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Nei
at
Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt.
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
Bei
den Annoncen=Expeditionen. —
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des
Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 130.
Freitag, den 6. Inni.
1913.
für die nächſte Zukunft beſtimmte praktiſche Folgerungen.
Preiß ſprach und das den Eroberer immer zur aus=
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
ſchließlichen Anwendung der Gewalt zurückführt, den Er=
Denn, hören die hannoverſchen Welfen, wie zu erwarten
oberer, der nach mehr als vierzig Jahren das Opfer der
iſt, nicht mit der Vorſpiegelung auf, daß ihr Trachten
urſprünglichen Sünde wird ?4
nach der Wiederherſtellung Hannovers im Sinne der wel=
Das Wichtigſte vom Tage.
Was der Temps hier den Kanzler verkünden läßt,
fiſchen Fürſten liege, dann muß Prinz Ernſt Auguſt die
hat er in Wirklichkeit gar nicht geſagt. Herr von Beth=
In der Budgetkommiſſion wurde die
Regie=
mittelbare Abſage, die das hannoverſche Welfentum heute
mann Hollweg machte vielmehr einen Teil der
franzöſi=
rungsvorlage über die Beitragspflicht der
Ak=
in der Nordd. Allg. Ztg. von ihm erhält, in eine
unmit=
tien=Geſellſchaften mit den 14 Stimmen der
ſchen Preſſe darauf aufmerkſam, daß ſie ſich mit den
An=
telbare verwandeln; ſonſt unterſtützt er etwas,
Nationalliberalen, Volksparteilern und
Sozialdemokra=
trägen der reichsländiſchen Regierung in einer Weiſe be=
„was eine Aenderung des preußiſchen Beſitzſtandes im
Gegen die Regierungsvorlage
ten angenommen.
ſchäftigt habe, als ob es ſich um eine franzöſiſche
Ange=
ſtimmten Zentrum und Konſervative. Damit ſind ſämt=
Auge hat‟
legenheit handle, und fügte hinzu: „Dieſer Teil der Preſſe
liche Anträge erledigt.
Kann man die erörterte Kundgebung des Kanzler=
Der bisherige Chef des Militär=Reitinſtituts in Berlin,
wird ſich damit beſcheiden müſſen, daß die elſaß=
lothrin=
blattes ſoweit mit um ſo größerer Genugtuung begrüßen,
Generalleutnant von Alten, iſt zur Dispoſition
ge=
giſchen Verhältniſſe bei uns in Deutſchland geregelt
wer=
als ſie wiederholt für notwendig erklärt wurde, ſo wird
ſtellt. Sein Nachfolger iſt der Kommandeur der Offizier=
.”
Demnach ſollen bei der Regelung der elſaß=
Reitſchule in Hannover, Oberſt Seiffert, geworden.
man andererſeits dem Schluß der amtlichen Auslaſſung
lothringiſchen Verhältniſſe nicht nur „Berlin”, ſondern auch
Auf dem Truppenübungsplatz Arys bei Lötzen
nicht zuſtimmen dürfen. Die Auffaſſung, daß es eine han=
(Oſtpr.) ſind 24 Infanteriſten vom Hitzſchlag be=
„Straßburg” und „Metz” zu ihrem Rechte kommen.
Er=
noverſche Frage nicht gibt, iſt von der N. A. Z. ſelbſt
un=
troffen worden, davon ſind 5 geſtorben. Die 19
blickt der Temps in dem Umſtand, daß „Berlin” hierbei
Gibt es
mittelbar vorher ſchlagend widerlegt worden.
anderen liegen ſchwer krank im Lazarett des
Baracken=
nicht ausſcheidet, eine Erneuerung der „Sünde” von 1871,
lagers.
doch ſehr wohl eine hannoverſche Frage — für das
han=
ſo legt er damit wieder einmal Proteſt gegen den
n dem Prozeß des Abg. Held gegen den Schrift=
J.
noverſche Welfentum, gegen das die preußiſche
Staats=
ſteller Dr. Alfred Kerr wurde der Angeklagte Kerr
Frankfurter Frieden ein. Das iſt für uns nicht
regierung in der N. A. Z. ſchweres Geſchütz aufgefahren
zu 150 Mark Geldſtrafe eventuell 15 Tagen Gefängnis
ohne Intereſſe und bereitet den Nationaliſten von der
verurteilt.
hat, weil es die Wiederherſtellung Hannovers im An=
Art des Herrn Preiß ſicherlich Genugtuung. Deswegen
er Lichtenberger Mörder, Fenſterputzer
Wer=
ſchluß an die Hochzeit des Prinzen Ernſt Auguſt betreibt.
aber ändert ſich nichts an der Tatſache, daß nach der
ßenborn, wurde auf dem Boden des Hauſes Lottum=
Unter ſolchen Umſtänden ſollte der Bundesrat im
ſtraße 1 erhängt aufgeſunden.
Kanzlerrede der elſaß=lothringiſche Nationalismus im
Sinne der Reichstagsrede des Fürſten Bülow vom
Ein Wirbelſturm richtete geſtern in Eutingen im
Reichstage ebenſo verurteilt worden iſt, wie es vorher im
württembergiſchen Schwarzwald große Verbeerungen
1. Mai 1907 die braunſchweigiſche Thronfolgefrage
ſo=
elſaß=lothringiſchen Landtage geſchehen war.
an Das Bahnhofsgebäude wurde durch eine Windhoſe
lange für unverändert erklären, als die Führer des
han=
faſt völlig zerſtört, ebenſo die Telegraphenleitungen.
noverſchen Welfentums dem „feierlichen Wort” des Prin=
Schwere Wolkenbrüche richteten im oberen Schwarzatal
zen Ernſt Auguſt ſich nicht angeſchloſſen haben. Die
Füh=
unermeßlichen Schaden an. Der Verkehr wurde mehr=
Die Kabinettskriſis in Ungarn.
fach unterbrochen.
rer der welfiſchen Agitation, ſagte damals Fürſt Bülow,
In Santiago de Chile iſt einer der bekannteſten
deut=
müßten veranlaßt werden, ſich einer Verzichterklärung des
*⁎* Unter ganz ungewöhnlichen Umſtänden muß
chen Inſtruktionsoffiziere im chileniſchen
Herzogs von Cumberland auf Hannover rückhaltlos an=
Ladislaus v. Lukacs, der ungariſche Miniſterpräſident,
Heere, von Hartrott, kurz vor dem beabſichtigten
zuſchließen. An die Stelle einer Verzichtserklärung des
Antritt eines Heimaturlaubs nach längerem
Kranken=
von ſeiner politiſchen Laufbahn zurücktreten: es iſt ihm
lager geſtorben.
Herzogs von Cumberland iſt durch die Umſtände das
nachgewieſen worden, daß er bei dem Abſchluſſe ſtaatlicher
„feierliche Wort” ſeines Sohnes getreten; von dem rück=
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 8.
Verträge mit der Ungariſchen Bank ſich einen Betrag von
haltloſen Anſchluß der welfiſchen Führer an dieſes „
feier=
mehreren Millionen ausbedungen hatte, um dieſe zu
par=
liche Wort” muß der Bundesrat die Thronbeſteigung des
teipolitiſchen Zwecken zu verwenden. Perſönliche Vor=
Prinzen Ernſt Auguſt in Braunſchweig abhängig machen,
teile hat ſich Lukacs nicht verſchafft, aber als Leiter der
Die Eumberländer Frage.
wenn er dem Standpunkte gerecht werden will, den als
Regierung iſt er doch unmöglich geworden, und ſo hat er
* Die Norddeutſche Allgemeine Zeitung
ſein Stimmführer Fürſt Bülow am 1. Mai 1907 mit den
denn aus dem Urteil des Gerichtshofes, welches die eben
Worten umſchrieb: „Es handelt ſich in dieſer Frage nicht
weiſt den Gedanken, die Vermählung der Prinzeſſin
angeführte Feſtſtellung machte, die allein mögliche
Konſe=
um ein ſpeziſiſch preußiſches Intereſſe oder um ein Inter=
„Viktoria Luiſe werde in Zukunft die Provinz Hannover
quenz gezogen, ſeinen Platz zu räumen.
eſſe des Hauſes Hohenzollern, ſondern es handelt ſich um
beeinfluſſen, zurück. Hannover ſei und bleibe ein Be=
Lukacs hat eine ſehr erfolgreiche Laufbahn hinter ſich.
ſtandteil des preußiſchen Staates; daran werde auch kein
ein Lebensintereſſe der geſamten Na=
Geboren am 24. Oktober 1850, kam er 1878 ins
Parla=
tion.”
Titelchen geändert. Auch Prinz Ernſt Auguſt
ment und wurde im erſten Kabinett Wekerle Rat im Fr=
und ſein Vater wünſchen nicht, daß die
nanzminiſterium, deſſen Leitung er ſpäter erhielt. Als
ſoeben geſchloſſene Verbindung irgend=
Finanzminiſter gehörte er verſchiedenen weiteren Regie=
Elſaß=Lothringen und die
wie zur Grundlagevon Verſuchen gemacht
rungen an und erwarb ſich allgemeines Vertrauen,
na=
werde, die auf Wiederherſtellung des
mentlich auch dasjenige der Krone. Das ihm mehrmals
Franzoſen.
Königreichs Hannover oder auch nur
angebotene Miniſterpräſidium ſchlug er aus, aber als ihn
Bpt. Man ſchreibt uns: Der Pariſer Temps
be=
auf Aenderung der preußiſchen Grenzen
der Kaiſer nach der Demiſſion des zweiten Kabinetts
ſchäftigt ſich ſehr eingehend mit der Rede, die der
Reichs=
zugunſten Braunſchweigs hinauslaufen.
Wekerle als „Homo regins” nach Budapeſt entſändt
kanzler am 30. vor. Mts. im Reichstage über die An=
Die Verdächtigung, auch die Prinzeſſin Viktoria Luiſe
hatte, um während der politiſchen Kriſe die Rechte der
träge der elſaß=lothringiſchen Regierung zum
Vereins=
werde nunmehr für die Wiederherſtellung des Königreichs
Krone zu wahren, nahm Lukacs die Ernennung zum Mi=
und zum Preſſerecht gehalten hat. Das genannte Pariſer
Hannover eintreten, verdiene nicht einmal ein Wort der
niſterpräſidenten an, ohne daß ſchon ein Kabinett gebildet
Organ ſtellt dieſer Rede eine jüngſt von dem Nationa=
Zurückweiſung. Das feierliche Wort des Prinzen Ernſt
worden wäre. Ein ſolches brachte er denn auch nicht
zu=
liſten Preiß gehaltene entgegen, ohne dabei zu bedenken,
Auguſt, das er im Einverſtändnis mit ſeinem Vater
ab=
ſtande, und Graf Khuen=Hedervary trat an ſeine Stelle.
daß es gerade der reichsländiſche Nationalismus iſt,
ge=
gegeben hat, verbürgt über jeden Zweifel hinaus, daß er
Als dieſer im April 1912 demiſſionierte, wandte ſich der
gen den im Zuſammenhange mit jenen Anträgen der
nichts tun und nichts unterſtützen wird, was eine Aende=
Kaiſer wiederum an Lukacs, welchem dann auch die Zu=
Straßburger Regierung ſowohl der elſaß=lothringiſche
rung des preußiſchen Beſitzſtandes im Auge hat. Anders
ſammenſetzung eines Miniſteriums gelang, das bis jetzt
Landtag, wie der Reichstag ausdrücklich Stellung
genom=
ſteht es mit der Ordnung der braunſchweigiſchen
Verhält=
im Amte war.
men haben. Denn, was Herr Preiß zur Freude des
niſſe. Auf Anregung der braunſchweigiſchen Regierung
Die letzte Aera Lukacs brachte Ungarn gewaltige
Temps ausgeführt hat, ſtimmt im weſentlichen mit den
wird, wie wir annehmen, der Bundesrat im Laufe des
politiſche Stürme. Solche ſind ja ſowohl diesſeits wie
gleichartigen Leiſtungen des Herrn Wetterlé überein.
kommenden Herbſtes in die Lage verſetzt werden, zu
prü=
jenſeits der Leitha in der öſterreichiſch=ungariſchen Mon=
Auch Herr Preiß ſieht zwiſchen den Elſaß=Lothringern
fen, ob der Thronbeſteigung des Prinzen Ernſt Auguſt
archie nie ſelten geweſen, und man iſt dort in dieſer Hin=
und den Altdeutſchen einen unüberbrückbaren
wirtſchaft=
von Braunſchweig noch Bedenken entgegenſtehen. Mit
ſicht nicht verwöhnt, aber die Szenen, welche ſich im
lichen und ſittlichen Gegenſatz klaffen; auch er fordert für
Hannover hat das, wie wir wiederholen, nicht das min=
Laufe der Miniſterpräſidentſchaft Lukacs” im ungariſchen
Elſaß=Lothringen die volle Gleichberechtigung mit den
deſte zu tun; denn eine hannoverſche Frage
Abgeordnetenhauſe zutrugen, übertrafen doch alles bisher
anderen Bundesſtaaten; auch er tritt für das
ſchranken=
gibt es nicht.
Dageweſene. Daraus Lukacs einen Vorwurf zu machen,
loſe Selbſtbeſtimmungsrecht Elſaß=Lothringens ein, auch
Dieſe Feſtſtellung iſt leider nicht nur wegen des
han=
wäre ungerecht. Seine Stellung gegenüber der
Oppoſi=
er läßt keinen Zweifel darüber, welchen Gebrauch die
noverſchen Welfentums, ſondern auch darum notwendig
tion, welche die Tätigkeit des Parlaments lahmlegen
Elſaß=Lothringer von dieſem Selbſtbeſtimmungsrecht
ma=
geworden, weil der welſiſche Freiher v. Meding
wollte, war ungemein ſchwierig, und nur rückſichtslofes
chen ſollen: nennt er es doch eine Grauſamkeit,
Elſaß=
jüngſt in Winſen an der Luhe folgendes mitgeteilt hat:
Vorgehen konnte ihn ſein Ziel erreichen laſſen, die Oppo=
Lothringen gegen ſeinen Willen einer Nationalität entriſ=
„In den Landtag wurden bei der diesjährigen
ſition zu brechen. Wer weiß, ob es Lukacs, dem der Ruf
ſn zu haben, die ihm teuer war, um ihm eine andere auf=
Landtagswahl mehrere Abgeordnete gewählt,
als beſonnener und ruhiger Politiker vorausging,
ge=
zuerlegen, die ihm widerſtrebte! — Einen Nationalismus
die ſich mündlich oder ſchriftlich verpflichtet haben,
lungen wäre, den Willen der Regierung durchzuſetzen,
ſolchen Schlages hat der Reichskanzler naturgemäß als
die Rechte Hannovers zu vertreten.”
wenn ihm nicht in dem Abgeordnetenhaus=Präſidenten
deutſchſeindlich beurteilt. Der Temps aber bringt es
In der Erklärung der N. A. Z. finden die beteiligten
Tisza ein ſo energiſcher Mann zur Seite geſtanden hätte!
fertig, dieſen nationaliſtiſchen Standpunkt „korrekt und
Herren einen Anlaß, ſich außer mit Artikel 83 der preu=
Mit deſſen Hilfe konnten, trotz der heftigſten Obſtruktion,
würdig” zu nennen, und verbindet damit folgenden
An=
ßiſchen Verfaſſungsurkunde mit § 81 des
Reichsſtrafgeſetz=
die Wehrvorlagen und die Wahlreform verabſchiedet
wer=
griff auf den Reichskanzler:
buches zu beſchäftigen. Die Nordd. Allg. Ztg. beruft ſich
den — zwei Aufgaben, deren hervorragende Bedeutuna
„In früheren Reden hatte Herr von Bethmann
Holl=
auf ein vom Prinzen Ernſt Auguſt im Einverſtändnis
nicht anzuzweifeln iſt.
weg mehr Sachlichkeit und geiſtige Freiheit gezeigt. Er
mit ſeinem Vater gegebenes „feierliches Wort”.
Daß Lukacs, der 35 Jahre im öffentlichen Leben
Un=
ließ damals (im Dezember 1909) die „Anhänglichkeit”
Welcher Art dieſes Wort iſt, wird nicht angegeben. Da
garns tätig war, einen ſolchen Abgang hat, iſt eigentlich
der Elſaß=Lothringer an ihren eigenen Eharakter zu.
aber das Regierungsorgan von ihm ſagt: es bürge über
Welche ſeltſame Entwickelung hat ihn dahin geführt, dem
zu bedauern, denn der Mann hat ſeinem Vaterlande viel
nicht mehr Rechnung zu tragen und zu verkünden, daß
jeden Zweifel hinaus dafür, daß der Prinz nichts tun und
geleiſtet, und auch die Manipulationen, welche ihn jetzt
das Schickſal Elſaß=Lothringens nicht in Straßburg und
nichts unterſtützen werde, was eine Aenderung des
preu=
zum Rücktritt zwingen, unternahm er ja nicht im eigenen
in Metz, ſondern in Berlin entſchieden werden muß? Iſt
Intereſſe, ſondern er glaubte, das Intereſſe des Staates
ßiſchen Beſitzſtandes im Auge hat, ſo ergeben ſich daraus
das kein neuer Beweis des Verhängniſſes, von dem Herr
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 6. Jnni 1913.
Seite 2.
Ein von nationalliberaler Seite
ein=
zu fördern. — Wer die Nachfolge antritt, ſteht noch nicht
gebrachter Antrag über die Beſteuerung
feſt, beſonders begehrenswert iſt das Amt bei den
ſchwie=
der Vermögen ſieht vor, daß erhoben werden beſ
rigen innerpolitiſchen Verhältniſſen nicht, was ja auch die
mehr als 30000 bis 50000 Mark 0,10 v. H., von 50000 bis.
Vorgänge, die ſich am Mittwoch im Abgeordnetenhauſe
100000 Mark 0,25 v. H., bei 100000 bis 200000 Mar
abſpielten, begreiflich erſcheinen laſſen
0,33½ v. H., bei 200000 bis 300000 Mark 0,50 v. H.,
bei 300000 bis 1 Million Mark 0,75 v. H., bei 1 Million
Deutſches Reich.
bis 5 Millionen Mark 1 v. H., bei 5 Millionen Mark und
-
Der Wehrbeitrag. Die Norddeutſche
All=
darüber 1,25 v. H. Der Wehrbeitrag wird nicht erhoben
gemeine Zeitung veröffentlicht eine in der Budgetkom
von Vermögen, welche den Betrag von 30000 Mark nicht
miſſion überreichte Zuſammenſtellung von Materialier
überſteigen. Perſonen, die bei einem Vermögen von
nich=
zur Begründung der Entwürfe von Geſetzen über den
mehr als 100000 Mark ein Geſamteinkommen von
we=
einmaligen außerordentlichen Wehrbeitrag und betreffent
niger als 3000 Mark haben, ſind auf ihren Antrag von
die Aenderungen im Finanzweſen. Der erſte Abſchnitt
Vermögen bis 50000 Mark von der Beitragsleiſtung ganz
dieſer Denkſchrift gibt u. a. eine ausführliche Darſtellung
bei Vermögen bis 100000 Mark zur Hälfte freizulaſſen.
der ſtaatlichen Einkommens= und Vermögensbeſteuerung
Ueber die Beſteuerung von Einkommen beſagt der An=
In den deutſchen Bundesſtaaten wird ferner die
Steuer=
trag: Bei Perſonen, die ein Einkommen von 7500 Mark
belaſtung des Deutſchen Reiches mit derjenigen Englands
und mehr haben, muß der Beitrag ohne Rückſicht auf das
und Frankreichs verglichen. Die ſteuerliche Belaſtung des
Vorhandenſein in der Höhe des Vermögensbetrages be
deutſchen Volkes ſtellt ſich wie folgt: Direkte Steuern ins
tragen: bei einem Einkommen von 7500 bis 15000 Mark
geſamt 2008,0 Millionen Mark, auf den Kopf 3,80 Mark,
mindeſtens 1 Prozent des Einkommens, von mehr als
indirekte
49,22 Prozent des Geſamtſteuerertrages;
(
15000 bis 30000 Mark mindeſtens 1 Prozent auf die
Steuern insgeſamt 2071,5 Millionen Mark, auf den Kopf
erſten 15000 und 2 Prozent auf die Summe darüber, von
31,86 Mark, 50,78 Prozent des Geſamtſteuerertrages. Von
mehr als 30000 Mark mindeſtens 1 Prozent auf die erſten
den indirekten Steuern entfallen auf den Kopf der Be
15000 Mark, 2 Prozent auf die zweiten 15000 Mark und
völkerung 23,73 Mark für Zölle und Verbrauchsabgaben,
3 Prozent auf den Ueberſchuß über 30000 Mark.
1,21 Mark für Aufwandsſteuern, 5,92 Mark für Verkehrs
Der Fall Stöſſel. Verſchiedene Blätter
teuern, 0,95 Mark für Erbſchaftsſteuern und 0,05 Mar
haben ſich in den letzten Tagen erneut mit der
Angelegen=
für andere indirekte Steuern. Der Vergleich der Steuer
heit des in Marokko lebenden deutſchen Reichsangehörigen
belaſtung des Deutſchen Reiches mit der Großbritanniens
Walter Stöſſel beſchäftigt. Wie die Köln. Ztg. feſtſtellen
nd Frankreichs ergibt daß die Steuerſyſteme in den dre
kann, hat ſich die deutſche Regierung von Anfang an die=
Ländern weſentlich verſchieden ſind. Die direkten Steuert
ſer Angelegenheit mit Nachdruck angenommen. Die befrie
ergeben in Deutſchland 2008,0, in Großbritannien 2637,7,
digende Erledigung der Sache iſt dadurch aufgehalten
wor=
in Frankreich 1062,9 Millionen Mark. Der
Geſamtſteuer=
den, daß zunächſt ein Tatumſtand aufgeklärt werden
betrag ergibt in Deutſchland, Großbritannien und Frank
mußte, der rechtliche Schwierigkeiten bietet. Jedoch hört
reich 4079,6, 4702,1 und 3776,4 Millionen Mark. Auf den
das genannte Blatt, daß die abſchließenden Verhandlun=
Kopf der Bevölkerung entfallen in Deutſchland, Groß
gen mit der franzöſiſchen Regierung in nächſter Zeit
bevor=
britannien und Frankreich an direkten Steuern 30,98
ſtehen.
an Zöllen und Verbrauchsabgaber
59,57, 27,15 Mark,
Die elſaß=lothringiſchen Ausnahme
23,73, 30,65, 44,95 Mark, an Verkehrsabgaben 5,92, 4,48
geſetze. Wie beſtimmt verſichert wird, hat die Regierung
0,58 Mark, an Erbſchaftsſteuern 0,95, 11,66, 7,51 Mark
die Abſicht, die Ausnahmegeſetze für Elſaß=Lothringen im
an Aufwandsſteuern für Deutſchland 1,26 Mark, insge=
Herbſt dem Reichstag zu unterbreiten
ſamt 62,75, 106,01, 96,09 Mark.
Ausland.
-
Freiwillige Wehrbeiträge. Wie die
Norddeutſche Allgemeine Zeitung mitteilt, gingen zu der
Oeſterreich=Ungarn
freiwilligen Wehrbeiträgen bei der Reichs
Die Erhebungen in der
Spionageange=
hauptkaſſe 388 565 Mark ein
legenheit des Prager Oberſten Redl ſind ab
Finanzminiſterkonferenz und
Ver=
geſchloſſen. Die Unterſuchung hat in lückenloſer Form
tagung der Deckungsvorlagen. In der Preſſe
Aufklärung über den vollen Umfang des ſenſationellen
war die Nachricht verbreitet, daß eine Konferenz der Fi=
Verbrechens erbracht. Die Summen, die Redl von
Ruß=
nanzminiſter der Bundesſtaaten zur Beratung über die
land erhalten hat, ſind bisher immer unrichtig angegeben
ſchwebenden Deckungsfragen der Wehrvorlage von der
worden. Wie die genauen Unterſuchungen nach den Redl
Reichsregierung einberufen ſei, zu welchem Zweck die
ſchen Büchern ergeben haben, erhielt der Spion für ſeine
Miniſter mit ihren Räten zum Teil bereits in Berlin ein=
Tätigkeit von Rußland in den letzten ſieben Jahren
ins=
getroffen ſein ſollen. Wie der Tgl. Rdſch. von zuſtändiger
geſamt etwa 508000 Kronen. Uebrigens erhielt Redl ſein
Seite mitgeteilt wird, iſt dieſe Meldung unzutreffend. Es
Geld auch nicht in Prag oder Wien, ſondern holte es ſich
liegt zurzeit nicht die Abſicht vor, eine Zuſammenkunft
immer ſelbſt in großen Summen bei ſeinen Ausflügen
und gemeinſame Beratung der einzelſtaatlichen
Finanz=
nach Warſchau, wo er Zuſammenkünfte mit einem Divi
miniſter über die Deckungsvorlagen in der
Reichshaupt=
ionsgeneral hatte.
ſtadt herbeizuführen. Wenn einzelne Bundesſtaaten die
England.
zuſtändigen Referenten zu den Beratungen über die
Im Unterhauſe richtete der Liberale King eine
Deckungsfragen entſandt haben, ſo entſpricht dies nur den
Anfrage an den Unterſtaatsſekretär für Irland Birrell, ob
üblichen Gepflogenheiten, die durch das natürliche
Inter=
die in Belfaſt beſchlagnahmten Gewehre
eſſe der Regierungen an beſonders wichtigen Vorlagen
deutſches Fabrikat ſeien.
Der Unioniſt Hewins fragte, ob
von einſchneidender wirtſchaftlicher Bedeutung hervor
ſie Kindergewehre ſeien.
Birrell erklärte, es ſeien 500
gerufen ſind. Ob ſich ſpäter die Notwendigkeit heraus=
Gewehre, anſcheinend italieniſche Fabrikate, beſchlagnahmt
tellt, die bundesſtaatlichen Finanzminiſter zu gemeinſamen
worden. Die Unterſuchung werde fortgeſetzt
Beratungen nach Berlin einzuladen, läßt ſich zurzeit jeden
Rußland.
falls noch nicht abſehen. — Gegenüber den Preßſtimmen,
die für eine Vertagung der Deckungsvorlage inſofern
In der Reichsduma wurde eine von der Bud=
Stimmung machen, als die Beſchlußfaſſung über die
Ein=
getkommiſſion vorgeſchlagene Formel eingebracht, die es
zelheiten der zunächſt nur in den Richtlinien feſtzulegenden
als notwendig bezeichnet, daß die Anlagen von Staats=
Deckungsforderungen dem Reichstage bei ſeinem nächſten
geldern des Auslandes nicht die wirklichen Bedürfniſſe
Zuſammentritt überlaſſen bleiben ſoll, ſo kann nur
wieder=
überſteigen und daß die mit dieſen Anlagen in
Verbin=
holt werden, daß die Reichsregierung nach wie vor darar
dung ſtehenden Operationen der Kontrolle des
Rech=
feſthält, daß jetzt ganze Arbeit gemacht wer
nungshofes unterliegen. Der Gehilfe des Finanzminiſters
den ſoll, und daß die im engſten Zuſammenhang mit
Weber wies darauf hin, daß dieſe Art des Verfahrens be
einanderſtehenden Wehr= und Deckungsvorlagen jetzt zur
reits ſchon angewendet werde. Die Duma nahm die
Erledigung gelangen.
Formel mit einigen Aenderungen an
dem Tode Friedrichs des Großen wenig geachtet und
un=
bewohnt gelaſſen, bis Prinz Friedrich Wilhelm, der ſpä=
Schloß Friedrichskron.
tere Kaiſer Friedrich, dieſes Juwel gleichſam neu ent
** Schloß Friedrichskron — dieſen Namen hatte das
deckte
Unter Friedrich Wilhelm III. und Friedrich
Neue Palais in Potsdam während der kurzen Regier=
Wilhelm IV. war das Schloß höchſtens zum Schauplatz
ungszeit Kaiſer Friedrichs erhalten, um ſo auch rein
einzelner Feſtlichkeiten gemacht worden. Erſt ein unver
äußerlich anzudeuten, in welch innigem Zuſammenhang
muteter und unerwünſchter Anlaß zwang im Sommer des
dies herrliche Bauwerk mit dem Leben des Herrſchers
Jahres 1831 den Hof, den ſo lange vereinſamten Bau zu
geſtanden. Iſt doch Kaiſer Friedrich im Neuen Palais
beziehen. Die in Berlin herrſchende Cholera forderte
geboren worden, hat er doch dort die ſchönſte und
glück=
eine Abſperrung der königlichen Hofhaltungen von allen
ichſte Zeit ſeines Lebens im engen Familienkreiſe ver
Verkehr mit der Außenwelt, und ſo quartierten ſich denn
bracht, ward er doch hier nach langem Leiden vom Tode
Prinz und Prinzeſſin Wilhelm, das ſpätere Königs= und
erlöſt! Deshalb richten ſich in dieſen Tagen des Geden=
Kaiſerpaar, im Neuen Palais ein, während Kronprin
kens viele Blicke nach dem Prachtſchloß Friedrichs des
Friedrich Wilhelm nach Sansſouci zog. In dieſer ſtren=
Großen, das einſt „Schloß Friedrichskron” war, bevor
gen Abgeſchiedenheit, bei der eine rings um den Park ge
es durch unſeren Kaiſer wieder zum Neuen Palais
um=
tellte ſtarke Poſtenkette jedem Beſucher erſt den Zutritt
gewandelt wurde
nach einer gründlichen Desinfektion gewährte, iſt der
Ein Geheimnis ſchwebt um die Entſtehung dieſes
Sohn des Prinzenpaares, der ſpätere Kaiſer Friedrich
großartigen Architekturwerkes, deſſen Vollendung die
ge=
geboren worden. Das Zimmer, in dem er das Licht der
niale Bautätigkeit des großen Königs krönte und das an
Welt erblickte und das dann auch ſein Sterbezimmer wer
künſtleriſcher Schönheit keinem anderen Hohenzollernſchloß
den ſollte, liegt nach dem großen Schloßhofe, dem ſogen.
zu weichen braucht. Von Meiſterhand” ſoll die Skizze
„Sandhofe”, zu im Parterre. Als Friedrich der
Groß=
geweſen ſein, die ſich Friedrich von einer inkognito
unter=
hier wohnte, gehörte es zu den Räumen, in denen der
nommenen Kunſtreiſe nach Holland für ſein neues Pa=
Prinz Heinrich logierte, wenn er ſeinen königlichen
Bru=
lais mitbrachte. Wahrſcheinlich war ein Engländer, ein
der beſuchte. Nachdem das Schloß ſo der kurze Schau=
Baumeiſter aus der Schule des großen Chriſtopher Wren
platz eines in ganz Deutſchland mit Jubel begrüßten
der Schöpfer des Planes; aber die wundervolle
Verbind=
reudigen Ereigniſſes geweſen war, ſtand es wieder faſ
ung britiſch=klaſſiziſtiſcher Elemente mit dem gut märki
zwei Jahrzehnte leer. Im Jahre 1859 aber erwählte ſich
ſchen Backſtein=Charakter iſt des Königs ureigenſter Ge
Prinz Friedrich Wilhelm als junger Ehemann die Stätte
danke, der ſein auch auf künſtleriſchem Gebiet originel
einer Geburt zur Sommerreſidenz, und von nun an wark
chaffendes Genie nie glänzender bewieſen hat, als be
das Palais der Lieblingsaufenthalt des
Kronprinzen=
dieſem Bau. Als das großartigſte und eigenartigſte
paares, das von den erſten Tagen des Vorfrühlings bis
Denkmal, das der damals mächtig anſchwellende engliſche
weit in den Spätherbſt hinein hier weilte.
Der frü
1
Einfluß in Deutſchland hinterlaſſen hat, ſteht das Neuc
here Hofprediger, D. Bernhard Rogge, entwirft in ſeinem
Palais an einem hervoragenden Platz in der Geſchicht
Buche über die Hohenzollernſtätten Potsdams aus inti
der Baukunſt. Aber von ſeinen Beſitzern ward es nach
mer Kenntnis ein anmutiges Bild von dem Familien
Nummer 130.
Amerika
Truſtbekämpfung. Die Times meldet:
Gene=
alanwalt Mac Reynolds beabſichtigt, im Senat zu
be=
antragen, daß die Finanzkommiſſion einen Zuſatz zur
Ta=
rifbill durch die Schaffung einer inneren Steuer für die
Tabakfabrikation im Verhältnis zum Ertrage mache. Mac
Reynolds hofft hierdurch die unabhängigen Fabrikanten
von der beſtändigen Beherrſchung durch die größeren,
frü=
her den Truſt bildenden Syndikate zu befreien und erklärt,
die Uebelſtände der Truſts dauerten trotz der Auflöſung
an, deshalb ſeien kräftige Maßnahmen notwendig
Der Generalanwalt Mae Reynolds wird
Unter=
ſuchungen über den Standard=Oil=Truſt einleiten, um
feſt=
zuſtellen, ob Beweiſe für eine Verletzung des
Auflöſungs=
dekrets vorhanden ſind
Der Proteſt Japans. Japan hat dem
Staats=
ſekretär Bryan eine längere Antwort auf die Erwiderung,
die auf die Proteſtnote Japans in der kaliforniſchen
Land=
frage erfolgte, übermittelt. In der Antwort ſind die
Bründe dargelegt, weshalb Japan das Webbſche
Land=
geſetz als eine Verletzung des Vertrages von 1911
weiter=
in betrachtet. Ferner hat es weitere Unterhandlungen
angeregt.
* Wildpark bei Potsdam, 5. Juni. Der Kaiſer
traf gegen 2 Uhr nachts im Sonderzug hier ein. Der
Monarch blieb bis früh im Salonwagen und begab ſich
urz nach 7 Uhr ins Neue Palais.
* Gmunden, 4. Juni. Reiſeplan des
jung=
vermählten Prinzenpaares. Prinz Ernſt Auguſt
von Cumberland und ſeine Gemahlin werden den
Auf=
enthalt im herzoglich eumberländiſchen Jagdſchloß
Aubach in Oberöſterreich bis zum 18. Juni ausdehnen.
Dann geht das Paar einige Tage zu Beſuch nach Gmun
den. Nach einem kurzen Aufenthalt in München
fol=
gen der Prinz und die Prinzeſſin einer Einladung der
Kaiſerin nach Berlin. Die Prinzeſſin wird nur von ihrer
Hofdame begleitet. Von einer Ueberſiedelung an den
Garniſonsort des Herzogs Ernſt Auguſt verlautet vorläufig
nichts.
Roſtow (Gouvernement Jaroslaw), 4. Juni. Die
kaiſerliche Familie iſt hier eingetroffen
Stadt und Land.
Darmſtadt, 6. Juni.
Keine Audienzen. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog werden am Samstag weder Audienzen er
eilen, noch Meldungen und Vorträge entgegennehmen.
Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem außerordentlichen Geſandten
und bevollmächtigten Miniſter am Königlich Preußiſchen
Hofe Geh. Staatsrat Dr.=Ing. Freiherrn v. Biege
leben zu Berlin die Erlaubnis zur Annahme und
zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem Deutſchen
Kaiſer, König von Preußen, verliehenen Kronen
ordens 1. Klaſſe, dem Kaiſerlichen Legationsſekretär ar
der Deutſchen Botſchaft zu Waſhington Dr. Kurt
Freiherrn v. Lersner die Erlaubnis zur Annahm=
und zum Tragen des ihm von dem Präſidenten der
Franzöſiſchen Republik verliehenen Ritterkreuzes der
Ehrenlegion, dem Oberlehrer Dr. Auguſt Vetter in
Bukareſt die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen
der ihm von Sr. Maj. dem König von Rumänien ver
liehenen Verdienſtmedaille 1. Klaſſe für Unterricht und
dem Geheimen Oberbaurat Kilian die Erlaubnis zur
Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Königl.
Hoheit dem Prinz=Regenten von Bayern verliehenen
Ehrenkreuzes des Ordens des heiligen Michaels erteilt.
Uebertragen wurde dem
,
Schulperſonalien.
Lehrer Heinrich Schiff zu Fahrenbach, Kreis
Heppen=
heim, eine Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu
Dal=
heim, Kreis Oppenheim; dem Schulamtsaſpiranten
Joſeph Schmitt aus Wald=Michelbach, Kreis
Heppen=
heim, eine Lehrerſtelle an der evangeliſchen Schule zu
Birkenau, in demſelben Kreiſe; beſtätigt wurde der
von dem Herrn Grafen zu Erbach=Fürſtenau auf die
erledigte Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Olfen,
Kreis Erbach, präſentierte Lehrer Philipp Kroh zu
Metzlos=Gehaag, Kreis Lauterbach, für dieſe Stelle; der
von dem Herrn Fürſten zu Solms=Braunfels und dem
Herrn Grafen zu Solms=Laubach auf die erledigte
Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Trais=
Münzen=
berg, im Kreiſe Friedberg, präſentierte Lehrer Adolf
Morell zu Münzenberg, in demſelben Kreiſe, für dieſe
Stelle.
Neuer Amtstitel. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben angeordnet, daß an Stelle des
idyll, das ſich nun durch Jahrzehnte im Neuen Palais
entfaltete. Hier trat die Repräſentation des Hofes zurück
die Eltern widmeten ſich hauptſächlich ihren Kindern, die
in der ländlichen Stille prächtig und fröhlich
heranwuch=
en; ſie nahmen gemeinſam mit den Kindern die Mahl
zeiten ein, weilten gerne bei ihnen auf dem Spielplatz,
der in einem abgeſchloſſenen Teil des Parkes hinter den
geſchorenen Hecken eines Naturtheaters errichtet war,
au=
dem Friedrich der Große ſich einſtmals hatte
Schäfer=
tücke vorſpielen laſſen. Da ſtanden Turngeräte aller Art
und in der Mitte ein vollſtändig aufgetakeltes Schiff, an
em der jetzige Großadmiral Prinz Heinrich ſeine erſten
Uebungen als Seemann gemacht hat
Der Kronprinz half auch ſeinen Kindern beim
Pflan=
zen und Blumenpflegen in den kleinen Gärten, die ihnen
eingerichtet waren. „Wie oft hat man ihn während des
Sommeraufenthaltes im Neuen Palais in bequemer
ſchottiſcher Tracht in der Umgebung des Schloſſes ſich er
gehen ſehen. Als Beſitzer des benachbarten, ihm vom
Könige geſchenkten Gutes Bornſtedt, pflegte er wohl die
Felder zu Fuß oder zu Pferde zu durchſtreifen.” Vom
Neuen Palais aus iſt der Kronprinz zweimal, 1866 und
1870, in den Krieg gezogen und zweimal als ſiegreicher
Feldherr hierher in den Schoß ſeiner Familie zurückge
kehrt. Die Mehrzahl ſeiner Kinder iſt im Neuen Palais
geboren worden, und ſo waren die freudigſten Erlebniſſe
ür ihn mit dieſem Bau verknüpft. Und auch die
trau=
rigſten Momente ſeines Daſeins ſollten ſich hier
abſpie=
len. Als ein dem Tode unentrinnbar Verfallener wurde
Kaiſer Friedrich am 1. Juni 1888 nach ſeiner
Sommer=
reſidenz gebracht, und nach zwei langen, ſchweren Leidens
wochen hauchte er hier ſeine Seele aus. Dann bewegte
ich durch den Park von Sansſouci ein feierlicher Leichen
zug nach der Friedenskirche zur vorläufigen Beſtattung
ind nahm fort aus Schloß Friedrichskron, was ſterblich
war an Kaiſer Friedrich.
Nummer 130.
Amtstitels „Steuerkontrolleur” künftig der Amtstitel
„Oberſteuerkontrolleur” tritt.
Ausbildung nichttierärztlicher Fleiſchbeſchauer
Zu den Schlachthöfen, in denen nicht tierärztliche
Fleiſch=
beſchauer ausgebildet werden können, tritt für die Folge
auch der Schlachthof zu Worms. Es können
nunmehr, da auch am Schlachthof zu Offenbach wieder
Kurſe zur Ausbildung nicht tierärztlicher Fleiſchbeſchauer
abgehalten werden, ſolche an den Schlachthöfen in
Darmſtadt, Offenbach, Gießen, Mainz und Worms
ausgebildet werden. Die Gebühr für die Ausbildung
beträgt an allen fünf Schlachthöfen bei drei Teil
nehmern an einem Kurſus für jeden Teilnehmer
40 Mark, bei vier und mehr Teilnehmern an einem
Kurſus für jeden Teilnehmer 30 Mark
Eine Funker=Kompagnie für Darmſtadt. Wie das
Mil.=Wochenblatt jetzt mitteilt, iſt als Standort bei der
künftigen Einteilung der Verkehrstruppen Darmſtadt für
die fünfte (Funker=)Kompagnie des Telegraphenbataillons
Nr. 3 vorgeſehen
Wohlfahrtspoſtkarten. Das vom Alice=
Frauenver=
ein zum Beſten des Roten Kreuzes veranſtaltete
Märchen=
feſt iſt über alle Erwartungen wohlgelungen verlaufen
und wird noch lange allen Mitwirkenden und Beſucherr
m Gedächtnis bleiben. Beſonders geeignete Zeichen der
Erinnerung an dieſe Feſtſtunden ſind die vom Verband
Deutſcher Papier= und
Schreibwarenhänd=
ler, Ortsgruppe Darmſtadt, herausgegebenen
Poſt=
karten, die auch den Auswärtigen die Eindrücke jenes
Tages vermitteln können. Der Abſatz der Poſtkarten
während des Feſtes war ſehr bedeutend und die beider
Poſtkartenſtände haben, dank der regen Tätigkeit der
Damen, die ſich dem Verkauf der Karten unterzogen hat
ten, einen ſchönen klingenden Erfolg ergeben. Erſchienen
waren fünf Poſtkarten der Großherzoglichen Familie nadh
Originalaufnahmen des Photographen Erwin Raupp in
vorzüglicher Kupfergravüren=Ausführung. Eine dieſer
Karten zeigt die Bildniſſe der drei Präſidentinnen des
Alice=Frauenvereins mit einer künſtleriſchen Umrahmung,
von Kunſtmaler Ludwig Enders entworfen. Die von
Märchenfeſt beim kleinen König hergeſtellten
photographi=
ſchen Aufnahmen der reizenden 19 Märchengruppen ſind
ebenfalls als Wohlfahrtspoſtkarten erſchienen und fander
auf dem Feſtplatze raſchen Abſatz. Während der Anweſen
heit der Hohen Herrſchaften wurden wohlgelungene Mo
mentaufnahmen gemacht, die nach kurzer Zeit als Poſt
karten ebenfalls erſchienen und raſch vergriffen waren.
Der kleine verbleibende Reſt der Poſtkarten und
photo=
graphiſchen Aufnahmen wird nunmehr zugunſten des
Roten Kreuzes in den Papier= und Buchhandlun
gen Heſſens verkauft
Sozial=mediziniſcher Abend.
Am Mittwock
abend fand in der Ernſt=Ludwig=Heilanſtalt (Dr.
Loſſens Klinik), Steinſtraße 21/23, bei reger Beteiligung
der 2. Sozial=mediziniſche Abend ſtatt
Herr
Sanitäts=
rat Dr. Kolb hielt ſeinen angekündigten Vortrag über
„Brüche und Unfall” Vortragender wies zunächſt auf
den Einfluß der ſozial=politiſchen Geſetze auf den ärzt
lichen Stand hin und auf die Beurteilung verſchiedener
Krankheiten als Unfallfolge. Er ging dann ein au
die Entſtehungsart der Unterleibsbrüche, vor allem der
Leiſtenbrüche, erörterte die Möglichkeit eines
Unfall=
bruches und die Bruchentſtehung durch direkte Gewalt
wobei die Seltenheit der plötzlichen Entſtehung eines
Bruches beſonders hervorgehoben wurde. Weiterhin
wurde noch durch den Vortragenden der Unterſchiet
wiſchen angeborenem und erworbenem Bruch behandelt,
ſowie in der Regel langſame Entſtehung eines Bruches
durch Vorſchiebung des Bauchfells
dem letzten
In
Teil des Vortrages ging der Redner auf die Zeichen
des Unfallbruches ein, ſowie auf die Bedingungen der
Anerkennung eines ſolchen durch das
Reichsverſicherungs=
amt. Er wies auf die Wichtigkeit der ärztlichen Begut
achtung hin und ſtellte die bei uns gültigen Regeln bei
der Behandlung der Bruchfrage in Vergleich zu den
hierüber maßgebenden Geſichtspunkten anderer Staaten.
An den Vortrag ſchloß ſich eine Diskuſſion. Nach Schluß
der Sitzung fand noch eine Beſichtigung der neuen
Röntgenabteilung der Anſtalt ſtatt.
5jähriges Dienſtjubiläum. Am 8. Juni d. J. ſind
25 Jahre verfloſſen, ſeit der Backofenbauer Peter Racke
in Dienſten des Backofenbaugeſchäfts Johann Scheurer
hier, Aliceſtraße, beſchäftigt iſt
Kriegerverein Darmſtadt. Die Monatsver
ſammlung war gut beſucht. Der erſte Vorſitzende
berichtete über die Tätigkeit des Vorſtandes, die
erfolg=
ten Aufnahmen uſw., und die Verſammlung ehrte das
Andenken der verſtorbenen Kameraden durch Erheben von
den Plätzen. Der weitere Bericht gab Ausdruck über die
Tagung des Verbandes in Hirſchhorn, die in ernſter wie
heiterer Stimmung nur Zeugnis der Befriedigung ablegte
Die vier älteſten Frauen
der Welt.
Ob die Männer oder Frauen länger leben, iſt ein
Frage, die häufig erörtert wird. Doch ſind bisher die
Statiſtiker und Gelehrten zu keinem endgültigen Reſulta
darüber gekommen, welchem Geſchlecht ſie die Palme de
Langlebigkeit reichen ſollen. Faſt möchte man aber glau
ben, daß gegenwärtig die Frauen den Rekord des höchſten
Alters halten, wenn man die Zahlen und Angaben lieſt,
die eine franzöſiſche Wochenſchrift über die vier älteſten
Frauen der Welt veröffentlicht. Da iſt zunächſt eine In
dianerin aus Kanada vom Stamme der „durchbohrten
Naſen” die auf ein Alter von 112 Jahren zurückblickt. Sie
führt den bürgerlichen Namen Crescent Antonote, aber
ihre Landsleute, die ihr eine große Verehrung entgegen
bringen, nennen ſie „die weiße Krähe” weil dieſer Voge
den Ruf genießt, ſehr alt zu werden. Das harte, an Ent
behrungen und Mühen reiche Leben, das die Greiſin als
Frau dieſes Jägerſtammes geführt hat, hat ihre
Geſund=
heit nicht untergraben können. Sie arbeitet noch heute
mit an der Zubereitung der Häute, mit deren Verkauf ſich
die kanadiſchen Indianer ihren Lebensunterhalt erwerben
und trägt ihre 112 Jahre leicht und fröhlich. An Alter
übertroffen wird ſie von einer ehrwürdigen Chineſin Tſao
Yat, die es bereits zu dem reſpektablen Alter von 114
Jahren gebracht hat. Man wird ja in China überhaupt
älter als anderswo und die Stadt Yün=Nan, in der Tſao
Yat geboren wurde, nimmt den Ruhm für ſich in An
ſpruch, daß ihre Bewohner beſonders ſpät ſich dem allge
meinen Los der Sterblichen beugen. Sie iſt ſehr ſtol
auf dieſe uralte Frau, die ihre Mauern bergen, zuma
ſao=Yat noch über eine ſeltene Klarheit des Geiſtes
ver=
fügt und ſich mit einem erſtaunlichen Gedächtnis an Dinge
erinnert, die vor einem Jahrhundert paſſiert ſind. Eine
Frau von 118 Jahren lebt in Peru. Ihr ganzes langes
Leben hindurch hat ſie auf dem Lande gewohnt in der
Umgegend von Arequipa; ſie war die Frau eines
Berg=
mannes und teilte das harte Los und die frugale
Lebens=
weiſe, die den armen Arbeitern auferlegt iſt. Ihre älteſte
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 6. Juni 1913,
Des weiteren wurde das Regierungsjubiläum S. M. des
aiſers erörtert und beſchloſſen, die offizielle Feier mit
dem am 22. Juni ſtattfindenden Sommerausflug zu
ver=
binden. Von den aus der Verſammlung gemachten
Vor=
chlägen über das Ziel fand ein ſolcher nach Heppenheim
mit Beſuch der Starkenburg am meiſten Anklang. Zun
Schluß erläuterte der erſte Vorſitzende noch die ſeitens der
Stadtverwaltung in Ausſicht genommene
Veteranenehren=
gabe
Darmſtädter Hausbeſitzer=Verein, e. V. Es wird
auf die am Freitag, den 6. Juni, in der Reſtauration
Sitte (gelber Saal) ſtattfindende Mitgliederver
ſammlung aufmerkſam gemacht. Die Mitglieder
Damen und Herren —
ſollten zahlreich erſcheinen. (Näh.
ſiehe Anz.)
Der neueſte Zeppelinkreuzer „Sachſen” paſſierte
geſtern vormittag 10.05 Uhr Darmſtadt und flog in der
Richtung nach Frankfurt weiter. Da das Luftſchiff Rük
enwind hatte, flog es ganz ungewöhnlich ſchnell und
war ſchon nach wenigen Minuten dem Geſichtskreis
ent=
ſchwund
en.
Regelmäßiger Erholungsurlaub für Angeſtellte.
Die Bezirksgruppe Darmſtadt des Hanſabundes hat
unter Beifügung der Unterſchriften des
Handelsver=
eins,
ſowie des Kaufmänniſchen Vereins
Darmſtadt, des Vereins für Handlungskommis
von 1858 (Bezirk Darmſtadt), des Werkmeiſter=
Ver=
ins, des Bankbeamten=Vereins, des Verbands
Leipzie
Deutſcher
Handlungsgehilfen zu
(Kreisverein Darmſtadt) und des Kaufmänniſchen
Vereins
Frankfurt (Bezirk Darmſtadt) ein Rund
ſchreiben an die hauptſächlichſten Firmen von Handel und
Induſtrie wegen Erteilung regelmäßiger Erholungs
urlaube an Angeſtellte gerichtet. Es iſt dankend anzuer
kennen, daß während der letzten Jahre die Bewilligung
von Urlauben an kaufmänniſche und techniſche Angeſtellte
erfreuliche Fortſchritte gemacht hat. Entſchließen ſich
nun=
mehr möglichſt alle Firmen zur Gewährung derartiger
Urlaube, ſo werden die kaufmänniſchen und techniſcher
Angeſtellten in die Lage verſetzt werden die durch die
Errichtung Kaufmänniſcher Erholungskeime gebotenen
Vorteile zu genießen, wodurch einesteils das Pflich’gefüh
der Angeſtellten eine weitere Steigerung und anderenteils
das Geſchäftsintereſſe ebenſalls eine Förderung erfahren
wird
Fahrraddiebſtähle. Am Mittwoch ſind nicht
weni=
ger als drei Fahrräder geſtohlen worden. Ein Fahrral
war vormittags gegen 10 Uhr vor dem neuen Gerichts
gebäude am Mathildenplatz aufgeſtellt. Dasſelbe iſt Marke
Dürkopp und hat ſchwarzen Rahmenbau. Das zweite
Fahrrad war am Nachmittag zwiſchen 2 und 3 Uhr vor
einem Hauſe in der Rheinſtraße aufgeſtellt. Dasſelbe iſt
Marke Torpedo, hat ſchwarzen Rahmenbau und Polizei
Nummer ſchwarz D 6229. Das dritte Rad war in der
Zeit von 10 Uhr vormittags bis 6 Uhr abends in der
Hochſchule in einem Durchgang aufgeſtellt. Dasſelbe iſt
Marke „Wanderer”, hat ſchwarzen Rahmenbau und
eben=
ſolche Felgen.
Unfall. Am Mittwoch abend kurz nach 10 Uhr
wurde ein Mann am Marktplatz von einem Motorwagen
der elektriſchen Straßenbahn, den er anſcheinend nicht be
merkte, zur Seite geſchleudert. Der Mann kam zu Fall
und trug einige Wunden am Kopfe davon. Er wurde
durch die Rettungswache in das Städtiſche Krankenhaus
verbracht.
Konzerte. Hugenſchütz’ Felſenkeller. An
geutigen Freitag, 6. Juni, wird das Konzert der
vollſtän=
digen Kapelle des Großh. Heſſiſchen Artillerie=Regiment=
Nr. 61 wiederum ein ſehr reichhaltiges Programm
ent=
halten. Wie im Anzeigenteil erſichtlich, wird der Cornet
à Piſton=Virtuoſe Herr Ehlers durch künſtleriſche Vor
träge erfreuen, und der dritte Teil ſieht nur hiſtoriſche
Muſik vor, wobei einige alte Heſſiſche Märſche (um die
Zeit von 1741—1748) beſonderes Intereſſe wecken dürften
Im Brauerei=Ausſchank Fay (Alexander
ſtraße 23) findet heute Freitag ein Garten=Konzer:
ſtatt. Es konzertiert wieder eine Abteilung der Kapelle
des Leibgarde=Regiments, die am letzten Freitag einen
großen Beifall erntete und wieder ein ganz vorzügliche
Programm aufgeſtellt hat. Auch am nächſten Sonntag
wird ein erſtklaſſiges Künſtler=Konzert derſelben Kapelle
tattfinden. (Siehe auch Anz.)
Verkehrsverein
V. V.
Der Vorſtand des Verkehrsvereins hielt im Re
ſtaurant Sitte ſeine erſte gut beſuchte Sitzung im neuer
Vereinsjahre ab. Der Vorſitzende begrüßte die
Anweſen=
den und beſonders die für dieſes Jahr neu zugewählten
Vorſtandsmitglieder. Es ſind dies die Herren Sanitätsrat
EERMN
Tochter, mit der ſie zuſammen lebt, iſt gerade 100 Jahre
alt; die beiden haben immer in friſcher Luft ihre Arbeit
verrichtet und in einer kleinen Hütte mitten im Wald
ge=
ſchlafen. Es iſt ihnen augenſcheinlich gut bekommen, denn
die Einhundertachtzehnjährige iſt noch heute rüſtig, und
die Tochter gerät der Mutter nach und wird vielleich
ebenſo alt werden. Dieſe 100 Frühlinge zählende Frau
deren Mutter noch lebt, kann ſich mit Recht rühmen, auf
der Welt einzigartig zu ſein. Aber die älteſte Frau hat
doch das alte Europa hervorgebracht; es iſt eine 120
Jahre alte Spanierin. Dieſe Zeitgenoſſin Napoleons
wurde im April 1793 zu Huescar, einem kleinen Dorf in
Südſpanien, geboren. Sie iſt ein Nachkomme der alten
Mauren, die mehrere Jahrhunderte hindurch die
Halb=
nſel beherrſchten, und hat ein Leben geführt, ſo reich ar
Erlebniſſen und Wechſelfällen, wie man es ſich kaum
träu=
men laſſen möchte. Während der großen Aufſtände vor
1820, die zugunſten König Ferdinands VII. ſtattfanden
erhielt ſie einen Schuß und wurde verwundet; ein ander
nal wurde ſie das Opfer eines Wagenunfalles, bei den
ſie mehrere Glieder brach und viele Monate auf dem
Schmerzenslager zubrachte. Oefters hat ſie der Tod ge
ſtreift, aber ſtets hat er ſie verſchont, und ſo lebt die taß
fere Spanierin, die dem Vaterlande neun Kinder geſchenkt
ſat, noch heute, in einfachen Verhältniſſen, aber ohne
Beſchwerden und Gebrechen irgend welcher Art. Sie hör
und ſieht noch vortrefflich und ihre größte Freude iſt es,
einer zahlreichen Enkelſchar aus ihrem unerſchöpflicher
Schatz der Erinnerungen zu erzählen. Häufig finden ſich
dann auch andere Zuhörer dazu, um aus dieſer „
lebendi=
gen Geſchichtsquelle” zu ſchöpfen. Vor einigen Jahrer
wurde ihr von der Königin=Mutter eine Ehrenpenſion
ausgeſetzt. Ja, die damalige Regentin verſchönte ſogar
die Feier ihres 100jährigen Geburtstages durch einen
Beſuch. Die ganze Umgegend ihres Dorfes, in dem ſie
bereits ſeit 45 Jahren lebt, nahm an der Feier teil. Ir
einem ſchön geſchmückten Wagen wurde ſie in feierlichen
Umzug herumgefahren, und ſie weinte damals vor Freude
und Stolz über dieſen „ſchönſten Tag ihres Lebens” Nun
hofft ſie, an ihrem 125. Geburtstage einen noch ſchöneren
Tag feiern zu können. .
Seite 3.
Dr. Blumenthal, Bäckermeiſter Finger, Rentner W. Ganß
Rentner A. v. Heſſert, Dipl.=Ing. Kl. Herszberg,
Rechts=
anwalt Dr. Hoffmann II., Schloſſermeiſter Jacobi,
Rechts=
anwalt Kalbhenn, Hofuhrmacher Karp, Amtmann Kröll
Sanitätsrat Dr Kolb, Stadtv., Obermeiſter C. Lautz,
Stadtv., Hoflieferant E. Niemann, Baron von Oetinger
Kammerherr, Juſtizrat Dr. Oſann, Stadtv. und
Landtags=
abgeordneter, Hoflieferant A. Reuter, Hoflieferant R
Reuter, Kaufmann K. Rittershaus, Fabrikant Ph. Roeder
Architekt Schembs, Eiſenbahninſpektor a. D. Scheyrer,
Hof=
ieferant H. Schneider, Kaufmann Th. Schneider,
Haupt=
mann d. L. Schroeder, Architekt Schulz, Bankdirektot
Stein. Rentner O. Stockhauſen, Profeſſor Dr.=Ing. Vetter
lein,
Kaufmann F. Warnecke und Reallehrer Weide
Erfreulicherweiſe konnte auch wieder eine größere An
zahl Neuaufnahmen vollzogen werden, nämlich die der
Herren Kaufmann H. Bankwitz, Rentner W. Emmel,
Re=
gierungsrat Gennes. Rechtsanwalt Dr. Oppenheimer,
Fa=
brikant Direktor W. Roemheld, Kaufmann L. Tiſcher
Reallehrer Weide, ſowie der Heſſiſchen Eiſenbahn=Aktien
Geſellſchaft und des Vereins für Verbreitung von
Volks=
bildung. Frau Max Sander hat zum Andenken an ihren
verſtorbenen Gemahl, der lange Jahre Vorſtandsmitglied
des Verkehrsvereins war, eine Spende gemacht, und der
Vorſitzende nimmt Gelegenheit, der Stifterin herzlichen
Dank auszuſprechen
Als bekannt wurde, daß wieder zwei neue
Kriegs=
hat der Vorſtand der
chulen errichtet werden ſollten,
Herrn Oberbürgermeiſter gebeten, doch Schritte dahin ein
uleiten, daß eine der neu zu errichtenden Kriegsſchulen
nach Darmſtadt verlegt würde, da ein derartiges Inſtitut
einer Stadt außerordentlich viel wirtſchaftliche Vorteil
bietet. Der Vorſtand hofft, daß dieſe Schritte von Erfolg
-
Eine ſehr angeregte Debatte entſtand
begleitet ſind
über unſere elektriſche Straßenbahn, in der verſchiedentlich
Wünſche bezüglich der Linienführung, Halteſtellen. Um
ſteigen und Nummerbezeichnung der einzelnen Linien,
Ueberfüllung der Wagen uſw. geäußert wurden, die der
Heag zur Berückſichtigung überwieſen werden ſollen.—Von
Hausbeſitzerverein wird darauf hingewieſen, daß unſere
Stadt im Vergleiche zu anderen Städten ſehr billige und
preiswerte Wohnungen aufzuweiſen habe, was bei der
Reklame des Verkehrsvereins immer beſonders betont
wurde
Bei der hierauf vorgenommenen Verteilung der
Aem=
ter wurde Herr Juſtizrat Dr. Oſann zum zweiten
Vor=
ſitzenden und Herr Stadty. Apotheker Ramdohr zum
Rech=
ter gewählt. Zur Erleichterung der Geſchäftsführung
und Entlaſtung des Vorſitzenden wurde ein Arbeitsaus
ſchuß gewählt, dem die Herren Th. Stemmer. Dr. Oſann,
Apotheker Ramdohr, Finanzrat Emmerling, Rentner
Hös=
lein und Kaufmann Otto Wolff angehören.
— Im Inter
eſſe der Förderung der Beſtrebungen des Komitees
Darm=
tadt im Blumen= und Pflanzenſchmuck werden verſchie
dene Vorſchläge gemacht, ſo die Veröffentlichung von
Ar=
tikeln über die Anlage und Inſtandhaltung von
Blumen=
dekorationen. Auch ſollen die am beſten gelungenen
Schmückungen photographiert und veröffentlicht werden
Eine intereſſante Debatte wurde durch einen Antrag
betr. die baldige Errichtung eines Muſiktempels auf dem
Vor=
Paradeplatz anzuſtreben, hervorgerufen, und der
Ver=
ſitzende konnte mitteilen, daß die recht ſchwierigen
handlungen über die Ausgeſtaltung des Paradeplatzes
wohl demnächſt zum Abſchluß gelangen dürften,
und
Ver=
vürde dann nach Fertigſtellung der geplanten
änderungen der Paradeplatz ein Schmuckſtück für die ganz
Stadt ſein
Die von dem Großh. Polizeiamt geplante Errichtung
eines Telephongehäuſes zur telephoniſchen Beſtellung von
Droſchken und Autodroſchken begrüßt der Verein ſehr und
hofft, daß dieſe Einrichtung durch eine elektriſche Klingel
leitung mit dem Verkehrsbureau verbunden werden kann
welchen Vorſchlag der Verein ſchon vor ſechs Jahren
ge=
macht hat. Bei dieſer Gelegenheit wurde darauf aufmerk
ſam gemacht, daß die Automobildroſchkenbeſitzer nunmehr
lle einer Haftpflichtverſicherung angehören müſſen, welche
Maßregel im Intereſſe der Fahrgäſte ſehr wichtig iſt.
Nachdem noch verſchiedene Anregungen gegeben wurden,
ſchließt der Vorſitzende die recht anregend und intereſſant
verlaufene Sitzung.
Traiſa, 5. Juni. Das geſtern von Herrn Behrens=
Hufnagel im „Darmſtädter Hof” veranſtaltete erſte
Mili=
tärkonzert erfreute ſich eines regen Beſuches, ſo daß
auf allgemeinen Wunſch von jetzt ab jeden Mittwoch
Mili=
tärkonzert abgehalten wird. Iſt doch auch der Spazier
gang nach Traiſa wohl der ſchönſte in der Umgebung
Darmſtadts, und der Aufenthalt unter den hundertjähriger
Kaſtanienbäumen äußerſt angenehm. Auch für die Jugen!
hat Herr Behrens=Hufnagel einen großen Wieſenſpielplat
zur Verfügung geſtellt
S. Auerbach, 5. Juni.
Im Hotel „Zur Krone” hier
ſelbſt werden während der Monate Juni bis Septembe
Feuilleton.
* Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben. Eine Fakſi
mile=Ausgabe von Mozarts Requiem. Die
Wiener Hofbibliothek bewahrt als einen ihrer wertvollſten
Schätze die Originalhandſchrift des Requiems, das Mozart
unvollendet zurücklaſſen mußte, da ihm der Tod den Stift
us der Hand nahm. Es wurde von ſeinem Schüler
Süß=
nayer vollendet, der ſo vollkommen in den Geiſt des
Mei=
ters eingedrungen iſt, daß der Streit, was von Mozart
und was von ihm herrührt, noch immer nicht abgeſchloſſen
iſt. Wie wir erfahren bereitet der Oberbibliothekar der
K. K. Univerſitätsbibliothek in Wien, der bekannte
Ge=
ehrte Dr. Alfred Schnerich, mit Erlaubnis der Direktion
er K. K. Hofbibliothek eine Ausgabe dieſer wertvollen
Handſchrift in vollkommen getreuer Wiedergabe des Ori
ginals vor, die ſicher das lebhafteſte Intereſſe nicht nur
der Muſikgelehrten, ſondern jedes Kunſtfreundes erregen
wird. Das Werk, das nur in 500 numerierten Exempla
ren ausgegeben wird, koſtet im Subſkriptionswege 48
Kro=
ien. Anmeldungen ſind an die Geſellſchaft für graphiſche
Induſtrie in Wien zu richten, die den Verlag dieſer ver
dienſtvollen Ausgabe übernommen hat
*
Mar Dietrich Cramers „Hagenbachs Ende‟
feierte bei ſeiner Uraufführung im Karlsruher
Stadtthea=
ter am Mittwoch einen völligen Erfolg.
Inſze=
nierung und Regie waren glänzend. Der Autor wie die
Darſteller wurden bereits nach dem erſten Akt wiederholt
e
gerufen.
Münchener Theater. Im Münchener Künſt
lertheater fand am 3. die Uraufführung des dreiakti
gen Opferſpiels „Die Heilige” von Jakob
Schaff=
ner ſtatt. Der bekannte und erfolgreiche Erzähler ſtrebt
in ſeinem dramatiſchen Erſtling eine Stiliſierung des
Mi=
ieuſtückes an. Dieſe in ländlichen Kreiſen ſpielende Ehe
tragödie pendelt aber zwiſchen naturaliſtiſcher Brutalität
und ſtelzenhaftem Pathos haltlos hin und her. Auch ha
der Dichter den Fehler aller Romanſchriftſteller, die für die
Bühne ſchreiben wollen, nicht zu vermeiden gewußt. Das
Stück leidet unter einer Ueberfracht von Problemen, von
denen keins zur plaſtiſchen Durchführung kommt. Immer
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 6. Inni 1913.
Seite 4.
Daniel Katz ſchlug ein Blitz ein, wobei das Dach zur Hälfte
jeden Freitag Militär=Gartenkonzerte von der ganzen
Kapelle des Garde=Dragoner=Regiments Nr. 23, unter der
zerſtört wurde.
U. Stockſtadt, 5. Juni. Geſtern entluden ſich über
Leitung des Herrn Muſikmeiſters Mittelſtädt, geſpielt. Die
Stockſtadt ſehr ſtarke Gewitter. Der Blitz ſchlug
Konzerte können nur dann ſtattfinden, wenn die Witterung
n die elektriſche Lichtleitung, und zwar nahm er
einen Aufenthalt im Freien vorausſichtlich ermöglicht.
einen Weg durch den Blitzableiter am Verteilungsmaſt
Zwingenberg. 4. Juni. Heute früh hat ſich im nahen
Zahlreiche elektriſche
in der Weedgaſſe in die Erde.
Walde der Landwirt Kiſſel in der Wieſenſtraße erhängt.
Glühlampen wurden hierbei durch die ungeheure Span=
Was den gutſituierten etwa 52 Jahre alten Mann zu
die=
nung zertrümmert. Weiter wurden zwei Pappeln am
em Schritte veranlaßte, iſt gänzlich unbekannt.
Der
Rhein und eine auf der Wieſe weſtlich unſeres Dorfes
heutige Obſtmarkt war mit Kirſchen ſehr gut beſtellt. Be=
— Die hier im Rheine befindliche
zahlt wurde das Pfund mit 35—40 Pfg. Erdbeeren wur
vom Blitz getroffen.
Badeanſtalt wird dieſes Jahr nicht eröffnet werden.
den mit 40—50 Pfg. und grüne Stachelbeeren mit 15 Pfg
Eine Geſellſchaft iſt im Entſtehen begriffen, die eine neue
bezahlt. 15—30 Ztr. Kirſchen werden faſt täglich zu Markt
Badeanſtalt errichten will, um das Rheinbad zu erhalten.
gebracht. Der Ertrag der Kirſchbäume iſt bedeutend beſſer,
als man bisher erwartet hatte. Manche Baumbeſitzer
d. Bürſtadt, 5. Juni. Beim Heuabladen ſtach ſich
nehmen noch ganz beträchtliche Summen für Kirſchen ein.
geſtern mittag der Milchhändler Georg von Dungen ſo
Die Kirſchen ſind durchweg recht ſchön und von ganz
her=
unglücklich die Heugabel in das Knie, daß er in das
vorragender Güte
Krankenhaus nach Worms verbracht werden mußte.
Mörfelden, 5. Juni. Am Samstag, den 7., Sonn=
Mainz, 5. Juni. In der Verlagsanſtalt Joſ. Scholz
tag, den 8. und Montag, den 9. Juni, feiert der
Geſang=
ntſtand heute früh 4 Uhr in den Lagerräumen im
Dach=
verein „Eintracht I” ſein goldenes Jubiläum,
ver=
geſchoß ein größeres Schadenfeuer. Die Urſache
bunden mit einem großen nationalen Geſangswettſtreit.
ſt jedenfalls in Blitzſchlag der vergangenen Nacht zu
Die Vorbereitungen zu dieſem Feſte ſind alle aufs beſte
uchen. Der Polizeibericht gibt als Brandurſache
vermut=
getroffen, ſo daß man einen ſchönen und würdigen
Ver=
ichen Kurzſchluß in der elektriſchen Leitung an. Die
rauf des Feſtes erwarten darf. Die Feier wird am Sams=
Firma Scholz ſtellt ſich ſelbſt elektriſches Licht und elek
tag abend nach einer Ehrung der verſtorbenen Mitglieder
riſche Kraft her. Die in den Räumen lagernden
Bilder=
auf dem Friedhofe durch einen Kommers auf dem Feſt
bücher, Spiele und Modellierbogen wurden zum Teil durch
hlatze eingeleitet. 27 Vereine mit etwa 1300 Sängern
das Feuer und zum Teil durch die Waſſermaſſen zerſtört,
darunter Vereine bis mit 80 Mitgliedern, werden ſich an
die die Feuerwehr auf den Brandherd warf. Heute früh
dem am Sonntag morgen um halb 10 Uhr beginnenden
waren die Feuerwehrleute noch beſchäftigt, die beſchädigten
Wettſtreit beteiligen, um im friedlichen Wettkampfe un
Bilderbücher auf die Straße zu werfen, wo ſie der
zahl=
die ſchönen und wertvollen Preiſe ihr beſtes Können zu
eich verſammelten Jugend zur willkommenen Beute
beweiſen. An dieſen Wettſtreit, der wohl der größte und
elen. Der Schaden dürfte annähernd 50000 Mark
be=
beſtbeſchickteſte unſerer Gegend ſein dürfte, ſchließt ſich
ragen
— Heute mittag um 11½ Uhr fand im Speiſeſaal
des Gutenbergkaſinos auf Einladung des
Oberbürger=
am Nachmittage um 1 Uhr das höchſte Ehrenſingen um
die von der Gemeinde und den Bürgern geſtifteten
Ehren=
mneiſters eine Verſammlung des Hauptausſchuſſes ſtatt, der
ür den Weinbaukongreß gebildet worden iſt; es
preiſe. Durch die außerordentlich ſtarke Beſetzung der
hatten ſich etwa 70 Herren aus Mainz und aus dem Lande
erſten Stadt= und der erſten Landklaſſe wird ſich jeder
eingefunden. Oberbürgermeiſter Dr. Göttelmann teilte
Sangesfreund an dieſem Tage einige genußreiche Stunden
nit, daß folgendes vorläufige Programm für die
Veran=
bereiten können. Ein großer Feſtzug wird die Gäſte
taltung aufgeſtellt worden iſt: Samstag, den 6.
Septem=
nach dem nahegelegenen Feſtplatz bringen, der
Gelegen=
ber: Eröffnung der Ausſtellung und des Kongreſſes;
heit bietet zu einem angenehmen Aufenthalt
Sonntag, vorm. 10 Uhr: Vorſtandsſitzung, nachm. 3 Uhr:
Rüſſelsheim, 4. Juni
Opel in Serbien. Nach
öffentliche Kongreßſitzung mit Vorträgen und anſchließen
dem ſich laut offizieller Beſtätigung durch den Stab de
dem Rundgang durch die Ausſtellung; Montag, vorm. 10
erſten ſerbiſchen Armee mehrere Opelwagen während des
hr: Ausſchußſitzung, nachm. 3 Uhr: öffentliche
Kongreß=
ganzen langen Krieges im Felde außerordentlich bewährt
itzung, abend 7½ Uhr: Feſteſſen; Dienstag, vorm. 10 Uhr:
haben, ſah ſich die ſerbiſche Regierung veranlaßt, weitere
Koſtprobe, nachmittags: Rundgang durch die Ausſtellung
5 große Opel=Laſtwagen für ihren Train anzuſchaffen, die
Beſichtigung der Sehenswürdigkeiten von Mainz:
Mitr=
ſoeben von ſerbiſchen Militärs in Rüſſelsheim abgenom.
voch: Fahrt mit Sonderzug nach Nierſtein und
Oppen=
men worden ſind.
heim, Beſichtigung der Weinbauſchule uſw., Eſſen auf der
Offenbach, 4. Juni. Der 16jährige Schrank machte
Landskrone; Donnerstag: Dampferfahrt nach dem
Lore=
mit einem Revolver zu ſchaffen, den er ungeladen
ſich
leyfelſen, auf der Rückfahrt Aufenthalt in Bingen.
glaubte. Plötzlich entlud ſich die Waffe, deren Kugel der
Beſtern abend ertrank bei Koſtheim beim Baden der
2jährigen Frau Sophia Heg in den Rücken drang
17jährige Valentin Schmitt. Die Leiche wurde geborgen
Die Verletzte wurde ins ſtädtiſche Krankenhaus gebracht,
Heidesheim, 5. Juni. Das Amtsgericht Ober=
Ingel=
wo ſie in bedenklichem Zuſtande darniederliegt.
heim hat feſtgeſtellt, daß es ſich bei der am Montag an der
Die Kugel konnte noch nicht entfernt werden. Der Re
Eltviller Au (Gemarkung Heidesheim) geländeten Leiche
volverheld wurde verhaftet
nicht um einen 15—16jährigen Jungen, ſondern um einer
Offenbach, 5. Juni. Die anläßlich der Errichtung
vohlgenährten 30—35jährigen Mann handelt, der nur
einer ſtädtiſchen Schlächterei und
Wurſt=
nit einer Badehoſe bekleidet war. Die ſchon ſtark in
Ver=
fabrik entſtandenen Differenzen zwiſchen den hieſigen
veſung übergegangene Leiche war vollſtändig unkenntlich,
Schweinemetzgern und der Stadtverordnetenmehrheit ſind
a ſie ſchon längere Zeit im Waſſer lag. Als einziges
nunmehr an einem für die Stadt ſehr kritiſchen Punkte an=
Merkmal, das etwa zur Feſtſtellung der Perſonalien
die=
elangt. Wie vorauszuſehen war, konnten die
bisheri=
ien könnte, fand ſich am linken Arm das tätowierte
Wap=
gen Maſſenſchlachtungen in dem viel zu kleinen Rumpen
den der Schweiz, weshalb vermutet wird daß es ſich um
heimer Privatſchlachthaus des Offenbacher Wurſtfabrikan
einen beim Baden ertrunkenen Viehſchweizer handelt. Die
en Blameſer nicht von langer Dauer ſein, ſchon weil der
Leiche wurde der Anatomie Gießen überwieſen
umfangreiche Geſchäftsbetrieb des Schlachthausbeſitzers un=
Gießen, 5. Juni. Ueber die Brandſtiftung des
ter dieſen Umſtänden ſchwer notleiden mußte. Der Verein
drechſlers Walther erfährt der G. A. noch: Walther
der Offenbacher Schweinemetzger hat daher mit dem
be=
hat das Feuer mittels Holzwolle und Terpentin entfacht
kannten Neu=Iſenburger Großmetzger Luft einen Vertrag
nachdem er kurz vorher einen Streit mit ſeiner Frau
ge=
abgeſchloſſen, wonach die auf Maſſenſchlachtungen
einge=
abt hatte. Der Täter, der ſchon ſeit langen Jahren an
richteten Luftſchen Schlacht= und
Wurſtfabri=
hochgradiger Nervoſität leidet und wiederholt in der
kationsräume, die im Sommer ohnedies leer und un=
Pſychiatriſchen Klinik untergebracht war hat ſeit 6—8
benützt bleiben, bis zum Herbſt den Offenbacher Metzgern
Jahren nicht mehr gearbeitet und die Ernährung ſeiner
zur Verfügung geſtellt werden. Heute nahmen die Schlach=
Familie der Frau überlaſſen. Vielfach wurde
angenom=
tungen im Iſenburger Schlachthaus durch die Offenbacher
men, daß der Mann ein Simulant ſei, der es nur darauf
Metzger bereits ihren Anfang. Die ſanitäre und
hy=
abgeſehen hatte, nicht mehr zu arbeiten. Mit ſeiner Frau
hieniſche Aufſicht unterſteht einem eigenen Tierarzt. Die
hatte Walther ſtets im Unfrieden gelebt und er hat die
Offenbacher Metzger tragen ſich mit dem Gedanken, ſpäter
leißige, brave Frau häufig auch mißhandelt. Frau
Wal=
ein eigenes Genoſſenſchaftsſchlachthaus zu er
ther ſelbſt behauptet, ihr Mann habe das Haus lediglich
richten. Der der Stadt vorausſichtlich erwachſende Schader
in der Abſicht angeſteckt, ſie und ihre 6 Kinder, von denen
an ausfallenden Gebühren wird auf jährlich etwa 50000
das jüngſte 1½, das älteſte 12 Jahre alt iſt, in dem Feuer
Mark geſchätzt.
umkommen zu laſſen. Erſt als er das Feuer aufflammer
Offenbach, 5. Juni. Der
Schlachthofkommiſ=
ſah, ſei er ſich wohl des Schrecklichen ſeiner Tat bewußt
ſion beſchloß auf Anregung des
Oberbürgermei=
geworden, denn er ſei zu ihr gekommen und habe ihr
ge=
ſters nach längeren, ziemlich erregt geführten
Verhand=
agt: Es brennt draußen. Die Frau hat die Kinder ge
lungen, eine gemeinſchaftliche Sitzung
der
weckt und dann von der Habe retten wollen, was noch zu
Teuerungskommiſſion, des Schlachthofausſchuſſes,
des
retten geweſen, aber die Flammen hätten ſie daran ge
Vorſtandes der Fleiſcherinnung und des Vereins
der
hindert. In der Verwirrung hätte ſie vergeſſen, ihr
Schweinemetzger innerhalb drei Tagen einzuberufen, um
leinſtes Kind in Sicherheit zu bringen. Sie ſtürzte noch
eine Regelung der Verhältniſſe herbeizuführen
mals in das ſchon lichterloh brennende Haus und ſchaffte
F. Egelsbach, 5. Juni. Bei dem geſtrigen
Ge=
nit knapper Not das Kind ins Freie. Bei ſeiner erſten
witterſtreifte der Blitz ein Fenſter in dem Augen=
Vernehmung hat Walther die Sache ſo dargeſtellt als ol
blick, als der Taglöhner Georg Keil das vom
Wind=
eine Frau nach dem Streit den Brand aus Rache
ange=
aufgeſtoßene Fenſter ſchließen wollte. K. wurde
linksſei=
egt habe. Er hat aber ſpäter ein offenes Geſtändnis ſeiner
tig gelähmt. Auch in den Dachgiebel des Hauſes von
Schuld abgelegt
hin iſt es der Irrtum eines Dichters, dem man
gegen=
dieſe Schiffe, die wir nun einmal gebaut haben, nützlich zu
überſteht, und das Publikum hätte die aufkeimende
Lach=
verwerten. Nach den letzten mir zur Verfügung ſtehenden
luſt bei den ernſt gemeinten Stellen mit geringer Selbſtbe=
Berichten ſcheint unſere Flotte viel Zeit damit zu verbrin
herrſchung unterdrücken können. Man trieb jedoch ſichtlich
en, in fremden Häfen zu kreuzen, aber die Handelsbericht
einem Theaterſkandal entgegen. Der Reſpekt vor der
hin=
eigen, wie verhältnismäßig unbekannt amerikaniſche
Wa=
gebenden Darſtellung und der ausgezeichneten Inſzenierung
ren in den Häfen ſind, die von amerikaniſchen Kriegsſchiffen
es Künſtlertheaters ließ es jedoch nicht zum Schlimm
beſucht werden.
ſten kommen, beſonders Tilla Durieux in der Titelrolle
ck. Was ein ſchwarzer Miniſter in London ſah. Der
war vorzüglich
unge König von Uganda, noch ein Knabe, iſt auf dem
J. K Kriegsſchiff und Muſterkoffer. Der „ſinnloſer
Wege nach London, um dem engliſchen Herrſcher als guter
Vermehrung der nutzloſen Kriegsſchiffe” wollte Mr. Dood=
Bruder und getreuer Vaſall ſeine Aufwartung zu machen;
win, ein Mitglied des amerikaniſchen Kongreſſes,
begeg=
hn begleitet ſein Premierminiſter Ham Mukaſa, der ſchon
nen, indem er den Abgeordneten eine neue Bill zur
An=
einem Vater gedient und dieſen Herrſcher zur Krönung
nahme empfahl Eigentlich, erklärte der weiſe Deputierte
könig Eduards nach London begleitet hatte. Der junge
aus Arkanſas, ſei er für völlige Abrüſtung und verachte den
Fürſt hat ſich einen ſachkundigen Führer erwählt, denn der
Krieg als ein „Ueberbleibſel aus roher Barbarenzeit”
chwarze Staatsmann hat ſich im Lande der Weißen ge=
Aber da nun einmal die vielen Kriegsſchiffe da ſeien, ſo
örig umgeſehen und ſeinen Landsleuten die Wunder der
ſolle man ſie wenigſtens auf eine vernünftige und
prak=
uropäiſchen Ziviliſation in leuchtenden Farben geſchil
tiſche Art verwenden. Der Geſetzesvorſchlag will nun den
dert. Seine Eindrücke, die er nunmehr ſeinem jungen
Staatsſekretär der Marine veranlaſſen, auf jedem Kriegs=
König vermitteln wird, hat er in einem Buch „Ugandas
chiff einen möglichſt großen Raum für Handelszwecke frei=
Katikiro in England” niedergelegt, die amüſant zeigen,
zugeben. Die Schiffe ſollen dann, wenn ſie auf ihrer Fahrt
wvie ſich in dieſem Negerkopf unſere Welt ſpiegelt. Zunachſt
in fremden Häfen anlegen, Proben amerikaniſcher Warer
childert er ſeinen ſchwarzen Genoſſen ein großes
Dampf=
nit ſich führen, Automobile aus Detroit, Herrenkleidung
chiff: „Laßt mich Euch davon erzählen. Seine Höhe iſt
aus New=York, Konſervenfleiſch aus Chicago uſw. Der
zweimal ſo groß wie die des Hauſes von Silaſi Mug=
Unterſtaatsſekretär für Handel ſoll ſich mit den Kaufleuten,
wanya, d. h. nur vom Meeresſpiegel bis zum Deck; die
Exporteuren und Handelskammern in Verbindung
ganze Höhe iſt mehr als 2½ mal ſo groß als Mugwanyas
ſetzen, die dann die Einrichtung der Warenlager vorneh=
Haus denn das Schiff hat ſieben Stockwerke; die Maſten
men werden. Für eine hübſche Präſentierung der Warer
ind ſo dick wie unſeres Katikiros größte Trommel, und
und geſchmackvolles Arrangement ſoll geſorgt werden.
das große Rohr, aus dem der Rauch kommt, iſt noch grö
Die Intereſſenten beſichtigen dann auf den Kriegsſchiffen
zer. Es gibt Straßen auf dem Schiff, wie die Straßen in
die Auslagen, und ſo verſpricht ſich der Antragſteller den
iner Stadt, und es gibt hier ſogar Baderäume. Ein
größten Nutzen für die Induſtrie der Vereinigten Staa=
Schiff iſt genau ſo wie ein Mann; es hat ein Leben wie
ten von dieſer Auslage, denn damit würde die beſte
Re=
das Leben eines Mannes; ſein Leben iſt die Maſchine,
klame für die Produkte des Landes gemacht werden. „Ich
die es treibt; ſeine Speiſe iſt Feuer und Petroleum und
ſehe keine andere Möglichkeit”, ſo ſchloß Goodwin, „um
Waſſer; wenn ſie es nicht mit ſolchen Sachen ſpeiſen, dann
Nummer 130.
Rebgeshain, 5. Juni. In dem nahen Walde gab ein
einer Piſtole einige
Handwerksburſche aus
Schüſſe ab. Als er auf Anruf eines Förſters auf
die=
ſen anlegte, ohne neu geladen zu haben, packte ihn der
Förſter und ſchaffte ihn auf die Bürgermeiſterei.
Zum 150 jährigen Beſtehen
des Großh. Heſſiſchen Gendarmeriekorps.
Sonntag, den 8. Juni, ſind 150 Jahre verfloſſen,
eitdem das Großh. Heſſiſche Gendarmerie
korps gegründet wurde. Dieſes iſt ebenſo wie die
endarmerie der meiſten anderen deutſchen Bundesſtaaten
ein militäriſches Korps. Die Offiziere und Mannſchaften
es Korps gehören zum Soldatenſtande. Der
Komman=
deur unterſteht in militäriſcher Hinſicht unmittelbar dem
Großherzog. In zivildienſtlicher Beziehung iſt das Korps
dem Miniſterium des Innern unterſtellt. Die Ergänzung
der Mannſchaften des Korps erfolgt aus Unteroffizieren
er Heſſiſchen Diviſion, die eine Mindeſtdienſtzeit von 9
Dienſtjahren beſitzen müſſen. Die Offiziere werden von
Seiner Königl. Hoheit dem Großherzog ernannt. Nach
dem Etat beträgt die Stärke des Korps: 2 Offiziere (
Kom=
mandeur im Rang eines Regimentskommandeurs und
zweiter Offizier im Rang eines Rittmeiſters oder
Stabs=
offiziers); 19 Oberwachtmeiſter (darunter 18 Sektions= und
Stationsführer); 232 Gendarmen (darunter 88
Stations=
ührer). Die Gendarmen haben in den meiſten Fällen
bereits vor Eintritt in das Korps den Rang der
Wacht=
meiſter (Feldwebel) erworben. Soweit ſie dieſen Rang
ioch nicht beſitzen, können ſie ihn nach einer 10jährigen
Dienſtzeit (einſchließlich Dienſtzeit im Heer) erwerben
In gedrängter Form geben wir nachſtehend einige
Da=
en aus der Geſchichte des Korps: Unter der Regierung
des Landgrafen Ludwig VIII. wurde das Korps am 8.
Juni 1763 als Landhuſarenkorps aufgeſtellt zur Abwehr
gegen das „landesverderbliche Zigeuner= und anderes
Dieb= und Raubgeſindel‟. Das Landhuſarenkorps erhielt
ine militäriſche Organiſation und wurde im übrigen eine:
beſonderen fürſtlichen Regierungsdeputation unterſtellt.
Die Ergänzung des Korps geſchah durch Freiwillige:
Landeskinder erhielten den Vorzug; mit be
onderer Erlaubnis durfte der Militärpflicht im
Huſaren=
korps genügt werden. Die Uniform des Korps war eine
HuſarenUniform von grünem Grundtuch mit gelben Schnü
en Unter Landgraf Ludwig IX. wurde dieſe Uniform zur
beſſeren Unterſcheidung von den Chur=Mainziſchen
Huſa=
ren in hellblau mit weiß geändert. Landgraf Ludwig IX
ließ das Korps auf die Kriegsartikel vereidigen und
über=
trug dem „Kriegsdepartement” die Oberaufſicht in
militäri=
cher Beziehung über das Korps. — Der polizeiliche Dienſt
des Korps war im allgemeinen ähnlich dem Polizeidienſt
der Gendarmen von heute. Die Huſaren mußten die
Land=
ſtraßen patrouillieren, alle verdächtigen Perſonen anhalten
und nötigenfalls dem zuſtändigen Beamten zur
Unter=
uchung bringen. Eine Inſtruktion hierüber aus jener
Zeit ſei nachſtehend im Wortlaut angeführt: „In dem
patroulliren haben die Unter=Officiers alle Verdächtige
Perſonen, ſo ihnen aufſtoßen, oder von welchen ſie
Nach=
richt bekommen möchten, genau zu examiniren. Jedoch
Niemandt ohnbeſcheiden und grob zu begegnen und zu
be=
andeln, ſondern diejenige, ſo ſie Verdächtig finden, ſo
leich an den erſten und nächſten Beamten oder
Unterbe=
amten zu bringen, welcher wegen ſolcher des weiters
nö=
hig unterſuchen und Veranſtalten wird. Vornehmlich iſt
auf Alles Zigeunervolk und ander dergleichen Geſindel
zu attendiren, daß ſolches ſogleich eingezogen, nicht
we=
niger die herumſtreichendte Landbettler aus den Fürſtlich
Heſſen=Darmſtädtiſchen Landten Verdränget werden. Die
patrouillien haben kein ander Territorium als das
Fürſt=
lich Heſſen=Darmſtädtiſche zu viſitiren und zu betreten, es
nüßte dann in Fällen geſchehen, wo eine Nachſetzung
ab=
olut nöthig wäre. Desgleichen haben dieſelben Achtung
zu geben, daß die Zölle nicht verfahren werden und haben
ie bey einer rechtmäßigen arretirung von demjenigen,
was hiervon dem Fissco anheimfällt, allezeit den dritten
Teil zum douceur.” — Ferner lag den Huſaren die
Teil=
nahme an dem fogenannten „Geleit” ob. Das „
Leben=
dige oder Hohe Geleit” wurde meiſt in feierlicher Weiſe
mit „ſcharf aufgenommenem Gewehr” und „klingendem
Spiel” geführt. Es beſtand aus einer Abteilung Militär
unter einem „Geleits=Hauptmann” dem ein Huſaren=Unter=
Bei
ffizier und mehrere Huſaren beigegeben waren.
kleineren Geleiten wurden mitunter auch nur Huſaren=
Kommandos verwendet, denen ein Trompeter der
Leib=
garde zu Pferde beigegeben war. Schließlich war ein
wichtiger Dienſtzweig zu jener Zeit die Kontrolle der
Wer=
ber. Alle Werbungen ausländiſcher Werber waren zu
ver=
hindern, dagegen ſollte den einheimiſchen auf Anfordern
jede Unterſtützung gewährt werden. Als beſondere Auf
abe fiel dem Korps ſpäter noch die Säuberung des
Lan=
des von Deſerteuren zu, die vornehmlich in den
Kriegszei=
ten um die Wende des 18. Jahrhunderts eine Landplage
eworden waren
päterer Großherzog Lude=
Landgraf Ludwig X
I. —
ſtellte das Landhuſarenkorps völlig unter
mili=
wig
täriſchen Befehl und verwendete es außer zum landespoli=
Große
Ver=
tirbt das Schiff aus Mangel an Nahrung.”
wunderung erregen bei ihm die Rieſenkanonen. „Es gibt
hier große Kanonen, die reichen mit ihren Schüſſen ſo weit
wvie von Mengo bis Sowe (10 engliſche Meilen). Dieſe
Behauptung müßte jedem unwahr erſcheinen, der von den
Wundern nichts weiß, die die Engländer tun; es gibt
ſo=
gar Kanonen, die reichen 20 Meilen weit, und wenn Ihr
glaubt, ich löge Euch an, ſo gibt es hierzulande doch noch
iel wunderbarere Dinge, von denen ich Euch erzählt habe,
odaß ich mich deſſen nicht ſchäme, was ich geſchrieben.”
Seltſam berührt ihn die erſte Fahrt mit einem Lift. „Sie
nahmen uns in einen Raum, den ſie „Lifet” nennen. Sie
machen ein Ding wie ein Zimmer in einem Haus, und
ann kommt ein Mann und dreht an einem Griff, und eine
große Menge Waſſer kommt heraus, und wenn alles
Waſ=
er zu Ende iſt, dann geht der Raum von ſelbſt in die
Höhe.” Als er in das Hotel kommt, iſt er ſo ſtolz, als käme
r in das Haus des Königs ſelbſt, denn „es iſt prächtig
und ſchön über alle Maßen und wir ſahen bewundernd
in alle Ecken.” Auch das Einkaufen iſt eine ganz andere
Jache, als der Handel auf den Märkten von Uganda
Man geht in ein großes Warenhaus. „Die Leute, die hier
hereinkamen, um Sachen zu kaufen, waren gleich ſolchen,
die in einen Krieg ziehen; die einen gingen treppauf, die
inderen treppab und manche wurden in ſolchen kleinen
Räumen gefahren, von denen ich Euch ſchon erzählt habe.”
Folgendes Bild entwirft er von einem Reſtaurant: „Wir
kamen in ein Haus, in dem ſie für Fremde kochen; nicht aus
Gaſtfreundſchaft. Ihr geht mit Euren Kauri=Muſcheln
hinein und wenn ihr genug gegeſſen habt, dann geht Ihr
wieder fort, nachdem Ihr einige von Euren Kauri=Muſcheln
ihnen gegeben habt. Sie geben einem ein kleines Stück
Papier; darauf iſt der Preis geſchrieben, den man zahlen
muß, und das gibt man, wenn man rausgeht. Man kann
alle Arten von Nahrung in dieſen Häuſern kaufen.”
Nummer 130.
zeilichen Dienſt auch zum Kriegsdienſt am Rhein (1797 bzw
1793). Im Jahre 1804 wurde das Landhuſarenkorps
in ein Landdragonerkorps umgewandelt und
i=
drei Diviſionen (Starkenburg, Heſſen, Weſtfalen) einge
eilt. Die Uniform war wie die der Regimenter Chevaux
legers grün mit ponceaurot (jedoch ohne Stickerei).
Er
gänzung geſchah durch Freiwillige, und zwar
vorzugs=
weiſe aus gedienten Kavalleriſten. Im Jahre 1811
wurde das Korps durch eine Abteilung „Landſchützen zu
Fuß” verſtärkt und erhielt die Bezeichnung „
Landdra=
goner=und Landſchützenkorps” Zu Landſchützen
ollten Unteroffiziere und Mannſchaften der Linien=Infan
terie beſtimmt werden, die „das Lob ſowohl eines braven
Betragens vor dem Feind als einer untadelhaften
Führung in jeder Rückſicht für ſich haben. Die polizeiliche
Verwendung blieb wie bisher. Im Jahre 1814 fanden
Landjäger und Landſchützen außerdem wiederum
kriege=
riſche Verwendung vor dem Feind bei der
Blockade von Mainz. — Die Gebietsänderungen Heſſens
eim Friedensſchluß erforderten eine andere Verteilung
des Korps: Außer dem Korpsſtab (beſtehend aus
Kom=
mandeur, Adjutanten, Verpflegungsoffizier und Schreiber
beſtanden drei Diviſionen (Startenburg, Oberheſſen und
Rheinheſſen) mit je einem Offizier an der Spitze.
Zur
Ergänzung des Korps wurden nur noch gediente Mann
ſchaften von mindeſtens ſechsjähriger Dienſtzeit
angenom=
men. — Im Jahre 1822 erhielt das Korps die
Dienſt=
bezeichnung „Gendarmerie‟ Die Uniform erfuhr einige
Aenderungen (darunter die Einführung von Kragen= und
Aermellitzen und der Achſelſchnüre). Die Einteilung blieb
im großen ganzen wie bisher. Die Bezeichnung „
Gen=
darmeriekorps” wurde durch Allerhöchſte Kabinetts
order vom 7. März 1862 eingeführt. —
Im Kriege
1866 wurden ein Offizier und 21 Gendarmen
der Feldgendarmerie dem VIII.
Armeekorps
beziehungs=
weiſe der 3. (Heſſiſchen) Diviſion zugeteilt. Für den Feld
zug 1870/71 wurden (der Militär=Konvention entſprechend
ein Oberwachtmeiſter und zwölf Gendarmen
zur Feldgendarmerie kommandiert.
Von dieſen erwarben
die
der Oberwachtmeiſter Müller und
Obergendarmet
Nahrgang, Dietz und Neuroth das
„Eiſerne Kreuz”
2. Klaſſe.
Eine einſchneidende Aenderung in der Organiſatior
des Korps vollzog ſich im Jahre 1911 durch Aufhebung der
Diſtrikte und Streichung von zwei Offizier= und drei
Ober=
vachtmeiſterſtellen.
Zum Gruben=Unglück bei Rosbach.
* Ueber den Hergang und die Veranlaſſung
des Unfalles iſt bisher laut Darmſt. Ztg. durch die
zuſtändige Bergmeiſterei Darmſtadt folgendes feſtgeſtellt
worden:
Die Gewerkſchaft Ober=Rosbach iſt zurzeit damit
be=
ſchäftigt, ihre Grubenbaue von den Folgen eines Ende
Februar erfolgten Waſſereinbruches zu befreien, das heißt
Schächte und Strecken auszuräumen und auszubeſſern. Der
eine Schacht und die von ihm ausgehenden Strecken ſind
ſeit etwa einer Woche in Angriff genommen, und zwar
gleichzeitig von zwei Sohlen aus — von der 72 Meter=
Sohle, auf der ſich der Unfall ereignet hat, und von der
80 Meter=Sohle. Es haben ſich hier auf der oberen Sohl
von Anfang an matte, d. h. ſauerſtoffarme Wetter gezeigt,
die zwar die Atmung erſchweren und das Grubenlicht
matter brennen laſſen, aber nicht giftig ſind. Zur
Auf=
riſchung der Luft ſind von der Grubenverwaltung
Sauer=
ſtofflaſchen beſorgt und dieſe vor dem Arbeitsort der
Zeute langſam entleert worden. Auch war verſucht
wor=
den, durch Feuer im Schacht die Luft zu erwärmen und
zu ſtärkerer Zirkulation zu veranlaſſen. Außerdem war
ein kleiner Ventilator in den Schacht eingebaut worden,
der über Tage von Hand eine Stunde vor und während
der Arbeitsſchicht in Tätigkeit geſetzt wurde. Auch wurde
zur Vorſicht, bevor die Leute in den Schacht einſteigen,
eine brennende Lampe in dieſe Schachtſohle herunter
gelaſſen. Zu bemerken iſt noch, daß von der
Schacht=
ohle aus nur eine Strecke abgeht, die zurzeit etwa 3 Me
ter weit vom Schacht aus fahrbar, im übrigen aber bis
etwa 10 Zentimeter unter der Decke zugeſchlämmt iſt. Am
Unfalltage war nach Vorſchrift von 6—7 Uhr morgens
der Ventilator in Betrieb geſetzt und darauf eine bren
nende Lampe in den Schacht gelaſſen worden, die weiter
brannte. Den zwei auf der 72 Meter=Sohle beſchäftigter
Zeuten wurde daher geſtattet, einzufahren und die
Ar=
beit aufzunehmen mit der Weiſung, ſofort wieder heraus
zukommen, wenn ſie etwas ſpürten. Kurz nach 7 Uhr
Die Ausſtellungen der Darmſtädter
Künſtlerkolonie und ihre Bedeutung
auf architektoniſchem Gebiete.
* Es iſt eine bekannte Tatſache, daß Darmſtadts
Kunſtbetätigung ein Reformprogramm in ſich ſchließt, und
aß in Darmſtadt der Schwerpunkt des künſtleriſchen
Schaf=
ens auf dem Gebiete des Bauweſens und der
Wohnungs=
kultur liegt. Wenn ſchon die Techniſche Hochſchule von jeher
eine Pflegſtätte hierfür war und noch iſt, ſo wurde die vor
Großherzog Ernſt Ludwig ins Leben gerufene
Künſtler=
kolonie von vornherein mit der Abſicht gegründet, neue
Wege zu erſchließen und bahnbrechend zu wirken. Unter
den Zweigen, die zu Anfang wohl hie und da ſtark ins
Kraut ſchoſſen, waren doch viele, die reiche Fruchtanſätze
trugen. Niemand wird heute beſtreiten wollen, daß der
moderne Villenbau und die damit verbundene neue
Raum=
kunſt gerade von Darmſtadt aus ſtarke, lebensfähige
An=
regung erhielt.
Um architektoniſche Raumgeſtaltung handelt es ſich auck
m weſentlichen wieder bei der gründlich vorbereiteten Aus
ſtellung 1914. Diesmal gilt es die letzte Hand an den
Ausbau der Mathildenhöhe als „Raum” zu legen. Den
Abſchluß nach Weſten hat Albin Müller bereits mit
ſeinem eigenen Hauſe geſchaffen. Durch die große Brun
nenanlage, die vor der ruſſiſchen Kapelle zu errichten ihm
vom Großherzog aufgetragen wurde, kann er hier noch ein
bedeutſames Schmuckſtück einfügen. Weiter wird die vor
Albin Müller gegebene Anregung der plaſtiſchen Ausgeſtal
tung des Platanenhains bei dieſer Gelegenheit der Ver
wirklichung entgegengeführt werden. Bernhard
Höt=
er, der Bildhauer, hat ſich der Aufgabe gewidmet aus
Er
dieſem Haine ein weihevolles Heiligtum zu ſchaffen.
will ihn mit lebensgroßen Waſſerträgerinnen (Porträt
iguren) umkränzen, die in ſymboliſcher Darſtellung das
Waſſer zum ſogenannten Hochzeitsturme tragen. Bei der
Ausſtellung ſelbſt wird dieſer Reigen allerdings eine
Unter=
brechung erdulden müſſen um dem von E. Margold zu
chaffenden proviſoriſchen Reſtaurationsgebäude einſtweilen
Platz zu machen. Deſſen ungeachtet wird Prof. Hötger
auch jetzt ſchon die eminente künſtleriſche Bedeutung ſeines
Werkes eindrucksvoll vor Augen führen können. Eine
Ein=
eitung erhält das Ganze durch die gemeinſam von Hötger
und Albin Müller zu ſchaffenden Eingangsportale. Vom
Platanenhain gelangt man zum ſtädtiſchen
Ausſtellungs=
gebäude, deſſen Terraſſen und deſſen Ehrenſaal von Ed=
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 6. Inni 1913.
fuhren alſo zwei Leute ein, und der am Schacht ſtehende
Anſchläger ſah die Bewegung ihrer Lichter und hörte ſie
auch ſprechen. Als ſie kurze Zeit unten waren, kam das
Signal „Auf”. Der Förderkübel wurde hochgezogen und
am ohne die Leute herauf; in ihm befand ſich das
Hand=
verkszeug und eine geöffnete, noch blaſende Sauerſtoff
Flaſche. Dem an den Schacht kommenden Aufſeher kam
das verdächtig vor und er meldete den Unfall ſofort dem
Oberſteiger. Dieſer ging ohne Verzug zum Schacht und
ragte unterwegs einen auf dem Felde arbeitenden, aber
zur Belegſchaft gehörenden Bergmann, ob er mitfahren
wolle. Dieſer fuhr auch ſogleich mit dem Oberſteiger in
Es
die Tiefe. Sie ließen nichts mehr von ſich hören.
wurde nun der Direktor der Grube benachrichtigt. Dieſer
elephonierte ſofort nach Friedberg, Homburg, Frankfurt
und nach der chemiſchen Fabrik Elektron=Griesheim und
bat um Taucher=Apparate und um Sauerſtoff=Rettung
und Wiederbelebungs=Apparate, und eilte zur Grube
Die angerufenen Sanitätskolonnen und Feuerwehrer
rückten ſchnell heran; gegen ½10 Uhr war ein
Brand=
meiſter und 8 Mann der Frankfurter Wehr zur Stelle;
vorher ſchon war ein Rettungs= und
Wiederbelebungs=
pparat der Homburger Kolonne mit den nötigen Mann
chaften eingetroffen. Mit einem Apparat der letzterer
uhr zunächſt der Direktor in den Schacht; er mußte, de
der Apparat heiß wurde, umkehren. Nun wagte ein
Steiger noch einmal die Fahrt. Es gelang ihm,
einen Erſtickten zutage zu bringen, war aber der Erſchöpf
ung nahe. Die durch den Knappſchaftsarzt ſofort
ange=
ellten Wiederbelebungsverſuche waren leider ohne
Er=
folg. Giftige Gaſe hatten bereits den Tod herbeigeführt.
Inzwiſchen hatten verſchiedene der
Rettungsmannſchaf=
ten, die ſich hervorragend bewährt hatten, verſucht
in
ie ihnen unbekannte und ungewohnte Tiefe
einzudrin=
en; gegen ½1 Uhr gelang es dem Betriebsführer der
Nachbargrube und einem Frankfurter Feuerwehrmann
ge=
neinſam, nach unten zu fahren und den Oberſteiger
zu=
age zu bringen; dem Feuerwehrmann war es nur durch
die tatkräftige Unterſtützung des Betriebsführers
gelun=
gen, ſich bis zu Tage aufrecht zu erhalten. Da auch be
em Oberſteiger nur der Tod feſtgeſtellt werden konnte
nd jede Hoffnung ausgeſchloſſen war, daß einer der
beiden noch unten Befindlichen am Leben war, ſo wurde
von den inzwiſchen eingetroffenen Behörden und
Sach=
verſtändigen der Beſchluß gefaßt, die mit großer
Gefah=
für die Rettunasmannſchaften verbundene Bergung der
Leichen vorläufig einzuſtellen, bis durch genügende Be
wellerung des Schachtes ein Vorgehen ohne die in den
engen Räumen ſtark hinderlichen und ſchweren Apparate
möglich ſei. Es wurde daher im Laufe des Nachmittags
ſon den mit großem Eifer arbeitenden Kameraden der
Verunglückten ein von der Nachbargrube herbeigeſchaffter
Kompreſſor aufgeſtellt, der bereits gegen ½7 Uhr abends
in Bewegung geſetzt werden konnte. Auf Anordnung
der Bergbehörde, die ſich andern Tags mit dem früheſten
Zug wieder an Ort und Stelle begeben hat, iſt die ganze
Nacht hindurch der Schacht mit friſcher Luft
be=
wellert worden, ſo daß es wohl möglich geweſen ſein
wird, einzufahren und die beiden Leichen zu bergen. Welche
giftigen Gaſe es waren, woher ſie gekommen und wie ſie
aufgetreten ſind, muß erſt die nähere Unterſuchung lehren
Jedenfalls haben wir es mit einer ganz ungewöhnlichen
Bildung von unatembarem giftigen Gas zu tun, deſſen
Auftreten nicht erwartet werden konnte. Von dem
Ver=
ſchulden irgend einer Perſon kann daher nach der vorläu
igen Feſtſtellung keine Rede ſein.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 5. Juni. Die
argen=
tiniſche Sonderkommiſſion verließ Berlin und
begab ſich zunächſt nach Hamburg. Seinen Abſchluß fand
der Berliner Aufenthalt der Miſſion durch einen
Empfang, den der Sonderbotſchafter Salas geſtern
m Hotel Adlon gab Bei dieſem wohlgelungenen Feſ
anden ſich alle Perſönlichkeiten zuſammen, im ganzen
250, die der argentiniſchen Miſſion während der
vergan=
genen Tage in Berlin näher traten. Unter den Gäſten
be=
merkte man den Oberhofmarſchall Grafen Eulenburg, die
Staatsſekretäre des Auswärtigen Amtes und des
Reichs=
imtes des Innern, den Handelsminiſter Sydow.
Vize=
berzeremonienmeiſter von Röder, die Staatsſekretäre
Wahnſchaffe und Zimmermann, die Miniſterialdirektoren
von Körner, Matthieu, die Botſchafter von Oeſterreich,
Italien, Spanien, Japan, Türkei, die Geſandten von Ar=
In
mund Körner geſchmackvoll ausgeſtaltet werden.
dem ſtädtiſchen Ausſtellungsgebäude werden Prof. Körner
Prof. Kleukens, Prof. Albin Müller und E. Margold
zei=
gen, daß die moderne Raumkunſt den Anforderungen höch
ter Repräſentation gewachſen iſt. Es ſollen reiche
Prunk=
räume dort zur Ausſtellung gelangen, darunter der von
Albin Müller für das Palais des Großherzogs entworfene
Muſikſaal
Ein Glanzpunkt der Ausſtellung dürfte der von dem
Bildhauer Jobſt geplante Roſenhof ſein. Prof. Jobſt,
der Schöpfer des neuen Liebigdenkmals und des
Muſeum=
runnens, wird außerdem zugleich mit dem Maler Hannz
Pellar den Saal der „Freien Kunſt” geſtalten. Der Gold
chmied Wende wird den Raum für chriſtliche Kunſt er
tellen, die Gebrüder Kleukens wollen ihre klaſſiſchen
Druck=
ind Bücher der Ernſt=Ludwigpreſſe vorführen. Der Maler
Oswald wird in dem Galerieraum Albin Müllers und in
dem Weinreſtaurant Edmund Körners ſeine Monumental
gemälde anbringen. Die Raumkunſt aber erſtreckt ſich auch
uf weitere Gebiete: ſo auf den Städtebau im Großen
Und als ein Stück Stadtbaukunſt müſſen die Reihen
häuſer angeſprochen werden, die Albin Müller am nord
öſtlichen Ende des Ausſtellungsgebietes errichtet und die be
eits im Rohbau fertig daſtehen.
Als dieſer Architekt für die Heſſiſche Landesausſtellung
1908 die Feſthallen geſchaffen und damit die Mathilden
höhe gegen Oſten würdig abgeſchloſſen hatte, erkannte
nan ohne weiteres die Notwendigkeit eines ſolchen dau
rncn Röſchluſſes Denn die Mathildenhöhe, dieſes köſt
liche Parkidyll, wird an der öſtlichen Seite, wie bekannt
leider von weniger ſchönen Induſtrieanlagen begrenzt
Noch ehe die im Jahre 1908 nur für ein kurzes Ausſtel
lungsdaſein beſtimmten Gebäude wieder abgebrochen wa
ren, beſchäftigte ſich Albin Müller bereits mit neuen Plä
nen, bei denen der Gedanke einer notwendigen baulichen
lbgrenzung nach dieſer Seite hin leitend war. Es konnte
ich hier nur um einen vollſtändig geſchloſſenen und
genü=
gend hohen Gebäudekomplex handeln, der die dahinterlie
genden Brauereien mit ihren hohen Schornſteinen zu
ver=
decken ermöglichte. Eine Bebauung mit Einzelhäuſern
wäre hier verfehlt geweſen. Auch wirtſchaftliche Gründ
ließen das nicht zu. So ſprach denn alles dafür,
Etagen=
reihenhäuſer zu errichten. Nicht zuletzt aber war das Be
ſtreben vorhanden, nun auch einmal das Mietshaus einer
künſtleriſchen Bearbeitung zu unterziehen und die Segnun
en der modernen Wohnungskultur auch jenen Kreiſen
zu=
zführen die gezwungen ſind, ihr Leben in Mietwohnunger
zu verbringen.
Sette Je
gentinien, Braſilien, Meriko Bolivien, den
Geſchäftsträ=
ger von Uruguay und die Geſandten von Dänemark und
Bulgarien. An den Empfang ſchloß ſich ein Ball, der die
irgentiniſchen Wirte und ihre Gäſte noch lange vereinte
Auf ein Telegramm, worin der Botſchafter Salas kürzlich
dem Staatsſekretär Delbrück ſeine Bewunderung für die
deutſche Induſtrie ausſprach, antwortete der
Staatsſekre=
tär in herzlichen Worten und drückte die Hoffnung aus
daß dieſer Eindruck während des weiteren Verlaufes des
Aufenthaltes der Miſſion ſich noch verſtärken werde.
Prinz Chira, ein Bruder des Königs vor
Siam, traf aus München hier ein. Die Ankunft erfolgte
auf dem Anhalter Bahnhof, woſelbſt der Prinz von den
Nitgliedern der ſiameſiſchen Geſandtſchaft empfangen
wurde. Der Geſandte ſelbſt befindet ſich auf Urlaub ir
Bangkog. An ſeiner Stelle begrüßte der gegenwärtige
Ge=
chäftsträger den Prinzen und geleitete ihn nach dem Hote
„Kaiſerhof” wo der hohe erotiſche Gaſt Wohnung genom
men hat. Außer einigen ſiameſiſchen Hofbeamten
befin=
den ſich in ſeiner Umgebung zwei deutſche Aerzte; denn der
Erinz iſt leidend und hat die Reiſe nach der
Reichshaupt=
ſtadt nur zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit
unter=
nommen. Berlin iſt dem Prinzen übrigens nicht fremd
da er früher der hieſigen Geſandtſchaft längere Zeit
atta=
hiert war. — Nach näheren Informationen iſt die Frage,
ob die von der Firma Stumm auf dem
Schlacht=
felde von St. Privat begonnenen
Bergwerks=
nlagen fortgeführt oder eingeſtellt werden, noch nich
gelöſt. Die Firma ließ ihre dortigen Erzgruben dreißig
Jahre unberührt. Da jetzt die anderen Stummſchen
Erz=
gruben zum Teil erſchöpft ſind, zum Teil ſich zu erſchöpfen
eginnen, ſo mußte die Firma die genannten Gruben die
geradezu das Brot der Abertauſende ihrer Arbeiter ſind
in Arbeit nehmen. In dieſem Sinne haben die
Mit=
glieder der Familie Stumm perſönlich dem Kaiſer
he=
richtet, der die Firma zu einem Immediatbericht auffor
erte, als er Ende April anläßlich einer Uebung der
Metzer Garniſon auf dem Schlachtfelde von St. Privat
Schachtarbeiten zwiſchen den Gräbern der preußiſchen
Garde bemerkte. — Das Schöffengericht
Charlot=
tenburg verurteilte in vielſtündiger Verhandlung den
chriftſteller Alfred Kerr wegen öffentlicher
Belei=
digung des nationalen Reichstagsabgeordneten Held zu
60 Mark Geldſtrafe, zur Tragung der Koſten und
Publi=
kationsbefugnis. — Durch die werktätige Hilfe
des Berliner Oberbürgermeiſters wurde
in Weißenſee dem Opfer eines „wilden Fahrers” raſch
ärztlicher Beiſtand zu teil. Als Erzellenz Wermuth gegen
11 Uhr auf der Fahrt nach Buch in ſeinem Automobil
die Kreuzung der Charlottenburger und Heinersdorfer
Straße in Weißenſee paſſierte, ſah der Chauffeur auf dem
Fahrdamm einen etwa 60 Jahre alten Mann liegen, der
vor wenigen Sekunden von einem Wagen überfahren
vorden war. Der Kutſcher hatte ſich ſchleunigſt aus dem
Staube gemacht. Oberbürgermeiſter Wermuth ließ
ſo=
fort halten und brachte den Verletzten nach dem Auguſta
Viktoria=Krankenhauſe in Weißenſee, wo der Ueberfahrene
als der Schuhmacher Paul Kinsky aus Berlin feſtgeſtellt
wurde. Glücklicherweiſe waren ſeine Verletzungen nur
eichter Art, ſo daß er nach der Anlage von Verbänden
bald wieder entlaſſen werden konnte. — Der wegen
Er=
mordung ſeiner Geliebten Groſſe in Lichtenberg geſuchte
Fenſterputzer Fritz Weißenborn wurde heute abend auf
der Treppe des Hauſes Lottumſtraße 1 erhängt
aufgefunden.
Frankfurt a. M., 5. Juni. Heute morgen ½2 Uhr
verſuchte der 30jährige Metallarbeiter Karl Waßmutl
eine Geliebte, Frau Marie Seeber, in ihrer Wohnung
zu erſchießen. Er brachte ihr zwei Schußwunden bei
und flüchtete hierauf in die Küche, wo er ſich erſchoß. Die
ſchwer verletzte Frau wurde ins Krankenhaus gebracht.
Hanau, 5. Juni. An einem Neubau des Sägewerks
bei Neuenſchmidten im Kreiſe Gelnhauſen brach ein
Gerüſt in ſich zuſammen, auf dem drei Dachdecker
be=
chäftigt waren. Zwei von ihnen wurden leicht verletzt
der dritte, namens Grau aus Birſtein, wurde ſchwer ver
letzt und mußte in das Hanauer Landkrankenhaus
über=
geführt werden.
Straßburg, 5. Juni. Die heute hier zur Eröffnung
ommende 26. Wanderausſtellung der
Deut=
chen Landwirtſchaftsgeſellſchaft
wurde
geſtern durch einen ſtimmungsvoll verlaufenen
Begrüß=
ungsabend im Großen Sängerhausſaal eingeleitet. Nack
erzlichen Begrüßungsworten brachte Bürgermeiſter Dr
Schwander ein Hoch auf die deutſchen
Landwirte aus,
welches namens der Zentralleitung der
Deutſchen
Land=
wirtſchaftsgeſellſchaft Ritterſchaftsrat von Freier mit einem
Wie alle der Kunſt und der Volkswohlfahrt dienende
Beſtrebungen, ſo förderte auch hier Großherzog
Ernſt Ludwig die Pläne des Architekten, und der
Lei=
er der Großherzoglichen Kabinettsdirektion, Geheime Rat
Römheld fand unter Heranziehung mehrerer heſſiſcher
Banken den Weg, das großgedachte Unternehmen
wenig=
ſtens teilweiſe zur Verwirklichung zu führen.
das von Albin Müller aufgeſtellte Bauprojekt umfaßt
im ganzen 16 Miethäuſer. Vorerſt konnte der wichtigere
Teil (die gegen die größeren induſtriellen Anlagen
abgren=
zende Häuſergruppe 8 Gebäude) errichtet werden. Eines
ieſer Häuſer, an das ſich nach der Rückſeite zu ein mäch
tiger Atelierbau angliedert, läßt der Großherzog auf eigene
Rechnung ausführen. Hier können, bei Erweiterung der
Kolonie, eine Anzahl Künſtler brauchbare große Atelier
räume und damit verbundene praktiſch angelegte
Wohnun=
gen finden. Damit wird der von den Mitgliedern der
Ko=
lonie wiederholt ausgeſprochene Wunſch nach räumlicher
Erweiterung der Künſtlerkolonie erfüllt.
die Atelierräume mit denen Albin Müller einen neuen
Typ geſchaffen hat, dienen 1914 den Koloniemitgliedern zu
Atelierausſtellungen. Drei der Miethäuſer aber werden
die Architekten Albin Müller, E. Körner und E. Margold
für die Ausſtellung ausſtatten, um den
Ausſtellungsbeſu=
hern zu zeigen, wie etwa einer, der mit ſeiner Familie
zur
„Miete” leben muß, auch ohne großen Aufwand recht
und angemeſſen wohnen kann
jut
Es war bei den ſchwierigen Geländeverhältniſſen
ge=
wiß keine leichte Aufgabe, dieſe Etagenmiethäuſer einer prak
iſchen hygieniſchen und dabei äſthetiſchen Löſung
zuzufüh=
ren, beſonders im Hinblick darauf, daß mit der Anlage aber
auch, was Platzgeſtaltung angeht, ein ſtädtebauliches
Problem bezwungen, deſſen ganze Bedeutung um ſo
er=
kennbarer in die Erſcheinung treten wird wenn der von
Albin Müller vorliegende Entwurf der Geſamtbebauung
uusgeführt iſt. Man ſieht, Darmſtadt hat nicht nur ein
Ausſtellungsprogramm, ſondern, wie geſagt, noch mehr: ein
Kulturprogramm
eheime Rat Römheld der mit den Mitgliedern
der Künſtlerkolonie die Ausſtellung ſchon ſeit Jahren
vor=
bereitete und ſie jetzt auch leiten wird hat zu
ſei=
ter Unterſtützung den Kunſthiſtoriker Prof. Dr. Biermann
herangezogen. Dieſer hat es ſich bekanntlich zur Aufgab
emacht, gelegentlich der Ausſtellung 1914 eine
retroſpek=
ive Ausſtellung an Gemälden zuſammenzubringen, die uns
zeigen ſoll, daß Darmſtadt bei ſeinen weitblickenden
Zu=
kunſtsplänen auch die Vergangenheit nicht vergißt.
Seite 6.
Hoch auf die Stadt Straßburg und deren Verwaltung
er=
widerte. Der Fremdenzufluß machte ſich ſchon in früher
— Im Anſchluß an
Stunde in den Straßen bemerkbar.
die Wanderausſtellung wird u. a. eine Geſellſchaftsreiſe
durch die Rheinpfalz und die Rheinprovinz vom 9. bis
22. Juni veranſtaltet.
Zweibrücken, 5. Juni. In dem Vorort Rimſchweiler
überfiel heute früh der arbeitsloſe Karl Spohn die
20jährige Tochter Minna der Witwe Mai, mit der er
ver=
geblich verſuchte, ein Liebesverhältnis anzuknüpfen, und
brachte ihr mit einem Prügel ſo heftige Schläge auf den
Kopf bei, daß das Mädchen tot zuſammenbrach. Der
Mörder flüchtete, konnte aber heute vormittag
feſtgenom=
men werden.
Jena, 5. Juni. Das 48. Deutſche
Tonkünſtler=
eſt des Allgemeinen deutſchen Muſikvereins wurde geſterr
mittag durch ein Kammerkonzert im akademiſchen
Roſen=
ſaale fortgeſetzt. Durch die Länge des Programms und
die hochſommerliche Hitze fiel das Konzert, obwohl es im
einzelnen große Höhepunkte hatte, ab. Abends brachte
ein Extrazug die Teilnehmer nach Weimar zur Feſtvor
ſtellung im Hoftheater. Es wurde „Lanval”, Minnelied
in zwei Akten und vier Bildern nach der altfranzöſiſchen
Dichtung von Maurice de France, Text von M. Mau
rice, deutſch von Hans von Gumppenberg und Muſik von
Pierſe de Maurice gegeben. Der Abend wurde mit Liſzte
Feſtgeſängen eingeleitet. Die muſikaliſche Leitung hatte
des
Hofkapellmeiſter Peter Haaſe; die Inſzenierung
Minneliedes durch Generalintendant von Schierach fand
vielen Beifall. Die Aufführung des Liedes befriedigte
allgemein. Im Künſtlerhauſe fand hierauf ein zwang
loſes Beiſammenſein ſtatt. Um 12 Uhr kehrte der
Extra=
zug nach Jena zurück
Hamburg, 4. Juni. Die argentiniſche
Son=
dermiſſion traf heute nachmittag in Begleitung
eini=
ger Herren des Auswärtigen Amtes auf dem
Hauptbahn=
hofe ein. Zum Empfang waren der argentiniſche
Ge=
neralkonſul Sommer, Konſul Scheil und einige Mitglie
der der argentiniſchen Kolonie erſchienen. Die Gäſte
woh=
nen im Hotel Atlantic.
Poſen, 4. Juni. Geſtern abend ſtürzte im ſtädti
ſchen Krankenhauſe eine Krankenſchweſter von der dritter
Etage in den offenen Fahrſtuhlſchacht und war ſofort tot.
Bald danach ſtürzte auch der Hauswart hinab und wurd
lebensgefährlich verletzt
Paris, 5. Juni. Der deutſche Journaliſt Kar
Eugen Schmidt richtete an die Sekundanten des
Straßburger Korreſpondenten des Matin, Bourſon, eit
Schreiben, in dem er erklärt, die von ihm in der Straß
burger Poſt veröffentlichten Korreſpondenzen ſtellten ir
keiner Weiſe eine Beleidigung für Bourſon dar, von
deſſen Exiſtenz er überhaupt damals nichts gewußt habe.
Da er ſeit 6 Wochen nicht mehr in Paris wohne, die
beanſtandete Korreſpondenz in einem Straßburger Blatt
erſchienen und Straßburg der gewöhnliche Wohnſitz Bour
ſons ſei, wolle er nach Straßburg kommen, um dort die
Sache zu erörtern. Uebrigens könne er nach franzöſiſchem
und internationalem Brauch mit vollem Recht es ablehnen
daß die Angelegenheit nach Paris verlegt werde, wo
weder er noch Bourſon wohnen. Die Zeugen Bourſons
erſuchten ihren Auftraggeber, angeſichts der Haltung
Schmidts ſie ihres Sekundantenamtes zu entheben.
Paris, 5. Juni. Wie aus Angoulémes gemelde
wird, beſchloſſen die Arbeiter der dortigen ſtaatlichen
Pulverfabrik, in der kürzlich durch eine Exploſion
zwei Arbeiter ſchwer verletzt wurden, die Arbeit
einzu=
ſtellen, falls die Turbinen, welche die Exploſion veran
laßt haben, nicht durch andere, mehr Sicherheit bietend
Turbinen erſetzt würden
Liſſabon, 4. Juni. Das Kriegsgericht ſprack
den Leutnant Allegre und einige andere Angeklagte,
dar=
unter zwei Frauen, von der Anklage einer monarchiſcher
Verſchwörung frei.
London, 5. Juni. Ueber das Attentat einer
Suffragette während des geſtrigen engliſchen
Der=
bys werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Fra=
Davis ſtürzte hinter einer Baluſtrade einer Tribüne her
vor und warf ſich vor das Pferd des Königs. Sie wurd
von dem Pferde beiſeite geſchleudert und vier andere
Pferde galoppierten über ihren Körper hinweg.
Der
Jockei, der das königliche Pferd ritt, wurde ebenfalls zu
Boden geworfen und von den Hufen der Pferde verletzt
König Georg, der ſich mit der Königin auf der Tri
büne des Jockei=Klubs aufhielt, zeigte ſich über den
Vor=
fall tief erregt und erkundigte ſich teilnahmsvoll nach dem
Befinden ſeines Jockeis. Während die Aerzte hoffen,
den Jockei am Leben zu erhalten, dürfte die Suffragette
kaum mit dem Leben davonkommen
Petersburg, 5. Juni. Die Stadtverwaltung wählte
den Grafen Iwan Tolſtoi, den ehemaligen Unterrichts
miniſter, anſtelle des von der Regierung nicht
beſtätig=
ten ehemaligen Adelsmarſchalls Schubin Pozdeeff zum
Bürgermeiſter.
Die Beſoldungsvorlage im
Finanzausſchuß.
St. Darmſtadt, 5. Juni.
Der Finanzausſchuß der Zweiten Kammer hat heute
nit der Beratung der Beſoldungsordnung begonnen.
Zu=
nächſt wurde über die Erklärung der Wirtſchaftlichen Ver
einigung eine längere Beſprechung geführt, bei der
beſon=
ders die materielle Frage, ob auf der Trennung von Woh
ntungsgeld und Gehalt, wie ſie die Regierung vorſchlägt
beſtanden werden ſoll, behandelt wurde.
Der
Ausſchuß
in
einer Majorität bedauert
Sete
daß
durch dieſe Erklärung
in
den
Verhandlungen
des Finanzausſchuſſes ein Zwiſchenfall eingetreten ſei
deſſen Konſequenz geeignet iſt, die Vorlage erheblich zu
gefährden. Die Majorität des Ausſchuſſes hält trotz der
Kundgebung daran feſt, daß die Beſoldungsvorlage
i1
dem Ausſchuß eingehender Beratung unterzogen werde
nachdem auch die Regierung erklärt hatte, daß ſie an der
Vorlage mit der Trennung von Gehalt und
Wohnungs=
geld feſthalte. Die Regierung ſtellt ſich auf den Stand
punkt, daß dieſe Erklärung nicht dazu dienen kann, etwa
jetzt ſchon in der Kammer eine Stellungnahme für oder
gegen die Vorlage hervorzurufen. Man müſſe erſt in
Lauſe der Beratung ſehen, ob nicht durch Aufklärung und
Beſprechung der verſchiedenen Meinungen eine Verſtän
digung erzielt werden kann. Nachdem dann die
vorhan=
denen Differenzen ſoweit beſeitigt waren wurde in die
materielle Verhandlung der Beſoldungsordnung
eingetre=
ten. Der Vertreter des Bauernbundes ſprach ſich für
den Wegfall des Wohnungsgeldes wie auch ſeither ſchon
aus. Hierdurch würde eine Erleichterung der Vorlage
ein=
treten, der Unterſchied zwiſchen den einzelnen Orten in de
Höhe des Wohnungsgeld=Zuſchuſſes, ſowie auch der Un
terſchied zwiſchen Verheirateten und Unverheirateten werde
vollſtändig beſeitigt. Es ſei ſelbſtverſtändlich, daß das
ausfallende Wohnungsgeld als Gehaltserhöhung dem
Ge=
halt zugeſchlagen werden müſſe. Seitens des Vertreters
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 6. Inni 1913.
der Fortſchrittlichen Volkspartei wurde darauf
ingewieſen, daß die Vorlage die billigſte Form der
Be=
riedigung der Wünſche der Beamten darſtellt. Würder
lediglich die Gehalte in die Höhe geſetzt, ſo bliebe der
An=
ſpruch der Beamten auf das Wohnungsgeld beſtehen und
das werde ſpäter zu weiteren Forderungen führen. Die
Zweiteilung von Wohnungsgeld und Gehalt liege im
In=
ereſſe der ſtaatlichen Finanzen und ſei auch durch die Re
ierungsvorlage genügend gerechtfertigt. Ein Mitglied
der nationalliberalen Partei erklärt, daß er ſich
gegen die Vorlage gerade wegen des Wohnungsgeldes
er=
klären müſſe. Das Leben auf dem Lande iſt in viele
Hinſicht teurer als in der Stadt. Es müſſe aber das aus
allende Wohnungsgeld als Gehalt gegeben werden, doch
oll der Rahmen der Vorlage, ſoweit Gelder ausgegeben
verden ſollen, nicht überſchritten werden. Der Vertreter
es Zentrums wies darauf hin, daß nach ſeiner
Auf=
aſſung die Verhältniſſe von Stadt und Land ſich
aus=
gleichen. Was die Kindererziehung z. B. auf dem Lande
nehr koſtet, wird in der Stadt durch Anſprüche, die die
Stadt mit ſich bringt, ausgeglichen. Berechne man aber
was es koſtet, wenn der Wohnungsgeld=Zuſchuß wegfällt
aber als Gehalt gegeben werde, ſo ergibt ſich ein
Mehr=
betrag von etwa 140000 Mark, deſſen Deckung nicht
vor=
handen ſei. Von einer anderen
nationalllibera=
en Seite wurde ausgeführt, daß ein Unterſchied zwi
ſchen Wohnungsgeld und Gehalt in allen Bundesſtaaten, mit
Ausnahme von Bayern, durchgeführt ſei und auch im Reicht
eſtehe. In Heſſen iſt das Wohnungsgeld im Jahre 190
eingeführt worden und es ginge nicht an, von dieſem jetzt
abzugehen, da insbeſondere in Heſſen Reichs= und preu
ßiſche Beamte mit Wohnungsgeld wohnen. Die Anzah
der Beamten, die auf dem Lande im Verhältnis zu der
Stadt leben, weiſen darauf hin, daß die Beamten auf dem
Lande nicht ausſchlaggebend ſein dürfen und es ſei dock
bekannt, daß insbeſondere die Wohnungsverhältniſſe auf
dem Lande gegenüber den großen Städten außerordentlick
viel billiger ſeien, da insbeſondere von den höheren
Be=
amten eine ſehr große Anzahl Dienſtwohnungen inne hat,
ſo ſcheiden dieſe ja von dem Wohnungsgeldzuſchuß
über=
haupt aus Dem Zug nach der Stadt unterliegen nicht allein
die Beamten, man ſehe ja, wie ſich auch ſonſt die
Bevöl=
kerung nach den Städten drängt, und es ſei nicht anzu
nehmen, daß etwa die Gleichſtellung des Gehaltes in Stad=
und Land die Beamten auf dem Lande feſthalte.
Sicher=
lich kommen Ausgaben bei der Kindererziehung uſw. in
Betracht, allein die Statiſtik habe doch gezeigt, daß Heſſen
mit höheren Schulen ſo verſehen ſei, auch auf dem Lande,
daß nur ein geringer Teil der Eltern gezwungen ſei, ihre
Kinder in Penſion zu geben und ſich dadurch erheblich
Koſten aufzuerlegen.
Die Regierung legte an verſchiedenen Beiſpielen dar
wie gegenüber der erſten Gehaltsvorlage der Unterſchier
n der Gehaltsbemeſſung zugunſten des Landes verſchoben
ei, wie gerade die ländlichen Ortsklaſſen prozentual höher
geſtellt ſeien als die ſtädtiſchen Wohnungsgelder. Ferner
ei die Spannung zwiſchen den verſchiedenen Ortsklaſſen
vermindert worden und dadurch dem ländlichen Teil der
Bevölkerung Rechnung getragen.
Von fortſchrittlicher Seite wurde beantragt, den volle
Wohnungsgeld=Zuſchuß im Falle des Bedürfniſſes auch
inverheirateten Beamten dann zu gewähren, wenn ſie
einen ſelbſtändigen Haushalt führen oder eine Familien
wohnung inne haben; und weiter, daß die Regierung
ver=
heirateten Staatsdienſtanwärtern die Hälfte des
Zuſchuſ=
ſes gewähren ſoll. Die Diskuſſion wandte ſich dann der
Frage zu, ob entgegen dem Geſetz von 1907 das
Wohn=
ungsgeld penſionsfähig geſtaltet werden ſoll
Die Regierung trat hierfür ein, nachdem die
Pen=
ſionsfähigmachung in den benachbarten Staaten erfolgt ſe
und da die Erhöhung der Gehalte allein für die Berech
nung der Penſion eine unzureichende Grundlage gewähre
Seitens des Bauernbundes wurde darauf
hingewie=
en, daß durch eine ſolche Penſionsfähigmachung der Unter
ſchied zwiſchen den Beamten in der Stadt und auf den
Lande fortwährend verſtärkt wird. Für die Beamten in
der Stadt ſteigt der der Penſion zu Grunde zu legende
Satz erheblich mehr, als für die ländlichen Beamten
wenn dieſe ein geringeres Wohnungsgeld erhalten.
Hier=
durch würde auch eine Dekreditierung der Beamten des Lan
des immer mehr eintreten, da ja auch ſpätere Verbeſſer
ungen der Bezüge der Beamten dieſe Kluft wieder in Er
cheinung treten laſſen. Die Regierung wies darauf hin
daß man im Reich 4 Klaſſen des Wohnungsgeldes fü
Heſſen errichtet habe, während die Vorlage nur 3 vorſehe
Es darf nicht geleugnet werden, daß die Preiſe der
Woh=
nungen in Stadt und Land außerordentlich verſchieden
ind, und daß darum eine Gleichmacherei nicht angehe
Im Ausſchuß wurde darauf hingewieſen, daß die Pen
ionsfähigmachung des Wohnungsgeldes inſoweit eine
Be=
vorzugung der heſſiſchen Beamten vor den preußiſchen be
eute, als dort die Penſion höchſtens 75 Prozent betrage
in Heſſen aber auf 100 Prozent ſteigen kann
Es wurde der Antrag geſtellt, die von der
Regie=
rung vorgeſehenen Wohnungsgeldſätze auf einer mittleren
Skala zu vereinigen. Gegen dieſe wurde aber von anderer
Seite das Bedenken geltend gemacht, daß gerade hierdurch
die unteren Beamten in den Städten ſehr viel ſchlechter
geſtellt würden, während die unteren Beamten auf dem
Lande Wohnungsgeld=Zuſchüſſe erhalten würden, die mehr
als die Wohnungskoſten betragen. Die Regierung gab
zu erwägen, ob nicht entgegen ihrem Vorſchlage das
Woh=
nungsgeld nicht nach dem Satze der Ortsklaſſe 1, ſondern
nach dem Durchſchnitt der Ortsklaſſen der Penſion zugrunde
gelegt werden könne. Das zu vertreten iſt darum
an=
ängig, da zwar viele im Dienſt ſich befindliche Beamten
an ihrem Dienſtort wohnen müſſen, dann aber wenn ſie
in Penſion getreten ſind, wohnen können, wo ſie wollen
und darum auch keinen Anſpruch allgemein auf die hohen
Sätze der Ortsklaſſe I zu erheben brauchen. —
Weiter=
veratung Freitag.
Der Finanzausſchuß der Erſten Kammer
Der Finanzausſchuß der Erſten Kammer iſt heut
unter dem Vorſitz des Grafen Erbach=Fürſtenau
ebenfalls zuſammengetreten, um verſchiedene kleinere
Re=
gierungsvorlagen und Anträge zu erledigen, darunter die
Vorlage betreffend Landesgeſtüt, Univerſitäts=Klinik, Ver
kauf eines Geländeſtreifens am Juſtizgebäude in Darm
ſtadt uſw. Zu allen dieſen Gegenſtänden trat der Aus
ſchuß den Beſchlüſſen des anderen Hauſes bei. Hierauf
beſchäftigte ſich der Ausſchuß mit dem Antrag des Abg.
Oſann, die Regierung zu erſuchen, alsbald eine
Vor=
lage einzubringen, wonach der Zentralkaſſe der
heſſiſchen landwirtſchaftlichen
Genoſſen=
ſchaften aus den Vermögensbeſtänden der Großh
Hauptſtaatskaſſe Mittel bis zum Betrage von einer
Mil=
lion Mark zur Verfügung geſtellt und geeignete
Vorſchläg=
für die Verzinſung, die Sicherſtellung und die Rückzahlung
dieſer Mittel gemacht werden. Auch dieſem Antrag ſtimmte
der Ausſchuß einſtimmig zu. Ueber den
Zuſam=
mentritt des Plenums der Erſten Kammer ſoll
erſt in einigen Tagen Beſchluß gefaßt werden,
Nummer 130.
Der Nieder=Modauer Banks
krach vor der Strafkammer,
45. Verhandlungstag
g. Geſtern plädierte der zweite Verteidiger des
An=
geklagten Ihrig, Juſtizrat v. Brentano. Eine
ſchwere Aufgabe für das Gericht, den Staatsanwalt und
licht zum mindeſten für die Verteidigung ſei der
vor=
liegende Fall, und er müſſe ſich dem Kompliment, das
der Herr Rechtsanwalt Neuſchäffer der unparteiiſchen und
gerechten Geſchäftsführung des Gerichts machte, voll und
ganz anſchließen. Beſonders ungünſtig ſei ſeinem
Klien=
ten die öffentliche Meinung geſinnt, die angeſichts der
Größe des Unglücks und des Elends nach weiteren
Schul=
digen ſuchte und nun in Ihrig den allein Schuldigen
er=
blicke. Wenn auch manches erwieſen ſei, was dem
Ange=
klagter in objektiver Hinſicht ungünſtig ſei, ſo reiche es
doch nicht hin, ihn daraufhin zu verurteilen. Auch in
ſub=
jektiver Hinſicht ſei wohl ſo manches dem Angeklagten
nicht günſtig, aber er müſſe doch darauf hinweiſen, daf
vom Staatsanwalt die Schattenſeiten des Allgemeinbildes
zu einſeitig hervorgehoben worden ſeien. Während bei
den anderen Angeklagten vom Staatsanwalt immerhir
noch einige Milderungsgründe gefunden worden ſeien,
konnte er für Ihrig keinerlei Milderungsgrund entdecken.
Dem Angeklagten werde eine ganz niedrige
Handlungs=
weiſe vorgeworfen, Bilanzfälſchungen und betrügeriſches
d. h.
Handeln, Vertuſchen und Sicherung der Bank
Ausbeutung der Nieder=Modauer Kaſſe. Wo ſei aber
auch nur ein einziger Grund, eine Urſache zu dem
angeb=
lich verbrecheriſchen Handeln des Angeklagten zu finden?
Geſchädigt, um ſich ſelbſt zu bereichern, nimmt doch die
Anklage ſelbſt nicht an. In der Bevölkerung habe ſich
in ſuggeſtiver Weiſe der Gedanke an eine Schuld Ihrigs
verbreitet. Aber daraufhin könne eine Verurteilung doch
auch nicht erfolgen. Alle die Zeugenausſagen der Nieder=
Modauer Verwaltungsmitglieder ſeien doch mit einer
gewiſſen Vorſicht aufzufaſſen. Man könne doch wohl nicht
mit Ernſt glauben machen, daß alle dieſe erwachſenen
Menſchen ganz unter dem Willen des Angeklagten
ſtan=
den, daß all ihr Tun und Handeln von dem Willen Ihrigs
diktiert war. An Adams verbrecheriſches Handeln habe
in Nieder=Modau niemand gedacht, und auch Ihrig mußte
etwas derartiges nicht annehmen. In allen ſeinen
Maß=
nahmen habe Ihrig nur des Beſtreben gezeigt. dem Nie
der=Modauer Verein zu helfen, ihn vor dem Konkurs zu
bewahren. Er ſei durchaus nicht der Sanierungsfanatiker
geweſen, als den man ihn hinſtellen wolle. Er ſei au
den ausdrücklichen Wunſch, auf die dringlichen Bitten der
Nieder=Modauer Verwaltungsmitglieder nach Nieder=
Nodau gekommen.
der Verteidiger ging ſodann auf die Wechſeleinlöſung
1908 ein. Die Einlöſung mußte damals erfolgen, denn
man wußte ja noch gar nicht, daß die Wechſel gefälſcht
waren. Andernfalls wäre der Verein verklagt worden.
Ihrig habe ſich vorher bei dem Rechtsvertreter der Banl
erkundigt, ob die Sache in Ordnung war. Als ihm eine
ausreichende Antwort erteilt worden war, ſei für ihn
die Frage erledigt und er mußte zur Wechſeleinlöſung
chreiten. Bei den beiden erſten Wechſelgruppen ſei ja
nach dem Gutachten des Sachverſtändigen eine Schädigung
Nieder=Modaus nicht entſtanden. Aber auch aus der
drit=
ten Gruppe ſei eine Schädigung Nieder=Modaus durch
die Genoſſenſchaftsbank nicht erfolgt, denn es ſei nicht
er=
wieſen, ob nicht Adam die Gegenwerte doch erhalten hat
Geſchädigt ſei Nieder=Modau im Endeffekt wohl, aber
nicht durch Ihrig, ſondern durch die Veruntreuungen
Adams. Die Gründung der V.=V.=G. ſei nach allgemei
ner Anſchauung eine gute Tat geweſen. Ihrig ſei aber
nicht der Gründer der V.=V.=G. geweſen, ſondern er
habe ſich nur im Auftrage beteiligter Genoſſenſchaften
da=
ran beteiligt. Alle dieſe Situationen könne man nicht
rückſchauend beurteilen, ſondern man müſſe ſich immer au
den damaligen Standpunkt ſtellen. Von dieſem
Stand=
punkt müſſe man auch die Bilanzen Nieder=Modaus für
1908 und 1909 betrachten. Müller, der 1909 42mal in
Nieder=Modau war, um die Bilanz aufzuſtellen, hatte
keine Bedenken in irgend einem Poſten und da wolle
man Ihrig dafür verantwortlich machen? Untrennbar
ſei die Bilanz von der Buchführung, und Ihrig, der
nie=
mals einen Blick in die Bücher Nieder=Modaus tun
konnte, er ſollte beim flüchtigen Durchblick der Bilanz
er=
ennen, ob die Bilanz gefälſcht ſei? Die Heranziehung
der Vorſtands= und Aufſichtsratsmitglieder zur
Verluſt=
deckung ſei nicht von Ihrig, ſondern von den Mitgliedern
des Vorſtandes angeregt. Von einer Täuſchung der
Unterſchreiber der 275000 Mark=Urkunde durch Ihrig
könne gar keine Rede ſein, es ſei aber andererſeits nicht
zu leugnen, daß dieſe annahmen, durch Abſchreibung der
5000 Mark, durch hereingehende Außenſtände uſw., würde
ine Minderung dieſer Summe im Laufe der Jahre
ein=
treten. Der Verteidiger kommt zu dem Schluſſe, daß auch
nicht ein Punkt der Anklagte voll erwieſen ſei und
be=
antragt die Freiſprechung des Angeklagten Ihrig
Die Verhandlung wird ſodann auf Freitag ver
tagt. Es wird der Staatsanwalt zu den Plädoyers der
Verteidiger nochmals das Wort nehmen und eventuell
dieſe auch
Automobil=Unfälle.
gs. Bickenbach, 5. Juni. Heute nachmittag 5 Uhr
ereignete ſich auf der Bickenbacher Chauſſee am
Ortsein=
gang von Bickenbach ein folgenſchweres
Auto=
mobilunglück.
Durch einen Gummidefekt am
Hinterrad überſchlug ſich das Auto, eines
Hamburger Großkaufmanns, in dem ſich zwei Herren und
zwei Damen befanden, wobei die Inſaſſen
herausge=
ſchleudert wurden. Der Chauffeur erlitt ſchwere
in=
nere Verletzungen und Hautabſchürfungen. Der
Beſitzer, ein Großkaufmann aus Hamburg, erlitt einen
doppelten Oberſchenkelbruch. Die Damen kamen mit
eini=
en leichten Verletzungen davon. Nach Anlegung von
Notverbänden durch die Darmſtädter Rettungswache
wurde der Chauffeur mit dem Krankenautomobil nach
Darmſtadt in das Städtiſche Krankenhaus gebracht, wäh
rend der Beſitzer auf ſeinen Wunſch mit einem Privat
automobil nach Heidelberg in die Klinik gebracht wurde
Ein weiterer Automobilunfall, der glücklicherweiſe
weniger folgenſchwer verlief, ereignete ſich nachmittags
26 Uhr zwiſchen Hahn und Wembach. Bei dem mit
ſechs Perſonen beſetzten geſchloſſenen Auto des Herrn
Kommerzienrats Goebel verſagte beim Nehmen einer
Biegung die Steuerung. Das Auto überſchlug ſich und
ſtürzte die Böſchung hinab. Durch Buſchwerk uſw. wurde
der Sturz aber gemildert, ſo daß keiner der
In=
faſſer rußlich verletzt wurde.
Nummer 130.
Die Wehrbeiträge.
Antrag der Subkommiſſion.
* Berlin, 5. Juni. Die Subkommiſſion der
Budgetkommiſſion des Reichstages beendete heut
vormittag vor Beginn der Vollſitzung der Kommiſſion ihre
vertraulichen Beſprechungen. Inzwiſchen haben die
Be=
ſprechungen zu vier Vorſchlägen geführt, auf Grund deren
Berichterſtatter Graf Weſtarp folgenden Antrag der
Kommiſſion unterbreitete: Der Beitrag beträgt bei
einem Vermögen bis zu 50000 Mark 0,15 vom Hundert
Die nächſten angefangenen oder voll,50000 Mark 0,35
v. H., 100000 Mark 0,5 v. H., 300000 Mark 0,7 v. H.,
500000 Mark 0,85 v. H., 1000000 Mark 1,1 v.
H.,
3000000 Mark 1,2 v. H., . 5000000 Mark 1,3 v. H.,
ioch einmal 5000000 Mark 1,4 v. H. Von einem höheren
Betrage 1,5 v. H., jedoch nicht über 1,25 v. H.=des
Geſamt=
vermögens.
Die heutige Sitzung der Budgetkommiſſion
iſt die
hundertſte dieſer Seſſion. Aus dieſem Anlaſſe
wurde dem Vorſitzenden der Kommiſſion, Dr. Spahn, eir
Roſenſtrauß überreicht. Nach Eintritt in die Tagesord
rung führte die Kommiſſion die geſtern begonnene Berat
ung des § 12 des Entwurfes, betreffend Wehrbeitrag, fort
(Beitragspflicht der Aktiengeſellſchaften und
Kommandit=
geſellſchaften auf Aktien). Ein konſervatives Mitglied
empfahl wohlwollende Behandlung der Geſellſchaften mit
gemeinnützigen Zwecken. Ein Vertreter der Regierun
ſagte darauf, daß die Wohltätigkeitsvereine im Geſetze
nich=
beſonders erwähnt ſeien, weil man ihre beſondere
Berück=
ſichtigung als ſelbſtverſtändlich angeſehen have,
Unter Ablehnung aller übrigen Anträge wurde § 12
(Beitragspflicht der Aktien=Geſellſchaften
und der Kommandit=Geſellſchaften
a u
Fort=
Aktien) mit 14 Stimmen der Sozialdemokraten der
der
ſchrittlichen Volkspartei und der Nationalliberalen in
mit
Faſſung der Regierungsvorlage angenommen,
der einen Aenderung des Abſatz 2, der gemäß eines
kon=
ſervativen Antrags folgendermaßen gefaßt wurde: Bei
Berechnung des beitragspflichtigen Vermögens der Ge
ellſchaft gilt, wenn dieſe Aktienanteile oder Kure einen
Börſenkurs haben, der nach dem Durchſchnittskurs des
Jahres 1912 zu ermittelnde Geſamtbetrag aller
Aktien=
anteile oder Kuxe als beitragspflichtiges Vermögen, wenn
olche dagegen keinen Börſenkurs haben, der durchſchnitt
liche Verkehrswert aller Aktienanteile eder Kuxe
Die Budgetkommiſſion griff in der Nachmittagsſitzung
auf den § 1 zurück. Berichterſtatter Graf Weſtarp erklärte
in der Subkommiſſion ſei eine Einigkeit nicht erzielt
wor=
den und ſein Berichterſtatter=Antrag, den wir heute vor
mittag haben, könne daher auch nicht als Ergebnis einer
Einigung ausgeſprochen werden, baue ſich aber auf der
Beſprechungen und den Vorſchlägen der Subkommiſſion
uf. Der Berichterſtatter gab der Hoffnung Ausdruck, daß
Der Be
ſein Antrag zu einer Einigung führen werde.
richterſtatter erläuterte weiter die Frage der Beſteuerung
des Einkommens und ſtellte hierzu folgenden Antrag
Von dem feſtgeſtellten Einkommen wird ein Betrag
abge=
zogen, der einer Verzinſung von 5v H. des
abgabepflich=
tigen Vermögens entſpricht. Das Einkommen wird, wenn
es nicht mehr als 50000 Mark beträgt, mit ſeinem
ſechs=
fachen, wenn es mehr als 50000, aber nicht mehr als
100000 Mark beträgt, mit ſeinem achtfachen und wenn es
mehr als 100000 Mark beträgt, mit ſeinem zehnfachen Be
trag in Anſatz gebracht. Beträgt das veranlagte
Einkom=
men weniger als 5000 Mark, ſo wird das Einkommen
nur dann berückſichtigt, wenn es dem beitragspflichtigen
Vermögen hinzuzurechnen iſt. Der Berichterſtatter
errech=
net als Ergebnis der von ihm vorgeſchlagenen
Einkom=
mensbeſteuerung 80 Millionen Mark. Der Redner be
ſprach eingehend die Frage der unteren Vermögensgrenze,
wozu er beantragte: Beitragsfrei ſind, ſofern nicht das
Einkommen 5000 Mark überſteigt, Vermögen, die den Be
trag von 30000 Mark und ſofern der Pflichtige ein Ein=
Mark hat, den Betrag von
kommen von weniger als 2000
50 000 Mark nicht überſteigt. —
In der Abſtimmung wurde
der Antrag des Berichterſtatters, betreffend Staffelung des
Vermögens angenommen, mit einem fortſchrittlichen
Ab=
inderungsantrag, der in der Vermögensſtaffelung des Be
richterſtatters den Prozentſatz von den nächſten
angefange=
nen oder vollen 3 Millionen von 1,2 auf 1,3 v. H., von der
nächſten angefangenen oder vollen 5 Millionen von 1,3 auf
1,4 erhöht und von den folgenden höheren Beträgen auf
1,5 v H. feſtſetzt, und ferner die Beſtimmung, daß der
Wehrbeitrag 1,25 v. H. des Geſamtvermögens nicht
über=
ſteigen ſoll, geſtrichen wird. Auf ſozialdemokratiſchen An
trag wurde folgender Abſatz eingefügt: Perſonen mit
Ver=
mögen bis zu 50000 Mark, deren Einkommen 3000 Mark
nicht überſteigt, ſind von dem Wehrbeitrag beſreit. — Die
Kommiſſion vertagte ſich darauf auf morgen vormittag.
Unwetter und Hitze.
* Gießen, 5. Juni. Das geſtrige ſchwere
Ge=
witter wurde von einem heftigen Wirbelſturn
begleitet, der namentlich auf dem Feſtplatz für die
Regi=
ments=Hundertjahrfeier am nächſten Samstag und
Sonn=
tag ungeheure Verwüſtungen angerichtet hatte.
Die Eingangspforte, eine große Feſthalle, eine große
Wirtſchaftshalle und mehrere Schaubuden liegen in
Trümmer. Militär iſt beſchäftigt, bis zum Samstag die
Anlagen wieder herzuſtellen. In den Wäldern wurder
zahlreiche Bäume entwurzelt. Im Philoſophenwald
wurden 100 Bäume geknickt
Berlin, 5. Juni. In Berlin und ſeiner Um
gebung ſcheint ſich die ſeit vier Wochen anhaltende Hitze
und Trockenheit noch ſteigern zu wollen. Aud
geſtern kamen mehrere Hitzſchläge vor. Auf dem
Truppenübungsplatz Zoſſen wurde während einer Ar
beitsübung der Eiſenbahnregimenter der Rekrut Rum
mel vom Hitzſchlag getroffen. Der Rekrut Krüger wurde
unter den Folgen eines Hitzſchlages in das Tempelhofer
-
Aus Landsberg an
Garniſonlazarett geſchafft
be
der Warte wird gemeldet, daß auf freiem Felde
Butterfelde im Kreiſe Königsberg=Neumark zwei
Schnit=
ter vom Blitz erſchlagen wurden; ein dritter wurde in
-
Schwere
Wolken=
folge eines Hitzſchlages gelähmt.
brüche richtete geſtern auch im oberen Schwarza
tal große Schäden an. Der Verkehr iſt mehrfach
unter=
brochen. — In der Gemeinde Senne in Weſtfalen
wurden bei einem ſchweren Gewitter ein Forſtarbeiter
und ein Mädchen vom Blitz erſchlagen. Ein gleiches
Schickſal hatte in Recklinghauſen ein Bergarbeiter
Von den 24 Infanteriſten, die auf dem
Truppen=
übungsplatz Arys bei Lötzen (Oſtpreußen) vorgeſtern von
19
Hitzſchlag getroffen wurden, ſind 5 geſtorben.
liegen ſchwer erkrankt im Lazarett des Barackenlagers.
* Koblenz, 5. Juni. Ein Wolkenbruch, der
geſtern abend zwiſchen Koblenz und Rhens niederging
hat die zwiſchen Koblenz und Rhens gelegenen Waldtäler
vollſtändig verwüſtet. Die Bahngleiſe und die
Landſtraßen ſind zwei Meter hoch mit Geröll bedeckt. Pio=
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 6. Juni 1913.
niere und Infanterie ſind mit den Aufräumungsarbeiten
beſchäftigt. Geſtern abend 11 Uhr konnte der erſte Zug
wieder von Koblenz über Niederlahnſtein nach Frankfurt
ind ebenſo auf der Strecke Koblenz-Trier abgelaſſen
werden. Der Betrieb auf der Strecke Koblenz-Boppard
Die
vird vor morgen nicht eröffnet werden können
Strecke Koblenz-Mayen iſt noch nicht betriebsfrei. Die
herabſtürzenden Waſſer und Erdmaſſen überſchütteten die
andſtraßen und Bahngleiſe. In Rhens mußten die Leute
geſtern abend durch die Feuerwehr aus den oberſten
Stock=
werken der Häuſer gerettet werden. Viel Vieh iſt er=
Ob Menſchenleben vernichtet wurden, konnte
trunken.
bisher nicht feſtgeſtellt werden. Auch der Ort Capellen
hat ſchwer durch Waſſer gelitten. Auf der Königsbacher
Brauerei ſtehen die Flaſchenbierwagen bis zur Decke ir
en Erdmaſſen. Ueber den Schaden läßt ſich heute noch
eine annähernde Schätzung machen. Bei dem Orte
Kär=
lich wurde heute morgen ein 70jähriger Mann tot
auf=
gefunden, der anſcheinend ertrunken iſt und durch die
Waſſermaſſen aufs Feld geſchwemmt wurde.
Koblenz, 5. Juni. Infolge der geſtrigen
Wolkenbrüche ſind die Eiſenbahnſtrecken Koblenz=
Bingerbrück und Block-Königsbach, die Strecke Köln-
Niederlahnſtein bei Horchheim, die Strecke Koblenz-Trier
bei Moſelweiß und die Strecke Koblenz-Noyen bei
Rtübenach vollſtändig unterbrochen. Die Gleiſe ſind
über=
chwemmt und mit Geröll überſchüttet. Die Dauer der
Störung iſt unbekannt. Ein Pionierbataillon iſt zu Hilfe
erufen worden
*
Koblenz, 5. Juni. (Amtlich.) Abends um
3 Uhr ſind infolge eines wolkenbruchartigen Regens beide
Gleiſe der Strecke Bingerbrück-Koblenz zwiſchen Rhens
und Koblenz an mehreren Stellen meterhoch mit
Geröll=
naſſen überſchüttet worden. Der Betrieb zwiſchen Koblen;
und Rhens iſt eingeſtellt, der Durchgangsverkehr wird
über die rechte Rheinſeite geleitet. Das Gleis Binger
rück-Koblenz wird vorausſichtlich heute mittag frei
Wann das Gleis Koblenz-Bingerbrück frei wird, iſt noch
unbeſtimmt
Weitbruch bei Hagenau, 5. Juni. Ein 12
jäh=
riger Knabe wurde auf dem Heimweg vom Felde, wo
r ſeiner Mutter beim Schneiden des Klees behilflich war,
vom Blitzerſchlagen. Die Mutter wurde betäubt
Wagshurſt (Baden), 5. Juni. Geſtern nach
mittag wurde der 26 Jahre alte Landwirt Dold auf der
andſtraße vom Blitz getroffen und war ſofor
o t
* Ottershofen (Baden), 5. Juni. Geſtern abend
kurz nach 7 Uhr entlud ſich, von Südweſten kommend, ein
chweres Hagelwetter über dem Ort. Der Hage
währte nur wenige Minuten, doch hatten die Hagelkörne:
eine ſolche Größe, daß ſie nur mit jenen vom 10. Auguſ
1906 verglichen werden können. Der Schaden iſt ſehr
er=
ebkich
Eutingen, 4. Juni. Zwiſchen 4 und 5 Uhr nach
nittags hat ein ſchwerer Gewitterſturm den
Schwarzwald und ſein Vorland heimgeſucht. Auf dem
hieſigen Bahnhof wurden ſämtliche Dächer abgedeckt. Vier
umgeſtürzte leere Perſonenwagen ſielen die 24 Meter
ſohe Böſchung herunter. Von einem Güterzuge wurden
auf der Strecke Eutingen-Ergenzingen fünf Wagen vom
Sturm aus dem Geleiſe gehoben und über den
Bahn=
amm geſchleudert. Die Bahnſtrecke war abends noch ge
tört. Die Züge von Stuttgart werden über Tübingen
Horb geleitet. Auch auf der Neckarbahn hat der Sturm
übel gehauſt, am ſchlimmſten auf dem Bahnhof von
Müh=
en, wo gleichfalls alles dem Erdboden gleich gemacht
wurde. Außerdem fiel überall ſchwerer Hagel, der nament
lich Eutingen heimſuchte. Verletzungen von Perſonen
werden von verſchiedenen Stellen gemeldet, darunter
bis=
er ein ſchwerer Fall
Söll bei Kufſtein, 5. Juni. Drei Bauern
flüch=
teten geſtern bei Ausbruch eines Gewitters unter einer
Baum, wo ſie vom Blitz getroffen wurden. Zwei
vurden getötet
Hannoverſch=
Auf der
Münden, 5. Juni.
infolge der ſtarken Regenfälle Hochwaſſer führender
Werra kenterte ein Kahn, in dem ſich der Gaſtwirt
doppe aus der Ziegelei, einem nahegelegenen
Ausflugs=
orte, und der Arbeiter Schelp aus Laubach befanden
Beide ſind ertrunken.
Bremerhaven, 5. Juni. Heute morgen gegen
3 Uhr ging ein heftiges Gewitter mit wolken
ruchartigem Regen nieder. Die Straßen ſtanden etwe
* Meter unter Waſſer; über 200 Häuſer wurden über
ſchwemmt und vom Verkehr abgeſchnitten. Verſchiedene
Varenhäuſer in der Bürgermeiſter=Smidt=Straße wurden
von der Ueberſchwemmung heimgeſucht und erlitten
ſchwe=
en Schaden. Es liegen 70 Hilfegeſuche vor. Der
Ge=
amtſchaden beträgt ungefähr 100000 Mark
Allenſtein, 5. Juni. Die Allenſteiner Zeitung
hört von zuſtändiger Stelle: Am 3. Juni ſind nach einer
größeren Truppenübung auf dem Truppenübungsplatz
Arys fünf Mann der 74. Infanterie=Brigade an
Hitz=
chlag geſtorben. Mehrere Leute liegen am
Hitz=
ſchlag krank danieder, doch beſteht keine Lebensgefahr
Das Vorkommnis iſt beſonders tragiſch, da die Truppe
alle Verhütungsmaßregeln getroffen und die
Tagesleiſt=
ung der Truppe ganz gering war; die Leute waren
voll=
ommen munter. Die Ohnmachtsanfälle, die bei den fünf
den Tod herbeiführten, traten erſt im Quartier nach den
Ablegen der Ausrüſtung ein
Das Bayeriſche Prinz=Regentenpaar
in Wien.
Wien 5. Juni. Auf der großen Galerie des
Schönbrunner Schloſſes fand zu Ehren des Prinz=
Re=
enten Ludwig und Gemahin Galadiner
tatt. Nach ½7 Uhr begann die Auffahrt der höchſten
Herrſchaften an der Blauen Stiege. Um 7 Uhr betrat der
Kaiſer mit den hohen Gäſten die große Galerie. Der
Monarch, der die Uniform ſeines bayeriſchen Infanterie=
Regiments mit dem Bande des Hubertusordens trug
ührte die Prinzeſſin Maria Thereſe von Bayern, der
Prinz=Regent in der Uniform ſeines öſterreichiſch=
un=
gariſchen Infanterie=Regiments, führte die Erzherzogit
Maria Annunziata. Außerdem waren anweſend die
Ge=
olge des Prinz=Regenten und der Prinzeſſin und der
Ehrendienſt. Erzherzog Franz Ferdinand und Gemahlin,
die Herzogin Sophie von Hohenberg, die hier weilenden
erzherzöge und Erzherzoginnen. Prinz Philipp von
Sachſen=Koburg=Gotha, der bayeriſche Miniſterpräſident
v. Hertling, der bayeriſche Geſandte Freiherr v. Tucher
der öſterreichiſch=ungariſche Geſandte in München Dr. von
Velios, Graf und Gräfin Berchtold, die beiden anderen
gemeinſamen Miniſter, Miniſterpräſident Graf v. Stürgkh
mit den Mitgliedern des Kabinetts, als Vertreter der
ngariſchen Regierung die Miniſter Joſipovich und
Freiherr von Hazay, ſerner der Bürgermeiſter von
Wien, Weiskirchner, und viele Hof= und Staatswürden
räger. In der Mitte der langen Tafel ſaßen der Kaiſer
und Prinz=Regent Ludwig, rechts von dem Prinz=
Regen=
ten die Erzherzogin Maria Annunziata, links vom Kai=
Seite 7
ſer Prinzeſſin Maria Thereſe, daneben der Erzherzog=
Thronfolger Franz Ferdinand. Nach der Tafel brachte
der Wiener Männergeſangverein den Gäſten vor dem
Schönbrunner Schloſſe eine Serenade dar.
Die Demiſſion des Kabinetts Lukacs.
* Wien, 5. Juni. Miniſterpräſident v. Lukacs
hat
dem Kaiſer die Demiſſion des Kabinetts unterbreitet
*
Wien, 5. Juni. Der Kaiſer hat die Demiſ
ſion des Kabinetts Lukacs angenommen
und Lukacs mit der proviſoriſchen Weiterführung der
Geſchäfte betraut. Der Kaiſer wird demnächſt den Präſi
enten des ungariſchen Abgeordnetenhauſes, Grafen
Tisza, und den Präſidenten des Magnatenhauſes,
Frei=
herrn v. Joſika, empfangen, um ihre Anſicht über die
Löſung der Kriſe zu vernehmen.
Der Spfonagefall Redl im
Abgeordneten=
haus.
* Wien 5. Juni. Im Abgeordnetenhaus
beant=
wortete der Landesverteidigungsminiſter Freiherr von
Georgi zu Beainn der Sitzung die
Interpella=
tionen, betreffend den Spionagefall Redl. Der
Mi=
niſter führte aus: Ich möchte am liebſten einen
undurch=
dringlichen Schleier über die Angelegenheit breiten. Redl
hat ſich ſelbſt gerichtet, doch der Tod iſt keine Sühne für
die Ungeheuerlichkeit ſeiner Schuld. Auf Grund der
bis=
herigen Ergebniſſe der militärgerichtlichen Unterſuchung
ſtellte der Miniſter ausführlich den Sachverhalt dar, wobei
er die Behauptung widerlegte, die Militärbehörden
hät=
ten die Abſicht, die Angelegenheit zu vertuſchen. Der
Miniſter ſtellte weiter feſt, daß Redl in der vorgefaßten
Abſicht, Selbſtmord zu begehen, nach Wien gekommen ſei
Er teilte ſeinem langjährigen Freunde, dem
General=
dvokaten Pollak, ſeine Abſicht mit der Begründung mit,
aß er ſich gegen die Moral und die Standesehre
ver=
gangen habe. Die Militärkommiſſion traf um 12.30 Uhr
nachts im Abſteigequartier Redls ein, wo Redl mit den
Vorbereitungen zum Selbſtmord beſchäftigt war und die
Schuld eingeſtand und zugab, daß er jedoch erſt in jüngſter
Zeit, veranlaßt durch eine unheilvolle Leidenſchaft,
Spionage getrieben habe. Auf das entſchiedenſte verneinte
er, daß er Mitſchuldige habe. Nachdem ihn die
Kommiſ=
ſion verlaſſen hatte, verübte er Selbſtmord. Die Durch
uchung der Prager Wohnung lieferte den Beweis, daß
Redl mehrere ſich auf die Mobiliſierung beziehende
In=
truktionen allgemeinen Inhalts Agenten einer fremden
Macht verkauft hat. (Zwiſchenruf: Staaten?)
Die erſten Spuren von Redls Verbrechen gehen bis
März 1912 zurück. So ſchwer dieſe Tatſache auch wiegt,
kann doch feſtgeſtellt werden, daß konkrete
Kriegsvorbe=
reitungen aus letzter Zeit nicht verraten werden konnten,
weil dieſelben Redl überhaupt nicht zugänglich waren. Der
Niniſter wiederholte die Feſtſtellung, daß Beweiſe
vor=
iegen, daß Redls Landesverrat erſt mit März 1912
be=
gann. Bisher ſind keine Mitſchuldigen feſtgeſtellt
wor=
en, denn dem verhafteten Leutnant, der zu Redl in
homoſeruellen Beziehungen geſtanden haben ſoll, konnte
bisher keine Spionage nachgewieſen werden. Die
Ge=
rüchte, daß höhere Offiziere und eine Dame kompromit
tiert ſeien, ſind falſch. Redls Verbindungen mit dem
ruſſiſchen Konſul in Prag ſind durch nichts erwieſen: auch
beſtehe kein Zuſammenhang mit dem Falle Jandres und
anderen Spionagefällen in der letzten Zeit. Die Gerüchte
daß Redl Geheimniſſe der deutſchen Armee verraten habe,
ſind falſch, ebenſo die in der Preſſe aufgetauchte
Be=
hauptung, daß Redl zu Verhandlungen mit dem
preußi=
ſchen Generalſtabe entſendet worden ſei. Die glorreiche
Armee iſt hart getroffen worden, aber die Schmach eines
einzelnen könne nicht der Allgemeinheit zur Laſt ſallen
Der Miniſter erklärte, er ſei überzeugt, daß die
Arme=
wegen dieſes einen Unglücksfalles das ihr ſo koſtbare
Vertrauen der Bevölkerung und die Hochachtung de
remden Armeen nicht geſchmälert werden könne, das
er=
tere werde ſie ſtets rechtfertigen und zu verdienen trach
en, das letztere, wenn es gelte, vom Geaner zu erzwingen
wiſſen. Der Miniſter verſicherte ſchließlich, daß die
Mili=
tärverwaltung die aufgefundenen Spuren mit aller
Zähigkeit verfolgen und wo nur der gerinaſte Verdacht
rege wird, mit drakoniſcher Strenge eingreifen und je
den Schädling wie mit alühendem Eiſen beſeitigen
verde. Der Antrag des tſchechiſchen Sozialiſten Nemec,
die Debatte über die Interpellation zu eröffnen, wurde
abgelehnt.
Der Balkankrieg.
Die feindlichen Verbündeten.
* Belgrad, 4. Juni. Nach Darſtellung einer
maß=
gebenden ſerbiſchen Stelle überſchritt am 1. Juni eine
bulgariſche Abteilung bei Iſtip die
Demarkier=
ingslinie und beſetzte mehrere militäriſch wichtige Stel
lungen. Der erſten Aufforderung des ſerbiſchen
Kom=
mandanten, die Stellung zu räumen, wurde nicht ent
prochen. Erſt als von ſerbiſcher Seite unter
An=
drohung von Waffengewalt eine Friſt von 24 Stunden
geſtellt worden war, zogen ſich die Bulgaren in ihre
frü=
heren Stellungen zurück
Samouprava bedauert den durch Bulgaren bei Iſtip
hervorgerufenen Zwiſchenfall. Ein ſolches Vorgehen
zwi=
hen den Verbündeten ſei unſtatthaft und könne auch
licht als Ausdruck bundestreuer Empfindungen
bezeich=
tet werden, ſondern müſſe auf der anderen Seite den
un=
zünſtigſten Verdacht hervorrufen. Solche Zwiſchenfälle
önnten angeſichts der ernſten Lage weitgehende Folgen
haben, für welche die Urheber die Verantwortung
über=
nehmen müßten. Deshalb wird erwartet, daß die
bul=
gariſche Regierung entſprechende Verfügungen zur
Ver=
neidung derartiger Zwiſchenfälle erlaſſe
Konſtantinopel, 5. Juni. Entgegen der in
den erſten Tagen nach dem Präliminarfrieden verbreite
ten Meinung erklären amtliche Pfortenkreiſe, es ſei nicht
nöglich, die diplomatiſchen Beziehungen mit
Bulgarien und den übrigen Verbündeten, ſelbſt wenn
ſie das Zuſatzprotokoll unterzeichneten, ſofort
aufzuneh=
men, ſondern erſt nach dem definitiven Friedensvertrag.
Halbamtliche Aeußerungen der Morgenblätter vertreten
dieſelbe Anſicht und betonen, daß, wenn die Geſandten
ſofort alkreditiert würden, dieſe ſich infolge des
proviſo=
riſchen Charakters des Präliminarvertrags bei einer
un=
günſtigen Wendung der Londoner und Pariſer
Verhand=
lungen in einer heiklen Lage befinden würden, jedoch
könnten
die Beziehungen halbamtlich aufgenommen
werden.
Die Delegierten.
London, 5. Juni. Die Delegierten
verſammel=
ten ſich geſtern abend im Jamespalaſt; die griechiſchen
Delegierten waren nicht anweſend, weil ſie die von den
Türken geforderten Verſicherungen nicht erhielten. Die
Verſammlung dauerte zwei Stunden; ſie war ſehr
herz=
lich und endete in einer Einigung über die in Beratung
Seite 8.
ſtehenden Punkte des Protokolls. Die Abweſenheit der
griechiſchen Delegierten verhinderte die Förderung der
mit Griechenland ſchwebenden Fragen, doch drückten
ſpä=
er in der Verſammlung die anweſenden Delegierten die
Meinung aus, daß eine Einigung auch über dieſe Fragen
vor der nächſten Vollverſammlung eingetreten ſein werde.
Die nächſte Vollverſammlung findet am Freitag ſtatt; in
deren Verlauf hofft man alles übrige zu erledigen
Der König gibt am Samstag im Buckinghampalaſt
Die
u Ehren der Friedensdelegierten ein Frühſtück.
2e
Mitglieder der Delegation einſchließlich der Griechen ge
denken London Anfang der nächſten Woche zu verlaſſen.
Die Internationale Finanzkommiſſion.
* Paris
4. Juni. Der Miniſter des Aeußern
Pichon eröffnete heute die Tagung der
Internatio=
nalen Finanzkommiſſion. Er hieß in ſeiner
Begrüßungsanſprache die Delegierten willkommen, denen
die Regierung der Republik gerne Gaſtfreundſchaft
ge=
währe. Pichon erinnerte dann an das Ziel der
Konfe=
renz, die den wirtſchaftlichen Intereſſen, die heute die erſte
Stellung in den internationalen Beziehungen einnehmen
die ihnen gebührende Aufmerkſamkeit und Bedeutung
geben ſolle, und die für ſie eine Löſung finden ſolle, ohne
die es einen dauernden gedeihlichen Frieden nicht gebe
Der Miniſter drückte die feſte Hoffnung aus, daß die Ver
ammlung der Vertreter der Staaten, die den Frieden
unterzeichneten, und daß die Mächte, deren wirtſchaftliche
Ausdehnung ſich ſeit langem auf die Türkei und die Bal
kanländer ausgedehnt habe, es ermöglichen werden,
mit=
die
einander in Achtung vor den erworbenen Rechten
die
Aufrechterhaltung der geſetzlichen Sicherheiten und
materielle Entwickelung der vor kurzem noch in einem
Kampf verwickelten Staaten in Einklang zu bringen.
Mi=
niſter Pichon fuhr fort: Wie auch das Schickſal der
Waf=
fen ſei, immer bringt der Krieg für die Kriegführenden
Laſten mit ſich, die ſchwer auf die Gegenwart und die
Zu=
kunft drücken. Jeder Landerwerb hat verſchiedene
Ver=
pflichtungen zur Folge, deren Erfüllung ſichergeſtellt
wer=
den muß. Dieſe Laſten ſoviel als möglich zu erleichtern
und die Verpflichtungen für die Länder feſtzuſetzen, in
deren Namen der Friede abgeſchloſſen worden iſt, ſind die
beiden Ziele der Aufgabe, welche den Beratungen geſtellt
iſt. Miniſter des Aeußern Pichon ſchloß, indem er das
feſte Vertrauen zu dem Geiſt der Gerechtigkeit der
Vor=
ehung und der hohen Unparteilichkeit der hervorragenden
Mitglieder der Konferenz ausdrücke, welche ſolche
Löſun=
gen empfehlen würden, die eine neue Zeit des Friedens
und des Wohlſtandes ſichern würden.
der deutſche Delegierte, Geſandter Freiherr von
der Lancken=Wakenitz, ſprach namens ſeiner
Kol=
legen Pichon herzlichen Dank für den wohlwollenden
iebenswürdigen Empfang aus und bat ihn, dem
Präſi=
denten Poincaré die ehrerbietigſten Grüße zu
übermit=
teln. Der Geſandte rühmte die traditionelle Gaſtlichkeit
des ſchönen Frankreich für internationale Kongreſſe,
die
nit den Werken des Friedens und der Ziviliſation
be=
chäftigt ſeien und ſprach die Hoffnung auf völlig
zu=
friedenſtellende Ergebniſſe der Konferenz dank der
Unter=
ſtützung durch die hervorragenden Männer aus, deren
techniſches Sachverſtändnis Pichon gerühmt habe.
Er
ſchlug als Ehrenpräſidenten Pichon, als
geſchäftsführen=
den Präſidenten den erſten Delegierten Frankreichs,
Vize=
präſidenten des Staatsrates, Marguerie, vor.
Der=
ottomaniſche Delegierte Nail Bey dankte für
das
von Pichon ausgedrückte Gefühl des Wohlwollens
und
der Billigkeit und fuhr fort, er zweifle nicht, daß auch
die Abgeſandten der Großmächte dieſelben Gefühle heg
en
Die Türkei habe auch in den ſchwerſten
Augen=
blicken des Krieges darauf gehalten, ihren Verpflichtungen
treu zu bleiben und geſetzmäßig erworbene Rechte zu
ach=
ten. Er ſei vollkommen überzeugt, daß die Beſchlüſſe der
Konferenz übereinſtimmend ſeien mit den Regeln des
Völkerrechts und alle die in Frage ſtehenden Rechte
ach=
ten würden. Nail Bey fügte hinzu: „Unſere Regierung
iſt auch überzeugt daß ihr Verzicht auf den größten Teil
des europäiſchen Beſitzes als äußerſte Grenze des Opfers
ingeſehen werden wird. Die Türkei, die einer
ſchmerz=
lichen Prüfung unterworfen war, iſt mannhaft
entſchloſ=
ſen, unter den Staaten ein Leben zu führen, das ihrer
Geſchichte würdig und ihre friedliche Entwickelung ſichern
ann. Sie iſt gewiß, bei den Großmächten wohlwollende
Hilfe zu finden.
Nail ſchloß ſich dem Wunſche an, Pichon zum
Ehren=
präſidenten und Marquerie zum Präſidenten zu ernennen,
owie eine Sitzung am Montag, den 9. Juni, vormittags
0 Uhr, abzuhalten. Als Vertreter der Balkanſtaater
ſprach der ſerbiſche Delegierte Wesnitſch. Er ſagte: Die
erbündeten Regierungen unternahmen den letzten Krieg
um die chriſtliche Bevölkerung zu befreien und die Pro
vinzen wiederzugewinnen, die ihnen vor fünf Jahrhun
derten entriſſen wurden. Eifrig bemüht, ihre Lebensinter
eſſen und Rechte zu wahren, erklären die verbündeten Re
zierungen feierlich, ſie würden nach wie vor die
Recht=
der anderen Völker wahren. Wesnitſch und alle
anwe=
ſenden Delegierten ſchloſſen ſich den Vorſchlägen an, Pichon
zum Ehrenpräſidenten und Marquerie zum Präſidenten zu
ernennen. Marquerie dankte für das Vertrauen der Dele
gierten und ſprach die feſte Hoffnung aus, daß die wirt
ſchaftlichen und finanziellen Probleme, die aus den
Er=
eigniſſen im Orient entſtanden ſind, ſich löſen laſſen
würden.
Luftfahrt.
Eine bemerkenswerte Leiſtung italieniſcher Marine=
Aeroplane.
* Die in Venedig ſtationierte Flottille von ſechs
Ma=
rine Aeroplanen flog geſtern auf Befehl ihres
Komman=
danten Ginocchio den deutſchen Kriegsſchiffen „Goeben”
und „Straßburg” 50 Meilen weit zur Begrüßung
ent=
gegen. Der erſte Aeroplan, der den Kommandanten Gi
nocchio ſelbſt trug, flog zunächſt 1600 Meter über den
deutſchen Kriegsſchiffen weg, ohne daß dieſe ihn
bemerk=
en. Dann ließ er ſich zwiſchen den deutſchen Kriegsſchiffen
auf das Waſſer nieder und begrüßte ſie durch Schwenken
der Taſchentücher. Die deutſchen Matroſen ſtanden auf
dem Verdeck und dankten durch Flaggenſignale und
Schwenken der Mützen. Der techniſch bemerkenswerte Flug
erhielt dadurch einen würdigen Abſchluß, daß es zwer
Fliegern gelang, auf dem Waſſer ſchwimmend eine
Motor=
reparatur vorzunehmen, die notwendig geworden war, un
mit dem reparierten Apparat nach Venedig zurückzufliegen.
Landwirtſchaftliches
— Schlachtviehmarkt Darmſtadt. Schweinemarkt
am 4. Juni. Auftrieb durch Händler 122 Schweinc.
1. Qualität ausgeſuchte Ware 50 Kilogramm
Schlacht=
gewicht 72 Mark, 2. Qualität 71 Mark, 3. Qualität 6
bis 70 Mark. Tendenz flau; Ueberſtand.
— Schweine
markt am 5. Juni. Auftrieb durch Händler 147 Schweine.
. Qualität ausgeſuchte Ware 50 Kilogramm
Schlachtge=
wicht 72 Mark, 2. Qualität 71 Mark, 3. Qualität 69—70
Mark. Tendenz flau; Ueberſtand. — Kälbermarkt
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 6. Jnni 1913.
am 5. Juni. Auftrieb durch Händler 168 Kälber. 50
Kilo=
ramm Lebendgewicht 56—62 Mark. Tendenz ſchleppend
Preiſe ſtark nachgebend.
Schlachtvieh=
Juni.
M.
5.
Frankfurt a.
—
Auftrieb: Rinder 104, darunter
marktbericht.
Ochſen 19, Bullen 1, Kühe 84, Kälber 870, Schafe 72,
chweine 1766. Marktverlauf: Gedrücktes Ge=
Preiſe für
chäft, bei Schweinen Ueberſtand.
1 Zentner: 1. Rinder: Ochſen, Bullen, Kühe keine
Preisnotierungen. 2. Kälber: 1. feinſte Maſtkälber Le
bendgewicht 62—67 M., Schlachtgewicht 103—112 M.
2. mittlere Maſt= und beſte Saugkälber, Lebendgewicht
58—61 M., Schlachtgewicht 98—103 M., 3. geringere Maſt=
und gute Saugkälber, Lebendgewicht 53—57 M.,
Schlacht=
gewicht 0—7 M., 4. geringere Saugkälber, Lebendgewicht
50—52 M., Schlachtgewicht 85—88 M. 3. Schafe:
Lebend=
gewicht 46—47 M., Schlachtgewicht 96—98 M.,
Weidemaſt=
ſchafe, Lebendgewicht 35—38 M., Schlachtgewicht 84—90
Mark. 4. Schweine: 1. vollfleiſchige Schweine, von 80
bis 100 Kilogramm (160—200 Pfund), Lebendgewicht 53
bis 56 M., Schlachtgewicht 87—91 M. . 2. vollfleiſchige
Schweine unter 80 Kilogramm (160 Pfund),
Lebendge=
voll
voll=
vicht 53—56 M., Schlachtgewicht 67—70 M., 3.
leiſchige von 100—120 Kilograam (200—240 Pfund), Le
endgewicht 52—55 M., Schlachtgewicht 67—70 M., 4.
voll=
leiſchige von 120—150 Kilogramm (240—300 Pfund),
Le=
bendgewicht 52—55 M., Schlachtgewicht 65—68 M.
Darmſtadt, 6. Juni.
* Militärdienſtnachrichten. Zum dritten Lehrkurſus der
Infanterie=Schießſchule kommandiert Rittmeiſter von
Becker im Dragoner=Regiment Nr. 23, Oberleutnant
v. Kaulla im Leib=Dragoner=Regiment Nr. 24.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Berlin, 5. Juni. In der Vorhalle des
Konzert=
ſaales der Königlichen Hochſchule für Muſik fand heute
mittag die Enthüllung des Joſeph=Joachim
Denkmals ſtatt. Als Vertreter des Kaiſers war
Prinz Auguſt Wilhelm erſchienen.
Straßburg, 5. Juni. Heute vormittag verhandelte
die hieſige Strafkammer über die Offizialklage
gegen den verantwortlichen Redakteur Karl Lutz vom
Journal d’Alſace=Lorraine wegen verleumderiſche
Beleidigung der in Elſaß=Lothringen
eingewander=
en deutſchen Beamten. Der Strafantrag war
vom Staatsſekretär Freiherrn Zorn von Bulach
geſtellt worden, dem ſich zwei altdeutſche höhere Beamt
angeſchloſſen hatten. Der Angeklagte hatte in einem
Ar=
tikel vom 23. Januar dieſes Jahres die deutſchen
Beam=
ten als Paraſiten bezeichnet. Der Gerichtshof erkannte
auf einen Monat Gefängnis und Publikation des Urteils
in deutſcher und franzöſiſcher Sprache in vier Zeitungen.
Die Platten ſind zu vernichten. Das Gericht nahm als
rwieſen an, daß es dem Angeklagten darum zu tun
war=
die altdeutſchen Beamten zu beleidigen. Der
Staatsan=
walt hatte zwei Monate Gefängnis beantragt.
Straßburg, 5. Juni. Bei herrlichem Wetter wurde
heute mittag durch den Kaiſerlichen Statthalter Grafen
. Wedel, den jetzigen Präſidenten der Deutſchen
Land=
wirtſchaftsgeſellſchaft, die 26. Wanderausſtellung
der
Deutſchen
Landwirtſchaftsgeſell=
chaft in Anweſenheit des Prinzen Joachim von
Preu=
ßen, des Vertreters des Kaiſers, in feierlichem Akt
er=
öffnet.
Karlsruhe, 5. Juni. Der Großherzog iſt heute
norgen 8 Uhr 40 Minuten, von Bremen kommend, hier
ingetroffen.
Oberhauſen, 5. Juni. Auf dem Schacht Jakobi I
der Gute=Hoffnungshütte in Bottropp ging geſtern
in=
olge Seilbruchs ein Kübel nieder. Vier Mann
wur=
den ſchwer, einer leicht verletzt, ein Mann iſt den
erletzungen bereits erlegen. Die Urſache des
Seil=
bruchs iſt noch nicht feſtgeſtellt worden
Leipzig, 5. Juni. Das Reichsgericht über
reicht dem Kaiſer anläßlich ſeines
Regierungsjubi=
äums eine Glückwunſchadreſſe, die von dre
Leipziger Künſtlerinnen angefertigt iſt. Der grüne
Leder=
inband mit Reichsadler in Goldpreſſung iſt von Char
otte Anger, die Widmungsſchrift in gemalten Lettern
auf Pergament von Margarete Bartſch und die
Tiefen=
radierung von Hela Peters ausgeführt.
Breslau 5. Juni. Heute abend gegen 6 Uhr ſtie
ßen in der Gartenſtraße in der Nähe des
Hauptbahn=
hofes zwei Straßenbahnwagen mit furcht
arer Gewalt zuſammen. Zehn Perſoner
vurden teils ſchwer teils leicht verletzt.
Die Wagen ſind ſchwer beſchädigt.
Eſſen, 5. Juni. In Kettwig an der Ruhr drang
der Gendarmerie=Wachtmeiſter
Reinmül=
er in die Wohnung einer alleinſtehenden Frau ein und
erſuchte, ſie zu ermorden, verletzte ſie aber nur
eicht. Der Täter ging zunächſt flüchtig und erſchoß
ſich dann ſpäter
Zürich, 5.
Juni. In der Zementfabrik
Wallen=
ſtadt am Wallenſee ſprang beim Anlaufen eines Motors
der Deckel ab, wodurch der Motor
explodierte
Alle Maſchinen, die ſich in dem Saale befanden, wurder
zerſtört.
Drei Arbeiter wurden getötet, zwei
verletzt. Der Schaden iſt enorm.
Erdrutſch
* Koblenz, 5. Juni.
In der Tongegend bei Mülheim
Bezirk Koblenz), einen Kilometer von dieſem Orte
ent=
ernt, zeigen ſich gewaltige Erdverſchiebungen
ihnlich wie die, welche im Jahre 1906 außerordentlich große
Zerſtörungen angerichtet haben. Man nimmt an, daß eine
Ueberlaſtung der Halde die Urſache des Bergrutſches iſt.
das in Bewegung geſetzte Erdreich umfaßt 40 bis 50 Meter
in der Breite und einen Kilometer in der Länge. Häuſer
ſind nicht bedroht, weil nach dem Bergrutſch von 1906 in
dem ganzen Gebiet keine Wohnhäuſer mehr errichtet
wer=
en dürfen. Dagegen iſt der Schaden an den Feldern
und Kernobſtbäumen ſehr groß
Automobliunfall Briands.
* Paris, 5. Juni. Als der frühere Miniſterpräſident
Briand geſtern in der Nähe von Pacy=ſur=Eure eine
Automobilfahrt unternahm, wurde ſein Wagen von
einem großen Automobil angefahren und umgeworfen.
der Miniſterpräſident erlitt Quetſchungen am Arm. Das
Automobil, mit dem Briands Wagen kollidierte, war ein
Laſtautomobil. Briand und ſeine Begleiter konnten durch
den zertrümmerten Wagenſchlag aus dem Wagen gezogen
verden. Außer Quetſchungen trug der frühere
Miniſter=
räſident eine Schulterverrenkung davon. Sein Chauffeur
owie der Führer des Laſtautomobils ſind ebenfalls
ver=
letzt worden.
— Das Befinden Briands iſt trotz der zahl
reichen Quetſchungen am Kopf, der linken Schulter und dem
inken Arm ſo zufriedenſtellend wie nur möglich. Er wird
heute mit Röntgenſtrahlen unterſucht werden, da man es
Nummer 130.
immerhin für möglich hält, daß er einen Bruch der linken
Schulter davongetragen hat.
Die engliſchen Wahlweiber,
* London, 4. Juni. Ein außerordentlicher
Zwiſchen=
all ſpielte ſich während des Derbyrennens ab. Eine Frau
fürzte plötzlich auf das dem König gehörende Pferd
Anmer” und ergriff es beim Zügel, wodurch der Jockei
Jones zu Fall kam. Jones wurde verletzt, auch die
Frau trug ſchwere Wunden davon. Die Frau, die
as Pferd „Anmer” am Zügel ergriff, iſt als die
Suff=
ragette Emily Daviſon feſtgeſtellt worden. Miß
Emily Daviſon iſt eine bekannte, wegen
Suffragetten=
lttentaten vielfach vorbeſtraffte
Frauenſtimm=
rechtlerin.
ondon, 5. Juni. In früher Morgenſtunde
brann=
ten die Suffragetten ein Landhaus im Werte von
14000 Pfund Sterling in der Nähe von Bradfordonavon
die Beſitzung einer Witwe, nieder
London, 5. Juni. Im Hauptquartier der
Terri=
torialarmee in Liverpool entſtand heute ein
größerer Brand, der das ganze Dachgeſchoß
zer=
ſtörte. Man glaubt, daß das Feuer von
An=
hängerinnen des Frauenſtimmrechts
an=
gelegt wurde.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Miteſſer, Pickel, Sommerſproſſen.
Flechten Aerzte empfehlen Dr. Kuhns
Glyzerin=Schwefel=Milch=Seife, 80 u. 50, Créme
2
—. F. Kuhn, Kr.=Prf., Nürnberg. Hier:
Grod=
haus, Seifenf. a. w. Turm u. i. Apoth., Drog. u. Parf. (V,9198
Aus dem Geſchäftsleben.
Die Firma Ludwig Stritzinger, Möbelein
richtungshaus, welcher der Ruf tüchtigen Könnens
voran=
eht, hat in der belebteſten Straße Darmſtadts, in der
Rheinſtraße, ein Zweiggeſchäft für Ausſtellungszwecke
eingerichtet. Die Raumgeſtaltung und Ausſchmückung
der Lokalitäten verdient eine offene Anerkennung, denn
ine ſolche Ausführung bedeutet für Darmſtadt ein
weiteres würdiges Blatt in der Ruhmesgeſchichte ſeiner
künſtleriſchen Leiſtungsfähigkeit.
Bei
Inaugenſchein=
nahme der Schaufenſter am Abend iſt man erſtaunt
über die Beleuchtungseffekte, welche erzielt werden
können, wenn die Auswahl und Zuſammenſtellung der
Farben geſchmackvoll getroffen werden; die
Raumein=
teilung, welche den letzten Winkel erſchauen läßt, danz
die Zuſammenſtellung und Einteilung der Tapeten und
ihre außerordentliche Vielfältigkeit, dann die Dekorationen,
die Malereien, die ganze üppige Farbenpracht, ſie nötigen
dem Beſchauer Achtung ab und tragen wohl dazu bei,
den guten Ruf der Firma Ludwig Stritzinger zu
rhalten.
e
Wer elegant gekleidet ſein will, ſollte den der
1
(125
heutigen Ausgabe beiliegenden Proſpekt der
Firma Schwetaſch & Seidel in Spremberg N. L.
be=
achten und nicht zögern, von dem Ausnahme=Angebot
derſelben Gebrauch zu machen. Vollkommen portofrei
und ohne Kauſverpflichtung erhält jedermann eine
außer=
ordentlich reichhaltige Kollektion von neuen Muſtern in
damen= und Herrenſtoffen der Frühjahrsmode 1913, und
ann ſich ſo ſelbſt überzeugen, welche Vorteile der direkte
Bezug aus dieſer weltberühmten Fabrik bietet, die
iber 115000 Familien bereits zu ihren ſtändigen
Kunden zählt.
(I,12513
Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Heute früh verſchied nach langem Leiden
meine liebe Frau, unſere Schweſter,
Schwieger=
ochter, Schwägerin und Tante
Frau Marie Mertens
geb. Barban
im 33. Lebensjahre.
(12543
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Martin Mertens.
Darmſtadt, Nieder=Ramſtädterſtr.
89,
den 5. Juni 1913.
Die Beerdigung findet ſtatt am Samstag, den
7. Juni, 3 Uhr nachmittags, von der Kapelle
des Darmſtädter Friedhofs aus.
Dankſagung.
Für die uns bei dem Hinſcheiden unſeres lieben
Onkels, Großonkels und Schwagers
(B12521
Herrn Karl Dauber
Güterexpeditionsvorstand i. P.
erwieſene herzliche Teilnahme ſagen innigen Dank
die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 5. Juni 1913.
Dankſagung.
Allen, die mir bei dem Hinſcheiden und der
Beerdigung meines geliebten Gatten ihre
Teil=
nahme bekundeten, insbeſondere den beteiligten
Vereinen, ſowie für die zahlreichen Kranzſpenden
meinen herzlichſten Dank.
(12534
Frau Kätchen Rapp,
geb. Kraft.
Arheilgen, den 5. Juni 1913.
een e
Nummer 130.
Seite 9.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 6. Jnni 1913.
Gollesienſt der ierarltiſgen Feliglingeneine.
Se
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Freitag, den 6. Juni:
Teilnahme
Für die uns erwiesene
Statt beſonderer Anzeige.
Vorabendgottesdienſt 7 Uhr 30 Min.
bei dem uns so schwer
getroffenen
Samstag, den 7. Juni:
Am 4. Juni durfte unſere teure Mutter
8 Uhr 30 Min. Sabbatausgang
Morgengottesdienſt
Todesfall unseres teuren
9 Uhr 30 Min.
Frau
Amalie Mann
Wilhelm
Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen
Religions=
geb. Mangold
geſellſchaft.
Witwe des
Rechnungsrats Wilhelm Mann
sagen wir Allen herzlichen Dank. Dem
Samstag, den 7.
Juni=
im 87. Lebens
jahre in großem Frieden heimgehen.
Herrn Ministerresidenten, Kaiserl. Russ.
Morgens 7 Uhr 30 Min.
Vorabend 7 Uhr 45 Min.
Emma Mann
Nachmittags 5 Uhr. Sabbatausgang 9 Uhr 30 Min.
Kammerherrn und Staatsrat Wilhelm
Dr. F. W. Mann,
Wochengottesdienſt von Sonntag, den 8. Juni, an:
van der Vliet und dem Rabbiner Herrn
Martin Mann,
Morgens 6 Uhr. Nachmittags 7 Uhr=
Antonie Mann,
Abends 9 Uhr 30 Min.
Dr. Italiener danken wir besonders für
Dr. Chr. Mann
ihr liebevolles Entgegenkommen.
Mary Mann, geb. Faber.
Tageskalender.
Maria Mann, geb. v. Herff,
Konzerte: Hugenſchütz’ Felſenkeller um 8 Uhr.
Marie Mann, geb. Römer,
Familie Sinjawer.
Brauerei=Ausſchank Fay um 8 Uhr.
Hotel „Zur
Otto Mann.
Krone” zu Auerbach um 4½ Uhr.
12529)
Darmſtadt, Franklin, München, Lengerich
Die Beerdigung findet am Samstag, der
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
7. Juni, nachmittaas 5 Uhr, vom Eliſabethen=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
ſtift aus, ſtatt.
(12552
Heute nacht brachte uns ein
vorbei=
tinentalen Hochs.
Reich und Ausland: i. V.: Max Streeſe; für den übrigen
ziehendes Teiltief ſchwere Gewitter mit heftigem Regen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
und Hagelfall. Wir haben morgen auf der Grenze zwiſchen
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
hohem und tiefem Druck mit zeitweiligen Niederſchlägen
aus der Geſchäftswelt: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
zu rechnen.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
Amtlicher Wetterbericht.
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Ausſichten in Heſſen für Freitag, den 6. Juni
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Wechſelnd bewölkt, zeitweiſe Gewitterregen, etwas kühler
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt Unverlangte Manuſkripte werden nicht
Die weſtliche Zyklone hat ſich dem Feſtland genähert,
ſüdweſtliche Winde. Es ſcheint ſich ein Wetterumſchlag
zurückgeſandt.
vorzubereiten.
doch ſtehen wir noch immer unter dem Einfluß des
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Seite 10.
Amtliche Nachrichten des Groffh. Polizeiamts Darmſtadt
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Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
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hund (zugelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern bei dem
5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht
ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um
Mark 175 Millionen 4½ Preußiſche Staatsanleihe
10 Uhr, ſtatt
(12507
Unkündbar bis 1. April 1935
Bekanntmachung.
werden namens des Uebernahme=Konſortiums zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt:
Die Einteilung der Kehrbezirke der Kaminfeger iſt vom 1. Juli
1913 bis 1. Juli 1914, wie folgt feſtgeſetzt worden:
Bedingungen
I. Bezirk Kaminfegermeiſter Ranft,
Zeichnungen werden bis einſchließlich
II.
Hofkaminfegermeiſter Schieferdecker,
Donnerstag, den 12. Juni d. J., mittags 1 Uhr
III.
Kaminfeger Wolter,
,
entgegengenommen bei: dem Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere, der Königlichen
IV.
Hofkaminfegermeiſter Endner,
Seehandlungs=Hauptkaſſe und der Preußiſchen Central=Genoſſenſchaftskaſſe, bei allen Reichs=
Kaminfegermeiſter Wolf.
bank=Hauptſtellen, Reichsbankſtellen und den Reichsbank=Nebenſtellen mit Kaſſeneinrichtung
(12506
den 3. Juni 1913
Darmſtadt
bei der Königlichen Hauptbank in Nürnberg und ihren ſämtlichen Zweiganſtalten, ſowie bei
Großherzo
gliches Polizeiamt.
den nachſtehenden Stellen:
Gennes.
in Hannover: Hannoverſche Bank.
in Berlin: Bank für Handel
Caſſel: L. Pfeiffer
in
Ephraim Meyer & Sohn
u. Induſtrie. — Berliner
Chemnitz: Chemnitzer Bank=
Kontroll= und Kaſſedienſt bei der
Stadtkaſſe.
Verein.
Handels=Geſellſchaft.
„ Karlsruhe: Veit L. Homburger.
Coblenz: Mittelrheiniſche Bank.
Im Schalterdienſt der Stadtkaſſe werden ſeit kurzem zwei
S. Vleichröder. —
Com=
Straus & Co.
Regiſtrier= und Kontrollkaſſen zur Vereinfachung des Geſchäftsgangs
merz= u. Disconto=Bant
Cöln: Deichmann & Co.—
A
„ Königsberg i. Pr.:
Nord=
Delbrück Schickler
und zur ſchnelleren Abfertigung des Publikums verwendet. De;
Sal. Oppenheim jr.
C
Levy.
deutſche Creditanſtalt.
J. H. Stein.
maſchinelle Aufdruck der Zahlungsleiſtung auf die hierfür vorge=
Co. — Deutſche Bank.
& Co.
„ Leipzig: Allgemeine Deutſche
ſehenen, beſonderen Abſchnitte der Steuer=, Schulgeld= uſw. Zettel
Arnold.
Gebr.
Direction der Disconto
Dresden:
-
Creditanſtalt
Hammer C
ſtädtiſchen
gilt ebenſo wie die handſchriftliche Beſcheinigung eines
Geſellſchaft. — Dresdner
Philipp Elimeyer
Schmidt
Beamten als Quittung
(12437df
-
Hardy & Co.
Bank.
Elberfeld: Bergiſch=Märkiſche
„
Darmſtadt, den 30. Mai 1913.
Ludwigshafen (Rh.): Pfäl=
Geſ. mit beſchränkter Haf=
Bank. — von der Heydt=Kerſter
tung. — F. W. Krauſe &
ziſche Bank.
& Söhne.
Der Oberbürgermeiſter.
Co. Bankgeſchäft. — Men=
Eſſen: Eſſener Credit=Anſtalt.
Dr. Gläſſing.
„ Magdeburg:
Magdeburger
delsſohn & Co. — Mittel=
Rheiniſche Bank. — Simon
Bank=Verein. — Mitteldeutſche
deutſche Creditbank.
Johann Heinrich Fuhr=Stiftung.
Hirſchland
Privat=Bank Actiengeſellſchaft.
Nationalbank f. Deutſch=
F. A. Neubauer.
Frankfurt a. M.: Deutſche
Am 24. Oktober d. Js. wird die Verteilung der diesjährigen
land. — A. Schaaffhau=
Effecten= und Wechſelbank.
Unterſtützungen an Handwerksmeiſter ſtattfinden, die unverſchuldet
Rheiniſche Credit=
„ Mannheim
ſen’ſcher Bankverein.
Deutſche Vereinsbank.
in ihren Verhältniſſen zurückgekommen ſind. Bezugsberechtigt ſind
bank
Süddeutſche Dis=
Gebrüder Schickler.
Frankfurter Bank. — Lazard
ſowohl hieſige Ortsbürger, wie auch ſolche Perſonen, die hier den
Aachen: Rheiniſch=
Weſt=
conto=Geſellſchaft A.=G.
Jacob S.
Speyer=Eliſſen. —
Unterſtützungswohnſitz erworben haben
fäliſche Disconto=Geſell=
München: Bayeriſche Handels=
H. Stern. — L. & E. Wert
Es ſind 4 Unterſtützungen mit je 400 Mk. zu vergeben.
ſchaft Actiengeſellſchaft.
bank.
— Bayeriſche
Hypothe=
heimber.
Formulare für die Bewerbungen werden im Stadthaus, Rhein
Barmen: Barmer
Bank=
ken= und Wechſel=Bank.
ſtraße 18, Zimmer 59, an Wochentagen, vormittags von 10 bis 12 Uhr
Halle a. S.: Halleſcher Bank
Verein Hinsberg, Fiſcher
Bayeriſche Vereinsbank.
an Intereſſenten ausgegeben. Die Formulare ſind auszufüllen und
verein von Kuliſch, Kaempf &
& Comp
bis längſtens Dienstag, den 1. Juli d. Js., vormittags 12 Uhr,
Co. Commandit=Geſellſchaft a.
Dis=
„ Nürnberg: Bayeriſche
Braunſchweig: Braun
einzureichen. Genaueſte und wahrheitsgetreue Beantwortung der ge=
— H. F. Lehmann.
Actien
conto= u. Wechſel=Bank A.=G.
ſchweigiſche
ſtellten Fragen liegt im Intereſſe des Bewerbers. Eingaben, die
Bank und
Reinhold Steckner.
Anton Kohn.
-
Vereins=
nicht auf das bezeichnete Formular geſchrieben ſind oder nach dem
Creditanſtalt A.=G.
L.
&
bank.
Behrens
Hamburg:
,
genannten Zeitpunkt einlaufen, können nicht berückſichtigt werden.
Bremen: Deutſche Natio
,
-
Joh.
Söhne.
Berenberg
Poſen: Oſtbank für Handel
Eine perſönliche Vorſtellung der Bewerber findet nur auf vor=
„
Kommandit
nalbank,
& Co.
— Conrad
Goßler
und Gewerbe
gängige Aufforderung ſtatt.
Geſellſchaft auf Aktien
— Nord
Hinrich
Donner.
Darmſtadt, den 20. Mai 1913.
(11675a
Straßburg i. E.: Allgemeine
deutſche Bank in Hamburg=
Breslau: Eichborn & Co
Der
Oberbürgermeiſter
Elſäſſiſche Bankgeſellſchaft.
-
Schröder Gebrüder & Co.
— G. vor
E. Heimann.
J. V.: Mueller.
Stuttgart: Württembergiſche
Vereinsbank in Hamburg.
Pachaly’s Enkel. — Schle=
Vereinsbank
M. M. Warburg & Co.
ſiſcher Bank=Verein.
Sparkaſſenbücher.
Abhanden gekommene
und bei den in Deutſchland belegenen Haupt= bezw. Zweigniederlaſſungen dieſer Firmen.
Die vermißten Einlagenbücher:
Die aufgelegten Anleihebeträge werden ausgefertigt in Schuldverſchreibungen zu 10000, 5000, 1000.
2.
500, 200 und 100 Mark mit Zinsſcheinen über vom 1. Oktober d. J. laufende Zinſen. Der erſte Zins‟
Nr. 77897, lautend auf den Namen
Kriechbaum, Georg Wwe
ſchein iſt am 1. April 1914 fällig.
Nr. 182039
Flath, Louis
,
Der Zeichnungspreis beträgt:
der ſtädtiſchen Sparkaſſe Darmſtadt werden nach deren Satzung § 20
a) für diejenigen Stücke, die nnter Sperrung bis 15. April 1914 in das
Reichs=
für kraftlos erklärt, wenn ſie nicht innerhalb drei Monaten be
unter
dieſer Kaſſe vorgezeigt werden.
oder Staatsſchuldbuch einzutragen ſind, 97,70 Mark für je 100 Mark
(10734a
Verrechnung
Darmſtadt, 8. Mai 1913.
von 40
Nennwert:
Stückzinſen.
Städtiſche
b) für alle übrigen Stücke 97,90 Mark für je 100 Mark Nennwert
Sparkaſſe Darmſtadt.
Die Eintragung in die Schuldbücher erfolgt gebührenfrei. Der amtliche Schriftwechſel in Schuld=
Netz, Direktor.
buchangelegenheiten erfolgt als portopflichtige Dienſtſache.
Se
Bei der Zeichnung hat jeder Zeichner eine Sicherheit von 5% des gezeichneten Nennbetrages in bar
Oeffentliche Aufforderung.
oder ſolchen nach dem Tageskurſe zu veranſchlagenden Wertpapieren zu hinterlegen, welche die
be=
treffende Zeichnungsſtelle als zuläſſig erachtet. Die vom Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere
Anſprüche an den nachverzeichneten Liegenſchaften aus den
da=
ausgegebenen Depotſcheine ſowie die Depotſcheine der Königlichen Seehandlung (Preußiſche
Staats=
bei vermerkten, angeblich abhanden gekommenen Urkunden ſind unter
vertreten die Stelle der Wertpapiere.
bank)
Vorlage der Nachweiſe
Den Zeichnern ſteht im Falle einer geringeren Zuteilung die freie Verfügung über den
über=
binnen zwei Monaten
ſchießenden Teil der geleiſteten Sicherheit zu.
von dem erſten Erſcheinen dieſer Bekanntmachung an gerechnet, bei
Zeichnungsſcheine ſind bei allen Zeichnungsſtellen unentgeltlich zu haben. Es können aber die
uns anzumelden, andernfalls unterſtellt wird, daß ſolche nicht mehr
Zeichnungen auch ohne Verwendung von Zeichnungsſcheinen erfolgen, und zwar brieflich mit
beſtehen. Es erfolgt dann die Löſchung der zu ihrer Sicherheit in
folgendem Wortlaut
den öffentlichen Büchern enthaltenen Eintragungen.
„Auf Grund der öffentlich bekanntgemachten Bedingungen zeichne ich von den jetzt aufgelegten
Gemarkung Darmſtadt
4% Reichs= bezw. Preußiſchen Staatsanleihen
a) (alt) Flur 5 Nr.
*¾/100, 48 qm Grabgarten Wendelſtadtſtraße,
Flur 5 Nr. 7115
,
Reichsanleihe
nom. M.
Flur 5 Nr. 7118/100) 415 am Hofreite daſelbſt
,,
/100, 163 am Grabgarten daſelbſt,
Preußiſche Staatsanleihe
Flur 5 Nr. 7089.
nom. M.
1o0o, 918 am Bauplatz daſelbſt
Kaufbrief vom 28. Januar 1905 über den Verkauf zwiſchen
und verpflichte mich zu deren Abnahme oder zur Abnahme desjenigen geringeren Betrages, welcher
Gaſtwirt Ludwig Herche Eheleuten und Dachdeckermeiſter
mir auf Grund gegenwärtiger Anmeldung zugeteilt wird
Johann Brückmann Eheleuten zu Darmſtadt
Soweit meine Zeichnung bei der Zuteilung nicht berückſichtigt wird, bin
b) (alt) Flur 6 Nr. 148¾/100, 3403 qm Hofreite im Bachgang,
ich einverſtanden, daß ſtatt Reichsanleihe auch Preuß. Staatsanleihe
Flur 6 Nr. 148¾/100, 803 am Hofreite daſelbſt
oder ſtatt Preuß. Anleihe auch Reichsanleihe zugeteilt wird.”)
Hypothek vom 29. Oktober 1896, errichtet in Höhe von 70000 Mk.
Ich bitte um Zuteilung‟
von den Ingenieur Jacob Simon Eheleuten in Darmſtadt für
von Stücken, die unter Sperrung bis 15. April 1914 für mich in
die Firma H. Neuſtadt in Darmſtadt, eingetragen am 3.
No=
das Reichs= oder Staatsſchuldbuch einzutragen ſind, zum Preiſe
vember 1896 im Hypothekenbuch Band 23 Seite 39
Das Nichtzutreffende
von 97,70 Mark.
iſt fortzulaſſen.
(alt) Flur IV Nr. 315/0,
C)
129 qm Hofreite (Scheuer) Kaupſtraße
Ich bitte um Zuteilung!
Flur IV Nr. 315¾/0, 875 qm Grabgarten daſelbſt,
von Stücken, die bis 15. Februar 1914 der Sperre unterliegen,
Flur IV Nr. 318616/ 10 qm Bauplatz Heinheimerſtraße,
zum Preiſe von 97,90 Mark.
Hypothek vom 8. Juni 1907, errichtet in Höhe von 12000 Mk.
Ich bitte um Zuteilung‟
von Zimmermeiſter Peter Franz Schweitzer und Ehefrau für
von freien, d. h. keiner Sperre unterliegenden Stücken, zum Preiſe
den Kaufmann Julius Lilienſtein in Frankfurt a. Main, über
von 97,90 Mark.
gegangen auf die Eheleute Marloff in Darmſtadt, eingetragen
Als Sicherheit hinterlege
ich=
im Hypothekenbuch Band 30 S. 605.
Solche Zeichnungsbriefe können nach Belieben an jede der obigen Zeichnungsſtellen gerichtet werden.
Darmſtadt, den 31. Mai 1913.
(12508
Die Zuteilung erfolgt
tunlichſt bald nach der Zeichnung dergeſtalt, daß zunächſt die Schuldbuch=
Großherzogliches Amtsgericht I.
Zeichnungen, ſodann
diejenigen Zeichnungen vorzugsweiſe berückſichtigt werden, für
welche der Zeichner
ſich, ohne Eintragung ins Schuldbuch, einer Sperre bis zum
15. Februar 1914 un
terworfen hat; im übrigen entſcheidet das Ermeſſen der Zeichnungsſtelle.
Darmstädter Sprach- u. Handelsschule
Anmeldungen auf
beſtimmte Stücke können nur inſoweit berückſichtigt werden, als dies mit den
Intereſſen der anderen
Zeichner verträglich erſcheint.
Leiter: Emil Held und Hieron. Schneider
Die Zeichner können
die ihnen zugeteilten Anleihebeträge vom 24. Juni d. J. ab jederzeit voll be=
Handelslehrer und beeid. Bücher-Revisor Handelslehrer und Bücher-Revisor
verpflichtet
zahlen, ſie ſind jedoch
Luisenstrasse 10 — DARMSTADT — Luisenstrasse 10
½ des zugeteilten Betrages ſpäteſtens am 24. Juni d. J
Sämtl. kaufm. Fächer. — Stenographie nach Gabelsb
300
Juli d. J
,
Maschinenschreiben nach eig. erprobter Tafelmethode.
28.
,,
Auguſt d. J.
0% „
„
Fremde Sprachen, bes. Handelscorresp. — Getr. Klassen
25%
,
19. September d. J.
,
für Fortbildungsschüler mit Befreiung v. obl. Unt. (11231a
zu bezahlen. Zeichnungsbeträge bis 3000 Mark einſchließlich ſind am 24. Juni d. J. ungeteilt zu
be=
richtigen. Die Abnahme muß an derſelben Stelle erfolgen, welche die Zeichnung angenommen hat.
Wird die Zahlung im Fälligkeitstermine verſäumt, ſo kann dieſelbe noch innerhalb eines Monats
unter Berechnung einer Vertragsſtrafe von 5% des fälligen Betrages erfolgen. Wird auch dieſe Friſt
verſäumt, ſo verfällt die hinterlegte Sicherheit.
Hessische
Die Zeichner erhalten vom Reichsbank=Direktorium bezw. von der Königlichen Seehandlung (Preußiſche
Staatsbank) ausgeſtellte Interimsſcheine, über deren Umtauſch in Schuldverſchreibungen das
Erforder=
liche öffentlich bekannt gemacht werden wird. Soweit eine Sperrverpflichtung eingegangen iſt, werden
Handelslehranstalt
die Schuldverſchreibungen den Erwerbern erſt vom 15. Februar 1914 ab ausgehändigt.
Berlin, im Juni 1913
(IV, 12500,64
Fernspr. 923. Darmstadt. Rheinstr.6
Reichsbank=Direktorium.
Königliche Seehandlung (Preußiſche Staatsbank).
v. Glaſenapp. v. Grimm.
von Dombois.
Neue Kurse beqinnen
2
weil zu eng
neu, zirka 50 Ztr.
Dienstag, den 1. Juli.
Mod. neuer Anz. Hängelampe
Feder=Kollk, Tragkraft, billig zu
Damen-Rad
Prospekte und Aufnahmebedingungen durch (10859a
Waſchzuber, Tiſchglocke zu verk
verk. J. L. Keller, Wagenbau,
*14682) Mühlſtraße 52, 4. St
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ſehr gut erh., zu verkaufen (12264a
(*14687fi
Diplomhandelslehrer Wilh. Siedersleben
Ag. Hahn, Gutenbergſtr. 58.
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I. Jackenkleid, 1 w.
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gerichtlich beeidigter Bücherrevisor.
blau, für 10 Mk. zu verkaufen
Ein gepolſt. Sefſel bill. zu veri
rock billig zu verkaufen
Feldbergſtr. 79, p. r.
(*14731
Stiftsſtr. 89, 3. Stock. (*14737
Näheres in der Exped. (*14732
5.
[ ← ][ ][ → ] Nummer 130.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 6. Juni 1913.
Seite 11.
Prosbekt.
Steuerfreie viereinhalbprozentige Prioritäts-Anleihe von 1913
der
Wladikawkas Eisenbahn=Gesellschaft
im Nominalbetrage von
Mark D. R. W. 38,880,500 — Rubel 18,001,671.50 - Holl. Gulden 22,861,734 - Lstg. 1,895,424.7/6
mit absoluter Garantie der Kaiserlich Russischen Regierung.
Verlosbar zum Nennwert innerhalb 60 Jahren.
(12501
Rückzahlung auf Grund von Gesamtkündigung oder verstärkter Verlosung bis zum 1. Februar 1923 n. St. ausgeschlossen.
Auf Grund der Beschlüsse der Generalversammlung der Aktionäre vom
Rubel 463.−
—
Mark 1,000—
Holl. Guld. 588 — Lstg. 48.15/—
15./28. September 1911 und mit Genehmigung der Kaiserlich Russischen Regierung
500
294 —
24. 716
231.50
„
„
„,
„
emittiert die Wladikawkas Eisenbahn-Gesellschaft eine
eingeteilt, und zwar in
1 bis 8,250 zu 2,000 Mark
8,250 Abschnitte Nr.
8,251 „ 24,750 „ 1,000
4½%ige Prioritäts-Anleihe
16,500
,,
36,511
11,761
500
24,751 „
„
im Nominalbetrage von
Die Obligationen sind mit
40 halbjährlichen Coupons und einem Talon ver-
Mk. D. R. W. 38,880,500 — Rbl. 18,001,671.50
—
sehen; sie lauten auf den Inhaber. Jede Obligation trägt in Faksimile die Unter-
Holl. Gulden 22,861,734
schriften von 3 Direktoren der Gesellschaft und ausserdem, ebenfalls in Faksimile,
M
Lstg. 1,895,424.7/6.
die Unterschrift eines Delegierten der Kaiserlich Russischen Regierung. Stücke,
Der Erlös der Anleihe ist bestimmt zur weiteren Beschaffung der Mittel
Coupons und Talons sind in russischer, deutscher und holländischer Sprache
für die nachstehend bezeichneten Ausgaben, welche teilweise aus dem Erlös der
ausgestellt,
im Jahre 1912 emittierten Obligations-Anleihe von Mk. D. R. W. 80.000,000 bestritten
Die Gesellschaft hat insgesamt Aktien im Nominalbetrage von Kreditrubel
worden sind: Bau folgender neuer Eisenbahn-Linien: Bataisk-Torgowaja (Weli-
9,647,500 ausgegeben, wovon Kreditrubel 12,000% getilgt sind.
koknjasheskaja) 171Werst, Prokladnaja-Mozdok-Tscherwlenaja-Gudermess 167Werst,
Die Gesellschaft hat die folgenden, sämtlich von der Russischen Regierung
Tscherwienaja-Kizliar 82 Werst, Georgiewsk-Swiatoj-Krest 105 Werst,
Schamkal-
garantierten Anleihen ausgegeben:
Temir-Chan-Schura 39 Werst, Kotljarewsk-Nalltschik 40 Werst, sowie Anschaffung
von rollendem Material, Bauarbeiten auf alten Linien, Bau eines Hafens am Don
*) Ueber den Betrag von Kreditrubel 12,000 hinaus haben effektive Tilgungen von
in der Nähe von Rostow, Bau von Elevatoren und anderen Ausgaben.
Aktien nicht mehr stattgefunden, es ist vielmehr ein Tilgungsfonds gebildet worden, dem
Die Anleihe ist in Abschnitte von
zurzeit jährlich Rubel 43,036.33 Kop. zugeführt werden. Der Bestand dieses Tilgungsfonds
Mark 2,000 — Rubel 926.-
—
Holl. Guld. 1,176 — Lstg. 97.10/—
belief sich am 31. Dezember 1912 a. St. auf 847,424 Rubel 64 Kop.
Verstärkte
Tilgung zu nachstehenden
Ursprünglicher
Tilgungsdauer
Zins-
Verlosung oder
Gegenwärtig unverlost
Tilgungsquoten
Emissions-
Gesamtkündigung
mit Zuwachs der ersparten
Nominalbetrag
längstens
fuss
jahr
im Umlauf
ausgeschlossen bis
Zinsen
†‟ Goldrubel
23 605 450.−
Jahre von 1875 an
1873/6
Goldrubel
20 990 794.63
0.10%
jährlich
-
40
1885
20 531 500.−
0.2986%
1888
„
18211875.-
50
-
Kreditrubel
20000 000.−
Kreditrubel
1892
O.27640
1892 „
4½0
18 163 523.99
12 500 000.-
Goldrubel
11 253 750.
1895
1894
Goldrubel
O 191864% halbjährlich
,
,
47
Ausschlussfrist
17 508 729.60
1897
15 887 808.10
0.20933%
1895
,
bereits abge-
189.
O.223580
19750 400.−
1898
18 037 052.80
„
laufen
1898
O.23367 00
Rubel
15 321990.-−
1899 „
14 057 347.20
Rubel
,
1
36
1900
0.500487%
13 212 400.−
12 219 527.—
jährlich
1901 „
,
1915
„
5
,
O 2553890
12000 000.−
11 160 000.−
1901
1901 „
halbjährlich
,
55
-
17 160 000.−
1903 „
18 330000.−
1903
0.279382%
,
1
-
9 781 600.−
51½
9 236 000.−
1905
O.29904%
1904
,
,
,
1
47
4 492 200.−
1910 „
4 387 000.−
0.7521890)
1909
,
,
6 786 191.-
6 640 346.−
1909
46
1910
O.684471%
,
1920
0
jährlich
,
2 170 000.−
1911
O. 826246%
187 700.−
1911
45
,
„
951 000.−
951 500.−
O.866454
44
1911
1912
,
„
1912
59
1913
1922
37 040 000.−
37 040000.−
0.362221%
4½%
;
1
*) Diese beiden Anleihen sind von der Russischen Regierung übernommen worden und in deren Besitz übergegangen.
vor dem Gesetze vom Jahre 1897) Mark — 3.24.
f) 1 Goldrubel (Prägung
die jetzt emittierte neue Anleihe von Nominal
Zu diesen Anleihen tritt
Die Eisenbahn-Gesellschaft wurde am 2. Juli 1872 als Rostow-Wladikawkas
38,880,500 - Rubel 18,001,671.50 — Holl. Gulden 22,861,734 — Lstg. 1,895,424.7/6.
Eisenbahn konzessioniert und nahm im Jahre 1884 den Namen Wladikawkas
Mark
Die neuen Obligationen erhalten durch die Einnahmen und durch das ganze
Eisenbahn an. Sie hat folgende Strecken im Betriebe:
Vermögen der Gesellschaft dieselbe Sicherheit wie die vorstehend auf-
Rostow-Wladikawkas 652 Werst. Noworossisker Zweigbahn 254 Werst, Beslan-
Petrowsk-Derbent-Baku 589 Werst, Tichoretzkaja-Zaritzyn 499 Werst, Stawropoler
geführten älteren Anleihen.
Ausserdem geniessen sievom Tage ihrer Emission an die ab-
Zweigbahn 145 Werst, Mineralowodsker Zweigbahn 61 Werst, Ekaterinodar
solute Garantie der Kaiserlich Russischen Regierung für Verzin-
Kawkaskaja 128 Werst, Schelesnowodskaja 6 Werst, zusammen 2334 Werst
sung und Tilgung. DieseGarantie wird auf denObligationen durch
Die Betriebseinnahmen, die Betriebsausgaben, der Betriebsüberschuss und
einen Stempel der Kaiserlich Russischen Regierung bestätigt.
die Erfordernisse für Verzinsung und Amortisation der Obligationen für die Jahre
Die Konzession der Gesellschaft läuft am 2./15. Juli 1956 ab, zu welchem Zeit-
1907 bis 1911 sind aus nachfolgender Aufstellung
ersichtlich:
punkt die Bahn unentgeltlich in den Besitz des Staates übergeht‟).
Zugleich
tritt der Staat alsdann für den bis dahin nicht getilgten Teil der vor-
Erfordernis für
Olelienen
Betriebs-
Betriebs-
Betriebs-
liegenden Anleihe als Selbstschuldner für Verzinsung und Tilgung ein.
Einnahmen
Ueberschuss
Ausgaben
Verzinsung
Amortisation
Die Obligationen der neuen Anleihe werden mit 4½% fürs Jahr in
halbjähr-
lichen Terminen, am 1. Februar und 1. August neuen Styls, verzinst und im Wege
Rbl. 42 557 821.11
15 950 841.25
1907
26 606 979.86
9317 442.40
1 420 250.80
1907
der Verlosung binnen 60 Jahren zum Neunwerte getilgt. Der erste Zinscoupon ist
1908
1908
16709 656 09
25 282 960.87
41992 616.96
1 431 970.48
9 421 553.25
„
am 1. August 1913 u. St. tällig,
1909
49 950 254.78
9 703 031.10
28 316 952.32
1 494 327.50
21 633 302 46
1909
„
Die Verlosungen finden jährlich, und zwar im Laufe des Oktober a. St. statt,
27 608 432.86
52 460 730.62
9 596 632.47
1910
1597 95 3.85
24 852 297.76
1910
„
die erste im Oktober 1914. Die verlosten Obligationen werden von dem der Ziehung
29 598 802.74
1911
9 433 013.39
26 795 389.19
„ 56394 191.93
1911
1731 608.29
Zu jeder Ziehung sind 0,362221 % des
folgenden 1. Februar n. St. ab eingelöst.
Die Gesellschaft zahlte für die Jahre von 1907 bis 1911 auf ihr Aktienkapital
Nominalbetrages der Anleihe unter Zuwachs der ersparten Zinsen auf die früher
nach
verlosten Obligationen zu verwenden.
1907 — 17,45%, 1908 — 18,836%, 1909 — 31,252%,
Abzug von 5% Couponsteuer:
*43,9%, 1911— 43,99%.
1910
Die Nummern der jedesmal verlosten, sowie der aus vorhergegangenen Ver-
Die Staatsgarantie wurde für diese Jahre nicht in Anspruch genommen.
losungen fälligen, noch nicht zur Einlösung vorgezeigten Obligationen werden als-
Bis zur Fertigstellung der definitiven Stücke werden in Deutschland mit
bald nach der Veriosung ausser durch russische Blätter durch den Deutschen
Reichs-
dem deutschen Reichsstempel versehene Interimsscheine ausgegeben, die von den
anzeiger und zwei andere in Berlin erscheinende Zeitungen, sowie eine in Frank-
Berliner Subskriptionsstellen ausgestellt sind, und über deren kostenfreien
Um-
furt a. M. und eine in Amsterdam erscheinende Zeitung veröffentlicht. In diesen
tausch in Originalobligationen seinerzeit das Nähere bekannt gemacht werden wird.
Zeitungen werden auch etwaige auf die Umlaufsfähigkeit der einzelnen Stücke
Diese Interimsscheine werden mit den am 1. August 1913 und am 1. Februar 1914 n. St.
bezügliche Verfügungen, soweit diese amtlich zur Kenntnis der Gesellschaft
ge-
fälligen Coupons versehen sein, welche bei den deutschen Zahlstellen zur
Ein-
langen, bekanntgemacht werden.
lösung gelangen, so dass die Originalstücke mit dem Coupon per 1. August 1914
Die rückzahlbaren Obligationen müssen bei der Einlösung mit sämtlichen
n. St. und folgenden zur Ausgabe gelangen werden.
nach dem Rückzahlungstermine fälligen Coupons eingeliefert werden. Der Betrag
etwa fehlender Coupons wird von dem Kapitale abgezogen.
St. Petersburg, den 11./24. Mai 1913.
Die Obligationen der Anleihe verjähren 30 Jahre nach ihrem Rückzahlungs-
General-Direction
termine, und die Coupons 10 Jahre nach ihrem Fälligkeitstage.
Ein allgemeines Gesetz betreffend Aufgebot zur Kraftloserklärung verloren
der Wladikawkas Eisenbahn-Gesellschaft.
gegangener oder abhanden gekommener Inhaberpapiere besteht in Russland nicht.
Der Inhaber von Obligationen oder Zinscoupons vorstehender Anleihe gilt durch
den Besitz als Eigentümer legitimiert, und es kann demselben die Auszahlung der
Zinscoupons und die Einlösung der Obligationen nicht verweigert werden.
Subskriptions-Bedingungen.
Eine verstärkte Verlosung oder eine Gesamtkündigung oder Kon-
Auf Grund vorstehenden Prospektes sind
vertierung der Anleihe ist bis zum 1. Februar 1923 n. St. ausgeschlossen.
4½ % steuerfreie, von der russischen Regierung garan-
Mk. 38,880,500,
Die Zahlung der Zinscoupons sowie der verlosten oder gekündigten
Obli-
gationen geschieht in den Beträgen, die dem in den Obligationen festgesetzten
tierte Prioritäts-Anleihe der Wladikawkas Eisenbahn-
Wertverhältnis entsprechen, nach Wahl des Inhabers- in St. Petersburg in Rubeln
Gesellschaft vom Jahre 1913
(1 Rubel - ½Imperial), in Berlin und Frankfurt a. M. in Mark Deutscher Reichs-
Rückzahlung auf Grund von Gesamtkündigung oder verstärkter Verlosung bis zum
währung, in Amsterdam in Holl. Gulden, in London in Pfund Sterling, und zwar:
1. Februar 1923 u. St. ausgeschlosson
in St. Petersburg bei der Kasse der Gesellschaft,
zum Handel und zur Notierung an der hiesigen Börse zugelassen worden. Die
„dem Bankhause Mendelssohn & Co.,
„ Berlin
Notierung an der Börse in Frankfurt a. M. wird beantragt werden.
S. Bleichröder,
Die Supskription findet statt
Direction der Disconto-Gesellschaft,
„der
Berliner Handels-Gesellschaft,
,,
Dienstag, den 10.
Juni 1913,
Direction der Disconto-Gesellschaft,
„ Frankfurt a M.
Bankhause Hope & Co.,
dem
Amsterdam
Lippmann, Rosenthal & Co.,
in Heriin
nentnen 10,
bei dem Bankhause
„ der Russischen Bank für auswärtigen Handel,
„London
Russisch-Asiatischen Bank.
Metiriter
,,,
Bei denselben Stellen erfolgt ohne Anrechnung von Kosten oder russischen
Direckion der Disconto-
Gesell-
der
Gebühren die Aushändigung neuer Couponsbogen.
,,
Die Gesellschaft verpflichtet sich, für den Fall einer eventuellen späteren
Mit,
Konversion Stellen in Berlin und Frankfurt a. M. zu errichten, bei denen die
Konvertierung frei von allen Spesen bewirkt werden kann.
Berliner Handels-Gesellschaft,
Die Zahlung der Zinscoupons und die Einlösung der
Obligati-
onen wird für immer frei von jeder russischen Steuer erfolgen.
Metlien der Mlanit= enel.
in Frankfurt u. 11. .
,,
*) Das Reservekapital, nachdem aus demselben etwa dem Staate oder Anderen schuldige
Schall.
Beträge bezahlt worden sind, verbleibt Eigentum der Aktionäre.
Nummer 130.
den 6. Juni 1913.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag.
Seite 12.
Die Abnahme der zugetelen Betrige kann gegen Talung des Preiges
wonie in Amsterdam
Hope & Co.,
bei dem Bankhause
zu den Bedingungen,
vom 19. Juni d. I. an geschehen; sie muss spätestens am 19. Juli d. J.
er-
welche diese Häuser
folgen. Zugeteilte Beträge bis 5000 Mark sind am 19. Juni d. I. abzunehmen
Lippmann, Rosen-
„
„
veröffentlichen werden,
thal & Co.,
Bei vollständiger Abnahme wird die hinterlegte Kaution verrechnet
während der bei jeder Stelle üblichen Geschäftsstunden, und zwar in Berlin und
oder zurückgegeben
Frankfurt a. M. zu nachfolgenden Bedingungen:
Anmeldungen auf bestimmte Abschnitte können nur soweit berück
1. Der Subskriptionspreis beträgt 92,75% vom Nominalbetrage in Mark,
sichtigt werden, als dies nach dem Ermessen der Subskriptionsstelle mit
zuzüglich 4½ % Stückzinsen vom 1. Februar 1913 bis zum Tage der
den Interessen der andren Zeichner verträglich ist
Abnahme. Den Stempel der Zuteilungsschlussnote trägt der Zeichner
An den deutschen Plätzen können nur die von den Berliner Häusern
aus=
zur Hälfte.
gestellten Interimsscheine in Original-Obligationen umgetauscht werden
Die Subskription erfolgt auf Grund des zu diesem Prospekt gehörigen
2.
Anmeldungsformulares, welches von den vorgenannten Stellen bezogen
Berlin, im Juni 1913.
werden kann. Jeder Subskriptionsstelle ist die Befugnis vorbehalten, die
Subskription auch schon vor Ablauf der festgesetzten Frist zu schliessen
Mendelssohn & Co.
L. Bleichroder.
und nach ihrem Ermessen den Betrag jeder einzelnen Zuteilung zu
be-
stimmen. Die Zuteilung erfolgt sobald wie möglich nach Schluss der
Direction der Disconto-Gesellschaft.
Subskription.
Bei der Subskription ist eine Kaution von 5% des gezeichneten
Nominal-
betrages in Bar oder in solchen Effekten zu hinterlegen, die die Sub-
Berliner Handels-Gesellschaft.
skriptionsstelle als zulässig erachten wird.
Wir nehmen Zeichnungen auf die bis zum 1. April 1935
Ueberſicht
unkündbare
Eiſenkonſtruktionsarbeit.
der Durchſchnittspreiſe von folgen=
Die bei Erbauung eines Krema
den Früchten und
Verbrauchsgegen=
toriums beim neuen Friedhof vor
ſtänden in der Zeit
kommende Eiſenkonſtruktion ſoll
vom 15. bis 31. Mai 1913
770 Deuische Reichsamleie
vergeben werden
per Sack à 100 Kilo
Bedingungen liegen bei dem
und
Weizen
von Mk. 21.50 bis 25.25
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Korn
17.50 „ 19.-
,
,
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Gerſt
17.− „ 20.−
„
,
Angebote ſind bis
Hafer
19.− „ 21.—
7 Preussische Slauisamene
Dienstag, den 24. Juni 1913,
Butter
½ Kilo Mk. 1.40
vormittags 10 Uhr,
Butter in Partien Mk. 1.30
bis Mittwoch, den 11. Juni a. c., nachmittags 5 Uhr, zum Zeichnungs
(12494fs
einzureichen
Eier per Stück 8 Pfg.
Die Verdingungsunterlagen wer=
Eier in
Partien per 25 Stück
preise von 97.90 und bei Eintragung in das Staatsschuldenbuch zu 97.7
den nach auswärts nicht verſandt
Mk. 1.88
Darmſtadt, 4. Juni 1913
Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 6.—
provisionsfrei von unseren Mitgliedern entgegen.
(12515fm
tadtbauamt.
S.
Kartoffeln per 25 Kilo Mk. 1.50
Buxbaum.
Kornſtroh per 50 Kilo Mk. 3.50
Jederzeit Dünger und Pfuhl
Heu per 50 Kilo Mk. 4.50
in Einzelfuhren abzugeben.
Darmſtadt, 4. Juni 1913
Preis der Einſpännerfuhre 6 Mk
Großh. Polizeiamt Darmſtadt.
Darmstädter
Volksbahk
Zweiſpännerfuhre 10 Mk
pro Faß Pfuhl
20 Pfg.
Bekanntmachung.
„
Schlachthof.
12546a)
eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.
Freitag, 27. Juni I. Js.
vormittags 10 Uhr,
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ſoll die den Schreinermeiſter Wil=
Vervielfältigungs-
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III 1405
888
delſtadtſtr. 13
2
Uendelstadtstr. 26
Mk. T5c00cee 770 Prousbische Cchbelb
Grasgarten
1406 150
III
15
Telephon 1679
(Vorgarten),
beide unkündbar bis 1. April 1935.
Wer dort? (11775a
daſelbſt
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(K19/13
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Arbei ten
nehme ich Zeichnungen zum Kurse von 97.90 %
niſſe nicht entgegenſtehen, kann Ge
gebiſſe, alte Federbett ſtets die höchſt.
Diktate
spesenfrei bis zum 12. cr. entgegen.
nehmigung der Verſteigerung auch
(12514
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt.
dann erfolgen, wenn das einge
in separätem Raum
Beſter Zahler Darmſtadts
legte Meiſtgebot die Schätzung
Vervielfältigunger
von getragenen Kleidern, Stiefeln,
nicht erreicht.
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Darmſtadt, 5. Juni 1913
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1474.
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(12153.
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Zur Bereitung
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Kaufe
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28 Pfg.
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95
,
Darmſtadt, den 5. Juni 1913.
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1911er
getragene
.10 Mk.
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Sekt, diverſe Marken,
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Flaſchen.
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Rotwein
95
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, ,
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,
Kaſenſchrank
Pfg.
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Oranger
Kleider
Stück
,„,,
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Zitronen
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,„
Pfd.
23
*
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35
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Pack
Pfg.
Obstfeld, Kl. Bachgaſſe
Schreiner=, Schloſſer=, Glaſer= und
Vanille-Zucker
25
Liegewagen, Kinderſtühlchen, Näh=
Weißbinderarbeiten durch öffent=
Teleph. 2085. — Poſtkarte gen
Vanille in Stangen
Stück 10 und
20
tiſchchen Karlſtr. 38, I.
(*14746fe
lichen Wettbewerb vergeben werden
— Komme auch auswärts.
Viehsalz
, ,, ,
Pfd.
, ,,
5
Angebote mit entſprechender Auf=
Welches Geſchäft
ſchrift werden bis Montag, den
Puddlug- Fulrer, 3 Pack 25 Pfg.
vergibt Anfertigung von Kinder
Ich kaufe getr. Kleider
16. Juni, vorm. 10 Uhr, auf dem
kleidchen und Schürzen an ge=
Schuhe u. Uniformen. Zahle die
Bureaudes Unterzeichneten, Darm=
Hebermehl’s Biere,
ſchickte junge Frau ins Haus.
höchſt. Preiſe. Poſtk. gen. (12487a
ſtadt, Neckarſtraße 3, entgegen=
(aus der Brauerei Chr. Grimm Nachf., Crumſtadt)
Gefl. Offerten erbet. u. M 58
H. Wischniack. Neugaſſe 1
genommen, woſelbſt die Pläne und
an die Expedition.
¼ Flaſche 17 Pfg., ½ Flaſche 9 Pfg
(*14468mf
Arbeitsbeſchreibungen an den Vor=
Flaſchenpfand wird bei Rückgabe meiner Flaſchen
mittagen eingeſehen werden können
Altes Gold
D e
zurückerſtattet.
Ein Verſand der Wettbewerbs=
Brillanten, Platin, Silber kauft
Ga
unterlagen nach auswärts findet
zum höchſten Wert
(12271a
(12496
nicht ſtatt
mit Brut, vernichtet radikal
Kurtz, Inwelenhandlung,
Darmſtadt, 3. Juni 191.
V. Hebermehl
Hademachers Goldgeist. Patentamtlic
Pädagogſtraße 2. Telephon 1202
geschützt
Der Großh. Kreisbauinſpektor.
Nr. 75198. Geruch- u. farblos. Reinig
Telefon 547
die Kopfhaut v. Schuppen, befördert d
Die Küchenverwaltung der
Kaufe
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12548
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An-
gering belaſtetes Haus, wenn ſch
1913 ab die zur Küche erforder
erkennungen. Fl. à M 1.— u. 0.50 in
Elisabethenstr. 53,
Bessungerstr. 86,
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Lauteschlägerstr. 4,
Mollerstr. 17.
in Zahlung genommen wird. Off
Abfälle für die Zeit vom 9. Juni
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bis 31. Oktober 1913 vergeben
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wie vierrädiger Karren fü
1913, vormittags 10 Uhr, an
ogel, Centr.-Drog.; Heinr. Schaub,
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Karlstr. 20; Ch. Schwinn, Rhein-
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(*14684
ſtation einzureichen.
(12548
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2
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(*14692
G 9591a) Liebigſtr. 15, part.
(
Nummer 130.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 6. Inni 1913.
Seite 13.
ue
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Entzückende
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Wie man sich bettet,
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(12489
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Se
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Weißwein
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Jakob Zimmermann
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S
14
(3.5
Eisschranke
für Metzger, Wirte und Private
HKrawatten Knöpfen
offerieren Strauss & Dernburg,
(*14517mfs
Mathildenplatz 2.
Reosentriher
Gaslüſter, wenig gebr., zu verk.
Ae
,
*14461mdf) Heidenreichſtr. 39
MMath. Becher
Auch im Auslande werden Salamander-
6
Darmstadt
Fahrrad-
Feinste
9
Schuhe und Stiefel mit Vorliebe getragen
MKirchstr. 17, neben der Stadtkirche
Strohhut-
Emall-
RR
„
SALAMANDER
Seit Jahren war ich müde u. matt,
§ 2to₰
hatte häufig wahnſinnige Kopf=
Scaee
5
EAULMATHAS Z.C9
Naan
ſchmerzen u. jede Luſt zum Arbeiten
Ludwigsstrasseis.
und zum Leben verloren. Der
Arzt ſagte, es ſei ein veraltetes
deh
1
10
K
N
N
dle blau,
ater blau,
Ineren-
braun,
braun
grau,
grün,
N
grün,
gelb,
rot,
rot.
u. Blasenleiden,
heliotrop,
schwarz
N
daneben Darmträgheit infolge
schwarz
etc. etc.
0 Stück
in Kiste
ſitzender Lebensweiſe. Auf ärztl.
hen zu
modern-
in Dosen
Rat trank ich Altbuchhorster
Nr. 386
farbigetc.
N
Mk. 2.80
Wilh. Cen
N
Mark-Sprudel Starkquelle
à 50 Pfg
vorzüglich
N
(Jod=Eiſen=Mangan=
Kochſalz=
sowie
deckend mit
Eine sehr preiswerte Zigarre, aus rein überseeischen Tabaken, die
quelle). Schon nach einigen Flaſchen
N
lose gewogen
hohem Glanz
nur deshalb so billig ist, weil der daran verwendete Sumatra-Decker
ühlte ich mich als ganz anderer
rasch trocknend
N
(11748a
nicht in ausgesprochen heller Farbe fällt.
Menſch. Die Urinabſonderung
Wiederverkäufern
lose gewogen
wurde lebhaft und ſchmerzlos und
Rabatt.
N
blieb es ſeitdem. Ich trinke den
N
(W
Markſprudel jetzt täglich, habe mich
Emmericher Waren-Expedition
nie ſo wohl und geſund gefühlt
GebrüderVierheller
wie heute. H. B
Aerztl. warm
Telephon 979.
Elisabethenstrasse 12.
N
empf. Fl. 65 u. 95 Pf. in der Engros=
Darmstadt 9761a
Niederlage Friedr. Schaefer und
ue
N
Tel. 200. — Schustergasse 14.
in der Hofdrogerie Chr. Schwinn,
Rheinſtraße 8.
(IV, 10978,26
Es iſt ein wahrer Segen, Günter, daß Du endlich
lichen Oberförſterei als Forſtmeiſter ſitzt — alſo ſtelle Dir
wieder nach Hauſe gefunden haſt. Denn auf die Dauer
vor, dieſer einzige Freund meiner Jugend erklärte mir
Ich liebe Dich!
hätte ich das hier nicht ertragen. Seit Du fort biſt, iſt die
gleich beim dritten Mal, als ich ihm meine neueſten afri=
Roman von Guido Kreutzer.
Luft förmlich geladen mit den unmöglichſten afrikaniſchen
kaniſchen Entdeckungen zugänglich machen wollte
,„
(Nachdruck verboten.
3
Namen, die kein Menſch ausſprechen kann. Und ich mußte
erſtens ſäße ihm der Nonnenfraß in den Forſtkulturen,
Und ſo traute er ſich etwas dichter heran und äußerte
ſie ſchlechtgerechnet wohl zehnmal jeden Tag über mich er=
und zweitens möchte ich ihm gefälligſt mit meinem „
dam=
anerkennend
lichen Kram” vom Halſe bleiben!
gehen laſſen; ſogar auswendig lernen ſollte ich ſie! Schließ=
Dein Etappenmarſch von Huns nach Hoamus mit den
lich hab ich ſchon davon geträumt und am Morgen immer
Jetzt kannſt Du Dir vielleicht einen Begriff davon
ſcharfen Kämpfen längs des Großen Fiſchfluſſes ſcheint
machen, was für Bitterkeiten ich Deinetwegen erfahren
Albdruck gehabt. Da merkte ich zum erſtenmal nach faſt
wirklich eine ganz kapitale Leiſtung geweſen zu ſein. Nock
mußte — denn dieſer Krottenheim war meine letzte
Hoff=
vierzigjähriger Ehe, daß es auch ſeine Schattenſeiten hat,
anſtrengender allerdings denke ich mir die fortwährenden
nung geweſen
verheiratet zu ſein
Scharmützel ſüdlich von Hurab, bis Du endlich Luft be=
Arme Mama! — der Artilleriſt zog lachend ihre Hand
Und damit überwältigten ihn ſeine traurigen
Erinne=
kamſt, um gegen das Karasgebirge hin vorzuſtoßen!
rungen derart, da er im Eßzimmer verſchwand, um vor
ſeine Lippen
an
Der Afrikaner ſah ihn verblüfft an.
dem Mittag noch ſchnell einen Henneſſy zu nehmen.
Der Baron aber, der ſchon durch die Glastür in die
ſo
Darauf jedoch hatte die Baronin nur gewartet. Sie
Veranda getreten war, verhielt auf der Schwelle noch ein=
Woher weißt Du denn über alle dieſe Einzelheiten
blieb mitten auf der Terraſſe ſtehen und ſah ihren
Jun=
mal den Schritt.
unheimlich Beſcheid, Papa? Die Geſchichte ſtimmt zwar
gen an
nicht ganz, aber immerhin — Du redeſt ja wie ein Far=
Mich ſollteſt Du lieber bedauern, Junge; denn der
Es iſt gut, Günter, daß uns Papa einen Augenblick
mer, der zeit ſeines Lebens nicht aus dem Buſch
heraus=
eigentliche Märtyrer bin ich
allein gelaſſen hat. Ich möchte Dich etwas fragen. Aber
gekommen iſt!
Dieſer Tilſiter Kreis iſt eine ganz gottverlaſſene Ge=
Du mußt mir verſprechen, ganz aufrichtig zu ſein.
Nanu! verwahrte ſich der Kolonialpolitiker mit
groß=
gend; und die Menſchen hier ſind ſo ſtupide, daß ſich auch
Selbſtverſtändlich, Mama! ſagte der Afrikaner
be=
artiger Handbewegung. Wenn mein einziges Kind ſich
nicht ein einziger auf die Dauer für Südweſtafrika be
fremdet. Um was handelt es ſich denn?
jahrelang irgendwo herumtreibt, dann muß ich mich wohl
geiſtern konnte. Ueberall, wo ich mit meinem geographi=
Jetzt war der entſcheidende Moment gekommen. Ihre
zum mindeſten über die Gegend orientieren. Das iſt doch
ſchen Lehrbuch und meinem Sprachenlexikon hinkam, haben
Augen wurden unruhig. In den feinen Zügen zitterte
ſozuſagen Herzenspflicht. Oder was denkſt Du eigentlich
ſie ſchleunigſt von was anderem angefangen und dann
nervöſe Spannung
von allen Seiten ſo auf mich eingeredet, daß ich nie zu
von Deinem Vater, he?!
Sage mir, Günter — die Frau, um derentwillen Du
Worte gekommen bin! Sogar mein alter Freund Krotten=
Die Baronin, die mit dem alten Herrn immer nod
damals nach Afrika gingſt
alſo ich habe mit Papa in
heim, den ich ſchon von meiner Berliner Offizierszeit
.. „
ein wenig auf dem Kriegsfuße ſtand, hakte ihren Jungen
der Zwiſchenzeit natürlich oft darüber geſprochen, das
her kenne und der jetzt hier in der benachbarten
könia=
oſtentativ unter,
Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 6. Junt 1913.
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Du dieſe abſolute Regelmäßigkeit mit der Handſaat
nie=
gebangt, was denn nun werden ſoll, wenn Du zurück
mentalen Nebeldunſt aus dem Gehirn gejagt
mals heraus,
kommſt . . . Papa dagegen iſt der feſten Ueberzeugung, daß
Damals war ich trotz meiner goldgeſtickten Aufſchläge
Sie ritten dicht nebeneinander einen Feldweg ent=
Du heute nichts mehr für ſie empfindeſt.
ein großer Junge, der in jeder Frau ein unlösbares My
lang. Rechts vor ihnen über dem langen Lupinenſchlag
Damit hat er auch vollkommen recht, Mama! ent
ſterium ſah und der bei ihnen das Ibſenſche „
Wunder=
bare” ſuchte, das in unreifen Köpfen immer wieder
heil=
gegnete der Artilleriſt mit nachdenklichem Ernſt
der ſich eine Bodenerhebung hinaufzog, ſtand die junge
Morgenſonne. Taufeucht funkelte das Land. Lichter
Ne=
loſe Verwirrung anrichten wird. Heute bin ich ein reifer
Die alte Dame hob unvermittelt den Kopf. Ein arg
Menſch geworden und habe die richtige Diſtanz zum
beldunſt hing über der ſproſſenden Saat. Die Grillen
wöhniſcher Blick traf ihn
Leben gefunden. Und dieſe Beſſerung begann in
dem=
zirpten. Hin und wieder bog eine Lerche ſcharf gegen
Günter — ſei aufrichtig! Du haſt ſie doch mal ge=
Moment, als man mir drüben koſtbares
Menſchen=
den blaßblauen Frühlingshimmel ab. Sonſt Stille
liebt!
material in die Hand gab und in die alleinige
Verant=
tiefe, klingende Schweigen des aufgehenden Tages.
das
Ich weiß es nicht, Mama. Denn man kann nicht
wortung einſetzte
Der alte Herr ſtreifte ſeinen Begleiter mit einem
hal=
nachträglich ſich über Empfindungen klar werden, die nur
Es iſt merkwürdig, Günter, wie ſchnell Ihr Männer
Blick.
ben
unter ganz beſonderen Verhältniſſen exiſtierten. .
Ade=
es lernt, kaltblütig und hochfahrend über Dinge abzu=
Du ſiehſt ſchlecht aus, Junge. Wenig geſchlafen?
line Marwa war zweifelsohne eine ſchöne und geiſtvolle
urteilen, die bisher noch niemand zu ihrem letzten Ende
Faſt gar nicht, Papa.
Frau, und es bewarben ſich Männer um ihre Gunſt, die
erklären vermochte
zu
Und dann mit einem leiſen Lächeln:
zu den feinſten Köpfen Berlins gehörten. Alſo ſo ganz
Und der Afrikaner darauf in liebevoller Nachgiebig=
Wundert Dich das ſo ſehr? Die erſte Nacht wieder
unverſtändlich war mein damaliger Enthuſiasmus wohl
keit:
zu Hauſe . .. da ſitzt einem die Unruhe doch noch im Blut!
doch nicht
Nicht kaltblütig, Mama, und auch nicht hochfahrend
Um drei Uhr war ich ſchon wieder auf und am Fenſter
Nur habe ich inzwiſchen erkennen gelernt, daß wirk=
Aber ich erinnere mich immer eines Wortes, das mir mein
und ſah zu, wie es ſo langſam heller wurde. Du erinnerſt
liche, vollwertige Liebe doch anders ausſehen muß
Kommandeur, der Graf Lühe, damals mit auf den Weg
Dich vielleicht — ich habe ſchon als Junge, bevor ich von
Und es iſt kein Schmerz zurückgeblieben? erkundigte
—
gab
hier fort ins Kadettenkorps kam, für die Stunden ſo
zwi=
ſie
ſich in leiſer Enttäuſchung.
Schließen Sie Ihren Kabinenkoffer noch mal auf
ſchen Tau und Tag eine Vorliebe gehabt. Wenn ſich
Nicht der geringſte!
Oſtheeren, und legen Sie zwei wichtige Requiſiten hinzu:
Scheunen und Ställe aus dem Flatterlicht und Früh=
Ja — aber — Günter
das muß ich Dir auch
den geſunden Egoismus Ihrer Jugend und den prakti
ganz allmählich herausarbeiten
alſo das iſt
noch ſägen — ſie hat ſich im vorigen Herbſt verheiratet!
ſchen Idealismus Ihres Herrn Vaters. Sie ſollen mal
beinahe ſo, als ob man langſam Schritt für Schritt an ein
Da wurde der Offizier ganz ſeltſam ruhig. Er nahm
ſehen, dann iſt Ihr Leben ein Flachrennen, das Sie ſchon
Bild herankommt, bis man es ſchließlich unter der
rich=
die feine ſchmale Frauenhand zwiſchen ſeine gebräunten
vom Start weg jeden Augenblick in der Taſche haben
tigen Perſpektive hat.
Tatzen und beugte die überlange Geſtalt etwas herunter
Ich glaube, Mama der Oberſt wird recht behalten!
Haſt recht Günter. Ich bin ja jetzt ein alter Kerl und
Liebe Mama, es war wohl erforderlich, daß dieſe
ſitze ſchon faſt ein Menſchenleben hier. Aber auch bei
ganze unerquickliche Geſchichte noch einmal berührt wurde
III.
mir kommen doch immer wieder andächtige Stunden, wenn
Das iſt nun geſchehen, und wir wollen uns vornehmen,
Alſo jetzt wollen wir machen, daß wir weiter kommen,
ich manchmal merke, wieviele heimliche Schönheiten unſer
ſortan kein Wort mehr darüber zu verlieren. Papa hat
Eünter, ſagte der Baron und gab ſeinem „Selim”, der
Margenthin eigentlich hat. Wirſt ihnen auch ſchon noch
damals in Berlin bei den betreffenden militäriſchen
Stel=
ſchon ungeduldig zu werden begann, den Kopf frei. Die
auf die Schliche kommen, wenn Du mich erſt abgelöſt haſt
len ſeinen Einfluß dahin geltend gemacht, daß ich nach
neue Drillmaſchine ſcheint wirklich recht gut zu arbeiten
und Dir alles hier vertrauter geworden iſt,
Südweſtafrika abkommandiert wurde, und er tat recht
Koſtet ja allerdings ne Stange Geld, aber die Halme
(Fortſetzuna ſolgt.)
2
Nummer 130.
Seite 15.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 6. Juni 1913.
vis=Polal iſt bendet und hat das Reſutat 44 für
2 Leipzig. 4. Zum. Das Luſtſchif „ Viktoria
En memente Mlihſtanent intit
Luiſe” erſchien gegen 4 Uhr nachmittags über dem Lin=
Deutſchland gebracht. Die Ueberlegenheit der deutſchen
M.
Tennisſpieler iſt damit beſtens zum Ausdruck gekommen
dentaler Flugplatze und ſchlug die Richtung nach Ver=
und die Chancen für die weitere erfolgreiche Beteiligung
lin ein.
mit Eiern,
an den Kämpfen um die wertvolle Trophäe ſind nach dem
*
Zoppot, 4. Juni. Nachdem bereits vor einigen
Milch und Mhondahmt
glänzenden Spiel der deutſchen Vertreter durchaus nicht
Tagen die Leiche des Kapitänleutnants Jenetzki vom
ſchlecht. Nachdem am heutigen Vormittag bereits die
Flugzeuge „Weſtpreußen” in der See bei Zoppot
ge=
iet d S.
bleibt ſtets der beſte.
Entſcheidung zugunſten Deutſchlands gefallen war konnte
funden wurde iſt heute die Leiche von deſſen Begleiter,
das noch ausſtehende letzte Einzelſpiel Kreuzer=Deengis
Es gibt kein künſtliches Puddingpulver, das
dem Maſchiniſtenmaat Dieckmann, von einem Fiſcher
an dem Ergebnis nichts mehr ändern. Dies mag die
auf der See treibend, gefunden und geborgen worden.
dem Flammeri ſo den Sahnegeſchmack verleiht, wie
Franzoſen veranlaßt haben, zum letzten Spiel
* Rom, 4. Juni. Der König von Italien
Mondamin. * Es war ſchon der Stolz zu
Groß=
nicht mehr anzutreten und ſo den Deutſchen den
beſuchte heute vormittag das Flugfeld von Braociano und
letzten Punkt ohne Spiel zu überlaſſen. Deeugis reiſte
mutters Zeiten. Mondamin eignet ſich vorzüglich
machte an Bord des Luftſchiffes „P. 4— eine Fahrt
bereits heute mittag wieder ab. Anſtelle dieſes Spieles
von 45 Minuten in der Umgegend von Braociano.
Da=
für= alle Arten von Flammeris, Puddings,
Auf=
kam ein intereffantes Gaſtſpiel zum Austrag,
nach wohnte er erfolgreichen Wurfverſuchen bei die mit
in dem das Paar Kreuzer=v. Biſſing gegen H.
Klein=
läufe ꝛc. * Dazu. geſchmortes Obſt ſerviert, hat die
Vomben von Luftſchiffen aus gemacht wurden. Der König
ſchroth=Germot ſpielte und das letztere Paar mit 6:2 6:2
drückte den Offizieren ſeine lebhafte Befriedigung aus.
Hausfrau ein nahrhaftes Zwiſchengericht. Schreiben
4:6 und 6:2 gewann.
*
Paris, 5. Juni. Als der Chefpilot Brenard und
Sie ſofort um das „B=Kochbüchlein, welches gratis, und franko
erbältlich iſt vom Mondamin=Kontor: Verlin O. D. Paſſagierin Amice mit einem Doppeldecker bei Bruc
in der Nähe von Verſailles niedergehen wollten, über=
Vr 12511.
Luftfahrt.
ſchlug ſich der Apparat und zertrümmerte auf der
Erde vollſtändig. Beide Inſaſſen wurden ge=
Die Sachſenfahrt.
Sport, Spiel und Turnen.
tötet.
* Frankfurt a. M 5 Juni. Das neueſte Zeppe=
Um den Davis=Pokal.
linluftſchiff „Sachſen” iſt heute morgen 6 Uhr 3 Min.
von Baden=Baden nach Stuttgart abgefahren. Nach
Literariſches.
* Wiesbaden, 5. Juni. In der Vorrunde
einer Zwiſchenlandung iſt das Luftſchiff um 8 Uhr 30 Min.
des Kampfes um den Davis=Cup fiel heute
=
Otto Hübners
Geographiſch=
wieder aufgeſtiegen und hat die Richtung nach Frankfurt
mittag die Entſcheidung, die Deutſchland den Sieg brachte.
ſtiſche Tabellen aller Länder der Erde.
Fort=
a. M. eingeſchlagen Es wird gegen 11 Uhr hier erwartet
Rahe hatte einen ſeiner beſten Tage und ſpielte mit
glän=
geführt und ausgeſtaltet durch weiland Dr. Fr. v. Jura=
und wird hier in der Luftſchiffhalle untergebracht. Heute
zender Sicherheit. Gobert vermochte nicht die von Rahe
ſchek, Sektionschef und Präſident der k. k. ſtatiſtiſchen
nachmittag ſollen hier Paſſagierfahrten ſtattfinden. Die
energiſch über das Netz geſpielten Bälle wieder herüber=
Zentral=Kommiſſion in Wien. 61. Ausgabe für 1912.
Rückkehr nach Baden=Baden erfolgt morgen..
zugeben, er ſchlug ſie häufig in das Netz. 611 für Deutſch=
Herausgegeben von Dr. J. v. Juraſchek und Hofrat Pro=
Frankfurt a. M., 5. Juni.
Das Luftſchiff
land endete der erſte Satz. Im zweiten Satz ſpielte Rahe
feſſor Dr. Hermann Ritter v. Schullern zu Schrattenhofen.
„Sachſen” wurde gegen ½11 Uhr von der Luftſchiffhalle
bis
noch ruhiger und holte häufig bei dem Stand 400
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Wandtafelaus=
aus geſichtet. Es kreuzt augenblicklich (um 11 Uhr) über
Vorteil auf. Auch dieſen Satz verlor Gobert 1:6. Im
gabe Preis 60 Pfe Verlag von Heinrich Keller, in
der Umgegend des Flugplatzes. Die Landung erfolgte
nächſten Satz holte ſich der Franzoſe das erſte Spiel mit
Frankfurt a. M. Der Jahrgang 1912 bietet vielfach
er=
glatt um 11 Uhr 10 Min. Das Luftſchiff war um 11 Uhr
5o=Vorteil. Rahe jagte ihn dann mit geſchickt gegebenen
20 Min. in der Halle geborgen. Befördert wurden heute
weiterte, zum Teil endgültige Ergebniſſe über die letzte
Eckbällen auf dem ganzen Spielfelde herum und ermüdete
bis Stuttgart 13 und von dort hierher 14, im ganzen alſo
Volkszählung im Deutſchen Reich am 1. Dezember 1910
dadurch den Gegner, der die drei letzten Spiele dieſes
27 Paſſagiere. Der Führer des Luftſchiffes, Kapitän
und in einer Anzahl europäiſcher und außereuropäiſcher
Satzes 50115 verlor. Auch dieſer Satz wurde von Rahe.
Hacker, führte heute ſeine 500. Fahrt aus. Auf dieſen
Staaten im Jahre 1910. Auch ſonſt iſt auf die
Bearbeit=
der im ganzen Verlaufe des Kampfes ein glänzendes
500 Fahrten hat er insgeſamt 63000 Luftkilometer
ung des Jahrgangs, der noch vielfach von dem
verewig=
zurückgelegt.
Spiel ſpielte, mit dem Verhältnis 61 gewonnen.
Spiel=
ten früheren Herausgeber, Sektionschef Dr. Fr. v.
Jura=
ergebnis Rahe=Gobert: 611 611 611. Deutſchland hat
da=
ſchek, zurückgelaſſenes Material zugrunde gelegt werden
mit bereits drei Punkte gut und Frankreich demnach in
* Potsdam, 4. Juni. Das Luftſchiff „Viktoria
konnte, nicht nur in gewohnter Weiſe die größte Sorg=
F2
Die Vorrunde
der ganzen Vorrunde geſchlagen.
Luiſe” iſt um 6,40 Uhr nach faſt zwölfſtündiger Fahrt
falt verwendet worden, ſondern der Jahrgang hat
Deutſchland=Frankreich im Kampf um den
Da=
glatt gelandet.
wiederum eine bedeutende Ausdehnung erfahren.
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s
(65
2855
[ ← ][ ][ → ] Nummer 130.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 6. Juni 1913.
Seite 18.
ment der Berg = Taſchilen des Darwas. 190)
Wal=
wirtſchaftegeſelſchaſt wird wieder eine koloniale Ablei=
Molthein. Bunte Hafnerkeramik der
Re=
cher von
lung verbunden ſein. Der Vorſtand beſchloß, hierfür eine
1906; La céramique dans Tart musulman
naiſſance.
Beihilfe von 4000 Mark zu gewähren. Für die bei
Wind=
cent planches en couleurs. Paris; Heßling.
Recueil de
huk gelegene Heim= und Lehrfarm Brakwater der Frau
XVI.=Möbel des Louvre. 1912; Metman
Die Louis
von Falkenhauſen wurde ein Betrag von 2000 Mark be=
des Arts Décoratifs, Palais du Louvre,
Le Musée
willigt.
Marsan. Le métal. Paris. I. Partie: LLe
pavillon de
Hierauf fand die folgende vom Grafen Arnim=Mus=
Le bronze-le cuivre-l’étain:
Partie:
fer,
I
kau eingebrachte, in deſſen Abweſenheit vom Grafen
Deutſche Wohnungskunſt (1913); Singer=
Heidrich
Schweinitz vertretene Entſchließung einſtimmige Annahme:
Motorwwagen-Fahrrader.
Meiſter der Zeichnung. 5 Bände: Max Klinger, Maz
75
Der Vorſtand ſieht in der fortſchreitenden Iſlamierung
Liebermann, Franz von Stuck, Otto Greiner, William
in Oſtafrika eine ernſte politiſche und kulturelle Gefahr, der
Strang. 1912; Ziegler. Die manuellen graphiſchen Tech=
Man verlangeEEEFreisliste.
entgegengetreten werden muß. Das Reichskolonialamt
Band: Die Schwarz=Weißkunſt. 1912: Berger
niken. 1.
möge in dieſer Richtung unter Anforderung der nötigen
Vertreter: Haus & Bernhard, Rheinstr.
Entwicklungsgeſchichte der Maltechnik. III. Fresko=, Oel=
Mittel zweckentſprechende Maßnahmen veranlaſſen.”
und Temperamalerei des Mittelalters. 1912; Sauerlandt
Im Verſammlungsgebäude ſind Anſichten aus Inner=
Griechiſche Bildwerke (1912); Photographien. Aufnahmen
Kamerun (Landſchaften und Volkstypen) ausgeſtellt,
ge=
von Glasgemälden im Rathaus zu Baſel. 15 Stück 18: 24
Kongreſſe und Verbandstage.
malt auf der „Forſchungsreiſe der Deutſchen Kolonial=
Zentimeter, 2 Stück Detailaufnahmen 24:30 Zentimeter,
geſellſchaft nach Kamerun” von Frau Marie=Pauline
1 Stück in Originalgröße 77:55 Zentimeter; Lichtbilder
Deutſche Schutzgebiete.
Thorbecke=Berthold. Profeſſor Rathgen=Hamburg machte
nach Aufnahmen alter Graödenkmäler. 31 Stück; Photo=
* Breslau, 4. Juni. Die Deutſche Kolonial=
Angaben über einen von Herrn Ed. Woermann dem
Ham=
graphien von kunſtgewerblichen Gegenſtänden des Großh.
Geſellſchaft behandelte in ihrer Hauptverſammlung
burger Kolonialinſtitut zur Verfügung geſtellten Preis
Landes=Muſeums zu Darmſtadt. 72 Stück. —
Techno=
den ganzen Vormittag die Beſiedlungsfrage für Oſtafrika
von 6000 Mark.
logie: Thurn. Funkentelegraphie. 1913; Stier. Die
Unter anderem trat Staatsſekretär von Lindequiſt warm
Metalle und deren Feuerbearbeitungen. 1913;
Wood=
für eine Fortſetzung der engeren Beſiedelung ein. Eine
worth. Schmieden im Geſenk und Herſtellung der
Denkſchrift des preußiſchen Landwirtſchaftsminiſteriums,
Handel und Verkehr.
Maſchinenbau: Block.
Schmiedegeſenke 1913. —
die vorgibt, es fehle an Menſchen für eine Siedelung,
Maße und Meſſen. 1913; Haeder. Die Gasmotoren. 2
Frankfurt a. M., 5. Juni. Die geſtrige Ge=
wurde zurückgewieſen. Die Verſammlung beſchloß, die
Bände 1912; Vater. Gaserzeuger, Großgasmaſchinen,
neralverſammlung der Landwirtſchaft=
Regierung zu einer nachdrücklichen Förderung der Beſied=
Dampf= und Gasturbinen. 1913. Bau=Ingenieurweſen;
lichen Hypothekenbank genehmigte, daß aus
lung aufzufordern. Die nächſte Hauptverſammlung findet
Schlotthauer. Waſſerkraft= und
Waſſerverſorgungsanla=
einem Reingewinn von 13 716 Mark der Reſerve 1372 Mk
1914 in Danzig ſtatt. — Prinz Friedrich Wilhelm von
gen. 1913. Volkswirtſchaft und Rechtskunde: Arndt.
zugewieſen werden und der Reſt vorgetragen wird. Die
Preußen wohnte der Verſammlung bei.
Deutſchlands Stellung in der Weltwirtſchaft. 1913; Jahr=
Zahl der Aufſichtsräte wurde auf ſechs feſtgeſetzt und
dem=
buch des Reichsverſicherungsrechts Herausgeg. von Soer=
Aus der Vorſtandsſitzung, die am 3. Juni
gemäß für den ausſcheidenden Direktor Willers=Oldenburg
gel, Jahrg. 1912: Biermer. Die finanzielle
Mobil=
ſtattfand, iſt folgendes zu erwähnen: In ſeiner
Eröff=
keine Neuwahl vorgenommen. Mitgeteilt wurde, daß die
machung 1913; Karlemeyer. Wie man ſeine unſtreitigen
nungsrede gedachte der Präſident Herzog Johann Albrecht
Genehmigung des Landwirtſchaftsminiſters zur Aufnahme
Außenſtände ohne Anwaltskoſten gegen geringſte
Amts=
zu Mecklenburg=Schwerin, Regent von Braunſchweig,
des Hypothekengeſchäfts darum noch nicht erteilt ſei, weil
gebühren ohne Zivilprozeßkoſten einziehen kann. 1913;
der verſtorbenen Vorſtandsmitglieder: des ehemaligen
die von früher beſtehenden Bürgſchaften noch nicht alle
Baernreither. Handelspolitiſche Ausblicke. 1913; Adler.
Präſidenten Fürſten Hermann von Hohenlohe=
Langen=
erledigt ſind, was immerhin noch einige Zeit in Anſpruch
Entwickelung des deutſchen Häutemarktes. 1913; Die
burg, des Botſchafters a. D. von Holleben und des
Ge=
nehmen wird. Die im Geſchäftsbericht noch ausgewie=
Ausbildung für den techniſchen Beruf in der mechaniſchen
ſchäftsführenden Vizepräſidenten der Geſellſchaft,
Juſtiz=
ſenen 345000 Mark, in das Hypothekenregiſter eingetra=
Induſtrie Ein Ratgeber für die Berufswahl. 1913;
rat Bjunga=Hannover, ſowie des Geheimen Baurats
genen, aber nicht als unterlagefähig anerkannten Hppo=
Galm. Die
Invaliden= und Hinterbliebenenverſicherung.
Lueder zu Münſter, welcher der Kolonialgeſellſchaft 70 000
theken ſind aus dieſem geſtrichen worden und werden jetzt
1912
Wohlfahrtspflege: Charlottenburg.
Mark vermacht hat, die als Luederſtiftung angelegt und
beſtimmungsgemäß von der Reichsgenoſſenſchäftsbank
Amtlicher Katalog der ſtändigen Ausſtellung für
Arbeiter=
deren Erträge zu Siedelungszwecken in Südweſtafrika
übernommen, ſo daß die Hypothekenbank jetzt
ausſchließ=
wohlfahrt Charlottenburg Frauenhoferſtraße 11/12,
Aus=
verwandt werden. Zum Geſchäftsführenden Vizepräſiden
lich unterlagsfähige Hypotheken ausweiſt Zu der Frage
gabe 1911 und 1912. — Verſchiedenes: Fuchs.
Jo=
ten wurde durch Zuruf der General der Infanterie z. D.
woher in den Einnahmen die 364205 Mark Zinſen und
ſeph Boudin, das Leben eines Mainzer Schulmannes.
von Gayl gewählt, der die Wahl annahm. Auf Anregung
1913; Andres allgemeiner Handatlas in 139 Haupt= und
Proviſionsnachläſſe rühren, wurde erklärt, daß es ſich um
der Abteilung Hamburg ſoll ein volkstümlicher Kolonial=
161 Nebenkarten. 1912; Mentz. Zwei Stenographieſyſteme
eine Transaktion mit der Reichsgenoſſenſchaftsbank handele.
Kalender geſchaffen werden. Die von der Deutſchen
Ko=
des ſpäteren Mittelalters. 1912; Kiſtner. Deutſche
Phy=
lonialgeſellſchaft 1912 eingeſetzte Eiſenbahnkommiſſion hat
Gewerbebibliothek,
ſiker und Chemiker. 1908; Burchartz. Hydrauliſche Kalke
Neckarſtraße 3. Neu
zuge=
ſich im großen und ganzen das Eiſenbahnprogramm des
und Bindemittel anderer Art als Kalk und Zement. 1912;
gangen ſind: Architektur: Abigt. Das Eigenheim
Reichskolonialamtes zu eigen gemacht, insbeſondere auch
Müller=Breslau. Die graphiſche Statik der
Baukon=
des Mittelſtandes. 1910; Kleiner. Churfürſtlich
Maynt=
die Bedenken des Staatsſekretärs Dr. Solf gegen die zu
ſtruktionen. 1. Band. 1912; Hattemer.
Entwickelungsge=
ziſche Favorita. 1776; Beetz.) Kleinwohnungshäuſer.
hohen Tarife der Schienenwege unſerer Schutzgebiete. Dem
ſchichte Heſſen=Darmſtadts. 1. Teil: Vom Tode Philipps
1910; Beetz Das eigene Heim. 1913; Architektur und
Vorſtand liegt eine ausführliche Denkſchrift über den
des Großmütigen bis zur franzöſiſchen Revolution. 1913.
Kunſtgewerbe in Alt=Holland. 1913; Ausgewählte Blät
Stand und die Zukunft unſeres Eiſenbahnweſens vor.
Im Leſeſaal liegen die neueſten Nummern der
wichti=
ter für Bauplatz und Werkſtatt. Herausgeg. von der K.
Der Kommiſſion wird zur Fortführung ihrer Arbeiten die
geren gewerblichen, techniſchen Kunſt= und kunſtgewerb=
Württ. Beratungsſtelle für das Baugewerbe. Stuttgart.
Summe bis zu 5000 Mark zur Verfügung geſtellt. Wie
lichen Zeitſchriften auf. Bibliothek, Vorbilderſammlung
1913; Pinder. Deutſcher Barock (1912); Erbe und Rank.
in den letzten Jahren erhält auch wieder das von Prof.
und Patentſchriften=Auslegeſtelle ſind in der Zeit bis
Das Hamburger Bürgerhaus. 1911.
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Dr. Menſe=Kaſſel herausgegebene Archiv für Schiffs= und
1. November geöffnet: Werktags von ½9 bis 12½ Uhr
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vormittags und 3 bis 5½ Uhr nachmittags, ausgenommen
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Samstags nachmittags.
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*44
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Die zunehmende Hitze übt auf den empfindlichen Fuss Ein-
Wir machen ausdrücklich darauf
aufmerksam, daß Speier’'s Weiten-Skala
flüsse aus, die dem Menschen leicht die Freude an chicen
unter No. 121565 gesetzlich geschützt ist.
Sommerschuhen verleiden können.— Nicht nur die Neuen,
Weite d — extra schmal
auch die alten Schuhe brennen und drücken an allen Stellen.
Weite 2— sehr schmal
Weite 3 — schmal
Das kommt daher, weil sich der Fuss bei zunehmender Hitze
Weite 4 — mässig schmal
stark ausdehnt und die Ausdünstung auf die Haut einwirkt
Weitek 5 — normal weit
Weite 6. — weit
und dieselbe empfindlich macht. — Je fester der Schuh am
Weite 7 — sehr weit
Fuss sitzt, desto stärkere Wärme uhd Transpiration tritt ein.
Weite 8 — extra weit
Wir empfehlen daher im Sommer möglichst leichte, vor allem
Weite 9 — außergewöhnl. weit
Weite 10 — ganz außergew. weit
aber bequeme Schuhe zu tragen. Unsere Weitenskala zeigt
Weite 11 — abnorm weit
Ihnen, dass wir Stiefel in 13 verschiedenen Weiten führen
Weite 12 — ganz abnorm weit
Weite 13 — für Ballenfüße.
und dadurch in der Lage sind, jeden, auch den empfind-
Unsere vielen Weiten ermöglichen
lichsten Fuss bedienen zu können.
es uns, für jeden Fuß, ob klein, od
gross, ob schmal, ob breit, einen gut
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Nummer 130.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 6. Imni 1913.
Seite 19.
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Hauschronik des Johann Matheus Bleſinger. —
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Nummer 130.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 6. Juni 1913.
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Nummer 130.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 6. Juni 1913.
Seite 22.
oder über das Spielfeld hinaus warf. Von den Fran=
Louvois als Dritter folgte. Anderthalb Längen zurück
Stalllammiimmmmmmmmmmmmmhmmmmmmmhahmgs
zoſen war Decugis anſcheinend der beſſere und
aufmerk=
folgte Nimbus als Vierter. Aber in dem heißen Finiſl
5
₰
ſamere Spieler, doch fand er in ſeinem Partner Germot,
war es nicht ohne Drängen und Behindern abgegangen
St. 6
Sechan honer Gunsf. . ..
der ſich hauptſächlich am Netz betätigte, geeignete Unter=
Mr. Cunliffe, der Beſitzer von Aboyeur, legte daher
Pro=
ſtützung. Im erſten Satz, der 715 für Deutſchland
gewon=
teſt gegen den Sieger ein, dem die Stewards auch Folge
*0
O
nen wurde, fing Frankreich mit 50VVorteil an, und auch
1
leiſteten und Craganour disqualifizierten. Der als letzter
e e
Seode F.
in den einzelnen Sätzen waren die Erfolge anfänglich
Außenſeiter geſtartete Aboyeur erhielt das Rennen zuge
25
auf franzöſiſcher Seite. Den zweiten Satz gewam
eben=
ſprochen. Louvois wurde Zweiter und der Franzoſe Nimbus
alls Deutſchland, das fünfmal 50115 und einmal 50. ar=
Dritter. Wetten: 10011, 1011, 1011. Der Sieger Aboyeur
teil die Franzoſen niederzwang, 6:4. Faſt ſchien es 7ach
iſt nach dem Deckhengſt Desmond gezogen. Das Reſultat
dieſem Ausgang, als ob es den Deutſchen leicht fallen
bedeutet eine Rieſenüberraſchung. Die lange Siegerliſte
des ſeit dem Jahre 1780 gelaufenen Derbys weiſt außer
würde, auch den dritten Satz und damit auch das ganze
Aboyeur nur zwei Pferde auf, die zu den Odds von 100:
Spiel zu gewinnen. Aber die Franzoſen nahmen ſich jetzt
zuſammen und gewannen ſchließlich nach erſt
hartnäcki=
gewannen. Es waren 1898 Joddah und 1908 die
Schim=
em Kampfe 644 (zweimal 50:30, einmal 50:Vorteil,
zwei=
melſtute Signorinetta.
N.
mal 5010). Die Spielſtärke der Deutſchen war in dieſen
86.
* Große Radrennen in Darmſtadt. Die großen Rad=
Sätzen zweimal 5010 und zweimal 50115. Am aufregend
10
und Motor=Rennen, die der Velozipedklub Darm
2m
(
ſten war nun der folgende Satz, der entweder die
Ent=
ſtadt am nächſten Sonntag, nachmittags 3 Uhr, auf der
26
oll.e oco zoc.oK.
5 2
jne
ſcheidung zugunſten Deutſchlands oder das Gleichgewicht
Radrennbahn an der Heidelberger Straße veranſtaltet, be
mitseidenenSammel=
f.
für beide Paare herbeiführen mußte. Die Deutſchen ſpielten
anſpruchen angeſichts der zahlreichen guten in Konkurren
Sch,
2
Wappenbildern
mit zäher Ausdauer uund brachten auch die am ſchärfſten
Das
3 %
Sfogoche
tretenden Fahrer das Intereſſe weiteſter Kreiſe
25
V
gegebenen Bälle wieder auf das feindliche Feld. Jetzt
Programm des Tages trägt jeder Geſchmacksrichtung
Mülltiſistadmmamnnnminmmmmnsnamiiiimmmng
kam auch die Geſchicklichkeit Kleinſchroths am Netz beſtens
Rechnung, indem nicht nur die beliebten Berufsfahrer=
I,11733
zur Geltung, während Rahe ſich zumeiſt darauf be=
Dauerrennen mit Motorſchrittmachern, ſondern auch ſtar
ſchränkte, Decugis’ Schmetterbälle abzufangen. In der
beſetzte Fliegerrennen, wie Tandemhauptfahren, 20 Kilo=
Hauptſache war es das vorzügliche Spiel der beiden
Deut=
meter=Fahren mit Tandemführung, Klubfahren für Mit
Sport, Spiel und Turnen.
ſchen, denen es gelang, dieſe Sätze in dem Verhältnis 9:7
glieder des Velozipedklubs Darmſtadt und endlich das
und damit das ganze Spiel zu gewinnen. Das Verhält=
Vom Deutſchen Turnfeſt. 17000 eiſerne
Schei=
beſonderes Intereſſe beanſpruchende 30 Kilometer=
Mann=
nis der beiden Paare kam in den neun von Frankreich
ben werden in dem großen Freiübungsturnplatz des 12
ſchaftsfahren nach Art der Sechstagerennen, zum Austrag
verlorenen bezw. von Deutſchland gewonnenen Spielen
Deutſchen Turnfeſtes (12.—16. Juli in Leipzig) eingelaſſen
gelangen werden. Die Meldungen von insgeſamt 40 Fah
als Richtungsmale für die Freiübungsturner. Es iſt bei
dieſes Satzes am beſten zum Ausdruck (ſiebenmal 50.Vor
rern, darunter die Meiſterfahrer J. Weiß=Hanau, Frings
Maſſenvorführungen zur Erzielung einer genauen
Richt=
teil und zweimal 50:30). Das Endergebnis dieſes
Aachen, Schmitt=Zürich, Ernſt Damus=Darmſtadt,
Möſer=
ung unbedingt nötig, daß gewiſſe Richtungsmale vorhan=
Doppelſpiels Rahe-Kleinſchroth (für Deutſchland) gegen
Frankfurt a. M., Büderitz=Mannheim und viele andere,
den ſind, ganz beſonders iſt dies beim diesjährigen Leip=
Decugis-Germot (für Frankreich) iſt 715 614 4:6 9:7
laſſen gutbeſetzte Felder erwarten, die heiße, aufregende
ziger Feſte erforderlich, an dem 17000 Turner gleichzeitig
für Deutſchland. Den deutſchen Spielern wurden nadh
Kämpfe verſprechen. Für die hieſigen Sportkreiſe bedeutel
Freiübungen ausführen. Auf den ſonſtigen großen
Turn=
dieſem Ausgange, der ihnen in der ganzen Vorrunde
be=
es im beſonderen Genugtuung, in dem einheimiſchen
feſten und auch bei den früheren deutſchen Turnfeſten hat
reits den zweiten Platz einbrachte, große Ovationen dar=
Fahrer E. Damus einen Mann im Kampfe zu wiſſen, der
man ſich immer damit geholfen, daß man Kalklinien über
gebracht
befähigt iſt, dem Anſturm der ſtarken auswärtigen
Kon=
die weite Fläche zog. Das hat ſich aber nicht bewährt.
kurrenz wirkſam entgegen zu treten und die Farben Darm=
Der Präſident des Deutſchen Lawn=Tennis=Bundes,
Bei Regenwetter und dergl. verwiſchen dieſe Linien. Da
— Für die Beſucher
tadts erfolgreich vertreten zu können
Regierungsrat Bartels aus Braunſchweig, iſt heuts
wird nun diesmal eine Neuerung erprobt. Es wird näm
der Rennbahn iſt in dem nunmehr erfolgten Ausbau der
hier eingetroffen. Abends findet im Kurhauſe zu Ehren
lich für jeden Turner in genaueſter Abmeſſung und
Rich=
elektriſchen Bahn bis zur Heidelberger Straße-
Lands=
der Spieler ein Diner ſtatt. Da die franzöſiſchen Spieler
tung eine eiſerne Platte in den Boden eingelaſſen. Nach
kronſtraße, alſo bis in unmittelbare Nähe der Rennbahn
bereits morgen abend abreiſen, wird morgen vormittag
dem Aufmarſch ſteht jeder Turner auf ſolch einer Platte
günſtigſte Fahrgelegenheit geſchaffen
das Spiel Rahe-Gobert und nachmittags das Spiel
Wenn der Leipziger rieſige, wohlgeebnete Platz 17000
Decugis-Kreuzer geſpielt
* Fußball. Am kommenden Sonntag ſpielt die dritte
eiſerne Platten als Richtungsmale für die Turner bei
Mannſchaft des Sportklubs 1905 gegen die erſte Elf des
ihrem Aufmarſch und bei ihren Freiübungen zählen wird,
Fußballklubs Teutona=Weiterſtadt. Ferner ſpielt noch die
da kann man wohl ermeſſen, wie gewaltig dieſer Platz an
Gewinnanszug
vierte Mannſchaft gegen die dritte Mannſchaft des Fuß=
Größe iſt und wie überwältigend der Eindruck ſein muß,
der
ballklubs Lorſch
den die 17000 Turner mit ihren Freiübungen machen
Leichtathletik. Bei der Stadion=Einweihung in
2. Prenßiſch-Füddentſchen
werden.
Berlin anläßlich des 25jährigen Regierungsjubiläums
Pferde=Rennen. Karlshorſt.
Sr.
Mariendorfer
(228. Königlich Preußiſchen) Klaſſeulotterie
S. M. des Kaiſers beteiligt ſich auch der Darmſtädter
Hürden=Rennen; 3000 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Hrn.
5. Klaſſe 22. Ziehungstag 4. Juni 1913
Sportklub 1905 mit drei Mitgliedern. Sie nehmen
R. Erlers Huſarenliebe (H. Brown), 2
Schönbrunn
an dem Einzuge in das Stadion teil, außerdem wird Herr
(Wurſt), 3. Quartus (Sandow). Tot. 29:10.
Pl. 13, 15
Auf jede gezogene Nummer ſind zwei gleich hohe Gewinn=
Merkel den 5000 Meter=Vorgabelauf beſtreiten. Auf ſein
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
15:10. Unpl.: Conſtantin (4), Moſel, Fiſchotter, Old Girl,
in den beiden Abteilungen 1 und II.
Abſchneiden iſt man in allen Sportkreiſen geſpannt, da er
Ortrud. Ueberlegen 4—1½—8 Lg. — Preis von Stendal
hier mit den beſten Langſtreckenläufern Deutſchlands zu=
Ehrenpreis und 3000 Mark, Diſtanz 3000 Meter:
1. Leutn.
Ohne Gewähr A. St.=A. f. Z.)
Rachdruck verdotem)
7
ammentrifft. Herr Merkel iſt zurzeit in ſehr guter Form.
v. Haines Hadwiga (Lt. v. Egan=Krieger). 2.
Prognoſe
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
* Schießſport . Für den Schießverein dent=
(Lt. Loog), 3. Bavarde (Lt. v. Raven). Tot. 25:10. Pl
240
Mk. gezogen:
ſcher Jäger (Hauptverein) richtet deſſen Gruppe der
13, 24, 19110. Unpl.: Red Clover (4), Venezia (gef.), Al=
2 Gewinne zu 50000 Mk. 77907
Jagdklub „Diana” zu Berlin das diesjährige große
penfex (ref.), Duc of Edinbourgh. Sehr leicht
2—6—½
4 Gewinne zu 5000 Mk. 126499
142780
Preis= und Meiſterſchaftsſchießen in den Tagen vom 22.
Diſtanz
Lg. — Handicap der Vierjährigen; 8000 Mark,
68 Gewinne zu 3000 Mk. 5733 8380 9953
1 16174
23., 24. und 25. Juni auf den Ständen der Berliner
3400 Meter: 1. Hrn. J. Neumanns Grace (J.
Martin)
17333 21487 22796 32272 35203 39371 39731 41880
Schützengilde zu Berlin=Schönholz aus. Gelegentlich
2. Jungtürke (Sandmann), 3. Chantecler (Schiemann).
50689
53863 70542 73277 82846 118835 ₰ 127274.
dieſer für Deutſchland größten Veranſtaltung dieſes Jah=
Tot. 28110. Pl. 53, 37. 43:10. Unpl.: La Turbie (4, erkl.),
15017.
152422 157068 159831 177222
177247 190426
res, jagdmäßiges Schießen zu fördern, wird am 22. Juni
194791
Poſtillon (5), Lily Oſtia, Riff, Cudowa. Gegenwehr
202078 210404 216649 222102 223991 224357
die Meiſterſchaft im Kugelſchießen auf laufende Wildſchei
½—3 Lg.-Hals. — Wellgunde=Jagd=Rennen; Ehrenpreis
226472.
ben für Deutſchland, und am 23. Juni die Meiſterſchaft im
und 5000 Mark, Diſtanz 4200 Meter: 1. Hrn. H. Weſtens
178
Gewinne zu 1000 Mk. 418 1817 2801 4129
Wurftaubenſchießen für Deutſchland ausgeſchoſſen. Für die
4963
6727 6999 8376 10355
Wilkina (Lt. Frhr. v. Berchem), 2. Jeſſonda (Lt. v. Egan
19678
21442 21800
viertägige Veranſtaltung ſind Ehrenpreiſe im Geſamtwerte
21946
29994 32490 34195
22353
35066
Krieger), 3. Gardone (Dr. Rieſe). Tot. 19110. Pl. 13
40220 4159t
51331
von mindeſtens 10000 iMark garantiert. Auskunft erteilt
51976 53680 62461
49950
69153
80555
8225
15:10. Unpl.: Erzherzogin (4), Brunonia. Kanter 7—6—2
8332.
84761
87003 87208 88464
9804‟
92259
und Programm verſendet die Geſchäftsſtelle des Schieß=
98666
— Goldlack=Jagd=Rennen; 3000 Mark, Diſtanz 3200
Lg.
998
100687
103650 107051
111479
2245
11236
vereins deutſcher Jäger in Neudamm.
Meter: 1. Hrn. C. W. Helbkes Irene von Edelreich (Th
126358
13170a
129232
13253
135976
13283.
137952
Baſtian), 2. Boreas (Fleiſcher), 3. Hotzenplotz (Adolf).
139464
14186a
142976
143439
14699.
152834
155104
Tot. 56110. Pl. 21, 28, 28:10. Unpl.: Profeſſor (4) Ve=
Um den Davis=Pokal.
156308
158510
163126
159785
158013
163532
16470
rona, Perſeus (gef. tot), Preisfrage (gef.), Schlei, Poeſie
172735
184150
184739
179663
der Ausſchei=
181809
188823
Wiesbaden, 4. Juni. In
190250
(gef.), Sälde, Little Red Rad, Schweſterchen (angeh.).
193294
20649.
192422
208512
200149
207220
dungsrunde um den Davis=Pokal zwiſchen Deutſch
209962.
Sicher 1½—4—8 Lg.
— Preis von Großbeeren; Ehren
214097
212782
214256
216715
220321
223288
land und Frankreich wurde heute nachmittag 5 Uhr das
222417
preis und 6000 Mark, Diſtanz 4200 Meter: 1. Rittm. A.
228261
230246
225042
23244
Einzelſpiel Rahe-Decugis, das geſtern abend
Böklins Hilarion II (Hr. Purgold), 2. Vorwärts II (Li
Gewinne zu 500
3734 4544
182
Mk.
14564 16185
bei dem Stand 6:2 4:6 6.2 6:8 5.5 abgebrochen wurde
v. Egan=Krieger), 3. Chanoine (Lt. v. Sydow). Tot. 24:10
21503
20873
25810 26850 30361 35025
42679 4. 43630
nicht, wie es zuerſt hieß, noch einmal ganz geſpielt, ſon=
Pl. 17. 28:10. Unpl.: Pois de Senteur (angeh.), Corbais
48085
46050 48050
62747
53139 54375
55316 60204
dern lediglich zu Ende geführt. Es war nur noch
(ausgebr.), Waldtraut (4). Scharfer Kampf Kopf—9 Lg.
61464 64347
68162 71375 71711
75341 80036
74587
der letzte Satz der Konkurrenz, der die Entſcheidung des
Preis von Mahlsdorf; 3000 Mark, Diſtanz 1200 Meter
81338
80462
81765 89720 89872 9001
91925 95537
Spieles bringen mußte, zu Ende zu ſpielen. Rahe, der
1. Graf E. Henckels Prinzipal (F. Bullock), 2. Iwein (J
97192
102584
102276
96143
108147
109310‟ 114330
im Anfang ruhiger als Decugis zu ſpielen pflegt, ging
Lane), 3. Rauhreif (H. Teichmann). Tot. 30110. Pl. 16.
11482‟
114368
115836
128255
119652
128400 à 140128
von vornherein mit Schärfe an das Spiel und allgemein
49, 16:10. Unpl.: Miriam (4), Reichspoſt, Bora, Well off,
14372f
142160
144232
146926
144310
149901 150992
war die Meinung vorherrſchend, daß es ihm gelingen
Goldbach, Teufelsmädel. Leicht ½—2 Lg.
155463
151462
167596
161426
162690
155841.
163009
würde, auch das zweite Spiel für Deutſchland zu retten
Engliſches Derby. Der Favorit Craganour
173362
171054
176512
179061
182863
179593
184180
Die Spieler traten um 5 Uhr an. Rahe ſchien etwas ner=
193306
disqualifizierter Sieger. Ein kraſſer Außenſeiter in Front.
184758
196729
195278
201517
205074
205617
vös und ſchlug den erſten Ball ins Netz. Bei dem Stand
206503
207421
Der diesjährige Kampf um das blaue Band Englands hat
217694
209061
215654
217909 219066
des Spieles 30: 40 konnte Decugis den nächſten Ball für
224275
222592
229354 231778
233201
einen ſenſationellen Verlauf genommen, denn Craganour,
227576
ich gut machen. Im letzten Spiel legte Decugis ſeine
In
der ſeit langer Zeit als Voraus=Favorit für das
bedeu=
der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
Hauptſtärke auf ſcharfes Geben. Rahe mußte zwei Bälle
240
Mk. gezogen:
tendſte Rennen der Welt notierte, gewann zwar die klaſ
paſſieren laſſen und ſchlug zwei ins Netz. Den letzter
2 Gewinne zu 1000 Mk. und 2 Prämien zu 300000 Mk.
ſiſche Prüfung, ging aber ſeines Sieges durch Disquali
61819
Ball warf Rahe über das Spielfeld. Damit hatte
De=
fikation wieder verluſtig. Ueber, den Verlauf des mi
2 Gewinne zu 30000 Mk. 223076
eugis auch das letzte Spiel des Satzes und gleichzeitig
30000 Mark ausgeſtatteten Rennens wird berichtet: Es
4 Gewinne
zu 5000 Mk. 27422 48720
auch das ganze Spiel für Frankreich gewonnen. Spiel
herrſchte trübes Wetter, doch vermochte die Rennbahn von
36 Gewinne
zu 3000 Mk. 5887 11143 12686.30356
ergebnis Decugis-Rahe 2:6 64 2:6 8:6 7:5. Das Spiel
Epſom die Menſchenmaſſen kaum zu faſſen. König Geor=
61475 64727
70420 84659 100051à 124146 134395
war in zehn Minuten zu Ende geführt.
von England wohnte der Entſcheidung bei. Auch viele
137541 152547
176328 179040 196028 212869 230904
Mit beſonderer Spannung wohnte das am heutigen
franzöſiſche Sportsman waren anweſend, um dem Laufen
76
Gewinne
zu 1000 Mk. 1964 6420 7034 1659
Nachmittag noch bedeutend zahlreichere Publikum dem
des franzöſiſchen Dreijährigen, Nimbus, beizuwohnen.
16311
28276 2
9058 33048 33501 44056 51062 4.5360f
Doppelſpiel in der Vorrunde zwiſchen
Das Feld hatte in letzter Stunde noch eine Verminderung
64393
69956
79422 120014 121778 123945 125300
Deutſchland und Frankreich im Kampfe um den
erfahren, denn es fanden ſich nur 15 Pferde am Start ein.
129792
132380
132687 142826 142811 149547 154228
Davis Coup bei. Das vortreffliche deutſche Paar S. W
Craganour nahm bis zum Schluß die Favoritenſtellung
158365
171073
171497 176696 183790 164376 193515
Rahe-H. Kleinſchroth ſtand den beiden franzöſiſchen
ein. Nach glattem Ablauf übernahm Aboyeur die Führ=
196858
203752
209635 223765 225723 229914
Doppelſpielern Decugis-Germot gegenüber. Die Stärk
ung vor Aldegoned Craganour, Nimbus, Louvois und
76
Gewinne zu 500 Mk. 5049 12645 21701 2301
der rivaliſierenden Paare war ziemlich dieſelbe, und wenn
Shogun. Nach halbem Wege ging Jockei J. Reiff mi
23578
24533 46795 54877 64943 56274 60032 69959
die Franzoſen mehr durch ſogenannte Schmetterbälle
Craganour auf den zweiten Platz und ſchritt im Einlauf
71723
74484 94162 94508 102021 107326 1260.
glänzten, ſo waren die Deutſchen in der Geſchicklichkeit
zum Angriff auf den von Jockei Piper geſteuerten Aboyeur.
131268
132180 132619 134311 138435 142718 14762
Zwiſchen den beiden Pferden entſpann ſich die Gerade
am Netz, wo namentlich Kleinſchroth mit bravouröſer
155086
157031 159288 165981 166255 167067 17060a
herunter ein aufregender Endkampf, in den in der Diſtanz
Spielſicherheit arbeitete, überlegen. Kleinſchrot!
174070
177325 196215 219334 21991.
auch Louvois (Saxby) mit eingriff. Craganour gewann
pielte deshalb beſſer als Rahe, der von dem Spiel vor=
Die Ziehung der 1. Klaſſe der 3. Preußiſch=Süddeulſchen (229. Kgk.
um einen Hals gegen Aboyeur, dem nur einen Kopf zurück
her noch abgeſpannt ſchien und manche Bälle ins Netz
Preußiſchen)xKlaſſenlotterie findet am 9. u. 10. Juli 1913 ſtatt.
11
erzielen
Sie
mit
einigen Tropfen
4
Seiackhattes- Gehfuse
Mächl
Würze.
Erst beim Anrichten
beifügen.
VI, 12451)
er
Maccls
guis, gpareane ftüche.
noch gut erhaltener kleinerer
dommiſſionen all. Art werd. jed
Perf. Schneiderin, ſpez. Knaben=
Jehr gut erh. Sitz= u. Liegewagen
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(*14700
.
ei
Aa
Abonnemenkspreis
Inſerake
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
47,
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionet. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
1913.
tag, den 7. Inni.
ikenpflege dient, erſcheint keineswegs
ge=
wird dort ebenſo willkommen geheißen wie andere „
Frei=
h auch die Armen, Kranken und Waiſen
willige” aus Deutſchland, deren freien Willen die Wer=
Schwetasch & Seide
ber durch berauſchende Getränke und andere verächtliche
ereſſe an der ſiegreichen Abwehr
aus=
die im Falle eines kriegeriſchen Erfolges
Lockmittel bearbeitet haben. Da die Franzoſen ſelber
Spremberg N.-L.
der Bevölkerung ſicherlich nicht die
ge=
keine Luſt haben, in der auch bei ihnen berüchtigten und
feine Herrenkleiderstoffe und Damentuche.
Tuchfabrik für
ehmen würden. Die Armen und
Kran=
verrufenen Truppe Schinderdienſte zu leiſten, ſo kann
ſo ein einziges Mal mit einer geringeren
Frankreich aus dem eigenen Lande die Reihen der Frem=
Eunie eniarehusſte=
Ein
Meunt.
Mngehne
Menten
rchliche und ſonſtige gemeinnützige
Kor=
denlegion nicht füllen; aber da es aus achtzigjähriger Er=
Dampfmaschlne. 1 Zwirnerel, Dekatur. 1 Elektrlzltätswerk. maschine der Neuzelt!
Fabrik-Etablissement.
Schnittbreiter
fahrung weiß, daß die Deutſchen die beſten Legionäre ſind,
iden, zumal da die Grundlage der
Ar=
nd Waiſenpflege, nämlich die durch die
ſo bleibt das Werbegeſchäft beſonders auf den Ankauf
m Wehrbeitrage nicht berührt würde.
Deutſcher angewieſen.
ß den Armen und Kranken für den ein=
Weil dieſes Geſchäft noch immer erfolgreich iſt, ſo
ein ſicherlich vollwertiger Erſatz in den
könnte es ſcheinen, als ob die in neueſter Zeit verſtärkten
tiftungen erwachſen iſt, die erfreulicher=
Bemühungen, Deutſche vor dem Eintritt in die
Fremden=
ierungsjubiläum des
Kai=
legion zu bewahren, fruchtlos ſeien. Es iſt aber zu be=
Maßſtabe errichtet worden ſind
denken, daß die Arbeit gegen die Fremdenlegion. zumal
IMggul
eichstag die erörterten Geſichtspunkte
da ſie erſt jetzt mit Nachdruck betrieben wird, nur langſam
igt, dann muß er einer Heranziehung
und nur dann nachhaltig wirken kann, wenn ſie jahrelang
der die kirchlichen Korporationen hinaus
beharrlich fortgeführt wird. Das Uebel iſt zu groß, als
daß=
men, je vollſtändiger er in der
grund=
es ſich ſogleich beſeitigen ließe. Die größere Hälfte der
ürwortung einer Heranziehung der
Legion beſteht aus Deutſchen. In einzelnen Kompagnien
35
ſinden ſich unter 100 Angehörigen 90 Deutſche. Die
mei=
g iſt.
Skam
ſten der Deutſchen, die ſich auf fünf Jahre der
Fremden=
me
legion verpflichten laſſen, haben zuvor kaum eine Ahnung
Kemrue
davon gehabt, welchem Schickſal ſie ſich damit preisgeben.
erigkeiten Bulgariens.
liefern wir an
Jeder-
mann unsere hoch=
Nach franzöſiſchen Angaben beläuft ſich die Sterblichkeit
nitive Entſcheidung über den Rücktritt
leinen, äußerst preis-
Uirekt aus unserer Faprik
in der Fremdenlegion auf 70 v. H. Alſo den meiſten ſteht
werten, eleganten:
ſchow läßt ziemlich lange auf ſich
war=
dort der Tod bevor, im günſtigſten Falle der Tod auf dem
cſehen iſt, wie ſchwer den maßgebenden
Schlachtfelde in fremden fernen Erdteilen; ebenſo oft der
Herren-Anzud- und Paletotstoffe sowie Damentuche.
der Schritt fällt, von dem die Haltung
Tod als Erlöſung aus tückiſchen, qualvollen Krankheiten,
er jetzigen Kriſis abhängt. An dieſer
Unsere Fabrikate haben sich bezüglich der schönen Musterung, höchsten
Ele-
die das mörderiſche Klima bereitet.
ch Europa ein lebhaftes Intereſſe, da ſie
ganz, neuesten,
Als Kanonenfutter werden die Soldaten der Legion
modernsten Farbtöne, größten Haltbarkeit, einen Weltruf geschaffen.
der Frage, ob Schiedsgericht oder Krieg,
bewertet, und dem entſpricht ihr Sold. Dieſer beläuft
). darüber, ob ſich Bulgarien mit ſeinen
ſich in den erſten beiden Dienſtjahren auf täglich 4 Pfg.
in über 115000 Familien haben unsere Waren ihren siegreichen Einzug gehalten,
über Serbien und Griechenland einem
Später gibt es eine Zulage von 14 Pfg. Wer die
fünf=
überall sind nur lobende Anerkennungen zu hören.
terwerfen oder ob es ſeine Forderungen
jährige Dienſtzeit, wozu ſich jeder zunächſt verpflichten
nd ſie mit dem Schwerte verteidigen
verſtauen wir
muß, überſteht, empfängt für ein unſäglich hartes, müh=
Trotz der jetzt enorm hohen Wollpreise
:: alle Waren
t auf die von Serbien beſetzten Gebiete
ſeliges, an körperlichen wie ſittlichen Gefahren und
Ver=
woch zu den alten, biligen Vorzugspreisen; durch reeintreilige Wolleintäufe sind
lche Bulgarien jetzt reklamiert, iſt für
derbniſſen überreiches Daſein einen Anzug im Werte von
wir in der Lage, sämtliche Fabrikate ohne jeden Aufschlag abgeben zu können.
irke Zumutung, denn in Sofia hat man
etwa 10 Mark, freie Fahrt und ein Zehrgeld von 1 Mark
gunnnunannanungnanannananannanannunnnannannannnnung
gewöhnt, Bulgarien als den natürlichen
122!
für 12 Stunden Fahrtzeit nach dem Orte in Frankreich
ge kommenden Erben Mazedoniens an=
: Unser Geschäftsprinzip ist : Jannnnnn
manannnanunnn
oder Nordafrika, den der Entlaſſene ſich ausſucht. Wem
den Gedanken, ein anderer könne
An=
durch Beste Qualitäten Echteste Farben Reellste Bedienung
aber das überaus ſeltene Los beſchieden wird, 15 Jahre
n
gar nicht zu faſſen vermag. Serbien
Enanasssassann
in der Fremdenlegion zu dienen, der erzielt eine Lebens=
Dauernde Rundschaff zu erwerben!
rie ein Anrecht auf jene Gebiete
zuge=
nannnannunsaunnnaan 22
1
In
Iliin
rente von jährlich 480 Mark. Beförderung zum Offizier
hat ſie erobert, es iſt in der Lage des
Verlangen Sie mit anhängender Postkarte franko ohne Kaufzwang unsere reichhaltige Musterkollektion.
für Deutſche ſo gut wie ausgeſchloſſen.
iſt.
den, welcher ſagen kann: „Hier bin ich
Eilliiiinn Hier abtrennen. Innlhniniiiaiii
Wenn nicht ſeither jahraus, jahrein etwa 3000
Deut=
ich!” Räumen die ſerbiſchen Truppen
I
ſche für die Fremdenlegion zu kaufen wären, ſo hätten
muß Bulgarien zum Schwerte greifen,
: Bei Angabe der
Adrese
die Franzoſen vielleicht ſchon einmal daran gedacht, die
Wie unsere Kundschaft urteilt:
zichten will.
ides Absender=
(Nur einige Beispiele)
Drucksache.
Legion abzuſchaffen. Aber dieſer Gedanke bleibt ihnen
3 Pfg.-Marke,
ehen zwei Strömungen: die National=
Vor allem muß ich Ihnen meinen
bei weiteren
ganz fern. Sie wiſſen die ungemein wohlfeile, in ihren
bestenDank abstatten wegen derletzten
Geſchow iſt, will nicht nachgeben und
Schritlichen
Sendung. Der Stoff haf sich wunder-
Leiſtungen ebenſo wertvolle Söldnertruppe zu ſchätzen.
Mitelungen
nſequenzen zu ziehen, alſo auch einen
schön bewährt und ds ich schon jahre-
5 Pfg.-Marke.
Ihnen liegt viel daran, daß das für uns Deutſche ſo
be=
lang meinen kaupteil von Uhmnen be=
Firma
zu ſcheuen. Dagegen hat der Gedanke,
ziche, möchte ieh einem ieden den Kat
ſchämende Wort „Die Fremdenlegion und kein Ende” auf
geben bei Schwetaseh & Zeidet,
Sorem=
rſten kommen zu laſſen, ebenfalls viele
der Tagesordnung ſich erhält. Wir müſſen daher den
berg zukaufen und ein jeder kannauch
tlich unter den Zankowiſten, wo man
mündlich u. schrittlichbeimirantragen.
Kampf gegen dieſe Einrichtung ſo lange fortſetzen, bis
Ostersode (Bez. Bremen), 26. 4. 12.‟
gedenkt, welche ein neuer Krieg koſten
Diedr. Haas, Mühle.
endlich der Schrecken der Fremdenlegion wirklich ab=
Schweldsch & Seider
man einem friedlichen Vergleiche den
Der mir gelieferte Stoff ist sehr zu
ſchreckend in Deutſchland wirkt, ſo abſchreckend wie ein
ent=
meiner Zufriedenheit ausgelallen, mein
chow hat, damit die Entſcheidung unbe=
Tuchfabrik und Versand
Schneider hat den Stoff 10 Mk. mehr
ehrendes Sklavenjoch, das niemand, ſelbſt nicht aus
bitte=
kann, ſeine Entlaſſung angeboten, aber
geschätzt, als er gekostet hatzich werde
rer Not, auf ſich nimmt. Hätten wir eine ähnliche
Ein=
ſhre w. Firmadeshalb weiteremplehlen.
der am 10. ds. Mts. in Saloniki ſtatt=
. 11. 5. 12.
Bischolsheim b. Mainz,
richtung wie die franzöſiſche Fremdenlegion: ſchwerlich
Johann Sieben.
nenkunft der Premierminiſter der
Bal=
fänden ſich Franzoſen in nennenswerter Zahl, die ſich als
Ichhabe vor mehreren Jahren Anzug
t beiwohnen und erſt von den dortigen
stoile von Iimnen berogen, habe in=
Landsknechte für deutſche Dienſte ankaufen und beſolden
I.
efinitive Entſcheidung abhängig machen
zwischen auchanderweitig bekommen
ließen, wie ſie ſich ſelber ja auch für zu gut halten, in
jedoch waren hre Stolle die besten.
Närz 1911 im Amte, ein wiſſenſchaftlich
Chr. Jochimsen.
Elensburg.
Spremberg!
ihre eigene Söldnerſchar einzutreten. Wir müſſen es
ldeter Mann, der über eine ungewöhn=
Der Stoff zu meinem Kleide ist ganz
durch unermüdliche Aufklärung dahin bringen, daß dieſe
zu meiner Zutriedenheit ausgeiallen.
igt und dieſe ſowohl bei der Durchfüh=
Bremerhain, 16, 11. 12. Minnaklänsch.
Auffaſſung der Franzoſen auch bei uns herrſchend wird.
or u.
ngsreviſion wie bei der Vorbereitung
ſer Auseinanderſetzung mit der Türkei
h wenn Geſchow jetzt zurücktritt, ſo iſt
Leutſches Reich.
in Bulgarien und auf der Balkanhalb=
-
Deutſche und franzöſiſche
Grenz=
inſer noch runge nicht ausgeſpielt.
ves Kreiſes ver roren Hand ſachlich begrundet iſt,
unter=
truppen. Die Norddeutſche Allgemeine Zeitung führt
liegt keinem Zweifel. Denn an der ſiegreichen Abwehr
gegenüber den Berechnungen des Berichterſtatters Le
äußerer Feinde ſind Korporationen wie die Gewerkſchaf=
Heriſſé in der Pariſer Kammerverhandlung vom 2. Juni,
ten vielleicht in noch höherem Maße intereſſiert, als
Die Fremdenlegion und
wonach bei Kriegsausbruch zwiſchen Rhein und Vogeſen
Kirche, Klöſter und Orden. Ein Unterſchied zwiſchen dem
200000 Deutſche 100000 Franzoſen gegenüberſtehen
wür=
hein Ende,
Vermögen kirchlicher Korporationen und dem der
Gewerk=
den, aus: Als franzöſiſche Grenztruppen, die
ſchaften beſteht jedoch deswegen, weil das gewerkſchaft=
Kk. Die Fremdenlegion iſt eine franzöſiſche
Einrich=
auch ausdrücklich als Troupes de couverture bezeichnet
liche Vermögen ausſchließlich durch Arbeit gebildet
wor=
tung und ginge uns als ſolche eigentlich gar nichts an,
würden, ſeien anzuſehen das 6., 7. und 20. Armeekorps,
den iſt, was von dem Vermögen kirchlicher Korporationen
wenn nicht immer wieder die öffentliche Aufmerkſamkeit
die 2., 4. und 8. Kavalleriediviſion, 9
Feſtungsinfanterie=
in dieſem Sinne nicht geſagt werden kann. Demgemäß
auf die Tatſache gelenkt würde, daß dieſe franzöſiſche
Regimenter und die Fußartillerie und Genietruppen der
Söldnertruppe nach wie vor, trotz deutſcher Mahnungen
würde es der Billigkeit entſprechen, wenn bei einer Er=
Grenzfeſtungen, die auf ihrem höheren Friedensetat 126000
weiterung des Kreiſes der toten Hand über kirchliche Kor=
und Warnungen, zum guten Teil ſeine Mannſchaften aus
Mann zählten. Wenn Le Heriſſé ſie nur auf 100000
be=
porationen hinaus das Arbeitsmoment berückſichtigt, das
Deutſchland bezieht. Das Geſchäft der Werber, die an der
rechne, ſo laſſe er wahrſcheinlich die Feſtungstruppen
Vermögen der Gewerkſchaften alſo niedriger als das
deutſchen Grenze 15 Bureaus unterhalten, iſt einträglich
einſchließlich Infanterie außer Betracht, was nur
be=
kirchlicher Korporationen beſteuert würde.
und der Bedarf gerade in der Gegenwart reichlich
vor=
rechtigt wäre, wenn er die für einen überraſchenden An=
Das Vermögen der toten Hand inſoweit frei vom
handen. Ein offenbar nicht zurechnungsfähiger deutſcher
griff ſofort verfügbaren Truppen berechnen wollte; zur
Bürgermeiſter, der kürzlich in die Legion eingetreten iſt,
Wehrbeitrage zu laſſen, als es ausſchließlich der Armen=,
Abwehr ſeien die Feſtungstruppen ebenſo geeignet, wie
Nummer 130.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 6. Juni 1913₰
Seite 22.
oder über das Spielfeld hinaus warf. Von den Fran
its
Louvois als Dritter folgte. Anderthalb Längen zurüc
Stllamimmimmmmmmmmmmmmmmmmmmmmallhin
zoſen war Decugis anſcheinend der beſſere und
aufmerk=
folgte Nimbus als Vierter. Aber in dem heißen Finiſh
heo%
ſamere Spieler, doch fand er in ſeinem Partner Germot,
war es nicht ohne Drängen und Behindern abgegangen
der ſich hauptſächlich am Netz betätigte, geeignete Unter=
1.
Mr. Cunliffe, der Beſitzer von Aboyeur, legte daher Pro=
Stegein honer Gunst
ſtützung. Im erſten Satz, der 7:5 für Deutſchland
gewon=
teſt gegen den Sieger ein, dem die Stewards auch Folge
of e
(*an
nen wurde, fing Frankreich mit 50VVorteil an, und auch
leiſteten und Craganour disqualifizierten. Der als letzter
(2233
in den einzelnen Sätzen waren die Erfolge anfänglich
ao Pe
Außenſeiter geſtartete Aboyeur erhielt das Rennen
zuge=
auf franzöſiſcher Seite. Den zweiten Satz gewaim
eben=
prochen. Louvois wurde Zweiter und der Franzoſe Nimbus
2
falls Deutſchland, das fünfmal 50115 und einmal 50. ar=
Dritter. Wetten: 10011, 1011, 1011. Der Sieger Aboyeu
teil die Franzoſen niederzwang, 614. Faſt ſchien es 2ach
iſt nach dem Deckhengſt Desmond gezogen. Das Reſulta:
dieſem Ausgang, als ob es den Deutſchen leicht fallen
bedeutet eine Rieſenüberraſchung. Die lange Siegerliſte
würde, auch den dritten Satz und damit auch das ganze
des ſeit dem Jahre 1780 gelaufenen Derbys weiſt außer
Spiel zu gewinnen. Aber die Franzoſen nahmen ſich jetzt
Aboyeur nur zwei Pferde auf, die zu den Odds von 100:
zuſammen und gewannen ſchließlich nach erſt
hartnäcki=
gewannen. Es waren 1898 Joddah und 1908 die Schim
gem Kampfe 6:4 (zweimal 50:30, einmal 50:Vorteil,
zwei=
melſtute Signorinetta
2,
mal 5010). Die Spielſtärke der Deutſchen war in dieſen
* Große Radrennen in Darmſtadt. Die großen Rad=
Sätzen zweimal 5010 und zweimal 50115. Am aufregend=
und Motor=Rennen, die der Velozipedklub Darm
3 Z
ſten war nun der folgende Satz, der entweder die
Ent=
ſtadt am nächſten Sonntag, nachmittags 3 Uhr, auf der
0 2
PoßoPe Toßezocero
.. *0
ſcheidung zugunſten Deutſchlands oder das Gleichgewicht
Radrennbahn an der Heidelberger Straße veranſtaltet, be
8
mseidnenSammel=
für beide Paare herbeiführen mußte. Die Deutſchen ſpielten
anſpruchen angeſichts der zahlreichen guten in Konkurrenz
S. 32.
3
P
Meh
mit zäher Ausdauer uund brachten auch die am ſchärfſten
Das
Kreiſe
Wappenbildern
tretenden Fahrer das Intereſſe weiteſter
Mt. 6 S. ch..
2. 9₰
gegebenen Bälle wieder auf das feindliche Feld. Jetzt
Programm des Tages trägt jeder Geſchmacksrichtung
kam auch die Geſchicklichkeit Kleinſchroths am Netz beſtens
Eilltihikmatmnhaumntnmmmnnsnimmimmmmnia
Berufsfahrer=
Rechnung, indem nicht nur die beliebten
Rahe ſich zumeiſt darauf
be=
zur Geltung, wä
I,11733
Dauerrennen mit Motorſchrittmachern, ſondern auch ſtark
tef
eAA
beſetzte Fliegerrennen, wie Tandemhauf
meter=Fahren mit Tandemführung, Klul
Sport, Spiel und Turnen.
glieder des Velozipedklubs Darmſtad
Vom Deutſchen Turnfeſt. 17000 eiſerne
Schei=
beſonderes Intereſſe beanſpruchende 30
ben werden in dem großen Freiübungsturnplatz des 12
ſchaftsfahren nach Art der Sechstagerenn
Deutſchen Turnfeſtes (12.—16. Juli in Leipzig) eingelaſſer
gelangen werden. Die Meldungen voni
Schwetasch
& Seide
als Richtungsmale für die Freiübungsturner. Es iſt bei
rern, darunter die Meiſterfahrer J. Wei
Maſſenvorführungen zur Erzielung einer genauen Richt=
Aachen, Schmitt=Zürich, Ernſt Damus=T
Sprembers N.-L.
ung unbedingt nötig, daß gewiſſe Richtungsmale vorhan
Frankfurt a. M., Büderitz=Mannheim
den ſind, ganz beſonders iſt dies beim diesjährigen
Leip=
laſſen gutbeſetzte Felder erwarten, die I
ist
ziger Feſte erforderlich, an dem 17000 Turner gleichzeitig
Kämpfe verſprechen. Für die hieſigen S
5
Freiübungen ausführen. Auf den ſonſtigen großen Turn=
S die einlzige Tachtabrh Deuischlanusg
es im beſonderen Genugtuung, in
feſten und auch bei den früheren deutſchen Turnfeſten hat
Fahrer E. Damus einen Mann im Kam
welche nachverzeichnete erstklassige
man ſich immer damit geholfen, daß man Kalklinien über
befähigt iſt, dem Anſturm der ſtarken (
die weite Fläche zog. Das hat ſich aber nicht bewährt
1e
kurrenz wirkſam entgegen zu treten und
S Herren-Anzug- und Paletotstoffe sowie Damentuche
Bei Regenwetter und dergl. verwiſchen dieſe Linien. Da
ſtadts erfolgreich vertreten zu können.
wird nun diesmal eine Neuerung erprobt. Es wird
näm=
der Rennbahn iſt in dem nunmehr erfo
zu erstaunlich billigen Vorzugspreisen zum Verkauf bringt:
8.
lich für jeden Turner in genaueſter Abmeſſung und Rich
elektriſchen Bahn bis zur Heidelberger
(Aus der großen Auswahl nur ein kleiner Auszug)
tung eine eiſerne Platte in den Boden eingelaſſen. Nach
kronſtraße, alſo bis in unmittelbare Näl
este haltbare, kräftige Anzugware auf dem
S Deutsch-Chevio
Markte, auch für Damenkostüme geeigne
10 cmbr. v. Mtr. Mk. 2,20
dem Aufmarſch ſteht jeder Turner auf ſolch einer Platte.
günſtigſte Fahrgelegenheit geſchaffen
II
Wenn der Leipziger rieſige, wohlgeebnete Platz 17000
„
Melfonls, modern gemusterte, kräftige Warg
* Fußball. Am kommenden Sonnte
40 ₰ „
„ 3.50
eiſerne Platten als Richtungsmale für die Turner bei
schwarz und blau für Konfirmanden-
Mannſchaft des Sportklubs 1905 gegen
Kammgarn-Riv-
40 ₰ „
„4.7
„
Anzüge, Strapazierware . . . . .
ihrem Aufmarſch und bei ihren Freiübungen zählen wird
Fußballklubs Teutona=Weiterſtadt. Fern
da kann man wohl ermeſſen, wie gewaltig dieſer Platz an
Lodenstoffe, kräftige Ware, sehr haltba
„
,,,
„ 4,00
140 ₰ „
vierte Mannſchaft gegen die dritte Mat
Größe iſt und wie überwältigend der Eindruck ſein muß
aus sehr guten engl. Garnen gearb., für fein.
ballklubs Lorſch.
140 ₰ „
„
& Triumph-Chevlof Herrenanzüge u. Paletots, sow. Damenkost
„ 2,00
den die 17000 Turner mit ihren Freiübungen machen
* Leichtathletik. Bei der Stadion
5
werden.
zwirnstoffe
„ 4.00-
.
feinste, solide gemusterte Anzugware
140 ₰ „
Berlin anläßlich des 25jährigen Reg
A
Mariendorfe:
Pferde=Rennen. Karlshorſt.
Sr.
gemusterte, für Herrenanzüge, auch mit bunter
S. M. des Kaiſers beteiligt ſich auch der
4.75-0
Kammgarne
seidener Weste
140 ₰ „
„
50
Hürden=Rennen; 3000 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Hrn
Sportklub 1905 mit drei Mitglied
mit feinem Seidenglanz, schwarz und blauf
R. Erlers Huſarenliebe (H. Brown), 2. Schönbrunr
130 ₰ „
§ Damentuche hochaparte Damenkostüme .
3.90-7,2
„
an dem Einzuge in das Stadion teil, au
(Wurſt), 3. Quartus (Sandow). Tot. 29110. Pl. 13, 15,
may schwarz m. Silb.-Mel., sehr mod
Merkel den 5000 Meter=Vorgabelauf be
40 ₰ „
„ 4,00-6,
Marengo-Helton f. Lutawd) Anzug mit dazu pass. gestr. Hlose
„
15:10. Unpl.: Conſtantin (4), Moſel, Fiſchotter, Old Girl
Abſchneiden iſt man in allen Sportkreiſe
unübertroff. weiche, fein
Ortrud. Ueberlegen 4—1½—8 Lg. —
Preis von Stendal;
0 ₰ „
Blau-Kammgarn-Melton Anzugw., a. 4.Damenkost.
„
750
hier mit den beſten Langſtreckenläufern
Ehrenpreis und 3000 Mark. Diſtanz 3000 Meter: 1. Leutn
allerf. schwarzes Tuchkammgarn für Gehröcke, Fracke
ſammentrifft. Herr Merkel iſt zurzeit in
— DruDe Smokings, ganz besonders preiswertes, edelstes Fabrikat 145 „
„
„ „ 6,75
v. Haines Hadwiga (Lt. v. Egan=Krieger) 2. Prognoſe
* Schießſport . Für den Schie
(Lt. Loog), 3. Bavarde (Lt. v. Raven). Tot. 25110. Pl
Als ganz besonders preiswerte Spezialität empfehlen wir unsern altbewährten
ſcher Jäger (Hauptverein) richtet der
13, 24, 19110. Unpl.: Red Clover (4), Venezia (gef.), Al
66 in schwarz, blau, brau
Jagdklub Diana” zu Berlin das
penfex (ref.), Duc of Edinbourgh. Sehr leicht 2—6—½
Kammsarn-Cheviot Marke „§ &
oliv und modefarbig
Preis= und Meiſterſchaftsſchießen in der
für Anzüge, Paletots und elegante Damenkostüme geeignet
Lg. — Handicap der Vierjährigen; 8000 Mark, Diſtan
23., 24. und 25. Juni auf den Ständ
Vausreichend zum Anzug
3400 Meter: 1. Hrn. J. Neumanns Grace (J. Martin)
zum Ausnahmepreis: Mk. 16,50 für 3 Meter G für mittere Figur.
Schützengilde zu Berlin=Schönhol
Jungtürke (Sandmann), 3. Chantecler (Schiemann)
dieſer für Deutſchland größten Veranſte
Tot. 28:10. Pl. 53, 37. 43:10. Unpl.: La Turbie (4, erkl.),
5 Wir empfehlen ferner aus unserer ca. 600 Muster umfassenden Haupt-Kollektion alle Arte
res, jagdmäßiges Schießen zu fördern,
Poſtillon (5), Lily Oſtia, Riff, Cudowa. Gegenwehr
3 Herren- und Damenkleiderstoffe
die Meiſterſchaft im Kugelſchießen auf
Strickwollen und Aussteuer-Artike
½—3 Lg.-Hals. — Wellgunde=Jagd=Rennen; Ehrenpreis
ben für Deutſchland und am 23. Juni d
und 5000 Mark, Diſtanz 4200 Meter: 1. Hrn. H. Weſtens
v in den verschiedensten Preislagen. Jeder, auch der verwöhnteste Geschmack findet hler Befriedigung.
5
Wurftaubenſchießen für Deutſchland aus
Wilkina (Lt. Frhr. v. Berchem), 2. Jeſſonda (Lt. v. Egan
E Wir bitten unsere Waren nicht mit den ir
viertägige Veranſtaltung ſind Ehrenprei
Schneidermeister, welche tadellos sitzende
Krieger), 3. Gardone (Dr. Rieſe). Tot. 19110. Pl. 13.
Ramschgeschäften fertig gekauften, nu
von mindeſtens 10000 iMark garantiert
für das Auge berechneten Kleidungs
15:10. Unpl.: Erzherzogin (4), Brunonia. Kanter 7—6—2
*
Anzüge zuzivilen Preisen anfertigen,ohne
stücken zu vergleichen; jeder Schneider
und Programm verſendet die Geſchäfts
Lg. — Goldlack=Jagd=Rennen; 3000 Mark. Diſtanz 3200
daß der Stoffvon denselben geliefert wird
meister wird sich über die von uns gelie
vereins deutſcher Jäger in Neudamm.
Meter: 1. Hrn C. W. Helbkes Irene von Edelreich (Th.
ferten Waren anerkennend aussprechen.
weisen wir in jedem größeren Orte nach
Baſtian), 2. Boreas (Fleiſcher), 3. Hotzenplotz (Adolf)
kgesetzte Stoffe
und zurü
50
Tot. 56:10. Pl. 21. 28, 28:10. Unpl.: Profeſſor (4), Ve
nehmen wir ge-
Um den Davis=Pokal.
aus vori
Reste
Saison (passend z
Von Schafzüchtern
rona, Perſeus (gef. tot), Preisfrage (gef.), Schlei, Poeſie
sunde Wolle zu S
Anzügen, Paletots, Hosen, Joppen
* Wiesbaden, 4. Juni. In
(gef.), Sälde, Little Red Rad, Schweſterchen (angeh.).
1 usw.) geben wir weit unter dem Preise ab.
den höchsten Tagespreisen in Zahlung.
dungsrunde um den Davis=Poka
Sicher 1½—4—8 Lg. — Preis von Großbeeren; Ehren=
7 anannnnannnnunnuannnnannnaannnannnnnnnannnnnnanannannnannnnannnnannnnannn
land und Frankreich wurde heute nach
preis und 6000 Mark, Diſtanz 4200 Meter: 1. Rittm. A
Nicht gefallende Waren tauschen um oder
Einzelſpiel Rahe-Decugis
Ei Garantie=Schein:
Böklins Hilarion II (Hr. Purgold), 2. Vorwärts II (Lt
zahlen das Geld voll zurück, ohne Kürzung
bei dem Stand 6:2 4:6 6.2 6:8 5.5
E IIhn
v. Egan=Krieger), 3. Chanoine (Lt. v. Sydow). Tot. 24:10
nicht, wie es zuerſt hieß, noch einmal
Wir bitten unserer Offerte das gebührende Vertrauen zu schenker
2
Pl. 17, 28:10. Unpl.: Pois de Senteur (angeh.), Corbais
E
machen Sie einen Versuch, Sie werden sehr zufrieden sein!
dern lediglich zu Ende geführt
(ausgebr.), Waldtraut (4). Scharfer Kampf Kopf—9 Lg.
der letzte Satz der Konkurrenz, der die
InIiianannninans Hier abtrennen. Ilnllinnaii!
Preis von Mahlsdorf; 3000 Mark, Diſtanz 1200 Meter
Spieles bringen mußte, zu Ende zu
1. Graf E. Henckels Prinzipal (F. Bullock), 2.
Iwein (T
Senden Sie mir sofort ohne Kaufzwang Ihre
im Anfang ruhiger als Decugis zu
Lane), 3. Rauhreif (H. Teichmann). Tot. 30110. Pl. 16
1
Musterkollektion für Herrenstoffe
von vornherein mit Schärfe an das Sy
49, 16:10. Unpl.: Miriam (4), Reichspoſt, Bora, Well off,
Nicht
Herren= und
Knaben=
war die Meinung vorherrſchend, da
Reste (für
Goldbach, Teufelsmädel. Leicht ½—2
Lg
Anzüge usw. usw.
Gewünschte:
würde, auch das zweite Spiel für Der
Engliſches Derby. Der Favorit Craganou
Damenkleiderstoffe aller Ar
Die Spieler traten um 5 Uhr an. Rahe
bitten zu
disqualifizierter Sieger. Ein kraſſer Außenſeiter in Front
vös und ſchlug den erſten Ball ins Netz
Musterbuch
Der diesjährige Kampf um das blaue Band Englands ha
Aussteuer=Artikel
durchstreichen
des Spieles 30: 40 konnte Deeugis de
einen ſenſationellen Verlauf genommen, denn Craganour,
32
ſich gut machen. Im letzten Spiel I
der ſeit langer Zeit als Voraus=Favorit für das bedeu=
Name und Stand:.... . . . . . . . . ..
Hauptſtärke auf ſcharfes Geben. Rahe
InIIFFFF
tendſte Rennen der Welt notierte, gewann zwar die
klaſ=
paſſieren laſſen und ſchlug zwei ins
ſiſche Prüfung, ging aber ſeines Sieges durch Disquali
8.5
Wohnort:
I
Ball warf Rahe über das Spielfeld.
fikation wieder verluſtig. Ueber, den Verlauf des mit
I
5
cugis auch das letzte Spiel des Satze
130000 Mark ausgeſtatteten Rennens wird berichtet: Es
Straße und Poststation:
auch das ganze Spiel für Frankreich
.
herrſchte trübes Wetter, doch vermochte die Rennbahn von
IIIIIII
ergebnis Decugis-Rahe 2:6 6:4 2:6 8
Epſom die Menſchenmaſſen kaum zu faſſen. König Geor=
Unsere Kollektion für Herrenkleider enthält Muster von schwarzem Tuch, Crois
war in zehn Minuten zu Ende geführt
500
von England wohnte der Entſcheidung bei. Auch viele
Satin, Strumpfdiagonal, Anzugstoffen in Buckskin, Cheviot, Kammgarn schwarz un
Mit beſonderer Spannung wohnte
franzöſiſche Sportsman waren anweſend, um dem Laufer
farbig, Paletotstoffen, Loden, glatt und bedruckt Manchester, Wasch- und Jagdleiner
Wasch= und wollenen Westen usw
Nachmittag noch bedeutend zahlreiche
des franzöſiſchen Dreijährigen, Nimbus, beizuwohnen
Unsere Kollektion für Damenkleider enthält Muster von schwarzen und farbige:
Doppelſpiel in der Vorrr
Das Feld hatte in letzter Stunde noch eine Verminderung
wollenen Kleiderstoffen, Blusen- und Ballkleiderstoffen, Halbtuchen, Damentuchen
Deutſchland und Frankreich
erfahren, denn es fanden ſich nur 15 Pferde am Start ein
halbfertigen Blusen und Roben, Mohairs, Alpaccas, Satins, Waschkleiderstoffen,
Davis Coup bei. Das vortreffliche de
Rockflanellen, Velourbarchenten, Strickwollen usw.
Craganour nahm bis zum Schluß die Favoritenſtellung
Rahe-H. Kleinſchroth ſtand den b
ein. Nach glattem Ablauf übernahm Aboyeur die Führ=
Unser Musterbuch für Aussteuer=Artikel enthält Muster von weißen Barchenten,
Hem-
dentuchen, Damasten, Bett=Inlettsu.=Bezügen, Rouleaux=Stoffen, Handtüchern, Hemder
Doppelſpielern Decugis-Germot gege
ung vor Aldegoned Craganour, Nimbus, Louvois und
flanellen, Kongreß- und Möbelstoffen, waschechten Hauskleider= und Schürzenstoffen
der rivaliſierenden Paare war ziemlich
Shogun. Nach halbem Wege ging Jockei J. Reiff mi
Als Spezialität führen Billardtuche zu sehr billigen Preisen.
die Franzoſen mehr durch ſogenar
Craganour auf den zweiten Platz und ſchritt im Einlauf
glänzten, ſo waren die Deutſchen in
zum Angriff auf den von Jockei Piper geſteuerten Aboyeur.
am Netz, wo namentlich Kleinſchrotl
Zwiſchen den beiden Pferden entſpann ſich die Gerade
Spielſicherheit arbeitete, überlegen.
herunter ein aufregender Endkampf, in den in der Diſtanz
ſpielte deshalb beſſer als Rahe, der vi
auch Louvois (Saxby) mit eingriff. Craganour gewann
her noch abgeſpannt ſchien und manc
um einen Hals gegen Aboyeur, dem nur einen Kopf zurück
erzielen
einigen Tropfen
Sie mit
Weutsfe,
Cehnackhattes- Gehluse
MAGGlWürze
Erst beim Anrichten beifügen.
VI, 12451)
guis, sparsame früchen
„MaGcle
(
S
Perf. Schneiderin, ſpez. Knaben=
Dommiſſionen all. Art werd. jed
noch gut erhaltener kleinerer
Sehr gut erh. Sitz= u. Liegewagen
Sarl Müller aus Bayern iſ
1.
St.
Zeit bill. u diskr. übern. (*14889fsd
Kleider, n. nochKund. an in u. auß.d
Röderherd, eine ſch. weiße or
mit Nickelgeſtell billig zu verk
morg. Samstag z. letzt. Mal m.
Haus. Arheilgerſtr. 10, II., I. (11731
W. Göbel, Lichtenbergſtr. 68.
Marmor=Tiſchplatte, 130X95 cm
*14702fs) Neue Ireneſtr. 19, 3. St
ſein. von Aerzten öfters geprüften
und zwei weiße Alabaſter=Tafel
Altertümer
Vor=
aban moderne Muſter, w
Raſenmähmaſchine, ein Sommer=
Wachholderbeersaft
aufſätze billig zu verk. (*14605df
Gch
Stobpasckon von 3 Mk. a
gef
(IV,12258
ſpeziell Möbel, billig.
im Gebrauch, zu verkaufer
auf d. Markte am Brunnen. Bitte
Schulſtr. 4, 2. St. rechts.
Mainz, Chriſtophſtraße 9
(56a
Karlſtraße 41, Seitenb.
*14707fom) Dieburgerſtr. 156.
Gefäße mitbringen.
(*14700