E
en
.
Ge
e
Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtasz,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße, 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beikage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenkuren und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 141.
Donnerstag, den 19. Jum.
1913.
ſein politiſches Teſtament verfaßte, durch welches er einen
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
zöſiſche Allianz aufzufriſchen, wird mit etwaigen Intrigen
Druck auf ſeine Nachfolger auszuüben verſuchte, noch im an den maßgebenden ruſſiſchen Stellen in Anbetracht der
Vollbeſitze ſeiner Geiſteskräfte war, iſt aus den Mittei= guten Beziehungen, die unbedingt auch zwiſchen
Deutſch=
lungen des Profeſſors Hintze nicht erſichtlich. Jedenfalls land und Rußland beſtehen, wenig Glück haben.
Das Wichtigſte vom Tage.
gebührt unſerem Kaiſer Dank dafür, daß er mit raſchem
Die Zuſammenkunft Kaiſer Wilhelms und Entſchluſſe das gefährliche Dokument aus der Welt ge=
Deutſches Reich.
des Königs Viktor Emanuel wird vorausſicht= ſchafft und damit von ſeinen eigenen Anſchauungen über
lich am 2. Juli ſtattfinden.
— Das Kaiſer=Jubiläum und Oeſter=
Verfaſſungstreue unzweideutig Zeugnis abgelegt hat.
Die Budgetkommiſſion des Reichstages hat
reich=Ungarn. Kaiſer Franz Joſef hat in einem
mit allen gegen 5 Stimmen, nämlich 3 konſervativen und
eigenen Armeebefehl des Regierungsjubiläums ſeines
2 Zentrumsſimmen, die §§ 1 und 2 des Entwurfs, betr.
deutſchen Verbündeten gedacht; das ungariſche Abgeord=
Aenderungen im Finanzweſen, abgelehnt.
Das ruſſiſch=franzöſiſche
netenhaus hat in feierlichſter und würdigſter Form dem
In einer geheimen Sitzung des Theaterausſchuſſes in
deutſchen Kaiſer ſeine Glückwünſche ausgeſprochen; im
Bändnte,
Breslau, an der auch Mitglieder des Magiſtrats
öſterreichiſchen Abgeordnetenhauſe aber iſt der Präſident
teilnahmen, wurde beſchloſſen, die Aufführung
Von Zeit zu Zeit halten die offiziellen Kreiſe
Frank=
des Hauptmannſchen Jahrhundert=Feſt=
Dr. Sylveſter durch den Widerſpruch der Tſchechen
ge=
reichs es für notwendig, die Welt daran zu erinnern, daß
ſpiels zu inhibieren.
die Allianz mit Rußland noch fortbeſteyt. Neuerdings nötigt worden, jene Beglückwünſchung Kaiſer Wilhelms
Aus der Ballon=Fernfahrt um den großen hat die franzöſiſche Regierung es für zweckmäßig gehal= zu unterlaſſen! Die Tſchechen drohten mit der Auffüh=
Preis des Aeroklubs iſt als Sieger Alfred
rung von Skandalſzenen, falls der Präſident ſeine Abſicht
Leblanc hervorgegangen, der geſtern mit dem Ballon ten, dieſes Bündnis mit der dreijährigen Dienſtzeit, die
verwirklichen wolle, und gaben vor, in dem geplanten
„Ile de France” zu Hull an der engliſchen Nordſeeküſte man bekanntlich in Frankreich wieder einführen will, in
landete.
Verbindung zu bringen. Auf eine Anfrage aus dem Höflichkeitsakt eine politiſche Kundgebung von großer Be=
Auf der Stettiner Vulkanwerft iſt jetzt die! Hauſe, ob nicht etwa eine Abmachung mit der ruſſiſchen deutung zu erblicken. Die Tſchechen haben damit einen
Deutſchenhaß betätigt, der als ſolcher niemand mehr in
Kiellegung für den „Erſatz Hohenzollern” er= Regierung, die im Vorjahre anläßlich des Beſuches
Poin=
folgt. Die neue „Hohenzollern” wird mit einer Tur= carés getroffen wurde, für das Regierungsprojekt mitbe= Erſtaunen ſetzen wird, der aber im Zuſammenhange mit
binenmaſchinengnlage und allen modernen
Vorrichtun=
der Weltlage die beſondere Aufmerkſamkeit Deutſchlands
gen, Unterwaſſer=Schallſignalen, drahtloſer Telegraphie, ſtimmend war, erklärte der Miniſterpräſident Barthou,
daß Rußland die gleichen Kraftanſtrengungen mache, da= um ſo mehr erheiſcht, als auch der Polenklub des
öſter=
doppelter Bodenbeplankung, ausgerüſtet ſein.
reichiſchen Abgeordnetenhauſes nach den vorliegenden
Der Hapag=Dampfer „Imperator” der ſich mit beide Armeen für alle Eventualitäten bereit ſeien.
auf dem Atlantiſchen Ozean befindet, iſt in dichten Dagegen bezeichnete er das Gerücht als unbegründet, daß! Meldungen keinen Finger zur Verhinderung des
tſchechi=
ſchen Vorhabens gerührt, ſondern dem Präſidenten gegen=
Nebel geraten und kann ſich nur mit 17 Knoten weiter der Geſetzentwurf über die dreijährige Dienſtzeit infolge
über den Verzicht auf die Kundgebung angeraten hat.
bewegen. Infolgedeſſen wird die Ankunft des Dampfers eines im letzten Sommer zwiſchen dem Zaren und dem
in New=York erſt morgen früh erwartet.
jetzigen Präſidenten der Republik abgeſchloſſenen Ueber= Allerdings wird der deutſche Nationalverband eine
Glück=
wunſchkundgebung erlaſſen. Aber damit ändert ſich nichts
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
einkommens im Parlament eingebracht worden ſei. Das
neue Militärgeſetz ſei keine Provokation, ſondern eine Ab= an der Tatſache, daß in der öſterreichiſchen
Volksvertre=
tung das Slaventum ſtark genug iſt, aus Deutſchenhaß
wehrmaßregel. Dieſe Ausführungen des
Miniſterpräſi=
denten riefen in der Kammer bei einem großen Teil der gegenüber dem Monarchen des eng verbündeten Deutſchen
Der Kaiſer und die Verfallung. Abgeordneten einen langanhaltenden ſtürmiſchen Beifall Reiches eine Handlung ſelbſtverſtändlicher Höflichkeit zu
verhindern. Welche Faktoren hinter dieſer herausfordern=
*⁎* Die Mitteilung des Profeſſors Hintze über die hervor. Die miniſterielle Rede war, wie nachträglich
be=
den Haltung der Tſchechen unter Umſtänden ſtecken kön=
SStellung des Kaiſers zur Verfaſſung iſt geeignet, das kannt wird, nicht unvorbereitet gehalten worden. Im
nen, muß unerörtert bleiben. Auch nur für ſich genom=
Bild, welches ſich das deutſche Volk ſchon bisher von ſei= letzten Miniſterrate hatte man vereinbart, daß der
Mini=
nem Kaiſer gemacht hat, in wirkſamer Weiſe zu ergänzen. ſter des Auswärtigen Pichon die Verteidigung der fran= men, bedeutet dieſer lehrreiche Vorgang im
öſterreichi=
ſchen Abgeordnetenhauſe einen nachträglichen Grund meh:
Wir kennen den Monarchen als einen in jeder Hinſicht zöſiſch=ruſſiſchen Allianz gegen die ſcharfen Angriffe von
pflichtgetreuen Fürſten, der es mit ſeinem Amte und mit ſozialiſtiſcher Seite Herrn Barthou überlaſſen ſoll. Die für die Einbringung der deutſchen Wehrvorlage, deren
Notwendigkeit durch die Haltung des öſterrbichiſchen
ſeinen Aufgaben ernſt nimmt. Und wenn der Kaiſer auch Regierung wollte der Oppoſition keine Gelegenheit geben,
Slaventums hell beleuchtet wird.
brennende Fragen der auswärtigen Politik zu berühren
ſeine verfaſſungsmäßigen Rechte zu wahren beſtrebt iſt
Nach Bekanntgabe der Amneſtie=Er=
und ſich dieſe nicht verkümmern läßt, ſo ehrt er doch auch und ebenſo wenig die gegenwärtigen Beziehungen
zwi=
die Rechte anderer, insbeſondere diejenigen der übrigen ſchen den Generalſtäben von Paris und Petersburg auflaſſe wurde ſeitens der Staatsanwaltſchaften eine emſige
geſetzgebenden Faktoren. Er hat beſchworen, die Verfaſ= den Grad des Vertrauens, das ſie einander zurzeit ent= Tätigkeit entfaltet, um die Akten zu prüfen, ob ein
Straf=
ſung aufrechtzuerhalten und zu ſchützen, und der Eid iſt gegenbringen, zu erörtern. Daher hielt es der Miniſter=erlaß zu empfehlen ſei oder nicht. Die Arbeiten waren
ihm heilig. Das ſtark ausgeprägte Pflicht= und Verant= rat für angebracht, daß Barthou durch eine Zwiſchenbe= weit umfangreicher als bei früheren Anläſſen dieſer Art.
wortlichkeitsgefühl war es wohl auch, welches den Kaiſer merkung über die allgemeine Notwendigkeit der Kriegsbe= Es iſt zu erwarten, daß bald die Vorbereitungen völlig
bewog, die Mahnung Friedrich Wilhelms IV. an ſeine, reitſchaft beider Verbündeten ſich und die Regierung aus erledigt ſein werden und ſich dann für viele die
Gefängnis=
türen öffnen. Dem Vernehmen nach wird die Zahl der=
Nachfolger, die Verfaſſung umzuſtoßen, nicht länger auf= der Affäre ziehe.
Für dieſe Taktik zeigte die Mehrheit der Kammer jenigen, auf die die Gnadenerlaſſe Anwendung finden, doch
zubewahren und auf die Träger der Krone Preußens
wirken zu laſſen, ſondern das Dokument zu vernichten volles Verſtändnis, und es iſt ſehr leicht möglich, daß die recht groß ſein.
— Aus Kamerun. Von der bisherigen Reſiden=
und damit ein für allemal unſchädlich zu machen. Die Regierung durch die Betonung der ruſſiſch=franzöſiſchen
beiden erſten Nachfolger jenes preußiſchen Königs hatten Rüſtungsgemeinſchaft dem Geſetz über die dreijährige tur Adamaua iſt, laut dem Kameruner Amtsblatt, der
ſich zu dieſem Entſchluſſe nicht bewogen gefühlt, erſt der Dienſtzeit in der Kammer neue Anhänger eingebracht hat. ſüdliche Teil abgetrennt und als ſelbſtändige Reſidentur
junge Herrſcher, dem man während ſeiner bisherigen Re= Die kann Herr Barthou allerdings ſehr gut gebrauchen, Ngaundere mit Amtsſitz in der gleichnamigen Stadt
ein=
gierung ſo und ſo oft abſolutiſtiſche Neigungen zuſchrieb, denn noch immer iſt die Gegnerſchaft nicht zu unter= gerichtet=worden. Die bisherige Reſidentur Adamaua
er=
führte ihn durch, und er empſand nach eigenem Geſtändnis ſchätzen und die Annahme der Vorlage bis jetzt keines= hält die Benennung „Reſidentur Garua‟. Der Amtsſitz
eine große Erleichterung, als es geſchehen war, denn ſei= wegs geſichert. Auch der Kriegsminiſter Etienne hielt bleibt in Garua. Von dem bisher franzöſiſchen Gebiet
nen Nachfolgern konnte ſich nun der Verſucher nicht mehr es in derſelben Kammerſitzung abermals für notwendig, in Nordkamerun wird der Reſidentur Garua das Gebiet
nahen, ſie zu einem Schritte zu bewegen, der verhäng= das neue Geſetz in längerer Rede zu begründen. Seine der Lame= und Mundang=Heiden zugeteilt. Um eine Ver=
Auslaſſungen gipfeln darin, daß die wahre Urſache der zögerung der Arbeiten der deutſch=franzöſiſchen
Grenz=
nisvolle Folgen gehabt hätte.
Kaiſer Wilhelm hat eine hohe Meinung von ſeiner franzöſiſchen Heeresverſtärkungen in der Erhöhung der expedition zu vermeiden, müſſen aus dem ſüdlichen Teile
des Bezirks Wolö=Ntem zahlreiche Arbeiter für die Ex=
Stellung, und zwar mit Recht; er ſteht auf dem Stand= Friedensſtärke der deutſchen Armee auf 860000 Mann zu
punkt, daß ihm ſein Amt von Gott gegeben ſei, dem al= erblicken ſei. Eine Regierung, die ſolche Projekte er= pedition geſtellt und erhebliche Mengen von Verpflegung
lein er Rechenſchaft abzulegen habe, aber ſeine Stellung fahre und keine Gegenmaßregeln treffe, würde ihrer geliefert werden, ſodaß die Bevölkerung dieſes Gebietes
zur Verfaſſung zeigt doch, wie unrecht man ihm oft getan Pflicht nicht gerecht werden. Die dreijährige Dienſtzeit für die unbeſchränkte Aufnahme des öffentlichen Verkehrs
hat, wenn man aus einzelnen ſeiner Reden eine Gering= ſei notwendig für den Schutz des Landes, von dem das zeitweiſe nicht geeignet erſcheint. Es iſt daher der ſüdliche
ſchätzung der Verfaſſung herausleſen zu können glaubte. Schickſal Frankreichs abhänge. Daß die franzöſiſche Re=Teil des Bezirks Wolö=Ntem für die Dauer der Arbeiten
Insbeſondere der Begriff des Gottesgnadentums läßt ſich gierung es nicht leicht hat, die dreijährige Dienſtzeit im der Grenzexpedition daſelbſt für geſperrtes Gebiet erklärt
ſehr wohl mit der Verfaſſungstreue vereinigen, und Kai= Parlament durchzuſetzen, beweiſen die zahlreichen Reden, worden. Die Ein= und Abſetzung politiſch bedeutender
ſer Wilhelm hat letztere ja auch nie durch Betonung des die gerade Herr Etienne bei jeder Gelegenheit hält. Die eingeborener Machthaber iſt von der vorherigen
Geneh=
erſteren vernachläſſigt, vielmehr kann ihm das Zeugnis Verantwortung für die franzöſiſche Militärvorlage ſucht migung des Gouvernements abhängig gemacht, ſoweit
nicht verſagt werden, daß er ſich im Laufe ſeiner Regierung er dann ſtets auf Deutſchland abzuwälzen, das nach ſei= nicht zwingende politiſche Gründe die ſofortige Entfernung
ner Anſicht nur deshalb weiter rüſte, um eines Tages erheiſchen.
als ein konſtitutioneller Fürſt erwieſen hat.
Wie König Friedrich Wilhelm IV. über die ihm im Frankreich zu überfallen. Allen gegenteiligen Verſiche=
Ausland.
Sturmjahre 1848 abgerungenen Volksrechte dachte, iſt kein rungen der deutſchen Regierung will Herr Etienne keinen
Frankreich.
Geheimnis. Nie hat er vergeſſen können, daß er der Glauben beimeſſen, oder er tut wenigſtens ſo, um ſein
Macht des Volkes ſich beugen und dieſem Konzeſſionen beſtes Agitationsmittel nicht aus der Hand zu geben.
Jaurés Kampf gegen die dreijährige
machen mußte. Der ganze Groll des Königs ſpricht aus
Wir Deutſchen nehmen die Erklärungen franzöſiſcher Dienſtzeit. In der Kammer erklärte Jaurés, daß er
einem Briefe an Bunſen, worin er in den heftigſten und Miniſter nicht ſo tragiſch, weil wir ganz gut wiſſen, daß und ſeine Freunde bei dem Geſetz, betreffend die
Ver=
ſchärfſten Ausdrücken über die ihm von der Frankfurter ſie gern über das Ziel hinausſchießen. Deshalb brauchen längerung der militäriſchen Dienſtzeit, gegen die Dring=
Nationalverſammlung angebotene Kaiſerkrone urteilt, die wir uns auch über die neuerliche Verſicherung, daß Ruß= lichkeit und gegen den Eintritt in die Diskuſſion ſtimmen
er nicht aus den Händen des Volkes, ſondern aus den=land gleichfalls gegen Deutſchland rüſte, nicht beſonders würden. Bei der Abſtimmung wird die Dringlichkeit mit
jenigen der Fürſten entgegennehmen wollte und be=aufzuregen. Herr Delcaſſé, der jetzt in Petersburg ſitzt, 375 gegen 190 und der Eintritt in die Diskuſſion mit 381
kanntlich auch ablehnte. Ob Friedrich Wilhelm, als er und ſeine ganze Kraft aufbieten wird, die ruſſiſch=fran=gegen 189 Stimmen beſchloſſen Es erhielt darauf Vaillant
Nummer 141.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19. Juni 1913.
Seite 2.
Die Reichsdumg bewiligte in öfenlicher
das Wort, um den Gegenvorſchlag der Gruppe der Ge= ſausſprach, daß nicht Nabat, ſondern Fez zum Size der
Sitzung die Dringlichkeit für einen Geſetzentwurf über
einigten Sozialiſten zu verteidigen. Die Mehrzahl der franzöſiſchen Schutzherrſchaft beſtimmt werde.
die für 1913 geforderten Kredite für Kriegsſchiffs=
Deputierten nahm die Ausführungen Vaillants, der
Niederlande.
bauten, entſprechend dem Programm über Neubau der
die Schaffung eines Nationalheeres anregte, mit Spott
Bei den Wahlen zur Zweiten Kammer Flotte, Ausrüſtung und Errichtung von Staatswerften,
entgegen, während ihm ſeine Freunde Beifall zollten.
Vaillant ſprach den Wunſch aus nach einer franzöſiſch= wurden 41 Mitglieder der Rechten und 12 Mitglieder der und nahm einen Geſetzentwurf an zwecks Ausführung der
deutſchen Annäherung und bedauerte es, daß die auswär= Linken gewählt. Die gewählte Rechte ſetzt ſich zuſammen Verpflichtungen Rußlands aus dem internationalen
tige Politik Frankreich es nicht verſtanden habe, eine aus: 24 Katholiken, 10 Antirevolutionären, 7 Chriſtlich= Uebereinkommen zum Schutze der Eisbären gemäß dem
Einigung zwiſchen England, Frankreich und Deutſchland Hiſtoriſchen; die Linke aus: 9 Liberalen, 2 Demokraten Beſchluſſe der Budgetkommiſſion. Abgelehnt wurden zwei
zu verwirklichen, um ſo den Frieden und den Fortſchritt und 1 Sozialdemokraten. Es ſind 47 Stichwahlen Vorlagen des Kriegsminiſters über die Bewilligung von
der Menſchheit zu garantieren. Er tadelte es, daß die erforderlich, woran 5 Katholiken, 23 Antirevolutionäre, Unterſtützungen an die Donſchen Koſaken, die durch die
franzöſiſche Regierung ſich das Geſetz der dreijährigen 11 Chriſtlich=Hiſtoriſche, 24 Liberale, 10 Demokraten und ſchlechte Ernte von 1912 notleidend ſind; die eine Vorlage
21 Sozialdemokraten beteiligt ſind.
erfordert 155000 Rubel, die andere 1322 157 Rubel. Beide
Dienſtzeit durch den ruſſiſchen Imperalismus habe auf=
Ausgaben wurden von der Regierung auf Grund des Ar=
Spanien.
nötigen laſſen. (Kriegsminiſter Etienne und Miniſter=
Die politiſche Lage. Die republikaniſchen tikels 17 der Abſchätzungsordnung geleiſtet. Die
Budget=
präſident Barthou proteſtierten lebhaft gegen dieſe
Be=
hauptung.) Vaillant fuhr mit der Verteidigung der pazi= Parlamentarier beſprachen unter Vorſitz von Azcarato die kommiſſion berichtete, die Zuweiſung der beiden Beträge
ſiſchen Doktrin der internationalen Sozialiſten fort und politiſche Lage. Sie gaben ihre Meinung dahin ab: entſpräche nicht den Vorausſetzungen des Artikels.
Gegen die Kinderſterblichkeit. Durch
lobte die Organiſation einer Miliz und befürwortete die Erſtens ſei die Vertagung der Cortes auf unbeſtimmte
Zeit ungerechtfertigt und unangebracht. Zweitens lade einen kaiſerlichen Erlaß, der ſich mit der Kinderſterblich=
Einrichtung eines Milizheeres.
Im weiteren Verlauf der Sitzung erklärte Jaurés, ſich die Regierung eine ſehr ſchwere Verantwortlichkeit keit in Rußland befaßt, ſoll in Petersburg eine beſondere
er werde ſtets eine jegliche Abenteurer= und Revanchepoli= auf, indem ſie das Vorgehen in Afrika ohne Mitwirkung Anſtalt geſchaffen werden, in der Kinder mit ihren ſie
tik verſchmähen. Er wünſche einen endgültigen Frieden und Kontrolle des Parlaments organiſiere. Der Wider=ſtillenden Müttern aufgenommen werden ſollen. Die von
vorzubereiten, aber die Stärke des Landes bis zum höch= ſpruch im Lande ſei ſehr ſtark; das einzige Mittel, ſeinen den Privatbanken in Petersburg und Moskau anläßlich
ſten Grade auszubilden, denn das Land müſſe, ohne die gewaltſamen Ausbruch zu verhindern, beſtünde darin, die des 300jährigen Jubiläums der Dynaſtie Romanow ge=
Beihilfe gering zu achten, welche die Diplomatie ihm in Aktion auf ein einfaches Zuſammenarbeiten mit der ma= ſtiftete eine Million Rubel iſt für die Unterhaltung
die=
der Welt erwerben könne, allein auf die eigene Kraft zäh= rokkaniſchen Bevölkerung zu reduzieren. Drittens ſei es ſer Anſtalt beſtimmt worden, die unter das Protektorat
len. (Lebhafter Beifall auf zahlreichen Bänken. Auch ganz beſonders nötig, das Rekrutierungsgeſetz ſtreng an= der Kaiſerin Alexandra Feodorowna geſtellt worden iſt,
Miniſterpräſident Barthou zollte dem Redner ſeinen Bei= zuwenden; die Reichen müßten ebenſo wie die Armen nach
Türkei.
fall.) Jaurés fügte hinzu, er ſei ſtolz auf die Bemühun= Marokko in den Kampf ziehen. Viertens müſſe die finan=
Das neue Kabinett hat ſich folgendermaßen
gerKder deutſchen Genoſſen gegen den Militarismus jen= zielle Lage alsbald durch weiſe Sparſamkeit verbeſſert
gebildet: Der Großweſir Said Halim Paſcha übernimmt,
ſeils des Rheins, und gab dem Vertrauen Ausdruck, zu werden, damit der Staatsſchatz nicht wieder ſeine Zuflucht da Rifaat Paſcha es endgültig abgelehnt hat, das
Porte=
der Wirkſamkeit eines eventuellen Proteſtes von vier Mil= zur Banque d’Eſpagne zu nehmen brauche, ein Zuſtand, feuille des Aeußern. Ferner übernehmen Izzet Paſcha
lionen gleichgeſinnter Seelen. Jaurés fuhr fort, daß die deſſen Nachteile man von früher kenne. Fünftens ſei es das Portefeuille des Krieges, Talaat Bey das Innere,
Regierung die Verſtärkung der deutſchen Rüſtungen auf unzuläſſig, die Cortes unter dem Vorwande von Spal= der frühere Kammerpräſident Halil Bey das Präſidium
dem Gebiete der kaſernierten Armee nicht nachzumachen tungen der liberalen Partei zu vertagen. Der Vorwand des Staatsrats, Osman Nizami Paſcha die öffentlichen
brauche, da dies ein Gebiet ſei, auf welchem ſie von vorn= ſei beleidigend für die Cortes, welche man als einen Arbeiten, Senator Suleiman el Poſtani, ein chriſtlicher
herein um 200000 Mann unterlegen ſei. Jaurés ver= Spielball der Parteizerwürfniſſe hinſtelle, während ſie Araber, den Handel und Ackerbau. Der Scheich ül Islam,
ſpottete dann den deutſchen Generalſtab, der glaube, beim Diener und Vertreter der Landesintereſſen ſein ſollten. ſowie die Miniſter der Marine, der Finanzen, des Evkafs,
Frühſtück mit einem Volke von 39 Millionen fertig wer= Wenn Spaltungen offen zutage träten, hätte es ſich ge= der Juſtiz, für Unterricht ſowie für Poſt und Telegraphen
den zu können. Jaurés hält die Beſetzung der franzöſi= ſchickt, die Cortes aufzulöſen. Das wäre beſſer geweſen, behalten ihre Portefeuilles bei. Das Kabinett gewinnt ſo
ſchen Grenze durch die deutſche Armee für unmöglich, als eine Vertagung auf unbeſtimmte Zeit.
einen ausgeſprochen jungtürkiſchen Charakter. Es zählt
falls die ſchützenden Forts in gehörigem Zuſtande ſeien;
zwei chriſtliche Mitglieder nämlich Poſtani und den Poſt=
Portugal.
er glaube nicht, daß die deutſchen Truppen vor dem 16.
miniſter Osman, einen chriſtlichen Armenier.
In der Kammer brach bei der Beratung eines
Tage eintreffen könnten. Iſt die Zerrüttung bei uns, ſagte
Die Oberſten Fuad Bey und Kamal Bey,
Jaurés, derart, daß wir am 16. Tage noch nicht bereit bedeutungsloſen Geſetzentwurfs ein Tumult aus; es
wur=
der Schwiegervater des Prinzen Feheddin, der
Haupt=
ſein können? Uebrigens bieten die an Menſchen reichen den die Seſſel zerbrochen. Die Kundgebungen ſetzten ſich
mann Ziki und noch ein anderer Hauptmann ſind im
Zu=
nördlichen Gegenden unvergleichliche Mittel zu einer ra= in den Gängen fort.
ſammenhang mit dem Anſchlag gegen Mahmud Schef=
Rußland.
ſchen Verteidigung gegenüber plötzlichen Angriffen, die
ket verhaftet worden. Der frühere Präſident des
man für möglich bezeichnet. (Beifall auf der äußerſten
Rußland und Deutſchland. In dem aller=
Staatsrats, Said Paſcha, wurde an Stelle Ferid Paſchas
Linken.) Da Jaurés ermüdet war, unterbrach er ſeine höchſten Reſkript an den Miniſter des Aeußern Saſonow
zum Präſidenten des Senats ernannt.
Rede um ſie morgen fortzuſetzen.
heißt es: Der mir ſeitens des deutſchen Kaiſers und der
Mangelnde Beſatzung der Panzer=Berliner Bevölkerung erwieſene herzliche Empfang, ſo=
Mexiko.
ſchiffe. Einer Blättermeldung zufolge mangelten den wie die freundſchaftliche Begegnung mit dem engliſchen
Anerkennung der Regierung. Aſſociated
Beſatzungen der Panzerſchiffe während der jüngſten Ma= König iſt für mich um ſo erfreulicher, als ich darin außer Preß meldet aus Mexiko City: Der deutſche
Geſchäfts=
növer der Mittelmeerflotte durchſchnittlich je 100 Mann. der Tradition der alten Freundſchaft den Ausdruck ein= träger hat dem Präſidenten Huerta ein Handſchreiben des
Die Flotte, die nach dem Marinebudget 58 203 Mann auf= mütiger Geſinnung in den Hauptfragen der europäiſchen deutſchen Kaiſers überreicht, in welchem die
Re=
weiſen ſollte, zählt in Wirklichkeit im ganzen nur 55000 Politik in dem gegenwärtigen Augenblick erblicken konnte, gierung von Mexiko anerkannt wird.
Mann. Die Marineverwaltung werde genötigt ſein, die was ein feſtes Unterpfand zur Sicherung des für das
Chile.
fehlenden 3391 Mann unter den Rekruten des Landheeres Glück aller Völker ſo notwendigen Friedensheiles iſt.
Das neue Miniſterium hat ſich
folgender=
zu finden.
Weiter heißt es: Da ich anerkenne, daß Sie in der Ihnen
Die Verwendung der marokkaniſchen infolge der Balkanereigniſſe zugefallenen ſchweren Arbeit maßen gebildet: Inneres: Manuel Rivas, Aeußeres: En=
Anleihe. Der Kammerausſchuß für auswärtige Ange= nicht nur in vollem Maße jede meiner, mir durch die In=rique Villegas, Juſtiz: Fanor Paredes, Finanzen: Arturo
legenheiten hat ſich endgültig für nachſtehende Verwen= tereſſen des mir teuren Rußlands eingegebenen Anwei= Aleſſandri, Krieg: Jorge Matte, öffentliche Arbeiten
En=
dung der marokkaniſchen Anleihe ausgeſprochen: 22 Mil= ſungen erfüllten, ſondern es auch verſtanden haben, mit rique Zamartu.
lionen zur Deckung der früheren Schulden des Machſen ſcharfem Geiſte und Feſtigkeit bei der Verfechtung
(anſtatt der urſprünglich verlangten 25 Millionen); 4 Mil= Ihrer Anſchauungen, ſowie durch die gewiſſenhafte Be=
Stadt und Land.
lionen für die den Opfern der Ereigniſſe in Fez, Mara= handlung jeder Frage ſich die Achtung und das Vertrauen
Darmſtadt, 19. Juni.
keſch und Agadir zu gewährenden Entſchädigungen (an= aller Teilnehmer bei der internationalen Entſcheidung
ſtatt der urſprünglich beantragten 10 Millionen), ferner komplizierter ſchwieriger Fragen zu erwerben, halte ich
Das Meſſeldenkmal in Darmſtadt.
50 Millionen für den Hafen von Caſablanca und 26½ es für meine Pflicht, Ihnen meine aufrichtige Dankbar=
KB. In dem Heſſiſchen Landesmuſeum
Millionen für Straßenbauten. Den für den Bau von keit auszudrücken. Zum Schluſſe heißt es: Ich verbleibe
zu Darmſtadt, der Vaterſtadt Alfred Meſſels,
Verwaltungsgebäuden in Rabat verlangten Kredit lehnte Ihr Ihnen unveränderlich wohlwollender und (vom wird im Laufe des Sommers eine
Bronze=
der Ausſchuß ab, da ſich die Mehrheit desſelben dafür Kaiſer eigenhändig beigefügt) Sie achtender Nikolaus. büſte des ſo früh verſtorbenen Baumeiſters aufgeſtellt
ſen und bei dieſen ungeahnten Menſchenanſammlungen. ten. Die drei bekannten Schläge das Plaudern ver=
Aus den Berliner Kaiſertagen. Voll frohſinnigen Prunkes zeigen ſich beſonders die ſtummt, in der großen Hofloge erſcheint das Kaiſerpaar,
„Linden” in der übereinſtimmenden Betonung von ſich verneigend, die ſechs Söhne und das jungvermählte
Von Paul Lindenberg.
Rot, Gold und Grün in den Säulen, Pylonen und Flag=Töchterchen, dem Madame Etikette diesmal den Sitz in
(Nachkruck verboten.)
Berlin, 17. Juni.
genmaſten; dazu geſellt ſich der reiche Fahnen=, Blumen= der zweiten Reihe anweiſt, werden neben einigen anderen
Kaiſertage in des Wortes ſchönſter Be= und Teppichſchmuck der ſtaatlichen und privaten Bauten, nahe verwandten Prinzen und Prinzeſſinnen ſichtbar.
deutung, erfüllt von froheſter Stimmung, begünſtigt meiſt ſehr dekorartig und geſchmackvoll, die Jubiläums= Machtvoll ſetzt ſofort das Vorſpiel zum „Lohengrin” ein.
von herrlichſtem Wetter! Nur daß der „Ilomo sapiens”, auslagen der Schaufenſter, die wie durch Zauberei ent=Während Telramund vom Schwanenritter beſiegt umſinkt,
der ſonſt ſo ſtolz auf die ihm von der Mutter Natur ver=ſtandenen gärtneriſchen Anlagen der Denkmäler. Aberl wird der neben mir ſitzende zweite Leibarzt des Kaiſers
liehenen vielſeitigen Gaben iſt, in dieſer von Jubel und das ſchönſte ſind doch die frohen Mienen und eine gewiſſe durch einen Adjutanten herausgeholt: die Kaiſerin will
Trubel erfüllen Zeit recht oſt die Unzulänglichkeit des freudige Erregung der Einzelnen wie der Menge: Wir ermübdet die Oper verlaſſen. Deshalb fällt auch der Gerele
eigenen Ichs empfindet: daß er nämlich nur zwei Augen ſind auch dabei, wenn es den Kaiſer zu feiern gilt!”
im Konzertſaale aus. Der folgende Tag bringt genug
O ia, ſie waren und ſind noch dabei, zu vielen, vielen, neue Anſtrengungen.
und zwei Beine hat! Jede Stunde — und dieſe Tage
haben deren zwanzig! — bietet eine ſich ſtets überſtür= vielen Tauſenden! Auf und nieder wallt’s die „Linden”
Heute vormittag um die zehnte Stunde
zende Fülle von Eindrücken hundertfacher Art. von Leben in drei ſich nie erſchöpfenden dunklen Strömen, aus denen vordem Schloß. Wie maleriſch und bunt belebt dies
und Bewegung, von Buntfarbigkeit und Abwechſelung, die unterwegs gekauften Fähnchen zahlreich freundlich Gemälde inmitten des Herzens von Berlin! Dort die
von immer Neuem und häufig Ueberwältigendem. Durch hervorgucken. Geſtern um die ſechſte Stunde, das Ge= ſäulengetragene Muſeumshalle mit ihren roten
Vorhän=
die ganze ungeheuere Stadt pulſt es wie von ſich gegen=dränge ſcheint ſeinen Höhepunkt erreicht zu haben, dar gen und grünen Girlanden. Die Menſchenwälle, die nicht
ſeitig drängendem freudigen Wogen der Begeiſterung und „La-tü, la-tü, la-tü”, die Hupe des Kaiſerlichen Auto= nur den weiten Platz einſäumen, ſondern auch die Dächer
Verehrung; wer ſich inmitten der Volksmaſſen befunden, mobils. Wie von einem Wirbelſturm getrieben jagt und der Ruhmeshalle und nahen Bauten beſetzt halten, die
hat das Gefühl. daß ſich der Kaiſer und die Berliner noch haſtet alles dem Fahrwege zu, donnernde Hochs und Hur=buntbewimpelten Flaggenmaſten an der Spree, der Blick
nie ſo nahe geſtanden und ſich ſo gut verſtanden, wie bei ras, Tücher, Hüte. Fahnen werden geſchwenkt, zehn= und die geſchmückten Linden hinunter. Rauſchende Muſiklänge
dieſem ſtimmungsvoll=erhebenden Jubiläumsfeſte!
zwölffach iſt die Menſchenkette; ein Wunder, daß ſich kein dringen näher und näher „Heil dir im Siegerkranz” iſt’s;
Man erkennt das nüchterne, zurückhaltende, arbeitſame Unfall ereignet; die Schutzleute ſind machtlos und durch Herolde in mittelalterlicher Tracht erſcheinen hoch zu
Berlin gar nicht wieder. Solche nach Hunderttauſenden dies Gewoge, dieſen brandenden Jubel, dieſe innige Be=Roß, ſie bilden die Spitze des Huldigungsfeſtzugs
zählenden Menſchenmaſſen fortgeſetzt, von früh bis in die geiſterung, die von ſelbſt entfacht iſt, fährt langſam dasder Innungen Groß=Berlins. Der Kaiſer in
Nacht hinein, auf der Wanderung zu ſehen, iſt hier tat= offene Auto mit dem Kaiſerpaar, dem man die freu= Küraſſier=Uniform, den blinkenden Helm auf dem Haupt,
ſächlich noch nicht dageweſen. Denn wir jubilieren ja nun dige Bewegung über dieſe wahrhaft volkstümliche Hul=iſt auf den mittleren Balkon des zweiten Stockwerkes
ge=
ſchon ſeit Samstag! Pünktlich war man an dieſem Tag digung deulich anmerkt.
treten, umgeben von ſeinen Söhnen und ſeiner Tochter.
mit der feſtlichen Ausſchmückung der Haupt=
Um 8 Uhr im Opernhauſe. Galaoper iſt angeſagt. die ein fliederfarbiges Koſtüm mit gleichem Federhut
an=
ſtraßen und=Plätze fertig geworden, pünktlich hatte ſich die Der mächtige, Gold in Weiß gehaltene Raum zeigt wieder gelegt. In mehrmaligen Windungen zieht der mehr denn
liebe Sonne eingeſtellt — ſehr wichtig, wie wir es ſchau= ſein glänzendes Bild im ſchönheitsvollen Nahmen der 10 000 Teilnehmer zählende Zug mit vielen Muſikkapellen
dernd und frierend am Freitag im Stadion erlebt — pünkt= duftigen Roſen= und Nelkengewinde wie ſchimmernden über den Platz; ſtürmiſche Grüße werden dem Kaiſer
dar=
lich begann das Ausſchwärmen der Berliner und Frem=orientaliſchen Teppiche. Mit den juwelenverzierten hellen gebracht, der immer wieder und wieder dankt, militäriſch
den, wie ameiſenartiges Gewimmel, das in wirrem Ge=Gewandungen der Damen im erſten und zweiten Rang und mit lebhaften Handbewegungen. Sehr hübſche, oft
miſch alle Klaſſen und Stände, Jung und Alt und Arm vermiſcht ſich die uniformen=Farbenpracht der Offiziere, ſehr feſſelnde Gruppen und Szenen entrollen ſich während
und Reich zuſammenführte. Sehr hübſch, ſehr mannigfal= einheimiſchen wie fremden Diplomaten, der ſonſtigen Wür= der einen Stunde; die alten Innungsfahnen wehen in der
tig und wirkſam iſt das Feſtgewand der Hauptſtadt aus= denträger. Im Parkett nur Herren, häufiger wie ſonſt Zuft, die alten Innungszeichen blinken und blitzen; auf
gefallen, und wenn hier und da geklagt wird, es wäre ſind Frack und güldene Amtsketten vertreten, die Mitglie=Wagen und ſonſtigen Gefährten ſind in maleriſchen
leben=
nicht künſtleriſch und nicht einheitlich, ſo iſt dieſes Kritteln der der Abordnungen, die im Laufe des Vormittags dem den Darſtellungen alte und neue Zeit verkörpert. Eine
nicht angebracht: hier mußten, wie es geſchehen, lebhafteKaiſer ihre Glückwünſche und Gaben dargebracht. haben innige und fſinnige Huldigung der Verliner Bürgerſchaft
und mannigfaltige Farben mit ſtarken Effekten Anwend=hier ihre Plätze erhalten. Man hört, daß der Kaiſer ſehr von ſchönem und tiefem Eindruck! Und von dieſem Tage
ung finden, unter dieſer prallen Sommerſonne, dieſem wohl ausgeſehen und ſehr liebenswürdig geweſen ſei, wird morgen noch mehr zu berichten ſein!
italieniſch=blauen Himmel, bei dieſen Größenverhältniſ= daß die Kaiſerin aber unter ſichtlicher Abſpannung gelit=
Nummer 141.
Seite 3.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19. Juni 1913.
werden, zu der die Mitel durch die Initialipe des Ofen= (der Wohnung ſeiner verheitaleien Schweſter in Ofendach
2 Der Mitranwärterverein beging im Anſchluß
bacher Architekten Hugo Eberhardt von Freunden, Be= einen Diebesbeſuch abgeſtattet, ohne daß dieſe Anzeige eines Familienſpaziergangs durch die hieſigen Waldungen
rufsgenoſſen und Verehrern der Kunſt Alfred Meſſels auf= erſtattete. Als der Angeklagte am 14. April abermals die im ſchönen Garten des Chauſſeehauſes, Heidelbergerſtraße
gebracht worden ſind. Die künſtleriſche Ausführung der Zimmertür gewaltſam öffnete und einen größeren Geld=hierſelbſt, unter ſehr ſtarker Beteiligung ſeiner Kameraden
Bronzebüſte wurde dem Dresdener Bildhauer Georgbetrag ſtahl, machte ſie Anzeige gegen ihren Bruder. Er und deren Angehörigen die Feier des Regierungs=
Wrba, der zu Lebzeiten Meſſels eine außerordentlich hatte aus einer Schublade einen Geldbetrag von 17 Mark jubiläums Sr. Mat des Kaiſers. Der 1. Vorſitzende
lebenswahre Plakette des Meiſters geſchaffen hat, über= und ein Portemonnaie mit 65 Pfg. geſtohlen, welche Be= Salomon begrüßte die Erſchienenen und feierte unſeren
tragen. Als Aufſtellungsort wurde die lichte, monumen= träge er verjubelte. Das Gericht berückſichtigt die Frech= Kaiſer als Friedensfürſten. Die Jugend ſang das Lied
tale Mittelhalle des von Meſſel erbauten Muſeums be= heit dieſer Straftat gebührend und erkennt auf fünf, „Deutſchland, Deutſchland über alles”. Bei Konzert und
ſtimmt, in deren Mittelpunkt bekanntlich die von Ludwig Monate Gefängnis, abzüglich einem Monat der Tanz erfreuten ſich die Anweſenden bis in die ſpäte
Habich geſchaffene Monumentalbüſte des Großherzogs Unterſuchungshatf. — Der Chauſfeur Friedrich Ickler Nacht hinein.
nn. Marine=Verein. Unter zahlreicher Teilnahme be=
Ernſt Ludwig ſteht. Wie man weiß, iſt es dem perſön= von Offenbach erhielt vom Schöffengericht wegen
Ueber=
lichen Eintreten des Großherzogs zu danken, daß der da= tretung zwei Wochen Gefängnis, gegen welches Urteil J. ging der Marine=Verein Darmſtadt am
Diens=
mals von wenigen erſt anerkannte Meſſel in ſeiner Vater=Berufung verſolgte, die geſtern vor der Strafkammer zur tag abend in den prächtig geſchmückten Räumen des
Re=
ſtadt dieſen monumentalen Muſeumsbau errichten konnte. Verhandlung kam. Dem Angeklagten iſt der Führerſchein ſtaurants „Zur Bavaria” die Feier des Regie=
Als Pendant zu der Büſte ſoll auf der Gegenſeite die wegen eines anderen Falles entzogen worden. Er fuhrrungsjubiläums des Kaiſers. Der erſte Vorſitzende
Bronzebüſte des Begründers der Darmſtädter Sammlung, am 28. Oktober vorigen Jahres durch ein enges Gäßchen, Kamerad G. Schnellbacher begrüßte in herzlichen
des Barons von Hüpſch, Auftellung finden, die wobei das Automobil mehrmals rechts und links dieWorten die Feſtverſammlung und hielt eine tief ergrei=
Wrba ebenfalls modelleren wird Der von der Meſſel=Vordſteine geſtreift haben ſoll. Der Schutzmann zog aus ſende Anſprache. Mit einem dreifachen Hurra auf Kaiſer
Sammlung verbleibende Ueberſchuß ſoll zur weiteren dieſer bei Trunkenen üblichen Zickzackbewegung den nahe= Wilhelm, in das die alten Mariner freudig einſtimmten,
liegenden Schluß, daß der Lenker des Wagens angetrunken ſchloß der erſte Vorſitzende ſeine Anſprache. Ein reichhal=
Ausſchmückung dieſer Halle verwandt werden.
ſei und dieſer ſeine ſonſt in den Beinen liegende Unſicher= tiges Programm von muſikaliſchen und Geſangsvorträgen
heit den Rädern des Autos übertragen habe. Er erſtattete der Vereinsmitglieder verſchönte den Feſtabend und hielt
* Vom Großh. Hoftheater. Der Direktor der deshalb Anzeige gegen Ickler. Dieſer beſtreitet ganz ent= die Teilnehmer bis in die ſpäten Abendſtunden in Hröh=
Wiener Volksoper, Rainer Simons, iſt anläßlich ſchieden, daß er betrunken war; er ſei zwar am fraglichen licher Stimmung beiſammen.
der Inſzenierung von „Triſtan” im Zyklus der Frühlings= Montag ſchon ſeit Sonntag vormittag im Dienſt geweſen,
Kaufmänniſcher Verein von 1858. Die letzte ſtark
feſtſpiele des Darmſtädter Hoftheaters von Sr. Königl. aber während dieſer ganzen Zeit habe er nur zwei Glas beſuchte Monatsverſammlung des Bezirks be=
Hoheit dem Großherzog zum Geheimen Hofrat Bier getrunken. Wenn er in jener Straße ſo unſicher ſchäftigte ſich eingehend mit der Errichtung eines
ernannt worden.
gefahren wäre, hätte es ſeiner Anſicht nach bei dem ſtarken Städtiſchen Stellennachweiſes für Kauf=
* Perſonalien von der heſſiſch=preußiſchen Eiſen= Verkehr zweifellos ein Unglück gegeben. Es ſei wohl. leute. Alsdann wurde mit beſonderer Freude davon
bahngemeinſchaft. Das durch Erlaß vom 27. Januar möglich, daß er die Bordſteine wiederholt ſtreifte, dies Kenntnis genommen, daß ſich der Hanſabund und der
1905 von Sr. Majeſtät dem König von Preußen ge= geſchah aber nur beim Unllenken. Die Strafkammer hob Handelsverein dem diesjährigen Rundſchreiben bezüglich
ſtiftete Erinnerungszeichen iſt den nachbenannten das Urteil des Schöffengerichts auf und ſprach den Erwirkung von Erholungsurlaub, welche die Angeſtellten=
Eiſenbahnbedienſteten verliehen worden für 25jährige Angeklagten frei. — Der 35jährige Handarbeiter Verbände alljährlich verſenden, als Mitunterzeichner an=
Dienſtzeit: dem Bahnhofsvorſteher Wilhelm Weber, Georg Wilhelm Heß von Offenbach wurde vom Schöf= geſchloſſen haben. Der Vergnügungsausſchuß berichtete
Groß=Gerau und dem Lokomotivführer Albert Badten
fengericht Offenbach zu vier Monaten Gefängnis über die Vorbereitungen zu dem diesjährigen Sommer=
Darmſtadt.
g. Schwurgericht. Das Schwurgericht verhandelte in verurteilt, weil er in der Nacht zum 23. Februar in feſte, welches am 5. Juli auf dem Heiligkreuzberg gefeiert
Offenbach auf der Straße einem ihm begegnenden Ar= werden ſoll. Für die geplante Tanzauführung, die unter
ſeiner geſtrigen Sitzung gegen die 20jährige, bisher unbe= heiter ohne beſondere Veranlaſſung einen gefährlichen Leitung eines Tanzlehrers einſtudiert wird, wird bereits
ſtrafte Dienſtmagd Eliſabeth Frieß aus Steinen wegen Meſſerſtich verſetzte. Die von ihm eingelegte Berufung eifrig geübt. Ferner wurde noch über das Geländeſpiel,
vorſätzlicher Kindestötung. Die Angeklagte zog er auf Anraten des Gerichts zurück.
welches die Jugendabteilung des Bezirks kürzlich
veran=
hat am 24. Januar in Offenbach ihr neugeborenes Kind in
* Silberhochzeit. Freitaa, den 20. d. Mts begehen ſtaltet hatte, ein kurzer Bericht erſtattet. Der Vorſtand
ihrem Bett erſtickt. Die Dienſtherrin entdeckte das
Verbre=
chen durch Zufall erſt einen Monat nach der Tat. Die An=Poſtſchaffner Heinrich Morchel und Frau Johanna, teilte mit, daß die Mitgliederzahl des Bezirks in den
letz=
ten Wochen ganz erheblich zugenommen habe, was von
geklagte iſt in vollem Umfange geſtändig. Vertreter der geb. Roth, das Feſt ihrer Silbernen Hochzeit
* Heimverband. Man ſchreiht uns: Durch Nach= den zahlreich anweſenden Herren mit großem Beifall auf=
Anklage war Staatsanwalt Dr. Leoni, Verteidiger fragen verſchiedener Damen veranlaßt, bereitet der Heim= genommen wurde.
Rechtsanwalt Raab. Außerdem waren als Sachverſtän=
§ Unfall. Am Dienstag abend gegen 7 Uhr ging
verband ein zweites Heim für den 1. Oktober d. J.
dige geladen Dr. Zinßer=Alsfeld und Kreisaſſiſtenzarzt vor. In dem für die Zeitdauer von 5 Jahren zu ein Geſpann Pferde vom Dragoner=Regiment Nr. 23
Dr Beſt. Die Angeklagte wurde nach der unter Aus= mietenden Hauſe ſind von 20 vermietbaren Einzelräumen am Herdweg nach der Hermannſtraße zu durch. Hierbei
ſchluß der Oeffentlichkeit abgehaltenen Beweisaufnahme bereits mehrere vorgemerkt. Weitere Reflektanten werden kam ein Pferd zu Fall und wurde nicht unerheblich
wegen vorſätzlicher Kindestötung unter Zubiligung mil= deshalb gebeten, ſich baldigſt zu melden. Es ſei noch verlehzt.
dernder Umſtände zu der geſetzlichen Mindeſtſtrafe von bemerkt, daß auch ältere Ehepaare, ſowie ältere Herren
§ Diebſtahl. Einem Pflaſterer iſt am Montag
nachmittag zwiſchen 1 und 3 Uhr aus ſeiner in einer
zwei Jahren Gefängnis abzüglich 2 Monate der Aufnahme finden. (Näheres ſiehe Anzeige.)
Unterſuchungshaft verurteilt. — Die für heute angeſetzte
* Moderne Jugendpflege auf dem Lande. Man Bauhütte am Mathildenplatz aufgehängten Weſte ſeine
Straffache fällt aus, da der Angeklagte auf ſeinen Geiſtes=ſchreibt uns: Auch auf dem Lande mitten im Oden=ſilberne Taſchenuhr geſtohlen worden.
zuſtand unkerſucht werden ſoll
walde beginnt der Geiſt des neu aufſtrebenden deutſchen
g. Strafkammer. Der großen an ihn herangetretenen! Idealismus ſich zu regen. Davon legte ein Sommerfeſt
* Konzertveranſtaltungen. Städtiſcher Saal=
Verſuchung erlegen iſt der 21jährige Handlungsgehilfe L. beredtes Zeugnis ab, das in dieſen Tagen in Mümling=bau. Das vierte Donnerstags=Konzert der Kapelle
Franz Melchior von Offenbach. Er wurde von ſeiner Grumbach von Turnverein und Jungmädchenverein des Leibgarde=Regiments bringt u. a. im Programm:
Firma am 12. April, obwohl er erſt zwei Wochen dort dieſes Ortes gefeiert wurde. In der Erkenntnis, daß Beethovens Ouvertüre zu „König Stephan”, zwei Sätze
in Stellung war, beauftragt, Gelder einzukaſſieren. Die Alkohol und Jugendpflege nicht zuſammen paſſen gab aus der Ballettmuſik zu „Feramors” von A. Rubinſtein,
dadurch erlangten 10 000 Mark reizten ſeine Abenteuerluſt es nämlich auf dem Feſtplatz keinen Tropfen Alkohol, das melodiſch edel gehaltene Adagio aus F.
Mendels=
derart daß er das Geld nicht ablieferte, ſondern nach dagegen war in ausreichender Weiſe für alkoholfreie ſohns Schottiſche Symphonie”, Tonbilder aus R. Wag=
Frankfurt fuhr, um dort in einer Nacht in der Geſellſchaft Erfriſchungen geſorgt. Das Feſt geſtaltete ſich zu einem ners „Walküre”, und auf Wunſch wiederholt: F. Liſzts
leichtſinniger Kumpane 150 Mark von dem veruntreuten rechten Volksfeſt, an dem ſich Jung und Alt in unge= zweite Ungariſche Rhapfodie. Ferner zum erſten Male;
Gelde durchzubringen. Am nächſten Tage ging er flüchtig. trübter Freude beteiligte. Schon der Feſtplatz hoch oben Hundert Jahre Schwert und Leher, vaterländiſches Ton=
Er wurde jedoch kurze Zeit danach wieder in Luzern ſeſt= am Rimhorner Weg, wo die roten Steinbrüche ragen, gemälde von Möllendorf. (Siehe auch Anzeige.) —
Mat=
genommen und nach Deutſchland ausgeliefert. Er hatte mit hoher Gebirgswand im Hintergrund und freiemhildenhöhſaal, Dieburger Straße 26. Am
Don=
ſich nun geſtern vor der hieſigen Strafkammer zu verant= Ausblick ins Mümlingtal, war für gutes Gelingen des nerstag, den 19. Juni, findet Großes Militär=Konzert
worten. Er iſt in vollem Umnfange geſtändig. Als er dieTages von Bedeutung. In dieſen äußeren Nahmenſtatt, ausgeführt von einer Abteilung der Kapelle des
150 Mark veriubelt hatte, ſei ihm die Reue über ſeine Tat der freien Natur paßte ein von Schweſter A. Reußner Leib=Drag.=Regiments Nr. 24. Eintritt iſt frei. (Siehe
gekommen. Er wußte aber nicht, woher er dieſe fehlenden gedichtes Spiel vom Ueberfall eines Lützowſchen Korps Anzeige.)
150 Mark erſetzen konnte. Deshalb habe er die Flucht er= aufs beſte. In gleicher Weiſe kamen hier die ſchönen
griffen. Bei ſeiner Feſtnahme wurden noch 9000 Mark bei alten Volkstänze ſowie die Uebungen der Turner zur
Säuglingsfürſorge im Sommer.
ihm vorgefunden. Das Gericht erkannte auf ein Jahr! Auswirkung. Wandervögel aus Darmſtadt und Hanau
— Die Großh. Zentrale für Mutter= und Säuglings=
Gefängnis, abzüglich zwei Monate der Unterſuch= füllten die Pauſen mit Geſang und Zupfgeigenklang
ungshaft. — Der 18jährige Former Jakob Riedel und ſpielten ein luſtiges Stück von Hans Sachs, „Die fürſorge ſendet zur Veröffentlichung folgendes: Sechs
aus Gundernhaufen, der in Darmſtadt in Arbeit ſtand, Kälberbrut”, das mit ſeinem urwüchſigen Humor Alt wichtige Regeln für die heiße
Jahreszeit=
hat Ende April hier einen Einſteigdiebſtahl verübt. Er und Jung entzückte. Zum Schluß ſchwang ſich die 1. Das Zimmer kühl halten! Fleißig lüften! Fußboden
war in eine Manſardenſtube eingeſtiegen, indem er ſich ganze Jugend im munteren Reigen, bis der Abend kam feucht halten! Bei Tage Vorhänge (und Läden) zu! Bei
an der Dachkandel emporſchwana. Es fielen ihm Gegen= und der Freude ein Ende machte. Der ſchönſte Aus= Nacht Fenſter offen! Das Kind muß das kühlſte Plätzchen
ſtände im Werte von etwa 70 Mark in die Hände. Das klang des Feſtes aber war bei den zahlreichen Teil= in der Wohnung haben. 2. Das Kind kühl halten! Leichte
Gericht verurteilte ihn zu zwei Monaten Gefäng=nehmern die Erkenntnis, daß wahre Fröhlichkeit am Kleidung und leichtes Bettzeug (auch im Freien)! Nur
nis, abzüglich einen Monat der Unterſuchungshaft.
beſten ohne Alkohol gedeiht, und mancher, der ſonſt keine Federbetten! Bei großer Hitze kann das Kind auch
Der 18jährige Taglöhner Friedrich Held von Dieburg von den Feſten mit leerem Beutel und ſchwerem Kopf nackt liegen. Täglich wenn irgend möglich lauwarm
ba=
hatte ſich geſtern wegen eines frechen Diebſtahls vor derheimkehrte, ſagte ſich: „Heut wars doch viel ſchöner, den oder wenigſtens lauwarm abwaſchen. 3. Bruſtinder
Strafkammer zu verantworten. Er hatte ſchon zweimal warum kann es nicht immer ſo ſein?”
widerſtehen der Hitze am beſten. Unter keinen Umſtänden
rer Völker in franzöſiſcher Sprache zur Aufführung brin= eine große weißgekleidete Frau, das ſchöne blonde Haar
gen, die in Paris bereits geſpielt ſind. Die künfſtleriſche unbedeckt, die ein Kreuz trüg. Lange Reihen von Mäd=
Feuilleton.
Leitung des Theaters iſt einer Schülerin der Sarah chen, die Lorbeerzweige trugen, ſchloſſen ſich an, und dann
* Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben. Das Kaſſe= Bernhardt, Mlle. Jorska, anvertraut, und die Schau= folgten in endloſen Gruppen die engliſchen
Vertreterin=
ler Tauſendjahrfeſtſpiel. Der Feſtſpiel=Leſe=ſpieler ſollen unter den beſten Künſtlern der Pariſer nen der Suffrageten=Verbände, in Schwarz, Purpur oder
ausſchuß hat die Entſcheidung über das bei der Tauſend= Bühnen gewählt werden. Unter den Werken, die zunächſt Weiß gekleidet, jede eine Blume in der Hand tragend, eine
jahrfeier aufzuführende Stück getroffen. Nach längerer aufgeführt werden ſollen, beſinden ſich Dramen von Henri purpurne Iris, eine Päonie oder eine Lilie. Die inter=
Beratung wurde folgender Beſchluß gefaßt: Unter den 38 Bataille. Franeois de Curel Paul Hervieu, Porto=Riche, eſſanteſte Erſcheinung des Zuges aber war vielleicht ein
Einſendungen, welche auf das Preisausſchreiben vom Henry Bernſtein, Oetave Mirbeau. Brieux, ferner von offener leerer Wagen, der gleich hinter dem Sarge
26. April vorigen Jahres erfolgten, befindet ſich nach dem Ibſen, Gabriele D’Annunzio und Giacoſa.
fuhr. Er war für Mrs. Pankhurſt beſtimmt geweſen,
einſtimmigen Urteil des Preisgerichts keine, die in vollem
aber im letzten Moment hatten ihr Poliziſten die
Teil=
ck. Das Begräbnis der Suffragette. In den erſten nahme an dem Begräbnis unterſagt mit der Begründ=
Maße den an ein Feſtſpiel zur Tauſendjahrfeier zu ſtellen= Nachmittagsſtunden des Samstags ergießt ſich allwöchent= ung, wenn ſie geſund genug ſei, um daran teilzunehmen,
den Anforderungen genügte und als geeignet im Sinne lich durch die Straßen der Londoner Eity ein drängen=ſei ſie auch geſund genug, um wieder ins
Ge=
des Preisausſchreibens zu bezeichnen wäre. Abgeſehen der haſtiger Menſchenſtrom; es ſind die Tauſende und
fängnis zu marſchieren. So wurde denn die
hiervon werden als die beſten der eingereichten Stücke Abertauſende, die nach der Wochentage Müh und Plage Führerin direkt nach dem Holloway=Gefängnis gebracht,
und einander etwa gleichwertig die mit dem Motto nun das Wochenende in Ruhe und Erholung genießen und ihr leerer Wagen war das Symbol, das ſie zurück=
„Weißer Hof” und „1385‟ bezeichneten Manuſkripte aus= wollen Am vorigen Samstag ſtockte dieſe lebendige ließ. Rings um dieſen eigentümlichen „Triumphwagen”
gewählt und jedes mit einem Preis von 1000 Mark be= Flut; die Wagen hielten in langen Reihen in den
beleb=
dacht Aus bühnentechniſchen Gründen wird trotz ge= teſten Teilen und konnten nicht vorwärts. Der Puls der ſchritten Scharen von Frauen, die ſich durch Medaillen
wiſſer Bedenken gegen den Inhalt unter dem Vorbehalt Rieſenſtadt ſchien auf ein paar Stunden zu ſtocken und als „Hunger=Streiker” zu erkennen gaben, darunter eine
einiger Aenderungen das mit dem Kennwort „1385½ ver= die ſonſt ſo eilig nach Hauſe ſtürmenden Menſchen ſtan= Gruppe von 6 Frauen und 1 Mann, die am Tage vorher
ſehene Stück zur Aufführung gewählt. Bei der Oeffnung den geduldig in dichten Reihen, um Zeugen eines merk= vor Gericht geſtanden hatten und deren Sache in der
der beiden mit den obigen Kennworten verſehenen, ver= würdigen Schauſpiels zu werden. Ein endloſer Lei= nächſten Woche zu Ende geführt werden ſollte. Sehr
ſiegelten Briefumſchläge ergeben ſich als Verfaſſer für chenzug bewegte ſich durch die Straßen; die Suffragette; groß war die Anzahl von Frauen, die in den bunten alter=
1385‟ Kunſtmaler Benno von Francken aus Dresden, Englands gaben einer ihrer „Märtyrerinnen” das letzte tümlichen Trachten der Univerſitätsdoktoren erſchienen;
zurzeit Düſſeldorf, und für „Weißer Hof” Lehrer Hein= Geleit und machten daraus eine impoſante Kundgebung mit ihnen gingen 12 Geiſtliche im Ornat. Der Zug war
rich Bertelmann aus Kaſſel.
für die Frauenbewegung. Von Evſom war um ½1 Uhr ſo lang, daß ſein Vorüberziehen über eine halbe Stunde
Bach in England. Aus London wird berichtet: die Leiche der Miß Emily Daviſon auf der Vietorig= in Anſpruch nahm. 10 Muſikkapellen blieſen Trauer=
Von den engliſchen Muſikfreunden wird mit Intereſſe Station eingetroffen, jener Suffragette, die am Derby= märſche und zahlloſe Fahnen flatterten in der Luft, die
das Unternehmen Dr. Terrys aufgenommen, der unter tage den Jockei des Königs aufgehalten hatte und dabei auf purpurnem Grund Inſchriften zeigten wie etwa die
Mitwirkung der Geſellſchaft weiblicher Muſiker eine Reihe ſelbſt tödlich verletzt worden war. Der Sarg wurde von folgenden: „Kämpft und Gott wird den Sieg verleihen”,
von Aufführungen weniger bekannter Werke von Bach einer Eskorte von Suffragiſten, männlichen Anhängern „Sie hat getan, was ſie konnte‟, „Gib mir Freiheit oder
veranſtalten will, mit kleinem Chor und einem Orcheſter. der Bewegung, geleitet, alle in Weiß gekleidet mit ſchwar= gib mir Tod” uſw. Es war ein feierliches und zugleich
wie in Bachs Zeiten. Die Vokalmuſik ſoll hauptſächlich zen Schnüren und barhäuptig. Militäriſch ſalutierend, farbenbuntes Bild, das ſich da entrollte. Die
Suffra=
aus den Kantaten gewählt werden. Das erſte Konzert ſtellten ſie ſich hinter dem von vier Rappen gezogenen getten hatten den Zug trotz des ausdrücklichen Verbotes
wird am 24. Juni ſtattfinden und u. a. die Kantate „Uns Wagen auf, auf den der Sarg gehoben wurde. Jeder der Polizei durch die belebteſten Straßen geleitet, und
iſt ein Kind geboren” und das Fünfte Brandenburgiſche von ihnen trug ein ſeidenes Banner mit den Farben der die heilige Hermandad ließ ſie gewähren. Die gewaltige
Frauenbewegung, ſchwarz umflort. Großartig war der zuſchauende Menge verhielt ſich ruhig und reſpektvoll.
Konzert auf dem Programm haben.
Ein franzöſiſches Theater in New=York. Anblick dieſes mit Lorbeerzweigen geſchmückten, von freilich mehr neugierig als bewegt. So konnte der Sarg
Der amerikaniſche Dramatiker Baldwin Sloane hat vor einem purpurnen Bahrtuch umwallten Trauerwagens, ohne größeren Zwiſchenfälle nach der Station gebracht
kurzem ein „Franzöſiſches Theater von New=York” be= auf dem ſich Berge von Kränzen und Blumen häuften, werden, von wo dann die Leiche nach Morpeth in
gründet und ſelbſt Mittel dafür zur Verfügung geſtellt. Spenden waren von Frauenvereinen aus der ganzen Northumberland, der Begräbnisſtätte von Miß Daviſon,
Die Bühne ſoll ausſchließlich der Aufführung von klaſſi= Welt gekommen, und vier große Gefährte, die hinter dem übergeführt wurde.
ſchen und modernen Werken des franzöſiſchen Repertoires Leichenwagen herfuhren. konnten die Menge kaum faſſen.
gewidmet ſein, aber auch dramatiſche Meiſterwerke ande= Bald nach 2 Uhr formierte ſich der Zug. Voran ſchritt
Nummer 141.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19. Jnni 1913.
Seite 4.
darf jeit abgeſilt werden, 4. Größte Vorſcht in der Er=ſgrößere und allgemeinere Gefahr der ſgen, weſche Mannigſaligkeit der Königin der Biumen
nährung! Ja nicht überfüttern! Gegen den Durſt gebe man Seuchenverbre itung beſteht. Infolgebeſſen wurde eigen iſt. Neben den großblumigen Roſen ſind es
beſon=
dünnen lauwarmen Tee! 5. Kuh= oder Ziegenmilch muß die Abhaltung der Schweinemärkte in Gau=Alges= ders die vielblumigen oder Polyntha=Roſen, die mit
friſch ſein, beim Bezug ſofort abgekocht und gleich wieder gut heim verboten. Ferner wurde der Auftrieb von ihrer Blütenfülle und Reichblütigkeit ſich in den letzten
gekühlt werden. Die Milch muß immer kühl ſtehen! 6. Je= Schweinen auf die Schweinemärkte zu Ober=Ingelheim Jahren einen hervorragenden Platz im Garten erobert
des mit der Flaſche ernährte Kind muß ärztlich überwacht aus den Gemeinden Aſpisheim, Frei=Weinheim, Gau= haben. In der Verwendungsart auf langen Rabatten
werden! In den 45 Veratungsſtellen der Großh. Zentrale Algesheim und Ockenheim verboten, Für die Durchführ=ſind ſie durch ihren meiſt niederen, gleichmäßigen Wuchs
für Mutter= und Säuglingsfürſorge erhält jede Mutter ung der für die genannten Orte erlaſſenen Sperrmaßregeln ſehr anſprechend, ebenſo ſchön ſind die an den Bäumen
angepflanzten Rankroſen, die ihre Blütendolden aus dem
und Pflegemutter unentgeltlich Rat und Auskunft.. Bei iſt eine Reihe von Vorſchriften erlaſſen worden.
Büdingen, 18. Juni. Am „wilden Stein” trug ſich! Geäſt zu ſchütten ſcheinen. Auch die auf den Raſenflächen
der erſten Geſundheitsſtörung muß das Kind ſo raſch als
geſtern ein ſchwerer Unfall zu. Junge auswärtige im Park ausgeſetzten Strauchroſen blühen üppig und
zie=
möglich zum Arzt.
Wandervögel waren im Begriff, ſich auf einem ren den Garten in hohem Maße. So findet man im Freien
i. Von der Bergſtraße, 17. Juni. Hat auch der Heu=Spirituskocher ein Mittageſſen zu bereiten. Bei dem überall etwas Schönes und ſollte nicht verſäumen, den
wurm ſchon etwas Schaden in den Weinbergen ver= Verſuch, dem Behälter friſchen Spiritus zuzuführen, ent= Palmengarten in ſeiner Blütenpracht zu ſehen.
Frankfurt a. M., 18. Juni. Die Staatsanwaltſchaft hat
urſacht, ſo ſteht den Winzern doch noch im allgemeinen zündete ſich — ſelbſtverſtändlich — der Inhalt der Flaſche
ein hübſcher Ertrag der Weinberge in Ausſicht, und ergoß ſich über den unvorſichtigen Koch. Schwer an jetzt in der Unterſuchung gegen den Giftmörder Karl
denn bei dem jetzt vorhandenen ſonnigen, warmen Wetter den Händen und im Geſichtverbrannt, mußte der Hopf die Ausgrabung der Leiche ſeines Vaters
geht die Blüte recht günſtig vorüber und der Winzer ſieht junge Mann dem hieſigen Krankenhaus zugeführt werden. angeordnet, da der Verdacht beſteht, daß Hopf auch ſeinen
Vater, der ein Alter von 72 Jahren erreichte, aber noch ſehr
vertrauensvoll in die Zukunſt. — Eine reiche und gute
rüſtig war, durch Gift ums Leben gebracht hat. Der Va=
Heuernte iſt dem Landwirt in dieſem Jahre beſchieden
Reich und Ausland.
ter ſtarb im Jahre 1899 nach zweitägiger Krankheit, die
und dabei hat derjenige Landwirt, der noch Futter kaufen
muß, den Vorteil, daß letzteres nicht teurer iſt und er
Aus der Reichshauptſtadt, 18. Juni. Bei einer Ex=ſich durch Erbrechen außerte.
Wiesbaden, 18. Juni. Die am Güterbahnhof
Dotz=
ſeine Scheune für verhältnismäßig billiges Geld vollſtän=ploſion verbrannte ein kleines Kind. Auf dem
dig füllen kann. Da auch die Früchte ausgezeichnet im Hofe des Grundſtücks Müllerſtraße 81 befindet ſich die Koh= heim gelegenen umfangreichen Kohlenlager der Firma
Felde ſtehen und die Kartoffel= und Rübenfelder bei gün= lenanzünderfabrik von W. Jsrael u. Co. In dem Ma= Weiß, Gens und Blum ſtehen in Flammen. Die
ge=
ſtiger Witterung beſtellt wurden, ſo hat der Landmann
ſchinenraum erfolgte heute vormittag plötzlich gegen zehn ſamte Wiesbadener Wehr iſt in Tätigkeit. Militär hat die
für ſeine Mühe und Arbeit reichen Lohn zu erwarten. Uhr eine heftige Exploſion, durch die ſofort das ganze Ge= Brandſtelle abgeſperrt
Hoffentlich haben durch dieſen Segen in Wieſe und Feld
Nied a. M., 18. Juni. Durch einen Schurkenſtreich
auch diejenigen Mitmenſchen, die über Ar und Halm nicht bäude in Brand geriet. Während es allen Arbeitern und
zu verfügen haben, einen Vorteil durch billigere Preiſe der Arbeiterinnen ſowie einem kleinen Knaben, der ſich eben= hätte die Jubiläumsfeier hierſelbſt beinahe ein trauriges
Hauptnahrungsmittel, alſo für Fleiſch und Brot. — Die falls in der Fabrik befand, gelang, das Freie zu gewinnen, Ende gefunden. Von unbekannten Tätern waren die
Johannisbeerernte fällt ſehr gut aus und da dieſe ehe ſie von den Flammen erreicht wurden, Drahtſeile, mit denen das für die Pyramidenaufſtel=
Beerenart an der Bergſtraße ſehr umfangreich angebaut blieb die drei Jahre alte Lotte Wolf aus der Amſterdamer lungen errichtete Gerüſt befeſtigt war, teilweiſe
durch=
ſchnitten und teilweiſe gelockert worden. Nur dem
iſt und dieſelbe ganz vorzüglich gedeiht, ſo erzielen manche Straße darin zurück. Es gelang der auf die Meldung Mit=
Landwirte daraus eine nicht zu unterſchätzende Einnahme, telfeuer herbeigeeilten Feuerwehr bald, das Kind aus der Umſtande, daß man das Gerüſt kurz vor der Aufſtellung
In der nächſten Woche werden die erſten größeren Quan= Fabrik herauszuholen, doch hatte es ſchon ſo ſchwere1 der Pyramiden nochmals revidierte, iſt es zu danken, daß
Brandwunden erlitten, daß es alsbald ſtarb. Das Feuer das Verbrechen entdeckt und ſo großes Unheil verhütet
titäten auf den Markt kommen.
Babenhauſen, 18. Juni. Beim Abbruch am ſogen, wurde nach einſtündiger Arbeit auf ſeinen Herd beſchränkt, wurde Die Zerſtörung der Drahtſeile hätte, wenn ſie un=
Zur Entgleiſung des Berlin- Kölner entdeckt geblieben wäre, bei der Aufſtellung der Pyramiden,
Altdörfer Hof entdeckte man beim Niederreißen eines
Backofens unter dem Mauerwerk verſchiedene Men=D=Zuges wird noch gemeldet: Der Wagenwärter Kloß an der 60 bis 70 Turner teilnahmen, zweifellos den
Ein=
ſchenknochen, darunter auch einen Schädel, deſſen hatte den Verſuch gemacht, ſich durch einen Sprung vom ſturz des Gerüſtes zur Folge gehabt. Ohne ſchwere Ver=
Decke ein Loch hat, ſo daß man annehmen kann, daß hier Wagen im letzten Augenblick zu retten ebenſo Frau Marie letzungen oder gar Tote würde es dann kaum abgegangen
vor Jahren ein Verbrechen begangen wurde. Man Hebermann. Während aber Kloß ſprang ſtürzte auch der ſein. Es wäre nur zu begrüßen, wenn der oder die Täter
fand außerdem eine Bajonettiermaske, ſowie einen Säbel= Wagen um und begrub ihn unter ſich. Frau Hebermann ermittelt und zur Verantwortung gezogen werden könnten,
korb. Die Arbeiten wurden eingeſtellt, bis die Behörden fiel neben die Beine des Kloß und erlitt außer einem
Biedenkopf, 18. Juni. In dem Dorfe Bromskir=
Nervenchok ſchwere Verletzungen. Kloß ſtieß im Todes=chen zerſtörte ein Großfeuer das Anweſen des
Land=
weitere Feſtſtellungen gemacht haben.
Offenbach, 18. Junf. Die Arbeiter des Zement= und kampf mit den Beinen nach ihr und verletzte ſie ſchwer wirts Lange Vier in dem brennenden Hauſe zurückge=
Aſphalt=Geſchäfts Pietro de Michiel, faſt ausſchließ= am Kopf und an der Bruſt. Mittels an die Wagen ge= bliebene Kinder des Beſitzers haben ſehr ſchwere
Brand=
lich Italiener, traten in der verfloſſenen Woche in eine legter Leitern wurden die Fahrgäſte durch die Fenſteröff= wunden erhalten und liegen hoffnungslos danieder. Auch
Lohnbewegung ein. Bei den Verhandlungen ſoll der Ge= nungen herausgehoben. Es ſtellte ſich zum Glück heraus, das Nachbargehöſt des Gutsbeſitzers Biederbeck wurde bis
ſchäftsinhaber ſeinen Leuten eine höhere Entlohnung ver=daß man weitere Todesopfer nicht zu beklagen hatte, wie auf den Grund eingeäſchert; auch hier wurde ein kleiner
ſprochen, aber dieſes Verſprechen am Samstag nicht ge= man zuerſt befürchtete. Zwei Paſſagiere hatten ſchwere Junge, mit ſchrecklichen Brandwunden bedeckt, aus den
halten haben. Dies führte zu neuen Differenzen zwiſchen Verletzungen davongetragen, andere Fahrgäſte nur Ver= brennenden Trümmern gezogen.
Michiel und den Arbeitern, die bei den perſönlichen Ver=letzungen leichterer Art.
Rothenburg a. d. Fulda, 17. Juni. Auf dem
Kali=
handlungen in Streitigkeiten ausarteten. Der Geſchäfts=
Frankfurt, 17. Juni. Man ſchreibt uns: Der Pal=ſchacht Heeringen ſind heute zwei Arbeiter infolge
inhaber wurde hierbei von ſeinen Leuten mit Meſſern mengarten hat ſeinen Sommerſchmuck angelegt und Grubengasvergiftung tödlich verunglückt. Einer
und Bierflaſchen bearbeitet und ſo übel zuge= beſonders die Blumenparterre=Anlagen prangen in reichem der Verunglückten hatte erſt vorgeſtern geheiratet.
richtet, daß er in ſeine Wohnung verbracht werden mußte. Flor der verſchiedenſten Blüten= und Blattpflanzen. Man
Biebrich, 18. Juni. Anläßlich des Regierungsjubi=
W. Biblis, 17. Junt. Es wird berichtigt, daß der hat auch dem Regierungsjubiläum Seiner Majeſtät Rech= läums des Kaiſers ſind der Stadt, namentlich von
hieſi=
wegen Brandſtiftung verdächtige Arbeiter nicht in Worms nung getragen und die Teppichbeete an der Böſchung vor gen Induſtriellen 100 000 Mark zur Verfügung geſtellt
zur Unterſuchung ſeines Geiſteszuſtandes ſich befindet, dem Geſellſchaftshauſe zeigen eine diesbezügliche Zeich= worden, die zur Speiſung bedürftiger Schulkinder dienen
ſondern daß er in Worms bei einem Gärtner arbeitet.
Mainz, 17. Juni. Dem Städtiſchen Finanzaus= nung, die ſehr wirkungsvoll iſt. Das Mittelfeld trägt die ſollen.
Hamburg, 17. Juni. Wie von zuverläſſiger Seite
ver=
ſchuß, der heute zur endgültigen Beſchlußfaſſung über Kaiſerkrone in erhabener Pflanzung, rechts und links von
die Steuererhöhung zuſammengekommen war lag einem Reichsadler geſchützt, die beide fein modelliert als lautet, verhandelt der Norddeutſche Lloyd mit der
Ham=
wieder eine Reihe von Anträgen vor. Den urſprünglichen Flachrelief ausgeführt ſind. Die beiden Wappenſchilder burger Vulkanwerft und mit der Werſt von Blohm u. Voß
Vorſchlag, die direrte Steuer um rund 20 Prozent zu er=an den Seiten des Mittelbetes haben auf ſchwarz=weiß=über den Bau zweier Rieſendampfer der
Im=
höhen, zog die Bürgermeiſterei nach Rückſprache und im rotem Grunde die Zahl 25, die Seitenbeete die Initialen peratorklaſſe, die in den Dienſt New=York-Bremen
Einverſtändnis mit den Senioren ſämtlicher Parteien zu= des Kaiſers mit dem Eiſernen Kreuz. Die Farbenzuſam= eingeſtellt werden ſollen.
rück. Die direkte Steuer ſoll jetzt nur um 90 Pro=menſtelung iſt ſehr glücklich gewählt und die Geſamtwirk=
Hamburg, 18. Juni. Der „Derfflinger” auf
zent erhöht, der reſtierende Betrag aus dem neuge= ung eine vorteilhafte; die ganze Eruppe findet viel An= der Helling. Seit dem Beſtehen der Flotte iſt es das
bildeten Pufferfonds und den zugunſten des Schulden= erkennung ſeitens der Beſucher. Auf dem Raſenplatz erſte Mal, daß ein Kriegsſchiffneubau nach der erfolgten
tilgungsplanes abgeführten Beträgen entnommen wer= rechts vom Eingang ſieht man in dieſem Jahre ein reich= Namensgebung noch auf der Bauhelling bleiben muß.
Ge=
haltiges Arrangement von Palmen, Phönix, Chamgerops, rade die glatten Stapelläufe der deutſchen Kriegsſchiffe
den.
Worms, 18. Juni. Zu dem geſtrigen Brandun= Kokos, Dracgenen und Araucarien. In ſchönem Flor ſtehen im Gegenſatz zu ſo manchem mißglückten Ablauf des
glück iſt noch nachzutragen, daß die bei dem Brandun=ſtehen zurzeit die Waſſerrofen in dem Teich bei den Pflan=Auslandes. Im Kall des Panzerkreuzers „Derfflinger” auf
glück in der Lederentfetungsanlage der Firma Cornelius zenſchauhäuſern, die edlen weißen, gelben, roten und roſa der Werſt von Blohm u. Voß in Hamburg liegen die
Heyl verletzten Arbeiter ſämtlich auf dem Wege Blumen erfreuen den Beſchauer während des Tages, ſie Verhältniſſe nun beſonders günſtig. Vor allem für den
der Beſſerung ſind. Auch das Beſinden des am ſchließen ſich gegen abend um am nächſten Morgen wieder Schiffskörper ſelbſt. Denn da das Schiff in unveränderter
ſchwerſten verletzten Adam Siegler iſt zufriedenſtellend. aufzublühen. Herrlich iſt der Roſengarten, wo tauſende Lage auf ſeiner Helling verblieb, iſt es ausgeſchloſſen,
Bingen, 13. Juni. Die Schweinepeſt hat in den von prächtigen Roſen ihre Blütenkelche geöfnet haben daß durch den verzögerten Stapellauf auch nur die ge=
Gemeinden Aſpisheim, Gau=Algesheim, Frei=Weinheim und einen entzückenden Anblick bieten. Die verſchieden= ringſte Beſchädigung an dem Schiffskörper ſelbſt eingetre=
und Ockenheim eine ſolche Verbreitung genommen, daß ſten Klaſſen von Roſen ſind hier vertreten, jede in ihrer ten iſt. Bei weitem ungünſtiger würden die Verhältniſſe
nach einer Bekanntmachung des hieſigen Kreisamtes eine! Art ein Schmuckſtück für ſich, und die Farbentönungen zei= liegen, wenn der Ablauf begonnen hätte und der Schiffs=
Dank in der Genugtuung finden, zu einem ſchönen Werke gegoſſen. Neben allem ſind auch dieſe Eiſenſchmuckſachen
beigetragen zu haben.
Zeugniſſe großen individuell ausgeprägten Kunſtſchaffens,
Vor hundert Jahren.
Da iſt zunächſt ein Schrank, der Erinnerung an die die, dem Stil ihrer Zeit angepaßt, zu überzeugenden Aus=
Erinnerungsausſtellung im Gewerbemuſeum.
Königin Luiſe gewidmet, der faſt ausſchließlich Gegen=drucksmitteln wurden.
ſtände enthält, die aus dem Beſitz der Königin
In der gleichen Vitrine liegen dann auch einige
I.
ſtammen. Zwei Handzeichnungen von Tielker aus dem materiell wertvollere Schmuckſtücke aus Edelmetall,
Es iſt in der Tat eine erſtaunliche Fülle der Erinne= Jahre 1793 zeigen die Porträts der Königin Luiſe und der vornehmlich Gold, unter denen beſonders Fingerringe
rungszeichen aus der Zeit vor 100 Jahren, die für Darm= Königin Friederike von Hannover; ein Reliefbild in Ber= mit Miniaturmalereien, meiſt Bildniſſe, als Zier auffallen.
ſtadt durch die beiden Fürſtinnen, deren Gedächtnis die liner Eiſenauß zeigt ebenfalls die Königin Luiſe Die Auch Fächer, zierlich von Geſtalt und kunſtvoll geſchmückt,
Ausſtellung urſprünglich gewidmet ſein ſollte, ja von be= Enkelin der Fürſtin, Landgräfin Anna von Heſſen, ſteuerte ſind darunter, weiter Goldketten und Gehänge, ebenfalls
ſonderer Bedeutung iſt, zuſammengetragen worden. Nur eine Lapislazulikette bei, die einſt den Hals der Königin
dieſe Fülle brachte es mit ſich, daß die Ausſtellung, weit ſchmückte, und die Photographie eines Eintrages ins Kir= mit fein ausgeführten Miniaturmalereien.
Neben dieſer Eiſenkunſt, die die äußere Not entſtehen
über die urſprünglich gezogenen Grenzen hinausgehend, chenbuch der Darmſtädter Stadtkirche beweiſt, daß die
zu einer in dieſem Rahmen allerdings kleinen Jahr= Königin hier in Darmſtadt konfirmiert worden iſt. Weiter ließ, ſind es dann vor allem die Wohnmöbel, die der Zeit
hundertausſtellung erwuchs. Zu einer Ausſtellung, die enthält dieſe Sammlung ein Handſchreiben der Königin das Gepräge geben und die heute noch von dem
Gemüt=
ungemein lebendig zu uns ſpricht, uns erzählt aus allen und verſchiedene Hand= und Handarbeitstäſchchen aus bro= vollen, Traulichen erzählen, das die deutſche Familien=
Gebieten der Kunſt, des Kunſtgewerbes, vor allem aber katenen oder geſtickten Stoffen. Eine Handzeichnung der wohnung von jeher, beſonders aber zur damaligen Zeit,
des reichen. blühenden Lebens. Erzählt von der Innig= Königin ſelbſt aus dem Jahre 1790, einen männlichen Por= auszeichnete und den Charakter betonte. Von Frau Dr.
keit und Schlichtheit, einer ungemein zarten und feinen trätkopf darſtellend, hat das Haus= und Staatsarchiv zur Reuling wurde eine ganze Garnitur Möbel zur Ver=
Kunſtempfindung, die alle Dinge des täglichen Lebens Verfügung geſtellt. Ein Porzellanſervice mit Tablett in fügung geſtellt, die mit zahlreichen Einzelſtücken anderer
ausſtrahlen, ſo beredt und doch ſo zurückhaltend, ſo kern= reichem Dekor, ein Geſchenk der Königin an den Oberhof= Beſitzer die ganze rechte Wand des Oberlichtſaales
ein=
haft und klar und doch ſo traulich familiär, gediegen und prediger Leydhecker wurde von deſſen Nachkommen bei= nehmen. Wie ſind dieſe Stühle und Seſſel in ihren
intim, und bei alledem ſo charaktervoll und perſönlich, daß geſtenert. Aus dem Haus= und Staatsarchiv ſtammt auch ſchlichten ungekünſtelten Formen doch ſo ausgezeichnet
man unſerer Zeit wünſchen möchte, daran zu lernen. ein Goldrähmchen, in dem unter Glas ein Löckchen der durch die Schönheit des Zweckmäßigen, ſo gediegen in der
Und an dem ſo eigenartig nach Ausdruck ringenden Leben Königin als koſtbare perſönliche Reliquie aufbewahrt Arbeit, wie iſt Form und Farbe ſtets ſo geſchmackvoll in
einer Zeit und eines Geſchlechts, das in verhältnismäßig wird. Weiter iſt ein zierlich geflochtenes Nähkörbchen da,
kurzer Zeitſpanne aus tiefer, ſchmachvoller Knechtſchaft das die Königin ſelbſt benutzt hat, ein Riechhörnchen. das Einklang gebracht, der „Stil” ſo ganz von ſelbſt
ausge=
über lohenden Freiheitsdrang und unter ſchwerſten per= ſie Hauptmann von Zanthier zum Geſchenk gemacht hatte, prägt, ſcharf umriſſen. Ein großes Sofa, flankiert von
ſönlichen Opfern zur Freiheit ſich durchgerungen. So ſind eine Beſuchskarte mit handſchriftlichen Vermerken, eine hohen Spiegeln in Goldrahmen auf Schränkchen den ſog,
all dieſe Dinge zu Zeugen einer Kulturepoche geworden, Verliner Taſſe mit dem ſein ausgeprägten Relief der Kö= Pfeilerſchränkchen (Trumeaur), zeugt von der
Wohlhaben=
die zu dem, der ſie hören will, lauter und deutlicher und nigin, eine Taſſe aus ihrem perfönlichen Gebrauch, ferner heit und dem guten ernſtfreundlichen Geſchmack des
ehe=
überzeugender reden, als mancher jener Erinnerungs=Teller und verſchiedene Vilder.
maligen Beſitzers. Einfache, ſchlichte Formen und die
Be=
artikel, mit denen die Tagespreſſe in dieſen Monaten ge=
Eine andere Vitrine enthält die Dokumente der ein= tonung des Materials nach der die moderne Kunſt
wie=
füllt war und noch iſt. Man muß es den Anregern der zigartigen Opferfreudigkeit des Volkes, inſonderheit der der ſtrebt, bringen köſtliche Geſamtwirkung hervor Ein
Ausſtellung, vor allem aber den Beſitzern all dieſer Stücke, deutſchen Frauen und Mädchen: die eiſernenSchmuck= runder Tiſch, feſt auf ſchönem, geſpreiztem Dreifuß ſtehend,
deren viele ſicher wie Heiligtümer mit Recht gehütet wer=ſtücke. Gold gab man für Eiſen und wahrlich, die Opfer, paßt ſich dem ebenſo innig an, wie die beiden
Blumen=
den in der Familie Dank wiſſen, daß ſie die Ausſtellung die Deutſchlands Frauen am Altar des Vaterlandes nie= und Nähtiſchchen, obwohl dieſe von ganz eigener Form
durch Hergabe ermöglichten. Dank aber auch dem Leiter, derlegten, wurden durch Geſchmeide eingetauſcht, deren ſind. Eckſchränkchen, zahlreiche andere Seſſel Stühle, Kom=
Herrn Direktor Dr. Kienzle. der die ſchwierige Aufgabe ſchlichter materieller Wert taufendſach geadelt wurde. Da moden, Tiſchchen, Sofas, Wand= und Ofenſchirme und
des Arrangierens und der Aufſtellung der Ausſtellung in ſind Halsketten in reizender feinſter Filigeanarbeit, die ſonſtige Einzelmöbel ergänzen dieſen Teil der Ausſtellung,
faſt idealer Weiſe zur Löſung brachte, ſo daß jedem
Gegenſtand ſein Platz und das Geſamtbild einheitlich, trotz der ernſten ſchwarzmatten Färbung die Trägerin der ſie gewiſſermaßen den geſchloſſenen Charakter leihen.
ruhig und überſichtlich wurde.
ſchöner wie gleißendes Gold geſchmückt. Breite Arm= Und auf all dieſen Möbeln ſtehen kunſtgewerbliche und
Wir wollen verſuchen, in nachſtehendem ein kleines bänder und =ſpangen aus Eiſen, ſeltener in ſchmaler Gold= Gebrauchsgegenſtände wie Uhren, Leuchter Körbchen und
Bild davon zu geben, was die Ausſtellung an beſonders oder Bronze=Einfaſſung, Fingerringe mit reizvollem orna= Käſtchen, Schalen, Beonzen, Marmor= Alabaſter= und
Intereſſantem enthält. Erſchöpfend kann das ebenſowenig mentalem Schmuck, Haarſpangen, Schuh= und Gürtel= andere Kunſterzeugniſſe von meiſt erleſener Arbeit und
ſein, wie eine kritiſche Würdigung von Einzelheiten an= ſchnallen, Käſtchen und Büchschen aus Eiſen mit geſchnitte= Kampoſition, viele Bilder, beſonders Stiche uſw. St.
gebracht wäre. Unmöglich iſt es auch. alle Ausſteller reſp. nem Relief im Deckel Uhrketten, Broſchen und Anhänger,
Beſitzer der Gegenſtände einzeln zu erwähnen. Sie mögen Petſchafte und Agraffen, ſelbſt Nippes wurden aus Eiſen
Nummer 141.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19. Juni 1913.
Seite 5.
Lönder während des Abgleitens ins Waſſe ſeſgelommen (Schicſal Schröder=Strand vollommen filgetelt wer=die Fepelin=Gbeſelſchalt den Deutſchen Reiche gegenüber
wäre Im letzteren Fall wäre es nicht ausgeſchloſſen, daß den kann. Was die Hilfserpedition im ganzen anlangt, verpflichtet iſt.
bei den Rieſengewichtigen eines derartigen Neubaus eine ſo werde ich detaillierten Bericht und Abrechnung ſenden,
Veränderung, in den „Linien” und „Formen” eintritt. Derſobald ſie ausgeführt iſt. Erſcheint dies wünſchenswert,
* Kriegsmäßige Ballonverfolgung. Bei
Werft von Blohm u. Voß fällt jetzt die Aufgabe zu ſämt= ſo will ich auch gern einen Bericht darüber einſenden, was der von Köln aus erfolgten kriegsmäßigen
Ballonver=
liche Ablaufvorrichtungen des Panzerkreuzers Derfflinger” mir von der Schröder=Stranz=Expedition bekannt geworden folgung durch Automobile und Flugzeuge ſind ſämtliche
— vor allem den Schlitten, auf dem der Schiffskörper ruht iſt. Leider hat ſich auch zwiſchen den Ueberlebenden der 16 Ballons an der holländiſchen Grenze zwiſchen Kalden=
und mit dem das Schiff beim Stapellauf in das Waſſer Expedition ein überaus geſpanntes Verhältnis herausge= kirchen und Goch glatt gelandet. Die Flieger konnten bei
gleitet — nachzuprüfen, um hier nötigenfalls bauliche Ab= bildet. Ich hoffe in der erſten Hälfte des Juli hier zurück ihrer Fahrt alle Ballone genau beobachten und ſind ſo
änderungen vorzunehmen. Auf alle Fälle iſt es etwas zu ſein. Der Grund, weswegen Dr. Rüdiger und Rave nahe herangekommen, daß ſie alle ihnen vorher unbekant=
Neues, daß man bei dieſem Zuwachs der Panzerkreuzer= ſich meiner Expedition nach Süden anſchloſſen und nicht ten Nummern ableſen konnten. Flieger, Ballonführer wie
flotte zwiſchen dem Datum des eigentlichen Taufaktes und an Bord von Lerners Schiff „Löwenſkiold” gingen, war Verfolger in Automobilen haben ihre Aufgaben nach
maß=
dem des Stapellaufes eine Trennung machen muß. In folgender: Unſere Tour erſchien mit unſerer Ausrüſtung gebendem Urteil glänzend gelöſt. Nach anderer Meldung
der franzöſiſchen Marine hat vor einiger Zeit ein Flotten= und unſeren Depots an den drei verſchiedenen Stellen leicht hat die Ballonverfolgung in der Hauptſache mit einer
neubau mehrere Tage infolge eines Mißgeſchickes beim und ſicher. Der Betſchliten, welchen wir für Rüdiger Niederlage der Freiballone geendet, da ſie von
Stapellauf halb auf der Helling und halb mit ſchwim= einrichteten, war ſehr bequem. Der Transport nach Ler= zwei Militärfliegern „theoretiſch” zur Strecke gebracht
mendem Schiff im Waſſer gelegen.
ners Schiff, welches an der Eiskante liegt — mit Schnee= wurden. Das amtliche Ergebnis ſteht noch aus.
Kiel, 17. Juni. Am 7. Mai unternahmen drei Stu= ſchuhen in zwei Stunden vom Hauſe in der Moſelbai zu
Sr Das Ergebnis des Wettfluges „Rund
denten der Medizin eine gcoße Segeltour, von erreichen — wurde für ziemlich ſchwierig angeſehen. Fer= um München” hat noch eine Korrektur erfahren.
In=
der ſie noch nicht zurückgekehrt ſind. Heute traf ein Seg= ner konnte man nicht darauf rechnen, daß man Greenhar= folge eines Proteſtes von Helmuth Hirth gegen
Linne=
ler aus Königsberg mit dem Boot der drei Studenten im bour oder Adventbai mit Lerners Schiff erreichen konnte, kogel, der am letzten Tage eine Kontroll=Marke nicht ord=
Schlepptau hier ein. Der Segler hatte das Boot auf der ſondern hier war wieder Schlittentransport zu erwarten. nungsmäßig überflogen hatte, wurde Linnekogel diſtan=
See treibend gefunden. In dem Segelboot befand ſich Ja nicht einmal konnte man mit Sicherheit darauf rech= ziert und Helmuth Hirth rückte auf den erſten Platz
ein Tagebuch, welches bis zum 10. Mai reichte und ſchwere nen, daß man mit Lerners Schiff in der Nähe bis Dänen=auf. Die offiziellen Flugzeiten, welche jetzt vorliegen,
Stürme verzeichnete. Es iſt mit Sicherheit anzunehmen, gats einen Durchgang finden würde, da das Eis ziemlich lauten für die beiden Tage: 1. Tag: 1. Linnekogel (
Rump=
daß die drei Studenten im Sturm umgekommen ſind.
nahe der Nordküſte liegt. Hier ſind ſchon zahlreiche Schiffe ler=Eindecker) 52 Min. (1. Preis von 1000 Mark), 2. Hirth
Breslau, 17 Juni. Der Kaiſer hat durch aller=verloren gegangen, wenn das Eis, von nördlichen Winden (Albatros=Eindecker) 53 Min. (2. Preis 500 Mark); ferner
höchſten Erlaß dem Magiſtrat von Breslau für die kunſt= gegen Land geſetzt, die Paſſagen unter Land geſchloſſen Baierlein (Otto=Doppeldecker) 58 Min., Lindpaintner (
Otto=
geſchichtliche Abteilung der Ausſtellung zur Jahrhundert= hat. Ferner würde ein längerer Aufenthalt auf dem „Lö= Doppeldecker) 59 Min., Römpler (D. F.=W.=Eindecker) 65
feier der Freiheitskriege ein Gnadengeſchenk von 20000 venſkiold” welcher für die Jagd ausgerüſtet iſt, mit acht Min., Dick (D. F.=W.=Eindecker) 66 Min. 2. Tag: 1. Hel=
Mark aus dem Dispoſitionsfonds bewilligt. Die Be= Mann Beſatzung außer den fünf deutſchen Teilnehmern muth Hirth 1 Std. 22 Min. (1. Preis 2000 Mark), 2. Ing.
willigung iſt ausnahmsweiſe nur aus dem Geſichtspunkte der Lerner=Expedition wegen das knappen Platzes ſehr be= Baierlein 1 Std 32 Min. (2. Preis 1000 Mark), 3.
Römp=
erfolgt, daß hierdurch weitere Kreiſe für die Förderung denklich für einen kranken Mann geweſen ſein, deſſen Fußler 1 Std. 42 Min. (3. Preis 500 Mark). Im
Geſamt=
des Unternehmens gewonnen werden ſolle.
dauernd verbunden werden muß. Der Kutter „Löven=klaſſement echielt Helmuth Hirth den 1. Preis von 6000
Mailand, 17. Juni. In zahlreichen Betrieben wird ge=ſkiold” iſt nur halb ſo groß wie der „Herzog Ernſt”.
Mark und Ing. Baierlein den 2. Preis von 3000 Mark.
arbeitet. De Straßenbahn hat den Verſuch, den Betrieb
Ich ließ Lerner durch einen Brief alle diejenigen Nach=
Auch bei der Wiener Flugwoche wurden die
wieder aufzunehmen, wegen unzureichenden Perſonals richten, welche ich von Schröder=Stranz hatte, ſamt meinen inoffiziellen Angaben über die Höhenflüge nachträglich
aufgegeben. Die Streikenden verſuchten, den Betrieb der Plänen für die Nordoſtlandreiſe zugehen, aber ich bedaure korrigiert. Nach Prüfung der Höhenmeſſer wurde feſtge=
Ueberlandlinien zu ſtören; ſie wurden von Truppen zer=lebhaft, daß ſich keine Gelegenheit zu gemeinſamer Arbeit ſtellt, daß Illner mit ſeinem Lohner=Pfeil=Doppeldecker
ſtreut. Auf den Gaswerken iſt der Streik allgemein. Alle mit ihm fand. Einige Bilder von unſeren Hunden und 4580 Meter erreichte, während der Franzoſe Perreyon mit
Betriebe, die noch Gas haben, liefern es an die Bäckereien, Renntieren ſende ich mit, und werde Ihnen ſpäter beſſere Bleriot=Eindecker nur 4540 Meter Höhe erzielt hatte.
um Brotmangel zu verhüten. Die ſtädtiſchen Straßenrei= zukommen laſſen, wenn ich meinen Schlußbericht gebe.
Illner wurde der Höhenpreis zuerkannt. Als Weltrekord
niger haben ſich dem Streik angeſchloſſen.
wird jedoch der Flug von Perreyon mit 4540 Meter an=
Genf. 17. Juni. In der Kolonie der beim Bau des
erkannt werden, da er vor Illner geflogen war und be=
Mont d’Or=Tunnels in Vallorne beſchäftigten italieni=
Zur Jubiläumsfeier des
ſtehende Weltrekorde jedesmal um 150 Meter überboten
ſchen Arbeiter brach in der vergangenen Nacht ein
werden müſſen.
blutiger Streit aus, bei dem mehrere Arbeiter getö=
Kaiſers.
tet und verletzt wurden. Drei Verhaftungen wurden vor=
HB. Berlin, 18. Juni. Das Marineluftſchiff
* Berlin, 17. Juni. Um 9 Uhr 45 Min. begann der „L. 1‟ ſtieg in der vergangenen Nacht um 12 Uhr 10 Min.
genommen.
Fackelzug, mit dem die akademiſche Jugend den
Paris, 18. Juni. In Lieg=Athercy (Departement Majeſtäten ihre Jubiläumshuldigung darbrachte. Von in Johannisthal zu einer Fahrt nach Rügen
unter Führung des Kapitänleutnants Hanne auf. Das
Baſſes=Pyrénées) wurden durch eine Dynamit
erplo=
dem Denkmal Friedrichs des Großen her nahten mit Fak=Luftſchiff langte kurz nach 4 Uhr über Rügen an, beſchrieb
ſion zehn bei dem Bau eines Elektrizitätswerkes beſchäf= keln die Studenten zu Roß, zu Wagen und zu Fuß in einige Schleifen über der Inſel, ohne zu landen und kehrte
tigte Spanier verwundet, darunter 5 tödlich.
großem Wichs mit Mütze oder Hut; ſie zogen heran nach dann nach Johannisthal zurück, wo es um 8 Uhr landete.
Liſſabon, 17. Juni. Der mutmaßliche Urheber des den Klängen des Preußenmarſches, in Schlangenlinien Zu dieſer achtſtündigen Fahrt des Marinekreuzers kommt
Bombenanſchlags auf dem Dom Pedroplatze, Va= den Luſtgarten füllend. In dem roten Scheine der Fak= eine Dauerfahrt der „Sachſen”, die geſtern abend 10 Uhr
lerio, iſt heute den Verletzungen, die er bei der Exploſion keln wehten die Banner und Fahnen. Der Kaiſer empfing 40 Minuten von Baden=Oos aus aufſtieg, um die Fahrt
erlitten hat, erlegen.
eine Deputation ſämtlicher Berliner Hochſchulen. Dann nach Hamburg zu unternehmen, wo ſie heute morgen
London, 17. Juni. In dem Prozeß gegen An= hielt eines der Ausſchußmitglieder eine Anſprache, die mi: 8 Uhr 15 Minuten unter Führung Dr. Eckeners auf dem
hängerinnen des Frauenſtimmrechts wegen einem dreifachen Hoch ſchloß und nach der die National= dortigen Flugplatz landete.
Verabredung, Schaden zu ſtiften, und wegen Aufreizung hymne geſungen wurde. Der Kaiſer, die Kaiſerin im
* Baden=Oos, 17. Juni. Das Luftſchiff „
Sach=
wurde heute das Urteil gefällt. Es erhielten die Frauen Schmucke ihres Diadems und die Fürſtlichkeiten erſchienen ſen” iſt heute abend 10.40 Uhr unter Führung von Dr.
Kerr 12 Monate, Lake und Lennor 6 Monate, Barret 9 auf dem Balkon. Dann erfolgte der Vorbeimarſch unter Eckener zur Fahrt nach Hamburg aufgeſtiegen. Das Wet=
Monate, Anders 15 Monate und Kenney 18 Monate Ge= andauernden Hochrufen, für die der Kaiſer unausgeſetzt ter iſt ſchön.
fängnis. Der Chemiker Clayton erhielt 21 Monate Ge= dankte Die Beteiligung war ſehr groß. Der Zug dauerte
* Frankfurt a. M. 18. Juni. Nach einer Meldung
fängnis.
bei ſehr flottem Tempo über 1¼ Stunde. Das im Luſt= der Delag hat das Luftſchiff „Sachſen” das geſtern
London, 17. Juni. Infolge eines Waſſerein= garten angeſammelte Publikum bereitete den Majeſtäten, abend 10 Uhr 40 Min. in Baden=Oos aufgeſtiegen war,
bruches in den Kohlengeuben von Carshouſe bei Ro= bevor ſie vom Balkon zurücktraten, noch ſtürmiſche Ove= heute morgen 6 Uhr Hannover überflogen und iſt um
therham ſind acht Vergteute ungekommen.
tionen.
3 Uhr in Hamburg glatt gelandet.
New=York, 17. Juni. Nach einem Telegramm aus
* München, 18. Juni Miniſterpräſident Freiherr
Hamburg, 18. Juni. Das Luftſchiff „Sach=
Chattanooga (Tenneſſee) iſt für die Dayton Kohlen=v. Hertling richtete an den Reichskanzler geſtern nach=ſen” iſt um 8 Uhr 15 Minuten auf dem Flugplatz Fuhls=
und Eiſengeſellſchaft ein Konkursverwal= ſtehendes Telegramm: Euer Exzellenz bitte ich zu= büttel glatt gelandet.
ter ernannt worden. Die Aktiven ſollen über eine Mil= gleich namens meiner Miniſterkollegen den Ausdruck freu=
* Frankfurt a. M., 18. Juni. Der Kommandeur
lion Dollars betragen, die Höhe der Paſſiven iſt bis jetzt diger Anteilnahme an der Feier des Tages entgegenzu= der Fliegerſtation des Weſtens, Major Siegert, der
nicht bekannt.
nehmen, in der Prinz=Regent Ludwig, unſer allergnädig= heute früh um 4½ Uhr in Metz mit Leutnant Prerel
ſter Herr, vereint mit den hohen Bundesfürſten und den
Vertretern der Freien Städte dem Kaiſer die Glück= und auf einer Rumplertaube zu einem Fluge nach Frankfurt
Von der Schröder=Stranz=Hilfsexpedition.
Segenswünſche der deutſchen Fürſten und Regierungen aufgeſtiegen war, iſt um 7 Uhr auf dem Flugplatz am
Rebſtock gelandet.
* Berlin, 17. Juni. Bei dem Komitee „Hilfe für zu dem Regierungsjubiläum entbietet. Hertling.
* Wien, 17. Juni. Der Flieger Illner hat heute
Reichskanzler v. Bethmann Hollweg
er=
deutſche Forſcher im Polareiſet zu Händen von
Geheimrat Miethe iſt folgender Bericht des Leiters der widerte: Euer Exzellenz und Ihren Herren Miniſter=einen neuen Höhenrekord aufgeſtellt, indem er mit
Schröder=Stranz=Hilfsexpedition, Hauptmann Staxrud, kollegen danke ich herzlich für die ſo herzlichen Grüße an zwei Paſſagieren eine Höhe von 5100 Metern erreichte.
dem heutigen bedeutungsvollen Tage. Die Glückwünſche,
* Wien 17. Juni. Beim heutigen Flugmeeting
eingegangen:
die Bayerns erhabener Regent als Wortführer der deut= wurde der Deutſche Sablatnig im Wettbewerb auf Di=
Greenharbour, 25. Mai 1913. Wie telegraphiſch ſchen Fürſten und Freien Städte heute dem Kaiſer dar= ſtanz Erſter, Illner erreichte bei ſeinem Flug nicht 5100,
mitgeteilt kam meine Expedition nach Adventbai Mitte brachte, ſinden, des bin ich gewiß, ein freudiges Echo in ſondern 4900 Meter. Auch dieſe Leiſtung ſtellt einen
Mai, wobei wir Dr Ridiger und Marinemaler Rave allen treuen deutſchen Herzen in Nord und Süd. Bethmann Höhenweltrekord dar.
mitbrachten. Die Eisverhältniſſe in der Hinlopenſtraße Hollweg.
veranlaßten, daß ich die Nordoſtlandtouc zurückſtellen
mußte bis Rüdiger und Rave ſicher nach Greenharbour
Deutſcher Reichstag.
Luftfahrt.
oder Adventbai gebracht ſein würden. Unſere auf der
* Berlin, 18. Juni. Präſident Dr. Kaempf er=
Hinreiſe ausgelegten Depots brachten es mit ſich, daß wir
Von der Darmſtädter Fliegerſtation.
öffnet die Sitzung um 3 Uhr 17 Minuten. Auf der
Tages=
das Fiordeis auf der Wijdebai und dem Eisfjord benutzen
g. Darmſtadt, 18. Juni. Heute morgen iſt hier ordnung ſteht die
mußten. Aber letzteres konnte möglicherweiſe unfahrbae
Pilot Trautwein mit einer Sommermaſchine von
werden, wenn wir auf der Nordoſtlandtour uns verſpätet
Fortſetzung der zweiten Leſung der Heeresvorlage.
hätten. Wenn die Hinlopenſtraße paſſierbar geweſen wärs, Frankfurt angekommen. Ferner iſt heute vormittag
Ober=
ſei es mit Boot oder Schlitten, zurzeit als wir nach Treu= leutnant Eichſtedt, von Straßburg kommend, hier ge=
Zunächſt wird über den Antrag der
Sozialdemokra=
landet. um Benzin einzunehmen. Er iſt gleich darauf wei= ten, betreffend Einführung der allgemeinen einjährigen
renburg kamen, würden wir ſofort aufgebrochen ſein und tergeflogen. Der Flieger befindet ſich auf einem FlugeDienſtzeit bezw. Beſeitigung des Einjährigen=Privilegs,
unter günſtigen Umſtänden die Tour in 12 Tagen gemacht Straßburg-Berlin. In Schlüchtern nahm er
abgeſtimmt. Der Antrag wird in einfacher
Abſtim=
haben können. Da das Eis in der Wijdebai aufgebrochen nochmals eine Zwiſchenlandung vor. — Geſtern abend flog mung abgelehnt Die Reſolution der Fortſchrittlichen
und bis tief hinein ungangbar war, mußten wir von Leutnant Reinhardt mit Hauptmann Dewall von Vollspartei auf Ablürzung der Dienſtzeit durch frühere
Treurenburg nach dem Oſtford in der Wildebat über das Heidelberg nach hier. Ferner iſt Unterofizier Stephan Entlaſſung und Rückſicht auf beſſere geiſtige und körper=
Inlandseis marſchieren. Dies machte es notwendig, daß von Heidelberg hierher geflogen. Er war eine Stunde
ich ſelbſt als Leiter dieſer Tour mit zurückmußte da keiner vier Minuten unterwegs und erhält ſomit ein Ehrens liche Ausbildung der Jugend wird angenommen.
der anderen Teilnehmer große Erfahrung im Inlandseis geſchenk der Nationalflugſpende im Werte von 1000 Mark. Ebenſo wird eine Reſolution der Budgetkommiſſion auf
Reformen des einjährig=freiwilligen Dienſtes unter
Be=
hat. Dr. Rüdiger mußte den ganzen Weg in einem Beit
rückſichtigung der Fachausbildung und der Turner
ange=
gezogen werden, auch Rave mußte auf einem Schlitten
Amerikafahrt eines Zeppelinluftſchiffes?
nommen. Abgelehnt wird dagegen der
ſozialdemo=
während des größten Teiles des Weges befördert werden,
kratiſche Antrag auf Einführung eines Artikels 1b, nach
da er ſonſt uns nicht hätte folgen können. Beide bekamen
* Während des Aufenthaltes des Zeppelinluftſchiffes dem die Mannſchaften nicht zu häuslichen
Dienſtleiſtun=
dann Unterkommen in der Adventbai, wo Ritſcher ſchon Sachſen” in Wien ſoll, wie nach der Schleſ. Ztg. aus Luft=gen verwendet werden dürfen. Angenommen wird
in=
ſeit längerer Zeit iſt. Dr. Böchmann konnte während die= ſchifferkreiſen verlautet, der Führer des Luftſchiffes Dr. deſſen die Kommiſſionsreſolution auf Reformen des
ein=
ſer Zeit auch die ärztliche Behandlung des letzteren über= Eckener geäußert haben, daß in Friedrichshafen der jährig=freiwilligen Dienſtes.
nehmen, deſſen Fuß noch ſehr ſchlecht iſt und ſich ſogar in Plan beſteht, eine Amerikafahrt eines Zeppe=
Es folgt die Beratung der Privilegien. Die
Sozial=
der letzten Zeit verſchlimmert hat.
linluftſchiffes vorzubereiten. Die Erfahrungen der demokraten beantragen, folgenden Artikel 1e einzufügen:
Ich habe mein möglichſtes getan um Schiffsgelegen= Friedrichshafener Luftſchiffwerft laſſen jetzt keinen Zwei= Beſtimmungen, durch die das Garde=Korps und die
ſon=
heit nach Norwegen für die ſechs Teilnehmer der Schrö= fel mehr daran, daß eine über mehrere Tage ausgedehnte ſtigen Eliteformationen ſich von den übrigen
Truppen=
der=Stranz=Expedition und die fünf Teilnehmer der Hilfs= Ozeanfahrt eines „Zeppelin” durchaus bereits im Bereiche teilen unterſcheiden, ſind unzuläſſig. Beſtehende
Beſtim=
expedition zu finden. Ich hoffe, dieſe jetzt durch das der Möglichkeit liegt. Schon zu Pfingſten 1909 flog ein mungen dieſer Art werden aufgehoben. Die Fortſchritt=
Dampfſchiff „Aetiv” zu erhalten, welches Mansfields Ex= „Zeppelin” ununterbrochen 87½ Stunden, und ſeitdem iſt ler wollten dem ſozialdemokratiſchen Antrag folgende
pedition hier heraufbringen ſoll. (Mittlerweile ſind ja die die Leiſtungsfähigkeit ſo erheblich geſteigert worden, daß Faſſung geben: Die beſonderen Beſtimmungen über die
drei Geretteten der Schröder=Stranz=Expedition und die eine Flugzeit von drei bis vier Tagen ſicherlich möglich Aushebung, durch die gewiſſe Truppenteile ſich von den
drei norwegiſchen Matroſen in Tromſoe angekommen.) iſt. In dieſem Zeitraum dürfte bei der heutigen hohen übrigen unterſcheiden, werden aufgehoben. Ferner liegen
Das Eis im Eisfjord iſt jetzt ſo weit aufgebrochen, daß Geſchwindigkeit der Zeppelin=Luftſchiffe, die amerikaniſche hierzu zwei Reſolutionen der Kommiſſion vor, der
Ent=
wir ein Motorboot bis zur Saſſenbai benutzen können.Küſte aber ſelbſt zu erreichen ſein, wenn die Witterungs=wickelung in der Armee, die in wachſendem Maße zu
Hierdurch ſpare ich auf der Reiſe nach Nordoſtland fünf umſtände nicht ganz günſtig wären.
Regimentern mit ausſchließlich oder überwiegend adeligen
Tage, die für die Hunde anſtrengend geweſen wären. Am
Offizieren geführt hat, entgegenzuwirken, ſowie für einen
ſtändigen Austauſch zwiſchen dem Offizierkorps der
31. Mai gedenke ich wieder mich nach Norden zu begeben.
Keine Z.=Luftſchiffe für Oeſterreich.
Grenzregimenter und den unter günſtigeren Lebensbeding=
Wir wollen den Weg über den Poſthgletſcher und dann
über das Inlandseis nach Treurenburg wählen. Von
IIB. Konſtanz, 18. Juni. Nach einer Meldung ungen einerſeits und dem in den großen Städten oder
Treurenburg wollen wir über die Hinlopenſtraße ſetzen und der Wiener Zeit ſollten. vom Jahre 1915 angefangen, nach unter Bevorzugung örtlicher Verhältniſſe
garniſonieren=
an der Küſte eitlang bei Shoalpuntt vorbei über Lavden, und nach ſechs Zeppelinkreuzer für Oeſterreich geliefert den Truxpenteilen andererſeits zu ſorgen. — Die Fort=
Nordkap, Ripsbai nach Kap Laten marſchieren. Auf dieſem werden, die ſämtlich mit Maſchinengewehren ausgeſtattet ſchrittler beantragen eine Reſolution, wonach keinerlei
Wege hoffe ich beſtimmt, Spuren zu finden, damit das werden ſollten. Dieſe Nachricht trifft nicht zu, dal Privilegierung einzelner beſtimmter Truppenkörper nach
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19. Juni 1913.
Nummer 141.
Seite 6.
etente enet n Seiete uehten erener t er rt en ernirer er er us fen neten aitene Alchten ir athanrtene,
machen zu prahleriſchen Reden, um ſo mehr werden Sie Abgeordneter ſich gegen die Vorlage ausgeſprochen hatte,
ſoll.
erklärte ein ſüddeutſcher Zentrumsredner für ſeine Perſon
Abg. Lenſch (Soz.): Die Mobilmachung des Garde= ſich ausgelacht ſehen.
dukorps iſt beſonders ſchwierig, da die Angehörigen
Abg. Graf von Praſchma (Ztr.): In dem ſozial= die Zuſtimmung zu den Paragraphen 1 und 2.
Schatz=
dieſer Truppe ſich über das ganze Reich verteilen. Das demokratiſchen Antrag erblicken wir eine Politiſierung der ſekretär Kühn erklärte, mit der Regierungsvorlage werde,
liegt keineswegs im Intereſſe unſerer Schlagfertigkeit. Armee, deshalb müſſen wir ihn ablehnen. Der freiſinnige wie gegenüber dem Vorredner hervorzuheben ſei in das
Der Kriegsminiſter hat ſich dahin ausgeſprochen, daß, Antrag geht nicht ganz ſo weit, wir können aber auch ihm einzelſtaatliche Selbſtbeſtimmungsrecht in keiner Weiſe
ein=
wenn ihm die Garde geſtrichen würde, die ganze Vorlage nicht zuſtimmen. Wenn ſich die Garderegimenter auf der gegriffen, denn die Einzelſtaaten hätten durchaus freie Hand,
Makulatur ſei. Damit hat er ſich um die Aufklärung Straße zeigen, läuft die ganze Bevölkerung von allen in geeigneten Fällen Geſetze zu erlaſſen, und nur, wenn
große Verdienſte erworben. Hätten wir Orden zu ver= Seiten zuſammen. (Zuruf bei den Soz.) Auch Ihre Par= die geſetzgebenden Körperſchaften hiervon keinen Gebrauch
leihen, wir würden ihn dazu vorſchlagen. Immer wie= teigenoſſen. Die Garde iſt eine Elitetruppe im beſten machten, trete das Sicherungsgeſetz ein. Die Frage wie
der kommt man mit dem Schlagwort der Kommando= Sinne des Wortes. Ich will nicht verſäumen, meiner ſich die Regierungen zu dem Gedanken einer unmittelbaren
gewalt. Darin liegt die Wurzel für die ganze Rückſtän= Freude Ausdruck zu geben darüber, daß bei dem Amne= Vermögenszuwachsſteuer ſtellen würden, ſei er nicht in
digkeit. Die Mannſchaften werden nicht auf die Verfaſ=ſtieerlaß anläßlich des Regierungsjubiläuns des Kaiſers der Lage, ſchon jetzt zu beantworten, weil der Bundesrat
ſung, ſondern auf den Landesherrn vereidigt und dadurch die Verurteilungen wegen Soldatenmißhandlungen aus= zu dem Geſetzentwurf erſt Stellung nehme, nachdem dieſer
zum willenloſen Inſtrument gemacht. Dies bedeutet geſchloſſen ſind. — Abg. Keinath (natlb): Wir haben in den einzelnen Beſtimmungen vorliege und ſich überſehen
nichts anderes als die Aufrechterhaltung des Abſolutis= niemals die Verdienſte der Adeligen in der Vergangen= laſſe, ob er geeignet erſcheine, im Rahmen des ganzen
Fi=
mus in der ſchlimmſten Form. Die Garde ſtammt aus heit geleugnet. Man ſoll dabei aber nicht vergeſſen, daß nanzplanes die Frage der Deckung des Bedarfs einer
be=
friedigenden Löſung entgegenzuführen. Ein konſervativer
der Zeit der Wachtparaden und Soldatenſpielerei mit es damals dem Bürgertum nicht geſtattet war, eine ähn= Redner war der Anſicht, bei dem Vorſchlage der Regierung
ihrem lä rlichen Tand und Brimborium. Vor wem liche Rolle zu ſpielen, und daß es damals ein richtiges hätten die Einzelſtaaten doch immer noch freie Hand,
ge=
muß die Garde nicht alles präſentieren. Ich erinnere an Bürgertum nicht gab. Wir verlangen eine Gleichberech= ſtaltend auf das ſubſidiäre Beſitzſteuergeſetz einzuwirken.
den Zaren und ſeine Kumpanei. (Bravo bei den So= tigung des Bürgertums mit dem Adel. Wir können der Darauf wurde Parggraph 1 und 2 des Entwurfs über
zialdemokraten. Unruhe rechts. Präſident Dr. Kaempf: Reſolution der Budgetkommiſſion zuſtimmen, die freiſin= Aenderung des Finanzweſens (Erhöhung der Matrikular=
Es geht nicht an. von der Tribüne einen fremden Sou= nigen und ſozialdemokratiſchen Anträge müſſen wir jedoch beiträge durch allgemeine Beſteuerung des Vermögens uſw.
verän in dieſer Weiſe zu beleidigen. Ich rufe Sie zur ablehnen. Wir wünſchen einen Austauſch der Offizier= in den Einzelſtaaten) gegen fünf Stimmen abgelehnt.
Ordnung. Bravo rechts.) Eine Beleidigung des Zaren korps, damit das Mißtrauen, das gegen einige Garniſo=
Darauf nahm die Kommiſſion die Beratung des
Be=
an dieſer Stelle auszuſprechen, liegt mir ganz fern. (Unter= nen beſteht, beſeitigt wird. — Abg. Schöpflin (Soz.): ſitzſteuergeſetzes in Angriff das nach Abſicht der
Regie=
brechung durch den Präſidenten.) Dieſe Zuſtände, die Die Armee iſt heute als ein Bollwerk nicht anzuſprechen, rung in denjenigen Bundesſtaaten in Kraft treten ſoll, die
man im Reichstag nicht ſo kritiſieren kann wie in jeder! dafür ſind die ſozialdemokratiſchen Gedanken zu tief in bis zum 1. April 1916 eine algemeine Beſteuerung des
Volksverſammlung (Sehr richtig! bei den Sozialdemokra= das Heer hineingedrungen. Wir halten unſere Behaupt= Vermögens, des Einkommens oder der Erbſchaften nicht
ten) werden immer in derſelben Weiſe begründet. Die ung aufrecht, daß es ein Privilegium in der Beförderung eingeführt hätten, das aber die Kommiſſion als Grund=
Garde liegt namentlich in Berlin und Potsdam, beide gibt.
lage ihrer Beratung anſieht und ein allgemeines Reichs=,
Städte entſenden aber Sozialdemokraten in den Reichs=
Kriegsminiſter v. Heeringen: Ich muß wieder= beſitzſteuergeſetz bezweckt. Von dieſem Beſitzſteuergeſetz
tag, und was für welche? (Heiterkeit, Rufe: Sehr richtig! holt betonen, daß es keine Bevorzugung im Avancement wurden debattelos angenommen die § 1. Abgabe vom
bei der Mehrheit.) Liebknecht und Ledebour! Wenn das gibt. Feſtſteht, daß die Garde im Ernſtfall zur gleichen Vermögenszuwachs § 2—11 betreffend das Vermögen
die Früchte der Garderziehung ſind, dann tut mir die Zeit an der Grenze ſein wird, wie die übrigen Truppen. mit der Aenderung im § 5, daß zum ſteuerbaren Vermögen
Garde leid. (Schallende Heiterkeit und Rufe: Sehr gut! Die Beförderung Gemeiner zu Offizieren wird auch heute nicht das im Auslande befindliche Grund= und
Betriebs=
im Zentrum und rechts) Unſere Kritik ſtößt immer auf noch ſo gehandhabt wie früher, daß bei Auszeichnungen vermögen gehört § 12 wurde nach einem
nationallibera=
den ſchroffſten Widerſtand. Noch ſind wir vom Kriegs= vor dem Feind Beförderung des Gemeinen zum Offizier len Antrag in folgender geänderter Faſſung angenommen:
miniſter gewöhnt daß er alles ableugnet. (Glocke des ſtattfindet. Wir wollen eine Armee mit König, Sie (zu Steuerpflichtig ſind: I Mit dem Zuwachs aus dem geſam=
Abg. ten ſteugrbaren Vermögen: 1. die Angehörigen des Deut=
Präſidenten.) Daß es wider beſſeres Wiſſen geſchieht, den Soz.) wollen eine Armee ohne König.
habe ich noch nie behauptet. Das fällt mir gar nicht ein. Müller=Meiningen (Fortſchr. Vpt.): Wir verlangen ſchen Reiches mit Ausnahme derer, die ſich länger als zwei
Die feudalen Offizierkorps bleiben aufrecht erhalten, das die Gleichberechtigung in der Armee. Mögen Sie machen, Jahre dauernd im Auslande aufgehalten, ohne einen
beweiſt die letzte Verteilung der Kadetten. Mit den Miß= was Sie wollen, wir ſetzen den Kampf in der als richtig Wohnſitz im Deutſchen Reich ſtändig zu haben; die
Aus=
handlungen in der Garde wird wohl nur die alte gute erkannten Weiſe fort. — Abg. Zubeil (Soz.): Bei den nahme findet keine Anwendung bei Reichs= und Staats=
Tradition aufrecht erhalten. (Sehr gut! bei den Soz.) Mißhandlungen der Untergebenen tun ſich beſonders die beamten, die im Ausland ihren dienſtlichen Wohnſitz ha=
Daß auf den inneren Feind keine Rückſicht genommen Friſchgeadelten hervor So war mein Premierleutnant ben. Generalkonſuln gelten nicht als Beamte im Sinne
wird, können wir nicht einſehen. Während der Straßen= Roon als Menſchenſchinder bekannt. Er hat auch ſeinen dieſer Vorſchrift; 2. diejenigen nicht reichsangehörigen.
Perſonen, welche auch eine fremde Staatsangehöriakeit
demonſtrationen war die Garde in den Kaſernen bereit= Burſchen erſchoſſen bezw. erſtochen. — Kriegsminiſter nicht beſitzen, wenn ſie in einem deutſchen Bundesſtaat
gehalten. Daß es nicht zum äußerſten gekommen iſt, v. Heeringen: Bereits im Jahre 1906 wurden hier einen Wohnſitz oder in Ermangelung eines Wohnſitzes
daran haben Sie (nach rechts) nicht die Schuld. Die im Hauſe dieſe von Normann vorgebrachten Beſchimpfun= einen dauernden Aufenthalt haben, II Mit dem Zuwachs
Garde, ich erinnere nur an den Leutnant mit den zehn gen Roons zurückgewieſen. Ich proteſtiere dagegen, daß aus dem inländiſchen Betriebs= und Grundvermögen alle
Mann, iſt eine ſtändige Bedrohung der Verfaſſung. derartige Beleidigungen, über 39 Jahre zurückliegende natürlichen Perſonen, ohne Rückſicht auf Staatsangehörig=
(Bravo! bei den Soz. und „Huh”=Rufe rechts.)
Vorfälle gegen einen längſt verſtorbenen Offizier aufge= keit, Wohnſitz oder Aufenthalt. Es folgt die Beratung des
Kriegsminiſter v. Heeringen: Ich bitte, die bei= griffen werden. Die Behauptung, daß die Offiziere ihre § 13, wonach der Zuwachs von 2000 Mark abgabenfrei
den Anträge abzulehnen, ſie ſind zu ungenau gehalten. Soldaten im Krieg beſſer behandeln als nach dem Krieg, bleiben ſoll, § 14, wonach Vermögen von 6000 Mark der
Vill man Geſetze machen, muß man ſich beſtimmt aus= wo ſie nichts mehr zu fürchten hätten, iſt eine Beleidig= Zuwachsbeſteuerung nicht unterliegen. Ein konſervativer
drücken. Die fortwährende Umgarniſonierung der Regi= ung für die Offiziere ſowohl als auch für die Soldaten. Redner begründet den Antrag, die untere Zuwachsgrenze
menter iſt eine große Gefahr für die Armee und die Be=
Hierauf wird die Debatte geſchloſſen. Nach einer per= auf 10 000 Mark, die untere Vermögensgrenze auf 20000
völkerung. Wer keine Gefahr für Volk und Armee herauf= ſönlichen Bemerkung des Abg. v. Gräfe (konſ.) wird Mark zu erhöhen. Schatzſekretär Kühn erklärte, nicht
zu=
beſchwören will, darf nicht ſolche Wandertruppen ſchaffen. der ſozialdemokratiſche Antrag abgelehnt. Die fortſchritt= geben zu können, daß nur bei den kleinen Vermögen klei=
Privilegien in der Beförderung beſtehen bei der Gardeliche Reſolution wird angenommen, ebenſo die Kommiſ= ner Zuwachs vorkomme Der Ausfall, den die Annahme
nicht. Daß die adeligen Regimenter zunehmen, trifft ſionsreſolution, der Weiterentwickelung adeliger Offizier=der Anträge im Gefolge haben müßzte, ſei recht bedeutend.
nicht zu. Es beſteht zurzeit eine größere Miſchung deskorps entgegenzuwirken und einen ſtändigen Austauſch und beziſſere ſich ſchätzungsweiſe auf 20 Millionen. Ein
Offizierkorhs, als je. Die Kommandogewalt zu verkür= zwiſchen den Offizierkorps der Grenzgarniſonen und den ſozialdemokratiſcher Redner ſchlug vor, die untere
Zu=
zen, iſt gefährlich. Die Reichsverfaſſung hat noch andere der bevorzugten Regimenter ſtattfinden zu laſſen. — So= wachsſteuer auf 6000 Mark, die untere Vermögensgrenze
Garantien. Laſſen wir alſo die Rechte Seiner Maieſtät dann wird die Weiterberatung auf Donners= auf 25 000 Mark feſtzuſetzen. Ein fortſchrittlicher Redner
beſtehen. Daß die Zuſtände bei der Garde nicht ſchlecht tag 2 Uhr vertagt. — Schluß nach 8 Uhr.
billigte den konſervativen Antrag zu § 13. Ein
Zentrums=
ſind, beweiſt, daß dieſe Regimenter zum größten Teil aus
redner trat für den ganzen konſervativen Antrag zu § 13
Freiwilligen beſtehen. Die Vorrechte liegen nur in der
und 14 ein. In der Abſtimmung wurden entſprechend dem
Aushebung. Darin, daß die jungen Leute aus allen Ort=
* Berlin, 18. Juni. Die Budgetkommiſſion konſervativen Antrag im § 13 die untere Grenze des
Zu=
ſchaften hier vereinigt werden, liegt eine Stärkung des des Reichstags begann heute vormittag die Bera= wachſes, von dem an Abgaben erhoben werden, auf 10000
monarchiſchen Bewußtſeins. Es iſt unrichtig, wenn ge=tung des Beſitzſteuergeſetzes. Der Berichterſtatter Mark im § 14, die untere Grenze der Vermögen, die der.
ſagt wird, die Garde hätte nichts geleiſtet. Wenn auch kam nach einer kritiſchen Würdigung der §§ 1 und 2 des Zuwachsbeſteuerung unterliegen, auf 20 000 Mark erhöht.
von den Führern einmal Fehler gemacht worden ſind. Entwurfs, betreffend Aenderungen im Finanzweſen (Er= Nach der Abſtimmung wurde die Frage der
Erbſchafts=
der Mut und die Entſchloſſenheit der Garde kann doch höhung der Matrikularbeiträge um insgeſamt 1.25 Mark beſteuerung erörtert. Ein nationalliberaler Redner
be=
nicht angezweifelt werden. Die Garde iſt keine Haus= pro Kopf der Bevölkerung, zu deren Aufbringung die Bun= gründete einen Antrag, dem § 14 ſolgenden Abſatz
hinzu=
truppe des Monarchen geweſen. Die Garde bleibt von desſtaaten eine allgemeine Beſtenerung des Vermögens, zufügen: Fällt in dem Veranlaaungszeitraum der
Er=
ſolcher Kritik unberührt. Darauf hinzuweiſen, iſt meine des Einkommens oder der Erbſchaften bei ſich einführen werb einer Erbſchaft. ſo ermäßigt ſich, wenn der Erbe ein
Pflicht und Schuldigkeit (Beifall, Ziſchen bei den Soz.)
ſollen), zu dem Antrag, dieſe beiden Paragraphen abzu= Abkömmling des Erblaſſers iſt und zur Zeit des Erbfalles
Abg. Müller=Meiningen (Fortſchr. Vpt.): Wir lehnen. Reichsſchatzſekretär Kühn trat für die Annahme das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und wenn das
ſtellen keine Demonſtrationsanträge. Die Verdienſte der der Regierungsvorlage ein. Die Bundesſtaaten ſollten ge= ſteuerbare Vermögen den Geſamtwert von 50 000 Mark
Garde ſind ebenſo wenig wie die aller anderen Truppen halten ſein, die Beiträge aus dem Beſitz aufzubringen und nicht überſteigt, die Abgabe um einen Betrag, der für jedes
anzuzweifeln. Es wäre falſch, die Garde für die Fehler das ſollte das Beſitzſteuergeſetz ſicherſtellen. Dem Siche= bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres zählende volle
ihrer Führer verantwortlich zu machen. Unſere Anträgerungsgeſetz ſei die Geſtalt einer Vermögenszuwachsſteuer Jahr bis 5 vom Hundert der Abgabe berechnet: die
Ge=
gegeben, weil es für richtig erſchienen ſei, nachdem vom ſamtermäßigung darf 50 vom Hundert der Abgabe nicht
beruhen in militärtechniſchen Gründen und liegen im
In=
tereſſe der Armee ſelbſt. Die Gefahr, die unſerem Heer= Reiche in dem Wehrbeitrag das Vermögen einmal ſteuer= überſteigen. Der nationalliberale Antraaſteller betonte,
körper durch die Garde droht, liegt darin, daß durch ſie lich erfaßt werde, den ſeitdem entſtehenden Zuwachs dem ſein Antrag wolle ledialich Härten vermeiden, der
konſer=
den anderen Trupenkörpern die beſten Leute entzogen wer= Reiche dauernd nutzbar zu machen. Der von der Regierung vative dagegen grundſätzlich jede Beſteuerung ablehnen,
den. Die Leute werden in eine Truppe geſteckt, die ſie vorgeſchlagene Weg gewährleiſtet dem Reich eine Ein= womit er nicht einverſtanden ſei. Der konſerbattve
An=
nicht genügend ausbilden kann. In Oeſterreich gilt es nahme von 80 Millionen, ohne in die einzelſtaatlichen Ge= tragſteller bezeichnet die Frage des Kindeserbes als den
als eine Auszeichnung an der Grenze zu ſtehen, warum ſetze einzugreifen. Ein ſolcher Eingriff wäre naheliegend, ſpringenden Punkt, von deſſen Geſtaltung für ſeine Partei
nicht auch bei uns? Die Garde iſt ein Fremdkörper an wenn das Sicherungsgeſetz zu einem primären Reichsgeſetzl die Annahme oder Ablehnung der Vorlage abhänge.
unſerer Armee. Ratürlich wird auch hier die Kommando= erhoben würde. Deshalb würden die Verſuche, das Siche= Staatsſekretär Kühn erklärte, es hieße den ganzen
Auf=
gewalt vorgebracht. Wenn hier immer die Garde beſon= rungsgeſetz zu einem einmaligen Reichsgeſetz zu erheben, bau des Geſetzes ſtören, wenn man in allen Fällen den
bei den Bundesregierungen ſchwere Bedenken auslöſen. Zuwachs durch Erbſchaft ausſchließen wolle. Der
natio=
ders hervorgehoben wird, iſt das nicht eine Zurückſetzung Ein Zentrumsredner erklärte, die Beratung ſei an einem nalliberale Antrag ſei im Prinzip annehmbar. Ein
fort=
der anderen Truppenkörper? Nicht Diſziplin, ſondern entſcheidenden Punkte angelangt Für ſeine Freunde ſei ſchrittlicher Redner erklärte, im Intereſſe der Einigung
hät=
der Geiſt der Truppen iſt die Hauptſache, und dieſer Geiſt vor allem entſcheidend, daß die Verſuche zu einer Verſtän= ten ſeine Freunde von einer reinen Erbſchaftsſteuer
abge=
läßt ſich nicht mit Freiwilligen, ſondern mit gerechter Ver= digung auf dem Wege der Vorlage nicht zum Ziele geführt ſehen. Sie ſeien bereit, als Aeußerſtes den
nationallibera=
faſſungstreue pflegen. In dieſem Sinne betrachten Sie hätten. Sie würden aber prüfen, ob ein anderer Weg len Antrag anzunehmen. Ein ſozialdemokratiſcher
Red=
unſere Anträge, die ich anzunehmen bitte. — Abg. von gangbar ſei, und zwar durch Umwandlung des Entwurfs ner betonte, wie der Vorredner, wenn der eingeſchlagene
Gräfe=Güſtrow (konſ): Sämtliche Reſolutionen betref= in ein Reichsgeſetz. Der vom Schatzſekretär bemerkte Weg nicht zum Ziele führe, dann würden ſie das
Erb=
fen nur Selbſtverſtändlichkeiten, einige ſtreifen ſchon das Eingriff in die Finanzhoheit der Einzelſtaaten ſei in der ſchaftsſteuergeſetz von 1909 vorlegen. Die konſervativen
Lächerliche, ſo z. B. diejenige, die den Mittellandkanal Vorlage ſchon in hohem Grade vorhanden. Der Bundes= Anträge wurden gegen die Stimmen der Antragſteller der
heranzieht. In den höheren Offiziersſtellen ſind viele rat könne deshalb keine weſentlichen Bedenken mehr gegen meiſten Zentrumsſtimmen und die der Polen abgelehnt.
bürgerliche Offiziere. Unſer Offizierkorps iſt homogen. die geplante Löſung erheben. Ein fortſchrittlicher Redner Der gemeldete nationalliberale Antrag wurde gegen die
Got ſchütze uns vor Elementen wie die die im Verliner lehnte, wie der Vorredner und der Berichterſtatter die Sozialdemokraten angenommen.
§ 15 (Zuſammenrech=
Tageblatt ihr Weſen treiben. Das Offizierkorps der Paragraphen 1 und 2 ab und beſtätigte, daß die Beſitz=nung des Vermögens der Ehegatten), § 16 (Verfahren
Garde ſetzt ſich beſonders aus altem Schwertadel und ſteuer einen ſtarken Eingriff in die Finanzhoheit der Ein= bei dem Tode eines Ehegatten innerhalb des veranlagten
Söhnen alter gedienter Soldaten zuſammen. Homogeni= zelſtaaten bedeute Aber das Reich müſſe an dem Gedan= Zeitraumes) blieben unverändert. — Nächſte Sitzung
tät im Offizierkorps findet man eigentlich nur in den alt= ken feſthalten, daß es die Mittel für die Sicherung ſeiner morgen vormittag.
preußiſchen Provinzen, wo die Offiziere noch im Zuſam=Grenzen von allen Reichsangehörigen gleichmäßig durch
menhang mit der bodenſtändigen Bevölkerung ſtehen. Die reichseigene Einnahmen aufbringe Ein Vertreter der na=
Beſchimpfungen, die Herr Zubeil hier gegen einen alten tionalliberalen Partei bemerkte, ſeine Freunde ſeien auch
Stimmen aus dem Publikum.
Krieger, Generalmajor von Roon, erhoben hat, ſind un= zur Ablehnung der genannten Paragraphen 1 und 2 ge=
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
erhört. Sie ſind ſchon zweimal widerlegt worden. (Vize= kommen. Sie ſeien bereit, mitzuarbeiten auf der Baſis keinerlei Verantwortn
ſie bleibt auf Grund d
§ 21 Abſ. 2 des
präſident Dove rügt den Ausdruck Beſchimpfungen.) Die= des Beſitzſteuergeſetzes und hofften, zu einer Einigung zu
Preigeſehzes in volem Umſange der Einſender verantwortlichſ. 2
ſer Vorwurf gegen einen tapferen Offizier iſt hier ſchon gelangen. Es müßten reichseigene Einnahmen geſchaffen
Der direkte Weg von Kaiſerslautern führt über
wiederholt zurückgewieſen worden. Auch wir Deutſchen werden. Den Weg der Matrikularbeiträge wollten ſeine
haben alle Urſache, auf unſere alten Geſchklechter ſtolz zu Freunde nicht wieder beſchreiten, Seine Freunde ſeien Alzey, Nierſtein, Goddelau, Erfelden nach Darmſtadt.
ſein, wie die Engländer auf ihre Vorfahren ſtolz ſind. bereit, an der Geſtaltung des Beſitzſteuergeſetzes mitzuwir= Man ſollte ſich endlich entſchließen, die fehlende Strecke
Dem Adel dankt das deutſche Volk viel. Wenn auch ein= ken. Dabei werde ſich zeigen, ob die bezüglich der Auf= von 12 Kilometern von Nierſtein nach Goddelau-
Erfel=
hebung der Scheck= und der Wertzuwachsſteuer geäußerten den herzuſtellen.
zelne Verfehlungen vorgekommen ſind, einen ganzen Stand Wünſche erfüllt werden könnten. Ein konſervativer
Red=
deshalb herabzuſetzen, geht nicht an. (Widerſpruch bei ner erklärte, ſie ſtänden auf dem Boden der Vorlage und
Erdbeben.
den Soz.) Selbſt Bismarck, der doch größere Erfahrun= würden für die genannten Paragraphen 1 und 2 des
Ent=
gen und Menſchenkenntnis beſeſſen hat als wir, hat den wurfs, betreffend Aenderungen im Figanzweſen, ſtimmen.
* Sofia, 17. Juni. Das Erdbeben hat auch in
Adelsſtand hoch geſchätzt. Man will aus dem monarchi= Der konſervative Redner gab zu, daß die Vorlage einen Sewliewo und Umgebung leichten Schaden angerichtet.
ſchen Heer ein parlamentariſches machen. Gegen diejeni= Einariff in die Finanzhoheit der Einzelſtaaten bedeute, Opfer an Menſchenleben ſind hier nicht zu beklagen. In
gen Kreiſe müſſen wir entgegenwirken, die dieſe Beſtreb= aber der Eingriff werde doch in engen Schranken gehal= Grabowo wurde gleichfalls leichter Materialſchaden
an=
ungen unterſtützen und ihnen Vorſchub leiſten. Weil wir ten, und die Vorlage greife weniger ein, als es durch eine gerichtet. Ein Kind wurde getötet, zwei Menſchen
wur=
das nicht mitmachen können, lehnen wir die freiſinnigen reichseigene Beſitzſtener geſchehe Sollten die Paragraphen den durch einen Felsrutſch verſchüttet. Schwerer iſt die
Anträge und die Reſolution ab. (Zuſtimmung rechts.) 1 und 2 abgelehnt werden, ſo würden ſeine Freunde doch Kataſtrophe in Tirnowo. Das Spital, der Bahnhof, die
Wer die Bedeutung der Armee richtig beurteilt, wird auch weiter mitarbeiten und den Verſuch machen, die Beſitz= Kaſernen, das Knaben= und Mädchengymnaſium, das
bei der Krone Hilfe finden. (Zuruf bei den Soz.: Hurrai) i ſteuervorlage ſo umzugeſtolten wie es ihrer Anſchauung Präfekturgebäude, ſowie ſechs Kirchen ſind mehr oder
Nummer 141.
Seite 7.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19. Juni 1913.
weniger zerſtört. Drei Klichen liegen in Trimmern, deien Balanſaten nach Betersburg eingeladen. Der
4 Rem=Part, 13. Iumi. Der „Imperator hat
21 Leichen und 127 (Verletzte wurden aus dem Schutt ge= griechiſche Miniſterpräſident, ſowie der ſerbiſche und der geſtern abend nach 11 Uhr die Quarantäneſtation erreicht.
zogen. In Gorna=Orchovitza ſind 27 Leichen beerdigt montenegeiniſche haben die Einladung angenommen,
worden. Aus Sofia und Ruſtſchuk ſind Ambulanzen ab= während die Antwort Bulgariens hier noch nicht be=
Berlin, 18. Juni. Der gefährliche
Kirchenräu=
gegangen.
ber, der in Königswuſterhauſen, Köpenick und Lübben
kannt iſt.
* Wien 17. Juni. Nach einer Meldung des K. K. auftrat, iſt mit aller Wahrſcheinlichkeit der frühere Brief=
Telegr.=Korr.=Bureaus aus Sofia verlautet dort an kom= träger Ludwig Berger, der im Juli 1909 auf dem
Landwirtſchaftliches.
petenter Stelle daß die Aufforderung Saſonows an Schleſiſchen Bahnhof zwei Geldbriefe mit 50 000 Mark
— Frankfurt a. M., 18. Juni. (Schweine= die Miniſterpräſidenten der Balkanſtaaten in dem Sinne geſtohlen hatte und deshalb zu zwei Jahren Gefängnis
markt.) Auftrieb: 1196 Schweine; Marktver=beantwortet worden ſei, daß eine Begegnung erſt verurteilt worden war. Nach Verbüßung dieſer Strafe
lauf:mäßig rege, bleibt Ueberſtand. Preiſe: 1. 54.50 bis nach vorheriger Abrüſtung möglich ſei.
betrieb er die Kirchendiebſtähle, wobei er feſtgenommen
57, 70—72; 2. 54—56, 70—72; 3. 54,50—57,50, 70—72;
wurde. Es gelang ihm aber aus dem Unterſuchungs=
4. 54,50—57,50, 70—72.
Zur ſerbiſchen Miniſterkriſe.
gefängnis in Liegnitz vor 14 Tagen zu entwiſchen.
— Berlin, 18. Juni. Unter dem Verdacht, am 10.
* Belgrad, 18. Juni. Anläßlich der über die Juni das Seilattentat gegen das Automobil
Miniſterkriſe verbreiteten Gerüchte veröffentlicht die
offi=
ziöſe Samouprava folgendes Communiqué: Das Kabi= begangen zu haben, wurde der Arbeiter Schulz ver=
Der Balkankrieg.
nett Paſitſch hielt den Augenblick für gekommen, wo haftet.
HB. Zürich, 18. Juni. Bei einer Automobil=
Die bulgariſche Antwort.
von neuem die politiſche Richtungslinie beſtimmt werden
fahrt, die einige Mitglieder des Züricher Stadttheaters
* Sofia, 18. Juni. Die bulgariſche Ant=müßte, durch welche es geleitet wurde vom Beginne des heute morgen unternahmen, rannte der Wagen in
Brem=
wort auf die ſerbiſche Note bezüglich der Demobili=Krieges bis zu dem gegenwärtigen Augenblick. Das
Ka=
binett tat dies beſonders auf den Brief des Kaiſers von garten in voller Geſchwindigkeit gegen eine Mauer. Einer
ſierung hebt hervor, daß die Konzentrierung bulgariſcher Rußland hin, und die Regierung fühlte das Bedürfnis, der Inſaſſen, der in Zürich ſehr beliebte deutſche Schau=
Truppen an der ſerbiſchen Grenze keineswegs den Charak= zu entſcheiden, ob ſie in der ſerbiſch=bulgariſchen Streit= ſpieler Bruno Wünſchmann, wurde dabei ſo ſchwer
ter und die Tragweite habe, welche Serbien ihr beimeſſe. frage die Richtung auf eine Vermittelung oder einen verletzt, daß an ſeinem Aufkommen gezweifelt wird.
Die bulgariſche Regierung hat nicht aufgehört, zu erklä= Schiedsſpruch einſchlagen könnte von dem Augenblick, wo Er erlitt einen Schädelbruch und büßte ein Auge ein.
ren, daß man ſich zur Regelung der zwiſchen beiden Regie= der Bündnisvertrag ſeine Gültigkeit verlöre, und wenn
Hauptmanns Feſtſpiel=Aufführungen eingeſtellt.
rungen beſtehenden Meinungsverſchiedenheiten bezüglich ja, unter welchen Bedingungen. Dieſe Frage war von
der Liquidation und eines Kondominiums in Mazedonien großer Wichtigkeit. Die Königl Regierung wollte die
* Breslau, 17. Juni. Das Feſtſpiel Gerhart
Haupt=
eheſtens der Entſcheidung des von beiden Teilen in dem Gelegenheit bieten, auch andere Meinungen in Erwägung manns gelangt nach dem 17. Juni nicht mehr zur Auf=
Bündnisvertrag gewählten oberſten Schiedsrichters anver= zu ziehen und bot deshalb der Krone den Rücktritt an, die führung. — Die Morgenpoſt teilt mit, die Einſtellung des
trauen müſſe und daß man, wenn das nicht geſchehen ſei, ihn nicht annahm, weil es unangebracht war, eine Kriſe Feſtſpiels ſei auf den Wunſch des Kronprinzen
den Grund hiervon in Forderungen dilatoriſchen Charak= hervorzurufen, wenn die Regierung das Vertrauen der erfolgt, der ſonſt die Niederlegung des Protektorates in
ters ſuchen müſſe, welche der bulgariſchen Regierung nicht Majeſtäten und der Krone genießt, und weil ſie die be= Ausſicht ſtellte. — Die Voſſiſche Zeitung meldet: Der
anzurechnen ſeien. Die militäriſchen Maßnahmen der gonnene Aufgabe vollenden ſollte. Die Regierung ver= Kronprinz hatte ſich von der Ausſtellungsleitung ſei=
Bulgaren ſeien nur die Folge der militäriſchen Maßnah= zichtete nach erneuter Beratung der Frage auf ihren Be= nerzeit das Regiebuch kommen laſſen und ſoll ſich dann
men der Serben. Während alle bulgariſchen Truppen ſich ſchluß und beſchloß, ihre äußere Politik fortzuſetzen.
zum Fürſten Pleß ſehr ungehalten ausgeſprochen haben,
an der türkiſchen Grenze befanden, und längs der ſerbiſchen
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Grenze und Mazedoniens nur 8000 Mann ſtanden, habe
die ſerbiſche Regierung, ohne damals zu berückſichtigen,
Letzte Nachrichten,
daß dies eine Gefahr für die friedliche Löſung eines Streit=
Bioſon bei Schwächezuſtänden!
(Wolffs telegr. Korceſp.=Bureau.)
falles bilden oder eine Erregung der Gemüter hervorrufen
Mit Bioſon habe ich bedeutend beſſere Erfolge erzielt
könne, die Konzentrierung aller militäriſchen Kräfte an
*. Berlin, 18. Juni. Der Kaiſer empfing um 1¾4 als mit anderen Nährpräparaten. Die Nervoſität iſt
merk=
der bulgariſchen Grenze angeordnet, und zwar in höherem Uhr im Schloſſe den griechiſchen außerordent=
Ausmaße, als in jenem, der in dem Kriege gegen die Tür=lichen Botſchafter Theotokis zur Notifizierung lich geſchwunden und Ihr Bioſon übt auf den ganzen
Körper einen ſo wohltuenden Einfluß aus, daß ich es
kei zur Verwendung kam, ja ſie ging ſogar ſo weit, ihre der Thronbeſteigung König Konſtantins immer wieder gern trinke. Frau Baſch, Bremen, Kauf=
Reſerviſten dritten Aufgebots unter die Fahnen zu beru= von Griechenland in Gegenwart des Staatsſekretärs von mannsmühlenkamp 2, I. Unterſchrift beglaubigt: 19. Febr.
fen. Dieſe längſt beendete Operation hing durch Zufall Jagow und des Einführers des diplomatiſchen Korps,
1913, Dr. Abraham, Notar. Bioſon nur echt in großen
oder infolge eines Einvernehmens mit einer analogen Vize=Oberzeremonienmeiſters von Röder. Um 2 Uhr Paketen à 3 Mk. in Apotheken, Drogerien. (III,13368
Konzentrierung der griechiſchen Truppen an der bulgari= war Frühſtückstafel bei den Majeſtäten, an welcher u. a.
Grenze zuſammen, wo die Bulgaren damals über das Prinzenpaar Friedrich Karl von Heſſen, der Bot=
In Freiheit und Gluck
nicht mehr als zwei Regimenter verfügten. Die Entſen= ſchafter Theotokis, der Reichskanzler, die Herren der
grie=
dung bulgariſcher Truppen an die ſerbiſche Grenze zielte chiſchen Geſandtſchaft, der griechiſche General Soütze, führt Dich Deine Sommerreiſe darum verbreite Freude
darauf ab, die Bevölkerung des Landes, insbeſondere in Staatsſekretär von Jagow, der Einführer in das diplo= um Dich und freue Dich ſelbſt. Wird Dir dies ſchwer,
den Grenzgebieten, zu beruhigen. Die von der ſerbiſchen matiſche Korps und die Chefs der drei Kabinette teil= weil Du abgeſpannt, reizbar und ſchlechter Laune biſt, ſo
Regierung ausgedrückte Befürchtung, daß die bulgariſche nahmen.
nimm die echten Kola=Paſtillen „Dallkolat” Sie bringen
Regierung in der gegenwärtigen Kriſe ſich nicht etwa von
* Berlin, 18 Juni. Heute mittag nahm der Kaiſer den Frohſinn zur Entfaltung. 1 Schachtel Dallkolat
dem Gefühle der Solidarität zwiſchen den Verbindeten auf dem Moabiter Exerzierplatz anläßlich des hundert=Mk. 1. in Apotheken und Drogenhandlungen.
Jeden=
leiten laſſe und nicht alle friedlichen Mittel zur Löſung jährigen Beſtehens des 2. Garde=Regiments zu falls in der Adler=Apotheke. Beſſunger und Engel=Apotheke.
der Streitfragen erſchöpfen wolle, ſei alſo nicht begründet. Fuß die Parade über das Regiment ab, wobei dem Ferner Hof=Drogerie, Central=, Bavaria=, Hubertus=,
Was die ſerbiſche Forderung anlangt, die Konzentrie= erſten Bataillon ein Säkularfahnenband verliehen wurde. Germania=Drogerie, Medizinal=Drogerie zum roten Kreus,
In Begleitung des Miniſters von Breitenbach und desgl. Gg. Liebig & Co. Nachf. u. Carl Watzinger. (I,13376
rung der bulgariſchen Truppen ſofort einzuſtellen und
gleichzeitig die Effektivbeſtände auf ein Viertel zu reduzie= des bayeriſchen Geſandten beſichtigte der
Prinz=
ren, ſo hebt die bulgariſche Regierung hervor, daß ſie ſchon Regent von Bayern den Großſchiffahrtsweg Ber=
SONDER-VERKAUF
am 13. April (26. April) der ruſſiſchen Regierung vorſchlug,lin=Stettin. Die Fahrt, die ſich bis zum Nachmittag
aus=
ihre Schiedsrichterrolle aufzunehmen, daß aber dieſer Vor= dehnen wird, erfolgt teils im Automobil, teils auf einem
UMZUc
ſchlag in Serbien kein ſympathiſches Echo gefunden habe, Dampfer auf dem Kanal.
*2
Berlin, 18. Juni. Der Kaiſer verlieh dem
wo der Finanzminiſter in der Skupſchtina und der Kriegs=
TOLlGARDINEN G ALOVERNETS
miniſter in der Preſſe erklärten, die Demobiliſation derFürſten zu Lippe den Schwarzen Adlerorden.
Auf unsere billigen Preise gewähren wir
ſerbiſchen Truppen könnte erſt nach der Regelung der
* Mörs, 18. Inni. Auf der 400 Meter=Sohle Schacht I
O)
Streitfragen mit Bulgarien ſtattfinden. Nichtsdeſtoweni= der Zeche Friedrichshütte in Lintfort wurden heute mor=
10% Extra-Rabatt.
ger nahm die bulgariſche Regierung, ſtets von dem Ge=gen durch Zubruchgehen einer Strecke 14 Mann ein=
Leinengardinen, einz. Fenster weit unier Preis.
ffühle und den Ideen der Brüderlichkeit und Freundſchaft geſchloſſen. Sämtliche Eingeſchloſſenen ſind noch
Tischüecken f. Verandas u. Gärten. licht- u. seifenkochecht.
beſeelt, die dem Vertrage zugrunde liegen, jetzt noch dieſam Leben. Die Rettungsmannſchaft begann ſofort
gleichzeitige Reduzierung der gegenwärtigen Effektiv= ihre Tätigkeit. Sie konnte ſich bereits mit den Einge=
Mose Garäinen= und Stiekerei-manutatur
beſtände auf ein Viertel an, indem ſie unter dem Titel ſchloſſenen verſtändigen.
* Lemberg, 18. Juni. In der Sinkiewiczſchen Schule
eines ſerbiſch=bulgariſchen Kondominums in jenen maze=
(
NRIPORTUNE
HE
doniſchen Gebieten, welche auf Grund des Artikels 2 des entdeckte die Polizei das Beſtehen eines rutheniſchen
geheimen Zuſatzabkommens zum Bündnisvertrage eine Schülerbundes, der zwei Lehrer der Anſtalt er=
Bleichstr. 1. G. m. b. H. Bleichstr. 1.
ſtrittige Zone bilden, ein aus bulgariſchen und ſerbiſchen morden wollte. Sechs Zöglinge ſind verhaftet worden.
* Krakau, 18. Juni. Bei Trzebinia fuhr ein
Truppen in gleicher Zahl gebildetes Okkupationskorps
EIGENE FABRIKATION.
lläßt, das dort bleiben ſoll, bis die ſchiedsrichterliche Ent= Schnellzug auf einen Güterzug auf. Zwei
Benützen Sie die hierdurch gebotenen Vorteile.
ſcheidung gefällt iſt. Da aber die gleichzeitige Demobili= Reiſende und ein Schaffner wurden ſchwer verletzt.
* Mailand, 18. Juni. Der Streik iſt beendigt. anzaannanazaaansaniiniain!
ſierung unter gegenſeitiger Konteolle relativ lange Zeit in
Anſpruch nehmen könnte und da die Anrufung des vor= Alle Arbeiter haben die Arbeit wieder aufgenommen.
Hankau, 18. Juni. Vor den Gebäuden einer
ruſſi=
geſehenen Schiedsſpruches wirkſamer gemacht würde durch
den Willen, die Liquidierung friedlich zu beendigen, ſchlägt ſchen Niederlaſſung brach ein Chineſe tot zuſammen.
In=
folgedeſſen ſammelte ſich eine große
Menſchen=
die bulgariſche Regierung vor, daß in den erſten Tagen,
die der Ueberreichung dieſer Antwort folgen werden, die menge an, da ſie annahm, die Ruſſen hätten den Mann
Verlobten
beiden Verbündeten durch Vermittelung der ruſſiſchen Re= getötet. Einige Torpedoboote ſind bereits zum Schutze der
gierung erklären, daß ſie den Kaiſer von Rußland bitten, Niederlaſſung eingetroffen. Ebenſo iſt ein Jägerbataillona
die ihr künftiges Heim gediegen,
ge-
ſſein Recht als Schiedsrichter auszuüben auf Grund des und nordchineſiſche Truppen dort konſigniert.
5
schmackvoll und modern einrichten
Paris, 18. Juni. Jaurés ſetzte in der Kammer
Bündnisvertrages und der Zuſatzabkommen, ſowie der
Memoranden, welche von den beiden Parteien binnen ſeine geſtrige Rede fort und erklärte, Deutſchland denke
wollen, wird eine Besichtigung meiner
nicht nur an einen plötzlichen Angriff, für den es die
bei=
einer Woche überreicht werden.
den jüngſten Reſervellaſſen den altiben Beſtänden
ein=
feinbürgerlichen
* Peſt, 18. Juni. Nach Wiener Informationen des gliedert, ſondern es denke an einen Maſſenangriff.
Peſter Lloyd ſteht Bulgarien auf dem Standpunkt, daß die Die deutſchen Strategen hätten für die erſte große
ſerbiſch=bulgariſche Angelegenheit abge= Schlacht 1300000 Mann vorgeſehen. Bei allen Manö=
Wohnungseinrichtungen
ſondert von der bulgariſch=griechiſchen behandelt werden pern fänden in Deutſchland Maſſenübungen der
Reſer=
müſſe. Es ſoll danach zunächſt eine gemeinſame Beſetzung piſten ſtatt. Die deutſche Militärvorlage ziele tatſächlich
empfohlen. — Meine Möbel zeichnen
aller von Bulgarien beanſpruchten Gebiete durch bulga= darauf hin, 60 000 Mann jährlich mehr auszubilden, um
sich aus durch künstlerische
Formen-
riſche und griechiſche Truppen erfolgen und ſodann ver= in kurzer Zeit über 500 000 Mann mehr zu verfügen und
schönheit, grundgediegene Qualität u.
ſucht werden, direkt über die Teilung zu verhandeln. Sollte bereite methodiſch eine Offenſive mit bedeutenden
Trup=
der Verſuch ſcheitern, ſo würde Bulgarien ein Schiedsge= penmaſſen vor. Dieſe Gefahr verkennen, hieße, die Nation
infolge niedrigsterGeschäftsspesen durch
richt aller ſechs Großmächte annehmen.
über die Gefahren hinwegzutäuſchen. Will Frankreich
besondere Preiswürdigkeit.
nicht überflutet werden, müſſe es, um gegen die Invaſion
Geheime Abmachungen.
Widerſtand leiſten zu können, ſich darauf vorbereiten. Um
2
OrO KUNREE
* Paris, 17. Juni. Der Temps veröffentlicht die von der erſten Stunde an die Geſamtheit der
organiſier=
geheimen ſerbiſch=bulgariſchen Abmach=ten Streitkräfte in die Linie zu bringen, ſei es geboten,
Gr. Ochsengasse 21/23. — Tel. 287.
ungen vom 13. März 1912 über die Teilung der Ge= die Grenze mit Truppen aus dem Norden und Oſten zu
biete, die dem Schiedsſpruch des Zaren zu unterbreiten= decken, und eine vollſtändige Konzentrierung abzuwarten, in
(10791a
den Grenzſtreitigkeiten, ſowie eine Militärkonvention, wo= um nicht eine zerſtreute Armee in den Wolfsrachen zu
EEEERRERIIILHIE!
nach Bulgarien im Falle eines öſterreichiſchen Angeiffes jagen, wie Napoleon III. es tat.
* Kopenhagen, 18. Juni. Anläßlich des offiziellen
auf Serbien verpflichtet wäre, der öſterreichiſch=ungariſchen Beſuches des Großherzogspaares von
Dampfernachrichten.
Monarchie ſofort den Krieg zu erklären und den Serben Mecklenburg=Schwerin iſt die Stadt reich ge=
Holland=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
200 000 Mann zu Hilfe zu ſchicken. Hierzu würde Bul= ſchmückt. Das Großherzogspaar traf heute vormittag ein. Vertreter Aug. Cellarius in Darmſtadt, Bleichſtr. 53.
garien auch verpflichtet ſein, wenn Oeſterreich mit oder Es wurde am Bahnhof empfangen vom König, der Kö= „Rotterdam” 5. Juni nachm. in Rotterdam eingetroffen.
ohne Zuſtimmung der Türkei in den Sandſchak Nowibazarnigin, den däniſchen Prinzen und Prinzeſſinnen. Nach Nieuw Amſterdam” 10. Juni vorm. von New=York
einmarſchieren würde.
Abſchreiten der Ehrenkompagnie begrüßte der Oberbür= abgegangen. „Noordam‟ 10. Juni vorm. in New=Nork
Rußland.
germeiſter das Großherzogspaar im Namen der Stadt. eingetroffen. „Ryndam” 8. Juni 10 Uhr 55 Min.
* Lodz, 18. Juni. In Zychlin ſind 38 Perſonen an vorm. Lizard paſſiert. „Potsdam” 3. Juni vorm. von
* Athen, 17. Juni. Rußland hat der Agence
New=York abgegangen.
d’Athènes zufolge die vier Miniſterpräſidenten der verbün=Trichinoſe erkrankt; 5 ſind geſtorben.
(1971a
Brauerei-
Ausschank
Carten-Restadfakvin Hessenblad Krchstr. 3
A
Angenehmer Abend-Aufenthalt.: Gute Küche. Hessenbräu direkt vom Faß.:: Münchener Paulanerbräu.
Nummer 141.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19, Inni 1913.
Seite 8.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
z 1W. ℳ 20
48.
850
Ueber dem Feſtlande lagert noch immer hoher Druck,
Todes=Anzeige.
der heiteres (höchſtens leicht bewölktes) und trockenes
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
Wetter bedingt, ſo daß auch die Temperaturen noch
Trauer-Kleider Trauer-Lostüme
meinen geliebten Gatten, unſeren guten Vater,
3/50
weiter angeſtiegen ſind. Jedoch laſſen ſich überall Teil=
Bruder, Onkel, Schwiegervater und Großvater
wirbel erkennen, die uns verbreitete Gewitter mit
Trauer-Blousen Jtauer-Röcke
Regen bringen werden; dementſprechend nimmt auch die
Temperatur ab.
Trauer-Mäntel, Trauer-Stoffe
Herrn Friedrich Anthes I.
Ausſichten in Heſſen für Donnerstag, den 19. Juni
Wolkig, Gewitterregen, kühler.
Bäckermeiſter
IntreichersAusmahl!
nach langem Leiden im Alter von 64 Jahren
Tageskalender.
(13399
in ein beſſeres Jenſeits abzurufen.
(
Anderungenssofort!
Verſammlung des Inſtrumentalvereins um 8½ Uhr
im Probeſaale des Muſikvereins.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Konzerte: Saalbau um 8 Uhr. — Rummelbräu um
Gebr. Höslein
Familie Anthes.
8 Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr. — Mathildenhöhſaal
. KLudmigsplatz.
84
um 8 Uhr.
Arheilgen, 17. Juni 1913.
ge
Bilder vom Tage (Auslage: Expedition Rheinſtr. 23):
Die Beerdigung findet Donnerstag nachmit=
Kaiſer Wilhelm II.; zum Attentat in Konſtantinopel,
tag 5 Uhr, vom Sterbehauſe Mühlſtraße 41
der zum Großweſir ernannte Prinz Said Halim Paſcha,
aus, ſtatt.
der ermordete Mehmud Schefket Paſcha; von der
Hul=
digungsfahrt des Grafen Zeppelin nach Wien mit dem
Luftſchiff „Sachſen” Graf Zeppelin bei der Landung
auf dem Flugfeld Aſpern, Blick auf die kaiſerliche
Hof=
burg in Wien; der Anſchlag der Suffragetten beim eng=
Todes=Anzeige.
liſchen Derby zu Epſom.
Verſteigerungskalender.
Geſtern abend entſchlief ſanft nach kurzem,
Freitag, 20. Juni.
ſchwerem Leiden unſere liebe Mutter, Groß=
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 9 und 3 Uhr
mutter, Urgroßmutter und Tante
(13424
Danksagung.
Rückertſtraße 18.
Heugras=Verſteigerung um 3½ Uhr (Zuſam=
Für die herzliche Teilnahme, die uns beim
menkunft auf der Oppermannswieſenſchneiſe ſüdlich des
Katharina Ehrhardt
(B13427
Hinſcheiden unſeres lieben Vaters
Oberwaldhauſes).
geb. Steiner
Ausſtellung zur Erinnerung an die Zeit vor 100
Jahren im Gewerbemuſeum (Neckarſtraße 3), täglich ge=
Hermann Diery
im Alter von 97 Jahren, 4 Monaten.
öffnet von 11—1 Uhr und von 3—5 Uhr, mit Ausnahme
der Sonntagnachmittage.
Major a. D.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
allſeitig erwieſen wurde, ſprechen wir hiermit
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
V. Breunig, Ober=Bahnaſſiſtent.
unſeren aufrichtigen Dank aus.
Reich und Ausland: i. V.: Aax Streeſe; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
Darmſtadt, den 17. Juni 1913.
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus der Geſchäftswelt: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Die trauernd Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet Freitag, den 20. Juni,
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des
Darm=
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Darmſtadt, den 18. Juni 1913.
ſtädter Friedhofes aus, ſtatt.
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
e
Stehe
Eine wertvolle Bibliothek für das Haus!
Für wenig Geld eine für alle Zeit wertvolle Bibliothek
zu erwerben — dieſe Gelegenheit bietet ſich Ihnen durch Abonnement
auf die im Verlage der Union Deutſche Verlagsgeſellſchaft
in Stuttgart erſcheinende
Die Daie m Weiss!
Bibtornen der enterhaftung
jecone
unld des wissens.
Helle Sommerkleidung und weissesleichtes
Die „Bibliothek der Unterhaltung und des Wiſſens” er=
Schuhwerk sind allmählich zur Mode
ge-
ſcheint bereits ihm 37. Jahrgang.
(V,8575
worden.
In vielen Millionen von Bänden verbreitet
erfüllt ſie ihr Programm: jedem Bücherliebhaber Gelegenheit
Aparte Leinen-Halbschuhe und Pumps in
zu geben zur Anlegung einer wirklich gediegenen, ſpannendſte 1.
1 Unterhaltung und eine unerſchöpfliche Fundgrube des Wiſſens
den verschiedensten Ausführungen werden
zugleich bietenden
gern getragen.
Privatbibliothek
Wir bringen darin eine Anzahl anmutiger
aufs allerbeſte
Die „Bibliothek der Unterhaltung und des Wiſſens” er=
Formen zu vorteilhaftesten Preisen.
ſcheint in 13 vierwöchentlichen, reich illuſtrierten, elegant in
echte Leinwand gebundenen Bänden mit Goldrücken= und
Deckelpreſſung. Jeder Band iſt mit einem hübſchen, farbigen
Umſchlag verſehen. Um die Anſchaffung auch weniger
Be=
mittelten zu ermöglichen, beträgt der Abonnnementspreis
nur 75 Pfennig für den Band
Einige Preislagen:
ein Preis, zu welchem der Buchbinder im einzelnen noch nicht
einmal den bloßen Einband zu liefern imſtande wäre.
Beſtellungen nehmen Buch= und
Kolportage=
handlungen, Journalexpeditionen ꝛc. entgegen.
Union Deutſche Verlagsgeſellſchaft in Stuttgart, Berlin, Leipzig.
en
nannnnnunn
Oen
11!
V
Das viele
Fleischessen ist ungesund und teuer!
50 550 250 1750
Man sorge für besseren Stoffwechsel durch Genuss
leicht-
verdaulicher Nahrungsmittel. Unschätzbare Dienste leistet
als solches
für Mädchen und Kinder:
2.50 3.50 4.50
IIIIInn
Ina
eilister Speise Lauff
(weisser Käse).
Derselbe ist mit reinen Milchsäure-Kulturen
herge-
stellt und hat eine vorzügliche Wirkung auf die
Verdau-
ungs-Organe.
Wird mit Milch oder Sahne angerührt, nach
Ge-
schmack gewürzt und zu Brot oder Kartoffeln gegessen.
Hoher Nährwert, schmeckt erfrischend und ist billig.
Speier- Schuhwarenhaus
Ganz besonders zu Käse-Kuchen und Torten geeignet.
Täglich frische Sendung!
(13430
Inh.: Paul Wildau, nur Ludwigstrasse 16.
Wilh. Reitinger, Hoflieferant,
Verkaufsstellen von Speier’s Schuhwaren:
(13411
Soderstrasse 2 am Kapellplatz. Tel. 1834.
Frankfurt a. M, Offenbach, Hanau, Darmstadt, Worms, Würzburg, Nürnberg,
Stuttgart, Strassburg, Köln, Aachen, Dortmund, Leipzig, Linden, Hannover,
Hamburg, Breslau, Düsseldorf, Duisburg, Hamm, Bonn.
Woog, am 18. Juni 1913.
EFung. kinderl. Ehepaar vom Lande
Waſſerhöhe am Pegel 3,88 m.
nimmt Kind, am liebſt. ½ bis
Luftwärme 180 C.
1 J., in Pflege, wenn mögl. a. geg.
Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 210 C.
einmalige Abfindung als eigen an
Woog=Polizei=Wache.Näh. in der Exp.
(*631im
Nummer 141.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19. Jnni 1913.
Seite 9.
Geschäftsverlegung!
Ab 10. Juni befindet sich mein Damen- und Herrenfriseur-Geschäft
(12919a
Luisenstrasse 8.
Vollständig neu eingerichtet, dex Neuzeit entsprechende separate Damenkabinen mit den
neuesten Zentral-Trockenanlagen.
Ondulation
Manieure
Anfertigung sämtlicher Haararbeiten
Grosses Lager in- und ausländischer Parfümerien, Seifen und Toiletteartikel.
Spezialität: Braut- und Ballfrisuren, sowie Theaterfrisieren.
Inhaber: Willy Hermes
Louis Hermes, Hoffriseur,
Grossh. Hoftheaterfriseur
Luisenstrasse 8.
Telephon 1321
NNNNNNNNNNNNN
Billioe
Sente
een
Schurzentuge
(R
in Kistchen zu 50 Stück
Wilh. Tell ſr. 386
Mk. 2.80
₰
Donnerstag . Freitag . Samstag
Eine sehr preiswerte Zigarre, aus rein überseeischen Tabaken, die
nur deshalb so billig ist, weil der daran verwendete Sumatra-Decker
(11748a
nicht in ausgesprochen heller Farbe fällt.
Eus dopaheltir 45 ₰ un. 36 ₰
Haus- Druck
aus 1a BZeug 95 ₰ und 85 ₰
Emmericher Waren-Expedition
Schürzen mit Tasche .
Telephon 979.
Elisabethenstrasse 12.
Bluson- aus Bvolleug mit Besate
Stück 75 ₰
Schürzen aus Ia Siamosen mit Volant
Stück 95 ₰
Original Hallers
Semmersprossen
Kleider-
aus waschechtem Stoff
(2me
Schürzen mit Tasche . . . Stück 1.10
machen
Reform-
aus Ia B’wollzeug mit
hässlich
Schürzen schön. Bes. u. Vol. Stück 1.65
aus weiss Batist, mit
Boran-Sommersprossen-Cream ist ein auf
Zier- Besatz . . . Stück 45 ₰
wissenschaftlicher Basis zusammengesetztes
Präparat, welches die Sommersprossen in kurzer
e
Schürzen aus Ia Satin, m. Träg. G
Zeit ausbleicht. Tausende haben Boran-
Stück 95 ₰
Sommersprossen-Cream mit Erfolg angewendet.
Petroleumkocher
Machen Sie einen Versuch, auch Sie werden
zufrieden sein. Tube Mk. 1,—, 3 Tuben Mk. 2,75.
garant. gefahr- u. geruchlos
Alleiniger Fabrikant:
Schwarzo en Posen mt
von 85 Pfg. an.
Tasche, gut im
Strobin-Fabrik Max Queisner, Charlottenburg 2
Haus-Schürzen Tragen . Stück 38 ₰
In Darmstadt erhältlich bei: Fr.
Beckon-
haub, Medic.-Drogerie u. Parfümerie. Ecke
Original Hallers
Schul- u. Kirchstr., Georg Liebig & Co. Nachf.,
Hoflieferanten, Ludwig Kolb, Louisenstr. 4,
Schwarze aus solidem Pa-
Gaskocher
Georg Manck Nachf., Paul C. Finke,
Hubertus-
nama mit Tasche
Drogerie, Ballonplatz 5; Christian Schwinn,
sparsam im Gebrauch
Haus-Schürzen u. Volant Stück 1.50
Hofdrogerie; Hans Wagenbrenner, Bavaria-
Drogerie, Heidelbergerstrasse 17½; Carl
von 95 Pfg. an.
Watzinger, Drogerie und Parfümerie,
Wilhelminenstrasse 11.
(IV, 11462,64
vollst. gross 6
Schwarze
a. gut. haltb.
ASpirituskocher
Reform-Schürzen Stoffen St. 2.75
Setüſteingenachtes
in bewährten Fabrikaten
Filder Sauerkraut
von 35 Pfg. an.
in grosten
per Pfd. 12 Pfg.
Kinder-Schürzen Guantiäten
Otto (12448dd
Dasſelbe iſt infolge ſeiner Milde, auch bei warmer Witterung,
in weiss schwarz farbig
Eine
(13241a
eine Delikateſſe.
3 St.
3. St.
Gelegenhelt St.
Gg. Korbus, Einmachgeschäft
88 an v. 95 an r. 48 an
acht
Louiſenſtraße 36
Telephon 1093.
Nietschmann
C. m. b. H.
Anaben- Sohürsen
aus guten B’wollstoffen mit Spieltasche
Herennit eoce erden, Aimen
Grösse
Grösse
Grösse
John’s Volldampf
Haar ſei zwecks Anregung eines
45om 38 ₰ Socm 48₰ 55cm 55 ₰
vollen, kräftigen
8
Waschmaschine
Mlag.5
64
Hadrwachs
75% Ersparnis an Arbeit,
es, bezw. der Haarwurzeln, folgendes
bewährte und billige Rezept emp=
Zeit und Kosten.
Jainzer Wlarenhaus
fohlen: Wöchentlich 1mal. Waſchen
Mie
des Haares mit Zucker’s kom=
Wir warnen vor minderwertigen
biniertem Kräuter-Shampoon
Nachahmungen. (12459a
(Pak. 20 2), daneben möglichſt täg=
Guggenheim & Marx
liches kräftiges Einreiben des Haar=
Inh. A. Ober, Hofliefert.
bodens mit Zucker’s Original=
Markt 7.
Markt 7.
13398
Kräuter-Haarwasser (Fl. 1.25
Flashien Gober Karlstr. 30 Tel. 2498.
u. 2.50 M.), außerdem regelmäßiges
Maſſieren d. Kopfhaut m. Zuckers
Spez.=Kräuter-Haarnähriett
ieharerſter eite gehehicht
Goſe 60 3). Großartige Wirkung,
Raſenmäher
Dachdeckerarbeiten
bill. zu verk.
von Tauſenden beſtätigt. Echt bei Tabakſtaub u. Rippen
Chr. Schwinn, Hofl., Rheinſtr. 8, ivorzügl. gegen Motten und Un=IKässenschränke Verkaufsſt. werden geſchliffen und repariert werden prompt u. billig ausgeführt
unter Garantie (12753a L. Christen, Dachdeckergeſch.,
A. Logel, Eliſabethenſtr. 18 und geziefer an Pflanzen, abzugeben der Ostertag-Werke, Frankfurt a. M.,
Liebfrauenſtr. 80. (12703
(11969a Alte Mainzergaſſe 90, I. (II,110091 L. Röth, Eliſabethenſtraße 22.
G F. Frank, Eliſabethenſtr. 9. Waldſtraße 38.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19. Juni 1913.
Seite 10.
0
ilige =
Slaser!
Ich mache ganz be-
Eigen. Verarbeitung,
sonders darauf auf-
Verwendung von nur
1 merksam, dass ich
in einer Riesen-Auswahl
erstklassigem
Ma-
keine Bluse fertig
terial geben Ihnen
alle möglichen Farben und Grössen am Lager.
beziehe, sond.
aus-
schliesslich meine
Cewähr für gute Be-
Billigste Preise bei nur la Qualitäten.
Ware im eigen.
Ate-
dienung. Fragen Sie
lier anfertigenlasse.
In meiner
bitte meine Kunden,
auch wenn Sie
Durch guten Sitz,
den Stoff stellen,
welche mit Recht
saubere, solide Ar-
Massabteilung s Jede Mlusey auf Wunsch in
erhalten
meine Blusen als
beit u. prima Qua-
1—2 Stunden
lität ist meine Ware
Ersatz für Mass-
Sie: „ in tadelloser Ausführung angefertigt.
vom GUrEN DAS
Für tadellosen Sitz wird Garantie übernommen. arbeft bezeſchnen.
— BESTE! umm
Ferner offeriere ich einen grossen Posten fertiger Kostüm-Röcke in bekannt guten
Qualitäten zu äusserst billigen Preisen.
Blusen=Schkei
19 Kirchstrasse 19, an der Stadtkirche.
Verſteigerungs-Anzeige.
Freitag, den 20. Inni 1913, nachmittags 4 Uhr,
verſteigere ich an Ort und Stelle (Ernſt=Ludwigsſtr. 24,
Hand=
ſchuhladen) zwangsweiſe gegen Barzahlung:
Eine vollſtändige Ladeneinrichtung, beſtehend in
2 großen Warenſchränken, 3 Theken und 2
Re=
galen, ferner einen Herrenſchreibtiſch mit Aufſatz.
Taderr
Verſteigerung vorausſichtlich beſtimmt.
(13420
Darmſtadt, am 18. Juni 1913.
Kapp, Gerichtsvollzieher zu Darmſtadt.
Die Ausführung a, der Erd= und Maurerarbeiten, Los 1, b) der
Benutzen Sie für Ihre Ankündigungen
die altangeſehenen
Zimmerarbeiten, Los II, c) der Dachdeckerarbeiten, Los III,
zur Erbauung eines Wohnhauſes für 2 Unterbeamte auf Halte=
„Lübecker Nachrichten”
punkt Bobſtadt ſoll in einzelnen Loſen öffentlich vergeben werden.
Vorzüglich verbreitet in den kaufkräftigen
Bedingungen und Zeichnungen können im Bureau des unter=
Kreiſen im Freiſtaat und Fürſtentum
zeichneten Betriebsamtes eingeſehen werden.
Lübeck, Fürſtentum Ratzeburg, Schleswig=
Angebotsformulare werden gegen poſt= und beſtellgeldfreie Ein=
Holſtein, Lauenburg und Mecklenburg.
ſendung von 120 Pfg. bezw. 70 und 50 Pfg. (nicht in Briefmarken)
abgegeben.
Angebote ſind bis zum Eröffnungstermin Mittwoch, den
2. Juli 1913, vorm. 11 Uhr, poſtfrei, verſchloſſen und mit
ent=
ſprechender Aufſchrift verſehen, einzuſenden.
Es werden nur ſolche Unternehmer bei der Zuſchlagserteilung
1 gelber Boxer
berückſichtigt, welche Mitglied einer Berufsgenoſſenſchaft ſind.
2 schöne Dobermänner
Zuſchlagsfriſt: 3 Wochen.
(*856ſchwarze Maske, wegen Platz=
8 Woch alt, bill. zu verk.
Worms, den 17. Juni 1913.
(IV,13435 Villa Wamboldt b. Trautheim. mangel, billig zu verkaufen.
Großh. Heſſ. Eiſenbahn=Betriebsamt 2.
*870)
Emilſtraße 28, II.
Frima diesj. Zuchthühner
Gebrauchte Flaſchen werden zu Mzitwe, 44 J. m. Verm. u. 6l. zind
Ein ſchwarzer Zwergſpitz bill.
(*902
höchſten Preiſen angekauft wünſcht ſich wieder zu verh.3 Monate alt, abzugeben
zu verkaufen
(*845
12807a) Rubin, Kaupſtraße 46. Off. unt. R 46 a. d. Exped. (B15402 K. Glöckner, Darmſtr. 33a, 2. St.
Griesheim, Annaſtraße 12.
Zudrot 3.
Kete
Inpres 131
Divid
Kurſe vom 18. Juni 1913.
2¾ Oeſt. Südb. (Lomb.) 51,00 3½ Frankf. Hypoth.=Bank
8 Schuchert, Nürnberg 145,75 3 Raab=Oedenburg .
S. 19. . . . . .
12 Siemens & Halske 209,25
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
InProt. 5 Bergmann Electr. . . 125,60 4 Kronprinz Rudolfbahn —
InProz. Zf.
87.
S. 52 . . . . . ..
10Deutſch. UeberſeeElectr. 172,90 4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 83,40
Staatspapiere.
4 Hamb. Hypoth.=Bank
5 Argentinier . . . . . . 3890 0 Gummi Peter 66,00 4½ Moskau=Raſan . ..
—3½
Dtſche. Reichsſchatzanw. 98,80
do.
do.
do.
0 Kunſtſeide Frankfurt 61,10 4 Wladichawchas .. . . 84,80 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
3½ Deutſche Reichsanl. . 84,6014½ Chile Gold=Anleihe . —
74,205 Chineſ. Staatsanleihe. 96,30 30 Adler=Fahrradwerke
4 Rjäſan Koslow . . . .
do.
3½
do.
Kleyer . . . . . . 415,25 3 Portugief. Eiſenb. .. 71,90 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
88,90
4 Preuß. Schatzanweiſg. 98,80 4½
do.
9 Maſchinenf. Badenia 135,00 4½
3½ do. Conſols . . . 84,60
½ Japaner . . . . . . . .
do.
S. 12, 13, 16 ..
0 Wittener Stahlröhren
74,50
do.
do.
2¾/ Livorneſer . . . . .
S. 14, 15, 17, 24/26
5 Innere Mexikaner . . . 79,40 9 Steana Romana Petr. 150,50 3 Salonique=Monaſtir .
4 Bad. Staatsanleihe . . 97,803
53,00
65
do.
18—23. . . . . . . . .
15 Zellſtoff Waldbof . . 223,50 4 Baadadbahn..
3½
do.
... 79,50 3½Heſſ. Land.=Hyp.=Banl
90,10 4 Gold=Mexikanerv. 1904 80,00 12,83 Bad. Zucker=Wag=
3
do.
5 Gold=Mexikaner . . . . 96,00
.207,00 4½ Anatoliſche Eiſend.. 92,80 S. 1 u. 2, 6—8 . . .
häuſel. . . . .
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,25
3 Buenos Aires Provinz 65,25 0 Neue Boden=A. A.=Beſ. 74,001 4 Miſſouri=Pacifie.
S. 3—5 . . . . . . . .
3½
do.
4 Northern=Paciſic . . . 93,80 S. 9—11 . . . . . .
83,00 Aktien inländiſcher
0 Südd. Immobilien . 53,00 4 Southern=Paciſie . . .
do.
-
4 Meininger Hyp.=Bank
74,50 Transportanſtalten.
Bergwerks=Aktien.
5 St. Louis und San
4 Hamburger Staatsanl. 97,60 10 Hamb.=Amerika=Paket=
31
do.
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 98,50
Francisce. . . . . —
4 Rhein. Hyvothek.=Bank
fahrt . . . . . . . 138,80 10 Aumet=Friede
.167,50 5 Tehuantepec . . . . .
-
4 do. do. (unk. 1918) 97,107 Nordd. Lloyd . .
(unk. 1917) ..
118,60 14 Bochumer Bergb. u.
3½
do.
83,7
3½ do. (unk. 1914) .
6½ Südd. Eiſenb.=Bei. . 125,25
Bank=Aktien.
Gußſt. . . . . .
3
do.
73,50
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf.
11 Deutſch=Luxemburz.=
75,50 Aktien ausländiſcher
3 Sächſiſche Rente
10 Bank für elektriſche
3½
do.
Bergb. . . . . . . 150,25
4 Württemberg unk. 1921 98,30 Transportanſtalten.
Untern. Zürich . . 189,00
Städte=
10 Gelſenkirchener . . . . —
do. v. 1900 94,105 Anatol. Eiſenb. 60½
3½
7½ Vergiſch=Märkiſche
Obligationen.
Einz. Mk. 408 . . 113,50 9 Harpener . . . . . . . —
Bahn . . . . . . . 144,00
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 97,406 Baltimore und Ohio .
4 Darmſtadt . . . . .
18 Phönix Bergb. und
1¾ Griechen v. 1887
9½ Berlin. Handelsgeſ. .
3½
do.
4 Italiener Rente . . 100,006 Schantungbahn . . . . 121½
Hüttenbetrieb. . — 6½ Darmſtädter Bank . 114,50 4 Frankfurt. . . . . ..
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
4½ Oeſterr. Silberrent: 85,208 Luremb. Prince Henri
2½ Deutſche Bank .241,503½
do.
4 do. Goldrente 87,000 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 25,50
Caro. . . . . . . . 75,50 6 Deutſche Vereinsbank . 114,50
Gießen . . . . . . . .
4 do. einheitl. Rente 81,806 Pennſylvania R. R. . 107,50 6 Laurahütte . . . . .
6 Deutſche Effekt.= und
3½
do.
10 Kaliwerke Aſchersleben 140,00
3 Portug. unif. Serie
W.=Bank . . . . . 112,50
Lette Induſtrie=
Heidelberg . . . . ..
Weſteregeln 176,80
3 do. unif. Ser. III 64,80 Divid. Aktien.
0 Diskonto=Kommandit 180,70Zu)
do.
3 do. Spezial . . . . 9,50
7½ South Weſt Africx 114,00 8½ Dresdener Bank . . 145,50 4
Brauerei Werger
64,00
Karlsruhe . . . . . .
5 Rumänier v. 1903 . . 99,00 28 Bad. Anilin= u. Soda=
Prioritäts=
10 Frankf. Hypoth.=B. 206,00 3½
do.
do.
v. 1890 . . 93,10
Obligationen.
Fabrik . . . . . . 541,00
½ Mitteld. Kreditbank 113,70)4 Magdeburg. . . . . .
do.
v. 1905 . .
14 Chem. Fabrik Gries=
Nationalb. für Deutſchl. 113,60 3½
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 87,90 7
do.
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 86,90
heim . . . . . . . 231,20 4½ Nordd. Lloyd=Obl. 98,00
Pfälziſche Bank. . . . 123,104 Mainz . . . . . . . .
4 do. v. 1902 . . . . 88,90130 Farbwerke Höhſt . 594,75 4 Eliſabethbahn, freie . . 88,00 1 6,95 Reichsbank . . . . . 131,753½
do.
4½ do. v. 1905 . . . . 99,50 20 Verein chem. Fabrike
Rhein. Kreditbank. . .127,25 4 Mannheim . . . . . .
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 85,50
3½ Schweden . . . . . .
Mannheim . . . .
3 Prag=Duxer . . . . . . 71,90 5 A. Schaaffhauſen.
3½ do.
4 Serbier amort. v. 1895 77,00 10 Cement Heidelberg . . 141,60 5 Oeſterr. Staatsbahn
Bankverein . . . . 110,30
München . . . . . . .
4 Türk. Admin. v. 1903 79,25130 Chem. Werke Albert 427,50
4 Oeſterr. Staatsbahn . 87,10 7½ Wiener Bankverein . 129,00 3½ Nauheim . . . . .
4 Türk. unifiz. v. 1903 —
14 Holzverkohlung
Kon=
do.
Pfandbriefe.
73,25
Nürnberg. . . . . . .
4 Ungar. Goldrente . . . 83,50
ſtanz . . . . . . . 332,25 5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 96,00 4 Frankf. Hypoth.=Bank
3½
do.
4 do. Staatsrente. . . 81.70) 5 Lahmeyer. . . . . . . .
do.
S. 21. . . . . . 95,4014 Offenbach.
(*863
Nummer 141.
Empfehle für die Reise
Bisquits
deutsche und englische
in Paketen, sowie Blechdosen
Chocoladen
sämtliche Marken
in Spezial- Reisepackung.
Drops
deutsche und englische
süss und sauer.
Zwiebäcke
in Paketen und Dosen.
Sudweine
in kleinen Flaschen.
Cognacs
in Reiseflacons.
Liköre
in kleinen Packungen.
Cervelatwurst
Dauerware mit Garantie u.
auch im Anschnitt
wochen-
lang haltbar, in allerfeinsten
Qualitäten
sowie allen weiteren
Reise-
bedarf.
Hoflieferant
Brenter
Telephon 76.
15049a
Einkoch-
Apparate, Gläſer, Saftpreſſen,
Saftbeutel, Haarſiebe,
Meſſing=
keſſel empf. in gr. Auswahl (*881
Ernst Crämer, Ludwigſtr. 7.
Ca. 450 Zentner
kleingemachtes
Brennholz
(Schwartenholz), per Ztr. 1 Mk.
(13394a
ab Platz offerieren
Gebr. Wacker
Dampfſägewerk, Pfungſtadt.
Eine
Automobil-Pfeife
auf der Strecke Frankfurt-
Darm=
ſtadt verloren gegangen. Gegen
Belohnung abzugeben
Mylius=
ſtraße 11, Frankfurt a. M. (*883
zu kaufen geſ. Offzu.
Laute K 49 Exped. (*905
ubrot, 3t.
Zuden
3½ Offenbach .
82,50
86,004 Wiesbaden . . . . . .
3½
do.
94,504 Worms.
. . . 95,00
do.
96,063½
85,00
85,00 4 Liſſaboner v. 1886
97,60
Verzinsliche
85,30
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 180,00
97,10 zu Cöln=Mindner , 100 134,25
3 Holl. Komm. fl. 100 108,20
97,103 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=Pfand=
85,30
briefe . . . . . .
85,104 Oeſterr. 1860er Loſe . 176,40
85,20 3 Oldenburger . . . . . . 124,50
96,00 2½ Raab=Grazer fl. 150 112,10
84,90
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
95,2
84,00 Augsburger. . . . . fl. 7 34,50
97,90 Braunſchweiger Tlr. 20 191,50
Freiburger . . . . Fs.15
25,50Mailänder . . . . Fs.45 —
do. . . . . Fs. 10 37,90
Meininger . . . . . fl. 7 34,50
95,90 Oeſterreicherv. 1864fl. 100 561,00
do. v. 1858fl. 100 486,00
97,30
95,50 Ungar. Staats . . fl. 100 392,00
Venediger . . . . Fs. 30
—Türkiſche . . . . Fs. 400 157,50
94,50) Gold, Silber und
Banknoten.
84,60
96,50 1 Engl. Sovereigns . . . . 20,37
20 Franks=Stücke . . . . 16,21
— Amerikaniſche Noten . . . 4,18½
Engliſche Noten . . . . . 20,41
94,70 Franzöſiſche Noten. . . . 81,00
Holländiſche Noten. . . . 168,25
78,95
94,30 Italieniſche Noten . . .
88,00 Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,55
97,80 Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,80
97,00
85,90 Reichsbank=Diskonto.
Reichsbank=Lombard Zsf. 7%
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
§ 70.
1913.
Donnerstag, 19. Jnni.
Derſelbe ſt eiwa 350 Jahre alt, 1.72 m groß, ſehr kräſtig gebaut hat geichtete
Bekanntmachung.
dunkelblonde Haare, ebenſolchen Schnurr= und Vollbart, geſundes Ausſehen, graue
Die nachſtehende Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppenübungs= Augen, große anliegende Ohren, gutes Gebiß, Arbeitshände, iſt barfuß gelaufen,
platz bringen wir hierdurch zur allgemeinen Kenntnis.
(12467a trägt bräunliche Tuchjoppe mit Hirſchhornknöpfen und weißgeſtricheltem Futter,
Darmſtadt, den 2. Juni 1913.
grünliche Tuchhoſe und Weſte, blau und weiß geſtreiftes Hemd und blauen Schurz.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Außerdem führte er noch ein Paar ſtarke Lederſchnürſchuhe, verſchiedene Flick=
J. V.: Dr. Reinhart.
flecke, 2 alte Blechbüchſen, 2 alte Trichter, 1 leeres Honigglas, 1 alten Regenſchirm.
1 altes Taſchentuch, 1 Stück von einem weißleinenen Hemd mit den Buchſtaben
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppen=Uebungsplatz Darmſtadt
J. P. rot eingezeichnet und 1 rot und blau geſtreiftes Taſchentuch, gezeichnet M. J.
für die Zeit vom 7. bis 21. Juni 1913.
bei ſich.
Die Perſon dürfte allem Anſcheine nach aus einer Taubſtummenanſtalt
ent=
laufen ſein.
Dauer der
Die Abſperrung
Datum
Als beſondere Kennzeichen ſind zu nennen:
Truppenteil
Tag
Abſperrung
Am Genick und Halſe linkerſeits unregelmäßige Hautnarben,
wahrſchein=
erſtreckt ſich
lich von früheren Drüſeneiterungen herrührend, ferner ein rechtsſeitiger,
von bis
(13408
rechonibler, etwa gänſeeigroßer Leiſtenbruch.
20 Zumt ſ Freitag
. 12 N.
92
bis zum
Mitteilungen über die Identität des Mannes ſind an das Königl. Bezirksamt
Infanterie
21. „
Samstag
70B.1. N. I.
Landgraben
Lindau zu richten.
Darmſtadt, den 16. Juni 1913.
Bekanntmachung.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Am 17. Mai 1913 wurde ein unbekannter taubſtummer Mann, der anſcheinend
in der geiſtigen Entwicklung zurückgeblieben iſt, in Lindau aufgegriffen.
J. V.: Dr. Reinhart.
der gheiſtigen Eutwiäling uriclgeblieben iſt, in Bindan aufgegn
ſin
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polzei=
Hengras=Verſteigerung.
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Dachshund. 1 deutſcher Schäferhund (zugelaufen). Die Kirchstr. 4
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier aus=
Dienstag, 24. Juni I. J, nachmittags 3 Uhr,
gelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
wird bei Wirt Braunwart zu Eppertshauſen das Heugras von
dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(13389
den Domanialwieſen in Gemarkung Forſt Eichen und Urberach, ſo=
Bilnser verkauf wie das Futtergras von den Schneiſen des Domanialwaldes ver=
Einhaltung der Fluchtlinien.
ſteigert. Steigliebhaber wollen die Kreszenz vorher einſehen.
(13418
Meſſeler Forſthaus, 17. Juni 1913.
Die Stadtverordneten=Verſammlung hat durch Beſchluß vom
von Zigarren
29. v. Mts. zu dem § 10 der Baupolizeiordnung, der lautet:
Großherzogliche Oberförſterei Meſſel.
„In den Straßen mit Vorgärten ſind Balkone und Erker
Schlag.
nur geſtattet, wenn ſie um das 1½ fache des Vorſprungs vorſund Zigaretten
die Baukluchtlinie von der Nachbargrenze entfernt bleiben.
Torfverſteigerung.
Dieſer Vorſprung darf nicht mehr als die Hälfte der Vor=Ueberzeugen Sie sich bitte selbst!
gartenbreite und bei größerer Tiefe der Vorgärten als 6 Meter
Montag, den 23. Juni 1913, vormittags 10 Uhr
nicht über 3 Meter betragen,
FA. Baueranfangend, werden auf hieſigem Rathauſe 500 000 Torf an die
den folgenden Zuſatz zur Annahme empfohlen:
früh. Ludwigstr. 6. (11180a Meiſtbietenden verſteigert.
„Dieſe Vorſchriften und die Beſtimmungen in § 9 der Bau=
Pfungſtadt, den 17. Juni 1913.
(13382ds
polizeiordnung finden auch für Straßen mit doppelten Flucht=
Oe ne ue
linien mit der Maßgabe Anwendung, daß die vorgeſehene
Großh. Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
„Wenn Sie von hartnäckigen
Grundfläche für Vorbauten vollſtändig überbaut werden kann.
Hautausſchlägen, Flechten,
Die Höhe der Vorbauten muß jedoch zur Geſamtgebäudehöhe
im angemeſſnen Verhältnis der Unterordnung ſtehen. In
A
Verſteigerungs=Anzeige.
den oberen Stockwerken ſind gleichfalls Vorbauten bis zur
Hadhjachen
Straßenfluchtlinie vorſpringend geſtattet.
Im übrigen, insbeſondere für die Geſtaltung des Ueber=uſw. geplagt ſind, ſo daß der Haut=Freitag, den 20. Juni l. Js., vormittags 9 und
gangs an den Grenzen, gelten auch hier die Vorſchriften in reiz Sie nicht ſchlafen läßt, bringt
nachmittags 3 Uhr,
Art. 48 des Ortsbauſtatuts und für die Befeſtigung von un=Ihnen, SaludermatraſchErleichte=verſteigere ich im Hauſe
benutztem Vorbautenland die Beſtimmungen des § 25 des rung. Aerztlich warm empf. Doſe
Ortsbauſtatuts.”
(13386a 150 Pfg. und 1 Mark ſtärkſte Form).
Rückertſtraße Nr. 18
Einwendungen gegen dieſen Zuſatz ſind bei dem Stadtbauamt, Bei F. Schaefer, Ludwigsplatz 7,
Grafenſtraße 30, in der Zeit vom 20. Juni bis einſchließlich 5. Juli Chr. Schwinn, Rheinſtraße 8, auf Antrag der Erben die zum Nachlaß der Frau Fabrikdirektor
Valentin Witwe gehörigen Möbel und Haushaltungs=
Gegen=
ds. Js. vorzubringen.
A. Logel, Eliſabethenſtr. u. Gg.
F. Frank. Parfümerie. (IV,13374ſtände ꝛc., als:
Darmſtadt, den 17. Juni 1913.
1 Pianino nebſt Stuhl, 1 Sofa mit 2 Seſſeln und 6 Stühlen
Der Oberbürgermeiſter.
mit rotem Plüſchbezug, 1 Ehaiſelongue 1 Diwan, 1 Büfet,
I. V.: Jgeger.
nußbaum poliert, 1 Spiegelſchrank, 1 Bücherſchrank, 1
Zylinder=
pult, 1 Trumeauſpiegel, 1 ovaler Goldſpiegel, 2 Spiegel in
ſchwarzen Rahmen, 1 Ausziehtiſch, 1 Spieltiſch, 1 Klapptiſch,
Heugrasverſteigerung.
verſchiedene andere Tiſche, darunter 1 Perltiſch u. 2 Bauern=
Freitag, den 20. d. Mts., nachmittags 3½ Uhr
tiſche, verſchiedene ein= und zweitürige Kleiderſchränke und
e
kleine Schränke 1 Brandkiſte, 1 Nähtiſch, 1 nußbaum pol.
beginnend, wird das Heugras von den Teich= und Scheftheimerwieſen,
Kommode, 1 Eisſchrank, 1 eiſerner Blumentiſch. 1
Haus=
den Wieſen öſtlich des Heuwegs im Oberwald ſowie die
Futter=
apotheke, 6 Rohrſtühle und verſchiedene andere Stühle und
nutzung von den Waldwieſenwegen öffentlich verſteigert,
G
die ganzen Küchenmöbel.
Zuſammenkunft um 3½ Uhr auf der Oppermannswieſen=
ſchneiſe ſüdlich des Oberwaldhauſes, ſodann am Waldausgang
Eine Schlafzimmer=Einrichtung
Sie finden ſtets große Auswahl
auf dem Scheftheimerweg.
beſtehend aus: 2 kompleten Beten mit Roßharmatratzen,
(13332md in gebrauchten Damenrädern
Darmſtadt, den 17. Juni 1913.
2 Nachttiſchen, 1 Waſchtiſch, nußbaum poliert, mit Marmor=
Herrenrädern
Der Oberbürgermeiſter
platte, ferner andere Waſch= und Nachttiſche, ſowie weitere
Knabenrädern
I. V.: Jgeger.
3 komplette Betten und 1 Kinderbett, ferner 1 Regulator,
zu ſtaunend billigen Preiſen bei
verſchiedene Teppiche, Vorhänge, Bilder, Porzellan, Glas,
Grafenstr. 20/22
Weißzeug und Kleidungsſtücke, Nippſachen und ſonſtige
Grünfutterverſteigerung. Benz e CO., (adenl. Fürstensan)
Ziergegenſtände, ferner Silber, Gold und Schmuckſachen.
Donnerstag, den 19. I. Mts., nachm. 5 Uhr,
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden gegen bare
Telephon 1239. (11191a
(13334md
wird das Gras von 10 Morgen der ſtädt. Pallaswieſe zur ſofortigen
Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 17. Juni 1913.
Verfütterung öffentlich meiſtbietend verſteigert.
erientchen
Zuſammenkunft am Wieſenwärterhaus.
(13331md Ibel & Lotz, G. m. b. H.
Darmſtadt, den 17. Juni 1913.
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator
Eliſabethenſtr. 31. Telephon 461.
Der Oberbürgermeiſter.
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
J. V.: Jaeger.
Moosverſteigerung.
Verſteigerungs=Anzeige.
Dienstag, den 24. Juni 1913, vormittags 10 Uhr
Donnerstag, den 19. Juni 1913, nachm. 4 Uhr,
anfangend, werden auf dem hieſigen Rathauſe 121 Haufen Moos=Vertilgung von Ungeziefer jeder
und Nadelſtreu aus hieſigem Gemeindewald, Diſtrikt Klingsacker=Art, wie Wanzen, Käfer, Ratten, verſteigere ich im Saale Rundeturmſtraße 16
und Malchertanne, an die Meiſtbietenden verſteigert.
Mäuſe, Motten uſw. billigſt unt. öffentlich zwangsweiſe gegen Barzahlung vorausſichtlich:
Pfungſtadt, den 17. Juni 1913.
(13381ds Garantie und ſtrengſter Diskretion.
2 Büfetts, 1 Pianino, 8 Diwans, 5 Sofas, 6 Vertikos,
Großh. Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
Schreibtiſche, 2 Bücher=, 2 Glas=, 2 Kaſſen=, 2 Waren= und
3 Spiegelſchränke, 4 Ladentheken, 2 Kontrollkaſſen, 3 Tiſche,
1 Geige, 2 Fahrräder, 1 Nähmaſchine, 1 Partie Kokos= und
Zahlung
Ledermatten, 1 Partie China= und Japanmatten, 2 Stück
Verſteigerungs-Anzeige.
Segeltuch, 1 Kaſtenwagen pp.
nach
(13378
Donnerstag, den 19. Jnni 1913, nachm. 3 Uhr,
Darmſtadt, den 18. Juni 1913.
verſteigere ich im Saale Rundeturmſtraße 16 zwangsweiſe gegen
Thüre, Großh. Gerichtsvollzieher,
Erfolg!
Barzahlung:
1 Theke, 5 Regale, 2 Sofas, 2 Tiſche, 2 Schreibtiſche, 3 Di=
Bleichſtraße 9.
wans, 3 Vertikos, 1 Spiegel, 1 Gaslampe, 1 Trumeau,
Altertümer
ſtin gebrauchter Kinder=Lieg= und
3 Stühle, 1 Paneelbrett, 3 Bettvorlagen, 1 Teppich, 1 Spiegel= Für Hausbeſ. Hotels, Bäckereien,
ein Sportwagen billig zu ver=ſpeziell Möbel, billig. (IV,12258,44
Reſtaur. uſw. Verſicherung gegen
ſchrank, 1 Waſchkommode und 2 Kleiderſchränke.
Mainz, Chriſtophſtraße 9.
(13203 Ungezisferbeſonderszuempfehlen. kaufen Soderſtr. 63, 2. St.(217dfs
Darmſtadt, den 18. Juni 1913.
Aeußerſt geringe Jahresprämie. Einderbettſtelle, Holz, für 4 Mk. GGehrock=, Frack=, Smoking=An=
Rollenhagen, Großh. Gerichtsvollzieher,Koſtenloſe Ausſprache an Ort und 31. zu verkaufen Eliſabethenſtraße
züge, Zylinder zu verleihen
(*718 Rheinſtraße 5, 2. Stock. (10089a
Stelle. Poſtkarte genügt. (11272a Nr. 56, Papierladen.
Kaſinoſtraße 24.
Leiter: Emil Held, beeid. Bücher-Revisor
Darmstadter Sprach- und Handeisschule hieron. Schneider, Bücher-Revisor.
(12726a
10 Luisenstrasse 10. —
Beginn neuer Kurse: Dienstag, den 1. Juli.
G
Sim
Buchführung und alle kaufmännischen Fächer,
gut erh. Herrenröcke, 1 Ueber=
Haare
Stenographie nach Gabelsberger,
zieher, 1 ſchwarz=weiß. u. 1 roſa
ausgekämmte und abgeſchnittene
Maschinenschreiben nach eigenem Tafelsystem,
Sommerkleid, 1 Koſtüm, 1 Regen=
Fremde Sprachen, besonders Korrespondenz.
kauft fortwährend zu den höchſten
mantel u. 1 geſtrickte Jacke für mittl.
Preiſen
Getr. Klassen für Fortbildungsschüler mit Befreiung vom oblig. Unterricht.
(7846a
Figur billig zu verkaufen. Anzuſ.
Friedrich Tillmann,
von 8—10 Uhr Zimmerſtraße 5,
Eliſabethenſtraße 21.
(13149sid
1. Stock, rechts.
Nummer 141.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19. Juni 1913.
Seite 12.
mehrung der Mitgliederzahl möglich iſ,. iſt in dieſem merm Auſtrallens und des Südſearchſpels und in die
Jahre ganz beſonders bewieſen. Die Ortsgruppe Darm=entlegenſten Gegenden Aſiens. Anklänge an die Urwohn=
Zahn-Crème
ſtadt hat um etwa 450 Mitglieder zugenommen, Offen= ungen der Menſchheit findet man in dieſer Abteilung vor
bach um etwa 160 und einige kleinere Gruppen ſind um allem in den Terraſſendörfern, die in den natürlichen
E
mehr als 100 Prozent gewachſen. Faſt überall iſt eine und künſtlichen Felſenhöhlen Arizonas untergebracht ſind.
Steigerung herbeigeführt durch direkte Werbung, durch Aeußerſt primitiv ſind auch die Zelte der Patagonier, die
Werbung von Mund zu Mund. Vorträge und ſonſtige nur aus einem mit Fellen überdeckten Holzgeſtände be=
Veranſtaltungen ſind im Berichtsjahre nur von 34 Grup=ſtehen, und die Erdhütten im Sacramentotale in
Kalifor=
pen unternommen worden. Der Anregung zu Vorträgen nien, die zum Teil in der Erde verborgen liegen und=
Mundwasser
für die Jugend, auch für Jungdeutſchland, iſt von ver= von einem kuppelförmigen, durch Baumſtämme geſtützten
ſchiedenen Seiten Folge gegeben, und ſie haben überall Lehmaufbau überdacht werden. Der Zugang zu dieſen
Heſſiſcher Landesverband des Deutſchen großen Beifall gefunden. Die diesjährige Lehrerfahrt Hütten erfolgt von oben durch ein rundes Loch, zu dem
an die Waſſerkante fand in den Tagen vom 25. bis
30. Juli ſtatt. Die Geſellſchaftsfahrt in den Tagen vom man außen auf Stufen, die in den Lehmberg eingehauen
Flottenvereins.
* Dem Jahresbericht des Verbandes für 18. bis 25. Juli nach Hamburg, Kiel, Helgoland mit Ab= ſind, emporklimmen muß, während im Innern ein
trep=
penförmig zugeſtutzter Baumſtamm den Abſtieg
ermög=
das Jahr 1912 ſei folgendes entnommen: Auf der ſchlußfahrt nach Kopenhagen, verlief bei der allſeitig be= licht. Schutz gegen die niedrige Temperatur und die
Hauptverſammlung des Deutſchen Flottenvereins in kannten geſchickten Führung des Schatzmeiſters äußerſt in=
Weimar war der Landesverband vertreten durch tereſſant und lehrreich und zur vollen Befriedigung aller eiſigen Stürme erreicht der Eskimo Nordamerikas in ein=
D. Teilnehmer. In dieſem Jahre iſt zum erſtenmal ſeitens fachſter, aber durchaus hinreichender Weiſe durch ſeine
die Herren: Dr. W. Merck. Konteradmiral
Weſtphal, Kreisrat Dr. Steeg=Bingen, Profeſſor Müller= der Präſidial=Geſchäftsſtelle eine koſtenloſe Fahrt für kunſtfertig aus Schneequadern zuſammengeſetzten und
Laubach und Schloſſermeiſter Ewald=Roßdorf. Die Volksſchüler nach Hamburg und Kiel in den Tagen vom mit Fellen austapezierten Kuppelbauten, von denen ein
Hauptverſammlung des Landesverbandes fand am 16. 5. bis 8. Auguſt veranſtaltet. Auf den Landesverband hübſches Modell gezeigt wird. — Von Amerika bis nach
Juni in Bingen ſtatt. Das Ehrenwartdiplom nebſt entfielen drei Freiſtellen; die Freigebigkeit eines unſerer der Südſee iſt es für den Beſucher der ethnographiſchen
Abzeichen haben im vergangenen Jahre erhalten die Her= Mitglieder ermöglichte es noch weitere fünf Volksſchüler Ausſtellung nur ein kurzer Sprung. Beſondere
Beacht=
ren: Poſtbote Gerhard in Offenbach, Marine=Oberſtabs= an dieſer lehrreichen Fahrt teilnehmen zu laſſen. Das ung verdient hier das Modell eines Eingeborenenhauſes
arzt der Reſerve Göricke in Londorf. Oberlehrer Dr. Gräf Kuratorium für den Chinafonds hat im Berichtsjahre an in Neuguineg, das zum Schutze gegen Tiere und
in Offenbach. Weinhändler Huff in Gau=Algesheim, Koh= zwei Invaliden eine Unterſtützung von je 100 Mark be=feindliche Stämme hoch in dem Wipfel eines Baumes
lenhändler Wilhelm Keck in Hohen=Sülzen und Ober=wiligt. Die Einnahmen und Ausgaben beliefen ſich auf verborgen liegt und einen recht unbequemen Zugang in
Geſtalt einer ſchwankenden Bambusleiter hat. Den Re=
Amtsrichter Trautwein in Lampertheim. Das Ehren= 16236 Mark.
kord hinſichtlich primitiver „Wohnſtätten” ſtellt
unzweifel=
diplom wurde dem erſten Vorſitzenden, Herrn Dr. W.
haft der Windſchirm der Buſchmänner dar, der allerdings
Merck, verliehen. Weitere Kreisgruppen haben ſich auch Das Muſeum für Völkerkunde nur unter der glühenden Sonne Afrikas und bei einem
in dieſem Jahre nicht gebildet. Wie außerordentlich
för=
dernd eine Kreisgruppe bei richtiger Auffaſſung ihrer Auf=auf der Internationalen Baus noch heute auf ſo niedriger Kulturſtufe ſtehenden
Men=
gaben auf das Vereinsleben im ganzen Kreiſe wirken
ſchenſchlage Exiſtenzberechtigung hat. Den kraſſen
Gegen=
ſatz zu dieſer mehr als einfachen „Wohnung” bildet das
kann, hat in dieſem Jahre die Kreisgruppe Darmſtadt ge=fach=Ausſtellung Leipzig 1913. Modell einer Sultansburg der Landſchaft Sſola im
Weſt=
zeigt. Sie hat ſämtlichen Ortsgruppen des Kreiſes
Vor=
träge angeboten, zu deren Abhaltung ſich verſchiedene Her=
Die hiſtoriſche Entwickelung des Bau= und Wohn= ſudan, das mit ſeinen Wällen, Türmen und Baſtionen
ren unentgeltlich zur Verfügung geſtellt hatten. Von den weſens zu zeigen, die einerſeits faſt ebenſo alt iſt wie die einen recht ſtattlichen Eindruck macht und bei den
ein=
meiſten Gruppen iſt von dieſem Anerbieten mit großer Geſchichte des Menſchentums überhaupt. andererſeits von fachen Waffen der dortigen Negerſtämme eine geradezu
Freude Gebrauch gemacht, einige ausſtehende Gruppen den jeweiligen klimatiſchen Verhältniſſen abhängig iſt, unbezwingliche Feſte darſtellt. Ferner findet man hier
werden vorausſichtlich noch folgen. Ferner arbeitet die war die leitende Idee, die das Muſeum für Völkerkunde die unförmigen Lehmhütten der räuberiſchen Maſſai, vor=
Kreisgruppe darauf hin, in jedem Orte des Kreiſes eine zu ſeiner überaus lehrreichen Ausſtellung veranlaßte.
ſchiedene Modelle von Temben, d. h. Negerwohnungen
Ortsgruppe zu bilden. In drei Orten iſt das in dieſem
In der urgeſchichtlichen Abteilung findet man Nach= in Deutſch=Oſtafrika, die teils halb, teils ganz in den
Jahre bereits gelungen.
bildungen der in der älteren Steinzeit üblichen Höhlen= Erdboden eingeſenkt ſind, und einen Kraal unſerer un=
Die Zahl der Ortsgruppen iſt im übrigen annähernd und Grottenwohnungen, die unſere vielgeplagten Urvor=liebenswürdigen Landsleute, der kriegeriſchen Hereros.
die gleiche geblieben, fünf ſind zurückgegangen, reſp. haben deren erſt dem grimmigen Höhlenbären und anderem Recht hübſch iſt ſchließlich das Modell eines Dorfes aus
ſich ganz aufgelöſt, während ſechs neue hinzugekommen Getier ſtreitig machen mußten. In ſpäteren Zeiten hatten dem Kameruner Waldgebiet, bei dem beſonders die
aller=
ſind. Die Mitgliederzahl iſt weitergewachſen und hat die
Zahl 1000 überſchritten. Leider muß hierbei bemerkt wer= die Bewohner Europas ſich ſchon zu regelrechten Hütten dings wenig Vertrauen erweckende ſchwankende Brücke
den, daß die Zunahme ausſchließlich in einer Provinz er= aufgeſchwungen, die teils über der Erde, teils in deren aus Lianengeflecht Beachtung verdient, die an zwei an
folgt iſt. In den anderen Provinzen hat die Zunahme Schoß verborgen lagen. Zum Schutze gegen die wilden den beiden Ufern ſtehenden Bäumen befeſtigt iſt, zu
einzelner Gruppen den Ausfall in anderen nicht aus=Tiere errichtete man ſchließlich in jenen Zeiten Pfahl= denen Leitern aus roh behauenen Baumſtämmen
empor=
gleichen können. Es iſt ja natürlich und in allen Vereinen bauten inmitten der zahlreichen ſtehenden Gewäſſer. Alle führen. — Es würde zu weit führen, auf die vielen
an=
dieſelbe Erſcheinung, daß im Laufe der Zeit eine Anzahl dieſe Wohnungen der Urmenſchen werden in vorzüglich deren Modelle der Wohnſtätten von einſt und jetzt hier
näher einzugehen, doch dürfte vielleicht dieſe kleine
Aus=
von Mitgliedern durch Austritt, Fortzug oder durch den ausgeführten Modellen gezeigt.
Die ethnographiſche Abteilung führt den Beſucher zu wahl aus den zahlreichen Ausſtellungsgegenſtänden des
Tod verloren geht. Auch aus dieſem Grunde iſt es
not=
wendig, für Erſatz, für weitere Ausbreitung und für ver= den Wohnſtätten der Indianer in Nord= und Südame= Muſeums für Völkerkunde genügen, um ſo manchen zu
mehrte Aufklärung zu ſorgen. Daß eine bedeutende Ver= rika, in das Inere des dunklen Erdteiles, zu den Bewoh= deren Beſichtigung zu veranlaſſen.
Einige
(13429a
Neu eröffnet!
Geleg. Belenchtungskörper
Landhaus
für Gas bill. zu verk. Anzuſ. vorm.
Hügelſtr. 32, 3. St.in Auerbach a. d. Bergſtraße, mit
*752md)
II
Dauerwusche
finden ſtreng 7 Zimmern, Küche u. allen Neben=
Speziur Geschutr tar Gardien kalt abwaschbar- beste Qualitat
diskrliebevolleräumen, Vor= und Gemüſegarten,
Telephon 1951
H. Front
Elisabethenstr. 10.
Aufnahme beilWaſſerleitung, iſt ſof. zu 12000 Mk.
Bamlen deutſcher Heb=unter günſtigen Zahlungsbedin=
Gardinen, Stores, Dekorationen, Bett- u.
amme a. D.;1gungen zu verkaufen. Offerten
Tischdecken, Rouleaux etc.,
kein Heimbericht, kein Vormund unter T. 92, an die Erp. (12089a
aus Tüll, Alover-Net, engl. Tüll, Rips, Leinen, Madras in apart. Dessins.
erforderlich, was überall unum=
Durch eigene Fabrikation billigste Preise. Kein Laden.
gänglich iſt.
(VII,62
Witwe L. Baer, Nancy
Ae ene et
(Frankreich), Rue Paſteur 36.
Mrawarten Knöpfel
Verkauf.
Herr in mittleren Jahren, in
guten Verhältniſſen, wünſcht An=
Tosenträner
Die Beſitzung des Herrn
ſchluß an Frau od. Fräulein. zu
ſp. Heirat. Off. u. R 47 Exp. (*880 Sanitätsrat Dr. Maurer,
Meee
Steinſtr. 32 hier, beſtehend aus
einem ſoliden, gut gepflegten
MMath. Becher
Aeltere, alleinſteh. Dame
3 ſtöckigen, auch zum Allein=
M
Darmstadt
Anſchluß a, alt. geb. Herrn od. bewohnen geeigneten Hauſe,
Dame bez. gem. Spaziergänge. Auch von je 5 Zimmern, Küche, Balkons
irchstr. 17, neben der Stadtkirche
Regelmäßige Beilagen:
w. dieſelbe gern Führung des Haus=und einem großen, ſelten ſchön
M
haltes übernehmen. Offert. unter angelegten u. gepflegten Garten,
Zmmemimtenen ſen ee
R 32 an die Exp.
(*B2a
(*838 wird zu äußerſt günſtigen Be=
Schiffahrts-Zeitung
Ltergrische Rundschmn .
dingungen dem Verkauf aus=
Me
ee
e te
Mee an
geſetzt. Gas und elektriſches Licht
Verreist
aktuelle
vorhanden. Parterre und I. Etage
AAmſaren genten
Anſgre merne. (65
F von Selbſt=ſind durch eine Wendeltreppe
300 Marl
e
Bildnisse
25t.
Dr. Blecher
eee
geber geſ.verbunden. Der
Geſamtflächen=
etee
Ien nouen
gegen monatliche Rückzahlung von gehalt des Anweſens beträgt zirka
Spezialarzt für Chirurgie und
Kuptertieldruch
Retzg- und Bagelahrer
50 Mk. und 6 pEt. Zinſen. Off. 1700
am=
eeach.
Krankheiten der Harnorgane
(13413a
anenen
(
Sandstr. 2. (ytstosunter R 33 an die Exp.
(*848 Weiteren Aufſchluß bei Sebaſtian
Se=
Melhmtellng runin ors See
Eckſer, Rheinſtr. 9, Telenhon 243.
Großer Preis
Spart-Hachrichten
1200 Mk. v. Staatsbeamten
Kleine Anzeigen
uutrnen.
Mestreiten
Mod. Schlafzimmer
in Teſtungen
Ge ee
e
unkündb., gegen Sicherh. u. monatl.
B=
hell eich., mit 2= u. 3tür. Spiegelſchr., Rückz. zu leihen geſucht. Offerten
237
S
lme
e e
n Frenden
teils m. Wäſcheeinr. von 330 Mk an, u. P 86 a. d. Exved. erb. (*720
Eintammenhaus
Mſtrct,
e
hochf. Küche, hell lack., mit Meſſing=
Kamburger
Kandurger
Darlehen erhalten rechtſchaffeneangenehme Lage, kein Gegenüber,
Fremdenblan
vergl., Diwan m. Umb., Chaiſelong., D Perſonen zu 6 pCt.
Tagoszottungen
es
(*90010 Zimmer, reichl. Zubehör, Bad,
mahchanteren
Bettſtellen, Patent=Kapok= u.
Woll=
beten
Schmitt, Friedrichſtr. 11.
Innteren e
Garten, Waſſer, Gas, Elektr. Licht,
matr., Trumeaux, Flurgard., Tiſche,
Mhertin
Bun
am
eten
Stühle, alles prima Arbeit, zu ſehr
Darlehen an grundreelle Perſ.ſehr preiswert zu verkaufen. Näh.
Derhennen 4
vertreinen
Mese
Miehe
bill. Preiſen empf. B. Uhland, Möbel- geg. Möbelſicherheit ꝛc. werden Riedeſelſtraße 49.
Mnentenhtät.
(9049a
2
Güs.
M werkstätte. Hügelſtr. 29.
(*309 verm. Ludwigshöhſtr. 74a. (B13426
Das Fremdenblatt Tägliche Auftage Abomementspreis
4 Zylinder, 4ſitzig,
iet das Familientlart
Meie, ſeir neſs gei. de
monatich 2.— Marte.
Eine in Not gerat. Familie
Piceolo-Auto 6/12, Verdeck,
Glas=
er besseren Ständte
eiegrem
Direkt
Klamburz-Atonns
65000
elen elbnrgen
ten
ſcheibe, Magnetzünd., vollſt. neue bittet denjenigen Menſchenfreund,
ee
graue Lackier., m. Zulaßbeſchein. u. welcher zu heifen bereit iſt (Sicher=Einkammien-Haus
Krauphare
ee ee
Steuerk., giltig bis 5. 10. 1913 für heit vorhanden), um Angabe ſeiner! Villenkolonie Eberstadt
den Preis von 1600 Mk. abzugeb. Adreſſe unt. R 31 a. d. Exp. (*834ds
Maupthlast Nerdwestdeutschiands
mod. Stil, Diele, 7 ger. Zimmer,
E. Cherbourg, Gutenberg=
Zubehör, Zentralheizung, Pergola,
M
Me
ſtraße 27, II., Tel. 1613. (12952ddd
Mla
gr. Garten. zu 25006 Mk. zu verk.
Hüte garn. ſchick und billig, alte
mein neuzeitl. Näh. bei Hofl. Ludwig Alter, ſowie
Sachen werden verwendet, ält. (Verkaufe maſſives HausArtillerieſtr. 4, I., Darmstadt. (B7883
Hütewerden moderniſiertLudwigs= im Johannesviertel mir Vor= und Iagsggsssoet
Heimverband Darmſtadt. patz 8. Vorderh. 3. St. (12360aſch. Hintergarten, Toreinfahrt weit
In ſchöner und ſehr geſunder
bhand. gekom. am 3. d. M. gelber unt. Taxe. Tauſche auch kleines Höhenlage iſt ein
Für den 1. Oktober d. Js. finden alleinſtehendeA Dackel, männl., Name Seppel. Haus mit 6 Zimmern in oder bei
Damen und Herren Aufnahme in dem neu zu er=Wiederbr. Bel. Kiesſtr. 129, II. (III. 12425 Darmſtadt. Vermittl. verbeten. Off.
Haus
öffnenden Heim.
unter R 30 an die Exp. (*831di
E
(13400
Brauner Bobermann
Kaufe
enthalt. im Parterre 3 Zimmer u.
Frau S.=R. Hüffell, Karlſtr. 76, erteilt Auskunftauf den Namen „Lump” hörend, gering belaſtetes Haus, wenn ſch. Küche nebſt Speiſekammer, im
11. Stock 4 Zimmer u. Balkon, im
und nimmt Anmeldungen entgegen in den nächſten rundes Zughalsband tragend, geleg. Baugelände a. d. Bergſtraße Dachſtock 3 Zimmer u. Mädchen=
8 Wochentagen von 12—1 Uhr vormittags.
in Zahlung genommen wird. Off. zimmer; ferner einen ſchönen
entlaufen.
unter M 10 an die Exp. (B13063 Garten mit Obſtbäumen u. vielen
Sehr gut erhaltener blauer Kinder=Künstlerische
Abzugeb. Orangerie=Allee 14. (*908
S liegewagen zu verk.
(*632id
Beerenſträuchern, für den billigen
Bäckerei mit Wirtſchaft
Pankratiusſtr. 47, 1. St. links.
Photographie
Preis von 20000 Mark ſofort zu
Porträt
Cval. gold. Medaillon in einem ſehr frequentierten Orteverkaufen, auch kann die Ueber=
Wanderer-Fahrrad
Architektur mit Photogr. auf d. Wege Traiſa— an der Bergſtraße, ſehr gut gelegen, nahme ſofort erfolgen.
Freilichtaufnahmen.
(B13160
Roguetteweg — Herdweg — Hoff= lunter günſtigen Bedingungen
ſo=
wie neu, ſehr billig
(9414a
Näheres durch C. W. Braun,
Vorausbestellungen erw. (13107amannſtraße verloren. Abzug. g.fort zu verkaufen. Offerten unter Martinſtraße 74.
Grafenſtraße 26. Lisbeth Bach, Grafenstr. 41, II.Belohnung Saalbauſtr. 41, I. (*871R2 an die Exnedition. (13315mdf lgssensssagtett
Nummer 141.
Seite 13.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19. Jnni 1913.
Salaidle-Lafelble-Maionnaisebie
Eine äußerst aparte
— à 45, 50, 60, 70, 80 Pfg. das ½ Liter.
M
Schon immer beziehe ich meine erstklassigen Oele in grossen
Wonnungssentrietung
Original-Fässern von ca. 3 Ztr. direkt vom „Verein Deutscher
Oelfabriken” (grösste Deutsche Oelfabrik, Jahresproduktion
ca. 700,000 Ztr.). Garantie für allerfeinste Qualität. Beste
bestehend aus Schlafzimmer in mahagoni poliert, mit 160 cm breitem
Bezugsquelle für Hötels, Restaurants, Pensionate, Sommer-
3 türig. Spiegelschrank, einem Esszimmer in eichen, einem
Herren-
frischen etc. Prompter Versand auch in Kannen von
zimmer in eichen, sowie einer Küche in pitsch-pine prima lasiert,
3, 5 und 12 Litern.
(10317a
zum billigen Gesamtpreise von Mark 2050
A. Reichard, Ecke Bleich- u. Casinostr.
Kolonialwarenhaus.
Telephon 104.
habe ich unter anderem in meinem neuen
Zweiggeſchäft Rheinstraße 39 (neben Britanniabetel)
aufgestellt u. lade ich zur unverbindlichen Besichtigung dieser sowie
Ia Süssrahm-Butter
der übrigen dortselbst sich befindlichen Einrichtungen ergebenst ein.
loſe ausgewogen per Pfd. Mk. 1.30
Ferner möchte ich auf die grosse Auswahl fertiger Musterzimmer
Feinſte oberheſſ. Süßrahm=Butter
66
im Hauptausstellungshaus Heinrichstr. 67
(Marke „Vogelsberg‟)
(13259id
aus paſteuriſiertem Rahm hergeſtellt
hinweisen. Dem Umfange meiner Firma entsprechend, finden sich diese
in ½ Pfundſtücken per Pfund Mk. 1.40
Einrichtungen in mannigfaltigster Preislage vor u. empfehle ich hiermit:
Schlafzimmer: Mk. 275 395 425 495 525 575 595 640 u. S.w.
reinsfe eafelbutter
Wohnzimmer: Mk. 198 250 325 375 450 550 610 700 u. S. W.
Herrenzimmer Mk. 395 450 545 600 685 795 815 855 u. s.w. aus den Molkereien Groß=Umſtadt und Fulda.
2
Esgzimmer:
Mk. 338 400 475 525 650 695 725 885 u. S.w.
Stets frischen süssen und sauren Rahm
Salons:
Mk. 595 715 805 840 910 950 1050 1150 u. s.W.
Frische Eier
Küchen:
Mk. 82 115 145 175 195 235 250 275 u. s.W.
10 Stück von 63 Pfg. an ꝛc.
Die Besichtigung ist ohne Kaufverpflichtung.
(13117a
Darmstädter Möbel=Einrichtungshaus
Heinrich Grimm, Hoflief.
n4
Badeeinrichtungen.
Kauwig Strisiniger Darmstaar
Wandgasbadeofen, erſtklaſſiges Fabrikat, 70 Mk.
Badeofen mit Kohlenfeuerung
. . . 38 Mk.
Hauptausstellungshaus: Heinrichstr. 67, Ecke Martinstr.
Badewannen von
. . . . . . 25 Mk. an
Gasherde äußerſt billig.
Zweiggeschäft: Rheinstraße 39, neben dem Britannia-Hotel.
Installationsgeschäft Kaiser
eeeeeeeeehe
Telephon 1067
(9119a
Rheinstrasse 5.
Mee
Jede praktische und Sparsame Frau
ist überzeugt, dass die besten und billigsten
Haararbeiten nur bei mir angefertigt werden.
Eleganter Damen-Salon,
Kopfwaschen inkl. Friseur
1.— Mk.
mit Ondulation
1.50 „
Kinder
75 Pfg.
A
Tillmann
T.
Margarine
Damenfriseur
Elektr. Zentral-Trocken-
Anlage.
vollwerfigsterErsatz
Elisabethenstr. 21 Darmstadt Telephon 2231.
— Mitglied des Rabatt-Spar-Vereins.
Angenehme u. gesündeste
für feine
S
Iinzaiss!
Trocknung.
s Großes Lager in Seifen, Kamm- u. Bürsten-Waren.
Molkereiboffer.
Innnnszassssangsssissssss!
Spezialität: Graue Haar-
Billigste Preise.
Billigste Preise.
13372a Arbeiten.
Sennnnnannnnnnnunnnaaaunnssaunnunnnnangannnnnnnunnnaanunnnnanunann
det, aud es uich lingere Grſcher. Den Speitek auf den
Einde es ſchönes, dersſhoſtel lentigerte dus
an=
billigen Plätzen hättet Ihr hören müſſen! Als ich zur ſinoküken, der Leutnant von Brackenow, vorlaut. Leben
Ich liebe Dich!
Wage ritt, kam ich mir effektiv vor wie ein Verbrecher
muß in die Bude kommen! Schließlich ſage ich mir
Roman von Guido Kreutzer.
wie irgendſolch ein Halsabſchheider, der dem bekannten „klei= wenn ich mit ehrlichen Mitteln einen Sieg herausgeritten
(Nachdruck verboten.)
nen Mann” nicht die Butter aufs Brot gönnt!
14
habe, dann laß die paar unvernünftigen Kulis, die ihre
IX.
Der Likör wurde ſerviert; das nahm die Aufmerkſam= ſechs Dreier einem anderen Schinder aufgehängt haben,
Ganz gegen alle ſonſtige Gewohnheit blieb man im keit für ein paar Minuten in Anſpruch. Endlich bequemte ruhig ſchimpfen! Meine Sorje und Rothſchild ſein Feld..
Kaſino der ſechſten Garde=Feldartillerie nach dem Eſſen ſich der Hauptmann Graf Wanneslohe zu einer Antwort.
Sein Batteriechef, der Hauptmann Eicke, legte ihm
noch lange zuſammen. Denn Werner Sierndorff, der be=
Das Publikum iſt manchmal unvernünftig wie eine jovial die Hand auf die Schulter.
kannte Herrenreiter, bis vor zwei Jahren Rittmeiſter bei Horde Kinder. Machen andere Leute dafür verantwort=
Würde mich freuen, lieber Brackenow, wenn Sie den
den 42. Huſaren, war zu Beſuch gekommen.
lich, wenn ſie falſch getippt haben. Als ob nicht jeder aus letzten Satz zu Ihrer Deviſe machen wollten! Wenden Sie
Das ganze jüngere Offizierkorps hockte im großen Er= ſeinem Gaul herauszuholen ſucht, was in ihm drinſteckt. Ihre „Sorje” lieber nicht dem Rennſport, ſondern
vor=
ker zuſammen — der Gaſt in der Mitte. Eben hatte er Vorausgeſetzt natürlich, daß alles fair zugeht!
läufig mal dem königlichen Dienſt zu; damit haperts näm=
„auf allſeitigen Wunſch” einen ausführlichen Bericht des
Eigentlich klang es ein wenig lau; der Gaſt aber be= lich bedenklich!
Rennens um den „Silbernen Schild” gegeben, das er auf ſtätigte ſofort lebhaft:
Mit Rothſchild ſein Feld noch viel mehr! lachte der
der „Adelaide” um knappen Hals gegen ein Feld von acht
Sehr richtig! Im übrigen hat man im Laufe der Oberleutnant Ramin. Brackenow, Sie haben vom vori=
Springern herausgeritten.
Jahre Gelegenheit, ſo ſeine Beobachtungen anzuſtellen... gen Monat noch immer die Futterkoſten für Ihre beiden
Er nahm einer Ordonnanz die Kaffeetaſſe ab, ver= Die Provinz geht ja noch, aber das Berliner Rennbahn= Dienſtgäule zu bezahlen. Wenn Sie die ſchuldloſen Tiere
ſorgte ſich mit Zucker und ſagte mit ſarkaſtiſchem Lächeln, publikum hat Haare auf den Zähnen; bei dem kann man nicht ernähren können, gehen Sie zur Marine über!
was ſeinem kantigen Geſicht etwas ſeltſam Verbiſſenes mit der „angeborenen Vornehmheit” verdammt wenig im=
Alſo ſchicken Sie ihm einen Gerichtsvollzieher auf den
gab:
ponieren und muß immer auf die Möglichkeit eines per= Hals, Ramin, und laſſen Sie ihn pfänden; aber beun=
Ja ſeht ihr, lieben Leute, damit hab ich mir ſozuſagen ſönlichen Renkontres gefaßt ſein!
ruhigen Sie hier nicht unſere Verdauung durch dienſtliche
einen etwas abnormen Scherz geleiſtet. Nämlich die
Der Oberleutnant und Regimentsadjutant von Lan= Monita!
„Adelaide” war kein kraſſer Outſider und kam faſt nie über zoff — korrekt raſſig ausgemergelt — brannte ſich um=
Oſtheeren hat recht! ſtimmte Brackenow begeiſtert zu,
die Bahn, ohne auszubrechen und allgemeinen Salat an= ſtändlich eine Zigarette an. Seine polierten Fingernägel! Ich erhebe Proteſt dagegen, daß vor dieſer erlauchten
Ver=
zurichten. Darum wollte auch kein Menſch ſo recht auf ſie glänzten wie fließendes Email.
ſammlung mein leeres Portemonnaie zu boshaften
At=
anbeißen. Wie nachher aber die langen Odds bekannt wur=
Ekelhaft ſowas! ſagte er lakoniſch.
tacken mißbraucht wird! Oſtheeren iſt übechaupt mein
Seite 14.
Nummer 141.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19. Juni 1913.
Tausende Betten, sowie riesige Quantitäten Dreile,
Daunen-Köper, Federn und Daunen kaufen vier grosse
Spezialgeschäfte der Eirma Buchdahl
1
Lemeinsehaktlich ein.
Ar ud Feisd
Mk. 23.−
Loden-Kostüme
Loden-Röcke
Loden-Mäntel
O
Daher beste Qualitäten zu billigsten Preisen.
Loden-Capes
Ein Besuch meines modernen Spezial-Hauses überzeugt
Ag. van len grosen Vartelen.
BLUSEN in Seide, Batist, Frotté u. sonstigen Stoffen.
Einige Preisangaben:
Mk. 18.— 15.− 12.— bis 8.50
Eisenbetten
Stahlbetten . Mk. 42.— 39.— 34.— 29.− 25.— bis 18.50
Holzbetten . . . . Mk. 56.− 48.− 29.− 23.— bis 15.50
Hermann Berger
Messingbetien . . . . . Mk. 98.− 79.− 72.— bis 55.−
. Mk. 36.− 69.− 27.— 21.— bis 8.75
Kinderbetten
HOFLIEFERANT
(13207od
Matratzen:
(13377
Mk. 17.50 14.— bis 6.50
Ernst-Ludwigstraße 10 — Ecke Marktpassage.
Seegras-Füllung
Wollfüllung . . . . . . . . . Mk. 27.— 24.— bis 22.50
Kapok-Füllung . . . . . . . . Mk. 55.− 48.— bis 39.−
Mk. 135.— 95.— bis 65.—
Haar-Füliung . . . .
Deckbetten und Kissen, Patentmatratzen, Steppdecken, Koltern.
Zur
Markt 11
Betten-
Spetiallen Buchddkt relais
Bade-Saison 1913
Union=Briketts
empfehlen wir unser gut sortiertes Lager in
in plombierten Säcken à 50 Kilo netto
(4218a
liefert prompt nach jedem Stadtteil
Max Ranis, Kohlenhandlung,
FROTTIER-WAScHE!
Telephon 395.
Victoriastrasse 53.
Badetücher, 100/100
Handtücher, 40/80
N. B. Kohlen werden auf Wunſch ebenfalls plombiert geliefert.
. . 8. Mk. 1.45
für Baby’s .
. . . S. 22.₰
gemustert .
Badetücher, 125/140
Handtücher, 45/100
st. 60₰
Sute Qualität . . . . St. Mk. 2.95
volle Ware .
Badetücher, 125/160
Handtücher, 50/110
st. 95₰
für Erwachsene . . . St. Mk. 3.25
gute Qualität . . .
W. Reiss
Badetücher, 140/180
Handtücher, 50/110
Ernst-Ludwigstr. 22 Ernst-Ludwigstr. 22
beste Ware . . . . . St. Mk. 4.95
nur prima . . . . . St. Mk. 1.30
nie U.
Daynag
Badetücher, 160/200
Handtücher, 60/120
Pozugsquele preiswerter Gebrauchsgeschirre
sehr solide u. dauerhaft, St. Mk. 5.50
solide und dauerhaft . St. Mk. 1.65
für Restaurant und Privatbedarf.
Badetücher, 160/200
Handtücher, 60/120
Villeroy & Boch-Fabrikate
das Beste im Gebrauch, St. Mk. 1.85
Gerstenkorn
.. . 5t. Mk. 6.50
Wasch-Garnituren, Eßservice,
Frottierstoff 160 cm breit, prima Qualität
Glaswaren, Küchen-Garnituren,
Mtr. Mk. 3.70
Emaillegeschirre, Holzwaren,
Seiftücher und Frottierhandschuhe in allen Preisen.
Bestecke.
Einfache bürgerliche
Spezialität: Küchen-Einrichtungen
HEVL & JOHN,
Darmstadt
Brautleuten besonders empfohlen.
(13371
Ludwigstraße 6.
(8391a
Mitglied des Rabattsparvereins.
Telephon 1074.
G
(
Mann! Und wenn er in wenigen Wochen den erſten gro= Herta in der einen; und ich — na, Sie wiſſen ja . . .
Da is niſcht mehr zu ändern, lieber Freund. Meine
ßen Renngewinn angeſchleppt bringt, werde ich dem
Re=
man iſt nicht umſonſt verheiratet!
Beſtimmung bleibt nun mal, als Weihnachtsmann und
giment ein leuchtendes Beiſpiel kameradſchaftlicher Anhäng=
Recht ſo, als gewiſſenhafter Gatte bilden Sie die er= unverheirateter Hausonkel mit der Vonbontüte in der
lichkeit geben!
freulichſte „Begleiterſcheinung‟. Das Glück muß Ihnen Taſche durch die Welt zu wandern.
Der Rittmeiſter Sierndorff war aufmerkſam geworden. förmlich aus den Augen leuchten!
Was wollte denn der Nabob ſonſt noch? Wieder der
Was redet der Brackenow da wieder mal zuſammen,
Tuts auch, Baron, können ſich drauf verlaſſen; ich bin Kummer, ob ſeine Schinder im Training ſchnell genug
Baron? Iſt das Tatſache, oder . . .
immer ganz Leidenſchaft und Begeiſterung. Und im üb= vorwärts kommen?
Der Artilleriſt wurde einer Antwort überhoben, denn rigen treffen wir uns um halb acht, wie verabredet. Grü=
Nee, diesmal gehts um höhere Güter der Kultur. Wir
eine Ordonnanz rief ihn ab.
ßen Sie mir auch den Wanneslohe. Weshalb er ſich denn helfen heut abend den alten Sophokles mobil machen.
Telephon, Herr Leutnant!
nie mehr ſehen läßt; mein Koch iſt total melancholiſch,
Oſtheeren reißt wieder mal das Regiment raus! kon=
Alſo Entſchuldigung einen Moment! . . . Der junge daß der einzige Gourmet unſeres Hauſes ſchon ſo lange ſtatierte Brackenow. Afrika, Rennbahn, Literatur . . . der
Offizier verließ den luſtigen Kreis, um nach dem Flur ausgeblieben iſt. Alſo er möchte den Ehrgeiz dieſes bra= reinſte Preſtidigitateur! Ich beantrage, ihm aus der
Ka=
hinauszugehen, wo ſich die Fernſprechzelle befand.
ven Mannes nicht noch ſchwerer kränken.
ſinokaſſe eine Mark zu Repräſentationszwecken zur Ver=
Uebermitteln Sie der Donna meinen Kratzfuß! rief
Wird beſorgt, Herr Kommerzienrat. Auf Wieder= fügung zu ſtellen.
ihm ſein Hauptmann nach, mit dem er ſich brillant ſtand. ſehen. Handkuß an Ihre Damen!
Das Wort „Literatur” hatte den kleinen dicken Traſ=
Aber es war keine Dame, ſondern der Kommerzienrat
Grazia, barone; a rivederei!
ſingk elektriſiert, der an chroniſchem Rachenkatarrh und dem
Renzow, der nach ſeiner Gewohnheit immer unheimlich
Als er nachher den Gruß ausrichtete, winkte der Haupt= Theaterfimmel litt.
in den Apparat brüllte, weil er auf dem zuſtändigen Amt mann ab.
A tempo legte er ſeine Zigarre beiſeite und röchelte
eine ſchwerhörige Telephondame hatte.
Schön, Oſtheeren. Aber da liegen überall Fallkricke; mit großartiger Armbewegung:
Sind Sie da, lieber Baron? Alſo entſchuldigen Sie und ich bin ſchon ausm Schneider raus! Mit der Ehe
Was braucht der Menſch zu fürchten? Treibt ihn
ſchon die Störung; aber ich mußte Ihnen doch wegen heut gehts mir, wie mit kleinen Kindern — ich kann neidlos nicht das Ungefähr dahin und dort? Weiß er von
abend noch Beſcheid ſagen — wegen „Oedipus” im Zirkus das Glück der Andern beſtaunen!
einem Ding das Weſen; windet ihm nicht jeder Luft=
Schumann!
Daraufhin verbreitete ſich ſein Leutnant in einem zug ſein Selbſt aus ſeiner Hand? Nur leben, leben grad=
Wie iſt denn das nun mit den Billetts geworden?
orientierenden Vortrag über die eminent moraliſche
Be=
hin! Bekümm’re dich um kein Orakel!
Meine vier hab ich noch glücklich ergattert; aber leider! deutung eines glücklichen Familienlebens.
Laſſen Se man! beſchwichtigte ihn Graf Wanneslohe.
in zwei getrennten Logen; anders wars nicht zu machen!
Wanneslohe hörte eine zeitlang auch gottergeben zu; Sie nehmen dem Oſtheeren ja ſonſt ſeine ſchönſten Genüſſe
ſchmetterte der alte Börſianer. Alſo ich denke, Sie mit der dann aber lachte er,
vorweg.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 141.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19. Juni 1913.
Seite 15.
Schönster Restaurationsgarten.
ne
Restäurant Nammelbrau
(13251a
Täglichl Grosses Künstlerkonzert
Anfang 8 Uhr.
bei freiem Eintritt.
Anfang 8 Uhr.
Bei schlechtem Wetter finden die Konzerte wie bisher in den Lokalitäten statt.
c e
e
Stautischer Saalbau.
Heute Donnerstag, am 19. Juni 1913, abends 8 Uhr:
efa0
L. Bohner Stdgs-Konzert
der vollständigen Kapelle des Leibgarde-Regiments
unter Leitung des Obermusikmeisters H. Hauske.
Aus der Vortragsordnung: L. v. Beethoven: Ouverture zu „König
Stephan‟ A. Rubinstein: Balletmusik aus Feramors‟ B. Wagner:
Tonbilder aus „Die Walküre‟. F. Mendelssohn: Adagio a. d. Schott.
Symphonie. F. Liszt: Zweite ungarische Rhapsodie (auf Wunsch
wiederholt). Möllendgrf: Hundert Jahre Schwert und Leyer,
vater-
ländisches Tongemälde zur Jahrhundertfeier usw.
Eintritt einschl. Steuer 55 Pfg. Studierende u. Militär
35 Pfg. Dutzendkarten 5 Mk.
(13412
jeden Dienstag u. Samstag Künstler-Konzert. Eintritt frei.
Dieburger.
Mathildenhöhsaal, strasse 26.
Donnerstag, den 19. Juni:
(*844
Großes Militär=Konzert
ausgeführt von einer Abteilung der Kapelle des
Leib=Dragoner=Regiments Nr. 24.
Gewähltes Programm.
Potpourris zum Mitsingen.
Anfang abends 8 Uhr. — Eintritt frei.
Renovierte Gartenlokalitäten.
I. Darmstädter Kino.
(*85
Verscr
Ien
Ein Drama aus dem Leben. —
Vorführungs-
dauer 1 Stunde. — Unaufgefordertes Lob
sagt uns das Publikum für diesen Film.
Lüster- u. Leinen-Kleidung
Wald-
in allen Herrengrössen.
Destauranr Stadf Coburg straße 22
R gute Küche, ½ Schopp. 1912er 25 Pfg., Bier v. Faß.
Mll Mkorae
Kürf I. RChu
Tennis-Hosen- Auto-Mäntel
IMPERIAL BAR
Staub-Mäntel
LUnwIGsPLATz 2
Gersen
MODERN
(11633a)
Außerordentlich billige Preise!
Palmengarten Frankfurt a. M.
Große Blumen= u. Pflanzen=Ausſtellung
Rosengarten in Vollblüte, Blumenparterres usw.
See
Ein Produkt hygienischer Erkenntnis und
wissenschaftlicher Verwertung
Statt Bohnenkaffee! ist
Statt Malzkaffee!
IFeEl.
Ludwigsplatz
Ecke Schulstraße.
MneiasSahz-Hormäl-Karfee
19114
feines Aroma, reich an natürlichen Nährsalzen, besonders
zu empfehlen für Herzkranke und Nervöse
à Pfund 45, 65 Pfg. und 1 Mk. (13395a
Z
Kamera, Kapid.=Aplanat 13, 9 Pfand zu verkaufen (*696mä
Reform-Geschäft „Arista‟
2Doppelkaſſetten u. Segeltuchtaſche,
Soderſtraße 6½, 3. St.
Gesundheitliche Nahrungs- u. Genußmittel
Janino
nur 18 Mk. Heidelbergerſtr. 37. (*8324 Bett, 3 Mon. gebr., bill. zu verk.
(Ein zweiſitziger Sportwagen für 13 837) Riedeſelſtr. 48, 1. St.
wenig gespielt, modern, schwarz E8 M. zu vk. Rhönring 103. (*87
Anton Braunwarth, Ernst-Ludwigstr. 3.
Zimmereinrichtung m. Küche,
mit Garantieschein
Wenig gebr. Kinder=Lieg= u. Sitz=4 faſt neu, bill. zu verk. (*797md
Wwag, daſ. a. 1 Fahrradmant.
Darteſchlägerſtr. 6, 2. St.
Mk. 475.
uut ver! Tannenſtr. 22. (*883ds
Berkanſe don heute ad ur
Karl Arnold Täglich frisch!
erſt=
-H 1 Pfd.
Hafſiges Maſt-Ochſenfleilen
zu 28 ₰
Ecke Erbacherstrasse Erübeeren in Milch
Adler-Rad
a. d. Schwimmbad. (13158a
WB. Prima Wurſt und Schweineſleiſch
neu hergerichtet, ſehr bill.
Dickmilch
abzugeben. Müller & Ober,
zu den billigſten Preiſen.
(*864at Sehr gut erhalt. Fahrrad
Karlſtraße 30. (13085a
(*747md Reform-Restaurant
(Freil.) billig zu verk.
Fleischverkauf Kiesstrasse 21.Näh. Kahlertſtr. 49, part.
Alexanderstr. 4, I. (*mds
Seite 16.
Nummer 141.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19. Inni 1913.
)
Verkauf!
Oiliiger Straiipr
Schwars und braun 3 Paar 76₰
Damen-Strümpfe
schwars und braun 2 Paar 95.
schwarz und braun Paar 68₰
Herren Sochen
schwarz und farbig Paar 78.
Schweis-Socken 3 Paar95₰
gestickt und durchbr. Paar 95.
unifarb. Socken & Paar3s₰
Stlischnu
Gebr.
MARKT 2.
MAKKT 2
Men
Sehr gut
S erhalt. Flügel zu verk.
Einzuſehen von 12—2 Uhr
13415dfs) Woogſtr. 5, 1. St.
EKku binges Forzenun
(13203a
Gartenerde geſucht
Ia Kheilsuin
Nieder=Ramſtädterſtr. 75.
per Pfund Mk. 2.50
Ia Bodensee-
Weiße Ober- mit Untertassen, echt Porzellan, nur 10₰Ich kaufe
getr. Herren= u. Damen=Kleider,
Weiße Porzellan-Kaffeekannen, groß . . . nur 28 ₰ auch Stiefel, Bettfedern, Gold,
Blaufelchen
Silber ꝛc. Zahle Ihnen ſtets
kon=
in allen Größen
kurrenzl. Preiſe. Der erſte Verkauf
per Pfund Mk. 1.—
Weiße Porzellan-Milchkannen anfangend nur 10 ₰ überzeugt Sie. Poſtkarte genügt.
Max Schnitzer, Schloßgaſſe 33.
(13026a
25 ₰Telephon 2097.
Kuchenteller, fein dekoriert . .
nür
(12806a
Einen
Iu Seehecht
Ferner empfehlen:
9
per Pfund 25 Pfg.
ab Laden
Weiße Teller, tief und flach . . .
nur
8₰ Schutz.
erreicht jeder beim Verkauf von
Weiße massive Teller für Wirte .
nur 18 ₰
getragenen Kleidern, Schuhen ꝛc.
nur 95an V. Schatz, Alexanderſtr. 15.
Henbult Weiße Kaffeeservice, Steilg, echt Porzellan
Telephon Nr. 1924.
per Pfund 80 Pfg.
Wasch-Garnituren, 4teilig, fein dekortert .
nar 1.75
00
Tafel- und Suppenkrebse
Zaungebisse
1 Posten Weiße Waschschüsseln u.-Kannen
92
5 —100 Mk. pr. Quant., ſowie getr.
Neue
Stück nur
extra groß . .
2Kleider, Stiefel, Wäſche kauft
S. Zarnicer
Matjes-Heringe
13416
Kleine Bachgaſſe 1. (*691imd
Komme auch nach auswärts.
getragene Herren=
Ich kaufe und Damenkleider
Gebrider Mösinger
u. Schuhe. Zahle höchſte Preiſe.
Poſtkarte genügt.
Gr. Bachgaſſe 19,
Mollekeranten
J. Blum, Laden. (*693id
Grafenstrasse 19
Groß. Bureauschreibtisch u.
Steh-
schreibpult weg. Platzmangel bill.
Filiale: (13434
z. verk. Wienersſtr. 80, I. (* 63mds
Ludwigsplatz, gegenüber der
Kaßat
„Stadt Pfungstadt‟.
Zume Hochste
Telephon 40.
Preiſe für getragene Kleider, Schuhe,
egehühner zu verkaufen
Wäſche uſw. Poſtkarte genügt.
Einige Fenſterläden, 2 Türen
Schneiderin, perf. in allen Dar
L So4h
Mühlſtraße 23.
Sie et.
Ch. Hochmann
u. Fenſter billigſt zu verkaufen und Kinderkleidern, empfiehlt ſich
Stallhaſenà 1.30, 1,1 Stm. japan. Zu erfragen Mühlſtr. 72.
(*859*643id)
Kl. Ochſeng. 16. (*833df
Grafenſtraße 22, I. 1 Bett, 1 Waſchtiſch, 1 Sofa, 1 kl.
5 Seidenhühner, 2 gr. Flugkäfige,
Gebr. Fahrrad mit Freilauf für
Tleider und Bluſen werden
Daufe fortwährend gebrauchte
1 Bettſt. m. Sprungr. 7 Mk., 1 Pa= 38 Mk. ſof. zu verk.
(*897 ſchön und billig angefertigt Komm. u. 2 Petr.=Zuglampen. (*8871 K Flaſchen. W. Feldmann,
Lohn=
neelbr., bill. z. verk. Soderſtr. 7, Hth. (*1
Alexanderſtr. 25, 1. St. rechts. 113215a) Schützenſtr. 9, Stb., rechts.! Näh. Saalbauſtr. 37 (Metzgerlad.). diener, Karlſtr. 73, Gartenh. (13391a
1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
39 140.
Donnerstag, 19. Juni.
1915.
Tlich. Arbeit. ſ.Dameneant.
Mathildenpl. 2, I., Seitendau,
Feinſte
Lellenesch
223) M. Meintr. Jaalhausſtrass 36. 1.Tüchtigen Tagſchneider möbl. Wohn. u. Schlafz. z. v. (*836
Ein tüchtiges Alleinmädchen ſuchen für ſofort auf dauernde Be= Eliſabethenſtr. 31 möbl. Zim., holl. Süßrahm=
Weiblich
zu 3 Perſonen per 1. od. 15. Juliſchäftigung Thiele & Böttin=part., ſep. Eingang, eventl. mit
Aelteres Mädchen, welches geſucht. Vermittlung nicht aus=(ger= Hoflieſeranten. (B13428Penſign. zu vermieten. (*8405ms
bürgerlich kochen kann, gute Zeug=geſchloſſen. Zu erfragen Ernſt= Tücht. Schreinergeſucht (*873dfs Kiesſtr. 47, part., möbl. Zim. m.
niſſe beſitzt, ſucht leichte Stelle zu Ludwigſtr. 20, II., v. 5—7 Uhr. (*727
J. Kraft, Heinheimerſtr. 9. Schreibt. an beſ. Herrnbill. (*725mdf Watrl-Palter
1 bis 2 Perſonen, Lohn 15 Mk. pr. Ich ſuche f. 1. Julieintücht. Mäd=
Lauteſchlägerſtr. 18, II., möbl.
Monat. Nette jg. Landm., w. ged. ſchen, das koch. kann u. die Haus=
3 Zim
loſe ausgewogen
Zimmer, ev. m. Penſ. z. p. (*852ds
haben, Kindermädch., welch. näh. arbeit verſteht. Bitte, ſich vorzuſt.
u. büg. können, ſuch. Stell. Fr. Bertaabends zwiſchen 6 u. 7 Uhr. (*864
Liebfrauenſtr. 107, III., frdl. ſowie in ½ Pfund=Paketen
Re
Neßling, gewerbsmäßige Stellenvermittlerin,
Mollerstrasse 9
möbl. Zimmer, preiswert. (*728dfs
Frau Theodor Schwab
(*841dfs
Ludwigſtraße 8.
Roquetteweg 5.
1. Stock eine 5 Zimmer=Wohnung, )
pro Pfund nur Mk. 1.30
da in der Kinderpflege
uche
Fremdenzimmer, Mädchenkammer,h
ſpe
Suchr, u. im Nähen erfahren,
Gas u. Veranda, nebſt Zubeh. per
Eine Lauftrau
Allerfeinſte
f. d. Sommermonate Aushilfeſtelle od. ein Laufmädchen vor=u. nachm. L. Sült zu vermieten.
(13290t Lagerplatz
b. Kinder. Off. P 89 Exped. (*724 2 Std. geſucht. Saalbauſtr. 60. (13433
mit Schuppen und freier Einfahrt
Jg. Frauſ. Laufd., g. a. W. u. Putz.
Suchemehr. Mäd, i. Priv.=ſowie Bismarckstr. 80
zu pachten geſucht. Offerten mit „Koler-Marke
Schwanenſtr. 8, M. Fr. A. Roth. (*662ids Geſchäftsh. Katharina läger, fr. löckel, Schöne 5 Zimmerwohnung im Preis unt. P 21 a. d. Exp. (*442si
das Beſte was es gibt
Jung. geſ. Mädch. v. Lande ſucht gewerbsmäßige Stellenvermittlerin 2. Stock mit Bad u. ſämtl. Zubeh. 6Dleiner mod. Laden m. Wohn.
Luiſenſtraße 34.
Anf.=Stelle Aliceſtraße 17, I. (*722
(*894dsper 1 Juli zu vermieten. Preis in verkehrsr. Straße zu mieten
Unab. Frau ſucht morg. Laufd.
Mk. 900.—. Zu erfr. im 1. Stock, geſucht. Offerten mit Preis unter pro 1 Pfund Mk. 1.45
Suche Herrſchaftsköchinnen, ſeinzuſ. von 10—12 Uhr vorm. und P 87 a. d. Expedition erb. (*715
*889) Gardiſtenſtr. 8, 1. St. I.
erſte und zweite Hausmädchen,lvon 2—4 Uhr nachm.
(13304t Zu mieten geſucht (evtl. Vorkaufs= Friſche bayeriſche
Durchaus perf. BüglerinKüchenmädchen in großes Herr=
D recht) in der Gemarkung
Darm=
ſchaftshaus neben Koch,
Allein=
ſtadt ein Häuschen von 2 kleinen
m. n. herrſchaftl. Kundſch. h. Tage fr.mädchen zu einzelner Dame, Allein Zimmmer
*872)
zuſammengehörenden Familien. —
Wenckſtraße 7, part.mädchen, welche kochen u. nicht
Soderſtr. 34, II. Stock, ſchöne, Off. u. R 84 a. d. Exped. (*906
Junge, ſaubere Frau ſucht nach= kochen können, in Privat= u.
Ge=
mittags noch Waſchen u. Putzen. ſchäftshäuſer, zwei gewandte Zim=große 3 Zim.=Wohn. per 1. Juli, Haus mit Garten, 5—6 Zimmer,
Viktoriaſtr. 72, 3. St., rechts. (*904 mermädchen in Hotels, verfekte Preis 410 Mk. jährlich. NäheresD Gas, zum Alleinbewohnen zu
Tier
Köchin in Hotel, Beiköchin, Büfett=Riedlingerſtr. 21, part. (12298t mieten ev. ſpäter zu kaufen geſ. in
Männlich
fräulein für Bahnhof u. Reſtau= Wienersſtr. 68/52, 3 Z.=Wohn.,Darmſtadt oder Umgegend. Off.
Junger, tüchtiger Kaufmann, rationen, Haus= u. Serviermädchen, Vdh., bis 1. Juli, Werkſt. ſof. (*860df u. P 72 a. d. Exp.
(*671imd
im Bürofach vertraut, auch im Küchenmädchen in gute Geſchäfts= Gutenbergſtr. 56, Erdg., ruh. H.,
Verkauf tüchtig, ſucht Stellung häuſer, hoher Lohn, Verkäuferin 3Z.=W., abgeſchl. Vpl. Pr. 320 M. (*865Ruh. Beamtenfamilie
10 stück 58 Pfg.
auf Büro oder ähnliche Stellung, in Brot= u. Feinbäckerei für ſofort Mühlſtr. 39 eine kl. 3 Zimmer=ſucht geräumige 4 Zimmerwohn.
Die beſten Empfehlung. liegen vor. für hier und auswärts.
(*896wohnung zu vermieten.
(*3391nebſt Zubehör bis 1. Okt. ds. Js.,
Off. u. R 71 a. d. Exp. (*789md Frau Minna Dingeldein
möglichſt Mitte der Stadt. Off.
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Friſche Sied=Eier
mit Preisangabe erbeten unter
3 Zimmere
Von einem tüchtigen Fachmann Eliſabethenſtr. 5, Telephon 531.
Me
R 41 an die Exv.
(*857df
wird Hausverwaltung üben
vom=
tüchtige Mädchen geſucht Taunusſtr. 45, Manſ., 2 Zim=Aeltere Dame (m. Dienſtm.) ſucht 10 Stück 68 Pfg.
men. Offerten unter P 77 an10 Magdalenenſtr. 1, Mittel=mer=Wohnung zu vermieten. Per 24 für 1. Okt. 4=Zimmerw., Nähe
die Expedition ds. Bl.
(*673ids
(*898Monat 15 Mark.
bau, 1. Stock.
(12524t d. Hügel=, Stein=, Heinrich=, Witt=
Verh. Mann mit prima Ref.
Roßdörferſtr. 63, Seitenbau,mannſtr. Angeb. u. B 44 Cxp. (*8
Extra große
ſucht Stellung als Packer oder Ordentliche Mädchen lfreundl. 2 Zimmerwohn. mit all. Pauführer ſucht per 1. Sept.
dergl. Gefl. Offerten unter R 35
Zub. per 1. Juli zu verm. (12836t
an die Expedition ds. Bl. (*842 finden dauernde Beſchäftigung
ſchöne 3 Zimmerwohnung,
J. W. Schneider, Kartonagen= In feinem, herrſchaftlich. Hauſe,übern. evtl. Hausverw. Offert. m.
Jg. verh. Mann ſucht Stelle als fabrik, Lauteſchlägerſtr. 26. (B75df Südviertel, 2 unmöbl. Zimmer, Preisangabe u. R. 45 Exp. (13422a Münb-Ctet
Auslaufer, Hausburſche od. Fabrik=
Parkett, Balkon, elektr. Licht, per) Im Tintelviertel feine 3 Zim.. Off. u. P 90 Exped. (*729d,
(beſte Sied=Eier)
1. Okt. zu vermiet. Preis 30 Mk. (Wohnung mit Bad und elektr.
e
Lohnende Heimarbelt pro Mongt. Anfragen unt. R 36Licht von ruhigen Mietern per
Mfe Stellen
von jedermann leicht und un= an die Expedition ds. Bl. (13396a1. Okt. geſucht. Angebote unter 10 Stück 78 Pfg.
auffälligauszuführen, wird über= Lauteſchlägerſtraße 36, 1. St., R. 37 an die Exped. (13397dfs
Weiblich
all hin vergeben; koſtenloſe Aus=eine 2 Zimmerwohn. zu vm. (*878ds
Große
Geſucht freundl. 3—4 Z.=Wohn.
kunft. Offerten unter J. N. an Arheilgerſtr. 80, eine 2 Zim.=
(für 3 Perſonen). Off. unter
Putzmacherin
die Annoncen=ExpeditionWehr-Wohnung zu vermieten. (*835df K 40 an die Exp.
(*855
diesflott garniert, für die Winter=mann & Co., München. (13384 Müllerſtraße 7 2 Zimmerwohn= Kinz. Dame ſucht 3Z.=W., part. od.
Citronen
ſaiſon geſucht. Offerten unter
ung zu vermieten.
(*716ds 1. St., im Pr. b. 380 Mk. Off. u.
Männlich
R 9 an die Exped. (1338mdf
R 28 an die Exp.
(*817md
Tüchtige Papierarbeiterinnen
m
g. möbl. Zimmer u. ein drittes! 10 Stück 58 Pfg.
ſofort geſucht
I. tägl. z. verdienen. Proſ. als Warteraum ſucht Dame
(13431df 2—10 Mk. frei. Adressen-Verlag Joh.
Hofbuchdruckerei Hohmann. H. Schultz, Cöln 155.
extra große
mit Beruf per ſofort. Offerten u.
(I, 10360Eliſabethenſtraße 4, 2. St.,n 42 a. d. Exped. ds. Bl. (*861
Einige Mädchen
Tüchtige Verkäufer
Penſion Mink
10 Stück 68 Pfg.
Zwei anſtändige Mädchen ſuch.
f. leichte Fabrikarb. dauernd geſucht für Stadt u. Land zum Verk. von
gut möblierte Zimmer zu0 ein einfach möbliert. Zimmer
Schuheremefabrik Fliegenfängern, Ia Qual., bill. vermieten.
empfiehlt (13432
(13173a mit zwei Betten. Offerten unter
Preis, bei hoh. Verdienſt u. tägl.
(*739md
Pallaswieſenſtr. 153. (12244imd Auszahlung ſofort geſucht. (*885 Grafenſtr. 39, II., ſchön möbl.P 95 an die Exp.
Darmstädter
Bürgerliche Köchin und Haus=
Wohn= u. Schlafz. zu verm. (12221a
Gg. Kaiser, Rheinſtr. 5,
mädchen, das im Nähen gewandt,Darmſtadt.
Seuen
Telephon 1067. Schützenſtraße 18, Stb., ein
per ſofort geſucht
möbl. Zimmer. zu verm. (13043ids Wer bietet einer Dame 14 Tage
5020d3)
Rheinſtr. 46, part. Tüchtiger Schloſſer geſucht! Karlſtr. 28½ III., möbl. Zim=
Alleinſtehende unabhäng. Frau, Eberstadt, ilte Darmstädterstr. 23.(* merp. W. nur3 Mk. m. Kaffee. (*639ids einfache Penſion
40—50 Jahre alt, in allen häusl.
Hiergrusshanlel
Roßdörferſtraße 28, Manſ., im Tannenwald geg. mäßig. Preis.
Arbeiten, Koch. Bügeln, Flicken uſw.
möbl. Zimmer ſofort.
Tüchtiger
(13240a. Off. u. R 6 a. d. Exp. (*764mdf Math. Rosenstock
erfahren, zur Stütze der Hausfrau
in Geſchäftshaus geſucht. Offert.
Wilhelmſtraße 2, 2. St., gut Für 13jähr. evang. Jungen länd=Ludwigstrasse 18, Karlstrasse 102,
möbliertes Zimmer zu vermieten. 2 liche Pflegeſtelle geſucht. (13380
unt. R 25 an die Exp. (13358md
O7
Kaupstrasse 42, Landwehrstrasse 13.
Einzuſehen mittags von 2—5Städt. Armen= u. Fürforgeamt
Ein Dienſtmädchen per 1. Juli
Uhr
(B11145ods
Darmſtadt.
Schlosser
Telephon 490 u. 602.
geſucht Inſelſtraße 38, II. (*810md
Karlſtr. 63, III., ein großes,
Seogesssessseeseseetee
Zwei geübte
für dauernde Beſchäftigung
gut möbl. Zim. zu verm. (B12299t
Gech
geſucht! Derſelbe muß geprüf=
Waldſtr. 23, I., I., freundl. möbl.
ter Lokomotivführer ſein, um
Näherinnen
Zimmer mit od. ohne Penſion perEngländeriy wünſcht engliſch.
Wichtig
aushilfsweiſe als ſolcher ver=
Unterricht zu
er=
für leichtere Arbeiten zum ſofort.
1. Juli zu vermieten. Zu erfragen teilen Wilhelminenplatz 10, I.(10998a
wendet werden zu können.
für
*760md
(12450t
Eintritt geſucht.
(117a 2
Pfälz. Tonwerke, Hagen-parterre.
Gründlicher
Gamaſchenfabrik Heß, Luiſenſtr. 6.
burger, Schwalb&Comp.
Saalbauſtr. 16, möbl. Zimmer
5 Magenleidende!
Violin-Unterricht
Hettenleidelheim,
Tüchtige Taillenarbeiterinnen
zu vermieten.
(12491t
(13383dfs
*779md Rhein-folz.
geſucht.
(§
Luiſenſtr. 32, II., b. Gg. Wedel,wird erteilt von konſervatoriſch
Reformkorsetten
Konfektion, Kirchſtraße 21.
einf. mbl. Z.n. d. Str. m. P. z. v. (12724a gebild. Herrn. Näh.
Alexander=
z. Knöpfen mit Gummi an
Suche zum 15. Auguſt geſundes
Tüchtiger Schneidergeſelle auf Karlſtr. 58, I. Et., frdl. möbl. Z. m. ſtraße 4, I.—
(*7392is
8 den Seiten Mk. 2.75.
tücht. Hausmädchen das nähen Werkſtatt geſucht. Offerten nach o. oh. Penſ. a. j. Kfm.od. Beamt. (*35timdasa
kann und alle Hausarbeit verſteht. Waldſtraße 17, 1. Stock=
(*843Dornheimerweg 2, II. möbl.
§ L. & M. Fuld,
Anzumelden bis 1. Juli, nachm. v.
Zimmer ſofort zu verm. (*676imd
Ein älterer tüchtiger
4—9 Uhr. Frank. Herdweg 24. (*34
CChristophlackb
Kirchstrasse 12,
Heidelbergerſtr. 89, II., ſch. möbl.
gegenüb. der Stadtkirche.
Spengler u. Installateur geſundes Zimmer zu verm. (12202a
als Fußbodenanſtrich
Reinliche Frau
2 Schwarz-weisse Rabattmarken.
ſofort geſ. Stiftſtraße 53. (13410df
freundl.
beſtens bewährt.
zum Brötchentragen geſ Daſelbſt
Segessasassgesssoeseee
Karlſtraße 38, II., großes
Tüchtiger
wird auch eine tücht. Waſchfrau
möbl. Z. p. ſof. o. ſp. zu vm. (*2212ids Sofort trocknend u. geruchlos.
Hin Kinder=Sitz= und
Liege=
alle 14 Ta. geſ. Bäckerei Freuden=
Ewagen billig zu verk. (*386
Leicht anwendbar. (5962a
berger, Bleichſtraße 13. (13370
Friedrichſtr. 16, 3. St., möbl.
Hausbursche,
Gardiſtenſtraße 7, part.
Zimmer, ſepar., für ordentl. Arb.
Gelbbraun, eichen,
Geſ. bis 1. Juli tücht., junges nicht über 18 Jahre, ſofort geſucht. billig zu vermieten.
(*895
Möbel ſpottbillig: 20 Stühle
Mädchen für einige Stunden Zu melden zwiſchen 10 und 11 Uhr
mahagoni, nußbaum.
M von 1 Mk. an,
Kücheneinrich=
oder tagsüber
einfach möbl. Zimmer
bei Weber & Preuß, Schul=
Waldſtr. 4 zu verm.
tung 28 Mk., Schreibtiſch 18 Mk.,
*862df) Lichtenbergſtr. 58, III.ſtraße 10.
(*854
(*383 GFriedrich Schaefer.h 2 Seſſel. 3 u. 5 Mk. Blumenkrippe,
Fräulein geſ. um ält. Dame z.bed.
Waldſtr. 24, Stb. rechts, 2. S
weiß, 8 Mk., Bettſtelle 4 Mk.
(
Dienſtmädch. iſt vorh. Off. m. Ge=
Hausbursche einfach möbl. Zimmer zu vm. (*876m
Näheres Kaupſtr. 37, pt. I. (*907
haltsanſpr. u. R 39 a. d. Exp. (*8511 (Radfahrer) für Kolonialw. geſucht; Friedrichſtr. 26, Hth. 2. St.
65
gebr. Handnähmaſchinen mit
Alleinmädch. geſ., Vermittl. geſt. beſte Zeugniſſe Bedingung. Offerten frdl. möbl. Zim. m. Klav. f. 20 Mk.
(*721dfs)
2 Kaſt. unt. Garantie ſehr billig.
Saalbauſtraße 69. unter K 38 an die Exped. (13388 zu vm. Anzuſ. 8—2u. 5— Uhr. (*7ds
Kalerlane
*393) Hölgesſtraße 3, part.
Schulentl. Mädch. geſ. zu2 Kind.
Wenckſtraße 34 freundl. möbl. fängt ununterbrochen. Großart. 1 gebr. Dürrkopp=
Schuhmacher=
von 3 u. 5 Jahr. tägl. von 2—7 Uhr. Ordentlicher Hausburſche Wohn= u. Schlafzimmer m. Gas, Erf. bei Küchen=Käfern (Schwaben 1 maſchine, faſt neu m. ganz kl.
13409df)
Inſelſtr. 29, 1. St.(Radfahrer) mit guten Zeugniſſen, Schreibt. u. ev. Klav. zu v. (13366a und Ruſſen) empfiehlt
(850 Kopf unter Gar., ſpottbillig. (*393
Junges, reinliches Mädchen 20—25 Jahre alt, geſucht von Hof= Wienersſtr. 73, II., gut möbl. Ernst. Crämer, Ludwigſtr. 7.
Hölgesſtraße 3, part.
(*839
für vormittags geſucht
(*332konditorei Ott, Hügelſtr. (13390df Zimmer zu vermieten.
Engliſche Zinnteller, 11 Stück,
Bismarckſtraße 26, 2. St.
Ecke Rosdhrier- u. Mienerstr. 23 Molnung
gut erhalten, f. 15 Mk. zu vk. Guter Privat=Mittagstiſch
Suche für 5 Stunden 1 Mädchen Haus- O. Fahrbursche mit Laden zu vermieten.
Nieder-Ramstüädterstr. 34, I. (12744a
(13369a *901) Große Bachgaſſe 3, 1. St.
im Alter von 16—17 Jahren.per alsbald geſucht. Näheres bei Friedrichſtr. 26, Hths., II., gut Staunend bill.: vollſt. Bett, 1= u.
geſucht.
Nähe
Dieburgerſtraße 32, Hinterhaus, Korbus, Mineralwaſſerfabr., Fuhr=möbl. frdl. Zimmer per 1. Juli bill.
2t. Kleiderſchr., Waſchk. Liefer. Mittagstiſch Waldſtraße. Off.
1. Stock.
(*891mannſtraße 14.
(13417zu verm., ev. m. Klavier. (*847ds gratis. Beſſungerſtr. 34.
(*903 unter R 43 an die Exped. (*8671
Nummer 141.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 19. Juni 1913.
Seite 18.
Schiler nicht zulet ſeiner guten Schulung zu verdanken 1nere Nebenräume von ganz beſonderen Borzuge, weit
Es wäre nur zu wünſchen, wenn ſich noch mehr dieſem hier häufig leicht brennbare Gegenſtände aufbewahrt wer=
Die den, und die Möglichkeit, dieſelben in Brand zu ſetzen,
9 2w.,
ſchönen und geſunden Sport zuwenden würden.
Fechtabende finden Mittwochs und Freitags von 8½ bisbei Verwendung von offenem Licht, zu dem auch in ge=
10½ Uhr im Fechtſaal des „Hotel Heß” ſtatt und ſind wiſſem Sinne die Petroleumlampe gerechnet werden muß,
Gäſte gerne willkommen. Es erhielten Preiſe: Fritz ſehr nahe liegt. Auch die Tatſache, daß bei der, wenn
Fiſcher einen 1. Preis, K. Langnes einen 2. Preis, G. auch nur zeitweilig, ſtattfindenden Verwendung einer
Nagel einen 3. Preis und Walter Schwieger einen 4. Preis. Petroleumlampe die gefährlichen Streichhölzer notwen=
Hockey. Bad=Nauheim, 17. Juni. Das Hockey= dig ſind, macht die Vorzüge hinſichtlich der Feuerſicher=
Wettſpiel zwiſchen dem Frankfurter Turnverein 1866 und heit einer ſonſt vollkommen elektriſch beleuchteten
Wohn=
dem Deutſchen Hockeyklub zu Hannover nahm einen glän= nung illuſoriſch. Man kann dieſen Zuſtand vergleichen
zenden Verlauf. Der zum Turnier auserſehene Golfplatz mit der Stärke einer Kette, deren Feſtigkeit zum
größ=
mit ſeiner unvergleichlich ſchönen Lage am Fuße des, ten Teil aufgehoben wird, wenn ſich zwiſchen den vielen
Frauenwaldberges, des letzten vorgeſchobenen Poſtens des ſtarken Gliedern auch nur ein einziges ſchwaches befindet.
Taunus, prangte, geſchmückt durch zahlreiche Fähnchen Bei Belaſtung wird das ſchwache Glied vorzeitig reißen
s und Wimpel, im prächtigſten Sommerwetter. Er zeigte! und die vielen ſtarken Glieder waren dann vollommen
Idas buntbewegte Bild, welches vornehmen Sportfeſten zu nutzlos. Der Einwand, den man häufig hört, daß man
eigen iſt. Ein über Erwarten zahlreiches internationales bei der Beleuchtung von Nebengelaß aus Sparſamkeits=
Publikum, darunter viele Mitglieder benachbarter Sport=rückſichten noch die Petroleumlampe verwendet, iſt
heut=
klubs aus Frankfurt, Wiesbaden, Homburg, folgte dem zutage nicht mehr ſtichhaltig. Zur Zeit der Kohlenfaden=
Verlauf dieſes beliebten Raſenſpieles mit größtem In=lampe konnte eine ſolche Entſchuldigung noch eine gewiſſe
tereſſe bei den Weiſen einer Militärkapelle. Vom lauten Berechtigung aufweiſen. Heute, wo die Kohlenfadenlampe
Beifall der Zuſchauer oſt begleitet, endete das an Ab=vollſtändig durch die ſtromſparende Metalldraht= oder
wechſelungen reiche Spiel nach zweiſtündigem heißem Metallfadenlampe verdrängt iſt, die ſich ſelbſt bei hohen
Ringen. Der Frankfurter Verein hatte ein Tor, der mit Strompreiſen viel billiger ſtellen als geich helle Petro=
Z
auserleſener Mannſchaft erſchienene Klub aus Hannover leumlampen, iſt eine ſolche Begründung nicht mehr auf=
GOL.D
11 Tore gewonnen. Die Kurdirektion, welche das Wett=recht zu erhalten. Bekanntlich entſteht eine ſehr große
ſpiel arrangiert hatte, ſpendete dem ſiegenden Klub einen Zahl von Bränden gerade in Nebenräumen in
Boden=
kammern uſw. Es muß daher ſchon im Intereſſe der
2 Qualttäts C Cigerelie 2.
ſilbervergoldeten Becher, dem Frankfurter Verein einen Feuerſicherheit dringend empfohlen werden, auch die un=
ſilbernen Becher als Troſtpreis.
ſcheinbarſten Räumlichkeiten durchweg mit elektriſcher
Be=
leuchtung zu verſehen, denn kleine Urſachen haben oft
Josedft
5
große Wirkungen.
Vermiſchtes.
Minöhn
Ge
Geſunde Sommerkoſt!
* Beleuchtung von Nebenräumen. Häufig noch findet
man in Wohnungen, welche in allen Haupträumen und
Je öfter Sie Mondamin gebrauchen, deſto
Zimmern ſchon ſeit Jahr und Tag elektriſch beleuchtet
ſind, zu ſeiner großen Ueberraſchung doch noch einige Pe= beſſer für die Geſundheit der ganzen Familie.
Sport, Spiel und Turnen.
troleumlampen in Gebrauch, die je nach Bedarf, zur Be= Nicht nur Milchſpeiſen, ſondern auch andere köſt=
* Darmſtädter Fechtllub. Man ſchreibt uns verſpätet: leuchtung von kleineren Nebenräumen verwendet werden.
Am Sonntag hielt der Darmſtädter Fechtklub im Familien= Man könnte faſt verſucht ſein, aus dieſer Tatſache den liche und nahrhafte Süßſpeiſen, wie z. B.
Zitronen=
ſaale des „Hotel Heß” ſein diesjähriges Klub=Wettfechten Schluß zu ziehen, daß es alſo doch noch einige Beleucht= oder Apfelſinenauflauf,=Chokoladenflammeri, auch
in Florett ab. Zur Beteiligung waren nur Mitglieder ungsmöglichkeit im Haushalte gibt, für die ſich die Petro= Kirſch=Pflaumenſpeiſe werden
zugelaſſen, die auf größeren Turnieren noch keine Senior=leumlampe beſſer eignet als das moderne elektriſche Licht.
ſchmackhaft und ſchnell mit
preiſe errungen hatten. Die Ausbildung ſämtlicher ange= Das iſt nun keineswegs der Fall. im Gegenteil beſitzt
ge=
tretenen Fechter war eine vorzügliche und berechtigten zu rade die elektriſche Beleuchtung in hervorragender Weiſe
der Annahme, daß der Klub große Hoffnung auf ſeinen die Fähigkeit, gerade zur Beleuchtung kleiner, winkeliger
Nachwuchs legen kann. Bei noch mehr Ruhe und Sicher= und räumlich ſehr beſchränkter Kammern in einem Maße
Aohcuhrn
heit, die beide nur durch ausdauerndes Ueben zu errei= geeignet zu ſein, wie keine andere Beleuchtungsart.
Jeder=
chen ſind, wird es ihm bald vergönnt, mit noch mehr er= mann weiß, wie gering die Wärmeausſtrahlung einer
folgreichen Seniorfechtern bei größeren Turnieren antee= normalen elektriſchen Metallfadenlampe iſt. Eine ſolche bereitet. Einige von dieſen Rezepten ſind auf den
Mondamin=
ten zu können. Unter der bewährten Leitung des Fecht=Lampe kann man, auch nachdem ſie ſtundenlang gebrannt paketen, weitere im Sommerſpeiſen=Büchlein, grats und franko
erhältlich vom Mondamin=Kontor, Berlin C. 2.
meiſters A. Angelini ſchreitet der Fechtklub immer vor= hat, bequem mit der Hand berühren. Dieſe Eigenſchaft
VI,13373
wärts und ſind die geoßen diesjährigen Erfolge ſeiner der modernen elektriſchen Beleuchtung iſt gerade für klei=
Se e e e
das Fabrikat der Wolfram-Lampen
Ak-
tiengesellschaft, Augsburg.
Vertretung und Lager für
Wieder-
verkäufer: Allgemein Elektro- u.
Ma-
schinentechn. Vertrieb Louis
Geiers-
höfer, G. m. b. H., Frankfurt a. M., Neue
Mainzerstrasse 14.
(IV,12927,27
Einheitspreis . . 12.50
Salamander-Luzus 16.50 Saislander
KR
Fliegenfänger
In Damen-Halbschuhen
bringen wir die neuesten
tadellose Qualität
und elegantesten Formen
52
Allein-
Darmstadt 10 Sück 10Pfg.
MR
verkauf Paul Mathas, lnaeriestraseie.
empfiehlt
wird Bechtere Salmntat=
Drogerie
Gallselke gewaſchene Stoff
Wie Heu jeden Gewebes, vorrätig in Paketen zu 45 Pfg.,
bei Friedrich Schaefer, Darmstadt. (II,9633
Brautpaare
Ph. SockerNacht.
Wollen Sie wirklich reell und gut bedient sein, besuchen Sie das
Inh.:
Zann=Praxis
Möbelhaus von Heinrich Kunz, Arheilgen.
Als besonders preiswert habe ich eine elegante bürgerliche
O. B. Weber, Dentist
Zweizimmer-Einrichtung zusammengestellt, bestehend aus:
Herm. Hoechster
Modernem Schlafzimmer, nussb. poliert, mit zweiteil.
bisheriger Aſſiſtent bei Zahnarzt Dr. Schlapp.
Spiegelschrank, grosser Toilette mit echt Marmor.
Ludwigshöhstr. 1
Esszimmer, dunkel eiche gebeizt, mit schwerem Paneel-
Wilhelminenſtraße 29.
(9469a
diwan, Haarpolsterung, echten Rindlederstühlen.
Sprechst.: vorm. 9—1, nachm. 2—6, Sonntags 9—1 vorm.
Küche, pitsch-pine, mit Anrichte, Linoleumblätter.
Telephon 244.
Gesamtpreis 920 Mark.
(B13401)
Nussb. pol. Wohnzimmer: Diwan, Vertiko, Trumeaux,
Ausziehtisch, 4 Rohrstühle.
Diplomaten-Schreibt.
Aermel-
Imitiertes Schlafzimmer: 2 Betten, 2 Nachtschränke, m. Eichen=Platte u. engl. Zügen
Kleiderschrank, Waschkommode mit Spiegelaufsatz, 2 Stühle,65 M., mod. Mog.=Diwan 45 M., Bügelbretter, Petrol.= u. Spiritus=
1 Handtuchständer.
echt Eichen=Schlafzimm., Speiſe= kocher, Plätt=, Stahl= u. Kohleneiſen,
Küche mit Messingverglasung, Schrank, Anrichte, Tisch, zim., Küchen, Bücherſchr Flur=Spiritusbügeleiſen, Kleiderbügel, 2 Miolinen zu verkaufen
2 Stühle.
(13385a garderoben Trumeauſp., Büfetts,empf. Ernsi Crämer, Ludwigstr. 7. (*879 1 ¾ Violine zu Lernzwecken, 1 ganze
Vertikos, Paneelbr., Servier= und
Gesamtpreis 590 Mark.
Gute
Violine, altes Inſtrument. (13379
Bauerntiſche, Blumenkrippen,
Speise-Kartoffeln
Langjährige Garantie.
Fuchsſtr. 14, Hinterh. part.
Bettſtellen, Matratzen
Franko Lieferung.
Kumpf 45 Pfennig. Georg
Ger=
in prima Ausführung.
mann, Grafenſtraße 35. (11937a
Kleiderſchr., Spiegelſchr., Waſch=
Wegen Wegzug in das Ausland!
Sonnenverbrannten Teint!kommoden, Ia Arbeit, weit unter Wanzentod
Heseant
Preis. Friedr. Holzer, Eliſa=
Schnellbrännungs-Mittel „Braunolin‟
(*877
Gibt nach Gebrauch einen haltbaren ge-bethenſtraße 46.
1ff. Pianino
Rosol
bräunten Teint, verdeckt Sommersprossen.
Doppelwand. Huhnerhaus,
Gänzlich unschädlich! Flakon M. 2 u. 3.50
ſicher wirkendes Radikalmittel lunter voller Garantie äusserst
2 Kückenhäuſer ꝛc., gut erhalten,
Fl. 50 Pfg. (12457a billig abzugeben.
Braunolin-Vertrieb M. Schultze
(13157a
billig zu verkaufen. Eberſtadt.
Wilhelm Ehrhardt
Berlin W. 57c, Bülowstr. 92.
Gefl. Offerten unter M. L. 530
Siii
Mühltalſtr. 66.
(*726df Darmstädter Tapeten-Versandthaushauptpostlagernd erbeten.
Wiederverkäufer erhalten hohen Rahatt. (1222dsd Keyl & John, Manufakturwaren. (10416
am weißen Turm.