27,
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Dagt
Abonnemenkspreis
Inſerate
176. Jahrgang
4
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
47,
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
und
ſowie von unſeren Agenturen
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
Bei
den Annoncen=Expeditionen. —
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblati.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Großh.
Organ für die Bekanntmachungen des
Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
1913.
N 121.
Dienstag, den 27. Mai.
bei allen Anſtrengungen Deutſchlands in Zukunft keine
Beſprechungen eingehend erörtert worden iſt. Ob mit
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
Rede ſein. Schon heute kann Deutſchland kein ſtärkeres
Recht, muß die Zukunft lehren.
Feldheer auf die Beine bringen. Es handelt ſich für uns
Wird alſo keineswegs die Wirkung auf die auswärtige
in erſter Linie darum, unſere Deckungstruppen ſo ſtark
Pol=tik ausbleiben, ſo hat auf alle Fälle die Hochzeit im
wie möglich zu machen, ſo daß wir unſeren mit Sicher=
Das Wichtigſte vom Tage.
heit zu erwartenden Aufmarſch gegen Oſten nicht in die
Kaiſerhauſe die Ausſöhnung zwiſchen Hohenzollern und
Auvergne und auch nicht in die Gegend von Chalons ver=
Welfen gekrönt. Die Herzensneigung der beiden Fürſten=
Der Reichstag nimmt heute ſeine Arbeiten nach einer
legen müſſen.
kinder hat es zuwege gebracht, daß die langjährige
Feind=
vierwöchigen Pfingſtpauſe wieder auf.
Wichtig iſt auch die einmütige Zuſtimmung des
Mi=
ſchaft zwiſchen Preußen und Cumberland ihr Ende
ge=
niſterrats zu der Abſicht des Kriegsminiſters, einen Geſetz=
Der Herzog und die Herzogin von
Cumber=
funden hat. In abſehbarer Zeit wird auch die
braun=
land ſind am Sonntag abend von Berlin wieder
ab=
entwurf einzubringen, der die Bezüge der Offiziere und
ſchweigiſche Frage gelöſt ſein, und der junge Herzog Ernſt
gereiſt.
Unteroffiziere weſentlich, bei den Offizieren um minde=
Auguſt, der Gemahl der Prinzeſſin Viktoria Luiſe, wird
ſtens 150 Francs monatlich erhöht. Der Senator Millies
Das engliſche Königspaar iſt geſtern vormittag
den Thron beſteigen, der jahrzehntelang verwaiſt war.
Lacroix macht in ſeinem Bericht über den Heereshaushalt
zu einem eintägigen Beſuch des Hofes nach Neuſtrelitz
Alles in allem wird deshalb die Vermählungsfeier weit
für 1913 mehrere bemerkenswerte Aeußerungen. Der Etat
gereiſt.
über den Rahmen eines fürſtlichen Familienfeſtes
hinaus=
wird danach wahrſcheinlich 1250 Millionen überſchreiten,
Die argentiniſche Sondergeſandtſchaft, die
gehoben und bekommt ein Gepräge von außergewöhnlicher
vermutlich um 180 Millionen, und der Kriegsminiſter als
dem Kaiſer den Dank Argentiniens für Deutſchlands
politiſcher Bedeutung ſowohl nach innen als auch nach
Rate für Rüſtungszwecke 1913 ſtatt 72 Millionen 250 er=
Teilnahme an der argentiniſchen Jahrhundertfeier
aus=
außen hin.
halten. Die freiwilligen Meldungen ſind 1910 um 2300,
ſprechen ſoll, iſt am Sonntag nachmittag in Berlin
1911 um 440 und 1912 um 400 geſunken. Die
Kapitulatio=
eingetroffen.
nen reichen bei den Unteroffizieren aus, bei den Korpora=
Prinz=Regent
In der Weltausſtellung zu Gent brach ein
len und Brigadiers ſind ſie ungenügend. Man kann fer=
Brand aus, durch den der indiſche Pavillon des
über
Ludwig von Bayern
ner aus dem Bericht erſehen, daß lange vor dem Ein=
Zillertal=Cafés zerſtört wurde. Der Schaden wird auf
bringen unſerer Militärvorlage Frankreich Beſchlüſſe
ge=
die Großſchiffahrt.
eine viertel Million Francs geſchätzt.
faßt hatte, um die in Deutſchland durch die Geſetze von
* Zu der 23. Hauptverſammlung des Vereins zur
1912 beſtimmte Heeresſtärke zu übertreffen. Der vor der
Nach den letzten Nachrichten über die Kataſtrophe
Hebung der Fluß= und Kanalſchiffahrt in Bayern, welche
Vorlage längſt fertiggeſtellte Entwurf des Etats für 1913
des Dampfers „Nevada” befanden ſich an Bord
in den Feſtſälen des Künſtlerhauſes in München tagte,
rechnet mit einer Erhöhung der Friedenspräſenzſtärke um
des Dampfers 123 Paſſagiere, von denen 83
ge=
hatten ſich Prinz=Regent Ludwig, Miniſterpräſident Frei=
7606 Mann, weil das letzte Rekrutenkontingent 8950
Taug=
rettet wurden.
herr von Hertling und zahlreiche Vertreter der ſtaatlichen
liche mehr ergeben hatte. Im ganzen beziffert der Bericht
und ſtädtiſchen Behörden der Main= und Donauſtädte, des
die Friedensſtärke ohne Offiziere auf 563000 Mann. Da
Tageskalender zur Geſchichte der
Oeſterreichiſchen Zentralvereins der Binnenſchiffahrt,
Ver=
die in Frankreich ſtehenden Kolonialtruppen und die ganz
Befreiungskriege.
treter aus Norddeutſchland, ſowie des Handels und der
militäriſch organiſierte Gendarmerie, zuſammen 50000
Mai 1813: Napoleon ſchlägt ſein Hauptquartier
in
Induſtrie eingefunden. Nachdem die Verſammlung meh=
Liegnitz auf.
Mann, nicht einbegriffen ſind, ſo ſteigt die wirkliche Stärke
rere Vorträge angehört hatte, hielt der Prinz=Regent
auf 613000 Mann. Mit dem dritten Jahrgang von 180000
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
eine längere Rede, in der er u. a. ſagte, daß das Intereſſe
Mann ergibt ſich nach Abzug von drei Monaten Urlaub
des Vereins es ſei, daß alle Landesteile ſo viel als möglich
eine Steigerung auf 748000 Mann. Während Deutſchland
an die Großſchiffahrt angeſchloſſen würden. Die richtige
aber nach zwei Seiten Front zu machen hat, braucht
Nachklänge zu den Berliner
Politik ſei darin die Politik des Möglichen, und deswegen
Frankreich es nur nach Oſten. Schon im vorigen Jahre
begrüße er lebhaft die Beſtrebungen, den Ludwig=
Donau=
waren ferner eine Reihe von Aenderungen beſchloſſen wor=
Feſttagen.
Main=Kanal des weiteren auszudehnen von Regensburg
den, die eine Steigerung der Präſenzſtärke um mindeſtens
— Die Hochzeitsfeierlichkeiten am deutſchen Kaiſerhofe
bis Kehlheim hin, und dann hinauf bis Frankfurt nutzbar
30000 Mann ergeben ſollten. Im Parlament hatte man
haben nunmehr ihren Abſchluß gefunden, und der größte
zu machen. Wenn nicht ungehoffte Hinderniſſe hinzuträten,
bei der Beratung des Kavalleriekadergeſetzes die allge=
Teil der Fürſtlichkeiten, die zu dieſem Zweck nach Berlin
ſei zu erwarten, daß 1917 die Großſchiffahrt bis
Aſchaffen=
meine Wiedereinführung der dreijährigen Dienſtzeit
ver=
gekommen waren, hat der Reichshauptſtadt wieder den
burg gehe. Später werde wohl die Kanaliſierung des
langt und ein großer Teil der Preſſe war dafür eingetre=
Rücken gekehrt. Wie nicht anders zu erwarten war, ſind
Mains noch kommen; der einſtimmige Beſchluß des
Baye=
ten. Man wollte ſo über unſere Geſetze von 1912
hinaus=
die Feſttage, an denen nicht nur der Hof, ſondern auch
riſchen Landtages, die Mainkanaliſierung fortzuführen, ſei
gehen. Dann erſt kam unſere Vorlage.
weite Kreiſe der Bevölkerung lebhaften Anteil nahmen,
ein gutes Omen. Es beſtünden aber noch andere Pläne.
ebenſo glanzvoll wie harmoniſch verlaufen. Gefliſſentlich
Es ſei beabſichtigt, die Donauſchiffahrt bis Ulm
auszu=
iſt von zuſtändiger Stelle wiederholt verſichert worden,
dehnen, ſei es durch Seitenkanäle, ſei es durch Verbeſſe=
Deutſches Reich.
daß es ſich um eine ausgeſprochene Familienfeier
gehan=
rung der fahrbaren Waſſerwege, und es würde ihn ſehr
Der Kaiſer reiſt am 4. Juni zur Feier der 200
delt hat, und tatſächlich haben auch nur Mitglieder
der=
freuen, wenn die württembergiſchen Nachbarn dann auch
jährigen Zugehörigkeit Gelderns zum preußiſchen Staate
jenigen Fürſtenhäuſer an den Feſtlichkeiten teilgenommen,
einen guten Anſchluß an die Donau bekommen. Von dem
nach Geldern. Bei dieſer Gelegenheit wird ein
Hohen=
die entweder mit dem Bräutigam oder aber mit der Braut
Anſchluß nach Bremen ſei ja in der vorjährigen
Verſamm=
zollerndenkmal enthüllt werden. Königin Wilhelmine der
in verwandtſchaftlichen Beziehungen ſtehen.
lung ausführlich geſprochen worden. Er glaube aber nicht,
Niederlande wird eine Sondergeſandtſchaft zur Begrüßung
Ganz beſondere Aufmerkſamkeit ſchenkte man im
In=
daß das in allernächſter Zeit der Fall ſein werde.
Aehn=
des Kaiſers nach Geldern entſenden.
und Auslande der Anweſenheit des Zaren und des
engli=
lich werde es wohl auch mit dem Kanal von München an
-
Der Bundesrat und die „
Ausnahme=
ſchen Königspaares, die zum erſtenmal auf deutſchem
Bo=
den Main gehen. Er könne nur wünſchen, daß der Kanal
geſetze” für das Reichsland. Das Journal
d’Al=
den zuſammengekommen waren. So ſehr auch der
fami=
von München nicht nach Ochſenfurt, ſondern gleich nach
ſace=Lorrain hat ſich aus Berlin melden laſſen, daß die
liäre Charakter der Hochzeitsfeier betont worden iſt, ſo
dem Rhein geleitet werde. Das ſei aber keine partikula=
Ausnahmegeſetze für Elſaß=Lothringen im Bundesrat nicht
kann es doch gar keinem Zweifel unterliegen, daß der
riſtiſche Sache, denn auch die anderen Staaten würden
angenommen werden würden. Nach dieſem Blatte ſei es
mehrtägige Aufenthalt der beiden Herrſcher auch von
gro=
davon Vorteil haben, und nicht zum wenigſten
Württem=
ſogar fraglich, ob es im Bundesrat überhaupt zu einer
ßer politiſcher Bedeutung iſt. Man konnte in den
Zei=
berg durch den Anſchluß an den Neckar. Der große Ge=
Sitzung über dieſe Vorlage kommen wird. Demgegenüber
tungen leſen, daß ſowohl der Zar wie auch der König von
ſichtspunkt ſei der Anſchluß des rechtsrheiniſchen Bayerns
wird mitgeteilt, daß der Bundesrat ſich ſchon in dieſer
England mehrfach Unterredungen mit den leitenden
deut=
an den Großſchiffahrtsweg, zunächſt an den Rhein und
Woche mit der Vorlage beſchäftigen wird, und es iſt auch
ſchen Staatsmännern hatten und den Reichskanzler ganz
dann durch Verbeſſerung der Donau in das Schwarze
zweifellos, daß er ſie annehmen wird.
beſonders auszeichneten. Es iſt wohl ſelbſtverſtändlich,
Meer. Die bayeriſche Donau ſei der deutſche Seehafen am
Die Budgetkommiſſion des
Reichs=
daß in dieſen Beſprechungen die wichtigſten politiſchen
Schwarzen Meere, der Rhein ſolle der bayeriſche Seehafen
tages wird vorausſichtlich am Dienstag die erſte Leſung
Fragen zur Erörterung gelangt ſind. Auch Kaiſer
Wil=
der Nordſee ſein.
der Heeresvorlage beenden. Am Mittwoch wird die zweite
helm wird gewiß die Gelegenheit wahrgenommen haben,
Leſung erfolgen, ſo daß die Vorlage vielleicht ſchon am
ſich mit den ihm verwandten und befreundeten Monarchen
Donnerstag an das Plenum des Reichstages gelangen
Franzöſiſche Rüſtungen.
über Fragen der Weltpolitik zu unterhalten. Urſprünglich
kann. Auch das Plenum wird ſich dann ſofort mit der
war davon die Rede, daß Herr Saſonow und Sir Edward
* Der Berichterſtatter für den Geſetzentwurf über
Heeresvorlage beſchäftigen und ſie verabſchieden, ohne daß
Grey gleichfalls nach Berlin kämen, hiervon hat man aber
Wiedereinführung der dreijährigen
die
vorher die Deckungsfrage erledigt iſt, denn in der Sitzung
offenbar mit Rückſicht auf Frankreich Abſtand genommen,
Dienſtzeit und für die ſo vorbereitende Zurückhaltung
vom Samstag hat das Zentrum in der Budgetkommiſſion
um dort nicht den Anſchein zu erwecken, daß in Berlin
des älteſten Jahrgangs unter der Fahne hat ſeinen Bericht
zu erkennen gegeben, daß es mit dieſer Behandlung der
beſondere Abmachungen zwiſchen Deutſchland, Rußland
der Kammer übergeben. Er ſpricht ſich darin für die völ=
Heeresvorlage einverſtanden ſein würde.
und England getroffen werden ſollen. Das war natürlich
lige Notwendigkeit der Rückkehr zur dreijährigen Dienſt=
Keine Reichsvermögensſteuer. Wie
an=
nicht beabſichtigt, indeſſen iſt ohne weiteres anzunehmen,
zeit rundweg aus, wenn die Deckungstruppen die
notwen=
geblich in bayeriſchen Regierungskreiſen verſichert wird,
daß ſpeziell die Beziehungen zwiſchen Deutſchland und
dige Stärke beſitzen und die Friedensetats der taktiſchen
könne nicht geglaubt werden, daß der Reichskanzler und
England infolge des Berliner Beſuches des Königs Georg
Einheiten für eine kriegsmäßige Schulung, raſche
Bereit=
der Bundesrat dem Beſchluſſe der bürgerlichen Parteien,
einen Schritt weiter vorwärts gekommen ſind. Selbſt die
ſchaft und feſtes Gefüge der mobilen aktiven und
Reſerve=
die Regelung der Matrikularbeiträge fallen zu laſſen und
engliſche Preſſe konſtatiert dieſe Tatſache faſt einmütig, und
formationen ausreichen ſollten. In derſelben Nummer,
den Ausfall von 80 Millionen durch eine
Reichsvermögens=
der König hat in einer kurzen Anſprache an Mitglieder
in der die France Militaire dies mitteilt, ſchreibt ſie:
ſteuer zu decken, zuſtimmen werde, da beiden bekannt ſei,
der engliſchen Kolonie gleichfalls recht warme Töne der
Vergeſſen wir nicht, daß wir heute eine Million
Re=
daß die bayeriſche Regierung nach wie vor eine
Reichsver=
ſerviſten haben, für die, um ihnen den vollen Wert zu ge=
Freundſchaft angeſchlagen. Unſere Verbündeten in Wien
ben, das Geſetz über die dreijährige Dienſtzeit das untere
mögensſteuer für indiskutabel hält. Mit Bayern dürften
verſprechen ſich von dem Berliner Beſuch des Kaiſers
Kaderperſonal geben ſoll. Mit dem Augenblick, wo dieſes
eventuell alle ſüddeutſchen Bundesſtaaten gegen eine
Nikolaus gewiß eine Beſſerung ihrer Beziehungen zu
Geſetz uns erlaubt, weitere Reſervediviſionen und ſogar
Reichsvermögensſteuer ſtimmen.
Rußland in der Annahme, daß auch dieſe Frage in den
Korps zu bilden, kann von einer deutſchen=Ueberlegenheit
Nummer Ier.
Dienstag, den 27. Mai 1915.
Darmſtädter Tagblatt,
Seite 2.
franzöſiſche Meinung zu den franzöſiſch=ſpaniſchen Bezie
-
Das Spionagegeſetz. Die Reichsbehörden
hungen, der deutlich den Zweck eines Anſchluſſes Spaniens
Ausland.
haben ſchon lange geſchwankt, ob ſie die von den
militäri=
an Frankreich und England, nämlich neben einer
Grenz=
ſchen und Marinebehörden geforderten Verſchärfungen der
Frankreich.
entlaſtung im Kriegsfalle die Schaffung eines
Verbin=
geſetzlichen Maßnahmen gegen die Spionage im Rahmen
Der Miniſter des Innern über die
dungsweges für Frankreichs afrikaniſche Truppen und
gün=
der allgemeinen Strafrechtsreform oder in einem beſon
Heeresverſtärkung. Der Miniſter des Innern Klotz
tiger Flottenſtützpunkte zugibt, und dafür Spanien
poli=
deren Geſetz durchführen ſollten. Nunmehr hat ſich die
hielt bei der Einweihung der neuen Sparkaſſe in
Mont=
tiſche und wirtſchaftliche Beihilfe in Ausſicht ſtellt.
Regierung, wie eine militäriſche Nachrichtenſtelle von gut
didier eine Rede, in der er unter anderem ſagte
unterrichteter Seite hört, für die Regelung durch ein Son
die Regierung ſcheue keine Mühe und keine Verhand=
Japan.
lung, um die Wahlreform baldigſt zum Abſchluß zu
brin=
dergeſetz entſchieden. Der Entwurf eines Spionagegeſetzes
Die Antwort der Vereinigten Staaten
gen. Jetzt wäre die Einigkeit aller Republikaner im
höch=
iſt bereits ſeit einiger Zeit fertiggeſtellt und wird demnächſ
auf die japaniſche Reklamation in der kaliforniſchen
Land=
ten Grade wünſchenswert, um die ſchwierige Aufgabe zu
dem Bundesrat zur Beſchlußfaſſung unterbreitet werden
erfüllen, von der die Zukunft, die Stärke und Sicherheit
geſetzfrage wurde in Tokio nicht gut aufgenommen. Di
Das neue Geſetz wird u. a. hohe Freiheitsſtrafen für ver
Frankreichs abhingen. Der Miniſter erinnerte an der
Vereinigten Staaten ſollen behaupten, daß die japaniſchen
Zwiſchenfall von Agadir als eine Zeit der Beſorgnis, in
trauensbrüchige Beamten in ſchwebenden Spionagefällen
Vertragsrechte durch das Geſetz nicht geſchmälert würden,
der Frankreich einer Demütigung ausgeſetzt worder
feſtſetzen, da es ſich mehrfach herausgeſtellt hat, daß eine
und weigern ſich, einen Schritt bei dem Oberſten
Gerichts=
wäre, wenn ſeine Heereskraft unzureichend geweſen wäre
wirkſame Abwehr ausländiſcher Spionageverſuche durch
Seither ſtörten anderswo eingebrachte Geſetze das Gleick
hof zu unternehmen, um das Geſetz als ungültig erklären
vorzeitige Mitteilungen über ſchwebende Fälle an die
gewicht zum Nachteil Frankreichs gegenüber dem großen
zu laſſen. Das japaniſche Auswärtige Amt hat ſeinen
Bot=
benachbarten Staat. Der Miniſter fügte hinzu: Wir haben
Preſſe unmöglich gemacht wurde.
chafter in Waſhington beauftragt, beim Staatsſekretär
die Pflicht, es ohne Zaudern wiederherzuſtellen und vor
Nation hierfür das nötige Opfer zu verlangen. In
Reichstheatergeſetz und preußiſcher
Bryan energiſche Vorſtellungen zu unternehmen, daß die
einem friedlichen Geiſte, von dem wir deutliche Beweiſe ab
Städtetag. Der Verband des preußiſchen Städtetages
Vereinigten Staaten den japaniſchen Wünſchen nachgeben
gaben, wollen wir unſere Entwicklung pflegen, ohne
hat an das Reichsamt des Innern eine Eingabe, betreffend
ſollen. Der Vorſchlag, daß das kaliforniſche Geſetz einer
eine Beunruhigung fürchten zu müſſen. Unſer
Patriotis=
das Reichstheatergeſetz, gerichtet. In dieſer Eingabe wird
Volksabſtimmung unterworfen werden ſoll, findet in Tokic
nus wird verſchwiegen bleiben, ihm iſt jeder mit Brutali
tät vordrängende Hurrapatriotismus fremd. Die Aufrufe
hervorgehoben, daß die Leiſtungen der deutſchen Städte
ehr wenig Anhänger, da der Ausfall einer ſolchen
Ab=
zur Meuterei, Indiſziplin, Aufreizungen und zu Revolten
für das Theaterweſen ſehr hoch ſeien; im Jahre 1911 be
ſtimmung ſehr zweifelhaft erſcheint.
werden zu wahren Verbrechen zu einer Stunde, wo der
lief ſich dieſe Summe bei denjenigen Städten mit übe
*
Zeiſt des perſönlichen Opfers die ſtrikte Regel für die
80000 Einwohnern, die eigene Theater entweder ſelbſt be
jenigen ſein ſoll, die um ihr Vaterland beſorgt ſind. Wer
* Mannheim 26. Mai. Die 6.
General=
alſo wird frevelhaft genug ſein, ſich für irgend eine, ich
treiben oder verpachten, auf etwa 5½ Millionen Marl
verſammlung der deutſchen
Friedensge=
weiß nicht welche, Chimäre das Vaterland zu opfern zu
Dazu kommen noch die erheblichen Leiſtungen ſolche
ellſchaft tagte am Samstag und Sonntag in
Mann=
einer Stunde, wo dieſes der opferfreudigen Mitwirkung
Städte, die Privattheater unterſtützen, und ſämtliche Auf
heim. Vertreten waren faſt alle deutſchen Bundesſtaaten
aller ſeiner Kinder bedarf. Sicherlich, wir wollen den
wendungen der kleineren Städte. Dieſe Summen werden
durch 28 Ortsgruppen mit 32 Delegierten. Am Samstag
Frieden, aber einen freiwilligen Frieden, keinen, der uns
nachmittag 3 Uhr wurde im Hotel National die Delegier
aufgezwungen wird. Das iſt unſere Abſicht und der
künftig nicht unbeachtet bleiben dürfen, wenn an der
tenverſammlung durch den Vorſitzenden der deutſchen
Wille des Volkes. Der Miniſter verglich dann die ver
Leiſtungen der Städte für das Theaterweſen Kritik geüb
Friedensgeſellſchaft, Herrn Dr. Richter=Pforzheim
er=
chiedenen für die Heeresverſtärkung vorgeſchlagenen
Sy=
wverden ſoll
öffnet. Der Vorſitzende teilte mit, daß die Friedens
ſteme. Er glaubt, daß es empfehlenswert iſt, von dem
üngeren Bürger die erforderliche höhere Leiſtung zu ver
vereine in Frankreich in einem Schreiben bedauern, keine
-
Die argentiniſche Sondergeſandt=
Delegierten entſenden zu können. Unter den vier
deut=
langen. Die Regierung habe nach ſchmerzlichen
Erwä=
ſchaft unter der Führung des Senators Carlos Salas
ſchen Friedensvereinigungen beſtände eine loſe
Vereini=
gungen die Pflicht auf ſich genommen, die Dienſtzeit un
iſt am Sonntag nachmittag in Berlin eingetroffen. Die
gung, deren Geſchäfte von Oberbürgermeiſter Lübke
ein Jahr zu verlängern, ohne daß dadurch das Intereſſe
Homburg v. d. H. geführt würden. Nach dem Berichte
der
heimiſchen Landwirtſchaft gefährdet werde
Nordd. Allg. Ztg. ſchreibt zu ihrem Eintreffen in Berlin:
ſind die Beiträge der Ortsgruppen gegen das Vorjah
Da die
Die Militärdemonſtrationen.
Sie hat den Auftrag, dem Kaiſer den Dank Argen
zurückgegangen. Infolge Defizits des Verbandsorgans
Nachforſchungen über die jüngſten Militärdemonſtrationen
tiniens für Deutſchlands Teilnahme an der Jahrhun
„Völkerfrieden” beſchloß die Verſammlung die Erhöhung
ergeben haben, daß die Anſtiftungen zu denſelben zum Teit
dertfeier der argentiniſchen Unabhängigkeit im Jahre 1914
des jährlichen Abonnements von 50 auf 60 Pfennig. Da
die deutſche Friedensverſammlung bis jetzt von dem
Car=
von Pariſer revolutionären Kreiſen ausgegangen ſind,
be=
auszudrücken. Der deutſchen Sondergeſandtſchaft unter
negie=Fonds noch keine Unterſtützung erhalten hat, wil
auftragte die Staatsanwaltſchaft den Richter Drioux, eine
Führung des Generalfeldmarſchalls Freiherrn v. d. Goltz
man ſich jetzt nach Amerika, um eine beſtimmte Antwort
we=
ſtrafrechtliche Unterſuchung einzuleiten. Drioux ordnete
iſt damals in Argentinien von der Regierung und dem
gen der Unterſtützung wenden. Nach dem Geſchäftsbericht
infolgedeſſen eine große Anzahl von Durchſuchungen ir
Volke ein glänzender Empfang bereitet worden. Dieſ
hat die Geſellſchaft 8500 Mitglieder in den Ortsgrupper
und 700 einzelne Mitglieder. Mitgeteilt wurde, daß bis
den Lokalen verſchiedener Gewerkſchaften und revolutionä
Gaſtfreundſchaft werden die Abgeſandten Argentiniens au
etzt auf die an die Geiſtlichen ergangenen Aufrufe 370
rer Vereinigungen, ſowie in den Wohnungen zahlreicher
deutſchem Boden wiederfinden. Die wirtſchaftlichen Be=
Unterſchriften eingegangen ſind. In einer abends ein
revolutionärer Agitatoren an und ſtellte gleichzeitig eine
ziehungen beider Länder entwickelten ſich günſtig. Der
Auf=
verufenen Verſammlung wurden mehrere Vorträge ge=
Anzahl Haftbefehle aus. Es heißt, daß dieſe Durchſuchun
ſchwung Argentiniens, dem ſeine reichen natürlichen Hilfs
halten, an die ſich eine lebhafte Diskuſſion ſchloß. Vier
eingebrachte Reſolutionen wurden einſtimmig
angenom=
gen von etwa 20 Polizeikommiſſaren in Paris und
Um=
quellen einen wichtigen Anteil an der Weltwirtſchaft
an
men. Die Delegiertenverſammlung beſchloß dann,
gebung vorgenommen werden ſollen.
ſichern, wird bei uns mit Verſtändnis für die Tüchtigkei
Frau Berta Suttner, anläßlich ihres 70. Geburtstages,
der argentiniſchen Nation begrüßt. Wir wünſchen Salas
eine Adreſſe zu richten
Rußland.
und ſeinen Begleitern einen angenehmen, für die Freund=
Ruſſiſch=franzöſiſche
Marinekonven=
ſchaft zwiſchen Deutſchland und Argentinien
fruchtbringen=
ion. Zwiſchen dem franzöſiſchen Admiral Lebref, dem
Stadt und Land.
den Verlauf ihres Beſuches
ruſſiſchen Marineminiſter und dem Miniſterpräſidenter
Darmſtadt, 27. Mai.
-
Die Sicherheit unſerer Kolonien im
Kokowzow fand eine längere Ausſprache über die Marine=
Kriegsfalle. Die Frage der Sicherheit unſerer Kolo
konvention zwiſchen Rußland und Frankreich ſtatt. Die
Wohltätigkeitsfeſt zum Beſten des
nien im Kriegsfalle wird zurzeit durch einen Ausſchuß ge
Vorverhandlungen darüber ſind bekanntlich im vorigen
Alice=Frauenvereins.
prüft, den der Präſident der Deutſchen Kolonialgeſellſchaft
Jahre in Paris begonnen worden.
Seit Wochen iſt die Kinderwelt unſerer Stadt in
Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg, einberufen hat
Erregung und Bewegung. Sind doch mehr als 300 Kin=
Spanien.
Dem Ausſchuß gehört eine Anzahl von erprobten
Kolo=
der zur Mitwirkung bei dem großen Märchenfeſt, das am
nialleuten an. Die Angelegenheit iſt mehrfach aus Anlaß
31. Mai und 1. Juni im Beſſunger Orangeriegarten ſtatt=
Der Beginn der Parlamentstagung
indet, herangezogen worden. Und die Frage: bei
wel=
der letzten Ereigniſſe in kolonialen Kreiſen angeregt und
ſollte am Montag mit einer Interpellation des
Senator=
cher „Gruppe” biſt Du? wird unter den kleinen Leuten
erörtert worden. Bei den Beratungen dürfte es ſich we
Polo wegen des Erlaſſes über den Religionsunterricht in
in Darmſtadt zurzeit ebenſo lebhaft erörtert, wie unte
niger um den Schutz der Kolonien von außen her handeln
en Volksſchulen erfolgen. Die Kammer nimmt in der
den großen die andere Frage: Bei welchem Büfett oder
als um das Verhalten der Eingeborenen bei kriegeriſcher
bei welchem Verkaufsſtand werden Gnädigſte ſich am 31
zweiten Sitzung die Präſidentenwahl vor. Bei der poli=
Verwicklungen des Mutterlandes. Die Arbeiten des Aus
Mai und 1. Juni verdient machen?
tiſchen Erörterung wird namentlich die Rede Mauras mit
Bekanntlich ſetzt ſich der Märchenzug, der das Feſ
ſchuſſes ſind bereits weſentlich gefördert worden, ſo daß
einer Erklärung ſeines Verhaltens am Jahresanfang bei
einleitet, aus 20 einzelnen Gruppen zuſammen. Die
Na=
eine Klärung der an ſich hochbedeutſamen Frage wohl ir
Gelegenheit des Rücktritts mit größer Spannung erwartet
men ſämtlicher hier mitwirkender Kinder anzuführen
icht ferner Zeit zu erwarten ſteht
Der Imparcial veröffentlicht einen Artikel über die
ürfte zu weit führen. Die Namen der Kinder jedoch
innert, an jene Fernen, in denen die Lichter des Alls
Atmoſphäre auf, aber getrübt und verunreinigt kehrt es
die Sterne — glänzen und der auch wir kleinen Menſchen
zur Flut zurück
Die Allgewalt des
Meeres.
mit der tiefen und großen Seele angehören?
Wenn wir den Geographen befragen, dann wird er
Und dieſe Weihe, die das Meer überall umfängt, dieſe
uns ſagen, daß die Alpen und die Pyrenäen die Hälfte
Naturwiſſenſchaftliche Plauderei von
Felix Erber
Erhabenheit, die es jedem Denkenden einflößt, ſie wird
ihrer einſtigen Größe — allerdings im Laufe von unge=
Nachdruck verboten.
um vieles noch größer und bedeutſamer, wenn wir die
heuer langen Zeitperioden
— eingebüßt haben, und wir
„Es iſt das Meer ein mächtig Buch
können ruhig annehmen, daß alle Bergſpitzen, Kämme
Flut und ihre Macht im Willen des Naturgeſchehens be
Mit ungezählten Blättern
rachten.
und Grate der Erde einſt höher waren, als wir ſie heute
Drauf ſchreibt der Sturm in haſt’gem Zuc
Gleichwie der Pulsſchlag des menſchlichen Herzens
kennen. Woran liegt das
Mit ſchneeig weißen Lettern
unſeren Organismus am Leben erhält, ſo belebt auch de
Ganz einfach daran, daß Reibung und Verwitterung
Julius Storm.
große Pulsſchlag des Meeres das Leben der Erde
im Laufe vieler, vieler Jahre von den Gebirgen und der
B. Ein Naturphiloſoph hat einmal den Ausſpruck
Was wäre dieſe und alles, was auf ihr wächſt und
Erde abbröckelten. Die Waſſer und Rinnſale, die von der
getan, unſere Erde ſei nichts anderes, als ein großes
gedeiht, ohne die Salzflut?
Gebirgen zu Tale gehen, haben dieſe abgebröckelter
Tier! Die Rippen im Körper dieſes Ungetüms ſeien die
Es iſt ganz unmöglich, dieſe Frage im Rahmen eines
Stücke dann fortgeſpült und ſie allmählich dem Meere zu=
Steine, das Waſſer das im ſteten Kreislauf ſich befindet,
urzen Aufſatzes zu beantworten; aber wir erkennen die
geführt. Wenn auch zu dieſer Arbeit lange Zeiten erfor
ſei das Blut; das Meer aber ſei das Herz, denn zweima
hohe Bedeutung des Meeres auf den erſten Blick, wenn
erlich geweſen ſind, ſo geſchieht ſie doch unermüdlich, und
hebe es ſich täglich und ſenke es ſich in gewaltigem
Puls=
wir die Verteilung von Waſſer und Land auf unſerem
einmal wird die Stunde kommen, wo eine allgemeine
Planeten einmal prüfen. Wir ſehen dann, wie das Land
Ebnung allen Geländes auf Erden eingetreten ſein wird
An dieſen ſehr ſonderbaren, aber immerhin
treffen=
zugunſten des Waſſers zurücktritt.
Auf dem „Nachbar der Erde” iſt dies heute ſchon der Fall,
den Vergleich mußte ich denken, als ich vor weniger
das Meer iſt die rieſenhafte Schaubühne eines Lebens
und wir haben im Planeten Mars alſo ein „Zukunfts=
Wochen von Odeſſa aus mit dem ruſſiſchen Dampfer über
von großer Mannigfaltigkeit. Ungetümen von giganti
bild unſerer Welt” vor uns
das Schwarze Meer ins Türkenland, nach Konſtantinopel,
ſcher Größe, wie Walen und Haien, gewährt es Schur
Die Wiſſenſchaft hat uns ein überaus intereſſantes
fuhr
und Nahrung; aber auch die mikroſkopiſch kleinen Lebe=
Rechenexempel und ſeine Löſung gegeben, dahin lautend:
Wer einmal am Meer geſtanden hat, der vermag
ſich
veſen finden in ihm eine ſichere Herberge. Wie überall
Alle Flüſſe und Ströme Europas führen in etwa 1000
ein, wenn auch nur ſchwaches Bild von der Majeſtät
der
im Univerſum das Kleinſte nicht ohne Bedeutung iſt, ſt
Jahren ſo viel Material vom Feſtlande aus ins Meer, daſ
Flut zu machen, der lernt begreifen und verſtehen,
wie
pielen auch die mikroſkopiſch kleinen Geſchöpfe im „
Wel=
nan davon einen Berg aufſchichten könnte, höher als der
groß und erhaben die Welt iſt, in der wir wohnen, der
enſchlag des Meeres” eine bedeutſame Rolle! — Millio
Mont=Blanc es iſt.”
erfaßt des Menſchen Stellung im Getriebe des All und er
nen von Leichen ſinken Tag für Tag auf den Grund hin=
So ſoll die Wolga jährlich 124 Millionen Zentner
bekehrt ſich, wenn er nachzudenken vermag, am Meere zu
ab, dieſen größten Friedhof der Erde, und die Salzflut
Schlamm dem Schwarzen Meer zuführen, der Nilſtron
wahrer Erdendemut
erſetzt alles raſch und wandelt es in einen rötlicher
jährlich 276 Millionen Zentner dem Mittelmeere und der
Zu allen Zeiten, ſo lange die Menſchheit auf den
Schlamm um, der weithin des Meeres Boden bedeckt
Amazonenſtrom ſogar 1274 Millionen Zentner dem Atlan=
Erdball lebt, hat das Meer die empfänglichen Seelen zu
An dieſer allgemeinen Zerſetzung nehmen aber die
iſchen Ozean.
erheben und zu begeiſtern vermocht, und in den Dichtun
Skelette mikroſkopiſch kleiner Geſchöpfe nicht teil. Es ſind
Außer dem Schlamme führen die Ströme und Flüſſe
gen und Geſängen der Völker finden wir ſehr viele und
die Foraminiferen, die Radiolarien und Diatomeen,
dem Meere noch Kali, Salpeter, Phosphor, Ammonial
ſchöne Stellen, die die Salzflut, ihre Pracht und
Allgewal=
deren wundervoll geformte und ziſelierte Kieſelpanze
und Magneſia zu; alles Stoffe, die für das Leben der
beſchreiben und preiſen
häckel zu den „Kunſtformen in der Natur” zählt. Die
Pflanzen und ihr Gedeihen ſehr wichtig ſind, die alſo
War es nicht das Meer, das einen heiligen Auguſti
Skelette dieſer Tiere und Pflanzen ſinken unaufhörlich ſeit
durch das Meer dem Feſtlande und unſeren Pflanzen
ent=
nus, den gewaltigen Denker und Grübler, aus ſeiner nutz=
Aeonen von Jahren ſchon auf den Meeresgrund hinab
zogen werden. Die Salze, die dem Meere zugeführt wer
loſen Träumerei riß und ihm den Weg wies zu jene=
und bilden dort große und meilenlange Bänke
en, behält es. Es gibt ſie in der Verdunſtung dem Feſt
Stellung im Leben, zu der er im Willen einer höherer
Wir wiſſen von unſerem Blute und ſeinem Kreislau
lande nicht mehr zurück.
Aber gerade darin liegt eine
Macht berufen war?
im menſchlichen Körper, daß es alle Stoffe aufnimmt, di
weiſe Vorſicht der Natur.
Sind es nicht die Geſänge der Ilias und Odyſſee
wir als Schlacken bezeichnen und die unſerer Geſundhei
Der Forſcher weiß, daß das Bild der Erde nicht ſo
die ſo viel vom Meere erzählen und von den Irrfahrten
keineswegs zuträglich ſind
bleiben wird, wie es heute unſere Landkarten und Globen
des Dulders Ulyſſeus auf ihm, und die gerade das emp
Das Blut der Erde — das Waſſer — das ja auch in
zeigen. Es wird ſich verändern, und an dieſer
Verände=
findſame Herz der Jugend durch ihren Zauber und ihr
ßen Kreislauf durch die Lande dem „Herzen der Erde
gro
ung trägt gerade das Meer die allermeiſte Schuld. Was
Schönheit gefangen nehmen?
dem Meere — zuſtrömt, macht es genau ſo
heute Meer iſt, das wird einſt Feſtland werden und um
Iſt es nicht das Meer, das durch ſeine Weite, ſeine
Das Waſſer erleidet alſo mancherlei Veränderungen
gekehrt. Dann wird jungfräulicher Boden zum Vorſcheir
Bläue und ſeine Unbegreiflichkeit an die Ewigkeit er=
In chemiſch=reiner Form ſteigt es vom Meere in unſere
kommen, den heute das Meer in emſiger und ſteter Arbeit
erſchel=
rbe
Nummer 121.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 27. Mai 1913.
Seite 3.
die in den Märchenſpielen tätig ſind, für die ſeit Wochen
in Darmſtadt; Kaufmann Hans Schumacher in Viernheim
für Abſtellung derſelben beſorgt zu ſein. Bezüglich der
unter Leitung der neuen Ballettmeiſterin unſeres Hof=
Fabrikant Karl Theodor Ronnecke in Offenbach; Chemiker
Wanderlager
— als einen ganz bedeutenden Schaden für
theaters, Frau Hedwig Ehrle, die Proben eifrig
be=
Dr. Oswald Meyer in Offenbach; Zimmermaler Georc
das anſäſſige Gewerbe — wird man ſich der Bewegung
trieben werden, möchten wir der Oeffentlichkeit nicht vor=
Enes in Darmſtadt; Buchdruckereibeſitzer Heinrich Hoh
enthalten.
des deutſchen Zentral=Verbandes anſchließen, der dieſe
mann in Darmſtadt; Bürgermeiſter Peter Daum in Müm=
Frage auf reichsgeſetzlichem Wege geregelt ſehen will.
So wird von der Gruppe des „Kleinen König”
ling=Crumbach; Landwirt Peter Wolf in Lengfeld; Rent=
Einen faſt noch größeren Schaden bereitet dem
Detailhan=
ein Menuett vorgeführt werden. Hier tanzen 15 Paare:
ter Paul Sommerleder in Auerbach; Oberlehrer
i. P.
del aber der ſogen, heimliche Warenhandel. Er
Lotte Milkau und Norbert Rummel, Martha Roemheld
Prof. Dr. Kunz in Darmſtadt; Bauunternehmer Friedrich
wird betrieben von vielen Privatperſonen, Damen der
und Emrich von Moers, Erna With und Arthur Lämm
Fornoff II. in Roßdorf; Generalleutnant a. D. Otto
Acker=
beſſeren Stände bis in die höchſten Kreiſe hinauf, danr
lein, Fernanda König und Heinz Meckel, Frieda
Roem=
mann in Darmſtadt; Techniker Georg Buder in Urberach;
vor allem von Beamten der Staats= und Kommunalbehör
held und Franz Guſtav Merck, Maria Becker und Irm=
Landwirt Philipp Lantelme II. in Rohrbach; Gutsbeſitzer
den, der Poſt, Eiſenbahn, Banken uſw. Während dem
legi=
gard Güttich, Herta Happel und Heinz Wieſſell, Hilde
. A. Feindt in Wallerſtädten. — Für die Tagung ſind bis
imen Detailhandel heute ungeheuere Abgaben in Form
Bennes und Fanny Wolfskehl, Annie Reinhart und
Eli=
etzt nur 7 Fälle, davon je eine Anklage wegen
Mordver=
von Steuern, Beiträgen zur ſozialen Verſicherung uſw.
ſabeth Wittich, Gretel Baumann und Martha Moeller,
ſuchs, Körperverletzung mit tödlichem Ausgang und
Not=
auferlegt ſind iſt der heimliche Warenhandel vollſtändig
Adelheid Merck und Eliſabeth Güttich, Juliette von Truch
zucht, außerdem wegen Meineids und Kindestötung, vor
abgabefrei. Auch in dieſer Frage wird das Vorgehen der
ſeß und Emil Wätjen, Hilde Güttich und Walter
Gen=
geſehen
großen Detailliſten=Verbände unterſtützt, welche fordern,
nes, Lucie von Hrebnitzky und Hans=Karl Kleinſchmidt
g. Strafkammer. In der geſtrigen Sitzung der
Straf=
daß durch reichsgeſetzliche Regelung alle Perſonen, die
Komteſſe Zech und Ingeborg Selzam
kammer II hatte ſich der Arbeiter Paul Albert Zapka
Handel treiben, ſei es mit oder ohne Gewinn, den Vor=
Aus der Schneewittchen=Gruppe ſind es
aus Zachwitz wegen Urkundenfälſchung zu verantworten
ſchriften der Gewerbeordnung genau ſo unterſtellt und zur
die 7 Zwerge: Lotte Draudt, Liſelotte Jakobi, Gertruk
Er hatte ſich ein Rad gekauft und den Kaufvertrag auf
Gewerbeſteuer herangezogen werden, wie jeder Gewerbe=
Jakobi, Walter Michel, Reſi Nell, Axel von Olberg und
inen fremden Namen ausſtellen laſſen. Wegen dieſes De
reibende. Es wurde ſodann Bericht erſtattet über das Zu=
Lulu Weyl, die zu einem Gnomentanz antreten werden.
iktes und eines Betruges wird der Angeklagte zu einer
gabe=Unweſen, das Petroleum=Monopol und die neuge=
Eine Gavotte wird die Dornröschen=Gruppe
Geſamtſtrafe von drei Wochen Gefängnis verur
Fründete Detailhandels=Berufsgenoſſenſchaft. Nachdem noch
zur Darſtellung bringen. Lieschen Gildemeiſter iſt
Dorn=
eilt, die als durch die Unterſuchungshaft verbüßt erachte
iber verſchiedene neue Urteile auf dem Gebiet des
unlau=
röschen, Veit von Truchſeß iſt der Prinz. Um beide
grup=
werden.
— Der Portefeuiller Georg Duttine aus
eren Wettbewerbes geſprochen war, wurde die ſehr
an=
pieren ſich als Heckenroſen: Eliſabeth Dieffenbach, Gertrud
Frankfurt=Sachſenhauſen wurde wegen einer ſchwerer
regende Sitzung geſchloſſen. Der Verband zählt jetzt zirka
Eller, Gertrud Heil, Tilly Heß, Erika Kühn, Giſela
Kkörperverletzung zu 10 Monaten Gefängnis ver
400 Mitglieder.
Moeller, Annemarie Nell und Renate Pfaff
urteilt, abzüglich einem Monat zwei Wochen der Unter
Heſſiſcher Fürſorgeverein für Krüppel. In der Mit=
Die größte aller Gruppen, die Rattenfänger
ſuchungshaft. Er hatte mit ſeinem Hausherrn einen
zliederverſammlung des Heſſiſchen Fürſorgevereins für
Gruppe, hat gar ihre eigene Hauskapelle gebildet
Streit gehabt, in deſſen Verlauf er dieſem mehrere Meſſer=
Krüppel fanden ſich Mitglieder aus allen Teilen des Groß=
Laute, Gitarre und Zupfgeige ſpielen: Oskar Becker
iche verſetzte
herzogtums zuſammen. Der Vorſitzende, Herr Geh. Re=
Grete Emig, Irene Egly, Otto Illert, Grete Keil, Bri
Provinzialansſchuß. Die Tagesordnung
gierungsrat Dr. Dietz, begrüßte die Verſammlung und
gitte Kaiſer, Ernſt Markus, Karl Möſer, Thea von Moers,
zur Sitzung des Provinzialausſchuſſes der Provinz
jedachte des ſchweren Verluſtes, den der Verein durch den
Walter Nell. Georg Reinheimer. Reinhold Speckhardt
Starkenburg am Samstag, den 31. Mai, vormittags
Tod eines ſeiner Begründer und eifrigſten Mitglieder, des
Die Flöte iſt vertreten durch Alfred Becker und Kurt
½ Uhr, lautet: 1. Geſuch des Balthaſar Roß aus
derrn Geh. Obermedizinalrat Dr. Neidhart, im vergange=
Walbe, die erſte Violine durch Kurt Arnheiter, Albrecht
Darmſtadt um Erlaubnis zum Betriebe einer
Schank=
nen Vereinsjahre erlitten. Herr Dr. med. Wolf=Darm=
Braun, Alice Gräf, Ernſt Holger, Erni Kapp und Auguſ
wirtſchaft auf dem Viehmarkt in Darmſtadt. 2. Geſuch
ſtadt erſtattete eingehenden Bericht über die 1912/13 im
Lehmann, die zweite Violine durch Hans Werner
Dein=
der Marie Fuchs geb. Brüſſermann zu Darmſtadt um
Krüppelheim Nieder=Ramſtadt vorgenommenen
Ope=
hard, Paul Kautzenbach, Hans Knapp, Martha Pfeiffer
Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtſchaft im
rationen ꝛc. und konnte der Verſammlung durch das Ent
und Friedrich Zimmermann. An dem Bauerntanz, zu dem
hauſe Grafenſtraße 2. 3. Klage des Ortsarmenver
gegenkommen der Verwaltung des Krüppelheims eine
An=
der Rattenfänger (Herr Clemens Herszberg) aufſpielt
bands Frankfurt a. M. gegen den Ortsarmenverband
zahl der in ſeiner Behandlung ſtehenden Kinder vorführen
beteiligen ſich: Karl Altheim, Heinz Arnold, Käti Brink.
Offenbach wegen Erſatz von Krankenhauspflegekoſten
Im Krüppelheim Nieder=Ramſtadt, einer Anſtalt der heſſi=
Liſel Delp, Erika Falkenhagen, Déſirée Girod, Griſeldis
für das Kind Ottilie Edel aus Offenbach
Geſuck
4.
ſchen inneren Miſſion, ſind ſtändig eine Anzahl der Pfleg=
Gerlach, Jutta Gerlach, Ilve Gräf, Karl Auguſt
Hart=
er Peter Eisler Ehefrau zu Offenbach um Erlaubnis
linge des Vereins untergebracht, weitere ſtehen in der
Be=
mann, Karl Heß, Fritz Heß, Lili Hechler, Eliſabeth
Hol=
zum Betriehe einer Schankwirtſchaft
handlung des Herrn Profeſſor Dr. Vulpius=Heidelberg,
ger, Ilſa Kahlert, Eliſe Kautzenbach, Georg Löſch, Fridel
Stiftung für die Reformationskirche. Fräulein
Dr. Dillmann=Mainz, in der Anſtalt der barmherziger
Logel, Alfons Laudecker, Ernan Milkan, Eliſabeth Reuſch
Juſtine Hartmann hat vor wenigen Tagen dem
Brüder zu Fulda, der Krüppelheilſtätte Bethesda zu
Liſelotte Rothſchild, Thea Schiller, Julie Schnitzler,
Bauverein für die Reformationskirche 1200 Mark über
Kreuznach ꝛc. Leider muß der junge Verein bei ſeinen
Luiſe Schnitzler, Emmi Tietze und Wilhelmine Zimmer
geben mit der Beſtimmung, den Betrag zur Herſtellung
geringen Mitteln, er iſt nur auf die Vereinsbeiträge
ange=
mann
eines künſtleriſch ſchönen Fenſters zu verwenden. Ein
wieſen, ſich mit ſeiner Tätigkeit große Beſchränkung aufer=
Es wird uns mitgeteilt, daß die reſervierten Sitze
ſinniger Ausdruck evangeliſchen Dankgefühls, ſoll die
legen. Er kann keine freien Kuren gewähren, ſondern zu
zu den Märchenſpielen des erſten Tages ausverkauft
Schenkung zugleich dazu dienen, das Gedächtnis der
ver=
den Kuren nur Beihilfen leiſten. Mit um ſo größerer
ſind. Auch die Karten zur Opern=Aufführung werden
ſtorbenen Angehörigen der Stifterin zu ehren.
Mögen
Freude und Dankbarkeit begrüßte daher die Verſammlung
ſehr ſtark verlangt, doch iſt hier noch eine beſchränkte An=
E=
Zeugniſſe evangeliſcher Geſinnung folgen!
die Mitteilung des Herrn Regierungsrat Piſtor, daß Ihre
zahl von Plätzen in der Hofbuckhandlung von A.
Berg=
dürfte weitere Kreiſe intereſſieren, daß der Gedanke, zum
Königliche Hoheit die Frau Großherzogin dem Verein eine
ſträßer zu haben. Ebendaſelbſt ſind Karten zur Märchen=
Gedächtnis der Reformation bis zum Jubiläum 1917 eine
Spende von 1000 Mark überweiſe mit der Beſtimmung
Aufführung am 1. Juni, nachmittags, noch zahlreich er=
Kirche zu bauen, nun auch in Nürnberg in ähnlicher
daß der Betrag zu prophylaktiſchen Maßnahmen, alſo zur
hältlich.
Weiſe wie hier verwirklicht werden ſoll, nur mit dem
Verhütung drohender Verkrüppelung unbemittelter Kin=
Unterſchied, daß man ſich dort zurzeit mit einem Aufruf
der, verwandt werden ſolle. Durch die hochherzige Spende
an die geſamte evangeliſche Bevölkerung des Landes
iſt der Verein in der Lage, eine größere Zahl Kinder vor
* Erledigte Stellen. Eine mit einem evange
wendet.
der drohenden Gefahr der Verkrüppelung zu retten. Es
liſchen Lehrer zu beſetzende Lehrerſtelle zu Groß
Verband der Detailliſten=Vereine im Großherzogtum
wurde beſchloſſen, mit Hilfe der Gemeindeſchweſtern
Karben, Kreis Friedberg
Eine mit einem
Heſſen. Der Verband der Detailliſten=Vereine im
Groß=
kleinkinderſchulen ꝛc. die Kinder in noch nicht
ſchulpflich=
katholiſchen Lehrer zu beſetzende Lehrerſtelle zu Klein
erzogtum Heſſen hielt Ende letzter Woche eine Aus
tigem Alter feſtzuſtellen, bei denen ſich Verkrüppelung oder
Hauſen, Kreis Bensheim. — Eine Lehrerſtelle an der
chußſitzung ab die von allen Verbandsvereinen gut
Anzeichen einer drohenden Verkrüppelung zeigen, um dieſe
Gemeindeſchule zu Grebenhain, Kreis Lauterbach.
beſucht war. Der Verbandsvorſitzende,
W. Kalbfuß
nach Möglichkeit ärztlicher Behandlung und Heilung
zu=
g. Geſchworenenausloſung. Bei der geſtern vorge=
Darmſtadt, gab einen ausführlichen Bericht über die Tätig
zuführen
nommenen Ausloſung der Geſchworenenliſte
keit der Verbandsleitung ſeit der letzten Sitzung und er
Verband für Jugendwohlfahrt und
Jugend=
ür die am Montag, den 16. Juni, beginnende, von
Land=
wähnſe insbeſondere, daß die Geſchäftsſtelle der vereinig
pflege in der Stadt Darmſtadt. Eine
Mitglieder=
gerichtsrat Dr. Stein geleitete zweite Tagung des
ten Detailliſten, umfaſſend das Arbeitsgebiet des heſſiſchen
verſammlung findet
im Herrſchaftsſaale des
Schwurgerichts wurden folgende Herren ausgeloſt: Braue=
Detailliſten=Verbandes, des Detailliſten=Vereins Darmſtadt,
Städtiſchen Saalbaues am Freitag, den 30. Mai,
nach=
reidirektor Bauer in Babenhauſen; Rentner Heinrich Koch
des Rabatt=Sparvereins Darmſtadt und der Ortsgruppe
mittags 5 Uhr, ſtatt. Auf der Tagesordnung ſteht u. a.
in Daxmſtadt; Rentner Georg Heinrich Anthes in Arheil=
Darmſtadt des Tertil=Detailliſten=Verbandes (Hamburg
Bericht des Vorſitzenden Bürgermeiſter Mueller über
gen; Möbelfabrikant E. Eckert V. in Neu=Iſenburg;
Bür=
der
nunmehr ihre Tätigkeit im vollen Umfang aufgenommer
Deutſchen
die diesjährige Hauptverſammlung
germeiſter Georg Ludwig Seib in Hetzbach; Bäckermeiſter
habe. Es wird allſeitig dem Wunſche Ausdruck gegeben
Zentrale für Jugendfürſorge in Berlin. Bericht der
Heinrich Bitſch in Seligenſtadt; Beigeordneter Valentin
daß dieſe neue Einrichtung berufen ſein möge, zum Segen
Lehrerin Fräulein Joekel über den 1. Deutſchen
Reiling in Groß=Rohrheim; Gemeinderechner Adam Stein
und Nutzen des geſamten heſſiſchen Detailliſtenſtandes zu
Kongreß für alkoholfreie Jugenderziehung.
mann IV. in Gras Ellenbach; Kaufmann Ferdinand Auguſt
arbeiten. Eine Ueberſicht über die in faſt ſämtlichen grö=
Studentiſche Jahrhundertfeier. Heute Dienstag
Eichhorn in Offenbach; Kaufmann Adam Flörsheimer in
eren Gemeinden Heſſens eingeführte
Warenhaus=
den 27. Mai, abends 8¾ Uhr, findet im Saale 330 der
Höchſt i. O.; Gutsbeſitzer Scheurer in Hof Hortenau be
und Filialſteuer ſoll geſchaffen werden. Da ſchon
Herr
Techniſchen Hochſchule der letzte Vortrag ſtatt
ickenbach; Zimmermann Daniel Rummel III. in Lorſch
eit Jahren über das immer mehr zunehmende Hauſier
Profeſſor Dr. Karl Berger ſpricht über das Thema:
Landwirt Schneider II. in Kaffenberg=Winkel;
Bankdirel=
nweſen und die Wanderlager geklagt wird, wird die Ver
„Dichter und Dichtungen der
Befreiungs=
tor L. Habicht in Darmſtadt; Brauereibeſitzer A. Diſchinger
bandsleitung Schritte tun, um dieſe Klage zu prüfen und
kriege‟
S u
ruchtbar für kommende Geſchlechter der Pflanzen, Tier
Römer ſteigen im Geiſte vor unſerem Auge empor und
Schleppe
Smaragdſchmuck befand ſich im Haar und an
und Menſchen vorbereitet. Daß das Meer an dieſer Um
der Dekolletage, eine Brillantriviére und mehrere Schnüre
kämpfen um ihren Ruhm und um ihre Macht auf ſeinen
ormung des Erdantlitzes unermüdlich arbeitet, wiſſen
großer Perlen vervollſtändigten die Toilette
Fluten! Aber das uralte Meer, es lächelt über dieſe
wir alle, und ich habe es auf einem weiten Spaziergange
Königin Mary von England erſchien in einer
Zwerge in ihren Nußſchalen, es lächelt über uns, die wir
von Odeſſa aus nach Langeron am Schwarzen Meere mit
ilbergrauen Satin=Souple=Toilette mit herrlichem
Auf=
es mit Dampf und Eiſen durchfurchen — es lächelt, und
eigenen Augen geſehen.
butz von alten Brüſſeler Spitzen aus dem Spitzenſchatze
dieſes Lächeln mutet an wie Verachtung allem gegenüber,
Nach Süden zu baut ſich dort die Küſte terraſſenartig
des engliſchen Königshauſes, die das Dekolleté und der
was ihm das Feſtland zuſchickt im eitlen Wahne
auf, und man hat ihr den Namen „große und kleine Fon
Rock zierten. Die lange Courſchleppe aus gleichfarbigem
Das Meer ſcheint ſeine Allgewalt und Ueberlegenheit
täne” gegeben. Villen ſchmücken das ſteile Ufer weithin;
chwerem Samt war mit edler Silberſtickerei in Roſen
em Lande gegenüber zu fühlen; aber einmal wird die
aber alle dieſe Anſiedelungen der Menſchen ſind in Gefahr
ranken, die ſich von den Schultern bis auf den Schleppen=
Zeit kommen, wo auch ſeine Macht gebrochen wird, wo
denn die Küſte ſtürzt allmählich ins Meer hinunter.
rand fortſetzten, bedeckt. Das Haar ſchmückte ein
Bril=
es verſchwinden wird, wie alles vergehen muß, was ge
Mit einem Male bilden ſich da und dort zahlreiche
anten= Diadem mit Perlentropfen; um den Hals lagen
chaffen iſt
Riſſe im Boden, und nun rutſcht der auf einer Tonſchicht
nehrere Schnüre Perlen, Selbſt die Taille zierte Brillant
des
Es wird mit ihm vergehen das „Leuchten
lagernde obere Teil der Küſte langſam in die Fluten
hin=
chmuck.
—, der
Meeres”
— der Glanz ſeines hehren Antlitzes
ab — mit ſich reißend, was auf ihm angepflanzt und er=
Herzogin Thyra von Cumberland die Mutter
m Lichterſpiele mit den Lichtern des Firmamentes
wett=
des Bräutigams, erſchien in einer zyklamefarbenen
Toi=
baut wurde. Von ſeiten der ruſſiſchen Regierung wird
eifert. Es wird vergehen all das Leben, das ſich in die
alles getan, um dieſen Rutſchungen des Erdreiches zu
be=
lette aus Satin Deeſſe, mit antiken Brüſſeler Spitzen in
Allgewalt der Flut geflüchtet hat.
gegnen; aber es wird wenig Erfolg haben, denn — außer
verſchwenderiſcher Fülle arrangiert. Paſſend ſchloß ſich
Die Allgewalt des Meeres, — wer vermag ſie zu
der Manteau de Cour aus zyklamefarbenem Velours de
den Rinnſalen, die dicht bei Odeſſa dem Schwarzen Meer
eugnen, wer vermag ſie ganz zu begreifen?
Lyon an, reich beſtickt mit Gold in romaniſchen Ornamen
, hat das letztere die Hauptſchuld an dieſer
zufließen
Thalatta, thalatta!
ten. Dazu ein Brillantendiadem mit dazwiſchen eingeſetz=
Abbröckelung der Küſte. Hier alſo leckt das Meer gierig
-
Du ewiges Meer!
Sei mir gegrüßt,
en Perlen im Haar, Perlenſchnüre und eine Brillantriviére
die Küſte auf; an anderen Stellen aber gibt ſie wieder
Wie Sprache der Heimat rauſcht mir Dein Waſſer,
um den Hals, Brillantſchmuck und zahlreiche Orden an der
zurück, was ſie verſchlang
Wie Träume der Kindheit, ſeh’ ich es
flimmern
Die Deltas der großen Ströme und Inſeln, die ſich
Bruſt
Auf Deinem wogenden Wellengebiet!”
Die verheiratete Tochter der Herzogin, Prinzeſſin
in deren Mündungen noch bilden, zeigen uns dies und
Mar von Baden hatte eine Toilette aus weißem
beſtätigen gleichzeitig noch die Tatſache, daß alles, was
Satin Liberty mit edler Silberſtickerei und einen dazu
das Meer in ſich aufnahm. und in ſeiner Allgewalt
um=
paſſenden Manteau de Cour, in Silber mit Ornamenten
bildete, überaus fruchtbar iſt.
bei der Hochzeit im
Toiletten
geſtickt. Brillant= und Perlenſchmuck vervollſtändigte die
So arbeitet das Meer Hand in Hand mit dem Feſt=
Kaiſerhauſe.
Toilette.
lande, dem es gar oft, als wäre es mißgünſtig und nei=
Die Schweſter des Deutſchen Kaiſers, Erbprin=
Ueber die Toiletten der fürſtlichen Damen bei der
iſch auf dieſes, zürnt und grollt
zeſſin von Sachſen=Meiningen, hatte einen
Berliner Vermählungsfeier ſchreibt der Berliner Lokal=
Und die grollende, zürnende, ſchäumende See iſt
herrlichen Manteau de Cour aus vieux roſe Silberlamé,
anzeiger: Prinzeſſin Viktoria Luiſe trug eine
Braut=
furchtbar! — Wem kommen da nicht, wenn er ſie ſtürmen
nit antiken Silberſtickereien appliziert und eine Toilette
oilgtte aus rein=weißem Satin Imperial, über und über
ſieht, unwillkürlich die Worte des römiſchen Schöngeiſtes
aus Satin Imperial in der gleichen Farbe, mit weichen
nit echten Spitzen aus dem Rieſengebirge geziert, nach
und Dichtes Horaz ins Gedächtnis, die er in ſeinen „Brie
Silberſpitzen garniert und am Rockſaume mit
Brillanten=
eutſchem Hofzeremoniell mit tiefem Decolleté verſeher
fen” uns hinterlaſſen hat und die alſo lauten: Wenn die
eihen bordiert. Brillantenſchmuck zierte auch die Friſur
und mit einer Courſchleppe aus vier Meter langem und
Könige raſen, dann müſſen die Völker dies büßen!‟ Der
und den Hals, ſowie die Toilette ſelbſt
zwei Meter breitem, ſchwerem ſilbergeſtickten Silberbrokat
raſende König iſt das Meer, die büßenden Völker ſind die
Die deutſche Kronprinzeſſin Cecilie erſchien in
abgeſchloſſen. Die Schleppe war mit Hermelin gefüttert
Feſtlande, die das gewaltige Meer umſpült!
einer altroſa Satin=Imperial=Robe mit echten antiken
der Brautſchleier nach einem alten geklöppelten Schleier
Blitze
Ueber dem Meere lagert finſteres Gewölk!
Spitzen und mit langer Courſchleppe aus altroſa Samt
m Beſitze der deutſchen Kaiſerin gearbeitet. Der
Braut=
durchzucken dieſes und beleuchten die Wellenkämme, die
mit Silberſtickereien die ornamentale Figuren zeigte. Die
ſchleier wurde im Haar der Prinzeſſin von einem
Myrten=
von fernher kommen und ſich gegen die Küſte donnernt
Courſchleppe war mit ſchwerem roſa Brokat gefüttert und
kranze und einem Brillantdiadem gehalten, und um den
wälzen. Haushoch ſpritzt der weiße Giſcht auf und bricht
fiel majeſtätiſch auf den Boden. Reicher Schmuck aus
Hals lagen eine Brillantriviére und mehrere Schnüre
ſich an den Felsblöcken, die das Meer aus der Küſte her=
Perlen und Brillanten ergänzte die Robe.
großer Perlen
ausgeſchält hat
Prinzeſſin Olga zu Braunſchweig und Lüne=
Kaiſerin Auguſte Viktoria trug eine ſmaragd=
Wehe dem Nachen, der dem mit ſchäumenden,
ſchnau=
burg trug eine entzückende Toilette aus hellblau Satin
früne Robe aus ſchwerem Samt mit Seidenarrangement,
benden Roſſen ſo über die Salzflut jagenden Meergotte
souple in Silber geſtickt in einem Roſendeſſin, das zu
die lange Courſchleppe mit echter Goldſtickerei faſt voll
begegnet
demjenigen der großen Courſchleppe aus hellblauem
tändig bedeckt. Die Stickereien in Blumengirlanden
er=
die alten Sagen längſt vergilbter Blätter, lange ſchon
Samt paßte. Haar und Hals zierte reicher Schmuck,
ſtreckten ſich von der Schulter bis auf den Saum der
verklungener Tage werden wieder wett! — Griechen und
Nummer 121.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 27. Mai 1913.
Seite 4.
ziere, den Tod Major Schills, alles Bilder, die in jen
wurde beſchloſſen, im Juni 1914 die Flaggenweihe,
* Waldgang des Vereins für Verbreitung vor
ſchwere Zeit mit realiſtiſcher Deutlichkeit führen. Dabei
verbunden mit dem 15jährigen Stiftungsfeſt des
Volksbildung. Wie der Verein für Verbreitung von
ſei bemerkt, daß neben dieſem einzigartigen Film and
Marinevereins Darmſtadt, zu veranſtalten.
Volksbildung voriges Jahr unter Führung von Herrn
noch das übrige großartige Programm unverkürzt ge=
Geh. Oberforſtrat Dr. Walther einen Maigang in den
* Der Krieger= und Militär=Verein „Blücher” (Mitgliet
geben wird. Gerade bei der jetzigen heißen Jahreszeit
ſüdlichen Wald veranſtaltete, ſo hat er für Sonntag
der Kriegerkameradſchaft Haſſia) feiert ſein 2. Stiftungsfeſ.
bietet das U. T. infolge ſeiner luftigen Räume und der
den 1. Juni, für Mitglieder und Freunde des
Verein=
am 6. Juli in ſämtlichen Räumen und prachtvollem Garten
hervorragenden Ventilation einen kühlen, angenehmen
einen etwa zweiſtündigen Gang in einige durch eigen
-
Der
des Etabliſſements „Kaiſer= und Fürſtenſaal
— Olympia=Theater, Rheinſtr. 2. Ein
Aufenthalt
artige Schönheiten ſich auszeichnenden Gebiete des
Feſtausſchuß arbeitet bereits 14 Tage an den Vorberei
ganz dezentes, auserwähltes Programm läuft ab heute
Kranichſteiner Parks vorgeſehen. Die friſch belaubten,
tungen und wird der Verein zeigen, daß derſelbe treu
Dienstag, bis Freitag im Olympia=Theater: „Die
Sym=
von Wild belebten Buchenbeſtände werden den Teil
ſeiner Deviſe: „In Treue feſt, mit Gott für Kaiſer, Fürſt
ein ganz hervorragendes Schauſpiel; „Die Ge
phonie‟
nehmern um ſo gewiſſer einige genußreiche Vormittags=
und Vaterland” es verſteht, ſeinen Mitgliedern und Freun
ſchichte der Mumie” ein Drama von ſpannendſtem
In=
ſtunden verbürgen, als Herr Hofjägermeiſter Freiherr
den ſchöne und feſtliche Stunden zu bereiten.
halt; „Angelusglocken” ergreifendes amerikaniſches
van der Hoop, ein kundiger und belehrender Führer,
Drama; als Einlage: „Die Goldgräber” ſpannendes
*7:
Der Brieftaubenklub „Gut Flug‟ Darmſtadt
ſich freundlichſt zur Verfügung geſtellt hat. Trefſpunkt
Wildweſt=Drama. Die Hauptrollen dieſer Dramen ſind
Beſſungen hielt ſeinen erſten diesjährigen Preisflug
an den Hirſchköpfen, vormittags 9 Uhr; Schluß der
nur von hervorragenden und bei dem Publikum genügend
ab: er wurde mit einjährigen Tauben ab Göttingen = 20
Wanderung am Steinbrücker Teich
bekannten und beliebten Schauſpielern beſetzt. Eine her
Kilometer geflogen Wegen Gewitterbildungen am Auf=
* Erfolgreiche Darmſtädter Stenographen. Bei den
zige Komödie iſt der Film „Die kleinen Lauſcher” Wiſſen
laßort konnten die Tauben laut Telegramm erſt am Nach
ſchaftliche und Naturbilder, ſowie Humoresken ſorgen
ver=
am Sonntag in Bad Homburg v. d. H. abgehaltener
mittag aufgelaſſen werden. Trotz des Dunſtes, der ſich
27. Bundestage des „Mittelweſtdeutſcher
eint mit den Schlagern dafür, daß ein jeder Beſucher voll
päter entwickelt hatte. und die Fernſicht beeinträchtigt=
(Heſ=
Stenographenbundes Stolze=Schrey”
befriedigt das Theater verläßt. (S. Anz.
kamen die erſten Tauben bereits vor 4 Uhr hier an, ſie
en=Naſſau, Heſſen und Waldeck) ſind bei einem veranſtal
Konzerte. Schützenhof. Auf das heutige Kon
hatten nahezu 1200 Meter Fluggeſchwindigkeit in der
Mi=
teten Wettſchreiben Fertigkeiten bis zu 400 Silben in der
zert der Kapelle des Großh. Heſſiſchen Feldart.=Regts.
nute entwickelt. Es iſt dies ein gutes Reſultat z.
Minute erzielt worden. Den 1. Preis für 400 Silben er=
Nr. 61 unter Leitung des Herrn Obermuſikmeiſters M
nennen. Die ausgeſetzten Preiſe waren innerhalb 8 Mi
hielt der bekannte 400 Silbenſchreiber Herr Bär=Frank=
Weber ſei an dieſer Stelle nochmals hingewieſen. Wi
nuten vergeben. Es erhielten: H. Stein den 1., W.
Witt=
furt a. M. Aus den vertretenen Darmſtädter Ver
aus dem Anzeigenteil erſichtlich, bringt die wohlgelungen
mann den 2., Hrch. Horſt den 3., Fr. Weigold den 4. und
einen der Schule Stolze=Schrey ſind nachſtehend auf=
Zuſammenſtellung des Programms einige genußreiche
W. Jäger den 5. Preis. Nächſten Sonntag findet der
geführte Damen und Herren mit Preiſen ausgezeichnet
Stunden. Der Beſuch des Eröffnungs=Konzertes de
Preisflug um die goldene Staatsmedaille von Hannover
worden: Für 80 Silben in der Minute: 1. Preiſe: Herr
Dienstag=Konzertſaiſon kann warm empfohlen werden.
aus ſtatt. Bei demſelben müſſen von jedem Teilnehmer
Karl Mecks vom Stolze=Schreyſchen Stenographen=Ver
Hugenſchütz’ Felſenkeller. Man ſchreibt uns
10 vorher beſtimmte Tauben geſetzt werden
ein und Herr Trompeter=Sergeant Göthling vom
Wie ſchon bekannt gegeben, wird an den Dienstagen vor
Stenographen=Verein des Train=Bataillons Nr. 18
g. Tödlicher Unfall bei einem Uebungsritt. Bei
nehmlich die Infanterie=Kapelle konzertieren. Dieſe Maß=
3. Preiſe: Herr Auguſt Beyer vom Kurzſchrift=Verein
einem Uebungsritt auf dem Truppenübungsplatz ſtürzte
nahme, aus dem Beſtreben heraus entſtanden, nur Beſte
Stolze=Schrey, und Herr Ernſt Baumgarten vom
zu bieten, fand im erſten Konzert vorige Woche
ungeteil=
geſtern früh der Einjährig=Freiwillige Rühle vom Gr
Stolze=Schreyſchen Stenographen=Verein. Für 100 Silber
ten Beifall. Es braucht wohl nicht beſonders
hervorge=
in der Minute: 1. Preiſe: Herr Erwin Giebfried von
Artilleriekorps Nr. 25 ſo unglücklich mit den
hoben zu werden, daß der Freund guter Muſik ſtets das
Stolze=Schreyſchen Stenographen=Verein. Für 120 Sil=
Pferde daß er nach kurzer Zeit an den
er=
geboten bekommt, wonach er verlangt. Auf die
Vortrags=
ben in der Minute: 1. Preis: Herr Leonhard Volk von
littenen Verletzungen ſtarb. Wie man hört, war das
ordnung für das heutige Konzert ſei ganz beſonders hin
Stolze=Schreyſchen Stenographen=Verein und Herr Georg
Pferd des Einjährigen durchgegangen, ſodaß der Reiter
gewieſen. (Siehe auch Anz.
Adelberger von der Praktiker=Vereinigung Stolze
Schrey. Für 180 Silben in der Minute: Fräulein Luiſ
vom Pferde ſtürzte und mit dem Kopfe gegen
Heines vom Kurzſchrift=Verein Stolze=Schrey und
einen Baum ſchlug, wobei er anſcheinend einen
350jähriges Jubiläum der Priv. Schützen=
Fräulein Anna Luy vom Stolze=Schreyſchen Steno
chweren Schädelbruch erlitt. Er wurde nach dem
Garni=
graphen=Verein. Für 200 Silben in der Minute: 1. Preis
geſellſchaft Darmſtadt.
Fräulein Angelika Albach von der Praktiker=Ver
ſonslazarett gebracht, wo er um 1 Uhr=ſtarb. Der Vater
K. Der Sonntag, der letzte Schießtag des 350jährigen
einigung
des Verſtorbenen traf ſchon geſtern abend hier ein.
Jubiläumsſchießens, war, durch das ſchöne Wetter be=
* Gartenfeſt des Wartburg=Vereins. Vom herrlich
günſtigt, ſehr zahlreich von auswärtigen und hieſigen
Schlachtviehmarkt Darmſtadt. Schweinemarkt am
ſten Wetter begünſtigt feierte am Sonntag der hieſige
Schützen beſucht und entwickelte ſich am Nachmittag auf
Mai 1913. Auftrieb durch Händler 137 Schweine
26.
Wartburg=Verein im prächtig mit reichem
Fah=
allen Ständen ein äußerſt heißer und intereſſanter Kampf
Auftrieb durch die Bezugsvereinigung 43 Schweine
nen= und Girlandenſchmuck verſehenen, feſtlich beleuchteten
Erſt mit einbrechender Dämmerung ließ das ſcharfe Rin=
Preiſe für 50 Kilogramm Schlachtgewicht: I. Qualität, aus
Vereinsgarten ſein erſtes Gartenfeſt. Dieſe Familien
gen nach und punkt 8 Uhr verkündeten die Böller, daß
da=
geſuchte Ware, 72 Mk.; II. Qualität 71 Mk.; III. Qualitä
abende, die zur Hebung des Vereinslebens nunmehr alle
350jährige Jubiläumsſchießen ſein Ende erreicht hatte.
69—70 Mk. Tendenz: flau, Ueberſtand. Schwere, fette
ſechs Wochen ſtattfinden ſollen, werden bei ungünſtiger
Um die Verkündigung der erſten 10 Sieger und die Aus
Ware wenig begehrt.
Witterung im Saal abgehalten. Muſikvorträge des
gabe der errungenen 10 erſten Preiſe vornehmen zu kön
Poſaunenchors, ſowie Soli, geſpielt von den Herren
Milchreviſionen. Im April ſind durch die
nen, war der Schießausſchuß ſeit mittag in eifrigſter Tä
Hammer (Flöte), Herge (Cornet à Piſton) und
hieſige Polizei 2800 Milchreviſionen vorgenommen worden
tigkeit und ſo konnte gegen ½10 Uhr zur Verkündigung
Vogt (Poſaune), ſowie gemeinſame Geſänge bildete
Hierbei wurden ſechs Proben teils wegen zu geringer
und Preisverteilung geſchritten werden. Vor dieſer Be
den muſikaliſchen Teil des reichhaltigen Programms.
Fettgehalts, teils wegen Waſſerzuſatzes beanſtandet und
kanntgabe nahm noch der Vorſitzende des Mittelrhein=
Ernſte und heitere Deklamationen, ſowie wohlgelungene
daher zwecks Unterſuchung dem chemiſchen Unterſuchungs
kreiſes des „Deutſchen Schützenbundes” Herr
Fabrikan=
ſtürmiſchen Beifall hervorrufende Schattenbilder und
amt überwieſen. Auf Grund dieſer Beanſtandungen und
Müller=Offenbach, Gelegenheit, der Priv. Schützenge
Spiele, welche im großen Saale abgehalten wurden, ſorg
zur Aufklärung des Sachverhalts war die Erhebung von
ſellſchaft Darmſtadt zu dem 350jährigen Jubiläumsſchie
ten bald für heitere Stimmung. Ein kleines
Gartenfeuer=
vier Lieferproben erforderlich. Außerdem wurden 20 Liter
ßen herzlichſt zu gratulieren und überreichte als
Anerken=
werk beſchloß den wunderſchön verlaufenen Abend
gewäſſerte Milch dem Verkehr entzogen.
nung und zur Erinnerung eine prachtvoll goldgeſtickte
Wäſchediebſtahl. Aus einem Garten im Roquett=
Fahnenſchleife; auch wurde von dem Schützenverein Offen
Kriegerverein Darmſtadt. Auch das 4. Vereins
bach a. M. noch ein ſilberner Pokal überreicht. Hert
weg ſind verſchiedene zum Trocknen aufgehängt geweſene
Uebungsſchießen hatte ſich wieder eines recht guter
Wäſcheſtücke geſtohlen worden.
Schützenmeiſter Georg Schmitt nahm die herrlichen Ehren
Beſuches zu erfreuen. Nicht nur die ſeitherigen Teil
gaben in Empfang und dankte in herzlichen Worten für
nehmer fanden ſich wieder ein, auch einige neue
dieſe Kleinodien. Hiernach wurden die erſten zehn Preis=
Kameraden beteiligten ſich am Schießen. Dasſelbe be=
Kinotheater. Man ſchreibt uns: Wie ſchnell der
—
träger bekannt gegeben und die erſten 10 Preiſe verteilt.
gann pünktlich um 2 Uhr auf Stand 6 der Militär
Film arbeitet! Im Reſidenztheater am Weißen Turn
Es errangen auf Feſtſcheibe „Ernſt Ludwig” den
Schießſtände und wurden teilweiſe recht hohe Ring
ſind ſchon ſeit geſtern die kinematographiſchen Aufnahmen
1. Preis, den goldenen Becher Sr. Königl. Hoheit de
zahlen erreicht. Eine prächtige aus Kameradenkreiſen
anläßlich der Hochzeitsfeierlichkeiten Ihrer
Großherzogs: Herr Wilhelm Hinkel=Frankfurt a. M
geſtiftete Ehrenſcheibe errang Kamerad Reeg. Das
Kgl. Hoheit der Prinzeſſin Viktoria Luiſe und Seiner
mit einem 1324. Teiler, den 2. Preis Karl Hillmann=Darm
Schießen war kurz nach 6 Uhr beendet, worauf die
Kgl. Hoheit des Prinzen Ernſt Auguſt von Cumberlan
ſtadt mit einem 1567. Teiler, 3. Preis Joh. Bratengeier
Teilnehmer noch Gelegenheit fanden, in dem ſchattigen
am Samstag, den 24. d. M., zu ſehen. Die dramatiſche
Sprendlingen mit einem 1575. Teiler, 4. Preis Joſeph
Garten der Schießſtandwirtſchaft ſich zu reſtaurieren.
Epiſode „Die Heldin von St. Honorée” in drei Akten mi
Scheuerl=Frankfurt mit einem 1775. Teiler, 5. Preis Wilh
nn. Der Marineverein Darmſtadt hat in ſeine
Karl Clewing vom Kgl. Schauſpielhaus in Berlin wird
Paar=Charlottenburg mit einem 2302. Teiler, 6. Preis
letzt en Mitgliederverſammlung beſchloſſen, ſich dem Auf
heute zum letzten Mal gezeigt. Ab morgen: „Das Tage=
Richard Haß=Offenbach mit einem 2517. Teiler, 7. Preis
ruf des Marinevereins Aachen anzuſchließen zur Veran
buch eines Toten” nach einer wahren Begebenheit in zwei
Georg Lachner=Nürnberg mit einem 2558. Teiler, 8. Preis
ſtaltung einer Sammlung unter den Marinevereinen
Akten
(S. Anz.) — Im Uniontheater (Kunſtlicht
Guſtav Heß=Darmſtadt mit einem 2770. Teiler, 9. Preis
Deutſchlands zur Errichtung eines Denkmals für di
piele, Rheinſtr. 6) wird von heute ab der dritte Teil des
Hch. Findeis=Nürnberg mit einem 2772. Teiler, 10. Preis
mituntergegangenen Kameraden der Torpeboote G 171
hochintereſſanten Films „Königin Luiſe” oder: „Die Kö=
L. Hoffmann=Groß=Gerau mit einem 28
9. Teiler.
und § 178 auf der Düne bei Helgoland. Am 24. Mai d. J.
nigin der Schmerzen” gezeigt. Ueberall, wo dieſes gran
Auf der Glückſcheibe: den 1. Preis: Georg Apo
dem Tage der Silbernen Hochzeit Ihrer Königl.
dioſe Werk gezeigt wurde, erregte es das größte Aufſehen
Biebrich mit einem 680. Teiler, den 2. Preis Karl Fill
Hoheiten des Prinzen und der Prinzeſſin
Es bringt unter vielen anderen Bildern die Begegnung
mann=Darmſtadt mit einem 854. Teiler, den 3. Preis
Heinrich von Preußen, hat der Verein ein herz
der Königin mit Napoleon in Tilſit, den Straßenkampf
Franz Hirth=Heidelberg mit einem 941. Teiler, den 4. Preis
liches Glückwunſchtelegramm nach Kiel geſandt. Ferner
in Stralſund, die Erſchießung der elf Schillſchen Offi
Karl Roth=Wiesbaden mit einem 1522. Teiler, den 5. Preis
ſind jetzt 18 Jahre alt und ſehen ſich Zug für Zug
täu=
detektivin der engliſchen Hauptſtadt, Miß Maud Weſt, hat
ſchend ähnlich. Da ſie ſich überdies ſtets gleich kleiden, iſ
auf die Anfrage eines Londoner Blattes einräumen müſſen
Feuilleton.
kein Fremder imſtande, den einen Bruder von dem
an=
daß die Zuſtände ſich allerdings verſchlimmert haben: „In
* Schloß Hubertusſtock. Inmitten der Schorfheide, die
deren zu unterſcheiden. Dieſe Erfahrung mußte jüngſt
ſo=
den letzten Wochen war tatſächlich ein ganzes Perſona
mit ihren 40000 Morgen Wald und ihrem
unvergleich=
gar die Polizei machen. Einer der Brüder hatte im Ver
durch die Ueberwachung in Privathäuſern und durch die
lichen Wildſtande das prächtigſte Jagdrevier in
deut=
laufe eines Sſtreits einen Kaufmann mißhandelt; dieſer er=
Bemühungen zur Aufklärung von derartigen Taten der
ſchen Landen iſt, liegt Schloß Hubertusſtock, wo Prinz
tattete Anzeige, und einige Poliziſten machten ſich auf der
Zerſtörungswut in Anſpruch genommen. Erſt vor kurzem
Ernſt Auguſt und Prinzeſſin Viktoria Luiſe nach ihrer Ver
Weg, um den Sünder zu verhaften. Als ſie in der Woh
wurde während des Abendempfanges in dem Hauſe eines
mählung weilen. Am Werbelliner See, der der ſchönſten
nung der Root ankamen, wurden ſie von den Brüdern ge
Peers in der Zeit, während der Tee ſerviert wurde, in
iner iſt unter den Seen der Mark und den Sage und Dich
neinſam empfangen. Der Kaufmann, der ſich der
Straf=
der Gemäldegalerie ein Bild zerſtört. Es war durch ein
tung umkränzen, raſtete König Friedrich Wilhelm IV
expedition angeſchloſſen hatte, wurde aufgefordert, den
Meſſer zerfetzt worden, und darunter lag ein Zettel „Vote:
eines Tages, ſtieß mit dem Stock in die Erde und beſchloß
Schuldigen zu bezeichnen; aber er konnte beim beſter
for Women”
Zum Glück war das Kunſtverſtändnis der
an dieſer Stelle ein Jagdhaus zu errichten das Hubertus=
Willen nicht feſtſtellen, welcher der beiden Zwillinge ihr
Verbrecherin anſcheinend verkümmert, und das Bild, das
ſtock heißen ſollte, dem Patron der Jägerei zu Ehren un
geſchlagen hatte. Die Brüder ſelbſt blieben natürlich auck
ihrem Eifer zum Opfer fiel, konnte nicht als beſonders
zum Andenken an ſeine Entſtehung. Es iſt in der Tat
ſtumm und verrieten ſich nicht. Da kam der
Polizeiinſpek=
vertvoll gelten. In einem anderen Falle mußte die Dame
mehr ein Haus als ein Schloß, im Schweizer Stil erbaut,
tor auf einen ſalomoniſchen Einfall: er nahm einfach beid
des Hauſes nach dem Empfange die traurige Entdeckung
mit einem hölzernen, geſchnitzten Balkon an allen vier
zur Wache mit, und beide werden auch demnächſt vor
Ge=
machen, daß einer ihrer koſtbarſten alten Gobelins zer=
Fronten und auch im Innern einfach und ländlich
ausge=
richt erſcheinen müſſen. Schon als die Brüder Root zur
ſchnitten und zerriſſen war; das Stück iſt ſo gut wie völlig
ſtattet. Herrlich aber iſt die Umgebung und wundervoll
Schule gingen, hatten die Lehrer ihre liebe Not mit ihnen,
vernichtet. Es ſcheint, daß die Wahlweiber entweder als
der Blick aus den Fenſtern auf die alten Bäume des Wal
denn wenn der eine unartig geweſen war, wurde in der
Gäſte in die Häuſer eindringen, oder Beziehungen zu
des, der bis an das Schloß heranreicht. Und wie wohl
Regel der Falſche beſtraft; ein Umſtand, der den Brüdern
einigen der Gäſte haben, durch die ſie dann dieſe Ver
tuend iſt die feierliche Stille, die den Menſchen in dieſer
ſtets viel Freude bereitete. Am ſchlimmſten ſind jetzt aber
wüſtungen anrichten laſſen. Manche Indizien weiſen in
Abgeſchiedenheit umfängt! Es iſt, als wäre man der Welt
die jungen Damen von Union Hill daran. Wenn ſich ein
einigen Häuſern ſogar darauf hin, daß bisweilen auch
und den Menſchen vollkommen entrückt. Das
eigentlich=
der Schönen ein Rendezvous mit Roy gibt, erſcheint un
Dienſtboten heimlich in ihrem Solde ſtehen und offenbau
Schloß iſt nur klein und die Räume, die es enthält, ſind
weigerlich Ray auf der Bildfläche. Sie weiß natürlich
belohnt werden, wenn ſie im Hauſe ihrer Herrſchaft
wert=
teilweiſe faſt winzig zu nennen. Kaiſer Wilhelm II.
abe=
nicht, mit wem ſie es zu tun hat, und ſo entwickeln ſich
vollere Kunſtgegenſtände zerſtören und dabei den Zettel
hat einige Nebengebäude herſtellen laſſen, um, wenn er
Irrungen und Eiferſuchtsſzenen ohne Zahl. Beſonders
Votes for Women” zurücklaſſen.” Viele Frauen der gutenGe
fürſtlichen Beſuch nach Hubertusſtock geleitet, deſſen Ge
luſtig iſt es, daß es in derſelben Familie auch ein Paar
ſellſchaft haben auch Drohbriefe erhalten, in denen ihner
folge angemeſſen unterbringen zu können. Und Schloß
weiblicher Zwillinge gibt; zwei niedliche kleine Mädchen
angekündigt wird, daß man in ihrem Hauſe Kunſtgegen=
Hubertusſtock hat manchen Gaſt von hohem Range empfan
im Alter von ſieben Jahren, die ſich ebenfalls abſolu
tände und wertvolle alte Möbel über kurz oder lang
zer=
gen, ſo den König Viktor Emanuel II. von Italien, der
gleichen
ſtören werde: alles im Intereſſe des Frauenwahlrechts.
Kronprinzen Rudolf von Oeſterreich, die Könige Alber
Da alle dieſe Vorkommniſſe von einer ſehr weitgehender
** Wahlweiberattentate im Salon. Die vornehmen Damen
und Georg von Sachſen, Großherzöge, Herzöge Fürſten
Brutalität und Rückſichtsloſigkeit zeugen, beginnen die
der Londoner Geſellſchaft die ein geſelliges Haus führen
und Prinzen, die ſich alle in das Fremdenbuch eingeſchrie
Frauen ſogar für ihre Kinder zu fürchten. Und in der
und die Gaſtfreundſchaft in Ehren halten, verbringen Tage
ben haben, an deſſen Spitze der Name des Königs Fried
Tat iſt die Zahl der Damen im Wachſen, die ihre Kleiner
begreiflicher Sorge. Denn auch ſie werden jetzt nicht länger
rich Wilhelm IV mit dem Datum des 11. Oktober 184.
nur noch in Begleitung eines Privatdetektivs oder unter
von der Zerſtörungswut der Wahlbanditinnen verſchont:
ſteht. Hirſchgeweihe verzieren die Außenſeite des
Schloſſe=
in den letzten Wochen ſind in einer ganzen Anzahl vorneh
einem anderen männlichen Schutze ins Freie laſſen
und im Innern begegnet man auf Schritt und Tritt Jagd
*
mer Privathäuſer während Tee= und Abendgeſellſchafte:
Asbeſt=Taſchen. Ehemals durfte man in der
Stra=
trophäen und Jagdbildern. Auch der Kronprinz verlebte
auf bisher nicht einwandfrei erklärte Weiſe allerlei Tater
ßenbahn von Philadelphia rauchen. Die Stadtverwaltung
vor acht Jahren ſeine Flitterwochen in Schloß Hu
blinder Zerſtörungswut verübt worden, die ſchon durch
hat dies jedoch kürzlich unterſagt, und dieſe Verordnung
bertusſtock.
ihre Sinnloſigkeit auf die britiſchen Frauenrechtlerinnen
hat ſich ein Schneider der Stadt zunutze gemacht: er hat
ml. Die „Komödie der Irrungen” in der Wirklichkeit.
hingewieſen hätten, wenn nicht überall die bekannten
Pla=
den Rauchern eine Taſche beſchert, in die ſie die brennende
Shakeſpeares prächtiges Luſtſpiel, die „Komödie der Irrun
kate mit der Aufſchrift „Votes for Women!” ſtolz die Ur=
Zigarre ſtecken können. Iſt ihre Fahrt auf der
Straßen=
gen” in dem durch die frappante Aehnlichkeit der Zwil
heberſchaft für die engliſche Frauenrechtsliga in Anſpruck
bahn kurz genug, ſo brennt die Zigarre noch wenn man
lingsbrüder ſo viel Unheil angerichtet wird, hat nun in de
genommen hätten. Die Fälle haben ſich ſo gehäuft, daß
ſie wieder herausnimmt. Die Erfindung iſt übrigens nicht
Natur ein Seitenſtück gefunden. Es handelt ſich um zwe
eine ganze Reihe von Damen, die Geſellſchaften geben, für
von gerade welterſchütternder Originalität, denn die Taſche
Brüder Root, die in Union Hill im Staate New=Ferſey
dieſe Veranſtaltungen jetzt regelmäßig
den Schutz vor
zeichnet ſich vor anderen Taſchen nur dadurch aus, daß ſie
leben. Sie führen die kurioſen Vornamen Rov und Ray,
Privatdetektivs aufbieten laſſen. Die bekannteſte
Privat=
allſeitig mit Asbeſt gefüttert iſt.
Nummer 121.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 27. Mai 1913.
Seite 5.
Wilh. Friedlein=Michelſtadt mit einem 1530. Teiler, den
verlautet, beabſichtigt man auch von einer Seite Einſpruck
Er badete an einer von der Polizei nicht freigegebener
6. Preis Georg Roth=Frankfurt mit einem 1570. Teiler
gegen die Wahl zu erheber
Stelle und ging unter. Mehrere Perſonen
unter=
den 7. Preis Fritz Crößmann=Darmſtadt mit einem 1594
W. Lorſch, 24. Mai. Die Bezirksſparkaſſe genehmigte
nahmen Rettungsverſuche, die aber erfolglos blieben
Teiler, den 8. Preis Fritz Bauer=Aſchaffenburg mit einen
von ihrem Ueberſchuß für Lampertheim der Fortbil
26. Mai. Der Herzog von Cumberland, der
1744. Teiler, den 9. Preis Jakob Göbel=Darmſtadt mit
dungsſchule 500 Mark, dem evangeliſchen
Kranken=
für die Unterbringung und ſorgſamſte Pflege des durch
einem 1831. Teiler, den 10. Preis Profeſſor Hohenner
haus und Kinderſchule, dem katholiſchen Krankenhaus und
ein Automobil verunglückten Knaben Arthut
Darmſtadt mit einem 1873. Teiler.
Kinderſchule je 500 Mark, der Feuerwehr 150 Mark und
Kühnecke in der Charitee Sorge getragen hat, ließz vo
Anſchließend hieran nahm Herr Schützenmeiſter Gg.
der Gewerbeſchule 50 Mark
ſeiner Abreiſe dem Knaben auf ſeinem Krankenlager eine
Schmitt Gelegenheit, allen denen, welche durch ihre Mit
W. Lampertheim, 25. Mai.
Die jungen Tabak
goldene Uhr mit der Widmung: Zum 24. Mai!
über=
wirkung und Unterſtützung dem Feſte einen ſo
ſchönen
oflanzen entwickeln ſich unter dem Einfluß der präch
reichen. Das Befinden des Knaben hat ſich gebeſſert
Verlauf ſicherten, ſowie den Spendern der Ehrengaben
tigen Witterung ſehr günſtig. Auf den Feldern iſt be
Dresden, 25. Mai. Eine Ehetragödie, die in
herzlichſt zu danken. Ganz beſonders dankte er dem hoher
reits Vorſorge zum Umſetzen der Pflanzen von den Beeten
Frankfurt a. M. ihren Anfang nahm, fand geſtern ihr
Protektor der Schützengeſellſchaft, Sr. Königl. Hohei
auf den Acker getroffen. Der Anbau wird an man
Ende vor dem hieſigen Schwurgericht. Im Jahre
dem Großherzog, für die Stiftung eines prachtvollen Po
chen Plätzen noch größer wie im vorigen Jahre. Der
1910 lernte der damals 20jährige Kaufmann Louis So
kales, ebenſo der Stadt Darmſtadt. Nicht weniger herzlich
Tabakmarkt iſt feſt. Der allen hohen Anforderungen
ge=
tec aus Galaz in Rumänien eine um volle 20 Jahre
dankte er dem Leibgarde=Infanterie=Regiment Nr. 115 für
nügende 1912er Tabak iſt meiſt in feſter Hand. Soweit
ältere Frau kennen, die vorher ein Verhältnis mit einen
die ſehr wertvolle Unterſtützung, ſowie allen beteiligten
noch verkäuflich, koſten Umblätter 62 bis 70 Mark der
Baron in Wiesbaden gehabt und eine Abfindungsſumme
Behörden, Körperſchaften und Einzelperſonen. Mit einen
entner. Sandblätter 50 Mark. 1909er und 1910er
Spe=
von 15000 Mark erhalten hatte. Sotee geriet in die Netze
allſeitigen kräftigen Hurra und unter den Klängen der ſeit
zialtabake koſten etwa 65 Mark. Der Verkauf an Ripper
der Frau und heiratete ſie in England. Dann eröffnete
Nachmittag konzertierenden Militärkapelle des Großh
iſt ruhig. Der Zentner koſtet etwa 18 Mark. — Nachdem
Artilleriekorps ſchloß der Schützenmeiſter das 350jährig
er in Frankfurt a. M. ein Kino in dem ſeine Frau
erſt vor kurzem eine Reihe von Einbrüchen verübt wor
als Kaſſiererin tätig war. Als Sotee ſich aber verſchie
Jubiläumsſchießen, welches allen Teilnehmern noch lange
den iſt, hat eine Bande von Einbrechern die Ein
in freudiger Erinnerung bleiben wird.
dene Strafen zugezogen hatte, wurde er aus Frankfurt
vohner geſtern wieder in Schrecken verſetzt. Es war ver
ausgewieſen und zog nach Dresden. Hier erkrankte Sotec
ucht worden, bei dem Bäcker Heß einzubrechen. Dieſer
unheilbar an Lungenſchwindſucht, die ſeinen
Aufenthal=
merkte jedoch, daß ſich jemand in ſeinem Hauſe zu ſchaf=
(*) Traiſa, 25. Mai. Das goldene
Vereinsjubi=
in der Umgebung von Dresden auf dem Lande notwendig
en machte. Als er der Urſache nachging, flüchteten die
läum des Geſangvereins „Eintracht” fand
machte. Während dieſer Zeit betrog ihn ſeine Frau aufs
Einbrecher und brachen bei dem Landwirt Knippel ein:
heute in Verbindung mit einem Geſangswettſtreit ſtatt
chmählichſte. Sotee kam dahinter und, nachdem er ſich
dort nahmen ſie Fleiſchwaren, Wurſt und Eier mit. Eine
Am Wettſtreit nahmen allein 18 Vereine teil. Das Wett
von der Tatſache überzeugt hatte, ſchoß er eines Abends
Spur hat man bis jetzt noch nicht entdecken können.
ingen fand in zwei Stadtklaſſen und drei Landklaſſer
n einer Dresdener Penſion auf ſeine Frau, wodurch ſie
ſtatt, die ſechſte Klaſſe bildeten die noch nicht preisgekrön
W Bürſtadt, 24. Mai. Der Verſchönerungs
und ein unbeteiligter Knabe verletzt wurden. Sotec flol
ten Vereine. Das Protektorat über das Feſt hatte
Oberſt=
verein Bürſtadt hat einen Aufruf an die gleichen
dann, konnte aber ſpäter in Leipzig feſtgenommen wer
leutnant Bullrich übernommen. Um 3 Uhr bewegte ſich
Vereine der Umgegend ergehen laſſen zur Beteiligung
den, wo er mit Rückſicht auf ſeinen Zuſtand ins
Kranken=
der Feſtzug durch das Dorf. Auf dem Feſtplatze ſang der
an der am kommenden Sonntag ſtattfindenden Verſamm
haus eingeliefert wurde. Aus dem Krankenhaus machte
Geſangverein „Eintracht” den Begrüßungschor. Nach der
lung
er einen Fluchtverſuch, und es gelang ihm auch, nach
Begrüßungsrede übergab Fräulein Leißler die neu
Eppertshauſen, 26.
Mai.
Geſtern nachmittag ver
Wien zu entkommen; er wurde allerdings wieder ergriffen
Fahne. Die Feſtrede hielt Herr Heidt. Nach den Geſangs
unglückte auf der Straße von Eppertshauſen nach
und nach Dresden zurückgebracht. Die geſtrige Verhand
vorträgen der teilnehmenden Vereine fand abends die
Münſter ein aus Offenbach kommendes
Auto=
lung ergab, daß die Frau an den traurigen Zuſtänder
Preisverteilung ſtatt mit folgendem Ergebnis: 1. Stadt
nobil, beſetzt mit drei Herren aus Offenbach, indem der
allein die Schuld trägt. Infolgedeſſen war das Gerich
klaſſe: Ehrenpreis und 1. Preis: Germania” Höchſt
Wagen infolge Verſagens der Steuerung auf einen
ehr milde geſinnt und die Geſchworenen ſprachen den
a. M. mit 246 Punkten; 2. Preis: Sängerkranz Dietzen
Steinhaufen fuhr und umſchlug. Während der Chauf
Angeklagten nur der gefährlichen Körperverletzung ſchul
bach mit 239 Punkten. 2. Stadtklaſſe: 1.
Preis
feur und einer der Inſaſſen mit dem Schrecken
davon=
dig, und zwar unter Annahme mildernder Umſtände. Das
Sängermannſchaft der Turngemeinde Beſſungen mit 247
kamen, wurden die beiden anderen ſchwer verletzt.
Gericht verurteilte ihn zu der geringſt zuläſſigen Strafe
Punkten; 2. Preis: Etzoldſches Quartett Darmſtadt mit
Nur dem Umſtande, daß ſofort ärztliche Hilfe zur Stelle
von vier Monaten Gefängnis, die durch die
241 Punkten
Landklaſſe:
Ehrenpreis und
war, iſt es zu verdanken, daß ſie mit dem Leben davon=
Unterſuchungshaft als verbüßt gelten. Sotee wurde ſo=
1. Preis mit 240 Punkten: Eintracht Klein=Linden; 2. Preis
ommen werden
gleich aus der Haft entlaſſen
mit 231 Punkten: Konkordia Roßdorf. 2. Landklaſſe:
Mainz, 26. Mai. Eine internationale Ge
Preis: Liederkranz Höchſt i. O. mit 234 Punkten
Gerthe, 26. Mai. Ein Lagerſchuppen der Chemi
ellſchaft von Wein=Intereſſenten wird
2. Preis: Frohſinn Arheilgen mit 229 Punkten; 3. Preis
chen Fabrik der Zeche Lothringen, in dem
im Laufe des Monats Juli nach Mainz kommen, um die
Turnverein Fechenheim mit 227 Punkten; 4. Preis: Edel
ſich Naphtalin, Anthrazit und Oelvorräte befinden, ſteht
hervorragendſten Weinbauzentren in Rheinheſſen, in der
weiß Urberach; 5. Preis: Cäcilia Gonſenheim; 6. Preis:
in Flammen. An ein Löſchen iſt nicht zu denken, da
Pfalz und im Rheingau zu beſuchen. Zu der Studien
Germania Ober=Ramſtadt.
man wegen der ſtarken Rauchentwicklung nicht in die
3. Landklaſſe:
Ehren=
reiſe haben ſich etwa 40 Herren aus Frankreich, Italier
Nähe des Brandes gelangen kann. Die Anwohner flüch
preis und 1. Preis: Sängerbund Griesheim bei Darm=
und Oeſterreich gemeldet. Unter anderem werden die
ten wegen der Exploſionsgefahr
tadt mit 237 Punkten; 2. Preis: Turnerſingmannſchaft
Herren auch die Domänen=Weinberge, ſowie die ſtaatlichen
Hamburg, 25. Mai. Wie ein Radiotelegramm aus
Nieder=Ramſtadt 235 Punkten; 3. Preis: Liederkranz Sell=
Weinbauſchulen zu Oppenheim und Geiſenheim beſuchen
hauſen mit 227 Punkten;4. Preis: Görsroth mit 220 Punk=
Norddeich meldet, abſolvierte der Dampfer „Im
Ebenſo iſt die Beſichtigung verſchiedener privater
Muſter=
ten; 5. Preis: Konkordia Urberach. 4. Nichtpreisgekrönte
verator” bei der heutigen Probefahrt, die ihn an die
Klaſſe: Geſangverein
Wiebelsbach=
weinberge vorgeſehen. — Am Montag, den 9. Juni, hält
norwegiſche Küſte führte, die von den ſtaatlichen Behör
in
der Landesverband der Bürgermeiſter
den vorgeſchlagene achtſtündige Maſchinenprobefahrt und
W. Gernsheim, 24. Mai.
Die Sammlung in der
Großherzogtum Heſſen in Mainz (Köther Hof)
ſein=
erzielte ohne Forcierung der Maſchinen eine Geſchwindig
evangeliſchen Gemeinde zum Beſten der Miſſion in
Hauptverſammlung ab
keit von 23 Meilen.
den Kolonien hat den hohen Betrag von 111,10 Mark
er=
geben
Glückſtadt, 26. Mai. Wie die Glückſtädter Fortun
Mainz=Koſtheim, 26. Mai. Am Samstag nachmittag
aus Itzehoe meldet, ereignete ſich in der letzten Nacht auf
h-
Zwingenberg, 26. Mai. Bei dem geſtrigen Be
ſtießen das Automobil eines Kaufmanns aus
der Bahnſtrecke Itzehoe-Wriſt ein ſchwerer Un
zirkstag des Bezirks Bensheim der
Kriegerkame=
annover und ein Radfahrer aus Mainz=Koſthein
glücksfall. Als der gegen 1½ Uhr von Wriſt kom
adſchaft Haſſia hier ſollte u. a. auch beſchloſſer
auf der Kreuzung Hauptſtraße-Brückenkopf zuſam
mende Perſonenzug Sude paſſierte, rannte ein mit ſechs
werden, daß ein jedes Mitglied die Vereinszeitſchrift
men. Das Rad iſt ſtark beſchädigt und der Radfahrer
Perſonen beſetztes Automobil durch die geſchloſſen
„Der heſſiſche Kamerad” im Abonnement halten ſolle
hat ferner Hautabſchürfungen an verſchiedenen Körper
Schranke auf den Bahndamm und wurde von der Ma
Dieſe Angelegenheit rief eine ſehr lebhafte Debatte hervor
eilen, ſowie eine leichte Gehirnerſchütterung er
ſchine erfaßt und zertrümmert. Zwei der Inſaſſen des
und wurde ſchließlich mit großer Mehrheit abgelehnt.
litten
Automobils wurden ſofort getötet, zwei andere ſo ſchwer
Der Bezirkstag war von allen Vereinen des Bezirks zahl=
Worms, 26. Mai. Zurzeit iſt der Großh. Markſcheide
verletzt, daß ſie bald darauf ihren Verletzungen erlagen.
reich beſucht
für Bergbau, Herr Fritz Keller aus Worms, dami
Eine fünfte Perſon wurde leicht verletzt
-h- Hähnlein, 25. Mai. Bei der geſtern hier
ſtattge=
beſchäftigt, den Boden hieſiger Gemarkung auf Kleb=
Wien, 26. Mai. Bei der
Fronleichnamspro=
fundenen Bürgermeiſter=Stichwahl wurde de
and und Ton zu unterſuchen, zu dem Zwecke, am
ſich eine
zeſſion des 17. Bezirkes ereignete
Landwirt Konrad Gräf mit 170 Stimmen zum Bürger
hieſigen Platze eine Fabrik für Chamotteſteine
Schreckensſzene. Ein Motorwagen der
Straßen=
neiſter gewählt. Der Gegner, May, erhielt 117 Stimmen
und ſonſt brauchbares feuerfeſtes Baumaterial zu
grün=
ahn fuhr in eine Gruppe von Zuſchauern; zwölf Per
den, da die beſtehende Eiſenbahn und das Waſſerwerk es
B. Goddelau, 26. Mai. Welch reges Streben nach
ſonen wurden niedergeſtoßen und verletzt
Weiterbildung oft gerade unter Landlehrern zu finden iſt,
ermöglichen, das in der Nähe befindliche Rohmaterial
beweiſt der Bezirkslehrerverein des Riedes, auf deſſen
Gent, 25. Mai. Im Gelände der
Weltausſtel=
das ſich in großen Mengen hier vorfindet, mit geringen
Konferenzen nicht allein Vorträge über pädagogiſche und
lung brach heute nachmittag ein großes Schaden
Fabrikationskoſten zu verarbeiten. Ein Konſortium hat
wiſſenſchaftliche Themen gehalten werden, ſondern de
euer aus, das jedoch dank der ſchnellen Hilfe raſch au
ſich bereits in Hohenſülzen zu dieſem Zweck gebildet.
verfloſſenen Samstag eine Richard Wagner=Feie
einen Herd beſchränkt blieb. Das Café Zillertal und der
Alsheim, 26. Mai. Die beim Roden des Weinbergs
veranſtaltete, die in jeder Weſe als gelungen be
bindupavillon ſind zerſtört. Die Brandſtelle iſt etwa 150
der Frau Direktor Giersberg gefundenen Skelette
zeichnet werden kann. Nach herzlichen Begrüßungs=
Quadratmeter groß. Es ereigneten ſich keine Unfälle
ſollen nach dem Urteil eines Fachmannes aus der Zeit
worten des Vorſitzenden, Herrn Lehrer Hamann, wurd
vor Chriſti Geburt ſtammen. Wie weiter mitgeteilt
die Veranſtaltung eröffnet. Eine vorzügliche
Quartett=
wird, werden demnächſt Ausgrabungen in der „Sand
vereinigung von Klavier, Violine, Viola und Cello,
höhle” vorgenommen.
Der Nieder=Modauer
Bank=
hauptſächlich aus Lehrern gebildet, brachte die Abſchnitte
(*) Ober=Mockſtadt, 25. Mai. Der Hilfsverein
us Wagner=Opern in beſter Weiſe zu Gehör, während
für die hieſige Kaſſe hielt eine Verſammlung ab, in we
krach vor der Strafkammer.
Herr Lehrer Landzettel aus Groß=Gerau mit ſeiner
her mitgeteilt wurde, daß bis jetzt über 600 Gläubiger
wohlgeſchulten ſympathiſchen Tenorſtimme Teile aus
38. Verhandlungstag.
mit einer Geſamtforderung von 810000 Mark befriedigt
Rienzi, Walküre, Lohengrin und Meiſterſingern vortrug.
worden ſind. Zwei Drittel aller Gläubiger ſind vom
Herr Lehrer Gorr aus Griesheim, der die Gedächtnisrede
g. In der geſtrigen Sitzung erſtattete der von der
Hilfsverein befriedigt worden, noch etwa 300 Gläubiger
übernommen hatte, entwarf in trefflichen Worten ein
Verteidigung Jſaaks und Ihrigs benannte
Sachverſtän=
ſind rückſtändig, es wird jetzt mit ihnen über die Abtre
klares Bild von des Meiſters Leben und Wirken. Zum
dige Jenſen ſein Gutachten bezüglich des Angeklagten
tung verhandelt. Der Hilfsverein hat es ſich zur Aufgabe
Schluſſe ſprach Herr Lehrer Müller=Gernsheim den Dan
Iſaak. Er rekapitulierte zunächſt nochmals die geſamten
gemacht, die Forderungen aufzukaufen
der
geſchäftlichen Verbindungen des Angeklagten. Ein Bau
Zuhörer aus und überreichte den mitwirkender
Damen Bukette.
Ortenberg, 26. Mai. In der verfloſſenen Nacht ge
konſortium habe zweifellos niemals beſtanden. Nach der
Abtretung ſeines Anteils ſei auch Jſaak nicht mehr
Mit=
riet die am unteren Stadtteile gelegene Mahl= und
Rüſſelsheim, 26. Mai. Die Verhandlungen zwiſcher
lied der Gemeinſchaft geweſen, ſondern er habe aus
Sägemühle in Brand. Das Mühlwerk
brannt=
den Maurern und Unternehmern wegen einer Lohnerhöh=
Zwangsgründen lediglich als Geldgeber fungiert. Der
b Maſchinen und Zubehör ſind vernichtet, ebenſo
Mehl=
ung ſind
ge
ſcheitert. Infolgedeſſen traten alle hier
Angeklagte Jſaak brauchte die Wechſelgeſchäfte Nieder
und Fruchtvorräte. Von dem anſtoßenden Wohnhaus iſt
beſchäftigten
Maurer in den Ausſtand.
Modaus nicht als ungewöhnlich zu betrachten, denn der
das Dach abgebrannt. Die Feuerwehr war bald zur
fenbe
26. Mai. Aufſehen erregt hier namentlichk
Nieder=Modauer Verein hatte damals den Charakter einer
Stelle und konnte das Feuer vor weiterem Umſichgreifen
in militäri
hen Kreiſen das ſpurloſe Verſchwin
ändlichen Genoſſenſchaft ſchon längſt nicht mehr, ſeine Ge
ämpfen
en
des
taillonsſchreibers des hier
garni=
ſchäfte hatten einen bankmäßigen Charakter angenommen.
onierender
weiten Bataillons des Infanterie=Regi=
Die große Summe der Wechſel, die Jſaak von Pallmann
ments
Feldwebels Lindemann, worüber
erhielt, brauchte bei Jſaak keine Bedenken zu erwecken
Reich und Ausland.
ller.
han
rüchte kurſieren. Die bisherigen Feſtſtellun
denn wenn die Summe verteilt werde, kämen auf ein
gen
ben, daß Lindemann in der Nacht zun
Jahr 400000 Mark. IJſaak habe ſeiner Anſicht nach nie
Aus der Reichshauptſtadt, 25. Mai. Der
Kron=
Frei
tag
ankfurter Hauptbahnhof in der Richtung
mals gewußt, daß das Verhältnis Pallmann=Iſaak au
prinz hat, wie mitgeteilt, bekanntlich für die Zeit der
tac
Metz abg
ihren iſt. Der Deſerteur ſoll über größere
einer Unehrlichkeit beruhe, auch aus der Korreſpondenz
Abweſenheit des 1. Leibhuſaren=Regiments von Danzig
Barmitte.
erfügen und umfangreiche
Korreſpon=
gehe das nicht hervor, eher das Gegenteil ſei der Fall.
Langfuhr 100 Berliner Gemeindeſchüler ein
den
Dem Jſaak mußte ja auch ein derartiges Wiſſen ganz un
talien und Frankreich geführt haben.
geladen, die während dieſer Zeit in der Kaſerne des
Re
bequem ſein, weil es ohne irgend einen Zweck und
Vor=
e S
reitfrage um die Führung der Amts=
Die
ziments beherbergt und verpflegt werden ſollen.
teil für ihn geſchah, denn dieſe Wechſel ſeien ja alle von
ung
zeichn
bez
„Verſicherungsamtmann
die
Koſten der Reiſe und des Aufenthaltes, ſowie der ärzt=
Iſaak reſp. mit ſeinen Werten eingelöſt worden. Bei der
die
Stadtverordnetenverſammlung dem bisherigen
ſtädti=
lichen Beaufſichtigung und eventuellen Pflege für die
Pfandbrieftransaktion habe Jſaak nur anfänglich als
ſchen Oberſekretär und ſtellvertretenden amtierender
Vor
Knaben und die ſie begleitenden Lehrer will der Kron
Vermittler gehandelt, weshalb ihm auch eine Proviſion
ſitzenden des Verſicherungsamtes, Reitz, verliehen
hatte
prinz übernehmen. Der Aufenthalt iſt jetzt für die Zeit
gegeben wurde für die Unterbringung der Pfandbriefe
aber vom Kreisamt beanſtandet worden war. beſchäftigte
vom 18. Auguſt bis 17. September feſtgeſetzt; er fällt da
Später habe er dann die Pfandbriefe ſelbſt untergebracht
am Samstag in letzter Inſtanz den oberſten
Ver=
her nach den großen Ferien. Dadurch wird es ſich ermög
Die Abſchreibungen, die die Kreditbank auf ihr
Kont=
waltungsgerichtshof, der die Berufung der
Stadt
lichen laſſen, dem Wunſche des Kronprinzen entſprechend
Iſaak vornehmen mußte, ſeien wohl als ein billiger
Aus=
ffenbach gegen die ablehnende Entſcheidung des
Pro=
tur ſolche Kinder, die in dieſem Jahre keine Erholung
gleich dafür anzuſehen, daß die Bank dem Iſaak
gegen=
vinzialausſchuſſes koſtenpflichtig verwarf.
Dieſ.
in einer Sommerfriſche genießen konnten, zu berückſich
über ſehr willkürlich vorging. Die Bayeriſche
Handels=
prinzipielle Entſcheidung gilt auch für die
Verſicherungs=
tigen. In Frage kommen nur Knaben im Alter von 10
bank ſei durch dieſe Pfandbrieflombardierung mißtrauiſch
imter der Städte Worms, Mainz und Darmſtadt. Es
bis 14 Jahren. Sie werden, wie die Schuldeputation
geworden und nicht durch die Nieder=Modauer Wechſel.
teht nur noch der von dem Provinzialausſchuß gekenn
geſtern beſchloſſen hat, von einem Rektor und drei Lehrern
Da dieſe und auch andere Banken Mißtrauen wegen der
eichnete Weg offen, die in Frage kommende
Amtsbezeich=
begleitet. Die Kinder ſollen in vier Gruppen geteilt wer
Engagements des Iſaak hegten, wurde der Kredit Jſaaks
nung durch ein Ortsſtatut zu regeln, das aber wiederum
den, von denen jede von einem Lehrer geleitet wird
erſchüttert, und hieraus erkläre ſich auch das Intereſſe
der miniſteriellen Genehmigung bedarſ
der Magiſtrat von Charlottenburg hat den Witwen de
das die Kreditbank an der Sanierung Iſaaks hatte. Denn
bei dem Kanalunglück am Knie ums Leben gekom
ihre eigene Sanierung hatte zur Vorausſetzung, daß die
Buchſchlag, 26. Mai. Unter recht lebhafter Beteiligung
nenen Arbeitern je 200 Mark Zuſchuß zu den
Be=
von Iſaak lombardierten Pfandbriefe eingelöſt wurden
wurde die Wahl eines Bürgermeiſters für die
Einen Verluſt habe die Kreditbank nicht erlitten, auch nich
gräbniskoſten gewährt. Auch ſollen die Witwen und
Wai=
in Bildung begriffene Gemeinde vollzogen. Von 122
ab=
indirekt durch die V.=V.=G., denn deren etwaiger Verluſt
en außer den ihnen nach dem Reichsſtatut zuſtehenden
gegebenen Stimmen erhielten Konrad Binding 61,
ja vollauf durch die Lebensverſicherung gedeckt.
Renten eine beſondere Rente von je 350 Mark erhalten
ſei
Oberſtleutnant a. D. von Strzemieczny 60 und Rentner
Es werden hierauf eine Anzahl von Briefen und
Der 21jährige, aus Barmen ſtammende Student Schä
Hütten 1 Stimme. Wahrſcheinlich muß zu einer Neu=
Protokollen verleſen, worauf zur Erörterung kommt, ob
fer von der Charlottenburger Techniſchen Hochſchulc
wahl geſchritten werden, da bei dem eigenartigen
Stim=
der Anklagevunkt gegen Iſaak, der ihm noch in dem Falle
nahm geſtern ein Bad im Wukenſee bei Bernau
menverhältnis eine Beſtätigung kaum erfolgen dürfte. Wic
Nummer 121.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 27. Mai 1931.
Seite 6.
teuerer ſei. Die Kommiſſion lehnte die 570000
in Hinſicht auf das Veterinäroffizierkorps und die
Militär=
der Hypothek des „Darmſtädter Hofes” zur Laſt geleg
Mark als Löhnungszuſchuß für die Unteroffiziere in
beamten, ja auf alle Reichsbeamten. Der fortſchrittliche
wird, nämlich die Anſtiftung Adams zur Untreue, be
Elſaß=Lothringen (Weſtmarkenzulage) mit 18 gegen 13
Antrag wurde in abgeänderter Faſſung, wonach ein Teil
gründet iſt. Das Schreiben Iſaaks an Adam lautet
Stimmen ab
der Studienzeit nach längerer Dienſtzeit angerechnet wer
vom 21. Februar 1907, während die Ausdehnung der
Der Reſt des Ergänzungsetats für Bayern wird ohne
Vorunterſuchung auf Jſaak bezw. deſſen Vernehmung an
den ſolle, faſt einſtimmig angenommen. Bei Titel 7 (
Pen=
weſentliche Abänderungen genehmigt, ebenſo der ſächſiſche
4. März erfolgt iſt. Ein weiterer Brief Jſaaks, de
ionierte Offiziere und Sanitätsoffiziere), wurden anſtat
und württembergiſche
auf Beglaubigung der Unterſchrift drängt, iſt datiert von
er angeforderten 13 Regimentskommandeure bei Bezirks=
Es entſpinnt ſich alsdann eine längere Geſchäftsord=
20. März 1907. Es iſt hier zu entſcheiden, ob die fünf
kommandos drei Regimentskommandeuere bewilligt. Es
nungsdebatte über die Reihenfolge der Beratungen von
jährige Verjährungsfriſt abgelaufen iſt.
Dienſt
folgt die Beratung eines Zentrumsantrags
— Ein Fortſchrittler be=
Wehr= und Deckungsvorlagen
Sodann wird die Frage erörtert, ob die noch nicht be
prämien für Unteroffiziere, die aus dem Heere ausſcheiden
tonte, wenn die Wehrvorlage als notwendig angeſehen
eidigten Zeugen noch beeidigt werden ſollen. Der Staats
tach neunjähriger aktiver Dienſtzeit auf je 1000 Mark, nach
verde, dann müſſe dieſe angenommen werden, ohne von
anwalt beantragt Beeidigung des Rechners Neff, bezüc
wölfjähriger aktiver Dienſtzeit auf je 1500 Mark zu be
Deckungsvorlagen abhängig gemacht zu werden.
lich des Zeugen Nothis beantragt er, die Beeidigung
neſſen. Der Kriegsminiſter und der Schatzſekretär baten
Ein Zentrumsredner erklärt, für ſeine Partei gelte immer
nicht vorzunehmen, die Beeidigung der
Aufſichtsratsmit=
ieſen Antrag in eine Reſolution zu kleiden, damit bis
glieder ſtellt er in das Ermeſſen des Gerichts. Die Ver
noch der Grundſatz: Keine Ausgaben ohne Deckung. —
ahin alle Vorfragen geklärt werden können. Darauf än
teidiger Hallwachs und Neuſchäffer ſprechen ſich gegen die
Ein konſervativer Redner ſtellt ſich grundſätzlich auf
den=
derte der Antragſteller ſeinen Antrag dahin, die Beſſer
— Ein
nationallibe=
elben Standpunkt wie das Zentrum
Beeidigung des Rechners Neff und der Aufſichtsratsmit
tellung der Unteroffiziere in der Richtung herbeizuführen
glieder aus
aler Redner war der Meinung, daß die Deckungsvorlagen
daß vom 1. April 1914 eine allgemeine Erhöhung der
Das Gericht beſchloß, die Verkündung des
Ent=
im Sommer erledigt werden können. Es würde die Wehr
Dienſtprämien eintrete, und daß die frühere Gewährung
ſchluſſes über dieſe Fragen auszuſetzen. Für den Mitt
vorlage nur verzögern, wenn man gleichzeitige
Annahm=
iner kleinen Dienſtprämie nebſt Anſtellungsſchein er
woch ſollen geladen werden die Zeugen Neff, Nothis und
von Wehr= und Deckungsvorlagen zur Bedingung mache.
wogen wird. Dieſer Antrag wurde angenommen
die beiden Perron. Am Mittwoch beginnt der Staats
— Ein Zentrumsabgeordneter meint, zum mindeſten müſſe
Dann wurde folgender Zentrumsantrag beraten:
Fa=
anwalt mit ſeinem Plädoyer. Der Dienstag iſt
ſitzungs=
man zu gleicher Zeit die Wehrſteuer zur Annahme bringen.
milien, von denen mehr als drei Söhne ihrer aktiver
frei
Nach einſtündiger Debatte wird die Verhandlung auf
Dienſtpflicht im Reichsheere oder der Marine genüg
Dienstag vertagt. Auf der Tagesordnung ſtehen
haben, erhalten während der Dienſtzeit eines jeden weite
Petitionen.
ren Sohnes pro Jahr 240 Mark Aufwandsentſchädigung
1
Die Berliner Feſtlichkeiten.
Der Kriegsminiſter ſtand der Frage ſympathiſch gegenüber
erklärte aber, die Frage gehöre in den Etat des Reichs
* Berlin, 25. Mai. Der Kaiſer und die Kai=
Luftfahrt.
amtes des Innern. Zudem ſei zu erwägen, ob nicht beſſe
ſerin, ſowie der König und die Königin vor
nur bedürftigen Familien ſolche Unterſtützungen gezahl
Die Johannisthaler Flugwoche.
England und die cumberländiſchen Herrſchaften ſind
verden ſollen. — Der Antragſteller erwiderte: Es handle
nach 7 Uhr von Potsdam hier wieder eingetroffen. Um
r. Johannisthal 26. Mai. Der erſte
Tagede=
ich nur um einen Zuſatz zum Etat, der nur bis zun
8 Uhr 22 Minuten ſind der Herzog und die Her=
Berliner Frühjahrs=Flugwoche hatte in=
1. April 1914 Geltung habe. Bei dem neuen Etat könne
zogin von Cumberland und die Prinzeſſin Olge
folge des herrlichen Wetters einen glänzenden Beſuch zu
dann der Wortlaut geändert werden dann ſtehe aber ſchon
vom Anhalter Bahnhof abgereiſt. Der Kaiſer und di
verzeichnen. Auf allen Plätzen herrſchte ein lebhaftes
der gute Gedanke im Etat
Reichsſchatzſekretär Kühn bat
-
Kaiſerin geleiteten ihre hohen Gäſte zur Bahn. Um
Gedränge und vor den Tribünen des neuen Startplatzes
den Antrag in eine Reſolution zu faſſen, da noch mehrere
8 Uhr 30 Minuten war im königliſchen Schloß bei dem
und in dem reſervierten Raum des Kaiſerlichen Aero=
Fragen zu klären ſeien. Der Antragſteller bemerkte, wenn auc
Kaiſerpaar Tafel, an welcher der König und die Königin
klubs, wo Rittmeiſter v. Frankenberg die Honneurs
manchmal ein reicher Mann die 240 Mark erhalte neber
von England und die hier weilenden Fürſtlichkeiten
teil=
machte, ſah man viele Uniformen und glänzende Epau=
Tauſenden von bedürftigen Familien, ſo ſei das doch nich
nahmen.
letten. Von bedeutenden Perſönlichkeiten waren erſchie=
— Ein ſozialdemokratiſcher Abgeordneter
ſo
ſchlimm.
* Berlin, 26. Mai. Der König und die
Kö=
nen der Staatsſekretär des Reichsmarineamts
Großadmi=
widerſprach nochmals dem Antrag, weil keine Einigkeit
nigin von England empfingen geſtern den
Ober=
ral von Tirpitz, das Kriegsminiſterium vertrat
Oberſt=
über den Wortlaut vorliege, worauf der Antragſteller
er=
bürgermeiſter Wermuth in längerer Audienz. Der
Kö=
leutnant Oſchmann, der Chef der Verkehrsabteilung, und
widerte, alle Parteien ſtimmten zu, nur die
Sozialdemo=
nig und die Königin ſprachen ſich überaus erfreut und
die Flugpaltz=Geſellſchaft Major von Tſchudi. Von dem
kraten hätten Bedenken. Es wurden dann für dieſen
An=
befriedigt über den Aufenthalt in Berlin und über der
kaiſerlichen Aeroklub waren außer Rittmeiſter von
Fran=
trag zwei Leſungen beſchloſſen und der Antrag in erſter
Verlauf der ganzen Feſtlichkeiten aus und waren voll
kenberg Exzellenz Nieber, Oberſt von Dewitz, Hauptmann
Leſung gegen die Sozialdemokraten angenommen
Lobes über die Schönheiten der Stadt. Nachdem der
Köhler, Hauptmann a. D. Dr. Hildebrandt und viele
Bei Kapitel 29 (Medizinalweſen), begründete ein
Oberbürgermeiſter die Freude der Stadt Berlin zum
andere erſchienen. Die ſportliche Leitung lag in den
Nationalliberaler eine Reſolution, Vorſorge zu treffen, daß
Ausdruck gebracht hatte, das engliſche Königspaar in
Händen von Major v. Schönemarck, Oberleutnant
Dunk=
die in Friedenszeiten während der aktiven Dienſtzeit oder
ihren Mauern begrüßen zu können, erſuchte ihn de
ker und Ingenieur Gohlke. Von den vier Konkurrenzen
während einer Uebung verſtorbenen Militärperſonen auf
König, der Bürgerſchaft ſeinen und der Königin Dank
der Flugwoche wurde am Sonntag nur um den Wettbe
Verlangen der Angehörigen zur Beerdigung koſtenlos ir
zu übermitteln für die Zeichen herzlicher Anteilnahme, die
werb für die höchſte Geſamtflugzeit geſtartet. Der Wett
die Heimat übergeführt werden. Mit dieſer Reſolution
die Berliner Bevölkerung während des ganzen Aufent
wurde zuſammen folgender von Zentrums= und
national=
bewerb um den kürzeſten Anlauf, der ebenfalls geſtern
haltes ihnen habe zuteil werden laſſen. Im Anſchlut
nachmittag angeſetzt war, mußte ausfallen, da die
Wind=
liberaler Seite eingebrachter Antrag beraten: Für der
hieran überwies der König der Stadt Berlin den Betra
verhältniſſe zu ungünſtig waren. Infolge des böigen
genannten Zweck, ſowie ferner zum Beſuch erkrankte
von 10000 Mark, die zu wohltätigen Zwecken zu ver
wenden ſind
Wetters, das in den Nachmittagsſtunden herrſchte, erſchie=
Militärperſonen durch ihre Angehörigen 100000 Mark ein
nen die erſten Teilnehmer erſt gegen halb 6 Uhr. Als
Heute um ½11 Uhr iſt das Königspaar von
zuſetzen. Hiermit erklärte der Herr Kriegsminiſter ſein
England mit ſeinem Gefolge und dem Ehrendienſt
Erſter ſtartete Colombo auf dem neuen Dr. Geſt=Eindecker,
grundſätzliches Einverſtändnis, aber nach ſozialer und
nach Neuſtrelitz abgereiſt. Das Königspaar wird
deſſen ſchwalbenförmige Flügel dem Apparat eine ge
wirtſchaftlicher Lage ſei doch verſchiedentliches zu
berück=
den heutigen Tag am dortigen Hofe verbringen und
fällige Form geben und ihn ſehr ſtabil machen. Viel
be=
ichtigen, das ſich nicht ſo ſchnell überſehen ließe und auch
abends wieder nach Berlin zurückkehren. Der Kaiſer und
unächſt die Zuſtimmung der Verbündeten Regierungen
wundert wurde auch der Pfeil=Doppeldecker der Luftver
die Kaiſerin geleiteten ihre Gäſte bei der Abfahrt vom
Der Schatzſekretär gab die Berechtigung der
erfordere
ehrsgeſellſchaft, mit dem Bruno Langer debutierte: Am
Schloß bis zu den Automobilen. Die Königin von Eng=
Anträge zu, die indeſſen die Frage nicht klären, wie die
Abend wurde der Flugbetrieb ſo rege, daß mitunter über
land feiert heute ihren Geburtstag. Aus dieſem Grunde
Ueberführung zu geſtalten ſei, welches Maximum an
14 Apparate gleichzeitig in der Luft waren. Nachſtehend
erſchien das Kaiſerpaar vor der Abfahrt in den Ge=
Koſtenaufwendung zu verwenden ſei, ꝛc. — Ein Zen
die Zeiten: Wettbewerb um die längſte Geſamtflugdauer
mächern, die das Königspaar im Schloß einnimmt, und
rumsredner ſprach ſich für Ausſchaltung der Bedürfnis
1. Linekogel (Rumpler=Taube) mit 1 Stunde 41 Minuten
beglückwünſchte das Geburtstagskind aufs herzlichſte
frage in dieſem Falle aus. — Miniſterialdirektor Her
2. Stiploſchek (Jeannin=Taube) 1:37100, 3. Witnina
* Berlin, 8. Mai. Der König und die
Kö=
ragte, ob die Reſolution alle Militärperſonen oder nur
Rumpler=Taube) 1:30:00, 4. Stagge (Wright=Doppel=
von England trafen wieder um 6 Uhr 4 Mi=
Ein
Unteroffiziere und Mannſchaften umfaſſen foll
decker) 1:24:00, 5. Schiedeck (A. F. G.=Taube) 1119100,
nuten auf dem Stettiner Bahnhof ein und begaben ſich
Zentrumsredner erklärte, ſolcher Unterſchied dürfte nicht
6. Stiefvater (Jeannin=Taube) 1101:08. Außer dieſen
ſofort wieder in das Schloß. Der Kaiſer und die
Kai=
gemacht werden. Es dürfe auch nur eine Art des Trans
flogen noch: Hanuſchke (Hanuſchke=Eindecker) 36 Min.,
ſerin, die Großherzogin Luiſe von Baden, die Prinzen
portes geben. Gegen die von einem ſozialdemokratiſchen
Schlegel (Aviatik=Eindecker) 30 Min., Janiſch (Otto=Dop=
Oskar und Joachim ſpeiſten abends bei ihnen. —
Redner geäußerte Auffaſſung von leichtſinniger Geſetzes=
Das
peldecker) 38 Min., Michaelis (Sport=Flieger) 46 Min.,
Königspaar reiſt morgen 5 Uhr 35 Minuten vom
macherei, die den anderen Parteien Motive unterſchieh=
Schwandt (Grade=Eindecker). Weniger als eine halbe
Lehrter Bahnhof über Vliſſingen nach
Lon=
die für dieſe nicht in Betracht gekommen ſeien, erhob ein
Stunde flogen: Beutard, Hahn, von Goriſſen, Freindt.
don ab
tationalliberaler Redner ſcharfen Proteſt. Ein Zentrums
Die größte Höhe des Tages erreichte Michaelis auf
äußerte, die vorliegenden Anträge ſeien durchaus
Sportflieger mit 1700 Metern.
Am Montag, an dem
ſpruchreif und etatsrechtlich korrekt. Ein ſozialdemokra
die Flüge um 5 Uhr begannen, fand außer dem Wettbe=
Budgetkommiſſion des Reichstages.
tiſcher Abgeordneter hielt demgegenüber den Wortlaut de
werb um die längſte Dauer noch der Wettbewerb um den
Reſolution für zu dehnbar. Die nationalliberale Reſo
kürzeſten Auslauf ſtatt
* Berlin, 26. Mai. Die Budgetkommiſſion
ution wurde zurückgezogen und der erwähnte Antrag des
des Reichstages fuhr heute in der Beratung des Er=
Zentrums und der Nationalliberalen mit der Aenderung
änzungsetats zum Militäretat bei Kapite
angenommen, daß die Beſtimmung nur auf Unteroffizier
Die „Zeppeline” im Sommer 1913.
4 Titel 2 (Sanitäts= und Veterinäroffiziere) fort. Der Be
Hierauf trat Früh=
und Mannſchaften anwendbar ſei. —
richterſtatter beantragte Genehmigung. Ein ſozialdemo
* „Viktoria Luiſe” die den Winter über in Frank
tückspauſe ein
kratiſcher Redner war mit den vermehrten Stellen einver
urt a. M. ſtationiert war, und die von dort aus jetzt am
Nach der Pauſe nahm die Kommiſſion ohne Debatt
ſtanden, indeſſen ſei der Fehlbetrag an Aerzten immer nod
Oberrheinflug teilgenommen hat, wird wie im vorigen
ehr groß. Den Mangel an Aerzten beklagte auch ein fort=
Kapitel 30 an. Auf Zentrumsantrag wurden die für freie
Jahre, ihre Fahrten meiſt von Frankfurt und
Baden=
ſchrittlicher Redner. 53,77 Prozent aller Stellen ſeien un
Urlaubsreiſen angeforderten 800000 Mark verdoppelt und
Baden aus unternehmen. Sie wird zwiſchen dieſen
bei=
beſetzt. Redner nannte als erſte Urſache die beſtehenden
die Gewährung der freien Reiſe auf Unteroffiziere ausge
den Standorten bis gegen Ende November wechſeln und
konfeſſionellen Vorurteile, unter denen die jüdiſche Aerzte
dehnt, um jedem Soldaten einmal im Jahre die Hin= un
abwechſelnd in jedem der beiden Luftſchiffhäfen immer
ſchaft leidet. Der Kriegsminiſter erwiderte, der Mangel
Rückfahrt in die Heimat zu ermöglichen. Kapitel 35 bis
auf einige Wochen ſtationiert bleiben. Die Ueberwinte
rühre daher, daß der Abgang an Sanitätsoffizieren, auck
41 wurde genehmigt. Auf die Anregung eines fortſchritt
rung erfolgt vorausſichtlich wieder in Frankfurt a. M
Stabsoffizieren, ſehr ſtark ſei. Dem ſolle durch Erhöhung
hin antwortet Generalleutnan
lichen Abgeordneten
das Luftſchiff „Hanſa” das in Potsdam überwinterte
der Stellen an der Kaiſer Wilhelm=Akademie abgeholfen
Wandel, daß eine Verkürzung der Ausbildungszeit de
aus täglich Aufſtiege
und von hier
macht
werden. Beim letzten Termin hätten ſich eine drei= bis
Offiziere auf keinen Fall eintreten könne. Er gab ſodann
bleibt zunächſt bis zum 31. Mai im Luftſchiffhafen an der
fünf mal höhere Zahl gemeldet, als aufgenommen wer
die einzelnen Garniſonen der Neuformationen an. Einen
Pirſchheide, um dann auf anderthalb Monate, bis zum
den konnten. Für den Mobilmachungsfall liege keine Ge
endgültigen Entſchluß müſſe er aber noch vorbehalten, wei
15. Juli, nach Hamburg=Fuhlsbüttel zu überſiedeln. Es
fahr vor. Vorſchriftswidrige Behandlung von Kranken
— Auf eine
dem Kaiſer das Dislokationsrecht zuſtehe
wird abgelöſt durch die Sachſen” die vom 1. bis 22
durch Sanitätsoffiziere ſei ihm nicht bekannt. Die Vor
ſozialdemokratiſche Anfrage legte der Kriegsminiſter di
Juni proviſoriſch in Potsdam ſtationiert ſein wird, bis
würfe, die gegen das Verhältnis zwiſchen Offiziers= und
Beſichtspunkte dar über die Auswahl der Garniſonsorte
ſie in ihren Heimathafen nach Leipzig übergeführt wird
Sanitätsoffizierskorps erhoben wurden wies der Mi
Um die Verhältniſſe im einzelnen klarzulegen, ſei es natür
dort wird die Sachſen” zunächſt bleiben und eventuell
niſter zurück. Ein Zentrumsredner fragte an, ob es nich
lich notwendig, mit den Gemeinden in Verhandlungen
ein=
die „Hanſa” einige Male in Potsdam vertreten, die
zwi=
möglich ſei, ſtudierenden Medizinern finanzielle
Unter=
zutreten. Dabei würden aber die finanziellen Intereſſen
ſchen Hamburg und Potsdam im Laufe des Sommers
ſtützungen zu gewähren unter der Bedingung, daß ſie ſich
der Gemeinden gewahrt, damit ſpäter nicht ein Rückſchlag
mehrfach wechſeln wird. Nach dem bisherigen Programm
ſpäter als Sanitätsoffiziere zur Verfügung ſtellten und
— Kapitel
eintrete
1—28 wurden ſodann debattelos
an=
kommt die „Hanſa” am 16. Juli aus Hamburg zurück
empfahl Anrechnung von fünf Jahren auf das Penſions
genommen. Kapitel 29 verlangt 570000 Mark für
Zu=
bleibt in Potsdam bis zum 9. Auguſt, erreicht am 10
dienſtalter, damit der Sanitätsoffizier nicht mehr hinten
lagen an Unteroffiziere in Elſaß=Lothringen, die der Be
Auguſt Hamburg von neuem, überſiedelt am 5. September
dem Leutnant zurückſtehe. Der Kriegsminiſter erwiderte
richterſtatter zu ſtreichen beantragt. — Generalleutnant
von neuem nach Potsdam, um am 26. September wieder
die Frage ſei im Fluß und werde weiter verfolgt. Sie ſei
Wandel verteidigt die Forderung. Nicht nur nationale
um nach Hamburg zu gehen, das ſie am 15. Oktober für
wegen der Konſequenzen auf andere Berufe bedenklich. Eir
Gründe, ſondern auch militäriſche Gründe ſeien es, die die
dieſes Jahr endgültig verläßt, um wieder in Potsdam
nationalliberaler Redner erklärte, in größeren Garniſonen
Forderung zu einer Notwendigkeit machen. Die Zulage
zu überwintern. Inzwiſchen dürfte der Potsdamer Luft
beſtehe vielfach Anlaß zu Klagen, z. B. bei einem beſtimm
ſei erforderlich zur Kriegsbereitſchaft.
— Wie ein
Zen=
ſchiffhafen auch eines der Heeres=Zeppelin=Luftſchiffe
ten Garderegiment. Gegenüber einem ſozialdemokratiſchen
trumsredner hinwies, könne man die Forderung nicht da
Abgeordneten ſtellte der Kriegsminiſter erneut in Abrede
wahrſcheinlich den „Z. 4” aus Metz, vorübergehend
be=
mit begründen, daß dadurch die Unteroffiziere vor
feind=
daß die Sanitätsoffiziere als Offiziere zweiter Klaſſe
hin=
herbergen
lichen Einflüſſen bewahrt werden. Dazu ſeien andere Tat
geſtellt würden. Die Grundlage des Verkehrs zwiſchen
achen notwendig, die mehr auf ideellem Gebiet liegen.
Offizier und Sanitätsoffizier ſei dieſelbe. Ein Zen
Der Kriegsminiſter bat nochmals, im Intereſſe der mili
* Marſeille, 26. Mai. Der Flieger Daucourt
trumsabgeordneter wandte ſich gegen den Duellunſug bei
täriſchen Notwendigkeit die politiſchen Rückſichten zurück
der morgens in Paris aufgeſtiegen war, landete kurz nach
Zöglingen der Kaiſer Wilhelm=Akademie. Ein
fortſchritt=
zuſtellen und die Summen zu bewilligen, da für dieſe
7 Uhr in Marſeille. Er überſtand den Flug trotz ziemlich
icher Redner kleidete den vom Zentrum vorgetragenen
Tuppenteile die Hilfe dringend notwendig ſei. —
General
ſtarken Windes gut.
Gedanken, betreffend die Anrechnung der Studienzeit au
leutnant Wandel betonte nochmals die Notlage der Unter
das Penſionsdienſtalter, in Form eines Anſtrags.
Kriegs=
offiziere und bat, den Poſten zu bewilligen und legte ſodann
miniſter v. Heeringen wies die Anſicht von angeblich
in längeren Ausführungen dar wie ſchwer die Lebens
Vermiſchtes.
ſchlechteren Anſtellungsbedingungen für die Zivilärzt
haltung in Elſaß=Lothringen ſei. —
Ein Zentrumsredner
beim Eintritt in das Sanitätsoffizierskorps gegenüber den
beſtritt, daß das Leben in Elſaß=Lothringen teuerer ſei als
Erfindung. Einem unſerer hieſigen Mitbürger
aus der Kaiſer Wilhelm=Akademie hervorgegangenen
in anderen Städten. — Ein nationalliberaler Redner ſtellt
ſt es gelungen, eine Vorrichtung zu erfinden, die das
Sanitätsoffizieren zurück. Die Beförderungsverhältniſſe
feſt, daß das Leben in den reichsländiſchen Städten wirk
Durchſtechen der Damenhüte mittelſt der Hutnadel über
der Sanitätsoffiziere überhaupt ſeien günſtiger als die
lich teuerer ſei, als in anderen Städten
— Ein Elſäſſer
be=
lüſſig macht und dadurch die Hüte vor Beſchädigungen
der Offiziere bis zum Oberſtleutnant einſchließlich. Ein
ſtätigte die Verteuerung, ſie wäre aber nur eine Folge der
durch die Hutnadel zu bewahren. Weiterhin hat die Vor=
Fortſchrittler bemängelte die vom Zentrum vorgeſchlagen
großen Truppenanhäufungen. Der Mangel an Kapitu
ichtung noch einen eminenten Vorteil, darin beſtehend
Gewährung von finanziellen Unterſtützungen an ſtudierend
lanten werde erſt geringer werden, wenn man die aus
daß die Spitzen der Hutnadeln verſchwinden werden und
Mediziner unter einer Bedingung, die auf die beruflich
dem Lande ſtammende Mannſchaft in Elſaß=Lothringen
auf dieſe Weiſe die Menſchheit vor Schaden bewahrer
Feſtlegung dieſer Mediziner hinauslaufe
aſſe. — Ein ſozialdemokratiſcher Abgeordneter wies dar
wird. Eine leiſtungsfähige Frankfurter Firma hat die
Miniſterialdirektor Herz wies auf die Folgen hin, di
auf hin, daß andere Verwaltungen, wie Poſt und Eiſen
Fabrikation in die Hand genommen, und wird in Kürze
der fortſchrittliche Antrag nach ſich ziehen könne, namentlich
bahn, beſtritten, daß die Lebenshaltung in Elſaß=Lothringen
damit auf dem Markte erſcheinen,
Nummer 121.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 27. Mai 1913.
— Die Miete in den Gartenſtädten. Es
geſtellten= und Invalidenverſicherung unterrichtet. Der
gibt heute in Deutſchland kaum eine Stadt mit über
Preis für dieſe Tabelle iſt mit 10 Pfg. ſo niedrig geſtellt
20000 Einwohnern, in der nicht irgend ein Verein ſich
daß jeder in der Lage iſt, ſich eine ſolche zuzulegen
mit der Gründung einer Gartenſtadt beſchäftigt. In
Karl Barbier, „Eriwulf‟! Eine altger=
Hunderten iſt der Wunſch erwacht, ein eigenes Heim für
maniſche Erzählung für Volk und Jugend, mit mehreren
die in der Gartenſtadt erhoffte billige Miete zu erlangen.
Bildern von Otto von der Wehl. 296 Seiten in Leinen
Da es ſich bei einer Gartenſtadt zunächſt darum handelt
gebunden 2 Mk. Volks= und Jugendſchriften=Verlag G
für welche Art Mieter Häuſer gebaut werden ſollen und
n. b. H., Leipzig. Mit dieſem Buche bietet uns der
Ver=
die Höhe des Einkommens der Mitglieder eine Hauptrolle
faſſer ein prächtiges Volks= und Jugendbuch, welches uns
pielen, ſollte die mögliche Miethöhe immer das Erſte
n ſpannender Form das Leben und Treiben unſerer
Vor=
ſein, was feſtgeſtellt wird. Es iſt etwas anderes, ſagt
fahren, der alten Germanen, vor Augen führt. Unſer
Herm. Mutheſius in einem Aufſatz zu dieſem Gegenſtand
Jugend wird an dem Buche ihre helle Freude haben, und
in Heft 10 der „Arena” (Deutſche Verlags=Anſtalt, Stutt
auch Erwachſene werden die kraftvollen Geſtalten gern ein
gart), ob Häuſer für Jahresmieten von 250 bis 300 Mark
mal an ſich vorüberziehen laſſen. Die gute und
geſchmack=
oder für Jahresmieten von 600 bis 800 Mark errichte
volle Ausſtattung, die ſchönen Bilder und nicht zuletzt der
verden ſollen. Aber gerade die finanziellen Grundlagen
billige Preis ſtempeln das Buch zu einem wirklichen
werden bei Gartenſtadtgründungen noch immer nicht ganz,
Volksbuche, es ſei allen Volks= und Schulbibliotheken zur
richtig erkannt. Eine ganz rohe Berechnung ergibt, daß
Anſchaffung beſtens empfohlen.
Einfamilienhäuſer im allgemeinen, und immer billiges
Bauland vorausgeſetzt, erſt von 300 bis 350 Mark Jahres.
miete aufwärts möglich ſind. Auch dann kann es ſich aut
um minimale Raumgrößen und eine Mindeſtzahl von
Das Schiffsunglück bei Smyrna.
Zimmern handeln. Ein wirklich annehmbares Haus das
* Konſtantinopel. 25. Mai. Amtlich wird er=
Küche, Wohnzimmer und drei Schlafzimmer enthält, iſ
klärt, daß der Dampfer „Newada” auf eine Mine
bei billigem Bauland unter 400 bis 500 Mark
Jahres=
geſtoßen ſei, weil er die Fahrrinne verlaſſen hatte
miete nicht zu ſchaffen. Man kann und darf eben nicht
Nach einer anderen Darſtellung iſt das Schiff in der
einfach den Vergleich der ſtädtiſchen Kleinwohnung mit
Fahrrinne geblieben. Man befürchtet, daß Minen von
dem Einfamilienhaus einer Gartenſtadt lediglich auf
der Strömung weggetrieben worden ſind, ſo daß große
Grund der Zimmerflächen ziehen, denn es kommen bei
Gefahr für die Schiffahrt beſtehe. Kein Schiff fährt mehr
letzterem auch die Nebenräume und Zutaten, wie Waſch
in den Hafen von Smyrna ein und keines fährt mehr
lüche, Keller, Garten uſw., die gerade die Freude am
Ein=
heraus. Die hieſigen Schiffsagenten werden, wie es
familienhaus ausmachen, hinzu. Die Miete für
Garten=
heißt, bei den ausländiſchen Miſſionen das Erſuchen
ſtadthäuſer berechnet ſich im allgemeinen aus der Ver
ſtellen, daß dieſe bei der Pforte intervenieren, ſo daß die
zinſung des Anlagewerts, zu der die Ausgaben für Unter
notwendigen Maßnahmen getroffen werden. Da ein
ruſ=
haltung, Verwaltung und Abſchreibungen hinzuzurechnen
ſiſches Schiff in Smyrna zurückbehalten wird, hat der
ſind. Unter Anlagewert verſteht Mutheſius den Wert des
ruſſiſche Botſchafter von der Pforte verlangt, daß alle
Areals und die Baukoſten einſchließlich aller dazuge=
Minen entfernt werden.
hörigen Neben= und ſonſtigen Ausgaben, einſchließlich
*F
Konſtantinopel, 26. Mai. Den letzten der
auch der Hypothekenzinſen. Er kommt ſonach zu dem
Pforte zugekommenen amtlichen Telegrammen zufolge be=
Schluß, daß für die Miete in den Gactenſtädten min
anden ſich auf der „Newada” 123 Paſſagiere, von
deſtens 6 Prozent des Anlagewertes anzuſetzen ſeien, um
denen 83 gerettet worden ſind. Nach dem Berichte
noch einige Sicherung zu haben bei Mietausfällen, großen
des Hafenkapitäns von Smyrna iſt der Kommandant der
Reparaturkoſten und allenfallſigen Erhöhungen des
„Newada” für das Unglück verantwortlich, weil er den
Hypothekenzinsfußes.
neuen behördlichen Weiſungen zuwider handelte.
— Deutſches Tonkünſtlerfeſt.
Vom 3.—7
Juni d. J. findet in Jena das 48. Tonkünſtlerfeſt des all
gemeinen Deutſchen Muſikvereins (Ehrenvorſitzender Dr
Letzte Nachrichten.
Rich. Strauß) ſtatt. Aus dem Programm der fünf Kon=
* Berlin, 26. Mai. Wie wir hören, hat der Kaiſer
zerte ſind als beſonders bedeutende Uraufführungen
her=
den Herzog Ernſt Auguſt zu Braunſchweig
vorzuheben der römiſche Triumphgeſang von Max Reger
zum Rittmeiſter ernannt.
der Berliner mediziniſchen Fakultät gewidmet als Dand
HB. Berlin, 26. Mai. Dem Reichstage ging
für die dem Komponiſten verliehene Ehrendoktorwürde
heute der vor einiger Zeit angekündigte
Geſetzent=
der 90. Pſalm von Jul. Weismann, ein achtſtimmiges
Sie=
wurf über die Verſchärfung des
Spionage=
geslied von K. v. Wolfurt, und ein neues Klavierkonzert
geſetzes zu.
von B. Stavenhagen
Berlin, 26. Mai. Auch heute früh war der An
CK.
Die Einführung automatiſcher
drang zum Kunſtgewerbemuſeum, wo die Hochzeits
Sicherheitsſignale auf den franzöſiſchen
eſchenke zur Beſichtigung ausgeſtellt ſind, ſehr
Eiſenbahnen. Zum erſtenmal wird nun eine jener
tark. Lange, vor 10 Uhr hatten Tauſende von
Schau=
automatiſchen Signalvorrichtungen, die in den letzten Jah
uſtigen Aufſtellung genommen
ren von der Technik erſonnen wurden, in großem Stile
zu
IB. Augsburg, 26. Mai. In den Farbwerken
auf einer europäiſchen Vollbahn eingeführt: die franzö=
Gerſthofen hat der 40jährige verheiratete Aufſeher Joh
ſiſche Südbahn Paris-Lyon-Mittelmeer erſtrebt den
Welzenbach den Betriebsleiter Ingenieur Dr. Pauli er=
Ruhm, in dieſer Frage auf dem Gebiete der Praxis Bahn
ſchoſſen. Welzenbach legte Dr. Pauli ein
Magazin=
zu brechen. Das neue Signalſyſtem iſt zunächſt auf eine
uch zur Unterſchrift vor und während Pauli die Feder
Strecke von etwa 500 Kilometer ausgedehnt worden und
ergriff, feuerte Welzenbach aus einer Browning=Piſtole
umfaßt 268 automatiſche Signalſtationen. An allen wich
zwei Schüſſe auf Pauli ab, der tot vornüber auf ſeinen
tigen Einfahrten, Weichen und Schienenkreuzungen iſt in
Schreibtiſch ſank. Dann verſuchte Welzenbach, ſich ſelbſt
der Mitte des Schienenweges ein elektriſcher Hebel
ange=
zu erſchießen, verletzte ſich aber nur ſchwer. Er wurde ir
bracht, der ſich automatiſch hebt, wenn das Signal au
das Krankenhaus gebracht. Ueber das Motiv der
Ta=
geſperrte Fahrt ſteht. Eine Lokomotive, die die Stelle
iſt nichts bekannt.
dennoch überfährt, kommt durch eine entſprechende elek=
* Brüſſel, 26. Mai. Der Schaden, den der Brand
triſche Einrichtung mit dem Hebel zwiſchen den Schiener
in der Weltausſtellung zu Gent angerichtet hat
von ſelbſt in Kontakt, und als Warnungsſignal ertönt nun
wird auf eine Viertelmillion Francs geſchätzt.
ein ſchriller Pfiff, den der Lokomotivführer nicht
über=
hören kann, wenn er das Signal überſehen hat. Der
Petersburg, 26. Mai. Der Zar iſt heute früh um
elektriſche Strom geht von einer Batterie aus, die unter
nach Zarskoje Sſelo zurückgekehrt.
9 Uhr
der Lokomotive befeſtigt iſt. Die Bahnverwaltung ha
Sarskoje Sſelo, 26. Mai. Der Zar empfing den
lange gezögert, ehe ſie ſich dazu entſchloß, den Apparat
ein=
franzöſiſchen Botſchafter Delcaſſé in Audienz.
zuführen. Die Bedenken richteten ſich nicht gegen die
Zu=
verläſſigkeit der Vorrichtung, denn dieſe ſteht außer Frage
Briefkaſten.
man befürchtete aber, daß das Bewußtſein von der An=
D. W. Der Finder hat den Hund unverzüglich dem
weſenheit des automatiſchen Sicherheitsſignals die Loko
Eigentümer zurückzugeben oder, falls dieſer nicht bekannt
motivführer ſorglos machen und ihre Aufmerkſamkeit ver
ſt, unverzüglich der Polizeibehörde Anzeige zu machen
ringern könnte. Man wollte anfangs dem Führer die Aufgabe
Zur Ablieferung des Hundes an die Polizeibehörde iſt er
geben, in ein Signalbuch alle Signale während der Fahrt
erſt auf deren Anordnung verpflichtet. Der Finder hat
einzutragen, aber die damit verknüpfte Ablenkung der
Anſpruch auf ein Prozent des Wertes des Hundes als
Bedenken und ſo
Aufmerkſamkeit von der Strecke erregte
Finderlohn, auch kann er ſeine Auslagen, die ihm durch
beſchloß man, ſich auf die
Pflichttreu=
der Beamten zu
Ermittelung des Eigentümers entſtanden ſind, ſowie die
verlaſſen.
Futterkoſten erſetzt verlangen. Die Futterkoſten ſind nach
billigem Ermeſſen zu berechnen,
Literariſches.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Richard Wagner. Eine Lebensbeſchreibung
des Meiſters nebſt Einführung in ſeine Werke. Von Dr
Richard Batka. Mit zahlreichen Illuſtrationen und
weleh. elne zarte, weiße Haut
blend.schön, Teinterlang. u. er-
Kunſtbeilagen, Porträts, Fakſimiles uſw. In Geſchenk
halten will, wäscht sich nur mit
band mit Goldſchnitt 5 Mk., Liebhaberausgabe 7,50 Mk.
E
Gee
Band XX der Sammlung „Berühmte Muſiker”). Schle=
Kechangferd-Faife. 8.
ſiſche Verlagsanſtalt (vorm. Schottländer), G. m. b. H., in
die beste Lilienmilchseife von
ergmannn & Co., Radebeul
Berlin W 35. Die Verehrung, die man dem großen
Stck. 50 Pf. Ueberall erhältlich.
Meiſter und ſeinen Werken entgegenbringt, dehnt ſich au
immer weitere Kreiſe aus, und das neue Wagner=Buch, das
Dr. Richard Batka, der bekannte Wiener Muſikhiſtoriker
Unterhaltung von Gärten, Anlage von Gärten,
veröffentlicht, wird deshalb viel Intereſſe finden. Der
biographiſche Teil des Werkes iſt mit großer Sorgfalt und
Anfertigung und Bepflanzung von Balkonkästen,
Pergolen und dergl
unter gewiſſenhafter Benutzung aller zur Verfügung
ſtehenden Quellen bearbeitet und läßt uns den Menſchen
Reelle, fachmännische Bedienung. — Solide Preise.
wie den Künſtler gleich lieb gewinnen. Die Darſtellung
RUDOLF HANK, Landschaftsgärtner,
des Lebenslaufes hat Dr. Richard Batka in trefflicher
Moosbergstraße 24, parterre
(B11406
Weiſe mit Würdigungen von Wagners Schöpfungen
ver=
einigt; den Freunden und Verehrern der Wagnerſchen
Kunſt bietet er einen guten Führer zur richtigen Beur=
Familiennachrichten.
teilung des Meiſters, und jenen, die Wagners Werke noch
nicht genügend ſchätzen und kennen, erſchließt er das
Ver=
ſtändnis für ſeine Eigenart.
— Vor hundert Jahren. Deutſchlands glor=
Dankſagung.
reiche Freiheitskriege gegen Napoleon 1813—15. Von Dr
L. Smolle. Mit 42 Abbildungen.
Verlagsbuchhand=
ung „Styria” in Graz und Wien, 1,50 Mark, gebunden
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
2 Mark. Schon ſind eine Reihe von Schriften erſchienen,
bei dem Hinſcheiden meines Mannes ſagen wir
die ſich zum Ziele ſetzten, die große Zeit dem heutigen
Allen, die ihm die letzte Ehre erwieſen haben,
Geſchlecht wieder vor Augen zu führen. Vermißt aber
unſeren herzlichſten Dank, insbeſondere Herrn
wurde ein Buch, das in knapper, auf den beſten Queller
aufgebauter und doch begeiſternder, zu Herzen dringender
Pfarrer Velte für die troſtreichen Worte am
Darſtellung eine Schilderung der deutſchen Freikeitskriege
(*13831
Grabe.
in den Jahren 1813—15 bietet. Vorliegende Darſtellung
der Befreiungskriege wird dieſen Wünſchen gerecht und
Die trauernden Hinterbliebenen:
iſt eine der beſten Leiſtungen Smolles. Das gleiche Buck
iſt auch in feinerer Ausſtattung unter dem Titel Eiſernes
Sophie Meiser Witwe
Ringen um goldene Ziele” zum Preiſe von 2,50 Mark geb
und Kinder.
erſchienen.
Im Verlag von Otto Wünſch in Taucha bei Leipzig
Darmſtadt, den 26. Mai 1913.
erſchien eine Rentenberechnungstabelle,
die
möglichſt ſchnell und genau über die Leiſtungen der An=
2
Seite 7.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute nacht entſchlief ſanft im 82.
Lebens=
jahre unſere liebe Mutter und Großmutter
Frau Amalie Klein
Witwe des Stationsverwalters Georg Klein.
Darmſtadt, Beckſtraße 53, den 26. Mai 1913.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Friedrich Klein, Lehrer.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 28. Mai,
nachmittags 3 Uhr, von der Friedhofskapelle
aus, ſtatt.
(11787
Danksagung.
Für die wohltuenden Beweiſe herzlicher
An=
teilnahme, die uns beim Heimgange meines
ge=
liebten Mannes, unſeres teuren Vaters und
Schwiegervaters, des
(11791
Rentners Georg Mahr
zugegangen ſind, ſagen wir unſeren tiefgefühlten
Dank.
Elise Mahr und Familie.
Darmſtadt, den 25. Mai 1913.
Se
Dankſagung.
Für die zahlreiche Teilnahme und die
Blumen=
penden bei der Beerdigung unſerer lieben
Schwägerin, Tante und Couſine
11781
Katharia Decker
ſagen wir allen Verwandten und Bekannten,
be=
ſonders Herrn Pfarrer Marx für die troſtreichen
Worte, ſowie den Schweſtern für die aufopfernde
Pflege, innigſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Kath. Decker Wwe.,
Hans Decker.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das
kontinentale Hochdruckgebiet, das uns heiteres,
Wetter bringt, hat ſeinen Kern oſtwärts
ver=
rockenes
lagert. Im hohen Norden ziehen Depreſſionen von
Weſten nach Oſten, ohne unſer Wetter beeinfluſſen zu
Wir werden auch morgen unter
Hochdruck=
önnen.
influß bleiben, ſo daß wir keine Aenderung des Wetters
zu erwarten haben
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, den 27. Mai=
Meiſt heiter, trocken, warm, Gewitterneigung.
Tageskalender.
Gaſtſpiel des Frankfurter Intimen Theaters um
8½ Uhr im Orpheum
Hauptverſammlung des Handelsvereins um 8½
Uhr im Reſtaurant „Kaiſerſaal”
Religiöſer Vortrag um 8½ Uhr im
Evangeli=
ſationszelt am Hallenſchwimmbad (Bibelſtunde um 4 Uhr
daſelbſt)
Konzerte: Schützenhof um 8 Uhr. —
Hugenſchütz’
Felſenkeller um 8 Uhr.
Bilder vom Tage. (Auslage Rheinſtraße 23)
Von den Hochzeitsfeierlichkeiten am deutſchen
Kaiſer=
hauſe: Das Brautpaar bei der Einholnug des eng
liſchen Königspaares; König Georg von England und
Kaiſer Wilhelm verlaſſen den Bahnhof; der Zar fährt
in Begleitung des Kaiſers nach dem Schloß; zur
Silber=
hochzeit des Prinzenpaares Heinrich von Preußen; die
Vermählung der Prinzeſſin Viktoria Margarete von
Preußen mit Prinz Heinrich XXXIII. Reuß j. L.
Verſteigerungskalender
Mittwoch, 28. Mai.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 11 Uhr
Rundeturmſtraße 16.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 3 Uhr in
der „Ludwigshalle‟.
Beſichtigung des Großh.
Reſidenzſchlof=
ſes: An jedem Wochentage von 3—4 Uhr; Sonntags
von 11—1 Uhr
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich=für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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Seite 8.
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2
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(11785
(2
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
3 G2.
Dienstag, 27. Mai.
1913.
Orts=Satzung
50.
Weigert ſich der Quartierpflichtige, die ihm zugedachte Einquartierung zu
über=
für die Quartierleiſtungen und Naturalleiſtungen an die bewaffnete Macht im Frieden
nehmen, oder iſt der Quartierpflichtige zeitweilig abweſend, ſo hat die Einquartierung
in der Gemeinde Eberſtadt.
auf deſſen Koſten anderweit zu erfolgen.
Auf Grund des § 7 des Reichsgeſetzes vom 25. Juni 1868, die Quartierleiſtungen
Dieſe Koſten ſind nötigenfalls auf dem für die Gemeindeeinkünfte vorgeſchriebenen
für die bewaffnete Macht während des Friedensſtandes betreffend, und § 9 der Inſtruk=
Wege von den Pflichtigen beizutreiben.
tion zur Ausführung dieſes Geſetzes vom 31. Dezember 1868 und auf Grund der Geſetze
vom 13. Februar 1875 über die Naturalleiſtungen für die bewaffnete Macht im Frieden
§ 7.
wird hiermit für die Gemeinde Eberſtadt auf Beſchluß des Gemeinderats und
Bei der Zuteilung der Einquartierung werden gerechnet:
mit Genehmigung Großh. Miniſteriums des Innern vom 10. Mai 1913 zu
General und die ihm gleichgeſtellten Chargen einſchließlich Bedienung
— 30 Gemeine,
Nr. M. d. J. 8345 folgendes beſtimmt:
Stabsoffizier
— 20
Hauptmann oder Leutnant
§ 1.
— 10
,
Feldwebel ꝛe.
Die Verwaltung der Einquartierungsangelegenheiten wird der von dem
5
Gemeinderat zu wählenden Einquartierungskommiſſion unter dem Vorſitz des Bürger=
Fähnrich oder Vizefeldwebel
3
5 —
„
Unteroffizier
meiſters oder bei Verhinderung des Bürgermeiſters unter dem Vorſitz des
Beigeord=
neten übertragen.
Pferd ohne Fourage
— 1Gemeiner
, . „
1
Die Dienſtzeit der unſtändigen Mitglieder der Kommiſſion endet mit dem
§ 8.
Kalenderjahr, für welches dieſelben gewählt worden ſind.
Werden Truppen mit Verpflegung einquartiert, ſo wird den mit Einquartierung
Die Zahl der unſtändigen Mitglieder der Kommiſſion wird von dem
Gemeinde=
kedachten Einwohnern ein von dem Gemeinderat in dem betreffenden Jahre
feſtzuſetzen=
rat jedes Jahr neu beſtimmt.
der Zuſchuß zu der von dem Reiche gewährten Entſchädigung bewilligt. Dieſer Zuſchuß
§ 2.
ſoll mit Rückſicht auf die jeweiligen Lebensmittelpreiſe bemeſſen werden und ſoll mit
Die ganze Gemeinde, einſchließlich
)aller zur Gemarkung gehörigen Gehöfte uſw.,
Einſchluß der von dem Reiche gewährten Entſchädigung für Mundverpflegung und
bildet einen Quartierbezirk.
Servis pro Tag für jeden einquartierten und verpflegten Soldaten einſchließlich Unter=
§ 3.
offizier, Sergeanten und ähnliche Charge den Betrag von 1.70 Mark nicht überſteigen.
Die Einquartierungspflicht liegt allen denen ob, die in der Gemeinde eine
Für die einquartierten Offiziere wird den Quartiergebern nur die Reichsent=
Wohnung haben und zur Gemeindeſteuer herangezogen werden, ebenſo Juriſtiſchen
Per=
ſchädigung gewährt.
ſonen, Geſellſchaften und ſolchen Perſonen, die, ohne in der Gemeinde zu wohnen, in
§ 9.
der Gemeinde Häuſer, Grundſtücke oder Geſchäftslokale haben und für dieſe zur
Wird der Gemeinde 1 tellung von Fourage oder Vorſpann angeſonnen ſo
Gemeindeſteuer herangezogen werden.
beſchafft die Einquartierungskommiſſion den Bedarf auf die ihr am zweckmäßigſten
Befreit von der Benutzung zur Einquartierung ſind die in § 4 Abſ. 2 des
Reichs=
erſcheinende Weiſe, möglichſt unter öffentlicher Aufforderung, aus Mitteln der
Gemeinde=
geſetzes vom 25. Juni 1868 aufgeführten Gebäude und Gebäudeteile.
kaſſe, in welche die vom Reiche zu gewährende Vergütung fließt. Nur wenn auf dieſem
Gebäude, in denen ſich mit gefährlichen oder anſteckenden Krankheiten Behaftete
Wege dem Anſinnen nicht rechtzeitig entſprochen werden kann oder die Fourage oder
oder Wichnerinnen oder Leichen befinden, ſollen zur Einquartierung nicht benutzt werden,
der Vorſpann gegen die von dem Gemeinderat hierfür zuläſig erachtete Vergitung
4.
nicht zu erlangen iſt, wird die Kommiſſion zu der in Anſpruch genommenen Leiſtung
Bei Verteilung der Einquartierung ſoll auf die Wohnungs=, Wirtſchafts= und
die Beſitzer von Fouragebeſtänden, Zugtieren und Wagen unmittelbar heranziehen, und
Gewerbebetriebsbedürfniſſe des Quartierpflichtigen Rückſicht genommen werden. Neben
der Gemeinderat ſodann darüber beſchließen, ob und welcher Zuſchuß aus
Gemeinde=
dieſen Grundlagen ſoll hei der Verteilung beachtet werden, daß auf etwa je 80 Mark
mitteln zu der von dem Reiche zu gewährenden Vergütung zu leiſten iſt.
Gemeindeſteuer je ein Mann zu übernehmen iſt.
§ 10.
§ 5.
Die Einquartierungskommiſſion iſt bezüglich der in den §§=8 und 9 von ihr zu
Den Quartierpflichtigen iſt geſtattet, die ihnen obliegende Verbindlichkeit durch
Laſten der Gemeindekaſſe zuzugeſtehenden Vergütungen an die Weifungen des Gemeinde=
Stellung anderweiter Quartiere (z. B. in Wirtshäuſern uſw.) zu erfüllen, jedoch iſt
rals gebunden.
dies vorher der Einquartierungskommiſſion anzuzeigen. Das zu ſtellende Quartier
§ 11.
muß den Anforderungen entſprechen, welche an den Quartierpflichtigen ſelbſt geſtellt
Dieſe Satzung tritt mit dem 15. Juni 1913 in Kraft.
werden können.
Eberſtadt, den 18. Mal 1913.
(11728
Für richtige Leiſtung iſt nur der Quartierpflichtige haftbar, wie auch die durch
die Ausquartierung dem Quartierpflichtigen etwa entſtehenden Mehrkoſten von dieſem
Großherzogliche
Bürgermeiſterei Eberſtadt.
zu tragen ſind.
Schäfer.
Antliche Nachrichten des Groß. Foftrinte Dermſtadt=
Außer den Pflichtigen werden in den Terminen auch Erwach=
Bekanntmachung.
ſene auf ihren Wunſch und Kinder, die erſt im laufenden Jahre
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
geboren ſind, auf Wunſch ihrer Vertreter geimpft.
Donnerstag, 19. Jnni 1913,
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
vormittags 11 Uhr,
In der Regel werden in jedem Termin nicht mehr als
Die
finden ſich: 1 Dobermann, 1 Boxer. 1 Pinſcher (zugelaufen).
50 Impfungen vorgenommen.
ſollen die dem Schreinermeiſter
aus=
Hunde können
von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier=
Kinder, deren Zurückſtellung von der Impfung wegen Kränk=
Friedrich Ereter II. dahier
zuge=
findet
gelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde
ſchriebenen Liegenſchaften:
lichkeit beanſprucht wird, können gleichfalls in den Terminen dem
dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(11739
Nr.
Impfarzt vorgeſtellt werden.
Flur
qm
VI 790
Wegen der Wiederimpfung der Schulkinder wird beſondere
242 Hofreite Orange=
Verloſung von Schuldverſchreibungen
Benachrichtigung an die Schulvorſteher erfolgen.
rieſtr. Nr. 8,
VI 791
Aus einem Hauſe, in dem anſteckende Krankheiten, wie Schar=
74 Grah
bgarten
da=
der Stadt Darmſtadt.
lach, Maſern, Diphtherie, Croup, Keuchhuſten, Flecktyphus,
roſen=
ſelbſt,
In Vollziehung des Schuldentilgungsplanes der Stadt Darmſtadt
artige Entzündungen oder die natürlichen Pocken herrſchen, dürfen
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
ſind heute nachſtehende 3½ %ige Schuldverſchreibungen auf den In=
Impflinge zum allgemeinen Termin nicht gebracht werden.
mannſtraße 1, zwangsweiſe
ver=
haber durch
Verloſung zur Rückzahlung berufen worden, nämlich:
ſteigert werden.
Die Kinder müſſen zum Impftermin mit rein gewaſchenem
Darmſtadt, 30. April 1913.
Körper und mit reinen Kleidern gebracht werden.
I. Rückzahlbar am 1. September 1913.
Darmſtadt, den 19. Mai 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(11375a
Buchſtabe V Abt. I zu 2000 ℳ Nr. 78, 317, 365, 403, 436, 545, 550,
(Beſſungen).
609, 717, 745, 750, 775, 780.
Der
Oberbürgermeiſter.
Franh.
(VI, 10902
V
zu 1000 ℳ Nr. 1, 39, 106, 111, 135, 173, 174,
„ II
,
J. V.: Mueller.
181, 195, 203, 292, 500, 520, 533.
die Erd, Maurer, Asphalt= Steinmetz, Zimmer,
Schmiede=
zu 500 ℳ Nr. 58, 161, 201, 267, 323, 332, 511,
V „ III
Verſteigerungen
und Eiſen, Dachdecker= und Klempnerarbeiten für die Stall=
530, 595, 604, 618, 774, 788, 797.
L
V
neubauten der Kaſerne für zwei Trainkompagnien an der
zu 200 ℳ Nr. 69, 126, 211, 215, 342, 371, 415,
IV
„
,
Eſchollbrückerſtraße ſüdweſtlich der Main=Neckarbahn ſollen in 6 Loſen,
453, 510, 527, 539, 540, 724, 758, 766, 802, 945, 993.
und
und zwar:
II. Rückzahlbar am 1. November 1913.
Los
Erd=, Maurer= und Asphaltarbeiten,
Buchſtabe J Abt. I
zu 2000 ℳ Nr. 97, 295, 306, 494, 527, 619, 668,
II.
Steinmetzarbeiten,
Taxationen
677, 692, 746, 758, 785.
III
Zimmerarbeiten,
I
zu 1000 ℳ Nr. 12, 130, 131, 179, 276, 280, 386,
„ II
auch einzelner Möbel u. Gegen=
,
Schmiede= und Eiſenarbeiten,
3
407, 475, 497, 498, 649, 651, 739.
ſtände werden von mir unter
Dachdeckerarbeiten und
zu 500 ℳ Nr. 78, 112, 279, 293, 306, 337 461,
3 „ III
Garantie ſachgemäßer Aus=
,
VI Klempnerarbeiten,
490, 565, 612, 654, 690, 768, 817, 820, 821, 895, 915.
führung bei mäßigen Preiſen
öffentlich vergeben werden.
IV zu 200 ℳ Nr. 97, 113, 197, 255, 318, 415, 449, 451.
jederzeit übernommen. (10402a
Die Zeichnungen und Bedingungen liegen im Geſchäftszimmer
Die Einlöſung geſchieht bei der Stadtkaſſe Darmſtadt ſowie bei
Abrechnung ſofort. Tnz
des Neubaubureaus in der Holzhofallee (Hopfengarten) hierſelbſt
Bank für Handel und Induſtrie in Darmſtadt und Berlin
der
während der Dienſtſtunden vormittags von 8½ bis 12½ und nach=
und deren übrigen Niederlaſſungen. Die Verzinſung der Schuld=
F. Kurtz
mitags von 3 bis 6 Uhr offen und können daſelbſt die
Verdingungs=
verſchreibungen hört mit den oben genannten Verfallterminen auf.
unterlagen für
Auktionator u. Taxator
Los I zum Preiſe von 1,20 Mk. Los IV zum Preiſe von 0,75 Mk.
Die nachverzeichneten 3 ½ %igen Schuldverſchreibungen
0,45
0,60
Tel. 1202. Pädagogſtr. 2. Tel. 1202
,
,
,
3
ſind bereits gekündigt, aber noch nicht zur Einlöſung
675
II
0,.55
HASSLA
gegen poſt= und beſtellgeldfreie
Einſendung des Betrages
bezogen
gekommen, und zwar:
werden.
Vervielfältigungs-
auf den 1. September 1907
Die ausgefüllten Angebote nebſt den vorgeſchriebenen Proben
Buchſtabe V Abt. IV zu 200 ℳ Nr. 392,
Büro
ſind verſiegelt, mit entſprechender Aufſchrift verſehen, bis Montag,
auf den 1. Februar 1911
den 2. Juni ds. Js., und zwar Los I 10, Los II 10½, Los III
Inh. S. Guttmann
zu 2000 ℳ Nr. 524,
HI „
„
Los V 11½ Los VI 12½ Uhr vormittags,
10½ Los IV 11,
auf den 1. Februar 1912
Vendelstadtstr. 26
an genanntes Geſchäftszimmer poſt= und beſtellgeldfrei einzuſenden,
zu 200 ℳ Nr. 72 und 436,
H „ IV
*
zu welchen Zeitpunkten die Eröffnung erfolgt.
(IV,11744,64
Telephon 1679.
auf den 1. Juni 1912
Die Zuſchlagsfriſt beträgt 28 Tage.
zu 1000 ℳ Nr. 24,
I
U „
(8659a
„
Militär=Bauamt.
auf den 1. September 1912
Schrei bmaschinen-
III zu 500 ℳ Nr. 1021,
,
V „ IV zu 200 ℳ Nr. 399, 563, 728, 730 und 930,
Arbei ten
„
auf den 1. Oktober 1912.
Verſteigerungs=Anzeige.
Diktate
(Gaswerksſchuldverſchreibung) Nr. 186 u. 359,
in separätem Raum
II zu 1000 ℳ Nr. 432,
F
Mittwoch, 28. Mai 1913, nachmittags 3 Uhr,
2
III zu 500 ℳ Nr. 2298,
L. „
Verviel fältigungen
verſteigere ich im Verſteigerungslokale „Zur Ludwigshalle‟ (Ober
2. ,
zu 200 ℳ Nr. 32 und 387,
gaffe) zwangsweiſe gegen Barzahlung:
ohne Fettrand.
auf den 1. November 1912
Eine Partie Schuhwaren, 12 Kiſtchen Cigarren, 1
Fahr=
zu 500 ℳ6 Nr. 452 und 556,
3 „ III zu
Zeugnis-Abschriften
rad, 2 Hobelbänke ſamt Werkzeugen, 1 Laute, mehrene
auf den 1. Februar 1913
Herren=Anzüge und ſonſtige Kleidungsſtücke und Wäſche,
schne I1-sauber
II
III zu 500 ℳ Nr. 191.
ferner Hausmobilien aller Art.
Die
Verzinſung dieſer Schuldverſchreibungen hat von den
an=
diskret-biIlig.
Stelle (
Liebfrauen=
anſchließend an Ort und
Hieran
gegebenen Tagen ab aufgehört.
MaanaaAEEa
ſtraße 81):
Darmſtadt, den 23. Mai 1913.
2 Eisſchränke, 11 Kohlenſäureflaſchen, 3 Tiſche, 1 Sofa
Der Oberbürgermeiſter.
Automobil
1 Ofen, 1 Glasabſchluß, 1 eiferner
Waſſer=
mit Lederſitz,
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Dr Gläſſing.
6 Steuerpf., vierzyl., zwei=
Tafelwage mit Gewichten, 1 altes Fahr=
1
behälter.
u. vierſitzig, tadellos kaufend,
(11788
rad, 1 Badewanne u. a. m.
Oeffentliche Impfung.
für berufliche Zwecke beſ. gut
Die Verſteigerung iſt vorausſichtlich beſtimmt.
geeignet, ſehr billig abzugeben
Mittwoch, den 21. I. Mts., und die folgenden Mittwoche.
Darmſtadt, den 26. Mai 1913.
Müller & Ober
ſolange Bedürfnis, von 5—6 Uhr nachmittags unentgeltliche Impf=
5.
Karlſtraße 30. (11320a
termine im Schulhaus an der Rundeturmſtraße für im Voriabr
Kapp,
geborene, ſowie für ältere, mit der Impfung im Rückſtande
verblie=
aeeg
bene Kinder.
Großh. Gerichtsvollzieher zu Darmſtadt.
Drei gebrauchte
Nachſchau jeweils acht Tage ſpäter, bei Meidung der geſetz=
Guterhaltener Kohlenbadeofen
nmit od ohne
Pferde=
lichen Strafe. Kinder, die in dieſen Terminen nicht geimpft werden,
Schuhmacher=Maſchinen
nebſt Wanne billig abzugeben
Jagdwagen geſchirr, 2. Gew. des
ſind bis zum Jahresſchluß auf Koſten der Eltern impfen zu laſſen,
ſehr billig abzugeben.
(11646a
beiIustallationsgeschäft, Nieder=Ram=
Fferdemarktes iſt bill. zu verk.
andernfalls im Januar k. Js. die Nachholung der Impfung binnen
(*13773
August Engel, Schuchardſtr. 8.
Schmidt, Karlſtr. 99, II. (*15775idſtädterſtraße 51.
kürzeſter Friſt unter Strafandrohung angeordnet wird.
B
Nummer 121.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 27. Mai 1913.
Seite 12.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 28. Mai 1913, vorm. 11 Uhr,
und, wenn nötig, nachm. 3 Uhr,
werden im Pfandlokal Rundeturmſtraße 16 in Darmſtadt (
Re=
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Serviertiſch, Trumeauſpiegel, Kommoden,
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Ladenregale, 1 Ladentheke, eiſ. Behälter, Pianinos, 1 Sprech=
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Amboſe, 1 Stanze, 1 Eiſenſcheere, 1 Handkarren, 1 Break
täten Schulstrasse 2, Hinterhaus, statt und gewähren wir von
2 Kaſtenwagen, 1 Pritſchenwagen, 1 Pferd, 1 gr. Partic
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1 Kleiderſchrank, 1 Diwan, 1 Kommode mit Marmorpl
1 Bettſtelle mit Sprungrahmen, 2 Tiſche, 1
Roßhaar=
matratze, 1 gr. Bild und 1 große Partie verſch. Sorten
20%%
LAid-Nasatef
Zigarren
den Unterzeichneten meiſtbietend gegen Barzahlung verſteigert.
durch
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Wir
Die Verſteigerung der fettgedruckten Sachen findet ſicher
(11771
ſtatt.
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher
FEiepante Herren- und
Georgenſtraße 11, I.
Wasch-Anzige
Knaben-Bekleidung:
Stotte
100
V00
Knabenanzüge für
von Jan
für Knaben
f. Herren- u. Knaben- 900
3—8 Jahre von Tan
Bekanntmachung.
von Zan
Mod. Prinz Heinrich- V00
anzüge
Solide Schulanzüge 1900
Waschanzüge von Par
für 9-15 Jahre von 10an
Elegante Stoffe f.9 na
Gemäß Beſchluß vom Handelsgericht in Brüſſel iſt am 3. April.
Elegante Prinz Hein- 600
Original Kieler-An- E00
Damenkostüme v. 2.50an
1913 die Liquidation über die
rich-Anzüge von Uan
züge
von Jan
Mod. Zephyrs- und un
4900
Jünglings-Anzüge
Pfg.
Einzelne Blusen
Leinenstoffe für
Knaben-
mod., 2reihig, von 19ar
von 50 ar
anzüge u. Damenkostüme
Kittelanzüge
Keram-Montan Gesellschaft A.-G.
Original Kieler ½ E
für 1-4 Jahre von Dar
Buxkinreste,
Kleiderstoff-
von 2.50an
Blusen
in Brüſſel eröffnet worden.
Pelerinen und Bozener
reste
Knaben-Waschhosen 100
Mäntel
Zu Liquidatoren wurden ernannt die Herren
Div. Manufakturwaren,
von Zan
Gehrock-Anzüge 9900
6
Albert de Bedts in Brüssel, 2 Place des Barricades
Hemdenflanelle
von J0an
200
Kittelanzüge für
Einzelne Gehröcke 500
1-4 Jahre
von Jan
und
Blusenstoffe, Cretonne u
von 1Jan
Renforcé
200
Schulanzüge
Herren- u. Knaben-Hosen
Max Fröhlich in Berlin, 103 Eisenacherstrasse.
von Jan
Unterrockstoffe u. Triko
aller Art.
Sportblusen u. Sport- 900
Forderungen an die Keram=Montan Geſellſchaft A.=G. ſind
sporthosen und Sport
tagen
von Lan
hemden
anzüge, Berufskleidung
bis zum
30. Juni 1913
bei dem Bureau der unterzeichneten Geſellſchaft in Brüſſel, 2 Place
des Barricades, anzumelden.
(I,11742
Keram-Montan Gesellschaft A.-G.
in Liquidation.
Die Liquidatoren:
ennenner&et
Albert de Bedts. Max Fröhlich.
Schulstrasse 2, Hinterhaus
Mittags von 12— ½2 Uhr geschlossen.
S
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(*13752oim zugeben Martinſtr. 25. (*13816imd
Hof rechts.
Feldbergſtr. 79, 3.
ſtraße 6,
In Proz,
In Proz
Letzte
31
9
In Proz.
Inben
ivid
Kurſe vom 26. Mai 1913.
31
53,30
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
2¾ Oeſt. Südb. (Lomb.)
Offenbach . . . . .
90,05
153,70
8 Schuchert, Nürnber
76,00
3 Raal=Oedenbur=
86,00
Wiesbaden . . . . .
S. 19 . . . . .
,
12 Siemens & Halske
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
221
31
4 Frankf. Hyp.=Kreditv
4 Kronprinz Rudolfbahn
do.
86,25
130,00
5 Beramann Electr.
InProz.
InProt
85,60
Ruſſ. Südweſt. . . . .
95,40
S. 52 . . .
94,80
Worms . . . . . . . .
10Deutſch. Ueberſee Electr.
71,20
Staatspapiere.
5 Argentinier . . . . .
99,90
4 Hamb. Hypoth.=Bank.
93,50
96,5
4½ Moskau=Kaſan . . .
89,00
3½
do.
67,50
Gummi Peter . . . .
99,80
Dtſche. Reichsſchatzanw
do.
31
33, 10
85,50
85,00
4
Liſſaboner v. 1888
do.
do.
Kunſtſeide Frankfur
69,75
41
86,20
Chile Gold=Anleihe.
98,2
86,10
3½ Deutſche Reichsanl..
94,75
Wladichawchas
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
. . „
Verzinsliche
Adler=Fahrradwerke
30
76,00
5 Chineſ. Staatsanleihe
do.
3½
97,4
85,00
Rjäſan Koslow . . .
85,9
Anlehensloſe
444,80
Kleyer . . . ..
99,
41
Schatzanweiſg
Preuß.
90,30
do.
Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
72,00
Portugieſ. Eiſenb.
,
4 Badiſche . . . Tlr. 100
9 Maſchinenf. Badenia 149,0(
41
86,40
Japaner . . . . . . .
89,70
do. Conſols . . .
41
83,50
3½
S. 12, 13, 16
97,70
do.
. .
3½ Cöln=Mindner 100 138,50
0 Wittener Stahlröhren
76,04
2½
do.
Innere Mexikaner. . .
do
34,75
69, 10
Livorneſer
,
S. 14, 15, 17, 24/20
3 Holl. Komm. fl. 100 109,00
Steana Romana Petr.
158,30
-
97,80
4 Bad. Staatsanleihe
do.
,
62,40
Salonique=Monaſtir
18—23 . . . . .
97,70
„ „
3 Madrider . . Fs. 100
15
Zellſtoff Waldbof .
230,75
91,00
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904
-
3½
4 Baadadbahn
Heſſ. Land.=Hyp.=Banſ
79,7
4 Meininger Pr.=Pfand=
12,83 Bad. Zucker=Wag=
5 Gold=Mexikaner . . . .
do.
4½ Anatoliſche Eiſenb.
85,90
92,90
S. 1 u. 2, 6—8 . . .
briefe . . . . . . . 135,50
205,25
häuſel
99,70
3 Buenos Aires Provinz
3 Bayr. Ei
enbahnanleihe
67,40
4 Miſſouri=Paciſic. . .
S. 3—5 . . . . . . .
85,70
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 177,00
O Neue Boden=A. A.=Beſ.
80,00
84,5
do
4½
Northern=Paciſic . .
95,00
Aktien inländiſcher
85,80
S. 9—11 . . . . . .
3 Oldenburger . . . . ..
0 Südd. Immobilien
54,10
75,50
do.
Southern=Pacific
. ,
Transportanſtalten.
Meininger Hyp.=Bank
89,40
96,50
2½ Raab=Grazer fl. 150 114,00
Bergwerks=Aktien.
99,50
4 Hamburger Staatsanl.
3½
Louis und San
5 St.
10 Hamb.=Amerika=Paket=
85,40
do.
Unverzinsliche
99,00
4 Heſſ. Staatsanleihe
Francisco. . . . .
4 Rhein. Hypothek.=Bank
fahrt . . . . . . .
144,70
Aumetz=Friede
173,30
Anlehensloſe.
97,50
(unk. 1912)
4 do. do
7 Nordd. Lloyd . . . .
5 Tehuantepec . . . . . .
93,00
(unk. 1917) .
95,50
22,90
14 Bochumer Bergb.
Augsburger.
.. . . ſl. 7 35,50
84,20
3½
do
3½
do.
6½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 128,00
85,00
(unk. 1914) .
Gußſt.
.216,50
„„ „
Bank=Aktien.
Braunſchweiger Tlr. 20 195,00
73,50
do
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf
98,30
Aktien ausländiſcher
11
Deutſch=Luremburg
Freiburger . . . . Fs. 15
3 Sächſiſche Rente
76,60
10 Bank für elektriſch
3½
do.
86,3
Transportanſtalten.
Bergb. . . . .
-
159,50
Mailänder . . . . Fs. 45
98,40
4 Württemberg unk. 1924
Untern. Zürich .
193,00
Städte=
5 Anatol. Eiſenb. 60½
10 Gelſenkirchener . .
183,00
. . . . . Fs. 10
do. v. 1900
93,80
7½ Bergiſch=Märkiſche
Obligationen.
Einz. Mk. 403 . . 118,25
Harpener
. . . .„
192,50
-
Meininger . . . . . fl. 7
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
Bahn
45,50
. . . „
-
Darmſtadt . . . . .
6 Baltimore und Ohio . 98,23
Phönix Bergb. un
Oeſterreicherv. 1864 fl. 100
Griechen v. 1887
9½ Berlin. Handelsgef.
161,25
1½
do.
87,90
6 Schantungbahn . . . . 134,50
Hüttenbetrieb
260,0
do. v. 1858fl.100 477,00
100,00
Italiener Rente .
6½ Darmſtädter Bank
115,90
Frankfurt. . . . . . .
Luxemb. Prince Henri 170,00
97,70
Oberſchl. Eiſen=Ind.
Ungar. Staats . . fl. 100 411,00
Oeſterr. Silberrent=
86,90
12½ Deutſche Bank
4½
245,80
3
do.
Oeſt. Südbahn (Lomb.)
95,00
Caro. . . . . . .
81,75
Venediger . . . . Fs. 30 57,00
do. Goldrente . .
5 Deutſche Vereinsbank
114,80
9,40
Sießen . . . . . . .
6 Pennſylvania R. R. . 111½
6 Laurahütte
„„
169,25
Türkiſche . . . . Js. 400 165,00
do. einheitl. Rente
Deutſche Effekt.= und
ge.
do.
84,10
10 Kaliwerke Aſchersleben
Induſtrie
3 Portug. unif. Serie I
W.=Bank . . . .
112,75
Gold, Silber und
eßte
Heidelberg . . . . . .
95,80
Weſteregeln 190,50
10
do. unif. Ser. III
Aktien.
Diskonto=Kommandi
65,50
Banknoten.
Divid.
do.
7½ South Weſt Africa
3½
3
10,00
do. Spezial . . . .
Brauerei Werger
66,00
Dresdener Bank
150,40
20,38
Engl. Sovereigns . . .
Karlsruhe . . . . . .
96,60
Prioritäts=
10
5 Rumänier v. 1903
Frankf. Hypoth.=B.
99,50
28 Bad. Anilin= u. Soda=
208,00
20 Franks=Stücke . . ..
16,19
3½
do.
86,00
Obligationen.
6½
do.
Mitteld. Kreditbank 114,60
Z
v. 1890
93,0
Fabrik . . . . ..
558,00
,
Amerikaniſche Noten . .
4,19
Magdeburg. . . . .
do.
B1
Nationalb. für Deutſch
87,05
v. 1905 .
14 Chem. Fabrik Gries
Südd. Eiſenb.=Geſ.
3½
87,90
116,80
Engliſche Noten . . . .
20,43
3½
4 Ruſſen v. 1880 . . .
7 Pfälziſche Bank. .
Nordd. Lloyd=Obl.
4½
38,30
239,00
heim . . . . . .
123,25
Franzöſiſche Noten. . .
81, 10
4
Mainz
96,00
. . . . . . . .
89,90
do. v. 1902 . . . .
6,95 Reichsbank . . . .
30 Farbwerke Höhſt .
Eliſabethbahn, freie .
136,25
624,00
68,45
Holländiſche Noten. . . .
31
do.
87,20
Rhein. Kreditbank.
do. v. 1905 . . . .
128,30
99,70
20 Verein chem. Fabriker
Franz=Jofefs=Bahn .
Italieniſche Noten . . .
79,20
96,1
Mannheim . . . . . .
3
. Schweden . . . .
A.
Schaaffhauſen.
Mannheim . . .
72,00
Prag=Duxer . . . . . .
Oeſterr.=Ungariſche Noten
84,85
3u
do
38,20
Serbier amort. v. 1895
Bankverein . .
113,50
10 Cement Heidelberg . . 143,00
Oeſterr. Staatsbahr
100,50
Ruſſiſche Noten . . . .
99,0
München . . . . . .
7½
Türk. Admin. v. 190.
Wiener Bankverein
82, 10
30 Chem. Werke Albert 441,40
88,00
129,80
Oeſterr. Staatsbahn
Schweizer Noten . . . . .
80,90
Nauheim
. . . „ „
Türk. unifiz. v. 1909
87,0
4 Holzverkohlung Kon
do
Pfandbriefe
74,4
97,00
Nürnberg. . . . . . .
Ungar. Goldrente
85,30
,
340,00
ſtanz . . . . . .
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.)
4 Frankf. Hypoth.=Bank
96,70
do.
Reichsbank=Diskonto
87,00
do. Staatsrente.
,
82,60
5 Lahmeyer. . . . . .
do.
130,50
S. 21. . . . . . .
96,104
-
Offenbach . . . . .
Reichsbank=Lombard Zsf. 7
Nummer 19.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag,iden= 27. Mai 1913.
Seite 13.
Selten günstige Kaufgelegenheit
Innnnni
: Sortimente, von denen einzelne
5:: Nummern vergriffen sind
in Damen-Halbschuhen!
Innnazmtin
Inmnmmimimaan
11769)
Schwarze.
Farbige.
950
Chevreaux-Halb-Schuhe
Chepreaug und Cheprette Halb-Schuhe
Mk.
Derby- und Schnür-Schuhe, Nr. 36, 37, 42.
Derby- und Schnürschuhe, Nr. 36, 37, 42.
250
Chevreaux-Malb-Schuhe
ektan Schnur Schune, schlanke Form!
Mk.
Derby mit und ohne Lack-Kappe, Nr. 36, 37, 42.
Nr. 36, 37, 41. 42.
250
Braune Halb-Schuhe
Feinste Wiener gewendete Mall-Schuffe
3 Mk.
Pariser Formen, alle Nummern.
gewendete Derby, schlanke Formen.
280
Kummen chebreddg Hale Schune
Bräune Ranmen-hatb Schane
Mk.
Derby und Lackkappen, Nr. 36, 37, 40, 41, 42.
Schnür- und Derby-Schnitte, Nr. 36, 37, 40, 41, 42.
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Seſohr auſehen, uſtbeſtalden der ger
Es war meine Pflicht! verteidigte ſie energiſch
mitein unte
Es waren zwei Königskinder.
Gut — dann war es Ihre Pflicht. Das kann ich
rem Fall gering beurteilt zu werden?
nicht beurteilen und das iſt für die Sache an ſich auch voll=
Das rechte Auge hielt der Küraſſier nach ſeiner Ge=
Roman von Guido Kreutzer.
kommen gleichgültig.
wohnkeit halb geſchloſſen; in dem linken aber, hinter dem
(Nachdruck verboten.)
23)
Soll jedoch von jetztan zwiſchen uns dauernder Friede
Einglas leuchtete es böſe.
Der Oberleutnant Graf Hortenbrügg produzierte
bleiben, dann darf es nur unter einem Vorbehalt ſein!
e —
Wenn dieſes
Mißverſtändnis von einem
eine gewaltige Rauchwolke und lachte ihr behaglich nach.
O. . . Sie ſtellen Bedingungen!
Mann ausgeht, werde ich nicht verabſäumen, es ſchleu=
Solche durchſchlagende Wirkung hätte ich dieſem
Der Küraſſier beantwortete dieſen hochmütigen Ton
korrigieren! Handelt ſich’s aber um eine
neckiſchen Hinweis garnicht zugetraut.
nigſt zu . . .
ruhiger Beſtätigung.
mit
Frau, dann — dürfte ich es, aller Vorausſicht nach, mit
Mein Vater wußte von der Geſchichte bereits am
Ja, ich ſtelle eine Bedingung: —
daß Sie ſich nie
Gemütsruhe zu tragen wiſſen.
nächſten Morgen; und damit natürlich auch ich. Offen ge=
und
in keinem Fall . . . ganz egal, um was es ſich
han=
ſagt — ich war empört! ich begriff nicht, wie ein Kavalier
Die junge Hofdame blieb mitten auf dem Wege ſtehen
... noch einmal vor mir entſchuldigen!
delt
ſich ſo coram publico der Gunſt einer Dame rühmen
Sie nahm allen Mut zuſammen. Sie forderte ihn zum
Aber wenn ich Ihnen doch Unrecht tue?! ſagte ſie
konnte!
letzten Waffengang heraus.
verwirrt und faſt gereizt
Hab ich garnicht getank verwahrte ſich Markus ge=
Und nun bitte, Graf Hortenbrügg —
weshalb wollen
Dann machen Sie das mit ſich ſelbſt aus; nur
ver=
laſſen.
Sie mich partout nicht in einer derartigen doch
ſelbſtver=
lieren Sie kein Wort darüber!
Nein, aber ich argwöhnte es; und hatte deshalb
ſchuldeten Situation ſehen?
Ein Prickeln jagte ihr durch die Nerven. Da war
einen ehrlichen Widerwillen gegen Sie gefaßt, bis Hella
Gelaſſen ſchlug er die Klinge aus der Hand.
wieder dieſer knappe knarrende Kaſernenhofton, den ſie
mir von Ihnen und Berlin erzählte. Das war an dem
ſchon einmal gehört hatte
— in Monrepos, als es um
Weil ich Ihnen . . . vielleicht .:. in meinem ſpäteren
Nachmittag, bevor ſie Ihnen in Albrecht Georgs Ange=
Hella Uttenreut ging
Leben eine Stellung anzuweiſen gedenke, mit der ſich dann
legenheit ſchrieb, da erkannte ich, daß Ihrer Warnung
wollen Sie mir nicht
Erinnerungen nicht vertragen!
Graf Hortenbrügg . . .
Ja . . .
ſolche . . .
wirklich nur freundſchaftliche Motive zugrunde lagen und
wenigſtens erklären, welchen Grund Sie zu dieſer Be=
Ich —
verſtehe nicht! ſagte ſie wehrlos, ſlammende
habe Ihnen im Stillen meinen kleinlichen Verdacht
abge=
dingung haben?
Feuermale ihrer Niederlage auf den Wangen.
beten und auf den heutigen Tag gewartet, wo ich dies
Er warf die Zigarre fort. Ein Wetterleuchten zuckte
Der Oberleutnant Graf Hortenbrügg betrachtete ſie
auch perſönlich tun konnte.
mit impertinenter Höflichkeit.
über ſein kantiges Geſicht.
Er hatte ſie ſchweigend angehört. Als ſie jetzt ſchwieg,
überlegte er und ſagte dann ſehr langſam und ſehr
Ich mag Sie nicht in ſolcher Situation ſehen; die
Das iſt für den Moment auch kaum erſorderlich,
ernſt:
mich etwas Peinliches und Beſchämendes
Wenn es ſoweit iſt, werden Gnädigſte mich ſchon
ver=
hat
Es war recht liebenswürdig, gnädiges Fräulein, daß
ſtehen und . mir recht geben! Und da ich das ganz
Karla von Eckwarden lachte gezwun=
Für Sie?! . . .
Sie ſich bemüßigt fühlten, mir dieſe Erklärungen zu
Zinau weiß, kann ich ſelche an ſich gewagte Bedingung
Welch ſeltſame Anſchauung! Bedenken Sie
gen auf . . .
*24 rlikieren
geben.
denn gar nicht, wie leicht Sie ſich bei zalchen Heriattg d
Mer
Le
[ ← ][ ][ → ] Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 27. Mai 1913.
Nummer 121.
Seite 14.
Weit unter Preis kommen zum Verkauf:
Große Posten Stroh- u. Filzhüte für Herren und Knaben.
Mützen, Oberhemden, Normalhemden, Unterjacken, Knaben-
Sweaters, gestrickte Westen, Kragen, Manschetten, Vor-
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Wo haſt Du Deine Gedanken, Markus? Eben erklärte
Lag es an ihm, lag es an ihr?
Faſt zwei Monate waren ins Land gegangen, bis
ich Dir lang und breit, daß wir beabſichtigen, etwas weiter
Zum Henker — er war doch nicht der erſte Beſte, den
Markus nach mehrmaligen Verhinderungen doch endlich
man ſo einfach mit ein paar liebenswürdigen Phraſen
ab=
ſüdlich zu gehen; vielleicht nach Seſtri oder Portofino
Gelegenheit fand, die berühmte Chryſanthemenzucht des
Jedenfalls nur an einen Ort, wo wir unſere acht Wochen
ſpeiſen durfte! Er hieß ſchließlich Hortenbrügg und konnt
Schloſſes Monrepos zu beſichtigen. Im allgemeinen zehn
in tiefſter Ruhe und Einſamkeit genießen können. Hin
getroſt gegen Jeden antreten, den es gelüſtete, ihn auf
und wieder wohl mal einen Ausflug nach Chiavari oder
Jahre Kadettenkorps, elf Jahre Berlin — hatte er eigent
Herz und Nieren — auf Familie, Poſition und Zukunft
lich nie die Möglichkeit gehabt, ſich eingehender für Blu
Genua oder irgendwohin in die Liguriſchen Alpen. Das
zu prüfen. Was gab es für die Karla denn da noch groß
menzucht zu intereſſieren; ſie wirkten auch nicht beſonders
aber ſollen nur ſeltene Ausnahmen bleiben. In der
zu prüfen und zu zaudern und wie die Katze um den
hei=
auf ihn. Trotzdem erfreute er ſich an der Farbenpracht,
Hauptſache wollen wir uns ſelbſt haben; und die Natur .
ßen Brei herumzugehen?! Oder galt ihr das hinhaltende
die ihm aus den geöffneten Treibhäuſern, aus abgedeckten
ein nachdenkliches glückliches Lächeln . . .
die Natur darſ
Zögern vielleicht nur ein lockendes Spiel, hatte ſie ſich
Warm= und blühenden Zierbeeten entgegenquoll
uns nur Stimulanz und Staffage ſein. Dieſe Zeit
insgeheim längſt entſchieden?
. ,
Man regiſtrierte bereits anfangs Juni. Es begann
wenigſtens will ich bis zur Neige auskoſten; und ich denke
Eins ſtand feſt: — er liebte ſie! Und dieſe Liebt . . .
drückend zu werden; mitunter gab es bereits ſchwüle
ſie wird keine Enttäuſchung bringen . . . Apropos —
man durfte es aus verſchiedenen Anzeichen ſchließen . .
Du
Tage. Von den Roggen= und Weizenſchlägen, die unten
wurde von ihr erwidert
kennſt natürlich die Riviera?!
an den Abhängen des Schloßberges einſetzten und ſich
Damit baſta! Alles andere war Läpperei und Firle
Der Andere beſtätigte mit flüchtigem Kopfnicken
weithin über die wellige Landſchaft zogen, kam der
fanz! Und wenn man ſolch famoſer aufrechter Kerl war=
Wenigſtens in großen Umriſſen. Das war neine
ſchwere Duft reifenden Getreides herauf. Nach altem
wie Karla von Eckwarden, dann ſollte man doch eigentlich
grünſte Leutnantszeit, wo ich mich als Weltweiſer fühlte
Volksglauben brachte er Unruhe ins Blut, weckte unſtäte
auf die undankbare Rolle der Dalila beſſer verzichten! Un=
und demgemäß jeden längeren Urlaub am Mittelmeer ver
verworrene Wünſche und rebellierte die Nerven
dankbar ſchon deshalb, weil es hier keinen ſchlappherzigen,
trödelte. Da hab ich denn gelegentlich auch recht inter
Etwas davon ſchien auch auf den Erbprinzen über
ſehnſüchtig girrenden Samſon gab
eſſante Touren unternommen. Nach Graſſe, Rapallo, nach
kommen zu ſein; denn während er den Küraſſier unterge
Statt deſſen konnte man viel eher mit einem kernigen
Puget=Théniers, Viareggio oder St. Martin=Véſubie; auch
hakt hatte und mit lang ausgreifenden Schritten durch die
Küraſſierfluch aufwarten: — der Deiwel hol den ganzen
mit der Kompagnie Fraiſſinet nach Korſika hinüber, wo
ſtillen Gartenwege promenterte, ſprach er haſtig, nervös,
ſentimentalen Weiberkram, wenn dieſes zweckloſe Herum
von ich übrigens wegen der elenden Dampfer dringend
in ganz unmotivierter Eindringlichkeit
gezerre nicht aufhörte!! .
abrate
Alſo wenn ich mich in angeborener Beſchei=
,,
Der Oberleutnant Graf Hortenbrügg hörte ſchwei
Alſo ich zweifle durchaus nicht, reſümierte
Albrech=
denheit auch nicht zu den Habitués der Riviera rechne, ſo
gend zu. All dieſe Reiſepläne, die ſeit zwei Wochen Tag
Georg eben, daß uns ſo Manicher für geſchmacklos oder
hab’ ich doch wenigſtens einen ungefähren Begriff von
für Tag bis zur Erſchlaffung beſprochen wurden,
intereſ=
geiſtesgeſtört halten wird, weil wir mitten im heißeſten
dem ganzen Zauber.
ſierten ihn heut nicht. Er bemühte ſich zwar, kein Wort
Sommer nach dem Süden fahren. Aber es bleibt nichts
Wie gut das iſt! Da wirſt Du uns ein brillanter
zu verlieren, aber die Aufmerkſamkeit ſiel ihm ſchwer.
anderes übrig, Hella brennt darauf, die Riviera zu ſehen
Cicerone ſein.
Er träumte mit halb wachen zerflatternden Gedanken und
die ſie noch nicht kennt und dazu müſſen wir notgedrunger
Den ihr mit Leichtigkeit entbehren könntet! Verzeih,
dachte au Karla von Eckwarden. Woran lag es nur, daf
ihre zwei Monate Ferien ausnutzen.
Albrecht Georg, aber ich bin von der unbedingten
Not=
ihrer beider Beziehungen nicht über den Rahmen konven
Wollt Ihr Euch denn ausgerechnet in einem der gro
wendigkeit meiner Teilnahme nun einmal nicht zu
über=
tioneller Kameradſchaft hinauswuchſen, daß ſie auf einem
ßen vulgären Jeuneſter feſtſetzen, wo ſich alle Zuchthaus
zeugen.
Punkt verharrten, wo es anſcheinend kein Zurück aber
aſpiranten und Kokotten älteſter Jahrgänge ein Rendez
(Fortſetzung folgt.)
auch rein Vorwärts mehr gab?
vous geben?
Nummer 121.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 27. Mai 1913.
Seite 15.
Mallmmmmammmmmmmmmmmmammmimmmali
waren mit 3 Erſatz angetreten, ſpielten aber
trotz=
eigenen Grund und Boden gefunden worden ſind. Und
2
dem ganz vorzüglich. Zwei Herren, welche der
Darm=
dieſer Reichtum an ausgezeichneten Diamanten iſt nur
1
tädter Sportklub zu den Entſcheidungskämpfen nach
durch einen Zufall entdeckt worden.
Ihr Gatte, Mr
n hoher Gunsf?
Frankfurt geſandt hatte, ſchnitten ganz hervorragend gut
Georges D. Hope, einer der größten Holzhändler Ameri=
5 .
ab. Herr Merkel paſſierte mit 150 Meter Vorſprung im
C
40
kas und vielfacher Millionär, hatte ſchon vor vielen Jahren
7500 Meter=Lauf als erſter leicht das Ziel, Herr Mulch,
(238.
jene Landſtrecken angekauft, die heute durch Geſchenk das
5 ₰
welcher im Kugelſtoßen mitkonkurrierte, wurde zweiter
(2
Eigentum ſeiner Gemahlin ſind. Mrs. Hope kam auf
* Wixhauſen, 26. Mai. Der Fußballklub
den Gedanken, ihr neues Beſitztum einmal kennen zu
„Union”=Wixhauſen ſpielte am Sonntag mit ſeine:
lernen, vielleicht könnte man dort ein Sommerheim er=
.
2. und 3. Mannſchaft gegen den Fußballklub „Dreieich”
richten. Sie beſuchte das Land und fand dort die Kin=
Dreieichenhain. Während die zweite Mannſchaft knapp
der mit hellbraunen Steinen ſpielen, die wie Quarzſtücke
211 verlor, konnte die dritte Mannſchaft einen hohen
oder Kriſtalle ausſahen. Frau Hope nahm ſich einen die=
Sieg, 1110, landen. Die vierte Mannſchaft „Unions”
ſer Steine als Erinnerung an ihren neuen
Grundbeſit=
ſpielte in Pfungſtadt gegen die gleiche Mannſchaft der
mit nach Hauſe, wollte ſich den Stein faſſen laſſen und
„Germania” mit 2:2 unentſchieden
O
nun zeigte es ſich, daß es ein roher Diamant war. Seit=
Norddeutſche Fußballmeiſterſchaft. Die
dem ließ ſich die Beſitzerin von ihrem Verwalter dieſ
5 7
Norddeutſche Fußballmeiſterſchaft wurde in Hamburg
G
Sauß. 8.
Steine ſammeln und von Zeit zu Zeit ſchicken und heute
25
10
ee
0
40O
O
0
„O
zur Entſcheidung gebracht und endete mit dem Siege von
beſitzt ſie wohl den größten Diamantſchmuck Amerikas
3:2 von Eintracht=Braunſchweig über Viktoria=Hamburg
seidenen Sammel
Mit
Stofe
O
o
Aber den Gedanken, den Reichtum ihres Landbeſitzes
Eintracht gewann damit zum zweiten Male die Meiſter
ſyſtematiſch auszunutzen hat ſie von ſich gewieſen. „Mein
wappenbildern
udo goTo
e JeFe
ſchaft des Norddeutſchen Fußball=Verbandes.
Im
Mann und ich haben ſo viel Geld als wir brauchen, wir
Fußball=Städtekampf Chemnitz=Plauen ſiegte am
Milmmmnnnnegenintihmmnnamihmmmmihinhimieh
beſitzen keine Kinder und niemand, für den wir ein Ver=
Sonntag in Chemnitz die Chemnitzer Mannſchaft mit
1,11733
mögen aufhäufen ſollten. Und beim Geld gibt es einen
622 (Halbzeit 4:0). —
Der Deutſche Meiſter (Verein für
gewiſſen Punkt, von dem an die Freude nicht mehr wach
Bewegungsſpiele, Leipzig) beſiegte am Sonntag in
Leip=
ſen kann.” So ſucht noch heute der Verwalter jen
zig den Fußball=Klub Bayern=München mit 210.
kleinen hellen Quarzſteine” und ſchickt ſie gewiſſenhaft
Sport, Spiel und Turnen.
Dänemark ſchlägt Schweden 8:0.
Der Fuß
ſeiner Gebieterin. Die Unterſuchung durch
Sachverſtän=
balländerkampf Dänemark=Schweden gelangte am Sonn=
* Olympiſcher Sport. Man ſchreibt uns: Joſ
dige hat ergeben, daß alle dieſe Steine unzweifelhaft echte
tag in Kopenhagen zum erſten Male zum Austrag
Schröck vom Fußballklub „Olympia‟=Darmſtadt 1898
gute Diamanten ſind und den Vergleich mit dem afrika=
und wurde von der vorzüglichen däniſchen Mannſchaft
wird als einziger den „Frankfurter Verband für
Turn=
niſchen Diamanten aufnehmen können. Mrs. Hope aber
eicht mit 8:0 gewonnen. Der Kampf, dem etwa 8000
ſport in der Mannſchaft Süddeutſchlands, welche bei der
die Diamantenkönigin, legt nur ſelten ihre Juwelen an
Zuſchauer beiwohnten, ſtand bei Halbzeit bereits 4:0
Stadioneinweihung am 8. Juni in Berlin das 1500 Me=
und ihre größte Freude iſt es, in ihren Mußeſtunden mit
sr. Lawn=Tennis=Städtekampf Leipzig=Berlin=Ham
ter=Mannſchaftslaufen beſtreitet, vertreten. Dieſe Ehre
den blitzenden Reichtümern zu ſpielen und ſie durch die
burg. In Leipzig gelangte am Sonntag ein Lawn=Tennis
wurde Joſ. Schröck durch den Sieg im 1500 Meter=Laufen
Finger gleiten zu laſſen mit dem Gedanken: „All dies ent=
Städtekampf zwiſchen Hamburg, vertreten durch den
bei den am Sonntag in Frankfurt vom „Frankfurter
Ver=
ſtammt meinem eigenen Grund und Boden.
Uhlenhorſter Hockey=Klub, Berlin, vertreten durch
Lawn=
band für Turnſport” veranſtalteten Propagandawett=
Tennis=Klub 1898, und Leipzig, vertreten durch den dor
kämpfen zuteil. In der gleichen Konkurrenz belegte ſein
tigen Sport=Klub, zum Austrag. Die einzelnen Reſul
Bruder Hans Schröck den dritten Platz und ſicherte
Literariſches.
tate waren: Leipzig ſchlägt Berlin 11:4, Hamburg ſchlägt
durch ſein vorzügliches Laufen „Olympias” Sieg in der
Maienlüfte! Blumendüfte! Da
er=
Berlin 511. Hamburg ſchlägt Leipzig 4:2. Somit war
3X1000 Meter=Stafette. Auch in den übrigen
Wettbewer=
ſcheint Heft 5 des „Pariſer Chie” gerade recht! Pfad
Hamburg Sieger.
ben, an denen ſich Mitglieder „Olympias” beteiligten,
finder und Ratgeber vermag „Pariſer Chie” wie nur
Blackburn Rovers ſchlägt Hertha mit 411.
endigten dieſe in Front. Das 100 Meter=Juniorlaufen
wenige Modenblätter zu ſein! In dieſem Heft 5 iſt jede
und 4:2. Der rorjährige engliſche Ligameiſter Blackburn
Ro=
ſah drei Olympianer in der Entſcheidung; Bur tſchell
einzelne Toilette — vom einfachſten glatteſten
Straßen=
vers ſpielte Samstag in Berlin gegen den Berliner Liga
ſiegte vor Dr. Clement, während der Einjährig=Gefreite
kleidchen an bis zur feenhafteſten Directoire=Abendtoilette
Klub Hertha auf deſſen Sportplatz und beſiegte nach inter
Fr. Weber diesmal nur vierter wurde. Dieſe drei
Läu=
künſtleriſch, individuell! Wo Namen mitarbeiten wie
ſſantem Kampfe die ſehr energiſch ſpielende Hertha
fer und der jugendliche Scriba traten auch zu einer
Korth, Diécoll, Redfern, Poiret, da kann man wohl vor
-
Die engliſche Berufsſpieler
Mannſchaft mit 4:1
4X100 Meter=Junioren=Stafette an, die ſie überlegen nach
einem Künſtlertum genialſter Art ſprechen. Heft 5 wird
Mannſchaft entſchied am Sonntag auch das zweite Spiel
Hauſe brachten. Im 400 Meter=Juniorenlaufen mußte
jedem „das Seinige” bringen
Der „letzte
zu ihren Gunſten und ſchlug Viktoria nach ſehr ſchönem
ſich K. Krichel mit dem vierten Preis begnügen, wäh=
Schrei” in Hüten iſt die — Propellerſchleife. Hinten an
Kampfe knapp mit 4:2.
rend von Neufville im 1000 Meter=Laufen nur den
Hut ſitzt die Schleife — und ihre Enden ſtehen wie zwei
zweiten Platz belegen konnte. In den Wurfübungen war
Propellerflügel ab — ſehr, ſehr eigenartig und — chi!!!
Fr. Jütte wieder gut. Er ſiegte im Kugelſtoßen,
Preis 40 Pfg. pro Heft, 1,20 Mark vierteljährlich und
nu=
wurde aber im Diskuswerfen diesmal nur zweiter. Auf
Vermiſchtes.
4,50 Mark pro Jahr (12 Hefte). Abonnements nimmt
jeden Fall beweiſen dieſe Reſultate, daß der olympiſche
jede Buchhandlung, Poſtamt oder direkt der Verlag
C. K. Amerikas Diamantenkönigin. In der Allge=
Sport in Darmſtadt gegen das Vorjahr wieder ganz be
Guſtav Lyon, Berlin SWV., Schützenſtraße 8, entgegen.
meinheit iſt es kaum bekannt, daß in den letzten Jahren in
deutende Fortſchritte gemacht hat. Das Darmſtädter Pu=
Griebens Reiſeführer. Band 70: „
Me=
einigen Gegenden von Arkanſas echte Diamanten
gefun=
blikum wird dann am 13. Juli hier bei dem nationalen
ran” 4. Auflage. Mit 2 Karten (60 Pfg.). Albert
Gold=
den worden ſind, daß im beſcheidenen Maßſtabe Geſell=
Sportfeſt „Olympias” die Sieger des Sonntags mit
aus=
ſchmidt, Verlagsbuchhandlung, Berlin W. 35. Das vor
ſchaften dieſe Fundſtätten bereits ausbeuten und in den
wärtigen Größen konkurrieren ſehen. Das Feſt wirt
liegende Bändchen hat eine ſorgfältige Durcharbeitung
nächſten Jahren mit Hilfe großer moderner Maſchinen
diesmal mit Rückſicht auf das fünfzehnjährige Beſtehen
erfahren, ſowohl in bezug auf den Text, wie auf das
dieſe Diamantſtätten wohl der Mittelpunkt einer ganzen
des Vereins beſonders großzügig angelegt ſein
Kartenmaterial, ſo daß es dem Reiſenden ein Leichtes iſt,
Mineninduſtrie geworden ſein werden. Aber eine dieſe:
Fußball. Am Sonntag ſpielten die vierten
Mann=
ſich ſchon zu Hauſe gründlich vorzubereiten und mit den
Hauptfundſtätten wird auch dann noch nicht „
ausgebeu=
ſchaften des Fußballklubs „Olympia‟=Darmſtadt und
Meraner Verhältniſſen vertraut zu machen. Beſondere
tet” werden, das Beſitztum der Mrs. Eleanore Hope aus
Arheilgen. Das Spiel endigte 322 zugunſten Darmſtadts
Berückſichtigung hat neben den Kapiteln „Unterkunft und
Kanſas City. Sie iſt die „Diamantenkönigin” Amerikas
armſtädter Sportklub 1905 (A=Meiſter).
Verpflegung” und „Verkehr” das Kurweſen erfahren. Das
beſitzt eine Fülle von Steinen, die ein Vermögen von vie=
Das Wettſpiel zwiſchen dem Frankfurter Fußballverein
Buch genügt in jeder Beziehung allen vernünftigens An=
und dem Darmſtädter Sportklub endete
erwartungs=
len, vielen Millionen bedeuten, aber ſie kann ſich dazu
forderungen.
noch rühmen, daß alle dieſe koſtbaren Juwelen auf ihrem
gemäß zugunſten der Frankfurter. Die Einheimiſchen
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1913.
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Saldow 30 Meter Saldowt
Mas=Lagd=Rennenf 250
L
Mark. Diſtanz 3900 Meiert 1 Hrn. N. v. Wallenbergs
behauptete lange die Spitze, bis er durch dreimaligen=Ma=
Raubgeſell (Th. Baſtian); 2. Mandoline (Schiemann), 3.
ſchinenwechſel zurückfiel.
Hosellt-
Tetzel (Kuttke). Tot. 20:10.
Korps=JagdeRennen;
Ehrenpreis und 1600 Mark, Diſtanz 3600 Meter: 1. Rittm.
Gewinnanszug
Graf Strachwitz’ South (Beſ.), 2. Sous le Gui (Lt. Graf
der
.—
Sauerma) 3. Votareß (Lt. v. Oheimb). Tot. 16:10.
2. Preußiſch-Füddeutſchen
Kirſchblüthe=Hürden=Rennen; 5000 Mark Diſtanz 3200
Meter: 1. Hrn. Wernigks Chantecler (Schiemann), 2. Taj
(228. Königlich Preußiſchen) Klaſſenlatterie
)
Mahal (Rybka), 3. Südpol (Printen).
Tot, 26.10.
5. Klaſſe 13. Ziehungstag 24. Mai 1913
Kronprinz=Wilhelm=Jagd=Rennen; Ehrenpreis und 5600
Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Lt. Graf= Bethuſy=Hucs Bu=
Auf iede gerogene blumner ſund zwei grich dehe
Gewime=
lawayo (Lt. v. Sauerma), 2. Triglav (Lt. v. Moſch), 3.
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer,
in den beiden Abteilungen 1 und II.
(*23
Florian (Lt. Graf Hohenau). Tot. 88:10. — Preis vom
Tiergarten; Ehrenpreis und 2000 Mark, Diſtanz 3600 Meter:
(öhne Gewähr u. St.=l. ſ. 3.)
(Rahbruck verdoten)
1. Prinz Schaumburgs Freude (Lt. Graf Hohenau), 2. Mo=
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinneüber
renga (Lt. v. Moſch), 3. Föhn (Hr. Alnoch). Tot. 23:10.—
240
Mk. gezogen:
Scheitniger Jagd=Rennen; 2500 Mark. Diſtanz 3600 Meter:
2 Gewinne zu 15000 Mk. 118680
1. Hauptm. Kurths Boadbill (Th. Baſtian), 2. Haarkünſt=
4 Gewinne zu 10 000 Mk. 145388 193165
ler (Schiemann), 3. Jamaica (Rybka). Tot. 20:10
EINOENS
4 Gewinne zu 5000 Mk. 45749 166223
Rennen zu Paris. Prix de l’Arc de Triomphe;
94 Gewinne zu 3000 Mk. 126.2450 6561 6934 19706
5000 Francs, Diſtanz 2000 Meter:
1. Monſ. Watſons
31003 32208 33667 38789 42659 45669 47197 52413
. e,
Yonne (O'Neill), 2. Harry de Windt (Bottequin), 3. Na=
66685
67263 67276 69224 78190 82111 91643 96767
Gene e
*2
vailles (M. Henry). Tot. 97:10.
101477
Prix de IEſplanade;
101926 115617 1197e5
140582
141505 145879
6000 Francs, Diſtanz 2200 Meter: 1. Monſ. J. Jouberts
16588o
1a9900 1a9a62 150276
154577
156673 158143
Pendragon (G. Bartholomew), 2. Fidelio (J. Reiff),
162713
167232 167477 179092
189610. 193246
185251
196414
Rotbold (Lane). Tot. 58110. — Prix la Rochette;
197326 198175 209681
3.
232293
30000 Francs, Diſtanz 2200 Meter: 1. Monſ. J. Prats
132 Gewinne zu 1000 Mk.
11870
13657
12813
19463
24035 26682 29515 33161
(C. Childs), 3. Banshoe
36165 41952 49759
Coupeſarte (O'Neill), 2. Oreade
53126
6sdd2 6930 6202 658a0 66719 6655 6905s
Prix la Rochette; 30000
(Mac Gee). Tot. 46:10.
75819
702d1. 6236 oogar 91705 9a92c 9975d 998ar.
Francs, Diſtanz 2200 Meter: 1. Monſ. E. de St. Alarys
L
105741.
112516 112675 11877a 119514 1259d5 1273a1
Bruleur (G. Stern), 2. Huningue (Belhouſe), 3. Gloſter
129303
130957 135640
137018
150293 151945 154673
Prix du Prince de Galles;
(ONeill). Tot. 17110.
160751
162022 166632
171953 172027
186403
169964
30000 Francs, Diſtanz 2400 Meter: 1. Comte le=Marois
Adee
19373.
197710 198302
19900
212072a
206764
214027.
Wagram II (O'Connor), 2. Amadou (Sharpe), 3. Dun=
214928
215029 216809
219452.
226336 1226782
221279
-
Prix Rieuſſec; 10000
dee II (C. Childs). Tot. 98:10.
230105
230861 231423 233201
Francs, Diſtanz 4000 Meter: 1. Monſ. Ph. de St. Phalles
20
8769
Gewinne zu 500 Mk. 283 2971 3407
Bruxelles II (G. Clout), 2. Vieur Chouan (G. Stern).
Sport, Spiel und Turnen.
11892.
12423 13895 13899 15739
17610 1752
21680
Tot. 30:10.
28013
28302 2690
30072 31026
35725
3570
33761
sr. Pferdeſport. Rennen zu Hoppegarten.
Rennen zu Wien. Oeſterreichiſcher Stutenpreis;
38000 39362.
37402
39520 39813
43255
433415
§ 44441
Dorn=Rennen; 5000 Mark, Diſtanz 1800 Meter: 1. Hrn.
1. Geſtüt Tapios=
35000 Kronen, Diſtanz 2400 Meter:
44443
44984 45295
50076 53347
54803%
54992.
54555
Dr. Lemckes Kalchas (Cleminſon) 2. L’Amour (
Shur=
zebtmartons Niczi (Janek), 2. Duna (Buxton), 3. Ange=
67a02
5002 597a
6o754 62a77
64834 * 66160
65e71
gold), 3. Fulla (Jangl). Tot 15.10. — Hardenberg=
Han=
lika (Korb). Tot. 14:10.
70456
71642 80563 81073 81776 83345
84387
84766
Major Graf
dicap; 5000 Mark, Diſtanz 2000 Meter:
1.
* Radſport. Rennen zu Friedenau. Preis
87176
88147 88645 96709 96953 98870 99095
99679
Wuthenaus Phönix (Scheffer), 2. Moriam (Shurgold),
von Treptow, 50 Kilometer: 1. Demke 44 Min. 30,1 Sek.,
106274
107387 115800 116123 122726 125061 129362
3. Miß Quick. (Davies). Tot. 26:10. — Preis von Hönow;
—
2. Hall 1890 Meter, 3. Günther 3040 Meter zurück.
133854
134902 18614a 138677
140166 141275 143735
5000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Fahrn. v. Reiſchachs
146359
157915
145255
Preis von Friedenau, 50 Kilometer: 1. Stellbrink 42 Min.
159941
163453 164665 16918a
Counteß Dorothy (Shurgold), 2. Tampa (Rice), 3. Gemſe
17012a
171376 172655
175764
44,3 Sek., 2. Miquel 30 Meter, 3. Janke 280 Meter zu=
180799 181561 184350
(Edler). Tot. 40:10. — Jubiläums=Preis; Ehrenpreis und
192066
184687
193758
197144
200535 201880
rück. Endlauf: Das Goldene Rad von Friedenau, 50
209214
21630a
30000 Mark, Diſtanz 2200 Meter: 1. Fürſt Hohenlohe=
216502. 221956 224555 224594 229862 231147
Kilometer: 1. Janke 44 Min. 44,2 Sek 2. Stellbrink 50
233012
233621.
Oehringens Laudanum (Shaw) 2. Turmfalke (Rice), 3.
Meter, 3. Miquel 60 Meter zurück. Demke aufgegeben.
Fervor (Fox). Tot. 25:10. — Orkan=Rennen; 5000 Mark,
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
Rennen zu Köln. Die Hauptnummer bildete das
240
Diſtanz 1600 Meter: 1. Hrn. O. Trauns Saltimbanque
Mk. gezogen:
Fliegermatch Frankreich gegen Deutſchland, Hourlier=
2 Gewinne zu 15000 Mk. 137132
(Shaw), 2. Saint Denis (Cleminſon) 3. Holofernes (Ra=
Pouchois=Perchieot einerſeits und Otto Meyer=Schür=
2 Gewime zu 5 00 Mk. 130291.
-
3. Klaſſenerſatz=Preis; 7300
ſtenberger). Tot. 29110.
mann=Arend andererſeits. Den erſten Lauf des Flieger=
60 Gewinne zu 3000 Mk. 1354 2199 9003f 15622
Mark, Diſtanz 2000 Meter: 1. Gr. L. Henckels Anker (F.
matches gewann Hourlier mit Reifenſtärke vor Schür=
18577
26332 27657 29997 35265 41735 62906 83263
Bullock) 2. Stradella (Shurgold), 3. Rex II (
Raſtenber=
mann und Perchicot, der drei Längen zurück endete. Im
83326
84793 99119 99651 114700 4116613 à 145533
— Logierhaus=Handicap; 5000 Mark,
ger). Tot. 86310.
zweiten Lauf ſiegte Arend nur mit Handbreite gegen
148707
164112 157990 160096 171099 1 177700 1162020
Diſtanz 1400 Meter: 1 Hrn. H. Weſtens Blücher (Shur=
Otto Meyer und Perchicot 2 Längen zurück; den dritten
201321 206176 215016 230607
eetige bag.
gold), 2. Barbaroſſa (W. Bullock), 3. Ahnenſtolz (Davies),
Lauf ſicherte ſich wiederum Hourlier mit Schürmann 1½
152 Gewinne zu 1000 Mk. n 2069 24368 27578431685
Tot. 173:10.
Längen und Arend ½ Länge zurück. Der vierte Lauf
32766. 33200 35190 35743 37226 40283 ℳ 42466K42496
Majeſtic, Sieger im Großen Preis von
wurde eine Beute von Otto Meyer vor Schürmann. Im
a4363 46296 46735 53643 54936 55719 ½ 60982 8 61a62
Magdeburg. Großer Preis von Magdeburg; 30000
fünften Lauf ging Perchicot als erſter übers Band vor
67674.
68734 73201. 74221 § 78765 79832f 82401. § 87026.
Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Frhrn. S. A. v. Oppenheim
Pouchois. Der ſechſte Lauf ſah wiederum Hourlier vor
87107 89945 92431 93746 94831. 95224 5 97619 ½109466
Majeſtic (Archibald), 2. Charakter (Burns), 3. Nachtſchat=
O. Meyer. Der Endlauf, an dem alle ſechs Fahrer teil=
119562
120501. 121186 § 122423 y124801F. 130062 1132917
ten (O. Müller). Tot. 13:10. — Magdeburger Handicap:
nahmen, wurde ganz knapp gewonnen. Hourlier ſiegte
135068 140447 141260 f 1456145 148828P1497a1f150725
158160
10 000 Mark, Diſtanz 100 Meter: 1. Gr. Seydlitz=
Sandretz=
vor den dichtauf folgenden O Meyer. Schürmann, Per=
158162 165802 169458
1.77741 § 178338 3179107
18075
kys Imperator (Lane), 2. Orlow (Hellebrandt), 3. Ma=
16001 197162 19107
chicot, Arend. Im Geſamtklaſſement war Hourlier erſter
19752d 198150 Ha98478
190606
199493 202556 202983
ruſchka (Archibald). Tot. 19110.
mit 5 Punkten vor O. Meyer 9 Punkte. Schürmann 12
204713 204802g 216993
216747
220912 224155 226372 226991.
Punkte, Perchicot 15 Punkte, Arend 17 Punkte und
Pou=
eee
Rennen zu Horſt=Emſcher. Preis von Hoppe=
242 Gewinne zu 500 Mk. 356a u 6363½.
chois 20 Punkte. Deutſchland ſiegte ſomit mit 38 Punkten
6827 310731
garten; 5000 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Hrn. Oldes
12565
16671 16902 z 22518 23043 f 30298½303017330aa
vor Frankreich mit 40 Punkten.
Norton Con (Rees), 2. Trotz (Kühl), 3. Iſa (Torke). Tot.
33086
36371 42769 44377 44420ℳ 45910 46568 ℳ a7187
Die Radrennen in Brüſſel brachten dem
2810. — Preis von Karlshorſt; 4000 Mark Diſtanz 3000
29460
5032a 6069761213 56a67 k 51580 M60635 K 65209
Berliner Saldow nur teilweiſe Erfolg, da er in zwei von
Meter: 1 Hrn. Neumanns Buoy and Gull (Martin), 2.
escas
63515 gosas 6000 7190d 73530 ß raboh t 70756,
den vier Läufen des Dauerrennens durch Defekte um den
Gleam (Unterholzner), 3. Knuth (Newey). Tot. 43:10. —
7130
80910 63573 56050 99316 Darro 1 95030 59r20
ſicheren Sieg kam. Saldow ſiegte über 10 Kilometer in
Preis von Werne: 5000 Mark. Diſtanz 3000 Meter: 1. Hrn.
07e28
100480 101158 103157 103987g 105082½ 106469
7 Minuten 50 Sekunden von der Spitze aus vor Huy=
Värſts Perdita (Dyhr), 2. Jor (Kühl), 3. Hades (Newey).
106600
107295 10565 1100gs 15021. 11500d 6115261
brechts 10 Meter, während Goor in 9 Minuten 8,2 Se=
Tot. 54:10. — Preis von Meerheim; 3000 Mark, Diſtanz
116430
119672 120d2 1207a5 1250 12308531271as
1800 Meter: 1. Hrn. Heintzmanns Porte Bonheur (
Sump=
kunden mit 125 Meter über Lavalade ſiegte. Den 20
129790
130142 132389 135402 136471 130307 5 140429
ter), 2. Never Land (Ludwig), 3. Pilgrim (Kühl). Tot.
Kilometer=Lauf gewann Saldow in 15 Minuten 35 Se=
148663
148993 149081: 151036 153814 § 1554955156414f
91:10. — Preis von Weil; 5000 Mark, Diſtanz 4000 Meter:
kunden, Huybrechts 30 Meter, Goor 1550 Meter, Lava=
156591
163716 167480 à 1678107 169258 § 171602 ℳ 171997
1. Hrn. Röthemeiers Kingsway (Renner), 2. Holdrup II
174130
lade 2200 Meter zurück. Den dritten Lauf über 20 Kilo=
1.75761 177650 160546 180617a
§ 180765 /s 182096
182220
(Gädicke), 3. Golden Garnep (Kühl). Tot. 152:10. — Preis
165001
meter landete Huybrechts in 15:28,3 vor Saldowi. 80 Me=
183177 183231§ 163516 ½ 183923F 1B4229)
190172
von Niederrad: 4000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Hrn.
191381
ter, Lavalade 1650 Meter, Goor 1660 Meter zurück.
192000 120nso 2o2730
. Im
§203673M 205435
210551 212203
Fröhlichs Kis=be=tyar (Torke), 2. Faltenfer (Olejnik), 3.
214378 220131X 220252
vierten Lauf über 50 Kilometer ſiegte Huybrechts in 42
2a00g0 fgaglehse
Ghislaine (Rees). Tot. 30:10.
Minuten 5 Sekunden vor Lavalade 1000 Meter, Goor
221412 222098 226358 226834 227878 233177N 2332074
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