4
G
Her
Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47.
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 150.
1915.
Montag, den 30. Jnm.
das Beſitzſteuerkompromiß an verſchiedenen Stellen ſeiner in dieſer Verſtärkung der ruſſiſchen Armee eine Spitze
Die heutige Nummer hat 28 Seiten.
Rede den Eindruck hervorgeruſen, als ob dieſes Kompro=gegen Deutſchland und ſeine Verbündeten zu erblicken.
miß eigentlich der Reichsverfaſſung widerſpreche. Dem= Im übrigen aber hat Rußland auch ſo ſchon ganz
be=
gegenüber muß mit Nachdruck feſtgeſtellt werden, daß dies trächtliche Streitkräfte an der Grenze mit Deutſchland und
Das Wichtigſte vom Tage.
durchaus nicht der Fall iſt. „Eine Beſchränkung des Rei= Oeſterreich=Ungarn, die ſich überdies auf dem Kriegsſtande
Die Kaiſerin trifft am 5. Juli zu etwa ſieben=ches auf beſtimmte Steuerarten und Steuerquellen beſteht befinden. Eine Zeitlang hatte zum größten Aerger
wöchigem Kuraufenthalt in Bad Homburg ein.
nicht; das Reich iſt befugt, im Wege der Geſetzgebung Frankreichs Rußland ſeine Grenze gegenüber Deutſch=
Der Reichstag wird heute oder morgen ſeine Be=jede für ſeine Zwecke notwendige Steuer aufzuerlegen.” land ziemlich entblößt und angeſichts der gefahrdrohenden
ratungen beenden und ſich bis zum 20. November ver=So ſchreiben Meyer=Anſchütz in der neueſten Auflage ihres Ereigniſſe in Oſtaſien weiter nach Oſten verlegt. Als aber
tagen.
„Lehrbuches des deutſchen Staatsrechtes”. Insbeſondere die Balkanwirren kamen, ſind die Truppenteile mehr und
Auf der Gewerkſchaft „Buttlar” in Vacha (Rhön) machen dieſe Staatsrechtslehrer darauf aufmerkſam, daß mehr zurückgezogen worden, und die Grenzwacht iſt ebenſo
ereignete ſich am Samstag morgen ein ſchweres Un= der heute vom Grafen Schwerin=Löwitz herangezogene ſtark wie zuvor und gegenüber Galizien wohl noch
beträcht=
glück. Durch den Bruch einer Schiebebühne wurden
ſechs Mann getötet und zwei ſchwer und zwei Artikel 35 der Reichsverfaſſung nur den Zweck hat, dem lich verſtärkt. Im ganzen verfügt Rußland an ſeiner
Reiche gewiſſe Verbrauchsſteuern ausſchließlich zuzuwei= Weſtgrenze über nicht weniger als 9 Armeekorps mit
leicht verletzt.
In Stettin wurde am Samstag der 14. Deutſche Kon=ſen, alſo deren Erhebung durch die Einzelſtaaten zu unter= der gewaltigen Ziffer von über 11 Kavalleriediviſionen.
Auf den letzteren Umſtand iſt ganz beſonders
hinzu=
greß für Volks= und Jugendſpiele eröffnet. ſagen; eine Beſchränkung des Reiches auf die in Artikel 35
weiſen, denn dieſe gewaltigen Kavalleriemaſſen ſind ledig=
Am Samstag wurde die Lötſchbergbahn, die eine genannten Verbrauchsſteuern iſt darin nicht enthalten.
Der konſervative Angriff auf das Beſitzſteuerkompro= lich aus dem Grunde an dieſer Stelle plaziert, um bei
Verbindungslinie für Deutſchland, Frankreich und
Ita=
lien bildet eingeweiht. Der Schweizer Bundesrat miß iſt vom Zentrum ſchweigend hingenommen wor= einem eventuellen Ernſtfalle vorrücken zu können. Die
hatte in Bern eine Feier veranſtaltet. An demſelben den. Das Kölner Zentrumsorgan hat aber alsbald den deutſchen Streitkräfte an der gleichen Stelle ſind weit ge=
Tage wurde auch die Engadinbahn eingeweiht.
Konſervativen Vorhaltungen für den Fall gemacht, daß ringer. Während Rußland über 17 Diviſionen Infan=
Brindejonc iſt in Kopenhagen gelandet.
ſie ſich in der Beſitzſteuerfrage grollend abſeits ſtellen, terie, 3 Schützenbrigaden und die erwähnte Kavallerie ver=
Das holländiſche Kabinett iſt zurückge= Dieſe Vorhaltungen gehen mit Recht von der Möglichkeit fügt, hat man deutſcherſeits nur 5 Armeekorps mit 10
In=
treten.
aus, daß ein großer Kladderadatſch das Ende ſei, wenn fanteriediviſionen und 105 Schwadronen zur Stelle. Die=
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
in dritter Leſung die Konſervativen opponieren und die
ſer Unterſchied iſt beträchtlich, und man verſteht es daher,
Sozialdemokraten Demonſtrationspolitik treiben. Hieran wenn in der neueſten Militärvorlage der Hauptwert meyr
auf den Oſten gelegt wurde als auf die Weſtgrenze, wo
anknüpfend, ſchreibt die Köln. Volksztg. u. a.:
Die Konſervativen werden dann allerdings vor dem wir verhältnismäßig ſtark vertreten ſind und die Fran=
Der letzte Kampf um die
Lande eine ungeheure Verantwortung auf ſich laden. Wir zoſen mit uns nicht gleichen Stand halten können. Aus
glauben darum heute ſchon, daß die beſonnenen Elemente
unter den Konſervativen recht behalten mit ihrer Meinung, dem gleichen Grunde will man auch die befeſtigten Orte
Belihſtener.
daß ſchließlich auch in der dritten Leſung die Konſerva= an der Oſtgrenze verſtärken, da deren Zahl und Umfang
*⁎* Daß die von der Budgetkommiſſion vorgeſchlagene tiven mit von der Partie ſein und trotz der Beſteuerung verhältnismäßig nur gering iſt. Am meiſten ausgebaut
Reichs=Vermögenszuwachsſteuer die Grund= des Kindeserbes für die Reichsvermögenszuwachsſteuer iſt Königsberg, und zudem haben wir noch einige
Grenz=
lage für die Deckung der dauernden Koſten der Wehr= ſtimmen werden. Die Konſervativen haben bei dieſer
großen nationalen Vorlage mit dem Zentrum energiſch befeſtigungen, insbeſondere außer Oſtpreußen noch
Glo=
vorlage bildet, ſteht feſt, umſo bemerkenswerter iſt es, daß den Grundſatz verfochten: Keine Ausgabe ohnel gau, Poſen, Graudenz und Thorn, eventuell auch
Dan=
die Rechte allein mit aller Entſchiedenheit auf ihrem Deckung. Auf dem einzig gangbaren Weg iſt dieſe zig, aber im Verhältnis zum Weſten iſt das nicht viel,
Widerſtande gegen die Steuer beharrt. Noch einmal Möglichkeit jetzt erreicht. Logiſcherweiſe müßten darum und man tut daher recht daran, hier beizeiten Vorſorge zu
die Konſervativen bei der Endabſtimmung.
Einzelbeden=
treffen. Hoffentlich wird aber die Zeit noch recht lange
brachte ſie am Freitag bei der zweiten Plenarleſung alle ken gegen eine Steuer zurückſtellen, dem Grundſatz:
fern bleiben, wo es notwendig ſein ſollte, dieſe Stärke
gegen die Reichsbeſteuerung des Vermögenszuwachſes Keine Ausgabe ohne Deckung, folgend, für die geſamten
ſprechenden Gründe vor, noch einmal wies ſie auf die Deckungsvorlagen mitſamt der Reichsvermögenszuwachs= zu erproben.
verfaſſungsrechtlichen Folgen dieſes Eingriffs in die ſteuer ſtimmen. Die Konſervativen haben, wie das
Zen=
trum, auch von Anfang an der Anſicht gehuldigt, es müß=
Finanzhoheit der Einzelſtaaten hin, noch einmal richtete ſie ten Wehr= und Deckungsvorlage von derſelben Mehrheit
Leutſches Reich.
an den Reichskanzler die direkte Frage, weshalb er denn beſchloſſen werden. Die Konſervativen werden ohne Zwei=
— Der neue amerikaniſche Botſchafter in
nicht für den Regierungsentwurf eintrete, der bekanntlich fel mit dem Zentrum, den Nationalliberalen und den
Freiſinnigen die Wehrvorlage bewilligen. Wenn ſie auch Berlin. Der politiſche Syſtemwechſel in den
Vereinig=
die Beſitzſteuer durch eine Erhöhung der Matrikularbei= heute noch ihrer urſprünglichen Forderung getreu ſind, ten Staaten von Amerika hat auch einen Wechſel in der
träge aufbringen wollte, — nichts half, weder der Schatz= dann müſſen ſie auch jetzt für die Deckungsvorlagen
ſtim=
ſekretär noch die übrigen Parteien ließen ſich überreden, men, welche die Mittel für die beſchloſſenen Ausgaben Vertretung der Union am deutſchen Kaiſerhofe zur Folge
beſchaffen.”
gehabt: an die Stelle des Botſchafters Leiſhman, eines
in letzter Stunde von dem Plane einer reinen Reichs=
Es möge daran erinnert werden, daß das Zentrum perſönlichen Freundes des früheren Präſidenten Taft, tritt
ſteuer vom Vermögenszuwachs abzugehen. Es war por vier Jahren den konſervativen Widerſpruch gegen der bisherige Neu=Yorker Oberrichter James W. Gerard,
jedenfalls ein nicht oft vorgekommenes Ereignis, daß der eine Ausdehnung der Erbſchaftsſteuer dazu benutzt hat, ein Mitglied der jetzt am Ruder befindlichen demokratiſchen
konſervative Antrag, auf Wiederherſtellung der
Regie=
den Sturz des Fürſten Bülow herbeizuführen. Nachdem Partei, welcher bereits nach Europa unterwegs iſt.
Wäh=
rungsvorlage von allen übrigen Parteien unter Zuſtim= Fürſt Bülow zurückgetreten iſt, trägt das Zentrum kein rend der Botſchafter White faſt 1½ Jahrzehnte ſein Amt
mung der Regierung einmütig abgelehnt wurde. Die Bedenken, im Bunde mit dem vor vier Jahren aufs hef= in Berlin innehatte und auch ſein Nachfolger Charle=
Rechte war alſo völlig iſoliert! Ob das wirklich ein tigſte bekämpften Liberalismus eine Ausdehnung der Erb= magne Tower über fünf Jahre ſein Land bei uns vertrat,
Wendepunkt in der inneren Politik ſein wird, wie der ſchaftsſteuer zu beſchließen. Wenn ſich die Konſervativen haben die letzten beiden Botſchafter nicht ſo lange ausge=
Abgeordnete Payer meinte, muß ſich erſt zeigen.
dieſes Ergebnis der Heydebrandſchen Steuerpolitik von halten. Dr. Hill nur gut drei Jahre und Mr. Leiſhman,
Die Debatte am Freitag war in mehrfacher Hinſicht 1909 vor Augen halten, dann müſſen ſie wohl zu der Er= welcher ihn im Sommer 1911 ablöſte, nur knapp zwei
bedeutſam: Zunächſt darf es als feſtſtehend angeſehen kenntnis gelangen, daß ſie damals verkehrte Wege wan= Jahre. Mr. Gerard geht der Ruf eines tüchtigen
werden, daß trotz des Widerſtandes einzelner Regierungen delten und einer Politik zum Siege verhalfen, deren
Mannes voraus.
die Beſitzſteuer im Bundesrate von Preußen verteidigt Früchte einzig und allein das Zentrum genießt.
Die Geſchäftslage des Reichstags.
werden und auch eine Mehrheit finden wird. Darauf
Während der Plenarſitzung des Reichstags am Freitag
deutet die Aeußerung des Schatzſekretärs hin, daß die
Ver=
trat der Seniorenkonvent zuſammen, um über die
Ge=
treter der verbündeten Regierungen mit der Einmütigkeit! Die Grenzwacht im Oſten.
ſchäftslage der nächſten Tage zu beraten. Nach Erledigung
und Bereitwilligkeit rechnen müßten, die von allen Seiten
— Wenngleich augenblicklich erfreulicherweiſe eine der Wehrvorlage und des Wehrbeitrags in dritter Leſung
dieſem Steuergeſetze gewidmet worden ſei. Im weiteren Entſpannung der internationalen Lage zu ſollen am Montag die Deckungsvorlagen, betr. die
fort=
kann nach den Erklärungen des Dr. Südekum nicht mehr verzeichnen iſt, ſo werden doch allerſeits die eingeleiteten dauernden Koſten, in dritter Leſung beraten werden. Auf
daran gezweifelt werden, daß die Sozialdemokraten ge=Arbeiten fortgeſetzt, die eine Verſtärkung der Streitkräfte dieſen Tag ſollen auch alle Abſtimmungen verſchoben
wer=
willt ſind, dem Geſetze zuzuſtimmen und damit ſeine An= betreffen. Man traut wohl nicht, daß dieſe Wendung von den, außerdem ſollen auf die Tagesordnung für Montag
nahme auch in der dritten Leſung zu ſichern. Ohne dieſes Beſtand ſein wird, und vertritt die Anſicht, daß über kurz
die noch zu erledigenden Wahlprüfungen geſetzt werden.
Eintreten der äußerſten Linken für das Beſitzſteuergeſetz oder lang aus irgend welchen Gründen eine erneute Zu= Wenn nötig, wird der Dienstag noch für Beratungen mit
wäre die Lage eine ſehr ſchwierige geworden, was die ſpitzung der Lage eintreten werde, da mancherlei Zündſtoff zugenommen.
Rechte hätte bedenken müſſen, die nun die Verantwortung aufgehäuft ſei. Frankreich und Deutſchland beſchäftigen
— Der Deutſche Landwirtſchaftsrat und
dafür trägt, daß die glückliche Löſung der Deckungsfrage ſich mit großen Wehrvorlagen, und jetzt will auch
Ruß=
die Wehr= und Deckungsvorlage. Der
ſtän=
den Sozialdemokraten zu verdanken iſt, wo doch ein ein=land hinzutreten. Wenn auch das, was der ruſſiſche
dige Ausſchuß des deutſchen Landwirtſchaftsrates nahm
mütiges Zuſammengehen der bürgerlichen Parteien beſſer Generalſtabschef in der Reichsduma ankündigte, kein folgende Reſolution zur Wehr= und Deckungsvorlage des
am Platze geweſen wäre. Ob im Laufe der weiteren Be= eigentliches Geheimnis war, da man ſich ſchon ſeit langem
Reichstags an:
ratung noch dieſe oder jene Veränderung am Beſitzſteuer= darauf gefaßt hatte, daß auch Rußland ſeinerſeits mit
1. Eine unbedingt geſicherte Landesverteidigung iſt
geſetze vorgenommen wird, ſteht noch dahin, da die Einzel=einer erheblichen Verſtärkung ſeiner Wehrkraft folgen auch für die Sicherſtellung der landwirtſchaftlichen
Produk=
beratung fortdauert; jedenfalls aber dürfte man von den werde, ſo ſchienen doch die Ankündigungen darauf hinzu= tion und für die landwirtſchaftliche Bevölkerung die wich=
Vorſchlägen der Kommiſſion nicht weſentlich abweichen. deuten, daß die ruſſiſchen Maßnahmen vielleicht über das tigſte Lebensfrage. Der Ausſchuß bittet deshalb den
Reichstag, die Wehrvorlage unverkürzt anzunehmen 2 Der
hinausgehen, was man im Grunde erwartet. Rußland einmalige außerordentliche Wehrbeitrag iſt mit Rückſicht
*
hat die größte ſtehende Armee, und wenn man gleichwohl auf die gegenwärtige ernſte und ſchickſalsſchwere Lage
Von anderer Seite wird uns zu der Stellung der Kon= ſich zu einer Vermehrung entſchließt, ſo mag das wohl in Deutſchlands im europäiſchen Staatengebilde entſchieden
ſervativen zu dem Beſitzſteuerkompromiß erſter Linie ſeinen Grund darin haben, daß damit ein zu befürworten. Bei dieſer Abgabe muß aber der Chares
geſchrieben: In der Reichstagsſitzung am Freitag hat Graf Ausgleich gegenüber den anderweitigen Erhöhungen ge= ter einer nur einmaligen ſtreng gewahrt bleiben und ſie
darf in abſehbarer Zeit nicht vom deutſchen Volke wieder
Schwerin=Löwitz als konſervativer Fraktionsredner gegen ſchaffen werden ſoll, und es iſt daher keineswegs nötig, gefordert werden, 3. Hinſichtlich der Deckung der durch
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Juni 1913,
Seite 2.
die Wehworlage enſiebenden dauernden Ausgaben muß ſ haden das Riel im uge daß in den Angenblich mit dem Dienſtzeit noch vor den Ferien unter Dach und Fach zu
zwar grundſätzlich mit Entſchiedenheit an den ſteuerlichen die Reichsverſicherungsordnung voll in Kraft tritt be= bringen.
Grundlagen der Reichsverfaſſung feſtgehalten werden, wo= reits ausnahmslos alle diejenigen Einrichtungen
geſchaf=
nach die Ausgaben des Reiches durch indirekte, die der fen und dieſenigen Maßnahmen getroffen worden ſind,
Bundesſtaaten durch direkte Steuern zu decken ſind. Wenn ohne welche das Geſetz nicht funktionieren kann. Hierhin
aber — im Widerſpruch zu unſerer bisherigen Reichs= gehört es, daß ſchon vor dem 1. Januar 1914 Organe vor= F
finanzverfaſſung — die Deckung der Wehrvorlage heute handen ſein müſſen, die für die Kaſſe die nötigen Verträge
leider nur durch eine allgemeine Beſitzſteuer für möglich mit den Aerzten abſchließen. Hierhin gehört es aber in frühere engliſche Miniſter Lord Murray weitgehende
Ver=
gehalten wird, ſo follte wenigſtens die Aufbringung einer gleicher Weiſe auch, daß jene Organe da, wo ſie die Ver=t.
ſolchen Steuer nach Maßgabe der Regierungsvorlage den träge mit Aerzten zu angemeſſenen Bedingungen nicht recht= der Lieferung von Oel. Die engliſche Regierung hat
näm=
einzelnen Bundesſtaaten überlaſſen bleiben, da andern= zeitig abſchließen können und wo infolgedeſſen die
ärzt=
falls der föderative Charakter des Reiches mehr und mehr liche Verſorgung der Kaſſenmitglieder für den 1. Januar lich den Plan erwogen, ihre Kriegsſchiffe nur noch mit
Pe=
zerſtört wird und den Bundesſtaaten die finanzielle Selb= 1914 gefährdet iſt, rechtzeitig vor dem bezeichneten Tage troleum zu heizen. Zu dieſem Zwecke bemüht ſich die
eng=
ſtändigkeit entzogen würde, welche ihnen allein die Erfül= die erforderlichen Schritte tun, um weniaſtens die im § 370 liſche Regierung natürlich, außerhalb des Standard Oil
lung ihrer großen Kulturaufgaben, inſonderheit die För= der Reichsverſicherungsordnung zugelaſſene Erſatzleiſtung Truſt ſtehende Bezugsquellen, die gleichzeitig von den
derung der Landeskultur und landwirtſchaftlichen Ent= gewähren zu können, und daß die dabei beteiligten
Behör=
wickelung ermöglicht. 4. Im Beſonderen ſind gegen die den ebenfalls rechtzeitig ihre erforderlichen Entſcheidungen
von der Budgetkommiſſion des Reichstages beſchloſſene treffen. Sowohl die prinzipale Vertragſchließung mit den Murray konnte als Mitglied der Regierung nach einer in
Vermögenszuwachsſteuer ſchwere Bedenken zu erheben. Aerzten als auch die ſubſidiäre Erwirkung der Genehmi= England herrſchenden Sitte von ſeinen Kenntniſſen in der
5. Der Ausſchuß ſteht auf der Regierungsvorlage, betref= gung des Oberverſicherungsamts gemäß § 370 a. a. O. H
fend die Aenderung des Finanzweſens, und hält die Be= ſind Maßnahmen zur Durchführung von Vorſchriften der
ſchaffung der erforderlichen Mittel durch Erhöhung der Reichsverſicherungsordnung im Sinne des Artikels 1 ihres vor einigen Monaten plötzlich ſeinen Abſchied, ſetzte ſich
Matrikularbeiträge und die einzelſtaatliche Regelung der Einführungsgeſetzes. Da es mir wichtig erſcheint, daß mit der bekannten Oelfirma Pearſon and Son in
Ver=
notwendigen Beſitzſteuererhöhungen für den richtigen Aus= über den beſprochenen Punkt keine Unklarheit beſtehe habe bindung und begab ſich ſchließlich nach Südamerika, um
ich alle Bundesregierungen von meiner vorſtehend darge= die Verträge mit den Republiken abzuſchließen, in der
weg.
— Dieneuen Garniſonen beider Heeres= legten Auffaſſung in Kenntnis geſetzt und bei ihnen eine
entſprechende Belehrung der beteiligten Stellen angeregt.‟ Hoffnung, mit der Einführung des Petroleums als
Heiz=
vermehrung. Das Königliche Kriegsminiſterium hat
kürzlich eine Kommiſſion ernannt, welche den Zweck hat,
Ausland.
die anläßlich der kommenden Heeresvermehrung von den
Oeſterreich=Ungarn.
verſchiedenen Städten angebotenen Plätze für den Bau
Die deutſch=böhmiſche Frage. Miniſter=n
von Kaſernen zu beſichtigen. Dieſe Kommiſſion hat jetzt
ihre Tätigkeit begonnen. Vor allem iſt u. a. auch die präſident Graf Stürgkh befaßte ſich im Laufe der Ver= der Marconi=Skandalaffäre in den Vordergrund getreten.
Frage zu prüfen, ob es angebracht erſcheint, ein Regiment handlungen des öſterreichiſchen Herrenhauſes mit der
in zwei oder drei Garniſonorten unterzubringen. Des deutſch=böhmiſchen Frage und erklärte, es könne von einem die am 14. Juli beginnen, werden diesmal beſonders
um=
weiteren wird darauf geſehen, daß ſich die Gemeinden, die Abbruch der Verhandlungen nicht geſprochen werden. Der fangreich und bedeutend ſein. 346 Kriegsſchiffe ſollen nach
zum größten Teil für den Bau der Kaſernen aufzukommen Ausgleichsgedanke müſſe, wenn er auch für Momente ver= den bisher getroffenen Beſtimmungen an den Manövern
haben, auch verpflichten, Ein= oder Zweifamilienhäuſer dunkelt werde, immer wieder aus der Natur der Dinge
für verheiratete Unteroffiziere zu errichten. Bei der Be= heraus an das Tageslicht kommen. Gegenüber dem Ver= Kreuzer, von denen 16 Dreadnoughts und
Ueberdread=
legungsfrage wird auch geprüft, ob ein genügend großes
Freigelände zur Abhaltung von Scharfſchießübungen vor= finanzielle Situation Böhmens erklärte der Miniſterpräſi= ren Typs, 40 geſchützte Kreuzer, 160 Torpedobootszerſtörer
handen iſt.
— Ertrag der Beſitzſteuer. Die Beſitzſteuer, eine Aktion der Regierung Platz zu greifen hätte, könnte E
wie ſie vom Reichstage beſchloſſen iſt, bringt nach einer ſie nur gerechtfertigt erſcheinen, wenn die Prinzipien der 5
amtlichen Betragsberechnung für das Reich 59136898 M. Selbſtverwaltung tunlichſt gewahrt und die Unparteilich= an den Manövern teilnehmen.
Der Geſamtbetrag des Vermögenszuwachſes iſt auf keit der Verwaltung hochgehalten werden. Die Regierung
12 214879 M. berechnet. Für Preußen berechnet ſich hier= werde, was in dieſer Sache zu tun ſei, in unparteiiſcher ſchreibt über den Beſuch des Präſidenten Poincaré, er
nach der Steuerertrag für drei Jahre auf 110881683 M., Geſinnung gegenüber beiden Völkern tun. Immerhin bedeute keine Veränderung in der diplomatiſchen
Situ=
für das Reich (5:8) ſomit auf die obige Zahl oder rund könnte es ſich nur um die Herſtellung der Ordnung in ation, außer daß Freundſchaften zwiſchen demokratiſchen
einem beſchränkten Umfange und in proviſoriſcher Weiſe
59½ Millionen Mark.
— Die Tagegelder für Schöffen und handeln. Der Gedanke, daß es zur Ordnung kommen von Zeit zu Zeit einer öffentlichen Bekundung und Be=
Geſchworene ſind vom Bundesrat nach Verabſchie= müſſe, werde hoffentlich in den Herzen beider Nationen glaubigung bedürften. Das Blatt findet zwei
charakte=
dung des Entwurfes durch den Reichstag auf 20 M. feſt= leben.
geſetzt worden. Die gleichen Sätze ſollen für Sachver=
Frankreich.
ſtändige bei Gericht feſtgeſetzt werden.
— Ein Erlaß des Reichskanzlers zur Kammer erfolgte, wie bereits gemeldet, mit 477 gegen hielten. Hieraus folge, daß die Entente keine militäriſche
Arztfrage. Man ſchreibt uns: Die Krankenkaſſen= 93 Stimmen. Miniſterpräſident Barthou erklärte zu dem
verbände hatten gegenüber der Haltung des Leipziger Vergleiche, den Jaurés zwiſchen den Vorgängen in
Aerzteverbandes aus Anlaß der Einführung der Reichs=
Deutſchland und Frankreich brachte, er wünſche, daß
verſicherungsordnung an die Reichsregierung die dringende Jaurés und ſeine Freunde mit demſelben Eifer an die Be=
Bitte gerichtet, ihnen durch alsbaldige Inkraftſetzung des willigung der Vorlagen herangingen, wie dies anderwärts bei der Königin erklärte der Miniſterpräſident einem
§ 370 der Reichsverſicherungsordnung, der die Abgeltung geſchehe. Bereits jetzt ſage er, die beſonders ſchweren, Korreſpondenten des Handelsblad, daß das Kabinett
zu=
der ärztlichen Behandlung durch eine Geldleiſtung vorſieht, durch die Verlängerung des Militärdienſtes auferlegten rückgetreten ſei. Bekanntlich hat das Kabinett durch die
eine Waffe in dem drohenden allgemeinen Kampfe zu Opfer werden als unvermeidliche Folge eine Steuer auf
geben. Der Reichskanzler (Reichsamt des Innern) hat den erworbenen Reichtum haben, die nicht auf der armen wurde am 12. Februar 1908 konſtituiert.
hierauf einen wichtigen Beſcheid erteilt, der vielleicht dazu Klaſſe laſtet, ſondern die Wohlhabenden und Reichen
tref=
beitragen wird, doch noch in letzter Stunde eine Verſtän= fen wird. Die Regierung verlangt vom ganzen Lande das
digung zu ermöglichen. Der Erlaß lautet:
Opfer, das zur nationalen Verteidigung notwendig iſt,
„Soweit die Krankenkaſſen ohne eigenes Verſchulden aber diejenigen, für die die Militärvorlage die Wirkung neutem Beſuch Deutſchlands verlaſſen. Er wird mehrere
außerſtande ſein werden rechtzeitig mit Wirkung vom
1. Januar 1914 ab Verträge zu angemeſſenen Bedingungen hat, ihre Lage und ihre Intereſſen zu verteidigen, müſſen
mit einer ausreichenden Zahl von Aerzten zu ſchließen, das Opfer bringen, das die Regierung bereit iſt, von ihnen
müſſen ſie allerdings in der Lage ſein, ſofort mit jenem zu verlangen. Der Miniſterpräſident ſchloß: Dieſe Erklä=
Zeitpunkt das für dieſen bedauerlichen Fall im Geſetze vor= rungen ſeien ſicherlich ausreichend, außer, wenn es ſich um
geſehene Aushilfsmittel der Zubilligung eines erhöhten
Krankengeldes anzuwenden. Eine Lücke, in der die Ver= den Verſuch handeln ſollte, Obſtruktion zu machen.
ſicherten weder die ordnungsmäßigen noch die außerge=
Die dreijährige Dienſtzeit. In
parlamen=
wöhnlichen Leiſtungen ihrer Kaſſe zu erhalten vermögen, tariſchen Kreiſen verlautet, die Regierung glaube, durch nes, Vertreter der öſterreichiſch=ungariſchen und
italieni=
darf keinesfalls eintreten. Mit dem Verbande halte ich es ihre Zuſtimmung zu dem Zuſatzantrag
Montebello=
daher für geboten, daß gegebenenfalls ſchon vor dem
1. Januar 1914 alle die im § 370 der Reichsverſicherungs= Reinach über die Einſtellung der 20jährigen den Gegnern brachte einen Toaſt auf das engliſche Königshaus und
ordnung vorgeſehenen Vorkehrungen getroffen ſein müſſen, der dreijährigen Dienſtzeit inſofern ein Zugeſtändnis zu
welche die alsbaldige Anwendung ſeines materiellen In= machen, als hierdurch die Möglichkeit geboten wäre, die lich den deutſchen Kaiſer, den Kaiſer von Oeſterreich und
halts, d. h. der Gewährung der Erſatzleiſtung an Stelle Zurückhaltung der alten Jahresklaſſe von 1910 auf einige
der unmittelbaren ärztlichen Fürſorge, ſchon mit jenem
Tage ermöglichen. Hierzu bedarf es indeſſen nicht des er= Monate zu beſchränken. Gleichwohl gebe ſich die Regierung
betenen Erlaſſes einer Kaiſerlichen Verordnung wegen nicht der Hoffnung hin, daß die Sozialiſten und Radika=
Inkraftſetzung jenes § 370, vielmehr reichen dafür die be= len ihre Obſtruktion aufgeben würden, und ſie mache ſich
ſtehenden Vorſchriften, insbeſondere der Artikel 1 des
Ein=
darauf gefaßt, die Parlamentstagung bis Mitte Auguſt
führungsgeſetzes zur Reichsverſicherungsordnung,
voll=
kommen aus. Die Vorſchriften dieſes Einführungsgeſetzes verlängern zu müſſen, um das Geſetz über die dreijährige daß ſie aber friedlichen Charakters ſei und es bleiben
Aus Präſident Wilſons
viel gefragt, und als er einmal wieder auf alles
Mög=
liche und Unmögliche antworten konnte, rettete er ſich mit
Anekdotenſchatz.
folgender Lincoln=Geſchichte: „Lincoln hatte einmal den
O Der Präſident der Vereinigten Staaten Wilſon iſt ganzen Abend mit einem Herrn verbracht, den er über den Schlüſſel, ſchloß aber in ſeiner Aufregung die Tür zu,
berühmt wegen ſeines guten Humors; ſein Schatz an eine vertrauliche Miſſion unterrichtete und als der Abend
guten luſtigen Geſchichten iſt unerſchöpflich, und er tritt vorbei war, ſagte der Herr: „Nun, Mr. Präſident haben
damit in die Fußſtapfen ſeiner Vorgänger beſonders des Sie noch irgend welche allgemeine Inſtruktionen, die Sie
großen Lineoln, daß er im rechten Augenblick immer mit mir geben können?: Da antworteke Lineoin: Ich will ein. Um das Unglück volkommen zu machen, hörte man
einer paſſenden Anekdote aufwarten kann. Ein gut Teil Ihnen ſagen, was meine kleine Nachbarin in Springſield in dieſem Augenblick Mamas würdigen Schritt auf der
ſeiner Popularität und ſo manchen Erfolg verdankt er ſagte. An ihrem ſechſten Geburtstage hatte ſie
Alphabet=
dieſen Hiſtörchen, die er in ſeiner trockenen, nüchternen klötzchen bekommen, und ſie war ſo entzückt von dieſem
Art, nur mit einem ausdrucksvollen Zwinkern und Blitzern Spielzeug, daß ſie es mit ins Bett nahm. Sie ſpiekte nun
der Augen, unnachahmlich vorträgt. Die amerikaniſchen mit den Klößzchen, bis ſie ſo mide war daß ſie die Buch=
Blätter machen ſich ein beſonderes Vergnügen daraus, die ſtaben kaum noch ſehen konnte. Da erinnerte ſie ſich, daß
Juwelen aus Wilſons Anekdotenſchatz zu ſammeln, und ſie ihr Abendgebet noch nicht geſaat hatte: ſie kniete alſo
ſo chat jungſt eine große Neu=Yorker Zeitſchrift einen bun= im Bettchen nieder und ſprach: „Lieber Gott, ich bin ſo
ten Strauß davon zuſammengebunden.
Woodrow Wilſons Spitzname iſt „Woody”; er iſt ſelbſt raus. — Eine andere Lieblingsgeſchichte Wilſons
ſelbſt ſtolz auf dieſe gemütliche Bezeichnung und erzählt behandelt das merkwürdige Dilemma eines jungen
Man=
gern, wie er ſie im öffentlichen Leben erhielt: „Es war innes in einer merkwürdigen Situation: „Es war einmal.
der erſten Zeit meiner Stellung als Gouverneur von Neu= ein junger Mann in England in ein junges Mädchen ver=
Ferſey. Die Leute ſahen mich verwundert an, denn esſchoſſen, und er bat um die Erlaubnis, ſie beſuchen zu
ſchien ihnen mertwürdig, daß da ſo eine Art von Päda= dürfen. Nun dürfen die engliſchen Mädels nicht ſo ein=war. Plötzlich packt einer der größten Hummern den
goge aus der Ruhe der Univerſität in das Holtergepolter fach jeden empfangen, den ſie wollen, wie ihre
amerikani=
der Politik ſich gewagt hatte. Da hieß es Proſeſſor vorn ſchen Schweſtern. In der guten Gefelſchaft muß ſtets
und Doktor hinten, wenn man mich anredete, und ich ver= ein „Anſtandsbaubaut dabei ſein. Unſer junger Mann
zweifelte ſchon daran, ob ich noch jemals als ein gewöhn= hatte es nun mit dem Beſuch ſehr eilig, und ſo war er
liches Menſchentind betrachtet werden könnte, bis eines vor der beſtimmten Zeit da. Seine Angebetete war auch
Tages ein einſacher Arbeiter auf mich zukam, mich herz= ſchon zugegen, aber die Muter ſehlte noch. Die beiden
lich auf den Rücken klopfte, ſeine Hände ausſtreckie und jungen Leute waren alſo allein im Salon und waren
ſagte: „Na, Woody, alter Junge, ich wünſch Dir Glück!” natürlich beide etwas verlegen und verwirrt. Dazu kam
Da wußte ich, daß ich gewonnenes Spiel hatte.” — In noch als erſchwerender Umſtand, daß die junge Dame
Nummer 150.
5.
England.
Petroleumverträge für die engliſche
Flotte. Von Waſhington kommt die Nachricht, daß der
träge mit Equador und Columbia abgeſchloſſen hat wegen
Vereinigten Staaten unabhängig ſind, zu ermitteln. Lord
Oelproduktion keinen Nutzen ziehen. Er nahm deshalb
material der engliſchen Flotte gute Geſchäfte zu machen.
Das engliſche Parlament wird ſich während der nächſten
Woche mit der Angelegenheit beſchäftigen. Lord Murray
war vor einigen Monaten, als er noch ſein Amt als
Mi=
niſter inne hatte, in unliebſamer Weiſe in Verbindung mit
Die Manöver der engliſchen Flotte,
teilnehmen. Unter dieſer großen Anzahl befinden ſich 4I
langen nach einer Einflußnahme der Regierung auf die noughts ſind, 32 Schlachtſchiffe und Panzerkreuzer
kleine=
dent: Wenn ſchon unter außergewöhnlichen Umſtänden und 40 Unterſeeboote. Dieſe gewaltige Flotte wird eine
Geſamtwaſſerverdrängung von 1600000 Tonnen haben.
55000 Mann unter dem Befehl von 32 Admirälen werden
Der Beſuch Poincarés. Das Daily Chronicle
Nationen, wie zwiſchen der engliſchen und franzöſiſchen,
riſtiſche Züge in den Reden der letzten Tage. Nämlich,
daß ſie keine Bezugnahme auf Rußland und keine An=
Die Bewilligung der Kredite durch die deutung auf maritimen und militäriſchen Charakter ent=
Uebereinkunft ſei, wie der Dreibund oder der Zweibund.
Niederlande.
Rücktritt des Kabinetts. Nach der Audienz
letzten Wahlen die Mehrheit verloren. Das Miniſterium
*
* London, 28. Juni. Der Prinz von Wales
wird am nächſten Dienstag, abends 9 Uhr, London zu er=
Wochen am Hofe des Großherzogs von Mecklenburg=
Stre=
litz weilen. Die vorausſichtliche Verlobung des
Erbgroß=
herzogs mit einer engliſchen Prinzeſſin wurde unlängſt
angekündigt.
* London, 28. Juni An dem heutigen
Jahres=
feſteſſen des Deutſchen Hoſpikals nahmen
Botſchafter Fürſt Lichnowsky, Generalkonſul
Johan=
ſchen Botſchaft, ſowie zahlreiche Vertreter der deutſchen
Kolonie teil. Vonar Law präſdierte dem Bankett und
einen Toaſt auf die Protektoren des Hoſpitals,
nament=
die anderen deutſchen Fürſten aus. Er pries in beredten
Worten die Herrſchertugenden Kaiſer Wilhelms und hob
die mächtige Entwickelung der deutſchen Nation unter der
Regierung des Kaiſers hervor, welcher ſtets ein wahrer
Führer ſeines Volkes geweſen ſei. Der Redner ſtreifte
leicht und ſympathiſch die deutſch=engliſchen Beziehungen
und betonte, daß die Handelsrivalität fortdauern werde,
den halbwöchentlichen Konferenzen, die der Präſident mit! Naſenbluten bekam. Sie tat, was ſie konnte: es hörte
den Journaliſten im Weißen Hauſe abhält, wird er ſehr nicht auf. Da erinnerte ſich der Jüngling plötzlich, daß er
gehört hatte ein Stück kalten Metalls etwa ein
Tür=
ſchlüſſel, auf den Nacken gedrückt, tue unter ſolchen
Um=
ſtänden wahrhaft Wunder. Er rannte alſo zur Tür. nahm
bevor er ihn herauszog. Haſtig drücke er dann den
Schlüſſel der jungen Dame auf den Nacken; aber in ſeiner
Nervoſität ließ er ihn los und er rutſchte ins Kleid hin=
Treppe. Nun hat man ſich viel geſtritten”, ſo ſchloß Wilſon
dieſe Erzählung, „was ein junger Mann unter ſo
außer=
ordentlich ſchwierigen Umſtänden zu tun hat. Für mich
hat es immer feſtgeſtanden, daß der junge Mann den
Schlüſſel wieder bekommen muß, koſte es, was es wolle10
Schottiſche Geſchichten ſtehen im Repertoire des
Prä=
ſidenten obenan. So erzählt er von einem Schotten, der
ſchläfrig zum Beten; hier ſind die Klötzchen, ſuch Dir’s eines Tages über den Marktplatz in Glasgow ſchlenderte,
gefolgt von ſeinem treuen Collie: Vor einem Fiſchladen
bleibt er ſtehen, um etwas zu kaufen; ſein Hund ſteht
neben ihm und wackelt mit dem Schwanze.
Unglücklicher=
weiſe bringt das Tier dabei ſeinen Schwanz dem Korbe
zu nahe, der mit ſchönen lebendigen Hummern gefüllt
Schwanz mit ſeiner Schere und der überraſchte Collie
ſpringt heulend über den Markt, während der Hummer
wiltend feſthält und zwickt und zwickt. Der Fiſchhändler
iſt einen Augenblick ſprachlos dann wendet er ſich
ent=
rüſtet an den Kunden und ſchreit: Menſch, pfeifen Sie
doch Ihrem Hunde!” „Immer ſachte!” antwortet der
andere freundlich, „pfeifen Sie Ihrem Hummer!”
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Inni 1913.
Seite 3.
werde. Er beionte ſchließzlich die Bedeutung des Friedens ſOberlehrer Dr. Fader von Gieſen, den Amterichter Tagesordnung berichtete der Vorſtzende über die
Vorver=
für beide Nationen. — Unter den Beiträgen befanden ſich Allwohn von Ortenberg; eine Deputation des Heſſen= handlungen für das neue Gartenſtadt=Projekt am Heinrich=
200 Pfund Sterling des deutſchen Kaiſers. Der Geſamt=Darmſtädter Volksfeſt=Vereins aus Neu=York unter Wingertsberg, zu dem jetzt ein zuſtimmender Beſcheid der
ertrag der Sammlung beträgt 4930 Pfund. BotſchaſterFührung ſeines Präſdenten Gerhard und des Reiſe= Stadtverwaltung erreicht wurde. Aus dem von dem
Fürſt Lichnowsky dankte Bonar Law für die Uebernahme marſchalls Feldmann; zum Vortrag den Staatsminiſter Herrn Obertelegraphenſekretär Herbert erſtatteten
Jah=
des Präſidiums und brachte ein Hoch auf ihn aus, das mit v. Ewald, den Miniſter des Innern v. Hombergk zu resbericht für 1912 iſt das folgende zu entnehmen:
großer Wärme aufgenommen wurde.
Vach, den Vorſtand des Kabinetts Geheimerat Römheld. Die Stadtverwaltung und der Hochbauausſchuß ſind be=
Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der reit, unter Ablehnung der Errichtung einen
Großherzog haben verliehen: das Ritterkreuz 1. Klaſſe Gartenſtadt auf dem Gelände am Hein=
Stadt und Land.
des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen dem rich=Wingertswea, die Erbauung einzelner Ein=
Ober=Militär=Intendantur=Sekretär Seidel bei der familienhäuſer (Eigenbauten) daſelbſt unter der Voraus=
Darmſtadt, 30. Juni. Intendantur des Xl. Armeekorps, ſeither bei der Inten= ſetzung, daß der Stadt keinerlei Koſten aus dem
Bauvor=
haben entſtehen. unter einer Reihe von feſtgelegten
Be=
dantur der Großh. (25.) Diviſion; das Ritterkreuz 2. Klaſſe dingungen bezüglich der unentgeltlichen Abtretung von
Ein unbekanntes Stück Rokoko in Darmſtadt. desſelben Ordens dem Hauptmann Stockmeyer beim Straßengelände, Uebernahme der Straßenbaukoſten, Erſatz
* Man ſchreibt uns: In der Schloßgartenſtraße, hin= Stabe des 7 Badiſchen Infanterie=Regiments Nr. 142, der Entwäſſerungs=, Waſſerverſorgungs= und
Beleuch=
ter dem Waſchhauſe, iſt in die Einfriedigungsmauer des ſeither Oberleutnant im 5. Großh. Heſſ. Infanterie= tungskoſten, ſowie des Verzichts auf Abholung des Haus=
Herrngartens ein zirka 40 Meter langes, einſtöckiges Ge= Regiment Nr. 168; dem Bürgermeiſter und Landtags= kehrichts und das Sprengen der Straßen, bei der
Stadt=
bäude eingebaut, der Mittelbau und zwei Eckpavillons abgeordneten Edmund Diehl zu Gau=Odernheim das verordneten=Verſammlung zu empfehlen. Mehrſtöckige
Ge=
ſind mit gewölbten Schieferdächern gedeckt die mit ver= Ritterkreuz 2. Klaſſe mit der Krone des Verdienſtordens bäude dürfen auf dem Gelände nicht errichtet werden und
goldeten Zinkknöpfen geziert ſind, die Verbindungsbauten Philipps des Großmütigen, dem Betriebsauffeher Johann es ſind nur ſolche Häuſer ugelaſſen, die außer dem
Erd=
haben alte verwetterte Ziegeldächer, das Ganze unſchein=Arras in Darmſtadt in Dienſten der Firma E. Merck geſchoß nur noch ein bewohnbares Geſchoß enthalten. Die
bar, an dem man gleichgültig vorübergeht. Niemand ahnt, hier, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift „Für Gebände müſſen im Aeußern in die Umgebung paſſen.
daß in dem Mittelbau ein intereſſantes Stück Rokoko ver= treue Arbeit” und dem Kreisvollziehungsbeamten i. P. Die Verſammlung ſtimmte dieſen Beſtimmungen zu.
Ein=
borgen iſt; nur wenigen dürfte das bekannt ſein, da der1 Adam Grünewald zu Mainz das Silberne Kreuz gehend berichtete der Redner noch über die möglichſt
gün=
ſogenannte Prinz=Georggarten, in welchem das Gebäude des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen; ferner ſtige Ausnützung des Genoſſenſchaftsgeländes, welches in
liegt, abgeſchloſſen und nicht jedermann zugänglich iſt. dem Kaiſerlichen Legationsſekretär an der Deutſchen drei billigen Wertſtufen aufgeteilt und an die Genoſſen
Im Jahre 1718 erbaute Generalmajor Freiherr von Botſchaft zu Tokio, Dr. Freiherrn von Schoen die in 300—1000 Quadratmeter großen Bauplätzen abgegeben
Pretlack hier, in ſeinem vor dem Sporer Tor gelegenen Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von werden ſoll. Nach erfolatem Beſchluß der Stadtverord=
Garten einen Gartenpavillon, der heute noch unverän=dem Präſidenten der Franzöſiſchen Republik verliehenen neten=Verſammlung ſoll mit der Bautätigkeit ſofort
be=
dert erhalten iſt. Der ganze Beſitz wurde zur Vergrößer= Ritterkreuzes des Ordens der Ehrenlegion erteilt.
gonnen werden. Die Verſammlung ſprach Herrn
Her=
ung des Herrngartens ſpäter angekauft. Der Pavillon
2
In Ruheſtand verſetzt wurde der Gerichts= bert Dank und Anerkennung aus Nach der von ihm
ſo=
beſteht, wie ſchon erwähnt, aus einem Mittelbau, der vollzieher mit dem Amtsſitze in Wimpfen Michgel dann vorgetragenen Jahresbilanz für 1912 beſitzt
einen großen Saal enthält; zwei kleinere Sälchen zu bei= Lenz auf ſein Nachſuchen unter Anerkennung ſeiner die Genoſſenſchaft an erworbenem Grundeigentum
Ge=
den Seiten verbinden dieſen mit den Eckpavillons. Der langjährigen treuen Dienſte.
lände im Wert von 97844 M. Die Aktiva betragen
Garten liegt etwa zwei Meter tiefer als die Schloßgar=
** Ernannt wurde der Militäranwärter Vizewacht= 100 320,74 M. Die Zahl der Genoſſenſchafter betrug Ende
tenſtraße, und der ganze Bau präſentiert ſich von da aus meiſter Friedrich Wiedekind aus Groß=Zimmern 1912 95. Nach dem Bericht des Herrn Geheimen
Finanz=
ſehr hübſch und macht einen vornehmen Eindruck. Zu vom 1. Juli d. J. an zum Hauswärter im nördlichen rat Bangel ſind Bücher und Kaſſe in Ordnung und
dem großen Saale führt eine Freitreppe, über der Ein= Kollegiengebäude.
wurde die Bilanz genehmigt und dem Vorſtand und
Rech=
gangstüre befinden ſich zwei vergoldete Wappen der Frei=
* Erledigte Stelle. Die mit einem katho= ner Entlaſtung erteilt. Ein Antrag des Vorſtandes und
herren von Pretlack. Die Zwiſchenbauten und Eck=liſchen Lehrer zu beſetzende Schulſtelle zu Wald= Aufſichtsrats, an den Geſchäftsanteilen der Genoſſen für
pavillons ſind einfach und ohne Intereſſe, der große Saal Erlenbach.
Verwaltungskoſten 10 % in Abzug zu bringen, wurde
ein=
aber iſt reich mit Handgemälden dekoriert, Garten= und
ſtimmig gutgeheißen. Hierauf erſtattete Herr Achitekt
-g. Strafkammer. Ein hieſiger Privatier war vom Gewin an Hand von Skizzen ein eingehendes Referat
Jagdſzenen darſtellend, die Lambrien ſind mit kleineren Schöffengericht wegen Jagdvergehens zu 50 Mark über den Bebauungsplan im Heinrich=Wingertsweg-See=
Landſchaftsbildern, Blumen= und Fruchtſtücken gemalt. Geldſtrafe verurteilt worden, außerdem war gemäß der katzſtraße und den Beſſunger Friedhöfen. Auch hier er=
Der Plafond war reich mit Bildern der Sagen= und geſetzlichen Beſtimmungen die Einziehung des bei der Jaad klärte ſich die Verſammlung mit dem Bebauungsplan ein=
Götterwelt ausgeſtattet; ein kleines Ueberbleibſel gibt henutzten Gewehres ausgeſprochen worden. Gegen dieſes verſtanden und ſprach Herrn Gewin ſeinen Dank aus. Bei
noch eine Ahnung davon, wie prachtvoll die Geſamtwirk= Urteil verfolgte er Berufung, die am Samstag vor der der Wahl des Aufſichtsrates wurden die ausſcheidenden
ung der Wand= und Deckengemälde geweſen ſein muß. Strafkammer verhandelt wurde Er hatte ein Jagdge= Mitglieder wieder und die Herren Rechtsanwalt Dr. Schä=
Die einzige Ausſtattung aus vergangener Zeit beſteht noch lände gepachtet, von dem ein Streifen für den Bahnbau del, Kataſtergeometer Lindenſtruth und Oberlehrer
Schil=
aus einem mächtigen Ofen von ſchöner Kunſtſchmiede= benötigt wurde. Dieſem Umſtande entſprechend erhielt er ling neu in den Aufſichtsrat gewählt.
arbeit mit reicher Vergoldung Vor einigen Jahren von dem Verpächter einen Teil der Pacht erlaſſen wegen
A P Von der Straßburger Feſtwoche der heſſiſchen
wurde der auf breite Leinwandſtreifen gemalte Plafonds der Minderung des Jagdgebiets. Als ſpäter ein Teil die= Buchhändler ſchreibt man uns: Voll freudiger
Erinne=
durch einen Kaminbrand leider zerſtört, ein großer Teil ſes abgetretenen Geländes wieder frei wurde, übte hier rungen ſind ſoeben unſere Darmſtädter Jünger
Guten=
konnte jedoch gerettet werden, da der Brand bald bemerkt der Angeklagte die Jagd ohne weiteres wieder aus. Er bergs aus den Elſaß=Landen zurückgekehrt, wo ſie zu
wurde. Die Abſicht dieſen Saal, in dem eben Garten= fühlte ſich dazu berechtigt, da er ſich bereit erklärt hatte. Ehren der „ſchwarzen Kunſt” im Sängerhaus in
Straß=
geräte und ſonſtiges Gerümpel aufbewahrt werden, wie= die zurückerhaltene Pacht wieder zu bezahlen. Das Ge= burg, das in großherziger Gaſtfreundlichkeit vom dortigen
der renovieren zu laſſen, erſcheint nicht zu beſtehen, was richt tritt aber der Auffaſſung der erſten Inſtanz bei, daß Männergeſangverein zur Verfügung geſtellt war, in
glanz=
ſehr bedauerlich iſt. Darmſtadt könnte um eine Sehens= die Ausübung der Jagd auf jenem Geländeſtreifen nur vollen Feſtagen manch ſchwungvollen Beitrag in Wort
würdigkeit reicher ſein, wenn dieſer Saal wieder reſtau= dann erlaubt ſei, wenn der urſprüngliche Jagdpachtvertrag und Bild zur Verbreitung deutſchen Volkstums geleiſtet,
riert mit einigen Rokoromöbeln und drei Glasperlen=wieder hergeſtellt ſei. Es verwarf deshalb die Beruſung. manches Glas feurigen Elſaß=Weines auf Vaterlands
kronleuchtern ausgeſtattet würde. Die vor dem Pavillon
— Vom Großh. Hoftheater Mit Beginn der neuen Wohlfahrt geleert haben. Noch nie iſt der deutſche
Buch=
befindlichen Anlagen müßten ebenfalls der Zeit entſpre= Spielzeit tritt das neueingerichtete Abonnementsſyſtem, handel in ſo glanzvoller, allgemeiner Beteiligung des
gan=
chend angelegt werden; es ließe ſich da etwas Schönes das die Hoftheaterleitung nach dem bewährten Muſter der zen Magiſtrats der alten Kaiſerſtadt am Rhein begrüßt
machen. Dies müßte aber bald geſchehen, denn die ge= großſtädtiſchen Bühnen nunmehr auch in Darmſtadt ein= und geehrt worden, wie in den Tagen ſeit 14. Juni 1913
retteten Plafondgemälde liegen zuſammengerollt in einer führt, in Wirkſamkeit. Die Einteilung der Abonnements= auf der 28. Generalverſammlung des „Zentralvereins
offenen Gartenhütte, und Regen, Schnee. Staub und vorſtellungen hat gegen das Vorjahr inſofern eine Ver=Deutſcher Buch= und Zeitſchriſtenhändler”. Ein eigenes
Sonnenbrand werden dieſe bald volſtändig zerſtört änderung erfahren, als die einzelnen Buchſtaben auf be=Feſtbuch mit Beſchreibung Straßburas in Wort und Bild
haben.
ſtimmte Wochentage feſtgeleat werden, ſo zwar, daß der! war verfaßt, und ein ſchwungvoller Prolog, geſprochen
Im Erker der Kunſthandlung Heinrich Lautz (Gra= Buchſtabe A die ihm gehörige Vorſtellung ſtets am von Fräulein Martha Heß in Straßburg in ländlicher
fenſtraße) ſind zurzeit die Kopien der Wandgemälde aus= Dienstag, B am Mittwoch, O am Donnerstag und D am Tracht, begrüßte die Gäſte. Die Schürze ſprach von
Ar=
geſtellt; gleichzeitig auch einige Aqugrelle von dem durch Freitag erhält. Die Sonntagsvorſtellungen werden, wie beit, der Schlepf von deutſcher Wetterwehr, der rauhe Rock
den Jugendaufenthalt der Königin Luiſe hiſtoriſch bislang, den einzelnen Serien abwechſelnd zugeteilt wer= von Reinheit und Kraft, und dabei doch umfloſſen von
intereſſanten, in letzter Zeit ſo vielfach ge= den. Die Hoftheaterleitung hat durch dieſe Neueinführung Lieblichkeit ſchlug das Elſäſſer Herz den Gäſten entgegen,
nannten Schloß Braunshardt und zwei Jugendbildniſſe zahlreichen, aus Abonnentenkreiſen geäußerten Wünſchen ſie begrüßend zur erfolgreichen Tagung auf klaſſiſcher
der Prinzeſſinnen Luiſe und Friederike von Mecklenburg= Rechnung getragen und den Vorbeſtellern die Möglichkeit Erde wo Gutenbera einſt den Buchſtabendruck erfand.
geboten, von vornherein bei allen Dispoſitionen die feſt= Die Ausſtellung, die Vorſtandsſitzungen, der Ausflug nach
Strelitz.
J.
gelegte Abonnementsvorſtellung in Betracht zu ziehen, der herrlichen Hohkönigsburg, die die Stadt Schlettſtadt
Die abonnementsfreien Tage, Montag und Samstag, ſind 1899 unſerem Kaiſer ſchenkte. alles reihte ſich zu unvergeß=
* Vom Hofe. Die Großherzoglichen Herrſchaften für Suspendue=, Volks=, Kinder= und Sondervorſtellungen lichen Feſttagen. Der heſſiſche Zweigverein war wieder
und Prinzeſſin Marie zu Solms=Lich begaben ſich1 beſtimmt. Die Hoftheaterleitung plant für die Montage unter der bewährten Leitung des Herrn Th. H. Hedwig
Freitag vormittag 10 Uhr im Auto nach Lich und die Einführung literariſcher Abende bei populären Preiſen, hier zahlreich vertreten, wie bereits ſeit ſeiner Gründung
kehrten abends 8 Uhr 30 Minuten nach Jagdſchloß an welchen in Form von Einführungsvorträgen, Rezita= im Jahre 1907 der als warmherziger Förderer deutſcher
Wolfsgarten zurück. (Darmſt. Ztg.)
tionen und Geſangsdarbietungen die Klaſſiker und moder=
Buchhandelsbeſtrebungen auf den Generalverſammlungen
* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der Groß= nen Autoren, ſowohl der Dichtkunſt als auch der Muſik, allgemein und gern anerkannt iſt.
herzog empfingen am Samstag den Oberſt z. D. zu Worte kommen ſollen.
p. Falkenhayn, Kommandeur des Landwehrbezirks I Darm=
* Haftet derjenige, der ſich als Bauherr geriert,
nn. Hauptverſammlung der gemeinnützigen
Garten=
ſtadt, den Oberleutnant v. Ilſemann im Leibgarde=
In=
ſtadt=Genoffenſchaft Darmſtadt. Unter dem Vorſitz des für den Lohn der Bauarbeiter ? Der Maurer A.
be=
fanterie=Regiment (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115, den Baurat Herrn Wohnungsinſpektors Gretſchel fand am Frei= anſprucht von B. Zahlung eines Lohnrechtes von
Becker von Worms, den Seminarlehrer Gutzler von Bens=tag abend im Hotel Prinz Karl die Hauptverſamm=90 Mk. Beklagter wendet ein, er habe mit dem Kläger
heim, den Forſtmeiſter Daab, den Kanzleirat Delp, den lung ſtatt, die zahlreich beſucht war. Vor Eintritt in die in keinem Vertragsverhältnis geſtanden, da Einſtellung,
lich, ob es möglich ſein wird, die Univerſität, wie wirklich tektoniſchen Umrahmung den Mittelpunkt eines beſonde=
Feuilleton.
ren Saales für archaiſche griechiſche Plaſtik bilden, der im
gewünſcht wurde, am 1. Oktober 1914 zu eröffnen.
Frankfurter Kunſtſchätze. Die diesjäh= Neubau auf der Muſeumsinſel bereits vorgeſehen iſt.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
— Gemüſepulver als Säuglingsnahrung. Infolge
rige Sommer=Ausſtellung des Frankfurter Kunſtvereins,
* Die Verfaſſung der Univerſität Frank= Frankfurt a. M., wird dem Frankfurter Privatbeſitz ge= ihres hohen Kohlehydratgehaltes ſind die Gemüſe
außer=
furt. Die Satzungen der Univerſität werden, wie man widmet ſein und eine Ausleſe der ſchönſten und wertvoll= ordentlich zweckmäßige Nahrungsmitel, oder vielmehr ſie
ſchreibt, dem Könige in einer Vorlage unterbreitet ſten Gemälde des 19. Jahrhunderts aus den großen hieſi= wären es, wenn die Kohlehydrate nicht von einem
unver=
werden da dieſer die Univerſitätsſtatuten zu erlaſſen hat. gen Privatſammlungen, die beinahe ausnahmslos ihre daulichen Mantel von Zelluloſe eingehüllt wären. Um
Als feſtſtehend iſt zu betrachten, daß die grundſätzlichen Beteiligung zugeſagt haben, bringen. Bisher ſind an= dieſe reiche Kraftquelle aufzuſchließen, bedarf es aber der
Beſtimmungen der neuen Satzungen mit den Vorſchriften gemeldet Werke von Böcklin, Corot, Courbet. Daubigny. Entfernung des Holzſtoffes. Dies hat der Berliner
Phy=
übereinſtimmen werden, die für alle übrigen Uni=
Feuerbach Iſraels. Klinger Leibl, Lenbach, Liebermann, ſiologe Profeſſor Friedenthal dadurch erreicht, daß er die
verſitäten Preußens gelten. In den Satzungen werden Marke, Menzel, Monet, Schwind, Segantini. Sisley, Gemüſe, wie Spinat, Bohnen und Erbſen, fein zermahlen
ſich außerdem entſprechende beſondere Beſtimmungen über Spitzweg, Steinle, Thoma, Trübner, Uhde. Waldmüller, läßt. Die gewonnenen Pulver ſind außerordentlich
be=
das zu begründende Kuratorium der Univerſität finden. Zorn, Zügel und vielen anderen Meiſtern, die ſämtlich in kömmlich. Sogar zur Ernährung von Säuglingen kön=
Der Eharakter, den die Univerſitätsgründung in Frank=hervorragenden Stücken vertreten ſind. ſo daß eine glän= nen ſie unter Umſtänden verwandt werden, wie
Unter=
furt trägt, erheiſcht gewiſſe beſondere Einrichtungen, weil zende Schau des reichen Frankfurter Beſitzes an neuerer ſuchungen aus der Klinik des Wiener Kinderarztes
Pro=
hier auch beſondere Verhältniſſe inſofern vorliegen, als Kunſt geſichert iſt. Die Ausſtellung wird am 20. Juli er=feſſor Kaſſowitz zeigen. Man gab dort das Gemüſepulver
die Mittel nicht aus der Staatskaſſe, ſondern aus anderen öffnet und dauert bis Ende September. Es iſt beabſichtigt, mit derſelben Menge Mehl und der halben Menge Zucker
Quellen, von Dritten, aufgebracht werden. Es entſpricht zn der Veranſtaltung entſprechend ihrem repräſentativen in Milch oder Haferſchleim. Der ſüße Brei wurde von
der Eigenart dieſer Univerſität, wenn das Kuratorium Charakter, einen Katalog herauszugeben, in dem jedes den Kindern gern genommen und, wie
Stoffwechſelver=
nicht ganz dieſelbe Stellung einnimmt, wie ſie ſonſt der einzelne der ausgeſtellten Werke abgebildet wird.
ſuche bewieſen, auch gut ausgenutzt.
Kurator bei den Staatsuniverſitäten innehat. So muß
ml. Der Fluch der Schönheitsmittel. Die Daily Mail
Vorſorge getroffen werden, daß ein Vertreter der
— Geſchenk der griechiſchen Regierung an den Kaiſer, wies neulich auf die überraſchende Tatſache hin, daß unter
Staat sregierung an allen Sitzungen des
Kurato=
riums teilnimmt und dort auf ſeinen Wunſch gehört wer= Die griechiſche Regierung hat von dem großen Tempel= hundert Frauen zwiſchen 26 und 30 Jahren kaum eine
den muß. Vorausſichtlich wird ein Staatsbeamter, der giebel zu Korfu der durch deutſche Ausgrabungen zu= einen Teint beſitzt, der der nachhelfenden
Schönheits=
ſfein Amt nebenamtlich verwaltet und die Inter=tage gekommen iſt, Abglſe herſtellen laſſen und dieſe dem pflege entraten kann. Das muß Verwunderung erregen,
eſſen des Staates wahrnimmt, hierfür beſtimmt werden. Kaiſer als Geſchenk zur Verfügung geſtellt. Im Auftrage wenn man ſich gegenwärtig hält, daß eine Frau zwiſchen
Das Kuratorium ſelbſt, das ſich als ein aus Frankfurter des Kaiſers iſt Direktor Th. Wiegand in Korfu einge=30 und 40 Jahren auf der Höhe ihrer körperlichen Blüte
Bürgern zuſammengeſetztes Kollegium darſtellt, hat dietroffen und hot die Abgüſſe von dem Ephoros der grie=ſteht, und daß jedes Kind von der Natur mit einer dem
finanzielle und äußere Verwaltung der Univerſität zu be=chiſchen Altertümer, Dr. Rhomaios, übernommen. Die Zellgewebe und der Färbung nach untadeligen Haut
be=
ſorgen. Es nimmt in dieſer Hinſicht dieſelbe Stelle ein Länge des Giebels iſt 25 Meter, die Höhe über 3 Meter, dacht iſt. (*) Jedes Mädchen erhält ſich auch,
vorausge=
wie die Kuratoren an den ſtaatlichen Univerſitäten, die Die Mitte nimmt ein rieſenhaftes Hochrelief der Gorgo ſetzt, daß es nicht krank iſt bis zum Alter von 16 bis 18
eine größere Vermögensverwaltung zu beſorgen haben, ein, in deren Schutz ſich ihre Kinder Chryſaor und Pe= Jahren und oft auch noch länger die Haut in dieſem tadel=
Das Kuratorium hat ferner dem Miniſter Vorſchläge der gaſos flüchten, die von gewaltigen Raubtieren bedroht loſen Zuſtande. Im Alter von 25 oder 26 Jahren be=
Fakultät in Berichten vorzulegen und kann ſich in dieſen werden. Die Enden des Giebels werden ausgefüllt durch ginnt die Haut aber gemeinhin ſich zu verſchlechtern, und
ebenſo äußern, wie die ſtaatlichen Kuratoren. Im übri= Darſtellungen von Kämpfen der Götter mit den Gigan= von nun an iſt der Verfall des Teints nicht mehr
aufzu=
gen bleibt die Berufung der Univerſitätsprofeſſoren ten Der Giebel iſt ein Werk des 6. oder 7. Jahrhun= halien Damit iſt denn der Gebrauch von kosmetiſchen
ein Recht des Königs, der in diefer Hinſicht an diederts v. Chr. und in ſeiner altertümlichen Art ein hoch= Mitteln gegeben, die ſelten nötig, oft ſchädlich, und wenn
Vorſchläge, die ihm von der Fakultät gemacht werden wichtiges Dokument für die älteſte Kunſt der Korinther, ſie, wie es zumeiſt geſchieht, ohne Verſtändnis
angewen=
können nicht gebunden iſt. Was die Eröffnung der welche einſt Kerkpra, das heutige Korfu, als Kolonie grün= det werden, geradezu zerſtörend wirken. Den erſten
Univerſität anbetrifft, ſo läßt ſich ein Termin hierfür deten. Die Abgüſe werden vorläufig im Berliner Mu= Grundirrtum in der Behandlung des Teints begehen
zurzeit noch nicht beſtimmen, und es erſcheint ſehr frag= ſeum am Luſtgarten aufgeſtellt und ſpäter mit ihrer archi= die Frauen damit, daß ſie die Frage der Haut rein äußer=
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Inni 1913.
Seite 4.
Auslohnung und Entlaſſung der Arbeiter an dem Bau Stadt iſt dadurch der Vertreter einer ffahrt, die er mit ſeiner Frau, einem ältlren Herem und
Sache des Bauunternehmers C. und nach deſſen Weg= Nährmittelfabrik in Magdeburg i. W. geworden. einer jungen Dame unternahm zwiſchen Wannſee und
gang des Baumeiſters D. geweſen ſei. — Bellagter iſt Mit einer reklamenhaften Anpreiſung dieſes Pudding=Potsdam dadurch, daß infolge Verſagens der Steuerung
verurteilt. Beklagter hat ſich als Arbeitgeber geriert und pulvers wendet ſich die Kindermilchanſtalt an die hieſigen das Automobil in den Chauſſeegraben ſtürzte. Lüttke
als ſolcher auch Bezahlung verſprochen. Erwieſen iſt, Detailgeſchäfte der Lebensmittelbranche, um ſie zur Er= wurde ſchwer verletzt, die Uebrigen trugen leichtere
Ver=
daß der Beklagte nach der Entfernung von C. ſelbſt öffnung von Yoghurt=Verkaufsſtellen zu gewinnen. Für letzungen davon.
Frankfurt a. M., 28. Juni. Zur Errichtung einer
Er=
einen Arbeiter entlaſſen hat, daß er den Kläger auf= die erforderliche Reklame zur Einführung verſpricht die
ziehungsanſtalt für iſraelitiſche
Waiſen=
forderte, er ſolle auſpaſſen, damit nichts vorkomme und Kindermilchanſtalt zu ſorgen.
Worms, 28. Juni. Vier Einbruchsdiebſtähle kinder hat Rentner Ignaz Siegel aus Frankfurt
teſta=
daß er zu verſchiedenen Maurern ſagte: „Ihr Leute,
Dadurch gab er zu wurden heute nacht hier verübt, und zwar bei B. Wagner, mentariſch ein Kapital von mehreren Millionen Mark
arbeitet nur fort, Zahler bin ich.”
erkennen, daß er die Arbeiter und darunter auch den Gauſtraße, in der Fabrik H. O. Ibach am Rhein, ſowie hinterlaſſen.
Erfurt, 28. Juni. Das Kriegsgericht hat von
Kläger, wenn derſelbe auch ſeinerzeit von C. eingeſtellt bei Paulus und bei Altſchüler, Neumarkt. Bei letzterem
worden war, jetzt als unmittelbar in ſeinem Dienſt ließen die Gauner ihre alten Stiefel zurück, nachdem ſie ſieben Arbeitern, die ſich wegen Zuſammenrottung,
mili=
täriſchem Aufruhr tätlicher Beleidigung, öffentlicher
Be=
ſtehend betrachtete, und er iſt demzufolge auch zur Be= ſich vorher neue zugelegt hatten.
Gimbsheim, 27. Juni. Das rätſelhafte Ver=leidigung, ſowie Mißhandlung eines Gendarmen und
zahlung des Arbeitslohnes verpflichtet. Nach dem
Weg=
gang von C. kam der Baumeiſter D. auf den Bauplatz;ſchwinden des hieſigen iſraelitiſchen Religionslehrers eines Dorſpoliziſten zu verantworten hatten, einen
An=
da ſich die Leute weigerten unter demſelben zu arbeiten, Alfred Popper — der etwa ein halbes Jahr hier tätig geklagten zu 5½ Jahren, einen zweiten zu 5¼ Jahren,
forderte ſie Beklagter mit dem Bemerken auf, fortzu= iſt —, ſamt ſeiner Frau mit den beiden Kindern, erregt einen dritten zu 5 Jahren und 2 Monaten Zuchthaus,
arbeiten, daß er Zahler ſei. Dieſe Feſtſtellungen recht= hier großes Aufſehen. Vor etwa 14 Tagen reiſte P. ab, einen vierten zu 5 Jahren, einen fünften zu 5¼ Jahren,
um angeblich eine Erbſchaft zu erheben und iſt bis jetzt einen ſechſten zu 1 Jahr und einen zu 7 Monaten
Ge=
fertigen eine Verurteilung des Belagten.
( Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der nicht mehr zurückgekehrt. Nun hat ſich vor einigen Tagen fängnis verurteilt. Die Angeklagten hatten die Straf=
Mitgliederſtand betrug am 21. Juni l. J. männ= ſeine Frau mit den beiden noch nicht ſchulpflichtigen Kin=delikte nach einer Kontroklverſammlung
be=
lich 9621, weiblich 6577, zuſ. 16 198, in Prozenten 59,40, dern ebenfalls entfernt und wird auch ſeit dieſer Zeit gangen.
Elbing, 27. Juni. Heute nacht brannte in dem
40,60. Der Krankenſtand betrug am 21. Juni l. J. vermißt. Wie jetzt bekannt wird, ſollen die Vermißten in
männlich 450, weiblich 281, in Prozenten 4,67, 4,27. verſchiedenen Nachbarſtädten — Worms, Mainz uſw. — benachbarten Güldenboden ein von acht Familien
bewohn=
tes Haus nieder. Der Vater und zwei Kinder ver=
An Krankengeld wurden ausgezahlt in der Woche geſehen worden ſein,
Bodenheim, 28. Juni. Hereingelegt wurde hier einebrannten, die Mutter wurde ſchwer verletzt und fiel
vom 16. Juni bis 21. Juni I. J. 5509,49 Mk. An
Wöchnerinnen waren vorhanden am 21. Juni ganze Anzahl Einwohner durch ein Schwindler=vor Schreck in geiſtige Umnachtung. Bei den Rettungs=
I. J. 30. Sterbefälle kamen vor in der Wochepaar, das angeblich im Auftrag einer Frankfurter Firma arbeiten wurde ein Poſtbeamter ſchwer verletzt.
Wien, 28. Juni. Auf dem Sömmering ſtieß geſtern
vom 16. Juni bis 21. Juni l. J.
Vergrößerungen von Photographien vornehmen wollte.
Aus dem Brauereibetrieb. Man ſchreibt uns: Der eine der beiden Gauner ſammelte von Haus zu Haus, das Automobil des Delikateſſenhändlers Watzel, der
Bei der unter dieſem Stichwort in unſerem Blatte ge= wo er ſolche erhielt, die Photographien ein und verſprach, mit ſeiner Frau und einem Freunde fuhr, mit einem Auto
brachten Notiz iſt ein Irrtum inſofern unterlaufen, als dieſe zu dem Spottpreiſe von 80 Pfg. pro Stück vergrößern zuſammen, deſſen Inſaſſen der Berliner Privatier
Brügge=
es nicht die Brauerei J. Diſchinger iſt, die ſich die zu laſſen. Später erſchien jedoch ein zweiter „Vertreter” mann und deſſen Frau waren; die letztere wurde ſchwer
Brauereien Schul und Erker angegliedert hat, ſondern der Firma, zeigte eine gut ausgeführte Vergrößerung und verletzt.
Peſt, 27. Juni. Der Chefredakteur des Peſter Lloyd,
die Brauerei W. Rummel hat fragliche Brauereienkieß ſich dafür ſtatt der 80 Pfg. je 6 Mark zahlen. Die
übernommen. Was ſpeziell die Brauerei H. Schul an= Bilder würden dann in einigen Tagen in beſtellter Zahl Sigmund Singer, iſt heute nachmittag geſtorhen.
betrifft, ſo wird uns mitgeteilt, daß die Brauerei eintreffen. Der Herr „Photograph” kaſſierte die Gelder
Rom, 27. Juni. Heute morgen wurde ein könig=
Rummel das Schulſche Brauverfahren für deren dunkles ein, aß und trank gut in einer hieſigen Wirtſchaft und ver=liches Dekret veröffentlicht, das den im Telephon=
Spezialbier in ihrem Betriebe aufnimmt und dasſelbe ſchwand dann ſpurlos, ohne die Zeche beglichen oder irgend dienſt angeſtellten Frauen das Heiraten erlaubt.
in bekannter Güte auch fernerhin zum Ausſtoß bringen ein Vild gelieſert zu haben.
Heute nachmittag wurden ſchon über 300 Heiratsgeſuche
wird. — Nicht das Waſſer ſondern der Brauer macht
Ober=Rosbach, 28. Juni. Eine Konferenz der genehmigt.
das Bier. — Der Wirtſchaftsbetrieb verbleibt in unver=heſſiſchen Bergwerks=Betriebsleiter be=
Paris, 28. Juni. Nach einer Meldung aus Troyes
änderter Weiſe in Händen der Familie H. Schul.
ſchäftigte ſich eingehend mit der Urſache der hieſi=explodierte geſtern abend während eines Gartenkon=
* Vogelsberger Höhenklub, Zweigverein Darm=gen Bergwerks=Kataſtrophe Bergrat Köbrich zertes inmitten der Zuhörer ein Feuerwerkskörper, doch
ſtadt. Die Mitglieder ſeien auf die Anzeige in der gabbekannt, daß als Urheber des Unfalls eine Vergif= erlitt niemand irgend welche Verletzungen. An der Stelle,
heutigen Nummer aufmerkſam gemacht. Darnach iſttung durch Kohlenorydgaſe feſtgeſtellt worden wo die Erploſion erfolgt war wurde ein Papier mit der
zum erſten Male ein gemeinſchaftlicher Abend= iſt. Die Gaſe haben ſich aller Wahrſcheinlichkeit nach bei Aufſchrift gefunden: Syndikaliſten! Sozialiſten! Es lebe
ſpaziergang geplant, zu dem recht viele Klub= dem Verbrennen von Holzſpänen entwickelt, und zwar in die Anarchie! Nieder mit der Armee!
ſchweſtern und =brüder erwartet werden. Weiter ſei an ſolchen Mengen, daß die Bergleute ihnen in kurzer Zeit
Madrid, 28. Juni. Hier und in faſt ganz Spanien
das wie alljährlich am erſten Sonntag im Juli ſtatt= erlagen. Das Holz iſt wahrſcheinlich zur Verſtärkung des herrſcht ſeit Wochen eine unglaubliche Hitze. Hitzſchläge
findende Hoherodskopffeſt erinnert. Bei Graveur unterirdiſchen Luftzuges entzündet worden; vermutlich und Wahnſinnsanfälle ſind häufig, es ereignen ſich viele
Dietz, Eliſabethenſtraße, iſt eine vorzüglich gelungene geſchah es aber nicht ordnungsmäßig und mußte darum Selbſtmorde und blutige Schlägereien. Ein Mann, der
Aufnahme der 112 Teilnehmer der letzten Vogelsberg= zur Kataſtrophe führen. Um ähnlichen Unfällen vorzu= heiraten wollte, erkletterte plötzlich eine
Telegraphen=
wanderung, photographiert am Gipfel des Bilſteins, beugen, beſchloß man, einen Beamten zum Studium derſtange, befeſtigte ein Seil mit einer Schlinge daran, ſteckte
ausgeſtellt.
Sauerſtoffapparate nach Herne zu ſenden und dann ge= den Kopf hinein und ließ ſich herunterfallen. Die Hoch=
* Bilder vom Tage. In der Auslage unſerer Ex= gebenenfalls eine Anzahl derartiger Apparate für die zeitsgäſte fanden die Leiche vor. Ein Student drang mit
bedition (Rheinſtr. 23) ſind von heute ab folgende Bilder heſſiſchen Gruben zu beſchaffen.
einem Dolch in ein Krankenhaus ein; ein krankes Mädchen
neu ausgeſtellt: Die Baufach=Ausſtellung in Leipzig, vom
* Selters, 28. Juni. Der zehnjährige Junge des ſtarb infolgedeſſen vor Schreck.
Luſtkreuzer „Sachſen” aus aufgenommen; Die Beiſetzung Baumpflegers Pfeiffer auf dem Hofgut Konradsdorf
London, 27. Juni. Heute früh iſt auf ſeinem Schloſſe
des ermordeten Großweſirs Mahmud Schefket Paſcha; die ſtach ſich mit einem roſtigen Nagel ganz Dunrobin in Sutherlandſhire der Herzog von
Enthüllung des Ohm Krüger=Denkmals in Pretoria; die unbedeutend am Knie. Die Wunde heilte ſehr leicht, und Sutherland geſtorben. Er war der größte Grund=
Erdbebenkataſtrophe in Bulgarien, Obdachloſe in der alten der kleine Unfall ſchien ganz beſeitigt. Nach etwa acht eigentümer in England. Seine Güter ſollen einen Um=
Zarenſtadt Tirnowo.
Tagen hatte der Knabe Beſchwerden beim Kauen, wozu fang von 1500 000 Acker haben. Die Familie Sutherland
ſich auch Unbeweglichkeit des Nackens geſellte. Der Zu= gehört dem alten ſchottiſchen Adel an. Der Herzog, den
b. Crumſtadt, 28. Juni. Heute wurde hier ein Ge= ſtand verſchlimmerte ſich derart, daß ſich heftige Krämpfe ſchon längere Zeit ſchwer krank war, hat ein Alter von 62
einſtellten, und das arme Kind ſtarb unter heſtigen Jahren erreicht. Sein Erbe iſt der älteſte Sohn. der
bis=
meinde=Faſelochſe der zur Zucht untauglich geworden
herige Marquis von Stafford, ein Mann von 24 Jahren.
war, an einen Frankfurter Metzger verkauft. Das Tier Zuckungen und Schmerzen.
hatte das enorme Gewicht von ſage und ſchreibe 24 Zent=
Riga, 27. Juni. Großes Aufſehen erregte hier die
Ermordung des Oberbürgermeiſters von
nern und wurden pro Zentner Lebendgewicht 51,50 Mark
Darmſtädter Wochenmarkt.
bezahlt, ſo daß 1236 Mark gelöſt wurden.
Riga, Baron Nolcken, und ſeines Bruders, deren Leichen
Marktpreiſe am 28. Juni.
Berkach bei Groß=Gerau, 28. Juni. Ein großes
vor einiger Zeit auf der Straße aufgefunden wurden.
römiſches Gräberfeld wurde hier auf dem ſogen. Butter, ½ kg 1,30 M. Erbſen, ½ kg 18—20 Pf. Bisher war man eifrig bemüht, die Täter zu ermitteln,
Heidenſtück in der Nähe des Ortsfriedhofes entdeckt. Es
i. Part., ½ kg 1,20 M. Kohlrabi, Stück 3—6 Pf. doch waren alle Verſuche vergebens. Jetzt wurde ein
—0 Pf. Blumenkohl. Stück20—50 Pf. Polizeileutnant verhaftet, weil begründeter Verdacht
be=
wurden bereits 20 Gräber freigelegt, von denen 17 völlig Eier, Stücke
unberührt vorgeſunden wurden. Die Ausgrabungen Schmierkäſe 1 Lit. 20 A
Wirſing, Stück 10—20 Pf. ſtieht, daß er die beiden Morde aus Nache verübt hat.
Handkäſe, Stück 4—10 Pf. Saubohnen, ½ kg 20 Pf.
foln nach der Ernte weitergeführt werden.
Neu=York, 27. Juni. Der Petroleumdampfer
Offenbach. 28. Juni. Dem Verſuch, den die Stadtver=Kartoffeln, Ztr. 2,75—3 M. Gurken Stück 20—30 Pf.
Gelberüben, Bündel 3—6 Pf. „Nobawk” iſt heute im Hafen von Neu=York in die Luft
waltung durch die Errichtung der ſtädtiſchen Wurſtfabrik
Kumpf (10 Liter) 50 P
geflogen. Das Schiff iſt anſcheinend völlig zerſtört.
gemacht hat, iſt ſchnell ein anderer gefolgt. Diesmal ſind
neue hieſige, ½ kg 8 PfSpargel, ½ kg 30—50 Pf. Es ſcheint, daß drei Mann der Beſatzung ums Leben
ge=
es nicht die Metzger, ſondern die Delikateſſen= und Nah=
Italiener, ½ kg . 8 Pf.Einleggurken, Stück 8 Pf.
rungsmittelgeſchäfte, die von dem neuerlichen Experiment Malteſer, ½ kg 14—15 Pf. Zuckererbſen, ½ kg 30-35 Pf. kommen ſind.
mit der Durchführung der zukunftsſtaatlichen kommunalen
Obſt u. dergl.:
Geflügel, Wildbret=
Wirtſchaftsvolitik getroffen werden. Der neue Vorſtoß Muskatnuß 5 Stück 10 Pf. Gänſe, ½ kg 1,10—1,20 M.
Die Kieler Woche.
gegen die Offenbacher Geſchäftswelt erfolgt in Form einer Vanille, 3 Stück . 20 Pf. Enten, Stück . 3,50—4 M.
* Kiel. 27. Juni. Der Kaiſer nahm nachmittags
Generalvertretung, die Beigeordneter Kappus für Heidelbeeren, Schopp. 20 Pf. Hahnen und Hühner,
den Tee auf dem Dampfer der Hamburg=Amerika=Linie
die ſtädtiſche Kindermilchanſtalt übernommen hat. Die Kirſchen, 1 ke 50—60 Pf.
Stück
3—3.50 M. , Viktoria Luiſen ein und beſuchte ſpäter die Jacht
,
Zitronen, Stück 7—8 Pf. Tauben, Stück 65—70 Pf. „Rovenska”. Zur Abendtafel an Bord der „
Hohen=
lich betrachten und der Erwägung nicht Rechnung tragen, Sauerirſchen. 1g6b.70 Pf. Lapins, Stück 110—1,20 Pf. zollern; waren die Miglieder des Norddentſchen
Re=
daß die gute oder ſchlechte Qualität des Teints von der Apfelſinen, Stück 9—10 Pf.
gattavereins und einige Jachtbeſitzer geladen.
Art abhängt, in der Magen, Lungen, Nerven, Gehirn und Johannistrauben, ½ kg.
Fiſche:
alle anderen Körperorgane ihre Funktionstätigkeit aus=
* Kiel, 27. Juni. Reſultate der Seewett=
90 Pf.
röte . . . . 20—25 Pf. Hecht, ½ kg .
üben. Die Frauen huldigen eben augenſcheinlich der
An=
fahrt des Kaiſerlichen Jachtklubs auf der
Aal, ½ kg. 1,10—1,20 M.
weiße . . . 21—24 P
ſicht, daß die Geſichtshaut ein Ding iſt, das von dem Reſt
21—24 Pf. Karpfen, ½ kg . . 60 Pf. Kieler Förde. Der Wind hatte eine Geſchwindigkeit von
ſchwarze
des Körpers ganz unabhängig iſt, und daß man, wenn Stachelbeeren, ½kg 20-25 Pf. Andere Rheinfiſche,
6 Sekundenmetern und wehte aus Weſtnordweſt. In der
ſie zu verkümmern beginnt zu Waſchungen und Puder Himbeeren, ½ kg 50—60 Pf.
35—40 Pf.‟ la=Klaſſe erhielt „Margherita” den Krupp=
Erinnerungs=
kg .
ſeine Zuflucht nehmen muß. Hier drängt ſich nun die Aprikoſen, ½ kg
60 Pf. Rotzungen, ½ kg . 23 Pf. preis, „Meteor” den zweiten, „Germania” lag zunächſt
Frage auf, durch welche Prakiken eine Schöne ihren Wald=Erdbeeren,
Schollen, ½ kg 50—60 Pf. an dritter Stelle; beim Feuerſchiff Bülk fiel plötzlich ein
Teint, den ſie bis zum 30. Jahre leidlich bewahrt, von da
Schoppen . . 40—45 PfKabeliau. ½ kg 21 Pf. Mann der Beſatzung über Bord. Trotzdem die Jacht
ſo=
an ſo verhängnisvoll dem Ruin entgegenführt. Es ſind
in der Hauptſache Sünden in Kleidung. Diät und Geſell= Ananas, ½ kg 55—60 Pf. Backſchellfiſche, ½ kg 20 Pſ. fort beidrehte und auf Befehl des Kaiſers der „Sleipner”
ſogleich nach der Unfallſtelle dampfte, iſt der Mann
er=
ſchaftsleben, die dem Gebrauch und Mißbrauch der Schön=
Salat, Gemüſe uſw.:In den Fleiſchſtänden: trunken. In der 19=Meterklaſſe legte Wendula” Proteſt
heitsmittel den Boden ebnen. Der Gebrauch von kosme= Kopfſalat, Stück . 4—6 Pf. Rindfleiſch, ½ kg
70 P
ein. In der 15=Meterlaſſe erhielt =Sophie=
Eliſabeth=
tiſchen Mitteln wird dann eine unabweisbare Notwen= Rhabarber ½ kg 12—15 Pf. Hackfleiſch, ½ kg . 76 P
den erſten und Extrapreis (Wanderpreis des Kaiſers)
digkeit und das Schlimmſte iſt, daß ihre Anwendung Bohnen, ½ kg 35—50 Pf. Rindsfett, ½ kg . 56 Pf. In der 12=Meterklaſſe „Sibyllan” den erſten und den
ohne Kenntnis der anatomiſchen und phyſiologiſchen Ge= Radieschen, Bündel 2—3 Pf. Rindswürſtchen, Stück 15 Pf.
Wanderpreis des Kaiſers; in der 10=Meterklaſſe den erſten
ſetze geſchieht. So verſtopfen beiſpielsweiſe Paſten und Rettiche, Stück . 5—10 Pf. Schweinefleiſch, ½ kg 80 Pf. und Extrapreis (Kommodore=Pokal). In der 10=Meter=
Meerrettich, Stück 20-30 Pf. Geſalzenes und Koteletts,
ölige Subſtanzen, wenn ſie oft und zu gewohnheitsmäßig
klaſſe gab „IJſabel=Alerandra” auf. — In der 9=
Meter=
gebraucht werden, die Poren und Schweißdrüſen der Roterüben, Bündel6—10 Pf.
90 Pf.
kg .
Haut. Und das gleiche gilt für den Puder, ſelbſt wenn er Zwiebeln, ½ kg 8—10 Pf. Schwartemagen u. Fleiſch= klaſſe errang „Peer Gynt” den erſten, in der 8=Meterklaſſe
„Antwerpia 4” den Kiautſchoupreis, „Mariechen”, den
Tomaten, ½ kg 20—25 Pf. wurſt, ½ ka
keine hautreizenden chemiſchen Beſtandteile enthält. Zu= Spinat, ½ kg
80 Pf. zweiten Preis; „Toni 10” hatte aufgegeben. Beim
Han=
ſammenziehende und geſchmeidig machende Mittel laſſen
20 Pf. Leber= und Blutwurſt,
dikap der, alten Jachten erhielt „Nordſtern” den erſten.
die Runzeln wohl vorübergehend verſchwinden, tragen Weißkraut, neu, Stück 20 Pf. ½ kg.. . 70 Pf. Preis; Orion” belegte den zweiten und „Iduna” den
ſchließlich aber nur dazu bei, ſie ſchärfer hervortreten zu
dritten Platz.
kaſſen. Schminken müſſen, wenn ſie einmal gebraucht wur=
* Kiel, 28. Juni Der Kaiſer machte heute
mor=
den, immer wieder verwendet werden. Alle dieſe Mitel
Reich und Ausland.
gen einen längeren Spaziergang bei Kitzeberg und hörte
helfen wohl zeitweilig, laſſen ſpäter aber das Uebel. das
Aus der Reichshauptſtadt, 27. Juni. Geſtern beſich= ſpäter an Bord der „Hohenzollern” den Vortrag des
ſie beſeitigen wollen, um ſo deutlicher hervortreten. Reine tigte Staatsſekretär Krätke die große Telefunken= Staatsſekretärs des Reichsmarineamts Großadmirals
Seife und warmes Waſſer ſind im letzten Grunde alles, ſtation bei Nauen. Der Staatsſekretär ließ auch v. Tirpitz.
was man braucht, um der Haut ihre geſunde Friſche, die den Stationsbeamten folgende Worte ſprechen: Ich bin
* Kiel, 29. Juni. Der Kaiſer hielt heute
vor=
nur ein anderer Name für den guten Teint iſt, zu er=mit den guten Leiſtungen der drahtloſen Teiephonie ſehr mittag Gottesdienſt an Bord der Hohenzollern” ab. Zur
halten.
zufrieden. Dieſer Satz wurde in Norddeich ſofort rich= Frühſtückstafel war der Fürſt zu Monaco mit ſeiner Um=
B. B. Das erſte alkoholfreie Hotel in Deutſchland iſt tig verſtanden. Hiermit wurde zugleich der Entfernungs= gebung, nämlich Monſieur Jules Roche, Mademoiſelle
jetzt in Frankfurt a. M. eröffnet worden. Das Hotel liegt weltrekord für drahtloſe Sprechübertragung, der in den Roche, Fregattenkapitän d’Arodes de Peyriague, der Chef
unmittelbar am Hauptbahnhof und führt, in zarter An= letzten Wochen von der Anlage in Nauen ſowohl nach des Zivilkabinetts Dr. Jalouſtre Leutnant z. S. Bouree,
ſpielung auf das alkoholfreie Hauptgetränk, die Milch, Norddeich, wie auf größere Entfernungen, bis zu 700 Privatſekretär Fuhrmeiſter, Leibarzt Louet und
Ritt=
den Namen Hotel Schweizerhof. Auch das Trinkgeld iſt Kilometern, erzielt worden war, offiziell feſtgelegt. — Im meiſter Frank geladen. Vormittags um 11 Uhr 35 Min.
in dieſem neuartigen Betriebe vollſtändig abgeſchafft. Den Spreetunnel in Treptow fand geſtern ein Zuſammen= begann die Seewettfahrt, Handikap des Norddeut=
Gäſten wild als Entſchädigung für die Bedienung einſtoß zwiſchen einem Straßenbahnwagen und ſchen Regattavereins auf der Kieler Föhrde bei ſtrömen=
Aufſchlag von 10 Prozent der Rechnung in Anſatz ge= einem Automobil ſtatt. Das Automobil wurde voll= dem Regen und ſehr ſchwachen weſtlichen Winden. Es
bracht. Da auch dem Perſonal ſtreng verboten iſt, Extra= ſtändig zertrümmert. Der Straßenbahnwagen war nur wurde Flautenbahn geſegelt. Zahlreiche Begleitdampfer
vergütungen anzunehmen, ſo ſind die abſtinenten Gäſte bei ſchwach beſetzt Es kamen keine weſentlichen Verwund= gingen troßz des ſchlechten Wetters hinaus. In der erſten
ihrer Abreiſe davor ſicher, daß ihnen zehn, zwanzig offene ungen der Fahrgäſte vor.
Der Fahrradhändler Klaſſe ſtarteten „Meteor”, „Hamburg 114.
„Germania”
Hände entgegengeſtreckt werden.
Lüttre verunglückte bei einer Automobil= und „Margherita”. An Vord des „Meteor” fegelten auf
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Juni 1913.
Seite 5.
Einiadung des Kaiſers, weicher ſelber an Vord der
jet auf die bufartſchen Klagen über die Verfolung von
Erdbeben in Unteritalien.
„Hohenzollern” blieb, Prinz Heinrich, Fürſt zu
Münſter=
mazedoniſchen Bulgaren durch die griechiſchen Behörden
Dernburg, Staatsſekretär Zorn von Bulach, Ge=
Rom, 28. Juni. Hier laufen Nachrichten von nicht eingehen, da es ſich einerſeits nur um die Beſtrafung
ſandter von Eiſendechec, Oberpräſident Jagow. Lord einem Erdbeben ein, das heute morgen 2.50 Uhr ohne von Verbrechern und die Verfolgung von Banden ge=
Pirrie, Bankdirektor von Gwinner, der engliſche Marine= Schädigung in der Gegend von Avellino und Caſtella= handelt habe, andererſeits auch Griechenland über
Ge=
attachs in Verlin, Kapilän Watſon und Korvettenkapitän mare di Stabla ſtattfand. Stärkere Erdſtöße ſind auch waltſamkeiten der Bulgaren gegen Griechen in Thrazien
Müller, Marineattaché in London; es waren 26 Boote in der Provinz Coſenza verſpürt worden. Viel Sach= und Mazedonien mehrfach Klage führte. Die Antwort
gemeldet.
ſchaden iſt angerichtet in Paolo, Mongraſſano, Corigliano der Regierung in Sofia laſſe den griechiſchen Vorſchlag,
* Kiel, 29. Juni. Zwiſchen den Offizieren der und Rogiano=Gravina, lauter kleine Gemeinden in der den Truppenbeſtand der Verbündeten in Mazedonien
her=
hier ankernden italieniſchen Schiffen „Trinacria” Provinz Coſenza. Hilfe wurde ſofort abgeſandt.
abzuſetzen und ſo eine heilſame Entſpannung herbeizu=
und Amalfi” und denen der deutſchen Kriegs=
Coſenza, 28. Juni. Im Gegenſatz zu den erſten führen, nur unter der Bedingung zu, daß Griechenland
ſchiffe entwickelte ſich ein herzlicher und kameradſchaft= Meldungen ergibt ſich jetzt, daß der Erdſtoß von heute! damit einverſtanden ſei, daß die bulgariſchen Truppen
un=
verzüglich im Verein mit den griechiſchen Truppen
ſämt=
licher Verkehr wie er insbeſondere durch die gegenſeitigen früh, nirgends merk gren Schaden angerichtet hat.
Beſuche der Offiziersmeſſen zum Ausdruck kommt. Zahl=
Coſenza, 29. Juni. In Rogiano=Gravina ſind liche Gebietsteile im Oſten, Norden und Südweſten
Salo=
reiche Einladungen zu Bordfeſtlichkeiten und anderen Ver=durch den Erdſtoß in einer Schule etwa zwanzig nikis beſetzten. Das würde indeſſen ein Mittel ſein,
anſtaltungen gingen dem italieniſchen Offizierkorps zu, Kinder verletzt worden, darunter zwei ziemlich ſchwer, die Konflikte zu verdoppeln und zu verſchärfen. Worauf
denen gern entſprochen wurde So war das Offizier= In Luzzi wurde eine Perſon, in Roſe mehrere und in könne ſich dieſer Anſpruch überdies gründen? Könne man
behaupten, daß Bulgarien allein das Recht zur
gemein=
korps der Jacht „Tringeria” und des Kreuzers „Amalfi” Santa Sofia und Epiro zwei verletzt.
ſamen Beſetzung habe, während die anderen Verbündeten
bei dem geſtern vom Stationschef Admiral Coerper in der
auf die von den bulgariſchen Truppen beſetzten Gebiete
Admiratiltät gegebenen Gartenfeſt überaus zahlreich
ver=
keine Anſprüche zu erheben hätten? Die Bedingung der
treten. Der gleiche herzliche Verkehr iſtzwiſchen den Mann= Die Lage auf dem Balkan. Regierung in Sofia komme einer Abſage gleich. Aber ſei
ſchaften der deutſchen und italieniſchn Schiffe zu beobachſen.
es nicht Zeit, den Mut zu faſſen, aus dieſem Streit her=
Miniſterpräſident Stürgkh über die Lage.
Morgen veranſtaltet die Stadt Kiel zu Ehren der
Unteroffi=
auszukommen, aus dieſer Atmoſphäre wachſender
Feind=
ziere und Mannſchaften der italieniſchen Schiffe eine Feſt=
* Wien, 27. Juni. Bei der Verhandlung des ſeligkeit, indem man ſo mutig ſei, mit ehrlichem Willen
vorſtellung im Reichshallentheater.
Budgetproviſoriums erklärte Miniſterpräſident Stürgkh, an die Löſung des territorialen Problems heranzugehen?
nachdem er ſich in eingehender Weiſe mit der inneren 1 Griechenland habe niemals ſeine Anſicht verborgen, daß
Politik beſaßt hatte in bezug auf die auswärtige die Aufteilung der Gebiete durch ein Zuſammenwir=
Die Zuſammenkunft des deutſchen Kaiſers Lage folgendes: Die bis kürzlich wahrnehmbare be=ken der vier Verbündeten erfolgen müßte, die
drohliche Zuſpitzung der zwiſchen den Balkanver= gemeinſam den Krieg unternommen hätten. Griechenland
und des Königs von Italien in Kiel.
bündeten im Hinblick auf die Verteilung der eroberten habe unaufhörlich darauf hingewieſen daß es die vier
* Rom, 28. Juni. Giornale d’Italia ſchreibt über Gebiete entſtandenen Gegenſätze verlor erfreulicherweiſe Balkanſtaaten ſich ſelbſt und der ziviliſierten Welt ſchuldig
die bevorſtehende Zuſammenkunft des deutſchen an Schärfe, da die Balkanſtaaten auf dem Wege zu ſein ſeien, zu zeigen, daß ſie imſtande ſeien, dieſe heikle Frage
Kaiſers und des Königs von Italien in ſcheinen, die Mittel zu einer friedlichen Verein= zu löſen und ihren Völkern gegenüber ein genügendes
Kiel: Beide Monarchen ſind von ihren Miniſtern be= barung zu ergreiſen. Dieſe Entwicklung wird, wie Verantwortlichkeits= und Pflichtgefühl hätten, um die
gleitet. Daher haben ihre Unterredungen ſicherlich politi= allenthalben, beſonders in dieſer Monarchie mit lebhafter Frage durch friedliche Mittel löſen zu können.
ſchen Charakter. In erſter Linie werden in Kiel die Genugtuung begrüßt werden. Auf welchem Wege die
Griechenland hoffe, daß die bulgariſche Regierung
Orientfragen erörtert werden. Die Geſichtspunkte Italiens Verbündeten zu einem Einvernehmen gelangen werden, gleichzeitig mit der Verringerung des Truppenbeſtandes
und Deutſchlands ſind hinſichtlich des Orients faſt die= läßt ſich augenblicklich noch nicht mit Beſtimmtheit vorher= in Mazedonien eine direkte Verſtändigung
zwi=
ſelben. Beide haben während des Balkankrieges über= ſehen. Jedenfalls liegt es uns ob zu dem bezüglichen ſchen den vier Regierungen und ein allgemeines
Schieds=
einſtimmend für den Sieg des Grundſatzes: „Balkan den Ergebnis vom Standpunkt unſerer Intereſſen Stellung zu gericht über Gebietsfragen für den Fall annehme, daß
Balkanvölkern!” und die Beilegung des Konfliktes zwi= nehmen. Selbſtverſtändlich wird ſich dieſe unſere In=dieſe Verſtändigung nicht zu einem Uebereinkommen
ſchen Oeſterreich=Ungarn und Rußland gearbeitet. Jetzt gerenz auf die endgültige Regelung der Balkanbeſitzver= führe. Niemals war die Anrufung eines
Schiedsge=
müſſen ſie mit Oeſterreich=Ungarn zuſammenwirken, die hältniſſe von dem gleichen, den Balkanſtaaten freundlichen richts angezeigter als in dem gegenwärtigen Falle, wo
Geiſte leiten laſſen, welchen wir auch während der Dauer Völker, die durch jahrhundertelanges Unglück und einen
Organiſation des unabhängigen albaniſchen Staates des Krieges bekundet haben. Die Geſinnungen gelten allen ſiegreichen Krieg, der ihre Stammesgenoſſen befreit habe,
durchzuführen und alle Anſtrengungen machen, um einen Balkannationalitäten ohne Unterſchied Es braucht wohl verbunden ſeien, wo Staaten, die beſtimmt ſeien, Seite
brudermörderiſchen Orientkrieg zu verhindern, ſowie be= nicht beſonders hervorgehoben zu werden daß in dieſem an Seite zu leben und die gemeinſame wirtſchaftliche und
ſonders an der Konſolidierung der aſiatiſchen Türkei Reiche mit ſeiner zahlreichen ſlawiſchen Einwohnerſchaft, politiſche Intereſſen hätten ihr zukünftiges Leben regeln
arbeiten. Ferner iſt die Frage der Südgrenze der Aegäi= welche im Rahmen dieſes Staates und durch deſſen Kraft und den Grund zu Beziehungen legen müßten, die für
ſchen Infeln zu regeln. Deshalb, ſo ſchließt Giornale zur höchſten Kulturentwicklung gelangte, die Errungen= immer ihren Fortſchritt und ihr Gedeihen ſichern würden.
d’Italia, und wegen der daraus zu erwartenden Verſtärk= ſchaften der ſlawiſchen Balkanvölker mit gleicher
Sympa=
ung der deutſch=italieniſchen Freundſchaft ſehen wir die thie verfolgt werden, wie jene der Nichtſlawen, denen
Die Haltung Rumäniens.
Begegnung unſers Königs mit ſeinem mächtigen genialen gewiß alle Völker dieſes Reiches von Herzen Wohlfahrt
* Bukareſt, 27. Juni. Die halbamtliche Politika
Verbündeten mit Freude.
und Gedeihen wünſchen. Wenn ſich alle Balkannatio= veröffentlicht folgende Mitteilung: Die Nachrichten aus
nen den großen, ihrer harrenden Aufgaben auf dem Ge= dem Auslande rechtfertigen offenbar alle Befürchtungen
biete der inneren Entfaltung widmen, werden ſie auch in einer gewiſſen Nervoſität in der öffentlichen
Poincarés Rückkehr.
politiſcher Hinſicht ihrer Beſtimmung in dem europäiſchen Meinung hinſichtlich einer Aktion Rumäniens. In Ru=
Gleichgewichtsſyſtem am beſten gerecht werden, deſſen Er=mänien wie im Auslande weiß jedermann, daß ein
* Calais, 27. Juni. Präſident Poincaré traf ſchütterung in erſter Linie die eigene erfolgreiche Entwick= neuer Balkankrieg Rumänien nicht
gleich=
heute nachmittag um 1,30 Uhr an Bord des Dampfers lung gefährden müßte. Einer ſolchen Erſchütterung vor= gültig laſſen könnte. Infolgedeſſen hat die Regierung
„Pas de Ealais” hier ein.
zubeugen, bildet die vornehmſte Aufgabe der Friedens= beizeiten alle Maßnahmen vorgeſehen, und während des
* Calais 27. Juni. Als Poincaré um 1.40 politik der öſterreichiſch=ungariſchen Mon= Aufenthalt des Königs in Konſtantza hat ihre Ausfüh=
Uhr an Land ging, wurde er allenthalben begeiſtert be=archie, welcher ſie ſich, wie in der Vergangenheit, auch rung begonnen Rumänien iſt bereit und, wenn
grüßt. Der Miniſter des Innern, Klotz, und die Zivil=, in weiterer Zukunſt widmen wird
die Umſtände im Auslande es erfordern, wird es dies
Militär= und Marinebehörden waren bei dem Empfang
Die Regierungserklärung Stürgkhs über die auswär= ſofort beweiſen. Damit iſt nicht geſagt, daß
Mobil=
zugegen. Nach einer Willkommenanſprache des Bürger= tige Politik hat die Herrenhausmitalieder im allgemeinen machungsbefehle erlaſſen wären, und daß, wenn auch der
meiſters begab ſich Poincaré zur Einweihung des Denk= wenig befriedigt, da ihr jede Darſtellung der gegenwär= Peſſimismus in Petersburg und Paris überhand nimmt,
mals für die auf dem Unterſeeboot „Pluvioſe” Umge= tigen Lage fehlt und ſie bedeutend weniger ſagt als die die Ausſichten auf Erhaltung des Friedens
unwiderbring=
des ungariſchen Miniſterpräſidenten Tisza.
kommenen.
lich verloren wären. Es iſt durchaus ſicher daß, wenn
* Calais, 27. Jan. Poincaré ſchritt
unbedeck=
die Miniſterpräſdenten der Balkanſtaaten ſich nach Pe=
Italien und die Mächte.
ten Hauptes zu dem Denkmal für die mit dem
Unterſee=
tersburg begeben, dies ein erſter Schritt auf dem Wege
* Rom, 26. Juni. Die Tribuna leugnet die Be= zur Beſeitigung der Schwierigkeiten wäre.
boot „Pluvioſe” Umgekommenen, wobei die
gegenwär=
tige Beſatzung der „Pluvioſe” die Ehrenbezeugungen er= hauptung eines Morgenblattes, derzufolge Oeſterreich=
Die Stimmung in Serbien.
wies. Im. Namen des Präſidenten wurde ein pracht= Ungarn und Italien in der Sitzung der
Botſchafter=
voller Kranz niedergelegt. Unter Kundgebungen der vereinigung vom 1. Juli erklären würden daß ſie ſich zu=
* Belgrad, 28. Juni. Nach Mitteilungen aus
rückzögen, wenn eine nutzbringende Verhandlung der
Menge begab ſich der Präſident ſodann zum Stadthaus. Mächte unmöglich ſei. Die Tribung betont, daß der Regierungskreiſen iſt die angekündigte Unter=
* Calais, 27. Juni. Bevor Poincaré England Dreibund in allen Fragen, die auf der Batſchafterver=breitung eines Expoſes deirch den
Miniſterpräſi=
verließ, ſandte er an König Georg ein Tele= einiaung behandelt würden, einig ſei und bleibe; mandenten in der Skupſchtina unterblieben, weil die
Natio=
gramm, in dem er nochmals ſeinen Dank für den ſo müßte dann alſo in jedem Falle von einem Rücktritt des naliſten auf der Eröffnung einer Debatte über das
Ex=
freundſchaftlichen Empfang und alle ihm als Vertreter ganzen Dreibundes ſprechen. Zwei Fragen harrten nochpoſé beſtanden, während der Miniſterpräſident nur darin
Frankreichs erwieſenen Aufmerkſamkeiten ausſpricht. Er ihrer Löſung: die der Einverleibung von Goritza, die einwilligen wollte, daß die Parteiführer kurze
Erklärun=
werde eine dauernde Erinnerung an den großartigen nicht als ſchwerwiegend zu betrachten ſei, und die Frage gen abgäben. In oppoſitionellen Kreiſen wird erklärt,
Empfang bewahren, den ihm das britiſche Volk überall der von Italien beſetzten Aegäiſchen Inſeln, an daß die vor Eröffnung der Sitzung der Skupſchtina
abge=
bereitet habe. Er bitte den König, an ſeine beſtändige die man noch nicht herangegangen wäre Italien habe haltene Konferenz des Miniſterpräſidenten mit den
oppo=
bereits erklärt, es glaube nicht. an den Beratungen über ſitionellen Parteiführern den hier angedeuteten Verlauf
Freundſchaft zu glauben.
Präſident Poincaré drückte in ſeiner Antwort die von Italien beſetzten Aegäiſchen Inſeln ſich beteiligen genommen habe. Es ſei indeſſen feſtzuſtellen, daß die
Re=
auf die Anſprache des Bürgermeiſters ſeinen bewegten zu können, da dieſe einen Gegenſtand des Vertra=gierung ſich in dieſer Konferenz dem Standpunkte der
Dank und den herzlichen Gruß der Republik an das edle ges von Lauſanne bilden. Wenn nun Italien den Oppoſition vollkommen angeſchloſſen habe, was bei einem
Britenvolk aus, welches in dem Empfange die Freund= Verhandlungen über einen Punkt in der Londoner Ver=Teile des Regierungspartei eine gewiſſe Verwirrung
her=
ſchaft beider Länder neuerdings bewieſen habe. einigung fernbliebe, ſo würde es keineswegs bedeuten, daß vorgerufen habe. Deshalb habe die Regierungspartei
(Lebhafter Beifall.) Der Präſident reiſte im Sonderzug Italien oder einer ſeiner Verbündeten die Abſicht habe, Vertagung bis Montag verlangt, da ſie über die
einge=
um 3,40 Uhr nach Paris ab. Es wurden ihm lebhafte ſich von der Einheit der europäiſchen Mächte zu trennen. tretene Wendung tatſächlich nicht informiert geweſen zu
Italien ſei im Gegenteil mehr denn jemals von der Not= ſein ſcheine. Man erwartet, daß die Regierung, falls es
Kundgebungen bereitet.
wendigkeit überzeugt, daß die Großmächte zuſammen ar= ihr nicht gelingen ſollte, ſich die einmütige Gefolgſchaft
beiten müßten, um den Frieden in Europa wiederherzu= der Regierungspartei zu ſichern, endgültig
demiſ=
ſtellen.
Luftfahrt.
ſionieren werde. In dieſem Falle werde ſich die
Die griechiſch=bulgariſchen Streitigkeiten.
Oppoſition bereit erklären, zur Durchſetzung des von der
Stockholm, 29. Juni. Brindeione ſtieg
* Athen, 27. Juni. Der griechiſche Geſandte Slupſchting eingenommenen Standpunktes in dem
ſer=
heute nachmittag um 2 Uhr 30 Min. zum Fluge nach
Kopenhagen auf. Um 4.03 Uhr fand eine Zwiſchen= in Sofia übergab heute der bulaariſchen Regierung eine biſch=bulgariſchen Konflikt ſelbſt die Regierung zu
über=
landung in Malmſtädt ſtatt. Der Weiterflug nach Note, die gegenüber dem Verſuche der bulgariſchen Re= nehmen.
gierung, die Verantwortlichkeit für die ſchwierige
Kopenhagen erfolgte um 447 Uhr.
* Kopenhagen, 30. Juni. Nach prachtvollem Gleit= Lage und die blutigen Kämpfe zwiſchen den
Denkmalrat für das Großherzogtum
fluge iſt Brindejonc, der um 4,47 Uhr von Malmſtädt beiderſeitigen Truppen auf die griechiſchen
Truppenver=
wieder aufgeſtiegen war, um 7.30 Uhr auf dem hieſigen ſammlungen zu wälzen. zunächſt darauf hinweiſt, daß
Heſſen.
Flugplatz gelandet, vom Publikum mit ſtürmiſchem Ju= ſchon am 19 Februar, als die meiſten griechiſchen Truppen
Unter dem Vorſitz des Miniſterialrats Dr. Kratz
bel begrüßt. Im Hotel Briſtol gab die Aeronautiſche Ge= in Epirus ſtanden, bulgariſche Truppen mit Artillerie die
Griechen bei Nigritta angegriffen hätten. Schon damals fand am 26. d. M. in Mainz die 9. Tagung des
ſellſchaft zu Ehren Brindejoncs ein Diner.
wäre auf Anregung von Athen eine gemeinſame Kom= Denkmalrats ſtatt. Vormittags 9½ Uhr
verſam=
miſſion ernannt worden, um einen modus vivendi in den melten ſich die Teilnehmer in einem Raum in der Nähe
Bezirken, wo die beiderſeitigen Truppen in Berührung des Domkreuzgangs, wo ſie von den Domkapitularen Dr.
Sport, Spiel und Turnen.
ſtanden, zu verabreden Trotzdem wären die Bulaaren Selbſt und Dr. Bendir begrüßt wurden. Hierauf erſtat=
* Hamburg, 29. Juni. Bei ſehr unfreundlichem, quer durch die driechiſchen Stellungen im Pangäongebirge tete Regierungsbaumeiſter Grein vom Dombaubureau an
regneriſchen Wetter erreichte das Derby=Meeting porgerückt. Die auf die griechiſchen Beſchwerden erlaſſenen Hand zahlreicher Pläne und Photographien eingehenden
heute ſeinen Höhepunkt. Der Beſuch war wegen der Lefehle, Halt zu machen, wären von den bulgariſchen Bericht über die ſeit Ende 1909 im Gange befindlichen
ſchlechten Witterung nicht ſo ſtark und das Bild nicht ſo Truppen nicht befolgt worden. Im Gegenteil hätte das Herſtellungsarbeiten am Dom zu Mainz. Seine
Ausfüh=
glänzend, wie man es ſonſt zu ſehen gewohnt iſt; der bulagriſche Oberkommando ſeine mazedoniſchen Truppen rungen wurden durch Erläuterungen des Herrn Domkapi=
Großherzog von Mecklenburg=Schwerin war bereits bei zwiſchen Kawalla. Dorian und Saloniki von Ende März tular Dr. Bendix über den Umfang und die Bedeutung des
Beginn des Rennens auf der Rennbahn erſchienen. Der an binnen drei Wochen von 19 000 auf 60 000 Mann ver=Bauunternehmens ergänzt.
Kronprinz traf um 4 Uhr im Automobil ein. Die zehn ſtärkt, wonach blutige Zuſammenſtöße ganz natürlich ge=
Hieran ſchloß ſich eine längere Ausſprache, namentlich
Pferde ſtellten im Hauptrennen die deutſchen Derbyſtarter, weſen wären, wie der Verſuch der Bulaaren vom 8. Mai. über die techniſche Ausführung und deren Grundlagen, an.
Das Rennen gewann der Hanielſche Fuchshengſt Turm= die Griechen aus Vangäon zu vertreiben. Es war von Sodann folgte eine Beſichtigung der Bauarbeiten und
falke (Maher), dem dreiviertel Längen ſpäter Fürſt Anfang an das Beſtreben des bulgariſchen Oberkomman= des Baubetriebs an Ort und Stelle, die einen tieferen
Lubemirskis Fuchshengſt Mosci Kſiaze (Janek) dos, den Griechen ſtets mit den gleichen Truppenſtärken Einblick in die Untergrundsverhältniſſe, die
Fundamen=
zur Seite zu bleiben und ſo ein effektives Kondominium tierungen früherer Zeit= und Arbeitsperioden ſowie in
weitere 2½ Längen zurück E. und G. Buggenhagens in den beſetzten Gebieten zu ſchaffen. Das ſei ſchon
ge=
brauner Hengſt Saul (Slade) folgten Des Freiherrn
ſchehen, als die Griechen keine Türken mehr ſich gegenüber die verantwortungsvolle und ſchwierige Tätigkeit der
Oppenheims Majeſtic wurde vierter. Totaliſator: Sieg hatten und keiner bulaariſchen Hilfe bedurften, die Bul= Dombauleitung,
Nach dem Mittageſſen im Gutenbergkaſino fand dort
4710; Platz 14, 13 und 14.10. Dem Sieger wurde unter garen ſelbſt aber ſerbiſche Hilfe gegen Adrianopel erbeten
großem Jubel ein Lorbeerkranz überreicht. Nach dem hätten. Deshalb verlanate Bulgarien auch, daß bulgari= auch die Sitzung des Denkmalrats ſtatt. Der Vorſitzende
ſche Truppen, wenn auch nur gaſtweiſe, in Saloniki ein=erſtattete den Geſchäftsbericht. Neu berufen in den
Rennen verließ der Kronprinz die Rennbahn.
Paris, 29. Juni. Bei dem Grand Prix de rückten, und hätte andererſeits eine offene Ausſprache über Denkmalrat wurde der Direktor des Gewerbemuſeums
Longchamps wurde Bruleur erſter, Opott zweiter die Teilung der eroberten Gebiete anſcheinend abſichtlich Dr. Kienzle=Darmſtadt. Das zur Behandlung der
und Ecouen dritter. Der Entſcheidung wohnten u a. vermieden, obgleich dieſe den Verbündeten gemeinſam von Frage Bedeutung gleichmäßiger Ortspläne für die
Denk=
malpflege erforderliche Material liegt jetzt vor und ſoll
Präſident Poincaré, der deutſche und der ruſſiſche Bot=der Türkei abgetreten worden ſeien.
Griechenland habe demgegenüber ſtets eine ver=verarbeitet werden. Ueber die Neueinträge in die
Denk=
ſchafter bei.
ſöhnliche Haltung bewahrt und wolle deshalb auch malliſte, Beſchwerden dagegen uſw. wird den Mitgliedern
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Inni 1913.
Seite 6.
eine beſondere Zuſammenſtellnig zugehen. Eine Verein=der neuen Heimgt der Teiſnehmer weihend pries Herr1zögert hat. Auch kamn ich Sie nicht, was gewiß ſo vieke
fachung des Zuſtellungsformulars für die Ausfertigungen Profeſſor Kiſſinger die Heimatliebe. Herr Feld= intereſſiert hätte in die Wiege meiner Luftſchiffe ſchauen
mann gedachte des deutſchen Vaterlandes und brachte laſſen. Ich darf es ja nicht. Man machte mir oft zum
der Denkmalratsbeſchlüſſe iſt erfolgt.
Das Verſtändnis für die Denkmalpflege iſt durch die ein Hoch auf Se Maj. den Kaiſer aus. Der Gelegenheits=Vorwurf, zu wenig oder gar keine Auskunſt zu geben.
bis jetzt erſchienenen zwei Bände der Jahresberichte we= dichter der Reiſegeſellſchaft ſchilderte ſodann in humor= Ich verdanke ſehr viel der Preſſe für die Verbreitung
ſentlich gefördert worden. Ein dritter Band iſt in Vor= voller Weiſe die bis jetzt gewonnenen Reiſeeindrücke nicht deſſen, was ich geſchaffen habe. Aber die Preſſe iſt doch
bereitung. Hieran anknüpfend wurde angeregt, auch durch vergeſſend die mancherlei heiteren Zwiſchenfälle, die ſich eben nur das Spiegelbild der allgemeinen Stimmung,
kleinere Veröffentlichungen, Berichte über Einzelfälle und während der Deutſchlandfahrt ereignet haben. Weitere und es iſt ſchwer, leitend und anregend vorauszugehen.
dergleichen, die Denkmalpflege der Bevölkerung noch näher Tiſchreden, Muſikſtücke und gemeinſan geſungene Lieder Bei der unglücklichen Landung in Luneville fragte man,
zu bringen. Ein beſonderer Ausſchuß ſoll die Frage näher verſchönten den in jeder Weiſe ſtimmungsvoll verlaufenen wie ſo etwas vorkommen könne. Als dann das Luftſchiff
prüfen. Hierbei fanden die jüngſt erſchienenen Ortsbe= Abend deſſen Schluß ein um Mitternacht beendetes hüb= „Spieß” nach kurzer Zeit fertiggeſtellt war und man mir
ſchreibungen (Rüſſelsheim von Sturmſels, Lauterbach von ſches Tänzchen bildete, bei dem die äußerſt tanzluſtigen die Photographien vorlegte, mußte ich ſagen, daß das
Como, Lindenfels von Dammann) entſprechende Würdi= jungen und auch älteren Amerikanerinnen auf ihre Rech= mein Luftſchiff Schwaben” ſei nach dem Aeußeren
ge=
ſehen. Sie werden alſo verſtehen, wenn man in die
gung. Auch von der erfolgten Gründung des Heſſi= nung kamen.
Geſtern früh wurde die Vereinigung mittels Sonder=
Werkſtätte nicht jedem Einblick gewährt, und wenn man
ſchen Bundes für Heimatſchutz verſpricht man
wagen der elektriſchen Straßenbahn nach dem
Haupt=
die Geheimniſſe, die ſich dort befinden, als Geheimniſſs
ſich ein förderndes Zuſammenarbeiten mit der Denkmal= bahnhof gebracht, wo ſich nochmals die Stadtvertretung
bewahrt, die dem Schutz und dem Wohle des Vaterlandes
pflege. Ein Ausſchreiben des Miniſterium des Innern,
dienen. Ich bitte Sie, zu entſchuldigen, mich auf alte
das den Heimatſchutz bei elektriſchen Kraft= zum Abſchied eingefunden hatte.
Nach dem ungeteilten Urteil der Gäſte hat es ihnen Reiterweiſe verteidigt zu haben. Im übrigen aber bin ich
anlagen zum Gegenſtand hat, wurde bekanntgegeben in der Hauptſtadt ihrer alten Heimat ſehr gut gefallen,
und bot einigen Mitgliedern Anlaß anzuregen, daß auch beſonders wurde die freundliche Aufnahme ſeitens der der Preſſe von ganzem Herzen dankbar für das, was ſie
auch für mich getan hat. Ich wünſche, daß ſie auch fortan
bei Anlage von Drahtleitungen der Reichs=Stadt rühmend hervorgehoben.
und immerdar in dieſem Sinne arbeiten und auf das Volk
poſtverwaltung nach den Geſichtspunkten der
Denk=
einwirken könne. In dieſem Sinne leere ich mein Glas”
malpflege und des Heimatſchutzes ſtets verfahren werden
Literariſches.
Der Vorſitzende Dr. Obſt=Hamburg erwiderte in herzlichen
möchte wo es ſich bei Führung der Leitung, Aufſtellung
Zwölf Bismarcks. Erzählungen von Walter Worten und ſprach dem Grafen Zeppelin den Dank der
von Maſten uſw. um ältere Bauten, bemerkenswerte
Stra=
ßen= und Landſchaftsbilder handele. Mit Bezug auf die Flex. Preis 2 Mark gebunden 3 Mark. Verlag von Verhandsdelegierten aus.
Hamburg, 29. Juni. Nach hier eingegangenen
vom Denkmalrat gegebenen Anregungen, betreffend die Otto Janke, Berlin. Männer, Frauen und Kinder aus dem
künſtleriſche Ausbildung von Geden ktafeln und Geſchiechte Bismarcks leben in dem Buche von Flex auf Nachrichten iſt die Meldung über die Exploſkon des
Denkmäler der Kriegervereine berichtete Ge= und laden die Leſer in die verfloſſenen Jahrhunderte, im New=Yorfer Hafen liegenden Hamburger
Petroleum=
neralmaſor Freiher v. Hehl über den Erfolg der von ihm lWelthiſtoriſches Geſchehen wechſelt mit Idylle und Humo: dampfers Moharok” ſtark übertrieben. Das Feuer
als Vorſitzenden der „Haſſia” verſuchten Einwirkung durch reske. Bald iſt Schönhauſen, wo die Wiege des Altreichs= beſchränkte ſich auf den Maſchinen= und Keſſelraum. Das
Belehrung in dem Vereinsblatt und auf Verſammlungen kanzlers ſtand, der Schauplatz, bald das öſtliche Frankreich, l Schiff iſt ſtark beſchädigt. Die Beſatzung iſt vollzählig;
der Kriegervereine die auch weiter fortgeſetzt werden ſoll. balb das ſibiriſche Tobolsk, bald die böhmiſche Erde, bald zwei in Amerika ausgemuſterte Leute wurden leicht verletzt.
St. Moritz, 28. Juni. Heute fand in Anweſenheit
Die am Predigerſeminar zu Friedberg im verzangenenſchleſiſche und ſächſiſche Schlachtfelder. Der Leſer wird
und dieſem Jahre von den Herren Prof. Meißner und Pin=überraſcht ſein, wie reich die Geſchichte des Bismarckſchen zahlreicher Abordnungen der eidgenöſſiſchen, kantonalen
der abgehaltenen Kurſe über Denkmalpflege wa= Hauſes an charakteriſtiſchen und bedeutſamen Begebniſſen und Gemeindebehörden die Einweihung der
ren, wie Prälat Flöring mitteilte, wiederum von beſtem iſt, die hier nicht als trockene Hiſtorie, ſondern als feſtes Engadinbahn ſtatt, die vor der Hand von
Geſchehen vom Dichter vor Herz und Phantaſie des Leſers St. Moritz bis Schuls führt und ſpäter Anſchluß an
Erfolg begleitet.
die Tiroler Bahnen finden dürfte. Der Bundesrat war
Es folgte dann im Anſchluß an die Beſichtigung am geſtellt werden.
durch drei Mitglieder vertreten,
Vormittag die Beſprechung über die Wiederherſtel=
Darmſtadt, 30. Zum.
* Bern, 28. Juni. Heute morgen fuhren die
Teil=
lungsarbeiten am Mainzer Dom die dazu
C Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin be= nehmer an der Lötſchbergfeier in zwei
Sonder=
führte, daß der Denkmalrat ſich für Beſtellung eines
beſon=
deren ſtändigen Arbeitsausſchuſſes ausſprach, ſuchte am Samstag vormittag die Ausſtellung zur zügen nach Brig. An der Feier nahmen teil der
Bun=
der dem Bauherrn, der Dombauleitung, ſowie der Regie=Erinnerung an die Zeit vor 100 Jahren im desrat, die auswärtigen Gäſte die Spitzen des
Lötſchberg=
rung in der ſchwierigen und verantwortungsvollen Fort= Gewerbemuſeum. In Begleitung der Hofdame Freiin unternehmens das diplomatiſche Korps, die Preſſe uſw.
führung der Arbeiten beratend und begutachtend zur Seite von Rotsmann beſichtigte die Großherzogin die Auf den größeren Zwiſchenſtationen fanden feſtlikche
intereſſante Ausſtellung unter Führung von Frl. von Empfänge ſtatt. In Spiez übernahmen reich dekorierte
ſtehen ſoll.
Archivdirektor Dr. Dietrich berichtete weiterhin über Bodmann ſehr eingehend und ſprach ſich ſehr an= elektriſche Lokomotiven die Züge. Die Fahrt durch die
erkennend über Inhalt und Arrangement der Aus= in Neuſchnee erglänzenden Berge erregte allgemeine Be=
Organiſation und Tätigkeit der
Urkunden=
wunderung. Am Kanderſteg, am Grabe der Opfer des
ſtellung aus.
pflege. Nachdem eine neue Organiſation durchgeführt
* Geh. Kommerzienrat Hedderich †. Am Samstag abend Tunnelunglücks von 1908, wurde ein großer Kranz
nieder=
worden war, wurde ein ſchnelleres und erfolgreiches Ar= iſt der langjährige Direktor der Darmſtädter Bank, Geh. gelegt. Um 11½ Uhr fuhr der Zug unter den Kläangen
beiten in der Verzeichnung der Gemeinde=Urkunden er= Kommerzienrat Karl Friedrich Hedderich, im 69. Le= der Muſik und Kanonendonner ein, von einer großen
Be=
möglicht. In den letzten 12 Jahren iſt ſehr fleißig gear=bensjahre geſtorben. Er hatte ſich erſt kürzlich einer völkerung am Bahnhof Brig feierlich begrüßt. Abends
beitet worden und Dank der finanziellen Beihilfe der Operation unterzogen, die glücklich verlaufen war, und fand ein großes Bankett ſtatt, auf dem zahlreiche Reden
Kreiſe konnten in dieſer Zeit 218 Gemeindearchive von weilte nachdem er vollſtändig wiederhergeſtellt war in gehalten wurden. Bundespräſident Müller ſprach die
Landgemeinden geordnet und 95 überliefert werden. Bad Salzſchlirf zur Erholung, Hier erkrankte er wieder herzlichſten Glückwünſche des Bundesrates aus und hob=
Drucklegung der Verzeichniſſe iſt in Ausſicht genommen. und wurde nach dem Krankenhauſe in Fulda gebracht, wo die internationale Bedeutung der Lötſchbergbahn als
Auch die ſtädtiſchen Archive ſind bis auf 3 geordnet. er geſtorben iſt. Geh. Kommerzienrat Hedderich war im Verbindungslinie für Deutſchland, Frankreich und Italien
Dieſe Mitteilungen ergänzte Archivrat D. Herrmann durch Jahre 1881 in die Darmſtädter Bank eingetreten und erſt hervor. Im Herzen Europas gelegen, betrachte die
Angaben aus der kirchlichen Urkundenpflege zu Beginn dieſes Jahres aus Geſundheitsrückſichten von Schweiz es als ihre Aufgabe ihre Verkehrseinrichtungen
innechalb der evangeliſchen Landeskirche. Von ſeinem Amte zurückgetreten. Anläßlich ſeines Rücktritts auf der Höhe zu halten, die den Anforderungen des inter=
420 evangeliſchen Gemeinden ſind alle Urkunden=Verzeich= wurden ihm vom Aufſichtsrat und der Direktion, ſowie nationalen Verkehrs entſpreche. Der Bundespräſident
niſſe bis auf 25 eingegangen, 180 Verzeichniſſe ſind ſchon von den Beamten der Bank zahlreiche Ehrungen zuteil. brachte auf die Berner Alpenbahngeſellſchaft ein Hoch aus.
gedruckt, der Reſt wird imerhalb der nächſten 3 Jahre Der Vorſitzende des Aufſichtsrats gedachte mit überaus Dann ſprachen u. a. der franzöſiſche Botſchafter Beau im
fertig vorliegen, alsdann wird an die Herausgabe eines herzlichen und warmen Worten der erfolgreichen Tätigkeit Namen des diplomatiſchen Korps, ſowie mehrere
Vertre=
weiteren Bandes, der die Beſtände der oberſten Kicchen= des Direktors Hedderich und überreichte ihm ein koſtbares ter ſchweizeriſcher Behörden und franzöſiſcher Finanz=
Ehrengeſchenk. Der Wunſch, daß es ihm vergönnt fein inſtitute.
behörde, des Miniſteriums, der Kreisämter, Dekanate,
Herrſchaften uſw. umfaſſen ſoll, herangetreten werden. Der möge, ſich noch lange Jahre der wohlverdienten Ruhe zu
* Lemberg, 23. Juni. Geſtern abend entgleiſte
erfreuen, ſollte ſich leider nicht erfüllen.
Denkmalrat nahm vorſtehende Mitteilungen mit Befrie=
Die Beerdigung findet am Dienstag oder Mittwoch in der von Lemberg nach Podhajco gehende
Perſonen=
digung entgegen. Bei der vorgeſchrittenen Zeit beſchloß Guntersblum ſtatt.
zug zwiſchen Bialo und Dunajow infolge Unterwaſchung
man, 2 weitere Punkte der Tagesordnung abzuſetzen.
des Bahnkörpers. Beide Lokomotiven und drei Wagen=
Die Sitzung wurde ſodann um 5¾4 Uhr von dem Vor=
W. Lampertheim, 29. Juni. Der Männergeſang= ſtürzten in den Graben. Zwei Bahnangeſtellte wurden
ſitzenden mit Worten des Dankes an die Mitglieder und verein „Cäeilie feierte geſtern und heute ſein vierzig= getötet, zehn Perſonen verletzt.
die Herren Berichterſtatter geſchloſſen, da noch das Kur=jähriges Jubiläum. Am Samstag abend fand
* Kriſtiania, 28. Juni. Das Storthing hat
fürſtliche Schloß beſichtigt werden ſollte. Dort auf dem Feſtplatz ein Konzert ſtatt, bei dem auch die heute abend mit 99 gegen 16 Stimmen die Genehmigung
wurde der Denkmalrat von Bürgermeiſter Baurat Kuhn alten verdienſtvollen Mitglieder geehrt wurden. Heute des Uebereinkommens mit der Marconi=Geſell=
und dem neuen Bauleiter der Wiederherſtellungsarbeiten, früh war großes Wecken der Feuerwehrkapelle, um 12 Uhr ſchaft wegen Errichtung einer drahtloſen Telegraphen=
Arch Rühl begrüßt. Lehterer gab eine kurze Erläuterung wurden die auswärtigen Vereine abgeholt. An dem um verbindung zwiſchen Norwegen und Amerika
angenom=
der Baugeſchichte der ſeitherigen Arbeiten und künftigen 2 Uhr ſtattgefundenen Feſtzuge beteiligten ſich über men und gleichzeitig zwei Millionen Kronen für eine
Aufgaben der Bauleitung. Den Schluß bildete ein 20 Vereine. Die Feſtrede hielt Herr Pfeuffer aus drahtloſe Station bei Stavanger bewilligt.
Helſingfors, 29. Juni. In der Gerberei Oſtrem
Rundgang durch die wiederhergeſtellten Teile des Bau= Mannheim. Für den Sonntag nachmittag war ein
werks und die darin untergebrachten reichen Sammlungen vorzügliches Programm aufgeſtelt. Morgen Montag in Uleaborg brach eine Feuersbrunſt aus. Elf
Ge=
unter Führung der genannten Herren und des Herrn ſchließt ſich noch ein Volksfeſt an. Das Ort iſt überaus bäude wurden zerſtört; der Schaden wird auf eine Million
Direktions=Aſſiſtenten Dr. Behn.
reich geſchmücki, jedoch war der Wettergott ſehr launig. geſchätzt,
Liſſabon, 29. Juni. Die Kammer trat heute zu
einer Sitzung zuſammen, um ihre Arbeiten morgen bis
zum 2. Dezember vertagen zu können. Die Kammer
Letzte Nachrichten.
Die Heſſen=Darmſtädter Amerikas
ſprach mit 63 gegen 24 Stimmen dem Kabinett ihr
Ver=
in Darmſtadt.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
trauen aus.
Berlin, 28. Juni. Die „Norddeutſche Allgemeine
* Der zweite Tag des Beſuches der Reſidenz der
(Schluß des redaktionellen Teils.)
alten Heimat brachte den Amerikaner Gäſten zunächſt Zeitung” meldet: Aus freiwilligen Beiträgen zu
noch gern erfüllte Höflichkeitspflichten gegen den Landes= Koſten der Heeresverſtärkung ſind von der deutſchen
herrn. Samstag vormittag wurde eine Abordnung von Kolonie Antwerpen 350811 Mark bei der Reichshaupt=
14 Mitgliedern des Vereins vom Großherzog im kaſſe, eingegangen.
Reſidenzſchloß empfangen. Der Empfang geſtaltete ſich
(12965a
Frankfurt a. M., 29. Juni. In der vergangenen
ſehr herzlich. Der Reiſemarſchall, Herr Feldmann, Nacht verſuchte der 28jährige Zigarettenarbeiter Auguſt
W-Jacken kleider
ſtelle die Herren vor. Der Großherzog erkundigte ſich Janſen, als er von Sachſenhauſen in angeheiterter
Ge=
ſehr eingehend über den Verein, ſeine Mitglieder und ſelſchaft nach Hauſe zurückehren wolle, auf dem Eiſernen
-Taillenkleider
die Reiſe nach Deutſchland. Sie überreichten dem Groß= Steg den eiſernen Trägern entlang zu laufen. Dabei
Cläder-Blusen..
herzog ihr biographiſches Handbuch des Heſſen=Darm=ſtürzte er ab und blieb bewußtlos auf der Brücke liegen.
-Röcke . . .
ſtädter Elements in den Vereinigten Staaten: Roth=Außer einem Schädelbruch hatte er ſchwere innere
in grösster Auswahl, vom einkachsten bis
Weiß unterm Sternenbanner: in Samteinband. FernerVerletzungen davongetragen. Er ſtarb kurz nach ſeiner
wurde dem Großherzog (wie auch von den Damen derEinlieferung ins Krankenhaus.
elegantesten Genre. Aenderungen sofort.
Großherzogin) eine Huldigungsadreſſe überreicht, die u. a.
* Stuttgart 28. Juni. Die
Vertreterverſamm=
ein ſinniges Gedicht des aus Alzey ſtammenden Deutſch=lung des Verbandes deutſcher Journa=
G. m.
Amerikaners Konrad Nies enthält. Die Amerikaner liſten= und Schriftſtellervereine befaßte ſich
D. Rehleid L0. b.h.
waren entzückt von der Liebenswürdigkeit des großherzog= im weiteren Verlaufe ihrer Verhandlungen in längerer
lichen Paares. Nach der Andienz wurde am Denkmal
Debatte mit dem Jubiläumsfeſtſpiele Gerhart Haupt=i Ludwigstr. 5 Darmstadt Teleph. 2539
des Großherzogs Ludwigs IV. ein Lorbeerkranz mit blau= manns in Breslau und faßte eine Reſolution, worin er Jueetenenieleite
weiß=roter Schleiſe und dem Namen des Vereins nieder= das Bedauern darüber ausſpricht, daß durch den
vorzei=
gelegt. Der Nachmittag war einer Beſichtigung der
Re=
tigen Abbruch der Aufführungen des Jahrhundertfeſtſpiels
präſentationsräume des Reſidenzſchloſſes und der Hol= dem Dichter Gerhart Hauptmann eine unberechtigte
Krän=
beinſchen Madonna, ſowie einem Spaziergang nach dem kung zugefügt worden ſei. Weiterhin wurde folgender
Oberwaldhaus gewidmet.
Am Abend fanden ſich die Teilnehmer im Kaſino=Re= Antrag Leipzig angenommen: Der Reichsverband der
deutſchen Preſſe hat zu Düſſeldorf in einer Stellungnahme
2.
ſtaurant zum Abſchie dsmahl zuſammen. Die Tafel= zum Internationalen Preſſekongreß in Leipzig 1914 ſich
muſik ſtellte eine Abteilung der Kapelle unſeres Leibgarde= als berufenen Vertreter der Intereſſen der Journaliſten
Gegründet
Regiments. Der Präſident begrüßte die Erſchienenen, bezeichnet. Der Verband deutſcher Journaliſten und
kerngprecher
insbeſondere auch die Vertreter der Stadt, die mit ihren Schriftſtellervereine will feſtſtellen, daß er nicht minder be=
987.
1878.
Damen eingeladen waren. Er dankte der Stadtverwal= rufen ſei dieſe Intereſſen zu vertreten.
tung für die überaus liebenswürdige Aufnahme die die
* Friedrichshafen, 29. Juni. Ein Extrazug von etwa
Geſellſchaft in der Reſidenz ihres alten Heimatlandes ge=300 Teilnehmern des 21. Verbandstages deut=
Säh. e
funden habe, und widmete ſein Glas der Stadt Darmſtadt.
Herr Bürgermeiſter Muekler ſprach den Dank aus fürſcher Journaliſten= und
Schriftſtellerver=
die freundlichen Worte der Anerkennung und gab dereine in Stuttgart traf hier ein. Die zahlreiche Geſell=
Hoffnung Ausdruck, daß die Gäſte während des leider ſchaft wurde von der Stadtverwaltung zum Frühſtück ein=
Beerdigungsgeschäft
nur ſo kurzen Aufenthaltes einen recht angenehmen Ein= geladen. Die Gäſte machten unter Führung des
Stadt=
druck von Darmſtadt gewonnen haben möchten, an das ſie ſchultheißen Maier einen Rundgang durch die Stadt und
Gg. Best
boffentlich noch recht lange und gerne zurückdenken. Sein beſichtigten die Hafenanlagen, Um 12 Uhr folgten ſie einer
Hoch galt den Damen des Vereins Herr Stadtſekretär Einladung des Grafen Zeppelin zu einem Imbiß in dem
Darmstadt, Bismarckstrasse 21.
K. Göbel brachte ein den amerilaniſchen Gäſten ge= Kurgarten=Hotel. Graf Zeppelin hielt eine Anſprache und
wihmetes Gedicht in Darmſtädter Mundart zu Gehör, das führte aust „Leider iſt keines meiner Schiffe zum Ausfah=
Beerdigungen
Aufbahrungen
Dekorationen
den reichen Beifall der Landsleute fand. Der Reiſemar=ren bereit, weil wegen des Karlsruher Luftſchiffunfalles
und Ueberführungen.
(11974a
ſchall. Herr Feldmann verſicherte in poetiſchen Wor= die Arbeiter ſo in Anſpruch genommen ſind, daß ſich die
ten die Anhänglichkeit an das alte Vaterland. Sein Glas Fertigſtellung des neuen Luftſchiffes um einige Tage ver=
Reichhaltiges Sarglager — Mässige Preise.
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Juni 1913.
Seite 7.
1e
4
Seee e
(
Zen
Todes=Anzeige.
Mein
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
Heute abend 7½ Uhr verſchied ſanft nach
Saison-Ausverkauf
hiermit die traurige Nachricht, daß geſtern abend
kurzem, ſchwerem und mit großer Geduld
er=
gegen 6 Uhr meine liebe Gattin, unſere Mutter,
tragenem Leiden unſer innigſtgeliebter Gatte
Großmutter, Schweſter, Schwiegermutter,
findet in den Tagen
und treubeſorgter Pflegevater, unſer lieber
Schwägerin und Tante
(14084
Schwiegerſohn, Bruder, Schwager und Onkel
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag u. Freitag
1. bis 4. Juli statt.
Frau Ottilie Stumpf
Herr August Stolle
geb. Herche
Eiſenbahn=Oberſekretär
im 64. Lebensjahre plötzlich ſanft entſchlafen iſt.
im Alter von 52 Jahren, was ich hiermit Ver=
Kath. Raab
wandten, Freunden und Bekannten ſchmerz=
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
erfüllt anzeige.
(14122
vorm.
Georg Stumpf.
Im Namen der Hinterbliebenen:
ALlCE-BAZAR
Darmſtadt, den 27. Juni 1913.
die tieftrauernde Gattin
Darmstadt
Luise Stolle, geb. Pretsch.
Die Beerdigung findet Montag, den 30. cr.,
nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des
Spezialgeschäft für Braut- u. Baby-Ausstattungen.
Mainz, den 28. Juni 1913.
Friedhofes aus, ſtatt.
Darmſtadt, Berlin, Bremen, Wiesbaden.
Das Geschäft ist von 1—215 Uhr geschlossen.
Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag
2½ Uhr in Darmſtadt von der
Leichen=
halle aus ſtatt.
Druck und Verlage z. . Pilichche Heſtuchreceact=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
(13875som
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
M
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streeſe;
Dagebielender.
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
Verſteigerungskalender.
Verſammlung der Heſſi=Naſſ. Baugewerks=
Berufs=
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
genoſſenſchaft um 10 Uhr im Saalbau.
Dienstag, 1. Juli.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
Ausſtellung zur Erinnerung an die Zeit vor 100 Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 9 Uhr
Hoch=
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
Jahren im Gewerbemuſeum (Neckarſtraße 3), täglich ge= ſtraße 13.
öffnet von 11—1 Uhr und von 3—5 Uhr, mit Ausnahme Fohlen=Verſteigerung um 12 Uhr an Stallbaracke nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
21 auf dem Truppen=Uebungsplatz,
der Sonntagnachmittage.
e eeee
Voranzeige!
Soeder’s grosser
6
VERRA
Siison
beginnt Dienstag, den 1. Juli
Beachten Sie unsere Bekanntmachung
Wir bieten Ihnen noch
am Dienstag an dieser Stelle
nie dagewesene Vorteile
SoE
Ek
TRIED14e
Schamhauf
Ludwigstrasse 12.
(14107
u
aannusnussnnanhgssssshenenngennsssnnussnensesasassasssnnnsennas wangunsssensdeesnucuansn asneun uasmanane
Gee
Eer
Mete Ze
i Mente n
Autoanruf Nr. 2471
ausgekämmte und abgeſchnittene,
Luxuriöser neuer Wagen
kauft fortwährend zu den höchſten
2
(132261
Preiſen
Tag und Nacht
G. Kanzler, Friſeur, Marktſtr. 3.
S20 MA
Kulanter Preis
Blinder Mann empfiehlt ſich im
F. Tuppert, Neckarstr. 4.
13675a)
Flechten von Körben und
trifft Mittwoch bestimmt ein
Stühlen. Poſtkarte genügt.
e
Gg. Treusch, Eckhardtſtr. 33. (13291a
Ger her re
Alte Flaſchen
( Gotwald preiswert zu verk.
2 gute Zylieder, dazu 1 Koffer=
Residenz-Theater
etui u. 1 Chapeau claque, 1 f.u. aller Art alten Gummi u. alte Ferner 1 Billard, 1 Klavier,
neues Spinnrad m. Haſpel zu Säcke. Zahle die höchſten Preiſe.1 Muſikwerk.
(12802a
(14083
verk. Wo? ſagt die Exp. (*1642si Rubin, Kaupſtraße 46, II. (13937a Beſichtigung zwiſchen 3 u. 5 Uhr.
Haararbeiten sind Vertrauenssache!
bevor Sie eine Arbeit anfertigen laſſen, verlangen Sie Aufklärung über Qualität der Haare. Sämtliche Haare, welche in meinem Spezlal-Atelier für
Kunst=
haararbeiten verarbeitet werden, ſind von mir ſelbſt präparierte Schnitthaare.
22 Ernst-Ludwigstrasss 22.
Ernst Köhler, Damenfriseur und Perrückenmacher
Telephon 1682.
Kein Laden.
(9121
Kein Laden.
(
Mer
nbzug fenglc brüst-Lludtrigstr. 12 uneh. Farhenet Se , ſ. etenet. 1fet, . e, ſehtre . . . .
On
I
A
Barmstauf Rheinstrasse 23
Cllehlische Waschunstalten
Farberer Gebr. Rover Frankkurt a. M.: Hügelstrasse 2
Chemisches Reinigen u. Färben von Damen-, Herren- u. Kindergarderobe, Vorhängen, Decken, Teppichen, Portiéren, Fellen, Spitzen, Federn, Reihern, Kindermützen, Handschuhen etc.
Einrichtung und Organisation unserer Werſtes sind in der gesamten Fachwelt als mustergütig anerkannt. (8286a
Zirka 1000 Angestellte.
Ziert
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Inni 1913.
Seite 8.
Unser diesjähriger
beginnt am
Dienstag, 1. Juli, morgens 18 Uhr
Wie alljährlich haben wir die Preise, um möglichst schnell zu räumen, ganz enorm herabgesetzt und
sind die Ausverkaufs-Preise mit Blaustift extra verzeichnet. Ein zeitiger Besuch ist zu empfehlen.
Es gelangen zum Verkauf:
Spitzenstoffe
Krawatten
Jabots
Mäntel
Jackenkleider
Gürtel
Rüschen
Seidenstoffe
Ueberwürfe
Taillenkleider
Futterstoffe
Handschuhe
Kostümröcke
Taschentücher
Modellkleider
Bänder
Strümpfe
Echarpes
Unterröcke
Batistkleider
Korsetts
Sonnenschirme
Morgenröcke
Autoschleier
Leinenkleider
Regenschirme
Untertaillen
Besätze
Blusen
Wasch-Voilekleider
1 Post. Herren-Regenschirme
1 Posten Sonnenschirme
1 großer Posten Korsetts
regulärer Wert bis 5.50 jetzt Mk. 2.50
regulirer Wert bis 4.50 . jetzt Mk. 0.75
1 Post. Damen-Regenschirme
1 Posten seid. Sonnenschirme
Regulärer Wert bis 5.50 jetzt Mk. 1.50
regelärer Wert bis 2.75 jetzt Mk. 4.75
regulärer Wert bis 5.50 . jetzt Mk. 1.50
Regulärer Wert bis 8.50 jetzt Mk. 2.50
1 Post. Damen-Regenschirme C
1 Posten seid. Sonnenschirme
regulärer Wert bis 22.— jetzt Mk. 6.75
regulärer Wert bis 16.50 jetzt Mk. 2.50
Regulärer Wert bis 18.— jetzt Mk. 4.50
1 Post. reins. H.-Regenschirme
1 Posten seid. Sonnenschirme
regulärer Wert bis 26.50 jetzt Mk. 4.75
Regulärer Wert bis 35.— jetzt Mk. 6.50
regulärer Wert bis 13.50 jetzt Mk. 0.75
1 Posten schwarz seid. Spitzen
I Posten schwarze Spitzenborden
1 grosser Posten Futterstoffe (Coup. 1½ Mtr.)
jetzt Meter 15 ₰ Regul. Wert bis 3.10
per Coup. 55 u. 75 ₰ Regul. Wert bis 1.75 p. Mtr.
jetzt Meter 5 ₰ Regul. Wert bis 1.65
Posten
Posten
Posten
Posten
Jabots
Sommerhandschuhe
Batist- u. Spachtelkragen
schmale Halsrüschen
Paar 25, 45, 65, 95 ₰
10, 15, 25, 35, 45, 65, 95 ₰
15, 20, 45, 65, 75, 95 ₰
Stück 5 ₰ und 10 ₰
Ein Posten schwars reinseid. Taffete per Mtr. 85, 95₰, 1.25, 1.35
1 Posten
1 Posten
1 Posten
Kanz breite Liberty-, Taffet- und
schwarz
bunte,
seidener Haarbänder
Feder-Halsrüsch. u. farb.
seidene Damen-Kravatt.
Moiree-Bänder
Stück 3, 5, 10 und 20 ₰
per Meter 25 ₰
Stück 95 ₰ und 1.50
Stück 10 ₰
Ein großer Posten Besätze, schwarz, weiß und bunt, per Mtr. 5, 25, 50, 75₰, 1.50 Regulärer Wert bis zu 15 Mk.
Posten
Posten
1 Posten
Posten
farbige
Schleier schwarz, weiß u. farbig
Spachtel- u. Tüll-Stehkragen schw. Stick.-Spitz., -Passen
gestickte Tüllspitzen-Stoffe
Stück 25 u. 35 ₰ Regul. W. bis 2.90
Stück 10 ₰
Stück 95 ₰
per Meter 50 ₰
Ein großer Posten Seidenstoffe für Blusen und Kleider per Mtr. 95, 1.60, 2.25, 3.25
1 Posten
Posten
Posten
1 Posten
breite Strumpf-Gummibänder
kleiner Seidenreste
kleiner Sammetreste
Gürtel
per Paar (70 cm) 10 ₰ und 40 ₰
Stck. 15, 25, 50, 75 ₰, 1.50
Stck. 25 ₰ und 50 ₰
Stck. 10, 20, 35, 50 ₰
Ein Posten doppelbreite Seidenstoffe, Changeant, Taffete, Paillettes u. Phantasie-Seiden
per Mtr. 3.25 Regulärer Wert bis 11.50
Posten
Posten
1 Posten
Posten
z m. handgest.
echt T
mit
Taschentücher Ecken
engl. Herr.-Taschentüch.
Kindertaschentüch. Namen
Stick.-Unterrock-Volant
Stück 15, 25, 40, 65 ₰
Stück 40 ₰
Stück 10 ₰
Stück 95 ₰
Ein Posten echte ägyptische Echarpes, jetzt Stück 4.50 Regulärer Wert bis 35.− Mk.
Uarr Boharm
ahf
C60
Ecke Elisabethen- und Wilhelminenstrasse.
(14093
4093
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Jnni 1913.
Seite 9.
in enenemn
erscheinen in der Konfektions-Abteilung unter anderem folgende äußerst vorteilhafte Angebote:
I Posten
1 Posten
1 Posten
I großer Posten
1 Posten
engl. gemusterte
engl. gemusterte u. marine
engl. gemusterte u. marine
Lein.Jacken-Kleider
Leinen-Kostüme
Jackenkleider
Jackenkleider
Jacken-Kostüme
jetzt Mk. 9.50
jetzt Mk. 19.50
jetzt Mk. 25.−
jetzt Mk. 45.−
Mk. 9.50 12.50 15.50 1 Regulärer Wert bis Mk. 48.— 1 Regulärer Wert bis Mk. 69.— 1 darunter Stücke bis zu Mk. 85.−
darunter Stücke b. zu Mk. 175.−
Ein Posten Seidenpopeline-Kostüme Stück 65 ℳ
I Posten franrbeicche hand-
Posten Wasch-Worgemöcke
Posten schwarts Spiten=
1 Posten
jetzt 2.90 ℳ
gestickte Matinés
Ueberwürfe, reich gestickt
Perl-Ueberwürfe, reich gestickt
Stück 3.90 ℳ
regulärer Wert 9.75 ℳ
Stück 9.75 ℳ
per St. 9.50 12.50 25.− ℳ
1 Posten farbiger Tuch-Abendmäntel . . . . . . .
Stück 7.50
Posten Batisttleider
1großer Posten
1 Posten Seidenblotsen
1 Posten Seidenbiotsen
Spitzen-Blousen
zum Teil ganz aus Lochstickerei
6.50 ℳ
ganz mit Entredeux
2.50 ℳ
5.50 ℳ
darunter Stücke von 29.50 ℳ
4.75 ℳ
1 großer Posten Batistkleider
14.50, 19.50, 25. Stücke von 75.− ℳ
Posten
I Posten
1 Posten
I Posten Aipasen-Untorbeke
Wasch-Unterröcke
Wasch-Unterröcke
Wasch-Unterröcke
in allen Farben
1.25 ℳ
95 ₰
1.95 ℳ
2.75 ℳ
1 Posten Taillenkleider aus Taffet, Sammet u. Wolle . .
jetzt 19.50
darunter Stücke bis 115.− ℳ6
1 Posten Kostüme-Röcke
1 Posten
1 Posten
1 Posten Alias Untorröcke
aus marine u. schwarz-weiß gestreift.
rohseidene Unterröcke
mit Trikot-Rumpf
reinseid. Damast-Unterröcke
Kammgarn-Cheviots
4.50 ℳ
6.75 ℳ
schwarz . 7.75 ℳ
jetzt 3.75 ℳ, 4.75 ℳ
4.75, 6.50, 8.50.
1 großer Posten Batistblousen Stück 95₰ 1.50, 1.95, 2.75, 3.75,
1 Posten
1 Posten Fantasiestoffe
1 Posten keinen-Mäntel
I Posten sohwarre Spiron=
Stickerei-Roben
für Straße und Gesellschaft
jetzt 8.50 ℳ
blousen — auf Seide —
9.75 10.50 12.50 ℳ
10.75 u. 15.50 ℳ
darunter Stücke bis 49.− ℳ
enorm billig.
1 Posten Brokat-Taschen
2.75 bis 8.50
Regulärer Wert bis 45.00 Mk.
1 Posten
1 Posten Feder-Föcher
Nehrere echte
I Posten
jetzt 1.50 ℳ
engl. gemusterte Paletots
Brüsseler Spitzen-Berthen
schwarze Spitzenumhänge
Stück 9.50 ℳ
16.50 u. 19.50 ℳ
regulärer Wert 6.50 ℳ
15.50 18.50 24.50 ℳ
1 Posten leinene Klöppelspitzen (Coupons u. Reste), enormbillig.
Posten
Posten Posrier rücher
I Posten netorm-weinitelder
1 Posten Flor-Strümpfe
teils mit echten Gestellen
Satin-Reform-Beinkleider
Wolltrikot u. Lüster
2..− ℳ
jetzt 3.50 ℳ
mit doppeltem Rand u. Sohle
1.75 2.25 u. 2.50 ℳ
Paar 65 ₰
regulärer Wert bis 27.− ℳ
regulärer Wert 6.— ℳ
regulärer Wert bis 6.25 ℳ
Ein
Posten Popeline-, Gloria- u. Alpacca-Mäntel enorm billig.
Auf sämtliche reguläre Ware unseres Geschäfts
10 bi. 20%
gewähren wir einen Kassen-Rabatt von
14094
Sarr Sokarkahf CUer
Ecke Elisabethen- und Wilhelminenstrasse.
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Juni 1913.
Seite 10.
Die Möbel-Industrie FEIDEL Jadet zur freien Besichtigung ihrer
Ausstellungsräume, Hügelstrasse 13—1I, ergebenst ein.
(VII, 12184
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſadt.
Bekanntmachung.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
Verdingung.
Betr.: Die Wahlen zum Landtag und zur
Stadtverordneten=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
Verſammlung.
finden ſich: 1 Dachshund. 1 deutſcher Schäferhund (zugelaufen). Die Die unterzeichnete Stelle beab=
Nach Art 7 Ziffer 9 des Geſetzes, die Landſtände betr., vom
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausge= ſichtigt für die Zeit vom 10. Juli
1913 bis 31. Oktober 1914 ihre3. Juni 1911, bezw. nach Art. 39 des Geſetzes, die Städteordnung
löſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
betr., vom 8. Juli 1911 ſind bei den Landtags= und
Stadtverordneten=
dortſelbſt jeden Werktag, vorm. um 10 Uhr, ſtatt.
(14064 Lieferungen auf dem Submiſſions= wahlen vom Stimmrecht ausgeſchloſſen Perſonen, die zur Zeit der
Straßenſperre. Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten wird wege zu vergeben.
Wahl mit der Entrichtung der direkten Staats= oder Gemeindeſteuer
der Weg nach dem Botaniſchen Garten zwiſchen der Beck= und Los I Chemikalien, Oeke und länger als zwei Monate ſich im Rückſtande befinden.
Heidenreichſtraße vom 30. Juni bis zum 10. Juli lfd. Js. für den
Fette ꝛc.
Da vielfach Zweifel darüber beſtehen, was im Sinne dieſer
Fuhrwerksverkehr geſperrt.
(14063 Los II metalliſche Materialien Geſetzesſtellen als „Rückſtand” gilt, bringe ich hiermit zur öffentlichen
Wegen Einlegung eines Hochzonedruckrohres in der Beckſtraße
und Werkzeuge ꝛc.
Kenntnis, daß das Stimmrecht nur dann ausgeübt werden kann,
wird die Darmſtraße zwiſchen der Beck= und Gervinusſtraße vom) Los III Automobil= ꝛc. Teile.
wenn ſämmtliche mehr als zwei Monate fälligen Steuerziele
26. Juni bis einſchließlich den 1. Juli lfd. Js. für den Fuhrwerks=
Los IV Nutzhölzer und event. des laufenden Rechnungsjahres, ſowie die aus dem Vorjahre
(14062
und Radfahrverkehr geſperrt.
Schreinerarbeiten.
noch rückſtändigen Gemeindeſteuerbeträge entrichtet ſind. „Er=
Verzeichniſſe der für die einzel=laſſene” Steuern ſind als Rückſtand nicht anzuſehen.
Bekanntmachung
nen Loſe in Frage kommenden
Darmſtadt, den 25. Juni 1913.
(14096oi
über die Durchführung des Reichsgeſetzes, betreffend die Be=Artikel können bei der unterzeich=
Der Oberbürgermeiſter:
zeichnung des Raumgehaltes der Schankgefäße, vom 20. Inli neten Stelle unentgeltlich abgeholt
J. V.: Mueller.
(14095oi
werden.
1881, in der Faſſung der Novelle vom 24. Juli 1909.
Offerten ſind bis zum 5. Juli
Da nach § 2 Abſatz 4 des genannten Geſetzes, welches am
Kraſtlagerklärung von Pfandſcheinen.
1. Auguſt 1909 in Kraft getreten iſt nach dem 1. Oktober 1913 auch ds. Js., 10 Uhr vormittags,
Die Inhaber der angeblich abhanden gekommenen Pfandſcheine
der Gebrauch von Schankgefäßen für Bier mit dem früher zuläſſigen verſiegelt abzugeben.
Lieferungen haben frei Truppen=Nr. 2686, 20132, 22438, 30391, 31673, 33813 und
geringeren Abſtand des Füllſtrichs vom oberen Rande des Gefäßes
nicht mehr geſtattet iſt müſſen von dieſem Tage an alle zur Ver=lübungsplatz bei Griesheim zu er=36080 werden hiermit aufgefordert, ihre Anſprüche innerhalb
14 Tagen, vom Tage des Erſcheinens dieſer Bekanntmachung an
abreichung von Wein, Obſtwein, Moſt oder Bier dienenden Schank=folgen.
gefäße in Gaſt= und Schankwirtſchaften den neuen Vorſchriften, Fliegerſtation Darmſtadt. gerechnet, in unſerem Geſchäftszimmer — Kirchſtraße Nr. 9 — geitend
zu machen, widrigenfalls nach Ablauf dieſer Friſt gemäß § 30 der
namentlich hinſichtlich des Abſtandes des Fülſtrichs vom
Die Erd=, Maurer, Asphalt= und
Satzung vom 1. März 1913, betreffend das ſtädtiſche Leihamt
Darm=
oberen Rande des Gefäßes entſprechen. Wir werden daher nach 2 Stackerarbeiten, ſowie die Her=ſtadt, die Kraftloserklärung der Pfandſcheine erfolgen wird.
dem 1. Oktober ds. Js. gemäß § 6 der heſſiſchen Ausführungsver=
Darmſtadt, den 26. Junt 1913.
ordnung vom 19. März 1913 zu obengenanntem Reichsgeſetz eineſtellung der maſſiven Decken und
(14058
Nachprüfung der Schankgefäße in den Gaſt= und Schankwirtſchaften maſſiven Geſimſe für die Sanitäts=
Städtiſche Leihamtsverwaltung.
vornehmen laſſen und fordern deshalb alle Inhaber von Wirt=kaſerne, das Leichen= und Desin=
Paul.
ſchaften hiermit auf, bis ſpäteſtens zum 1. Oktober dieienigen fektionshaus beim Neubau eines
Maßnahmen zu treffen, welche erforderlich ſind, damit ihre Schank= Garniſons=Lazaretts zu Darmſtadt
gefäße vom genannten Tage ab allen Vorſchriften des erwähnteniſollen in 2 Loſen vergeben werden. Stadtiſche Leſe= und Bucherhalle.
Los I, Erd=, Maurer=, Asphalt=
Wegen Prüfung der Bücherbeſtände ſind alle aus der ſtädti=
Geſetzes entſprechen.
und Stackerarbeiten.
ſchen Bücherhalle entliehenen Bücher bis ſpäteſtens
Ein Auszug aus dem Geſetze veröffentlichen wir nachſtehend
Los II, Maſſive Decken und maſ=
Samstag, den 12. Juli ds. Js.
mit dem Anfügen, daß unter den im § 4 genannten „gehörig
ge=
ſive Geſimſe.
zurückzuliefern.
ſtempelten” Flüſſigkeitsmaßen geeichte Flüſſigkeitsmaße zu verſtehen Die Bedingungen und Zeich=
Vom 14. bis 27. Juli einſchließlich bleibt die Bücherhalle
ge=
ſind. Mit Hilfe dieſer geeichten Flüſſigkeitsmaße haben ſich die
(13879fso
Wirte ſelbſt von der Richtigkeit ihrer Schankgefäße vor der Inge= nungen liegen im Neubaubüro für ſchloſſen.
das Garniſon=Lazarett, Eſcholl=
Von Montag, den 28. Juli an, können wieder Bücher ent.
brauchnahme zu überzeugen, auch haben ſie auf Verlangen ihren brückerſtraße (Akaziengarten), wäh=liehen werden.
Gäſten und Kunden die verabreichten Getränke vorzumeſſen.
Darmſtadt, den 25. Juni 1913.
Wir bemerken ferner noch, daß nach § 5 der heſſiſchen Aus=rend der Dienſtſtunden von 8 bis
Der Oberbürgermeiſter.
führungsverordnung zu dem Reichsgeſetz die Schankgefäße nur einen 12 Uhr vormittags und 3 bis 6 Uhr
Fülſtrich und eine Bezeichnung des Sollinhalts haben dürfen; nachmittags zur Einſicht offen und
J. V.: Mueller.
jedoch ſind alte Füllſtriche und Bezeichnungen, die in haltbarer und können daſelbſt die Verdingungs=
Bekanntmachung.
jeden Zweifel ausſchließender Weiſe durchſtrichen oder vernichtet ſind, unterlagen gegen poſt= und
beſtell=
insbeſondere dann nicht zu beanſtanden, wenn der maßgebende neue geldfreie Einſendung von M. 3.—
für Los I und M. 1.— für Los II Betreffend: Die Amtstage bei Großherzoglichem Eichamt
Füllſtrich nebſt zugehöriger Bezeichnung auf der entgegengeſetzten bezogen werden.
Darmſtadt.
Seite des Gefäßes liegt.
Das Großherzogl. Eichamt Darmſtadt — Woogſtraße 4, Fern=
Die ausgefüllten Angebote ſind
Darmſtadt, den 23. Juni 1913.
verſiegelt und mit entſprechender ſprecher 2121 — iſt bis auf weiteres nur Dienstags und Sams=
Aufſchrift verſehen nebſt den vor=tags, vormittags von 8—12 und nachmittags von 2—6 Uhr, für das
Großherzogliches Polizeiamt.
geſchriebenen Proben bis zum Publikum geöffnet.
Gennes.
Da außer der angegebenen Zeit die Abfertigung nicht verlangt
21. Juli 1913
(IV, 14069,71werden kann, wird den Intereſſenten empfohlen, die vorſtehend
be=
für Los I vormittags 10 Uhr und
Auszug
zeichneten Amtstage zu benuten.
(13955so
10½5 Uhr
für Los II
Darmſtadt, den 20. Juni 1913.
aus dem Geſetz, betreffend die Bezeichnung des Raumgehaltesan das vorgenannte Geſchäfts=
Großherzogliche Eichungs=Inſpektion.
der Schankgefäße, vom 20. Juli 1881 (Reichsgeſetzblatt S. 249) zimmer einzuſenden, zu welcher
in der Faſſung der Novelle vom 24. Juli 1909 (Reichsgeſetz= Zeit die Eröffnung erfolgt.
Köbrich.
Filſinger.
blatt S. 891).
DieZuſchlagsfriſt beträgt 28 Tage.
§ 1.
Darmſtadt, den 26. Juni 1913.
Verſteigerungs=Anzeige.
Schankgefäße (Gläſer, Krüge, Flaſchen nſw.), welche zur
Militär=Bauamt.
Verabreichung von Wein, Obſtwein, Moſt oder Vier in Gaſt=
Dienstag, den 1. Juli 1913, vormittags 9 Uhr,
Methode Toussaint-
und Schankwirtſchaften dienen, müſſen mit einem bei der
Auf=
verſteigere ich auf freiwilligen Antrag
ſtellung des Gefäßes auf einer horizontalen Ebene den Sollinhalt
Langenscheidt.
Hochstrasse 13, I. Stock
begrenzenden Strich (Füllſtrich) und in der Nähe des Strichs Wer gibt gebr. franzöſ.
Unter=
mit der Bezeichnung des Sollinhalts nach Litermaß verſehen richtsbriefe ab? Gefl. Off mit an Meiſtbietende gegen Barzahlung folg. noch gut erhaltene Gegenſtände:
ſein. Der Bezeichnung des Sollinhalts bedarf es nicht, wenn Preisangabe an h. Jourdan, Lehrer,
2 vollſt. Betten m. Sprungrahmen, Wollmatratzen u.
Feder=
derſelbe ein Liter oder ein halbes Liter beträgt.
Nieder=Veerbach.
betten, 1 Sofa, 1 pol. Büchergeſtell, 2 Küchenſchränke mit u.
(*1762
Der Strich und die Bezeichnung müſſen durch Schnitt, Schliff,
ohne Aufſatz, verſch. Stühle, Spiegel, Seſſel, Bilder, Por=
Brand oder Aetzung äußerlich und in leicht erkennbarer Weiſe
an=
zellan, 1 zweiflamm. faſt neuer Gasherd ꝛc. Antike Sachen:
gebracht ſein.
Kupferſtichbild von G. Felſing, Steh=Kerzenleuchter ꝛc.
Zugelaſſen ſind nur Schankgefäße, deren Sollinhalt einem
Liter oder einer Maßgröße entſpricht, welche vom Liter auf= Duollol Wovlololl. *1736)
J. F. G. Möbus, Auktionator.
wärts durch Stufen von einem halben Liter, vom Liter abwärts
te kann unmittelbar von der Wieſe angefahren
durch Stufen von Zehnteilen und vom halben Liter abwärtslu. Einrichtungen, Auf-Heu neuer Ernte werden. Es muß jedoch vollkommen trocken
durch Stufen von Zwanzigteilen des Liters gebildet wird.
und noch nicht in Schweiß geraten beim Amt ankommen.
stellung von Bilanzen, IV. 14070,71)
§ 2.
Proviantamt Darmſtadt.
Der Abſtand des Füllſtrichs von dem oberen Rande der Schank=Buchführung nach prak 86668o600
gefäße muß
tischer Methode, kaufm.
a) bei Gefäßen mit verengtem Halſe, auf dem letzteren
ange=
bracht, zwiſchen 2 und 6 Zentimeter,
Gutachten etc. übern. Die beeidigten und öffentlich angeſtellten
b) bei Schankgefäßen für Bier zwiſchen 2 und 4 Zentimeter,
c) bei anderen Gefäßen zwiſchen 1 und 3 Zentimeter
betragen.
Emil Held
Bücherreviſoren
Der Maximalbetrag dieſes Abſtandes kann durch die zuſtändigebeeidigter Bücher-Revisor
höhere Verwaltungsbehörde hinſichtlich ſolcher Schankgefäße, in welchen
eine ihrer Natur nach ſtark ſchäumende Flüſſigkeit verabreicht wird, u. kaufm. Sachverständiger
Carl Weygandt, Eichbergſtraße 11
über die vorſtehend bezeichneten Grenzen hinaus feſtgeſtellt werden. Lagerhausstr. 16.
Die höhere Verwaltungsbehörde iſt ferner befugt, den in Abſatz
Georg Bertele, Wilbelminenſtraße 8 §
1 zu b bezeichneten Mindeſtbetrag des Abſtandes für Gefäße von god
Wilbelm Siedersleben, Rbeinſtraße 6
einem halben Liter Inhalt und darüber bis auf 3 Zentimeter zu erhöhen.
Bis zum 1. Oftober 1913 iſt der Gebrauch von Schankgefäßen
empfehlen ſich zu allen in ihr Sach ſchlagenden Krbeiten wie
für Bier mit einem Mindeſtabſtande von 1 Zentimeter geſtattet.
§ 3
Rino-Salbe
Reviſionen, Gutachten uſw.
Der durch den Füllſtrich begrenzte Raumgehalt eines
Schank=
wird angewendet bei Beinleiden,
gefäßes darf
bösen Eingern, Hautleiden,
Saaigstssssses.
a) bei Gefäßen mit verengtem Halſe höchſtens ½o
Verletzungen, Bartflechten,
Fiechten, älten Wunden
usn=
b) bei anderen Gefäßen höchſtens ½ geringer ſein als der
Pose à M. 1.15 u. 2.25
Sollinhalt.
in allen Apotheken.
§ 4
Originalpackung ges. gesch.
Gaſt= und Schankwirte haben gehörig geſtempelte Flüſſigkeits=
Rich. Schubert 8 Co., G. m. b. H.
Weinböhla.-Dresden.
maße von einem zur Prüfung ihrer Schankgefäße geeigneten Einzel=
Zannsprakis
Man verlange ausdrückl. „Rino‟ —
oder Geſamtinhalt bereit zu halten.
Wachs, O1, ven. Terp. je 25. Teer3,
§ 5
Salle, Bors. je 1, Etg. 20 Pror.
5
O. B. Weber, Dentist
Gaſt= und Schankwirte, welche den vorſtehenden Vorſchriften
zuwiderhandeln, werden mit Geldſtrafe bis zu einhundert Mark oder
bisheriger Aſſiſtent bei Zahnarzt Dr. Schlapp.
mit Haft bis zu 4 Wochen beſtraft. Gleichzeitig iſt auf Einziehung
der vorſchriftswidrig befundenen Schankgefäße zu erkennen, auch kann Sarfenerde
Wilhelminenſtraße 29.
(9469a
die Vernichtung derſelben ausgeſprochen werden.
Sprechst.: vorm. 9—1, nachm. 2—6, Sonntags 9—1 vorm.
ca. 40 cbm abzugeben. Anfragen
§ 6
bef. u. T. 73 die Exped. (*1754
Die vorſtehenden Beſtimmungen finden auf feſtverſchloſſene (
ver=
ſiegelte, verkapfelte, feſtverkorkte uſw.) Flaſchen und Krüge, ſowie auf Gebrauchter Geldschrank
Eine gut erhaltene, gebrauchte
Gold. Uhrkette
Schankgefäße von ½ Liter oder weniger nicht Anwendung. (14054oms zu kaufen geſucht. Off. mit Preis
P
ca. 60 Zentner Trag=
(Panzerkette)
Federrolle kraft, zu kaufen ge=
Artikel II
u. Angabe der Innenmaße untergebraucht, zu kaufen geſucht. Off.ſucht. Offerten unter T 49 an
Dieſes Geſetz tritt am 1. Auguſt 1909 in Kraft.
T 80 an die Expedition. (14097oi unt. § 80 an die Exp. (*1366mfo die Expedition ds. Bl. (13959so
Nummer 150.
Seite 11.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Jnni 1913.
Beachten Sie unsere Schaufenster!
Schen Sie sich unsere innenauslagen an!
Grosse
in allen Abteilungen unseres Hauses.
Der Verkauf beginnt Dienstag, den 1. Juli, vormittags 8 Uhr.
Jetzt nach Beendigung der Inventur-Aufnahme
Die Preisermäßigungen
haben wir
der einzelnen dieser
Grosse Posten aller
Extra-Angebote
Prozent
betragen
vorhandenen Waren
auf allenicht
redu-
herausgesetzt und sind
zierten Waren, aus-
0 Prozent
die Preise weit herabgesetzt
genommenf.
Strick-
so dass es im eigenen Interesse eines jeden Kunden
: und Nähgarne :
liegen dürfte, den Bedarf recht bald zu decken, da
Inn!
die besten Artikel immer zuerst vergriffen sind.
Auffallend billig!
Gelegenheitskauf!
Ca. 200 Stück
Frauenstrümpfe Damen-Korsetts
mit starker Spiralfeder,
gewebt, alle Grössen, engl. lang, in schwarz
Weiße Kinderkleidchen
und lederbraun
Ia Drell
7.
95 ₰
Posten I Posten II Posten III
und Röckchen
Inn!
für das Alter ½—3 Jahren, aus Ia Panama,
44₰ 50 ₰
62₰
Batist, Köper etc., mit hübscher Verzierung
Damen-Direktoir-Korsetts
Serie I Serie II Serie III
Herren-Socken
mit Strumpfhalter, lange gutsitzende Facons
Posten II . Posten III
Posten I
1.50 2.25 2.90
Serie II
Serie I
Serie III
Serie IV
Regulärer Wert teilweise das Doppelte.
30 ₰ 55 ₰
70 ₰
2.10 2.50
1.50
3.25
Inn!
Sete blges. angehatt
Ca. 500 Stück
Ein grosser Posten
Ein großer Posten
Herrenhemden
Einsatzhemden! maccofarb. Herrenhosen
maccofarbig
nur prima Qualitäten, alle Grössen
regulärer Wert weit höher, weiss und maccofarbig, mit hübschen
wasch-
echten Einsätzen, alle Grössen, zum Aussuchen
Serie I Serie II Serie III
durch Zufall billig erstanden
Serie I Serie II Serie III
Serie I Serie II Serie III
1.75 2.25
1.35
1.90 2.25 2.90
1.45 1.90 2.40
Inn!
Regulärer Wert teilweise bis Mk. 5.00.
Ca. 250 Stück
Ein Posten
Gelegenheitskauf!
weisse u. farb. Russenkittel
weiße Damenhemden
mit hübscher waschechter Borde,
Ia Qualität, festoniert oder Stickerei, Herzpasse Stickerei-Röcke
für das Alter bis 2½ Jahren
oder viereckiger Ausschnitt
mit breiter Stickerei
Serie I Serie II Serie III Serie IV
Serie I Serie II Serie III Serie IV
Serie I Serie II Serie III Serie IV
1.90 2.45 2.75 3.25
/5
1.65 2.35 3.00 3.70
1.55 1.75 2.25 2.50
darunter Röcke im Wert bis Mk. 6.00. darunter Stücke im Werte bis Mk. 5.50.
darurter Stücke im Werte bis Mk. 4.—.
Zi
Damen- und Kinderhute, Blumen und redern
jetzt zu jedem annehmbarem Preis!
Seiefon 2sss Gebrüder Unger Ludwigstr. 5
(14055
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Inni 1913.
Seite 12.
Abgeordnete Scheibemamn ſprach davon, wir ſeien mit die=
Höhenluft.
ſer Vorlage der Agent provocateur für Wettrüſten Ich wünſchen eine Aufklärung des Erfurter Urteils. Die Re=
Ueber alle Alpengipfel, die je eines Menſchen Fuß be= finde keinen Ausdruck, der geeignet wäre, eine ſolche
Aeuße=
treten, ſind die echten Kola=Paſtillen „Dallkolat” mit rung eines deutſchen Reichstagsabgeordneten
zurückzu=
hinübergetragen worden, im Falle höchſter Not neue weiſen. (Lebhaftes Sehr wahr! rechts. Widerſpruch und mit ſolche Urteile aufhören. Kann die Regierung ein ſol=
Kräſte verleihend. Sie laſſen das Blut freudiger durchLärm bei den Sozialdemotraten.) Meine Heren, der
die Adern kreiſen und befähigen Dich, große Strapazen! Vorwurf, daß wir mit unſerer Wehrvorlage zum Kriege
ſpielend zu ertragen. 1 Schachtel Dallkolat Mk. 1.— in treiben, iſt mir oft gemacht worden. Den Vorwurf weiſe k
(I,14082 ich mit aller Entſchiedenheit zurück. Wir ſuchen keine nicht in der Lage. Im übrigen halte ich auch Milderun=
Apotheken und Drogenhandlungen.
Feinde in der Welt. Wir wünſchen mit allen unſern Nach=gen im Militärſtrafverfahren für geboten. Der
Bundes=
barn in Frieden und Freundſchaft zu leben. Deutſchland rat dürfte ſich dieſer Anſchauung anſchließen.
hat in langer Zeit den Beweis geführt, daß es nie eine
Deutſcher Reichstag.
Politik des Angriffs treibt. Die Sozialdemokratie ſollte ſo ſetzen wir die 130000 neuen Rekruten der Gefahr aus,
* Berlin, 28. Juni. Der Präſident Dr. Kaempf an dieſer geſchichtlichen Tatſache nicht vorübergehen,
eröffnet die Sitzung um 10.18 Uhr. Zunächſt werden die ebenſo nicht an der geſchichtlichen Wahrheit, daß Stäcke Meiningen (Fortſchr. Vpt.): Nicht der eine Erfurter Fall
Petitionen für erledigt erklärt. Die Vorlage, be=der beſte Schutz vor Angriff iſt. Die Armee wird
pflicht=
treffend Vertagung des Reichstages bis zum gemäß prüfen, ob Unvolkommenheiten vorliegen und unſere Forderungen ungehört. Entweder müſſen wir
20. November, wird ohne Debatte angenommen. Es folgt wird, wo es nottut pflichtgemäß abhelfen. Die
Sozial=
die dritte Leſung des Abkommens zur Verein= demokratie will mit ihrer zerſetzenden Politik nicht beſſern, bringen. — Abg. Gröber (Zentr.): Ich beantrage die
heitlichung des Wechſelrechts. Auch dieſer Ge= ſondern zerſtören. (Lana anhaltende Zuſtimmung bei den T
genſtand wird ohne Debatte angenommen. Sodann wird bürgerlichen Parteien, Widerſpruch bei den
Sozialdemo=
die Aenderung des Schutzgebietsgeſetzes kraten.) Aber ihre Bemühungen, das Vertrauen des Vol=Regelung zu finden. — Abg. Baſſermann (natl.):
in dritter Leſung (Vereinsgeſetz und Geſellſchafts=Regiſter) kes zum Heere zu erſchüttern, werden keinen Erfolg haben. Dieſem Antrag Gröber kann ich mich anſchließen. Die
definitiv angenommen. Das Geſetz tritt am 1. Auguſt In dem Volke, auch hei einer großen Anzahl Leute die k
11913 in Kraft. Es folgt die dritte Leſung der Vorlage, Ihnen (zu den Soz.) die Stimme geben, ſteht feſt das Be= den. — Abg. Frank=Mannheim (Soz.): Unſere
Stel=
betreffend Aenderung zweier thüringiſcher Wahl=wußtſein, was Deutſchland ſeiner Armee verdankt, in Vertagung der Debatte widerſprechen wir nicht. — Abg.
kreiſe. Auch dieſe wird ohne Debatte angenommen. erſter Linie das einige Deutſchland. Aus dieſem Ge=
Alsdann wird in die
danken heraus iſt die Vorlage geboren und die
Zuſtim=
mung, die die Mehrheit des Reichstages geben wird.
dritte Leſung der Wehrvorlage
Große Forderungen ſind es wie ſie noch nie dageweſen
eingetreten. Abg. Scheidemann (Soz.): Wir haben ſind, die wir Ihnen vorſchlagen, aber ich bin feſt
über=
dieſes Geſetz bekämpft und werden Sie, die Sie dieſes zeugt, daß das Ergebnis ein Beſchluß iſt den das ganze1
Geſetz annehmen wollen, und den Geiſt, aus dem das Ge= Vaterland Ihnen danken wird. (Lebhafter Beifall bei
ſetz geboren worden iſt, weiter bekämpfen, wie es in un= den bürgerlichen Parteien.)
ſeren Kräften ſteht. Der Haß gegenüber dem Militarismus
Präſident Dr. Kaempf ruft den ſozialdemokratiſchen
iſt bei uns und in der geſamten internationalen Sozial= Abgeordneten, der während der Rede des Reichskanzlers
demokratie unausrottbar auch in Frankreich. (Sehr rich= den Zwiſchenruf „Flegelei” getan hat, nachträglich zur
tig.) Unſer Haß begründet ſich von neuem auf das uner= Ordnung. — Abg. Scheidemann (Soz.): Der
Reichs=
hörte Bluturteil, das geſtern gegen ſieben Reſerviſten und kanzler hat den Vergleich der Rüſtungen Deutſchlands mit
Landwehrmänner, Familienväter in Erfurt gefällt worden einem Agent provocateur mit großer Entrüſtung zurück= miſſion bis Montag darüber ausſprechen.
iſt, die am Tage einer Kontrollverſammlung im Rauſch gewieſen. Derſelbe Reichskanzler ſtellt ſich hierher und
in einem Wirtshauſe in Prügelei und Konflikt mit dem ſagt: Alles was wir gemacht hätten, ſei nicht ernſt zu Der Reſt der Vorlage wird ohne Debatte er=
Gendarmen und Dorfpoliziſten geraten ſind und zu 16 nehmen, wir wollten gar keine Beſſerung. (Sehr richtig I
Jahren Zuchthaus verurteilt worden ſind. (Großer Lärm rechts, längeres Lärmen und Zwiſchenrufe bei den
Sozial=
bei den Sozialdemokraten, Pfuirufe Rufe: Unerhört!) demokraten. Rufe: Unerhört!) Herr Reichskanzler! Ich Eine Refolution des Zentrums betr. Vergebung von
Wenn ich nicht wüßte, daß es Menſchen ſind, die dieſes gönne Ihnen den Beifall der ganzen rechten Seite, Sie
Urteil gefällt haben, ſo müßten es Beſtien in Menſchen= aber haben nicht das Recht, gegen uns einen ſolchen
Vor=
geſtalt ſein. (Präſident Dr. Kaempf rügt dieſen Aus= wurf zu erheben. Wir haben Anträge eingebracht (Lachen
deuck.) Es iſt ein unerträglicher Zuſtand, daß ein der=rechts) die ſich auf Volksgeſundheit, Schutz des
Koalitions=
artiges Urteil überhaupt möglich war. (Lebhaftes Sehr rechtes uſw. beziehen. Iſt das alles nicht ernſt zu nehmens
richtigt und erneuter Lärm bei den Sozialdemokraten.) (Zwiſchenruf rechts: Nein!) Ich bedauere daß das
Die Abgeordneten, die für die Vorlage ſtinnen müſfen Reichstagspräſidium nicht eine Partei in Schutz nimmt, ſtimmung wird ausgeſetzt, ebenſo dieienigen über die
gegen ihre beſſere Ueberzeugung handeln. (Präſident Dc. der ein ſolcher Vorwurf gemacht wird. (Großer andauern=
Kaempf ruſt den Redner wegen dieſer Aeußerung zur der Lärm.)
Ordnung.) Auch das Zentrum iſt unangenehm über=
Präſident Dr. Kaempf: Ich muß dieſe Worte als
raſcht durch dieſe Vorlage. Sie traf es wie ein Diegel= ungehörig bezeichnen und rufe Sie zur Ordnung. (
Leb=
ſtein auf den Kopf. Die Preſſeäußerungen beweiſen es, haftes Bravo rechts, großer Lärm bei den
Sozialdemo=
die ſogar der Militärverwaltung das Vertrauen kündigen kraten.)
und von bisheriger Irreführung ſprechen. Auch Herr
Erzberger hat ſeine Anſchauung gewechſelt wie die fort= kanzler hat ferner vom Volk geſprochen. Wer gibt ihm r
ſchrittliche Volkspartei, ſobald ſie nicht mehr glaubt, gegen das Recht im Namen des Volkes zu ſprechen? Schallen= ausgeſetzt.
ein Phantaſiebild kapfer ankänpfen zu können. (Sehr des Gelächter rechts, lebhafte Ruſe rechts: Pfuit und
Un=
gut) Die Konſervativen und Nationalliberalen aber ſind erhört! Großer andauernder Lärm. Der Präſident läutet
die gebotenen Militärparteien. Die Balkangefahr be= fortwährend mit der Glocke.) Der Reichskanzler iſt nicht u
ſteht nicht, die ſlawiſche Gefahr ebenſo wenig und von hergeſetzt durch den Willen des Volkes (Sehr richtig! beiſtein (Fortſchr. Vpt.) wird als erſter Gegenſtand ein
Frankreich droht uns, das wiſſen wir, keine Gefahr, und den Sozialdemokraten), er ſitzt ſolange hier, ſolange es Initiativantrag auf Einführung mildernder Umſtände
an eine Gefahr von ſeiten Rußlands glauben wir nicht. einem einzigen gefällt. Wir Sozialdemokraten aber ſtehen
Die Folge der Vorlage iſt, daß die ganze Welt rüſtet. Eine hier als die Vertreter der Mehrheit des deutſchen Volkes.
ſchlimmere Unehrlichkeit, wie ſie jetzt vom Parlament vor= (Schallendes Gelächter rechts.) Wir ſehen in dem
Mili=
genommen werden ſoll, iſt noch nicht dageweſen. (Präſi=tarismus, den wir bekämpfen das Inſtrument in der
dent Dr. Kaempf: Ich nehme an, daß Sie nicht den Hand des Einen, der verlangt hat, daß die Soldaten auf
Reichstag meinen.) Scheidemann: Nein ich habe an das Vater und Mutter ſchießen. Wir denken unſerer Brüder
ſpaniſche Parlament gedacht. (Große Heiterkeit.) Wahr und Söhne und Väter, wenn wir die Anträge zur
Ver=
ſiſt, daß durch die beabſichtigte Rüſtung Deutſchlands beſſerung geſtellt haben, wir müſſen deshalb mit aller Ent=
Frankeeich erſt gezwungen iſt, unter Verzweiflungsan= ſchiedenheit die Behauptung zurückweiſen, daß wir es mit Ausgabe 1913. Wektreiſeverlag, G. m. b. H., Berlin W. 39,.
ſtrengungen und am Rande der Erſchöpfung ſeine Rüſt=unſern Anträgen nicht ernſt meinen. Wir nehmen es ſehr
ungen vorzunehmen. (Der Reichskanzler betritt den ernſt nicht nur im Kampf gegen den Militarismus, ſon=
Saal.) Jaurés hat nicht geſagt, daß Deutſchland Frank= dern auch im Kampf gegen das ganze Syſtem, auch (zum letzte Ausgabe des jetzigen Sommerfahrplans, zeigt —
reich angreifen werde, und will, wie wir ſein Vaterland Reichskanzler) gegen Sie (Lebhafte Zuſtimmung bei den beſſert — den Kursbuchpraktiker und noch mehr dem im
nicht wehrlos ausliefern. Er will diesſeits und jenſeits Sozialdemokraten, großer anhaltender Lärm, lautes
der Grenze mit allen Mitteln den Krieg zu verhindern Ziſchen rechts.) Damit ſchließt die Generaldiskuſion.
ſuchen. Scharnhorſt, deſſen 100. Todestag heute iſt, Perſönlich bemerkt Abg. Erzberger (Ztr.): Was Herr das ihm zugrunde liegt, iſt von verblüffender Einfachheit
würde über dieſe Vorlage große Augen machen. Er war Scheidemann gegen mich vorgebracht hat, hat ſchon wört= und Brauchbarkeit. Es gibt wohl kein anderes
Kurs=
kein Junker und kein Gamaſchenſoldat, dafür aber ein lich in der ſozialdemokratiſchen Preſſe geſtanden, wo ich huch, das in ähnlicher Weiſe wie das vorliegende es
er=
großer Stratege. Die Soldatenrevolten in Frankreich ſogar als „Obergauner” bezeichnet worden bin.
ſind ein Zeichen wahrer Vollskraft. Die wahren Urheber
Die Abſtimmung über § 1 erfolgt am Mon= „
dieſer Revolten ſitzen hier. (Große Heiterkeit und Zurufe tag. Es folgt die Spezialberatung.
Wei der Mehrheit.) Mancher begreiſt nicht ſo ſchnell, ich
Abg. Baſſermann (natl.): Es erſcheint uns
meine Sie. Sie wollen Erſparniſſe machen und fangen nötig, über das Schickſal der drei Kavallerie=Regimenter
mit der Bewilligung von Milliarden an. Trotz der Lieb= nochmals die Entſcheidung herbeizuführen. Wir
bean=
ſknechtſchen Enthüllungen iſt noch nichts geſchehen. Statt tragen noch ihre Bewilligung. Auch Graf Zeppelin hat
deſſen hat der Chef des Hauſes Krupp einen hohen Orden
ſich kürzlich für die Bewilligung ausgeſprochen, indem er
bekommen. Das ſieht dem Eingreifen in ein ſchwebendes die Bedeutung der Kavallerie darlegte. Auch die Feuer=
Verfahren verteufelt ähnlich. (Sehr richtig.) Uns iſt es, kraft der Kavallerie iſt erheblicher geworden. (Beifall.)
wenn wir auch unterlegen ſind bei der Wehrvorlage, doch — Abg. Gans Edler Herr zu Puttlitz (konſ.): Der
bei der Deckung gelungen, unſeren Einfluß auszuüben und Grenzſchutz für Oſtpreußen und Schleſien erfordert
Ver=
neue indirekte Steuern zu verhindern. Darin liegt unſer ſtärkung durch Kavallerie dringend, deshalb beantragen
Sieg In letzter Stunde aufe ich Ihnen zu: Suchen Sie auch wir die Wiederherſtellung der Kavallerieforderung.
Verſöhnung mit Frankreich, das den Frieden will
Kriegsminiſter von Heeringen: Zum Schutze
(Bravol) Ich ſchließe: Nieder mit dem Militarismus, Deutſchlands iſt eine ſtarke Kavallerie dringend
notwen=
der Ausgeburt des Kapitalismus, es lebe der Sozialis= dig. Verquicken Sie nicht politiſche Fragen mit dieſer
mus! (Beifall bei den Sozialdemokraten.) — Präſident militäriſchen. Die Kavallerie=Regimenter ſind notwendig,
Dr. Kaempf ruft den Abgeordneten Scheidemann
nach=
ſoll nicht eine große Lücke entſtehen. Damit ſchließt die
träglich zur Ordnung, weil er, Redner, den Parteien des Hebatte. Die namentliche Abſtimmung erfolgt am Mon=
Hanſes und dem Reichstage, wenn auch unter der
Er=
tag. — Abg. Schulz=Erfurt (Soz.): Auf Grund
klärung, das ſpaniſche Parlament gemeint zu haben, Ver= telephoniſcher Erkundigungen kann ich mitteilen, daß der
logenheit vorgeworfen habe.
Exzeß in Erfurt ſich ſo verhält, wie es Scheidemann dar=
Abg. Schultz=Bromberg (Reichspt.): Das geſtellt hat. (Zuruf rechts: der Fall iſt erledigt.) Für
harte Urteil in Erfurt bedauern wir alle, doch ſcheinen die uns nicht; ich will nachweiſen, daß kein militäriſcher Auf=
Verhältniſſe, die dort gewaltet haben, anders zu liegen, ruhr, ſondern einfacher Wirtſchaftsſtreit vorliegt, zu der
wie es ſchien. Scharnhorſt würde ſich allerdings im Grabe die Zuchthausſtrafe in keinem Verhältnis ſteht. Ich bitte
herumdrehen, wenn er ſehen würde, wie ſich die Sozial= Sie unſeren Antrag auf Zubilligung mildernder
Um=
demokraten gegen ſein Prinzip der allgemeinen Wehr= ſtände im Militärſtrafverfahren zuzuſtimmen. Die Sache
pflicht wenden. In Frankreich hat noch kein Miniſter die iſt im Rauſch geſchehen und wer von uns wollte den
unbedingte Anerkennung des Frankfurter Friedens befür= erſten Stein auf die Leute werfen? Auch hier ſpielen
poli=
worten können, ohne fortgefegt zu werden. Die geo= tiſche Gegenſätze leider eine Rolle. Mit unſerem Antrage
graphiſche Lage zwiſchen dem von jeher kriegeriſchen iſt es uns bitter ernſt. Zeigen auch Sie dieſen Ernſt.
Frankreich und Rußland bedingt eine ganz beſondere Auf= (Beifall.) — Kriegsminiſter von Heeringen: Unſere
wendung für militäriſche Zwecke. Ich will hoffen, daß Nachrichten ſind noch unvollkommen. Auf
Zeitungs=
unſere Arme iſt und bleibt was ſie war, das ſchärfte notizen können wir unſere Kritik nicht aufbauen. Wir
Kriegsinſtrument, das jemals einem Fürſten in die Hand müſſen auch die Berufungsinſtanz abwarten. Dann hat
gegeben iſt, und damit die beſte Garantie für den Frieden die Gnade des Kaiſers in ſolchen Fällen noch nie verſagt. lich am 28. Juni 3 Uhr nachm. auf der Elbe ankommen.
der ganzen Welt.
Reichskanzler von Bethmann Hollweg: ſuchen geweſen. (Beifall.) — Abg. Frank=Mannheim
Der Abgeordnete Scheidemann hat dargelegt, er könne in (Soz.): Wollen wir Haß ſäen, ſo kann es mit dem
Mili=
keiner Weiſe eine Ueberzeugung dafür gewinnen, daß tärrecht ſo bleiben wie es iſt. Dieſe Urteile ſprechen mehr
dieſe Wehrvorlage nötig ſei. Es iſt mir vorgeworfen, ich für uns, als alle Agitation. Schaffen wir nicht ſofort
Ab=
habe meine Pflicht nicht erfüllt, indem ich nicht verſuchte, hilfe, ſo machen wir uns mitſchuldig an den grauſamen
Sie von dieſer Notwendigkeit zu überzeugen. MeineUrteilen. Das Rechtsbewußtſein des Volkes läuft ſolchen
Herren (zu den Sozialdemokraten) wollen Sie ſich denn Urteilen ſtracks entgegen. Stimmen Sie unſerem Antrag
überzeugen laſſen? (Große Unruhe bei den Soz.) Der zu. damit die beſcheidenſten Wünſche erfüllt werden. (Beif.)1
Nummer 150.
Abg. Mülker=Meiningen Goriſchr. Bpt): Auch wir
gierung macht der Sozialdemokratie die Agitation gar zu
leicht. Sie ſollte vielmehr ein Notgeſetz einbringen,
da=
ches Geſetz nicht ankündigen, ſtimmen wir dem Antrag zu=
Kriegsminiſter von Heeringen: Eine bindende
Er=
klärung im Namen des Bundesrates abzugeben bin ich
— Abg.
Stadthagen (Soz.): Wird unſer Antrag abgelehnt,
ebenſo drakoniſch verurteilt zu werden. — Abg.
Müller=
bildet unſere Unterlage. Seit vielen Jahren verhallen
dem Antrage zuſtimmen oder aber ein Initiativgeſetz ein=
Debatte abzubrechen, um am Montag aufgrund beſſerer
Informationen des Kriegsminiſters die dringend nötige
dringendſten Reformen müſſen ſofort vorgenommen
wer=
lungnahme entſpricht jahrelangen Erfahrungen. Einer
Müller=Meiningen (Fortſchr. Vpt.): Wir ſind damit
einverſtanden. — Kriegsminiſter von Heeringen:
Auch bis Montag werde ich nicht in der Lage ſein, das
Material vorzulegen. (Große Unruhe.)
Selbſtverſtänd=
lich ſind die Reſolutionen des Reichstages auf mildernde
Umſtände geprüft worden. Verbindliche Verſprechungen,
ein ſolches Notgeſetz hier einzubringen, kann ich vor
Ab=
ſchluß der Erwägungen natürlich nicht abgeben. Die
Prü=
fung geſchieht aber in wohlwollendem Sinne. (Unruhe.)
— Abg. Gröber (Zentr.): Der Erfurter Fall bildet nur
ein Motiv, nicht das einzige Bekommen wir am Montag
nicht das Material, ſo werden wir trotzdem eine Löſung
anzuſtreben haben. Wir wollen uns in einer Art Kom=
Dieſer Punkt wird bis zum Montag vertagt.
ledigt.
Die Abſtimmung erfolgt am Montag. —
Heereslieferungen wird nach Empfehlung von Irl (Zentr.)
Es folgt die
angenommen. —
dritte Leſung des einmaligen Wehrbeitrags.
Eine Generaldiskuſſion findet nicht ſtatt. Die
Ab=
ſonſtigen noch vorliegenden Anträge. Ohne weſentliche
Erörterung wird das Geſetz beendet.
Als letzter Punkt der Tagesordnung folgt die
dritte Leſung des Reichsſtempelgeſetzes.
Hierzu liegen einige Abänderungsanträge vor, darunter
Abg. Scheidemann (fortfahrend): Der Reichs=Wiederherſtellung der Stempelpflicht für
Feuerver=
verſicherungspolicen. Die Abſtimmung wird ebenfalls
Damit iſt die Tagesordnung erledigt. Nächſte
Sitz=
ung Montag 12 Uhr. Reſt der 3. Leſung zur Heeres=
und Deckungsvorlage. — Auf Antrag des Abg.
Wald=
für das Miktärſtrafrecht in erſter, zweiter und driter
Leſung auf die Tagesordnung geſetzt. — Schluß 1¾ Uhr.
Literariſches.
Lloyd=Kursbuch der Schnellzüge im
deutſchen und internationalen Verkehr. Sommer=(Juni=)
Genthiner Straße 38 Preis 1 Mk. Die Juni=Ausgabe
des Lloyd=Kursbuches der Schnellzüge die zweite und
in den Fahrplänen und der Verkehrskarte mehrfach ver=
Kursbuchleſen Unerfahrenen von neuem die
außerordent=
lichen Vorzüge dieſes originellen Kursbuchs. Das Syſtem,
möglicht, auch die größten Eiſenbahnſtrecken in kürzeſter
Zeit und mit größter Leichtigkeit aufzufinden.
SONDER-WUERKAUF
— REISE
HANDARBEITEN
Auf unsere billigen Preise gewähren wir
10 0 Ertra-Rabatt.
MODELLSTÜcKE weit unter Preis.
Licht- und seifenkochechte Materiallen.
(2
Ress. Gardäinen= und Stiekerei.manstaktur
HENRIPURTUNE
Bleichstr. 1. G. m. b. H. Bleichstr. 1.
EIGENE FABRIKATION.
Benützen Sie die hierdurch gebotenen Vorteile.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Blücher” 24. Juni 10 Uhr 30 Min.
morgens von Boſton über Plumouth und Boulogne
nach Hamburg. „Graf Walderſee”, von Philadelphia
kommend, 24. Juni 6 Uhr 45 Min. abends in
Ham=
burg. „Hamburg” von Genua, 24. Juni 2 Uhr 15 Min.
in Neu=York. Moltke” 24. Juni 10 Uhr 30 Min.
morgens von Genua über Neapel nach Neu=York.
„Amerika”, von Neu=York kommend, 27. Juni 6 Uhr
45 Min. morgens von Cherbourg und wird vorausſicht=
Politiſche Beeinfluſſung iſt bei den Militärrichtern nicht zu „Eineinnati” nach Boſton, 26. Juni 9 Uhr 15 Min.
abends von Southampton. „Hoerde‟, von Neuorleans
kommend, 26. Juni 7 Uhr abends in Hamburg, „Moltke‟
von Genua und Neapel nach Neu=York, 26. Juni 6 Uhr
morgens in Palermo. — Verſchiedene Fahrten:
Ver=
gnügungsdampfer „Meteor” zweite Nordlandfahrt,
26. Zunk 12 Uhr mitags in Ole. „Ninive nach Perſien,
26. Juni 7 Uhr morgens in Antwerpen. „Windhuk”
nach Afrika, 26. Juni 1 Uhr 40 Min. nachm. in Vliſſingen.
[ ← ][ ][ → ]
Nummer 150.
Putz-Zutaten
zu ermäßigten Preisen.
1
4—g.
Wandervöge
und alle, die die Wunder der
Natur in vollen Zügen
ge-
nießen wollen, müſſen
be=
dacht ſein, alles, was zu des
Leibes Nahrung und Stärkung
gehört, in einfachſter und
be=
quemſter Form mitzuführen. Sie
bevorzugen
daher Stärkungsmittel, die keiner
oder nur geringer Zubereitung
bedürfen. Hier ſteht Schokolade
an erſter Stelle. Die Zeiten ſind
längſt vorüber, wo ſie nur als
Luxusartikel und Naſchwerk galt.
Mit der Verbreitung der
Er=
kenntnis, daß ſie alle zur
rati=
onellen Körperernährung
die-
nenden Stoffe in reicher Menge
enthält, hat Schokolade ſich
längſt den Platz eines
aner-
kannten, wertvollen Nahrungs-
und Stärkungsmittels erworben.
Reichardt-Sckokoladen
gehören infolge ihrer
Geſchmacks=
vollendung und ihrer
Preis=
würdigkeit zu den beliebteſten
Marken. Reichardt=Konfitüren,
iu Qualität unübertroffen,
wer=
den von Kennern beſonders
ge-
ſchätzt. Verkauf aller Reichardt-
Fabrikate zu Preiſen der Fabrik
in eigenen Filialen in allen
grö-
ßeren Städten Deutſchlands, in
Darmstadt: Ludwigsplatz 6
Fernſprecher 1627.
(8260a
WA
Darm
lat.
tag, den 30. Juni 1913.
Seite 13.
Seidenstoffe
Spitzen
Besätze
Damen-Hüte
jetzt unter Preis.
ase Stckereien
Bänder
Reste
aus allen Abteilungen.
(44056
5 &
100
Die neue Zigarre!
Jede Sorte ist, im Gegensatz zu dem herkömmlichen Verfahren, überall in der gleichen
Auf-
machung, unter der gleichen Bezeichnung und zum gleichen Preise erhältlich. Durch dieses
neuartige, für den Konsumenien ausserordentlich angenehme Verfahren, ermöglicht es die Fabrik
dem Raucher, seine einmal ausprobierte und für gut befundene Zigarre überall, zu Hause und
auf der Reise, sofort zu erkennen und in gewohnter Weise zu verlangen. Jede Kiste trägt zum
Zeichen der Echtheit den Aufdruck: Georgsburg-Zigarrenfabriken, Hamburg und
eine Nummer, die den überall gleichen Verkaufspreis bedeutet.
Alleinverkauf für Darmstadt: Ludwig Meyer, Zeughausstr. 7, Lauteschlägerstr. ½, N.-Ramstädterstr. 14
Für den Stadtteil Bessungen: V. Dörsam, Bessungerstr. 37.
VI.14091,44
9
Hung! Heute letzter Tag des Ausverkaufs!
8. II. C.
Es ſind noch folgende Waren vorrätig:
(14113
Zweigverein
Damenstiefel Nr. 36, 37, 38, zum Preiſe von
Darmstadt.
Mk. 6.—, 3.— bis 4.— und 1.— per Paar.
Wir laden unsere Mitglieder für
Manufakturwaren ſtaunend billig! nächsten Mittwoch zu einem
Weisse Jacken für Bäcker und Friſeure paſſend, Abendspaziergang
früher Mk. 3.— bis 4.—, jetzt Mk. 1.50.
ein. Abmarsch abends 7½ Uhr
vom Woogsdamm.
Umlegkragen für Herren 10 Pf. per Stück.
Von 9 Uhr ab Zusammensein
Damen- und Kinderhüte per Stück 20 Pf.
im Schützenhof. (14102
Doppelseitige Grammophonplatten
Die Photographien vom Bilstein
Mk. 1.— per Stück. Einige Grammophone werden ebenfalls noch ſpott=sind bei Dietz-Elisabethenstr.
billig abgegeben ſowie div. Spiegel, Trumeaux uſw.
ausgestellt, wo auch Bestellungen
entgegengenommen werden.
Aschkenas, Kranichsteinerstr. 1.
Sonntag, den 6. Juli,
wurde vom Woog ein
Freitag abend
wird das
Verloren Beutel mit Namen u.
auf dem Bahnhof ein ſchwarzer
Gegen Inhalt. Der ehrl. Find. w. geb. denſ. Hoherodskopf-Fest
Spitzenkragen verloren.
gute Belohnung abzugeben Sand=geg. Bel. abz., da d. Ring ein teures
Andenken iſt. Wenckſtr. 34, I. (*1764gefeiert. Teilnehmer wollen sich
(*1776
Iſtraße 2 a, I.
Dietz-Elisabethenstr. anmeld.
2
2
Seite 14.
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Jnni 1913.
GUGGENEIEIM
7 MARKT 7.
Wir bieten enorme Vortelle!
Die Preise sind in sämtlichen Lägern
ganz bedeutend reduziert!
Beachten Sieunsere Schaufenster!
CGAH4
EKtra-nabatt
Ein Posten
gewähren wir auf alle
handgeknüpfte Taschen 155
nicht reduzierten
als enorm billig
Artikel
Wollmousseline, nur Ia Qualitäten, in
Kleiderstoffe, Seidenwaren
enorm grosser Auswahl, hübsche Muster
Saumwollwaren
regulärer Verkaufspreis bis 1.35
Ein Posten
Sportflanelle, schöne Streifen, Mtr. 38₰
Seiden-Stoffe in gemustert und uni,
Serie III Gf
Serie II
Serie I
hübsche neue Muster u. Farben,
Meter 48 ₰ Meter 75 ₰ Meter 99 ₰
Bettkattune, gut waschbar . Mtr. 25₰
reg. Wert weit höher, jetzt Mtr. 1.25 95 ₰
Schürzenbaumwollzeug, 120 cm
Crépon, reine Wolle, 110 cm breit,
Mousseline, imit., waschechte Qualitäten
Meter 86₰
breit, solides Fabrik., waschecht Mtr. 38₰
helle und dunkle Muster
Hemdenbiber
Blusenstoffe, mit Borde . . Meter 50 ₰
Mſtr. 33₰
Serie III
Serie II
Serie I1
Halbseiden Blusenstoff, als enorm
Meter 48 ₰
Meter 15 ₰ Meter 38 ₰
Ein Posten
75₰
billig .
(35
farb. Tischzeuge, prima Qualit.,
reg. Preis weit höher . . Mtr. 1.30
Stickerei-Stoffe, 120 cm breit, in hübschen
Konfektionierte Weißwaren
neuen Mustern, regul. Wert bedeutend höher
Serie II
Serie I
Jabots, hübsche Neuheiten .
26₰
Weibe Waren
Meter 1.95
Meter 1.20
Spachtel-Kragen, neueste Muster
Ein großer Posten
Stück 52₰
Popeline-Kragen, letzte Neuheiten
Cretonne u. Renforcé, 80/82 cm
Kleiderleinen, imit., in einfarbig u.
Stück 46 ₰
mit hübschem Besatz
breit, fein- u. dickfädige Qualität.
gestreift, gutes solid. Fabrikat, regul.
Batist-Kragen für Damen, reg. Wert
für Leib- u. Bettwäsche . Mtr. 28 ₰ 55 ₰
. Meter 35 ₰
Wert weit höher
jetzt 56₰
bis 1.25
Ein großer Posten
Bettdamaste, 130 cm br., nur la Qualitäten,
Zephir für Herrenhemden u.
Damen-
seidenglänzende Ware, in modernen Mustern
Besonders billige Angebote!
blusen, waschechte Qualitäten, als ganz
Meter 58 ₰
enorm billig
Serie III
Serie I
Serie II
Ein Posten
und
abgepasste Gardinen, weiß
1.25₰
95₰
68₰
. Paar 2.95
crem, neueste Muster
Baumwoll-Voile, 115 cm breit, in
hübschen Farbensortimenten, ganz be-
Ein Posten
Bettuch-Cretonne, 160 cm breit
deutend unter Preis . . Meter nur 65 ₰
Ia Fabrik., äußerst schwere Ware, Mtr. 95 ₰
Bettvorlagen
jedes Stück 95 ₰
Ein Posten
Baumwoll-Etamine in weiß und
Linoleum-Teppiche, 150/200, Stück 6.75
farbig, waschbar . . . Meter nur 78 ₰
Hanatuchstolte
Ein Posten
Steppdecken, Ia. Satin, als enorm
Foulardine, weiche seidenglänzende
Handtuchstoff, grau . . . Mtr. 77₰
.4.50
billig .
Ware, regul. Wert 1.50, jetzt Meter 58 ₰
Handtuchstoff, weiß, Drellgew., Mtr. 76₰
Handtuchstoff, Halbleinen, Gersten-
Baumwoll-Voile, 80 cm breit, in
wäsch-Unterrocke
korn, weiß . .
Mtr. 58₰
eleganten neuen Mustern, mit und
ohne Bordüre, regulärer Wert bis 1.80
Wasch-Unterröcke mit eleganter hoher
jetzt Meter 1.10, 60 ₰
Volant, hübschen Besätzen
Serie II
Serie I
Serie III S
läschentucher
Seidenbatist, ca. 120 cm breit, weiß,
als besonders preiswert
Meter 35₰
95,
1.35
15₰
Taschentücher, gebrauchsf., ½ Dtzd. 45 ₰
Trikot-Unterröcke mit
Linontaschentücher . 1 Dtzd. 95 ₰
Moire- od. Seidenvolants, Stck. 3.50 2.90
Kleiderleinen mit eleganter Borde,
Ein Posten bestickte
Lüster-Unterröcke m. hoh. B
regul. Wert 1.80
jetzt Meter 1.28
Taschentücher im Karton .
95₰
Volant, als enorm preiswert 2.45 1.50
Markk?
LenRElm. Sei JOTX
Markt 2.
Guz
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Inni 1913.
Seite 15.
& MARX
7 MARKT 7.
Durch unsere
enorm billigen Preise
findet unser jährlicher Safson-Ausverkauf
die größte Beachtung.
Ihr eigener Vorteil ist es, wenn Sie
dieses Angebot genau durchlesen.
CCAHAU
Extra-Rabatt
Ein Posten
gewähren wir auf alle
Kinder-Spielschürzen
nicht reduzierten
u. Hosen mit hübsch.
Be-
sätz., in versch. Größ., Stck. 35₰
Waren.
KO
nur bester
Qua-
litäten ist zu extra
De
billigen Preisen dem
M
asehe
Ein
Verkauf ausgesetzt
Große Posten Hemden, Beinkleider, Jacken, Anstandsröcke,
Untertaillen aus nur guten und besten Stoffen mit eleg.
14087
Stickerei-Ein- und -Besätzen sind in 5 Serien eingeteilt:
jeiel 9 5, pentel 1.25 genell 1. 6 5 jeten 1.9 5 beiter 2.ℳ5
Tapisserie
Schurzen
Tischwäsche
Milieux, gezeichnet . . . . Stück 52 ₰
Haus-Schürzen
Tischtücher, Jacquardware, gute Qual.,Mk
.453, 38 ₰
aus gutem Druck . .
Milieux, gezeichnet
Stück68 ₰
115/150 cm
. . Stück 1.20, 95 ₰
Haus-Schürzen
Tischtücher, halbleinen, 115/160 cm,
Läufer, gezeichnet .
Stück 68 ₰
78 ₰
aus la B’wollzeug
solide Qualitäten . Stück 2.50, 1.95, 1.55
Wandschoner, gezeichnet . Stück 58 ₰
Tischtücher, reinleinen, 130/160 cm,
Blusen-Schürzen aus soliden, wasch-
. . Stück 3.50, 2.95
Ia Qualitäten
echt. Stoff., Besatz u. Volants, 1.20, 95₰,75 ₰
Ein Post, handgest. Läufer, Milienz,
Servietten, weiß, rein- und halb-
Kissen, weit unter Preis, Stück 1.15, 55 ₰
Zierschürzen m. Träg., aus Ia türk.
leinen sowie Damastw., St. 42₰, 35₰, 25 ₰
Satin, in enorm großer Auswahl, 95 ₰, 75 ₰
Weiße Damen-Blusen
Kleiderschürzen mit eleg., wasch- 9
mit hübschen Einsätzen
echten Besätzen, aus Ia Stoffen . . 4.45
Bettwäsche
Serie I
Serie II à Af Serie III4
reg. Wert
reg. V. 5 reg. Wert
Ein Posten Kinderschürzen, farbig, weiß Kissenbezug, gebogt, gute Quali-
und schwarz, weit unter Preis!
b.2.2558 ₰ bis 2.751.50 bis 3.75 4.70
.. Stück 65 ₰
täten .
Kissenbezug, gebogt, Ia Ware, Stück 65 ₰
Kissenbezüge, mit eleganten Einsätz.
Strümpfe u. Handschuhe
Sommer-Unterwäsche
. Stück 1.45, 1.25
oder mit Hohlsaum .
Herrensocken . . . . . 3 Paar 78 ₰
imit.,
Enorme
Posten Macco-Wäsche, wie:
Herrensocken, Macco imit., 3 Paar 95 ₰
Frottierwäsche
Hemden, Hosen und Jacken
Ein großer
Posten Damen-Strümpfe
Frottier-Handtuch,
Serie I 95 ₰ Serie II 1,45 Serie III 1,95
schwarz u. farbig, in nur besten Qual.,
Stück 552, 33 ₰
solide Ware
reg. Wert bis 1.50, jetzt Paar 95 ₰, 88 ₰
Frottier-Handtuch,
Einsatzhemden, nur la Qual., mit
Stück 1.45, 70 ₰
schwere Ware
Ein Posten Spitzen-Handschuhe,
eleg. Einsätzen . . Stück 2.25, 1.75, 1.29
Badetuch, 100/100, gute Qualitäten,
reg. Wert das Paar bis 9.—, jedes Paar 65 ₰
Stück 1.35, 95 ₰
als enorm billig .
Knaben-Waschblusen, hell und
Badetuch, 100/140 cm,
S(979
dunkel, in versch. Größen . . 85 ₰, 45 ₰
Stück 1.95
Ia Ware
Rolsells
Knaben-Waschhosen mit Leibchen,
Badetuch, 125/165 cm,
aus gut. Waschdrell, in versch. Gr., 1.10, 35 ₰
Stück 2.95 I Korsett aus gutem Dreil . . Stück 95 ₰
solides Fabrikat . .
Korsett, Frackform, aus Ia Drell, Stück 1.95
Damen-Diretelr-Retatleider
Wäsche-Stickerei-Koupons in
G5
Korsett „Hertha”, aus Ia Drell,
Stück 88 ₰, 55 ₰
enorm groß. Auswahl, als besonders
Stück 2.95
mit Strumpfband . . . .
billig, Stück 4.10—4.50 Mtr. 1.10, 90 u. 75 ₰
z. A.Orkt. 2
jusgenheim. seMarx
Makkt?
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Juni 1913.
Seite 16.
Unser erster grosser
beginnt Dienstag, den 1. Juli, morgens 8 Uhr.
Der grösste Teil des Lagers ist zur Beschleunigung des Verkaufs in Serien
eingeteilt und der Ausverkaufspreis mit Blaustift auf dem Etikette vermerkt.
Die Preise sind ganz gewaltig reduziert, teils bis zur Hälfte und noch darunter.
Ein grosser
früherer Preis
Ein großer
Posten Wollene Taillen-Kleider
Posten Reinwollene Blusen bis 14.50
in allen modernen Farben, früherer Preis bis Mk. 58.−
Serie I Serie II Serie III Serie IV Serie V Serie VI
0m
Serie III
Serie II
Serie I
Ausverkaufs. 995 295 495 595 695 155
.
2
preis jetzt:
775
Kurteritantepreieletzt 140
29
220
Ein großer
Posten Farbige Waschblusen
Ein grosser
Posten Hocheleg. Gesellschafts-,
früherer Preis bis 3.90
75
Ausverkaufspreis jetzt: 55 Pfg. u. 2
Tee- u. Straßen-Kleider
in Seide, Voile und Wolle
Der gesamte Vorrat in
ohne Rücksicht auf Verlust, früherer Preis bis 175 Mk.
Serie I Serie II Serie III Serie IV Serie V
farbigen, seidenen Blusen
1800
ist in 6 Serien eingeteilt.
9250 3050
000 5900 690
30
Ausverkaufspreis jetzt: 25 35
3
Serie I: Ausverkaufspreis jetzt
4.95
Serie II: Ausverkaufspreis jetzt
Ein grosser
6.95
Posten Jacken-Kleider in engl. Geschmack
Serie III: Ausverkaufspreis jetzt
10.75
nur moderne Formen, solid verarbeitet
7
Serie IV: Ausverkaufspreis jetzt
13.75
Serie I Serie II Serie III Serie IV Serie V Serie VI
Serie V: Ausverkaufspreis jetzt
Ausverkaufs- 48950 4550 1050
16.75
9850
950 2950
59
preis jetzt: 12 10% 15 25 25
Serie VI: Ausverkaufspreis jetzt
21.75
früherer Preis bis 48.−
in blauem Kamm-
Ein grosser
Posten Jacken-Kleider garn-Chepiot
Ein großer
tadellose Stoffe, gut verarbeitet, ab Serie II auf Halbseide gefüttert
Posten Seiden-, Voile-, Ninon-Blusen
Serie I Serie II Serie III Serie IV Serie V Serie VI
in vielen Farben — früherer Preis bis 15.75
975
Ausverkaufs- 4475
Ausverkaufspreis jetzt:
075
275 7075
875
V.600
preis jetzt: 15 10 29 25 39. 5
Ein großer Posten
Weiße Batist- u. Wasch-Voile-Blusen
Aussergewöhnlich billig!
halsfrei und hochgeschlossen
früherer Preis
Ein kleiner
Ausverkaufs- g
175 950 295 390 2.50 B50
Posten Leinen-Kostüme bis 29.−
preis jetzt: 15 Pfg. 39 Pfg. 1 2
Ausverkaufspreis jetzt: 5.75 und 9.75
Ein großer Posten
Diese Kostüme sind aus voriger Saison.
Weiße Stickerei- u. Wasch-Voilekleider
mit eleganten Durchsätzen und schönen Stickereien
Popeline-Mäntel, Alpacca-Mäntel, Kostümröcke,
Ausverkauf. *75 650 1950 1450
50 995
Unterröcke, Morgenröcke, Matinées, Kinder-Konfektion
preis jetzt:
12 15-%
6- 22
weit im Preise zurückgesetzt.
Während unseres Inventur-Ausverkaufes
2
auf alle nicht reduzierten waren 10% Extra-Rabatt!
Auswahlsendungen können
nicht gemacht werden!
Sedaaret
Verkauf nur gegen Jar!
Srazsp,
72
Aenderungen wr gegen
Mhurnelch.
Ludwigstr. 5.
Berechrung!
Modernes Spezialhaus für Damen-, Backfisch- u. Kinder-Konfektion.
(14059
1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
§ 150.
Mantg. 30. Zumn.
1913.
EKlu biiiger Schanwaren
Verkauf!
ee
ee
2
e
Se e ee
ee ee e eeeee
Se e e e e ee
Ze
2
Der Verkauf beginnt Dienstag, den 1. Juli.
Kinder-
Herren-
Damen-
Moderne Boxleder-Schnürstiefel . . 6.25 Elegante Schnürstiefel mit Lackkappen . 4.90 Schwarze Leder-Schnürstiefel 17—19 0.80
Boxleder-Zug- und Schnallenstiefel . 6.90 Echt Chevreau-Schnürstiefel 36—39 5.50 Schwarze Leder-Schnürstiefel 17—22 1.75
fal teilsGoodyear-Weltg
Branne Leder-Schnürstiefel 17—22 . 1.85
Kalbleder-Zug- und Schnürschuhe . 6.00 Chevreau-Kuopfstiefel 36/39fr. 10.—, jetzt 5.50
72.40
Kalbleder-Knopf- und Zugstiefel . . 7.00 Moderne Boxleder-Schnürstiefel . . 6.50 Braune Knopfschuhe 27—29
Rosschepreau-Schnürstiefel Lackkappen . 6.75 Braune Chevreau-Schnürstiefelmit Lackk. 7.25 Braune Schnürschule 27—30 .
2.60
E
2.20
7.50 Rosschevreau-Schnürstiefel berby, Lackkapp. 6.75 I Braune Sandalen 22—29 .
Braune Chevreau-Schnürstiefel
5.50 Moderne Halbschuhe mit Lackkappen . . 5.50 Braune Sandalen 30—35
Hellbraune Halbschuhe 40—46
2.45
Wixleder-Zug- und Schnürstiefel . . 5.25 Braune Ziegenl.-Knopf- u. Schnürstiefel 4.50 Braune Schnürstiefel 27—30 . . . 4.00
Wixleder-Zug- und Schnürschuhe . . 4.00 Moderne weisse Leinen-Pumps jetzt 4.25 Braune Schnürstiefel 31—35 .
4.50
jetzt 350 Braune Knopfstiefel 27—30 .
Braune Sandalen 36—40
3.90
Segeltuch-Schnürschuhe 40—46 . . 2.50
1.75 Boxleder-Schnürstiefel 27—30
3.80
2.50 Segeltuch-Schnürschuhe 36—42
Leder-Hausschuhe 40—46
jetzt 185 Wixleder-Schnürstiefel 31—35 .
1.25 Leder-Hausschuhe 36—42
3.75
Stoff-Hausschuhe 40—46.
jetzt 1.30 Segeltuch-Schnürschnhe 27—30 . . 1.25
Wixleder-Knaben-Schnürstiefel 36—39 4.25 Lasting-Morgenschuhe
jetzt 0.85 Segeltuch-Schnürschuhe 22—26 . . 1.00
Braune Knaben-Sandalen 36—39 . 3.50 Stoff-Hausschuhe .
Moderne
in schwarz
weise Leinen-Damen-Halbschuhe 4.25
Mod. Damen-Knopfschuhe und brau 6.73
Ferner grössere Posten zurückgesetzte
Damen-Tennisschuhe in verschiedenen Farben, früherer Preis bis Mk. 6.50 .
jetzt Mk. 2.75
jetzt Mk. 6.−
Damen-Lack-Schnürschuhe, elegante Form, teils L. XV.-Absätze, früherer Preis bis Mk. 12.50
jetzt Mk. 5.−
Herren-Lack-Schnürschuhe, grösstenteils schlanke Form, früherer Preis bis Mk. 12.— .
Herren-Lack- und Kalbleder-Zugstiefel, erstkl. Fabrikate, vorherrschend kleine Nummern, früh. bis Mk. 20.—, jetzt Mk. 7.−
jetzt Mk. 6.—
Damen-Kalbleder- und Kid-Zug- und Knopfstiefel, früherer Preis bis Mk. 14.—
Damen- braune und schwarze Schnür- u. Spangenschuhe, gute Qualitäten, früher bis Mk. 9.50 . jetzt Mk. 4.—
Hochelegante farbige Herren- und Damen-Knopfstiefel, teils zur Hälfte des bisherigen Preises.
Kinder-Schnür-, Knopf-, Ohren- und Spangenschuhe, sowie viele Einzelpaare
weit unter Preis?
Keine Auswahlsendungen!
Verkauf gegen bar!
L. Spier
Bohunwarcnhaus
Telephon 2545
1 Louisenplatz 1.
1 Louisenplatz 1
(14088)
eierte e ete, ene en eeenen
Badeeinrichtungen.
Klettenwurzel-Huard
Zuſchneide=Freikurſus in Darmſtadt
von Carl Jahn in Gotha
Wandgasbadeofen, erſtklaſſiges Fabrikat, 70 Mk.
feinſtes, beſtes Toilettenöl, zur Er=im Saale d. Gaſthauſes „Zur Eiſenbahn”, Ecke Eliſabethen= u. Neckarſtr.
.. . 38 Mk.
Badeofen mit Kohlenfeuerung
Um unſere neuen Schnitte in Darmſtadt u. Umgegend
ſchnell=
haltung, Kräftigung und Ver=
25 Mk. an
;
Badewannen von
ſchönerung des Haares, zur Rei=ſtens einzuführen, haben wir uns entſchloſſen, einen Zuſchneide=Frei=
Gasherde äußerſt billig.
kurſus abzuhalten für ſämtliche Damen= u. Kinderkleider nach neueſter
nigung des Haarbodens und Be=Mode, auch für Damen ohne Vorkenntniſſe. Der Unterricht iſt
koſten=
ſeitigung der Schinnen. Seit überlos, wird von Fachlehrerinnen erteilt tägl. von 2—4 u. von 4—6 Uhr,
Installationsgeschäft Kaiser
fünfzig Jahren eingeführt, bewährt und kann ſich jede Dame die Stunden ſelbſt wählen. — Gegen geringe
Telephon 1067
Rheinstrasse 5. (9119a und überall von der Kundſchaft Vergütung wird ſämtliches Material geſtellt. Anmeldungen Dienstag,
rühmlichſt empfohlen.
Me e e e
in nur bester Quali-
Allein zu haben in Flaſchen mit 1. Juli, nachm. von 2—½6 Uhr, im obengenannten Lokal. (*1579fso
Die Sirektione Mans-Storke
Sſſ
tät. Für Haltbarkeit! Siegel und Firma des Verfertigers
der Borsten wirdverſehen à 75 und 50 Pfg. bei
weitgehendste Ga-
W
G. L. Kriegk
rantie geleistet.
Konsumenten
Me
Rheinſtraße.
(4487a
Niederlage der J. H. C.-Zahnbärste, offiziell empfohlen durch
jee kaufen Bindfaden u. Packkordel gut u. billig
die Internationale Hygiene-Commission, den Vereinsbund
Deutscher Zahnärste und den wirtschatlichen Verband ihr künstl. Gebliss
in dem Spezial-Engros-Geschäft von
Deutscher Zahnärzte.
ſitzt und paßt ſofort bei An=
Preis: Stück 35, 40, 60 Pfennig.
wendung meines Apollopulvers=
Hermann Hachenburger
6 aa
M
I
aromat. (Schultz 5166); nur echt in
Parzumerie Gg. Frz. ATank
Blechdoſen à 50 Pfg. in der Dro=
37 Rheinstrasse 37.
(ama
Elisabethenstrasse 9. gerie Friedrich Schgefer. (II,12720
(9431a)
Telephon 886
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Jnni 1913.
Seite 18.
4.
(14053
Teleph. 2475 GEDle TUSEEtT Ludwigsplatz
MITGLIED DES RABATT-SPARVEREINS
Gneebh UniseN-AoSVERAUf
in allen Abteilungen von DIENSTAG, den 1. JULI an
Wir geben auf unser gesammtes SOMMERLAGER:
in Damen-Konfektion:
in Kleider- u. Blusenstoffen
Frotté- u. Leinen-Kostüme u. Kleider
Mousselines
Frotté- u. Leinen-Kostümröcke
Waschstoffen
Batist-, Stickerei- u. Waschblusen u. Kleider
Stickereistoffen
Leinen-Mäntel
Herrenstoffen
Alpacca-, Popeline- u. Tüll-Konfektion
Knabendrellen
25% Skonto
10% Skonto
die bei Baar-Einkauf in Abzug gebracht werden.
Restbestände in Damen-Konfektion
als Kostüme, Kleider, Blusen, Kostümröcke, Mäntel, Morgenröcke, Matinées,
Tanz- und Gesellschaftskleider, halbfertige Roben, Volants, Unterröcke etc.
::
enorm billig, teils zu und unter Einkaufs-Preisen
3:
Aenderungen zurückgesetzter Konfektion unter Sitz-Garantie müssen zum Selbstkostenpreis berechnet werden.
Wegen Platzmangel
Eine wertvolle Bibliothek für das Haus!
ſehr billig!
Weiße moderne Jackenkl., weiße
I
Für wenig Geld eine für alle Zeit wertvolle Bibliothek
einz. Röcke, Leinenkoſtüme,
Empier=
zuerwerben- dieſe Gelegenheit bietet ſich Ihnen durch Abonnement
S Byssos
kleid., Bluſen, Sommermänt., Hüte,
auf die im Verlage der Union Deutſche Verlagsgeſellſchaft
Stiefel, Herrenanz. für gr. Fig.,
s der idesle poröse Wäschestoff für Herrenhemden
in Stuttgart erſcheinende
weiß. Turnhoſ., Tennish., Stiefel
bester Schutr gegen Eristungen
vorrätig in
u. Schuhe, f. Weißbinder, Sommer=
: Baumwolle Helbleinen Flanell
anz., Knabenanz. f. 6—7 u. 13 J.,
mplicht.
:
Bettwäſche, weiß. Damenh. u. Hoſ.,
Bibliothek der Unterhaltung
Ferdinand Carl Winter
Gasl. u. viel. mehr. Teilz. geſtatt.
Holieferent Sr. Rönigl Hohei des Grosshorzoge
Ballonplatz 10,
1eeeeeeeeeeeeesetesseeeereee
neben der Hofapotheke, pt. (13755a
unld des wissens.
Haben Sie Bedarf in
Die „Bibliothek der Unterhaltung und des Wiſſens” er=
(11702a
(V,8575
ſcheint bereits ihm 37. Jahrgang.
Salicil-
In vielen Millionen von Bänden verbreitet
Pergament
erfüllt ſie ihr Programm: jedem Bücherliebhaber Gelegenheit
zu geben zur Anlegung einer wirklich gediegenen, ſpannendſte
dann verlangen Sie in Ihrem
IHermncmmaner „Dar mstädteigenen Interresse Off. (*1515o
Unterhaltung und eine unerſchöpfliche Fundgrube des Wiſſens
zugleich bietenden
Gummi, Asbest, Putzwolle, Maschinen-Riemenfabrik
Jakob Skurnik
Telephon 315 Gegründet 1881 Telephon 315ASpezialhaus f. Papierwaren
Privatbibliothek
Wendelstadtstr. 28. Teleph. 1791.
aufs allerbeſte.
Alle Arten
Alle Arten
Gehrock=, Frack=, Smoking=An=
Die „Bibliothek der Unterhaltung und des Wiſſens”
er=
züge, Zylinder zu verleihen
ſcheint in 13 vierwöchentlichen, reich illuſtrierten, elegant in
Treibriemen
Gummiwaren Rheinſtraße 5, 2. Stock. (10999a
Seit
echte Leinwand gebundenen Bänden mit Goldrücken= und
Altertümer -2m
Jahrzehnten
(320
Deckelpreſſung. Jeder Band iſt mit einem hübſchen, farbigen
ſpeziell Möbel, billig. (IV, 12258,441 Umſchlag verſehen. Um die Anſchaffung auch weniger Be=
Packungen erstkelassige be
Mainitartikel
Mainz, Chriſtophſtraße 9.
mittelten zu ermöglichen, beträgt der Abonnnementspreis
währte Qual.
zu
konkur-
par B Maschinen- I. Hess. Versich. geg. Ungeziel. nur 75 Pfennig für den Band
Asbestwaren
renzlos
billigem „
ein Preis, zu welchem der Buchbinder im einzelnen noch nicht
Wieder-
Ibel & Lotz, G. m. b. H.
einmal den bloßen Einband zu liefern imſtande wäre.
Preig
verkäufer
und
Holzriemen-
Eliſabethenſtr. 31. Telephon 461.
Beſtellungen nehmen Buch= und Kolportage=
Nur
Cylinderele
scheiben
handlungen, Journalexpeditionen ꝛc. entgegen.
Se
* Bachgang-
( nas ab.
Union Deutſche Verlagsgeſellſchaft in Stuttgart, Berlin, Leimig.
Riemen-
Maschinen-
nanmmnnnnnnnnunuuuun.
Serjetein Fette
verbinder
Vertilgung von Ungeziefer jeder
Man trinke jetzt nur noch
Art, wie Wanzen, Käfer, Ratten,
Putzwolle Schmieröler: Oelkannen.
Mäuſe, Motten uſw. billigſt unt.
Vilbeler Mineralwasser vom
Garantie und ſtrengſter Diskretion.
Sämtl. Industrie-Bedarfsartikel.
Vilbel
Zahlungin Hussiu Brannen Sprudel,
Klegante neue Tüll=Kleider mit
Allein-Vertrieb Jacob Weber
Hochfeines Pianino
reichl. Perlen= u. Seidenſtickerei
nach
kreuzſaitig, wird unter ſechsjähr. von 10— 25 Mk. zu verk. (*1326dso
11 Neue Niederstrasse 11. Teleph. 837.
Garantie billig abgegeben. Teil=
Mühlſtr. 26, 2. St. rechts.
Erfolg!
zahlungen geſtattet. Nieder=Ram=
Bitte Firma genau zu beachten. (B13329
ſtädterſtr. 31, I.r.
(*1758oo Künstlerische
ezeicheedeld. Damenſchent ein.
Beste Toilette-Seifen
Photographie! Für Hausbeſ., Hotels, Bäckereien, T anſt., zurückgek., jahrel. leidend. Sehr ſchöne Efeuwand
Reſtaur. uſw. Verſicherung gegen
loſe gewogen, das Pfd. 55 und Porträt
Architektar Ungezieferbeſonders zu empfehlen. Frau etw. zurückgel. Leib= u. Bettw.
Freilichtaufnahmen.
65 Pfg., bei Entnahme von 10 Pfd.
Aeußerſt geringe Jahresprämie. Offert. u. T75 a. d. Exped. (*1746 100X180, gute Waſchmaſch., Syſt.
50 u. 60 Pfg. F. B. Grodhaus, Vorausbestellungen erw. (13107a Koſtenloſe Ausſprache an Ort und
billig abzugeben. NäheresWeltwunder, wegen Abreiſe ſehr
am weißen Turm.
(13219a Lisbeth Bach, Grafenstr. 41, II.1 Stelle. Poſtkarte genügt. (11272a Z0ſd Expedition.
(*17481preisw. Wittmannſtr. 33. (*1763
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Jum 1913.
Seite 19.
ete
ieeet
1
Me
Mein
SaisonAusverkauf
beginnt Dienstag, den 1. Juli.
Das ganze Lager, welches nur aus regulärer,
ge-
diegener Ware besteht, isi demselben unterstellt.
Minderwertige Stücke, vielfach zum Zwecke des
Ausverkaufs angeschafft, sind nicht am Lager.
Meine Schaufenster veranschaulichen
die bedeutenden Preisherabsetzungen.‟
Hermann Berger
Ernst-Ludwigstrasse 10
Hoflieferant
Ecke der Marktpassage
Spezial-Haus für erstklassige Damen-Konfektion.
(14089
S
ZSE
Sne
See e Zi.
See Zimmer
Me
Ssesesge
Neue und gebrauchte
amen,desich imn Korseit unbeguem fühlen,sich aber elegant,
modegerecht und doch absolut gesund kleiden wollen, tragen
Kassenschränke
D. R. P. Patente
offeriert billiaſt Ludwig Gutmann,
Eile Kage Haushraufraukurt a. A., Neue
Wainzer=
aller
(isa Kalastris kuterststen.
ſtraße 23.
902a
Ein gebrauchter 6wKranken-
Sofortiges Wohlbefinden. Grösste Leichtigkeit u.
Be-
verwendet nur unſer Universal=Präparat
Fahrstuhl zu verkaufen
quemlichkeit. Kein Hochrutschen. Vorzügl. Halt im Rücken.
(*1614soi
Becſtr. 64, part.
Natürl. Geradehalter Völlig freie Atmung und Bewegung.
2
Elegante schlanke Figur. Für jeden Sport geeignet. Für
leidende und korpulente Damen Spezial-Fagons.
„Fakirol
Gareiner Jeim,
IIIustrierte Broschüre und Auskunft kostenlos durch:
für Linoleum und Parkett uſw.
Pickel, Miteſſer, Blüten verſchwind.
*4 Inh.: Frau E. Spreng,
Fakirol zaubert in kurzer Zeit und mit wenig Mühe den ſehr ſchnell, wenn man abends denKalasiris-Spezial-Geschäft Schulstrasse 12. 1. Stock.
ſchönſten Glanz auf jedem, auch dem Schaum von Zuckers
Patent=
älteſten Boden hervor. Niemand verwendet nach einmaligem, Medizinal=Seife, à Stück 50 ₰
Anfdel. . 15.
Imzugshalber billig abzugeb.:
richtigem Gebrauch ein anderes Präparat, ſondern nur noch (15%ig) und 1.50 ℳ (35%ig, ſtärkſteSpezialität: uſw., ſowie alle Fruchtpreſſe, gr. Einmachtopf.
Fakirol. Laſſen Sie ſich eine Probe von unſeren Vertretern Formſeintrocknen läßt. Schaumerſt vorkomm. Schreinerarbeiten (977a Gaslüſter, Büroſchreibt.,
Schreib=
morgensabwaſchen u. m. Zuckooh- Adolf Zeller, Schützenſtraße 8. pult, Gewehr, Blumentiſch und
unverbindlich vorführen. Zu haben nur bei dem
Ereme (50 u. 75 2) nachſtreichen.
Herrenanzug. Wienerstr. 80, I. (*185,
Fabrikanten
(1399s0 Großartige Wirkung, von Tauſenden
Dapezier= und Polſterarbeiten
werden gut und billig aus=
Mgr=
mbeſtätigt. BeiFr. Schaefer, A. Logel
ar tägl friſch. verſ. g.
Telef. 2131. Burt Rohde Kaupſtr. 37. Ch. Schwinn, Drogerien, u. Gg. geführt.
P. Friese,
Trinkeier, Nachn. (11435a
Pankratiusſtr. 69. Alsbach a. d. B., Poſtfach K2.
KaaaäagamaſantägggstteFrz. Frank, Parfümerie. ( IV11265 1 11360a)
ſind eie doch de de rwchleveteitng ſo glinſich ed.ſ hehn ianten gleut und ſ ihr inpſoſchan mchrſch e=
Ich liebe Dich!
gegnet.
geſchnitten.
Wiſſen Sie übrigens, wer auf dem Sattelplatz und
Alſo mit einem Wort — er hat den Verſuch unter=
Roman von Guido Kreutzer.
(Nachdruck verboten.) im Rennbahnreſtaurant unter den Buchmachern als ge=i nommen, ſich an ſie heran zu pürſchen. Zwar erfolglos;
23
aber immerhin iſt wohl ſchon die Tatſache an ſich . . . .
Der Oberleutnant von Lanzoff reichte dem Kame= heimer Stalltyp ausgegeben wird?
Na?
beachtenswert!
raden noch einmal die Hand hinauf.
Sie!
Günter von Oſtheeren machte eine ſo aufzuckende Be=
Na alſo jetzt die Ohren ſteif gehalten, Oſtheeren!
Ach nee — wie ſchmeichelhaft!
wegung, daß der Northern ocean unruhig zu werden be=
Was aus dem Hengſt irgendwie rauszudrillen geht
Der Rennreiter ſchnitt eine ironiſche Grimaſſe. Dabei gann.
— ſelbſtverſtändlich. Im übrigen findet ſich ja alles wäh=
Woher wiſſen Sie denn das?
ſetzte er ſich im Sattel zurecht, daß das Leder leiſe knarrte.
rend des Rennens.
Wenn ſich die Herrſchaften nur nicht alleſamt täu=
Sie ſahen einander in die Augen.
Drüben auf der Haupttribüne ſitzt der Oberſt mit
ſchen! . . . Außerdem iſt ſo was eine üble Vorbedeutung!
Ich hab mich dafür ein bischen intereſſiert, weil mir
unſern Etatsmäßigen und Wanneslohe.
Von den Paddocks her kam der Kommerzienrat mit! inzwiſchen die Erkenntnis gekommen iſt, in wem ich den
Der Artilleriſt griff um den Hals ſeines Pferdes
.. inoffiziellen Verlobten Fräulein Krottenheims zu
herum nach der Kinnkette, ob ſie ſich auch nicht ausgehakt fliegenden Rockſchößen angelaufen.
Da trat der Oberleutnant von Lanzoff dicht an den ſuchen habe!
hatte.
Und weshalb erzählen Sie mir gerade jetzt dieſe Ge=
Ich verſtehe Ihre Mahnung lieber Freund. Aber Kameraden heran und ſagte haſtig . . . und ſein ſchmales
deren bedarf es wirklich nicht, ich hab Zuverſicht. Jetzt braunes Geſicht hatte unvermittelt wieder den ſchroffen ſchichte?
Hochmut:
Weil für die nächſte halbe Stunde der furor
teutoni-
hab ich ſie!
Alſo Oſtheeren, ich denke, wir ſind Freunde ge= aus über Sie kommen ſoll . . . . . Und weil ſchließlich
Lanzoff trat ausweichend zur Seite . . . . Rittmeiſter
und endlich Sie noch der einzige ſind, dem ich dieſes
Sierndorff kanterte zum Start auf. Sein Bleßfuchs ging worden.
Mir wärs herzlich lieb, Lanzoff!
Mädel gönne!
einen beſtechenden langfedernden Gang.
Der Rennreiter war ſehr blaß geworden.
Daher zum Schluß noch eine Mitteilung, die ich
Die beiden Artflleriſten ſahen ihm einan Moment
Lanzoff!
Ihnen nicht vorenthalten darf.
ſtumm nach.
Um deſſen Mund liefen plötzlich tiefe Linien.
Sie erklärten eben, in Sierndorff ſteckte Ihr ſchärfſter
Wer dem die Eiſen zeigt, der macht das Rennen!
Es iſt nun mal ſchon ſo, lieber Freund! Wozu ſoll
Gegner für dieſes Rennen!
ſagte der Baron ſchließlich.
ich Ihnen verſchweigen, wie es ein paar Tage lang in mir
Ja?.
Lanzoffs finſterer Blick kehrte zu dem Kameraden
Aber dieſe Rivalität beſteht auch für das . . . andere ausgeſehen hat? Das wäre nicht fair gehandelt.
zurück.
Im übrigen jedoch hab ich mich jetzt ſchon wieder ein
Allgemeine Anſicht! beſtätigte er kurz. Ingraban iſt Rennen, das Sie . . .. demnächſt zu machen gedenken!
wenig zurechtgefunden!
Ich verſtehe Sie nicht!
großer Favorit. Von Euch andern ſteht die Form ja
Und der Andere darauf:
längſt feſt. Nur Ihr Northern ocean iſt dunkel, weil er
Der Baron atmete tief auf.
Vor einiger Zeit hat Sierndorff Fräulein Krotten=
Braver Kerl!
zwei Jahre kein einziges Rennen gelaufen iſt. Deshalb
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Juni 1913.
Seite 20.
I. Freustbech-Südeusche
Eine äußerst aparte
29. Königlich Preussische)
Wohnungs=Einrichtung
Klassen-Lotterie
bestehend aus Schlafzimmer in mahagont poliert, mit 160 cm breitem
Zienung 1. Ntl. am 9. und 1u. Jui 1915
3 türig. Spiegelschrank, einem Esszimmer in eichen, einem Herren-
Lose zu den amtlichen Preisen:
zimmer in eichen, sowie einer Küche in pitsch-pine prima lasiert,
Ganze
Halbe
Viertel
Achtel
Mk. 40.—
Mk. 20.−
Mk. 10.−
Mk. 5.—
zum billigen Gesamtpreise von Mark 2050
in jeder Klasse, haben noch abzugeben: (13217a
habe ich unter anderem in meinem neuen
Die Königl. Preussisch. Lotterie-Einnehmer
Zweiggeſchäft Rheinstraße 39 (neben Britanniabotel)
in Darmstadt
aufgestellt u. lade ich zur unverbindlichen Besichtigung dieser sowie
L. F. Ohnacker
Christian Kullmann
H. Hilsdorf
der übrigen dortselbst sich befindlichen Einrichtungen ergebenst ein.
Ludwigstrasse 1
Wilhelminenstr. 9
Elisabethenstr. 2
Ferner möchte ich auf die grosse Auswahl fertiger Musterzimmer
Telephon 84
Telephon 351
Telephon 314
Philipp I. Schmidt
O. Petrenz, Elisabethenstr. 5
im Hauptausstellungshaus Heinrichstr. 67
Rheinstrasse 33
i. Fa. Müller & Rühle, Hofbuchhandlung
hinweisen. Dem Umfange meiner Firmaentsprechend, finden sich diese
Telephon 127.
Telephon 220.
See
Einrichtungen in mannigfaltigster Preislage vor u. empfehle ich hiermit:
Schlafzimmer: Mk. 275 395 425 495 525 575 595 640 u. S. W.
. 25
64 „ 2 „ 2 „
Wohnzimmer: Mk. 198 250 325 375 450 550 610 700 u. S.w.
Herrenzimmer Mk. 395 450 545 600 685 795 815 855 u. S. W.
—
Esszimmer:
Mk. 338 400 475 525 650 695 725 885 u. s.W.
Salons:
Mk. 595 715 805 840 910 950 1050 1150 u. S. W.
13
Cn
Küchen:
Mk. 82 115 145 175 195 235 250 275 u. s.W.
(13117a
Die Besichtigung ist ohne Kaufverpflichtung.
2
Fabreder
Darmstädter Möbel=Einrichtungshaus
K
2
16
Kudwig eiriinger Darmstaat
(13883fso 1—
Hauptausstellungshaus: Heinrichstr. 67, Ecke Martinstr.
Zweiggeschäft: Rheinstraße 39, neben dem Britannia-Hotel.
elereT&I V
Oe ee e
M
Dampfreinigung
für Bettfedern u. Daunen.
Beſte Einrichtung am Platz. Lager
in Köper für neue Hüllen. (9895a
El Hevor sie Madr-Abeien Bestellen, besuchen Ste Meinen Schion!
J. Stritzinger, Hölgesſtr. 11, I.
E
Wanderer-Fahrrad
e0
Fr. Mihmann
(9414a
wie neu, ſehr billig
Grafenſtraße 26.
Elisabethenstr. 21 Damen-Friseur Telephon 2231
N
. Seit Jahren war ich milde u. matt,
hatte häufig wahnſinnige Kopf=
GROSSEs LAGER in
ſchmerzen u. jede Luſt zum Arbeiten
und zum Leben verloren. Der
Zöpfe u. 1 eile
fertigen Haar-Arbeiten
Arzt ſagte, es ſei ein veraltetes
(N8
inallen Preisen
von 2., 3.-,
4.50, 5.-, 6.-,
Iieren
8.50, 10.-, 12.-,
15.-, 18.-, 20.-
Mark u.höher
u. Blasenleiden,
daneben Darmträgheit infolge
Kſitzender Lebensweiſe. Auf ärztl.
MODERNE ONDULATION Größte
Rat trank ich Altbuchhorster
Auswahl!
ee TURBAN und Teile 66
Mark-Sprudel Starkquelle
BESTE WASSER-ONDULATION
(Jod=Eiſen=Mangan=Kochſalz=
26ie
quelle). Schon nach einigen Flaſchen
Spezialität: Maß-Anfer-
—
Elegant. Damensalon
fühlte ich mich als ganz anderer
Größtes Haar-Lager
K
tigung für Haarersatz.
Die Urinabſonderung
Menſch.
(agr Auttirden 2a
Kopfwaschen mit Frisur . . 1.— Mk.
bis zu den seltensten
Transformation,
wurde lebhaft und ſchmerzlos und
mit Ondulation 1.50 Mk.
alter Haar-Arbeiten
Farben.
blieb es ſeitdem. Ich trinke den
Unterlagen, Scheitel.
in einigen Stunden.
Kinder . . . . . . . . . . . 0.75 Mk.
NMarkſprudel jetzt täglich, habe mich
nie ſo wohl und geſund gefühlt
N
wie heute. H. B.‟ Aerzil warm
Elektrische Massage Zentral-Trockenanlage Manicure
Kempf. Fl. 65 u. 95 Pf. in der Engros=
Niederlage Friedr. Schaefer und
in der Hofdrogerie Chr. Schwinn,
SReinſtraße 8.
(IV, 10978,26
über der Obeleumant von Lanzoffwehrie mit einen 1 Staliſtenolle berans. Sein ſelbſtrainterter Walich ging
und vem wer ereinns eiſant, is eie ſunhs,ſcht
Lächeln, das unſicher über ſein Geſicht glitt.
ſchon nach dem zweiten Tauſendmeterpfoſten in Nöten.
elegante, ſehr vornehme Dame ſich aus der Nebenloge ein
Was heißt denn das, Günter Oſtheeren?! Werden
Die Pace war ſcharf — unvernünftig ſcharf für die wenig zu ihm hinüberneigte.
Sie um Gottes willen nicht ſentimental! Wir ſind doch lange „Fahrt” von ſechstauſend.
Verzeihung, Herr Hauptmann — wen halten Sie
Kameraden — daraus ergibt ſich doch alles von ſelbſt.
Das zeigte ſich bald.
wohl für den vorausſichtlichen Sieger?
Und ich denke, die ſechſte Garde=Feldartillerie hält zu=
Der enragierte Ehefeind wurde vor dieſen uneuhig
Denn ſchon beim erſten Paſſieren der Tribünen fiel
ſammen . . . namentlich, wenn es ſich um ſolche Frau der Dragoner ausgepumpt zurück. Auch der grüne Huſar fiebernden Augen ordentlich verlegen.
handelt!!
Das läßt ſich nun allerdings ſchwer beſtimmen,
Gnä=
ſtarb hier kurz und ſchmerzlos.
*.
Dann tauchten die Konkurrenten drüben hinter der digſte. Ich hoffe natürlich auf meinen Leutnant, den
Baron Oſtheeren — trotzdem es eine harte Nuß für ihn zu
Am Start gab es natürlich die übliche Verzögerung, niedrigen Kiefernſchonung unter.
Als das Feld auf der Gegenſchleife ſichtbar wurde, knacken geben wird!
Zuerſt wollte der Falbe, den der Deutzer Küraſſier
Ein ſchöner vornehmer alter Herr legte der
Fragen=
ritt, nicht an die Maſchine heran . .. das zweite Mal gerieten die Tribünen in Bewegung.
wurde überſtartet; die Gäule rackerten ſich ab; es gab ein
Der Oberſt von Lühe ließ das Fernglas ſinken und den die Hand auf den Arm.
Sieh doch Giſa!
wildes Durcheinander, bis die Aufſtellung wieder zuſtande ſchüttelte mißbilligend den Kopf.
Und in demſelben Augenblick rauſchte ein entſetzter
kam . . . . endlich gelang der dritte Ablauf.
Gefällt mir nicht beſonders, die Geſchichte, lieber Herr
Aufſchrei aus den erregten Maſſen hoch.
Als die Flagge fiel, ſchoß ein Allenſteiner Dragoner, Major! ſagte er zu dem Etatsmäßigen. Sehen Sie doch
Der Deutzer Küraſſier hatte den berüchtigten iriſchen
der einen drahtigen engliſchen Hunter ſteuerte, querüber
nur, wie ſpielend der Küraſſier die Hürden nimmt! Und
in Front.
Wall zu knapp genommen. Die Hinterhand des Gaules
der Ingraban ſpringt mit faſt automatiſcher Ruhe.
verfing ſich. Der Reiter verlor die Ueberlegung — wollte
Der Küraſſier hatte ſich in die zweite Poſition gelegt.
Oſtheeren reitet doch ganz offenbar auf Warten, Herr
nach rechts hinüber — riß den Gardeulanen mit ſich.
Hinter ihm lag die bekannte „kleine Erlaucht” — der Oberſt! beruhigte der Major.
Reichsgraf=Erkefeld=Troſien. Dann Sieendorff auf dem
Ein Knäuel von Menſchen und Pferden.
Außerdem aber, warf Graf Wanneslohe ein, ſoll der
Weſtendorffſchen „Ingraban”. Und als Vorletzter Günter Northern ocean reichlich diffizile Pedale haben. Da wird
Und vorn jagte der Rittmeiſter a. D. Sierndorff . . . .
von Oſtheeren. Ein grüner Huſar bildete den Beſchluß; die leichte Feuchtigkeit von dem Strichregen heut früh für vier Längen hinter ihm Günter von Oſtheeren.
aber das war ein harmloſes Gemüt. Er kam nie aus der ihn direkt goldwert ſein!
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Jnni 1913.
Seite 21.
lehznt jede zwangeweiſe Vorbereitung auf den Zaur= ſnen und unter deutſchen Verhältniſſen ar=
Kongreſſe und Verbandstage. naliſtenberuf durch Beſuch der Hochſchule oder Privat=beiten und leben. Der Herr Einfender überſieht
unterweiſung ab, hält es aber für wünſchenswert, daß eine auch, daß in Deutſchland faſt alle Lebensmittel teurer,
Vom Bunde Deutſcher Militäranwärter.
Hochſchule, die über geeignete Lehrkräfte verfügt, Vor= zum Teil viel teurer ſind, als in anderen Ländern. Kennt
Am 26. Juni, früh 9 Uhr, wurde nach Erledigung der leſungen über die rechtliche, techniſche und kaufmänniſche der Herr Einſender die Ausbildung der engliſchen,
fran=
vorbereitenden Handlungen der Bundestag 1913 in Gera Tätigkeit einführe, um Intereſſenten Gelegenheit zu geben zöſiſchen, amerikaniſchen uſw. Beamten; weiß er, welche
(Reuß) mit einem dreimaligen Hoch auf den deutſchen zue theoretiſchen Ausbildung in dieſer Beziehung.
Koſten dieſe bis zur Erlangung eines öffentlichen Amtes
Kaiſer durch den 1. Bundesvorſitzenden, Rechnungsrat
* Bettenhauſen, 27. Juni. Heute nachmittag auſwenden müſſen; weiß er nicht, daß z. B. in Amerika
Pertſch=Berlin=Lichterfelde, eröffnet. Nach der Anweſen= empfing das Königspaar eine Abordnung des die Beamten zum Teil aus dem Volke geholt und in ihr
heitsliſte waren 27 Verbände mit 736 Vereinen und 78698 Vertretertages des Verbandes der Deutſchen Jour= Amt ſo lange eingeſetzt werden, bis eine andere Partei=
Mitgliedem durch 82 Abgeordnete vertreten. Zur Be=naliſten= und Schriftſtellervereine insgeſamt regierung ans Ruder kommt, von der ſie dann wieder
ent=
ratung ſtehen 159 Anträge und 26 Dringlichkeitsanträge. 30 Vertreter der bei der Tagung beteiligten Vereine aus laſſen werden, damit ſie den Parteijüngern der neuen Re=
Die Leitung des Bundestages wurde dem Eiſenbahn=Ober= Deutſchland und Deutſch=Oeſterreich. Der Empfang fand gierung Platz machen; weiß der Herr Einſender nicht, daß
ſekretär Dietrich=Straßburg (Elſ.) übertragen. Am Abend im Refektorium des Schloſſes ſtatt, wo den Teilnehmern es dem heſſiſchen und überhaupt dem deutſchen Beamten
des 26. Juni hatte der Verein Gera einen Feſtkommers Erfriſchungen gereicht wurden. Das Königspaar erſchien verboten iſt, Geſchenke anzunehmen und neben dem Amte
veranſtaltet der nicht nur von den Mitgliedern des Ver=mit der Fürſtin v. Wied und ließ ſich durch den Oberhof= noch ein Geſchäft zu betreiben; iſt ihm unbekannt, daß in
eins und ihren Damen, ſondern auch von ſämtlichen Dele= marſchall und den Kabinettschef der Reihe nach die ein= Amerika uſw. der Beſitz eines Staatsamtes mehr oder
gierten und vielen Ehrengäſten aus höheren Beamten= zelnen Mitglieder der Abordnung vorſtellen. Der König weniger als Geſchäft aufgefaßt wird und aufgefaßt wer=
und Offizierskreiſen und von aktiven Unteroffizieren der ſprach mit ſämtlichen Teilnehmern und zeigte großes In= den muß weil der Gehalt oft zu niedrig iſt und der Beamte
Garniſon Gera beſucht war. Die Feſtrede hielt der 1. tereſſe für die Verhandlungen des Vertretertages und für nicht weiß, wie lange er überhaupt in ſeiner Staatsſtelle
Bundesvorſitzende, Rechnungsrat Pertſch. Seine Ausfüh= die Angelegenheiten der Preſſe und der Schriftſtellerſchaft. ſein wird? Iſt dem Herrn Einſender ferner unbekannt,
rungen gipfelten darin, daß die Mitglieder des Bundes Die Königin ließ ſich in erſter Linie die beteiligten Damen daß der deutſche Beamte der beſte und
unbeſtech=
in alter Treue zu Kaiſer und Reich und aus Liebe zum vorſtellen, die auch von der Fürſtin von Wied ins Geſpräch lichſte der Welt iſt; weiß er nicht, daß es ein großes
angeſtammten Herrſcherhauſe es als ihre vornehmſte Pflicht gezogen wurden, worauf ſich die Königin noch mit einer Hindernis für den Verkehr iſt, wenn Beamte des
erachten, ſich unabläſſig als wahre Stützen und Förderer großen Anzahl Herren über literariſche und andere Fra=löffentlichen Dienſtes für ihre Amtshandlungen
der ſtaatlichen Ordnung zu erweiſen. Die im Laufe des gen unterhielt. Der Empfang der Teilnehmer dauerte noch eine beſondere Belohnung erwarten? Andere
Länder, andere Anſchauungen, andere Gebräuche! Es iſt
Tages eingegangenen Antworten auf die abgeſandten Er=anderthalb Stunden.
gebenheitstelegramme an Se. Maj, den deutſchen Kaiſer,
* Stuttgart, 28. Juni. Der 21. Vertretertag des darum unmöglich, wenn man den Tatſachen nicht Gewalt
Se Kaiſerl. und Königl. Hoheit den Kronprinzen, an Verbandes deutſcher Journaliſten= und antun will, einzelne Verhältniſſe anderer Länder ohne
mehrere Bundesfürſten, den Reichskanzler, an die Kriegs= Schriftſtellervereine nahm heute nach einem Re= weiteres in ein anderes Land zu übertragen und
Ver=
miniſter, den Staatsſekretär des Reichsmarineamts, an ferat von Gießen=Frankfurt und Dr Elſaß=Stuttgart ein= gleiche anzuſtellen, wie es im vorliegenden Falle verſucht
das Fürſtliche Miniſterium und an den Stadtrat in Gera ſtimmig folgende Reſolution an: Der Verband legt ein= wird. Wer alles Glück in billigen Preiſen, billigen
Löh=
nen und billigen Beamtengehalten ſucht, der muß nach
(Reuß) gelangten zur Verleſung und wurden mit großem mütigen und energiſchen Widerſpruch dagegen ein, daß in Rußland, Perſien, Japan, Türkei oder China gehen. Dort
Beifall aufgenommen. Der Vormittag des 27. Juni war den §§ 9, 12 und 17 des Entwurfes eines Geſetzes gegen iſt das Eldorado für dieſe Leute! Ob aber gerade dem
zur Beratung der zahlreichen Anträge vorgeſehen, die auf den Verrat militäriſcher Geheimniſſe dem deutſchen Reichs= Herrn Einſender die Lebensverhältniſſe in dieſen
Län=
fünf Kommiſſionen verteilt und die am Nachmittage im tag ein Ausnahmegeſetz gegen Preſſe und Schriftſtellertum dern, auf ihn ſelbſt angewendet, paſſen würden, möchte
Plenum beſprochen wurden. Abends fand ein Vortrag vorgeſchlagen wird, zu dem dieſe durch ihre Haltung keinen doch ſehr zu bezweifeln ſein. Anſcheinend wünſcht er dieſe
des Geheimen Regierungsrats und Senatspräſidenten im Anlaß gegeben haben. Die kautſchukartige und unklare
Verhältniſſe ja auch nur für die Beamten Heſſens. In
Reichsverſicherungsamt in Berlin, Herrn Dr. Flügge, Beſtimmung des Entwurfes über den fahrläſſigen Verrat Heſſen leben rund 8000 preußiſche Eiſenbahn= und
Reichs=
über die Bedentung der Militäranwärter für das öffent= militäriſcher Geheimniſſe und das unterſchiedsloſe Verbot poſt= pp. Beamte, gegen 3600 heſſiſche Staatsbeamte.
liche Leben unſeres Volkes ſtatt. Als Ort für den nächſten von Mitteilungen über ſchwebende Ermittelungen ſetzen Von letzteren wird und muß es als ein großes Un=
Bundestag wurde Kottbus gewählt.
Schriftſteller und Journaliſten der Gefahr ſchwerſter Strafe recht angeſehen werden, daß man ſie fortgeſetzt
erheb=
aus und ſind geeignet, das ſchriftſtelleriſche Schaffen und lich ſchlechter bezahlt, wie die in Heſſen lebenden Beamten
* Stuttgart, 27. Juni. Dem in der heutigen 21. Ver= die Erfüllung der Aufgaben der Preſſe zum Schaden der des Reiches und Preußens bezahlt werden. Im
Reichs=
kreterverſammlung der deutſchen Journaliſten: Bevölkerung und des Staates zu unterdrücken. Der Ver= tag ſind Mittel für Gehaltsaufbeſſerungen immer da, und
und Schriftſtellerverbände erſtatteten Jah= band erkennt durchaus an, daß auf die Intereſſen der fehlen ſie, dann eröffnet man neue Steuerquellen; im
heſ=
resberichte iſt zu entnehmen, daß die Mitgliederzahl Landesverteidigung von der Preſſe die weitgehendſte Rück= ſiſchen Landtag macht man es umgekehrt, da heißt es:
zurzeit 3000 beträgt. Ein Vorſchlag von Wentzel=Verlin, ſicht genommen werden muß, und wird dafür eintreten, „Streckt euch nach eurer Decke‟.
L.
die Frage des Verrats militäriſcher Geheimniſſe von der daß berechtigte Wünſche der Behörden wie ſeither erfüllt
Die Elektriſche.
Tagesordnung abzuſetzen, weil dieſe Frage nur von werden. Der Verband muß es aber zurückweiſen, daß
Reichsangehörigen entſchieden werden könne, während dem hier Wege eingeſchlagen werden, die geignet ſind, die
An der Ecke der Saalbau= und Riedeſelſtraße iſt noch
Verbande auch Schweizer und Oeſterreicher angehören, Preſſe und ihre Vertreter einer willkürlichen Behandlung immer die Tafel „Halteſtelle der Straßenbahn” angebracht,
und weil ſie vom Reichsverband der deutſchen Preſſe auf zu unterwerfen und damit ihre Lebensbedingungen auf was ja auch ſeine Berechtigung hätte, wenn, wie
beab=
ſeiner letzten Generalverſammlung in Düſſeldorf in das ſchwerſte zu gefährden.
ſichtigt, „bei beſonderen Veranſtaltungen im Saalbau” die
durchaus ſachgemäßer und zutreffender Weiſe behandelt
Wagen noch auf dieſer ſeitherigen Strecke fahren würden.
worden ſei, wurde abgelehnt. Auch ein Referat von Op=
Jedoch iſt nach Schluß der beiden letzten Donnerstags=
Stimmen aus dem Publikum.
penheim=München über Schriftſteller und Kinematogra=
Konzerte kein Wagen gekommen, der die Konzertbeſucher
phentheater mit folgendem Antrag wurde angenommen:
nnach Haufe befördert hätte. Es dürſte ſich daher
emp=
die Redaktic
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übern
Die Ortsverbände veranlaſſen, bei den Regierungen der keinerlei Verantwortung für ſie bleibt auf Grund
21 Abſ. 2 des fehlen, die Tafel zu entfernen, da dieſe ſchon
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.) 2
Einzelſtaaten Schritte zu tun, daß bei der Ausübung der
manchen veranlaßt hat, vergeblich auf die Elektriſche zu
Zenſur über Kinos ſtändig ein Mitglied des Verbandes
Zur Beſoldungsreform.
warten. Den Bewohnern der Saalbauſtraße und deren
als Beirat beigezogen werde. Ferner ſoll eine ſtändige=
Dem Herrn Einſender unter „diseite moniti” ſei er= Umgebung hat man die Bahn genommen, und weiter
Kommiſſion ernannt werden, der alles Material über die widert, daß er ſich mit ſeiner Statiſtik auf falſcher Fährte durch die Eliſabethenſtraße zur Neckarſtraße geleitet, in
einſchlägigen Verhältniſſe zuzuleiten iſt. Zur Frage der befindet. Mit derartigen Statiſtiken läßt ſich dem Un= der Erwartung, daß die ſeither unrentable Linie zu einer
Vorbildung des Journaliſten wurde folgende Reſolution eingeweihten alles beweiſen, nicht aber kann man dem nutzbringenden würde. Wenn man jedoch jetzt die vielen
angenommen: Der Verband erklärt in Uebereinſtimmung damit dienen, der die Verhältniſſe in den einzelnen Län= meiſt ganz leer laufenden Wagen in der
Eliſa=
mit dem Verbande der deutſchen Preſſ, unbedingt daran dern eiwas kennt. Zunächſt vergißt der Herr Einſender,bethenſtraße ſieht, muß jeder zur Ueberzeugung kommen,
feſtzuhalten, daß der Beruf des Journaliſten ein freier, daß die heſſiſchen Beamten nicht in England, Frankreich, daß ſich die „Heag” hierin getäuſcht hat: die Linie ſcheint
K. B.
allen Begabten zugänglicher bleiben müſſe. Der Verband der Schweiz oder Amerika, ſondern in Deutſchland woh= noch unrentabler geworden zu ſein.
2
1 Z
(3Z.
Z
e
die neue
ac er 4.−
Bte
ZCisaretfe
Saamais
mit Hohlmundst. flach
mit Goldmundst.
(II,14068
GEORG A.MASMATZI A-G.DRESDEN
GRSSSTE DEUTScHE
CIGAGETTENFABRIK
e
Oeen
Me e
rch bewillige auf alle nicht a0
T besonders ermässigten Waren
Dienstag
Deginn meiles groben
einen Kassen- Rabatt von 100
Saison- und invenfur-Ausverkauf
1
mit ganz bedeutenden Ermäßigungen auf alle Waren (14112
Ernst-Lud-
Spezial-
Juli
Gerhiſt Ludwid Schwab oistruze 23
Zee
Oe
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Jnmi 1913.
Seite 22.
A
Ausver
8
S
Arene
A
IAdm
Nchchäe
u Ladterel Jehmmle
gechei
43
e
Beginn Dienstag, den 1. Juli, morgens 8 Uhr.
Der immer größer werdende Umfang meines Geschäftes beweist, daß meine alten Prinzipien: „Nur gute Waren zu führen‟ - „Große Auswahl
zu unterhalten‟ — „Die Vorteile meiner Partie-Einkäufe meiner Kundschaft zu Gute kommen zu lassen‟ — neben meinem neuen, sireng
durchgeführten Prinzip: „Zu billigen, aber streng festen Preisen zu verkaufen‟ — beim Publikum immer größeren Anklang finden.
Mein stetig wachsender Umsatz erfordert jedoch auch die Unterhaltung kolossaler Lagerbestände bis zum Schluß der Saison. Nach beendeter Saison
ist es jedoch für mich ein Gebot der Notwendigkeit, meine Läger unter allen Umständen zu räumen, Ich unterstelle daher mein gesamtes
in meinem Neubau Zeil 74-70-78 in sechs grossen Ltagen
befindliches Lager in
Hinder-Confeetion
Damen- und
einem
grossen Saison-Ausverkauf zu weit zurückgesetzten Preisen
Ich habe dabei keinen Verlust gescheut und gelangen sämtliche Waren weit unter den seitherigen Preisen, viele sogar weit unter
Einkaufs-
preis zum Verkauf. Obwohl ein großer Teil meiner Lagerbestände durch Einkauf großer Partie-Posten schon bedeutend unter regulären Preisen
von mir erstanden ist. — Da sich mein letzter Ausverkauf eines derartigen Zuspruchs zu erfreuen hatte, daß ich trotz meiner großen
Lokalitäten in den Nachmittagsstunden des öfteren gezwungen war, mein Lokal wegen Ueberfüllung zu schließen, bitte ich meine
(VI, 14099
verehrten Kunden, auch die Vormittagsstunden möglichst zu Einkäufen zu benutzen,
Ein großer Posten Kinder- u. Backfisch-
Blousen, in weil und farbigem Wollstoff,
Jacken-Costumes.
Aufschen erregende Angebote!
Wollmousseline und Wasch-Voile, reizende
Aussergewöhnliches Angebot!
jugendliche Fassons. Früherer Wert 6.—.
200 Stück weiße Batistblonsen reg. F.
jetzt per Stück 2.80Ein grosser Posten Jackenkleider aus früherer
Wert bedeutend höher, jetzt per Stück 50 ₰
Saison, zum Aussuchen,
Ein großer Posten hochaparte Woll-Voile-
400 Stück farbige Waschblousen
jetzt per Stück 3.— 4.— 6.—
Blousen auf Seidenfutter, in modernen
Hemd- und Blousenfasson, in modern
Farben und neuesten Fassons, regul. Wert
Ein grosser Posten moderne
Jacken-
gestreiften Waschstoffen, z. T.
Zephyr-
bis 10.−
jetzt per Stück 3.90
Costumes aus guten Stoffen engl. Cha-
Imitation, regulärer Wert bedeutend
rakters, nur aus Saison 1913, regulärer
jetzt per Stück 60 ₰
höher
,
Grosse Gelegenheit!
Wert bis ℳ 16.—, jetzt per Stück 6.00
Großer Posten weiße Batistblousen
Ein Posten weiße Tüllblousen auf Seide
jetzt per Stück 80 ₰
Ein grosser Postenneueste blaue
Cheviot-
gefüttert, mit schönen Einsätzen, Steh-
Ein großer Posten imit. Leinenblousen
Jacken-Costumes moderne Fassons, C
bund oder halsfrei .
jetzt per Stück 2.40
moderne Streifen-Dessins, mit Vorder.
Jacke auf solidem Futter, jetzt per Stück 8.00
Ein Posten eréme Tüllblousen auf Tüll-
. . . jetzt per Stück 95 ₰
schluß . . .
Ein grosser Posten sehr gute
Jacken-
futter, mit ganz breiten Einsätzen
kleider aus prima Stoffen engl. Art, Jacke
jetzt per Stück 2.75
Einige Hundert Waschblousen in baumw.
auf Halbseide gefüttert
Ein Posten weiße Tüllblousen auf Tüll-
Mdusseline u. gestreiften Waschstoffen, in
regulärer Wert bis ℳ 24.—, jetzt per Stück 9.50
futter hochschick verarbeitet
diversen modernen Fassons. jetzt per Stück 90 ₰
jetzt per Stück 2.90
Ein Posten wolhbe u. eröme Täiblonsen
600 St. blaue Cheviot-Jackenkleider
Grosser Gelegenheitskauf!
auf Futter, mit breiten Spachtel-Einsätzen u.
aus reinwollenen Kammgarn-Cheviot, Jacke
Ca. 1500 weiße Batist-, Stickerei- und
Koller . . . jetzt per Stück ℳ 3.90 u. 3.75
solid gefüttert, modernes Fasson, in allen,
Voile-Blousen in nur modernen aparten
Ein Posten Futuristen-Voile-Blousen,
selbst in den weitesten Grössen vorrätig,
Fassons, mit schönen Stickereien und Einsätzen,
letzte Neuheit, in schick., reizenden Fassons,
regulärer Wert bedeutend höher, jetzt p. St. 9.50
nur tadellose frische Waren, jetzt in Serien zu:
mit Seidenkragen u. Manschetten, regulärer
2
jetzt per Stück 5.75200 St. blaue Cheviot-Costumes aus
Wert bis ℳ 7.— .
reinwollenen Kammgarn-Cheviot, Jacke auf
Ein Posten schwarze Batistblousen mit
ℳ 1.
ℳ 1.75
ℳ 2.40
Halbseide . . . . . . . jetzt per Stück 14.—
Einsätzen
jetzt ner Stück 2.50
ℳ 1.25
ℳ 1.90
ℳ 3.−
ℳ 1.40
J6 2.−
ℳ 3.50
Ein Posten moderne Jacken-Costumes
Ausserordentlich preiswert:
aus prima Stoffen engl. Charakters vorzügl.
Einige Hundert reinseidene Blousen in mod.
Qualitäten, regulärer Wert bis ℳ 35.-
Regul. Wert größtenteils mehr als das Doppelte.
Farben, aus Ia Seidenstoffen verarbeitet,
teil-
jetzt per Stück 12.50
weise mit bulgarischen Einsätzen und aparten
Engrober Posten Wolmousselne-Hlousen
Kragen, in nur neuen Fassons, alle ge- 2
Sehr grosser Posten Jacken-Costumes in
reine Wolle, auf Futter gearbeitet, in mod.
füttert, jetzt per Stück 6.50—5.50 u. 3.75
blau Cheviot und Stoffen engl. Art, nur guts
Dessins und Macharten. Regulärer Wert
Regulärer Wert bis 14.—
Qualitäten, in streng modernen Fassons, Jacke
das Doppelte . . . .
,
jetzt per Stück 1.95
auf Halbseide, regulärer Wert bis ℳ 40.-
Ein groß. Posten Wollmousseline-Blousen
Ein
jetzt per Stück 15. Wolle, modern gearbeitet, in d
Posten Schwarzsendene Merveilleux-Blousen
türk. Dessins . . jetzt per Stück 2.50 u. 2.75
Ein Posten Wasch-Jackenkleider in weiss
moderne Façons mit Tüllkoller u. Man- K
Ein großer Posten farbiger Woll-Voile-
und farbig, leinenart. Stoff, regulärer Wert
schetten, auf Futter . . ietzt ver Stück 3.50
Blousen, alle gefüttert, mod. Farben und 4
bis ℳe 16.—
.. . jetzt per Stück 4.— u. 5.−
Gecnsion!
Machart., reg. Wert bis 6.—, jetzt per Stück 2.75
Ein Posten weiße Wasch-Voile-Blousen,
Ein Posten Wasch-Jackenkleider aus gu-
Ca. 350 Stück Original Pariser
Lingerie-
letzte Neuheit, mit zweiseitiger
Rüschen-
tem Leinen und leinenart. Stoffen, regulärer
Blousen, grösstenteils handgestickt und mit
garnitur .
Wert bis ℳ 20.—, jetzt per Stück 10.− u. 7.‟
,„ „
. jetzt per Stück 3. Einsätzen und wundervollen Sticke-
Ein großer Posten schwarze
Satin-
reien versehen, Wert bis 50.—, ietzt in Serien
Grosser Posten seidene Jackenkleider in9ß
zu 3.90, 7.—, 9.—, 12.—, 15.— u. 19.−.
Blousen . . . . . . . jetzt per Stück 1.25
diversen Farben, jetzt per Stück 40.− u. 35.-
0
Franktarr u. Mam
W.Fanrlander
l
1
Neubau Zeil 74-70-78.
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Juni 1913.
Seite 23.
7
Tahrlander DDaisenAusverkauf
Mäntel und Paletots.
Garnierte Kleider.
Schlafröcke
Ein Posten weisse Batistkleider, mod. Fassons 275 Ein Posten Wasch-Schlafröcke jetzt p. St. 2.25
Luige hundert Fräujahrs, Paletots aus el.
etwas angestaubt, früh. Wert bis 12.— jetzt p. St.
Ein Posten Baumwollflanell-Schlafröcke 950
jetzt per Stück 40
Stoffen, engl. Art, darunter auch Backfisch- 250 IEin Posten weisse Batist-Stickereikleider 650 Ein Posten Wasch-Schlafröcke grösstenteils 450
Grössen . . jetzt p. Stück 3.50, 3.— und 2‟
mod. Fassons, früh. Wert bis 24.— jetzt per Stück
türkische Dessins.
jetzt per Stück
Ein grosser Posten Original Japan-Geisha-
Ein grosser Posten lange Paletots aus Stofln 400f Ein Posten neuester Stichereikleider, gans 1) Schlafräcke —
jetzt per Stück 475
engl. Art, Wert b. 12.— jetzt p. Stück 6.—, 5.— u.
aus Ia Stickereistoffen, mit sparten Garnierung., 900llffin groser Posten Lammfell-Schlafröche 375
regulärer Wert bis 26.−
jetzt per Stück
in vielen Farben . ... jetzt per Stück 5
Günstiger Gelegenheitskauf!
Ein grosser Posten Paletots engl. Art, in nur
Enorm billige Gelegenheit!
Ein grosser Posten Wollmonsseline-Kleider, reine Ein grosser Post. Wollmousseline-Schiaf- 950
guten Qualitäten, regulärer Wert bis 20.—, 700
Wolle, in aparten Macharten u. schönen Mustern, 1000 röcke, reine Wolle, fr. Wert b. 17.00. j. p. St.
jetzt per Stück 8.50 und
Wert bis 25.— jetzt in Serien zu 14.—, 12.− u.
Ein grosser Posten welsn. Stiekerei- u.
Ein grosser Pesten wollene Empire-Kleider, 1000 Batist-Schlafröckc, etwas angetrübt, re- 1900
ca. 1000 Stück bessere Paletots engl. Art aus weit im Preise reduziert, jetzt p. Stück 14.— u.
gulärer Wert bis 23.00
jetzt per Stück
Ia. Stoffen, allerneueste Fassons regulärer Wert 900 Ein grosser Posten wollene Kleider, aus Ia 1600 Ein Posten seidener Schlafrröcke in
mo-
bis 30.—, jetzt per Stück 15.—, 12.—, 10.−,
Wollst., weit im Preise reduz., jetzt p. St. 20.− u.
dernen Facons u. aparten Mustern, regulärer 1000
Ein Posten lange schwarze Kammgarn-
Wert bis 35.00 . . . . . jetzt per Stück
975 Ein kleiner Posten reinseid. Foulardkleider
Paletots f. Frauen, a. gut. Futter jetzt p. St.
regulärer Wert bedeutend höher, jetzt per Stück 1500
Matinées
Ein Posten reinseidene Foulardkleider, hoch-
Gelegenheits-Posten!
moderne Fassons und neueste Stoffe mit aparten
Garnituren . . . . . . . jetzt per Stück 1800 Ein Posten Lammfell-Matinées jetzt p. St. 1.45
Ein kleiner Posten weisse Cheviot-Jacken 100
Ein Posten Taschentuch-Matinées j. p. St. 1.45
trüb geworden . jetzt per Stück 3.— und
Ein Posten b’woll. Mousseline-Matinées 475
Ein großer Posten Leinen-Paletots aus Leinen 1Ein Posten reinseidene Kleider in aparten 9
in modernen Dessins .
jetzt per Stück
. . jetzt per Stück 2000
Fassons, Wert bis 40.−
und leinenartigen Stoffen, trüb geworden, jetzt 100
Ein Posten Japan-Geisha-Matinées j. p. St. 2.90
per Stück 3.—, 2.— und . . . . . .
Mein gesamtes Lager:
Ein Posten Wollmousseline-Matinées sch.
450
moderne Dessins .
jetzt ner Stück
Ca. 600 Stück Batist-Stickerei- und Wasch- Ein Posten seidene Matinées, zum Teil reich 1000
Ein Posten Staub- u. Reisemäetel in dunkl. Farb.
voile-Kleider, darunter hochelegante und
handge-
bestickte Japan-Matinées . jetzt per Stück
aus covercoatartigen Stoffen, darunter sehr gute
stickte Lingeriekleider, jetzt mit grosser Preisermässigung.
300
Qual., regul. Wert bis 16.— jetzt p. St. 5.— u.
Kinder-Kleider
Ein Posten Leinen-Mäntel früherer Preis bis 500
Gostume-Röcke.
20.− . .
. . . jetzt per Stück 7.— und
300 Stück Kinderkleider in Kattun und
Baumwollflanell, kleine Grössen jetzt p. St. 40 ₰
Ein Posten weisse Cheviot-Paletots für 700 Ein Posten Costume-Röcke aus Stoffen eng- 120130 Russenkittel aus gestreiften
Wasch-
lischer Art .
junge Mädchen,früh. Preis bis 20.— j. p. St. 9.— u.
. . jetzt per Stück
stoflen
.3
jetzt per Stück 48 ₰
Ein grosser Posteu Damen-Gummi-Mäntel 1775Ein Posten weisse Wasehröcke, Leinen- 900 Ein grosser Posten Russenkittel aus H
Imitation
jetzt per Stück
jetzt per Stück 10.— und
,
soliden Waschstoffen
jetzt per Stück 98 u. 70 ₰
Ein Posten Loden-Capes für Damen, in grün- 650 Ein grosser Posten Costume-Röcke, aus Stoffen Ein Posten Wasch-Kinderkleider in 25
kleinen Grösen . . . jetzt per Stück 1" u. 225
englischer Art, moderne Fassons, jetzt in Serien 140
lichen Tönen . . . . . . jetzt per Stück
zu 3.25, 2.50, 2,25
Ein gross. Post. dunkelblaue cheviot-Röcke, 3o0 Gelegenheitskauf für die Reise!
hochmod. gearb., mit Knopfgarnitur, jetzt p. Stück C
Ein grosser Posten Popeline-Mäntel in modern.
Ein Posten Wasch-Kinderkleidchen in schönen,
lang. Fagons, in schönen hellen Farben, zum Teil
Ein Posten schwarze Cheviot-Röcke, mod. 435 modernen Streifen-Dessins und unifarbig:
mit farbig. Kragen, in den Grössen 40-42-44, 550
Grösse 50 bis 60 jetzt 1.75 und 2.−
Machart
jeist per Stück
jetzt per Stück 6.50 und
Grösse 65 bis 80 jetzt 2.25 und 2.50
Ein Post. schwarze Frauen-Röcke, i. Cheviot, 800
Grösse 85 bis 100 jetzt 2.75 und 3.−
Voile usw. (früh. Preis bedeut. höh.), jetzt per Stück
Ein Post. Wasch-Kinderkleidchen in dkl. Dessins:
Ein Posten seidene Staub- und Reisemäntel Ein Posten lheile Woll-Costume-Röcke aus
Grösse 50 bis 60 jetzt 2.25
aus früh, Saison, etwas bestaubt. Früh. Wert bis
Grösse 65 bis 80 jetzt 2.75
600
Ia Geraer Kammgarnstoffen mit Knopfgarn, Wert 550
jetzt per Stück
25.−
,, „
Grösse 85 bis 100 jetzt 3.25
bedeutend höher . . .
. . jetzt per Stück
Ein Posten seidene Mäntel nur gute Qualitäten in Ein Posten Leinen-Röcke aus imit. Ripsleinen
Gloria, Rohseide etc., aus früherer Saison
000
jetzt per Stück 375
Kinder-Paletots
jetzt per Stück
Ein Posten schwarze Taffet-Röcke, reine 1000 Grosser Posten blaue u. farbige Kinder- 900
Ein Posten seidene Mäntel in schwarz Taffet und Seide, Wert bis 25.-. . . .
. jetzt per Stück
Paletots in allen Grössen, jetzt per Stück 20
farbiger Seide, sowie schwarze Voile-Mäntel. 1500
Grosser Posten Kinder-Paletots für Frühjahr
2
Früherer Wert bis 40.− . . jetzt per Stück
u. Winter aus guten Stoffen, jetzt in Serien 000
Ein grosser Posten hochaparte Eolienne-Mäntel
zu 5.—, 4.− und
Unterröcke.
in streng mod. Fassons, mit apart. farb. Seiden-
Grosser Posten Kinder-Wintermäntel für das Alter
garnierung. Wert bedeutend höh. jetzt p. Stück 1600
von 9—14 Jahren, aus guten Stoffen engl. Art 650
400 Stück Wasch-Unterröcke aus gestreiften
jetzt per Stück 6
520Stück Eolienne- Liberty- u. Seidenmäntel Stoffen, zum Teil mit farbiger Borde, jetzt per
Stück 85 ₰
in hochapart. Fassons, jetzt mit grosser
Preis-
ermässigung
Ein großer Posten Trieot-Unterröcke m. Seiden- 950 Aus mein. Pelzwaren-Abteilung empfehle:
210 Stück Spitzen- und Voile-Mäntel elegante Atlas-Volant in blau u. schwarz, jetzt per Stück
ca. 120 Stück hochelegante Pelzjacken und
-Mäntel in echt Sealskin, Sealbisam, Sealcanin, Nerz-
Macharten, jetzt mit grosser Preisermässigung Ein Posten rohseidene Unterröcke m. Plissé-
Volant, zum Teil Original Paris, jetzt per Stück 700 murmel, Persiana, Caracui, in aparten Fassons, wäh-
1100 Popeline-, Gloria- u. Alpacca-Mäntel
rend des Ansverkaufs
in kleidsam. Fassons und modernen Macharten, jetzt Ein Posten prima Taffet-Unterröcke mit 625
mit 20% Ermäßigung.
farbig. Borde . . . . . . . jetzt per Stück
mit grosser Preisermässigung
(VI,14100
Auf alle oben nicht angeführte Confection, wie;
Tausende aparte garnierte Kleider
Tausende elegante Jackenkleider
in neuesten Stoff. engl. Art u. uni Wollstoff. hochaparte Sommer-
Jacken-
chice Fassons in Voile, Foulard, Seide, Waschstoff., Batist u. Stickereistoffen
kleider in neuesten Frotté-, Leinen- u. leicht. Wollstoff. in den apart. Fassons
Tausende moderne Blousen und Röcke
Tausende moderne Mäntel
in allen möglichen modernen Stoffen und Fassons
in Stoff. engl. Charakters, blau Cheviot, elegante Sommermäntel in Alpacca,
Gloria, Popeline, Eolienne in chicen Macharten, Gummi-, Gummitinmäntel,
aparte Abendmäntel in Tuch und Seide
Tausende Piecen elegant. Kinderconfection
T
in allen Grössen und für jedes Alter
Tausende schwarze Mäntel und Paletots
in Voile-, Eolienne- und Spitzenstoffen in elegantesten Ausführungen;
schwarze Alpacca- und Gloria-Mäntel in besten Qualitäten; schwarze Grosse Posten elegante Schlafröcke, Matindes u. Unterröcke
in modernen Woll-, Wasch- und Seidenstoffen
Mäntel in Tuch und Kammgarn in allen Grössen und Weiten
gewähre ich einen Sconto von10% bie 1 S % weicher an der Kasse in Abzug gebracht wird.
Umtausch nicht gestattet.
Verkauf nur gegen bar.
Franktarr u. Mam
Unt. Neubau zeil 74-76-78.
1
aiider
W. Fant
Grösstes Geschäft für Damen- und Kinder-Confection in Frankfurt, Süd- und Mitteldeutschland.
St
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Juni 1913.
Mein grosser
Ausvorkauf
Invente
beginnt Dienstag, den 1. Juli.
Die zum Verkauf gelangenden Waren sind im Preise gewaltig reduziert, teilweise zur Hälfte des reellen Wertes.
Auf nicht ermässigte Waren gewähre ich während des Ausverkaufes 10% Rabatt.
Diese Woche gelangen zum Verkauf:
Damen-Strümpfe in schwarz, braun und farbig
per Paar 35, 55, 70, 80, 90 Pf. und höher
durchbrochen
gewebt ohne Naht „ „ 25, 35, 45, 55, 125 „ „ 5.
Kinder-Söckchen in schwarz, braun und farbig von 15 Pf. an
in dicht, durchbrochen, mit und ohne Finger, in allen Längen
Handschuhe nur gute kurante Ware, bis zur Hälfte des reellen Wertes::
Sämtliche Damen- und Kinder-Wäsche mit 20% Nachlass
Sämtliche Unterröcke mit 20% Nachlass
Sämtliche Tapisserie-Waren mit 20% Nachlass
Alle Damen- und Kinder-Hüte weit unter der Hälfte des reellen Wertes
Gg. Heckmann-Schmidt
DARMSTADT
Ludwigstrasse 8
Inh. F. STEPHANI
(14052
e eher
Für jungen Mann Laufdienſt auf 2 St. morg. ſofort
Vertieter
mit guter Schulbildung u. Talentgeſ. Grüner Weg 48, II. (*1759
Weiblich
zum Zeichnen wird Stellung auf! Sauberes Monatsmädchen od.
maſchinentechniſchemo. ähnlichem Frau geſ. für morg. und mittags, an allen größeren Plätzen geſucht f. Vacuum=Entſtaubungsanlagen,
Schneiderin empf. ſich per Tag Büro geſucht. Gefl. Angebote u. Hoffmannſtraße 34., II. (*1756oi Ventilatoren, Exhauſtoren, Wäſcherei=Einrichtungen in erſtklaſſiger
(II,14075
Ausführung.
2,50 M. Liebfrauenſtr. 89, p. (1621so T 39 an die Exped. (*1571fso
Suche einbrav. Mädch.längſtens
Maschinen-Bau-Anstalt „Proper‟, G. m. b. H.
bis 15. Juli, auf Wunſch ſofort.
Erstklassige Modistin
(B14066
Karlſtraße 52.
Ofe Stellen
Köln-Lindenthal.
empf. ſich i. all. vorkom. Putzarbeiten.
Ordentliches ſauberes Mädchen
Billige Preiſe. Schulſtr. 9, II. (13454a
Mönag
Dad
mit guten Zeugniſſen bei gutem Iling
Welblich
Lohn für leichte Arbeit geſuchi.
Näh. in der Exp. d. Bl. (4014ss Stlahbulger Ganselebel-rastoten-Fabrin
Aelt. Mädchen, weich, koch. ann,
etwas Krankenpfl. verſteht,
Land=
ſucht für Darmſtadt und Umgebung rührigen
Zum 1. Auguſt oder ſpäter
mädchen, welche gedient u. nicht
Männlien
gedient haben, einige Kindermädch. l ſuchen wir eine tüchtige
ſuch. Stellen. Frau Berta Ressling,
Vertreier.
Für hieſiges Bureau wird
jüngere Verkäuferin.
gewerbsmässige Stellenvermittlerin,
aushilfsweiſe auf 2—3 Monate
Gefl. Offerten mit Angabe von Referenzen an Haaſenſtein &
Es kommen nur Damen in
Ludwigſtraße 8.
(*1628so
junger Mann mit guter Hand=
(II,14078
Frage, die ihre Lehre in einem
ſchrift geſucht. Angebote ſind Vogler, A=G., Straßburg unter P. 2870 erbeten.
Tücht. Haushälterin ſ. Stelle. Ausſtattungs= oder Manu=unter T 77 an die Expedition
83
Off. u. T 82 an die Exp. (*1760fakturgeſchäft beendet haben u.dieſes Blattes zu richten. (*1742oi
5§ Kohlenhandlung
Junge Frau ſucht Laufſtellehein gewandtes, höfl. Weſen
Fuhrmannsſtr. 7, Seitenb. (*1768 beſitzen. Näh. Expd. (14116oim
ſucht zum Beſuch beſſerer Privatkundſchaft einen tüchtigen Proviſions=
Schreibgehilfe
(13964so
Aelt. Fräulein ſucht leichte Stelle
geſucht. Bewerber, welche bei einem reiſenden. Offerten unter T 51 an die Expedition.
bei einzel. Herrn od. Dame. Selb.
Gericht oder Rechtsanwalt beſchäf=
Frauen und Mädchen
ſieht weniger auf Lohn als auf gute
tigt waren, erhalten den Vorzug. 10000 Mark Jahreseinkommen
Behandlung; auch außerhalb. Off.finden lohnende Beſchäftigung bei Gerichtsſchreiberei Großh. Amts=Das Unternehmen ist sowohl für bestehende Geschäfte und
Handels-
u. T 71 an die Expedition. (*1738 Wolf Strauß, Sortieranſtalt, gerichts Darmſtadt 1. Abteilung firmen, als auch für jeden Nichtkaufmann geeignet, event. auch
Gräfenhäuſerweg 75. (14115oimk für ſtreitige Gerichtsbarkeit. (14074als Nebenerwerb. Dauernde, vornehme Tätigkeit. Für streb-
Tücht. Frau, i. Waſch. u. Putzen
n für Jahresſtelle
same Herren günstige Gelegenheit zur Selbständigmachung.
Nach-
nfg
erfahren, ſucht Kunden. Frau Nock,Schneiderinnen per 1. Juli Untall und Haftpflicht lweisbare glänzende Erfolge liegen zur Einsicht vor. Jedes Risiko
Kaſinoſtr. 16, Stb.
(*1774geſucht Hermann Berger,
Für unſere obigen Branchen unmöglich. Nur wirklich ernstl. und strebsame Reflektanten, die
Ernſt=Ludwigſtraße 10. (14032so ſuchen wir per ſofort einen innachweislich über ein Barkapital von mindestens Mk. 1500.— ver-
Männlich
(13862fso
Eine reinliche Frau zum Organiſation u. Acquiſition durch= fügen, werden um ausführliche Bewerbung gebeten.
Schüler der Kunſtgewerbeſchule Bröichentragen geſucht (*1533tsolaus bewährten
(I,14077
W. Schöneberg, Hannover.
Stuttgart (Möbelfachklaſſe), be=
H. Möser, Kaſinoſtr. 18.
reits 1½ Jahre bei Architekten
Reisebeamten
u od. Mädchen
tätig, ſucht während Ferien (Aug. u. Tüchtige Lauffrau ſofort ge=für Heſſen=Naſſauu. Großh. Heſſen.
Gater Beroiemſt!
Sept.) auf dem Zeichenbureau einer ſucht Grafenſtr. 35, I., r. (*1770) Die Stellung iſt neben einem an=
Möbelfabrik oder eines
Innen=
anehs ſofort oder 1. Juli ein ſehnlichen Fixum verbunden mit
Für pat. geſch. Staubſchutz=Apparat iſt die Bez.=Vertretung
architekten Stellung. Kleine Ver=Gesüchl nur anſtändig., williges
Reiſeſpeſen, Proviſion ꝛc. und bietet für Heſſen zu vergeben. Tüchtige Herren mit 200 Mk. Kapital
be=
gütung erwünſcht. Off. u. N. 733
(e
in Küche und ſich ſpez. einem jüngeren ſtrebſamen
(14071
Herrn Gelegenheit, ſich eine ſichere lieben Offerte u. T 79 an die Exped. d. Bl. zu richten.
an Haasenstein & Vogler, Mädchen, Hausarbeit er= Zebensexiſtenz zu gründen. Ausf. Anwaltsgehilfe per 15. Juli
A.-G. Mannheim. (II,13944fahren. Zu ſprech. bis 11 u. von 3—5.
daf. pat.
noſoron Prin
Soderſtraße 44, 2 Tr. (14043soi Offerten mit Referenzen, Reſultats=oder 1. Auguſt geſucht. Off. um=Häuolertr, TrIV.-Reisenut 5oPf., Zeugnisabſchriften u. gehend u. T 5 a. d. Exp. (13899dso Küch.=Maſſenartik. geſ. Muſt. grat. u.
Suche Mädchen, die koch. könn., mögl. Photographie erbeten an die
Dank-oder
frank. E. O. Köpernick, Berlin 61. (I, 14080
Jüngerer Maſchinen= u.
Werk=
zu zwei Leuten mit Kind, zu einerSubdirektion der Schweiz.
Mational-
zeugſchloffer für dauernd geſucht. Jung. Burſche zum Brotfahren
Dame, ſowie in andere gute StellenVers.-Ges., Frankfurt a. M. Elbestr. 11. A. Henninger & Co., Darm- geſucht. Gute Zeugniſſe
Frau Berta Neßling,
Bureaudiener
gewerbsmäßige StellenvermittlerinN
stadt, Maſchinenfabrik. (*1531fso erforderlich. Eintritt 10. Juli.
ntiigh
5a
Solider Geſchäftsmann, welcher
Ludwigſtr. 8. (*1624so
Müllerſtraße 16.
(*1581so
aus Geſundheitsrückſ. ſeiner Frau
Küchenchef, ſelbſtändige Köche,
Reſtaur.=Köchin, Bei= u. Kaffee=150 Mk. Wochentilon Hoteldiener, Haus= und Servier=
Jüngerertüchtiger Hausburſche
z. Aufgabe ſeines Geſchäftes ſich Köchin, Büfett= u. Servierfräulein, u. mehr verd. jeder, der unſere burſche, junger Kellner geſucht,zum Bedienen der Kundſchaft
gezwung. ſieht, ſucht anderweitig Haus=, Zimmer= u. Küchenmädchenweltb. Artikel für Alleinbezirk über=gute Zeugniſſe.
(*1773geſucht. Auguſt Mayer, Metzger=
Stellg. Derſelbe wäre auch bereit,geſucht. Frau Minna Dingeldein, nimmt, gar. ſtündl. Mk. 2.— und
meiſter, Karlſtraße.
Adolf Dingeldein
(*1739
die Stellg, eines Verwalters odergewerhamäßige Stellenvermittlerin, Eliſa=mehr. Jeder iſt Käufer. Näheresgewerbsmäßiger Stellenvermittler
Portiers anzunehm. Kaution kann bethenſtraße 5, II.
in jed. belieb. Höhe geſtellt werden.
(*1772umſonſt. Poetters & Schäfer, Eliſabethenſtr. 5, II., Tel. 531.
Hausbursche
Off. u. T 78 an die Exp. (140720d
G. m. b. H., Barmen 6. (II,14079
in ein feines Geſchäft für dau=
Gesucht
Hauſierer und Prov.=ernd geſucht. Es kommen nur
Solider Mann ſucht für die wegen Erkrank. d. ſeither. Mädchens,
Reiſ. kommt Kahlert=Bewerber in Frage, die beſte
Kräftige Taglöhner
ſtraße 41 (Wirtſchaft Saalburg)Zeugniſſe beſitzen, Radfahrer
Vormittage von ½7—12 Uhr Be=ſof. ein ſaub. ſolid. Mädchen, erf.geſucht, Anfangslohn 35 Pfg. pro zwiſchen 12 u. 2 Uhr u. abends
ſchäftigung irgendwelcher Art.
ſind und das Packen verſtehen.
in der Hausarb., zu 2 Perſ. u 1 Kind. Stunde. Wolf Strauß, Sortier=von 8 Uhr ab. Konkurrenzloſ.
Off. u. T 84 a. d. Exped. (*1771 Näheres Rheinſtraße 51, I. (*1751 anſtalt, Gräfenhäuſerweg75. (141181 Artikel. Rieſenabſatz. (*1710soi
Näh. in der Expd.
(14117oi
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Juni 1913.
Seite 25.
ung gar nicht mehr möglich ſ. Die Durner haben gar ſrdc. B90h. Spuriageranordung fſir Schutüren zu
keine Gelegenheit, das Feſt in der Weiſe zu verleben, wie Militärſchießſtänden nach Gebrauchsmuſter 535 884. Me=
Sport, Spiel und Turnen.
es hier und da manchmal geſchildert wird. Und es iſt talwarenſabrir Georg Jäger u. Ko, G. m. b. H., Worms.
* Das Leben auf dem Feſtplatz des 12. Deutſchen bei den Turnfeſten immer zu bedenken, daß z. B. das viele 22. 5. 13. M. 46 481. 72e. 558090. Schießſtand mit hin=
Turnfeſtes zu Leipzig (12.—16. Juli 1913). Es herrſcht Vier, das getrunken wird, nicht allein von den Turnern ge= und hergehenden, einſchienigen Scheibenwagen.
Metall=
oft eine ganz falſche Meinung von dem Treiben auf einem noſſen iſt, ſondern zum großen Teile eben auch von all warenfabrik Georg Jäger u. Ko., G. m. b. H., Worms.
Turnfeſtplatz, von der Arbeit der Turner auf dem Turn= den Tauſenden von Feſtbummlern, die ja gerade am Feſt=22. 5. 13. M. 46 482. 82 a. 557 735. Vorrichtung zum
Trock=
feſte. Man wirft den Turnern oft unberechtigter Weiſe ſonntag zu Hunderttauſenden herbeikommen. Das Leben nen von Materialien und Körpern, insbeſondere von
vor daß die fröhliche Stimmung der Turnfeſttage die auf dem Feſtplatz iſt ein buntes, wie es ſchöner nicht aus= Korkſtopfen. Fritz Decker, Worms a. Rh. 26. 2. 12. D. 22055.
Turner ſehr animieren würde, dem Biertrinken allzuarg zudenken iſt es iſt ſo recht Arbeit im Gewande jugendlicher — 2. Patent:Erteilung. 21c. 262320. Schaltweiſe
ſich hinzugeben. Dem iſt aber durchaus nicht ſo. Ein Freude. Wer ein Herz im Leibe hat und Augen, die für zeitlich veränderliche elektriſche Ströme zwecks
Ver=
deutſches Turnfeſt iſt ganz beſonders ein Feſt der Arbeit. ſehen, der kann an einem Deutſchen Turnfeſt einen wah= minderung oder Verhütung von Ueberſpannungen. Dipl.=
Nehmen wir einmal den Feſtſonntag an. Früh ſechs Uhr ren, großen Genuß mit nach Hauſe nehmen und wird! Ing. Friedr. Auguſt Becker, Darmſtadt, Roßdörferſtr. 78.
beginnen bereits die turneriſchen Wettkämpfe, die mehrere zeitlebens ſich gerne erinnern an ſolche Feſttage einer gro= 6. 1. 12. B. 65773. — 3. Patent=Anmeldungen.
Stunden in Anſpruch nehmen. Um 8 Uhr ſtellen ſich die ßen, ſtarken, ſtolzen Nation.
12p. M. 46 677. Verfahren zur Darſtellung von N=
Halogenalkyl=
einzelnen Vereine, um zu ihrem Aufſtellungsplatz zum
C. C=Diakylbarbiturſäuren, Fa. E. Merck, Chemiſche Fa=
Feſtzug zu marſchieren. Dieſer Feſtzug beginnt um 11
brik, Darmſtadt. 9. 1. 12. 42 h. B. 70 335. Polariſator. Dr.
Uhr und dauert ungefähr 3 Stunden. Auf dem Feſtplatz
Siegfried Becher Gießen, Bahnhofſtraße. 21. 1. 13.
Handel und Verkehr.
angekommen, kleiden ſich die Turner ſofort um, ſtellen ſich
72 d. K. 53 403. Schlagbolzenſicherung für Brandgeſchoſſe.
für die Freiübungen bereit und turnen dann in einer
Patente uſw. (Mitgeteilt von Dipl.=Ing. Karl Kniepkamp, Bingen a. Rh. 15. 7. 12. 341.F. 35270.
Zahl von rund 17000 Turnern acht ſchwierige Frei= Klemens Herszberg u. Ko., Patent= u. Ingenieur=Bureau, Diebesſicherer Frühſtückskaſten mit hin= und
herſchieb=
übungen. Dieſe beanſpruchen eine Zeit von zirka 1½Darmſtadt, Rheinſtr. 19.) 1. Gebrauchsmuſter=Er=barem Aufnahmefach in beiderſeits offenem Mauerkaſten.
Stunde mit Auf= und Abmarſch. Nach den allgemeinen teilungen. 21e. Durch mit Innengewinde verſehene Johannes Funcke, Auerbach, Heſſen. 11. 10. 12.
Freiübungen treten ſofort die Sachſen in einer Stärke von Steckerſtifte zuſammengehaltener, zweiteiliger Stecker.
10 000 Turnern auf, um zunächſt ſchwierige Stabübungen, Elektrotechniſche Fabrik Offenbach, vorm. Schröder u. Ko.,
dann Gerätturnen an 100 Barren und ſchließlich in vielen Offenbach a. M. 4. 6. 13. E. 19198. 33b. 558 079. Federn=
Landwirtſchaftliches.
hundert Riegen Muſterturnen an den verſchiedenſten Ge= der Klemmknopfverſchluß für Taſchenbügel u. dgl. Fa. E.
räten zu zeigen. Am Abend finden verſchiedene Sonder=Ph. Hinkel, Offenbach a. M. 29, 4. 13. H. 60 819. 63g.
Landwirtſchaftliche Studienreiſe. Die von der
vorführungen ſtatt. Zwiſchenhinein werden den ganzen 558061. Lagerbefeſtigungs= und Stromabnahmeeinrichtung Landwirtſchaftskammer für das Großherzogtum Heſſen
Tag (von früh 6 bis abends 7 Uhr) Spiele auf den eigens für magnet=elektriſche Fahrrad=Lichtmaſchinen u. dgl. Fa. für dieſes Jahr in Ausſicht genommene landwirtſchaftliche
dazu vorhandenen großen Spielplätzen ausgetragen. Auch P. Schleſinger, Offenbach a. M. 28. 11. 12. Sch. 46 231. Studienreiſe nach Hannover und Oldenburg hat in den
am Montag und am Dienstag beginnen die Wettkämpfe 63g. 558062 Leicht lösbare Befeſtigung für magneteelek= Kreiſen der Landwirte großes Intereſſe gefunden. Die
bereits am frühen Morgen. Und die anderen ſiebzehn triſche Maſchinen zur Fahrradbeleuchtung. Fa. P. Schle= urſprünglich vorgeſehene Teilnehmerzahl mußte erhöht
Turnkreiſe treten an dieſen Tagen mit Maſſenvorführun= ſinger, Offenbach a. M. 28. 11. 12. Sch. 46 233. 63g. werden. Nicht weniger wie 42 heſſiſche Landwirte werden
gen und Gemeinübungen an dieſem oder jenem Geräte 558063. Ein= und Auslöſevorrichtung für magnet=elektriſche ſich an der Reiſe beteiligen und haben Sonntag, den 29. Muſterriegen und Sondervorführungen, mit Spielen Maſchinen zur Fahrradbeleuchtung. Fa, P. Schleſinger, Juni, unter Führung des Sekretärs der Landwirtſchafts=
und dergleichen an. Außerdem finden noch das Ringen Offenbach a. M. 28. 11. 12. Sch. 46234. 68b. 557767. kammer, Dr. Hamann, die Reiſe angetreten. Den Teil=
und das Fechten, die Mannſchaftskämpfe im Tauziehen Klappfenſter=Offenſtellvorrichtung. Franz Sadoni, Mainz, nehmern iſt auf der Reiſe Gelegenheit gegeben, intenſive
und im Eilbotenlauf ſtatt. Dazu kommt weiter das Auf= Flachsmarktſtraße 25. 16. 5. 13. S. 30325. 72e. 558 088. Ackerbaubetriebe bäuerliche Wirtſchaften mit elektriſchem
treten der Leipziger Turnerinnen, der Leipziger Schulkin= Vorrichtung zum Beſeſtigen von Scheibenrahmen in den Betrieb, hochentwickelte Schweinezuchten. Pferde= und
der, der Ausländer uſw. Das geſamte turneriſche Pro= Scheibenwagen von Schießſtänden. Metallwarenfabrik Georg Rindviehzuchten kennen zu lernen.
gramm iſt ſo reichhaltig und vielſeitig, daß eine Erweite= Jäger u. Ko., G. m. b. H., Worms. 22. 5. 13. M. 46 480.
Schweiß
Frankenthaler
1
1
Wer dort? (13682a
Iſ Gitt
hier V. Schatz, Alexanderſtr. 15.
Ich komme ſof. u. zahle Ihnen für
getrag. Kleid., Schuhe, Wäſche, Zahn=
Zucker
E5
gebiſſe, alte Federbett.ſtets die höchſt.
Preiſe. Tel Nr. 1924. Poſtk. genügt.
Das gilt auch für den Haarwuchs. —
„
Nach Anſtrengungen ſportlicher oder
be=
der beste
ℳ
ruflicher Art ſollte man jedesmal gewiſſen=
Ankauf
haft die Kopfhgut mit
—
getragener Kleider, Stiefel,
der billigste
Wäſche, ſowie Zahnge=
Dr. Dralle’s Birkenwaſſer
biſſe ꝛc.
(13639a
S. Zarnicer, Kl. Bachg. 1.
Hutzucker, Kl. u. große Häte Pfd. 24 ₰
maſſieren. —— Ein wohliges Behagen,
Komme auch nach auswärts.
eine ungeahnte Erfriſchung und Belebung
bei 10 Pfd. 25 ₰
M.)
iſt die Folge. — — Und das Wichtigſte:
Kristallzucker „ . . 23 ₰
Die Organe der Kopfhaut leben förmlich
)
wieder auf. —— Das läſtige Jucken ver=
Vietoria-Kristall „ . . 25 ₰
ſchwindet ſofort, Haarausfall und Kopf=
Gemahlener
. . 23 ₰
ſchuppen, werden verhütet, der Saarwuchs
Ich kaufe
wird. mächtig. angereak. varzeitliges. Er=
„ Norddeutscher pr. Pfd. 21 ₰
getr. Herren= u. Damen=Kleider,
Arauen vermieden. Pflegen Sie das Haar,
auch Stiefel, Bettfedern, Gold,
Salieyl . . . 3 Pakete 20 ₰
ſolange es noch da iſt. — — Wundermittel,
Silber ꝛc. Zahle Ihnen ſtets
kon=
die auf kahlen Köpfen einen neuen Schopf
2kurrenzl. Preiſe. Der erſte Verkauf
Alle Einmach=Artikel
hervorzaubern, gibt es nicht! — —
Zahl=
überzeugt Sie. Poſtkarte genügt.
in bekannter Güte.
reiche ernſte ärztliche und private Gutachten.
Max Schnitzer, Schloßgaſſe 33.
Telephon 2097.
(13838a
Dr. Dralle’s Birkenwaſſer, die echte
Drogerie
Originalmarke, iſt in allen Parfümerie=,
M. Lemier, Obergasse 15.
Drogerie= und Friſeur=Geſchäften zuhaben.
27
Zahle die höchſten Preiſe für
Ph. Secker Nachf.
Preis Mk. 1.85 und 3.70.
getragene Herren= u. Damenkl.,
Inh. Herm. Hoechster
Schuhe, Stiefel, Zahngebiſſe.
Ludwigshöhstr. 1. Teleph. 244
Poſtarte genügt.
(*1521fso
M. Lemier, Obergaſſe 15.
Schwz.=wß. Rabattmarken.
Wanzentod 3osss44s6664s
(B14104
Achtung!
(II,14106
Kinder
Getragene Herren=
Masol
u. Damen=Kleider, Schuhe,
trinken Haemacolade sehr gern; sie bekommt ihnen
ſicher wirkendes Radikalmittel
* Gold, Silber, Bettfedern, 2
auch vorzüglich, schafft rote Bäckchen u. festes Fleisch.
Fl. 50 Pfg. (12457a3 Zahngebiſſe kauft Kletzewski,
Für Wirte und
2 Schloßgaſſe 20. Zable ſtets
Wilhelm Ehrhardt
Eltern
5 die höchſten Preiſe. Poſt=
Darmstädter Tapeten-Versandthaus 8
geben deshalb gern ihren Kindern dieses wohl-
Wiederverkäufer.
(*1570fso
karte genügt.
am weißen Turm.
schmeckende und nahrhafte Frühstücksgetränk.
Einige Hundert ſchöne
Sosossse
1 Pfd. ℳ 2.—, ½ Pfd. ℳ 1.10, (wertvolle Gutscheinei. d. Dosen).
Meine beiden Knaben litten an
We
Salzgurken
Generalvertret.: Wilh. Lulay II., Heppenheim a. d. Bergstrasse.
einem eiterig=kruſtig ausſehendenHaare
abzugeben.
(14050
Fabrikant: Berliner Hygiene Ges. m. b. H., Frankfurt am Main.
ausgekämmte und abgeſchnittene
100 Stück Mk. 2,50.
Kopfelzem
kauft fortwährend zu den höchſten
Bg. Germann, Grafenſtraße 35.
(7846a
Nach dreiwöchentl. Gebrauch Ihrer Preiſen
Friedrich Tillmann,
Medizinal=Herba=Seife war der
Eliſabethenſtraße 21.
Schorf vollſtändig beſeitigt. Frau
Herba=
Olga Sch. in Bad O.—
Softene Geiegenheit
Seife à Stück 50 Pf., 30½ per= Wir zahlen
ſtärktes Präparat 1 Mk. Zur
In Langen, 6 Mmut. v.
Bahn=
di besten gaft
Nachbehandlung Herba= Ereme 8
hof. inmitten der neuerbauten
OPEL-Räder
Villenkolonie, Bahnſtr. 73/10, iſt ein
Tube 75 Pf., Glasdoſe 1,50 Mk. für alt. Eiſen u. Metalle,
Papier=
großer Laden mit Ladenzimmer,
Zu haben in allen Apoth., Drog., abfälle, Geſchäftsbüch. u. Akten,
Parfümerien.
zuſammen ea. 48 MMeter groß,
(II, 14067 unt. Garantie des Einſtampfens.
†. jedes Geſchäft paſſ., nebſt 3 Zim.=
Alle Aufträge werden nur
Wohn. im 1. Stock, alles vollſtänd.
im Hauſe abgeholt und fſinden
neu hergerichtet, bill. zu vermiet.
prompteſte Erledigung. (9432a
Anzuſeh. zu jed. Zeit. Näh. durch
M. Löb & Co.,
den Beſ. J. Körfgen, Frankfurt
Elch
(25
Liebigſtr. 30. Telephon 479
a. M., Saalburgſtr. 7, I. (14060a
L
Für altes Eisen, alte Metalle,
enie
Junger Foxterrier
S Fapierahfälle aller Art, Ge-
zu kaufen geſucht.
Heidelberger=
ſtraße 74, parterre.
(*1629so
schäftspap. Bücher u. Akten
Die altbekannte und beste deutsche Marke zu mässigen Preisen.
unter Garantie des Einſtampfens
Eekſab.2
la Dobermänner
zahleſtets die höchſt. Preiſe. 7915a
ſehr ſchön u. ſtark, fein coupiert,
Kauft nur das unübertro fene
la Stbm Rüden 20— 25 Mk., Hünd.
Lippmann May,
Ungeziefermittel
15 Mk. Wo? ſagt d. Exp. (13938som
Haas & Bernhard
Tel. 157. Kl. Ochſengaſſe 14.
V
42
Thurmelin Aufträge werd. jederz. prompterled.
(11876a
Rheinstrasse 19.
Zu verkaufen
in Gläſern zu 30, 60 Pf. u. Mk. 1.—
Vebrauchte Flaſchen werden zu
Zuhaben in Apotheken u. Drogerien höchſten Preiſen angekauft n
jg. Haſen u. Tauben zu 60 Pf.
Darmſtadts und Umgebung.
12807a) Rubin, Kaupſtraße 46.
*1744) Gilbert, Brannshardt.
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Inm 1913.
Seite 26.
Speier’s moderne Schuhwaren
Saison-Ausverkauf
Speier’s diesjähriger
Saioeh-Ausverktadf
beginnt am 4. Juli
dauert bis 16. Juli
Beachten Sie unser nächstes Inserat!
Speier SScufiwarenhaus
Inh.: Paul Wildau
(14108
nur Ludwigstrasse 16.
Mühlſtr. 70
es ent witr Ze 2
Kinderloſes ſeines Ebepar ſucht
auteseligerstr. 13, I., möbl. Zim.
Ramſtädterſtr., hübſchmöbl. Zimm. ev. mit Penſion zu verm. (*13982 Penſion ſofort zu verm. Moſer=zum 1. Oktober oder wenn möglich
m. ſep. Eing. v. 1. Juli z. v. (*127ams
4 St., ſchön ſtraße 5, Weidig. (B14098omkſchon zum 15. September geräumige
25a
Eliſabethenſtraße 29, I., 2 fein Grafenstr. 20, möbl. Zim.,
Saalbauſtr. 25, III., gut möbl.
5 Zimmer-Wohnung
Kleueselstr. 35
möbl. Z., Wohn=u. Schlafz. (12884oms n. d. Straße ſoy. Eina., bill. (*1590so Zimmer zu vermieten. (11392ms
mit reichlichem Zubehör in mo=
Ge
Parterre=Wohnung, 6 Zimmer u. Kaſinoſtr. 11, Metzgerei, möbl.
Grafenſtr. 18, 4. Stock, links, dernem Hauſe, in ruhiger freier
2 Entreſol, im Preiſe von Mk. Zimmer zu vermieten. (11810oms Ob.Hügelstr. 19, II.,EckeSchützen- ſchön möbl. Zim. zu verm. (*1753oim Lage, 1. Stock. Angebote mit Preis=
900.— per ſofort zu vermieten.
Heidelbergerſtr. 89, II., ſchön straße, gut möbl. Zimmer ab
Alexanderſtr. 5, 2. Stock, links, ſangabe unter T 29 an die Er=
Dieſelbe eignet ſich auch für Bureau=möbl. Zimmer zu verm. (13473a 1. Juli zu verm.
(13975t möbl. Zimmer zu verm. (*1747oimnedition dieſes Blattes. (13859fsa
zwecke. Zu erfr. im 1. St. (12727oms
Wilhelmſtraße 2, 2. St, gut
Möbl. Zimmer, hell, mit ſep.
möbl. Zimmer zu verm. Einzuſ. Saalbauſtr. 36, 3. St. gut Eingang, per ſofort zu vermieten.
Beamtenfamilie
mittags von 2—5 Uhr. (B11145ods möbl. ſeparat. Zimmer. (*1633so Näh. Gutenbergſtr. 59, 2. St. (*1750
(2 erw. Perſ.) ſucht z. 1. Okt.
Karlſtr. 47, I., zwei gut möbl. Ludwigsplatz 4, 2. Etage, großes, Karlſtr. 58, 1.ESt. frdl. möbl. Z.m.
9
Mollerstrasse
ſchöne 6 Zimmer=Wohnung
Zimmer (das eine ſof., das anderegut möbl. Zim. zu verm. (*1613soi o. oh. Penſ. a. j. Kfm. o. Beamt. (*1287oim m. Fremdenz., Bad u. allem
1. Stock eine 5 Zimmer=Wohnung,p. 1. Juli) bill. zu vermiet. (13782a Louiſenſtr. 32, II. (b. Gg. Wedel), einf. Heinheimerſtraße 22 gut möbl.
Zubeh., im Südweſtviertel.
Fremdenzimmer, Mädchenkammer, Karlſtr. 63, III., ein grof
es, möbl. Z. n. d. Straß, m. P. (1397a Zim. per ſofort.
(14111a Angebote m. Preis u. T 32
Gas u. Veranda, nebſt Zubeh. per
299t
Rheinſtr. 8, 3. St., ſchön möbl.
(13290f gut möbl. Zim. zu verm. (B12298
an die Exped. ds. Bl. (B13866
2. Juli zu vermieten.
Schülſtr. 15, II., gut möbl. Z.,
Wenckſtraße 34 freundl. möbl. Zim zu verm.
(*1676soi mit Frühſtück 18 M. (*1767oim
Wohn= u. Schlafzimmer m. Gas, Schloßgartenſtr. 11, III., ſehr! Georgenſtr. 4, in gut. Hauſe,9
Bismarckstr. 80
Schreibt. u. ev. Klav. zu v. (13366aſchön möbl. Zimmer per 1. Juli freundl., kleines möbl. Zimmer 3-4Limier Wonnung
(*1715so
Schöne 5 Zimmerwohnung im Friedrichſtraße 22, pt., 2 fein billig zu verm.
für ruh., ſolid. Mieter. (14109ms
2. Stock mit Bad u. ſämtl. Zubeh. möbl. Wohn= u. Schlafz. per 1. Juli Hochſtr. 12, II., frdl. möbl.
per 1 Juli zu vermieten. Preis ey 15. Juli zu vermieten. (13502t monatl. 14 Mk. mit Kaffee. (VII139ns Kiesſtr. 57, pt., möbl. Zimmer, mit Bad, elektr. Licht und Stallung
ſepar. Eingang, ver ſof. (VII. 14110für 1 Pferd per 1. Auguſt geſucht
Mk. 900.—. Zu erfr. im 1. Stock,
Eliſabethenſtr. 49, II., einf. Stiftſtr. 89, 1. St., ſchön möbl.
in guter Lage der Stadt,
Südvier=
einzuſ. von 10—12 Uhr vorm. und
Karlſtr. 21, II., kl. frdl. möbl. Z. tel bevorzugt. Gefl. Angebote unt.
(13304t möbl. Zimmer mit gutem Bett an Wohn= u. Schlafzim. mit Schreibt.,
von 2—4 Uhr nachm.
(13691t Gas, ſep. Eing., zu verm. (14024a an nur r. H. preisw. z. vm. (*1755§ 18 an die Expedition des Blattes
anſt. Herrn.
Luiſenſtr. 6, 2. St., hübſch möbl. erbeten.
Diebugerſtraße 54, 1. Stoß,
(13610t
Waldſtr. 33, II. I., ſein möbl. Karlſtr. 23, I., 1 möbl. Zim. p. Zimmer per ſofort.
(*1769
Wohnung 5 Zimmer mit allm Zimmer zu vermieten.
(13734a ſof. od. ſp. an Herrn od. Frl. (18621g
öbl. Zimmer, gemütliches,
Schloßgaſſe 31 möbl. Zimmer M auf kürzere Zeit von Herrn
Zubehör, ohne Gegenüber, mit Schuchardſtr. 11, II., ſch. möbl. Nieder=Ramſtädterſtr. 65½,zu vermieten. Nur ſolide Damenlgeſucht. Gefl. Angeb. unt. T 76
ſchönem Ausblick, zu vermieten. Zimm. p. 1. Juli bill. z. v. (*1440dfsa
Stock, ein großes ſchön möbl. wollen ſich melden.
Näheres parterre.
(14065oms
(14120a an die Exned. ds. Bl. erh. (*1745
Viktoriaplatz 9 möbl. Zimmer Zimmer ſofort zu verm. (*1734oi
zu vermieten.
(13803t Schönes, frdl. ungen. Zimmer
(ue
orztügl. Friral-Mtag. u. abendllsen
3 Zimmer
Me
Oalten
in f. ruhigen Hauſe per ſof. oder
Landwehrſtr. 5.
In mitlerer Lage d. Stadt pird
Liebigſtr. 65, 2. St. 4 Zimmer Wienersstr. 65, 1. St.
.Juli an beſſ. Herrn zu verm.
mit Zubehör per 1. Oktober zu möbl. Zimmer bei kinderl. Ehepaar Zu erfr. Nieder=Ramſtädterſtr. 14, z. 1. Okt. eine geräumige 6—8 Zim.. Beſichtigung 11—12 und ſofort billig zu verm. (13874a 2. Stock, nur. vormittags. (*1735Wohnung mit reichlichem Zubehör10 Mark Belohnung!
zu mieten geſucht. Die Zimmer! Schwarze Zwergdackelhündin
2—4 Uhr. Näh. parterre. (13976t Waldſtraße 11, II., ein möbl.
Sol. Frl. erhält möbl. Z., ev.Penſ. können auch auf zwei Stockwerkelabhand. gekommen. Gegen obige
Kiesſtr. 98, Parterre, 4 Zim= Zimmer an ſolid. Herrn. (*1582soi in der Waldſtr. Näh. Exped. (*1737verteilt ſein. Preis 1000—1500 Mk. Belohnung abzugeben
Saalbau=
merwohnung an ruhige Mieter Grafenſtraße 35, II. linfs, gut Srdl. möbl. Zim., Mk. 18 monatl.,Offerten mit genauer Angabe u. ſtraße 41, 2. Stock. Vor Ankauf
zum 1. Oktober.
(14038amſtt. Zim ſaf zu verm. (13921a 29 z. verm. Caſinoſtr. 26, I. (14085t R 97 an die Exvedition. (*1281wird gewarnt.
(*1749
Drangerieſtr. 8, hochpt., ſchöne
neu herger. 4 Z.=Wohn. m. all. Zub.
p. 1. Aug., 600 M. Näh.
Moosberg=
ſtraße 22pt. o. Fuchsſtr. 18, I. (13271ms
e
.
3 Zimmer
Pa
Grosser Inventur-Ausverkauf.
Karlstrasse 34
ſchöne 3 Zimmerwohn. mit allem
Zubehör, neuzeitlich eingerichtet,
in ſämtlichen Zimmern Linoleum,
zu vermieten.
(11189oms
Unser diesjähriger Inventur-Ausverkauf beginnt Dienstag, den I. Juli. Während des
Eliſabeihenſtr. 29, Zib.
Ausverkaufes bringen wir aus allen Abteilungen unseres Waren-Lagers große Posten billig zum Verkauf.
ſch. 3 Zim. Näh. Lad. (13488oms
Soderſtr. 34, II. Stock, ſchöne,
große 3 Zim.=Wohn. per 1. Juli. Kleiderstone, Jebelisterstone, Zeidch &ic. 6es zu 50% Kavan
Preis 410 Mk. jährlich. Nähgool
Riedlingerſtr. 21, part.
(12.
Wienersſtr. 68 3 Z.=W. m. Ver.
ſof Näh. Wienersſtr. 52. (*1602so
Gardinen, Vorlagen, Sofatissen u. Jischdecken bis zu50 % Rabatt
Heinheimerſtr. 71, part, ſchöne
3 Zim.=Wohn. per ſofort. Zu erfr.
Gehr. Bauer, Eberſtadt. (*1743oim
Nage
Wasch-Unterröcke, Koltern und Reste
20½ Kabatt
Eiisabethenstr. 21, III.
ſchöne 3 Zimmerwohnung mit allem
Zubehör zu vermieten.
(128471
Näheres im 1. Stock.
Kuf alle requlären Waren .
10 % Rabat
Grafenſtraße 16, Seitenbau,
Dreizimmerwohnung.
(*1766
Zimmerr
G
Taunusſtr. 45, Manſ., 2 Zim.=Wohnung zu vermieten. Per
Heyl & ſohn, Darmstadt
Monat 15 Mark.
(12524t
e
E Ludwigstraße 6
Fernsprecher 1074.
Mreſer. 1. . er.
hübſch möbl. Wohn= u. Schlafz., mit
Mitglied des Rabatt-Sparvereins.
(14051
od. ohne Penſ. Anzuſ.b. 2 Uhr. (12693a
Zu den hier abgebildeten Modellen ſind
Bei Beſtellung iſt genaue Angabe der
die Weltruf genießenden
Nummer, Taillenweite, Hüftweike und
Butterick’s Schnittmuſter,
Oberweite erforderlich. Bezugsquelle für
nach denen jede Dame ohne Schwierig=
Butterick’s Schnittmuſter
keit ihre Garderobe ſelbſt anfertigen
ſind die überall beſtehenden
Butterick’s=
kann, erhältlich. (6551a
AUDEr. NR2VCE
Agenturen oder auch die Schnittmuſter=
AlleinverkaufGebr. Höslein
Abkeilung von Butterick’s Moden=Revue,
Berlin W8, Leipziger Straße 102.
Darmſtadt — Ludwigsplatz.
genügt hier am Abend vollkommen; es wäre lächerlich,
Zuſammenſtellung der Reiſegarderobe.
ein Abendkleid anziehen zu wollen, wo die anweſende
Wenn man als Vergnügungsreiſender auftritt
Männerwelt im Tagesanzuge zu Tiſch kommt. So ſind
und unterwegs „nichts anzuziehen hat”, ſo iſt das
wir alſo bei der richtigen Wahl, bei allerſtrengſtem
keine Geldfrage, ſondern Frage des guten Geſchmacks,
Fernhalten von jeder Apartheit und bei ſtrenger
Berück=
des Verſtändniſſes dafür, was ſich für die Orte, die
ſichtigung der Güte der Qualität der einzelnen Objekte
berührt werden ſollen, vor allem aber für die Derſon
icher, mit drei Kleidern im Koffer überall im Auslande
ſelber ſchickt. Vergnügungsreiſen, die unternommen werden
als gut und richtig gekleidet zu gelten. M. v. Suttner.
mit gänzlich unzulänglicher Garderobe, ſind eine aus der
Strömung der Zeit entſtandene Modeſache, und zwar
eine ſehr geſchmackloſe Modeſache, denn Reiſen iſt
Beſchreibung zu unſeren Abbildungen.
Luxus, und man ſollte nicht dieſen Luxus treiben, ſofern
Nr. 60422. Ein reizendes Kleid, das beſonders für junge
er nicht mit den übrigen Momenten, aus denen ſich
Mädchen geeignet iſt, finden wir unter Nr. 60 422 illuſtriert. Das
das Leben zuſammenſetzt, in harmoniſchen Einklang zu
Futtermuſter kann man nach Belieben verwenden oder weglaſſen.
bringen iſt.
Der ſchönſte Abſchluß iſt bei einem derartigen Kleid wohl ein
Ich möchte nicht des langen und breiten über den
breiter, flacher Kragen, aber auch ein Stehkragen iſt vorgeſehen,
wenn man einen ſolchen vorziehen ſollte. Die Bluſe hat lange
ſympathiſchen Eindruck reden, den Neiſende mit hellblauen
Schultern, die mit den Oberärmeln in eins geſchnitten ſind. Der
Dleureuſenhüten in der III. Klaſſe auslöſen, und auch
angefügke Rock iſt zwei= oder dreiteilig und hinten an der
Rock=
nicht über jene anderen, die vorſintflutliche Kopfbedeckungen
oberkanke leicht
ange=
aufſetzen und „
Ele=
krauſt. Material für ein
ganz markieren”,
in=
ſiebzehnjähriges
Mäd=
dem ſie ſich in die
chen für das Kleid mit
I. Klaſſe ſetzen.
zweiteiligem Rock: Von
Ich möchte nur einige
100 cm breitem glatten
Stoff 2,95 m. Von
Wortedarüberſagen,
110 cm breitem
ab=
was — von
raffinier=
ſtechenden Stoff für den
tem Luxus gänzlich
L
großen Kragen und die
6
abſehend — zum
Aermel 45 cm. Schnitt
60422
Beiſpiel gelegentlich
erhältlich in 6 Größen.
einer Nundreiſe durch
die Schweiz oder Tirol, gelegentlich einer
Nr. 60555. Drapierte Röcke eignen ſich
ganz beſonders für die Dromenade, für Nach=
Reiſe, auf welcher Städte berührt werden,
mittagskoiletten uſw. Ein ſehr ſchönes Deſſin
eventuell eleganke Badeſtädte, einen
iſt unter Nr. 60555 abgebildet. Dieſer Rock
ppasse-partout” des Anzuges darſtellt,
kann mit gehobener oder regulärer Taillenlinie
mit dem wir ſicher ſind, überall gut „
durch=
ausgeführt werden, iſt zweiteilig und an der
zurutſchen”. Dieſer „passe-partout” des
rechten Seite drapiert. Man kann ihn als
Anzuges iſt natürlich ein anderer für ein
ſeparates Kleidungsſtück oder auch zuſammen
junges Mädchen mit graziler Geſtalt
mit einer paſſenden Bluſe als ganzes Kleid
als für die reife Frau mit — nicht
tragen. Material bei einer Taillenweite
von 61 cm: Von 100 cm breitem Stoff
graziler Figur.
ohne Strich 2,40 m. Schnitt erhältlich in
Eine überflüſſige Belaſtung des
7 Größen.
Koffers und des Budgets ſind in dieſem
Falle weiße — vor allem dieſel — oder
Nr. 60600 zeigk uns eine hübſche,
kleid=
ganz helle Sommerkleider. Wie man
ſame Morgenjacke, die man ſich leicht ſelbſt
ſo zu ſagen pflegt, „macht man ſich in
den=
anfertigen kann. Auf der Abbildung wird
ſelben im Auslande nicht gut”. Auch
ſie uns ohne Kragen und Gürtel vorgeführt.
dunkle ſeidene Koſtüme trägt man im
Die Ecken ſind abgerundet, und die einzige
Verzierung bildet etwas Stickerei oder Spitze.
Gebirge gar nicht, in den Städten ſind
Geeignete Stoffe ſind Muſſelin, Batiſt und
ſie für den Reiſenden ſehr leicht ent=
Mull. Für die kühlere Jahreszeit wird man
behrlich. Ein Leinenkoſtüm, ſchlicht, ohne
die Jacke mit Kragen und Gürtel (hierfür iſt
Stickereien und Kinkerlitzchen darauf, aber
ebenfalls ein Muſter vorgeſehen) arbeiten und
modern geſchnitten, dunkelblau oder
papier=
als Material Kaſchmir oder ähnliche Stoffe
blau oder in einem der modiſchen ſchmalen
wählen. Material bei einer Oberweike von
Streifenmuſter (ſchwarzbraun oder blau=
91 cm für die Morgenjacke mit kurzen
weiß) iſt für heiße Tage das Nichtige neben
Aermeln: Von 88 cm breitem Stoff 2,10 m.
einem Kleide aus Voile, gemuſtertem Fou=
Schnitt erhältlich in 8 Größen.
lard oder Charmeuſe,
Nr. 60855. Die
unbedingt in dunkler,
Ruſſenbluſen ſind in
diskreter Farbe, denn
dieſer Saiſon äußerſt
der Begriff „helles
beliebt, und die Zahl
Sommerkleid” iſt
ein=
ihrer Anhänger wird
zig und allein für
2
von Tag zu Tag größer. (
ſchlanke Figuren zu
Dies iſt wohl auch zum
empfehlen und für
Teil darauf zurückzu=
Kleider, die, wenn
führen, daß ſie ſehrleicht
auch nicht luxuriös
zu Hauſe zu machen
60877
60855 u. 60555
ſind, und aus jedem
ſind, ſo doch von
Material hergeſtellt,
jenem Genre des
un=
ſchick ausſehen. Die unker Nr. 60855 abgebildete Bluſe
definierbaren „chic”, der an die Hand der ganz großen
iſt beſonders geſchmackvoll und praktiſch, da ſie am Halſe
Schneiderin gebunden iſt.
offen oder auch geſchloſſen getragen werden kann. Ein
Für das Reiſekleid iſt ſtets ein melierter oder
ge=
hübſcher, flacher Kragen gibt einen wirkungsvollen Abſchluß.
ſtreifter Stoff der praktiſchſte; auch hier halte man ſich
Nr. 60855 hat lange Schultern und iſt in der Taille bluſig
ge=
arbeitet. Wenn man letztere Ausführung jedoch nicht liebt, kann
ganz unbedingt an dunkle Töne, nicht nur wegen der
man die Bluſe in der Taille glatt halten. Es ſind zwei
ver=
praktiſchen Qualitäten, ſondern deshalb, weil helle melierte
ſchiedene Aermel vorgeſehen, und das Vorderteil des Schoß=
Koſtüme, die manche Schneider anraten — man kann
anſatzes iſt vorn kürzer als hinten. Material bei einer Oberweite
nämlich ein ganz guter Schneider ſein und von Eleganz
von 91 cm für das Jackett mit hinten 119 cm langem
Schoß=
ſo gut wie nichts verſtehen! — in den meiſten Fällen
anſatz: Von 110 cm breitem Stoff 2,80 m. Schnitt erhältlich
ſehr wenig elegant ausſehen, ſie haben um „ein Nichts”
in 6 Größen.
den Typus „Sportkleid”, und dieſer wieder ſieht
unglück=
ſelig aus, in der Stadt getragen.
Nr. 60877. Das im Ruſſenſtil gearbeitete Kleid lauk Ab=
60600
Neben dem Reiſekoſtüm ein zweites Koſtüm aus
bildung Nr. 60877 kann aus Waſchſtoff, Wollſtoff, Seide uſw.
hergeſtellt werden. Der Stil iſt äußerſt ſchick und vornehm,
Wollſtoff, ſozuſagen „die erſte Garnitur” Ich empfehle
und bei der Anbringung des Ausputzes kann man ſeinen perſönlichen Geſchmack
für dieſes einen leichteren Stoff — alſo keinen ſchweren, melierten engliſchen
zur Geltung bringen. Eine hübſche Ausführung iſt zum Beiſpiel, die Ecken der
Cheviot oder Homeſpun, ſondern leichten „covert coat” leichten Cheviot
Bluſe abzurunden und einen Stickereieinſatz anzubringen. Die Bluſe hat lange
oder Kammgarnſtoffe. Mit dem klaſſiſchen marineblauen Cheviotkleide wird
Schulkern und Aermel, die in zwei Längen vorgeſehen ſind. Man ſchließt die
man ſicher keinen Mißgriff machen bezüglich der Kleidſamkeit, und man trägt
Bluſe oben mit einem Stehkragen oder einem flachen Kragen ab. Der angefügte
zugleich der Mode Rechnung. Niemals laſſe man ſich zu aparten Nuancen
Rock kann drei= oder vierteilig ſein und iſt hinten an der Rockoberkanke leicht
verleiten, ſofern nicht die Figur und das Atelier, in dem män arbeiten läßt,
aller=
angekrauſt. Material bei einer Oberweite von 91 cm für das Kleid mit vierteiligem
erſter Güte ſind. — Der Reiſende, der in kleinen Hotels oder Denſionen wohnt,
Rock und ohne Schoßanſatz: Von 88 cm breitem Stoff 4,25 m. Schnitt erhältlich
in 6 Größen.
braucht ſelbſtredend keine Abendtoilette mitzuführen, das Voile= oder Foulardkleid
Nachdruck auch mit Quellenangabe verboren.
2066
Seite 28.
Sen
m 1. Juli bis 12. August
ich Sprechstunden
von 12—1 u. von 2—4 Uhr.
Augenarzt
Pöllot
minenstr. 5, p.
(14105oi
gcanhai
einer Abweschhett
eten durch die Herrn:
Heinrichſtraße 17.
oßdörferſtraße 19.
Kolb, Riedeſelſtr. 23.
Nöllner, Hölgesſtr. 12.
. Orth, Heinrichſtr. 50.
„ Hoftheaterplatz 2.
er, Heinrichſtr. 94.
r. Göring.
Loeb
erreist.
haben gütigſt
n die Herrren:
enberg, Waldſtr. 1.
lappel, Sandſtr. 26
auer, Frauenarzt,
. 52. (IV,13855,4
eidelbergerſtr. 83.
oftheaterplatz 2.
sch, Bleichſtr. 7.
Mee
ätsrat
igOrth
3. Juli ab
trasse 57
n 1680. (13903som
reist
. August
Cabwil!
Sehmiut
h die Herren
Dr. Kolb,
str. 23 (IV,1407374
1, Stiftr. 11.
Kaufen!
eichener Schrank,
(Salonſchrank),
g., groß
älde, Landſchaft,
rz lack. (14119a
Expedition.
ene Möbel aller
l. Bettſtellen
tleider=, Waſch=
. lack. Vertikos,
Seſſel, Tiſche,
ugeben Wendel=
(*1765
d, 1 gebr.
Damen=
z=u. Liegewagen,
ell z. verk. Neuc
„ 1. St. I. (*1648
es Cor zu kauf.
geſucht.
Exped.
*1775
ferde auf
de.
orn
Kranichstein,
n 183. (13800a
frisch!
in Milch
tmilch
nilch
taurant
4, I. (*m80
arantie, schne
enhaffun
ugenen
Bestens
Und
der
(
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 30. Jumi 1913.
Unser grosser
Son-Ausverkauf
beginnt am
Dienstad, den 1. Juli, 7½ Uhr früh.
Unser Soison-Ausverkauf ist für jede Dame von grösstem Interesse,
Auch diesmal stelle ich wieder grosse Posten ganz moderner
Blusen zu fabelhaft billigen Preisen zum grössten
Teil unterm Einkaufswert zum Verkauf.
Aus der Fülle der ausserordentlich günstigen Angebote hebe ich besonders hervor:
Hemdfasson, verschiedene
früher 3.90 jetzt 1.90
Zephir-Bluse Streifen
Hemdfasson, verschiedene
früher 6.75 jetzt 2.90
Zephlr-bluse Streifen
Hemdfasson, helle Dessins,
ge-
früher 3.90 jetzt 1.90
Wollbluse
streift
Hemdfasson, aus gutem Popelin,
früher 6.75 jetzt 2.90
Wollbinse ganz gefüttert
reinwollene, streng
früher 4.90 jetzt 2.90
Monsseline-Bluise modern
„
reinwoll ,streng mod,
Mousseline-Bluse verschiedene Muster, früher 5.90 jetzt 3.90
reinwoll., streng mod.,
Mousseline-Bluse gestr. u. aparte Muster, früher 8.75 jetzt 4.90
blau, braun u. lila gestreift,
früher 4.90 jetzt 3.90
Crepp-blusen flott garniert
auf Tüll gefüttert, mit schöner
Tüllblusen
früher 3.90 jetzt 1.96
Passe, sehr preiswert
,
mit guter Spachtelpasse, weiss
früher 6.90 jetzt 3.90
Tüllblusen und seru .
Tüllblusen weis und eeru
früher 8.50 jetzt 6.90
I.
. . früher 29.00 25.00
Elegante Tüllblusen
19.75 12.75 jetzt 9.75
Seidenbluse halsfrei
früher 9.75 jetzt 6.75
mit seidener
Elegante Seidenbluse Handstickerei früher 12.75 jetzt 9.75
Eiegante Seidenbluse aus Ia Seide . früher 19.75 jetzt 12.75
Elegante Seidenbluse aus Ia Seide . früher 21.00 jetzt 14.75
Waschblusen.
Batistbluse mit schöner Passe
.. . jetzt 2.90
Batistbluse mit guter Stickereipasse . . früher 4.90 jetzt 3.90
früher 5.90 jetzt 3.90
Stickereibluse aus prima Stickerei
reich garniert
Echte Schweizer Stickereibluse früher 6.75 jetzt 4.90
Stickerei- und Waschvoilebluse früher 8.75 jetzt 5.90
Neueste Schillerbluse in aparter Fasson
12.75 9.75 8.75 6.75 4.90
Auf reguläre, nicht reduzierte Ware
Schwarze Batistblusen
Mk. 21 17.50 12.75 9.75 4.90
10% Kassa-Skonto.
Jede Dame muss im eigensten Interesse diese nur einmal
jährlich wiederkehrende Kaufgelegenheit benutzen.
Auswahlsendungen können nicht berücksichtigt werden.
Der Verkauf findet nur gegen bar statt.
Brasen-Spezialst
Inh. Alfred Wagner
(14090
Willennmenstr. 10%
Nummer 150.
32 J., ſympathiſche
Erſcheinung, in all.
Zweigen des
Haus=
halts erfahren,
Dul0 kinderlb., ſucht zum
1. Oktober od. früh.
Stellung zur Führung eines gut.,
frauenloſen Haushalts geg. mäßige
Vergütung. Gefl. Offerten unter
T 83 an die Expedition. (B14103
Frl. v. 2d., 23 J., ev., 6000Mk. bar
, „ „ 28 „ „ 8000 „ „
„ „ „ 32 „ „ 18000 „ „
„ „ „ 39 „ k., 16000 „ „
„ „ „ 40 „ ev., 13000 „ „
„ „ „42 „ k., 12000 „ „
45 „ ev., 20000
u. dgl. m., dar. Waiſ., w. Heirat d.
Frau Luiſe Edelmann
Frkf a. M., Niddastr. 80,I, a. Abf. (I, 14081
Hefrat. 2
Beſſ. Wwe., in d. 40. J., v. ang.
Auß. u. in all. Zweig. d. Haush.
gründl. erf., (eign. Haus), ſ. ſich
m. gutſ. Herrn, Beamt. od. in gut.
Stellg., z. verh. Sol. Char. Vermittl.
u. anonym zweckl. Diskr. Ehrenſ. Off.
erb. b.5. Juni u. T74a. d. Exp. (*1752
21jähr. chriſtliche Waiſe
150000 Mk. Vermög.
hübſch. Aeuß., w. Heirat mit ſolid.,
charakterv. Herrn. (Vermög., Relig.,
Stand gleichgült.) A. F.5385, Annonc.-
14076
Büro, Berlin, Leipzigerstr. 31/32. (II,
O
Verkauf.
Das Haus zum Alleinbewohnen,
Wilhelmſtraße Nr. 12,
ent=
haltend 5 große u. 4 kl. Zimmer
Bad, Küche und Waſchküche, mit
Vor= u. Hintergarten —
Geſamt=
fläche 457 qm — wird zum Preiſe
von 30000 Mark verkauft. Näh.
Aufſchluß nur bei Sebastian Eckler,
Rheinſtraße 9, Tel. 243. (12705a
ſ
WOhe
Heinheinelstrane
(Nähe des Riegerplatzes)
4X4 Zimmerhaus mit Vor= u.
Hintergarten, Veranda ꝛc.
Ver=
hältniſſe halber ſehr billig zu
verkaufen. Nähere Auskunft durch
die Firma Julius Kahn,
Schul=
ſtraße 15, Tel. 135. (IV,13216,3
10)
M
31) unter acke
iſt ein neuzeitliches maſſiv. Haus
im Johannesviertel mit ſchönem
Garten zu verkaufen. Anfr. unt.
N4 an die Exp.
(12692a
Eingebautes 324 Zimmer-
und 123 Zimmerhaus
mit Zubehör und etwas Hofraum
in geſunder, ſüdlicher Höhenlage,
unmittelbar an der elektriſchen
Straßenbahn und in nächſter Nähe
des Waldes, vor vier Jahren gut
erbaut, zum Preiſe von 35500 Mk.
zu verkaufen. Gute Kapitalanlage.
Auskunft durch Architekt ag. Kugei,
Wittmannſtraße 4. (B13202
Tehr ſoldes, ſchönes 1½ ſtöckges=
Eckhaus m. groß. Garten und
Stall in Eberſtadt iſt ſofort für
nur 12500 Mk. verkäuflich od. zu
vermiet. Ortsgerichtstaxe 16000
Mark. Ganz nahe an der
Straßen=
bahn. Offert. unt.
Postlager-
karte 46. Wiesbaden. (13895a
Eberstadt.
Mein neuerbautes 1½ ſtöckiges
Wohnhaus nebſt daranliegendem
Baugelände, in der Nähe der
Berg=
ſtraße, iſt preiswürdig zu verkaufen.
Näh. i. d. Exped. d. Bl. (*1549fso
Liebigſtr. 42, 2½, ſtöck. 4 Zim.=
Haus mit Garten u. Stallung zu
verkauf. Näh. daſelbſt. (14061a
Eberstädter
Villenkolonie
Ludwigshöhe
Villen u. Baugelände
in ſchönſter Lage, direkt an der
Darmſtädter Chauſſee, in jeder
Größe u. Preislage beiſehr günſtigen
(B9457
Zahlungsbedingungen.
Peter Müller, Architekt,
Darmstadf, Schießhausſtr. 53, Tel. 54
7
4—0 Zimmerhaus
mit Garten zu kaufen geſucht.
Offerten mit Preisangabe und
Rentabilität unter T 81 an die
(*1761
Expedition ds. Bl.
Villenkolonie
Ludwigshöhe.
Ein größ. Grundſtück, 9000 qm,
an drei Straßen grenzend, à qm
2 Mk., unter günſtigen
Bedingun=
gen zu verkaufen. Näh.
Darm=
ſtadt, Seekatzſtraße 10. (B14101
Le
M
bis 70 pCt. der Taxe,
Nachhyp. zu netto 5 pCt.
verzins=
lich, leihe ſelbſt aus. Offert. mit
ganz ausführl. Beſchr. an
Postlager-
karte 46 Wiesbaden I.
(13799a