Inſerate
Abonnemenkspreis
176. Jahrgang
werden angenommen in Darmſtadt,
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen= verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47.
ſowie von unſeren Agenturen und
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Die elektriſche Bahn Darmſtadt-Eberſtadt
ſoll nach einer Mitteilung der „Heag” am 1. Oktober dem
Betrieb übergeben werden.
Der Reichstagsabgeordnete Graf v. Kanitz iſt im
Alter von 72 Jahren geſtorben.
Der franzöſiſche Publiziſt Henri Rochefort iſt in
Aix=les=Bains geſtorben.
Der Flieger Brindejonc iſt geſtern morgen 5 Uhr
31 Minuten zum Fluge nach Hamburg aufgeſtiegen und
dort um 7 Uhr 54 Minuten eingetroffen. Um 9 Uhr
37 Minuten ſtartete Brindejonc zum Fluge nach dem
Haag, wo er um 12 Uhr 59 Minuten glatt gelandet iſt.
Die bulgariſche Regierung überſandte ihren
Vertretern bei den Großmächten eine Depeſche, daß ſie
dem ruſſiſchen Geſandten ein Memorandum betreffs
des Schiedsgerichts übergeben habe, und erklärte
gleichzeitig, daß ſie bereit ſei, ſogleich eine Vertretung
nach Petersburg zu ſenden.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Die Annahme der Wehrs und
Deckungsvorlagen.
*⁎* Ende gut, alles gut! Die Befürchtungen,
daß am Montag den Wehr= und Deckungsvorlagen noch
neue Hinderniſſe entſtehen könnten, haben ſich nicht erfüllt,
und im Gegenſatze zu den Sturmſzenen am Samstag,
ver=
lief der Schlußakt ruhig und harmoniſch. Das große
na=
tionale Werk, dazu beſtimmt, die Zukunft Deutſchlands
zu ſichern, iſt vollendet, und mit Genugtuung kann der
Reichstag auf die geleiſtete Arbeit zurückblicken. Nicht
minder aber auch die verbündeten Regierungen, denen es
nicht leicht geworden iſt, ſo bald wieder mit großen
For=
derungen an das Volk heranzutreten, nachdem erſt im
Jahre zuvor Heer und Marine erhebliche Anſprüche
ge=
ſtellt und bewillig, erhalten hatten. Aber die Sicherheit
unſerer Grenzen war noch nicht genügend gewährleiſtet,
und die Regierung ſah die Gefahr vor Augen, daß unſere
Wehrkraft einem Angriffe von zwei Fronten her nicht
mehr gewachſen ſei, ſie hielt es deshalb für eine dringende
Pflicht, das Heer zu verſtärken, ſeine Schlagfertigkeit zu
erhöhen und überhaupt ſeinen inneren Wert zu heben.
Die Erkenntnis dieſer Notwendigkeit war in weite Kreiſe
gedrungen, und wenn wir daran zurückdenken, daß früher
bei Erhöhungen der Friedenspräſenzſtärke die
bürger=
lichen Parteien ſich ſpalteten, ſo iſt die einmütige
Zuſtim=
mung, welche die jetzige Heeresvorlage erfuhr, um ſo
be=
bemerkenswerter. Mehr als alle Bedenken gegen die
Koſten wogen die nationalen Rückſichten, die für die
Re=
gierungsvorſchläge ſprachen, und die bürgerlichen
Par=
teien waren ſich der Bedeutung des Werkes, nicht minder
aber auch der Verantwortung für die Sicherheit des
Rei=
ches bewußt. Das war nötig, denn es gehörte viel
Pflicht=
gefühl und Selbſtverleugnung dazu, in einer Zeit, wo die
Tagung des Parlaments ſchon ziemlich weit
vorgeſchrit=
ten war, noch an eine ſo wichtige und vorausſichtlich
auch langwierige Aufgabe heranzutreten. Mußte doch
nicht nur die Wehrvorlage ſelbſt erledigt, ſondern auch die
weit heiklere Deckungsfrage gelöſt werden, welche, das
ſtand von vornherein ſeſt, die bürgerlichen Parteien nicht
einmütig ſehen würde.
Der Frühling hatte ſchon ſeinen Einzug gehalten, als
die Vorlagen dem Reichstage zugingen. War die
Zuſtim=
mung zum Wehrgeſetze auch von vornherein gewiß, ſo
wurden die Verhandlungen doch dadurch erſchwert, daß
die Parteien glaubten, die Gelegenheit benützen zu
müſ=
ſen, allerhand längſt gehegte Wünſche durchzuſetzen.
Ueberhaupt war bei der Erledigung der Wehrvorlage
von einer Hurraſtimmung keine Rede, ernſt und
gewiſſen=
haft hat der Reichstag die Vorſchläge der Regierung
ge=
prüft und den Rückſichten auf die finanzielle
Leiſtungs=
fähigkeit Rechnung getragen. Es gab keine Bewilligung
in Bauſch und Bogen, das deutſche Volk darf vielmehr
überzeugt ſein, daß ſeine Vertreter in alle Einzelheiten
der Vorlage eingedrungen ſind. Iſt doch die volle Zahl
der ſechs Kavallerie=Regimenter erſt in der letzten Sitzung
auf das dringende Erfordern der Regierung und
zahl=
reicher militäriſcher Fachleute bewilligt worden.
Schwieriger war, wie ſchon geſagt, die Löſung der
Deckunasfrage. Hier haben einzelne der Regierungsvor=
lagen eine völlige Umarbeitung erfahren, eine Menge von
Anträgen mußte geprüft werden, ehe man ſich einigte und
die finanzielle Seite der Wehrverſtärkung feſtlegte.
Ein=
zelne Beſchlüſſe, namentlich die Staffelung bei den
ein=
maligen Wehrbeiträgen und bei der
Vermögenszuwachs=
ſteuer, ſtießen in weiten Kreiſen auf Widerſpruch, aber
dieſem konnte keine Folge gegeben werden, wollte man
nicht die ganze Deckungsfrage gefährden. Das deutſche
Volk wird ſich mit der vom Reichstage beſchloſſenen
Auf=
bringung der Koſten abfinden müſſen und die Opfer in
der Erwägung gerne bringen, daß unſerer ſtarken Wehr
eine neue Garantie für die Erhaltung des Friedens iſt
und daß der letztere den weiteren wirtſchaftlichen
Auf=
ſchwung des Reiches gewährleiſtet. Verſöhnens wird
auch der Gedanke wirken, daß noch niemals in ſolchem
Maße die ſchwachen Schultern geſchont worden ſind wie
bei dieſer Wehrvorlage. Möchten ſich nun auch alle die in
ſie geſetzten Erwartungen erfüllen und möchte das
Deut=
ſche Reich jetzt ſtark genug ſein, jeden Angriff von außen
her abwehren zu können!
Preßſtimmen.
Die Voſſiſche Zeitung ſchreibt anläßlich der
Annahme der Heeres= und Deckungsvorlage durch den
Reichstag in einem „Nach der Entſcheidung” betitelten
Artikel: Mit gewaltiger Mehrheit hat der Reichstag eine
Verſtärlung der Wehrkraft bewiligt Lediglich die
So=
zialdemokraten, die Polen und die Elſäſſer ſtimmten
da=
gegen. Deutſchland, eingekeilt zwiſchen kriegsmächtigen
Staaten, muß ſtark ſein, um ſich zu behaupten und um
den Frieden zu erhalten. Darüber iſt kein Zweifel. In
dem Augenblick, wo Deutſchland ſchwach erſcheint, haben
wir den Krieg. Was die Wehrhaftigkeit bedeutet, haben
die Balkanereigniſſe jedermann vor Augen geführt. Daß
eine große Mehrheit dieſe Lehre beherzigt hat, wird
allenthalben Eindruck machen. Aber nicht geringeren
Ein=
druck muß die Tatſache machen, daß ſich auch für die
Auf=
bringung der Koſten in der Hauptfache eine große
Mehr=
heit zuſammengefunden hat. Im Dienſte einer großen
Sache haben alle Parteien Entſagung üben, auf
berech=
tigte Wünſche verzichten und gewichtige Bedenken
zurück=
ſtellen müſſen. Das hat auch die Regierung getan. nur die
Konſervativen beharrten bei ihrer vorgefaßten Meinung.
Sie haben Bülow geſtürzt, um der Erbanfallſteuer zu
ent=
gehen, ſie wären gern bereit, auch Herrn von Bethmann
Hollweg zur Strecke zu bringen, wenn ſie eine Mehrheit
zuſammengebracht hätten. Der ſchwarz=blaue Block iſt
geſprengt, die Herrſchaft der Konſervativen gebrochen.
Das Berliner Tageblatt ſchreibt: Verbürgt
das neue Heeresgeſetz weder den Frieden, noch zurzeit
was die Zahl anlangt — den Sieg, ſo ſchafft es doch im
Laufe der nächſten 16 Jahre einen um Millionen
kräftige=
ren Beurlaubtenſtand als unſerer weſtlicher Nachbar ihn
aufbringen kann. Herr von Bethmann Hollweg hat Heer=
und Deckungsvorlage zwar nicht, wie es die
Schwarz=
blauen wollten, von der großen Mehrheit, aber doch von
ſo impoſanten Mehrheiten bewilligt erhalten, wie ſie in
der Geſchichte aller deutſchen Rüſtungs= und Steuergeſetze
noch nicht zu verzeichnen geweſen ſind. Dient die
neu=
geſchaffene Rüſtung — was auch wir hoffen, was aber
erſt die Geſchichte aufweiſen muß — der Erhaltung des
Friedens, dann werden auch die neuen ſchweren Opfer
denen zum Vorteil gereichen, die ſie jetzt tragen müſſen.
Die Berliner Neueſten Nachrichten
ur=
teilen: Die Taktik der Konſervativen iſt falſch geweſen.
Sie ſtanden bei der Abſtimmung über die Deckung der
dauernden Ausgaben mit den Polen und Elſäſſern und
29 Gefolgleuten der Herren Herold und Graf Praſchma,
die ſich der Stimme enthielten, in der Oppoſition Mit
viel Vergnügen hat die Sozialdemokratie mitgewirkt, die
Steuer ſoll der Beſitz zahlen und darum ſagen die
Par=
teien, die den Beſitz bekämpften, ihr Ja und Amen.
Die Poſt ſagt: Daß es ſich bei dem Kampfe um die
Heeresvorlage nicht um eine Rüſtungstreiberei, wie die
Sozialdemokraten alauben machen möchten, gehandelt
hat. ſondern um die praktiſche Auswertung einer für
not=
wendig erkannten Forderung der europäiſchen Lage, das
erhellt gerade heute aus den erneuten Meldungen über
die Ereigniſſe auf dem Balkan. — Die Kreuzzeitung
ſchließt ihren Artikel, der überſchrieben iſt: „Der Nation
zum Heil?” mit dem Hinweis: Die linke Mehrheit des
Reichstages wollte poſitive Arbeit leiſten und dabei ſich
von niemanden ſtören laſſen. Sie rechnet darauf, daß.
wenn auch das ſachliche Ergebnis des Steuerkompromiſſes
Enttäuſchung erfahren, ſeine politiſcher Erfolg deſto mehr
geſchätzt werden würde. Ob dieſe Rechnung vom
partei=
politiſchen Standpunkt aus einwandfrei iſt, wird die
Zu=
kunſt lehren. — Die Deutſche Tageszeitung
ſchreibt: Die Regelung des Beſitzſteuergeſetzes bedeutet
eine Machterweiterung des Reiches und des Reichstages
gegenüber den Bundesſtaaten. Ein parlamentariſch
re=
giertes Deutſches Reich iſt völlig unmöglich und die
all=
mähliche Schwächung der Stellung der Rechte der
Einzel=
ſtaaten iſt eine Gefährdung des Reichsgedankens und der
Zukunſt des Reiches — Die Tägliche Rundſchau
erklärt: Mag das Kompromiß viele Unebenheiten
auf=
weiſen und namentlich der Wehrbeitrag eine wenig
er=
freuliche Geſtalt angenommen haben die Heeresvorlage
iſt doch rechtzeitig und würdig verabſchiedet worden und
auch die Löſung der Deckungsvorlage weiſt mehr Vorzige
als Mängel auf. Deswegen verdient die große und glück=
liche Arbeit des Reichstages mit Dank und Freude
ange=
nommen zu werden. — Die Berliner Morgenpoſt
meint: Wohl hat noch der Bundesrat ſeine Genehmigung
zu den Beſchlüſſen des Reichstages zu geben. Er wird ſie
ſicher nicht verweigern und ſie vermutlich ſchon in den
nächſten Tagen erteilen. Pir ſtehen als am Ende der
Wehrkämpfe. Der geſtrige Tag hat erneut die Iſolierung
der Rechten beſiegelt. Die Linke hat gewiſſe peinliche
Zu=
geſtändniſſe machen müſſen, aber in der Hauptſache hat ſie
geſiegt. Die Reichsregierung hat die Deckuna aus den
Händen einer Mehrheit entgegennehmen müſſen, deren
Hauptmaſſe die Linke ausmacht. — Der Berliner
Lokal=Anzeig,er ſagt: Weittragender noch als die
rein volkswirtſchaftliche Seite der Sache iſt
ſtaatsrecht=
liche Bedeutung des Kompromiſſes. Die Finanzhoheit
der Einzelſtaaten hat einen Stoß erhalten, der nicht
wie=
der gut zu machen ſein wird.
Die Preſſe des Auslandes.
Das Wiener Fremdenblatt bezeichnet die
Er=
ledigung ſämtlicher Heeresvorlagen durch den Reichstag
als eine gewaltige Leiſtung, welche dieſem ein bleibendes
Andenken in der Geſchichte des Reichstags ſichert
Jeden=
falls iſt es bezeichnend für die Größe der Auffaſſung. die
der Reichstag von ſeiner Verantwortlichkeit hatte, daß er
der prinzipiellen Notwendigkeit ſofort zugeſtimmt hat und
daß die Entſchloſſenheit, dieſe Verſtärkung durchzuführen,
ihn nicht daran gehindert hat, mit aller Gründlichteit in
die ſachliche Erörterung einzugehen und insbeſondere in
der Deckungsfrage alle Einwendungen und Vorſchläge
ge=
wiſſenhaft zu erwägen. Das Blat betont den entſchiedenen
Anteil, den der Reichskaneler an dem Erfolge der
deut=
ſchen Volksvertretung gehabt hat, und hebt hervor, daß
ſein mannhaftes Eintreten für die Wehrmacht und die
von dem ganzen Ernſte der Verantwortung und
großzügi=
ger ſtaatsmänniſcher Auffaſſung getragenen Ausführungen
ihm das Vertrauen der Oeffentlichkeit und des
Parla=
ments erwarben. Das Blatt ſchließt: Aus dem
Zuſam=
menarbeiten der Parteien und aus dem einigen
Zuſam=
menarbeiten des Reichskanzlers und des Reichstages, aus
dieſem bedeutenden Zuſammenklang von Regierung und
Volksvertretung iſt das große Werk erwachſen, das dem
Deutſchen Reiche eine ſtarke Wehrmacht und dem deutſchen
Volke einen ſtarken und ſicheren Frieden gibt.
Die Pariſer Preſſe erblickt in der endgültigen
Annahme der deutſchen Wehrvorlage ein überaus
bedeu=
tungsvolles Ereignis. Mehrfach wird die Langſamkeit,
weiche die franzöſiſche Kammer bei der Veratung des
Ge=
ſetzes über die dreijährige Dienſtzeit an den Tag legt, der
patriotiſchen Begeiſterung des Deutſchen Reichstages
ge=
genübergeſtellt So ſchreibt der Figaro in einem „Ein
Beiſpiel” betitelten Artikel: Alles iſt ſo gegangen. wie es
die deutſche Regierung wollte ſo raſch und ſo vollſtändig,
wie ſie es wünſchte. Der Reichstag hatte zuerſt Miene
gemacht, der Regierung eine Kleinigkeit abzufeilſchen; er
hat aber ſchließlich die ſechs Kavallerie=Regimenter
be=
willigt. Man begreift die Freude und den patriotiſchen
Stolz, die ſich dem Deutſchen Reichstag bemächtigten, als
dieſes denkwürdige Geſetz verwirklicht war. Der
Reichs=
kanzler hat ſich in paſſenden Sätzen, die wie ein
Triumph=
ſchrei klingen, zum Dolmetſch dieſer Gefühle gemacht und
was der Reichskanzler nicht ſagen konnte, das ſchreibt die
Kölniſche Zeitung: Viele hoffnungsvolle Wege öffnen ſich
uns in Aſien und Afrika. Die Tatkraft und
Geſchicklich=
keit, mit der wir dieſe neue Gelegenheit ergreifen werden,
werden zeigen, ob die außerordentlichen Opfer, die ſich
Deutſchland freiwillig auferlegt, nützlich waren oder nicht.”
Das iſt die tiefe Bedeutung dieſes Militärgeſetzes, das iſt
der Geiſt und die Hoffnung Deutſchlands am Tage nach
der Annahme dieſer Vorlage. Es iſt überflüſſig, hier auf
den ſo peinlichen Gegenſatz zwiſchen dem Reichstag und
dem Palais Bourbon hinzuweiſen. Auf der einen Seite
Entſchloſſenheit. Diſziplin und Opferwilligkeit, auf der
anderen die Tatſache, daß die Regierung und die
Mehr=
heit der Kammer durch ein Häuflein Demagogen im Schach
gehalten werden. Werden unſere Deputierten dieſe
Lek=
kion verſtehen, werden ſie endlich fühlen, daß das Land
in wachſender Verachtung die Ohnmacht des Parlaments
wahrnimmt?
Der Matin ſchreibt: Die geſtrige Abſtimmung bringt
die Friedensſtärke der deutſchen Armee auf 900 000 Mann.
Mit dieſer ſtändig geübten. gegen alle Fälle gewappneten
Armee befindet ſich Deutſchland im Zuſtande einer
ſtän=
digen Mobiliſation, die bei einem Konflikt ohne
Zuhilfe=
nahme ſeiner Reſerven ihm geſtattet, in ein fremdes Land
einzufallen. Bisher kann in keinem Staat ihm auch nur
annähernd eine derartige Militärmacht entgegengeſtellt
werden. — Eelgir: Die Regierung Wilhelms II. wird
nicht von dem Gedanken beherrſcht, unnütze und gefährliche
Konflikte aufzuſuchen, wohl aber. ihren Gegner ſo zu
be=
ſchäftigen und ihn in Verlegenheit zu ſetzen, daß die Bahn
frei iſt, auf der man mit vollen Segeln an die reichen
Ge=
ſtade des Orients fahren und eine erfolgreiche Aufteilung
des noch nicht koloniſierten Afrikas vornehmen kann. Wann
wird Frankreich dieſen Vorſprung einholen? Echo de
Paris: Am Ende der Sitzung ſchmetterte der
Reichskanz=
ler eine Friedensfanfare, als bereits die Worte: „Der
Krieg iſt auf dem Balkan ausgebrochen” das Haus
durch=
zitterten. Er ſprach vom Frieden in einer von Blitzen
durchzuckten Atmoſphäre Der Reichstag hat in ſeiner
kur=
zen zuſammenſaſſenden Energie ein ergreifendes Beiſpiel
gegeben. Er hat gezeigt daß hinter ihm ein Volk ſteht,
das zu allen Opfern für ſeine Zukunſt bereit iſt. Schon
wiederholt habe ich die Obpferwilligkeit betont, die mich
erregte und beunruhigte. Mit eigenen Augen habe ich in
der geſtrigen Sitzung den Willen des deutſchen Volkes
ge=
ſehen, ſich zu einem gewaltigen Schlage zuſammenzutun,
Achtung! Die Zeiten ſind ernſt!
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Inli 1913.
Nummer 152.
Die Veteranenbeihilfe.
* Zur Erhöhung der Beihilfen an Kriegsteilnehmer
hat der Bundesrat genehmigt, daß zur Ergänzung des
Etats zunächſt weitere vier Millionen Mark
im Etat der allgemeinen Finanzverwaltung (Kap. 91)
ein=
geſtellt werden. Dieſe Summe dürfte zur Erhöhung der
Beihilfen für unterſtützungsbedürftige Kriegsteilnehmer
vom 1. Oktober ds. Js. ab um den Betrag von 150 Mark
jährlich zunächſt bis zum Schluß des laufenden
Rechnungs=
jahres ausreichen. Sie iſt bereits auf die einzelnen
Bun=
desſtaaten zur Verteilung gelangt. Auf Preußen
entfal=
len 2,7 Millionen Mark, auf Bayern 470000 Mark, auf
Sachſen 180000 Mark und auf Württemberg 110000 Mark.
Weiter ſteht die Verabſchiedung von
Ausführungsbeſtim=
mungen des Bundesrats über die Anwendung der neuen
geſetzlichen Grundſätze über die Gewährung von
Beihil=
fen an Kriegsteilnehmer bevor. Man rechnet damit, daß
für die nächſten folgenden vollen Etatsjahre die Summe
von rund 8 Millionen Mark für die Erhöhung der
Bei=
hilfen eingeſtellt werden muß, da ſich zunächſt weitere
Kriegsteilnehmer melden, die ſich als beihilfebedürftig
herausſtellen und denen nach den neuen Grundſätzen
Bei=
hilfen gewährt werden. Unter Hinzurechnung der oben
erwähnten 4 Millionen Mark für die zweite Hälfte des
laufenden Rechnungsjahres würden im laufenden Etat im
ganzen 35 Millionen Mark für
Kriegs=
teilnehmer zur Verfügung ſtehen, und im
nächſtjäh=
rigen Etat dürften dann im ganzen 39 Millionen
für dieſe Zwecke zur Einſtellung gelangen. Es iſt
anzu=
nehmen, daß die Zahl der Veteranen und damit auch die
Höhe der eingeſtellten Summe erſt nach einigen Jahren
etwas zurückgehen wird. Außer der Erhöhung der
Bei=
hilfen der unterſtützungsbedürftigen Kriegsteilnehmer
durch 150 Mark jährlich werden auch den Witwen der
Beihilfeempfänger die Bezüge der Verſtorbenen
für die auf den Sterbemonat folgenden drei Monate
be=
llaſſen, und die Zahlung erfolgt im voraus in einer
Summe. Von weſentlicher Bedeutung iſt auch die
Be=
ſtimmung, daß die Beihilfen bei vorliegender, nicht
nur=
auf vorübergehender Urſache beruhender
Unterſtützungs=
bedürftigkeit unabhängig von dem Nachweiſe
der Erwerbsunfähigkeit gewährt
wer=
den, und daß bei der Prüfung der wirtſchaftlichen Lage
(Zuwendungen Dritter nur inſoweit zu berückſichtigen ſind
als ſie auf rechtlicher Verpflichtung beruhen. Man rechnet
Lamit, daß am 1. April 1914 von rund 346000
Kriegsteil=
nehmern, die in Anbetracht der Abgänge noch in Frage
kommen, 261000 oder etwa 75 v. H. die Beihilfen
be=
ziehen werden.
Deutſches Reich.
Die geſetzgeberiſche Arbeit des
Reichstages. Der Reichstag hat von Ende
Novem=
ber bis Ende Juni getagt. In dieſer Zeit hat er
haupt=
ſächlich zwei Aufgaben gelöſt, vor Oſtern hat er die
Haupt=
teile des neuen Etats beraten, deſſen Fertigſtellung
aller=
dings erſt mit vierwöchiger Verzögerung, Ende April,
möglich wurde. Die Arbeit zwiſchen Himmelfahrt bis
Ende Juni war der Wehrvorlage und den
Deckungsge=
ſetzen gewidmet. Mit großem Fleiße ſind in acht Wochen
trotz vieler Bedenken dieſe Vorlagen verabſchiedet
wor=
den, eine Hinausſchiebung in den Herbſt konnte vermieden
werden. Die ſonſtige geſetzgeberiſche Ausbeute iſt nur
gering und die Geſetze, die von den Kommiſſionen
vorbe=
raten ſind und die das Plenum erſt im nächſten Winter
beſchäftigen ſollen, haben wenig günſtige Ausſichten auf
glatte Annahme. Erledigt ſind außer dem Etat, der
Wehr=
vorlage, den Entwürfen über den Wehrbeitrag, über das
Reichsſtempelgeſetz und dem Beſitzſteuergeſetz als
wichtig=
ſter Entwurf das Reichs= und Staatsangehörigkeitsgeſetz,
die übrigen erledigten Vorlagen ſind von geringerer
Be=
deutung, ſo die Schutzgebietnovelle über die Rechtsfähig=
keit kolonialer Vereine, der Entwurf über die
Entſchädi=
gung der Schöffen und Geſchworenen, die Aenderung des
Wahlreglements (Wahlurnen einheitlicher Art), der
Ent=
wurf über die Zollerleichterung bei der Fleiſcheinfuhr, die
Uebereinkunft zum Schutze des gewerblichen Eigentums,
das Abkommen über ein einheitliches Weltwechſelrecht,
ein Entwurf über die Aenderung von
Reichstagswahl=
kreiſen, Nachtragsetats, der Entwurf über den
Unter=
ſtützungswohnſitz in Bayern und einige andere kleine
Ge=
ſetze. Unerledigt ſind bisher geblieben: das
Poſtſcheck=
geſetz, das Petroleummonopolgeſetz, der Entwurf über die
Jugendgerichte, das Konkurrenzklauſelgeſetz (von den
Kommiſſionen vorberaten), ferner das neu vorgelegte
Spionagegeſetz, das noch gar nicht beraten iſt, und das
Literaturabkommen mit Rußland, ſowie drei kleine
Ge=
ſetze. Abgelehnt wurde von der Kommiſſion das
Kinder=
ſaugflaſchengeſetz. Außer den Regierungsvorlagen
wur=
den noch einige Interpellationen (Fleiſchteuerung,
Wagen=
mangel in Rheinland=Weſtfalen, reichsländiſche
Diktatur=
geſetze), wenige Anträge (u. a. Jeſuitengeſetzaufhebung)
Petitionsberichte beſprochen. Von den 79 kleinen
Anfra=
gen wurden 78 beantwortet. 11 Wahlprüfungsberichte
blieben unerledigt.
Die Petitionskommiſſion des
Reichstages hat Bericht erſtattet über die Beratung
der Petitionen über die Aenderung des Reblausgeſetzes
und erſucht den Reichskanzler, bei den Einzelſtaaten wegen
Abänderung der angefochtenen Ausführungsbeſtimmungen
vorſtellig zu werden. Die Wünſche der Petenten gehen
dahin, den Bekämpfungsdienſt anders zu regeln, da die
bisherige Praxis große Mängel hat. Eine Kommiſſion
wird demnächſt zuſammentreten, um die Wünſche zu
prü=
fen und der Regierung Abänderungsvorſchläge zu machen.
— Zur Annahme der Wehrvorlage. Als
Folge der Annahme der Wehrvorlage durch den Reichstag
erwartet man verſchiedene, bisher aufgeſchobene
Verän=
derungen und Verſchiebungen in den hohen und höchſten
militäriſchen Kreiſen. Dem Kriegsminiſter ſei eine
be=
ſonders hohe Ernennung zugedacht.
— Konferenz über Staatsbahnen. Im
preußiſchen Miniſterium der öffentlichen Arbeiten hat am
27. und 28. Juni dieſes Jahres eine Sitzung der deutſchen
Bundesregierungen mit Staatsbahnbeſitz ſtattgefunden.
Es war dies die erſte der regelmäßig wiederkehrenden
Sitzungen, die nach einer unter den Bundesregierungen
getroffenen Vereinbarung von Zeit zu Zeit ſtattfinden
ſol=
len, um eine möglichſt enge Fühlung in allen das
Eiſen=
bahnweſen betreffenden Fragen herbeizuführen. In der
Sitzung ſind Leitſätze für die Beratungen auf dieſen
Kon=
ferenzen vereinbart worden, nach denen dort allgemeine
Fragen aller Art zur Sprache gebracht werden können,
die das Verhältnis der Eiſenbahnen untereinander oder
zur Oeffentlichkeit betreffen. Von den übrigen
Verhand=
lungsgegenſtänden ſeien hervorgehoben die Durchſicht und
Fortbildung der Vereinbarungen vom Jahre 1905 über
die Verkehrsleitung im Güterverkehr, ſowie die
grund=
ſätzliche Einigung über ein ganz Deutſchland umfaſſendes
Fahrdienſtübereinkommen, nach dem die Leiſtungen der
Betriebsmittel und Perſonale unter den deutſchen Bahnen
nach einheitlichen Grundſätzen ausgeglichen werden ſollen.
Die nächſte Sitzung wird vorausſichtlich ſchon im Herbſt
ſtattfinden.
Ausland.
Frankreich.
Die Beratung der Militärvorlage. Die
Kammer ſetzte die Beeatung der Militärvorlage fort.
Der Deputierte Molle erklärte, in jeder Hinſicht
An=
hänger des Gegenentwurfs Augagneur zu ſein, wobei der
Redner namentlich die regionale Rekrutierung für
wert=
voll hielt. Dann verteidigte Augagneur von neuem
ſei=
nen Gegenentwurf und verſuchte die Ziffern des Generals
Legrand zu widerlegen. Redner beſtand auf Erſetzung
der Militärhandwerker und der ſonſtigen Beſchäftigten
durch Zivilperſonen, die im Falle der Mobiliſierung die
Beſchäftigung beibehalten würden. Darauf wurde di
Beratung geſchloſſen und zur Abſtimmung über den Geger
entwurf Augagneur geſchritten. Er wurde mit 339 gege
214 Stimmen abgelehnt. Der Abgeordnete Painlevé ver
teidigte ſeinen Gegenantrag, wodurch die Jahresklaſſe
im Jahre der Aushebung vom 20. Jahre an eingeſtel
werden ſollen. Vorübergehend ſolle 1913 mit der jet
1912 genannten Jahresklaſſe eine Hälfte der Jahres
klaſſe 1913, mit der Klaſſe 1914, die andere Hälfte deſ
Jahresklaſſe 1913 eingeſtellt werden. Der Gegenentwur
hält die zweijährige Dienſtzeit aufrecht und ſieht eine
En=
ſetzung von gewiſſen Militärbeamten durch Ziviliſten vo:
Painlevé rechnet darauf, ſo 120000 Mann mehr einſtelle
zu können. Painlevé glaubte, daß ſein Syſtem in der
Jahren 1914/1915 eine ausreichende Rekrutierung ergeb
um den deutſchen Heeresverſtärkungen gewachſen zu ſeint
Nach 1916 würde die Aushebung der Araber in
Senega=
die Lücken ausfüllen. Painlevé ſchätzt das eventuell
jährliche arabiſche Kontingent auf 12000 Mann. De=
Kriegsminiſter unterbrach den Redner und ſagte, daß dieſ
Schätzung ein wenig kühn ſei. Meſſimy hält es für mög
lich algeriſche Kolonialtruppen zur Ausübung des
Poli=
zeidienſtes in Nordafrika zu bilden und ſo zu ermöglichen
die 80000 Mann, die das Mutterland dorthin entſandte
zurückzurufen. Painlevé ſchloß mit der Aeußerung, da
ſein Gegenentwurf die Diſziplin wiederherſtellen würdee
(Beifall auf der äußerſten Linken und verſchiedenen
Bän=
ken der Rechten.) Berichterſtatter Paté erklärte, die
Frag=
der Einſtellung der Zwanzigjährigen ſei vorbehalten
(Bewegung auf der Rechten und äußerſten Rechten.) Der
Berichterſtatter bekämpfte den Gegenentwurf, dem er vor
warf, daß er nur von vorübergehender Wirkung ſein und
im Oktober nur 615000 ſtatt 712000 Mann ſtellen
werde=
die Frankreich brauche. Er erinnerte ferner daran, daſ
die Kammer die zweijährige Dienſtzeit ablehnte, die der
Gegenentwurf aufrechterhalte. (Beiſall im Zentrum und
auf verſchiedenen Bänken.) Dann wurde der
Gegenent=
wurf Painlevé mit 323 gegen 233 Stimmen abgelehnt.
Die Ausgaben für Marokko. Der
Finanz=
miniſter Dumont erklärte im Budgetausſchuß der
Kam=
mer, daß er die diesjährigen Ausgaben für Marokko im
Betrage von 208 Millionen Francs mit dem Ueberſchuf
der indirekten Steuern des erſten Halbjahres 1913, ſowie
durch Ausgabe kurzfriſtiger Obligationen zu decken
be=
abſichtige.
Spanien.
Einſtellung der militäriſchen Unter
nehmungen in Marokko. Nach einer
Blättermel=
dung aus Madrid ſoll die Regierung beſchloſſen haben
während des Sommers alle umfaſſenden militäriſchen
Unternehmungen in Marokko einzuſtellen und ſich mit der
Verteidigung der beſetzten Gebiete zu begnügen. Die
Re=
gierung ſoll auch Beſprechungen mit Raiſuli angeknüpf
haben und hoffen, zu einer günſtigen Löſung zu gelangen
Portugal.
Ein Handelsvertrag zwiſchen
Braſi=
lien und Portugal in Sicht. Es wird gemeldet
daß der portugieſiſche Miniſterpräſident Dr. Alfonſo Coſtel
die Abſicht habe, demnächſt eine Reiſe nach Braſilien zu
unternehmen. Der Zweck der Reiſe ſoll die Anknüpfung
enger politiſcher und ökonomiſcher Beziehungen zwiſchen
den beiden Ländern portugieſiſcher Zunge ſein. Die
bei=
derſeitigen Geſandtſchaften ſollen zu Botſchaften erhoben
werden. Die Frage der portugieſiſchen Auswanderung
nach Braſilien ſoll geregelt und ein Handelsvertrag
zwi=
ſchen beiden Republiken abgeſchloſſen werden. Angeblich
ſoll dieſer in Ausſicht genommene Handelsvertrag
Beſtim=
mungen enthalten, welche die Errichtung eines Freihafens
für braſilianiſche Waren in Liſſabon, eine direkte
Dampfer=
linie zwiſchen Portugal und Braſilien und die Errichtung
einer Kohlenſtation für braſilianiſche Schiffe auf den
Azoren vorſehen. Man ſagt ſchließlich, daß der
braſiliani=
ſche Miniſter des Auswärtigen auf ſeiner Rückreiſe von
den Vereinigten Staaten an Bord des braſilianiſchen
Panzerſchiffes „Minas Gereges” die Azoren beſuchen
werde. Eine amtliche Beſtätigung dieſer Nachricht
liegt=
nicht vor.
Das Budget. In der Kammerſitzung
berichtete=
der Finanzminiſter über das Budget, aus welchem
her=
vorgeht, daß die Einnahme einen Ueberſchuß von 967
Con=
tos ergeben, von dem 559 Contos zur Wiederherſtellung
Aus der eiſernen Zeit:
Was Karl Auguſt und ſein
Land erduldeten.
CD Kein deutſcher Fürſt befand ſich in der erſten Hälfte
des Jahres 1813 in einer ſo quälenden und furchtbaren
Lage als Karl Auguſt von Weimar, denn die Umſtände
zwangen dieſen grimmigen Franzoſenhaſſer und
enthuſia=
ſtiſchen Preußenfreund, ſich dem Franzoſenkaiſer demütig
zu unterwerfen. Stand doch die Exiſtenz ſeines Landes
auf dem Spiel, und um von ſeinen Untertanen das Aergſte
abzuwenden, mußte der ſtarke Mann ſeinen Ingrimm tief
in der Bruſt verſchließen. In die Seelenſtimmung des
Herzogs und in die Not ſeines Staates führt uns auf
Grund umfaſſender Archivſtudien und neuen Materials
ein Aufſatz ein, den Hermann Freiherr von Egloffſtein im
neueſten Heft der Deutſchen Rundſchau veröffentlicht.
Im April 1813 hatten ſich die ſeit langem am
Hori=
zont drohenden Wolken zu einem furchtbaren Ungewitter
zuſammengezogen. Die Gefangennahme eines
weimari=
ſchen Bataillons durch preußiſche Huſaren und Jäger die
die Weimaraner wie eine Befreiung von dem
unerträg=
lichen Druck der Fremdherrſchaft empfanden, ein
aufge=
fangener Brief des Kammerherrn von Spiegel an den
Ge=
heimrat Voigt, hinter dem die Franzoſen eine
Verſchwör=
ung witterten, und manches andere hatten den Zorn des
Kaiſers immer höher ſteigen laſſen. Karl Auguſt war in
höchſter Not und gab ſeinen bangen Zweifeln offenen
Aus=
druck in einem aus dem Weimarer Staatsarchiv hier
ver=
öffentlichten Brief an den franzöſiſchen Geſandten St.
Aignan, zu dem er vollſtes Vertrauen hatte. „Ich ſchreibe
Ihnen,” bekennt der Herzog, „wie einem Freunde und vor
allem einem aufgeklärten Freunde, ich bitte um Ihren
Rat und gebe Ihnen Vollmacht, nach Gutdünken zu
han=
deln.” Er weiß nicht, wen er an den Kaiſer ſchicken ſoll,
um ihn zu beſänftigen. „O Gott, mein guter Gott! Was
für Sorgen in dieſer Welt!” ruſt er tief bekümmert aus.
„Meiner Treu, ich zerbreche mir den Kopf, um jemanden
dafür Geeigneten zu finden, und je mehr ich grüble, deſto
mehr werde ich mir der entſetzlichen Hilfloſigkeit meiner
Lage bewußt. Diejenigen, die ihrem Range nach etwa
n Betracht kämen, ſind für eine ſolche Sendung nicht
ge=
eignet, und diejenigen in entſprechender Stellung, die
ge=
wählt werden könnten, ſind in Weimar unenbehrlich
an=
geſichts der auf dieſer unglücklichen Stadt ruhenden
ſchwe=
ren Laſten. 10000 Mann ſoll ſie ernähren und verfügt
nicht über 12 Dörfer die ihr beiſtehen können.” „Mir dreht
ſich der Kopf,” ſo ſchließt der franzöſiſch geſchriebene Brief,
„und wenn ich Dummheiten ſchreibe, ſo verzeihen Sie mir:
dieſer höchſt elende Frühling zieht alle Verhältniſſe in
Mit=
leidenſchaft.”
Das ſchreckliche Gewitter, das Karl Auguſt von
Napo=
leons Zorn fürchtete, wurde durch die Geiſtesgegenwart
eines beherzten Mannes, des Kanzlers von Müller, der in
einer denkwürdigen Unterredung den Korſen umzuſtimmen
wußte, noch einmal glücklich abgewendet. Ja, bei der
Durchreiſe Napoleons durch Weimar lächelte ſogar dem
Herzog die kaiſerliche Huld. Aber an der traurigen Lage
des Herzogs wurde damit nicht das Allergeringſte
ge=
ändert. In den demütigſten Ausdrücken mußte er ſich an
den Kaiſer wenden, ſo in dem Glückwunſchſchreiben zum
Siege bei Bautzen, in dem es heißt: „Da mein heißes
Flehen für das Wohlergehen Ew. Majeſtät erhört worden
iſt, preiſe ich dafür die göttliche Gnade und lege Ihnen,
Sire, meine untertänigſten Glückwünſche zu Füßen. Mögen
Ew. Kaiſerliche und Königliche Majeſtät den Ausfluß
meiner tiefen Unterwerfung und einer unwandelbaren
Anhänglichkeit, die ich Ew. Majeſtät geweiht habe mit
Herablaſſung entgegennehmen.” Warum der Herzog dieſe
ihn tief erniedrigenden Worte fand, geht aus dem Auftrag
hervor, den er ſeinem Abgeſandten zugleich mit dem
Schrei=
ben mitgab. Er empfahl dem Kaiſer „untertänigſt” das
Wohl des weimariſchen Landes das „einer Laſt erliegt
die durch einige Aenderungen in den Heerſtraßen leicht
ge=
lindert werden könnte.”
Die Anſprüche, die von den Franzoſen an Weimar
ge=
ſtellt wurden ſchienen darauf berechnet, das kleine Land
von 34 Geviertmeilen und knapp 120000 Einwohnern
zu Grunde zu richten. Nicht enden wollten die Durchzüge
der Napoleoniſchen Truppen. „In einem Vierteljahr
haben wir 600000 Mann beköſtigt und ich weiß nicht, wie=
viel Pferde,” ſchreibt am 13. Juni 1813 der greiſe
Miniſter=
von Voigt. Und immer mehr forderten die Franzoſen.
Für den Unterhalt der großen Armee verlangte der
Gene=
ralintendant Daru um die Mitte des Juni: 200000 Pfund=
Fleiſch, 100000 Rationen Zwiebackbrot, ebenſo viel Zwie=, 10000 Zentner Mehl und 200000 Scheffel Hafer.
Und dabei konnten die Weimarer Landesbehörden mit=
Mühe und Not nicht mehr als 11000 Scheffel Hafer
auf=
bringen. Dazu kamen die Forderungen für den
Ausbau=
der Erfurter Feſtungswerke: 15341 Baumſtämme täglich
153 Laſtwagen und 1904 Schanzarbeiter. Unter
Androh=
ung der ſtrengſten Mittel forderten die Bevollmächtigten
des Kaiſers die Erfüllung ihrer ungeheuerlichen Anſprüche.
„Es iſt gleichſam, als ob uns die Laſt des Augenblicks
er=
drücken ſolle,” ſchreibt der Präſident von Fritſch an den
Herzog. „Die geringen Vorräte des Landes decken
nicht=
das Bedürfnis der Einwohner, noch der
durchmarſchieren=
den Truppen. . . In dieſen Tagen, kann Ew.
Durchlaucht=
ich unterthänigſt verſichern, befinde ich mich in einem
im=
merwährenden Fieber wo der Paroxysmus eintritt, wie
die zur Exekution gleichſam eingelegten Commiſſarien,
nämlich der franzöſiſche Commiſſaire des guerres und der
Officier vom Genie Corps, welche la rentré de la
requi=
ſition beobachten ſollen, zweymal täglich mein Zimmer
einnehmen. Soeben tritt abermals ein Employé bey mir
ein, von Gr. Daru beauftragt, nach den Verſemens zu
fragen.”
Einen Einblick in die Not der napoleoniſchen Armee
gewähren übrigens die Mitteilungen eines Unparteiiſchen,
des ſächſiſchen Finanzrates von Wagner, „daß in der
Ge=
gend von Reichenbach und Bautzen an 30 Dörfer ohne
An=
bau und ohne Bewohner wären; alles ſei abgebrannt,
aus=
geplündert, zertreten, niedergeriſſen, ſelbſt die
Sommer=
ſaat abfouragiert.‟ Da die Franzoſen ſelbſt Hunger litten,
ſo war die Härte gegen Weimar begreiflich. Zwar
ent=
ſchloß ſich Karl Auguſt am 3. Juli noch einmal durch ſeinen
Abgeſandten Wolfskeel dringliche Vorſtellungen bei Daru
zu erheben. Aber auch die flehentlichen Bitten, mit denen
Wolfskeel den franzöſiſchen Intendanten beſtürmte
fruch=
teten nichts. „An den einmal geregelten Requiſitionen
läßt ſich nichts ändern,” erklärte Daru trocken.
Nummer 152.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Juli 1913.
Seite 3.
der Flotte verwendet werden ſollen. Der Bericht wurde
von der Mehrheit lebhafte begrüßt, ſeitens der Oppoſition
rief er feindliche Kundgebungen hervor, ſo daß der
Prä=
ſident ſich gezwungen ſah, die Sitzung aufzuheben.
England.
Asquith amtsmüde. Gerüchten von ſeiner
Amtsmüdigkeit hat der engliſche Premierminiſter Asquith
durch eine Rede im Reformklub ſelbſt erneut Nahrung
gegeben. Er deutete darin an, daß die jüngſte Kriſis, die
ſeine Partei überſtanden habe, ihm viele ſchwere Sorgen
bereite und nicht ohne Einfluß auf ſein Befinden geblieben
ſei. Selbſt in den Kreiſen ſolcher ſeiner Anhänger, die
un=
gern einen Wechſel im Kabinett ſehen würden, bricht ſich
die Anſicht Bahn, daß Mr. Asquith ſich gerne zurückzöge,
wenn er nur den richtigen Nachfolger finden könnte. Lloyd
George, der früher öfter genannt wurde, iſt durch die
Marconiſkandale vorläufig kaltgeſtellt worden. Sir
Ed=
ward Grey erſcheint der Partei ſowohl als Asquith im
Auswärtigen Amt gegenwärtig ganz unentbehrlich. Ueber
Winſton Churchill wird zwar nicht mehr als den „
klei=
inen Nelſon” geſpöttelt, aber als den Steuermann im
Staatsſchiff kann man ihn ſich doch nicht denken. Von
den anderen Miniſtern kommt keiner als Mr. Asquiths
Nachfolger in Betracht. Der Premierminiſter wird
des=
halb wohl nicht umhin können, ſich noch einige Monate
länger für das Wohl ſeiner Partei zu opfern, bis die
innere Politik ſich ein wenig geklärt hat.
* Graf Kanitz †. Der Reichstagsabgeordnete Graf
von Kanitz iſt am Montag geſtorben. Hans Wilhelm
Alexander Graf von Kanitz war eines der älteſten
Mit=
glieder des Reichstags. Schon 1869—70 Mitglied des
Norddeutſchen Reichstags, gehörte er ihm ununterbrochen
ſeit dem Jahre 1889 als Vertreter des Wahlkreiſes Ragnit=
Pilkallen an. Er war 1841 geboren, ergriff erſt die
Ver=
waltungslaufbahn und war 1869—77 Landrat des Kreiſes
Sprottau. Dann übernahm er nach dem Tode ſeines
Va=
ters das Majorat Mednicken und Podangen. Mit dem
Grafen von Kanitz hat die deutſchkonſervative Partei einen
ihrer älteſten und tüchtigſten Parlamentarier verloren. In
den neunziger Jahren iſt ſein Name beſonders bekannt
ge=
worden durch den von ihm wiederholt eingebrachten und
nach ihm benannten „Antrag Kanitz” der eine ſtaatliche
Regelung der Getreidepreiſe bezweckte und nichts
Gerin=
geres forderte, als daß in Zukunft der Ein= und Verkauf
des zum Verbrauch im deutſchen Zollgebiet beſtimmten
hausländiſchen Getreides ausſchließlich für Rechnung des
Reiches erfolge. Dieſer Antrag wurde am 17. Januar 1896
abgelehnt.
* Wien, 1. Juli. Das Neue Wiener Tagblatt ſchreibt
anläßlich des Beſuches des italieniſchen
Kö=
nigspaares in Kiel: „Wir in Wien und unſere
Freunde in Berlin und Rom ſenden der Hafenſtadt des
Deutſchen Reiches, die ſich zu einem ſo impoſanten
Kriegs=
hafen entwickelt hat, herzliche Grüße. Wir freuenduns eines
Vorkommniſſes, das uns als eine ſchöne
Selbſtverſtänd=
lichkeit erſcheint und als etwas ganz Natürliches,
begrün=
det in dem familiären Charakter der Beziehungen
zwi=
iſchen den Herrſchern der Staaten, welche den Dreibund
bilden. Die Anweſenheit des Miniſters des Aeußern
Mar=
cheſe di San Giuliano und des deutſchen Reichskanzlers
macht die Entrevue zu einer neuen Manifeſtation der
Einigkeit und der Kraft des Dreibundes. Wenn irgend
zwei Teile der Allianz beiſammen ſind, iſt die dritte ſtets
im Geiſte mit anweſend, in Kiel alſo die habsburgiſche
Monarchie. Feſtgefügt — ſo betont das Blatt — iſt der
Dreibund; ſein ſtolzes Ziel iſt die Erhaltung des
Frie=
dens! Das Blatt verweiſt ſchließlich auf das Schlußwort
des Reichskanzlers im geſtriaen Reichstag, in dem er die
feierliche Verſicherung gegeben hat, daß die Militärvorlage
nur dem Frieden und deſſen Erhaltung diene. Das ſei
ein prächtiger Prolog zu der Entrevue in Kiel.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 2. Juli.
Ausbau der Straßenbahn Darmſtadt-Eberſtadt.
D Nachdem der Aufſichtsrat der Heag in der Sitzung
vom 3. Juni die Mittel von 600 000 Mark für den Ausbau
der Straßenbahn, Verlängerung der jetzigen elektriſchen
Bahn, und zwar von Landskronſtraße bis zum
ſüdlichen Friedhof Eberſtadt, der Direktion zur
Verfügung geſtellt hat, ſind die erforderlichen Materialien
unter Beſchleunigung beſtellt worden. Die
Herſtellung des Bahnkörpers für das zweite Gleis wird
bereits in den nächſten Tagen in Angriff genommen. Die
Schienenlieferung iſt von den betreffenden Hüttenwerken
auf Ende Juli, Anfang Auguſt zugeſprochen, und die
be=
reits im November v. J. beſtellten Trieb= und
Anhänge=
wagen ſollen im Laufe des Monats Juli und Auguſt zur
Anlieferung gelangen. Schwierigkeiten bietet nur die
Be=
ſchaffung von Rillenſchienen, welche durch den Ort
Eber=
ſtadt zur Verlegung kommen.
Der Ausbau der Strecke Darmſtadt-
Eberſtadt bis zur Ortseinfahrt in
Eber=
ſtadt kann daher derart gefördert
wer=
den, wenn die vorhandenen
Telegraphen=
leitungen entfernt worden ſind, daß bis
zum Winterfahrplan, am 1. Oktober, die
Linie dem Betrieb übergeben wird.
Wann die Strecke durch den Ort Eberſtadt fertiggeſtellt
ſein wird, läßt ſich jedoch heute noch nicht mit Sicherheit
beſtimmen.
* Vom Hofe. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog empfingen Montag vormittag 10 Uhr im
Jagdſchloß Wolfsgarten den Forſtmeiſter Schäfer aus
Mönchbruch, ſowie den Pfarrer Hartmann und
Bürger=
meiſter Anthes aus Egelsbach. (Darmſt. Ztg.)
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Ober=Briefträger Georg
Rettig in Darmſtadt und dem Briefträger Leonhard
Emig in Bensheim das Allgemeine Ehrenzeichen mit
der Inſchrift „Für langjährige treue Dienſte” verliehen.
* Vom Oberverwaltungsgerichtshof. Se. Königl.
Hoheit der Großherzog haben den Vorſtand des
Polizeiamts Darmſtadt, Regierungsrat Heinrich Gennes,
für die Dauer des dermalen von ihm bekleideten Amtes
zum Mitglied des Verwaltungsgerichtshofs ernannt.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der
Finanz=
amtsgehilfe Adolf Treſer zu Oppenheim auf ſein
Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner langjährigen treu
geleiſteten Dienſte, vom 1. Auguſt d. J. an.
* Militärdienſtnachrichten. Franke, Gen.=Major
und Kommandeur der 50. Inf.=Brig. (2. Großh. Heſſ.), mit
Wahrnehmung der Geſchäfte des Feldzeugmeiſters
beauf=
tragt. Frhr. v. Speßhardt, Oberſt und
Komman=
deur des 4. Niederſchl. Inf.=Regts. Nr. 51, unter
Er=
nennung zum Kommandeur der 50. Inf.=Brig. (2. Großh.
Heſſ.), v. Behr, Oberſt, beauftragt mit der Führung
der 32. Inf.=Brig., unter Ernennung zum Kommandeur
dieſer Brig., — zu Gen.=Majoren befördert.
nn. Strafkammer. In der geſtrigen Strafkammerſitzung
vurde in vierſtündiger Verhandlung unter Ausſchluß der
Oeffentlichkeit über eine unſaubere Geſchichte verhandelt.
Angeklagt waren der 42jährige Kanalarbeiter Ludwig
Bauer gebürtig aus Erfelden, und deſſen Ehefrau
Sophie Bauer, geboren zu Nieder=Ramſtadt, beide
wohn=
haft in Darmſtadt am Schillerplatz. Sie ſind
angeſchul=
digt, in den Jahren 1911 und 1912 der Unzucht in
größe=
rem Maße Vorſchub geleiſtet zu haben. Die Verteidigung
lag in den Händen des Rechtsanwalts Dr. Fulda. Zu der
Verhandlung, die nicht öffentlich war, ſind ungefähr zehn
junge Mädchen von 18—20 Jahren geladen. Das Urteil
lautete gegen die Ehefrau Sophie Bauer auf 6 Monate
Gefängnis und Tragung der Gerichtskoſten. Der
Ehe=
mann wurde von Strafe und Koſten freigeſprochen. — In
der Nachmittagsſitzung wurde über eine Berufungsſache
gegen den Franz Pfeffel von Bobſtadt wegen
Körper=
verletzung verhandelt. Der Angeklagte war wegen einer
Meſſerſtecherei zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt, was
ihm zu hoch ſchien. In geſtriger Verhandlung, bei der
Juſtizrat Dr. Oſann die Verteidigung führte, nahm=der
Angeklagte nach Lage der Sache die eingelegte Berufung
zurück.
* Kunſtverein. Die Kollektion Oßwald erfreut ſich
nach wie vor der Gunſt des Publikums; über
Be=
gabung wie Leiſtung des Künſtlers herrſcht nur eine
Stimme. Drei Bilder im Werte von 600, 600 und 700 Mk.
vurden letzthin verkauft. Hoffentlich hält auch die letzte
Woche — der Schluß erfolgt am 6. Juli —, was
Schön=
heit und Gediegenheit dieſer letzten Ausſtellung der
Saiſon allen Beteiligten zu verſprechen ſchien.
C. Infolge der neuen Bahnanlagen iſt bekanntlich
der von der Pallaswieſenſtraße ausgehende Sensfel=
derweg, der durch den Walddiſtrikt Täubcheshöhle,
zwiſchen Gräfenhauſen und Wixhauſen hindurch nach
Erz=
hauſen führt, zwiſchen Pallaswieſenſtraße und
Täubches=
höhle von mehreren Bahnlinien durchſchnitten worden,
ohne daß man Uebergänge geſchaffen hat. Neuerdings iſt
nun von der Frankfurter Straße aus, einige Schritte
jen=
ſeits des Nordbahnhofes, ein fahrbarer Weg geſchaffen
worden, der in weſtlicher Richtung nach dem alten Damm
der Main=Neckarbahn hinzieht und kurz vor deſſen
Er=
reichung in den Sensfelderweg einmündet. Zugleich iſt
der an der Südſeite der Merckſchen Fabrik hinführende
alte Verbindungsweg geſchloſſen worden.
* Darmſtädter Turnerſchaft. An dem
Probe=
turnen für das deutſche Turnfeſt in Leipzig, das
heute abend im großen Turnſaale der Turngemeinde am
Woogsplatz ſtattfindet, beteiligen ſich über 200 aktive
Turner und Turnerinnen. Die Uebungen beginnen um
8½ Uhr. Alle Mitglieder und Turnfreunde ſind hierzu
herzlichſt eingeladen.
* Pfalztour des Odenwaldklubs. Die Ortsgruppe
Darmſtadt hat es ſich von jeher zum Ziel geſetzt, ihre
reuen Wandergenoſſen und Freunde einmal im Jahre
außerhalb des eigentlichen Klubgebietes, des
Oden=
waldes, zu führen; es wurde diesmal die an zahlreichen
Naturſchönheiten herrliche Pfalz gewählt. Die Tour am
6. Juli führt nur in einen der ſchönſten Teile des
Pfäl=
zerwaldes, nach der Kropsburg und nach der 673 Meter
hohen Kalmit. Allerdings heißt es diesmal zeitig
auf=
ſtehen, denn ſchon um 4.15 Uhr führt die Bahn die
Teilnehmer nach Mannheim. Von hier geht es zu Fuß nach
Ludwigshafen, wo ſich die Wanderer im Bahnhofs=
Reſtaurant an einer guten Taſſe Kaffee ſtärken können.
Für Extrawagen iſt geſorgt und der Sonntagszug bringt
die Klubfreunde nach Edenkoben, wo die Wanderung
be=
ginnt. An herrlichen Weinbergen vorüber führt der Weg
hinauf nach dem Franzoſen=Denkmal, mit hübſchen
Aus=
blicken nach der Rietburg, St. Annakapelle, hinüber nach
Landau. Bei ganz klarem Wetter iſt ſogar Straßburg
ſichtbar. Alsdann wird das prächtige Sieges= und
Frie=
densdenkmal erreicht. Nach kurzer Raſt geht es weiter;
ſchon von ferne grüßt die Wanderer das erſte Ziel: die
Kropsburg. Hier iſt fünfviertelſtündiger Aufenthalt
vor=
geſehen. Der zweite Teil geht nun auf ſchönen Wegen
aufwärts nach der Kalmit. Durch prächtigen Wald
er=
reicht man den Höhenweg mit ſeinen lohnenden
Aus=
blicken nach St. Martin und Edenkoben. Am
hochinter=
eſſanten „Felſen” vorüber gelangt man nun auf die
Kal=
mit, den zweithöchſten Berg der Pfalz. Auf ſeiner
Hoch=
fläche iſt ein ſteinerner Turm erbaut, von deſſen
Platt=
form aus man eine entzückende Ausſicht nach dem
Don=
nersberg, über die ganze Haardt und über die Rheinebene
von Darmſtadt bis nach Straßburg hat. Die
Ludwigs=
hafener Hütte lädt alsdann zur kleinen Ruhepauſe ein.
Noch ein zweiſtündiger Marſch führt dann abwärts durch
das romantiſche Schöntal, am Kurhaus Königsmühle
vorüber nach dem Endziel: Neuſtadt a. d. H. Hier
er=
wartet die Wanderer ein kräftiges Mahl, und die
treff=
lichen Pfälzer Weine dürften auch ihre Liebhaber finden.
Mitglieder des Pfälzerwaldvereins haben ihren Beſuch
angekündigt, und es wird ſich wohl alsbald ein echt
touriſtiſcher Frohſinn entwickeln. Die Tour iſt in keiner
Weiſe anſtrengend, da durchweg ein angenehmes Tempo
innegehalten wird, um die Eindrücke voll und ganz äuf
ſich wirken zu laſſen. Gebeten wird noch, die Tiſchkarten
im voraus bei Herrn Bergmann zu löſen, auch den
Be=
trag der Fahrkarte Ludwigshafen-Edenkoben, 80 Pfg.,
zu entrichten. Freitag abend findet Bierabend in der
Brauerei „Zur Krone” ſtatt; dort ſind die Führer zur
näheren Auskunft gerne bereit.
* Die Wetterfeſten. Sonntag, den 6. Juli, findet
die 8. Wanderuna ſtatt. (Näheres ſiehe Anzeige.)
* Von der Wach= und Schließgeſellſchaft. Im
Monat Juni ergaben die fortlaufenden Reviſionen
der Nachtwachbeamten folgende Fälle: 361 offene
Haus=
türen und Tore vorgefunden, 83 mal brannte Licht in
Geſchäfts= und Bureaulokalitäten, Kellern und
Boden=
räumen, bezw. wurde vergeſſen dasſelbe zu löſchen,
15 defekte Schlöſſer und Türen, ſowie ſteckengebliebene
Schlüſſel vorgefunden, 13 offenſtehende Parterrefenſter
ermittelt, 14 Hausbewohnern, die ihre Schlüſſel vergeſſen
hatten, geöffnet.
* Kinotheater. Man ſchreibt uns:
Reſidenz=
theater am Weißen Turm. Das grandioſe Lebensbild
Zuma iſt nun doch, nachdem der zum erſtenmal angezeigte
Film durch widrige Umſtände nicht vorgeführt werden
konnte, eingetroffen. Neben dieſem Saiſonſchlager
befin=
det ſich noch ein Zweiakter: Staatsgeheimnis” im
Pro=
gramm. Die genannten zwei Dramen ſind von der be=
Gaa
Feuilleton.
C) „Sommerpelze‟ Wenn elegante und geſchmackvolle
Damen der guten alten Zeit in den ſommerlichen Tagen
dieſes Jahres die Rennbahnen oder die faſhionablen
Pro=
menaden beſuchen könnten, würden ſie bei allem
Verſtänd=
nis für die koketten Kapricen der Mode doch verwundert die
Köpfchen ſchütteln. Denn in den letzten Jahren hat ſich
das Charakterbild der Frauenmoden um einige Züge
be=
reichert, die früher weniger ſtark zutage traten. Der Hang
zum Exotiſchen und die Neigung zu launiſchen kleinen
Narrheiten tummeln ſich in einer Freiheit, die früheren
Zeiten nicht offen ſtanden. Damals herrſchte mit faſt
pe=
dantiſcher Strenge das ungeſchriebene Geſetz: im Winter
ſchmückſt du deinen Hut mit Federn, im Sommer aber mit
Blumen. Im Winter legt man Samt an, von Pfingſten
ab aber iſt das leichte lockere Muſſelin Herrſcherin der
Mode. Das alles iſt vorüber, die Willkür der Phantaſie
ſetzt ſich über den Ordnungsſinn der älteren Generation
hinweg, die Jahreszeiten greifen ineinander über, und es
iſt auch nicht zu leugnen, daß die bunte Vielfältigkeit de
Gegenwart manches für ſich hat. Aber wenn man jetzt
bei den großen Pariſer Rennen an warmen ſonnigen
Junitagen die eleganten Modedamen mit Pelzen
behan=
gen erſcheinen ſieht, dann blickt der abſeits der
Modeſtröm=
ungen ſtehende ſchlichte Bürger doch mit einigem Erſtau
nen auf dieſe Geſtalten, die in ihrer Tracht die Sonne
miß=
achten und den Sommer zum herben kalten Winter
ver=
wandeln. Es iſt nicht mehr zu beſtreiten, Paris hat es
glücklich zuſtande gebracht: der Sommerpelz iſt modern
geworden. Beim Derby in Chantilly, unter ſtrahlender
Sonne, oder am letzten Sonntag in Auteuil bei ſchönem,
warmem, geradezu ſchwülem Wetter ſah man mehr als ein
Viertel aller Damen mit Pelzen geſchmückt. Natürlich
keine Pelzmäntel und keine Pelzjacken nur Pelzſtolen und
Boas; und nur lichte Farben, Silberfuchs, Weißſuchs,
Hermelin und hellgraue Pelzarten. Skunks beiſpielsweiſe
gilt im Sommer als ſtreng verpönt, während die Pariſerin
nicht zögert, den nicht weniger wärmenden Silberfuchs
ohne Bedenken anzulegen. Dabei wäre die Boa, die „
Kra=
watte” nicht mehr eng um den Hals
ge=
ſchlungen: es wäre bei der Hitze nicht aus=
zuhalten. Auch darf das Ende nicht mehr maleriſch über
die Schulter zurückgeworfen werden: es wäre die
Zerſtör=
ung der Linie der diesjährigen Mode. Der Pelzkragen
wird flach und ſchlicht über die Schultern gelegt,
phan=
taſtiſche Knoten und Verſchlingungen ſind nicht angängig
der Eindruck wäre ſonſt zu polarartig. Aber auch ohne
dies amüſiert ſich der Pariſer Volkswitz über dieſe
ſelt=
ſame neue Mode der Sommerpelze, und einige der
Da=
men mußten das in Auteuil auch erfahren. Denn als ſie
in ihren prächtigen Silberfüchſen die Bahn verließen, hörte
man ringsum lachende Zurufe: „Ha wieder eine, die ihre
Pelze angezogen hat, damit die Motten nicht
hinein=
kommen.”.
* Die Times hat mit ihrer uns vorliegenden Sonder=
Nummer vom 27. Juni, der Textile Number, eine
Leiſt=
ung vollbracht, die einmal in der Geſchichte
der Preſſe, zum andern in der angewandten
Volkswirt=
ſchaft verzeichnet zu werden verdient. Auf 62 Seiten ihres
ſechsſpaltigen Rieſenformats gibt ſie eine faſt
enzyklopä=
diſche Darſtellung des Textilweſens in all ſeinen Formen;
die Gewinnung des Rohſtoffes, ſoweit ſie hier
unentbehr=
lich iſt, eingeſchloſſen. Die Arbeiten, deren Sammlung
und Ordnung die journaliſtiſche Leiſtung darſtellt, beginnen
mit ausgezeichneten hiſtoriſchen Darſtellungen. Es folgen
ſtatiſtiſche Zuſammenſtellungen über das Wachstum der
einzelnen Induſtriezweige, wobei den überſeeiſchen
Län=
dern als Fabrikſtätten die nötige Aufmerkſamkeit gezollt
wird. In der Mitte des Intereſſes ſtehen natürlich die
großen engliſchen Betriebsgaue, namentlich für
Baum=
wolle. Nach einer Ueberſicht der einzelnen techniſchen
Zweige der Verarbeitung ſchließt die logiſch geordnete
Artikelreihe, der auch Kartenſkizzen und alte Bilder
bei=
gegeben ſind, mit einigen Angaben über den geſchäftlichen
Kreislauf der Fabrikate.
— Die Detektivin im Salon. Miß Maud Weſt, eine
junge Engländerin, hat ſich als ausgezeichneter Detektiv
einen großen Ruhm erworben und wird in den
vornehm=
ſten Kreiſen der engliſchen Geſellſchaft viel beſchäftigt. In
einer engliſchen Wochenſchrift plaudert die Dame die über
einen großen Stab von Mitarbeiterinnen verfügt, in
in=
tereſſanter Weiſe von ihren Arbeiten und Erfahrungen
während der Sommermonate. „In dieſer Jahreszeit,” ſo
erzählt ſie, „haben wir viel damit zu tun, für die Sicher=
heit der Schätze und Wertgegenſtände zu ſorgen, die in den
eleganten Wohnungen allein ſtehen während die
Herrſchaf=
ten aufs Land gezogen ſind. Häufig beauftragt man mich
auch, ein beſonderes Auge auf eine reiche Dame zu haben,
die als Kleptomanin bekannt iſt. Die Kleptomanie tritt
in den höheren Geſellſchaftsklaſſen meiſtens ſo auf, daß die
Kranke nur ganz beſtimmte Gegenſtände und nichts
an=
deres an ſich nimmt. So hatte ich kürzlich auf eine reiche
Dame der beſten Geſellſchaftskreiſe aufzupaſſen, die nichts
anderes ſtiehlt, als Schnupftabakdoſen. Nun war ſie bei
einer Freundin zu Beſuch, die über eine koſtbare
Samm=
lung altfranzöſiſcher Schnupftabaksdoſen verfügt, von denen
manche Kunſtgegenſtände von höchſtem Wert ſind. Die
meiner Aufſicht anvertraute Kleptomanin ſchlängelte ſich
bald in das betreffende Zimmer und mir blieb nichts
an=
deres übrig, als ſie in ein langes Geſpräch zu verwickeln,
das ſie auf jede Weiſe beenden wollte. Doch ich ließ nicht
ab und ſo mußte ſie ſchließlich unverrichteter Sache den
Raum verlaſſen, wo die ihr ſo gefährlichen Koſtbarkeiten
ſtanden. Ich war als Freundin der Gaſtgeberin eingeführt
worden, und niemand hatte von meinem wirklichen Beruf
eine Ahnung. Doch nicht nur Kleptomanen gibt es bei
großen geſellſchaftlichen Veranſtaltungen, ſondern auch
wirkliche Diebe, die Wertſachen aller Art ſtehlen, wenn ſie
glauben, daß man ſie dabei nicht erwiſcht. Die beſte
Ge=
legenheit dazu bietet ſich bei Gartenfeſten. Wenn alle Gäſte
im Freien ſind, begibt ſich der Dieb unter dem Vorwand,
ſich einmal die Wohnung anzuſehen in das Haus, und
ſteckt dann möglichſt kleine und dabei wertvolle Sachen
un=
auffällig zu ſich. Ich arbeite regelmäßig in dem Haus
einer hohen Ariſtokratin, wenn ſie ihr allſommerliches
Gartenfeſt gibt, und habe ein Dutzend Gehilfinnen zu
meiner Unterſtützung, die als Dienſtmädchen verkleidet ſind
und beim Servieren des Tees helfen. Solche
Geſellſchafts=
diebe ſind zumeiſt dunkle Exiſtenzen, von denen man nicht
genau weiß, wie ſie in die beſten Kreiſe hineingekommen
ſind die ſich aber ungezwungen und elegant zu benehmen
wiſſen. Bisweilen ſind es auch Ariſtokraten oder
Ariſto=
kratinnen, denen das Meſſer an der Kehle ſitzt und die
ſtehlen, weil ſie keinen anderen Ausweg wiſſen. Zumeiſt
ſind ſie durch Spielſchulden in eine verzweifelte Lage
ge=
raten. Sind ſolche Verbrecher überführt, ſo kommt es
ſel=
ten zur gerichtlichen Verfolgung, weil man jeden Skandal
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Juli 1913.
Nummer 152.
rühmten Filmfabrik Eines, welche ſich durch ihren
Auf=
ſehen erregenden Film „Quo vadis” beſtens eingeführt
hat. Die intereſſanten Naturaufnahmen Lappland und
Wochenchronik, die reizende Komödie „Der einzige
Aus=
weg”, die Humoreske „Der Gefangene” ſind Films, welche
man geſehen haben muß. (S. Anz.) — Uniontheater
(Kunſtlichtſpiele, Rheinſtraße 6). Für die nächſten Tage
iſt es der Leitung des U. T. gelungen, einen der neueſten
Schlager: „Geld macht nicht glücklich” ein realiſtiſches
Lebensbild in zwei Akten, zu gewinnen. Das Werk
ſchil=
dert in ergreifender Weiſe die Schickſale einer zu Geld
gekommenen Bauernfamilie, die mit dem ihr zugefallenen
Reichtum nichts anzufangen weiß und lieber wieder in
ihr bäuerliches Heim zurückkehrt, als in der Stadt
unglück=
lich zu leben. Neben dieſem Hauptſchlager begegnen wir
auf dem reichhaltigen Programm noch einem
hervorragen=
den Drama: „Schickſals Walten”, deſſen Sujet ebenfalls
dem Leben entnommen iſt. Eine mehr als intereſſante
Naturaufnahme bringt uns in dem Film „Die
Süß=
waſſerſchildkröte” deren Leben und Wirken näher,
wäh=
rend die zweite, „Der Baikalſee” intereſſante
landſchaft=
liche Schönheiten vor unſerem Auge erſtehen läßt.
Be=
ſondere Aufmerkſamkeit wurde dem komiſchen Genre
ge=
widmet. Die Komödie „Blindekuh”, die Humoresken
„Rechtsanwälte Blink und Iinks” und „Der magiſche
Stock” ſorgen für die erwünſchte Bewegung der
Lach=
muskeln. Daneben fehlt es nicht an intereſſanten
Ein=
lagen, die alle als erſtklaſſig bezeichnet werden müſſen.
* Konzertveranſtaltungen. Ludwigshöhe.
Bei dem heutigen Nachmittags=Kurkonzert und im
Abendkonzert, verbunden mit großer Illumination, wird
ein von Herrn Hans Fiſcher komponiertes Lied:
„Heimweh” ein muſikaliſch wertvolles Stückchen,
erſt=
malig zur Aufführung gebracht werden, worauf die
Freunde des hier anſäſſigen Komponiſten aufmerkſam
gemacht ſeien. (Siehe auch Anzeige in heutiger Nummer
unſeres Blattes.) — Heſſiſcher Hof. Im heutigen
Mittwochskonzert der Infanteriekapelle wird ein
vor=
zugsweiſe heiteres Programm zur Wiedergabe gelangen
und ſei auch auf den Auszug im Anzeigenteil
hinge=
wieſen. „Don Quixote” von Rupprecht und „Aufzug
der Stadtwache aus der Biedermeierzeit” ſind Stücke
von geſundem Humor.
Urkundenfäſſchung aus Herger.
chdruck verboten.)
Rbg. Reichsgerichtsentſcheidung. Vor der
Straf=
kammer Darmſtadt hatten ſich am 1. April 1913
der Maurermeiſter S. Schallenburger und der
Steinmetzmeiſter Schepp wegen Urkundenfälſchung zu
verantworten. Schallenburger hatte für ſeinen Vetter S.
die Errichtung eines Hauſes für den feſten Preis von 4500
Mark übernommen. Der Preis war aus
verwandtſchaft=
lichen Gründen ſo niedrig bemeſſen, daß er faſt nichts
daran verdiente. Anſtatt nun mit dieſem
Entgegenkom=
men ſeines Vetters zu rechnen, erzählte S. jedem, der es
hören wollte, wie billig er zum Haus gekommen ſei. Dies
kam dem Schallenburger zu Ohren, und er war darüber
ſehr erboſt, weil er nunmehr befürchten mußte, daß auch
andere Bauluſtige bei ihm mit dieſem billigen Preiſe
rechnen würden und er dadurch geſchädigt würde. Um nun
ſeinem Vetter den wirklichen Wert der Bauarbeiten vor
Augen zu führen, bat er den Steinmetzmeiſter Schepp,
ihm für die von ihm gelieferten Arbeiten eine neue
Rech=
nung auszuſtellen, und zwar unter Einſetzung eines
höheren Preiſes und unter Verwendung eines anderen
Namens für den Lieferanten. Es war ihm dabei
haupt=
ſächlich, nach Annahme des Gerichts, darum zu tun, nicht
an den ſeinem Vetter berechneten Preis gebunden zu ſein.
Sch. ging auf den Vorſchlag ein und ſtellte die Rechnung
bezw. die Quittung auf den Namen eines vor vier
Jah=
ren geſtorbenen Kollegen aus. Dieſes Schriftſtück legte
Schallenburger nun ſeinem Vetter vor. Hierin erblickt
das Gericht Urkundenfälſchung. Die Abſicht der
Ange=
klagten ging dahin, den S. zu veranlaſſen, daß er in
Ge=
ſprächen mit anderen den ihm von Sch. berechneten Preis
für Steinmetzarbeiten als durchaus berechtigt
aner=
kenne. Die Angeklagten wollten vermeiden, daß ſpäter
einmal andere Kunden ſich auf die dem S. berechneten
billigen Preiſe beriefen und auf Herabminderung der
ihnen berechneten Preiſe dringen ſollten. Dieſe Abſicht
war nach Anſicht der Strafkammer eine rechtswidrige.
Beide waren deshalb der Urkundenfälſchung für
über=
führt anzuſehen. Schallenburger wurde zu zwei Wochen
und Schepp zu einer Woche Gefängnis verurteilt. Gegen
dieſes Urteil legten die Angeklagten Reviſion beim
Reichs=
gericht ein und rügten das Vorhandenſein der
rechtswidri=
gen Abſicht und des Erſtrebens eines Vermögensvorteils.
S. habe nicht getäuſcht werden können, da er einen
recht=
lichen Anſpruch auf weitere billige Preiſe gehabt habe und
Sch. habe ſeine normalen Preiſe berechnen können. Der
Reichsanwalt meint nur, es könne bedenklich erſcheinen,
ob die Angeklagten wirklich einen Vorteil erſtrebten. Da
dies aber tatſächlich feſtgeſtellt iſt, ſo könne dagegen nichts
eingewendet werden. Er beantragte deshalb
Verwerf=
ung der Reviſion. Der hohe Senat erkannte nach dieſem
Antrag und verwarf beide Reviſionen koſtenpflichtig.
Offenbach, 30. Juni. Nach längerem Leiden ſtarb
geſtern vormittag ½6 Uhr der Großh. Kreisarzt des
Krei=
ſes Offenbach, Geh. Medizinalrat Dr. Georg
Pfann=
müller. Mit ihm iſt ein pflichtgetreuer Arzt und
Beam=
ter aus dem Leben geſchieden, der ſich den ſchweren
Auf=
gaben ſeines Berufes mit freudiger Hingabe widmete und
in ſeiner Eigenſchaft als Kreisarzt eine außerordentlich
erſprießliche Tätigkeit im Dienſte der allgemeinen
Ge=
ſundheitspflege entwickelte.
Mainz, 30. Juni. Zwiſchen dem Rheinheſſiſchen
Be=
obachter und dem Ingelheimer Anzeiger beſteht ſeit
lan=
ger Zeit bittere Feindſchaft. Beide Blätter machen
ein=
ander den Vorwurf, daß auf ihren Redaktionen der geiſtige
Diebſtahl mittels der Schere vorherrſchend ſei, und daß
die meiſten Anzeigen zur Füllung der Spalten koſtenlos
aufgenommen würden. Ein Eingeſandt im Beobachter
von „Mehreren Hausfrauen”, das ſich mit ungenügender
Ernährung der Waiſenhauskinder beſchäftigte, veranlaßteden
Verwalter des Waiſenhauſes Meiſter in ebenſo ironiſcher
Weiſe im Ingelheimer Anzeiger zu antworten. Der „
Ge=
ſchäftsführer” des Beobachter, Ludwig Greif in Ober=
Ingelheim, und der „Schriftſteller” Karl Meiſner, der
als Redakteur im Beobachter tätig geweſen war, hatten am
Aſchermittwoch eine Faſtnachtsnummer herausgegeben, In
dieſer Nummer waren in verſchiedenen Anzeigen
beleidi=
gende Aeußerungen gegen den Verleger des Ingelheimer
Anzeiger, Eckold, deſſen Tochter, den Waiſenhausverwalter
Meiſter und deſſen Frau enthalten. In der Nummer
wa=
ren als verantwortlich zwei Kaufmannslehrlinge
ange=
geben, außerdem war der Verleger in unrichtiger Weiſe
benannt. Wegen Beleidiaung ſtellten Eckold und Meiſter
Strafantrag. Greif und Meiſner hatten ſich vor der
Straf=
kammer in Mainz wegen Beleidigung und wegen
Ver=
gehens gegen den § 8 des Preßgeſetzes zu verantworten.
Meiſner war zur Verhandlung nicht erſchienen, er wurde
auf televhoniſche Aufforderung von Bingen aus
vorge=
führt. Die Angeklagten verteidigen ſich damit, daß das
ganze nur ein Faſtnachtsſcherz geweſen ſei und eine
Be=
leidigung nicht beabſichtigt war. Die Beweisaufnahme
dauerte mehrere Stunden. Das Gericht kam zu der
An=
ſicht, daß nicht ein harmloſer Karnevalſcherz, ſondern eine
grobe Beleidigung vorliege. Für die Beleidigungen ſeien
beide Angeklagte ſtrafrechtlich verantwortlich. Wegen der
Preßvergehen komme nur Meiſner, wegen der
Uebertre=
tungen wieder beide Angeklagte in Betracht.
Straferſchwe=
rend falle ins Gewicht, daß die Angeklagten ein junges,
unbeſcholtenes Mädchen, das ſich nicht dagegen wehren
konnte, in der ſchwerſten Weiſe beleidigt hätten. Beide
Angeklagte ſind vorbeſtraft, Meiſner wegen Wuchers und
Sittlichkeitsvergehens, Greif wegen Unterſchlagung; dieſer
Umſtand kam bei der Strafbemeſſung inſofern beſonders
in Betracht, als das Gericht feſtſtellte, daß die Angeklagten
mit ihren Vorſtrafen am allerwenigſten berufen ſeien,
wirkliche oder vermeintliche Mißſtände zu beſprechen, und
daß ſie beſonderen Grund hätten, ſich vor Beleidigungen
in Acht zu nehmen. Meiſner wurde zu zwei
Mo=
naten Gefängnis und 170 Mark Geldſtrafe, Greif zu
einem Monat Gefängnis und 95 Mark Geldſtrafe
verurteilt. Außerdem wurde verfügt, daß das Urteil im
Beobachter und im Ingelheimer Anzeiger zu veröffentlichen
iſt. — Beide Angeklagten wollen gegen das Urteil
Revi=
ſion einlegen. (M. Tgbl.)
* Mainz, 1. Juli. Die Vorfeier des
Schützen=
feſtes, das am Sonntag beginnt, iſt gut verlaufen. Das
Probebankett hat gezeigt, was Küche und Keller vermögen.
Die Schießanlagen haben ſich vollauf bewährt. Im
Probeſchießen ſtanden Frankfurt und Wiesbaden im
Vordertreffen; ſie teilten ſich in die 10 ſilbernen Becher,
die als Preiſe geſtiftet waren. Nun gehts auf die
Haupt=
feier zu, die mit dem großen hiſtoriſchen
Feſt=
zug am 6. Juli anhebt; er wird in vortrefflich
ausgear=
beiteten Prunkgruppen Bilder aus der Neuzeit und ſolche
aus der Vergangenheit der Stadt bringen. Auch der
Mainzer Humor wird zu Wort kommen, beſonders in der
Gruppe der ABC=Schützen, lauter „echte Määnzer
Bub=
cher” An Feſtlichkeiten in der Feſtwoche mangelts nicht.
16 Konzerte finden unter Mitwirkung der Mainzer
Ver=
eine ſtatt. Lehrer=Sängerchor, Männer=Geſangverein,
Liederkranz, Sängerbund u. a., die Turn= und
Fechtver=
eine uſw. wetteifern in dem Beſtreben, den Beſuchern das
Beſte zu bieten. Die bis jetzt geſtifteten Ehrengaben
haben einen Geſamtwert von über 22000 Mark.
Friedberg, 30. Juni. Den Gläubigern des ſich im
Konkurs befindlichen erſten Konſumvereins
dürf=
ten, dem M. Tgbl. zufolge, wenn alle Mitglieder, auch
die früheren, die volle Haftſumme von 30 Mark bezahlen,
60 Prozent aus der Maſſe ausbezahlt werden. Auf
Grund eines früher gefaßten Vergleichs hatten nun ſchon
zahlreiche Mitglieder ihre Haftſummen zugunſten der
Gläubiger an den Vorſtand abgeführt; jetzt ſollen die
Leute die gleiche Summe noch einmal dem
Konkursver=
walter behändigen, da die Einziehung dieſes Geldes im
Falle eines Konkurſes dem Verwalter zuſteht.
Anderer=
ſeits bekommen die Mitglieder von ihren zuerſt bezahlten
Haftſummen jetzt 60 Prozent davon wieder heraus, da
ſie in dieſem Falle als Gläubiger des Vereins angeſehen
werden.
Turnfeſt in König.
L König, 29. Juni. Die Hauptfeier des
Jubi=
läumsfeſtes des hieſigen Turnvereins, das
29. Gauturnfeſt des Odenwaldgaues für
welches der Feſtausſchuß, an ſeiner Spitze der
Vereins=
vorſtand, ſchon wochenlang fieberhaft gearbeitet hatte und
für das bereits große Opfer gebracht waren, hatte ſehr
unter der Ungunſt des Wetters zu leiden. Schon
früh=
zeitig ſetzte heftiger Regen ein, der ſich immer wieder im
Laufe des Vormittags wiederholte, ſo daß mit dem
Preisturnen aufgehört werden mußte, ſo unangenehm
dieſe Unterbrechung auch empfunden wurde. Der Feſtzug
bot des Schönen und Sehenswerten gar vieles;
hervor=
zuheben wäre beſonders das vom Radfahrerverein
Ge=
botene, der für ſein Teil ganz Hervorragendes geleiſtet
hatte. Außerordentlichen Beifall fand ein von dieſem
Verein im Zug geführtes Auto, zuſammengeſtellt aus
Fahrrädern, Tannengrün und Blumen, auf dem ein
klei=
ner Junge Keulenſchwingen übte.
Auf dem Feſtplatz begrüßte der erſte Vorſitzende des
feſtgebenden Vereins, Herr Heinrich Keller, die
Feſtver=
ſammlung und wünſchte allen ein vergnügtes Feſt. Herr
Bürgermeiſter Büchner begrüßte im Namen der Gemeinde
König die von auswärts herbeigeeilten Turner und
Feſt=
gäſte und wünſchte den Beſtrebungen der Turner beſten
Erfolg. Seine Ausführungen gipfelten in der Mahnung
an die Turner, alle Turnertugenden zu pflegen, immer
vorwärts zu ſchreiten in der Uebung von Leibesgewandt=
heit, und den Körper zu ſtählen und widerſtandsfähig zu
machen, aber auch nicht zurückzubleiben in der Pflege des
Geiſtes und in der Liebe und Treue zum Vaterland.
Der=
erſte Vorſitzende des Gaues, Herr Kurz aus Michelſtadt,
zeigte in längerer Rede das Edle und Hohe der
Turner=
ſache, die den Körper gelenkig mache und ſtähle und den
Geiſt wach und rege mache, erinnerte die Turner aber auch
an ihre Pflichten und ermahnte ſie, daß ſie auch, wie ihre
Vorbilder, die großen deutſchen Männer, Jahn und Ernſt
Moritz Arndt, außer der Pflege der Leibesübungen ihr
Vaterland lieben, achten und ehren ſollten. S. D. Fürſt
zu Erbach=Schönberg beglückwünſchte den Turnverein zu
ſeinem goldenen Jubiläum und dankte mit herzlichen
Worten für ſeine Ernennung zum Ehrenmitglied des
Ver=
eins. Als Dank für dieſe Ehrung und zum Zeichen ſeiner
Wertſchätzung ſtiftete der Fürſt eine koſtbare
Fahnen=
ſchleife mit dem Wappen ſeines Hauſes. Sein Hoch galt
dem Turnverein und der edlen Turnkunſt. Der erſte
Vor=
ſitzende des Vereins, Herr Keller, dankte dem hohen
Protektor des Jubiläumsfeſtes und dem ganzen fürſtlichen
Hauſe für das erwieſene Wohlwollen und beſonders für
das herrliche Geſchenk und ſchloß mit einem begeiſtert
auf=
genommenen „Gut Heil!” auf den Fürſten und unſer
Fürſtenhaus. Der Geſangverein „Liederkranz” ſang
auf der Bühne: „Quer übern Weg” und ſpäter vor dem
Fürſtenzelt, in dem außer dem Fürſten nebſt hoher
Ge=
mahlin noch der Bruder des Fürſten, Prinz Viktor zu
Erbach=Schönberg und Gemahlin, Platz genommen
hat=
ten: „Morgenrot‟ Die gut geſungenen Chöre fanden
freudigen Beifall. Die Uebungen der Preisturner waren
inzwiſchen wieder aufgenommen worden, und man konnte
ſchöne Leiſtungen von Gelenkigkeit, zäher Kraft und
federnder Sprungkraft ſehen. Beſonders Intereſſe erregte
die Damenriege aus Groß=Zimmern und die Knabenriege
ebendaher. Das Wetturnen konnte leider nicht vollendet
werden, da gegen abend ein heftiger Sturm und ein
furcht=
barer Regenſchauer einſetzten, die alles weitere Turnen
unmöglich machten.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 30. Juni. Durch das
Ver=
ſagen einer Weiche fuhr geſtern abend an der Hohenſtraße
ein elektriſcher Straßenbahnwagen auf einen
Anhängerwagen eines entgegenkommenden Zuges
und=
zertrümmerte dieſen vollſtändig. Mehrere Perſonen, die
ſich auf den beiden zuſammenhängenden Wagen befanden,
erlitten erhebliche Verletzungen. Fünf wurden nach der
Rettungswache im Eliſabethenkrankenhaus gebracht, wo
man ihnen Notverbände anlegte. Alle konnten ſpäter ihre:
Wohnungen aufſuchen. — Ein Kaufmann aus Frankfurtt
a. M. hatte in Berlin einen Lotteriegewinn zu
holen. Um ganz ſicher zu gehen, nähte er das Geld inz
ein Handtuch, das er ſich als Gürtel um den Leib band.
Zu Hauſe angekommen, entdeckte er, daß ihm 24500 Mk.
fehlten. Er glaubt, das Geld in einem Reſtaurant, das er
in Berlin beſuchte, verloren zu haben. — Einem Berliner
Kaufmann aus der Düſſeldorfer Straße wurde heuter
abend auf der Strecke Karlsbad-Dresden im
Eiſenbahn=
abteil von 3 internationalen Taſchendieben eine
Brief=
taſche mit 12300 Franes in Wertpapieren geſtohlen.
— Ein großer Silberdiebſtahl iſt in der Nacht zum
Sonntag in dem Schloſſe des Grafen von Wartensleben
in Fürſtenwalde verübt worden. Am Abend war
bei dem Grafen Geſellſchaft geweſen. Als die Gäſte das
Haus wieder verlaſſen hatten, drangen Einbrecher durch
ein Fenſter in das Schloß ein. Mit Bohrer und Meißel
erbrachen ſie in einigen Räumen Schränke und
Schreib=
tiſche. Wahrſcheinlich vermuteten die Täter darin viel
Geld. Sie erbeuteten aber nur annähernd 200 Mark.
Da=
gegen fielen ihnen erhebliche Vorräte an Silbergeräten
zur Beute. Mehrere Dutzend ſilberne Meſſer und Gabeln,
Löffel und andere Silbergeräte, die meiſt das Jagowſche
Wappen trugen, wurden von den Dieben geſtohlen. Auch
Schmuckgegenſtände, darunter ein goldener Siegelring mit
dem Wartenslebenſchen Wappen, fielen den
Eindringlin=
gen zur Beute. Ein leerer Silberkaſten, der viele
Silber=
geräte enthalten hatte, wurde morgens im Schloßgarten
aufgefunden. Der Wert der entwendeten Gegenſtände iſt
bedeutend. Es wird vermutet, daß der Einbruchsdiebſtahl
durch Berliner Einbrecher verübt worden iſt, und daß
die Einbrecher den erſten Frühzug nach Berlin benutzt
haben.
Heidelberg, 30. Juni. In Anweſenheit des
Großher=
zogs und der Großherzogin von Baden nahm der erſte
Tag des Schloßfeſtes anläßlich der 300. Jahrfeier des
Einzuges der Prinzeſſin Eliſabeth Stuart mit
Fried=
rich V. von der Pfalz in Heidelberg einen glänzenden
Ver=
lauf. Ueber 600 Perſonen ſtellten den Einzug dar, der
durch die Koſtbarkeiten der Gewänder beſonderes Intereſſe
erregte. Starken Beifall fand ein von acht Rittern
ge=
rittenes mittelalterliches Turnier.
Koblenz, 30. Juni. In dem am 6. Mai begonnenen
Automatenprozeß wurde heute nachmittag das
Ur=
teil verkündet. Die fünf Inhaber der Firma und 12 ihrer
Angeſtellten wurden freigeſprochen, ſieben weitere Reiſende
wurden entſprechend der Anzahl der ihnen nachgewieſenen
Btrugsfälle zu Gefängnisſtrafen von 2½ Jahren bis 2½
Monaten verurteilt, unter Anrechnung eines
entſprechen=
den Teiles der Unterſuchungshaft.
Kaſſel, 30. Juni. Ein Dynamit=Anſchlag auf
der Strecke Berlin-Halle-Kaſſel wird durch folgende
amt=
liche Meldung bekannt: Am 26. ds. Mts. abends ſind auf
der Böſchung bei Kilometer 13 der Hauptbahn Halle-
Kaſſel zwölf Dynamitpatronen gefundn worden. Die
Eiſenbahndirektion Halle hat eine Belohnung von 300 Mack
auf die Ergreifung des Täters ausgeſetzt. Ob die
Pa=
tronen befeſtigt geweſen ſind iſt nicht bekannt. Hierzu
wird weiter aus Halle gemeldet: Bisher iſt es noch nicht
gelungen, den myſteriöſen Dynamitanſchlag bei der Station
Zſcherben aufzuklären. Der Bahnwächter der die Strecke
kontrollierte, bemerkte zwiſchen 10 und 11 Uhr in einiger
Entfernung vor der Station zwiſchen den Verbindungen
der Schienen, dicht hintereinander, 12 Dynamitpatronen,
die ſenkrecht ſtanden. Der erſte Zug, der die Strecke
paſ=
ſiert hätte, würde unbedingt die Patronen zur Exploſion
gebracht haben, die natürlich ein furchtbares Unglück
ange=
richtet hätten. Die Patronen ſind Fabrikate der Anhaltiſch=
Weſtfäliſchen Sprengſtoff=Geſellſchaft. Man nimmt an, daßt
ſie aus einem der zahlreichen Kohlen= und Kalibergwerkel
der Umgebung geſtohlen worden ſind.
Weimar, 1. Juli. Geſtern ſtarb im Alter von 65
Jahren der Hofſchauſpieler und Dichter Karl Weiſer=
Hildesheim, 28. Juni. Hildesheim hat ſeit geſtern
einen originellen Katzenbrunnen. Auf dem
Neuſtäd=
ter Markt, einem jener Teile des „norddeutſchen Nürnberg‟
in dem der mittelalterliche Baucharakter in ſchönen
Re=
naiſſanceſchöpfungen zum Ausdruck kommt erhebt ſich als
Schmuck des ganzen Platzes ein ſechs Meter hoher
Brun=
nen aus Dolomitkalkſtein. Der Brunnen behandelt in
origineller Art eine alte Hildesheimer Sage von dem
Nachtwächter und den Katzen. Dieſer Stoff iſt nun von
vermeiden will. Ein Gardeoffizier und ſeine Frau, die im
Laufe der Zeit Juwelen und Koſtbarkeiten im Werte von
einer Million geſtohlen hatten wurden, nachdem ſie
ent=
deckt waren, nur gezwungen, England zu verlaſſen. Auch
den Untaten von Suffragetten, die ſich in die Geſellſchaft
einſchleichen, ſuche ich vorzubeugen, und habe ſchon ſo
manche Beſchädigung koſtbarer Bilder die von
Suffraget=
ten geplant war, verhindern können.”
* Verſchenkte Banknoten. Die Gaſſenjungen
von Neapel seugnizzi auf echt neapolitaniſch, ſind
ils enfants terribles aller Welt bekannt; die
unglaublich=
ſten Streiche ſind von ihnen zu erwarten. Daß aber einer
davon auch gar noch ſo viel kindliche Einfalt beſitzt, um
Banknoten zu verſchenken, übertrifft jedenfalls die
kühn=
ſten Erwartungen. Vor wenigen Tagen ſtand, ſo wird
der Köln. Ztg. berichtet, ein rotbackiges Bübchen am
Tramhalteplatz beim Muſeum S. Martino und beluſtigte
ſich damit, den Ausſchreier eines Kinematographentheaters
zu ſpielen und alle Vorübergehenden zum Beſuch eines
ſolchen einzuladen. Soweit wäre die Vorübung zu, dem
Schauſpielerberuf nicht bedenklich geweſen; aber der kleine
Ausrufer verteilte auch ſofort Eintrittskarten und
Pro=
gramme an jeden, der vorbeikam, und dieſe angeblichen
Reklamezettel waren nichts anderes als echte und rechte
Banknoten zu 50 und 100 Lire. Sonſt pflegt das
Straßen=
publikum die Reklamezettel, die ihm zugeſteckt werden,
ſofort in den Rinnſtein zu werfen; in dieſem Falle aber
bewahrte jeder das geſchenkte Papier ſorgfältig auf und
ging ſeines Weges weiter. Dieſes Spiel eines glücklichen
Zufalles hätte noch manchen erfreut, wenn nicht die Väter
von zwei mit ſolchen Kientopp=Programmen beglückten
Knaben die Sache bemerkt und ihr ſofort nachgeforſcht
hätten. Da ſtellte ſich heraus, daß der vielverſprechende
seugnizzo auf dem Grundſtück ſeines Vaters kurz zuvor
einen ganzen Pack ſolcher Papiere gefunden hatte, die ihm
die Anregung zu ſeinem eigenartigen Spiel gaben. Die
Noten waren von Dieben vorläufig verſteckt worden, und
es gelang auch, den rechtmäßigen Beſitzer ausfindig zu
machen. Aber deſſen Freude war nicht ungetrübt, denn
von 2025 Liren, die der luſtige Junge verſchenkt hatte,
konnten nur 900 zurückerlangt werden.
Nummer 152.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Inli 1913.
Seite 5.
Profeſſor Seeboeck=Rom zu einem ſchönen plaſtiſchen Bilde
geformt worden. Der Brunnen wird von der
überlebens=
großen Figur eines Nachtwächters gekrönt, der in der
Rech=
ten den Spieß und in der Linken die Laterne trägt. Er
ſpäht hinab nach dem Brunnenbecken, aus dem vier
fau=
chende Katzen am Brunnenſchaft zu ihm emporklettern. Das
Ganze iſt von feinem Reiz, und der originelle Brunnen
bildet ein neues Zierſtück unſerer Stadt. Der neue
Brun=
nen iſt das Geſchenk von Geheimrat Leeſer, dem die Stadt
ſchon manche Verſchönerung verdankt.
Frauenſtein, 29. Juni. In unſerer Stadt wurde heute
das „Dreikönigdenkmal” enthüllt, das nach Plänen
und Modellen des Profeſſors Albin Müller,
Darmſtadt errichtet wurde. Das in Muſchelkalkſtein
hergeſtellte architektoniſche Monument beſteht aus einer
gewaltigen kannelierten Säulentrommel, die eine
Königs=
krone trägt. An dieſen Unterbau ſchließen ſich 3
hochra=
gende kraftvolle Säulen, die einen mehrfach gegliederten,
mit bildneriſchem Schmuck verſehenen Baldachin tragen,
der ſich ſchützend über der Krone wölbt. Die drei
Archi=
travflächen des Baldachins enthalten die Namen der
Kö=
nige: „Albert, Georg, Friedrich Auguſt III.” während an
dem Kronenunterbau in lapidarer Schrift, gleich einem
umſpannenden Ring, ruhmreiche Tage der ſächſiſchen
Ge=
ſchichte vermerkt ſind. Der Denkmalskörper wird in Art
altgermaniſcher Kultſtätten von ſchlanken Monolithen,
die in ovaler Reihenfolge aufgeſtellt ſind, weihevoll
um=
zirkt.
Breslau, 30. Juni. Heute vormittag fand in
Gegen=
wart zahlreicher Ehrengäſte und Vertreter der königlichen
und ſtädtiſchen Behörden die Eröffnung der
Kolo=
nial=Ausſtellung ſtatt. Geheimrat Par, der
Vor=
ſteher dieſer Abteilung, begrüßte die Gäſte und dankte allen,
die ſich um das Zuſtandekommen des Werkes verdient
ge=
macht haben. Oberbürgermeiſter Motting nahm die
Aus=
ſtellung namens der Stadt als letzten Schlußſtein der
Ju=
biläumsveranſtaltungen in Empfang und ſprach ſeinen
be=
ſonderen Dank an Profeſſor Pax aus. Prof. Winkler, der
an dem Zuſtandekommen der Kolonialausſtellung auf
Grund ſeines langen Aufenthaltes in den Tropen,
beſon=
ders in den deutſchen Kolonien, hervorragenden Anteil
hat, führte darauf die Gäſte durch die Halle, das
Gewächs=
haus und die äußeren Anlagen.
Pillau, 30. Juni. Der der Reederei Zedler=Elbing
gehörende Dampfer „Jaroslawna” iſt 300 Meter
vom Rettungsſchuppen entfernt auf der Nehrung
ge=
ſtrandet. Es wird mittelſt Raketenapparates verſucht,
die Paſſagiere zu bergen.
Wiener=Neuſtadt, 30. Juni. Im Munitionsdepot 5
der Wöllersdorfer Munitionsfabrik, welche
unweit des im vorigen Jahre explodierten Objekts 48
gele=
gen iſt, brach heute nachmittag ein Brand aus, der bei
dem herrſchenden ſtarken Wind für die Umgebung ſehr
ge=
fährlich war. Die in dem Objekt aufgeſtapelten
Artillerie=
geſchoſſe und andere Sprengſtoffe explodierten unter
Ge=
töſe. Die Umgegend war in dichte Rauchwolken gehüllt.
Militäckommandos und die Feuerwehr aus Wiener=
Neu=
ſtadt und den umliegenden Ortſchaften rückten aus und
be=
mühten ſich, die umliegenden Munitionsdepots zu erhalten.
Mehrere Soldaten und Zuſchauer aus der Beyölkerung
von Wiener=Neuſtadt welche zu dem Brandplatz eilten,
erlitten durch herumfliegende Holzteile Verletzungen. Am
ſpäten Abend, nachdem auch Regen eingeſetzt hatte, war
das Depot niedergebrannt, und die Gefahr für die
Umge=
bung beſeitigt. Die Brandurſache iſt unaufgeklärt.
Luxemburg, 1. Juli. In Rümebugen hatten Kinder
im Walde Erdbeeren gepflückt und auch
Toll=
kirſchen gefunden, die ſie für Erdbeeren hielten und von
denen ſie aßen. Ein 9jähriger Knabe ſtarb an der
Vergif=
tung. Die anderen kamen dank ärztlicher Hilfe mit dem
Leben davon.
London, 1. Juli. Daily Expreß erfährt, daß die
Londoner Behörden einem neuen, ſehr gefährlichen
Komplott einer kleinen bösartigen Suffragetten=
Abteilung auf die Spur gekommen ſind. Die näheren
Einzelheiten werden ſtreng geheim gehalten. Es ſoll ſich
darum handeln, daß einige hyſteriſche Frauen den
Ent=
ſchluß gefaßt haben im Falle des Ablebens einer der
ein=
geſperrten Suffragetten im Gefängnis gegen einige
hoch=
ſtehende Perſonen Attentate zu verüben. Zwei Miniſter
ſollen beſonders in Gefahr ſchweben.
Madrid, 30. Juni. Eine große Feuersbrunſt
brach in einer Apotheke in Avila aus. Das Feuer griff
auf das Zentralgebäude des Telephonamts über, das
zerſtört wurde. Zwei andere Gebäude ſind ebenfalls
den Flammen zum Raube gefallen. Ein Telephoniſt
wurde verletzt.
Liſſabon, 30. Juni. In den letzten 24 Stunden fanden
infolge der großen Hitze 18 Brände, beſonders in
Hafenſpeichern ſtatt. Der Schaden wird auf mehrere Mil=
lionen geſchätzt. Das Waſſer beginnt zu mangeln, große
Menſchenmengen belagern die öffentlichen Brunnen.
Konſtantinopel, 1. Juli. Geſtern nachmittag brach in
einem der älteſten Stadtviertel zwiſchen der Sophienkirche
und der Pforte ein großer Brand aus, der in kurzer
Zeit etwa 200 Häuſer einäſcherte. In den ſpäten
Nacht=
ſtunden dauerte der Brand noch an. Ob Menſchenleben
zu beklagen ſind, iſt noch nicht bekannt.
Gerichtszeitung.
Das Münchener Anarchiſtenattentat vor
Gericht.
— München, 30. Juni. Das folgenſchwere Attentat
auf den preußiſchen Militärattaché in München, Major
von Lewinski, beſchäftigt nach einer überraſchend
kur=
zen Vorunterſuchung am kommenden Donnerstag das
hie=
ſige Schwurgericht. — Unter der Beſchuldigung des
zwei=
fachen Mordes wird auf der Anklagebank der 34jährige
Zinngießer Johann Straſſer Platz nehmen, ein
ver=
kommenes Subjekt, das bereits achtzigmal wegen
Bet=
telns, Landſtreichens, Diebſtahls und Gewalttätigkeiten
vorbeſtraft iſt und auch ſchon mehrmals mit dem Zuchthaus
Bekanntſchaft gemacht hat. — Der Angeklagte gehört nicht
zu den „Enterbten des Glückes” er entſtammt vielmehr
einer kleinbürgerlichen Familie, die ſich durch Fleiß und
Sparſamkeit ein kleines Vermögen erworben hatte. Gerade
dies ſollte dem Angeklagten aber zum Verhängnis werden.
Im Jahre 1900 wurde ihm bei ſeiner Volljährigkeit ſeine
Erbſchaft von 4000 Mark in Form einer Hypothek
ausge=
zahlt, die er ſofort für 3400 Mark weiterverkaufte. Seit
dieſer Zeit, alſo ſeit 13 Jahren, hat der Angeklagte nach
ſeinen eigenen Angaben nicht mehr gearbeitet. Natürlich
war das kleine Kapital bald verbraucht, aber, einmal
ar=
beitsſcheu geworden, hatte Straſſer zu keiner ehrlichen
Ar=
beit mehr Luſt, ſondern verlegte ſich auf Bettelei und
Dieb=
ſtähle, die er in Oeſterreich und Italien ebenſo ausführte
wie in Bayern, wenn er auf ſeinen Streifzügen wieder
einmal in die Heimat kam. Nachdem er erſt einmal hinter
den Mauern des Zuchthauſes geſeſſen hatte, ſank er bald
tiefer und tiefer und ließ ſich auch mehrere Verbrechen
zu=
ſchulden kommen, die ſeinen beſtialiſchen Charakter
ver=
rieten.
Zwiſchen den einzelnen Straftaten betätigte ſich der
Angeklagte als Anarchiſt, er wurde daher in den Liſten
der Münchener Polizei auch als ein ſolcher geführt und
überwacht. Leider konnte dieſe Ueberwachung das
furcht=
bare Verbrechen, wegen deſſen er nunmehr abgeurteilt
wer=
den ſoll, nicht verhindern. — Der Angeklagte hatte, wie er
angibt, eingeſehen, daß ſein Leben verpfuſcht ſei und er
beſchloß daher, ſeinem Leben ein Ende zu machen,
gleich=
zeitig aber einen Höherſtehenden mitzunehmen. Mit
die=
ſem Plane durchirrte er die Straßen Münchens, bis ihm
der preußiſche Militärattaché Major v. Lewinski vor
Augen kam, deſſen Uniform ihm ſagte daß ihm ein
geeig=
netes Objekt für ſeinen Haß erſchienen ſei. Ohne ein
Wort zu ſprechen, ſchoß der Verbrecher hinterrücks auf den
nichtsahnenden Offizier. Dieſer war ſo überraſcht, daß
er ſich im erſten Augenblick gar nicht zur Wehr ſetzte und
ihm erſt Paſſanten zuriefen, er ſolle ſeinen Säbel ziehen
und im Zickzack gehen, damit er kein ſo unbewegliches Ziel
bilde. Major v. Lewinski tat das zwar, erhielt jedoch
trotzdem einen zweiten Schuß, der ihn in die linke
Bauch=
ſeite traf und zu Boden ſtreckte. An den Folgen dieſer
Verletzung iſt er dann geſtorben. Ein vorübergehender
Soldat, Oberwachtmeiſter Bolländer der dem
An=
gegriffenen zu Hilfe eilen wollte, erhielt Schüſſe in den
Unterleib und in den Kopf, die ihn auf der Stelle töteten.
Der Mörder wurde ſodann von den Paſſanten
überwäl=
tigt und gefeſſelt. Die Wut des Publikums war ſo groß,
daß man dem Verbrecher einen Strick um den Hals legte
und verſuchte, ihn an den nächſten Laternenpfahl zu knüpfen.
Die Polizei verhinderte jedoch den Akt der Lynchjuſtiz,
der lediglich Unſchuldige auf die Anklagebank und ins
Ge=
fängnis gebracht hätte. Da die Unterſuchung ergab, däß
von Geiſteskrankheit bei dem Angeklagten keine Rede ſein
könne, ſo wurde gegen ihn das Hauptverfahren vor dem
hieſigen Schwurgericht eröffnet.
Von der Kieler Woche.
* Kiel, 30. Juni. Ergebnis der Wettfahrten in
den 8= bis 5=Meter=Klaſſen des Kaiſerlichen Jachtklubs
des Norddeutſchen Regattavereins. 8=Meter=Klaſſe:
1. „Mariechen”: 7=Meter=Klaſſe: 1. Veb” 2. „Panne”
3. „Primula II‟. Dad” ſtartete nicht; 6=Meter=Klaſſe:
1. „Windſpiel XVII‟ (Ehrenpreis Chr. Lange), 2. Ilſe‟
3. „Fara V 4. „Margarete‟ Nichtſtarter: „Wawi”
„Locco”, „Mosquito” 5=Meter=Klaſſe: 1. „Scherz”;
Son=
derklaſſe: 1. „Reſi V‟, ſie errang damit zum zweitenmal
den Samoapokal des Kaiſers und den Armourpokal;
2. „Eliſabeth” des Prinzen Eitel Friedrich, 3. „Serum”,
4. „Tilly XVII‟, die Prinz Heinrich ſteuerte, 5. „
An=
gela Vl” die der Kronprinz ſteuerte. Wind: 7
Sekunden=
meter Nordweſt.
* Kiel, 30. Juni. Der Kaiſer nahm in den
Räu=
men des Kaiſerlichen Jachtklubs um 7¾ Uhr die
Preis=
verteilung für die Wettfahrten der
Kriegs=
ſchiffsboote vor. Hieran ſchloß ſich ein Feſtmahl des
Kaiſerlichen Jachtklubs, an dem u. a. auch die hier
weilen=
den fremden Marineattachés, die Kommandanten der
„Trinacria” und des „Amalfi” teilnahmen. Im Verlaufe
des Mahles brachte Prinz Heinrich ein Hoch auf den
Kai=
ſer aus. Der Kaiſer forderte die Anweſenden auf, die
Gläſer zu füllen und brachte drei Hurras für den
Kaiſer=
lichen Jachtklub, ſowie deſſen Gäſte aus. Die Muſik ſpielte
den Yorckſchen Marſch. Der Kaiſer ließ heute nachmittag
der Flotte die Annahme der Wehrvorlage durch ein
Sig=
nal bekanntgeben.
* Kiel, 30. Juni. Die Kaiſerin beſuchte heute
vormittag die Jacht „Iduna” und begab ſich zum Start
der Sonderklaſſen. Der Kaiſer hörte heute vormittag einen
Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts und beſuchte ſpäter
den großen Kreuzer „Seydlitz”, Kommandant Kapitän von
Egidy. Zur Mittagstafel iſt der Chef des Admiralsſtabes
Admiral v. Pohl geladen worden.
* Kiel, 1. Juli. Der Kaiſer begab ſich um 8 Uhr
an Bord der Segeljacht „Meteor” und die Kaiſerin
gleichzeitig auf die Jacht „Iduna‟ Generaloberſt von
Pleſſen ſegelte auf der Jacht „Hamburg II‟ Zum
Mit=
ſegeln an Bord des „Meteor” ſind geladen: Großadmiral
v. Köſter, kommandierender General v. Quaſt, Mr.
Ar=
mour, Regierungspräſident v. Meiſter, Landrat Ritter von
Marx, Oberförſter Freiherr Speck von Sternburg,
öſter=
reichiſcher Militärattaché Graf von Colloredo=Mannsfeld
und Botſchafter a. D. Freiherr Mumm von
Schwarzen=
ſtein.
Luftfahrt.
Bodenſeewaſſerflug 1913.
* Konſtanz, 30. Juni. Um 6,15 Uhr nachmittags
ſtartete Vollmöller auf Albatros=Eindecker (mit
75 PS.=Mercedes=Motor) für den Preis für
Sportflug=
zeuge und den Ehrenpreis des Kaiſerlichen Automobil=
Klubs im Bojen=Viereck bei Konſtanz, überflog die
Kon=
trollſtation Romanshorn und waſſerte vorſchriftsmäßig
hinter der Ziellinie auf dem Unterſee; bei Radolfzell
ſtieg er wieder auf und flog nach dem Bojen=Viereck nach
Konſtanz zurück. Vollmöller benötigte für die zirka 95
Kilometer lange Strecke 48 Minuten, was einer
Stunden=
geſchwindigkeit von 105 Kilometern entſpricht. Der
Flie=
ger Gſell erfüllte die letzte Bedingung für den
Be=
fähigungsnachweis, der mit nur 70 Metern von ſtatten
ging.
* Konſtanz, 1. Juli. Heute wurde zum erſtenmal
um den Großen Preis vom Bodenſee (40000 Mark und
Ehrenpreis des Staatsſekretärs des Reichsmarineamts)
geſtartet. Trotzdem heute nur der kleine Motorbootsdienſt
zur Sicherung vorgeſehen war, ſtarteten vormittags 8.52
Uhr Gſell auf Friedrichshafen=Zweidecker, dann um 8.56
Uhr Thelen auf Albatros=Doppeldecker beide mit
Paſſa=
gieren. Der Abflug erfolgte bedingungsgemäß vom Land
aus, zweimal um den Bodenſee mit Zwiſchenwaſſerungen
bei Lindau und Konſtanz. Flieger= und Fluggaſtgewicht
iſt auf 180 Kilogramm ergänzt, Flughöhe einmal
min=
deſtens 500 Meter, Geſamtſtrecke 200 Kilometer. Als erſter
traf im Bojen=Viereck in Konſtanz Gſell ein, der zu den
zwei Runden 106 Min. 51 Sek. gebrauchte, bald darauf
Thelen mit 108 Min. 51 Sek. Flugdauer. In Anbetracht
der ſchweren Bedingungen ſind gegenüber den bisherigen
Waſſerwettbewerben die Leiſtungen des heutigen Tages
am Bodenſee ganz hervorragende. Heute nachmittag
wer=
den weitere Maſchinen um den Großen Preis ſtarten.
Außerhalb dieſem Wettbewerb hat heute Faller auf Aviatik=
Zweidecker den Höhenbefähigungsnachweis erbracht. Hirth
führte Probeflüge auf Albatros=Eindecker von etwa einer
Stunde Dauer aus.
C Darmſtädter Flieger Der Feldpilot
Traut=
wein der „Deutſchen Sommerflugzeugwerke” ſtieg am
Montag abend 6.05 Uhr zu einem Ueberlandflug auf und
landete 7.55 Uhr in Freiburg.
H. B. Mainz, 1. Juli. Leutnant Schulz und
Ma=
jor Siegert von der Fliegerſtation Metz trafen auf
ihrem Fluge von Darmſtadt nach Köln bei Bingen
ſchwere Wolkenbänke und mußten auf dem Flugplatz
Mainz eine Zwiſchenlandung vornehmen. Der Wei=
Vor kundert Jahren.
Erinnerungsausſtellung im Gewerbemuſeum.
II.
Einen breiten Raum in der Ausſtellung nehmen die
Gebrauchsgegenſtände des täglichen Lebens ein,
vornehm=
lich das Porzellan. An dieſen Stücken, deren
Mehr=
zahl man den täglichen Gebrauch anſieht, ein Beweis
da=
für, daß es nicht Zierſtücke auf dem Nippesſchrank oder
der „Etagere” waren, ſieht man erſt, welche Verflachung
in der Kunſtform und damit im Verſtändnis für die
ge=
diegene Schönheit der uns täglich und ſtündlich
umgeben=
den Dinge des Alltags= und Werkgebrauchs die
Fabrik=
induſtrie gebracht hat, wie unperſönlich und
ſchablonen=
haft die Dinge ſind, die man uns heute vorſetzt. Und
es darf als ein Glück unſerer Zeit betrachtet werden, daß
auch hier die moderne Kunſt, das Gewerbe veredelnd,
mächtig eingeſetzt hat, uns von neuem die Schönheit des
Zweckmäßigen, des Gebrauchsgegenſtandes ſchätzen zu
ler=
nen. Schönheit beherrſcht alle dieſe Formen der Taſſen
und Täßchen, Teller und Tellerchen, der Schalen und
Tab=
lette, Leuchter uſw. uſw. Und wenn das mit Vorliebe
verwendete Gold in einigen dieſer Porzellanſervice uns
auch hier und da protzenhaft erſcheint, ſo muß man doch
zugeben, daß ſelbſt in den goldenen Taſſen und Kannen,
die ja doch wohl Prunk=oder Feſttagsgegenſtände geweſen
ſein mögen, das Gold nie Selbſtzweck, es immer der
zier=
lichen feinen Kunſt untertan war, ſei es in der Form
oder in dem reichen feinen Dekor.
Zierlich und fein! Das iſt das Signum all dieſer
Gegenſtände in ihrer künſtleriſchen Geſtaltung. Dabei
nir=
gends geſuchte Formen. Meiſt einfach Kugel= und
Halb=
kugelform oder vielfach variierte Schweifungen. Aber wie
edel ſind ſie in ihrem ſimplen Ausdruck und dann wie
köſtlich zierlich das Beiwerk, in der Form meiſt der Henkel,
im Dekor der ornamentale oder maleriſche Schmuck.
Man kann, nein, man muß ſich zu dieſen Dingen die
Menſchen denken, zierlich in der Kleidung, in den
Um=
gangsformen, anheimelnde Familienidylle, Ruhe und
Be=
dächtigkeit in den Bewegungen, in der Unterhaltung.
Und doch, wie ſtark war die Generation, was hat ſie
ge=
leiſtet! Neben Meißner Porzellan im Dekor Gold mit
weiß, oder grün, öfters noch blau mit Gold, oft auch
bunt und mit köſtlichen Malereien geſchmückt, war auch
Wedgewood ſehr beliebt. Einige köſtliche Stücke in
ſchwarz und in hellblau ſind ausgeſtellt.
Zierlich in Form und im Ornament iſt auch der
Tafel=
ſchmuck in Silber oder Gold, Bronze= oder Meſſingguß.
Es ſind Stücke von ganz entzückender Feinheit darunter,
beſonders unter den Filigranarbeiten. Aber auch die
Ziſelierungen zeugen von meiſterhafter techniſcher
Fertig=
keit, wie von dem alles beherrſchenden Kunſtempfinden
und Geſchmack, der immer eine ausgeſprochene perſönliche
Note verrät. Prunkſtücke an Material und an Reichtum
der Formen, des künſtleriſchen Ausdrucks ſind meiſt die
Standuhren, zu denen vielfach mehrarmige Leuchter als
Pendents gehören an denen ornamentaler oder
tektoni=
ſcher Schmuck oft in reichſter Fülle angebracht iſt. Auch
eine Anzahl fein aufgefaßte Porträtbüſten und Figuren
ſind in dieſem Zuſammenhange zu nennen. Ein großer
Glasſchrank enthält ausſchließlich koſtbares ſilbernes
Tafelgerät und einige charakteriſtiſche Waffen,
vor=
nehmlich Reiterſäbel, feſt und ſchwer in der Form und
fein in den Gravierungen und in dem Scheidenſchmuck.
Eine Vitrine enthält ausſchließlich
Miniatur=
bildniſſe, die zu allen möglichen Zwecken,
vornehm=
lich wohl — ein der Nachahmung empfohlener Brauch
zu Geſchenken Verwendung fanden. Wir ſehen, daß
Künſtlerhand Taſſen und Teller, Broſchen und Anhänger,
Ringe und ſonſtigen Schmuck, dann aber auch
Buch=
deckel, Etuis, Doſen und Büchschen, Schmuckkäſtchen uſw.
mit Miniaturbildniſſen ſchmückte. Und die große
Mehrzahl dieſer Bildchen iſt von unbeſtrittenem
künſt=
leriſchen Wert. Man betrachte einmal eingehender die
Zeichnungen, die Leuchtkraft der Farben in dem ſtets
ge=
ſchmackvollen Kolorit.
Drei große Tiſchvitrinen enthalten wertvolle
ſchrift=
liche Dokumente aus der großen Zeit, die meiſt vom
Haus= und Staatsarchiv zur Verfügung geſtellt wurden,
und aus dem Beſitz der damaligen Prinzeſſin Luiſe
ſtam=
men. Brieſe, Widmungen, Gedichte uſw. Wir ſehen viele
Originale aus der Hand Ernſt Moritz Arndts, dann von
Friedrich Ludwig Jahn, Freiherrn vom Stein, Max von
Schenkendorf. Heinrich von Kleiſt, Nettelbeck, Chriſtian
Gottfried Körner, Scharnhorſt, York, Gneiſenau, Bülon
von Dennewitz, Blücher, Nollendorff u. v. a. Inhaltlich
ſind das alles Dokumente von dem die Zeit beherrſchenden
Geiſt. — Ein anderer Kaſten enthält außer Briefen eine
Anzahl Ordensdekrete, Orden der Ehrenlegion, die an
heſſiſche Tapfere verliehen wurden, einen Reiſepaß des
Prinzen Emil von Heſſen uſw.
Hierunter befindet ſich auch ein Ordensſtern
Napoleons aus dem Beſitz der Frau von Wuſſow
Exz. In einem käſtchenartigen Doppelrahmen iſt links
der Ordensſtern, Silber, mit der geſtickten Inſchrift:
PROVTDENTIAE MEMOR, rechts eine Beſtätigung
ſei=
ner Echtheit und Verfügung des Beſitzers in folgendem
Wortlaut:
„Dieſer Ordensſtern Napoleons gehört zu denen,
welche der Kaiſer in ſeinem Wagen zurückließ, als ſich
derſelbe in der Nacht nach der Schlacht von Belle=Alliance,
vom 18ten zum 19ten Juni 1815, den unter Anführung des
Generals von Gneiſenau verfolgenden preußiſchen
Trup=
pen durch die Flucht entzog.
Da mir das Glück zu Theil geworden iſt, als
Offi=
zier des Generalſtabes des Feldmarſchalls von Blücher,
nicht allein jener Schlacht beizuwohnen, ſondern auch zur
Begleitung des Generals von Gneiſenau während der
Verfolgung nach der Schlacht zu gehören, ſo möge dieſer
Ordensſtern Napoleons als ein ehrenwertes Andenken
von mir und meinen Nachkommen fort und fort bewahrt
werden.
J. G Philipp von Wußow,
geb. den 1. May 1792.”
Eine dritte Vitrine enthält Notizbücher, Scherz= und
Glückwunſchkarten, Spielkarten uſw., auch Dokumente
der Zeit. Zu den bereits erwähnten zahlreichen Bildern,
Stichen und Originalbildern, die die Porträts der
be=
deutendſten Perſönlichkeiten zeigen, ſeien noch Bilder aus
Alt=Darmſtadt erwähnt, die ſicher ebenfalls lebhaftes
In=
tereſſe erregen.
M. St.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Juli 1913.
Nummer 152.
terflug ſoll, wenn das Wetter günſtiger wird, morgen
er=
folgen.
* Altenburg, 30. Juni. Anläßlich der
Einweih=
ung des Altenburger Flugſtützpunktes am
Samstag fand zwiſchen dem Kaiſer und dem Herzog
ein Depeſchenwechſel ſtatt. Der Herzog
telegra=
phierte an den Kaiſer: Es gereicht mir zur großen
Freude, Ew. Majeſtät melden zu können, daß heute in
Altenburg unter zahlreicher Beteiligung von Militär=
und Zivilfliegern der zweite Flugſtützpunkt des Deutſchen
Reiches eingeweiht worden iſt. Ernſt. — Hierauf ging
folgendes Telegramm des Kaiſers ein: Ich danke Dir
für die erfreuliche Nachricht. Möge das Flugweſen in
Deutſchland, welchem Du ſo tätige Unterſtützung leiſteſt,
eine weitere erfolgreiche Förderung erfahren. Das iſt
mein aufrichtiger Wunſch. Wilhelm.
Sporf, Spiel und Turnen.
Radſport. Gaunachtfeſt des Gaues 9 D.
R.=B. Samstag, 5. Juli, findet das diesjährige Nachtfeſt
des Gaues 9 des D. R.=B. im neuen Waldreſtaurant in
Buchſchlag ſtatt. Die Wertung erfolgt von 11½ Uhr an.
Ein ſchönes Programm verſpricht einige frohe Stunden
allen Freunden des Radſports.
Radler=Rheinfahrt des Gaues 9 D. R.=B.
Bei Gelegenheit der im Auguſt ſtattfindenden
Wander=
fahrt des Gaues 9 des D. R.=B. durch das Wiſperthal
nach Lorch a. Rh. ſoll eine Rheindampferfahrt mittelſt
Sonderdampfer der Köln=Düſſeldorfer Geſellſchaft die
Teil=
nehmer durch den ſchönſten Teil des Rheins führen.
An=
gehörige der Gaufahrtteilnehmer können die Tal=
Dampfer=
fahrt von Mainz nach Caub benützen. Berg= und Talfahrt
koſten 3 Mk., Bergfahrt 2 Mk. Anmeldungen an den
Gau=
fahrwart M. Bogdann, Frankfurt=Eckenheim baldigſt
er=
beten.
* Gau=Algesheim, 30. Juni. Der zweite Tag des
Rheinheſſiſchen Gauturnfeſtes war dem
Wetturnen von Unteroffizieren und
Mannſchaften der Garniſonen Mainz,
Darm=
ſtadt und Worms gewidmet. Das Turnen ſtand unter
der Leitung des in ſportlichen Kreiſen bekannten
Ober=
leutnants Peters vom Pionier=Bataillon Nr. 25 und des
1. rheinheſſiſchen Gauturnwarts Frey=Mainz. Eingeleitet
wurden die Wettübungen durch einen intereſſanten
Ent=
ſcheidungskampf der Fußballmannſchaften des Infanterie=
Regiments Nr. 87 und des Infanterie=Regiments Nr. 117
um die Goldene Kette von Mainz, einen vom Mainzer
Ruderverein geſtifteten Wanderpreis. Fünf Minuten vor
Schluß des Spiels ſtanden beide Parteien gleich (222).
Da gelang es im letzten Moment der Fußballmannſchaft
der 117er, mit einem Tor plus den Sieg davonzutragen.
Den einzelnen Spielern der ſiegenden Mannſchaften
wur=
den kunſtvolle, vom Mainzer Ruderverein geſtiftete
Er=
innerungsmedaillen überreicht. Am Riegenturnen
betei=
ligten ſich 12 Riegen mit 220 Turnern, am
Einzelwett=
turnen, im Schleuderball, Wettlaufen (100 Meter) und
Freiweitſpringen 209 Turner. 70 Unteroffiziere und
Mannſchaften blieben Sieger. Die vom Mainzer
Ruder=
verein geſtiftete Plakette als Wanderpreis für die beſte
Leiſtung im Tauziehen errang die Mannſchaft des
Pio=
nier=Bataillons Nr. 25 in Mainz.
Handel und Verkehr.
Schiffsliſte für billige Briefe nach den
Vereinigten Staaten von Amerika (10 Pf.
für je 20 g): „Kaiſer Wilhelm der Große” ab Bremen
1. Juli. „Amerika” ab Hamburg 3. Juli, „Kaiſer
Wil=
helm II.” ab Bremen 8. Juli, „Imperator” ab
Ham=
burg 9. Juli, „Cleveland” ab Hamburg 10. Juli, „Prinz
Friedrich Wilhelm” ab Bremen 12. Juli, „Kronprinz
Wilhelm” ab Bremen 15. Juli, „Kaiſerin Auguſte
Victoria” ab Hamburg 17. Juli, „Berlin” ab Bremen
19. Juli, „Kronprinzeſſin Cecilie” ab Bremen 22. Juli,
George Waſhinoton” ab Bremen 26. Juli, „Kaiſer
Wilhelm der Große” ab Bremen 29. Juli, „Imperator”
ab Hamburg 30. Juli, „Main” ab Bremen 2. Auguſt.
Alle dieſe Schiffe, außer „Cleveland” und „Main”, ſind
Schnelldampfer oder ſolche, die für eine beſtimmte Zeit
vor dem Abgange die ſchnellſte
Beförderungsgelegen=
heit bieten. Es empfiehlt ſich, die Briefe mit einem
Leitvermerke wie „direkter Weg” oder „über Bremen oder
Hamburg” zu verſehen.
Vermiſchtes.
* Der Verband ſtädtiſcher Pfandmeiſter
Heſſens hielt im Reſtaurant „Altmünſterhof” zu Mainz
ſeine Hauptverſammlung ab, die gut beſucht war. Um
10 Uhr vormittags begannen die Verhandlungen, welche
ſich bis 3 Uhr ausdehnten. Hieran ſchloß ſich ein
gemein=
ſchaftliches Mittageſſen und dann Spaziergang und
Be=
ſichtigung der Sehenswürdigkeiten der Stadt Mainz. Aus
den Verhandlungen iſt u. a. hervorzuheben, daß nach
Be=
kanntgabe des Jahresberichts und der Rechnungsablage,
der Vorſtand beauftragt wurde mit den maßgebenden
Vor=
ſtänden zwecks Zuſammenſchluß ſämtlicher heſſiſchen
Pfand=
meiſter in Verbindung zu treten. Ferner wurde
beſchloſ=
ſen, an Großh. Regierung durch den Vorſtand Vorſchläge
zur bevorſtehenden Umänderung der derzeitigen
Dienſt=
vorſchriften einzureichen. Weiter wurden einige neue
Mit=
glieder aufgenommen und als Ort der nächſten
Hauptver=
ſammlung Worms beſtimmt. Der ſeitherige Vorſtand
wurde einſtimmig wiedergewählt.
Literariſches.
— Die glänzende Feſtrede, die der Rektor der
Landesuniverſität, Prof. D. Eck, bei der gemeinſamen
Jahrhundertfeier von Stadt und Univerſität Gießen am
1. Juni gehalten hat, wurde auf vielfaches Verlangen
als Sonderdruck hergeſtellt und iſt für 40 Pfg. in allen
Buchhandlungen oder vom Verlag Alfred Töpelmann in
Gießen zu erhalten.
Die Hitze in Amerika.
* Neu=York 30. Juni. Die von Oſten über das
Land ſich heranwälzende Hitzwelle erreichte jetzt die
atlantiſche Küſte.
* Neu=York, 30. Juni. In den Städten des
We=
ſtens ſind 33 Todesfälle infolge Hitzſchlag
vor=
gekommen.
* Chicago, 30. Juni. Infolge der ſeit drei Tagen
andauernden großen Hitze ſind 42 Todesfälle
einge=
treten.
Zur Annahme der Wehr= und
Deckungsvorlagen
ſchreibt die Norddeutſche Allgemeine Zeitung:
Nach vollendeter Erledigung der großen Aufgaben iſt der
Reichstag jetzt in die Ferien gegangen. Von dem
Augenblick an, wo die Regierung, mit den Vorarbeiten
her=
vortrat, bekannte ſich das deutſche Volk mit feſter
Ent=
ſchiedenheit für die Vorlage. Der Reichstag ſah ſich vor
große Aufgaben geſtellt und er hat die gewaltige Arbeit,
namentlich in den Verhandlungen der Budgetkommiſſion,
bis zum Ende durchgeführt. Die Regierung hat die Freude,
die Vorlagen in vollem Umfange Geſetz werden zu ſehen.
Wir begrüßen es beſonders im Intereſſe der
Grenzprovin=
zen, daß es gelungen iſt, auch die Bewilligung der
gefor=
derten Kavallerie=Regimenter durchzuſetzen.
Weit ſchwieriger als die Erledigung der Vorarbeiten
zur Heeresvermehrung war die Feſtſtellung der
Koſten=
deckung. Auch hierbei hatte der Reichstag eine feſte Stütze
in der Opferwilligkeit des Volkes, das ſeine Ueberzeugung
klar und prachtvoll bekundete. Der Gedanke der
Wehr=
beiträge wurde ſofort mit faſt einmütiger Zuſtimmung
aufgenommen und nicht umſonſt wurden die Vorbilder
unſerer Geſchichte aufgerufen. Sie kräftigten überall den
Entſchluß, auch in der Hergabe materieller Güter es den
Vätern nach zu tun. Wenn auch der Reichstag bei der
Deckung der laufenden Ausgaben ſich von dem Vorſchlag
der Regierung entfernte, wuchs doch das Kernſtück eines
Beſitzſteuerkompromiſſes aus dem Regierungsentwurf
her=
vor. Gewiß beſtanden vom Standpunkte der Einzelſtaaten
Bedenken gegen die Vorſchläge des Reichstags. Aber
an=
geſichts der Größe der Aufgaben wurden ſie zurückgeſtellt.
Das Ziel, für die Durchführung der allgemeinen
Wehrpflicht finanzielle Fürſorge zu treffen, wurde erreicht,
und ſo darf man auf das Geſamtergebnis der ſchwierigen
Verhandlungen über das Wehrgeſetz und die Deckung
ſei=
ner Koſten mit Befriedigung blicken. Es iſt ein gutes
Stück Arbeit getan. Möge es dem Vaterlande zum Segen
ſein!
Die Lage auf dem Balkan.
Die Londoner Botſchafter.
London 30. Juni. Wie das Reuterſche Bureau
er=
fährt, werden die Botſchafter morgen nachmittag im
Auswärtigen Amt wieder zuſammentreten;
ob=
wohl die letzte Zuſammenkunft der Botſchafter erfolglos
verlief, haben kürzlich fortlaufende Beſprechungen zwiſchen
den verſchiedenen Regierungen und auch zwiſchen den
Bot=
ſchaftern außerhalb der Botſchafterkonferenz ſtattgefunden,
um über die Fragen, über die auf der Konferenz ſelbſt kein
Fortſchritt erzielt werden konnte zu einem
Uebereinkom=
men zu gelangen. Dieſe Beſprechungen haben einigen
Er=
folg gehabt und man glaubt, das Ergebnis werde ſein, daß
die Beſprechungen auf den Zuſammenkünften der
Botſchaf=
ter beſchleunigt und fruchtbarer ausfallen werden, ſelbſt
über die ſchwierige Frage der Grenzen von Epirus. Die
Verhandlungen zwiſchen Rom und Paris ſind nicht ohne
Reſultat geblieben, und es iſt wahrſcheinlich, daß ein
Kompromiß erzielt wird. Die Botſchafter haben die
Hoffnung, daß die Arbeit der Kommiſſion vor Ende Juli
glücklich beendet ſein wird. Vorausſichtlich werden die
Botſchafter morgen über die Verfaſſung Albaniens und
die Frage des Zugangs Serbiens zum Adriatiſchen Meere
beraten.
Der Zwiſt unter den Balkanſtaaten.
* Sofia, 30. Juni. Die Regierung beauftragte die
Vertreter Bulgariens in Belgrad und Athen,
gegen die Zwiſchenfälle, welche die abſolut nicht zu
recht=
fertigenden Angriffe ſerbiſcher und griechiſcher Truppen
hervorriefen, und gegen die offenbar eine Herausforderung
bezweckende Zuſammenziehung griechiſcher und ſerbiſcher
Truppen zu proteſtieren. Die bulgariſche Regierung lehne
jede Verantwortung für die Folgen ab, die aus einem
ſol=
chen Vorgehen unmittelbar vor der friedlichen
Liquidie=
rung der territorialen Streitigkeiten ſich ergeben können.
* Belgrad 30. Juni. In der heutigen
Beantwor=
tung der Interpellation in der Skupſchtina ſagte der
Miniſterpräſident Paſitſch u. a.: Nachdem die ſerbiſche
Regierung die Ueberzeugung erlangte, das ruſſiſche
Schiedsgericht erfolge auf einer breiteren Baſis und der
ſerbiſch=bulgariſche Konflikt werde gleichzeitig mit dem
grie=
chiſch=bulgariſchen Konflikt verhandelt, beſchloß ſie, das
ruſ=
ſiſche Schiedsgericht könne angenommen werden. Der
ſer=
biſche Standpunkt wird in dem ſerbiſch=bulgariſchen
No=
tenwechſel und dem der ruſſiſchen Regierung zu
unterbrei=
tenden Memorandum dargelegt. Die ſerbiſche Regierung,
dem Schiedsgericht zuſtimmend, verblieb bei dem im letzten
Expoſé feſtgeſetzten Standpunkte. (Beifall und
Händeklat=
ſchen rechts.)
* Wien 1. Juli. Die Südſlawiſche
Korreſpon=
denz erfährt aus unterrichteten diplomatiſchen Kreiſen
Bel=
grads: Die ruſſiſchen Geſandten in Sofia,
Belgradund Athen richten ernſte Ermahnungen
an die dortigen Regierungen, die begonnenen
Feindſelig=
keiten ſofort einzuſtellen und nichts zu verabſäumen, um
Verhandlungen im friedlichen Wege einzuleiten. Sie
er=
innern gleichzeitig an die Einladung nach Petersburg und
verlangen die Feſtſetzung des Termins für die
Zuſammen=
kunft. Die diplomatiſchen Vertreter Frankreichs
unter=
ſtützen die Schritte Rußlands.
Die Angriffe der Bulgaren.
* Athen, 30. Juni. Das amtliche Preſſebureau
ver=
öffentlicht folgende Depeſche aus Saloniki: Die
bul=
gariſche Armee begann einen allgemeinen
An=
griff gegen die griechiſchen und ſerbiſchen Streitkräfte.
In der durch die Serben beſetzten Region überſchritt ſie
die durch das Protokoll feſtgeſetzte Grenzlinie und rückte
gegen Metzikovo, Bogdantza und Gewgeli. In der
An=
nahme, daß Gewgeli von den Bulgaren beſetzt ſei,
über=
ſchritt die bulgariſche Armee die gleichfalls im
griechiſch=
bulgariſchen Protokoll feſtgeſetzte Grenze bei dem
Pan=
gäongebirge und marſchiert auf Eleftera. Die in Eleftera
ſtationierte griechiſche Kompagnie iſt abgeſchnitten.
Eine griechiſche Abteilung, die im Tale von Muſteni
an=
gegriffen wurde, zog ſich auf Tzyeſi zurück. Von der
Kom=
pagnie in Eleftherai liegen keine anderen Nachrichten vor,
als daß geſtern abend 6.50 Uhr 20 Kanonenſchüſſe gegen
den Ort abgegeben worden ſind. Heute früh um vier Uhr
wurde auf dem linken Ufer des Wardar Geſchützfeuer
ver=
nommen. Drei bulgariſche Regimenter aus Deirance
griffen auf dem linken Ufer des Wardar bei Metzikovo die
ſerbiſchen Vorpoſten an. Bulgariſche Artillerie beſchießt
die auf dem rechten Ufer befindlichen Befeſtigungen. Heute
um 5 Uhr früh wurde der griechiſche Poſten, der 12
Kilo=
meter von Karasniti entfernt in der Nhe von Kilindra
ſtand, angegriffen. Um 7.45 Uhr morgens griff ein
bul=
gariſches Bataillon den griechiſchen Poſten bei Nigrita an,
um 8.50 Uhr rückten die Bulgaren gegen den Bagolitza=
See vor.
* Belgrad, 30. Juni. Das ſerbiſche Preſſebureau
teilt mit: Die geſtern nachmittag überreichte bulgariſche
Note, die gegen angebliche ſerbiſche Ueberfälle an der
Grenze Einwendungen erhebt trägt den Charakter
ſyſtema=
tiſcher Vorbereitung, da in ihr von Ereigniſſen geſprochen
wird, die erſt heute nacht eingetreten ſind. Auffallend iſt
es, daß die bulgariſche Telegraphen=Agentur von ſerbiſchen
Ueberfällen zu erzählen wußte, zu einer Zeit, da der
Kampf, der von den bulgariſchen Truppen eingeleitet
wor=
den iſt, noch gar nicht begonnen hatte. Es iſt konſtatiert
worden, daß der erſte Angriff von ſeiten der
Bulgaren erfolgt iſt, und zwar heute nacht um 2 Uhr
10 Minuten. Ueberdies waren bulgariſche
Truppenbeweg=
eungen und Verſchiebungen ſchon am 28. Juni an der
Grenze zu bemerken, die den Anlaß zu Vermutungen
ga=
ben, daß ſeitens der Bulgaren Vorbereitungen zur
Eröff=
nung der Feindſeligkeiten getroffen wurden. Auch der
unvermutete plötzliche Angriff auf die griechiſchen
Poſitio=
nen beweiſt, daß von den Bulgaren die Eröffnung des
Krieges geplant und mit Vorbedacht eingeleitet worden
iſt. Als ſchlagender Beweis für das unloyale, allen
Kriegsregeln ſpottende Vorgehen der
bul=
gariſchen Regierung gegen Serbien und
Griechenland muß die Zurückhaltung des offiziellen
Geſandtſchaftskuriers von Sofia in dem Grenzorte
Zari=
brod angeſehen werden, der die offizielle
Geſandtſchafts=
poſt für das Miniſterium des Aeußern mit ſich führte. Von
dem Verbleib dieſes Kuriers iſt trotz dringlicher Anfragen
bis zur Stunde nichts bekannt. Die ſecbiſche Regierung
muß ihrem Erſtaunen darüber Ausdruck geben, daß
Bul=
garien die Feindſeligkeiten eröffnet hat, ohne ſich im
min=
deſten an Sitte und Gepflogenheit zu halten. Die
Ant=
wort der ſerbiſchen Regierung beſagt dasſelbe.
* Athen, 30. Juni. Der gemeldete Angriff der
bulgariſchen Truppen ſcheint ohne ernſte
ſtra=
tegiſche Bedeutung zu ſein. Von zuſtändigen
Krei=
ſen wird erklärt, daß der bulgariſche Angriff gegen die
griechiſch=ſerbiſche Front ſich lange vorbereitete. Die
grie=
chiſche Regierung traf alle notwendigen Maßregeln, um
die Sicherheit des eroberten Landes aufrecht zu erhalten.
Eine amtliche Nachricht über die Kriegserklärung
Bul=
gariens liegt jedoch nicht vor. Der Miniſterrat hat
be=
ſchloſſen, heute abend in Sofia energiſchen
Proteſt=
gegen die neue Verletzung des Demarkationsprotokolls
ein=
zulegen. Die öffentliche Meinung iſt über das Verhalten
der Bulgaren auf das äußerſte empört.
Nach einer Meldung der Frankf. Ztg. habe der
grie=
chiſche Miniſter des Aeußern, Koromilas, ecklärt: Nachdem
Bulgarien alle verſöhnlichen Schritte Griechenlands durch
wiederholten Vertragsbruch und die Ueberſchreitung der
vor kurzem feſtgeſetzten proviſoriſchen Grenzlinie
beant=
wortet und jetzt den allgemeinen Angriff begonnen habe,
habe die griechiſche Regierung nicht umhin gekonnt, ihren
mazedoniſchen Diviſionen den Befehl zur
Offen=
ſive zu erteilen. Damit ſei der Krieg ohne formelle
Erklärung entfeſſelt. Die Regierung werde in
die=
ſem Sinne in Sofia eine Erklärung abgeben.
Griechen=
land lehne die Verantwortung für den Krieg, der
zweifel=
los ernſte Folgen haben werde, ab.
Die Klagen Griechenlands gegen Bulgarien.
* Athen, 1. Juli. Die geſtern nachmittag in
Sofia übergebene griechiſche Note beſagt u. a.:
Das Bündnis, welches Bulgarien mit uns ſchloß, war
fraudulös, denn es hat die daneben gegen unſere
Intereſſen mit anderen geſchloſſenen Uebereinkommen uns
verſchwiegen. Auch die Art und Weiſe, wie Bulgarien
den Vertrag ausführte, iſt gegen Treu und Glauben.
An=
ſtatt mit allen Kräften gegen den gemeinſamen Feind zu
marſchieren, entſandte es bedeutende Kräfte nach
Oſtmaze=
donien, das von türkiſchen Truppen entblößt war, um
illoyaler Weiſe Saloniki zu beſetzen, während die
türki=
ſchen Truppen ſich noch gegen die griechiſchen ſchlugen.
Anſtatt den Krieg bis zur Vernichtung des türkiſchen
Widerſtandes durchzuführen, heuchelte es Ermüdung und
befolgte die wiederholten Vorſchläge nicht, Verſtärkungen
nach Tſchataldſcha zu ſchicken und Gallipoli zu beſetzen,
damit die griechiſche Flotte die Dardanellen forcieren und
ſo die Türkei niederwerfen könnte. Vertragswidrig.
ſchloß Bulgarien ohne unſere Genehmigung einen
Waffen=
ſtillſtand ab, nachdem es durch ſeine Haltung den
Friedens=
ſchluß verhindert hatte. Nachdem es ſo den Krieg
ver=
längert und ſich dann noch wiederholt heimlich mit dem
gemeinſamen Feinde verſtändigt hatte, ſchloß Bulgarien
den Frieden und andere Vereinbarungen mit der
Tür=
kei gegen die Meinung und die Intereſſen der
Verbün=
deten ab. Bulgarien ſuchte den Charakter der Beſetzung
Salonikis durch die griechiſche Armee zu ändern, indem
die bulgariſchen Trupen das dort gewährte Gaſtrecht in
eine Mitbeſetzung umzugeſtalten und Zivilbehörden
ein=
zuſetzen verſuchte. Hinterliſtig und gewaltſam ſetzte es
Zivil= und Militärbehörden in den von Griechen
beſetz=
ten Bezirken ein. Die Note zählt ſodann Gewalttaten
aller Art auf gegen die griechiſchen Geiſtlichen, Lehrer,
Schulen, Kirchen, Gemeinde= und Privateigentum,
Män=
ner, Frauen und Kinder, Inſulten gegen Bilder des
Königs und griechiſche Fahnen, die Beſchlagnahme
grie=
chiſcher Handels= und die Beſchießung griechiſcher
Kriegs=
ſchiffe, die Feſtnahme griechiſcher Soldaten, Organiſation
von Banden und ſogar von Albanien aus Umtriebe
ge=
fährlichſter Art in Saloniki, Aufreizung bulgariſcher
Be=
völkerungsteile gegen die griechiſchen
Okkupationsbehör=
den und eine Reihe einzelner Gewalttaten. Sie erinnert
ferner an die Angriffe bulgariſcher Truppen gegen die
griechiſchen Stellungen bei Nigrita, Pangäon und
an=
derwärts, all das, während die bulgariſche Regierung
wiederholt verſicherte, ſie hätte Befehl gegen das
Un=
weſen gegeben. Schließlich verwarf Bulgarien alle
Vor=
ſchläge Griechenlands zur Herbeiführung eines
Schieds=
gerichts, während Griechenland aufrichtig und ehrlich eine
Verſöhnung angeſtrebt und ſelbſtverleugnend alles getan
habe, um das Bündnis aufrecht zu erhalten und einen
ſchändlichen Bruderkrieg trotz aller bulgariſchen
Heraus=
forderungen zu verhindern.
* Athen, 1. Juli. Meldung der Agence d’Athènes
Der bulgariſche Geſandte ſuchte heute den
Mini=
ſterpräſidenten Venizelos auf, um wegen der Angriffe
auf die Bulgaren bei Pangäon und Eleuthera zu
pro=
teſtieren, wobei er die Verantwortung den Griechen
zu=
ſchieben wollte. Venizelos antwortete, er ſei erſtaunt
ber einen derartigen Schritt der bulgariſchen Regierung,
die um jeden Preis den Krieg wolle, aber die
Verant=
wortung für die Taten ablehne in dem Augenblick, wol
bulgariſche Truppen auf einer Front von Hunderten von
Kilometern anzugreifen begonnen hätten.
Serbien und Bulaarien.
* Belgrad, 1. Juli. Skupſchtina. In ſeiner
geſtrigen Rede gab Paſitſch zunächſt eine kurze
Ueber=
ſicht über die politiſchen Beziehungen er=
Nummer 152.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Juli 1913.
Seite 7.
biens zu Bulgarien mit dem letzten Expoſé. Die
ſerbiſche Regierung habe verlangt, daß auf Grund des
revidierten Vertrages zu einer Teilung der eroberten
Ge=
biete geſchritten werde und daß die Verbündeten dieſe
Fragen im Einvernehmen löſen ſollten. Nach dem Brief
des ruſſiſchen Kaiſers an die Könige Serbiens und
Bul=
gariens habe die ſerbiſche Regierung, um ihren guten
Willen zu beweiſen, vorgeſchlagen, den ſerbiſch=
bulgari=
ſchen Streitfall friedlich zu ſchlichten und von der
bulga=
riſchen Regierung in einer Note die gleichzeitige
Herab=
ſetzung des Beſtandes der Armeen auf ein Viertel
gefor=
dert. In ihrer Erwiderung habe die bulgariſche
Regier=
ung Bedingungen geſtellt, deren Unannehmbarkeit ſie
vorausſehen konnte. Die ſerbiſche Regierung mußte alſo
die bulgariſchen Bedingungen zurückweiſen und
gleich=
zeitig den eigenen Vorſchlag, bedingungsloſe Herabſetzung
der Truppenbeſtände, aufrecht erhalten. Erſt nach
Beant=
wortung der letzten ſerbiſchen Note über die
Truppen=
reduzierung habe Bulgarien die erſte ſerbiſche Note,
betref=
fend die Reviſion des Bündnisvertrages, in der
bekann=
ten Weiſe beantwortet. Die ruſſiſche Regierung habe der
ſerbiſchen und bulgariſchen Regierung vorgeſchlagen, ſie
ſollten erklären, daß ſie einwilligten, ſich bei der
Zuſam=
menkunft in Petersburg über den durch den Vertrag
feſt=
geſetzten Schiedsſpruch zu unterhalten. Serbien habe
ge=
antwortet, einen Schiedsſpruch auf der Grundlage des
Vertrages nicht annehmen zu können. Da auch der
grie=
chiſch=bulgariſche Grenzſtreit ernſt ſei und ebenſo die
In=
tereſſen aller Balkanverbündeten berühre, ergebe ſich, daß
die durch den gemeinſam geführten Krieg entſtandenen
Fragen für die Balkanſtaaten gleichzeitig gemeinſam
ge=
löſt werden müßten, und zwar bei der
Zuſammen=
kunft der vier Miniſterpräſidenten. Wenn
die Zuſammenkunft nicht zuſtande käme oder nicht alle
Streitfragen gelöſt würden, wäre die unvermeidliche
Folge, daß alle dieſe Fragen einem Schiedsrichter
unterbreitet werden müßten. Die ſerbiſche Regierung
ent=
ſchied ſich mehr dahin, daß ein Schiedsſpruch auf der
an=
gezeigten Grundlage in dem dargelegten Sinne
ange=
nommen werden könnte. Die ſerbiſche Regierung bleibe
auf dem Standpunkt, den ſie in dem Expoſé für die
Skupſchtina eingenommen habe. Indem ſie die
Einlad=
ung nach Petersburg annehme, gebe ſie einen neuen
Be=
weis ihrer Abſicht, die Streitigkeiten auf friedliche Art
gelöſt zu ſehen.
Die Haltung Rumäniens.
* Wien, 1. Juli. Die Politiſche Korreſpondenz
meldet aus Bukareſt: Die Regierung hält nach wie vor
an dem Standpunkt feſt, daß in dem Augenblick, wo der
krieg zwiſchen Serbien und Bulgarien
un=
vermeidlich iſt, die Mobiliſierung der
rumäni=
ſchen Armee anzuordnen ſei. Hier herrſcht allgemein
die Ueberzeugung, daß die rumäniſche Armee in dieſem
Falle die Linie Tuturkai=Baltſchik beſetzt. Der Wunſch,
daß der Frieden noch erhalten werden möge, iſt ſehr
leb=
haft, doch weiſt man in unterrichteten Stellen darauf hin,
daß es keiner Regierung gelingen würde, das rumäniſche
Volk in dem neuen Balkankrieg zu einem ruhigen
Abwar=
ten der Ereigniſſe zu veranlaſſen, und daß es ratſamer
ſei, die in einem feſten Rahmen abgegrenzte militäriſche
Aktion aufzunehmen, als ſich von der erregten öffentlichen
Meinung in eine waghalſige Abenteuerpolitik treilen zu
laſſen.
Letzte Nachrichten.
* Belgrad, 1. Juli. Aus Uesküb wird gemeldet:
Nach Schätzung des ſerbiſchen Oberbefehlshabers haben
100000 Bulgaren an den als ernſt zu bezeichnenden
Gefechten teilgenommen. Seit heute morgen 6 Uhr ruht
der Kampf.
* Saloniki, 1. Juli. Bei der Entwaffnung
der in der Stadt befindlichen Bulgaren mußten die
grie=
chiſchen Militärbehörden nach Ablauf der für die Abliefe
rung der Waffen geſtellten Friſt zu den ſchärfſten Mitteln
greifen. Es begannen regelrechte ſchwere Kämpfe,
be=
ſonders in der Hamidiehſtraße, wo große Abteilungen
bulgariſcher Soldaten einquartiert ſind. Die Bulgaren
leiſteten erbitterten Widerſtand Es wurden
Kanonen=
ſchüſſe und zahlloſe Gewehrſchüſſe gewechſelt, zahlreiche
Bomben explodierte‟ Die Straßen, in denen der Kampf
tobte, bieten einen troſtloſen Anblick.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Hamburg, 1. Juli. Der Kreuzer „Derfflinger”
ſt heute mittag glücklich vom Stapel gelaufen.
* Pillau, 1. Juli. Ueber die Strandung des
Dampfers „Jaroslawna” wird noch gemeldet:
Das Schiff iſt geſtern abend bei dichtem Nebel auf ein
ſtiff geraten. Da die ausgeworfenen Anker nicht
hiel=
ten, wurde der Dampfer dem Strande zugetrieben. Der
Naſchinenraum lief voll Waſſer, wodurch das Feuer
ge=
löſcht wurde. Die Regierungs=Lotſendampfer nahmen
ſofort die Rettungsarbeiten auf. Ein von der „
Jaros=
lawna” ausgeſetztes Beiboot mit 4 Bootsleuten und 8
Paſſagieren ſchlug um; die Inſaſſen wurden aber dem
Strande zugetrieben und konnten gerettet werden. Der
übrige Teil der Beſatzung, etwa zehn Mann, wurde
durch einen Raketenapparat geborgen. Der Dampfer ſitzt
noch feſt.
* Wien, 1. Juli. Auf Anordnung des Kaiſers erhält
das im Bau befindliche Schlachtſchiff 7 den Namen
Scentiſtvan”.
* Wien, 1. Juli. Der Brand in der
Wöllers=
dorfer Munitionsfabrik iſt wahrſcheinlich durch
vier im Objekt 5 beſchäftigte Arbeiter verurſacht worden.
Ungefähr dreißig Perſonen wurden leicht verletzt. Der
Schaden wird auf ungefähr eine Million geſchätzt.
* Johannesburg, 1. Juli. Der Streik im Rand=
Gebiet hat eine ernſtere Wendung genommen. Die
Streikführer hatten geſtern die Leute aufgefordert,
bewaff=
net zu den veranſtalteten Demonſtrationen zu kommen,
und gedroht, daß eventuell die Maſchinen und das ſonſtige
Grubeneigentum nicht geſchont werden würde. Das
Ka=
binett hielt in Pretoria eine beſondere Sitzung ab um
über die Lage zu beraten. Die Arbeiter auf der
Brack=
pan=Kraftſtation der Victoria Falls Power Company, die
mit ihren drei Stationen Brackpan, Roſherville und
Sim=
merpan, ſowie die Rand=Minen, mit Ausnahme der
Rand=
fontein= und der Eaſt=Proprietary=Mine, mit Licht und
Kraft verſieht, haben ſich ebenfalls dem Streik
ange=
ſchloſſen. Die Arbeiter auf der Geduldgrube ſtreiken ſeit
geſtern abend.
* Neu=York, 1. Juli. Heute nacht brach in einem
Einwandererhaus in dem 70 Polen, Deutſche und
Iren ſchliefen, die am folgenden Tage nach Europa
zurück=
kehren wollten, Feuer aus. 12 Perſonen
wur=
den getötet, 20 erlitten ſchwere Brandwunden oder
ſonſtige Verletzungen durch Springen aus den Fenſtern.
Man vermutet Brandſtiftung.
* Lawrence (Maſſachuſetts), 1. Juli. Der Laufſteg
zum Städtiſchen Badehaus iſt zuſammengebrochen.
Zwölf Knaben ertranken.
IB. Osnabrück, 1. Juli. Trotz aller Unterſuchung iſt
es bisher nicht gelungen, die Urſache der
Erkrankun=
gen im 78. Infanterie=Regiment in
Osna=
brück zu ermitteln. Die Polizeidirektion von Osnabrück
hat eine Bekanntmachung erlaſſen, nach der ſich alle
Per=
ſonen, bei denen ſich Vergiftungserſcheinungen
irgend=
welcher Art bemerkbar machten, zu melden hätten. Bis
heute iſt eine Anmeldung dieſer Art nicht erfolgt, ſo daß
es als ſicher bezeichnet werden kann, daß in der
Bevölke=
rung Krankheitsfälle nach dem Genuß von Fleiſch nicht
vorgekommen ſind. Der Magiſtrat beabſichtigt, eine
offi=
zielle Darſtellung der Angelegenheit herauszugeben, die
ſich auch mit der Stellungnahme der Militärbehörden
be=
ſchäftigen dürfte. Wie das Osnabrücker Tageblatt meldet,
hat ſich heute der die Unterſuchung führende
Regiments=
arzt. Profeſſor Otto=Hannover, nach Osnabrück begeben,
um die Nachforſchungen an Ort und Stelle fortzuſetzen.
HB. Rathenow. 1. Juli. Schwere
Ausſchrei=
tungen haben in der letzten Nacht vier junge Leute
ver=
übt. Die Gelegenheitsarbeiter Mar Altmann, Bruno
Frommhagen, Karl Radtke und der Maſchiniſt Paul Furch
drangen dort in angetrunkenem Zuſtande in die
Arbeiter=
kaſerne der Firma Schulze und Pfeil ein und verlangten
mit vorgehaltenen Revolvern Bier. Hierauf zogen ſie nach
dem Exerzierplatz, wo ſie auf die Militärpoſten mehrere
Schüſſe abgaben, ebenſo auf einen Bahnbeamten und
einen anderen Mann. Schließlich wurden ſie von
Poli=
ziſten feſtgenommen und mit Hilfe von mehreren
Zivilper=
ſonen nach der Wache gebracht und ſpäter ins
Amtsge=
richtsgefängnis eingeliefert. In ihrem Beſitz wurden
Re=
volver, Schlagringe, Patronen und Dolche gefunden und
beſchlagnahmt.
HB Amſterdam, 1. Juli. Die Königin empfing
den Führer der ſozialdemokratiſchen Partei, Dr.
Tröl=
ſtra, zur Konferenz auf Schloß Loo. Trölſtra ſteht an
der Spitze der reviſioniſtiſchen Gruppe der
ſozialdemokra=
iſchen Partei.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die Wetterlage hat ſich ſeit geſtern nur wenig
ver=
ändert. Einem Hochdruckgebiet über Weſteuropa lagert
ein Tiefdruckkern über Weſtrußland gegenüber.
Infolge=
deſſen wehen bei uns meiſt nördliche Winde, die uns
kühles, veränderliches Wetter bringen. Auch morgen
haben wir noch keine weſentliche Aenderung des Wetters
zu erwarten.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 2. Juli:
Veränderlich, vereinzelt Regenſchauer, kühl, nördliche
Winde.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Hin wohlſchmeckendes Morgen=, Mittag= und
Abendgetränk ſtatt Kaffee und Tee iſt eine
Ab=
kochung von „Kufeke” in Milch (1 Teelöffel „Kufeke‟
auf 1 Taſſe Milch, 5 Minuten gekocht). Es wird von
Kindern und Erwachſenen gern genommen und iſt in
vielen Familien ſtändig im Gebrauche, beſonders zur
Kräftigung von ſchwächlichen Perſonen, Nervöſen und
Rekonvaleszenten. Auch Sie ſollten einen Verſuch mit
„Kufeke” machen, wenn Sie ſich matt und abgeſpannt
fühlen; Sie werden ſich dann am eigenen Körper von
der belebenden Wirkung dieſer ſtärkenden Koſt
über=
zeugen. — Suppen, mit „Kufeke” zubereitet, ſind
ebenfalls ſehr beliebt, ſie ſind ſchmackhaft, kräftigend und
appetitanregend; die erforderlichen Kochrezepte erhalten
Sie in Apotheken u. Drogengeſchäften gratis. IV,14321,72
Mein
Saison-Ausverkauf
findet in den Tagen
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag u. Freitas
1. bis 4. Juli statb.
Kath. Raab
vorm.
AEIUE-SAZAN
Darmstadt
Spezialgeschäft für Braut- u. Baby-Ausstattungen.
Uhr geschlossen.
Das Geschäft ist von 1—
(13875som
Mein
bsginnt Donnerstag, den 3. Juli.
Grosse Posten Wäsche sind
bedeutend im Preise ermässigt.
Besonders günstige Gelegenheit zum
Einkauf von Braut-Ausstattungen.
C. F Erb Nachf.
Obere Elisabethenstr.
(14159imd
Verlobten
die ihr künftiges Heim gediegen,
ge-
schmackvoll und modern einrichten
wollen, wird eine Besichtigung meiner
feinbürgerlichen
Wohnungseinrichtungen
empfohlen. — Meine Möbel zeichnen
sich aus durch künstlerische
Formen-
schönheit, grundgediegene Qualität u.
infolge niedrigsterGeschäftsspesen durch
besondere Preiswürdigkeit.
en Gn
O0 RURKEE
Gr. Ochsengasse 21/23. — Tel. 287.
(10791a
GEEIIEEIIIIIIIIIIf!
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Amerika” von Neu=York kommend,
28. Juni 11 Uhr abends in Hamburg. „Ikbal” 27. Juni
9 Uhr 30 Min. morgens von Neu=York nach Newport
News. „Inkula” 28. Juni 7 Uhr 15 Min. morgens
von Baltimore nach Hamburg. Patricia” 28. Juni
2 Uhr nachm. von Neu=York über Boulogne nach
Ham=
burg. „Pennſylvania”, von Neu=York kommend, 29. Juni
12 Uhr 45 Min. nachm. in Hamburg. „Preſident Grant”
nach Neu=York, 29. Juni 10 Uhr abends von Southampton.
„Willehad”, von Kanada kommend, 29. Juni 9 Uhr
30 Min. morgens in Hamburg. „Wittekind” nach
Quebec und Montreal, 29. Juni 9 Uhr 30 Min. abends
in Rotterdam. — Vergnügungsdampfer „Meteor” von
der zweiten Nordlandfahrt kommend, 30. Juni 8 Uhr
0 Min. morgens auf der Elbe.
Tageskalender.
Hauptverſammlung der Steinkohlenbezugs=
Geſell=
ſchaft „Friede” um 8½ Uhr im Reſtaurant „Kaiſerſaal”
Abendſpaziergang des Vogelsberger Höhenklubs
(Abmarſch um 7½ Uhr vom Woogsdamm), von 9 Uhr
ab Zuſammenſein im „Schützenhof”.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 und 8 Uhr. — Heſſiſcher
Hof um 8 Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 3. Juli.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟
Pferde=Verſteigerung um 10 Uhr im Großh.
Hofmarſtall.
Heugras=Verſteigerung um 9 Uhr von der
Ge=
meinde=Nachtweidewieſe Wixhauſen (Zuſammenkunft auf
der Frankfurterſtraße bei Los Nr. 1).
Ausſtellung zur Erinnerung an die Zeit vor 100
Jahren im Gewerbemuſeum (Neckarſtraße 3), täglich
ge=
öffnet von 11—1 Uhr und von 3—5 Uhr, mit Ausnahme
der Sonntagnachmittage.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtek; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streeſe;
für des Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
nach Pilsner Art u
nach Münchner Art
Hell Export Ganu
Eeiee feinste Tafelbiere
in Flaschen und Syphons.
3826a
[ ← ][ ][ → ]Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Inli 1913.
Nummer 152.
Ernst-Ludwigstr. 7
Ernst-Ludwigstr. 7
(14325
Verkaufe meine garnierten und ungarnierten Hüte von jetzt ab bedeutend billiger.
Samstag, den 5. Juli, abends 8 Uhr,
in ſämtlichen Näumen des „Rummelbräu”, Allee 61
I. Teil Konzert
der Kapelle des Leibgarde=Infanterie=Regiments Nr. 115
unter Leitung des Herrn Obermuſikmeiſters H. Hauske
IL. Teil Tanz
im grossen Saale
Fackelpolonaise, Saalpost, Tombola.
Eintritt für unſere Mitglieder gegen Vorzeigung der
Mitglieds=
karte frei, Nichtmitglieder 30 Pfg. inkl. Steuer. Beſondere
Ein=
ladungen ergehen nicht.
(14234mf
Kaufm. Stenographen-Gesellschaft Gabelsberger
Abteilung Geselligkelt.
Bei ungünſt. Witterung findet die Veranſtaltung im Saaleſtatt.
Rheinstr. 6 — Tel. 173.
Programm
für
Mittwoch, Donnerstag
und Freitag
In I. Abt. das große Drama
Nur 3 Tage!
Das grosse Weltstadt-Programm!
Unter anderem das Senſationsdrama:
Großes Filmſchauſpiel in 3 Akten.
Dieſes neueſte tiefdurchdachte Drama behandelt mit großem
Geſchick ein ſehr heitles Suſet und nehmen die einzelnen
Vorgänge bei äußerſt ſpannendem Aufbau den Beſchauer
in höchſtem Maße gefangen.
Als zweiter Schlager:
Realiſtiſch. Lebensbild in 2 Akt.
dem Leben entnommen
ſehr gut geſpieltes Drama.
In dieſem äußerſt ſpannenden, der Tragik nicht entbehrenden
Lebensbilde ſpiegelt ſich eine Begebenheit wieder, wie man
ſie in der rauhen Wirklichkeit oftmals beobachten kann.
Genau um 2 Uhr
Ein prachtvolles Filmſchauſpiel.
HUMoR:
Johann und ſein Hund. Zum Totlachen.
Das verwünſchte Haus. Sehr originell.
Moritz als Kinoſchauſpieler, Zum Wälzen.
Lehmann als Kavalier. Humor. Schlager.
MATUR:
Pathé=Journal mit den neueſten Zeitereigniſſen.
Das Eichhörnchen. Sehr intereſſant und belehrend.
Außerdem ſchöne Einlagen.
Niemand versäume, dieses Prachtprogramm anzusehen.
Reſervierter u. I. Platz 45 Pfg., alle übrigen nur 19 Pfg.
Ein Beſuch lohnt!
(14379
Ab 1. Juli konzertiert
Drama.
Dir.: Rich. Nobitsehek.
Stets freier Eintritt.
(14307mds
Komödie.
Humoriſtiſch.
Hessischer Hol.
Mittwoch, den 2. Juli 1913
2
Milltar-Konzert
5
der Kapelle des Leibgarde=Regiments
unter Leitung des Obermuſikmeiſters H. Hauske.
Aus der Vortragsordnung: Ouvertüre zu „Die diebiſche
Elſter” von Roſſini. „Der alte Berner”, Charakterſtück von M.
Schme=
ling. Melodien aus „Die geſchiedene Frau” von L. Fall. Auf
Wunſch: „Aufzug der Stadtwache” aus der Biedermeierzeit und „Don
Quixote” von Rupprecht.
(14273
Anfang 8 Uhr. Eintritt mit Programm 15 Pfg.
Mnh
ier Mlege
wiſſenſchaftl. u. ſehr intereſſant.
UT. Wochenbericht.
(14380)
Mittwoch, den 2. Juli,
abends 8 Uhr:
nachmittags 4 Uhr:
Kur-Konzert 1 Abend-Kongert
Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61
Leitung: Obermusikmeister M. WEBER.
Bei eintretender Dunkelheit
Grosse Mlumination des Gartens.
Im Nachmittag= und Abend=Konzert als Einlage: „Heimweh”,
Lied von H. Fiſcher.
Um 10.45 Uhr Lampionpolonaiſe mit Muſik nach
Völlenfall=
tor und Kaſtanien=Allee.
10 Karten Mk. 2.−.
Eintritt 30 Pfg.
Der hintere (ſüdliche) Garten iſt immer für
Nichtkonzert=
besucher reſerviert.
(B14311
Spezialität:
kuchen
Felix Hecker
Soderstrasse 2. Am Kapellplatz.
Telephon 122. (10667a
1 Schöne Johannistrauben
u. Stachelbeeren ſind zu vk. (*1913
Erbacherſtr. 13, Hth. part.
Eine Partie ſehr ſchöne Uieber=
Crheiner Kartoffeln zu verk.,
das Pfund 5 Pfg.
(*1914
Roßdörferſtraße 60, 2. St.
Mk., 2 verſchl.,
1 Kleiderſchr. Kohlenkiſten 31
3 Mk., 1 Seſſel 3 Mk. (*1994im
Soderſtr. 29½, part.
in Stück Ewiger Klee zu verkei
E B14356) Tannenſtraße 13.
Theater
neben dem (14327
hochinteressanten Programm!
Volksschauspiel Getigheim
bei Raſtatt (in Baden)
(14313a
Wilhelm Tell
von Friedrich von Schiller.
Aufführung: Jeden Sonntag, vom 25. Mai bis 5. Okt.
ferner am 9. Juli, 15. u. 27. Auguſt auf großartiger
Naturbühne im Walde. Zuſchauerraum mit 3500 Sitz= und
500 Stehplätzen gegen alle Witterungseinflüſſe geſchützt.
Ende halb 7 Uhr.
Anfang halb 3 Uhr.
Preis der Plätze: Stehplatz 50 Pfg., Sitzplatz 1 Mk., 2 Mk.
und 3 Mk. nebſt einigen Logenplätzen zu 5 Mk.
Vorverkauf Oetigheim, Theaterbureau, Teleph. 61, Raſtatt.
Programm
zu dem am Mittwoch, den
2. Juli, von 12 Uhr mittags
ab=
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Inf.=(Leibgarde=)Regts. Nr. 115.
1. Prinz Louis Ferdinand=
Marſch von A. Koſchny. 2.
Ouver=
ture zu „Fra Diavolo” von E.
Auber. 3. Fantaſie aus „Hänſel
und Gretel” von E. Humperdinck.
4. Wanderlied von R. Schumann.
5. Eva=Walzer von Franz Lehär.
6. Der alte Berner Marſch von
H.=Schmeling.
EinMotorrad Gemeinderechnungen
neu hergerichtet billig zu ver=werden von einem tücht. Fachman
kaufen bei Rudi, Dieburger=ſprompt u. billigſt angefertigt. Gefl
(*3281 Off. u. U38₰an die Exp. (*1980
ſtraße=W- Hinterhaus.
S
Schreihmaſchine verkaufen
*1915)½. Alexanderſtr.zdgwart.
hr Pilig zuſ
verkaufen Kies=
(*1978
Neueste Krawatte
der Gegenwart!
Praktisch, bequem, dauerhaft und leichte Handhabung
sind ihre besonderen Vorzüge.
Regattes . . . . . Mk. 1.85 1.60 1.35
in farbig, schwarz-weiss göstreift und schwarz
Diplomaten . . . . Mk. 1.40 1.20 1.00
in neuesten Modefarben und schwarz.
Alleinverkauf für Darmstadt und Umgegend bei:
Wäsche-Abteilung
NE M916
Beliebt ist
ein Ausflug in das
reizend gelegene
124
Rheinhotel Nierstein.
Bekannt durch seine Küche und Weine.
Schattige Rheinterrassen, großer Saal,
Autogarage, Stallung. Fernspr. 31.
beseitigt unter 6"
diskret, gewis
billigst mit
Präparaten.
eingef
städt.
Garantie, schnell,
senhaffund
leigenen
staafl. Be-
höher, der Verbrauch von Schuhereme Pilo, weil die
Qualität und Ausgiebigkeit bervorragend ſind.
1945)
Verlangen Sie bitte nur Pilo!
Gehaltreiche Natron-Lithion-Quelle
DAUNER-SPRUDEL
Ein Qualitäts-Tafelwasser (13905a
von hervorragendem Wohlgeschmack.
Nach Gehalt und Zusammensetzung der natürlichen
Hauptbestandtelle, Natron, Lithion, Chlorcalcium,
Magnesium etc.als Kurwasser
von hoher medizinischer Bedeutung.
Elisabethenstr. 35
Niederlage Karl Bender,
Telephon 1191.
u verkaufen
ebr. Gasherd bilig zu vi.
Näheres in der Exp. (*1954
Nummer 15 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Juli 1913.
Seite 9.
Billige Reise-Gelegenheit nach
Hamburg und Lübeck
Mainzer Flottenfahrt des Deutschen Flottenverein
Lübeck - Kiel- Hamburg - Helgoland
16.-23. Juli.
(14306a
Reisende, die an der Flottenfahrt nicht teilnehmen,
können unseren Sonderzug nach Lübeck bezw.
Ham-
burg zu ermässigtem Fahrpreis benutzen.
Anmeldung an Prof. Kraemer, Mainz, Rheinallee 26. Auch zur
Flottenfahrt können noch einige Teilnehmer angenommen werden
Luftkurort Pension Waldhornese
bei Michelstadt im Odenwald, direkt am Wald.
Schöner Garten mit Terrasse. Freundl. Fremdenzimmer.
Bad. Vorzügl. Rüche, gut gepflegte Weine und Biere.
Pension von 3.50 Mk. an. Telefon 26 Amt Michelstadt.
Heuer Besitzer: Max Bastisch, (14310a
langjähriger Leiter eines Kurhauses zu Thüringen.
Wonm m uie Sommertrische.
Man verlange IIustr. Prospekt vom
Hochwald-
kurhotel in dem idyllisch 530 m ü. M. gelegenen
von herrlichem Hochwald umgebenen Luftkurort
(13928a
Allenbach, Kreis Bernkastel.
Schreibmnaschinen-Unterricht, Stenographie
(Gabelsberger)
(14233msm
Anfänger- und Fortbildungskurse
Beginn neuer Kurse
15. Juli und 1. August
Schützenstr. 5, I. H. Opel Schützenstr. 5, I.
Empfehle mich den geehrten Dmen im
usess Friſteren achu
im Abonnement, ſowie Geſellſchafts=, Ball=
und Brauk=Friſuren.
In der angenehmen Hoffnung, daß Sie mir
Ihre geſchätzten Aufträge zuwenden, zeichne
mit aller Hochachtung
Tiſa Dey, Karlſtraße 106.
B14350)
Sehte
Patent- und ingenieur-Büro (14359a
Rheinstr. 19, I. Darmstadt Telefon 1695.
Junger Kaufmann
ſucht nachweislich gutgehendes Geſchäft zu kaufen oder ſich an
nach=
weislich rentablem Unternehmen zu beteiligen. Offerten unter U 22
an die Expedition dieſes Blattes.
(*1934mds
WrimaLandware: Hinterſchinken
zum Rohausſchneiden, per Pfd.
1.15 M., ſowie ſch. Vollſchinken, per
Pfd. 1.30 M. Ueber alle übrigen
Wurſtwaren erbitte Preisverzeichn.
Für ff. Qual. w. gar. Verſ. nur unt.
Nachn. Oberhess. Wurstfabrikation
Ruppertenrod, Karl Völzing. (12178g
Mikroſkot
hochfeines Inſtrument für
Apo=
theker, Chemiker oder Schule, iſt
umſtändehalber billig zu verkaufen.
Wagners Gelegenheitsgeſchäft,
Karlſtraße 41. (*2038
Umzugshalb. gute wertvolle
Möbel zu verkaufen:
Waſchtiſch mit Marmorpl., Nachtt.,
einige Seſſel, Damenſchreibt., kl.
Tiſchchen, Bilder (Stiche), Lüſter
(2arm.), Kampferkiſte, Blumentiſch,
Nachtſtuhl (Waſſerſpül.),
Servier=
tiſch, mod. Damenhüte, Jahrgänge
„Woche” wiſſenſchaftliche Werke
(Architekt.), Farbenkaſten (angebr.),
Reißbretter, Punktierapparat
*1841imd) Dieburgerſtr. 6, 1. St.
Speisezimmer
helleich., Anſchaffungspr. 1900 Mk.
faſt neu, umſtändeh. zur Hälfte d.
Preiſes abzug. Näh Exp. (*2027mfo
Kinderliegewag. gut erhalten,
mit 2 Sitzen,
billig zu verkaufen
(*1948
Schuknechtſtraße 55, part.
Kleider
Bügel, Aermelbügelbretter, Ausklopfer,
Fensterleder, Putztücher, Besen und
Bürsten in großer Auswahl empf.
E. Crämer, Ludwigſtr. 7. (*2005
Aluk!
Biedermeier= und Empireſtil, alles
in Kirſchbaum, 1 Eckſchrank (für
Porzellan), 1 Uhr mit Kaſten, 1
Kommode mit Konſolſpiegel, 1
Sophageſtell, klein. rund. Tiſch uſw.
Wagners Gelegenheitsgeſchäft,
Karlſtraße 41. (*2035
Gebr. Kinder=Liegewagen mit
Schutzreifen zu verk. (*2038
Schloßgartenplatz 8, 2. St.
Frömekl.5M., ſchw. Sako m. Weſte
3 M., Hängel., Zarm., 15M., Zim. 5 M. Moſerſtr. 3, II. (B14292
Gl.Kolonialw., Obſt= u. Gemüſege=
Rſchäft z. vk. Off. u. U44 Exp. (*mo
Sehr ſolides, ſchönes 1½ſtöckiges
Eckhaus m. groß. Garten und
Stall in Eberſtadt iſt ſofort für
nur 12500 Mk. verkäuflich od. zu
vermiet. Ortsgerichtstaxe 16000
Mark. Ganz nahe an der
Straßen=
bahn. Offert. unt.
Postlager-
karte 46, Wiesbaden. (13895a
4 Z.=Haus, 4ſtöckig,
Zil verk. . neuzeitl., kleine Villa
wird in Zahlung genommen. Näh.
unt. T 72 an die Exp. (*1733mm
Villenkolonie Eberſtadt
Neuerbaute Villa zum
Alleinbe=
wohnen, 9 Wohnräume, mit
reich=
lichem Zubehör, Zentralheizung
1200 qm Garten, für den billigen
Preis von 26000 Mk. zu verkaufen
und per ſofort zu beziehen.
Auskunft erteilen
(1113a
Paul Wolf & Co., G.m. b. H.
Rheinſtraße 51.
In schöner Lage Arheilgens
iſt ein neuzeitlich eingerichtes Haus
enthaltend: 6 Zimmer, 2 Küchen,
Badezimmer, abgeſchloſſ. Vorplatz,
Keller, Speicher, Waſchküche, Gas=
und Waſſerleitung, Kloſetts, 120qm
angepflanzter Nutzgarten, billig zu
verkaufen. In nächſter Nähe
Halteſtelle der Straßenbahn. Näh.
bei Jean Geiß, Arheilgen,
(14009sm
Karlſtraße 1.
Mehr. Landhauſer
u. Baugelände i. d. Villenkolonie
Ludwigshöh Eberſtadt b. D. u. der
Bergſtr., Auerbach u. Bensheim,
ſind zu verkaufen Friedrich Pfeiffer,
Architekt, Eberstadt b. D. (9530a
Das Anwesen
Roqhelleweg20
in vornehmster Lage des
Tintenviertels
8 Zimmer mit allem Zubehör
und großem Garten enthaltend,
iſt zu verkaufen. Näheres
Bau=
bureau Mahr & Markwort,
Kaſinoſtr. 8, o. Roquettew. 22. (B14007
Tauſche
Haus gegen laſtenfreies Gelände
oder Bauplätze. Offerten unter
O. 36 an die Exped. (12891a
bis 70 pCt. der Taxe,
Nachhyp. zu netto 5 pCt.
verzins=
lich, leihe ſelbſt aus. Offert. mit
ganz ausführl. Beſchr. an
Postlager-
karte 46 Wiesbaden I. (13799a
per 1. Oktober oder
Suche auch früher 5000 M.
als zweite Hypothek auf wenig
belaſtetes Anweſen. Offerten unt.
U 15 an die Exp. d. Bl. (*1886im
Geſucht 5000 Mk.
ſof. p. akad. Staatsb. geg. 6%. Rückz.
innerh. 10 J., dopp. Sicherh. Off. n. v.
Selbſtg. u. U31 an d. Exp. (*1949md
an grundreile
Perſonen geg.
Deh
hens Möbelſicherh.
Näh. Ludwigshöhſtr. 74a. (B14026
150 Mark
von ehrlicher Familie gegen gute
Sicherheit und Zinſen auf 7 Mon.
zu leihen geſucht. Offerten unter
U 24 an die Exp.
(*1916
jährl. 330
Staatsbeamten, Mk. Eink.
ſucht alsbald 500 Mk., möglichſt v.
Selbſtgeber zu leihen. Gewiſſenh.
Rückzahl. i. Viertelj.=Raten nebſt
5—6 Prozent Zinſen garantiert.
Gefl. Offerten unter U 41 an die
Exped. ds. Bl. erbet.
(*1989
Hede Fraizer Raiserkrone
von täglich friſch eintreffenden Sendungen
empfiehlt
(*2031mf
Dieburgerstrasse 10
W. Nungesser, rernsprecher 864.
Seite 10.
Welbliel
Exped. ds. Bl. erbeten.
Damenſchneiderei als Arbeiterin,
welche nur ſolides Arbeiten ge= Frauen und Mädchen
Erſcheinung, in all.
Zweigen des Haus=
1. Oktober od. früh. ſtraße 60.
Stellung zur Führung eines gut.,
frauenloſen Haushalts geg. mäßige
Vergütung. Gefl. Offerten unter
T 83 an die Expedition. (B14103
Ehrl. ſaub. Frau geht halbe Tage Eehnmädchen
Waſchen Teichhausſtr. 40. (*1973 gegen ſofortige Vergütung
Fräulein geht außer dem Hauſe geſucht. Nietſchmann. (14349mf
bügeln Mauerſtr. 14, II. (*2017
*2014)
beſſerem Damen=Konfektionsge=
U 48 an die Expedition. (*2000mf
Saubere Frau ſucht Laufſtelle.
Beſſungerſtr. 77, Hth. (B14352
Stellen ſuchen: Haush., Herrſch.
Köchin., Hausm., Kinderfrl., Allein= Hermannſtraße 35. (B14184
mädch., w. bg. koch. kön., f. 15. Juli
u. 1. Aug. Prau Minna Dingeldein, ge= Suche zum 1. Okt. eine zuverk
werbsmäßige Stellenvermittlerin,
Eliſabethenſtr. 5, Tel. 531. (*2042
Kiesſtraße 9, Hinterbau.
Junge, Lauffrau ſucht f. morgens
2 Std. u. nachm. 1 Stde. Laufd., Suche ſof. j. ſaub. Mädch. f. vorm.
oder Stellung in kleinem Haush. Zeughausſtr. 7, Metzgerlad. (14216a
Karlſtraße 36.
(*2028
Junges Mädchen ſucht Stelle
Ruthsſtr. 23, II.
(*2043
Reinl. Frau ſucht Lauſtelle,
igeht auch halbe Tage arbeiten,
Obergaſſe 40. (*1984
Unabhängige Frau ſ. vormittags
Laufdienſt Langgaſſe 18. (*1979
Jung., ſaub. Frau ſucht Laufdienſt
auch halbe Tage, in der Nähe.
Inſelſtr. 21, Hths., pt., I. (*1952 In kleinen, ruhigen Haushalt
Reinliche Frau ſucht mittags
1—2 Stunden Laufdienſt Stift
ſtraße 79, parterre.
(*197.
Männlich
in Drogen u. Kolonial=
Suche warengeſch. Stelle als Tüchtiges,
Verkäufer od. Lageriſtp. 15. Juliod. jüngeres Mädchen
1. Auguſt. Off. unter U 33 an
die Expedition ds. Bl. (*1942mdf Mitze, Hügelſtraße 19.
Junger Kaufmann
25 Jahre alt, perfekt in
Buchhal=
tung, Maſchinenſchreiben, mit
allen Büro=Arbeiten vertraut, ſucht
ſofort oder ſpäter Stellung. Gefl.
Off. u. U50 a. d. Expd. (*2029ms
Schüler der Kunſtgewerbeſchule
Stuttgart (Möbelfachklaſſe),
be=
reits 1½ Jahre bei Architekten
tätig, ſucht während Ferien (Aug. u.
Sept.) auf dem Zeichenbureau einer
Möbelfabrik oder eines
Innen=
architekten Stellung. Kleine
Ver=
gütung erwünſcht. Off. u. N. 733
an Haasenstein & Vogler,
A.-G. Mannheim. (II,13944
Dauichmker
22 Jahre alt, Abſolvent einer
Bau=
gewerkſchule, der ſchon 3 Jahre als
Techniker tätig war und jetzt
Hoch=
ſchule beſucht, wünſcht Ferienſtell.
(Auguſt, September, Oktober), im
Baugeſchäft (am liebſten Eiſenbeton)
bei beſcheidenen Anſprüchen. Gefl
Off. an A. Hertwig, Darmſtadt,
Wendelſtadtſtr. 11, parterre. (*1919
Sen
Weiblich
Zum 1. Auguſt oder ſpäter
ſuchen wir eine tüchtige
jüngere Verkäuferin.
Es kommen nur Damen in
Frage, die ihre Lehre in einem
Ausſtattungs= oder
Mann=
fakturgeſchäft beendet haben u.
ein gewandtes, höfl. Weſen
beſitzen. Näh. Expd. (14116oim
Ste bieſtge Kohlenhandiung
ſucht bis zum 1. Auguſt ds. Js. eine
Jängere Kontoristin.
Gefl. Angebote unter U 34 an
die Exped. ds. Bl. erheten. (14294ms
Zuarbeiterinnenſow. Lehrmädch.,
für Putz geſ. Hochſtr. 23, I. (14370a
Keine Arbeitsloſen
mehr!
Leute aller Berufe bei einem
Ver=
dienſt von 5—10 Mk. pro Tag
ſo=
fort geſucht. Melden nachmittags
4—6 Uhr. Näh. Exped. (*1976
feines Damenputzgeſchäft per
Mitte Auguſt bezw. 1. September
geſucht:
eine Direktrice,
ie
r eine Zuarbeiterin,
g.
ein Lehrmädchen
ie für den Verkauf u. ein Lehrmäd=
schen, welches das Putzmachen er=
lernen will. Schriftliche Angebote
unter K. 745 an die Annoncen=
n. expedition von Chr. Kullmann,
n Wilhelminenſtr. 9. (IV,14225,5 wöhnt iſt. Offerten unter § 57finden lohnende Beſchäftigung bei
an die Exped. ds. Bl. (*1309idm wolf Strauß, Sortieranſtalt,
32 J., ſympathiſche Gräfenhäuſerweg 75. (14115oimf Junge Mädchen
halts erfahren, von 14—16 Jahren geſucht.
Daſſſe kinderlb., ſucht zum Frommann & Bünte, Roßdörfer
(1427 Junge Frau ſucht Laufdienſt! Zum 1. Auguſt, ev. früher, in
Fuhrmannſtraße 7.kleinen herrſchaftlichen Haushalt
geſucht, welche bereit
Dame ſucht Aushülfsſtelle in Köchin iſt, am 1. Oktober mit
ſchäft per ſofort. Offerten unter nach Berlin zu ziehen. Näheres
Heinrichſtraße 92, II. (*1876im Suche wegen Verheiratung zum
15. Auguſt eine feinbürgerliche
mit guten Zeugniſſen
Köchin für Offiziershaushalt (IV,14224,5
Köchin
die ſelbſtändig kochen kann und
Mädchen ſucht von mittags bis Hausarbeit übernimmt. Anmel=
abends Beſchäftigung. (*2026 dungen wochentags zwiſchen 9—10
und 3—4 Uhr. Frau Sanitätsrat
Brückner, Bismarckſtr. 29.
— Suche einbrav. Mädch.längſtens
bis 15. Juli, auf Wunſch ſofort.
Karlſtraße 52.
(B14066 Stellenkoſe Mädchen finden
Unterkunft bei Frau Bauer,
Marktplatz 12.
(7725a Suche große Anzahl Köchinnen
u. Alleinm. ſof. u. ſpät. Johannette
Weißmantel, gewerbsmäßige
*1946
Stellenvermittlerin, Karlſtr. 30. (*1 zuvert. Alleinmädchen,
welch. ſchon ged. hat, z. 15. Juli geſ
Heinrichſtraße 128, 2. St. (*1930 Reinl. Fr. Samstag morg. 2—3 St.
geſucht. Eckhardtſtr. 7, pt. (*1923 tagsüber geſucht. Näheres Bäckerei
(*1918 Saubere Lauffrau (morg. 1 Std.)
lſof. geſucht Liebigſtr. 11, pt. (*1967 Ordentliches Mädchen für
Haushalt von vormittags 8 bis
12 Uhr ſofort geſucht
*2012) Nieder, Rheinſtr. 12½ Anständig. Mädchen,
welches ſchon in beſſeren Häuſern
gedient hat, tagsüber in kleinen
Haushalt geſucht. Näheres in der
Expedition ds. Bl.
(*1990 Laufmädchen
von 7—3 Uhr oder Dienſtmädchen eintreten.
für ganz von älterem Ehepaar *1838im)
per ſofort geſucht. Näheres in der
Expedition ds. Bl.
(*1985 Eintücht. Mädch., m. gut. Zeugn.,
wird z. kleiner Fam. f. 15. Juligeg. gut.
L. gſ. Landwehrſtr. 6, II. z. erfr. (*1992 welches
Mädchen, ſchon in
beſſerem Hauſe gedient, zum als=
baldigen Eintritt geſucht. Zu erfr.
Landwehrſtraße 6, 2. St. (*2001 Kräftiges,
ſauberes Mädchen
zum Eier=Austragen per ſofort ge=
ſucht. Näh. Kiesſtr. 42, Laden. (14235 Lauffrau oder Mädchen
ſofort geſucht.
(*2046md
Lichtenbergſtraße 16, I. Männlien Won einer leiſtungsfähigen Eiſen=
betonbaugeſellſchaft wird ein
in Baufachkreiſen gut eingeführter
tüchtiger Vertreter geſucht.
Anerbieten unter T 97 an die
Erpedition d. Bl. (*14182im Jünger Hausbursche Geſucht Stadtreiſender zum Be=
ſuch von Baugeſch., Weißbind., ꝛc.Hotel Heß.
Eintritt ſofort. Off. m. Gehaltsanſpr.
unter U 43 an die Exped. (*1998
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Juli 1913.
Nummer 152.
Unpartelischer Arbeitsnachweis Darmstadt.
Grafenſtraße 30, part. (Tele=
1. Gewerbliche Abteilung, phon Nr. 371). —
Geſchäfts=
ſtunden von 8—12½ Uhr und von 2½—6 Uhr.
Allgemeiner unentgeltlicher Nachweis für Arbeitgeber
und Arbeitnehmer.
Waldſtraße 6, Zimmer Nr. 6
2. Dienſtboten=Abteilung, (Telephon Nr.371). —
Geſchäfts=
ſtunden von 9—12 Uhr und von 3—6 Uhr.
(1763a
Von den Herrſchaften wird eine Einſchreibgebühr von
20 Pfg. und eine Vermittlungsgebühr von 1 Mk. erhoben.
Für Dienſtboten iſt die Benutzung der Abteilung koſtenlos.
Zentralanſtalt für Arbeits= und Wohnungsnachweis.
Kohienhandlung
ſucht zum ſofortigen Eintritt Lehrling aus guter Familie.
unter U 13 an die Expedition.
Offerten
(14204im
Kohlenhandlung
ſucht zum Beſuch der beſſeren Privatkundſchaft einen tüchtigen
Provisionsreisenden bei hoher Proviſion. Offerten unter U 9
an die Expedition.
(*1849im
Für unſere obigen Branchen
ſuchen wir per ſofort einen in
Organiſation u. Acquiſition
durch=
ſaus bewährten
(II,14077.
Reisebeamten
für Heſſen=Naſſau u. Großh. Heſſen.
Die Stellung iſt neben einem
an=
ſehnlichen Fixum verbunden mit
Reiſeſpeſen, Proviſion ꝛc. und bietet
ſich ſpez. einem jüngeren ſtrebſamen
Herrn Gelegenheit, ſich eine ſichere
Lebensexiſtenz zu gründen. Ausf.
Offerten mit Referenzen, Reſultats
nachweiſen, Zeugnisabſchriften u.
mösl. Photographie erbeten an die
Subdirektion der Schweiz. National-
Vers.-Ges., Frankfurt a. M. Elbestr. 11.
Rebenverdicenst
Kein Verkauf an Bekannte, kein
Adreſſenſchreiben, keine Agenturen,
kein Hauſieren, ſond. durch leichte
Arbeit zu Hauſe hoh. Nebenverd
event. Selbſtändigkeit zu erlangen.
Näheres durch Poſtlagerkarte
E. R. 36 Darmſtadt. (*2019ms
Ein tüchtiger (B14365
Spengler u. Inſtallateur
ſelbſtändiger Arbeiter, geſucht.
Offerten an Philipp Loch,
Inſtallationsgeſchäft,
Worms, Gymnaſiumſtr. 3.
Küchenchef, ſelbſt. Köche, junger
Hoteldiener, Zäpfer, Hausburſchen
eſucht (nur mit guten Zeugn.).
Adolf Dingeldein, gewerbsmäßiger
Stellenvermittler, Eliſabethenſtr. 5,
II. Stock. Telephon 531. (*2032
ſucht (*1957md
Schloſſer J. Gemündt.
Portier und
Rekommandeur
mit guten Umgangsformen,
*gewandt im Verkehr mit dem
Publikum, zum 15. Juli cr.
geſucht. Bewerbungen mit
Zeugnisabſchr. und
Gehalts=
angabe unter U 37 an die
Exped. d. Bl. erbeten. (14367
H
Braver Junge, der Luſt hat, die
Gärtnerei zu erlernen, kann ſofor:
H. Schulz,
Erbacherſtraße 101
Geräue
Wir ſuchen
zum ſofortigen Eintritt
einen=
ſtadtkundig., ehrlichen, flinken
und gewandten jüngeren und
durchaus geſunden, kräftigen
Burſchen
zum Austragen von
Zeit=
ſchriften u. Paketen, mit denen
ein kleines Inkaſſo verbun=
(IV,14366,131
den iſt.
Nur gutempfohlene junge
Leute, denen an einer
dauern=
den Stelle gelegen iſt und die
eine kleine Kaution ſtellen
können, wollen ſich mit
Vor=
lage ihrer Zeugniſſe und
Em=
pfehlungen perſönlich vorſtell.
Müller & Rühle,
Hofbuchhandlung
5 Eliſabethenſtraße 5.
(Radfahrer) wird ſofort geſucht.
(14322md
Jung. Burſche zum Brotfahren
geſucht. Gute Zeugniſſe
erforderlich. Eintritt 10. Juli.
Müllerſtraße 16.
(*1935md
Junger Hausburſche 2
(Radfahrer) geſucht Karlſtraße 25,
Seitenbau. — Vorzuſtellen von
12 bis 2 Uhr.
(*2041
Ein Laufjunge
geſucht Ernſt=Ludwigſtr. 21. (*md
6—7 Zimmerwohnung
part., 2. od. 3. St., im Zentrum d.
Stadt od. Nähe der Hochſchule per
l. Okt. zu mieten geſ. Off. m.
Preis=
ang. unt. U 32 an die Exp. (*1943
in ſchöner
6 Zimmerwohnung herrſchaft
licher Lage, m. reichl. Zubeh. (zum
1. Okt. ev. auch 1. Sept.), beziehbar
zu mieten geſucht. (14046sm
Angeb. unt. T 69 an die Exp.
Zum 1. Okt. oder früher
Woh=
nung geſucht in gutem Hauſe,
twa 4 Zimmer, von ruhiger
Fa=
milie (3 erwachſene Perſ.). Angeb.
unt. § 33 an die Exp. (13713msm
Kinderl. Beamt.=Ehepaar ſucht
z. 1. Okt. mod. 4 Zim.=Wohn., Bad,
Veranda u. Bleichpl. Beding. Off. m.
Preis u. U 17 an d. Exp. (*1907im
neuzeitlich per 1. Okt. geſucht.
Offerten mit Preisangabe unter
U 45 an die Exp. (*1995ms
Nuhige Beamtenſamilie ſucht
4= ev. auch 5=
Zimmerwoh=
nung nebſt Zubehör, möglichſt
Mitte der Stadt, per 1. Oktober.
Offerten unter U 49 an die
Exvedition.
*2021mdf
roße 3—4 Zimmerwohn. oder
6 ſchöne Manſarde v.
Beamten=
familie (4 Perſ.) Nähe Marienplatz
zum 1. Okt. geſucht. Off. mit Preis
unter U 14 an die Exp. (14219a
Junges Ehepaar
mit 8 jähr. Mädchen ſucht zum
1. Auguſt freundliche 3 Zimmer=
Wohnung in beſſerem ruhigem
Hauſe. Off. mit Preis u. U 40
an die Expedition.
(*1987
Rlleinſt. ält. Dame ſucht in nur
ruh. Hauſe nette 3 Zim.=
Woh=
nung. Gfl. Off. mit Preisangabe
unt. T 92 an d. Exp. erb. (14157a
(3 Perſonen)
Ruhige Familie ſucht p. 1. Okt.
eine ſchöne 3 Zimmerwohnung
Johannesviertel bevorzugt. Gefl.
Angebote mit Preisangabe unter
U 46 an die Exp. erbet. (*2009
Schöne 3 Zimmerwohnung
der Neuzeit entſpr., von ruh. Fam.
(3 Perſ.) zum 1. Okt. Nähe
Kapell=
platz geſucht. Off. m. Preisangabe
unt. U 51 an die Exp. (14386
mit Bad, elektr. Licht und Stallung
für 1 Pferd per 1. Auguſt geſucht
in guter Lage der Stadt,
Südvier=
tel bevorzugt. Gefl. Angebote unt.
§ 18 an die Expedition des Blattes
erbeten.
(13610
2—3 Zim.=Wohn. geſ. z. 1. Okt.
von 2 Damen in ruhigem Hauſe.
Off. u. T 46 an die Exp. (*1623sm
2—3 Zimmer=Wohnung—
Gas, ev. Gartenbenutzung, zum
. Sept. od. 1. Okt. in nur beſſerem
Hauſe geſucht. Off. mit Preis
Poſt=
agerkarte 47, Wiesbaden. (*2010
Brautpaar
ſucht per 1. Septbr. ſchöne 2 Zim.=
Wohn., der Neuzeit entſprechend.
Nähe Kapellplatz. Off. m.
Preis=
angabe u. U 52 Exped. (14385
Shepar ohne Kinder ſucht zum
1. Okt. große 2= oder kleine
3 Zimmerwohnung mit Gas. Off
unter U 30 an die Exp. (*1950
Kinderloses Ehepaar
ſucht größere 2= oder kleinere
3 Zimmerwohnung mit Zubehör.
Angebote mit Preisang. ꝛc. unter
T89 an die Exp. erb. (14170a
nmöbl. Zim. mit Kab. u. Gas
v. alleinſteh. ält. Herrn z. 1. Okt.
geſucht. Offerten mit Preis unter
U 29 an die Exp. (*1940ms
Duverläſſiges Ehepaar ſucht
Wohnung m. Uebern. d.
Haus=
verwaltung. Off. unter U 40
an die Exped.
(*1986ms
Möbl. Zimmer m. voller Penſ.,
wenn mögl. Nähe Hermannſtr. geſ.
Angebote mit Preis unter U 6 an
die Expedition ds. Bl. (*1833im
Anſtändig. Herr
ſucht in der Nähe des Gaswerks
ſchön möbliertes Zimmer, event.
mit voller Penſion. Offert. unter
T 91 an die Exp.
(*1782md
Untercht
Dr. Phil.
Lehramtsreferendar, erteilt gewiſſ.
Privatunterricht und bereitet auf
Examina vor. Mäß. Hon. Beſte Refr.
Off. u. T 35 an die Exped. (13873a
Tüchtige Klavierlehrerin
erteilt Unterricht bei billigem
Hono=
rar. Waldſtraße 50, 1. St. (13546a
im Zu=
Grundl. Unterricht ſchneiden
u. Kleidermachen ert. E. Greb
Ernſt=Ludwigſtr. 15 (H. Henkel) (140
Krankenpflege-Baderlehre etc.
Theoret. und prakt.
Unterrichts=
kurſe für Damen und Herrn durch
2 Spezialärzte nach bewährter
Me=
thode. Offerten unter F. Z. V. 572
in Rudolf Mosse, (I,13954
Frankfurt am Main.
Stühle-Körbe-Stühle!
werden billig u. dauerhaft
ge=
flochten, Korbreparaturen prompt
ausgeführt. Korb= und
Stuhl=
flechterei von Ludwig Schmidt,
Rundeturmſtr. 2. Arbeit wird
ab=
geholt. Poſtkarte genügt. (*2013
Veranderung!
Umtauſch u. Wegzug v. Familie.
Habe z. Zt. abzugeben: 1 beſſeres
Vertiko, gek. 95 Mk., für 68 Mk.,
1 Salongarnitur, modern, gek.
300 Mk., für 165 Mk., 1 ältere
Garnitur 55 Mk., Sofatiſche, pol.,
von 17 Mk. an, hübſche einfache
Küche 50 Mk., 1 Schreibtiſch zu
25 und 38 Mark., dunkel eichener
Diplomaten=Schreibtiſch 75 Mk.,
Trumeauſpiegel 42 Mk.
Für Brautleute
modernes eichenes Schlafzimmer,
hochelegant, mit la Patentmatr.,
375 Mk., faſt vollſtändig neu
Mahagoni=Salon
hochelegant, beſondere Gelegenheit,
früh. Preis 800 Mk., für nur 500
Mark.
(*2033
Wagners Gelegenheitsgeschäft
Karlſtraße 41.
National, nur ¾ Jahr in Gebrauch
geweſen, gekoſt. 850 Mk.,
umſtände=
halber für nur 375 Mk. zu verk.
Wagners Gelegenheitsgeſchäft,
Karlſtraße 41. (*2037
F Hotegr. Appatat
Klappkamera, 13X18,
Schlitzver=
ſchluß, Goerz Dopp.=Anaſtigmat
Celor 4,8, fünf Kaſſetten, Taſche,
Stativ uſw. Neuanſchaffungspreis
zirka 400 Mk., jetzt für 150 Mk.
zu verkaufen.
(*1955
Offert. unt. U 36 a. d. Exped.
IKinderwagen!
noch wie neu, ſof. zu verk. bei Heinr.
Geyer, Weinbergstr. 36¾/, Vdh (B14382
Cchaufenster-Reklame-
Pla-
kate werden preiswert
an=
gefertigt Kaupſtr. 46, I. (*2044
1 oval. Tiſch
Zu verkaufen . 10 M., 1
Salon=
tiſchchen 20 Mk. Einzuſehen von
9—12 Uhr nur Werktags. (14376
Näh. in der Exped.
Ein gut erhaltener Stz= und
Liegewagen zu verk. (*2034
Gardiſtenſtr. 20, 2. St. r.
Buterhaltener Sitz= und
Liege=
wagen zu verk.
(*1953
Landwehrſtr. 39, Manſarde.
Moderner, gut erh. 2ſitz.
Sport=
wagen zu verk.
(*1924
Liebfrauenſtr. 72, 3. St.
Damenrad (Adley), wenig
ge=
braucht, zu verkaufen
*1936ms) Gutenbergſtr. 36, 1. St.
Schreihmaschine
bestes Fabrikat, fast neu,
nur einigemal gebraucht,
billig zu verkaufen. (*204s
S. Mainzer, Riegerplatz 5.
Nummer 152.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Juli 1913.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 ſchwarze Handtaſche. 1 gelblichgrauer
Damen=
handſchuh. 1 Kinderſchirm mit braunem gebogenen Griff. 1 Brille
mit Futteral. 1 kleines grünes Portemonnaie mit einigem Inhalt.
1 goldener Kinderring mit verſchlungenem M. 1 Herrenſchirm mit
braunem gebogenem geripptem Griff. 1 ſchwarzer Damenſamtgürtel
mit oxydierter Schnalle. 1 Liter=Milchblech. 1 Damenumhang
1 kleiner Patentſchlüſſel. 1 ſchwarzer ſchmaler Lackgürtel. 1 braunes
Portemonnaie mit 15 Pfennigen Inhalt. 1 Brille mit Futteral
50 Pfennig (eingewickelt in Papier). 1 Korb mit 10 Pfund Erbſen.
1 vergoldeter Manſchettenknopf. 1 Kollier mit 9 Moſaik=Anhängern.
1 ſchwarze Handtaſche mit lila Perlen beſetzt. — Zugelaufen: 1 junge
(14275
ſchwarze Katze mit weißen Pfoten. 2 junge Entchen.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher, 1 Wolfshund. Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Ver=
ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
(14323
tag, vorm. um 10 Uhr, ſtatt.
Straßenſperre. Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten wird
die Beckſtraße zwiſchen der Darm= und Soderſtraße vom 3. bis
zum 5. Juli lfd. Js. für den Fuhrwerks= und Radfahrverkehr
ge=
ſperrt. — Wegen Herſtellung von Gräben zwecks Bewäſſerung der
Bäume wird der Platanenhain vom 3. bis zum 5. Juli lfd. Js. für
(14375
jeglichen Verkehr geſperrt.
Bekanntmachung
über die Durchführung des Reichsgeſetzes, betreffend die
Be=
zeichnung des Raumgehaltes der Schankgefäße, vom 20. Jul
1881, in der Faſſung der Novelle vom 24. Juli 1909.
Da nach § 2 Abſatz 4 des genannten Geſetzes, welches am
1. Auguſt 1909 in Kraft getreten iſt, nach dem 1. Oktober 1913 auch
der Gebrauch von Schankgefäßen für Bier mit dem früher zuläſſigen
geringeren Abſtand des Füllſtrichs vom oberen Rande des Gefäßes
nicht mehr geſtattet iſt, müſſen von dieſem Tage an alle zur
Ver=
abreichung von Wein, Obſtwein, Moſt oder Bier dienenden
Schank=
gefäße in Gaſt= und Schankwirtſchaften den neuen Vorſchriften,
namentlich hinſichtlich des Abſtandes des Füllſtrichs vom
oberen Rande des Gefäßes entſprechen. Wir werden daher nach
dem 1. Oktober ds. Js. gemäß § 6 der heſſiſchen
Ausführungsver=
ordnung vom 19. März 1913 zu obengenanntem Reichsgeſetz eine
Nachprüfung der Schankgefäße in den Gaſt= und Schankwirtſchaften
vornehmen laſſen und fordern deshalb alle Inhaber von
Wirt=
ſchaften hiermit auf, bis ſpäteſtens zum 1. Oktober diejenigen
Maßnahmen zu treffen, welche erforderlich ſind, damit ihre
Schank=
gefäße vom genannten Tage ab allen Vorſchriften des erwähnten
Geſetzes entſprechen.
Ein Auszug aus dem Geſetze veröffentlichen wir nachſtehend
mit dem Anfügen, daß unter den im § 4 genannten „gehörig
ge=
ſtempelten” Flüſſigkeitsmaßen geeichte Flüſſigkeitsmaße zu verſtehen
ſind. Mit Hilfe dieſer geeichten Flüſſigkeitsmaße haben ſich die
Wirte ſelbſt von der Richtigkeit ihrer Schankgefäße vor der
Inge=
brauchnahme zu überzeugen, auch haben ſie auf Verlangen ihren
Gäſten und Kunden die verabreichten Getränke vorzumeſſen.
Wir bemerken ferner noch, daß nach § 5 der heſſiſchen
Aus=
führungsverordnung zu dem Reichsgeſetz die Schankgefäße nur einen
Füllſtrich und eine Bezeichnung des Sollinhalts haben dürfen;
jedoch ſind alte Füllſtriche und Bezeichnungen, die in haltbarer und
jeden Zweifel ausſchließender Weiſe durchſtrichen oder vernichtet ſind,
insbeſondere dann nicht zu beanſtanden, wenn der maßgebende neue
Füllſtrich nebſt zugehöriger Bezeichnung auf der entgegengeſetzten
Seite des Gefäßes liegt.
Darmſtadt, den 23. Juni 1913.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Auszug
aus dem Geſetz, betreffend die Bezeichnung des Raumgehaltes
der Schankgefäße, vom 20. Juli 1881 (Reichsgeſetzblatt S. 249)
in der Faſſung der Novelle vom 24. Juli 1909 (
Reichsgeſetz=
blatt S. 891).
Schankgefäße (Gläſer, Krüge, Flaſchen nſw.), welche zur
Verabreichung von Wein, Obſtwein, Moſt oder Bier in Gaſt=
und Schankwirtſchaften dienen, müſſen mit einem bei der
Auf=
ſtellung des Gefäßes auf einer horizontalen Ebene den Sollinhalt
begrenzenden Strich (Füllſtrich) und in der Nähe des Strichs
mit der Bezeichnung des Sollinhalts nach Litermaß verſehen
ſein. Der Bezeichnung des Sollinhalts bedarf es nicht, wenn
derſelbe ein Liter oder ein halbes Liter beträgt.
Der Strich und die Bezeichnung müſſen durch Schnitt, Schliff,
Brand oder Aetzung äußerlich und in leicht erkennbarer Weiſe
an=
gebracht ſein.
Zugelaſſen ſind nur Schankgefäße, deren Sollinhalt einem
Liter oder einer Maßgröße entſpricht, welche vom Liter
auf=
wärts durch Stufen von einem halben Liter, vom Liter abwärts
durch Stufen von Zehnteilen und vom halben Liter abwärts
durch Stufen von Zwanzigteilen des Liters gebildet wird.
§ 2.
Der Abſtand des Füllſtrichs von dem oberen Rande der
Schank=
gefäße muß
a) bei Gefäßen mit verengtem Halſe, auf dem letzteren
ange=
bracht, zwiſchen 2 und 6 Zentimeter,
b) bei Schankgefäßen für Bier zwiſchen 2 und 4 Zentimeter,
c) bei anderen Gefäßen zwiſchen 1 und 3 Zentimeter
betragen.
Der Maximalbetrag dieſes Abſtandes kann durch die zuſtändige
höhere Verwaltungsbehörde hinſichtlich ſolcher Schankgefäße, in welchen
eine ihrer Natur nach ſtark ſchäumende Flüſſigkeit verabreicht wird,
über die vorſtehend bezeichneten Grenzen hinaus feſtgeſtellt werden.
Die höhere Verwaltungsbehörde iſt ferner befugt, den in Abſatz
1 zu b bezeichneten Mindeſtbetrag des Abſtandes für Gefäße von
einem halben Liter Inhalt und darüber bis auf 3 Zentimeter zu erhöhen.
Bis zum 1. Oktober 1913 iſt der Gebrauch von Schankgefäßen
für Bier mit einem Mindeſtabſtande von 1 Zentimeter geſtattet.
§ 3
Der durch den Füllſtrich begrenzte Raumgehalt eines
Schank=
gefäßes darf
a) bei Gefäßen mit verengtem Halſe höchſtens ½o,
b) bei anderen Gefäßen höchſtens ½o geringer ſein als der
Sollinhalt.
§ 4
Gaſt= und Schankwirte haben gehörig geſtempelte
Flüſſigkeits=
maße von einem zur Prüfung ihrer Schankgefäße geeigneten
Einzel=
oder Geſamtinhalt bereit zu halten.
§ 5
Gaſt= und Schankwirte, welche den vorſtehenden Vorſchriften
zuwiderhandeln, werden mit Geldſtrafe bis zu einhundert Mark oder
mit Haft bis zu 4 Wochen beſtraft. Gleichzeitig iſt auf Einziehung
der vorſchriftswidrig befundenen Schankgefäße zu erkennen, auch kann
die Vernichtung derſelben ausgeſprochen werden.
§ 6
Die vorſtehenden Beſtimmungen finden auf feſtverſchloſſene (
ver=
ſiegelte, verkapſelte, feſtverkorkte uſw.) Flaſchen und Krüge, ſowie auf
Schankgefäße von ½ Liter oder weniger nicht Anwendung. (14054oms
Artikel II
Dieſes Geſetz tritt am 1. Auguſt 1909 in Kraft.
Ein faſt neues kompl. Bett mit
nußb. Bettſtelle für 60 Mark
zu verkaufen.
(*1959ms
Schloßgartenſtr. 55, 1. Stock.
3 große Gleanderbäume
und 2 Immergrün mit Kübeln zu
erkaufen Taunusſtr. 24. (*1970
ilte Briefmarken u. ganze
Kauſe Samml. (Sammlerpreisl.
grat.) Tönjes, Etzhorn, 1.O. (*2011md
Rosbischer Schuthferein Tar entlassche Gelangene.
Die diesjährige
ordentliche Mitglieder-Versammlung
des Heſſiſchen Schutzvereins für entlaſſene Gefangene findet
Dienstag, den 8. Juli ds. Js., nachmittags 3½ Uhr,
zu Gießen, im Sitzungsſaal des Regierungsgebäudes ſtatt.
Um recht zahlreiches Erſcheinen wird im Intereſſe der guten
Sache freundlichſt gebeten.
(14374
Darmſtadt, den 1. Juli 1913.
Der Vorſtand des Vereins:
Dr. Preetorius, Geheimerat,
Becker,
Großh. Generalſtaatsanwalt,
Großh. Direktor,
Vorſitzender.
Schriftführer.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 3. Juli 1913, nachmittags 4 Uhr
verſteigere ich im Saale „Zur Ludwigshalle‟, Obergaſſe dahier,
öffentlich meiſtbietend folgende Pfänder:
2 Büfetts, 1 Pianino, 1 Schreibtiſch, 1 Kommode, 2 Tiſche,
1 Waſchkommode, 2 Vertikos, 1 Diwan, 1 Raſierſpiegel,
2 Spiegel, 1 Kontrollkaſſe, 1 Möbeltransportrolle, 2
Lan=
dauer, 1 Fahrrad, 90 verſchiedene Roſte, 60 Herdringe,
10 Roſtkörbe, 9 Füllſchachtenden, Kohlenfüller, Kaminmantel
u. a. m.
(14368
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Darmſtadt, L
aße 28, I.
5
Verſteigerungs=Anzeige.
Mittwoch, den 2. Juli 1913, nachm. 3 Uhr,
verſteigere ich im Verſteigerungslokale „Zur Ludwigshalle‟ (
Ober=
gaſſe) zwangsweiſe gegen Barzahlung:
21 Bände Meyers Konverſationslexikon, 1 Vertiko,
2 Kanapees, 2 Schreibtiſche, Kleiderſchränke, 1
Aus=
ziehtiſch, Stühle und ſonſtige Hausmobilien.
Hieran anſchließend nachmittags 6 Uhr an Ort
und Stelle, Ernſt=Ludwigſtraße 24 (
Handſchuh=
laden):
Eine vollſtändige Ladeneinrichtung, beſtehend in 2 großen
Warenſchränken, 3 Theken und 2 Regalen. 14388
Verſteigerung vorausſichtlich beſtimmt.
Darmſtadt, den 1. Juli 1913.
Beyer,
Stellvertreter des Gerichtsvollziehers Kapp.
Errand
die neuesten und besten deutschen
Nähmaschinen
mit 5jährig. fachmännischer Garantie
(11877a
Haas & Bernhard, Rheinstr. 19
färbereiiflaushaltmit Braunsschenkarben!
nnmmn
Millionenfach bewährt!
1Bluse kostek 10Pf.
IKleid kostel 75 Pf.
bis & Paar Gardinen kasten 10 P.
wie neu
S
L
aufzufärben.
Ausdrücklich fordere maat:
Braunsschefärben
in Päckchen mit Schleifen-Schukmarke.
Die echten Brauns’schen Farben sind
zu haben in den Drogen- u. Farbenhandl. von:
Fr. Beckenhaub
Bessunger Drogerie
Emil Ehrecke
Anton Fischer
Georg Hübner
G. Liebig & Co. Nachf.
Anton Logel
Wilh. Preusser
Ph. Secker Nachf.
Friedr. Schäfer
H. Schaub
Chr. Schwinn
Joh. Stenger
Gebr. Vierheller
C. Watzinger
Ludwig Zink
Adolf Zachmann
Fabrik-Gelände.
Größeres Terrain an gut gelegener Straße u.
Eisenbahn-
station evtl. bereits vorhandenes Fabrikgebäude mögl.
mit Geleisanschluß und größerer Wasser- und Dampfkraft
gesucht. Offerten auch von evtl. interressierten Gemeinden
erbeten unter D. D. 470 an Daube & Co., G. m. b. H.,
(III, 14304
Frankfurt a. M.
tarker Kinder=Liegewagen für
7 Mk. zu verkaufen. (*1971
Schießhausſtr. 63.
St.
leine Obst- und
Trauben-
kelter zu verk. (*1975ms
Bleichſtraße 40, 2. St., r.
gebrauchte Kinderbettſtelle mit
1 Matratze billig zu verk. (B14351
Schießhausſtraße 68.
Wiederverkäufer ſucht
Johannis=
beeren, Obſt, auch Gemüſe
(*1964ms
zu kaufen.
Gef. Offert. unt. U 28 Exped.
ſucht gut. Privatmittags=
Herr tiſch. — Angebote unter
(*1968
U 26 an die Exped.
Zwei funge, ſchwere Pferde zu
verkaufen. Anfragen unter
R 74 an die Expedition dieſes
(13474a
Blattes.
öbel werd. aufpol. u. repar.
M*1802if)
Neugaſſe 1.
Wichtig
für
(117a
Magenleidende!
Reformkorsetten
z. Knöpfen mit Gummi an
den Seiten Mk. 2.75.
L. 6 M. Fuld,
Kirchstrasse 12,
gegenüb. der Stadtkirche.
§ Schwarz-weisse Rabattmarken.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Juli 1913.
Nummer 152.
Mühlſtr. 13, klein. Wohn., neu
hergerichtet, monatlich 18 Mk., per
1. Auguſt, ev. früh., z. verm. (14269omds
zum Allein=
Haus bewohnen
(Villenkolonie Eberſtadt)
mit großem Garten per 1. Oktob.
zu verm. Näh. Herderſtr. 9 und
Beſſungerſtraße 108. (B13526ms
Gartenstrasse 13,
2 Parterrezimmer, f. Büro geeignet,
billigſt zu vermieten. Näh. daſelbſt
im 1. Stock vormittags. (13340ms
Wilbelminen=
Str. 29, I. Etage
mit
7-8grosse Räume,
reich=
ichem Zubehör, neu hergerichtet,
beſonders geeignet für feineres
Geſchäft oder größere Bureaus,
zuſammen oder geteilt, per ſofort
zu vermieten. Näheres daſelbſt
im Seitenbau oder
Wendelſtadt=
ſtraße 28, II. Stock. (10756ms
Whotogr. Atelier zu vermieten.
Heidelbergerſtr. 79. (B, 12677ms
Ernſt Ludwigſtr. 3 iſt per
1. Oktob. das Zahn-Atelier
des Herrn Drautz (4 Zimmer=
Wohnung) anderweit zu
ver=
mieten. H. Stier. (10754ms
Für
Damenkonfektions-
oder
Weissnäh-Unterricht
vorzügl. geeig. Räume (13282ms
Näh. Liebigſtr. 24, part.
Rheinſtr. 12½ 2 gr. Zim. f.
Büro oder Einzelmieter geeignet,
zu vermieten.
(13129ms
Für Photographen.
Das ſeit 10 Jahren von Herrn
Hans Schramm innegeh. Atelier
u. Wohnung, Georgenſtr. 1½, ſoll
p. 1. Okt. 1913 anderweitig vermiet.
werden. Näh. durch C. W. Braun,
Darmſtadt, Martinſtr. 74. (14016ms
Raum f. Flaſchenbierhandl. od.
Selterwaſſerfabr. p. ſof. od. ſpät.
zu verm. J. Mohr, Neckarſtr. 4. (14240ms
Als
Büro oder Geſchäftslokal
Karlſtr. 3, I., 5 Zimmer nebſt
Zubeh. ſofort preisw. zu vermiet.
Näh. II. St. daſelbſt. (14238ms
Hinterbau), 3ſchöne
Schulſtr. 1 helle Räume, für
Büro und Lager geeignet, ſofort
zu vermieten.
(14308mdf
Näheres im Laden, links.
Schützenstr. 7, Laden
mit 2 Schaufenſter, ca. 125 OMtr.,
mit oder ohne Wohnung. Näh. bei
Otto Wolff, Wilhelminenſt. 26. (8422ms
mit Werkſtatt alsbald
Laden
zu verm. (8423ms
Eliſabethenſtraße 37, 1. Stock.
Eliſabethenſtr. 35 Laden mit
kleiner 3 Zim.=Wohn. zu 750 Mk.
pro Jahr per ſofort zu verm.
Zu erfragen im 1. Stock. (13716ms
Eckhardtstrassel
Eckladen m. Wohn., für jed. Geſchäft
paſſ., per ſofort zu verm. Näheres
Roßdörferſtr. 45, part. (10755ms
Ludwigsplatz 1, in erſter
Ge=
ſchäftslage, heller Laden m. zwei
Schaufenſtern, 3Magaz., Keller,
m. Wohnung v. 4 Zim. f. 1. Okt.
d. J. z. v. Alles Nähere
Hoff=
mannſtr. 28, 1. od. 2. St. (B7367ms
Schwanenstrasse 38
Laden mit 3 Zim.=Wohn., in dem
ſeith. ein Spezereigeſchäft betrieben
wurde, iſt ſofort anderweitig zu
ver=
mieten. Näheres 1. St. (12668ms
mit 3=Zimmerwohnung
Laden n. Zubeh. (550 Mk.) p.
ſofort. Näh. Soderſtr. 29, I. (10502ms
ſeit 9 Jahren
Laden beſtehend) mit3. 4=Zimmerwohnung per ſofort
zu vermieten.
(7765ms
Näheres Viktoriaſtraße 81.
Laden mit
Weinbergſtr. 11 2 Zim.=Wohn.
per ſofort, pro Jahr 400 Mark.
Näh. Heinrich Funk, Grafen
ſtraße 23½, Tel. 446. (10819ms
Laden m. Wohn.,
Grafeüſtr. großem Keller u.
Hof=ſofort zu vermieten. (12869ms
Große und kleine
und
andere
LoRantaten
mit und ohne Wohnung, inmitten der Stadt,
an verkehrsreicher Straße, ſofort zu vermieten.
Näheres durch Heinrich Funk,
Grafen=
ſtraße 23½, Telephon 446.
(12355ms
Eckladen m. 2 Schauf. u. größ.
Wohn. per ſofort zu verm. Näh.
Soderſtr. 102, 1. Stock. (13130ms
Großer Laden, in konkurrenzloſ.
Lage, welch. ſ. f. Molkerei=, Aufſchnitt=,
Käſe=, Gemüſe= u. Früchtegeſchäft
eign., nächſt d. Rheinſtr. geleg., bill. z.
vm. Off. u. T 52 a. d. Exp. (*1649sms
Heidelbergerſtr. 1, am
Ma=
rienplatz, Halteſtelle der elektr.
Straßenbahn, ſchöner, moderner
Laden
mit Ladenzimmer
zu vermieten.
(12420m
Näheres I. Etage.
Seltene Gelegenhent.
In Langen, 6 Minut. v.
Bahn=
hof, inmitten der neuerbauten
Villenkolonie, Bahnſtr. 73/10, iſt ein
großer Laden mit Ladenzimmer,
zuſammen ca. 48 Meter groß,
f. jedes Geſchäft paſſ., nebſt 3 Zim.=
Wohn. im 1. Stock, alles vollſtänd.
neu hergerichtet, bill. zu vermiet.
Anzuſeh. zu jed. Zeit. Näh. durch
den Beſ. J. Körfgen, Frankfurt
a. M., Saalburgſtr. 7, I. (14060a
Ernst-Luunigstt. 10
großer modern. Laden mit 3
großen Schaufenſtern,
Gang=
u. Winterſeite, 27 Mtr. Tiefe,
130 qm Flächenraum,
Zentral=
heizung, Gas, elektr. Licht, per
1. Okt. ev. früh. zu vermiet.
Auskunft erteilt die Firma
Herz Hachenburger Sohn
Telephon 339
Rheinstrasse 1.
(IV,12360)
Schöner Laden
mit Nebenraum, 2 Schaufenſter,
Nähe des Markts, zu vermieten.
Zu erfragen in der Exp. (14247ms
Kartſtr. 12, Laden m. 4 Zimm. und Zubehör per 1. Okt.
Näheres I. St.
(14345s
Wegen Geſchäftsauftöſung
ſchön. heller Laden m. 2 Schaufenſt.
ſofort oder ſpäter billig zu verm.
Daſelbſt mod. Ladeneinrichtung
(*2004
preiswert abzugeben.
Näh. Karlsſtraße 3, Laden.
Laden in gut. Lage, 2 Z.=W. f.
jed. Geſch., 26 Mk. monatl., ſofort.
Näh. Mathildenpl. 9, II. (*1988
zu vermiet. (12839ms
Werkſtätte Kranichſteinerſtr. 31.
Waldſtr. 20, Stb., pt., ſch.
Werk=
ſtätte, ev. auch als Lagerraum.
Näheres im 1. Stock. (8411ms
Wienersſtr. 58 kl. Werkſtätte m.
anſtoß. Schuppen ſof. z. v. (B12565ms
Für Werkſtätte geeig. helle,
trockene Kellerränme m. gr.
Fenſtern u. Asphalt=Fußbod.,
Gas u. Waſſerleitung, ſeparat.
freien Zugang nach d. Hofe, ca.
60 qm groß, evtl. mehr, p. ſofort
zu vermieten.
Gamaſchen=
fabrik Heß, Luiſenſtr. 6(12637ms
Lauteſchlägerſtr. 8 Werkſtatt m.
elektr. Vorricht. od. Lagerraum zu
(13077ms
verm. Näh. part.
Graugeriostr. 3, Werkſt., 5,50/ (4,20
gr., ſeith. Schrein., bill. abzug. Näh.
Moosbergstr. 22 pt. o. Fuchsstr. 18, I. (13972m
Lanteſchlägesſtraße 6 heizbare
Werkſtätte zu verm. (14248ms
Karlſtr. 12 h. Werkſt., 50 am,
m. L. u. K., p. 1. Okt. (14346s
Näheres I. St.
Mmer
1
Neue Niederſtr. 15, Stallung
für 3 Pferde ſofort zu ver=
(13490ms
mieten.
Lagerraum.
Im Obergeſchoß des neuen
ſtädtiſchen Lagerhauſes am
Güterbahnhof iſt ein für ſich
abgeſchloſſener, zum Lagern von
Frucht und Mehl ꝛc. geeigneter
Raum, etwa 72 qm groß, alsbald
zu vermieten.
(11438ms
Nähere Auskunft wird im
Stadt=
haus, Zimmer 64, erteilt.
Darmſtadt, den 20. Mai 1913.
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Ekert.
Taunusſtr. 1 gr. heller Raum
als Autohalle, Remise, Werkstätte,
zum Möbeleinstellen uſw. (14242ms
2 große Keller mit Gas, Waſſer
per ſofort od. ſpät. zu vermieten.
(14239ms J. Mohr, Neckarſtr. 4.
Wienerſtr. 78, I., möbl. Zimmer
an ruh., beſſeren Herrn zu verm.
Preis 18 Mk. m. Frühſtück. (13492ms
ſch. möbl.
Karlſtr. 73, 2.
Zimmer
(m. Schreibt.) a. ſol. Herrn. (B14264ms
Dieburgerſtr. 14, II., ſch. möbl.
Zimmer zu vermieten. (9108ms
Hügelſtraße 85 2 ſchön möbl.
Zimmer zu vermieten. (9526ms
Grafenſtraße 31, I., gut möbl.
Wohn= u. Schlafzimmer. (11197ms
Friedrichſtraße 11, II. Stock,
möbl. Zimmer zu verm. (11604ms
Moosbergſtr. 79, III., möbl.
Zimmer zu vermieten. (B10951ms
Viktoriaſtr. 59, I., ein möbl.
Zimmer zu vermieten. (9795ms
Hoffmannſtr. 21, Hth., II., I.,
gut möbl. Zimm. z. verm. (9834ms
Wendelſtadtſtr. 11, II., gut
möbl. Zim. zu verm. (10025ms
Wittmannſtr. 15, 2 möbl. Z.,
(Wohn= und Schlafz.) zu verm. in
gutem Hauſe an gebildete Dame
oder älteren Herrn. (B12388ms
Alicestr. 23, II. (Loupre),
Penſion, 2 möbl. Zimmer
zu vermieten, Schreibtiſch,
Gas.
(10492ms
Landwehrſtr. 15 hübſch möbl.
Zim., ev. Wohn=u. Schlafz. (12141ms
Riedeſelſtr. 68, III., möbl. Zim.
m. Kaffee p. W. Mk. 3.50. (12111ms
Hofmannſtr. 5½, II, freundl.
möbl. Zim. ſof. od. ſpät. (12375a
Riedeſelſtr. 20, II., gut möbl.
Zimmer zu vermieten. (12598ms
Eliſabethenſtr. 23, II., neu
möbl. Wohn= u. Schlafzim. an ſolid.
Herrn ſof. z. verm. (12492ms
Landwehrſtr. 1, II., eleg. möbl.
Wohn= u. Schlafzimmer. (12734a
Kiesſtraße 45, 2. Stock, gut
möbl. Zimmer zu verm. (13075ms
Grafenſtr. 22 möbl. Zim. ar
1 oder 2 Herren zu vm. (13079ms
Stiſtſtr. 52, I., gut mbl. Wohn=
und Schlafz. mit Gas und Bad
per ſofort.
(13113ms
Landwehrſtr. 6 möbl. Zimmer
mit Penſion.
(13288ms
Heinrichſtr. 66, part., möbliert.
Zim. mit Zentralheiz. und elektr.
Licht an ruh. Herrn zu vermieten.
Näheres im 1. Stock. (13525ms
Soderſtr. 39, I., freundl. möbl.
Zimm. m. ſeparat. Eing. an ſolid.
Herrn zu vermiet. (13564ms
Dieburgerſtr. 26, 2. St., klein.
möbl. Wohn= und Schlafzim., mit
ſchöner Ausſicht, an Beamten od.
Kaufmann billia zu vm. (13904a
Su
Landwehrſtr. 35 einf. möbl. Z.,
nit od. ohne Penſ., an Fräul. od. j.
Kaufm., p. ſof. od. 15. Juli. (13914ms
Alexanderſtr. 4, part., ſch. möbl.
Zimmer, m. od. ohne Klavier, ſowie
2 leere Zimmer per ſofort. (13909a
Steinackerſtr. 18, I., gut möbl.
Zimmer, ſep. Eingang, an beſſeren
Herrn.
(B13962ms
Mühlſtr. 76, III., Ecke Nied.=
Ramſtädterſtr., hübſch möbl. Zimm.
m. ſep. Eing. p. ſofort z. v. (127520ms
Eliſabethenſtraße 29, I., 2 fein
möbl. Z., Wohn=u. Schlafz. (12884oms
Kaſinoſtr. 11, Metzgerei, möbl.
Zimmer zu vermieten. (11810oms
Karlſtr. 23, I., 1 möbl. Zim. p.
ſof. od. ſp. an Herrn od. Frl. (13621g
1—2 gut möbl. Zimmer mit
Penſion ſofort zu verm.
Moſer=
ſtraße 5, Weidig. (B14098omf
Georgenſtr. 4, in gut. Hauſe,
freundl., kleines möbl. Zimmer
für ruh., ſolid. Mieter. (14109ms
Schloßgaſſe 31 möbl. Zimmer
zu vermieten. Nur ſolide Damen
wollen ſich melden.
(14120a
Heidelbergerſtr. 89, II., ſchön
nöbl. Zimmer zu verm. (13473a
Friedrichſtraße 22, pt., 2 fein
möbl. Wohn= u. Schlafz. per ſofort
ev. 15. Juli zu vermieten. (13502t
Eliſabethenſtr. 49, II., einf
möbl. Zimmer mit gutem Bett an
anſt. Herrn.
(13691t
Viktoriaplatz 9 möbl. Zimmer
zu vermieten.
(13803t
Grafenſtraße 35, II. links, gu
möbl. Zim. ſof. zu verm. (13921a
Ob. Hügelstr. 19, II.,
EckeSchützen-
straße, gut möbl. Zimmer ab
ſofort zu verm.
(13975t
Louiſenſtr. 32, II. (b. Gg. Wedell, einf.
möbl. Z., n. d. Straß., m. P. (13977a
Stiftſtr. 89, 1. St., ſchön möbl.
Wohn= u. Schlafzim. mit Schreibt.,
Gas, ſep. Eing., zu verm. (14024a
Grafenſtr. 18, 4. Stock, links,
ſchön möbl. Zim. zu verm. (*1753oim
Alexanderſtr. 5, 2. Stock, links,
möbl. Zimmer zu verm. (*1747oim
Saalbauſtr. 25, III., gut möbl.
Zimmer zu vermieten. (11392ms
Karlſtr. 58, 1. St, frdl. möbl. Z. m.
o. oh. Penſ. a. j. Kfm. o. Beamt. (*1757oim
Heinheimerſtraße 22 gut möbl.
Zim. per ſofort.
(14111a
Schulſtr. 15, II., gut möbl. Z.,
mit Frühſtück 18 M. (*1767oim
Kiesſtr. 57, pt., möbl. Zimmer,
ſepar. Eingang, per ſof. (VII,14110
Landgraf Philipp=Anlage 18,
am alten Bahnhof 2 möblierte
Zimmer, jedes einzeln per ſofort zu
vermieten. Näh. im Comtoir der
Weinhandlung Schmitt. (13229ims
Gartenſtr. 18, I., gr. fein möbl.
Zimmer für ſof. zu verm. (*1799im
Karlſtr. 53, pt., einfach möbl.
Zimmer, 16 Mk. m. K. (*1789imd
Blumenthalſtr. 91, II., einf.
möbl. Zimmer zu verm. (13735a
Martinſtraße 781—2hochſeine,
möbl. od. unmöbl. Zimmer mit od.
ohne Küche, Gas u. Elektr., an 1—2
Perſ., per 1. Okt. z. vm. (B13731ms
Wendelstadtstr. 49 Gartenſtr. 17, II.
Auto=Garage mit großem Hof
per 1. Auguſt zu verm. (13619a
gut möbl. Zimmer mit od. ohne
Penſion ſof. zu vermieten. (14169a
Riedeſelſtr. 66, I., möbl. Zim.
an Frl. od. Herrn zu vm. (*1875im
Niederramſtädterſtr. 14, 2. St.
in gutem Hauſe, möbliertes
Zim=
ner zu vermieten.
(14218t
Grafenſtr. 13, I., ſchön möbl.
Zimmer zu vermieten. (14142omd
Mühlſtr. 50, pt., ſchön möbl.
Zimmer, 1 od. 2, an Herrn od.
Dame, Preis ſehr mäß. (14190a
Grafenſtr. 18, 3. St., gut möbl
Zimmer zu vermieten. (*1820im
Nieder=Ramſtädterſtraße 64,
möbl. Zim. ſof. z. vm. H. Klös. (*1827im
Eliſabethenſtr. 25, Hth., k. reinl.
Arbeiter Schlafſtelle erh (*1856im
N.=Ramſtädterſtr. 31, I. I., ſch.
m. Z. m. Schrbt. u. Penſ. (*1897imd
Mauerſtr. 23, I., möbl. Zim
per ſofort zu verm. (*1905im
Zwei gut möblierte Zimmer
mit Penſion an israelit. Herrn
ſofort zu vermieten. Offert unt.
T 96 an die Exp. (*1803mdf
Kahlertſtr. 42, II., 1 ſchön möbl.
Z. m. ſep. Eing. ſof. z. verm. (*1925ms
Soderſtr. 42, I., I., möbl. Zimm.
ſofort zu vermieten. (*1920
Lauteſchlägerſtr. 18, II., möbl.
Zimm. ev. m. Penſ. z. verm. (*1925md
Bleichſtr. 26 (Gartenhaus) I.,
freundl. möbl. Zimmer. (*1938ms
Bleichſtr. 40, II. r., gut möbl.
Zimmer zu vermieten. (*1974ms
Karlſtr. 30, Hinterb. I. rechts,
möbl. Zimmer ſof. billig. (*1945md
Saalbauſtr. 13, II. I., freundl.
möbl. Zim. p. ſof. zu v. (14262ms
Wenckſtr. 6, II., möbl.
Wohn=
u. Schlafz. zu verm. (14251oms
Annaſtraße 2, 1. Stock, ein
gutes groß. möbl. Zimmer mit
ſep. Eingang per ſofort zu
ver=
mieten.
(*2006msm
möbl. Zim. zu
Hochſtr. 42, II., verm. (*1960
Karlſtr. 21, II., frdl. möbl. Zim. a.
ruh. Herrnpreiswert zu verm. (*1956
Gutenbergſtr. 19, part, ſchön
möbl. Zimmer mit Schreibtiſch
zu vermieten.
(*1961
Ludwigſtr. 16, III, möbl. Zim.
15 Mk., mit od. ohne Penſ. (*2015md
Mühlſtr. 26, I. r., möbl. Manſ.=
Zimmer, per Woche 2.50 Mk. (*1999
Karlſtraße 79 möbl. Zimmer
für 12 Mk. zu vermieten. (*2018
Kirchſtr. 17, 3. St., groß. möbl.
Zimmer mit 2 Betten. (*2040
Schuchardſtr. 4, II. I., möbl. Z.
m. ſep. Eing. bill. zu v. (*2023md
Liebfrauenſtr. 105, part., ſchön
möbl. Zimmer zu vermieten. (*2022
Saalbauſtraße 38 ein ſchöner
Laden per 1. Oktober. (14378ms
Men
Kiesbergſtraße 52, 1. u. 2. St.,
4 Zimmerwohnung mit all. Zubeh.
ſofort od. ſpäter zu verm. Näh.
part. o. Schützenſtr. 5, Lad. (14383a
Mollerſtr. 34, pt., neuzeitliche
4 Zim.=Wohn., Balkon, vollſtändige
Gasbadeeinricht., Manſardez. Preis
500 M. p. 1. Okt. Zu erfr. 1. St. (*1982
Wendelſtadtſtr. 43, 1. Stock,
ſchöne 3 Zimmerwohnung, Küche,
2 Keller, ſof. beziehbar. (14384a
Frankenſteinſtr. 47, 2= Zimmer=
Wohnung mit Gas und Balkon,
Preis 25 M. mtl., per ſof. (*2025
Landwehrſtr. 6,
Manſarden=
wohng., 3 Zim., p. 1. Okt. (14377s
Ludwigſtraße 18 der 2. Stock
u. die Manſarde zu vm. (14381ms
Sämtliche 5 Schaufenſter
in dem Oktroiaufſichtshäuschen
an der Allee (Zufahrtsſtraße zum
Bahnhof) ſind ſofort anderweit
zu vermieten. Nähere Auskunft
Stadthaus, Zimmer 64. (9094a
Darmſtadt, 11. April 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.
Hasen
(unge) billig zu verkaufen
Liebfrauenstr. 98, I. (*1879
Mehme Pferde auf
Weldt!
Hagedorn
Großh. Kabinettsgut Kranichstein,
Telephon 183. (13800a
Zuchthähner, Biallnter. 1913
Frühbr. in gr. Ausw. u. all. Farben,
in 4-6 W. legend, empf. fortw. billigſt
13811a) Schröder, Karlſtraße 27.
Sch. Bovermann-Kude
13 Monate, prima Stammb.,
um=
ſtändeh. billig zu verk. (*1786im
Große Bachgaſſe 1 (Boos).
„Warm zu empfehlen iſt Zucker’s
Patent-Medizinal-Seife gegen unreine
Haut, Miteſſer,
Ficken
Knötchen, Puſteln uſw. Spezial=Arzt
Dr. W.‟ à St. 50 Pf. (15%ig) u.
1.50 M. (35%ig, ſtärkſte Form).
Daz. Zuckooh-Creme (50 u. 75 Pf.).
Bei Fr. Schaefer, A. Logel, Ch. Schwinn,
Drog., u. Gg. Frz. Frank, Parfümerie.
Mercedes Couné
28/32 Kettenwagen, gut erhalten,
mit elektriſcher Beleuchtung,
mo=
dernſter Zündung und allem
ſon=
ſtigen Zubehör,
umſtändehalber=
ſofort billig abzugeben. —
Inter=
eſſenten wollen ſich wenden unter
S. 2508 an die Annoncen=
Expe=
dition D. Frenz, Mainz. (IV, 14305
ittagstisch
60 Pf. b. H. 1.— im Abonn.
Fleisch u. veget. Kost v.
50 Pf. b. 70 Pf. im Abonn.
Ausschank des berühmten
:: Wormser Weinmostes::
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Inli 1913.
Seite 13.
Stärkewäsche
wird an den Rändern nicht so leicht rauh,
da Persil allen Schweiss, Schmutz und
Staub ohne Reiben und Bürsten von selbst
löst und vollkommen beseitigt. Also grösste
Schonung des Geuebes
bei garantierter „Unschädlichkeit.
Ueberall erhälflich, nie lose, nur in Original-Peketen.
HENKEL. & Co., DUSsELDORF.
Auch Fabrikanten der allbeliebten
Gemahlene
Salmiak-Verpentin-Seffe
reinigt und schont die
wäsche;
pro Paket 15 Pfg.
Bestes und billigstes
Seifenpulver.
Nummer 152.
Brautpaare
Wollen Sie wirklich reell und gut bedient sein, besuchen Sie das
Möbelhaus von Heinrich Kunz, Arheligen.
Als besonders preiswert habe ich eine elegante bürgerliche
Zweizimmer-Einrichtung zusammengestellt, bestehend aus:
Modernem Schlafzimmer, nussb. poliert, mit zweiteil.
Spiegelschrank, grosser Toilette mit echt Marmor.
Esszimmer, dunkel eiche gebeizt, mit schwerem
Paneel-
diwan, Haarpolsterung, echten Rindlederstühlen.
Küche, pitsch-pine, mit Anrichte, Linoleumblätter.
Gesamtpreis 920 Mark.
Nussb. pol. Wohnzimmer: Diwan, Vertiko, Trumeaux,
Ausziehtisch, 4 Rohrstühle.
Imitiertes Schlafzimmer: 2 Betten, 2 Nachtschränke,
Kleiderschrank, Waschkommode mit Spiegelaufsatz, 2 Stühle,
1 Handtuchständer.
Küche mit Messingverglasung, Schrank, Anrichte, Tisch,
(13385a
2 Stühle.
Gesamtpreis 590 Mark.
Langjährige Garantie.
Franko Lieferung.
E
E
Neu!
Neu
Saalburgie
das füssige Bodenwachs
Bestes Mittel zur Pflege und Erhaltung von Linoleum u. Parkett.
Kinderleichtes Arbeiten. Glanz ohne die gefürchtete Glütte.
Preis Mk. 2.— pro 1 Kg.-Flasche
Fabrikanten: Bier & Henning, chem. techn. Produkte
Bad-Homburg v. d. Höhe.
(10484a
Niederlagen für Darmstadt: Friedrich Schaefer, Ludwigsplatz.
Central-Drogerie Anten Logel, Elisabethenstr., Heinrich Rossmann, Inselstr.
Bett, 3 Mon. gebr., bill. zu verk. (Z3ad bilig zu verkaufen (*192.
R
Karlſtr. 73, Hth. part.
*1922mf) Riedeſelſtr. 48, 1. St.
Allein-
Verkauf
FausMathas
(13407a
Darmstadt
Ludwigstrasse 15.
Billige
Schrelbmaschinen
wie Adler, Continental,
Ideal, Underwood, Oliverg
Remington, Smith Premier
nſw. liefern unter einjähriger
Garantie (13839a
Teege & Wölber
Hamburg, kl. Bäckerstr. Nr. 20.
Brennäannäpfel
Hektoliter 85 Pf., bei 10 Hl. 80 Pf.
Fichtenzapfen
Hektoliter 35 Pf., bei 10 Hl. 30 Pf.
Heinrich Keller Sohn
Heidelbergerstrasse 28.
Tel. 101. (B13898
Spottb. z. verk.: 3 f. neue Betten,
1 eintür. Kleiderſchr., 3 Teppiche,
dar, echte Perſer, Alte Schwanen=
(*1870imd
ſtraße 12.
zinen gut. halben
E Morgen ſchönes Korn
zu verkaufen.
(*1828imf
Klös, N.=Ramſtädterſtr. 64.
8
Ing., Mitgl. d. deutsch. Schutzverb.
f. geist. Eigentum, prüft Erfindg.
kostenfr., reell u. sachgem. ff.
Re-
ferenz. Ausführl. Brosch. kostenl.
Mainz, Bahnhofstr.3, Tel. 2754.
Saiamander
die populärste Marke der Welt
Extreme Modeformen sind nicht jedermanns
Ge-
schmack, weshalb wir neben diesen auch andere
Formen führen, sodaß für jeden Geschmack
gesorgt ist.
Wegen Platzmangel
ſehr billig!
Weiße moderne Jackenkl., weiße
einz. Röcke, Leinenkoſtüme,
Empier=
kleid., Bluſen, Sommermänt., Hüte,
Stiefel, Herrenanz. für gr. Fig.,
weiß. Turnhoſ., Tennish., Stiefel
u. Schuhe, f. Weißbinder,
Sommer=
anz., Knabenanz. f. 6—7 u. 13 J.,
Bettwäſche, weiß. Damenh. u. Hoſ.,
Gasl. u. viel. mehr. Teilz. geſtatt.
Ballonplatz 10,
neben der Hofapotheke, pt. (13755a
negen Verkleinerung des
Haus=
haltes Einmachgläſer „
Tiſch=
lein deck dich”, (Weckgläſer), ¾ Ltr.,
1. Ltr., 1½ Ltr., 2 Ltr., 1 faſt neu.
Kleiderſchr., 1 Holzbettſt. m.
Sprung=
federmatr. z. vk. Hochſtr. 53, II. (B14183
ehr gut erh. Jagdgewehr für
20 Mk. zu verk. Richard Schwab,
(*1780im
Friſeur, Riedeſelſtr.
Japeten-Industrie P. Schüler
Mühlstraße 78:: Ecke Niederramstädterstraße
z: Hringe mein Lager in modernen 3
Tapeten, Linkrusta, Leisten
5
*: u. S. W. in empfehlende Erinnerung. 32
Bei Abnahme von größeren Aufträgen hohen Rabatt.
Reste in jeder Rollenzahl zu jedem annehmbaren Preis.
Achtung!
Neut Chromſohlleder neu
(Grüne Hohlen) Marke Goliath!
Die Haltbarkeit und Waſſerdichtigkeit iſt ohne Konkurrenz.
Niemand ſollte verſäumen, die grünen Sohlen zu fordern, da di
Stiefel nicht mehr ſo oft beſohlt werden müſſen. Ein Verſuch und
Sie ſind von der enormen Haltbarkeit überzeugt. Achten Sie, bitte
genau auf die Marke Goliath? So auch bringe ich meine neuen
Schuhwaren in empfehlende Erinnerung in Damen=, Herren= und
Kinderſtiefeln zu ſtaunend billigen Preiſen, ſowie Sandalen, Turn
ſchuhe und Pantoffeln aller Art. Unterhalte als Fachmann in
neuen Schuhwaren unter Garantie nur prima Qualitäten. (13575a
Michael Fick, Schuhmacherei
Holzstrasse 24, nächst der Stadtkirehe.
Ich liebe Dich!
Roman von Guido Kreutzer.
(Nachdruck verboten.)
25
Das ging ſo bis gegen vier Uhr; draußen wurde es
allgemach ſchummrig; die erſten Stadtbahnzüge fuhren
bereits.
Um dieſe Zeit bezahlte, man im Café Bauer gerade
ſeinen letzten Mokka und ließ ſich in den Mantel helfen.
als Brackenow plötzlich ſo etwas wie ein unartikuliertes
Röcheln von ſich gab.
Gradeaus und dann links rum! ſagte der kleine Traſ
ſingk hilfsbereit. Aber beeilen Sie ſich, damit Sie nicht den
Anſchluß verpaſſen. Wir wollen uns nämlich noch eine
Stunde auf das geehrte Ohr legen.
Das Kaſinoküken war beleidigt.
Nee, liebes Herz — mir iſt durchaus wohl. Und wenn
Ihr mich noch tiefer unter Alkohol ſetzt, macht mir das
ebenſowenig.
Aber ich habe eben eine Viſion gehabt — eine
grauen=
hafte Idee!
Graf Eſchweege, Oberleutnant bei den Graf=
Alexan=
dern, den ſie unterwegs aufgegriffen hatten, erkundigte ſich
hoffnungsfreudig:
Haben Sie vielleicht Ratten oder weiße Mäuſe laufen
ſehen? . . . damit fängt nämlich meiſtens das delicium
tremens
Brackenow muſterte mit fatalem Lächeln die etwas
zerknitterten Phyſiognomien der Kameraden.
Wie iſt denn das gleich, meine Herren, fragte er voll
hinterliſtiger Tücke; — wenn ich mich nicht ganz infan
irre, hat die Brigade für heute Montag früh halbſieben
Uhr Gefechtsübung bei Döberitz angeſetzt? !!
Lähmendes Schweigen. Der bekannte Engel ſchwebte
durch den Raum. Man glotzte ſich gegenſeitig recht töricht
an. Es war förmlich zu fühlen, wie die verſchiedenen
Talglichter aufgingen.
Herrgott — die Gefechtsübung, die man total
ver=
geſſen hatte!!
Herzlichſten Glückwunſch, lieben Leute! ſagte
Eſch=
weege trocken, den die Geſchichte eigentlich doch garnichts
anging.
Schlug den Mantelkragen hoch und verſchwand. Aber
von draußen ſteckte er noch einmal den Kopf durch die Tür
und grinſte ſataniſch.
Ich erwarte, daß jeder von euch draußen in Döberitz
ſeine Schuldigkeit tut! Dulce et decorum est, pro
patria mori . . . .
Man ließ dieſe Blasphemie ſchweigend über ſich
er=
gehen. Man war total gebrochen.
Lanzoff kämpfte ſtumm mit einem Selbſtmordanfall.
Traſſingk dagegen hatte herausgefunden, daß es
eigentlich eine dramatiſche Situation ſei: Und ſofort
be=
kam er ſeine düſtere Intrigantenſtimme.
Unſeliger, weshalb ſagen Sie denn das erſt jetzt?
Ich hab doch ebenſowenig daran gedacht, wie ihr allel
verteidigte ſich Brackenow, dem innerlich reichlich
ſonder=
bar zu Mute war.
Jawohl . . . ſagte Oſtheeren . Regimentsbefehl: -
Fünf Uhr zehn ſtehen die Batterien zum Abmarſch auf
dem Kaſernenhof!
Das iſt eine Stunde Zeit, um nach Haus zu fahren;
den dampfenden Schädek ins Waſchbecken zu ſtecken; ſich
umzuziehen und rechtzeitig in der Kaſerne zu ſein!
Na, vorläufig ſtehen wir ja noch ganz gemütlich in
Ueberrock und Mütze im Café Bauer herum! konſtatierte
der baumlange Leutnant Ramin von der erſten Batterie
etwas mühſam.
Was zur Folge hatte, daß man ſich eine Minute ſpäs.
ter auf der Straße befand und wiederum eine
Minute=
darauf ſechs ſchwer überfrachtete Autos die Linden
hinunterglitſchten, um am Brandenburger Tor in alle
vier Himmelsrichtungen auseinander zu ſpritzeng
Es wurde niemals aufgeklärt, ob der
Brigadekom=
mandeur aus direkter ironiſcher Bosheit oder nur aus
Unkenntnis der Sachlage gerade dieſen Morgen nach der
Siegesfeier für eine Gefechtsübung gewählt hatte.
Tatſache war jedenfalls, daß man draußen in Döberit
um punkt halbſieben mit wütendem Geſchützfeuer gegen
markierte feindliche Infanteriemaſſen vorging; daß die
4,
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Juli 1913.
Nummer 152.
Mein
beginnt
heutel
Sämtliche modernen
Herren- und Knaben-Anzüge, Paletots, Bozener
Mäntel, Pelerinen, Joppen, Westen und Hosen
(keine alten Ladenhüter, sondern neue, moderne Waren)
werden, um eine radikale Räumung zu erzielen,
weit unter Preis teils zu und unter
Selbst-
kostenpreis ausverkauft. (14302a
W. Deuster
Markt 11½, Ecke Marktstraße.
Nachstehender
und Maustrie
Landgraf-Philipp-Anlage 6
und
Depositenkasse: Wilhelminenstrasse 14
Aktienkapital u. Reserven: 192 Millionen Mark
Für die Reisezett:
Ausländisches Geld
Stahlkammern (Safes) von 5 Mark an für ein Fach
Kreditbriefe ev. für die ganze Welt gültig.
Analysen-Vergleich
veranschaulicht die Vorzüge der
Offenbach a- M.
Natron-Lithionquelle I. Ranges
gegenüber anderen ähnlich klassierten Mineralwässern.
Die Analysen sind berechnet nach den im Deutschen
Bäderbuch (1907) angewandten Grundsätzen.
Das Mineralwasser entspricht in seiner
Zusammen-
setzung einer Lösung, welche in einem Kilogramm enthält:
Feuer- u. diebessichere Aufbewahrung von Wertpapieren
und Wertgegenständen aller Art
Verwaltung von Wertpapierbeständen — auch Hypotheken
Verzinsung von Hardepositen (gegen Einlagebücher)
Nähere Auskunft an unseren Schaltern.
Fernsprecher 819.
A
Suppenwürze
unübertroffen
in Flaschen à ℳ0,40, 0,75, 1,40 und
4.20, sowie nachgefüllt und in
Korb-
flaschen prokg ℳ3,20 in allen einschl.
Geschäften zu haben.
(12350a
Vertreter: Otto Caspary
Darmstadt.
Arheilgerstr. 10.
Beste Toilette-Seifen
loſe gewogen, das Pfd. 55 und
65 Pfg., bei Entnahme von 10 Pfd.
50 u. 60 Pfg. F. B. Grodhaus,
am weißen Turm.
(13219a
Won heute ab jeden Mittwoch
von 9 Uhr ab
(13730a
friſchen Zwiebelkuchen
Georg Kaiser, Woogſtraße 2
Bäckerei und Konditorei.
Es sind also bei der „Kaiser Friedrich Quelle”
ins-
besondere zu beachten der hohe Gehalt an Natron
und Lithion und der geringe Gehalt an Kalk und
Eisen.
Die „Kaiser Friedrich Quelle” eignet sich infolgedessen
speziell als vorzügliches Heilmittel bei allen
Stoffwechselkrankheiten, wie Gicht,
Rheu-
matismus, Blasen-, Nieren- u. Gallenleiden
und kann selbst vom schwächsten Magen jahrelang
ohne nachteilige Folgen vertragen werden. Rein
natürliche Füllung unter Zusatz natürlicher
Kohlen-
säure; auf Wunsch auch ohne solchen.
Hauptniederlage für Darmstadt
bei
(I,11521
Iiartn Jai
Pallaswiesenstrasse 30 Fernsprecher Nr. 305.
Wohne jetzt
Holgosstrascekre 14, parterfe
Faur biland
Schwedische Heilgymnastik und Massage
Spezialist für „ischias‟. (13053a
Adler, Ideal, Under=
Gebrauchte Schreibmaſchinen. wood und andere
Syſteme liefert billigſt
(11407a
Friedrich Rühl, Kranichsteinerstr. 591/10.
Batterien gottesläſterlich herumgejagt wurden, weil von
drüben alle Naſelang aufdringliche Kavallerie attackierte;
und daß die Leutnants öfter als gemeinhin üblich die
Helme lüfteten, um feſtzuſtellen, wie ſich der friſche
Mor=
genwind heute zu den ausgepuſteten Gehirnen verhielt.
Nachher wurde es obendrein auch noch heiß!
über einem brannte die Sonne — unter einem ſchwitzte
der Gaul; der ſchwelende Pulverdampf legte ſich wie dicker
Nebel auf die Lungen; im Magen revoltierte alles
mög=
liche, über das man ſich in der Eile doch nicht klar
wer=
den konnte.
Mit einem Wort — es war lieblich!!
Und der Brigabekommandeur ließ es richtig Mittag
werden, ehe er das zweckloſe hinhaltende Feuergefecht
ab=
brach und die Batterien wieder abrücken konnten. —
Auf dem Rückwege hatte der Oberſt von Lühe am
Reichskanzlerplatz, in deſſen Nähe er wohnte, das
Kom=
mando an den Etatsmäßigen abgegeben, war vom Gaul
geklettert und mit der nächſten Droſchke nach Hauſe
ge=
fahren.
So wurde auch Lanzoff als Adjutant frei. Und da
der Major ſchläfrig vor ſich hin döſte, ſchlängelte ſich der
Oberleutnant unauffällig nach hinten zur dritten
Bat=
terie, wo Oſtheeren ihn mit etwas verglaſten Augen
empfing.
Nett von Ihnen, Lanzoff, daß Sie mich hier in
meiner Einſamkeit beſuchen. Wenn Sie nachher wieder
nach vorn kommen, dann tun Sie mir die einzige Liebe
und veranlaſſen Sie den Major, daß er antraben läßt!
Bei dieſer Zottelei brauchen wir ja geſchlagene drei
Stunden bis zur Kaſerne!
Weshalb denn dieſe Eile, Oſtheeren? wunderte ſich der
Adjutant. Sie haben doch nachmittag keinen Dienſt und
können ausſchlafen.
Wenn’s nicht wichtigere Dinge auf der Welt gäbe
ſicherlich. So aber leg ich mich nur für eine Stunde auf
die Chaiſelongue und kriech um vier ſchon wieder in den
Ueberrock.
Der Aeltere muſterte den Kameraden etwas ſkeptiſch.
Five ofelock tea oder Rendezvous! Aber von beidem
rate ich deingend ab. Dagegen wäre es durchaus
ange=
bracht, Sie gingen bis morgen früh in Quarantäne
indem, daß Sie nämlich eine grüngelbe Leichenfarbe
haben!
Der Baron rauchte mannhaft.
AAlſo das iſt mir nun ſchon ganz ſchnuppegal, lieber
Herr. Außerdem handelt ſichs weder um einen ſive
o’elock noch um ein Rendezvous, ſondern . . . er brach ab.
Ne ernſthafte Geſchichte?
Sozuſagen ja.
Pauſe.
Sehen Sie, Lanzoff, die Neuigkeiten, die Sie mir da
geſtern mit ins Rennen gegeben haben, laſſen mir keine
Ruhe mehr; haben mich ſchlankweg aus der Faſſon
ge=
bracht. Vielleicht bin ich auch nur aus dieſem Grunde bis
zum Morgengrauen mit euch allen herumgezogen.
Der Oberleutnant wußte ſofort, worum es ſich
han=
delte. Er wurde unruhig.
Und was folgt daraus?
Daß ich mir vorgenommen habe, heute nachmittag
reinen Tiſch zu ſchaffen.
Der Andere zog ſo ſcharf an den Zügeln, daß ſein
Rappe erſtaunt den Kopf wandte.
Sie ſind verrückt, Oſtheeren; oder mindeſtens nervös
überreizt!
Keine Idee!
Aber ſelbſtverſtändlich. Und ich ſage Ihnen, laſſen
Sie um Gottes willen den Rittmeiſter in Frieden, ſonſt
gibts einen großen Skandal mit dem einzigen Reſultat,
daß Sie ganz unnötig Fräulein Krottenheim bloßſtellen.
Der Baron machte große Augen.
Sierndorff? . . . ich denke ja gar nicht daran, mich mit
ihm zu haken. Wie können Sie nur auf ſolch abſurde
Vermutung kommen?!
Aber ich will mir wenigſtens . . . die Frau ſichern,
damit ich, falls erforderlich, ein — Recht habe, für ſie
ein=
treten.
Ach ſo! . . . ſagte der Adjutant ſtill.
Und es verging doch einige Zeit, bis er die Antwort
fand.
Geſtern das Rennen — heute die Braut . ich kanns
Ihnen gar nicht mal verargen, wenn Sie die
Glücks=
ſträhne feſthalten, die augenblicklich durch ihr Leben läuft.
Da ſchüttelte der Leutnant von Oſtheeren plötzlich
ſeine Müdigkeit ab und wurde lebhaft.
Aber er ſprach leiſe; denn der Wachtmeiſter ritt in der
Nähe, und auf dem Asphalt der Heerſtraße war das
Trappeln der Pferdehufe ganz gedämpft.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 152.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Inli 1913.
Seite 15.
Sport, Spiel und Turnen.
sr. Pferderennen zu Hamburg=Horn. Der
Schlußtag des Derbymeetings am Montag hatte gleich
dem Derbytage unter der Ungunſt des Wetters zu leiden.
Regenſchauer wechſelten mit Sonnenſchein ab und der
Beſuch war ziemlich ſchwach. Die Hauptnummer, das
mit 20000 Mark ausgeſtattete Renard=Rennen, nahm trotz
des ſchmalen Feldes einen ſpannenden Verlauf. Alvarez
führte vor Eiſenmenger, Pelleas, Cambronne und
Ca=
rino. Der letztere galoppierte mit gewohnter Unluſt
und fiel bald aus dem Rennen. Im Horner Bogen legte
ſich Cambronne auf den zweiten Platz und ging im
Ein=
lauf an dem Favoriten Alvarez vorbei. Cambronne ſah
in der Diſtanz wie der Sieger aus, hatte ſeinen Vorſtoß
aber etwas zu früh gemacht, denn er vermochte dem zum
Schluß mächtig aufrückenden Pelleas nicht mehr
genügen=
den Widerſtand zu leiſten und wurde von dieſem um
einen Hals geſchlagen. Vergleichs=Rennen; 6000 Mark,
Diſtanz 1000 Meter: 1. Herren A. und C. von Weinbergs
Aſtarte (Fox), 2. Santa Patricia (Burns), 3. Mormone
(Weatherdon). Tot. 33:10, Pl. 12, 11, 19110. Unpl.
Peri (4), Mon Plaiſir, Ratzeburg, Jenn, Miß Con. Leicht
—* Lg. — Horner Handikap; 12000 Mark, Diſtanz
2100 Meter: 1. Herrn Balduins Papyrus (Davies),
2. Boling Hot (Sumter), 3. Mielleux (Raſtenberger). Tot.
33:10, Pl. 21, 37, 24:10. Unpl.: Mansfeld (4), Porte
Bonheur, Nabob, Hock, Lin, Franzisko. Saint Maximin
kam als Erſter ein, wurde aber wegen Anreitens
disqua=
lifiziert. Sicher 1—1 Lg. — Jenfelder=Rennen; 5000
Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Herrn F. Strauchmanns
Gardeſtern (Fox), 2. Patſy (Davies), 3. Rauhreif (H.
Teichmann). Tot. 51:10, Pl. 19, 32, 17110. Unpl::
Traum (4), Henry Clay, Yazna, Faſt, Premier, Chutbeth.
Ueberlegen 1½—1 Lg. — Renard=Rennen; 20000 Mark,
Diſtanz 2800 Meter: 1. Herrn von Weinbergs Pelleas
(F. Bullock), 2. Cambronne (Sumter), 3. Alvarez (
Archi=
bald). Tot. 46:10, Pl. 23, 26:10. Unpl.: Eiſenmenger (4),
Carino. Kampf, Hals-/ Lg. — Troſt=Handikap: 5000
Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Herrn C. Fröhlichs Spion
(Raſtenberger), 2. Corvette (Davies), 3. Mansfeld
(Burns). Tot. 39110, Pl. 13, 16, 18:10. Unpl.: Alibi,
Fox, Mielleux, Proſpero, Felſenburg, Götterſage. Leicht
1—¾ Lg. — Altes Hamburger Jagd=Rennen;
Ehren=
preis und 10000 Mark, Diſtanz 5600 Meter: 1. Herrn
Zeyns Tucker (Lt. Demnig), 2. Coram populo (Dr.
Rieſe), 3. Turandot (Herr Purgold). Tot. 52110, Pl. 18,
22, 23:10. Unpl.: Fair King, Ochmiana, Thus lieber,
Chanoine, Bakers Bad, Haſchich, Miß Gris, Kollege. Sehr
leicht 2½—3—4 Lg.
Das „Alkoholpferd” Feſttarock iſt, wie
aus Hamburg gemeldet wird, von Graf E. Treuberg an
Herrn Eiſen verkauft worden und ſoll nunmehr in dem
von Herrn K. von Tepper=Laskis geleiteten
Mönchshei=
mer Stall zum Steepler ausgebildet werden. Der
vier=
jährige Feſtino=Sohn war ſtets ein an Klaſſe
hochſtehen=
des Pferd, ſteckte es aber als Zwei= und Dreijähriger faſt
in allen ſeinen Rennen vollſtändig auf, ſo daß er ſeinem
Beſitzer eine Enttäuſchung nach der anderen brachte.
Nach=
dem auch die im letzten Winter vorgenommene Kaſtrierung
ſein Temperament nicht gebeſſert hatte, verſuchte man es
mit Alkohol, der geradezu Wunderdinge bewirkte!
Feſt=
tarok erhielt mit Erlaubnis des Rennvorſtandes vor jedem
ſeiner Rennen eine Flaſche Kornbranntwein eingeflößt,
die ihm ſo gut zu ſchmecken ſchien, daß er nacheinander
vier wertvolle Flieger=Rennen, darunter den Preis der
Stadt Hannover, und zuletzt, am Sonntag, in Hamburg
den Pokal gewann. Seine Gewinnſumme beträgt in
die=
ſem Jahre 33850 Mark.
Herrn R. Haniels Gewinnſumme beläuft
ſich nach dem Siege von Turmfalke im Deutſchen Derby
auf 161 230 Mark, erreicht alſo bald die in der ganzen
vorjährigen Saiſon erzielte Höhe von 194 450 Mark. Auf
den Caius=Sohn Turmfalke entfallen davon allein
114310 Mark. Herr R. Haniel, der Beſitzer des im Elſaß
gelegenen Schloſſes und Geſtüts Walburg, ſteht nunmehr
unter den erfolgreichen Rennſtallbeſitzern an zweiter
Stelle hinter Freiherrn S. A. von Oppenheim mit 334870
Mark. Ueber 100000 Mark vermochte nur noch Herr W.
Lindenſtaedt zu gewinnen, deſſen Pferde durch eine ganze
Reihe kleinerer Erfolge 108860 Mark
zuſammengalop=
pierten.
* Die olympiſchen Spiele des Fußballklubs „
Olym=
pia‟=Darmſtadt am Sonntag, den 13. Juli, begegnen
an=
dauernd lebhaftem Intereſſe. Die ausgeſchriebenen
viel=
ſeitigen Konkurrenzen werden intereſſante ſportliche
Wett=
kämpfe bringen; nach den ſchon jetzt geſicherten Meldungen
iſt eine Beteiligung erſtklaſſiger Sportvereine gewährleiſtet.
Wie im Vorjahr, ſo hat ſich der Fußballklub „Olympia‟
auch diesmal der Unterſtützung des heſſiſchen
Landesfür=
ſten zu erfreuen, der in bereitwilligſter Weiſe das
Protek=
torat über die geſamte Veranſtaltung wieder
übernom=
men hat und hiermit erneut Kunde gibt, daß der olympiſche
Sport es wert iſt, von allen Seiten unterſtützt zu
wer=
den. Wer Freude hat am Leben in der Natur und an der
bewußten Ausbildung ſeiner Körperkräfte, dem kann der
Beſuch dieſer Veranſtaltung empfohlen werden. Wer
Sport treibt, wünſcht geſund zu ſein, darin liegt die
Ge=
währ gegen viele Abwege und Gefahren. Der olympiſche
Sport iſt es beſonders, der die Kultur des Körpers und
ſeiner Bewegungsformen wie kein anderer Zweig der
Lei=
besübung gefördert hat. Ein Hinweis auf die olympiſchen
Spiele aller Völker und auf die unvergeßlichen, gewaltigen
Eindrücke der Stadionweihe in Berlin veranſchaulicht es.
sr. Lawn=Tennis. Die engliſchen Lawn=
Tennis=Meiſterſchaften in Wimbledon wurden
bei prachtvollem Wetter und außerordentlich ſtarkem
Be=
ſuch fortgeſetzt. Der Frankfurter O. Kreuzer ſchnitt von
den beteiligten deutſchen Spielern bisher am beſten ab,
denn er vermochte ſich ſchon bis zur fünften Runde
durch=
zuſpielen. In der dritten Runde gewann er gegen C. R.
Leach ohne Spiel und in der vierten Runde bildete ſein
Sieg über den engliſchen Meiſterſpieler A. W. Gore mit
3—6, 7—5, 6—2, 6—0 die Ueberraſchung des Tages. Die
Weltmeiſterin Frl. Rieck vermochte ſich mit dem
unge=
wohnten Grasboden nicht abzufinden. Sie gewann in
der zweiten Runde gegen Miß H. Lane 2—6, 6—1, 6—2,
wurde aber dann von Mrs. Satterthwaite 6—1, 6—2 leicht
abgefertigt. Im Herren=Doppelſpiel konnte Rahe=H.
Kleinſchroth in der zweiten Runde einen leichten Sieg
mit 6—0, 6—2, 7—5 gegen A. D. Prebble=G: A: Thomas
erringen. In der gleichen Runde war Kreuzer mit dem
Engländer Hicks als Partner über H. C. Webb=H. F.
Guggenheim mit 6—1., 6—4, 6—1 erfolgreich. Im
gemiſch=
en Doppelſpiel (2. Runde) ſchlugen H. Kleinſchroth=Frl.
Rieck mit 6—3, 6—2 das Ehepaar Beamiſh, dagegen
unterlag Kreuzer mit Mrs. Satterthwaite als Partnerin
gegen Graf Salms=Mrs. J. F. Suard 8—6, 4—6.
Landwirtſchaftliches.
Die Schweinehaltung in Heſſen.
D Bei der Zählung am 2. Juni ds. Js. wurden im
Großherzogtum Heſſen 340775 Schweine feſtgeſtellt. Es
ſind dies 4651 Stück mehr als bei der Zählung am 2.
De=
zember 1912. Trotz dieſes Zuwachſes iſt erſt wieder der
Stand vom Jahre 1904 erreicht. Gegenüber dem Jahre
1907 mit 384593 Stück bleibt der jetzige Beſtand noch um
43818 Stück zurück. Allerdings iſt ein Vergleich mit den
früheren Zählungen nicht ohne weiteres geſtattet, weil
diesmal im Sommer, früher dagegen ſtets im Winter
gezählt wurde. Und gerade bei den Schweinen iſt der
Som=
merbeſtand von dem des Winters weſentlich verſchieden.
So beträgt z. B. der Anteil der unter einem halben Jahre
alten Schweine an dem Geſamtbeſtande bei der Zählung
am 2. Juni ds. Js. 70 Prozent, am 2. Dezember 1907
da=
gegen nur 52 Prozent. — Die genannte Zunahme der
Schweine während der letzten 6 Monate beſchränkt ſich
le=
diglich auf die Provinz Rheinheſſen, wo die Zahl der
Schweine von 60086 auf 66621 geſtiegen iſt. In
Starken=
burg iſt der Beſtand unverändert geblieben, in Oberheſſen
ſogar um ein Geringes zurückgegangen.
In Preußen iſt die Zahl der Schweine in den
letz=
ten 6 Monaten um 11605 Stück gefallen und belief ſich am
2. Juni ds. Js. auf 15 441346 Stück. Auch in
Württem=
berg iſt ein Rückgang zu verzeichnen von 482081 auf
455 688 Stück.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 24. bis 30. Juni 1913.
Es hat in der Berichtswoche wieder mehrfach
gereg=
net, aber vielfach wird aus den nordöſtlichen
Landes=
teilen berichtet, daß die Niederſchläge zu ſpät gekommen
ſeien, um die Schäden der vorangegangenen
Trocken=
periode noch ganz ausgleichen zu können. Wie ſich jetzt
herausſtellt, ſcheint die Roggenblüte durch die Nachtfröſte
um Mitte Juni ſtärker gelitten zu haben, als bisher
an=
genommen wurde, und recht ungünſtig lauten die
Be=
richte über die Haferfelder in Weſtpreußen und
Bran=
denburg, ſowie teilweiſe in Pommern, Poſen und
Mecklen=
burg. Weſtlich der Elbe ſind die Ausſichten im
allgemei=
nen günſtig, und da in dieſen Gebieten bereits genü=
gend Feuchtigkeit vorhanden iſt, wäre trockenes und
ſon=
niges Wetter dort ſchon willkommen. Während vom
Auslande wenig Anregung vorlag, erwieſen ſich die
Be=
richte über den Felderſtand zeitweiſe als Stütze für die
Preiſe. Aber wie draußen, ſo beſtand auch hier wenig
Unternehmungsluſt. Es gilt dies beſonders für Weizen,
worin mäßige Bedarfsanſprüche immer noch im Inlande
gedeckt werden können, und es iſt bemerkenswert, daß
ſo=
gar noch genügend Material für die Juli=Abwickelung
zur Verfügung ſteht. Unter dieſen Umſtänden erfolgten
Begleichungen, die den Julipreis bis Samstag um 2¾4
Mark herabdrückten, während September nur zirka 1 Mark
verlor, wodurch ſich allmählich ein Aufgeld für neue
Ernte herausbildete. Zum Schluß war Juli allerdings
leicht befeſtigt, da ſich die Hälfte der angedienten Ware
als nicht lieferfähig erwies. Feſter war die Stimmung
im allgemeinen für Roggen. Das mäßige Angebot
er=
zielt bei den Provinzmühlen beſſere Preiſe als in
Ber=
lin, auch regte ſich der Export nach dem Norden und
Weſten, ſowie über die ruſſiſche Grenze. Im
Zuſammen=
hang damit gab ſich im Lieferungsgeſchäft
Deckungs=
begehr kund während weniger günſtige Berichte über
den Roggenſtand Herbſtkäufe veranlaßten. Zum Schluß
drückten Andienungen den Julipreis um 1¼ Mark unter
den vorwöchigen Stand herab, auch September mußte
ſeinen Gewinn wieder aufgeben. Im Hafergeſchäft
er=
wies ſich das Aufgeld für Herbſtlieferung inſofern als
Stütze, als die Beſitzer ihre Ware mehr zurückhalten und
in Tauſch gegen Septemberabgaben Juli=Deckungen
vor=
nahmen. Für die ſpärlich angebotenen beſſeren
Quali=
täten zeigte ſich Kaufluſt ſeitens der Exportfirmen. Gerſte
war bei andauernder Zurückhaltung Rußlands eher
feſter, auch Mais konnte ſich trotz umfangreicher
argen=
tiniſcher Abladungen gut im Preiſe behaupten. Es
ſtell=
ten ſich die Preiſe für inländiſches Getreide am letzten
Markttage wie folgt:
Weizen Roggen Hafer
164
Königsberg
Danzig
164
)162½(-
213 (*
195 (4
164 (45) 163
Stettin
163
153
Poſen
194
Breslau
196
160 (*1 ) 151
Berlin
)182
202
164
—)172
Magdeburg . 199
164
184
202
Halle .
167
202
165 (*1 ) 177
Leipzig
205
170
Hamburg
190
Hannover
180
196
171
182
215
Düſſeldorf
176
175 (— ) 190
Frankfurt a. M. 210
177½ (—
Mannheim . 217½
Straßburg . . 230
—) 180
180
München
166
. 215 (*3
158
Weltmarktpreiſe: Weizen Berlin Juli 204
2,25),
Sept. 203,50 (— 1), Peſt Okt. 190,20 (—0,50), Paris
1,15),
Juni 229,25 (0,80), Liverpool Juli 167,70
Chicago Juli 138,85 (—1,15), Roggen: Berlin Juli
166,75 (— 1,25), Sept. 168,50 (—), Hafer: Berlin Juli
161 (—1,25), Sept. 165,75 (—0,75), Futtergerſte:
Süd=
ruſſ. fr. Hamburg unverzollt Juni 121,50 (—), Herbſt
119,25 (—0,50), Mais: Argent. Juni/Juli 107,50 (—1).
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Darmſtadt im Blumenſchmuck.
Wie ſchon ſeit längeren Jahren, werden auch dieſes
Jahr die Häuſer unſerer Stadt wieder mit Blumen
ge=
ſchmückt. Eines der ſchönſt geſchmückten iſt dem
Einſen=
der in der Kleinen Kaplaneigaſſe aufgefallen, ſchade, daß
es in der engen Gaſſe nicht beſſer in den Vordergrund
treten kann. Wie wäre es, wenn unſere Bewohner des
Marktplatzes auch ein wenig ſchmücken würden? Fenſter
und Balkons ſind doch genug dort vorhanden, wo ſich
Blumen ſehr ſchön ausnehmen würden. Vor allem aber
ſollte da unſer ehrwürdiges Rathaus mit einem guten
Beiſpiel vorangehen, zumal doch die Blumen von der
Stadt koſtenlos geliefert werden könnten, und zur Pflege
der Blumen findet ſich auch jemand. Wäre es ſchon
ge=
ſchehen, ſo hätten unſere heſſiſchen Amerikaner einen
beſſeren Anblick auf unſerem Marktplatz gehabt. Ich
möchte daher bitten, an unſer Rathaus vor allem zu
denken, und für die anderen Häuſer ſind Blumen genug
auf dem Markt.
Einer, der ſelbſt viel Blumen kauft.
Mader
SALAMANDER-
Touren- u. Gebirgsstiefel
Extra kräftiges Oberleder mit
starken, durchgehenden
Doppel-
sohlen u. geschloss. Staublasche
für Damen und Herren
schwarz und braun.
Luxus
Alleinverkauf:
DARMSTADT
Kchr Wlatkias Ludwigstr. 15.
Belrat!
Ein 34 Jahre alter ſtrebſamer
Handwerker, Witwer mit 1 Kind,
(Vermögen 16000 M.), beſitzt ein
gutgehendes Baugeſchäft u.
Land=
wirtſchaft in der Umgegend von
Darmſtadt. Derſelbe wünſcht auf
dieſe Weiſe mit einem anſtändigen
Fräulein, welches einen bürgerl.
Haushalt führen kann u. Intereſſe
für Landwirtſchaft hat, zwecks ſpät.
Heirat bekannt zu werd. Off. mögl.
mit Photographie u. U 35 Exped.
Colider Handwerker, ev., wünſcht
Heirat mit älterer Köchin oder
Witwe ohne Kinder. Off. unter
42 an die Exped. (*1993ms
Pittel esnn
Jenes Fräulein mit dem weiß
Mantel wird gebet., ſeine Adreſſe in
dem Cafe abzug., wo es am Sonntag
m. d. Wandervogel zuſammentraf.
Sohnen=
Schneidmaſchinen, Einkoch=
Ap=
parate, Gläſer, Saftpreſſen,
Saftbeutel, Haarſiebe,
Paſſier=
maſchinen empf. Enst Crämer,
Ludwigſtraße 7 (*2007
Woog, am 1. Juli 1913.
Waſſerhöhe am Pegel 3,88 m.
Luftwärme 130 C.
Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 170 C.
Woog=Polizei=Wache.
Während meiner Abwesenheit
werde ich vertreten durch die Herrn:
Dr. Drandt, Heinrichſtraße 17.
Dr. Kof, Roßdörferſtraße 19.
San.-Bat Dr. Kolb, Riedeſelſtr. 23.
San.-Rat Dr. Möllner, Hölgesſtr. 12.
San.-Rat Dr. Orth, Heinrichſtr. 50.
Dr. Schiffer, Hoftheaterplatz 2.
Dr. Staudinger, Heinrichſtr. 94.
esvoim) Dr. Göring.
Sanitätsrat
Dr. Ludwigorth
wohnt vom 3. Juli ab
Bismarckstrasse 57
Telephon 1680. (13903som
Wohne jetzt (*1937md
Beſſungerſtr. 8
Frau Galm, Hebamme.
zum Waſchen und
Wäsche Bügeln wird an=
(*1963mdf
genommen.
Zu erfragen in der Expedition.
Frische in Sauerkirschen
ſind abzugeben (*2030md
Biedenkopf, Fiedler=Weg 24.
Französ. Aprikosen
Himbeeren (*2024
Johannisbeeren
empfiehlt zum Einmachen
Bernhard Held,
Obst-Massenverkauf
Karlſtraße 24. Telephon 478.
Ca. 330 Paar schwarze Damen-Schnür- und Knopfstiefel
zum Teil Rahmenarbeit, in Grössen 36, 37, 38, 40 . . früherer Preis bis Mk. 12.50, jetzt
Ein Posten schwarze Damen-Halbschuhe
in jeder Grösse .
jetzt 4.95,
Ein Posten weisse Glacé-Damen-Schnürstiefel
in jeder Grösse . .
. . seither 7.95, jetzt
Ein grosser Posten schwarze Boxcalf- u. Chevr.-Herren-Stiefel
Grössen 40, 43, 44, 45, 46 . .
. . jetzt
Grösse 40, 41, 44, 45 .
. . früherer Preis bis Mk. 12.50, jetzt
Stiefel und Halbschuhe sowie Einzein
don Preise bedeutend ermüssigt.
E
14236
Leiternfüralle Zwecke,
Rollschutzwände,
Gardinenspanner,
Leiterwagen, exstrastark
Waschbütten u.-Böcke,
Waschmaschinen u. Mangen,
Wäschepfosten,
(14023a
Stützen und Klammern,
Wasch- u. Reisekörbe usw.
nur beste Qualität,
außergewöhnlich billig.
Holzwarenhaus
von Neubauten übrig gebliebene
Reſte — für ganze Zimmer
aus=
reichend — in Inlaid und Uni,
gebe, ſolange Vorrat reicht, unter
Preis ab.
(13689a
Darmſt. Tapeten=Verſand=Haus
Ernst-Ludwigstr. 4.
2 große gußeiſerne Torſäulen,
1 Badeeinrichtung, 1 Tiſch zu
verk. Eliſabethenſtr. 49. (12861a
Holzstraße.
Fernspr. 1249.
Mil. gehr. Höhel.
Hocheleg. ſchwer eich. Büfett, gek.
270 M., f. 135 M., verſch.
Kleider=
ſchränke, dar. ein 2tür., 160 cm br.,
60 cm tief, mit 2 Schublad., gek. 76,
für 42 M., einige gut gearb.
Waſch=
kommod., etliche f. neue egale engl.
Betten mit prima Patent= u. roter
Wollmatr., prima rot. Federzeug,
pro Stück 67 M., Vertiko nußb.
pol., mit Kriſtallſpiegel 39 M., pol.
Kommode mit 4 Schublad. 20 M.,
Tiſche, Stühle, Spiegel, Bilder,
Handtuchhalter, Fahrrad,
Kinder=
wagen, kaum gebraucht, gek. 28 M.,
für 14 M.
(*1538fi
Neue pol. Vertikos m.
Kriſtall=
ſpiegel u. Intarſien 49 M., neues
eleg. Trumeau 38 M., neue
Flur=
garderoben 16 M., neue
Aus=
ziehtiſche 23 M.
NB. Sämtliche gebr. Möbel ſind
prima erhalten und kaum von neu
zu unterſcheiden. Gebr. Möbel
werden eingetauſcht.
Jul. Lich, Alexanderſtr. 3.
(Pferdemarktgewinn)
billig abzugeben
(13907a
Karlſtr. 29, Uhrengeſchäft.
wie neu, ſehr billig
(9414a
Grafenſtraße 26.
empfiehlt Rosine Federlin, Watten
geschäft, Schuchardſtr. 10, I. (1116a
für Gärten ꝛc., 501eg
Filberkies 1 Mk. (13327a
C. Mion,
Sensfelderweg 1. Telephon 505.
die große, die praktiſche Mode,
in tadelloſer Ausführung bei
Eliſabethenſtr. 5, I. (13054a
von Kennern stets bevorzugte Getränk.
s Bierg
(8523a
Viktoriastrasse 58
9
:: Telephon 129 35
Ueber 120000 Ps im Betrieb
Sauggas-Motoren
Präzisions-Motoren
für alle Betriebe und alle Brennstoffe
Lokomobilen
Lokomotiven
letzte Auereichnungen: Brüse 1910; Grand pein
Budapest 1911: Grosse goldene Staatsmedaille
Gasmotorenfabrik A.-G., Cöln-Ehrenfeld
(vormals C. Schmitz).
(V1816
Verkautepäre. Frantlurt. g. Malr scet. Kuhanstr. 36.
tägl. friſch, verſ. g.
Trinkeiek, Nachn. (11435a
Alsbach a. d. B., Poſtfach 32.!
k, Smoking=
An=
der zu verleihen
Stock. (10999a
ee
am Hals wegen einer
anſchwellung operieren laſſen. Die
Wunde iſt längſt vernarbt, trotzdem
waren die Drüſen im Januar wieder
ſtark angeſchwollen. Auf ärztl.
Rat trank ich Altbuchhorster
Mark-Sprudel Starkquelle
(Jod= Eiſen=Mangan=
Kochſalz=
quelle). Der Erfolg war
über=
raſchend. Schon nach 6 Fl. waren
die Drüſen zu meiner größten
Freude völlig zurückgegangen. Ich
werde den Markſprudel immer
trinken er ſchmeckt prachtvoll, wirkt
appetitanregend,
verdauungför=
dernd und blutverbeſſernd und
be=
kommt mir viel beſſer als Lebertran,
den ich früher trank. H. G.‟ Aerztl.
warm empf. Fl. 65 u. 95 Pf. in der
En=
gros=Niederlage Friedr. Schaefer
u. in d. Hofdrogerie Chr. Schwinn,
Rheinſtraße. 8.
(IV,11047,26
„5 152.
Mittwoch, 2. Juli.
1913.
Kongreſſe und Verbandstage.
69. Generalverſammlung des
Heſſi=
ſchen Hauptvereins der Guſtav=Adolf=
Stiftung und 50jähriges Jubiläum der
Kircheinweihung von Bensheim, ſowie 25 Jubiläum der Kircheinweihung
in Heppenheim.
— Bensheim, 29. Juni. 25 Jahre ſind
ver=
floſſen, ſeitdem der Heſſiſche Hauptverein der Guſtav=
Adolf=Stiftung ſeine 44. Jahresverſammlung in unſeren
Mauern gehalten hat. Heute war er zum zweiten Male
hier zuſammengetreten, um in ernſten Beratungen der
ihm geſtellten hohen Aufgaben gerecht zu werden. Einem
Aufruf der Großh. Bürgermeiſterei entſprechend, hatte
die Stadt reichen Fahnenſchmuck angelegt. Ebenſo
herz=
lich, wie vor 25 Jahren, wurde auch dieſes Mal wieder
der Verein von der Gemeinde aufgenommen. Schon ſeit
Wochen war man hier eifrig bemüht, alle Vorarbeiten
zu tkeffen, um den lieben Gaſt ſo würdig als möglich zu
empfangen und zu beherbergen und die Verhandlungen
des Vereins ſo fruchtbringend als möglich geſtalten zu
helfen. Der 29. Juni 1913 bildet in der Geſchichte der
hieſigen evangeliſchen Gemeinde einen wichtigen
Mark=
ſtein Eine vom Kirchenvorſtand herausgegebene kleine
Denkſchrift kennzeichnet das „Werden” dieſer Gemeinde.
50 Jähre ſind in dieſem Jahre verfloſſen, ſeitdem die
Gemeinde ein eigenes Gotteshaus beſitzt, und am 29. Juni
war es uns vergönnt, dieſe neu und würdig hergeſtellte
Andachtsſtätte wieder dem Gebrauch zu übergeben,
nach=
dem ſeit einigen Wochen unſere Gottesdienſte in der
Turnhalle des früheren Lehrerſeminars, die uns die
Stadt zu dieſem Zwecke in liebenswürdiger und
zuvor=
kommender Weiſe zur Verfügung geſtellt hatte,
abgehal=
ten werden mußten. Der Bauleitung, die in den Händen
des Herrn Hauptlehrers und Architekten
Eiſen=
hardt hier lag, und der zugleich die Pläne
entwarf, iſt es trefflich gelungen, die Kirche in
wirklich praktiſcher und wirkungsvoller Weiſe
herzurich=
ten und ihr auch in bezug auf künſtleriſche
Ausſchmük=
kung unter Leitung des Herrn Hauptlehrers und
Kunſt=
malers Hammann hier ein durchaus würdiges Ausſehen
zu geben. Eingeleitet wurde dieſer Tag in würdiger
Weiſe am Vorabend durch die Aufführung des Feſtſpiels
„Luther auf der Coburg”.
Das erſte Gedenken am Feſttag galt den Toten. An
dem Grabe des langjährigen und um die Gemeinde
hoch=
verdienten Pfarrers und Dekans Anthes, ſowie an
den Ruheſtätten der ehemaligen
Kirchenvorſtandsmitglie=
der Leo und Guntrum und des langjährigen
Leh=
rers, Organiſten und Rechners der Gemeinde,
Zim=
mermann, wurden im Auftrage des
Kirchenvorſtan=
des Kränze der Ehrung und dankbaren Erinnerung
nie=
dergelegt. Bei den hierauf in Bensheim und
Heppen=
heim abgehaltenen Jubiläumsgottesdienſten
waren die Kirchen dicht beſetzt. Der Feſtprediger des
Bensheimer Jubiläumsgottesdienſtes war Herr Dekan
Zaubitz=Bensheim, während in Heppenheim Herr
Pro=
feſſor Lampas=Friedberg, der früher in Bensheim
Pfarr=
aſſiſtent war, den Jubiläumsgottesdienſt leitete.
Außer=
dem ſprach in Bensheim während des Gottesdienſtes
im Namen der Oberſten Kirchenbehörde noch Herr
Prä=
lat D. Dr. Flöring=Darmſtadt. In Bensheim war der
Feſtgottesdienſt nach Wort, Lied und Gebet vollſtändig
dem Weihegottesdienſt angepaßt, mit dem vor 50
Jah=
ren die Gemeinde zum erſten Male an dieſer Stätte ihrem
Gott gedient hatte. Zu gleicher Zeit wurden in den
um=
liegen Orten größtenteils durch auswärtige Feſtprediger
ee e ee
in Bensheim und Heppenheim, die Kirchengeſangvereine
der Gemeinden mitwirkten und zur Erhöhung der Feier
weſentlich beitrugen. An den Jubiläumsgottesdienſt in
Bensheim ſchloß ſich ein Jugend=Feſtgottesdienſt an, den
Herr Pfarrverwalter Weiß=Bieber leitete.
Der Nachmittag galt der öffentlichen
Feſtverſamm=
lung und einer zweimaligen Aufführung des oben
ge=
nannten Feſtſpieles für die auswärtigen Teiknehmer,
Unter ſehr ſtarker Beteiligung von außen, die die
Anord=
nung einer Parallelverſammlung nötig machte, wurden
am Nachmittag im Hotel „Deutſches Haus” und im „
Deut=
ſchen Kaiſer” hier die öffentlichen Feſtverſammlungen
von dem Vorſitzenden des Heſſiſchen Hauptvereins, Herrn
Pfarrer Dingeldey=Darmſtadt, mit Worten
herzlich=
ſter Begrüßung eröffnet. Pfarrer Freſenius=
Eſſen=
heim ſprach über: „Die Guſtav=Adolf=Gemeinden im
Kampf um ihren Glauben”. Hierauf ſprach
Militär=
pfarrer Dr. Plitt=München über „Ernſtes und
Heite=
res aus der bayeriſchen Diaſpora‟ Nächſter Redner war
Pfarrer Spanuth=Leoben, der ſich über „Kämpfe
und Siege des Evangeliums in Steiermark” verbreitete.
Die Feſtverſammlung, die unter Mitwirkung der
vereinig=
ten Kirchen= und Poſaunenchöre aus einer großen
An=
zahl von Gemeinden des Dekanats Zwingenberg
ſtatt=
fand und von ihnen weſentliche und dankbare
Förder=
ung erhielt, nahm einen in jeder Beziehung
großarti=
gen und eindrucksvollen Verlauf.
Der Schluß des erſten Tages galt den Familien=
Abenden in Bensheim und Heppenheim.
In erſterem, von Dekan Zaubitz=Bensheim eröffnet und
geleitet, ſprach Pfarrer Vogel=Gernsheim über Guſtav
Adolf am Rhein” An dieſen Vortrag reihten ſich
Be=
grüßungen und Anſprachen in bunt wechſelnder Zahl.
Sie einzeln zu nennen, würde zu weit führen. Alle
fan=
den ein dankbares Publikum, das den Verſammlungsſaal
bis zum letzten Platz füllte. Dasſelbe gilt auch von dem
Familienabend in Heppenheim, der von dem
Orts=
pfarrer Rehwald eröffnet und geleitet wurde. Nach
der Eröffnungsanſprache des Verſammlungsleiters
er=
öffnete Herr Dekan Bayer=Raunheim als Vertreter des
Heſſiſchen Hauptvereins der Guſtav=Adolf=Stiftung den
Chor der Glückwünſchenden, der Badiſche Hauptverein
ſchloß ſich an, andere folgten. Durch Bürgermeiſter
Fuchs=Zwingenberg, dem Vorſitzenden des
Zwingen=
berger Zweigvereins der Guſtav=Adolf=Stiftung, wurde
die im Zweigverein geſammelte Feſtgabe in der
beträcht=
lichen Höhe von 1141,24 Mark dem Guſtav=Adolf=Verein
überreicht. Kinder überbrachten eine Gabe von 173,44
Mark, der Zwingenberger Frauenverein ließ 100 Mark
übermitteln. Die Reihe der Anſprachen wurde eröffnet
durch Pfarrer Spanuth=Leoben. Ihm folgte als
nächſter Pfarrer Berck=Mainz=Mombach, der ſchon
vorher die Grüße des Evangeliſchen Bundes überbracht
hatte. Er verbreitete ſich über „Guſtap Adolfs Taten im
Mainzer Land” Pfarrer Roos=Lampertheim ſprach
über „Dampfmaſchine und Diaſpora”. In ſeiner
An=
ſprache über „Ein heſſiſches Guſtav=Adolfswort, ein
Mahnwort ans Heſſenvolk” knüpfte Pfarraſſiſtent
Eck=
hard=Groß=Steinheim an ein Wort an, das einſt
Guſtav Adolf im Feldlager vor der alten kurmainziſchen
Veſte Steinheim den Frankfurter Abgeſandten zurief, die
um ihrer ſpaniſchen Wechſelgeſchäfte willen ſeine
Beſitz=
ergreifung von Frankfurt mit leeren Ausflüchten
verhin=
dern ſollten. „Ich bitte euch um Chriſti Blut, daß ihr
euch des evangeliſchen Weſens mehr annehmen möchtet!“
Pfarrer Spanuth=Leoben ſprach über die
Pflege=
gemeinden Heſſens in der Steiermark. Zwiſchen den
Reden auf beiden Familienabenden erfreuten die Kirchen=
e
ung ihrer bewährten Dirigenten, der Herren Reallehrer
Mohr=Bensheim und Lehrer Müller=Heppenheim, die
Feſtteilnehmer durch mehrere gut vorgetragene Chöre.
Ihnen, wie auch den muſikaliſchen Gliedern der
Gemein=
den, die ihr Können bereitwilligſt in den Dienſt der guten
Sache ſtellten, gebührt ein weſentlicher Anteil am guten
Gelingen.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
8 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 24. Juni: dem Schutzmann Friedrich
Günter, Karlſtraße 12, eine T. Regina Margareta Am
25.: dem Großh. Landgerichtsrat Dr. Ferdinand Stein,
Heinrichſtraße 143, ein S. Arnold Alfred Wilhelm. Am
29.: dem Fabrikarbeiter Gabriel Rupprecht,
Liebfrauen=
ſtraße 82 ein S. Joſeph. Am 26: dem Buchhalter
Wil=
helm Brückner Kranichſteiner Straße 59, ein S. Wilhelm
Johann. Am 30.: dem Hilfskeſſelſchmied Phil. Dietrich,
Große Bachgaſſe 21, ein S. Heinrich. Am 27.: dem
Fuhr=
mann Michael Krämer, Arheilger Straße 39, eine T.
Marie. Am 28.: dem Schloſſer Wilhelm o Kiefer, Hohler
Weg 11 ein S. Georg Wilhelm.
Aufgebotene. Am 26. Juni: Taglöhner Georg
Hartmann, Kranichſteiner Straße 11, mit Hausmädchen
Anna Hotz, Dieburger Straße 50. Korreſpondent Eduard
Julius Kientz, Liebfrauenſtr. 142, mit Franziska,
geru=
fen Fanny, Mittermaier Liebfrauenſtraße 27. Am 27.:
Stuckateur Adam Heinlein. Eberſtadt, mit Dienſtmädchen
Eliſabeihe 5 Schuchmann, hier. Straßenbahnwagenführer
Heinrich Greb, Bredeney, mit Dienſtmagd Anna
We=
ber. Marktplatz 5. Wagenführer und Schaffner bei der
elektriſchen Straßenbahn Nikolaus Simon,
Luiſen=
ſtraße 30 mit Eliſabetho Krämer, Feldbergſtraße 71.
Eheſchlicßungen. Am 25. Jnni. Kaufmann Adam
Heldmann mit Heimarbeiterin Margareta Lochner.
beide hier. Am 26.: Bäckermeiſter Leonhard Glenz mit
Katharing Loos, beide hier. Am 28.: Lehrer Karl
Darmſtädter in Heubach mit Marig Greim, hier.
Handlungsgehilfe Karl Schäfer mit Maria Chriſten,
beide hier. Fabrikarbeiter Gg. Harbach, hier mit Luiſe
Wagner in Griesheim. Amtstierarzt im Städtiſchen
Schlacht= und Viehhofe Ludwig Ehrensberger in
Augs=
burg mit Eva Freiin von Wedekind, hier.
Inſtalla=
teur Friedrich Iſelin mit Margareta Schmidt, beide
hier. Dekorationsmaler Peter Schneider mit Anna
Lenhart, beide hier. Bauunternehmer K. Roſſel in
Lau=
fenſelden mit Wilhelmine Schlegelmilch, hier Großh.
Hofnruſiker Guſtav Wendorf mit Katharing Margareta
Sulzmann, beide hier. Kaufmann Philipp Jung in
Arheilgen mit Wilhelmina Wurm, geb. Böttinger, hier.
Kaufmann Ludwig Finger in Frankfurt a. M., mit
Eliſe Rebel, hier. Poſtſchaffner Jakob Lerch, hier, mit
Klara Obmann in Eberſtadt. Schneider Peter Zufraß
mit Anna Roßler, beide hier. Vizewachtmeiſter
Wil=
helm Klein mit Eliſabetha Rahn, beide hier.
Geſtorbene. Am 26. Juni: Franziska Katharina Volk,
geb Krug, 67 J., kath. Witwe des Oberamtsrichters. Geh.
Juſtizrat in Mainz, Stephansplatz 1, hier
Wilhelminen=
ſtraße 5. Am 27.: Ottilie Stumpf, geb. Herche, 63 J., ev.,
Ehefrau des Privatiers, Ruthsſtr. 18. Am 29.: Albrecht
Friedrich Heinrich Walter Hoos, 3 J., ev., Sohn des
Großh. Landgerichtsrats Friedrich Werner Conrad
Hein=
rich Berthold Hoos, Heinrichſtraße 103. Am 30.:
Mar=
gareta Barbarga Seibel, 53 J., ev., Ehefrau des
Ka=
ſernenwärters Holzhofallee 25. Heinrich Dietrich, 8
Stunden, Sohn des Hilfskeſſelſchmieds Phil. Dietrich,
Große Bachgaſſe 21.
Ir Reisezter!
Ob Gebirse, ob Kurort, am wohlsten
fühlen Sie sich in Chasalla-Stiefeln.
Chaealla-Stiefel in der Jugend,
leistungsfähige Füße im Alter.
en
Golbene Fiſgerit
akbalué orwör:
D. R. P. Der fertige Stiefel nach Maß
Chike Sommer-Halbschuhe
Gebirgsstiefel für Damen und Herren.
Sportschuhe. Sandalen. Tennis-Stiefel.
Cacalla-Schuhgesellschaft m. b. H., .
Darmstadt
Tel. 1809 Rheinstr. 12½
gegenüber der Hauptpost.
(12665a
Aien Pisherder Farhtrautren
für jede Haushaltung empfohlen. Direkt oder durch die
Milch=
mädchen.
(13834a)
W. Pitthan, Karlshof.
Zu Verkäufch.
1 ſchön. maſſiv., eichener Schrank,
m. hoh. Aufſatz (Salonſchrank,
1 oval. Goldſpieg., groß,
1 groß. Oelgemälde, Landſchaft,
1 Stehpult, ſchwarz lack. (14119a
Näheres in der Expedition.
Fahrrad
„Allright Weltmeister‟
Rennmaſch., m. Holzfelg.,
Schlauch=
reifen und Felgenbremſe, tadellos
erhalten. „Germania”=Rad mit
Freilauf, beide umſtändehalber zu
jedem annehmbaren Preis zu verk.,
evtl. Teilzahl. Schulſtr. 8, I. (*184im
Verandawand
3,30X2 m, bill. zu verk. (*1783im
Garl Glückert. Eliſabethenſtr. 64.
Gut erhalt. zweiſpänner
Kaſtenwagen
zu verkaufen. Anfragen erbitte
unter U 7 an die Exp. (*1926mf
Eur B
empfiehlt:
Reise-Luftkissen
Reiehternn
Reise-Irrigatore
Reise-Mecessaires
Reise-Wärmefaschen
Schwammbentel
Mlanuten
Seifentaschen
Trinkbecher
Gümml-Wäsche
in größter Auswahl billigſt.
Schul-
B5N am
Lud-
strasse 1 Herm. Heimulen wigsplatz.
(14320a
Telephon 2508
Erstes Gummi-Spezial-Geschäft am Platze.
3flamm. Gash.,
Zu verkaufen: Sprungmatr.,
einfaches eiſ. Bett, alter Koffer,
Bügelbrett, kl. Büchergeſtell ꝛc.
Liebigſtr. 39, part.
*1927)
ia Dobermänner
ſehr ſchön u. ſtark, fein coupiert,
la Stbm., Rüden 20— 25 Mk., Hünd.
15 Mk. Wo? ſagt d. Exp. (13938som
Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Juli 1913.
Nummer 152.
Erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. — Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
In den neu erbauten Häuſern Olbrichweg 6, 14 und 16 ſind zum 1. Oktober ds. Js.
verſchiedene moderne herrſchaftliche 4=, 5= und 6=Zimmerwohnungen mit allem Komfort
Diele, Veranda, Loggia, Küche mit Anrichte und Speiſekammer, Nebenräumen, Bad, elektr. Licht,
Warmwaſſerbereitung, Zentralheizung, Kohlen= und Wäſcheaufzug, Dienſttreppe uſw. zu vermieten.
Beſichtigung von 10—12 und 2—5 Uhr. Nachfragen Olbrichweg 10 im Büro.
Wegen weiteren Verhandlungen und Einſichtnahme der Pläne wolle man ſich wenden an
11208ms)
Heinrich Funk, Grafenſtraße 23½ — Telephon 446.
Weyprechtstr. 10
Haus mit 8 Zim. u. nötigem
Zubehör, Elektr. u.
Gaslicht=
anlage, kl. Vor= und
Hinter=
garten ſofort od. für ſpäter zu
verm. Weg. näh. Ausk. u.
Einſichtn. d. Hauspläne wende
man ſich a. B. L. Trier,
Riedeſel=
ſtraße 17, II. Tel. 1185. (12571ms
Herrngartenstr. 53
Haus zum Alleinbewohnen, 8—9
Wohnräume, Bad, Veranda,
Gar=
ten, reichlich. Zubehör, per Jahr
1700 Mk., per ſofort zu vermieten.
Näh. Heinrich Funk,
Grafen=
ſtraße 23½, I. Tel. 446. (7745ms
Wegen Verſetzung des Herrn
Rittmeiſter von Schmelzing iſt
das Haus Frankenſteinſtr. 68
mits Zimmern, Bad, Gas, elektr.
Licht u. Stallung ſof. od. ſpät. für
1 M. 2150 zu verm. Bei ſof.
Ueber=
nahme ev. ein. Teil Mietnachl. bis
1. Okt. Näh. bei Heinrich Funk,
Grafenstr. 23½, I. Tel. 446. (9377ms
Darmstrasse 41,
Parterre=Wohnung, 7 Räume,
I. Stock, 8 Räume
Manſarde, 4 Räume
billigſt ſofort zu vermieten. Näh.
im Hinterhaus, part., und
Frank=
furterſtr. 12/14 im Laden. (12254a
Necke Fcnerehange
Bad, Gas, elektr. Licht, per
1. Okt. od. 1. Sept. zu verm.
Näh. im Kontor. (12334ms
Bismarckstr. 57, 1. St.
herrſchaftl. 8 Zim.=Wohn., Veranda,
2 Balkons, Badezim., Waſchküche,
Bügelzim, Gartenbenukung, elektr.
Licht u. Gas, Warmwaſſerleitg. für
Küche u. Bad u. ſonſt. reichl. Zubehör
Einzuſeh. v. 11—12 u.3—4 U. (12649ms
Oſtſeite der Nieder=
Ramſtädter=
ſtraße, kurz vor Haus Treuenau,
neu erbaut, 9 Zimmer mit Bad,
Kammern, reichl. Zubehör,
Zentral=
heizung, elektr. Licht, zum Septemb.
zu verk. evtl. zu vermiet. Näheres
K. Schembs, Steinſtr. 10. (13105a
ſchöne moderne 8 Zimmer=
Wohnung mit Gas, elektr.
Lichtanl. und Dampfheizung,
mit reichl. Zubehör p. 1. Okt.
zu vermieten, event. geteilt
zu 4 Zimmerwohn. (13324ms
Siſghnn, üer aet ſeiſe
Wohnung von 18 Zimmern mit
Balkons, Bad, Gas, an eine oder
zwei Familien zu vermieten.
Gefl. Off. u. N 91 a. d. Exp. (B12754
iſt eine Wohnung, beſt. aus 9 Zimm.
nebſt all. Zubehör, per ſofort od.
1 Oktober zu vermieten. Näheres
Wilhelminenplatz 17 1. St. (8518ms
Artillerieſtr. 9 Einſamilienh.
mit 10 hochherrſchaftl. Zimmern,
Bades nebſt Sonnenb., Veranda
u. 5 Nebenz., per ſofort zu verm.
oder zu verkaufen. (B13563ms
Näh. W. Holtz, part., daſelbſt.
Eichbergstrasse 15, part.,
7 Zimmerwohn., Bad, Veranda,
Gas, elektr. Licht, reichl.
Zube=
hör, Gartenanteil, per ſofort.
Näheres 1. Stock. (B10514ms
Ohlyſtr. 33, 1. St., 7 Zimmer
mit reichl. Zubehör per 1. Oktob.
ev. früher zu verm. (B12347ms
Einzuſeh. v. 11—12 u. 3—4 Uhr.
Näheres Roquetteweg 3.
e
1. u. 2. Stock, ie 7 Zimmer
i. d. Etage, 2 Balkone, Erker,
1 Fremdenz., Badezim., Gas
u. elektr. Licht, Kohlenaufzug
u. reichl. Zub. per ſof. (12035a
ſchöne Wohnung, 7 Zimmer große
Veranda, Küche u. Speiſek., Badez.,
elektr. Licht und Gas, 3 Kammern,
2. Keller und ſonſt. Zubehör, per
1. Oktober zu vermieten. — Alles
Nähere daſelbſt 1. St. (B12821ms
1. Etage, ſchöne geräumige 7 Zim. zum 1. Okt. oder eventl.
Auguſt zu verm. Näh. bei Herrn
Pabſt, v. 10-11 u. 3-5 Uhr. (13733ms
Wittmannſtraße 2 iſt eine
7 Zimmer=Wohnung im 3. Stock
per 1. Oktober zu vermieten.
Näheres daſelbſt1. Stock. (B13777ms
Mamarekstr. 3,
ſchöne 7 Zimmer=Wohnung im
1. Stock p. ſof. zu verm. Einzuſehen
vormitt. von 10—12 Uhr, nachmitt.
zwiſchen 3— 4 Uhr. Näh. im 2. Stock
bei Carl Schmitt. (7689m
Herrſchaftswohnung, 7 Zimmer,
Diele, Bad, Veranda, Balkon und
Zubehör per 1. Okt. zu vermieten.
Näh. daſelbſt part (14246ms
Hügelſtr. 6, I., ſchöne gr. 7 Zim.=
Wohnung mit Bad Veranda und
Garten, per 1. Oktober zu
ver=
mieten. Näh. daſelbſt von 10—1
und 6—7 Uhr.
(14316ms
eitente et eite
wohnungen ſof. od. ſpät. (8698ms
Seierswog 14, 1. I.
herrſchaftl., gr. 6 Z.=Wohn. mit 3 gr.
Zim. u. Kammer im 3. St. Näh. Ecke
Beck=u. Dreibrunnenſtr. 1, I. (8699ms
Bismarckſtraße 56 Parterre=
Wohnung von 6 Zimmern, auch
zu Bürozwecken geeignet, ſofort
zu vermieten.
(14272ms
Heidelbergerſtr. 9½, Eleg.
Herr=
ſchaftsw. 6 Z., Gas, elektr. L. nebſt
Zub. m. od. ohne Stallung. (9247ms
Pallaswiesenstr. 28,
2 Stock, gr. geräumige 6 Zimmer=
Wohnung mit reichlichem Zubehör.
Näh. Baubüro daſelbſt. (8439ms
Eliſabethenſtr. 49, I., 6=Z.=W. p.
ſofort. N. K. Koch, Hleidelbst. 9½. (8438ms
Mügelstr. 53, III. St.,
Ecke Zimmerſtraße
herrſchaftl. 6 Zim.=Wohn. mit Bad,
Veranda, elektr. Licht u. Heizung p.
ſofort zu verm. Näh. daſelbſt od.
bei Heinr. Funk, Grafenſtr. 23½, I.
Telephon 446.
(11583ms
Oenehe eeeene
ſchaftl. 6 Zimmerwohnung, 1. St., Saalbauſtr. 77
mit Bad, Garten, Veranda und
reichlich. Zubehör per ſofort. Näh.
daſelbſt 3. Stock.,
(B14281ms
Nieder=Ramſtädterſtr. 51, II.,
ſchöne 6 Zimmer=Wohnung per
ſofort zu vermieten.
(8099ms
Am Erlenber g. 17
merwohn. m reichl. Zubeh,
Veranda, Bad, Gas, elektr.
Licht, Zentral= Heizung,
Garten per 1. Okt. Näh. daſ.
u. b. Heinrich Funk,
Grafen=
ſtr. 23½, I. Teſ. 446. (14271ms
Ecke Herdweg56 u. Martinſtr. 43,
beſteh. aus 6 Zim. u. reichl. Zubeh.,
Gartenanteil, verſetzungsh. anderw.
per ſofort zu vermieten.
Einzu=
ſehen nachmittags. Näh. b. Architekt
Weher, Dieburgerſtr. 8. (13491ms
iſt die Beletage, beſteh. aus 6 Zim.,
Badez., gr. Veranda, Gas, elektr.
Licht u. reichl. Zubehör, zum 1. Okt.
od früher zu verm. (13051ms
Kaeme trcher. 1, Part.
6—7 Zimmer u. ſonſt. reichl.
Zubehör, per ſofort zu verm.
Näheres bei J. Stichel,
Schul=
ſtraße 1, 1. Etage. (397ms
iſt die Beletage, enthaltend 6 Zim.,
Badezimmer, Veranda, nebſt
Zu=
behör u. Gartenbenutz. zum Preiſe
von 1200 Mk. per 1. Auguſt zu verm.
Näh. daſelbſt parterre. (13683a
Hochherrſchaftliche 6 Zimmer=
Wohnung, hochpart., mit allem
Komfort, Badezimmer, Balkon,
Terraſſe, elektr. Licht, nahe
Ver=
bindung der elektr. Bahn, wegen
Auflöſung des Haush. ab 1. Okt.
1913 zu vermieten. Einzuſehen
Heerdweg 99. (B12843ms
In herrl. freier u. geſund. Lage
Heidenreichſtr. 17, part., p. 1. Okt.
u 2. St. p. ſofort f. herrſch. 6 Zim.=
Wohn. m. Bad, el. Licht, Kohlenaufz.
u. reichl. Zubeh.: Nr. 21 1. St. f. 5
Zim.=Wohn., elekt. Licht, Kohlenaufz.
u. Zentralheiz. ſof. bez. zu verm. Näh.
Soderſtr. 48, p., Tel. 1348. (12110ms
1. Stock, herrſchaftl. 6 Zim.=Wohn.
mit reichl. Zub. per 1. Okt. d. J.
zu verm. Näh. part. (B12625ms
Seiericſtr.140 ſt r . er
geſchoß, beſtehend aus 6 Zimmern,
Bad, Veranda ꝛc. bis zum 1. Okt.
d. Js. anderweit zu verm.
Ein=
zuſehen vorm. von 10—12 Uhr,
nachmittags von 4—6 Uhr. Näh.
Schießhausſtr. 44. (B13078ms
Diebargerstr. 11, 1. St.,
2 kleine Zimm., per 1. Oktober z. verm.
Es wird alles neuhergeſt.) (13341ms
Taunusſtraße 1, ſehr ſchöne
6 Zimmer=Wohnung, Hochpart.
oder Beletage, per 1. Oktober
(14298ms
zu vermieten.
Landwehrſtraße 12, 1. Stock, nahe dem Herrngarten,
iſt eine komfortable, geräumige Wohnung ſofort oder ſpäter zu
ver=
mieten, 6—7 Wohnräume, Badezimmer, Veranda nach dem Garten,
die auf Wunſch mit Glasabſchluß verſehen werden ſoll,
Garten=
benutzung, Gas, elektr. Licht, Telephonanlage, reichliches Zubehör.
(13914ms
Näheres daſelbſt parterre.
Parterre=Wohnung, 6 Zimmer u.
2 Entreſol, im Preiſe von Mk.
900.— per ſofort zu vermieten.
Dieſelbe eignet ſich auch für
Bureau=
zwecke. Zu erfr. im 1. St. (12727oms
Mathildenpl. 7, II.,
ohne Gegenüber, große Sechs=
Zimmerwohnung. Duſelbſt
Hinterbau, II, ſchöne Vier=
Zimmerwohnung zu verm.
(ev. m. Werkſtätte). Näheres
i. Laden, Tel. 1457. (14002ms
zu vermieten die ſeit 20 Jahren
von Sr. Exzellenz Generalleutnant
Schulz bewohnte Hochpart.=Wohn.
im Zweifamilienhaus, 6 Zimmer,
gr. Speiſezim. mit Aufzug, groß.
Vorratszim. neb. d. Küche, Garten=
zim., große Manſ., 2 Kam., 3 Keller,
Trockenbod., Gartenant., Holzſtall,
Gas, elektr. Licht, Waſchküche, Eing.
f. Lieferant., für 1. Aug., bezw. 1. Okt.
Wird in allen Teilen neuzeitl. her=
gericht. Näh. i. Hauſe 1. St. (11104m Landwehrſtraße 14, 3. Stock,
ſchöne herrſchaftl. 6 Zim.=Wohn.
mit Küche, Speiſekam., 1 Fremden=,
1 Mädchenzim., Badezim. m. Bade=
ofen, 2 Kellerräume, Bodenver=
ſchlag u. Gartenant. bald. zu verm.
Näh. daſelbſt u. Baubüro Fr. Delp,
Frankfurterſtr. 80, Pr. 1200 M. (14267ms iſt die herrſchaftl. Wohn. im 2. St., Herdweg 99 iſt die herrſchaft=
liche Wohnung, 1. Stock, ſeither
von Herrn Hauptmann v. Gilſa
bewohnt, verſetzungsh. per 1. Okt.
zu verm., dieſelbe beſteht aus 6 Zim.,
Bad, Küche, Speiſekam., Verandas,
Mädchen= u. Manſardenſt., Gas u.
elektr. Licht, Gartenanteil u. Zub.
Näh. daſelbſt 2. Stock. (B14290ms Saalbaustr. 60, part.,
elegante Herrſchaftswohnung,
6 Zimmer, Bad u. ſonſtigem reichl.
Zubeh. Näh. daſelbſt oder Bau=
büro, Pallaswieſenſtr. 26. (14328ms Martinſtraße 95, II., Sechs=
Zimmerwohnung mit reichl. Zu=
behör, Bad, Veranda Gas, elektr.
Licht, Garten per 1. Okt. zu verm.
Näheres Heinrichſtr. 66, I. (14329ms Hügelstr. 69, III.,
herrſchaftl. Wohnung, 6 Zimmer,
Badeeinrichtung, elektr. Licht,
Zentralheizung per 1. Oktober.
Näheres Heinrich Funk, Grafen=
ſtraße 23½ Tel. 446. (14331ms
*mn Zim Pallaswieſenſtraße 25, ſchöne
5=Zimmerwohnung mit Zubehör
per ſofort zu vermieten. (8437ms Schuchardſtr. 6, 1. Stock, große,
helle 5 Zimmerwohnung m. Küche
und Zubehör per ſofort zu verm.
Näheres im Laden der Firma
Seb. Schmitt.
(12356ms Landskronſtr. 89, (Neubau)
5=Zimmer=Wohnung, I. Stock,
Fremden= u. Mädchenz., Veranda,
Vorder= und Hinterſeite. Preis
900 Mark per ſofort.
Näh. Nr. 91, part. (B14283ms (riner Weg 33, I.
5 Zimmerwohn., Balkon, Fremden=
zimmer, Gas, Bad. Näh. Grüner
Weg 31, II.
(B14279ms Gartenſtr. 18, III., 5 Zimmer=
Wohn., ſchön gel., mit reichl. Zub.,
per ſofort zu vermieten. Näheres
Heidelbergerſtraße 9½, 1. Stock,
Telephon 2464.
(1813ms äutenbergstr. 3, I.,67I.
ſchöne geräumige 5 Zimmer= Woh=
nungen mit reichlichem Zubehör
per ſofort od. ſpäter zu vermieten.
Näheres daſelbſt und Heidel=
bergerſtraße 9½, 1. Stock, Tele=
phon 2464.
(9008ms Soderſtr. 75, I. Stock, ſchöne
5 Zimmer=Wohnung mit Veranda,
Gas, 2 Böden, Bleiche mit Trocken=
halle u. Gartenteil verſetzungshalb.
zu vermieten. Näh park. (13919ms
I. u. II., moderne 5 Zimmerwohn.
mit reichlichem Zubehör per ſofort
od. ſpäter zu vm. Näh. Friſeurladen
Keitel Nr. 16 u. Heidelbergerſtr. 9½,
1. Stock, Telefon 2464. (8817ms
Heidelbergerſtraße 8140 neu
hergerichtete herrſchaftl. 5
Zimmer=
wohnung, part., m. Bad, Garten,
Veranda u. reichl. Zubehör p. ſofort
zu verm. Näh. daſ. III. (B14282ms
verſchiedene
Gutenbergſtr. 50 5 Zimmer=
Wohnungen, neu hergerichtet, per
ſofort zu verm. Näheres bei Klein,
Gutenbergſtr. 52, part. (9086ms
Heidelbergerstr. 59
Parterre=Wohnung, 5 Zimmer mit
allem Zubehör.
(750ms
. erche
zu verm. Näh. parterre. (7321ms
Landwehrſtraße
I. Siock, eine Wohn. von 5 Zim.,
mit allem Zubehör, per ſofort
beziehbar, zu verm. Näheres im
Kontor Schwanenſtr. 1. (12045ms
ſeamdt. himmecheht, Belton,
2 große heizbare Manſardenzimmer
und allem Zubehör, per ſofort
zu vermieten.
(6497ms
Näheres Parterre.
Herderſtr. 17, III., freundl.
5 Zim.=W 580 Mk., per ſofort
zu vm. Näh. bei Heinrich Pank,
Grafenstr. 23½, I., Tel. 446. (9531ms
Steinackerstrashae,
neuzeitlich, m. Bad, Fremdenzim.,
Veranda u. reichl. Zubeh. p. 1. Okt.
Zubeſichtig. zwiſch. 11—1 u. 3—5
Uhr=
täglich. Näh. j. Bureau daſ.(B10510ms
5 Zim.=Wohn. m. Küche, Bad,
Veranda u. hübſch. Garten
per ſofort zu verm. Näh. durch
E. Schlapp, Schulſtr. 5. (10498ms
Eliſabethenſtr. 25½, große,
ſchöne 5 Zimmer=Wohnung, 2. St.,
per 1. September zu vm. (11366ms
J. Donges & Wieſt.
aeiehnentent eiete
5 Zimmer, Fremdenz., Bad,
Veranda, per ſofort zu verm.
Schriftl. Anfragen erbeten an
L. ämend, Kasinostr. 2. (11172ms
. Heidenreichstr, 1,
II. 5 Zimmer=Stock, ganz
neu=
zeitlich, per ſofort zu verm. (11603ms
Feine 5 Zimmerwohn.:
Lino=
leumfußbod., elektr. Licht ꝛc. per
ſofort zu vermieten. (8790ms
Näheres Soderſtraße 70, I.
lie enerertet e
Fremdenz., Badez., Veranda, Gas
u. elektr. Licht, reichl. Zubeh., per
1. Okt. zu verm. Näh. part. (B12386ms
(hochpart.), ſchöne 5 Zimmer=
Wohn. m. reichlichem Zubeh,
Gas, elektr. Licht, Kohlenaufz.
per ſof. od. ſpät. z. verm. (*345ms
Näh. Hölgesſtr. 1, (Laden).
M
m. Zub. ſof. evt. ſpät. z. v. (B12564ms
Frankfurterstr. 12,14
Manſarde, 2 Trepp. hoch, 3 gerade
u. 1 ſchräger Raum an einzelne
Dame oder ruhiges Ehepaar
billigſt zu vermieten. (12258a
Luegsweg 19 eine ſchöne 5
Zimmerw. n. St. z. verm. (12354ms
Einzuſehen von 4—6 Uhr.
2a
ſchöne 5 Zimmerwohn. m.
Bal=
kon, Veranda und allem
Zube=
bör per 1. Okt. zu verm. Zu
erfr. daſ. im 1. Stock. (12562ms
Hersoeſtr. 13, pt., frdſ. 5 Zim.=
Wohn. mit 2 großen Kammern,
Balkon, Veranda, Garten, 700 M.,
per 1. Oktober.
(13278ms
Näh. Heinrich Funk,
Grafen=
ſtraße 23½, Telephon 446.
Nummer 152.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Juli 1913.
Seite 19.
Wilhelminenstrasse 19, I. Darmstädfer Hausbesitzerverein. Wilhelminenstrasse 19, I.
Zu vermieten:
Lichbergstrassie, an.
mer, Bad. elektr. Licht, Gas,
Balkon, Bügelzim. uſw., großer
Obſtaarten per ſofort od. ſpäter.
Näheres daſelbſt od.
Wilhelminen=
ſtraße 19, I., vorm. v. 10—½ 1 Uhr,
nachm. v. 3—5 Uhr. (11856ms
Martinstr. 11½, Rochpart.
ſehr geräumige 6 Zimmer=Wohn.
(auch für Büros geeignet), geſchl.
Veranda, Bad, Gas u. all.
Zube=
hör, abgeſchl. Hofraum, eventl. mit
Garten, für ſofort od. ſpäter. Näh.
daſelbſt 3. Stock.
(11203ms
Viktoriaſtr. 41, I., herſchaftl.
6 Zimmerwohn., vornehm gehalt.,
getäfelt. Speiſeſaal glasbedeckte
Veranda, Warmwaſſerltg., Bad m.
kompl. Einricht., reichl. Zubehör,
p. ſofort od. ſpäter.
(8504ms
Bismarckſtr. 51, II. St., ſchöne
6 Zimmerwohn. mit Baderaum,
geſchl. Veranda, Gas, elektr. Licht,
Vorgarten, neu hergerichtet. Näh.
daſelbſt.
(13122ms
Nieder=Ramſtädterſtr. 36, pt,
5 Z=W. m. Zub. Anzuſ. 1—3 Uhr.
Näh. Dieburgerſtr. 5.
(9064ms
Annastrasse 61
ſchöne moderne 5 Zimmerwohn.,
Bad u. reichlichem Zubeh., elektr.
Licht, Kohlenaufzug, per 1. Okt. ev.
früher. Näh. Steinſtr. 10, I. (12648ms
Kahleristr. 13, 2. St.,
große ſchöne 5 Zimmerwohnung,
Bodenk., 2 Keller uſw. p. 1. Okt.
Näheres 1. Stock.
(13555ms
Heinrichstrasse 78
part. od. 1. Stock, 5 Zimmerwohn.,
Badez., reichlichem Zubehör. Näh.
1. Stock.,
(13556ms
Grafenſtr. 23, II. St, nächſt derſ.
Rheinſtraße, eleg. 5 Zimmerwohn.,
ſelektr. Licht, Kochgas, Bad, reichl.
Zubehör, an ruh. Mieter alsbald
zu vermieten.
(8500ms
Schwanenstr. 70, I.
5 Zimmerwohn. Bad, Balkon,
Veranda und reichlichem Zubehör.
Näh part. u. 2. Stock. (7768ms
Hochſtr. 59, Ecke Herdweg, in
beſter Lage, Hochparterre, 5
Zim=
wohn., gr. Balkon u. Vorgarten,
ſvoral. Veranda, Fremdenzimmer
u. Zubehör, 1. Oktober an ruhigeſe
Mieter.
(13121ms
Soderstrasse 45
2. Stock, ſchöne große 5 Zim.=
Wohnung ſehr preiswert per
1. Oktober.
(13987ms
Freundl., geräumige 5 Zimmer=
Wohnung mit Gas u. all. Zubeh.,
nebſt Gartenanteil, per ſofort.
Näh Soderſtr. 79, part. (8177ms
Dieburgerstrasse 19
ſchöne Manſardenwohn., 5 grade
Zimmer ſof. oder ſpäter. Näheres
Hoffmannſtr. 38, part. (10842ms
Hochſtr. 53, dicht am Herdweg,
1 Stock, 5 Zim.=Wohn. mit Bad,
Gas, elektr. Licht, gr. Veranda nach
dem Garten u. reichl. Zub. Näheres
parterre. Preis 1175 Mk. (12883ms
Dieburgerstr. 20, part.
5 Zimmerwohn., Gas u. Zubeh.
Näheres 1. Stock. Einzuſehen von
11—3 Uhr.
(11857ms
Liebigſtr. 25, part., 5 Zimm.==
Wohn., Veranda, Gas, elektr. Licht
u. Zubehör zum 1. Okt. ds. Js.
Näheres daſelbſt.
(14361ms
Aliceſtraße 6, 1. St., 4 Zimm.= Eckeder Frankfurter=u. Pallas=
Wohn. m. Badezim., Balkon, Gaslwieſenſtr. 19 eine ſchöne 3 Zim.=
(14360ms! Karlſtraße 6, Seitenbau, ſchöne
Eckeder Frankfurter=u. Pallas=3 Zimmerwohn., der Neuzeit ent=
(12646ms
Soderſtr. 73, Manſ., 4 Zim.=g
Wohn. mit reichl. Zubeh. (772msSchwanenstrasse 31
Neubau Ecke Nd.=Ramſtädter=eine 3 Zimmerwohnung und eine
und Riedlingerſtraße per 1. Okt. Wohnung von 3 Zimmern mit
Geſchäftsräume mit Wohn. (part.) Zubehör, per 15. Juli. (10841ms
u. Zubehör zum 1. Okt. ds. Js.Wohn. per 1. Oktober. (13985ms
Näheres daſelbſt
wieſenſtraße 19 4 Zimmerwohn.ſprechend, per ſofort. Näheres im
per ſofort.
(11204ms Laden.
zu 1800 Mk., 4 u. 3 Zimmerwohn.
zu 740, 720, 620 u. 600 Mk., 5 Zim.=
Wohn. (Manſ), beſonders geeignet
zum Wiedervermiet. an Penſionäre,
zu 750 Mk. — Näh. bei Architekt
Gg. Scherer, Rheinſtr. 47, u. Zig.=
Geſchäft L. Meyer, Nieder=
Ram=
ſtädterſtraße 14.
(12879ms
Kaſinoſtraße 24, 2. St., ſchöneſt
5 Zimmer=Wohn. mit Zub., Bad,
Balkon, Terraſſe, per 1. Aug. oder
früher. Einzuſ. von 10—12 undle
von 3—6 Uhr.
(12880ms
Liedbfrauenſtr. 30, en
merwohnung mit Zubehör
ſofort zu verm. (13118ms
Verbinusſtr. 60, part., ſchöne
t Zimmerwohn. nebſt Zubehör p.
1. Oktober. Näh. 1. St. (13983ms
Riedeselstr. 27, part.
elegante 4 Zimmerwohnung, Gas,
Bad, elektr. Licht, Veranda und
Aallem Zubehör per 1. Okt. eventl.
frühev. Näh. 2. Stock. Einzuſehen
von 10—12 u. 2—4 Uhr. (11854ms
Bismarckstr. 42, I. St.=
4 Zimmer=Wohnung, 2
Entre=
ſole, prachtvolle Wohnung, Gas,
lelektr. Licht, Zubehör, 900 Mark.
Näheres parterre.
(2831ms
Viktoriaſtraße 63 ſchöne 4 Z.=
Wohn., Balkon, 2 Keller,
Bleich=
platz, Waſchküche. Trockenb.,
Man=
fardez., zum 1. Okt. oder früher.
Näh. part.
(12647ms
Wilhelminenſtr. 4 ſchöne Manſ.
3 Zimmer, Küche, Keller, an ruh.
Leute ohne Kinder zum 1. Okt.
evtl. früher. Pr. 360 Mk. (12881ms
Beſſungerſtr. 122 Manſardew.,
§3 Zimmer. Preis 220 M. (13119ms
Karlſtr. 87 ſchöne Manſarde,
3 Zimmer abgeſchl. Vorplatz u.
reichl. Zub. per ſofort, 350 Mk.
pro Jahr. Näheres
Wilhelminen=
ſtraße 19, I. Stock.
(8502ms
St, 2 Zim.=
Annaſtraße 4,
Wohn. an ruhige Leute. Näheres
(13753ms
daſelbſt.
Alexanderſtr. 17½, 2 Zimmer=
Wohnung ſof. monatlich 15 Mark.
Näheres daſelbſt.
(14362ms
Grosser Laden
mit großen Nebenräumen, in welch.
ſeit mehreren Jahren ein
Kurz=
waren=Engros=Geſchäft betrieben
wurde, per ſofort. — Näh.
Bleich=
ſtraße 26, I
(8508ms
für Friſeur. od.
Schöner Ladell, Zigarren=
Ge=
ſchäft gut geeignet, in der Nähe
der 61er Kaſerne. Näh. Martin
Hock, Heidelbergerſtr. 44, I. (11855ms
Ballenplatz 6 1 Werſtäte per
ſofort.
(10084ms
Unentgeltlicher Wohnungsnachweis u. nähere Auskunft über Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstr. 19, 1. St., zu erfragen.
Ohlyſtraße 37, Ecke Martin=ſtraße, 1 Stock mit 5 Zimmern
u. all. Zubeh. per 1. Okt. zu verm.
Näheres part. daſelbſt. Einzuſeh.
v. 10—11 u. 3—4 Uhr. (B14151ms Näh. Beſſungerſtr. 74. (B12844ms Wohnung zu vermieten. (*1800im Liebigstrasse 14, part. IMathlidenstr. 11, 2. Stockt,
r1 u. 2 Kam. in der Manſ., Bad. mit
1. Okt. zu verm. Einzuſehen von Einr. u. Küchenbalk. per 1. Okt.
(12834ms ſtraße 23½ Tel. 446. (14168t Zubeh., per 1. Okt. z. verm. Näh. iſt eine eleg. gr. 5 Zimmerwohn.
daſ. u. Soderſtr. 112, pt. (13309ms mit Badezimmer, 2 Bodenzimmer,
Bleichplatz nebſt all. Zubehör zu
verm., evtl. ſofort. Pr. 10 Mk.
Zu erfr. dortſelbſt, 2. St. (14193ms in d. Nähe
Neue Martinſtr. 66 d. Paulus=
kirche, 1 St., 5 Zim., geräum. Vorpl.,
m. vollſt. Bad, 1. Okt. (B14006ms Dieburgerſtraße 54, 1. Stock,
Wohnung 5 Zimmer mit allem
ſchönem Ausblick, zu vermieten.
Näheres parterre. (14065oms Zu erfragen 3. Stock. (7686m Auf 1. Oktober oder früher:
Klappacherstr.b, Krägesch.,
35 Zimmer mit Zubehör u. Vorgart.,
Gas u. elektr. Licht. (B12144s Landwehrſtraße 18, 2. Stock,
ſchöne geräumige 5= Zimmerwoh=
nung mit Küche, Speiſekammer,
Bad mit Badeofen, 2 Manſarden=
zimmer, 2 Keller und Garten=
anteil per ſofort zu vermieten.
Näheres daſelbſt und Baubureau
Fr. Delp, Frankfurterſtraße 80.
Mietpreis 950 Mark. (14268ms Roßdörferſtr. 86, freie Lage,
3. Stock, verſetzungshalber große
5 Zimmerwohn. m. reichl. Zubeh.
für Oktober zu verm. (12143ms Reiarichstr. 37, I.
5 Zimmerwohn. m. Bad, Fremden=
und Mädchenzimmer nebſt reichl.
Zubehör verſetzungshalber per1
1. Okt. zu vermiet. (14241ms
Näh. Gg. Hillgärtner, Lieb=
frauenſtraße 50. — Telephon 1955. Ecke Kies= u. Wienersſtr. 83
5 Zimmerwohnung, I. St., zum
Preiſe v. Mk. 650 p. 1. Okt. 1913
zu vermieten.
(14237ms Klappacherſtr. 14, part., freundl.
5 Zimmer=Wohnung mit Bade=
zimmer und großem Vorgarten,
Preis 900 Mark. (B14354ms Heinrichſtr. 106, 3. Obergeſch.
5 Zimmer=Wohnung mit allen An=
forderungen der Neuzeit, neu
hergerichtet, bis 1. Okt. zu verm.
Auskunft Erdgeſchoß. (14332a
Verlängerte Schieſthausſtr. 80
wegen Verſetzung part. u. 1. Stock
ſchöne 5 Z.=Wohnungen mit je zwei
Balkons, Fremdenz., Kohlenaufzug
u reichl. Zub., per 1. Okt. zu verm.
Preis f. Part. 1100 u. 1. St. 1200 Mk. Inſelſtraße 20, pt., 5=Zimmer=
5 Zimmer mit Zubehör, Gas, 1 Frdl. ger.5 Z.=W. m. gr. Fremdenz.
Bleichplatz, Trockenboden ꝛc. per
10—12 und 2—3 Uhr. Näheres1 NäheresHeinrich Funk,
Grafen=
im 1. Stock.
Heidelbergerſtr. 85 ſchöne 5 Zim.=
Wohn., 2. St., mit Balkon u. all. Frankfurterstr. 66
Obere Wienersſtr. 80
1. Stock, eine freundliche 5 Zimmer=
Wohnung mit Balkon nebſt Zub.
in ruhigem Hauſe vor ſchönem
Garten, nächſt Halteſtelle der elektr.
Bahn u. nahe der Viktoriaſchule,
per 1. Okt. zu verm. (14343ms
Alicestr. 3, Hochparterre
5 Zimmer mit allem Zubehör
zu vermieten. Näheres
Mathilden=
platz 9, 1. Stock.
(8432ms
Martinſtr. 7 5 Zim.=Wohn.,
1. Stock, an ruhie Leute per
1. Okt. zu vermieten. (B13303ms
Annastr. 59, 2. Stock, Zubehör, ohne Gegenüber, mit
neuzeitl. 5 Zim.=Wohn. wegen
Weg=
zug ſofort zu vermieten. Veranden,
Gas, Elektr., Bad, ruhige freie Lage.
Näheres im Hauſe oder beim Be= Viktoriaplatz 2 große 5 Zimm. Roßdörferſtraße. 9. (1341oms Wohnung ſof. od. ſpät. z. vermieten.
Viktoriastrasse 81
ſchöne 5 Zimmerwohnung. Näh.
daſelbſt im 1. Stock. (13285ms
Meſeleate 30
am Wilhelminenplatz,
Parterre=
wohnung enth. 5 Zim., Fremdenz.,
Bad, Veranda u. alles Zubehör,
elektr. Licht u. Gas zu verm. Näh.
daſelbſt im 2. Stock. (13708ms
Martinſtr. 78, 1. St., fein
aus=
geſtattete 5 Zimmerwohn. mit all.
Zub., Gas u. elektr. Licht, in ſehr
ruh. Hauſe, iſt wegzugsh. per ſofort
ſehr preiswert z. verm. (B13732ms
Wittmannſtraße 45, 1. Stock,
freundl 5 Zimmer=Wohnung mit
groß Veranda nach Süden ſowie
Balkon auf 1. Aug. (B1371ms
Soderſtr. 96, part., eleg. Fünf=
Zimmerw. mit hülbſch. Zier= und
Obſtgart. an ruh. Leute. (13917ms
Heidelbergerſtr. 77, part., ger.
ſchöne 5 Zimmerwohn., Bad, 2 Balk.
per 1. Okt. Näh. 3. Stock. (13861a
Taunusſtraße 3, part., 5 ſchöne
Zimmer und Badezimmer per
1 Oktober evtl. früher. (13910ms
Mollerstrasse 9
1. Stock eine 5 Zimmer=Wohnung,
Fremdenzimmer, Mädchenkammer,
Gas u. Veranda, nebſt Zubeh. per
ſofort zu vermieten.
(13290t
Neue Martinstrasse 93
mod. herrſchaftl. gr. 5 Zim.=Wohn.
mit allem Zubeh. per 1. Okt. zu vm.
Näh. Martinſtr. 89, II. (B11345ims
Mathildenstr. 33
wegzugsh. 5 Zimmerwoh. n. Zubeh.
p. 1. Okt. z. v. Näh. p. (B14011ms
Kiesſtraße 45, 1. Stock, ſchöne
5 Zimmer=Wohnung mit Zubehör
zu vermieten.
(14261ms
Grafenſtr. 12 (Ecke Rheinſtr.)
iſt die II. Etage, 5 gr. Zimm. m.
Gas, elektr. Licht, Bad, Heizung,
allem mod. Komf. u. Zubeh. per
1. Okt. zu verm. H. Lautz. (14334ms
Ecke d. Teichhaus=u. Soderſtr.,
2. St., 5 Zimmer=Wohnung billig
(14318ms
zu vermieten.
Stiſtſtr. 89, part. 5 Zim.=Wohn.
m. Gas, kl. Werkſt. u. Garten, p. 1. Okt.
zu verm. Näh. Mühlſtr. 26. (14348ms
eine 5 Zim.=
Wandstr. 3, II., Wohnung
zu vermieten.
(14315ms
Heidelbergerſtr. 36, 2. Stock,
geräum. 5 Z.=W. m. all. Zub., gr. Ver.,
p. 1. Oktober. Näh. 1. St. (14312a
Landwehrſtr. 5, II., neuzeitl.
5 Zimmer=Wohnung, Gas, Bad,
Mädchenk., Balkon, Veranda, für
1. Oktober zu verm. (14299ms
Näh. bei Mhlius, 1. Stock.
Soderſtr. 70, Manſarde von
5 Räumen, Küche u. Kell. p. 1. Okt.
Näheres 1. Stock.
(14373ms
Klappacherstr. 15, II. St.
5 Zimmerw. mit Veranda, Badez.,
Fremden= u. Mädchenz., Bleichplatz
u. Trockenb., Gas, p. 1. Okt. Zu erfr.
Schießhausſtr. 2, part., Eckhaus,
Eingang Klappacherſtr. (B14357ms
Karlsſtraße 63½, ſchöne 4 Z.=
Wohnung mit Balkon u. reichlich.
Zubehör per ſofort zu vermieten.
Näh. im Laden. (B14284ms
Karlſtraße 46, 1. Stock, ſchöne
4 bis 5 Zimmerwohn. mit allem
Zubehör per ſofort zu vermieten.
Näheres im Laden. (12085ms
Heidelbergerſtr. 70, 4
Zimmer=
wohnung zu vermieten. (9078ms
Bismarckſtr. 9, 1. Stock, ſchöne
4 Zimmerwohnung mit Zubehör
zu vermieten.
(7687ms
Nieder=Ramſtädterſtr. 57, in
ſchöner, freier Lage, geräumige
5 Zimmerw. mit all. Zub. per Okt.
zu verm. Zu erfr. im Lad. (14253ms
St., ſchöne
Hölgesstr. 1, 4 Z.=Wohng.
nebſt Zubehör, per ſofort.
An=
zuſehen von 4—5 Uhr. (7977ms
Näheres parterre.
Wenckſtr. 9, 3. St., 4 Zimmer
uſw. Näh. Wenckſtr. 5, pt. (8014ms
Moosbergstr.
I. St., ſchöne 4 Zimmerwohn.
mit Manſardenzimm. u. allem
Zubehör verſetzungshalber ſof.
zu vermieten.
(B12348ms
O
Vikroeiaſtr. 33, 1. SZt, neuzeilt.
4 Zim.=Wohn nebſt Zubeh. Ausk.
wird erteilt Nr. 90, part. (12837ms
Neue Freneſtr. 70, 1. St (bei
der Mollerſtr.) ſchöne 4 Zim.=Wohn.
mit Bad, Veranda,
Fremden=
zimmer, reichl. Zubehör u.
Garten=
anteil per ſofort zu vermieten. ——
Näh. Rheinſtraße 28, I. (13493ms
Karlſtr. 83, Erdgeſchoß, 4 Zim.=
Wohn. mit Bad u. Zubehör per
ſofort zu verm. Einzuſehen täglich
von vorm. 1 Uhr bis nachm. 3 Uhr.
Näheres bei Architekt Münch,
Ludwigsplatz 8, II. (B14285ms
Pankratiusſtraße 4, 1. Stock,
eine 4 Zimmerwohnung per ſofort
zu vermieten. Näh. im Laden od.
Soderſtraße 70, 1. St. (13920ms
Bessungerstrasse 97
4 Zimmer u. Bad nebſt allem Zub.,
per ſofort zu verm. Näheres bei
H. Bendheim, Georgenſtr. 13. (8048ms
Gervinulſtraße 55, Manſarde,
4 Zimmer mit Kammer per ſofort
zu vermieten.
(10494ms
(Gutenbergſtraße 58, I.,
weg=
zugshalber geräumige 4 Zimmer=
Wohnung mit reichlichem Zubehör
zu verm. Näh. daſelbſt und
Heidel=
bergerſtr. 9½, I., Tel. 2464. (12252ms
Lichtenbergſtraße 80, 2. Stock,
ſchöne 4 Zimmer=Wohnung per
ſofort zu vermieten. (13159ms
Näheres im 3. Stock bei
Bau=
führer Dauber.
Georgenſtr. 1½, 2. Etage, iſt
eine Wohn., enthalt. 4 Zim., Küche.
2 Zim. in der Manſ., Keller, Gas
u. elektr. Licht, per ſofort zu
ver=
mieten. Näh. durch C. W. Braun,
Martinſtraße 74.
(11109ms
ent, Part. 5g. Str. 4. I.
geräum. 4 Zimmerw. per ſofort
evtl. 1. Auguſt.
(11206ms
Näh. Heinrich Funk,
Grafen=
ſtraße 23½
Telephon 446.
Gruſenhleteſtr. ene
4= Zimmerw im3. Stock per 1. Bt.
zu verm. Näh. i. 2. Stock. (13707ms
Inſelſtr. 43, 1. St., ſchöne mod.
4 Zimmerwohn. mit Bad u.
reich=
lichem Zubeh. zum 1. Okt. zu vm.
Näh. Steinſtr. 10, 1. St. (13623ms
e e
Heidelbergerſtraße 136,
ifein. Hauſel. St.,mod. 4 Zim.=
Wohn. m. Fremdenzim., Bad,
Speiſekam., Kohlenaufz., Erker
u. Loggia, Gart., elektr. Licht
alsb. z. verm. Näh. b. Heinrich
Funk Grafenstr. 23½ Tel. 4 46. (12442ms
Moosbergstr. 52
eine 4 Zimmerwohnung parterre,
3. Stock,
*, 3
„2
Hintergeb. und eine gr. Werkſtätte
per ſof. od. ſpäter zu verm. Näh.
Heidelbergerſtr. 9½, Tel.2464,(2450ms
80 2.
Kranichsteinerstr. 39 11o
wegzugshalber ſch. 4 Zim.=Wohn.
mit allen Bequemlichkeiten,
Erker=
vorbau, Veranda, Vor= u.
Hinter=
garten in ruhig. Hauſe ſofort od.
ſpäter zu verm. Näh. daſ. part.
od. Riegerplatz 7, part. I. (12570ms
Frankensteinstr. 59
4 Zimmer=Wohnung per 1. Oktob.
zu vermieten.
(B12841ms
Pankratiusſtr. 41 (Drogerie)
ſchöne 4 Zimmerwohnung (evenk.
5 Zimmer) in ruh. beſſ. Hauſe ſof.
oder ſpäter zu verm. (12894ms
Beckstr. 62, 3. Stock
elegante 4 Zimmer=Wohnung, Bad,
Küche, Balkon, Loggia, 2 Manſ=
2 Keller. Waſchküche, Bleichplatz,
zum 1. Oktober zu vermieten. Zu
erfragen Nr. 64, part. (13049ms
Meirdernſtr.237, fmnt
4 Zimmerwohnung mit Zubehör,
per ſofort, per Jahr 420.— Mk.
Näh. daſelbſt und bei Heinrich
Funk, Grafenſtr. 23½, Tel. 446.(19251ms
reltetr 10, . ſcher
Lage, ſch. 4 Zim.=Wohn, part,
Veranda, Bad, evtl. m. Garten per
1. Okt. z. verm. Näh. daſ. pt. (13318ms
Pankratiusſtr. 10, 1. St.
ſchöne 4 Zimmerwohnung an
ruhige Familie per ſofort oder
ſpäter zu vermieten. Einzuſehen
von 10—2 Uhr.
(8024ms
Näheres parterre.
Saalbaustr. 37, 1. St.
ſchöne 4 Zim.=Wohn. mit Zubehör
per ſofort zu verm. Einzuſehen
von 4——6 Uhr nachm. (12830ms
2. Stock, moderne
Ancasweg 13, geräum. 4 Zim.=
Wohnung mit Bad, Veranda und
ſonſt. reichl. Zubehör zu vermieten.
Näh. Hügelſtr 30 II. (12597ms
Schießhausſtraße 55, 1. Stock,
in ruhigem Hauſe ſchöne 4 Zimmer=
Wohnung mit Veranda, Koch= u.
Leuchtgas, per 1. Okt. zu verm.
Einzuſ. v. 10-4 Uhr. Näh. pt. (12872a
Kiesſtr. 98, Parterre, 4
Zim=
merwohnung an ruhige Mieter
(*4038a
zum 1. Oktober.
Gutenbergſtraße 27, 2. Stock
ſchöne 4 Zimmerwohn. mit Balkon,
Badezimmer, Speiſe= und
Boden=
kammer nebſt Zubehör per 1. Okt.
zu vermieten. Näh. port. (13524ms
Kaupſtraße 26, 2. Stock, 4
Zim=
mer, Küche, Speiſekammer
Man=
ſardenzimmer, 2 Keller, Trockenbod.,
Gas, wegen Verſetzung z. 1. Oktober.
Näh. daſelbſt oder 23 3. St. (13750ms
Ireneſtr. 9 a. d. Fraukfturterſtr.
franz. Stock, ſchöne 4 Zimmerw.
m. Zubeh. per ſofort z. verm. Näh.
b. Frau P. Grgef Ww., 2. St. (13287ms
Dieburgerſtraße 88, 3. Stock
elegante 4 Zimmerwohnung mit
Bad und ſonſt. reichl. Zubehör ſof.
zu verm. Näh. daſ. u.
Pallaswieſen=
ſtr. 23, Baubüro, Fernſpr. 190 (*3167ms
Zimmerwohn.
seckärstle 4 (Neub), p. 1. Okt.
zu vermieten.
(13999ms
[ ← ][ ]Seite 20.
Landstronſtr. 53, part, große
4 Z.=Wohn. mit Bade= u. Mädch.., Veranda, Vorgart. u. all. Zub.
p. 1. Okt. z. vm. Näh. 1. Et. (13715ms
Hochſtr. 6, parterre u. 1. Stock,
4 Zimmerwohn. zu verm. (12563ms
Im ſtädtiſchen Hauſe
Luiſen=
ſtraße 16 iſt die Wohnung im erſten
Obergeſchoß des Mittelbaues,
be=
ſtehend aus 4 Zimmern, Küche
und Keller alsbald zu vermieten.
Bewerber erhalten nähere
Aus=
kunft im Stadthaus, Zimmer
Nr. 56.
(11371ms
Lieder-Kauſäſdterſtraßte 7
1. und 2. Stock, je 4 Zimmer und
Badezimmer, neu hergerichtet,
zu vermieten. Preis 700 und
650 Mk. Näh. Inſelſtr. 34. (13913ms
Artillerieſtraße 8, part., Vier=
Zimmerwohnung mit Zubehör,
elektr. Licht, Gas, Bad vorhanden.
Näh. Gervinusſtr. 77, prt. (13912ms
Neue Schwanenstr. 71
mod. 4 Z.=Wohn. m. a. Komfort, d
Neuz. Einſ. v. 10—1 Uhr. (13963ms
Liebigſtr. 65, 2. St., 4 Zimmer
mit Zubehör per 1. Oktober nur an
ruhige Mieter. Beſichtigung 11—12
u. 2—4 Uhr. Näh. part. (13976t
Kiesſtraße 125, 1. St., 4 große
Zimmer, große Küche,
Bade=
zimmer, Erker, Veranda uſw. zu
vermieten.
(14001t
Caſinoſtr. 12, 1. Et., mod. 4 Z.=
W., el. Licht etc. p. 1. Okt. (14156ms
Mauerſtraße 30, 3. St., ſchönedaſelbſt.
4 Zimmerwohnung mit Veranda
u. reichl. Zubeh. z. 1. Okt, bill. zu
vm. Näh. Kiesſtr. 84, II. (14212ms mit 3, 4 u. 5 Zimmer u. reichlichem
Hohfmannstr. 3
ſchöne 4 Zimmer=Wohn. im dritten Telephon 2464.
Stock per 1. Oktober zu vermieten.
Näheres 1. Stock. (14000ms
Schöne 4—5 Zimmerwohnung,
Manſ., Vorderh., für ſofort
zu vermieten.
(13998ms
Näh. Eliſabethenſtr. 58 (Laden).
Orangerieſtr. 8, hochpt., ſchöne
neu herger. 4 Z.=Wohn. m. all. Zub.
p. 1. Aug., 600 M. Näh.
Moosberg=
ſtraße 22 pt. o. Fuchsſtr. 18, I. (13271ms
Rhönring 105, 4 Zimmerwhg.,
neuzeitlich eingerichtet, zu verm.
Näheres parterre. (12920a
Taunusſtr. 39 4 Zimmerwohn.
m. Bad, Balk., Veranda, bis 1. Okt.
zu verm. Näh. 1. St. links. (12870m
Haus Eichbeigstl. 20
ganz oder geteilt zu vermieten.
Parterre 4 Zimmer, Küche, 2 Keller,
I. Stock und Manſarde: 3 Zimm.,
Küche, 3 ſchräge, 2 gerade Zimm.,
Badez. m. Einr., 3 Keller, Gas,
Waſchküche, Bügelraum, großer
Garten, neu hergerichtet.
Zu erfragen v. 1—3 Uhr,
Stein=
ackerſtraße 17, part. (*1741ms
Lichtenbergstr. 21, III.
hübſche 4 Zimmerw. mit allem
Zu=
behör per 1. Aug. z. verm. (14245ms
Kiesstrasse 94, I. Stock
ſchöne 4 Zimmerw. mit 2 Balkons
u. reichl. Zubeh., Gas, elektr. Licht,
per 1. Okt. zu verm. Einzuſ. v. 3—5 leine 3 Zimmerwohnung, Heiz= u.
Uhr nachm. Näh. daſ. pt. (14324ms
Mathildenſtraße 23 geräum.
4 Zimmerwohnung mit Veranda,
Badezimmer u. reichl. Zubehör per
1. Oktober zu verm. (B14289ms
Sandbergstr. 50, III.
große 4 Zimmerw. mit Verandaim 1. Stock mit Veranda, Gas,
Heidelbergerſtraße 84. (B14291ms
Wienersſtraße 51, 2. Stock,
ſchöne 4 Zimmer=Wohnung mit 3 Zimmer=Wohnung per ſofort zu
Badezimmer und Zubehör per ſof.
oder ſpäter zu vermieten. Näh.
1. Stock.
Blumenthalſtr. 109, 1. St., lje im 3. Stock eine große 3 Zim.=
Gartenanteil per 1. Okt. für 460 ℳkein Gegenüber. Näheres
Aha=
zu verm. Näheres Wolf,
Soder=
ſtraße 101, 2. St. (14338ms
Soderſtraße 101, 1. Stock,kl. 3 Zim.=Wohn. an ruh. Leute.
Ecke der Inſelſtraße, in ſchöner
Lage, nächſt dem Walde, große
moderne 4 Zimmerwohnung, friſch
hergerichtet, mit Gas, Manſarde
und allem Zubehör per 1. Okt. zu
verm. Preis 650 Mk. Einzuſeh. von
10—12 u. 2—4 Uhr. Näheres Wolf,
Soderſtr. 101, II. (14337ms 13 Zimmer an ruhige Leute zu
Elisabethenstr. 52
ſch. 4 Zim.=Wohn. mit Zubeh. im
Seitenbau zu vermieten. (14255ms
Ireneſtr. 11, 3. Stock, an der Zu erfr. Nr. 49, part. (12835ms
Frankfurterſtraße, ſchöne 4 Zim.=
Wohnung zum 1. Okt. zu verm.
Näheres part.
(14256ms
Bismarckstr. 74
1. u. 2. Stock, ſchöne 4 Zim.=
Wohnungen nebſt Zub., mit
gr. Veranda per 1. Okt. d. J.
Näh. bei Gg. Ph. Geist. (14263ms
zu vermieten.
tümer, parterre.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Juli 1913.
8½ 1. Stock,1 Karlſtr. 57 iſt die Manſ.=W, (Wingertsgäſichen 11 ſch3 Z.=W.
mer=Wohnung beſteh. aus 3 Zim. u. 2 Kabinett., ſof. zu verm. Preis mtl. 25 Mk. Näh.
allem Zubehör per 1. Oktober! Küche, Keller, Gasanlage für Koch=
4277ms
Wohn. mit reichl. Zubehör, 1. oder im Laden.
2. St. zu verm. Näh. part. (14296ms
Soderſtr. 4, ſchöne freundl.
4 Zim.=Wohn. m. Zubeh. per
1. Oktober zu verm. (14300ms
Näheres im 1. Stock. Mollerſtr. 25 hausgarten
ſchöne 4 Zimmerw. mit allem Zub.
in freier Lage, kein Gegenüber, per um 3 Zimmerwohnung mit allein Zu=
behör zu verm. Näh. 1. St. (7696ms Zimmerwohn. m. Zubeh. im 1. St.
ſofort zu vermiet. Näheres 1. St.
(8441ms Wohnungen
Zubehör, per ſof. und ſpät. zu verm.
Näh. Heidelbergerſtr. 9¼, 1. Stock,
(8442ms Kranichsteinerstrasse 28.
Schöne Manſardewohng., 3 kl., Zim.
u. all. Zubeh. ſof. od. ſpät. zu verm.
Preis p. Monat 20 Mk. (8805ms Zimmerwohn.p. ſofort z. v. Neue
Niederſtr. 13, Zimmermann. (B14287ms Martinſtr. 27, 1. St., 3 Zim.=
Wohnung zu vermieten. Preis
380 Mark.
(B10485ms Moosbergstr. 36 m. 3 Z.=W. p. ſofort.
N. daſ. u. Fr. Koch. Grafenstr. 22. (8407ms Wenckstr. 11, II. Stock
3 Zim. ꝛc. per ſofort od. ſpät. zu
verm. Näh. Wenckſtr. 5, pt. (9532ms Dieburgerſtr. 18, Htb. II.
Hübſche 3 Zim.=Wohnung m. Glas=
abſchluß u. allem Zubeh. per ſofort Kranichsteinerstr. 6
Seitenbau, 3 Zim.=Wohn. m. Zub.
per ſofort zu verm. Näh. daſ. od.
Baubüro, Pallaswiasenstr. 26. (12392ms Neue Ireneſtr. 15 ſch. 3 Zim.=
Wohnung zu vermieten. (12569ms Neue Ireneſtr. 7 ſchöne 3 Zim.=große 3 Zim.=Wohn. per ſofort,
Wohnung per ſofort zu verm. Beſſungerſtraße 45 ſch. Manſ.
im 2. Stock 3 Zim. m. Zubeh. ſogl.
od. ſpät. an kinderl. Fam. (B11802ms Martinſtr. 95 (Gartenhaus)
Leuchtgas, Veranda, Gartenanteil,
Bleichplatz, per 1. Oktober zu ver=
mieten. Einzuſeh. von 10—1 Uhr.
Näh. Heinrichſtr. 66. (11848ms Pankratiusſtr. 48, 2 ſchöne 3 Z.=
Wohn. per ſofort zu vermieten.
Näheres 2. Stock, links. (12109ms Schöne 3 Zimmerwohnung
und reichl. Zubehör zu verm. Näh. (Bleichplatz ꝛc. per ſofort zu verm. Näh. Eliſabethenſtr. 58 (Laden).
Neue Ireneſtr. 64. (B12142ms Pankratiusſtraße 30½ ſchöne
vermieten.
(12166ms (14336ms Vonnersbergring 28 u. 32
ſchöne 4 Zim.=Wohn. mit Manſ. u. Wohnung. Geſunde, freie Lage,
ſtraße 24, Wolfk. (B12340ms Eckhardtſtr. 19,; Hinterhaus,
Preis per Monat 24 Mk. (12330ms Hoffmannſtr. 21, Hth., 3 Zim.=
Wohnung, part., per ſofort an kleine
Familie zu vm. Preis 360 Mk. Zu
erfr. 2 Stock, Erhard. (B12373ms Hügelſtraße 85, Manſarde,
vermieten.
(12567ms Taunusstr. 51, I. Stock
ſchöne 3 Zim.=Wohn., Gas, Badez. Elisabethenstr. 45
Vdhs., I., ſchöne 3 od. 5 Zimmer=
wohnung mit Zubehör. Näheres
Vorderhaus, part.
(13277ms
Arheilgerstr. 48
ſchöne 3 Zimmer=Wohnung, neu
hergerichtet, per ſofort zu vermiet.
Näheres Schillexplatz 7. (12873ms
Seitersweg 10, II., mod. 4 Zim.=per 1. Okt., evt. auch früh. zu verm.
Wohn. m. Bad, Veranda u. Zubeh., Näh. parterre daſelbſt. (B13583ms per 1. Oktober zu vermieten. Ein= Frankenſteinſtr. 49 mod. 3 Zim. täglich von 3—6 Uhr nach= Wohn. m. Bader., abgeſchl. Vor=
mittags. Näheres beim Eigen=platz u. all. Zub. per 1. Okt. oder
(14314afrüher. Näh. Karlſtr. 94. (12827ms einieder-Ramstädterstr. 71,
Ecke Heinrichſtr., iſt eine 3 u. eine 4
7 Zimmerwohnung zu vermieten.
Viktoriaſtr. 63 eine ſchöne 4 Zim.= Näh. daſelbſt bei Herrn Fiſcher,
(13275ms Saalbauſtr. 37
à3 Zimmer, Küche und Zubehör
ſofort oder ſpäter zu vermieten.
Einzuſehen von 4—6 Uhr nach=
mittags.
(12831ms Karlſtraße 21, I. Stock, 3 Zim.=
Wohnung zu vermieten. (13323ms Loniſenſtraße 2, Hinterhaus,
am Pfründner=13 Zimmer, Küche u. Zubehör, per
ſofort zu verm. — Näheres bei
J. Lehmann, Georgenſtr. 7. (13325ms 1. Okt. zu verm. Näh. part. (*1997) 30 Waldſtraße 30
Wohnung, 3 Zimmer m. Zubehör
u. Veranda, Vorderhaus, Preis
450 Mk., an kleine Familie per
Karlſtr. 30, ſchöne geräumige 1. Oktober zu verm. Einzuſehen
von 10—4 Uhr. Zu erfragen im
Parterre daſelbſt. (13305ms Neue Niederſtr. 15, ſchöne 3= Obere Taunusſtraße 9, part.,
3 Zimmerwohnung mit Zubehör
per 15. September zu vermieten.
Einzuſ. nachm. Näh. 2. St. (13499ms Gutenbergſtr. 47, ſehr ſchöne
3 Zim.=Manſ.=Wohn. 15. Juli be=
ziehb. Näh. Karlſtr. 10, pt. (13704ms 1 Roßdörferſtr. 30½ 3 Zimmer=
Wohn. p. 1. Okt. Pr. 400 M. (13720ms Rossdörferstrasse 46
frdl. 3 Zim.=Wohn. bis 1. Okt. zu
verm. Näheres daſelbſt. (*1361ms Md.-Ramstädterstr. 5½
hübſche 3 Z.=Wohnung (Manſ.) an
ruh. Leute ohne Kinder p. 1. Okt. zu
vm. Näh. Mühlſtr. 62, II. (13714ms Moosbergſtr. 63, ſchöne große
3 Zimmer=Wohnung mit Veranda
u. reichl. Zubeh. p. Okt. z. vm. (B13765ms Taunusſtraße 1, Nebenbau
Hohler Weg, part., 3 Zimmer mit
Zubeh., an ruhige Fam. (13308ms Hügelſtr. 63, Wohnung, III.,
3 Zimmer, Küche mit Gas, ab=
geſchloſſener Vorplatz, Keller und
Holzſtall.
(13915ms zu verm. Näh. Lukasweg 9. (10961ms Kranichſteinerſtr. 7, Seitenflüg.,
I., 3 Zim. m. Gas an ruh. Mieter.
Näh. Vorderh., I., r. (*1641sms Heidelbergerſtr. 23, III., gegen=
über Heinrichſtr., ſchöne 3 Z.=W. mit
gr. Küche, abgeſchl. Vorpl. u. Zubeh.
zu verm. Näh. im 1. St. (13970ms Soderſtr. 34, II. Stock, ſchöne,
Preis 410 Mk. jährlich. Näheres
Näheres im 2. Stock. (11152ms1 Riedlingerſtr. 21, part. (12298t Heinheimerſtr. 71, part., ſchöne
3 Zim.=Wohn. per ſofort. Zu erfr.
Gebr. Bauer, Eberſtadt. (*1743oim Schützenſtraße 18, Manſarden=
Wohnung, 3 Zimmer mit Zubehör,
Gas, Glasabſchluß, per 1. Oktober
event. früher zu verm. (14167ms Wienersſtr. 68, 3 Z.=W. u. Werk=
ſtatt ſofort. Näh. Nr. 52. (1851im Soderſtr. 62, I., ſchöne 3 Zimm. m. Manſ.=Z. u. Zub. p.
1. Okt. an ruh. Mieter. Zu erfr.
pt, einzuſ. v. 2—4 Uhr. (*1852imd Schöne 3 Zimmerwohn., Seitenb.,
für ſof. zu vermiet. (13997ms Sandſtr. 42, eine 3 u. 2 Zimer=zu vermieten.
Wohnung zu vermieten u. gleich
zu beziehen.
(14022ms Karlstrasse 34
ſchöne 3 Zimmerwohn. mit allem
Zubehör, neuzeitlich eingerichtet,
in ſämtlichen Zimmern Linoleum,
zu vermieten.
(11189oms Eiſabeihenſtr. 23, Itb.
ſch. 3 Zim. Näh. Lad. (13488oms Frankensteinstr. 46,
1. Stock, 3 Zimmer=Wohnung mit
Zubehör per ſofort zu vermieten.
Preis 350 Mk.
(B14270m Rhönring 31, 1. Stock links, Wohnung ſof. zu verm. (12620a
ſchöne geräumige 3 Zimmer= Woh=
nung mit allem Zubehör per 1. Juli
zu verm. Mietpreis 430 M. Näh.
daſ. u. Frankfurterſtr. 80. (14269ms Ahaſtraße 20, Mittelbau, I.,
freundl. 3 Zimmerw. p. 1. Aug.
(14243ms
Mark 25.
Näh. b. Eiſemann, Ahaſtr. 22. Schießhausſtr. 29 ſch. 3 Zim.=
Wohn. (Manſ.) p. 1. Aug. (B14355ms Elemensſtraße 15 ſehr große
3 Zim.=Wohn. mit Balkon an ruh.
Leute per 1. Okt. zu vm. (B14353ms Pankratiusſtr. 1½, III., neuz
3 Zimmerw. per 1. Aug. (*1977ms
Karlſtraße 63½ wegzugshalb
zwei ſchöne 3 Zimmerwohnungen
bis 1. Oktober, die eine auch ſchon
früher, beide mit Balkon u. reichl.
Zub. Zu erfr. im Laden. (B14276ms Karlſtr. 52 Manſarde, 3 Zim.
und Küche mit allem Zubehör
ſofort zu verm.
(14340ms Pallaswieſenſtr. 37, 1. St. 1.
3 Zim.=Wohn. mit allem Zub. per
ſof. oder 1. Oktober. (14339ms Inſelſtr. 21, II., ſchöne 3 Zim.=
Wohnung mit Küche und Gas,
Manſarde, 2 Keller per 1. Aug. a. c.
zu verm. Näh. daſ. im 1. Stock
(14250ms
bei Flickinger. Eliſabethenſtr. 35, Vorderh.,
1. Stock, 3 Zim.=Wohn. mit Zub.
zum 1. Aug. zu verm. (14258ms Beckſtraße 83 ſchöne 3 Zim.
Wohnung mit allem Zubehör,
eventuell auch mit Werkſtatt, per
1. Oktober an ruh. Leute zu verm.
Näheres parterre. (14252ms Ger. 3 Zimmerw. p. 1. Okt., III.,
Preis Mk. 400.
(14333a
Näh. Gutenbergſtraße 41, part Kiesſtr. 80½, mod. 3 Z.=Wohn.
mit Veranda u. all. Zubeh., ev. mit
Bad, an nur kleine Familie. Preis
450 Mk. Näh. Kiesſtr. 80, part. (14312m Pallaswieſenſtr. 30, 3 große
Zimmer mit allem Zubehör per
1. Oktober zu vermieten. (14301ms Eſchollbrückerſtraße 1, ſchöne
3 Zimmer=Wohn., Preis 375 Mk.,
per 1. Oktober zu verm. (14297ms
Näheres 1. Stock. Viktoriaſtr. 73, III. I., ſch. 3 Zim.=
Wohn. p. 1. Okt. zu verm. Einzuſeh.
10—12 u. 2—5 Uhr. Näh. bei Herrn
Rohmig daſelbſt. (14295ms Rossdörferstrasse 46
frdl. 3 Zim.=Wohn. bis 1. Okt. zu
verm. Näheres daſelbſt. (*1951ms Hölgesſtr. 10, Hth., Garten=
ausſicht, ſchöne 3 Zimmer=Wohn.
mit Gas, Glasabſchluß und allem
Zubeh. per 1. Auguſt. (14364ms erbacherstrasse 3
Manſarden=Wohnung, 3 Zimmer,
Gas, Glasabſchl., per 1. Oktober
an ruhige Mieter zu vermieten.
Näh. Erbacherſtraße 1.
(*2003 Klappacherstrasse 17
Manſarde, 3 Zimmerw mit Ver.,
per 1. Okt. Zu erfr. Schießhaus=
ſtraße 22, part.
(B14358ms Landwenrstrasse 33
ſchöne freundl. Manſardenw. mit
3 Zimm. u. allem Zubehör p. 1. Okt.
zu vermieten.
(14363ms Gr. Ochſengaſſe 14 ger. 2=Zim.=
Wohnung per ſofort zu vermieten.
Näh. Wirtſchaft.
(8440ms Kranichſteinerſtr. 17, Hinter=
bau, 2 Zimmer und Küche ſofort
zu vermieten.
838ms Beſſungerſtr. 66 ſch. 2 Zimmer=
wohnung zu verm.
(14265Bms Moosbergſtr. 93 2 Zimmer=
Wohnung per ſofort. (B14286ms Kaupſtr. 3, im 1. Stock 2 Zim.
u. Küche für 24 Mk., und im 3. Stock
3 Zim. ſofort zu verm. Zu erfragen
bei Jöckel II.
(9528ms Bessungerstrasse 88½
2 und 3 Zimmerw. zu mäßig. Pr.
(10547ms
Näheres bei Hammer daſelbſt. 2 Zimmerwohnung mit Küche.
Näh. Weinbergſtr. 6a. (B10784ms Georgenſtraße 11, Seiten=
bau, zwei unmöblierte Zimmer
an einzelne Perſon zu vermieten.
Dieſelben eignen ſich auch zum
Aufbew. von Möbeln. (11270ms zwei unmöbl.
Neue Kiesſtr. 1a4 Zimmer und
Küche per ſofort an einz. Dame.
Näh. daſelbſt 2. Stock. (11619ms Roke och- u. ſiesstr. 34, II., I. 2 Z.=
W., Kam., abg. Vorpl., Gas, a. k. Leute
Pr. 22 Mk. Näh. 1. Stock. (VII14288 Wendelſtadtſtr. 49, pt., 2 Zim.= Fuhrmannſtr. 12, Stb., part.
2 Zimmerwohnung per ſofort
Per Monat 22 Mk. (11807ms
Näh. bei Klingler, Vrdh., part. Arheilgerſtr. 38 frdl. Manſ. 2
Zimm. m. Zub. a. 1—2 Perſ. Frankenſteinſtr. 47 ſchöne, gr.
2 Zimmerwohn. m. abgeſchl. Vor=
platz u. all. Zub. zu vm. (12826ms Karlſtr. 12, Stb., frdl. 2 Z.,
Manſ. m. Zub., an einz. Perſon.
Näh. Vorderh., 1. St. (B12600ms
Nummer 152.
Schustergasse 15
2 Zimmer mit Küche, monatlic
10 Mk. an einzelne Perſon ode
kleine Familie per ſofort zu vn
Näheres Mühlſtr. 12, pt. (12946m
Karlſtr. 94, Seitenbau, part
frei geleg., m. Gartenausſicht, ſch
2—3 Zimmerw. m. Gas u. all. Zuk
alsb. beziehb. Heinrich Lautz. (13127m
Hügelſtr. 20 2 Zim. mit Zuſ.
nur an einz. Dame od. kinderlo
Familie per ſofort zu vermieter
(13542m
Preis 240 Mark.
eine 2 Z.
Obergasse 46, Wohnun
(13543m
zu vermieten.
Tannusſtr. 45, Manſ., 2 Zin.
mer=Wohnung zu vermieten. P
(1252.
Monat 15 Mark.
Gr. Ochſengaſſe 39, 2 Zimm.
Wohnung zu vermieten. (*1885in
Liebigſtr. 53 (Manſ.), 2
Zimn=
m. Zub. an 1—2 Perſ. p. 1.
Au=
od. ſpät. Näh. II. St.
(*19s
* Ecke Taunus= u. Liebfrauen
ſtraße 103 2 gr., im 1. u. 2. S
gelegene 4 Zimmer=Eckwohnunge
preiswert zu vermieten. (*1931m
Manſarde, zw.
Kacſgſtr. 16
Zimmer mit
Gaseinr. u. Zubeh. nur an ru
Mieter. Näheres part. (14317ms
Mauerſtraße 14 ſchöne Zwe
zimmerwohn. per ſofort. (*1941mf
2 Zimmerr=
Feidbergſtr. 67 mit Zubehl
ſofort zu vermieten.
Die ſeither von der Gräf. Gört.
ſchen Brauerei Schlitz innegehabte
Räume, Wendelſtadtſtraße 44
beſteh. aus 2 Zim.=Wohn., Lage
keller, Schwenkraum mit Konto
ſowie Stallung für 3 Pferde, ſin
ſof. od. ſpäter zu verm. Nä
Wendelſtadtſtr. 39. 14341m
Heinheimerstr. 74, III.,
Wohnung von 3 Zimmern, großer
Manſarde per 1. Okt. z. v. (14330ms
Obergaſſe 2, Ecke
Alexander=
ſtraße, I., freundl. 2 Zimmerw.
Mk. 22, per 1. Auguſt. (14244ms
Näh. bei Heinrich Funk,
Grafen=
ſtraße 23½. — Telephon 446.
Wohn. im 1. St., mit all. Zub., e
a. 2 Z. allein, an nur ruh. Miete
Anzuſ. v. 9—11 Uhr. (14342m Hugelstrasse 75
(am Marienplatz) ſchöne 2 Zim
Wohn. im Seitenb. zu v. (14257m Mollerstrasse 43
ſchöne 2 Zimmer=Wohn. mit alle
Zub. zu verm. Anzuſ. vormittag
im 1. Stock bei Hutzler. (14260m Pallaswieſenſtr. 38 freundlic
Manſ.=W., 2—3 Zim., Gas u. a
Zub. ſof. z. vm. Näh. part. (14264m Karlſtr. 12, Stb., I., ſchöne
Zimmerwohn. a. kl. ruh. Famili
Näh. Vdh., I. St. (14344m Neckarſtraße 4 ſchöne 2 Zin
Wohnung per 1. Juli zu ve
mieten. Mohr.
(14335m Schloßgartenſtr. 55, 2 Zin
Wohnung per 1. Okt. (14293m Fuhrmannſtr. 16 frdl. Zw
zimmerw. zu vermieten. (*2016m Zme Schwanenſtr. 38, 2. St., e
unmöbliertes Zimmer, Eingan
ſep. Näh. daſelbſt. (1127im Forſtmeiſterpl. 5, neu. Mittell
eleg. Zim., Küche, Gas, Waſſer, au
als 2 Zim. zu benutz. Mk. 17. (B12345, Hölgesſtr. 10 kl. Manſarden
zum Möbeleinſtellen ſofort. (12823i Karlſtr. 94 unmöbl. Zim. m
o. ohne Küche, alsb. beziehb. (13128m Roßdörferſtr. 40, Manſarde
zimmer zu vermieten. (13763ms Hoffmannſtraße 3, 1 Zimme=
Kabinett und Küche. (14326) Nieder-Ramstädterstr. 57, Mans., 21
mit Küche zu verm. Zu erfr. i. Lad. (14254 Gardiſtenſtr. 48, III., ſchön. u.
möbl. Z. z. v. Pr. 7 M. monatl. (*1962m Une Zimmer Roßdörferſtr. 27, kl. Manſ. an ein
L., 18 M. mtl., ſof. od. ſpät. (12389) Zwei kleine Wohnungen
vermieten.
(12632m
Näheres Blumenthalſtr. 115. Landwehrſtr. 15 kl. Manſ. m
all. Zub., abgeſchl. Vorpl. (13076m Wienerſtr. 60 Manſarde e
einz. Perſon zu verm. (VII,141. 2 Man
Waldstrasse Zui, ſarde
wohnung im Seitenbau, p. ſofo
oder ſpäter zu verm. (13279n Ecke Rossdörfer- u. Wienersstr. 23 Wohnu
mit Laden zu vermieten
(1336 Gr. Ochſengaſſe 34 kl. Woh.
f. monatl. 16 M. zu verm. Ausk. b
Jenn Oberle, Obergaſſe, i. Lad. (13703i Löffelgaſſe 9, kleine Wohnur=
zu vermieten.
(13776n leit
Liebfrauenstr. 61 Ma
ſarde zu vermieten.
(*1610s Frankenſteinſtr. 13, ſch. Wo
nung zu vm., Pr. 18 Mk. (*1816im eine kleine Woh
Sackgaſſe
zu verm. (*19
Sandbergſtr. 12 Wohn. z. vert
monatl. 14 Mk
(*2020m