelle glänzend bewährt, ſo
vor allem bei Rheumatismus, Gicht, Zuckerkrankheit,
Nieren= und Blaſenleiden, Blutarmut, Bleichſucht,
ge=
wiſſen Frauenleiden, Nervoſität, ſchlechter und
fehler=
hafter Blutbeſchaffenheit. Der Brunnen übt eine
wohl=
tuende und geſundheitfördernde Wirkung auf den
Körper aus. Deshalb iſt eine Kur mit Lauchſtädter
Mineralbrunnen für die Geſundheit von der größten
Bedeutung. Der Brunnen wirkt allenthalben
blut=
bildend und geſundheitfördernd auf den geſamten
Or=
ganismus. Deshalb ſollten auch Geſunde den Brunnen
trinken, da dadurch die Geſundheit gefeſtigt und der
Körper widerſtandsfähig gegen Krankheiten gemacht
wird. Haustrinkkuren mit Lauchſtädter Brunnen können
beſonders jetzt jedermann nicht warm genug empfohlen
werden. — Aus dem heute der Stadtauflage unſeres
Blattes beiliegenden Proſpekt iſt erſichtlich, wo der
Lauch=
ſtädter Brunnen in Darmſtadt käuflich iſt.
(15365
Tageskalender.
Konzerte: Hugenſchütz’ Felſenkeller um 8 Uhr.
Schützenhof um 8 Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr.
Wander=Ausſtellung „Das Kind”
Alexander=
ſtraße 20 (geöffnet von 2—9 Uhr).
Verſteigerungskalender.
Mittwoch, 16. Juli.
Hofreite=Verſteigerung des Alexander Köhler
(Kaſinoſtraße 16) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 11 Uhr
Rundeturmſtraße 16.
Acker=Verſteigerung des Philipp Adam und
Philipp Wilhelm Adam um 11 Uhr auf dem
Orts=
gericht I.
Wetter.
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, 15. Juli:
Wech=
ſelnd bewölkt, meiſt trocken, warm, Gewitterneigung.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meiner lieben Gattin und
unſerer teuren Mutter
(15354
Maodalene Rau
6
geb. König
ſagen wir Allen, insbeſondere für die zahlreichen
Blumenſpenden, ſowie für die troſtreichen Worte
des Herrn Pfarrer Klingelhöffer, unſeren
auf=
richtigſten Dank.
Johann Rau und Söhne.
Darmſtadt, den 15. Juli 1913.
Dankſagung.
Für die Beweiſe herzlicher Anteilnahme bei
der Krankheit und der Beerdigung meines
innigſt=
geliebten, unvergeßlichen Vaters, des Herrn
Kaspar Konld
Oberbahnaſſiſtent
ſowie für die herrlichen Blumenſpenden des
Aſſi=
ſtentenverbandes, der Herren titl. Beamten der
Verkehrskontrolle II und allen lieben Freunden
ſage ich im Namen der trauernden Hinterbliebenen
meinen herzlichen Dank=
(*3122
Margareta König.
Dankſagung
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meiner unvergeßlichen Frau,
unſerer guten Mutter und Großmutter,
insbe=
ſondere dem Herrn Pfarrer Kleberger für die
troſtreichen Worte am Grabe, dem Geſangverein
„Freundſchaft” für den erhebenden Geſang und
für die zahlreichen Blumenſpenden ſagen wir
hier=
mit unſeren herzlichen Dank.
(15333
Namens der trauernden Hinterbliebenen:
Joh. Beck.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: J. V.: Adam Fleiſchmann,
ſämt=
lich in Darmſtadt. — Für den redaktionellen Teil
be=
ſtimmte Mitteilungen ſind an die „Redaktion des
Tag=
blatts” zu adreſſieren. Etwaige Honorarforderungen
ſind beizufügen; nachträgliche werden nicht berückſichtigt.
Unverlangte Manuſkripte werden nicht zurückgeſandt.
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Nummer 169.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 15. Inli 1913.
Seite 7.
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Kurſe vom 14. Juli 1913.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 98,40
3½ Deutſche Reichsanl. . 84,50
3
73,90
do.
4 Preuß. Schatzanweifg. 98,60
84,40
3½ do. Conſols
74,00
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 97,80
90,80
do.
3
80,30
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,70
83,00
do.
5
74,00
do.
4 Hamburger Staatsanl. 98,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 98,20
4 do. do. (unk. 1918) 96,50
3½
83,00
do.
3
do.
72,50
3 Sächſiſche Rente.
75,50
4 Württemberg unk. 1921 97,80
do. v. 1900 94, 10
5 Bulgaren=Tabak=Anl.,
1¾ Griechen v. 1887 . 54,00
4 Italiener Rente . . 100,00
4½ Oeſterr. Silberrente 84,00
4 do. Goldrente . . . 88,50
4 do. einheitl. Rente 81,30
3 Portug. unif. Serie I 62,00
3 do. unif. Ser. III 64,90
3 do. Spezial . . . . 9,60
5 Rumänier v. 1903 . . 97,30
4 do. v. 1890 . . 92,20
I do. v. 1905
85,50
1 Ruſſen v. 1880 . .
87,00
k do. v. 1902 .
88,75
1½ do. v. 1905 .
99,4.
3½ Schweden .
1 Serbier amort. v. 1895 78,20
Türk. Admin. v. 1903 77,30
Türk. unifiz. v. 1903
Ungar=Goldrente .
82,70
do.‟Staatsrente. . . 81,00
In Prot.
Zi.
5 Argentinier
. 99,20
do.
4½ Chile Gold=Anleiße . 88,40
5 Chinef. Staatsanleihe. 97,50
4½
89,80
do.
4½ Japaner . .
89,90
5 Innere Mexikaner. . . 76,90
3
50,00
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 73,00
5 Gold=Mexikaner .
3 Buenos Aires Provinz 64,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
10 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 138,90
7 Nordd. Lloyd . . . . . 119,00
6½ Südd. Eiſenb.=Bef. . 123,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60½
Einz. Mk. 408 . . 110,80
6 Baltimore und Ohio . 92,75
6 Schantungbahn . . . . 119,50
8 Luxemb. Prince Henri 152,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 26,50
6 Pennſylvania R. R. . 110,00
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger . . 62,00
28 Bad. Anilin= u. Soda=
.547,00
Fabrik
14 Chem. Fabrik Gries=
.231,50
heim .
30 Farbwerke Höhſt . . 598 25
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 329,00
10 Cement Heidelberg . . 139,00
30 Chem. Werke Albert 430,00
14 Holzverkohlung Kon=
.308,75
ſtanz .
5 Lahmeyer . . . . . . . 120,50
M
Letzie
Divid
8 Schuchert, Nürnberg 145,00
12 Siemens & Halske 210,50
5 Bergmann Electr. 122,00
10Deutſch. Ueberſee Electr. 159,00
0 Gummi Peter . . . . 65,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 61,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . .410,50
9 Maſchinenf. Badenia 135,50
0 Wittener Stahlröhren 136,00
9 Steana Romana Petr. 147,20
15 Zellſtoff Waldhof . . 218,00
12,83 Bad. Zucker=Wag=
.. 205,00
häuſel. .
0 Neue Boden=A. A.=Beſ. 73,30
0 Südd. Immobilien 48,50
Bergwerks=Aktien.
10 Aumeß=Friede . . . . 162,90
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt.
.. 214,50
11 Deutſch=Luremburg.=
Bergb.
.142,30
10 Gelſenkirchener .
.176,90
9 Harpener
.184,50
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 246,75
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. .
6 Laurahütte . . . . . . 160,75
10 Kaliwerke Aſchersleben
13
„ Weſteregeln 177,50
7½ South Weſt Africa 111,00
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 88,10
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 98,00
4 Eliſabethbahn, freie . .
4 Franz=Jofefs=Bahn . .
3 Prag=Duxer . . . . . .
5 Oeſterr. Staatsbahn . 100,90
4 Oeſterr. Staatsbahn . 82,30
3
do.
73,40
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.)
do.
4-
In Proz,
2¾ Oeſt. Sübb. (Lomb.) 51,90
74,00
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 84,70
4½ Moskau=Kaſan . . . 92,60
84,30
do.
4 Wladichawchas . . . . 84,60
4 Rjäſan Koslow . . .. 84,00
3 Portugieſ. Eiſenb. .. 70,00
do.
66,75
2¼/10 Livorneſer .
3 Salonique=Monaſtig 59,25
78,70
4 Baadadbahn .
4½ Anatoliſche Eiſenb. 91,90
4 Miſſouri=Paciſie. . .
4 Northern=Paciſie . . . 93,70
4 Southern=Paciſie .
88,50
5 St. Louis und Sau
Francisco. . . . .
5 Tehuantepec . . . . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 186,80
7½ Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 141,20
9½ Berlin. Handelsgef. .156,50
6½ Darmſtädter Bank . 112,75
12½ Deutſche Bank . . . 240,25
6 Deutſche Vereinsbank . 114,75
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 112,40
10 Diskonto=Kommandit 179,00
8½ Dresdener Bank . . 145,10
10 Frankf. Hypoth.=B. 206,00
6½ Mitteld. Kreditbank 113,40
7 Nationalb. für Deutſchl. 113,50
7 Pfälziſche Bank. . . . 122,90
6,95 Reichsbank . . . . . 131,50
7 Rhein. Kreditbank. . .127,25
5 A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 1051
7½ Wiener Bankverein . 126,80
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 95,20
InProz.
Jf.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
25,40
S. 19. .
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
94,00
S.52 .
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,00
3½
84,00
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,40
3½
84,40
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
96,80
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23. . . . . . . . . 96,80
3½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 .
84,40
S. 3—5 . .
84,20
S. 9—11
84,30
4 Meininger Hyp.=Bank 95,50
3½
84,40
do.
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . 94,80
3½ do. (unk. 1914) . . 83,30
4 Südb. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,80
3½
do.
84,80
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt.
95,90
3½ do.
86,20
4 Frankfurt.
96,20
3½ do.
4 Gießen .
94,20
3½
84,50
do.
4 Heidelberg
94,50
3½
do.
84,00
4 Karlsruhe
93,00
3½ do.
83,00
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
3½
do.
94,00
Mannheim
86,00
do.
94,50
4 München
Nauheim
97,00
Nürnberg.
do.
4 Offenbach.
Sehen
3½ Offenbach . .
4 Wiesbaden .
do.
86,00
94,00
4 Worms.
85,00
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner , 100 134,40
3 Holl. Komm. . fl. 100 107,00
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=Pfand=
.. . . 136,00
briefe .
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 175,80
3 Oldenburger . .
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger. . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 193,50
Fs. 15
Freiburger .
Fs. 45
Mailänder
Fs. 10
do.
.ſtl. 7
Meininger .
Oeſterreicherv. 1864fl. 100
do. v. 1858fl. 100
Ungar. Staats . . fl. 100 380,00
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 156,60
Gold, Silber und
Banknoten.
20,40
Engl. Sovereigns . .
16,26
20 Franks=Stücke . .
4,18
Amerikaniſche Noten.
20,46½
Engliſche Noten .
80,95
Franzöſiſche Noten.
168,80
Holländiſche Noten.
78,75
Italieniſche Noten .
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,65
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten .
81,00
Reichsbank=Diskonto. . . .6%
Reichsbank=Lombard 3sf. 7%
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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 15. Juli 1913,
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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 15. Juli 1913.
Seite 9.
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Vorführungsdauer zirka 1 Stunde, In der Hauptrolle der Bühnenstern
Mara Waldau.
I. Teil:
II. Teil:
Else, die Tochter des Sonnenwirtes im elter-
Elsen’s Entschluß zur Bühne zu gehen; das
ichen Hause; in geordneten Verhältnissen;
Inserat — beim Impresario im Hotel; Ein
Drama.
ls Braut eines Leutnants; das Unglück des Händen von Mädchenhändlern — — tiefer
Hauses; die Not in der Großstadt — Groß-
und immer tiefer gesunken; in der Gewalt
stadtelend — der Tod der Mutter Elsen’s.
der Lebemänner.
III. Teil:
Else als Dirne — das Zusammentreffen mit ihrem
(*3127
Vater im Hotel; der Vater verachtet die Tochter
die Gefallene; ein Versöhnungsversuch; gesühnt!
und das übrige vorzüglich gewählte Programm.
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 15. Juli 1913.
Nummer 163.
Ab Dienstag, den 15. Juli:
Unſer neues Schlager=Programm!
Laſſen Sie ſich nicht durch Reklame beirren!
Wir bringen wieder auf nur wenige
Tage den größten Saiſon=Schlager!
Anklänge an die Titanic=Kataſtrophe
Leder
Averm Heer
In der„Hauptrolle der Beſte von allen:
Herr Waldemar Pfylander.
* Prachtvolles Seedrama in 2 Abteilungen,
eine der größten Schiffskataſtrophen, die je
verfilmt wurde. Nordiſcher Kunſtfilm. Ein
unübertroff. Meiſterwerk d. Kinematographie!
Reihenfolge der Bilder: Glückliche
Aus=
fahrt. — Auf der Reiſe nach Amerika. — Auf
offener See.—— Nach dem Diner. —
Steuer=
mann. — Hallo! Großfeuer an Bord! —
Feuer! Feuer! — Haltet die Paſſagiere
zu=
rück, damit keine Panik ausbricht. — Eine
Panik an Bord. — Rieſenfeuer! — Frank,
ein Artiſt, gibt den Paſſagieren eine
Variété=
vorſtellung, um ſie über das Feuer an Bord
hinwegzutäuſchen, während an den
Feuer=
ſpritzen die geſamte Mannſchaft unter
Todes=
verachtung Löſchverſuche unternimmt. — Die
Not ſteigt am Höchſten. — Drahtloſe
Tele=
graphie. — Der große Dampfer „Adelheid”
wird durch drahtloſe Telegraphie zur Hilfe
herbeigerufen. — Panik. — Alles flüchtet in
die Boote. — Alles will ſich retten. — Auf
brennendem Schiff allein. — U. ſ. w.
Zur gefl. Beachtung! Die
Aufführungs=
rechte des Films für den Platz haben uns
in Anbetracht der Rieſenerfolge, welche der
Film in allen Weltſtädten feiert, große
Summen gekoſtet. Tauſende u. Abertauſende
Perſonen haben den Film angeſehen.
Ueber=
all mußte der Film wiederholt prolongiert
werden. Die Zenſurbehörden haben den Film
in Anbetracht ſeiner künſtleriſchen Ausführung
ohne jeglichen Ausſchnitr genehmigt. — Nur
eine Stimme des Lobes herrſcht, und das
Publikum behauptet, daß der Film beſſer
und ſpannender dargeſtellt iſt, wie der Film
der „Untergang der Titanic”.
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3. Verkauffe Wappen
Drama in 3 Akten.
Italieniſcher Kunſtfilm erſten Ranges.
4. Das Pferd,
das nicht stillstehen wollte
Eine Perle des Humors.
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Optiſche Berichterſtattung.
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Aeußerſt ſpannendes Drama.
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unter Leitung des Obermusikmeisters H. Hauske.
Vortragsordnung: „Eine Ferienreise vom Rhein durch die
Alpen (Schweiz, Tirol, Kärnten und
Steiermark) zur schönen biauen Donau‟
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Dienstag, 15. Juli.
1913.
Bekauntnachung.
Mit Rückſicht auf die beginnenden Scharfſchießübungen der Feld=Artillerie auf
dem Truppenübungsplatz bringen wir Nachſtehendes zur allgemeinen Kenntnis:
1. Es wird auf unſere Polizeiverordnung vom 10. März 1908 hingewieſen,
wonach das Betreten des Truppenübungsplatzes Darmſtadt Zivilperſonen
ohne Erlaubnisſchein der Kommandantur verboten ſt.
2. Wer die bei den Uebungen der Artillerie verſchoſſene Munition ſich
wider=
rechtlich zueignet, wird mit Gefängnis bis zu einem Jahre beſtraft (§ 291 des
Reichsſtrafgeſetzbuches).
3. Die Erlaubnis zum Suchen verſchoſſener Munition auf dem
Truppenübungs=
platz Darmſtadt wird keiner Zivilperſon erteilt.
4. Die auf dem Uebungsplatze gelegentlich gefundenen und die im
Auslauf=
gelände aufgehobenen Munitionsteile müſſen an die im Lager eingerichtete
Ab=
nahmeſtelle abgeliefert werden, welche dafür entſprechende Geldvergütung zahlt.
5. Zünder mit Zündladung, einzelne Zündladungen oder blindgegangene
Ge=
ſchoſfe dürfen unter keinen Umſtänden berührt werden, weil dies mit
Lebens=
gefahr verbunden iſt. Ein Nachgraben oder Freilegen von tiefer in die Erde
eingedrungenen Geſchoſſen iſt ſtreng verboten. Dabei iſt es gleichgültig, ob
das Geſchoß eine Granate oder ein Schrapnel, ob es mit Zünder verſehen
iſt oder nicht, ob der Finder von der Ungefährlichkeit überzeugt iſt
oder nicht. Der Finder hat zunächſt weiter nichts zu tun, als den Fund zu
melden und nötigenfalls die Stelle kenntlich zu machen.
Die Zertrümmerung der Blindgänger uſw. iſt lediglich durch die von dem
Funde in Kenntnis zu ſetzende Kommandantur zu veranlaſſen. Der Finder
erhält als Findergeld für ein blindgegangenes Geſchoß mit Zünder 1 Mk.
(Eine Mark) für einen einzelnen ſcharfen Zünder oder für ein Geſchoß ohne
Zünder 50 Pfg. (Fünfzig Pfennige). Am Geſchäftszimmer der
Komman=
dantur des Truppenübungsplatzes, ſowie am Sprengſtückſchuppen und am
Feuerlöſchgeräteſchuppen (Baracke Nr. 104) ſind Abbildungen von gefährlichen
Zündern po. ausgehängt.
Das Betreten des Uebungsplatzes gleich nach dem Abſchießen iſt den
Zivilperſonen mit Erlaubnisſchein verboten. Es iſt dies erſt eine Stunde
nach Beendigung des Schießens — und unter keinen Umſtänden früher —
geſtattet. Denjenigen Perſonen, welche gegen dieſes Verbot verſtoßen, wird
der Erlaubnisſchein zum Betreten des Platzes entzogen.
(9132a
Darmſtadt, den 15. April 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Z. V.: von Werner.
Bekanntmachung.
Die nachſtehende Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem
Truppenübungs=
platz bringen wir hierdurch zur allgemeinen Kenntnis.
(14797a
Darmſtadt, den 5. Juli 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Reinhart.
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppen=Aebungsplatz Darmſtadt
für die Zeit vom 14. bis 19. Juli 1913.
Die
Dauer der
Datum
Tag
Truppenteil 1 Abſperrung Abſperrung Bemerkungen
erſtreckt ſich
von bis
14. Juli Montag
8=V.
Ueber das
15. Juli 1Dienstag
80 V. 10N
ganze
16. Juli Mittwoch
Feldartillerie! 8o V. 10 N.
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17. Juli Donnerstag
80V. 10 N.
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17. Juli 1 Donnerstag
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Nachtſchießen
8= V. 10 M. Bis zum
49. Juli Samstag —— Infanterie
Landgraben
Bekanntmachung.
Am 14., 15 17. und 18. Juli 1913 von 7 Uhr vormittags bis zum Einbruch der
Dunkelheit wird Schießen mit ſcharfer Munition von Truppenteilen des XVIII.
Armee=
korps auf dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten werden.
Schußrichtung vom Steinhügel 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
„ Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
„ Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über
Milches=
wieſe-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während des Schießens durch Poſten, Wegſchranken und Warnungstafeln abgeſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten (Polizei=
Verordnung Kreisamt Darmſtadt, 25. September 1909.)
Darmſtadt, den 25. Juni 1913.
(13973a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Michel.
Bekanntmachung.
Diejenigen nicht bezw. nicht mehr militärdienſtpflichtigen Perſonen, die bereit
ſind, im Falle der Mobilmachung als Kraftwagenführer (Perſonen= und
Laſt=
kraftwagen) ſowie als Kraftradfahrer in das Heer einzutreten oder ein
diesbezüg=
liches Vertragsverhältnis mit der Militär=Verwaltung einzugehen, werden hierdurch
aufgefordert, ſich alsbald und ſpäteſtens bis zum 18. d. Mts. in Darmſtadt bei
den Polizei=Revier=Vorſtänden, in den Landgemeinden des Kreiſes bei den Großh.
Bürgermeiſtereien, zu melden.
Es kommen nur ſolche Leute in Betracht, die im Beſitze eines Führerſcheines ſind.
Darmſtadt, den 5. Juli 1913.
(14988msi
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Die Pläne der Erweiterung und Elektriſierung der Straßenbahn von
Darmſtadt nach Eberſtadt für die Strecke Landskronſtraße Darmſtadt bis
zum Friedhof Eberſtadt liegen in der Zeit von Mittwoch, den 16. ds. Mts.
bis Mittwoch, den 23. ds. Mts. einſchließlich, auf dem Bureau des Großh.
Polizeiamts Darmſtadt bezw. der Großh. Bürgermeiſterei Eberſtadt zur Einſicht der
Intereſſenten offen.
Termin für die landespolizeiliche Prüfung des Entwurfs wird anberaumt für:
a) Darmſtadt auf Donnerstag, den 24. Juli l. Js., vormittags 9 Uhr,
auf Großh. Polizeiamt Darmſtadt:
b) Eberſtadt auf den gleichen Tag, nachmittags 35 Uhr, auf Großh.
Bürgermeiſterei Eberſtadt.
Etwaige Einwendungen gegen die Planentwürfe ſind in dieſen Terminen
bei Meidung des Ausſchluſſes vorzubringen.
(15342
Darmſtadt, den 12. Juli 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Erkanntmachung.
Betreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum
einjährig=
freiwilligen Militärdienſt im Herbſt 1913.
Die jungen Leute, welche beabſichtigen, ſich der im Herbſt 1913 ſtattfindenden
Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre Geſuche um Zulaſſung
bei Meidung des Ausſchluſſes von dieſer Prüfung
ſpäteſtens bis zum 1. Auguſt 1913
bei der unterzeichneten Kommiſſion einzureichen.
Hinſichtlich der Anbringung der Geſuche wird das Folgende bemerkt:
1. Das Geſuch iſt bei der unterzeichneten Prüfungs=Kommiſſion nur dann
einzureichen, wenn der ſich Meldende im Großherzogtum Heſſen ſeinen
dauernden Aufenthaltsort hat.
Bei Einſendung durch die Poſt iſt die Sendung an die Kommiſſion,
nicht an den Vorſitzenden zu rich En.
2. Die Zulaſſung zur Prüfung kann in der Regel nicht vor vollendetem
17. Lebensjahr erfolgen.
3. Das Geſuch muß von dem Betreffenden ſelbſt geſchrieben ſein. Auch
erſcheint es zweckdienlich, wenn ſtets die nähere Adreſſe angegeben wird.
4. Dem Geſuche ſind folgende Papiere beizufügen:
a) Geburtszeugnis (Auszug aus dem Zivilſtands=Regiſter, nicht Taufſchein).
b) Die Einwilligung des geſetzlichen Vertreters nach folgendem Muſter:
Erklärung
des geſetzlichen Vertreters zu dem Dienſteintritt als Einjährig=
Freiwilliger.
Ich erteile meinem Sohne (Mündel) am
meine Einwilligung zu ſeinem
Dienſteintritt als Einjährig=Freiwiliger und erkläre
gleichzeitig-
a) daß für die Dauer des einjährigen Dienſtes die Koſten des
Unter=
haſts mit Einſchluß der Koſten der Ausrüſtung, Bekleidung und
Wohnung von dem Bewerber getragen werden ſollen;
b) daß ich mich dem Bewerber gegenüber zur Tragung der Koſten
des Unterhalts mit Einſchluß der Koſten der Ausrüſtung,
Be=
kleidung und Wohnung für die Dauer des einjährigen Dienſtes
verpflichte, und daß, ſoweit die Koſten von der Militärverwaltung
beſtritten werden, ich mich dieſer gegenüber für die Erſatzpflicht
des Bewerbers als Selbſtſchuldner verbürge.
den-
19.-
Vorſtehende Unterſchrift de-
und zugleich, daß der Bewerber d— Ausſteller-der obigen
Er=
klärung nach—
en Vermögensverhältniſſen zur Beſtreitung der
Koſten fähig iſt, wird hiermit obrigkeitlich beſcheinigt.
den—
CL. 8.)
Je nachdem von dem Bewerber ſelbſt oder ſeinem geſetzlichen Vertreter
die Koſten getragen werden, iſt in der Erklärung Satz a oder b und ſind
dementſprechend in der Beurkung entweder die Worte „der Bewerber” odee
der Ausſteller der obigen Erklärung” anzuwenden, das Nichtzutreffends
dagegen zu ſtreichen.
c) Ein Unbeſcholtenheitszeugnis, welches von der Polizei=Obrigkeit oder
der vorgeſetzten Dienſtbehörde auszuſtellen iſt.
d) Ein ſelbſtgeſchriebener Lebenslauf.
5. In dem Geſuche iſt ſerner anzugeben:
a) Ob, wie oft und wo der ſich Meidende ſich der Prüfung vor einer Prüfungs=
Kommiſſion bereits unterzogen hat, und von denjenigen, welche ſich der
wiſſenſchaftlichon Prüfung unterziehen wollen, noch weiter:
b) In welchen zwei fremden Sprachen (wahlweiſe von Franzöſiſch, Engliſch,
Lateiniſch und Griechiſch und an Stelle des Engliſchen Ruſſiſch) die Prüfung
erfolgen ſoll.
6. Wer auf Zulaſſung zur erleichterten Prüfung gemäß § 89, Ziff. 6 a—c der
W.=O. Anſpruch macht, hat, ſtatt der Angabe unter 5b, ſeinem Geſuche ein
Zeugnis einer einſchlägigen Behörde beizufügen, aus dem hervorgeht, daß
eine der Vorausſetzungen des angeführten Paragraphen auf ihn zutreffen.
Die Einſendung von Zeichnungen sder ſonſtiger Arbeiten, mit denen dieſer
Nachweis geführt werden ſoll, an uns iſt zwecklos.
7. Iſt bereits früher ein Geſuch um Zulaſſung zur Prüfung eingereicht worden,
ſo bleibt dem erneuten Geſuche nur ein Unbeſcholtenheitszeugnis
bei=
zulegen.
8. Es iſt nur zweimalige Teilnahme an der Prüfung geſtattet, eine dritte
Zulaſſung kann ausnahmsweiſe von der Erſatzbehörde 3. Inſtanz genehmigt
werden.
Im weiteren weiſen wir darauf hin, daß Geſuche um Zulaſſung zu einer
ſpäteren, als der im Frühjahr des I. Militärpflichtjahres — d. i. des Jahres, in
welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird — ſtattfindenden Prüfung, der Genehmigung
der Erſatzbehörde 3. Inſtanz bedürfen und bei den Erſatz=Kommiſſionen des
Aufenthalts=
orts, nicht bei uns, einzureichen ſind, welche die Geſuche der Erſatzbehörde 3. Inſtanz
vorlegen werden.
*Da die Erledigung derartiger Geſuche eine längere Zeit beanſprucht, ſo empfiehlt
ſich im Intereſſe der Nachſuchenden, mit Einreichung derſelben nicht bis zum äußerſten
Termin zu warten, ſondern dieſelben alsbald anhängig zu machen, andernfalls unter
Umſtänden eine Zulaſſung zur bevorſtehenden Prüfung nicht mehr möglich iſt.
Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden geſtellt werden, gibt die
Prüfungs=Ordnung (Anl. 2 zur Wehr=Ordnung vom 22. November 1883 — Reg.=Bl.
Nr. 68 von 1901) Aufſchluß.
Bezüglich des Prüfungstermins, ſowie des Lokals, in welchem die Prüfung
ſtattfindet, erfolgt weitere Bekanntmachung, oder es ergeht beſondere Ladung zur Prüfung.
Darmſtadt, den 28. Juni 1913.
Großherzogliche Prüfungskommiſſion für Einjährig=Freiwillige.
Der Vorſitzende:
von Werner, Regierungsrat.
Landwirt Daniel Merlan III., wurde als Feldſchütz der Gemeinde Arheilgen
verpflichtet.
(15322
Bekanntmachung.
Betreffend: Kleinpflaſter 1913; hier Sperrung der Ortsdurchfahrt Bensheim.
Auf Grund der Polizeiverordnung vom 31. Juli 1909, betreffend das Verbot
des Befahrens öffentlicher Straßen und Wege während der Vornahme von
Bau=
arbeiten an dieſen wird die Ortsdurchfahrt (Rodenſteinſtraße) Bensheim von der
Schwanheimer Unterführung bis zur Heidelberger Straße ſowie die Vorſcher Straße
während der Dauer der Kleinpflaſterarbeiten für den Fuhrwerks= und
Automobil=
verkehr geſperrt.
Der Durchgangsverkehr iſt durch die an den geſperrten Strecken angebrachten
Plakate gekennzeichnet.
(15341
Bensheim, 7. Juli 1913.
Großherzogliches Kreisamt Bensheim.
Eckſtein.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Dobermonn. 1 Spithund (zugelaufen). Die Hunde
können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dort=
(15331
ſelbſt ieden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
orzügl.
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Un=
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Vor=
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Be=
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Schul=
haus in der Rundeturmſtraße für im Vorjahr geborene, ſowie für
ältere mit der Impfung im Rückſtande verbliebenen Kinder ſtatt.
(14133a
Darmſtadt, den 24. Juni 1913.
Der Oberbürgermeiſter
J. B.: Jaeger.
Kohlen, Holz und Briketts
3d. empfiehlt ins Haus geliefert
IIV14146) J. Müller. Kiesſtr. 20.
Winige Kinderkleider und helles
Mouſſolinkleid bill. abzugeb.
*3129) Nieder=Ramſtädterſtr. 36, II.
Seite 12.
Inhalt
der der
Flur Nr.
Eigentümer 1Wohnortl Ge= zu
ent=
ſamt= eign.
fläche Fläche
qm
qm
Röder, Friedrich,
XXI
Heinz, Konrad, und 17 Darmſtadt! 918 918
Henkel, Heinrich Dritter
KXI 1¾/10 dieſelben
105 105
KXI
1538 769
XXI 2¾/10
596 578
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 15. Juli 1913.
Nummer 106.
Die nachſtehende Bekanntmachung bringe ich hiermit zur
öffent=
lichen Kenntnis.
Darmſtadt, den 14. Juli 1913.
Der Oberbürgermeiſter:
I. V.: Jager.
Betr.: Antrag der Stadt Darmſtadt auf Einleitung des
Enteig=
nungsverfahrens wegen des zur Anlage der
Heidelberger=
ſtraße erforderlichen Geländes der Grundſtücke Fl. XXI
Nr. 1, 1¾10, 2, 2¾/10 Gemarkung Darmſtadt.
Bekanntmachung.
Der Großh. Oberbürgermeiſter der Haupt= und Reſidenzſtadt
Darmſtadt hat namens der Stadt Darmſtadt auf Grund des Art. 11
der allgemeinen Bauordnung und der Art. 1 und 2 des Geſetzes vom
26. Juli 1884,
17. Juli 1899, die Enteignung von Grundeigentum betreffend, zur
Anlage der Heidelbergerſtraße Antrag auf Einleitung des
Enteig=
nungsverfahrens wegen der nachbezeichneten, in der Gemarkung
Darmſtadt gelegenen Grundſtücke geſtellt:
Dies wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht mit dem An
fügen, daß der Antrag nebſt Plänen vom 14. bis 27. Juli d. Js.
einſchl. auf dem Stadthauſe dahier — Zimmer Nr. 67 — während
der üblichen Dienſtſtunden zu jedermanns Einſicht offen liegt.
Zur Verhandlung über den Plan und die zu leiſtende
Ent=
ſchädigung, ſowie zur Entgegennahme etwaiger Einwendungen und
Anträge wird Tagfahrt vor der Lokalkommiſſion anberaumt auf:
Mittwoch, den 30. Juli 1913,
nachmittags 3 Uhr
(Sitzungsſaal des Kreisausſchuſſes, Darmſtadt, Neckarſtraße 3).
Die Eigentümer, Pächter, Mieter und ſonſtige an den
abzu=
tretenden Grundſtücken perſönlich Berechtigte, ſowie alle übrigen bei
der Enteignung Beteiligten werden aufgefordert:
1. Einwendungen gegen den Plan bei Meidung des Ausſchluſſes
und Annahme der Einwilligung in die beanſpruchte Abtretung
oder Beſchränkung,
2. Erklärung auf die angebotene Entſchädigungsſumme bei
Mei=
dung der Unterſtellung der Annahme des Angebots,
3. Anträge auf Ausdehnung der Enteignung bei Meidung des
Ausſchluſſes mit ſolchen,
4. Anträge auf Aufrechterhaltung beſtehender Laſten (Art. 10
des Geſ.) bei Meidung des Ausſchluſſes mit ſolchen,
5. Anträge auf Einrichtung und Unterhaltung von Anlagen,
welche für die benachbarten Grundſtücke oder im öffentlichen
Intereſſe zur Sicherung gegen Gefahren und Nachteile not=
* wendig ſind oder notwendig werden bei Meidung des
Aus=
ſchluſſes mit ſolchen,
6. etwaige noch unbekannte Anſprüche und Rechte an die zu
enteignenden Grundſtücke bei Meidung des Ausſchluſſes mit
ſolchen,
in dem oben erwähnten Termin mündlich vorzubringen. Wer am
perſönlichen Erſcheinen verhindert iſt, hat ſich zur Vermeidung
der vorgenannten Rechtsnachteile durch einen mit ſchriftlicher
Vollmacht verſehenen Bevollmächtigten vertreten zu laſſen.
Zugleich werden die Eigentümer auf folgende Beſtimmungen
der Art. 27 u. 9 des Enteignungsgeſetzes beſonders verwieſen:
1. Artikel 27: Wenn dritte Perſonen als dinglich Berechtigte oder
wegen ſonſtiger Rechtsverhältniſſe bei der Enteignung beteiligt
ſind, ſo muß ſie der Eigentümer ſofort nach Zuſtellung der
Bekanntmachung der unterzeichneten Behörde bezeichnen, welche
ſie ſodann unter Androhung des geeigneten Rechtsnachteils zu
der Tagfahrt vorzuladen hat.
Unterläßt der Eigentümer dieſe Bezeichnung, ſo bleibt
er für dieſe Anſprüche verantwortlich.
2. Artikel 9: Der Eigentümer des abzutretenden Grundſtücks muß
von Zuſtellung der Bekanntmachung an zu neuen Anlagen
oder zu einer von der bisherigen, beziehungsweiſe der
gewöhn=
lichen abweichenden Art der Bewirtſchaftung die Genehmigung
des Großh. Oberbürgermeiſters der Stadt Darmſtadt
ein=
holen, widrigenfalls dafür eine Entſchädigung demnächſt nur
inſoweit verlangt werden kann, als durch die Veränderung auch
für den öffentlichen Zweck, für welchen die Enteignung geſchieht,
der Wert des Geländes erhöht worden iſt.
Räumt der Eigentümer von dem obigen Zeitpunkt an
einem anderen ein dingliches Recht an dem zu enteignenden
Grundſtück oder ein perſönliches Recht auf deſſen Benutzung
ohne Genehmigung des Großh. Oberbürgermeiſters von
Darm=
ſtadt ein, ſo ſteht jenem anderen an die Stadt ein Anſpruch
auf eine beſondere Entſchädigung nicht zu.
Die Unternehmerin wird zu dem Termin unter dem
Rechts=
nachteile geladen, daß im Falle ihres Ausbleibens Verzichtleiſtung
auf Fortſetzung des Enteignungsverfahrens unterſtellt und ſie mit
den bis dahin entſtandenen Koſten belaſtet werden wird. (15239ism
Darmſtadt, den 9. Juli 1913.
Der Vorſitzende der Lokalkommiſſion:
Piſtor, Großh. Regierungsrat.
Goetheschuie, Oitenbaeh u. N.
Khuben-Pens
Privat=Real= u. Handelsſchule, erteilt Einjährigenzeugnis. (II174
Gute Verpfleg. u. Aufſicht. Sorgf. Uberwachung der Schularb. Großer Garten. Neubau
mit Zentalheiz., elektr. Licht. Mäß. Penſionspreis. Proſpekte durch die Direktion.
Konkursverfahren.
In dem Konkursverfahren über
den Nachlaß des am 26.
Septem=
ber 1911 zu Darmſtadt
verſtor=
benen Dr. Wilhelm Bieſer,
Ober=
ſtabsveterinär, iſt zur Abnahme
der Schlußrechnung des
Verwal=
ters, zur Erhebung von
Einwen=
dungen gegen das
Schlußverzeich=
nis der bei der Verteilung zu
berückſichtigenden Forderungen
und zur Beſchlußfaſſung der
Gläubiger über die nicht
verwert=
baren Vermögensſtücke — der
Schlußtermin auf
Mittwoch, 6. Auguſt 1913,
nachmittags 4 Uhr,
vor dem Großherzoglichen
Amts=
gericht Ihierſelbſt, Zimmer Nr. 219,
beſtimmt.
(15332
Die Gebühr des
Konkursver=
walters iſt auf 200 Mk. feſtgeſetzt
worden.
Darmſtadt, 8. Juli 1913.
Der Gerichtsſchreiber
des Großherzogl. Amtsgerichts I.
Kgl. Conservatorium zu Dresden.
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zer=
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(*3197id
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=Verkauf.
4
Freitag, den 18. ds. Mts.,
um 11 Uhr vormittags,
wird im Hofe der Artilleriekaſerne
am Beſſunger Weg ein zum
Mi=
litärdienſt nicht geeignetes
fünf=
jähriges
(15347id
Remontepferd
öffentlich und meiſtbietend gegen
Barzahlung verſteigert.
Darmſtadt, im Juli 1913.
I. Abteilung
Feldartillerie=Regts. Nr. 61.
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erſt=
klaſſigem Doppel=Anaſtigmat
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(*3158
dieſes Blattes.
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Ohne einzuſeifen, ohne zu reiben,
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Mühlſtr., Carl Dreſte, Karlſtr. 81.
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(VII,9921
ſtraße.
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3½ Uhr nachmittags
auf der
Radrennbahn Heidelbergerstrasse
Grosse Aad- und
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(15352ids
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Halb=
leinen, Segeltuch und 1 Landauer
durch den Unterzeichneten zwangsweiſe verſteigert.
(15349
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher
Georgenſtraße 11, I.
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10
48 „
(15360
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(15350im
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ut erh. leichter
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des=
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Erfr. Nd.=Ramſtädterſtr. 3, I. (*3194
Seite 13.
Nummer 105.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 15. Jnli 1913.
Eine äußerst aparte
Wohnungs=Einrichtung
E
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(Nachdruck verboten.)
36
Schon um acht Uhr ratterte der Baron mit dem
Jagd=
wagen vom Hof, trotzdem es bis zur Bahnſtation nur
höchſtens eine Viertelſtunde ſchlanker Trab war. Seine
Gattin ſah ihm mit ſtarren weitgeöffneten Augen nach.
Jetzt hatte er ſich verraten! Oder wann war es auf
Mar=
genthin je erhört geweſen, den beiden Trakehnern ſchon
beim Anfahren ſolchen Schmiß überzuziehen, daß ſie
ker=
zengerade in den Sielen hochſtiegen?!
Die notwendige Folge war natürlich, daß die
damp=
fenden Gäule auf dem Sandwege hinter dem kleinen
Sta=
tionsgebäude volle zwanzig Minuten in Bewegung
gehal=
ten werden mußten, bis der Zug endlich einlief.
Aber als ſich Vater und Sohn dann
gegenüberſtan=
den, erſchrak der Alte doch!
Der Leutnant, der Zivil trug, hatte den rechten Arm
in einer breiten ſchwarzen Seidenbinde!
Zum Teufel, Junge, was iſt mit Dir?
Ein kräftiger Händedruck mit der geſunden Linken und
zleichmütiges Kopfſchütteln.
Nichts von Bedeutung, Papa. Schlüſſelbeinbruch
kaum der Rede wert. Geſtern beim „Prinz Louis
Ferdi=
nand=Memorial” von einem Konkurrenten angeritten
worden. Schade, ich hatte die Sache ſchon ziemlich ſicher.
Ich ritt eine Stute „Aſtarte”, die zum erſten Male im
offenen Rennen ging und natürlich noch ein wenig
ner=
vös war. Sonſt hätten wir wohl auch kaum ſolchen
ſchwe=
ren Rumpler gemacht.
Und während der Artilleriſt das erzählte, achtete er
gleichzeitig darauf, daß ſein großer Rohrplattenkoffer auf
dem Hinterſitz des Wagens ordnungsgemäß feſtgeſchnallt
wurde.
Der alte Baxon beobachtete dieſe Prozedur
aufmerk=
ſam.
Du haſt Dir längeren Urlaub geben laſſen?
erkun=
digte er ſich ſcheinbar harmlos.
Sechs Wochen, Papa — obwohl die Geſchichte in
längſtens einem Monat ausgeheilt iſt. Aber ich habe mir
überlegt, vielleicht könnte ich gleich die Gelegenheit zu ein
paar Frühbirſchen wahrnehmen. Du erzählteſt mir ja im
Sommer, daß wir mehrere brave Standböcke im Revier
haben, die zum Abſchuß reif ſind. Ausnutzung der
ge=
gebenen Verhältniſſe heißt es im Dienſtreglement.
Er lachte, dem Vater ſchien es etwas gezwungen. Er
nickte ſtill vor ſich hin.
Na, denn kletter man rauf, Jungchen; damit wir
noch zu ’ner abendbrotwürdigen Zeit nach Haus kommen.
Denn wegen Deiner kranken Knochen gehts zurück
natür=
lich Zuckeltrab.
Was aber die Rehböcke anlangt, ſo habe ich deren
Standorte ſchon vor einigen Wochen „ausmachen” laſſen;
weil ich dachte, Du würdeſt für den Herbſt ſowieſo auf ein
paar Tage zur Birſch herkommen.
Und ſie waren ſchon eine ganze Strecke vom Bahnhof
fort, als der Margenthiner Herr, offenbar nur mit dem
Geſpann beſchäftigt, hinwarf:
Blaß ſiehſt Du aus, mein Junge; hierzulande nennt
man ſo was „ſpillerig”!
Und was willſt Du bei dieſer Dunkelheit erkennen,
Papa?
Nee, aber ich . . . hörs Dir an!
Und nach abwartendem Schweigen: —
Nämlich ich nuſſele in Wahrheit nicht etwa darum,
weil ich um Deine Schultern Angſt habe .. . ſowas zählt
zwiſchen vernünftigen Männern nicht für voll, wenn auch
Deine Mutter ein großes Gejammer anheben wird . .
ſondern ich hätte vorher gern noch was mit Dir
be=
ſprochen.
Ich verſtehe nicht, Papa!
Alſo die Giſa hat geſtern Mama beſucht, während ich
nicht zu Hauſe war. Wir wiſſen durch ſie über Dein
Renkontre mit dem alten Krottenheim Beſcheid; nur über
den eigentlichen Grund ſeiner Ablehnung hat ſie nichts
verlauten laſſen.
Die Erwiderung klang gereizt: —
Daran tat ſie recht. Und im übrigen wäre es beſſer
geweſen, ſie hätte von dieſem Beſuch überhaupt Abſtand
genommen!
Der alte Baron zog die Wagendecke höher.
Vielleicht! gab er zu. Aber vergiß nicht, daß ſo
Frauenzimmerchen das Herz immer auf der Zunge
ha=
ben; und natürlich ſitzt ihr doch die Unruhe im Blutz,
wenn ſie es auch nicht wird merken laſſen. Denn ſie iſt
akkurat genau ſolch ein Dickkopp wie ihr Vater!
Ja, alſo ich perſönlich bin auch der Anſicht, dieſe
Privatſachen müßt ihr unter euch abmachen. Deine
Mut=
ter dagegen brennt lichterloh vor Neugier und gekränkter
Eitelkeit, daß es einen normalen Menſchen unter der
Sonne geben kann, der ihren Einzigen nicht gleich mit
offenen Armen empfängt.
Ein abgeriſſenes Lachen war die Antwort. Und der
Vater darauf mit kurzem Seitenblick:
Sehr richtig, Günter! AAlſo halt’ die Ohren ſteif,
wenn ſie Dir nachher Daumſchrauben anſetzt. Sie iſt
eine herzensgute Frau, aber in manchen Dingen e nag
und ſo weiter!
Nun wollt ich Dich bloß noch fragen — alſo natürlich
ſind wir mit Deiner Wahl einverſtanden und ich mach Dir
ſogar mein Kompliment für Deinen guten Geſchmack e:
wenn ich ſo an die würdige Matrone, die Adeline Marwa.
Seite 14
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 15. Jult 1913.
Nummer 163.
denke — — er drohte rettungslos den Faden zu verlieren
und ſchloß darum ſchnell: Wie iſt’s, Junge, ſoll ich Dir
ein wenig unter die Arme greifen und dem Elias auf
die Hühneraugen treten? So was müßte allerdings
unter=
dem Ausſchluß der Oeffentlichkeit geſchehen. Offen
ge=
ſagt widerſtrebt es mir überhaupt, ihm noch ein gut
Wort zu geben . . . aber wo es ſich um Dein Glück
han=
delt!
Da ſchüttelte der Leutnant von Oſtheeren in ruhiger
Abwehr den Kopf.
Herzlichen Dank, Papa; Dein Anerbieten iſt gewiß gut
gemeint — aber nein, das möchte ich nicht; ich brauch mich
hinter Niemandem zu verſtecken.
Was Du da übrigens ſagſt von „gut Wort geben”
entſpricht nicht den Tatſachen. Die liegen vielmehr ſo,
daß der Forſtmeiſter an ſich im Recht war und gar nicht
anders handeln konnte! . .. das habe ich mir in dieſen
letzten Tagen, als ich erſt ruhiger wurde, alles überlegt.
So, na dann! . . . Aber auf dieſe Weiſe, Jung’, kannſt
Du ja alt und grau werden, ehe Du die Giſa glücklich
einheimſt?!
Doch nicht ſo ganz, Papa! . . . In die Augen des
Ar=
tilleriſten kam jählings ein kaltes Glitzern. Der Vater
konnte es bei der Dunkelheit nicht ſehen; er merkte nur,
daß die Stimme verändert klang.
Wenn ich wollte, wäre das Hindernis heute ſchon
be=
ſeitigt, gerade heute! Aber ich will noch nicht! Ich denke
nicht daran, zu Jemandem „pater peecavi” zu ſagen, der
imich — und mag er noch tauſendmal gewichtigere Gründe
gehabt haben! — in einer Form brüskierte, die ſich hätte
vermeiden laſſen.
Da muß wohl doch erſt ein Ausgleich geſchaffen
wer=
den! Wie — weiß ich im Augenblick ſelbſt noch nicht; aber
ich werde ſchon eine Möglichkeit finden.
Recht ſo, Günter; ich ſehe, Du haſt die richtige
Auf=
faſſung. Und wenn der Elias kittnäſig iſt, dann gib ihm
darin nichts nach! Im Grunde imponiert ihm ſowas ja
doch!
Dann zog er den Pferden plötzlich die Peitſche über
und lachte fröhlich auf.
Nun hol nochmal tief Atem; in fünf Minuten ſind
wir zu Hauſe!
Und ſtangel’ mit Armen und Beinen — ſonſt wickelt
Dich Deine Mutter in Watte und packt Dich für die ganzen
vier Wochen ins Bett!
Genau das, was der Baron prophezeit hatte, traf ein:
für Günter von Oſtheeren waren die erſten
Urlaubs=
wochen ein ſtändiger erbitterter Kampf gegen mütterliche
Zärtlichkeit! Aber er war zähe und ließ ſich nicht
unter=
kriegen.
Die alte Dame erlitt überhaupt ein vollſtändiges
Fiasko. Nicht nur, daß der Artilleriſt durchaus kein Talent.
zum Patienten beſaß, ſo ließ er auch trotz der kuppleriſchen
Poeſie traulicher nachmittäglicher Plauderſtunden die
Gründe ſeiner mißglückten Verlobung nach wie vor in
rätſelhaftem Dunkel. Und was das Betrübendſte war
Giſela Krottenheim blieb unſichtbar! Alle möglichen
Leute kamen, ſich nach dem Rekonvaleſzenten zu erkundi=
gen — die entzückende krapriziöſe Landrätin von Burlach,
Oberſt von Krellßow nebſt Gattin, die Medizinalrätin
Tervinius — nur aus Erlengrund ließ ſich niemand ſehen?
Es war plötzlich, als hätte zwiſchen den beiden Familien
nie irgendwelche Verbindung beſtanden. Natürlich war
man auf der Oberförſterei über Günters Anwefenheit in
Margenthin informiert; und die Baronin geſtand ſich
ſelbſt ein, daß es wahrſcheinlich eine äußerſt peinliche
Si=
tuation gegeben hätte, wären die Beiden unvermutet
zu=
ſammengetroffen. Trotzdem bedauerte ſie im ſtillen die
Zurückhaltung des jungen Mädchens; wie hätte man da
heimlich ein bißchen Schickſal ſpielen können! Und wenn
ſo die Stunden kamen, in denen ſie ganz ehrlich war,
dann hatte ſie ſich in dieſe neue verwandtſchaftliche „
Kon=
ſtellation” eigentlich ſchon vollkommen eingelebt.
Günter aber, dieſer „entſetzlich leichtſinnige Menſch”,
ſchien es gar nicht eilig zu haben, ſie ihr nun auch
tat=
ſächlich zu ſchaffen. Sobald ſie auf dieſes Ziel losſteuerte,
ſchwenkte er kaltlächelnd ab und ſetzte mit all ihren
from=
men Wünſchen aufs Trockene. Schließlich hatte ſie in den
fruchtloſen wochenlangen Debatten nur eins erreicht: —
daß er endgültig darauf verzichten wollte, wieder in den
Rennſattel zu ſteigen! Nur blieb dabei wieder unklar,
weshalb er dieſes Verſprechen mit ſo gelaſſener
Bereit=
willigkeit gab. Denn ſeine mokante Erklärung: — er
hätte ja nun zur Genüge gezeigt, daß er reiten könne, und
im übrigen langweile ihn dieſer abnorme Scherz auf die
Dauer! — die war doch nur eine höchſt durchſichtige Ver
legenheitsphraſe!
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der Württembergiſchen Vereinsbank ſtehenden
be=
kannten Konſortium eine zu vier Prozent verzinsliche
und bis 1935 unkündbare Anleihe im Betrage von 13
Mil=
lionen Mark abgeſchloſſen. Dieſe Anleihe wird am
23. Juli zur allgemeinen Subſkription zum Kurſe von
96,40 Prozent für Schuldbucheintragungen und von 96,60
Prozent für Obligationen an den württembergiſchen
Hauptplätzen, ſowie in Frankfurt a. M. und Darmſtadt
gelangen.
Landwirtſchaftliches.
Schlachtvieh= und Fleiſchbeſchau im De
ut=
ſchen Reiche.
* Aus der im 2. Vierteljahrsheft zur Statiſtik des
Deutſchen Reichs, 1913, veröffentlichten Zuſammenſtellung
des Kaiſerlichen Statiſtiſchen Amts der im 1. Vierteljahr
1913 beſchauten Schlachttiere ergibt ſich, daß der
Schlacht=
vieh= und Fleiſchbeſchau unterzogen wurden:
im 1. Vierteljahr
1913
1912
Pferde und andere Einhufer 48 280
43 586
Ochſen
125524
132 431
Bullen
110942
97172
Kühe
419079
459 087
Jungrinder über 3 Monat alt 199137
210 588
Kälber unter 3 Monat alt 1039717 1144613
Schweine
4 349243 4 973859
Schafe
451 696
457 465.
Ziegen . ..
131 149
111084
Hunde . . . .
2517
2 441
Saatenſtand in Deutſchland Anfang Juli.
BC. Für den Saatenſtand in Deutſchland
An=
fang Juli 1913 ſind nach der Zuſammenſtellung des
Kaiſerlichen Statiſtiſchen Amtes, die für die einzelnen
Staaten und Landesteile im Reichsanzeiger veröffentlicht
wird, die Noten folgende: Nr. 1 bedeutet ſehr gut, 2
be=
deutet gut. 3 mittel (durchſchnittlich), 4 gering, 5 ſehr gering,
die Zwiſchenſtufen ſind durch Dezimalen bezeichnet.
1913
1912
Juli Juni Mai
Juli
Winterweizen
2,5 2,4 2,5
2,3
Sommerweizen
2,7 2,5
2,2
2,3 2,4 2,7
Winterſpelz
2,0
Winterroggen
2,6 2,6 2,7
2,4
Sommerroggen
2,6 2,6
2,
Sommergerſte .
2,4 2,4
2,1
2,8 . 2,5
Hafer
2,5
2,7 2,7
Kartoffeln
2,6
Klee .
2,7 2,7 2,5
3,2
2,5 2,6
Luzerne
2.8
2,5
Bewäſſerte Wieſen . 2,1 2,1 2,3
2,0
2,5 2,6 2,6
Andere Wieſen
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[ ← ][ ][ → ]N§ 163.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 15. Juli 1913.
Nummer 163.
in Front, dichtauf Pfirſich und Auſterlitz, der aber in der
kurzen Seite geſchlagen zurückfiel. Dort verbeſſerte
da=
gegen Saul ſeine Poſition und auch Fabella ſchob ſich nach
vorn. Majeſtic bog als Erſter in die Gerade, dicht gefolgt
von Fabella, Saul und dem bald erledigten Pfirſich II.
Die Gerade herunter behauptete Majeſtic durchwegs die
Führung. Archibald mußte ſich vor der Diſtanz zwar
ein=
mal rühren, da der diesmal ohne Scheuklappen laufende
Hengſt ſich zu drücken verſuchte, doch gewann Majeſtie
ſchließlich leicht mit zwei Längen vor Fabella, die nach
Kampf das dritte Geld gegen Tampa mit einer Länge
ver=
teidigte. Tampa ſelbſt war Mitte der Geraden, als ſie
einen Vorſtoß unternahm, von dem wegbrechenden. Saul
behindert worden. Jockey Archibald wurde bei der
Rück=
kehr zur Wage ſtürmiſch gefeiert und als er dann mit
Blautopas wieder in den Farben des Freiherrn von
Oppenheim nach ſchärfſtem Kampf gegen Metaſtaſio noch
das Fervor=Rennen gewann, wollten die Ovationen kein
Ende nehmen. Freiherr S. A. v. Oppenheim wohnte dem
Doppelerfolg ſeiner Pferde bei und konnte von allen
Sei=
ten Glückwünſche entgegen nehmen. Leider fiel in die
all=
gemeine Freude ein bitterer Tropfen, da Blautopas lahm
aus dem Rennen zurückkehrte.
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Pl. 26, 20:10. Unpl.: Diamond Hill (4), Jagow, Street
Arab. Ueberlegen 3 Lg.-Kopf-¾ Lg. — Calvello
Preis, 6000 Mark, Diſtanz 2400 Meter: 1. Hrn. K. u. A.
Utzſchneiders Clown (Strickland), 2. Polia (Weishaupt),
3. Immo (Steffen). Tot. 110110. Pl. 38, 20, 175110.
Unpl.: Iwein, Wanderluſt, Brabant, Rubel, Delila,
Fröh=
liche Zeit, Ovation, Ortilo, Waſſerrecht, Jra, Bulwana,
(gef.), Lucas, Milla, Laune. Sehr ſicher 2½—3 Lg.
Rennen zu Wiesbaden. Preis von
Hohen=
ſtein; 2600 Mark, Diſtanz 2700 Meter: 1. Hr. Wepe’s
Ma=
rokko (Printen), 2. Ludwigsfeld (Matz), 3. Flora Fina
(Douſchle). Tot. 14:10. Pl. 12, 25:10. Unpl.: Ukas.
Leicht 1—1½ Lg. — Heſſiſches Jagd=Rennen; Ehrenpreis
und 2500 Mark. Diſtanz 3600 Meter: 1. Hr. E. Müller’s
Melilla (Lt. v. Moßner), 2. Senſible Simons (Hr. Dodel),
3. Avoncroft (Lt. Knel). Tot. 36:10. Pl. 10, 10, 10:10.
Unpl.: Tylander (4), Creeper II, General Bar, Georgia.
6—4 Lg. — Preis von Erbenheim; 2800 Mark, Diſtanz
3600 Meter: 1. Lt. E. v. Lotzbeck’s Geri (Schuller), 2.
Ab=
ſage (K. Houlubeck), 3. Flibuſtier (Barleben). Tot. 30110.
Pl. 13, 12110. Unpl.: Mortimer II, Miltiades. Sicher
1—4 Lg. — Preis der Stadt Wiesbaden; Ehrenpreis und
9000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Lt. Ritter’s Brodekin
(Lt. Knel), 2. Kann Doll (Hr. Dodel), 3. Hold Up II (Lt.
v. Moſch). Tot. 60110. Pl. 18, 15, 24:10. Unpl.:
Hila=
rion I, Chanoine, Coral Wave, Griſine Gay Paris (4).
1—2 Lg. — Preis von Neroberg; 2800 Mark, Diſtanz 3600
Meter: 1. Hr G. Nette’s Südpol (Printen), 2. Suhoge
(Schuller), 3. Nickelkönig (Weishaupt). Tot. 16:10. Drei
liefen. Sicher 1—2 Lg. — Saalburg=Preis: Ehrenpreis
und 2300 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Hr. K. v. Tepper=
Laski’s The Sinner (Hr. Herfeld), 2. Wagonette (Lt.
Freyer), 3. Delthorpe (Lt. Knel). Tot. 14:10. Pl. 13,
22:10. Unpl.: Laerte III, Waudru. Sehr leicht 2—8 Lg.
Mainzer Rennen; Ehrenpreis und 2600 Mark, Diſtanz
3000 Meter: 1. Lt. Hutſchenreuther’s Guernica (Beſ.), 2.
Brinon (Lt. Freyer), 3. Hallack (Lt. Frhr. v. Berchem).
Tot. 26:10. Pl. 14, 27, 15110. Unpl.: Old Poct, The
Green, Hand Ahalative, Hernani, Lady Jim,
Blumen=
hanne. Kampf Kopf—1 Lg.
Rennen zu Mülheim-Duisburg. Erſtes
Rennen: 1. Ruby Hac Kie (Sumter), 2. Meg Dods=
(Kuhnke), 3. Grasmücke (Kuhl). Tot. 52110. Pl. 25,
43:10. Unpl.: Daruvar, Cicero Herbſtzeitloſe. 1½ Lg.—
Kopf. — Zweites Rennen: 1. Waddles (Surſan), 2. Halte
(Hammer), 3. Mukden II (Kühl), Tot. 38110. Pl. 19,
17.10. Unpl.: Fatia Negre, Judge Howell. 5—4 Lg.
Drittes Rennen: 1. Journaliſt (Theilemann), 2. Juriſt
(E. Franke), 3. Lamhult (Dyhr). Tot. 29110. Pl. 17,
19:10. Unpl.: Decoration. 6 Lg.-Kopf. — Viertes
Rennen: 1. Claudio (Kühl), 2. La Faridondaine (E.
Franke), 3. Diſcharged (Hammer). Tot. 23:10. Pl. 10,
10, 10110. Unpl.: Fabius Cunctator, Preſton, Chapiron,
Sport, Spiel und Turnen.
* Radrennen in Darmſtadt. Die am kommenden
Sonntag, den 20. d M., ſtattfindenden Rad= und
Motor=
rennen auf der hieſigen Rennbahn haben durch
Nachmel=
dungen eine ſehr gute Beſetzung erfahren. Beſonders
in=
tereſſante Kämpfe werden die Meiſterſchaften bringen, und
zwar die kurze Meiſterſchaft über 1 Kilometer und die
lange Meiſterſchaft über 25 Kilometer. Es treffen ſich die
beſten Herrenfahrer Südweſtdeutſchlands. Der Sieger der
kurzen Meiſterſchaft erhält außer dem Titel „Meiſterfahrer
über 1 Kilometer für Südweſtdeutſchland 1913/14” eine
goldene Medaille, während der Zweite und Dritte
Ehren=
preiſe ſich erringen. Der Sieger der langen Meiſterſchaft
über 25 Kilometer erhält außer dem Titel „Meiſterfahrer
von Südweſtdeutſchland über 25 Kilometer 1913/14‟ einen
Ehrenpreis. Einen erfreulichen Beweis von
Sportfreu=
digkeit hat unſer verehrl. Herr Oberbürgermeiſter
gege=
ben, indem er dem Velozipedklub Darmſtadt hierzu den
erſten Preis ſtiftete und damit die Beſtrebungen des
Velo=
zipedklubs anerkannte, der lebhaft bemüht iſt, ſeinen
ſport=
lichen Veranſtaltungen einen bedeutſamen Charakter zu
geben. Die Meiſterſchaften finden in ſüdweſtdeutſchen
Sportkreiſen große Beachtung, und es wird ſich am
kom=
menden Sonntag das Intereſſe vieler Sportfreunde auf
Darmſtadt konzentrieren. Nicht minder intereſſant als die
Meiſterſchaften wird das Wanderpreisfahren über 2000
Meter ſein um den Ehrenpreis Sr. Kgl. Hoheit weiland
Prinz Wilhelm von Heſſen. Der äußerſt wertvolle
Ehren=
preis brachte gleichfalls viele Meldungen, und es iſt nicht
ausgeſchloſſen, das dasseine oder das andere Rennen
manche Ueberraſchungen für Darmſtadt bringen wird. Das=
Programm wird vervollſtändigt durch ein Mehrſitzer=
Malfahren, durch ein Gauverbands=Vorgabe=
Motor=
rennen, ein Erſtfahren uſw. Die ganze Zuſammenſtellung
des Programms zeigt große Sorgfalt und verſpricht gute
ſportliche Genüſſe.
sr. Pferde=Rennen. Majeſtie Sieger im
Gro=
ßen Preis von Berlin. — Hunderttauſender gibt
es im deutſchen Rennbetrieb nur wenig zu gewinnen. Drei
hat Hamburg zu vergeben, nur einen und auch erſt ſeit
dieſem Jahr, die deutſche Reichshauptſtadt im Großen
Preis von Berlin. Natürlich ließ es ſich „ganz Beclin”,
ſoweit es nicht ſchon im Gebirge oder an der See weilt,
nicht nehmen, dieſem ſeltenen Ereignis beizuwohnen und
die Grunewaldbahn war daher bis auf das letzte
Plätz=
ichen gefüllt. Sehr zu ſtatten kam dabei das prachtvolle
Sommerwetter. Gleich die Eröffnungsnummer brachte mit
dem Siege des kraſſen Außenſeiters Perdurabel über die
ſchlecht vom Start gekommene Grazie und mit der
Rieſen=
quote von 512:10 die für einen ſolchen Tag nötige
Senſa=
tion. Im folgenden Stadion=Handikap behielt dann der
von Jockey Archibald geſteuerte Favorit Montblanc über
ſein ſtarkes Feld leicht die Oberhand und auch der Sieg der
vom Start bis ins Ziel führenden Tanagra im Preis von
Tetſchendorf kam nicht unerwartet. Dann endlich
erſchie=
nen die Nummern der acht Kandidaten für den Großen
Preis von Berlin an der Tafel. Trotz ſeines Verſagens
im Hamburger Derby nahm Majeſtic infolge des
felſen=
feſten Zutrauens ſeines Stalles und ſeines Reiters
Archi=
bald bald die Favoritenſtellung ein, während man den
übertrainiert ausſehenden Saul erſt in zweiter Linie in
Betracht zog. Viele Freunde fand auch die etwas
auf=
geregte Fabella der Herren von Weinberg, während alle
anderen Kandidaten mehr oder weniger unbeachtet blieben.
Nach eingehender Parade begab ſich das Feld zum Start,
der den Blicken der Tribünenbeſucher verborgen blieb Als
die Pferde zum Vorſchein kamen, lagen Pirol, Pfirſich II
ſund Majeſtie in Front, während Calvados und Saul den
Beſchluß bildeten. In ziemlich unveränderter Reihenfolge
galoppierte das Feld in gleichmäßig ſchnellem Tempo die
gegenüberliegende lange Seite entlang, Pirol und Majeſtic
Tom Melton. — Fünftes Rennen: 1. Aegir (Gädicke), 2.
Oberleutnant, (Unterholzner), 3. Dollarprinzeſſin (Wurſt).
Tot. 53110. Pl. 29, 38110. Unpl.: Sigurd (gef.),
Lichten=
ſtein, Nikolaus. 4—3 Lg. — Sechſtes Rennen: 1. Iſtvan
(Kühl), 2. La Patiniere (Unterholzner), 3. Mir (Piplis).
Tot. 21110. Pl. 15, 15110. Unpl.: Bracke, Fighting Pat.
Hals—4 Lg.
Rennen zu Magdeburg. Preis von der
Salz=
quelle; 2500 Mark, Diſtanz 2800 Meter: 1. Lt. Riedels
Berber (Scholz), 2. Catja (Newey), 3. Aſiatin (Friedrich).
Tot. 155:10. Pl. 27, 14, 48110. Unpl.: Sirene, Erle, Jeune
Elegante, Calliſto, Lady Pekin. 1—3 Lg. — Maaslieb=
Jagd=Rennen; Ehrenpreis und 2000 Mark, Diſtanz 4000
Meter: 1. Hrn. Goldſchmidts Blue Drage (Lt. Graf
Hohenau), 2. Illinois (Hr. Ramminger), 3. Kohinor (Lt.
Gierke). Tot. 50110. Pl. 36, 32110. Unpl.: Snowdons
Knight, M. P. 8—6 Lg. — Preis von Oſtrometzko;
Ehren=
preis und 2800 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Lt. von
Wangenheims Mr. Girdle (Beſ.), 2. Mark Gamp (Lt. von
Platen). 3. Soeur d’Alteſſe (Lt. Prinz Bentheim). Tot.
20110. Pl. 12, 13, 13:10. Unpl.: Fortunat, Bendigo II,
Mrs. Dot, Gefa II, Nihiliſt. Leicht 2—2 Lg. — See=
Jagd=Rennen; 4500 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Hauptm.
Schönbergs Tory Hill II (Hr. v. Weſternhagen), 2. Chauri
(Lt. v. Wangenheim), 3. Reine du Jour (Lt. Demnig).
Tot. 25110. Pl. 17, 36:10. Unpl.: Bulawayo, Knud,
Alike. Leicht 4—2 Lg. — Doppelgänger=Jagd=Rennen;
2500 Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Rittm. Keyſers Aſteroid
(Michael), 2. Zandvoort (W. Winkler), 3. Goldwährung
(Scholz). Tot. 85110. Pl. 28, 24, 52110. Unpl.: Runbir,
Polarſtar, Florian, Talmont, Beryſtene, Proud Lord,
Haarkünſtler. Kampf ½—2 Lg. — Hans Greiner=
Memo=
rial; 2000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Hrn. A.
Hülſen=
buſchs Singberg (Lt. Graf Hohenau), 2. Flint, 3.
Criſtal=
loide (Lt. Meyer). Tot. 27110. Pl. 17, 18110. Unpl.:
Anonymus, Maupaſſant, Prognoſe (gef.). Kampf Hals—4
Lg. — Preis vom Louiſengarten; 2500 Mark, Diſtanz
1000 Meter: 1. Hrn. S. Liebermanns Vera (Hughes), 2.
Panna (Wedgewood), 3. Salier (Garcigan). Tot. 63110.
Pl. 20, 17, 22110. Unpl.: Freimut, Dodilberga, Fiskaliſche,
Dodona, Ladoga, Syrakus.
Rennen zu Paris=Auteuil, den 13. Juli. —
Prix Andrege‟ 3000 Francs, Diſtanz 3100 Meter: 1. Monſ.
Cohns Biſe (Thibault), 2. Balagan (Parfrement), 3. Piece
dor (Powers). Tot. 41:10. Pl.. 13, 15, 16:10. Unpl.:
Canyre, Allia II, Louvois, Racine, Lokhartia. Kampf
Kopf—10 Lg. — Prix Rigoletto; 6000 Francs, Diſtanz
4200 Meter: 1. Monſ. J. Henneſys Secours (A. Carter),
2. Lady Fiſh (Berteaux). Tot. 15:10. Zwei liefen. Leicht
2 Lg. — Prix Aguado; 15000 Francs Diſtanz 2800 Meter:
1. Monſ. A. Veil=Picards Odilon (Parfrement), 2. Valiſe
de Voyage (W. Head), 3. Don Ceſar (A. Carter)). Tot.
45:10. Pl. 36, 33, 22110. Unpl.: Sigismond, Le Syſtemier,
Max Jean Pierre, Zoile, Soleil dior, Chetterbor, Pickles,
Formium. Hals-Kopf. — Prix de France; 20000 Francs,
Diſtanz 4500 Meter! 1. Hrn. H. Junks Onvide (Dr. Rieſe),
2. Vingt Hanaps (Monſ. Villeneuve); 3. Mambrino
(Monſ. Gaulet). Tot. 144:10. Pl.: 37, 33, 24:10. Unpl.:
Journaliſte (4), Patricien, Menuet IIII Perbacco,
Coſ=
way, Guatemala, Jule, Canteloup II, Pompadour, Nape
und Montagnard, der vor dem Rennen an Monſ.
Des=
cazeaux verkauft wurde und daher nicht mehr Stallgefährte
des Siegers war. 4—2 Lg. — Prix Perth; 5000 Francs,
Diſtanz 3500 Meter: 1. Monſ. J. Lieux‟ Beliſaire II
(Powers), 2. Jeune Syrien (Smith), 3. Nickel (Haes jr.):
Tot. 17:10. Pl. 13 19110. Unpl.: Luna Park II (4), Quart
d’Heure, Clotilde II, Cancan II. 1—2 Lg. — Prix de la
Bievre; 5000 Francs, Diſtanz 2700 Meter: 1. Monſ. A.
d'Entraignes Moonſhine (F. Williams), 2. Moonbean
(Bourdale), 3. Pamina (Dajurdin). Tot. 30110. Pl. 19,
148, 78:10. Unpl.: Eſſon (4), Keen, Diana Vernon, Saint
Blaiſe. La Muſtache, Manda Vale, Jehania, Silent
Harry, Happy, Drem, Liberateur, Le Fou, Egmont,
Nec=
tao III, Martigne, Jodure. 1—2 Lg.
sr. Radrennen. Das Goldene Rad von
Straß=
burg bildete am Sonntag die Hauptkonkurrenz der
dor=
tigen Radrennen. Kraft zeigte ſich ſeinen Konkurrenten
überlegen und gewann leicht in 35 Min. 37 Sek. vor
Somers 1600 Meter, Germain La Fleche 2400 Meter zurück
und Böſchlin, der bei der 56. Runde wegen Motordefektes
aufgegeben hatte. Den Preis vom Schwarzwald über 15
Kilometer gewann ebenfalls Kraft in 13:20 vor Germain
30 Meter und Schmitt 400 Meter zurück. Im Preis der
Königsburg über 15 Kilometer ſiegte Böſchlin in 13 Min.
vor Somers 800 Meter und Parent 7600 Meker zurück.
Die Radrennen zu Köln a. Rh. gingen am
Sonntag bei prachtvollem Wetter und einem Maſſenbeſuch
vor ſich. In dem Länderwettbewerb, einem Dauerrennen
über 100 Kilometer in zwei Läufen zu 30 und 70
Kilo=
meter war Saldow auf Polack=Reifen der beſte Mann, der
auch im Geſamtklaſſement ſiegte. Den 30 Kilometer=Lauf
verlor Saldow nur dadurch, daß ſein Schrittmacher Wittig
den Motor des Franzoſen Miquel anfuhr und dadurch zu
Fall kam. Der Sturz hatte aber’ für den Schrittmacher
keine nachteiligen Folgen. Im 70 Kilometer=Lauf ging
Saldow mit der Spitze ab und ließ ſich nichts mehr nahe.
kommen. Das genaue Reſultat: Länderwettbewerb 100
Kilometer in zwei Läufen. 1. Lauf 30 Kilometer: 1.
Guig=
nard 22 Min. 18 Sek., 2. Günther 460 Meter, 3. Saldow
1450 Meter, 4. Miquel 1560 Meter zurück. — 2. Lauf 770
Kilometer:: 1. Saldow 51 Min. 43 Sek., 2. Guignard 2300
Meter, 3. Miquel 6210 Meter, 4. Günther 13 500 Meter
zu=
rück. — 30 Kilometer=Dauer=Rennen für Fahrer der
Klaſſe B: 1. Jacob Eſſer, 2. Kallen 29,780 Kilometer, 3.
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Eine allberühmte,Heilquelle
Eile Ratsellag lur Krauke unld Gesulde:
Jetzt im Sommer, wo viele in die Bäder reisen,
kann jeder in seinem eigenen Hause seine Gesundheit
fördern, das Blut auffrischen und den Körper stählen durch
eine häusliche Trinkkur
mit dem altberühmten Lauchstädter Mineralbrunnen.
Die überaus glücklichen Kuren mit Lauchstädter Brunnen sollten alle
vor allem solche
Franke, kerunte, die zn Rheumatismus, Gicht,
schlechter Blutbeschaffenheit, Frauenleiden,
Beachten Sie
Blutarmut, Schwäche, Hervosität
die Heilberichte
leiden, veranlassen,
auf den
nächsten Seiten!
einen Versuch zu machen.
Gesunde
Bei Zucker-, Hieren- und Blasenleiden ist der Brunnen als
Kurgetränk wegen der so überaus günstigen Erfolge dringend zu
em-
pfehlen. Man frage den Hausarzt!
sollten jetzt im Sommer ihren Körper mit dem heilsamen Brunnen
durch-
spülen. Sie fördern die Gesundheit und stählen den Körper. Das
Allgemein-
befinden wird gehoben, der Appetit wird angeregt und das Blut aufgefrischt.
Geeretesen
äfe
Onerssuen
nannte auf Grund seiner eigenen Erfahrung ein berühmter Professor schon vor 100 Jahren den Lauchstädter
[ ← ][ ][ → ] Metanltar
Mimelgtschsaile
u
Seit 200 Jahren hat sich die unübertroffene Heilwirkung des Lauchstädter Brunnens bewährt.
Hochbedeutende deutsche Männer u. Frauen, viele deutsche u. fremde Fürsten u. Fürstinnen, viele Tausende
aller Stände und Berufe haben durch den Lauchstädter Brunnen Heilung und Genesung gefunden.
Der Brunnen besitzt durch seine mineralische Beschaffenheit die Fähigkeit, krankhafte Ablagerungen
zu lösen, sie aus dem Körper auszuscheiden. Er enthält andererseits Mineralstoffe,
welche zur Kräftigung des kranken Organismus, zur Auffrischung des Blutes, zur
Regeneration des Knochen-, Muskel- und Nervensystems nötig sind. Es wird
gesundes, hämoglobinreicheres Blut geschaffen.
Gesundes Blut aber ist die Grundlage der Lebenskraft,
schlechtes Blut der Träger aller Krankheitsstoffe.
Gebrauchs-Anweisung.
1—2 Trinkgläser Die Kur kann zu Hause ohne Be-
Frühmorgens . . .
Eine Stunde vor dem Mittagbrot 1—2 Trinkgläser) rufsstörung durchgeführt werden.
Der Brunnen schmeckt angenehm und erfrischend.
5
Der Brunnen wird in Kliniken und Krankenhäusern, sowie von vielen Herren Aerzten ständig getrunken.
Einige Gufachten erfahrener Mediziner.
Herr Dr. med. U. in R. schreibt:
Herr Dr. med. H. in P. schreibt:
Ich möchte die Gelegenheit wahrnehmen, Ihnen meine Er-
Was nun Ihr Wasser anbetrifft, so habe ich Ihnen bereits
fahrungen mit dem Mineralwasser mitzuteilen, Ich muß ge- 1 mitgeteilt, daß ich im vergangenen Frühjahr heftig unter
rheu-
stehen, ich bin in jeder Weise voll und ganz zufrieden ge- matischen Schmerzen, besonders im rechten Arm, litt. Ich
wesen. Das Wasser wurde seines überaus angenehmen habe die verschiedensten Mittel ½ Jahr ohne jeglichen Erfolg
Geschmacks wegen stets gern getrunken und allen anideren 1 benutzt. Nach Gebrauch Ihres Wassers hatte ich nach fast
Gichtwässern vorgezogen. Der Erfolg ist nach meiner 14 lagen keine Beschwerden mehr. Ich denke auch, daß
Ueberzeugung stets ein guter gewesen. Bei Gichtkrankheit durch die Trinkkur in diesem Frühjahr prophplaktisch den
möchte ich das Wasser nicht mehr missen. Bei strenger 1 Beschwerden vorgebeugt ist. Bisher habe ich noch
Diät ist in jedem Falle Besserung, vielmals Heilung nichts wieder von Rheuma verspürt. Meine Patienten
selbst bei starken Ablagerungen erfolgt, die ich nicht zum 1 haben sich ebenfalls sehr lobend über das Wasser
ausge-
geringsten der Lösung und Durchspülung infolge reichlichen Trin- sprochen, vor allem auch über den wirklich guten Geschmack.
kens des Lauchstädter Brunnens zuspreche, Ich freue mich, daß
ich das vortreffliche Wasser so oft anwenden konnte, Ich
hoffe, daß alle meine Patienten die für zuhause verordnete Kur
mit Lauchstädter Brunnen exakt durchführen und wiederholen
werden, sicherlich zu ihrem Nutzen. Im nächsten Jahre werde
ich das Wasser in allen geeigneten Fällen anwenden.
Herr Dr. G. in E. schreibt:
Ich habe den Lauchstädter Brunnen bei Blutarmut und
Bleichsucht, sowie bei Frauen während der
Wechsel-
jahre mit sehr guten Erfolgen jahrelang verordnet. Der
Brunnen wird von den Patienten gern getrunken, da er
ange-
nehm und erfrischend schmeckt und den Appetit anregt.
Ueber-
haupt konnte eine Besserung des Allgemeinbefindens
regelmäßig konstatiert werden.
Herr Dr. med. F. in-B. Schreibt:
Nach sorgfältiger Prüfung des übersandten Mineralwassers
bei meiner Frau, dieselbe leidet an chronisch starker
Bleich-
sucht und Magenübersäuerung, erkläre ich folgendes: Die
Auf=
machung der ganzen Sendung war eine solche, wie sie in
gleicher Güte von mir als alterfahrenem Brunnenarzte
noch nicht gesehen wurde. Ich glaube hierin das
Bestmög-
liche zu sehen. Das Wasser war klar und blieb es,
des-
gleichen erschien der Eisengehalt andauernd voll konserviert.
Wir bemerkten sehr starken und gleichmäßigen
Kohlensäure-
gehalt, volle Bekömmlichkeit, Besserung des
Hämoglobin-
gehaltes und des Magenleidens.
Die Uebereinstimmung dieser Gutachten mit den Originalschreiben ist durch Königlichen Notar beglaubiat.
Wer bereits andere Mittel erfolglos ungewendet hat,
sollte in seinem eigenen Interesse mit Lauchstädter Brunnen
Brunnenversand Lauchstädt in Thüringen.
[ ← ][ ][ → ] Ohne große Unkosten
können Sie in Ihrem eigenen Hause eine Brunnenkur gebrauchen
Was die geheilten Pafienten sagen!
Die Uebereinstimmung dieser Urteile mit den Originalschreiben ist durch Königlichen Notar beglaubigt.
Iärztlich erprobt.I Ich bestätige gern, daß ich den
Brun-
nen wegen seiner angenehmen und
milden Wirkung auf die Verdauung wie den ganzen
Stoff-
wéchsel in meinem Hause ausschließlich und in meiner Praxis
seit längerer Zeit in überwiegendem Maße zur Anwendung
bringe und mit den Erfolgen recht zufrieden bin, zumal
er auch von empfindlichen Personen wegen seines milden
nangenehmen Geschmacks gern genommen wird.
Berlin.
Dr. med. D . . . prakt. Arzt.
Gieht.
Ich habe Ihren Brunnen bei einem
seit Jahren an schwerer Gicht
dar-
niederliegenden Manne angewendet. Der Brunnen erwiessich
ausgezeichnet u.kannnur wärmstens empfohlenwerden.
P.
Dr. med. A . . ., prakt. Arzt.
Muskel- undDankbarkeit u. Anerkennung treibt
Gelenkrheumatismus. mich dazu die Federzuergreifen, um
Ihnen zu schreiben. Seit 23 Jahren
Iitt ich an Muskel- und Gelenkrheumatismus und schon gab ich die
Hoffnung auf, jemals wieder gesund zu werden. Da kam mir durch
Zufall Ihr Prospekt in die Augen und ich beschloß einmal einen
Versuch zu machen, Ich habe es nicht zu bereuen gehabt, denn
nach vierzehntägigem Gebrauch verspürte ich schon die Wirkung
Des Brunnens und jetzt bin ich dank der Heilquelle soweit
hergestellt, daß ich meinem Berufe wieder nachgehen kann.
Obiges Schreiben können Sie veröffentlichen, und werde
ich Freunden und Bekannten den Brunnen weiter empfehlen.
Dresden-A.
M. W., Küchenmeister.
Rheumatismus. Erlaube mir Ihnen mitzuteilen, daß
mir Ihr Brunnen ganz erstaunliche
Wirkung gegen meinen Rheumatismus gebracht hat.
Konnte vor der Trinkkur keine Nacht vor Schmerzen mehr
schlafen und bin jetzt vollständig frei von dem Leiden.
Gleich-
zeitig ersuche ich um Zusendung einer Kiste Ihres Brunnens.
J. M . . . . . „ Kaufmann.
Hüsten.
Gicht.
Ich kann Ihnen über mein Befinden
nach dem Gebrauche Ihres
Mineral-
brunnens mitteilen, daß ich das erreicht habe, was ich trotz
aller früheren Behandlung und kostspieligen Badekuren nicht
erlangen konnte, denn ich fühle mich wieder frei von
Schmerzen und kann meinem Géschäft wieder ganz
nach-
gehen, was ich jahrelang durch die immer wiederkehrende
Gicht nicht konnte, Ich werde Ihren Brunnen wieder weiter
benutzen und kann denselben jedem Gichtleidenden bestens
empfehlen.
H. P . ..
Köln.
Blutarmut. Das Wasser ist meiner Frau sehr gut
be-
kommen, weil sie immer blutarm war.
Ich danke Ihnen für Ihren Brunnen, da sie jetzt wohler ist und
mehr Lust zur Arbeit und Appetit hat.
H. N., Bäckerei.
Lehndorf.
Rheumatismus. ich fühle mich wie neugeboren,
auch sind meine Gelenke viel loser
ge-
worden, die fast vollständig steif waren. Ihr Wasser hat
mir bei meinem rheumatischen Leiden große Dienste geleistet.
Fr. R .
Schönau.
Bevor ic lhren Prunen getrunten abe, var ich so Iau und hinfällg, das ich mich laum meinem Geschät
widmen konnte.
Ich bin jetzt ein ganz anderer Mensch geworden.
ich bin den ganzen Tag mit Vergnügen im Geschäft und mir jst abends gans wohl. bilte um Zusendung
einer weiteren Originalkiste, Ichwerde die Lauchstädter Quelle als tägliches Getränk nie ausgehen lassen.
Altona.
Th. D . . . . . . Fleischermeister.
Ich fühle mich veranlaßt, für die Wirkung
Blutarmut, des Brunnens bei meiner Frau, die an
Appetitlosigkeit, 1 Blutarmut, Appetitlosigkeit und
Magenleiden. 1 einem nervösen Magenleiden litt
und Erfolg hatte, meine vollste
An-
erkennung auszusprechen. Sie fühlt sich sehr wohl und munter.
O. K . . . Königl. Landgendarm.
Sayda.
Müdigkeit.
Kopfschmerzen, Vergangenen Sommer bezog ich von
Ihnen eine Kiste Lauchstädter
Mineral-
brunnen und teile Ihnen diesbezüglich
mit, daß mir derselbe vortrefflich geholfen hat. Ich litt vor
der Zeit viel an Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schmerzen
in sämtlichen Gliedern, sodaß ich mitunter nicht das Geringste
arbeiten konnte. Nach dem Gebrauch Ihres Brunnens aber
war ich wie neugeboren, Ich erhielt wieder neue Kraft
und gesunde Knochen. In meinem Bekannten- u.
Freundes-
kreise werde ich Ihren Brunnen stets empfehlen. Ich möchte
Ihren Brunnen von jetzt an zu meinem täglichen Getränk machen.
A. V., Gutsbesitzer.
Emmerich.
Blutauftrischung.
Ersuche um Zusendung von 2
Original-
kisten Mineralbrunnen. Aus meinen
vielen Bestellungen ist zu ersehen, daß ich mich ohne Ihren
Brunnen nicht wohl fühle. Er wirkt sehr appetitanregend
lund auffrischend auf das Blut. Ich kann den Brunnen jedem
zaufs wärmste empfehlen u. bin Ihnen zu stetem Dank verpflichtet.
E. K . . . . Fleischermeister.
Bismarcksruhm.
Zucker.
Da der Arzt bei mir 30 Zucker
und Eiweißverlust festgestellt hatte,
ließ ich mir eine Kiste Ihres Lauchstädter Brunnens schicken.
Als ich dieselbe bei entsprechender Diät verbraucht hatte, war
weder Zucker noch Eiweiß bei mir mehr nachzuweisen.
Nachdem ich nun die zweite Kiste habe, lasse ich den Urin
alle Woche einmal untersuchen, aber es ist nichts mehr
nach-
weisbar, es ist alles verschwunden.
Weißensee.
F. U.. . . . Rentier.
Gicht,
Rheumatismus.
Kann Ihnen mit Freuden mitteilen, daß
Ihr bewährter Brunnen mir, sowie
meiner Frau unerwarteten Erfolg
gebracht hat. Meine Frau lag an Gicht und
Rheuma-
tismus im vorigen Jahre darnieder und rutschte förmlich
auf den Knien. Von meiner Mutter wurde mir Ihr vorzüglicher
Brunnen geraten und als Mitglied des Flotten-Vereins benutzte
ich die Bestellkarte, ließ mir eine Originalkiste kommen.
Nach-
dem die letzte Flasche geleert, fühlen wir uns beide wohl und
können den Brunnen nicht mehr entbehren, Ich bitte meine
Anerkennung an die Offentlichkeit zu bringen.
O. L. . . .. . . . . . Königl. Straßenwärter.
Ebersbach.
Rheumatsmus.
Seit ich den Brunnen getrunken habe,
haben sich noch keine Rückfälle
von Rheumatismus bei mir gezeigt, auch nicht bei dem
schlechten und feuchten Wetter, was wir dieser Zeit hier an
der Ostsee haben.
A. F . . . Polizeisergeant.
Sonderburg.
Solche Urteile gehen uns täglich zu; wegen Platzmangel können nur die wenigen erwähnt werden.
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über den Lauchstädter Brunnen.
Blutarmut,
Meine Frauhatsich an IhrMineralwasser
1 so gewöhnt, daß ich beabsichtige, es
Nervosität, dauernd zu beziehen, Ich kann Ihnen
Appetitlosigkeit. 1 mitteilen, daß die Wirkung des Wassers
bei meiner Frau eine geradezu
wunderbare ist; ihr Wohlbefinden ist direkt von dem
Wasser abhängig. Litt sie früher viele Jahre lang, ohne
daß ihr etwas helfen konnte, an Bleichsucht, Nervosität,
Ver-
stopfung, Schlaf- und Appetitlosigkeit und deren üblen Folgen,
die das Leben kaum noch lebenswert erscheinen ließen, so hat
sich das mit jeder Kiste Wasser, die sie getrunken, gebessert
und seit einem halben Jahre ist meine Frau stark und gesund.
Bickenburg.
2. R .
Gicht. Nachdem ich Ihren Vorschriften gemäß
täg-
lich eine Flasche Wasser getrunken habe,
fand ich, daß der ganze Körper einer Umwälzung unterzogen
wurde, indem ich mich bedeutend besser fühlte und der Urin
wieder eine gesunde Farbe annahm. Ich lir früher häufig
im Winter an schweren Gichtanfällen; seitdem ich Ihr
Wasser trinke, habe ich nichts mehr verspürt und
kann es allen, die an Gicht leiden, nur empfehlen.
Hemer.
Tischlermeister A. H.
Katarri, Lungen-
Ich litt lange Zeit an heftigem
Katarrh und
Lungenverschlei-
verschleimung , 1 mung. Hiergegen hat mir dieses
Appetitlosigkeit. Wasser große Dienste geleistet,
so daß es mir sogar den
Lebens-
geist auf angenehme Weise aufgefrischt hat. Meine
Frau litt lange Zeit an gänzlicher Appetitlosigkeit und
Nervosität. Beides ist durch den Genuß Ihres Mineralwassers
wesentlich besser geworden, auch deren Kopfschmerzen
sind dadurch sehr vermindert worden. Uns beiden hat
aiso das gesandte Wasser große Dienste erwiesen, was ich
hiermit gern bezeuge.
Dresden.
G. T..
Frauenleiden. Senden Sie mir sofort wieder eine
Originalkiste Brunnen. — Ich teile
Ihnen mit, daß ich von diesem Mineralwasser höchst befriedigt
bin. Namentlich bei Frauen in vorgerücktem Alter zur
Oberwindung der sogenannten schweren Jahre und bei
heftiger Nervosität ist es en wahrer Lebenswecker und
sollte daher Dieses köstliche Wasser in keinem Hause
tehlen.
Meerane.
O. 2 . . . . Kaufmann.
Ein alter Rheumatiker schreibt:
Mir hat Ihr Brunnen ausgezeichnete Heilung gebracht. Ich litt schon lange an Rheumatismus. Wo ich sonst
bei dieser Jahreszeit es kaum aushalten konnte, laufe ich jetzt munter wie ein junges Reh. Auch meiner
Tochter und Frau hat er gute Dienste getan.
Dresden.
E. B . . .. . Rentier.
Zucker.
Kann Ihnen zu meiner Freude mitteilen, daß der
Brunnen auf mein Leiden bei richtiger Diät nahezu
Wunder bewirkt hat. Nach ungefähr sechswöchigem
Ge-
brauche des Brunnens ist der Zuckergehalt von 4½% auf
1,4 % zurückgegangen und gestern konstatierte mein
Hausarzt, daß keine Spur Zucker mehr vorhanden war.
Ich habe meinem Arzte Ihre Adresse aufgeben
müssen.
Schwartau.
A. K.
Blutarmut, 1 ich teile Ihnen mit, daß mir Ihr
Nervenschwäche. 1 Lauchstädter Mineralwasser gegen
meine Blutarmut und allgemeine
Nervenschwäche sehr gut bekommen ist. Ich bin wieder
kräftig und kann auch arbeiten. Auch meine Kinder haben
denselben gern getrunken, alle drei sehen jetzt gesund und
frisch aus und haben schöne rote Backen.
Frau R-
Neu-Brockwitz.
Solche Dankschreiben gehen uns täglich zu; wegen Platzmangel können nur die wenigen erwähnt werden.
Wo nicht erhältlich, wende man sich an: Verwaltung des Brunnenversandes zu Lauchstädt i. Thür.
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In allen Apotheken, Drogen- und
Mineralwasserhandlungen.
Engros-Niederlage:
Feorier Ceideer
Großherzoglicher Hoflieferant
Telefon 45.
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