D
ſtädter
A
Kbonnemenkspreis
Inſerate
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des
Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Ns 133.
Dienstag, den 10. Jnni.
191s.
Präſidenten des Abgeordnetenhauſes gewählt wurde und
Was bei dem Boykott gegen Deutſch=
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
als ſolcher durch Niederzwingung der Oppoſition die
land herauskommt. Die Tgl. Rdſch. ſchreibt: Die
Durchführung der Wohngeſetze und der Wahlreform er=
Franzoſen haben uns den wirtſchaftlichen Krieg erklärt.
möglichte. Weite Kreiſe bringen ihm unbedingtes Ver=
Mehr: ſie haben ihn ſeit Monaten gegen uns geführt. Wir
Das Wichtigſte vom Tage.
trauen entgegen, aber ſeiner Feinde, von denen er viel
haben gelegentlich franzöſiſche Stimmen zitiert, die be=
Die Kaiſerin wird Anfang Juli zu einer ſechs=
Widerſtand erwarten darf, iſt auch eine große Zahl..
wieſen, wie ſehr es den Franzoſen angſt und bange
ge=
wöchigen Kur in Bad Homburg eintreffen und im
worden iſt, als ſie merkten, wie ihre wirtſchaftliche Krieg=
Schloſſe Wohnung nehmen.
führung wirkt, ſobald man von deutſcher Seite darauf
ie Budgetkommiſſion des Reichstages
beendete die erſte Leſung des Geſetzentwurfs, betr. den
Die engliſche Flottenpolitik.
antwortet. Hier ein Beiſpiel einer ſolchen deutſchen Ant=
Wehrbeitrag.
wort. Es iſt der Brief eines großen deutſchen Geſchäfts=
C Der erſte Lord der britiſchen Admiralität Churchill
Der neueſte Zeppelinkreuzer „L. Z. 19” iſt in
hauſes an ein großes franzöſiſches Haus und lautet:
Frankfurt angekommen.
hat im engliſchen Parlament auf eine Anfrage, welche
Wir beſtätigen den Eingang Ihrer Schreiben und be=
Graf
3
eppelin ſtattete in dem Luftſchiff
Schritte die britiſche Regierung zu unternehmen gedenke
dauern ſehr, Ihnen bis auf weiteres unſeren Bedarf nicht
„Sachſen” geſtern der Stadt Wien einen Beſuch ab.
hinſichtlich der drei Schlachtſchiffe, die die kanadiſche
Re=
zur Lieferung übergeben zu können. Die langjährige
Ge=
das Kabinett Tisza iſt gebildet.
Die
Vor=
gierung für die Reichsflotte nicht zu ſtellen in der Lage
ſchäftsverbindung mit Ihnen war uns ſtets angenehm,
ſtellung des neuen Miniſteriums erfolgt am Don=
und wir ſind mit Ihrer Bedienung auch ſtets zufrieden
nerstag.
ſei, erklärt, daß die durch die Ablehnung der kanadiſchen
geweſen, aber der augenblicklich in Frankreich herrſchende
ei der Feuersbrunſt auf Long Island bei
Flottenvorlage geſchaffene Situation ein ſofortiges Han=
Chauvinismus, die allſeitige Boykottierung deutſcher
New=York, der die Fabrikgebäude der Columbia Paper
deln verlange. Der Kräfteüberſchuß der Flotte, der für
Waren ließen es uns ratſam erſcheinen, bis auf weiteres
Box Company zum Opfer fielen, verſuchten 20
Feuer=
den Schutz des britiſchen Reiches in der ganzen Welt
er=
unſeren Bedarf in Italien zu decken.
wehrleute vom Dache einer benachbarten chemiſchen
Daß gerade dieſe Gründe zur vorläufigen
Unter=
forderlich ſei, müſſe auch im Herbſt und im Winter 1915,
Fabrik das Uebergreifen des Feuers zu verhindern.
brechung der bisherigen Geſchäftsverbindung angegeben
Dabei ſtürzten ſie mit dem Dachſtuhl in die Tiefe.
ſowie im Frühjahr 1916 auf der Höhe erhalten bleiben
werden müſſen, bedauern wir lebhaft; wir glauben ja
Sämtliche Mannſchaften erlitten zum Teil lebensge=
Die Regierung habe deshalb auch beſchloſſen, den Bau
wohl kaum, daß Sie ſich ſelbſt auf den Standpunkt vieler
fährliche Verletzungen
Der Schaden beläuft ſich auf
von drei Schiffen innerhalb des Programms dieſes Jah=
Heißſporne ſtellen, doch ſind wir es uns ſelbſt ſchuldig,
über 5 Millionen Mark.
aus dem Auftreten eines großen Teiles der franzöſiſchen
res zu beſchleunigen, und es ſeien bereits von der Ad=
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7 und 8
Bevölterung Deutſchland gegenüber die Schlußfolgerung
miralität entſprechende Anweiſungen ergangen. Statt im
zu ziehen.
März nächſten Jahres, werde ſchon jetzt mit dem Bau
Inzwiſchen empfehlen wir uns hochachtungsvoll!
begonnen werden. Nun beſteht aber zwiſchen den Re=
Die Pläne des Grafen Tisza.
Das iſt nicht das einzige Schreiben dieſer Art, das in
gierungen Englands und Deutſchlands das
Einverneh=
letzter Zeit aus Deutſchland nach Frankreich gegangen iſt.
*⁎* Schneller, als vermutet werden konnte, iſt die
men, daß in der Flottenſtärke der beiden Staaten das
Und mancher brave franzöſiſche Kaufmann wird geſtöhnt
durch den Rücktritt des Herrn v. Lukacs herbeigeführte
Verhältnis 10 zu 6 eingehalten werde. Infolgedeſſen
haben: „Gott beſchütze uns vor unſeren Chauviniſten!”
ungariſche Kabinettskriſis gelöſt worden: Graf Stefan
wird die zweiſchneidige Wirkung der geplanten engliſchen
Landtags=Nachwahl in
der
In
Tisza hat das ihm vom Kaiſer angetragene Miniſterpräſi=
Maßregel auf die deutſch=engliſchen Beziehungen von der
Straßburg=Land wurde Dr. Didio (Zentr.) mit
dium übernommen. Unwillkürlich hatten ſich wohl Aller
liheralen Londoner Preſſe ziemlich ſcharf kritiſiert. Mit
3099 Stimmen gewählt. Der Gegenkandidat Dr. Boſtetter
Augen auf dieſen Mann gerichtet, als die Kriſe ausge=
Recht wird erklärt, wenn England zehn Schiffe gegen ſechs
(Fortſchr. Volkspt.) erhielt 3061 Stimmen.
brochen war, aber man verhehlte ſich auch die
Schwierig=
deutfche baue und außerdem beliebig viele mit der Be=
Auf dem ſächſiſchen
Landespartei=
keiten nicht, die gerade dem Grafen Tisza, dem
beſtge=
gründung, man brauche ſie zum Schutze des weltweiten
tage der Fortſchrittlichen Volkspartei
er=
haßten Manne jenſeits der Leitha, begegnen würden, wenn
Reiches, ſo liege in dieſer Haltung eine Unaufrichtigkeit
klärte der Abg. Dr. Wiemer, die Reichstagsauflöſung
er an die Spitze der Regierung träte. Jedoch ſcheinen
ſowohl gegen den britiſchen Steuerzahler als gegen das
werde unvermeidlich, wenn das Zentrum ſeine Drohung
dieſe Bedenken für die Krone nicht ausſchlaggebend
ge=
deutſche Marineamt. Die engliſche Regierung dürfe keine
wahr mache und die Wehrvorlage ablehne, falls nicht die
weſen zu ſein, man hielt wohl einen „ſtarken” Mann, der
Schiffe an Stelle der kanadiſchen Dreadnoughts bauen,
Deckungsvorlage nach ſeinen Wünſchen erledigt wird.
das ungariſche Staatsſchiff durch alle Stürme, die es jetzt
weil dann in Deutſchland der Wert eines jeden britiſchen
umtoſen, wieder in ruhiges Fahrwaſſer leiten könne, für
Verſprechens bezweifelt werden könne. Es möge daran
Ausland.
eine zwingende Notwendigkeit. Und in dieſer Hinſicht
erinnert werden, daß vor noch nicht ganz einem
Viertel=
dürfte die Krone nicht getäuſcht werden, denn als
Schwäch=
jahr, am 26. März, bei der Einbringung des Flottenetats
Oeſterreich=Ungarn.
ling hat ſich Stefan Tisza noch nie gezeigt, ja nach dem
im engliſchen Unterhauſe Lord Churchill jene große Rede
Zur Miniſterkriſe. Wie verlautet, beabſich=
PProgramm, welches er über ſeine nächſten Abſichten
auf=
hielt, in welcher er von neuem das Hohelied einer
deutſch=
tigen die Sozialiſten wegen der Ernennung Tiszas zum
geſtellt hat, wird er mit aller Energie darangehen, den
engliſchen Flottenverſtändigung ſang und dabei an die
Kabinettschef ſchon in nächſter Zeit große Demonſtrationen
jetzigen zerfahrenen Zuſtänden im Lande der Stefans=
Adreſſe Deutſchlands den offiziellen Vorſchlag richtete, für
zu veranſtalten.
krone ein Ende zu machen.
ein Jahr im Schiffbau einen Feiertag eintreten zu laſſen.
Italien.
Zunächſt will es Tisza mit Güte zu ermöglichen
Die praktiſche Undurchführbarkeit dieſes Vorſchlages
Eine neue Enzyklika. Wie verlautet, bereitet
ſuchen und der Oppoſition eventuell mit Zugeſtändniſſen
wurde damals faſt in der geſamten deutſchen Preſſe
ein=
der Papſt eine Enzyklika vor, welche die Arbeiterfrage
be=
entgegenkommen, um ſie wieder zur parlamentariſchen
gehend dargelegt. Die engliſche Regierung hat
anſchei=
handeln ſoll, und von der berühmten Enzyklika Leo XIII.
Tätigkeit heranzuziehen. So leicht wird ihm das freilich
nend ſelbſt den Plan eines Feiertagsjahres im Kriegsſchiff=
Das Thema iſt das gleiche, aber
inſpiriert ſein wird.
nicht gelingen, dazu iſt die Stimmung in den
oppoſitio=
bau fallen gelaſſen, jetztzieht ſie ſogardie Rüſtungsſchraube
Pius X. will gewiſſe in der Enzyklika ſeines Vorgängers
nellen Parteien noch gar zu gereizt, und wenn man
be=
abermals mit einem hörbaren Ruck an, da nach der
neue=
enthaltene Lehren für die Arbeiter klarer darlegen.
denkt, wie ſcharf Tisza angegriffen worden iſt, wie ſchon
ſten Erklärung Churchills nicht mehr daran zu zweifeln
ſeine Wahl zum Abgeordnetenhaus=Präſidenten ein
wah=
iſt, daß England in dieſem Jahre ſtatt der vorgeſehenen
Frankreich.
res Wutgeheul ſeiner Gegner entfachte und wie die
ge=
fünf Kriegsſchiffe deren acht bauen wird. Nach der An=
Poincaré über die franzöſiſche Marine.
waltſame Unterdrückung der Obſtruktion des Parlaments
kündigung des engliſchen Marineminiſters kann es frei=
Bei dem Feſtmahl auf dem Panzerkreuzer „Jules
Miche=
den Haß gegen ihn noch vergrößerte, ſo kann man ſich
lich nicht ausbleiben, daß man in Deutſchland auch den
let” feierte der Marineminiſter die militäriſchen Tugenden
eines gelinden Zweifels über das Gelingen der
Verſöh=
über eine bloße Flottenverſtändigung hinausgehenden
des Admirals Lapeyrere, die Treue der Offiziere und die
nungsaktion nicht erwehren. Man kann alſo immer da=
Verſicherungen von einem deutſch=engliſchen Intereſſen=
Tapferkeit der Mannſchaften. Er ſprach den Wunſch aus,
mit rechnen, daß Tisza zur ſchärferen Tonart gegenüber
ausgleich allgemeiner Natur mit einer Skepſis
gegenüber=
daß der ebenfalls anweſende Präſident Poincaré vor dem
der Oppoſition gezwungen wird. Er plant angeblich, falls
treten wird. Es wäre ſehr zu bedauern, wenn die Be=
Lande das Zeugnis ablegen werde, daß es eine
wohlaus=
dieſe ſich den parlamentariſchen Arbeiten fernhält, einen
ziehungen zwiſchen beiden Ländern, die eben nach der
An=
gebildete Schiffsmacht beſäße, die imſtande ſei, wenn der
Geſetzentwurf einzubringen, welcher ſolch widerſpenſtige
weſenheit des engliſchen Königspaares in Berlin im Be=
Tag kommt, mit der ganzen bewaffneten Nation das Land,
Abgeordnete ihres Mandates für verluſtig erklärt und deren
griffe ſtehen, ſich merklich zu beſſern, durch die
Flotten=
die Ehre und Freiheit zu verteidigen. Hierauf erhob ſich
Wiederwahl bei den nächſten Wahlen verbietet. Das
maßnahmen Churchills aufs neue getrübt würden. Jahre=
Poincaré und ſagte: Die viel zu kurzen Stunden, die
würde natürlich einen ungeheuren Entrüſtungsſturm
her=
lang herrſchte auf beiden Seiten das Mißtrauen vor, man
ich hier zubrachte, machten auf mich einen unauslöſchlichen
vorrufen, aber die Regierung hat ja im Parlament die
wolle ſich gegenſeitig den Rang der Weltmacht ſtreitig
Eindruck. Seit meiner Ankunft fühlte ich die volle Schön=
Mehrheit und könnte alſo ihren Willen durchſetzen. Die
machen. Schließlich iſt man aber doch zu der
Ueber=
heit und die große Macht der von Führern geleiteten me=
Obſtruktion wäre damit mundtot gemacht, und die Gegner
zeugung gekommen, daß weder Deutſchland an ein
Be=
thodiſchen Diſziplin, deren Geiſt und Wille auf allen,
der Regierung ziehen es vielleicht vor, die übernommenen
gehr nach britiſchem Boden, und ſei es auch nur Kolonial=
Schiffen gegenwärtig iſt. Wieder einmal zeigte ſich der
ſparlamentariſchen Pflichten künftig zu erfüllen.
gebiet, denkt, noch daß es England gelüſte, in Deutſchland
Wert unſeres Schiffsmaterials, die reſtloſe Ergebenheit
Man hat alle Urſache, der Tätigkeit des neuen Kabi=
Eroberungen zu machen. Auch die perſiſche und die
tür=
unſerer Offiziere und die glückliche Ausbildung unſerer
nettsmit Spannung entgegenzuſehen. GrafStefan Tisza, ein
kiſche Frage ſcheinen von England ſo geregelt zu werden,
Mannſchaften. In aufgeklärtem Patriotismus ertrage das
Sohn des berühmten Staatsmannes Koloman Tisza,
daß Deutſchlands Intereſſen nach keiner Richtung hin ge=
Land ſeit langen Jahren unaufhörlich die ſchweren Laſten,
welcher 15 Jahre hindurch Miniſterpräſident war, ſteht
ſchädigt werden. Deshalb iſt auch zu hoffen, daß die
die ihm die Unterhaltung und die Vervollkommnung der
ſchon ein Vierteljahrhundert im öffentlichen Leben
Un=
engliſche Regierung hinſichtlich des Flottenbaues keine
Verteidigungsmittel auferlegen. Das Land weiß, daß,
garns. Er galt ſchon als ein Mann von hervorragender
neue Spannung der Beziehungen zu Deutſchland
auf=
um ſicher zu ſein und um von uns Kriegsdrohungen und
Tatkraft, als er im Oktober 1903 als Nachfolger des
Gra=
kommen läßt.
Verſuche, uns zu demütigen, fernzuhalten, falls ſolche
je=
ffen Khuen=Hedervary Miniſterpräſident wurde und dies
mals unternommen werden ſollten, wir wünſchen, immer
Amt bis Frühjahr 1905 inne hatte. Er war es, der
da=
ſtark, immer ruhig, immer bereit zu ſein. Das Parlament
Deutſches Reich.
mals durch Verſchärfung der Geſchäftsordnung des
Ab=
iſt ein treuer Dolmetſch der Gefühle der Nation und weicht
geordnetenhauſes den unhaltbaren Zuſtand beſeitigte, daß
Die Entſcheidung über die Ernennung
vor keinem Opfer zurück, um unſerer Heeres= und
Flot=
ein Dutzend Schreier die parlamentariſche Tätigkeit völlig
des neuen Präſidenten der
Anſiedlungs=
tenausrüſtung höchſte Wirkſamkeit zu verleihen, und
un=
lahmzulegen vermochte. In der größeren Oeffentlichkeit
kommiſſion iſt erſt nach der Rückkehr des
Landwirt=
ſere Armeen zu Waſſer und zu Lande in den Stand zu
trat Tisza erſt wieder hervor, als er im Mai 1912 zum
ſchaftsminiſters aus Wiesbaden zu erwarten.
ſetzen, mit der größtmöglichſten Schnelligkeit unerwarte=
Nummer 153.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 10. Jnni 1913.
Seite 2.
ſelben Ordens: dem Hoboiſt a. D. König, dem
Ober=
in den landwirtſchaftlichen Bezirken dienen. Die beider
ten Ereigniſſen entgegenzutreten. Wir haben hier
feſt=
bahnaſſiſtent Hainſtadt, beide in Gießen; das Sil=
Kontrahenten werden die Frachten und Tarifraten der
tellen können, daß ſo große Anſtrengungen nicht unfrucht
verne Kreuz desſelben Ordens: dem Kanzleirat Jäger
bar bleiben. Auf welchen Schiffen auch immer unſere
Schiffahrtsgeſellſchaften, die ſie verwalten oder unter
Vorſtand der Regiſtratur des Großh. Landgerichts der
Seeleute fahren, welchen Dienſtgrad auch immer ſie ein
tützen, herabſetzen. In der Preſſe wird die Bedeutung
Provinz Oberheſſen in Gießen, dem
Obertelegraphenaſſi=
tent Reitz in Gießen, dem Bankbeamten Burger bei
nehmen, ſie üben mit rührender Einfachheit die vornehm
des Projektes betont, von dem ein erfolgreicher
Wett=
der Reichsbanknebenſtelle in Gießen; das Allgem.
Ehren=
ten Tugenden: Der Geiſt der Diſziplin und der
helden=
ewerb mit der Kautſchukproduktion Oſtaſiens erhofft
zeichen mit der Inſchrift „Für Verdienſte”: dem
Ka=
haften Entſagung wurde ihnen zur zweiten Natur.
wird.
ernenwärter Schuck in Gießen. Ferner haben Se. Kgl.
Frankreich ſelbſt kann ſich in den Augen dieſer tapferer
Hoheit der Großherzog verliehen: das Komturkreuz
2. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des Großmüti=
Leute ſpiegeln und ſieht darin den unveränderten
Ab=
gen: dem Oberſt Schmidt, Kommandeur des Großh.
glanz aller ſeiner Eigenſchaften ſchimmern, die bei unſern
* Rom, 9. Juni. An der Kieler Monarchen=
Zendarmeriekorps; die Krone zum Silbernen Kreuz
des=
begegnung nehmen auch der Miniſter des Innern
Seeleuten und Soldaten traditionell ſind. Auch das
elben Ordens: dem Wachtmeiſter und Stationsführer
Giuliano, Botſchafter Bollati, Reichskanzler v. Bethmann
Landheer richtet ſeinen Blick feſt auf die Fahne und iſt
Filſinger im Großh. Gendarmeriekorps.
Hollweg, Staatsſekretär v. Jagow und vielleicht auch
Bot=
auch bemüht, voll und ganz der Stimme des Vaterlandes
* Zum Regierungsjubiläum S. M. des Kaiſers
ſchafter von Flotow teil
ollen nach einer Entſchließung S. K. H. des
Groß=
zu gehorchen, wenn Frankreich eines Tages in Gefahr iſt
.Juni. In Caſtello dei Ceſari auf dem
Rom, 9
herzogs laut „Darmſt. Ztg. am Montag, 16. lfd. Mts.,
Aventin veranſtaltete heute die deutſche Kolonie ein
und ſeine Kinder zu Hilfe rufen würde. Auch das
Land=
die öf
fentlichen Dienſträume geſchloſſen
Bankett zur Feier des Kaiſerjubiläums. Der
deut=
heer hat nur den Ehrgeiz, zu jeder Stunde und Gelegen
bleiben
ſche Botſchafter v. Flotow brachte das Hoch auf den König
heit des nationalen Vertrauens würdig zu bleiben.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der Lehrer
von Italien aus. Dr. Bohner hielt die Feſtrede, die ir
an der Gemeindeſchule zu Stockhauſen, im Kreiſe Gießen,
einem begeiſtert aufgenommenen Kaiſerhoch ausklang.
Spanien.
Heinrich Dirlam auf ſein Nachſuchen mit Wirkung vom
Vorträge und Lichtbildervorführungen belebten das Feſt.
In der Deputiertenkammer führte Maura
Anweſend waren u. a. Geſandter Dr. Mühlberg, die bei=
1. Juli I. J. an
den bayeriſchen Geſandten, ſämtliche Herren der Botſchaf
aus: Man ſtellt mich als einen Verletzer der Geſetze hin
* Von der Techniſchen Hochſchule. Das ſoeben erſchie
mit ihren Damen, der deutſche Konſul, Fürſt Bülow, und
nene Perſonalverzeichnis für das Sommerſeme=
und als ultramontanen Tyrannen. Dieſe Urteile ſind un
die geſamte deutſche Kolonie
ſter 1913 enhält ebenfv wie ſeine Vorgänger in überſicht
gerechtfertigt. Ich billigte die Verfechtung der Ausbrei
* Moskau, 9. Juni. Der Kaiſer, die
Groß=
licher Anordnung die Angaben über die Beſucher, den
tung aller Ideen, aber niemals, daß ſie auf gewaltſamem
fürſtinnentöchter, ſowie die Großfürſten und
Lehrkörper, die Verwaltung, Rektorat, kleinen und großen
Wege durchgeführt werden; ich forderte immer und for=
Großfürſtinnen beſuchten die Korporation der Kauf=
Senat, Sekretariat, Kaſſe, Bibliothek, Zentrale für Kraft
mannſchaft. Die Korporation beſchloß, zur Erinnerung
dere auch noch die Gleichberechtigung für alle Be=
Licht und Wärme, Maſchinenbaulaboratorien I—V,
mecha=
des kaiſerlichen Beſuches 300000 Rubel zu Wohltätigkeits
niſch=techniſche Materialprüfungsanſtalt, radiotelegraphiſche
trebungen der Republikaner, wenn es ſich um die
Ver=
zwecken zu ſtiften.
Verſuchsſtation, elektrotechniſches, phyſikaliſches, chemiſches,
teidigung der geſetzlichen Formen handelt. So bin ich auf
hemiſch=techniſches und elekkro=chemiſches Inſtitut, In=
Eurer Seite gegen jeden. Ihr habt in uns den
aufrich=
ſtitut für organiſche Chemie, mathematiſches und
geodäti=
tigſten Bruder, wenn Ihr als Bürger handelt, aber wenn
ſches Inſtitut, botaniſcher Garten uſw., weiter die Woh
Stadt und Land.
nungen des Aufſichtsperſonals und der Dienerſchaft, An=
Ihr als Aufwiegler handelt, ſo muß nach meiner Ueber=
Darmſtadt, 10. Juni.
gaben über die Kommiſſionen für Prüfungen, Bibliothek
zeugung die ganze Schärfe des Geſetzes gegen Euch ange
uſw. und Verzeichnis der Studierenden und Hörer mit
* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheit die Groß
wandt werden. Ich halte mich nicht für unfehlbar und
An der Hochſchule wirken zurzeit
Wohnungsangaben.
herzogin begaben ſich am Sonntag mittag 1 Uhr
unterwerfe mich dem Urteil des Landes; ich halte den
31 ordentliche Profeſſoren, 3 ordentliche
Honorarprofeſ=
mit Gefolge im Auto nach Mainz, wohnten daſelbſt
Kontakt der beiden Regierungsparteien für unumgänglich
oren, 13 außerordentliche Profeſſoren, 44 Lehrer und
am Zollhafen der Hauptübung der Freiwilligen Sanitäts
Privatdozenten und 53 Aſſiſtenten. Das Rektorat wird
notwendig; den Kontakt zwiſchen den Liberalen, die ihn
kolonne vom Roten Kreuz an und kehrten 4 Uhr 30 Min.
von Geh. Baurat Profeſſor Wickop, das Protektorat
nach Jagdſchloß Wolfsgarten zurück. (Darmſt. Ztg.
unterbrochen haben, und zwiſchen uns, die ſie dieſes
von Geh. Hofrat Profeſſor Dr. Schenck geführt. Als Vor=
Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Bruches beſchuldigen. Ich halte alle Ausdrücke und
Ge=
ſitzender der Diplomprüfungskommiſſion wirkt Profeſſor
Großherzog haben zur Feier des hundertjährigen
danken meines Briefes vom 31. Dezember 1912 aufrecht.
Dr. Horn. Das Verzeichnis der Studentenverbindungen
Beſtehens des Infanterie=Regiments Kaiſer Wilhelm (2
enthält 42 Verbindungen, worunter 5 Korps, 6 Burſchen=
Da ich Ihrer Politik nicht zuſtimmen kann und da Sie
Großh Heſſ.) Nr. 116 verliehen: das Komturkreuz 2.
Klaſſe=
ſchaften, 2 Landsmannſchaften enthalten ſind.
Eingeſchrie=
die meinige nicht annehmen wollen, ſo erkläre ich, daß ich
des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen: dem
ben ſind im Sommerſemeſter 1913: 1183 Studierende, 44
Oberſt und Regimentskommandeur v. Trotta gen.
mich zurückziehe. Was kann ich weiter ſagen? Maura
Hörer, 120 Gäſte (darunter 29 Damen) zuſammen 1347.
Treyden; das Ritterkreuz des Ludewigsordens: den
ſpielte zum Schluß auf die Rede Alvarez’ an, der die
Von dieſen ſind 1051 Deutſche und 296 Ausländer. Von
Major und Bataillonskommandeur Großmann; das
Demokratiſierung der Monarchie fordert, und ſagte: Die
den deutſchen Bundesſtaaten ſteht an erſter Stelle Preu=
Ritterkreuz 1. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des
ßen mit 500, es folgen Heſſen mit 331, Bayern mit 63,
Monarchie demokratiſieren, hieße ſie auflöſen. Das wäre
Großmütigen: dem Hauptmann und Kompagnieche
Sachſen mit 28, Hamburg mit 24 Elſaß=Lothringen mit
Schroeder, dem Hauptm. d. Reſ. Cellarius,
Ober=
eine Revolution ohne Barrikaden und ohne Blut, aber
22, Baden mit 21, Württemberg mit 14, Oldenburg mit 9
kriegsgerichtsrat beim Generalkommando des 18. Armee
eine volle Revolution.
Der Miniſterpräſident Roma=
-
Mecklenburg=Schwerin mit 8, Bremen mit 6, Sachſen=
Ko=
orps; das Ritterkreuz 2. Klaſſe desſelben Ordens: dem
nones erklärte darauf unter dem Beifall der Liberalen, es
burg=Gotha mit 4, Braunſchweig, Lippe=Detmold, Sachſen
Oberleutnant Wolf, dem Oberleutnant und
Regiments=
ſei ſein lebhafter Wunſch, mit den Konſervativen zuſam=
Meiningen. Sachſen=Weimar und Schwarzburg=Rudol=
Adjutanten Mattel, dem Oberzahlmeiſter Welſch; die
ſtadt mit je 3, Anhalt und Sachſen=Altenburg mit je 2 und
Krone zum Silbernen Kreuz desſelben Ordens: dem
menzuarbeiten. Maura forderte den Miniſterpräſidenten
Schaumburg=Lippe und Waldeck mit je 1. Die Ausländer
Waffenmeiſter Syben; das Silberne Kreuz desſelben
auf, ſich über die von dem Republikaner Alvarez gefor
verteilen ſich auf die einzelnen Länder wie folgt: Ruß=
Ordens: dem Obermuſikmeiſter Löber, dem
Unterzahl=
derte Verfaſſungsänderung zu äußern. Romanones
er=
land 180, Norwegen 26, Oeſterreich=Ungarn 19, Finnland
meiſter Kipfer; das Allgemeine Ehrenzeichen mit der
widerte: Wir werden ſolche Reform erörtern und ſie, wenn
Verdienſte”, den Vizefeldwebelr
16, Schweden und Schweiz je 8. Bulgarien 7, Vereinigte
Inſchrift „Für
Schaube, Gerbig, Weis und Hanſult; ferner den
Staaten von Nordamerika 5, Niederlande 4, England und
wir ſie für gut halten, ohne Verzug durchführen.
Charakter als Generalmajor: dem Oberſt a. D. Cull
Türkei je 3, Belgien, Frankreich und Chile je 2 und
Grie=
nann in Gießen; das Komturkreuz 2. Klaſſe des Ver
Braſilien.
henland, Italien, Luxemburg, Serbien, Spanien,
Argen=
dienſtordens Philipps des Großmütigen: dem Oberſt=
Am ſtärkſten beſucht iſt die Ab
tinien und Siam je 1. —
Der Kautſchukkontrakt. Der
Landwirtſchafts=
leutnant z. D. Balſer in Darmſtadt; das Ehrenkreuz
teilung für Maſchinenbau mit 340 es folgen: Architektur
miniſter hat den Kautſchukkontrakt unterzeichnet, der zwi
desſelben Ordens; dem Oberſtleutnant
a. D. Heſſig
darunter 4 Damen) mit 259, Ingenieurweſen mit 256
ſchen der Bundesregierung und dem Staate Para
abge=
n Eiſenach; das Ritterkreuz 1. Klaſſe mit der Krone des=
Elektrotechnik mit 163, Chemie (darunter 2 Damen) mit
elben Ordens: dem Major a. D. Schäfer, dem Major
ſchloſſen worden iſt. Die Verſuchsſtation wird in der
132, Papieringenieurweſen mit 46 und allgemeine
Abteil=
a. D. Lang, beide in Darmſtadt; die Krone zum
Ritter=
ung mit 31. Hierzu kommen 120 Gäſte (darunter 29 Da=
Nähe von Belen, die Kautſchukraffinerie und Kautſchuk
kreuz 1. Klaſſe desſelben Ordens: dem Major z. D. Hoos,
men). Wenn man die Frequenz des laufenden Sommer
abrik in Belen errichtet. In dem Abkommen wird die
Kommandeur des Landwehrbezirks Lennep, dem Großh
ſemeſters (1183 Studierende, 44 Hörer, 120 Gäſte, zuſam=
Geh. Medizinalrat Kreisarzt Dr. Haberkorn, dem
Errichtung einer Muſterfarm auf der Inſel Marajo, die
nen 1347) mit derjenigen des vorjährigen Sommerſeme
Großh. Kommerzienrat Emmelius, beide in Gießen:
Inangriffnahme von Eiſenbahnlinien und die Erbauung
ſters (1207 Studierende, 58 Hörer, 140 Gäſte, zuſammen
das Ritterkreuz 1. Klaſſe desſelben Ordens: dem Haupt
1405) vergleicht, ſo ergibt ſich ein Frequenzrückgang
von Hotels und Hoſpitälern vorgeſehen. Die Einwan
mann der Landwehr a. D. Kaufmann Vogt in
Mann=
von 58 Hörern
derung unterſtützend, wird der Staat Para mit der Bun
heim, dem Leutnant a. D. Chemiker Dr. Körner in
Provinzialausſchuß. Die Tagesordnung zu=
Ludwigshafen a. Rh., dem Garniſonverwaltungsdirektor
desregierung dazu ſchreiten, allmählich den Ausfuhrzoll
Sitzung des Provinzialausſchuſſes der Provinz Starken
a. D. Dörr in Darmſtadt, dem Rechtsanwalt
Kauf=
auf Kautſchuk herabzuſetzen, und wird dieſes Ausfuhr
burg am Samstag, den 14. Juni, vormittags 9½ Uhr,
mann in Gießen, dem Apotheker Hempel in Köln, dem
objekt während 25 Jahre von jeglichem ſtaatlichen und
lautet: 1. Klage des Joſef Tierolf I. zu Neuſtadt gegen
evangeliſchen Pfarrer Schwabe, dem katholiſcher
ſtädtiſchem Zoll befreien. Der im vorjährigen Erlaß zum
eine Verfügung des Großh. Kreisamts Erbach vom
Pfarrer Bayer, beide in Gießen; das Ritterkreuz
Geſuch des Chriſtian Werres aus
1. April 1913. 2.
2. Klaſſe desſelben Ordens: dem Großh. Muſikdirekto
Schutze der Kautſchukproduktion vorgeſehene Ausfuhrzoll
Darmſtadt um Erlaubnis zum Betriebe einer
Schank=
a. D. Krauße, dem Bürovorſteher i. P. Bruchhäu
von 5 Prozent ſoll zur Erhaltung von Chauſſeen und
wirtfchaft im Hauſe Neue Niederſtraße Nr. 11. 3. Geſuch
ſer, beide in Gießen, dem Kaufmann Schallas ir
anderen Verbindungsſtraßen in den Kautſchukgebieten und
des Johannes Keil VIII. zu Fürth um Erlaubnis zum
Friedberg i. H.; die Krone zum Silbernen Kreuz
des=
gen der Gegenwart, für die großen Forderungen der
vorigen Jahrhunderts, mit der franzöſiſchen Revolution.
Zukunft
Die Freiheitskriege, die das wichtigſte ſind für den
Der eigentliche Beweggrund und
Kaiſer Wilhelm als Erzieher.
tiefere Sinne der von ihm ins Leben gerufenen Reform
jungen Staatsbürger, wurden nicht durchgenommen.
CK. „Kein Zeitraum iſt für die preußiſche Schul
lag daher darin, die Schulen aus ihrer weltfremden Ab=
Die Verhandlungen der Konferenz wurden in dem
geſchichte von ſolcher Bedeutung geweſen, wie die Re=
Sinne geführt, den der Kaiſer vorgezeichnet. Das Deutſche
chließung gegen den Strom der modernen Zeit zu
be=
gierungszeit Kaiſer Wilhelms II.‟ Dies Urteil eines
und die vaterländiſche Geſchichte traten von nun an in
freien, die Gebiete der Naturwiſſenſchaften, der Techni
ausgezeichneten Kenners der Entwickelung unſeres Schul
und Induſtrie, auf denen die erſtaunlichſten Fortſchritte
den Vordergrund der Lehrpläne, die Geſamtzahl der
weſens, Profeſſor Paul Schwartz, rückt des Kaiſers
er=
des 19. Jahrhunderts lagen, der Jugend zu offenbaren.
Unterrichtsſtunden wurde vermindert und die größere
ieheriſches Wirken in ein helles Licht. Was in dem erſten
Eine Bildung, der Weltſtellung des deutſchen Vaterlan=
Pflege von Spiel und Sport beſchloſſen. Damit aber die
Jahrhundert unſerer Schulgeſchichte, das vor einem
Vier=
des und den Anforderungen der Gegenwart entſprechend,
Lehrerſchaft dieſen erhöhten Forderungen freudig und
teljahrhundert gerade zu Ende ging, dunkel zum Daſein
bezeichnete der Kaiſer als die erſte Aufgabe der Schule
ganz genüge, wurde ihre ſoziale und materielle
Stel=
gerungen und durch den Kampf verworrener Strömun
und darin hatte ſie bisher verſagt. „Es iſt weniger
Nach=
lung gehoben, und ſo verdankt der Lehrerſtand der
Re=
en in der Entfaltung gehemmt worden war, das ward
druck auf das Können wie auf das Kennen gelegt
wor=
gierung Wilhelms II. eine Zeit des Aufſtieges und der
durch die eine erlöſende Tat des jungen Herrſchers, durch
den” erklärte er, es muß von dem Grundſatz abgegan
Blüte. Was die erſte Schulkonferenz glücklich begonnen
die von ihm bald nach dem Regierungsantritt eingeleitet
en werden, daß es nur auf das Wiſſen ankommt, und
und durchgeführt, vollendete die zweite, die am 6. Juni
Schulreform, zur, Blüte gebracht. Darum wird dieſe
nicht auf das Leben.‟ Er nimmt die damals ſchon viel
1900 zuſammentrat. Hier fiel auch die letzte Schranke,
Schulreform in dem vollen Kranze kultureller Segnungen,
erörterte Ueberbürdungsfrage auf und redet als oberſter
die dem alten Gymnaſium eine Vorrangſtellung im
Schul=
mit dem das erſte Vierteljahrhundert der kaiſerlichen Re=
Kriegsherr: „Bedenken Sie, was uns für ein Nachwuchs
weſen verliehen hatte, durch den Erlaß vom 6.
Novem=
gierung glorreich geſchmückt iſt, ſtets beſonders hervor
für die Landesverteidigung erwächſt. Ich ſuche nach
Sol=
ber 1900 wurden Gymnaſium, Realgymnaſium und
Ober=
leuchten
daten, wir wollen eine kräftige Generation haben, die
realgymnaſium „in der Erziehung zur allgemeinen Geiſtes=
Durch eigenes Erleben hat der Monarch das
Schul=
auch als geiſtige Führer und Beamte dem Vaterlande
bildung als gleichwertig” erklärt. Nunmehr war volle
elend, das damals weite Kreiſe beunruhigte und erbit
ienen. Dieſe Maſſe der Kurzſichtigen iſt meiſt nicht zu
Freiheit des Wettbewerbes zwiſchen den höheren
Schu=
terte, kennen gelernt. „Zur Zeit, wo ich auf dem
Gym=
brauchen, denn ein Mann, der ſeine Augen nicht brauchen
len gewährt, und wenn der Erlaß nachdrücklich auf die
naſium in Kaſſel war”, ſagte er ſpäter ſelbſt, „wurde der
kann, wie will der nachher viel leiſten?
Die Män=
Erlernung des Engliſchen hinwies, ſo lag darin eine Be=
„,,
Notſchrei der Eltern und Familien laut, daß es nicht ſo
ner ſollen nicht durch Brillen die Welt anſehen, ſondern
onung der praktiſchen Zwecke der Schulbildung, denn
weiter gehen könne.
— Auf ſeine perſönlichſte Initiative
mit eigenen Augen, und Gefallen finden an dem, was ſie
Engliſch iſt die Welſprache und ihrer bedarf vor allem der
zing daher die Schulkonferenz zurück, zu der er am 4.
De=
vor ſich haben, ihrem Vaterlande und ſeinen Einrichtun
Kaufmann. Auch der Volksſchule war des Kaiſers Sorge
zember 1890 45 namhafte deutſche Männer der verſchieden
gen.‟ Deshalb ſei die Geſundheit der Jugend zu ſtählen;
lebhaft zugewandt; unter ihm wurde der Beſuch der
ſten Richtungen und Stellungen nach Berlin berief. In
vor allem aber müſſe der Unterricht auf eine nationale
Volksſchule ganz unentgeltlich, und damit war eine
not=
ſeiner eröffnenden Anſprache griff er auf die Erfahrun=
Baſis geſtellt werden. „Wir müſſen als Grundlage fü
wendige Ergänzung der allgemeinen Schulpflicht
voll=
gen ſeiner Gymnaſiaſtenzeit zurück und verlieh ihr
da=
as Gymnaſium das Deutſche nehmen; wir ſollen
natio=
bracht. Ebenſo wuchſen die Anforderungen und
Leiſtun=
durch einen ganz individuellen Reiz. „Ich kann zu Ihner
nale junge Deutſche erziehen, und nicht junge Griechen
gen der Volksſchule in den letzten 25 Jahren erheblich
als Eingeweihter ſprechen” ſagte er, „denn ich habe au
und Römer. Wir müſſen von der Baſis abgehen, die
Das Mädchenſchulweſen wurde von Grund aus
ver=
dem Gymnaſium geſeſſen und weiß, wie es da zugeht.” Und
jahrhundertelang beſtanden hat, von der alten klöſter
beſſert; im ganzen Lande ſind Fortbildungsſchulen ge
eine eigenen Intereſſen und Neigungen, die ihn auf der
lichen Erziehung des Mittelalters, wo das Lateiniſche
chaffen worden. Reiche, ſchöne Früchte hat das Wirken
Schule leiteten, ſchimmern hindurch durch die offiziellen
maßgebend war und ein bißchen Griechiſch dazu. Das iſ
des Kaiſers als Erzieher getragen. Ein neuer Geiſt iſt
Forderungen ſeines Programms. Seine Hauptanteil
nicht mehr maßgebend, wir müſſen das Deutſche zur Baſis
n der Jugend erblüht; der Sinn für das Schöne wurde
nahme hatte ja auf dem Gymnaſium nicht den klaſſiſchen
machen. Der deutſche Aufſatz muß der Mittelpunkt ſein
durch die Ausgeſtaltung des Zeichen= und Geſangsunter=
Sprachen, ſondern der Geſchichte der deutſchen Dichtung
um den ſich alles dreht.” Ebenſo muß das Nationale in
richts gehoben, und das Freiluftelement, das in den
den Naturwiſſenſchaften gehört. Wenn er ſich auch in
Geſchichts= und Geographieunterricht gefördert werden
Turnſpielen und Sportübungen ſteckt, ſteigert die Freude
Sinne ſeines Vaters gern in die nie wiederkehrende Schön
Die Jugend ſei bisher nicht über die Grundlagen unſe
an der Natur und ſtählt den Körper. Ueberall
bewahr=
heitswelt der Antike vertiefte und durchaus kein Gegner
rer Kultur unterrichtet worden. „Der Große Kurfürſt
heitet ſich das alte Wort, daß nur im geſunden Körpen
humaniſtiſcher Bildung war und iſt, ſo ward doch ſeir
war zu Meiner Schulzeit nur eine nebelhafte
Erſchein=
in geſunder Geiſt hauſt.
innerſtes Gefühl nicht bei der längſt entſchwundenen
Ver=
ung; der Siebenjährige Krieg lag bereits außerhalb aller
gangenheit, ſondern pochte heiß für die drängenden Fra
Betrachtung, und die Geſchichte ſchloß mit dem Ende des
Nummer 133.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 10. Jnni 1913.
Seite 3.
Betriebe einer Gaſtwirtſchaft in der Gemarkung
Brom=
viele intereſſieren und Gäſte gerne bei ſich aufnehmen
fene war in Darmſtadt im Großherzogtum Heſſen ge
bach. 4. Beſchwerde Seiner Erlaucht des Herrn Grafen
werden. Die bisher angebotenen Freiquartiere reichen
boren und erreichte ein Alter von nahezu 75 Jahren. Er
von Schönborn=Wieſentheid wegen Heranziehung zur
noch nicht aus und wird darum vom Ortsausſchuß ſehr
hinterläßt außer der Gattin, Maria, geborenen Jacob
Zahlung von Kanalbaukoſten in Heuſenſtamm.
gebeten, weitere Freiquartiere freundlichſt zur Verfügung
noch einen Sohn, Wilhelm G Breitwieſer von Brooklyn
*
Darmſtädter Volksbank=Stiftung. Nach der Satzung
zu ſtellen. Es wird ausdrücklich hervorgehoben, daß nu
N. Y.; zwei Töchter, Frau John Eichert und Marie C.
der Darmſtädter Volksbank=Stiftung ſollen
Freiquartiere für drei Nächte ohne Bewirtung erbeten
Breitwieſer, ſowie drei Brüder, Auguſt, Charles C. und
deren jährliche Erträgniſſe dazu verwendet werden,
be=
wird.
A. G. Breitwieſer, nebſt einer Schweſter, Frau Philipp
Diesbezügliche Zuweiſungen bitte an Herrn
ähigten ſelbſtändigen Darmſtädter Bauhand=
Loudermilk
Am 19 Mai ſtarb in Columbus. Ohio,
-
Stadtmiſſionar A. Meiſter, Erbacherſtraße 6, richten
werkern ein Reiſeſtipendium oder eine Bei
Frau Eliſabetha Baumann, geb. Heil, die
treu=
zu wollen.
hilfe zur Teilnahme an einem Meiſterkur
en e
liebende Gattin des berannten Baukontraktors und Holz=
Militäranwärterverein. Der auf Sonntag, den
ſus oder eine Beihilfe zur Beſchickung einer gewerblichen
händlers Herrn Ferdinand Baumann, in ihrem Heim,
5. d. Mts., feſtgeſetzte Familienſpaziergang mit daran
Ausſtellung zu gewähren. Die Darmſtädter Bauhand=
Nr. 937 Süd Third Street, en den Folgen eines
Schlag=
anſchließender Feier im Chauſſeehaus mußte, da am
werker werden nun eingeladen, ſich bis ſpäteſtens den
nfalls Die Entſchlafene ervlickte am 7. Mai 1841 ir
Sonntag Beluſtigungen nicht ſtattfinden dürfen, au
23. Juni um die für das Jahr 1913 zu vergebende Spende
Heſſen=Darmſtadt das Licht der Welt, erreichte alſo ein
Montag, den 16. d. Mts., zur mitgeteilten Zeit verlegt
zu bewerben. Geſuche ſind an den Vorſtand der Ge=
Alter von nur wenigen Tagen über 72 Jahren, und kan
werden. (Näheres im Anzeigenteil.
noſſenſchaft zu richten. Die Entſcheidung hierüber ſteht
m Alter von 13 Jahren nach Amerika. Sie hinterläß
* Das Männerquartett „Loreley” (gegr. 1912), das
einem Kuratorium zu, das ſich aus Mitgliedern verſchie
ihren Gatten, eine Tochter und vier Söhne.
am Sonntag, den 1. Juni, auf dem großen nationalen
dener dem Baugewerbe naheſtehender Körperſchaften zu=
§ Schweinezählung. Nach dem Reſultat der am
Geſangwettſtreit in Bechtheim vier Preiſe nach Hauſe
ſammenſetzt. (Siehe Anz.
2. Juni 1913 vorgenommenen Schweinezählung ſind in
brachte, darunter den höchſten Ehrenpreis der Gemeinde
Die Monatsverſammlung der chriſtlichen Gewerk
der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt 930 Stück
errang am Sonntag, den 8. Juni, auf dem großen
natio=
chaft deutſcher Heimarbeiterinnen, Ortsgruppe Darmſtadt
Schweine vorhanden. Dieſelben verteilen ſich wie folgt:
nalen Geſangwettſtreit in Groß=Zimmern unter ſtarker
die im „Feierabend” Stiftſtraße, abgehalten wurde,
ge=
unter ½ Jahr alt: 386 Stück; von ½ bis unter 1 Jahr
Konkurrenz in der Abteilung C den erſten Preis, ſowie
ſtaltete ſich zu einem nationalen, der Jubiläumsfeier des
alt: Zuchteber 1,
Zuchtſauen 11, ſonſtige Schweine
den Ehrenpreis dieſer Klaſſe. Im höchſten Ehrenſingen
Kaiſers gewidmeten Feſt und begann mit dem Abſingen
479 Stück; 1 Jahr alt und älter:
Zuchteber 5 Stück
bei dem ein Volkslied ohne jede muſikaliſche Bezeichnung
des Liedes: „Deutſchland, Deutſchland über alles”. Dar=
Zuchtſauen 36 Stück und ſonſtige Schweine 12 Stück,
aufgegeben wurde und an dem ſich alle 38 Vereine
be=
an ſchloß ſich ein Vortrag des Herrn
Lehramtsreferen=
zuſammen 930 Stück.
teiligten, errang der junge Verein den höchſten
Ehren=
dars Pfersdorff über Kaiſer Wilhelm II., den er mit
Prämiierte Hunde. Bei der am Sonntag in
preis der Gemeinde Groß=Zimmern, der beſte Beweis für
der Verſicherung einleitete, daß er der Aufforderung, hier
Schweinfurt abgehaltenen internationalen
Aus=
die tüchtige und umſichtige Leitung des Dirigenten Herrr
zu reden, gerne nachgekommen ſei, weil ihn die ſozialen
ſtellung von Hunden aller Raſſen erhielten folgende Her
Hofmuſikers R. Handke
Beſtrebungen intereſſierten, und er auch den Verband der
ren, Mitglieder des Vereins der Hunde=
Die Kinoaufnahmen vom Märchenfeſt im Oran
C
Heimarbeiterinnen kennen lernen möchte. Nirgends au
freunde von Darmſtadt und Umgegend, für ihre
geriegarten wurden geſtern vormittag im Reſidenztheate
ſeinen Reiſen durch fremder Herren Länder habe er eine
usgeſtellten Tiere Preiſe: Herr Rob. Petry für
Dober=
einem kleinen Kreiſe Geladener probeweiſe vorgeführt.
ſo rege Betätigung an der ſozialen Arbeit gefunden, wie
mannpinſcher drei erſte und Ehrenpreis der Stadt
Die Aufnahme umfaßt insgeſamt drei Abteilungen.
in Deutſchland und ſpeziell in unſerem engeren Vaterland
Schweinfurt für den beſten Polizeihund der Ausſtellung:
Großherzogs=
Erſtens den Empfang des
Heſſen. Nach einem kurzen Rückblick auf den Werdegan=
Herr Riſterer (Uebungsplatz) für Rottweiler vier erſte
paares bei der Ankunft im Orangeriegarten,
Auf=
des jungen Prinzen Wilhelm von Preußen, unſeres jetzi=
und zwei Ehrenpreiſe. Dieſelben höchſten Auszeichnun
nahmen, die ein intereſſantes und deutliches Bild von
gen Kaiſers, auf die ſtramme Erziehung, die ihm gemäß
gen fielen ihm auch vor 14 Tagen gelegentlich der großen
der lebhaften Teilnahme des Großherzogspaares und der
den Traditionen ſeines Hauſes zuteil geworden, gedachte
Münchener Ausſtellung zu.
Prinzen an dem Feſte geben. Im zweiten Teile werden
er in großen Zügen der vom Kaiſer während einer 25jäh=
Pferdemarkt Darmſtadt
Die Gewinner von
dann die Märchenſpiele mit ihren Aufzügen ge
rigen Regierungszeit zu Schutz und Trutz des Reiches
Gegenſtänden der Darmſtädter
Frühjahrspferdemarkt=
zeigt, worunter beſonders der von Ali Baba und der
geleiſteten Arbeit, der von ſeinem Großvater Wilhelm
I.
Lotterie werden darauf aufmerkſam gemacht, daß die bis
40 Räubern und von dem Rattenfänger von Hameln
bgonnenen und von ihm fortgeſetzten Heeresverſtärkung
zum 19. Juni d. J., mittags 12 Uhr, nicht abgeforderten
owie die Tänze und Reigen auch auf der Leinwand
und der Gründung und des Ausbaues der deutſchen Flotte
Gewinne verfallen ſind. Baldige Abholung iſt daher
einen reizvollen Anblick bieten. Im dritten Teil ſpielt
Des längeren verweilte der Redner bei den freundlichen
empfehlenswert.
ſich dann ein Bild von dem ungezwungenen und reger
Bildern, die uns den Kaiſer als Familienvater, als Gat=
Bläſers Figur=8=Bahn auf dem Platz vor dem
Treiben vor den Verkaufsſtänden und den Büfetts ab
ten einer edlen Frau, die ihm mit ſanfter Hand die Sor
Schwimmbad erregt nach wie vor das allergrößte Inter
das, wie die Leinwand auch in recht draſtiſcher Art
kund=
genfalten auf der Stirn glättet, und die er in einer in
eſſe ſowohl Erwachſener, die das Wunderwerk
moderne=
gibt, von den Regengüſſen unterbrochen war. Die Auf
ihrer Heimat Schleswig gehaltenen Rede „Das Juwel an
Technik beſtaunen, wie der Kinder, die ſich an der
ſauſen=
ahmen ſtanden unter der ſachkundigen, künſtleriſchen
Lei=
meiner Seite” genannt hat, als Vater und nun ſchon als
den Schleifenfahrt aus ſchwindelnder Höhe über Berg
tung des Herrn Profeſſor Dr. Limmer von der Tech
glücklichen Großvater und guten Schwiegervater zeigen
ind Tal in vielen Verſchlingungen erfreuen. Für heute
tiſchen Hochſchule, der dafür Sorge trug, daß auch die
„Der Kaiſer und die Religion” war das Thema, das der
Dienstag, und morgen, Mittwoch, hat die Direk
Bildwirkung künſtleriſche Geſichtspunkte nicht vermiſſen
Redner zuletzt noch berührte: Religiös durch Erziehung,
tion den Fahrpreis ermäßigt, und zwar für
Er=
ließ. In der Tat ſind auch einzelne Bilder von
außer=
ſſowie ſeinem innerſten Weſen nach lebt in dem Kaiſer der
wachſene auf 20 Pfg., für Kinder auf 10 Pfg. Der
Auf=
ordentlichem Reiz vermöge der glücklichen Aufnahme
ſtarke Glaube an den lebendigen Gott, als deſſen Werkzeuc
enthalt der Figur=8=Bahn in Darmſtadt iſt bis Sonn
während bei anderen auch der Humor der Situation zur
er ſich betrachtet und dem er ſich verantwortlich fühlt. Mit
ag verlängert worden. Der Beſuch des intereſſan
Geltung kommt. Jedenfalls ſpiegeln ſich alle die ſchönen
größter Aufmerkſamkeit folgten alle Anweſenden dem
ten Bauwerkes empfiehlt ſich von ſelbſt
Szenen aus dem Märchenfeſt nochmals wieder, und für
feſſelnden Vortrag vom Anfang bis zum Ende. Dann
Fahrraddieb feſtgenommen. Ein 23 Jahre alter
die Tauſende, die draußen waren, iſt es intereſſant,
ein=
ſprach noch der Vorſitzende des Gewerkſchaftskartells, Herr
Bäckergehilfe aus Braunſchweig iſt am Sonntag vor
mal die eigenen Bewegungen zu ſtudieren, ſelbſt ſich
Laufer, von den Wandlungen auf ſozialem Gebiet, die
mittag durch einen hieſigen Schutzmann in
Schneppen=
einmal lebendig gegenüber zu ſitzen
ich während der Regierung des Kaiſers vollzogen haber
e
hauſen feſtgenommen worden. Der Feſtgenommene hat
Zum 25jährigen Regierungsjubiläum des Kaiſers
und von den Verſicherungen und Wohlfahrtseinrichtunger
vor drei Tagen das eine am neuen Gerichtsgebäude
auf=
erſcheinen mit Genehmigung des Kaiſers
Grammophon=
zum Beſten der arbeitenden Klaſſen, für die in keinem
an=
geſtellt geweſene Fahrrad geſtohlen und dasſelbe bei
Feſtaufnahmen in beſonderer künſtleriſcher Ausſtattung,
deren Reich ſo umfaſſend geſorgt wird wie in Deutſchland.
deren Verkauf zum Beſten des Kaiſer=Wilhelm=
Kinder=
inem hieſigen Wirt gegen eine Zechſchuld von 3
Mk.
Der Kaiſer ſelbſt achte den Arbeiterſtand und nähme teil
heims in Ahlbeck ſtattfindet. Die Aufnahmen werden von
hinterlaſſen. Er iſt wegen Fahrraddiebſtahls bereits
an den Beſtrebungen zur Verbeſſerung ſeiner Lage. Herr
der Deutſchen Grammophon=Aktiengeſellſchaft angefertigt
vorbeſtraft.
Laufer ſchloß ſeine Anſprache mit einem dreifachen Hoch
deren hieſige Vertreterin die Firma K. Jäger,
Geor=
auf unſeren Kaiſer. Nachdem zur Erfriſchung noch Tee
genſtraße, iſt. Die Platten zeigen das Bild des Kaiſers,
Wie uns
* Kinotheater. Olympiatheater.
mit Gebäck gereicht worden war, endigte die ſchöne Feier
owie eine auf das Regierungsjubiläum des Kaiſers be
mit dem Geſang: „Heil Dir im Siegerkranz
nitgeteilt wird, ſieht ſich die Direktion veranlaßt, auf
be=
zügliche Randinſchrift; ſie werden folgende Muſikſtücke
Die „Vereinigung chriſtlicher Eiſenbahner in
onderen Wunſch und des Andranges wegen die
Film=
nthalten: „Heil Kaiſer Dir!” Jubelmarſch von Bruno
Deutſchland” hält ihre 14. Hauptverſammlung
ſenſation „Radium” eine Epiſode aus dem Leben des
Seidler=Winkler; „Glockengeläute der Garniſonskirche zu
vom 23.—26. Juni in Darmſtadt, Mühlſtraße 24
Multimillionärs Lincoln, auf weitere vier Tage zu brin=
Potsdam” und „Hohenfriedberger Marſch” alte und neue
(Stadtmiſſionshaus), ab. Das Generalthema, das daber
gen. Die Darſtellung, ſowie der Inhalt und Photo
Faſſung aus dem Feſtſpiel Der große König”! „
Jubel=
behandelt wird, wird ſein: „Jeſu Sinn in Beziehung
graphie dieſes Werkes ſind einzig daſtehend. Alles bis=
Ouvertüre” von C. M. von Weber. An Geſangsnummern
auf unſer tägliches Leben” 1. Referat Dienstag, den
her Dageweſene übertreffend iſt das Drama „Der Herr
wird geboten: 1. Paul Knüpfer: „Schottiſche Sage” Bal=
24. Juni, vormittags 9 Uhr: „Jeſu Liebe‟
2. Referat
vom Schwarzen Schloß‟ Natürliches Spiel, natürliche
lade von Feodora Prinzeſſin zu Schleswig=Holſtein, und
um 11 Uhr: „Jeſu Sanftmut und Demut”
3. Refera
Handlung und die packenden Momente geben dieſem Film
Prinz Eugen” Ballade von Freiligrath, Muſik vor
Mittwoch, den 25. Juni, vormittags 9 Uhr: „Jeſu Ge
etwas Eigenartiges. Ein Wildweſt=Schlager erſten Ran
Löwe; 2. Eliſabeth Boehm van Endert: Das Herz am
horſam”. Montag, den 23. Juni, abends 8 Uhr: Be
ges, betitelt „Das Kind des Scherifs” führt wieder ein=
Rhein” von Hill, „Aveläuten” und „Daß Du mich liebſt
grüßungsverſammlung. Dienstag und Mittwoch abend
mal in die Steppen des fernen Weſtens. Das Programm
von Oskar von Chelius; 3. Adelaide Andrejewa=Ski=
8 Uhr: Evangeliſationsanſprachen. Auswärtige Redne:
iſt reich an humoriſtiſchen Schlagern und wird auch in
londs: Arie aus „Il Ré paſtore” aus dem Feſtſpiel „Der
werden am Worte dienen. Jedermann iſt hierzu herz
dieſer Hinſicht ein jeder Beſucher auf ſeine Rechnung
kom=
große König” von Joſef Lauff, Muſik von Friedrich dem
lichſt eingeladen. Zu den Referaten an den Vormittagen
men. Belehrende Films, Naturaufnahmen und das
Großen, eingerichtet von Joſef Schlar. (Siehe auch Anz.)
ſind beſonders alle Eiſenbahn= und Poſtbeamten herz
Neueſte aus aller Welt geſtalten das Programm zu einem
In Amerika verſtorbene Heſſen. Aus Carrick, nah
lichſt eingeladen. Von auswärts kommen etwa 2—300
vorzüglichen. (Siehe Anz.
Quovadis? Dieſes bis
—
Pittsburg, Pa., wird berichtet: Herr Wilhelm Breit
Gäſte, ſogar aus New=York, London, Genf, Helſingförs
etzt unerreichte Meiſterwerk der Filmkunſt, das einen
wieſer ſchloß vor wenigen Tagen in ſeiner Wohnung
Darmſtadt hat ſchon oft große Gaſtfreundſchaft bewieſen
Ecke Brownsville Road und Philipps Avenue zu Carric
beiſpielloſen Erfolg bedeutete, wird, wie aus der Anzeige
und wir hoffen, daß ſich für dieſe ſo wichtige Sache
Pa., ſeine Augen zum ewigen Schlummer. Der
Entſchla=
im heutigen Blatte erſichtlich, nur noch wenige Tage im
me
vor noch die erſte Note geſchrieben war, zeichnete
er für jeden Tag und für jedes Syſtem die Vertikallinier
Wie die Dichter ſchreiben.
Konzerte.
ein, bis die ganze Partitur zum Schreiben fertig gemacht
) Die Schreibgewohnheiten hervorragender
Denke=
war. Da er dieſe Vorarbeit mit der ſorgfältigſten
Berech=
mm. Zum Beſten der Diaſporagemeinden in der Um=
und Dichter ſind ſtets aufs innigſte mit ihrer Arbeits
ſo
nung und der allergrößten Sauberkeit durchführte
gebung von Darmſtadt fand am Sonntag, den 8. Juni
weiſe verbunden, und der höchſte Reiz des Autogramms
önnen ſchon dieſe liniierten Blätter als ein Zeugnis für
in der St. Eliſabethkirche ein ſehr gut beſuchtes
beruht darin, eine berühmte Perſönlichkeit gleichſam an
die Akkurateſſe ſeiner Niederſchrift gelten, für die peinliche
Konzert von hohem Kunſtwert ſtatt, welches ſich nicht
ihrem Schreibtiſch zu belauſchen und aus kleinen Einzel=
Genauigkeit, mit der er das endgültige Manuſkript
her=
nur auf der gleichen Höhe hielt, wie die beiden
frühe=
heiten der Schrift, des Papiers und alles anderen Drum
ſtellte. Schlechte Federn, ſchlechtes Papier, ſchlechte Tinte
ren, ſondern infolge der Mitwirkung des Mainzer
können ſchon den gewöhnlichen Sterblichen beim Schreiben
und Dran Rückſchlüſſe auf das Schaffen des großen Man=
Domchors ein erhöhtes allgemeines Intereſſe gewann
empfindlich ſtören; der empfindliche Dichter wird durch
nes zu ziehen, deſſen Feder einmal auf dem vergilbten
Wenn vor einigen Jahren uns der Berliner Domchor in
einer anderen Kirche der Stadt Werke von Bach und
ſpä=
dieſe „Tücke des Objekts” leicht zur Verzweiflung
Papier gelaſtet. Von ſolchen Erfahrungen und
Erkennt=
ge
bracht. Deshalb haben die Poeten ſtets auf gute
Schreib=
teren Meiſtern des ausgebildetſten a. capella=Stiles
niſſen des Autographenfreundes plaudert Dr. Bogeng
in
mittel und gute Schreibſtoffe gehalten; manche haben ſo
höchſter Vollendung dargeboten hatte, ſo waren es
im neueſten Heft der bei Drugulin=Leipzig erſcheinenden
am
gar mit der Schönheit und Eigenart ihrer Manuſkripte
Sonntag die unvergänglich weihevollen Klänge des er
Zeitſchrift der Bücherfreunde. Schon aus den
Manuſkrip=
okettiert, und von Balzac bis zu den Modernſten ha
ten Flauberts kann man erraten, daß dieſer Meiſter
habenſten Meiſters der Kirchenmuſik: Paleſtrina, mit
es immer Schriftſteller gegeben, die nur auf Papier mit
des Stils, der in unendlich mühſeliger Ziſelierarbeit ſeine
deſſen himmliſchen Harmonien uns der vorzüglich von
hrem Waſſerzeichen ſchreiben konnten. Sardou lief
Wortkunſt ausbildete, mit der gleichen erſtaunlichen Ge
Herrn Domkapellmeiſter Vogt geſchulte und vortrefflich
ſich ein eigenes Papier für ſeine Manuſkripte anfertigen
duld ſeine Schriftzeichen aufs Papier ſetzte. Anderer Art
von demſelben begleitete Mainzer Domchor erfreute und
wieder war die ſelbſtſichere Ruhe, mit der Ibſen ſeine
Mignet und Thiers benutzten nur blaues Papier
erhob. Von den Chorgeſängen, die durch die Beſetzung
Manuſkripte ſchrieb. Als ein Mann der feſten Gewohn
und auch der jüngere Dumas hatte für dieſe Farbe ein
der Sopran= und Altſtimme mit Knaben eine eigentüm=
Vorliebe, wozu noch ein genau beſtimmtes Format und
heiten war er auch beim Dichten die Regelmäßigkeit ſelbſ
liche Klangwirkung haben, gehören die einfach vierſtin
eine vorgeſchriebene Liniierung des Papiers kamen. De
und führte eine einmal begonnene Arbeit ohne Aufenthalt
migen liturgiſchen Sätze zu der (ferialen) Sonntagsmuſit
exzentriſche Barbey d’Aurevilly, der ſich in den
durch. „Jedes Stück ſchrieb er in ſeinen ſpäteren
Lebens=
der hl. Meſſe, wie ſie heutzutage auch in der kleinſten Ge=
Schnörkeln ſeiner handſchriftlichen Widmungen nicht genut
jahren (nach einer Mitteilung Paul Lindaus) dreimal in
meinde jeden Sonntag ausgeführt werden müßten, wo
tun konnte, verlangte eine phantaſtiſche Buntheit für ſein
drei völlig voneinander verſchiedenen Redaktionen nie
nur 4 begeiſterte Sänger und ein verſtändiger
ſanges=
der. Doch galten dieſe Redaktionen nur dem Formalen,
Schriftſtücke und verwendete außer vielen verſchieden far
undiger liturgiſch durchgebildeter Leiter (Prieſter) ſich
zu=
bigen Tinten auch noch allerlei merkwürdigen Streuſand
an dem eigentlichen Weſen des Stückes, der Dichtung
ſammenfinden. Sie machten auf die andächtig
Lauſchen=
der die Farbenpracht ſeiner Briefe ſteigern mußte. Wie
wurde nichts mehr geändert. wenn er mit ihrer Nieder
den einen ſichtlich ergreifenden tiefen Eindruck, beſonders
viel die Briefäußerlichkeiten über das Weſen des
Brief=
ſchrift begann. Die erſte Niederſchrift, das Brouillor
die durch den Gebrauch in der Karwoche bekannte
Schrift=
chreibers ausſagen, zeigt zum Beiſpiel eine
Gegenüber=
die Skizze, oder wie man ſie nennen mag, ſuchte nur die
ſtelle aus dem Briefe des Paulus an die Gemeinde in
tellung der Briefe von Otto Erich Hartleben, der
Worte für die ihn beſchäftigenden Gedanken zu finden
Philippi (II. 8. 9) in Paleſtrinas meiſterhaftem Tonſatze
mit kalligraphiſcher Ruhe ſeine Buchſtaben malte, und vor
Feſtlichen Ton ſchlägt derſelbe Meiſter in ſeinem fünf=
und die vorläufige Formung des Stoffes, ohne Rückſicht
Detlev von Liliencron, deſſen Schreiben ihre
auf Sprachſchönheit, ohne Rückſichten auf die Abſichten
timmigen Himmelfahrt=Offertorium an, deſſen jubelnd
charakteriſtiſche Note erhalten durch „dutzendfache
Wort=
der Bühnenwirkung. Die zweite Redaktion war die des
usklingendes breit ausgeführtes „Hallelujah” auch noch
unterſtreichungen, Ausrufzeichen, Gedankenſtriche, Ge
ür den denkenden Kenner muſikgeſchichtlicher Kunſtent=
Theatertechnikers, ſie mußte die feſte ſzeniſche Gliederung
fühlszwiſchenräume, Buchſtabendehnungen, Zickzacklinier
vickelung durch die Einführung von Tongängen der
da=
des dichteriſchen Gebildes und die knappe Faſſung des
und Bombenpunkte” Sehr verſchiedenartig ſind auch die
Dialogs bringen. Die dritte Redaktion ergab dann die
mals als weltlich in dem Gotteshaus nicht zugelaſſenen
Anſichten über den Komfort beim Schreiben. Reſtif de
Reinſchrift, in der als Abſchrift der zweiten Niederſchrift
Poſaunen und (Feld=)Drommeten ſehr lehrreich iſt. Die
la Bretonne grub jahrelang ſeine
Tagebuchaufzeich=
für die Oſterſtimmung ſo charakteriſtiſchen mächtigen und
noch allerlei Verbeſſerungen des Theaterſtückes vorge
nungen mit einem dazu angefertigten eiſernen Griffel in
ſieghaft daherbrauſenden Poſaunenklänge kamen ſodann
nommen wurden
die Steine eines öffentlichen Gartens ein, und
Tenny=
zut zur Geltung in dem geſchickt eingefügten Orgelſatz
Sogar noch unbeſchriebene Seiten aus der Arbeits
on ließ ſich beſondere Drucke eines Werkes nur für
über die herrlich=ernſte Melodie der „oſterlich
Matu=
tube berühmter Männer können dem Autogrammſammler
tin” des älteſten deutſchen Kirchenliedes, des im 12.
einen Handgebrauch herſtellen, um dann dieſe „trial
von Wert ſein. So etwa vorbereitete Notenblätter vor
Jahrhundert ſchon ſehr bekannten: „Chriſt iſt erſtanden
bouks” in aller Bequemlichkeit zur Druckvorlage der erſter
Richard Wagner. Wenn der Meiſter nach der
Kom=
von der marter alle: des ſol’n wir all’ fro ſein, Chriſt
Veröffentlichung herrichten zu können
poſition eines Werkes an die Inſtrumentation ging, be
wil vnſer troſt ſein. Kprioleis”. Die nach dem
Schluß=
gannt er nämlich die Partitur — mit dem Liniieren. Be
Nummer 133.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 10. Juni 1913.
Seite 4.
vom Feldwebel abwärts, geborene Gießener ſollen in
er=
ſich an der Aufbringung der Baukoſten mit 30 Prozent
Union=Theater gezeigt. Wer deshalb wirklich
ein=
ter Linie berückſichtigt werden. Dem Offizierkorps
beteiligt, bleibt unter Zugrundelegung des bisherigen
mal etwas durchaus Erſtklaſſiges ſehen will, verſäume
ſchenkte die Stadt zwei prachtvolle Kronleuchter für den
Finanzierungsprogramms noch eine Million zu beſchaffen
nicht, eine der um 3¾, 6 und 9 Uhr beginnenden Vor
Rektor Profeſſor Dr. Eck ſpendete im Auf=
Speiſeſaal
Dieſe Summe ſoll derart aufgebracht werden, daß de
führungen zu beſuchen. Die Künſtlerkapelle begleitet die
rag der Univerſität ein Antoniterkreuz mit dem ſtolzen
Kreis Bensheim dieſelbe aufnimmt und dem Konſortium
einzelnen Bilder mit entſprechenden Muſikſtücken alter
Namenszug des Regiments. Die ehemaligen Offizierc
ur Verfügung ſtellt gegen Erſatz der Vermittelungsprovi
und neuer Meiſter
überreichten durch Oberſt Weimer=Nidda eine Adreſſe als
ion. Das Konſortium übernimmt für dieſe Million dem
Konzertveranſtaltungen. Reſtauxant Schützen=
Zeichen der Anhänglichkeit und die Summe von 3650 Mark
kreiſe Bensheim gegenüber die Bürgſchaft für den Erſatz
hof. Heute, Dienstag abend, findet das dritte
Dienstag=
ür Herſtellung eines Kommandeurzimmers beim Umbau
der dem Kreis entſtehenden Zinſen und außerdem die
Konzert der Kapelle des Feldartillerie=Regiments Nr. 61
des Kaſinos. Die Reſerveoffiziere des Regiments ſtifte=
Tilgung des Kapitals, beginnend vom ſechſten Jahre nach
unter perſönlicher Leitung des Herrn Obermuſikmeiſters
ten zur Verſchönerung des Offizierskaſinos ein Jagdzim=
Eröffnung des Betriebes
M. Weber ſtatt. Das Programm enthält im erſten Tei
mer. Oberſt von Trotta dankte allen Stiftern für ihre
Opern, im zweiten Teil Operetten und im dritten Tei
W Lampertheim, 9. Juni. Der Gemeinderat be=
Anhänglichkeit und für die treue Kameradſchaft und ſprach
Wiener Volksmuſik. Außerdem enthält die Vortragsord
ſchloß die Erbauung eines neuen Schulhauſes für
die Hoffnung aus, daß das gute Verhältnis mit Provinz,
nung althiſtoriſche Märſche aus dem 16. Jahrhundert
8 Klaſſen; im Keller desſelben ſoll ein Volksbad ein=
Stadt und Univerſität allezeit ein herzliches bleiben möge
welche einer Sammlung des Landgrafen Ludwig VIII
gerichtet werden. In der gleichen Sitzung wurde auch die
Als Vertreter des Kaiſers nahm General der
entnommen ſind. (Siehe Anzeige.) — Man ſchreibt uns
Lostrennung der Gemeinde Hüttenfeld
Kavallerie von Scholl an der Jubelfeier teil, es waren
Hugenſchütz’ Felſenkeller. Wegen dienſtlicher
von der hieſigen Gemeinde genehmigt. Was die
Auf=
ferner erſchienen: der Korpskommandeur Exzellenz von
Verhinderung der Infanterie=Kapelle konzertiert heut
bringung der Gemeindeſteuer anbelangt, ſo legt die Ge=
Schenck, Diviſionskommandeur von Plüskow, Brigade=
Dienstag abend die vollzählige Kapelle des Großh. Art. Hüttenfeld der Gemeinde Lampertheim eine un
general von Stocken, die ehemaligen Regimentskomman=
Korps unter Leitung des Obermuſikmeiſters F. Mickley,
— Das 3 4.
geheuere Laſt an Verwaltungskoſten auf.
deure: Generalleutnant von Lindenau, Generalleutnant
Das Programm trägt diesmal jedem Geſchmacke Rech
Heſſiſche Kirchengeſangvereinsfeſt, dem die
von Madai, Generalmajor von Dewitz und Generalmajor
nung. Ganz beſonders iſt hervorzuheben: Fantaſie
Vereine Alsbach, Auerbach, Birkenau, Groß=Rohrheim,
von Müller. Auch die Oberſten der heſſiſchen Regimenter
aus Troubadour von Verdi, Fantaſie Inter
Jugenheim, Lampertheim und Zwingenberg angehören
nahmen am Jubelfeſt der 116er teil. An den Kaiſer
nationale von Möke, Melodien aus Der Graf von
wird am 6. Juli hier abgehalten werden.
wurde ein Telegramm abgeſandt. Nach der geſtrigen Pa=
Luxemburg von Lehär, Neueſte Nachrichten, Potpourr
WLampertheim, 9. Juni. Der Rheiniſche Automo
von Lincke, Gruß ans Herzliebchen von Bohme (Solo fü
ade fand im Offizierkaſino Feſteſſen ſtatt, an dem
bilklub Mannheim veranſtaltete am Sonntag mit dem
Ludwigs=
-
Herrn Speier). (Siehe auch Anzeige.
auch der Großherzog und ſein Gefolge teilnahmen. — Ge=
Verein für Luftſchiffahrt Zähringen eine kriegsmäßige
höhe. Am Mittwoch, den 11. Juni, findet abends 8 Uhr
gen Abend nahm das Gedränge auf dem Feſtplatz einen
Ballonfahrt durch Kraftfahrzeuge. Herr Leutnant Brand
ein großes Gartenfeſt mit Illumination der
ge=
unheimlichen Charakter an und nur dem kühlen Wetter
er im Ballon „Zähringen” mitfuhr, nahm zwei
Brief=
ſamten Gartenanlagen ſtatt. Das Konzert, wobei ein
iſt es zu danken, daß ernſte Unfälle nicht vorgekommen
tauben des hieſigen Vereins mit und ließ ſie am Don
Darmſtädter Komponiſten=Abend (Herren S. May, Fritz
ſind. Man ſchätzt die Zahl der Gäſte auf 40—50000
Men=
nersberg um 11 Uhr 20 Minuten 660 Meter hoch und
Brückmann, Louis Kümmel. Paul Probſt) vorgeſehen iſt
ſchen. 34 Sonderzüge hatte die Bahnverwaltung eingelegt;
42,5 Kilometer vom Aufſtiegsort entfernt, fliegen. Die
wird von der Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61
Die Bahnſteige auf der oberheſſiſchen Bahn ſind bedeutend
eine Taube kam bereits um 1 Uhr 30 Minuten nach
Lam=
unter Herrn Obermuſikmeiſter Webers Leitung ausgeführt
erweitert. In den Feſthallen wurden von den Soldaten
Feſt=
pertheim zurück; von der zweiten iſt die Spur jedoch ver
Großer Beliebtheit erfreut ſich die Einführung der zum
piele aus der Geſchichte des Regiments und aus den Be
Schluß von ſolchen Veranſtaltungen ſtattfindenden Lam
orer
freiungskriegen vorgeführt. Nachmittags wurden im Hofe
pion=Polonäſe nach dem Böllenfalltor und der Kaſtanien
Mainz, 9. Juni. Der Landesverband der
der Zeughauskaſerne Uebungen einer Abteilung Soldaten
allee, wobei die Muſik die Teilnehmer unter klingendem
Bürgermeiſter im Großherzogtum Heſſen hielt in
Uniform und Exerzitien vor 100 Jahren vorgeführt.
Spiel nach oben erwähnten Punkten begleitet. (Näheres
„Kötherhof” in Mainz ſeine Hauptverſammlung
Heute fand um 10 Uhr Gedächtnisfeier auf dem
folgt in den Inſeraten.)
ab. Der Verbandsvorſitzende, Bürgermeiſter Metzger
Friedhof ſtatt. Um 11 Uhr begann in der Feſthalle
Langen, eröffnete die ſehr zahlreich beſuchte Verſammlund
II das Frühſtück der Kriegsveteranen und des Offizier=
und erſtattete den Jahresbericht. Bürgermeiſter Schäfer
1- Zwingenberg, 8. Juni. Die hieſige katholiſche
Ge=
korps, um 1 Uhr das Feſteſſen.
erſtattete Bericht über die Kaſſenverhältniſſe. Dann hielt
meinde erhält nächſten Donnerstag, den 12. ds. Mts., den
Beſuch des Biſchofs Dr. Kirſtein aus Mainz. Der
Bürgermeiſter Dr. Völſing=Alsfeld einen Vortrag
Kirchenfürſt wird die Weihe der neuen Kirche und des
über die Belaſtung der Gemeinden mit ſtaatlichen Auf=
Kriegsmäßige Uebung im Dienſt
Hochaltars vornehmen, ſowie das Sakrament der Firmung
aben; es wurde darin geklagt über die Beſorgung der
bei einer Verband= und Erfriſchungs=Stelle
ſpenden. Die Gemeindeglieder werden dem Biſchof einen
ſtaatlichen Zuſtellungsgeſchäfte, über die Beglaubigung
im Heimatgebiet.
feierlichen Empfang bereiten. Es iſt dies wieder das
erſte=
den Rentenquittungen, die Aufſtellung von Schöffens und
mal ſeit Einführung der Reformation, daß ein Biſcho
Geſchworenenliſten, die von Staatsbehörden einlaufendet
O. Mainz, 8. Juni. Mainz beherbergte geſtern in ſei
hier amtlich tätig iſt.
Erſuchen, über die Arbeiten, die den
Gemeindeverwaltun=
nen Mauern eine gar ſtattliche Anzahl Mitglieder der
—i- Von der Bergſtraße, 8. Juni. Bei den bisher
ſtatt=
ren bei Reichstags= und Landtagswahlen und bei den
Freiwilligen Sanitätskolonnen, die aus allen Gegenden
gehabten Verſteigerungen von Heugras wurden bis zu
Volks= Berufs= und Viehzählungen und anderen
ſtatiſti=
gekommen waren, um der äußerſt lehrreichen, großzügig
33½ Prozent weniger erlöſt als im Jahre 1912.
chen Arbeiten zugewieſen werden. Der Vortrag wurde
angelegten Uebung beizuwohnen. Die Uebung wat
Von der Bergſtraße, 9. Juni. Man ſchreibt uns:
mit lebhaftem Beifall aufgenommen. — Der
Ausſtel=
in zwei Abteilungen eingeteilt. Der erſte Teil fand am
Um ſeinen zahlreichen Beſuchern eine beſondere Aufmerk
ſungsausſchuß zum Weinbaukongreß tagte
Vormittag um 10 Uhr am unteren Ende des Zollhafens
ſamkeit zu erweiſen, und im Hinblick auf das lebhaft
am Samstag im Stadthaus. Zum erſten Vorſitzenden
ſtatt. Es wurde angenommen, daß um 10 Uhr im Haupt=
Intereſſe, welches man Schloßbeleuchtungen
all=
wurde Herr Beigeordneter Gündert zum erſten
Stell=
bureau des Kreisvereins vom Roten Kreuz zu Mainz die
gemein entgegenbringt, hat der Pächter der Auerbacher
vertreter Herr Stadtverordneter Rühl und zum zweiten
Mitteilung eintrifft, daß um 2 Uhr nachmittags auf der
Schloß=Reſtauration, Herr Klein für Sonntag, den
Stellvertreter Herr Stadtverordneter Weiße gewählt
Verband= und Erfriſchungsſtelle Nr. 1 (am Hafen) ein
29. Juni, eine Beleuchtung der Schloßruine vorgeſehen
Der Weinbaukongreß tagt vom 6. bis 11. September
Hilfslazarettzug mit 320 Kranken ankommen wird und der
Die Veranſtaltung wird eingeleitet durch Konzertvorträge
vährend die Ausſtellung bis zum 14. September ausge=
Kranken warme Koſt zu verabreichen ſei. Die
Beköſtig=
einer Darmſtädter Militärkapelle. Gegen Abend wird ein
ehnt wird. Die Ausſtellung, welche ſich auf die
Stadt=
ung, Erfriſchung und dergleichen hatte innerhalb ¾ Stun
Tanzkränzchen arrangiert, das bis zum Schluſſe der Ver
halle und den Garten erſtreckt, ſoll darſtellen: Den Wein
den zu geſchehen, denn der Hilfslazarettzug muß um 2¾
anſtaltung andauern wird. Der gemeinſame Abſtieg zur
au, die Weinbehandlung, die Kellerwirtſchaft, Weinver=
Uhr weiterfahren. Inzwiſchen ſind alle Vorbereitunger
Bahn erfolgt in Form eines Lampionzuges mit
Muſik=
ſand, eine fachwiſſenſchaftliche Abteilung, eine Vogelſchutz
begleitung
getroffen worden, und als um 2 Uhr der
Hilfslazarett=
lusſtellung. Die Aufforderung zur Beſchickung der Aus
Offenbach, 9. Juni. Die von den Mäßigkeitsvereinen
zug eintraf, war das Eſſen bereits fertig, und was vor
ſtellung wendet ſich an alle Intereſſenten in den Weinbau
in dem alten Gebäuden der Techniſchen Lehranſtalten ver
llen Dingen wichtig war, es war ſchon dermaßen
abge=
gebieten von ganz Deutſchland. Die Anmeldefriſt iſt bie
kühlt, daß die Mannſchaften das Eſſen gleich einnehmen
anſtaltete Ausſtellung gegen den
Alkoholmiß=
zum 15. Juli feſtgeſetzt.
onnten. Das verabreichte Eſſen beſtand aus einer Suppe
brauch wurde geſtern morgen im Beiſein der Vertreter
Mainz, 9. Juni. Die Kreisgruppe Mainz des
von Staats=, Militär= und ſtädtiſchen Behörden eröffnet.
mit zerkleinertem Fleiſch, und außerdem erhielt jeder
Deutſchen Flottenvereins veranſtaltet in die=
Die Begrüßungsanſprache hielt Oberbürgermeiſter Dr
Kranke noch zwei Brötchen. Die Speiſen wurden von
em Jahre wieder eine Flottenfahrt. Die Reiſe
Dullo. Im Anſchluß hieran folgte ein Rundgang durch
20 längs des Zuges aufgeſtellten Tiſchen verausgabt, ſo
führt über Lübeck, Kiel, Hamburg, Friedrichsruh,
Helgo=
die überſichtliche Ausſtellung, die für jedermann koſtenlos
daß jeder Tiſch zwei Krankenwagen zu verſorgen hatte
land. Sie will nicht durch ein Zuviel des Guten die Teil
unter ſachgemäßer Führung zugänglich iſt und 14 Tage
Als der Zug angehalten, trat auf das Zeichen des
geöffnet bleibt
nehmer ermüden, bietet vielmehr die Möglichkeit, alles
Hilfslazarettzug=Arztes, Herrn Stabsarzt
Dr.
d. L.
Sehenswerte in Ruhe zu genießen, und endet mit einen
Buchſchlag, 9. Juni. Durch die am Samstag erfolg
Metternich, das Pflegeperſonal des Zuges aus den
ten
— Abendfeſt im
Kur=
längeren Aufenthalt in Helgoland
Gemeinderatswahlen wurde nunmehr die
einzelnen Wagen heraus und nahm von den zugehörigen
Bildung der jüngſten heſſiſchen Gemeinde ganz vollzogen
haus, Morgenfahrt nach der Düne zum Bad — wieder in
Tiſchen das Eſſen, Trinken uſw. in Empfang und teilte
Auf Grund eines Uebereinkommens zwiſchen den
einzel=
es an die Verwundeten aus. Nachdem die Speiſung be
Hamburg. (Siehe Anzeige.
nen Parteien wählte man zu Gemeinderäten: Direktor
ndet war, wurden die Geſchirre eingeſammelt und nach
(*) Gießen. 9. Juni
Zu dem Jubiläum des
Warning, Oberingenieur Gildemeiſter, Architekt Klipp,
dem Küchenraum gebracht. Sodann wurden noch Ver=
Kaiſer Wilhlelm=Regilents ſiſt noch nachzuſ
Bankbeamten Kunz, Bankbeamten Bartſch, Kaufmann
bände nachgeſehen und, wo nötig, erneuert. Nachdem
ragen: Anläßlich der Jubelfeier erhielt das Regiment
Stein, Rentner Hütten. Redakteur Keil und Telegraphen
illes erledigt, erteilte der Chefarzt dem Hilfsperſonal den
mehrere Stiftungen und Geſchenke. Namens
Bauaufſeher Griſee. Von der unterlegenen Partei iſt
Auftrag zum Einſteigen, und um 2,40 Uhr konnte er den
der Provinz überreichte Geheinserat Dr. Uſinger dem
gegen die Wahl des Bürgermeiſters Binding Berufung
Bahnhofskommandanten mitteilen, daß der Zug abfahrt=
Oberſten von Trotta 7000 Mark, 5000 Mark ſind als
Unter=
eingelegt worden.
bereit ſei. Damit endete der erſte Teil der Uebung
ſtützungsfonds für Unteroffiziere und Mannſchaften, 200
Lindenfels, 9. Juni. Nach dem neueſten Voranſchlag
Ihre Königl. Hoheit die Frau Großherzogin
Mark für Einrichtung eines Vortragszimmers in der
der Kontinentalen Eiſenbahnbaugeſellſchaft werden die
von Heſſen traf um 1,50 Uhr im Automobil ein und be
Zeughauskaſerne beſtimmt. Die Stadt ließ durch Ober=
Koſten des Bahnbaues Bensheim-Linden
ſichtigte in eingehender Weiſe die Tiſche, Küche, den
Ope=
bürgermeiſter Mecum ihre Glückwünſche darbringen und
fels die Summe von fünf Millionen nicht
über=
rationsraum u. dgl. und ließ ſich die nötigen Erklärungen
ebenfalls eine Jubiläumsſtiftung übergeben
Am
ſchreiten, ein Mehr alſo von anderthalb Millionen
gegen=
dazu geben. Der Zug ſollte gerade abfahren, als bei dem
Oktober jeden Jahres gibt die Stadt dem Regiment
über einer früheren Berechnung. Da der heſſiſche Staat
Bahnhofskommandanten, Herrn Oberſtabsarzt Baehr, von
00 Mark zur Unterſtützung von Regimentsangehörigen
wort als „Leiſe” benannte Weiſe hat Moritz Broſig zu
nichts mehr wiſſen wollte und das er daher aus dem
einem prächtigen Orgelſatz von großartiger Wirkung an
Handel zurückzog und vernichtete. Von den 100 Exempla=
Feuilleton.
geregt, der Herrn Bankvorſteher Lechner, einem ſehr
ren, in denen er das Buch damals gedruckt, ſind, ſo weit
* Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben. Eine
Samm=
alentierten ehemaligen Eleven des Herrn Domkapellmei
ekannt, nur noch zwei übrig geblieben, und eines von
die=
lung blinder Höhlentiere, ein Muſeum für
ters, Gelegenheit gab, ſeine Meiſterſchaft auf dem könig
ſen kam auf der Huth=Auktion bei Sotheby zur Verſteiger=
Höhlenkunde, wurde auf dem herrlichen Pöſtlingberg
lichen Inſtrument zu zeigen. Die zarteſten und
lieblich=
ung. Aber noch ein anderer Roman, der einer
beiſpiel=
ſten Weihnachtsklänge entlockte er der ſchönen Orgel mit
bei Linz errichtet. Es enthält zunächſt eine reiche
Samm=
oſen Preisſteigerung, haftete an dem Werkchen. Um 1850
lung von Tropfſteinen und vorweltlichen Tier= und Pflan=
Pachelbels dreiſtimmiger Choralfantaſie über das
Kinder=
kaufte der Buchhändler Henry Stevens dies Büchlein für
enreſten und zeigt die geologiſchen Verhältniſſe und die
lied: „Vom Himmel hoch, da komm ich her” die er klang
2,50 Mark. Er bot es dem Britiſchen Muſeum für 20 Mark
vorgeſchichtliche Beſiedelung, ſowie die heutige Tier= und
farbenreich und meiſterhaft phraſiert und regiſtriert
vor=
an; doch dieſes lehnte ab, ſpäter erwarb es dann Hotter
trug
Pflanzenwelt der öſterreichiſchen Höhlen. Von ganz
be=
für 390 Mark, und aus ſeinem Beſitz ging es für 450 Mar
Den Höhepunkt der dem Weihnachtskreis angehören
ſonderem Intereſſe iſt die Sammlung der blinden Höhlen
n den von Huth über. Bei der Auktion am voriger
tiere Europas. Eine größere Zahl der in den unterirdi
den — allerdings etwas der Feſtzeit ferner liegenden
Mittwoch war der Sohn des erſten Beſitzers anweſend
ſchen Karſtflüſſen hauſenden Grottenolme wird lebend ge=
Chorgeſänge bildete Paleſtrinas achtſtimmig doppelchörige
und in Erinnerung an den Preis, den ſein Vater dereinſt
Motette.
halten. Die weltberühmte Adelsberger Grotte iſt in ge
Ein ſehr bedeutendes modernes Werk,
deſ=
bezahlt, eröffnete er das Bieten mit „2,50 Mark”, was
reuer Wiedergabe dargeſtellt, hervorragend ſchöne
Stein=
ſen Studium für einen Chor zugleich von größter päda
überall verſtändnisvolles Lächeln erregte. Dann ſchnellte
gebilde aus Adelsberg wurden hierzu verwendet.
Tech=
gogiſcher Bedeutung iſt, war Kyrie und Sanktus aus der
das Gebot ſogleich auf 6500 Mark empor, und dann
er=
tiſche Hilfsmittel der Höhlenforſchung vervollſtändigen die
4= bis 8ſtimmigen Choralmuſik von Dr. Franz Liſzt
ſtand es ſchließlich der junge Stevens für 20 100 Mark.
zu welcher Herr Muſikdirektor Klaſſert, der auch zu An=
Sammlung, die wohl zu den beſten der wiſſenſchaftlichen
Das andere Exemplar des koſtbaren Buches hat ſich
üb=
fang die Vorträge mit einem größeren ſelbſtändigen
Vor=
höhlenkunde gehört
rigens auch einmal in den Händen des Buchhändlers
trag, einem Orgelkonzert von Händel, eröffnet hatte, die
* Von der Künſtlerkolonie. Zu dem in der Samstags=
Stevens befunden und wurde 1881 für 2000 Mark an die
Begleitung ausführte. Die Meſſe von Liſzt iſt ein durch
Nummer unſeres Blattes erſchienenen Artikel „Die Aus
Regierung der Vereinigten Staaten verkauft.
aus kirchliches, von ſtarker religiöſer Empfindung
ein=
ſtellungen der Darmſtädter Künſtlerkolonie und ihre Be
* Neue Entdeckungen im Florentiner Baptiſterium.
gegebenes Werk, das auf den an moderner Muſik geſchul
deutung auf architektoniſchem Gebiete” ſei ergänzend er=
Die ergebnisreichen Ausgrabungen, die Prof. Guiſeppe
ten Hörer eine nachhaltige Wirkung ausübt und an Ernſt
vähnt, daß Hanns Pellar, Mitglied der Künſtler
Caſtellucci im Baptiſterium von Florenz unternommen
und Wärme den erhabenen Paleſtrinachören nicht
nach=
olonie, in dem von Profeſſor Edmund Körner zu
ſchaffen=
hat, haben in der letzten Zeit wieder zu neuen, höchſt
ſteht. Mit einer wundervollen Orgelfantaſie von Liſzt,
den Empfangsraume der Ausſtellungshalle Porträts Ihrer
wichtigen Entdeckungen geführt. Nach Entfernung des
die mit dem vorgenannten Werk desſelben Meiſters der
Königl. Hoheiten des Großherzogs und der Groß
chwerfälligen Hauptaltars von 1731 hat man, wie im
Höhepunkt des ganzen Konzertes bildete, beſchloß Herr
herzogin von Heſſen ausſtellen wird.
Cicerone berichtet wird, darunter eine Bogenkonſtruktion
Domkapellmeiſter Vogt,
den wir bereits im Vorjahre
Ein Rieſenpreis für einen Druck Benjamin
Frank=
freigelegt, die den alten Hochaltar zu tragen hatte. Nach
als einen hervorragenden Meiſter in der Auffaſſung und
ins.
Der Roman eines unſcheinbaren Büchleins erreichte
vorſichtiger Beſeitigung des alten Moſaikfußbodens wur=
Regiſtrierung der Orgel kennen lernten, den Abend. Die
ieſer Tage auf einer Londoner Auktion ſeinen Höhepunkt,
den dann in einer Tiefe von 2,40 Metern umfangreiche
großzügige Darſtellung laſſen den geſchmackvollen, mit den
Als Benjamin Franklin, noch faſt ein Knabe, 1724, von
Reſte des alten römiſchen Moſaikpflaſters aus
gemuſter=
verborgenſten Feinheiten des Inſtruments aufs genauſte
London nach Philadelphia kam, fand er Beſchäftigung als
ten weißen und ſchwarzen Platten in Form von
Mäan=
vertrauten und in Orcheſterpartituren heimiſchen, erfah=
Setzer in einer Druckerei. Während er Wollaſtons „
Natur=
dern, Dreiecken und Quadraten aufgedeckt, die zweifellos
renen Künſtler in jeder Beziehung ſofort erkennen, und
religion” druckte, ſtiegen in ihm ſo mächtige Gegengründe
von den alten Thermen von Florenz herſtammten. Man
es war ein hoher Genuß, ſeinem vollendeten orcheſtralen
gegen dies Buch auf, daß er daraufhin ſeine eigene „
Diſ=
nimmt an, daß in alten Zeiten dieſes Marmorpflaſter
herrlichen, abwechſelungsreichen Spiel, bei dem im Wechſe
ſertation über Freiheit und Notwendigkeit, Freude und
als Fußboden einer Krypta gedient hat die mindeſtens
von Klangfarben ſtets die bewunderungswürdigſte Logi
Schmerz” ſchrieb. Der Neunzehnjährige druckte ſeine Ab
den ganzen Raum der ehemals halbrund abſchließenden
herrſcht, zuzuhören
handlung ſelber, und ſo entſtand ein unſcheinbares Büch
Chorniſche eingenommen haben müßte. Man entdeckte
lein, von dem der ſpätere berühmt gewordene Franklin
auch die Fundamente einer Treppe, die von der Ober
Nummer 133.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 10. Juni 1913.
Seite 5.
der Linienkommandantur der Befehl eintraf (letzteres
den Hans Wachronjeff, der die obige beſchimpfende
Boſton, 8. Juni. Der Präſident der American
wird angenommen), daß fünf Wagen mit 40 Kranken in
Aeußerung getan, auf Grund des § 4 des badiſchen Auf=
Voollen Company, William Wood, der im Mai mit
Mainz zurückbleiben ſollten, deshalb wurden die letzten
enthaltsgeſetzes, aus dem Großherzogtum Ba=
Frederic Atteaux, Dennis und J. Collins beſchuldigt
5 Wagen abgehängt und der übrige Zug fuhr wieder weg.
den ausgewieſen hat, mit der Verfügung, daß er
vorden iſt, in der Stadt Lawrence während des General=
Von den zurückgebliebenen 40 Kranken mußten nun 25
das Großherzogtum binnen acht Tagen zu
ver=
ſtreiks im Januar 1912 Dynamitattentate ins Werk ge=
Mann in das bereitſtehende Hilfslazarettſchiff, die
übri=
laſſen hat. (Bravo.
etzt zu haben, und vor Gericht mußte, iſt
freige=
gen 15 Mann auf Wagen und Automobile verladen, un
München, 9. Juni. An der Kampenwand im
Chiem=
prochen worden. Im Falle Atteaux ſind die
Ge=
ſo nach den Lazaretten verbracht zu werden. Das Ver
gau ſtürzt e ein Kölner Touriſt Bogeler ab. Die Leiche
chworenen nicht einig; Collins wurde für ſchuldig
be=
laden der Kranken in das Hilfslazarettſchiff
ging unter
konnte geborgen werden. — Ein Münchener Touriſt Sucher
unden
der Leitung des Herrn Stabsarzts Dr. Dreiſt ſehr ſchnell
unternahm, mangelhaft ausgerüſtet und ohne Führer
und glatten von ſtatten. Ebenſo wurde die Verladung
eine Beſteigung der Zugſpitze. Er ſtürzte ab und war ſo
tot.
ort
der Verwundeten auf die Fahrzeuge unter Leitung des
Die Kelſterbacher Schiffsdieb=
Herrn San.=Rat Dr. Müller mit erſtaunlicher Fertigkeit
Ellwangen, 9. Juni. In der vergangenen Nacht iſt
vollzogen. Die Uebung erreichte nun mit einer allgemeinen
hier im Alter von 81 Jahren der frühere
Buchdruckerei=
ſtähle vor der Strafkammer.
Beſichtigung des Schiffes, der Wagen und dergleichen
beſitzer Leopold Weil geſtorben. Der Verſtorbene
g. Geſtern begann vor der Strafkammer II der
Pro=
ihren Abſchluß. — Der Inſpektor der Heſſiſchen Frei
war mehrere Jahre Vorſitzender des Württembergiſchen
zeß
gegen neun Angeklagte aus Kelſterbach, Mainz und
willigen Sanitätskolonnen vom Roten Kreuz, Herr Ge
Zeitungsverlegervereins
Raunheim wegen umfangreicher und mit großer Frechheit
neralarzt a. D. Dr. Lindemann beſprach noch die
Mülheim (Ruhr), 9. Juni. Auf der Zeche Friedrich
ausgeführter Schiffsberaubungen. Den Vorſitz führt
Land=
ganze Uebung und hob beſonders die glatte Abwickelung
Heinrich gerieten vier Bergleute in giftige Gaſe. Drei
gerichtsrat Weiffenbach, Vertreter der Anklage iſt Ge
lobend hervor. Zahlreiche Zuſchauer wohnten dieſe:
ind tot, der vierte wurde gerettet
richtsaſſeſſor Dr. Callmann. Geladen ſind 41 Zeugen
außerordentlichen Uebung bei. Die Behörden und Spitzen
Kuxhaven,
8.
uni.
engliſche Dampfer
Der
und mehrere Sachverſtändige. Angeklagt ſind der 27jährige
waren faſt vollzählig erſchienen. Ihre Königl. Hoheit die
„Adendale” vom Hamburg kommend, kollidierte
Wirt Karl Menz in Kelſterbach, der 47jährige Zollhilfs
Großherzogin fuhr kurz nach ½4 Uhr im Automobil
nachts um 12 Uhr bei dem Elbfeuerſchiff 3 mit dem
beamte Heinrich Eckert in Mainz, der 36jährige
Steuer=
wieder nach Wolfsgarten zurück.
einkommenden Hamburger
Fiſchdampfer
„Johann
mann Hermann Ritter in Mainz, der 36jährige
Schloſ=
m Abend fand im „Weißen Saale” des Kötherhofes
Heinrich” der Hanſa=Hochſeefiſcherei=Aktiengeſellſchaft.
ſer Paul Popioleck in Kelſterbach, der 48jährige
ſeitens der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz
„Johann Heinrich” iſt ca. 1½ Meilen nordweſtlich vom
Bäcker Adolf Ludwig Pons in Kelſterbach, der 30jährige
des Mainzer Veteranenvereins anläßlich deren 30jährigen
Feuerſchiff 3 geſunken. Vier Mann der Beſatzung vom
Metzger Georg Philipp Heiſack II. in Kelſterbach, der
Beſtehens Kommers ſtatt, der ſich ſehr lange ausdehnte
Dampfer „Adendale” ſind gerettet worden, ſechs Mann
30jährige Fruchthändler Rudolf Kiritz in Raunheim, der
und die Kameraden in froher Weiſe zuſammenhielt.
werden vermißt. Der „Adendale” ankert hier mit Bug
28jährige Friſeur Ludwig Ferdinand Treutel II. in
ſchaden
Kelſterbach und ſchließlich der 61jährige Arbeiter Jakob
Wien, 9. Juni. Wie aus Steinamanger gemelde
Kiritz in Raunheim
Reich und Ausland.
wird, ſteht auch der Einbruch in das
Regiments=
der Angeklagte Menz, anſcheinend die Seele von
bureau des fünften Ulanen=Regiments mit den Ge=
Aus der Reichshauptſtadt, 9. Juni. Am nächſten Don
dem ganzen Verbrecherenſemble, betreibt an der
Kelſter=
ſchäften Redls im Zuſammenhang. Dort waren
nerstag wird ſich die Berliner
Stadtverordnetenverſamm=
bacher Schleuſe am Mainufer ein Wirtshaus, in dem
27000 Kronen und eine Anzahl geheimer Dokumente
ge=
lung mit der Ausſchmückung der
Reichshaupt=
hauptſächlich die Schiffsmannſchaften verkehren. Am 11
tohlen worden. Ein Zugführer des Regiments iſt
ver=
ſtadt zum Regierungsjubiläum des Kaiſers beſchäftigen
September 1912 fuhr ein Schiff der Union=
Rheinſchiff=
haftet worden, eine andere ſenſationelle Verhaftung ſteht
Ein Komitee, aus dem gemeinſamen Ausſchuß der drei
fahrts=Aktiengeſellſchaft von Mainz den Main hinauf.
bevor.
Berliner Architekten=Vereine und der Zentralſtelle für den
Das Schiff begleitete der Zollhilfsbeamte Eckert, der
dar=
über zu wachen hatte, daß von dem an Bord befindliche:
Hadersleben, 9. Juni. Nach einer Meldung der
Fremdenverkehr, ſowie einem Vertreter des Magiſtrats
zuſammengeſetzt, hat für die Ausſchmückung durch
be=
noch unverzollten Weizen während der Fahrt nichts weg
Srenzpoſt kenterte geſtern abend auf einem an die
geſchafft werde. In Kelſterbach gingen der Steuermann
kannte Künſtler Pläne entwerfen laſſen. Der eine Plan
Stadt angrenzenden Binnenſee ein mit vier Bauhand=
Ritter und der Zollbeamte Eckert, dieſer gegen ſeine
In=
verkern beſetztes Segelboot.
hätte rund 460000 Mark Koſten verurſacht. Dieſe Summe
Alle Inſaſſen ertran
ſtruktion, an Land in die Wirtſchaft des Angeklagten
en, darunter zwei Familienväter.
war dem Komitee zu hoch. Schließlich einigte man ſich
Nenz. Ritter bot dem Menz von dem im Schiff befind=
und nahm einen Plan der Künſtler an, der nur etwa
Prag, 8. Juni. Der Verband der deutſchen
lichen Weizen etwas an und dieſer wollte auch für einen
200000 Mark beanſpruchen wird. Hiervon wurde durch
andtagsabgeordneten trat zu einer Vollver
Sack von zwei Zentner 10 Mark bezahlen. Gegen
Mitter=
das Komitee zur Ausſchmückung der Straße Unter den
ammlung zuſammen. Es wurde eine Kundgebung be
tacht fuhren dann Eckert, Ritter, Menz und Popiolec
Linden, der Königgrätzer=, Leipziger= und Friedrichſtraße
ſchloſſen, worin auf das entſchiedenſte gegen die vom
Lan=
ach dem Schiff, wo alle mit Ausnahme des Popioleck an
24000 Mark aufgebracht. Es blieb noch die Ausſchmückung
esausſchuſſe beſchloſſene Aufnahme des Landes=
Bord gingen. Die Schiffsluken waren mit Brettern
ge=
der Plätze der Stadt. Der Magiſtrat bewilligte dafür
darlehens von acht Millionen Kronen bei der Prager
chloſſen, die wieder mit einer Stange befeſtigt waren
einen Beitrag von 70000 Mark. Die Ausſchmückung der
Städtiſchen Sparkaſſe proteſtiert wurde. Die Auf=
Ekkert löſte dieſe Stange und Ritter ging mit einem Eimer
Plätze und Straßen ſoll künſtleriſch werden
— Julius
nahme des Darlehens bedeute die offenkundige
Verletz=
n den Laderaum. Eckert ging hinterdrein. Menz blieb
Rodenberg feiert gleichzeitig die Goldene Hochzeit
ing der Landesordnung und die geſetzwidrige
Aeber=
an Deck und hielt den Sack auf. Als zwei Säcke gefüll=
und ſein 40jähriges Jubiläum als Herausgeber der Deut
ſchreitung des klar beſtimmten Wirkungskreiſes des Lan=
und in den Nachen geſchafft waren, wurde der Schiffs
ſchen Rundſchau
— In dem Lagerraum der
Markthallen=
esausſchuſſes. Irgend eine verbindende Verpflichtung
ührer Breuer auf die Diebe aufmerkſam und hielt ſie an
und Kühl=Geſellſchaft in der Scharnhorſtſtraße öffnete
zur Verzinſung und Rückzahlung für das Land könne
Bord feſt, während es dem Ritter gelang, mit einem
geſtern ein Arbeiter unvorſichtigerweiſe den Hahn
nachdem das Statut der Sparkaſſe die Gewährung der
Nachen zu entfliehen. Er wurde am anderen Tage in
eines Ammoniakbehälters. Das Gas ſtrömte
darlehen an Münder ausdrücklich von der vorausgegan=
Mainz feſtgenommen, die anderen nahm die Gendarmerie
mit ſolcher Heftigkeit aus, daß der Arbeiter außerſtande
enen geſetzlichen Bewilligung abhängig macht, nicht
ge=
an Bord in Empfang
war, das Verſehen wieder gut zu machen und den Hahr
chaffen werden. Der deutſche
Landesverband lehne
Die Unterſuchung in dieſem Fall förderte die ganz
zu ſchließen. Das Ammoniak hatte bald die Räume und
namens des deutſchen Volkes jede Verantwortung für
Hallen der Anlagen mit ſeinem ſcharfen, unerträglichen
überraſchende Tatſache zutage, daß die Wirtſchaft von
das Vorgehen ab. Den zweiten Gegenſtand der Berat=
Menz ſchon ſeit vielen Jahren ein Hehlerneſt der ſchlimm
Geruch erfüllt. Mehrere Betäubungen und Ohn
ung bildete die Frage, ob die deutſchen
Landesausſchuß=
ſten Sorte war. Seine Hehlertätigkeit mußte den
Schif=
machtsanfälle traten ein. Die Feuerwehr rückte
beiſitzer angeſichts des Beſchluſſes der
Landesausſchuß=
fern im weiteſten Umfange bekannt ſein, denn wie
nachge=
ſchnell mit mehreren Sanitätszügen an. Ein mit
Schutz=
nehrheit ihre Stellen im Landesausſchuß niederzulegen
wvieſen wurde, brachten ſeit Jahren Schiffer entwendete
helm und Sauerſtoffaparat verſehener Feuerwehrmann
aben. Das Ergebnis der Beratungen wär, die Ent
Sachen aller Art zu Menz, in dem ſie einen ſtets willigen
verſuchte bis zu dem Ammonialbehälter vorzudringen.
cheidung über den Rücktritt der deutſchen Landesaus=
Abnehmer fanden. Dabei ſteht der wirkliche Umfang der
Nach vieler Mühe gelang es ihm, den Hahn zu ſchließen.
chußbeiſitzer der nächſten Vollverſammlung des Land=
Hehlereien gar nicht feſt, da von keinem der Beteiligten
Die beizenden Gaſe drangen aber durch den Schutzheln
agsverbandes anheimzuſtellen
in umfaſſendes Geſtändnis abgelegt wurde. Als Breuer
durch, ſo daß er beſinnungslos zuſammenbrach
Toulon, 9. Juni.
Präſident Poincaré wohnte
die Schiffsdiebe überraſchte, bemerkte Menz: Dabei iſt uns
Weinheim a. d. B., 8. Juni. Am 21. April ds. Js
geſtern vormittag an Bord des „Jules Michelet” der
nichts eingefallen, das haben wir ſchon oft gemacht. Er
war es in einem hieſigen Gaſthofe zwiſchen vier ruſſi=
Flottenparade bei
gab dann zu, daß er mehrfach von Schiffern „kleinere‟
chen Ingenieurſchülern, zurzeit in Mannheim,
London, 9. Juni. Daily Chronicle berichtet, daß 1500
Quantitäten von Frucht und Kohlen gekauft habe. Dieſe
und zwei Heidelberger Studenten zu einem
Gewehre, die am vorigen Dienstag in Belfaſt be
kleineren Quantitäten waren immer 6 bis 8 Zentner Koh=
Renkontre gekommen, nachdem die Ruſſen ſich über ein
ſchlagnahmt worden waren, von La Coruna in Spanier
len und 4 bis 5 Zentner Frucht. Von dem Weizen habe
Wandbild, das die ſiegreichen Deutſchen nach dem Sturm
kamen und von einem ſo veralteten Typ ſind, daß
er den Doppelzentner für 16—18 Mark an den Fruchthänd
auf den Geisbera bei Weißenburg darſtellt, luſtig gemacht
gegenwärtig keine dazu paſſenden Patronen herzuſtellen
ler Adler verkauft. Auf Grund einer Mitteilung, die der
hatten. Die ruſſiſchen Ingenieurſchüler benahmen ſich
wären
Staatsanwaltſchaft gemacht wurde, dem Menz ſei einmal
äußerſt rüpelhaft und einer rief dem einen Heidelberger
kondon, 9. Juni. Die bei dem Ueberfall auf das Pferd
ein geladener Nachen untergegangen gab Menz zu, daß
Studenten das Schimpfwort „cochon allemand” und
des
Königs verletzte Suffragette Davidſon iſt
er vor Jahren 10 bis 12 Zentner Kohlen von einem Schif
bald darauf in der Ueberſetzung Sie deutſches Schwein”
rn im Hoſpital geſtorben.
geſte
„gekauft” habe, der ihm in der Nacht untergegangen ſei.
zu. Das Bürgermeiſteramt Weinheim gab dafür den bei
Petersburg, 9. Juni. Laut Lokalanzeiger wurden im
den Rädelsführern, und zwar dem Generalsſohn Niko
Die einzelnen Fälle zeigen die ganz enorme Frechheit
Fergane=Gebiet große Radiumfunde gemacht
aus Lemenow aus Moskau und dem Bürgermeiſtersſohn
mit der anſcheinend gearbeitet wurde. In einem Fal
Warſchau, 8. Juni. An der Dampferhalteſtelle
Hans Wachronjeff aus Jaroslaw, einen Denkzettel von je
ſollen hundert Kalbfelle, in einem anderen Fall eine ganzt
öteten vier Verbrecher, die aus Plotsk angekom=
30 Mark Geldſtrafe wegen Erregung öffentlichen Aerger
Wagenladung Getreide von Menz abgeholt worden ſein.
men waren, zwei Polizeibeamte, die ſie verhafter
niſſes. Wegen Einleitung weiterer Schritte gab das Be=
Die Verhandlung begann mit der Vernehmung der
vollten. Sie verwundeten einen Polizeioffizier. Die
zirksamt die Sache weiter an den Miniſter, und zwar mit
Angeklagten. Der Zollhilfsbeamte Eckert gibt ſeine
Verbrecher ſind entkommen.
dem Erfolge, daß nunmehr das Miniſterium des Innern
Teilnahme an dem letzten Diebſtahl zu. Der Angeklagte
Ritter, mit dem er in Mainz aufs Schiff kam, habe ſich ihm
Da der
kirche in dieſen unterirdiſchen Raum führte.
ühle hinein, und zu ihnen zählt unſer Gewährsmann
gleich genähert und ihm erzählt, er wolle ſich ein Schiff
Standort des alten Hochaltars jetzt ſicher feſtgeſtellt iſt
die Prinzeſſin Georg von Griechenland, die Großfürſtin
kaufen und brauche deshalb Geld. Seinem Zureden
ge=
ſo ſteht einer Wiederaufrichtung nichts mehr im Wege
Sergius von Rußland und die Gattin des bedeutenden
lang es dann, ihn dem Diebſtahl geneigt zu machen, da
Mit Hilfe von Skizzen, die vor der Zerſtörung des ehr=
Archäologen Dieulafoy. Alle dieſe Damen ſind Anhän=
Ritter ihm zuſicherte, daß keine Gefahr dabei ſei und daß
würdigen Bauwerkes aufgenommen wurden, und von
gerinnen des „Orientalismus” d. h. ſie ſtehen unter den
für ihn auch etwas abfallen würde. Im übrigen beruft
Bruchſtücken, darunter beſonders ſieben Säulen, die Caſtel=
Einfluß der alten Religionen und Philoſophen des Oſtens
ſich der Zeuge darauf, daß er in ſeinem früheren Berufe
lucci wiederentdeckt hat, war es möglich, den ganzen Bau
die das Fleiſcheſſen als Sünde verbieten. Weniger
reli=
ils Lokomotivführer einen ſchweren Unfall erlitt, wegen
zu rekonſtruieren, der im erſten Viertel des 13.
Jahrhun=
giöſe, als mitleidige Empfindungen bewogen die bekannte
eſſen er auch einen leichteren Dienſt aufſuchen mußte
derts, gleichzeitig mit dem Taufbrunnen Dantes, ent=
Schriftſtellerin Marie Corelli, dem Fleiſch zu entſagen.
Die damals erlittene Kopfverletzung mache ihn gegen Ver
tanden ſein dürfte. Verſchiedene wichtige Bruchſtücke des
Ihr Abſcheu vor jeder Tötung macht ihr den Gedanker
uchungen widerſtandsunfähig.
Der Angellagte Ritter
Taufbrunnens und der Schranken, die von dem alten
unerträglich, daß ſie Leben vernichten ſolle, um ihrer
eſtreitet, daß er ſich irgend etwas Strafbares habe zu=
Hochaltar zu dieſem hinabführten, haben ſich im Dach
lppetit zu befriedigen. Bei den meiſten Vertreterinnen
chulden kommen laſſen. Er ſei nur mit aufs Schiff
ge=
des ſchönen Geſchlechtes iſt es aber doch die liebe Eitelkeit
und an anderen Orten als Bauſtücke wohlerhalten
wie=
fahren, um den Hilfszollwächter der Tat überführen zu
die zu den Früchten des Feldes hinzieht. Bei einer
be=
dergefunden, und es iſt ſehr wahrſcheinlich, daß ſich in
können, da er nicht den Mut gehabt habe, den Eckert an=
Verlauf der weiteren Arbeiten noch mehr Stücke dieſes
annten engliſchen Schönheit, der Gräfin von Warwic
zuzeigen. Seine gewundenen Erklärungen zeigen eine
waren zunächſt auch mehr moraliſche Bedenken wirkſam
koſtbaren Materials finden werden.
unfreiwillige Komik. — Der Angeklagte Popioleck der
als ſie Vegetarierin wurde. Aber bei der neuen Koſt be
—
Berühmte Vegetarier. Die Beliebtheit der vege
Schwager des Menz, gibt zu, daß er mit ans Schiff
ge=
nerkte ſie zu ihrer Freude, daß ſie ſchlanker und
jugendli=
ariſchen Koſt iſt in den Vereinigten Staaten in ſtarkem
ahren ſei. Er ſei der Anſicht geweſen, daß es ſich um ein
cher wurde, und als ſie die bereits ſchwindende Schön=
Zunehmen; ja ſelbſt in England, dem klaſſiſchen Reich der
ganz reelles Geſchäft handle. Er glaubte, daß Menz
Kehr=
eiten in voller Blüte wiedererlangte wurde ſie vor
Beefſteakeſſer, gewinnen die Gemüſe mehr und mehr
fa=
gut kaufen wollte. Der Umſtand, daß ein Zollbeamter
da=
hren Freundinnen um das Geheimmittel” beſtürmt,
ſo=
natiſche Verehrer. Die New=Yorker Sun gibt deshalb
bei war, ſei ihm Beweis dafür geweſen, daß es ſich um
daß ſie mit ihrer Diät direkt Mode gemacht hat. Aus
einen Ueberblick über die bedeutendſten Perſönlichkeiten
nichts Strafbares handelte. Es ſei ihm für ſeine Teil
äſthetiſchen Gründen, bei denen der Wunſch, ſchlank und
die gegenwärtig zu den Gegnern der Fleiſchkoſt gehören
nahme keinen Vorteil in Ausſicht geſtellt geweſen
ſchön zu bleiben, eine große Rolle ſpielt, ſind auch zahl
und nennt den berühmteſten Vegetarier von heute, den eng=
Der Angeklagte Menz gibt an, daß es ſich um eine
eiche franzöſiſche Schauſpielerinnen Vegetarierinnen
ge=
liſchen Dichter G. B. Shaw. Jedenfalls iſt der tempera
durchaus ehrliche Sache gehandelt habe. Die Frucht, die
worden, ſo Sarah Bernhardt und die Réjane
mentvolle Ire wohl der radikalſte Verteidiger jener „
hö=
er haben wollte, ſei Kehrgut geweſen. Ritter habe erſt
Die große Tragödin, die als Urgroßmutter mit 70 nod
heren Kultur, die das Eſſen von Kadavern geſchlachteter Tiere
15 Mark für den Doppelzentner verlangt. Er habe aber
die Jungfrau von Orleans ſpielt, hält die vegetariſche Koſt
verachtet.‟ Der große, kräftige, geſunde Mann mit dem
nur 10 Mark dafür geben wollen. Ritter habe für einen
o ſtreng inne, daß ſie nicht einmal Eier zu ſich nimmt.
gebräunten Teint, den klaren Augen und dem elaſtiſchen
Matroſen, der ſich das Kehrgut geſammelt habe, das Ge
Ihr einziges Getränk iſt Brunnenwaſſer. Sie behauptet,
Gang ißt nur Früchte, Gemüſe und Zerealien; ſein
Lieb=
reide angeboten. Auf dem Schiff ſei dann Ritter nach
ihre Elaſtizität und Jugendlichkeit ſich nur dadurch
be=
lingsgang beſteht in vier Bananen, und wenn er auf
Rei=
vorn gegangen, um dieſen Matroſen zu wecken. Er ſei
wahrt zu haben, daß ſie zur rechten Zeit den
Fleiſch=
en iſt, ſo macht ihm die Küche in den Reſtaurants keine
aber allein wieder gekommen und ſagte, den Matroſen
genuß aufgab. Als die Réjane immer ſtärker wurde, und
Sorge wie anderen Menſchen, denn er führt in ſeinen
könne er nicht wecken. Von Aeußerungen wie „Zigarren
die Rollen, durch die ſie ihren europäiſchen Ruf erworben
Taſchen eine genügend große Portion Nüſſe mit ſich, um
auszumachen” und „leiſe gehen” habe er nichts gehört.
atte nicht mehr zu ſpielen imſtande war, griff ſie als
ein Diner ohne fremde Hilfe zu beſtreiten. „Es gibt zwei
Er ſei aber bedenklich geworden, als er merkte, daß die
dem letzten Mittel zur fleiſchloſen Koſt und hat dieſe auch
rten von Menſchen, die einer höheren und die einer nie=
Frucht ſo gut war. — Die übrigen Angeklagten beteuern
nachdem ſie dadurch dünner und elaſtiſcher geworden war
deren Art” ſo ſprach er auf einer Verſammlung vor
ſämtlich ihre Unſchuld.
Nach Verleſung des
Augenſchein=
beibehalten. Den wunderbarſten Erfolg hat aber durch
egetariern. „Die Niederen müſſen Fleiſch haben. Ich
protokolls wird in die Zeugenvernehmung
ein=
die Bekehrung zu der Sekte der Vegetarier die Tänzerin
mag kein Fleiſch und mochte es nie.‟ Dem
Vegetarismu=
getreten
léo de Merode erzielt, die ihre ſchönen
Körper=
hat ſich auch Rodin verſchrieben, weil er fand, daß er
Schiffsführer Breuer gibt an, daß an dem frag
formen verlor und dadurch völlig aus der Mode kam. De
bei fleiſchloſer Koſt beſſer arbeiten konnte. Seit er
Ge=
lichen Abend Ritter und Eckert mit zu Nacht bei ihm aßen.
verſchwand ſie auf ein Jahr von dem Schauplatz ihrer
müſe ißt, ſchien ihm ſeine Einbildungskraft leichter und
Ritter und Eckert gingen dann ans Land, um noch ein
früheren Triumphe, und als ſie dann wieder auftrat, hatte
klarer zu arbeiten. Die Motive, aus denen beſonders
Glas Bier zu trinken. Der Matroſe Schwächheimer
ru=
ie eine neue Jugend gewonnen;
ſie machte Mode in
Frauen ſich dem vegetariſchen Leben verſchreiben, ſind
derte ſie ans Land, wobei ſie auch dieſen zu dem Diebſtahl
Paris mit der Parole: kein Fleiſch!
ſehr verſchiedenartig. Bei manchen ſpielen religiöſe
Ge=
überreden wollten. Er lehnte jedoch ab und erzählte dem
Nummer 133.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 10. Inni 1913.
Seite 6.
dieſer Antrag gelangte unverändert zur Annahme. § 20
van Calker (natl.): Der Entwurf bedeutet einen großer
Zeugen Breuer den Anſtiftungsverſuch. Dieſer wartete
wvurde in nachſtehender Faſſung angenommen: Andere
Fortſchritt in der Rechtspflege. Durch die Zuziehung
wei=
deshalb, um die Diebe zu überraſchen. Als er dazwiſchen
Kapitalforderungen und Schulden ſind mit dem Nennwert
kam, waren zwei Säcke bereits im Nachen, ein dritter
terer Kreiſe des Volkes wird unſere Rechtſprechung immer
anzuſetzen, ſofern nicht beſondere Umſtände die
Veran=
ſtand noch oben. Als die Diebe den Zeugen hörten, machte
— Abg. Schedlbauer (Zentr.): Auch
volkstümlicher
chlagung nach einem vom Nennwert abweichenden
höhe=
wir begrüßen die Vorlage. Die Heranziehung der kleinen
ſich Ritter in einem Nachen davon. Den Angeklagten
ren oder geringeren Werte begründet
Eckert entdeckte er dreiviertel Stunde ſpäter in dem
Lade=
bäuerlichen Beſitzer und der Arbeiter zur Rechtspflege
21, Berechnung des Geſamtwertes der auf beſtimmte
raum. Er ſchloß dieſen darin ein. Als Zeuge den
Ange=
halten wir für eine glückliche Maßnahme. Die Erfahren=
Zeit zu beſchränkenden Nutzungen oder Leiſtungen ſowie der
klagten Menz zur Rede ſtellte antwortete dieſer, er habe
heit, Ehrlichkeit unſerer Richter und die Unbeſtechlichkeit
immerwährenden Nutzungen oder Leiſtungen wurde
an=
das ſchon oft gemacht und es ſei ihm niemals etwas dabei
des Richterſtandes ſind allgemein anerkannt. Einem
An=
genommen. Zu § 22, wonach der Wert der Renten ſich
paſſiert. Als er ihn fragte, ob er das nötig habe, ſagte
eklagten iſt der Laienrichter noch immer angenehmer, da
nach dem Lebensalter der Perſonen beſtimmt, mit deren
Menz: Nein, aber man will doch vorauskommen. Der
hm dieſer geſellſchaftlich viel näher ſteht, als der Berufs=
Tode das Recht erliſcht wurde von verſchiedenen Seiter
Steuermann Ritter habe das Schiff ſo gelegt, daß mar
richter. Eine Kommiſſionsberatung halten wir für un
rklärt, daß dieſe Vorſchrift zu den bisher umgeänderten
von den anderen Schiffen nichts ſah, wenn jemand ſich auf
tötig; der Entwurf könnte ſofort verabſchiedet werden
Beſtimmungen des Geſetzes nicht mehr paſſe.
Regierungs=
dem Schiff zu ſchaffen machte. Auf dem Schiff befanden
Abg. Holtſchke (konſ.): Die Materie könnte
ſofor=
eitig wurde der Standpunkt vertreten, daß die Renten
ſich 500 Tonnen gleich 10000 Zentner, die von Amſterdam
verabſchiedet werden, da ſie ſchon bei der Strafprozeß
als Kapitalvermögen zu behandeln ſeien. Die
Kommiſ=
nach Frankfurt gebracht wurden. — Die Zeugin Breuer
eform genügend geklärt iſt. Eine Kommiſſionsberatung
ion beſchloß, § 5, wonach der Kapitalwert der Renten
eine Schweſter des vorigen Zeugen, beſtatigt deſſen Aus
wäre nicht nötig. — Abg. Wahrmuth (Reichspartei)
bzw. der Rechte auf Renten und andere wiederkehrende
ſagen. — Der als Sachverſtändiger geladene Dr. Unkel
Es muß möglichſt danach geſtrebt werden, das bäuerliche
Nutzungen und Leiſtungen als Kapitalvermögen beſonders
häuſer=Mainz hat den Angeklagten Eckert 1903 und 1904
Element heranzuziehen. — Nach nochmaligen kurzen
Aus=
in Betracht kommen, zu ſtreichen, ebenſo den § 6, der die
wegen ſeiner Kopfverletzung behandelt. Er kommt zu dem
führungen der Abgeordneten Brey (Soz.) und var
Fälle aufzählt, für die die vorgenannte Vorſchrift nicht
Schluß, daß von einer Unzurechnungsfähigkeit nicht zu
Calker (natl.) ſchließt die Debatte und der Entwurt
gilt. Ferner Ziffer B wie folgt zu faſſen: Nicht
abzugs=
reden ſei, wohl aber könne man ſagen, daß ſein Wille
wird in erſter Leſung und gleich darauf in zweiter Leſung
fähig ſind die Schulden und Laſten, welche in
wirtſchaft=
durch den Unfall bedeutend geſchwächt worden ſei. Auch
Es folgt die erſte
einſtimmig angenommen.
Beziehung zu dem beitragspflichtigen Vermöger
ſei wohl anzunehmen, daß ſich unter Alkoholgenuß dieſer
Leſung des Geſetzes über die
ſtehen, der Wert, die Vermögensrente und andere wieder=
Zuſtand verſchlimmern könne.
— Herr Dr. Wagner,
kehrende Nutzungen und Leiſtungen. Nach dieſen Aende=
Folgen der Verhinderung wechſel= und ſcheckrechtlicher
Oberarzt der Landesheil= und Pflegeanſtalt Alzey, ſagt
rungen wurde § 22 mit der dort angeführten Staffelung
Handlungen im Auslande.
aus daß Eckert von Ende 1912 bis Januar 1913 in der
des Wertes der Renten uſw. nach Maßgabe des Alters
Anſtalt behandelt wurde. Er litt an Sinnestäuſchungen
Unterſtaatsſekretär Dr. Lisco: Der vorliegende
Ge=
des Inhaſlers unverändert angenommßn. Die übigen
und Wahnideen. Die Erkrankung, die man als hyſteriſch
etzentwurf hat ſeinen Anlaß in den kriegeriſchen Ereig=
Vorſchriften über die Wertermittelung (§ 23—30) wurden
bezeichnen könne, trete häufig bei willensſchwachen
Men=
iſſen auf dem Balkan. Die Regierungen dort haben in
unverändert nach der Regierungsvorlage angenommen. Es
ſchen im Gefängnis auf und ſei dann leicht zu beheben
Herbſt 1912 ein Moratorium erlaſſen, wodurch die
Zah=
folgt die Beratung der Vorſchriften über das Verfahren.
durch entſprechende Behandlung. Im ganzen könne er
lungstermine hinausgeſchoben werden. Dadurch ginger
§ 32, Zuſtändigkeit desjenigen Bundesſtaates für die
Ver=
aber ſagen, daß nichts bekannt ſei, was auf eine
Unzu=
die Rückgriffrechtsverhältniſſe verloren. Um dies zu
ver=
anlagung und Erhebung des Wehrbeitrages in dem der
rechnungsfähigkeit ſchließen laſſe. Durch den Unfall ſei
hindern, hat man in Oeſterreich ein beſonderes Geſetz er=
Beitragspflichtige ſeinen Wohnſitz oder in Ermangelung
bei Eckert das Nervenſyſtem erheblich beſchädigt und ſeine
laſſen, in dem beſtimmt wird, daß hier eine höhere Gewalt
eines ſolchen ſeinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, und
geſamten geiſtigen Fähigkeiten ſeien erheblich geſchwächt
orliege. Die Aelteſten der Kaufmannſchaft in Berlin
§ 33, wonach die Landesregierung, die für die
Veranla=
worden
ind an uns herangetreten, ein ähnliches Geſetz zu erlaſſen
zung und Erhebung des Wehrbeitrages zuſtändige Be=
Die Verhandlung geht heute weiter.
Die mit der Prüfung der Materie Betrauten haben jedoch
hörde beſtimmt, bleibt unverändert. Zu § 34, der 10000
ein derartiges Vorgehen abgelehnt; dazu wäre eine Aen=
Mark als untere Vermögensgrenze für die Abgabe einer
derung oder Schaffung eines Weltwechſelrechts notwendig
Vermögenserklärung vorſchreibt, wurden lebhafte Beden=
So gibt es zurzeit außer Oeſterreich kein Land, wo der
ken geäußert, auf Grund deren ein nationalliberaler Ab=
Deutſcher Reichstag.
Krieg als höhere Gewalt anerkannt iſt. Wir glauben, auf
geordneter beantragte, daß zur Abgabe einer
Vermögens=
inem anderen Wege denſelben Erfolg zu erzielen und
bit=
erklärung verpflichtet ſein ſoll, wer ein Vermögen von
* Berlin, 9. Juni. Präſident Dr. Kaempf er=
Abg. Landsberg
en um Annahme des Geſetzes
als 25000 Mark oder ein Einkommen von mehr
öffnet um 3 Uhr 17 Min. die Sitzung. — Auf der Tages=
(Soz.): Ohne unmittelbare Anregung von uns iſt dieſe
ils 10000 Mark hat. Dieſer Antrag wurde angenommen
ordnung ſteht zunächſt die erſte Beratung der
Vorlage gemacht. Nur weil es die Aelteſten der Kauf=
Auf Anfrage aus der Kommiſſion, in welcher Form die
mannſchaft für wünſchenswert bezeichnet haben. Wir
Schutzgebietsrechnung für 1910.
Vermögenserklärungen abzugeben ſeien, wurde vom
Re=
wünſchen dem Reichsamt des Innern, daß es ſich dieſen
ſterungstiſch erwidert, daß die näheren Beſtimmungen
Die Vorlage geht ohne Debatte an die Rechnungskom=
Arbeitseifer zum Vorbild nehme, wenn es ſich um Wünſche
der Bundesrat erlaſſen werde. Jedenfalls ſeien nicht alle
der Arbeiterorganiſationen handelt. Die Vorlage ſcheint
miſſion. — Es folgt die Beratung des Berichts ders
einzelnen Stücke, die verſchiedenen Vermögenseinheiten
uns noch keineswegs geklärt zu ſein. Wir beantragen
zu bezeichnen. Die folgenden Paragraphen 35: Verpflich
Reichsſchuldenkommiſſion
-
Abg.
deshalb Ueberweiſung an eine Kommiſſion.
ung des Beitragspflichtigen, ſeine Vermögensverhältniſſe
Junck (natl.): Da keine Dringlichkeit für die Erledigung
vom 8. März 1913.
— Abg. Zimmermann (natl.)
klarzulegen, 36, wonach der Beitragspflichtige zur Abgabe
vorliegt, und dazu noch manche Schwierigkeiten und Un=
(unter großer Unruhe des Hauſes): Dem Staatsſekretär
der Vermögenserklärung mit Geldſtrafe bis zu 500 Mark
larheiten der Materie vorliegen, ſo ſchließen wir uns
Kühn iſt es zu verdanken, daß die fünfte Milliarde der
angehalten und ihm bei nicht rechtzeitiger Abgabe ein
Zu=
dem Antrage auf Kommiſſionsberatung an. — Nach wei=
Schulden noch nicht überſchritten iſt. Die Verſuchung war
ſchlag von 5 bis 10 v. H. des ſchuldigen Wehrbeitrags
äuf=
eren Bemerkungen der Abgeordneten Wahrmuth
allerdings ſehr groß, wieder in die alte
Schuldenwirt=
erlegt werden kann, 37, Prüfung der Abgaben in der
Ver=
konſ.
(Reichspartei), Spahn (Zentr.) und Dr. Gieſe
ſchaft hineinzukommen, namentlich angeſichts der jetziger
die Veranlagungsbehörde, 38
mögenserklärung durch
wird die Vorlage an eine Kommiſſion von 14 Mitgliedern
Deckungsvorlage. Leider iſt der Kurs unſerer Reichs
Recht der Veranlagungsbehörde, Zeugen und
Sachver=
verwieſen. — Hierauf wird vertagt
papiere immer noch ein niedriger. Das ſtimmt uns
be=
tändige uneidlich zu vernehmen, 39, wonach der
Beitrags=
denklich. Andererſeits aber ſind wir glücklich, ſagen zu
Präſident Kaempf ſchlägt vor, die nächſte Sitzung
pflichtige auf Erfordern die Höhe ſeines Vermögens nach
können, daß die Reichsbank auf das ſorgfältigſte arbeitet.
uweiſen hat, bleiben unverändert. § 40 wurde im erſten
Dienstag nachmittag 2 Uhr pünktlich abzuhalten und als
Ihr ſollte ein Kontrollrecht über die anderen Bankinſtitute
Abſatz nach der Regierungsvorlage, im übrigen nach einem
Tagesordnung kurze Anfragen und die zweite
Leſ=
owie ein Kontrollrecht bei der Uebernahme von größeren
Zentrumsantrag angenommen und laute folgendermaßen:
ing der Wehrvorlage anzuſetzen. — Es folgt eine
Emiſſionen eingeräumt werden. — Ohne weitere Debatte
Die Vorſtände oder Geſchäftsführer der im § 19 bezeichne=
der Bericht der Rechnungskommiſſion überwieſen.
Abg. Spahn
ängere Geſchäftsordnungsdebatte
ten Geſellſchaften, die ihren Sitz im Inlande haben, oder
— Es folgte die erſte Beratung eines Entwurfes über
Vermögen im Inlande beſitzen, haben dem Beitragspflich=
(Zentr.): Das Zentrum hält nach wie vor an dem
Grund=
tigen die erforderlichen Mitteilungen über den Wert ſeiner
atz feſt: „Keine Ausgaben ohne Deckung” Unſere Zü=
Aenderung zweier Reichstagswahlkreiſe.
Aktien oder Geſchäftsanteile zu machen; die Vorſtände oder
ſtimmung zu der zweiten Leſung kann deshalb nur eine
Geſchäftsführer der im § 19 bezeichneten Geſellſchaften oder
Es handelt ſich um einen Gebietsaustauſch zwiſchen
vorläufige ſein. Eine endgültige Zuſtimmung kann erſt
Gewerkſchaften ſind verpflichtet, der Veranlagung auf Ver
dem Großherzogtum Sachſen=Weimar=Eiſenach und dem
langen binnen einer Friſt von vier Wochen eine Nachwei=
Herzogtum Sachſen=Meiningen, durch den auch eine
Aen=
nach der Entſcheidung über die Deckungsvorlagen folgen
derung der Wahlkreiſe erforderlich wird.
ſung einzureichen, welche enthält: Erſtens die Höhe des
-
Abg. Bau=
(Bravo!) — Abg. Graf von Weſtarp (konſ.): Auch wir
Grundkapitals bzw. der Stammeinlagen, zweitens den
dert (Soz.): Wir verſtehen nicht, warum man dieſe
betrachten die Verabſchiedung der Vorlagen als ein
ein=
etrag, der in den vorausgegangenen drei Jahren jährlich
Wahlkreisneueinteilung nicht zu einer allgemeinen
gerech=
heitliches Geſetz. Eine getrennte Verabſchiedung würde
ten Wahlkreiseinteilung benutzt.
verteilten Gewinne, drittens die Kurswerte der Aktien=
-
Abg. Leutert
anteile oder Kuren oder die tatſächliche Mitteilung, die
(Soz.): Ich freue mich, daß man hier an eine Aenderung
die geſetzgeberiſche Aktion herabſetzen. (Lachen links.)
ie durch Schätzungen des Verkehrswertes der Aktien,
An=
der Wahlkreiſe herangetreten iſt; aber man ſollte gleich
Abg. Schultz=Bromberg (Reichspartei): Wir legen den
teile oder Kuxen aufzubringen vermögen. Die Vorſtände
vollſtändige Arbeit machen und an eine allgemeine Neu
größten Wert darauf, daß von dem Grundſatz „keine
Aus=
der Geſchäftsführer der im § 19 bezeichneten Geſellſchaften
einteilung gehen. Daß dies nötig iſt, beweiſt ein Blick
gabe ohne Deckung” nicht abgegangen wird. Es muß auch
ind Gewerkſchaften ſind verpflichtet, der
Veranlagungs=
auf die Berliner Wahlkreiſe. — Das Geſetz wird in erſter
behörde binnen einer Friſt von vier Wochen den Nach=
und gleich darauf auch in zweiter Leſung unverändert
erſt eine Einigung herbeigeführt werden über die
Geſtal=
veis über ihr inländiſches Grund=, Betriebs= und
Kapi=
angenommen. — Es folgt die erſte Beratung des
der dauernden Ausgaben.
Präſident Kaempf:
talvermögen einzureichen. Die Nachweiſungen ſind mit
Ich ſtelle feſt, daß Widerſpruch gegen meinen Vorſchlag
Schutzgebietsgeſetzes.
der Verſicherung zu verſehen, daß die Angaben nach
be=
nicht erhoben iſt. (Heiterkeit!) —
Schluß 6 Uhr 15 Min
ſtem Wiſſen und Gewiſſen gemacht ſind. Die Verpflichte=
Die Vorlage regelt insbeſondere die Verleihung der
en können zur Abgabe der Nachweiſung mit Geldſtrafe
Rechtsfähigkeit an Vereine in den Schutzgebieten.
— Abg
zu 500 Mark angehalten werden.
bis
Dr. Semler (natl.): Ich beantrage, die Vorlage an eine
Bei § 41, wonach die Veranlagungsbehörde berechtig
* Berlin, 9. Juni. Die Budgetkommiſſion
Kommiſſion von 14 Mitgliedern zu überweiſen. Wir
be=
iſt den Beitragspflichtigen die Richtigkeit und
Vollſtändig=
des Reichstags ſetzte heute die Beratung des
Ent=
grüßen es, daß die Verleihung der Rechtsfähigkeit an
eit der Vermögenserklärung oder einzelne Angaben oder
vurfes, betr. den Wehrbeitrag, fort bei § 18, der be
Vereine mit wirtſchaftlichem Charakter nach wie vor durd
a‟
die Vollſtändigkeit der beigebrachten Beweismittel
timmt, daß Wertpapiere, die in Deutſchland einen
Bör=
den Bundesrat erfolgen ſoll und daß dieſe Befugniſſe dem
eidesſtatt verſichern zu laſſen, wurde die Frage erörtert,
enkurs haben, mit dem Kurswert einzuſetzen ſind. Ein
Reichskanzler und den Gouverneuren übertragen werden
worauf ſich die eidesſtattliche Verſicherung zu erſtrecken
Zentrumsredner äußerte Bedenken dagegen, den Kurswert
können. Wir haben allen Anlaß, ungeſunde Gründungen
unde
wi.
ind ob eine Eidesleiſtung vorzunehmen
Es
vom 31. Dezember 1913 zugrunde zu legen.
Aktiengeſell=
ſei.
von unſeren Kolonien fern zu halten. — Abg. Dr.
Bel=
zu
laſ=
die Einſchränkung beſchloſſen, den Eid platzgreifen
ſchaften, deren Aktien in wenigen, oft in nur zwei feſten
zer (Zentr.): Ich ſtimme dem Antrag auf Ueberweiſung
änden ſeien und die nur ganz wenige Aktien an der
ſen, ſoweit es ſich um tatſächliche Erhebungen
handelt.
zu, da noch in einigen Punkten Klarheit geſchaffen wer=
Mit dieſem Zuſatz wurde § 41 angenommen Die Para=
Börſe handelten, hätten es in der Hand, willkürlich die
den muß. — Abg. v. Böhlendorff=Kölpin (konſ.): Ich
Kurswerte zu beeinfluſſen. Ein fortſchrittlicher Redner
graphen 42 bis 49 werden unverändert angenommeh.
bin mit der Kommiſſionsberatung einverſtanden.
— Abg.
führte aus, ein feſter Termin müſſe feſtgelegt werden
§ 50 ſieht vor, daß der Wehrbeitrag in zwei Rater
Waldſtein (Fortſchr. Vpt.): Dem Wunſche nach Kom=
Er=
einen Durchſchnittswert könne man nur mit großen
Schwie=
entrichten ſei. Nach einem Zentrumsantrag wird die
miſſionsberatung ſtimmen wir zu.
-
Abg. Nosk
rigkeiten und in nicht einwandfreier Weiſe beſtimmen
gebung in 3 Raten gefordert, und zwar ſoll die erſte Rate
(Soz.): Wir hätten auch ohne Kommiſſionsberatung zu=
Der Reichsſchatzſekretär legte eingehend dar, warum der
nit der Zuſtellung der Veranlagung zuſammenfallen 1
geſtimmt. Vor allen Dingen muß dafür geſorgt werden,
31. Dezember 1913 als Stichtag die geringſten Bedenken
binnen 3 Monaten zu zahlen ſein. Die zweite Rate
daß die Kolonien nicht dem Ausbeutungskapital
ausgelie=
hervorrufe. Durchſchnittsjahreskurſe wurden bisher, zum
bis 31. März 1915, die dritte bis 31. März 1916 zahlbar
fert werden. Allen Verſuchen nach dieſer Richtung hir
mindeſten amtlich, nicht feſtgeſtellt. Jeder andere Stichtag
ein. — Der Reſt der Vorſchriften über das Verfahren wi
müſſen wir ganz eneraiſch entgegentreten. — Der Entwurf
inverändert angenommen. Die Strafvorſchriften ſeheni
beiſpielsweiſe auch der 31. Dezember 1912, könne
dieſel=
wird an eine Kommiſſion von 14 Mitgliedern verwieſen.
ben, wenn nicht größere Schwierigkeiten hervorrufen. Ver
§ 55 bei wiſſentlich unrichtiger oder unvollſtändiger An=
Es folgt die erſte Leſung des Geſetzes betreffend
käufe an der Börſe würden das Ergebnis wohl kaum
we=
gabe Geldſtrafen bis zum 20fachen des gefährdeten Wehr
entlich beeinfluſſen. Im gleichen Sinne ſprach ſich ein
Entſchädigung für Schöffen und Geſchworene.
beitrages vor. Hierzu beantragt das Zentrum, daß neben
nationalliberaler Redner aus. Der Zentrumsredner er=
Beldſtrafen auf Gefängnis bis zu 6 Monaten und Verluſt
Unterſtaatsſekretär Dr. Lisco: Nachdem die
Straf=
widerte, ſein Antrag, den Kurswert vom 31. Dezember
der bürgerlichen Ehrenrechte zu erkennen ſei, wenn der
prozeßordnung nicht Rechtskraft erlangt hat, iſt eine Re=
913 nicht zugunde zu legen, fuße auf den Ausführungen
gefährdete Wehrbeitrag mindeſtens 300 Mark beträgt, oder
gelung dieſer Materie durch ein beſonderes Geſetz erfor
es Staatskommiſſars an der Berliner Börſe. Der
An=
venn das Vermögen aus dem Inlande nach dem
Aus=
derlich. Den Schöffen und Geſchworenen, die bisher
trag wurde mit 12 Stimmen der Sozialdemokraten, der
lande geſchafft wurde, um das Reich zu ſchädigen. Ein
lediglich Vergütung der Reiſekoſten erhielten, ſollen auch
Fortſchrittler und der Nationalliberalen abgelehnt. § 1
fortſchrittlicher Antrag will eine Milderung dahin, die
Tagegelder gewährt werden. Der bisherige Rechtszuſtand
§ 19
iſt demnach nach der Vorlage angenommen. Zu
00 Mark zu erſetzen durch die Beſtimmung, daß die
hin=
hat zu ungerechten Verhältniſſen geführt, indem Perſonen,
deuen
Wertermittelung bei Aktiengeſellſchaften uſta.,
erzogene Summe 10 Prozent des Wehrbeitrags ausmachen
die gerade zum Richteramt beſonders geeignet erſcheinen,
Aktien keinen Börſenkurs haben) lag folgender fortſchritt
müſſe. Der Zentrumsantrag wird mit dieſer Abänderung
davon ausgeſchloſſen bleiben. Aus dem jetzt
vorliegen=
iche Antrag vor: Bei Aktien ohne Börſenkurs bei Kuxen
ingenommen. Der Reſt der Strafvorſchriften wird
un=
den Entwurf ergibt ſich die Möglichkeit, auch minderbemit=
Anteilen an einer Bergwerksgeſellſchaft oder bei Anteilen
verändert angenommen. Es folgen die Schlußvorſchriften
telte Kreiſe zum Schöffen= und Geſchworenendienſt
heran=
n einer Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung iſt der
Ver=
zu § 67 liegen mehrere Anträge behufs Verwendung d
zuziehen. Es iſt zu erwarten, daß da neue wertvolle
kaufswert der Aktien oder Anteile anzuſetzen. Sofern ein
üiber 1000 Mill. überſchießenden Ergebniſſes vor. Sämt
Kräfte der Rechtspflege dienſtbar gemacht werden können
olcher nicht zu ermitteln iſt, gilt als Wert der Aktie oder
liche vorliegenden Anträge werden abgelehnt, nur
Hoffentlich dient das neue Geſetz dazu, das Intereſſe der
des Anteils das 16¾fache des Durchſchnitts der während
be=
zentrumsantrag wird ſoweit angenommen, als er
Bevölkerung an der Strafrechtspflege mehr als bisher
der letzten drei Geſchäftsjahre oder bei kürzerer Dauer
ſtimmt, daß der Ueberſchuß über 990 Millionen
ur
wachzurufen. Jedenfalls bringt dieſe Einrichtung, mit
der Geſellſchaft, der ſeit ihrem Beſtehen verteilten Jahres=
Schuldentilgung verwendet werden ſoll. Weiter
wurde
der doch immerhin nicht unerhebliche Koſten verknüpft
gewinne. Iſt ein ſolcher in dieſer Zeit nicht zur Verteilung
in Zentrumsantrag angenommen der beſtimmt,
nach
ſind, reichen Segen. (Beifall.)
— Abg. Brey (Soz.):
elangt oder beſchränkt die Geſellſchaftsſatzung deſſen
Maßgabe einer zu erlaſſenden kaiſerlichen Verordnung
Wir betrachten die Vorlage als eine Abſchlaaszahlung au
höhe, ſo kann die Steuerbehörde die Schätzung des Wer
wird das Geſetz auf die Schutzgebiete ausgedehnt
Staats=
unſere Forderung zur Heranziehung des Volkes zu der
tes durch von der zuſtändigen oder nächſtgelegenen Han
ſekretär Dr. Solf hatte dagegen geſprochen
-
Hiermit
Rechtspflege. — Unterſtaatsſekretär Dr. Lisco: Die
Ge=
delsvertretung zu ernennende Sachverſtändige anordnen
t die erſte Leſung beendigt. — Morgen folgt die erſte
Le=
währung der Tagegelder erfolgt natürlich ganz gleich=
Gegen den fortſchrittlichen Antrag wurden von
Regie=
ung des Geſetzes über das Erbrecht des Staates.
mäßig, ohne Anſehen von Rang und Stand. — Abg.
rungsſeite aus keine weſentlichen Bedenken erhoben und
.
Nummer 133.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 10. Juni 1913.
Seite 7.
flogen. Etwas ſpäter wurde es über Ingolſtadt geſichtet
verlauf: Rinder flott, Schweine rege. Bei beiden blieb
Kongreſſe und Verbandstage.
und flog in flotter Fahrt in einer Höhe von 80 bis 90
Ueberſtand. Kälber rege, Schafe ruhig. Beide wurden ge=
Deutſcher Technikerverband
Metern in der Richtung nach Regensburg weiter. Um
äumt.
9¾4 Uhr paſſierte das Luftſchiff Landshut in der Richtung
* Mit Bildungsfragen des Technikers beſchäftigte ſich
Simbach-Linz, und um 10 Uhr 5 Minuten Landau a. d
der Deutſche Technikerverband auf ſeiner Wanderver=
Iſar. Es fliegt in der Richtung nach Paſſau weiter
ſammlung in Leipzig, die zur Beſichtigung der Inter
Der Balkankrieg.
nationalen Baufachausſtellung einberufen war.
Im
* München, 9. Juni. Zu der Fahrt des Luft=
Bulgarien und Rumänien.
Mittelpunkte der Verhandlungen des Geſamtvorſtandes
ſchiffes „Sachſen” wird noch gemeldet: Um 10 Uhr
und einer öffentlichen Verſammlung am 8. Juni in der
paſſierte das Luftſchiff Landau an der Iſar. Hier über=
* Bukareſt 8. Juni. Die offiziöſe „Politique” ver=
Kongreßhalle der J. B. A. ſtand die Tätigkeit des Tech
kreuzte es das Iſartal bei Dingelfing, wo ein Gedenkſtein
öffentlicht den Wortlaut des Petersburger
nikers als Lehrer an den gewerblichen Fach= und
errichtet iſt an der Stelle, wo Graf Zeppelin im Jahre
Protokolls. Der Schluß des Protokolls lautet: Die
Fortbildungsſchulen und als Aufſichtsbeamter in
1909 mit dem „Z. 1” eine Notlandung vornahm. Die
bekannte Geneigtheit Bulgariens, die freundſchaft
der Wohnungsinſpektion. Zwei Autoritäten
Uhr
„Sachſen” flog das Rottal entlang, kam gegen ¾11
lichen Bande mit Rumänien aufrecht zu
er=
auf dieſen Gebieten, Fach= und Fortbildungsſchuldirektor
tordöſtlich an Pfarrkirchen vorbei, flog das Rottal
wei=
halten erleichtert weſentlich die Aufgabe der Konfe=
Germer aus Leipzig und Landeswohnungsinſpektor
ter und paſſierte, wie bereits gemeldet, um 11 Uhr die
renz, die der Ueberzeugung iſt, daß die Mächte Bulgarien
Gretzſchel aus Darmſtadt, gaben ihr Urteil dahin
ayeriſch=öſterreichiſche Grenze bei Schärding. Das Luft
Dank wiſſen für die Opfer, die von ihm verlangt werden.
ab, daß der Techniker durch ſeine Berufsbildung ſehr
ſchiff flog in verhältnismäßia ſehr flotter Fahrt, aber in
Die Agence Roumaine meldet: Die Regierung
er=
wohl befähigt ſei, auf dieſen beiden Gebieten zu arbeiten,
ſehr geringer Höhe von durchſchnittlich 60 Metern, an
ein=
nannte die Mitglieder für die Kommiſſion zur Feſtſtellung
und beſtätigten aus ihren Erfahrungen, daß er bereits
zelnen Stellen 90 Meter hoch
der drei Kammerrayons um Siliſtria, ferner für die
Gutes geleiſtet habe. In ſeinen Leitſätzen forderte Di=
* Wien. 9. Juni.
Die Nachricht von der heute be=
Kommiſſion für die Beſtimmung der Zone, innerhalb wel
rektor Germer, daß dem Techniker als Unterrichtsgebiet
vorſtehenden Ankunft des Grafen Zeppelin mit
cher Bulgarien keine Befeſtigungen anlegen ſoll, für die
das Zeichnen, die Werkarbeit und die damit verbundene
dem Luftſchiff „Sachſen” hat hier Ueberraſchung her
Kommiſſion, welche die Schäden und Intereſſen der
Bul=
technologiſche Berufskunde zuzuweiſen ſeien. Die Ta
vorgerufen, da die Ankunft erſt für morgen erwartet
garen, die Siliſtria verlaſſen, feſtſtellen ſoll.
gung zeigte, daß der Deutſche Technikerverband, der 30000
wurde. Nach dem Eintreffen der Nachricht, daß Zeppelin
Mitglieder zählt, ſeine rege Aufmerkſamkeit neben den
bereits heute früh aufgeſtiegen ſei, begaben ſich die Mit
Gegen Bulgarien
ozialen Beſtrebungen auch den Fragen des
Bildungs=
glieder des Oeſterreichiſchen Aeroklubs, der Flugtechni=
* Sofia, 8. Juni. Nach einer beglaubigten Mel
grades und der Ausbildungsmöglichkeiten des Technikers
hen Geſellſchaft und der Flugfeldgeſellſchaft ſchon in den
dung hat Griechenland in Konſtantinopel, Serbien in
zuwendet, die in engſtem Zuſammenhange mit der
frühen Morgenſtunden nach Aſpern, um in Eile die letzten
Bukareſt ein Bündnis gegen Bulgarien ange=
Hebung dieſes Standes ſtehen.
Anſtalten zum Empfange der „Sachſen” zu treffen. Die
boten. Griechenland bot der Türkei Thrazien mit Adria
Radiotelegraphiſche Station auf dem Flugfelde iſt bereits
nopel an, die Türkei verlangte aber die Abtretung der
vollſtändig eingerichtet
Aegäiſchen Inſeln. Serbiens Angebot ſoll ſo außerordent=
Ausſtellung der
* Wien, 9 Juni. Graf Zeppelin hat heute
mor=
lich geweſen ſein, daß Rumänien es ſchriftlich verlangte
gen telegraphiſch den Wiener Bürgermeiſter davon ver=
Deutſchen Landwirtſchafts=Geſellſchaft.
Dies blieb natürlich unerfüllt. Sobranje=Präſident
Dr.
ſtändigt, daß er bei dem ihm für heute abend zugedachten
Danew wurde heute abend ins Palais berufen.
Die
* Straßburg, 7. Juni. Bei idealem Ausſtel=
Empfange im Rathauſe erſcheinen werde
Lage erſcheint bedeutend verſchärft
lungswetter brachte der heutige dritte Tag einen ſtar
* Wien. 9. Juni. Die „Sachſen” paſſierte un
Bulgarien hat Rußland erſucht, Serbien zur
geſteigerten Zuzug von Beſuchern, namentlich aus dem
11 Uhr Schärding in Oberöſterreich
Räumung der ſtrittigen Zone und zur
Einſetz=
benachbarten Baden, darunter viele in den maleriſchen
* Wien, 9. Inni. Um 1 Uhr nachmittags erſchien
ung eines Kondominions über dieſe zu veranlaſſen. Ruß
Trachten des Schwarzwaldes. Kurz nach 10 Uhr traf
das Luftſchiff „Sachſen” von der Donau her an
and ſoll dann über dieſe Zone allein das Schiedsrichter
auf dem Bahnhof Neudorf Großherzog Friedrich von
der Grenze Wiens. Ein Kanonenſchuß kündigte die
An=
rmt übernehmen. Die Kabinettskriſe ſoll bis zum Ein
Baden ein, empfangen vom Statthalter Grafen v. Wedel
kunft des Luftſchiffes an, welches überall durch ſtürmiſche
treffen der ruſſiſchen Antwort ungelöſt bleiben
und dem Vorſtandsmitglied der Deutſchen Landwirt=
Hochrufe von Menſchenmengen begrüßt wurde. Es nahn
Sofia, 9. Juni. Das Blatt Mir ſchreibt: Keine
chaftsgeſellſchaft Ritterſchaftsrat von Freier und dem
den Kurs zum Schönbrunner Luſtſchloß. In St. Pölten
Regierung werde jemals der Reviſion des bul=
Polizeipräſidenten von Lautz. In der Umgebung des
wurde die „Sachſen” um 12 Uhr 45 Minuten geſichtet:
gariſch=ſerbiſchen Vertrages zuſtimmen
Großherzogs auf der Haupttribüne vor dem Vorführ=
12 Uhr 58 Minuten wurde Pölten paſſiert und um 1 Uhr
Wenn die Serben ſich nicht beeilen dieſe Forderung auf
ungsring befanden ſich u. a. der preußiſche Staatsmini=
12 Minuten war das Luftſchiff in der Richtung nach Tulln
zugeben, erwarten wir kein gutes Ergebnis von der Zu
ſter Dr. Delbrück, der badiſche Miniſter von Bodman,
entſchwunden
ſammenkunft der vier Miniſterpräſidenten, um ſo weniger
Staatsſekretär Freiherr Zorn von Bulach, die Landes
*
als die Schreckensherrſchaft, die die Serben den Griechen
Wien, 9. Juni. Das Luftſchiff „Sachſen” iſt
kommiſſare von Freiburg und Konſtanz, ſowie der Ober
und Bulgaren gegenüber in Mazedonien ausüben, für die
amtmann von Kehl, Holderer. Nach einer Begrüßungs
1.50 Uhr über Wien eingetroffen und kreuzte
Möglichkeit, daß es zu einem Einvernehmen der
Verbün=
anſprache des kaiſerlichen Statthalters begann der
Hul=
längere Zeit um das Schloß Schönbrunn, wo der Kaiſer
deten kommen wird, kein gutes Prognoſtikon ſtellt
digungsakt der Bauern des Hanauer Landes (Gegend von
ſich aufhält.
Kehl bis Offenburg und Bühl) vor ihrem Großherzog,
Die „Sachſen” iſt um 2 Uhr 35 Min. auf dem
eine Ovation, die in ihrer Schlichtheit und Wärme von
* Konſtantinopel, 9.
Juni. Der
Befehlshaber
Flugplatz Aſpern gelandet.
einziger Wirkung war. Sechzig Bauern, trefflich beritter
der türkiſchen Tſchataldſcha=Armee, Tſcherkes Abuk Pa
und in der kleidſamen Hanauer Tracht, ſprengten in den
ſcha, iſt abgeſetzt worden, weil er entgegen den Be=
Ring und ſtellten ſich, geführt von Bürgermeiſter
Bau=
ehlen ſeiner Vorgeſetzten mit ſeinen Truppen über Kon=
Der 19. Zeppelin
mert von Heſſelhurſt, ebenfalls zu Pferde, geſchmückt mit
ſtantinopel zurückmarſchieren wollte. Man befürchtete, daſ
*
der Amtskette und ſeinen Kriegsdekorationen, gegenüber
Mannheim, 9. Juni. Das
Militärluft=
er die Regierung ſtürzen und eine Militärdiktatur aufrich
dem Großherzog auf, vor ihnen hundert Hanauerinnen
chiff „L. Z. 15” paſſierte heute vormittag 9 Uhr in
ten wollte
in der gleichen Tracht mit der charakteriſtiſchen Flügel
ruhiger Fahrt und mäßiger Höhe die Stadt.
Letzte Nachrichten.
haube mit Samtmieder und geſtickten weißen Schürzen.
* Frankfurt a. M., 9. Juni. Das Luftſchif
London, 9. Juni. Die Friedenskonferenz
Der Bürgermeiſter ritt vor die Eſtrade und richtete an
Z. 19” iſt um 10 Uhr 45 Minuten hier eingetroffen
„L.
hat, wie Reuters Bureau erfährt, ihre Sitzungen
ſeinen Landesfürſten in freier Anſprache herzliche Hul=
und glatt gelandet.
beendet. Die Delegierten trennten ſich endgültig,
nach=
digungsworte, ihn der Treue ſeiner Hanauer und ihrer
* Frankfurt a. M., 9. Juni. Das Militärluftſchiff
dem ſie eine vom Serben Pawlowitſch vorgeſchlagene
echten deutſchen Geſinnung verſichernd. Das Hoch auf
„L. Z. 19‟ iſt immer noch vor der Halle, da ein
Reſolution in folgender Form angenommen hatten
den Großherzog fand begeiſterte Aufnahme. Der Fürſt
Wind von 7 bis 8 Metern herrſcht, kann es nicht ein=
Bei der gemeinſamen Ausführung des Artikels 7 des
dankte ſeinen Landeskindern für die Bekundung ihrer
gebracht werden.
Friedensvertrages vom 17. (30.) Mai 1913 erkannten die
Treue, verſicherte ſie ſeiner landesväterlichen Fürſorge
Delegierten der bei der Konferenz vertretenen Länder
Die Bergung in
Frankfurt a. M., 9. Juni.
und ſchloß mit einem Hoch auf den Kaiſer, den
Schirm=
daß man leichter zu einem Ergebnis kommen würde, wenn
Führer waren
der Halle erfolgte um 12 Uhr 5 Min
herrn des geſamten Vaterlandes. Dann zogen die flotte
die einzelnen Punkte durch einzelne untereinande:
Oberingenieur Dürr und Kapitän Lau.
An Bord befand
Reiterſchar und die ſchmucken badiſchen Maidle noch
ein=
abgeſchloſſene Akte vervollſtändigt würden. Infolgedeſſen
ſich die militäriſche Abnahmekommiſſion.
mal grüßend vorüber, worauf die Vorführung der
prämi=
ſei erſtens den verſchiedenen Regierungen die Sorge zu
ierten Pferde und Zuchttiere ihren Anfang nahm. Um
überlaſſen mit der Abſchließung der Akte untereinander
1 Uhr war Frühſtückstafel mit 24 Gedecken beim Grafen
einzeln vorzugehen; zweitens, am heutigen Tage die
und der Gräfin von Wedel. Heute nachmittag wird der
Sporf, Spiel und Turnen.
Konferenz zu ſchließen
Großherzog noch einmal die Ausſtellung beſuchen und
Rheinfahrt des Motorjachtklubs
Paris, 9.
Die internationale
Juni.
gegen 5 Uhr nach Karlsruhe zurückreiſen.
Finanzkonferenz beſchloß heute, die nächſte Sitz
* Biebrich a. Rh., 9 Juni. Bei dem geſtern aben!
ung am Donnerstag abzuhalten. Insbeſondere ſoll
Weinſalon des Wiesbadener Kurhauſes gegebenen
im
die Frage erörtert werden, ob die Vertreter der Balkan=
Feſtdiner dankte der Präſident des Motorjacht
Luftfahrt.
klubs. Vizeadmiral a. D. Aſchenborn, für die
Verbündeten und der Türkei beſchließende Stimmen
er=
halten ſollen.
freundliche Aufnahme durch die Stadt Wiesbaden und die
Von der Darmſtädter Fliegerſtation.
prächtige Ausſchmückung des Kurhauſes zu Ehren der
g. Geſtern führte Leutnant Caſtner mit Ober=
Gäſte. Stadtrat Kapitänleutnant a. D. Klett dankte im
Letzte Nachrichten.
Namen der Stadt und nahm die bereits mitgeteilte
Preis=
lleutnant von den Hagen auf einer Rumpler=Taube
verteilung der Schönheitskonkurrenz vor. Zur zweiten
einen Ueberlandflug von Darmſtadt nach
(Wolffs telegr. Korceſp.=Bureau.
Etappe Schierſtein-Koblenz-Bonn ſtarteten heute vor
Metz aus, wo die Flieger nach einem prächtigen Fluge
mittag 9.15 bis 11.20 Uhr ſämtliche 15 Boote ab Schier
glatt landeten. Außerdem führte Unteroffizier Ste=
Berlin, 9. Juni. Generalleutnant Heinrich von
teiner Hafen; außerdem war noch die inzwiſchen
fertig=
phan gegen Abend mit einem Unteroffizier als Paſſagier
Twardowski iſt in der vergangenen Nacht geſtorben
des Rechtsanwalts Pünter
geſtellte Jacht „Püu VI‟
einen Ueberlandflug nach Frankfurt aus, wo=
Er war 1842 in Königsberg geboren und war zuletzt Kom
München hinzugekommen, die ab Schierſtein an der Fahr
bei die Flieger in beträchtlicher Höhe Darmſtadt kreuzten
mandeur der 61. Infanteriebrigade in Straßburg i. Elſ
teilnimmt. Zuerſt ſtarteten „Selika”=Main und Pom
Sie machten am Ziel in Frankfurt über dem Euler
Der Verſtorbene war Ritter des Eiſernen Kreuzes erſter
mern”=Thorn, als letzte um 11.20 Uhr der
Rennkreuze=
flugplatz einige Runden und flogen dann nach Darmſtadt
Klaſſe.
„Annette III‟ Die Ankunft der Boote in Koblenz muſ
*
zurück. — Ferner flog Ulan Gorlt mit Sergeant Kur=
Kaſſel, 9. Juni. Die Aktiengeſellſchaft für
Feder=
bis 1.5 Uhr erfolgen; von dort aus erfolgt dann um 3.15
reck als Paſſagier. Er flog über eine Stunde auch in
ſtahlinduſtrie teilt mit, daß von dem geſtrigen Brande
Uhr der Start zur Weiterfahrt nach Bonn.
der Richtung nach Frankfurt. In Schneppenhauſen
nur die Räumlichkeiten für Korſettfeder=Fabrikation
be=
mußte eine Notlandung vorgenommen werden; nach
kur=
roffen wurden. Die Betriebseinſchränkung dürfte
nich=
zer Zeit konnten die Flieger aber wieder zum Rückfluge
länger als vier Wochen dauern. Die auswärtigen Filialen
Landwirtſchaftliches.
Leutnant
dem Darmſtädter Flugplatz aufſteigen
können für den dringendſten Bedarf herangezogen werden.
mehrere
Reinhardt machte mit einem Paſſagier
Der Schaden iſt durch Verſicherung gedeckt.
Schlachtviehmarkt Darmſtadt. Schweine
Platzflüge. — Am Samstag morgen ſtieg Leutnan
* Peſt, 9. Juni. Das Kabinett Tisza iſt
ge=
markt vom 9. Juni. Auftrieb durch Händler 107 Schweine,
Koch zum Flug nach Gießen auf, um dort wäh
betrugen die
bildet worden. Tisza hat das Präſidium, der Abge=
Bei einem Schlachtgewicht von 50 Kg.
Er machte
rend der Jubiläumsfeſtlichkeiten zu bleiben.
Preiſe für 1. Qualität, ausgeſuchte Ware, 69—72 Mark
ordnete Johann Sandor iſt Miniſter des Innern, Graf
eine Zwi
auf ſeinem Fluge in Wilhelmsdorf bei Uſingen
Serengi Ackerbauminiſter, Baron Emmerich Ghilland
Tendenz: Rege
chenlandung. Er iſt dann in Gießen glatt ge=
Miniſter des Aeußern, der bisherige gemeinſame Finanz=
M.
d
Schlachtviehmarkt Frankfurt
landet.
miniſter Baron Burian und die übrigen Miniſter des Ka=
(Amtlicher Bericht.) Die Preiſe verſteher
Juni.
vom 9.
binetts Lukacs bleiben. Der Miniſter für Kroatien iſt
ſich für 1 Zentner. Ochſen: vollfleiſchige, ausgemäſtete
noch nicht ernannt worden. Die Vorſtellung der Miniſter
Die „Sachſen”=Fahrt nach Wien
höchſten Schlachtwertes 1. im Alter von 4 bis 7 Jahren:
erfolgt am Donnerstag im Abgeordnetenhaus
Lebengewicht 51—57 Mark, Schlachtgewicht 93—98 Mark,
* Baden=Oos, 9. Juni. Das Luftſchiff „Sachſen”
unge fleiſchige, nicht ausgemäſtete und ältere ausgemäſtete
Petersburg, 9. Juni. Die Polizei hob die
Frak=
iſt heute morgen 5.30 Uhr unter der perſönlichen Führung
47—50 bzw. 85—91; mäßig genährte junge, gut genährte
tionsſitzung der Kadettenpartei während einer Rede
des Grafen Zeppelin zur Fahrt nach Wien aufge
ältere 42—45 bzw. 77—88 Mk. Bullen: vollfleiſchige, aus
des Abgeordneten Milukow auf. Die Fraktion beſchloß,
ſtiegen. An Bord befinden ſich außerdem Graf Zeppe=
81—88
gewachſene höchſten Schlachtwertes 50—53 bzw
Beſchwerde beim Miniſterpräſidenten und dem Präſiden
lin jun., Dr. Eckener, Kapitän Gluth und Fahrt=In=
Färſen
vollfleiſchige, jüngere 43—47 bzw. 74—81 Mk.
ten der Duma zu erheben
genieur Siegle
höchſter
und Kühe: vollfleiſchige, ausgemäſtete Färſen
* Waſhington, 9. Juni. Im Senat beſchloſſen die
* Stuttgart, 9. Juni. Heute früh 6.40 Uhr tra=
Schlachtwertes 50—53 bzw. 89—95, vollfleiſchige, ausge=
Führer der Demokraten eine ausgleichende Beſteuerung
en ſich hier das um 4.25 Uhr in Friedrichshafen
auf=
mäſtete Kühe höchſten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 40
von Vieh, Getreide, friſchem Fleiſch, Mehl und anderen
geſtiegene neue Luftſchiff „L. Z. 19" und der um 5.30 Uhr
bis 50 bzw. 86—89, wenig gut entwickelte Färſen 40—4=
Betreideprodukten. Dieſe Artikel werden auf die Freiliſte
in Baden=Oos aufgeſtiegene Delag=Kreuzer „Sachſen”
bzw. 77—85, ältere, ausgemäſtete Kühe und wenig gut
Erſteres war auf der Fahrt nach Frankfurt a. M.
be=
geſetzt und ſollen nur bedingungsweiſe zollfrei ſein. Der Zoll
entwickelte jüngere Kühe 41—45 bzw. 76—84, mäßig
ge=
griffen, wo es ſeine Abnahmefahrt für die
Militärver=
wvird gleich ſein dem Zoll, der auf die Ausfuhr aus den
nährte Kühe und Färſen 34—39 bzw. 68—78, gering
ge=
waltung ausführen wird, während die „Sachſen” mit
Vereinigten Staaten in dieſen Artikeln liegt und ſoll an
nährte Kühe und Färſen 25—31 bzw. 57—70 Mk. Mitt=
Graf Zeppelin an Bord auf der Fahrt nach Wien ſich
be=
ewendet werden gegen die Einfuhr der Länder, welche
lere Maſt= und beſte Saugkälber 61—66 bzw. 103—112
indet. Die Schiffe, die in ungleicher Höhe fuhren, fuhren
amerikaniſchen Artikeln ihrerſeits einen Zoll auferlegen
geringe Maſt= und gute Saugkälber 55—60 bzw. 93—102
über das Neckartal und tauſchten Signale aus. „L. Z. 19"
Mark Maſtlämmer und Maſthammel 47—48 bzw. 98 bis
war in der kurzen Zeit von 2 Stunden 20 Minuten von
HB Bad Homburg v. d. H., 9. Juni. Die Kurverwal=
100 Mk. Vollfleiſchige Schweine von 80 bis 100 Kg
Friedrichshafen gekommen und ſetzte die Fahrt nach
Nor=
tung erhielt ſoeben die offizielle Mitteilung, daß die
(160 bis 200 Pfund) Lebendgewicht 53.50—56 bzw. 70—72
den fort, während die „Sachſen” vom Schwarzwald kom
Kaiſerin Anfang Juli zu einer ſechswöchigen
vollfleiſchige Schweine unter 80 Kg. (160 Pfund)
Lebend=
mend, die Strecke Baden=Oos-Stuttgart in 1 Stunde 10
Kur hier eintrifft und im Schloß Wohnung nehmen
gewicht 53,50—56 bzw 68—71, vollfleiſchige von 100 bis
Minuten zurückgelegt hatte; ſie fuhr über dem Remstale
wird. Vorausſichlich wird auch der Kaiſer nach ſeiner
120 Kg. (200 bis 240 Pfund) Lebendgewicht 53—56 bzw
weiter. Das Wetter iſt trübe und regneriſch
Rückkehr von der Nordlandreiſe auf acht Tage zum Beſuch
69—71, vollfleiſchige von 120—150 Kg. (240 bis 300 Pfund)
Satk.,
Luftſchif
Juni.
*
Das
9.
München.
der Kaiſerin nach hier kommen
Auftrieb: Rinder
Lebendgewicht 45—56 bzw. 69—71.
„Sachſen” das ſich auf der Fahrt nach Wien befindet
Halle u. S., 9. Juni. Der zu ſieben Jahren Zucht.
251 Stück: darunter Ochſen 461, Bullen 67, Färſen und
wurde kurz vor 9 Uhr in Neuburg an der Donau geſichter
haus verurteilte Maurermeiſter Pfeiffer über
Kühe 723; Kälber 380, Schafe 110, Schweine 1988. Markt
und hat kurz darauf die Stadt in ſchneller Fahrt über=
ſe
Nummer 133.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 10. Inni 1913.
Seite 8.
reelles und ſolides, ſeit 25 Jahren bewährtes Haarpflege=
Südſee Einwendungen erheben, außer in Neuquinea und
rannte im Unterſuchungsgefängnis den
Gefängnis=
mittel, welches auf kahlen Köpfen keine Haaresfülle
hervor=
dem Bismarck=Archipel. Die deutſche Regierung wird den
wärter und ſtürzte ſich vom dritten Stock auf di
zaubern will, ſondern das erzielt, was nach dem heutiger
Ankauf deutſcher Schiffe ſeitens Japans nicht verhindern,
Straße. Er wurde lebensgefährlich verletzt.
Stande der Wiſſenſchaft von einem ernſten
Haarpflege=
es ſeien denn Hilfskreuzer der deutſchen Marine. Im
Hamburg, 9. Juni. In Wilhelmsburg brach aus
mittel überhaupt zu erwarten iſt: Stärkung und kräftige
Falle eines Krieges zwiſchen Japan und einer anderen
einem Wanderzirkus eine Löwin aus und flüchtete
Nation wird Deutſchland neutral bleiben.‟ Den Inhalt
Anregung des Haarwuchſes, Reinigung der Kopfhaut
ſich in eine Wohnung. Von dort ſprang ſie aus einem
dieſes „Dokumentes” will Graves an „Buzzing” nach Lon
Verhütung der Kopfſchuppen und des Haarausfalles.
Fenſter auf die Straße. Nach zweiſtündiger Jagd gelang
don gekabelt und ihm ſpäter eine Kopie geſchickt haben.
Nebenbei ſei bemerkt, daß dieſes Haarwaſſer außer dem
es, das Tier einzufangen, bevor ein Schaden angerichtet
„Buzzing” ſoll die Kabeladreſſe eines Herrn im Auswär
Birkenſaft noch andere wertvolle Pflanzen=Extrakte
ent=
werden konnte
tigen Amt ſein, mit dem er zu verhandeln hatte. Aber,
hält, die von der Wiſſenſchaft als notoriſch wirkſam für
Roſtock, 9. Juni. Die Studenten Frank aus
wie geſagt, die erhoffte Belohnung blieb aus. An der
die Haarpflege angeſprochen werden.
Dr. Dralle’s
Güſtrow und Strebel aus Hamburg, die am Samstag
ganzen Geſchichte iſt jedenfalls das eine wahr, daß die
Birken=Haarwaſſer hat auf 6
Weltausſtellungen eine
eine Bootsfahrt auf der See unternommen hatten, werden
britiſchen Behörden ſich von Graves haben beſchwindeln
goldene Staatsmedaille und fünf Grands Prix erworben.
vermißt. Wahrſcheinlich ſind ſie ertrunken, da das
aſſen. (L.=A.
Boot leer angetrieben wurde
Unterſeeboot=Unfall
Poſen, 9. Juni. Geſtern abend ſchoß der Guts
London, 9. Juni. Die Admiralität gibt bekannt,
beſitzer Baron Sordear an der Pforte des
Kapuziner=
daß ſich auf dem Unterſeeboot „E 5" auf dem Wege
kloſters auf eine Gruppe Mönche und verletzte
Für alle Beweise herzlicher
Teil-
von Barrow nach Portsmouth in der Nähe des Briſtol
einen der Mönche am Arm. Es gelang nur mit vielet
kanals im Maſchinenraum eine Exploſion ereignete.
nahme beim Heimgang unserer lieben
Mühe, den anſcheinend Irrſinnigen zu überwältigen
Ein Mann wurde getötet, vier ſchwer verletzt und
Bromberg, 9. Juni. Bei dem geſtrigen Rennen
Mutter, der
(12750
ſieben erlitten ſchwere Brandwunden. Das Schiff wurde
des Bromberg=Schneidemühler Reitervereins in
Karls=
ach Midford gebracht. Eine Unterſuchung iſt eingeleitet
dorf ſtürzte Leutnant Freiherr v. d. Heyden von
Frau Rechnungsrat
worden. Das Schiff iſt erſt im vorigen Jahre in Barron
dem Grenadierregiment zu Pferde Freiherr von Derfflin
gebaut worden. Einzelheiten über den Unfall ſind nicht
ger (Neumärkiſches) Nr. 3 und erlitt einen ſchweren Bruck
ekannt
des Schlüſſelbeins. Leutnant Freiherr von Lanzki von
Amalie Mann
demſelben Regiment ſtürzte gleichfalls und erlitt ein
Amtlicher Wetterbericht.
geb. Mangold
ſchwere Beinverſtauchung.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen
New=York, 9. Juni. Eine große Feuers
Von Weſten her dringt hoher Dauck gegen das Feſt
Sprechen den wärmsten Dank aus
brunſt hat geſtern nachmittag auf Long Island ein
land vor; dieſer ſtellt uns allmählich Beſſerung in Aus=
Fabrikgebäude der Columbia Paper Box Company und
icht, wenn auch immer noch Randwirbel und Weſt
das benachbarte Haus des Amerikaniſchen Drogiſtenver
Die trauernden Hinterbliebenen.
winde Bewölkung und hier und da geringen Regen
eins faſt gänzlich zerſtört. Zwanzig Feuerwehrleute
ſtürz=
verurſachen können. In Heſſen ſind geſtern verbreitete
ten mit dem Dachſtuhl in die Tiefe und wurden zum Teil
aber ganz leichte Regen gefallen. Die Temperaturen
be=
lebensgefährlich verletzt
Iinnen wieder langſam zu ſteigen.
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, den 10. Juni:
Zum Regierungsjubiläum des Kaiſers
Zeitweiſe heiter, meiſt trocken, wenig wärmer.
* New=York, 9. Juni. Die New=York Times ver
Dankſagung.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
öffentlicht eine Reihe von Artikeln anläßlich des
Kaiſer=
ubiläums, die von hervorragenden Zeitgenoſſen, wie
Für die uns beim Hinſcheiden meiner lieben
Rooſevelt, Taft, Carnegie, Herzog von Argyll, Lord Blyth
Frau, unſerer Schweſter, Schwiegertochter,
C. Albert Parker, Nicholas Butler, Bryan u. a. ſtammen.
Schwägerin und Tante
In den Artikeln wird der Kaiſer als die größte per=
(12746
ſönliche Macht zur Aufrechterhaltung des
Weltfriedens geprieſen und der gewaltige
Fortſchritt in der Entwickelung Deutſchlands auseinander=
Frau Marie Mertens
geſetzt. Staatsſekretär Bryan ſagt u. a.: Deutſchland
lie=
geb. Barban
ferte einen ſo außerordentlich wertvollen Beitrag zu der
amerikaniſchen Bevölkerung, daß das Intereſſe der Nation
Eine besonders schöne
erwieſene Teilnahme ſagen wir herzlichſten Dank.
an der kommenden Feier nur dem nachſtehe, was vom
Volke in dem eigenen Vaterlande empfunden werde.
Martin Mertens,
Braut-Ausstattung
Rooſevelt ſchreibt: Der einzige Mann außerhalb des Lan
Paul Barban
des, von dem ich Unterſtützung bei dem Zuſtandebringen
ist bei uns ausgestellt.
Veronika Barban,
Friedens von Portsmouth erhielt, war der Kaiſer.
Die New=York Tribune ſchreibt in einem Leitartikel, daß
Familie J. B. Mertens,
Becker
die Vereinigten Staaten keinen aufrichtigeren Freund
Familie Wilh. Leyerer.
hätten, als den Kaiſer und von den europäiſchen Fürſten
Leinen- und Wäschehaus
ſich keiner größere Mühe gegeben habe als er, um ſeine
Darmſtadt, Nieder=Olm, den 9. Juni 1913.
7 Wilhelminenstrasse 17.
Freundſchaft in unmittelbar fühlbarer Weiſe zu bezeigen
(12784
OlolololohololCücholotololoOololotolotololoſololc
Poincaré in Toulon.
Toulon, 7. Juni. Bei dem Empfang im Rat=
GEORG KUGEL, Architekt
hauſe, welchem die ſozialiſtiſche Minderheit des Ge
Dankſagung.
meinderates ferngeblieben war, erwiderte Poincaré
Wittmannstrasse Nr. 4, Tel. 76d
auf die Begrüßungsrede des Bürgermeiſters, er ſchätze
übernimmt das Anfertigen von Entwürfen,
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
ſich glücklich, den Patriotismus der Touloner, der nich
Bauplänen, als auch Uebernahme der Bau
erausfordernd oder aggreſſiv, ſondern bedächtig und
leitung etc. für alle Arten von Bauwerken
bei dem Hinſcheiden meiner lieben Frau, unſerer
überlegt ſei, da er den Frieden nach ſeinem vollen Wer:
Fertige Ausführung von: Villen, Landhäuser.
unvergeßlichen Mutter, Großmutter, Schweſter,
chätze, kennen zu lernen. Dieſe Geſinnung ſtimme zu
Einfamilienhäuser, Industrie-Bauten etc
Schwiegermutter und Tante
(12777
derjenigen in ganz Frankreich und zu dem tatkräftigen Stre
ohne Mehrkosten gegen den Voranschlag.
ben der Regierung, die franzöſiſche Demokratie habe
Kleine Wohnhausbauten. * Herrichten von
durch unzweideutige Handlungen die Aufrichtigkeit ihrer
Wohnungen. * Ausführung von Umbauten.
riedlichen Abſichten klargeſtellt. Die franzöſiſche Diplo
Baugelände wird jederzeit nachgewiesen. * Schnellste
Frau Marie Strauch
matie habe, ohne etwas von den Intereſſen der natio=
Ausführung gegen mässiges Honorar, auch
nalen Würde Frankreichs zu opfern, ſeit Beginn der
auswärts. * Besuch zur Besprechung jederzeit kostenlos.
geb. Affemann
B1200
Balkankriſe im Einverſtändnis mit den Freunden und
OllolſofOiokoloſofololololololololololotololololo
Verbündeten Frankreichs nützliche Arbeit geleiſtet, das
ſagen innigen Dank
Einverſtändnis der Mächte Europas vorzubereiten und
Ze
zu erhalten und zu fruchtbarer Wirkung zu bringen.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Lebhafter Beifall, Hochrufe auf Poincaré, Frankreich
und den Dreijahrdienſt.) Auch bei der Einſchiffung au
den Panzerkreuzer Jules Michelet wurde Poincaré von
2
Darmſtadt, den 9. Juni 1913.
Mebsplatz Scs Darmstadt
der Menge herzlich begrüßt
2
Toulon, 8. Juni. Nach Beendigung der
Flotten=
übungen kehrte Poincaré an Bord des „Jule=
Bläser’s
Michelet” nach Salins d’Hyéres zurück. Unterwege
(12815
wurde das Schiff von ungefähr zehn
Unterſee=
boten angegriffen, denen es allen glückte, Tor=
Dankſagung.
pedos auf das Schiff abzufeuern. Später gab Poincaré
an Bord des „Jules Michelet” ein Diner zu dreißig
Für die wohltuenden Beileidsbezeugungen,
Gedecken, woran u. a. der Kriegs= und Marineminiſte
teilnahmen
die mir anläßlich des Hinſcheidens meines innigſt=
Miaue-
Lahn
Paris, 9. Juni. Präſident Poincaré iſt geſterr
geliebten und treubeſorgten Gatten, des
nacht nach Paris zurückgekehrt.
Eisenbahnwerkmeisters
Der große Schwindel des Gegenſpions
*
London, 8. Juni. Die ſeltſame Geſchichte, die der
Herrn Friedrich Groß
Spion Dr. Armgard Karl Graves einem New=Yorker
Blatt aufgebunden hat, erregt in London großes
Auf=
in ſo überaus reichem Maße zuteil geworden ſind,
ſehen. Allem Anſchein nach iſt es Graves gelungen, auch
Aufenthalt bis 19. Daht
insbeſondere für die ehrende Vertretung am Grabe
den britiſchen Behörden etwas vorzuſchwindeln, und
die=
ſem Umſtande verdankte er ſeine Entlaſſung aus dem
eitens der Eiſenbahnvereine, die prachtvolle Kränze
Zuchthauſe in Glasgow, nachdem er erſt vier Monate vor
niederlegten, ſpreche ich Allen tiefbewegt meinen
den achtzehn, die ihm zudiktiert waren, abgeſeſſen hatte
verlängert.
innigſten Dank aus.
Schon während ſeines Prozeſſes hatte Graves verſtanden,
(12813
den Generalanwalt und andere hohe Beamte für ſich zu
Frau Friedrich Groß Witwe.
intereſſieren. Vom Gefängnis aus wußte er Perſonen,
die Einfluß in Regierungskreiſen haben, zu überzeugen,
Heute und morgen nachm.
daß er im Beſitze wichtiger politiſcher Geheimniſſe ſei, die
für England von höchſter Bedeutung ſeien, unter anderen
von 4—8 Uhr abends
eines angeblich bevorſtehenden Abkommens zwiſchen
Ja=
pan und Deutſchland. Dieſer Köder wirkte. Graves
wurde entlaſſen und mit Mitteln ausgeſtattet, um dem
Dankſagung.
Nee
deutſch=japaniſchen Geheimnis” auf den Grund zu kom
men. Der Mann ſpielte ſeine Rolle ausgezeichnet. Er
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme an
Fanrrermusstgung
ließ ſeine engliſchen Freunde wiſſen, daß er nach Bremen
dem mich durch den Tod meiner lieben Frau ſo ſchwer
gehe, um dort die Einſchiffung eines deutſchen Diplomate
Erwachsene
Kinder
betroffenen Verluſte, ſage ich hiermit Allen meinen
nach New=York abzuwarten. Am 4. Februar will er danz
dieſem deutſchen Diplomaten nach New=York gefolgt ſein
herzlichſten Dank. Insbeſondere Herrn Pfarrer
In New=York will er Wohnung in demſelben Hotel wie
Wagner für ſeine tröſtenden Worte am Grabe, den
der Diplomat genommen, und dieſem dann gelegentlich
Schweſtern der Petrusgemeinde für die liebevolle
(
das Dokument aus der Aktentaſche geſtohlen haben, in dem
die Vereinbarungen zwiſchen Japan und Deutſchland feſt=
Pflege und Behandlung während der Krankheit,
gelegt waren. Eine Abſchrift dieſes Dokumentes über
1e
10₰
meinen Schulkameraden, den „Fünfzigern” und
10₰
mittelte Graves dann der engliſchen Regierung in
der
dem Perſonal der Großwäſcherei „Viktoria” für
Hoffnung auf eine große Belohnung. Es ſcheint aber, daſ
die Perſonen, die Graves zur Freiheit verhalfen,
inzwi=
die herrlichen Kranzſpenden nebſt Geleit zur
e
ſchen erkannt hatten, daß ſie genarrt worden, und daß die
ewigen Ruhe.
(B12817
Geſchichte von dem japaniſch=deutſchen Abkommen ein gro
Aus dem Geſchäftsleben.
ßer Schwindel war, und die erhoffte Belohnung blieb aus
Ein guter Wink. Der ſchlanken Birke ſonn
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Ueber den Inhalt des von Graves gefälſchten
deutſch=
durchglühte Kraft. — Dem Haare üppige Fülle, Glanz und
ſapaniſchen Abkommens wird telegraphiert: „Deutſchland
Peter Creter.
Weichheit ſchafft. Wer ſich heutzutage auf die Such
heißt die japaniſchen Koloniſationspläne im fernen Oſten
nach einem Mittel gegen Kopfſchuppen und Haarausfall
gut und wird ſie in keiner Weiſe ſtören. Ebenſo wenig
Darmſtadt, den 9. Juni 1913.
begibt, muß ſich den bekannten Qualen der Wahl unter
wird es gegen den Erwerb von Kohlenſtationen in der
werfen. „Dr. Dralle’s Birken=Haarwaſſer” iſt ein gutes,
8
Nummer 133.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 10. Juni 1913.
Seite 9.
Gottesdienſt der iöraelitiſchen Religionsgemeinde.
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Wochenfest.
Dienstag, den 10. Juni
Statt jeder besonderen Anzeige.
Vorabendgottesdienſt 8 Uhr.
Mittwoch, den 11. Juni
Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung von dem im Bad Dürkheim
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min.
Predigt 9 Uhr
25 Min.
Abendgottesdienſt 9 Uhr 30 Min.
nach kurzer, schwerer Krankheit erfolgten Hinscheiden meines lieben Mannes.
Donnerstag, den 12. Juni:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min.
unseres treubesorgten Vaters, Bruders und Schwiegersohnes
Feſtesſchluß 9 Uhr 30 Min
Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen Religiens=
Herrn Jakob Wahl
geſellſchaft.
Schowuaus-Fest.
Mittwoch, den 11. Juni:
Ingenieur und Betriebsleiter.
Vorabend 8 Uhr. Morgens. 7 Uhr 30 Min. Nachmittags
Uhr. Abends 9 Uhr 35 Min.
Neviges, Darmstadt, den 9. Juni 1913.
Donnerstag, den 12. Juni:
Morgens 7 Uhr 30 Min. Nachmittags 5 Uhr. Feſtes=
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
ausgang 9 Uhr 35 Min.
Samstag, den 14. Juni:
Vorabend 7 Uhr 45 Min. Morgens 7 Uhr 30 Min
Frau Wilhelmine Wahl geb. Karp.
Nachmittags 5 Uhr. Sabbatausgang 9 Uhr 35 Min.
Wochengottesdienſt von Sonntag, den 15. Juni,
an:
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 12. Juni, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle
Morgens 6 Uhr. Nachmittags 7 Uhr 15 Min.
des Darmstädter Friedhofes aus, statt.
(12901
Tageskalender.
4
Konzerte: Saalbau um 8 Uhr. — Hugenſchütz’ Felſen
keller um 8 Uhr
— Bürger=
— Schützenhof um 8 Uhr.
keller um 8 Uhr
ilder vom Tage. (Auslage: Expedition,
Rhein=
ſtraße 23.) Die Richard Wagner=Büſte in der
Wal=
halla bei Regensburg (Blick in die Halle während der
Feierlichkeiten bei der Aufſtellung der Büſte); von der
Frühjahrsparade auf dem Tempelhofer Felde bei Ber=
(6,
lin; Baronin Berta v. Suttner (zur Feier ihres 70
Ce
Geburstages); zur Erſtaufführung von Gerhart
Haupt=
manns Jahrhundertfeſtſpiel in Breslau.
Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige
Verſteigerungskalender.
Unterfertigter C. C. erfüllt hiermit die
Pflicht, i. I. A. H. A. H. u. I. A. I. A. von
Mittwoch, den 11. Juni.
traurige Pflicht, ſeine lieben A. H. A. H. und
dem Ableben ihres lieben A. H.
(12309
Wendel Barth
Hofreite=Verſteigerung der
ja. Cb. ja. Cb. von dem am Samstag, den
Witwe (Fuhrmannſtraße 18) um 10 Uhr auf dem Orts=
4
gericht I.
7. Juni, erfolgten Ableben ſeines lieben A. H.
Dr. Max Bittrien
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um
Uhr
11
a.o. Profeſſor an der Univerſität Heidelberg
Rundeturmſtraße 16.
geziemend in Kenntnis zu ſetzen.
Jakob Wahl
Ausſtellung zur Erimerung an die Zeit vor 100
ge=
Jahren im Gewerbemuſeum (Neckarſtraße 3), täglich
(rec. 1892)
öffnet von 11—1 Uhr und von 3—5 Uhr, mit Ausnahme
Die Verbindung
der Sonntagnachmittage.
geziemend in Kenntnis zu ſetzen.
(12816
Nh
Karlsruhenſia=Heidelberg.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
J. A.:
Der C. C. der Hassia.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
WERNER Z.
J. A.: R. Schuster, p. X-
Reich und Ausland: i. V.: Max Streeſe; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
M
M
aus der Geſchäftswelt: Hans Heitz, ſämtlich in Dermſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
Patentſchriften=Auslegeſtelle in der Gewerbe=
Beſſung
ger Bücherhalle (Beſſungerſtraße 48).
Unent=
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Bibliothek, Neckarſtr. 3. Zeit der Benutzung: an allen
Verleihung von Büchern an jedermann.
Ge=
geltliche
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
Wochentagen von 10—12½ u. 3—5½ Uhr (
Samstag=
öffnet:
Dienstag, Donnerstag und Samstag abends
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
Mittag ausgenommen).
—9 Uhr.
von 7½
zurückgeſandt.
Mmen
Beſſeres Mädchen, das nähen,
Ordentl. Mädchen mit guten
Uere
ver=
bügeln u.
bürgerlich kochen
Zeugniſſen per 1. Juli geſ. Näh.
Wir ſuchen zum baldigen Eintritt gewandte jüngere
ſteht, ſucht
Stellung zum 1.
Jul
(*15013
Wittmannſtraße 5
Weiblich
als Stütze
oder beſſeres Haus=
Verkäuferin
er=
mädchen.
Familienanſchluß
Mädchen
Gosesessseesosseseesee
aus der Branche und ein
wünſcht. Off. u. O. 8 Exp. (*15040
(12789
das kochen kann und Hausarbeit
§ Junge Dame
Mädchen vom Lande
übernimmt, tagsüber geſucht.
9jähr.
Lehrmädchen
ſucht Stelle f. tagsüber
21
Näheres Pankratiusſtraße
3.
mit guter Schulbildung, jahre=
15089)
Wienersſtr. 62, Hths.
e
(Laden).
(*15071
aus achtbarer Familie gegen ſofortige Vergütung.
lang an einer Bank tätig, perf.
Jung. Mädch., welch. Liebe zu
8,
in Maſchinenſchreiben u. ſonſt.
Schuhwarenhaus
Kindern hat, ſ. für nachm. Stellung=
Kontorarbeiten, hauptſächlich
Sauv. Laumau
4
in gutem Hauſe
Lauteſchläger=
ſtatiſtiſchen Darſtellungen,
für Montags, Mittwochs und
ſtraße 46, Vorderh. part. (*1503:
Conrad Tack
auch bew. in Stenographie,
& Cie., G. u. b. I.
Freitags v. 8—11 Uhr geſ. (*15073
ſucht zum 1. Auguſt ds. Js.,
ſ. St.
Geſundes Landmädch.
Hochſtraße 45, part.
event. auch früher, anderweit
als Amme. Frau Minna Dingeldein
Jüngeres Mädchen für kleinen
Stellung. Gefl. Offert. unt.
in nur gute u. beſſ. Häuſ.
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Haush. tagsüber geſucht. Viktoria=
Sulcht perf. u. bürg. Köch., beſſ.
O. 12 an die Exp. (*15059id
Verhadteri
Ang.
Eliſabethenſtr. 5, Tel. 531. (*15090
ſtraße 66, 1. Stock.
(*14985
Hausmädch. u. Alleinmädch., welche
Ssoseesgesssesscesese
of. geſ. Schubkegel, Lndwigspl. (*15048
Tüchtiges erſtes Hausmädch.,
Einfache Haushälterin zu einem
koch. könn., für einz. Damen u. kl
welch. perf. ſchneid. u. büg. kant
Herrn auf das Land in der Nähe
Familien Gertrude Hartmann, 9
Fräukein
auch in Hausarb. gut erf., ſ. S
Darmſtadts geſucht. Emma Frank,
werbsmäßige Stellenvermittlerin
Arbeiterinnen
zum 1. Juli hier oder auswärts,
perfekt im Nähen, ſucht angenehme
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Nieder=Ramſtädterſtr. 31. (*15084
auf Bluſen und Röcke ſofor
Stelle zu Kindern, wenn möglich
mehr. Mädch., ged. u. nicht ged., in
Karlſtraße 31.
*14986
Fuche i. kl. beſſ. Haush. beſſ.
Haus=
geſucht
*15024im
Hausarb. nicht unerf., auch Liebe
Familienanſchl. Off. an M. Huche
Junges tüchtiges Mädchen zum
mädch., nicht u. 20 J., für ſof. od.
zu Kind. h., ſ. paſſ. St. d. Frau Gertr.
Bad Kreuznach, Salinenſtr. 47. (*15067
Bluſenhaus W. Schnell
1. Juli tagsüber geſucht. Zu er=
15. Juni. Frau Gertrude Hartmann
Hartmann, gewerbsmäßige Stellen
Kirchſtr. 19.
fragen in der Expedition. (*14974ic
15024im
Erfahrene, durchaus zuverläſſige
gewerbsmässige Stellenvermittlerin,
Nie=
vermittlerin, Nieder=Ramſtädter=
Reinliche
der=Ramſtädterſtr. 31. (12810imd
Pflegerin
(*15083
ſtraße 31.
Madchen
Arbeiterinnen geſucht,
Konfekt
junge
Stellen finden: Köch., Hausm.,
Eine tüchtige Frau nimmt noch
empfiehlt ſich in Krankenpflege,
(*14937oi
Luiſenſtr. 30.
u. Burſchen, im Alter v. 14—16 Jahr.
Alleinmädch., welche koch. kön., zu
Stellen im Waſchen u. Putzen an
übernimmt auch gerne etwas
Haus=
per ſofort für dauernd geſucht. Näh.
Me e
Mee e
2 u. 3 Perſ. für ſofort u. 1. Juli.
erbacherſtr. 45, 1. Stock. (*15078
arbeit dabei, event. auch nur Nacht=
Wehner & Fahr, Schokoladen=
Frau Minna Dingeldein,
gewerbs=
wachen Kirchſtr. 1, Seitenb. (*15015
Mädchen, d. 3 Jahrein Lederw. Holzhof=Allee 1. (12755imd
mäßige Stellenvermittlerin, Eliſa=
Frauiein,
Fabr. als Packerin tätig war, ſucht
ſelbſt., tücht.
bethenſtr. 5, Tel. 531.
(*15092
hier ähnl. Stelle. Off. unt. O. 15
Schneiderin
empf. ſich in
welches ſich zur Direetrie=
Unabhängige, reinliche
an die Expedition ds. Bl. (*15080
u. außer dem Hauſe. Karte gen.
ausbilden möchte, findet gute
Männlich
Kaupſtr. 37, III., Ecke Riegerpl. (*
Lehrſtelle b. Becker, Leinen=
Frau
Männlich
u. Wäſchehaus, Wilhelminen=
Wer ſucht
(12785im
zum Reinigen von Kontor,
ſtraße 17.
Erstklassige Modistin
75
Möbelbranche.
Selbstandigkeit?
Wohn= u. Aufenth.=Räumen
empf. ſich i. all. vorkom. Putzarbeiten
zum alsbaldigen Eintritt ge
Geſchäftsgewandter Kaufmann,
Zwecks Entlaſtung der Stamm
Fürs Putzfach ein Lehrmädchen
Billige Preiſe. Schulſtr. 9, II. (12464a
Brauerei Rummel. (1373s
33 J., mit d. Branche u. Fabrikation
firma wird int. Herr geſucht, wel
geſucht Ernſt=Ludwigſtr. 7. 12655a
Tüchtige Flickerin hat noch Tage
vollſtändig vertraut, ſucht ſofort
cher Agenten anſtell. und leiten kann.
Suche Mädchen mit gut. Zeugn.
(*14947oi
frei Waldſtr. 3, II. I.
Engagement auf Büro od. Reiſe.
Vornehmer Artikel. Branchekennt=
(*15019
in verſch. gute Stellen, Mädchen,
Gütige Offerten erbeten unter
Alleinmädchen geſ. im
niſſe nicht nötig. Kapital 500—
welches kochen kann, zu 2 Leuten
Junge Frau
O. 16 an die Exped.
1000 Mark bar erforderlich, Kredit
(*15095
das ſelbſtändig kochen kann, für
Frau Berta Neßling,
Ludwig=
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(1638a
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
Nt 67.
Dienstag,
10. Zun.
1913.
m
Mce
Bekanntmachung.
7. Hausburſchen und ſonſtiges männliches Perſonal . . . . . .
„
3
Betreffend: Errichtung elektriſcher Anlagen für drahtloſe Telegraphie.
8. Sonſtiges weibliches Perſonal
,
Neuerdings iſt in verſchiedenen Fällen feſtgeſtellt worden, daß elektriſche An=
9. Aushilfen
.0.20 „
1
.... „
lagen für drahtloſe Telegraphie ohne die nach dem Geſetz über das Telegraphenweſen
IV.
des Deutſchen Reichs vom 6. April 1892 (R. G. Bl. S. 467) und der Novelle vom
Krankenwärter und Ammen:
7. März 1908 (R. G. Bl. S. 79) erforderliche Genehmigung des Reichs errichtet und
1. Krankenwärter:
a) für 1 Monat und länger
5 Mk.
in Betrieb genommen worden ſind.
Durch die eigenmächtige Errichtung ſolcher
b) für 14 Tage bis zu 1 Monat
„
*12
2
,
Privatanlagen können wichtige Intereſſen der Landesverteidigung gefährdet und
c)
für kürzere Zeit als 14 Tage
*
,
außerdem kann die Ausnutzung der drahtloſen Telegraphie für den allgemeinen
2. Ammen
1
,
öffentlichen Verkehr behindert werden. Es iſt daher notwendig, daß derartigen Ver=
Haben beide
Teile die Tätigkeit des Stellenvermittlers in Anſpruch genommen,
gehen gegen das Telegraphengeſetz entgegengewirkt wird. Soweit es ſich um bereits
ſo iſt die Gebühr je
zur Hälfte von dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer zu zahlen;
feſtgeſtellte Fälle handelt, wird das Erforderliche durch Einleitung des Strafverfahrens
eine entgegenſtehende Vereinbarung zu Ungunſten des Arbeitnehmers iſt nichtig.
und durch Beſeitigung der Anlagen geſchehen. Ein weiteres vorbeugendes Mitel
Eine Gebühr darf nur erhoben werden, wenn der Vertrag infolge der Tätigkeit
wird aber in der Bekanntmachung der geſetzlichen Beſtimmungen zu erblicken ſein,
des Vermittlers zuſtande kommt.
(12739id
da die Kenntnis des Verbots der unbefugten Erichtung von Funkentelegraphen=
Darmſtadt,
den 28. September 1910.
anlagen und beſonders die Kenntnis der ſtrafrechtlichen Folgen des Vergehens noch
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
nicht genügend verbreitet zu ſein ſcheint.
Fey.
Mit Rückſicht hierauf bringen wir hierdurch die 88
1. 3, 9 und 11 des
Tele=
graphengeſetzes vom 6. April 1892 und die Novelle vom 7. März 1908 zur allgemeinen
Bekanntmachung.
Kenntnis.
Die Firma Konrad
Appel zu Darmſtadt hat die Aenderung an ihrem An=
Darmſtadt, den 9. Juni 1913.
ſchlußgleis fertiggeſtellt.
Der Plan über die Aenderung liegt in der Zeit von
Großherzogliches
Kreisamt Darmſtadt.
Mittwoch, den 11. Juni
bis Mittwoch, den 18. Jnni einſchließlich, auf Großh.
Fey.
Polizeiamt zur Einſicht offen. Einwendungen hinſichtlich der planmäßigen
Aus=
führung der Aenderung ſind innerhalb dieſer Friſt bei Meidung des Ausſchluſſes
bei Großh. Polizeiamt Darmſtadt vorzubringen.
(12770
§ 1.
Darmſtadt, den 6. Juni 1913.
Das Recht, Telegraphenanlagen für die Vermittelung von Nachrichten zu
er=
richten und zu betreiben, ſteht ausſchließlich dem Reich zu. Unter Telegraphenanlagen
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
ſind die Fernſprechanlagen mit begriffen.
J. V.: Dr. Reinhart.
§ 3.
Ohne Genehmigung des Reichs können errichtet und betrieben werden:
Bekanntmachung.
Telegraphenanlagen, welche ausſchließlich dem inneren Dienſte von Landes=
Betreffend: Das Aushebungsgeſchäft im Kreiſe Darmſtadt für 1913.
oder Kommunalbehörden, Deichkorporationen, Siel= und Entwäſſerungs=
Es wird hierdurch zur Kenntnis der Beteiligten gebracht, daß nach Anordnung,
verbänden gewidmet ſind:
der Großherzoglichen Ober=Erſatz=Kommiſſion im II. Bezirk der 49. Infanterie=Brigad
2.
Telegraphenanlagen, welche von Transportanſtalten auf ihren Linien
aus=
das Aushebungsgeſchäft (Generalmuſterung) im Kreiſe Darmſtadt vom 14. bis
ſchließlich zu Zwecken ihres Betriebes oder für die Vermittelung von Nach=
26. Juni 1. Js. im Hauſe der Turngemeinde, Woogsplatz 5, hier, ſtattfinden wird.
richten innerhalb der bisherigen Grenzen benutzt werden.
Es haben zu erſcheinen:
Telegraphenanlagen
I. Samstag, den 14. Jnni 1913, vormittags 7½ Uhr:
30)
innerhalb der Grenzen eines Grundſtücks,
Die als dauernd untauglich bezeichneten Militärpflichtigen, ſoweit denſelben.
b)
zwiſchen mehreren einem Beſitzer gehörigen oder zu einem Betriebe ver=
Ladung
zugegangen iſt.
einigten Grundſtücken, deren keines von dem anderen über 25 Kilometer
2. Die zum Landſturm I. Aufgebots vorgeſchlagenen Militärpflichtigen.
in der Luftlinie entfernt iſt, wenn dieſe Anlagen ausſchließlich für den der Be=
II. Dienstag, den 17. Juni 1913, vormittags 7½
Uhr:
nutzung der Grundſtücke entſprechenden unentgeltlichen Verkehr beſtimmt ſind.
1. Ferner die zum Landſturm I. Aufgebots vorgeſchlagenen Militärpflichtigen.
2. Die zur Erſatz=Reſerve vorgeſchlagenen Militärpflichtigen.
Mit Geldſtrafe bis zu eintauſendfünfhundert Mark oder mit Haft oder mit
§ 7
Uhr:
III. Mittwoch, den 18. Juni 1913, vormittags
Gefängnis bis zu ſechs Monaten wird beſtraft, wer vorſätzlich entgegen den Beſtim=
Ferner die zur Erſatz=Reſerve vorgeſchlagenen Militärpflichtigen.
mungen dieſes Geſetzes eine Telegraphenanlage errichtet oder betreibt.
IV. Donnerstag, den 19. Inni 1913, vormittags 71
Uhr:
11.
Die von den Truppenteilen bei der Meldung zum Dienſtantritt als untauglich
Die unbefugt errichteten oder betriebenen Anlagen ſind außer Betrieb zu ſetzen
abgewieſenen Militärpflichtigen, welche Berechtigung zum
einjährig=freiwilligen
oder zu beſeitigen. Den Antrag auf Einleitung des hierzu nach Maßgabe der Landes=
Dienſt beſitzen.
geſetzgebung erforderlichen Zwangsverfahrens ſtellt der Reichskanzler, oder die vom
Uhr:
V. Freitag, den 20. Juni 1913, vormittags 7½
Reichskanzler dazu ermächtigten Behörden.
Die für brauchbar erklärten Leute des Jahrgangs 1911
(1891)
Der Rechtsweg bleibt vorbehalten.
(12778
71
Uhr:
VI. Samstag, den 21. Juni 1913, vormittags
Ferner die für brauchbar erklärten Leute des Jahrgangs
1911 (1891).
Bekanntmachung.
Uhr:
VII. Montag, den 23. Jnni 1913, vormittags 7½
Unter Hinweis auf § 12 Ziffer 4 des Stellenvermittlergeſetzes vom 2. Juni
Ferner die für brauchbar erklärten Leute a) des Jahrgangs 1911 (1891), b) des
1910, wonach ein Stellenvermittler, der die amtlich feſtgeſetzte Taxe überſchreitet oder
Jahrgangs 1912 (1892).
ſich außer den tagmäßigen Gebühren Vergütungen anderer Art von dem Arbeitnehmer
VIII. Dienstag, den 24. Juni 1913, vormittags 7½ Uhr:
oder dem Arbeitgeber gewähren oder verſprechen läßt, mit Geldſtrafe bis zu 600 Mk.
Ferner die für brauchbar erklärten Leute a) des Jahrgangs 1912 (1892), b) des
oder mit Haft beſtraft wird, bringen wir nachſtehend den ſeit dem 1. Oktober 1910 in
1913 (1893).
Jahrgangs
Geltung befindlichen Gebührentarif für gewerbsmäßige Stellenvermittler im Kreiſe
7½ Uhr:
IX. Mittwoch, den 25. Juni 1913, vormittags
Darmſtadt wiederholt zur Kenntnisnahme.
Ferner die für brauchbar erklärten Leute des Jahrgangs
913 (1893).
Darmſtadt, den 10. Juni 1913.
X. Donnerstag, den 26. Juni 1913, vormittags
½ Uhr:
1913 (1893).
Ferner die für brauchbar erklärten Leute des Jahrgangs
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Im übrigen wird auf die jedem Militärpflichtigen beſonders zugegangene
Fey.
a verwieſen.
Ladung
Alle Militärpflichtigen ꝛc. haben pünktlich zu den angegebenen Zeiten zu erſcheinen
Gebührentarif
und ihre Loſungsſcheine, bezw. ſonſtige Militärpapiere vorzulegen.
für gewerbsmäßige Stellenvermittler im Kreiſe Darmſtadt,
Diejenigen, welche ohne genügenden Entſchuldigungsgrund ſich vor der
Ober=
gültig vom 1. Oktober 1910 ab,
Erſatz=Kommiſſion nicht ſtellen oder zu ſpät kommen, werden mit Geldſtrafe bis zu
feſtgeſetzt nach Anhörung des Trägers des öffentlichen Arbeitsnachweiſes, der Vertreter
30 Mark oder Haft bis zu 3 Tagen beſtraft. Auch können dieſelben unter Umſtänden
der Stellenvermittler, der Arbeitgeber und Arbeitnehmer:
„vorweg” oder als „unſichere Dienſtpflichtige” ſofort eingeſtellt werden.
Die von der Erſatz=Kommiſſion wegen zeitiger Untauglichkeit „Zurückgeſtellten”
Gewerbliche und landwirtſchaftliche Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter,
vor der Ober=Erſatz=Kommiſſion nicht zu erſcheinen.
haben
(ſoweit nicht unter II und III gehörig):
Schließlich wird noch darauf hingewieſen, daß alle diejenigen Angehörigen von
1. bei Monatslohn bis 15 Mk. und freier Station oder bei Monatslohn bis 60 Mk.
2 Mk.
Militärpflichtigen, welche auf Grund ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältniſſe
über 15—25
über 60—70
,
3 „
,
die Befreiung ihrer Söhne vom Militärdienſt in Antrag gebracht haben, ſich der Ober=
70—85
25—40
5
,
4 „
„
,
„
,
„
,
Erſatz=Kommiſſion an den Tagen vorzuſtellen haben, an welchen ihre Söhne bei der
40
85
5 „
,
,
,
„
4 .
,
Aushebung erſcheinen.
,
II.
Darmſtadt, den 3. Juni 1913.
Perſonal im Haushalt:
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
bis 15 Mk. und freier Station
2 Mk.
1. bei Monatslohn
Dr. Reinhart, Reg.=Rat.
(12560sid
von über 15 Mk. bis 25 Mk. und freier Station
2.
40
25
Darmſtadt, den 29. Mai 1913.
,
;
3. „
40
)„ und freier Station
Betreffend: Das Aushebungsgeſchäft für 1913, hier Zugänge Militärpflichtiger.
5
5. Aushilfsperſonal (Servier=, Lauf=, Putz=, Koch=, Waſchfrauen,
Näherinnen,
Fiulverſteudt der Erſaſtanuſen Darnſicht
Der
0.20 „
Büglerinnen uſw.) für jeden Vermittlungsfall
an die Großherzogl. Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
III.
Sofern ſeit der Muſterung des laufenden Jahres ſich Militärpflichtige bei Ihnen
Perſonal im Gaſtwirtsgewerbe:
Mk.
angemeldet haben ſollten, welche ſich in einem anderen Aushebungsbezirk zur
1. Oberkellner, Küchenchefs und Hotelportiers
diesjährigen Mnſterung geſtellt haben und Anzeige hierüber von Ihnen noch nicht
7
2. Köche und Köchinnen
,
1
erſtattet worden iſt, ſehe ich Ihrem ſofortigen Bericht hierüber, für jeden Mann
,
3. Kellner
getrennt und unter Vorlage des Loſungsſcheins desſelben, entgegen.
Zäpfer.
4. Büffetiers, Büffetdamen und
Dr. Reinhart, Reg.=Rat.
(12227isi
4 „
5. Hoteldiener
Entzündungen oder die natürlichen Pocken herrſchen, dürfen
Jederzeit Dünger und
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Impflinge zum allgemeinen Termin nicht gebracht werden.
in Einzelfuhren abzugeben.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
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Die Kinder müſſen zum Impftermin mit rein gewaſchenem
6 Mk.
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
Körper
und mit reinen Kleidern gebracht werden.
Zweiſpännerfuhre 10 Mk.
finden ſich: 1 Däniſche Dogge, 1 Spitzhund, 1 Pinſcher, 1 Dachshund,
,
Darmſtadt, den 19. Mai 1913.
(11375a
pro Faß Pfuhl . . . 20 Pfg.
1 Dobermann. 1 junger Jagdhund (zugelaufen). Die Hunde können
12546a)
von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden.
Schlachthof.
Der Oberbürgermeiſter.
Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
J. V.: Mueller.
(12771
Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Konkursverfahren.
Die Arbeiten über Verbeſſerungsmaßnahmen an den Kavallerie=
2
Das Konkursverfahren über den
Ständen VII, VIIIa und VIII, ſowie an den Geſchoßfängen
Oeffentliche Impfung.
Nachlaß des Steuerſekretärs Jo=
und den Anzeigerdeckungen ſollen in einem Los öffentlich vergeben
Mittwoch, den 21. I. Mts., und die folgenden Mittwoche,
hann Peter Clemens zu
Darm=
werden. Die Zeichnungen und Bedingungen liegen im
Geſchäfts=
ſolange Bedürfnis, von 5—6 Uhr nachmittags unentgeltliche
Impf=
ſtadt iſt eingeſtellt worden, da eine
zimmer des Militär=Bauamtes Darmſtadt, Riedeſelſtr. 60, II.,
wäh=
termine im Schulhaus an der Rundeturmſtraße für im Voriahr
den Koſten des Verfahrens
ent=
rend der Dienſtſtunden vormittags von 8½ bis 12½ und nachmittags
geborene, ſowie für ältere, mit der Impfung im Rückſtande
verblie=
ſprechende Maſſe nicht
vorhan=
von 3 bis 6 Uhr offen und können daſelbſt die
Verdingungsunter=
den iſt.
bene Kinder.
(12769
lagen zum Preiſe von Mk. 1.60 gegen poſt= und beſtellgeldfreie Ein=
Nachſchau jeweils acht Tage ſpäter, bei Meidung der geſetz=
Darmſtadt, 4. Juni 1913.
ſendung des Betrages bezogen werden.
lichen Strafe. Kinder, die in dieſen Terminen nicht geimpft werden,
Der Gerichtsſchreiber
Die ausgefüllten Angebote nebſt den vorgeſchriebenen Proben
ſind bis zum Jahresſchluß auf Koſten der Eltern impfen zu laſſen,
Großherzoglichen Amtsgerichts I.
ſind verſiegelt mit entſprechender Aufſchrift verſehen bis zum 19. Jnni
andernfalls im Januar k. Js. die Nachholung der Impfung binnen
ig
1913, vormittags 10 Uhr, an das vorgenannte Geſchäftszimmer
kürzeſter Friſt unter Strafandrohung angeordnet wird.
Billiges Hühnerfutter
poſt= und beſtellgeldfrei einzuſenden, zu welchem Zeitpunkt die Eröff=
Außer den Pflichtigen werden in den Terminen auch
Erwach=
nung erfolgt.
Weizen= u. Gerſtenabfall,
ge=
ſene auf ihren Wunſch und Kinder, die erſt im laufenden Jahre
t 28
Tage.
(IV, 12736,70
miſcht, 150 Pfd. zu 10 Mk. m. Sack,
Die Zuſchlagsfriſt beträgt
geboren ſind, auf Wunſch ihrer Vertreter geimpft.
Militär=Bauamt Darmſtadt.
verſendet gegen Nachn. (IV,8326,68
In der Regel werden in jedem Termin nicht mehr als
Rheinisch-Westfälisch.
Geflügelfutter-
umg
i
Hoch=
50 Impfungen vorgenommen.
Mereneſt. e rer
Versand Neuß a. Rhein.
feines Ptanino
Kinder, deren Zurückſtellung von der Impfung wegen
Kränk=
wie neu, für 10—12 Jahre,
kreuzſaitig, wird unter 6jähriger
Geinrichſtraße 103 parterre ſind
lichkeit beanſprucht wird, können gleichfalls in den Terminen dem
braune Herzſtiefel billig zu verk.
H
Garantie billig abgegeben.
Teil=
mehrere eichne Waſchbütten
Impfarzt vorgeſtellt werden.
rafenſtraße 35. part.
15007)
(*15030ii
zahlungen geſtattet.
zu verkaufen.
(*14845soi
Wegen der Wiederimpfung der Schulkinder wird beſondere
1
Nieder=Ramſtädterſtraße 31, I., r.
enſchrant, die Mat=
Dollwände, eig. Fabr., billigſt
Benachrichtigung an die Schulvorſteher erfolgen.
K maſchine billg abzugeben
Rol. Stegtiſch bill. zu verkauf.
G. Gehbauer (12634a
Aus einem Hauſe, in dem anſteckende Krankheiten, wie Schar=
(*15050id
Liebigſtr. 15, part.
*15047)
Dieburgerſtr. 52, part.
Nieder=Ramſtädterſtr. 69, Tel. 1372.
lach, Maſern, Diphtherie, Croup, Keuchhuſten, Flecktyphus, roſen=
Nummer 133.
Juni 1913.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 10.
Seite 12.
ach der Satzung der Darmſtädter Voltsbank=Stiſtung ſollen
deren jährliche Erträgniſſe dazu verwendet werden, befähigten
4 Nichenlche
Mark 50 Milionen
ſelbſtändigen Darmſtädter Bauhandwerkern ein Reiſeſtipendium oder
eine Beihilfe zur Teilnahme an einem Meiſterkurſus oder eine
175 Millionen 4/ Preußiſche Staatsanleihe
Mark
Beihilfe zur Beſchickung einer gewerblichen Ausſtellung zu
unkündbar bis 1. April 1935
gewähren.
liegen zur öffentlichen Zeichnung auf bis
Wir laden hiermit die Darmſtädter Bauhandwerker ein, ſich
Donnerstag, den 12. Jnni d. J., mittags 1 Uhr.
bis ſpäteſtens 23. Juni um die für das Jahr 1913 zu vergebende
Der Zeichnungspreis beträgt:
Spende zu bewerben. Geſuche ſind an den Vorſtand unſerer
Ge=
unter
a) für diejenigen Stücke, die unter Sperrung bis 15. April 1914 in das
noſſenſchaft zu richten. Die Entſcheidung hierüber ſteht einem Kura=
Verrechnung
Reichs= oder Staatsſchuldbuch einzutragen ſind, 97,70 Mk. für je 100 Mk.
torium zu, das ſich aus Mitgliedern verſchiedener dem Baugewerbe
von 4% Stück=
Nennwert;
(12780a
naheſtehender Körperſchaften zuſammenſetzt.
zinſen.
b) für alle übrigen Stücke 97,90 Mark für je 100 Mark Nennwert
Darmſtadt, den 9. Juni 1913.
ab jederzeit voll
Die Zeichner können die ihnen zugeteilten Anleihebeträge vom 24. Juni d.
J.
Darmſtädter Volksbank
bezahlen, ſie ſind jedoch verpflichtet:
(IV,12766,70
5% des zugeteilten Betrages
am 24. Juni d. J
eingetragene Genoſſenſchaft mit beſchräukter Haftpflicht.
J.
Juli d.
29.
ſpäteſtens am
30₰
„
28. Auguſt d. J.
,
„
,
19. September d. J.
zu bezahlen. Zeichnungsbeträge bis 3000 Mark einſchließlich ſind am 24. Juni d. J. ungeteilt zu
Verſteigerungs-Anzeige.
berichtigen. Die Abnahme muß an derſelben Stelle erfolgen, welche die Zeichnung angenommen hat.
Die näheren Bedingungen, ſowie Zeichnungsſcheine ſind erhältlich bei den Zeichnungsſtellen
Mittwoch, den 11. Juni 1913, vorm. 11 Uhr,
Dem Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere, der Königlichen Seehandlungs=Haupt=
Pfandlokal Rundeturmſtraße 16 (Reſtauration „zur
werden
im
Faſſe und der Preußiſchen Zentral=Genoſſenſchaftskaſſe, bei allen Reichsbank=Hauptſtellen,
Reichs=
dahier verſchiedene Möbel als:
Roſenhöhe
bankſtellen und den Reichsbank=Nebenſtellen mit Kaſſeneinrichtung, bei der Königlichen Haupt=
Kleiderſchränke, Sofas, Diwans, Tiſche, Vertikos,
bank in Nürnberg und ihren ſämtlichen Zweiganſtalten, ſowie bei den nachſtehenden Stellen:
1 Ruhe=
Trumeauxſpiegel, Spiegelſchränke, Schreibtiſche,
in
Berlin: Bank für Handel und
Hannover: Hannoverſche Bank.
in
Chemnitz: Chemnitzer Bank
in
bett, Pianinos, 1 Kredenz, 1 Standuhr, 1 Regulator, Nacht=
Ephraim Meyer & Sohn.
Induſtrie. — Berliner Handels=
Verein.
ſchränkchen, Bilder, 1 Galerieſchrank, 1 Büfett, ferner 1 Waren=
Karlsruhe: Veit L. Homburger.
Geſellſchaft. — S. Bleichröder
Coblenz: Mittelrheiniſche Bank.
ſchrank, Schreibmaſchinen, Herren=Anzüge, Ueberzieher,
Straus & Co
Commerz= und Disconto=
Cöln: Deichmann & Co. — A.
1 Landauer, 1 Break, 1 Schlitten, 1 Häckſelmaſchine
Königsberg i. Pr.: Nord=
Bank. — Delbrück Schickler &
Levy.
Sal. Oppenheim jr.
1
Handwagen, Bohrmaſchinen, Schraubſtöcke, 1 Stanze,
deutſche Creditanſtalt.
Co. — Deutſche Bank.
— Direc=
& Co.
-
J. H. Stein.
Eiſenſcheere und 2 Amboſſe
Leipzig: Allgemeine Deutſche
tion der Disconto=Geſellſchaft.
Dresden: Gebr. Arnhold.
durch den
(12800
Unterzeichneten zwangsweiſe verſteigert.
— Hammer &
Dresdner Bank.
Philipp Elimeyer
Treditanſtalt.
Hardy
Elberfeld: Bergiſch=Märkiſche
Schmidt
& Co., Geſ. mit beſchränkter
Berbert, Großh. Gerichtsvolzieher
Haftung. — F. W. Krauſe & Co.
Ludwigshafen (Rh.): Pfälz.
Bank. — von der Heydt=Kerſten
in Darmſtadt, Georgenſtraße 11, I.
Bankgeſchäft. — Mendelsſohn
Bank.
& Söhne
Magdeburger
Eſſen: Eſſener Kreditanſtalt.
Magdeburg:
& Co. — Mitteldeutſche Credit=
-
-
-
Mitteldeutſche
Nationalbank für
Bankverein.
bank.
Rheiniſche Bank.
Simon
Hirſchland.
Deutſchland.
A. Schaaff=
Privat=Bank=Aktiengeſellſchaft.
Großer
Möbel=Verkauf
freihändiger
hauſen’ſcher Bankverein. — Ge=
Frankfurt a. M.: Deutſche
F. A. Neubauer.
Effekten= und Wechſelbank.
brüder Schickler.
Mannheim: Rheiniſche
Kredit=
im Auktions- und Möbelhaus
Deutſche Vereinsbank,
Aachen: Rheiniſch=Weſtfäliſche
bank. — Süddeutſche Disconto
Frankfurter Bank.
Lazard
Telephon 1774.
Telephon 1774
1
Bleichſtraße
1
Disconto=Geſellſchaft Actien=
Geſellſchaft A.=G.
Speyer=Elliſen. — Jacob S. H.
geſellſchaft.
Im gefl. Auftrag wegen Wegzug und Auflöſung des Haus=
München: Bayeriſche Handels
Stern. — L. & E. Wertheimber.
halts
zu Verſteigerungspreiſen:
Barmen: Barmer Bank=Verein
bank.
— Bayeriſche Hypotheken=
Halle a. S.: Halleſcher Bank=
. Büfett, Kredenz, Auszug=
Hinsberg, Fiſcher & Comp.
und Wechſelbank. — Bayeriſche
verein von Kuliſch, Kaempf & Co
Ein komplettes Speiſezimmer . tiſch und 6 Lederſtühle
Vereinsbank.
Braunſchweig: Braunſchweig
Commandit=Geſellſchaft auf
(modern eichen).
Nürnberg: Bayeriſche Dis=
Bank und Kreditanſtalt A.=G
„
Actien.
— H. F. Lehmann.
Sofa, 2 Seſſel, 2 Stühle,
= u. Wechſelbank A.=G.
Bremen: Deutſche National=
Reinhold Steckner.
Ein hocheleganter Salon: 2 Eckſtühle, alles Seidenbezug,
-
Anton Kohn.
Vereinsbank.
Hamburg: L. Behrens & Söhne.
bank, Kommandit=Geſellſchaft
Tiſch mit Silbereinlage.
Joh. Berenberg, Goßler &
auf Aktien.
Poſen: Oſtbank für Handel u.
1 Pianino, la Fabrikat, 1 kleiner Kaſſenſchrank, 2 Schreib=
Breslau: Eichborn & Co.
— Conrad Hinrich Donner.
Co.
Gewerbe.
tiſche mit Aufſatz, 1 Diplomat und 1 Bücherſchrank, Auszug=
— Norddeutſche Bank in Ham=
— G. v. Pachaly’s
E. Heimann.
Straßburg (Elſaß): Allgem
und andere Tiſche, Leder=, Speiſezimmer= und einfache Stühle,
— Schröder Gebrüder &
burg.
Schleſiſcher Bank=
Enkel.
Elſäſſiſche Bankgeſellſchaft.
5 Waſch= und Nachtſchränke, 1 Klubſeſſel, 3 Diwans, 2 Chaiſe=
Co.
Vereinsbank in Ham=
Verein.
Stuttgart: Württembergiſche
longues mit Decken, 2 große prachtvolle Büfetts, 1 Kredenz
burg.
— M. M. Warburg & Co.
Caſſel: L. Pfeiffer.
Vereinsbank
nit Marmor, 5 Axminſter= und 1 Perſer Teppich, Umbanten,
und bei den in Deutſchland belegenen Haupt= bezw. Zweigniederlaſſungen dieſer Firmen.
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Bett=
ſtellen mit Patentrahmen, Federbetten und Kiſſen, 1 geſchnitzter
HASSTA
Tiſch und Stühle für eine Diele, 1 nußb. Kleiderſchrank (zwei=
Verviel
fältigungs-
türig, Prachtſtück), Marmor= und Alabaſteruhr, Fahrrad,
Reiſe=
korb, Bücher, Gas= u. elektriſche Lüſter, Herrenanzüge, Frauen=
Büro
Deutsche Vereinsbank
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kompletter Silberkaſten für 18 Perſonen (800
ge=
ſtempelt),
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ſilberne Fiſchbeſtecke, goldene Herrenuhr, goldene
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und Ringe, 1 echte Korallenhalskette, Grammophon
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Kon=
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Liebfrauenſtr. 102, 1. St. rechts.
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Neckarſtraße 24, 2. St. rechts.
(12740
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verk. Sandbergſtr. 28.
(B1279
Letzie
Indes.
Iubro
Sf.
Iuprot
In ben
vid
Kurſe vom 9. Juni 1913.
51,80
2‟ Oeſt. Südb. (Lomb.)
3½
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
Offenbach . . . . ..
8 Schuchert, Nürnberg 147,00
3 Raab=Oedenburg
76,00
-
4
86,00
,
S. 19. . . . . .
Wiesbaden . . . . . .
7
Siemens & Halske .211
12
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
4 Kronprinz Rudolfbahn
4 Frankf. Hyg.=Kreditv.
3½
do.
5 Beramann Electr. . .
124,50
Zf.
InProz.
Zf.
InProt.
85,30
4 Ruſſ. Südweſt. . . . .
S. 52.
94,80
Worms.
95,00
. „ „
. . . . . . .
ODeutſch. Ueberſee Electr. 172,00
Staatspapiere.
5 Argentinier
3½
4½ Moskau=Kaſan . ..
4 Hamb. Hypoth.=Bank
96,00
do.
. . . . .
86,50
0 Gummi Peter
„ „ „
98,90
4 Diſche. Reichsſchatzanw.
3½
do.
82,00
84,30
85,00
do
do.
Liſſaboner v. 1886
Kunſtſeide Frankfurt
63,50
85,20
4½ Chile Gold=Anleihe
3½ Deutſche Reichsanl.
85,2
4 Wladichawchas . . . .
1 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
97,90
Verzinsliche
30 Adler=Fahrradwerke
75,10
do.
5 Chinef. Staatsanleihe
3½
96,30
4 Rjäſan Koslow . . . .
84,40
do
85,60
Anlehensloſe.
413,00
Kleyer
,,.,„
41
98,90
4 Preuß. Schatzanweiſg.
-
89,20
do.
„
3 Portugieſ. Eiſenb.
Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
Tlr. 100 174,00
4 Badiſche . . .
9 Maſchinenf. Badenia 136,00
4½
85,20
Japaner .
do. Conſols . . .
-
3½
S. 12, 13, 16
. „ „ „
do.
97,40
3½ Cöln=Mindner 100 135,40
Wittener Stahlröhren
75,10
do.
do.
Innere Mexikaner . . .
79,70
2‟ Livorneſer
. „ „ „
S. 14, 15, 17, 24/26
Holl. Komm. . fl. 100
Steana Romana Petr. 153,25
4 Bad. Staatsanleihe .
97,80
61,90
do.
3 Saloniaue=Monaſtir
18—23. . . . . . . . .
97,40
-
Madrider . . Fs. 100
15 Zellſtoff Waldhef .
227,25
do.
90,30
3½
Gold=Mexikanerv. 1904
4 Baadadbahn
79,75
„Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
Meininger Pr.=Pfand=
12,83 Bad. Zucker=
Wag=
do.
Gold=Mexikaner . . .
4½ Anatoliſche Eiſenb..
93,00
85,60
S. 1 u. 2, 6—8 . . .
135,40
briefe
209,25
häuſel
.
.,
3 Bahr. Eiſenbahnanleihe
99,00
3 Buenos Aires Provinz
Miſſouri=Paciſie. . ..
S. 3—5 . . . . . . . .
85,40
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 176,40
Neue Boden=A. A.=Beſ.
83,00
do.
4½
93,80
Northern=Paciſic
, „
S. 9—11 . . . . . . .
Aktien inländiſcher
85,50
0 Südd. Immobilien
3 Oldenburger . . . . .
49,00
3
do.
Southern=Paciſic
89,40
Meininger Hyp.=Bank
. , „
Transportanſtalten.
96,00
Raab=Grazer fl. 150 112,20
4 Hamburger Staatsanl.
Bergwerks=Aktien.
97,20
3.
Louis und San
5 St.
10 Hamb.=Amerika=
Paket=
do.
84,90
Heſſ. Staatsanleihe
98,50
Unverzinsliche
Francisco. . . . .
4 Rhein. Hyvothek.=Bank
fahrt . . . . . .
140,00
Aumetz=Friede
5
„ ,
165,75
(unk. 1918)
4 do. do.
Anlehensloſe.
97,40
-
5 Tehuanterse . . . . . .
7 Nordd. Lloyd . . ..
(unk. 1917) .
120,50
95,50
Bochumer Bergb.
14
3½
34,00
do.
82,75
Augsburger. . . . fl. 7
3½ do.
-
3½ Südd. Eiſenb.=Bef.
(unk. 1914) . .
84,30
Gußſt.
. 209,75
Bank=Aktien.
„,
do.
73,40
Braunſchweiger Tlr. 20
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf.
98, 10
Aktienausländiſ her
Deutſch=Luxemburg.=
11
-
3 Sächſiſche Rente
10 Bank für elektriſche
76,40
Freiburger . . . . Fs. 15
3½
do
25,90
Transportanſtalten.
Bergb. . . . . .
-
152,40
98,10
Württemberg unk. 192.
Untern. Zürich
Mailänder . . . . Fs.45
Städte=
5 Anatol. Eiſenb. 60½
10
Gelſenkirchener . . .
do. v. 1900
94,10
35,30
Beraiſch=Märkiſche
7½
do. . . . . Fs. 10
Obligationen.
Einz. Mk. 408 .
116,80
-
Harpener . . . . . .
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
97,00
144,80
Meininger . . . . . fl. 7
Bahn . . . . . .
-
Darmſtadt . . . . .
Baltimore und Ohio .
92,50
Phönir Bergb. und
2
Griechen v. 1887
-
1½
9½
Berlin. Handelsgef.
Oeſterreicher v. 1864fl. 100
do
Schantungbahn . . . .
122,9)
Hüttenbetrieb. . . 246,00
Italiener Rente . .
100,00
114,50
Darmſtädter Bank
v. 1858 fl. 100 482,00
do.
Frankfurt. . . . . . .
Luxemb. Prince Henr
97,40
Oberſchl. Eifen=Ind.=
47
Oeſterr. Silberrente
85,50
241,70
2½ Deutſche Bank . .
Ungar. Staats . fl.100 392,06
do.
25½
Oeſt. Südbahn (Lomb.)
95,50
Caro.
do. Goldrente . . .
74,50
. „ . „ „
87,90
-
Deutſche Vereinsbank
114,80
Venediger . . . . Fs. 30
-
Sießen . . . . . . . .
Pennſylvania R. R.
Laurahütte
108,70
do. einheitl. Rente
. „,,
81,90
6 Deutſche Effekt.= und
Türkiſche . . . . Fs. 400 159,00
.
-
Kaliwerke Aſchersleben
3 Portug. unif. Serie
62,00
Induſtrie=
W.=Bank
112,90
,
ekte
Gold, Silber und
Heidelberg . . . . . .
95,80
Weſteregeln 180,00
do. unif. Ser. III
64,60
Aktien.
180,25
Divid.
10 Diskonto=Kommandit
do.
Banknoten.
86,00
17,
South Weſt Africa
do. Spezial . . . .
9,50
Brauerei Werger
66,00
8½
Dresdener Bank
46,75
Engl. Sovereigns . . . .
Karlsruhe . . . . . .
20,37
96,50
5 Rumänier v. 1903 .
Prioritäts=
99,10
28 Bad. Anilin= u. Sodn=
Frankf. Hypoth.=B.
10
207,20
do.
20 Franks=Stücke . . . .
16,24
do.
v. 1890 .
Obligationen.
Fabrik . . . . .
114,00
544,60
6½
Mitteld. Kreditbank
-
Amerikaniſche Noten. . .
Magdeburg. . . . . .
18½
do.
v. 1905 .
86,70
14 Chem. Fabrik Grie:=
3½
Südd. Eiſenb.=Gef.
14,80
7 Nationalb. für Deutſchl.
87,90
do
Engliſche Noten . . . . .
20,35
4 Ruſſen v. 1880 . . . .
87,00
heim
231,00
Nordd. Lloyd=Obl.
123,10
Pfälziſche Bank. . .
80,90
Franzöſiſche Noten. . . .
Mainz . . . . . . . .
94,70
do. v. 1902 . . . .
39,00
30
Farbwerke Höchſt .
609,00
133,50
Eliſabethbahn, freie . .
3,95 Reichsbank . . . .
-
11
do.
holländiſche Noten. . . .
168,00
87,20
do. v. 1905 . . .
99,85
Verein chem. Fabriken
Franz=Jofefs=Bahn . .
Rhein. Kreditbank.
128,00
Italieniſche Noten . . .
Mannheim . . . . ..
95,30
79,15
3½
Schweben . . . . .
Mannheim . . .
Prag=Duxer
Schaaffhauſen.
A.
72,20
. „ „ „
do.
Oeſterr.=Ungariſche Noten
84,45
88,20
Serbier amort. v. 1895
78,00
0 Cement Heidelberg . . 138,00
Oeſterr. Staatsbahn
111,25
Bankverein . . .
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München . . . . . .
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Nummer 133.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 10. Juni 1913.
Seite 13.
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Der Forſtmeiſter kletterte zuerſt heraus. Ein
Hün=
ſpielte, ſechs Pfund abgenommen . . . . vor lauter
Zu=
von faſt ſechs Fuß Höhe, dem die Uniform mit dunklem
hören und Geographielernen!
Ich liebe Dich!
Samtkragen und breiten Raupen prächtig ſtand. Unter
Roman von Guido Kreutzer,
dem graugeſcheitelten Haar eine eigenwillige, eckige Stirn
So ſtanden ſich die beiden jungen Menſchen zum er=
(Nachdruck verboten.)
Der Vollbart nach der vornehmen Mode der ſiebenziger
Mal gegenüber
ſten
Armer Kerl! lachte der Leutnant ihm nach. Dann
Jahre am Kinn ausraſiert und nach den Seiten geſtri=
Der Artilleriſt hatte rein mechaniſch die Hacken
zu=
wandte er ſich wieder an ſeinen Vater
chen. Ein ſchöner alter Herr, dem manch Jüngerer an
ſammen genommen und eine militäriſch knappe Verbeu=
Sag’ mal, Papa, kannſt Du mir vielleicht verraten,
imponierdniſer Männlichkeft nicht das Waſſer reicher
gung gemacht
wo meine andere Souperhälfte bleibt? Die übrigen
konnte
Als er den Kopf hob, ſah er ein etwas blaſſes, ſtolzes
Herrſchaften haben ſich bereits alle zuſamnengefunden;
Er ſchüttelte dem Baron die Hand
zu
wundervollem Oval geſchwungenes Geſicht . . . . ſah
auch die Tiſchordnung iſt bereits bekannt gegeben. Nur
er dunkelſchimmerndes Haar . .. darunter eine ſchmale
Wirſt ſchon entſchuldigen, Adolf, wenn wir das
aka=
ich ſcheine wegen rettungsloſer Vereinſamung für den
weiße Stirn . . .
und Augen, bei denen er an Achat
den=
demiſche Viertel n bißchen überſchritten haben. Aber
Katzentiſch reif zu ſein.
ken mußte.
erſtens hab ich mal in einem Handbuch für Gentlemen
Na alſo, da haben wir’s ja glücklich wieder mal!
geleſen, daß Wartenlaſſen vornehm iſt. Und dann mußt
Dieſe Augen muſterten ihn mit kurzem Forſchen.
ärgerte ſich der Baron. Der alte Elias iſt und bleibt ein
ich auch noch auf einen Sprung nach der Förſterei Bie=
Dann kam langſam und vorſichtig ein Lächeln in ihnen
inverbeſſerlicher Bummelfritze. Mama interpelliert mich
genbrück heran, wo mir der verdammte Raupenfraß
rich=
auf
auch ſchon andeuernd wegen ihrer Giſela, ohne die ſie bei
tig eine Eichenſchonung angenommen hat.
Und Giſela Krottenheim ſtreckte ihm die Hand hin.
größeren Gelegenheiten nun einmal nicht auskommen
Das iſt alſo Günter von Oſtheeren, ſagte ſie. Nur
Ih, ſagte der Margenthiner und machte eine Fauſt,
kann. Ich kann ihn doch auch nicht
dieſe paar Worte. Es lag kein beſonderer Ausdruck in
flunker Du und der Deiwel! Ob der Menſch wohl je im
Er unterbrach ſich; horchte nach der Hofeinfahrt
hin=
ihnen. Nichts. Sie klangen konventionell; abſchließend;
Leben um eine Ausrede verlegen iſt!!
iber. Dann ſagte er beſtimmt:
wie ſelbſtgegebene Antwort auf eine Frage, die man ſich
Er wandte ſich nach links
Lupus in fabula! Da kommt der Jäger aus
Kur=
hin und wieder in müßigen Momenten vorlegt.
-
Alſo, hier iſt mein Junge, Elias
und das Günter,
pfalz endlich an. Das hör ich am Tempo; jagt ſeine
iſt der hinterliſtige Freund, der mich Deinewegen an die
Ich freue mich, gnädiges Fräulein, den Schützling
Gäule immer ab, als ob ſie kein Geld koſteten — dieſer
friſche Luft geſetzt hat.
meiner Mutter kennen zu lernen
inſympathiſche Knallprotz! Na, dann komm nur gleich
Hab’ ich auch! lachte der Forſtmeiſter behaglich und
Und während er die Hand an ſeine Lippen zog, hatte
mit hinunter, damit die Begrüßungsfeierlichkeiten ſchnell
tauſchte mit dem Artilleriſten einen herzlichen Händedruck
er die unſichere Empfindung, als geriete etwas in ihm
abgetan werden.
Im übrigen, lieber Baron, wenn Sie nicht eine ſehr kräf
ins Wanken, wozu er noch kaum die erſten Steine zuſam=
Nicht ohne Mühe wandten ſich die beiden Herren
tige Konſtitution haben, dann laſſen Sie ſich von Ihrem
men getragen
. . ,
durch das Gewimmel der Gäſte und langten am Fuß der
Vater um Gotteswillen nichts über Afrika erzählen.
Freitreppe gerade an, als ein dunkelbrauner Jagdwagen
Sie ſtiegen, den beiden alten Herren nach, die Frei=
Mein Mädel
— das hier iſt ſie übrigens! —
in elegantem Schwung um das Raſenrondell herumfegte
treppe hinauf
hat
während der Zeit, wo die Geſchichte mit Ihrer Expedition
und hielt,
Auf der vorletzten Stufe blieb das zunge Mädchen
Nummer 133.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 10. Juni 1913.
Seite 14.
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ſchmiſten amtir nich älen, wirde mandes doſe
aus=
plötzlich ſtehen und wandte ihrem Begleiter das
Ge=
Genf in eine Penſion zu ſchicken, woher er ſie erſt
zurück=
ſicht zu.
ſehen im Vaterland.”
geholt, als er Erlengrund übernahm.
— er
Und dann — man war gerade nach der Suppe
Ich möchte mit Ihnen einen Vertrag ſchließen, Herr
Trotzdem war ein unſicheres Erſtaunen in ihm. Und
hob er ſich als der rangälteſte Militär; verwies die Be=
Baron, ſagte ſie in ihrer läſſigen, etwas gleichgültigen
er hatte die Erkenntnis: — das iſt doch kein törichtes
klei=
dienten mit einer Handbewegung nach dem Hintergrund
Art. Man hat Ihnen und mir in den letzten Wochen
ge=
nes Mädelchen aus pſtpreußiſchem Forſthaußſe . . .
non=
genſeitig ſo viel von einander erzählt, daß wir uns wohl
und klingte an dem Glas.
sens! . . . das iſt eine Lady von Welt — wenn der hell=
Seine befehlsgewohnte Kommandoſtimme verſchaffte
ziemlich genau kennen. Beſſer vielleicht, als es der
Wirk=
hörige Inſtinkt auch vorläufig noch die Routine erſetzen
lichkeit entſpricht.
ſchon bei den erſten Worten Ruhe.
ſich
eine Frau des Salons und der Berliner
Pre=
muß
-
Meine Damen und Herren! Es iſt in preußiſchen
Wie wäre es, wenn wir uns gleich von Anfang an
mieren und der fire o’elock teas!
vornehmen würden, alle üblichen Phraſen beiſeite zu laſ
Landen ein ſchöner alter Brauch, bei feſtlichen und freu=
Und wußte ſich dabei gar nicht mal recht zu ſagen,
ſen und uns als vernünftige Menſchen zu geben? Dieſe
digen Gelegenheiten unſeres Souveräns zu gedenken;
un=
was er ſich all die Wochen unter dem Namen „Giſela
Methode hätte doch ganz entſchieden den Reiz der
Origi=
ſeres Schutz= und Schirmherrn, der ſeine Hand über uns
Krottenheim” eigentlich vorgeſtellt hatte.
nalität für ſich.
allen hält. Laſſen Sie uns auch heute ihm unſere Huldi=
V.
Es liegt entſchieden ſo eine Abart von
Seelenharmo=
gung darbringen
Die Windlichter werfen ihr weiches gedämpftes Licht
nie vor, gnädiges Fräulein, daß ſich gleich unſere erſten
Kurz, knapp und hart hatte das geklungen. Die
Her=
über die glänzende Schar der Tiſchgäſte. Von dem koſt=
Wünſche begegnen.
ſtießen die Stühle zurück; aufrauſchten die Damen.
ren
baren Tafelſilber, von dem hochgetürmten Aufſatz zuckten
Ein undefinierbares Lächeln huſchte ſchattenhaft über
Die
Hände ſpannten ſich um die Gläſer.
hier und dort ſtechende Funken auf; der ſchwere Damaſt
Geſicht.
ihr
Seine Majeſtät
hurra!
des Tiſchtuches und der Gedecke ſchimmerte matt; gleißende
hurra
. . . hurra! . . .
Alſo allright, Herr Baron. Und nun wollen Sie mich
Dröhnend brauſte es durch die Abendſtille; aus der
Feuer tanzten über das geſchliffene Kriſtall der Gläſer
bitte auf ein paar Minuten dispenſiieren; denn ich ſehe
und Pokale.
Tiefe des Parkes ſekundierten die Diener wacker, die
Sup=
dort Ihre Frau Mutter, die ich vor allen anderen
begrü=
penteller krampfhaft in den weißbehandſchuhten Händen
Und die Medizinalrätin Tervinius wandte ſich an
ßen muß
balanzierend.
ihren Tiſchherrn, den Oberſt von Krellßow.
Der junge Offizier folgte ihr mit den Augen, wie ſie
Als man wieder Platz genommen, meinte ein klei=
Sehen Sie, Herr Oberſt, ſagte ſie mit unterdrückter
ſich geſchickt, hier und da mit flüchtigem Kopfnicken eine
Pfarramtskandidat aus dem benachbarten Kirchdorf
ner
Stimme, „das iſt etwas Wundervolles an unſerm Land=
Verbeugung oder einen begrüßenden Zuruf beantwortend,
träumeriſch und ziemlich deplaziert:
adel
— dieſe gediegene, unaufällige, ſozuſagen
ſelbſtver=
durch die Menge der Gäſte wand.
Wo zwei verſammelt ſind in meinem Namen
,
ſtändliche Vornehmheit und dieſer alte ererbte Reichtum.
Dann, als er ſie nicht mehr ſah, amtmetete er unwill=
Giſela Krottenheim aber, die ihm gegeniberſaß,
Man vermag das alles nicht zu erklären oder im
einzel=
kürlich tief auf und ſetzte ſeinen Weg fort.
—
ſchnarrte
nen zu definieren. Man kann es nur empfinden, „unter
Eine echte, rechte Gottesgabe! . . .
hatte ſein Va=
Domeſtikenzeuj mitjebrüllt
janzen Toaſt verfahren!
der
Schwelle des Bewußtſeins” auf ſich wirken laſſen.”
ter ſie neulich genannt. Und von der Mutter wußte er,
Günter von Oſtheeren, dem ſie dabei gerade die ſil=
Der Dragoner kippte den Oberkörper vornüber.
daß der Forſtmeiſter als begüterter Mann ſich den Luxus
berne Fiſchplatte hinübergab, ſah ſie von der Seite an.
Das alte Gleichnis von den Früchten, woran die
hatte leiſten können, ſeine Tochter auf zwei Jahre nach
Weſpen nagen, gnädige Frau! Wenn wir unſere vielge=
(Fortſetzung folgt.)
2
Zu den hier abgebildeten Modellen ſind
Bei Beſtellung iſt genaue Angabe der
die Weltruf genießenden
22
Nummer, Taillenweike, Hüftweite und
Oberweite erforderlich. Bezugsquelle für
Butterick’s Schnittmuſter,
Butterick’s Schnittmuſter
nach denen jede Dame ohne
Schwierig=
keit ihre Garderobe ſelbſt anfertigen
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ArUDErTV TEVCD
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Darmſtadt — Ludwigsplatz.
Stickereiaufputz verzichten, die eleganteſten Sportbluſen ſind. Die Eleganz liegt im
Sportmoden.
guten Material und der feinen Ausführung. Auf jeden Fall haben die zu den
Enge Röcke, die die Länge und Schnelligkeit unſerer Schritte ſtreng
vorhin genannten Sportarten getragenen Bluſen das Genre „Lingeriebluſe‟
feſtzuhalten, denn auf feſtem Futter gearbeitete Bluſen ſind unzweckmäßig
kontrollieren, eingeengte Taillen und Bruſtkörbe, die dem Atem einen Hemm=
und daher ſehr unelegant: die Eleganz des Anzuges beſteht in erſter Linie
ſchuh anlegen, enge Aermel, denen jede Burſchikoſerie der Bewegung höchſt
immer in dem Sichanpaſſen an die Situation. Der Hals bleibt ſtets frei
unſympathiſch iſt, enge, hohe Stehkragen, enges Schuhwerk und andere
Momente der weiblichen Kleidung mehr
und wird eingerahmt von Amlegekragen ſehr verſchiedener Geſtalt, die manch=
und
wankelmütig
wie der Moment ſelber —
mal tief herzförmig ausgeſchnitten ſind und der Krawatte wieder
das ſind Dinge, die ſich mit dem
Daſeinsberechtigung geben, und das um ſo mehr, als der Schluß
Sport nicht vertragen; wir brauchen dazu eine dem Zweck an=
2
M. v. Suttner,
gepaßte Kleidung.
der Bluſe häufig vorn angebracht iſt.
Als die Mode der Sportſpiele aufkam, die zuerſt, wie dies
immer geht, ein Reſervat der Neichen war, um nach nicht allzu
(e
Beſchreibung zu unſeren Abbildungen.
ſie
langer Zeit bis in breite Volksſchichten vorzudringen, da ſtand
a.
*.
Nr. 60399. Zu den jetzt ſo modernen niedrigen Korſetts eignet ſich
es mit der Kleidung im argen, und all jene, die nicht über einen
ſt
beſonders gut eine feſtanliegende Antertaille, wie z. B. das unter Nr. 60399
.
niemals zu betrügenden, feinfühligen Geſchmack verfügken, der
abgebildete Deſſin. Für helle Kleider und Bluſen iſt eine ſolche beſonders
84s
ſich mühſam taſtend das Erforderliche ſucht, die trugen — das
zu empfehlen. Will man die Antertaille zu durchſichtigen Bluſen tragen
konnte man täglich erleben — eine Ausrüſtung, die mehr nach
ſo verwendet man einen Stickereiſtoff. Der Ausſchnitt kann rund oder
viereckig ſein. Material bei einer Oberweite von 91 cm: Von 88 cm
Karneval als nach Sport ausſah, anders geſagt: ſie waren für
breitem Stoff 70 cm. Schnitt erhältlich in 9 Größen.
60399
Maskenbälle ausſtaffierte „Sportler‟
Heute wo die Mode,
Sportſpiele zu treiben, ſchon auf eine Vergangenheit zurück=
Nr. 60522. Bei dem unter Nr. 60522 abgebildeten Kleide wirkt
die Art der Drapierung ganz entzückend, der
ieht, heute hat man auf dieſem Gebiete
ſchönſte Effekt wird jedoch bei Verwendung
nicht nur Erfahrungen geſammelt, nein,
eines weichen Makerials erzielt. Ein Futter
die Mode iſt weit genug vorgeſchritten,
muſter iſt für evenkuellen Gebrauch vorgeſehen.
um uns zweckmäßige und gleichzeitig
Oben ſchließt die Bluſe entweder mit einem
Stehkragen oder mit flachem Amlegekragen ab
kleidſame, an den jeweilig herrſchenden
Die Bluſe weiſt die langen Schultern auf und
Modetypus angelehnte Gegenſtände zur
hat lange oder halblange Aermel. Der flache
Auswahl vorlegen zu können.
Kragen wird aus Spitze oder einem ab
ſtechenden Material hergeſtellt. Der angefügte
Da uns im gegebenen Augenblick in
Rock iſt dreiteilig und an der linken Seite
erſter Linie das Tennis= und Golfſpiel=,
drapiert. Die Drapierung iſt mit Leichtigkeit
das „boating‟- oder „Vachting‟-Koſtüm
auszuführen, da die Falken auf dem
Schnitt=
inkereſſieren, ſo ſeien über dieſe ein paar
muſter genau angegeben ſind. Eine hübſche
Schärpe oder ein netter Gürtel vervollſtändigt
Worte geſagt. Das erſte und letzte
an=
den hübſchen Eindruck des Kleides. Material
belangend, bleibt Anfang und Ende aller
für das Kleid mit kurzen Aermeln für ein ſieb=
Eleganz und Modernität, die Grundnote,
zehnjähriges Mädchen: Von 100 cm breitem
auf der ſich der ganze Anzug aufbaut,
Stoff 3,45 m. Von 46 cm breitem Spitzenſtoff
für den, Amlegekragen und die Manſchetten
die weiße Farbe. Wenngleich es un=
55 cm. Schnitt erhältlich in 6 Größen
möglich iſt, in ſtreng modernen engen
Nr. 60766. Ein hübſches Koſtüm kann
Nöckchen Tennis zu ſpielen, ſo iſt damit
man faſt zu allem tragen und hat dann das
noch nicht geſagt, daß jeder fünf Meter
angenehme Gefühl, gut angezogen zu ſein.
weite, ausrangierte Faltenrock zu dieſem
Ganz gleich, welches Wetter, ein Koſtüm iſt
Erſtens
immer paſſend. Außerdem iſt es nicht ſchwierig,
Zweck „noch gut genug iſt”.
ſich ein Koſtüm ſelbſt anzufertigen, wenn man
produziert dieſer Rock einen
Aeberreich=
ein gutes Schnittmuſter hat, noch dazu, wo
tum an Falken, zweitens wird er gemäß
jetzt die ganz leicht anſchließenden Jacketts
ſeiner veralteten „Konſtruktion” die Taille
modern ſind. Das Koſtüm laut nebenſtehendem
Bilde beſteht aus zwei Muſtern, von denen
ſtark einengen, die Hüftpartie rund heraus=
6
das Jackett mit Nr. 60766 bezeichnet iſt. Dieſes
arbeiten und am unteren Nande ſtark
Jackett hat keine Mittelnaht im Rückkeil und
koniſch ausfallen. Er weiſt alſo gerade
kann mit oder ohne Gürtelteil ausgeführtwerden.
Muloch
jene Merkmale auf, die er ſich mit allen
Die ſeitlichen Nähte im Vorder= und Rückteil
zu Gebote ſtehenden Mitteln bemühen
gehen bis zu den
Schulkern, und die Revers
ſind mit dem Vorderkeil in
ſoll, zu vermeiden. Der
eins geſchnitten, ſo daß
moderne Tennisrock, in
nach Zuſammenfügung der
den man ſich ſehr gern
einzelnen Teile nichts weiter
ein paar Falten
ein=
zu kun übrigbleibt, als noch
4
das Futter einzunähen, die
(25
arbeitet — ſei es, daß
Aermel einzuſetzen und den
4
ſie gruppenweiſe ſeitlich
Kragen aufzuſetzen. Die
liegen, oder daß die
6
Aermel werden glatt oder
A.
Nückbahn eine tiefe
aus=
leicht eingereihtindas
Arm=
loch gefügt. Das
Vorder=
ſpringende Falte erhält
6.
teil iſt im Cutawayſtil ge=
E
— verwiſcht, wie jeder
G
arbeiket, und der Rückenkeil
andere Nock, nach
Tun=
iſt in zwei verſchiedenen
lichkeit den Uebergang
Längen vorgeſehen.
Ma=
terial bei einer Oberweite
von der Taille zur Hüfte,
von 91 cm für die 69 cm
und erfällt vonder Hüft=
lange Jacke: Von 110 cm
höhe ſenkrecht herab
breitem Stoff 2,20 m. Von
5
Se
anſtatt ſich koniſch aus=
52 cm breitem abſtechenden
Stoff für die Bekleidung
zubreiten. Dieſe
Merk=
des Kragens 35cm. Schnitt
male ſind beim
Zu=
erhältlich in 6 Größen
ſchneiden eines Nockes
Nr. 60911. Der mit
61011
60766 u. 60911
ſtreng zu beobachten; ſie
Nr. 60911 bezeichnete Rock
bewirken, ob ein Nock
paßt beſonders gut zu
die moderne Linie aufweiſt oder nicht; ein paar Falten, die
Jackekt Nr. 60766, denn dieſe beiden Kleidungsſtücke ergeben zuſammen
eingelegt und eingebügelt ſind, verderben die Linie nicht,
ein aparkes Koſtüm. Der genannte Rock iſt dreiteilig und an der linken
Seite leicht drapiert. Da die Falten auf dem Schnittmuſter genau
an=
obwohl ſie die effektive Weite des Nockes erhöhen
gegeben ſind, iſt es nicht ſchwer, die Drapierung richtig anzubringen.
Wo dieſe fehlt, kann man ſich auch helfen, indem man
Nr. 60911 hat ferner etwas gehobene Taillenlinie und iſt hinten längs
den Nock zum Knöpfen einrichtet und die unterſten vier Knöpfe
der Oberkante leicht eingereiht. Irgendein Beſatz iſt unnötig. Wenn
offen läßt — ſo ein kleines Schlitzchen kommt ja auf alle Fälle
man aber das Jackett, welches man zu dieſem Rock tragen will, mit
Beſatz verſieht, ſo muß man natürlich den Rock auch ſo ausführen, was
dem Geſchmack des Augenblicks entgegen. Den Stoff
an=
eine hübſche Wirkung ergeben würde. Material bei einer Taillenweite
belangend, wähle man nur gute Qualitäten, die ſich ſpeziell
von 61 cm: Von 100 cm breitem Stoff ohne Strich 2,50 m. Schnitt
in dieſem Falle bezahlt machen. Nebenbei ſei noch bemerkt,
erhältlich in 8 Größen.
daß es beliebt iſt, dem Sportrock Taſchen aufzuſteppen
Nr. 61011. Ein praktiſches und zugleich in ſeiner Einfachheit
Iſt dieſe Bluſe in Kimonoform geſchnitten, dann muß
entzückendes Kleidchen iſt unter Nr. 61011 abgebildet, das auch älteren
der Aermel ſehr viel Spielraum gewähren; man denke nicht
und ſtärkeren Damen vorzüglich ſtehen wird. Dieſes Kleid hat die
reguläre Taillenlinie, Vorderſchluß und ſeitliche Fältchen die bis zu
daran, in einem knappen Kimonoärmel das Nakett führen
9
den Schultern gehen. Ferner hat das Kleid Daneeleffekt, welcher
zu wollen. Von neuem beliebt ſind Bluſen, die mehr, als
nur durch den Gürtel unterbrochen wird. Auch ein Futtermuſter
dies bei einer Kimonoform je der Fall ſein könnte, der
Hemd=
iſt beim Schnitt vorgeſehen. Der Halsausſchnitt iſt ſpitz, man
bluſe zuneigen. Der orthodoxe, mit einer Manſchette verſehene
kann aber auch eine Daſſenbekleidung mit Stehkragen anbringen.
Die Aermel ſind zweiteilig und werden lang oder halblang an=
Bluſenärmel erſcheint an dieſen Bluſen leicht eingehalten in
zefertigt. Durch die Daneele wird bei dem angefügten ſechsteiligen
das Armloch eingefügt, der Bluſenrumpf weiſt eine Daſſe
Rock etwas mehr Weite geſchaffen, ohne jedoch die ſchlanke
Sil-
auf; als Material verwendet man Forttéſtoffe, Leinenbatiſt
houette zu beeinträchtigen. Material bei einer Oberweite von 91 cm:
Batiſtleinen oder Dikee, und zwar möchte ich behaupten,
Von 100 cm breitem Stoff 4,10 m. Von 52 cm breitem abſtechenden
Stoff für die Blenden 35 cm. Schnitt erhältlich in 9 Größen.
daß augenblicklich dieſe Bluſen, die auf jeden Spitzen= oder
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Nachdruck auch mik Quellenangabe verboten.
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an die Exped. d. Bl. (12775imd
Nummer 135.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 10. Innt 1913.
Seite 19.
Gerertte,
kauteten. Falaliſt und Satellt 30, Moeſt Kſaze 30,
Jaro=
zen haben die Pferde aus dem Stal des Herzogs in den
mir und Elector 61, Cſardas 66, Enoch 139, Waterloo 147,
letzten 32 Jahren Preiſe im Werte von 6074900 Mark
Lord 285, Faſolt 319, Sacher 349 und Don Alma 350:10.
errungen. Im Jahre 1897 betrugen die Geſamtgewinne nur
Nose
9940 Mark, eine Summe, die in einem ſeltſamen Kontraſt
Rennen zu Leipzig. Saphir=Rennen; 2000
ſteht zu dem Rieſenbetrage von 1477160 Mark, die im
Mark, Diſtanz 1350 Meter: 1. Herrn H. Neumanns Black
Jahre 1889 von dem Herzog auf dem Turf errungen
Swan (Schläfke), 2. —Madge Whinſtone (Lommatzſch),
wurde. Dieſe Summe hielt den Rekord in Renngewinnen
2. — Hardriding Dick (H. Teichmann). Tot. 33:10, Pl. 14,
bis zum Jahre 1907, wo ſie von dem verſtorbenen ameri=
13, 33:10. Unpl.: Dorinda, Brangäne, Oaſh, Forth of
kaniſchen Rennſtallbeſitzer Keene übertroffen wurde, der
Ard
June, Trafoi, Nubia. Kopf-totes Rennen.—
in dieſem Jahre mit ſeinen Pferden 1489360 Mark ver=
Patrick=Rennen; 4000 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Herrn
diente. Neben dem Herzog von Portland ſteht als be=
K. Hartmanns Tapage (Streit) 2. Reichsritter (
John=
ſonders glücklicher Vollblutzüchter Leopold von Rothſchild
ſon), 3. Triglave (Brederecke). Tot. 68:10, Pl. 21, 27,
der im Jahre 1895/96 mit ſeinem Pferde St. Frusquin
15:10. Unpl.: Brookwood, Emma, Olivia, Gleam, Little
die höchſten Rennpreiſe erzielte. Dieſer Sohn von St.
Spray, Omama, Hongrie, Cuſtozza, Beautiful Eve. ¾ bis
Simon wurde dann noch durch ſeinen eigenen Sohn St
2½ Lg.
— Hannibal=Rennen; 11300 Mark, Diſtanz 2000
Amant übertroffen. Im ganzen hat Rothſchild ſeit 1882
Meter: 1. Herrn H. Kuttkes Quirl (Blades), 2. Saint
Renngewinne von 6766 440 Mark eingeheimſt. Um zu
Denis (Cleminſon), 3. Hebron (Burns). Tot. 68:10, Pl. 22,
zeigen, wie verſchiedenartig und wechſelnd die Gewinne
¾/—/ Lg. — Gou=
23:10. Unpl.: Animato (4), Reform.
ſind, die die Züchter von Vollblutpferden bei den Rennen
verneur=Rennen; 4000 Mark, Diſtanz 1800 Meter: 1. Major
LINDENSTAEDT
erzielen, greift der Autor das Beiſpiel eines bekannten
Graf Wuthenaus Gaboriau (Brederecke), 2. Zampieri
Sportsmannes heraus, der ſeit einem Vierteljahrhundert
(Burns), 3. Lockenkopf (Schläfke). Tot. 33:10, Pl. 17,
S
1888
ge=
unter dem Turfnamen Mr. Fairie bekannt iſt.
19110. Unpl.: Silver Rays, Moslem, Black River 1—2 Lg.
eene
wann er mit ſeinem Rennſtall die Summe von 2400 Mk.
Saint Maclou=Handikap; 4000 Mark, Diſtanz 1800
Me=
e
e
Dann verdiente er zwei Jahre gar nichts. 1894 aber
er=
ter: 1. Herrn Entreß=Fürſtenecks Franzisko (Lane),
reichten ſeine Gewinne den Betrag von 176440 Mk. 1901
2. Viscount (Brederecke), 3. Lincolnſhire (Bleuler). Tot
fielen ihm wieder nur 2400 Mk. zu. 1905 hatte er Gewinne
31110, Pl. 16, 15, 37110. Unpl.: Mac Intrye, Premier,
von 2800 Mark zu verzeichnen. In den Jahren 1909 und
Matador, Felſenburg. 1—2 Lg. — Galtee=More=Rennen;
1910 aber ſtand Mr. Fairie an der Spitze der Gewinner
4500 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Herrn B. Wolffs Eo
mit den Summen von 754380 Mark und 707040 Mark
Ipſo (Rybka), 2. College (G. Lommatzſch), 3. Syndikus
Bayardo und ſein Halbbruder Lemberg hatten die Szene
(Thalecke). Tot. 29110. Drei liefen. 3—10 Lg
betreten und errangen Triumphe. Außer dieſen
Gewin=
sr. Radrennen. Guignard der „Beſte der
nen bringen die beiden erfolgreichen Hengſte auch als
Welt”
In Köln nahm das Stundenrennen, „Die
Beſchäler große Summen ein, ſo daß zwei ſolche Tiere
Beſten der Welt” genannt, einen äußerſt ſpannenden Ver=
Sofg,=Gegrette
das Glück und den Reichtum eines ganzen Rennſtalles
lauf. Guignard und Günther lieferten ſich den ganzen
ſichern können.
Weg über einen äußerſt ſcharfen Kampf um die Spitze
der ſich erſt ganz zuletzt dadurch zugunſten des Franzoſen
sr. Pferde=Rennen. Deutſcher Sieg im Oeſter=
Sport, Spiel und Turnen.
entſchied, daß Günther zweimal Raddefekte erlitt.
Guig=
reichiſchen Derby. Frhrn. S. A. von Oppenheim
nard ſiegte mit 78,810 Kilometern vor Günther 1400 Me=
Was die Vollblutzucht einbringt.
iſt der kühne Wurf gelungen, mit Cſardas das
Oeſter=
ter, Stellbrink 3000 Meter und Walthour 8700 Meter
reichiſche Derby zu gewinnen. Der in dieſer Saiſon
un=
ck. Die Hochſaiſon der Rennen lenkt wieder die Augen
zurück. Den 20 Kilometer=Lauf beendete Walthour als
geſchlagene Caius=Sohn hat ſomit ſeinen vor acht Tagen
vieler mit beſonderer Aufmerkſamkeit auf die ſchlanken
Erſter, wurde aber disqualifiziert wegen
unvorſchrifts=
im Großen Preis von Hamburg über die Oeſterreicher er=
Läufer, die auf dem grünen Feld über Glück und Unglück
Stellbrink
mäßiger Bekleidung ſeines Schrittmachers.
rungenen Erfolg noch überboten und für ſeinen
paſſionier=
entſcheiden. Welch ein Vermögen manchmal ein einziges
ſiegte in 15 Minuten 7,1 Sekunden, Guignard 450 Meter
ten Beſitzer auch das wertvollſte Rennen des Nachbarlan=
Pferd darſtellt und welch gewaltige Gewinne es erzielen
und Günther 500 Meter zurück
des gewonnen. Zum Kampf für das mit 125000 Kronen
kann, darüber unterrichtet ein Aufſatz des bekannten eng=
* Fußballſport. Fußballklub Olympia. Bei
ausgeſtattete Derby fanden ſich zwölf Pferde am Start
liſchen Rennſport=Schriftſtellers Edward Morrhouſe in
den anläßlich der Einweihung des Stadions in Berlin
ein, darunter als einziger deutſcher Bewerber Freiherrn
der Daily Mail. Der weitaus größte Teil der engliſchen
abgehaltenen olympiſchen Wettkämpfen ſiegte
Süd=
von Oppenheims Cſardas. Nach gutem Start übernahm
Renngewinne fällt Pferden aus Privatſtällen zu, und
deutſchland in der 10X100 Meter=Stafette. Bei dem 1500
Sacher in ſcharfer Fahrt die Führung vor Satellit, Enoch,
unter dieſen Privatzüchtern hat wohl keiner je größere Sum=
Meter=Mannſchaftslaufen ging in der ſüddeutſchen Mann=
Elektor, Cſardas und Mocſi Kſiaze. Der Oppenheimer
men eingenommen, als der Herzog von Portland, der ſeit
ſchaft Joſeph Schröck vom Fußballklub Olympia=Darm=
Hengſt wurde von Jockei Archibald faſt den ganzen Weg
4881 zu den glücklichſten „Königen des Turfs” gehört. Sein
ſtadt in 4 Minuten 15 Sekunden hinter dem deutſchen
über auf dem fünften Platz gehalten. Der anfangs an
großes Los zog er, als er am 3. Juli 1883 den zwei Jahre
Meiſter von Sigel und Mickler=Berlin als Erſter durchs
letzter Stelle liegende Fataliſt rückte beſtändig auf und lag
alten Hengſt St. Simon für die Summe von 33000 Mk
nach etwa 1500 Metern an dritter Stelle hinter dem jetzt
kaufte. Bald galt dieſes Tier für das erfolgreichſte Renn=
Ziel.
führenden Mocſi Kſiaze und Elektor. Der letztere ging
pferd, das je das grüne Feld betreten, und nicht minder
Sportklub Alemannia=Gräfenhauſen ſpielte
dann an Mocſi Kſiaze vorbei, und in der Reihenfolge
großartig war ſeine Laufbahn als Zuchthengſt. Die erſten
am letzten Sonntag gegen Fußballklub Alemannia=
Elektor, Mocſi Kſiaze, Fataliſt, Enoch und Cſardas kam
fner Nachkommenſchaft erſchienen 1889 als Zweijährige
Pfungſtadt. Das höchſt intereſſante Spiel endete 3:3.
die Spitzengruppe vor dem weit auseinandergezogenen
auf dem Turf, und neun ſeiner Sprößlinge gewannen in
Halbzeit 211 für Pfungſtadt
Felde in den Einlaufsbogen. Vor den Tribünen ging der
dieſem einen Jahre Preiſe im Werte von 484720 Mark.
Die zweite Mannſchaft des Fußballklubs Union=
St. Simon ſelbſt ſtand damals unter den Champions der
von dem engliſchen Championjockei Dan. Maher geſteuerte
Wixhauſen ſpielte geſtern gegen die zweite Mann=
Rennbahn an dritter Stelle; im folgenden Jahre aber er=
Mocſi Kſiaze des Fürſten Lubomirski an die Spitze, aber
ſchaft des Fußballklubs Olympia=Arheilgen. Mit
rang er die erſte Stelle, und behielt dieſen Platz in den
Jockei Archibald folgte mit Cſardas dicht auf den Ferſen,
8:3 geſchlagen, mußte Union nach gleichmäßigem Spiel
folgenden ſieben Saiſons. 1900 und 1901 ſicherte er ſich
warf ſeinen Hengſt mit wohlberechnetem Anprall vor und
das Feld verlaſſen.
ebenfalls die erſte Stelle, ſo daß er der einzige
Zucht=
ſchlug Mocſi Kſiaze trotz heftigen Widerſtandes ungemein
Olympiſcher Sport. F.=Kl. Olympia=
Darm=
hengſt iſt, der zehnmal Champion geweſen iſt
ſicher mit einer Länge. Um den dritten Platz entbrannte
ſtadt. Am Sonntag fand in Frankenthal (Pfalz) das
Die Nachkommen St. Simons gewannen allein in Eng
ein heftiger Kampf, der im Ziel unentſchieden blieb; des
große nationale Sportfeſt ſtatt, wozu ſeitens der
land die Rieſenſumme von 10147820 Mark, ein Betrag,
Fürſten Feſtetics Fataliſt (Pretzner) und Baron Springers
verſchiedenen Vereine über 300 Meldungen abgegeben
der um faſt vier Millionen die Summe überſteigt, die von
Elektor (Carslake) beſetzten fünfviertel Längen hinter
waren. Die Mitglieder der Olympia ſchnitten hierbei ſehr
den Söhnen und Töchtern von Stockwell errungen wurde,
Mocſi Kſiaze im toten Rennen den dritten Platz. Dann
gut ab. Im 100 Meter=Laufen ſiegte das Mitglied
den man häufig als den „Kaiſer der Hengſte” bezeichnet
folgten Sacher, Satellit, Enoch, Lord, Faſolt, Waterloo,
Burtſchell mit 1 Meter Vorſprung in der guten Zeit
hat. St. Simon hat nicht weniger als 17 klaſſiſche Ren=
Jaromir und Don Alma. Tot. 66:10, Pl. 31, 27, 23 (
Elek=
von 11¾ Sekunden. Drei weitere Siege errang Jütte,
nen als Erſter geſchlagen, und Sprößlinge von ihm
ge=
tor), 28 (Fataliſt): 20. Freiherr von Oppenheim führte
und zwar den 2. Preis im Diskuswerfen und ebenſo den
wannen in 25 großen Rennveranſtaltungen. Die Summen
ſeinen Hengſt, der ſeines prächtigene Exterieurs wegen all=
2. Sieg im Kugelſtoßen In dieſer Konkurrenz ſtanden
die St. Simon als Beſchäler verdient hat, waren
eben=
gemeine Bewunderung fand, ſelbſt zur Wage zurück.
Cſar=
ſich zwei gleich ſtarke Rivalen gegenüber, die ſich
zenti=
falls außerordentlich groß. Während der letzten Jahre
das legte die 2400 Meter betragende Diſtanz des Rennens
meterweiſe vorwärts drückten, bis ſchließlich Trautmann
betrug der Preis 10000 Mark. Ein anderer Zuchthengſt
in der ausgezeichneten Zeit von 2 Minuten 37,4
Sekun=
vom V. f. R. in Mannheim mit 2 Zentimeter Vorſprung
des Herzogs von Portland, Wilhelm III., wird zu
Zucht=
den zurück, was faſt einen Rekord bedeutet. Die
Vor=
doch erſter wurde. Reſultat: 11,39 zu 11,37.
Außerdem
zwecken mit 8000 Mark bezahlt. Der gewöhnliche Preis
wvetten im Ring notieren: Fataliſt 1½:1, Mocſi Kſiaze
wurde Jütte noch dritter Sieger im Schleuderballwerfen
für einen bekannten Hengſt beträgt 6000 Mark. Im gan=
2½11, Cſardas 5.1 und Elector 711. Die Eventualquoten
mit 48,28 Meter.
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Nummer 133.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 10. Jnni 1913.
Seite 19.
Siimmmmmmmmmmmmmmmmmmmnmmmhmmmmmnamn
dem Blitzableiter des Schornſteins aufgeriſſen wurde und
wird durch einen neuen Schütte=Lanz, ſowie durch den
2
das Gas unter heftigem Ziſchen entwich. Die leere Hülle
umgebauten „M IV” und einen „P IV” erfolgen. Der
8
legte ſich wie ein Pilz über die Schornſteinöffnung, und
(
Geſamtzuwachs an Luftſchiffen in dieſem Jahre würde
seIIn hsher Gunst ..
darunter hingen in ſchwindelnder Höhe die Inſaſſen in
demnach nicht weniger als 4 Z=Schiffe, einen Schütte=Lanz,
, 3.
Fe
dem Korb. Glücklicherweiſe hatte der Heizer Schink im
ein M=Schiff und zwei P=Schiffe betragen, wodurch die
2e
Keſſelhaus den Unfall kommen ſehen und ſofort die Heiz=
Zahl der unſerer Wehrmacht zur Verfügung ſtehenden
ungsklappen nach dem Schornſtein geſchloſſen, andernfalls
verwendbaren Schiffe auf dreizehn ſteigen würde.
So=
hätte die Hülle unzweifelhaft Feuer gefangen und die
bald die neue Luftſchiffwerft in Potsdam fertiggeſtellt iſt
Inſaſſen wären verbrannt oder in die Tiefe geſtürzt.
ſollen die üblichen Probefahrten der Z=Schiffe von Pots=
Nachdem ſich die erſte Aufregung gelegt hatte, wurde die
dam aus unternommen werden. Die Gefahr eines
Ueber=
benachbarte Wilmersdorfer Polizei und die Feuerwehr
liegens der Grenze wird dann umſomehr in die Ferne
herbeigerufen. Aber naturgemäß vergingen etwa zehn
gerückt, als auch eine große Reihe von Doppelhallen
Minuten, die ſich den ängſtlich harrenden Zuſchauern
für die einzelnen Standorte der Luftſchifferkompagnien
ebenſo wie den in furchtbarer Lage befindlichen Inſaſſen
allmählich entſtehen wird. Die erſte Anlage dieſer Art
des Ballons zu Stunden ausdehnten, ehe die
Wilmersdor=
wird Hannover erhalten. Die übrigen Bauten ſollen ſo
fer Feuerwehr unter Brandmeiſter Spohn an der
Unfall=
beſchleunigt werden, daß am 1. April, ſpäteſtens am 1.
Jul=
eh
ſtelle eintraf. Sofort wurde die mechaniſche Leiter ange=
1914 alle vorgeſehenen Orte mit derartigen Hallen ver=
,
S
legt, aber — ein neuer Schreck — ſie reichte nicht bis zur
ſehen ſind. (Frft. Ztg.)
pitze des Schornſteins. Doch die bedrängten Luftſchiffer
F., mit seidenen Sammel=
*4.
wußten ſich zu helfen. Sie ſeilten zunächſt die Dame an
Wappenbildern
37 ₰
75 „
3
und ließen ſie in die Tiefe hinab, wo ſie von den Wehr=
Handel und Verkehr.
leuten in Empfang genommen wurde. Ihr folgten nach=
Stihliimimimmmahmammimmmmnmmmmilis
Die neue Preußiſche Staatsanleihe
einander die Herren. Als letzter entſtieg der Führer Dr.
I.11733
Aus der von uns ſchon mitgeteilten Aufforderung zur
Henoch der Gondel. Alle vier Inſaſſen ſind ſo wie durch
Zeichnung auf die neuen Reichs= und Preußiſchen
Staats=
ein Wunder ohne jede Beſchädigung davongekommen, nur
Luftfahrt.
anleihen wiederholen wir, daß die Zeichnung bis
Don=
die Dame hatte infolge der begreiflichen Aufregung einen
nerstag, den 12. Juni, ſtattfindet und der Zeichnungspreis
Nervenchok erlitten. Da die Feuerwehr den Ballon nicht
Ein mißglückter Ballonaufſtieg
97,90 Prozent beträgt. Bei früheren Emiſſionen mußte
erreichen konnte, mußte ſie ihn auf dem Schornſtein hän=
* Berlin, 8. Juni. Bei einer Ballonwettfahrt, die
für 4prozentige Anleihen ein Kurs von 102—101,40 und
gen laſſen. Infolge der Hitze und der ausſtrömenden
geſtern von der Schmargendorfer Gasanſtalt aus
unter=
zuletzt von 98,60 gezahlt werden. Demgegenüber erſcheint
Funken entzündete ſich gegen 10 Uhr abends die
nommen wurde, kamen vier Luftfahrer, drei
Her=
das jetzige Angebot von 97,90 Prozent vorteilhaft, zu=
Hülle und verbrannte bis auf den letzten Reſt.
ren und eine Dame, in ſchwere Lebensgefahr,
mal den neuen Anleihen Unkündbarkeit bis zum Jahre
weil der Aufſtieg eines Ballons mißglückte. Der Her=
1935 zugeſichert wurde. Den Schuldbuchzeichnern wird
gang wird vom Berliner Lokal=Anzeiger wie folgt geſchil=
Neue militäriſche Lenkballons
auch diesmal ein um 20 Pfg. ermäßigter Kurs, alſo 97,70
dert: Als Fünfter ſtieg der Ballon „Atlas” unter Führ=
Prozent, zugebilligt. Dieſe Maßnahme, die jetzt zur Regel
Berlin, 9. Juni. In nächſter Zeit ſteht, wenn
ung Dr. Henochs auf. Im Korb hatten außer ihm
Inge=
zu werden ſcheint, hat bei den letzten Emiſſionen mit
da=
die Probefahrten günſtig verlaufen, die Abnahme von
nieur Scherp, Leutnant Rogalla von Bieberſtein und eine
drei neuen Z=Schiffen für Armee= und
Marine=
hin gewirkt, daß auf 150 Millionen Mark aufgelegter An
junge Dame Platz genommen. Schon bei der Füllung
zwecke bevor. Das Erſatzſchiff für den „2 I” macht gegen
eihen nicht weniger als 95 Millionen Mark in
Schuld=
war der Ballon vom Pech verfolgt: die Hülle wollte nicht
wärtig ſeine erſten Probefahrten. In nächſter Zeit iſt
buchzeichnungen eingegangen ſind. Ob die Entwicklung
dichthalten, ſo daß das Gas trotz Nachfüllung immer wie=
und die ohnehin mit dem Schuldbuche verbundenen
Vor=
dann weiter die Fertigſtellung eines neuen Z=Schiffes für
der entwich. Schließlich enkſchloß ſich der Führer aber
teile es nicht rechtfertigen, den Schuldbuchzeichnern künftig
die Heeresverwaltung zu erwarten das den Namen „2 V
trotzdem zum Aufſtieg, und ſchwerfällig erhob ſich der
tragen wird. Ferner ſteht die Abnahme eines neuen
den Vorzugspreis zu ſtreichen, mag dahingeſtellt bleiben.
Ballon in die Luft. Gleich zu Anfang ſtieß er an den
Z=Schiffes für die Marineverwaltung bevor, das im Hoch=
Diesmal jedenfalls haben ſie den Vorteil, auf einen ohne=
Zaun der Gasanſtalt, ohne jedoch beſchädigt zu werden.
ſommer fertiggeſtellt ſein dürfte und ſeinen Standort
zu=
hin billigen Kurs noch eine Bonifikation von 20 Pfg. zu
Dann aber trieb ein Windſtoß den Ballon auf den
Schorn=
nächſt in Johannisthal finden wird. Bis zum Herbſt
beziehen. Uebrigens haben bei der letzten Emiſſion neben
ſtein des Keſſelhauſes zu. Ein Augenblick furchtbarer
werden demnach vorausſichtlich im ganzen ſieben Z=Schiffe
den Schuldbuchzeichnungen auch die Sperrzeichnungen,
Spannung, ein lauter Krach, und gleich darauf ſahen die
der Militär= und Marineverwaltung als eigene Schiffe zur
obwohl ſie lediglich den Vorteil vorzugsweiſer
Berück=
erſchreckten Zuſchauer, wie die Hülle des Ballons von
Verfügung ſtehen und ein weiterer Zuwachs für die Armee
ichtigung genoſſen, einen breiten Raum eingenommen.
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Nummer 133.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 10. Juni 1913.
Seite 20.
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