Darmstädter Tagblatt 1913


26. Mai 1913

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Inſerake
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
werden
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Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 120.
Montag, den 26. Mai.
1913.
noch in kommerzieller Hinſicht in Argentinien an der
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
ten geſicherten Friedens möglich und ſoweit keine Beein=
trächtigung
der ſteten Kriegsbereitſchaft und Schlagfertig=
Spitze ſteht, ſo iſt doch der deutſche Handel im erfreulich=
keit
verurſacht wird. Aber Heres= und Marineverwal=
ſten
Aufſchwung begriffen und prozentual am ſtärkſten ge=
tung
haben ein lebendiges Intereſſe daran, für den Ernſt=
ſtiegen
. Namentlich iſt das mit unſerer Ausfuhr nach der
fall leiſtungsfähige Betriebe zur Verfügung zu haben.
Das Wichtigſte vom Tage.
ſüdamerikaniſchen Republik der Fall, ſie hatte zu Beginn
Nach alledem dürſten Unternehmer und Arbeiter mit den
Am Samstag nachmittag hat die Vermählung des
von Heeres= und Marineverwaltung angenommenen Leit=
des
laufenden Jahrhunderts einen Wert von 54 Millionen
Prinzen Ernſt Auguſt zu Braunſchweig=
ſätzen
gleichermaßen zufrieden ſein.
Mark, im Jahre 1911 einen ſolchen von 256 Millionen, an
Lüneburg mit der Prinzeſſin Viktoria
Hinſichtlich der kleinen Leute und des Mittelſtandes
denen hauptſächlich die Eiſen= und Maſchinen=, ſowie die
zu
bleibt daneben noch ein Weiteres zu beachten. Es iſt
Luiſe von Preußen im Königlichen Schloſſe
Berlin ſtattgefunden.
ſchon oben erwähnt, daß außer den im Etat aufzuſtöbern=
Textilinduſtrie beteiligt waren. Unſere Einfuhr aus Ar=
den
Poſten noch recht ſtatliche anderweite Summen durch
gentinien, welche faſt nur aus landwirtſchaftlichen Pro=
Der Kaiſer hat an Frau Dr. Coſima Wagner zum
unſere Wehrmacht in Umlauf geſetzt werden. Da ſind die
100. Geburtstage Richard Wagners als
dukten beſteht, iſt im Laufe dieſes Jahrhunderts von 200
Beträge, die Offiziere und Mannſchaften über Gehalt und
Zeichen ſeines Gedenkens ein Telegramm gerichtet.
auf 370 Millionen Mark geſtiegen. Der geſamte deutſch=
Löhnung hinaus verausgaben. Solche Poſten entziehen
Der Kaiſer von Rußland iſt am Samstag abend
ſich der genauen Berechnung. Aber man erkunde einmal
argentiniſche Warenaustauſch beziffert ſich alſo auf weit
von Berlin nach Rußland zurückgereiſt.
auf dem Poſtamt einer Kleinſtadt, die ein Jägerbataillon
über 600 Millionen Mark eine für unſer Erwerbsleben
Der unter amerikaniſcher Flagge fahrende Damp=
oder
eine Kavallerieſchwadron in Garniſon hat, was mo=
ſehr
reſpektable Summe, die ſich mehr und mehr zu un=
ſer
Nevada geriet beim Auslauſen von Smyrna
natlich an Geldzuſchüſſen von ſeiten Angehöriger nur für
auf eine Mine und ging unter. Es ſollen über hun=
ſeren
Gunſten verbeſſert.
die Mannſchaften hereinfließt. Das ſind erſtaunlich hohe
dert Menſchen umgekommen ſein.
Summen. Daneben die Einjährig=Freiwilligen. 1911
Den im Frühjahr 1910 ſtattgehabten Jubiläumsfeier=
dienten
in der Armee rund 15500. Setzt man die Koſten
Im Befinden des Kaiſers von Japan iſt eine all=
lichkeiten
der Republik hatte als Vertreter des Kaiſers
für das Dienſtjahr auf durchſchnittlich 2500 Mark an, ſo
gemeine Beſſerung eingetreten.
Generaloberſt Freiherr v. d. Goltz beigewohnt, auch war
kommen 38750 000 Mark heraus, bei einem Jahresbedarf
von 3000 Mark wären es 46½ Millionen.
. Man be=
ein
deutſcher Kreuzer nach Buenos=Aires entſandt wor=
Tageskalender zur Geſchichte der
greift den Ruf nach kleinen Garniſonen‟ Es handelt
den. Die jetzt eintreffende Sondergeſandtſchaft wird auch
Befreiungskriege.
ſich dabei nicht nur um die ſchätzenswerte Annehmlichkeit,
vom Kaiſer empfangen werden und eine Reihe deutſcher
26. Mai 1813: Treffen bei Haynau, Sieg Blüchers.
etliche Tanzhuſaren zur Verfügung zu haben, ſondern um
Handels= und Induſtriezentren beſuchen.
Rieſenſummen, die Kaufleuten, Handwerkern, Krämern,
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 8 und 9.
Gaſtwirten, Zimmervermietern uſw. unmittelbar zu=
fließen
. Vor langen Jahren, 1847, meinte der damalige
preußiſche Kriegsminiſter v. Boyen:
Der Wohlſtand
Zur Tarifbewegung im Bau=
eines
großen Teiles unſerer kleinen Städte und des ſie
Die Kleinbetriebe in ihrer
umgebenden Landgebietes beruht hauptſächlich auf dem
belebten Marktverkehr, der durch die ihnen zugeteilten
gewerbe.
Stellung zu Heer und Flotte.
Garniſonen erzeugt wird. Der Gegenſtand iſt von der
Man ſchreibt uns: Das Organ des ſozialdemo=
Von Profeſſor Dr. Robert Hoeniger.
Bedeutung, daß noch fortwährend Bitten um Ueberwei=
kratiſchen
Bauarbeiterverbandes (der Grundſtein) beſchäf=
ſung
von Garniſonen bei dem Kriegsminiſterium ein=
Daß gerade unſere Heres= und Flottenverwaltung,
gehen und die Städte ſich für den Fall der Erfüllung ihres
tigt ſich mit der letzten Tarifbewegung im Baugewerbe,
ſoweit es angängig iſt, auch Kleinbetriebe zu Lieferungen
Wunſches zu ſehr bedeutenden Opfern erbieten?
Man
heranzieht iſt hinlänglich bekannt. Es wird möglichſt
die bekanntlich mit dem Abſchluß eines neuen Tarifver=
wende
nicht ein, daß das Zeugnis aus den Zeiten vor=
unter
Ausſchluß des Zwiſchenhandels unmittelbar bei den
trages geendet hat. Unter den neuen Vertragsbeſtimmun=
märzlicher
Krähwinkelei ſtammt. Die Dinge liegen heute
Produzenten gekauft, ſo namentlich bei der Landwirt=
gen
von Wichtigkeit nennt der Grundſtein nur eine, die
noch genau ſo wie vor 66 Jahren. Der Abgeordnete Erz=
ſchaft
; bei Tuchlieferungen werden Innungen und Klein=
berger
ſagte bei der vorjährigen Heeresetatsdebatte im
für die Arbeiter ungünſtig ſei, nämlich die, daß eine Ver=
handwerker
berückſichtigt. Dabei wird, um Lohndrücke=
Reichstage: Wenn der Herr Kriegsminiſter alle die
reien vorzubeugen, verlangt, daß die Arbeiter, auch die
kürzung der Arbeitszeit nur dort eintreten kann, wo
Wünſche nach Garniſonen, die an die Militärverwaltung
Heimarbeiter, ortsübliche Löhne erhalten. Endlich ſind
noch zehn Stunden gearbeitet wird. Damit iſt eine Ver=
herantreten
, berückſichtigen wollte, ſo müßte er mit einer
in den Militär= und Marinebetrieben Zehntauſende von
kürzung der Arbeitszeit überall unmöglich, wo die Ar=
ſechsmal
größeren Militärvorlage kommen.
Zivilarbeitern angeſtellt, in den Proviantämtern, Armee=
Darüber kann kein Zweifel beſtehen, daß durch das
beitszeit kürzer als zehn Stunden iſt. Als wertvollen
Konſervenfabriken, Bekleidungsämtern, Artillerie= und
Heer vor allem der innere Markt in ausgiebigſter
Traindepots, in den militär=techniſchen Inſtituten, bei der
Fortſchritt würdigt der Grundſtein die betreffs der
Weiſe Anregungen erfährt. Soweit die Lebensverſorgung
Garniſon= und Lazarettverwaltung, auf den kaiſerlichen
Akkordarbeit eingetretene Aenderung, daß nur dort
der Truppen in Betracht kommt, erſcheinen die Bewohner
Werſten, in der Torpedowerkſtatt und in den Minen= und
der Garniſonorte in weitgehendem Maße bevorzugt.
Akkordarbeit angewendet werden darf, wo ein Akkordtarif
Munitionsdepots. 1910 waren es rund 63500 Perſonen,
Der ihnen zufließende Gewinn entſpricht den Vorteilen,
beſteht. Das Fehlen des ausdrücklichen Verzichtes der
1911 rund 64000. Sie ſind dauernd beſchäftigt, gut be=
die
unſeren durch irgendwelche Anziehungskräfte ausge=
zahlt
und erfreuen ſich weitgehender ſozialer Fürforge.
Parteien auf die zivilrechtliche Geltendmachung von
zeichneten Städten, unſeren Sommer= und Winterfriſchen
Der letzte Jahrgang des Nauticus enthält einen außer=
Schadenerſatzanſprüchen bei Vertragsverletzun=
aus
dem Fremdenbeſuch zuteil werden, ſoweit dieſer
ordentlich bedeutſamen Beitrag für unſere Frage in einem
Fremdenbeſuch inländiſch iſt. Es handelt ſich um die Zu=
gen
erſcheint dem Grundſtein als bedeutungslos; denn
Aufſatz über Die befruchtende Wirkung der
ſammendrängung von Inlandkonſum an beſtimmten
eine derartige Vereinbarung bedeute nur eine moraliſche
Flottengeſetze auf die deutſche Induſtrie‟
Punkten. Das Geſamtvollsvermögen erfährt dadurch
Eingangs wird auf eine Aneldote hingewieſen, die im
Bindung der Parteien, und von beiden Seiten ſei erklärt
keine Vermehrung, wie es durch ausländiſches Reiſepubli=
Herbſt 1909, zur Zeit des großen britiſchen Kriegsſchiff=
worden
, daß nicht die Abſicht beſtehe, ſolche Klagen zu er=
kum
der Fall iſt, das fremdes Geld ins Land trägt: aber
bauprogramms, durch die engliſchen Zeitungen ging. Da=
ſoweit
die Aufnahme von Inlandgäſten produktiv iſt, iſt
heben. Für wichtiger als die angeführten Punkte der
mals ſollten acht britiſche Dreadnoughts auf Kiel gelegt
es auch die von Truppenteilen unſerer Wehrmacht.
Vertragsbeſtimmungen hält der Grundſtein die neuen Ver=
werden
. Geſamtkoſtenbetrag: rund 300 Millionen Mark.
Wenn dieſe acht Schiffe mit allem Zubehör, abgeſehen
einbarungen über den Lohn und die Arbeitszeit. Sie
von Kohle= und Erzgewinnung, an einer Stelle erbaut
enthalten eine durchſchnittliche Lohnerhöhung
Deutſches Reich.
worden wären, ſo hätte das die Exiſtenz einer Stadt von
von 5,11 Pfennig für rund 280000 Bauarbeiter und eine
iber 50 000 Familien Mitwirkender und Arbeiter ermög=
-
Sozialdemokratiſcher Wahlterro=
licht
Von den Geſamtbaukoſten entfallen 70 v. H. auf
Verkürzung der Arbeitszeit für rund 52000.
rismus und öffentliche Abſtimmung. Wenn
Arbeitskoſten aller Grade innerhalb und außerhalb der
Der Grundſtein bemerkt hierzu:
die Mitteilungen der Deutſchen Tagesztg. über die
Werſten. Nimmt man den durchſchnittlichen Jahres=
Ziehen wir in Betracht, daß dies Ergebnis ohne die
verdienſt von Arbeitern und Angeſtelten bei dieſen
Winke, die von der ſozialdemokratiſchen Parteileitung
Opfer eines Kampfes erreicht wurde, ſo kann kein Zweifel
Kriegsſchiffbauten auf 1875 Mark pro Kopf an, ſo ergäben
zur diesjährigen preußiſchen Landtagswahl erlaſſen wur=
ſich
Löhne und Gehälter für 56 000 Mann auf zwei Jahre.
darüber beſtehen, daß es einen günſtigeren Ab=
den
, richtig ſind, dann muß es als eine Tatſache gelten,
die
Etwa 12000 wären Werftbeamte und Angeſtellte.
ſchluß darſtellt als der nach dem neunwöchigen Kampfe
daß die Sozialdemokratie den Wahlterrorismus in aller
übrigen 44 000 Arbeiter aller Berufszweige, Stahl= und
im Jahre 1910. Und greifen wir auf die zentrale Be=
Eiſenarbeiter, Schiffsſchmiede, Maſchinenbauer, Mon=
Form organiſiert hat. Die bis ins einzelne gehenden
wegung des Jahres 1908 zurück, ſo finden wir, daß ſich
teure, Zimmerleute. Tiſchler. Lackierer. Inſtallateure, Elek=
Vorſchriften über die Kontrolle der Abſtimmungen und
trotechniker uſw. Für die Lebensverſorgung dieſer Men=
die
Ergebniſſe der zentralen Lohnbewegungen ſtändig
über die Ermittelung der Parteiſtellung, die die von der
ſchen und ihrer Familien kämen Hausbeſitzer, Nahrungs=
gebeſſert
haben.
Sozialdemokratie nicht aufgeſtellten Wahlmänner einneh=
mittelhändler
, Kaufleute, Gaſtwirte. Handwerker, Aerzte,
Man verſteht dieſes Urteil, wenn man ſich daran er=
Lehrer uſw. in Betracht, ſo daß die Dreadnoughtſtadt‟
men, bilden zuſammen mit den Vorſchriften für die Ge=
innert
, daß nach dem Vertrage von 1908 die Löhne bloß
auf 250 000 bis 300 000 Köpfe anwachſen würde. Aller=
noſſen
und ihre Frauen ein vollſtändiges Syſtem der
dings wäre, wie der Nauticus hinzufügt, nach zwei Jah=
nicht
gekürzt werden durften, und daß nach dem Vertrage
Wahlbeeinfluſſungen zugunſten der ſozialdemokratiſchen
ren die ganze Herrlichleit zu Ende falls die Einſtellung
von 1910 eine allgemeine Lohnerhöhung von 5, in den
Partei. Dabei fällt am ſchwerſten in die Wagſchale, daß
der Rüſtungen erfolgte. Die Geſchichte iſt inſofern lehr=
Orten unter 5000 Einwohnern von 4 Pfennig vereinbart
reich, als ſie zeigt, in wie ſtarkem Maße gerade Arbeiter
die Genoſſen und ihre Frauen die von Arbeitern abhän=
bei
ſolchen Rieſenaufträgen beteiligt ſind. Daneben er=
wurde
. Zur wachſenden Verelendung der Maſſen von
gigen Geſchäftsleute auf das hinweiſen ſollen, was man
hellt, wieviel volkswirtſchaftlich darauf ankommt, daß der
der das ſozialdemokratiſche Parteiprogramm fabelt, liefert
von ihnen erwartet: die Wahl der ſozialdemokratiſchen
Bedarf zeitlich möglichſt gleichmäßig verteilt wird.
der neue Tarifvertrag im Baugewerbe und das obige Ur=
Wahlmänner, mindeſtens aber Stimmenthaltung, wird
In der Tat bemiht ſich unſere Heeresverwal=
teil
des Grundſteins einen charakteriſtiſchen Beitrag!
tung, ihre Beſtellungen ſoweit irgend möglich den Be=
betreffs
der von Arbeitern abhängigen Geſchäftsleute für
dürfniſſen und Wünſchen der Induſtrie anzupaſſen in
ſelbſtverſtändlich erklärt! Was aber bietet die Handhabe
ſtillen Zeiten Lieferungen aufzugeben, bei unverhofften
zu dieſer Organiſation des Wahlterrorismus? Die Ant=
Zivilaufträgen der Privatinduſtrie die Lieferungsfriſten
Deutſchland und Argentinien.
wort hierauf gibt folgende Stelle der Winke‟: Die Wahl
hinauszuſchieben. Unter den gleichen Geſichtspunkten for=
dert
das Reichsmarineamt ein zeitlich weit be=
iſt
öffentlich, und iſt deshalb auch eine weitgehende gute
** Zu Ehren der am Sonntag in Berlin einge=
meſſenes
Bauprogramm, um nicht nach plötzlich geſteiger=
Kontrolle über die Abſtimmung jedes Wählers möglich.
troffenen argentiniſchen
Sondergeſandt=
ten
Anforderungen durch nachfolgende Arbeitsloſigkeit
Dieſer Wink der ſozialdemokratiſchen Parteileitung be=
ernſte
wirtſchaftliche Störungen hervorzuruifen. Das alles
ſchaft, welche den Dank für die Beteiligung Deutſchlands
ſtätigt von neuem, daß die Oeffentlichkeit der Abſtimmung
hat natürlich ſeine Grenzen. Rückſichten ſind nur in Zei=
an
der Jahrhundertfeier der Republik ausſprechen ſoll,
eh
der ſozialdemokratiſchen Partei unmittelbar zugute kommt,
ſind eine Reihe offizieller Veranſtaltungen vorgeſehen,
* Dieſe Ausführungen ſind dem als Heft 2 des fünften
weil die Oeffentlichkeit der Abſtimmung es iſt, die die Or=
welche
beweiſen, daß unſere maßgebenden Kreiſe großen
Bandes der Vorträge der Geheſtiſtung zu Dresden im
ganiſation des ſozialdemokratiſchen Wahlterrorismus er=
Verlage von B. G. Teubner in Leipzig erſchienenen Vor=
Wert auf die Fortdauer guter Beziehungen zu Argentinien
möglicht. Je mehr Urwähler im Laufe der Zeit für ſo=
trage
von Profeſſor Dr. Robert Hoeniger: Die wirt=
legen
. Und das mit Recht! Denn das Land bietet für un=
ſchaftliche
Bedeutung des deutſchen Militzeweſens ent=
zialdemokratiſche
Wahlmänner öffentlich geſtimmt haben,
ſere am Export beteiligten Induſtriezweige als Abſatz=
nommen
. Mit Rückſicht auf die neue Wehrvorlage ſind
um ſo unwiderleglicher iſt es, daß die öffentliche Abſtim=
Bedeutung.
markt ſtets wachſende Chancen. Wenn auch England heute
dieſe Darlegungen von beſonderer aktueller

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Nummer 120.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 26. Mai 1913,
Seite 2.
dene antimilitariſtiſche Schriftſtücke, namentlich antimili=
die
peſſimiſtiſchen Schlußfolgerungen über die Finanzlage
mung längſt aufgehört hat, zuungunſten der Sozialdemo=
Rußlands fallen zu laſſen. Im letzten Jahrfünft ſeien
tariſtiſche Lieder, gefunden worden.
kratie zu wirken.
die Staatsbedürfniſſe um 577 Millionen geſtiegen. Di
Der Erzbiſchof von Köln und die
Mehrausgaben in dieſem Jahre ſeien größtenteils ein
England.
maligen Charakters, ſo 80 Millionen erſter Kredit für das
Evangeliſchen. Der Kölner Erzbiſchof richtete au
Drohender allgemeiner Streik in der
kleine Schiffsbauprogramm. Die Einnahmen des Ordi=
die
ſeitens der evangeliſchen Gemeinde ihm dargebrachte
britiſchen Schiffbauinduſtrie. Die Gewerk
nariums ſeien im letzten Jahrfünft um 805 Millionen ge
Begrüßung ein bemerkenswertes Dankſchreiben an das
ſtiegen. Der Miniſter hob hervor, das vierte defizitloſ
ſchaften gelernter Arbeiter, denen über hunderttauſend de
Presbyterium der Kölner evangeliſchen Kirchengemeinde
Budget habe es ermöglicht, daß das Reich ſich ſo raſch
halben Million Arbeiter angehören, welche die Schiffbau=
von
dem alten Ungemach erholt habe. In den letzten für
in dem er erklärte, daß er das friedliche Nebeneinander
induſtrie beſchäftigt, ſtimmen gegenwärtig darüber ab, ob
Jahren hätten die Einnahmen des Staates die Vor
leben der Konfeſſionen für ein hohes Gut halte, durch wel=
ſie
eine Lohnerhöhung von fünf Prozent durch einen ſo
anſchläge um 751 Millionen überſtiegen, was mit den An=
ches
das Gedeihen der ſtaatlichen wie kirchlichen Intereſſen
leihereſten der Jahre 1908 und 1909 die Deckung außer
fortigen Streik erzwingen ſollen, oder ob den Unternel
in hohem Grade bedingt iſt. Sein eifriges Streben ſei,
ordentlicher Ausgaben im Betrage von 1545 Millionen
mern bis Ende Juli Friſt für eine Entſcheidung gegeber
owie die Bildung eines freien Barbeſtandes von 400
dieſes friedliche Verhältnis, wie es in Köln beſteht, zu
werden ſoll. Die Abſtimmung wird bis Ende des Mo
Millionen ermöglicht habe. Der Goldvorrat Rußlands
fördern, zu pflegen und vor jeder Störung zu bewahren.
nats beendigt ſein; ſie dürfte eine große Streikmajorität
betrage 2 Milliarden. Im letzten Herbſt hätten angeſichts
Der Erzbiſchof ſchließt, er freue ſich, in dieſem Streber
der politiſchen Lage viele Millionen für die Militärver=
ergeben
. Die Stimmung in den Unternehmerkreiſen iſt
mit den leitenden evangeliſchen Kreiſen ſich eins
zu
waltung ausgegeben werden müſſen
jedenfalls ſehr peſſimiſtiſch. Man rechnet dort mit einem
wiſſen
Streik, der drei Monate dauern könnte. Seit der glän=
Friede im Malergewerbe. Der elfwöchige
Geſchäftsgang, deſſen ſich die britiſchen Werften er
*
Reiſe des Prinz=Regenten von
Kampf im Malergewerbe iſt beendet worden; nachdem
reuen, Anfang des Jahres 1911 einſetzte, haben die Ar
Bayern nach Wien. Die Bayeriſche Staatszeitun
ſich Arbeitgeber und Arbeitnehmer für Annahme des
kündigt die Reiſe des Prinz=Regenten nach Wien an.
beiter dreimal nacheinander Lohnerhöhungen von fünd
Schiedsſpruchs erklärt haben. Am 26. Mai wird die Ar
Prinz=Regent Ludwig wird ſich mit ſeiner Gemahlin an
Prozent durchgeſetzt.
3. Juni nach Wien begeben und einen Antrittsbeſuch ab=
beit
wieder aufgenommen werden.
Dänemark.
ſtatten, für den der 4. und 5. Juni in Ausſicht genommen
ſind. Da die Reiſe einen offiziellen Charakter trägt, wird
Der Sieg der Radikalen. Der kaum er
Ausland.
ſich außer dem perſönlichen Gefolge Miniſter Dr. Frei=
wartete
Sieg der verbündeten Radikalen und Sozialdemo
herr von Hertling in ihrer Begleitung befinden. Di
Frankreich.
Reiſe gilt dem verehrungswürdigen Haupte des Erzhauſes
kraten bei den Neuwahlen zum Unterhauſe bedeutet einet
Habsburg, gilt dem Kaiſer Franz Joſef, deſſen ritter=
Die dreijährige Dienſtzeit. Der von dem
Wendepunkt in der politiſchen Entwickelung des Landes
liche, trotz der Wirrniſſe des Schickſals, trotz der Laſt der
Zunächſt erſcheint nunmehr die freiſinnige Verfaſſungs=
ehemaligen
Kriegsminiſter Meſſimy und dem ehemaligen
Jahre ungebeugte Geſtalt als eine Verkörperung ehr=
Miniſter Paul Boncour als Gegenentwurf gegen die Re=
reform
geſichert. Von den 114 Mitgliedern der neuen
furchtgebietenden Herrſchertums, als Vorbild eines pflicht=
treuen
, geliebten und volkstümlichen Monarchen in baye
Kammer ſind nämlich einſchließlich der Liberalen 107 An=
gierungsvorlage
ausgearbeitete Geſetzesantrag, welcher
riſchen Herzen lebt. Dieſe Reiſe gilt dem erlauchten Ver=
die
Zuſtimmung der Vertreter der linksrepublikaniſchen
hänger der Reform. Der Widerſtand des konſervativen
bündeten unſeres deutſchen Kaiſers, dem mächtigen und
Gruppe erhalten haben ſoll, beſtimmt u. a.: Die frei wer=
Oberhauſes wird vorausſichtlich durch eine Auflöſung die
treuen Freunde des Deutſchen Reiches, ſie gilt der Fa
dende Altersklaſſe ſoll ſo lange unter den Fahnen zurück=
ſes
Hauſes gebrochen werden. Das liberale Miniſteriun
milie Habsburg, mit der das Haus Wittelsbach durch Ver
wandtſchaftsbeziehungen verbunden iſt, die ihre Wurzeln
behalten werden, bis die Rekruten mobiliſierungsfähig
Berntſen hat durch den Wahlausfall ſeine Mehrheit in
in Jahrhunderte ſenken.
Unterhauſe verloren. Die verbündeten Radikalen un
ſeien. Demnach ſoll die älteſte Jahresklaſſe der Kavallerie
* Friedensworte des Königs von Eng=
und Artillerie anſtatt am 1. Oktober erſt zwiſchen den
Sozialdemokraten erzielten eine ſichere Mehrheit von 63
land. In ſeiner Anſprache an die Deputation der bri=
20. und 30. März des folgenden Jahres, die älteſte Klaſſe
Stimmen. Die Uebernahme der Regierungsgewalt durch
tiſchen Kolonie in Berlin, die eine Begrüßungsadreſſe
der übrigen Waffengattungen zwiſchen dem 10. und 20
dieſe beiden Parteien iſt daher nur eine Frage der Zeit,
überreichte, ſagte König Georg u. a.: Die Königin und
Februar des folgenden Jahres heimgeſchickt werden. An
wobei es vorläufig zweifelhaft bleibt, ob die Sozialdemo=
ich
ſind beſonders erfreut, daß wir Gäſte des Herrſchers
dieſes großen und uns befreundeten Volkes ſind, um die
ſtatt 36 Monate würden die Soldaten durchſchnittlich nur
kraten ſelber in das kommende Kabinett eintreten woller
Verbindung zweier junger Menſchen zu feiern, die, wie
29 Monate dienen. Dafür ſollen aber die Reſerviſter
wir innig erflehen, reichen Segen erfahren möge. Ich be=
Rußland.
fünf Jahre lang in Disponibilität bleiben und zu länge
merke mit Intereſſe, daß in ſo vielen verſchiedenen Be
ren und häufigeren Dienſtübungen einberufen werden
rufen meine Untertanen anzutreffen ſind, die die Gaſt=
Das Staatsbudget. Die Reichsduma trat in
freundſchaft und die Annehmlichkeiten Berlins genießen.
Verjüngung
des
Marine= Offizier=
die
Beratung des Staatsbudgets ein. In der Miniſter
Durch die Förderung und Aufrechterhaltung der freund=
korps
. Der Marineminiſter hat einen Geſetzentwurf
loge befand ſich der Miniſterpräſident.
lichen Beziehungen und des guten Einvernehmens zwi
ausgearbeitet, der eine Verjüngung des Offizierkorps der
Der Vorſitzende der Budgetkommiſſion, Alexejenke
ſchen Ihnen und der Bevölkerung dieſer von Ihnen er=
entwarf
in einer anderthalbſtündigen Rede ein Bild vor
Kriegsflotte bezweckt. Durch den Entwurf wird der Grad
wählten Heimat helfen Sie den Weltfrieden ſichern, deſſen
der Staatswirtſchaft und den allgemeinen finanziellen
Erhaltung mein innigſter Wunſch iſt, wie er auch das
der Korvettenkapitäne neu geſchaffen und die Zahl der
und wirtſchaftlichen Bedingungen. Die Budgetkommiſſion
Hauptbeſtreben und das Hauptziel meines teuren Vaters
ſelben auf 325 feſtgeſetzt. Die Zahl der Schiffsleutnant=
erhöhte
im Endreſultat die Einnahmen um 54 20000
war
wird von 754 auf 830 erhöht. Außerdem wird die Alters
Rubel, und zwar die Einnahmen des Branntweinmono=
pols
um 20 500000, die der Staatsbahnen um 4800000
grenze für die Grade vom Konteradmiral abwärts be
und die der Tabakſteuer um 3000 000. Im allgemeiner
trächtlich verringert.
Stadt und Land.
überſteigen die ordentlichen Einnahmen nach Berechnung
Die Soldaten=Demonſtrationen
Der
der Budgetkommiſſion die ordentlichen Ausgaben un
Darmſtadt, 26. Mai.
Temps bringt Einzelheiten über die Soldatenkundgebun
22 519958 Rubel. Die Totalausgaben balancieren mit
* Von der Landesuniverſität. Se. Königl. Hohei
3 233 298006 Rubel, wobei die erwarteten Einnahmen di
gen von Rodez, welche zeigen, daß der Vorfall in der Ta
der Großherzog haben den außerordentlichen Pro=
Ausgaben um 15062635 Rubel überſteigen. Die Kom
ſehr ernſter Natur war. Die Unterſuchung ſoll ergeben
eſſor bei der mediziniſchen Fakultät der Landesuniverſität
miſſion ſchlug vor, dieſe Summe zur Verbeſſerung de
haben, daß die Meuterer nach einem verabredeten Plan
Dr. Johann Georg Mönckeberg in Gießen auf ſein
Staatseiſenbahnweſens in die Rubrik der außerordent=
Nachſuchen aus dem Staatsdienſte entlaſſen
vorgehen wollten. Sie beabſichtigten zunächſt, ein in
lichen Ausgaben einzuſtellen. Alexejenko ging dann zu
* Ordensverleihung. Seine Königl. Hoheit der
den einzelnen Etats über und zeigte, daß die Vermehrung
einer anderen Kaſerne liegendes Bataillon zum Anſchluſ
Großherzog haben dem Bürgermeiſter, Ortsgerichts=
des
Etats des Kriegsminiſteriums 78 Millionen, die des
an die Revolte zu veranlaſſen und dann nach Albi zu zie=
Marineetats 69 Millionen betrage und eine Reihe von Kre
vorſteher und Standesbeamten Georg Heinrich Bärſch
hen und dort mit dem 5. Infanterie=Regiment eine Stra
diten für andere Bedürfniſſe der nationalen Verteidigun
zu Königſtädten das Allgemeine Ehrenzeichen mit der
nicht eingerechnet ſeien. Der freie Kaſſenbeſtand, der 1909
ßenkundgebung gegen die dreijährige Dienſtzeit zu ver=
Inſchrift Für langjährige treue Dienſte am Bande des
1900000 Rubel betrug, ſei nach der vorläufigen Berech=
Verdienſtordens Philipps des Großmütigen verliehen
anſtalten. Sie ſollen ſogar die Abſicht gehabt haben, die
nung auf 391 Millionen geſtiegen, die zur Deckung dienter
Erledigte Stellen. Eine mit einem evange=
Tore der Munitions= und Lebensmittel=Magazine zu
für viele dringende Ausgaben, wie beiſpielsweiſe zur
liſchen Lehrer zu beſetzende Lehrerſtelle zu Lollar,
ſprengen. Die Soldaten der Regimentskapelle hatten be
Unterſtützung der infolge der ſchlechten Ernte notleiden
Kreis Gießen.
Die Stelle des zweiten Beamten
den Bevölkerung. Der freie Kaſſenbeſtand leiſtete Ruß
ſchloſſen, an der Revolte teilzunehmen. Der Plan wurde
(Waſſerbauaſſeſſor) bei dem Waſſerbauamt Maine
and einen wichtigen Dienſt, da er ſeine internationale
durch rechtzeitiges Eintreffen des Oberſten und der übri=
* Militärdienſtnachrichten. Zum überzähligen Haupt
Stellung feſtige, ſeiner Stimme Gehör verſchaffe und ihn
gen Offiziere vereitelt. Aus Nancy wird gemeldet, daſ
mann befördert: Freiherr v. Wangenheim, Ober=
eine
gewiſſe Kontrolle über den Geldmarkt verleihe. Die
heute eine Anzahl des 5. Huſaren=Regiments, ſowie des
leutnant im 2. Großh. Heſſiſchen Feldartillerie=Regimen
Worte eines franzöſiſchen Miniſters zitierend, könnten di
v. Dewall, charakteriſ. Hauptmann in der
Nr. 61.
26. und 79. Infanterie=Regiments unter der Bewachung
ruſſiſchen Steuerzahler ſagen: Ihr habt gute Finanzen,
Fliegertruppe, zum Hauptmann, vorläufig ohne Patent
macht alſo eine gute Politik. In 2½ſtündiger Rede wies
von Unteroffizieren nach Marſeille transportiert wurden
befördert. Kaſtner Leutnant im Rhein. Fußartillerie=
Miniſterpräſident Kokowzow darauf hin, daß in den letz
um in die afrikaniſchen Strafkompagnien verſchickt zu wer
Regiment Nr. 8, in die Fliegertruppe verſetzt. Zu Fähn=
ten
vier Jahren ſämtliche Staatsbedürfniſſe lediglich durd
den. In den Torniſtern dieſer Soldaten waren verſchie=
richen
befördert die Unteroffiziere: Fiſchler, Graf von
Staatseinnahmen gedeckt worden ſeien, was genüge, un
näherte. Ich malte damals mein erſtes Porträt von ihr
die à la Pompadour koſtümiert war, und er ſprach ganz
begeiſtert von dieſer Puppe mit der Gräfin Keller. An
zu einer Zeit, da ſie noch ganz kurze Röcke trug. Der Kai=
Laszlos Erinnerungen an die
ſer und die Kaiſerin hatten plötzlich Berlin verlaſſen. Be
Abend, unmittelbar vor ſeiner Abreiſe, wurde plötzlich in
ſeinem Zimmer ein großer Karton abgegeben, mit Weih=
der
Sitzung am folgenden Morgen fiel mir an dem Kinde
Prinzeſſin Viktoria Luiſe.
nachtsgrüßen Ihrer Königlichen Hoheit. Es war die
ofort ein ungewohnter Anflug von würdevollem Ernſte
** Anläßlich der Hochzeit im Kaiſerhauſe veröffen
Puppe; die Prinzeſſin hatte die Hofdame in ihr Geheim=
auf
. Unſer Modell iſt ja heute ſehr Ihre königlich
lichte die Daily Mail auf Grund der perſönlichen Erinne=
nis
gezogen und die Gräfin beauftragt, genau aufzupaſſer
Hoheit! ſagte ich unwillkürlich zur Gräfin Brockdorff, der
rungen des in London lebenden bekannten Porträt
was dem Künſtler am beſten gefiele. Als Laszlo im fol
Oberhofmeiſterin der Kaiſerin. Warten Sie nur,
ant=
malers
Philipp Laszlo eine Schilderung des
genden Jahre in Wilhelmshöhe ein Staatsporträt des
wortete mir die erfahrene Hofdame. Als die Zeit
zut
Weſens der Prinzeſſin Viktoria Luiſe
Der
Kaiſers, neben ſeinem Lieblingspferde ſtehend, zu maler
Frühſtückstafel herannahte, wurde eine feierliche Prozeſſior
Künſtler, dem der Kaiſer mehrfach geſeſſen hat und der
hatte, war die Prinzeſſin aufs Höchſte intereſſiert. Der
zum Speiſezimmer arrangiert: und voran ſchritt würde=
auch
die Prinzeſſin zweimal gemalt hat, weilte wiederholt
Reitknecht der das Pferd beim Modellſtehen halten ſollte
voll Ihre 6jährige königliche Hoheit. Genau nach den
in Potsdam und Wilhelmshöhe als Gaſt der kaiſerlichen
Vorſchriften des Zeremoniells folgte ihr die Gräfin Btock=
hatte
Mühe das Tier zu beruhigen, denn es war ſehreheiß
Familie und hat ſo Gelegenheit gehabt, die Prinzeſſin im
und es gab viele Fliegen. Die Prinzeſſin erklärte, ſie
dorff als Oberhofmeiſterin, die Gräfin Keller als Palaſt
engen Kreiſe kennen zu lernen und gleichſam heranwachſen
kenne Papas Pferde beſſer als irgend wer und könne
dame; dann ihr Hofmaler und Graf Ranzau, ihr Ober
zu ſehen, entſtand doch ſein erſtes Porträt der Kaiſertochter
ſtallmeiſter. Als wir den Speiſeſaal erreichten, kletterten
ſie am beſten behandeln: und ſo ſtand ſie denn ſtunden
bereits im Jahre 1899, als die Prinzeſſin noch ein kleine
Ihre Königliche Hoheit nicht wie ſonſt aufs Gradewohl
lang in der glühenden Auguſtſonne im Schloßhofe von
6jähriges Mädchen war. Die kleinen Züge, die Laszlo
ſo gut es ging auf den Stuhl, ſondern ließ ſich mit großer
Wilhelmshöhe und hielt den Kopf des Pferdes, während
an ihr kennen lernte, ſind intereſſante Beiträge zum Cha=
Umſtändlichkeit auf ihren Platz heben, ordnete ſorgſam ihr
der Künſtler arbeitete und der Reitknecht die Fliegen ver
rakterbilde der Kaiſertochter und haben den Maler, wie
kurzen Röckchen und lud dann mit einer anmutigen Hank
ſcheucht
er geſtehſt, zu einem überzeugteſten ihrer Bewunderer
bewegung die übrigen ein, Platz zu nehmen. Es war ein
Etwas von der Liebe, die ſie immer für ihren lieber
werden laſſen.
entzückender Anblick unnachahmlicher Würde. Da ſowohl
Papa hegte, findet auch ſeinen Ausdruck in der Bewun
Ich glaube wirklich, ſo erzählte Laszlo, daß es
der Kaiſer wie die Kaiſerin abweſend und die Brüder in
derung, die ſie ihren Brüdern entgegenbringt. In jenen
ihr ſtets die größte Freude war, allen Menſchen ihrer Um
ihren Erztehungsanſtalfen oder bei ihren Regimenßern
Tagen war ihr Bruder von der Marine, Prinz Adalbert
gebung hübſche Ueberraſchungen und Vergnügen zu beret
waren, lag es ihr als dem einzigen reſidierenden Mit=
der
Gegenſtand ſpezieller Anbetung, und immer wieder
ten. In dieſer Beziehung war ſie immer eine richtige Prin=
glied
der kaiſerlichen Familie ob die Pflichten der Re
ſchilderte ſie dem Künſtler hingeriſſen die Vollkommenhei
eſſin aus dem Märchen. Sie ſcheute weder Mühe noch
präſentation zu übernehmen und dementſprechend verhielt
des Lieblingsbruders. Als er endlich auf Urlaub heim
Zeit, um ihren kleinen Plänen Erfolg zu verſchaffen. Und
ſie ſich
kehrte, packte ſie ihn an der Hand, und ſtürmte mit dem
die urſprüngliche Fröhlichkeit und Ungekünſteltheit ihres
Als der Künſtler ſeine Märchenprinzeſſin wiederſah
verlegenen jungen Prinzen in das Atelier des Künſtlers
Weſens blieben ihr ſtets eigen. In ihrer mitreißenden
weilte er in Potsdam, um ein Porträt der Kaiſerin zu
Da! rief ſie triumphierend iſt er nicht genau ſo pracht
Begeiſterungsfähigkeit und ihrer ſpontanen Güte iſt ſie
malen und Studien zu einem Kaiſerbilde zu machen. Al=
voll
wie ich Ihnen ſtets erzählte? Das letzte Mal ſah
eines der allernatürlichſten Mädchen, die mir je begegne
eines Tages die kaiſerliche Familie das Atelier des Künſt
Laszlo die Prinzeſſin auf dem großen Hofball in
ſind. Von allen Mitgliedern der kaiſerlichen Familie er
lers beſuchte, blieb die kleine Prinzeſſin plötzlich vor einer
Buckingham=Palaſt, der bei der letzten engliſchen Reiſe
innert ſie mich am meiſten an den Vater. Ich glaube auch
Skizze ſtehen, die ihren Vater darſtellte und rief mit lau=
des
Kaiſers zu Ehren des Gaſtes veranſtaltet wurde, i
daß ſie ihm oft im Geſichtsausdruck ſehr ähnlich iſt. De
ter Stimme: Endlich der Papa und nicht der Kaiſer.
dem königlichen Zuge, der ſich zum Souper=Saal bewegte
wache lebhafte und forſchende Blick ihrer klaren, blauen
Als Laszlo abreiſte, ſtand Weihnachten vor der Tür, und
ſchritt ſie am Arme des Prinzen Arthur von Connaught
Augen erinnerte mich ſtets an den Kaiſer; das war auch
die Prinzeſſin plante natürlich wieder eine Ueberraſchung
vorüber, als ſie mich unter der Menge erkannte. Sie ſah
ſein Geſichtsausdruck, wenn irgend ein Gegenſtand ſein
und wollte dem Künſtler zu Weihnachten etwas Beſon=
ſtrahlend
aus und ſchien in prachtvoller Laune. Einen
Intereſſe erweckte. Aber wie ungezwungen und natür=
deres
ſchenken, das ihm auch ſicher Freude machen ſollte
Augenblick blieb ſie ſtehen und mit jener begeiſterten Em=
lich
die kleine Prinzeſſin dem Künſtler von Anfang an auch
Und durch Liſt erreichte ſie ihr Ziel. Sie war es, die dar
phaſe, die für ſie ſo charakteriſtiſch iſt, flüſterte ſie: Ni
erſcheint: wenn es darauf ankam, zeigte ſie ſich auch der
auf beſtand, er müſſe die Weihnachtsausſtellungen in den
in meinem ganzen Leben habe ich mich ſo herrlich unter
Verpflichtungen, die ihr Stand ihr auferlegte, durchaus
Läden anſehen, ſie ſeien zu herrlich. Und nichts ahnend
halten, nie in meinem ganzen Leben war ein Tanz ſt
gewachſen. Laszlo weiß dafür ein kleines luſtiges Bei
unternahm Laszlo auch eines Tages mit der Hofdame de
herrlich. Und das ſagte ſie, weil auch ich an ihrem Ver
ſpiel zu erzählen, eine Reminiszenz aus den Tagen, de
Prinzeſſin einen Ausflug durch die Weihnachtsaus
gnügen und ihrer Freude teilnehmen ſollte . .
die kleine Viktoria Luiſe ſich kaum ihrem 7. Lebensjahre
ſtellungen. Dabei begeiſterte ihn eine Münchener Puppe,

[ ][  ][ ]

Nummer 120.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 26. Mai 1913.
Seite 3.
Treuberg, von Frankenberg und Ludwigs=
Straßenbahnverbindung des Johannesviertels
korps des Art.=Regts. Nr. 25 und ſteht an den 3 Tagen
dorff im Leibgarde=Inf.=Regt. (1. Großh. Heſſiſches)
durch Bismarckſtraße und Dornheimerweg mit dem
unter perſönlicher Leitung des Obermuſikmeiſters Fr.
Nr. 115; Gentz im Inf.=Leibregiment Großherzogin (3
Hauptbahnhofe zu vollenden.
Mickley
Großh. Heſſiſches) Nr. 117, Enck im Inf.=Regt. Prin
Fernſprechverkehr bei Gewittern. Beim Auftre
W.
Lampertheim, 24. Mai. Im benachbarten Sand=
Karl (4. Großh. Heſſiſches) Nr. 118, Schrader im Groß=
ten
von Gewittern empfiehlt es ſich für die Ir
hofen kam es zwiſchen Italienern, Ruſſen, Polen und
herzoglichen Art.=Korps, 1. Großh. Heſſiſches Feldartillerie=
haber
von Fernſprechanſchlüſſen, die Fernſprechapparate
Deutſchen zu einer großen Schlägerei. Ein Schutz=
Regiment Nr. 25. Zum Hauptmann befördert: Ober
und Leitungen nicht’zu berühren. Das Fernſprech
mann wurde durch Meſſerſtiche ſchwer verletzt. Wei
leutnant der Reſerve Schmidt (III Berlin) des Inf.=
Vermittelungsamt wird, um die Beamtinnen nach Mög=
tere
Hilfe mußte von Mannheim herbeigerufen werden
Regts. Prinz Karl (4. Großh. Heſſiſches) Nr. 118; zum
lichkeit gegen ſchädliche Wirkung atmoſphäriſcher Entlad=
W Biblis, 24. Mai. In dieſem Jahre iſt der An=
Oberleutnant: Leutnant der Reſerve Bingel (Koblenz
ungen zu ſchützen, den Betrieb in der Regel einſtellen
auvon Gurken ganz erheblich geſtiegen. Es werder
des Großh. Art.=Korps, 1. Großh. Heſſiſches Feldartillerie
wenn Donner gehört wird, auch wenn noch kein Blitz
ber 600 Morgen angebaut. Der Preis der bereits akkor=
Regts. Nr. 25; zum Leutnant der Reſ.: Vizewachtmeiſter
wahrzunehmen iſt
dierten Gurken ſchwankt zwiſchen 2,50 bis 2,70 Mark. Auch
Kreß (Roſtock) des Gr. Heſſ. Train=Batls. Nr. 18. Zum
Handelsverein. Die diesjährige Hauptver=
größere
Abſchlüſſe von Weißkraut ſind, trotzdem die Pflan
Hauptmann befördert: Oberleutnant der Reſerve Fre=
ammlung
findet am Dienstag, den 27. Mai
en erſt zum Teil geſetzt ſind, ſchon gemacht worden.
ſenius (I Darmſtadt) des Inf.=Regts. Prinz Karl (4
abends 8½ Uhr, im Kaiſerſaal (Grünes Zimmer) ſtatt
Neu=Iſenburg, 24. Mai. Die Gemeindevertre=
Großh. Heſſiſches) Nr. 118; zu Oberleutnants befördert
worauf die Mitglieder hiermit aufmerkſam gemacht
tung beſchloß die Aufnahme einer Anleihe in
die Leutnants der Reſerve Schäfer (Richard) (Gießen
werden. (Siehe Anzeige.)
Höhe von 700000 Mark, die zur Kanaliſation, Gas=
des
Inf.=Regts. Kaiſer Wilhelm (2. Großh. Heſſiſches

Tarifvertrag im Stuckgewerbe. Arbeitgebe=
leitung
, zum Elektrizitätswerk und zum Bau einer Bade=
Nr. 116 und Bockenheimer (Frankfurt a. M.) des
und Arbeitnehmer des hieſigen Stuckgewerbes haben
anſtalt verwendet werden ſol
2. Großh. Heſſiſchen Feldartillerie=Regts. Nr. 61; zu Leut=
en
von den Unparteiiſchen, Herrn Bürgermeiſter
Nieder=Saulheim, 23. Mai. Eine großartige
nants der Reſerve befördert die Vizefeldwebel bezw. Vize
Mueller, Glaſermeiſter Werner und Landtags
Hühnerzüchtung hat der Bahnarbeiter Chriſtian
wachtmeiſter Bär (I Darmſtadt) des 5. Großh. Heſſiſcher
abgeordneten Raab, gefällten Schiedsſpruch ange=
Hoffmann hier zu verzeichnen. Bis jetzt mußte mar
Inf.=Regts. Nr. 168, Merck (I Darmſtadt) des Kur=
nommen
. Der damit zuſtande gekommene neue Tarif=
es
als das beſte Reſultat gelten laſſen, daß man von zwölſ
märkiſchen Drag.=Regts. Nr. 14 und Schneeweis
vertrag gilt zunächſt für die Dauer von drei Jahren.
Eiern auch zwölf Küchlein erzielte. Herr Hoffmann hat
(Hanau) des 2. Großh. Heſſiſchen Feldartillerie=Regts
Schlachtviehmarkt Darmſtadt.
In der Woche
jedoch mit ſeiner Zucht, einem Berichterſtatter zufolge,
Nr. 61.
-
Abſchiedsbewilligungen im Beurlaubtenſtand
vom 18.24. Mai wurden 416 Schweine und 166 Kälbe
dieſen Rekord glänzend geſchlagen. Er
Der Abſchied bewilligt: Jung (VI Berlin), Hauptmann
aufgetrieben.
erhielt von 12 Bruteiern 15 junge Hühnchen
der Reſerve des Großh. Art.=Korps, 1. Großh. Heſſiſchen
Bilder vom Tage. In der Auslage unſerer Expe
Das ſei, wie der Korreſpondent ernſthaft verſichert, die
Feldartillerie=Regts. Nr. 25, mit der Erlaubnis zum Tra=
dition
(Rheinſtraße 23) ſind von heute ab folgende Bilder
pure Wahrheit. Es ſei ausgeſchloſſen, daß fremde Hüh=
gen
ſeiner bisherigen Uniform; Oehler, Hedderich,
neu ausgeſtellt: Von den Hochzeitsfeierlichkeiten am
ner zu den 12 Bruteiern, die der Henne untergelegt wur=
(I Darmſtadt), Leutnants der Landwehr=Feldartillerie
deutſchen Kaiſerhauſe: Das Brautpaar bei der Einholung
den, noch andere hinzulegten. Die Sache iſt nur dahin
zweiten Aufgebots. Zum Oberarzt befördert: Aſſiſtenz
des engliſchen Königspaares; König Georg von England
zu erklären, daß unter den 12 Bruteiern 3 mit Doppel=
arzt
der Reſerve Dr. Bönning (I Darmſtadt)
und Kaiſer Wilhelm verlaſſen den Bahnhof; der Zar fähr
ottern ſich befanden, die drei Paar Zwillingsküchlein lie
in Begleitung des Kaiſers nach dem Schloß; zur Silber=
ferten
. Erfahrene Hühnerzüchter halten dieſen Fall übri=
Provinzialausſchuß
Der Provinziglausſchuß
g.
hochzeit des Prinzenpaares Heinrich von Preußen; die
gens keineswegs für ausgeſchloſſen.
lehnſte in ſeiner Sitzung am Samstag zunächſt zwe=
ermählung
der Prinzeſſin Viltoria Margarete vor
Aus Rheinheſſen, 24. Mai. Aus vielen rheinheſſiſchen
Konzeſſionsgeſuche ab. Bei dem einen Geſuch für
Preußen mit Prinz Heinrich XXXIII. Reuß j. L.
Orten, wie namentlich auch aus dem Ried und aus der
das Haus Mathildenplatz 10, hatten Stadtverordnete
Wetterau wird übereinſtimmend über eine ſtarke Zu=
und Gaſtwirteverein die Bedürfnisfrage verneint; im an
nahme in der Aufzucht junger Fohlen
deren Fall für das Haus Pankratiusſtraße 21 erfolgte die
Darmſtädter
Wochenmarkt.
berichtet. Die Urſache dieſer Erſcheinung iſt in der
Ablehnung wegen der Perſönlichkeit des Antragſtellers.
Marktpreiſe
am 24. Mai
enormen Preisſteigerung der Ackerpferde zu
Des weiteren ſucht der Gaſtwirt Max Münch aus Belters
ſuchen. Wie ein Landwirt verſichert, ſind die Preiſe für
hain um Erlaubnis

Karotten, Bündel 1020 Pf
1,40 M
Butter, ½ kg
zum Betrieb einer
gute Zugpferde in den letzten acht bis zehn Jahren ganz
Schankwirtſchaft im Hauſe Georgenſtraße 1½ in
Part., ½ kg 1,35 M
Gelberüben, ½ kg 810 Pf
bedeutend geſtiegen. Während man früher für 800 bis
68 Pf
Eier, Stück .
Darmſtadt nach. Die Bedürfnisfrage wurde von der
Spargel ½ kg 4070 Pf
1000 Mark ſchon ein prächtiges Tier erhalten konnte, ſind
Schmierkäſe, ½ Liter 20 Pf.
Wirtſchaftsdeputation und dem Gaſtwirteverein verneint
Erbſen, ½ kg . 3035 Pf.
heute für ein gutes Ackerpferd ſchon 1200 bis 1500 Mar
10 Pf
Handkäſe, Stück . 4
Die Wirtſchaft wird in dem Hauſe ſchon ſeit 1903 als
Geflügel, Wildbret
anzulegen. Dieſe gewaltige Preisſteigerung hat jetzt hun=
Weinwirtſchaft betrieben. Sie war in letzter Zeit wieder=
Kartoffeln, Ztr. 2.75-3,50 M
Gänſe, ½ kg . .
1,20 M.
derte von Landwirten beſtimmt, die in den letzten Jahren
holt geſchloſſen. Vom Polizeiamt wurde ausgeführt, daſ
Kumpf (10 Liter) 50 Pf
Enten, Stück . 3,504 M.
vielfach aufgegebene Pferdezucht wieder mehr in eigener
ein Bedürfnis für eine Wirtſchaft in dieſer Gegend nicht
17 Pf.
Malteſer, ½ kg
,
Hahnen und Hühner
Regie zu betreiben. In einer ganzen Anzahl von Ort=
vorliege
In der Bleichſtraße allein ſeien bereits Wein
33,50 M.
Stück
Obſt u. dergl.:
ſchaften des Rieds und in Rheinheſſen wurden in letzterer
wirtſchaften vorhanden und die Tatſache, daß die Wirt=
6570 Pf.
Tauben, Stück
Aepfel, ½ kg . 2025 P
Zeit Fohlenzuchtvereine gegründet und Fohlenweiden
chaft längere Zeit geſchloſſen war, beweiſe, daß ein Be
Stück
1,20 M
Lapins,
Zitronen, Stück 56 Pf
neu angelegt
dürfnis nicht vorliege. Der Provinzialausſchuß lehnte
33
Stück . 23,50 M
Apfelſinen, Stück 5, 6, 7 Pf
Zicklein,
Bad Nauheim, 24. Mai. Bis zum 22. d. M. ſind
auch dieſes Geſuch ab. Die Witwe Dorothea Rieß zu
kg 50-60 Pf
Ital. Kirſchen,
8150 Kurgäſte hier angekommen, wovon an genanntem
Fiſche:
Lorſch ſucht um Erteilung eines Wanderge=
Bündel 5 Pf
90 Pf.
Hecht, 1
Tage noch 5209 anweſend waren. Bäder wurden bis zu

kg . .
werbeſcheins für den Hauſierhandel mit Steingu=
1 M.
dem gleichen Datum 74 555 abgegeben.
Aal, ½ kg. . 0,90
Salat, Gemüſe uſw.
und Küchengeräten nach. Das Kreisamt Bensheim hatte
Karpfen, ½ kg
60 Pf
,
Kopfſalat, Stück 410 Pf
den Schein verſagt, da für ihre drei Enkelkinder die ſie
Andere Rheinfiſche
Römiſch=Kohl, Bündel 2 Pf.
bei ſich hat, keine genügende Aufſicht vorhanden ſei. Die
3540 Pf
kg.
Reich und Ausland.
Rhabarber ½ kg 1215 Pf
Sache wurde bereits einmal verhandelt und damals wurde
Rotzungen,
½ kg
60 Pf.
,
Radieschen, Bündel 12 Pf
Beweiserhebung beſchloſſen, ob die Geſuchſtellerin für den
Aus der Reichshauptſtadt, 24. Mai. Der Kaiſer
60 Pf.
Schollen,
kg
½
(
Stück . 510 Pf
Rettiche
Unterhalt der Kinder verpflichtet ſei. Auf Grund der ge
ließ ſich geſtern im Schloß den Seniorchef der Firma A.
Kabeljau, ½
kg . 2224 Pf
Bündel
5 Pf
machten Feſtſtellung erteilte der Provinzialausſchuß den
Hirſch und Sohn, Aktiengeſellſchaft, Aron Hirſch, gleich
kg 3035 P
Schellfiſche, 1
Meerrettich, Stück 1530 Pf
nachgeſuchten Schein.
zeitig Vorſtandsmitglied der Meſſing= und Kupferwerke
21 Pf
Seelachs, ½ kg 19-
Roterüben, ½ kg . 15. Pf
Wohltätigkeitsfeſt im Orangeriegarten. Bisher
A.=G. in Eberswalde vorſtellen, auf deren Beſitztum der
Barben, ½ kg
45 Pf.
,
zwiebeln, ½ kg 810 Pf
haben die Chefdamen der Tombola, Frau Miniſter
intereſſante Goldfund gemacht wurde. Der Kaiſer
In den Fleiſchſtänden
Tomaten, ½ kg . 60 Pf
Braun, Frau Geh. Rat Dietz, Frau Sanitätsrat Dr
ließ ſich von Herrn Hirſch und von Profeſſor Schuchart
70 P
8 Pf.
Spinat, ½ kg
Rindfleiſch, ½ kg
Brückner. Frau Geh. Rat Beſt, Frau Geiers=
dem
Direktor des Völkermuſeums, über den Fund Bericht
2540 Pf.
Gurken, Stück
76 Pf
Hackfleiſch, ½ kg
höfer und Frau Wittich Gaben für den Glücksſtand
erſtatten. Herr Hirſch ſtellte, dem Lokalanzeiger zufolge,
½ kg
Blumenkohl, Stück 4060 Pf
Rindsfett,
56 P
in ihren Wohnungen in Empfang genommen. Heute nur
den Fund namens ſeiner Geſellſchaft dem Kaiſer zur freien
Rindswürſtchen, Stück 15 Pf
Wirſing, Stück 3035 Pf
werden dieſe Damen von 1012 und von 36 Uhr im
Verfügung, der die Schenkung erfreut annahm. Der Fund
Oberird. Kohlrabi 1020 Pf.
Rehfleiſch, ½ kg 0,50-1,50 M.
Orangeriegarten anweſend ſein und bitten, etwaige
bleibt vorläufig in der Verwahrung der Geſellſchaft. Au
freundliche Zuwendungen für die Tombola dorthin
Wunſch des Kaiſers ſoll ſpäter der Bevölkerung Gelegen=
gelangen
zu laſſen.
heit gegeben werden, den Goldfund zu beſichtigen. Das
Groß=Umſtadt, 24. Mai. In den Mauern unſerer
Abräumungsarbeiten an den alten Bahn=
m
.
Brautkeid, der Brautſchleier und die Cour=
Stadt findet am 5., 6. und 7. Juli d. J. der 16. Pro=
höfen
. Der Dampfbagger iſt an der neuen Ver=
ſo

ſchleppe der Prinzeſſin Viktoria Luiſe
vinzialfeuerwehrtag ſtatt. Die Vorbereitungen
bindungsſtraße nach dem Bahnhofe mit ſeiner Schöpf
wie die Hochzeitsgeſchenke werden auf Allerhöchſten Befehl
hierzu ſind ſchon ziemlich weit vorgeſchritten. An etwa
arbeit zu Ende, ſo daß die Fertigſtellung des neuen
morgen von halb 12 bis 4 Uhr und am Montag, den 26
160 freiwillige Wehren ſind Einladungen ergangen, vor
Zuganges zum Hauptbahnhof nur noch eine bis zwe
Mai, von 10 bis 4 Uhr im Königlichen Kunſtgewerbe
denen vorausſichtlich die meiſten auch bei dem Feſte ver=
Wochen bedarf. Schon jetzt hat man einen ſchönen
Muſeum zur Ausſtellung gelangen. Für die Beſichtigung
treten ſein werden. Für Gelegenheit zum Amüſieren ꝛc
Blick von der Landgraf=Philippanlage nach dem Em=
iſt
in weitgehendſter Weiſe Sorge getragen. Ein Auto
wird für wohltätige Zwecke ein Eintrittsgeld von 50 Pfg
pfangsgebäude. Es ſteht zu erwarten, daß nach der
erhoben werden. Für die Bebauung des rechts=
Korſo, Schiffſchaukel uſw. werden dem Beluſtigungstrieb
Verkehrsübergabe den Geſchäften in der Bleichſtraße
eitigen Havelufers, das dem Grunewald gegen=
der
Jugend Rechnung tragen. Außer dem Hauptfeſttag,
wieder ein beſſerer Kundenzugang ermöglicht wird. Nach
dem Sonntage bieten ſowohl der Samstag als auch de
iber liegt und bei den Dörfern Cladow und Gatow ſchor
der Herſtellung dieſer Straße iſt der Bagger daran, die
recht ſtattliche Villenkolonien der Berliner aufzuweiſer
Montag dem Feſtteilnehmer mancherlei des Intereſſanten:
Erdmaſſen zwiſchen Dornheimerweg und
turneriſche Vorfühe
Militärkonzert. Geſangsvorträge,
hat, wird, wie die Kunſtchronik berichtet, von dem Kreis=
ungen
, ein Feuerwerk mit Brandanzgriff am Samstag
dem Bismarckſtraßendurchbruch aufzu=
ausſchuß
von Oſthavelland ein Ideenwettbewerl
chöpfen und zu verladen. Da dürfte es möglich
abend und Volksbeluſtigung, Frühſchoppen mit Konzer
ausgeſchrieben. Die deutſchen Architekten ſollen die Grund
ſein, noch in dieſem Jahre die elektriſche
am Montag. Die Muſik wird ausgeführt von dem Muſik
züge eines Bebauungsplanes für das Gelände entwerfen.
Zuerſt vernahm man freilich nur ein undeutliches Brum=
denen
ſie ſich ungezwungen in Begleitung von Herren
meln, dann aber tönte klar die ſchöne Altſtimme einer
bewegen können. Wenn man darauf achtet, wird man
Feuilleton.
nit einigem Erſtaunen bemerken, daß wirklich in den
Frau und ein Bariton herüber, und es wurde möglich
Sänger und Orcheſter deutlich zu unterſcheiden; ja, mar
* Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben. Eine Par=
meiſten
Fällen die Führung des Gepräches dem Mann=
zufällt
. Und in Geſellſchaften wird man noch öfters wahr
hörte ſogar den Beifall des Publikums. Zu gleicher Zei
ſifal=Aufführung in Mainz iſt für Januar
hörten die Pariſer die Stimme der Deſtinn, die in Lon
nehmen, daß überraſchend oft die Damen es den Män=
vorgeſehen
. Die Stadtverordnetenverſammlung
n. J.
nern überlaſſen, die Konverſation zu führen. Eine Er=
don
im Covent Garden ſang. In dem Pariſer Salon
bewilligte zur Anſchaffung von Dekorationen und Noten
lärung für dieſe merkwürdige Erſcheinung iſt das wach=
wurden
außerdem Verbindungen mit der Albert Hall her
für dieſe Aufführung im Stadttheater 18000 Mark. Die
geſtellt, wo gerade Commander Evans von dem Leber
ſende Intereſſe der Frauen für das praktiſche öffentliche
feierliche Immatrikulation des 2000. Stu
Leben; ſie haben einen ſtärkeren Kontakt mit der Oeffent=
und den Taten der Scottſchen Südpolexpedition erzählte
denten der Univerſität Jena, des Stud. phil
lichkeit, leſen Zeitungen, erfahren mehr als früher, lernen
und mit anderen Bühnen, deren Aufführungen alle in
Erich Plog aus Schwerin, fand in der Univerſitätsaule
nehr Dinge kennen, die ihnen ungewohnt ſind, beküm=
Paris klarer zu hören waren als die Pariſer in London
Dabei teilte der Prorektor mit, daß für den 2000.
ſtatt.
mern ſich um Politik oder ſpekulieren, kurz, ihr Sinn iſt
Ein Austauſch der Opernmuſik durch das Elektrophone
Jünger der Alma mater Jenenſis einige Dozenten der
mit einer größeren Mannigfaltigkeit von Dingen erfüllt
Univerſität eine goldene Taſchenuhr geſtiftet haben. Der
zwiſchen New=York und London ſoll nach den Verſiche
über die ſie nachdenken müſſen. Eine Frau, die ſich mit
rungen der Geſellſchaft ſchon in nächſter Zeit möglich
bekannte Weinhändler und Studentenwirt Paul Göhre
irgendeiner brennenden Frage des Tages beſchäftigt oder
hat aus gleichem Anlaß der Univerſität einen Freitiſch ge=
werden

die über den Erfolg ihres nächſten Geſchäftsunternehmens
ſtiftet, der nach dem Ermeſſen des jeweiligen Prorektors
Wortkarge Frauen. Einer ſonderbaren Aufgabe
ihres letzten Buches oder Bildes nachgrübelt, iſt zum
vergeben werden ſoll. Die Stadt Jena gibt ihrer Freude
hat ſich mit dem Eifer eines Mannes, dem ein Gedanke
Plaudern nicht ſo geeignet oder geneigt, wie Frauen vor
über das Eintreffen des 2000. Studenten durch
Veran
allmählich zu einer fixen Idee wird, ein franzöſiſcher
0 Jahren es noch waren. Wenn der Herr, in deſſer
ſtaltung eines Promenadenkonzertes Ausdruck.
Der
Forſcher, Mr. Dubudout, unterzogen; ihm will ſeit Jah=
Geſellſchaft ſie ſich befindet, zu einem Geſpräch neigt, ſo
Tannhäuſer als Freilichtoper iſt die neueſte
ren aufgefallen ſein, daß die Frauen ſchweigſamer und
wird ſie ihm willig die Zügel überlaſſen. Denn das gibt
Idee. Seit den gelungenen Zoppoter Verſuchen haben
wortkarger werden, und um das feſtzuſtellen, hat er die
ihr die beſſere Möglichkeit, ihren Gedanken nachzuhängen
ſich an verſchiedenen Stätten Freilichtopern aufgetan; de
Mühe nicht geſcheut, jahrelang an öffentlichen Stätter
während ſie äußerlich aufmerkſam zuzuhören ſcheint. Die
iſt es denn durchaus nicht überraſchend, wenn ein Plan
unbekannte Menſchen unauffällig zu beobachten und mit
Frauen der alten Zeit, die altmodiſchen Frauen, hatten
auftaucht, dem ſchon in der Stille des Oſtſeebades aufge
rührendem Fleiße eine Art von Statiſtik anzulegen, die
kein Intereſſe an ihrem eigenen Fortkommen, und hatten
führten Tannhäuſer die gebührende Bühne zu ſchaffen
ſeine Hypotheſe beweiſen ſoll. Der ſonderbare Gelehrte
eine Geſchäfte oder Angelegenheiten, die ihre Gedanken
und ihn an der Wartburg aufzuführen. Ein ausführlicher
beſchränkte ſich dabei nicht auf ſein Heimatland, dehnte
in Anſpruch nahmen. Die Frauen der alten Zeit ver=
Entwurf zu ſolcher Inſzenierung von Dr. Hans Lebede=
ſeine
Stichproben der Beobachtungen auf alle europäiſchen
ſtanden es, zu plaudern, waren redſelig, ſprachen viel,
Berlin iſt zum 100. Geburtstage Wagners dem Großher=
Länder und auch auf die Vereinigten Staaten aus: und
manchmal intereſſant, bisweilen geiſtreich, aber doch immer
zog Ernſt Wilhelm von Sachſen=Weimar eingereicht wor
überall will er übereinſtimmend feſtgeſtellt haben, daß
oder minder oberflächlich. Heute aber, ſo meint Mr
den. Das Neue daran iſt, daß neben Angaben über die
die einſt ſprichwörtliche Redſeligkeit des weiblichen Ge
Dubudout, intereſſiert ſich die Frau ernſthafter für die
Darſtellung der Hörſelberg=Szenen inmitten der Thürin
ſchlechtes abnimmt, daß die Frauen wortkarger werder
und daher kommt es, daß ſie weniger von ihnen
dinge,
ger Wald=Szene einem Verſuch der Aufführung des
und das Sprechen den Männern überlaſſen. Zumindeſ
ſpricht.
zweiten Aktes im Bankettſaal der Wartburg das Wort ge
im geſellſchaftlichen Verkehr, wo man heute immer häufi=
Die Speiſenfolge der Berliner Hochzeitstafel war
redet wird (die Burg iſt von der in Ausſicht genommenen
er beobachten ſoll, wie Frauen ihren Anteil am Geſpräch
Oſtender Steinbutten
: Schildkrötenſuppe
Spielſtelle im Walde in wenigen Minuten zu erreichen)
immer mehr einſchränken, die Männer ſprechen laſſen und
auf italieniſche Art (1893er Steinberger Kabi=
Poularde
Es bleibt abzuwarten, wie ſich die zuſtändigen Stellen zu
es vorziehen, ihnen wirklich oder ſcheinbar zu lauſcher
Engliſcher Hummernſalat Schinkenauflauf mit
nett)
dem ſorgfältig durchdachten und unſchwer ausführbaren
Dieſe ſeltſame Veränderung ſo erklärt Mr. Dubudout,
friſchen Morcheln (1904er Heidſick & Co.) Kalter Reh=
läßt ſich auf verſchiedene Weiſe erklären. Unzweifelhaf
Plan ſtellen werder
-
Artiſchocken=Böden mit Mark (1878er Chateau
rücken
iſt jedenfalls, daß die Frau heute nicht mehr jene rede
C.K. Drahtlicher Opernaustauſch zwiſchen Paris und
-
Holländiſche Bombe (1858er Tokayer)
Margaux)

freudige Sprecherin iſt, die ſie vor einem Menſchenalter
London. Aus London wird berichtet: Im Electrophone=
Käſeſtangen Nachtiſch.
noch war. Man beobachte beiſpielsweiſe nur die Frauen
Salon konnten am Mittwoch abend die Londoner die
in den Reſtaurants und in allen öffentlichen Lokalen, in
Aufführung des Fauſt in der Pariſer Oper mitanhören

[ ][  ][ ]

Nummer 120
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 26. Mai 1913.
Seite 4.
der zur Teilnahme an dem Ausflug eingeladen wurde
ſchein genommen die Maſchinenräume und die Keller, de
Der Wettbewerb iſt mit drei großen Preiſen von 12000,
Abg. Dorſch verbrei=
-
und toaſtete auf die Regierung.
Transformatorenraum, die umfangreichen Schaltanlagen
9000 und 6000 Mark ausgeſtattet, und 6000 Mark ſteher
tete ſich über die geſchichtliche Vergangenheit des Bades
das Kühlwerk und zum Schluß die Preßſteinfabrik.
für Ankäufe zur Verfügung. Als Friſt iſt der 1. Novembe
Salzhauſen
dieſes Jahres feſtgeſetzt. Der Präſident der Reichsbank
Nach etwa zwei Stunden wurde der Sonderzug wie=
Wirklicher Geheimer Rat Havenſtein, iſt in der Klinil
der beſtiegen, der die Teilnehmer nach
Glückwunſch= und Huldigungstelegramme
der Frau Dr. Stockmann in der Martin Luther=Straße
Auf Vorſchlag des Präſidenten Köhler wurden fol=
Inheiden
in der er ſich ſchon ſeit einer Reihe von Wochen befindet
gende Telegramme abgeſandt: An Prinz und Prin=
durch
den Geh. Rat Dr. Körte einer Magenoperation
brachte. Hier bot Herr Geheimerat Dr. Uſinger
zeſſin Heinrich von Preußen: Die zu gemein=
unterzogen
worden. Die Operation iſt gut verlaufen
namens der Provinz Oberheſſen ein herzlich Willkomm mit
ſamem Ausfluge vereinigten Stände und Regierung des
Die erſte Delikateſſen= und Kolonialwaren=
einem
nach der anſtrengenden Beſichtigung beſonders an
Großherzogtums übermitteln Euren Königlichen Hoheiten
Ausſtellung, nach Landesbrauch zuſammengefaßt in
genehm empfundenen Imbiß. Danach wurde das Waſ=
zur
Silberhochzeit die ehrerbietigſten Glückwünſche
Edeka wurde geſtern mittag unter Beteiligung zahl
ſerwerk beſichtigt und dann führte ein kurzer Spazier
reicher Ehrengäſte eröffnet. Die Veranſtaltung geht aus
An das Kaiſerpaar: Euer Majeſtäten bitten die
gang zu den Quellen, die mit lebhaftem Intereſſe be
vereinigten Sſtände und die Regierung des Großherzog=
vom
Verband Deutſcher Kaufmänniſcher Genoſſenſchaften
ſichtigt wurden, während fachmänniſche Erläuterungen mit
Sie ſoll von der vorwärtsſchreitenden Entwickelung, die
tums Heſſen die herzlichſten Glückwünſche zur Hochzeit der
ihren Leiſtungen und Aufgaben bekannt machten. E=
Nahrungsmittelinduſtrie und Nahrungsmittelhandel ir
Prinzeſſin=Tochter ehrerbietigſt entgegennehmen zu wollen.
werden faſt 20000 Kubikmeter pro Tag in die Röhren ge=
den
letzten Jahren zu verzeichnen hatten, ein Bild bieter
An den Großherzog: Die vereinigten Stände und
leitet. Bekanntlich wird auch die Stadt Frankfurt durd
Man unterſcheidet in der Anordnung zwei Hauptabteilun
die Regierung des Großherzogtums ſenden Ew Kgl. Hoheit
dieſes Werk mit Waſſer verſorgt. In der Umgegend ſind
gen: die Delikateßwaren und die Kolonialwaren. Hie
ehrerbietigſten Gruß mit der erneuten Verſicherung un=
noch
eine ganze Anzahl Quellen, die noch erbohrt reſp. ge
werden nicht nur die Rohprodukte, wie Kaffee, Zucker
wandelbarer Treue
faßt werden können.
uſw. gezeigt, ſondern auch die Verarbeitungen zu fertigen
Nach dem Mahle fanden noch Beſichtigungen der An=
Wieder gings im Sonderzug weiter und um 12 Uhr
Platten. Die erſten Delikateßfirmen beteiligen ſich dabei
lagen uſw. und des Kaufmanns=Erholungsheims ſtatt
24 Minuten trafen die Teilnehmer in
und zeigen, welchen außerordentlichen Anſprüchen ver
Die Rückfahrt nach Friedberg im Sonderzuge wurde un
wöhnter Gaumen ſie zu genügen vermögen. Die Anfor
Bad Salzhauſen
5 Uhr 38 Min. angetreten. Mit der Ankunft in Friedberg
derungen einer ſtark geſteigerten Lebenshaltung werder
um 6 Uhr 24 Min. fand der offizielle Ausflug ſein Ende
ein. In dem Tanzſaale des Kurhauſes hielt hier Ge=
überhaupt
mit allen Mitteln zu befriedigen geſucht. Einen
Mehrfach wurden photographiſche Gruppenaufnahmen
heimerat Dr. Uſinger an Hand beſonders gefertigter
erheblichen Raum nimmt auf dieſem Gebiete nun auck
der Ausflugteilnehmer gemacht, beſonders in den Bädern
Pläne einen inſtruktiven Vortrag über die beiden großen und
die Nahrungsmittel=Induſtrie ein, wobei auch die Braue=
Nauheim und Salzhauſen.
ungemein bedeutſamen Werke der Provinz Oberheſſen
reien und Likörfabriken nicht fehlen. In den oberen Räu
Er erörterte beſonders die Aufgaben, die das Kraftwer
men befindet ſich eine beſondere Abteilung für Nahrungs=
Wölfersheim zu erfüllen hat, erklärte die weite Verzweig
mittelkontrolle
ung des bereits fertigen und in Betrieb befindlichen Fern=
Köln, 23. Mai. Das Automobil des Geheimrats
leitungsnetzes und erläuterte auch die Aufgaben, deren
Hauptverſammlung des Geſamt=
Haniel=Düſſeldorf ſtürzte infolge eines Unfalls in der
Löſung in nächſter Zeit noch bevorſtehe. Die Koſten de
Nähe von Köln in einen Chauſſeegraben. Geheimrat H
Odenwaldklubs
Netzes betrugen bis jetzt 1330000 Mark. Mit der Aus
wurde ſchwer, ſein Sohn leicht verletzt
führung waren fünf große Firmen beauftragt worden, die
g. Heidelberg, 25. Mak.
Hamburg, 24. Mai. Vor dem Seeamt kam geſterr
gleichzeitig mit der Arbeit begannen, wodurch die möglichſt
der Untergang der Viermaſterbark Pan=
Die diesjährige ordentliche Hauptverſammlung
ſchnelle Fertigſtellung gewährleiſtet wurde. Innerhalb
gani von der Reederei Lacies zur Verhandlung. Von
des Geſamt=Odenwaldklubs führte die Mit
eines Jahres konnten 351 Kilometer Fernleitungen geleg
34 Mann waren 30 ertrunken. Nach Schluß der Beweis=
glieder
nach der wunderſchönen Stadt am Neckar, nach
werden. Die Geſamtkoſten des Werkes betragen 380000
aufnahme führte der Reichskommiſſar aus, daß für den
Heidelberg. Der Hauptverſammlung ging am Sams=
Mark und die gewährleiſtete Rentabilität der Werke wird
tag abend im Saale der Harmoniegeſellſchaft ein Be=
Zuſammenſtoß im Kanal in der Nacht zum 28. Janua:
in Zukunft den Finanzverhältniſſen der Provinz Ober=
grüßungs
= und Familienabend voraus. Mit
allein die Führung des franzöſiſchen Dampfers Phryne
heſſen den feſten Rückhalt geben, wenn es auch jetzt noc
den fahrplanmäßigen und zahlreichen Sonderzügen trafen
verantwortlich zu machen ſei. Er tadelte die ſchlechte Au
nicht ſo iſt, daß die Provinz im Gelde ſchwimmt. Der Re=
in
den Vormittagsſtunden des Sonntags die einzelnen
nahme der geretteten Leute, die in den Keſſelraum einge
gierung, dem Landtage und den Beamten und Ingenieuren
Ortsgruppen in Heidelberg ein, und boten die Stunder
ſperrt und mangelhaft verpflegt wurden. Der Spruch des
die an der Fertigſtellung des Werkest beteiligt waren,
vor der Hauptverſammlung den meiſten noch genügend
Seeamtes lautete demgemäß, daß die Führung der Pan
ſprach der Vortragende herzlichſten Dank aus, beſonders
Zeit, um die vielen Sehenswürdigkeiten Heidelbergs, ins=
gani
keine Schuld treffe, ſondern allein den Kapitän
den Herren Geheimerat Kittler und Baurat Schöberl.
beſondere das Schloß, zu beſichtigen.
des franzöſiſchen Dampfers
In dem Speiſeſaal des Kurhauſes fand um 2 Uhr
Altona, 24. Mai. Beim Exerzieren des 45. Feldartil=
Begrüßungen.
Feſteſſen
lerieregiments ſtürzte geſtern ein Geſchütz um und
Pünktlich um 12 Uhr mittags eröffnete der Vorſitzende,
begrub die Bedienungsmannſchaft unter ſich. Drei Ka
ſtatt. Während des Mahles brachte der Präſident der
Herr Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing die Haupt=
noniere
erlitten ſchwere Verletzungen.
Zweiten Kammer, Köhler, den Trinkſpruch auf der
verſammlung in den Räumen der Schloßwirt=
Großherzog aus. Er führte etwa folgendes aus: Ich halte
ſchaft. Er hieß die Erſchienenen herzlich willkommen.
es für wichtig und erſprießlich, daß die, die berufen ſind
30 Jahre ſeien ſeit der Gründung des Klubs verfloſſen
Parlamentariſcher Ausflug nach
über die Geſchicke des Landes zu entſcheiden, in erſter Lini
und er könne erfreulicherweiſe feſtſtellen, daß die Auf
ſelbſt dieſes Land genau kennen. Ich darf wohl ſagen
wärtsbewegung des Vereins anhalte und bereits die Zahl
Oberheſſen.
daß das auch bei uns leider nicht in dem Umfange der
von 10000 Mitgliedern erreicht habe. Mit Freude iſt
Zweiter Tag
Fall iſt, wie es vielleicht wünſchenswert wäre, denn ei
wahrzunehmen, mit welchem Erfolg die Jugendwande=
iſt
nicht zu leugnen daß die einzelnen Provinzen auck
rungen nicht nur in der Stadt, ſondern auch auf den
Bad Salzhauſen, 24. Mai.
heute noch ein gewiſſes Sonderleben führen. Es gib
Lande durchgeführt werden. Erfreulicherweiſe iſt es auck
Der zweite Tag des parlamentariſchen Beſichtigungs
kein beſſeres Mittel, dieſen Mißſtand zu beſeitigen, als
gelungen, dem Verein eine Zeitſchrift zu gründen; hoffent
ausfluges, der die Teilnehmer von Bad Nauheim über
wenn wir uns recht oft ausſprechen, uns gegenſeitig be=
lich
iſt es möglich, dieſe Neuerung auf die Dauer durch
Wölfersheim, Inheiden nach Bad Salzhauſen brachte
ſuchen und die Heimat der einzelnen Kollegen gründlich
zuführen, ohne die Beiträge zu erhöhen. Weiter iſt mi
hatte noch mehr Teilnehmer gefunden, als der erſte. Von
kennen lernen. (Bravo.) Ich glaube, wir alle können mit
Genugtuung feſtzuſtellen, daß die Karten des Vereins
den Standesherren waren noch erſchienen Fürſt Karl zu
Dankbarkeit anerkennen, daß wir mit dem Erfolg des dies=
eine
immer größere Verbreitung gewinnen, ſo iſt auck
Solms=Hohenſolms Lich, Graf Solms
heute wieder eine Neuauflage der Klubkarte zu verzeich=
maligen
Ausfluges durchaus zufrieden ſein können. Hat
Laubach, ferner Freiherr von Heyl und weitere Mit=
nen
. Ich begrüße die Vertreter der Großh. Staatsregie
uns doch dieſer Ausflug durch ein gut Stück Oberheſſen
glieder der Erſten Kammer.
rung und der Stadt Heidelberg. Dank muß ich abſtatten
geführt und hat uns dort ſo viel Schönes und Wunder
der hohen Staatsregierung des Großherzogtums Bader
bares gezeigt, daß wir eine Fülle von Anregungen und
Vor 8 Uhr früh brachte ein Sonderzug die Teilnehmer
für die ſtete Mithilfe der Staatsbehörden, daß ſie es er
die angenehmſten Empfindungen über alles, was wir hier
zunächſt über Friedberg nach
laubte, daß ſich die Oberförſtereien in den Dienſt des
erlebt haben, mit nach Hauſe nehmen. Ich darf bei dieſer
Wölfersheim,
Odenwaldklubs ſtellten. Auch der Großherzog von Baden
Gelegenheit den Herren der Regierung und allen In=
verſönlich
hat wiederholt erklärt, er freue ſich, daß aud
ſtanzen, die uns geführt haben und uns alle die Schön=
wo
Herr Baurat Schöberl nach kurzer Begrüßung die
im ſüdlichen Odenwald der Klubgedanke zugenommen hat.
heiten der Natur gezeigt haben, die hier in dem Berglande
Beſichtigung des großzügigen Kraftwerkes durch einen
Dank gebührt auch dem Oberbürgermeiſter Wilckens, dem
vor uns ausgebreitet ſind, durch die Schöpfungen der Kunſ
Vortrag über die Aufgaben qund Leiſtungen des
Leiter der Verwaltung der Stadt Heidelberg für die Mit=
und Wiſſenſchaft, durch den Reichtum des Bodens, den die
Werkes und deſſen eminente? Bedeutung einleitete
hilfe bei der Neuanlage von Wegen und für die Mitarbeit
Natur der Provinz Oberheſſen geſchenkt hat, den aufrich
Die weſentlichſte Grundlage dieſes Werkes
der ſtädtiſchen Forſtämter. Ich brauche nicht zu betonen
tigſten Dank ausſprechen. Ich glaube, wir alle nehmen die
iſt,
daß es in unmittelbarer Nähe einer Braunkohlen=
daß
wir freudig nach Heidelberg gekommen ſind, in die
Empfindung mit, daß die Provinz Oberheſſen ſich in
grube errichtet wurde. Eine Seilbahn befördert die rohe
von Natu=
Stadt, die durch die einzigartige Verbindung
einem glänzenden Aufſtieg befindet und daß diejenigen,
Kohle aus der Grube in das Elektrizitätswerk. Die Wager
Ich begrüß
und Kunſt ohne Zweifel unerreicht daſteht
die Oberheſſen für rückſtändig hielten, ſich gewaltig geirr
entleeren ſich in die mächtigen Bunker der Keſſelanlage.
den Vertreter des deutſch=öſterreichiſchen Alpenvereins,
haben. Ich darf Herrn Geheimerat Dr. Uſinger meine An=
Aus dieſen ruſcht die Kohle auf die Treppenroſte der
mit dem uns gemeinſame Ziele verbinden und ich heiße
erkennung und Freude darüber zum Ausdruck bringen, daß
Keſſel,
um dort zu verbrennen
endlich herzlich willkommen den Vertreter der Sektion
Die Kohl
es ihm vergönnt iſt, an der Spitze einer ſo glänzenden
iſt nur mit den geringen Transportkoſten der Seilbahn
Heidelberg, von deſſen Gaſtfreundlichkeit wir bereits durch
Provinz zu ſtehen
aber mit keinen Fracht= und Verladekoſten belaſtet. Auf
den geſtrigen Empfang überraſcht wurden. (Lebhaftes
Daß wir mit den Mitteln, die für unſer Bad Nauheim
ihrem Wege vom Bergwerk bis zum Keſſel berührt ſie
Bravo!)
bewilligt wurden, etwas geſchaffen haben, das uns mit
keine Hand. Aus dieſem Grunde und infolge des weſent
Oberamtmann Specht=Heidelberg begrüßte im Na=
Stolz erfüllen darf und unſere Herzen höher ſchlagen läßt
lich leichteren Abbaues der Braunkohle gegenüber der
men des Miniſteriums des Innern des Großherzogtums
hat uns der geſtrige Tag gezeigt. Der heutige Tag ha
Steinkohle koſtet in dieſem Kraftwerk
bezogen au
Baden die Verſammlung. Induſtrie, Handel und Ge
gezeigt, in welcher Weiſe es gelungen iſt, die Schätze des
gleiche Wärmemengen die Braunkohle nur den etwa
werbe haben erfreulicherweiſe in den deutſchen Landen
Bodens und der Natur in weiteſtem Umfange der Menſch=
dritten
Teil der Steinkohle. Eine weitere Grundlage iſt
gewaltig zugenommen. Aber dies berge auch ſchwere Ge=
heit
zugänglich zu machen und ſo zu heben, daß wir gar
die Tatſache, daß das Werk mit der Preßſteinfabrik ver=
fahren
in ſich für die Geſundheit unſeres Volkes. Die
noch der Stadt Frankfurt von unſerem reichen Ueberflu=
bunden
iſt. Der Vorteil dieſer Verbindung iſt einma
Menſchenmaſſen werden in die Städte hineingedrängt. De
abgeben können. Es gilt, wenn die Kammern einen Aus
die Rentabilität garantierende Beſchäftigung des Berg
begrüße die Großh. Regierung die Beſtrebungen des Oden=
flug
in ihr Vaterland machen, nicht allein die Kenntni=
werkes
, die Abdampfverwertung und die Tatſache
waldklubs, der die Bekanntſchaft mit der Natur an Ar
des Landes zu vertiefen, es gilt auch von Perſon zu Per=
daß
das Kraftwerk wieder für den Grubenbetrieb un
beitsmenſchen vermittle und ſie hinausführe in die freie
on Fühlung zu gewinnen, was bei der Arbeit in Darn
die Preßſteinfabrik die Kraft liefert, Die dritte Grund
und reine Luft der Berge und Täler. Dieſe Beſtrebungen,
ſtadt nicht möglich iſt, die Kollegen einander menſchlich
bedingung iſt die zentrale Lage des Werkes in einem wei
die der Odenwaldklub ſeit mehr als dreißig Jahren ver
näher zu bringen, als es dort im ſtrengen Streit der Wort=
ten
Verſorgungsgebiet. Eins nur fehlt, daß das Werk
folge, haben erfreuliche Erfolge bereits gezeitigt. Einer
der Fall iſt. Manche Auffaſſung über den politiſchen Geg
nicht an einem Fluſſe liegt, der eine unerſchöpfliche Quell
beſonderen Verdienſt könne der Klub in Anſpruch nehmen,
ner wird bei ſolcher Gelegenheit einer Reviſion unter
von Kühlwaſſer geboten hätte. So mußte man ſich mi
daß er auch in letzter Zeit die Jugend in ſein Programm
zogen und in vielen Fällen wird die Auffaſſung ſich mil
einem Kühlturm begnügen. Das Werk wurde in der Zei=
aufgenommen
habe und in der Jugend die Liebe zur Na=
dern
. Ich begrüße es mit beſonderer Freude, daß wir
von kaum einem Jahre errichtet. Man hat danach ge=
tur
zu wecken verſuche. Er wünſche der Arbeit einen vol
auch eine große Anzahl der Mitglieder der Erſten Kammer
ſtrebt, mit möglichſt niedrigem Kapitalaufwand ein=
len
Erfolg und ſchließe mit einem frohen Glück auf!
bei uns ſehen dürfen, und ſpreche den hohen Herren herz;
Stromquelle von höchſter Oekonomie, großer Erweiter
Oberbürgermeiſter Wilckens=Heidelberg dankte für
lichſten Dank für die Teilnahme aus
-
Meine Herren
ungsfähigkeit und Betriebsſicherheit zu ſchaffen. In den
die freundlichen, nur zu gütigen Worte des Herrn Vor
Wir ſind die Stände des Großherzogtums Heſſen. Wit
gefälligen, großzügigen Bau macht ſich überall das Stre
ſitzenden. Er verweile gerne in der Mitte der Verſamm=
önnen
mit Stolz feſtſtellen, daß unſer kleines Vaterland
ben nach Einfachheit bemerkbar. Der Redner ſchloß ſei
lung und ergreife gerne die Gelegenheit, ſie im Namen
in den letzten Jahrzehnten einen mächtigen Aufſchwun
nen einleitenden Vortrag mit Anerkennung der Verdienſte
der ſtädtiſchen Verwaltung freundlichſt zu begrüßen.
Die
genommen, daß es ſich wohl behaupten kann in der Reihe
ſeiner Mitarbeiter, vor allem der Herren Baurat Haa
Vereinigung habe zweifellos das große Verdienſt, daß
der Bundesſtaaten. In dieſem ſtolzen Gefühl muß ſic
und Regierungsbaumeiſter Petry, deren Kunſt es ge
ie die Wanderluſt belebe, damit aber zugleich die Liebe
unſer Blick aufwärts wenden zu dem der an der Spitz
lang, mit einfachen Mitteln ſo Vollendetes zu ſchaffen.
zur Heimat pflege. Das Wandern ſei nur zu einem Ge=
dieſes
ſchönen Landes ſteht, zu unſerem Großherzog.
Dem Vortrag folgten intereſſante techniſche und ſtati=
meingut
zu machen, wenn die Wege in gutem Zuſtande
M. E. leeren Sie mit mir Ihr Glas und einen ſich mit
und kenntlich gemacht ſind. Deshalb habe es der Oden=
ſtiſche
Mitteilungen, die ſpäter während des Rundgange
mir in dem Rufe: Se. Kgl. Hoheit der Großherzog
waldklub ſtets als ſeine vornehmſte Pflicht betrachtet, die
noch ergänzt wurden. Es dürften daraus folgende Mi=
hoch
, hoch, hoch!!
Wegeverbeſſerungen zu betreiben und dadurch den Oden
teilungen intereſſieren: Die rieſigen Keſſelanlagen haben
Itaatsminiſter Dr. von Ewald Exz. ſprach namen:
wald der Allgemeinheit zu erſchließen. Er wünſche der
zuſammen 1300 Quadratmeter Heizfläche. In dem neuen
der Mitglieder der Regierung für die freundlichen Worte
Verſammlung einen guten Verlauf und rufe ihr ein kräf
Maſchinenhaus ſtehen vorerſt zwei Dampfturbinen, die zu
ſowie für die Einladung herzlichen Dank aus. Ich glaub=
tiges
Glück auf! zu. Er ſchloß mit den Worten: Seier
ſammen 4000 Pferdeſtärken entwickeln. In einigen Jah=
wir
haben auch noch nach anderer Richtung einen erfreu
Sie uns herzlich willkommen in Alt=Heidelberg!
Her=
ren
wird eine weitere Turbine aufgeſtellt werden müſſen
lichen Tag hinter uns. Der Eindruck, den der Freund
Landgerichtsrat Mittermaier begrüßte die Verſamm=
Der Vortragende ſchloß: Die heutige Beſichtigung ve=
von
einem konſtitutionellen Verfaſſungsleben von dieſen
lung im Namen der Ortsgruppe Heidelberg des Deutſch=
deutet
einen gewiſſen Abſchluß einer intereſſanten Arbeit.
Zuſammenleben der beiden Kammern mit der Regierung
Oeſterreichiſchen Alpenvereins und wies
Es drängt mich heute, Seiner Exzellenz dem Herrn Finanz=
gewonnen
hat, war hocherfreulich. Ich möchte darum der
darauf hin, daß die beiden Vereine ſeit jeher auf das engſte
miniſter Dank zu ſagen für das Vertrauen, das er un=
Wunſch ausſprechen, daß die Harmonie des heutigen Ta
mit einander verbunden waren. Haben doch vier Mit=
während
der Durchführung dieſes Unternehmens, auch in
ges andauert, namentlich auch in den Fragen, die un=
tlieder
des Alpenvereins als erſte den Aufruf zur Grün
ſeinem ſchwierigſten Stadium, entgegenbrachte und be
nach Wölfersheim geführt haben. Ich hoffe,
daß die
dung einer Ortsaruppe Heidelberg des Odenwaldklube
wahrte. Herzlichen Dank auch den ausgezeichneten Mit=
Steine, die ſeither die Herzen der Herren gepreßt haben
unterzeichnet. Als Vertreter der Ortsgruppe Hei
arbeiterr
gefallen ſind, auch bei den Herren die ſeither an Preß
delberg des Odenwaldklubs begrüßte der Vor
Daran ſchloß ſich die Beſichtigung der Werke, zu der
ſteinen keinen Gefallen hatten. (Bravo.) Des Redners
ſitzende, Herr Profeſſor Greber, die zahlreich Erſchiene
die Teilnehmer in vier Gruppen eingeteilt wurden, die
Hoch aalt den beiden Kammern.
nen. Bei dem ſo zahlreichen Beſuch dränge ſich unwill=
von
den Herren Baurat Schöberl, Berarat Schulz
Fürſt Karl zu Solms=Hohenſolms=Lic
kürlich der Vergleich auf mit der Hauptverſammlung, die
Oberingenieur v. Stadler und Bekriebsführer Knock
ſprach den Dank der Erſten Kammer an die Mitglieder de
im Mai 1886 in denſelben Räumlichkeiten tagte. Es waren
geführt wurden. Beſonders eingehend wurden in Augen=
Zweiten Kammer aus dafür, daß die Erſte Kammer wie
damals 25 Teilnehmer aus 9 Ortsgruppen erſchienen und

[ ][  ][ ]

Nummer 120.
der Geſamtverein zählte damals insgeſamt nur 23 Orts
gruppen
Im Namen des Geſamtvereins dankt hierauf Herr
Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing für die Begrüßungs
worte, insbeſondere Herrn Oberbürgermeiſter Wilckens,
durch deſſen Initiative die Stadtverwaltung den Teilneh
mern eine Schloßbeleuchtung beſcherte. Sodann wurde
in die Beratung der
Tagesordnung
eingetreten. Der im Druck vorliegende Bericht der Haupt
verſammlung in Groß=Umſtadt 1912 wurde genehmigt
Der Vorſitzende erwähnte ſodann Einzelheiten des Be
richtes über die Tätigkeit des Klubs im Vereinsjahr
1912/1913, die wir bereits näher mitgeteilt hatten. Er
ſprach im Namen des Vereins für die dem Verein ge=
machten
Schenkungen Dank aus
Hierauf wurde zur Feſtſtellung der Teilnehmerzahl
an der Hauptverſammlung geſchritten. Es waren an=
weſend
von 68 Ortsgruppen 3483. Mit=
glieder
, u. a. von Darmſtadt 450 Mitglieder, Mann=
heim
574, Frankfurt 26, Heppenheim 51,
Lengfeld 34
Michelſtadt 44, Seeheim 32, Waldmichelbach 31 und Zwin
genberg 2
Zum Bericht wurde von Poſtſekretär Weber=Ober
Ramſtadt als Vertreter des Modautales Dank ausgeſpro
chen für die durch den Odenwaldklub arrangierte Unter
ſtützungsaktion zugunſten der durch den Nieder=Modaue
Bankkrach ſchwer Geſchädigten.-Es war ein Telegrammein=
gelaufen
vom Großherzog von Heſſen: Danke
herzlichſt für treuen Gruß des Odenwaldklubs und wünſche
der Tagung die beſten Erfolge. (Bravo!
Oberamts=
richter
Wünzer in Waldmichelbach, der Vorſitzende des
Wegbezeichnungsausſchuſſes, ſprach zunächſt ſeine Freude
darüber aus, daß eine Neuauflage der Klubkarte erfor=
derlich
wurde. Die immer noch wachſende Verbreitung
der Karte ſei ein Beweis für ihre Brauchbarkeit. Es ſe
aber bedauerlich, daß dieſer demnächſt Konkurrenz ge=
macht
werden ſolle. Er richte an alle Mitglieder die
Bitte, für die Verbreitung der Klubkarte beſorgt zu ſein
denn die Wegmarkierung baſiere ja zum größten Teil au
den Erträgniſſen dieſer Einnahmen. Würden dieſe Ein=
nahmen
fortfallen, wäre auch eine weitere Herausgabe
von Klubkarten in Frage geſtellt. Es ſei nicht angängig
daß man ein Konkurrenzunternehmen die Frchte der eige
nen Arbeit ernten laſſe. Von verſchiedenen Ortsgruppen
geſtellte Anträge auf Wegmarkierung mußten leider abge=
lehnt
werden. Die Wegmarkierung beruhe auf einem Sy=
ſtem
großzügiger Hauptlinien von Norden nach Süden
und Oſten nach Weſten; ferner ſeien eine Anzahl Wege
markiert, die die Hauptlinien verbinden, ihnen zuſtreben
oder auch ſelbſtändig beſtehen. Man müſſe aber dabei
richtig Maß halten können, denn der Wanderer will nicht
an jedem Baum eine Markierung ſehen, man könne den
Wald nicht zum Farbkaſten machen. Wenn Ortsgruppen
auf eigene Fauſt Wege markieren, ſo ſei dies zwecklos
und ſinnverwirrend. Der Ausſchuß ſtelle aber den Orts=
gruppen
unentgeltlich Wegſchilder zur Verfügung, wenn
nachgewieſen wird daß ein allgemeines Intereſſe vor=
liegt
. Es möge hiervon recht fleißig Gebrauch gemach
werden. Der Vorſitzende dankte dem Ausſchuß namen=
des
Geſamtvereins für die ſegensreiche Arbeit.
Sanitätsrat Dr. Koppe=Seeheim teilte mit, daß
leider durch ein Verſehen Seeheim nicht in der Liſte der
Jugendwanderherbergen zu finden iſt. Er wolle bekann:
geben, daß es auch der Ortsgruppe Seeheim gelungen
iſt, 4 Jugendherbergen zu finden, in Balkhauſen im Gaſt
haus zur Rieſenſäule, im Stettbacher Tal, Seeheim und
am Bahnhof in Bickenbach
S.
Die Rechnung der Zentralkaſſe
für 1912/13 wurde mit dem Dank an den Rechner Löwe
und unter Entlaſtung desſelben genehmigt. Zum Vor=
anſchlag
für 1913/14 führte der Vorſitzende aus, daß
nicht allen Wünſchen entſprochen werden konnte. Es
müſſe unbedingt darauf geſehen werden, daß bei allen
Anträgen auf Errichtung von Bauten in Zukunft ein ord=
nungsmäßiger
Voranſchlag eingereicht werde. Als eine
wichtige Neuerung begrüße er nochmals die Zeitſchrift.
Der
Der Voranſchlag wird unverändert angenommen.
Vorſitzende erklärte hierauf, daß er leider wegen eine‟
Dienſtreiſe ſcheiden müſſe, er übertrage dem ſtellvertreten
den Vorſitzenden, Oberbürgermeiſter Köhler=Worms,
den Vorſitz der Verſammlung. Er wünſche den Arbeiten
noch reichen Erfolg.
Der Vorſitzende, Oberbürgermeiſter Köhler, teilte
hierauf der Verſammlung mit, daß ein Glückwunſchtele=
gramm
vom Pfälzer Waldverein eingelaufen ſei
ES
folgte die Wahl des
Ortes für die nächſte Hauptverſammlung
Der 1. Schriftführer, Oberlehrer Dr. Köſer= Darm=
ſtadt
, teilte mit, daß zwei Einladungen eingelaufen ſeien
von Seeheim und Michelſtadt. Der Zentralaus
ſchuß ſchlage der Verſammlung vor, als Ort der näch=
ſten
Tagung Bensheim zu wählen. Dr. Koppe
Großherzogliches Hoftheater.
Sonntag, 25. Mai
Frühlingsfeſtſpiele.
7. Abend
IVIII. Sinfonie von Guſtav Mahler
W-l. Als Abſchluß der glanzvoll verlaufenen Früh
lingsfeſtſpiele des Hoftheaters gelangte heute abend unter
der Leitung des Herrn Hofkapellmeiſters de Haan Mah=
lers
VIII. Sinfonie (die Sinfonie der Tauſend) zur
Aufführung, Mitwirkende waren: Gertrude Foerſtel
Kammerſängerin aus Wien, Katharina Jüttner
Hofopernſängerin von hier, Anna Jacobs, Hofopern=
ängerin
von hier, Cäcilie Pfleger, Opernſängerin
aus Baſel, Auguſt Globerger, Hofopernſänger von
hier, Otto Semper, Hofopernſänger von hier und
Wilhelm Fenten, Hofopernſänger aus Maniheim
Die Chöre wurden geſtellt von dem Rühlſchen Ge=
ſangverein
aus Frankfurt a. M., dem Muſikver
in und dem Sängerchor des Lehrervereins
von hier und 100 Schülern des hieſigen Real=Gym
raſiumss unter Leitung des Herrn Reallehrers Heinrich
Müller von hier. Das Orcheſter wurde gebildet von
der Großherzoglichen Hofkapelle, die durch
hieſige und auswärtige Künſtler auf 90 Mitwirkende ver
ſtärkt worden war. Den Orgelpart hatte Herr Hofchor
direktor Robert Preuß übernommen. Die Aufſtellung der
600 Mitwirkenden hatte ſich auf dem rieſigen Bühnenraun
glatt vollzogen, in der Mitte ſaß das Orcheſter und
ringsherum die Chöre, der I. Chor zur Linken und der
II. Chor zur Rechten, im Hintergrund der Knabenchor, die
ſieben Soliſten hatten vorn neben dem erhöhten Dirigen
tenpult Platz genommen. Das Arrangement war zweck=
mäßig
und der Rahmen einfach und ſtimmungsvoll. Das
Haus war vollbeſetzt, wobei zu berückſichtigen iſt, daß die

Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 26. Mai 1913.
Seite 5.
Seeheim befürwortete Seeheim als Ort der Tagung
legte er als unzweckmäßig dar. Ein nationalliberaler Red=
und malt die Vorzüge Seeheims in humoriſtiſcher Weiſe,
ner hatte keine Bedenken gegen die Abſtriche, da es ſich um
desgleichen die Vertreter von Michelſtadt und Bensheim
einen Nachtragsetat handle, der nur bis zum 31. März
Herr Dr. Weißmann=Lindenfels teilt mit, daß ſich
1914 gelte. Für die Folgezeit werde das Bedürfnis er=
Lindenfels vorbehalte, die Bewerbung für 1915 vorzu=
neut
geprüft werden. Er trat weiter der Anſchauung ent=
bringen
. Es wird faſt einſtimmig Benshein
gegen, als ob in der Armee Sinekuren geſchaffen würden.
gewählt. Herr Ehrhardt=Bensheim dankt für die
Ein fortſchrittlicher Redner meinte, man ſolle wenigſtens
Wahl und hofft auf einen guten Beſuch im nächſter
einen Verſuch mit gehobenen Unteroffizieren machen und
Jahre.
ſich nicht durch geſellſchaftliche Gründe davon abhalten laſ=
Der Vorſitzende widmete den verſtorbenen Mit
ſen. Ein ſozialdemokratiſcher Redner begründete noch
gliedern Haffner=Mannheim und Krämer=Wimpfen
mals den gleichen Wunſch. Ein Redner des Zentrum=
zu
deren Gedenken ſich die Anweſenden von den Plätzen
wandte ſich gegen den freiſinnigen Antrag, der der Logil
erhoben, einen Nachruf. Die Zuwahl und Ergänzungs=
entbehre
. Er vertrat dem entgegen die Regierungsforde=
wahlen
wurden von der Hauptverſammlung definitiv be
rung. Die Stellung gehobener Unteroffiziere halte er für
chloſſen
eine unglückliche Zwitterſtellung
Zum Schluß gab Herr Profeſſor Kiſſinger=Darm
In der Abſtimmung wurde die ſozialdemokratiſche
tadt einige Mitteilungen über die neue Zeitſchrift, und
Reſolution und der fortſchrittliche Antrag abgelehnt. Die
hofft, daß ſie auf die Dauer erſprießlich wirken möge
Forderungen der Vorlage, betreffend die höheren Offi=
Der Vorſitzende dankte Herrn Profeſſor Kiſſinger für ſeine
ziere, wurden gegen die Sozialdemokraten und Fortſchritt=
unermüdliche
Arbeit zum Gelingen dieſer Neugründung,
er genehmigt, dann die Oberleutnants und Leutnants
worauf die Zeitſchrift zunächſt auf ein Jahr ge
nach dem Zentrumsantrag, alſo ſtatt 1538 nur 530 bewil=
ehmigt
wurde
ligt. Ueber Titel 7 (Mannſchaften) wurde auf Antrag
Unter dem letzten Punkt der Tagesordnung, An
beſonders abgeſtimmt, und ebenfalls entſprechend dem
träge der Ortsgruppen wurde einem Antrag Linden=
Zentrumsantraa ſtatt 8607 Unteroffizieren 7563 genehmigt
els zugeſtimmt, die Ortsgruppen ſollen dringend ge
Eine fortſchrittliche Reſolution, die den Reichskanzler er
eten werden, gemäß dem Beſchluß der Hauptverſamm
ucht, die von der Heeresverwaltung zu beſetzenden
lung vom 17. Mai 1908 in Erbach nur die deutſche Be
Schreibſtellen tunlichſt nicht mit aktiven Mannſchaften, ſon=
zeichnung
Ortsgruppe‟
zu gebrauchen
Hierau
dern mit geeigneten Schreibhilfen aus dem Zivildienſt zu
chloß der Vorſitzende mit Dankesworten für das Er
beſetzen, wurde gegen die
Sozialdemokraten und Fort
die Verſammlung.
Nach der Verſammlung
chrittler abgelehnt.
Nächſte Sitzung Montag vor
vereinigten ſich die geladenen Gäſte, der Zentralausſchuſ
mittag.
und die Vertreter der Ortsgruppen in der Schloßwirt=
chaft
zu einem Feſteſſen, wo nochmals der Zuſammen=
hang
der Einzelmitglieder des Geſamtvereins zum Aus=
Der Kaiſer zur Richard Wagner=Feier.
druck gebracht wurde. Den ſtimmungsvollen Schluß der
* Bayreuth, 24. Mai. Geſtern hat der deutſche
Tagung, die vom herrlichſten Wetter begünſtigt war, bil
Kaiſer anläßlich des 100. Geburtstages Richard Wag
dete am Abend eine Schloßbeleuchtung, Beleucht
ners an Frau Coſima Wagner folgendes Tele=
ung
der Alten Brücke und ein prachtvolles Feuerwerl
gramm gerichtet: Den heutigen 100jährigen Geburtstag
auf dem Neckar
Richard Wagners will ich nicht vorübergehen laſſen, ohne
Ihnen, gnädige Frau, ein Zeichen meines Gedenkens zu
ſenden. In der ganzen Nation wird der heutige, für die
Budgetkommiſſion des Reichstages.
deutſche Kunſt und die deutſche Kultur ſo bedeutungsvolle
Tag gefeiert, und dankbaren Herzens wandern auch mein
* Berlin, 24. Mai. Die Budgetkommiſſion
Gedanken nach dem ſtillen Bayreuth, wo der vor 100 Jah=
des
Reichstages fuhr heute bei der Beratung des
ren Geborene vom Kampfe ſeines Lebens ruht; der Stätte
Ergänzungsetats zum Militäretat bei Ka=
von
welcher die Größe und der Ruhm ſeines unſterblichen
pitel 19 (frühere Truppenbefehlshaber) fort. Bei einer
Anfrage von nationalliberaler Seite gab der Kriegs=
Schaffens und Wirkens in alle Welt getragen wurde zum
miniſter Auskunft über die Entſtehung und Entwicklung
Heile und Segen deutſcher Kunſt. Ich habe in meinem
der Generalinſpektionen, insbeſondere über die Stellung
Opernhauſe heute mein Lieblingswerk: Die Meiſterſinger,
des Inſpekteurs der Feldartillerie und die Gründe, die
ür die Schüler der Berliner Gymnaſien aufführen laſſen
einen Generalinſpekteur bei dieſer Waffe nicht erforder
um auf die heranwachſende Generation erzieheriſch im
lich machten. Ein fortſchrittlicher Redner befürchtete, bei
Geiſte Wagners einzuwirken. Ferner fand eine Gedächtnis=
Berufung der Armeeinſpekteure ſeien mehr dynaſtiſche
feier in meinem Schauſpielhauſe ſtatt, wo ſeinerzeit Der
Rückſichten als die Tüchtigkeit maßgebend. Der Kriegs
Fliegende Holländer zum erſten Male gegeben wurde.
miniſter erläuterte Ort und Umfang der Tätigkeit und
die Stellung der Armeeinſpekteure, widerlegt die ebenfalls
geäußerte Befürchtung, daß dieſe ihren Aufgaben nicht
gewachſen ſeien, und äußerte ſich weiter über die Ver=
Luftfahrt.
teilung der Armeeinſpektionen. Die neu eingeführte Stelle
* Frankfurt, 24. Mai. Die Hamburg= Amerika=
eines
Armeeinſpekteurs wurde bewilligt. Von den neu
Linie veröffentlich das vorausſichtliche Programm für
geforderten Kavalleriebrigadekommandeuren wurde in
die Paſſagierfahrten mit den Zeppelin=Luftſchiffen.
Konſequenz des von der Kommiſſion vorgenommenen Ab=
Hanſa bis 31. Mai in Berlin=Potsdam, vom
ſtrichs von drei Kavallerieregimentern nur zwei Kaval=
1. Juni bis 15. Juli in Hamburg, vom 16. Juli bis
leriebrigadekommandeure bewilligt. Kapitel 20 mit den
9. Auguſt in Berlin=Potsdam, vom 10. Auguſt bis 4. Sep
Gouverneuren von Graudenz und Königsberg wurde be
tember in Hamburg, vom 5. bis 25. September in Ber=
willigt
. Bei dem Kapitel Adjutanturoffizier
lin=Potsdam, vom 26. September bis 14. Oktober in Ham=
wurden
von den geforderten 26 Hauptleuten und Ritt
burg, vom 15. Oktober bis Jahresende in Berlin= Pots=
meiſtern
24 bewilligt. Zu Kapitel 24 Geldverpflegung
dam. Viktoria Luiſe vorausſichtlich in Frankfurt
der Truppen lagen folgende Anträge vor: a) ein Zen=
a
. M. Ende November abwechſelnd in Baden=Baden
rumsantrag, 1008 Leutnants und 1044 Unteroffiziere zu
Sachſen nach Eröffnung der neuen
ſtreichen, ebenſo, die verlangten 13 Regimentskomman
Luftſchiffhalle,
etwa 22. Juni, bis auf weiteres in Leipzig
deure (penſionierte Offiziere bei Bezirkskommandos)
darunter Düſſeldorf und Frankfurt a. M. II), dann b) eine
* Baden=Baden, 24. Mai. Die dritte ordent
ozialdemokratiſche Reſolution, Unteroffizieren das Auf=
liche
Generalverſammlung der Delag fand
rücken in Offiziersſtellen zu ermöglichen; e) ein fortſchritt=
am
Samstag, vormittags 11 Uhr, im Kurhauſe zu Ba=
licher
Antrag, für den Stab jedes Infanterie=Regiments
den=Baden ſtatt. Von 3000 waren 791 Aktien ver
einen Oberſtleutnant, zwei Majore, zwei Hauptleute und
treten. Den Vorſitz führte Herr Geh. Kommerzienrat Dr. Oberleutnant zu bewilligen und die übrigen zu
Ing. Ernſt Schieß=Düſſeldorf. Der Geſchäftsbericht
ſtreichen, ferner von den für 1914 zu fordernden Leutnants=
und die Bilanz von 1912 wurden einſtimmig genehmigt.
tellen die Hälfte mit gehobenen Unteroffizieren zu be
Ebenſo wurde dem Aufſichtsrate und dem Vorſtande von
etzen. Der Zentrumsantragſteller führte aus, da die Zah
den anweſenden Aktionären Entlaſtung erteilt. Turnus=
der
angeforderten Leutnants nicht voll eingeſtellt werden
mäßig mußten 5 Herren vom Aufſichtsrate durchs Los
könne, weil ſo viel Nachwuchs vorläufig nicht vorhanden
usſcheiden, die durch Akklamation einſtimmig wieder=
ei
, ſo wolle er ſo viel abſtreichen, daß die Zahl auf dem
gewählt wurden. Auf Vorſchlag des Vorſtandes wurde
Papier dem wirklichen Beſtand entſpreche. Der fortſchritt=
ferner
an Stelle des verſtorbenen Herrn Ludwig Delbrück=
iche
Redner äußerte: Bei uns beſteht kein Mangel ar
Berlin Herr Oberbürgermeiſter Beutler=Dresden für
Offizieren im Mobilmachungsfalle; wir ſeien vielmehr ir
den Aufſichtsrat neu hinzugewählt. Die bekannten Vor=
bezug
auf die vorhandenen Offiziere weit beſſer geſtellt,
ſchläge des Aufſichtsrates und des Vorſtandes wegen Sa=
als
die in Betracht kommenden anderen Nationen. Ge=
nierung
der Delag und Beſeitigung der Unterbilanz wur=
neralleutnant
Wandel gab Auskunft über den Umfang der
den einſtimmig nach kurzer Debatte gutgeheißen und ge=
Uebungen des Beurlaubtenſtandes und ſagte zu, daß ſie
nehmigt. Die Durchführung der Transaktion iſt aller
us vielfachen Gründen auch militäriſcher Art im ausge=
Nach Schluß der General=
Vorausſicht nach geſichert.
dehnten Maße auch im Winter ſtattfinden ſollen. Er gab
verſammlung fand noch eine Aufſichtsratsſitzung ſtatt.
des weiteren Aufſchluß über die fehlenden Offiziere und
*
Johannisthal, 24. Mai. Der Flugſchüler
Unteroffiziere, die durchaus kein ungünſtiges Bild ergab
Dietrich, der Begleiter des am 14. d. M. bei einem
Die angeregte Einrichtung von gehobenen Unteroffizierer
Zeä
Hauptprobe am Vormittag dem Vernehmen nach ausver=
Unter Herrn Hofrat de Haans begeiſterter und an=
auft
war. Der erblindete Landgraf von Heſſen, bekannt=
ſpornender
Leitung wurde die Rieſenaufgabe, welche die
lich ein großer Muſikenthuſiaſt, wohnte der Aufführung in
Aufführung dem Dirigenten und den Mitwirkenden ſtellt
glänzend gelöſt. Die Leiſtungen der Soliſten waren ſämt=
der
kleinen Hofloge bei
lich erſtklaſſig, allen voran die des Frl. Foerſtel, welche
Eine Beſprechung des grandioſen Werkes im einzelnen
die Höhe ihrer Partie mit phänomenaler Leichtigkeit er=
das
ſich den größten ſymphoniſchen Meiſterwerken unſerer
klomm und ebenſoſehr durch die beſtrickende Schönheit ihrer
Klaſſiker an die Seite ſtellt und neben Beethovens Neunter
Stimme, wie auch durch die wundervolle Art ihres Vor=
genannt
zu werden verdient, iſt in dem Rahmen einer
trags entzückte, daneben es fertig brachte, die ganze Partie
Tageskritik nicht möglich und würde auch, wie die vor
auswendig zu ſingen. Auch die Vertreterin des zweiten
muſikaliſcher Gelehrſamkeit ſtrotzende Analyſe von Richard
Soprans, Frl. Jüttner und die erſte Altiſtin, Frl.
Specht, einem wahren Meiſterwerke kritiſcher Analyſe, be
Jacobs, führten ihre Aufgaben glänzend durch, während
veiſt, nur ein fachwiſſenſchaftliches Intereſſe haben. Auch
die zweite Altiſtin, Frl. Pfleger, nur eine ganz kleine
dem Meiſter ſelbſt war ja nur am ganzen eines leben=
Partie zu ſingen hatte. Prächtig bei Stimme und geſang=
digen
Eindrucks gelegen. Dieſen überwältigenden Ein=
lich
hervorragend waren die Herren Globerger und
druck in Worten wiederzugeben, iſt kaum möglich. Dazu
Semper. Senſation erregte Herr Fenten mit ſeiner
gehört wieder ein großer Dichter. Wenn der Varfaſſe
nächtigen Baßſtimme in der Partie des pater profundus.
der Analyſe des Werkes ſagt, daß man den Schluß des
Die Chöre waren grandios, alles klappte brillant, auch die
Goetheſchen Lebenswerkes kaum mehr anders wird ſehen
100 Knaben machten ihrem Lehrmeiſter, Herrn Müller
und verſtehen können, als man es jetzt in dieſer klingen=
Ehre
den Exegeſe gelernt hat, ſo iſt dies die Summe aller Ein=
Nach Schluß der Aufführung brach ein Sturm der Be
drücke, die man von dieſer wie aus jener Welt zu uns
geiſterung los, der kein Ende nehmen wollte. Herr Hofrat
herüberklingenden, alle ſeeliſchen Emfindungen auslöſen=
de
Haan erntete neben ſeinen künſtleriſchen Lorbeeren
den Muſik empfängt, die uns ein neues Evangelium am
auch ſichtbare in Geſtalt von zwei Rieſenkränzen, die ihn
und in
Beginne eines neuen Jahrhunderts verkündet
unter jubelndem Beifall des Publikums überreicht wurden
allen, die es hören, einen ungeheuren Schrei des Dankes
Auch die Soliſten wurden durch Blumenſpenden geehrt
erweckt.
So haben denn die Frühlingsfeſtſpiele des
Der erſte Teil bildet mehr eine Einleitung zu dem
Hoftheaters, die unter dem lebhafteſten Intereſſe des Pu=
zweiten
und erſchließt ſich dem Verſtändnis ſchwerer. In
blikums verlaufen ſind, einen ſchönen und denkwürdiger
dem zweiten Teile reiht ſich Wunder an Wunder und eine
Abſchluß gefunden. Sie haben uns nicht nur eine Reihe
neue Welt von Klangſchönheiten und Harmonien tut ſich
userleſenſter Kunſtgenüſſe gebracht, ſondern auch dem Hof=
auf
, in der alles zur himmliſchen Melodie wird; der letzt
heater ſelbſt zu neuem Anſehen verholfen und ſeinen künſt=
Abſchnitt von dem muſikaliſch mit überirdiſcher Schönheit
leriſchen Ruf nach außen hin gehoben. Am Schluſſe der
illuſtrierten Heranſchweben der Mater gloriosa bis zu den
Saiſon darf der neue Leiter des Hoftheaters mit Rech
die Hörer mit frommem Schauen erfüllenden und mächtig
ſagen: Wir haben gezeigt, was wir leiſten können.
ergreifenden Schluß gehört zu dem Schönſten und Herr=
ichſten
, was jemals in Tönen zum Ausdruck gelangt iſt.
Wie Goethes Fauſt, wird auch dieſe Fauſtſymphonie un
ſterblich ſein

[ ][  ][ ]

Nummer 120.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 26. Mai 1913.
Hierauf ſang der Domchor das Lieblingslied der
Zuſammenſtoß zweier Flugzeuge tödlich verunglückten
von Feierlichkeiten vollzogen, deren Umfang und Ordnung
Prinzeſſin: Der Herr iſt mein Hirte das unter ſo zar=
Der uner
2
Hauptmanns Jucker, iſt geſtern ſeinen Verletzun
von Allerhöchſter Stelle angeordnet war.
ten Tönen vorgetragen wurde, daß es allen Anweſenden
Gelände des
gen erlegen.
meßlichen Menſchenmenge, die auf dem
zu Herzen ging. Hiermit ſchloß die kirchliche Feier.
Luſtgartens ſtand, ſowie einigen Bevorzugten, die bei de
tie
war es ver=
Bildergalerie Aufſtellung erhalten hatten,
Die Herrſchaften begaben ſich in gleich feierlichem Zuge
gönnt, den Brautzug zur Schloßkirche zu ſehen
nach dem Saal der Bildergalerie, um dem Brautpaat
Die Hochzeitsfeierlichkeiten
Glückwünſche auszudrücken. Unterdeſſen nahm der Hof
im
Nachmittags um 4½
Uhr verſammelten ſich
ſtaat in der üblichen Weiſe Aufſtellung im Weißen Saal
in Berlin.
darunter di
Königlichen Schloß die
Hochzeitsgäſte
als Chaine gegenüber dem Thronhimmel. Auf den
Korps,
die
Prinzen, ſowie das
diplomatiſche
* Berlin, 23. Mai. Das engliſche Königs
Thron nahm das Brautpaar Platz, um die ſchier unend=
Exzellenzherren, die Räte erſter Klaſſe in den ihnen
paar beſuchte heute nachmittag das Kronprinzenpaar.
liche Defiliercour abzunehmen. Nach den Klänger
zugewieſenen Gemächern. Im Kurfürſtenzimmer erwar
Der Zar empfing zum Tee das Prinzenpaar Heinrich
des Hochzeitsmarſches aus dem Sommernachtstraun
tete das Kaiſerpaar mit dem Herzogspaar vot
mit ſeinen Söhnen, ferner das Erbprinzenpaar vor
zogen in ununterbrochenem Wechſel die Gäſte vorüber.
Cumberland, dem Kronprinzenpaar, den Brüderr
Sachſen=Meiningen, das Prinzenpaar Friedrich Karl von
Zuerſt die Botſchafter, dann das diplomatiſche Korps,
der Braut, dem Großherzogspaar von Mecklenburg=
Heſſen mit ſeinen Söhnen und das Großherzogs=
der
Reichskanzler, Staatsſekretär von Jagow uſw
Schwerin, dem Prinzenpaar Max von Baden und der
paar von Heſſen. Später beſuchte der Zar die eum=
In der
Prinzeſſin Olga den Beginn der Feſtlichkeiten
Gegen 7 Uhr war die Defiliercour beendet und die
berländiſchen Herrſchaften.
boiſierten Galerie verſammelten ſich die königliche Fa=
Herrſchaften begaben ſich in den Zeremonienſaal. Das
milie, der Zar, das engliſche Königspaar und die übri
Brautpaar ſaß in der Mitte nach der hufeiſenförmiger
Feſtvorſtellung im Opernhauſe.
K
im
gen Fürſtlichkeiten. Ihre Hofſtaaten hielten ſic
Tafel. Neben der Braut ſaß der Herzog von Cumber
Das
Königszimmer und in den Roten Kammern bereit.
and, neben dem Bräutigam die Großherzogin von Ba=
* Berlin, 23. Mai. Nachmittags war Familien=
Hochzeitszeremoniell begann mit der Ueberbringung de
den, weiter die Kronprinzeſſin, der Großherzog vor
tafel beim Kaiſerpaar im Eliſabethſaal. Gleichzeitig
Prinzeſſinnenkrone. Im chineſiſchen Kabinett nahm die
Baden, die Großherzogin von Heſſen, Prinz und Prin
wurde Marſchalltafel in der Bildergalerie abgehalten. Un
Kaiſerin die Befeſtigung der Prinzeſſinnenkrone vor. Ihr
zeſſin Heinrich von Preußen u. a. Gegenüber dem Braut=
8 Uhr begann im Opernhauſe die Feſtvorſtel
leiſtete dabei die Oberhofmeiſterin Gräfin Brockdorſ
paar ſaß der Kaiſer, rechts von Sr. Majeſtät die Köni=
lung
. Das Haus ſtellte ſich in einem neuen, ebenſt
Aſſiſtenz. Im Kabinett wurde dann im Beiſein der Fa
gin von England, der Zar u. a.; links ſaßen die Herzogin
eigenartigen wie entzückenden Schmucke dar. Nelken ir
milien der Braut und des Bräutigams der Abſchlut
von Cumberland, der König von England, der Kron=
allen
Farbenſchattierungen, zum Teil künſtliche, zum gro=
der
Ehepakten vollzogen und durch den ſtellvertre
prinz u. a
ßen Teile aber natürliche Blumen, zogen ſich als Gewind
tenden Miniſter des königlichen Hauſes, Oberhofmarſchall
Die Tafel war mit weißen Roſen und Nelken und
an den Logen= und Rangbrüſtungen entlang und verdeck
Grafen zu Eulenburg, die ſtandesamtliche Eheſchließung
lilafarbenen Orchideen geſchmückt. Bei den Gedecken vor
ten mit dichten Büſchen das Orcheſter. In den Wandel
vorgenommen. Hierauf gab der Kaiſer das Zeichen zum
Prinz und Prinzeſſin Heinrich von Preußen ſtanden zwei
gängen des erſten Ranges herrſchte die Roſe und der Lor
Beginn der Feſtlichkeiten. Der Brautzug ſetzte ſich
-
Die vom König
kleine ſilberne Myrthenbäumchen
beer. Das große Foyer, wo ein Springbrunnen Kühlung
in Bewegung. Voran ſchritten zwei Herolde aus adeli
Auguſt=Grenadier=Regiment Nr. 4 geſtellte Muſik, die au
verbreitete, war wieder zu einem Gartenſaal umgewan
gem Hauſe, dann folgte der Oberſtmarſchall Fürſt zu
dem Silberchor poſtiert war, ſpielte beim Einzug der
delt, in dem Laubengänge, Pflanzen= und Blumengruppen
Fürſtenberg. Hinter ihm ſchritten die Kammerjunker und
und Gobelins die Wände deckten. Die Auffahrt des Hofes
Fürſtlichkeiten den Hohenfriedbergermarſch. Sobald di
Kammerherren paarweiſe. Vor der Braut gingen die
beim Opernhauſe, das auch äußerlich Flaggen= und Blu
Suppe gereicht war, brachte der Kaiſer das Hoch auf
Der Bräuti
Kavaliere, nun folgte das Brautpaar.
menſchmuck zeigte, geſtaltete ſich zu einem überaus glanz
die Neuvermählten aus mit folgendem
gam ſchritt zur Rechten der Prinzeſſin. Neben der Schlepp=
vollen
Bilde. Eine ungeheuere Menſchenmenge begrüßte
Trinkſpruch:
ging die Oberhofmeiſterin der Herzogin von Cumberland.
die Majeſtäten, das Brautpaar und die hohen Gäſte mit
Die Schleppe trugen Fräulein Eliſabeth von Saldern
ſtürmiſchen Hochrufen. Als einer der erſten erſchien de
Meine liebe Tochter! Am heutigen Tage, an dem
die frühere Erzieherin der Kaiſertochter, dann Ehren
Kaiſer im Automobil, um dann die Gäſte zu empfan=
Du unſer Haus verläſſeſt, danke ich Dir von ganzem Her=
dame
Gräfin Ina Marie von Baſſewitz, Fräulein Agne
gen. Der Zar und der König von England kamer
zen für die Freude, die Du mir und Deiner Mutter immer
von Oldenburg und Irma von der Marwitz. Links neben
gemeinſam in einer Galakaroſſe an. Im zweiten Gala=
bereitet
haſt, für die lange Zeit ſtrahlenden Sonnenlichts
der Schleppe ſchritt der als Kavalier deſignierte Kammer
wagen traf die Kaiſerin mit der Königin vor
das Du meinem Hauſe geweſen biſt. Du haſt Deine Hand
herr. Hinter dem Bräutigam folgte der ihm zugewie
England und das Brautpaar ein
und Dein Herz einem Mann aus einem edlen deutſchen
ſene Generalleutnant von Richthofen. Weiter im Zug
Fürſtenhauſe, aus einem deutſchen Geſchlecht gereicht. So=
Unter Vortritt des Generalintendanten Grafen Hülſen=
zingen
die Hofchargen, die Oberhof= die Vizeoberhof=
lange
die deutſche Zunge geſprochen wird, und ſoweit ſie
Häſeler und des Oberhofmarſchalls Grafen Eulenburg
chargen. Als ſiebente Gruppe im Hochzeitszuge folgt
klingen wird, wird ſie erzählen von Welfen und Hohen=
betrat
der Hof die Große Loge. Zunächſt erſchien das
der Kaiſer mit der Herzogin Thyra von Cum=
zollern
, die eine der markanteſten Geſchlechter in der ge=
Brautpaar, das ſich tief vor der Verſammlung verneigte,
berland, deren Schleppe von zwei Leibpagen getra
chichtlichen Entwickelung gebildet haben. Es iſt Dir wie
dann nahte der Kaiſer in Leibhuſarenuniform mit der
gen wurde. Hinterher kamen die Generaladjutanten, die
wenigen beſchieden geweſen, der Neigung Deines Herzens
Königin von England, die eine blaßblaue Robe trug, de
Generale und Admirale, die Flügeladjutanten, der Ka
rei folgen zu können und den Mann zu erhalten, den Di
Zar in der Uniform ſeines Huſarenregiments mit der Her
binettsrat, der Hausminiſter und die Hofſtaaten der Her
erwählt hatteſt. Mein lieber Sohn, ich vertraue Dir gern=
zogin
von Cumberland und der König von England ir
zogin. Den achten Abſchnitt des Feſtzuges eröffnete die
unſer Kind an. Wir haben zu Dir das vollſte Vertrauen
preußiſcher Generalsuniform mit der Kaiſerin, die eine
Kaiſerin mit dem Herzog von Cumberland.
daß Du ſie hegen und pflegen wirſt, und daß dieſer Son=
blaßlila
Robe angelegt hatte. Auch dieſe fürſtlichen Paar
Der Kaiſer von Rußland führte die Königit
nenſchein nun in Dein Haus einziehen wird. Mögeſt Du
grüßten die Verſammlung. An der Logenbrüſtung nah=
von
England, der König von England gelei=
nach
dem bewährten Vorbild Deiner Ahnen Deinen Haus=
men
Braut und Bräutigam Platz; rechts von de
tete die Kronprinzeſſin. Dann folgten die übri
ſtand führen in echter alter, einfacher deutſcher Art. Auf
Braut der Kaiſer, die Königin von England, der Zar und
gen Prinzeſſinnen, deren Schleppen von je zwei Pager
Gott den Herrn baue und wie es in Eurem Wahlſpruch
die Herzogin von Cumberland; links vom Bräutigam die
getragen wurden. Der Hochzeitszug bewegte ſich nac
heißt: Alles aus ſeiner Hand empfange, das Gute und das
Kaiſerin, der König von England, die Kronprinzeſſin und
dem Ritterſaal, durch die Bildergalerie in den Weißen
Böſe, bereit, Schweres zu tragen und die ſchönen Tage
die Großherzogin von Baden, Hinter den Genannten
Saal und dann in die Kapelle, wo Oberhofpredige
des Glückes und der Freude dankbaren Herzens entgeger
ſaßen in mehreren Reihen der Kronprinz, die Großherzöge
Dryander die kirchliche Trauung vornahm
zu nehmen. Vor allen Dingen aber, trotz Eurer Jugent
D.
und Großherzoginnen und die anderen Fürſtlichkeiten. Die
wird es wohl bald Euch beſchieden ſein, anderen zu diener
Der lange, glänzende Zug war durch die große Zah
füngeren Prinzen hatten in den ſeitlichen Ausbauten de
und für andere zu ſorgen. Möge dieſe Aufgabe, die
der gekrönten Häupter, die ſich mit allem Glanz und
Großen Loge Platz genommen. Der Herzog von Cumber
ſchönſte, Euer ganzes Leben erfüllen und möge die Liebe
Prunk umgeben hatten, das prächtigſte und impoſanteſte
land war der Vorſtellung ferngeblieben, ebenſo die Groß=
zu
anderen Menſchen Eure Herzen erwärmen. Möget Ihr
Bild in der langen Kette der Feierlichkeiten, die in woh=
herzogin
Luiſe. Das Haus ſelbſt bot das gewohnte glänzend
einzigartiger Weiſe in der Feſtwoche an uns vorüberge=
Beiden und vor allem Du, meine liebe Tochter, ein treues
Bild einer Feſtvorſtellung, das durch die zahlreichen eng
Kind im neuen Hauſe ſein. Ich bitte Euch Beide (zum
zogen ſind. Das Wetter hatte ſich aufgeklärt und das
liſchen und ruſſiſchen Uniformen noch abwechſelungsvolle
helle Sonnenlicht glänzte durch die mächtigen Kuppel
Herzog und der Herzogin von Cumberland gewendet) vor
wurde. Im Parkett ſaßen Offiziere, Beamte, Gelehrte
fenſter der Kapelle und überzog alles mit einem goldiger
ganzem Herzen, unſer Kind gnädigſt in Eueren Schutz neh
Stadtvertreter, Mitglieder der Offiziersdeputationen un
Schimmer. Um 5 Uhr ſang zum Beginn der Feier de
men zu wollen und in Euere Liebe einzuſchließen. Alles
der Deputationen, die heute von dem Brautpaar empfan=
Domchor: Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauſes
übrige faſſe ich in dem Wunſch zuſammen: Gott ſegne
gen worden ſind. In den Logen ſah man die Diplomatie
von Nicolai. Der Oberhofprediger D. Dryander und
Euch auf Euerem Lebenspfad, den Ihr heute gemeinſan
den hohen Adel, die Miniſter, Generäle und Admiräle. Ir
die Domgeiſtlichen empfingen das Brautpaar am Eingang
antretet. Das Brautpaar Hurra! Hurra! Hurra!
der kleinen Proſzeniumsloge rechts ſaß der Reichskanzler
und geleiteten es nach dem Altar. Hier ſtellt ſich ſodann
Nach dem Trinkſpruch auf die Neuvermählten ſpielt
mit den Botchaftern von Szögyeny=Marich und Polo de
der Bräutigam zum Rechten der Braut. Die Herrſchaften
die Muſik den Armeemarſch Nr. 9: Herzog von Braun
Bernabe, dem Botſchafter Fürſten Lichnowsky und dem
nahmen um das Brautpaar Aufſtellung, rechts zunächſ
ſchweig Außer der Zeremonientafel waren Tafeln und
Staatsſekretär von Jagow. In der großen Loge daneben
dem Altar der Kaiſer, die Herzogin von Cumberland, de
Büfetts in weiteren Sälen aufgeſtellt. Im Marineſaal
die Botſchafter von England, Frankreich, Rußland, der
Zar, die Königin von England links die Kaiſerin, der
und Königinnenzimmer ſpeiſten die Botſchafter und derer
Türkei, Japan und Italien mit ihren Damen. Gegeber
der
Herzog von Cumberland, die Kronprinzeſſin und
Gemahlinnen, der Reichskanzler und Gemahlin, und die
wurde der erſte Akt von Lohengrin unter der Lei
König von England, an die ſich dann die Gruppe 3 aus
vornehmſten Herren und Damen des Gefolges, der Ehren=
tung
des Kapellmeiſters Blech mit Berger in der Titel=
dem
Zug abwechſelnd rechts und links verteilte. Die
dienſt der fremden Fürſtlichkeiten und die Herren und Da=
rolle
und Frau Hafgren=Waag als Elſa, Forſell als Tel
Schloßkapelle hatte keinerlei Blumenſchmuck, mit Aus
men des diplomatiſchen Korps. 1100 Gäſte hatten an den
ramund und Frau Arndt=Ober als Ortrud. Der Akt wa=
nahme
einiger Blumenſträuße von prächtigem Flieder, und
kaiſerlichen Tafeln Platz gefunden. Die Prinzen und Prin
neu einſtudiert und inſzeniert. Die neue Dekoration
oſafarbenen Nelken im Altarraum. Die Gemeinde ſang
zeſſinnen aus den ſouveränen fürſtlichen Häuſern und die
zeigte die alte Burg von Antwerpen mit dem maleriſchen
ſodann das Lied: Lobe den Herrn Oberhofprediger
Mitglieder des diplomatiſchen Korps, der hohe Adel, die
Aufbau links und dem Platz davor mit der alten rieſiger
D. Dryander vollzog hierauf die Trauung. Laut und
Erxzellenzen=Damen und=Herren wurden zu den Em
Königseiche rechts. Die Aufführung war vorzüglich. Das
vernehmlich klang das Ja von beiden durch die Halle
poren geleitet, die in dem Weißen Saal an der Kapellen
vorangehende Vorſpiel wurde meiſterhaft wiedergegeben
In demſelben Augenblick löſte die im Luſtgarten aufge
ſeite und dem Thron gegenüber errichtet waren. Die an
Nach der Vorſtellung wurde großer Cercle im Foyer ab
ſtellte Leibbatterie des 1. Garde=Artillerie=Regiments drei=
deren
Damen begaben ſich auf die Kapellengalerie. Auch
gehalten
mal 12 Kanonenſchüſſe. Nach dem Gebet und Vaterunſe
die allerhöchſten und höchſten Herrſchaften betraten der
hielt Herr Oberhof= und Domprediger D. Dryander die
Der Hochzeitstag
Weißen Saal und ſtellten ſich unter und neben der
Thronhimmel. Den Mittelpunkt bildete das neuvermählt
* Berlin 24. Mai. Der Hochzeitstag be
Traurede
Paar. Rechts neben dieſem ſtand der Kaiſer, der Herzog
gann trübe mit leichtem Regen. Gegen 10 Uhr hellte ſich
von Cumberland, der Zar, der König von England, der
edoch der Himmel wieder auf und der reiche Flaggen
nach dem vom Kaiſer gewählten Text, Römer
8
Kronprinz und die anderen Fürſten, links die Kaiſerin
Vers 28
ſchmuck in den dem Schloſſe benachbarten Straßen konnte
die Herzogin von Cumberland, die Königin von England
eine ganze Farbenpracht entfalten. Von früher Morgen=
Wir wiſſen, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum
die Kronprinzeſſin und die übrigen Fürſtinnen. Nachden
ſtunde ab hatten ſich im Luſtgarten und Unter den Linder
Beſten dienen. Er begann: Ein Maientag, von Gott ge
der Kaiſer den Befehl zum Beginn des Fackeltanzes
viele Tauſende von Schauluſtigen in feſtlicher Stimmung
ſegnet, iſt einem hohen Brautpaar angebrochen und an der
an den Oberſt=Marſchall Fürſten zu Fürſtenberg erteilt
eingefunden. Insbeſondere die ſchulfreie Jugend be
Stelle, wo vor 32 Jahren Ihr hohes Elternpaar den
hatte, näherte ſich dieſer dem jungen Paare und lud es
grüßte die Mitglieder des kaiſerlichen Hauſes und die
Bund fürs Leben ſchloß, wollen auch Sie auch Treue zu=
durch
eine Verbeugung zum Beginn des Tanzes ein. Die
fürſtlichen Gäſte mit jubelnden Zurufen. Um 10 Uhr be
einander bis in den Tod geloben. Wohin Sie blicken, um=
Muſik (Gardeküraſſiere) ſetzte mit einer ſchmetternder
gaben ſich der Kaiſer und der Zar, von der Menge
geben, ſehen Sie glückverheißende Zeichen. Sie haber
Polonaiſe ein. Der Oberſt=Marſchall Fürſt zu Fürſten=
lebhaſt
begrüßt, zur Beſichtigung des Zeughauſes und der
den elterlichen Segen. Freudig anvertraut das Kaiſer=
berg
mit dem großen Oberſt=Marſchallſtab ſchritt voran:
Ruhmeshalle, ſowie des Kaiſer Friedrich=Muſeums. Der
aar ſeine liebliche einzige Tochter, die ſo lange der Son
ihm folgten zwölf Pagen mit weißen Wachsfackeln paar
nenſchein des königlichen Hauſes war, dem neugewonne
König von England begab ſich ſchon um 9 Uhr vor
weiſe. Das junge Paar folgte. So machte dieſer Zug
mittags nach dem Tempelhofer Feld zur Beſichtigung des
nen Sohn an und nicht minder freudig öffnen die erlauch
einen Umgang im Saal, während alles im Kreiſe ſich tie
ten fürſtlichen Eltern Herzen und Arme der geliebter
Erſten Garde=Dragoner=Regiments Königin von England
verneigte. Es war ein Anblick von Licht und Glanz, vol
Braut ihres einzigen Sohnes, der des Hauſes Sonnenlich
und beſuchte im Laufe des Vormittags mit dem Prinzen
Würde und Anmut, wie dieſer eigenartige Zug in langſam
bleibt. Indem über das Glück der Kinder die beiden er=
und der Prinzeſſin Friedrich Karl von Heſſen das Mauſo=
ſtem
Tempo den Saal umſchritt: Der Oberſtmarſchall mi
auchten Fürſtenhäuſer, die ruhmreich in der deutſcher
leum in Charlottenburg. Auch die engliſchen Majeſtäte
dem hohen Marſchallſtab, die zwölf jungen, ſchönen gro=
Geſchichte miteinander verflochten ſind, einander herzlidch
waren allenthalben Gegenſtand herzlicher Kundgebungen
ßen Menſchen in den roten Pagenröcken mit Spitzenjabot,
die Hand reichen, umtobt ſie der Jubel des ganzen Vater
Die Kaiſerin beſuchte vormittags den Prinzen und die
Degen und hellflammenden Fackeln, das junge Paar, de=
landes
, das darin ein durch Gottes Fügung geſchenktes
Prinzeſſin Heinrich, um ſie zur ſilbernen Hochzeit zu be=
Prinz und die Prinzeſſin bei der Hand führend und danr
Unterpfand für des Reiches Wohlfahrt und Eintracht ſieht
glückwünſchen. Der Kaiſer hat alle Salons des Prinzen=
die
vier Ehrendamen in Roſa, die Schleppe tragend. St
Und wie glückverheißend erſcheint es, daß an der Spitze
paares im Kaiſerhof frühmorgens mit prachtvollen
zogen ſie an der dichtgeſcharten Hochzeitsgeſellſchaft vor
der erſchienenen Gäſte die beiden Herrſcher befreundete
Blumen ſchmücken laſſen. Im Schloſſe laufen andauernd
über. Nunmehr näherte ſich die Prinzeſſin Viktoria Luiſe
Reiche ſich befinden. Ein lauter ſtürmiſcher Jubel des
unzählige koſtbare und herrliche Blumenarrangements für
dem Kaiſer und forderte ihren hohen Vater und den Her
Volkes nur, der vom Meer zu den Alpen durch alle Gaue
das Brautpaar ein, die zum Teil gewaltigen Umfang
zog von Cumberland durch eine Verbeugung zum Tanze
des Vaterlandes ertönt, läßt erkennen, wie allſeits dieſer
haben. Die Kaiſerin beſuchte vormittags den Prin
auf. Gleichzeitig näherte ſich der Prinz der Kaiſerin und
Bund begrüßt wird. Doch nie dürftet Ihr den tiefen
ten und die Prinzeſſin Heinrich, um ſie zur
der Herzogin von Cumberland zu gleicher Abſicht. Es er=
Sinn des Daſeins vergeſſen, er erinnert mich daran, daß
Silbernen Hochzeit zu beglückwünſchen. Der Kaiſet hatte
olgte ſo ein neuer Rundgang. Sodann forderte die Prin=
durch
ein bedeutungsvolles Zuſammentreffen beider
alle Salons des Prinzenpaares im Kaiſerhof früh mor=
zeſſin
den Zaren und den König von England, der Prinz
Häuſer auf eine edle Frau zurückgehen, die Hannover
gens mit prachtvollen Blumen ſchmücken laſſen.
die Königin von England und die Kronprinzeſſin zun
Im
eine Königin und Preußen eine im tiefſten Unglück be=
Tanz auf. Weitere Umgänge erfolgten, bei denen immer
Schloſſe laufen andauernd unzählige koſtbare und herr
währte Fürſtin gab Kann irgend einer uns bezeugen
mit der Prinzeſſin je zwei oder vier fürſtliche Herren, mit
liche Blumenarrangements für das Brautpaar ein, die
daß alles noch ſo Schwere doch zum Guten führt, wie die
dem Prinzen zwei fürſtliche Damen den Fackeltanz durch=
zum
Teil gewaltigen Umfang haben
Königin Luiſe, eine ſchlichte Frau, die es wußte, daß da
ührten.
Nach beendetem Tanz traten die Pagen dem
Wort eine beſondere Bedeutung hat, denen die Gott lie
Die Trauung.
Zug der allerhöchſten und höchſten Herrſchaften vor bi
ben, wird alles zum Heile führen. Iſt die Verantwortung
an den Eingang der für die hohen Neuvermählten herge
*
Berlin, 24. Mai. Bei günſtigem, warmem
ſchon an ſich nicht gering, ſo erweitert ſich die Ver=
richteten
Gemächer. Die königliche Prinzeſſinnenkrone
Wetter wurde heute nachmittag die Vermählung der
antwortung, wenn jemand fürſtliches Regiment auf die
wurde den Beamten des Hausſchatzes wieder überliefert
Prinzeſſin Viktoria
Luiſe mit dem Prin
Schultern gelegt wird, aber offen bleibt über uns der
und die ſteklvertretende Oberhofmeiſterin der Braut nahm
en Ernſt Auguſt zu
Braunſchweig
und
Himmel, an den glaubensſtark unſere Hand anklopfen
die Verteilung des Strumpfbandes vor. Hierauf etwa
Lüneburg im Koniglichen Schloſſe unter einer Reih
kann, denen dient alles zum Heil!
um 9 Uhr entließ der Kaiſer den Hof.

[ ][  ][ ]

Nummer 120.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 26. Mai 1913.
Seite 7.
* Berlin, 24. Mai. Abends gegen 9½ Uhr gelei
land mit Italien vereinigen, beſonders warm und ein=
tete
der Kaiſer im offenen Automobil das neuver=
Frühjahrsrennen des Heſſiſchen Reiters
ſtimmig. Das Blatt ſchließt mit reſpektvollen, aufrichtigen
mählte Paar nach dem Stettiner Bahnhof. Eine un=
Blückwünſchen für die Prinzeſſin=Braut.
vereins.
geheure Menſchenmenge jubelte dem Kaiſer, der Tochte:
London, 24. Mai. Die Blätter bringen große
und dem Schwiegerſohne zu. Die Abreiſe nach Schloß
St. Darmſtadt, 25. Mai
Artikel zu der Vermählungsfeier der Prinzeſ=
Hubertusſtock erfolgte um 9 Uhr 30 Minuten.
ſin Viktoria Luiſe, in denen die engliſch=deutſchen Be
Der Heſſiſche Reiterverein hatte heute gewiſſermaßen
ziehungen berührt werden. Daily Chronicle ſchreibt:
Der fürſtliche Beſuch.
ſeinen großen Tag‟. Denn wenn man von den mehr
e
England kann nur aufrichtige Dankbarkeit für die herz
als primitiven Tribünen=Platz= und ſonſtigen Einrichtun
* Berlin, 21. Mai. Der Zar fuhr gegen 1 Uhr
iche Aufnahme empfinden, mit der das deutſche Volk
gen und von dem Fehlen des Totaliſators abſieht, bot ſich
bei der ruſſiſchen Botſchaft vor und beſuchte zuerſt die
eine königlichen Gäſte empfangen hat. Daily Telegraph
dem Beſucher heute faſt das Bild eines großſtädtiſchen
Kirche der Botſchaft, wo er am Portal vom Botſchafter und
ſagt: Wenn König Georg nach Berlin geht, ſo geht er
Renntages. Eine herrliche Frühlingsſonne, die manch=
den
Herren der Botſchaft empfangen wurde. In der Kirche
als Oberhaupt ſeiner Nation, die den Glanz der Errun=
nal
ihrer Strahlen ſengende Glut allerdings in etwas
begrüßte ihn der Propſt Malzew durch eine längere An
genſchaften Deutſchlands mit ungeſchmälerter Bewun
zu reicher Fülle ſandte, warf ihren flimmernd leuchtenden
ſprache und überreichte ihm ein Heiligenbild zur Erinner
derung anerkennt. Solange ſolche Gefühle bei den Na
Glanz über das Feld, und die Damen in unerwartet gro=
ung
an den heutigen Tag, ſowie für den Thronfolger ein
tionen gemein ſind, und ſolange beide Verwandte für ihr
ßer Zahl hatten die willkommene Gelegenheit benutzt, die
Porzellanei mit dem Bildnis deſſen Patrons,
St.
eigenes Recht und für ihre wirf
des
Intereſſen eintreten,
neuen Frühjahrs= und auch ſchon Sommerkoſtüme und
Alexis. Zur Erinnerung an ſeine Geneſung wurde ein
wird man der Zukunft ruhig en. uſehen. In wenige
roben zu entfalten. Und mit dieſen eine Fülle von Schik
Tedeum gehalten. Bei dem darauf folgenden Frühſtüc
Wochen wird Deutſchland den Abſchluß des fünfundzwan=
Schönheit und erleſenem Geſchmack. Dazu kamen, wie
ſaß der Zar zwiſchen der Gräfin Pourtalés und der Gat=
zigſten
Jahres der friedlichen und glorreichen Regierung
mmer, die bunten Uniformen der Offiziere und
was
tin des erſten Botſchafterſekretärs v. Botkin, gegenübe
Kaiſer Wilhelms feiern. Mögen er ſelbſt und ſeine Nach=
onſt
leider nicht immer der Fall auch die Herren vom
Botſchafter v. Swerbejew, zwiſchen dem Grafen Vourtald=
olger
nie den Bruch mit dieſer ſtolzen Tradition erleben.
zivil zeigten in erfreulich großer Zahl die faſt durchweg
General Moltke. Nach dem Frühſtück war Cercle
ehr ſchiken und kleidſamen Erzeugniſſe der neueſten
* Berlin, 24. Mai. Der Zar hat den Offizieren
Moden. Da endlich auch das leuchtende Rot der Herren=
des
Alexander=Regiments, deſſen Chef er iſt, eine ſilberne
reiter hie und da auftauchte, war es in der Tat ein hüb=
Die Silberhochzeit des Prinzenpaares Heinrich.
Bowle geſchenkt und dem Fonds der Alexander der den
ches, buntfarbenes und lebenſprühendes Bild.
Auch
Mannſchaften zugute kommt, den Betrag von 9000 Mar=
* Berlin, 24. Mai. Vor dem Hotel Kaiſerho
der gebotene Sport ließ nichts zu wünſchen übrig und
überweiſen laſſen. Der Zar, der während ſeines Beſuches
herrſchte heute vormittag ein feſtliches und bewegtes Leben
mehrfach geſtalteten ſich die Rennen, die ohne nennens=
im
Kaſino in ſehr guter Stimmung war und ſich in ange
und Treiben, Wagen auf Wagen rollte vor, deren Inſaſ=
verten
Unfall verliefen, höchſt intereſſant. Die einzelnen
regter Weiſe mit allen Teilnehmern an der Feſttafel leb
en ſich in das Hotel begaben, um dem prinzlichen Silber
Reſultate ſind folgende:
haft unterhielt, brachte einen Trinkſpruch auf das Regiment
paar ihre Glückwünſche perſönlich darzubringen oder ſich
1.
Griesheimer Jagdrennen, 3000 Meter
in deutſcher Sprache aus.
venigſtens in das im Veſtibül ausliegende Gratulations
1. Leutnant Frhrn. von Waldenfels! Drag.=Regt. 24
buch einzutragen. Das Aeußere des Hotels war von der
* Berlin, 24. Mai. Der Zar iſt heute abend
Roſales, 2. Rittmeiſter von Platens Drag.=Regt. 22
Direktion prachtvoll geſchmückt worden. Das Vordach
10.33 Uhr vom Anhalter Bahnhof nach Rußland abge=
Sakramento, 3. Oberleutnant Frhrn. von Biegelebens
zierte eine grüne Girlande, deren beide Enden in mächtige
fahren. Kaiſer Wilhelm, der wie beim Empfange die
Feldart.=Regt. 25 Tarpeja, 4. Herrn W. C.
Oſterrieths
Blumenarrangements in den heſſiſchen Landesfarben aus=
Uniform des 1. Petersburger Leibgrenadier=Regiments an=
Miß Bent. Sicher gewonnen
7 liefen.
Sämtliche
liefen. Auch die Gemächer des Prinzen waren auf Befehl
gelegt hatte, geleitete ihn zum Bahnhofe. Hier waren unter
Pferde wurden von ihren Beſitzern geritten
es Kaiſers in den heutigen frühen Morgenſtunden durck
anderen erſchienen der deutſche Militärbevollmächtigte in
2. Reitpferd=Jagdrennen, 2500
Meter
das Hofmarſchallamt auf das prächtigſte mit Blumen und
Petersburg, Generalleutnant Graf Dohna=Schlobitten, und
Oberſtleutnant Eggersſt Feldart.=Regt
25 Cajüte‟
prächtigen Blattpflanzen ausgeſchmückt worden. Der
ſein Vorgänger, der jetzige Geſandte in Mexiko, Admiral
(Reiter Lt. Frhr. v. Biegeleben), 2. Leutnant von Lynckers
Fürſtenſalon, in dem der Prinz mit ſeiner Gemahlin und
v. Hinze der dem deutſchen Kaiſer attachierte General
Feldart.=Regt. 25 Fritz (Beſitzer), 3. Leutnant Freiherrn
einen Söhnen das erſte Frühſtück einnahm, glich im wahr
v Tatiſchtſcheff, der Kommandeur des ſechſten Küraſſier
Heyl zu Herrnsheims Garde=Drag.=Regt. 23 Harald
ten Sinne des Wortes einem Blumenmeer. Die Hof
Regiments, Major v. Poten, Oberſtleutnant v. Bodel=
(Reiter Leutnant von Häniſch).
-
Harald, der ſicherer
zärtnereien hatten ihre erleſenſten und koſtbarſten Blüten,
ſchwingh vom achten Huſaren=Regiment, Polizeipräſident
Erſter war, brach kurz vor dem Ziel aus und wurde dann
Roſen und Nelken in weißen und zartblauen Farben, ge
v. Jagow und Propſt Sacharow. Der Zar fährt direkt
nachgeritten. Seemöve des Leutnants von Storch trennte
andt, die unter der Hand kunſtſinniger Gärtner ſich zu wun=
nach
Wirballen, wo er morgen nachmittag 2.28 Uhr
ich ſchon an der erſten Hürde von ihrem Reiter, der aber
eintrifft.
vervollen Arrangements ordneten. Alle Sträuße waren
keinen beſonderen Schaden nahm.
auf die Bedeutung des Tages hinweiſend, mit ſilberner
3. Jagdſpring=Konkurrenz. Es waren zu
Bändern umwunden. Eine reizende Anſpielung auf di
pringen: Ein weißes Koppelrick 1,10 Meter, eine rote
* Berlin, 25. Mai. Das Kaiſerpaar, die Groß
künftige goldene Hochzeit war das Arrangement des
Mauer 1,10 Meter, ein Doppelſprung, zwei weiße Gitter
cherzogin Luiſe von Baden, die eumberländiſchen Herr
Kaiſers, das aus erleſenen Kindern Floras beſtand und
je 1 Meter hoch, mit 8 Meter Abſtand, ein Graben von
ſchaften und die anderen Fürſtlichkeiten beſuchten heut=
in
deſſen Mitte, von Jelänger=Jelieber=Blumen gebildet
2,50 Meter mit kleiner Hürde davor, ein Gittertor 1 Meter
morgen den Gottesdienſt in der alten Garniſonkirche.
man die Jahreszahlen 18881913 ſah. Auch die Adjutan=
hoch
, rechts und links Draht, 2 weiße Koppelricks 1,20
Das engliſche Königspaar wohnte um 11 Uhr dem Gottes=
ten
des Prinzen trugen kleine ſilberne Myrtenſträußchen
Oberleutnant
Meter auseinander, je 1 Meter hoch. 1.
dienſte in der engliſchen St. Georges Church bei. König
während in allen Zimmern der prinzlichen Gemächer grüne
v. Werneburgs Drag.=Regt. 23 Royal Fluſh
Georg empfing Oberbürgermeiſter Wermuth. Der Kaiſer
und ſilberne Myrten aufgeſtellt waren. Die Direktion des
2. Rittmeiſter Wätjens, Adjutant der 25. Kav.=Brigade
und der König von England nebſt Gefolge und der Ehren
Kaiſerhofes ſandte ſchon um 7 Uhr morgens ihre Leiter
Horridoh 3. Leutnant von Werners Drag.=Regt. 24
dienſt nahmen an dem Frühſtück beim Offizierskorps des
mit einem wundervollen Blumenarrangement, um den
Ganges 4. Leutnant Gallos Train=Batl. 18 Mig
1. Garde=Dragoner=Regiments Königin von England teil.
Prinzenpaar zu gratulieren.
non 5. Leutnant v. Storchs Drag.=Regt. 23 Baronin
Die cumberländiſchen Herrſchaften ſpeiſten mittags bei der
Um ½10 Uhr ertönten die Signale des Kaiſerlichen
19 Pferde ſprangen, teilweiſe mit ausgezeichneten Leiſt=
Kaiſerin im königlichen Schloß
Automobils, und, von den Hochrufen der zahlreichen Zu=
ungen
.
* Berlin, 25. Mai. Der Kaiſer von Rußland
chauer, die ſich vor dem Hotel eingefunden hatten, begrüßt,
4. Weiterſtädter Jagdrennen, 2500 Meter:
überwies dem Magiſtrat von Berlin 10000 Mark für die
fuhr das Automobil der Kaiſerin vor dem Hotel vor
1. Leutnant Freiherrn von Waldenfels Drag.
Armen
Die hohe Frau, die eine hellfliederfarbene Toilette mit
Regt. 24 Eugen 2. Leutnant Mertens Feldart.=Regt. 25
Berlin, 25. Mai. Der Kaiſer und der König
großem ſchwarzen Federhut trug, war von den Prinzen
Wotan 3. Leutnant von Lynckers Feldart.=Regt. 25
von England begaben ſich von der Kaſerne der erſter
Joachim und Adalbert, ſowie von dem Kammerherrn von
Danilo. 8 Pferde liefen
Garde=Dragoner, die Kaiſerin und die Königin von Ena=
Spitzenberg begleitet. Nach allen Seiten hin freundlic
Meter: 1. Ober=
5. Jagd mit Auslauf, 4000
and, ſowie andere Fürſtlichkeiten, vom Königsſchloſſe
grüßend, betrat die hohe Frau das Veſtibül und begab
leutnant Oehmigkes Drag.=Regt. 6 Beriau, 2. Gra
gleichfalls im Automobil nach Potsdam. Die Herr
ich, von den in der Vorhalle verſammelten Gäſten ehr
von Bredows Drag.=Regt. 23 Pas de Quatre, 3. Ober=
ſchaften
unternahmen eine Spazierfahrt durch die könig=
urchtsvoll
begrüßt, in die erſte Etage, wo ſie von den
leutnant Freiherrn von Biegelebens Feldart=Regt. 25
lichen Gärten und nahmen den Tee beim Prinzenpaar
prinzlichen Silberpaar empfangen wurde. Die Kaiſerin
Weſtende. 5 Pferde liefen
Eitel Friedrich ein
weilte über eine Viertelſtunde mit ihren Söhnen bei den
prinzlichen Paare. Prinz Heinrich und ſeine Gemahlin
* Braunſchweig, 24. Mai. Anläßlich der Ver
geleiteten die Kaiſerin bis auf die Straße, wo das Silber=
mählungsfeier
der Kaiſertochter und des Welfen=
Hauptverſammlung des Deutſchen
paar von den lebhafteſten Glückwünſchen der Zuſchauer
prinzen haben faſt alle Häuſer der Stadt geflaggt
empfangen wurde. Als nächſte Gratulantin erſchien di
Flottenvereins.
Zahlreiche Schaufenſter ſind feſtlich geſchmückt
Die
greiſe Großherzogin von Baden, die eine matt
Schulen und viele Geſchäfte, darunter ſämtliche Banker
* Bremen, 25. Mai. Die 13. Hauptver=
graue
Toilette mit ebenſolchem Schleier trug. Die Fürſtir
haben geſchloſſen. Für die oberen Klaſſen der höheren
ammlung des Deutſchen Flottenvereins
verweilte längere Zeit bei ihrem Neffen und wurde von
wurde heute vormittag 9 Uhr durch den Präſidenten, Groß=
Schulen wird in der Aula ein Feſtakt abgehalten. Die
dem prinzlichen Silberpaare nachher an ihren Wagen ge=
niederen
Klaſſen wurden bereits geſtern im Unterricht auf
admiral v. Köſter, mit einem Hoch auf den Kaiſer, die
leitet. Im Veſtibül dankte die Prinzeſſin Heinrich noch=
Landesfürſten und Landeshäupter, ſowie auf den Schutz
die Bedeutung des Tages hingewieſen. Die Zeitunger
mals und küßte ſie mehrmals. Es ſprachen weiter vor der
herrn des Vereins, den Prinzen Heinrich von Preußen, er=
der
Stadt und des Herzogtums erſcheinen in Feſt=
Regent von Braunſchweig mit ſeiner Gemahlin, Prinz
öffnet. An den Kaiſer wurde folgendes Telegramm
ausgaben oder bringen mit Bildern des Brautpaares ge
Friedrich Karl von Heſſen, der Fürſt von Hohenzollern=
abgeſandt
: Im dankbaren Hinblick auf das gewaltige
chmückte Feſtartikel
Sigmaringen und zahlloſe hohe militäriſche Perſönlich
in 25jähriger reichgeſegneter Regierung geſchaffene Flot
keiten, die ſich in das Gäſtebuch einſchrieben.
tenwerk Eurer Majeſtät bringt die in Bremen tagende
Um 11½ Uhr fuhr der Herzog von Cumber
Auswärtige Preßſtimmen.
13. Hauptverſammlung ihre ehrerbietige Huldigung dar.
f
land mit ſeiner Gemahlin vor dem Hotel vor. Der
Die alte ehrwürdige Handelsſtadt mit ihrem weltumſpan=
* Wien, 24. Mai. Anläßlich der Hochzeitsfeier
Herzog trug öſterreichiſche Generalsuniform, während ſeine
nenden Handel, die nahen Kriegshäfen und die achtung
im deutſchen Kaiſerhauſe ſchreibt das Wiener
Gemahlin eine lichtgraue Robe mit kleinem Frühjahrs
gebietende Hochſeeflotte prägen erneut und unvergeßlich
Fremdenblatt: Das Jahr 1913 in Deutſchland als denk
hut angelegt hatte. Die Herrſchaften weilten etwa 10
einen Vertretern ein, wie des Reiches Wohlfahrt nur
würdiges Erinnerungsjahr der glorreichen Geſchehniſſe
Minuten in den prinzlichen Gemächern und fuhren dann,
unter dem Schutze der Reichsgewalt zu gedeihen ver=
des
Jahres 1913 mit Begeiſterung gefeiert bringt dem
von den Söhnen des prinzlichen Paares zum Wagen ge
mag.
Weitere Telegramme wurden abgeſandt an den
Deutſchen Reiche einen neuen großen Feſttag, den Tag, an
leitet, zum Schloß zurück. Schließlich erſchien noch Prinz
Großherzog von Sachſen=Weimar und den Prinzen Hein
dem des deutſchen Kaiſers einzige Tochter, Prinzeſſin
ich von Preußen. Namens des Senats begrüßte Bürger=
zu
Salm=Horſtmar als perſönlicher Gratulant. Gegen 12
Viktoria Luiſe, ſich mit dem Prinzen Ernſt Auguſt von
meiſter Stadtländer die Verſammlung. Er betonte, das
Uhr mittags begab ſich Prinz Heinrich mit ſeiner Ge=
Cumberland vermählt. Alte Gegenſätze zwiſchen den
Wachſen der deutſchen Flotte werde vom ganzen Volk
nahlin nach Charlottenburg zu der Kirche, wo ſie vor 25
Hohenzollern und Welfen werden nun aus der Welt ge=
nit
ſtolzer Freude wahrgenommen. Er ſprach ferner als
Jahren getraut wurder
ſchafft. Die Verſöhnung zwiſchen den beiden Häuſern
Vorſitzender der Abteilung Bremen der Kolonialgeſell
Um 12 Uhr erſchien die Kronprinzeſſin im Hotel
die einander ſo entfremdet waren, wird durch die Heirat
chaft dem Flottenverein beſte Grüße aus. Beide ſeien Ge=
Kaiſerhof zur Gratulation bei dem Prinzen und der
des liebreizenden Hohenzollernkindes und des hoffnungs
ſchwiſter, die zum Segen des Vaterlandes arbeiten. Im
Prinzeſſin Heinrich. Die Kronprinzeſſin traf das Prin=
vollen
Welfenſprößlings beſiegelt. Das Blatt weiſt ſo
Auftrage des Alldeutſchen Verbandes überbrachte Admiral
zenpaar, das bereits auf der Fahrt nach Charlottenburg
dann auf die anläßlich der Hochzeitsfeier in Berlin ſtatt=
Breuſing=Berlin den Bundesgenoſſen im Kampfe für di
indende glänzende Zuſammenkunft fürſtlicher Perſön
war, nicht mehr an; die Kronprinzeſſin gab einen präch=
eutſche
Wehrmacht kameradſchaftliche Grüße. Admiral
igen Roſenſtrauß ab
lichkeiten, wie des Königspaares von Großbritannien und
Graf Moltke=Kiel wünſchte namens des Nordmarkver=
des
Kaiſers von Rußland, hin, und fügt hinzu: Es mag
Kurz vor 1 Uhr kehrten Prinz und Prinzeſſin
eins
für Motorluftfahrt der heutigen Tagung Erfolg
nicht unverſtändlich erſcheinen, wenn dem heutigen Tage
Heinrich von der Kirche zurück. Während ihrer Ab
Sodann hielt Großadmiral v. Köſter eine Rede, in
ioch über den Charakter des Familienfeſtes hinaus eine
weſenheit hatte Prinz Albert von Schleswig=Holſtein bein
welcher er das Jubiläum des Kaiſers, der Silberhochzei
gewiſſe politiſche Bedeutung zugemeſſen wird. Das Blatt
Prinzenpaare vorgeſprochen. Nach der Rückkehr fand ir
des Protektors, Prinzen Heinrich, und der Jahrhunderts=
ſchließt
: In ganz Oeſterreich=Ungarn erwecken die Feſt=
den
prinzlichen Gemächern gemeinſame Frühſtückstafel
feier der Freiheitskriege gedachte, um auf die politiſche
tage in Berlin frohen und ſympathiſchen Widerhall. War
ſämtlicher Herrſchaften ſtatt, an welcher außer dem Prin=
age
einzugehen. Er führte aus: So fern es dem Flot=
men
Anteil nimmt die Monarchie an dem Glück und den
zen, der Prinzeſſin und den Prinzenſöhnen Waldemar und
tenverein liege, beſtehende Gegenſätze verſchärfen zu wol=
Jubel im Deutſchen Reiche, deſſen Herrſcher ein getreuer
Sigismund der Großherzog und die Großherzogit
len, und ſo hohe Anerkennung er dem Friedenswerke der
Bundesgenoſſe und ein erprobter Freund unſeres Kaiſers
von Heſſen, Prinz Friedrich Karl von Heſſen, der Erb
Diplomatie zollte, ſo ſtehe er auf dem Standpunkt, daß
iſt. Auch das Haus Cumberland genießt in Oeſterreic
prinz und die Erbprinzeſſin von Meiningen teilnahmen
Deutſchland angeſichts des wiedererwachten Chauvinis=
allgemeine
Verehrung und fand hier ſeine zweite Heimat
Es folgten im Laufe des Vormittags zur Gratulation
mus in Frankreich und der Feindſeligkeit des Panſlawis=
Seine Mitglieder gehören zu den angeſehenſten Perſön=
Großherzogin Luiſe von Baden, der Herzog=Regent vor
mus auf der Hut ſein müſſe. Und wenn gegen die Verab=
lichkeiten
der Wiener Hofgeſellſchaft. So ruft mit dem
Braunſchweig nebſt Gemahlin, der Fürſt von Hohenzollern,
ſchiedung der Wehrvorlage zunächſt alle anderen Forderun
Deutſchen Reiche auch Oeſterreich=Ungarn den Neuver
Prinzeſſin Auguſt Wilhelm von Preußen
gen zurücktreten müßten, ſo hoffe er doch, daß die be=
mählten
ein herzliches Glückauf zu
rechtigten Wünſche der Marine für die Zukunft nicht un=
Berlin, 25. Mai. Das Hofmarſchallamt
* Rom, 24. Mai. Popolo Romano ſchreibt: Die An
berückſichtigt blieben. Obwohl er den Vorſchlag auf Ein=
des
Prinzen Heinrich von Preußen veröffent
veſenheit des Königs von England und des Zaren bei
ührung eines Flottenfeierjahres ablehne, begrüße der
licht folgendes Danktelegramm: Ihren königlichen
der Hochzeitsfeier in Berlin im jetzigen Augen
Flottenverein die Beſſerung des Verhältniſſes zu England
Hoheiten Prinz und Prinzeſſin Heinrich von Preußen ſind
blick iſt ein politiſches Ereignis von größter Wichtigkeit
ind er könne auch dem Wunſch, daß Deutſchland und Eng
anläßlich ihrer ſilbernen Hochzeit aus allen Teilen des
die herzlichen Beziehungen der drei mächtigſten Herrſcher
and nunmehr Hand in Hand marſchieren möchten, bis zu
Reiches und darüber hinaus eine ſo große Anzahl von
ein ſicheres Anzeichen für die beſten Beziehungen der Re
einem gewiſſen Grade beipflichten; das könne aber nur
Blückwünſchen zugegangen, daß die Beantwortung der ein=
gierungen
und der Völker ſind. Wenn die anderen Herr
geſchehen, wenn auch wir über eine achtunggebietende
zelnen unmöglich erſcheint. Die höchſten Herrſchaften be=
ſcher
und Staatsoberhäupter an dem Feſt wegen des in=
Flotte verfügen. Sodann gedachte der Großadmiral der
uftragten mich daher gnädigſt, allen, welche ein Zeichen
timen Charakters nicht perſönlich teilnehmen, ſo ſchließen
wichtigſten Ereigniſſe des Vereinsjahres, um im Anſchluß
reudiger Teilnahme und treuer Geſinnung geſendet haben
doch ſie und ihre Völker ſich heute der Vaterfreude des
daran ein Bild der allgemeinen Lage der Marine und des
auf dieſem Wege höchſtihren Dank auszuſprechen. Kiel,
Kaiſers an, der, um Europa den Frieden zu erhalten, ſo
Flottenbaues zu entwerfen. Von den Landesverbänden
25. Mai 1913. Freiherr v Seckendorff, Hofmarſchall,
viel getan hat und weiter tut, daß er ſich in der Geſchichte
Hamburg, Bremen und Lübeck liegt folgender Antrag vor
Vizeadmiral à la suite der Marine.
den Beinamen, den er bei der Thronbeſteigung erſtrebte,
Die Hauptverſammlung wolle beſchließen: Der Deutſche
Wilhelm der Friedliche verdiente. Die Teilnahme Ita=
Flottenverein iſt durch die Ereigniſſe der jüngſten Zeit er=
- zu der Ueberzeugung gelangt, daß die gegenwärtig
liens iſt mit Rückſicht auf die intimen traditionellen
maritime Auslandsvertretung den Intereſſen des Deut=
Freundſchaftsbeziehungen zwiſchen den Häuſern Savoyen
chn Richts nicht ausreichend entſpricht. Der Verein
und Hohenzollern und auf die feſten Bande, die Deutſch=

[ ][  ][ ]

Nummer 120.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 26. Mai 1913.
Seikte 8.
ſchreitenden Klärung und Beruhigung vertrauen
Chemiker und Ingenieur A. Kieſewalter zu Pfungſtad
tritt daher für eine Verſtärkung der Auslandsvertretung
darf. Die Großmächte bleiben bemüht, die baldige
emacht, beſteht in Tiſch= oder Hängelampen von eigener
in der Weiſe ein, daß aus dem geſetzlich feſtgelegten
Unterzeichnung des Präliminarfriedens zu verwirklichen
Form, welche eine normale Lichtſtärke von 80 Kerzen
Schiffsbeſtand künftig an der Weſtküſte und an der Oſt=
In der Verſammlung der Botſchafter in London ergab
ntwickeln, wobei die Brennſtunde nur 1½ Pfennic
küſte von Amerika je ein Kreuzer ſtändig ſtationiert iſt und
ſich Einſtimmigkeit dahin, daß eine Erörterung über die
oſtet. Das Licht iſt ſomit das billigſte bis jetzt
daß in der Heimat ein ſogenanntes fliegendes Geſchwa=
Abänderungen des Vorfriedensvertrages neue Verzöge=
exiſtierende
, da es bedeutend billiger iſt, wie Petroleum=
der
, beſtehend aus einem Panzer und kleinen Kreuzern,
Die Mächte
ungen unvermeidlich machen würde
In geſundheitlicher Beziehung ſteht es dem
tändig bereitgehalten wird, um jederzeit dort, wo es er=
licht
.
ſollten der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Türkei
elektriſchen Glühlichte gleich, da es wie dieſes, faſt keine
orderlich ſei. unverzüglich zum Schutze des deutſchen An=
und die Verbündeten möglichſt bald zu einer Einigung
Wärme entwickelt, ſowie ohne Verbrennungsgaſe brennt.
ſehens und des deutſchen Handels eingreifen zu können
über den Friedensſchluß gelangen werden. Es iſt zu er=
Der Antrag wird einſtimig angenommen.
Das Patent, das Herr Kieſewalter hierauf erhalten hat,
warten, daß die Regierungen der Großmächte dieſer
Den Jahresbericht erſtattete der geſchäftsführend
iſt ſein 69. Patent.
Meinungsäußerung der Londoner Verſammlung beitreten.
Vorſitzende, Konteradmiral Weber. Der Verein zähl
etzt 3786 Ortsgruppen und 332000 Einzelmitglieder. Dem
Köln, 24. Mai. Heute morgen verbrannter
Literariſches.
Vorſtande und dem Hauptſchatzmeiſter wurde Entlaſtun
bezw. erſtickten bei einem Brande in einem Manſar
erteilt. Die weiteren Punkte der Tagesordnung betrafen
Die elektriſchen Maſchinen. Von Zi=
denzimmer
in der Eifelſtraße die beiden Kinder eines
vil=Ingenieur Ernſt Schulz. Zweiter Band: Genera=
Agitations= und innere Vereinsangelegenheiten. Die aus=
Tapezierers, ein 5jähriger und ein 18 Monate alter Knabe,
retenden Mitglieder des Präſidiums wurden wiederge
toren, Transformatoren, Motoren für Wechſel= und Dreh=
Beide Kinder ſind tot.
ſtrom. (Bibliothek der geſamten Technik. Band 214)
wählt. Dem Geſamtvorſtand hinzugewählt wurde Staats=
Köln, 25. Mai. Der Kölner Männerge=
miniſter
v. Borries (Altenburg). Als Ort der Hauptver=
Zweite Auflage. Preis gebunden 2,80 Mk. (Leipzig 1913
angverein beſchloß geſtern in einer außerordent=
Dr. Max Jänecke, Verlagsbuchhandlung.) Von dieſen
ſammlung 1914 wurde Breslau beſtimmt. Generalleutnan
lichen Sitzung, an Geſangswettſtreiten ſich nicht mehr
eicht verſtändlichen Werke über elektriſche Maſchinen, deſ=
v
. Häſeler (Schwerin) ſpricht namens der Verſammlung
zu beteiligen und den Dirigenten Profeſſor Joſef
dem Großadmiral v. Köſter den Dank für die umſichtige
ſen erſter Band vor kurzem erſchienen iſt, liegt nun auc
Schwartz zum Ehrenmitglied zu ernennen.
Leitung der Präſidialgeſchäfte aus. Der Vorſitzend
der zweite Band vor, der ſich mit den Generatoren
Zar paſſierte um
* Eydtkuhnen, 25. Mai. Der
Transformatoren und Motoren für Wechſel= und Dreh=
ſchließt
mit einem Hoch auf den Flottenverein die Ver
Uhr die ruſſiſch=deutſche Grenze
2.23
ſammlung.
ſtrom befaßt. Zahlreiche klare Abbildungen tragen zu
Montbovon (Kanton Freiburg), 24. Mai. Zwe
einem raſchen Verſtändnis weſentlich bei. Mit den Vor=
Studenten der Univerſität Lauſanne hatten eine Tour
zügen des Inhaltes vereinigen ſich ein mäßiger Preis
Der Balkankrieg.
auf den Rocher de Noye unternommen. Beim Abſtieg
und eine gute anſprechende Ausſtattung
glitt der eine der beiden, Kurt Weißen aus Norddeutſch=
Deutſchlands
Gold gab ich für Eiſen.
Die Friedensverhandlungen.
land, aus und ſtürzte über eine Felswand ab. Er war
Schmach und Erhebung in zeitgenöſſiſchen Dokumenten,
* London, 23. Mai. Wie verlautet, erhielt Sie
Briefen, Tagebüchern aus den Jahren 18061815. Von
ofort tot. Die Leiche wurde durch Holzhauer nach Mont=
Edward Grey heute abend von türkiſcher Seite eine Mit=
Ernſt Müſebeck, Archivar am Geheimen Staatsarchiv
ovon gebracht
teilung, die zu dem Glauben berechtigt, daß die türki=
zu
Berlin. Preis 2 Mark. Es iſt die erſte Veröffent
Bei der Beratung des
Rom, 24. Mai.
ſchen Vorſchläge nicht derart ſind, daß ſie ein bal
lichung von Bongs Schön=Bücherei, die das Deutſche Ver=
Budgets des Schatzamtes im Senat erklärte Staats=
diges
Uebereinkommen verhindern. Infolgedeſſen herrſch
lagshaus Bong u. Co., Berlin W. 57, ſoeben ankündig
miniſter Tedesco, er habe am 28. Dezember einen Ueber=
unter
den Vertretern der verbündeten Balkanſtaaten wie
und deren Aufgabe iſt, uns mit geiſtig oder geſchichtlich
ſchuß von 40 Millionen angekündigt. Jetzt könne er mit=
der
eine optimiſtiſche Stimmung. Einer ſagte zu dem
ntereſſanten Perſönlichkeiten, mit Blütezeiten der Kultur,
teilen, daß trotz der Vermehrung der Ausgaben in den
Vertreter des Reuterſchen Bureaus: Wir dürfen hoffen
mit den Hauptſtrömungen in der Entwicklung der Menſch=
verfloſſenen
fünf Monaten um 30 Millionen der Ueber=
daß
der Friede anfang nächſter Woche unterzeichnet wird
heit auf leichte und geſchmackvolle Art Fühlung gewinnen
ſchuß 65 Millionen betragen werde. Hiervon würden
zu laſſen. Von der inneren Gediegenheit des neuen
Belgrad, 23. Mai. Das Regierungsorgan
42 Millionen zur Deckung der Koſten des libyſchen
Unternehmens legt dieſe erſte Veröffentlichung das beſte
Samouprava kritiſiert in ernſtem Tone das Ver=
Krieges und 4 Millionen für Forſten verwendet werden.
Zeugnis ab, aber auch von der buchkünſtleriſch geſchmack
halt en
B u l gariens, welches durck
Der Reſt ſolle zur Vergrößerung des Fonds für Schiff=
vollen
und originellen Ausſtattung
ſeinen Delegierten Dr. Danew den Verbündeten
bau dienen
Velhagen u. Klaſings Volksbücher,
Serbien, Griechenland und Montenegro, die Unter=
* Rom, 24. Mai. Der Geſundheitszuſtand
Preis jedes Bandes 60 Pfg. Nr. 76: Leonardo da
ſtützung ihrer berechtigten Anſprüche auf der Londone
des Papſtes hat ſich ſo gebeſſert, daß die Aerzte ihm
Vinci. Von Dr. Ernſt Kühnel. Mit 28 Abbildungen
Friedenskonferenz entzogen habe. Dieſes Vor=
geſtatteten
, morgen vormittag 150 Perſonen zu em=
darunter
4 in farbiger Wiedergabe (einſchließlich des Um
gehen ſei um ſo bedauerlicher, als dadurch der Balkan=
fangen
. Nachmittags wird der Papſt vom Balkon drei=
chlagbildes
). Nr. 77: Friedrich Hebbel. Von Karl
bund geſchwächt werde. Bulgarien, für deſſen Intereſſer
hundert deutſchen Pilgern den Segen ſpenden
Strecker. Mit 32 Abbildungen und einem farbigen Um=
ich
der geſamte Balkanbund eingeſetzt habe, erwidere
* Rom, 25. Mai. Der Papſt las heute vormittag
ſchlagbild. Nr. 78:
Die Riviera: Nizza und
heute ſeinen Verbündeten, daß es für deren Anſprüche
in Anweſenheit ſeiner Schweſtern, ſeiner Nichte und
Monte Carlo. Von Victor Ottmann. Mit 37 Ab=
kein
Intereſſe beſitze, obwohl die Unterſtützung derſelben
einiger Freunde zum erſten Male ſeit ſeiner Krankheit
bildungen, darunter 9 in farbiger Wiedergabe einſchließ=
Bulgarien unvergleichlich weniger Opfer auferlegen
eine Meſſe in ſeiner Privatkapelle
lich des Umſchlagbildes und mit einer Ueberſichtskarte
würde, als die Verbündeten
für ihre bewieſene Solidari
* Paris, 24. Mai. Beim heutigen Miniſterrat
Nr. 79: Johannes Brahms. Von Dr. Ludwic
haben.
tät mit Bulgarien zu tragen
im Elyſée unterbreitete der Finanzminiſter einen Geſetz
Miſch. Mit 33 Abbildungen und einem farbigen Umſchlag=
London, 24. Mat.
Wie das Reuterſche Bureau
entwurf über die Eröffnung eines Spezialkonto=
bild
. Nr. 80: Goethes Frauengeſtalten. Vor
aus wohlunterrichteter türkiſcher Quelle erfährt, iſt die
ür die Landesverteidigung, welches durch
Hans Philipp. Mit 36 Abbildungen und einem farbigen
Verzögerung in der Unterzeichnung der
Ausgabe von Staatsſchuldverſchreibungen mit zwanzig=
Umſchlagbild. Gerade dieſes letzte Bändchen iſt wegen
Friedenspräliminarien keineswegs hervorgeru=
jähriger
Laufzeit geſpeiſt werden ſoll. Ferner beantragte
einer Illuſtrierung wieder beſonderen Ruhmes wert. Man
fen durch den Wunſch der türkiſchen Delegierten, die Be
und erhielt er die Genehmigung für 200 Millionen Francs
ſieht hier von Chodowiecki bis Feuerbach, wie ſich die
dingungen zu ändern. Es beſteht nicht die Abſicht, Einzel
neuer Einnahmen für die Herſtellung des Gleichgewichts
Frauengeſtalten des Dichters in der Phantaſie des Malers
fragen vor der Unterzeichnung der Präliminarien aufzu
im Budget 1913/1914
geſpiegelt haben. Jedes dieſer herrlichen Bändchen koſtet
werfen
Paris, 25. Mai. Aus Madrid wird gemeldet: Die
Pfg
nur 60
London, 24. Mai. Heute fand ein lebhafte
Beſprechungen mit Spanien dauern ungeſtört fort.
80
Heinrich von Treitſchke, 1813.
S.
Meinungsaustauſch zwiſchen den Delegierten der
Man glaubt, daß ein Handelsabkommen nahe
Hirzel. Preis gebunden 2 Mark. Das große national
Verbündeten und der Türkei ſtatt. Osman Niſami
evorſteht und daß die politiſche Verſtändigung in ſehr
Erinnerungsfeſt, welches unſer Volk in dem Gedenkjahre
Paſcha hatte eine lange Unterredung mit dem griechiſcher
kurzer Zeit eine vollſtändige und endgültige ſein wird
des Befreiungskampfes von ſchmachvoller Fremdherrſchaft
Delegierten Streit, aus der hervorzugehen ſcheint, daß
Liſſabon, 25. Mai. Die deutſchen Kolonien
feiert, dürfte keinen beſſeren und berufeneren Führer it
die Türkei auf dem Verbleiben des Vertragspaſſus und
von Liſſabon und Oporto haben den Hochzeitstag der
die Vergangenheit finden, als Heinrich von Treitſchke, den
die verbündeten Souveräne dringt, deſſen Beſeitigung
warmherzigſten aller Geſchichtsſchreiber
Prinzeſſin Viktoria Luiſe mit dem Prinz Ernſt Auguſt
Treitſchkes
aus den Artikeln 3 und 5 vorgeſchlagen wurde. Die Tür
1813 gehört in jedes deutſche Haus; vor allem aber dürfte
geſtern feſtlich begangen
kei iſt im allgemeinen gegen jede Abänderung. Hinſicht=
das
Buch dazu berufen ſein, anläßlich der Hundertjahr=
Mukden, 24. Mat. Dem Generalgouverneur iſt
lich der beſonderen Anſprüche Griechenlands weiſe die
feiern der Erhebung Preußens als die wertvollſte Er
ein Proteſt der Fürſten der inneren Mongolei gegen
Türkei darauf hin, daß Bedenken vorhanden ſeien, eine
innerungsgabe in die Hände der heranwachſeden Jugend
die Abſichtder chineſiſchen Regierung zugegangen,
Formel, die Griechenland und die Türkei allein beträfe
zu gelangen
Die
die Mongolei in eine Provinz umzuwandeln,
in den Vertrag aufzunehmen. Die ottomaniſche Antwor
Das Rätſel der Marskanäle und damit die Frag
Fürſten beſtehen auf der Selbſtverwaltung und dem
wird nicht als endgültig betrachtet; ſie bildet noch die
der Bewohnbarkeit des Planeten Mars erörtert der be=
Recht, eigene Truppen zu halten mit der Einſchränkung
Grundlage einer Beſprechung. Die Verbündeten erörtern
rühmte engliſche Aſtranom und Direktor der Greenwich=
Sie drücken dabei abermals
hineſiſcher Ueberſiedlung
jetzt die Möglichkeit, eine Formel zu finden, durch die ſie
Sternwarte Sir Walter Maunder in einem reich illuſtrier
ihre Ergebenheit gegen die Republik aus. Der Proteſt
ihren Anſchauungen entgegenkommen können, ohne mi
ten Aufſatz in den ſoeben erſchienenen Lieferungen 2326
nach Peking geſandt.
wurd
des Prachtwerkes Die Wunder der Natur ( Deut=
dem
vorliegenden, von den Mächten unterbreiteten Ent=
Longbeoeh (Kalifornien), 25. Mai
Auf dem
ſches Verlagshaus Bong u. Co., Berlin W.
57. Preis
wurf in Widerſtreit zu geraten.
Munizipalpier, wo die engliſchen Bewohner der Stadt
der Lieferung 60 Pfg.) Die Marskanäle erklärt Maunder
den Empireday feierten, ſtürzte eine 20 Fuß hohe
Griechenland und Bulgarien.
für Wahrnehmungstäuſchungen unſeres Auges
Die
gefüllte Zuſchauertribüne ein. Das Unglück
ruheloſen Kanalgräber des Mars ſchließt der Green=
Athen, 24. Mai. Einem Communiqué des Mi
verurſachte eine furchtbare Panik, der gegenüber die
wicher Aſtronom, werden bald mit Gnomen und Ko=
niſters
des Aeußern zufolge fand geſtern kein ernſter Zu
Polizei machtlos war. Nach dem Einſturz war der
bolden und anderen Fabelweſen auf einer Stufe ſtehen.
ſammenſtoß zwiſchen griechiſchen und bul=
Strand von ſchreienden und ſich in Krämpfen windenden
Die gleichen Lieferungen, die den zweiten Band des na
gariſchen Truppen ſtatt.
Menſchen bedeckt, von denen zahlreiche verwundet waren.
Abgeſehen von einem
mentlich auch illuſtrativ nicht zu überbietenden Werkes
kleinen Vorpoſtenſcharmützel bei Semalton, wobei zwei
Getötet dürften 50 bis 60 Perſonen ſein. 35 Leichen
beginnen, bringen ferner eine Schilderung des Ameiſen=
griechiſche
Soldaten leicht verwundet wurden, herrſcht in
ſind bereits geborgen, meiſt Frauen und Kinder
ebens aus der Feder keines Geringeren als Prof. Dr
allen Poſitionen vollkommene Ruhe
Sarajewo, 24. Mai. Infolge Hochwaſſers
K. Eſcherich (Tharandt), eine Schilderung des Jquanodon
3
iſt der Eiſenbahnverkehr auf der Strecke Sarajewo=
Sofia 24. Mai. Das bulgariſche Haupt
des Lümmels aus Scheffels Gaudeamus eine Plau=
Bosniſchbrod unterbrochen. Die Station Doboj iſt am
quartier hat folgendes Communigué veröffentlicht
derei über die Königin der Waſſerroſen (Victoria regia
hlimmſten betroffen; ſie ſteht vierzig Zentimeter unter
lm 22. Mai, um 5 Uhr früh, eröffneten griechiſche
von Raoul H. Francé. über Vögel, die nicht flieget
Waſſer. Der Bosnafluß überſchwemmte das Bahngeleiſ
ruppen, die im Umkreiſe des Ortes Radolovo verteil
können von Wilhelm Bölſche, eine Studie über den oſt
zwiſchen Doboj und Maglay in einer Höhe von 25 Zen=
waren
Infanterie= und Artilleriefeuer gegen die bulgari
afrikaniſchen Gigantoſaurus aus der Feder ſeines Ent
timeter. Mehrere Brücken ſind gefährdet. Seit heute
ſchen Truppen, die bei den Brücken des Angiſtafluſſes bei
deckers Prof. Dr. E. Fraas (Stuttgart) und vieles andere
morgen fällt das Waſſer bei Magley.
Kütſchükkäkprus und Vultſchiſta ſtanden. Anfangs er=
Alle dieſe Aufſätze werden durch eine Fülle von hervor=
New=York, 24. Mai. Die Tarifvorlage wird
widerten die bulgariſchen Truppen das Feuer nicht, aber
ragend ſchönen Reproduktionen zumeiſt nach photogra
als die griechiſche Artillerie den Schienenweg und die Tele
dem Senat wahrſcheinlich erſt am 15. Juni zugehen. Es
hiſchen Natururkunden erläutert.
graphenleitungen beſchädigte, eröffneten die Bulgaren ein
verlautet, angeſichts der Oppoſition der Weſtſtaaten
heftiges Feuer, begannen vorzurücken und zwangen die
dagegen, daß Zucker auf die Freiliſte geſetzt werden ſoll,
Griechen zu einem fluchtartigen Rückzug mit der Richtung
würde den Senatoren der Weſtſtaaten geſtattet werden,
Schweres Schiffsunglück.
des Golfes von Orphani. Die griechiſche Herausforderung
zu dieſen Zollpoſitionen pro Forma Abänderungsanträge
war nicht die erſte.
zu ſtellen. Die Anträge dürften dann ſpäter wieder
* Konſtantinopel, 24. Mai. Der unter ameri
geſtrichen werden.
Rumänien und Bulgarien.
kaniſcher Flagge fahrende Dampfer Nevada der
New.

Ueber
Willemſtadt (Curacao), 24. Mai.

Geſellſchaft Hadjidaut geriet beim Auslaufen von
* Wien, 24. Mai. Die Neue Freie Preſſe melde
York wird aus Caracas die Entdeckung einer Ver=
aus
Bukareſt: In der heutigen geheimen Sitzung de=
Smyrna in die Linie der ausgelegten Minen. Das
chwörung gegen das Leben des Präſi=
Senats wurde das Petersburger Protokoll betr. die Ab
denten Gomez gemeldet. Es ſind einige Verhaf=
Vorderſchiff ſtieß gegen eine Mine und kurz darauf gegen
machung zwiſchen Rumänien und
Bulga
tungen vorgenommen worden. Eine Anzahl von
eine zweite und dritte. Es ereignete ſich eine Explo=
rien
vorgelegt. Das Protokoll beſteht aus folgender
Politikern iſt geflohen.
ion, doch weiß man nicht, ob ſie infolge der Berührung
Punkten: 1. Siliſtria wird in einer Umgebung von drei
Albany, 25. Mai. Der Senator Stilwell iſt
Kilometern, von der Barriere der Stadt angerechnet, Ru=
mit
einer Seemine erfolgte, oder ob es ſich um eine Keſſel=
ſchuldig
befunden worden, Geld angenommen zu haben
mänien überlaſſen; 2. Rumänien hat das Recht, rumä=
mit
dem Verſprechen, die Annahme des Börſen=
exploſion
handelt. Das Schiff ging ſogleich
niſche Schulen und Kirchen in Mazedonien zu unterhal
reformgeſetzes durch die Legislatur des Staates
unter. Nach einer Erklärung der Schiffsgeſellſchaft hatt=
ten
; 3. Rumänien ſteht es frei, ſeine Grenze gegen Bul
New=York zu fördern.
Die Höchſtſtrafe für dieſes Ver=
der
Dampfer 200 Paſſagiere an Bord, von denen 8(
arien zu befeſtigen, während Bulgarien dies unterſagt
brechen iſt 10 Jahre Gefängnis und eine Geldſtrafe von
iſt; 4. Rumänien gibt den Einwohnern, welche die Stadt
von dem franzöſiſchen Kreuzer Bruix gerettet wurden
5000 Dollars
Siliſtria verlaſſen wollen, eine Entſchädigung. Dieſe Ent=
Tokio, 23. Mai. Abends betrug die Temperatur des
ſchädigung wird von einer aus Bulgaren und Rumänen
Kaiſers 36,4, der Puls 80, die Zahl der Atemzüge 23,
zuſammengeſetzten gemiſchten Kommiſſion feſtgeſtellt.
Letzte Nachrichten.
Der Kaiſer verbrachte die Nacht ruhig.
Letzte Nachrichten
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Lindenfels, 25. Mai. Ein weiterer Schritt
zur
Saloniki, 25. Mai. König Konſtantin
Berlin, 24. Mai. Das Befinden des Knaben,
Verwirklichung unſeres Bahnbaues iſt zu
begab ſich gleich nach ſeiner Ankunft nach Nigritta,
der von einem Privatautomobil, in welchem ſich der
verzeichnen. Das Großh. Kreisamt Bensheim hat ver
wo er die griechiſchen Stellungen beſichtigte
Herzog von Cumberland befand, überfahren
ügt, daß die das Gelände ſtellenden Gemeinden den
wurde, iſt heute zufriedenſtellend
Bürgermeiſter oder deſſen Stellvertreter beauftragen, bei
Berlin, 25. Mai. Die Norddeutſche Allgemein
der demnächſt einzuberufenden Verſammlung zur Wahl
Zeitung ſchreibt in ihrer Wochenrundſchau: Das gleich
er Geländeerwerbskommiſſion namens der
Gemeinde
Vermiſchtes.
zeitige Verweilen der Herrſcher Großbritanniens
mitzuwirken. Gleichzeitig wird mitgeteilt,
daß di
Neue Erfindung. Man ſchreibt uns: Eine
und Rußlands in Berlin und der freundlich
Kontinentale das durch die landespolizeiliche Prüfung
Erfindung von großer volkswirtſchaftlicher Bedeutung
Verkehr mit Kaiſer Wilhelm wurde, wenn auch durck
vielfach veränderte Projekt nunmehr endgültig fertig
kommt in der nächſten Zeit auf den Markt. Es handelt
einen unpolitiſchen Anlaß herbeigeführt, überall als ein
geſtellt und der Regierung zwecks Erteilung der Konzeſſion
ich um den Erſatz des Petroleums, ſo daß wir vom
weiteres, bemerkenswertes Anzeichen dafür gedeutet
vorgelegt habe. Es ſteht nun zu erwarten, daß die
Auslande unabhängig werden. Die Erfindung, von dem
daß Europa in den Orientfragen einer fort=
Erteilung der Konzeſſion in Kürze erfolgt.

[ ][  ][ ]

Nummer 120.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 26. Mai 1913.
Seite 9.
HB. Berlin, 24. Mai. Der König von Groß=
britannien
und Irland hat dem Staatsſekretär des
ie uns aus Anlaß unserer Silbernen
Auswärtigen Amtes, v. Jagow, und dem deutſchen Bot=
chafter
in London, Fürſt Lichnowsky, das Großkreuz des
El
L Hochzeit zuteil gewordenen Ehr-
Viktoriaordens verliehen. Der Kaiſer von Ruß=
Se
ungen und die uns von Freunden und.
land hat dem Staatsſekretär v. Jagow den Alexander
V
Newsky=Orden, dem Unterſtaatsſekretär Zimmermann den
Bekannten in so großer Zahl zuge-
St. Annenorden erſter Klaſſe verliehen.
Ae
gangenen Geschenke, Blumen-Arrange-
Natürliches
Regelt den
HB. Berlin, 24. Mai. Die evangeliſchen Jung=
reines
Pflan
tuhl.
beugt
frauenvereine Deutſchlands haben der Prin=
ments
und Glückwünsche gestatten es
zen=Produkt.
Verſtopfg. vor.
eſſin Viktoria Luiſe geſtern als Hochzeitsgabe den Erlös
S786
uns nicht, jedem Einzelnen persönlich
einer Sammlung übergeben, die von jungen Mädchen
Deutſchlands veranſtaltet worden iſt. Die Geſamtſumme
zu danken. Wir erlauben uns daher, auf
77000 Mark, die in kleineren und größeren Beträgen zu=
diesem
Wege Allen unseren herzlichsten
ſammenkam, ſoll mit Genehmigung der Prinzeſſin zum
Bau eines Bundeshauſes der deutſchen Jung=
und innigsten Dank auszusprechen.
frauenvereine in Dahlem bei Berlin dienen
Kolmar i. Elſ., 24. Mai. Vor dem Schöffen=
W. von der Schmidt u. Frau,
gericht kam heute die Beleidigungsklage des
Darmstadt, Wilhelminenstr. 59.
*13732)
Abg. Wetterlé gegen den Chefredakteur der Straß=
burger
Poſt zur Verhandlung, die nach dem erſten Ter=
Kie
min vertagt worden, weil der Privatkläger die beiden
e
Ein beliebkes Hausmittel.
Schöffen wegen ihrer alideutſchen Abſtammung aus
Beſorgnis der Befangenheit abzulehnen beantragt hatte.
Califig beſitzt nur beſte Eigenſchaften und zeichnet
Todes=Anzeige.
Dem Antrag war damals vom Schöffengericht nicht ſtatt=
ſich
durch guten Geſchmack und milde Wirkung aus.
Es verurſacht keinerlei Beſchwerden, ſondern unter=
gegeben
worden. Das Oberlandesgericht hat inzwiſchen die
(Statt jeder beſonderen Mitteilung.)
Bu
tützt in milder, aber wirkungsvöller Weiſe die natürl.
Beſchwerde, die der Kläger deswegen erhoben, abgelehnt, ſc
Funktionen der Verdauung. Für Erwachſene und Kinder
Verwandten, Freunden und Bekannten hier=
daß
das Gericht heute die gleiche Zuſammenſetzung aufwies
in gleicher Weiſe beſtens geeignet.
Der Beklagte ſoll Herrn Wetterlé nach deſſen Vortrags=
mit
die traurige Nachricht, daß unſer lieber
n zu Mk. 1,50 die Flaſche. Extra gre
reiſe in ſechs Artikeln durch den Vorwurf der Feigheit
Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder,
In allen Apotheken zu Ser. Pici Californ. 75, Ext. Senn. liau. 20.
Flaſche Mk. 2,50. Be
öffentlich beleidigt haben. Nach mehrſtündigen Ver
Schwager und Onkel
(11713
Elix. Caryoph. comp. 5.
handlungen erging das Urteil dahin, daß der Beklagte
1
zu 20 Mark Geldſtrafe und zur Tragung der Koſten
Me Zie
Karl Aungeſſer
verurteilt ſei. In der Begründung wird geſagt, daß der
Perſönlicher Magnetismus und Individualität
heute nacht 1¾ Uhr nach längerem Leiden im
Vorwurf der Feigheit gerade für den Kläger äußerſt
erreicht durch ein köſtliches Parfüm, das man
chwer war, und daß der Wahrheitsbeweis dafür nicht
72. Lebensjahre ſanft verſchieden iſt.
erbracht werden konnte, wenngleich nach Anſicht des Ge=
ſich
zuhauſe herſtellen kann
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
richts die Vorträge des Klägers zur damaligen Zeit
Jede Dame hat ihr beſtimmtes Parfüm; trotz der
durchaus unangebracht waren. Als mildernder Grund
Wilhelm Nagel.
.
vielen auf dem Markte befindlichen Parfüms iſt ſie aber
m weiteſten Sinne komme in Betracht, daß der Beklagte
beſtändig der Unannehmlichkeit ausgeſetzt, ihr eigenes bei
Darmſtadt u. Hochemmerich, 24. Mai 1913.
in der Erregung, von der alle deutſchen Kreiſe ergriffen
anderen wahrnehmen zu müſſen. Weniger Bemittelte
Die Beerdigung findet ſtatt: Montag, 26. Mai,
waren, ſich im Ausdruck vergriffen hatte, ſodaß die Geld=
önnen
zudem die teuren Kriſtallflakons, die farbigen
Uhr, vom Sterbehaus, Mauer=
nachmittags
2½
ſtrafe als ausreichende Sühne zu betrachten ſei
Seidenbändchen nicht erſchwingen, welche den Preis der
ſtraße 34 aus.
an und für ſich teuren, modernen Parfüms nur noch
weiter in die Höhe ſchrauben, und müſſen daher entweder
Die braunſchweigiſche Frage.
zu minderwertigen Präparaten greifen, die leider nur zu
Berlin, 25. Mai. Im Verfolge der halbamtlichen
eicht als ſolche zu erkennen ſind, oder aber von einem
Mitteilung über die Frage der braunſchweigiſchen Thron=
Tageskalender.
Parfüm ganz abſehen. Nun iſt einmal nichts Anderes
olge erfährt die Mil.=pol. Korreſpondenz von Bundes=
Broßh. Hoftheater. Anfang 7 Uhr, Ende 10 Uhr
mſtande, einer Frau jenen undefinierbaren Reiz zu ver
ratsſeite, daß einer endgültigen Regelung der
laußer Abonnement): Der Bettelſtudent‟
leihen, wie ihn der zarte Duft eines von gutem Geſchmac
Thronfrage in Braunſchweig nach Verabredung
aſtſpiel des Frankfurter Intimen Theaters um
zeugenden Parfüms um ſie webt. Nach verſchiedenen
zwiſchen welfiſcher und hohenzollernſcher Seite erſt nahe=
8½ Uhr im Orpheum.
Experimenten entdeckte nun ein wohlbekannter fran=
getreten
werden ſoll, wenn der Weiterbeſtand der in
Konzert um 8 Uhr im Perkeo.
zöſiſcher Spezialiſt eine Kombination, die einzig in ihrer
der Perſon des Prinzen Auguſt und der deutſchen Kaiſer=
Bilder vom Tage. (Auslage Rheinſtraße 23):
Art daſteht; ſie iſt auf verſchiedene Blumen=Eſſenzen
tochter ſich verkörpernden neuen Braunſchweige
Von den Hochzeitsfeierlichkeiten am deutſchen Kaiſer=
baſiert
und beſitzt die ſeltene Eigenſchaft, ſich der Haut
Dynaſt ie durch einen männlichen Erben gewährleiſtet iſt
hauſe: Das Brautpaar bei der Einholnug des eng=
in
individueller Weiſe anzupaſſen, derart, daß ſich be
Es iſt daher durchaus verſtändlich, daß bisher im Bun
liſchen Königspaares; König Georg von England und
eder Dame ein ganz perſönliches Parfüm entwickelt
desrat und in ſeinen Ausſchüſſen über dieſe Angelegen=
Kaiſer Wilhelm verlaſſen den Bahnhof; der Zar fährt
Das Rezept dazu iſt eigentlich ganz einfach, die benötigten
heit weder ein Antrag Preußens noch einer anderen
in Begleitung des Kaiſers nach dem Schloß; zur Silber=
Beſtandteile kann man in jeder größeren Apotheke oder
Bundesregierung vorliegt.
Unterſtützung findet dieſe
hochzeit des Prinzenpaares Heinrich von Preußen; die
Drogerie erhalten und die Herſtellung des Parfüms zu=
Darſtellung aus dem eigenen Munde der jungen Prin=
Vermählung der Prinzeſſin Viktoria Margarete von
hauſe wie folgt ſelbſt vornehmen: Man miſche 18 gr
zeſſin=Braut, die auf Befragen wegen ihres neuen Haus=
Preußen mit Prinz Heinrich XXXIII. Reuß j. L.
Petalias=Extrakt mit 30 gr reinem (90%igen) Alkohol und
haltes mehrfach die ſcherzhafte Auskunft gegeben hat.
füge dann nacheinander 2 gr vanillierte Benzoétinktur
daß ſie für mindeſtens ein Jahr in Rathenow acht
und 3gr Roſenwaſſer hinzu. So erhält man ein der=
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Zimmer, Küche und Badeſtube bewohnen würde‟
artig ſtark konzentriertes Parfüm, daß ein einziger Tropfer
Verantwortlichsfürf den dpolitiſchen Teil, für Feuilleton,
Von allen Löſungen der braunſchweigiſchen Frage
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
öllig hinreicht, um einen lange anhaltenden Effekt her=
iſt
dieſe jedenfalls die hübſcheſte
redaktionellen=Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
vorzubringen, einen feinen, undefinierbaren Duft, der
für den’ Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
auf der Haut einer Brünetten an Nelken, Roſen und
(Schluß des redaktionellen Teils.)
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Cyklamen erinnert bei einer Blondinen gleicht der erzielte
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
Duft dagegen mehr Veilchen, Flieder oder Maiglöckchen.
Verkehrs=Verein: öffentliches Verkehrsbureau
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Es beſteht aber keine beſtimmte Regel, das Parfüm ent=
Ernſt Ludwigsplatz
(Zentrale der elektriſchen
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
wickelt vielmehr je nach der Haut eine zum Weſen der be=
Straßenbahn). Auskünfte jeder Art
Kunſthalle am Rheintor, geöffnet Werktags von
treffenden Dame paſſende exkluſive Nüance, die einen wun
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
derbar perſönlichen, magnetiſchen Einfluß ausübt. (II,11701
114 und Sonntags von 104 Uhr.

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5

[ ][  ][ ]

2

4
24
(re
24

Nummer 120.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 26. Mai 1913.
Seite 10.
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allen Verkaufsstellen giltig!
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unter Mitwirkung des Kgl. Sächſ.
11. Rotkäppchen. 12. Dornröschen. 13. Die Gänsemagd. 14. Die sieben Schwaben.
C
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15. Tausend und eine Nacht. 16. Ali Baba und die 40 Räuber. 17. Die soldene Gans.
loge u. Parkett) ausschliesslich
und des Großh. Mecklenb. Hof=
18. Nikolaus und die Tintenbuben. 19. Paulinchen, 20. DER KLEINE EOMIG.
de Waal, Rheinstr. 14,
bei Hugo
(4
opernſängers Eduard Göbel.
Telephon 656. (11725
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Der Bettelſtudent.
Märchenspiele: 1. Menuett. 2. Gnomentanz. 3. Gavotte. 4. Bauerntanz.
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Musikalische Leitung: Hugo Hauske.
Künstlerische Leitung: Hedwig Ehrle.
(
Perſonen:
Zu verkaufen:
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Rudolph
1 Büfett, nußb. m. Marmorpl.,
Nowalska . .
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BASTIEN UND BASTIENNE‟ von Mozart.
weiße Herrenhemden, Zylinder,
Olga Kallenſee
Laura,
deren
weißes Kleid, Frühjabrsmantel ꝛc.
Musikalischer Leiter: Richard Lert.
Spielleiter: Hanns Pellar.
Bronis=
lawa
, ſ Töchter
Liebigſtraße 39, p.
Elſa von Blank
BASTIEN
Personen:
Anna Jakobs
, ,
,
N
22.
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Krakau . .
,
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(für Kinder die Hälfte) und berechtigt zum Stehplatz für die Märchen- und Opern-
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nichts geholfen, leht werde

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2
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empfiehlt durch die eigenen Milchwagen täglich frei Haus:
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Dienstag, den27. Mai1913,abends8½ Uhr,
Waclaw, ein Ge=
Friſche, beſte Vollmilch und Kindermilch,
Ludwig Indorf
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im Kaisersaal‟ (Grünes Zimmer) ſtatt, wozu die Mitglieder hier=
Schlagrahm, ſüßen und ſauren Rahm,
Oberſt Ollendorf: Joſ. Pauli
mit ergebenſt eingeladen werden.
vom Kgl. Hoftheater in Dres=
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Tafelbutter und friſche Eier aus
Der Vorstand.
den, als Gaſt.
eet
eigener Zucht.
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Göbel, a. Gaſt.
Tagesordnung:
Außerdem hat Herr Wilh. Reitinger, Soderſtr. 2,
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1. Geſchäftsbericht.
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2. Rechnungsablage.
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übernommen, und bitte ich, von dieſer günſtigen Gelegen=
3. Erſatzwahl des Vorſtandes.
Zuſchauerraum iſt nur gegen
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[ ][  ][ ]

Nummer 120.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 26. Mai 1913.
Seite II.
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11708
HeSeSSeS t

Verloſung von Schuldverſchreibungen
Srälun, des Wuſeroßrnetes
Zuindechanm,
Im Laufe der nächſten Woche wird eine Spülung des Waſſer=
Das Schulgeld für das Großh.
der Stadt Darmſtadt.
rohrnetzes in den unten bezeichneten Stadtteilen vorgenommen, welche
Realgymnaſium, die Großh. Lie=
In Vollziehung des Schuldentilgungsplanes der Stadt Darmſtadt
n der Zeit von 10 Uhr abends bis 5 Uhr morgens eine zeitweiſe
bigs= und die Großh. Ludwigs=
lind
heute nachſtehende 3½ ½ ige Schuldverſchreibungen auf den In=
Unterbrechung der Waſſerabgabe, ſowie eine Trübung des Waſſers
Oberrealſchule, die Vorſchule der
haber durch Verloſung zur Rückzahlung berufen worden, nämlich:
mit ſich bringt: die Waſſerabnehmer werden deshalb gebeten, ſich
die
Vik=
Großh. Gymnaſien,
vorher mit Waſſer zu verforgen.
I. Rückzahlbar am 1. September 1913.
toriaſchule und das Lehrerinnen=
Spülplan.
ſeminar, die Eleonoren= u. Frauen=
Buchſtabe V Abt. I
zu 2000 Nr. 78, 317, 365, 403, 436, 545, 550,
ſchule ſowie die Mittelſchulen für
In der Nacht von
Montag, den 26. zu Dienstag, den
609, 717, 745, 750, 775, 780.
27. ds. Mts. wird geſpült:
das II. Kalender=Vierteljahr 1913
V
II
zu 1000 Nr. 1, 39, 106, 111, 135, 173, 174,
,
,
iſt, bei Meidung des Beitreibungs=
Spülbezirk V.
181, 195, 203, 292, 500, 520, 533.
verfahrens, bis Ende d. Mts. an
Derſelbe wird umfaßt von der Frankfurter=Straße (Herrngarten=
V
III

zu 500 Nr. 58, 161, 201, 267, 323, 332, 511,
ſeite),
den Werktagen vormittags von 8
Odenwaldbahn, Dieburger= und Alexanderſtraße und enthält
530, 595, 604, 618, 774, 788, 797.
Theaterplatz und Muſeum.
bis 12½ Uhr, hierher zu entrichten.
IV
V
,
zu 200 Nr. 69, 126, 211, 215, 342, 371, 415,
2
Darmſtadt, den 20. Mai 1913.
Mitgeſpült werden die außerhalb liegenden Straßenteile Kranich=
453, 510, 527, 539, 540, 724, 758, 766, 802, 945, 993.
ſteiner=Straße, Hohler Weg, Dieburger=Straße und Ringſtraße (äußere),
Die Stadtkaſſe
II. Rückzahlbar am 1. November 1913.
(11493a
zwiſchen Dieburger=Straße und Seiterswieſenweg.
Koch.
Buchſtabe 3 Abt. I
zu 2000 Nr. 97, 295, 306, 494, 527, 619, 668,
Spülbezirk VIII.
677, 692, 746. 758, 785.
Bekanntmachung.
Derſelbe liegt ſüdlich der Heinrichsſtraße bis zur Wilhelminen=,
Karls=
5 II
und Beſſunger=Straße und öſtlich der Ludwigshöhſtraße.
zu 1000 Nr. 12, 130, 131, 179, 276, 280,
,
386,
(Stadtwald.)
407, 475, 497, 498, 649. 651, 730
Mitgeſpült werden die Straßen der Mathildenhöhe.
Alles noch im Stadtwald aus
J
2.
III
zu 500 Nr. 78, 112, 279, 293, 306, 337, 461,
In der Nacht von Mittwoch, den 28. zu Donnerstag,
,
der Holzernte 1912/13 lagernde
den 29. ds. Mts. wird geſpült:
490, 565, 612, 654, 690, 768, 817, 820, 821, 895, 915.
Holz mußt bei Meidung forſige=
IV
zu 200 Nr. 97, 113, 197, 255, 318, 415, 449, 451.
Spülbezirk IX.
richtlicher Anzeige bis zum 10. Juni
Die Einlöſung geſchieht bei der Stadtkaſſe Darmſtadt ſowie bei
Derſelbe liegt weſtlich des Straßenzuges Ludwigshöhſtraße,
I. Js. abgefahren ſein. (11703a
der Bank für Handel und Induſtrie in Darmſtadt und Berlin
Beſſunger=, Karls= und Wilhelminenſtraße und wird von der Heinrichs=
Darmſtadt, 22. Mat 1913.
und Eſchollbrücker=Straße begrenzt.
und deren übrigen Niederlaſſungen. Die Verzinſung der Schuld=
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
verſchreibungen hört mit den oben genannten Verfallterminen auf.
Außerdem findet in der Nacht von Donnerstag, den 29. zu
Kullmann.
Freitag, den 30. ds. Mts. eine Druckrohrſpülung ſtatt.
In unſer Handels=Regiſter, Ab=
Die nachverzeichneten 3½%igen Schuldverſchreibungen
Darmſtadt, den 14. Mai 1913.
teilung B, wurde heute einge=
ſind
bereits gekündigt, aber noch nicht zur Einlöſung
Städtiſche Waſſerwerksverwaltung.
tragen hinſichtlich der Firma:
Rudolph.
(11557so
Singer & Co., Nähma=
gekommen
, und zwar:
ſchinen=Aktien=Geſellſchaft
auf den 1. September 1907
zu Hamburg, Zweignieder=
Automobil=Verſteigerung.
V Abt. IV zu 200 Nr. 392,
Buchſtabe
laſſung Darmſtadt.
auf den 1. Februar 1911
Montag, den 26. Mai, nachmittags 3 Uhr, verſteigere ich
iſt auf=
Die Zweigniederlaſſung
I zu 2000 Nr. 524,
H
im Auftrag freiwillig meiſtbietend gegen Barzahlung in
(11717
gehoben.
auf den 1. Februar 1912
Darmſtadt, 19. Mai 1913.
Frankfurt a. M., Taunusſtraße
zu 200 Nr. 72 und 436,
36, im Hof
H IV
12
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
auf den 1. Juni 1912
3 Minuten vom Hauptbahnhof
zu 1000 Nr. 24,
U
,
,
1
Schmidts=Automobil, 1122 Ps
auf den 1. September 1912
zu 500 Nr. 1021,
III
2Gochow 1R.
M
,
mit amerikaniſchem Verdeck,
IV
zu 200 Nr. 399, 563, 728, 730 und 930,


CDamnkeodel de-Kasckinenſabuke
1
Opel=Automobil, 18/30 Ps
auf den 1. Oktober 1912.
Chmanatebauanstnakt.
(Gaswerksſchuldverſchreibung) Nr. 186 u. 359,
mit Lederverdeck.
,
zu 1000 Nr. 432,
II
1.

Beide Wagen ſind in beſtem Zuſtand. Kurze Probefahrten

,
CMlenfach. aMMain
zu 500 Nr. 2298,
III
I.
,
für ernſtliche Kaufliebhaber von 2 Uhr nachmittags an.
zu 200 Nr. 32 und 387,
IV
L
Beſichtigung von 1 Uhr nachmittags an.
(IV, 11696,64

auf den 1. November 1912
Wilhelm Neuhof, Anktionator und Taxator
III zu 500 6 Nr. 452 und 556
5
Kinder= Liege=
auf
den 1. Februar 1913
Zuruckgeſetzte wagen, Sitz= u.
Frankfurt a. M., Taunusſtr. 36, Teleph. 6792 Amt I.
III zu 500 Nr. 191.
H
Liegewagen, Klappwagen von
Die
Verzinſung dieſer Schuldverſchreibungen hat von den an=
7 Mark an
(9430a
gegebenen Tagen ab aufgehört.
(11709oi
Eliſabethenſtraße 25½
Darmſtadt, den 23. Mai 1913.
u. Hess. Versich. geg. Ungezief.
Der Oberbürgermeiſter.
Dr. Gläſſing.
Mitteilung.
Ibel & Lotz, G. m. b. H.
Peiteige ue ende und ſarſterſpftſchen
Eliſabethenſtr. 31. Telephon 461.
Meiner werten Kundſchaft, der hohen Behörde, den Herren
Architekten und werter Nachbarſchaft zur gefälligen Mitteilung, daß
Berufsgenoſſenſchaft.
ich meine Wohnung von Beckerſtraße 26 nach meiner Werkſtätte
Die Heberolle über die Beiträge zur land= und forſtwirt=
ſchaftlichen
Berufsgenoſſenſchaft für das Jahr 1912 liegt von
heute an während vierzehn Tagen auf dem ſtädtiſchen Bureau: Wald=

Rieverplatz8
ſtraße 6 (Zimmer 1) zur Einſicht offen. Innerhalb einer weiteren
Friſt von zwei Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfriſt, kann der
Vertilgung von Ungeziefer jeder
t habe.
verlegt.
in der Heberolle als beitragspflichtig in Anſpruch Genommene gegen
Art, wie Wanzen, Käfer, Ratten,
Indem ich beſtens für das mir ſeither entgegengebrachte Ver=
die
Beitragsberechnung bei dem Vorſtande der land= und forſtwirt=
Mäuſe uſw. billigſt unt. Garantie
trauen danke, bitte ich höflichſt, mich auch fernerhin durch Ueberweiſung
ſchaftlichen Berufsgenoſſenſchaft Einſpruch erheben (ſ. § 10211023
und ſtrengſter Diskretion.
(*13740
von Aufträgen gefl. unterſtützen zu wollen.
der Reichsverſicherungsordnung).
Darmſtadt, den 26. Mai 1913.
Darmſtadt, den 22. Mai 1913.
Hochachtungsvoll
Der Oberbürgermeiſter:
Zahlung
J. V.: Mueller.
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Wilhelm Darmstädter
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Nummer 120.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 26. Mai 1913.
Seite 12.
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Nummer 19.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 26. Mai 1913.
Seite 13.
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Abſpannung und
Haar gründlich und nachhaltig.
Serie II jede Hose nur 3.90
Ermüdung werden überraſchend ſchnell gehoben. Dis=
fühlte
ich mich als ganz anderer

Serie III jede Hose nur 5.80
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Menſch.
kreter, köſtlich=ſympathiſcher Duft.
wurde lebhaft und ſchmerzlos und
Konfektions-Haus
Glückliche Reiſe! Und laſſen Sie im Koffer
Alſo:
blieb es ſeitdem. Ich trinke den
die bekannte Flaſche Dralle’s nicht fehlent
Markſprudel jetzt täglich, habe mich
Mk. 1.85 und 3.70.
nie ſo wohl und geſund gefühlt
wie heute H. B."
Aerztl. warm
Wilh. Deister
In allen Parfümerien, Drogerien und Friſeur=Geſchäften,
empf. Fl. 65 u. 95 Pf. in der Engros=
ſowie
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11½ Markt 11½
Niederlage Friedr. Schaefer und
Ecke Marktstrasse
in der Hofdrogerie Chr. Schwinn,
Se
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Rheinſtraße 8.
I,9290
Deshalb wählte ich den indirekten Weg durch meinen Ad=
ihn
, unter dem jählings ein heißer Strom durch
ſeine
jutanten.
Schläfen ſchoß.
Es waren zwei Königskinder..
Darf ich hoffen, daß gnädiges Fräulein jetzt anders
War das die Entſcheidung? = das Glück? ; die
Roman von Guido Kreutzer.
darüber denken?
Erlöſung?
(Nachdruck verboten.)
22)
Ich weiß jetzt, daß Ew. Durchlaucht mir nichts Ge=
Hella Uttenreut hatte ſich tiefer in ihren Seſſel hinein=
Ja, ich ſprach von den regierenden Herrſchern; ich
ringeres bieten, als ich ſelbſt hingebe. Ich weiß jetzt, daß
geſchmiegt. Ein leiſes, nie gekanntes, ſehnſüchtiges Ver=
ſprach
von dem, was mir ein vor der Zeit altgewordener
ich mich nicht töricht betrog, als ich Jahr um Jahr auf
langen war in ihr, aufzuſtehen und zu dieſem jungen ern=
Mann auf die Dauer nicht verbergen konnte.
den wartete, der größere ſein ſollte, als all die anderen,
ſten Menſchen hinüber zu gehen. Ihm Ruhm und Zufrie=
Und nun meinen gnädiges Fräulein, das alles, was
Und ich weiß, daß dieſe ſtolze Einſamkeit, wenn ich ſie
denheit bringen . . . den Kopf an ſeine Bruſt betten . .
ich vorhin ſagte, träfe nicht auf mich zu, weil ich ja nur
fortan teile, mich in meiner Frauenwürde adelt! So darf
ihm in die Augen ſehen . . . Halt geben und Halt finden
der Erbprinz ſei. Ich will zugeben . . . ich habe noch
ich dieſen hohen Einſatz wagen, da Ew. Durchlaucht mir
und ſich küſſen laſſen von dieſen ſtraffen energiſchen
,
keine Rechte und daher auch noch keine Pflichten im ſtaats=
den
Gewinn ſchon vorher in die Hand gaben: die erſte
Lippen, die noch nie auf einem Frauenmund geruht hatten!
rechtlichen Sinne. Und doch unterliege ich genau dem glei=
Frau geweſen zu ſein, die einen Fürſten .
ſeine Ein=
Dämoniſch ſchön mußte es ſein, auch zu ihm den
chen ungeſchriebenen Geſetz, das man für und . . . gegen
ſamkeit empfinden ließ!
Brand hinüber zu ſchleudern, der in ihr längſt wogte und
die Krone jedes Volkes und jedes Landes geſchaffen hat;
Er riß ſich von ſeinem Platz los. Er ſtand neben ihr.
loderte und immer weiter fraß . .. dem Herzen zu . . . im=
nur
kompliziert der Begriff Thronfolger dieſes Geſetz
Er beugte ſich zu ihr herab. Die Rechte, die den Säbel=
mer
weiter fraß
. ,
in noch kraſſerer Form. Faſſen Sie es in folgendem Be=
knauf
umkrampft hielt, flog.
Aber ſie lächelte: Träume! und blieb ganz ſtill und
griff zuſammen: ich bin noch niemandes Herr; am aller=
ſah
verſunken in das breite ſchimmernde Lichtband, das
Jagende Atemzüge . ..
lodernde Augen . .
Worte,
wenigſten aber darf ich mein eigener Herr ſein! Darf es
die ſich überſtürzen, überhetzen . . . und der rauſchende ge=
die
tiefſtehende Nachmittagsſonne jetzt mit goldenen Hän=
nicht
bei bedeutenden und nicht bei unbedeutenden An=
waltige
Flügelſchlag des ewig jungen triumphierenden
den durch den Spalt der Vorhänge ins Zimmer zog.
läſſen!
Lebens . ..
Da machte der Erbprinz eine unruhige Bewegung und
Verſtehen Sie mich recht, Gnädige . . . ich jammere
Liebſt Du mich?
ſtrich ſich wie erwachend über die Stirn.
nicht über unabänderliche Tatſachen; ich rüttele auch nicht
Ja ich liebe Dich . .. ich liebe Dich .
Nun habe ich Ew. Durchlaucht verſtanden und weiß
an einer Kette, die ich doch nie würde löſen können ich
Weshalb aber Du weshalb?!
ich auch, was Graf Hortenbrügg mit dem Wort Einſam=
definiere
nur eine Ungeheuerlichkeit, mit der ich mich im
Vielleicht weil ich Dich nicht lieben darf=
und
keit meinte.
übrigen notgedrungen ſchon längſt abgefunden habe.
weil dieſe Liebe ſo hoffnungslos iſt und ſo heimlich!
Und um ſchließlich nun für unſern Fall die Quint=
Er regte ſich nicht. Er ſtand in atemloſem Lauſchen.
Hella!
eſſenz zu gewinnen: ich durfte niemals perſönlich an
Aber ſein Blick hatte ſich an ihr feſtgeſogen, umklammerte
Da legte ſie ihm die Arme um den Hals und
Sie ſchreiben, ohne daß ich uns beide damit gleichzeitig
ſie, glitt ihr werbend und fordernd über das Geſicht, das
zog
ſeinen Kopf an ſich.
der Mediſance der Reſidenz ausgeliefert hätte. Und das,
Haar, die Hände.
gnädiges Fräulein?!
meine ich, wäre wohl doch nicht die rechte Art geweſen, Sie
Was . . . heißt das . . .
Albrecht Georg! ſagte ſie weich und ſcheu und
ver=
von
meinen Wünſchen und Empfindungen zu unterrichten.
Da hob ſie langſam die Augen. Ein Lächeln grüßte. ſonnen.

[ ][  ][ ]

Seite 14.

Nummer 120.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 26. Mai 1913.
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Wir machen ausdrücklich darauf
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2




Im Park aber hatte ſich der Oberleutnant Graf Hor
terhaltung auf dieſes prekäre Thema gebracht habe: um
harmloſer Kannegießerei die Zeit zu vertreiben. Ich fand
tenbrügg mit Erlaubnis eine Zigarre angebrennt, gloſte
Ihnen mein aufrichtiges Bedauern über mein bisheriges
es plätſcherte ſich brillant im ſanften Wäſſerchen freund
ſeine Begleiterin von der Seite mit wohlgefälligem Mo
ſchroffes Verhalten auszuſprechen
lich fließender Rede. Wenn wir aber jetzt davon abſchwen
nokelauge an und kramte ſein ganzes Konverſationstalent
Er blieb ruckhaft erſchrocken ſtehen.
ken, geraten wir totſicher wieder in das gefährliche Ge
hervor, um auf möglichſt beſtrickende Manier das verlorene
E
Gnädigſte!
divergie
biet der Meinungsverſchiedenheiten und
Terrain zurück zu gewinnen
Sie aber bat verwirrt:
Krach in Idealkon
renden Anſchauungen. Endeffekt:
Uebrigens war Karla von Eckwarden heut ganz ent
Bitte, kommen Sie weiter
kurrenz mit eiſiger Höflichkeit und Hochziehen ſchönge
ſo! . . . und nun hörer
ſchieden leichter zu behandeln. Man brauchte nicht ſo ver
Sie
chwungener Augenbrauen
dammt zu lavieren; denn ihre kühl=kritiſche Abwehr von
Ueber das erſte Mal brauche ich wohl nicht viel Wort=
So dagegen, wie momentan, iſt die Situation rein
neulich machte ſich nicht bemerkbar; in keinem Wort
in
mild und neutral
zu machen. Daß ich jede nähere Bekanntſchaft damals im
keiner Bewegung.
D=Zug ablehnte, ich meine, das war wohl ſelbſtverſtänd=
Sie lächelte flüchtig.
Launenhaft iſt die liebe Dame; aber ihre neueſte Stim=
lich
. Vorſtellungen mir unbekannter Herren akzeptiere ich
Das bleibt denn doch ein recht unſicherer Notbehel
mungsnüance läßt ſich recht gut ertragen! reflektierte Mar
nur im Hauſe meines Vaters oder in einem Salon.
Graf. Wir reden über die unmöglichſten und ausgefallen
kus tiefſinnig. Jetzt habe ich mich endlich nach intenſivem
ten Dinge, weil wir nicht an den Zündſtoff denken wollen
Außerdem bedingt ſchon meine Poſition bei der Herzogin
Nachdenken entſchloſſen, ſie künftighin die Prinzeſſin auf
der bei unſerem jedesmaligen Zuſammentreffen in der Luft
eine doppelte Zurückhaltung nach außen hin
der Erbſe zu nennen; und heute, wo ich zum erſten Mal
liegen kann. Bisher wenigſtens war es ja noch immer ſt
Er nickte zuſtimmend
die Probe aufs Exempel machen will, iſt ſie wie umgewan=
That’s it!
Mit peinlicher Akkurateſſe verſäumte di
Erklärlich. Und wenn ich damals die Atmoſphäre de
delt. Da find’ ſich der Deiwel raus
Bombe auch niemals, rechtzeitig zu platzen. Ich habe übri
Hofluft gewittert hätte, würde ich mich lautlos und hoch=
Und es ſchien faſt, als ſollte ſein Skeptizismus recht
gens wenig Hoffnung, Gnädigſte, daß ſich das ändern
achtungsvollſt in ein Nebencoupé verkrochen haben
behalten. Denn kaum war man über die erſten üblichen
wird; wenn ich auch ſonſt ſtark im Glauben bin
Wie exzellent wir uns plötzlich verſtehen! trium
geſellſchaftlichen Floskeln und Banalitäten hinaus, da
Doch; und zwar ſofort! widerſprach ſie eifrig. Dieſer
hierte ſie; dann beſchattete ſich ihr Geſicht wieder, wo
wurde das raſſige ſchmale Jungmädchengeſicht plötzlich
verſteckte Kriegszuſtand iſt auf die Dauer eine unmöglich
ſie nun zum zweiten Teil der Beichte kam
ernſt
Farce; dazu ſind wir geſellſchaftlich viel zu ſehr aufeinan
Regulär brüskiert dagegen habe ich Sie, als Sie in
Alſo, Herr Graf, ich ſchlage vor, daß wir Ihre Ber
der angewieſen. Rotthauſen iſt nicht Berlin, wo die Leute,
Monrepos Ihren Antrittsbeſuch machten und ich mi
liner Rennbahngeſchichten trotzdem ſie zu der boshaften
die ſich nicht beim Wege beſehen können, mit Leichtigkeit
Ihnen über Hella Uttenreut ſprach. Da verkannte ich Si
einander ausweichen
und daher luſtigen Spezies gehören jetzt vorläufig
in Ihren Motiven, war vielleicht ſchon voreingenommer
beifeite laſſen und etwas perſönlicher werden. Iſt’s recht?
Alſo heiraten wir ſchon! ſchlug er achſelzuckend vor.
durch die ganz offizielle Warnung, die Sie dem Ober
Der Küraſſier nahm vor Schreck gleich die Zigarre aus
Um aus dem verſteckten Kriegszuſtand in den offener
leutnant Halk=Ehingen zum Weiterkolportieren anver=
dem
Munde
zu kommen! replizierte ſie gewandt; und doch huſchte lich=
traut
hatten.
Nee, lieber nicht! bat er inſtändig. Verzeihung, Gnä
tes Karmin über ihre Wangen. Das hieße den Teufel
digſte, aber ich halte das wirklich nicht für empfehlenswert
durch Belzebub austreiben, lieber Freund
(Fortſetzung folgt.)
Sehen Sie, wir waren eben ſo ſchön im Schwung, uns mi
Nein, aber Sie ſollen erfahren, weshalb ich die Un=

[ ][  ][ ]

Nummer 120.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 26. Mai 1913.
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Seite 18.
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W. Schultz’ Silicd (Dieffenbacher), 2. Carmen II (Schultz)
3. Schuldnerin (Grube). Tot. 23:10. Fribourg=Preis:
3200 Mark, Diſtanz 2600 Meter: 1. Stall Germanias Ge
neral Kuſer (Wiltſhire), 2. Aframont (E. Treuherz)
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Frühjahrs=
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41110. Freude=Preis; 1500 Mark, Diſtanz 2400 Meter:
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(Herr Perner), 3. Malve I (Herr Baufeld). Tot. 101:10
Freddy l=Handikap; 2200 Mark, Diſtanz 2300 M
Czar
1. Herrn M. Maacks Farrar (Dieffenbacher), 2.
-
Fau=
(Schurrmann), 3. Apfel (Wiltſhire). Tot. 23:10.
1. Herrn
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Diſtanz 1900 Meter: 1. Monſ. W. K. Vanderbilts Vir=
pirol
(O'Neill), 2. Gavroche III (Sharpe), 3. Mille Par=
don
(Garner). Tot. 13:10. Prix de Goſirs: 5000
Francs, Diſtanz 2000 Meter: 1. Monſ. M. de Rothſchilds
Gobernador (Haes jr.), 2. Le Poteau (Le Poteau)
3. Harveſter (Garner). Tot. 47:10. Prix Ajax; 20000
Francs, Diſtanz 2000 Meter: 1. Monſ. Cam. Blancs L.
Chardon (Sharpe), 2. Souk (Marſh), 3. Martial III
(O'Neill). Tot. 207110. Prix de Cesny; 6000 Francs
Diſtanz 2400 Meter: 1. Monſ. A. Veil=Vicards Francois
Bourgeois II (Lane), 2. Sans Tache (Marſh), 3. Fanon
(O'Neill). Tot. 68:10. Prir Sauge=Pourpree; 5050
Francs, Diſtanz 1200 Meter: 1. Monſ. J. Lieux' Marozie
(J. Reiff), 2. Soliſte (Marſh), 3. Miß Raffles (O'Neill)
Tot. 63:10.
sr. Die Radrundfahrt durch Italien über insgeſamt
2932 Kilometer wurde mit der letzten Etappe von Rovigo
nach Mailand über 321 Kilometer beendet. Sieger
dieſer Etappe war Paveſi nach einer Fahrzeit von
Stunden 56 Minuten. Zweiter wurde Oriani, der im
Geſamtklaſſement mit 37 Punkten den Sieg davontrug
Zweiter wurde im Endklaſſement Azzini mit 44 Punkter
vor Paveſi und Albini.
Vermiſchtes.
* Die unverſiegliche Oelquelle in Prizrend.
In der
Stadt Prizrend, die in letzter Zeit ſo oft genannt
wurde,
da ſie der Schauplatz der beinahe zum Kriege
zwiſchen
Oeſterreich=Ungarn und Serbien führenden Prohaska=
* gerösteter Kaffee
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Nummer 150.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 26. Mch 1oro.
Gewinnanszng
Affäre war, befindet ſich, wie das Buch für Allle be
richtet, eine Oelquelle, die im Rufe wunderbarer Heil
der
wirkungen ſteht und als unerſchöpflich gilt. Wie es mit
2. Prenßiſch-Käddentſchen
der Heilwirkung beſtellt iſt, an die das ganze albaniſche
Volk feſt glaubt, wiſſen wir nicht, aber was die Uner
(228. Königlich Preußiſchen) Klaſſenlotterie
ſchöpflichkeit betrifft, ſo hat der Berichterſtatter, Dr. Jäckh
5. Klaſſe 12. Ziehungstag 23. Mai 1913
der mit Erlaubnis und im Schutze des türkiſchen General=
Auf jede gezogene Nummer ſind zwei gleich hohe Gewinne
ſtabes im Sommer 1911 Albanien bereiſte, aus eigene
gefallen, und zwar je einer auf die
e gleicher Numme:
Anſchauung beluſtigende Auskunft darüber gegeben. Die
in den beiden Abteilungen 1 und H.
ölſpendende Quelle liegt unter der Zitadelle. Durc
dunkle, unterirdiſche Gänge gelangt man an ein Loch, aus
(Ohne Gewähr A. St.=A. f. Z.
(Nachdruck verboten
dem ein fürchterlicher Geſtank empordringt: es iſt der des
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
verdorbenen, faulenden Oels, das angeblich der Erde ent
240
Mk. gezogen:
quillt und das die weltberühmte Heilkraft haben ſoll
2 Gewinne zu 200000 Mk. 10358.
Von weither kommen die Gläubigen gewandert, um vor
4 Gewinne zu 30000 Mk. 8519 123460
dem koſtbaren Stoff zu ſchöpfen, und es wird ihnen geger
4 Gewinne zu 5000 Mk. 46045 216771
78 Gewinne zu 3000 Mk. 11429 12388 18291 25714
eine beſtimmte Vergütung jederzeit erlaubt unter der Be=
26263 29964 38756 36812 40875 57792 58722 64323
dingung jedoch, daß ſie das gleiche Quantum friſcher
73532 76587 78149 84567 91561 104855
106020
Oels mitbringen und abliefern. Mit dieſem friſchen Oe
116338 126025 127121 133503 145546 14813f
163724
wird die Quelle immer wieder nachgefüllt. Das iſt das
153850 159600 170273 171227 172567 172624
180998
Geheimnis ihrer Unerſchöpflichkeit. Dem feſten Glauben
181994 190177 193145 209371 230203 232410
des Volkes und der Heilwirkung des ſtinkenden Oels tu=
138 Gewinne zu 1000 Mk. 2109 2627 1675
22615
dieſe Tatſache aber durchaus keinen Abbruch
22873 30490 42395 47222 47523 48655 4982)
51491
51906
58585 63192 72890 77368 77510 79958
8617
89289
89327 90061 93387 103056 112836
11428
Literariſches.
125658
125801 129081 130520 134032 134870
135050
Poſtgebührentabelle. Einem längſt empfun
137757
140202 140456 140490
142704 143645
146433
denen Bedürfnis in Geſchäftskreiſen hat der Oberpoſtaſſi
147891
150322 152789 154186
164348 16551
16554.
ſtent A. Weber in Trier durch Herausgabe einer Poſtge
170262
171752 174957 17517a
180371. 180762
183699
bührentabelle abgeholfen. Die Tabelle iſt nicht zu groß
194219
202359 204734 20665a
206986 209571.
209859
gehalten und beſonders dadurch überſichtlich, daß die Gat
214741. 216520 221820 222473 222850 224366 23308
tung der Sendung und Gebühren rot gedruckt ſind, alle
208 Gewinne zu 500 Mk. 1550 5789 6588 11282
12439
15198 17255 24772 26747 28171 28410 3169.
anderen Angaben ſchwarz erſcheinen. Außer den mannig
31882
34575 36721. 41596 42662 44772 46644 4839
fachen Gebührenſätzen finden wir am Schluß angegeben
5010
50830 51410 52116 53000 53851. 66561. 5800
was bei den Poſtanſtalten käuflich erhältlich iſt. Die Ta=
63808
66484 67987 70273 70780 71888 78683 8196f
belle, deren Stoff klar und überſichtlich angeordnet, iſt im
82623
83551 86671 92633 92967 94184 96718 102300
Verlag von Jacob Lintz, Trier, erſchienen. Sie kann nur
104221
104539 106680 107510, 112830 114969 116069
empfohlen werden.
1649.
121061 127681. 128819 129318
1305d
120573
-
Arthur Achleitner, Wo der Bergwin!
13620
139050 § 139083 1139446
137423
144503
143609
Alpen=Erzählungen. Preis Mk. 3.50
rauſcht . . . .
146844
155658
146874
150456
148856
150470
154697
in
geb. Mk. 4.50. Verlag von B. Eliſcher Nachfolger
156357
159376
159520
169557
167926
169130
169670
Leipzig. Es iſt ganz beſonders der urwüchſige und ur
170502
174469
173546
178791
172450
182000
1.79251
geſunde Humor, der in den vorliegenden Erzählungenſe
197506
199278 201116
208358
204889
195418
198319
wohltuend berührt, der ſie gleich einer gütigen Sonn=
208800
210740
213722. 224933 225054 225766 226490
warm durchleuchtet und ſelbſt in die ernſteren Ereigniſſe
228727 229417 231825 233936
ein ausgleichend verſöhnendes Moment hineinträgt. Ein
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
Buch, bei deſſen Lektüre man wirklich etwas verſpürt vom
240
Mk. gezogen:
rauſchendem Bergwind
2 Gewune zu 10000 Mk. 16614
4 Gewinne zu 5000 Mk. 30628 6699.
88 Gewinne zu 3000 Mk. 17560 23136 325187asa10
Oliffer?
62268 67863 73698 100866 1104008
59107
87655
113097
124833 125072 128004 130940 133420
114963
139898 142375 142406 148691 149974 151758
137896
174350
156781 157469 159787 164140 173264
155201

179769 181923 183486 197339 197519
20061
178604
204875
207237 209102 209518 209993
154 Gewinne zu 1000 Mk. 896 3911 7822. 10204
13584 14755 19272 F 20049 1 20561.
22569 28500
13288
36611 39165 44973 47182§ 48313
49327- 5097.
32016
(
61658 65429 67729 68361 68544
73996 5 76127
55303
94228 9458.
81592 81842 88800 91116 93369
81186
2
101299 101809 105521 111256 112862
96092
1348a
126968 131335 131473 à 134866 j 138566
144161
122510
5
147343
5170960
14608.
155152 à 159133F 166590 §169017
188184
174950 182578 187748 188151
172142.
172312
190910 *192859 194933, 202072 202943K209469
189070
217808 218049 221094 221116 221686
214762
190 Gewinne zu 500 Mk. 1891 5557 1361651514c
27726 28469 30087 30814 32795 37667 4181
228
46539 f 47459 47833 F 48472I 48714% 54254 54679
433
66604 70368 71558 à 72839 767388 77149 84706
63090
10552
95203 102548 103130 103641 104262
85326
118307
108908 114060 1148728117310 117680
10639
135463
126431 128982K130464 § 134760 134764
119836
fe
15464
136852 139990 F 142340/153060 154270
136690
filtnremaien
162441
158674J 159678½ 160330 1606585, 160973
156461.
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1667683/167191
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