er
at
Da
Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
2
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47.
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 144.
1913.
Montag, den 23. Juni.
fen erfolgen. Die Entſchädigung der Bundesſtaaten für
— Volksverſicherung. Durch Beſchluß des
Die heutige Nummer hat 16 Seiten.
die Erhebungskoſten wurde für die erſte Veranlagung auf Kaiſerlichen Aufſichtsamtes für Privatverſicherung iſt der
10 Prozent, für ſpätere auf 5 Prozent feſtgeſetzt. Die Deutſchen Volksverſicherungs=Aktienge=
Zuckerſteuer ſoll vorläufig in bisheriger Höhe beſtehenſellſchaft in Berlin der Geſchäftsbetrieb für das
Das Wichtigſte vom Tage.
bleiben. Ueber die Frage der Aufhebung der Grund= Deutſche Reich und die deutſchen Kolonien genehmigt wor=
Die Budgetkommiſſion des Reichstages wertzuwachsſteuer wird im Laufe der nächſten Jahre den. Die Geſellſchaft nimmt ihren Betrieb baldigſt auf.
beendete die erſte Leſung der Vorlagen zur Deckung der entſchieden werden, bezüglich der Steuerpflicht der Fürſten
— Deutſchland und Italien. Die zuweilen
laufenden Ausgaben für die Heeresverſtärkung und bleibt die Auslegung der Geſetze eventuell den Gerichten offiziös inſpirierte Nazione erklärt hinſichtlich der im
begann die zweite Leſung über den einmaligen Wehr= vorbehalten. Auf dieſer Grundlage dürfte das Beſitz= Juli ſtattfindenden Begegnung Kaiſer Wilhelms und des
beitrag.
ſteuergeſetz wohl zuſtande kommen.
Königs von Italien, Giuliano habe durch ſeine Politik
ein völliges Einvernehmen mit Deutſchland und Oeſter=
Die vier Inſaſſen des deutſchen Ballons
reich=Ungarn erreicht. Die loyale und völlige Ueberein=
„Willms”, die am Mittwoch abend bei Kaliſch
lan=
ſtimmung mit Oeſterreich ſei der Angelpunkt jeder
italieni=
deten und ſeitdem von den ruſſiſchen Behörden wegen
Zur Reiſe Poincarés nach
ſchen Aktion in der Adria und der Levante geworden. Der
Spionageverdacht feſtgehalten wurden, ſind wieder
Kaiſer werde der italieniſchen Regierung wie Giuliano
England.
freigelaſſen worden.
dankbar ſein, der die Baſis des Dreibundes ſo mächtig
*⁎* Am kommenden Dienstag reiſt der Präſident der
Die Wahnſinnstat in der Marienſchule in
zu feſtigen gewußt habe.
franzöſiſchen Republik auf dem Kriegsſchiffe „Courbet”
Bremen hat bereits ein viertes Opfer gefordert.
Verkauf der Deutſchen Orientbank.
von Cherbourg ab, um dem Hofe von St. James einen
Die ſiebenjährige Anna Kubicka iſt den erlittenen Ver=
Der Köln. Ztg, wird von ihrem Berliner Vertreter
tele=
letzungen erlegen. Der Zuſtand des Lehrers Möllmann, offiziellen Beſuch abzuſtatten. Auf der Fahrt nach
Ports=
mouth wird das Präſidentenſchiff von einem engliſchen graphiert: Ich glaube zu wiſſen, daß der Verkauf der
der operiert wurde, gibt wenig Hoffnung auf Erhalt=
Kreuzergeſchwader und der franzöſiſchen Torpedoflottille Zweiganſtalten der Deutſchen Orientbank in
Tanger und Caſablanca an die franzöſiſche
So=
ung ſeines Lebens.
begleitet ſein und bei der Ankunft in dem britiſchen Hafen
ciété Générale bei den für die Wahrung der deutſchen
Der neue Prinz des Königlich ſpaniſchen
von ſechs neueſten Ueber=Dreadnoughts empfangen
wer=
wirtſchaftlichen Intereſſen in Marokko ver=
Hauſes wird den Namen Johann erhalten. Der den. Dort wird auch der Prinz von Wales den Gaſt be=
König und die Königin von Rumänien werden Paten grüßen und ſich mit ihm nach London begeben, wo wäh= antwortlichen Amtsſtellen ebenſo ſehr bedauert wird, wie
ſein. Das Befinden der Königin und des Prinzen iſt rend der folgenden Tage die üblichen Feſtlichkeiten ſtatt= in den deutſchen Kreiſen Marokkos. Ich bin auch
über=
zeugt, daß es dazu nicht gekommen wäre, wenn die
zu=
gut.
finden.
ſtändige Stelle von der Verkaufsabſicht vorher Kenntnis
Wenn man von den Familienbeſuchen des Zaren und
Nach den Entſchließungen der
Finanzkom=
gehabt hätte. Die Angelegenheit ſcheint vielmehr
pri=
miſſion werden die verbündeten vier Balkanſtaaten des Königs von England abſieht, ſo eröffnet Präſident
vaterſeits ohne Zuſammenhang mit den wirtſchaftlichen
eine Kriegsentſchädigung erhalten, die ins= Poincaré in dieſem Jahre die Reiſen der Staatsober=
und nationalen Intereſſen Deutſchlands in Marokko
be=
geſamt den Betrag von einer Milliarde nicht überſteigen häupter ins Ausland. Die erſten franzöſiſchen Präſidenten handelt worden zu ſein.
blieben bekanntlich überhaupt im Lande, bis Felix Faure
wird.
— Ueber das Weiterbeſtehen der
Kran=
durch ſeine Petersburger Verbrüderungsreiſe die Aera für
kenkaſſen hat jetzt das Oberverſicherungsamt ent=
Trotz der Beſtrebungen Rußlands, den Auslandsfahrten einleitete. Emile Loubet erweiterte den
ſchieden. Die Mehrzahl der Krankenkaſſen wird auf=
Frieden zu erhalten, hat man wenig Hoff=Kreis der zu beſuchenden Höfe ganz erheblich, er ging
nung, daß die Alliierten zu einer friedlichen Löſung nicht nur nach Petersburg, ſondern auch nach London, gelöſt.
der Streitfrage kommen werden, da Bulgarien zu Rom, Madrid und Liſſabon, während Falliéres außer
Ausland.
wenig Nachgiebigkeit zeigt.
Rußland und England noch die drei nordiſchen König=
Oeſterreich=Ungarn.
reiche, ſowie Belgien und Holland beehrte Seine erſte
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 8.
Das Abgeordnetenhaus erledigte in ſeiner
Reiſe galt aber nicht dem Alliierten an der Newa, ſondern
dem König Edward. In nationaliſtiſchen Kreiſen an der Schlußſitzung eine große Zahl von Vorlagen, womit die
Seine hielt man das für einen Verſtoß gegen die ruſſiſche Tagesordnung erledigt war. Am Schluß der Sitzung be=
Die Beſißzſteuer nuch der erſten Allianz, aber in Petersburg fühlte man ſich nicht ge= antragte der ſozialdemokratiſche Abgeordnete Adler,
kränkt, dort war der „Dritte im Bunde” vielmehr ganz über die durch den Landesverteidigungsminiſter erfolgte
Kommiſſionsleſung.
willkommen, und man würdigte den Vorteil, der ſich aus Beantwortung der Interpellation, betreffend Unter=
*⁎* Am Freitag hat die Budgetkommiſſion des Reichs= dem engeren Anſchluß Englands an den Zweibund für ſtützung der Angehörigen von einberufenen Reſerviſten,
tags die erſte Leſung der Beſitzſteuervorlage beendet. Es beide Teile ergeben hatte. Auch Voincaré lenkt ſeine Schritte die Debatte zu eröffnen und die nächſte Sitzung am
handelte ſich nicht mehr um den Regierungsentwurf, der nicht zuerſt nach Petersburg, aber er war daſelbſt im 8. Juli abzuhalten. Die Ausführungen Adlers, der ſich
auf dem Umwege über die Einzelſtaaten eine Vermögens= Auguſt vorigen Jahres, freilich noch als Miniſterpräſident. aufs entſchiedenſte gegen den Beſchluß der
Kon=
zuwachsſteuer vorſah, ſondern nach der Ablehnung dieſes
Die Beziehungen zwiſchen England und Frankreich ferenz der Arbeitspartei mit dem Miniſterpräſidenten
Entwurfs um ein unmittelbares Reichsvermögenszu= haben ſeit einem Jahrzehnt, nachdem bei dem Beſuche wandte, wonach die parlamentariſchen Arbeiten bis zum
wachsſteuergeſetz, das einem Kompromiß der liberalen Loubets in London die Annäherung ins Rollen gekommen! Herbſt zu vertagen ſeien, wurden von einzelnen Mitglie=
Parteien und des Zentrums entſprungen warl Von den war, eine vollſtändige Wandlung erfahren. Erfreulicher= dern des deutſchen Nationalverbandes mit großem Lärm
Beſchlüſſen der Kommiſſion heben wir hier die wichtig= weiſe iſt die daraus entſtandene Tripel=Entente bisher aufgenommen, was eine lebhafte Ausſprache mit den
So=
ſſten hervor:
dem europäiſchen Frieden nicht direkt gefährlich geworden, zialdemokraten hervorrief. Die Anträge Adlers wurden
Die untere Zuwachsgrenze, von der eine Abgabe er= was zum Teil dem Friedensbedürfniſſe der Entente= abgelehnt, wobei es abermals zu einem lärmenden
Wort=
hoben wird, wurde auf 10000 Mark feſtgeſetzt, die untere mächte, insbeſondere aber dem durch den Dreibund aus= wechſel zwiſchen den Sozialdemokraten und einzelnen
Mitgliedern des deutſchen Nationalverbandes und der
Grenze des der Zuwachsſteuer unterliegenden Vermögens geübten Gegengewichte zuzuſchreiben iſt. Ob ohne dieſes
auf 20000 Mark. Fällt in den dreijährigen Veranlagungs= Gegengewicht die Ruhe Europas ſo lange ungeſtört ge= Chriſtlich=Sozialen kam. Unterdeſſen ſchloß der Präſident
zeitraum der Erwerb einer Erbſchaft, ſo ermäßigt ſich, blieben wäre, ſei dahingeſtellt, ſicher iſt es jedenfalls nicht, mit Ferienwünſchen die Sitzung. Die nächſte Sitzung
wenn der Erbe ein Abkömmling des Erblaſſers iſt und Der diesmalige Beſuch des franzöſiſchen Präſidenten am wird auf ſchriftlichem Wege bekannt gegeben.
Im Kriegsminiſterium finden ſeit längerer
zur Zeit des Erbfalls das 21. Jahr noch nicht vollendet Hofe von St. James hat mehr eine ſymboliſche
Bedeu=
hat, gleichzeitig auch das ſteuerbare Vermögen den Wert ſtung, er iſt eine Manifeſtation für die Herzlichkeit der 1 Zeit Verhandlungen zwecks Erhöhung der
öſter=
von 50000 Mark nicht überſteigt, die Abgabe um einen engliſch=franzöſiſchen Entente, welche nicht nur für Frank=reichiſchen Wehrmacht ſtatt. Es iſt geplant, das
Betrag, der für jedes bis zur Vollendung des 21. Lebens= reich wertvoll iſt, ſondern auch für England, dem ſie die Rekrutenkontingent um 15000 Mann pro Jahr zu
er=
jahres fehlende volle Jahr auf 5 Prozent der Abgabe be= Annäherung an Rußland, die Beſeitigung der langen und höhen, ferner ſoll die öſterreichiſche und die ungariſche
rechnet wird; die Geſamtermäßigung darf aber 50 Prozent erbitterten Rivalität mit dem Zarenreiche in Aſien ge= Landwehr jährlich 5000 Mann neuer Mannſchaften
er=
der Abgabe nicht überſteigen.
bracht hat. Politiſche Spezialfragen werden, abgeſehen halten. Gleichzeitig iſt die Durchführung eines neuen
Für den ganzen Erhebungszeitraum ſoll die Steuer von den Balkanwirren und deren Konſequenzen, bei der Marineprogramms geplant. An Stelle der veralteten
Monarch=Klaſſe ſollen Dreadnoughts gebaut werden. Die
betragen bei einem Vermögenszuwachs von nicht mehr Anweſenheit Poincarés in London kaum zur Erörterung
als 50000 Mark 0,75 Prozent des Zuwachſes, von mehr kommen, jedenfalls iſt der Beſuch nicht dazu ins Werk ge= Marineverwaltung wird einen außerordentlichen Kredit
als 50000 bis 100000 Mark 0,90 Prozent, von mehr als ſetzt worden, um beſondere politiſche Abmachungen zwi= von 300 Millionen Kronen beanſpruchen. Mit dem Bau
100000 bis 300000 Mark 1,05 Prozent, von mehr alsſchen beiden Staaten einzuleiten oder zu vollziehen. Er der neuen Schiffe ſoll noch in dieſem Jahre begonnen
werden.
300000 bis 500000 Mark 1,20 Prozent, von mehr als iſt lediglich ein Höflichkeitsakt, wie er in jüngſter Zeit un=
Frankreich.
500000 bis 1000000 Mark 1,35 Prozent, von mehr alster befreundeten Nationen zur Gewohnheit geworden iſt,
Regelung der Bergwerksgeſetzgebung.
1000000 Mark 1,50 Prozent. Bei einem ſteuerbaren Ver= und dieſe Höflichkeit gebietet, daß der Empfang ein
herz=
mögen von weniger als 100000 Mark ſoll ſich die Steuer licher und daß der Gaſt gebührend gefeiert wird, woran Offiziös wird gemeldet, daß drei Juriſten, ein Franzoſe,
um je 5 Prozent für das dritte und jedes weitere minder= es in dieſem Falle die Engländer ſicherlich nicht fehlen ein Deutſcher und ein Spanier, beauftragt werden
jährige Kind ermäßigen. Für die Steuer bei landwirt= laſſen werden.
ſollen, den Entwurf zur Regelung der
Bergwerksgeſetz=
ſchaftlichen und Gewerbebetrieben, bei denen regelmäßig
gebung für Marokko zu prüfen und feſtzuſtellen, in
wel=
jährliche Abſchlüſſe ſtattfinden, kann der
Vermögensfeſt=
chen Punkten die Beſtimmungen des Entwurfes etwa mit
Deutſches Reich.
ſtellung der Vermögensſtand am Ende des letzten
Wirt=
den Rechten einiger deutſcher Staatsangehöriger in
ſchafts= und Rechnungsjahres zugrunde gelegt werden.
Dem Reichstag iſt eine Reſolution Albrecht Widerſpruch ſtehen.
Von den ſonſtigen Beſtimmungen ſeien erwähnt, daß und Genoſſen zugegangen, der Reichstag wolle den
Annexion der Wallisinſeln. Der
Gouver=
die Beſitzſteuerpflichtigen keine eidesſtattliche Verſicherung Reichskanzler erſuchen, dahin zu wirken, daß den Mili= neur von Neukaledonien hat dem Kolonialminiſter
mit=
abgeben ſollen, dagegen ſoll bei wiſſentlichen Steuer=tärmuſikern das Muſizieren gegen Ent=geteilt, der franzöſiſche Reſident der Wallisinſeln habe
hinterziehungen die öffentliche Bekanntmachung der Stras gelt vom 1. Oktober ab verboten wird.
auf das dringende Verlangen der Oberhäuptlinge der
Nummer 144.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 23. Juni 1913.
Seite 2.
Walleinſeln und anderer Hünptlinge die Annerlon der ſvon Anleihen, Veräußerungen und Verpfündungen ingend.Filialen der Deuſchen Orienibaut in Tanger und Eaſa=
Wallisinſeln vorbehaltlich der Genehmigung der fran= welcher Titel und Werte vollzogen hat. Man kaufte im blanca ſind an die franzöſiſche Société verkauft worden.
zöſiſchen Regierung erklärt. Das Miniſterium hat wei= Gegenteil viel Schuldtitel und Werte zurück Die Ver=
Eine Kompagnie engliſcher Truppen in
beſſerung ſei durch die Verminderung der Ausgaben und
tere Informationen eingefordert. (Die Wallisinſeln, die Erhöhung der Einnahmen erreicht worden. Der Mi= Gibraltar hat Befehl erhalten, ſich bereitzuhalten, um,
deren Annexion am 12. d. M. durch den franzöſiſchen Re= niſterpräſident verſichert, wenn die Verwaltung ſo fort= wenn erforderlich, ſich ſofort nach Tanger zu begeben.
ſidenten Dr. Brochard verkündet wurde, befanden ſich ſeit fahre, könne man gewiß ſein, daß das neue Regime Por=
In der franzöſiſchen Kammer begeündete
tugal retten und ihm die Lebensbedingungen eines mo=
Jaurés eine Interpellation über die Vorgänge in Marokko
1842 unter der Schutzherrſchaft Frankreichs.)
dernen Volkes ſchaffen werde.
und fragte nach der politiſchen Bedeutung und den mili=
Die Kammer ſetzte die Beſprechung der Inter=
Rußland.
pellationen über die Vorfälle in den Kaſernen im vbrigen
täriſchen Abſichten der Operationen des Oberſten Mangin,
Die Reichsduma hat den Ankauf der Bahnen
Monat fort. Noel, Deputierter für Verdun, proteſtierte
deren blutige Opfer auf beiden Seiten er beklage. Die
gegen die Propaganda gewiſſer Parteigruppen unter den Moskau-Kiew-Woroneſch und Moskau-Kaſan
be=
anſcheinend dadurch eingeleitete Eroberung des mittleren
Soldaten, insbeſondere gegen die Handlungsweiſe des ſchloſſen.
Atlas widerſpräche der Zuſage der Regierung, zunächſt
Amerika.
leitenden Komitees der Radikalen. Die Soldaten, die
keine weiteren Eroberungen mit Waffen zu verſuchen.
vor dem Kriegsgericht ſtänden, ſeien nicht am ſchwerſten
Zur Währungsreform. Der Vorſitzende der Das ganze Vorgehen der Regierung widerſpräche den
Ver=
ſchuldig. (Unterbrechungen auf der äußerſten Linken.) Banken= und Währungskommiſſion, Glaß, gab eine Bill
pflichtungen einer höheren Ziviliſation. Endlich erklärte
Die ſozialiſtiſchen Abgeordneten Deutſchlands hätten es über die näheren Verwaltungsbeſtimmungen des Reform= er, er ſei erſchreckt durch die große Zahl der in Marokko
trotz der noch friedlicheren Geſinnung nicht gewagt, der= vorſchlages bezüglich der Währung bekannt, die am feſtgelegten Truppen, denen, wenn ſich die Lage weiter
artige Plakate in Kaſernen zu verbreiten. (Beifall im Montag dem Repräſentantenhaus überreicht werden perſchlimmere, noch 50000 folgen würden, die man bei
Zentrum und auf der Linken, Lärm auf der äußerſten ſoll. Glaß erklärt, daß dieſe Bill drei hauptſächliche
Ge=
der Landesverteidigung ſchwer entbehren würde. Jaurés
Linken.) Compére=Morel (Sozialiſt) ruft: Sie haben ſichtspunkte umfaßt. Die erſten Beſtimmungen beziehen
ebenſolche Plakate angeheftet! Albert Denis, Bürger= ſich auf die Rediskontierung von kommerziellen Wechſeln, legte eine Tagesordnung vor, in der die Kammer die große
meiſter von Toul, begründet, vielfach von den Sozialiſten Der zweite Abſatz behandelt die Grundlagen für die Aus= Ausdehnung der militäriſchen Operationen in Marokko
unterbrochen, die ſich zahlreiche Ordnungsrufe zuziehen, gabe von Noten, namentlich gedeckter Noten. Der dritte bedauert. (Beifall auf der Linken und einem Teil der
eine ähnliche Interpellation gegen das Verfahren des Ar= Geſichtspunkt behandelt die Beſtimmungen bezüglich der äußerſten Linken.)
Nach amtlichen Berichten aus Tetuan begaben ſich
beitsverbandes. Vaillant (Sozialiſt) proteſtiert gegen die ausländiſchen Bankgeſchäfte der Bundesreſervebank, für
harten Verurteilungen der Soldaten, deren Wutausbrüche welche eine Grundlage bereits in der Bill bezüglich der Donnerstag die in Laurient liegenden Truppen auf
gegen den drohenden dreijährigen Dienſt gerechtfertigt Nationalbanken gegeben iſt. Der Notenumlauf ſoll nicht einen Erkundungszug in das Gebiet der Stämme Uadraß
ſeien. (Lebhafter Widerſpruch auf zahlreichen Bänken.) gefährdet werden, und Vorſchläge, die darauf hinzielen, und Beni Sider. Sie ſtießen bis mittag auf keinen Wider=
Präſident Deschanel rügt Vaillants Worte. (Lärm auf die 700 Millionen Dollars zweiprozentiger Bonds zurück= ſtand, wurden aber von dem Gros der feindlichen
Kon=
der äußerſten Linken. Auf der äußerſten Rechten und der zuziehen, auf Grund deren die Notenemiſſion nunmehr tingente angegriffen. Die Spanier wieſen ſie in blutigem
äußerſten Linken bilden ſich zwei Gruppen, die einander beſteht, werden nicht gemacht. Zuſätzlich dieſer Noten ſol= Kampfe zurück. Der ſtark mitgenommene Feind wich
zu=
bedrohen, aber es kommt nicht zum Streit.) Albert Pou=len weitere 500 Millionen Dollars=Noten vom Bundes= rück und ließ 22 Tote und zahlreiche Waffen zurück. Man
lain (Sozialiſt) beſchwert ſich über Hausſuchungen bei ihm reſerveſchatzamt ausgegeben werden. Die Emiſſion dieſer glaubt, daß er beträchtliche Verluſte erlitten hat, denn ent=
und ſeinen Parteifreunden. Sie ſeien Patrioten gleich Noten ſoll nach dem Belieben der Bundesreſervekommiſ= gegen der ſonſtigen Gewohnheit beunruhigte er die Spa=
Noel und Denis. Einzelne Hausſuchungen ſeien in Ab= ſion vor ſich gehen, jedoch lediglich den Zweck haben, den nier bei ihrem Rückmarſch nach Laurient nicht. Der
Frei=
weſenheit der Betroffenen vorgenommen worden. Die Reſervebanken Vorſchüſſe zu gewähren. Dieſe Noten ſol= tag verlief ruhig; die Truppen treffen Vorbereitun=
Polizeibeamten hätten untergeſchobene Dokumente unter len durch Geldreſerven in Höhe von 33½ Prozent ſeitens gen, die Duars der Andjeras zu züchtigen.
die vorgefundenen miſchen können. — Darauf wurde die der Bundesreſervebank gedeckt werden, die die erſte Sicher=
*
*
Sitzung geſchloſſen.
heit für die geſamten Aktiva der genannten Bank bildet.
* Station Wildpark, 20. Juni. Die Kai=
Belgien.
Die Noten ſind zahlbar beim Schatzamt von Waſhington
oder irgend einer Bundesbank. Bezüglich der Sicherſtel=ſerin iſt heute abend 10 Uhr 50 Minuten im Sonder=
Pflichtſchulunterricht. Der Kammer wurde
zug nach Hannover abgereiſt.
lung irgend welcher anderer beſtehenden Noten zum
ein Schulgeſetzentwurf unterbreitet, der den
Pflichtſchul=
unterricht bis zum 14. Lebensjahre einführt. Die letzten Zwecke der Erneuerung der beſtehenden Bankreſerven ſoll
Stadt und Land.
beiden Schuljahre ſind dem gewerblichen Unterricht ge= keine Aenderung eintreten. Die Bill ſchlägt vor, die
Re=
widmet. Außerdem werden durch den Entwurf die An=ſerven der Nationalbanken in die beſtehende Reſerve zu
Darmſtadt, 23. Juni.
überführen, und die in den Städten zentraliſierten
Re=
ſtellungsverhältniſſe der Lehrer neu geregelt.
* Vom Hofe. Prinzeſſin Marie zu Solms=Lich
ſerven der Bundesreſervebank zu überweiſen. Für den iſt am Freitag abend 6½ Uhr mit dem Erbgroßherzog
Portugal.
Umwandlungsprozeß iſt eine Dauer von drei Jahren vor= und dem Prinzen Ludwig im Auto im Jagdſchloß
Finanzbericht der Regierung. Wie dem geſehen, um Aenderungen der allgemeinen Marktverhält=Wolfsgarten eingetroffen. — Se. Königl. Hoheit der
Großherzog iſt am Samstag vormittag 6 Uhr
W. T.=B. von der portugieſiſchen Geſandtſchaft mitgeteilt niſſe zu vermeiden.
53 Minuten mit Gefolge in Frankfurt eingetroffen und
wird, hat der Präſident der portugieſiſchen Regierung
Schiedsgerichtsvertrag mit England. begab ſich hierauf im Auto nach Jagdſchloß
Wolfs=
ſoeben dem Parlament folgenden Bericht zugehen laſſen: Der Vorſitzende der Senatskommiſſion für auswärtige garten. (Darmſt. Ztg.)
Die ſchwebende äußere Schuld belief ſich am 31. De= Angelegenheiten hat dem Präſidenten mitgeteilt, daß der
* Vom Rheinaufſichtsdienſt. Die Funktionen des
zember 1912 auf 12451 Contos Gold (ungefähr 55,3 Mil= Schiedsgerichtsvertrag mit England nur dann Ausſicht Aufſehers für den II. Rheinaufſichtsbezirk, die bisher
lionen Mark); der Staatsſchatz hatte damals im Auslande auf Annahme hätte, wenn er ſo abgeändert würde, daß er von dem Bauamtmann Wand in Speyer auf Grund
Summen in Höhe von 3124 Contos Gold zur Verfügung,
der im Jahre 1896 zwiſchen den Regierungen von.
wodurch wenn man es wünſchte die ſchwebende Schuld auf die Panamakanalfrage keine Anwendung finden Preußen, Bayern und Heſſen getroffenen Vereinbarung
auf 9327 Contos Gold (41,4 Millionen Mark) verringert würde. Man nimmt an, daß den Schiedsgerichtsvertrag wahrgenommen wurden, ſind dem ab 1. Mai 1913 zum
werden konnte Die Regierung bezahlte ſeit ihrem Antritt mit Japan dasſelbe Schickſal in bezug auf das kaliforniſche Vorſtand des Königlich Bayeriſchen Straßen= und Fluß=
(10. Januar 1913). reſp. wird bis zum 30. Juni 3321
Con=
bauamts Speyer ernannten Bauamtmann Hermann
Landgeſetz erwartet.
tos Gold (14,8 Millivnen Mark) bezahlen, wodurch die
Herold daſelbſt übertragen worden.
ſchwebende äußere Schuld auf 9130 Contos Gold (40,5
Marokko.
* Ernannt wurde der Schreibgehilfe Karl Knierim=
Milionen Mark) vermindert wird. Am 20. Juli wird die
Kämpfe. Amtlich wird aus Tetuan gemeldet: zu Darmſtadt vom 1. Juli d. J. an zum Finanzamts=
Regierung noch Wechſel im Petrage von. 3780 Gontos=
Gold (16,8 Millionen Mark) einlöſen. Die ſchwebende Die Kabylen von Anghyera machten einen Angriff gehilfen bei dem Finanzamt Oſthofen.
* Das Großh. Regierungsblatt Nr. 16 vom
äußere Schuld wird ſich alſo dann auf 5350 Contos Gold auf ſpaniſche Truppen, die ſich nach einem Streif= 21. Juni hat folgenden Inhalt: 1. Verordnung, die
(23,7 Millionen Mark) verringern. Nach dieſer Zahlung zug in das Kabylengebiet nach Tetuan zurückbegaben. Enteignung von Gelände zu Eiſenbahnzwecken in
Ge=
werden ſich die im Auslande verfügbaren Summen und Die Kabylen wurden zurückgeſchlagen und erlitten große markung Neckarſteinach betreffend. 2. Bekanntmachung,
Schätze noch auf wenigſtens 1151 Contos Gold (5,1
Mil=
lionen Mark) belaufen. Man würde alſo dann die Schuld Verluſte. Zwei ſpaniſche Offiziere und fünf Soldaten Anſchlußgleis der Firmen J. Meyer und Reinhardt & Komp.,
beide zu Darmſtadt, ſowie das Induſtriegleis der Stadt
auf 4199 Contos Gold (18,6 Millionen Mark) reduzieren wurden getötet, 22 Spanier verwundet, darunter ein Darmſtadt betreffend.
können. Unter Beibehaltung dieſer verfügbaren Summen Major, drei Hauptleute und vier Leutnants. Der Feind
g. Der Provinzialausſchuß beſchäftigte ſich in der
wird am 21. Juli die Verminderung der ſchwebenden
Schuld im Vergleich zum 31. Dezember 1912 57 Prozent, war ſehr zahlreich, gut bewaffnet und gut mit Munition Sitzung am Samstag mit der Enteignung von
Grundeigentum in der Gemarkung Lam=
und wenn man die Schuldſummen und die verfüabaren verſehen.
Summen gegeneinander abrechnet, ſogar nur 55 Prozent
pertheim zur Anlage von Ortsſtraßen. Die Ange=
Gerüchtweiſe verlautet, daß Riffleute in Tetuan
betragen. Der Miniſterpräſident ſchließt mit der
Er=
legenheit wurde bereits einmal verhandelt, und es ward
klärung, daß ſich dieſe Verbeſſerung ohne Zuhilfenahmel eingedrungen ſeien. Eine Beſtätigung fehlt. Die damals Augenſcheinseinnahme beſchloſſen, die inzwiſchen
Begleiter des Bacchus, mit Weisſagen begabt, ver=
Der Bearbeiter, der in Lauchſtedt auch die Regie
Die Lauchſtedter Feſtſpiele.
ſpricht, dem Apollon das Seinige wieder zuzuführen. Er führte, iſt in keiner Nüance vom griechiſchen Spiel
ab=
ruſt den Ehor herbei die munteren Sathren, der ſchnell= gewichen und hat nirgends der Moderne Konzeſionen
Das neu aufgefundene Satyrſpiel des Sophokles
füßig — ein Rudel Spürhunde — das ganze Gebirge ab= gemacht. Er kennt keine Requiſiten und arbeitet ohne
„Die Spürhunde”.
ſucht. Man findet die Spuren des Hermes und auch Rin= Dekorationen. Auf ſechs Kuliſſen und den Hintergrund,
derſpuren, hört ferner unterirdiſches Rinderbrüllen, bis die die Bühne begrenzen, iſt die Urlandſchaft gemalt, be=
Bad Lauchſtedt, 19. Juni.
plötzlich ein ſeltſames Saitenſpiel aus der Erde hervor=ſtehend aus Bäumen, Tieren und Pflanzen aller Art, wie
K. B. Goethe und Schiller, Kleiſt, Moliére, Holberg, tönt. Durch wilde Sprünge und wuchtiges Geſtampfe man ſie auf ausgegrabenen alten Vaſen gefunden
hat=
ſogar Gerhart Hauptmann wurde in dem vor noch nicht wollen Silen und die Spürhunde den Spieler herauf= Der Univerſitätsmaler Otto Fiſcher in Halle hat ſie
allzu langer Zeit aus tiefem Schlafe geweckten Goethe= zwingen; da ſteigt ergrimmt Kyllene aus der Erde empor ohne Perſpektive, durchaus hiſtoriſch getreu hergeſtellt.
Theater zu Lauchſtedt in den letzten Jahren geſpielt. Silen dringt in ſiez er will wiſſen, wer die Muſit ſpielt Auch Profeſſor Hermann A b ert, der die Mitſit zu
Kein Jahr aber haben die Feſtſpiele durch die Ankündig= und wie das Inſtrument verfertigt worden. Kyllene er= dem Satyrſpiel komponierte, hielt ſich an die Antike,
ung ſchon ſo großes Aufſehen erregt wie heuer; ein Er=zählt, daß Hermes der Spieler ſei, und der Chor erklärt Oboe, Harfe und große Trommel ſind ſeine Inſtrumente.
eignis, das für die geſamte wiſſenſchaftliche Welt und für ihn für den Dieb der Rinderherde. Kyllene will das nicht Der Rhythmus iſt ſehr wenig kompliziert; er paßt ſich
die Kunſtkreiſe aller Länder von größter Bedeutung iſt, wahr wiſſen. Eine ungeheuerliche Läſterung, die ſie nicht aber der Handlung und den Sprüngen der Spürhunde
ſollte im Mittelpunkte der diesjährigen Feſtſpiele ſtehen. länger anhören könne, nennt ſie es und verſchwindet. Da= ſehr feinſinnig an. Gumal Beſſel, der halliſche Univerſi=
Der engliſche Archäologe Arthur Hunt hatte im vorigen mit ſchließt das Fragment. Robert hat es folgender= tätsfechtmeiſter, hat mit den Studenten, die die Spür=
Jahre in Lyrhnchos in Aegypten einen alten Papyros maßen ergänzt: Die Spürhunde teilen ihre Wahrnehmun= hunde darſtellten, Bewegungen und Tänze einſtudiert,
aufgefunden, der ſich als das Fragment eines bis dahin gen Apollon mit. Da tauchen aus der Erde die Köpfe deren fremdartiger Humor ungemein erheiternd wirkt.
völlig unbekannten Sathrſpiels des Sopholles heraus= der geſtohlenen Ochſen empor und auch Hermes erſcheint Kaum ſtanden die Spürhunde auf der Szene, als die
ſtellte. Murray, Pearſon und von Wilamowitz=Möllen=mit der Leier. Apollon iſt von den ſeltſamen Tönen ſo wiſſenſchaftliche Bedeutung der Aufführung vergeſſen war.
dorf veröffentlichten das Spiel, und der berühmte hallie=entzückt, daß er ſeinem jungen Bruder die Herde zumDie Vorſtellung wirkte ſo luſtig und künſtleriſch, daß von
ſche Archäologe Geh. Rat Karl Robert ergänzte es Geſchenk macht, wofür dieſer ihm die Leier gibt.
einem Veralteiſein nichts mehr zu verſpüren war. Die
und ließ es unter dem Titel „Die Spürhunde” an
Dieſer trockene Stoff, deſſen blaſſe und größtenteils Späße des Sopholles paſſen ſich keiner Zeit an; ſie
wer=
die Oeffentlichkeit gelangen. Er trug dafür Sorge, daß unmotivierte Handlung uns beim Leſen durchaus unkünſt= den in tauſend Jahren noch genau dieſelbe Wirkung
aus=
das Stück an der würdigſten Bühne Deutſchlands am leriſch erſcheint, bedeutet für das Satyrſpiel lediglich eine üben, die ſie vor mehreren tauſend Jahren hatten und
Goethe=Theater zu Lauchſtedt, zum erſten Male aufge=Begleiterſcheinung. Das Weſentliche iſt die groteske Art die ſie auch heute ausüben. Mit unendlichem Jubel
be=
führt wurde.
der Spürhunde die nur beim Suchen handeind in den dankten ſich zum Schluß die Zuſchauer bei Karl Robert,
Die Vorlage zu dem Satyrſpiel für Sophokles war Gang des Stückes eingreifen, im übrigen aber die nackte den Studenten und den übrigen Darſtellern, unter denen
eine der bekannten Hymnen von Homer. Zeus und Maia Handlung nur illuſtrieren. Robert hat nach dem Muſter ſich erſte Kräfte aus Berlin, Weimar, Stuttgart und
Leip=
haben oben auf dem Gipfel des Gebirges Kyllene ein des altgriechiſchen Satyrſpiels den Chor, hier die Spür= zia, darunter Eva Marterſteig, die Tochter des Leipziger
Kind gezeugt, den Götterboten Hermes, der nicht nur hunde, ganz beſonders hervortreten laſſen. Die Träger Intendanten, befanden.
der Gott des Verkehrs, ſondern auch der Diebe und derder Hauptrollen bewegen ſich kaum von ihrem Platze.
Ganz anderer Art iſt der Humor der Hans Sachs=
Muſik iſt. Zum Staunen ſeiner Pflegerin, der Nymphe Ruhig und ohne ſonderliches Pathos ſprechen ſie den Spiele, die im Anſchluß an das Sophokles=Stück zur
Kyllene, wächſt es ſo ſchnell heran, daß es nach 6 Tagen Dialog. Die Spürhunde dagegen ſchleichen, kriechen, Aufführung gelangten. Zwei von den unbekannteren
einem Jüngling gleicht. Schnellſtellt ſich heraus, daß es von hüpfen, tanzen, ſtampfen, ſauchen und brüllen auf der der Faſtnachtsſpiele von Hans Sachs: „Die Komödie von
Zeus zum Gott der Diebe beſtimmt iſt; ſein erſter StreichBühne herum wie eine Rotte Halbwilder. Als ſolche tre= König Alerander und dem Philoſophen Ariſtoteles” und
iſt der Raub einer Rinderherde, die ſeinem großen Bru= ten ſie auch äußerlich auf. Lange Bärte, gelbe, braune, Der geſtohlene Hahn”, hat Karl Robert eigens für
Lauch=
der Apollon gehört. Auf ſeinem Raubzuge findet der rote und ſchwarze Mähnen, dicke, buſchige Schwänze,ſtedt bearbeitet. Die Primitivität der Verſe und die
Knabe eine Schildkröte, deren hohle Schale er mit Saiten nackte geſchmeidige Leiber und weiche Pfoten laſſen ſie Selbſtverſtändlichkeit der Moral verfehlt ihre Wirkung
überzieht; auf dieſe Weiſe ſertigt er die erſte Leier an. als Weſen erſcheinen, die dazu angetan ſind, Furcht und nicht. Die ſchmuckloſe Bühne und das ungeſchminkte
Apollon wird den Raub ſeiner Rinder gewahr und ſetzt Schrecken unter den Zuſchauern zu erwecken. Bald aberAuſtreten der Schauſpieler ſtanden in volſter Harmonie
einen goldenen Kranz zum Preis für den aus der ihm entpuppen ſie ſich als Spaßmacher, die durch ihre gro= mit den Schwänken.
lein geſtohlenes Gut wiederbringt. Silen, der kahlköpfige teske Art das Stück zu einem Saiyrſpiel machen.
Martin Feuchtwanger.
Caſa=
orden.
en in
um,
ündete
aroffo
Die
tleren
ſuchen.
Ver=
flarte
rofto
eiter
bei
urés
Nummer 144.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 23. Inni 1913.
Seite 3.
Katgeſunden hat. Es handelt ſich um ein größeres Ge= urteiltle den Angelagten zu 3 Jahren d Monaten 1 geldern und Reiſeloſten für die Mitglieder des
Auſichts=
lände, das die Gemeinde erwerven will, um es zur Er=Zuchthaus, abzüglich 3 Monaten der Unterſuchungs= rats, gemäß § 21 des Statuts: 7 Verſchiedenes.
bauung von Arbeiterhäuſern zu parzellieren. Es wurden haft.
* Rentenanſtalt a. G. und Lebensverſicherungsbank
noch zwei Zeugen vernommen, die bekunden, die
Ge=
g. Strafkammer. Der 42jährige vorbeſtrafte Tag= zu Darmſtadt, gegründet 1844, erweitert 1855. Nach dem
meinde habe 1905 ebenfalls Gelände angekauft für 1 Mk. löhner Sebaſtian Klein von Hechtsheim kehrte in einer 69. Rechenſchaftsbericht der unter dem Protektorat
pro Quadratmeter, das ſie für 1,50 bis 2 Mark weiter= Wirtſchaft in der Bleichſtraße ein und machte dort eine Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs von Heſſen
verkauft und damit einen größeren Gewinn erzielt habe. Zeche von 1 Mk. 78 Pfg., ohne daß er einen Pfennig ſtehenden Rentenanſtalt a. G. und Lebensver=
Zwei Eigentümer des jetzt neu von der Gemeinde zu er=Geld beſaß. Er iſt vollauf geſtändig. Klein wurde zu ſicherungsbank zu Darmſtadt hat dieſelbe auch
im Jahre 1912 ein günſtiges ſinanzielles Ergebnis erzielt.
werbenden Geländes wollen 1,50 Mark für den Quadrat= vier Monaten Gefängnis, abzüglich 1 Monat
meter haben, eventuell wollen ſie auch ein gleich großes der Unterſuchungshaft, verurteilt. — Zwei Schuhmacher= Mit Einlagen für ſteigende Renten ſind beteiligt 6284
Mitglieder mit 12476 Einlagen und mit einem Ver=
Gelände wieder übernehmen und der Gemeinde die Auf= geſellen, der 38jährige Friedrich Schäfer und der 21
ſchließungskoſten erſtatten. Der Provinzialausſchuß be= Jahre alte Fritz Crößmann aus Pfungſtadt, hatten mögensſtande von 4061310,34 Mark. Auf die vollen
Ein=
lagen wurde für 1912 an Klaſſenrente und an
Kapital=
ſchloß, das Urteil am 5. Juli zu verkünden. — Die Aus= ſich geſtern vor der Strafkammer wegen Diebſtahls zu auilöſungsrente die anſehnliche Summe von 228 778,46
dehnung der Opelwerke zu Rüſſelsheim machte die verantworten. Sie waren bei einem Pfungſtädter Mei= Mark ausbezahlt. Die bei der Depoſitenkaſſe verzinslich
Schließung der Heinrichſtraße erforderlich, da ſonſt der ſter beſchäftigt und eines Tages ohne Kündigung ver= hinterlegten Gelder betrugen Ende 1912: 287611,76 Mark.
Zuſammenhang der Fabrikanlage geſtört worden wäre, ſchwunden. Nach ihrem Verſchwinden vermißte der Mei= In der Lebensverſicherungs=Abteilung ſind verſichert
Dieſe Schließung machte erforderlich, die noch nicht durch=ſter verſchiedenes Handwerkszeug, das man ſpäter bei 4926 Perſonen mit 15 482083 Mark Fällig geworden ſind
geführte Sophienſtraße zu eröffnen. Eine Beſitzerin des dem Angeklagten Crößmann vorfand. Bei Schäfer wurde durch 93 Sterbefälle 252 704,33 Mark und durch Ablauf
hierzu benötigten Grundſtückes im Umfange von 806 nur eine Zange gefunden, die der Meiſter als ſein Eigen= bei Lebzeiten der Verſicherten 202 614,29 Mark, zuſammen
Quadratmetern verlangt insgeſamt für Gelände und die tum reklamieren möchte. Es konnte aber dem Sch. eine 455318,62 Mark. Das Lebensverſicherungsgeſchäft
er=
auf dem Grundſtück ſtehenden Obſtbäume 8000 Mark, Beteiligung an dem Diebſtahl, die er entſchieden in Ab= brachte einen Ueberſchuß von 112927,13 Mark. Für die
während die Lokalkommiſſion den von der Gemeinde ge= rede ſtellte, nicht nachgewieſen werden. Er wurde daher nach Plan A mit Gewinnanteil Verſicherten wurde die
botenen Preis von 3781,40 Mark für ausreichend erachtet freigeſprochen. Crößmann, der noch nicht vorbeſtraft iſt, Dividende, die im Jahre 1914 vergütet wird, wie im
hat. Die Gemeinde beantragt, da eine Einigung nicht kam mit einer Gefängnisſtrafe von zwei Wochen da= Vorjahre auf 23 Prozent der vollen Jahresprämie
feſt=
erfolgen konnte, die Enteignung. Es fand ſchon eine von. — Wegen Verbrechens nach § 218 des Strafgeſetz= geſetzt. Der Dividendenbezug nach Plan B (ſteigende
Verhandlung vor dem Provinzialausſchuß ſtatt, in der buches bezw. Beihilfe wurden nach nichtöffentlicher Ver= Dividende) beginnt im ſünften Verſicherungsjahre mit
Augenſcheinseinnahme beſchloſſen wurde. Dieſe hat am handlung der 23jährige Maurer Gg. Pfenning III. 3 Prozent der Prämie. An Leibrenten=Verſicherungen be=
14. Mai ſtattgefunden. Der Provinzialausſchuß wird 1 zu Viernheim zu 1 Jahr6 Monaten Gefängnis, ſtehen 340 Policen für 222 Vesſonen mit 88 885,50 Mark
auch in dieſer Angelegenheit am 5. Juli das Urteil ver= abzüglich 1 Monat der Unterſuchungshaft, verurteilt; Jahresrenten. Die Prämienreſerven und
Prämienüber=
künden. — Der Händler Johann Roſenberg und ſeine Ehefrau zu 1 Jahr Gefängnis; deren Schwe= träge betrugen Ende 1912 für die Lebens= und
Leib=
ſeine Ehefrau, beide zu Offenbach, klagen gegen den Ent=ſter, die 25jährige Näherin Eva Kalt zu 9 Monaten renten=Verſicherten zuſammen 5 606 974,94 Mark.
Außer=
ſcheid des Großh. Kreisamts Offenbach vom 20. Februar, Gefängnis, abzüglich zwei Monaten der Unterſuch= dem ſind noch als Gewinn= und Dividendenreſerve
zu=
durch den ihnen der Wandergewerbeſchein zum ungshaft; der 34jährige Taglöhner Jakob Schultz er= ſammen 386804,06 Mark zurückgeſtellt worden. Neben
den Reſerven und Ueberträgen haftet noch das oben an=
Handel mit Regenſchirmen und Steingut wegen der hielt 1.Jahr 6 Monate Zuchthaus.
* Von der Großh. Techniſchen Hochſchule. Der Di= gegebene Vermögen der Renteneinleger von 4061310,34
Vorſtrafen verſagt wurde. Der Provinzialausſchuß
er=
kannte auf Abweiſung der Klage unter Verurteilung der plom=Ingenieur Heinrich Hencky aus Ansbach hat ſich Mark für alle Verbindlichkeiten aus dem Lebens= und
Kläger in die Koſten des Verfahrens. — In der Klage am 20. d. M. an der hieſigen Techniſchen Hochſchule der Leibrentenverſicherungsgeſchäft. Eine
Nachſchußverpflich=
des Bauunternehmers Karl Grün II. und der Firma mündlichen Doktor=Ingenieur=Prüfung tung der Lebens= und Leibrentenverſicherten beſteht nicht.
Ehrhardt & Comp. in Bensheim gegen die Stadt im Bauingenieurfach unterzogen und „mit Auszeichnung” Das Geſamtvermögen der Anſtalt beziffert ſich auf
10577145,22 Mark und iſt zum größten Teil in erſten
beſtanden.
Bensheim wegen der Heranziehung zu den Koſten für
* Gefährdung der Weinernte. Nach einer Mitteilung Hypotheken angelegt. Es betragen die Ausleihungen auf
den Ausbau der Kaiſer Wilhelm=Straße, die bereits
ein=
der Großh. Direktion der Wein=und Obſtbauſchule Oppen= erſte Hypotheken 89,22 Prozent, die börſengängigen
Wert=
mal zur Verhandlung kam, wurde abermals auf den heim iſt in den letzten Tagen die Peronoſpora, be= papiere 4,70 Prozent und die übrigen Anlagen 6.08 Pro=
5. Juli vertagt.
günſtigt durch die Witterung, in den Weinbergen ſtark zent des geſamten verzinslich angelegten
Kapitalver=
g. Schwurgericht. Wegen Körperverletzung aufgetreten. Die geſamte Ernte ſteht auf dem mögens. Der durchſchnittliche Zinsſuß betrug 4,11 Prozent.
mit tödlichem Erfolg ſtand am Samstag der 24 Spiele. Eine weitere Beſpritzung der Reben mit einer
Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Jahre alte Eiſendreher Karl Schwöbel von Offenbach zweiprozentigen Kupferkalkbribe iſt dringend erforderlich. Mitglie derſtand betrug am 14. Juni l. J.
männ=
vor den Geſchworenen. Am 6. März dieſes Jahres war Die Menge der Spritzflüſſigkeit ſollte pro Viertelhektar lich 9626, weiblich 6558, zuſ. 16184, in Prozenten 59,48,
der Angeklagte mit ſeinen zwei Brüdern in der Wirtſchaft nicht unter 300 Liter betragen.
40,52. Der Krankenſtand betrug am 14. Juni l. J.
Gebler, wo ſie ſich ſo ungebührlich benahmen, daß der
Dienſtiubiläum. Am Samstag konnte Herr Joh. männlich 454, weiblich 261, in Prozenten 4,71, 3,98
Wirt genötigt war, ſie an die friſche Luft zu ſetzen. Hier= Arras, Beamter bei der Firma E. Merck, hier, ſein 40= (1912: 3,83, 3,47) An Krankengeld wurden
aus=
bei konnte ein Bruder des Angeklagten nur mit Gewaltjähriges Dienſtjubiläum feiern. Aus dieſem gezahlt in der Woche vom 9. Juni bis 14. Juni l. J.
aus dem Lokal entfernt werden. Der Angeklagte hielt Anlaß verſammelten ſich ſämtliche Beamtenjubilare, die 5918,71 Mk. (1912: 5152,23 Mk.) An Wöchnerinnen
ſich mit dem offenen Meſſer in der Hand vor dem Lokal Prokuriſten, ſowie die mit dem Jubilar in näheren Be= waren vorhanden am 14. Juni l. J. 29.
Sterbe=
auf und es kam infolgedeſſen mit den herauskommenden ziehungen ſtehenden Beamten im Konferenzſaal der fälle kamen vor in der Woche vom 9. Juni bis
Gäſten zu Tätlichkeiten. Während dieſer Auseinander= Firma, um dem Jubilar ihre Glückwünſche auszuſprechen. 14. Juni 1. J. 4.
ſetzung rief der Bruder Heinrich, der gegenüber der Wirt= Herr Medizinalrat Dr. E A. Merck begrüßte den Jubi=
— Aus der Beſſunger Bücherhalle (Beſſunger Straße
ſchaft wohnt: „Warte, Karl, ich ſchieße!” und ſprang aus lar und gedachte in herzlichen Worten der Anerkennung Nr. 48) wurden im Monat Mai 715 Bücher entliehen;
ein=
dem Fenſter, um dem Bruder zu Hilfe zu eilen. Der und des Dankes ſeiner 40jährigen Tätigkeit bei der Firma geſchriebene Leſer ſeit 1. April 266. Geſchenke gingen ein:
Streit endigte damit, daß ſich die Gäſte entfernten. Als und der während dieſer langen Zeit von ihm allezeit be= von G. L. 13 Bände und 12 Jahrgänge Zeitſchriften, von
nun kurz danach wieder mehrere Gäſte, darunter der Ar= wieſenen Treue und Gewiſſenhaftigkeit, Als äußeres Zei= Ungenannt 1 Jahrgang desgl. Den gütigen Gebern
herz=
beiter Wendel Schröpf, die Wirtſchaft verließen und chen der Anerkennung überreichte er Herrn Arras ein lichen Dank! Anmeldungen weiterer Spenden von Büchern
Schröpf einen bei der Rauferei auf der Straße liegen= Geldgeſchenk und gab der Hoffnung Ausdruck, daß es bei= und guten Zeitſchriften, ſowie Beitrittserklärungen zum
gebliebenen Stuhl aufheben wollte, ſprang der Ange= den Teilen vergönnt ſein möge, noch recht viele Jahre in „Verein für Verbreitung von Volksbildung” (
Mindeſtbei=
klagte plötzlich auf ihn zu und verſetzte ihm einen Meſſer= der bisherigen Weiſe zuſammenarbeiten zu können. Herr trag 2 Mark) werden vom Vorſtand des Vereins gerne
ſtich in den Rücken. Der Verletzte erlag dieſer ſchweren Regierungsrat Gennes überbrachte dem Jubilar die entgegengenommen. Unentgeltliche Bücherausgabe: Diens=
Verletzung nach einigen Tagen Die Anklage vertrat herzlichſten Glückwünſche namens der Großh. Regierung tag, Donnerstag und Samstag von abends 7½—9 Uhr.
Staatsanwalt Dr. Leoni; die Verteidigung führte Rechts= und überreichte ihm das vom Großherzog verliehene! Daſelbſt auch Bücherverzeichniſſe zu 20 Pf.
anwalt Neuſchäffer. Der Angeklagte iſt geſtändig; Allgemeine Ehrenzeichen für treue Arbeit. In bewegten
* Bilder vom Tage. In der Auslage unſerer
er will aber in Notwehr gehandelt haben. Er ſei mit Worten dankte Herr Arras allen, die anläßlich ſeines Ju= Expedition (Rheinſtraße 23) ſind von heute ab folgende
ienem Stuhl erheblich am Kopf verletzt worden und in= biläumstages ſo ſehr ehrend ſeiner gedachten. Er rechne Bilder neu ausgeſtellt: Der Kaiſer mit ſeinem
Schwieger=
folgedeſſen habe er wie wild mit ſeinem Taſchenmeſſer es ſich als eine Ehre an, der Firmal Merck 40 Jahre ge= ſohn und ſeinen Söhnen auf dem Wege zur
Parole=
um ſich geſtochen. — Nach den Angaben des Sachver= dient zu haben, und hoffe gern, daß es ihm beſchieden ſein ausgabe; Andrew Carnegie als Gaſt des Kaiſers in
ſtändigen Dr. Liebenow=Offenbach entſtand durch eine möchte, noch recht viele Jahre der Firma dienen zu können. Berlin; Schauſpieler Ludwig Martinelli i, langjähriges
* Die Zentralkaſſe der heſſiſchen landwirtſchaftlichen Mitglied des Deutſchen Volkstheaters in Wien: Exzellenz
Unreinlichkeit, die ſich jedenfalls am Meſſer befand, eine Genoſſenſchaften, e. G m. b. H., hält am Montag, den Profeſſor Guſtav von Schmoller, zur Feier ſeines
Blutvergiftung, die mehrere Operationen nötig machte.
30. Juni, vormittags 10½ Uhr, im Kaiſerſaal zu Darm=75jährigen Geburtstages; der Rieſendampfer „Imperator”
Der Geſtochene iſt aber ſchließlich am dritten Tage nach ſtadt ihre erſte Generalverſammlung ab. Die paſſiert die „Alte Liebe” in Cuxhaven; die 300=Jahrfeier
ſeiner Einlieferung der Blutvergiftung erlegen. — Der Tagesordnung lautet: 1. Geſchäftsbericht des Vorſtandes des Hauſes Romanow im Herzen Rußlands.
Verſtorbene hat zu Protokoll erklärt, daß er mit dem An= über die drei erſten Monate des Geſchäftsjahres; 2.
Feſt=
geklagten gar keinen Streit hatte, ſondern er wollte ledig= ſetzung des Geſamtbetrages, welchen Anleihen der
Ge=
lich den Stuhl aufheben, wobei er plötzlich einen Schlag noſſenſchaft und Spareinlagen bei dieſer nicht überſchreiten
* Konzertveranſtaltungen. Konzertgarten
Hu=
verſpürte. Er erkannte den Schwöbel mit Beſtimmtheit ſollen, gemäß § 36, Nr. 13 des Statuts; 3. Feſtſetzung der genſchützt Felſenkeller. Welch außergewöhnlicher
wieder. — Der Wirt bekundet, daß der Getötete ein ruhi= Grenzen, welche bei Kreditgewährungen an Genoſſen ein= Beliebtheit ſich die Sommerkonzerte dieſes Gartens
er=
ger, harmloſer Menſch geweſen ſei. Es ſei ihm an dem gehalten werden ſollen, gemäß § 36, Nr. 14 des Statuts; freuen, zeigte ſich am Freitag abend bei dem Konzert der
Abend aufgefallen, daß Schwöbel immer das geöffnete 4. Grundſätzliches zu dem Geſchäftsgebaren unſerer länd= Kapelle des Artillerie=Regiments Nr. 61 unter Obermuſik=
Meſſer bei ſich hatte. Ein Zeuge bekundet, daß Schwöbel lichen Genoſſenſchaften, insbeſondere die Zinspolitik der meiſter Weber. Trotz ſtrömenden Regens hielt das
an dem Tage der Tat in der Wirtſchaft äußerte, ſie woll= Kreditgenoſſenſchaften und die bargeldloſe Zahlung: Giro=Publikum nicht nur im Saal und Sommerzelt, ſondern
ſo=
ten noch einen trinken, am anderen Morgen hole ihn doch und Scheckverkehr (Berichterſtatter: Direktor Mager); gar bis Schluß im Garten bei aufgeſpannten Schirmen
die Kriminalpolizei. Die Geſchworenen bejahten die 5. Zuwahl von drei Aufſichtsratsmitgliedern aus Ober= aus. — Brauerei Heſſiſcher Hof. Heute, Mon=
Schuldfrage nach Körperverletzung mit tödlichem Erfolg heſſen, Erſatzwahl von je einem Aufſichtsratsmitglied aus tag, findet für das am 21. Juni ausgefallene Konzert ein
und verſagten mildernde Umſtände. Das Gericht ver= Starkenburg und Rheinheſſen; 6. Feſtſetzung von Tage= außergewöhnliches Konzert der Kapelle des Großh. Heſſ.
gutes Beiſpiel geben. . . Ich fühle, daß ich gerührt werde Man hörte ihn die Gebete herſagen, die er in geſunden
Wie der „Sonnenkönigee ſtarb. und ſehe, daß es Ihnen ebenſo geht. Verzeihen Sie mir Tagen geſprochen hatte, und bei dem Confiteor ſchlug er
das. Leben Sie wohl, meine Herren! Ich rechne darauf, ſich die Bruſt.‟ Die Kammerdiener, die zu Füßen ſeines
C2 Es wird ſelten ein Schauſpiel in der Geſchichte ge= daß Sie ſich zuweilen meiner erinnern.‟ Dann ließ er Bettes knieten und weinten, fragte er: „Warum weint
geben haben, indem ſich menſchliche Macht und menſchliche die königlichen Damen und die Prinzeſſinnen von Geblüt Ihr? Habt Ihr geglaubt, ich ſei unſterblich? Ich für
Ohnmacht ſo eng miteinander berührten, wie beim Tode eintreten „Sie ſchrien laut, worauf der König ſagte, es meine Perſon habe das nie geglaubt. Da ich alt bin, ſo
Ludwigs XIV. Dieſer Monarch, der die Würde des ſchicke ſich nicht, ſo zu ſchreien. Er ſprach ein paar kurze hättet Ihr Euch längſt darauf vorbereiten müſſen, mich zu
Königtums über jede andere irdiſche Sphäre erhöht, zu freundliche Worte, beſonders zur Madame. Schließlich er= verlieren.” Am Morgen des 28. Auguſt erſchien ein
dem ſeine Höflinge wie zu einem Gott aufblickten auch mahnte er die Herzogin von Orleans und die Herzogin Bauer aus der Provence in Verſailles mit einer Medizin,
er unterlag dem Loſe, das allen Sterblichen beſchieden; von Condé, ſich zu verſöhnen. Alles das ging ſchnell von= von der er behauptete, ſie ſei den Brand zu heilen
im=
aber man darf ſagen, daß er es in königlicher Weiſe tat. ſtatten. Dann entließ er die Damen.” Einige Zeit ſpä= ſtande. Als die Aerzte nicht erlauben wollten daß dem
Das ergreifende Ende des Sonnenkönigs hat einen Schil= ter befahl er ihm den Dauphin zu bringen, ließ ihn an König dieſe Flüſſigkeit gegeben werde, wurde der Bauer
derer gefunden, der dieſer einzigartigen Aufgabe ge= ſein Bett treten und ſagte zu ihm in Gegenwart einiger dermaßen grob, daß er es durchſetzte. Man gab dem
wachſen war. Der Herzog von Saint=Simon, der Perſonen ſeiner intimſten Umgebung Folgendes: „Mein König von dem Elixier und ſagte ihm, es bringe Leben.
geniale Chroniſt dieſer Zeit widmet dieſem eigentlichen Kind, du wirſt ein großer König werden! Ergib dich Er nahm das Glas und meinte: „Leben oder Tod — wie
Abſchluß des „großen Jahrhunderts” in ſeinen unſterb= nicht meiner Leidenſchaft für große Bauten und für den es Gott gefallen mag!“
lichen Memoiren eine erſchütternde Darſtellung. Sie iſt Krieg. Im Gegenteil: trachte danach, mit deinen Nach=
„Als man ihm dann eine Bouillon anbot bemerkte er,
aufgenommen in die neueſte Ausgabe der Denkwürdig= barn Frieden zu halten! Gib Gott, was Gottes iſt! Er=man ſolle zu ihm nicht wie zu jedem Beliebigen ſprechen.
keiten Saint=Zimons, die unter dem Titel „Der Hof kenne die Pflichten an, die du ihm gegenüber haſtl! Be=Er brauche keine Bonillon, ſondern ſeinen Beichtvater.
Ludwigs TlV.” mit einer umfaſſenden kulturpſhcho= wirke, daß ihn deine Untertanen ehren!” Folge immer den Dieſer wurde geholt Als er einmal aus einer
vorüber=
logiſchen Einleitung in einer meiſterhaften Verdeutſchung guten Ratſchlägen! Suche es dem Volke zu erleichtern! gehenden Bewußtloſigkeit erwachte bat er den Pater
Arthur Schurigs von Wilhelm Weigand herausgegeben Ich habe das unglücklicherweiſe nicht tun können. Vergiß Tellier um Abſolution von allen ſeinen Sünden. Der
auch nicht, gegen Frau von Ventadour dankbar zu ſein!” Geiſtliche fragte, ob er große Schmerzen hätte. „Ach nein,”
worden iſt.
Am 25. Auguſt 1715, dem Tage des heiligen Ludwig, Indem er ihn küßte, fuhr er fort: „Mein liebes Kind ich antwortete der König, „das iſt ja gerade das Schlimme?
ſtand es um die Geſundheit des Königs ſo ſchlimm, daß ſegne dich von ganzem Herzen.” Als man den kleinen Ich möchte mehr leiden, um meine Sünden zu fühnen!”
ihm die Sterbeſakramente gereicht werden mußten. „Der Prinzen wegführen wollte, verlangte der König nochmals Unterdeſſen machte die Krankheit ſchreckliche Fortſchritte.
König ſah ſehr gefaßt, aber von der Bedeutung des nach ihm. Abermals küßte er ihn, hob die Hände und Der Brand hatte das Knie und den ganzen Oberſchenkel
Augenblicks durchdrungen aus.” Am 26. Auguſt hielt er den Blick zum Himmel und ſegnete ihn zum zweiten Male.” ergriffen. Am 31. Auguſt abends ging es ſo ſchlecht, daß
Nachdem er noch mancherlei Beſtimmungen getroffen man anfing, die Sterbegebete zu ſprechen. „Das Drum
nach dem Mittagsmahl vom Bett aus an die Großen, die
pflichtſchuldigſt um ihn verſammelt waren, folgende An= hatte, ſagte er zu Frau von Maintenon: „Er habe immer und Dran dieſer Zeremonie brachte den König wieder zu
ſprache: „Meine Herren! Ich bitte Sie um Verzeihung, gehört, es ſei ſchwer, ſich zum Sterben zu entſchließen. Er klarerem Bewußtſein. Mit einer Stimme, die man aus
daß ich Ihnen ein ſo ſchlechtes Beiſpiel gegeben habe. ſtehe jetzt vor dieſem den Menſchen ſo fürchterlichen Augen= dem Gemurmel der zahlreichen Prieſter und ſonſtigen An=
Ich danke Ihnen verbindlich für die Dienſte, die Sie mir blick, er fände jedoch nicht, daß es ſchwer ſei, ſich mit dem weſenden deutlich heraushörte, ſprach er die Gebetsworte
geleiſtet, für die Anhänglichkeit und Treue, die Sie mir! Sterben abzuſinden. Frau von Maintenon antwortete,mit. Als das Beten zu Ende war, erkannte er den
Kar=
jederzeit bewieſen haben. Es tut mir ſehr leid, daß ich es ſei ſehr ſchwer, wenn einen noch Liebe oder Haß an dinal Rohan und ſagte zu ihm: „Das iſt die letzte Gnade
für Sie nicht das getan habe, was ich gern für Sie getan das Leben feſſele oder wenn man noch etwas wieder gut der Kirche!
Dies waren die letzten an einen Menſchen gerichteten
hätte. Die ſchlechten Zeiten waren daran ſchuld. Ich bitte zu machen habe. „Ach,” ſagte der König, „wieder gut
Sie, meinem Enkel den gleichen Eifer und die gleiche Er= zu machen habe ich einzelnen Menſchen gegenüber nichts, Worte des Königs. Mehrere Male flüſterte er dann
gebenheit entgegenzubringen wie mir. Er iſt noch ein aber was das Reich anbetrifft, ſo rechne ich auf Gottes noch: „Nune ei in horz mortis, und ſchließlich ſagte er:
Kind, und wahrſcheinlich hat er manche Klippe zu um= Barmherzigkeit.‟ Die Nacht darauf verlief ſehr unruhig. O mein Gott, ſteh mir bei, komm mir ſchnell zu Hilfe!”
ſchiffen. Sie müſſen meinen anderen Untertanen ein Man ſah den König aller Augenblicke die Hände falten. Das waren ſeine letzten Worte. . .
Nummer 144.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 23. Juni 1913.
Seite 4.
Art.Reats. Nr. 6l ſiat. Das Programm iſt, wie im An zierl. Den Rgudator und Aufſchtörat wirede Ent=ſin Verlin genießen die preuſiſchfüdenſche
Klaſſen=
lotterie und die amtlich beſtellten, der ſtrengſten Aufſicht
zeigeteil erſichtlich, ſehr reichhaltig und dabei ſehr inter=laſtung erteilt.
Es mußte dann zunächſt eine Pauſe eintreten, um das und Konteolle der Generallotterie=Direktion
unterſtehen=
eſſant. Unſere einheimiſchen Komponiſten, die Herren
H. Fiſcher, S. May, Louis Kümmel und Paul Probſt, wer= Eintrefſen des Juſtizrats Grünewald abzuwarten. Der den Lotterieeinnehmer, die hohe Kautionen ſtellen müſſen.
Liquidator Rechtsanwalt Dr. Bopp gab in dieſer Pauſe das denkbar größte Vertrauen in allen Spielerkreiſen. Die
den dabei zu Worte kommen.
den Aktionären Aufklärung über die Gründe die dazu Ziehungen werden im Ziehungsſaale der General=
Lotte=
führten, daß die Aufſichtsratsmitglieder und Liquidatoren rie=Direktion öffentlich von beſonders beſtellten, aus be=
Darmſtädter Wochenmarkt.
ihre Aemter niederlegen ſollten. Nach der vorgelegten eidigten Beamten des königlich preußiſchen Finanz=
Bilanz iſt an der betrübenden Tatſache nichts mehr zu miniſteriums zuſammengeſetzten Ziehungskommiſſionen
Marktpreiſe am 21. Juni.
kg 18—20 Pf. ändern, daß das Aktienkapital verloren iſt. bewirkt, ſo daß für unbedingte Sicherheit die allergrößte
Butter, ½ kg 1,30—1,40 M. Erbſen, 1
f. Das Liquidationsverfahren erfolgt einzig mit dem Ka= Gewähr geboten iſt.
i. Part., ½ kg 1,20 M. Blumenkohl, Stück 20—50 9
Die preußiſch=ſüddeutſche Klaſſenlotterie iſt die ein=
—9 Pf. Wirſing, Stück 10—25 Pf. pital der Bank für Handel und Induſtrie, die natürlich
Eier, Stück
fortwährend zuſchießen muß und mit Recht beſtrebt iſt, zige im diesſeitigen Statsgebiete zugelaſſene Staats=
Schmierkäſe. ½ Lit. 20-22 Pf. Römiſch=Kohl, Bdl. 2-3 Pf
die Koſten des Verfahrens zu verringern. Dazu ſoll das lotterie. Das Spielen in allen andern Staatsklaſſen,
Handkäſe, Stück . 4—10 Pf.Kohlrabi, Stück . 4—6 P
Kartoffeln, Ztr. 2,75—3 M. Gelberüben, Bündel 4—5 Pf. Lokal der Liquidation in das Lokal der Bank für Handel namentlich in der neuerdings wieder viel angeprieſenen
Kumpf (10 Liter) 50 Pf. Gurken, Stück . 20—30 Pf. und Induſtrie verlegt werden. Am einfachſten iſt dann, Hamburger Stadtlotterie, Däniſchen Koloniallotterie und
8 Pf. Einleggurken, Stück8—10 Pf. daß die Liquidation nun durch Beamte der Bank für Han= Ungariſchen Klaſſenlotterie iſt bei hohen Strafen ver=
Staliener, ½ kg
Malteſer, ½ kg 14—15 Pf. Zuckererbſen, ½ kg 35 Pf. del und Induſtrie vorgenommen wird, wodurch eine er= boten. Der Preis der Loſe der preußiſch=ſüddeutſchen
Eierſchwämme, ½kg30-35Pf. Spargel, ½ kg 30—45 Pf. hebliche Verringerung der Koſten eintritt. Die Aktionäre Klaſſenlotterie iſt ein angemeſſener. Es koſtet in jeder
haben an dieſer Aenderung ſelbſt das größte Intereſſe, zu= Klaſſe das Achtel 5 Mk., das Viertel 10 Mk., das Halbe
Geflügel, Wildbret:
Obſt u. dergl.:
Aprikoſen, ½ kg 60—70 Pf. Gänſe, ½ kg 1,10—1,20 M. mal an eine Herauszahlung an die Aktionäre nicht zu den= 20 Mk., das Ganze 40 Mk. Porto und Gewinnliſten be=
Heidelbeeren, Schopp. 20 Pf. Enten, Stück . . 3—4 M. ken iſt. Die bisherigen Liquidatoren ſollen alſo ihre ſonders.
Bei der zur Verhütung der Verſäumung planmäßiger
Aemter niederlegen und es ſollen neue Liquidatoren aus
Sauerkirſchen, ½ kg 70 Pf. Hahnen und Hühner,
Friſten ſehr zu empfehlenden Vorauszahlung der Ein=
23,50 M. den Organen der Bank gewählt werden.
Stück
Zitronen, Stück . 6—7 Pf.
Nach Eintreffen des Aufſichtsrats=Vorſitzenden einigte lagebeträge und Belaſſung der Loſe im Gewahrſam des
Ital. Kirſchen, ½ kg 65-70 Pf. Tauben, Stück 65—70 Pf.
Apfelſinen, Stück . 10 Pf. Lapins, Stück 1,10—1,20 M. man ſich nach längerer Ausſprache dahin, daß der Auf= Lotterieeinnehmers ſtellt dieſer amtliche, für die ſtaatliche
ſichtsrat und der Liquidator ihre Aemter niederlegen. Lotterieverwaltung verbindliche Quittung (Empfangs=
Johannisbeeren, ½ kg
Fiſche:
90 Pf. Die Juſtizräte Grünewald, Frieß und Lindt und Gewahrſamſchein) aus.
22—25 Pf. Hecht,
kg .
Aal, ½ kg . 1,10—1,20 M. knüpften dann in Form einer Erklärung die Bedingung,
Wald=Erdbeeren,
60 Pf. daß mit der Entlaſtung ausgeſprochen wird: irgendwelche
Schoppen . . 40—50 Pf. Karpfen, ½ kg
Jahresver=
Bensheim, 21. Juni. Die 69.
Anſprüche aus der Geſchäftsführung des Aufſichtscats
Ananaserdbeer., ½ kg 55 Pf. Andere Rheinfiſche,
beſtehen nicht, und es wird auch auf etwanochent=ſammlung des Heſſiſchen Hauptvereins
Pf.
Kirſchen, ½ kg.
60 Pf.
. 35—40
½ kg.
ſtehende derartige Anſprüche verzichtet, der Guſtav=Adolf=Stiftung findet am Sonn=
Unreife Stachelbeeren,
Rotzungen, ½ kg .. 23
Unberührt bleiben die Anſprüche einzelner Mitglieder des tag, den 29., und Montag, den 30. Juni, hierſelbſt ſtatt
60 Pf.
Schoppen.
Schollen, ½ ké
2 Pf
Aufſichtsrats gegen die Heſſiſche Bank und die Bank für und verſpricht durch die gleichzeitige Jubelfeier der
20—22 Pf. Kabeliau,
Muskatnuß, Stück 1—.
½, kg 21—23 Pf
Handel und Induſtrie, und umgekehrt ſolche der Banken evangeliſchen Kirchen in Bensheim und Heppenheim und
Vanille, 3 Stück . . 25
Schellfiſche, ½ Ig 30—35 A
die hierdurch bedingte reichhaltige Feſt=Ordnung
beſon=
ſ. gegen die Herren Aktionäre der Heſſiſchen Bank.
Pfirſiche, ½ kg . . 1 M. Backſchellfiſche, ½ kg 19 P
Barben, ½ kg 70—80 Pf. Die Bedingungen werden akzeptiert. Darauf folgt Neu=ders bedeutſam zu werden. Aus dem Programm heben
Salat, Gemüſe uſw.
wahl des Aufſichtsrats. Es werden durch Zuruf wir folgende Punkte heraus: Am Sonntag, vormittags
Kopfſalat, Stück . 4—6 Pf. In den Fleiſchſtänden
gewählt die Herren Geh. Oberjuſtizrat v. Heſſert Di= um 9½ Uhr: Feſtgottesdienſt in Bensheim und Heppen=
Rhabarber ½ kg 12—15 Pf.Rindfleiſch, ½ kg . 70 Pf
rektor Brink und Direktor Neutz, ſämtlich vom Direk= heim und in allen evangeliſchen Gemeinden rund um
Bohnen ½ kg 35—40 Pf. Hackfleiſch, ½ kg . 76 Pf
torium der Bank für Handel und Induſtrie. Damit war dieſe Orte. Nachmittags 2 Uhr und 5 Uhr: Feſtſpiel im
56 Pf
½ kg.
Radieschen, Bündel 2—3 Pf. Rindsfett,1
St.„Deutſchen Haus” in Bensheim: „Luther auf der Koburg”
Rettiche, Stück . 5—10 Pf. Rindswürſtchen, Stück 15 Pf. die Tagesordnung erſchöpft.
von Arminius. Nachmittags 3 Uhr: Oeffentliche
Bündel.
5 Pf. Schweinefleiſch, ½ kg. 80 Pf.
Feſtverſammlung im Deutſchen Haus” in Bens=
Die preußiſch=ſüddeutſche Klaſſenlotterie.
Meerrettich, Stück 20-30 Pf. Geſalzenes und Koteletts.
heim, geleitet von dem Vorſitzenden des Heſſ. Hauptver=
90 Pf.
Roterüben, Bündel6—10 Pf.
kg .. .
* Wie wir hören, hat die Nachfrage nach Loſen zu eins Pfarrer Dingeldey=Darmſtadt mit Anſprachen von
Zwiebeln, ½ kg 8—10 Pf.
Schwartemagen u. Fleiſch= der bevorſtehenden 3. preußiſch=ſüddeutſchen (229. königlich heſſiſchen und außerheſſiſchen Diaſporapfarrern. Mit=
Tomaten, ½ kg 25—28 Pf. wurſt, ½ kg
80 Pf. preußiſchen) Klaſſenlotterie mit beſonderer Lebhaftigkeit wirkung der vereinigten Kirchenchöre und der Poſaunen=
Spinat, ½ kg . 15—20 Pf. Leber= und Blutwurſt,
70 Pf. eingeſetzt. Erfahrungsgemäß pflegt ſie ſich je mehr zu chöre von 4 Gemeinden des Dekanats. Abends 8 Uhr:
Weißkraut, neu, Stück 20 Pf. ½ kg . . . .
ſteigern, je näher der Zeitpunkt der Ziehung der 1. Klaſſe Familienabende in Bensheim und Heppenheim.
heranrückt. Nach dem uns vorliegenden Plane nimmt die Montag, vormittags 8 Uhr: Sitzung des Verwal=
Ziehung der 1. Klaſſe bereits am 9. Juli ihren Anfang, tungsrats im Bahnhofhotel. Vormittags 11 Uhr:
Die Heſſiſche Bank H.=G. in Liquidation
Es kann daher allen Intereſſenten nur dringend empfoh= Feſtgottesdienſt in Bensheim. Prediger Pfarrer
Eſchen=
hielt am Samstag ihre ordentliche Generalverſammlung len werden, ſich ihre Spielbeteiligung raſcheſtens durch röder von Worms. Anſprache des Vorſitzenden, ſowie des
in den Sitzungsräumen der Bank für Handel und In= Erwerbung der Loſe 1. Klaſſe bei dem zuſtändigen, amt= Vertreters des Oberkonſiſtoriums. Nachmittags 1 Uhr:
Feſteſſen im „Deutſchen Haus”. — Anmeldungen für
duſtrie ab. Vertreten waren insgeſamt 525 Stimmen, lich beſtellten Lotterieeinnehmer zu ſichern.
Die preußiſch=ſüddeutſche Klaſſenlotterie erſtreckt ſich Quartiere (Freiquartiere und Gaſthofsquartiere) in
darunter die Darmſtädter Bank mit 455 Stimmen.
Anſtelle des vorerſt verhinderten Vorſitzenden Juſtiz= jetzt über alle deutſchen Staaten mit Ausnahme von Bensheim oder Heppenheim werden bis ſpäteſtens den 24.
rats Grünewald=Mainz, der ſpäter erſchien, führte Sachſen und Hambueg. Sie ſtellt das größte deutſche Juni an Lehrer Oſtheim in Bensheim erbeten. Alle
Juſtizrat Frieß=Kaſſel den Vorſitz. Nach dem Be= Staatslotterieunternehmen dar. Bei Aufſtellung des Freunde des Guſtav=Adolf=Vereins ſind freundlichſt
ein=
richt des Liquidators beträgt der für das Rech= Lotterieplanes iſt auf die Schaffung von mittleren Ge= geladen. Beſonders aus der Bergſtraße, dem vorderen
nungsjahr 1912 ausgewieſene Verluſt 41 292,30 Mk. winnen der Hauptwert gelegt worden, um möglichſt vielen Odenwald und dem Ried iſt ein ſtarker Beſuch des Feſtes=
und iſt in der Hauptſache durch die Differenz zwiſchen den Spielern ſeinen namhaften Treffer zufließen zu laſſen. zu erwarten.
zu zahlenden und den weiter belaſteten Zinſen entſtanden. Neben zwei Prämien zu je 300 000 Mk. und 10 Gewinnen
Mainz, 21. Juni. In der geſtrigen Sitzung der
Die Verwaltungskoſten ſind weiter verringert worden. von 100 000 bis zu 500 000 Mk., weiſt der Lotterieplan Stadtverordneten nahm die Feſtſtellung der
Die Reduktion der Debitoren erfolgt nach wie vor weitere 18 große Gewinne von 50000 bis 75000 Mk. und Ausſchlagsziffer für die Umlagen drei Stunden in
An=
ziemlich langſam, was in der allgemein ſchlechten Ge= an ſogenannten Mittelgewinnen nicht weniger auf als: ſpruch. Der Finanzausſchuß und die Bürgermeiſterei
be=
ſchäftslage, ſowie in der finanziellen Schwäche eines gro= 260 Gewinne zu 5000, 3240 zu 3000 und 6586 zu 1000 Mk. antragten in einer Vorlage, den Steuerausſchlag
ßen Teils der Debitoren ſeinen Grund hat. Der Konkurs
Nach der in Spielerkreiſen allgemein vorheerſchenden um 10 Prozent zu erhöhen. Es wurde
ſchließ=
der Deutſchen Metallwaren=Geſellſchaft Hüſten iſt noch Anſicht hat ſich die preußiſch=ſüddeutſche Klaſſenlotterie lich einſtimmig beſchloſſen, an Umlagen zu erheben:
nicht beendigt und iſt noch nicht abzuſehen welche Quote mit dieſem Plane als das beſte und ausſichtsreichſte 1. auf 100 Mark Steuerwert des Vermögens 22,95 Pfg.,
auf die Forderung der Bank entfällt. Die Zahlen des Lotterieunternehmen an die Spitze aller deutſchen Staats=2. auf 1 Mark ſtaatliche Einkommenſtener 116,4 Pfg. Im
Immobilien=Kontos und des Pafſiv=Hypotheken=Kontoslotterien geſtellt Sie erfreut ſich daher ſtets wachſender eingemeindeten Koſtheim ſollen erhoben werden: 1. auf
haben durch Belaſtung eines Grundſtück=Anteils auf Konto, Sympathien. Weſentlich dazu beigetragen hat nach zahl= 100 Marr Steuerwert des Vermögens 2235 Pfg. und
Korrent=Konto nur eine rechnungsmäßige Aenberung er=reichen Aeußerungen aus Spielerkreiſen auch der Ent= L. auf 1 Mark ſtaatliche Einkommenſteuer 165.48 Pfg. Die
fahren. Der Fortgang der Liquidation iſt ſchleppend, da ſchluß des Staates, auf das bisherige Mitſpielen der noch reſtlich aufzubringenden 500 000 Mark ſollen aus
vor=
die Beitreibung der Außenſtände vorſichtig geſchehen muß Freiloſe und damit auf eine ſeitherige Einnahme von handenen Fonds entnommen werden.
— Mainz, 21. Juni. Gelegentlich des 26. Ver=
und es eben kaum möglich iſt, unſere Grundſtücke zu an= einer halben Million Mark zu Gunſten der Spieler zu
gemeſſenen Preiſen abzuſtoßen. Der Bericht wird geneh= verzichten. Dank der bewährten, zielbewußten Leitung bandsſchießens (6—13. Juli) bei dem die Schützen
migt, ebenſo die Bilanz, die mit 3927768 Mark balan= ſeitens der königlich preußiſchen Generallotterie=Direktion des Mittelrheins, aus Moſel= und Saargebiet, Heſſen,
minimal, und ſie laſſen ſich in Kühlſchränken und =käſten Welt zu ihnen kommt! Wenige der Freunde meiner
Kind=
heit haben mein gedacht. Die meiſten vergaßen mich und
lange aufbewahren oder transportieren.
Feuilleton.
ck. Ein Lebensſchickſal. Das traurige Schickſal einer manche hatten eine grauſame Freude, mich noch zu
ver=
franzöſiſchen Ariſtolratin, die einſt in den höchten Geſell= folgen. Ich werde niemals vergeſen, wie ich einer Frau
Fe
ml Trinkbecher aus Eis. In dieſen Tagen der ſom= ſchaftskreiſen glänzte und jetzt in einem nicht benutzten begegnete, die ich in meinen beſſeren Tagen gut gekannt
merlichen Glut lechzt der Menſch nach eisgekühltem Trunke. Stall durch das Mitleid der Pferdeinechte eine elende hatte; ſie ſtarrte mit einem höhniſchen Lächeln auf mein
Die Eiskühlung der Getränke ſteht nun aber im Begriff. Unterkunft gefunden hat, erregt in Paris allgemeines armfeliges Kleid und warf mir dann ein Fünffraneſtück
eine große Umwälzung zu erfahren. Der einfache Ge= Aufſehen, nachdem die Unglückliche durch einen Bericht=hin. Ich ließ es zu meinen Füßen fallen, während
danke: „Nicht Eis im Getränk, ſondern das Getränk im erſtatter des Matin aufgefunden und ihr Schickſal be= meine frühere Freundin mit einem beleidigenden Lachen
Eis” hat nämlich zu der ebenſo originellen wie praktiſchen kannt geworden iſt. Jeanne de Caſaur hat auf dem fortrauſchte.” Nachdem ſie lange durch Paris geirrt,
Erfindung des Eisbechers geführt, über den H. Herzberg
in der Umſchau berichtete Das neuartige Trinkgefäß be= herrlichen Schloß ihres Vaters in Fontainebleau eine ohne ein Plätzchen zum Schlafen und ein Dach über dem
ſteht, wie ſchon der Name beſagt, aus einem gänzlich aus glückliche Jugend verbracht; der Name des ſchönen Mäd= Kopf zu finden, hat ſie jetzt ſchließlich in einem Stall in
Eis gefrorenen Becher der zu bequemer Handhabung in chens wurde auf allen vornehmen Bällen und Feſten Paſſy Unterkunft gefunden. Man duldet ſie hier und
eine Schutzhülle aus Papier geſteckt wird. Er kann in unter den Gefeierten genannt; Herzöge und Grafen waren ſo ſchläft ſie in einer Ecke neben der Krippe zweier
allen Graden von Durchſichtigkeit — von der des Glaſes beim Tanz ihre Partner, und ſie war ein gern geſehener Pferde, und in der anderen darf ſie ſich etwas kochen,
bis zu der des Porzellans — gefroren, ja ſogar auch Gaſt in den Salons der Herzogin von Rohan, der Her=wenn ſie eiwas zum Kochen hat.
leicht gefärbt werden. In bezug auf Kältekapazität und zogin von Grammont, der Prinzeſſin von Beauvau, der
* Der Fang eines Rieſenſtörs. Ein Stör von einzig=
Iſolationsvermögen iſt er ſo beſchaffen, daß er gleich= Gräfin von Contaut und vieler anderer Damen der höch= artiger Größe, der 9 Fuß 9 Zoll lang iſt, einen Umfang
mäßig, und zwar natürlich nur ſehr langſam, abſchmilzt. ſten franzöſiſchen Geſellſchaft. Dann ſtarb ihre Mutter von 5 Fuß 6 Zoll hat und 230 Pfund wiegt, iſt in dem
Bei einmaliger Einfüllung bei Sommertemperatur kann und ihr gräflicher Vater heiratete wieder. Ihre Schweſter engliſchen Fluſſe Delph bei Welney Waſhes in Norfolk
er bis zu einer halben Stunde benutzt werden. Ein zwei= war bereits eine glänzende Ehe eingegangen; ſie aber gefangen worden. Es war nicht leicht, dieſes gewaltige
maliger Gebrauch des Eisbechers iſt jedoch nicht möglich, konnte ſich mit der Stiefmutter nicht vertragen, verließ Tier zu erlegen. Sein glücklicher Fänger James Smart
da er bei Wiedereinfüllung ſofort durchbricht. Damit ge= ihr Heim, wo nun eine neue Herrin regierte, und lebte aus Welney, hatte das mächtige Tier in ſeinem
Fiſcherei=
ſchieht alſo einer der wichtigſten Forderungen Genüge; dann in Paris bei dem Bruder ihrer Mutter, dem Grafen gebiet bereits bemerkt und verſuchte, es zu erſchießen.
jedem ſein eigenes Trinkgefäß! Auch die Schutzhülle wird de la Beraudisre. Auch hier ſah ſie noch gute Tage, doch Aber die Kartuſchen, die dabei verwendet wurden, waren
nur einmal benutzt. Bei der Herſtellung des Eisbechers ſie fühlte ſich dadurch bedrückt, daß ſie dem Onkel zur Laſtmit zu kleinem Schrot geladen, ſo daß ſie wirkungslos
galt es zunächſt, das Problem der Waſſerdichtigkeit des fiel, und verließ ſein Haus, um von einer Rente zu leben, an der harten Haut des Störs abprallten. Man mußte
Eiſes zu löſen, daß bislang überhaupt noch nicht in Frage die ihr ihr Vater ausſetzte. Dieſe Apanage wurde dann alſo mit ſchwerem Geſchütz vorgehen. Zunächſt wurde
gekommen war. Die überaus raſche Herſtellung des Eis= ſpäter auf die geringe Summe von 960 Mark im Jahre ein großes Netz quer durch das Waſſer gezogen, um zu
bechers geht folgendermaßen vor ſich: Der Gefrierapparat reduziert und hörte endlich ganz auf. Die gefeierte Schön= verhindern, daß der Stör den Fluß verließ. Dann
beſteht aus zwei Hauptteilen, der äußeren Form und dem heit eleganter Feſte, der nicht das geringſte vorzuwerfen machte man neue Verſuche mit größeren Kugeln aber
inneren Kern. Nach Einfüllung von Waſſer in die Form war. geriet ſo in die bitterſte Armut Wie ſie ſelbſt das Schießen in das Waſſer hinein hatte keine Wirkung.
und Einſetzung des Kernes wird das Waſſer in den von glaubt, iſt dieſer ſchwere Schickſalsſchlag, der ſie traf, 1 Nun begab ſich der Fiſcher mit einigen Gehilfen in das
Form und Kern gebildeten Zwviſchenraum hinaufgedrückt. auf eine Familienintrige zurückzuführen. Seit 12 Jah=Boot, führ nahe an den Rieſenſtör heran, und es glückte
Sobald nun der Gefrierapparat in irgend ein Kältemittel ren kämpft ſie nun bereits gegen ihr hartes Los und hat ihm, dem Tier einen großen ſtarken Haken, der an einer
hineingehänat wird, entſteht der Eisbecher. Nun iſt aber
die Umwandlung von Waſſer zu Eis mit einer Volumen= alle Demütigungen und Entbehrungen, die die Armut auf= feſten Stange ſich befand, in den Schlund zu ſtoßen und
vergrößerung verbunden, die eventuell ein Ausbauchen erlegt, bis zur Neige durchgekoſtet. Faſt alle mit denen auf dieſe Weiſe den Kopf ſo hoch über Waſſer zu heben,
oder ſogar Platzen der Form herbeiführen könnte. Dem ſie in den glänzenden Tagen ihrer Jngend Freundſchaft daß der Stör nun durch den Kopf geſchoffen werden
hat man nun dadurch abgeholfen, daß man dem Kern geſchloſſen. Feſte gefeiert hatte und glücklich geweſen war, konnte. Fünf Leute waren nötig, um den toten Fiſch
unten eine Tauchhöhlung gab, in welche das Waſſer nur vergaßen ſie. Sie lebte ſchließlich nur noch von der Mild= ans Land zu bringen. Er wurde dann an einen
Fiſch=
ganz wenig hineindringt Der Gefriervorgang geht lagen= tätigkeit zweier Damen. von denen eine eine Baronin händler Salomons verkauft und erregte das größte
Auf=
weiſe von außen einwärts vor ſich, und zwar wird zuerſt war, die ſie in beſſeren Zeiten gekannt hatte. Sie ſchrieb ſehen. Nach wenigen Minuten waren dem zweiten
Be=
der obere Rand geſchloſſen, weil die gewöhnlich drei Milli= an die Polizeipräſektur und ſchilderte ihr Elend; darauf=ſitzer 120 Mark für den Fiſch gezahlt, der nun wohl noch
meter ſtarke Wand ſich nach oben zu verhünnt. Erſt zu=hin wurde ſie als Wahnſinnige behandelt, in das Irren=durch viele Hände gehen wird. „Als 6 Träger das
gewal=
letzt gefriert der Boden des Bechers der ſich durch die haus von Epinay gebracht, von wo ſie die Aerzte abertige Paket in meinen Laden brachten, ſo erzählte Solo=
Volumenvergrößerung ſelbſttätig wölht Die im Walſer als völlig geſund entließen. „Ich habe die Beſchäm= mons, „dachte ich zunächſt, es wäre ein kleiner Walfiſch,
abſolvierte Luſt, welche ſorſt Blaſen im Eis bildet. wird ung kennen gelernt, ſagte ſie, „daß ich nicht mehr die den man mir geſchickt hätte Ich habe noch nie in
mei=
bis in die Tauchhöhlung hinautartrichen. ſo daß des Wie’; für mein kleines Zimmer bezahlen konnte; wie nem Leben einen auch nur annähernd ſo großen Stör
Verfahren von ſelbſt die Waſierdichtigkeit des Eiſes be=; ichwer traf mich die unverhohlene Verachtung, mit der geſehen.”
ſorgt. Die Herſtellungskoſten des Eisbechers ſind nur die Armen jemanden betrachten, der aus einer anderen
Nummer 144.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 23. Juni 1913.
Seite 5.
dauriſche Pfalz und Daden zu edlem Beilanpf aureten, fſtelung nach zehnſchrigem Beſehen als ein unenbehr. eine Gardeilan, ein Gefreiter, war ſchan unteraegangen,
iſt eine Reihe von Feſtlichkeiten angeſetzt. Die Mainzerliches Mittel zur Verbreitung der notwendigen Kennt= und nur durch öfteres Tauchen bis auf den Grund gelang
Vereine wetteifern darin, den Feſttagen ein rheiniſch= nis auf dem wichtigen Gebiete des Arbeiterſchutzes be= es dem Ofſizier, den Soldaten aus dem Schlamm
empor=
fröhliches Gepräge zu verleihen. Große Konzerte mit währt habe und daß es in hohem Maße zu begrüßen! zuziehen, und nach zwanzig Minuten energiſcher
Wieder=
reicher Vortragsfolge erhalten durch Vorträge der Mainzer wäre und zu der erwünſchten weiteren Ausgeſtaltung bei= belebungsverſuche ins Leben zurückzuruſen. Der zweite
Geſangvereine wie Schaufechten, turneriſche Auffüh= trüge, wenn die in Betracht kommenden Induſtrien die Soldat war ebenfalls dem Erſticken nabe.
rungen und großes Feuerwerk willkommene Abwechſelung. Ausſtellung in erhöhtem Maße werktätig förderten.
Urville, 21. Juni. Ein mit zwei Chauffeuren beſetztes
Freitag nachmittag findet die bekannte Feſtfahrt auf Der Verein der Heſſen und Heffen=l Automobil des Pariſer Bankiers Lazerd das mit
dem Rheine nach Rüdesheim ſtatt. Der große Naſſauer zu Berlin beging das Regierungsjubi= Gepäck nach Karlsbad unterwegs war, geriet geſtern
nach=
hiſtoriſche Feſtzug am 6. Juli findet in der Be=läum Seiner Majeſtät des Kaiſers gemeinſam mit den mittag hier ins Rutſchen und fuhr in voller Fahrt gegen
völkerung lebhaftes Entgegenkommen.
anderen ſüddeutſchen landsmannſchaftlichen und Krieger= einen Baum. Die Inſaſſen wurden herausgeſchleudert,
Finthen, 21. Juni. Geſtern nachmittag ſtürzteVereinen durch einen großen Feſtkommers im Kaiſerſaale der eine ſtarb bald darauf, der andere erlitt nur
gering=
hier zwiſchen 5 und 6 Uhr ein Baugerüſt beim Auf= des „Rheingold” in Anweſenheit einer großen Anzahl fügige Verletzungen. Das Automobil wurde zertrümmert.
Wilhelmshaven, 21. Juni. Die bei Büſum
aufge=
ſchlagen zuſammen. Viele Arbeiter kamen durch höherer Offiziere und der Geſandten. Die
Begrüßungs=
rechtzeitiges Abſpringen ohne ſchweren Schaden davon. anſprache des Direktors Kilp, ſowie die Feſtrede des fundenen Leichenwurden als die der beiden Oberheizer
Der 40jährige Arbeiter Philp Schreiber, der bei dem Rechtsanwalts Dr. Bauer erweckten freudigſte Begeiſter= Knieik und Boblade vom Torpedoboot § 1781 erkannt.
Bauunternehmer Struth beſchäftigt war, wurde durch fal=ung. — Eine amerikaniſche Studienkom= Das Vorderteil des bei Helgoland geſunkenen
Torpedo=
lende Balken dermaßen verletzt, daß er im Rochushoſpital miſſion, die aus 87 Vertretern der nordamerikaniſchen boots „§ 178” iſt jetzt gehoben und auf dem Wege nach
Staaten, und zwar hauptſächlich Landwirten, beſteht, iſt Wilhelmshaven, wo das Wrack am Samstag oder
Sonn=
in Mainz gleich nach ſeiner Einbringung verſtarb.
Ensheim, 21. Juni. In der vorvergangenen Nacht in Berlin eingetroffen und im Plenarſitzungsſaale des tag früh ins Trockendock gebracht wird.
Breslau, 21. Juni. Die dritte Strafkammer des
hie=
brach plötzlich der Dachſtuhl des Wohnhauſes Gerrenhauſes von Miniſterialdirektor a. D. Wirklichen Ge= ſigen Landgerichts verurteilte heute den 19jährigen Bäcker=
und der angebauten Scheune des hieſigen Landwirts heimrat Thiel begrüßt worden. Die Kommiſſion beſich= geſellen Johann Smietana, der am 29. Mai im An=
Jakob Schmidt III. zuſammen. Glücklicherweiſe gab tigte am Donnerstag u. a. die Spiritus=Zentrale und die ſchluß an eine Arbeitsloſenverſammlung vier
Revol=
die Zimmerdecke nicht nach; ſo wurde niemand aus der Einrichtungen der Brennſpiritus=Geſellſchaft und am heu= verſchüſſe auf den Kommandierenden der
Familie verletzt. Als Grund des Einſturzes wird an= tigen Freitag das Verwaltungsgebäude der Deutſchen Schutzmannſchaft, den Polizeileutnant Thiele.
abge=
gegeben, daß das Balkenwerk vom Wurm zerfreſſen war. Landwirtſchaftsgeſellſchaft und des Bundes der Landwirte. geben hatte, zu einem Jahr und ſechs Monaten Gefäng=
Ober=Olm, 21. Juni. Geſtern mittag wurde vor der Abends gab Dr. Delbrück im Garten des Reichsamts des nis, ſowie außerdem zu einer Woche Haft und 30 Mark
Kirche beim Einebnen des Spielplatzes ein Steinſarg Innern ein großes Gartenfeſt. Am Samstag ſoll die Geldſtraſe, die durch die Unterſuchungshaft als verbüßt
entdeckt. Auf Mitteilung an den Großh. Denkmal=Preußiſche Zentral=Genoſſenſchaftskaſſe, ſowie die Spar= erlärt wurden,
pfleger kam einer ſeiner Vertreter hierher und ließ im kaſſe des Kreiſes Teltow in Verlin beſichtigt werden,
Paris, 21. Juni. Der hieſige ſpaniſche Botſchafter er=
Beiſein der Ortsbehörden den Sarg öffnen. Er barg in woran ſich dann noch verſchiedene Beſichtigungen in der klärte in einer der Preſſe übermittelten Note, daß die ſpa=
Erdfüllung das Stelett eines etwa 12jährigen Kindes. Provinz anſchließen ſollen. — Der Rechtsanwalt niſche Regierung durch die Reklamationen ihre
Die Bearbeitung des Sarges weiſt auf romaniſche, früh= von Breumer in Wilmersdorf iſt heute wegen Depot= Rechte auf das Goyaſche Bild „
Gigantil=
mittelalterliche Zeit hin, auf die auch der untere Teil des unterſchlagung verhaftet und dem Unterſuchungs= las” habe wahren wollen dahei jodoch durchaus die
Kirchturms hinweiſt. Schon vor einigen Jahren wurden gefängnis in Moabit zugeführt worden. Der= Verhaftete Rechte des gegenwärtigen Beſitzers de Nemes reſpektiere,
mehrere Steinſärge von dieſem frühzeitlichen Friedhofe hatte die vielbeſprochene Millionenerbſchaft des Pfarrers deſſen guter Glaube und Ehrenhaftigkeit in keiner Weiſe
dort aufgedeckt. Der neue Sarg zeigt eine Untermauer=Liebe zu regeln. Auch dabei ſoll er ſich verſchiedene Un= in Frage geſtellt ſei.
Paris, 21. Juni. Das Kokain forderte geſtern
ung, in deren Innenraum ſich die Gebeine früher Be=regelmäßigkeiten haben zuſchulden kommen laſſen. — Ein
60jähriger StudentderTechniſchen Hochſchule, zwei neue Opfer. Ein deutſcher Student wurde
ſtatteter regellos verteilt vorfanden.
Alzey, 21. Juni. Eine Trauung, wie ſie unter der Neffe eines der bekannteſten Univerſitätslehrer, hatte plötzlich geiſtesgeſtört, ſtürzte ſich aus dem Fenſter und
gleichen Umſtänden auf dem hieſigen Standesamt noch geſtern abend ein Lokal in der Nähe des Wittenberg= brach ein Bein. Ein nuſſiſcher Student verſuchte in einem
Tobſuchtsanfall ſeine Braut zu erwürgen. Nachbarn
be=
nicht ſtattgefunden hat, wurde geſtern nachmittag vorge= Platzes beſucht. Er befand ſich auf dem Heimwege, als
nommen. Der Bräutigam, der zurzeit im Amts= zwei junge Leute Händel mit ihm anfingen und ihn nie= freiten das Mädchen und brachten den Täter zur Polizei.
Warſchau, 20. Juni. Das hieſige „Journal” meldet:
gerichtsgefängnis inhaftiert iſt, wurde unter derſchlugen. Bewußtlos wurde er nach der Unfallſtation
ſtrenger Bewachung nach dem Standesamt gebracht, wo gebracht. Außer Kopfwpunden hat er noch eine ſchwere In Petrikau iſt in dieſen Tagen die ruſſiſche
Stu=
dentin Anna Radfieviar geſtorben, die kurz vor
er ſich mit ſeiner ihn ſchon erwartenden Braut in die lGehirnerſchüterung erliten.
ihrem Tode ein ſenſationelles Geſtändnis ge=
Feſſeln der Ehe ſchmieden ließ. Nach Beendigung des
Charlottenburg, 21. Juni Heute vormittag gegen macht hat. Die Studentin war eine hübſche vornehme
Trauaktes zogen Mann und Frau wieder getrennt ihrem 10 Uhr ſchoß der 1895 in Riga geborene ruſſiſche Kon= und große Erſcheinung, die ſich früher in Wiſen
aufgehal=
derzeitigen Heim zu.
toriſt Leo Urtin auf ſeinen Vater in einem Pen= ten hatte und hier durch ihr lururiöſes Leben auffiel. Vor
(*) Gießen, 20. Juni. Unter dem Vorſitz des Super= ſionat in der Joachimsthaler Straße, in dem beide, vor drei Wochen erkrankte ſie, wobei die Aerzte feſtſtellten, daß
intendenten D. Peterſen=Darmſtadt fand in Steins kurzem aus Rußland kommend Wohnung genommen hat= Anna Radſieviar an einer ſchweren Schwindſucht dar=
Garten die Pfarrkonferenz für Oberheſſen ſtatt. ten. swei Revolverſchüſe ab. Der Vater wurde lebens= niederliege und nur noch einige Tage legen werde. Man
Der Vorſitzende wies in einer Anſprache auf das 25jährige tgefährlich verletzt ins Krankenhaus Weſtend übergeführt. teilte der Kranken dies mit, die darauf den Wunſch äußerte,
Regierungsjubiläum des Kaiſers hin. Pfarrer Bechtols= Die näheren Gründe zur Tat ſind noch unbekannt. Der einem der Aerzte ein Geſtändnis zu machen. In dieſem
heimer=Gießen hielt einen Vortrag über „Die apologe= Täter wurde verhaftet.
Geſtändnis das am Abend des Tages vier Stunden vor
tiſche Aufgabe des evangeliſchen Geiſtlichen in der Gegen=
Frankfurt, 21. Juni. In dem Prozeß gegen die impf= dem Ende der Studentin, gemacht wurde gab Anna
Rad=
wart‟ Predigt, Konfirmandenunterricht, Seelſorge bieten gegnetiſchen Aerzte wurde das Urteil nach faſt oygſtündiger ſieviar zu. daß ſie ſich bisher im Dienſte der ruſiſchen
reichlich Gelegenheit, um mit den Waſſen des Geiſtes Veratung geſprochen. Es lautete gegen Dr Spohr und Spionane betätigt habe, und zwar vornehmlich in
Oeſter=
gegen die Gegner des Chriſtentums zu wirken. Das Dr. Bachem wegen Uebertretung des Seuchengeſetzes reich. Schon als ſie ihre erſten Liebſchaften mit Offizieren
Ueberhandnehmen der weltlichen Feſte muß bekämpft auf je 300 Mark Geldſtrafe. In der Begrün= hatte, alſo vor ungefähr ſieben Jahren, ſei ſie Spionin
werden.
dung wird u. a. geſagt: Es unterliegt keinem Zweifel, goworden. In Wien ſei ſie dann mit dem Oberſten Redl
Gießen, 21. Juni. Leutnant Joly iſt geſtern mor= daß Verſtöße gegen das Seuchengeſetz vorgekommen ſind, bekannt geworden und mit ihm in intime Beziehungen
gen 10,15 Uhr vom Butzweiler Hof aufgeſtiegen und denn die Angeklagten haben bei der Erkrankung keine getreten. Sie ſei aber von dem Oberſten verlaſſen
wor=
gegen 12 Uhr in Gießen glatt gelandet Fer= Anzeige gemacht. Verantwortlich dafür iſt in erſter Linie den und er habe ihre Briefe nicht mehr beantwortet. Da
ner wurden von verſchiedenen anderen Fliegeroffizieren Herr Dr. Spohr. Wenn er es ablehnte, einen Arzt zu ſei= habe ſie beſchloſſen, mit dem Treuloſen Abrechnung zu hal=
Ueberlandflüge ausgeführt, ſowohl vorgeſtern abend als ner Behandlung zu nehmen und ſich ſelbſt behandelte, ſo ten. Sie habe ihre Sachen gepackt und vor ihrer Abreiſe
übernahm er auch damit die Anzeigepflicht. Er iſt auch da= von Wien einen Brief zur Poſt gegeben mit der Aufſchrift:
auch geſtern morgen.
für verantwortlich, daß die Erkrankung der fremden Frau An Seine Erzellenz den Kriegsminiſter — Streng ver=
Dottor und die Ertrankung ſeiner vierjährigen Tochter traulich!: In dieſem Brieſe habe ſie alles das, was ſie
Einweihung des Kaufmannserholungsheimes
nicht angezeigt wurden. Schon beim Verdacht muß An= von dem verräteriſchen Treiben des Prager Oberſten
in Bad Salzhaufen.
zeige erſtattet werden. Deshalb hat ſich auch Herr Dr. wußte niedergelegt. Es ſei ihr eine Gennatuung, daß
(*) Bad Salzhauſen, 21. Juni. Als ein Denkmal Bachem ſchuldig gemacht, denn ihm waren die Erkrankun= ſie noch den Erfolg ihres Briefes erleben dürfe. In
Wie=
werktätigen Gemeinſinns und ein Merkſtein unſerer ſozia= gen auch bekannt. Das Gericht ſteht auf dem Standpimkt, ner informierten Kreiſen, die der Unterſuchungskommiſſion
len Entwicklung ſteht das nunmehr in unſerem Badeorte daß der Arzt in gewiſſem Umſang auch Pflichten gegen= naheſtehen, wird auf Anfrage erklärt, daß die Erzählung
vollendete vierte Heim der Deutſchen Geſell= über der Allgemeinheit habe. Er habe ſie aber in wei= der ſterbenden ruſſiſchen Studentin in Petrikau auf
Wahr=
ſchaft für Kaufmannserholungsheime da. erem Maße, wenn behördliche Maßnahmen, die das Ver= heit beruht.
Das Heim führt den Namen Ernſt=Ludwig=Heim. breiten von Krankheiten betreffen, hintertrieben werden.
Gerade der Großherzog war es, der dem Plan der Geſell= Wir können den Angeklagten glauben, daß in bezug der
Für und wider Hauptmanns Feſtſpiel.
ſchaft ſofort zuſtimmte und in dem idylliſch gelegenen Iſolierung das Menſchenmögliche getan worden iſt Wir
* Im Berliner Tageblatt läßt Hauptmann auf die
Salzhauſen den Bauplatz koſtenlos zur Verfügung ſtellte. (holten es aber für unverantwortlich, daß Herr Dr. Spohr
Kommerzienrat Kloos=Nidda ſpendete ein weiteres während ſeiner Geneſung ſich auf der offenen Veranda Bemerkung der Schleſiſchen Zeitung, daß er die Aufheb=
Grundſtück. Das Gebände iſt nur wenige Minuten vom aufgehalten hat. Die Froge, ob die Angeklagten ſich derung des Spiels gebilligt habe, erklaren:
Kurhaus entfernt und ſteht nahe der Straße nach Nidda. Körververletzung und der Tötung ſchuldig gemacht haben,
„Namens und im Auftrage des Herrn Dr. Gerhart
Es ſchmiegt ſich an eine bewaldete Anhöhe und liegt halb ſteht und fällt mit dem Nachweis, ob die Anſteckung durch Hauptmann beehre ich mich, Ihnen die nachſtehende
Mit=
verſteckt in dem ſchönen Tannenwalde Von hier aus die Angeklagten erfolat iſt. Dieſer Nachweis iſt nicht zu
teilung zu machen:
hat man einen herrlichen Ausblick über die Ebene und erbringen geweſen. Und deshalb mußte in dieſen Fällen
Es iſt abſolut unrichtig, daß Herr Dr. Hauptmann die
bis hin zu den Vorhöhen des Vogelsberges. Die Pläne! auf Freiſprechung erkannt werden.
Gründe, die den Breslauer Magiſtrat zum Abbruch der
zu dem Heim hat Baurat Becker=Mainz entworſen. Das
Hanau, 21. Juni. Ein Hanauer Privatier erhielt einen
dreiſtöckige Bauwerk enthölt im Erdgeſchoß große Geſell=Erpreſſerbrief, in dem er unter Drohungen aufge= Aufführungen veranlaßt hätten, „gebilligt habe”.
Richtig iſt nur folgendes:
ſchaftszimmer und Wirtſchaftsräume. Spielzimmer, fordert wurde, an einer näher bezeichneten Stelle 2000 M.
Als der Abgeſandte des Breslauer Magiſtrats
Räume für Bibliothek, Leſezimmer und dergl. mehr. In! niederzulegen. Der Adreſſat übergab den Brief der
Po=
den beiden oberen Stockwerken befinden ſich außer Wohn= lizei, welche den bezeichneten Ort unauffällig ueobachten bei Herrn Dr Hauptmann erſchien, ſetzte er ihm
aus=
räumen für den Verwalter 70 Zimmer mit rund 100 ließ. Es erſchien auch ein dreizehn Jahre alter Schüler einander, welche großen wirtſchaftlichen und anderen Nach=
Betten. Das Dachgeſchoß enthält Räume für das Per= einer höheren Lehranſtalt und unterſuchte die Stelle. Da= teile der Stadt Breslau und der Ausſtellung drohten,
ſonal des Hauſes. Das Gebäude iſt mit allen Einrich= bei wurde er von der Polizei feſtgenommen Bei dem wenn man nicht dem Drucke nachgebe, der ausgeübt werde.
jungen der Neuzeit verſehen, beſitzt Zentralheizung, Verhör gab er an, durch das Leſon einer Novelle zu dem Man ſtehe eben unter einem abſoluten Zwange dem man
ſich nicht entziehen könne. Hierauf erklärte Herr Haupt=
Waſſerleitung und elektriſche Beleuchtung. Das Licht er= Streiche verleitet worden zu ſein.
hält das Heim von der Ueberlandzentrale Wölfersheim.
Würzburg, 20. Juni. Der Kommandeur des 9. In= mann, er verſtehe das Vorgehen des Breslauer Magiſtrats.
Um die Gebäulichkeiten ſind ſchmucke Anlagen entſtanden. fanterie=Regiments. Oberſt Clauß, erließ folgenden Ta=es ſei ungefähr ſo, als wenn jemand einen heftigen Stoß
die in geſchmackvoller Weiſe den umgebenden Naturpark gesbefehl: „Dem Regiment gebe ich mit Freude und in die Wirbelſäule erhalte. Herr Hauptmann war aber
des Tannenwaldes ergänzen und ausſchmücken. Die Ge= Stolz bekannt, daß ſich eine große Zahl von Offizieren weit entfernt, das Verhalten des Breslauer Magiſtrats
ſamtbaukoſten belaufen ſich auf nahezu 200 000 Mark. Je= und Sanitätsoffizieren des Regiments ſofort bereit er= zu „billigen”.
der, der dieſen herrlich gelegenen Ort beſucht, wird ſich flärt hat einem ſchwerkranken Soldaten durch
Bei dieſer Gelegenheit möchte ich auf Wunſch des
in dem Heim wohl und behaglich fühlen. Es ſind denn Transfuſion, d. h. Ueberführung von Blut, hilf= Herrn Dr. Hauptmann feſtſtellen, daß in keiner der elf
Auf=
auch die Anmeldungen bereits ſehr zahlreich eingelaufen. reich beizuſtehen, als im Regiment die Notwendigkeit führungen des Feſtſpiels auch nur der geringſte Mißton
Der Penſionspreis iſt außerordentlich niedrig geſetzt und einer ſolchen Operation, um das Leben des Soldaten zu ſeitens der Zuhörerſchaft vernehmbar war, vielmehr
wur=
beträgt für den Tag 280 Mark für Wohnung, Verpfle= retten, bekannt wurde. Herr Leutnant Dittmar hat ſich den alle Aufführungen mit warmem und ungeteiltem
Bei=
gung und ärztliche Behandlung. Die Differenz zwiſchen geſtern dieſem ärztlichen Eingriff unterzogen. Es iſt zu fall aufgenommen. Die Entrüſtung ſcheint deshalb nur
den Selbſtkoſten und dem zur Erhebung kommenden Be= hoffen, daß durch ſeine Opferwilligkeit das Leben des von ſolchen Kreiſen auszugehen, die keiner Vorſtellung
trage wird durch Zuſchüſſe der Geſellſchaft gedeckt. Das Soldaten erhalten bleibt. Namens des Regiments, dem beigewohnt haben. Hochachtungsvoll Ihr ergebener
Heim gewährt männlichen und weiblichen minderbemittel= ſolche Bereitwilligkeit und ſolcher Opfermut zur hohen
Paul Jonas, Juſtizrat.”
ten ſelbſtändigen Kaufleuten, ſowie kaufmänniſchen Ange= Ehre gereichen, ſpreche ich den Herren, die ſich bereit er=
Demgegenüber ſtellt die Tal. Rdſch. feſt, daß ſich trotz
ſtellten und deren Familien Aufnahme, iſt alſo eine ſoziaſe kärt hatten, beſonders Herm Leutnant Dittmar, aufrich=
Fürſorgeeinrichtung erſten Ranges.
Die Grundſtein= tigen und herzlichen Dank und vollſte Anerkennung aus. der günſtigen Stinmung des Publikums nach der
Urauf=
legung fand am 24. September 1911 ſtatt; Provinzial= Ich zweiſſe nicht, daß ſich auch eine große Anzahl von führung laute Oppoſition bemerkbar machte, die allerdings
direktor Dr. Uſinger hielt die Weiherede
Unteroffiziere und Mannſchaften zu ſolcher edlen Tat be=erſtickt wurde. Prof. Koch= Breslau ſchreibt, daß nach der,
reit gofunden hätte Das Regiment iſt aber beſonders wie bei allen anderen Vorſtellungen, ſchlecht beſuchten
ſtolz darauf, daß es einem Ofizier vergönnt geweſen iſt, driten Aufführung, die Ziſcher nicht mehr überwäligt
Reich und Ausland.
einem Soldaten helfen zu können. Aus dieſer ritterlichen werden konnten.
Tat ſollen alle Angehörigen des Regiments erſehen, daß
Man hat jetzt geſchrien, daß gewiſſermaßen partei=
Aus der Reichshauptſtadt, 21. Juni. Unter dem
die Offiziere, wie im Kriege ſo auch im Frieden, es als politiſch gegen Hauptmann vorgegangen würde. Zahl=
Vorſitz des Direktors des Reichsamts des Innern. Wirkl. eine ihrer vornehmſten Aufgaben erkennen, allen Unter= reiche volksparteiliche Reichstagsablgeord=
Rats Caſpar, fand am 19. und 20. Juni die Tagung gebenen ein leuchtendes Beiſpiel von Kameradſchaft und nete ſo meldet man ſtolz, darunter Konrad Haußmann,
des Beirats der ſtändigen Ausſtellung für Opferwilligkeit zu geben, und daß ſie bereit ſind. wenn Dr. Müller=Meiningen, Dr. Neumann=Hofer uſw., haben
Arbeiterwohlfahrt ſtatt. Die Hauptaufgabe galt es gilt, hierzu auch Geſundheit und Leben zu opfern.”—
der Prüfung der Ausſtellungsgegenſtände nach der Richt= Auch aus Berllin wird über die wackere Tat eines an Gerhart Hauptmann das folgende Telegramm
gerich=
ung, ob die vorgeführten Schutzvorrichtungen überall den Offiziers gemeldet: Oberleutnant Freiherr von tet: „Ihr Feſtſpiel charakteriſiert 1813 — das Verbot der
neueſten Anforderungen an die Betriebsſicherheit ent= Buddenbrock von den 1. Garde=Dragonern hat in Döberitz Aufführung 1913.”
Die Breslauer Ortsgruppe des Goethebundes
ſprechen. Nach zweitägiger Arbeit wurde die Aufgabe
zwei Garde=Ulanen mit Gefahr für ſein eigenes Leben
durch den Beirat, der ſich aus hervorragenden Perſönlich= aus einem vier Meter tiefen verſchlammten beſchloß heute in ihrer Vorſtandsſitzung, am 23. Juni eine
keiten der Wiſſenſchaft und Induſtrie Beamten der Ge= Teich gerettet. Die beiden Ulanen aus Berlin wa=öffentliche Proteſtverſammlung gegen die
werbeaufſicht und der verſchiedenen Berufsgenoſſenſchaf= ren in Döberitz als Meldereiter tätig und hatten trotz Abſetzung des Hauptmannſchen Feſtſpiels
ten uſw. zuſammenſetzte, erledigt und manche wertvolle eines Verbotes in dem Teich ein Bad genommen und wa= abzuhalten. Gleichzeitig wurde dem Dichter ein Sym=
Anregung zu Verbeſſerungen und Neueinrichtungen ge= ren dabei im Moor verſunken Oberleutnant Freiherr pathie=Telegramm überſandt mit der Bitte, in der
Ver=
geben. Die verſammelten Sonder=Sachverſtändigen drück= von Buddenbrock hörte von fern die Hilferufe der beiden. ſammlung zu erſcheinen.
ten einſtimmig die Anſicht aus, daß ſich die ſtändige Aus= Er eilte an das Waſſer und ſprang ſofort hinein. Der
Nummer 144.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 23. Juni 1913.
Seite 6.
untelle ich aufs ſchärſte. Wenn der Vorehner ſich dar.Beſung zu erwarten ſeien und für die ohnehin
über beklagt, daß wir die Kaſernenhöfe abſchließen ſo Deckung geſucht werden müſſe. Gegen die Stimmen der
Reutſcher Reichstag.
* Berlin, 21. Juni. Präſident Dr. Kaempf er= weiſe ich auf einen Fall in Mainz hin, wo ich die Poli= Konſervativen wurde die Aufhebung der Beſteuerung der
zei gegen die Eingriffe von Bürgern in die Diſziplin Schecks beſchloſſen. Damit iſt die ganze erſte Leſung
der=
öffnet die Sitzung um 12 Uhr 18 Minuten. Die
habe in Anſpruch nehmen miſſen. Wenn Sie (zu den Deckungsvorlage beendet, und die Kommiſion wandte ſich
Soz.) auch die Armee herunterſetzen wollen, ſo werden der zweiten Leſung des Wehrbeitrags zu Der
Reichs=
zweite Berntung der Heeresvorlage
Sie dem Volke den Glauben an die Armee nicht nehmen. ſchatzſekretär empfahl der Kommiſſion, ſich der
Regie=
rungsvorlage wieder mehr zu nähern. Die
Sozialdemo=
wird fortgeſetzt bei der geſtern abgebrochenen Debatte über (Beifall rechts.)
Abg. Stadthagen (Soz.): Die von mir geſtern kraten, Zentrum, Fortſchrittler und Polen traten für die
Militärjuſtiz. — Sächſiſcher Generalmajor Freiherr
Beſchlüſſe erſter Leſung ein. Die Kommiſſion beſchloß,
Leuckart v. Weißdorf: Die geſtern von dem Ab=vorgebrachten Mißhandlungsfälle ſind nicht übertrieben.
geordneten Stadthagen aufgeſtellte Behauptung, König! Das einfachſte Menſchenrecht, ſich gegen Mißhandlungen die Frage der Heranziehung der Einkommen zum Wehr=
Georg von Sachſen habe als Prinz das Recht der Not= zu wehren, darf man auch den Soldaten nicht vorenthal= beitrag vorläufig zurückzuſtellen, und nahm die
Para=
wehr militäriſcher Untergebener gegen perſönliche An= ten. Wir ſind die einzigen, die mit Geſetzen gegen die Kraphen 1 und 1a, ſoweit ſie die Heranziehung des
Ver=
mögens betreffen, nach den Beſchlüſſen erſter Leſung an.
griffe Vorgeſetzter anerkannt, trifft nicht zu. Ferner habe Mißhandlungen vorgehen wollen. Der damalige Prinz Damit iſt auch die in erſter Leſung neu eingefügte
Staffe=
ich zu erklären, daß im ſächſiſchen Kontingent die Zahl Georg von Sachſen hat ſich klar dahin ausgeſprochen, daß lung des Vermögens unverändert aufrechterhalten
wor=
der Soldatenmißhandlungen ſtetig zurückgegangen iſt, der Soldat ſich wehren darf. — Generalmajor Leuckart den. Ebenſo unverändert nach den Beſchlüſſen erſter Le=
und zwar betrug ſie 1893 1,21 Prozent und jetzt nur noch von Weißdorf: Ich muß dem widerſprechen, daß aus ſung bleiben die Paragraphen 2 bis 10, die den Begriff
0,18 Prozent. — Abg. Dr. van Calker (natlb.): Ohne dem Erlaß des Prinzen Georg Schlußfolgerungen zu des Vermögens behandeln, und § 11, Beitragspflicht der
ſtramme Diſziplin kann ſelbſt die Miliz nicht auskommen. ziehen ſind, die gezogen worden ſind.
natürlichen Perſonen. § 12 wurde im weſentlichen nach
Wenn auch die Strafminima herabgeſetzt werden können,
Damit ſchließt die Debatte. Die Abſtimmung einem konſervativen Antrage in Abſatz 1 in nachſtehender
ſo iſt es doch unbedingt erforderlich, daß für Mißhand= erfolgt in der nächſten Sitzung. Ein Vertagungsantrag Faſſung angenommen: Beitragspflichtig ſind ferner
lungen eine Strafverſchärſung eintritt. Auch das Zivil= des Abg. Ledebour findet nicht die nötige Unterſtützung. Aktiengeſellſchaften, Kommandit=Geſellſchaften auf
Aktien=
recht verſagt vielfach, das zeigt der traurige Fall in Bre=Artikel 2 des Beſoldungsgeſetzes paſſiert ohne Debatte. und zwar: 1. wenn ſie im Inland ihren Sitz haben, mit
men, in dem viele Menſchen ſchutzlos einem Verbrecher Zu Artikel 2 (Verſorgungsweſen) liegen mehrere An= den in der Bilanz des letzten Betriebsjahres aufgeführten
ausgeliefert waren. Anzuſtreben iſt die Gründung einer träge vor.
wirklichen reinen Reſervekonten, zuzüglich etwaiger Ge=
Militärrechtsakademie in Verbindung mit dem Reichs=
Abg. Lieſching (Fortſchr. Vpt.) befürwortet einen winnvorträge, abzüglich der Fonds für Wohlfahrtszwecke,
militärgericht. Die Militärverwaltung muß der Reform Antrag, die Erhöhung der Dienſtprämien am 1. April in 2. wenn ſie im Inland keinen Sitz chaben, mit ihrem
in=
des Militärſtrafrechts die größte Aufmerkſamkeit zuwen= Kraft treten zu laſſen und ſauf die nach dem 31. März 1913 ländiſchen Grund= und Betriebsvermögen. Die
Beſtim=
den. — Abg. v. Brockhauſen (konſ.): Die ganzen aus dem aktiven Militärverhältnis entlaſſenen Perſonen mungen für die Befreiung inländiſcher Geſellſchaften
ſozialdemokratiſchen Reſolutionen haben nur den Zweck, anzuwenden. — Oberſt Langermann von Erlen= mit gemeinnützigen Zwecken erhielt nur redaktionelle
die Kommandogewalt des Kaiſers zu beſeitigen und ſie kamp: In dieſer Faſſung iſt der Antrag nicht günſtig Aenderungen. Eingefügt wurde auf fortſchrittlichen und
durch die parlamentariſche Gewalt zu erſetzen. Der frü= für die Kapitulanten, da er auch eine Ungerechtigkeit für Zentrumsantrag, die Befreiung ſolcher Geſellſchaften,
here Kriegsminiſter von Einem iſt, um falſchen Ausleg=die früher Enthaſſenen darſtellt. — Ein Vertreier des welche im Durchſchnitt der letzten fünf Jahre weniger als
ungen vorzubeugen, lediglich aus Geſundheitsrückſichten Reichsſchatzamts bittet aus finanziellen Gründen um Ab= drei v. H. Reingewinn verteilt haben und bei denen der
von ſeinem Poſten zurückgetreten, nicht weil er die Re=lehnung des Antrags — Abg. Erzberger (Ztr.): Es Kurs= oder Verkaufswert 80 v. H. des eingezahlten
Ka=
form des Militärrechts nicht hatte durchſetzen können. Die iſt zu empfehlen, es beim Beſchluß der Kommiſſion zu pitals nicht üerſteigt. — Darauf vertagt ſich die
Kom=
bei Beratung der Kommiſſionsreſolution aufgewendete belaſſen. Zu empfehlen wäre es, namentlich für lang= miſſion bis Montag vormittag. Tagesordnung:
Zeit hätte beſſer verwendet werden können. Die gegen= jährige Bezirksfeldwebel, eine vierprozentige Verzinſung Fortſetzung und Reichswertzuwachsſteuergeſetz.
wärtige Beſchwerdeordnung iſt einfach und klar, jeder der Prämie über das 12. Jahr eintreten zu laſſen. — Abg,
Soldat kann ſie verſtehen und anwenden. Auch die Reſo=Lieſching (Fortſchr. Vpt.): Es iſt erwünſcht, eine
lution der Kommiſſion müſſen wir ablehnen. (Beifall.) anderweite Regelung des Dienſtprämienweſens eintreten Einweihung des Kraftwerkes Oſthofen.
Abg. Müller=Meiningen (Fortſchr. Vpt.): Das zu laſſen. — Generalleutnant v. Wandel:
Erwägun=
s. Oſthofen, 21. Juni. Das Kraftwerk
Oſt=
ganze Militärrecht befindet ſich in einem ungeordneten gen hierüber ſind im Gange. Der nächſte Etat wird ſchon hofen wurde heute in Gegenwart der Miniſter von
Zuſtand, daß niemand es überſehen kann. Es fehlt jede eine Aenderung bringen. — Die Abſtimmung erfolgt Hombergkzu Vach Exz. und Dr. Braun Erz. feier=
Zuſammenſtellung der Novellen. Man weiß nicht, ob eine gleichfalls nächſten Dienstag.
lich eingeweiht. Von der Station Oſthofen wurden
veraltete Beſtimmung noch Gültigkeit hat. Die ſozial=
Es folgt Artikel 3a (Körperliche Jugenderziehung): die Feſtteilnehmer durch einen Sonderzug nach dem neuen
demokratiſchen Anträge ſind meiſt gar nicht ernſt zu neh= Die Kommiſſion verlangt in einer Reſolution Förderung Kraftwerk gebracht, wo eine eingehende Beſichtigung des
men, namentlich der auf Straffreiheit ſofort erwiderter der Wehrfähigkeit der Jugend. Die Fortſchrittliche
Werkes vorgenommen wurde. Die Teilnehmer wurden
Mißhandlungen und Beleidigungen. Die Kommiſſions= Volkspartei beantragt die Förderung des Turnunterrichts
hier durch den Reichstagsabgeordneten Baſſermann,
reſolutionen verlangen Recht anſtelle der Willkür im Ver= und die Veranſtaltung von Vorturnerkurſen.
Abg.
hältnis zwiſchen Offizieren und Mannſchaften. Das beſte Müller=Meiningen (Fortſchr. Vpt.): Die Turner=als Vertreter des ſüddeutſchen Elektrizitätswerkes, emp=
Fundament für die Schlagfertigkeit und die Diſziplin iſt ſchaft leidet immer noch unter der Politik der Nadelſtiche. fangen. Von dort aus fuhren die Feſtgäſte wieder mit
ein gutes Recht. (Beifall links)
Abg. Kunert Sie wird immer noch als revolutionäre Korporation an= dem Sonderzug nach Oſthofen zurück, wo ein Feſtmahl
(Soz.): Daß unſere Anträge nicht ernſt zu nehmen ſeien, geſehen Der Antrag Mumm will nur die Korperationen ſtattfand. Die offizielle Feſtrede hielt
Landtagsabgeord=
weiſe ich zurück. Unverſtändlich iſt es uns, daß der Abg. unterſtützt wiſſen, die auf dem Boden der gegenwärtigen neter Diehl, der einen Rückblick auf die
Entſtehungs=
von Brockhauſen den Abg. Stadthagen ſo ungeſtraft belei= Staatsordnung ſtehen. Was bedeutet das zum Beiſpiel geſchichte des Kraftwerkes gab. Nach ihm ſprach namens
digen konnte. Es iſt eine freche Schamloſigkeit, wenn ge= für Mecklenburg? (Sehr gut!) Mit dieſem Antrag be=der Großh. heſſiſchen Staatsregierung der Miniſter des
wiſſe ſcharfmacheriſche und junkerliche Naturen das Volk kommt die ganze Sache einen politiſchen Anſtrich. IchInnern von Hombergk zu Bach. Er überreichte dem
als Packeſel betrachten, dem ſie alles aufbürden können. bitte, unſere Anträge anzunehmen. — Kriegsminiſter Landtagsabgeordneten Diehl im Auſtrage des Großher=
(Präſident Dr. Kaempf rügt den Ausdruck.) Der Kadaver= v. Heeringen: Die Militärverwaltung teilt vollkom= zogs das Ritterkreuz 2. Klaſſe des Ordens Philipps des
gehorſam muß aufhören, das Militärrecht iſt kein Recht, men die Anſicht des Abg. Müller. Wenn er meint, wir Großmütigen. Nach der Rede des Miniſters dankte der
ſondern ein Schandmal des Rechts. (Vizepräſident Dove hätten nur ſchöne Worte, ſo tut er uns unrecht. Wir ſo Ausgezeichnete für die ihm zuteil gewordene Ehrung,
ruft den Redner wegen dieſer Aeußerung zur Ordnung.) haben alles getan, was in unſeren Kräften ſteht. Wir Er betrachte dieſen Orden nicht als eine Auszeichnung
Oberſt Langermann v. Erlenkamp:Wenn be=haben beſonders dafür geſorgt, daß das Zivil= und Mili=ſeiner Perſönlichkeit, ſondern als Auszeichnung aller
der=
hauptet worden iſt, daß Mißhandlungen nicht ſtreng tärturnen zuſammengeht, damit der ganze Turnunter= jenigen, die an dem Zuſtandekommen dieſes für die
Pro=
genug beſtraft würden, ſo darf man doch nicht vergeſſen, richt eine Förderung der Volksgeſundheit herbeiführt. vinz Rheinheſſen ſo überaus wichtigen Kraftwerkes
mit=
daß zu den Strafen noch manches andere tritt, das die Aber auf Grund des Turnens eine Verkürzung der Dienſt= gewirkt haben. Es ſprach ferner beim Feſtmahl Kreis=
Leute ſchwer genug trifft. Wird beiſpielsweiſe ein Vize= zeit eintreten zu laſſen, geht nicht an. Gegen die Reſolu= rat De. Kayſer, der auf den rheinheſſiſchen
Elektri=
feldwebel nach 11½jähriger Dienſtzeit beſtraft, der wo= tion der Budgetkommiſſion habe ich nichts einzuwenden, zitätsverband und auf die ihm angeſchloſſenen Gemeinden
möglich noch Frau und Kinder hat, ſo verliert er auch aber gegen den Antrag Ablaß, dieſe Frage in das Reichs=l toaſtete. Direktor Bührig toaſtete auf die Provinz
ſeinen Zivilverſorgungsſchein. Die Mißhandlungen ſind militängeſetz einzuſchalten habe ich formelle Bedenken. Rheinheſſen Bürgermeiſter Schmitt=Oſthofen auf das
zurückgegangen. (Widerſpruch bei den Soz.) Die For= Man ſollte derartige Geſetze nicht durcheinanderwerfen. Wohl und Gedeihen des Elektrizitätswerkes. Eine
humo=
derung der ſtraffreien Erwiderung von Beleidigungen Mit der Abſicht des Antrages erkläre ich mich einverſtan= riſtiſche Rede hielt Finanzminiſter Dr. Braun. Ee
ſteht nicht nur im Widerſpruch mit der militäriſchen den. Wandeln Sie ſie in eine Reſolution um, dann wird ſagte, daß die offiziellen Redner nicht viel Neues gebracht
Unterordnung, ſondern auch mit jeder Rechtsordnung. —
die Heeresleitung auch dafür zu haben ſein.
— Abg. hätten, denn Licht und Kraft ſei auch früher von der Pro=
Abg. Peus (Soz.): Wenn geſagt wird, es ſei kein Ver=Heine (Soz.): Der Antrag Mumm iſt durchaus ehrlich. vinz Rheinheſſen ausgegangen. Dieſes beides, Licht und
gnügen, hier dieſe alten Sachen mit anzuhören, ſo iſt es So wird die Reſolution tatſächlich ausgeführt werden. Kraft, habe ſtets im rheiniſchen Wein gelegen. Die Rede
doch die Pflicht eines jeden Abgeordneten, dieſen uner= Zu dem freiſinnigen Antrag beantragen wir daß alle wurde mit großem Beifall aufgenommen. — Zu
erwäh=
hörten Mißhandlungen entgegenzutreten. Wenn Bebel landesrechtlichen Vorſchriften betr. die Rückſicht auf die nen iſt noch daß der Ort Oſthofen, ſowie der kleine
nur ein Verdienſt hätte, ſo wäre es das, daß Hun= politiſche und religiöſe Geſinnung der Turnlehrer aufge= Ort Rhein=Dürkheim im Feſtesſchmuck prangten, Ueberall
derttauſende von Soldaten vor Mißhandlungen geſchützt hoben werden. Ebenſo die Vorſchriften betr. Ueberlaſ= wurden die Feſtteilnehmer von den Bewohnern der Orte
werden. Selbſt bei dem Amneſtieerlaß ſieht man ſich jetzt ſung der Turnhallen an die Vereine. Alles dieſes ſtrebt auf das herzlichſte mit Muſik empfangen. Das Feſtmahl
veranlaßt, unter unſerem Einfluß die Soldatenſchinder nicht dahin, den Turnunterricht zu fördern, ſondern ihn in der Turnhalle nahm einen glänzenden Verlauf und
auszuſchließen. Die Mißhandlungen gehen weiter, man unter Staatsaufſicht zu ſtellen. In Sachſen beſtehen ähn= in ungetrübter Stimmung blieben bei dem vortrefflichen
hat aber wenigſtens gelernt, ſich zu ſchämen. Die von liche Vorſchriften. Es liegt darin eine Ungerechtigkeit, rheiniſchen Wein die Teilnehmer, wie nicht anders zu
uns gewünſchen Reformen werden kommen, ſchneller als daß nur die politiſchen Vereine zugelaſſen werden. Den erwarten war, noch lange beiſammen. Beſonders hervor=
Sie (nach rechts) es wünſchen. (Lachen rechts.) Daß die Antrag Mumm lehnen wir ab. Wir bitten, unſeren An= gehoben zu werden verdient der reiche Blumenſchmuck
Bauernſöhne ſo gern zum Militär gehen, liegt daran, trag als Amendement zu dem freiſinnigen Antrag an= der Turnhalle, in der das Feſtmahl ſtattfand. Dem Feſt
daß ſie auf dem Lande noch ſchlechter behandelt werden zunehmen. — Abg. Mumm (Wirtſch. Vgg.): Durch die entſprechend, wao die Tafel mit kleinen Pfeilen geſchmückt.
als beim Militär. (Lachen und Widerſpruch rechts.) Zu ſozialdemokratiſchen Turn= und Jugendvereine wird die
den Fragen, die wir hier vorbringen, hat der Kriegs= Jugend nicht zu auten Rekruten erzogen. Wir können
miniſter noch keine Stellung genommen. Der Kaiſer hat eine Bewegung, die nur einen Keil in die nationale
Ju=
ſetzt einen Dankerlaß veröffentlicht, in dem er noch beſchei=gendbewegung treibt, nicht unterſtützen.
Der Kaiſer
denere Töne anſchlägt als bisher. (Präſident Dr. Kaempf
Hierauf wird die Weiterberatung auf Dienstag
im Kloſter Lccum.
rügt den Ausdruck.) Auch das iſt eine Folge unſeres Ver=3 Uhr vertagt.
Vorher Kurze Anfragen.
haltens.
* Kloſter Loccum, 20. Juni. Die Fahrt des
Schluß ¾6 Uhr.
Präſident Dr. Kaempf rügt nachträglich einen Aus=
Kaiſers nach Kloſter Loccum ging über Nenndorf und
druck des Abg. von Brockhaufen gegen den Abg. Stadt=
* Berlin, 21. Juni. Die Budgetkommiſſion Rehburg. Ueberall auf dem Wege, auch in Loccum ſelbſt
hagen. — Kriegsminiſter v. Heeringen: Der Vorred= des Reichstages ſetzte heute ihre Beratung des zeigte ſich reicher Fahnenſchmuck. Schulen und Vereine
ner hat den Erlaß des Kaiſers in einer ſehr wenig Reichsſtempelgeſetzes beim Verſicherungsſtempel bildeten Spalier und begrüßten zuſammen mit der
üb=
ſchönen Weiſe herangezogen. Das Regierungsjubiläum fort. Bei der Feuerverſicherung wurde auf nationallibe= rigen Bevölkerung den Kaiſer. In Anweſenheit des
Kai=
des Kaiſers iſt mit ſo viel warmer Anteilnahme des gan= ralen Antrag der Stempel für bewegliche Gegenſtände bei ſers fand ſodann die Feier des 750jährigen
Jubi=
zen deutſchen Volkes gefeiert worden, auch außerhalb der Verſicherungen von ein= und mehriähriger Dauer für je=läums des proteſtantiſchen Kloſters Loccum ſtatt wel=
Grenzen Deutſchlands, daß es das Volk ſchmerzlich be= des Jahr auf 0.15 Mark ſtatt 0,25 Mark und bei Verſiche= ches reichen Schmuck angelegt hatte. Kurz nach 3 Uhr traf
rührt, wenn für den Dank des Kaiſers in dieſer Weiſe rungen von kürzerer Dauer in jedem Monat 0,015 Mark der Kaiſer im Automobil ein und wurde an der
Stifts=
quittiert wird. Ich muß dies auf das entſchiedenſte ſtatt 0,025 Mark für je 1000 Mark der Verſicherungsſumme kirche von dem Abt, welcher die Mitra angelegt hatte und
zurückweiſen. (Bravo! rechts.) Wenn der Vorredner wei= ermäßigt, obwohl der Regierungsvertreter davon einen den ſilbernen Krummſtab in der Hand hielt, und den
Kon=
ter geſagt hat, die Sozialdemokraten wollten mit ihren Ausfall von 12 Millionen Mark erwartete. Der Stempel ventualen des Kloſters empfangen. Mit dem Kaiſer
Anträgen lediglich den Soldaten helfen, ſo erwidere ich für Feuerverſicherungen bei unbeweglichen Gegenſtänden kamen Prinz Waldemar und außer den Herren des Ge=
Ihnen (zu den Sozialdemokraten), Sie brauchen unſeren wurde auf konſeratiden Antrag gegen die Stimmen des folges, noch der kommandierende General v. Emmich.
Soldaten nicht zu helfen. Was nottut, dafür ſorgen ſchon.
Zentrums und der Nationalliberalen geſtrichen. Der Ferner waren u. a. anweſend: der Kultusminiſter v. Trott
unſere Vorgeſetzten. (Sehr gutl rechts, Widerſpruch bei! Stempel für Einbruchsdiobſtahl= und Glasverſicherung zu Solz, Oberpräſident v. Wentzel, der Kurator des
Klo=
den Soz.). Die Sozialdemokraten verlangen ſcharfe Ge= wurde nach der Vorlage angenommen Die Beſtimmun= ſters, der Präſident des Landeskonſiſtoriums, Steinmetz,
ſetze gegen die Offiziere. Sie ſagen, dieſe Geſetze ſollten gen für die Transport= und Seeverſicherung wurde auf Regierungspräſident Graf Berg=Schönfeld und
Landes=
für die ſchlechten Offiziere ſein; gleichzeitig wollen ſie nationalliberalen Antrag dahin abgeändert, daß der
Stem=
hauptmann v d. Wenſe. Nachdem der Abt die
Konven=
die Strafgeſetze für die Soldaten, den ſtrengen Arreſt be= pel bei der Casco= und Bauriſikenverſicherung 0,05 Mark,
ſeitigen. Weiter fordern die Sozialdemokraten, daß ein bei ſonſtigen Verſicherungen 0,10 Mark für je 10 Mark des tualen vorgeſtellt hatte, fand in der Stiftskirche ein litur=
Unterſchied zwiſchen Vorgeſetzten und Untergebenen im gezahlten Entgelts (Barprämie) betragen ſoll. Der giſch reich ausgeſtatteter Gottesdienſt ſtatt. Der Kaiſer
Strafgeſetzbuch nicht gelten ſoll. Es eriſtiert keine Armee Stempel für Lebensverſicherung wurde auf nationallibe= nahm neben dem Altar Platz. Der Abt legte ſeiner
Pre=
in der Welt, wo ein ſolcher Unterſchied noch vorhanden ralen Antrag von 0,10 Mark auf 005 Mark für digt zu Grunde Lucas 19, Vers 40: „Wo dieſe ſchweigen,
10 Mark der Barprämie ermäßigt. Der werden die Steine ſchreien.” In ſeiner Feſtrede gab der
wäre. Ohne einen ſolchen Unterſchied kann keine Armee
beſtehen. Wenn ein Vorgeſetzter einen Untergebenen be= Stempel für Unfall=, Haftpflicht= und andere Verſicherun= Abt einen Ueberblick über die eigenartige Geſchichte des
leidigt ſo tut er das nur einer Perſon gegenüber, wenn gen wurde ebenfalls auf nationalliberalen Antrag ge= Kloſters. Der Kaiſer verlieh dem Abt und
Oberkonſiſto=
ſtrichen. Sämtliche Verſicherungen, bei denen die Ver=rialrat Dr. Georg Hartwig den Stern zum Kronenorden
aber ein Untergebener ſich gegen einen Vorgeſetzten ver= ſicherungsſumme den Betrag von 3000 Mark nicht über= 2. Klaſſe, dem Kurator des Landeskonſiſtoriums,
Stein=
geht, ſo vergeht er ſich nicht gegen einen einzelnen, ſon= ſteigt, wurden von der Stempelgebühr freigelaſſen. Den metz, die Krone zum Roten Adlerorden 3. Klaſſe mit der
dern gegen den ganzen Stand. (Sehr richtial rechts, Zu= Bundesſtaaten ſoll nur bis zum 21. März 1915 die in den Schleife, dem Generalſuperintendenten Möller den
Kro=
rufe bei den Soz.) Die Soldatenmißhandlungen ſind letzten drei Jahren erzielte Durchſchnittseinnahme der nenorden 2. Klaſſe, ferner noch eine Reihe weiterer
Aus=
tatſächlich zurückgegangen. Ich habe das in der Budget= Stempelabgabe vergütet werden, die ſo jetzt durch den zeichnungen. Die Rückahrt nach Hannover erfolgte gegen
kommiſſion bereits bewieſen. 1912 waren es 0,25 Pro= Reichsſtempel in Wegfall kommen werden. Die übrigen 5 Uhr.
gent Offiziere und Unteroffiziere, oder, in poſitiven Beſtimmungen des Reichsſtempelgeſetzes blieben unver=
Zahlen ausgedrüickt. von 24 000 Offizieren ſind 24 beſtraft ändert. Ein nationalliberaler Antrag verlangt Auf=
In Hannover.
worden. Ich bedauere das auch, aber die Offiziere und hebung des Scheckſtempels. Gegen dieſen Antrag wandte
* Hannover, 20. Juni. Der Kaiſer traf bald
Unteroffiziere ſind auch Menſchen, die ſich mal von ihrem ſich der Reichsſchatzſekretär, indem er eine Ueberſicht über nach 6 Uhr wieder in Hannover ein. Die Rückfahrt
Temverament binreißen laſſen. Gemeine Schinderei ver= die erheblichen Ausfälle gab, die nach den Beſchlüſſen erſter von Loccum erfolgte im Automobil über Rehburg, Neu=
L.
ſt
5
mo=
Nummer 144.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 23. Jnni 1913.
Seite 7.
Kertanr nnent in Seie, ut hg eit r
2 Leipzia 2. Junl. Zur Eröſnung des Leip=gehandeit gleichzeitig im Sime unſeres erhadenen Kaſes
Kaiſer beim Oberpräſidenten v. Wentel.
ziger Luftſchiffhafens iſt der König eingetroffen. Wäh= und unſeres geliebten Landesfürſten. Ueber 40 Jahre
* Hannover, 21. Juni. Der Kaiſer traf um rend der König an der Halle begrüßt wurde, traf das ungeſtörten Friedens hat unſer Volk genoſſen. Und wenn
6½ Uhr im Automobil auf der Vahrenwalder Heide zur Luftſchiff „Sachſen” ein, nachdem es ſchon zwanzig trotz des langen Friedens und des ſteigenden Wohllebens
Beſichtigung des Königs=Ulanen=Regiments ein. Nach Minuten ſichtbar war, und überflog die Halle Um 3 Uhr unſer Volk nicht verweichlichte und trotz aller
Partei=
dem Abreiten der Front folgte ein Parademarſch in Zü= erſchien die „Viktoria Luiſe‟. Beide Luftſchiffe um= kämpfe und Wirrungen unſere Volkskraft geſchloſſen und
gen und ſodann ein Gefechtsererzieren, das eine Stunde kreiſten unter großer Begeiſterung des Publikums den ungeſchwächt blieb — wem ſind wir dafür mehr Dank
dauerte Der Uebung wohnte auch der kommandierende Landungsplatz. Die „Sachſen” landete um 4.15 Uhr glatt ſchuldig, als dem kraftvollen Herrſcher, der, nachdem er
General v. Emmich bei. Es regnet unauſhörlich. Der vor der Halle. Die „Viktoria Luiſe” kreuzte über Leipzig. Deutſchland auf den Weltmarkt geleitet, unausgeſetzt Han=
Kaiſer hielt Kritik ab und führte das Regiment durch die
* Leipzig, 22. Juni. Das Luſtſchiff „Sachſen” del und Verkehr, Arbeit und Wiſſenſchaft zu neuen Auf=
Stadt zur Kaſerne. In der Stadt bildeten Truppen der iſt mit dem König von Sachſen an Bord gaben anſpornt? Und dieſem Arbeitsfürſten ſtehen
Garniſon und der Kriegervereine Spalier. Vor der Ka= um 4.30 Uhr zu einer einſtündigen Fahrt über Leipzig wir, die Techniſchen Hochſchulen, beſonders nahe. Aus
ſerne ſtand der Verein ehemaliger Königs=Ulanen. Der und der Bauausſtellung aufgeſtiegen. Um 4.40 Uhr lan= ſeinem Munde hörten wir, als wir ihm unſere Huldigung
Kaiſer nahm nochmals einen Parademarſch des Regi= dete die „Viktoria Luiſe” glatt vor der Halle und am Jubiläumstage darbrachten, die ehrenden Worte: „Ich
ments und dann der geſamten Garniſon ab, und nahm trat um 4.50 Uhr gleichfalls eine Paſſagierfahrt über Leip= hätte meine Erfolge nicht erreichen können ohne die Hilfe
dann militäriſche Meldungen entgegen. An dem Frühſtück, zig an.
der Techniſchen Hochſchulen, die der Entwickelung unſerer
das das Offizierkorps des Regiments gab, nahmen der
* Leipzig, 22. Juni. Nach einer Rundfahrt lan= nationalen Arbeit den geiſtigen Schwung verliehen und
dete die Sachſen” um 5.30 Uhr vor der Halle und war
Kaiſer und Prinz Waldemar teil.
mir das Menſchenmaterial ausgebildet und zur Verfügung
Hannoper, 21. Juni. Der Kaiſer kehrte kurz nach einigen Minuten darin geborgen. Der König,
vor 11 Uhr aus der Ulanenkaſerne ins Königliche Schloß Graf Zeppelin, der Kronprinz und Prinz Friedrich geſtellt haben, deſſen ich zur Erreichung meiner Zielg des
zurück und fuhr um 11½ Uhr mit der Kaiſerin im Chriſtian von Sachſen, welche die Rundfahrt mitgemacht durſte.‟ — Dieſe Anerkennung muß jeder von uns ſich
be=
hatten, entſtiegen in der Halle dem Luftſchiff unter großem ſtändig vor Augen halten! Daß Sie gewillt ſind, dieſe
offenen Automobil mit Gefolge nach Celle.
Jubel der Zuſchauer und beſichtigten die Halle. Um 5.45 Stellung zu behaupten, haben Sie bewieſen durch dieſe
In Celle.
Uhr war auch „Viktoria Luiſe” gekandet und in der Halle erſte eigene Stiſtung zur allgemeinen Pflege der Leibes=
* Celle, 21 Juni. Der Kaiſer und die Kai= geborgen. Um 6 Uhr fuhren der König, die Prinzen und übungen. Sie wiſſen alle, welch ein eifriger Förderer
ſerin trafen kurz vor 12 Uhr, von Hannover kommend, Graf Zeppelin in die Bauausſtellung.
geſunden Sports und edler Kultur ebenſo wie unſer
Kai=
bier ein. Militär= und Kriegervereine bildeten Spalier.
* Wien. 22. Juni. Beim heutigen internationalen ſer auch unſer erhabener Landesherr iſt. Ich bin über=
Das Kaiſerpaar fuhr unter dem Geläute der Kirchen= Flugtag in Aſpern ſtieß der Apparat des Oeſterreichers zeugt, daß er mit beſonderer Genugtuung von Ihrem
Ent=
glocken in den Schloßhof ein, wo der Kaiſerin von Fräu= Stager in einer Höhe von vierzig Metern gegen den ſchluß Kenntnis nehmen wird Das gleiche erhoffe ich
lein Hänicke namens der Stadt Celle und von Fräulein Apparat des Franzoſen Molla. Beide Apparate ſowohl von der hohen Regierung als auch von der Stadt=
Wehl namens der Auguſta Viktoria=Schule Blumen=ſtürzten und wurden gänzlich zertrümmert. Molla verwaltung, deren Vertreter ich mit ganz beſonderer
ſträuße überreicht wurden. Die Majeſtäten beſichtiaten wurde leicht, Stager und ſein Paſſagier, Linienſchiffsleut= Freude heute wieder unter uns ſehe. Seine Magnifizenz
die Näume der erſten Etage und die Schloßkapelle. Nach nant Repalek, ſchwer verletzt.
ſchloß mit einem Hoch auf den Großherzog.
einer halben Stunde erſchienen die Maieſtäten wieder vor
* Hamburg, 22. Juni. Das Luftſchiff „Hanſa”
Der Zug ordnete ſich ſodann wieder, um auf dem
dem Portal des Schloſſes, wo die Kaiſerin mehrere Kin= iſt heute morgen nicht nach Potsdam abgefahren. Es Platz vor dem Hallenſchwimmbad, den der Zug gegen ½1
der anſprach Um 12 Uhr 38 Minuten traten die Maje= wird nachmittags 5 Uhr zu Paſſagierflügen über Ham= Uhr erreichte, die Fackeln unter Abſingen des „Gaudeamus
ſtäten die Weiterfahrt nach Hamburg an Ein Vorbei= burg aufſteigen.
igitur” zuſammen zu werfen.
marſch der Garniſon fand nicht ſtatt. Die Majeſtäten
Warſchau, 21. Juni. Die neulich von dem
wurden überall von dem Publikum lebhaft begrüßt.
Poſenſchen Ballon „Wilms” bei Kaliſch gelandeten und
* Lüneburg, 21. Juni. Das Kaiſerpaar iſt von den ruſſiſchen Behörden unter Spionageverdacht feſt=
Johannisfeier der Darmſtädter
um 2 Uhr 8 Mintuten im Automobil hier eingetroffen. gehaltenen deutſchen Luftſchiffer werden in
Buchdrucker.
Nach halbſtündiger Beſichtigung der Johanniskirche er= einem Hotel von Militärwachtpoſten überwacht. Sie
dür=
folgte die Weiterfahrt nach Hamburg.
fen nur unter Bewachung das Haus verlaſſen. Der Gou=
St. Im Feſtſaale der Turnhalle am Woogsplatz
be=
verneur von Kaliſch hat dem Generalgouverneur von ging am Samstag abend der Bezirksverein Darmſtadt
In Hamburg.
Warſchau Bericht erſtattet. Oberlandesgerichtsrat Ueckerdes Verbandes der Deutſchen Buchdrucker
* Hamburg, 21. Juni. Aus Anlaß des
Be=
ſuches des Kaiſers und der Kaiſerin ha= in Poſen erhielt von ſeiner zu den Inſaſſen des Ballons ſeine diesjährige Johannisfeier, verbunden mit der Feier
gehörigen Gattin ein Telegramm, daß die Rückkehr nach des 50jährigen Beſtehens des Gaues
ben die öffentlichen Gebäude und viele Privatgebäude,
Mittelrhein. Der Feſtſaal war vollbeſetzt. Das
insbeſondere auch die Werſten und die im Hafen liegenden Poſen noch unbeſtimmt ſei.
* Poſen, 21. Juni. Die Inſaſſen des Ballons reichhaltige Programm, deſſen künſtleriſchem Teil der
Schiffe reichen Flaggenſchmuck angelegt. Die „
Hohenzol=
lern” auf welcher die Majeſtäten Wohnung nehmen wer=„Wilms” wurden geſtern abend freigelaſſen und Geſangverein „Gutenberg” unter Leitung ſeines
Diri=
traten die Rückreiſe nach Poſen an.
genten, Herrn Schrader, ſeine Mitwirkung lieh und
den, liegt an der St. Pauli=Landungsbrücke,
* Petersburg, 21. Juni. Brindejone wird deſſen unterhaltender Teil ausſchließlich von Kollegen
* Hamburg, 21. Juni. Zum Empfange des nach dem Lokalanzeiger am Dienstag über Reval, Stock= beſtritten wurde, leitete der Eröffnungsmarſch von Sei=
Kaiſerpaares waren an den St. Pauli=
Landungs=
brücken erſchienen: die Bürgermeiſter Schröder und Pre= holm, Kopenhagen und Amſterdam nach Paris zurück= fert ein. Nach dem Chorgeſang „Heil Gutenberg” von
doehl, der Geſandte v. Bülow mit Gemahlin und Lega=kehren. Die ruſſiſche Regierung hat ihm acht Minen=Fleißner hielt Herr Rexhäuſer aus Leipzig die
Feſt=
rede. Es war vorauszuſehen, daß Herr Rerhäuſer, dem
tionsſekretär v. Bonin mit Gemahlin. Als die Majeſtäton boote als Begleitung zur Verfügung geſtellt.
* Waſhington, 20. Juni. Leutnant Towers der Kampf für die Gewerkſchaft und für die
Tarifgemein=
die „Hohenzollern” betraten, brachte Kapitän zur Se
v. Karpf ein dreifaches Hurra auf Seine Majeſtät aus. und der Fähnrich Billingsley ſtürzten mit einem ſchaft im Buchdruckgewerbe Lebensaufgabe geworden und
Der Senat ſandte ein prachtvolles Blumenarrangement Hydroplan bei einem Fluge über der Cheſepeakbai in der ſich neuerdings ganz der ſozialpolitiſchen
Propa=
an Bord der Jacht. Ein anderes, mit Mützenbändern der Nähe von Annapolis ab. Der Fähnrich wurde ge= gandatätigkeit gewidmet, etwas anderes, mehr geben
würde, als eine „Feſtredes im landlaufigen Sinne, Sie
der „Hohenzollern” geziertes, überſandte der Komman=tötet, der Leutnant ſchwerverletzt.
dant der Kaiſerin. An Bord meldeten ſich bei dem Kaiſer
wurde in der Tat eine von unerſchütterlicher
Ueberzeug=
der Chef des Marinekabinetts, Genergladjutant Admiral
ung von der Notwendigkeit und Stärke des gewerkſchaft=
Landwirtſchaftliches.
von Müller und Flügeladjutant Korvettenkapitän
Frei=
lichen Zuſammenſchluſſes getragene, von ehrlichem Wollen
herr von Baleske. Der Geſandte von Vilow übernimmt
* Berlin, 21. Juni. Die vorgenommene Zählung und aufrichtigem Kollegialitätsgefühl durchdrungenen
an Stelle des Geſandten von Treutler für die folgenden der Schweinebeſtände hat beſonders in denjeni= Propagandarede, der auch die Hörer gerne den ſittlichen
Tage die Vertretung des Auswärtigen Amts bei Seineri gen Bundesſtaaten, in denen Viehzucht in größerem Um= Ernſt zuerkennen, die nicht in allem gleicher Ueberzeugung
Majeſtät. Im Gefolge der Kaiſerin befinden ſich die Hof= fang betrieben wird, eine erhebliche Zunahme gegen die ſind. Daß ſie manchem der Anweſenden das Gewiſſen
ſtaatsdame Fräulein v. Gersdorf die Ehrendame Gräfin Zählung am 1. Dezember ergeben.
ſchärfte und für manchen vielleicht auch eine bittere Pille
v. Baſſewitz und Kammerherr v. Redern. Der Kaiſer und
enthielt, daß ſie eine ſcharfe Grenze zog zwiſchen
Gewerk=
die Kaiſerin nahmen an Bord der Hohenzollern”
Woh=
ſchaft und Sozialdemokratie und hin und wieder eine
Fackelzug der Darmſtädter
nung Die Maieſtäten, welche in Gelle das Schloß und
deutliche Abſage gegen dieſe enthielt, war intereſſant,
in Lüneburg den Dom beſichtigten, wurden auf der
gan=
wenn auch für die, die Rexhäuſers Kämpfe kannten, nichts
Studentenſchaft.
zen Fahrt durch die Lüneburger Heide überall mit großer
neues. Die Rede gipfelte in der Forderung, daß alle er=
Begeiſterung empfangen. Ganz beſonders großartig
ge=
g. Darmſtadts akademiſche Jugend brachte am Sams= werbstätigen Schichten des Volkes gewiſſermaßen eine
ſtalteten ſich die Begrüßungskundgebungen in den beiden tag in pomphaftem Zuge mit lodernden Fackeln und ſlie= Einheit bilden ſollten gegenüber der Uebermacht der
groß=
genannten Städten. Der Kaiſerin wurde eine ungewöhn= genden Fahnen dem Altreichskanzler und unſerem Kaiſer kapitaliſtiſchen Herrſchaft. Die Feſtverſammlung dankte
lich große Zahl von Blumenſträußen überreicht. Der zugleich in ſinniger Weiſe ihre Huldigung dar. Pünktlich dem feſſelnden Redner mit rauſchendem Beifall.
Kaiſer verlieh dem Polizeipräſidenten von Hannover von um 9 Uhr ſetzte ſich der Fackelzug, in dem mehrere Militär=
Im weiteren Verlaufe des Abends wurden die Kolle=
Beckerath den Kronenorden dritter Klaſſe.
fapellen ihre Marſchweiſen ertöneg ließen, in Bewegung. gen J. Wolf, Pauly. P. Hotz, Ernſt und Mohr,
* Hamburg, 22. Juni. Kurz nach 3 Uhr trafen Der Zug ging durch die Neckar=, Rhein=, Wilhelminen= die über 25 Jahre dem Verband angehören, durch
Ueber=
das Kaiſerpaar bei Horn im offenen Vierſpänner ſtraße, am Neuen Palais vorbei, dann Stein= Heinrich=, reichung von Diplomen, zu denen Kollege
Hilden=
ein und fuhren über das Geläuf vor der Kaiſerloge vor, Saalbau= Annaſtraße, Karl= Heinrich=, Nieder=Ramſtädter=beutel die kurze Glückwunſchanſprache hielt, geehrt.
die mit blühenden Gewächſen reich geſchmückt war. Die ſtraße und ſchließlich durch den Roquetteweg und die Nie= Im übrigen brachte die Vortragsfolge: Ouvertüre aus der
Muſik ſpielte die Nationalhymne. Das Publikum, das der=Ramſtädterſtraße hinaus zum Bismarckturm. Oper „Miranda” von Wiedecke, Baritonſolo, Prolog aus
zu vielen Tauſenden bei prächtigem Wetter die Bahn Ueberall umſäumten große Menſchenmengen die Straßen. der Oper „Bajazzo”, geſungen von Kollege Back, Chor
füllte, brachte ſtürmiſche Hochrufe aus. Die Maieſtäten Alm Bismarckturm hatten ſich inzwiſchen der Rektor und „Der Steuermann” von Wengert, und im zweiten Teil
wurden empfangen von den Bürgermeiſtern Schröder und verſchiedene Profeſſoren der Hochſchule, Miniſterialrat Dr. u. a.: Baritonſolo: a) „Tom der Reimer”, b) „Der Wan=
Predochl, ſowie vom Vorſtand des Hamburger Rennklubs Weber, Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing u. a. einge= derer” (Kollege Schwörke), humoriſtiſches Terzett der
mit Mar Schinckel an der Spitze. Sie ſahen zunächſt dem funden. Die Studentenſchaft gruppierte ſich auf dem gro= Kollegen Eugen. Johl und Salvermoſer, humo=
Reunen um die filberne Peitſche zu, dann folgte der Große
Hanſapreis, alsdann das Kaiſerin Auguſte Viktoria= ßen freien Platz vor dem Tuem. Weithin durch den nacht= riſtiſche Vorträge des Kollegen Nebe, heitere Geſangs=
Jagdrennen um den Ehrenpreis der Kaiſerin. Erſter ſtillen Wald klang die kräftige Stimme des erſten Vor= quadrille Lenzfreuden” der Kollegen Müller, Nebe,
vurde Leutnant Graf Holck, der mit 2½ Längen ſicher ge= ſitzenden des Ausſchuſſes der Studierenden, F. HagerlSchwörke und Windolf, ſowie verſchiedene Chor=
(Akadem. Chor), der die Gäſte begrüßte und auf die Be= geſänge. Ein Ball beſchloß den Abend.
vann. Holck wurde in die Kaiſerloge geführt und empfing
uus der Hand der Kaiſerin den Preis. Um 4¾ Uhr ver= deutung der Veranſtaltung hinwies. Er pries den
Alt=
ließen die Majeſtäten die Rennbahn unter andauernden reichskanzler, dem bald auf der Eliſenhöhe bei Bingen ein
Ovationen und begaben ſich nach dem Dammtorbahnhof. ehrendes Denkmal erſtehen werde, als den Schöpfer des
Die Balkankriſe.
Um 5½ Uhr reiſte die Kaiſerin nach der Wildparkſtation. Reiches, der Weltpolitik Deutſchlands und wies auf das
Bulgarien, Serbien und Griechenland.
wo ſie abends 10.33 Uhr eintrifft. Der Kaiſer geleitete Regierungsjubiläum des Kaiſers hin, der ſich ſtets als der
die Kaiſerin zum Zuge. Kur Verabſchiedung waren er= Förderer von Kunſt und Wiſſenſchaft, von Handel und In=
* Sofia, 20. Juni. (Agence Bulgare.) Die
bul=
ſchienen: Bürgermeiſter Schröder und Gemahlin Bürger= duſtrie gezeigt habe und dem gerade die Techniſchen Hoch=gariſche Antwort auf den griechiſchen
Vor=
meiſter Predoehl und Geamhlin und der preußiſche Ge= ſchulen ſo viel zu verdanken haben. Die Rede ſchloß mit ſchlag bezüglich der Einſtellung der Konzentrierung der
ſandte von Bülow und Gemahlin. Als ſich der Zug in einem begeiſtert aufgenommen Hoch auf den Kaiſer. Die bulgariſchen Truppen an den griechiſchen Linien und be=
Bewegung ſetzte durchbrauſten ſtürmiſche Hochrufe den Kapellen ſpielten „Deutſchland, Deutſchland über alles”,züglich der Reduzierung der Effektivbeſtände in Maze=
Bahnhof, wo alle Bahnſteige dicht beſetzt waren.
das von den Anweſenden mitgeſungen wurde.
donien erinnert an das unabläſſige und ſyſtematiſche Vor=
Sodann ergeiff der Rektor der Hochſchule, Geh. Bau= rücken der griechiſchen Truppen, welche die ſchwachen
bul=
rat Profeſſor Wickop das Wort, der etwa ausführte: gariſchen Abteilungen verjagten, die im Lande belaſſen
Mit lodernden Fackeln ſind Sie heute wieder hierher= wurden, nachdem die bulgariſchen Truppen, die in Maze=
Luftfahrt.
gezogen, um an dieſem waldumrauſchten Turm des gro= donien operiert hatten, nach Thrazien abgezogen waren,
Auszeichnung von Fliegeroffi=ßen Mannes zu gedenken, der, ſelber wie ein Turm auf= ferner an die Konzentrierung der griechiſchen Armee mit
zieren.
Der Kaiſer hat anläßlich ſeines ragend aus der Zeitgeſchichte, die deutſchen Stämme zu=der geſamten Artillerie in der Gegend von Saloniki, wo
Regierungsjubiläums nachſtehenden Beobachtungs= ſammenſchloß zur Einheit und Größe. Aber heute liegt es keinen Feind mehr zu bekämpfen gab, was
insbeſon=
offizieren für Flugzeuge den Kronenorden
vier=
er Klaſſe verliehen: Oberleutnant Steffen vom über dieſer feierlichen Stunde noch eine ganz beſondere dere nach dem Falle von Janina geſchah, und an die
blu=
ten
lier=Regiment Nr. 35, Leutnant Winckler vom In= Weihe: auch unſerm Kaiſer galt Ihre Huldigung, der in tigen Zwiſchenfälle, die durch das aggreſſive Vorgehen
Füſi
fanterie=Regiment Nr. 14 Leutnant Friedberg vom 25jähriger ſegensreicher Regierung des großen Kanzlers der Griechen hervorgerufen wurden. Die Note verweiſt
Jäger=Bataillon Nr. 14, Oberleutnant Drechsler vom Werk fortſetzte und ausbaute. Und weiter ſchauen wir auf den geringen Eifer, den Griechenland hinſichtlich der
Infanterie=Regiment Nr. 123 (kommandiert zum Großen zurück in die glorreiche Zeit vor 100 Jahren, wo aus dem Feſtſtellung der Priorität der Oktupation und hinſichtlich
Generalſtab), Oberleutnant v. Egan=Krieger vom Blut unſeres Volkes die edle Saat aufſproß, deren reiche der Eröffnung der Verhandlungen zeigte, für welch letz=
Leibhufaren=Regiment Nr. 1 (kommandiert zur Kriegs=Ernte wir jetzt genießen. Gerade die deutſche Studenten=tere die bulgariſche Regierung einen Delegierten
deſts=
ſchaft darf jene ruhmreiche Zeit mit Stolz und Freude niert hatte, der ſich infolge der Weigerung der griechiſchen
ſchule).
Potsdam, 22. Juni. Das Luftſchiff Vik= feiern, denn an ihren Opfern und Erfolgen hat ja vor Regierung nicht nach Athen begeben konnte. Die Note
toria Luiſe” iſt heute vormittag von einer Paſſagier= allem die akademiſche Jugend mit ihren Profeſſoren ihr hebt die Verfolgungen hervor, denen das bulgariſche
Ele=
fahrt nach Stendal um 10,30 Uhr hier eingetroffen. unvergänglich Teil. Und die zu neuem, hochfliegendem ment in Mazedonien ſeitens der Griechen ausgeſetzt ſei,
Die „Sachſen” lag in der Halle zur Fahrt nach Leip= Streben erwachten Jünglinge blieben durch lange Jahre und erklärt, daß, da die griechiſche Regierung fortfahre,
zig bereit. Graf Zeppelin traf um 1230 Uhr vor derder Reaktion hindurch die Träger des nationalen Gedan= neue Truppenbeſtände nach Mazedonien zu ſchicken, ihre
Luftſchiffhalle ein, begrüßte die anweſenden Herren und kens. Ihnen ſchulden wir Ehre und Dank am heutigen Vorſchläge unangebracht ſeien. Gleichwohl wolle die
bul=
beſtieg die Führergondel der „Sachſen”. Das LuftſchiffTage, und in trefflicher Weiſe haben Sie dieſem Dank gariſche Regierung, da ſie einen Beweis ihres Wunſches,
trat um 1250 Uhr die Fahrt nach Leipzig an. In derAusdruck verliehen, indem Sie im Sinne ſener tatenfro= die tetritoriale Frage friedlich zu regeln, geben wolle, den
Führergondel befindet ſich Dr. Eckener, unter den Paſſa= hen aber einfachen Männer auf eine prunkvolle Gedenk= griechiſchen Vorſchlag im Prinzip annehmen, wenn die
gieren Direktor Colsmann. Um 1 Uhr ſtieg auch die feier verzichteten und ſtatt deſſen durch eine Sammlung griechiſche Regierung vorher in die ſofortige und gemein=
„Viktoria Luiſe” nach Leipzig auf. In der Gondel beim den Grundſtock legten zur Errichtung eines ſame Beſetzung der urſprünglich von den bulgariſchen
Führerſtand, ſowie in der Paſſagierkabine befinden ſich akademiſchen Turn= und Sportplatzes. Da Truppen okkupierten Gehiete, ſowie der von den
griechi=
nur Offiziere, da die Viktoria Luiſe” eine militäriſche mit haben Sie hewieſen, daß Sie ein rechtes Gefühl haben ſchen Truppen beſetzten Gebiete des nordweſtlichen Maze=
Orientierungsfahrt unternimmt. Die Leitung hat Luft=nicht nur für die Bedeutung dieſes Gedenktages, ſondern doniens durch die griechiſche und die bulaariſche Armee
auch für die Aufgaben unſerer Zeit. Sie haben damit einwillige.
ſchifführer Ingenieur Blew.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 23. Juni 1913.
Seike 8.
2 Pelgrad. 21. Zumſ. Die ſerbiſche Regterung ſ1. und 3. Preis, Kraſt Grüvenbruch für deutſche
Vor=
hat durch den Geſandten in Sofia der bulgariſchen Re= ſtehhunde drei 1. und einen 2. Preis, Schellhaas für
gierung eine Note übereichen laſſen, in der ſie deutſche Schäferhunde einen 1., 2. und Ehrenpreis,
Rie=
ihren Demobiliſierungs=Antrag erneuert und die bulga=ſterer=Uebungsplatz für Rottweiler einen 1., 2. und 3.
riſche Regierung zur Beſchickung einer Konferenz der Preis, Petri für Dobermannpinſcher einen 1., 2. und 3.
Preis, Karp für Dobermannpinſcher einen 1. Preis, Techel
vier Miniſterpräſidenten eingeladen wird.
Athen, 21. Juni. Der Miniſterrat hielt für rauhhaarigen Zwergpinſcher drei 1. Preiſe,
Katzen=
geſtern zwei lange Sitzungen ab, in denen er über die bach für deutſchen Boxer hochlobende Erwähnung.
Lage beriet. Venizelos arbeitete mit dem König, der Mitglieder des Heſiſchen Polizei= und
Schutzhundever=
geſtern abend eingetroffen iſt. Eine Menge Vom=eins, Sitz Darmſtadt: Staatsanwalt Bernhards für
den, Hunderte von Revolvern und Tauſende von Pa= Airedale=Terriers einen 3. Preis, Seitz für
Airedale=
tronen wurden in bulgariſchen Häuſern in Saloniki Terriers einen 2. und 3. Preis.
gefunden.
W. Lampertheim, 21. Juni. Eine mehrköpfige, noch
Herabſetzung der Kriegsentſchädigung?
ganz jugendliche Diebeshande treibt in den
* Paris, 21. Juni. Das Echo de Paris will wiſſen,
daß die Balkanverbündeten ihre Kriegsentſchädig= ſetzten Tagen ſowohl bei Tag, als auch bei Nacht hier den Kugeln getroffen worden. Der Unhold drang
ihr Unweſen. Tagsüber wurde den auf dem Felde während der Frühſtückspauſe von der Straße aus in die
ungsforderungen bedeutend herabggſetzt beſchäftigten Leuten die Eßwaren geſtohlen und nachts
haben. Bulgarien allein habe urſprünglich 1500
Millio=
nen verlangt, dann habe es ſeine Forderung auf 800 wurden Einbrüche in die Taubenſchläge ꝛc. gemacht.
Millionen herabgeſetzt, während Griechenland und Ser= Beteiligt ſind dabei meiſtens noch ſchulpflichtige Jungen,
die öfters in Scheuern und im Freien nächtigen. Bei
bien zwiſchen 600 bis 700 Millionen verlangten. Gegen= einer polizeilichen Razzia konnte die ganze Geſellſchaft
wärtig betrügen die von den Balkanverbündeten der
internationalen Finanzkommiſſion übermittelten „Geld= feſtgenommen werden.
reklamationen” zuſammen eine Milliarde.
Rußland.
Letzte Nachrichten.
* Wien, 20. Juni. Die Südſlawiſche Korreſpon=
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
denz meldet aus Sofia: Der ruſſiſche Geſandte
Nekel=
judow unternahm einen neuen Schritt bei der
bulgariſchen Regierung, welcher er nahelegte, verlautet, daß die Vorbeſprechungen der bürgerlichen
Par=
ſich dem ruſſiſchen Schiedsſpruch im Vertrauen auf das teien über die Frage der Heranziehung des Einkommens
Gerechtigkeitsgefühl des Zaren zu unterwerfen und die für die Zwecke des Wehrbeitrags dazu geführt davonkamen. Die Aufregung in der Stadt iſt allgemein
Einladung nach Petersburg anzunehmen. Miniſterpräſi= haben, die in erſter Leſung beſchloſſene
Kapitali=
dent Dr. Danew ſtellte eine definitive Antwort nach der Iſierung der Einkommen fallen zu laſſen und ! und groß.
Einkommen von 5000 Mark aufwärts zum Wehrbeitrag
Anhörung des Miniſterrats in Ausſicht.
Serbiſch=bulgariſches Geplänkel.
* Belgrad, 21. Juni. Nach amtlichen Berichten folgt, iſt noch Gegenſtand von Berechnungen. Der
Ge=
kam es in den letzten Tagen auf der ſerbiſch=bulga=ſamtertrag aus der Heranziehung der Einkommen ſoll
riſchen Demarkationskinie an drei Stellen zu 80 Millionen betragen.
Geplänkeln zwiſchen ſerbiſchen und bulgariſchen Pa=
Berlin, 21. Juni. Unſer Pariſer
Privatkorre=
trouillen. Serbiſcherſeits wurde ein Unteroffizier und ſpondent meldet uns, daß der Berliner Berichterſtatter
zwei Soldaten getötet und ein Unteroffizier verwundet. des „Temps” in ſeinem Blatt behauptet, eine Berliner
Die bulgariſchen Verluſte ſind unbekannt.
Depeſche des „Temps” über das
Glückwunſch=
telegramm des Präſidenten Poincaré an Seine
Letzte Nachrichten.
Sofia, 21. Juni. Die Agence Bulgare meldet: Majeſtät den Kaiſer ſei dem Wolffſchen Bureau aus
Paris in gefälſchter Form übermittelt worden. Dieſe
Der ſerbiſche Geſandte Spalaikowitſch überreichte heute
nachmitag die Antwort der ſerbiſchen
Regie=
rung, in der die Vorſchläge Bulgariens, betreffend die hat über die Meldung des Pariſer Blattes überhaupt 20 Schüſſe auf die 65 Schülerinnen abgegeben
Demobiliſierung, abgelehnt werden.
Sofia, 22. Juni. Der ſerbiſche Geſandte
nichts darüber veröffentlicht.
Spalaikowitſch iſt geſtern abend nach Belgrad abgereiſt.
Sofia, 22. Juni. Das Blatt „Bulgaria” erklärt, hahnhof explodierte heute nachmittag eine Kiſte mit ſich einbildet, einen ausgeſprochenen Haß gegen die
die Ablehnung der bulgariſchen Vorſchläge betreffend
Zündern, die für ein Feuerwerkslaboratorium beſtimmt
die Demobiliſierung ſchließe die Phaſe der diplomatiſchen waren. Der Güterbodenarbeiter Raſchke wurde auf Jeſuiten zu haben. Im ganzen gab der Mann aus
Verhandlungen zwiſchen Bulgarien und Serbien ab. Es der Stelle getötet. Der Sachſchaden iſt beträcht= 10 in ſeinem Beſitz gefundenen geladenen Browningpiſtolen
bleibe nun noch übrig, ein wirkſameres Mittel
zur Regelung der Differenzen zu finden. Dieſes Mittel lich. Die Urſache der Exploſion iſt unbekannt.
werde Bulgarien zu finden wiſſen, denn es ſei entſchloſſen, Verein Naturſchutzpark” aus dem Dispoſitionsfonds und nahmen ſich der Verletzten an. Das Befinden der
in der Verteidigung ſeines Rechtes bis ans 50 000 Mk. für die beiden in Deutſchland geplanten drei ſchwerverletzten Mädchen war geſtern abend nach wie
Ende zu gehen.
Belgrad, 23. Juni. Das Preſſebureau ver= Naturſchutzparke bewilligt.
* Dresden, 21. Juni. Der Verleger der „
Dres=
öffentlicht in ſeinem Bulletin drei ſerbiſche Noten an dener Volkszeitung”, der ſozialdemokratiſche Reichstags= befinden ſich in ihrer elterlichen Wohnung in ärztlicher
die bulgariſche Regierung und begründet dieſe Ver= abgeordnete Kaden, iſt heute mittag nach längerem Behandlung. In dem Befinden des ſchwerverletzten
Leh=
öffentlichung mit der Veröffentlichung eines diplomatiſchen Leiden geſtorben.
Schriftwechſels durch die bulgariſche Regierung. Die erſte
Note bezieht ſich auf den ſerbiſchen Vorſchlag einer Schulſchiffvereins, „Großherzogin Eliſabeth"
Vertragsreviſion, die zweite enthält den Vorſchlag
Ser=
biens zur Demobiliſierung und Herabſetzung des Effektiv= iſt wohlbehalten in Helſingborg eingetroffen und ſegelt
am 23. Juni nach Travemünde weiter.
beſtandes auf ein Viertel: die dritte Note, die
heute übergeben wurde, iſt die ſerbiſche
Ant=
wort auf die bulgariſche Note, in der die bulgariſche Herzog Ulrich von Württemberg zum Ober=
Regierung der Demobiliſierung nur bedinat zuſtimmt. ſten des 4. Dragoner=Regiments.
In der ſerbiſchen Note wird erklärt, die ſerbiſche
Regie=
rung halte ihre Ueberzeugung aufrecht, daß man ſofort zu verſammlung der deutſchnationalen Stu= Mörder mit dem Vermerk verſehen: „Das haben die
Je=
einer bedingungsloſen Demobiliſierung ſchreiten ſolle und dentenſchaft, die vollſtändige Sperrung den ſuiten getan!‟ Die Eltern wollten ihn ſchon vor einiger
daß die Miniſterpräſidenten in Petersburg zuſammenkom= Univerſität zu erzwingen im Falle, daß das Zeit in ein Sanatorium bringen laſſen, er ſoll ihnen aber
men ſollten, um ſich zu verſtändigen, wenn man zu einem Rektorat die Ausnahmeverfügungen nicht zurücknehme, entſchlüpft ſein.
wonach der Eintritt in die Univerſität nur durch die klei=
Einvernehmen gelangen ſoll. Das müſſe geſchehen auf nen Tore gegen Vorweiſung der Legitimationskarten
ge=
einer neuen, breiten Grundlage, die alle Fragen über das ſtattet iſt. Die deutſchnationalen Studenten beſetzten
Kondominium löſen ſoll, ohne die Lebensintereſſen Ser= heute früh die Eingänge der Univerſität und hinderten
biens zu berühren. Dieſe Löſung ſoll zwiſchen Bulgarien die übrigen Studenten, in die Vorleſungen zu gehen. Das gemeine Zeitung aus Groß=Kuhren meldet, ſielen geſtern
einerſeits, und Serbien, Griechenland und Montenegro Rektorat verfügte nunmehr die Siſtierung der Vorleſun= morgen in der Nähe von Brüſterort vier Fiſcher der
andererſeits ſtattfinden.
gen und ſperrte die Univerſität bis auf weiteres. Sämt= See zum Opfer. Die Fiſcher bargen wegen des
Konſtantinopel, 22. Juni. Nach an den liche Mitglieder des Hochſchulausſchuſſes der deutſch= ſtarken Sturmes ihre Netze. Auf der Rückfahrt kenterte
Miniſter des Innern aus Basra gelangten offiziellen
ationalen Studentenſchaft ſind von ihren Aemtern zurück= ein Boot. Nur einer der Inſaſſen wurde gerettet.
Telegrammen feuerten geſtern vier Perſonen auf den getreten.
Diviſionskommandanten von Basra, Oberſt
* Paris, 21. Junf. Das Gerücht, daß eine Kompagnie
Ferid, und den Gouverneur, den Kommandanten der Infanterieſoldaten der Garniſon von Gibraltar den
Gendarmerie und andere Offiziere, ſowie auf Gendarmen Befehl erhalten habe, ſich zur Abfahrt nach Tanger haben beute früh Anhängerinnen des Frauenſtimmrechts
Revolverſchüſſe ab. Ferid wurde getötet, der Gou=bereitzuhalten, falls die Lage es erfordern ſollte, ein großes Haus in Brand geſteckt. Die
Brand=
verneur und ein Gendarm wurden verletzt.
falſche Gerücht ſei bereits vor 14 Tagen verbreitet ge= die Freilaſſung ihrer in Haft befindlichen Genoſſinnen
Berlin, 22. Juni. Die „Norddeutſche Allgemeine weſen. Die engliſche Regierung habe ſich beeilt, das
Zeitung” ſchreibt: Im bulgariſch=ſerbiſchen Gerücht entſchieden zu dementieren und der franzöſiſchen
Streit wechſelten während der letzten Woche die Regierung die Verſicherung zu geben, daß in keinem Fall
beiden zunächſt beteiligten Regierungen eine Reihe engliſche Truppen nach Tanger geſchickt würden.
Erklärungen, woraus einſtweilen nur hervorgeht,
* Montpellier, 21. Juni. Das Kriegsgericht waren, wurde im Orgelraum aufgefunden. Ein
Streich=
daß ihre Anſichten nach wie vor einander ſchroff verurteilte von 13 Soldaten, die an der Demon= holz war angezündet, aber anſcheinend durch einen
Wind=
entgegenſtehen. Immerhin hält man in Sofiaſtration in Rodez teilnahmen, zwei zu 5 Jahren Zwangs= zug ausgelöſcht worden. Am Tatorte wurden
Druckſchrif=
wie in Belgrad die Möglichkeit der Teilnahme an arbeit und die anderen zu 4 Monaten bis 5 Jahren Ge=ten für das Frauenſtimmrecht aufgefunden.
der von Rußland als nächſtes Auskunftsmittel vor= fängnis.
geſchlagenen Beſprechung der Miniſterpräſidenten in
* Konſtantinopel, 21. Juni. Heute nacht brach in Flügel des Laboratoriums der Univerſität iſt durch eine
Petersburg noch offen. Im ungariſchen Abgeordneten= Kaſſim Paſch bei Pera ein Brand aus, der etwa Feuersbrunſt zerſtört worden. Nach ſicheren
An=
hauſe erklärte ſich der Miniſterpräſident Tisza mit Be= vierzig Holzhäuſer einäſcherte.
ſtimmtheit dagegen, daß das Eingreifen von dritter Seite
* Konſtantinopel, 22. Juni. Die kriegsgerichtliche Frauenſtimmrechts.
in die Streitigkeiten innerhalb des Balkanbundes Verhandlung gegen die Mörder Mahmud
Schef=
benutzt werde, um der eingreifenden Macht eine mit kets dauerte bis 1 Uhr früh, dann wurde das Urteil
der Selbſtändigkeit der Balkanſtaaten unvereinbare Schutz: gefällt, das darauf dem Sultan zur Beſtätigung unter= mittag den Führer der radikalen Partei, Zahle, der die
herrſchaft zu ſichern. Gegenwärtig läßt ſich noch nicht breitet wurde. Die Verurteilten werden morgen früh Miniſterliſte vorlegte. Das vom König genehmigte
Ka=
abſehen, ob der Streit unter den Balkanſtaaten durch an verſchiedenen Stellen der Stadt gehängt. Die binett ſetzt ſich folgendermaßen zuſammen:
Miniſter=
ſchiedsrichterliche Vermittlung oder durch Waffengewalt Mörder Nazmi, Hikmet und Abdurrahman ſind noch
entſchieden wird. Das allſeitige Feſthalten der Groß= immer nicht verhaftet. Prinz Sabah Eddin richtete präſident und Juſtizminiſter Zahle, Verteidigungsminiſter
mächte an den Grundlinien der europäiſchen Friedens=geſtern an die Polizei ein Schreiben, in dem er mitteilt, terimiſtiſch, Miniſter für auswärtige Angelegenheiten
politik, zu denen auch die Anerkennung des Selbſt= daß er ſich an einem ſicheren Orte verſteckt halte und Landsthingsabgeordneter Edvard Brandes. Das
Mini=
beſtimmungsrechtes der Balkanſtaaten gehört, hat bisher ruhig den Gang der Unterſuchung verfolge.
günſtig gewirkt und wird, wie wir hoffen, ſich auch
fernerhin bewähren.
Darmſadt, 23. Zim.
gerichts Berlin I verurteilte den Guafen Alfred neter Pfarrer Keiſer=Nielſen. Landwirtſchaft Folkethings=
* Die Betriebseinnahmen der preußiſch=heſſiſchen von Königsmark wegen Zweikampfes mit töd= abgeordneier Bauernhofbeſitzer Kr. Pederſen. Miniſter
Staateiſenbahnen betrugen im Monat Mai 1913 gegen= lichen Waffen zu 6 Monaten Feſtung, ſeinen Duellgegner, des Innern Folkethingsabgeordneter Redakteur Overode.
über dem gleichen Monat des Vorjahres im Perſonen= den Rechtsanwalt Dr. Stamann=Hamburg, zu 3 Monaten Miniſter für die öffentlichen Arbeiten, Handel und
Schiff=
verkehr 5,9 Millionen Mark, gleich 9,25%, im Güterver= Feſtung, den Major a. D. von Geslaf wegen Kartell= fahrt, interimiſtiſch Bankdirektor Haſſina=Jörgenſen.
kehr 3,6 Millionen Mark, gleich 2,79%, insgeſamt mit tragens zu 3 Tagen Feſtung. Das Duell, das unblutig
Einſchluß der Mehreinnahmen aus ſonſtigen Quellen verlief und mit Piſtolen ausgetragen wurde, war die Die Frau auf dem Himalaya.
10 Millionen Mark, gleich 4,94% mehr.
Sz. Prämiierte Hunde. Bei der am Sonntag in
— Köln, 21. Juni. In der vergangenen Nacht 9
Mainz abgehaltenen, mit nahezu 500 Hunden beſchick=drangen zwei vermummte Einbrecher in das Pfarr= in Begleitung ihres Gatten Dr W. Hunter Workman.
ten inkernationalen Hundeausſtellung er=haus von Rieder=Pleis ein und zwangen den 60 JahreViele unbezwungene Himalaya=Gipfel haben dieſe kühnen
hielten folgende Heren für ihre ausgeſtellen Dierealten Pfarrer mit vorgehallenen Revolvern, ihnen 1000Forſcher ſiegesmutig erklommen mit Hilfe der echten
Preiſe: Mitalieder des Vereins der Hundefreunde für Mark Bargeld und die geſamten Schmuckſachen, darunter K
Darmſtadt und Umgebung: Klos für Dachsyunde einen mehrere Kirchengeräte, auszuliefern.
Nummer 144.
Saalburg (Reubh). 21. Jun. Ein
Gewitter=
ſturm zerſtörte geſtern den Wartturm, den Reſt einer
im zehnten Jahrhundert erbauten Burg. Die fallenden
Trümmer vernichteten ein in der Nähe gelegenes Gebäude
der Oberförſterei. Menſchen ſind nicht verunglückt.
Petersburg, 21. Juni. Auf einem Gute im
Gouvernement Poltawa zündeten Bauernburſchen eine
Scheune an, in der ſich 80 fremde Arbeiterinnen
befanden, aus Rache über die unwillkommene Konkurrenz.
Alle ſind verbrannt; die Täter wurden verhaftet.
Wahnſinniger Mörder.
* Bremen, 20. Juni. Das Bösmann=Bureau teilt
er=
gänzend zu der Schreckenstat in der
Marien=
ſchule mit: Im ganzen ſind 15 bis 20 Kinder von
Klaſſe, wo ſechs= und ſiebenjährige Mädchen unterrichtet
wurden, und ſchoß blindlings auf die Kleinen ein. Der
Lehrer Möllmann, welcher die Schüſſe vernommen hatte,
ſtürzte ſich auf den Unhold, klammerte ſich an ihn und
warf ihn zu Boden. Hierbei wurde er von zwei Kugeln
in den Unterleib getroffen. Trotz ſeiner ſchweren
Ver=
letzungen hielt er den Täter ſolange feſt, bis Leute
herbei=
eilten, die den Verbrecher überwältigten. Von den
ver=
letzten Kindern ſind drei geſtorben. Der Zuſtand des
Leh=
rers Möllmann iſt hoffnungslos. Zwei Kinder wurden
ſchwer verletzt und ſchweben in Lebensgefahr zwei davon
* Berlin, 21. Juni. In parlamentariſchen Kreiſen wurden von je zwei Kugeln getroffen, vier Kinder gelten
als mittelſchwer, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt,
während ſechs mit leichteren Weichteil= oder Streifſchüſſen
* Bremen, 21. Juni. Von den bei der Bluttat in der
heranzuziehen. Wie hoch dabei die Sätze genommen katholiſchen Marienſchule ſchwer verletzten Kindern iſt
in=
werden müſſen und in welcher Art die Staffelung er= zwiſchen ein weiteres ſeinen Verletzungen erlegen,
ſo daß alſo bisher vier Kinder geſtorben ſind.
Das Befinden des Lehrers Möllmann gibt immer noch zu
ſchweren Beſorgniſſen Anlaß, er dürfte kaum mit dem
Leben davonkommen. Ebenſo iſt das Befinden der
übri=
gen ſchwerverletzten Kinder ſehr ernſt. Nach einer
Mit=
teilung der Kriminalpolizei ſchoß der Wahnſinnige im
ganzen Z5mal in die Kinderſchar hinein. Ueber die
ärzt=
liche Unterſuchung im Irrenhauſe iſt bis jetzt noch nichts
bekannt.
* Bremen, 21. Juni. Es iſt jetzt feſtgeſtellt, daß der
Mörder, der geſtern vormittag in der katholiſchen Ma=
Behauptung iſt eine glatte Erfindung des Berliner rienſchule in die Klaſſe des Lehrers Möllmann tretend,
Berichterſtatters des „Temps”. Das Wolffſche Bureau in jeder Hand einen Revolver haltend, aus denen etwa
keinerlei Mitteilung erhalten und deshalb natürlich auch wurden, ein Geiſteskranker iſt. Er iſt noch geſtern
abend der Irrenanſtalt Ellen zugeführt worden. Das
* Spandau, 21. Juni. Auf dem hieſigen Güter= Motiv der Tat wird wahrſcheinlich darin erblickt, daß er
mehr als 30 Schüſſe ab. Schon wenige Minuten nach der
Stuttgart, 22. Juni. Der Kaiſer hat dem entſetzlichen Tat waren zahlreiche Aerzte in der Schule
vor ungünſtig. Im Laufe des Nachmittags wurden noch
fünf weitere Mädchen dem Krankenhauſe zugeführt, zwölf
rers Möllmann trat im Laufe des Abends eine leichte
*Bremen, 21. Juni. Das Schulſchiff des Deutſchen Beſſerung ein. Die Aerzte konnten die Kugeln aus ſeinem
Körper entfernen.
Bremen, 21. Juni. Der Mörder macht jetzt einen
volkommen ſtumpfſinnigen Eindruck. Er gibt
keine Antworten, nur wenn man ihm das Wort „Jeſuit”
* Wien, 21. Juni. Der Kaiſer ernannte den zuruſt, ſpringt er erregt auf Den unmittelbaren Anlaß
zu der Tat ſcheint ein Brief ſeiner Schweſter gegeben zu
haben, worin ihm dieſe Mitteilung von ſeiner ſchweren
* Wien, 21. Juni. Geſtern beſchloß die Vertreter= Erkrankung des Vaters macht. Dieſen Brief hat der
Opfer des Sturmes.
* Königsberg, 20. Juni. Wie die Königsberger All=
Die Suffragetten.
* London, 20. Juni. In Solihull bei Birmingham
wird vom „Temps” als unrichtig bezeichnet. Dieſes ſtifterinnen ließen am Tatorte Zettel zurück, in denen ſie
fordern
* Southendon Sea, 21. Juni. Heute früh wurde ein
Anſchlag auf die St. Johanneskirche entdeckt. Ein großer
Haufen Streichhölzer, über dem 30 Patronen ausgebreitet
* St. Andrews (Schottland), 21. Juni. Der öſtliche
zeichen iſt der Brand das Werk von Anhängerinnen des
Das neue Kabinett Dänemarks.
* Kopenhagen, 21. Juni. Der König empfing heute
Folkethingsabgeordneter Munch, Finanzminiſter und,
in=
ſterium des Aeußern iſt noch unbeſetzt, da die für dieſe
auserſehene Perſönlichkeit ſich im Auslande befindet.
H. B. Berlin, 21. Juni. Die 2. Strafkammer des Land= Miniſter für Kirche und Unterricht Folkethingsabgeord.
Folge eines Zuſammenſtoßes auf dem Hamburger Rennen. Keine Frau auf Erden hat jemals ſolche furchtbaren
Bergeshöhen erſtiegen, als wie Frau Bullock Workman
Kola=Paſtillen „Dallkolat”. 1 Schachtel Dallkolat Mk. 1.—
in Apotheken und Drogenhandlungen.
(I,13616
Nummer 144.
Seite 9.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 23. Juni 1913.
verbreitet. Manche Maſchinenſchreiber und Schreiberimen
2
SOMDER-VERKAUf
glauben, es genüge, einige Wochen Unterricht zu nehmen;
andere meinen ſogar, man könne das Schreiben ohne
Dankſagung.
jegliche Anleitung erlernen und freuen ſich ihrer
ſchein=
en RElSE
baren raſchen Fortſchritte, wenn ſie nämlich nach kurzer
Für die aufrichtige Teilnahme an
HANDARBEITEN
Zeit mühſam mit den beiden Zeigefingern einige
unſerem ſchweren Verluſte danken wir
Worte typen können. Solche Maſchinenſchreiber er=
Auf unsere billigen Preise gewähren wir
reichen niemals die höchſte Leiſtungsfähigkeit; werden
von Herzen.
hohe Anforderungen an ſie geſtellt, ſo ſind ſie den ganzen
10% Extra-Rabatt.
Tag hart angeſtrengt, um ihre Arbeit zu bewältigen,
Eberſtadt, 23. Juni 1913. (*1186
MODELLSTücKE weit unter Preis.
während der „richtige Maſchinenſchreiber” in wenig
Licht- und oifenkochechte Materiallen.
O Stunden damit fertig wird, entweder Zeit zur Er=
Antonie Darmstädter
holung hat oder mehr leiſten und deshalb höhere Ge=
Hess. Garainon= und Stielerel Manufatur
und Kinder.
haltsanſprüche ſtellen kann. Nicht weniger wichtig iſt
Ge
die Rückſicht auf die Geſundheit. Anhaltendes Maſchinen=
HENRIEORTUNE
ſchreiben mit nur zwei Fingern wirkt nachteilig auf das
Bleichstr. 1. G. m. b. H. Bleichstr. 1.
Tageslalender.
Nervenſyſtem; es entſtehen krankhafte Zuſtände, denen
durch alle erdenklichen Mittel vergeblich entgegen= Generalverſammlung der Rentenanſtalt a. G. und
EiGENE FABRIKATION.
Lebensverſicherungsbank um 5 Uhr Eliſabethenſtr. 60.
gewirkt wird. — Die „Darmſtädter Sprach= und
Bürgerkeller
Handelsſchule” (Leiter Held und Schneider) läßt Konzerte: Heſſiſcher Hof um 8 Uhr.
Benützen Sie die hierdurch gebotenen Vorteile.
Mee eäen
um 8 Uhr.
Me ee
es ſich angelegen ſein, neben den kaufmänniſchen Fächern
Verſteigerungskalender.
Buchführung uſw. — dem Maſchinenſchreiben nach ihrem
RiCHARD PAULeigenen „Tafelſyſtem” die größte Sorgfalt angedeihen
Dienstag, 24. Juni.
ATELIER FÜR GRABMALKUNSTzu laſſen, wodurch eine große Anzahl tüchtiger Kräfte Moos=Verſteigerung um 10 Uhr im Rathaus zu
herangebildet werden. (Näheres ſiehe heutige Anzeige.)
Pfungſtadt.
Darmstadt, Mühlstr. 50, am Woogsplatz.
Heugras=Verſteigerungen: um 7 Uhr auf der
Aus dem Geſchäftsleben.
Mönchbruchmühle, — um 10 Uhr an der Mönchbruch=
KUnsru. GRABDENKMALE, EIN-
Man ſchreibt uns: „Perfil” das ſelbſtätige
Waſch=
wieſe, — um 3 Uhr in der Braunwartſchen Wirtſchaft
FAsSUNGEn U. S. W. IN AL-LENmittel, lieſt man in großen, weit ſichtbaren Buchſtaben
MATERIALIEN UND PRESLAGEN.
auf einem blendendweißen Sonnenſchirm, welchen ſeit zu Eppertshauſen — um 4 Uhr von der Fürſtenwieſe
bei der Pumpſtation des ſtädtiſchen Waſſerwerks.
einigen Tagen ein weißgekleideter Mann in den Straßen
aussrettund v. gelötieungen v. mo.
Darmſtadts ſpazieren trägt und dadurch die
Aufmerkſam=
öst Lun iMd Schaunasren GRarenärf. a.
keit der Paſſanten auf ſich lenkt. Wer durch dieſe
Daick und Berlag z. e. Pilicſe Seſtuchwruchert.
Reklame veranlaßt wird, einen Verſuch mit dem ſelbſt= Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
(66la)
tätigen Waſchmittel „Perſil” zu machen, wird ſicherlich Reich und Ausland. i. V.: Max Streeſe; für den übrigen
Unterrichtsweſen.
nicht enttäuſcht ſein, denn man hört nur lobende An= redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
Man ſchreibt uns: Der Erfolg jeder gewerblichen erkennungen über dieſes Waſchmittel.
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mittellungen
Tätigkeit iſt auf der Vorausſetzung begründet, daß man
aus der Geſchäftswelt: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
ſich alle erprobten neuen Erfindungen zu eigen macht
Maggi Die durch ihre Suppenartikel bekannte — Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
und bis zur höchſten Leiſtungsfähigkeit zur Anwendung Maggi=Geſellſchaft teilt uns mit, daß der in Zürich aus an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
bringt. Die Schreibmaſchine iſt nun freilich keine dem Leben geſchiedene Mühlen= und Schokolade= Honorarforderungen ſind beizufügen, nachträgliche werden
neue Einrichtung mehr, wohl aber iſt die planmäßige! Induſtrielle Eugen Maggi in keinerlei Beziehungen zu nicht berückſichtigt Unverlangte Manuſkripte werden nicht
und vorteilhafte Benutzung derſelben noch nicht genügend ihr ſtand.
zurückgeſandt.
Haararbeiten sind Vertrauenssache!
bevor Sie eine Arbeit anfertigen laſſen, verlangen Sie Aufklärung über Qualität der Haare. Sämtliche Haare, welche in meinem Spezial=Atelier für
Kunst=
haararbelten verarbeitet werden, ſind von mir ſelbſt präparierte Schnitthaare.
Ernst Köhler, Damenfriseur und Perrückenmacher
22 Ernst-Ludwigstrasse 22.
Kein Laden.
Telephon 1682.
Kein Laden.
(912a
Billige Tapeter
in jeder Preilages
größte Auswahl.
Hausbesitzer erhalten hohen Rabatt.
Dam tur Hander und Maustrie
Wilhelm Ehrhardt
Darmstädter Tapeten-Versandhaus.
Landgraf-Philipp-Anlage 6
Verkaufsstelle: Ernst-Ludwigsplatz 4, am weißen Turm.
und
Telephon 2143.
(12509a
Depositenkasse: Wilhelminenstrasse 14
Aktienkapital u. Reserven: 192 Millionen Mark
Zur bevorstehenden Reisezeit
empfiehlt ihr reichhaltiges Lager in
Strümpfen und Socken
Für die Reisezeit:
gewebt, glatt und durchbrochen, mit Zwickel. gestrickt,
sowie Füßlinge zum Annähen in nur guten Qualitäten
Ausländisches Geld
Philippine Drach
Stahlkammern (Safes) von’5 Mark an für ein Fach
(früher in Firma J. Hachenburger)
I. Etage 3 Kranichsteinerstraße 3 I. Etage
Kreditbriefe ev. für die ganze Welt gültig.
Wenn Auswahlsendungen gewünscht werden, genügt
(13439a
Postkarte.
Feuer- u. diebessichere Aufbewahrung von Wertpapieren
.
Als Krankenpflegerin
und Wertgegenständen aller Art
würde ich mich wohl hüten ein Heilmittel zu empfehlen, von deſſen
Vorzügen und völliger Unſchädlichkeit ich mich nicht zuvor überzeugt
Verwaltung von Wertpapierbeständen — auch Hypotheken —
hätte. Ich habe vielfach Gelegenheit gehabt, zu ſehen und zu hören,
daß die Dunpräparate mit nie verſagendem Erfolg bei offenen Wunden.
Verzinsung von Bardepositen (gegen Einlagebücher)
Katarrhen, Leberleiden, Brandwunden, Rheumatismus, Iſchias=
Lungen= und Rippenfellentzündung, Blinddarm= und Vauchfell,
entzündung u. a. angewandt werden. Mir ſelbſt haben die Dun=
GEEEn
ſalbe und Dunpillen gegen Rheuma und Anſchwellung der Beine
treffliche Dienſte geleiſtet.
Näl
inft an unseren Schaltern.
Schweſter K. Sedlmair.
Darmſtadt, 3. Juni 1910.
Dun-Salbe (1.30), -Pillen (1.30), -Zäpfchen (2.00)
Zu haben in den Apotheken in Darmſtadt, oder durch
Vermitt=
lung der Fabrik Haus Heiß, Darmſtadt, Roßdörferſtraße 22. Pro=
(VII1137
ſpekt koſtenlos und frei!
u. Salbe Sels.2
esin, )
andt.:
rat. Cetacel
Palt=
audl. 31
ſtr. 10
er Fer,
machine
(1e
gerv 6
. Ma.
S
atg
(38
37.
Red. 1a
mur 6.
riso, Gere
rasct 25; 01. Jever Keelb 15₰ Mek. 5.
eühr gesnd. 3. Feb. er. Mtr. 4.
Ealn.
Ainſſetaer Sandblatt
46. Jahrgang
* Beilagen: Der Erzähler, Unterhaltungsblatt (wöchentl. 3mal) Hinaus in die Welt, Beilage für Wandern und 2
Reiſen (im Sommer wöchentlich 1mal)
Schachzeitung (monatlich 1mal)
Der Winterſport (im Winter wöchentlich 1mal)
Literariſche Rundſchau (alle 2—3 wochen)
Spielund Sport (Früh= u. Spätjahr wöchentl. 1mah) ?
Täglich 19800 Exemplare.
* Höchſte Auflage ſämtlicher in Mannheim erſcheinenden Zeitungen. — Don den Großinſerenten aller Branchen ſtändig zur Reklame benützt.
— Mit Dorliebe in den angeſehenen und wohlhabenden Kreiſen der Bevölkerung Mannheims und deſſen Umgebung geleſen. —
eemn e
: Erstklassiges Ankündigungsmittel von unübertroffener Wirksamkeit.
Fürprima Material u. Arbeitbürgt der gute Bufunseser Firma.
Organ für die amtlichen Veröffentlichungen der Stadt Mannheim.
Verkaufspreise: Mk. 80.− 100.−, 120.−, 140.−
* Abonnement monatl. 80 Pf. Inſeratenpreis pro Zeile 30 pf. Reklamen pro Zeile M. 1.20.
Beilagen nach Uebereinkunft. Bei Wiederholungen Rabatt.
Damenmaschinen mit Freilauf Mk. 90.−
; probenummern koſtenlos. Telephon: Expedition Nr. 1659, Redaktion Nr. 983, Derlag Nr. 4.
Grafenstr. 20/22, Lad. im Fürstensaal
Benz & Com
Telephon 1239.
MRu. Rammmskte
Znmmmmmnktäarcatt
Wte
Se
Nummer 144,
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 23. Juni 1913.
Seite 10.
a guch Absolferung eines Kurzus über Schönhetsplege
e Z e
und Massage unter Leitung von Dr. Hirschberg, Spezial-
Mtee
e
öne
Mete
Me
655
arzt in Berlin, sind wir in der Lage, die Schönheitspflege
jüngere Pützun dll im beſſeren Taunusſtr. 45, Manſ., 2 Zim=
Weiblich
Zimmerdienſt bewandert, für täg=mer=Wohnung zu vermieten. Perlauf wissenschaftlicher Grundlage auszuüben. Empfehle meinen
(12524t
Junges Fräulein, welch Schreib=lich 2 Stunden morgens u. einen Monat 15 Mark.=
(13632
separaten
maſchine u. Stenographie (Gabels=ganzen Tag wöchentlich geſucht.
Roßdörferſtr. 63, Seitenbau,
Perſönliche Vorſtellung zwiſchen
berger) erlernt hat, ſucht Anfangs=
2 und 4 Uhr Ohlyſtr. 29, part., freundl. 2 Zimmerwohn. mit all.
Spezial-Salon für Schönheltspflege.
ſtelle. Offert. u. § 11 Exp. (*1156s0 erwünſcht.
(B13638 Zub. per 1. Juli zu verm. (12836t
Wendelſtadtſtr. 49, pt., 2 Zim. noch Kund.
Ede
Behandlung durch
Schneiderin
im Hauſe an
mehr. tucht. Mädch. i. kl. Wohnung ſof. zu verm. (13620a
*1202) Magdalenenſtr. 5, Hth., II. Luche Haushalt. per 1. Juli.
Gesichtsdampfbäder, Handmassage
Jahannette Weißmantel, gewerbsmäßige
elektrische Vibrationsmassage
Erstklassige Modistin Stellenvermittlerin, Karlſtr. 30.(*1
K in Griesheimpneumatische Massage, Roll- und
empf. ſichi. all. vorkom. Putzarbeiten.
Aeues Wohnhaus bei Darmst.
Stäbchen-Massage
Billige Preiſe. Schulſtr. 9, II. (13454a
Männlich
mit 5 Zim. u. Zubehör und groß.
Amerikanische Massage
Fräulein empf. ſich im Ausbeſſ. u.
Grabgart. zu verm. od. zu verkauf.
Anfert. all. Wäſche in u. a. d. Hauſe.
Off. u. R 82 a. d. Erp. (*1029so
Junger Kaufmann
2. Daniel, Blumenthalſtr. 53. (*1183
Spezial-Behandlung
Für ein 14 jähr. Mädchen wird mit ſchöner Handſchrift für einige
Luftkurort.
ingut. Haush. p. 1. Julistell. geſucht. Tage geſucht Schuſtergaſſe 16. (*1195
besondererschönheitsfehler
Schöne Wohnung m. mehreren
wie
Off. u. § 13 an die Exped. (*1170
I. tägl. z. verdienen. Proſp. Zimmern ſchon für Mk. 20.— pro
Mädchen ſucht 2 Std. vorm. u.2—10 Mk. frei. Adressen-Verlag loh. Monat zu vermieten in Klingen=
Mittesser, Pickel, trockene Haut, Falten,
(*1192 H. Schultz, Cöln 155.
(I,10360 berg, wo v. d. Stadt d. Steuerbereits
2 Std. nachm. Laufſtelle
Doppelkinn, Sommersprossen, Leber-
Marthahaus, Stiftſtraße.
bezahlt wird. Off. K. 1862 poſt=
N
: flecken, Nasen- und Gesichtsröte
Hochfeine tirmd lagernd Kliugenberg a. M. (1214a
Zwei gewandte Alleinmädch.
Haarentfernung :: Haarfärben und-Bleichen.
ſuchen Stellen für 1. Juli in Privat=bietet ſtrebſ. Herren und Damen,
Er7
häuſern. Minna Dingeldein, ge=gleich welchen Berufs, ſelbſtändige
Damen-
werbsmäßige Stellenvermittlerin, dauernde Poſition m. 5000 M. jährl.
Eliſabethenſtr. 5, Teleph. 531. (*1210 Eink. Streng ſolid. Unternehmen.
In Mitte der Stadt große, helle * F. Kuler, friseur
anbofe‟
onn?
Branchekenntn. unnötig. Erforderl.
Jung. Reſtaurationsköchin 500 Mk. für Waren. Nur ernſthafte Wbrndtdtt- oder Lagerldame
Wilhelminenplatz 2, an der kath. Kirche
ſucht Stelle. Emma Frank, gewerbs=Selbſtrefl. bitte ſofort. Offert. unter für jedes Geſchäft geeignet, per
Telephon 1466.
(III,13611 ſofort zu vermieten. Gas, elektr.
mäßige Stellenvermittlerin, Karlstr. 31. (13636 § 10 poſtlagernd.
Licht und Kraft vorhanden.
Zuverläſſiger
Gefl. Offerten unter J 21 an
Wer gerne
(11188oms
die Exped. d. Bl.
und
Gebildete, junge lnicht zu junger Mann
viel, gut dabei
zum Beſuch von Privatkundſchat Slle
billig
raucht,
und Inkaſſo zum baldigen Eintritt
Frau
für hieſigen Platz geſucht. Kleine
der wähle
Ferteietnter. 15
Sicherheit erforderlich. Off. unter
meine
Auto=Garage mit großem Hof
Witwe, ſucht gutes Unterkommen § 22 n. die Exp. entgeg. (13628oim per 1. Auguſt zu verm.
vielgekaufte
(13619a
5
(
(
als Geſellſchafterin bei vornehmer,
a
uie
nfe
Holul-Bahnhols-Portier
gleichgeſinnter Dame, am liebſten
G
O Sie finden ſtets große Auswahl
in Darmſtadt oder Umgebung. geg. Gehalt u. Proz. ſof. geſucht.
Gefl. Offerten unter § 29 an dieEs wollen ſich nur ſolche melden, Eliſabethenſtraße 29, I., 2 fein in gebrauchten Damenrädern
Expedition ds. Bl.
Herrenrädern
R.
(13635 die ähnl. Stell. ſchon begleit. haben. möbl. 2 Wohn=u. Schlafz. (12884oms
Knabenrädern
Hotel Hans Christ, Rheinſtr. 47. (13631gi
Kaſinoſtr. 11, Metzgerei, möbl. zu ſtaunend billigen Preiſen bei
Jg. Frau ſ. Laden zu reinigen
Zimmer zu vermieten. (11810oms
A
od. geht nachm. auch in Laufdienſt.
Grafenstr. 20/22
oäg
Hausbursche
Karlſtraße 73, 2. St., Hths. (*1188
Benz & C0., (Laden 1. Fürstensaal)
Inselsu. 38, I. Stock
A
Telephon 1239. (11191a
für dauernd geſucht. Kräftiger, hübſch möbl. Wohn= u. Schlafz., mit
Männlich
ſolider Mann, der ſchon in einer od. ohnePenſ. Anzuſ.b. 2 Uhr. (12693a
D
Möbelfabrik gearbeitet hat, erhält Mühlſtr. 76, III., Ecke Nied.=
Raſenmäher
d. Vorzug. Gg. Ehrhardt & Söhne,
(13600oi Ramſtädterſtr., hübſch möbl. Zimm. werden geſchliffen und repariert
Feldbergſtraße 36.
I
Kaufmann
m. ſep. Eing. p. 1. Juli z. v. (27620ms
unter Garantie (12753a
977
N.=Ramſtädterſtr. 31, I.I., ſch.m. L. Röth, Eliſabethenſtraße 22.
Tapezier=Lehrling geſucht
(verheir.)
O
Zim. m. Schreibt. u. m. Penſ. (*975fso
Friedrich Eigenbrodt
ſucht Stellung als Reiſender oder
Ze
Herdweg 18. (B13201 Wilhelmſtraße 2, 2. St., gut
Un.
Expedient, evtl. auch als Buchhalter.
möbliertes Zimmer zu vermieten.
Brauerei oder Manufakturwaren=
Einzuſehen mittags von 2—5
Branche ꝛc. bevorzugt. Mit dem
Gläiasads Studentenkorporation
Uhr.
Unfall=, Krankenkaſſen= und In=
O
validenverſicherungsweſen, ſowie Infeinem Hauſe 6 Zim.=Etage, je Karlſtr. 63, III., ein großes,ſucht geeignete Kneipräume oder
Lohnberechnung auch vertraut. Ein=ſelbſtändige 3 Zimmer=Wohnung, gut möbl. Zim. zu verm. (B12299t kleines Haus. Offerten u. R 61
Stück 8 Pfg.
tritt kann am 1. Juli l. Js. erfol=für 2 Herren zu vermieten. Näh
Waldſtr. 23, I., I., freundl. möbl. an die Expedition ds. Bl. (*947fod
100 Stück
gen. ff. Zeugn. zur Verfügung. Off. in der Expedition ds. Bl. (13624a Zimmer mit od. ohne Penſion per Tuche in Darmſtadt od. nächſter
unt. R 58 a. d. Exped. (13445fso
20
1. Juli zu vermieten. Zu erfragen Umgeb. kl. Wohnhaus mit
7.50
Jg. Mann, welcher über freie
parterre.
(12450t Gart. u. etw. Stallg. per 1. Okt. zu
Kleueselstr. 35
Zeit verfügt, ſucht Nebenverd. mit
Saalbauſtr. 16, möbl. Zimmer mieten, ſpät. Kauf n. ausgeſchl. Off.
ſchriftl. Arb. o. dgl. Off. u. I. M. 481 Parterre=Wohnung, 6 Zimmer u.
(12491t unt. § 16 an die Exp. (*1176om
hauptpoſtlagernd hier. (13592a 2 Entreſol, im Preiſe von Mk. zu vermieten.
Wenckſtraße 34 freundl. möbl. Ein kunſtphotogr. Inſtitut ſucht
900.— per ſofort zu vermieten. —
Hochbautechniker
zum 1. Oktober ein neuzeitlich
Irluch
Dieſelbe eignet ſich auch für Bureau=Wohn= u. Schlafzimmer m. Gas,
Abſolvent einer Baugewerkſchule,
25 Jahre alt, gedient, z. Zt. in zwecke. Zu erfr. im 1. St. (12727oms Schreibt. u. ev. Klav. zu v. (13366aeingerichtetes Haus von 12—14
Zimmern. Balkon und Garten
Elisabethen-
ungekündigter Stellung, mit Er=
Stiftſtr. 89, 1. St., ſehr ſchön erwünſcht, vorderes
Johannes=
fahrung auf Büro und Bauſtelle,
möbl. Wohn.=u. Schlafz. m. Schreibt., viertel bevorzugt.
strasse 26
1208
ZGas, ſev. Eing. zu vermiet. (13452a Offerten mit Preis unter § 28
wünſcht ſich zu verändern p. 1. Juli,
vis-ä-vis
a. liebſt. Baugeſchäft o. Architektur=
Mollerstrasse 9
Luiſenſtr. 32, II., b. Gg. Wedel, an die Exped. ds. Bl.
Rest. Fink.
einf.mbl. Z. n. d. Str. m. P. z. v. (13453ag
bureau. Off. unter § 24 an die 1. Stock eine 5 Zimmer=Wohnung,
Expedition.
Kon Familie (4 erw. Perſ.) wird
(*1199oms Fremdenzimmer, Mädchenkammer, Nieder-Ramstädterstr. 31, Hth., II., 1 zum 1. Okt. d. J. in ruhiger Kohlen, Holz und Briketts
Gas u. Veranda, nebſt Zubeh. pernahe Kapellpl., möbl. Z. bill. (*1064so Lage Darmſtadts eine 6 Zim.=It empfiehlt ins Haus geliefert
Ofe Stellen
1. Juli zu vermieten. (13290t Heidelbergerſtr. 89, II., ſchön Wohn. geſucht. Wenn möglich IIVs96é) J. Müller, Kiesſtr. 20.
möbl. Zimmer zu verm. (13473a mit etwas Garten.
(136010ms
Weiblich
Bismarckstr. 80
Offerten unter N. A. 2039 an
Aelterer Herr in ſich. Stellung
für Gärten ꝛc., 50 kg
kann Zimmer haben b. allein= die Annoncen=Expedition Jofef Hilberkies 1 Mk.
(13327a
Schöne 5 Zimmerwohnung im
Angeh. Verkäuferin p. ſof. gef.
Vorzuſt. Dienstag von 12—1 Uhr.2. Stock mit Bad u. ſämtl. Zubeh.ſtehend. Frau Nähe Hauptbahnhof. Adolf Schmitt, Bingen a. Rh.
C. Mion,
Sensfelderweg 1. Telephon 505.
Alfred Fränkel, Command.-Ges., per 1 Juli zu vermieten. Preis Off. u. R 66 a. d. Exp. (*965som
Ludwigſtr. 6. (13834 Mk. 900.—. Zu erfr. im 1. Stock, Friedrichſtraße 22, pt., 2 fein
Kinderloses Ehepaar
einzuſ. von 10—12 Uhr vorm. und möbl. Wohn= u. Schlafz. per 1. Juli
Frauen und Mädchen
von 2—4 Uhr nachm.
(13304tev. 15. Juli zu vermieten. (13502t
ſucht per 1. Oktob. moderne
ſucht
(*1205
3 Zimmerwohn. nach Oſten
Gärtnerei, Arheilgerſtr. 132.
Schuchardſtr. 11, II., ſchönmbl.
EderTaterder
ſep. Z. per 1 Juli, 16 M. mtl. (*1091s0 mit Baderaum, Speiſekam.,
1 Zimmer
Küche, Manſ., Keller, elektr.
Laufmadchen
Dem feinſten Gaumen und
1—2 gut möbl. Zimmer mit Licht, Gas, in neuerem, ruh.
für tagsüber per ſofort geſucht. Inſelſtr. 43, 1. St., ſchöne mod. Penſion ſofort zu verm.
Moſer=
den größten Anſprüchen ge=
Hauſe und guter Lage, wo=
Näheres Expedition. (*1004so 4 Zimmerwohn. mit Bad u. reich=ſtraße 5, Weidig.
(B4764omf
nügend.
mögl. 2. od. 3. Etage, ohne
Ich ſuche z. 1. Juli cr. 1 g. empf. lichem Zubeh. zum 1. Okt. zu vm.) Karlſtr. 23, I., 1 möbl. Zim.
Verbürgt das Beſte, was
Ueberwohner, im Preiſe von
Mädchen für Küche und Haus. Näh. Steinſtr. 10, 1. St. (13623ms ſof. od. ſp. an Herrn od. Frl. (18621g
geboten werden kann.
600—700 Mk. Offerten mit
Vermittlung erwünſcht.
Ernſt=
genauer Angabe unter § 27
Gartenſtr. 18, I., g. möbl. Zim.
In Originalflaſchen. Preis
Ludwigſtraße 10, II.
(12425a
an die Exp. ds. Bl. (*1206oi
3 Zimmer
mit Schreibtiſch ſof. zu vm. (*1190
ohne Glas.
Suche Mädchen, weiche kochen
Karlſtr. 58, 1. Et., frdl. möbl. Z. m.
können, in f. Herrſchaftsh., einige
Karlstrasse 34
o.oh. Penſ. a. j. Kfm. o. Beamt. (13622a
Vorlauf Jafſa
einf. Haus= u. Küchenmädch. f. Kur=ſchöne 3 Zimmerwohn. mit allem
Seſam=Oel
orte, nettes ſaub. Mädch. zum An= Zubehör, neuzeitlich eingerichtet,
Setersalenichense Franäber 3-4Zimmerwohnung
Flaſche Mk. 1.35
lernen inein Metzgergeſch. Frau Berta in ſämtlichen Zimmern Linoleum,nimmt gegen freie Wohnung
Nebling, gewerbsmäßige Stellenver= zu vermieten.
½ Flaſche Mk. 0.70
(11189oms Hausarbeit bei älterem Herrn. mit Bad, elektr. Licht und Stallung
mittlerin, Ludwigſtr. 8. (*1182oim
Gefl. Offerten unter R 90 an die für 1 Pferd. per 1. Auguſt geſucht
Soderſtr. 34, II. Stock, ſchöne,Expedition ds. Bl.
für ſofort 1 ſauberes große 3 Zim.=Wohn. per 1. Juli,
(*1053so in guter Lage der Stadt, Südvier=
Vorlauf Ruſisque
Gesucht fleiß. Mädchen 4—5 Preis 410 Mk. jährlich.
Nähere=
tel bevorzugt. Gefl. Angebote unt.
gres
Erdnuß=Oel
Stunden vormittags. Zu ſprechen Riedlingerſtr. 21, part.
Frl. in den 20er Jahr., m. einig. § 18 an die Expedition des Blattes
(12
zwiſch. 11 bis 1 Uhr mitt.
Dieburger=
zttauſ. Mk. Verm., w. d. Bekanntſch.erbeten.
¼1 Literflaſche Mk. 1.80
(13610t
eines Herrn in ſich. Stell. zw. ſp.
ſtraße 32, Hth., 1. St., rechts. (*1174oi
Literflaſche Mk. 0.95
Eliſabethenſtr. 29, Htb.
Heirat. Off. u. R 76 Exp. (*1003so
Fräulein ſucht einfach möbliert.
¼ Literflaſche Mk. 0.50
ein beſch. ält. Mädch. ſch. 3 Zim. Näh. Lad. (13488oms
7) Zimmer ohne Kaffee, Nähe
Gesucht m. gut. Zeugn. z. zwei
Roßdörferſtr. Off. m. Pr. unter
älteren Damen, g. Beh. u. g. Lohn.
Wienersſtr. 68/523 Z.=Mahn.,ee
(13268a
Off. u. § 12 an die Exped (*1167 Vdh., ſofort zu vermieten. (*1113so
§ 20 an die Exp. d. Bl.
(*189
Oliven=Gel
Gewiſſenh. Klavierlehrerin n. Sol. Frl. ſ. einf. frdl. möbl. Zim. bei
Erfahrene und jüngere Allein= Aliceſtr. 26, hochpart., ſchöne
von neuer Ernte, gar. rein
noch ſtrebſ. Schül. an, mon. 6 M. 9 beſſ. Dame od. ruh. Familie. Off.
mädchen finden gute und paſſende 3 Zimmer=Wohn. mit prächt. Balkon Gefl. Off. u. § 15 a. d. Exp. (*1171om unt. § 23 an die Exv.
Liter Mk. 2.80
Stellen. Emma Frank, gewerbs= ab 1. Auguſt zu vermieten. (13625t
(*1197
mäßige Stellenvermittlerin, Karl= Grafenſtraße 16, Seitenbau,
Sohä
Gyinhasiasten
EP
ſtraße 31.,
Reformgesenäft, Arista‟
(13637/3 Zimmerwohnung zu v. (*1204erteilt erfahrener älterer Kandidat
Heit
Geſundheitliche Nahrungs=
G
Nachhilfe im Hauſe zu mäßigem ſucht zum 1. Juli cr. gut möbliert.
und Genußmittel,
Jungerer Baufeenniker Preiſe.
Förderung ſchwacher Zimmer. ev. m. Penſion, in ruhiger Anton Braunwarth,
Schüler und Repetition bis über Lage. Offerten mit Preisangabe
zum baldigen Eintritt geſucht. Bewerbungsgeſuche mit Lebenslauf die Ferien. Offerten unter § 26unt. A. N. 245 an Rudolf Mosse.
Ernſt=Ludwigſtraße 3.
und Zeugnisabſchriften an Militär-Neubanamt Diedenhofen.
(13613 an die Exped.
(*1201omf Magdeburg.
(I, 13609
Z e
Nummer 144.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 23. Juni 1913.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Grofßh. Polizeiamts Darmſtadt.
Weißbinder=Arbeiten.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
Angehautes 3-4 Zimmer- und
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be= Das Ausweißen von Lehrſälen
Wägmn
finden ſich: 1 deutſche Dogge, 1 ſchottiſcher Schäferhund, 1 Spitzhund,in den ſtädtiſchen Schulgebäuden
183 Zimmerhaus
Dachshund. 1 deutſcher Schäferhund (zugelaufen). Die Hunde und verſchiedener Zimmer in dem mit Zubehör und etwas Hofraum in geſunder, ſüdlicher Höhenlage,
können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Pfründnerhauſe ſoll vergeben
wer=
unmittelbar an der elektriſchen Straßenbahn und in nächſter Nähe
Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden den.
Werktag, vorm. um 10 Uhr, ſtatt.
Bedingungen liegen bei demdes Waldes, vor vier Jahren gut erbaut, zum Preiſe von 35500 Mk.
413618
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
zu verkaufen.
Bekanntmachung.
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Gute Kapitalanlage. Auskunft durch Architekt Gg. Kugel,
Angebote ſind bis
Die Gehöftſperre Hermannſtraße 41 iſt aufgehoben.
Wittmannſtraße 4.
Samstag, 28. Jnni 1913,
Darmſtadt, den 19. Juni 1913.
(B13202
(13629
vormittags 10 Uhr,
Großherzogliches Polizeiamt.
Küchentiſch und awei Stühle, (Eiliale (Ladengeſchäft) irgend
einzureichen.
(13573so
A Vorſtellbrett u. Ablaufbrett, welcher Art für Darmſtadt zu
Gennes.
Darmſtadt, 20. Juni 1913.
ſehr gut erhalt., für 20 Mk., 1 acht=übernehmen geſucht. Offert. unt.
Stadtbauamt.
eckiger, eingelegter Tiſch, faſt neu,§ 19 an die Exp.
(*1177
Buxbaum.
für 15 Mark zu verkaufen. Viktoria=
Lissaboner alte und neue
ſtraße 73, parterre.
(*1165
Glaskeiniger-Irbeien.
Die Reinigung von Fenſter=
Wegzugshalber
Stadtanleihen.
flächen in ſtädtiſchen Gebäuden guterh. bill. Möbel, vollſt. Bett 18 M.,
ſoll vergeben werden.
1tür. u. 2. tür. Kleiderſchr. 10 u. 19 Mk.,
Die am 1. Juli 1913 fälligen Coupons und verlosten Stücke
Bedingungen liegen bei dem Waſchk. 10 Mark, 1 groß.
Spiegel=
obiger Anleihen werden
(IV,13627
Verkauf.
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße Beſſungerſtraße 34
*1187
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
vom Verfalltage ab
Die Beſitzung des Herrn
Angebote ſind bis
Sanitätsrat Dr. Maurers
eingelöst bei der
Dienstag, 1. Juli 1913,
Steinſtr. 32 hier, beſtehend aus
vormittags 10 Uhr,
einem ſoliden, gut gepflegten
Bank für Handel und Industrie in Darmstadt einzureichen.
(13574so
Wir zahlen 3ſtöckigen, auch zum Allein=
Darmſtadt, 21. Juni 1913.
bewohnen geeigneten Hauſe,
Bank für Handel und Industrie in Berlin
die höchſten Preiſe
Stadtbauamt.
von je 5 Zimmern, Küche, Balkons
Buxbaum.
Filiale der Bank für Handel und Industrie
für alt. Eiſen u. Metalle, Papier=und einem großen, ſelten ſchön
abfälle, Geſchäftsbüch. u. Akten,angelegten u. gepflegten Garten,
in Frankfurt a. M.
Konkursverfahren. unt. Garantie des Einſtampfens,wird zu änßerſt günſtigen Be=
Ueber das Vermögen der Darm=
: Alle Aufträge werden nur dingungen dem Verkauf aus=
Ssſtädter Eiſengieſterei, Maſchinen=im Hauſe abgeholt und finden geſetzt. Gas und elektriſches Licht
(9432avorhanden. Parterre und I. Etage
Die beeidigten und öffentlich angeſtellten fabrik und Mühlenbauanſtalt,prompteſte Erledigung.
ſind durch eine Wendeltreppe
Geſellſchaft mit beſchränkter Haf=
M. Löb & Co.,
verbunden. Der
Geſamtflächen=
tung in Darmſtadt, wird heute,
de
am 19. Juni 1913, vormittags10 Uhr,Liebigſtr. 30. Telephon 479gehalt des Anweſens beträgt zirka
das Konkursverfahren eröffnet, da
(13413a
1700 qm.
Altes Gold
DauserrebſorenZahlungsunfähtgkeit eingetreten iſt
Weiteren Aufſchluß bei Sebaſtian
und der Geſchäftsführer, Alexander Brillanten, Platin, Silber kauft Eckler, Rheinſtr. 9, Telephon 243.
Carl Weygandt, Eichbergſtraße 11
(12271a
Geppert in Darmſtadt, die Eröff=zum höchſten Wert
2
Kurtz, Juwelenhandlung,
Verkauf.
nung des Verfahrens beantragt
Georg Bertele, Wilbelminenſtraße 8
Shat.
Pädagogſtraße 2. Telephon 1202. Das Haus zum Alleinbewohnen,
Der Rechtsanwalt Amend in
aponaeg
Wilhelmſtraße Nr. 12, ent=
Wilbelm Siedersleben, Rbeinſtraße 6
Darmſtadt wird zum Konkursver=! H. Lemier, Obhrpagst 15. haltend 5 große u. 4 kl. Zimmer,
empfeblen ſich zu allen in ihr Jach ſchlagenden Arbeiten wiewalter ernannt.
Zahle die höchſten Preiſe fürl Bad, Küche und Waſchküche, mit
Konkursforderungen ſind biszum getragene Herren= u. Damenkl., Vor= u. Hintergarten — Geſamt=
12. Juli 1913 bei dem Gerichte Schuhe, Stiefel, Zahngebiſſe. fläche 457 qm — wird zum Preiſe
Beviſionen, Gutachten uſW. anzumelden.
Poſtkarte genügt.
(*1198oim von 30000 Mark verkauft. Näh.
Es wird zur Beſchlußfaſſung M. Lemler, Obergaſſe 15.Aufſchluß nur bei Sebastian Eckler,
Gsssesssssssgggsssüber die Beibehaltung des ung
Rheinſtraße 9. Tel. 248. (12705s
nannten oder die Wahl eines ande= Für aites Eisen, alte Metalle,- 677
ren Verwalters, ſowie über die
Beſtellung eines Gläubigeraus=Papierabfälle aller Art, Ge-
Zu verkaufen
ſchuſſes und eintretenden Falls schäftspap. Bücher u. Akten Haus zum Alleinbewohnen a. d.
über die in § 132 der Konkurs=
Zannsplakis
ordnung bezeichneten Gegenſtände unter Garantie des Einſtampfens Mathildenhöhe, enthaltend große
und zur Prüfung der angemel=zahleſtets die höchſt. Preiſe. 7915a Diele, 9 Zimmer, 2 Balkons und
alles Zubehör ſowie ſchönen Garten.
deten Forderungen auf (13617
O. B. Weber, Dentist
Näh. in der Expedition. (*1135om
Lippmann May,
Samstag, den 19. Inli 1913,
vormittags 10 Uhr.
bisheriger Aſſiſtent bei Zahnarzt Dr. Schlapp.
Tel. 157. Kl. Ochſengaſſe 14. Haus zum Alleinbewohnen
vor dem unterzeichneten Gerichte, Aufträge werd. jederz. prompterled. evtl. Zweifamilienhaus m. ſchönem
Wilhelminenſtraße 29.
(9469a
Zimmer Nr. 104, Termin anbe=
Obſtgarten, nächſt Orangeriegarten,
raumt.
Sprechst.: vorm. 9—1, nachm. 2—6, Sonntags 9—1 vorm.
zu verkaufen. Preis Mk. 16000.
lei wil mein
Allen Perſonen, welche eine zur
Offerten unter § 25 an die
Konkursmaſſe gehörige Sache in
Exped. ds. Bl.
(13630om
Beſit haben oder zur Konkursmaſſe) Geld Richt auf
etwas ſchuldig ſind, wird
aufgege=
eiseheinseraffs
ben, nichts an den Gemeinſchuld=
Heimneielstrabe
die Strasse
ner zu verabfolgen oder zu leiſten,
auch die Verpflichtung auferlegt,
(Nähe des Riegerplatzes)
von dem Beſitze der Sache und von
4X4 Zimmerhaus mit Vor= u.
schmeissen!
den Forderungen, für welche ſie aus
Hintergarten, Veranda ꝛc.
Ver=
der Sache abgeſonderte Befriedig= Meine getr. Herren= u. Damenkl., hältniſſe halber ſehr billig zu
ung in Anſpruch nehmen, dem Kon=Schuhe, Gold, Silber, Bettfedern, verkaufen. Nähere Auskunft durch
kursverwalter bis zum 12. Juli Zahngebiſſe verkaufe ich nur bei die Firma Julius Kahn, Schul=
Kletzewski. 29 Schloßgaſſe 29.ſtraße 15, Tel. 135. (IV,13216,3
1913 Anzeige zu machen.
beſſiche Poſt
(*118soi
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I. Poſtkarte genügt.
und
Eberstädter
Verdingung.
Caſſeler Stadtanzeiger
Villenkolonie
Die für die Dauer der Schieß=
(Heſſiſche Morgenzeitung)
übung vom 12. Juli bis 1. Auguſt
Ludwigshöhe
1913 auf dem Tr.=Ueb.=Pl. Darm=Ich kaufe
Amtlicher Anzeiger für d. Stadtkreis Caſſel
ſtadt erforderlichen Küchenbedürf=
Villen u. Baugelände
31. Jahrgang.
niſſe ausſchl. Fleiſch= und Wurſt=getr. Herren= u. Damen=Kleider, in ſchönſter Lage, direkt an der
waren, ſowie die Küchenabfälleauch Stiefel, Bettfedern, Gold,Darmſtädter Chauſſee, in jeder
Verbreifetſte und meiſigeleſene
ſollen vergeben werden. Schrift=Silberꝛc. Zahle Ihnen ſtets kon= Größe u. Preislagebeiſehr günſtigen
liche und verſiegelte Angebote mit kurrenzl. Preiſe. Der erſte Verkauf Zahlungsbedingungen.
(B9457
Morgenzeitung. — Verbreitungsgebiet: Caſſel,
der Aufſchrift: „Lieſerung von überzeugt Sie. Poſtkarte genügt.
Peter Müller, Architekt,
Heſſen=Naſſau (nördlicher und mittlerer Teil),
Küchenbedürfniſſen” verſehen ſind Max Schnitzer, Schloßgaſſe 33.Darmstadk, Schießhausſtr. 53, Tel. 54
Waldeck und die angrenzenden Gebiete.
(13026a
bis zum 27. Juni 1913, 9 Uhr Telephon 2097.
0).
Men
vorm., an die unterzeichnete Küchen=
31½ unter Täxe
verwaltung einzuſenden.
Auflage 25000 Exempl.
iſt ein neuzeitliches maſſiv. Haus
Die Bedingungen können einge=
(im Sommer weniger).
Gedrdg. SticlClim Johannesviertel mit ſchönem
ſehen werden, bezw. ſind daſelbſt
Garten zu verkaufen. Anfr. unt.
(13662oi
erhältlich.
oit
Fauft. (*1172oimW 4 an die Exp.
tar
(12892a
Bei weitem ſtäekſter Poſtverſand
Küchenverwaltung der II. Ab=Offerten unter § 14 an die Exp.
Herrenwäsche-, Hüte- u. Mützengesch.
von ſämtlichen Blättern in der Gegend!
teilung Feldart.=Regts. Nr. 61.Handkoffer, gebraucht, gut erh.,zu verk. Erforderl. 3000 Mk. Heinrich
Jederzeit Dilnger und Pfuhl
zu kaufen geſucht. Off. unt.Mohr, Grafenſtr. 23½
(1360ods
s 21 an die Exp.
(*1193
in Einzelfuhren abzugeben.
12
Inſertions=Drgan erſten Nanges
(5
Preis der Einſpännerfuhre 6 Mk.
Mene
B
— Kaufe =
Inſeratenzeile 25, Reklamezeile 60 Pfg.
. Zweiſpännerfuhre 10 Mk.
Au. bergeben. Gef
„ pro Faß Pfuhl . . . 20 Pfg.
7mal wöchentlich erſcheinend. Ab.=Preis 1.65 M.
Darlehen Offerten u. R 64
gerragene
Schlachthof.
12546a)
an die Expedition ds. Bl. (*959fom
Polhphon (Muſtkautomah) mit
1 35 Platten wegen Platzmangel
Kleider”
Wer
zu verkaufen, gefoſtet 250 Mark,
III.
jetzt 75 Mark. Viktoriaſtraße 73, Uniformen aller Art, Stiefel,
parterre.
Faſt noch neues Beit billig
(*1166 Wäſche, Bettfedern, alte Waffen, beteiligt ſich an ſolidem Unter=
(1Haare
8 zu verkaufen
Zahngebiſſe uſw. (13598a nehmen in nächſter Umgegendmit
Plüſchgarnitur (Vordo), Sofa,
bis zu 10 000 Mk. bei 7 pCt. Zinſ. ?
6 Stühle, 2 Seſſel, großer
Sandbergſtraße 61, 2. St. (ausgekämmte und abgeſchnittene,
Aäntflogen gelb. Kanarienvogel. kauft fortwährend zu den höchſtenlovaler Goldſpiegel und guterhalt. Obstfeld, Kl. Bachgaſſe 5Einlage kann nach und nach er=
EEr
(*1207Teleph. 2085. — Poſtkarte gen. folgen. Offerten vermittelt unter
(13226a Schulbank zu verkaufen.
Abzugeben geg. hohe Belohn. Preiſen
(*1179
Soderſtraße 55, I.— Komme auch auswärts. § 17 die Exp.
*1169) Pankratiusſtr. 4, 1. St. 1G. Kanzler, Friſeur, Marktſtr. 3.
n
Geree
e
Leiter: Emil Held, beeid. Bücher-Revisor
Darmstädter Sprach- und Handeisschule hieron. schneider, Bücher-Rerisor.
(12726a
10 Luisenstrasse 10. —
Beginn neuer Kurse: Dienstag, den 1. Juli.
Buchführung und alle kaufmännischen Fächer,
Haare
Achtung!
Stenographie nach Gabelsberger,
Maschinenschreiben nach eigenem Tafelsystem,
ausgekämmte und abgeſchnittene
Ich zahle nur für beſſere getrag.
Fremde Sprachen, besonders Korrespondenz.
kauft fortwährend zu den höchſten
Herren=Anzüge bis 20 M., kaufe
(7846a
Getr. Klassen für Fortbildungsschüler mit Befreiung vom oblig. Unterricht.
Preiſen
auch Schuhe und Stiefel. Offert.
Friedrich Tillmann,
erbeten für Donnerstag an die
Eliſabethenſtraße 21.
Spp. d. Bl. unt. R 78. (*1015soi
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 23. Juni 1913.
Seite 12.
e
8
Se
zögern wir noch, uns des ganzen Balaſtes von Kleidung weiße Knötchen zeigen, die ſich alsbald in Champignons
ein rosiges, jugendfrisches Antlitz und einen zarten,
zu entledigen?
biendend schönen Teint. Ailes Gias erzengt die echte
8
ackangd-Jee
nicht ſchon lange auf den Gedanken gekommen iſt, die ſer die Bodenſchicht durchdringen muß, niemals aber in
die beste Lilienmilchseife von Bergmann & Co, Radebeul. à St. 50 Pfg
ziehen und das Tragen von allen, eben entbehrlichen Klei= Beete ſind nur bei Trockenheit zu gießen, und da die Lauf=
Stimmen aus dem Publikum.
dern einfach verbietet! Die Steuerfrage wäre ſofort ge= bretter die Beete gegen Sonnenbeſtrahlung vollkommen
löſt. Wäre es nicht ein idealer Zuſtand, wenn unſere ſchützen, dürfte ein ein= oder höchſtens zweimaliges Gie=
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift überni
imt, die Redaktiot.
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund de
Avſ. vdes Frauen ſich nicht mehr zu ärgern brauchten, daß „Die An= ßen in der Woche genügen. Vorteilhaft iſt es für die
Kul=
es in volm Umfange der Einſender verantwortlich.)
Preſgeſe
dere” ein beſſeres Kleid an hat? Alſo ein gut Stück der tur, wenn die Temperatur des Gewächshauſes 20 Grad
Zur Beſoldungsreform.
Bei den desfallſigen ſchon jahrelang dauernden Ver= Jahreszeit könnten dann noch Pulswärmer geſtattet wer= iſt Sorgfalt auf das Abnehmen der Pilze zu verwenden,
handlungen pflegten bisher ſtets, bezw. mit großer Vor= den, das genügt vollkommen.”
liebe, analoge preußiſche Verhältniſſe zum Vergleiche
herangezogen zu werden. Wäre es denn nicht angezeigt,
und gerechtfertigt, in obigem Betreff auch und zwar vor=
Landwirtſchaftliches.
zugsweiſe nach den in Süddeutſchland (Baden,
Würtem=
berg, Bayern), beſtehenden Einrichtungen ſich zu richten?
Champignonzucht in den Gängen der Gewächshäuſer
Ohne Zweifel dürften bei Feſtſetzung der Bezüge für
Von Curt Schüler.
heſſiſche Beamten und Lehrer nicht preußiſche Verhält=
Die Zucht des Champignons wird von
Herrſchafts=
niſſe zugrunde gelegt werden. Es wäre jedenfalls
gärtnern im Winter und zeitigen Frühjahr oft gar nicht
von Intereſſe, wenn die neuerdings in den Zeitungen betrieben, da es angeblich an Raum für dieſe Kultur Städtiſches Hallenſchwimmbad,
Mühl=
veröffentlichten Vergleichsbiberſichten über Bezüge
heſſi=
mangelt. Beſondere Keller zur Champignonzucht werden
ſcher und preußiſcher Beamten in der angedeuteten Rich= von der Herrſchaft zur Zucht nicht bewilligt, und der Raum
tung vervollſtändigt werden könnten.
T. 1 unter den Pflanzenſtellagen wird zum Aufbewahren von
Herren ohne Hut!
Dahlienknollen und Blumentöpfen, ſowie anderen Zwecken Kunſthalle am Rheintor, geöffnet Werktags von
Die in Berlin gegründete „Geſellſchaft für Reform der benützt. Trotzdem iſt aber in jedem Gewächshauſe ge= 11—4 und Sonntags von 10—4 Uhr.
Männertracht” macht in den Tageszeitungen den Vor= nügend Raum zur Champignonzucht vorhanden wenn man
ſchlag und Propaganda ohne Hut zu gehen! und begrün= die Gänge in den Häuſern dazu verwendet. Zum Zwecke
det dieſen Vorſchlag hiermit, ſich hygieniſch zu kleiden und der Anlage werden in den Gängen der Häuſer etwa 40
alles Ueberflüſſige abzulegen.
Zentimeter tiefe Gräben ausgeworfen, die Breite der Grä=
Mit dieſer Reformverirrung der Männertracht wird ben richtet ſich nach der Breite der Gänge. Die Gräben
die Geſellſchaft wenig Glück haben, denn die hier bereits werden alsdann in ihrer ganzen Tiefe ringsherum mit
vereinzelt auftretenden hutloſen Herren (meiſtens jugend= Mauerziegeln eingefaßt. In Abſtänden von 3—4 Metern
lichen Alters) fördern ihre gute Sache abſolut nicht ſon= werden die Grabenſeiten durch Querwände verbunden.
dern erſcheinen in der Geſellſchaft bis jetzt als abſchrecken=i Dieſe Querwände ſind notwendig, damit die Bretter,
wo=
des Beiſpiel und werden wie ſo viele Geſchmackloſigkeiten mit die Gräben nach der Fertigſtellung zugedeckt werden,
mit der Zeit ſtillſchweigend wieder verſchwinden.
genügend Auflage haben. Bei der Anlage der Cham=
Der Leſer möge ſich ſelbſt ein Bild machen, welche pignonbeete werden die Gräben lagenweiſe zirka 25 Zenti=
Komik darin liegt, wenn alles ohne Kopfbedeckung durch=meter hoch mit vorbereitetem Dünger”) gefüllt und jede
einander läuft und jedermann barhäuptig ſeinen Geſchäf= Lage ſorgfältig feſtgetreten. Iſt der Dünger in den
Grä=
ten nachgeht. Welch eine Geſchmackloſigkeit, wenn bei ben warm geworden, lege man die Champignonbrut. Die
feſtlichen Veranſtaltungen, Konzerten, Trauerfeierlich= Wärme der Beete muß jedoch mindeſtens 20 Grad Celſius
keiten die Herren im ſchwarzen Gehrock ohne Hut er= betragen und darf 35 Grad Celſius nicht überſteigen, Beim
ſcheinen wollen, oder wenn die Miniſter in der gleichen Legen der Brut pflanzt man die eigroßen Brutſtücke 3—4
Weiſe zur Audienz gingen. Jedermann müßte doch hier
Zentimeter tief in Entfernungen von zirka 25 Zentimeter
ſofort das Unkomplette des Anzugs beantanden und um in den Dung und klopft alsdann die locker gemachte Stelle
den unbedeckten Schädel mit der übrigen Kleidung in wieder ſorgfältig feſt. Zum Bewerfen der Champignon=
Einklang zu bringen wäre hier nur der einzige Ausweg, beete nehme man durchſiebten, nahrhaften und möglichſt
den Gehrock überhaupt wegzulaſſen und in Hemdsärmeln bündigen Gartenboden. Beſonders achte man darauf, daß
zu erſcheinen.
der Erdüberzug gleichmäßig über die Beete ausgebreitet
Dann darf die „Geſelſchaft für Reform der Männer=wird und eine Stärke von zirka 3 Zentimeter erhält.
Dün=
tracht” ja nicht zur Auffaſſung kommen, daß ſie die ge= ger und Bodenſchicht dürfen den Graben nur ſoweit füllen,
ſamte Preſſe auf ihrer Seite hat, denn mit den Artikeln daß noch ein Raum von zirka 10 Zentimeter Höhe für die
in den Tageszeitungen hat man von dieſer Modetorheit
nur Notiz genommen und die richtige Antwort auf dieſe
*) Anfänger die das Vorbereiten des Düngers noch
Geſchmacksverirrungen wird nicht ausbleiben.
nicht kennen, verweiſe ich auf mein kürzlich in ſechſter Auf=
So ſchreibt u. a. eine Zeitſchrift:
lage erſchienenes Buch: Die Champignonzucht als land=
„Der Vorſchlag iſt wirklich zeitgemäß und wert ihn wirtſchaftlicher Nebenbetrieb (Veclag von Trowitzſch
weiter auszudehnen. Wie wäre es wenn die ganze u. Sohn, Frankfurt a. O., 1 Mk.), in welchem unter dem
deutſche Welt bei Hundstaghitze in Schwimmhoſen und Kapitel „Das Präparieren des Düngers” die Arbeit des
Sandalen einherginge? Die Aerzte behaupten, daß die Vorbereitens ausführlich beſchrieben iſt.
Vergessen Sie nie
dass viele Kinder unter der Hitze ebenso leiden wie Erwachsene. Die durch Hitze
verursachte Müdigkeit wird wirksam durch Eau de Cologne bekämpft. Sie
en de ben en Meein g atete haiſt encecſce e be.
die sich beim Spielen starker Erhitzung aussetzen.
Man bedhene sich nur der (Eingetragene Schutzmarke — Blau-Cold-Etikette). — Nach ureigenstem Original-
Rezept in Koln destilliert aus unverfalschten, nur den besten und edelsten Grundstoffen. — Im Interesse der Hygiene
seines Wohlbefindens sollte man stets einen Flakon mit Eau de Cologne” bei sich führen.
(9
Ganze Original-Flasche M i.75.
Kistchen à 3 Flaschen M 5.—.
Kistchen à 6 Flaschen M 9.50.
„
,
S.
6 t d.
*
Bles
11
Aad
geiſerae
rger. ,
G
(IV 13614,6a
Nummer 144.
Somentrahlen eine außerordentlich wirkfame Heiltraſt Entwickelung der Pihze frei bleibt. Nach Verlauf von
auf den menſchlichen Körper ausüben. Alſo, weshalb 4—6 Wochen werden ſich an der Oberfläche der Beete kleine
verwandeln. Das Waſſer zum Gießen der Champignon=
Welch ungeheure Summen können geſpart werden? beete muß die Temperatur des Zuchtraumes haben. Als
Ich wundere mich überhaupt, daß unſere Steuerbehörde Hauptregel gilt beim Gießen ſtets der Satz, daß das
Waſ=
enormen Summen, welche die Mode verſchlingt, einzu= die darunterliegende Düngerlage eindringen darf. Die
ſozialen Frage wäre gelöſt. Bei Eintritt der kälteren Celſius nicht überſteigt. Bei der Ernte der Champignons
die ſchnell herausgedreht werden müſſen, damit die in
nächſter Nähe ſtehenden kleinen Pilze nicht herausgeriſſen
werden. Das durch das Herausdrehen eines Pilies
eut=
ſtandene Loch in der Oberfläche iſt mit friſcher Erde
wie=
der zuzufüllen. Die Dauer der Ernte des Champignons
richtet ſich nach der Beſchaffenheit des Düngers und der
Güte der Brut; im Durchſchnitt dauert die Ernte 2—6
Monate.
ſtraße 33 (geöffnet an Werktagen von 7 Uhr morgens
bis 8½ Uhr abends, Sonntags von 7—12½ Uhr
morgens).
Mhen
(.88 85
6
G
S
e
Eren
e
eerenernten.
e
Genenenen
A
Menennetccht
Mch
GEORG A. QSMATZI A.G. DREODEN
GOssTE DEUrscHK
CIGARETTENEARRIK
a
880
ZZie
S
Gellfedern
Dabron.
Bettbacchent
Seleelalruen
Belbzeuige
Bekttücher
Secodern.
Oekldecken
Belüberzüge
im Geosser Auswohl.
Ste
Rüllpp Flesss
* Dacmstadt. Schilleeplatz 5
H
Ht
. Aufpol. v. Möb. Kommerkleider, Bluſen u. Hüte
Spezialität: uſw., ſowie
all=
f. kl. Fig. bill. zu verk. (*1209
vorkomm. Schreinerarbeiten (977a
Eliſabethenſtraße 14, II.
Adolf Zeller. Schützenſtraße 8.
neuer Spiritusherd (einft.) 4 M.,
Morzügl. Privat-Mittag- u. Abendtisch M ſowie neue Kuffrcmaſchine bill.
12014a) Landwehrſtr. 5. 1z. verk. Schuchardſtr. 33, III. (*1203
Nummer 144.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 23. Jnni 1913.
Seite 13.
Was das Auge siefit. muss das Kerz glauben.
Darum raten wir auch Ihnen bei eintretendem Bedarf einer Wohnungs-Einrichtung oder
Einzelmöbel, Teppichen und Vorhängen aller Arten, unsere Gesamt-Ausstellungsräume zu
besichtigen. Unsere sämtlichen Holz- und Polster-Möbel etc. sind aus bestem
Material hergestellt, für die unsere Firma unaufgefordert langjährige Garantie übernimmt.
Moebel-Industrie Jeidel
32. Geschäftsjahr.
Hügelstrasse 13—17.
DARMSTADT.
Möbel-Einrichtungshaus für jeden Stand. — Besichtigung ohne Kaufzwang,
VII, 11566
Prima Naturapfelwein
66
à Lt. 24 Pfg., von Traubenwein
Inl Hunsh. Gebiss
kaum zu unterſcheiden. ff. Obſtſekt
ſitzt und paßt ſofort bei An=
Venn
i. Fl. Mk. 1.50 geg. Nachn. Faß
wendung meines
Apollopulvers=
leihw. L. Kullmann,Klingenberg a. M. (*3444fse
aromat. (Schultz 5166); nur echt in
tze
Blechdoſen à 50 Pfg. in der Dro=
Salon=Einrichtung:
gerie Friedrich Schaefer. (II,12720
Sie
beſtehend aus Sofa, 2 Seſſeln,
Beste Toilette-Seifen
3 Stühlchen, Tiſch, Salonſchränkchen
(aſt wie neu), veränderungshalber
loſe gewogen, das Pfd. 55 und
Gei. Rig.
billig zu verkaufen. Anzuſehen
65 Pfg., bei Entnahme von 10 Pfd.
bis 4 Uhr Rheinſtr. 12, II. (*1151soi
50 u. 60 Pfg. F. B. Grodhaus,
(13219a
am weißen Turm.
cam
Mneh
Roefen
Guter Restudratiolsnerd
Cisehen
Eichen=Scheitholz Mk. 1.—
mit Kupferſchiff, Boler u. volſtänd.
Buchen=Scheitholz „ 1.30
Leitung z.Warmwaſſerbereit. z verk.
1.40
Tannen=Klöſchen
Schloßgartenſtr. 11, Erdg. (*1062soi
ſo bereiten Sie ſich einmal die
Wohl=
per Zentner frei Keller.
Kautionsfähige Wirtsleute ſuch.
la. trocken, kurz geſchn. u. geſpalt.
*paſſendes Reſtaurant.
tat einer Kopfmaſſage mit
Bei Abnahme v. 5 Z. an billiger.
Offerten unter R 91 an die
(*1061so
Martin Jahn (9267a
Expedition d. Bl.
Dr. Dralle’s Birkenwaſſer.
Brennholz=Dampfſchneiderei
Gehrock=, Frack=, Smoking=An=
Pallaswieſenſtr. 30. — Tel. 305.
züge. Zylinder zu verleihen
Eine ungeahnte Belebung und Er=
Rheinſtraße 5, 2. Stöck. (10229a
7
friſchung der Kopfnerven tritt ein. — —
2 gut erhaltene Weinfäſſer (48
I. Hess. Versich. geg. Ungezief.
bis 51 Liter) bill. zu verkauf.
Die Blutzirkulation wird angeregt, Abſpannung und geiſtige Ermüdung
Ibel & Lotz, G. m. b. H.
*1048so) Wenckſtraße 37, part.
verſchwinden. — — Mit gehobener Energie und Friſche ſetzen Sie
Eliſabethenſtr. 31. Telephon 461.
Ihre Arbeit fort — — und geloben, dieſes köſtliche Elixier niemals
-
Umzüge-
ausgehen zu laſſen. — — Nebenbei üben Sie die denkbar
zweck=
preiswert und sorgfältigst
mäßigſte und zuverläſſigſte Haarpflege aus. —
Beachten Sie bitte:
Möbel-Industrie Feidel
5
Hügelstr. 13—17 (11377a
Vertilgung von Ungeziefer jeder
Dr. Dralle’s Birkenwaſſer. Vermeiden Sie alle Nachahmungen.
Art, wie Wanzen, Käfer, Ratten,
Abt.: Möbeltransport u. Lagerung.
Dr. Dralle’s iſt die ſeit 25 Jahren bewährte Originalmarke!
Mäuſe, Motten uſw. billigſt unt.
Garantie und ſtrengſter Diskretion.
Preis Mk. 1.85 und 3.70.
(I,8885
In allen Parfümerien, Drogerien und Friſeur=Geſchäften, ſowie in Apotheken.
Geſichts=
4
Zahlung
ausſchlag,
Dampfreinigung
Pickel, Miteſſer, Flechten uſw. ver=
Grösste Auswahl
Grösste Auswahl
für Bettfedern u. Daunen.
ſchwinden meiſt ſehr ſchnell, wenn
nach
Beſte Einrichtung am Platz. Lager
man den Schaum von Zucker’s
in Köper für neue Hüllen. (9895a
Patent-Medizinal-Seife, à St.
Echter
Erfolg!
J. Stritzinger, Hölgesſtr. 11, I.
50 Pf. (15% ig) u. 1.50 M. (35%ig,
6
ſtärtſte Form) abends eintrocknen
großer, zweiſitz. guterhaltener
Schweizer Stickereien
läßt. Schaum erſt morgens ab=
1 Kinderwagen, verſch. Schuh=
Für Hausbeſ Hoteis, Bäkereien,
waſchen u. mit Zuckooh-Creme
werk und Kleidungsſtücke billig.
(50 u. 75 Pf). nachſtreichen. Groß=
*768mfo) Markt 4, I. Stock.Reſtaur. uſw. Verſicherung gegen
Hoflieferanten Strauss & Mayer, Schulstrasse 8
Ungezisferbeſonderszuempfehlen.
artige Wirkung, von Tauſenden
Inh.: SlEGFRIED MAV. (9201a
tägl. friſch, verſ. g.Aeußerſt geringe Jahresprämie.
beſtätigt. Bei Fr. Schaefer. A. Logel,
Trinkeier, Nachn.
(1435a Koſtenloſe Ausſprache an Ort und
Ch. Schwinn, Drog., u. Gg. Frz. Frank,
Alsbach a. d. B., Poſtfach 32. Stelle. Poſtkarte genügt. (11272a
(IV 11691,27
Parfümerie.
(620n
3
e
(
2
—
Der Leutmamt ven Oſheren ſand ſich nur langſam
wo die Kellner lautlos über ſchwere Teppiche eilten, wo
gut angezogene Menſchen in unterdrücktem Ton mitein= wieder zurecht, und in dieſem Augenblick trennte ihn noch
Ich liebe Dich!
eine Welt von der ſatten, ſelbſtzufriedenen Behaglichkeit
ander ſprachen.
Roman von Guido Kreutzer.
Alſo, lieber Baron, jetzt laſſen Sie Ihre tiefſinnige ringsum.
(Nachdruu verboten.)
17.
Vielleicht klang deshalb ſeine Erwiderung ein wenig
Leichenbittermiene beiſeite und freuen Sie ſich, daß Sie
Er kannte ſie doch nun ſchon ſeit Wochen — ſah ſie im
wieder mal bei Hiller Unter den Linden ſitzen. Sehen ſcharf.
Gewiß kann niemand von ſeinen Idealen leben, Frau
Salon und im Theater, auf den Tennisplätzen und ſogar Sie, das nenne ich mondain — vom Königspalaſt in
draußen auf der Rennbahn, wohin ſie manchmal früh mor=
Theben über zweitauſend Jahre wegzuhuppen und in dem Kommerzienrat. Und eine Bühne mit ihrem Rieſenetat
gens den Vater begleitete, um ihm — Günter von
Oſt=
baſiert natürlich in erſter Linie auf den Kaſſenausweiſen.
akzeptabelſten Berliner Weinreſtaurant zu landen.
heeren — einen „guten Morgen” zu wünſchen oder ſeiner
Sollten wir trotzdem nicht doch dankbar ſein, daß ein
Er löffelte bedächtig die Schildkrötenſuppe, die in der
Trainingsarbeit zuzuſchauen, die an Intenſität und
Theatermann überhaupt das gefährliche Würfelſpiel wagt,
Taſſe durchaus nicht abkühlen wollte. Seine Gattin jedoch
Schärfe zunahm, je mehr man ſich der erſten Prüfung des
aus reinſter Liebe zur Kunſt derartige Abende
herauszu=
bemühte ſich ſchon eifrigſt, ihren Rheinlachs zu entgräten.
Renzowſchen Stalles, dem „Großen Armee=
Hürden=
bringen?
Sie machte dabei ein bedeutendes Geſicht und ſchnaufte
rennen”, näherte. Sie gehörte unbeſtritten zu den promi=
Gott, was für ein beredter Anwalt! ſagte der alte
nenteſten Erſcheinungen der jüngeren Berliner Geſellſchaft, etwas.
Renzow ruhevoll. Aber da nützt alles Reden niſcht,
Sehr richtig! beſtätigte ſie. Keine Kritik iſt auch eine
und trotzdem empfand er nichts für ſie. Aber er verſuchte
lieber Freund. Ueber Kunſt, Politik und Religion ſoll
Kritik! Und wenn man mich nach meinem Urteil
be=
immer und immer wieder, eine Formel zu finden, die auf
man bekanntlich nie ſtreiten, denn wenn da drei Leute
fragte, ſo müßte ich — ſelbſt auf die Gefahr hin, als un= debattieren, haben ſie vier verſchiedene Anſichten.
ſie und ihren Charakter zutraf.
Bisher war es ihm nie gelungen. Jetzt aber, in die= gebildet zu gelten — offen geſtehen, daß ich derartigen
Ich perſönlich kann nur ſagen, daß mir das Metropol
theatraliſchen Brutalitäten keinen Geſchmack
abzugewin=
tauſendmal lieber iſt, wie das Leſſingtheater mit ſeinem
ſem Augenblick — inmitten dieſer enthuſiasmierten und
entflammten Menſchen — jetzt drängte ſich ihm die Löſung nen vermag. Leider iſt man vor der Welt gezwungen, ſie ganzen Ibſen. Dazu habe ich meine wohlerwogenen
durch ſeine Anweſenheit gutzuheißen, weil man ſonſt der
Gründe.
plötzlich auf.
Mediſance der lieben Bekannten Tür und Tor öffnet. Vor
Der Artilleriſt wurde ſtreitluſtig.
Und er wußte:
Wenn dieſe Frau einmal in die Ehe tritt, geſchieht es ſich ſelbſt jedoch darf man doch wohl ehrlich ſein, nicht?
Alſo, da bin ich neugierig!
Sie hob beſchwörend die ſtark beringte Hand.
Dürfen Sie ſein! — Der Börſianer leerte ſein Glas,
aus nüchterner Ueberlegung; denn ſie hat kein Herz.
O, laſſen Sie Ihre Einwürfe, Herr Baron. Ich und während er es mit liebevoller Sorgfalt wieder füllte,
Sie iſt die Tochter eines ſcharf wägenden
Spekulan=
ten — iſt Blut von ſeinem Blut und Geiſt von ſeinem weiß, was Sie ſagen wollen — das, was wir heute ſahen, erzählte er ſeine Leidensgeſchichte.
war Weltliteratur! Wird Ihnen ja gar nicht beſtritten.
Nämlich ich erinnere mich an einen Abend — es iſt
Geiſte!
Aber hat man andererſeits dieſe Oedipus=Vorſtellung ſchon ein paar Jahre her —, da hatte ich den Hals voll
Er blieb ganz gelaſſen, als er ſo weit war.
nicht ſchon ſeit Monaten planmäßig zu einer Senſation von geſchäftlichem Aerger. Und weil ich den auf jeden Fall
Eine halbe Stunde ſpäter legte ſich der alte Renzow geſtempelt, weil man fürchtete, ſonſt außer ein paar noch vor dem Schlafengehen loswerden wollte, befaßte
die Serviette über das Knie und ſah ſich wohlgefällig in ſchwindſüchtigen Studenten und langmähnigen Kaffee= ich mich mit der nächſten Litfaßſäule und ſtudierte die
dem eleganten Lokal um, wo im Schein abgedämpfter klei=hausliteraten kein zahlendes Publikum in dieſen Zirkus Theaterzettel. Der Endeffekt war, daß ich mir in den
Kammerſpielen Hauptmanns „Friedenfeſt” anſah.
ner Tiſchlampen der Damaſt der Gedecke weich ſchimmerte, hinein zu bekommen?
A
Nummer 144.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 23. Jnni 1913.
Seite 14.
Mee iannteriehe
— Photographie
N
Architektur
Porträt
N
Freilichtaufnahmen.
XVorausbestellungen erw. (13107a
Revor Sie Haar-Arbeiten bestellen, besuchen Sie meinen Salon!
NLisbeth Bach, Grafenstr. 41, II.
N
Wanderer-Fahrrad
Fr. Tillmann
(9414a
Nwie neu, ſehr billig
2
Grafenſtraße 26.
Elisabethenstr. 21 Damen-Friseur Telephon 2231
Reiz. u. Aufpolier. v. Möbel u.
B Pianos, Aufarbeit. all. antik.
GROSSEs LAGER in
NKunſtgegenſt. ſow.all. Schreinerarb.
6,
Zopfe u. T eile
übern. E. Jansen, Bleichstr. 1. (*1012som
N
fertigen Haar-Arbeiten
Emar
N
Geprauchtes Billard
i inallen Preisen
ſpottbillig zu verkaufen. (13514so
von 2.- 3.-
Näheres „Darmſtädter Hof”,
KGriesheim bei Darmſtadt.
4.50, 5.-, 6.-, C.
3.50, 10.-, 12.-,
KWerſch. hübſche Zimmerpalmen
M
bill. z. verk. Hügelſtr. 21 (*990ag
15.-, 18.-, 20. Sofas, 1 Diwan
Mark u. höher
2 und Chaiſelongue billig zu
(13522a
Kverkaufen.
Größte
D
MODERNE ONDULATION
Bismarckſtraße 58.
Auswahl!
ee TURBAN und Teile 66
EEine Sprungfeder=Matratze
BESTE WASSER-ONDULATION
billig zu verkaufen.
26975
Mühlſtraße 70, I.
*102iso)
Spezialität: Maß-Anfer-
Elegant. Damensalon
Altertümer
Größtes Haar-Lager
tigung für Haarersatz.
Auffärben
Kopfwaschen mit Frisur . . 1.— Mk.
ſpeziell Möbel, billig. (IV, 12258,44
bis zu den seltensten
mit Ondulation 1.50 Mk.
alter Haar-Arbeiten
Mainz, Chriſtophſtraße 9.
Transformation,
K
Farben.
Kinder . . . . . . . . . . . 0.75 Mk.
in einigen Stunden.
Unterlagen, Scheitel.
Die„Woche” u., Modeztg. Jahrg.
1912, getr. Damenkl. u. Schuhe b.
abzug. vorm. Roßdörferſtr. 69. (*1175
Elektrische Massage Zentral-Trockenanlage Manicure
Neue und gebrauchte
Kassenschränke
NNRNNNNNNNNRNRRRNKRRNNNNNNNNNKNNNNNNRKofferiert billiaſt Ludwig Gutmann,
Frankfurt a. M., Neue Mainzer=
(II, 13606
ſtraße 23.
Badeeinrichtungen.
Damprwusch-Anstant „Korbas
Gardinen, Kleider, Bluſen,
Wandgasbadeofen, erſtklaſſiges Fabrikat, 70 Mk.
. . . 38 Mk.
Badeofen mit Kohlenfeuerung
Herrenſtärkwäſche werden wie
Luiſenſtr. 32/34 Elektrische Büglerei Luiſenſtr. 32/34
Badewannen von
. . . . 25 Mk. an
(10368a
neu gebügelt
Gasherde äußerſt billig.
Mauerſtraße 10, 1. Stock
Gardinen-, Stores-, Decken-Spannerei
p. hI 85 Pfg.,
Herrenwäſche, blütenweiß, elaſtiſchſteif, ff. Glanz. Damenwäſche, Installationsgeschäft Kaiser
Brenntannäpfel b. 10h180 Pfg.
Kleider, Bluſen, bis zu den modernſten Ausführungen. Haus=
(1670a
frei ins Haus geliefert.
haltungs=, Tiſch= und Bettwäſche, alle Stoffe und Farben. Sorg=
Telephon 1067
(9119a
Rheinstrasse 5.
Conrad Appel,
fältige Behandlung, vollſtändige Desinfektion der Wäſche. (11704a
Bismarckſtr. 61. Telephon 91.
Zum Abonnement empfohlen:
Konsumenten
ehr
V
fe
Uede Sltealste
Kmädter
kaufen Bindfaden u. Packkordel gut u. billig
Frseigente
D oramneshnel!
diskret. gewis
senhaffund
in dem Spezial-Engros-Geschäft von
Das Duch iur Imc.
Abiligst mit
eigenen
Präparaten.
Bestens
Altbewährte, durchaus gediegene, bereits im
eingeführ
bei
Hermann Hachenburger
und
ad
48. Jahrgang erſcheinende
37 Rheinstrasse 37.
(5297a
Staahlse.
hörden
: illuſtrierte Jamilienzeitſchrift::
Eestenfreier
Große Reichhaltigkeit,
Beſondere Vorzüge:
G a
ſorgfältig gewählter
intereſſanter Inhalt : ::: viele prachtvolle
Illuſtrationen=
außerordentliche Billigkeit.
agllode
Jährlich 28 Hefte. Preis für das Heft
e
Mags
nur 30 Pfennig.
Ich war behaftet mit einem
Das über die ganze Welt verbreitete „Buch für Alle” iſt, getreu
Hautausſchlag
einem Namen und unterſtützt von den erſten Schriftſtellern und
begleitet
Goldverle
Künſtlern, jederzeit beſtrebt, ein
mit
echtes deutſches Jamilienbuch
lätigen Wülden
zu ſein. Es iſt jedem zu empfehlen, der ſeine Erholungsſtunden
Schon nach Gebrauch von einem
gern intereſſanter Lektüre widmet und Freude hat an echt
einzigen Stück Obermeyer’s Me=
(V8372
lünſtleriſchen Illuſtrationen.
dizinal Herba=Seife war alles
aräee
verſchwunden u. die Haut blendend
Beſtellungen bittet man an die nächſtgelegene Buchhandlung zu
weiß. So ſchreibt O. N. in Grünſtadt.
e
richtent wo der Bezug auf. Hindernilſe ſtöht, wolle man lich. drst.
Herba=Seife à Stck. 50 Pfg., 30%
au. untergeichnete. Verlagsbuchhandlung in Stutaart wenden.
verſtärktes Präparat Mk. 1.—
Gl
Zur Nachbehandlg. Herba=Ereme
Anion Deutſche Verlagsgeſellſchaft
2 Tube 75 Pfg., Glasdoſe Mk. 1.50.
2668I Zu haben in allen Apotheken,
Dro=
in Stuttgart, Berlin, Leipzig.
gerien, Parfümerien.
(II,13607
eric et e e eme e
üde Sie, muwdige Fehiner die ſeien die ſch
Weil ich nicht wußte, daß Fräulein Krottenheim ſchon
Gott ſoll mich bewahren, Baron! ſagte er entrüſtet. denn nun eigentlich zu dieſem Kampfe erlauchtr Geiſter? hier iſt.
Bereits ſeit zwei Wochen! warf die Kommerzienrätin
Ich? ſagte Herta Renzow gleichmütig, ich bleibe im=
Wenn Sie mal mit intenſiven Selbſtmordgedanken wezen
unerwiderter Liebe herumlaufen, dann laſſen Sie ſich zur mer ſolange neutral, biſt das Uebergewicht ſich endgültig ein.
Und ihre Tochter ſetzte hinzu:
Abkühlung das „Friedensfeſt” vorſpielen. Dabei wird auf irgendeine Seite geneigt hat. Dann bekenne ich mich
Ihnen nämlich flau vorm ganzen Familienleben, und Sie zu der Theorie des Siegers und nehme den Triumph für
Ich bin im Hauſe ihrer Tante während dieſer Zeit
zwei= oder dreimal mit ihr zuſammengetroffen. Sie ſcheint
ſtecken den gezückten Revolver ſchleunigſt wieder ein. Mehr mich in Anſpruch.
kann ich Ihnen nicht ſagen!
Bravo, Mädel! Um mich braucht mir nicht bange zu ſich in die Berliner Verhältniſſe offenbar leicht
einzuge=
ſein! lobte der Kommerzienrat.
wöhnen.
Alſo, da war ſo ’ne mehrköpfige Familie, wo jeder
Mit anderen Worten, Gnädigſte — Sie betrachten
Der alte Renzow zog ſchmunzelnd die Bratenſchüſſel
dem andern mit Wonne heimlich das Genick umgedreht
hätte. Und dieſe liebliche Geſellſchaft findet ſich zuſammen, jeden Menſchen als Sprungbrett, um gefahrlos immer eine näher, die der Kellner von dem vernickelten Speiſewagen
auf den Tiſch gehoben hatte.
um gefeinſam Weihnachten zu feiern. Was das fürn Stufe nach der anderen zu erklimmen?!
Statt einer Antwort hob ſie den Sektkelch gegen ihn.
Feſt wird, kann man ſich ja denken! Und ſo zieht uns
Mein Kompliment, lieber Baron! Ihre Heimat hat
der Autor drei volle Stunden durch dieſe ganze Miſere Ein ſpielendes Feuer kam und ging in ihren Augen.
neben den edelſten Pferden offenbar auch die ſchönſten
ausgeſuchteſter verwandtſchaftlicher Gemeinheiten, daß
Ce sont les petits vins de la Champagne, qui font Frauen. Dieſe neueſte Repräſentantin wenigſtens bringt
man die Platze kriegen könnte vor Wut. Dann werden rire et qui font chanter! . . .
mir von Oſtpreußen direkt begeiſternde Begriffe bei. Ich
wir nach Hauſe geſchickt, damit wir uns da weiter boſen.
Und während ſie ihn halbgeleert wieder auf den garantiere: wenn Ihr Fräulein Krottenheim nur ein hal=
Meine Stimmung damals, als ich dieſes Drama glücklich Tiſch ſtellte, rann ein Zucken über ihr Geſicht.
bes Jahr unter uns bleibt, tritt in geknickten Herzen und
bis zur letzten Szene konſumiert hatte, die wünſche ich
Sie waren mir heute abend ein ſo treuer Ritter, daß ramponierten Gefühlen eine bedrohlich ſteigende
Ten=
nicht einmal dem minderwertigſten Subjekt auf Gottes ich Ihnen dafür eine Belohnung zugedacht habe, ſagte denz ein!
ſie unvermittelt in ihrer ſprunghaften Art.
Erdboden!
Seine Gattin lächelte ihr nachſichtiges Mitleid.
Lag in meinem Kavaliersdienſt nicht auch zugleich
Aber ſeit der Zeit habe ich eine entſchiedene Vorliebe
Wie überſchwenglich Ihr Männer doch gleich ſeid,
ſo=
ſchon mein Lohn, Gnädigſte?
für die Varietés und Poſſentheater. Ich finde, das Leben
bald es ſich um irgend eine neue Erſcheinung in der Ge=
Ihre Schlagfertigkeit in Ehren, Herr Baron; aber es
bringt ſchon ſo viel Aerger und Unannehmlichkeiten, daß gibt doch noch einen größeren.
ſellſchaft handelt!
man ſie auf der Bühne ruhig entbehren kann. Die ſollte
Weiß ſchon! lehnte der Börſianer reſigniert ab. Und
Etwas wie ein Lächeln zog um ihre vollen Lippen.
uns vielmehr auffriſchen und ablenken und erheitern.
namentlich ich alter Kerl, der ich „ſchon mit einem Fuß
Weshalb haben Sie eigentlich Ihre oſtpreußiſche
So — da haben Sie mein literariſches Glaubens= Nachbarin — Fräulein Krottenheim — noch nicht be= im Grabe” ſtehe! Aber das Schönſte auf der Welt bleibt
bekenntnis! Und wenn es Ihnen Spaß macht, ſagen Sie
doch nun einmal eine ſchöne Frau — Du entſinnſt Dich,
grüßt?
ruhig Kuli zu mir!
Ein heißer Strom ſchoß ihm jählings zu Herzen. liebe Anna, als galanter Gatte habe ich Dir das im Ver=
Der Baron lavierte um dieſe peinliche Frage herum,
laufe unſerer gottgeſegneten Ehe oft genug verſichert.
Aber er war auf der Hut, Ruhig begegnete er den
lauern=
indem er ſich an ſeine ſchweigſame Nachbarin wandte.
den Augen.
(Fortſetzung folgt.)
u,
an
22a
ite
Nummer 144.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 23. Jnni 1913.
Seite 15.
Allein die Deutſch=Oeſterreicher ſtellen über 600 Mann; die Lichtverhältniſſe in den höheren Regionen ohnehin
weitere Vereine kommen bis aus Aegypten Braſilien, Süd= immer günſtiger ſind. Wirkliche Momentbilder können bei
weſtafrila und Auſtralien. Wenn die Turner in einer der Pflanzenaufnahme nur ſehr felten gemacht werden,
e
Stärke von drei deutſchen Armeekorps in den Feſtplatz ein= ſo daß eine ſehr lichtſtarke teuere Optik ohnehin nicht
ge=
ziehen, werden ſie eine ideale Kampfſtätte vorfinden, der nügend ausgenützt werden kann. Ein ſtarkes Stativ, das
Se
ſich nur das neuerbaute deutſche Stadion bei Berlin an auch den völlig auseinandergezogenen Apparat ohne
die Seite ſtellen kann. Für die Maſſenveranſtaltung ſind Schwanken ſtützen kann, iſt unerläßlich; ferner müſſen
natürlich auch die Vorbereitungen in einem überaus wuch= Apparat wie Kaſſetten wegen der oft langen Expoſitions=
Luftfahrt.
tigen Rahmen getroffen worden. Man rechnet u. a. mit zeiten abſolut lichtundurchläſſig ſein. Gute Dienſte leiſtet
dem Eintreffen von ca 70 Extrazügen aus allen Teilen nicht ſelten ein Spiegel zum Aufhellen der im Schatten
Der Höhen=Weltrekord mit zwei Paſſagieren.
des Reiches. Um die Fahrpläne dieſer Züge miteinander liegenden Partien, ſowie ein Karton oder eine aufgeſpannte
der von dem Oeſterreicher Illner auf Lohner=Pfeil=
Doppel=
decker am 2. Tage der Wiener Flugwoche aufgeſtellt wor= in Einklang zu bringen, hat in zweitägiger Konferenz eine Leinwand als künſtlicher Hintergrund, da es nicht immer
den war, iſt nach erfolgter Prüfung des Höhenmeſſers mit Sitzung von höheren Eiſenbahnbeamten aus den verſchie= möglich iſt, einen geeigneten ruhigen Hintergrund in der
4900 Meter angeſetzt worden. Illner gewann mit dieſer denſten Direktionsbezirken ſtattgefunden, die im hieſigen natürlichen Umgebung zu finden.”
Leiſtung den Tagespreis von 2000 Kronen. Der Fran=Hauptbahnhof tagte. Die amtlich vorgeſchriebenen
Probe=
sr. Pferderennen. Strausberg. Tribünen=
Han=
zoſe Perreyon brachte es an dieſem Tage auf 3400 Meter turnen werden in allen deutſchen Turngauen an dieſem dicap: 2300 Mark Diſtanz 1600 Meter: 1. Fürſt Hohen=
und gewann 1000 Kronen. Audemars ſtieg im Alleinflug Sonntag abgehalten werden. Bezüglich des großen Feſt=lohe=Oehringens Mirian (Raſtenberger), 2. Abdul (
Schef=
auf 3100 Meter nud erhielt 500 Kronen. Hold flog mit zuges hat nan ſich die Erfahrungen von Nürnberg und fer), 3. Jasmin (5. Teichmann). Tot. 5610. Pl. 15, 15,
einem Paſſagier 650 Meter hoch. Im Dauer=Wettbewerb Frankfurt zunutze gemacht, wo ſich verſchiedene Verkehrs=12410. Unpl.: Rubel, Reichspoſt, Seilfahrt (4). Lyſander.
um den Preis der Stadt Wien erzielte Bathiat auf San= ſchwierigkeiten ergeben hatten. Hier in Leipzia werden Sicher Hals—½ Lg. — Preis von Radebrück; 2000 Mark,
chez=Eindecker die beſte Leiſtung mit 2 Std. 43 Min. 18 Sek. zwei Feſtzüge abgelaſſen werden, der eine vom Oſten, der Diſtanz 3400 Meter: 1. Hrn. L. Balls Lohengrin II (Weis=
und gewann 1000 Kronen. Widener auf Etrich=Eindecker andere vom Weſten. Sie berühren beide den Markt und haupt), 2. Südpol (Printen), 3. Grung (Kuttke jr.). Tot.
erreichen auf geſonderten Wegen den Feſtplatz. Der erſtel 34.10. Pl. 13, 12, 14:10. Unpl.: Profeſſor, Hotzenplotz,
brachte es auf 2 Stunden 32 Minuten 1 Sekunde und
gewinn 500 Kronen. Schöne Flüge führten auch die Zug wird eingeleitet durch berittene Herolde, eine Muſik= Feſtiva (4) Skipper. Sehr ſicher 2—8—5 Lg. —
Forſt=
kapelle und die ausländiſchen Ehrengäſte. Dann folgt Jagd=Rennen; Ehrenpreis und 2000 Mark, Diſtanz 3600
beiden beteiligten Damen, Madame Palliers auf Aſtra= der Wagen mit dem Bundesbanner und dahinter, eben= Meter: 1. Hrn. K. v. Tepper=Laskis The Sinner (Dr.
Doppeldecker mit 1 Std. 5 Min. 47 Sek und Frl.
Stein=
falls im Wagen, der greiſe Vorſitzende der deutſchen Tur= Rieſe), 2. Vorwärts II (Lt. Frhr. v. Berchem), 3.
Jeſ=
ſchneider auf Etrich=Eindecker mit 41 Min. 15 Sek. aus. nerſchaft, Geheimrat Götz. Im zweiten Zuge wird ſeine ſonda (Lt. v. Egan=Krieger). Tot. 24:10. Pl. 13, 12, 11:10.
Im Diſtanz=Wettbewerb um den Preis des Landes Nie= Stelle der zweite Vorſitzende der deutſchen Turnerſchaft, Unpl.: Goa head (angeh.), Mark Gamp (4), Oethographie,
deröſterreich und der Stadt Wien legte Sablatnik auf Sanitätsrat Dr. Töplitz=Breslau, einnehmen. In bei= The Friars Delight. Verhalten 5—1 Lg. — Strausber=
Union=Bomhard=Doppeldecker mit einem Paſſagier 140 den Feſtzügen werden über 50 Muſikkorps mitgeführt wer=ger Frühjahrs=Preis; Ehrenpreis und 3000 Mark, Diſtanz
Kilometer zurück und gewann 2000 Kronen. Die
zweit=
beſte Leiſtung erzielte Tetard auf Bathiat=Sanchez=Doppel= den. Zur Aufnahme der von auswärts kommenden Gäſte 3800 Meter: 1. Hrn. E. F. Gütſchows Pfeffermünz (Wiſchek),
werden als Maſſenquartier die Schulen und Turnhallen, 2. Alpenfex (Weishaupt), 3. Moſel (Naſh). Tot. 156110.
decker, der mit 4 und 5 Paſſagieren im ganzen 122
Kilo=
za. 100 an der Zahl, hergerichtet werden. In jeder Schule Pl. 31. 15. 19:10. Unpl.: Riff (4), Mertimer II, Rothaut,
meter flog und 1000 Kronen gewann. Im Wettbewerb bezw. der Halle ſollen 750 Turner Unterkunft finden. Zur Er= Gertrud, Herkus Monte, Bieſelberg (angeh.) Eoipſo
der Steiggeſchwindigkeit um die Preiſe des
Kriegsmini=
richtung der Lagerſtätten iſt die Anlieferung von 8000 Zent= (angeh.). Poſtillon. Leicht 3—2—½ Lg. — Preis vom
ſteriums und der Marine=Sektion ſchnitt Perroyon am nern Stroh, 50 000 Strohſäcken und 55 000 Bettüchern erfor= Dachsberg; Ehrenpreis und 2000 Mark, Diſtanz 3000 Meter:
beſten ab. Der Franzoſe erreichte 1000 Meter in 2 Min.
derlich. Zu den Wetturnen ſind über 8000 Wetturner ange= 1. Hrn. Eiſens Shillelah (Dr. Rieſe), 2. Mooſe (Lt. Graf
und gewann 2000 Kronen. Audemars kam ihm mit 2½ meldet, die insgeſamt 120000 verſchiedene Uebungen Holck), 3. Ochmiana (Hr. Purgold). Tot. 77110. Pl. 19,
Minuten am nächſten. Garros gebrauchte 3 Min. 33 Sek., leiſten ſollen. Ihre Bewertung fällt den 500 Kampfrich= 13 13:10. Unpl.: Chauri, Hamilton, Halley (4), Basca=
Hold 4 Min, 30 Sek. und Molla 7 Min. Bei dem Wett= tern zu. — Das Bundesbanner iſt von einer Frankfurter ville Gegenwehr 1—4—1 Lg. — Bieſower Hürden=
Ren=
bewerb um die Differenz der Geſchwindigkeit, bei dem
Firma geſchaffen worden und wurde der deutſchen Tur= nen; 2000 Mark, Diſtanz 2800 Meter: 1. Hrn. Reislands
der Unterſchied der Stundengeſchwindigkeiten bei einem
nerſchaft auf dem Turfeſte in Frankſurt im Jahre 1880 Conſtantin (B. Streit), 2. Schönbrunn (H. Brown) 3.
ſchnellen und einem langſamen Flug über 2000 Meter ge= überreicht Der Feſtbänder, ſilbernen Ehrenkränze, die Wacker los (V. Roſack). Tot. 36:10. Pl. 16. 20, 29110.
wertet werden, ſiegte Garros vor Audemars und
Per=
für das Banner geſtiftet wurden, ſind im Laufe der Jahre Unpl.: The Flaming Tinman (4), Counterſhaft (gef.),
reyon. Chevillard glänzte auch an dieſem Tage wieder ſo viele geworden, daß ſie auf einem beſonderen Träger Polonäſe, Bryant II, Knur, Lawrency. Leicht 2—6—6 Lg.
durch ſeine tollkühnen Flüge, die Entſetzen und
Bewun=
befeſtigt werden mußten. Die Leipziger Turneeinnen wer=
* Pferdeſport. Rennen zu Hannover. Preis
derung zugleich den Zuſchauern einflößten, die größtenteils den daher diesmal eine Schmückung des Banners nicht von Wilhelmsſtein; 5000 Mark, Diſtanz 1400 Meter:
nur ſeinetwegen den Flugplatz beſuchen.
vornehmen, ſondern haben eine Anzahl von bronzenen 1. Herrn C. von Großmanns Chutbeh, 2. Doktor, 3.
Kis=
sr. Der dritte Tag der Wiener Flug=
Woche, welcher wieder gegen 20000 Zuſchauer nach Ehrenplaketten geſtiftet, die als Siegespreiſe dienen ſollen. betpar. Tot. 128: 10. — Roſenberg=Erinnerungs=
Jagd=
dem Flugfelde von Aſpern hinausgelockt hatte, brachte Um den Beſuch des Feſtes zu erleichtern, hat der Vorſtand rennen; Ehrenpreis und 10 000 Mark, Diſtanz 4100
Me=
auch in ſportlicher Hinſicht wieder einen vollen Erfolg, der deutſchen Turnerſchaft einen Aufruf erlaſſen, in der ter: 1. Leutn. O. von Mitzlaffs Kirquette, 2. Ibyeus, 3.
Eine Glanzleiſtung vollbrachte wiederum der Franzoſe die Arbeitgeber gebeten werden, den bei ihnen beſchäf= Kebty. Tot. 64:10. Niederſachſenpreis; 20 000 M., Diſt. 2200
Chevillard, welcher mit ſeinem Farman=Doppeldecker tigten Turnern an den fraglichen Tagen frei zu geben. Meter: 1. Herrn H. Kuttkes Quirl, 2. Eiſenmenger, 3.
neben tollkühnen Sturz= und Kurvenflügen im achten Entſprechend dieſem Wunſche hat die Reichspoſtbehörde be= Collooni. Tot. 122110.
Flugwettbewerb mit nur 14,6 Sekunden ſiegte. In der reits angeordnet, daß von den Oberpoſtdirektionen ſolchen
Rennen zu Maiſons Lafitte. Prix Fille
Hauptkonkurrenz um den Preis des Kriegs= Erſuchen nach Möglichkeit zu entſprechen ſei. Von den de UAir; 20 000 Francs Diſtanz 2400 Meter: 1. Baron
miniſteriums in Höhe von 15000 Kronen, bei wel=Ehrengäſten haben ihr Erſcheinen in beſtimmte Ausſicht de Nerons Ardeche, 2. Alaska III, 3. Cendre de Chene.
cher die Apparate bis zu einem Eigengewicht von 500 geſtellt der Königl von Sachſen und der Herzog Ernſt von Tot. 42:10 — Prir de Pepinvaſt; 10 000 Francs, Diſtanz
Kilogramm mit 300 Kilogramm Belaſtung in 10 Minuten Sachſen=Koburg=Gotha. Da eine eigentliche Feſthalle auf 1800 Meter: 1. Monſ. M. Calmans Soliſte, 2. Holly
2000 Meter Höhe zu erreichen hatten, gelang es dem dem Feſtplatze nicht exiſtiert, muß die Begrüßungsfeier zer= Hill, 3. Eve II. Tot. 58110.
Franzoſen Perreyon auf ſeinem Bleriot=Eindecker, mit legt werden. Es werden daher 12 große
Begrüßungs=
sr Radſport. Die Pariſer Buffalo=Bahn
9 Minuten 40 Sekunden als Einziger die Bedingungen zu kommerſe in verſchiedenen Lokalen der Stadt abgehalten veranſtaltete ihr zweites Abendrennen in Geſtalt eines
werden. Sie werden beſtehen aus turneriſchen
Vorführ=
erfüllen.
100 Klm.=Mannſchaftsfahren nach amerikaniſcher Art. Bis
ungen, an die ſich der Geſang gemeinſamer Lieder anſchließt. zum Schluß blieben fünf Mannſchaften an der Spitze. Im
Endſpurt gelang es dem Franzoſen Comes, mit einer
* Amateurphotographie. Imſoeben erſchienenen 2. Juni= Viertellänge einen knappen Sieg vor Perchicot zu er=
Sport, Spiel und Turnen.
heft der beliebten Amateurphotographenzeitſchrift „Photo= ringen. Das Klaſſement iſt folgendes: 1. Comes=Oliveri,
Zum 12. Deutſchen Turnfeſt.
graphie für Alle” leſen wir unter anderem einen äußerſt 2 Stunden 25 Min. 46 Sek.; 2. Perchicot=Lapize, eine
S.u. H. Leipzig, 20. Juni. Immer näher rücken die intereſſanten Artikel über die Aufnahme von Alpen= Viertellänge, 3. Dupre=Brocco, eine halbe Länge, 4.
Tage, an denen in den Mauern der alten Pleißeſtadt diepflanzen an ihrem Standort. Es heißt darin unter Dupuy=Godivier 5. Rouſſeau=Vanhouwaert, 6.
Polledri=
bisher größte turneriſche Veranſtaltung der Welt, das 12. anderem: „Bevor man an das Photographieren von nied= Seigneur, eine Runde zurück; 7. Hourlier=Egg, 8. Pou=
Deutſche Turnfeſt, vor ſich gehen ſoll. Das Jahr der Er=rigen Gewächſen im Freien herantritt, empfiehlt es ſich lain=Pouchois, 9. Berthet=Crupeland.
innerungsfeiern hat es mit ſich gebracht, daß die deutſchen ſehr, ſolche Pflanzen zunächſt unter den günſtigeren Um=
Einen neuen Motorrad=Weltrekord
Turner in ganz beſonderer Stärke zu dem Feſte antreten. ſtänden, die man im geſchloſſenen Raum künſtlich ſchaffen ſtellte der amerikaniſche Motorrad=Rennfahrer Coſtello
Aus dieſem Grunde iſt aber auch die Beteiligung der deut= kann, zu photographieren. Ein ſehr lichtſtarkes Objektiv in Brandonbeach auf, indem er in der Stunde nicht
weni=
ſchen Auslandsvereine eine bisher noch nicht dageweſene. iſt bei den Alpenpflanzen um ſo weniger notwendig, als ger als 119,624 Kilometer zurücklegte.
M
Spitzner & Cie., Frankfurt a. M., Opernplatz 2.
Ae
in nur bester Quali- Nür noch
Wanzentod
i
tät. Für Haltbarkeit
5
Kr
-EGockow 1R.
M Ean
der Borsten wird
M
Feinige Tage
Hosor!
G
CDamnkeodel acflalckünenſabuf.
weitgchendsto Ga=
V
I
findet der Ausverkauf ſtatt.
Chmanatebauanotalt.
rantie geleistet.
afh
ſicher wirkendes Radikalmittel
12
LlA
1. Damen=Salamanderſtiefel
Fl. 50 Pfg. (12457a
per Paar 6.— M.
Niederlage der J. H. C.-Zahnbürste, offiziell empfohlen durch
Genacm Wilhelm Ehrhardt
die Internationale Hygiene-Commission, den Vereinsbund 2. Damenſtiefel, weiße u. ſchwarze,
per Paar 3.— u. 4.— M.
S Darmstädter Tapeten-Versandthaus
Deutscher Zahnärzte und den wirtschaftlichen Verband
3. Damenſtiefel, p. Paar 1.— M.
am weißen Turm.
Deutscher Zahnärzte.
Noch einige Damen=Pantoffeln
Preis: Stück 35, 40, 60 Pfennig.
(*1164
per Paar 70 Pfg.
ſowie Herren= u. Damen=
Gummi=
ſchuhe . per Paar 1.50 M.
Parfümerie Gg. Frz. Frank
Elisabethenstrasse 9.Aschkenas, Kranichsteinerstr. 1.
Telephon 886.
(9431a)
Klavier!
laffee-Preis-Abschlag
Gut erhaltener älterer Flügel,
für Geſangverein oder Wirtſchaft
ſehr geeignet, wegen Platzmangel
InEf
billig abzugeben. Näh.
Ingen=
vorzügliche reinschmeckende Qualitäten
heim an der Bergſtraße, Villa
V G G.
S
3V
(*1191od
Herwig.
s der idesle poröseWäschestoff fürtierenhemden:
per Pfd.
bester Schutz gegen Erkältungen
Gebrannter Kaffee von 1.50 an
Altertümlich
vorrätig in
ſchönes Zinn, Feuerſtein=Piſtole
Sämtliche Sorten von 1.50 per Pfund an
: Baumwolle Halbleinen Flanell
und and. Sachen zu verk. (*1180oi
Empfichlt
sind in Qualität bedeutend verbessert
Tannenſtr. 8, part. rechts.
Ferdinand Carl Winter
:: und bitten wir um einen Versuch::
Hefieferant Sr Königl Hoheit des Groshorzogs.
Seenseeeseeseeeeeeseeeseeseeeeeeee
Kaninchenzüchter!
Brockmanns Zwergmarke
Futterkalk. (*1181omf Täurmarz Feter keil
Vorrätig bei W. Nungesser,
(11702a
Liebigstraße
Pankratiusstr.
Fernſpr. 864. Dieburgerſtr. 10.
Ecke der Landwehrstr.
vis-ä-vis der Wenckstr.
Vorſtehhund
G e
Dachreparaturen
12604
Twerden gut und billig aus=9 Mon. alt, braun, kurzhaar., von
werden dauerh. u. billig ausgeführt. geführt.
P. Friese,
ſehr gut. Abſtammung, bill. abzug.
A. May, Dachdecker,
11330g)
Pankratiusſtr. 69. 1*1178) N.=Ramſtädterſtr. 13, II. r.
(*968fo) Rundeturmſtr. 16.
Seite 16.
65 6
385
Nummer 144.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 23. Juni 1913.
eeeeeg
3-
*17
((47
B2
kenfer
Venltur
Sersche
TFITKfifafnggaggararg4s,
Für Damen empfehlenswert:
Hode-Stiefel und-Halbschuhe
munmilnumnununtn
IIIm
Il
mmmmmmmhmmmmmmmmmi
braun und schwarz, in kleidsamer Ausführung
3-Spangenschuhe, braun und schwarz,
hochschicker Sommerschuh 12.50 10.50 8.50
Hauptpreislegen für Damen und Herren:
16.50 14.50 12.50 10.50 8.75 8.50 7.50
1-Knopfschuhe, schwarz und farbig,
neueste Modelle . . . . . . 8.90 8.75 7.90
Knaben- und Mädchen-
Weiß-Leinenschuhe,
ennnnmntntn ntnm inte
sehr elegant und federleicht . . von 5.90 an
Stiefel und-Halbschuhe
A nr ennte
Phantasie-Morgenschuhe,
Höchst preiswerte, gediegene Qualitäten,
reizende Neuheiten
pabrechte Formen —
Krunen
Sportschuhe * Strandschuhe
SSandalen Reiseschuhe
IIIIIIITIEIINETIEEIIITTIIIAIISETWIAIITTAIIIIIITTNATIIIIT2ZJ
S
SCEBu
S. Ichuh= 6
u 6½
DAAE
S
G.2
Leikaufstelle Confed Jacku Ge. D..
ü
Darmstadt: Ludwigstr. Wtr. 17. Tel. 2137.
5.
Feriehe
5 g
(
Beide
Zeee neer
Brauerei Hessischer Hof.
Casino-Restaurant
Heute Montag, den 23. Juni, abends 8 Uhr:
(für Nichtmitglieder)
Aussergewöhnl. Konzert
an Stelle des am vergangenen Samstag, den 21. Juni,
Ecke Rhein- und Neckarstrasse (Eingang Neckarstr.)
ausgefallenen Konzerts.
Die erlesensten Naturweine
Kapelle des Großh. Heſſ. Artillerie=Regts. Nr. 61
der Grossh. Hess. Weinbau-Domäne u. Hess. Winzergenossenschaften Die feinste Küche
Leitung Obermuſikmeiſter M. Weber.
Münchener Augustinerbräu
Pfungstädter Bier
I. Teil: Operetten. II. Teil: Darmstädter Komponisten
(Herren H. Fiſcher, S. May, L. Kümmel und P. Probſt).
NB. Weinpreisliste gratis. Lieferung aller Weine Telephon 358. H. Pfeil.
III. Teil: Wiener Volksmusik.
(9306a
frei Haus an Jedermann.
Eintritt mit Programm 15 Pfg.
(13626
Hausbauverein der Burschenschaft
Heſtariſehn
„Frisia‟ Darmstadt.
alte und neue, gelbfleiſchig u. weiß=
Zu der am Sonntag, den 29. Inni d. J., vorm. 11 Uhr
Braderel Schdtzenoffleiſchig, empf. billigſt (*1173oim
pünktlich ſtattfindenden Generalversammlung werden die Mit=
Gg, Crössmann
glieder hierdurch ſatzungsgemäß eingeladen. Dieſelbe findet in
Telephon 1028 33 Hügelstraße 24/27
Grafenſtraße 16. Telephon 2154.Wiesbaden, Moritzſtraße 49, ſſtatt.
(*1184
Der Vorſtand:
Anerkannt vorzügliche Qualitäts-Biere
J. A.: Hansohn.
Umzugshalb. zu verk.
Helles Export-Bier (Pilsner Art) (3681a
Sofa, 2 Sprungfedermatratzen,
Dunkles Ernst Ludwigs-Bräu (Münchner Art)1 Kleiderſchrankunterſ. m. 4 Schub=Hivilmuſiker-Bereinigung
(*1168
laden. 1 Hundehütte
(*1196
von Darmſtadt und Umgegend.
Flaschen- und Kannen-Biere!
Taunusſtr. 49, 2. St. links.
Mittwoch, den 25. Juni, abends 8½ Uhr:
Tafelwasser S. M. des Königs Wilhelm II. von Mürtiemberg.
Versammlune
Kirchstr. 4
in der Reſtauration C. Neumann (früher Stengel, alter Bahnhof).
Um zahlreiches Erſcheinen aller Mitglieder, ſowie noch fern=
Der Vorstand.
ſtehender Kollegen wird gebeten.
V9l.
EilligerVerkauf
elächer
m Verwechslungen mit der von dem Reiſebüro
s von Zigarren
L. Lyſſenhop & Co., G. m. b. H., veranſtalteten Fahrt
zu vermeiden, ſei darauf hingewieſen: Nur die von
Jeirschquelle
und Zigarettender Kreissruppe Mainz des Deutschen Flottenver.
Reip nafürliches Mineralwasser.
eins geleitete Reiſe iſt die
(12756a
Jährlicher Millionen-Versand.
Ueberzeugen Sie sich bitte selbst!
Niederlage In Darmstadt: Karl Naumann, Karlstr. 45, Tel. 1515.
Fa. Bauer
Richtige Mainer Hottenfahrt
E
früh. Ludwigstr. 6. (11750g
Lübeck=Kiel=Hamb.=Friedrichsruh=Helgoland=Hamb. 16. bis
1
23. Juli. Mk. 116.− Alles eingeſchloſſen. Programme
Gchr. Mhr e ee ein
koſtenl. durch Professor Kraemer, Mainz, Rheinallee 12.
Fur uie Reisezen
G Gottwald preiswert zu verk.
In Darmſtadt bei Friedrich Hohmeler, Riedlingerſtr. 41.
Ferner 1 Billard, 1 Klavier,
1 Muſikwerk.
(12802a
Beſichtigung zwiſchen 3 u. 5 Uhr.
Bewachungs-Abonnements
Blinder Mann empfiehlt ſich im
Restaurant „Zum Niederhof‟
Flechten von Körben und
mit Einbruchsdiebstahl-Versicherung u. Kontrolle am Tage Stühlen. Poſtkarte genügt.
— 11 Neue Niederstrasse 11 —
Gg. Treusch, Eckhardtſtr. 33. (13291a
Darmstädter Wach- u. Schliessgesellschaft
Depot-Ausschank
(13605ofd
Elisabethenstr. 31, Tel. 461.
Täglich frisch!
Ranen dlesieh in Morset unbeguem fülbln, ich aber elegrant,
Erdbeeren in Milch der Werger’schen Brauerei, Akt.-Ges., Worms a. Rh.
D modegerecht und doch absolut gesund kleiden wollen, tragen
(B13527
D. R. P. Patente
„Aposteibräu‟
Dickmilch
aller
ist wieder eröffnet.
Kalastris Kirstasten
Reform-Restaurant
002a
Alexanderstr. 4, I. (*mds
Sofortiges Wohlbefinden. Grösste Leichtigkeit u. Be-
Man trinke jetzt nur noch
G
quemlichkeit. Kein Hochrutschen. Vorzügl. Halt im Rücken.
Natürl. Geradehalter. Völlig freie Atmung und Bewegung.
Vilbeler Mineralwasser vom
Möchst zufrieden mit dem Erfolg.
Iiden wir dureh. Anwendung fürer
Elegante schlanke Figur. Für jeden Sport geeignet. Für
kino-Halbe gehtabt haben känn eh.
leidende und korpulente Damen Spezial-Fagons.
IN-Ba
Miner weiete bieie hpitr en.
Mnitel
IIIustrierte Broschüre und Auskunft kostenlos durch:
Prehen. leht werde Iire Kins=
Hassiu Brannen-Spradel,
kleilsalbe bei allen Bekannten emp.
4 Inh.: Frau E. Spreng.
ſeilen, denn zie volle in keinem
Kalasiris-Spezial-Geschäft Schulstrasse 12, I. Stock.
Klaushalte fehten.
Allein-Vertrieb Jacob Weber
Rosenthal-Braunau A. H.
Selbſt eingenachtes
bewährt bei Bein-
11 Neue Niederstrasse 11. Teleph. 837.
Rino-Salbe leiden Fiechten,
Kauteiden, offenen Wunden, aufge=
Filder Sauerkraut
Bitte Firma genau zu beachten. (B13329
Sprungenen kländen.
In Dosen von Mk. 1.15 und 2.25
e
per Pfd. 12 Pfg.
zu haben in alln Apolleken,
nurecht in Originalp. Woic-grin rot 2
Dasſelbe iſt infolge ſeiner Milde, auch bei warmer Witterung,
4
Wald-
( 4
u. Firma Rich. Schubert &. Co., G. m. b. H. S
eine Delikateſſe.
(1324ia
Weinböhla-Dresden.
Bestadramt Stadl Wnung straße 25
Gg. Korbus, Einmachgeschäft
Man verlange ausdrückl. „Rino.‟
Telephon 1093.
Louiſenſtraße 36.
Gees.
gute Küche, ½ Schopp. 1912er 25 Pfg., Bier v. Faß.
Se