Darmstädter Tagblatt 1913


29. Mai 1913

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ſlädtet



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176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=

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Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 123.
Donnerstag, den 29. Mai.
1913.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Im weiteren drückte die Kommiſſion den Wunſch aus,
Die franzöſiſche Militärvorlage
daß die Beſchaffung des Kriegsmaterials tunlichſt durch
reichseigene techniſche Betriebe erfolgen möchte. Andere
und ihre Koſtendeckung.
Themata der Diskuſſion bildeten die Militäranwärter=
Das Wichtigſte vom Tage.
* In der franzöſiſchen Kammer brachte der Finanz=
frage
, die konfeſſionellen Rückſichten bei der Einſtellung
miniſter Charles Dumont zwei Vorlagen ein. Die erſte
Im Finanzausſchuß der Zweiten Kammer
von Militärärzten, die Duelle, die Dienſtprämie für Un=
erklärte
die Regierung, daß ſie im Prinzip bereit ſei,
betrifft die bereits angekündigte Einrichtung eines beſon=
teroffiziere
, der Ausbau des Mittellandkanals und ande=
der
neu gegründeten Zentralkaſſe der Heſſi=
deren
Budgets für die Landesverteidigung und
rer künſtlicher Waſſerſtraßen. Zuguterletzt gab es noch
ſchen Landwirtſchaftlichen Genoſſen=
deſſen
Deckung durch die Ausgabe von Staatsobligationen.
eine Weſtmarkendebatte bei der Forderung der Regierung,
ſchaften ein Darlehen aus der Staatskaſſe zu ge=
Die zweite Vorlage betrifft die Einführung einer pro=
währen
.
den in Elſaß=Lothringen ſtehenden Unteroffizieren Löh=
Im Nieder=Modauer Bankkrach=Prozeß
greſſiven Steuer auf Einkommen über 10000
be=
nungszuſchüſſe
zu gewähren. Wie bei den Oſtmarkenzu=
antragte
geſtern, am 39. Verhandlungstage, der
Francs. Die Beſteuerung ſoll über 70 Millionen jähr=
lagen
für Beamte, gab auch hier das Zentrum den Aus=
Staatsanwalt gegen Adam 5½ Jahre Zucht=
lich
einbringen, durch welche die Annuitäten der für die
ſchlag zur Ablehnung; es wollte wohl konſequent bleiben.
haus, gegen Beck 1 Jahr 3 Monate Gefängnis und
nationale Verteidigung beſtimmten Anleihe von einer
gegen Jſaak 2½ Jahre Zuchthaus.
Erheblich ſchwieriger als die Erledigung der Wehr=
Milliarde gedeckt werden ſollen. Die Steuer wird 1 Pro=
Die Budgetkommiſſion
des
Reichstages
vorlage ſelbſt werden ſich die nun bald folgenden Ver=
lehnte
geſtern abermals die Regierungsvorlage auf Er=
zent
auf Einkommen bis zu 50000 Francs, 2 Prozent auf
handlungen über die Deckungsvorlagen geſtalten.
richtung von ſechs neuen Kavallerie= Regimentern ab und
Einkommen bis zu 100000 Francs und 3 Prozent auf
bewilligte, wie in der erſten Leſung, nur die Hälfte. Für
Einkommen über 100000 Francs betragen.
die abgelehnte Regierungsvorlage ſtimmten die Konſer=
Die Kammer ging ſodann zur Verhandlung des Kom=
vativen
, die Nationalliberalen und vier von ſieben Mit=
Das neue Spionagegeſetz.
miſſionsantrages über, welcher die Regierung zur vor=
gliedern
des Zentrums. Die Kommiſſion beendete die
zweite Leſung der Wehrvorlage.
läufigen Inangriffnahme der Kredite für die Armeever=
Bei ſeinem Wiederzuſammentritt nach den Pfingſt=
Die franzöſiſche Kammer beſchloß, die Beratung
ſtärkung ermächtigt.
ferien fand der Reichstag bereits eine neue Geſetzesvor=
der
Vorlage über die dreijährige Dienſtzeit am
Der Abgeordnete Gheuſi bringt dazu eine Inter=
lage
vor, von der in den letzten Wochen wiederholt die
2. Junt u beginnen.
pellation über die allgemeine Finanzpolitik der Regierung
Die Botſchafter in London ließen durch Grey den
Rede geweſen iſt. Es handelt ſich um den Entwurf, der
ein, iſt jedoch auf Wunſch des Miniſterpräſidenten Bar=
Friedensdelegierten mitteilen, daß der Frie=
den
Verrat militäriſcher Geheimniſſe betrifft und eine
thon bereit, dieſe Interpellation zurückzuſtellen. bis die
densvertrag jetzt unterzeichnet und weitere zweckloſe
Kammer über den Kommiſſionsantrag ſelbſt abgeſtimmt
weſentliche Verſchärfung der Strafbeſtimmungen enthält.
Verhandlungen vermieden werden müßten.
haben wird. Der Berichterſtatter Benazet betonte unter
In der Begründung, worin die Grundzüge des neuen Ge=
Zwiſchenrufen der äußerſten Linken, die von Abgeord=
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
ſetzes dargelegt werden, wird hervorgehoben, die Er=
neten
des Zentrums erwidert wurden, die Dringlichteit
fahrungen der neueren Zeit hätten außer Zweifel geſtellt,
der Bewilligung notwendiger Kredite, beſonders für Ka=
ſernenbauten
. (Beifall im Zentrum und auf verſchiedenen
daß eine ſchärfere Bekämpfung des ſtetig anwachſenden
anderen Seiten.) Der Republikaner Brouſſe kriti=
Nach der erſten Kommiſſions=
und in den gefährlichſten Formen zutage tretenden Spio=
ſierte
heftig das verſchwenderiſche Vorgehen der Kriegs=
nageunweſens
ungeſäumt in die Wege geleitet werden
verwaltung, die jede auswärtige Kriſe benutze, um die
tagung der Wehrvorlage.
müſſe.
Folgen ihrer Kurzſichtigkeit wieder gut zu machen. Er er=

klärte, im Luftſchiff=, Kavalleriedienſte uſw. herrſche finan=
** Am Tage vor dem Wiederbeginn der Plenar=
Es iſt richtig, daß das Reichsgericht ſich ſeit ſeinem
zielle unordnung. Der Redner ſchloß, indem er ver=
ſitzungen
des Reichstags hat die Budgetkommiſſion die
Beſtehen noch niemals ſo viel mit Prozeſſen wegen Spio=
langte
, daß die zu bewilligenden Kredite einer ſtrengen
erſte Leſung der Wehrvorlage erledigt. Im allgemeinen
nage zu beſchäftigen hatte, wie gerade in den letzten
Kontrolle unterzogen würden. Der Abgeordnete Tho=
nahmen
die Verhandlungen einen ruhigen und ſachlichen
mas. Mitglied der Partei der geeinigten Sozialiſten,
Jahren. Trotzdem fortgeſetzt die ſchwerſten Zuchthaus=
warf
dem Kriegsminiſter Etienne vor, er habe die Kam=
Verlauf, wenn ſie ſich auch infolge der eingebrachten zahl=
ſtrafen
verhängt werden, mehren ſich die Fälle, in denen
mer vor die Zwangslage ſtellen wollen, alle Kredite zu
reichen Reſolutionen und Anträge länger ausdehnten, als
teils In=, teils Ausländer ſich dazu hergeben, gegen Ent=
bewilligen
, ohne ſie vorher einer Prüfung zu unterwerfen.
urſprünglich erwartet worden war. Ohne Abſtriche am
gelt militäriſche Geheimniſſe an das Ausland zu ver=
Der Kriegsminiſter erklärte, er wolle die Aus=
Regierungsentwurfe iſt es nicht abgegangen. Am empfind=
raten
. Die verſchärften Strafandrohungen haben deshalb
führung des die Zurückbehaltung des dritten Jahrganges
lichſten werden die militäriſchen Kreiſe durch die Strei=
billigenden
Beſchluſſes der Kammer ſo ſchnell als möglich
auch eine gewiſſe Berechtigung und werden vermutlich im
vorbereiten. Der angeforderte Kredit von 396 Mil=
ſchung
dreier preußiſcher Kavallerie=Regimenter von den
Reichstage kaum auf beſondere Schwierigkeiten ſtoßen.
lionen diene ausſchließlich dieſer Maßregel. 234 davon
mehrgeforderten ſechs berührt ſein, infolgedeſſen auch nicht
Bemerkenswert iſt, daß nach dem neuen Geſetz ſogar auf
wüirden im Jahre 1913 ausgegeben. Der Miniſter wiver=
ſämtliche
verlangten Kavallerie=Brigadekommandeure be=
leate
die der Kriegsverwaltung gemachten Vorwürſe der
lebenslängliches Zuchthaus erkannt werden kann, wenn
Hinterliſt und des Mangels an Vorausſicht; die Verwal=
willigt
wurden. Von den in den Etat eingeſtellten drei=
der
Verrat eine bedeutende Gefahr für die Sicherheit des
tung verdiene Vertrauen. Der Redner begründete die
zehn ehemaligen Regimentskommandeuren bei den Be=
Reiches zur Folge gehabt hat, oder wenn das Geheimnis
neugeforderten Kredite folgendermaßen: Seit 1911, wo die
zirkskommandos fanden nur drei die Zuſtimmung der
dem Täter in ſeiner Eigenſchaft als deutſcher Beamter
militäriſche Lage es Frankreich erlaubt hätte, den Streit=
Kommiſſion, auch eine Anzahl Intendanturräte und
kräften anderer Mächte entgegenzutreten, ſeien Ereigniſſe
oder deutſche Militärperſon zugänglich war. Aber auch
eingetreten, die man nicht vergeſſen dürfe. (Lebhafter Bei=
Kriegsgerichtsräte wurden geſtrichen, und die mehr ge=
gegen
fahrläſſige Preisgabe ſollen die militäriſchen Ge=
fall
des Zentrums und eines Teiles der Linken.) Wir
fforderten Leutnants und Unteroffiziere nahezu dezimiert
heimniſſe künftig mehr als bisher geſchützt werden. In
müſſen uns danach richten, was anderwärts geſchieht.
1008 Leutnants und 1044 Unteroffiziere blieben auf
der Begründung wird darauf hingewieſen, daß ſich die
(Erneuter Beifall Lärm auf der äußerſten Linken.) Dem=
nach
bittet die Regierung die Kammer, an das Wohl des
der Wahlſtatt der Kommiſſion. Man hofft, daß ſie in
Fälle gehäuft hätten, in denen Nachrichten über militäri=
Vaterlandes zu denken. (Lebhaſter Beifall des Zentrums
den weiteren Leſungen oder doch wenigſtens im nächſten
ſche Vorkehrungen, deren geheime Natur bei einiger Auf=
und eines Teiles der Linken)
Etatsjahre eine fröhliche Auferſtehung feiern werden; das=
merkſamkeit
niemand entgehen konnte, in die Oeffent=
Viollette warf der Regierung vor, daß ſie keinen
ſelbe gilt von den geſtrichenen Kavallerie=Regimentern.
lichkeit gebracht wurden. Bemühungen der militäriſchen
amtlichen Erlaß veröffentlichte über die Zurückbehaltung
der dritten Jahresklaſſe, um die Soldaten zu hindern, an
Die Durcharbeitung der Wehrvorlage ſelbſt nahm
Behörden, derartigen Indiskretionen durch Vorſtellungen
den Staatsrat zu appellieren. (Bewegung.) Der Mi=
weniger
Zeit in Anſpruch als die Beſprechung der vielen
vorzubeugen, hätten bei einem großen Teile der Tages=
niſterpräſident
unterbrach den Redner und ſagte,
Reſolutionen und Anträge. Man erhielt den Eindruck,
preſſe volles Verſtändnis gefunden. Es ſei aber nicht ge=
die
Erklärung Viollettes könne ernſte Folgen haben. Nie=
als
ob ſich ſpäter keine Gelegenheit mehr böte, Wünſche
mand könne ſich darüber täuſchen. Barthou fügte hinzu,
lungen, auf dieſe Weiſe zu verhüten, daß vereinzelte Blät=
nach
Artikel 33 des Geſetzes von 1905, in dem die Zurück=
zu
äußern und durchzuſetzen. Nicht alle dieſe das läßt
ter derartigen Nachrichten dennoch Aufnahme gewährten.
behaltung der dritten Jahresklaſſe ins Auge gefaßt war,
ſich ſchon heute ſagen werden Erfüllung finden, auch
Für die Preſſe ſind dieſe Beſtimmungen, wenn ſie zum
ſei beſtimmt, daß die Zurückhaltung der dritten Jahres=
nachdem
ſie im Reichstage eine Mehrheit auf ſich vereinigt
Geſetz erhoben werden ſollten, entſchieden eine große Ge=
klaſſe
im Parlament mitgeteilt werden ſolle Dieſe Mit=
teilung
erfolgte. Er übernahm nie die Verpflichtung, die
haben; einzelne, gar zu weitgehende ſind ja ſchon in der
fahr, denn es liegt die Befürchtung nahe, daß unter Um=
Mitteilung durch einen Erlaß zu veröffentlichen. Viol=
Kommiſſion gefallen, insbeſondere wurden die Anträge
ſtänden die Beſprechung militäriſcher Mißſtände zum Ver=
lette
blieb bei ſeiner Behauptung, daß die Zurückbehaltung
rat geſtempelt werden kann. In der Begründung wird be=
auf
Herabſetzung der Dienſtzeit, auf völlige Abſchaffung
der dritten Jahresklaſſe für das Wohl des Vaterlandes
des Burſchenweſens und der Militärkapellen abgelehnt.
tont, es müſſe vermieden werden, daß die Preſſe über
nicht unumgänglich notwendig ſei. Die Maßregel würde
hauptſächlich durch die antirepublikaniſchen Parteien
Dagegen wurden die Reſolutionen beziehungsweiſe An=
militäriſche
Angelegenheiten zu viel Einzelheiten bringt.
unterſtützt.
träge auf Einſchränkung des Burſchenweſens, auf Hebung
Dieſer Satz deutet darauf hin, daß man gelegentlich das
Miniſterpräſident Barthou machte den Deputierten
der Stellung des Trains, auf eine Reform des Einjährig=
Geſetz auch dazu benutzen kann, um der öffentlichen Kritik
Violette wiederholt darauf aufmerkſam, daß ſeine Worte
Freiwilligendienſtes im Sinne einer Erweiterung und
an militäriſchen Dingen das Hemmſeil anzulegen. In
Folgen nach ſich ziehen könnten. Die Regierung habe den
Artikel 33 im vollen Bewußtſein ihrer Verantwortung
Erleichterung der Zulaſſung, auf Vereinfachung der Uni=
der
Vorlage wird ſogar erklärt, daß unter Strafe geſtellt
zur Anwendung gebracht, und ſo für die Verteidigung des
formen, auf einen ſtändigen Austauſch zwiſchen dem
werden ſoll, wer fahrläſſig ein militäriſches Geheimnis
Landes geſorgt. Wenn die auswärtige Lage zurzeit auch
in die Oeffentlichkeit gelangen läßt und dadurch die
Offizierkorps in kleinen und großen Garniſonen, auf Be=
nicht
dieſelben Befürchtungen erwecken könne, wie vor
Sicherheit des Reiches gefährdet, und zwar ohne Rückſicht
ſeitigung derjenigen Entwickelung in der Armee, welche
einigen Wochen, ſo könne ſie ſich doch neuerdings plötzlich
verſchlechtern. Schwierigkeiten aller Art verzögerten den
darauf, ob er das Geheimnis auf amtlichem Wege erlangt
zu Regimentern mit ausſchließlich oder vorwiegend ad=
Friedensſchluß. Wer könne ſagen, welche Zwiſchenfälle
hat oder nicht. Weiter ſoll der fahrläſſige Verrat auch
ligen Offizierkorps führt, auf Erweiterung des Urlaubs
morgen oder übermorgen ſich ereignen könnten. (Lärm
dann ſtrafbar werden, wenn das Geheimnis dem Täter
der Mannſchaften, auf Beſeitigung des ſtrengen Arreſts
auf der äußerſten Linken.) Wir haben demnach das
Gleichgewicht mit der benachbarten Armee hinſichtlich der
in ſeinem Berufe oder Gewerbe zugänglich wurde.
als Diſziplinarſtrafe, auf Sicherſtellung der Leiſtungsfähig=
Effektivſtärke wiederherzuſtellen, das zurzeit nicht mehr
Dieſe Beſtimmungen erſcheinen denn doch etwas ſehr
keit der freiwilligen Krankenpflege im Mobilmachungs=
beſteht
. Dieſe Maßregeln ſind alſo notwendig. ( Donnern=
hart
und werden auch vorausſichtlich infolge ihres Wider=
falle
, auf Berückſichtigung der bürgerlichen Verhältniſſe
der Beiſall auf der Rechten, im Zentrum und faſt auf der
ſpruchs, den ſie im Reichstage ſinden werden, gemildert
Geſtellungspflichtiger bei der Befreiung vom Heeres=
ganzen
Linken. Lärm auf der äußerſten Linken.) Barthou
erklärte weiter, er befürworte Redefreiheit bezüglich des
werden. Ob die Verſchärfung der Strafbeſtimmungen bei
dienſte, auf koſtenloſe Ueberführung während der Dienſt=
Heeresgeſetzentwurfes im Parlament, aber nicht anders=
Spionage den gewünſchten Erfolg haben wird, iſt
zeit Verſtorbener in die Heimat angenommen. Eine
wo. Es gebe Leute, denen gewiſſe Kundgebungen nicht
immerhin ſehr zweifelhaft, denn auch bisher ſtanden
ziemlich kritiſche Auseinanderſetzung gab es bei Beſpre=
geſtattet
ſeien. Das Parlament äußert ſich auf Grund
ſchwere Zuchthausſtrafen auf dieſen Verbrechen, ohne daß
ſeiner Freiheit und ſeines Rechtes, aber die gleichen Aeu=
chung
der Sonderſtellung des Gardekorps zwiſchen der
ßerungen in der Kaſerne bedeuten Revolte, ja Revolution,
dieſelben die Landesverräter abgeſchreckt hätten.
Linken und dem Kriegsminiſter,

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Nummer 123.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 29. Mai 1913.
Seite 2.
Sitzungsſaal ein, beſchimpfte die Gemeinderäte und zer=
zur
Annahme des Schiedsſpruches behufs erſtmaligen
(Langanhaltender Beifall im Zentrum, auf der Rechten
ſchlug die Fenſterſcheiben. Zehn Gendarmen mußten ein
und Linken.) Geſetz und Parlament würden aufhören
Abſchluſſes eines Reichstarifvertrages für das Betonge
ſchreiten, um den Bürgermeiſter und die Mitglieder des
zu beſtehen, wenn ſie ſolche Kundgebungen duldeten. ( Leb=
werbe
geführt, ſodann zu einer endgültigen Genehmigun
hafter Beifall.) Um ſo ſchlimmer für diejenigen, die nicht
Gemeinderates beim Verlaſſen des Stadthauſes vor der
der geſamten Vorſchläge der Unparteiiſchen. Die Verträg
begreifen wollen, daß augenblicklich die Verteidigung de=
Wut des Volkes zu ſchützen. Warum wählt das Volk
ſind von den Vertretern ſämtlicher Zentralorganiſationen
Landes die notwendige Form, ja der eigentliche Ausdruc
ſozialiſtiſche Gemeinderäte?
für die Verteidigung der Republik iſt
unterzeichnet worden.
Dieſer Gipfelpunkt der Rede des Miniſterpräſidenter
Wahlbündnis zwiſchen Freiſinn und
-
Belgien.
wird von der großen Mehrheit der Kammer mit Beifall
Sozialdemokratie. Wie die Kreuzzeitung aus be
Die ſtändige Kommiſſion der inter=
aufgenommen
. Nach einer Erwiderung von Augagneu
ſtimmter Quelle erfährt, iſt zwiſchen der Leitung der
nationalen Zuckerkonvention in Brüſſel hat
(Unabhängiger Sozialiſt), der die Kredite nicht bewilligen
Fortſchrittlichen Volkspartei und der ſozialdemokratiſchen
ihre Arbeit fortgeſetzt. Aus den Erklärungen, die die eng=
will
, da er die Zurückbehaltung des dritten Jahrganges
Parteileitung bereits ein feſtes Bündnis für die am
liſchen Delegierten gegeben haben, geht hervor, daß Eng=
nicht
für unbedingt nötig hält, und von Franklin=Bouillon,
3. Juni ſtattfindenden Wahlen zum preußiſchen Abgeord
land die Abſicht habe, die Vereinbarung der Zuckerkon=
der
den Geſetzentwurf gleichfalls energiſch bekämpft
netenhauſe abgeſchloſſen worden. Danach ſollen ſich in
vention auch fernerhin anzuwenden, und daß es ſich enga=
ſtimmte
die Kammer, wie bereits gemeldet, mit 386
Wahlkreis Ober= und Niederbarnim die freiſinnige:
gieren würde, wenn es gezwungen wäre, ſeine Anſicht zu
gegen 165 Stimmen der Regierungsvorlage zu
Wahlmänner der Abſtimmung bei der Wahl der Abgeord=
indern
, von dieſer Abſicht den intereſſierten Mächten ſechs
Der Figaro bezeichnet den vom Finanzminiſter Du
neten enthalten, um dadurch den drei ſozialdemokratiſchen
Monate im voraus Kenntnis zu geben. Es ſcheint, daß
mont zur Deckung der neuen Ausgaben für die national
Kandidaten zum Siege zu verhelfen. Als Gegenleiſtung
Holland von England gewiſſe Konzeſſionen erlangt hat,
Verteidigung beantragten Steuerentwurf als einen ſchwe
werden die ſozialdemokratiſchen Wahlmänner in den
über die die Delegierten der einzelnen Länder Inſtruk=
ren
Fehler und ſchreibt u. a.: Dieſer Entwurf kann unter
Wahlkreiſen Breslau, Sorau=Guben=Forſt, Pinneberg
tionen von ihren Regierungen einholten.
keinen Umſtänden die Zuſtimmung derjenigen finden, di
Elmshorn, Liegnitz und Brandenburg=Weſthavelland ſo=
um
den Staatskredit beſorgt ſind. Es iſt durchaus un
Rußland.
fort im erſten Wahlgange für die freiſinnigen Kandidater
zuläſſig, die Einkommenſteuer auf derartigen Umweger
ſtimmen, um dieſen dadurch zum Siege=zu verhelfen
Die Vermehrung der militäriſchen
einzuführen. Wie ſoll die gemäßigte Partei der Kammer
Ausgaben. Die Reichsduma hat die Generaldiskuſ=
Die Beamtenbeſoldung im Reichs
einer ſolchen Finanzpolitik zuſtimmen?
ſion über das Budget beendet. Der Vorſitzende der
land. Die elſaß=lothringiſche Zweite Kammer beriet an
Budgetkommiſſion Alexejenko wies in ſeinem Schlußwort
Dienstag die Beſoldungsvorlage. Der Berichterſtatte:
darauf hin, daß die Kommiſſion, wenn ſie die Vermeh=
Abg. Brogly (Ztr.) teilte mit, daß in der Budgetkommi
Deutſches Reich.
rung der militäriſchen Ausgaben, die in den nächſten Jah=
ſion
ein Kompromiß zuſtande gekommen ſei, um den mitt=
Die Behandlung der Wehrvorlage
ren um 679,5 Millionen über die durch die Voranſchläge
leren und unteren Beamten die weſentlichſten Vorteile zu
Die nationalliberale Fraktion hat beſchloſſen, die ſchleu
gezogenen Grenzen hinausgehen würde, als unmöglich
ſichern, die der Entwurf bringe. Der Kompromißantrag
nige endgültige Verabſchiedung der Wehrvorlage in der
für den Fiskus bezeichne, ſie dabei eben nur die Mit
baſierte auf der Teilung der höchſten Gehälter in ein tat
Kommiſſion wie im Plenum zu fordern. Die Deckungs
tel des Fiskus ins Auge faſſe, nicht aber diejenigen des
ſächliches Gehalt und in eine nicht penſionsfähige Repre
vorlage ſei in der Kommiſſion ſofort nach Erledigung der
Landes, welche zu gewiſſen Zeiten eine außerordentlich
ſentationszulage. Die Regierung ſetzte kein Unannehm
Wehrvorlage in Angriff zu nehmen und in der Kommiſ
Beanſpruchung des Vermögens würden vertragen können
bar mehr entgegen. In der letzten Stunde hatten di
ſion, ſowie im Plenum in dieſem Sommer zu erledigen.
Für die Art, ſolche Ausgaben zu decken, iſt das gegenwär=
Lothringer Gruppe und einige Zentrumsabgeordnete Ab=
Es beſteht Grund für die Annahme, daß das Zentrum ſei=
der

tige Deutſchland ein Beiſpiel. Die Duma ging mit großer
änderungsanträge eingebracht, die eine Herabſetzung
nen bisherigen Widerſpruch auch unter dem Einfluß die
Majorität gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und
De
höchſten Gehälter fordern. Nach längerer lebhafter
ſes Beſchluſſes zurückziehen wird
Ab
der Arbeiterpartei zur Beratung der Einzeletats über
batte wurden dieſe abgelehnt und in namentlicher
Der Entwurf über die Errichtung von
ſtimmung das Geſetz mit 34 Stimmen angenommen
6
Vereinigte Staaten
Jugendgerichten ſoll nach einem Wunſche der Re
Abgeordnete der Lothringer Gruppe und des Zentrums
gierung noch vor der Vertagung im Reichstage verabſchie=
Proteſt gegen die Tarifbill. Der Vor=
enthielten
ſich der Abſtimmung. Das Haus erledigte ſo=
det
werden. Der mit der Vorberatung der Vorlage be
ſitzende der Finanzkommiſſion im Senat wird den Rat
dann einen Geſetzentwurf über die Gewährung von Zu=
traute
Ausſchuß wird dieſem Wunſche Rechnung trager
des Staatsſekretärs Bryan wegen der Proteſte einholen,
lagen an Beamte, Lehrer und Geiſtliche in dritter Leſung
und die Beratung der Vorlage in den nächſten Tagen ab
die Großbritannien, Deutſchland, Frankreich und andere
-
Der deutſche Marokkohandel. Ueber
ſchließer
Staaten gegen gewiſſe verwaltungstechniſche Beſtimmun=
den
deutſchen Marokkohandel im Jahre 1912 liegen nach
-
Die Vereinheitlichung des Wechſel=
gen
der Tarifvorlage erhoben haben. Ferner hat der
den franzöſiſchen jetzt auch zuverläſſigere Hamburger und
rechts. Das Abkommen zur Vereinheitlichung des
Vorſitzende der Finanzkommiſſion die Ernennung einer
Bremer Ziffern vor, die vereinigt den geſamten deutſcher
Wechſelrechts, das auf der zweiten Haager Wechſelrechts=
Kommiſſion beantragt, die die Beſchwerde des Präſiden=
Marokkohandel darſtellen. Danach hatte Hamburg 1917
konferenz zwiſchen den meiſten europäiſchen und einer
ten über die Verſuche, die Senatoren in ihrer Stellung=
Einfuhr aus Marokko 15,1 Millionen Mark, Ausfuhr nack
Reihe anderer Staaten im Sommer 1912 abgeſchloſſen
nahme zur Tarifvorlage zu beeinfluſſen, unterſuchen ſoll
Marokko 13,5 Millionen Mark, zuſammen 28,6 Millioner
wurde, iſt jetzt dem Reichstage zugegangen. Das Abkom=
Mark, Bremer Einfuhr aus Marokko 1,7, Ausfuhr 0,09
men iſt bereits veröffentlicht worden. Nach etwa vierzig=
zuſammen
1,79 Millionen Mark. Das ergibt für den
jährigen Bemühungen iſt es jetzt gelungen, ein einheit=
* Berlin 27. Mai. Zur Feier des 25jährigen
deutſchen Marokkohandel 1912 insgeſamt 30,39 Millionen
Beſtehens des Deutſchen Frauenvereins
liches Wechſelrecht zu ſchaffen. Hierdurch iſt die Sicher
vom Roten Kreuzfür die Kolonien fand heute
Mark. Für 1911 lauteten die Ziffern Hamburg 23 und
heit des Wechſelverkehrs erhöht worden. Bisher galten
mittag im Herrenhaus eine Feſtſitzung ſtatt. Unter der
Bremen 1,15 gleich 24,15 Millionen Mark. Hiernach iſt
drei Wechſelſyſteme, das deutſche, franzöſiſche und eng=
Ehrengäſten befand ſich der Ehrenvorſitzende des Vereins
eine Steigerung des deutſchen Marokkohandels von 191
liſche. In einer dem Abkommen beigegebenen Denkſchrift
Herzog=Regent Johann Albrecht von Braunſchweig, mit
auf 1912 um reichlich 25 v. H. zu verzeichnen. Bemerkens=
Gemahlin. Den Vorſitz führte die Leiterin des Geſamtvor
wird der Werdegang der jahrelangen Bemühungen ein
ſtandes des Vereins, Frau Staatsſekretär von Stephan
wert iſt die Tatſache, daß Deutſchland 1912 zum erſter
gehend erläutert. Dem Reichstage wird auf Grund des
Die Landesverbände des Vereins aus dem ganzen Reich
Male vor England, das bisher ſtets den erſten Platz inne
Abkommens ſpäter eine neue Wechſelordnung vorgelegt
hatten Delegierte geſandt. Nachdem Frau von Stephan
hatte, an der Spitze der marokkaniſchen Ausfuhr ſteht. Nach
werden, die in manchen Punkten von der bisherigen Ord
das Herzogpaar Johann Albrecht und die Vertreter der
der franzöſiſch=marokkaniſchen Zollſtatiſtik waren an der
Reichs= und Staatsregierung begrüßt hatte, nahm der
nung abweichen wird.
marokkaniſchen Ausfuhr 1912 beteiligt Deutſchland mit
Herzog Johann Albrecht das Wort und hieß die Anweſen
-
Der Staatsſekretär des Reichskolo
den ſowohl als Präſident der Deutſchen Kolonialgeſell
17,8 Millionen Francs, England 15,6,
Frankreich
15,
nialamts hat ſich am Mittwoch abend für einige Tage
ſchaft, ſowie beſonders als langjähriger Ehrenvorſitzender
Millionen Francs
nach Poſen und Weſtpreußen begeben, um ſich über di
des Deutſchen Frauenvereins vom Roten Kreuz für die
Kolonien willkommen. Sodann hielt Staatsſekretär Dr.
Verhältniſſe der kleinbäuerlichen Siedelungen und das Ge=
Ausland.
Solf die Feſtrede über koloniale Wohlfahrtspflege. Frau
noſſenſchaftsweſen näher zu unterrichten. Durch ſeine In=
Hofrat Hagen=Frankfurt a. M. überbrachte dem Verein
Frankreich.
formationsreiſe hofft der Staatsſekretär, Anhaltspunkte
Jubiläumsgeſchenke, die in den einzelnen Abteilungen ge
Die Militärrevolten. Der Ausſchuß des all=
zur
Beurteilung gewiſſer Fragen des Siedelungs= und
ſammelt worden ſind. So hat Bremen 5000 Mark ge
gemeinen Arbeiterverbandes beſchloß, in einem Aufruf
Genoſſenſchaftsweſens für Deutſch=Südweſt=Afrika zu ge
ſtiftet, Chemnitz 4500 Mark, Köln 2000 Mark, Frankfurt
am Main 5000 Mark, Halle 500 Mark, Leipzig 1000 Mark
winnen, die gerade jetzt durch die vom Reichstag geneh=
gegen
die letzten polizeilichen Hausſuchungen Einſpruch
und Magdeburg 5000 Mark. Geheimer Juſtizrat Beſcher=
zu
erheben. Der Gemeinderat von Lyon proteſtierte auf
migte Gründung landwirtſchaftlicher Kreditinſtitute in
Köln ſtiftete dem Verein 10000 Mark.
Schutzgebiet in den Vordergrund des Intereſſes getreten
Antrag zweier Sozialiſten nahezu einſtimmig gegen die
* Berlin, 27. Mai. Zu Ehren der argentini=
ſind
. Auf ſeiner Reiſe wird der Staatsſekretär von eini
in der dortigen Arbeitsbörſe und in den Wohnungen de
ſchen Sonderbotſchaft gab geſtern in Vertretung
gen Mitgliedern des Reichskolonialamts begleitet
Gewerkſchaftsſekretäre vorgenommenen Durchſuchungen.
des von Berlin abweſenden Feldmarſchalls Freiherrn von
Die Verhandlungen im Baugewerbe
Volksjuſtiz.
Die Mehrheit des ſozialiſtiſchen
der Goltz deſſen Sohn, Major von der Goltz, ein Diner
Heute beſuchte die Sonderbotſchaft die Anlagen der Sie=
Die unter dem Vorſitz des Unparteiiſchen Dr. Prenner,
Gemeinderates von Brignoles (Dep. Var) lehnte es ab
mens=Schuckertwerke. Sie folgte dann einer Einladung
Rath und von Schultz im Reichstagsgebäude am Mittwochk
die Mittel zur Unterbringung eines Regiments zu gewäh
der Firma zum Frühſtück. Nachmittags fuhren die Herren
beendigten Verhandlungen im Baugewerbe haben zunächſt
ren. Die darüber aufgebrachte Volksmenge drang in der
in Automobilen mit kaiſerlichen Lakaien in das Mauſo=
mütterchen
und Reiherſchnabel (erodium eicutarium), Vot
Dann, in ziemlich ebenem Verlauf, wieder junge Fichten
uns ſtreckt ſich ein bewaldeter Bergrücken aus, an deſſer
Edeltannen, Kiefern (Föhren) und Lärchen. Wie ſchör
Von Neunkirchen j. O.
nördlichem Ende ſich eine Wieſe in hellerem Grün in meh
und intereſſant zeigen ſich hier die Unterſchiede im Früh=
Von Joſeph Lößer.)
reren Zacken hinaufzieht auf dieſe Art eine Reihe ſich ins
lingsſchmuck. Die neuen, hellen Triebe der Fichte wulſtig
Tal ſenkender Waldkuliſſen bildend. Rotbuchen, Eichen
bogenförmig herabhängend, die der Edeltanne kammartic
II. (Rimdidim)
Rot= und Edeltannen, Kiefern, Lärchen, Salweiden Ahorn
abſtehend, die der Kiefer mehr ins Braune ſpielend und
Mit dem freundlichen Leſer möchte ich an andere
Eſchen, die an die Nornen der nordiſchen Mythologie er
ſpindelförmig an den Zweigenden ſich ſenkrecht ſtellend,
Stelle in ein vielleicht weniger bekanntes Gebiet des Berg=
innern
, da ſie ſich auf dem Weltenbaum, einer Eſche auf=
manchmal
bis zu 9 Stück aus einem Ende. Die Lärche
waldes eindringen, und zwar auf dem etwa 1¼ Stunde
hielten, Birken, ſelbſt Kirſchbäume, Haſelnuß, Weißdorn
aber hat in nadeligen Büſcheln ein ganz neues Frühlings=
in
Anſpruch nehmenden Weg nach der im Volksmund
Holunder uſw. bilden den Waldbeſtand und bringer
kleid angelegt. An dieſer Waldesſtelle kommen auch die
Rimdidim genannten Felsgruppe, da dieſer neben der
namentlich im Frühjahr, wo deren Farbenunterſchied
Erd= und Himbeeren zu ihrem Recht. Bei einem bedeu=
vertikalen
Gliederung, den Geſteinsarten und ihren For
mehr hervortreten als im Sommer, feſſelnde Landſchafts
tenden Felsblock abwärts ein düſterer Buchenſchlag, gleic
men durch die im Frühlingszauber erſtandenen Natur
bilder hervor. Treten wir nun ein!
wieder aufwärts links hohe Fichten, die eine feuchte Mulde
gebilde beſonders reizvolle Abwechslung bietet. Wir geher
Auf grünendem Boden Geſteine und Felſen, dazwiſchen
mit üppigem Farnkraut beſchatten; weiter eine Streck
von der ländlichen Villa des Bürgermeiſters aus die der
hohe, Schatten ſpendende Buchen; Bächlein, zwiſcher
freundlichſten jungen Waldes mit den verſchiedenſter
ſchönen Wahlſpruch führt: Wo Lieb’ im Hauſe wohn
Felſenufern murmelnd fließend oder Hinderniſſe nehment
Baumarten, auch der Salweide, deren Zweige in de
der Segen Gottes thront.
Schon ſeit 23 Jahren walte:
und von Geſtein zu Geſtein ziſchend herabfallend ſpenden
katholiſchen Kirche am Palmſonntag zur Weihe gebrach
er ſeines Amtes, zugleich für den in der Nähe in lieb
dem kleinen Talgebiete erquickende Friſche.
Nun auf
werden. Sie ſollen auch, am Hauſe angebracht
wohl
lichem Wieſengelände gelegenen Luftkurort Lützelbach, alſc
ſteigend gleich ein anderes Bild. Eine Blöße mit Gra=
in
Ueberlieferung altgermaniſcher Gebräuche
dasſelbe
in Perſonalunion beider Gemeinden. An der wie ein
und buntem Wechſel von Geſträuchern, einzelnen Bäumer
gegen böſe Geiſter ſchützen
bunter Teppich ſich ausbreitenden, von Kopfweiden einge
und Felsſtücken, Getreide= und Kleefeldern, die mit von
Jetzt ſind wir vor einem Waldportal angekommen,
faßten Matte vorüber, geſchmückt mit den ſchon früher ge
Lärchen, Buchen und Fichten beſtandenem Wald oben ein
gebildet von Eichen rechts und links, zwiſchen denen wir
nannten gelben Blumen, dem in zartem Lila blühender
gefaßt wird. Von hier ein Blick auf das von ſtolzer Höhe
zu einer Wieſe gelangen, die an den Wegſeiten mit Erlen,
Wieſenſchaumkraut, blauem Ehrenpreis und Günſel (ajug:
herabſchauende Neunkirchen. Weiter aufwärts junger
ſonſt mit hohen Fichten eingefaßt iſt. Junge Buchen, unter
dichter Buchenwald, mit Rot=Edeltannen und Eichen
reptans), dem Weiß des körnigen Steinbrech (saxifraga
miſcht mit einzelnen Fichten und Eichen, immer in der
untermiſcht, der Boden mit Heidelbeerſtauden bedeckt, die
granulata), dem Weiß und Gelb von Gänſeblümchen und
Ebene, führen uns wieder zu einer waldumſäumten, mit
noch die reizenden, glöckchenförmigen Blüten tragen. Das
Maßliebe, mehreren Arten violettroter Orchideen (gemeines
einzelnen Felsblöcken bedeckten, doch blumenreichen Wieſe
Farnkraut, der Wurmfarn, mit ſeinen trichterförmig ge=
und geflecktes Knabenkraut), ſowie dem Roſa des ährigen
Hier halten wir uns länger auf, denn eine Bank ladet zum
ſtellten Blättern, deren Fiederblättchen auf der Rückſeite
Blütenſtandes des Wieſenknöterich (poligonum bistorta),
Raſten ein. Ein beſonders freundliches Fleckchen Erde,
die Sporen für die Nachkommenſchaft tragen, tritt deko=
deſſen
junge Laubblätter zu Gemüſe zubereitet werden
wenn noch die Frühlingsſonne darüber ſcheint. Im nahen
rativ aus der Vegetation des Waldbodens hervor. Nun
verfolgen wir den mit einem weißen Strich gezeichneten
Gebüſche ſingen Schwarzköpfchen und Rotkehlchen, die
empfängt uns ein junger Fichtenſchlag, darüber die weiß
zunächſt abwärts gehenden Weg in der Richtung Roden
Droſſel läßt ihr abwechslungsreiches Lied ertönen, in der
ſtein an grünenden Feldern vorüber, eingefaßt mit Wal
ſchimmernde Birke mit ſchlanken Zweigen und zierlicher
Ferne ruft der Kuckuck. Dort ſteht eine Ebereſche in weißen
nuß=, Aepfel= und Birnbäumen und begleitet von allerle
eicht beweglichen Blättern und die ernſter dreinſchauend
ſtraußförmigen Blüten, hohe Eichen zeigen ſich in hell=
freundlichen
Kindern der Flora, namentlich weißblühen
Eiche
grünem Laube, Früchte tragende Kirſchbäume legen Zeug
Ehe wir nun weiter bergan ſteigen, wo ein hoher
den Mieren, weißem, gelbem und rotem Bienenſaug, Stieſ
nis ab, daß die Frühjahrsfröſte ihnen nicht geſchadet
düſterer Fichtenbeſtand auf felſigem Grunde beginnt, noc
haben. Auch der Wacholder kommt hier an der Randſeite
*) Vergl. Nr. 116 des Tagblatts vom 21. Mai
ein Blick zurück auf die Kirche, die freundlich herüberwinkt.
des Waldes vor und am Saume der Wieſe blühen Vergiß=

[ ][  ][ ]


Nummer 123.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 29. Mai 1913.
Seite 3.
leum nach Charlottenburg und legten einen Kranz am
* Die Großherzoglichen Herrſchaften, die zun
beleuchtung haben die ſtädtiſche Gaswerksverwaltung
Sarkophage Kaiſer Wilhelms I. nieder. Heute abend um
Beſuche des Prinzenpaares Heinrich von Preußen in Kie
zu der Maßnahme veranlaßt, ähnlich wie dies auch in
6 Uhr wurde Botſchafter Dr. Carlos Salas in Begleitung
anderen Städten geſchieht, auf telephoniſche oder ſchrift=
weilten
, kehren vorausſichtlich am Samstag früh hierher
des argentiniſchen Geſandten Dr. Molina vom Reichs
zurück.
liche Benachrichtigung hin, bei den Verbrauchern un
kanzler empfangen. Abends folgte die Miſſion einer Ein
entgeltlich durch geſchultes Perſonal nachſehen zu
Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der Groß=
ladung
der Frau Konſul Staudt. Morgen geben der
laſſen und ihnen mit Rat und Tat behilflich zu ſein.
yerzog haben nachſtehenden Perſonen die Ermächtigung
Reichskanzler und Gemahlin ein Diner zu Ehren der
(Siehe
Anzeige in heutiger Nummer.
zur Annahme und zum Tragen der ihnen von Sr. Königl.
Sonderbotſchaft
Schulgeld zahlen. Die Leſer ſeien nochmals
Hoheit dem Prinz=Regenten Ludwig von Bayern verliehe=
darauf

hingewieſen, daß das Schulgeld für das 2. Kalender
nen Ordensauszeichnungen erteilt, und zwar des St
Michaelsordens 1. Klaſſe: dem Oberkammerherrn Volprecht
Vierteljahr 1913 bis längſtens 31. Mai an die Stadtkaſſe
Stadt und Land.
zu entrichten iſt
Freiherrn Riedeſel zu Eiſenbach Exz.; des Komtur=
kreuzes
des Kronenordens: dem Oberjägermeiſter Wal
Kunſtverein für das Großherzogtum Heſſen.
C
Darmſtadt, 29. Mai
Zum Präſidenten des Kunſtvereins für das Großher=
ter
Freiherrn van der Hoop und dem Oberhofmeiſter
aus geſchäftlichen
zogtum Heſſen wurde anſtelle des
Dr. Hugo Freiherrn von Leonhardi; des St. Michaels=
Zur Kriſis im Landwirtſchaftlichen
Gründen zurückgetretenen Herrn Dr.
W. Merck Herr
ordens 2. Klaſſe: dem Kammerherrn Karl Freiherrn von
Genoſſenſchaftsweſen.
Finanzrat Emmerling gewählt.
Starck; ferner des St. Michaelsordens 2. Klaſſe mit
Stern: dem Oberhofmaxſchall Reinhold Freiherrn von
Staatliche Hilfe
Wohltätigkeitsfeſt zum Beſten des Alice=Frauenver=
Ungern=Sternberg; des St. Michaelsordens
4.
eins. Wir werden gebeten, bekannt zu geben, daß die ge=
Der Finanzausſchuß der Zweiten Kam=
Klaſſe mit der Krone: dem Hofkammerrat Heinrich Mein
öſten Eintrittskarten (ſchon jetzt in den Vorverkaufsſtellen
mer beſchäftigte ſich geſtern in einer bis 2 Uhr währen
hard; des St. Michaelsordens 4. Klaſſe: dem Schloß=
erhältlich
) für den ganzen Tag, an dem ſie gelöſt ſind, ihre
den Sitzung, der auch die Herren Staatsminiſter Dr
inſpektor Georg Schoen, dem Hofgarteninſpektor Fried
ültigkeit behalten. Wer den Garten verläßt, um ſpäter
von Ewald, Finanzminiſter Dr.
Braun, Miniſter
rich Weigold und dem Obergarteninſpektor Ludwit
wieder dahin zurückzukehren, bekommt einen kleinen Gummi=
des
Innern von Hombergk zu Vach, Geheimerat
Dittmann; des Verdienſtkreuzes des St. Michgels=
tempel
auf die Handfläche gedrückt, der ihn berechtigt den
Dr. Becker, Miniſterialrat Hölzinger, Geh. Ober
ordens mit der Krone: dem Hoffourier Johannes Haber=
unterbrochenen
Beſuch des Feſtes jederzeit am nämlichen
finanzrat Dr. Rohde und Regierungsrat Spamer
korn und dem Hofküchenmeiſter Robert Edion; des
Tage wieder aufzunehmen
beiwohnten, mit dem Antrag Dr. Oſann und Genoſſen
Verdienſtkreuzes des St. Michaelsordens dem Hofkanzliſten
Gedächtnis=Ausſtellung im Gewerbemuſeum.
Die
betr. Gewährung eines Darlehens an die neugegründete
Ludwig Schlitt, dem Silberverwalter Friedrich Neiter
Vorbereitungen zur Gedächtnis=Ausſtellung an die Zei
Zentralkaſſe der heſſiſchen landwirt
und dem Kammerdiener Ludwig Lang; der Silberner
vor hundert Jahren, die im Gewerbemuſeum am 7. Juni
chaftlichen Genoſſenſchaften Nach eingehen=
Medaille des St. Michaelsordenß: dem Oberhoflakai
eröffnet werden ſoll, ſind ihrem Abſchluß nahe. Wir bitten
der Beratung gab die Regierung folgende Erklär=
Johannes Hamburger, den Hoflakaien Leonhard
deshalb alle, die Gegenſtände aus dem Anfang des 19
ung ab:
Knapp und Paul Kantzenbach, dem Jäger Philip)
Jahrhunderts beſitzen und ſie zur Ausſtellung geben wollen,
Menger, den Hoflakaien Paul Bott und Ferdinand
Das Verlangen nach einem niedrig verzinslichen
in den nächſten Tagen dem Direktor des Gewerbe=
r
.
Rotte
Mitteilung davon zu
muſeums, Neckarſtraße 3,
Darlehen aus der Staatskaſſe an die als Geldausgleichs=
Uebertragen wurde der Schulamtsaſpirantin
machen. Es ſollen nicht nur Erinnerungsſtücke ausgeſteilt
ſtelle für die Landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaften neu
Margarete Antweiler aus Weiher, Kreis Heppen=
werden
, ſondern es iſt beabſichtigt, im allgemeinen ein
gegründete Zentralkaſſe der Heſſiſchen Landwirtſchaftlichen
heim, eine Lehrerinſtelle an der Gemeindeſchule zu
Bild der kunſtgewerblichen Kultur jener Zeit zu bieten.
Viernheim, in demſelben Kreiſe; dem Lehrer Alexander
Genoſſenſchaften, e. G. m. b. H., läßt ſich nur rechtfertigen
Beſonders erwünſcht iſt deshalb die Anmeldung charakter=
Zerban zu Worms eine Lehrerſtelle zu Eſſenheim
iſtiſcher Empiremöbel Silber, Porzellane, Stickereien,
im Hinblick auf die ſchwere Kriſe, die das Landwirtſchaft=
Kreis Mainz
Bronzen uſw. Es ſei bemerkt, daß die Behandlung und
liche Genoſſenſchaftsweſen in Heſſen betroffen hat, und auf
Erledigte Stelle. Die zweite Schulſtelle an der
Aufbewahrung der Gegenſtände mit der größten Sorgfalt
die Aufgabe, die ſich die Zentralkaſſe geſtellt hat, dem
Gemeindeſchule zu Gedern. Mit ihr iſt die Hälft=
geſchieht
und daß die Ausſtellung gegen Feuer und Ein=
des
Organiſtendienſtes verbunden. Dem Herrn Fürſten
Landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaftsweſen aus dieſer Kriſe
bruchsdiebſtahl verſichert iſt.
zu Stolberg=Wernigerode in Gedern ſteht das Präſen
* Der Beſſunger Knabenhort iſt wirklich ein Bedürf
und tunlichſter Minderung der zu erwartenden Verluſte
tationsrecht zu
nis für den ſüdlichen Stadtteil. Dies zeigt ſich an der
herauszuhelfen und ihr ferneres Zuſammenarbeiten zu
Militärdienſtnachrichten. Oberſtleutnant Gra
großen Zahl von Aufnahmegeſuchen, die unter den jetzi=
ermöglichen
. In der Annahme, daß der auf eine ſolche
v. Walderſee, Chef des Generalſtabes des 15. Armee
gen Verhältniſſen allerdings nicht alle berückſichtigt wer=
korps
in Straßburg i. E. (vormals Generalſtabsoffizier
Beihilfe des Staates geſtellte Antrag auch die Unter=
den
können. Nur in den Fällen, wo es durch die Erwerbs=
der
25
Diviſion) zum Oberſt befördert. Major Thor=
tätigkeit
der Eltern oder Pflegeeltern an der nötigen Auf=
ſtützung
des anderen Hauſes findet, iſt die Großh. Regie=
beck
,
Abteilungsvorſtand bei der Gewehr=Prüfungs
icht fehlt, werden die Kinder in den Hort aufgenommer
rung bereit, dieſem Verlangen zu entſprechen, inſoweit es
kommiſſion in Spandau (früher im Infanterie=Regiment
Beſonders im Winter muß die Zahl der Zöglinge wohl
die Finanzlage des Staates geſtattet und ſofern die Rück
Prinz Karl Nr. 118) zum Mitglied der Studien=
etwas
beſchränkt werden mit Rückſicht auf den zur Ver=
kommiſſion
der Militäriſchen Akademie ernannt. Haupt=
ügung
ſtehenden Raum im Knabenſchulhauſe und wegen
zahlung der darzuleihenden Beträge genügend geſicher
mann Ziegler, Kompagnie=Chef im Infanterie= Regi=
der
ſchwierigen Ueberwachung und Beſchäftigung. Jetzt,
werden kann. Vorausſetzung wäre allerdings, daß die
ment Herzog von Holſtein Nr. 85 in Rendsburg (früher
in der warmen Jahreszeit, iſt man weniger beengt, denn
Mehrzahl der ſeither der Landwirtſchaftlichen Genoſſen=
m
Infanterie=Regiment Kaiſer Wilhelm Nr. 116), unter
der Spielplatz des Hortes und der daneben eingerichtete
ſchaftsbank angeſchloſſenen Genoſſenſchaften der Zentral
Beförderung zum überzähligen Major zum Stabe des
Kindergarten zwiſchen der Kaſtanienallee und der Renn
bahn an der Heidelberger Straße geben einer größeren
1. Maſuriſchen Infanterie=Regiments Nr. 146 in Allen=
kaſſe
beitreten und daß die bereits vorhandenen Hilfs=
Kinderſchar reichlich Gelegenheit zu freier geſunder Be
tein verſetzt. Oberleutnant v. Studnitz im Jäger
quellen zunächſt und in erſter Linie in Anſpruch genommen
tätigung in Spiel und Gartenarbeit. Bei ſchönem Wetter
Regiment zu Pferde Nr. 6 in Erfurt (zuvor im Leib=
werden
. Hierfür iſt der Zentralkaſſe bereits durch das
ſieht man hier jeden Nachmittag unter Aufſicht eines Leh=
Dragoner=Regiment Nr. 24), der Abſchied mit der geſetz=
rers
einen ungezwungenen und doch geregelten, freudigen
Miniſterium des Innern der Weg gewieſen worden. Es
lichen Penſion aus dem aktiven Heere bewilligt.
Kinderbetrieb. Während die Kleinen nach Belieben ſpie=
gehört
dazu die Hilfe derjenigen Anſtalten, die vor allem
g. Zum Nieder=Modauer Bankkrach. In der geſtri=
len
, ſich tummeln, im Sand graben, veranſtalten die Grö=
gen
Sitzung der Strafkammer plädierte der Staatsanwalt
als Geldgeber langfriſtigen Kredits, insbeſondere Im=
ßeren
ein geordnetes Ballſpiel oder bearbeiten unter An
gegen Adam, Beck und Iſaak und beantragte gegen
mobilienkredits, in Betracht kommen, die Sparkaſſen und
eitung die ihnen einzeln zugeteilten Beete des Gartens
Adam wegen der Fälſchung von Urkunden und der Un
In ihrer Pflege ſuchen ſich die Knaben zu überbieten.
die Landeshypothekenbank. Letztere iſt zu weitgehender
treue fünf Jahre Zuchthaus, wegen der mit Beck gemein=
Will doch jeder etwas Ordentliches auf dem bis jetzt ſehr
Hilfeleiſtung bereit. Es müßte daher von der Zentralkaſſe
ſam verübten Untreue vier Monate Gefängnis, wegen de
mageren Boden erzielen zur eigenen Freude und zur freu=
demnächſt
der Nachweis verlangt werden, daß durch dieſe
Anſtiftung Becks acht Monate Gefängnis und wegen der
digen Ueberraſchung der Seinen zu Hauſe, denen er die
Bilanzfälſchung vier Monate Gefängnis, insgeſamt
Hilfeleiſtung dem vorhandenen Bedürfnis nicht in vollen
Früchte ſeines Fleißes bringen wird. Natürliche Beſchäf=
eine
Zuchthausſtrafe von fünf Jahren ſechs
tigung durch Pflege der Pflanzenwelt, zwangloſe Bewe=
Umfange genügt werden kann. Nähere Darlegung der
Monaten. Die Anrechnung der Unterſuchungshaft
zung im Freien, gelegentliche Anregungen des Erziehers
gangbaren Wege für Eröffnung eines Staatskredits muß
ſtellt er in das Ermeſſen des Gerichts
Gegen Bed
zu Beobachtungen, zu Ordnung, Pünktlichkeit, Verträglich=
nach
Verhandlung mit der Zentralkaſſe und auf Grund der
beantragte er wegen der Untreue, der Zahlung der 2700
keit, Hilfsbereitſchaft, kurz Ausbildung von Körper, Geiſt
Mark an Adam, acht Monate Gefängnis, wegen der Un=
und Gemüt ſoll und will der Knabenhort in ſeiner Art
von dieſer zu machenden Vorſchläge der etwa einzu=
reue
der ſelbſt verwendeten 200 Mark drei Monate Ge=
pflegen
, indem er die Knaben täglich während einiger
bringenden Vorlage vorbehalten bleiben
ängnis, wegen der Protokollfälſchung einen Monat
ſchulfreien Stunden in ſeine Obhut nimmt. Möchten ſei
Hierbei iſt die Regierung auch bereit, der Frage der
nen Beſtrebungen die Freunde und Gönner nicht fehlen,
wegen der Bilanzfälſchungen 1907 vier Monate und der
Einrichtung einer Staatsaufſicht über die Zentralkaſſe
die ja heute auf dem Gebiete der Jugendpflege, Erziehung
von 1908 zwei Monate, insgeſamt eine Gefäng=
und Jugendwohlfahrt ſo zahlreich und hilfsbereit am
nisſtrafe von einem Jahr drei Monaten.
näherzutreten, wenn die mit dieſer Kaſſe einzuleitenden
ſind
Werke
Gegen Iſaa k beantragte er eine Zuchthausſtrafe
Verhandlungen eine rechtlich unanfechtbare und tatſächlich
Preisgekrönt. Bei der Kaninchen=Ausſtellung des
von zwei Jahren ſechs Monaten
wirkſame Grundlage für eine ſolche Aufſicht ergeber
Kaninchenzucht=Klubs
Darmſtadt
wurden
Das Plädoyer bezüglich der Anklagepunkte gegen
ſollten.
die Tiere von folgenden Züchtern prämiiert. Bei Belg
Ihrig findet heute ſtatt. (Ueber die Verhandlung ſiehe
Rieſen: B. Roß, Ehrenpreis und 2 zweite Preiſe;
beſonderen Bericht.)
Danach hat der Finanzausſchuß folgenden Antrag
Fr. Oechler, Ehrenpreis; H. Eberhardt 2 erſte und 1 zwei=
angenommen
:
Der Finanzausſchuß beantragt,
die
Landwirtſchaftliche Genoſſenſchaftsbank. Am
ter Preis: Gg. Schäfer 3 dritte Preiſe; L. Mager, F. Prie=
Großh. Regierung zu erſuchen, alsbald eine Vor=
Samstag, den 31. Mai, vormittags 10½ Uhr, findet
ſter und H. Hafner je 1 dritter Preis; H. Eberhardt und
lage einzubringen, wonach die Zentralkaſſe
der
in der Turnhalle, Woogsplatz, die 29.
ordentliche
B. Roß lobende Anerkennung. Bei Deutſchen Rieſen=
heſſiſchen
landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaften aus den
Generalverſammlung der Landwirtſchaftlichen Genoſſen=
Schecken: B. Roß, Ehrenpreis; K. Henkelmann, Ehren=
Vermögensbeſtänden der Großh. Hauptſtaatskaſſe Mitte
ſchaftsbank ſtatt.
preis; H. Eberhardt 1 erſter, 2 zweite und 3 dritte Preiſe
e
bis zu einem Betrage von 1 Million Mark
Städtiſches Gaswerk.
Immer wieder auf=
Fr. Diehl, Roßdorf, 1 zweiter Preis; Val. Müller und
zur Verfügung geſtellt und geeignete Vorſchläge für die
tretende Klagen über unbefriedigendes Funktionieren
Gg. Germann je 1 dritter Preis. Bei Franzöſ. Wid=
Verzinſung, die Sicherſtellung und die Rückzahlung die
von Gasverbrauchs=Apparaten (Kochern, Bade
dern: Fr. Oechler, Ehrenpreis; H. Hartmann, 1 erſter
ſer Mittel gemacht werden.
St.
öfen, Bügeleiſen=Erhitzern u. dergl.) oder der Gas=
Preis und Emil Hecker 1 dritter Preis. Bei Hollän=
E
Zme
meinnicht und das gelbe Windröschen (anemone ranun-
nehmung
wird das Bewußtſein erweckt, daß die Schöp
coloides), das übrigens giftig iſt. Im ganzen ein heiteres,
fungen des großen Kanzlers unter den wechſelnden Ge=
Feuilleton.
zufriedenſtimmendes Bild mitten im Bergwald, das nur
ſchicken unſeres Vaterlandes ſich behaupten werden
wenig deſſen ſonſtigen Charakter erkennen läßt. Und doch
Das hohe C des Troubadours. Wer entſinnt ſich
Geht der Glutball der Sonne hinter dem ſüdlichen
bietet ſich ganz in der Nähe hierzu volle Gelegenheit. Von
nicht jenes berühmten hohen C in der Cavaletta (Stretia)
Abhang des Frankenſteins unter und verbreitet roſiges
unſerem bisherigen Wege links abgehend, längs de
des Troubadours, jener einen Note, mit der ſo manche
Licht über den Abendhimmel, ſo iſt es Zeit in der Kirchen
Wieſe dem Zeichen rot=gelbes Dreieck folgend, dann wie
ſtille des Waldes den Rückweg zu nehmen. Die gefieder
Tenor ſein Glück machen kann und an der auch mancher
der durch geſchloſſenen Wald, links einen guten Fußpfad
en Sänger haben nun eine Auswahl getroffen, uns mit
weniger ſtimmbegabte Sänger ſo leicht ſcheitert. Dieſem
hinan, gelangt man zu einem Wegweiſer, der nach Rim
hohen C in der Cavaletta des Troubadours verdankte
ihren Liedern zu begleiten, denn wir hören nur noch ſolche
didim (Rundblick) zeigt. Durch jungen
dichten Buchen
die zu der feierlichen Abendſtimmung paſſen; darunter das
Tamagno ſeinen Aufſtieg und ſeine erſte Berühmtheit,
ſchlag kommen wir auf dieſe Stelle in 498
Meter Höhe mit
und dieſe eine Note entſchied darüber, daß er bei ſeinen
getragene Lied der Amſel, die allerdings hier ſeltener iſ
als in der Ebene
vor uns ſteil abfallenden Felſenmaſſen, einer Anhäufung
Tode ein Vermögen von 12 Millionen hinterlaſſen konnte
gewaltiger Blöcke von Granitporphyr. Von Neunkirchen
In nächſter Nähe von Neunkirchen befinden ſich noch
Aber dieſes hohe C würde man in dem Originalmanu=
bis
hierher wanderten wir, abgeſehen von dem Lehmboden
viele andere Punkte mit hübſcher oder bedeutender Aus=
kript
des Troubadours vergeblich ſuchen; es ſtammt nicht
in der Nähe des Ortes, über die Eruptiv=(vulkaniſcher
ſicht, auch ſolche mit gewaltigen Felsgruppen, zu denen
von Verdi; es verdankt ſeine Entſtehung einem Zufall
Geſteine Diorit (im Odenwald fälſchlich Syenit genannt
gut gepflegte Wege, meiſt in ſchattigem Walde führen; ſo
Das hohe C der Cavaletta, ſo erzählt der Staffile, wurde
und Granit, beſonders Granitporphyr, der größere Feld=
der
Eugenienſitz mit anmutigem Blick auf das jetzt in
von dem berühmten Tenor Carlo Beucardé erſonnen,
ſpatſtücke enthält. Den Namen Rimdidim im Oden=
Schmuck der Blüten des Flieders und Goldregens ſtehende
jenem wundervollen, ungewöhnlich ſtimmbegabten Sän
walddialekt ſoll die Stelle erſt ſeit etwa 25 Jahren führen,
Neunkirchen, der auch durch eine Anſichtskarte feſtgehalter
ger, der durch ſein ausſchweifendes Leben ſein Organ vo
d. h. rundherum, als Rundblick
iſt, der Eliſabethenſtein, das Zindenauer Schlößchen, der
der Zeit ruinierte. Eines Abends wurde im römiſcher
Ernſt Ludwig=Felſen.
Apollo=Theater der Troubadour gegeben; das Publikum
In der Tat liegt eine überraſchend vielgeſtaltige Land
In dieſem Jahre kann unſer Ort ſein 25jähriges
wurde mit der Zeit ſehr nervös, reizbar und unruhig,
chaft vor uns die wir von einer Bank aus überſchauen
ubiläum als Kurort feiern, denn es war im Jahre
denn die Leonore wurde von einer Sängerin geſungen,
können. Man überſieht hier auf einmal, was man bei
1888, als ein Ehepaar von Frankfurt a. M., erſtmals
die ihre Rolle nicht beherrſchte und detonierte. Man ſpürte
Neunkirchen nur nacheinander auf einer längeren Weg
Unterkunft im Gaſthaus zum Grünen Baum ſuchte, das
auf der Bühne förmlich, wie ſich im Zuſchauerraum ein
ſtrecke auffaſſen kann, dabei ausgeprägter, ſchärfer. Ein
damals nur rein örtlichen Anforderungen entſprach, um
Theaterſkandal zuſammenbraute, jeden Augenblick drohte
vor uns ſtehender hoher Bergahorn trennt den Ausblic
auf luftiger Höhe die Sommerfriſche zu koſten. Der Wirt
der Sturm loszubrechen. Beucardé ſang ſeine Romanze
gewiſſermaßen in zwei Teile, links faſt nur Berge, Täler
war von dieſem Anſinnen ganz überraſcht und ging bei
Ah. si, ben mio, eoll’essere ganz prachtvoll, aber das
Wald, Wieſen und Feld, rechts davon die freundlichen Ge
ſeinen beſchränkten Räumlichkeiten erſt auf eindringliches
bereits verärgerte Publikum reagierte nicht und begleitete
ilde bei und hinter Lichtenberg mit den zahlreichen Ort
Zureden darauf ein. Als dieſe Kurgäſte dann ſtatt dem
die Romanze, deren Vortrag ſonſt Beifallsſtürme zu ent
ſchaften, jenſeits der Gerſprenz Höhen des ſogenannten
hier eingebürgerten Bergſträßer Tropfen Gerſtenſaft zu
feſſeln pflegte, mit dumpfem Schweigen. Der Tenor wark
Böllſteiner Granits und Buntſandſteins. Hinter dem vo
rinken verlangten, erwuchs neue Verlegenheit; das Bier
wütend er fühlte ſich als das unſchuldige Opfer einer ar
uns liegenden weiten Abhang tritt beſonders charakte
konnte erſt nach Ueberwindung mancher Hinderniſſe dure
ſich verſtändlichen Mißſtimmung des Auditoriums. Als
riſtiſch, in ſcharfen Umriſſen, die mit prächtigem Wald be
Vermittelung eines Händlers in Beedenkirchen von Pfung=
er
die berühmte Cavaletta intonierte und an die Stelle
deckte Höhe Kernbach hervor, hauptſächlich aus Hornblende=
ſtadt
herbeigeſchafft werden. Ich aber halte es noch mit
kam, an der der vermeintliche Sohn Azucenas ſchwört, die
granit und Diorit aufgebaut mit der Hainenburg, einem
einem
guten Tropfen Wein
Mutter zu retten oder ſelbſt zu ſterben, ſtimmte er plötzkich
Ringwall aus der keltiſchen Zeit und dem ſich deutlich ab=
das
hohe C an. Er hielt den Ton lange an; das Publi=
Drum zum Scheiden von dem lieben Orte
hebenden Forſthaus Hütte Kernbach‟ Dort aber, im
kum war verblüfft und rührte ſich eine ganze Weile nicht.
Sei ein Glas geleert der beſten Sorte
Nordweſten, von dem Dommerberg bei Darmſtadt, winkt
Dann aber brach ein Beifallsſturm los, wie man ihn
Weines auf ſein Wohl und Wiederſehen,
der Bismarckturm herüber, weit ſchauend über unſeres
Wenn aufs Neu’ die Frühlingslüfte wehen.
Odenwaldes wechſelreiche Gefilde. Mit dieſer Wahr=
ſelbſt
in Rom ſelten erlebt hatte. Die Menge forderte ſtür=

[ ][  ][ ]

Nummer 123
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 29. Mai 1913.
Seite 4.
Weicker=Darmſtadt, Pfarrer Sell=Erbach, Profeſſor Mat
Eine Poſtkarte, die er von Marktheidenfeld bei Wür
der: Konr. Seibel, dritter Preis. Bei Silber= Ka=
thes
=Darmſtadt uſw. Mit Geſang wurde die Konferenz
burg ſandte, enthält die Mitteilung, daß er ſich nac
ninchen: K. Henkelmann, Ehrenpreis 1 erſter und
Ein gemeinſames Mittageſſen im Reſtau

geſchloſſen
Nürnberg wende. Trotz polizeilicher Recherchen fehlt bie
zweiter Preis; Fr. Stephan 1 erſter Preis; B. Roß
rant Zur Oper wobei Prälat D. Dr. Flöring den Toaſt
jetzt aber jede weitere Spur. Der fünfzehnjährige Junge
zweiter und 2 dritte Preiſe; L. Mager und H. Schütz je
auf Seine Königliche Hoheit den Großherzog ausbrachte,
Wer
ſt 1,401,45 Meter groß und war gut gekleidet.
dritter Preis; K. Eichholz lobende Anerkennung. Be=
beſchloß
die Tagung.
Auskunft geben kann, wird um Mitteilung gebeten.
Angora: Karl Henkelmann 1 zweiter Preis, Bei Her
melin: Fr. Stephan 1 zweiter und 1 dritter Preis; B
§ Unfall. Am Dienstag abend gegen 7 Uhr wurde ir
Roß 2 dritte Preiſe. Bei Black and tan=Kanin=
23. Hauptverſammlung der Zentral=
der
Alexanderſtraße ein vier Jahre alter Knabe
chen: K. Munkelt erſter Preis. Bei Schlachtzucht:
von einem Motorwagen der elektriſchen Straßen=
genoſſenſchaft
der heſſiſchen landwirtſchaftlichen
dritter Preis. Be=
Gg. Schäfer und K. Munkelt je 1
bahn überfahren. Der Knabe welcher einen Ober
Konſumvereine in Darmſtadt
zweiter Preis und
Schlachtkaninche n: B. Roß 1
chenkelbruch und verſchiedene Quetſchwunden erlitt, iſt zu
H. Eberhardt 1 dritter Preis. Bei Belg. Rieſen
Im ſtädtiſchen Saalbau fand geſtern vormittag die
(2
nächſt in das Garniſonlazarett und von da mittelſt Kran
Jungtieren: Gg. Schäfer, Ehrenpreis, 1 erſter,
2
Hauptverſammlung der Zentralgenoſſenſchaft der heſſiſchen
kenautomobil in das ſtädtiſche Krankenhaus verbracht
zweite und 3 dritte Preiſe: Peter Sauer, Ehrenpreis und
landwirtſchaftlichen Konſumvereine ſtatt, die von den Ver=
-
Von der Heag wird hierzu gemeldet: Diens=
worden
.
1 dritter Preis; K. Eichholz 1 erſter Preis; Fr. Oechler
tretern der Provinzvereine zahlreich beſucht war. Der
tag abend gegen 7 Uhr lief ein 3½jähriger Junge in de
zweiter und 1 dritter Preis; B. Roß und Gg. Reinhardt je
K. Hembes=
Vorſitzende des Aufſichtsrats, Herr
Alexanderſtraße (Ballonplatz) von dem Fußſteig herunte
1 dritter Preis. Bei Deutſchen Rieſen=Schecken
Ober=Olm, begrüßte die erſchienenen Genoſſenſchaftsver=
direkt
gegen die rechte Seite der Plattform eines Motor=
Jungtieren: H. Eberhardt, Ehrenpreis; K. Henkel=
treter
in herzlichen Worten und widmete dem verſtorbenen
wagens und kam dabei zu Fall. Er geriet unter den ſeit=
mann
1 erſter Preis; Fr. Diehl, Roßdorf, 1 zweiter und
Oekonomierat Auguſt Dettweiler
Vorſtandsmitglied
ehe
lichen Bahnräumer, erlitt einen linken Unterſchenkelbruch
2 dritte Preiſe. Angora=Jungtiere: K. Henkel
Laubenheim einen ehrenden Nachruf. Der Name Au
und Quetſchungen. Der Motorwagen wurde mit allen zu
mann, 1
zweiter Preis. Hermelin=Jungtiere:
guſt Dettweiler wird unauslöſchlich mit der Ge=
Gebote ſtehenden Mitteln zum Stillſtand gebracht, doc
G. Schäfer 1 dritter Preis. Bei Pelzſachen: K. Henkel=
ſchichte
des heſſiſchen Genoſſenſchaftsweſens verknüpft blei
war der Unfall nicht abzuwenden, da das ſcheinbar unbe=
Di
mann 1 zweiter Preis und B. Roß 1 dritter Preis.
ben. Zum treuen Gedenken an den Verſtorbenen erhob
aufſichtigte Kind direkt ſeitlich in den Motorwagen hinein
Ausſtellung war vom ſchönſten Wetter begünſtigt und er
ſich die Verſammlung von den Sitzen
lief. Wie feſtgeſtellt wurde, trifft den Wagenführer kein
freute ſich eines recht zahlreichen Beſuches.
Hierauf erſtattete Genoſſenſchaftsdirektor Oekonomie
Verſchulden.
*
Die Hauptverſammlung der hieſigen Ortsgruppe
rat
Dr. A. Heydenreich=Darmſtadt den Geſchäfts=
des
Alldeutſchen Verbandes war gut beſucht.
Der ge=

bericht für das Jahr 1912. Demſelben ſchickte er das fol=
ſchäftsführende
Vorſitzende, Herr Sekretariatsaſſiſtent
Die 34. allgemeine Konferenz der evangeliſchen
gende voraus: Die Bilanz und die Jahresrechnung für
Treßer, begrüßte die Verſammlung und erſtattete der
Geiſtlichen der Provinz Starkenburg
1912 war bereits fertiggeſtellt, als bei der Landwirtſchaft
Jahresbericht. Danach hat die Ortsgruppe im abgelaufe=
lichen
Genoſſenſchaftsbank eine ſchwere Kataſtrophe ein
Die zahlreich beſuchte Konferenz wurde geſtern vor=
nen
Vereinsjahre zwei öffentliche Verſammlungen abge=
trat
, die unſer heſſiſches Genoſſenſchaftsweſen in die ſchwie
mittag 10¼ Uhr mit dem gemeinſamen Geſang zweie
halten, in denen auswärtige Redner zum Wort kamer
rigſte Lage gebracht hat. Auch unſere Zentralgenoſſen
Verſe des Chorals Morgenglanz der Ewigkeit eröffnet,
Leider ließ der Verſuch beider Veranſtaltungen ſelbſt aus
ſchaft wurde dabei in Mitleidenſchaft gezogen, wenn auch
vorauf Dekan Schuſter=Dudenhofen den Text 2. Kor.
den Kreiſen der Mitglieder zu wünſchen übrig. Außerden
nicht dadurch ihre Aktionstätigkeit in Frage geſtellt iſt. Die
6 verlas und ein Gebet ſprach. Sodann begrüßte der
beteiligte ſich die Ortsgruppe an einem Vortrage des Ko=
Zentralgenoſſenſchaft beſitzt 10 Aktien der Genoſſenſchafts
Vorſitzende, Prälat D. Dr. Flöring, die Verſammlung
lonialvereins. Die Mitgliederzahl hat ſich ſeit der letzten
bank à 1000 Mark und hatte am 23. April 1913 ein Bank=
insbeſondere
den Präſidenten des Oberkonſiſtoriums D.
Hauptverſammlung trotz verſchiedener Wegzüge und
guthaben von 79182 Mark. Dieſe Verhältniſſe wurden bei
Nebel und andere Mitglieder der oberſten Kirchenbehörd
Todesfälle durch Ueberweiſung und Beitritt um 5 ver
der definitiven Feſtſtellung der jetzigen Bilanz in vollem
und gedachte mit ehrenden Worten der ſeit der letzten Tag
mehrt. Sie iſt jedoch im Verhältnis zur Größe unſerer
Ausmaß berückſichtigt. Trotz der hierdurch gebotenen Ab
Stadt und zur Bedeutung der Sache, die der Verband ver=
ung
verſchiedenen Mitglieder der Konferenz Pfarrer Hap
ſchreibungen und beſonderen Rückſtelluſigen ſchließt die
tritt, noch zu niedrig. Im Anſchluß an den Jahresbericht
vel=Heubach, Pfarrer Koch=Pfungſtadt, Pfarrer Schneider
1912er Bilanz noch mit einem Reingewinn von 64 401 Marl
gab Herr Treßer einen Ueberblick über die politiſche Lag
Neckar=Steinach und Pfarrer Stromberger=Zotzenbach. Die
ab. Dieſe Summe ermöglicht es, neben einer angemeſſenen
des Reiches vom alldeutſchen Standpunkt aus. Er hob
Verſammlung ehrte ihr Andenken durch Erheben von den
Dotierung der Reſerven und der üblichen Rückvergütung,
hervor, daß die Verhältniſſe in der äußeren Politik trot
Sitzen.
auf die Bezüge der verſchiedenen Kalidünger eine allge=
aller
Entſpannungen ernſt ſeien. Frankreich dränge ſeit
Sodann erſtattete Pfarrer D. Dr. Preuſchen=Hirſch
meine Rückvergütung für die Bezugsgenoſſenſchaften von
unſerem Rückzuge aus Marokko immer offener zu einer
horn das angekündigte Referat: 18131913, zwei Quer=
3 Prozent in Vorſchlag zu bringen. Die größte Schwierig
kriegeriſchen Auseinanderſetzung. Im Innern ſei trotz der
ſchnitte durch die religiös=ſittliche und kirchliche Lage
keit für die Verwaltung beſtand jedoch darin, daß man in=
Vermählung am Kaiſerhofe die Welfenfrage noch nicht
Dem Vortrag lagen, lt. Darmſt. Ztg., folgende Leitſätz
gelöſt, und in Elſaß=Lothringen würden die Zuſtände von
mitten eines großen Frühjahrsgeſchäftes
zugrunde: 1. der politiſche und geiſtige Aufſchwung des
Tag zu Tag unhaltbarer. In der Nord= und Oſtmark ge=
plötzlich
ohne jede Bankverbindung war. Da di
Jahres 1813 geht von Preußen aus und hat ſeinen Mit=
wännen
durch die zaghafte Politik der Regierung die
neue Zentralkaſſe der heſſiſchen landwirtſchaftlichen Ge
telpunkt an dem Freiherrn vom Stein. Die Rheinbund=
Reichsfeinde immer mehr an Boden. Auch die Wehrvor=
noſſenſchaften
noch nicht in der Lage war, uns die großer
ſtaaten, denen die Verbindung mit Frankreich politiſch=
lage
bedeute keinen endgültigen Bruch mit der Vergangen
Mittel, die wir alsbald benötigten, auf der ſeitherigen Kre=
und ökonomiſche Vorteile brachte, haben die Abhängigkei
heit; das alte Syſtem mit den alten Männern an der
ditbaſis zu beſchaffen, war man gezwungen ſich um ein
nicht als Schmach empfunden, ſich aber doch dem einmal
Spitze ſei beibehalten, und die gerühmte Begeiſterung des
andere Bankverbindung umzuſehen. Dank der völlit
entfeſſelten Strom der Begeiſterung nicht entziehen könner
Volkes für den Wehrbeitrag, die ſogar mit der Opfer
klaren und günſtigen finanziellen Verhältniſſe der Zentral
und daher auch ſeine Wirkungen verſpürt. 2.
Die Auf=
willigkeit
aus dem Jahre 1813 verglichen werde, herrſche
genoſſenſchaft war es möglich, ein Abkommen mit der
klärung hatte für die Kirche wenig Verſtändnis, da ſie it
nur in den Kreiſen, die von der Steuer nicht erfaßt wer
Bank für Handel und Induſtrie in Darm=
ihr
nur den Hort des Aberglaubens ſah und eine Feſſel
den. An den Vortrag ſchloß ſich eine lebhafte Ausſprache
ſtadt zu treffen. Die bei dem Uebergang zu eine
der perſönlichen Freiheit. So ſank das Anſehen der Kirche
Dann wurde der ſeitherige Vorſtand durch Zu
neuen Bankverbindung entſtandenen Reibungen und Un=
und dies um ſo mehr, als die geiſtigen Führer des Vol=
ruf
wiedergewählt und durch Zuwahl eines neuen
klarheiten werden bei gegenſeitigem guten Willen in aller
kes keinerlei Verhältnis zu ihr zu gewinnen vermoch
Mitgliedes ergänzt. Für das kommende Vereinsjahr
Kürze zur Zufriedenheit unſerer Mitglieder beſeitigt ſein
hatten. Dennoch hat die Aufklärung durch ihre Glückſelig=
wurde
, beſchloſſen, eine größere Anzahl Mitgliederver
(Langanhaltender Beifall.
keitsmoral dem Idealismus die Wege geebnet, der pflicht=
ſammlungen
abzuhalten, in denen teils hieſige Redne:
Die geſchäftlichen Ergebniſſe des Jahres 1912 waret
mäßiges Handeln in den Mittelpunkt ſtellte und ſo das
teils Herren aus den benachbarten Ortsgruppen über all
ſehr günſtig. Der Geſamtwarenbezug und der Geldumſatz
opferfreudige Geſchlecht erzog, dem das Leben nicht der
deutſche Realdinge ſprechen ſollen. Der Vorſitzend
war der höchſte, der bisher erreicht wurde. Die Zen
Güter höchſtes war. 3. Der Zuſammenbruch der beſtehen
teilte noch mit, daß das Verzeichnis der deutſchen Gaſt
tralgenoſſenſchaft hatte am 31. Dezember 1912 einen Mit=
den
Ordnungen, der Druck einer frivol ausgeübten Fremd
ſtätten in Südtirol und den übrigen ſprachlich gefährdeter
gliederſtand von 139 Genoſſenſchaften und 9 Einzelper=
herrſchaft
, die mörderiſchen Schlachten der endloſen Kriege
Gebieten Oeſterreichs neu aufgelegt ſei. Herr Rechtsan
ſonen mit einem Geſchäftsguthaben von 22722 Mark un
lehrten das Volk wieder beten: die Kataſtrophe in Ruß
walt Dr. Geßner ſprach zuletzt in herzlichen Worten
einer Haftſumme von 113500 Mark. Der Geſamtwaren=
land
erſchien als das Gottesgericht, das an die Gerechtig
dem Vorſitzenden den Dank der Ortsgruppe für ſeine
bezug an künſtlichem Dünger, Futtermitteln und Stein=
keit
der göttlichen Weltleitung wieder glauben ließ. Die
mühevolle Arbeit aus
kohlen betrug 586300 Zentner mit einem Geldwerte von
hierdurch geweckte religiöſe Stimmung wurde kräftig ge=
Die Wetterfeſten. Sonntag, den 1. Juni, findet
2029911 Mark. Direktor Dr. Heidenreich gab hierauf noc
ördert durch die tiefe und aufrichtige Frömmigkeit der
die 6. Wanderung ſtatt. (Näheres ſiehe Anzeige.)
einen eingehenden Bericht über das Futtermittelgeſchäft
Männer, die Napoleon als die Ideologen mehr fürchtet
Vermißt. Seit Mittwoch vor Pfingſten wird de
den Steinkohlenbezug, der mit einem allgemeinen Waggon.
als die feindlichen Heere. 4. Die Folge dieſer neu geweck
am 19. Dezember 1897 geborene Jakob Friedrich Pete
mangel zu kämpfen hatte, über den Verkehr mit der land=
ten
Religioſität war die Belebung des kirchlichen Sinnes
Freudenberger, der bei einem Schuhmachermeiſte
wirtſchaftlichen Verſuchsſtation und weiſt wiederholt au
Die Berührung mit der auch im franzöſiſchen Kaiſerreich
in Langen in der Lehre war, vermißt. Der Junge ging
die Notwendigkeit der Kontrolle der künſtlichen Düngemitte
herrſchenden Unkirchlichkeit und Religionsfeindſchaft führt
nach einer ihm verabreichten geringfügigen Züchtigung
durch dieſe Anſtalt hin. Dem Geſchäftsbericht wurde ohn=
zu
verſtändnisvollerer Betrachtung des eigenen Kirchen=
durch
und iſt bis jetzt noch nicht wieder zurückgekehrt
Debatte zugeſtimmt und dem Direktor Dr. Heidenreich der
tums, die gefördert wurde durch die Kenntnis fremder
Dank der Verſammlung für ſeine umſichtige Geſchäfts=
Religioſität einer Folge der Waffenbrüderſchaft mit Oeſter
miſch die Wiederholung, und der verſöhnte Tenor ſang
führung ausgeſprochen
reichern und Ruſſen. Der Gedanke einer deutſchen Natio
auch die Cavaletta ein zweites Mal. Verdi erfuhr ſpäter
Eine Reviſion der Zentralgenoſſenſchaft hat am 10.
nalkirche tauchte auf und führte zu einer Ueberbrückung de
die Geſchichte von dieſem Zwiſchenfall und fügte dann in
September 1912 durch den Reviſor des Reichsverbandes
konfeſſionellen Gegenſätze. 5. Die Sittlichkeit hatte in de
ſeine Partitur eigenhändig jenes C ein; er hatte in jenen
ſtattgefunden und haben ſich keinerlei Anſtände ergeber
Aufklärungszeit unter den Gebildeten und Bürgern ſchwer
Tagen gerade die Druckkorrekturen empfangen und konnte
Auf Antrag des Vorſitzenden des Aufſichtsrates wurde den
gelitten: die Ungebundenheit des Kriegslebens und die
ſo die Aenderung noch vornehmen
Vorſtand Entlaſtung erteilt. Ebenſo wurde die Jahres
häufigen Einquartierungen hatten ſie auch auf dem Land
bilanz für 1912 mit 365801 Mark in Einnahme und Aus
gelockert. Der Todesmut der Freiheitskämpfer und die
* Wie die amerikaniſchen Mädchenhändler ihre Opfe
gabe genehmigt. Zur Sicherheit für alle eintretenden
Erinnerung an das übermenſchliche Ringen erſtickten die
einfangen. Die geradezu unglaubliche Frechheit, mit der
Eventualitäten wurde ein Rückſtellungskonto in Höhe von
Leichtfertigkeit und der zu höchſter Empfindlichkeit ent=
die
amerikaniſchen Mädchenhändler arbeiten, charakteriſier
20000 Mark in die Bilanz eingefügt. Nach dem Berich
wickelte Ehrbegriff verlangte und zwang die ſittliche Selbſt=
ein
Vorfall, den ein Däne, als Augenzeuge, kürzlich den
des Aufſichtsrats=Vorſitzenden Hembes=Ober=Olm, ſoll die
zucht, die ſich in beiſpielloſem Opfermut betätigte. 6. Gegen
Skandinaviſchen Verein für junge Mädchen in New=Yor
des Reingewinns für 1912 vor
Verteilung
über dem Aufſchwung jener Zeit trägt die unſere in viele
mitteilte. Er befand ſich auf einem Eiſenbahnzug
wie folgt ſtattfinden: Für Reſervefonds
64 401,67 Mark
Hinſicht Zeichen des Verfalles an ſich: anſtelle opferfähige
zwiſchen New=York und Chicago, in dem auch etwa 150
2000 Mark, für Betriebsrücklage 3000 Mark, für den Pen
Vaterlandsliebe eine nur die eigenen Intereſſen rückſichts=
Auswanderer aus Europa fuhren. Hinter Pittsburg
ſionsfonds 2000 Mark, für die Geſchäftsguthaben nach dem
los verfolgende Parteipolitik; anſtelle des Idealismus eit
tauchten in dem Zuge plötzlich drei Herren auf, die von
Stand am 31. Dezember 1911 1109,15 Mark. Für Rück
öder Materialismus der alle Dinge nur unter dem Ge=
Wagen zu Wagen gingen und überall verkündeten, daß
vergütung auf Kainit, Kalidüngerſalz und ſonſtige Warer
ſichtspunkt des Gewinnes betrachtet: anſtelle ſtrenger ſitt
auf der nächſten Station den mitfahrenden jungen Mäd=
exkluſive
Kohlen, Chiliſalpeter, Kupfervitriol und Saatgut
licher Zucht Frivolität und Gier nach Befriedigung der
chen ein Frühſtück ſerviert würde. Nach einiger Zeit mach=
insgeſamt
47853,57 Mark mit 3 Prozent und als Vortrag
Sinnenreizes; demgegenüber die Kirche geſchwächt durch
ten ſie dieſelbe Mitteilung auf die gleiche Art noch einmal
auf neue Rechnung 8438,95 Mark. Dieſem Vorſchlat
den Anſturm naturphiloſophiſcher und äſthetiſcher Reli=
und fügten hinzu, daß der Zug an dem betreffenden Ort
ſtimmte die Verſammlung einſtimmig zu. Bei den Vor
gionsfeindſchaft. 7. Dennoch würde es falſch ſein, die
einen Aufenthalt von 10 Minuten nehme. Bald darau=
ſtandswahlen
wurden die ausſcheidenden Vorſtands= und
Zeit nur peſſimiſtiſch zu beurteilen. Viele jener Erſchein
lief man in New=Caſtle ein, und die jungen Mädchen, etwa
Aufſichtsratsmitglieder wieder gewählt. Anſtelle des ver
ungen ſind die Folgen einer langen Friedenszeit einerſeits
50 an der Zahl, verließen den Zug und gingen in das
ſtorbenen Vorſtandsmitgliedes Auguſt Dettweiler wurde
und des geſteigerten Volkswohlſtandes andererſeits, de
Stationsgebäude hinein, um dort das Frühſtück zu ver
Bürgermeiſter Keim=Wonsheim und an deſſen Stelle Herr
doch, da ſich die natürlichen Hilfsquellen des Landes nicht
zehren. Der Däne, der den Vorgang beobachtet hatte
Fritz Beiſel=St. Johann einſtimmig gewählt. Damit war
vermehrt haben, ein Ergebnis der gewaltig geſteigerten
und der wußte, daß der Zug in New=Caſtle nicht zehr
die Tagung beendigt, an die ſich ein gemeinſames Mittags
Anſtrengungen des Volksganzen iſt. Solange ein
Minutex, ſondern nur eine Minute hält, eilte den Mäd
Volk
mahl im Saalbau=Reſtaurant anſchloß.
eine ſolche Steigerung der nationalen Arbeit erlebt, kann
chen nach und warnte ſie. Es gelang ihm auch, einen Tei
man nicht von einer Schwächung des Volksganzen ſprechen
von ihnen zur Umkehr zu bewegen, aber 20 blieben in
8. Bedenklicher ſcheint das Sinken der Sittlichkeit zu ſein
Stationsgebäude zurück. Im nächſten Moment ſetzte ſich
h-
Trotzdem das
Von der Bergſtraße, 28. Mai.
Zur Erklärung dieſer Tatſache reichen die in den ökond
der Zug wieder in Bewegung, und von den 20 leichtgläu
Pfingſtfeſt in dieſem Jahre ſehr früh lag und wir das
miſchen Verhältniſſen liegenden Gründe nicht aus: abet
bigen Mädchen hat man ſeitdem nichts mehr
ge=
ſchönſte
Wetter haben, ſo läßt der Verkehr der Kur=
ſie
iſt doch die Begleiterſcheinung einer jeden höher ent=
hört
. Keine von ihnen war im Beſitze von Geld, da ja
gäſte ſehr viel zu wünſchen übrig. Nur eine geringe
wickelten Kultur. Den ſittlichen Ernſt des Volkes beweiſt
ihre Habſeligkeiten im Zuge zurückgeblieben waren, und
Anzahl von Kurgäſten befindet ſich in den Hotels, und die
der Kampf, der gegen ſolche Erſcheinungen auf aller
keine verſtand ein Wort Engliſch. Es waren zumeiſt
Privatwohnungen ſtehen faſt alle noch leer. Gerade jetzt,
Punkten und nicht ohne Erfolg geführt wird. 9. Die durch
Polinnen und Spanierinnen, aber auch einzelne Schwe=
wo
nach alles im jungen Grün ſteht, keine Schnaken und
kirchenvolitiſche Varteikämpfe geſteigerte Zerfahrenheit der
dinnen und Norwegerinnen. Ohne Zweifel wurden die
ſonſtigen läſtigen Inſekten vorhanden ſind, iſt eine Er
kirchlichen Lage darf nicht darüber täuſchen, daß die reli
hilfloſen Mädchen von der Station aus verſchleppt. Als
holung beſonders günſtig

Die Spar= und Dar=
giöſen
und kirchlichen Probleme mehr als je zuvor im
dem ſkandinaviſchen Verein in New=York dieſer Fall mit=
lehnskaſſen
in Zwingenberg und Auerbad
Mittelpunkt des Intereſſes ſtehen. Der Indifferentismu
geteilt wurde, ſetzte er ſich ſofort mit dem Gouverneur des
erleiden bei der Landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaftsban
weiter Kreiſe iſt im Schwinden, und die Unentbehrlichkei
Staates Illinois, ſowie mit der betreffenden Eiſenbahn
in Darmſtadt Verluſte, erſtere 2000 Mk. und letztere 6000
einer religiös begründeten Weltanſchauung wird immer
geſellſchaft in Verbindung. Es wurden Nachforſchungen
Mark in Aktien. Die Kaſſe in Zwingenberg hat ihre Auf=
mehr
als Notwendigkeit erkannt. Dadurch gewinnt die
löſung beſchloſſen. Die Auerbacher Kaſſe kann ihren Ver
angeſtellt, die aber zu keinem Reſultat führten
Kirche wieder an Boden, was ſie eingebüßt hatte. 10. Die
luſt noch ertragen, da der Reſervefonds und die Betriebs
* Ein neuer Titel. Im preußiſchen Abgeordnetenhaus
Geſchichte im Lichte der Ewigkeit betrachten, heißt ſie opti=
rücklage
etwa 35000 Mark betragen. Während für die
hatte bei den Haushaltsberatungen der Unterrichtsver
miſtiſch betrachten. Nicht wir machen die Geſchichte, ſon=
Mitglieder dieſer Kaſſe kein Riſiko vorhanden iſt, muß in
waltung der Kultusminiſter auf eine Anregung die Zu
dern Gott. Menſchen und Völker dienen ſeinen Zwecken
Zwingenberg jedes Mitglied etwa 60 Mark bezahlen
ſage gemacht, den Vorſchlag, für ältere Direktoren der
Sie zu dieſem Dienſt zu erziehen, iſt daher die Aufgabe
h- Von der Bergſtraße,
28. Mai. Man ſchreibt uns:
höheren Lehranſtalten den Titel Geheimer Studienrat
die uns von der Laſt der Vergangenheit befreit und der
Der Preis des Schweinefleiſches hält ſich auf einer
einzuführen, in Erwägung ziehen zu wollen. Dieſe Er
Blick auf die Zukunft richtet
Höhe, der in gar keinem Verhältnis zu dem Einkaufspreiſ
wägungen ſind inzwiſchen zum Abſchluß gebracht und es
An der Beſprechung, die ſich an den mit lebhaftem
der Schweine ſteht. Die Metzger zahlen nur noch bis zu
wird tatſächlich der neue Titel für Philologen zur Ein
Beifall aufgenommenen Vortrag anſchloß, beteiligten ſich
68 Pfg. das Pfund Schlachtgewicht und nehmen faſt über=
führung
gelangen. Es gilt nicht als ausgeſchloſſen, da=
Oberkonſiſtorialpräſident D.
Nebel, Prälat D. Dr. Flöring,
all 90 Pfg. dem verbrauchenden Publikum ab. Went
bereits im nächſten Monat Verleihungen dieſes Titels er=
Pfarraſſiſtent. Eck=Neu=Iſenburg. Pfarrer Lic. Fuchs=
man
bedenkt, welche beſonderen Vorteile die Metzger noch
folgen werden
Rüſſelsbeim, Dekan Knodt=Groß=Zimmern, Pfarrer i. P.
dabei haben, ſo iſt das ein ganz enormer Verdienſt, der

[ ][  ][ ]

Occke 6
Nummer 125.
Darmſtadter Tagblatt, Donnersrag, den 29. Mat 1915.
das Metzgergewerbe hier erzielt. Wenn es irgendwo zu=
die
in mancher Beziehung die Erinnerung an das Unglück
Deutſcher Reichstag.
trifft, daß das Handwerk noch goldenen Boden hat, ſo iſt
von Binz wachruft, wo bei dem Einſturz der Landungs=
es
bei den Metzgern ganz gewiß der Fall
brücke ſo viele feſtesfreudige Menſchen unerwartet einen
* Berlin, 28. Mai. Der Präſident Dr Kaemp=
Offenbach, 28. Mai. Zu dem wirtſchaftlichen
tragiſchen Tod fanden. Auch in Long Beach herrſchte
eröffnet die Sitzung um 2 Uhr 50 Minuten. Erſter Punkt
Kampfe der Offenbacher Schweinemetzger wegen Er
Feſtesfreude; die Kalifornier britiſcher Abkunft feierten
der Tagesordnung iſt eine ſozialdemokratiſche Inter=
richtung
einer ſtädtiſchen Wurſtfabrik nahm eine
den Empire Day in Erinnerung an ihr früheres Vater
pellation über Einſchränkung des Ver=
Verſammlung der Schweinemetzger Stellung. Ein in der
land, weither aus der Umgebung waren fröhliche Zuſchauer
eins= und Preſſerechts in Elſaß= Lothrin=
letzten
Sitzung der Teuerungskommiſſion vom Oberbürger=
herbeigeeilt
, um die große Parade der Feſtteilnehmer mit=
gen
. Der Staatsſekretär Dr. Delbrück erklärt: Der
meiſter gemachter Vermittlungsvorſchlag durch die Ein=
anzuſehen
, die nach amerikaniſchem Brauche mit Flagger
Reichskanzler iſt bereit, die Interpellation Ende dieſer
ſetzung einer Preisfeſtſetzungskommiſſion, der eine leb=
und Bannern durch die Stadt zogen. Am Mittag ſollten
Woche zu beantworten. Damit iſt dieſer Punkt für heute
hafte Diskuſſion hervorrief, wurde einſtimmig abgelehnt.
in der Feſthalle Aufführungen, Vorträge und Konzerte
rledigt. Es folgt die
Als Gegenmaßregel gegen eine Boykottaufforderung übe
ſtattfinden. Die Feſthalle liegt am Ende der berühmten
alle nicht mehr im ſtädtiſchen Schlachthof, ſondern in dem
zweite Leſung des Entwurfs eines Reichs= und Staats=
großen
Landungsbrücke von Long Beach, die von der Stadt
Privatſchlachthaus in Rumpenheim ſchlachtenden Metzger
erbaut wurde und ſich von anderen Landungsbrücken da=
angehörigkeitsgeſetzes
.
wurde mit dem Vorſchlag beantwortet, ſchon von heute
durch unterſcheidet, daß ſie aus zwei Stockwerken beſteht
Abg. Landsberg (Soz.): Wir haben den Wunſch
an kein Schwein mehr im Offenbacher ſtädtiſchen Schlacht=
Um die Mittagsſtunde begannen die Schauluſtigen von
daß das Geſetz auf die Eingeborenen in unſeren Kolonien
hof ſchlachten zu laſſen, ſondern vorläufig alle Schweine
Strande aus über die Landungsbrücke der Feſthalle zuzu
ausgedehnt wird und daß dieſe Perſonen unmittelbare
in Rumpenheim zu ſchlachten, wurde einſtimmig angenom=
eilen
; da die Tore zu dem Zuſchauerraum noch geſchloſſen
Reichsangehörige werden. Wir wollen die Beſtimmung
men. Der Errichtungsplan einer Schlachthofgenoſſenſchaft
gehalten wurden, dränate ſich bald über die ganze Länge
daß nach zehnjährigem Aufenthalt im Auslande ein Ver=
wurde
zur vorläuſigen Bearbeitung an den Vorſtand über=
der
Brücke eine unabſehbare dichte Schar von Männern,
luſt der Reichs= und Staatsangehörigkeit eintritt, beſei
wieſen
Frauen und Kindern, die das Schauſpiel nicht verſäumen
tigt wiſſen. Dieſe Beſtimmung iſt unhaltbar bei einem
Kelſterbach, 28. Mai. Der hieſige Lehrer Hiſtmann
wollten. Alles war in fröhlichſter Stimmung und harrte
Weltreiche und einem Reiche, das Weltpolitik treibt, denn
ſah ſich im Fortbildungsſchulunterricht ge
geduldig auf den Augenblick, da die Tore der Feſthalle ſich
wenn die Bürger Welthandel treiben, dann können ſie
nötigt, den Schüler Joſef Becker von hier wegen unge=
öffnen
würden. Endlich geſchah das, und die wunderlichen
nicht zu Hauſe bleiben, ſondern müſſen ſich ins Ausland
örigen Betragens zu tadeln. Der Junge ließ ſich dies
Klänge einer ſchottiſchen Dudelſack=Kapelle klangen aus dem
begeben. Eine Verſchlechterung iſt es auch, daß jeder
edoch nicht gefallen, ſondern richtete an den Lehrer die
Inneren der Maſſe entgegen, als plötzlich ein knirſchendes
Staat über die Ein= und Ausbürgerung des Bürgers ent=
frech
vertrauliche Frage: Gelt, Freundchen, es iſt lange
Krachen ertönte und das obere Stockwerk der Landungs.
cheiden kann. Die Beſtimmung, daß Frauen, die Aus=
keine
Anzeige mehr bei der Kreisſchulkommiſſion gemacht
brücke ſich in der Mitte zu ſenken begann. Zwei, drei Se=
länder
heiraten, ihre Zugehörigkeit verlieren, iſt unbillig
worden? Dieſe Frechheit brachte den Burſchen vor das
kunden ſpäter übertönten Entſetzensſchreie das Berſten des
und ſollte beſeitigt werden. Soll der Entwurf wertvoll
Schöffengericht, das ihm jetzt 40 Mark Geldſtrafe und die
Holzwerkes: und man ſah Hunderte von Frauen, Kindern
werden, dann muß er noch weſentlich geändert werden
Koſten zudiktierte.
und Männern durch einen mächtigen Spalt, der ſich ge=
Abg. Dr. Belfer (Ztr.): Wir halten die Vorlage für
* Viernheim, 28. Mai. Das Silberjubelfeſt des Ge=
bildet
hatte, hinabſtürzen. Sie fielen auf die dichte Menge
einen weſentlichen Fortſchritt und für geeignet, das
ſangvereins Liederkranz verbunden mit na=
Deutſchtum im Auslande zu fördern. Der ſozialdemokra=
die
auf dem unteren Stockwerk der Landungsbrücke ſtand,
tionalem Geſangwettſtreit, verlief bei herrlichem Feſt=
tiſche
Antrag, daß ſich die Frau nicht ſchlechter ſtehen ſolle
das Bauwerk konnte dieſem Stoße nicht widerſtehen, die
wetter in glänzender Weiſe. Beſonders fiel es auf, daß
wie der Mann, iſt nicht vereinbar mit der Anſchauung
Balken ächzten, krachten, gaben nach und ſanken polternd
bei der Preisverteilung nicht der geringſte Mißton zum
des Volkes. Die Beſtimmung erklärt ſich ganz einfach aus
und ſplitternd zuſammen mit den unglücklichen Menſcher
Ausdruck kam, wohl ein beſonderes Verdienſt der Herren
den allgemeinen Anſchauungen über die Ehe, daß die Ehe
in die Tiefe. Sofort wurde der Rettungsdienſt organiſiert
Preisrichter. Als ſolche funktionierten: J. Müller, Real=
ein
unlösliches Band ſei und daß deshalb ſtets die Frau
Aerzte, Krankenpfleger und Zimmerleute herbeigeholt, aber
lehrer und Chormeiſter in Mainz. A. Neff, Lehrer und
die Angehörigkeit des Reiches beſitzt, dem ihr Mann an=
es
zeigte ſich, daß den ſtöhnenden Verwundeten und Ster
Komponiſt in Pfungſtadt und Muſikdirektor Karl Weidt in
gehört. Die ſozialdemokratiſchen Anträge lehnen wir ab.
benden keine Hilfe gebracht werden konnte, ſo lange nicht
Heidelberg. Erſte Preiſe errangen in der 1. Klaſſe Bür
Abg. Beck=Heidelberg (natlib.): Die Vorlage bedeuter
die Trümmer und Balken beiſeite geräumt waren. Da=
gergeſangverein
Beſſungen, in der 2. Klaſſe Sängerluſt
einen erheblichen Fortſchritt. Durchaus berechtigt iſt die
dauerte über eine Stunde; und dann erſt konnte man be=
Auerbach und in der 3. Klaſſe Sängerbund Heddesheim
geplante Befugnis für den Bundesrat, Deutſchen im Aus
innen, die Schwerverletzten zu bergen. 34 Menſchen
Die Ehrenpreiſe fielen denſelben Vereinen zu, außerden
lande und ihren Abkömmlingen auch ohne Zugehörigkeit
waren getötet und über 50 ſo ſchwer verletzt, daß wohl
erhielt einen Ehrenpreis Arion Waldmichelbach.
zu einem Eingelſtaat die unmittelbare Reichszugehörigkeit
nur ein Teil von ihnen auf Geneſung hoffen darf. Die
W Lampertheim, 27. Mai. Das hieſige Gaswerk
zuzuſprechen. Eine Pflicht, jeden Ausländer zu naturali
Zahl der leichter Verletzten beträgt über 200. Ein Glück
wird durch den Bau eines weiteren Ofens und Ankau
ſieren, darf nicht konſtruiert werden. Jedem Staat muß
bei der Kataſtrophe war es noch, daß der Einbruch zur
eines neuen Sauggasapparates bedeutend erweitert
das Recht zugeſtanden werden, ſich die Bewerber näher
Zeit der Ebbe erfolgte; die Unglücksſtelle ſteht bei Flut
werden.
anzuſehen und ihren Wert und Unwert zu prüfen. Wir
unter Waſſer
Bad Nauheim, 27. Mai. Eine Geſellſchaft von etwa
begrüßen das Geſetz und hoffen, daß es dem Deutſcher
Pretoria, 27. Mai. Am Samstag wurde von Gene=
60 amerikaniſchen Aerzten, die ſich auf einer Stu=
Abg. Dr. Gieſe
Reiche zum Segen gereichen wird
ral Schalk Burger im Princeß=Park von Pretoria feierlich
dienreiſe durch Europa befindet, wird am 30. Juli hie
konſ.): Wir glauben feſt, daß das nationale Bewußtſein
das Standbild Ohm Krügers, des letzten Präſi=
eintreffen
. Die Herren werden vormittags 11 Uhr die
der Deutſchen im Auslande durch dieſes Geſetz geſtärkt
denten des ehemaligen Transvaalfreiſtaates, enthüllt. Das
Saline, das Elektrizitätswerk und die Maſchinenzentral
wird. Die ſozialdemokratiſchen Anträge lehnen wir ab
Denkmal iſt eine Stiftung des Senators Marks. Eine
beſichtigen; daran ſchließt ſich auf Einladung der Großh.
Abg. Dr. Blunck (Fortſchr. Vpt.): Durch den Ent=
große
Menge wohnte dem feierlichen Akte bei, bei dent
Bade= und Kurverwaltung ein Frühſtück im Kurhaus.
wurf wollen wir nicht ſowohl die Eltern der Hei=
auch
Botſchaften von Lord Gladſtone und General Bothe
Nachmittags iſt Beſichtigung der Badehäuſer und Trink=
mat
erhalten, ſondern vor allem die im Auslande ge=
verleſen
wurden.
kuranlagen, ſowie ein Vortrag des Vorſtandes des hie
borenen Kinder deutſcher Eltern. Wir bedauern, daß die
ſigen Aerztevereins. Abends wird im Grand=Hotel ein
Kommiſſion die Abänderungsvorſchläge der Linken im
Eſſen und eine Illumination des Kurhauſes veranſtaltet
weſentlichen abgelehnt hat. Mit einigen Ausnahmen
Parlamentariſches.
ſtimmen wir aber dem Geſetz zu. Den ſozialdemokratiſchen
Der Finanzausſchuß der Zweiten Kam
Antrag, bezüglich der Aufnahme von Ausländern das
Reich und Ausland.
Selbſtbeſtimmungsrecht des Staates zu beſeitigen, lehner
mer, der ſich geſtern mit dem Antrag Dr. Oſann, betr
wir ab.
Es ſteht jedem immer noch das Verwaltungs=
Gewährung eines Darlehens an die Zentralkaſſe der
Aus der Reichshauptſtadt, 27. Mai. Generalmajor z. D.
treitverfahren offen. Abg. Dombeck (Pole): Wir
Karl Freiherr von und zu Gilſa, geboren 1854
Landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaften befaßte, wird heut
haben allen Grund zu der Annahme, daß auch dieſes Ge=
zu
Magdeburg, iſt heute vormittag in ſeiner Wohnung
etz wieder zur Fortſetzung der preußiſchen Polenpolitil
Donnerstag, mit der Beratung der Beſol=
Geisbergſtraße 27, geſtorben. Er war zuletzt Komman
benutzt werden wird. Abg. v. Liebert (Reichspt.)
dungsvorlage beginnen.
der 4. Infanterie=Brigade in Gumbinnen.
Mar
Wir freuen uns darüber, daß dieſer Gegenſtand, der uns
Das Plenum der Zweiten Kammer tritt
weiß jetzt, wer das neue Königliche Opernhaus
nun ſchon mehr als 18 Jahre beſchäftigt hat, jetzt endlich
am Dienstag, den 3. Juni, zu einer Sitzung zuſam
in Berlin errichten wird. Der nach dem Beſchluß des
einmal Geſetzeskraft erlangt. Es wäre zu wünſchen, daß
men, zu der folgende Tagesordnung feſtgeſetzt wurde:
Landtages zu wählende Architekt iſt Ludwig Hoff=
ſtatt
des Wortes Deutſche Reichsdeutſche eingeſetzt
1. a) Dringlicher Antrag der Abgeordneten Dr. Oſann
mann, der Stadtbaurat von Berlin. Das ſchwache Er=
würde
, denn es gibt neben den 68 Millionen Reichsdeut
Brauer, Reh, Ulrich und 31 Genoſſen, die Zentralkaſſe der
gebnis des Wettbewerbes hat einige Namen ausgeſchie=
chen
auch noch über 100 Millionen Deutſche in Oeſter=
Heſſiſchen Landwirtſchaſtlichen Genoſſenſchaften betreffend
den, auf die ſtarke Hoffnungen geſetzt waren. Kein Ent=
eich
, in der Schweiz u. a. Der Entwurf bringt erhebliche
b) Antrag des Abgeordneten Dr. Winkler in gleichem Be
wurf war bedingungslos zur Ausführung zu beſtimmen
Erleichterungen für die Kolonien; den Farmern muß die
treff. In Verbindung hiermit: e) Dringliche Anfrage
Das Reſultat waren Anregungen, Hinweiſe darauf, wie
Zugehörigkeit unbedingt erhalten werden. Die ſozial=
des
Abgeordneten Dr. Winkler, die Heſſiſchen Landwirt=
es
gemacht werden könnte. Es mußte der Mann geſucht
demokratiſchen Abänderungsanträge lehnen wir ab. Wir
chaftlichen Genoſſenſchaften betreffend. 2. Regierungs=
werden
, der das Vielerlei ſichtet und aus dem Gewonne=
hoffen
zuverſichtlich, daß das Geſetz zum Beſten unſeres
vorlage, die Nachweiſungen über die Staats=Einnahmen
-
Deutſchtums dienen wird
nen die Erfahrung zieht. Ludwig Hoffmann iſt der
Abg. Herzog (Wirtſch
und=Ausgaben uſw. im Etatsjahr 1907 betreffend
Vgg.): Materiell iſt der Entwurf verſchlechtert worden,
rechte Mann dafür.
Nach dem Genuß von
3. Regierungsvorlage, die Nachweiſungen über die Staats
namentlich durch Erſetzen des Ausdrucks Reichsangehöri=
Schabefleiſch (Hackfleiſch) ſind in Berlin 16 Perſoner
Einnahmen und=Ausgaben uſw. im Etatsjahr 1908 be
ger durch Deutſche‟. Eine ſolche Faſſung ſollte ſehr
chwer erkrankt. Ein Schlächtermeiſter in Lichter=
treffend

Bedenken erregen, denn bei der geographiſchen Lage
4. Regierungsvorlage, die Nachweiſungen
felde bei Berlin hatte am verfloſſenen Montag in der
Deutſchlands iſt es leicht der Sammelpunkt unerwünſchter
über die Staats=Einnahmen und=Ausgaben uſw. im
Zentralmarkthalle gutes Rindfleiſch gekauft und einen
Elemente, und dieſen ſollte es nicht ſo leicht gemacht wer
Etatsjahr 1909 betreffend
5.
Antrag des Abgeordneten
Teil davon zu Schabefleiſch verarbeitet. Bei einer An
den, die Reichs= oder Staatsangehörigkeit zu erwerben.
Mergell, Ausbau der Nebenbahnen im mittleren Oden
zahl von Perſonen, im ganzen, wie geſagt, 16, die von
In dieſer Hinſicht erheben wir Bedenken gegen die Vor=
wald
, insbeſondere der Nebenbahn Weinheim-Fürth bis
dieſem Schabefleiſch gekauft hatten, ſtellten ſich nach dem
lage.
Abg. Haegy (Elſäſſer): Für uns als Elſäſſer
teichelsheim, auf Staatskoſten betreffend
6. a) Be
Genuß heftiges Erbrechen und andere Vergiftungserſchein=
hat
die Vorlage eine ganz beſondere Bedeutung. Es iſt
ſprechung der Anfrage der Abgeordneten Dr. Oſann und
ungen ein, ſo daß ſie ärztliche Hilfe in Anſpruch nehmen
nötig, gewiſſe Sicherheiten zu haben, damit die Erwer=
Lang, Teuerungsverhältniſſe bei den Eiſenbahnarbeitern
mußten. Als der Schlächtermeiſter von den Vergiftungs
bung der Reichsangehörigkeit unabhängig von der Will=
betreffend
. b) Beſprechung der Anfrage der Abgeordne
erſcheinungen hörte, ſtellte er ſelbſt das Fleiſch zur Ver
kür der Behörden ermöglicht iſt, da aus den Reichslanden
ten Dr. Oſann und Genoſſen, die Dienſtzeit der Loko=
fügung
. Es konnte aber an dem Fleiſch nichts Verdäch=
lusgewanderte
vielfach wünſchen, zurückzukommen. Das
motivführer betreffend. In Verbindung hiermit: 1. An
tiges gefunden werden. Andere Perſonen, die ebenfalls
ſollte ihnen möglichſt erleichtert werden.
Hierauf wird
trag der Abgeordneten Molthan und= Genoſſen, Sonntags
von dem Fleiſch gegeſſen hatten, ſind nicht erkrankt. Es
die Generaldiskuſſion geſchloſſen.
uhe der Eiſenbahnbedienſteten betreffend. 2.
Antrag der
beſteht bei keinem der Erkrankten Lebensgefahr, wenn
In der Einzelberatung wird Kapitel 1 unverändert
Abgeordneten Molthan und Genoſſen, Erſatz der Kommu=
auch
ihr Geſundheitszuſtand viel zu wünſchen übrig läßt
angenommen. Sodann wird vertagt. Der Präſident er
nalſteuer für die Angeſtellten der Preußiſch=Heſſiſchen
-
Beim Spielen ertrunken iſt heute vormittag
bittet und erhält für ſich, die Schriftführer und Quäſtoren
Eiſenbahngeſellſchaft betreffend
Vorſtellung der
7. I
der 9 Jahre alte Sohn Fritz des Kaufmanns Dunkel vom
die Genehmigung, dem Kaiſer zum 25jährigen Re=
llgemeinen
Radfahrer=Union,
Deutſcher Tourenklub
Maybachufer. Der Knabe ging kurz nach 11 Uhr, als er
gierungsiubiläum Glückwünſche darzubringen.
Nächſte
. V., Sitz in Straßburg i. E., die Abänderung des Ta
von der Schule kam, aus Uebermut an der recht ſteilen
Sitzung Donnerstag 2 Uhr: Fortſetzung der heutigen
rifs 60 des Geſetzes über den Urkundenſtempel. II. Vor=
Böſchung des Ufers entlang. Plötzlich fiel er mit einem
Beratung, Rechnungsſachen, kleinere Vorlagen, darunter
ſtellung des Heſſiſchen Radfahrer=Bundes, Süddeutſcher
lauten Aufſchrei kopfüber ins Waſſer hinab. Ein junger
das Geſetz über die Gewährung von Diäten an Schöffen
Radfahrerbundes und der allgemeinen Radfahrer=Union
Mann, der den Vorfall wahrnahm, eilte herbei und ſprang
und Geſchworene.
Schluß ½7 Uhr
Aufhebung der Fahrradſteuer, Beſeitigung der Nummer=
ins
Waſſer, um den Knaben zu retten. Da dieſer nicht
platten uſw. betreffend. III. Vorſtellung des Landesver=
wieder
an die Oberfläche kam, mußte der Retter wieder=
* Berlin, 28. Mai. Die Budgetkommiſſior
bandes der Bürgermeiſter, Aufhebung der Steuerfreihei
holt untertauchen. Nach längeren Bemühungen gelang es
des Reichstages trat heute in die zweite L
8. Antrag der Abgg. Korell
der Fahrräder betreffend.
ihm auch, den Knaben wieder an die Oberfläche zu brin=
ſung
der Wehrvorlage ein. Dieſer Beſchluß
und Dr. Weber, Erhebung des Feuerverſicherungs=Stem
gen. Am Ufer angeſtellte Wiederbelebungsverſuche blie=
wurde
nach längerer Geſchäftsordnungsdebatte gegen 1.
vels für die Zeit vom 1. April bis 14. Juli 1912 betref
ben jedoch ohne Erfolg. Auch die Samariter der Feuer=
Stimmen der Konſervativen, des Zentrums, des Poler
-
Vorſtellung der Vereinigung Binger Wein
9.
fend
wvehr bemühten ſich vergeblich, ihn wieder ins Leben zurück
und des Elſäſſers gefaßt. Anſchließend an die Abſtim=
bergsbeſitzer
, Ausführungsbeſtimmungen zum Reblaus
zurufen
mung erklärte der Vertreter des Zentrums im Namen ſei=
10. Vorſtellung des Heſſiſchen Hebam
geſetz betreffend.
Langenhain, 28. Mai. Allmählich wird die bereits
ner Fraktion, ſeine Freunde hielten einmütig an dem
menverbandes, Verſicherung für Gemeindebeamten be=
berichtete
Beläſtigung des hochbetagten Pfarrers
Grundſatz feſt: Keine Ausgaben ohne Deckung! Sie wür
-
11. Vorſtellung des Georg Dorſch in Mainz,
treffend.
Jakobowsky durch nächtliche Beſuche unerklärlich.
den an der zweiten Leſung der Wehrvorlage einmütig
-
Rechtsbeeinträchtigung betreffend
2. I. Antrag des
Nachdem die vergangene Woche ruhig verlaufen war,
mitarbeiten, ſich aber ihre definitive Stellung zur ganzen
Abgeordneten Leun. Jagderlaubniskarten betreffend. II.
wurde dem Pfarrer in der Nacht auf Sonntag wieder ein
Vorlage vorbehalten
13. Vor=
-
Vorſtellung des Heſſiſchen Jagdklubs hierzu.
Beſuch abgeſtattet. Zwiſchen 12 und 1 Uhr ſchwang ſich
In der Geſchäftsordnungsdebatte erklärte ein ſozial=
ſtellung
des Heinrich Rodenhäuſer in Darmſtadt, Ablehn=
ein
Mann über die Gartentür und gab, als er ſich von
demokratiſcher Redner kurz, ſeine Freunde ſeien mit dem
ung ſeines Wirtſchaftskonzeſſionsgeſuchs betreffen
wei in der Waſchküche verborgenen Wächtern bemerkt ſah,
ſofortigen Eintreten in die zweite Leſung der Wehrvor=
14. Antrag der Abgeordneten Kredel, Lang und Finger
einen Schuß ab, ſo daß die Wächter ſich nicht aus dem
lage, einverſtanden. Der Redner der Konſervativen prä=
Waſſerſchäden in Ober= und Unter=Sensbach und Hilters=
Verſteck hervorwagten. Der im Pfarrhauſe ſchlafend
ziſierte den Standpunkt ſeiner Freunde dahin, gleichzeitig
-
15.
Vorſtellung des Vereins de
lingen betreffend
Polizeidiener öffnete erſt die Haustür. als der Eindring
mit der weiteren Beratung der Wehrvorlage ſei die Frag
emingriſtiſch gebildeten Lehrer an den höheren Bürger=
ling
wieder den Rückweg über den Gartenzaun genom=
der
Deckung zu klären. Sie würden alles daran ſetzen
chulen Heſſens Gleichſtellung mit den Lehrern der höheren
men hatte. Es wäre Zeit, daß die Gendarmerie dem Un
dieſes Ziel zu erreichen. Er frage die Regierung, wie ſie
Lehranſtalten betreffend. 16. Antrag der Abgeordneten
ich zu der gleichzeitigen Erledigung der Wehrvorlage und
fug ein Ende macht
Ulrich und Genoſſen, die nationale Einheitsſchule betref=
der
Deckungsvorlage ſtelle. Bisher habe ſich nur der
Rom, 28. Mai. In der Wand einer rieſigen Miets=
17. I. Antrag der Abgeordneten Raab, Adelung
end.
Kriegsminiſter zu dieſer Frage geäußert, der die Vorlage
kaſerne mit etwa 1000 Einwohnern zeigten ſich ſo große
und Genoſſen, die Reichsverſicherungsordnung betreffend
bis zum 1. Juli erlediat wiſſen möchte. Reichsſchatzſekre=
Mauerriſſe, daß die Polizei auf eilige Räumung
Vorſtellung des Vorſtandes der Ortskrankenkaſſe
tär Kühn bezeichnete es als ſelbſtverſtändlich, daß die
II.
drängte. Noch ehe alle Bewohner auf die Straße gelang
Mainz. Errichtung von Landkrankenkaſſen betreffend. III
Koſten nicht auf eine Anleihe genommen, ſondern daß
waren, erfolgte der Einſturz und die letzten 30 zurück=
Vorſtellung des Verbandes Heſſiſcher Frauenvereine in
edenfalls noch im Laufe des Sommers die Frage der
gebliebenen Hausbewohner mußten in die ausgebreiteten
Deckung erledigt werde. Heute aber handle es ſich nur
Mainz, Nichterrichtung von Landkrankenkaſſen betreffend.
Tücher der Feuerwehr ſpringen
Vorſtellung des Zweigvereins Darmſtadt des katho
im die geſchäftsordnungsmäßige Frage, ob die Kommiſ
IV.
J. K. San Franzisko, 27. Mai. Long Peach. di
ſion in die zweite Leſung der Wehrvorlage eintreten ſolle,
liſchen Frauenbundes, Nichterrichtung von Landkranken
Perle der berühmten kaliforniſchen Seebäder, iſt am Sams
und mit einem ſolchen Vorgehen ſei er einverſtanden.
kaſſen betreffend.
tag von einer Kataſtropheheimgeſucht worden,

[ ][  ][ ]

Nummer 123.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 29. Mai 1931.
Seite 6.
ine heilſame Wirkung haben wird. Jetzt ſind die Balkan
Ein nationalliberaler Abgeordneter erklärte den Stand
Literariſches.
ſtaaten der Entſcheidung Europas ſicher und ſie wiſſen, daß
punkt ſeiner Parteifreunde dahin, ſie hielten die Verab=
* Peter Behrens, von Dr. Fritz Hoeber, mit
ſie unwiderruflich iſt. Die kalte Duſche, die der Beſchluß
ſchiedung der Wehrvorlage für unbedingt notwendig, da=
250 Abbildungen und einem Porträt des Künſtlers von
der Botſchafter und die folgenden Worte des Staatsſekre
bei ſeien ſie aber überzeugt, daß es moglich ſein werde,
Max Liebermann. Verlag von Georg Müller und Euger
ärs den Vertretern der widerſpenſtigen Regierungen ap
auch die Frage der Koſtendeckung zu erledigen. Ein fort
Rentſch in München. Preis 25 Mark. Die mit dieſem
ſchrittlicher Abgeordneter erklärte, ſeine Freunde hielten
pliziert hat, ſind ihnen vielleicht ein augenblicklicher Choc,
erſten Bande über Peter Behrens eröffnete Sammlung
die Erledigung der Deckung ebenfalls für notwendig, ſie
aber wir ſind ſicher, daß ſie ihnen gut tun werden. Europe
illuſtierter Monographien Moderne Architekten
ſähen aber nicht ein, daß zur Erreichung dieſes Zweckes
handelt taſächlich ebenſo in ihrem beſten Intereſſe als ir
on Dr. Fritz Hoeber=Straßburg beabſichtigt, eine geſchicht
eine beſtimmte Reihenfolge in der Behandlung der vor=
dem
eigenen. Frieden mit der Türkei und ein billiger und
lich und äſthetiſch abgerundete Vorführung des Lebens
liegenden Fragen notwendig ſei. Der konſervative Red=
vernünftiger
Ausgleich unter einander iſt für ſie ebenfalls
werks und der Entwicklung der großen modernen Bau=
ner
erwiderte, wenn ſowohl der Schatzſekretär Kühn wie
otwendig. Der Frieden iſt die Vorbedingung für den
der Abgeordnete Baſſermann von der Erledigung der
künſtler zu geben. Indem hier unter modern das indi=
Das Blatt fährt fort: Wir glauben, daß ſie
Ausgleich.
ſi
Deckung im Laufe des Sommers geſprochen hätten, ſo ſei
viduelle Stilgefühl unſerer Zeit, deſſen Weſen keinesfall!
Frieden wie den Ausgleich wollen, aber
owohl den
das keine Antwort auf die Frage, die er geſtellt habe. Er
in einer äußerlichen antihiſtoriſchen Formengebung beſteht
haben bewieſen, daß ſie keines von beiden aus eigener
wiederhole daher ſeine Frage an die Regierung. Schatz=
verſtanden
iſt, erſcheint zu ſeiner tieferen Begründung auck
Kraft erreichen können und daß ſowohl der Frieden wie der
ſekretär Kühn erklärte darauf, von ſeiten der verbündeten
die Schilderung ſeiner Entſtehung in den vorbereitender
Ausgleich für die dauernde diplomatiſche Ruhe Europas
Regierungen werde mit voller Entſchiedenheit gefordert
Meiſtern des neunzehnten Jahrhunderts notwendig. Der
unentbehrlich ſind. So iſt es das Recht und die Pflicht
daß bis zur Erledigung der Heeresvorlage auch die
art wird ſpäter die Monographienſammlung in ihrer Vol
Europas, ſie mit feſter Hand aus dieſem doppelten Spiele
Deckungsfrage ihre Klärung gefunden habe. Dieſe Er
lendung eine ganze Kunſtgeſchichte der modernen Architek
zu führen. Die Daily News ſagt: Sir Edwark
klärung des Schatzſekretärs wird auf Wunſch des konſer
tur in einzelnen, aber innerlich aufeinander bezogenen
Grey gab geſtern mit ſeinen Erklärungen an die Delegier
vativen Redners dem Protokoll einverleibt. Ein Zen=
Es
Charakterbildern darſtellen. Das Unternehmen will eine
ten dem allgemeinen Empfinden des Volkes Ausdruck.
trumsabgeordneter erklärte, Wehrvorlage und Deckungs=
wirklich
authentiſche Quelle ſein. Der vorliegende, durch
iſt Zeit, daß Griechenland und Serbien einſehen, daß die
vorlagen könnten nur einheitlich erledigt werden, und es
prachtvolle Ausſtattung ausgezeichnete erſte Band behan=
Geduld Europas erſchöpft iſt. Es beſteht eine berechtigte
würde zu bedauern ſein, wenn es bei der Löſung der bei=
delt
auf 250 Seiten die Entwicklung des Künſtlers Peter
Entrüſtung gegen eine Politik, die ein beſonders unerfreu
en Fragen zur Bildung von verſchiedenen Mehrheiter
Behrens von ſeiner Münchener Zeit (18901899) an, nach
liches und unheilvolles Ausſehen hat. Wir hoffen, daß
kommen würde
welcher der Schritt vom Kunſtgewerbe zur Architektur er
dieſes nachdrückliche Auftreten der Mächte
darauf erfolgte die eingangs gemeldete Abſtimmung
olgte, und zwar während ſeiner Darmſtädter Zeit (Herbſt
dieſem unziemlichen Spiele der Balkanſtaaten ein Ende
und
es begann die ſachliche Beratung der Wehrvorlage in
899 bis Frühjahr 1903). Als ſtereometriſche Formung des
machen wird, und daß zunächſt einmal der Friedensvertrag
zweiter Leſung. Ein Antrag der Sozialdemokraten, der
Raumes iſt ſeine künſtleriſche Tätigkeit in Düſſeldorf ( Früh=
von
allen kriegführenden Parteien ohne Aufſchub unter=
Staatsſekretär des Auswärtigen zu bitten, den Verhand=
jehr
1903 bis Herbſt 1907) charakteriſiert, während das
zeichnet werden wird
lungen beizuwohnen, wird gegen die Stimmen der An=
letzte
Kapitel beginnend mit ſeiner überaus erſprießlichen
tragſteller und des Polen abgelehnt
Der Zwiſt unter den Verbündeten
Berliner Tätigkeit vom Herbſt 1907 an, die lebensvolle
Der Kriegsminiſter bewies aus Erklärungen früherer
Urchitektur und die modernen Aufgaben zum Gegenſtande
Paris. 28. Mai. Der bulgariſche Finanzminiſter
franzöſiſcher Miniſter, daß der Beſchluß zur dreijährigen
der Behandlung hat. Die Schlußkapitel beſchäftigen ſich
Theodorow, der als Vertreter ſeiner Regierung be
Dienſtzeit in Frankreich nicht die Folge der deutſcher
mit dem Stil und der Perſönlichkeit des Künſtlers. Ein
der internationalen Finanzkonferenz in Paris weilt, er=
Wehrvorlage ſei. Dieſe Wehrvorlage enthalte keine Be
ausgezeichnet gründliches und gediegenes Werk, das weit
klärte einem Mitarbeiter des Petit Pariſien über der
drohung. Der Kriegsminiſter machte weiter vertrauliche
über den Rahmen und den Charakter einer Monographie
Zwiſt Bulgariens mit Serbien und Grie
Angaben und fuhr fort: Da wir nach unſerer geographi=
hinausgeht
und bleibenden Wert für die Geſchichte der
chenland u. a.: Ich verhehle Ihnen nicht, daß die
ſchen Lage zwei Grenzen zu verteidigen hätten, könnten
deutſchen Architektur beſitzt. Die weiteren Bände dieſer
Perſönlich wünſche ich
Lage beunruhigend iſt.
wir nicht einſeitig eine Grenze beſonders ſtark belegen
groß angelegten Sammlung, deren prachtvolle Abbildungen
daß der Streitfall geſchlichtet werden möge, ohne daß man
ſondern müßten uns in der Mitte eine Reſerve halten,
noch beſonders rühmend hervorgehoben ſein mögen, wer=
zu
den Waffen greift. Die Balkanverbündeten würden der
die je nach der Kriegslage im Oſten oder Weſten ver
Welt ſonſt ein ſkandalöſes Schauſpiel bieten. Jedenfalls
den Theodor Fiſcher, Alfred Meſſel, David und Friedrich
wendet werden könnte. Ein weiterer ſozialdemokratiſcher
wird Bulgarien nicht das Signal zum Angriff geben, aber
Gilly und Karl Friedrich Schinkel behandeln
Abgeordneter behauptete gegenüber dem Miniſter, es ſe
die Gefahr eines Konfliktes beſteht. 200000 Serben und
doch Tatſache, daß die franzöſiſche Heeresvorlage eine
80000 Griechen ſtehen an unſeren alten und an unſeren
Folge der deutſchen ſei. Ueber ihre Stellung zu den
neuen Grenzen. Wenn die Regierungen von Belgrad und
Wünſchen der Kommiſſion habe die Regierung ſich nicht
Letzte Nachrichten.
Athen den Hetzereien der Militärs nachgeben, was ic
geäußert. Der Redner wiederholte der Reihe nach die
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.
noch nicht glauben will, dann iſt Bulgarien einer Inva=
Fragen, welche in der erſten Leſung in Anträgen oder
ſion preisgegeben, die zum mindeſten einige Tage nur ge=
Reſolutionen verhandelt worden ſind. Der Kriegsminiſte:
Berlin, 28. Mai. Zu dem Geſetzentwurf be=
ringen
Widerſtand finden wird, denn vier Fünftel unſerer
erwiderte, nicht in der Lage zu ſein, eine bindende Er
treffend den Wehrbeitrag iſt heute ein natio=
Truppen ſtehen in Thrazien, am Marmarameer und ar
klärung der Regierung über die Reſolutionen abzugeben
nalliberaler Antrag eingebracht worden, der eine Staffe=
Jede einzelne werde eingehend und ſehr ernſt erwogen.
der Tſchataldſchalinie
lung vorſieht. Der Beitrag beginnt bei Vermögen von
Ein anderer ſozialdemokratiſcher Redner wandte ſich ſehr
* Belgrad, 27. Mai. Das Regierungsorgan Sa=
30000 Mark mit 60 Mark und ſteigt allmählich, bis er bei
energiſch gegen den Militärboykott. Ein Vertreter der
mouprawa erklärt in einem Am ſchickſalsſchweren
Vermögen von 500000 Mark die Höhe von 2250 Mark er=
Fortſchrittlichen Volkspartei und ein polniſcher Redner
Scheidewege betitelten Artikel, Serbien habe im In
reicht. Von einer halben bis zu einer ganzen Million
verlangten eine beſtimmte Antwort des Miniſters über die
ereſſe des Balkanbundes ſeine Vertragsverpflich=
Vermögen ſoll er für jede angefangene 100000 Mark 600
Reſolutionen. Der Kriegsminiſter betonte erneut, daß er
tungen verdoppelt, während Bulgarien nicht einma
Mark mehr, bei Vermögen über eine Million für jede an
bei jeder Reſolution Stellung genommen habe und es
ſeine vertragsmäßigen Verpflichtungen erfüllt habe. Nachk
gefangene 100000 Mark 700 Mark mehr betragen. Be
unmöglich ſei, bei einigen Reſolutionen Stellungn zu
den gegenwärtig beſetzten Gebieten würde Serbien ein
Einkommen von 20000 bis 50000 Mark ſoll der Beitrag
nehmen, ohne vorher noch andere Stellen zu befragen
Territorium von insgeſamt 85000 Quadratkilometern,
hne Rückſicht auf das Vermögen 1 v. H., bei 50100 000
In der Boykottfrage ſeien die allgemeinen Beſtimmunger
Bulgarien aber 150000 Quadratkilometer erhalten,
Mark 2 v. H., bei mehr als 100000 Mark 3 v. H. be
klar. Es handle ſich um die Aufrechterhaltung der Diſzi
Trotzdem neide Serbien ſeinem Schweſterſtaate Bulgarier
tragen
plin. Eingeſchritten könne nur werden, wenn der ein=
die
Vergrößerung nicht, es müſſe aber an die Gewiſſen
zelne Fall klargeſtellt ſei
Neues Palais, 28. Mai. Die argentiniſche Sonder=
haftigkeit
und Ehre ſeines Verbündeten appellieren, da
miſſion, die ruſſiſche und die württembergiſche Militär
* Berlin, 28. Mai. Der Seniorenkonven:
mit die von ihm gebrachten Opfer anerkannt würden. Nie=
deputation
, welche als Gäſte des Kaiſers im Hotel Adlor
mand habe das Recht, von Serbien ſelbſt unter Berufung
des Reichstages trat heute vor dem Beginn des
wohnen, begaben ſich heute vormittag mittels Extrazug
auf die Notwendigkeit der Erhaltung des Balkanbundes
Plenums zu einer Beratung der Geſchäftslage zuſammen
nach der Station Wildpark und wurden von dort mit den
zu verlangen, daß es auf ſeine ſtaatliche Unabhängigkeit
und einigte ſich dahin: In der laufenden Woche wird die
kaiſerlichen Wagen nach dem Neuen Palais befördert. Sie
und auf die Sicherheit friedlichen Lebens innerhalb ſeiner
ſozialdemokratiſche Interpellation betr. Einſchränkung des
wurden ſämtlich im Muſchelſaal des Neuen Palais’ von
Brenzen verzichte. Am allerwenigſten könne es zu einer
Vereins= und Preßgeſetzes in Elſaß=Lothringen beant
dem Oberhofmarſchall Grafen von Eulenburg und Hof
olchen Erniedrigung durch einen Vertrag gezwungen wer=
wortet
werden. Die kommende Woche bleibt für
das
marſchall Grafen von Platen empfangen. Alsdann emp=
den
, der von der zweiten Vertragspartei eigenmächtig ab
Plenum ganz ſitzungsfrei. Montag und Dienstag wird
fing der Kaiſer in der Uniform des erſten Garderegiments
geändert wurde, indem ſie ſich von den eigenen Verpflich=
auch
die Budgetkommiſſion keine Sitzungen abhalten mit
zu Fuß im Teehäuschen im Park die argentiniſchen Her=
tungen
losſagte, Serbien aber doppelte Verpflichtungen
Rückſicht auf die Landtagswahlen. Von Mittwoch ab wirk
ren. Ein argentiniſcher außerordentlicher Botſchafte=
und doppelte Opfer auferlegte. Das ſei ein Unrecht
die Budgetkommiſſion täglich von 105 Uhr mit einge
ſprach den Dank für die Glückwünſche des Deutſchen Rei
legter Pauſe die Deckungsvorlagen beraten. Am 9. Juni
* Belgrad, 27. Mai. Die Skupſchtina beſchloß, die
ches zum 100jährigen Beſtehen der Republik Argentinien
(Montag), ſoll das Plenum ſeine Sitzungen wieder auf
Antwort des Miniſterpräſidenten Paſitſch auf die Inter=
aus
. Der Kaiſer dankte. Hiernach nahm der Kaiſer die
nehmen, und zwar werden an dieſem Tage kleinere Vor
pellation der Nationaliſten und Jungradikalen über die
Meldung der Deputation des kaiſerlich ruſſiſchen Leib=
lagen
beraten und am 10. Juni mit der 2. Leſung der
erbiſch=bulgariſche Grenzfrage für morgen
garderegiments König Friedrich Wilhelm III., ferner der
Wehrvorlagen begonnen.
auf die Tagesordnung zu ſetzen. Den Blättern zufolge
Deputation des kaiſerlichen und königlichen Infanterie=
wird
Paſitſch morgen in ſeinem Expoſé darlegen, daß
Regiments Wilhelms I., deutſcher Kaiſer und König von
Bulgarien den Bündnisvertrag vom 13. März 1912
Preußen. Nr. 32. ſowie die Deputation des württember=
während
des Krieges in mehrfacher Beziehung nicht ein=
giſchen
Infanterieregiments Kaiſer Wilhelm, König von
Luftfahrt.
gehalten habe, und daß demnach der Vertrag von bul=
Preußen, Nr. 120 entgegen. Die Deputationen ſprachen
gariſcher Seite verletzt worden ſei. Nachdem die Türke
* Hannover,
28. Mai. Der Pilot Horn iſt heut
ihre Glückwünſche zum Regierungsjubiläum des Kaiſers
durch die vereinigten Kräfte der vier verbündeten Bal=
morgen
mit einem Jathe=Eindecker auf einem Ueberland=
aus
und überreichten Geſchenke. Hierauf empfing der
kanſtaaten beſiegt worden ſei, müßten auch die eroberten
fluge bei Burgwedel aus unaufgeklärter Urſache aus einer
Kaiſer ſämtliche Herren, die argentiniſchen und fremden
Gebiete in gerechter Berückſichtigung der geforderten
Höhe von 150 Meter abgeſtürzt. Er war ſofort tot.
Offiziere, in dem Treſſenzimmer des Neuen Palais. Nach
Opfer unter die Verbündeten gemeinſam aufgeteilt wer
den Empfängen fand Frühſtückstafel bei den Majeſtäten in
den. Dieſer gerechten Forderung könne nur durch eine
der Jaſpisgalerie des Neuen Palais ſtatt. Die argenti=
Reviſion des ſerbiſch=bulgariſchen Vertrages entſprochen
niſche Sondermiſſion und die fremden Militärdeputationen
werden
Der Balkankrieg.
verließen gegen 3 Uhr das Neue Palais in der gleichen
* Athen, 27. Mai. Die Agence d’ Athènes erklärt
Weiſe wie auf der Herfahrt von Berlin
Die Friedensverhandlungen.
die
Meldung auswärtiger Blätter, daß Verhandlungen
Walsheim bei Landau, 28. Mai. Eine aus Mann=
wiſchen
Griechenland und Italien zum Zwecke
* London, 27. Mai. Wie das Reuterſche Bureau
heim kommende Taxameterdroſchke mit einen
einer Verſtändigung im Gange ſeien, für durchaus unzu=
erfährt
, hat Sir Edward Grey allen Delegierten
Paſſagier erlitt heute mittag kurz vor dem Ort in einer
treffend. Ebenſowenig ſei es richtig, daß infolge der
eine gleichlautende Erklärung abgegeben, die außer der
Kurve einen Raddefekt und überſchlug ſich, obwohl ſie
Intervention Frankreichs Epirus im Norden bis Kap
Mitteilung der Entſcheidung der Botſchafter noch ſeine
ziemlich langſam fuhr. Die beiden Inſaſſen erlitten ziem=
Stylos gehen ſolle. Auch die Meldung über die Unterzeich
perſönliche Anſchauung enthalt, die er als Vertreter des
lich erhebliche Verletzungen und wurden von einem tele=
nung
eines vorläufigen Defenſivbündniſſes zwiſchen
für die Unterhandlungen erwählten Landes äußere. Es
phoniſch herbeigerufenen Arzt verbunden. Das verun
Griechenland und Serbien oder die baldige Un=
ſei
den Delegierten nicht nur zu verſtehen gegeben wor=
glückte
Automobil, deſſen Chauffeur Steeger heißt, wurde
terzeichnung eines endgültigen Bündniſſes auf zehn Jahre
den, daß diejenigen, die den Vorfrieden zu unter=
wird
als unrichtig bezeichnet. Die geſamte atheniſche Preſſ
vollſtändig zertrümmert
zeichnen geneigt ſeien, es tun ſollten, ſondern auch, da
verurteilt aufs ſchärfſte das Verhalten der Bul=
es
offenbar zwecklos wäre, wenn die anderen in England
* Germersheim (Pfalz), 28. Mai. Geſtern vormittag
garen in den letzten Tagen, man hofft jedoch, obwohl
verblieben. Weiter erfährt das Reuterſche Bureau, daß
wurde, wie der Rheinpfälzer berichtet, der ſeit dem 1.
die Lage außerordentlich heikel iſt, daß es zu keinem Kon=
die
Entſcheidung der Botſchafter viel mehr in
April bei der hieſigen Garniſonverwaltung auf Probe
flikt kommt. Die Einberufung der Kammer wurde infolge
en Verzögerungen begründet ſei, die die gewünſchten Ab
befindliche verheiratete Inſpektor Oberleutnant Martini
der neugeſchaffenen Lage der letzten Tage auf unbeſtimmte
änderungen verurſachten, als in der Natur dieſer Abän=
in
ſeinem Bureau erſchoſſen aufgefunden. Der Grund
Zeit verſchoben
derungen ſelbſt. Ueberdies erſcheinen dieſe Abänderungs
Miniſterpräſident Venizelos reiſte
zu dem Selbſtmord iſt noch unbekannt.
vorſchläge, als Vorbehalte betrachtet, zwecklos, da ſie ja
geſtern abend auf drei Tage nach Saloniki ab
* Salzwedel, 28. Mai. Bei einem geſtern herrſchen=
die
Entſcheidungen der Mächte über diejenigen Fragen
Petersburg. 28. Mai. Bulgarien hat offi=
den
heftigen Gewitter wurde bei Seggerde ein auf den
die ihnen zur Löſung überwieſen ſind, in keiner Weiſe be=
ziell
um Rußlands Vermittlung gebeten. Rußland
Felde arbeitendes Mädchen vom Blitz erſchla=
einfluſſen
können. Die Mitteilungen Greys rufen in ge
hat darein gewillgt, falls Bulgarien bei gleichzeitiger Ab.
gen, ein anderes wurde betäubt
wiſſen Balkankreiſen große Ueberraſchung hervor. Mar
rüſtung Serbiens und Griechenlands demobiliſiert und
mißt ihnen dort den ziemlich ausgeſprochenen Charakte:
* Paris, 28. Mai. Die geſtern von der Kammer an
endgültige bulgariſch=griechiſche Verhandlungen über die
einer Intervention und nicht den einer Mediation bei
genommene Vorlage betr. Kredite für die zurückbe=
Teilung der eroberten Gebiete erfolgen, wobei die Ver
haltene Jahresklaſſe, wurde heute vom Kriegs=
* London. 27. Mai. Ueber den Empfang der
mittlung freundſchaftlich geſinnter Großmächte nicht aus
miniſter im Senat eingereicht und wird mor=
Friedensdelegierten durch Sir Edward Grey
geſchloſſen iſt. Rußland hält es für erwünſcht, daß Ser
gen oder am Freitag zur Beratung gelanger
wird noch mitgeteilt: Grey erklärte Nowakowitſch, da=
vien
ungeachtet des Vertrages beſtimmte Kompenſationen
Konſtantinopel, 28. Mai. Zu dem Unfall des
die Delegierten, welche nicht bereit ſeien, den Friedens
zur Aufrechterhaltung des Balkanbundes erhält.
vertrag zu unterzeichnen, keinen anderen Ent=
Dampfers Nevada wird gemeldet, es ſtehe feſt,
Letzte Nachrichten
ſchluß der Botſchafter erwarten dürften. Grer
daß der Unfall an der gleichen Stelle erfolgte, wo ſich der
verlas ſodann den Beſchluß der Botſchafter und betonte
Unfall des Senegal ereignete. Die Unterſuchung ſeitens
* Rom, 28. Mai. Wie der Agencia Stefani aus Lon=
daß
die zweckloſen Verhandlungen ſchon eine Woche dauer=
der
türkiſchen Behörden ergab, daß beide Schiffe in eine
don gemeldet wird, wird die Unterzeichnung der
ten. Nowakowitſch erwiderte, die Mitteilung Greys
Minenlinie geraten waren; keine Mine iſt in der für die
Friedenspräliminarien in diplomatiſchen Krei=
ändere
die Lage vollſtändig. Er habe nicht alle Hoffnung
ſen am Freitag erhofft.
Schiffe offen gelaſſenen Fahrrinne gefunden worden. Trotz
verloren, eine Einigung zu erzielen, müſſe aber angeſichts
dieſer Feſtſtellungen wagen die Handelsſchiffe nicht, aus=
Saloniki, 28. Mai
der neuen unerwarteten Haltung der Mächte
Der Miniſterpräſident
zulaufen. Ein Schiff des türkiſchen Halbmondes mit über
Venizelos iſt heute hier eingetroffen und begab ſich
den Beſchluß ſeiner Regierung mitteilen und die Antwort
1000 verwundeten und kranken Soldaten, ſowie zwei Han=
ſofort
zum König. Der ruſſiſche Generalkonſul
abwarten.
delsſchiffe vaſſierten die Fahrrinne ohne irgend einen
wurde vom König in längerer Audienz empfangen.
London, 28. Mai. Die Preſſe beider Parteien
Zwiſchenfall
ſpricht einſtimmig ihre Zuſtimmung zu den Erklär=
ungen
aus, die Sir Edward Grey geſtern der
Hamburg, 28. Mai. Geſtern nacht wurde in den
Friedensdelegierten gemacht hat. Die Times
Bankgeſchäft Roll in der Glockengießerſtraße ein
ſchreibt: Wir zweifeln nicht, daß dieſer energiſche Schritt
Einbruch feſtgeſtellt. Während man die Polizei be=

[ ][  ][ ]

s
25


Nummer 123.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 29. Mai 1913.
nachrichtigte, hörte man einen Schuß. Man ſand vor dem

Für Erholungsbedürftige und leichtere
Geldſchrank die Leiche eines 25jährigen Mannes liegen.
8
Sommer, und
Aus einem Zettel geht hervor, daß der Mann ein Pri=
Kranke. Winter besucht.
D
vatier aus Südende war.
A Kuranstalt Hofheim i. T.
Ner
HB. Mailand, 28. Mai. Nachdem ſchon geſtern der
Vl ½ Stunde von Frankfurt a. M.
Verkehr der elektriſchen Straßenbahn teil=
Prospekte durch Dr. Schulze-Kahleyss, Nervenarzt.
weiſe eingeſtellt worden war, ruhte er heute voll
16 8.,
ſtändig, da ſich heute die Straßenbahnführer und Schaff=
28 M a Z. .
ner der Ausſtandsbewegung angeſchloſſen haben. Die


Garniſonen aus den Nachbarſtädten werden bereit gehal=

9

(
ten, da Unruhen befürchtet werden.
788,
London, 28 Mai. Der außerordentlichen

Trauer-Kleider Trauer-Eestüme
2390
28
Hitze der letzten Tage folgte geſtern in mehreren Teilen

Englands ein Gewitterſturm mit heftigen Hagel
Trauer-Blousen,lrauer-Röcke
ſchauern und ſchweren Regengüſſen. In den Obſtbau=
(4
gegenden wurde großer Schaden angerichtet. Mehrere
Trauer-Mäntel. Trauer-Stoffe
Eone
Gebäude wurden vom Blitz getroffen, ſo das Hauptpoſt=

amt in Sherneß. Mehrere Perſonen wurden durch Hagel=

In reicher Ausmahl!
ſchlag verletzt. In London ſchlug der Blitz in den Turm
der Paulskathedrale. Das Holzwerk fing Feuer, doch
Anderungen sofart!
ie
konnte der Brand bald gelöſcht werden.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
48
Bebr. Höslein
9

Ludmigsplatz
Bioson gibt Blut und Kraft!
49. 2
De 2.25
(63
.
Zur Stärkung, Bluterneueruna u. Hebung des Apretits
Zee
Z
(5
nach ſchwerer Krankheit hat mir Bioſon vorzügliche Dienſte

geleiſtet. Appetit, Energie und Schaffensfreude kehrten zu=
4464a
rück u. ich ſehe jetzt ſo gut aus, daß mir niemand glaubt,
daß ich krank war. Rupert Bugl
München 7,
jr.,
Zeppelinſtr. 37. Unterſchrift beglaubigt: 7. Februar 1913,
Ib%
Juſtizrat Roth, Königl. Notar. Vioſon nur echt in großen
Sl
Paketen à 3 Mk. in Apotheken, Drogerien.
(III,11925
Fernepreche Gegrindet
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987.
1878.
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Bleichstrasse
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(11974a
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bestickt oder bedruckt.
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Newport News nach Hamburg. Cincinnati

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Ikbai, von Neworleans kommend, 22. Mai
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mit licht- u. kochechten, farb.
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nach New=York, 25. Mai nachts von
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New=York. Willehad nach Quebec und Montreal,
4
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Bremerhaven nach Rotterdam. Segovia, ausgehend,
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HENRPOKTeiE
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nachm. von Seattle nach Yokohama.
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Freitags von 101 Uhr, Mittwochs und Sonntags
Benützen Sie die hierdurch
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gebotenen Vorteile.
und Samstags von 111 Uhr gegen Eintrittsgeld.
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(11976
geltliche Verleihung von Büchern an jedermann. Ge=
a

öffnet: Dienstag, Donnerstag und Samstag abends
EIB-EIHHG-EGEIEGHIEIEIEHEa
von 7½9 Uhr.


Ze
Statt besonderer Anzeige.
Heute nachmittag entschlief sanft unsere liebe Mutter, Schwiegermutter
und Grossmutter
Frau Lina Kahlert, geb. Stoerger
im 76. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmstadt, Magdeburg, Frankfurt a. M., 27. Mai 1913.
Die Beerdigung findet statt: Freitag, den 30. ds. Mts., vormittags 10¾/ Uhr, vom Eingange
des Darmstädter Friedhofes aus.
(11950
20




Seite 7.
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Heute früh 11 Uhr entſchlief ſanft nach
langem Leiden unſer lieber Sohn
(11972
Ludwig
was wir teilnehmenden Freunden und Be=
kannten
hiermit anzeigen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Prof. Dr. Fink und
Frau Marie, geb. Kemm.
Darmſtadt, den 28. Mai 1913.
Die Beerdigung findet Freitag, den 30. Mai,
nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhauſe Heidel=
bergerſtraße
7 aus, ſtatt.
Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
heute nachmittag ¾2 Uhr unſere liebe Mutter,
Großmutter, Urgroßmutter u. Schwiegermutter
Frau
Christine Bartsch Witne
geb. Diehl
durch einen ſanften Tod von dieſer Erde ab=
zurufen
, was wir allen Verwandten und Be=
kannten
hiermit ſchmerzerfüllt anzeigen.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 27. Mai 1913. (B11911
Die
Beerdigung findet Donnerstag nachmittag
5 Uhr auf dem Beſſunger Friedhofe ſtatt.
G



Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Geſtern abend zog ein Teiltief über Deutſchland und
brachte uns verbreitete Gewitter.
Die Temperaturen
waren ziemlich hoch, nach dem Gewitter ſanken ſie natur=
gemäß
. Auch heute liegen ſie nicht zu hoch. Im Weſten
iſt zwar wieder ein Tief erſchienen, das uns jedoch nicht
erheblich beeinfluſſen dürfte
Ausſichten in Heſſen für Donnerstag, den
29.
Mai: Wolkig und ſchwül, bis auf Gewitterregen
meiſt trocken.
Tageskalender.
Gaſtſpiel des Frankfurter Intimen Theaters um
8½ Uhr im Orpheum.
An der Bleichſtraße
Konzerte: Saalbau um 8 Uhr.
(Durchgang zum neuen Bahnhof) um 4 Uhr
ilder vom Tage. (Auslage Rheinſtraße 23):
Von den Hochzeitsfeierlichkeiten am deutſchen Kaiſer=
hauſe
: Das Brautpaar bei der Einholnug des eng=
liſchen
Königspaares; König Georg von England und
Kaiſer Wilhelm verlaſſen den Bahnhof; der Zar fährt
in Begleitung des Kaiſers nach dem Schloß; zur Silber=
hochzeit
des Prinzenpaares Heinrich von Preußen; die
Vermählung der Prinzeſſin Viktoria Margarete von
Preußen mit Prinz Heinrich XXXIII. Reuß j. L.
Verſteigerungskalender.
Freitag, 30. Mai.
Hofreite=Verſteigerung des Heinrich
Philipp
Jacoby (Parcusſtraße 5) um 9 Uhr auf dem Orts
gericht
ofreite=Verſteigerung des Johann Georg Jacob
(Große Ochſengaſſe 1) um 10 Uhr auf dem Orts=
gericht
I
ofreite=Verſteigerung des Ludwig Hotz ( Saal=
bauſtraße
37) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Gewerbe=Bibliothek u. Vorbilderſamm=
lung
. Der Leſeſaal iſt geöffnet: an allen Wochen=
tagen
von 8½12½ u. 35½ Uhr (Samstag=Mittag
ausgenommen). Leſeabende: Dienstags und Frei=
tags
, abends von 810 Uhr.
Mühl=
Hallenſchwimmbad
Städtiſches
ſtraße 33 (geöffnet an Werktagen von 7 Uhr morgens
bis 8½ Uhr abends, Sonntags von 712½ Uhr
morgens)
Drut und Berlagt z. e. Pilichſche Zeſtucerncheat.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
nach Pilsner Art
C
Münchner Art
nach
Hell Export GauG
1
feinste Tafelbiere
M
in Flaschen und Syphons.
3826a

[ ][  ][ ]

Seite 8.
DARMSIADT.
(848)
Vorrat.
Alles nur so lange
Handarbeiten
95
I Küchen-Ueberhandtuch, bestick
I Küchen-Ueberhandtuch, vorgezeich.
95
mit eingewebter Bordüre
95
Küchen-Wandschoner, bestickt
1 Zimmer-Wandschoner, Aidastoff, vo
95
gezeichnet und eingefaßt
95
Tischläufer, Leinen, bestickt
95
1 Milieux, Leinen, bestickt
,
95

I Sofakissen, bestickt
Bürstentasche und 1 Zeitungshalter
95
bestickt
95
I Gobelin-Wandschoner
Milieux mit feinen Künstlerbordüren
95

enorm billig
4
O0ooooooooooooooooooooooooooooooood
Manufakturwaren
95
Meter Sportflanell für Bluser
2½
95
2½ Meter gestreiften Zephirstoff
95
1½
Mtr. Schürzensiamosen, 120 cm br.
95
½ Dtzd. karierte Wischtücher
,
95
I Dtzd. Staubtücher, gelbmit rot. Rand
95
,
1 weißes Jacg.-Tischtuch
95
I Garten-Tischdecke, sehr billig
95
3 Meter gutes Hemdentuch

95

3¼/ Meter Bettkattur
3 Meter bunt gemusterte Scheiben.
95
gardinen

95
1 Filztischdecke, bestickt
95
I Filz-Kommodedecke, bestickt
95

1 Meter Bettdamast, 130 cm breit
95
1 Bettvorlage, Perserimitation
95
3 Stück Wachstuch-Wandschoner
Handtuchstoffe, grau u. weiß, inLängen
von 103 Metern, jeder Kupon . 95
Ooooooooooooooooooooooooooooooooooo
Strümpfe, Trikotagen
95
4 Paar Damenstrümpfe, schw. o. braur
Ge
,
95
3 Paar geringelte Damenstrümpfe
2 Paar Damenstrümpfe, nahtlos mit
95
verstärkten Fersen und Spitzen
95
2 Paar Damenstrümpfe, durchbrochen
1 Paar Damenstrümpfe, bestickt oder
95
durchbrocher

3 Paar Herren-Socken in den neuesten
95
Farber
2 Paar Herren-Socken, sehr haltbare
95
Qualität
1 Paar Herren-Socken, durchbrochen
95

oder fein gemustert
95
4 Paar Kinder-Strümpfe, Größe 1-4 zus.
95
3 Paar Kinderstrümpfe, Größe 5-7 zus
4 Paar Kindersöckchen, Größe I-3zus
95
95
3 Paar Kinder-Socken, Größe 4-6 zus.
zus.
95
2 Herren-Netzjacken
,
95
1 Herren-Netzjacke, gute Qualität
95
Herren-Macco-Beinkleid

1 Herren-Macco-Jacke
95
,
,
95
1 Knaben-Sporthemd . . . .
4
O00oooooooooooooooooeoooooooooooooo
Herren-Artikel
2 elegante Krawatten, Diplomaten,
Selbstbinder oder Regattes
95
1 Paar sehr haltbare Hosenträger
95
3 Stück Kragen, versch. Fassons
95
2 Paar Manschetten, weiß od. farbig
95
I eleganter Spazierstock
95

11939

Nummer 123.
blatt, Donnerstag, den 29. Mai 1913.
Inkging
I!
Ink


. En
Im
In!
iner
Beginn: Donnerstag, 29. Mai.
(42)
Besichtigen Sie unsere Schaufenster.
Wäsche
Ganz besondere
I elegantes Damenhemd mit breite:
95
Stickereipasse und Banddurchzug
Schlager!
95
I elegantes Damen-Phantasiehemd
95
I elegantes Damen-Beinkleic

95
1 Nachtjacke
.
.


95
,
I Anstandsrock, gebogt

95
I Stickerei-Unterrock
, ,
2 Stück Untertaillen
95
1 Untertaille mit breiter Stickerei ode
95
Klöppeleinsätzen

I Kinder-Badetuch
95
S
95
2 oder I Stück Frottier-Handtücher
I Kinder-Röckchen mit Leibchen unc
Damenhemd, Schulter-Untertaille mit breitet
95
. . zusammen
,
2 Lätzchen
95
schluß . . 95 Stickerei . .

1 Paar Baby-Schuhe
95
1 weißer Kissenbezug,
gebogt od. mit
I Herren-Westen-Gürtel, schwarz oder
95
Stickerei-Einsätzer
95
, , ,
farbig
O000ooooooooooooooooooooooooooooooo
1 Hemd-Hose aus weißem Trikotstoff 95
Toilette-
1 Paar gestrickte Gamaschen für
und Reise-Artikel
95
Touristen .
,

95
12 Stück Lanolin-Seife in Karton
95
12 Stück Lilienmilchseife in Kartor
I schwarze Hausschürze mit Tasche
95
6 Stück Rex-Seife in Karton
,
95
,
und Volant . . . . .

95
4 Stangen Mandelseife
I Kopf- und Haarbürste mit imitiert
I schwarze Satin-Damenbluse m. Passe 95
95


Silberbeschlag

95
1 Haarbürste und I Frisierkamm
1 schwarze Straußfeder, ca. 35 cm lang 95
I Haargarnitur: I Nackenkamm, 2 Sei
tenkämme, 2 Pfeile und I Spange
odet
I Direktoir-Damenhose, hell-
zusammen
95
95
dunkelfarbig
1 Kragen-, Manschetten- oder Kra-
95
wattenkasten

1 Reise-Handtasche aus imit. Leder 95
oder
1 Damen-Handtasche, Samt
95
Kunstleder


..
95
I Rucksack für Erwachsene
Oooooooopooooooooooooooooooooooooog

42

Russenkittelaus
1 apier- u. Schreibwaren
M
blau- weiß ge-
Knaben
I elegante Kassette mit 100 Brief
Kinderschürzen
unktem Satin
Bluse mit
Fröße 4565 cm
bogen, 100 Kuverts, Leinenpapfer 95
mit Bordüren
Krawatte
aus la Stoffen
1 Reklame-Marken-Album mit feinen
reizend garniert hello.dunk, enormeAuswahl
95


Deckel
95
95
1 Postkarten-Album für 500 Karten 95
Stück 95
2 Rollen Schrankpapier und 2 Groß
1 Kongreß-Tischläufer, bestickt . . 95
zusammen
95
, ,
Reißnägel
95
5 Pakete Butterbrodpapier
,
1 weißer Kissenbezug m. Klöppelecken 95
I elegante Schreibmappe u. I Schreib
zusammen 95
unterlage

2½ Meter Blusenstoff mit bulgarischer
200 Stück weiße, gezackte Servietten 95
,
. 95
Bordüre
,
,

100 Stück bunte Servietten und eir
95
passender Tischläufer
,
rote
4 Stück Bade-Handtücher mit
95
I Davidis Kochbuch, fein gebunden
95

, ,
Kante
4
,
12 oder 6 Rollen Klosettpapfer
95
Oaoooooooooooooooooooooooooooooooog
95
2½ Meter reinseidenes Hutband
Modewaren
95
,
20 Meter weißer Wäschebesatz
und Stickereien
I Reisekarton mit
Leder
starken

95
I Damen-Spachtel-Kragen

riemen
95
,
Damen-Blusen-Garnitur, Kragen u.
Manschetten
95


95
,
elegantes Jabot
Damen-
95
abot und I Samtgürtel, zusammer
Blusen-Kragen u. I Bulgaren-Gürtel
95
Blusen aus
I Lack-Gürtel mit Druckknopf oder
veißem Ba
Schließe
95
,
tist m. Stick
I Samt-Gürtel mit schöner Schnalle
95
od.
schwarz
1 Korsett aus grauem Drellstoff
95
Satin
1 Stück Stickerei u. 1 Stück Einsatz
Unterrock aus
ca. 8½ m
zusammen
gestreift. Wasch
,
95
enorm billig
stoff mit hohen
1 Stück Madapolam-Stickerei od. Ein-
Mt.
Stück 95 ₰Volant . 95

satz, ca. 4½ m .
95

[ ][  ][ ]

Nummer 123.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 29. Mak 1913.
Seite 9.
I!!
3
onher 2
Tagel nn
I Rasier- Garni-
tur
mit verstell-

Seiſe 1 So0a
Jand
barem Spiegel,
Pinsel
und
Reinigungs-Garnitur

Seifenbecken
(Emaille)

Rädchen-Feuerzeug
I hochfeiner Marktkorb
95
C. (26nde22
95
4 Stück 95
95
für
2
Eilmnaoisgelegeirtert den Sohnier Seuart
Günstige

Ganz besonders preiswerte
Emaille
Schürzen
3
Stück Knaben-
4 Stück Milchtöpfe 9, 10, II u. 12 cm
Haushaltwaren
95
Schürzen
zusammen 95
St. Knaben-Schürz.
I Fleischtopf mit Deckel 22 cm
95
1 Aluminium-Fleischtopf, 18 cm, un-
m
. Bilder-Spieltasche 95
Kaffeetopf mit Einsatz 18 cm

95
Knaben-Schürze aus
95
bordiert, starke Qualität
,
3 Kasserollen mit Stiel 12, 14, I6 cm
Ia Siamosen od. unl
95
zusammen
1 Kleider- und I Hutbürste, auf fein
2
95
Köper
runde Wanne auf Fuß
95
weiße Zierschürze
95
poliertem Brett
Waschbecken mit Seifennapf unc
m. Träger, reichl. m.
1 Nachttopf
95

zusammen
I Klosetthalter mit Bürste und Stein-
Stickerei u. Einsätze 95
Milchkanne, 3 Liter
95
95
bunte Zierschürzen
gutnapf
, ,
,,

Essenträger und I Kaffeeflasche m.
ohne Träg. aus Satin 95
PatentverschluB
95
zusammen
I
Aermelbrett, 6 Kleiderbügel und
bunte Zierschürze m.
Wasser-Eimer 28 cm
95
,
,
Träger aus Satin oder
zusammen 95
1 Kleiderbürste
,
Löffelblech, grau
95
,,
ander. mod. Stoffen 95
Salz- od. Mehlmetze, fein dekoriert
95
4
95
1 ovaler Waschkorb, ganz Weiden
Hausschürze a. gut.
Fleischtopf, Netzmarmor, 20 cm mit
95
,
Siamosenstoff
Deckel
95
10 Bierbecher, Kaiserfasson, auf Fuß,
I schwarz. Hausschürze
1
Teigschüssel, Netzmarmor, 32 cm
95

95

¼ Liter
aus Panama m. Vol.

Salatseiher, 26 cm
. 95
,
,
95
und Tasche
12 Speiseteller und 1 Fleischplatte,
Zierschürzem. Träger
Ooooooooooooooooooooooooooooooooooo
Steingut
,
55
zusammen
aus schwarz. Seiden-
,,,
Satin, mit gewebten
,
95
3 Paar Tischbestecke, vernickelt .
95
Borden besetzt
Bürstenwaren
Damen-Blusen-
Damen-Reform-
6 EBlöffel u. 6 Gabeln (Aluminium)
Schürzen aus
schürze a. Siamosen-
und Scheuer-Artikel
zusammen 95
stoff m. Bord. besetzt 95
Siamosen oder
blau-weißem
weiße Servierschürze
I Kaffee- oder Zuckerdose, Steingut,
I Scheuerbürste, I Schrubb., 2 Scheuer-
95 Kattun m. Bord.
mit Träger
95
mit Nickeldeckel
tücher, I Pfd. Kernseife, 2 Pakete


besetzt
schwarze Kinder-
Seifensand
zusammen 95
95 Stück 95

schürze
,
Karton mit 6 verschiedenen Bürsten 95
O00oooooooooogooooooooooooooooooooo
Ooooooooooooooooooooooooooooooooooo
Bodenbesen und I Handfeger, reine
Borsten
zusammen
95
en e e
Teppichbesen, Wurzel

95
Taschentücher
Handfeger, rein Roßhaar
95
95
12 Stück weiße gesäumte Linontücher
großer Spankorb m. Früchten bemalt,
6 Stück gebrauchsfertige Tücher

95
Wäscheleine u. 120 Klammern
6 Stück Taschentücher m. Hohlsaum 95
h
zusammen 95
4
6 Stück Batist-Herren-Tücher mit
Orr
buntem Rand
95
O0ooooooooooooooooooooooooooooooooo
I Aermelbrett und 1 Plätteisen zus. 95
95
5 Stück bunte leinenartige Tücher
95
12 Stück oder 6 Stück Kindertücher
Ooooooooooooooooooooooooooooooooooo
Holzwaren
O00oooooooooooooooooooooooooooooooo
95
Handtuchhalter, Buchenholz .
Blechwaren
Luxus-Artikel
95
,
Wellholzgarnitur, 7teilig
I verzinnte Backform, 24 cm
95
Waschbrett mit starker Zinkeinlage 95
Etagere mit Kaffee-, Zucker- und
95
1 Tortenplatte mit Nickeleinfassung
Eierschrank mit dekorierter Einlage
Teedose
95
zusammen
95
großes Tablett m. Eichenholzboden
95
und 2 Henkel
,
großer Briefkasten
95
Kleiderbügel und 2 Hosenstrecker 95
Brotkasten, rund oder oval
:
95
Wichskasten, I Glanz-, I Schmutz-,
95
I Cakesdose, fein bemalt
.
Petroleumkanne, 3 Liter
95
1 Auftragbürste u. I Dose Créme
1 Menage, 3teilig, mit dek. Einlage 95
Froschhaus
95
,
95
zusammen
Spirituskocher für 2 Töpfe
95
95
Küchenhocker, extra groß
1 Käseglocke mit vernickelt. Deckel 95
Kartoffelpresse, verzinnt
95
Gewürzschrank, Harth. m. 7 Schiebe-
Blechkassette
1 Fruchtaufsatz mit Gußfuß u. hoher
95
,
.95
,
kasten
Puddingform mit Deckel
95
Vase
,
95
Mausefalle, automatisch
95
Oooooogoooooooooooooooooooooooooooo
2 große Blumenvasen mit Verzierun-
1 Gewürzschrank, fein lackiert,
mit
6 Schiebekasten
zusammen 95
95
gen
,, ,,
2 Blumengitter, verstellbar
Verschiedenes
, ,
zus. 95
1 Likörservice, Windmühle mit 6 Gläs. 95
O0oooooooooooooooooooooooodeooooooo
Wachstuch-Markttasche, 33 cm
95
1
Brotkorb mit dekorierter Majolika-
Hängematte für Kinder
95
95
,
,
Japanbeutel, Handtasche
, ,
.
Einlage .
Kleinmöbel
95
Posten Darmstädter Ansichten Stck.
95
I Handtuchhalter, braun
95
,
95
,
I Rasiergarnitur, fein vernickelt
95
Basttasche mit Lederhenkel
Paneelbrett, fein poliert
95
,
95
2 Pakete Kerzen, ber od. Ser. .
und
1 Nachtlampe mit 2 Arme
,
Hausapotheke
95
95
,
Familien-Bilderrahmen
95
Garderobeleiste mit6 Nickelhaken
95
,
, ,
2 Schirme .
95
Nähkasten mit Einsatz
95
Zeitungshalter, abgeteilt für 7 Tage
in feinen
95
großer Posten Bilder
Krümmelschaufel mit Besen
95
Bücher-Etagere, braun .
1 Petroleumkocher . . . .
95
Stück 95
schwarzen und Goldrahmen,
. . 95
I Bauerntisch, braun .
11940

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 29. Mai 1913.
Seite 10.

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6
9 weiss, farbig 6
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5
-Hosen
3
8
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-Röcke
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E Manschetten &
8
9
3
P und Macco G
6
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Begen-
V Vorhemden &
8
,
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0 3
e
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[ ][  ][ ]

Nummer 123.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 29. Mai 1913.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
e) Barſoys (große ruſſiſche Windhunde),
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei
f) Maſtiffs
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
und alle aus Kreuzungen dieſer Raſſen hervorgegangenen Hund
finden ſich: 1
Pinſcher. 1
Bernhardiner,
1 Pinſcher, 1 Foxterrie‟
an einer kurzen Leine geführt werden.
(zugelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern
bei dem
§ 2. Alle Hunde ſind an der Leine zu führen
5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung
der nicht
in den dem Publikum geöffneten Großherzoglichen Hofgärten,
ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags un
in den Anlagen weſtlich der früheren Main=Neckar=Bahn,
2.
10 Uhr, ſtatt.
3.
(11907
in den neuen Bahnhofsanlagen zwiſchen Allee, Stirn= und
Dornheimer Weg,
4.
in den Bahnhöfen
Zuſammenſtellung
in Wirtſchaften und Wirtsgärten.
der zur Zeit für die Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt gültigen
§ 3. Die Begleiter von Hunden haben dafür Sorge zu tragen
Beſtimmungen über die Beſchäftigungs= und Verkaufszeiten an
daß dieſe in den öffentlichen Anlagen, in denen ſich Raſenplätze
Sonn= und Feſttagen im Handelsgewerbe.
Blumenbeete oder Gebüſchanpflanzungen befinden, nicht außerhal
der Wege umherlaufen.
Die Ausnahmebeſtimmungen unter II. finden nur auf die ſog
Spezialgeſchäfte Anwendung.
§ 4.
Außerhalb der Stadt müſſen alle biſſigen Hunde mit
einem das Beißen verhindernden Maulkorb verſehen ſein
1. Allgemeine Beſtimmung auf Grund des Ortsſtatuts
§ 5. Kranke Hunde und läufige Hündinnen müſſen auf der
Straße und an Orten, wo Menſchen zu verkehren pflegen, ſtets an
vom 6. September 1907:
der Leine geführt werden.
A.
Im Handelsgewerbe dürfen Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter an
Mit anſteckender Krankheit, insbeſondere Hautkrankheit behaftet
Sonn= und Feſttagen nicht beſchäftigt werden, ſofern nicht durck
Hunde
müſſen zu Hauſe eingehalten werden
die geſetzlichen Beſtimmungen oder auf Grund ſolcher von den
d. h. in der Zeit vor
6. Es iſt verboten, zur Nachtzeit,
zuſtändigen Behörden Ausnahmen zugelaſſen ſind.
10 Uhr
abends bis 5 Uhr morgens, Hunde ohne Aufſicht auf de=
B
Soweit nach der vorſtehenden Vorſchrift Gehilfen, Lehrlinge und
Straße
frei umher laufen zu laſſen
Arbeiter nicht beſchäftigt werden dürfen, darf auch ein Gewerbe
7. Das Mitbringen von Hunden auf Friedhöfe, den Wochen=
betrieb
in offenen Verkaufsſtellen nicht ſtattfinden.
markt und die Meſſe, ſowie in öffentliche Dienſtgebäude, in die
Badehäuſer oder an die Badeplätze des Woogs, zu öffentlichen Feier
II. Ausnahmen auf Grund des § 1050 der Reichs=
lichkeiten
und in Räume, in denen Nahrungs= oder Genußmittel
gewerbeordnung
feilgeboten werden, iſt verboten
8.
Die Beſitzer und Begleiter von Hunden haben die erforder=
(ſiehe Bekanntmachung Großh. Kreisamts Darmſtadt
lichen Maßregeln zu treffen, damit die Ruhe nicht durch andauerndes
vom 27. Dezember 1907):
Gebell oder Geheul ihrer Hunde geſtört wird, und insbeſondere das
A. Beſchäftigungs= und Verkaufszeit am erſten Oſter=, erſter
Anbellen von Perſonen, Zug= und Reittieren durch ihre Hunde zu
Pfingſt= und erſten Weihnachtsfeiertag
verhindern.
1.
Bäcker und Konditoren: Von 5-9 und von 11-12 Uhr vormittags
biſſiger
§ 9. Das Polizeiamt kann den Aufenthalt bösartiger
Milchhändler und Molkereien: Von 5 Uhr vormittags bis
und kranker Hunde auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen
1 Uhr nachmittags und von 68 Uhr nachmittags
ganz verbieten.
Blumenhändler: Von 59 Uhr und von 1112 Uhr vormittags
§ 10. Für jeden Hund, der in das nach § 1 der Verordnung
Verkäufer von Roheis: Nur am erſten Oſtertag, wenn er nach
vom 4. November 1899, die Hundeſteuer betreffend, von der Großh
dem 31. März fällt, und am erſten Pfingſttage von 61 Uhr
Bürgermeiſterei zu führende Hunderegiſter eingetragen iſt, erhält der
vormittags
Beſitzer des Hundes eine Blechmarke mit einer Nummer, die der
Zeitungsſpediteure: Von 69 Uhr vormittags (Zeitungs= und
Hund, ſolange er ſich außerhalb eines Hauſes, geſchloſſenen Grund=
Druckſchriftenverkauf auf den Hauptbahnhöfen ohne Zeit=
ſtücks
oder ſonſtigen umſchloſſenen Raumes befindet, ſtets am Hals
beſchränkung)
band zu tragen hat.
B. Beſchäftigungs= und Verkaufszeiten an den übrigen Sonn=
§ 11. Wer den vorſtehenden Beſtimmungen zuwiderhandelt oder
und Feſttagen:
die ihm darin auferlegten Verbindlichkeiten nicht erfüllt, wird, inſoweit
nicht andere Strafbeſtimmungen zur Anwendung zu kommen haben,
Bäcker: Von 5 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags.
Konditoren:
auf Antrag des Großh. Polizeiamts mit Geldſtrafe bis zu 30 Mar
Von 5 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags
3.
beſtraft.
Metzger und Fleiſchwarenhändler: Vom 1. April bis 30. Sep
Die Polizeibehörde hat ferner das Recht, alle Hunde,
§ 12.
tember von 611 Uhr vormittags und vom 1. Oktober bis
die entgegen den Beſtimmungen dieſer Polizeiverordnung nicht an=
31. März von 712 Uhr vormittags
geleint oder nicht mit einem das Beißen verhindernden Maulkorb oder
bis
Milchhändler und Molkereien: Von 5 Uhr vormittags
nicht mit der in § 10 vorgeſchriebenen Blechmarke verſehen ſind, durch
1Uhr nachmittags und von 68 Uhr nachmittags
en Hundefänger einfangen zu laſſen, falls der Beſitzer nicht zur
5.
Blumenhändler: Vom 1. April bis 30. September von 79 Uhr
Stelle iſt und den Hund in Gewahrſam nimmt.
vormittags und von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags
Desgleichen können alle Hunde eingefangen werden, die an den
vom 1. Oktober bis 31. März von 89 Uhr vormittags und
in § 7 genannten Orten, in öffentlichen Anlagen außerhalb der Wege
von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags.
oder zur Nachtzeit ohne Aufſicht frei umherlaufen
Verkäufer von Roheis: Vom 1. April bis 31. Oktober von
§ 13. Die eingefangenen Hunde werden in Verwahrung und
3 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags; vom 1. November
Pflege
genommen und 5 Tage lang zur Auslöſung durch den Beſitzer
bis 31. März von 11 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags;
gehalten.
bereit
am zweiten Weihnachtsfeiertage jedoch von 7 Uhr vormittag=
Die Herausgabe erfolgt an die Perſonen, die ſich als empfangs=
bis
12 Uhr mittags
berechtigt ausweiſen, gegen Erſtattung des Betrags, der von dem
Zeitungsſpediteure: Von 69 Uhr vormittags (Zeitungs= und
Polizeiamt als Entſchädigung für die durch das Einfangen und die
Druckſchriftenverkauf auf den Hauptbahnhöfen ohne Zeit=
Verpflegung der Hunde der Polizeikaſſe erwachſenen baren Auslager
beſchränkung)
feſtgeſetzt wird
III. Handelsgewerbe im Umherziehen
Hunde, welche die in § 10 vorgeſchriebene Blechmarke mit
ſſiehe Bekanntmachung Großh. Kreisamts Darmſtadt
Nummer tragen, ſind den Eigentümern innerhalb 24 Stunden nach
vom 3. September 1911)
dem Einfangen gegen Erſtattung einer beſonderen Gebühr in Höhe
von 50 Pfennig zuzuführen.
An allen Sonn= und Feſttagen iſt die Ausübung des Handels=
Hunde, die innerhalb der 5tägigen Friſt nicht ausgelöſt ſind
gewerbes auf öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen oder an andern
werden entweder zu Gunſten der Polizeikaſſe veräußert oder getötet
öffentlichen Orten oder ohne vorgängige Beſtellung von Haus zu
14. Durch die Beſtimmungen des § 12 wird das wegen
Haus verboten. Ausgenommen von dem Verbot iſt in dem Gebie
Uebertretung der Vorſchriften dieſer oder der in § 10 erwähnten
der Stadt Darmſtadt an allen Sonn= und Feſttagen:
Verordnung einzuleitende Strafverfahren nicht berührt
1. das Feilbieten von Speiſeeis von 11 Uhr vormittags bis
§ 15. Die Polizeiverordnung vom 4. Auguſt 1891, die Beauf=
3 Uhr nachmittags. Gehilfen dürfen an dem erſten Weihnachts=
ſichtigung
der Hunde betreffend, wird aufgehoben.
Oſter= und Pfingſtfeiertag nur von 1112 Uhr vormittags, an
Die Polizeiverordnung für den Kreis Darmſtadt vom 29. No=
den
übrigen Sonn= und Feſttagen dagegen von 11 Uhr vor=
vember
1911, das Fahren mit Hunden betreffend, wird durch die
mittags bis 3 Uhr nachmittags beſchäftigt werden
iften dieſer Polizeiverordnung nicht berührt.
Vorſchr
das Feilbieten von Mineralwaſſer von 59 Uhr vormittags
16. Dieſe Polizeiverordnung tritt am 15. April 1909 in Kraft
und von 11 Uhr vormittags bis 8 Uhr nachmittags. Gehilfer
Darmſtadt, den 24. März 1900
(11926ds
dürfen nicht beſchäftigt werden
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
das Feilbieten von Blumen, Obſt, Backwaren und ſonſtigen
Lebensmitteln von 59 Uhr vormittags, von 11 Uhr vor=
Bekanntmachung.
mittags bis 1 Uhr nachmittags und von 3 bis 8 Uhr nach
mittags. Gehilfen dürfen nicht beſchäftigt werden
Infolge Abbruchs der alten Bahnüberführungsbrücke in der
unteren Pallaswieſenſtraße, zwiſchen der Blumenthalſtraße und
IV. Vermehrung der Beſchäftigungs= u. Verkaufsſtunden
der Windmühle, wird genannte Strecke am 28. und 29. Mai ds. Js.
An den letzten 4 Sonntagen vor Weihnachten, ſowie an den
für den Fuhrwerks=, Radfahr= und Perſonenverkehr geſperrt.
beiden in die Verkaufsmeſſe fallenden Sonntagen (alſo nicht an
Darmſtadt, den 27. Mai 1913
(11905
den beiden Sonntagen, an welchen die Vergnügungsmeſſe beginnt
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt
ſt von 11 Uhr vormittags bis 7 Uhr nachmittags zugelaſſen
1. vom Großh. Polizeiamt Darmſtadt auf
Grund des § 105E
Kraftloserklärung von Pfandſcheinen.
Abſ. 2 der Gewerbeordnung und des §
145 der heſſ. Aus
Die Inhaber der angeblich abhanden gekommenen Pfandſchein
führungsverordnung zur Gewerbeordnung für alle Gewerbs
Nr. 963, 1481, 1482, 1483, 1484, 1511, 2074, 12125, 13403.
zweige des ſtehenden Handelsgewerbes der Gewerbebetrieb
26371, 27 526, 30073, 30723, 32509, 33326, 3440d
in offenen Verkaufsſtellen und die Beſchäftigung von Gehilfen,
und 36 626 werden hiermit aufgefordert, ihre Anſprüche innerhalb
Lehrlingen und Arbeitern
14 Tagen, vom Tage des Erſcheinens dieſer Bekanntmachung an
vom Großh. Kreisamt Darmſtadt auf Grund der §§ 42b und
Kirchſtraße Nr. 8
gerechnet, in unſerem Geſchäftszimmer
geltend

55a der Gewerbeordnung und der §§ 89 und 147 der Heſſ.
zu machen, widrigenfalls nach Ablauf dieſer Friſt gemäß § 30 der
Ausführungsverordnung zur Gewerbeordnung für die oben
Satzung vom 1. März 1913, betreffend das ſtädtiſche Leihamt Darm
unter III. genannten Gewerbszweige der Gewerbebetriel
ſtadt, die Kraftloserklärung der Pfandſcheine erfolgen wird
im Umherziehen und die Beſchäftigung von Gehilfen.
Darmſtadt, den 26. Mai 1913.
(11897
Darmſtadt, den 22. Mai 1913.
Städtiſche Leihamtsverwaltung.
Großherzogliches Polizeiamt.
Paul.
Gennes.
(11908
Bekanntmachun
g.
Verſteigerungs-Anzeige.
wir erneut
Die nachſtehende Polizeiverordnung bringen
zur
allgemeinen Kenntnis
Donnerstag, den 29. Mai 1913, vorm. 11 Uhr
Darmſtadt, den 26. Mai 1913.
verſteigere ich an Ort und Stelle öffentlich zwangsweiſe gegen
Großherzogliches Polizeiamt.
Barzahlung
Werkbank, 10 Holzböcke, 1 Dezimalwage, 1 Schraub=
Hennes.
10
Rämlinge,
1 Partie
1 Schraubſtock,
zwinger,
Polizeiverordnung
Rahmen, 1 Kunſtrad, 1 Partie Schloſſerhandwerks
zeug pp.
für die Stadt Darmſtadt, die Beaufſichtigung der Hunde betreffend
Zuſammenkunft Ecke Karls= und Nieder=Ramſtädterſtraße
Auf Grund des Artikels 56 Abſatz 2 Ziffer 1 des Geſetzes
Ferner nachmittags 4 Uhr im Saale Rundeturmſtr. 16
betreffend die Städteordnung für das Großherzogtum Heſſen, von
öffentlich zwangsweiſe gegen Barzahlung:
13. Juni 1874 wird nach Anhörung der Stadtverordneten=Verſammlung
1 Partie Lederfutterhandſchuhe und Stoff=
a
) beſtimmt:
der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt mit Genehmigung der
handſchuhe, 1 Waffenrock, 1 Hoſe, 1 Degen mit Koppel
Großherzoglichen Miniſteriums des Innern vom 16. März 1909,
zu
1 Mütze, 1 Paar Stiefel pp.;
Nr. M. d. J. II 1247, die nachſtehende Polizeivererdnung für der
Büfett, 1 Diwan, 2 Schreibtiſche
1
vorausſichtlich:
Gemeindebezirk Darmſtadt erlaſſen:
3 Ladentheken, 1 Partie Kokos= und Ledermatten, 10 Stück
Innerhalb der Stadt müſſen auf öffentlichen Straßen
Hemdenſtoff, 5 Stück Bettzeug, 1 Landauer und 1 Viktoria
und Plätzen, ſowie an Orten, wo Menſchen zu verkehren pflegen,
wagen, 1 Bild uſw.
biſſige Hunde mit einem das Beißen verhindernden Maulkork
auf Grund des § 373 H.G.B.: 1 Mille Zigarren,
c)
verſehen ſein und an einer kurzen Leine geführt werden,
beſſere Marken
Hunde der nachſtehenden Raſſen:
2
(1194s
Darmſtadt, den 28. Mai 1913.
a)
Bernhardiner,
Neufundländer
Thüre,
Großh. Gerichtsvollzieher.
Leonberger,
Bleichſtraße 9.
d) Doggen (Deutſche, Ulmer, Däniſche und Bulldoggen),

Seite 11.
Heugras=Verſteigerung.
Die Verſteigerung des Heugraſes
von der Pallaswieſe am 20. Ifd.
Nts. iſt genehmigt. Die Abfuhr
heine müſſen bis zum 20. Juni
lfd. Js. bei der Stadtkaſſe in Em
ang genommen ſein. (11898df
Darmſtadt, 28. Mai 1913
Der Oberbürgermeiſtere
J. V.: Jaeger
Inſtallationsarbeiten.
Die Inſtallation der elektriſchen
Lichtanlage im Hauſe Wieſen=
ſtraße
11 ſoll vergeben werden
Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Angebote ſind bis
Donnerstag, den 5. Juni 1913,
vormittags 10 Uhr
einzureichen.
1946df
Darmſtadt, am 28. Mai 1913
Stadtbauamt.
Buxbaum.
Bekanntmachung.
In dem Konkursverfahren über
das Vermögen der Gebrüder
.
Georg Weber, 2. Ludwie
Weber, Inhaber einer Gärtnerei
zu Darmſtadt, haben die Gemein=
chuldner
einen Antrag auf Ein
ſtellung des Konkursverfahrens
geſtellt. Dieſer Antrag und die
zuſtimmenden Erklärungen ſind
auf der Gerichtsſchreiberei nieder
gelegt.
(11928
Darmſtadt, 24. Mai 1913
Großherzogliches Amtsgericht I.
Holzabfuhr.
Sämtliches im Domanialwald
noch liegende Holz muß bei Mei=
dung
forſtgerichtlicher Anzeige bis
zum 15. Jum I. J. abgefahren
(11968
ein.
Meſſeler Forſthaus, 25. Mai 1913.
Großh. Oberförſterei Meſſel.
Schlag.
28
Dünger=Verſrigerung.
Samstag, den 31. Mai 1913,
vormittags 9 Uhr, wird auf den
Pferdemarktplatz, Holzhofallee 32,
eine Parti
N
Perdedunger
öffentlich meiſtbietend gegen gleid
bare Zahlung verſteigert. (11952
Pferdemarkt Darmſtadt.
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ſagt die Expedition. (*14013
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Nummer 123.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 29. Mai 1913.
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owie zur Stärkung und Kräftigung des Haarwuchses
Alexanderſtr. 4, 1. St.
empfohlenen Mitteln unstreitig den ersten Rang ein.
Diverſe gebrauchte
s besitzt zwar nicht die Eigenschaft an Stellen, wo
überhaupt keine Haarwurzeln vorhanden sind, Haare zu
Margarine
Nähmaſchinen
eufen (denn ein solches Mittel sibt es nicht,
nschon dies von manchen auderen Tincturen in den
mit Garantie ſpottbillig. (11645a
Teitungen fälschlich behauptet wird) - wohl aber stärkt
es die Kopfhaut und die Haarwurzeln derartig, dass das
August Engel, Schuchardſtr. 8.
vollwerfigsterErsatz
Ausfallen des Haares in kurzer Zeit aufhört und sich
aus den Wurzeln, so lange diese eben noch nicht abge-
von
mit od. ohne Pferde=
storben
sind, neues Haar entwickelt, wie dies bereits
Jagdwahen geſchirr, 2. Gew. des
durch zahlreiche praktische Versuche festgestellt ist.
für feine
Pferdemarktes iſt bill. zu verkg
Auf die Farbe des Haares hat dieses Mittel keinen
Einfluss, auch enthält es Keinerlei der Gesundheit
Schmidt, Karlſtr. 99, II.
irsendwie schädliche Stoffe.
Preis per Flacon Mk. 3.50 u. 1.50
11780
Ges. gesch.
Molkereiboffer.
Altertum!
imd
In Darmstadt ist diese Tinctur nur ächt zu haben bei:
(I.8552
Carl Bley, Parfümerie, Wilhelminenstrasse 33.
Hohe Kaſtenuhr
leider u. Bluſ. werd. angef. Näh.
Kut erh. Bettſtelle zu verkaufen
aus dem Jahre 1793, gutgehend,
G.
G
K Schützenſtr. 9, Stb. r. (*13757ids
13964) Landskronſtr. 53, part.
zu verkaufen. Näheres Exped.
Draußen hin und wieder haſtige Schritte von Dienſt=
ſerlbchtend

und hat
farie Schurzen, deren Stülen
boten oder Fräulein Torgelows unterdrückte Stimme;
Eswaren zwei Königskinder ...
wechſeln
vom Gutshof her das Klappern der Wirtſchaftsgeräte, das
Ja, aber woher um Gotteswillen?
Roman von Guido Kreutzer.
Aufblaffen eines Köters. Mitunter kniſterte auch ein um=
Das iſt ja eben die rätſelhafte Geſchichte, die mir ſo
(Nachdruck verboten.)
25)
gewendetes Blatt, wenn die Lektüre des Dichters vom
Sorgen macht. Geſtern abend waren noch Exzellenz von
Der Erbprinz hatte ſich nach dem Arbeitszimmer des
Triſtan und der Iſolde weiter fortſchritt . . . Sonſt aber
Kerckhoff und Herr von Oſterried hier. Große Fidelitas;
Hausherrn begeben und war ſehr erſtaunt, als ihm der
war es ſtill. Eine quälende unerträgliche Stille, die an
der Präſident ſoll ſo wilde Witze geriſſen haben, daß man
Küraſſier ſchon wenige Minuten ſpäter dorthin folgte.
den Nerven riß und in den Ohren brauſte.
zur Beruhigung eine Flaſche Wein nach der anderen trin=
Warſt Du nicht bei Deinem Vater, Markus?
ken mußte. Die beiden Herren fuhren erſt nach Mitter=
Markus ſtand an den Fenſterrahmen gelehnt, ſah in
Ich komme eben von dort. Aber der Profeſſor ließ
nacht zur Stadt zurück. Dann plauderte mein Vater noch
den Park hinaus und überdachte die letzten Jahre, die
nich nur einen kurzen Augenblick an das Krankenbett,
ein halbes Stündchen mit der Torgelow, rauchte eine letzte
trotz der äußerlichen Trennung doch keine Entfremdung
dann ſchickte er mich wieder hinaus. Er will die Unter=
Schlummerzigarre und legte ſich gegen eins hin.
zwiſchen ihm und dem Vater gebracht hatten. Wir ſind
ſuchung vornehmen, bei der niemand anweſend ſein darf.
Wie alt iſt Dein Vater?
uns eigentlich nie nah geweſen und konnten uns darum
Nachher wird er uns das Ergebnis mitteilen.
Dreiundſechzig! ſagte der Oberleutnant zwiſchen den
wohl auch nie voneinander entfernen! ſann der Küraſſier,
Und wie fandeſt Du Deinen Vater?
Zähnen.
Die Beziehungen waren immer gleichmäßig temperiert,
Das iſt nicht mehr der frühere lebensluſtige Kava=
Pauſe.
liebenswürdig, verbindlich geweſen. Dieſe Erkenntnis
der, Albrecht Georg; das iſt ein alter, ganz alter Mann,
Hoffentlich kommt Heinzelmann bald.
barg keineswegs einen bitteren Kern in ſich. Man hatte
zen die letzten drei Stunden um Jahre älter machten. Ich
Je länger wir auf ihn warten müſſen, deſto gefähr=
eben
beiderſeits all die Jahre mit der Wahrung der ge=
würde
das nicht für möglich halten, hätte ich es nicht mit
licher iſt die Sache.
ſellſchaftlichen und dienſtlichen Poſition zuviel zu tun ge=
igenen
Augen geſehen
Das kannſt Du unmöglich mit ſolcher Beſtimmtheit
habt, um ſich nebenbei noch eingehend mit ſich ſelbſt zu
Der Jüngere erſchrak vor dieſem unruhig flackern=
behaupten
, Markus
beſchäftigen; man lebte zu ſehr nach außen hin, um nach
den Blick und dem heiſeren Klang der Stimme. Aber er
Wieder das ſtumme Achſelzucken, das heute das letzte
innen den Blick zu richten . . . Bis dann jäh ſolche Stunde
jieß es ſich nicht merken, heuchelte Gelaſſenheit.
Argument aller Debatten zu ſein ſchien .
.
der Gefahr kam! Da fing man an, zu grübeln und
zu
Was ſagt denn Fräulein Torgelow?
Albrecht Georg hatte ſich aus dem mittleren Bücher=
ürchten
für das Leben eines Mannes, den man ſchon halb
ſchrank, der die altdeutſche Literatur enthielt, einen Band
Der Anfall erfolgte heute früh ganz plötzlich,
als
und halb als älteren Kameraden zu betrachten ſich ge=
Eilhart von Oberge genommen. Mit dem ſetzte er ſich in
Papa aufſtehen wollte. Seit der Zeit verliert er hin
wöhnt hatte und der einem nun doch ſo nahe ſtand, daß
und wieder das Bewußtſein, atmet ſchwer und röchelnd
einen Seſſel.
man das Herz bis zum Halſe hinauf ſchlagen fühlte, weil

[ ][  ][ ]

Nummer 123.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 29. Mai 1913.
Seite 14.
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Pflicht, Herr Graf; meine verfluchte Pflicht und Schul=
direkte
Gefahr?
draußen der Schritt des Arztes hörbar wurde, der jetzt
Und . . .
es beſteht
digkeit! Da gibts keinen Dank
Eine Antwort auf dieſe Frage erlaſſen Sie mir wohl
vielleicht die Entſcheidung über Leben und Tod brachte.
Jetzt aber bitte ich um einen Wagen; vor allen Din
Der Profeſſor betrat das Zimmer, deſſen Tür er ſorg=
ich
könnte ſie Ihnen doch nicht mit abſoluter Sicherheit
gen muß ich mit meinem Aſſiſtenten die erforderlicher
geben. Acht Tage ſpäter vielleicht ſchon eher. Jedenfalls
fältig hinter ſich ſchloß
Wenn Sie den Doktor kennen
Maßnahmen beſprechen . ..
Markus hatte ſich herumgewandt und war ihm einer
geſtatten Sie mir, die Behandlung des Patienten zu über=
lernen
, faſſen Sie vor ihm reſpektvollſt an den Mützen
nehmen.
Schritt näher getreten. In dieſer Bewegung lag eine fie=
jung
an Jahren, aben
; verdient’s; iſt ein Ker
Eben dieſe Bitte wollte ich an Sie richten, Herr Pro
bernde Nervoſität, die auch ſchattenhaft über das kantige
feſſor. Es liegt mir unendlich viel daran, meinen Vater
- an Verantwortungsgefühl!
Reitergeſicht wetterleuchtete.
in den denkbar beſten Händen zu wiſſen
Der Erbprinz erhob ſich gleichfalls und legte ſein
Als der Profeſſor abgefahren war, kehrte der Oberleut=
Selbſtverſtändlich; macht Ihnen Ehre, dieſer Wunſch.
Buch beiſeite.
nant zu dem Freunde zurück
Der alte Herr nahm die Brille ab, putzte ſie mit den
Und freut mich, daß Sie Vertrauen zu mir haben.
Siehſt Du, Albrecht Georg, ſagte er mit trübem =
Zipfel eines unwahrſcheinlich großen geblümten Seiden
Er überlegte einen Moment. Dann hob er wieder den
cheln, ſo gibt es Dinge, die ſogar noch über den Wün=
tuches
, ſetzte ſie wieder auf. Erſt ſah er den Thronfolger
Kopf
ſchen eines regierenden Herrn ſtehen. Jetzt müßt Ihr
dann den Oberleutnant an
Wie denken Sie darüber
ich möchte auf alle Fäll=
doch
allein fahren
Auf dem blieb ſein Blick haften. Er ſprach langſam
noch meinen Aſſiſtenzarzt herbeordern, daß er für die
Ja; ſchade; ich überlegte es auch eben. Er trat raſch
überdeutlich; faſt, als doziere er=
Dauer der Krankheit hier im Herrenhauſe Wohnung
zu
dem Freunde und legte ihm die Hand auf den Arm
Herr Graf, ich bedauere, der Uebermittler einer un=
nimmt
. Wir hätten auf dieſe Weiſe Ihren Herrn Vater
Sag, Markus
ich die Reiſe fallen laſſen und hier
erfreulichen Botſchaft zu ſein: es handelt ſich um einer
unter ſtändiger Beobachtung.
bleiben
Lungenabſzeß, der entweder auf Embolie oder Entzün=
Ich denke gar nicht, Herr Proſeſſor, ſondern richte
Und Hella, die ſchon nach Berlin vorausgefahren iſt
dung zurückführt; wahrſcheinlich das letztere. Die Anlage
mich nach Ihren Anordnungen, wie jeder hier im Hauſe
um Dich dort zu erwarten; und Eure acht Wochen Ein=
dazu
muß bereits ſeit längerer Zeit vorhanden geweſen
das tun wird. Verfügen Sie über Perſonen und Räum=
ſamkeit
? . . . Nein, Albrecht Georg keine Sentimentali=
ſein
, ſonſt wäre die Plötzlichkeit des Auftretens nicht er
lichkeiten nach freiem Ermeſſen; nur ... machen Sie mei
tät! Und aus einer Freundſchaft keine drückenden Ver=
klärlich

nen Vater wieder geſund
pflichtungen herleiten! Ich möchte nur bitten, mich für
Markus fühlte, wie er ſich entfärbte. Er wußte nicht,
Hinter den goldgeränderten Gläſern flog ein ſcharf
die nächſte Zeit vom Dienſt zu dispenſieren
wie groß die Tragweite dieſer Mitteilung war er klam=
prüfender
Blick zu ihm hinüber.
merte ſich nur inſtinktiv an einen Strohhalm.
Das erübrigt ſich; denn bis zur vollkommenen Ge=
Alſo dann wird Dr. Urban bereits am Nachmittag
Aber mein Vater iſt doch noch geſtern vollkommer
neſung Deines Vaters biſt Du ſelbſtverſtändlich Dein
überſiedeln. Ich ſelbſt komme von jetzt an regelmäßi,
wohl geweſen!
freier Herr
gegen elf Uhr vormittags und ſieben Uhr abends heraus
Das hat nichts zu ſagen. Der Urſprung der Krankheit
Bis zur vollkommenen Geneſung! wiederholte
der
Soſern erforderlich, natürlich auch nachts
weiſt auf eine weiterliegende Zeit zurück. Vielleicht hat
Oberleutnant; es klang wie dumpfe Verbiſſenheit.
Ich
Ihr Herr Vater ſich in den erſten Frühjahrsnächten, die
Der Küraſſier ſtreckte ihm impulſiv die Hand entgegen
weiß nicht, aber ich habe die inſtinktive Witterung, daf
Heinzelmann drückte
bekanntlich ganz beſonders gefährlich ſind, durch zu leicht=
die

der Fall ſchwerer liegt, als der Profeſſor zugeben wil
Kleidung erkältet, was dann auf die Lungen geſchlagen iſt
Ich darf Ihnen ſchon im Voraus von ganzem Herzen
Und jetzt gelang dem Prinzen ein täuſchend natür=
In dieſem Alter ereignen ſich derartige Fälle erfahrungs=
für

ihre Mühewaltung danken, Herr Profeſſor
liches beruhigendes Lächeln.
gemäß häufig.
Der alte Herr ſah ihn groß und unwillig an,
(Fortſetzung folat.)

[ ][  ][ ]

Nummer 123.
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Schweizer Noten . . . . .
80,95
97,00
Reichsbank=Diskonto.
86,40
-
7
Reichsbank=Lombard Zsf.

[ ][  ][ ]

Nummer 123.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 29. Mai 1913.
Seite 16.
Neu eingetroffen!
Cirea
1000 lehe
Auf meiner letzten Einkaufsreise hatte ich Gelegenheit, große Posten
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255
2
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DARMSTADT
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[ ][  ][ ]

1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
33 123.
Donnerstag, 29. Mai.
1913.
M
von 197 50 Mark und einer Geſamthaſtfumme von 37500
getragen, daß zum 31. Dezember 1912 18 Mitglieder, dar=
Mark.
unter mehrere reiche Mitglieder, ausſchieden. Erwägun=
ehosbft
.
Der Umſatz der Heſſenkaſſe im Monat April
gen innerhalb Vorſtand und Aufſichtsrat der Spar= und
betrug 16 312068,66 Mark, im Mai bis heute 8 810 519,88
Darlehnskaſſe zu Erlenbach, die offenbar die Bedeutung
Mark. Kommen noch Landtag und Staatsregierung dazu,
des einzelnen Mitgliedes für die Geſamtheit der Genoſ=
binnen
kurzer Zeit die Reformbeſtrebungen in dem heſſi=
ſenſchaft
, ſelbſt wenn es ſich um einen reichen Mann han=
ſchen
Landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaftsweſen durch ihr

delt, überſchätzten, reiften bei der Mehrheit der Vorſtands=
Vertrauen zu würdigen, ſo wird auch auf dem Gebiete des

und Aufſichtsratsmitglieder zu dem Plan einer Auflöſung
Landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaftsweſens wieder Ruhe
der Genoſſenſchaft aus. Mitbeſtimmend mag für die Stel=
in
unſerem Heſſenlande eintreten.
Jales
lungnahme der Mehrheitvon Vorſtand und Aufſichtsrat
auch noch die gleichfalls üherſchätzte Bedeutung der Kün=
digung
einer Anzahl Spareinleger gewirkt haben. Der
Zahn-Créme
Eblck.
verdiente Gründer der Genoſſenſchaft, der mehr als 20
Jahre das Rechneramt führte, Bürgermeiſter Bitſch,

empfand das Mißtrauen gegenüber ſeiner Genoſſenſchaft,
wie
Ze
es in den vereinzelnten Kündigungen
ſei=
tens
Mitglieder und Gläubiger der Genoſſenſchaft
F74
zum Ausdruck kam,
ſo ungerecht
und
tief,
GGlGAEETIE
daß er, ſoweit man ſich ſeinen Entſchluß heute er=
Mundwasser

klären kann, zu Anfang dieſes Monats freiwillig aus dem
Leben ſchied Eine inzwiſchen vorgenommene Reviſion
e
2
1

durch den Reviſionsverband, ſowie weitgehende Unter=
Gewinnauszug
ſuchungen durch Vorſtand und Aufſichtsrat durch Einfor=
derung
von Kontoanerkenntniſſen und Gegenbücher, liefer=
der

ten bis jetzt nur den Beweis, daß ſich die Spar= und Dar=
2. Preußiſch-Küddeutſchen
lehnskaſſe zu Erlenbach in vollſtändiger Ordnung befindet,
(228. Königlich Preußiſchen) Klaſſenlotterie
ja, daß nicht einmal ein nennenswertes Riſiko in den Aus=
ſtänden
liegt. Als einzig wünſchenswerte Aenderung in
5. Klaſſe 15. Ziehungstag 27. Mai 1913
dem Geſchäftsgebaren der Kaſſe konnte bis jetzt nur eine
Auf ſede geiogene Manner ſind wet gleich hoße Gewime
Enſchränkung des Vereinsbezirks auf einen engeren Kreis,
M en
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
dem Zweck der ländlichen Spar= und Darlehenskaſſe ent=
in
den beiden Abteilungen 1 und II.
H
ſprechend, feſtgeſtellt und in Ausſicht genommen werden.
(Rahönck verkbolen)
(öhne Genähr u. St=u. f. 3)
Nachdem die für Sonntag, den 4. Mai d. J., in Aus=
ſicht
genommene ordentliche Generalverſammlung der
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
240
Mk. gezogen:
Spar= und Darlehnskaſſe zu Erlenbach wegen des tragi=
4 Gewinne zu 15000 Mk. 44422 163667
ſchen Ablebens ihres Rendanten verlegt werden mußte,
2 Gewinne zu 10000 Mk. 43850
trat am Sonntag, den 25. d. M., die ordentliche General=
2 Gewinne zu 5000 Mk. 136496
verſammlung zuſammen. Man hatte die für den 4. Mai
NARNNS.
74 Gewinne zu 3000 Mk. 3063 3831 5920 6656
in Ausſicht genommene Tagesordnung beibehalten und
11963 20545 35377 42053 45062 52837 55998
10474
nur einen neuen Punkt: Bericht über die Lage unſerer
KCN-
60289
68831 72973 78677 85750 92104 104719 120348
Genoſſenſchaft eventuell Liguidation unſerer Genoſſen=
EEeT42
121949 124661 128145 136424 138138 153532
121027
ſchaft zum Zwecke der Einſchränkung des zu weiten Ver=
150a52
178580 179381 189623 205201 212904 213695
einsbezirks eingeſchoben. Die Berichterſtattung zu dem
230973 233589
228518
Die Mräite imn ändlicken
neuen Punkt hatte der erſte Direktor der Zentralkaſſe der
15
Mk. 11819 12405 21927 25491
Gewinne zu 1000
Heſiſchen Landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaften, Herr
265832 26661 267
737 31912 3247a 3a665 36515
25791
Genoſſenſchaftsweſen Heſſens.
Mager aus Darmſtadt, übernommen. Der neu eingeſcho=
42066
42697 42909 43350 43665 46664 51989 56651
bene Punkt wurde im Zuſammenhang mit dem Rechen=
67o7s
68751 70203 74318 76739 76988 79182 80353
Man ſchreibt uns: Schwere Wunden ſind dem länd=
ſchaftsbericht
des Vorſtandes als erſter Punkt der Tages=
84380
95500
90020
100981 102256
104149
106552
lichen Genoſſenſchaftsweſen in Heſſen geſchlagen worden.
ordnung erledigt Der Berichterſtatter ging auf die Ge=
129597
114509
118932
116590
1297a9
121478 124958
In den Kreiſen der ländlichen Genoſſenſchaften rechnet
ſamtlage des heſſiſchen ländlichen Genoſſenſchaftsweſens
131235
132420
1305as
138067
141593
141268
142207
man heute allgemein damit, daß an dem Aktienbeſitz und
im allgemeinen und der Spar= und Darlehnskaſſe zu Erlen
153a1
1.55223
142213
162962
170349
162183
160170
eventuell an dem Guthaben bei der Landwirtſchaftlichen
bach beſonders ein. In der Diskuſſion trat Herr Kauf=
191021
170355
187849
184681
183759
185021
186214
Genoſſenſchaftsbank etliche Millionen verloren gehen.
mann Wetterhahn aus Rimbach mit der wärmſten Aner=
194533
202423
207427
2a990s
200015
206419
210220
Größer als dieſer Geldverluſt iſt für unſer ländliches Ge=
kennung
für die Tätigkeit des verſtorbenen Rendanten für
219399
216737
227610 228563
220245
233864
292a80
noſſenſchaftsweſen die Erſchütterung des allgemeinen
die Erhaltung der Spar= und Darlehnskaſſe zu Erlenbach
200
Gewinne zu
600 Mk. 3058 3507 6738
1829a
Vertrauens. Eine tiefgehende Erregung geht durch unſer
31.556 32026
ein: Er führte etwa wörtlich aus: Der Mann, der für
32929 33789 343a1
34410
41369
21595
Heſſenland. An die Stelle blinder Vertrauensſeligkeit iſt
41977
à2894 46225
673e
48431 49069 52840
6360
ſeine Genoſſenſchaft gelebt, ja für ſeine Genoſſenſchaft
teilweiſe unbegründetes Mißtrauen nach allen Seiten hin
59631
63660
67371
68478 68950 69212
74983
69843
geſtorben iſt, kann nicht genügend dadurch geehrt werden,
getreten. Die Volksleidenſchaft wird durch fahrläſſige
79043
80794
80025
94050
85713 90248 91145
94054
daß man ſich von den Plätzen erhebt. Die einzig richtige
und nicht ſelten abſichtliche Verbreitung übertriebener oder
97538
97121
98226. 101031
102607
101190
108324
Ehrung dieſes Mannes iſt die Erhaltung und der Ausbau
frei erfundener Gerüchte über die ungünſtige Lage dieſer
109998
119210
110097
122709
115416.
122971
112226
ſeines Werkes.
oder jener Genoſſenſchaft noch unnötig aufgewühlt. Pfif=
126877
123607
1250
1281
130166
123330
191136
Neben anderen Rednern trat wiederholt und lebhaft
fige Geſchäftsleute glauben, daß jetzt die Zeit gekommen
140233
136504
136422.
154626
154542
151574
145030
für die Erhaltung der Kaſſe Herr Kaufmann Hamburſt
iſt, Gebiete zurückzuerobern, welche die Kreditgenoſſen=
157111
156520
159055
154940
157503
161386
164854
ger aus Rimbach ein. Das Reſultat des Berichts und
ſchaft und der Landyairtſchaftliche Konſumverein mit Recht
18003
168603
160547
168881
11127s
171236
172317
der eingehenden Debatte war der einſtimmige, durch 108
und zum großen Nutzen des Heſſenlandes ſeit Jahrzehn=
176463
173834
1867a4
174587
189032
191901
188411
ſtimmberechtigte Mitglieder gefaßte Beſchluß, die Ge=
ten
als ihr Arbeitsgebiet betrachteten. So mancher Geld
2007
198918
20a717
204055
201633
201400
213265
noffenſchaft weiter zuerhalten. Der Beſchluß
217211
mann auf dem Lande fände es auch nicht übel, wenn ſtatt
218216
218284
222089 224947 228081 231391
wurde durch Bravo und Händeklatſchen aufgenommen.
233939
der Spar= und Darlehnskaſſe er wieder der Geldgeber für
Der ſeitherige Vorſtand und Aufſichtsrat würdigte die
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
die kleinen Leute ſein könnte. Solche Abhängigkeitsver=
Stellungnahme der Generalverſammlung dadurch, daß er
240 Mk. gezogen:
hältniſſe ſind bei den verſchiedenſten Anläſſen auf dem
8
mit Ausnahme des 78jährigen Herrn Altbürgermeiſters
Gewinne zu 5000 Mk. 68528 187395 317905 219587
Lande für den Geldgeber bequem.
62
Wolf=Linnenbach, ſeine Aemter beibehielt bezw die Wie=
Gewinne zu 3000 Mk. 1114 5310 7605 8899
Hat ſo unſer Heſſenland ſeit Monaten neben der
derwahl annahm. Daß zwiſchen der Genoſſenſchaft und dem
11111
14217 14703 17855 21804 33970 35521 41923
natürlichen Erregung den Boden für die gehäſſigſte Ver=
44994
Herrn Altbürgermeiſter Wolf noch ein Vertrauensverhält=
46902 81787 83216 867689 87459 90774 90982
hetzung abgeben müſſen, ſo ſcheinen in der neueſten Zeit
95778
101333 101494 105386 107769 109449 120601
nis beſteht. geht daraus hervor, daß man deſſen Sohn an
doch wieder die kühle Abwägung und der Verſtand in den
121080
12215
133306 139565 156012 16054d 164598
ſeiner Stelle in den Vorſtand der Spar= und Darlehns=
-
Die
Genoſſenſchaftskreiſen die Oberhand zu gewinnen.
169443 170715 198691 207055 216463 218648 2336a1.
kaſſe Erlenbach wählte. An Stelle des verſtorbenen Ren=
Spar= und Darlehnskaſſe zu Armsheim in Rheinheſſen
150 Gewinne zu 1000 Mk. 1402 3562 4853 7016
danten Bürgermeiſter Bitſch wurde der ſeitherige Vor=
hat
den Geſchäftsanteil vor kurzem ſo hoch feſtgeſetzt, daß
7944 9260 13005 18868 17275 30256 33899 3a766
ſitzende des Aufſichtsrats, Bürgermeiſter Rettig aus
man ſelbſt gegenüber etwaigen weitgehendſten Verluſten bei
36125
36975 37219 38063 50038 52367 54817 58411
Linnenbach, ebenfalls einſtimmig zum Rendanten gewählt.
der Landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaftsbank gewappnet
60523
67394 77347 77561. 78150 78580 85381 89325
In dieſer Wahl kam ein ſchöner Beweis gegenſeitigen
ſein wird. Die Spar= und Darlehnskaſſe zu Brandau
89541
290469 91012 9o25s 93903 10006 104135
Vertrauens zwiſchen dem Vorſitzenden des Aufſichtsrats
1. Odw die unter der Nachbarſchaft von Nieder=Modau
111
115597 116889 117378 126714 132059 13669a
und ſeiner Genoſſenſchaft zum Ausdruck.
und gehäſſiger Gegnerſchaft früherer Freunde trotz ihrer
1370
139068 142565 142649 143445 144004 1a4864
Bankdirektor Mager ergänzte ſeine eingehenden Aus=
vollſtändig
klaren und ſoliden Verhältniſſe ebenſo unge
1a775
147938 156867 158020
156540 158656 1598d2
führungen, die unter den obwaltenden Verhältniſſen die
recht wie ſchwer zu leiden hatte, hat am letzten Samstag
165013
169462 169791 164232
185405 192989 196864
Erhaltung der Genoſſenſchaft empfahlen, durch das Urteil
Beſchlüſſe gefaßt, auf Grund derer die am 31. Dezember
2007as
202169 202746 203419
206075 214734 215293
zweier an dem heſſiſchen ländlichen Genoſſenſchaftsweſen
1912 ausgeſchiedenen 20 Mitglieder an dem etwaigen. Ver=
218001
210367 20250 223500 22ra05
nicht direkt intereſſierten Herren, Rechtsanwalt Dr. E E
luſte bei der Landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaftsbank teil=
236 Gewinne zu 500 Mk. 2415 5621 6352 6931
Verwalter in dem Konkurſe
Hoffmann II.=Darmſtadt
7088
zunehmen haben. Durch dieſe Beſchlüſſe hat man nicht
9628 9651 11697 15085 15651 17667 17941
Nieder=Modau und Landtagsabgeordneten Profeſſor
19003
nur eine gerechte Verteilung der etwa kommenden Ver=
21481 23479 24248 25994 26305
27715 30536
Juſtizrat Dr. Crüger in Charlottenburg, des Anwaltes
320d
33721 34246 34305 35702 36936
luſte erreicht, ſondern man hat auch gezeigt, daß die Mit=
39451 3085e
der Schulze=Delitzſchen Genoſſenſchaften.
42898
44079
46505 47350
2993c4 gosdo
glieder von nennenswerten Verluſten nicht betroffen wer=
56294
6716s
Auch in der Entwickelung der Zentralkaſſe der
58700
63281 64866 65163 65527 66069
den können und daß die Einleger bei der Brandauer
69039
71542
Heſſiſchen Landwirtſchaftlichen Genoſſen=
71573
73499 75126 76692 78037 79724
79770
Kaſſe nicht das geringſte zu befürchten haben.
81701
ſchaften, der Heſſenkaſſe, kommt eine Konſolidierung
86728
67972 89ad2 90305 95138 99007
Einen geradezu erhebenden Verlauf nahm am letzten
100123
101515
10600
des heſſiſchen Genoſſenſchaftsweſens zum Ausdruck. Trotz=
107464 108354 110825
111616
114794
116033
Sonntag die Generalverſammlung der Spar= und
119856
124663 125935
dem in der jüngſten Zeit manche Genoſſenſchaften bezüg=
127872.
133177
137953
131153
Darlehnskaſſe zu Erlenbach bei Fürth i. Odw.
138659
136725 145265
lich ihrer Stellungnahme der Heſſenkaſſe gegenüber die
152366
155892
15866a
157214
Durch das tragiſche Ableben des Rendanten dieſer Kaſſe,
15975
175187
1e885
nächſten Samstag zuſammentretende Generalver=
175405
181018
182768
186190
des Bürgermeiſters Bitſch=Erlenbach, war der Fall Erlen=
190155
187230
189551
189963
190679
ſammlung der Heſſiſchen Landwirtſchaft=
194343
199299
bach ein Fall für das Großherzogtum Heſſen geworden.
200058
201734
202049
208044
202919
208378
lichen Genoſſenſchaftsbank abzuwarten ſchei=
208753
In die Erlenbacher Spar= und Darlehnskaſſe, die eine
211065
212643
215171
216956
217213
216993
217997
nen, ſind der Heſſenkaſſe heute 217 Genoſſenſchaften mit
Bilanzſumme von rund 626000 Mark bei 45000 Mark
218258
218439
221161 223120
223923
231105
225888
zuſammen 375 Geſchäftsanteilen angeſchloſſen. Dieſe Be=
Geſchäftsguthaben, 9000 Mark Reſerven, 8000 Mark Be=
232709 233296
teiligung entſpricht einem eigenen Kapital der Heſſenkaſſe
triebsrücklage und einen Reingewinn von 4400 Mark
Seit Jahren laut Attest des Oberhofmarschnlamtes
11
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[ ][  ][ ]

Nummer 125.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 29. Mat 1915.
Seite 18.
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Nummer 123.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 29. Mai 1913.
Seite 19.
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Seite 20.

Nummer 123.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 29. Mai 1913
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(3977a
Expedition ds. Bl. erbeten. (11066a
Heyl & John, Manufakturwaren. (10416a

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2. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
§3 123.
Donnerstag, 20. Maſ.
1913.
Das Wort Guimältigkeit iſt ader, wie
Der Staalsanwalt wendeie ſich daur der jurſiſchen
faſt immer bei dieſen Bezeichnungen, unzutreffend. Man
Qualifikation der Handlungen Adams zu und legte die
muß ſich auch davon überzeugen, was dieſe angebliche
einzelnen Delikte Adams dar. Nicht als eine Reihe ein=
4
Gutmütigkeit für eine Rückſeite zeigte. Es war dies mehr
zelner ſelbſtändiger Straftaten ſtellen ſich die Urkunden=
Haltloſigkeit und Widerſtandsloſigkeit.
fälſchungen und die Untreue dar, ſondern als eine fort=
Der Charakter des Beck macht viel weniger Schwie
geſetzte Kette, die alle auf einem einheitlichen Entſchluß
rigkeiten. Er liegt vor mir wie ein offenes Buch, aber,
beruhen, wenn man auch verſchiedene Gruppen unter=
M

Die Suppe istangebrannt.
wenn ich ſo ſagen darf, wie eines in billiger Ausgabe
ſcheiden könne; fortgeſetzt ſeien auch die Bilanzfälſchungen.
Eh
und innerer Leerheit. Er nahm raſch die Atmoſphäre an,
Woin der Eile eine andere
Er fuhr dann fort: Straferſchwerend für den Angeklagten
in die er hineingetaucht wurde. Er war ein fleißiger,
iſt der Umfang der Straftat. Ich finde keine deutſche Be=
hernehmen
? Sehr einz
M
Beamter, Solche Naturen werden leicht
zeichnung dafür, ich muß ſie horrible nennen, und die
fach. Aus aller Nof helfen
verwöhnt, ſie ſind nicht gewohnt, Forderungen an ſich
Folgen der Straftat waren geradezu kataſtrophal. Hier

ſelbſt zu ſtellen. Geht es ihnen gut, dann rechnen ſie es
iſt auch zu berückſichtigen die Mißwirtſchaft, die ihm zur
Hohenlohe Suppenwürfel.

ſich als eigenes Verdienſt an und werden hoffärtig und
Laſt fällt, daß er in einem behaglichen Wohlſtand lebte,
F* Sorfen.
übermütig. Da iſt es dann auch nicht zu verwundern,
der dem Durchſchnittsmenſchen nicht möglich iſt, während
Gee
2-3 leller kosten nur1og.
wenn er zum Werkzeug eines mächtigen Mannes wird,
er das Geld anderer Leute verſpekulierte, daß er
e
und dieſer hatte wohl Widerſpruch von ihm nicht zu er=
dabei
eine erſchreckende Gleichgültigkeit wegen der Fol=
Anetrnſtede
warten.
gen ſeiner Taten an den Tag legte. Ferner das öffentlich=
Iſaak iſt eine problematiſche Natur. Er war vor allem
ſchamloſe Treiben, daß man daraus gar kein Hehl mehr
ein Spekulant, ein Spieler. Von ſeiner Verteidigung
machte. Pallmann brachte es fertig, in der Loreley vor=
wurde
Wert darauf gelegt, daß er ein ausgeſprochener
remden Leuten die Herren aufzufordern, etwas quer zu
Der Nieder=Modauer Bank=
Optimiſt ſei. Ich bezweifle, ob damit mehr hinzugefügt
ſchreiben, da am anderen Tage für die Spekulanten ein
iſt. Iſt nicht jeder Spieler ein Optimiſt? Hat nicht jeder
heißer Tag würde. Unbeteiligte Leute entſetzten ſich vor
krach vor der Strafkammer.
Lotterieſpieler die Hoffnung, zu gewinnen? Iſt nicht auch
dieſem Treiben. Adam fand nichts dagegen zu erinnern.
hier das einſeitig gerichtete Beſtreben auf Gewinn in mehr
Adams Verhalten war nur dadurch erklärlich, daß er
39. Verhandlungstag.
als einer Richtung gefährlich? Der Spekulant ergreift
glaubte, unter dem Schutze eines mächtigen Herrn zu
g. Das Gericht verkündet zu Beginn der geſtrigen
jede Gelegenheit, die ſeine Gewinnchancen verbeſſert,
ſtehen, ſonſt hätte er doch nicht glauben können, daß ſein
Verhandlung Beſchluß dahin, der Zeuge Philipp Wil=
ſchamloſes
Treiben ungeahndet bleiben würde. Die Ver=
und die Folge iſt eine Bedenkenloſigkeit in wirtſchaftlicher
helm Adam iſt zu beeidigen, mit Ausnahme der Aus=
Beziehung. In moraliſcher Beziehung führt es zu Ge=
fehlungen
Adams waren von dem ſehr gewiſſenhaften
ſagen, die Jſaak belaſten, und einem Teil derjenigen, die
wiſſenloſigkeit und Frevelhaftigkeit. Für den Spekulan=
Reviſor Braner ſchon 1905 alle in ſeinem Berichte feſtge=
Beck belaſten. Zeuge macht von ſeiner Eidesverweiger=
legt
worden. Das waren Tatſachen, die, wenn ſie mir da=
ten
gilt noch mehr wie für jeden anderen der Spruch: Be=
ung
keinen Gebrauch und wird beeidigt.
reit ſein iſt alles.
mals bekannt geworden wären, mich veranlaßt hätten, ſo=
,
Der
Zeuge Nothis wird wegen ſeiner ganzen Ausſage be=
fort
nach Nieder=Modau zu fahren und den Adam ins
Der Angeklagte Ihrig läßt ſich nicht in eine ſolche
eidigt. Die Zeugen Philipp und Daniel Per=
Arreſthaus abzuführen. Es war auch bezeichnend, daß
Formel bringen. Sein Charakter iſt zu kompliziert und
ron werden nur beeidigt über die Ausſagen, die den
män mit Pallmann, der eigentlich ins Gefängnis gehörte,
vielfältig, um ihn ohne weiteres ganz kennen zu lernen.
Angeklagten Ihrig bezüglich der Begünſtigung des Adam
Aber von ſeinen Taten werde ich noch genug zu reden
als Gleichberechtigten parlamentierte. Weiter ſtraferſchwe=
belaſten
. Die übrigen vernommenen Verwaltungsmitglie=
haben
. Alle ſeine Geſchäfte und Handlungen hatten einen
rend für Adam iſt der Umſtand, daß alle Warnungen
der werden nicht beeidigt, da ſie der Teilnahme an der
ungehört in den Wind verhallten und ihn nicht an der
großen Zug. Er war zwar nicht genial, aber vielleicht,
Bilanzfälſchung zum Teil verdächtig ſind. Der Rechner
Fortſetzung ſeiner Straftaten hinderten.
um einen Volksausdruck zu gebrauchen, genialiſch. Seine
Neff wurde nur ſo weit beeidigt, ſoweit ſeine Ausſagen
Gedanken, die in den Handlungen zum Vorſchein kamen.
Als 1905 die Wechſeleinlöſung vorgenommen wurde,
die Begünſtigung Adams betreffen, im übrigen unter=
ſind
durchaus nicht immer zu verwerfen, ſie erregen meiſt
hätte er erkennen müſſen, welchen Weg er ging, wohin das
blieb die Beeidigung, da er der Teilnahme an der Bilanz=
wegen
ihrer Konſtruktion Bewunderung.
Ganze führte. Er mußte den Schaden erkennen, der ſich
fälſchung, Anwerbung neuer Mitglieder und dem Betrug
damals bereits auf 100000 Mark für Nieder=Modau be=
Wo ſind nun die unheimlichen Werte hingekommen?
bezüglich der Urkunden über 275000 Mark verdächtig ſei.
Von ſämtlichen Teilnehmern hat kein einziger Seide da=
lief
, da dieſe Wechſeleinlöſung zum größten Teile mitt
-
Hierauf macht der Vorſitzende die Angeklagten auf
Sicherheiten Nieder=Modaus geſchah. Adam hatte damals
bei geſponnen. Adam iſt arm und von Pallmanns Nach=
eventuelle
Veränderungen einiger Punkte der Anklage auf=
dem
Braner feſt in die Hand verſprechen müſſen, nicht
laß iſt nur noch das gerettet worden, was aus dem ſoli=
merkſam
. Die dem Adam zur Laſt gelegte fortgeſetzte Un=
mehr
derartige ſtrafbare Handlungen zu unternehmen.
den bürgerlichen Eiſengeſchäft ſtammt. Die Genoſſen=
treue
, Urkunden= und Bilanzfälſchung könne auch einzeln
Im Mai 1908 wurde er dann ſeines Amtes als Rechner
ſchaftsbank iſt mit ſchweren Wunden aus der Affäre her=
für
ſich oder in kleineren Gruppen in Betracht kommen,
entſetzt. Das hinderte ihn aber nicht, kurz darauf wieder
vorgegangen. Hier gilt wohl wie in keinem anderen Fall
und die Anſtiftungen des Iſaak und Ihrig könnten als
Es iſt
Fälſchungen zu begehen. Im Juli 1908 wird er dann
das Sprichwort: Unrecht Gut gedeiht nicht!
Beihilfe angeſehen werden. Von den Angeklagten wird
aus dem Vorſtand gebracht; er aber ſucht und findet einen
wohl keine wirtſchaftliche Erklärung für die ungeheuren
alsdann auf weitere Beweisanträge verzichtet, worauf
anderen Weg, der ihn an den Nieder=Modauer Kaſſen=
Verluſte, wenn man die populäre Anſchauung heranzieht,
die Beweisaufnahme geſchloſſen wird und der Staats=
ſchrank
führt. Ein weſentlicher Milderungsgrund iſt in
das Geld ſei in Sektblaſen aufgegangen. Mit Recht iſt
anwalt das Wort zu ſeinem
dem Geſtändnis des Angeklagten nicht zu erblicken, zumal
man entrüſtet über das Wohlleben, in dem Adam lebte,
ja dies Geſtändnis nicht eine Folge der Reue iſt, ſondern
wenn man das Elend dem entgegenhält, das er über Nie=
Plädoyer
der=Modau heraufbeſchworen hat. Wenn durch dieſes
des Gefühls der Reſignation. Das geht aus=allem her=
ergreift
. Er führt etwa aus: Wie die wohltätigen Wirk=
vor
; wie es ihm nicht darauf ankommt, ob er eine oder
Wohlleben auch verſchiedene Summen vergeudet wur=
ungen
der Naturkräfte Feuer und Waſſer ſich oft in ihr
zwei Dutzend Unterſchriften gefälſcht hat. Es iſt auch
den, ſo ſind ſie doch gering im Vergleich zu den 5 bis
Gegenteil verwandeln und ein namenloſes Unglück her=
nicht
ſein Verdienſt, wenn jetzt einigermaßen Klarheit ge=
6 Millionen der Paſſiven. Es waren im beſonderen zwei
vorrufen, ebenſo ſteht man vor dem Zuſammenbruch von
ſchaffen iſt, ſondern der Sachverſtändige hat Tage und
Kanäle, durch die die Summen verſchwanden. Der eine
Nieder=Modau wie vor dem unheilvolln Wirken einer
Wochen gebraucht, um die Fälſchungen alle zu entdecken.
Kanal war die unheilvolle Mißwirtſchaft die in Nieder=
Elementarkraft. Groß und edel iſt der Gedanke des Ge=
Es wurden dem Adam Fälſchungen auf den Kopf zuge=
Modau herrſchte, dann die Untreue und Unterſchlagungen.
noſſenſchaftsweſens aufgebaut, wundertätig der Glaube,
ſagt; er leugnet aber weiter, bis er nicht weiter leugnen
Allein verantwortlich für die ungeheure Mißwirtſchaft iſt
durch Zuſammenfaſſen der ſchwachen Einzelwerte eine
konnte. Als mildernd könnte ihm angerechnet werden der
Adam, denn dieſe begann ſchon 1900, längſt bevor die Spe=
Kraft zu gemeinſamer mächtiger Arbeit zu vereinen. Aber
Umſtand, daß ein eigentliches Motiv zu dem allem nicht
kulationen begannen. Schon damals betrugen die Zin=
wie
jedes Menſchenwerk nicht ohne Fehler iſt, ſo hat dieſe
zu ſehen iſt. Das Motiv iſt in Pallmann zu ſuchen: er
ſenrückſtände 100 000 Mark und kamen Hypotheken aus
Einzelerſcheinung eine der Schwächen, eine der Lücken ge=
konnte
dem Pallmann nichts abſchlagen und=er wollte ihm
dem Vermögen des Vereins abhanden. Nun iſt von der
zeigt, und der große Gedanke der unbeſchränkten Haft=
gefällig
ſein. Die Kontrolle Adams war nicht ausrei=
Verteidigung Jſaaks geſagt worden. Iſaak brauchte bei
pflicht, der den Grundſatz: Alle für einen, und einer für
chend; es war eine Kontrolle ohne Kopf, ſie war unwirk=
den
Wechſelgeſchäften der Nieder=Modauer Kaſſe nichts zu
alle verwirklicht, wurde das Band, das die Ahnungs=
ſam
, deshalb konnte ſich Adam in Sicherheit wiegen. Es
finden, derartige Geſchäfte ſeien das tägliche Brot einer
loſen durch die Schuld eines Einzelnen oder Einzelner
muß aber eine heilloſe moraliſche Verwirrung bei Adam
jeden Großbank. Das klingt wie eine Ironie, wenn man
mit in den Abgrund hinuntetriß, ſie mit in die Tiefe
entſtanden ſein, wenn er hörte, daß, als man ihn anzeigen
von der Nieder=Modauer Kaſſe als von einer Großbank
ſtürzte. Die Schuld dieſer Einzelnen zu ermitteln, um
wollte, man die Aufgeregten mit dem Hinweiſe beruhigen
ſpricht. So manche Großſtadt hat keine Großbank, und
dem menſchlichen Gerechtigkeitsgefühl zu genügen, war
konnte: einen ſolchen verdiente Genoſſenſchafter zeigt
Nieder=Modau, das nach dem letzten Verzeichnis 631 Ein=
der
Zweck der langen Verhandlung. Wie eine Elementar=
man
doch nicht an. Die Hochachtung, die man ihm allge=
wohner
zählte, ſoll einer Großbank Eriſtenzmöglichkeit
kataſtrophe, wie eine Waſſersnot und Feuersbrunſt, ebenſo
mein angedeihen ließ, trotz ſeiner bekannten Verfehlungen
geben? Ich bin wohl berechtigt, in dieſem Falle von
wirkte der Zuſammenbruch im Modautale. Alle Zahlen=
und weil man ihn jedem Rechner als Muſter vorführte,
einer Hypertrophie, von einer Großmannsſucht Adams
begriffe, die man ſonſt im Gerichtsſaale hört, ſind hier
mußte notwendig ſein Inneres verwirren. Gut und Böſe
zu ſprechen. Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß
verſchoben, und wo ſonſt einige Tauſend als ſtraferſchwe=
mußte
ſich bei ihm verwiſchen. Bei Adam zeigte ſich in
hier beſondere Beſtimungen für den Geldverkehr der Ge=
rend
für die Angeklagten in die Wagſchale fallen, hörten
ſeiner ganzen Herrlichkeit der Fanatismus der bäuerlichen
noſſenſchaften erlaſſen werden müſſen. Es beſteht aller=
wir
ſo gelaſſen, daß bei einer Hypothek von 10000 Mark
Bevölkerung, ihre Scheu vor der Behörde, die es ermög=
dings
die Beſtimmung, daß die Tätigkeit ſich auf den Mit=
nur
5000 Mark verloren wurden. Als Charakteriſtikum
lichte, daß Adam bis zuletzt öffentliche Ehrenämter be=
gliederkreis
beſchränken ſoll. Dieſe Vorſchrift wurde aber
iſt zu betrachten, daß die Genoſſenſchaftsbank ihre For=
kleiden
konnte. Die giftige Atmoſphäre, die in Nieder=
nicht
beachtet. Die moderne Geldmaſchine darf nicht einem
ſo
derungen um mehrere 100000 Mark zurückſchraubte,
Modau herrſchte, in die alle eintauchten, verwirrte alle
unerfahrenen Menſchen anvertraut werden. ſonſt können
Million
daß die Forderung von 1½ Millionen auf
Gemüter. Der Lehrer Schuchmann, dem man ſonſt nichts
leicht viele zermalmt werden. Ebenſo wie man einen
zurückgeht, wovon aber nicht eines der Mitglieder der
nachſagen kann, ließ ſich bewegen, bei den Feſtlichkeiten
Bauern nicht an einen modernen Dampfpflug ſtellen
Nieder=Modauer Kaſſe einen Teil ſeines Vermögens
aufzuſpielen und der Jayme, ein ernſter Gerichtsmenſch,
würde, konnte man auch nicht dem Adam das Verfügungs=
retten
konnte, ſondern nur die Gläubiger um einige Pro=
ließ
ſich dazu verleiten, dem Adam Vertrauen zu ſchen=
recht
über Millionen einräumen. Es mußten wenigſtens
zent verbeſſert wurden. Könnten wir nur einmal in die
ken, ſo daß dieſer ihm bei der Ordnung der Papiere behilf=
die
nötigſten Kautelen gegeben werden. Die Reviſionen
Hütten des Modautales hineinblicken, wo die Not und
lich ſein konnte, wobei er ein allgemeines Autodafé im
haben dem Treiben=des Adam nicht wehren können.
die Armut eingekehrt iſt und die Männer allen Lebens=
Küchenofen veranſtaltete. Erſt dem Rechner Neff iſt es
Eine andere Quelle der Verluſte außer den Bauſpeku=
mut
verloren haben und verzweifelt die Hände in den
gelungen, dieſe Feſſel zu ſprengen und ein Fenſter einzu=
lationen
waren die Bankſpekulationen Ihrigs. Vier Ban=
Schoß legen und ſich fragen, wozu bebauen wir das Feld,
ſchlagen, durch das die giftige Atmoſphäre abziehen
ken hatten vergeblich verſucht die Kreditbank zu ſanieren.
wenn es uns morgen doch genommen wird?, dann könn=
konnte
. Es iſt ihm Anerkennung für die nicht anders als
Ein direkter Verluſt iſt wohl auch durch Iſaak der Nie=
ten
wir den ganzen Umfang der gewaltigen Kataſtrophe
heroiſch zu bezeichnende Tat auszuſprechen
der=Modauer Kaſſe nicht erwachſen, denn von den ſämt=
in
voller Bedeutung ermeſſen. Bedenken wir daß im
Es läßt bei dem Charakter Becks ſich leicht erklären,
lichen Verbindlichkeiten Iſaaks wurde der Verein nicht in
weſentlichen ein einziger Mann dieſes Unglück durch ſeine
daß er der giftigen Atmoſphäre nicht widerſtehen konnte.
Anſpruch genommen. Aber indirekt ein mehrfacher Scha=
Handlungen verſchuldet hat. Adam iſt nicht ein in der
Beck wurde hineingeführt als Vertrauter der Genoſſen=
den
, wenn man der Sache tiefer auf den Grund geht und
Schule des Laſters aufgewachſener Verbrecher, ſondern in
ſchaftsbank. Er brachte aber nicht die nötige Widerſtands=
wenn
man dem Verhältnis Ihrigs dazu näher kommt.
geordneten Verhältniſſen und einem geachteten Wirkungs=
kraft
mit und die genügende Selbſtändigkeit, um ſich von
Wenn ich an Stelle des Ihrig vor den hochfliegenden Plä=
kreis
.
dem Taumel, der alle in Nieder=Modau befiel, frei zu
nen geſtanden hätte, dann wäre meiner Meinung nach
Wenn man bedenkt, daß Adam ſelbſt von den Früch=
halten
. Es iſt nicht allzu ſchwer, ſich in ſeine Lage hinein
für Nieder=Modau ein anderes Reſultat herausgekom=
ten
ſeiner Untaten nichts genoſſen hat, ſo packt einem
zu verſetzen. Er fand ein gräuliches Tohuwabohu vor
men. Das Eingreifen Ihrigs iſt nur erklärlich, wenn man
mächtig die menſchliche Seite des Falles, und es inter=
und an allen Enden Kaſſenmankos von mehreren 1000
annimmt, daß Ihrig durch ſeine Pläne ſelbſt nicht mehr
eſſiert, die pſychologiſche Seite etwas zu lüften. Durch
Mark. Wechſel liefen in enormer Höhe, ohne daß jemand
reie Hand hatte, daß er ſelbſt nicht mehr konnte, wie er
Adams Hand wurden alle dieſe Handlungen, die Bilanz=
vom
Vorſtand und Aufſichtsrat etwas davon wußte.
wollte. Er hatte die Banken, die er verwaltete, vollſtän=
und Urkundenfälſchungen und die Unterſchlagungen und
Ihrig kommt hin und Adam wird Kontrolleur. Ja, da
dig feſtgelegt. Die Engagements der Genoſſenſchaftsbank
die Untreue ausgeführt. Aber wirklich war es auch nur
glaubt man doch, ein Kinderſpiel vor ſich zu haben. Beck
betrugen 1908 mehrere Millionen. Darum konnte und
ſeine Hand, denn dieſe Hand leitete ein fremder Wille.
war nicht der Held, die Geſchichte wieder einzurenken. Er
durfte er nicht mehr verlieren, weil ſchon der Boden, auf
der Wille eines unheimlichen, dämoniſchen Mannes, deſſen
iſt ein Mann, der mit den Wölfen heult. Er dachte, warum
den ſein Fuß trat, zitterte. Er hatte ſchon den Blick ver=
Schatten ſich nur in der Verhandlung zeigte. Der Ein=
ſoll
die Quelle, die bisher für einen lief, nun nicht für
loren für das, was not, und wohl auch das, was recht
fluß dieſes Mannes läßt ſich nicht beſſer charakteriſieren,
zwei laufen? Warum ſoll man nicht fälſchen können
und in Ordnung war. Er verſtand es nicht, bei der Nie=
als
durch den Angſtruf Adams: Ach käme ich doch von
wenn der große Fälſcher Adam als geachteter und geehr=
der
=Modauer Maſchine das Glied einzurenken. Jſaak ver=
dem
Schwarzen los. Auf den Fall Adam paßt der
ter Mann einherlief? Warum ſoll ich nicht auch Divi=
quickte
das landwirtſchaftliche Genoſſenſchaftsweſen mit
Spruch: Reichſt du dem Teufel nur den kleinen Finger,
dende verteilen können, ich, der Genoſſenſchafter vom
der Bauſpekulation, und das iſt die tragiſche Seite dieſes
dann faßt er bald die ganze Hand‟ Die Verfehlungen
Scheitel bis zur Zehe, wie dieſe Bauern, die Miſt fahren?
Falles. Es gibt keinen größeren Gegenſatz: Der Land=
Adams fingen klein an, mit unweſentlichen Veruntreu=
Sie wollen ja nur ihre 5 oder 10 Prozent Dividende, wei=
wirt
erwirbt mit Mühe des Lebens Brot in harter Ar=
ungen
, von denen er noch hoffte, einen Schaden abwen=
ter
nichts. Alſo fälſchte man die Bilanzen. Man ſetzte
beit. Was er ſich erworben hat, kann ihm nicht leicht ge=
den
zu können. Als aber der Dämon den kleinen Finger
erſt die Dividenden feſt, um dann die Bilanz danach ein=
nommen
werden. Feſt ſteht ſein Haus auf dem Boden
hatte, ließ er nicht mehr los, er machte von der Macht des
zurichten. Man verſtand es ſogar, aus dem toten Mo=
der
Heimat. Der Spekulant würfelt in einer Stunde um
Starken gegenüber dem Schwächeren Gebrauch, und Adam
biliar Gewinne herauszuſchlagen, genau wie Mephiſto
Tauſende, um heute emporzukommen und morgen Millio=
verlor
nun jeden Halt und ſchreckte ſelbſt vor dem äußer=
in
Auerbachs Keller: Auch dieſer hölzerne Tiſch kann Wein
nen zu verſpielen. Dreifach tragiſch in dieſem Fall, wo
ſten nicht mehr zurück. Wenn auch Adam noch anderen
geben. Beck hat jedenfalls das Vertrauen, das ihn nach
ein von Generationen in harter Arbeit zuſammenerarbei=
Einflüſſen unterlag, ſo war doch dieſe eine Perſon prä=
Nieder=Modau mit einer ſchweren Miſſion ſandte, auf das
teter Wohlſtand durch falſche Spekulanten durchgebracht
dominierend. Adam war weithin im Odenwald als gut=
gröbſte
getäuſcht.
wurde. Deshalb erſcheint die Schuld derer ſo ſchwer,
mütiger Menſch bekennt, an den ſich jeder wenden konnte,
Der Angeklagte Jſaak hat das bäuerliche Vermögen
die das bäuerliche Vermögen der Spekulation ausliefern
der ein Darlehen brauchte. Wie er keinem Wunſch wider=
mit
dem Spekulantentum verquickt; das iſt widerſinnig.
konnten.
ſtehen konnte, zeigten ja die Stundungen der horrenden

[ ][  ]

Nummer 123.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 29. Mai 1913.
Seite 22.
noſſnſchaſt deutſcher Wühnenangehöriger. Mannheim und
nen frei zu machen. Das erſe Veroplan=Reumnen war für
Es war das Gefährlichſte, was man ſch denken konne,
Leipzig, Verlag von J. Bensheimer. (50 Pfg.) Neuer
leichte Eindecker, d. h. Eindecker mit Motoren bis ein
die unbeſchränkte Haftung mit der Spekulation in Ver=
Ratgeber zur Erkenntnis und neue Mittel zur Heilung
ſchließlich 80 PS., wozu vier Konkurrenten gemeldet hatten
bindung zu bringen, es war ein ungeheuerer Frevel.
von Nervenleiden (Nervoſität, Neuraſthenie und ver=
von
denen ſich aber nur Laitſch (L. V. G.=Eindecker mit
Die unbeſchränkte Haftpflicht machte den Reichen zum
wandte Krankheiten). Von Dr. med. Kühner, Bezirks=
80 PS.=Stahlherz=Motor) Hannuſchke (Hannuſchke=Ein=
Bettler. Die armen Mitglieder von Nieder=Modau hätten
arzt z. D. Preis 1,20 Mk. Hof=Verlagsbuchhandlung Ed=
decker
mit 36 PS.=Anzani=Motor) und Schwandt ( Grade=
es
wohl erkannt, daß dieſes Band der unbeſchränkten
-
Shakeſpeare und das eng=
mund
Demme, Leipzig.
Eindecker mit 45 PS.=Grade=Motor) dem Starter, Kapitän=
Haftpflicht ſie ins Elend reißen würde, wenn ihre Genoſ=
liſche
Drama im ſechzehnten und ſiebzehnten Jahrhundert
leutnant Hilmers, ſtellten. Nach einem längeren Aufent=
ſenſchaft
der Spekulation ausgeliefert wird. Deshalb hat
Von Adolf Bartels. (Sonderdruck aus der Einführung
halt am Siart fiel endlich um 6 Uhr 56 Min. der rote Ball.
man es ihnen auch verheimlicht; deshalb handelte der
).
Verlegt bei Georg D. W. Call=
in
die Weltliteratur
Sofort zog Hannuſchke mit einem mächtigen Anlauf
jenige, der dieſe Tat vollbrachte, nicht nur verbrecheriſch
Im Verlage von Julius Springer
wey, München
davon, dicht gefolgt von Schwandt. Etwas ſpäter ging
ſondern ruchlos. Jſaak gehörte zu dem Baukonſortium;
Berlin W 9, Linkſtraße 23/24, iſt Leitfaden zur Arbeiter=
Laitſch, der von vornherein ſeines Sieges ſicher war,
er war mit ihm auf Gedeihen und Verderben verbunden
verſicherung des Deutſchen Reiches erſchienen. Bearbeitet
als heißer Favorit vom Start. Laitſch holte den ſeinen
Ich will mich nicht an das Wort halten, ſondern an den
von Mitgliedern des Reichsverſicherungsamts auf Grund
Konkurrenten freiwillig gegebenen Vorſprung bald auf,
Begriff. Das Wort gebe ich gern preis. Wenn ich einen
zog ſtolz an ihnen vorbei und umrundete als Erſter die
der Reichsverſicherungsordnung. Oktavformat, der Einzel=
ſcherzhaften
Vergleich ziehen darf, ſo kann man Roth als
10 Kilometer entfernte Wendemarke. Im Abſtande von je
preis 40 Pfg., bei 25 Stück und mehr je 35 Pfg., bei 50
den Miniſter der öffentlichen Arbeiten bezeichnen, Pall
einer Minute folgten Schwandt und Hannuſchke, der bald
Stück und mehr je 30 Pfg., bei 100 Stück und mehr je
mann als den des Auswärtigen, der auch den Präſiden
ausſichtslos zurückfiel. Trotzdem auf dem Weg nach dem
tenſtuhl inne hatte; Jſaak war der Finanzminiſter und
25 Pfg.
-
Flugplatze die Flieger mit ſtarkem Gegenwinde zu kämpfen
Mathematik und Naturwiſſenſchaf=
Nieder=Modau war die Hauptſtaatskaſſe oder auch die
hatten, vergrößerte Laitſch ſeinen Vorſprung immer
ten an den deutſchen Lehrerbildungs=
Hauptſchuldenverwaltung. Jſaak konnte ſeine Verpflich=
mehr
und landete als Erſter mit einer Flugzeit von
anſtalten. Von F. Umlauf Bund für Schulreform.
tungen nur erfüllen, wenn Pallmann dauernd mit Nieder=
12 Min. 56,8 Sek. glatt auf dem neuen Startplatze
(IV u.
Arbeit 3. Mit 4 Tafeln und 6 Figuren im Text.
Modau in Verbindung blieb
Der Staatsanwalt ging
124 S.) Preis geheftet 3,60 Mk. Leipzig und Berlin
Schwandt brauchte 16 Min. 33,6 Sek. und Hannuſchke ſo
auch hier auf die juriſtiſche Seite ein und kam zu dem
1912. Verlag von B. G. Teubner. Das Buch gibt eine
gar 17 Min. 31,4 Sek. Das zweite Flugrennen für Dop=
Schluß, daß Jſaak die Hehlerei zweifellos Jahre hin=
Darſtellung des gegenwärtigen mathematiſchen und na=
peldecker
wurde auf Donnerstag verſchoben. Bis 8 Uhr
durch gewerbsmäßig getrieben habe.
turwiſſenſchaftlichen Unterrichts an den deutſchen Lehrer=
wurde
dann nur noch um den Dauerpreis geflogen wober
Wegen der fortgeſchrittenen Zeit wird das Plädoyer
bildungsanſtalten, legt die allgemeinen Geſichtspunkte für
ſich beſonders Linekogel auf Rumpler=Eindecker, Wieting
bezüglich der Anklagepunkte gegen Ihrig auf morgen
deſſen Ausgeſtaltung im modernen Sinne dar, ſtellt die
auf Rumpler=Taube und Stiploſchek auf Jeannin=Taube
vertagt. Hierauf geht dann der Staatsanwalt auf die
Lehrpläne und Lehrplanentwürfe für die mathematiſchen
durch glänzende Flüge auszeichneten.
Beſtrafung der einzelnen Delikte ein
und naturwiſſenſchaftlichen Fächer aller deutſcher Bundes=
ſtaaten
zuſammen, ebenſo die Beſtimmungen der Prü=
Die Anträge des Staatsanwalts:
fungsordnung und bietet endlich Skizzen und Beſchrei=
Literariſches.
bungen der Einrichtungen für den naturwiſſenſchaftlichen
Er beantragt gegen Adam wegen der Fälſchung von
Unter vier Augen, intime Plaudereien des Her=
Unterricht an einigen neueren Seminaren aus Nord=, Mit=
Urkunden und der Untreue fünf Jahre Zuchthaus, wegen
ausgebers mit den Leſerinnen, nennt ſich eine neue Rubrit
tel= und Süddeutſchland. Für Lehrer und für jeden Ge=
der
mit Beck gemeinſam verübten Untreue vier Monate
in der Wiener Mode die ſich ſicherlich große Po=
bildeten
, der zu dieſen beſonderen Fragen Stellung
pularität erwerben wird. Der Herausgeber plaudert da
Gefängnis, wegen der Anſtiftung Becks acht Monate Ge=
nimmt
, wird die vorliegende Arbeit von größtem Inter=
ſehr
offen und ernſt über die wichtigſten Fragen unſerer
eſſe ſein.
fängnis und wegen der Bilanzfälſchung vier Monate
Frauen. Im letzten Heft ſpricht der Herausgeber über die
Goethe von Thomas Carlyle. (Verlag Neues
O
Gefängnis, insgeſamt eine Zuchthausſtrafe
nie genug anerkannte, ſo ermüdende Tätigkeit der Frau
Wilhelm Borngräber (Felix Lehmann) Berlin
Leben,
von fünf Jahren ſechs Monaten. Die Anrech=
im
Hauſe und kommt zu einem einfachen und praktiſchen
W. 35, broſch. 2,50 Mk.). In der großen und umfang=
Rat an die Frau, einmal gemütlich zu faulenzen und die
nung der Unterſuchungshaft ſtellt er in das Ermeſſen des
reichen Goetheliteratur nimmt dieſe Neuerſcheinung, die
Folge davon abzuwarten In derſelben Nummer findet
Paul Friedrich überſetzt und bearbeitet hat, einen bevor=
Gerichts.
Gegen Beck beantragte er wegen der Un=
man
die letzten Pariſer Modeauswüchſe in luſtiger Weiſe
zugten Rang ein. Es öffnet uns neue Momente über die
treue, der Zahlung der 27000 Mark an Adam acht Monate
zuſammengeſtellt, und Helene Tuſchak beginnt eine Brief=
geiſtigen
Beziehungen dieſer beiden überragenden Men=
folge
Mädchen von heute und Frauen von morgen, die
Gefängnis, wegen der Untreue der ſelbſt verwendeten 200
ſchen zueinander in Form einer ſcharf gezeichneten Be
die ſehr intereſſant zu werden verſpricht. Daneben bringt
Mark drei Monate Gefängnis, wegen der Protokollfälſch=
trachtung
Carlyle und Goethe und einen Briefwechſel
unſere Wiener Mode viele ſchöne, einfache und feſche
ung einen Monat, wegen der Bilanzfälſchungen 1907
zwiſchen beiden, die dem Hauptteil des Buches Carlyle
Moden für den Sommer, ſowie hübſche Handarbeiten für
über Goethe vorangeſtellt ſind. Die Ueberſetzung iſt vor=
vier
Monate und der von 1908 zwei Monate, insge=
die
Gartenausſtattung
züglich und wo der Verfaſſer Eigenes gibt, iſt es in
Neu erſchienene Broſchüren: Unſere
ſamt eine Gefängnisſtrafe von einem Jahr
muſtergültiger Sprache geſchrieben, im Urteil gerecht und
großen Ernährungs=Torheiten. Eine gemeinfaßliche Dar=
drei
Monaten. Gegen Iſaak beantragte er eine
von reifer Sach= und Literaturkenntnis. Dem Werke iſt
legung der modernen Forſchungsergebniſſe über Ernähr
Zuchthausſtrafe von zwei Jahren ſechs
wohl zu wünſchen, daß es den Weg auf den Tiſch jedes
ungs= und Diätfragen von Dr. med und phil. Th. Chri=
Gebildeten finde.
Monaten.
ſten, Dozent der Univerſität Bonn. 2., unveränderte Auf=
lage
. (4. bis 6. Tauſend.) Dresden, Verlag von Holze
Das Reichspetroleummonopol, Betrachtungen
u. Pahl.
Gesaefeeseeetsouesoeyeeoevgegot
über die Vorausſetzungen, die Organiſationsfragen und
Luftfahrt.
die Wirkungen. Von Dr. W. Möller. Berlin, Karl Hey=
Fay’s ächte
Johannistaler Flugwoche.
.Die Ohrenerkrankungen, eine
manns Verlag. 1913.
Selbſt= oder Bakterien=Vergiftung. Wie entgiftet oder
* Das erſte Aeroplan=Rennen, das am drit=
Sodener Mineral-Paſtillen
heilt man dieſelbe radikal durch ein praktiſch erprobtes
ten Tage der Berliner Frühjahrs=Flugwoche ſtattfand, hatte
werden aus den Heilquellen III u. XUllI
ſehr viele Zuſchauer auf den Flugplatz gelockt, doch ſie
hygieniſch=diätetiſches Behandlungsverfahren? Für Laien
der Gemeinde Bad Soden am Taunus
mußten ſehr lange warten, bis endlich die Benzin=Röſſe‟
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hergeſtellt, die sich seit Jahrhunderten
ſtarteten, denn von 5 Uhr ab wurde zunächſt um den
5. Auflage. Hof=Verlagsbuchhandlung Edmund Demme
bei Huſten, Heiſerkeit, Bronchialkatarrh
Dauerpreis geflogen, um den ſich ſehr viele bewarben, ſo
Dr. Ludwig Seelig, Reichstheatergeſetz. Ein
Leipzig.
vorzüglich ben
habe
daß mitunter zehn Maſchinen in der Luft waren. Um

Beitrag zu der ſozialen Frage des Theaters. Geſetz=
Nachahmungen weise man zurüc
5 Pfg. per Schachtel,
is 84
rall erbalt
ſechs Uhr endlich wurden ſie alle durch eine violette Flagge,
entwurf der Regierung und Gegenentwurf. Von Rechts=
des

die auf der Zeppelin=Halle hochging, aus ihren luftigen
anwalt Dr. Ludwig Seelig, Mannheim, Syndikus
GasueauuasaCat
Höhen heruntergewinkt, um die Bahn für die Rennmaſchi=
Bühnenmitgliederkartells. Herausgegeben von der Ge=
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läßt sich in dieser teuren Zeit sparen, weil die
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