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Inſerafe
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
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Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
ℳ 139.
1913.
Dienstag, den 17. Juni.
des Einkommens erſt von 10000 Mark an erfolgt. Dielſaka veröffentlicht. Bekanntlich gehört dieſes Sſanga=
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Kommiſſion hat bekanntlich beſchloſſen, bei der Berech= Gebiet zu den ungünſtigſten Teilen Neu=Kameruns.
nung des ländlichen Vermögens nur den 20fachen Ertrag Der amtliche Bericht ſucht dieſen Sachverhalt in keiner
anzunehmen und die Heranziehung der Einkommen ſchon Weiſe zu beſchönigen. Wenn er trotzdem der Oeffentlich=
Das Wichtigſte vom Tage.
bei 5000 Mark beginnen zu laſſen. Die Einwendungen der keit übergeben wurde, ſo iſt das ſachgemäß und dankens=
Das Regierungsjubiläum des Kaiſers Regierung decken ſich zum Teil mit denen des Präſidiums wert.
wurde geſtern und heute im ganzen Deutſchen Reiche des Hanſabundes und des Ausſchuſſes des deutſchen Han=
Die Ungunſt der Gegend beruht darauf, daß in ihr
und im Auslande feſtlich begangen. Mehrere
Bundes=
deltages. Der letztere hat den Reichstag in einer Re= Moskitos, Gloſſinen, Schlafkrankheit und
fürſten erließen Amneſtiekundgebungen.
Bei der Exploſion eines Schrapnells, das ſolution erſucht, entgeßen den Kommiſſionsbeſchlüſſen auf! Sümpfe vorhanden ſind. Die grabhügelartigen
Farm=
ein Soldat des Infanterie=Regiments Nr 105 auf dem die Grundzüge der Regierungsvorlage zurückzugreifen. Der anlagen der Eingeborenen begünſtigen mit ihren Furchen
Schießplatz Bitſch fand und nach der Kaſerne mitnahm, Ausſchuß des Handelstages wendet ſich gegen die Staffe= die Bildung von Sümpfen, deren Austrocknung
hoch=
wurden zwei Soldaten getötet und einer lung bis zu 1½ Prozent, gegen die Kapitaliſierung und wucherndes Buſchgras um ſo mehr erſchwert, als der
Bo=
lebensgefährlich verletzt.
gegen die Heranziehung der Einkommen von 5000 Mark den recht undurchläſſig iſt. Außerdem gibt es viele natür=
Auf der Grube Neu=Viktoria brach ein an und ſchlägt vor, Einkommen wie Vermögen etwa von liche Bodenſenkungen mit Sümpfen, die oft auch als lange
Brand aus. Bei dem Verſuch, den Brandherd ſeſt=
20000 Mark heranzuziehen. Trotzdem alſo von den ver= Kanäle, mehr oder weniger breit, das Land durchziehen;
zuſtellen, drangen Direktor Henke und Berg=Inſpektor
Rudcki zu nahe an das Feuer und wurden infolge ſtar= ſchiedenſten Seiten Bedenken auftauchen, geht die allge= an ihren Ufern ſind die Moskitos ebenſo zahlreich wie in
ken Qualmes bewußtlos. Die Wiederbelebungsverſuche meine Empfindung im Reichstag doch dahin, daß das den einfachen Regenſümpfen. Die Inſel gegenüber Bonga
waren bei Direktor Henke von Erfolg, während Rudcki Kompromiß zuſtande kommen und daß die definitive Er= iſt unbewohnbar, da ſie auch in der Trockenzeit teilweiſe
im Knappſchafts=Lazarett auf den Tod darniederliegt. ledigung der ganzen Wehr= und Deckungsvorlage ſich unter Waſſer ſteht. Das Dorf Bonga, leidlich über=
Der Brand konnte bisher noch nicht, trotz aller
Bemühun=
ſchließlich doch glatter abwickeln werde, als es bis jetzt ſchwemmungsfrei gelegen, enthält in kleinen Gruppen
ins=
gen, gelöſcht werden.
den Anſchein hatte. Es wird ſogar, allerdings wohl et= geſamt etwa 120 Häuſer. Die Ufer des bedeutend breiten
Bei einer Partie am Hochlauf=Kletterſteig
iſt der Lehrer Franz Maduſchek aus Wien abges wäs reichlich optimiſtiſch, der 28. Juni als Tag des Reichs= Likuala=Moſſaka ſind durchweg flach und ſetzen ſich meiſt
ſtürzt. Er war ſofort tot.
tagsſchluſſes genannt. Da alle beteiligten Kreiſe auf keinen aus andauernd unter Waſſer ſtehendem Schilf= oder an=
Brindejone ſtieg Sonntag früh 4 Uhr 48 Minuten Fall zufrieden geſtellt werden, wäre es recht erwünſcht, deren Wieſen, bisweilen aus Waldland zuſammen. Das
in Warſchau auf. Er beabſichtigt, nach ſeiner Ankunft wenn die geplante Verſtändigung recht bald zuſtande erſte deutſche Dorf, Mopunga, liegt auf einem leidlich
in Petersburg einige Tage zu raſten und über Stock= käme.
feſten, nicht überſchwemmungsfreien Uferſtreifen und weiſt
holm, Kopenhagen und Brüſſel wieder nach Paris zu
nur neun Hütten nebſt einer kleinen Faktorei auf. Auch
fliegen.
hier ſind die Moskitos zahlreich. Das zweite Dorf, Li=
Infolge der Demiſſion des Kabinetts Pa=
Das Kabinett Danew.
nianga, liegt auf kleinen Inſeln in einem weit
ver=
ſitſch hat der König verſchiedene namhafte Politiker
zu ſich beſtellt, um mit ihnen zu konferieren. Es dürfte
*⁎* Durch die verhältnismäßig lange Dauer der zweigten Syſtem kleiner Kanäle. Bei Hochwaſſer bleiben
ſchwer ſein, die Kriſe zu löſen, da das ſerbiſche Volk in durch den Rücktritt Geſchows entſtandenen Kabinettskriſis den Bewohnern meiſt nur winzige Feuerplätze. Die
dem Konflikt mit Bulgarien nicht nachgeben will.
wird die ſchwierige politiſche Lage in Bulgarien am beſten Moskitoplage iſt auch hier recht groß. Noch weiter den
gekennzeichnet. Wenn auch der Sobranjepräſident Dr. Likuala aufwärts befinden ſich in derſelben Lage die In=
Tageskalender zur Geſchichte der
Danew gleich auf der Liſte der als Nachfolger Geſchowsjengin=Dörfer, wo ebenfalls viele Moskitos ſind. Dem
Befreiungskriege.
in Betracht kommenden Staatsmänner ſtand, ſo war die! Berichterſtatter iſt die geringe Anzahl der Kinder aufge=
17 Juni 1813: Das Lützowſche Freikorps wird bei Kitzen
Löſung der Kriſis wegen der folgenſchweren Entſcheidun= fallen. Blutproben von Kindern enthielten teils mehr.
überfallen.
Verwundung Th. Körners.
gen, die die Regierung zu treffen hat, nicht gerade leicht. teils weniger Malariaparaſiten.
Daß aber Danew den Auftrag zur Kabinettsbildung an=
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 2.
Eine erfreuliche Abwechſelung in dieſem
geographi=
nahm, und ihn nun auch durchführte, iſt zu begrüßen, ſchen Bilde bedeutet der Umſtand, daß die
Verpfle=
denn der neue Miniſterpräſident hat ſich ſchon früher in gungsverhältniſſe in allen drei Likugladörfern
der gleichen Stellung durch große Korrektheit, durch eine dem Berichterſtatter recht gut erſchienen; er bemerkte viel
Das Steuerkompromiß.
ruhige und friedliche Politik allgemeines Vertrauen er= Planten, Kaſſada, Oel, Palmwein und Hühner. Die
Be=
lei Seit einigen Tagen wird eifrig hinter den Kuliſſen
worben.
völkerung, die ſich zur Impfung ſtellen mußte,
großen=
gearbeitet, um im Reichstag zu einer Verſtändigung über
Dr. Danew hatte nach dem Rücktritte Karawelows teils aber auf dem Fiſchfange abweſend war, machte einen
die Deckungsvorlagen zu gelangen. Die Verhandlungen im März 1902 das Miniſterpräſidium übernommen. Bul=ganz kräftigen Eindruck und zeigte ſich gutwillig.
wurden hauptſächlich zwiſchen Vertretern des Zentrums, garien ſtand damals vor dem Staatsbankerott, die
Er=
der Nationalliberalen und der Fortſchrittlichen Volks= mäßigung des Defizits konnte nur durch eine ſtarke
Re=
iktt
partei gepflogen, aber auch die Konſervativen wurden duktion der Beamtengehälter ermöglicht werden, und
Deutſches Reich.
ſchließlich zugezogen und vorübergehend beteiligte ſich der überdies war die Beliebtheit des Fürſten ſtark ins
— Eine offizielle Mahnung. Die Nord=
Reichsſchatzſekretär an den Beſprechungen. Trotzdem Schwanken geraten. Durch eine Anleihe in Rußland half
es ſich um vertrauliche Ausſprachen handelte, iſt man in Danew den finanziellen Nöten ab, und wußte auch den deutſche Allgemeine Zeitung ſchreibt: In der zweiten
Le=
der Oeffentlichkeit über alle Einzelheiten unterrichtet. Die ſonſtigen Schwierigkeiten zu begegnen, ſo daß, als im ſung der Wehrvorlage erfolgten die entſcheidenden Ab=
Grundlagen des Kompromiſſes ſind etwa folgende: die Mai 1903 Fürſt Ferdinand in Differenzen mit dem Kabi= ſtimmungen. Hierbei zeigten ſich die bürgerlichen Parteien
zu geſchloſſener Annahme der Vorlage bereit, leider mit
Vermögenszuwachsſteuer der Vorlage, die als Erſatz vor= nette geraten war und letzteres infolgedeſſen
demiſſio=
geſehen war, wird Hauptſteuer. Die darin nicht erwähnte nierte, die Verhältniſſe wieder ziemlich geordnete ge= dem Ausſchluß von dem wichtigen Teile der drei in der
Erbſchaftsſteuer wird ausdrücklich eingeſchaltet. Vorge= worden waren. In die Regierung trat Dr. Danew ſeit= Kommiſſion geſtrichenen Kavallerie=Regimenter. Gerade
ſehen ſind einige Milderungen, indem unter anderen dem nicht wieder ein, aber er beteiligte ſich weiter am po= dafür ſind im Laufe der Generaldebatte ſo viele
überzeu=
auf Fälle Rückſicht genommen iſt, in denen der Erbe ſelbſt litiſchen Leben und iſt ſeit einer Reihe von Jahren Prä= gende Argumente beigebracht worden, daß man noch eine
zur Schaffung des Vermögens mitgearbeitet hat. Auch ſident der Sobranje. Er erfreut ſich großen Anſehens Aenderung des Votums in der dritten Leſung
zuverſicht=
ſind die Fälle der Verſchlechterung der Lage trotz des Erb= und Vertrauens, bei den letzten Ereigniſſen auf der Bal=lich erwarten darf. Von dem Reichskanzler, dem
Kriegs=
anfalls berückſichtigt, wenn beiſpielsweiſe der Ernährer kanhalbinſel übte er großen Einfluß aus und bekannt= miniſter und einer Reihe von Abgeordneten, die den
Grenzprovinzen angehören, iſt nachdrücklich auf die ſchwere
wegfällt. Grundſtückswertzuwachsſteuer, Scheckſtempel lich ſtand er an der Spitze der bulgariſchen Friedensdele=
Verantwortung hingewieſen worden, die wir durch eine
und Erbrecht des Reiches ſollen fortfallen. Die Sätze der gierten in London. Das maßvolle Verhalten Bulgariens
beſtehenden Erbſchaftsſteuer ſind namhaft erhöht. Die gegenüber der Türkei beim Friedensſchluß iſt hauptſächlich Vernachläſſigung des Grenzſchutzes auf uns laden wür=
Entſchädigung an die Einzelſtaaten iſt von einem Viertel auf Dr. Danew zurückzuführen, welcher früher auch die den. Der Reichstag ſteht, dank der Verſchleppungstaktik
der Sozialdemokraten, mitten in der zweiten Leſung der
auf ein Achtel herabgeſetzt. Von Stempelſteuern ſoll mazedoniſchen Intrigen ſeiner Landsleute ſcharf
gemiß=
der Aktienſtempel nach der Vorlage unverändert bleiben, billigt hatte. Er galt ſchon geraume Zeit als der „kom= Wehrvorlage. Noch iſt eine große Aufgabe der
Heeres=
dagegen Immobiliar=, Feuer= und Unfallverſicherung mende Mann”, ſeinen Eintritt ins Kabinett Geſchow verſtärkung, die Koſtendeckung, nicht erledigt. Der
Reichs=
von der Steuer befreit werden. Allgemein glaubt man, lehnte er ab, ſtellte dieſem aber mehrere ſeiner Anhänger tag erkannte die Notwendigkeit einer Löſung an und
be=
kundete durch die bisherigen Abſtimmungen den Willen,
daß für dieſe Pläne eine Mehrheit zu finden iſt. Es wird zur Verfügung.
angenommen, daß auch die kleinen Gruppen der Rechten
Der Kabinettswechſel wird keinen Umſchwung in der zur Löſung. Mögen die Parteien auch Kraft zur
Eini=
gung finden.
und vielleicht ſelbſt ein Teil der Deutſch=Konſervativen hulgariſchen Politik zeitigen; jegliche Abenteuerluſt liegt
dem Kompromiß beitreten werden. Das würde aus= Dr. Danew fern und man darf erwarten, daß dieſer alles
— Sitzung des Großen Senats des
reichen auch für den noch nicht feſtſtehenden Fall, daß die aufbieten wird, um zu einer friedlichen Verſtändigung Reichsverſicherungsamtes. Der durch zwei
Sozialdemokratie unter allen Umſtänden ſich ablehnend mit Serbien zu kommen. Der ruſſiſche Schiedsgerichts= Mätglieder von Landesverſicherungsämtern verſtärkte
verhalten ſollte. Ueber die endgültige Stellungnahme porſchlag wird ihm ſehr willkommen geweſen ſein, denn Große Senat des Reichsverſicherungsamts, der nach der
dieſer Partei iſt man vorläufig nicht unterrichtet, weil ſie Dr. Danew iſt ruſſenfreundlich und überzeugt, daß man Reichsverſicherungsordnung zu entſcheiden hat, wenn ein
zu den Verſtändigungsverhandlungen nicht zugezogen in Petersburg die Intereſſen Bulgariens nach Kräften Senat eines Landesverſicherungsamtes von einer amtlich
worden iſt. Auch Schatzſekretär Kühn hat bei den gemein= wahrnehmen werde. Ob dieſe Zuverſicht Anſpruch auf veröffentlichten Entſcheidung des Reichsverſicherungsamtes
ſamen Beſprechungen noch nicht mitteilen können, wie ſich Berechtigung hat, muß ſich ja bald zeigen.
in einer grundſätzlichen Rechtsfrage abweichen will, trat
die verbündeten Regierungen zu dem Kompromiß
ver=
am 14. d. M. zum erſten Male zu einer Sitzung zuſammen.
halten werden. Soviel man weiß, verlangt die Reichsre=
Als Vertreter des Bayeriſchen Landesverſicherungsamts
gierung, daß in der Vermögensſteuerſtaffel nicht über
war der Senatspräſident Meinel, als Vertreter des ſäch=
Aus NeusKamerun.
1¼ Prozent bei den großen Vermögen hinausgegangen
ſiſchen Landesverſicherungsamts Oberregierungsrat Dr.
wird. Ferner beſteht die Regierung darauf, daß bei der
Bpt. Im amtlichen D. Kolonialblatt wird ein Hänel entſendet. Der Vorſitzende eröffnete die Sitzung,
Veranlagung des landwirtſchaftlichen Vermögens der 25= Reiſebericht des Regierungsarztes Dr. Rautenberg indem er der Zuverſicht Ausdruck gab, daß dieſe neue
fache Ertrag zugrunde gelegt wird und die Heranziehung über den Bongazipfel und den Likuala=Moſ=Einrichtung ein geeignetes Werkzeug bilden werde, um
Nummer 139.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Inni 1913.
Seite 2.
Amerikea.
die winſchenswerte Rechtzeinheit in der Rechſprechung f breſächrigen Dienſtzeit vorwarf, ſie behanptelten, die Re=
Schiedsgerichtsvertrag mit Japan. Der
der Senate der Landesverſicherungsämter und des Reichs= gierung wolle Frankreich zu einem Kriege treiben,
wäh=
rend man nur den Frieden wolle. Man ſtehe vor der japaniſche Botſchafter hat Mr. Bryan mitgeteilt, daß
Ja=
verſicherungsamts ſicherzuſtellen.
— Selbſtauflöſung eines lothringi=Tatſache, daß Frankreich gegenwärtig 470000 Mann gegen= pan bereit ſei, den Schiedsgerichtsvertrag, der am 24.
ſchen Vereins. Der Diedenhofener Sportverein, über 880000 habe, die Deutſchland nächſtens haben werde. Auguſt abläuft, auf fünf Jahre zu erneuern.
genannt „Sportive Thionvilloiſe”, hat, laut Lorraine, in Was ſolle man tun, um nicht eine Beute des Auslandes
Marokko.
in einer geheimen Abſtimmung gegen drei Stimmen ſeine zu werden? Keine Regierung hätte anders gehandelt als
Der „heilige Krieg”. Nach einer Meldung aus
Selbſtauflöſung beſchloſſen, die damit begründet wird, die jetzige. Seit 43 Jahren, ſagte der Miniſter, leben wir
Melilla nimmt die Gärung im Muluyagebiete bedenklich
daß ſeine Mitglieder bei den Submiſſionen und Lieferun= im Frieden. Wir haben ihn ertragen, dieſen Frieden,
gen der kaiſerlichen Verwaltung boykottiert und dem Ver= ſelbſt um den Preis der ſchwerſten Opfer, weil wir nur, zu. Gegen die Franzoſen und die Spanier wird der
hei=
ein ſelbſt von den Behörden Schwierigkeiten bereitet wenn wir angegriffen würden, Krieg führen wollten. Als lige Krieg gepredigt. Aus dem Innern Marokkos ſind
der Kriegsminiſter erſt darüber nachdachte, wie man die Kabylenſtämme eingetroffen, um die auf den Höhen längs
worden ſeien.
— Zu Unrecht verbotenes Mandat. Der Armee bei einer zweijährigen Dienſtzeit verſtärken könne, der Küſte zwiſchen Ceuta und Tetuan lagernde Harka zu
verſtärken. Man befürchtet, daß die
Aufſtändiſchenbewe=
neugewählte polniſche Abgeordnete Propſt Wittkowski, erfolgte ſchon der Donnerſchlag in Deutſchland durch die
dem der Biſchof von Gneſen die Ausübung des Mandats Vermehrung der Effektivſtärken. Und in welchem Maße! gung ſofort nach Beendigung der Ernte allgemein werden
unterſagt hatte, behält ſein Mandat, weil die Konfraters Hätten wir da untätig bleiben, die Tatſachen lediglich zur wird. Es heißt, daß die ſpaniſche Regierung beabſichtige,
Amtsvertretung zuſicherten. Das Verbot war ungeſetzlich. Kenntnis nehmen ſollen, ohne zu erwidern? Dann hät= 20000 Mann zur Verſtärkung nach Marokko zu entſenden.
Nach einer Meldung aus Mogador ſind ein aus
Zua=
ten wir Europa anzeigen müſſen, daß Frankreich nun
ven und Hilfstruppen beſtehendes Bataillon und zwei
— Streiks und Ausſperrungen im
Jahre 1912. Die Nr. 5 des Reichsarbeitsblattes (Mai= überwunden iſt, und das Land auffordern, zu ſterben,
heft) bringt, wie üblich, die Statiſtik über die Streiks ohne gekämpft zu haben. Wohlan denn, ich habe meinem Artillerie=Abteilungen an Bord von Transportſchiffen nach
Lande das Alarmſignal gegeben. Da Deutſchland ſeine Agadir abgegangen, um die dortige Kasbay zu beſetzen.
und Ausſperrungen im Deutſchen Reiche im Jahre 1912. Effektivſtärke plötzlich von 700000 auf 880000 Mann Die Kreuzer „Cosmao” und „Duchayla” begleiten die=
Transportſchiffe, um erforderlichenfalls die Landung der
Es ſei daraus folgendes entnommen:
vermehrt, muß es irgendwelche Pläne haben. Welche,
Die 2510 Streiks des Jahres 1912 betrafen 7255
Be=
triebe (im Vorjahre 10640) Von den durch den Streif habe er nicht zu ergründen; aber als Kriegsminiſter müſſe Truppen und die Beſetzung der Kasbay zu unterſtützen.
betroffenen Betrieben wurden 1964 zum völligen Still= er Maßregeln treffen, deshalb habe die Regierung den
ſtand gebracht, d. i. 27,1 v. H. (i. V. 27,3 v. H.). In den Mut, vom Lande ſo ſchwere, aber notwendige Opfer zu
Stadt und Land.
vom Streik betroffenen Betrieben waren 887041 Arbeiter perlangen. Wollt Ihr, rief der Miniſter aus, Vaſallen
Darmſtadt, 17. Juni.
beſchäftigt (i. V. 594860) Von den Beſchäftigten ſtreik=
und Trabanten Deutſchlands werden? (Rufe von allen
ten im Berichtsjahre 458 v. H. (i. V. 36,6 v. H.) Die
* Verleihung des erblichen Adels. Se. Maj. der
Anzahl der infolge der Streiks gezwungen feiernden Ar= Seiten: Nein! nein!) Nun, wir auch nicht. Wir werden
Kaiſer haben zum Regierungsjubiläum im Einverſtändnis
beiter betrug 11093 (1,3 v. H. aller Beſchäftigten) wäh= das Ziel verfolgen und bis an das Ende gehen. Wie mit Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog dem
General=
rend im Vorjahre 20356 (3,4 v. H. aller Beſchäftigten) groß auch die Anſtrengungen ſein mögen, wir werden ſie adjutanten Generalleutnant Hahn den erblichen Adel
feiern mußten. Von den 2510 Streiks waren 2336
An=
griffsſtreiks — 93,1 v. H. und 174 — 6,9 v. H. Abwehr= überwinden. Der Miniſter wies darauf hin, daß er ſelbſt verliehen.
Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
ſtreiks. Was die Forderungen der Streikenden anlangt, noch die Niederlagen erlebt habe und unter dieſem
Ein=
ſo ſtand, wie auch in früheren Jahren, die Lohnfrage in druck erzogen worden ſei. Frankreich wolle ruhig und zu= Großherzog haben dem Dr. phil. Auguſt L. Mayert
zu München die Erlaubnis zur Annahme und zum
erſter Reihe. In 1987 Streikfällen mit 373094 Streiken= rückgezogen ſein Friedenswerk betreiben; aber es verlange Tragen des ihm von Sr. Mai. dem König von Spanien
den (91,32 v. H. aller Streikenden) handelt es ſich um
Lohnforderungen. In 824 Streikfällen mit 297781 Strei= einen würdigen Frieden, wobei das Land mit ſeinen zi= Alphons XIII. verliehenen Ritterkreuzes des Ordens
kenden (73,29 v. H aller Streikenden) betrafen die viliſatoriſchen Aufgaben wachſe. Wenn aber ein unglück= Carlos III. erteilt, ferner dem Oberbürgermeiſter Dr.
Forderungen der Streikenden die Arbeitszeit. In 1391 licher Krieg ausbräche, werden wir, rief der Miniſter aus, Dullo in Offenbach die Erlaubnis zur Annahme und
zum Tragen des ihm von Sr. Königl. Hoheit dem Prinz=
Streikfällen mit 316395 Streikenden (77,87 v. H. allen mit dem ganzen Lande, mit unſeren vortrefflichen Führern Regenten von Bayern verliehenen St Michaels=Ordens
Streikenden) wurden Forderungen erhoben, die allein
oder neben den vorgenannten Forderungen andere und unſerem unvergleichlichen Offizierkorps, das die Be=3. Klaſſe, dem Vorſtand des Großh. Polizeiamts Offen=
Gegenſtände betrafen. Unter den Lohnforderungen han= wunderung und Eiferſucht aller fremden Armeen hervor= bach, Großh. Regierungsrat Dr. Emil Gaßner für
delt es ſich beſonders um die Erhöhung der bisherigen ruft, da es gebildeter und eifriger als jedes andere iſt, mit den St. Michaels=Orden 3. Klaſſe, dem Großh. Polizei=
Löhne oder Feſtſetzung von Mindeſtlöhnen, und zwar in unſeren vorzüglichen Unteroffizieren zum Siege ſchreiten, kommiſſär Valentin Horſt zu Offenbach für das Ver=
1777 Streikfällen mit 263 372 Streikenden.
Dementſpre=
dienſtkreuz des St. Michaels=Ordens mit der Krone, dem
chend nehmen unter den die Arbeitszeit betreffenden For= (Donnernder Beifall; alles ſpringt auf zu begeiſterten Hoch= Polizeiwachtmeiſter Friedrich Salewsky zu Offenbach
derungen die auf die Verkürzung der Arbeitszeit ge= rufen auf den Miniſter. Endloſe Ovationen werden ihm für das Verdienſtkreuz des St. Michaels=Ordens und
richteten die erſte Stelle ein. Dieſe Forderung wurde dargebracht)
dem Kriminalſchutzmann Johannes Hübner zu
in 735 Streikfällen mit 288 646 Streikenden geſtellt. Un=
Offenbach für die Silberne Medaille des St. Michaels=
Hervorragende Leute, wie Anatole France, Pro= Ordens.
ter den geforderten anderen Gegenſtänden bildete die
Wiedereinſtellung entlaſſener Mitarbeiter eine verhältnis= feſſor Augagneur, ſcheuen ſich nicht, in öffentlichen
Provinzialausſchuß. Die Tagesordnung
mäßig häufige Forderung, die in 332 Streikfällen von Kundgebungen, den am 1. Oktober am Ende ihres zweiten zur Sitzung des Provinzialausſchuſſes der Provinz
21 218 Streikenden erhoben wurde. Die Einführung von Dienſtjahres ſtehenden Soldaten vorzureden, ſie dürften, Starkenburg am Samstag, den 21. Juni, vormittags
Lohntarifen wurde in 295 Streikfällen von 19611 Strei=
9½ Uhr, lautet: 1. Enteignung von Grundeigentum in
kenden verlangt. Von den 2510 Streiks hatten 415 voll= ohne daß ſie durch geſetzliche Mittel verhindert werden der Gemarkung Lampertheim zur Anlage von
ſtändigen Erfolg (— 16,5 v. H.), 1001 Streiks (39,9 v. H.) könnten, am 1. Oktober entgegen den Befehlen ihrer Vor= Ortsſtraßen. 2. Enteignung von Gelände in der
Ge=
hatten teilweiſen Erfolg und 1094 Streiks (43,6 v. H.) geſetzten die Uniformen ausziehen und in bürgerlicher markung Rüſſelsheim. 3. Klage des Johann
Roſen=
hatten überhaupt keinen Erfolg. — Ausſperrungen
wur=
berg und deſſen Ehefrau Eliſabeth, beide zu Offenbach,
den im Jahre 1912 324 beendet, die ſich über 2558 Be= Kleidung die Kaſernen verlaſſen.
gegen den Beſcheid des Großh. Kreisamts Offenbach
triebe verbreiteten und 74780 Arbeiter betrafen. Von
vom 20. Februar d. Js. 4. Klage des Bauunternehmers
Spanien.
den Ausſperrungen brachten 97 (30,0 v. H.) den Arbeit=
Karl Grün II. und der Firma Ehrhardt und Komp. in
gebern vollen Erfolg, 212 (64,4 v. H.) teilweiſen Erfolg,
Das neue Miniſterium. Das Amtsblatt ver= Bensheim gegen die Stadt Bensheim, vertreten
15 (4,6 v. H.) keinen Erfolg.
öffentlicht die Ernennung der neuen Mitglieder des Ka= durch deren Bürgermeiſter, wegen Heranziehung zu den
Koſten für den Ausbau der Kaiſer=Wilhelmſtraße.
binetts mit folgenden Aenderungen: Iimenez übernimmt
Ausland.
D Süddeutſche Eiſenbahn=Geſellſchaft. Die
Ein=
das Juſtizminiſterium und Borbolla das Miniſterium des nahmen im Monat Mai 1913 betrugen: 1. Perſonen=
Frankreich.
Unterrichts.
verkehr 743 457 Mk. (gegen 669931 Mk. im Mai 1912).
Die parlamentariſchen Arbeiten werden 2. Güterverkehr 86437 Mk. (84111 Mk.) 3. Neben=
Die Heeresverſtärkung. Präſident Poincaré
hat einen Erlaß an den Marineminiſter unterzeichnet über durch einen Erlaß auf unbeſtimmte Zeit vertagt. Mi= einnahmen 2669 Mk. (2544 Mk.) 4. Geſamteinnahmen
das Avancement der Secoffiziere, das den Zweck hat, den niſterpräſident Romanones erklärte, die Vertagung der 1832563 Mk. (756586 Mk.).
nn Außerterminliche Meiſterprüfungen 1913. Die
Cortes auf unbeſtimmte Zeit ſei beſchloſſen worden, weil außerterminliche Meiſterprüfung der
Pro=
am beſten notierten Offizieren eine raſche Beförderung
zu ſichern und die Schiffe unter den Befehl der befähigt= es keiner Partei genehm ſei, in der jetzigen fieberhaften vinz Starkenburg für das Jahr 1913 iſt nunmehr in
Atmoſphäre die parlamentariſchen Debatten fortzuſetzen. allen Teilen beendigt, ſo daß mit der Ausfertigung der
ſten Offiziere zu ſtellen.
Meiſterbriefe begonnen wird. An dieſer Prüfung hatten
Bei dem Feſteſſen des Preisſchießens hielt Kriegs= Die Cortes würden zu einem geeigneten Zeitpunkt, ſobald ſich 156 Prüflinge zum erſtenmal und 9 Prüflinge zum
miniſter Etienne eine Rede, in der er den Gegnern der die Ruhe wieder eingekehrt ſei, wieder eröffnet.
zweitenmal beteiligt. Von dieſen haben 135 die Meiſter= helbemtans des Ardeiſers e gart. Der kroſweite Ralhraltsmts Lnorniers zeigt
dem Schilderer des dämoniſchen Weibes, ſind die gleichen ſich hier in ſeiner vollen Blüte.
Der Begründer der belgiſchen Gegenſätze germaniſcher und romaniſcher Welt= und Men=
„Le Mäle”, die Geſchichte der männlichen Beſtie, des
ſchengeſtaltung verkörpert. Ueber dieſen beiden aber iſt Wilddiebes, der im engſten Verein mit der großen Natur
Literatur.
es noch ein deitter Meiſter der bildenden Kunſt, deſſen zum Raubtier wird, hat eben ſo enge Beziehungen zu
Weſensart in Wort und Schrift Lemonnier hat wieder Zolas Bäte humaine” wie der Bergwerksroman „Happe=
(Zum Tode Camille Lemonniers.)
aufleben laſſen, Rubens, der große Genius der nieder= chair (Der eiſerne Moloch) zu Zolas „Germinal”. Aber
Ww. Als vor mehr als 40 Jahren Camille Lemonnier ländiſchen Kultur, dem Lemonnier gleicht in der geſunden über den ſtofflichen Aehnlichkeiten darf man das
Anders=
ſeine ſo fruchtbare und großartige ſchriftſtelleriſche Tätig= urweltlichen Sinnenfreude, in der bacchantiſchen Luſt des artige und Gegenſätzliche nicht überſehen. Schon in dem
keit begann, da gab es noch keine belgiſche Literatur: Bel= Genießens und in der mächtigen religiöſen Rhetorik. Nur 1870 aus den Eindrücken einer Pilgerfahrt nach Sedan
ent=
gien war in ſeinem Schrifttum eine Vorſtadt von Paris. einer hatte vorher in Belgien dieſen beſten Mächten der ſtandenen Werk „Les Charniers” (Das Beinhaus) trat eine
Nun, da der Meiſter ſein reiches Leben geendet, läßt er Vergangenheit Ausdruck verliehen, Charles de Coſter, der viel klarere und nüchterne Beobachtung, eine ſtärkere
Cha=
eine blühende nationale Dichtung zurück, die von ſeinem Sänger des heute auch bei uns ſo viel geleſenen „Eulen=rakteriſiterungskunſt zutage, als ſie Zolas ſtofähnlichem
Werk die wichtigſten Impulſe empfangen. Die Deviſe der ſpiegel” aber ſein Lied war verhallt, ſein Name iſt erſt „Debäcle” eigen iſt. Und auch in dem prachtvollen Hütten=
Jung=Belgier: „Soyons nous!”, dieſes feurige Bekennen durch die Späteren bekannt gemacht worden. Lemonnier roman, der Belgiens „ſchwarze Erde” mit einer ruhigen
zum eigenen Weſen und zur eigenen Scholle, es war die erſt brach der belgiſchen Literatur die Bahn; er war der und gehaltenen Meiſterſchaft der Schilderung malt, ſteht
Parole und das Leitmotiv in der Lebensarbeit Lemon=Führer der Jungen, und es iſt bezeichnend, daß, wie ſein der Künſtler Lemonnier über Zola, wenn ihn auch den
niers. Man hat ihn „den belgiſchen Zola” genannt und größter Genoſſe Verhaeren erzählt, der Zuſammenſchluß Franzoſe an Grellheit der Effekte und Wucht romantiſcher
dabei nicht beachtet, wie ganz original und ſelbſtändig der Bewegung auf einem Bankett geſchah das man vor Symboliſierung übertrifft. Was dem Pariſer fehlte, das
ſeine Kunſt war trotz ihrer Verwandtſchaft und ihrer ge= einem Vierteljahrhundert Lemonnier zu Ehren veranſtal= hat in der Kunſt des Belgiers tauſendfältige Frucht
t
ge=
legentlichen Nachahmung des franzöſiſchen Naturalismus. tete, weil ihn feindliche Einflüſſe um einen wohlverdienten tragen: die Bodenſtändigkeit, die inbrünſtige Liebe
zur hei=
Die aus der Verbindung vlämiſcher und walloniſcher Art Preis gebracht hatten.
miſchen Scholle. Lemonnier iſt nicht müde geworden,
im=
entſtandene belgiſche Nationalität, dieſe an Gegenſätzen ſo
Erinnerungen der Kinderzeit, echt germaniſche Ver=mer wieder die Herrlichkeiten ſeines Vaterlandes in
Ver=
reiche und doch ſo lebensvolle Miſchung germaniſch=roma= tiefung in die Märchenſeligkeit des erwachenden Menſchen= gangenheit und Gegenwart, in Geſchichte und Kunſt
zu
niſcher Art, hat in dieſes Dichters Schöpfungen einen un= tums haben den ſpäter ſo rückſichtsloſen Naturaliſten zum ſchildern, ſei es in wiſſenſchaftlicher Darſtellung, in
der
vergänglichen Spiegel ihrer Liebe und ihres Haſſes er= Poeten werden laſſen. Für ſeine beiden blonden Mäd= wundervoll geſchriebenen Büchern „La Belgique” und „Le
halten; in dem Kampf der beiden Raſſen, in dem abwech=chen ſchrieb er jene entzückenden Kindergeſchichten, bunte vie Belge”, fei es in ſeinen Romanen. Wohl hat er
ſich
ſelnden Hervortreten beider Volksſtrömungen und ihrer Märchen von guten Heiligen, Menſchen und Tieren, von noch öfter in ſeinen vielen, vielen Büchern in
Uebertrei=
endlichen wundervollen Verſchmelzung vollzieht ſich Le= köſtlichen Leckereien wie ſie in der Engelsküche des Mär= bungen und Maßloſigkeiten verloren, ſo in dem viel
monniers über eine fabelhafte Fülle von Werken unüber= chens für artige Kleine gebacken werden. Echteſte Schön= ſprochenen Roman „Der Menſch in der Liebe
der ihm
ſehbar ausgedehnte Entwiclung.
heit lebt in dieſen „goldumſponnenen Legenden, darin die einen Prozeß wegen Unſittlichkeit zuzog auch in der deut=
In ſeinen ſchönen, noch kurz vor ſeinem Ende ver=echt vlämiſchen Symbole meiner Begierden und Sünden ſchen Ueberſetzung beſchlagnahmt wurde und nur das eine
öffentlichten Lebenserinnerungen legt der Dichter Rechen= in Form von ehrſamen Männlein aus Kuchenteil und Gute hatte, daß durch dieſen Skandal die allgemeine
Auf=
ſchaft ab über die Mächte der Abſtammung, die in ihm Marzipan für alle Zeiten verewigt waren”. Wilder und merkſamkeit auf den Namen des Dichters auch bei
ei uns,
lebendig wurden. „Meine Säfte, meine Triebe haben von leidenſchaftlicher wird freilich die Stimmung, als zum gelenkt wurde. Doch im Ganzen tritt in den ſpäteren
Wer=
dem galliſch=romaniſchen Herzen meiner Ahnen ihre Nah= Vlämiſchen das Walloniſche tritt, als er ſeine erſten volks= ken Lemonniers eine Vertiefung und Beſeelung der 1
üppi=
rung geſogen: auch ein Tropfen italieniſchen Mutes war tümlichen Erzählungen, ſeine Geſchichten in der ungefüg= gen Stoffmaſſen ein, die er vorher nur mit den Sinnen
durch meine Ahnen Zanina in meine Adern gelangt. Ich derben Manier des Pieter Breughel, ſeine erſten Romane geſchaut hatte. Die erſtaunliche Fruchtbarkeit ſeiner
Phan=
bin in wechſelnden Abſchnitten bald der Vläme, bald der ſchreibt, in denen er wirklich mit Holzſchuhen in der hei= taſie, die ihn an die ſiebzig Werke ſchaffen ließ und die
Wallone meiner Ahnenſchaft geweſen.: Blämiſch iſt die miſchen Erde unſerer Bauern waket Noch als Ange= etwa durch folgende Stationen bezeichnet wird: 1809 das
innige Gemütstiefe, die viſionäre Naturverſenkung, die ſtellter bei der Verwaltung ſchreibt er während der Dienſt=50. Buch, 1906 das 60. Buch uſw., führte zu keiner
Freude am Kleinieben, die gleich in den erſten Arbeiten ſtunden hinter einem Wall von Akten Werke von chaotiſcherſchlaffung ſeines Talentes ſondern es war der beſte B
des jungen Schriftſtellers ſich zeigt: walloniſch das revo= Gier, durchſtrömt von den Gluten wilder Erotik, die nie weis für ſeine gewaltige Begabung, daß er immer ſtärker
lutionäre Pathos, die wilde, manchmal bis ins Maßloſe das Licht der Deffentlichteit erblickt. Dieſe Sturm= und und freier, reiner und reifer wurde.
gehende überſchäunende Sinnlichkeit. In den zwei Künſt=Drangzeit findet ihren Höhepunkt in den beiden Romanen,
Dieſe Um= und Einkehr erblicke ich zunächſt in den
lern, denen dieſer feine Kunſtkenner nahe verwandt war, die ihm den erſten jungen Ruhm eintrugen, die das Lob Werken, die ſich von der Schilderung der Gegenwart
in Konſtantin Meunier, dem ernſten Schilderer des tragi= Flauberts und Taines fanden; in „Le Mäle” und „Le eine ſerte Urzeit, is eine primitive Welt flüchteten
Nummer 139.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Juni 1913.
Seite 3.
briſung beſanden, und zwar den Gewerden nacht 19
4 Der Ortsgewerbeverein wird am Mitwoch, den ſin einer Torhalle in der Saalbauſtraße aufgeſtelt war,
Bäcker, 1 Buchdrucker, 2 Dreher, 1 Elektroinſtallateur, 25. Juni, eine Exkurſion nach Aſchaffenburg unter=geſtohlen. Das Fahrad iſt Marke „Wartburg” hat
1 Elektromechaniker, 1 Eiſendreher, 4 Friſeure, 2 Glaſer, nehmen zur Beſichtigung der Aſchaffenburger Weißpapier= ſchwarzen Rahmenbau, ſchwarze Felgen und
Polizei=
je 1 Gürtler, Konditor und Lackierer, 6 Maurer, je 1 Mau= fabrik A.=G., des Pompejanums und des Schloſſes. nummer ſchwarz D. 6027.
rer und Zimmerer, Maſchinenſchloſſer und Metalldreher, Nähere Mitteilungen folgen noch.
Maſchinenſchloſſer, Maſchinenbauer, Meſſerſchmied,
* Die Stenographen=Vereinigung „Gabels=
* Kinotheater. Olympia=Theater. Ein Sen=
Metzger. 1 Ofenſetzer, 1 Pflaſterer, 17 Portefeuiller, berger” verweiſt nochmals an dieſer Stelle auf die ſationsdrama, das dem Vernehmen nach alles bisher
1 Schloſſer, 1 Schmied, 4 Schneider, 7 Schneiderinnen,
morgen Mittwoch im Fürſtenſaal (Grafenſtraße) ſtatt= Gebotene in den Schatten ſtellt, bietet das Olympia=
2 Modiſtinnen, 3 Schornſteinfeger 7 Schreiner, 4 Schuh= findende Monatsverſammlung mit gemütlichem Theater von heute Dienstag bis Freitag: Die ſchwarze
macher, 4 Spengler und Inſtallateure, 2 Tapezierer, 2
Uhr=
macher, 2 Weißbinder, je 1 Dekorationsmaler, Maler und Beiſammenſein und bittet ihre Mitglieder um zahlreiches Natter oder die Schlangentänzerin”. Es iſt ein Drama
Erſcheinen. (Siehe Anzeige.)
Weißbinder, Maler und Lackierer, Zimmerer.
in 3 Akten, reich an aubergewöhnlich feſſlnden und
* Eine Erinnerungstafel für den Polgrforſcher
Zurzeit wird im Ober= ſpannenden Momenten. Auf dieſes Senſationsſtück,
C. Aus dem Oberwald.
Karl Weyprecht wurde an ſeinem Geburtshauſe, wald zum Zweck der Verbindung des Mittelwegs mit ſowie das übrige Großſtadtprogramm ſei beſonders auf=
Grafenſtraße 41, angebracht.
der Langenſchneiſe über die Heegwieſen ein fahrbarer merkſam gemacht. (Siehe Anzeige.)
* Konzerte. Schützenhof. Dienstag, den 17.
* Kriegerverein Darmſtadt. Nach kurzer Pauſe Weg hergeſtellt, der einem längſt gefühlten Bedürfnis
fand Sonntag nachmittag auf Stand 6 der Militär= nachkommt. Auf dieſe Weiſe wird nämlich ein direkter Juni, findet aus Anlaß des Regierungsjubiläums des
ſchießſtände wiederum ein Uebungsſchießen ſtatt, Weg von den Hirſchköpfen nach Groß=Zimmern geſchaffen, deutſchen Kaiſers ein Feſtkonzert ſtatt. Aus einem
Feſt=
welches von den Kameraden recht gut beſucht war. der durch prächtige, den meiſten Touriſten ganz unbekannte programm wird der Cornet à Piſton=Virtuoſe Herr
Welche Beliebtheit die Uebungsſchießen bei den Mit= Waldgegenden führt und erſt eine Viertelſtunde vor Groß= Emil Ehlers (Mitglied der Kapelle des Großh. Heſſ. Art. gefunden haben, beweiſt, daß ſich ſogar ein Zimmern an einem Wegweiſer auf der Straße Roßdorf= Regts. Nr. 61) ein Bravourſtück, betitelt Elpp=Topp‟=
81jähriger Kamerad mit Erfolg an dem Schießen be=Dieburg mit der Abzweigung nach Groß=Zimmern ins von Vollſtedt vortragen. Außerdem wird der beliebts
Tenoriſt Herr Müller durch Soli erfreuen. (S. Anzeige.)
teiligte. Zwei Ehrenſcheiben wurden zum Schluſſe her= Freie tritt. (Entfernung ſchwach 2½ Stunden.) Bemerkt
Nummelbräu. Wie aus dem Anzeigenteil
erſicht=
ausgeſchoſſen und erhielten dieſelben die Kameraden ſei, daß der Mittelweg auf der Hebererſchen Karte und der lich, finden ab Dienstag täglich große Künſtler=
Leichtweiß und Momm. Die Uebungsſchießen finden Ravenſteinſchen Karte der Main= und Rheintalwaldungen konzerte im Rummelbräu ſtatt. In Anbetracht des
nun in kurzen Abſtänden weiter ſtatt, um Anfang zwiſchen Frankfurt a. M. und Darmſtadt zwar verzeichnet ſchönen Platanengartens bieten ſich genußreiche Stunden.
Auguſt das Schießjahr mit einem Preisſchießen zu iſt, jedoch ohne Namen. So lange ſeine gerade Fortſetzung
Ludwigshöhe. Am Mittwoch, den 18. Juni,
beenden.
nach der Dieburger Straße nicht geſchaffen iſt, empfiehlt es konzertiert die Kapelle der 6ler unter Leitung des Herrn
* Dritte Wanderung des Odenwaldklubs, Ortsgruppe ſich daher, die Dieburger Straße etwa eine Viertelſtunde Obermuſikmeiſters Weber. Im Anſchluß an das Kur=
Darmſtadt. Ein herrlicher Sommermorgen begrüßtehinter dem Oberwaldhauſe zu verlaſſen und die Schirm= konzert am Nachmittag findet abends wiederum das
am Sonntag die Klubgenoſſen bei ihrer Fahrt in den im ſchneiſe bis zu ihrem Ende am Steinnickelsweg zu verfol= übliche Abendkonzert ſtatt. Diesmal iſt die
Veran=
friſchen Grün leuchtenden Odenwald und ein prächtiges gen, zumal ſie ſchattiger als der Mittelweg iſt. Von hier ſtaltung verbunden mit der zweiten Réunion die un=
Wanderwetter war den 140 Teilnehmern beſchieden. Um aus geht man alsdann auf dem Steinnickelsweg in nörd= ter fachmänniſcher Leitung vor ſich geht. Am Schluß iſt
6 Uhr 46 Minuten gings ab nach Reinheim und von da licher Richtung etwa 5 Minuten lang bis zum neuen 1 unter Vorantritt der Kapelle die übliche
Lampkon=
im gemitlicheren Tempo mit dem „Lieschen” nach Nieder=Uebergang über die Hegwieſen an den Anfang der in polonäſe nach dem Völlenfalltor und der Kaſtanien=
Kainsbach, wo die Wanderung ihren Anfang nehmen nahezu gerader Richtung nach Groß=Zimmern führenden allee.
ſollte. Bald war Kilsbach in kaum halbſtündigem Gang Langenſchneiſe Bemerkt ſei noch, daß die an der Eiche
an=
erreicht. Ueber den Vogelherd führte dann der Weg hinab gebrachte Tafel völlig unleſerlich iſt, während ſpäter zahl=
Vogelsberger Höhen=Klub, Zweigverein
nach Wallbach und von da zum Haufen=Steinberg, von reiche Wegweiſer folgen.
wo ſich den Wanderern eine großartige Fernſicht eröff=
Darmſtadt.
* Schlachtungen. Nach dem Monatsberichte des
nete. Mit aufrichtiger Freude und Bewunderung ſchaute
Der ſehr rührige und rüſtig aufwärts ſtrebende
man hinaus auf den grünen Kranz der Berge, die lachende Fleiſchbeſchauamts ſind während des Monats Mai
üppige Sommerlandſchaft, die der Ernte entgegenreift. An im hieſigen Schlachthaus geſchlachtet worden: 155 Zweigverein Darmſtadt des V. H.=Kl. unternahm am 14.
und 15. Juni ds. Js. ſeine 1½tägige
Wande=
der Jagdhütte vorbei wurde weiter über die Höhe nach Ochſen, 4 Bullen, 249 Kühe, 12 Jungrinder, 1033 Kälber, rung in das Klubgebiet des Hauptver=
Hummetroth gewandert. Hier fanden nach zweiſtündiger 2389 Schweine, 35 Schafe, 3 Ziegen und 16 Pferde. —
eins, nach dem allen liebgewordenen Vogelsberg.
Wanderung die Genoſſen die erſte kurze Frühſtücksraſt bei Beanſtandet wurden: 104 Ochſen, 4 Bullen, 158 Kühe, Eine ſtattliche Zahl von 112 wanderluſtigen Teilnehmern
Metzger Berres. Forſtel dann rechts laſſend, ging’s wei= 6 Jungrinder, 21 Kälber, 484 Schweine, 2 Schafe und hatte ſich eingefunden, galt es doch für viele der neu hinzu=
4 Pferde.
— Minderwertig wurde erklärt das Fleiſch gekommenen V. H.=Kl.=Schweſtern und=Brüder vielleicht
ter durch den prächtigen, ſtillen Höchſter Kloſterwald, auf
teils unbekannten Waldwegen nach Mümling=Grumbach. von: 1½ Ochſen, 6¾ Kühen, 2 Jungrindern, 3 Kälbern zum erſten Male den urwüchſigen Baſaltrecken mit den
Von da über den Hardtberg auf der Höhe nach Rimhorn. und 9½ Schweinen. — Bedingt tauglich wardas Fleiſch prächtigen Wäldern im bezaubernden, wechſelvollen
Noch einmal ward hier gemütlich Raſt gehalten. Behaglich von: ¾ Ochſen, 1¼ Kühen, und 3¾ Schweinen. — Un= Grün, die lieblichen, von munteren, ſilberhellen Bächlein
flagerte man ſich auf der würzigen Wieſe, eine Pauſe in tauglich waren: 1 Pferd, 1538 Organe, 188 kg Fett durchzogenen Täler und die Höhen mit ihren Triften
der Mittagsſonnenglut haltend. Um 3 Uhr wurde das und 133 kg Fleiſch von 783 Tieren. — Auf Trichinen nud ſaftiggrünen Matten zu ſchauen. Die Wanderung
letzte Stück der Wanderung angetreten. Ueber den Brei= wurden unterſucht: 2389 im Schlachthaus geſchlachtete ging bei denkbar beſtem V. H.=Kl.=Wetter für diesmal von
tenbacher Kopf traf man endlich um 4 Uhr in Neuſtadt und 3 von Privaten geſchlachtete Schweine ſowie 3484 kg Weſten her am Samstag nachmittag von Station Mücke
ein. Eine herrliche Waldwanderung, die zu voller Zu= für hieſige Metzger eingeführtes friſches Fleiſch von 145 über Ruppertenrod, wo bei einer Kafferaſt in den
Gaſt=
friedenheit verlief und die neue, ſelbſt dem älteſten Klub= Schweinen. — Der Nachunterſuchung wurden unter=häufern „Zur Krone” und „Deutſchen Haus” die
Wan=
genoſſen nicht immer bekannte Wege und Pfade unter zogen: 682 Sendungen eingeführtes Fleiſch, enthaltend: dersleute gute und reichliche Bewirtung fanden, das
ſicherer Führung gezeigt hatte, hatte man hinter ſich. Sie 11592 kg Rindfleiſch, 3977 kg Schweinefleiſch, 362 kg mühlenreiche Ohmtal hinauf nach Ulrichſtein, dem
fand ihren entſprechenden Abſchluß in dem Eſſen im Gaſt= Kalbfleiſch, 1596 kg Hammelfleiſch, 457 kg Ziegenfleiſch Endziel des erſten Wandertages. In dieſem herrlich
ge=
legenen Städtchen hatte der dortige praktiſche Arzt, V. H. „Zum Ochſen” in Neuſtadt, an dem die Beteiligung und 282 kg Pferdefleiſch.
gs. Unfälle. Geſtern nachmittag 3 Uhr fiel ein Kl.=Bruder Dr Bruchhäuſer, in ſehr verdienſtvoller Weiſe
ebenfalls ſehr rege war und das recht anſprechend verlief.
Herr Bürgermeiſter Mueller dankte dem Führer für Heizer beim Rangieren von der Maſchine. für gute Unterkunft und Verpflegung Sorge getragen und
die wohlgelungene Tour und hielt eine der Regie= Er trug eine klaffende Kopfwunde und eine Gehirn= den Reſidenzlern einen würdigen Empfang bereitet. Nach
rungsfeier des Kaiſers entſprechende Rede, die in einem erſchütterung davon. Er wurde von der Rettungs= Beſichtigung der Schloßruine, wo der inzwiſchen auch ein=
„Friſch auf” auf den Kaiſer ausklang, in das alle An= wache mittels Krankenautomobils nach dem Städtiſchen getroffene Herr Kreisrat Dr. Kranzbühler aus
Schot=
ten herzlichſt begrüßt wurde, verſammelte man ſich mit
weſenden begeiſtert einſtimmten. Weiter ſprachen Herr Krankenhaus gebracht.
Geſtern abend 7 Uhr verletzte ſich ein elfjäh= dem Zweigverein Ulrichſtein im Gaſthaus Ferd. Pfann=
Dr.=Ing. Kleinlogel, Herr Profeſſor Kiſſinger, der
Bür=
germeiſter von Neuſtadt, ſowie Herr Vermeſſungsinſpek=riger Knabe beim Baden im „Großen Woog” da= ſtiel zu einem gemütlichen Abend. Der erſte Vorſitende
ſtor Fleckenſtein. Humoriſtiſche Reden hielten Herr Ralph durch, daß er auf eine zerbrochene Flaſchel V. H.=Kl.=Bruder Geheimer Schulrat Schweisgut=
Meiſel und Rechnungsrat Wiegand, und trugen auch da= trat. Er zog ſich eine Schnittwunde am linken Fuß Darmſtadt begrüßte die zahlreich erſchienenen Gäſte.
Dar=
mit bei, die fröhliche Stimmung nach Kräften zu erhöhen. zu. Er wurde von der Rettungswache mittels Kranken= bietungen aller Art weckten die heiterſte Stimmung, die
kraftwagens in das Städtiſche Krankenhaus gebracht. Es noch durch die Schloßbeleuchtung und Vorträge des Ul=
* Ausflug. Man ſchreibt uns: Die Fiema Gebrü=iſt dies in dieſem Jahre ſchon der dritte Fall, daß richſteiner Geſangvereins erbeblich erhöht wurde. Wann
der Unger machte am Sonntag mit dem geſamten Per= ſich Kinder in dem Freibad derartige Verletzungen zuge= die letzten „Seßhaften” V. H.=Klier ſich zur erquickenden
Ruhe begaben, ſoll hier nicht weiter erwähnt werden.
ſonal einen Ausflug mit dem Endziel Seeheim. Die Wan= zogen haben.
Die Wanderung ging am Sonntag früh durch
derung ging Böllenfalltor, Papiermühle, Kohlberg, frähere
gs. Schlaganfall. Geſtern nachmittag gegen 4 Uhr taufriſches Grün über Sieben=Ahorn nach dem Taufſtein,
Villa Burgwald, Frankenſtein, Seeheim, wo unterkegs wurde ein hieſiger Privatier auf einem Spaziergange in wo der zu Ehren des Meiſters aus dem Sachſenwalde
im Walde das Frühſtück in heiterer Stimmung eingenom= der Erbacher Straße gegenüber der Roſenhöhe von einem errichtete Turm beſichtigt wurde, worauf die Teilnehmer
men wurde. Im Hotel „Viktoriat in Seeheim war dann Schlaganfall betroffen. Er wurde von der Ret= gegen 11 Uhr am Hoherodskopf eintrafen. Nach Beſich=
Mittageſſen und ſpäter Kaffee und Kuchen vorbereitet. Hier tungswache nach dem Städtiſchen Krankenhauſe gebracht, tigung und Raſt in den Klubhäuſern, wo Klubwirt Stein
verweilte man den Nachmittag. Humoriſtiſche Geſangs= wo jedoch nur noch der Tod feſtgeſtellt werden konnte.
in altbewährter Weiſe für gute Bewirtung Sorge trug,
vorträge, Rezitationen, ſowie Theateraufführungen wur=
§ Sachbeſchädigung. Während einer der letzten wurde der Weitermarſch unter Führung des Zweigvereins
den vorgeführt, ſodaß die Stunden in angeregter Stim= Nächte iſt an einer Aushängeuhr an einem Uhrwaren= Schotten nach dem nahen Bilſtein fortgeſetzt. V H=Kl. verliefen. Muſikaliſch veranlagte Damen ermöglich=laden eine Glasſcheibe zertrümmert worden.
Bruder Forſtmeiſter Seydel=Schotten übergab die durch
ten ſchließlich, daß das Tanzbein bewegt werden konnte,
§ Fahrraddiebſtahl. Am Donnerstag vormittag die Opferwilligkeit der Mitglieder des Zweigvereins
ſodaß der Ausflug in allſeits befriedigender Weiſe verlief. gegen 9 Uhr wurde ein Fahrrad, welches auf kurze Zeit! Darmſtadt errichtete Darmſtädter Hütte”, die ein
H
ſind Bücher, wie „Lile vierge” „Adam et Eve” und das
vor allem, welche falſchen Maßnahmen vermieden werden
letzte, köſtlichſte, mit dem für Lemonnier ſo bezeichnenden
miſſen. Dieſe Kinobilder ſolln auch in den Schulen vor=
Feuilleton.
Titel „Am friſchen Herzen des Waldes”. In myſtiſch=
phan=
geführt werden.
* Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
Franzö=
taſtiſchen Proſadichtungen werden wir da entweder in die
C) Anekdoten von Pierpont Morgan. Eine Handvoll
graueſte Vorzeit oder in die primitivſten Anfänge der Kul=ſiſche univerſitätsſtatiſtik. Die Zahl der Stu=hübſcher Geſchichten von Pierpont Morgan, die den
Eha=
tur geführt, und all dieſe Utopien und Robinſonaden ſind denten, die gegenwärtig an den 14 Univerſitäten Frank= rakter des verſtorbenen großen Finanzmannes beleuchten,
ein hohes Lied auf die ewige Reinheit und Schönheit der reichs ſtudieren, beträgt 41 109. Von 2 Jahren, 1911, zählte erzählt Karl Hovey im neueſten Hefte von Je ſais tout.
urſprünglichen Natur, ſind der Sehnſucht entſproſſen, ſich man 41 190 Sindenten, ſodaß man alſo ſagen kann, daß Der Dolarkönig war nur mit einer Sache in ſeinem Leben
rein zu baden von den wilden Trieben der Kultur, zu den die Zahl der Studenten wie die der ganzen Bevölkerung ſparſam, nämlich mit ſeinen Worten. Sein Lakonismus
Urquellen des Lebens hinabzuſteigen. Mit reinerem Aug' ſtationär bleibt. Männliche Studierende gibt es gegen= war berühmt, und ſo manches Millionengeſchäft hat er
und klarerem Blick kehrte der Dichter von dieſen Viſionen wärtig 37053; die weiblichen Studierenden machen etwa mit dem einzigen, kurz durch die Zähne geſtoßenen „
Abge=
einer paradieſiſchen Welt in die Wirklichkeit zurück, und ſo ein Achtel der Geſamtzahl, 4506, aus, während die Zahl macht” erledigt. Als man ihn nach ſeiner Begegnung mit
haben die Dichtungen, die er im zwanzigſten Jahrhundert der Ausländer 5560 beträgt. In den einzelnen Fakultäten unſerm Kaiſer beſtürmte, welche Eindrücke er erhalten
zum Teil eine weiche, feine und zarte Stimmung, ſtehen immer die Juriſten mit der größten Zahl der Hörer hätte, war nichts weiter aus ihm herauszubringen als das
geſchaf
einen
liſchen Duft, den er früßer ſeinen Werken nicht zu an der Spitze. 16 763; dann folgen die Mediziner mit 9744; Urteil: „Er gefält mir‟ Eines Tages hatte ſein Sohn
„Le bon amour”, die gute Liebe die den die naturwiſſenſchaftlichen Fakultäten zeigen einen merk= Jack einen Univerſitätskameraden nach der väterlichen Villa
geben wußte.
Titel eines
ſeiner Romane bildet, ſiegt über die über der ſinn=lichen Auftieg, 6639 Studierende, 543 mehr als vor zwei von Highland Falls eingeladen und telegraphierte ihm:
lichen Leidenſchaft ſtehende geiſtige Sympathie. Man kann Jahren, während die ſchönwiſſenſchaftlichen Fakultäten „Mein Vater kommt mit dem „Korſar” her. Geh an Bord
wohl ſagen, daß es das germaniſche Element in Lemon= faſt ebenſoviel Hörer verlieren und heute 6398 zählen. Die und fahre mit ihm.‟ Der Student handelt, wie ihm
ge=
niers Individualität iſt, das hier triumphiert. Die Mächte Ausländer bevorzugen die naturwiſſenſchaftlichen Fakul= heißen; als er auf die Jacht kommt, ſieht ee in einem
des Religiöſen und des Vaterländiſchen erfüllen in einer täten, die ausländiſchen Studentinnen die ſchönwiſſen= Schaukelſtuhl einen Herrn ſitzen, der ſeine Zeitung lieſt.
viel beſeelteren Form als früher die Schöpfungen wie „Le= ſchaftlichen. Von den franzöſiſchen Studentinnen gilt das= Er ſtellt ſich vor ſetzt ſich in einen andern Stuhl und
ver=
petit homme de dieu” und „Le vent dans les moulins”. ſelbe; außer der ſchönwiſſenſchaftlichen Fakultät hat nur tieft ſich ebenfalls in ſeine Lektüre. Ein paar Stunden
Dieſe große Begabung, deren üppigſchwellende Farben= noch die mediziniſche eine größere Zahl von weiblichen lang geht ſo die Fahrt und keiner der beiden öffnet den
pracht, deren fruchtbarer Reichtum der Bilder ſich wie eine Hörern.
Mund. Nach der Ankunſt aber erklärte Pierpont Morgan
Naturkraft in dem Stil ſeiner Dichtungen auslebt, bietet
* Kinounterricht für Eiſenbahnbeamte, ſeinem Sohn, er ſei ganz begeiſtert von ſeinem Freunde;
uns zugleich das Schauſpiel einer freien Entfaltung und Die zahlreichen ſchweren Eiſenbahnunfälle in den Verei= das ſei einer der netteſten jungen Leute, die er je geſehen
höheren Entwicklung. Uns Deutſchen ſteht freilich Ver=nigten Staaten, bei denen viele Menſchenleben zugrunde habe. Wenn in ſeinem Palais rings um ihn her elegante
haeren näher, weil bei ihm trotz der franzöſiſchen Sprache gehen, ſind in erſter Linie der Unerfahrenheit und der Un= Geſellſchaften und Luſtbarkeiten ſich entfalteten, dann ſaß
das Romantiſche viel ſtärker zurücktritt. Aber daß eine vorſichtigkeit der Beamten zuzuſchreiben. Die Chicagoer der Herr all dieſer Feſte gewöhnlich in einem verſteckten
Geſamtausgabe der Romane Lemonniers in deutſcher Eiſenbahngeſellſchaft hat daher beſchloſſen, ihrem Perſonal Winkel in einem bequemen Stuhl und rauchte eine nach der
Ueberſetzung begonnen wurde, läßt hoffen, daß bei uns ſich einen beſonderen Unterricht zuteil werden zu laſſen, und andern von ſeinen berühmten ſchwarzen Zigarren, die ertra
ein Publikum für ſeine echte und bereits hiſtoriſch gewor= um die wichtigſten Tatſachen dem Gedächtnis ihrer Ange= für ihn auf ſeiner Plantage auf Kuba gefertigt wurden,
dene Kunſt finden wird. Er war reiner Ethiker; ſeine ſtellten feſter einzuprägen, hat ſie als beſtes Hilfsmittel Gleichgültig gegen alles andere, folgte er aufmerkſam den
Dramen ſind mit Ausnahme der verunglückten Maeter=der Unterweiſung den Kinematographen zu Hilfe genom= Rauchwolken, die ſeinem Munde entſtiegen. Hinter einem
linckiade „Les heur qui out vu” nur Bearbeitungen ſeiner men. Sie hat Films aufnehmen laſſen, auf denen die kalten und brüsken Aeußern barg ſich aber ein weiches Herz.
Proſawerke. Treffliches hat er als Kunſtkritiker geleiſtet perſchiedenen Arten von Eiſenbahnunfällen dargeſtellt wer= Unzählige, die ihn zu wohltätigen Zwecken um etwas ba=
und das Schaffen der großen Niederländer wie der großen den und die in ſchlagender Weiſe den Fehler erkennen laſ= ten, hat der Dollarkönig grob angeknuert oder brutal
ab=
modernen Naturaliſten in Worten nachgedichtet. Sein ſen, auf den der Unfall zurückzuführen iſt. Aber nicht nur gewieſen, um dann — deſto mehr zu geben. Eines Tages
bleibender Ruhm aber wird der ſein, daß er die belgiſche für die Beamten, ſondern auch für das Publikum ſchien bat ihn der frühere Bürgermeiſter von New=York. William
Literatur begründete, daß er nicht dem Moloch Frankreich dieſer Geſellſchaft eine Anweiſung für das Verhalten bei R Grace, um einen Beitrag für ein philantropiſches
Un=
erlag, ſondern nationale Werte ſchuf, die in dem Schrift= Eiſenbahnkataſtrophen nötig. Es wurden daher Films ternehmen. Morgan brummte ihn nur böſe an, ſodaß ſich
tum des Landes für immer fortleben.
aufgenommen, die veranſchaulichen wie ſich die Reiſenden der andere verletzt zurückziehen wollte. „Wo laufen Sie
beim Eintreten eines ſolchen Unglücks benehmen ſollen und denn hin?” ſchrie nun Pierpont noch wütender „Ich ent=
Dr. Paul Landau.
Nummer 139.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Juni 1913.
Seite 4.
Nieder=Saulheim, 16. Juni. Geſpannte Verhältniſſe
er gten ntet entehte Scid in unene rerhere eiterter er leier en in e hatr.
hof in einem Fabrikkanal zu ertränken. Nur durch herrſchen eben in unſerer evangeliſchen Gemeinde. Wie
mit der Inſchrift ziert:
zufälliges Hinzukommen eines Mannes wurde Steffan, verlautet, ſoll ein Austritt von etwa 200 Fa=
„Darmſtädter=Hütte,
der das Mädchen bereits auf das Geländer des Kanal=milien aus der Landeskirche bevorſtehen.
geſt. v. d. V. H.=Kl., Zweigverein Darmſtadt,
In den nächſten Wochen werden Vorträge durch einen
grabens gebracht hatte an ſeinem Vorhaben gehindert.
15. Juni 1913.
Der am letzten Mittwoch verhaftete Fabrikarbeiter Seb. freireligiöſen Prediger ſtattfinden.
Schutz biete ich Euch, Armen und Reichen,
Wallertheim, 16. Juni. Die Wahl des bis=
Feller iſt inzwiſchen wieder auf freien Fuß geſetzt worden.
Schützt Ihr mich auch vor Bubenſtreichen.”
— Mainz, 16. Juni. Ebenſo wie vor 10 Jahren ſoll herigen Beigeordneten Jakob Schick zum
Mit treffender Anſprache vollzog der zweite
Vor=
ſitzende, V. H.=Kl.=Bruder Bruchhäuſer=Darmſtadt, die auch auf dem in dieſem Herbſt hier ſtattfindenden 27. Bürgermeiſter unſerer Gemeinde wurde nach län=
Ueberlieferung der Hütte an den Hauptverein, wobei des Deutſchen Weinbaukongreß eine Weinkoſt=gerer Zeit von dem Kreisamt beſtätigt. Die Wahl.
Jubiläums des Kaiſers, ſowie auch des hohen Protektors probe heſſiſcher Weine veranſtaltet werden und einen fand Anfangs Februar ſtatt. Die Gegner fochten damals
des Vereins, des Großherzogs, gedacht und beſchloſſen Hauptprogrammpunkt für die Kongreßteilnehmer bilden, die Wahl an, wurden aber mit ihren Einwendungen
zu=
wurde, folgendes Telegramm abzuſenden: „In Anwe= Geſtern konſtituierte ſich der zur Vorbereitung der Proben rückgewieſen. Die Einführung des Herrn Schick in ſein
ſenheit von 112 Mitgliedern des Zweigvereins Darmſtadt eingeſetzte Ausſchuß; derſelbe wählte die Herren: Beige= Amt findet vorausſichtlich anfangs dieſer Woche ſtatt.
(*) Gießen, 15. Juni. Das Stadtgeſpräch bilden zwei
des V. H.=Kl., unter zahlreicher Beteiligung der umlie= ordneter Kommerzienrat Haffner zum 1. Vorſitzenden,
genden Zweigvereine und Vogelsberger Bevölkerung, heute Kommerzienrat Harth zum 2. Vorſitzenden und Dr. J. Ereigniſſe der letzten Tage: der geſchäftliche
Miß=
die Darmſtädter Hütte auf dem Bilſtein eingeweiht. Ge= Jung zum Schriftführer. Es wurden die Bedingungenerfolg des 116er Feſtes und die
Verun=
denken unſeres hohen Schutzherrn und ſenden ehrfurchts= für die Zulaſſung der Weine zur Koſtprobe feſtgeſtellt. Da=treuungsangelegenheit des Agenten
Ro=
vollſte Grüße. Zweigverein Darmſtadt des Vogelsberger nach können angemeldet werden nur rheinheſſiſchelſenthal. Vom 116er Feſt hatten ſich alle Geſchäftsleute
Höhen=Klubs‟ Eine photographiſche Aufnahme der ge=und Bergſträßer Weine, ſowohl älterer wie jün= eine große Einnahme verſprochen und ſich infolgedeſſen
reichlich mit Waren, auch Speiſen, Getränken uſw.,
ver=
ſamten Teilnehmer am nahen Bilſtein beſchloß die äußerſt gerer Jahrgänge. Der größere Raum wird den 1911er ſehen. Aber nur wenige Geſchäftsleute am Bahnhof und
ſtimmungsvolle Feier In Schotten gegen 6 Uhr ange=und 1912er Weinen eingeräumt werden. Der Ausſchuß in der Kaiſer=Alle nahe dem Feſtplatze haben wirklich ein
langt, fand man im Gaſthaus „Zum Poſthäuschen” reich= hofft, daß der heſſiſche Weinbau und Weinhandel von die= Geſchäft gemacht. Die anderen im Innern der Stadt
hat=
liche Erfriſchung, bis der Zug 8.51 Uhr die Reſidenzler, ſer Gelegenheit, die heſſiſchen Weine den aus allen Ge= ten keinen ſtärkeren Verkehr als an gewöhnlichen Tagen,
denen die angenehmen Stunden im Vogelsberg für lange genden Deutſchlands zu erwartenden zahlreichen Gäſten da die Gäſte ſämtlich direkt vom Bahnhof zum Trieb
Zeit in Erinnerung bleiben werden, nach Hauſe brachte. in eindrucksvoller Form vorzuführen und dadurch den be= fuhren. Mehrere Speiſewirtſchaften haben ſogar große
Friſch auf zur nächſten Wanderung!
rechtigten Ruf der heſſiſchen Weine neu zu kräftigen und Nachteile, da ſie große Mengen von Fleiſch, Brot und
für ihren Abſatz zu werben, einen ebenſo reichlichen Ge= Gemüſe übrig behielten, die ſie in den letzten Tagen zu
C Eberſtadt, 15. Juni. Die Katholiken des Dekanats brauch machen werden wie vor 10 Jahren. Der Ausſchuß Schleuderpreiſen abſetzen mußten. —— Roſenthal iſt ein
Darmſtadt feierten hier heute nachmittag das Regie= wird ſich an die Bürgermeiſtereien und Vereinigungen Schüler des berüchtigten Hofrats Rothſchild, bei dem er
rungsjubiläum des Kaiſers gemeinſam, nach= der Weinbergbeſitzer der weinbautreibenden Gemeinden in Büdingen lernte. Er hat hier zahlreiche Geſchäftsleute
dem am Morgen hier und in der Filialgemeinde Pfung=Rheinheſſens und der Bergſtraße, ſowie an den Wein= hineingelegt, ſo verliert ein Kaufmann auf dem
Markt=
ſtadt eine ſpezielle Feier vorangegangen war. Bei der handel wenden, damit die Weinbeſitzer veranlaßt werden, platz 12000 Mark, ein anderer gar 30 000 Mark. Auch
gleichzeitigen Feier des Boniſaziusfeſtes hielt Herr
Pro=
die Gewerbebank iſt ſchwer geſchädigt. Es ſollen ſogar
ihre Weine alsbald anzumelden.
feſſor Lenhart=Bensheim in hieſiger Kapelle die ein=
— Mainz, 16. Juni. Vom 6 bis 13. Juli hält der mehrere Geſchäftsleute vor dem Ruin ſtehen. Die
Ge=
drucksvolle Feſtpredigt, der ſich eine Andacht und Dar= Mittelrheiniſche und Pfälziſche Schützen= ſamtſumme der Veruntreuungen beträgt ¼ Million Mark.
bietungen des Münſterer Muſikvereins unter Leitung des
Friedberg, 16. Juni. Die Eiſen= und Man=
Herrn Simon=Eberſtadt anſchloſſen Bei der ſich anreihen= verband, ſowie der Badiſche Landesſchützenverein in
den Mauern der alten Moguntia ſein 26. Verbands=gan=Erzgrube Ober=Rosbach wurde laut Frkf. Ztg.,
den Feſtlichkeit in der „Harmonie” feierte Herr Pfarrkurat ſchießen ab. Ein großer hiſtoriſcher Feſt= von der hieſigen Gendarmerie geſchloſſen.
Daus in einer von warmem patriotiſchen Geiſte
ge=
zug wird am 6. Juli gleichſam eine prächtige Augenweide
Bad Salzhauſen, 16. Juni. Am 22. d. M. findet die!
tragenen Rede unſern Kaiſer als den Friedensfürſten und darbieten. Mit dem Bau der Feſtwagen, der Herſtellung Einweihung des vierten Heimes der
Deut=
als einen die Religion hochhaltenden Herrſcher, der die der Koſtüme und der Feſtdekoration ſind alle Hände be=ſchen Geſellſchaft für Kaufmanns=
Angehörigen aller Konfeſſionen mit gleicher Liebe umfaſſe,
während Herr Profeſſor Laufer=Darmſtadt gegenüber ſchäftigt. Auf dem Feſtplatz in unmittelbarer Nähe der Erholungsheime in Gegenwart des Miniſters des
den Mächten des Unglaubens und Umſturzes zur Anſpor= Stadt, dort, wo im Jahre 1894 das 9. Deutſche Bundes= Innern von Hombergk zu Vach in Bad Salzhauſen
nung aller Kräfte mahnte. Herr Domkapitular Dr. Elz= ſchießen ſo alanzvoll gefeiert wurde, ſind die Bauten zum ſtatt. Herr Landtagsabgeordneter Kommerzienrat Mol=
Darmſtadt wies auf den Fortſchritt des Dekanats Darm= größten Teil errichtet. Zum Gabentempel ſind bis heute than wird die Feſtrede halten. Das Heim iſt wie die
ſtadt hin, das innerhalb 20 Jahren von vier auf neun ſchon Ehrengaben im Geſamtwert von 25000 Mark ge= übrigen Heime der Geſellſchaft mit ca. 100 Betten
einge=
ſtiftet. Darunter ſind die Stiftungen des Großherzogs
Pfarreien gewachſen iſt, und dankte den Diaſporapfarrern von Heſſen, des Schirmherrn des Feſtes, des Prinz=Re= richtet und gewährt männlichen und weiblichen
kaufmänni=
für ihre Wirkſamkeit. Herr Domdekan Dr. Selbſt
empfahl den Beitritt zum Bonifaziusverein, dem beide Ge= genten von Bayern, des Großherzogs von Baden und der ſchen Angeſtellten kaufmänniſcher und induſtrieller
Be=
triebe ſowie weniger bemittelten ſelbſtändigen Kaufleuten
meinden ſo viel verdanken. Nach herzlichen Dankesworten Kaiſerin von Rußland beſonders erwähnenswert.
Mainz, 16 Juni. Ein Strandbad im Rhein und deren Familien Aufnahme. Der Penſionspreis
be=
des Herrn Ortsgeiſtlichen endigte die ſtark beſuchte Feier ſoll an der Rettbergsaue geſchaffen werden.
In trägt pro Kopf und Tag für Wohnung und reichliche
Ver=
gegen 7 Uhr.
* Nieder=Beerbach, 16. Juni. Daß ſich unſer Bür=einer abgehaltenen Verſammlung des Verſchönerungs= pflegung inkluſive Trinkgeldablöſung und freier ärztlicher
germeiſter in ſeiner Gemeinde allgemeiner Beliebt= vereins Schierſtein, der ſich mit der Auffindung von Behandlung 280 Mark Trinkzwang beſteht nicht.
An=
heit erfreut, hat ſich bei der am Samstag ſtattgehabten Mitteln zur Verhütung der vielen tödlichen Unfälle beim meldungen für dieſes Heim ſind bereits ſehr zahlreich ein=
Bürgermeiſterwahl wieder einmal glänzend gezeigt; er Baden im Hafen beſchäftigte wurde beſchloſſen, mit der gelaufen.
(2) Wölfersheim, 15. Juni 23 Orte ſind jetzt an die
wurde mit 142 Stimmen auf weitere neun Jahre wie= Waſſerbauverwaltung ſofort in Verhandlungen zu treten,
dergewählt. Der Gegenkandidat, Kaſſenrechner Gg. um einen Teil des fiskaliſchen Geländes auf der Rett=elektriſche Kraftzentrale für Oberheſſen ange=
Plößer III., konnte es trotz größter Anſtrengungen nur bergsaue als Badeplatz zu pachten. Das dort anzu= ſchloſſen und fortgeſetzt werden weitere Ortsnetze
ausge=
legende Bad ſoll den Charakter eines Strandbades er=baut So konnten dieſer Tage wieder die Orte Hungen,
auf 28 Stimmen bringen.
1 Jugenheim, 14. Juni. Die neue katholiſche halten. Es iſt begründete Ausſicht auf Verwirklichung Trais=Horloff, Salzhauſen Gambach, Nieder=Wöllſtadt
Kirche, erbaut von Architekt Rummel=Frankfurt, iſt des Planes vorhanden, der den Wiesbadener Kurintereſſen und Nieder=Rosbach angegliedert werden.
nun ſoweit fertiggeſtellt, daß ihre Weihe im Auguſt d. J. ganz weſentlich dienen dürſte.
* Worms, 16. Juni. In den Rheiniſchen
Trocken=
erfolgen kann. Das Gotteshaus erhält den Namen Boni=
Reich und Ausland.
faziuskirche. — Die Vergebung der Arbeiten für die zu werken in Rheinbuſch brach in der Nacht zum
Sonn=
erbauende Gewerbeſchule mit Turnhalle iſt! tag Großfeuer aus, dem ein Trockenſpeicher von ſieben
Aus der Reichshauptſtadt, 16. Juni. Der
Märchen=
öffentlich ausgeſchrieben. Die Ausführung erfolgt unter Stockwerk Höhe, 90 Meter Länge und 50 Meter Breitehrunnen im Friedrichshain wurde durch Geh. Bau=
Leitung des Architekten Scherer=Darmſtadt. Der Bau vollſtändig zum Opfer fiel. 150 Wagen Getreide und 100rat Ludwig Hoffmann den Städtiſchen Behörden
erfordert einen Koſtenaufwand von etwa 25 000 Mark.
Wagen Futtermittel wurden vernichtet. Der Schaden, im Beiſein des Kultusminiſters von Trott zu Solz, des
1 Auerbach, 15. Inni. Geſtern machte ein Eiſen=der außerordentlich hoch iſt, iſt nur zum Teil durch Ver= Polizeipräſidenten von Jagow und anderer geladener
bahnerverein aus Rheinheſſen einen Familien= ſicherung gedeckt.
Gäſte übergeben. Oberbürgermeiſter Wermuth übernahm
ausflug in unſere Gegend. Am Abend entſtanden bei
Oppenheim, 16. Juni. Als Schwindlerin und die Anlage mit Worten des Dankes und der
Anerkenn=
der Rückfahrt am hieſigen Bahnhof Streitigkeiten, Diebin entpuppte ſich eine am letzten Donnerstag hier ung; dann wurden das Kunſtwerk und die techniſchen
An=
wobei einer der Beteiligten von dem Meſſer Ge= angeblich zum Erholungsaufenthalt zugereiſte Dame. Sie lagen eingehend beſichtigt. — Ihre
Leichtgläubig=
brauch machte und einen anderen durch mehrere Stiche kam ohne Gepäck an und mietete ſich bei einer allein=keit hat eine reiche Dame aus der Innsbrucker Straße
ſchwer verletzte. Der Meſſerheld wurde von den ſtehenden Witwe ein, wo ſie einige Wochen leben wollte,
empörten Kollegen verprügelt.
Samstag vormittag entfernte ſie ſich, angeblich, um nach bitter büßen müſſen. Während die Dame allein
P Dieburg, 16. Juni. Bei der Beigeordneten= ihrem Gepäck zu ſehen und gleichzeitig ihre Schweſter, für zu Hauſe war, klingelte es, und der öffnenden Hausfrau
ſtand eine junge Zigeunerin gegenüber, die erklärte, daß
wahl wurde Herr Adam Coy, Gärtner, mit 307 Stim= die ſie ein weiteres Zimmer hatte herrichten laſſen, an
men zum Beigeordneten gewählt. Sein Gegenkandidat, der Bahn abzuholen. Als ſie von dieſem Weg nachmit= ſie auf Wunſch der Köchin käme der ſie hätte wahrſagen
Herr Martin Deuter, Stadtrat erhielt 300 Stimmen. tags 2 Uhr noch nicht zurück war, ſchöpfte die Witwe Ver=ſollen. Obwohl die Köchin fortgegangen war, ließ die
Wahlberechtigt waren 1124 Wähler. — Bei dem dacht und ſtellte gleich feſt, daß ſie einer Schwindlerin Dame des Hauſes aus Neugier den ſonderbaren Beſuch
7. Athleten=Verbandsfeſt ereignete ſich ein trau= zum Opfer gefallen ſei, die ſie dazu noch um einen grö= nähertreten. Sie ließ es ſchließlich auch geſchehen, daß
riger Unfall. Ein junger Mann, Jean Blank von Die= ßeren Geldbetrag und drei wertvolle Fingerringe be= die Zigeunerin ihr die Zukunft weisſagte. Während die
burg, wurde beim Ringkampf ſo geworfen, daß er einen ſtohlen hatte. Die „erholungsbedürftige‟ Dame hatte Tochter der Pußta die Hand der Dame in der ihren hielt,
ſchweren Armbruch davontrug.
ihre kurze Anweſenheit dazu benutzt, um mit Nachſchlüſſeln fielen ihre Blicke auf die vielen wertvollen und funkeln=
W Lampertheim, 16. Juni. Durch die hieſige Gen= alles auszuſpionieren und das in einer verſchloſſenen den Ringe und natürlich hatte die Zigeunerin auch bald
darmerie wurde geſtern der 19 Jahre alte Fabrikarbeiter Kommode verwahrte Geld, ſowie die Ringe zu entwenden. die halbgeöffnete Handtaſche ihrer Kundin entdeckt, die
Heinrich Steffan von hier verhaftet und durch einen Die bisherigen Nachforſchungen der Polizei haben er= die Eigentümerin im Arme hielt. Die Zigeunerin ver=
Kriminalbeamten aus Mannheim dorthin in Unter= geben, daß die Diebin zum Bahnhof geeilt und in der langte nun bei ihrer Prophezeiung die Herausgabe der
ſuchungshaft gebracht. Der Genannte hatte verſucht, ſeine! Richtung Mannheim davongefahren war.
Taſche, mit der ſie dreimal um die nächſte Kirche
herum=
ferne mich und bitte Sie um Verzeihung, daß ich Sie ver= ſtaunen, wie ihr berühmter Gaſt gerade durch ein offenes! In einem gelbgrünen Koſtüm, die dunkelbraunen Haare
geblich bemüht habe.
„Na, warten Sie doch noch eine Fenſter aus dem Zimmer herausklettern wollte. Der Dol= in dichten Strähnen über den Rücken flutend, ſo zeigte
Sekunde” kam nun die Antwort. Der Millionär ſchrieb lärkönig, der ſogleich an nichts anderes als an ein gegen ſich die ſchöne Evelyn im wilden Rhythmus des Tanzes
einige Zeilen und ſagte: „Nehmen Sie das wenigſtens mit ihn gerichtetes Attentat glaubte hatte die Oertlichkeit un= und verſchwand unter dem rauſchenden Beifall der Menge,
und erzählen Sie mir dam, wie ſich die Sache entwickelt.; terſucht und geſunden, daß er mit einem einzigen Sprung die keine Ahnung hatte, daß ſie eine internationale Be=
Das Papier war ein Scheck über 5000 Dollar. Mit einem den Erdboden erreichen und dann raſch die Straße gewin= rühmtheit: bewunderte. In einem Interview erklärte
einzigen Federſtrich gab er einmal 120 000 Mark zur Ret=nen konnte. Er war peinlich betroffen, als ihn die Dameſie dann, daß ſie der Direktion des Hippodrom dankbar
tung der berühmten Paliſaden am Hudſon, die zerſtört ins Zimmer zurückzog, ſtammelte ein paar Worte und ver=ſei für die unauffällige und diskrete Art, in der man ſie
werden ſollten. Georges W. Perkins begab ſich zu ihm, abſchiedete ſich dann ſofort, ohne auf die Bitten der Gaſt= habe auftreten laſſen. Ich bin hier nicht, ſagte ſie, „als
um ſein Intereſſe für dieſe gemeinnützige Sache zu gewin= geberin zu hören. Niemals wieder betrat er das Haus, Mrs. Harry Thaw, als eine Kurioſität, die man wegen
nen. „Was koſts?” war Morgans erſte Frage. „120 000 in dem ihm ein ſo gewaltiger Schrecken eingejagt wor= ihrer Beziehung zu einer Tragödie anſtarrt ſondern als
Dollar” lautete die Antwort. „Dann gehen Sie zu Rocke= den war.
einſache Bühnenkünſtlerin in dem Veruf, der einſt der
feller, Stillmann und ein paar anderen. Sehen Sie, was
* Eine Roſenſchlacht in der Luft. Die erſte Blumen=meinige war und es jetzt wieder iſt.”
Sie da kriegen dann will ich auch geben.” Aber, Herr Mor=ſchlacht, die Flugmaſchinen und von Flugmaſchinen aus
* Carvanſerinusabmetu — die neueſte Krankheit. Ein
gan” wagte Perkin zu erwidern, „ich hatte gehofft, Sie gelieſert werden wird, ſoll die Krönung des großen Ro=luſtiges Geſchichtchen aus dem amerikaniſchen Schulleben
würden mir erlauben, Ihren Namen an die Spitze der Liſte ſenfeſtes bilden, das zu London im Hendon=Aerodrom ſtatt= weiß die New=Yorker Sun zu erzählen. Bevor ein
Stu=
zu ſetzen, um dadurch die Subſkription zu erleichtern.” finden wird. Es iſt ein Wohltätigkeitsfeſt, bei dem zu= dent von dem Columbia Colleges graduiert wird, muß er
„Dann ſchreiben Sie mich für die ganze Summe auf!“
nächſt eine Auffahrt von geſchmückten Automobilen die eine Probe dafür ablegen, daß er wenigſtens 100 Fuß
polterte Morgan ungeduldig in einem ſo grimmigen Ton Einleitung der Feſtlichkeiten bringen ſoll und dann Wett= weit ſchwimmen kann. Felix Metzger Roſenſtock, der ein
und mit einer ſo völligen Gleichgültigkeit, daß der andere flüge den Hauptteil bilden. Dabei wird nun eine Blu= guter Schüler in der oberſten Klaſſe iſt, hat das
Schwim=
ein paar Minuten ganz verdutzt daſtand ohne eine Ant=menſchlacht zwiſchen Autos und Aeroplanen ſich ent= men durchaus nicht lernen können. Als Mr. Roſenſtock
wort zu finden. Der Bankier hatte ſich längſt anderen Ge= wickeln, für die großarttige Aufwendungen vorgeſehen ſind. nun ſich ſchmerzhaft darüber klar wurde, daß er deswegen
ſchäften zugewendet und achtete nicht mehr auf den Beſu=Ganze Tonnen von Roſen werden verkeilt und ſo gewal= durchs Examen fallen würde, machte er dem Direktor des
cher, der ſich lautlos zurückzog. Doch auch dieſer kaltblü= tig wird der Ueberfluß ſein, daß ein duftender Blumen= Gymnaſiums, Dr. George L. Meylan, einen Beſuch und
tige Geldmenſch hatte ſeine Achillesſerſe; er wurde nämlich regen das Aerodrom überſchütten wird und die Flug=erllärte ihm, daß er an einer ſchlimmen Hauttrankheit
von einer ewigen Angſt vor Attenkaten und Konploten maſchinen wie in einem Meer von Roſen daherfahren leide, die noch außerordentlich verſchlimmert wirden
gegen ſein Leben geplagt. Für den Schutz ſeiner Perſon ſollen. Das Ganze iſt als eine Huldigung gedacht, die könnte, wenn er ſeinen Körper mit dem Waſſer des
Col=
traf er die umfaſſendſten Vorſichtsmaßregeln, und als er die Königinnen der Blumen den neuen Beherrſchern der lege=Schwimmbaſſins in Berührung bringen möchte.
krank geworden war, umgab er ſich nicht nur mit einem Luft darbringen.
„Bringen Sie mir darüber eine Beſcheinigung von einem
Heer von Detektivs, ſondern auch mit einem ganzen Kon=
(2 Mrs. Thaw auf der Londoner Varietébühne. Die Arzt und die Sache iſt erledigt,” ſagte Dr Meylan. Nach
greß von Aerzten. Für ſeine Furchtſamkeit führt der Ver=vielgenannte Gattin des New=Yorker Millionärs Harry ein paar Tagen brachte Roſenſtock folgende von einem
faſſer ein Beiſpiel an, das ſich vor einigen Jahren in Thaw, der den um ihretwillen begangenen Mord an Art unterzeichnete Erklärung: „Hierdurch beſcheinige ich,
London zutrug. Morgan war bei einer Dame der erſten einem Nebenbuhler im Irrenhauſe büßt, iſt wieder dahin daß Felir Metzger Roſenſtock an einem außerordentlich
engliſchen Geſellſchaft eingeladen und früher als die an= zurückgekehrt, von wo ſie einſt ihren Aufſtieg in die Welt ſchweren Fall von Caroanſerinusabmetu leidet und daß
deren Gäſte erſchienen. Während er ruhig mit der Herrin der Dollarkönige genommen hatte: auf die Varietébühne. ſein Zuſtand ſehr verſchlimmert werden wird, wenn er
des Hauſes im Salon plauderte, fielen durch die Unge= Ohne beſondere Ankündigung und ohne irgend welches ins Waſſer geht.‟ Der Name der Krankheit war dem
ſchicklichkeit der Dienerſchaft im Nebenzimmer ein paar Aufſehen erſchien ſie in einer Revue=Szene in dem Lon=Direktor neu und ſchien ihm ſeltſam in ſeiner gelehrten
Stühle um. Die Dame klingelte, und als nicht gleich je= doner Hippodrom und führte mit einem Partner mit gro= Langatmigkeit. Da er aber ein guter Lateiner war ſo
mand kam, ging ſia ſelbſt nachſehen, was los ſei. Als ſie ßer Schneligkeit einen jener neueſten amerikaniſchen Tänzewurde ihm die Ueberſetzung nicht ſchwer. Garo anserinus
in den Salon zurückkehrte, ſah ſie zu ihrem größten Er= auf, dem man den Namen „Gaby Glide” gegeben hat. kann doch nur in der Sprache der Römer „Gänſehaut” hei=
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Nummer 139.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Jnni 1913.
Seite 5.
gehen miſe, da der Beſiterin ſonſt ein ſchweres Unglic Lehterhaltung des Betriedes wurde ein Reſeweſchiſt in ſauns deſſn Aielier in die Geſandtſchaft nach der
Rräi=
widerfahren würde. So unglaublich es auch klingt, ſo iſt Dienſt geſtellt.
fektur brachte. Infolgedeſſen wandte ſich der ſerbiſche
es doch Tatſache, daß die gebildete Dame der Zigeunerin
New=York 16. Juni. In der Nacht wurden beim Geſandte Spalajkowitſch an den bulgariſchen Miniſter des
die Handtaſche, in der ſich ein Portemonnaie mit 150 Mk. Neubau der New=Lexington Avenue in einem Tunnel Aeußern und legte Verwahrung ein gegen ſolches rückſichts=
Inhalt, zahlreiche wertvolle Schmuckgegenſtände befanden, mehrere Arbeiter — man ſpricht von 11 — verſchüttet. loſes Verfahren der hauptſtädtiſchen Polizei ein.
Darauf=
auch übergab und nun geſpannt der Rückkunft der Wahr= Sechs Leichen ſind geborgen. Man iſt eifrig beſchäftigt, die hin erſchien auf der Geſandtſchaft der Chef der
Geheim=
fagerin harrte. Natürlich ließ ſich die Zigeunerin nicht Schuttmaſſen zu beſeitigen, um die übrigen Leichen zu polizei, um ſich wegen des Falles mit den beiden Dienern
mehr ſehen. Die neugierige Dame hat ihre Leichtgläubig= finden.
zu entſchuldigen und die Erklärung abzugeben, daß
künf=
keit bitter büßen müſſen, denn der Wert der Juwelen
be=
tig derartige unliebſame Vorfälle nicht wieder
vor=
trägt mehrere Tauſend Mark. — Bei der
Lauben=
kommen.
kolonie Tempelhof wurde der Schwiegerſohn des
Luftfahrt.
Die aus der politiſchen Lage ſich ergebenden Fragen
Zigarrenhändlers Maurer beim Brunnengraben in fünf
* Berlin, 16. Juni. Das heutige Marineverord= rücken nach einer Meldung des Preßbureaus einer mög=
Meter Tieſe verſchüttet. Die Freiwillige Wehr war nungsblatt enthält die kaiſerliche Genehmigung eineslichen Miniſterkrifis näher, doch iſt die Kriſe
tat=
ſofort zur Stelle. Er konnte nicht mehr ins Leben zurück= Abzeichens für Marineflugzeugführer und ſächlich noch nicht ausgebrochen. Eine Klärung der Lage
gerufen werden.
Beſtimmungen für die Anlegung und Ablegung desſelben. dürften erſt die nächſten Tage bringen.
Straßburg, 16. Juni. Ein ſchweres Unglück
* Sofia, 16. Juni. Infolge der von den
griechi=
hat ſich geſtern morgen in der Büchſenmacherei des Kgl.
ſchen Behörden in den Bezirken Kaſtoria, Florina und
Erdbeben.
Sächſiſchen Inf.=Regts. Nr. 105 ereignet. Der Musketier
Saloniki vorgenommenen Maſſenverhaftungen
Roſt aus Meißen vom dritten Bataillon und Lorenz aus
2. Jugenheim (Erdbebenwarte), 16. Juni. Nach=von Bulgaren hat die bulgariſche Regierung ihren
Chemnitz vom erſten Bataillon, waren damit beſchäftigt, dem von zahlreichen europäiſchen Erdbebenſtationen das Vertreter in Athen angewieſen, bei der griechiſchen
Re=
eine Granate, die ſie auf dem Uebungsplatze Bitſch ſeismographiſche Beobachtungsmaterial vorliegt, läßt ſich gierung gegen die Repreſſalien, die durch nichts
gerecht=
gefunden hatten und die ſie für leer und ungefährlich hiel= das Gebiet des Balkan=Erdbebens vom 14. Juni, vor= fertigt ſeien und mit der Idee einer friedlichen Regelung
ten, zu zerlegen, um ſich daraus nach Reſerviſtenbrauch mittags 11½ Uhr oſteuropäiſcher Zeit, überſchauen. Das der griechiſch=bulgariſchen Differenzen in Widerſpruch
Photographierahmen zu verfertigen. Die Granate Beben iſt vom Balkangebirge ausgegangen. Die ſtänden, einen energiſchen Proteſt zu erheben. Bulgarien
erplodierte und beide Musketiere wurden ſchwer ver= Lage des Epizentrums iſt etwa 42½ Grad nördlicher lehne jede Verantwortung für die Folgen der
Maß=
letzt. Roſt erlag ſofort ſeinen Verletzungen, während Lo= Breite und 26 Grad öſtlicher Länge. Demnach iſt Bul= regeln ab.
renz im Laufe des Nachmittags ſtarb. Der von dem garien von dem Erdbeben hauptſächlich betroffen wor=
* Sofia, 16. Juni. Der griechiſche Geſandte hat
platzenden Geſchoß in der Büchſenmacherei angerichtele den. Es iſt anzunehmen, daß die Orte Stara=Zagora, der bulgariſchen Regierung einen mit dem ſerbiſchen De=
Schaden ſoll ziemlich bedeutend ſein.
Nowa=Zagora und Sliven am ſchwerſten gelitten haben. mobiliſierungsvorſchlag
übereinſtim=
Straßburg, 16. Juni. Der Inhaber eines hieſigen Das Schüttergebiet iſt ſehr ausgedehnt und erſtreckt ſichmenden Vorſchlag unterbreitet.
Radler=Inſtituts Franz Gallus wurde auf dem Felde bei! auf einen Umfang von etwa 300 Kilometern, denn ſo=
Demiſſion des Kabinetts Paſitſch.
Muckenſchopf im Amte Kehl bei einem Spaziergange von wohl in Süd=Ungarn als auch in Saloniki iſt das Beben
dem arbeitsloſen Taglöhner Peter Schuhmacher aus hauptſächlich verſpürt worden.
Belgrad, 16. Juni. Miniſterpräſident Pa=
Stein bei Berg=Zabern (Rheinpfalz) ohne jegliche Veran=
Sofia, 15. Juni. Nach Meldungen aus Tir=ſitſch hat geſtern abend dem König die Demiſſion
laſſung überfallen und durch einen Stich in die Herz=nowo ſind bei dem jüngſten Erdbeben mehrere des Kabinetts überreicht, da Serbiens Heer
gegend getötet. Nur mit Mühe konnte der Mörder der! Erdſtöße erfolgt, wodurch eine allgemeine Panik entſtond. und Volk nicht gewillt ſei, Land am rechten Wardarufer
Lynchjuſtiz ſeitens der Dorfbewohner entriſſen werden, Kirchen und öffentliche Gebäude wurden ernſtlich beſchä= abzutreten. Die politiſche Lage iſt dadurch äußerſt
er wurde in das Gefängnis nach Kehl gebracht. Schuh= digt. Einige Perſonen wurden getötet. Die Bevölker=ſchwierig geworden. Unterrichtete Kreiſe behaupten,
macher will im Verfolgungswahnſinn gehandelt haben.
ung verbrachte die Nacht im Freien. Da die meiſten das neue Kabinett werde der Miniſter des Aeußern,
Stuttgart, 16. Juni. Als geſtern nachmittag in Mit=Bäckereien zerſtört ſind, wurden die umliegenden Dörfer Prolitſch, bilden, der für eine energiſche Aktion eintrete.
teltal eine Frau beim Herannahen eines Automobils beauftragt, die Stadt mit Brot zu verſorgen. Heute früh Freilich wird auch mit der neuen Berufung von Paſitſch
ihr auf der Straße ſpielendes Kind retten wollte, wurde iſt wieder ein ſchwacher Erdſtoß verſpürt worden.
gerechnet, weil kein Koalitionskabinett möglich iſt.
ſie felbſt von dem Kraſtwagen erſaßt und getötet.
* Sofia, 15. Juni. Heute mittag wurden in Gra=
* Belgrad, 16. Juni. Paſitſch hat die be=
Halle a. S., 13. Juni. In zweitägiger Sitzung be= bowo zwei heftige Erdſtöße verſpürt die von unter= reits gegebene Demiſſion des Kabinetts
wie=
ſchäftigte ſich die hieſige Strafkammer mit dem fingier= irdiſchem Getöſe begleitet waren. Der Schaden iſt unbe= der zurückgezogen.
ten Banküberfall, den am 4. März d J. um die deutend. Menſchenverluſte ſind nicht zu beklagen. Einige
Letzte Nachrichten.
Mittagszeit die 23 Jahre alte Kaſſiererin Martha Mei= Perſonen wurden verletzt.
nig in der Kollekte ihres Prinzipals, des Maſors a. D.
* Belgrad, 16. Juni. Die ſerbiſche Regierung hat
Rogge, in Szene ſetzte. Die Angeklagte wurde an dem
die Aufforderung Rußlands, möglichſt bald ein
Zuſam=
genannten Tage auf ihr Rufen von einer Frau am
Bo=
mentreffen der vier Miniſterpräſidenten
Der Balkankrieg.
den liegend und an den Händen mit einer Schnur
ge=
in Petersburg zu veranſtalten, dankbar ange=
Zur Lage.
feſſelt vorgefunden. Der ſofort benachrichtigten Polizei
nommen.
erzählte ſie, daß ein junger Mann, der ſchon am Tage
* Athen. 16. Juni. Der König iſt heute abend
* Berlin, 15. Juni. Die Nordd Allg. Ztg.
vorher die Losliſten durchgeſehen hatte, wieder erſchie= ſchreibt in der Wochenrundſchau: Es trifft ſich günſtig, nach Saloniki abgereiſt. Entaegen anderen
nen und ihr einen Revolver vors Geſicht gehalten habe. daß in den für Deutſchland feſtlichen Tagen die Lage im Meldungen, die beſonders im Ausland verbreitet
Sie ſei infolgedeſſen ohnmächtig geworden und erſt nach nahen Oſten abermals hoffentlich eine entſcheidende waren, teilt die Agence d’Athenes mit, daß in letzter Zeit
einiger Zeit wieder zu ſich gekommen. Den Beamten fiel Wendung zum Beſſeren nimmt. Die Gefahr in der Umgebung von Saloniki keine
Truppenbe=
iſofort auf, daß die Feſſelung der angeblich Ueberfallenen eines bewaffneten Zuſammenſtoßes zwiſchen Bulgarien wegungen ſtattgefunden haben.
* Varis. 16. Juni. Die Internationale
Fi=
in Wirklichkeit ſehr loſe war, ſo daß ſie ſich ſehr wohl und Serbien erſcheint weſentlich verringert. Die einmütig
hätte befreien können. Auch wurde feſtgeſtellt, daß ſie ſich abmahnende Haltung der Großmächte in Belgrad und nanzkommiſſion wählte in ihrer heutigen Sitzung
wiederholt Beträge aus der Lotteriekaſſe angeeignet hatte. Sofia iſt nicht wirkungslos geblieben. Bei dem Eingrei= drei Subkomitees, das erſte Subkomitee für die „Dettes”
Ihr Lebenswandel war auch nicht ihrem Einkommen an= fen Europas fiel der ruſſiſchen Politik die Initiative zu, (Vizepräſident der deutſche Delegierte Geheimrat
Helffe=
gemeſſen, da ſie großen Kleiderluxus trieb. Verſchiedent= indem Kaiſer Nikolaus von ſeinem im bulgariſch=ſerbi= rich, Berichterſtatter der engliſche Delegierte Sir Paul
lich erhielt ſie Darlehen, u. a. von einem Baron, den ſie ſchen Vertrage vorgeſehenen Recht des Angebots einer Harvey), das zweite Subkomitee für „Konzeſſionen und
in einem Café kennen gelernt hatte, ein ſolches von 400 ſchiedsrichterlichen Entſcheidung in einem perkönlichen Kontrakte” (Vizepräſident der italieniſche Delegierte Velpi,
Mark aber die Rückzahlung der geborgten Summen machte Schritt bei den Königen von Bulgarien und Serbien Ge= Berichterſtatter der öſterreichiſche Delegierte Dr. v. Adler),
ihr Sorgen. Verſchiedentlich wirkte ſie bei Wohltätig= brauch machte. Dieſem für die europäiſche Friedenspoli= das dritte Subkomitee für „Geldforderungen und
Geld=
keitsveranſtaltungen mit und will dadurch beträchtliche tik dankenswerten Vorgehen ſchloß ſich am letzten Freitag reklamationen” (Vizepräſident der ruſſiſche Delegierte
Summen verdient haben, einmal 90 Mark. Bei ihrer Ver=ein von den Großmächten in Konſtantinopel und den Arthur Raffalewitſch, Berichterſtatter der franzöſiſche
Dele=
nehmung blieb ſie dabei daß der Ueberfall ſich ſo zuge= Hauptſtädten des Balkans gemeinſam erteilter Ratſchlag gierte Luquet). Die Subkomitees werden im Laufe dieſer
tragen, wie ſie ihn zuerſt geſchildert. Der von dem Un= zur Verminderung der bisher auf Kriegsfuß verbliebenen Woche ihre Arbeiten beginnen. Die nächſte Plenarſitzung
bekannten geraubte Betrag belief ſich auf über 4000 Mark, Streitkräfte an. Gewiſſe Zeichen ſprechen dafür, daß die findet in acht Tagen ſtatt.
* Paris, 16. Juni. Die Finanzkommiſſion
den der Lotteriekollekteur erſetzen muß. Die Beweisauf= freundſchaftliche Mahnung ihren Zweck nicht verfehlen
nahme fand zum Teil unter Ausſchluß der Oeffentlich= wird. Verſtändigen ſich Bulgarien und Serbien über die nahm heute den Geſchäftsordnungsentwurf der Kommiſſion
keit ſtatt, als die Wirtin der Angeklagten über deren Ver= Abrüſtungsmaßregeln, ſo wird man vor dem endgülti= an und billigte einſtimmig Artikel 2, der beſtimmt, daß
kehr mit Herren vernommen wurde. Einige Zeugen haben gen Einlenken in die Bahn friedlicher Erledigung noch die Beſchlüſſe nur mit Einſtimmigkeit ſämtlicher auf der
um die Zeit des Raubanfalles im Hausflur einen unbe= über die ſchwebenden Streitfragen ſprechen können.
Konſerenz vertretenen Staaten gefaßt werden können.
kannten Mann ſtehen ſehen. Die Nachforſchungen nach
Die Ermordung des Großweſirs Mah=Jedoch ſtimmten die öſterreich=ungariſchen und die
italieni=
dieſem Unbekannten ſind aber erfolglos geblieben. Diemud Schefket, in dem die Türkei einen ihrer beſten ſchen Delegierten nur unter dem Vorbehalt der
endgül=
als Zeugen vernommenen Polizeibeamten, ſowie der Ge= Männer verloren hat, blieb bisher ohne ſchlimmere Fol= tigen Genehmigung ihrer Regierungen zu. Die
Delegier=
richtsarzt bekunden übereinſtimmend, daß ſie bei der erſten gen. Sein Nachfolger Prinz Said Halim wird mit Ver= ten Deutſchlands ſtimmten demſelben Artikel ohne Vor=
Inaugenſcheinnahme die Ueberzeugung gewonnen hätten, trauen begrüßt. Möge es ſeiner Amtsführung beſchieden behalt zu und lehnten die Verantwortung für die
Schwie=
es handele ſich um eine Myſtifikation. Der Vorſitzende ſein, in dem ſchwer geprüften Osmanenreiche die nötige rigkeiten ab, die durch die Annahme dieſes Beſchluſſes
ent=
redete der Angeklagten gut zu, doch das Leugnen auf= innere Ruhe zu feſtigen.
ſtehen können.
zugeben, aber öhne Erfolg. Der Gerichtshof hielt es als
* Belgrad, 16. Juni. In den letzten Tagen berief
erwieſen, daß die Angeklagte den Raubanfall nur fin= die Polizei in Sofia eine größere Anzahl ſerbiſcher
Letzte Nachrichten.
giert und ſich das Geld ſelbſt angeeignet habe. Das Ur= Staatsbürger, zumeiſt Gewerbetreibende, und
for=
teil lautete auf ein Jahr Gefängnis.
derte ſie auf, Sofia ſofort zu verlaſſen. Einige
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Swinemünde, 16. Juni. (Amtlich.) Das Fähr=wurden ſogar in das Innere Bulgariens verwieſen. In
* Berlin, 16. Juni. Die hier lebende Schweſter des
ſchiff „Swinemünde” wurde am 15. Juni, als es Verbindung damit ſtand auch die polizeiliche Bewachung
die Fahrgäſte des Zuges 313 von Swinemünde nach Oſt=der ſerbiſchen Geſandtſchaft in Sofia. Polizeiorgane hiel= in Alma (Colorado) getöteten Deutſchen Oswald
ſwine beförderte, von dem nach Stettin fahrenden griechi= ten die ſerbiſchen Staatsbürger an, die aus der Geſandt= Heinrichs teilt uns zu der von uns verbreiteten
Mel=
ſchen Dampfer „Menelaus” angerammt. Dem Fähr= ſchaft kamen und befragten ſie, was ſie in der Geſandt= dung der Aſſociated Preß berichtigend mit: Es iſt nicht
ſchiff wurde eine Seitenwand eingedrückt und die Seiten= ſchaf taten und ſprachen. Außerdem wurde der Offiziers= wahr daß Heinrichs und Kemper mit Fleiſchmeſſern
ge=
häuſer beſchädigt. Es fuhr deshalb vorerſt zum Fährbett burſche des Militärattaches Kaftowitſch einem Verhöre kämpft haben, vielmehr iſt Heinrichs von Kemper durch
zurück und wurde dann, da es beim Zuſammenſtoß leck ge= unterzogen, hierauf der Diener des ſerbiſchen Geſandten ſechs Revolverſchüſſe getötet worden. Auch iſt es nicht
worden war, im flachen Waſſer verankert Die Reiſenden Spalajkowitſch, den man unter einem Vorwand — er wahr, daß Kemper von Heinrichs mit einem Meſſer ſchwer
konnten ohne Gefahr das Fährſchiff verlaſſen. Zur Auf= trug Zeichnungen des Bruders des ſerbiſchen Geſandten verletzt wurde. Angeblich ſoll Kemper durch einen
Ham=
merſchlag von Heinrichs betäubt worden ſein. Auch ſoll
ßen und ab metu läßt ſich mit „aus Furcht” überſetzen. Die 1 Nationallaſter ſeiner Landsleute frei iſt, erzählt von den Heinrichs angeblich den Schwager des Kemper John
Ro=
myſteriöſe Krankheit entpuppte ſich alſo als „Gänſehaut Reizen und Freuden die ihm auf ſeinen Reiſen im Aus= berts, ſowie deſſen Frau mit dem Meſſer verletzt haben.
aus Furcht”. Roſenſtock wurde von der Schwimmprobe land durch das Schließen von Bekanntſchaften, durch die! Auch dieſe Verletzungen können nicht ſchwer geweſen ſein,
nicht befreit. Er und vier andere fielen durchs Examen Unterhaltung mit anderen erblüht ſind. Zu Hauſe iſt ihm da Roberts nach dem Morde ſofort einige Meilen geritten
dies Vergnügen verſagt. Bei jedem Ausflug in Enigland iſt und auch ſeine Frau einige Tage nach dem Morde ſchon
wegen — Caroanſerinusabmetu.
* Eine Philippika gegen den ſchweigſamen Engländer. legt ſich dies tote Schweigen der anderen wie Mehltau wieder einen Ritt von ſieben Meilen von ihrer Farm nach
Eine flammende Standrede gegen das ungeſelligſte Volk auch auf ſeine Stimmung „Ich muß zugeben, daß ich von Alma unternahm. Dies iſt die Darſtellung der
amerikani=
der Welt” veröffentlicht in der Daily Mail ein Englän= dem Vorbild der anderen ſo gelähmt bin, daß ich manchmal ſchen Totenſchau. Da Verdachtsgründe vorhanden ſind,
der, der ſich Twells Brer” nennt. Iſt es Snobismus oder an einer Table dhöte nicht den moraliſchen Mut gefunden daß Oswald Heinrichs wegen ſeines Guthabens
Schüchternheit, die John Bull, wenn er aus ſeinen vier habe, meine Frau anders als im zitternden Flüſterton um von 3000 Dollars erſchoſſen und ein Streit
Pfählen heraus iſt, zu einem ſo maulfaulen und ſtumpf= den Moſtrich zu bitten. Und dieſe ungewohnte Dämpfung deswegen provoziert oder vorgetäuſcht worden iſt, iſt jetzt
ſinnigen Geſellen macht? fragte er und findet darauf keine meines Organs hat meine Stimme zu einem ſo hohlen durch den Diſtriktsattornay eine neue Unterſuchung
ein=
rechte Antwort. Die Tatſache aber ſteht feſt: „Die Steif= dumpfen Leichenton gezwungen, daß ich immer fürchte, ein geleitet worden, die noch nicht abgeſchloſſen iſt.
* Paris, 16. Juni. Aus Tetuan wird gemeldet:
heit des reiſenden Engländers iſt ganz außerordentlich. Keller könnte aus Schrecken darüber das Tablett fallen
All die Anſteckungsfähigkeit des heutigen kosmopolitiſchen laſſen oder einem geſtrengen Tafelgenoſſen bliebe der Biſ= Die Spanier nahmen am 14. Juni unter erbitterten
Geiſtes vermag nicht, ſeine eiſengepanzerte Reſerve zu bre= ſen im Munde ſtecken, wenn er mich mit einem Blick bit= Kämpfen die Höhe von Bons el Ern. Die ſpaniſchen
chen und ſeine Eiſeskälte zu ſchmelzen. Der höfliche Fran= teren Vorwurfes anſieht.” Und darin glaubt er das Ge= Verluſte betragen 5 Offiziere und etwa 30 Mann. Die
zoſe, der den Umgang liebende Deutſche der bewegliche heimnis dieſer Schweigſamkeit der Engländer gefunden zu Verluſte der Eingeborenen ſollen 300 Tote betragen.
Konſtantinopel, 16. Juni. Mehrere wegen des
Italiener finden uns, wie von altersher ſo noch heute haben, daß ſie alle angeſteckt ſind von dieſer Scheu vor dem Attentats auf Schefket Paſcha verhaftete
Per=
als ein Volk von unbezwinglicher Schweigſamkeit — und Reden, die vielleicht zunächſt von einigen Snobs ausging. ſonen ſind bereits wieder in Freiheit geſetzt
wor=
wir ſind ſogac noch ſchweigſamer und ungeſelliger wenn „Die meiſten der Leute, die heute abend in dem Hotel den, darunter auch höhere Offiziere. Naſim ſoll noch
ver=
wir im eigenen Lande reiſen, als wie in der Fremde. Wenn um mich herumſitzen, in dem ich das ſchreibe — ſitzen wie haftet worden ſein.
der gemütliche Geſellſchaftsſalon eines Hotels in der Som= ebenſo viele menſchliche Eisbeege — ſind in ihrer gewöhn=
* Teheran, 16. Juni. Es wird gemeldet, daß Salar
merfriſche die Kripta einer Kathedrale wäre, ſo könnten lichen Umgebung zweifellos freundliche, angenehme und ad Dauleh ſich zwiſchen Täbris und Ardebil aufhält. Man
meine Mitgäſte nicht peinlicher jedes Geſpräch und jede Stö= liebenswürdige Menſchen. Es mag auch ein paar Snobs glaubt, daß er verſuchen wird, ſich in den Kaukaſus zu
rung der Stille vermeiden. Sie leſen alte Nummern der unter ihnen geben, aber die Mehrzahl leidet nur an dieſer flüchten. Großes Intereſſe erregt der Umſtand, daß die
Zeitungen, ſie ſchreiben zahlloſe Anſichtspoſtkarten ſie zäh= Ungeſelligkeit, an dieſer Krankheit, die ich „Hotel=Froſt= 450 perſiſchen Koſaken, die gegen Salar ed Dauleh
ausge=
len die einzelnen Arabesken auf dem Muſter des Teppichs, beule” nennen möchte. Die Wahrheit iſt, daß wir als Volk ſandt wurden, von zwei ruſſiſchen Offizieren befehligt
kurz, ſie füllen die langen Stunden vom Diner bis zur unſere beſte Seite zu Hauſe und unſere Schlechteſte in der werden.
Schlafenszeit mit jedem Notbehelf aus, der ſie vor den Ge= Oeffentlichkeit zeigen. Unſere Redeſcheu hat aus uns jene
fahren einer Annäherung an den Nächſten bewahrt. Sie 1 groteske „Marionette” gemacht, als die der reiſende John
H.B. Paris, 16. Juni. Beunruhigende
Ge=
alle ſcheinen ſich vor irgend etwas zu fürchten; iſt es der Bull nun ſo lange Jahre ſchon ſämtlichen Witzblättern rüchte laufen in Marinekreiſen über das Panzer=
Portier ſind es die Kellner, die anderen Gäſte, oder gar Europas einen unerſchöpflichen Stoff liefert.”
ſchiff „Charlemagne‟. Dasſelbe ſoll durch
Ueber=
ſie ſelbſt?” „Twells Brex”, der augenſcheinlich von dieſem
laſtung ſeine Stabilität verloren haben.
Nummer 139.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Jnni 1913.
Seite 6.
Zum Regierungs=Zubiläum des deutſchen Kaiſers.
Pfungſtadt, 16. Juni. Eine würdige, in allen
An der Feier nahmen u. a. teil die Herren Staats=
In Darmſtadt
miniſter Dr. v Ewald, Finanzminiſter Dr Braun, Teilen ſchön verlaufene Kaiſerjubiläums= und
wurde ſelbſtredend der Tag des Regierungsjubiläums des Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach Geh.Hundertjahrfeier beging die hieſige
Einwohner=
deutſchen Kaiſers wie überall im Reiche als pateiotiſcher Staatsrat Krug von Nidda, Geheimerat Süffert, ſchaft am Samstag abend und Sonntag. Der Samstag=
Feſttag gefeiert. Herrliches Wetter, das ſprichwörtlich ge= Miniſterialrat Dr. Weber, Provinzialdirektor Fey, Ober= Abend, an dem ſich ein großer Feſtzug vom Rathauſe
wordene „Hohenzollerwetter” gab dem Tag auch äußerlich konſiſtorialpräſident D Nebel, Prälat D. Dr. Flörigg, nach dem zum Feſtplatz umgewandelten Turnplatze
be=
das Feſtagsgepräge Die behördlichen Bureaus und die Oberpoſtdirektor Milkau. Landtagsabgeordneten Dr. wegte, galt der Feier zur 25jährigen Regierung des deut=
Schulen waren geſchloſſen. Feſtlich gekleidete und feierlich= Oſann, Geheimerat Münch und Henrich, Bür= ſchen Kaiſers. Herr Pfarrer Kraemer hielt die
Feſt=
froh geſtimmte Kinder füllten die Straßen, deren Häuſer= germeiſter Mueller, die Beigeordneten und vielerede die in ein begeiſtert aufgenommenes Hoch auf Kai=
Stadtverordnete, ſowie mehrere Profeſſoren der Tech=ſer Wilhelm II. ausklang. Turner ſtellten in lebenden
fronten vielfach Fahnenſchmuck zeigten.
niſchen Hochſchule Weiter Diviſionskommandeur Ge= Bildern die Kaiſerhuldigung dar. Am Sonntag früh
Die militäriſche Feier.
neralleutnant v. Plüskow, Stadtkommandant General traten der Turn=, Krieger= und Militärverein am Rat=
In erſter Linie war das Jubiläum des allerhöchſten v Randow. und Damen und Herren aus allen Krei= haus zur Kirchenparade an. Der geſtrige Nachmittag und
Kriegsherrn ein militäriſcher Feſttag. Der Dienſt ſen der Bürgerſchaft. Der Saalbau war dicht beſetzt.
Abend war der Erinnerung der großen Zeit vor hundert
Der Feſtakt wurde ſtimmungsvoll eingeleitet durch Jahren gewidmet. Nach dem Eintreffen des Feſtzuges,
fiel aus, die Offizierkorps hielten in den Kaſinos
Feſt=
mähler ab, für die Mannſchaften wurden in den Kaſernen den von der Kapelle des Leibgarde=Regiments Nr. 115 der ſich durch die beflaggte Hauptſtraße bewegte, hielt
und verſchiedenen Lokalen Feſtfeiern veranſtaltet. Den unter Obermuſikmeiſter Hauske ſchneidig geſpielten
Feſttag eröffnete in der Morgenfrühe das große militäriſche „Treueſchwur”, Feſtklänge von C. Küſtner. Der Männer= Herr Pfarrer Bürſtlein eine treffende Anſprache. Das
chor „Deutſcher Gruß” von J. G. Herzog, geſungen vom Hoch auf das deutſche Vaterland klang brauſend durch
Wecken. Das Muſikkorps des Leibgarde=Infanterie=Regi= Sängerchor des Darmſtädter Lehrervereins, die Feſthalle. Turneriſche Vorführungen, Spiele und die
ments Nr. 115 marſchierte um ½7 Uhr von der Kaſerne unter Leitung des Herrn W. Borngäſſer, leitete über Klänge der Kapelle des 24. Dragoner=Regiments dienten
in der Alexanderſtraße durch Rhein=, Neckar= und Hügel= zum Feſtvortrag, den Herr Profeſſor Dr. A. E. Berger zur Unterhaltung. Die Hauptveranſtaltung des Abends
bildeten die von Turnerinnen und Turnern dargeſtellten
ſtraße zur Wohnung des Diviſionskommandeues in der übernommen hatte und dem das Thema:
lebenden Bilder aus dem Jahre der Volkserhebung.
Wilhelminenſtraße Dort wurden zwei Muſikſtücke ge=
Uniformen aus der Zeit vor hundert Jahren erhöhten
Wilhelm II. und das Reich
ſpielt, worauf dann die Kapelle mit klingendem Spiel
durch die Wilhelminen= und Rheinſtraße zur Kaſerne zu= zugrunde gelegt war. Ausgehend von den Tagen der die Wirkung dieſer Bilder. Heute nachmittag fand eine.
rückmarſchierte. Un 7 Uhr blieſen 12 Trompeter des Leib= hundertſten Wiederkehr der Freiheitskämpfe, den Gedenk=öffentliche Schulfeier ſtatt, beſtehend aus
Ge=
dragoner=Regiments Nr. 24 vom Turm der Stadtkirche tagen an die führenden Geiſter unſerer Literatur kam der ſängen, Vorträgen und turneriſchen Vorführungen der
herab einen Choral. Um ½12 Uhr fanden bei den ein= Redner in ſeinem ebenſo ſchwungvollen, wie fein durch= Knaben und Mädchen. Herr Lehrer Klamm hielt eine
zelnen Truppenteilen Appelle ſtatt, bei denen die Kom= dachten und poeſiedurchwobener Schönheiten reichen Vor= der Bedeutung der Feier entſprechende Anſprache.
trag zu den Feiern, die nicht der Vergangenheit, ſondern
* Worms, 16. Juni. Schon am Sonntag trug Worms
mandeure Anſprachen hielten.
Mittags 12 Uhr fand auf dem Exerzierplatz vor dem dem Lebenden gelten. Er feierte dann den Kaiſer als einen reichen Feſtſchmuck und heute gewährt das Straßenbild
Rheintor die Große Paroleausgabe ſtatt, in der der größten Arbeiter der Gegenwart, der ohne jegliche mit den unzähligen Fahnen einen prächtigen Anblick.
der Garniſonälteſte die anläßlich des Tages verliehenen Schonung ſeiner ſelbſt in der Willensſtärke und Energie, Feierlich brauſten in der Frühe des Sonntags die Cho=
Auszeichnungen bekannt gab. Die Parole hatte eine in der Ausnützung der Zeit es zu einer für uns alle vor= räle vom Turm der Dreifaltigkeitskirche hernieder, die
zahlreiche Menſchenmenge angelockt, die den Platz in der bildlichen Meiſterſchaft gebracht hat. Hinter dem glänzen= der Poſaunenchor des evangeliſchen Männer= und
Jüng=
den Darſteller der Reichsherrſchaft und der Reichsherrlich= lingsvereins dem Kaiſer huldigend darbrachte. Eine be=
Südweſtecke des Exerziergeländes in dichten Reihen um= keit ſtehe in Kaiſer Wilhelm ein arbeitsreicher, ernſter, von ſondere Weihe erfüllte den Feſtgottesdienſt, zu dem
ſich=
gab. Während der Parole, die unter Beteiligung des ge= den Widerſprüchen des Daſeins gequälter Menſch, für den die Bevölkerung mit den Angehörigen des Regiments
ſamten Offizierkorps der Garniſon ſtattfand wurde durch die Rolle, die er für die Oeffentlichkeit ſpielen muß, nicht vereinigte. Das vaterländiſche Konzert, das
eine Batterie des Feldartillerie=Regiments Nr. 61 ein bis ins Innere greift. Ein Menſch, der von ſich ſagen
Salut von 101 Schuß abgegeben. Im Anſchluß daran konnte, „Ich bin ein Menſch und nichts Menſchliches weiß geſtern abend im Feſthausgarten ſtattfand, war ſehr
gut=
ließ die Kapelle des Gardedragoner=Regiments Nr. 23 ich mir fremd”, dem von den Verſuchungen des Lebens beſucht. Herr Obermuſikmeiſter Röſel und die
Regi=
patriotiſche Weiſen erſchallen. Das weite Feld mit den auch ſein ſchmerzlicher Teil vor allen anderen zugewieſen mentskapelle riefen mit ihren patriotiſchen Weiſen hohe
Feſtſtimmung hervor. In der Großh.
Oberreal=
im Sonnenſchein blitzenden Galauniformen, die wehenden wurde, konnte er bekennen, wer ſich nicht ſelbſt bezwingen
Helmbüſche, die auf= und niederwogende Menge, der das kann, der iſt nicht würdig, über andere zu herrſchen. Dieſchule wurde mit zwei feſtlichen Veranſtaltungen des
leuchtende Weiß der Damentoiletten einen beſonders feſt= Novembertage des Jahres 1908 haben erwieſen, daß der Kaiſerjubiläums gedacht. Heute abend fand die große
Kaiſer, den tiefen Ernſt des Lebens erfaßt hatte, und ſich Feier der Wormſer Haſſiavereine im Saal
lichen Anſtrich verlieh, bot ein farbenprächtiges Bild.
ihm fügte. Trotz ſchmerzlicher innerer Wunde kannte er und Garten des Feſthauſes ſtatt.
Schulfeiern.
* Worms, 16. Juni. Zur Erinnerung an das
Re=
die Bitte des Reichskanzlers, ſich auch in ſeinen Pri=
Alle ſtädtiſchen und die höheren Schulen veranſtalteten vatgeſprächen und Reden jene Zurückhaltung aufzuer= gierungsjubiläum des Kaiſers hat die
vormittags beſondere patriotiſche Schulfeiern, beſtehend in legen, die die Intereſſen des Reiches und Volkes forder= Stadtverwaltung 70000 Mark geſtiftet für die Er=
Geſangs= und deklamatoriſchen Vorträgen, Reigen= und ten, als berechtigt an und die Abmachungen, die er am richtung eines Feſtplatzes zur Vorführung von
Jugend=
turneriſchen Aufführungen u. dgl. Meiſt waren die Feſt= Neujahrstage beſiegelte mit dem Predigtworte „Ich will ſpielen, ſowie von turneriſchen und ſportlichen Veranſtal=
Frieden haben mit meinem Volke”, hat er gehalten. Sein tungen.
akte mit Ausflügen verbunden und fanden im Freien ſtatt.
Verantwortungsgefühl half ihm dazu und ſeine ernſte
In Berlin.
Die Schüler der Liebig=Oberrealſchule ver= Lebensauffaſſung. Im weiteren gab der Feſtredner ein
ſammelten ſich um ½8 Uhr zur Jubiläumsfeier in der ge= Lebensbild des Kaiſers, beginnend mit den markanteſten
Die Berliner Feſtſtraßen bildeten das Ziel
ungezähl=
räumigen Turnhalle. Flotte Darbietungen des gutbeſetzten Erſcheinungen aus der Jugend, der Studenten= und Sol= ter Tauſende von Menſchen. Rechtes Hohenzollernwetter,
Orcheſters, Vorträge des Chores, darunter das friſche datenzeit. Verweilte des längeren bei ſeiner weitſchauen= war dazu angetan, den Eindruck der Maſſen zu heben.
„Michel horch, der Seewind pfeift” verſchönten unter Lei= den Monarchenpolitik, ſeiner Sozialpolitik und ſtaats= Verkehrsſtörungen waren die unvermeidliche Folge des
tung des Herrn Reallehrers Lambert die Feier, die auch männiſchen Befähigung, die er als gelehriger Schüler Bis= Andranges, der durch den Strom der Fremden von Stunde,
durch einige gut vorgetragene Deklamationen recht ab= marcks betätigte. Dann kam der junge Kronprinz in zu Stunde verſtärkt wurde. Unter den Linden hatte mant
wechslungsreich verlief Die eindrucksvolle Feſtrede hielt ſchwerer Zeit zur Herrſchaft, die er antrat mit dem feſten drei fliegende Rettungswachen ſtationiert die in zahl=
Herr Reallehrer Frank, der in gut durchgeführter, inter= Willen, das deutſche Volk, ſo ſtark und ſtolz, ſo reich und reichen Fällen meiſt leichterer Art in Anſpruch
genommen=
eſſanter Weiſe ein Lebensbild des Kaiſers entwarf. Nach mächtig zu machen, daß niemand es wagen konnte, ſich wurden. Die Haltung der Menge war während des
gan=
dem gemeinſamen Geſang der Nationalhymne zogen die ihm in den Weg zu ſtellen Und dieſer Wille, für den der zen Tages muſterhaft. Erſt gegen abend ebbte der
Strom=
einzelnen Klaſſen unter der Führung ihrer Lehrer auf ver= kaiſerliche Agitator die öffentliche Meinung zu gewinnen der Schaufreudigen etwas ab. Am meiſten belohnt
fühl=
wußte, iſt ihm Leitſtern geblieben in ſeinem ganzen Leben jen ſich diejenigen die Unter den Linden dem Kaiſerpaart
ſchiedenen Wegen nach dem Bismarckturm, wo auf der und Streben. Redner beleuchtete in hochintereſſanten De= begegnet waren, als es von Potsdam herüber kam. In)
durch die natürlichen Treppenanlagen hervorragend
gün=
finitionen die Tatſache, daß der Kaiſer ganz von ſelbſt leutſeligſter Weiſe dankten beide Majeſtäten für die ihnen
ſtig gegebenen Naturſtilbühne von Schülern der prächtige durch den Zuſammenhang der Dinge, die in der ganzen
Schwank des deutſcheſten der Meiſterſinger Hans Sachs: Entwickelung des deutſchen Volkes nach der Einigung dargebrachten Huldigungsgrüße.
„Der fahrende Schüler im Paradeis” gegeben wurde. des Reiches begründet waren, zu ſeinem Standpunkt vom
Alle Morgenblätter widmen an erſter Stelle dem
Die Aufführung, die von Herrn Reſerendar Dr. Krämer, Gottesgnadentum und vom perſönlichen Regiment kom= Kaiſer Jubiläumsartirel. Die erſte Seite faſt aller
der die Vorbereitung und Einſtudierung erfolgreich über= men mußte Auch Friedrich IV, war dieſen Weg ge= Zeitungen iſt mit reichem Bildſchmuck verſehen. Eine
An=
nommen hatte, mit kurzen Worten eingeleitet wurde, fand gangen, wenn auch nicht mit der gleichen ſtürmenden zahl Blätter legten künſtleriſch ausgeſtattete Sonderbeilagen
den lauteſten Beifall der jugendlichfröhlichen Zuhörer= Energie, wie der um ein Menſchenalter jüngere Wil= bei, in denen das Lebenswerk des Kaiſers von berufenen.
ſchaft.
helm II Ueber das Zerwürfnis mit dem größten Mann Federn gewürdigt wird.
Die Eleonorenſchule feierte das Kaiſerjubiläum ſeines Volkes, das jahrelang tiefe Schatten auf die Re=
Die Norddeutſche Allgemeine Zeitungl
durch einen Feſtakt auf dem Herrgottsberg und verband ſo gierung des Kaiſers warf, das ihm Millionen deutſcher widmet, von einem Kranz aus Eichenblättern umrahmt,
gleichzeitig einen ſchönen Ausflug mit der Feier. Die Herzen entfremdete und unter dem beide Teile ſchwer dem Kaiſer einen Feſtgruß, in dem darauf hingewieſen
größeren Schülerinnen waren zu Fuß hinausgewandert litten, wird erſt die Zukunft Licht bringen. In der Be= wird, daß der Kaiſer, gleich weit entfernt iſt von
taten=
in den köſtlich ſchönen Sommermorgen die kleineren ſprechung der direkten und indirekten Folgen dieſes
Zer=
hatten bis Böllenfalltor die Elektriſche benutzt. Geſänge würfniſſes erörterte der Redner die politiſchen, inſonder= loſem Geſchehenlaſſen und der Verfolgung traumhafter”
und Reigenſpiele leiteten den Feſtakt ein, eine patriotiſche heit die außerpolitiſchen Verhältniſſe Deutſchlands der Weltherrſchaftspläne und ebenſo auf der bewährten
Grund=
lage weitergebaut hat, wie er ſein Volk den neuen Zielen
Anſprache und zum Schluß der Geſang des Kaiſerliedes letzten Jahrzehnte
So hochintereſſant und feſſelnd der Feſtvortrag war, entgegengeführt hat. Der Kaiſer dehnte die Weltgeltung
bildeten den zweiten Teil.
er hatte den Fehler, der leider zu oft Vorträgen anhaftet, des Reiches aus. Dennoch iſt das Vorurteil des Auslan=
Die Techniſche Hochſchule.
er war zu lang, ſo daß es auch wiederholter energiſcher des, er werde in der Befriedigung ſeines kriegeriſchen Ehr=
Pſt=Rufe nicht gelang, die Ruhe der hinteren Reihen der geizes Ruhm und Ehre ſuchen, durch die Wirklichkeit wider=
In Gemeinſchaft mit den übrigen deutſchen Techniſchen Hörer aufrecht zu erhalten. Allerdings blieb das ein legt worden. Gleichwohl galt des Kaiſers volle Aufmerk=
Hochſchulen hat auch die Großherzogliche Tech= Verluſt für die Hörer ſelbſt.
ſamkeit dem unabläſſigen Ausbau der deutſchen
Wehr=
niſche Hochſchule zu Darmſtadt auf einſtimmigen An=
Nach dem Feſtvortrag, der mit der Erneuerung des macht. Er förderte das Heerweſen in den Grundſätzen
trag ſämtlicher Abteilungen durch Beſchluß von Rektor und Treuegelübdes und einem dreifachen Hoch ſchloß, ſang die Wilhelms des Großen. Für die Wehrmacht zur See brach
Großem Senat Seiner Majeſtät dem deutſchen Kaiſer und Feſtverſammlung die Nationalhymne.
unter ihm eine neue Epoche aus. Die auswärtige Politik
König von Preußen Wilhelm II. aus Anlaß ſeines 25jäh=
Darauf trug der Sängerchor noch den Männerchor bewegte ſich unter Wilhelm II. in den Bahnen, die ſich in
leigen Regierungsjubiläums die Würde eines Dol=
Gebet für Kaiſer und Reich” von A. Looff vor. Richard den erſten Jahrzehnten nach der Reichsgründung
bewähr=
tor=Ingenieurs Ehrenhalber verliehen, in Wagners gewaltige brauſenden Jubels volle Klänge des ten. Als eine der vornehmſten Aufgaben hat es der
Mo=
dankbarer Würdigung der weitſchauenden Fürſorge und Kaiſermarſches, geſpielt von der Leibgardekapelle, beſchloſ= narch betrachtet, durch Reichsgeſetze und
internationale=
des vielſeitigen Verſtändniſſes mit dem der erhabene ſen den Feſtakt, dem ein Konzert im Garten ſich anſchloß. Vereinbarungen die wirtſchaftliche und ſoziale Lage der
Schirmherr des Reiches beim Eintritt Deutſchlands in die
minderbegüterten Schichten zu heben. Nach allen Richtun=
Weltwirtſchaft und Weltpolitik nicht nur der geſamten
Die Veteranenſpende.
gen und allen Schichten iſt ein Aufſtieg der Wohlfahrt eir
nationalen Arbeit neue Bahnen erſchloſſen, ſondern na=
* Die von der Stadt Darmſtadt und einer Reihe hie= getreten, der jede voraufgegangene Zeitſpanne weit hinti
mentlich auch den techniſchen Wiſſenſchaften im Wettbewerb ſiger Großfirmen bewilligte Veteranenſpende zur ſich läßt. Viele Millionen Deutſcher im Inlande wie im
des Kulturlebens höhere Ziele gewieſen, ihr Anſehen ge= Erinnerung an das 25jährige Regierungsjubiläum Kai= Auslande gedenken im Bewußtſein des großen Dankes
ſtärkt, ihnen neue Lehr= und Forſchungsſtätten eröffnet ſer Wilhelms II. in Höhe von 11600 Mark iſt von der den unſer Volk dem Kaiſer ſchuldet, des Herrſchers in
ehr=
hat und ihre Fortſchritte in nie ermüdeter Teilnahme huld= hieſigen Stadtkaſſe an 290 bedürftige Veteranen mit je furchtsvoller Verehrung und in innigen Wünſchen, daßt
reich begleitet.
be
40 Mark ausbezahlt worden. Zur Verleihung der Spende Seiner Majeſtät fürderhin eine glückliche Regierung
In der Deputation der Rektoren, welche bei der Gra= hatten ſich etwa 400 bedürftige Veteranen bei der Melde= ſchieden ſein möge zum Heil und Segen der deutſchen
tulationscour am 16. d M. die Ehrenpromotion und die ſtelle angemeldet. Den mit der Spende nicht bedachten Nation.
Glückwünſche der deutſchen Techniſchen Hochſchulen Seiner Veteranen ging von dem Herrn Oberbürgermeiſter fol=
* Berlin, 15. Juni. Der Kaiſer und die Kai=
Majeſtät überbrachte war die Darmſtädter Hochſchule durch gendes Troſtſchreiben zu: Ich benachrichtige Sie hierdurch,
ſerin ſind um 7 Uhr vom Neuen Palais hier
wieder=
ihren derzeitigen Rektor Herrn Geheime Baurat Wickop daß über die der Stadtverwaltung zur Verfügung
ſtehen=
vertreien,
den Mittel verfügt wurde durch Vergebung an diejenigen im kgl. Schloß eingetroffen. Mit den Majeſtäten hatten
In den Vereinen.
Perſonenkreiſe, für die die Gabe der Veteranenſpende in demſelben Automobil Prinz und Prinzeſſin Ernſt
* Kriegerkameradſchaft „Germania”. Am Sams= nach der Grenzbeſtimmung in erſter Linie vorgeſehen Auguſt, Herzog und Herzogin zu Brautſchweig und
tag fand aus Anlaß des Regierungsjubiläums im Vereins= war. Die Gabe konnte Ihnen hiernach zu mei Lüneburg Platz genommen. Im Tiergarten, am
Bran=
lokal eine gut beſuchte Monatsverſammlung ſtatt. Nach nem Bedauern nicht zuteil werden. Gläſſing, (Man denburger Tor. Unter den Linden hatten ſich viele tauſend
Erledigung des geſchäftlichen Teils ging es über zum ſchreibt uns hierzu: Ueber den Verteilungsmodus dieſer Menſchen angeſammelt, welche die Majeſtäten mit
ſtürmi=
gemütlichen Teil. Die Singmannſchaft des Vereins Kaiſerſubiläumsſpende für die alten Kriegsveteranen ſchen Kundgebungen begrüßten. Vorher war Prinz
trug unter Kamerad Stephanys Leitung einige Chöre herrſcht in dieſen Kreiſen keine freudige Stimmung, da Heinrich mit Gemahlin — der Prinz ſelbſt ſteuernd
ſchön vor. Der 1. Präſident des Vereins Kamerad die Bedürſtigkeit nach der zahlenmäßigen Höhe des
Ein=
im Automobil durch das Menſchengewühl gefahren;
Ganßmann hielt eine des Tages entſprechende Anſprache kommens beurteilt wurde.)
das Prinzenpaar war mit lauten Zurufen empfangen wor=
und ſchloß mit einem dreifachen Hoch auf Se. Majeſtät
den. Im kgl. Schloß war Abendtafel bei Ihren
Maje=
den Kaiſer. Unter fröhlicher Stimmung blieben die
ſtäten für die hier anweſenden Fürſtlichkeiten. Für die
Im übrigen Heſſen.
Kameraden noch eine Zeitlang beiſammen.
bevorſtehenden Feſtlichkeiten ſind ſchon eingetroffen: den
Auch im ganzen übrigen Heſſen wurde der Tag feſt= Fürſt von Hohenzollern, Bürgermeiſter Dr. C. Bark=
Die öffentliche Feier der Bürgerſchaft
lich begangen. Aus allen Städten und zahlreichen Land=hauſen, Präſident des Senats der Freien und Hanſeſtadt
fand auf Anregung des Oberbürgermeiſters im „Städti=orten liegen Meldungen über öffentliche und Vereins= Bremen, der Herzog und die Herzogin Ernſt Günther von
ſchen Saalbau” ſtatt.
feiern vor.
Schleswig=Holſtein, Landgraf Chlodwig von Heſ=
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Nummer 139.
Seite 7.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Juni 1913.
ſen=Barchſeld=Phliprsial, Burgermeiſter von Aübek, flung, die bis zum 90. Zun ſorigeſetzt wird, betrigt f das auch durch eine Wbordnung der Piauer vertreien
Senatspräſident Dr. Eſchenburg, Prinz und Prinzeſſin 2503 486 Mark, das bereits abgeſchloſſene Ergebnis der war, folgte Weſtpreußen und Brandenburg. Für Berlin
Friedrich Karl von Heſſen und Prinz und Prin= katholiſchen Sammlung 1300000 Mark ſo daß Seiner ſprach Oberbürgermeiſter Wermuth, für Charlottenburg,
zeſſin Adolf zu Schaumburg=Lippe. Der Prinz=Regent Majeſtät insgeſamt bereits rund 3 800 000 Mark zur Potsdam und Werder die Bürger= beziehungsweiſe
Ober=
bürgermeiſter. Dann folaten die Vertreter von Pommern,
von Bayern trifft Montag 8 Uhr 35 Minuten abends Verfügung geſtellt werden konnten.
in Berlin ein.
Nach dem Verband der katholiſchen Miſſionen in den Schleſien und Poſen. Nach den Deputationen der
weſt=
lichen Provinzen erſchienen dieſenigen des deutſchen
deutſchen Kolonien durch Pr. Acker kam die Abordnung Städtetages mit Oberbürgermeiſter Wermuth, Oberbür=
Die Huldigung der Schulkinder.
der deutſchen Malteſergenoſſenſchaften, geführt germeiſter Dr. Beutler=Dresden und Oberbürgermeiſter
* Berlin 16. Juni. Der heutige Feſttag wurde bei von dem Fürſten Wilhelm von Hohenzollern, die den Mal= Dr. v. Vorſcht=München an der Spitze Sie überreichten
prächtigem Wetter morgens um 7 Uhr durch das Große teſerorden in Brillanten überreichte. Es folgten: die De= die Huldigungsadreſſe der deutſchen Städte und Stiftun=
Wecken eingeleitet, welches von den Spielleuten der putation der Rektoren und Direktoren und der landwirt= gen im Werte von 23 bis 25 Millionen Mark.
Gleichzei=
zweiten Garde=Infanteriebrigade und dem Muſikkorps des ſchaftlichen Verwaltung, deren Sprecher Profeſſor Fiſcher= tig erſchien der Reichsverband deutſcher Städte mit Bür=
Garde=Füſilierregiments ausgeführt wurde, während das Berlin war, die Deputation des Landesökonomiekollegiums, germeiſter Saalmann aus Pleß als Sprecher. Die Rek=
Trompeterkorps des zweiten Garde=Ulanenregiments von geführt von dem Grafen von Schwerin=Löwitz, des Ver= toren der preußiſchen und der übrigen deutſchen
Univer=
der Schloßkapellenkuppel Chocäle blies. Eine große Men= eins zur Förderung des Gewerbefleißes. Unterſtaats= ſitäten defilierten ſodann, nach ihnen die Rektoren der
ſchenmenge lauſchte vom Luſtgarten und Schloßplatz aus ſekretär Dr. Richter, der an der Spitze der letztgenannten deutſchen Techniſchen Hochſchulen und die Vertreter der
den feierlichen Klängen und wartete auf den Anmarſch der Abordnung ſtand, überreichte die Große goldene Denk= Akademie der Wiſſenſchaften, die Geheimräte Waldeyer,
7000 Knaben und Mädchen der Berliner Gemeindeſchulen, münze des Vereins. Eine größere Deputation, geführt Diels, Roethe, Planck, dann als Vertreter der Akademie
welche gegen 8 Uhr 15 Minuten anrückten, um den Maje= von Pfarrer D. Weber=M.=Gladbach, vertrat die evangeli= der Künſte die Profeſſoren Manzel, Amersdorffer Krebs,
ſtäten vom Großen Schloßhof aus ein Ständchen zu ſchen und katholiſchen Arbeitervereine Deutſchlands, der Humperdinck, Schwechten und Gernsheim. Dieſe
über=
bringen. In muſterhafter Ordnung, geführt von den Bergarbeiter Jacobs=Eisleben führte die Abordnung des reichten ein ſilbernes Ehrengeſchenk. Generaldirektor
Bode als Vertreter der Königlichen Muſeen übergab
Lehrern, marſchierten ſie, die Mädchen in weißen Kleidern Hauptausſchuſſes nationaler Arbeiterverbände. Für die eine Prachtpublikation. Weiter ſchloſſen ſich an: die Kai=
und Blumenkränzen im Haar, die Knaben, mit Schleifen an der Jubiläumsſpende für die Kommodoreſtiftung be= ſer Wilhelm=Geſellſchaft, vertreten durch Dr. Harnick, Dr.
in den Reichsfarben geſchmückt, ein feierlicher Anblick. Diri= teiligten Vereine waren erſchienen Generaldirektor Dr.= Fiſcher. Generalkonſul von Mendelsſohn, Dr. Krupp von
giert von Rektor Hoffmann, erklang als erſter Ehor der Ing. Blohm und Geheimer Regierungsrat Profeſſor Bohlen und Halbach, Geh. Kommerzienrat Arnhold und
Choral „Dich ſeh ich wieder, Morgenlicht‟. Das friſche Busley. Der Kaiſerliche Aeroklub ließ durch den Herzog Geh. Regierungsrat Dr. von Boettinger, der Kyffhäuſer=
Feſtlied Brüder und Schweſtern windet die Kränze‟ Ernſt II. von Sachſen=Altenburg die Glückwünſche aus= bund der deutſchen Landes=Kriegerverbände, geführt von
folgte. Ergreifend erklang das Lied „Aus der Jugend= ſprechen.
Generaloberſt von Lindeguiſt, und der Deutſche
Flotten=
zeit‟. Dann ſchloß das Programm kräſtig mit dem
Die deutſchen Korps, Burſchenſchaften verein mit Großadmiral von Köſter an der Spitze. Mit
Deutſchen Lied‟ Erſtaunlich war es, wie rhythmiſch und und Landsmannſchaften waren ebenfalls durch dieſem kam der Hauptverband deutſcher Flottenvereine
dynamiſch fein ſchattiert die einzelnen Chöre zum Vortrag eigene Deputationen repräſentiert. Mit den Vertretern im Auslande (Konſul Vohſen) und eine beſondere
Abord=
kamen. Nach dem Verklingen des letzten Liedes brachte des Verbandes Deutſcher Beamtenvereine (Miniſterial= nung des Deutſchen Flottenvereins in Mexiko mit Konter=
Oberbürgermeiſter Wermuth ein Hoch auf die Maje= direktor a. D. Juſt als Sprecher), des Allgemeinen Ver= admiral von Hinze als Sprecher.
ſtäten aus, und aus all den jugendhellen Kehlen grüßte bandes der Eiſenbahnvereine der preußiſch=heſſiſchen
Im Reiche.
ein dreifaches Hurra das Kaiſerpaar, welches mit den Staatsbahnen und der Reichseiſenbahnen (Oberregierungs=
Prinzen und Prinzeſinnen des königlichen Hauſes von rat Dr Grünberg=Kaſſel), des Zentralkomites der deut=
Von den ſchier zahlloſen Berichten über Feiern im
den Fenſtern des erſten Stockes den Vorträgen lauſchte. ſchen Vereine vom Roten Kreuz an ihrer Spitze General Reiche geben wir nachfolgende wieder:
Die Nationalhymne folgte, und muſterhaft, wie jie ge= der Kavallerie, v. Pfuel, des Vaterländiſchen Frauenver=
* Karlsruhe, 16. Juni. Heute vormittag 9 Uhr
hiel=
kommen waren, zogen die 7000 Sänger ab, unter Tücher= eins, geführt von der Gräfin Itzenplitz, des ſtändigen Aus= ten die Schulen der Reſidenzſtadt Karlsruhe auf dem
Eng=
ſchwenken und Hurrarufen hinauf zu den Majeſtäten, die ſchuſſes des Verbandes der Deutſchen Landesfrauenver=länderplatz eine gemeinſame Feier aus Anlaß
unaufhörlich dankten. Außer dem Oberbürgermeiſter eine vom Roten Kreuz mit Oberſt z. D. Everth als Spre= des 25jährigen Regierungsjubiläums
Wermuth wohnten auch Stadtverordnetenvorſteher Miche= cher, war die Reihe der Deputationen, im ganzen über 80, des Kaiſers ab, zu der auch das Großherzogspaar
let und ſtelbvertreiender Stadtverordnetenvorſteher Gaſſl abgeſchloſſen. Für alle überreichten Abreſſen bezw. Ge= und Prinz und Prinzeſin Mar von Baden mit ihren
dem Feſtakt bei.
ſchenke dankte der Kaiſer kurz mit freundlichen Worten. beiden Kindern, ferner das geſamte Miniſterium und die
Gratulationscour.
Später erſchien die Deputation des Deutſchen Spitzen der Zwvilbehörden erſchienen waren. Die turne=
Um 9 Uhr 15 Minuten nahmen dann die Majeſtäten Städtetages, die Stiftungen im Werte von 23 bis riſchen Vorführungen von etwa 3000 Schülern und
Schü=
im Speiſeſaal der kaiſerlichen Wohnung die Gratulationen! 25 Millionen überreichte. Es erſchienen der Reichsverband lerinnen der Volksſchulen, der höheren Mädchenſchulen
des engeren Hofes entgegen, um 9 Uhr 30 Min. im Pfeiler= deutſcher Städte, die Rektoren der deutſchen Univerſitäten und insbeſondere die einheitlich durchgeführten
Keulen=
ſaal die Glückwünſche des Kronprinzenpaares, der Prin= und Hochſchulen, die Vertreter der Akademien der Wiſſen=übungen der Schüler der höheren Knabenſchulen und
Se=
zen und Prinzeſſinnen des königlichen Hauſes, ſowie der ſchaften, Vertreter der Kaiſer Wilhelm=Geſellſchaft, des minariſten fanden reichen Beifall. Seminardirektor Stultz,
hier anweſenden Prinzen, Prinzeſſinnen und Souveräne Kyffhäuſer=Bundes, des Deutſchen Flottenvereins, der hielt eine von warmem Patriotismus getragene
An=
altfürſtlicher Häuſer. Anſchließend daran fand im Königs= Deutſchen Kolonialgeſellſchaft der katholiſchen Miſſionen ſprache, die mit einem Hoch auf den Kaiſerlichen Jubilar
zimmer die Gratulation der Palaſtdamen der Kaiſerin uſw., ſowie der Kaiſerliche Aeroklub und Wohltätigkeits= ſchloß, in welches die nach vielen Tauſenden zählende
ſtatt, im Ritterſaal die der Hoſchargen, des Geheimen Ka= vereine zur Ueberreichung von Adreſſen oder Geſchenken. Menſchenmenge begeiſtert einſtimmte.
* München, 16. Juni. Die Bayeriſche Staats=
Um 11 Uhr war im Ritterſaal
binettsrats, der Generaladjutanten, der Generale und
Ad=
zeitung bringt an der Spitze des Blattes einen
offi=
mirale à la suite und der Flügeladjutanten, endlich in der
Gratulationsdefiliercour.
ziös gekennzeichneten Glückwunſchartikel zum Regierungs=
Schwarzen Adlerkammer die Gratulationen der Hofſtaaten
und der Gefolge der höchſten Herrſchaften. Im Laufe des Die Majeſtäten hatten vor dem Throne Aufſtellung genom= jubiläum des Kaiſers, in dem es nach Würdigung der
Vormittags wuchſen die Menſchenmaſſen unter den Lin= men, die Prinzen und Prinzeſſinnen ſtanden zu Seiten Perſönlichkeit Wilhelms II. am Schluſſe heißt: Die
deut=
ſchen Bundesfürſten, an der Spitze Prinz=Regent Ludwig
den und in den übrigen Zufuhrſtraßen zum Schloſſe ins des Thrones, die Hofchargen dem Throne gegenüber. von Bayern, haben ſich nach Berlin begeben, um morgen
Ungeheure, während die Anfahrt der Deputationen zur Oberſtkämmerer Fürſt zu Solms=Baruth und Oberhofmar=
Gratulationscour vor ſich ging. Die farbenpräch= ſchall Graf Eulenburg leiteten die Cour. Nach den Klan= dem Kaiſer ihre Glück= und Segenswünſche zum
Regier=
ungsjubiläum darzubringen. Die innige Gemeinſchaft
tige Ausſchmückung der Straßen und die Galauniformen gen der Muſik defilierten die Botſchafter und anderen plutbeſchworener Verträge, in der die im Deutſchen Reiche
der anfahrenden Herren vereinigten ſich zu einem reiz= Chefs der hier akkreditierten Miſſionen nebſt Gemahlinnen, verbündeten Fürſten zuſammengeſchloſſen ſind, kommt in
vollen Bilde. Während oben in großer Höhe über dem die Prinzen und Prinzeſſinnen aus ſouveränen und neu= dieſer Kundgebung macht= und bedeutungsvoll zum Aus=
Schloß eine Fliegertaube kreiſte, empfingen die Majeſtäten fürſtlichen Häuſern, die Ritter des hohen Ordens vom druck. Dieſe fürſtliche Kundgebung zeigt dem Auslande,
um 10 Uhr im Kapitelſaale die Deputationen, die Schwarzen Adler, die Chefs der fürſtlichen, ehemals reichs= wie feſtgefügt und unverrückbar die Grundmauern ſind,
Adreſſen und Geſchenke überbrachten. Der Kaiſer in der ſtändigen gräflichen Häuſer, die in aktiver Dienſtſtellung auf denen der Bau des Deutſchen Reiches ſich auftürmt.
Uniform des 1 Garderegiments zu Fuß und die Kaiſerin befindlichen Exzellenzen, Herren vom Militär und Zivil, Sie wendet ſich aber auch an Deutſchland, an das deutſche
nahmen unter dem Thronbaldachin Aufſtellung. Zur Rech=ſämtlich mit ihren Gemahlinnen, die Gemahlinnen der Volk. Mit ihr legen die aus eigenem geheiligten Recht
ten des Kaiſers ſtanden die Prinzen, gegenüber den Maje= Hoſchargen, der Generale a 1a zuite und der Flügeladiu= dazu Berufenen ein feierliches Zeugnis dafür ab, mit
ſtäten bildeten die Hofchargen und Pagen Spalier. Auf tanten des Kaiſers, ſowie Deputationen der in Berlin welcher Treue Kaiſer Wilhelm II. die ſeinem kaiſerlichen
der Fenſterſeite ſtanden die Umgebungen. Zuerſt ſprach und Potsdam garniſonierenden Leibregimenter. Die Da= Amte durch die Verfaſſung des Reiches gezogenen
Gren=
das Staatsminiſterium ſeine Glückwünſche durch men trugen Promenadentoilette mit Hut.
zen innegehalten hat, mit welcher Gewiſſenhaftigkeit er
den Reichskanzler aus. Im Namen der
ſtimmfüh=
die durch dieſelbe Verſaſſung gewährleiſteien Rechte der
Im Zeughauſe.
renden Bevollmächtigten zum Bundesrat, mit denen
Bundesſtaaten geachtet und hochgehalten hat. Die
Be=
wieder der Reichskanzler und Staatsſekretär v. Jagow er=
Um 12 Uhr begab ſich der Kaiſer zu Fuß nach dem glückwünſchung Kaiſer Wilhelms II. durch die deutſchen
ſchienen, ſprach Graf Lerchenfeld, das Präſidium des Zeughauſe, begleitet von ſeinen ſechs Söhnen, ſowie ſei= Bundesfürſten geſtaltet ſich ſomit zu einer Feier der
Reichstages mit den Schriftführern und Quäſtoren, nem Schwiegerſohne und den Herren des Hauptquartiers, Treue und des Vertrauens, an der das geſamte deutſche
geführt von Dr. Kaempf, das Herrenhaus mit dem unter dem Jubel einer ungeheuren Menſchenmenge. Vor Volk mit dem innigen Dank= und Segenswunſche teil=
Kammerherrn von Wedel=Piesdorf als Sprecher ſowie dem Zeughauſe ſtand eine Ehrenkompagnie. Die Salut= nimmt: Gott ſchütze, Gott ſegne, Gott erhalte unſeren
des Abgeordnetenhauſes mit dem Grafen von Batterie des 1. Garde=Feldartillerieregiments feuerte einen Kaiſer!
Schwerin=Löwitz, ſchloſſen ſich an. Weiter folgten die als Salut von 101 Schuß. Im Lichthofe ließ der Kaiſer einen
* München, 16. Juni. Außer den öffentlichen haben
Komitee für das Ehrengeſchenk der Armee erſchienenen Armeebefehl des Kaiſers von Oeſterreich verleſen und viele Privatgebäude geflaggt in deutſchen, preußiſchen
Generalfeldmarſchälle, Generaloberſten und Generale. brachte ſelbſt ein dreifaches Hurra auf den Kaiſer Franz und baveriſchen Farben. In den Schulen wurde vormit=
Generalfeldmarſchall Graf Häſeler überreichte dabeiJoſef aus. Nach der Rückkehr ins Schloß war um 1.16 tags auf die Bedeutung des Tages hingewieſen. An der
offiziellen ſtädtiſchen Feier im Saale des
Seiner Majeſtät den Feldmarſchallſtab, den der Kaiſer, der Uhr Familienfrühſtückstafel.
alten Rathauſes nahm in Vertretung des Prinz=Regenten
bei jeder Gruppe mit wenigen freundlichen Vorten
Die deutſchen Städte.
teil Prinz Rupprecht, außerdem ſämtliche
Prinzeſinnen=
dankte, entgegennahm indem er hervorhob daß es ihn
* Berlin, 16. Juni. Bei den Gratulationsempfän= Töchter der preußiſche, badiſche, württembergiſche und
beſonders freue, das Geſchenk der Armee aus den Händen
eines glorreichen Mitkämpfers ſeines Großvaters entgegen= gen im Schloß heute vormittag empfing der Kaiſer die ſächſiſche Geſandte das geſamte Staatsminiſterium, die
nehmen zu können. Mit dieſer Gruppe erſchienen Gene=Deputation der Stadt Berlin und des Deut= Spitzen der Militär=, Zivil= und Städtiſchen Behörden,
raldfeldmarſchall von Bock und Bolach, Generaloberſt vonſchen Städtetages, ſowie des Reichsverban= die Rektoren der Univerſitäten und Techniſchen Hochſchu=
Pleſſen, der Kriegsminiſter und einige zwanzig Generale, des deutſcher Städte: Oberbürgermeiſter Wer= len, Vertreter der Induſtrie, des Handels und Gewerbes.
darunter die Generaloberſten von Lindequiſt, Keſſel, Gen== muth, Bürgermeiſter Dr. Reicke, Stadtverordnetenvor= In Vertretung des in Berlin weilenden
Oberbürger=
ral der Kavallerie v. Scholz, General der Infanterie von ſteher Michelet, den ſtellvertretenden Stadtverordnetenvor= meiſters hielt Hofrat Dr. von Brunner die Feſtrede, in
welcher er ausführte, die ſtädtiſchen Kollegien hätten be=
Moltke An der Spitze der Marineabordnung die aus ſteher Dr. Caſſel und den Stadtrat Straßmann. Der ſchloſſen, zuaunſten hilfsbedürftiger Veteranen 600 000 M.
dem Großadmiral von Tirpitz und mehreren Admiralen Kaiſer ſchüttelte dem Oberbürgermeiſter Wermuth kräftig als Kaiſer Wilhelms=Spende zu ſtiften.
beſtand, überreichte Prinz Heinrich einen ſilbernen die Hand und beauftragte ihn, der Berliner Bevölkerung
* München, 16. Juni Die Bayeriſche Staatszeitung
Adler, welcher den Flaggſtock der Jacht „Hohenzollern” ſeinen herzlichen Dank zu ſagen für die rege Anteilnahme veröffentlicht ein Armeebefehl, in dem es am Schluſſe
zieren ſoll. Die Offiziers=Abordnungen des Regiments an der Jubiläumsfeier, und drückte ſeinen wärmſten Dank heißt: Freudig ſetzt meine Armee in den edlen Wettſtreit
der Gardedukorps, des 1. Garderegiments, des Leibgarde= für die Huldigung der Schulkinder und die ſchöne Aus= mit den übrigen deutſchen Kontingenten jederzeit
ſchmückung der Straßen aus. Namens des Städtetages alle Kraft in ernſter Arbeit und treuer Hingabe daran,
Huſarenregiments, ſowie des Grenadierregiments König
und zugleich namens des Reichsverbandes deutſcher um das Schwert lang ſcharf zu erhalten das unſer
Friedrich Wilhelm IV. (1. Pommerſches) Nr. 2 ſchloſſen Städte ſprach ebenfalls Oberbürgermeiſter Wermuth! Vaterland zu ſchützen berufen iſt. Möge es Seiner
Maje=
ſich an und überreichten Erinnerungsgaben. Der enaliſche
dem Kaiſer die Glückwünſche aller deutſchen Städte aus. ſtät beſchieden ſein, das nun anbrechende zweite Viertel=
Mälitärattaché Ruſſel überreichte ein Geſchenk der Die Deputation des Deutſchen Städtetages beſtand aus jahrhundert ſeiner Regierung zum Beſten Deutſchlands
Royal Dragons, Vertreter des deutſchen evangeliſchen Kir= den Oberbürgermeiſtern Wermuth=Berlin, Dr. Borſcht= in unverminderter Schaffenskraft zu vollenden Das
chenausſchuſſes mit dem Wirkl. Geh. Rat Voigts als Spre= München, Beutler=Dresden, Wallraf=Köln, Matting=Bres= walte Gott! — Leitſtetten, den 15. Juni. Prinz Ludwig
cher, ſowie der Erzbiſchof von Köln, Dr. Hartmann, und lau, Voigt=Frankfurt a. M., Lautenſchlager=Stuttgart, von Bayern, des Königreichs Bayern Verweſer. — Der
der Biſchof von Rottenburg, Dr. von Keppler, als Ver=Dr Schwander=Straßburg, Siegriſt=Karlsruhe, Dr. Prinz=Regent ernannte den Prinzen Heinrich von
Preu=
treter der Biſchöfe, folgten. Die Reichslande ließen Gläſſing:Darmſtadt, Ebeling=Deſſau und Stadt= ßen zum Inhaber des 8. Feldartillerie=Regiments und
durch eine Deputation unter Führung des Statthalters verordnetenvorſteher Michelet=Berlin. Die Deputation des ſtellte den Prinzen Eitel Friedrich à la suite des vierten
Grafen von Wedel, mit dem Staatsſekretär Freiherrn Zorn Reichsverbandes deutſcher Städte, umfaſſend die Städte Chevaurlegers=Regiments „König‟. Das 8.
Feldartillerie=
von Bulach u. a. ihre Glückwünſche ausſprechen; für das unter 25000 Einwohnern, die gleichzeitig empfangen Regiment führt künftig die Benennung „Prinz Heinrich
Reichsgericht ſprach deſſen Präſident Wirkl. Geh. Rat wurde, beſtand aus den Bürgermeiſtern Saalmann=Pleß von Preußen”
Freiherr von Seckendorff; für das Reichsmilitärgericht Eichhart=Dirſchau, Dr. Belian=Eilenburg. Das Kunſtwerk,
* Ludwigshafen, 16. Juni. Zur Feier des
deſſen Präſident General Graf v. Kirchbach. Die Dele= das der Deutſche Städtetag als Glückwunſchadreſſe über=25jährigen Gedenktages des
Regierungs=
gation der Britifh Couneil of the Ehurches zur Pflege reichte, iſt eine Schöpfung von Profeſſor Hupp=Schleisheim antrittes Kaiſer Wilhelms II. und in
Erinner=
freundſchaftlicher Beziehungen zwiſchen England und bei München und ſtand im Kapitelſaal unmittelbar neben ung an die Befreiungskriege fanden am Sonntag in den
Deutſchland wurde von Biſchof Boyd Carpenter geführt. dem Thron, wo das Kaiſerpaar Platz genommen hatte. öffentlichen Schulen und Verkehrsanſtalten der Pfalz
Nachdem Miſter Carnegie an der Spitze der amerikani= Oberbürgermeiſter Wermuth wies bei der Ueberreich= Schulfeiern ſtatt. Am geſtrigen Sonntag vormittag
wur=
ſchen Abordnung eine Adreſſe überreicht hatte, folgten die ung darauf hin, daß die Adreſſe von Münchener Künſt=den in den Kirchen Feſtgottesdienſte abgehalten. Um
Abordnungen aus den Provinzen.
lern hergeſtellt ſei. Der Kaiſer erwiderte, ſie ſei eines 10½ Uhr hatte ſich in dem feſtlich mit Fahnen, Lorbeer=
Für die Deutſche Kolonialgeſellſchaft der ſchönſten Kunſtwerke, die er je geſehen, und richtete bäumen und Palmen, ſowie mit Büſten des Kaiſers und
ſprach General der Infanterie Freiherr v. Cayl, für den beſondere Dankesworte an den Münchener Oberbürger= des Prinz=Regenten gezierten großen Saale des
Geſell=
evangeliſchen und den katholiſchen Ausſchuß zur Samm=meiſter, der ſich bei der Herſtellung der Adreſſe große Ver= ſchaftshauſes eine anſehnliche Feſtverſammlung
einge=
funden, um dem hier von der Stadt Ludwigshafen
ver=
lung der Kaiſer Wilhelm=Spende für die dienſte erworben habe.
chriſtlichen Miſſionen in den deutſchen Kolonien
* Berlin, 16. Juni. Bei dem Empfange im Kapitel= anſtalteten Feſtakt anzuwohnen. Die Feſtrede hielt Stadt=
und den Schutzgebieten die Präſidenten der beiden Aus= faal des Schloſſes waren u. a, noch erſchienen: Vertreter pfarrer Blum über Kaiſer Wilhelm II., ſein Weſen und
ſchüſſe, v. Wedel=Piesdorf und Fürſt zu Löwenſtein=Wert= der Provinzialverbände, der Hauptſtädte und anderer Wirken. Er feierte Kaiſer Wilhelm II. als Schirmherrn
heim. Das vorläufige Ergebnis der evangeliſchen Samm= Städte, ſowie der Landſchaften uſw. Nach Oſtpreußen, des Friedens und forderte dazu auf, einig und treu zu
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Juni 1913
Seite 8.
Kaſer und Reich zu ſiehen. Mit einem dreiſachen, von ſgen Regterung. Seit 191 darft ſch mein Heer der Ehre
der Verſammlung begeiſtert aufgenommenen Hoch auf rühmen, Seine Majeſtät zu den Seinen zu zählen.
Viel=
den Kaiſer ſchloß Redner ſeine Ausführungen. Alsdann fältig ſind die Beweiſe von Anteil und Huld, die Seine
wurden an Kaiſer Wilhelm und den Prinz=Regenten Majeſtät nicht allein den Regimentern, die mit Stolz ſei=
Ludwig Huldigungstelegramme abgeſandt. Muſik= und nen erlauchten Namen führen, ſondern auch meiner ge=
Geſangsvorträge eröffneten und beſchloſſen die ſchöne ſamten Wehrmacht bei allen Anläſſen, die Seiner Majeſtät
patriotiſche Feier. Am Nachmittag fand auf dem ſtädti= Blicke auf ſie lenkten, zu geben geruhte. Wenn jetzt Heer
ſchen Feſtplatz ein Volksfeſt ſtatt, an dem u. a. viele Hun= und Flotte im Deutſchen Reiche ihrem allerhöchſten
dert Schulkinder teilnahmen. Auch in anderen Teilen der Kriegsherrn mit Begeiſterung zujubeln, ſtimmen auch
Pfalz wurde der Tag mit patritiſchen Feiern, Feſtakten, Oeſterreich=Ungarns Kriegs= und Seeleute freudigſt ein.
Feſtaufführungen und Feſtbanketten begangen. Die Zeit=Ich an deren Spitze bringe Seiner Majeſtät, meinem
ungen bringen Titelbilder mit dem Bilde des Kaiſers teuren Freunde und erhabenen Verbündeten, den Gruß
und Feſtartikel mit Gedichten, in denen Kaiſer Wilhelm II. meines Heeres, der Landwehren und der Kriegsmarine
mit unſerer aller Herzenswunſche: Der Allmächtige mit
als Friedenskaiſer gefeiert wird.
* Straßburg (Elſaß), 16. Juni. Den Mittelpunkt der der Fülle ſeiner Gnade betreue Kaiſer Wilhelm bis in
hier aus Anlaß des Regierungsjubiläums des die fernſte Zukunft zum Wohle Seiner ruhmreichen
Kaiſers gegebenen Veranſtaltungen bildete ein geſtern Wehrmacht und zum Heile des Deutſchen Reiches!
Peſt, 15. Juni. Die reichsdeutſche Kolonie
abend im Orangeriegarten ſtattgehabtes, von den
kame=
radſchaftlichen, landsmannſchaftlichen und anderen her= feierte geſtern abend das Jubiläum des Kaiſers durch
vorragenden Vereinen Straßburgs unter ungeheurem An=einen Feſtkommers, dem auch der Ehrenpräſident,
Gene=
drang des Publikums aller Kreiſe veranſtaltetes Gar=ralkonſul Graf von Fürſtenberg=Stammheim, beiwohnte.
tenfeſt größeren Stils mit Konzert, Feuerwerk und An den Kaiſer wurde ein Telegramm abgeſandt.
* Peſt, 16. Juni. Im Abgeordnetenhauſe
Seebeleuchtung, lebenden Bildern und einer Huldigung
an den Kaiſer, der General a. D. v. Zanthier in be= ergriff heute der Präſident Boethy zu Beginn der Sitzung
geiſterter Rede Ausdruck verlieh, mit einem Kaiſerhoch das Wort zu folgender Anſprache: Den heutigen Tag
kön=
ſchließend, das ſeitens der Zehntauſende, die den Garten nen wir nicht vorübergehen laſſen, ohne des 25
jähri=
füllten, begeiſterte Erwiderung fand. Heute begann dergen Regierungsjubiläums zu gedenken, das
feſtliche Gedenktag mit Choralmuſik vom Münſterturm der Souverän der mit uns in ſo enger Freundſchaft und
in für uns ſo wertvollen Bundesverhältniſſe lebenden
und dem großen Wecken durch mehrere Militärkapellen. großen deutſchen Nation Kaiſer und König Wilhelm II.
Die Straßen ſind zum Teil reich beflaggt. Die Schulen begeht. (Langanhaltender Beifall und Händeklatſchen,
und Bureaus ſind geſchloſſen. Gegen Mittag verſammel= Elienrufe.) Das Deutſche Reich feiert dieſen Tag mit dem
ten ſich das Offizierkorps und die Unteroffiziere der Gar= größten Jubel. Dieſer Freudentag erweckt auch in
un=
niſon zur großen Paroleausgabe auf dem Borglieplatz ſeren Herzen die wärmſten und innigſten Gefühle für die
um den kommandierenden General v. Deimling. Am Perſon des großen Herrſchers. (Stürmiſcher Beifall und
Nachmittag vereinigte ein Feſtdiner mit 236 Gedecken Eljenrufe.) Dankbarſte Anerkennung auch für den
erhabe=
die hervorragendſten Perſönlichkeiten der Stadt und die nen Hüter des europäiſchen Friedens. (Begeiſterte
Spitzen der Zivil= und Militärbehörden im großen Sän= Eljenrufe.) Ich beantrage, daß das Haus dieſe unſere
gerhausſaal, wobei der kommandierende General von Gefühle im Protokoll ausdrückt und beſchließt, daß der
Deimling das Kaiſerhoch ausbrachte.
Miniſterpräſident dies dem jubilierenden Herrſcher aus=
Stuttgart, 16. Juni. Der Staatsanzeiger drückt. (Stürmiſcher Beifall, Eljenrufe.) Miniſterpräſident
widmet heute eine längere Ausführung dem Regierungs= Tisza führte aus: Hohes Haus! Ich glaube, die Worte,
jubiläum des Kaiſers. Er wirft zunächſt einen Rückblick mit denen der ſehr geehrte Präſident des Jubiläums
Kai=
auf die Zeit des Regierungsantritts des Kaiſers und ſtellt ſer Wilhelms II. gedacht hat, werden in den Herzen eines
feſt, das deutſche Volk habe dieſe 25 Jahre nicht nutzlos jeden Ungarn begeiſterten Widerhall finden. Ich glaube,
verlebt, es zeigt uns das Bild einer von jugendlicher die ganze Nation fühlt mit der deutſchen Nation und
Kraft getragener, von Ernſt und Pflichtgefühl beſeelten freut ſich mit der deutſchen Nation in dem Moment, wo
Nation, die durch die entſchloſſene Arbeit jedes Tages dieſe dankerfüllten Herzens mit berechtigtem Stolze zu
ihre Zukunft erobert. Nach weiteren Ausführungen über ihrem Herrſcher emporblickt. (Lebhafte Zuſtimmung.) Wir
die umfaſſende Tätigkeit des Kaiſers, ſchreibt das Blatt: vereinigen unſere Gefühle mit denen der deutſchen Na=
Das württembergiſche Volk bringt dem Kaiſer in Ehr= tion. Der an der Spitze der deutſchen Nation ſtehende
furcht und Treue die herzlichſten Glück= und Segenswünſche Herrſcher iſt nicht nur ein erprobter Anhänger, ſondern auch
dar. Möge auch ferner Gottes Gnade und Huld über dem die ſtärkſte Stütze des Bundesverhältniſſes, das in der
Kaiſer und ſeinem Hauſe walten und möge ihm noch eine! Ideenwelt der ungariſchen Nation feſt begründet iſt.
lange geſegnete Regierungszeit beſchieden ſein.
(Lebhafter Beifall.) Ihn bringt den Herzen der ungari=
* Höchſt, 16. Juni. Gelegentlich des Jubiläums der ſchen Nation auch das Freundſchaftsverhältnis näher, in
Höchſter Farbwerke am 4. Januar ſtifteten dieſe aus dem dem er zu der erhabenen Perſon unſeres Königs und
Meiſter=, Luxius= und Brüning=Dispoſitionsfonds 50000 Herrn ſteht (Begeiſterte Eljenrufe), und dem er wiederholt
Mark, deren Zinſen zur Beihilfe für Veteranen, ſowie bei den mannigfachſten Anläſſen in ſo mächtiger und
er=
andere gemeinnützige Zwecke, insbeſondere zur Bekämp= greifender Weiſe Ausdruck gegeben hat. (Lebhafte
Zu=
fung der Tuberkuloſe auf dem Lande dienen ſollen. Die= ſtimmung.) Indem ich auch meinerſeits von ganzem
ſem Betrage haben heute die Stifter aus Anlaß des Herzen mich dem Ausdruck der vom Präſidenten ausge=
Regierungsjubiläums des Kaiſers abermals die ſprochenen Gefühle anſchließe, empfehle ich den Antrag
Summe von 50000 Mark hinzugefügt, ſo daß des Präſidenten der Annahme. (Stürmiſcher Beifall,
Händeklatſcher, begeiſterte Eljenrufe.) Der Antrag des
ſich der dem Kreiſe zur Verfügung ſtehende Fonds jetzt auf Präſidenten wird angenommen. Das Haus tritt ſodann
100000 Mark beläuſt.
* Hamburg, 15. Juni. Anläßlich des Regierungs= in die Beratung der Tagesordnung ein.
* Prag, 15. Juni. Zur Feier des 25jährigen
Regier=
jubiläums des Kaiſers fand ein Kaiſerkommers
ſtatt, an dem etwa 2000 Mitglieder der Hamburger aka= ungsjubiläums Kaiſer Wilhelms wurde heute vormittag
demiſchen Kreiſe teilnahmen. Den Ehrenvorſitz führten in der evangeliſchen Kirche ein Feſtgottesdienſt
die beiden Bürgermeiſter Dr. Schroeder und Dr. Predoehl abgehalten, welchem der Statthalter Fürſt zu Thun, der
und Senator Dr von Melle; ferner waren der preußiſche Korpskommandant, die Generalität, Deputationen des
Geſandte von Bülow und viele Mitglieder der Bürger= Prager Offizierkorps, der deutſche Konſul Freiherr von
ſchaft anweſend. Die Kaiſerrede hielt Profeſſor Dr. Lo=Gebſattel, der Polizeipräſident, Mitglieder des
Hilfsver=
rentzen. Der Bürgermeiſter brachte ein Hurra auf die eins deutſcher Reichsangehöriger in Prag und der
reichs=
deutſchen Akademiker aus. In dem feſtlich geſchmückten deutſchen Kolonie in Prag beiwohnten.
* Rom, 16. Juni. Der Oſſervatore Romano
Saale entwickelte ſich ſodann ein für Hamburg
ungewohn=
tes Bild frohen ſtudentiſchen Treibens. An den Kaiſer bringt eine begeiſterte Lobrede auf den Kaiſer als einen
aufrichtigen Freund und überzeugten Propheten unter den
wurde ein Huldigungstelegramm abgeſandt.
Völkern des internationalen Friedens, den ſeine Macht
* Breslau, 16. Juni. Nachdem geſtern in drei Kir= verbürge. Das Blatt drückt die ehrerbietigſten Wünſche
chen Feſtgottesdienſte ſtattgefunden hatten, begann für ein langes Leben und das Glück des erlauchten
Mon=
heute die Feier des Regierungsjubiläums mit einem archen aus.
großen militäriſchen Wecken und Feſtakten in
Aus Anlaß des Regierungsjubiläums des Kaiſers hat
den Schulen. Um 10 Uhr begab ſich der Lehrkörer der Miniſter des Aeußern ein Telegramm an den
der Univerſität und der Techniſchen Hochſchule nach derdeutſchen Reichskanzler geſendet, welches lautet:
Jahrhunderthalle, wo inzwiſchen die Spitzen der Behör=
„Ich bitte Ew. Exzellenz, dem Kaiſer meine ehrerbietigſten
den und die Vertreter der Geiſtlichkeit, die Schuldirek=
Glückwünſche und wärmſten Wünſche und diejenigen der
toren, die Vertreter zahlreicher Univerſitäten und Hoch= italieniſchen Regierung auszudrücken, welche, wie ich
ſchulen und Studierende ſich eingefunden hatten. Nach weiß, bei dieſer Gelegenheit der getreue Dolmetſch der
der Feſtrede des Profeſſors Dr. Kückenthal verkündete einmütigen Gefühle der italieniſchen Nation iſt.”
der Prorektor der Techniſchen Hochſchule die bereits gemel= Reichskanzler von Bethmann Hollweg ſandte folgendes
dete Ehrenpromotion und verlas die Verleihungs= Antworttelegramm: „Der Kaiſer, mein erhabener
Sou=
urkunde an den Kaiſer, ſowie die Tabula gratulatoria, perän, iſt ſehr angenehm berührt von den ſo freundlichen
die heute dem Kaiſer im Schloſſe in Berlin überreicht Glückwünſchen, die Sie perſönlich und ebenſo namens der
wird. Mit einem Kaiſerhoch, Chorgeſang und gemein= italieniſchen Regierung ausgedrückt haben, und hat mich
ſam geſungenem Niederländiſchem Dankgebet ſchloß die beauftragt, Ihnen ſeinen aufrichtigſten Dank zu über=
Feier.
mitteln.”
Ausland.
* Genua, 16. Juni. Zur Feier des Regierungsjubi=
* Wien, 15. Juni. Alle Blätter widmen Kai=läums Kaiſer Wilhelms fand in der hieſigen
evangeli=
ſer Wilhelm die herzlichſten Glück= und ſchen Kirche ein Feſtgottesdienſt ſtatt, an dem Ge=
Segenswünſche. Sie gedenken der unerſchütter= neralkonſul v. Herff mit den Mitgliedern des Konſulats
lichen Freundſchaft, welche die beiden Dynaſtien Hohen= und zahlreiche Mitglieder der deutſchen Kolonie
teil=
zollern und Habsburg und ihre Völker miteinander ver= nahmen.
knüpfen und heben die Bundestreue und Waffenbrüder=
* Bern, 16. Juni. Die deutſche Kolonie feierte
ſchaft hervor, mit der der Kaiſer feſt zu Oeſterreich=Ungarn das Kaiſerjubiläum durch ein Gartenfeſt und ein
Feſt=
ſteht. Viele Blätter bringen das Porträt des Kaiſers, mahl. Der deutſche Geſandte. Freiherr von Romberg,
Artikel über ſeine hervorragende Perſönlichkeit, ſein Ver= hielt die Feſtrede. An den Kaiſer wurde ein
Huldigungs=
hältnis zum politiſchen und Wirtſchaftsleben und zur telegramm abgeſandt. Anläßlich des Jubiläums wurde
Kunſt und Wiſſenſchaft. In der Neuen Freien Preſſe an deutſche Kriegsveteranen eine Spende verabfolgt und
ſpricht Profeſſor Hermann Oncken=Heidelberg über Kai= eine Stiftung für ein Altersheim beſchloſſen. Die
ge=
ſer Wilhelm mit beſonderer Berückſichtigung ſeines poli= ſamte Schweizer Preſſe gedenkt des Jubiläums in
war=
tiſchen Wirkens. An leitender Stelle des Neuen Wiener men Worten und lobt den Kaiſer als einen Freund des
Tagblattes ſchreibt Heinrich Friedjung über den Kaiſer Friedens und der Schweiz.
als Politiker; ferner äußern ſich Peter Roſegger über
* Belgrad, 16. Juni. Anläßlich des Regierungs=
Kaiſer Wilhelm als Führer, Geheimrat Ehrlich über jubiläums des Kaiſers ließ König Peter ſeine 1
Kaiſer und Wiſſenſchaft, Graf du Moulin und Eckardt= Glückwünſche durch ſeinen Generaladjutanten und den
München über Kaiſer und Technik. In der Reichspoſt Direktor des Kabinetts ausſprechen.
Miniſterpräſident
ſchreibt Profeſſor Martin Spahn=Straßburg über den Paſitſch und der Generalſekretär im Miniſterium des
Kaiſer und die deutſche Auslandspolitik. Die Volks= Aeußern Stefanowitſch überbrachten die Glückwünſche der
zeitung huldigt dem Kaiſer ganz beſonders als einem Regieruna.
* Brüſſel, 16. Juni. Die deutſche Kolonie in
Fürſten, deſſen Ideal ausſchließlich die Wohlfahrt des
Brüſſel feierte geſtern nachmittag das Regierungsjubi=
Friedens ſeines Volkes iſt und für den der gewaltige
Ausbau der Wehrmacht des Reiches nur das Mittel zur läum des Kaiſers durch einen außerordentlich ſtark
be=
ſuchten Feſtakt. Die Herren der Geſandtſchaft und des
Erreichung des Friedens iſt. Auf ihn bezieht das Blatt Konſulats waren anweſend. Der Geſchäftsträger Prinz
das Wort: „Den Held macht die Zeit, aber die Zeit Hatzfeld=Trachenbera brachte ein Hoch auf den König
ſchafft den Helden” In begeiſterter Weiſe preiſen den Albert und Kaiſer Wilhelm aus. Die deutſche Kolonie in1
Kaiſer die Zeitungen Deutſches Volksblatt und Oſtdeutſche Antwerpen beging das Jubiläum des Kaiſers geſtern
Rundſchau als den Führer eines Volkes, dem die Ge= abend durch einen Feſtkommers. Wilhelm v. Mallinckrodt
ſchichte einen Ehrennamen nicht verweigern werde und hielt die Feſtrede.
dem die ſtammverwandten Völker Oeſterreichs mit den
Der Miniſterpräſident und der Miniſter für
Deutſchen im Reiche heute feiern als „Wilhelm den auswärtige Angelegenheiten haben geſtern auf der deut=
Deutſchen”.
ſchen Geſandtſchaft vorgeſprochen, um zur Jubiläumsfeier
Wien, 16. Juni. Der Kaiſer hat nachſtehenden Kaiſer Wilhelms Glückwünſche darzubringen. Auch die
Armeebefehl erlaſſen: Wilhelm II deutſcher Kaiſer, Glückwünſche des belgiſchen Hofes wurden der Geſandt=
König von Preußen, begeht das Jubiläum der 25jähri= ſchaft übermittelt.
Nummer 139.
7 Han. 10. Zumt. Das abfährige
Regte=
rungsjubiläum Seiner Majeſtät des deutſchen
Kaiſers hat im Haag Veranlaſſung zu folgenden
Ver=
anſtaltungen gegeben: Um 10 Uhr vormittags fand in
der deutſchen evangeliſchen Kirche Feſtgottesdienſt ſtatt,
zu dem Ihre Majeſtät die Königin, Ihre Majeſtät die
Königin=Witwe und S. K. H. Prinz Heinrich der
Nieder=
lande Vertreter entſandt hatten, und dem königliche
Hof=
beamte, die niederländiſchen Miniſter und ſonſtige hohe
Würdenträger beiwohnten. Um 1 Uhr folgte alsdann ein
Galafrühſtück von 22 Gedecken in den Räumen der
kai=
ſerlichen Geſandtſchaft, zu welchem Einladungen an die
Spitzen der deutſchen Kolonie im Haag ergangen waren.
Abends veranſtaltete die deutſche Kolonie einen
Feſtkom=
mers im Zoologiſchen Garten, bei welchem der kaiſerlich
deutſche Geſandte, Exzellenz F. von Müller, den
Ehren=
vorſitz führte und die Feſtrede auf S M. den Kaiſer hielt.
Heute hat der Vorſtand der hieſigen deutſchen
Schule zu einer patriotiſchen Gedenkfeier im Saal der
„Vereeniging” Willemſtraat geladen, zu der Kinder, die
den deutſchen Unterricht genießen, ſowie auch ihre Eltern
erſchienen waren.
* London, 15. Juni. In dem fahnengeſchmückten
Saale der Royal Horticultural Hall hatte
ſich die deutſche Kolonie Londons verſammelt,
um das 25jährige Regierungsjubiläum
S. M. Kaiſer Wilhelms feſtlich zu begehen.
Un=
ter den Anweſenden befanden ſich Fürſt und Fürſtin
Lich=
nowsky. Generalkonſul Dr. Johannes und Gemahlin,
das geſamte Perſonal der Botſchaft und des
Generalkon=
ſulats, Baron und Baronin Bruno v. Schroeder und
an=
dere führende Mitglieder der Kolonie. Die deutſchen
Ver=
eine waren zahlreich vertreten. Die Zahl der Teilnehmer
belief ſich auf nahezu 1000. Den Vorſitz führte Fürſt
Lichnowsky Das Feſt begann mit der Jubelouverture
von Weber. Sodann ſprach der Regiſſeur des Deutſchen
Schauſpielhauſes in Hamburg, Herr Montor, den
Feſt=
prolog, eine „Hymne an den deutſchen Geiſt” den Herr
Ludwig Holthuſen=London gedichtet hatte. Nach einem
Geſangsvortrag der hieſigen deutſchen Männerchöre hielt
Herr Dr. Ernſt Schuſter die Feſtrede, die mit folgenden
Worten ſchloß: Das Gewicht der Stimme Deutſchlands
im Rate der Völker iſt in den letzten 25 Jahren beſtändig
gewachſen; ſie wird mit Achtung gehört, weil ſie die
Stimme der Mäßigung und der Gerechtigkeit iſt, weil ſie
zwar die eigenen Rechte mit Entſchiedenheit aufrechterhält,
aber auch den Rechten anderer die gebührende Rückſicht
ſchenkt. Möge dies ſtets ſo bleiben. Möge der
Hohen=
zollerngeiſt, der auch nach dieſer Richtung in Seiner
Majeſtät im vollſten Maße verkörpert iſt, noch durch viele
lange Jahre ſich in ſeinen Worten und ſeinen Taten
äußern. Daß dies unſer aller Wunſch und Gebet iſt,
be=
kunden wir durch den Ruf: „Seine Majeſtät Kaiſer
Wil=
helm II. lebe hoch!”
Sodann hielt Botſchafter Fürſt Lichnowsky
eine Anſprache, in der er u. a. ſagte, der glänzende
Er=
folg des Abends ſei ein neuer Beweis für die Tatſache,
daß die in England wohnenden Deutſchen dem Vaterlande
die Treue bewahren und keine Angelegenheit verſäumen,
ihre vaterländiſche Geſinnung und dankbare
Anhänglich=
keit an den Träger der Kaiſerkrone zu beweiſen. Der
Botſchafter ſchlug vor, ein Huldigungstelegramm an den
Kaiſer abzuſenden und dankte im Namen des Kaiſers für
den glänzenden Erfolg der Sammlungen, welche es der
deutſchen Kolonie ermöglichten, den großartigen Betrag
von über 37000 Pfund Sterling der Stiftung zu
über=
weiſen, die den bekannten Abſichten Seiner Majeſtät
ent=
ſprechend größtenteils für die Alters= und
Siechenverſor=
gung der in England wohnenden Deutſchen beſtimmt ſei.
Das an den Kaiſer gerichtete Telegramm hat folgenden
Wortlaut: „Euer Majeſtät entbieten die unter meinem
Vorſitz zur Feier Ihres allerhöchſten
Regierungsjubi=
läums in dankbarer Freude feſtlich verſammelten
Deut=
ſchen Londons ehrerbietigſte Huldigung und wärmſte
Wünſche. Lichnowsky.‟ Das Feſt nahm einen
harmoni=
ſchen und angeregten Verlauf.
* London, 16. Juni. Das Regierungsjubiläum des
Kaiſers wurde mit einem Dankgottesdienſt in der
deutſchen Kirche feſtlich begangen. Dem Gottesdienſt
wohn=
ten nahezu alle hier beglaubigten fremden Botſchafter und
die diplomatiſchen Vertreter Deutſchlands, ſowie
zahl=
reiche Mitglieder der deutſchen Kolonie bei. König Georg
ließ ſich durch einen Zeremonienmeiſter vertreten,
Der Lordmayor hat dem Kaiſer durch die
Bot=
ſchaft die Glückwünſche der Bürger von
Lon=
don zu ſeinem Regierungsjubiläum übermitteln laſſen.
In allen deutſchen Kirchen des Vereinigten Königreiches
fand geſtern ein Dankgottesdienſt ſtatt. In
Mancheſter=
amtierte der deutſche Geiſtliche zuſammen mit dem Biſchof
von Mancheſter.
Mehrere Zeitungen bringen Artikel zur
Jubiläums=
feier des deutſchen Kaiſers. Der Daily Telegraph betont.
daß ſeit Bismarck keine Geſtalt das Intereſſe ſo ſehr auf
ſich konzentriert habe, und hebt weiter hervor, daß der
Kaiſer 25 Jahre hindurch den Frieden bewahrt hat. Wir
haben die beſtimmte Ueberzeugung, daß er ſeinen ganzen
Einfluß für zwei Ziele einſetzt: für die Ruhe Europas
und für freundliche Beziehungen zwiſchen England und
Deutſchland.
* Kopenhagen, 16. Juni. Anläßlich des
Regie=
rungsjubiläums des Kaiſers ſtattete König
Chriſtian heute vormittag der hieſigen deutſchen
Ge=
ſandtſchaft einen Beſuch ab.
* Kopenhagen, 16. Juni. Anläßlich des
Regierungs=
jubiläums des deutſchen Kaiſers fand in der deutſchen
Geſandtſchaft offizieller
Empfang ſtatt,
zu welchem ſämtliche Mitglieder der Geſandtſchaft und des
Generalkonſulats Kopenhagen, die deutſchen
Wahl=
konſuln in Dänemark und die Spitze der Kolonie
er=
ſchienen waren. An den Empfang ſchloß ſich ein
Früh=
ſtück an. Im Laufe des Nachmittags fanden ſich auf der
deutſchen Geſandtſchaft die Mitglieder des hieſigen
diplo=
matiſchen Korps ein, um dem deutſchen Geſandten
Gra=
fen Brockdorff=Rantzau die Glückwünſche zum Jubiläum
darzubringen.
* Petersburg, 15. Juni. Faſt alle Zeitungen
bringen Bilder, Lebensbeſchreibungen und Feuilletons
über Kaiſer Wilhelm. Die Birſchewija
Wjedo=
moſti hebt die Verdienſte des Kaiſers um Deutſchlands
Friedenspolitik und Kolonialpolitik, um ſein
wirtſchaft=
liches und kulturelles Wachstum hervor und ſchließt: Die
Politik Deutſchlands gegenüber Rußland hat unter Kaiſer
Wilhelm eine freundſchaftliche Richtung angenommen. Der=
Kaiſer brachte Berlin und Petersburg einander näher.
Die Petersburger Zeitung nennt den Kaiſer eine der
her=
vorragendſten Perſönlichkeiten zu Anfang des
zwanzig=
ſten Jahrhunderts, die ſtets die Gedanken ſeiner
Unter=
tanen und der ganzen Kulturwelt feſſelte, und hebt das
hohe Pflichtgefühl des Kaiſers, die Vielſeitigkeit ſeines
Geiſtes und ſein Wirken für den europäiſchen Frieden
hervor. Die Feſtesfreude werde in Rußland geteilt.
Ruß=
koja Molwa betont, daß in der jüngſten Kriſe die
Frie=
densliebe des Kaiſers hervorgetreten ſei. Der Kaiſer, eine
Verkörperung des Militarismus, ſei gleichzeitig ein
über=
zeugter Friedensfreund und wolle ſein Volk hohen Zielen
entgegenführen, die er ſelbſt ihm zeige, und gehe kühn mit
Volldampf voraus im feſten Bewußtſein ſeiner Pflicht,
Nummer 139.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Jnni 1913.
Seite 9.
2 Madrid., 10. Junf. Anläſhlich des kalſerichen Rer fherigen Erfalge der erſt vor wernigen Jahren von mir an= mit Sternt v. Kaukbach, Proſeſſr in Minchen; der
gierungsjubiläums fand auf der deutſchen Bot= geregten Beſtrebungen, die auf eine umfaſſende Förde= Rote Adler=Orden zweiter Klaſſe mit Eichenlaub und der
ſchaft ein Empfang der Mitglieder der hieſigen deut=rung der geiſtigen und körperlichen Wohlfahrt der ſchul=Königlichen Krone: Krupp von Bohlen=
Hal=
ſchen Kolonie, der ſich Bankette und Ballfeſtlichkeiten an= entlaſſenen Jugend gerichtet ſind. In Stadt und Land bach, Villa Hügel=Eſſen; der Stern zum Kronen=Orden
reihten, ſtatt.
haben ſich ſtaatliche und kirchliche Behörden, Kreis= und zweiter Klaſſe: Noeldechen, Generalmajor Inſpekteur
* Konſtantinopel, 16. Juni. Das Kaiſerjubi= Gemeindeverwaltung, Vereine und Verbände aller Art, der 1. Fußartillerie=Inſpektion; der Kronen=Orden erſter
läum wurde heute durch einen Feſtgottesdienſt vaterländiſch geſinnte Männer und Frauen, aus den ver= Klaſſe mit Schwertern am Ringe: v. Kathen,
Gouver=
in Pera und auf S. M. Jacht „Loreley” gefeiert. Morgen ſchiedenſten Ständen und Berufen mit offener und willi= neur von Mainz; der Stern zum Roten Adler=Orden
findet im Park der deutſchen Botſchaft in Therapia ein ger Begeiſterung und hingebender Treue in den Dienſt der zweiter Klaſſe mit Eichenlaub und Krone: v. Plüs=
Marineſportfeſt ſtatt.
Jugendpflege geſtellt und ſie durch Stiftungen, Beiträge kow, Kommandeur der Heſſiſchen (25.) Diviſion; den
und perſönliche Tätigkeit gefördert. Hierfür ſämtlichen Stern zum Roten Adler=Orden zweiter Klaſſe mit Stern:
* Cetinje, 16. Juni. Anläßlich des Regierungsjubi= Beteiligten meinen landesväterlichen Dank und meine Korwan, Generalleutnant z. D., Darmſtadt,
Bern=
läums des Kaiſers fand geſtern in der hieſigen deut= Anerkennung auszuſprechen, iſt mir ein Bedürfnis und hard, Generalleutnant z. D. in Darmſtadt: der Rote
ſchen Geſandtſchaft Empfang und Gratula= eine Freude. Ich werde dem friſchen Streben der her= Adler=Orden zweiter Klaſſe mit Eichenlaub: Freiherrn
tion ſtatt. Der König erſchien perſönlich bei dem deut= anwachſenden Jugend, ſowie allen, die ihr zu friedlichem Röder v. Diersburg, Generalmajor: D.
Berchtes=
ſchen Geſandten Eckardt, um ihm zu gratulieren. Die Gedeihen an Leib und Seele zu helfen bemüht ſind, auch gaden; der Rote Adler=Orden zweiter Klaſſe: Gang=
Glückwünſche der Regierung ſprach der Miniſter des weiterhin mein lebhaftes Intereſſe und meinen königlichen hofer Schriftſteller in München; der Rote Adler=Orden
Aeußern, Plamenatz, aus. Der König richtete an den Beiſtand zuwenden, und gebe mich der Hoffnung hin, dritter Klaſſe mit der Schleife: Profeſſor Kallmorgen
Kaiſer ein in wärmſten Ausdrücken gehaltenes Tele= daß es bald gelingen wird, eine einheitliche Organiſation in Berlin; der Adler=Orden dritter Klaſſe: Profeſſor
gramm.
zu ſchaffen, die es mir ermöglicht, zu dieſem mir ſehr am Heck, Direktor des Zoologiſchen Gartens in Berlin; die
* New=York, 16. Juni. Geſtern vormittag fand in Herzen liegenden Werke, in noch nähere Beziehungen zu Königliche Krone zum Roten Adler=Orden vierter Klaſſer
Anweſenheit des Botſchafters ein Feſtgottes= treten. Gott aber ſchenke dem Werke ſeinen reichen Segen Maler Robert Weiſe in Stuttgart; der Kronen=Orden
dienſt in der deutſch=reformierten Kirche ſtatt. Dann zum Heile der deutſchen Jugend und zum Segen des
Va=
erfolgte die Uebergabe des Jubiläumsfonds an das terlandes. 6. Ich will aus Anlaß meines Regierungs= zweiter Klaſſe mit Stern: v Behr Oberſt, beauftragt
jubiläums auch der Mitkämpfer aus großer Zeit gedenken mit der Führung der 32. Infanterie=Brigade. Weiter
er=
deutſche Hoſpital. Abends fand ein Bankett der
deut=
ſchen Vereine zu Ehren des Kaiſers ſtatt. Die Blätter und bewillige daher den mir zu dieſem Zweck auf meinen hielten: die Rote Kreuz=Medaille erſter Klaſſe: Ihre
Befehl namhaft gemachten 600 Kriegsteilnehmern ein Hoheit die Frau Fürſtin zur Lippe, Prinzeſſin von
veröffentlichen ſympathiſche Artikel zum Kaiſerjubiläum. Enadengeſchenk von je 50 Mark.
Heſſen=Philippsthal=Barchfeld. Der erbliche Adel wurde
Anläßlich des 25jährigen Regierungsjubiläums des
verliehen: Generalleutnant Liman, Kommandeur der
Kaiſers wurde unter den Auſpizien eines General=Aus=
* Berlin, 16. Juni. Eine Sonderausgabe des Reichs= 22. Diviſion (Namensform: Liman von Sanders),
Ge=
ſchuſſes der hervorragendſten deutſch=amerikaniſchen Bür= anzeigers veröffentlicht eine große Reihe allerhöchſter neralleutnant Hahn, Generaladjutant des Großherzogs
ger New=Yorks im Hotel Aſtor ein großer Feſtkom= Gnadenerlaſſe und Auszeichnungen. Unter den Geadel= von Heſſen. Ferner erhielten: den Roten Adler=Orden
mers veranſtaltet. Die Begrüßungsanſprache die mit ten befinden ſich Walter vom Rath, der Vizepräſident dritter Klaſſe: Geh. Kommerzienrat Joſeph
Gaſtell=
einem jubelnd aufgenommenen Hoch auf den Kaiſer ſchloß, des Abgeordnetenhauſes Krauſe der Schriftſteller Mainz: den Kronen=Orden dritter Klaſſe:
Oberpoſtdirek=
hielt der Vorſitzende des Komitees, C. Rebhan. Den Joſeph Lauff. die Generale Gallwitz und Mudra, tor Milkau=Darmſtadt.
Trinkſpruch auf den Prſſidenten brachte Dr. A. KernOberſtabsarzt Dr. Niedner. die Admirale Thomſen, Eör=
Der Kaiſer verließ anläßlich ſeines
Regierungsjubi=
aus. Unter den weiteren Rednern waren der deutſche per, Pohl, Lans und Karpf. Unter den ins Herrenhaus läums dem Fürſten von Bülow ſein Bildnis in
Botſchafter Graf Bernſtorff. Bürgermeiſter Gaynor Berufenen befinden ſich Geh. Kommerzienrat Arnhold, Form einer Porträtplakette, die dem Fürſten heute bei ſei=
und Profeſſor R. Tombo jun. Außer Muſikvorträgen Reichsbankpräſident Havenſtein und Franz von Mendels=ner Durchreiſe durch Baſel von dem Kaiſerlichen
Ge=
ſtanden noch allgemeine Lieder auf dem Programm. In ſohn.
ſandten bei der Schweizeriſchen Eidgenoſſenſchaft
über=
den verſchiedenſten Reden wurde unter Hervorhebung der
* Straßburg (Elſaß), 16. Juni. Die Straßburger geben wurde.
Bedeutung des Tages und des ſegensreichen Wirkens des Korreſpondenz veröffentlicht einen kaiſerlichen Gna=
Kaiſers auch die von Erfolg gekrönten Bemühungen des denerlaß zwecks Milderung von Strafen für Straf=
* Berlin, 16. Juni. Der Kaiſer ließ dem
Kaiſers, die Beziehungen zwiſchen Deutſchland und Ame=taten, die durch Not, Leichtſinn oder Verführung ver= Reichskanzler ſein Bild in Form einer Plakette mit
rika immer freundſchatlicher zu geſtalten, betont.
anlaßt worden ſind. Die Korreſpondenz gibt ſodann eine einem überaus gnädigen Handſchreiben überreichen und
Bei dem Kommers wies Bürgermeiſter Gaynorauf große Anzahl von Ordensauszeichnungen bekannt.
beförderte ihn außerdem zum Generalleutnant à la suites
die einzigartige kommerzielle Entwickelung Deutſchlands
der Armee.
* Darmſtadt, 16. Juni. Die Darmſtädter Zeitung
unter dem Kaiſer hin. Der Redner pries die Gründlich=
* Berlin, 16. Juni. Das Militärwochenblatt ſchreibt:
keit der deutſchen techniſchen Schulen, welche muſtergültig meldet: Seine Königliche Hoheit der Großherzog! p. Scholl, General der Kavallerie, Generaladjutant und
ſeien, und wies auf die Notwendigkeit der Einwander= haben durch Entſchließung vom 9. Juni d. J. Allergnä= Kommandeur der Leibgendarmerie und der Generalkapitän
ung und die Bürgertugenden der Deutſch=Amerikaner hin. digſt anzuordnen geruht, daß aus Anlaß des Regierungs= der Schloßleibgarde, à la suite des erſten Garde=Ulanen=
Dr. Pfiſter brachte ein Hoch auf den Präſidenten Wilſon jubiläums Seiner Majeſtät des Kaiſers ſolchen Perſo= Regiments, ſowie v. Prittwitz und Gaffron, General der
aus. Der deutſche Botſchafter Graf Bernſtorff wies dar=
Infanterie. Generalinſpekteur der erſten Armeeinſpektion,
auf hin, daß wir in einer Zeit des Friedens leben, daß nen, welche wegen Straftaten rechtskräftig verurteilt ſind, § la suite im Grenadier=Regiment Graf Kleiſt=
Nollen=
es aber infolge ſeiner geographiſchen Lage Deutſchland zu denen ſie durch Not, Unbeſonnenheit, Verführung oder dorf (1 Weſtpreußiſches) Nr. 6, wurden zu
General=
unmöglich ſei, einen ewigen Friedenstraum zu träumen. ſonſtige, eine mildere Beurteilung zulaſſenden Umſtände oberſten befördert.
An den Kaiſer ging folgendes Telegramm ab: Ueber 2000
Deutſche aus allen Gauen des Vaterlandes, zum Jubel=veranlaßt wurden, dieſe Strafen ganz oder teilweiſe
er=
kommers im Hotel Aſtor verſammelt, ſenden Euerer Maje=laſſen oder gemildert werden ſollen, ſofern die Strafen
Landwirtſchaftliches.
ſtät innigſte Glück= und Segenswünſche zum heutigen noch nicht oder noch nicht vollſtändig vollſtreckt ſind und
— Schlachtviehmarkt Darmſtadt. Schweine=
Tage. Möge dem Deutſchen Reiche noch lange die ſegens= im übrigen die Vorausſetzungen eines Gnadenerweiſes
mackt am 16. Juni. Auftrieb durch Händler 133 Schweine,
reiche Regierung Euerer Majeſtät erhalten bleiben.
Auf dem Bankett des deutſchen Vereins wies Graf Bern= vorliegen. Die Begnadigung erfolgt auf Grund von Vor= durch die Bezugsvereinigung 81 Schweine. Preiſe:
ſtorff auf den überaus herzlichen Ton in den Berichten ſchlägen der Strafvollſtreckungsbehörden; dieſe ſind ange= 1. Qual. ausgeſuchte Ware (50 Kg. Schlachtgewicht) 73 Mk.,
wieſen, ihre Vorſchläge binnen kürzeſter Friſt dem Mini=
2. Qual. 72 Mk., 3. Qual. 70—71 Mk. Tendenz
ziem=
zum Kaiſerjubiläum in der geſamten Preſſe hin.
lich rege.
* Waſhington, 15. Juni. Präſident Wilſon tele= ſterium der Juſtiz zu unterbreiten.
— Frankfurt a. M 16. Juni. Auftrieb: Rin=,
graphierte an den deutſchen Kaiſer: „In der auf=
* Karlsruhe, 16. Juni. Wie die Karlsruher Zeitung der 1239, Ochſen 484, Büllen 54, Kühe 701, Kälber 458,
richtigen Hoffnung, daß die lange Dauer Ew. Maieſtät mitteilt, hat der Großherzog aus Anlaß des Regierungs= Schafe 113, Schweine 2055. Marktverlauf: Rinder
ſegensreicher und friedlicher Regierung dem großen
deut=
jubiläums des Kaiſers die Begnadigung einer An= flott, Kälber gedrückt, Schafe ruhig, Schweine rege. Alles
ſchen Volke wachſenden Segen bringen möge, bringe ich zahl durch badiſche Gerichte rechtskräftig verurteilten Per=
Ew. Majeſtät die herzlichſten Glückwünſche der Regierung
verkauft. Ochſen: a) 52—58 Mk. (Lebendgew.), 95—100,
ſonen in Ausſicht genommen und den Staatsminiſter Mark (Schlachtgew.), 2.
—, b) 48—51 Mk 87—93 Mk.,
und des Volkes zum 25. Jahrestage von Ew. Majeſtät mit der Vorbereitung des allerhöchſten Gnadenaktes
Thronbeſteigung und meine perſönlichen guten Wünſche
c) 41—45 Mk., 75—83 Mk.; Bullen: a) 50—54 Mk. (
Lebend=
beauftragt.
für Ew. Majeſtät Wohlergehen.”
gewicht) 83—90 Mk. (Schlachtgew.), b) 46—49 Mk., 80,
* Stuttgart, 16. Juni. Der König hat, wie der bis 84 Mk.; Kühe: a) 50—54 Mk. (Lebendgew.), 89—96 Mk.;
Staatsanzeiger meldet, aus Anlaß des 25jährigen Re= (Schlachtgew.), b) 46—50 Mk., 86—89 Mk., e) 1. 40—44 Mk.,
Gnadenerlaſſe.
gierungsjubiläums des Kaiſers den Militärperſonen, 77—85 Mk. 2. 41—45 Mk., 76—84 Mk., d) 34—39 Mk.,
* Berlin 16. Juni. Die im Reichs=Anzeiger ver= gegen die bis zum heutigen Tage im Bereich der würt= e) 27—31 Mk., 61—70 Mk.; Kälber: a) —— Mk. (
Lebend=
öffentlichten Erlaſſe haben folgenden Wortlaut: „Ich bin tembergiſchen Militärverwaltung Strafen im Diſzipli= gewicht),
— Mk.,
Mk. (Schlachtgew.), b) —
— Mk.,
gewillt, aus Anlaß meines Regierungsjubiläums durch narwege verhängt worden ſind, dieſe Strafen, ſoweit ſie e) 60—64 Mk., 102—108 Mk., d) 54—59 Mk., 92—100 Mk.;
Erlaß oder Milderung von Strafen im weiten Umfange noch nicht vollſtreckt ſind erlaſſen. Ausgeſchloſſen blei= Schafe: a) 47—48 Mk. (Lebendgew.). 98—100 Mk. (Schlacht=
Enabe zu üben und beauſtrage Sie deshalb, mir in den den die wegen Beleidigung oder vorſchriftswidriger Be=gewicht); Schweine: a) 54919.—57 Mk. (Lebendgew.), 71 bis
dazu geeigneten Fällen Vorſchläge zu Gnadenerweiſen zu handlung eines Untergegebenen verhängten Strafen. Wei= 72 Mk. (Schlachtgew.) b) 54—56 Mk., 70—72 Mk., c) 54½
unterbreiten. Dieſe Vorſchläge ſind vornehmlich auf
ter hat der König die Abſicht, eine Anzahl von Begnadig=bis 577 Mk., 70—72 Mk., d) 54½—57 Mk., 70—72 Mk.
ſolche Perſonen zu richten, die zu ihren Straftaten durch
Not. Leichtſinn, Unbeſonnenheit und Verführung veran= ungen auch hinſichtlich ſolcher Strafen zu verfügen, die
(Schluß des redaktionellen Teils.)
laßt worden ſind. 2. Ich will aus Anlaß meines 25jähri= von bürgerlichen Gerichten erkannt ſind.
* Oldenburg, 16. Juni. Der Großherzog von
gen Regierungsjubiläums den Militärperſonen, gegen die
bis zum heutigen Tage im Bereiche der preußiſchen Mili= Oldenburg amneſtierte alle Straftaten, die aus Not, 1 Dr. Kuhns Brennessel-Haarwasser ist einfach
tärverwaltung Strafen im Diſziplinarwege verhängt Leichtſinn, Unbeſonnenheit oder Verführung begangen
unfehlbar bei Haarausfall etc. und an Güte
worden ſind, dieſe Strafen ſoweit ſie noch nicht voll= worden ſind.
von der konkurrenz niemals zu erreichen.
ſtreckt, in Gnaden erlaſſen. Ausgeſchloſſen von dieſem
Nur echt mit Firma Franz Kuhn, Kronen-
* Hamburg, 16. Juni. Der Senat beſchloß einen parf., Nürnberg. Hier: F. B. Grodhaus,
Gnadenerweiſe bleiben die wegen Beleidigung oder
vor=
ſchriftswidriger Behandlung eines Untergebenen verhäng= Amneſtieerlaß und wies die Juſtizverwaltung an, seifenf. a. weissen Turm, Carl Bley,
Wilhelminen-
ten Strafen. Soweit verfaſſungsmäßig einem der hohen in geeigneten Fällen Vorſchläge zu unterbreiten, vornehm= strasse 33, sowie in Apoth., Drog. u. Parf. (V,5371
Kontingentherren das Begnadigungsrecht zuſteht, bleibtlich von Straftaten, die aus Not, Leichtſinn,
Unbeſonnen=
dieſes unberührt, Ferner bin ich gewillt, durch Erlaß oder heit oder Verführung begangen worden ſind.
Oiololololololololchololololotowololoſololowoloſg
Milderung militärgerichtlich verhängter Strafen in weitem
Umfange Gnade zu üben und ſehe in den dazu geeigneten
Ordens= und Titel=Verleihungen.
Saroße tücrt., Kroßtelt
Fällen Vorſchlägen zu Gnadenerweiſen entgegen. 3. Ich
will aus Anlaß meines 25jährigen Regierungsjubiläums
Wittmannstrasse Nr. 4, Tel. 763
* Berlin, 16. Juni. Die Extraausgabe des Reichs=H
denjenigen Militärperſonen, gegen welche bis zum heu= anzeigers meldet: Seine Majeſtät der Kaiſer und König5 übernimmt das Anfertigen von Entwürfen,
tigen Tage im Bereiche meiner Marine Strafen, die im verlieh folgende Gnadenerweiſe: den Verdienſtorden der
5 Bauplänen, als auch Uebernahme der Bau-
Diſziplinarwege verhängt ſind, dieſe Strafen, ſoweit ſie Preußiſchen Krone: v. Podbielski, Staatsminiſter
5 leitung etc. für alle Arten von Bauwerken.
noch nicht volſtreckt ſind in Gnaden erlaſſen. Ausge= auf Dalmnin; Königliche Krone mit den Brilanten zum
Fertige Ausführung von: Villen, Landhäuser,
ſchloſſen von dieſem Gnadenerweiſe ſind die wegen Be=Großkreuz des Roten Adlerordens mit Eichenlaub und
Einfamilienhäuser, Industrie-Bauten etc.
leidigung und vorſchriſtswidriger Behandlung eines Un= Brillanten: Delbrück, Staatsſekretär des Innern;
Kö=
ohne Mohrkosten gegen den Veranschlag.
tergebenen verhänaten Strafen. Ferner bin ich gewillt, nigliche Krone zum Großkreuz des Roten Adler=Ordens
Kleine Wohnhausbauten. * Herrichten von
durch Erlaß oder Milderung militärgerichtlich verhängter mit Eichenlaub: Dr. Beſeler, Juſtizminiſter, v. Brei=
Wohnungen. * Ausführung von Umbauten. *
Strafen in weitem Umfange Gnade zu üben und ſehetenbach, Miniſter der öffentlichen Arbeiten: das Groß=
Baugelände wird jederzeit nachgeniesen. § Schnellste
in den dazu geeigneten Fällen Vorſchlägen zu Gnaden= kreuz des Roten Adler=Ordens mit Eichenlaub: Freiherrn * Ausführung gegen mässiges Honorar, auch
erweiſen entgegen. 4. Dem mit Zuſtimmung der erlauch= p. Landsberg=Vehlen, Steinfurt; die Königliche * auswärts. &e Besuch zur Besprechung jederzeit kostenlos.
ten und hohen Protektoren der deutſchen Landeskrieger=
(B12060
verbände von dieſen kundgegebenen Wunſche gern ent= Krone zum Roten Adler=Orden erſter Klaſſe mit
Eich-
ſprechend, will ich das Protektorat über den Kyffhäuſer= laub: v. Dallwitz, Miniſter des Innern, Dr. Lentze, Stoloſotolotolowoioloſololoſololoſololololotolons
bund der deutſchen Landeskriegerverbände hiermit über= Finanzminiſter, Dr. Lisco, Staatsſekretär des Reichs=
Aus dem Geſchäftsleben.
nehmen. Ich vertraue, daß der Geiſt echter Kamerad= juſtizamts, Dr. Frhrn. v. Schorlemer, Landwirt=
Man ſchreibt uns: Nervoſität bei Schulkindern
ſchaft und einmütiger Hingabe an das große deutſche ſchaftsminiſter, Sydow, Handelsminiſter, Dr. v. Trott
Vaterland, wie er ſich bisher ſo erfreulich bewährt und zu Solz, Unterrichtsminiſter; den Stern zum Kro= iſt, wenigſtens bei den Großſtadtkindern,
verhältnis=
auch in dem jetzigen gemeinſamen Wunſche beſtätigt hat, nenorden zweiter Klaſſe: Landeshauptmann der Provinz mäßig ſehr reichlich vertreten. Schon bei den
Aufnahme=
allezeit ein unveräußerliches Eigentum der deutſchen Krie=Heſſen=Raſſau, Freihern Riedefel zu Eiſenbach. Unterſuchungen iſt man erſtaunt über die Fülle von
gervereinigungen bleiben wird Dieſen köſtlichen Schatz In das Herrenhaus wurden u. a. berufen: Staatsſekre= nervöſen Symptomen, die ſich bei den geiſtig noch ganz
zu pflegen und zu hüten, werde ich mir im Verein mit den tär a. D. Dernburg. Weiter wurde verliehen: das vor Zwang und Anſtrengung bewahrten Kindern finden.
Landes= und Schutzherren der einzelnen im Kyffhäuſer= Kreuz der Großkomture des Hausordens von Hohen= Als Urſache kommen in vielen Fällen ungeſunde
Er=
bund vereinigten ſelbſtändigen Landeskriegerverbände be= zollern: Großadmiral v. Tirpitz; der Stern zum Roten nährungsverhältniſſe in Frage. Eltern ſollten daher,
ſonders angelegen ſein laſſen. 5 Am heutigen Tage ruht Adler=Orden zweiter Klaſſe: Guſtav Schönleber, Ma= auch wenn ihnen nur geringe Mittel zu Gebote ſtehen,
mein Auge mit beſonderem Wohlgefallen auf dem bis= ler in Karlsruhe; der Rote Adler=Orden zweiter Klaſſe ihr Hauptaugenmerk darauf richten, ihren Kindern ſtets
(12971a
Brauerei-
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24
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Inni 1913.
Seite 10.
geſunde, reigſoſe Koſt zu geben. Ein hierfür ſehr ge=
Familiennachrichten.
eignetes, äußerſt billiges, dabei wohlſchmeckendes Getränk
iſt Kathreiners Malzkaffee. Für Schulkinder
gibt es wohl kaum einen geſunderen Frühſtückstrunk
als Kathreiners Malzkaffee in Milch gekocht. Gerade
dieſe Verbindung bietet den Kindern ein nahrhaftes,
(13238
Statt Karten!
aber doch nicht weichliches Getränk; denn trotzdem
Kathreines Malzkaffee durch ſeinen reinen kräftigen
Anna Diehl Witwe
Geſchmack anregt, wirkt er nicht ſchädlich, da er keinerlei
Reizſtoffe enthält.
Landrat Dr. Ernst Lautz
VERLOBTE
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
z. Zt. Bad Homburg
Darmstadt
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
16. Juni 1913.
Nordamerika: „Hamburg”, von Genua und Neapel nach
New=York, 12. Juni 6 Uhr morgens in Palermo.
„Imperator” nach New=York, 12. Juni 9 Uhr 45 Min.
abends von Cherbourg. „Moltke”, von New=York nach
Neapel und Genua, 12. Juni 10 Uhr abends in Gibraltar.
— Südamerika, Weſtküſte Amerikas: „König Wilhelm II.”
von dem La Plata kommend, 12. Juni 10 Uhr abends
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
in Hamburg. „Navarra, von Mittelbraſilien kommend,
11. Juni 9 Uhr abends von Liſſabon. „Pruſſia”, von
Todes=Anzeige.
San Nicolas kommend, 11. Juni 11 Uhr abends von
Montevideo über Teneriffa nach Hamburg. „Silvia‟,
Hiermit die traurige Mitteilung, daß mein
von dem La Plata kommend, 12. Juni von St. Vincent.
lieber Gatte, unſer Vater, Großvater und
„Sparta” 12. Juni 7 Uhr morgens in Santos.
Schwiegervater
(13271
Oſtaſien: „Altmark” 12. Juni nachm. von Taku nach
Dalny. „O. J. D. Ahlers” 12. Juni von Algier nach Port
Ludwig Knodt
Said. „Sithonia‟ 12. Juni 4 Uhr morgens von Yokohama
nach Kobe. „Spezia”, von Oſtaſien kommend, 13. Juni
Lokomotivführer i. P.
3 Uhr 35 Min. morgens auf der Elbe. — Verſchiedene
infolge eines Herzſchlages im Alter von 71
Fahrten: Vergnügungsdampfer „Meteor” erſte Nordland=
Jahren entſchlafen iſt.
fahrt, 12. Juni 7 Uhr 30 Min. morgens in Bergen
„Oſtmark”, nach Indien, 12. Juni in Antwerpen. „Ucker=
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
mark”, von Indien kommend, 12. Juni 4 Uhr nachm. von
Rotterdam nach Hamburg. „Weſtphalia”, nach Perſien,
Eliſe Knodt.
9. Juni von Suez. „Windhuk”, von Afrika kommend,
Darmſtadt, den 16. Juni 1913.
13. Juni 6 Uhr morgens Dover paſſiert.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 18. Juni,
nachmittags 5 Uhr, vom Portale des ſtädt.
Amtlicher Velerbericht.
Friedhofes aus, ſtatt.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Unter dem Einfluß des hohen Drucks hatten wir
geſtern trockenes, heiteres Wetter. Niederſchläge fielen in
Deutſchland überhaupt nicht, im übrigen Europa nur
ganz vereinzelt. Die Temperaturen ſind erheblich
ge=
ſtiegen. Das Hoch wandert langſam oſtwärts weiter,
Geute vormittag entſchlief ſanft nach langem
Von Weſten her fällt der Druck. Jedoch dürfte es noch
Leiden mein lieber Gatte, unſer Vater,
morgen vorwiegend heiter ſein. Teilwirbel ſtellen Ge=
Schwiegerſohn, Schwager und Onkel (13270
witter in Ausſicht.
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, den 17. Juni:
Vorwiegend heiter und trocken, warm; Gewitterneigung.
Fabrikant
Tagestialender.
Konzerte: Saalbau um 8 Uhr.
Schützenhof um
Wilhelm Darmſtädter
8 Uhr. — Hugenſchütz’ Felſenkeller um 8 Uhr. —
Rum=
melbräu um 8 Uhr.
— Bürgerkeller um 8 Uhr.
im 58. Lebensjahre.
Brauerei Erker um 8 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Eberſtadt, am 16. Juni 1913.
aſie.
Mittwoch, 18. Juni.
Pfungſtädter Straße 33.
Hofreite=Verſteigerung der Wendel Barth Witwe
(Fuhrmannſtraße 18) um 11 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 11 Uhr
Rundeturmſtraße 16.
Antonie Darmſtädter,
Fohlen=Verſteigerung um 11 Uhr in der
Ar=
geb. Heyl.
tillerie=Kaſerne (Regiment Nr. 25).
Hengras=Verſteigerung um 3 Uhr im Rathaus
Die Beerdigung findet ſtatt: Mittwoch, den
zu Pfungſtadt.
18. Juni, nachmittags um 3 Uhr, vom Sterbe=
Ausſtellung zur Erimerung an die Zeit por 10
zuvor.
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öffnet von 11—1 Uhr und von 3—5 Uhr, mit Ausnahme
der Sonntagnachmittage.
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besonders leistungsfähig, da wir mit der Bettwarenbranche auch wirklich vertraut
sind und jedem Wunsche Rechnung zu tragen imstande sind.
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Nummer 139.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Todes=Anzeige.
Heute früh entſchlief ſanft nach kurzer
Krankheit meine innigſtgeliebte Gattin, unſere
liebe, treubeſorgte Mutter, Schweſter, Schwäge=
(13269
rin und Tante
Frau Hedwig Bumpf
geb. Troeger
im 57. Lebensjahre.
Im Namen der tieſtrauernden Hinterbliebenen:
Rechnungsrat Joſ. Rumpf u. Kinder,
Apotheker Eug. Troeger u. Familie.
Darmſtadt, Mannheim, den 16. Juni 1913.
Beerdigung Mittwoch, den 18. Juni,
nachmit=
tags 5 Uhr, vom Trauerhauſe Kiesſtr. 76 aus.
Der Trauergottesdienſt findet am gleichen Tage,
vorm. 8¼ Uhr, in der St. Ludwigskirche ſtatt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſerer lieben Mutter,
Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter,
Schwägerin und Tante
(13237
Frau
Eva Kath. PenkWwe.
geb. Dietrich
ſprechen wir auf dieſem Wege unſeren herzlichen
Dank aus.
Für die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Ludwig Bangert.
Darmſtadt, den 16. Juni 1913.
Großh. Landesmuſeum. Geöffnet: Sonn= und
Freitags von 10—1 Uhr, Mittwochs und Sonntags
von 3—5 Uhr, Eintritt frei; Dienstags, Donnerstags
und Samstags von 11—1 Uhr gegen Eintrittsgeld.
Kunſthalle am Rheintor, geöffnet Werktags von
11—4 und Sonntags von 10—4 Uhr.
Draik und Verteg z. 6. Wilicſe oſtuchunchent,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: i. V.: Max Streeſe; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus der Geſchäftswelt: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
hauſe ab, die Einſegnung eine Viertelſtunde an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt Unverlangte Manuſkripte werden nicht
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Telephon 2557.
Nummer 150.
Darmſtaoter
Oeffentliche Impfung.
Mittwoch, den 21. I. Mts., und die folgenden Mittwoche
ſolange Bedürfnis, von 5—6 Uhr nachmittags unentgeltliche Impf
termine im Schulhaus an der Rundeturmſtraße für im Vorjahr
geborene, ſowie für ältere, mit der Impfung im Rückſtande verblie
bene Kinder.
Nachſchau jeweils acht Tage ſpäter, bei Meidung der geſetz
lichen Strafe. Kinder, die in dieſen Terminen nicht geimpft werden
ſind bis zum Jahresſchluß auf Koſten der Eltern impfen zu laſſen
andernfalls im Januar k. Js. die Nachholung der Impfung binner
kürzeſter Friſt unter Strafandrohung angeordnet wird.
Außer den Pflichtigen werden in den Terminen auch
Erwach=
ſene auf ihren Wunſch und Kinder, die erſt im laufenden Jahr
geboren ſind, auf Wunſch ihrer Vertreter geimpft.
In der Regel werden in jedem Termin nicht mehr als
50 Impfungen vorgenommen.
Kinder, deren Zurückſtellung von der Impfung wegen
Kränk=
lichkeit beanſprucht wird, können gleichfalls in den Terminen den
Impfarzt vorgeſtellt werden.
Wegen der Wiederimpfung der Schulkinder wird beſonder
Benachrichtigung an die Schulvorſteher erfolgen.
Aus einem Hauſe, in dem anſteckende Krankheiten, wie
Schar=
lach, Maſern, Diphtherie, Croup, Keuchhuſten, Flecktyphus,
roſen=
artige Entzündungen oder die natürlichen Pocken herrſchen, dürfen
Impflinge zum allgemeinen Termin nicht gebracht werden.
Die Kinder müſſen zum Impftermin mit rein gewaſchenem
Körper und mit reinen Kleidern gebracht werden.
Darmſtadt, den 19. Mai 1913.
(11375a
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Mueller.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, 18. Juni 1913, vormittags 11 Uhr,
werden im Pfandlokale Rundeturmſtraße 16 (Reſtauration „Zu
Roſenhöhe”) verſchiedene Möbel, als:
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Vertikos, Trumeauſpiegel, Diwans, Schreibtiſche, Kom
moden, Seſſel, Standuhr, Oelgemälde, 1 Teppich, 1 Näh
maſchine, 1 Jalouſieſchrank,
Ruhebett, 1 amerikaniſches
Rollbureau, 1 Kartothek, 1 Pianino, 1 Tafelklavier, ver
ſchiedene Werke, 1 Warenſchrank, 1 Plüſchgarnitur,
Laden=
regal, Ladentheke, eiſerner Behälter, 1 Fahrrad, 1
Kaſſen=
ſchrank, 1 Häckſelmaſchine, 1 Schlitten, 2 Kaſtenwagen,
1 Pritſchenwagen, 2 Pferde, 1 Landauer, 1 Schreibmaſchine
Hirſchgeweihe, Rehſtangen, Halbleinen, Segeltuch, 1 Sprech
apparat und im Anſchluß hieran an Ort und Stelle die
Einrichtung einer Bäckerei, darunter Backmulden,
Teigteilmaſchine, 1 Teigmaſchine mit Elektro=Motor,
Rührmaſchine, Formen, Dielen, Kuchenbleche, Wagen,
1 Dezimalwage, 1 Ladentheke, 1 Brotgeſtell, 1
Eis=
ſchrank, 1 Lüſter, eine Partie Körbe u. a. m. (13255
durch den Unterzeichneten zwangsweiſe verſteigert.
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher in Darmſtadt,
Georgenſtraße 11, I.
Heugras=Verſteigerung.
Mittwoch, den 18. d. Mts., nachmittags 3 Uhr anfangend
wird auf hieſigem Rathauſe das Heugras von ca. 100 Morgen
Ge=
meindewieſen an die Meiſtbietenden verſteigert.
Pfungſtadt, den 14. Juni 1913.
Großh. Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
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Nummer 139.
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ſeine ehrliche Empörung ſchien ihr noch Spaß zu machen!
dunkle Erinnerungen an meine Aſſeſſorenzeit . . . . .
Ich glaube, Papa, Du verkennſt die ungeheure Wich=
Er feuerte plötzlich ſeinen Zigarrenſtummel durch das
Roman von Guido Kreutzer.
tigkeit dieſer Frage. Wir wollen ſie einmal vom ſozialen Fenſter mitten in das Stiefmütterchenbeet hinein.
(Nachdruck verboten.)
12
Alſo aus der Geſchichte wird nichts, Giſa! Ausge=
Minutenlang war es totenſtill im Zimmer. Drau= und pädagogiſchen Standpunkt aus betrachten.
Bitte, Papa, Du wirſt Dich nicht um Deine elemen= ſchloſſen, du bleibſt hier! Rück dir deine ſchiefe
Perſpek=
ßen bei den Hundezwingern jaulte einmal ein Köter auf;
tive gerade, wo du willſt — aber nicht in Berlin!
und im Hühnerhof entſtand großes Geſchrei, weil die tarſten Vaterpflichten herumdrücken wollen!
Alſo meine Erziehung iſt bisher nicht mit dem nöti=
Schließlich ſieht es vielleicht noch ſo aus, als lieſe ich
Mamſell mit der Erbſenſchüſſel gekommen war.
Da nahm der alte Krottenheim ſein Pincenez ab und gen ſittlichen Ernſt und der erforderlichen Konſequenz dem jungen Bengel nach!!
durchgeführt worden. Vorläufig kenne ich nur Genf und
Mit einem Schlage war ſie ernſt geworden.
warf den Brief auf den Tiſch.
Welchem jungen Bengel, Papa?
Davon kann natürlich gar keine Rede ſein! Auf was Oſtpreußen. Dazwiſchen aber liegt die Welt. Und da ich
für Ideen die Frau manchmal kommt! Das fehlte mir von ihr nichts weiß, ſo ſehe ich ſie notgedrungen aus
Der Forſtmeiſter lehnte am Fenſterkreuz, die Hände in
gerade noch zu meinem Glück — wo ich froh bin, Dich einer vollkommen falſchen Perſpektive an und bin in den Tiſchen ſeiner Litewka vergraben. Er zuckte die
Ach=
den Dingen des täglichen Lebens total unſicher.
ſeln. Jetzt war es ja doch egal.
endlich wieder hier zu haben!
Sein Mädel wurde plötzlich ganz munter.
Bitte, was biſt Du in den Dingen des täglichen Le=
Günter Oſtheeren! ſagte er zwiſchen den Zähnen.
Mich, Papa? Handelt denn der Brief von mir?
bens? erkundigte er ſich verblüfft. Unſicher? Na, ich
Damals beim Gartenfeſt haſt du mit ihm Krawall ange=
Alſo lies doch ſchon! knurrte er rabiat. Dann kann danke! Und ſag’ mal, was hat denn Berlin eigentlich fangen; das ſcheint ihm eklig in die Glieder gefahren zu
ich nachher wenigſtens gleich abſchreiben.
mit dem allen zu tun?
ſein. Denn er hat nachher mit mir um meinen beſten Hirſch
Stand auf, ſteckte ſich die ausgegangene Zigarre wie=
Das ſoll mir meine falſche Perſpektive eben wieder gewettet, daß er dich bis zum Herbſt kirre bekommt.
der an und begann, ſeinen Groll im Zimmer ſpazieren zu gerade rücken, Papa! Mein bisheriger Entwickelungs=
Sie hatte ſich jäh erhoben. Ein böſes Leuchten
zik=
führen.
gang weiſt entmutigende Lücken auf. Meine Ausbildung terte über ihr Geſicht.
Abermals für ein paar Minuten Schweigen. Und zu einem nützlichen Mitglied der menſchlichen Geſellſchaft
Kirre bekommt? Was ſoll denn das heißen, Papa?
gerade, als Elias Krottenheim auf ſeiner Tournée neben muß von jetzt an planmäßiger und erfolgreicher in An=
Nun wurde Elias Krottenheim die Sache denn doch
dem Tiſch angekommen war, ließ Giſela den Brief
fal=
griff genommen werden. Das iſt die zwingendſte
Forde=
ſchwül. Er begann ſeinen Vollbart zu malträtieren.
len und hing ſich an ſeinen Hals.
rung des Tages!
Na ja, alſo leg nicht jedes Wort gleich auf die Gold=
Alſo Papa, wann fahre ich?
Tante Berns ſoll damit den Anfang machen! Unter
wage. Natürlich hat er einen anderen Ausdruck gebraucht;
Er machte ſich aus der zärtlichen Umarmung los
ihrer erfahrenen Leitung werde ich mir ein ſtarkes mora= das iſt doch klar! Aber der Sinn war derſelbe. Im übri=
und trat einen Schritt zurück.
liſches Rückgrat anſchaffen, damit ich ſpäter imſtande bin,
gen tat der junge Herr hundeſchnäuzig kühl und äußerſt
Du biſt wohl verrückt, Mädel?! ſagte er entrüſtet.
allen Verſuchungen der großen Welt hohnlachend den
Rük=
ſiegesgewiß. Aber er ſoll ſich in die Neſſeln ſetzen! Mei=
Bildeſt Du Dir etwa im Ernſt ein, daß ich dazu meine
nen Hirſch jagd er mir nicht ab.
Hand biete? Vor zwei Jahren erſt auf Genf gekommen ken zu kehren.
Elias Krottenheim ſchnitt eine Grimaſſe.
Seine Tochter ſtand dicht vor ihm in der jungen Schön=
und jetzt ſchon wieder in der Weltgeſchichte herumfahren!
Weißt du, dazu würde ich mir an deiner Stelle ent= heit ihrer zwanzig Jahre. Sie war ſehr blaß; Nur auf
Berlin — das wär ſo das Richtige! Wir haben doch hier
ſchieden einen andern Ort ausſuchen, liebes Kind. Ich dem Grunde der Augen flackerten unruhige Lichter.
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[ ← ][ ][ → ] Nummer 139.
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cheln, darüber kannſt du ohne Sorge ſein. Jetzt aber
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hinein!
muß ich nach Berlin! Denn ich bin nicht feige. Und
Nun, Papa? .. gefunden? begehrte man von ihm zu
Pan Forſtmeiſter — jammerte Maruſchka
beſchwö=
wenn du mir deine Einwilligung verſagſt, fahre ich rend. Sofoct kamen die Tränen. Eine rote Pfote langte wiſſen, als er mit wedelnder Serviette an den Tiſch
zu=
heimlich.
rückkehrte.
nach dem Schürzenzipfel.
Da packte den alten Krottenheim wieder die Wut.
Er ſah ſie nur an! . . . . mit einem einzigen Blick!!
Da ſchmiß Elias Krottenheim die Tür hinter ſich ins
Du fährſt nicht, Mädel, das ſag ich dir! Oder ich hol Schloß und wanderte rachebrütend nach der Kanzlei hin=
Nach dieſem kleinen Intermezzo nahm das gemütliche
dich mit einem Donnerwetter zurück. Das wollen wir über, wo Alwin Henze, Forſtaufſeher und Sekretär, be= Mittageſſen ſeinen Fortgang.
doch mal ſehen, wer hier Herr im Hauſe iſt!!
Natürlich hatte Alwin Henze, Forſtaufſeher und
Se=
reits ſeit einer halben Stunde am Federhalter kaute.
*
Du natürlich, Papa . . . . Uebrigens iſt es halb neun,
kretär, gemerkt, daß zwiſchen ſeinem Ideal und dem
und dein Sekretär wird ſchon warten.
Na, das war wieder mal ein Tag, „um auf die Akazien „Alten” heute irgendeine Reiberei im Gange war. Das
Sie nahm die Dienſtſchreiben und Zeitungen vom zu klettern!“
bereitete ihm Schmerz. Und da dieſer Schmerz äußerſt an=
Tiſch und ſteckte ſie ihm zu. Dann ging ſie aus dem Zim=
Mittags, bei Tiſch, ging es natürlich verhältnismäßig regend auf ſeinen Magen wirkte, ſo hielt es der
Forſt=
mer; ganz ruhig; ganz gelaſſen. Der Forſtmeiſter ſtand da friedlich zu — das bedingte ſchon die Anweſenheit des meiſter aus Sparſamkeitsrückſichten doch endlich für
ge=
mit ſeinem Paket unter dem Arm, ſah ihr verdutzt nach Sekretärs, der in Gegenwart der Tochter ſeines Chefs, raten, die Tafel aufzuheben.
und kam ſich ziemlich töricht vor. —
Man wünſchte ſich gegenſeitig „geſegnete Mahlzeit”.
die er heimlich liebte, immer beunruhigend perlegen war
Als er nachher den ominöſen Brief an ſich nehmen und vor lauter Leidenſchaft wie ein Scheunendreſcher aß. Und ſofort folgte Elias Krottenheims Sturmangriff.
Giſela, ich kann dich wohl mal einen Moment ſprechen.
wollte, kramte er vergebens auf dem ganzen Tiſch herum.
Immerhin gab es doch ſchon ein Vorpoſtengeplänkel,
Vorſicht iſt der Tapferkeit beſter Teil — ſie ſtand be=
Auch in ſämtlichen Taſchen fummelte er reſultatlos und das Giſela tollkühn herausforderte, indem ſie ihrem
Va=
verirrte ſich ſchließlich ſogar bis unter das Sofa.
ter mit hinreißendem Lächeln die Bratenſchüſſel hinüber= reits an der Tür, die Klinke in der Hand.
Eine ganze Weile ſtand er dann mitten im Zimmer, reichte.
Wie ſchade, lieber Papa, daß ich jetzt keine Zeit habe!
wunderte ſich und überlegte.
Dieſes Lächeln boßte ihn dermaßen, daß ſeine Selbſt= Aber die beiden kleinen Kälber haben ihre Milch noch
Und daraufhin kam ihm eine Erleuchtung, die ihm beherrſchung einen entſcheidenden Stoß erhielt.
nicht bekommen; und auf deinen ausdrücklichen Wunſch
den Reſt gab.
Giſela, ſagte er plötzlich ſtreng, ich vermißte heute! ſoll ich das Tränken ja immer überwachen.
Da ſoll aber doch gleich! ſolche haarſträubende früh einen Privatbrief! Haſt du ihm vielleicht geſehen?
In das letzte Wort ſchnappte ſchon die Tür hinein.
Frechheit iſt mir denn doch noch nicht vorgekommen!! . .
Den Brief von Tante Tilly? erkundigte ſich das fröh=
Na, dann beim Kaffee! beſchloß der Forſtmeiſter fana=
Was denkt ſich denn eigentlich dieſes junge Mädchen?! liche Mädchen.
tiſch. Durch die Lappen gehſt du mir ja doch nicht! So
Riß die Tür auf und donnerte in den Korridor:
Jawohl, den Brief von Tante Tilly! grollte das Echo, ſollſt du dich noch nicht in mir geirrt haben!!
Giſela! Giſela! Giſelaaa!!
Aber der liegt doch auf dem Schreibtiſch in deinem
Leider erwies ſich auch dieſer Racheplan im Laufe des
Wo iſt meine Tochter? fauchte er das Stubenmädel an, Arbeitszimmer, lieber Papa!
Nachmittags als völlig verfehlt. Der Vater mußte ſich
das an ihm vorüberflitzen wollte.
Auf dem . . . . .? alſo da muß ich doch ſofort mal den Kaffee wohl oder übel allein ſchmecken laſſen, indem
Die Kuhaugen der Marjell glotzten treuberzig blöd. 1 nachſehen . .
das intereſſiert mich . . . . entſchuldigen ſein Sonnenſchein trotz eifriger Umfrage im ganzen
Hab ich wilmojno paninka nich geſehen, pan Forſt= Sie einen Augenblick, lieber Henze.
Hauſe nicht aufzufinden war.
meiſter,
Heer Henze hatte nichts dagegen,
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 139.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Jum 1913.
Seite 15.
wesarsee
Geseerneshasesegeeotcg usee esgepreere 1 Zum ſtellvertretenden Vorſihzenden wurde Beigeordneter
O:
Sandel und Verkeſtr.
Greve=Düſſeldorf zum zweiten ſtellvertretenden
Vorſitzen=
den Reichstagsabgeordneter Landrat Halem=Schwetz ge=
Stand der Darmſtädter Volksbank, e. G.
wählt. Der bisherige Arbeitsausſchuß wurde wieder= m. b. H., am 31. Mai 1913. Aktiva. 1. a) Kaſſa,
gewählt. Neu hinzugewählt wurden Beigeordneter Mor= Sorten und Kupons M 79596.47; bl Guthaben bei der
genrot=München, Bürgermeiſter Heſſe=Eilenburg als Ver=Reichsbank und dem Poſtſcheckamt M. 30 441.30. Zuſ.
treter des Sächſiſchen Bürgermeiſtertages und Stadtrat M. 110037.77. 2. Wechſel= u. Deviſen=Konto M. 489484.26.
Lutter vom Preußiſchen Städtetag. Nach dem vom Vor= 3. Bankverkehr=Konto M. 559785.41. 4. Lombard=Konto
ſtandsmitglied Geh. Rat Dr. Seidel=Verlin erſtatteten M. 323497.93. 5. Effekten=Konto M. 469306.66, a) inlän=
Geſchäftsbericht gehören dem Verein jetzt 330 diſche Statspapiere Nom. M. 268 800.—; b) ſonſtige bei
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ſammlung zuſammen, der Vertreter des Miniſters deserhebung veranlaßt. Ueber das Recht des Eigen= Mai M. 4 636 000.74. Zahl der Mitglieder 1984.
Innern, des Miniſters der öffentlichen Arbeiten und des tümers am unterirdiſchen Waſſer nach dem preußiſchen
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Vorſtand gewählt, ſowie Oberbürgermeiſter Wilms=Poſen. betriebe Kgl. Bauinſpektor Thierbach=Berlin, über die am 3. Juli ſtattfindenden Generalverſammlung die Aus=
An Stelle des bisherigen Vorſitzenden Oberbürgermei= Tätigkeit des Vereins für Kommunalwirtſchaft und Kom= zahlung einer Dividende von 16 Prozent vorzuſchlügen.
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Nummer 139.
Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Juni 1913.
Vötzows Scharrkan (Beſ.), 6.1. Oberſtleutn. Frhr. von mittags mit dem von Leutn. Stolk (vom 112. Inf=
(e.
Holzing=Berſtetts (1. G.=Drag.) Holiday (Beſ.), 6.—. Lt. Reg., kommandiert nach Johannisthal) geſteuerten Appa=
Erbgraf Georg Fugger von Babenhauſens Gay Lord rat aufgeſtiegen war, um noch rechtzeitig in dem ſchon
Ermunterungs= erwähnten Preis von Leipzig bei den Grunewald=Rennen
(Beſ.) 8 Fehler. 65 konkurrierten.
Dreſſurprüfung: 1. Oberleutn. Bürkners Romeo II (Beſ.), ſeinen Hengſt Der Dragoner ſelbſt zu reiten. Die Flieger
2. Leutn. von Spies (1. Chev.) Anlaß (Beſ.), 3. Oberlt. hatten mit heftigem Gegenwind zu kämpfen gehabt und
2d
der Reſerve Otto Maritz’ und Leutn, der Reſerve= A. von waren namentlich vor Brandenburg in ſtarke Vöen ge=
Guſtedts Vicky (Herr A. von Guſtedt), 4. Leutn. Bergers raten, ſo daß ſich die Ankunft verzögerte. Infolgedeſſen
(Drag. 25) Paſcha (Beſ.). Zehn konkurrierten. — Grup=hatte ſich ſchon ſein Regimentskamerad Leutn. v. d.
Bott=
penſpringen zu dreien: 1. Oberleutn, von Stieteneronlenberg für ihn auswiegen laſſen, der aber raſch vom
(15. Huf.), Oberleutn. von Dufay (6. Ul.), Oberleuin. Pferde ſprang, als er Leutn. v. Egan=Krieger über die
Frhr. Geyr von Schweppenburg (26. Drag., Kriegsaka= Bahn laufen ſah. Der Danziger Huſar ließ ſich mit
Ge=
demie), 2. Oberleutn. von Rheinbaben, Leutn. Graf Ein= nehmigung des Rennvorſtandes und ſämtlicher Beteiligten
ſiedel, Oberleutn. v. Livonius (1. Garde=Drag.) 3. Rit= des Rennens raſch nachwiegen, beſtieg ſein Pferd und
meiſter v. Schlieck, Oberleutn. von Livonius Oberleutn. begab ſich unter ſtürmiſchem Beifallklatſchen der Menge,
Frhr. von Buddenbrock (1. Garde=Drag.) Drei konkur= die erſt jetzt den Vorgang begriff, zum Start — und
ge=
rierten. — Tandems, vier= und mehrſpännige Wagen wann, durchweg führend, nach ſcharfem Kampfe gegen die
(Eignungs=Prüſung): 1. Graf von Alvensleben=Neugat=von Leutn. Graf Holck geſteuerte Corbais. Bei ſeiner
tersleben Rotſch.=Viererzug (Beſ.), 2. Frau Frieda Wi=Rückkehr zur Wage wurde der ſympathiſche, vor Freude
chelhaus Tandemeart (Herr E. von Wallenberg), 3. Hrn. über den ſchönen Erfolg ſtrahlende Herrenreiter geradezu
von Schacks Viererzug (Friedrich Prinz von Schönburg= beiſpiellos gefeiert. Hochrufe und Beifallsklatſchen woll=
Waldenburg), 4. Frhr. von der Borchs Siebenerzug (Be= ten kein Ende nehmen. Dem Regimentskommandeur dem
ſitzer) Fünf konkurrierten. — Troſt=Jaadſpringen: 1—4. deutſchen Kronprinzen, wurde von dem Vorfall telegra=
Herrn Gilka=Bötzows Sieglinde II (Beſ.). 1.— Leutn. phiſch Mitteilung gemacht.
2a
* Fußball. Am Sonntag ſpielte die erſte Mannſchaft
von Scharfenbergs (Garde=Kür.) Bullock (Beſ.), 1.—
Rittm. von Günthers (6. Ul.) Judith (Beſ.), 0 Fehler, des neugegründeten Sportklubs „Germania 1913½Darm=
4. Herrn L. Ollesheimer und R. Olſons Heiderabad (Hr. ſtadt=Beſſungen in Bickenbach gegen die gleiche Mann=
R. Olſon), 3 Fehler, 5. 1. Herrn O. Caminettis Black and ſchaft des dortigen Fußballklubs „Viktoria”. Das Spiel
Phite (Beſ.), 5.— Herrn R. Olſons Saſcha III (Beſ.), 5 endete mit 510 Toren zugunſten des Sportklubs „
Ger=
mania‟=Darmſtadt=Beſſungen.
Fehler. 35 konkurrierten.
Rennen zu Grunewald, den 15. Juni. Mar=
* Athletik. Am Sonntag fand in Koſtheim das
ketenderin=Rennen; 5000 Mark, Diſtanz 1000 Meter: 1. Gaufeſt des Rhein=Main=Gaues des Deutſchen Athle=
Herrn E. von Brandt=Schwerwitz) Marotte (Shaw), 2.ſtenverbandes ſtatt. Dasſelbe ſtand unter dem Pro=
W
(ehlel
Garbe (Vivian), 3. Tanagra (Taral). Tot. 24:10, Pl. tektorat des Herrn Oberbürgermeiſters Dr. Göttelmann=
mehtrene
12, 21, 13:10. Unpl.: Eigenlob, Siler, Maurus, Vide, For= Mainz und nahm einen glänzenden Verlauf. Es beteiligte
mamint. Ueberlegen, 2—1—½ Lg. — Preis von Saar=ſich daran auch der Kraftſportverein Darmſtadt
mund: 5000 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Herrn E. Reis=1910, welchem es gelang, insgeſamt 30 Preiſe zu er=
Sport, Spiel und Turnen.
lands Conſtantin (Printen), 2. Moſel (H. Brown), 3. ringen, darunter den vierten und fünften Preis im Stem=
Fiſchotter (B. Streit). Tot. 39110. Pl. 18, 23:10. Unpl.; men der Schwergewichtsklaſſe durch Kollmer und Harff.
Mainzer Ruder=Regatta.
* Mainz, 14. Juni. Der erſte Tag der Mainzer Regent (4), Memorial, Schönbrunn, Kampf. Kopf-3 Lg. den 3. und 5. Preis im Ringen (Mittelgewicht) durch
Murellenberger Jagd=Rennen; Ehrenpreis und 10 000 Eckerl und Krichbaum, den 1. und 3. Preis im Stemmen
Ruder=Regatta hatte bei gutem Beſuch einen ſchönen Ver=
Mark, Diſtanz 400 Meter: 1. Hern G. Rettes Kanndoll (Leichtgewicht durch Fiſcher und Heß, den 3. im Ringen
lauf. Im 1. Rennen (Rhein=Vierer) wurde Erſter Ruder=
(Herr Dodel), 2. Nowton (Leutn. Graf Strachwitz), 3. (Leichtgewicht) durch Habermehl; ferner wurden noch
Sie=
riege des Eſſener Turn= und Fechtklubs, Zweiter
Düſſel=
dorfer Ruderverein; im 2. Rennen (Zweiter Einer) wurde Highbride (Leutn. Graf Holck). Tot. 56:10, Pl. 19, 18, ger: Gries, Joſef, Jung, Menges, Klöß, Keil, Poth,
Erſter Mainzer Ruderverein (Richard Piez), Zweiter 1910. Unpl.: Knud (4). Gardone (5), Triglav, Tucker,Trautner, Lang und Groh. Der Verein errang auch noch
Kaſteler Ruder=Geſellſchaft (Valentin Menz); im 3. Ren=Onvide, Roſette, Yamethon, Iin Iitſu. Haleyon, Days, den dritten und vierten Preis im Tauziehen, ſowie den
nen (Gaſt=Vierer) wurde Erſter Ruderriege dez Eſſener Jacobs Ladder Leicht, 3—¾—4 La. — Preis von Schlen= von der Stadt Mainz geſtifteten erſten Vereinspreis für
Turn= und Fechtklubs, Zweiter Mainzer Ruder=Geſell= derhan; 5000 Mark, Diſtanz 1000 Meter: 1. Herrn C von die höchſte erreichte Punktzahl, eine prächtige ſilberne
ſchaft, Dritter Mannheimer Ruderklub, Vierter Frankfur= Brandt=Schmerwitz’ Moet (Shaw) 2. Lugatte (For), Fruchtſchale.
sr. Radrennen. Janke gewinntdie 100
Kilo=
ter Ruderverein; im 4. Rennen (Anfänger=Vierer) wurde 3. Hannah (Kaſper). Tot. 22:10, Pl. 12. 13:10. Unpl.:
meter=Meiſterſchaft von Deutſchland. Bei
Erſter Kaſteler Ruder=Geſellſchaft, Zweiter Wormſer Babillarde (4), Romulus, Fedi. Leicht, 2—2—½ La.
Ruderverein, Dritter Offenbacher Ruderverein; im 5. Ren= Preis von Leipzig; Ehrenpreis und 3500 Mark. Diſtanz einem Maſſenbeſuch und prachtvollem Wetter gelangte in
nen (Zweiter Vierep ohne Steuermann) wurde Erſter 4000 Meter: 1. Leutn. v. Egan=Kriegers Der Dragoner Düſſeldorf die 100 Kilometer=Meiſterſchaft von Deutſch=
Mainzer Ruderverein, Zweiter Frankfurter Ruder=Geſell= (Beſ.), 2. Corbais (Leutn. Graf Holck), 3. Go ahead land zum Austrag. Leider hielt das Rennen nicht ganz,
ſchaft „Sachſenhauſen”; im 6. Rennen (Vierer, beſchränkt) (Leutn. Krauſe). Tot. 43:10, Pl. 20, 31, 57110. Unpl.; was es verſprach. Günther. Scheuermann und Stellbrink
wurde Erſter Ruder=Sportverein „Teutonia”=Frank= Laike (4), Erzherzogin (angeh.), Hallack, Vel=Vel, Arma= proteſtierten dagegen daß ſechs Fahrer auf der nur 400
furt a. M., Zweiter Ruderverein Fechenheim; im 7. Ren= din (gef.). Gegenwehr, ¾—8—3 Lg. — Zeppelin=Han= Meter großen Bahn ſtarten ſollten. Dieſem Proteſt wurde
nen (Erſter Vierer ohne Steuermann) wurde Erſter dikap: 10 000 Mark, Diſtanz 1800 Meter: 1. Herrn H. von ſtattgegeben und zwei Vorläufe ausgefahren, die das
Mainzer Ruderverein, Zweiter Ruderriege des Eſſener 1Tresckows Schneid (O. Müller), 2. Sara (Blades), 3. Ausſcheiden von Saldow zur Folge hatten. Die Reſul=
Turn= und Fechtklubs (mit vier Längen gewonnen); im Jasmin (Pfeffer). Tot. 230:10, Pl. 47, 17, 22110. Un= tate waren: 1. Vorlauf, 10 Kilometer: 1. Schelling 7147,
8. Rennen (Zweiter Achter) wurde Erſter Mannheimer plaziert: Pacific (4), Vorhand, Phönir, Gernot, Ordner, 2. Janke 250 Meter, 3. Saldow 1000 Meter zurück. 2. Vor=
Ruderverein „Amieitia”, Zweiter Kölner Klub für Waſſer=Wavellit, Importe, Kondor, King Baſalt, Donners Bru=kauf 10 Kilometer: 1. Stellbrink 8135, 2. Scheuermann
ſport, Dritter Kaſteler Ruder=Geſellſchaft, Vierter Mann= der. Sicher, 32—1—1 Lg. — Weſtend=Jagdrennen: 4200 30 Meter 3. Günther 80 Meter zurück. Bei dem Ent=
Mark, Diſtanz 350 Meter: 1. Graf Stauffenbergs Cata=ſcheidungslauf über 100 Kilometer lag Scheuermann bis
heimer Ruderklub, Fünſter Offenbacher Ruderverein.
Der zweite Tag der Mainzer Ruder=Re=lonier (Streit), 2. Jeſſonda (Theilen). 3. Tanzſtunde zur 135. Runde an der Spitze, dann paſſierte ihn Janke
Latta brachte äußerſt ſcharfe Rennen. Die Reſultate (Sandow). Tot. 17110, Pl. 13, 20110. Unpl.: Riff, und fuhr das Rennen überlegen nach Hauſe. Janke ſiegte
nach 1 Stunde 20 Minuten 17 Sekunden. Scheuermann
ſind folgende: Junior=Vierer: 1. Mainzer Ruderverein Sprühfeuer, Inſtruktur. Leicht, 1—1 Lg.
Jubiläumspreis zu Hannover. Graf 94,395 Kilometer, Günther 93,950 Kilometer. Schelling und
mit 8 Min. ½ Sek., 2. Wormſer Ruderverein mit 8 Min.
15 Sck., Kaſteler Ruder=Geſellſchaft hatte aufgegeben. Georg Lehndorff=Rennen; 5000 Mark, Diſtanz 1300 Meter: Stellbrink gaben auf.
sr. Lawn=Tennis. Die Lawn=Tennis=Welt=
Großherzogs=Vierer: 1. Mainzer Ruderverein mit 7 Min. 1. Herrn E. F. Guetſchows Roſenkavalier (Oleinick), 2.
30 Sek 2. Ruderriege des Eſſener Turn= und Fechtklubs Konſequenz (Schläfke) 3. Wad (Shurgold) Tot. 90:10,meiſterſchaften in St. Cloud bei Paris brachten
mit 7 Min. 46 Sek 3. Mannheimer Ruderklub mit 7 Min. Pl. 32, 23, 1910. Unpl.: Rer Candy, Ninive, Minden= eine wichtige Entſcheidung. Der Deutſche Froitzheim, der
52 Sek. Einer (Rheinpokal): 1. Heidelberger Ruderklub kem, Chutbeh, Landsknecht, Blücher, Salut. Sicher, 1. Lg. Verteidiger des Weltmeiſtertitels, traf auf den Franzoſen
(Graf) mit 8 Min. 7 Sek., 2. Kölner Klub für Waſſerſport bis Kopf. — Engelboſteler Jagd=Rennen; Ehrenpreis und Gobert und unterlag wider Erwarten ſehr leicht mit
(Nünninghoff) mit 8 Min. 22 Sek. Mainzer Ruder=2000 Mark, Diſtanz 3600 Mark: 1. Leutn. Mehers und 63. 63 63. Intereſſanter verlief dagegen der Kampf
Geſellſchaft hatte aufgegeben. Zweiter Vierer (äußerſt Frhrn. von Zobels Modder River (Leutn. Knobloch), 2. des Auſtraliers Wilding mit dem alten franzöſiſchen
ſcharfes Rennen bis zum Ziel): 1. Mainzer Ruder=Geſell= Country Couſin (Leutn. von Stammer), 3. Pyramide Champion Deeugis. Die erſten beiden Sätze gewann der
ſchaft mit 7 Min. 40 Sek., 2. Kaſteler Ruder=Geſellſchaft (Leutn. v. d. Oſten). Tot. 50110, Pl. 19, 14:10. Unpl.: Auſtralier 6:0 6:3, verlor den dritten Satz mit 3:6 und
mit 7 Min. 43 Sek., 3. Ruderriege des Eſſener Turn= und Raſper. Palma, Plan, Ryan. Sicher, ½2—2 Lg. — Klee=ſchlug dann ſeinen Gegner wieder 6r4 6:3. Wilding und
Fechtklubs mit 7 Min. 44 Sek., 4. Frankfurter Ruder= felder Handikap; 10 000 Mark, Diſtanz 1100 Meter: 1. Hrn. Gobert dürften daher vorausſichtlich das Ende der Welt=
Geſelſchaft „Sachſenhaufen” mit 7 Min. 52 Sek., 5. Köl=Orbergs Thermometer (Raſtenberger), 2. Otter (Elemin=meiſterſchaft unter ſich ausmachen. Im gemiſchten
Doppel=
ner Klub für Waſſerſport mit 7 Min. 56 Sek., 6. Frank= ſon), 3. Baſalt II (Teichmann). Tot. 134:10, Pl. 41, 29, ſpiel ſchlugen Kienzl=Frau Amende von Woſſely=Fräulein
furter Ruderverein mit 8 Min. 7 Sek. Ein von Eſſen 22310. Unpl.: Hofwarpnir, Waſhington, Lady Collie, So= Röhling leicht 611 6.3 und Deeugis=Miß Ryan das Paar.
eingelegter Proteſt wurde vom Schiedsgericht nicht aner=litär, Willgo, Kruſzelinca, Muttchen, Auguſt von Wichen= H. Kleinſchroth=Fräulein Köhring 775 6:4.
kannt. Kaiſer=Vierer: 1. Mannheimer Ruderklub mit dorf. Au revoir, Reklame Waſſerrecht. — Jubiläums=
7 Min. 47 Sek., 2. Salamander=Karlsruhe mit 7 Min, Preis; Goldpokal und 40 000 Mark. Diſtanz 1800 Meter:
50 Sck., 3. Heidelberger Ruderklub mit 7 Min. 50 Sek., 1. Herrn F. C. Krügers Eecolo (Raſtenberger), 2. Ma=
Luftfahrt.
4. Alademiſcher Ruderverein Hannover mit 8 Min. 9 Seljeſtie (Archibald), 3 Fervor (F. Buloch). Tot. 148310,
sr. Breslauer Jahrhundert=Flugwoche.
5. Kölner Klub für Waſſerſport mit 8 Min. 20 Sek. Ju= Unpl.: Mirage (4), Rahang, Star, Kreuzer. Sicher, ig bis
nior=Einer: 1. Mainzer Ruderverein (Piez) ging allein ½ Lg. — Tramm=Rennen; 5300 Mark. Diſtanz 1500 Me= Der vorletzte Tag der Flugwoche war vom beſten Wetter
mit 8 Min. 15. Sek. über die Bahn. Zweier ohne Steuer=ter: 1. Herrn Dr. Fr Rieſes Königsleutnant (H. Teich=begünſtigt und verlief intereſſant. Nachdem Schall auf
mann: 1. Mainzer Ruderverein mit 8 Min. 11. Sek., mann), 2. Fagott (Davies), 3. Wunderhold (Torke). Grade den Frühpreis gewonnen hatte und die meiſten
2. Mannheimer Ruderverein Amieitia mit 8 Min. 22 Sek. Tot. 18310, Pl. 12, 20110. Unpl.; Karfunkel, Rig. Leicht, der teilnehmenden Piloten zum Wettbewerb um die
Junior=Achter: 1. Mannheimer Ruderverein Amieitia mit 1—5/ Lg. — Preis vom Schloß: 10 000 Mark Diſtanz längſte Dauer und die größte Anzahl der Auflüge ge=
7 Min. 7 Sek., 2. Mainzer Ruderverein mit 2 Min. 9 Sek.,1800 Meter: 1. Frhrn. von Entreß Fürſtenecks Franzisko ſtarket waren, gaben Leutnant Carganieo (8. V. G),
3. Ruder=Geſellſchaft Worms mit 7 Min. 17 Sek., 4. Main: (Blades), 2. Mae Inthre (Oleinik), 3. Brachvogel (Ele= Krieger (Albatros), Stöffler (Aviatik) Friedrich (
Etrich=
zer Ruder=Geſellſchaft mit 7 Min. 19 Sek., 5. Mannhei=minſon). Tot. 94110, Pl. 26, 124, 17110. Unpl.: Miro=Taube) und Schlegel (Aviatik) ihre Meldung zum
Pho=
mer Ruderklub mit 7 Min. 27 Sek. Dritter Vierer: bolant, Lincolnſhire, Boiling Hot, Labrador, Mielleux, tographie=Wettbewerb ab. Alle 5 Piloten hatten einen
1. Kaſteler Ruder=Geſellſchaft mit 7 Min. 56 Sek., 2. Ha= Porte Bonheur, Joung, Zourk, Merry Mat, Querſchlag, Rundflug um Breslau von 40 Kilometern Länge zu
ab=
nauer Ruder=Geſellſchaft mit 7 Min. 57 Sek 3. Ruder=Bob, Ehamerops, Grafenkonna. Kampf, Kopf—½ Lg. bisſolvieren und ihre Flugbegleiter, ſämtlich altive Offiziere
Geſellſchaft Worms mit 7 Min. 59 Sek 4. Ruderklub Ger= Hals.
hierbei photographiſche Aufnahmen zu machen. Das
mania=Düſſeldorf mit 8 Min. 5,2 Sek., 5. Offenbacher
Eine Bravourleiſtung des Leutnants von Egan= Quintett kehrte in geringen Abſtänden nach mehr als
Ruderverein mit 8 Min. 27 Sek. Ermunterungs=Vierer: Krieger. Die vielen Tauſende, die am Sonntag bei dreiviertelſtündigem Fluge zurück.
1. Ruderklub Naſſovia=Höchſt mit 7 Min. 55 Sek., 2. Main= dem Prachtwetter nach der Grunewaldbahn gepil=
Die Breslauer
Jahrhundertfeier=
zer Ruderverein mit 8 Min., 3. Ruderverein Fechenheim gert waren, wurden Zeugen eines hübſchen Huſarenſtück= Flugwoche des Schleſiſchen Aeroklubs erreichte am
mit 8 Min. 15 Sek., 4. Ruderverein Rüſſelsheim mit chens, wie man es wohl noch auf keiner Rennbahn zu Sonntag bei prächtigem, faſt windſtillem Wetter ihr
8 Min. 15,4 Sek., 5. Offenbacher Ruderverein mit 8 Min. ſehen bekommen hat. Gerade als das Feld für den PreisEnde. In dem mit Spannung erwarteten Flugzeug=
42 Sek. Erſter Achter: 1. Mainzer Ruderverein mit 7 Min. von Leipzig, ein Offizier=Jagdrennen, zum Start begeben Rennen um den Kaiſer=Preis blieb Leutnant
0,2 Sek., 2. Mainzer Ruder=Geſellſchaft mit 7 Min. 6 Sek., wollte, ſah man hoch in den Lüften einen Jeannin=Carganico mit ſeinem L. L. G.=Doppeldecker ſiegreich. Er
8, Ruderriege des Eſſener Turn= und Fechtlubs mit Eindecker mit Windeseile der Rennbahn zuſteuern.legte die 36 Kilometer Luftlinie betragende Strecke in 24
7 Min. 6,2 Sek.
Der Aparat ſenkte ſich ſteil nieder und landete mitten im Minuten zurück. Zweiter wurde Schlegel auf Aviatik=
Geläuf, hart neben dem Stadion. Ihm entſprang eine Ge=Eindecker in 26 Minuten vor Stoeffler auf Aplatil=
Dop=
sr. Pferde=Rennen. Jubiläums= Reit= und ſtalt in langem braunen Fliegermantel, die Sturmkappe peldecker, Friedrich auf Etrich=Taube und Krieger auf
Fahr=Turnier im Deutſchen Stadion. Gro= auf dem Kopfe, eine Orientierungskarte umgehängt, aber Albatros=Eindecker. Den Frühpreis gewann Stoeffler
ßes Jagdſpringen (Klaſſe B): 1.— Rittm. von Günthers an den Beinen Reitſtiefel und eine Huſarenmütze in der (Aviatik=Doppeldecker). Im Höhen=Wettbewerb erreichte
(Ul. 6) 1.4. Herrn Otto Kochs Rinaldo II (Bef.),Hand. Nur die wenigen Eingeweihten wußten, was der Stoefſter die ſtatliche Höhe von 3100 Meter. Er kam da=
0 Fehler, 3.—* Rittm. von Günthers (Ul. 6) Harald II Vorgang zu bedeuten hatte. Es handelte ſich um Leutn. mit dem deutſchen Höhenrekord ſehr nahe. Zweiter wurde
(Beſ.), 3.— Oberlt. von Bismarcks (1. G.=Ul.) Dolly II v. Egan=Krieger, der bei den Rennen zu Magde=Krieger, der es auf 2960 Meter brachte, vor Leutn. Carga=
(Beſ.), 3.— Leutn. Richard Graf Schäsberg=Thannheims burg die erſte Nummer des Programms auf Jaſpis ge=nico mit 2600 Meter, Schlegel mit 2500 und Friedrich mit
(ul. 5) Grundſee (Beſ.), 5 Fehler, 6.— Herrn A. Gilka= wonnen hatte und von dort um 3 Uhr 40 Minuten nach= 2300 Meter
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