9
adh
Abonnemenkspreis
Inſerafe
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
47,
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
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ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall=
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 117.
Donnerstag, den 22. Mai.
1915,
Staatsſekretär für Indien mit den Angelegenheiten des
Verdienſte, die eine Ordensauszeichnung rechtfertigen, ſich
Die heutige Nummer hat 20
Seiten.
Perſiſchen Golfs beſonders vertraut ſei. Am Schluß des
der Ordensempfänger erworben hat. Dieſe Beſtimmung
Artikels bemerkt das Blatt, Deutſchland habe ein
unmit=
ſollte einen Mißbrauch des Ordensprärogativs des Königs
telbareres Intereſſe auch am Golfabſchnitt der Linie als
verhindern. In der Tat werden aber ſchon ſeit langem
Das Wichtigſte vom Tage.
irgend ein anderes Land nächſt England, und es ſei
an=
die betreffenden „Verdienſte” des Ordensempfängers nicht
In der Zweiten Kammer gab Staatsminiſter Dr.
zunehmen, daß man die Berliner Regierung über den
mehr ſpezialiſiert, ſondern die Veröffentlichung einer
all=
p. Ewald geſtern eine Erklärung über die Deckung
Gang der Verhandlungen mit der Türkei ſtetig
benachrich=
gemeinen Formel wird als ausreichend angeſehen, um
der Koſten der Wehrvorlage und die
Beſol=
tigt und Sorge getragen habe, eine ihr genehme Löſung
jener Beſtimmung zu genügen. Sogar das konſervative
dungsvorlage ab.
zu erzielen. Eine engliſch=deutſche Vereinbarung über
Blatt „Aftenpoſten” gibt heute in einem Leitartikel über
Die Nachricht, daß ein Beſchluß des Bundesrats
den Gegenſtand würde das letzte Hindernis im Wege der
über die Frage der braunſchweigiſchen
Thron=
das Ordensweſen zu, daß, wenn auch öfters wirklich
her=
folge unmittelbar bevorſtehe, wird offiziös als uns
Durchführung des Baues beſeitigen! Das der Geſellſchaft
vorragende Verdienſte durch den St.=Olavs=Orden
be=
richtig bezeichnet.
nötige franzöſiſche und engliſche Kapital werde dann
lohnt worden ſeien, leider auch gar häufig Fälle vorge=
Die feierliche
Enthüllung des Richard
kommen ſeien, in denen ſich eingebildete und oberflächliche
ſchließlich frei zur Verfügung ſtehen und die Eröffnung
Wagner=Denkmals fand geſtern vormittag in
des Bahnverkehrs durch die Aſiatiſche Türkei werde für
Leute die „Auszeichnung” geradezu erbettelt haben. Das
Anweſenheit des Prinz=Regentenpaares im
konſervative Blatt meint, daß man eine gewiſſe Garantie
alle Welt neue Märkte ſchaffen und außerdem dem deut=
Münchener Printz=Regententheater ſtatt.
Das engliſche Königspaar iſt geſtern mittag in
gegen ſolche Mißbräuche dadurch bekommen könnte, daß
ſchen Unternehmungsgeiſt ein neues, vielverheißendes Ge=
Berlin eingetroffen und wurde vom
Kaiſer=
das Ordensweſen eine vollſtändige
Regierungsangelegen=
biet zur Betätigung eroffnen.
paar auf dem Bahnhofe empfangen.
heit unter gewöhnlicher konſtitutioneller Köntrolle würde.
Die Petersburger Nowoje Wremja erfährt aus Lon=
Der Kaiſer von Rußland iſt am Dienstag abend
Auch dieſe Garantie würde aber kaum ausreichend ſein.
don, die deutſch=engliſche Verſtändigung ſei
nach Berlin abgereiſt.
Es wird deshalb ſeitens des konſervativen Organs
vor=
vollzogene Tatſache. Das Abkommen über die
Die Londoner Botſchafterkonferenz
am
geſchlagen, daß alle Parteien ſich dahin einigen mögen,
Bagdadbahn ſei zwar noch nicht unterſchrieben, aber ſei
Dienstag ergab Einſtimmigkeit darüber, daß die
Ver=
das Ordensweſen aufzuheben, ſoweit
In=
bündeten den Vorfrieden ſofort unterzeichnen
müß=
im allgemeinen in für England annehmbarem Sinne
ent=
ten. Die Konferenz vertagte ſich auf Montag.
länder in Frage kommen, es aber aus
inter=
ſchieden. Rußland habe das Zuſtandekommen dieſes
nationalen Gründen beizubehalten, ſoweit es gelte, Aus=
Abkommens erleichtert, indem es aufgehört habe, mit den
Tageskalender zur Geſchichte der
länder zu belohnen, die ſich ausgezeichnete Verdienſte
Ententemächten ſolidariſch zu handeln. In gleichem Sinne
Befreiungskriege.
um Norwegen erworben haben. Dieſer Vorſchlag eines
ſchrieb die Zeitung ſchon am Sonntag. Bereits in Pots=
22. Mai 1813: Die Franzoſen beſiegen die Ruſſen im
Ge=
konſervativen Preßorgans erregt lebhaftes Aufſehen und
dam ſei dem Dreiverband das Grab gegraben worden.
fecht bei Reichenbach.
iſt Gegenſtand mannigfacher Erörterungen.
England ſtimme einer ſtarken Erhöhung der türkiſchen
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Zollſätze zu, die auf die Bagdadbahn angewandt werden
würden, außerdem erwarte man ein Abkommen über die
portugieſiſchen Kolonien Afrikas.
Eng=
27
Deutſch=engliſche Beziehungen.
Die franzöſiſchen
Soldaten=
land werde auf Grund dieſes Abkommens Deutſchland
* Die Abreiſe des engliſchen
Königs=
demonſtrationen.
die Eiſenbahnverbindung von Deutſch=Südweſt= nach
paares zur Hochzeit in Berlin wurde in Lon=
Deutſch=Oſtafrika ermöglichen.
* Nach Blättermeldungen aus Toul und Belfort kann
don vom Publikum mit beſonders freundlichem Anteil
be=
iy dem bisherigen Ergebnis der Unterſuchung kein
grüßt, der auch in ſämtlichen Blättern einen herzlichen
Zweifel mehr darüber beſtehen, daß die Soldaten=
Widerhall gefunden hat. Die Weſtminſter Gazette ſchreibt:
Abſchaffung der Orden
demonſtrationen in der Tat durch Sendlinge
Es wird hoffentlich nicht für allzu phantaſtiſch
ge=
des revolutionären allgemeinen
Arbeits=
halten, wenn wir ein glückliches Omen darin ſehen, daß
in Norwegen?
der Beſuch des Königspaares in Berlin mit der Beilegung
verbandes angezettelt wurden. In Toul hätten
Ver=
des alten Streits zwiſchen Hohenzollern und Welfen zu=
A
Aus Chriſtiania, 18. Mai, wird uns
geſchrie=
treter des Arbeitsverbandes ſeit mehreren Wochen im
ge=
ſammenfält. Wir leben nicht mehr in der Zeit. wo
Ni=
ben: Das norwegiſche Storthing wird ſich in einer nahen
heimen eine eifrige Propaganda gegen die dreijährige
valitäten der Nationen durch die Heirat einer Prinzeſin
Zukunft mit der Frage der Abſchaffung des Ordens=
Dienſtzeit und die Zurückbehaltung der Altersklaſſe unter
beigelegt werden, oder die feſtgelegte Politik der Nationen
durch gegenſeitige freundſchaftliche Beſuche der Souveräne
weſens zu beſchäftigen haben. Die Angelegenheit wird
der Garniſon entfaltet. Sie ſeien hierbei von einzelnen
abzulenken verſucht wird:; aber das Königspaar geht nach
zurzeit von dem Verfaſſungsausſchuß behandelt, und es
mit ſozialiſtiſchen und revolutionären Vereinigungen und
Berlin in dem Augenblicke einer günſtigen
Vorbe=
hat den Anſchein, als ob ſeitens desſelben dem Storthing
Zeitungen in Verbindung ſtehenden Soldaten wirkſam
deutung der politiſchen Beziehungen
zwi=
vorgeſchlagen werden ſollte, die Verfaſſung dahin zu
än=
unterſtützt worden. Während die an den Demonſtrationen
ſchen England und Deutſchland. Es iſt kaum
möglich, die Vorteile zu übertreiben, die ein gutes
dern, daß dem König das Recht genommen werde, Orden
in Toul und Belfort beteiligten Soldaten mit Vorbedacht
Einverſtändnis zwiſchen Deutſchland und
ſei es an Inländer oder an Ausländer —
und Einverſtändnis gehandelt haben, ſoll unter den
zu erteilen.
England für die Welt haben könnten oder das Unheil,
Mannſchaften, die ſich in Reuilly zu ähnlichen Kund=
Die norwegiſche Preſſe widmet zurzeit der Ordensfrage
das aus ihrer Entfremdung folgen könnte. Wir ſahen in
gebungen hinreißen ließen, keinerlei vorherige
Verab=
eine ſehr lebhafte Aufmerkſamkeit. Es verdient vor allem
den letzten Monaten, wie große Gefahren durch ihr
Zu=
ſammenwirken und den Einfluß abgewendet werden
kön=
redung beſtanden haben.
hervorgehoben zu werden, daß das radikale
Regierungs=
nen, den ſie zuſammen auf die hauptſächlichſten Mächte=
In den Wandelgängen der Kammer verlautet, daß
organ „Dagbladet” für die Aufhebung des „
Ordenshum=
gruppen auszuüben imſtande ſind. Gemeinſam können
ſowohl ſozialiſtiſche wie nationaliſtiſche Deputierte die
bugs” ſehr energiſch eintritt; von den übrigen Blättern,
ſie eine Brücke zwiſchen dieſen Gruppen bilden, getrennt
Abſicht haben, die Regierung über die
Militärdemonſtra=
können ſie die Gruppen in gefährliche gegenſätzliche Kräfte
auch den konſervativen, gibt es nur äußerſt wenige, die
verwandeln. Keine von beiden Mächten hat, wie die
tionen zu interpellieren. Offiziös wird erklärt, daß die
das Beibehalten des Ordensweſens aus innerer und kräf=
Dinge liegen. das geringſte Intereſſe, die andere von ihren
Regierung eine derartige Anfrage vor Beendigung der
tiger Ueberzeugung befürworten; diejenigen Preßorgane,
Freunden und Verbündeten abzuziehen, beide haben
viel=
von General Pau eingeleiteten Unterſuchung nicht
an=
welche ſich gegen die Abſchaffung des Ordensweſens
aus=
mehr das größte Intereſſe, zwiſchen den entgegengeſetzten
nehmen werde. Doch dürfte die Unterſuchung in kurzer
Geſichtspunkten beider Gruppen einen Ausgleich zu
ſprechen, tun dies ſaſt ausſchließlich aus „
Zweckmäßigkeits=
ſinden.
Zeit abgeſchloſſen ſein.
gründen” — mit beſonderer Rückſicht auf den Nutzen, den
Man erinnert ſich, daß die Norddeutſche Allgemeine
Aus Belfort wird berichtet, daß die
Demonſtra=
namentlich ein kleines Land im internationalen Verkehr
Zeitung dieſer Tage in einer Mitteilung über die Bag
tionen zumeiſt von aus Paris ſtammenden Soldaten
an=
davon haben könne, daß ſein König in der Lage ſei,
ge=
dadbahn=Angelegenheit von Zugeſtändniſſen
gefangen wurden, welche der bekannten
antimilitariſti=
wiſſe Dienſte, z. B. diejenigen der unbeſoldeten Konſuln,
geſprochen hat, die Deutſchland als Entgelt für ſein
Ent=
ſchen Vereinigung „Le Sous du Soldat” angehören. Man
mit tragbaren Auszeichnungen zu belohnen.
gegenkommen hinſichtlich des Schlußabſchnittes der Bahn
befürchtet im übrigen, daß ſich neue Demonſtrationen,
Die ganze Sache iſt recht ſpannend; wahrſcheinlich
erwarten würde. Der Berliner Berichterſtatter des Daily
wenn auch in geringerem Maße, ereignen werden.
Meh=
wird die Entſcheidung im Storthing nur von ganz we=
Chronicle meldet darauf heute nach Unterredung mit
rere Soldaten und Militärarbeiter verweigerten die
Ar=
nigen Stimmen abhängen, die als unſicher zu bezeichnen
Herrn von Gwinner, eines dieſer Zugeſtändniſſe werde
beit, und einige Soldaten weigerten ſich, die Wache zu
ſind. Da es ſich um eine Aenderung der Verfaſſung
han=
wohl ſein, daß der deutſche Durchgangsverkehr dieſelbe
beziehen. Sie wurden auf Befehl des
Stadtkommandan=
delt, iſt eine qualifizierte (Zweidrittel=) Majorität erfor=
Begünſtigung genieße wie der engliſche. Auf den
deut=
ten verhaftet.
derlich. Daß die Sozialdemokraten ſämtlich für die
Ab=
iſchen Abſchnitten werde keinerlei Unterſchied gemacht
wer=
ſchaffung des Ordensweſens ſtimmen werden, kann als
den, und man müſſe darauf beſtehen, daß nach dem
glei=
ganz ſicher gelten; es bedarf aber noch faſt aller radikalen
Deutſches Reich.
chen Grundſatz auch auf dem Koweiter Abſchnitt verfahren
Stimmen, um die erforderliche Mehrheit zu beſchaffen.
Die Schiffahrtsabgaben. Die
Verhand=
werde. Auch könnte man der deutſchen Schiffahrt im Per=
Es gibt aber gerade unter den Radikalen einige
Abgeord=
lung der deutſchen Regierung mit den Regierungen
ſiſchen Golf Erleichterungen angedeihen laſſen.
Gegen=
nete, welche ſich von den genannten „Zweckmäßigkeits=
Oeſterreich=Ungarns und der Niederlande über die
Ein=
wärtig legten die Dampfer der Hamburg=Amerika=Linie
gründen” beſtimmen laſſen und das Ordensweſen von
führung der Schiffahrtsabgaben auf der Elbe und dem
in Baſſorah an, und es liege am Ende kein Grund vor,
dieſem Geſichtspunkte aus beibehalten wiſſen möchten. Für
Rhein haben noch zu keinem Ergebnis geführt. Ein
ſol=
warum ſie nicht auch in Buſchir und anderen Häfen
an=
die Konſervativen und die Anhänger der gemäßigten
ches iſt auch nach dem bisherigen Stande der Dinge in
legen ſollten, wenn ſich die Ausſicht auf lohnende Frach=
Linkenpartei tritt im allgemeinen zugunſten der
Bewah=
abſehbarer Zeit nicht zu erwarten. Infolgedeſſen hat die
ten biete. Der Berichterſtatter iſt bezeichnenderweiſe ſicher,
rung des nationalen Ordens („St. Olav”) der
Geſichts=
preußiſche Regierung ſich entſchloſſen, zunächſt auf
an=
daß eine Verſtändigung über dieſe wichtigen Fragen
er=
punkt hinzu, daß man den König nicht gern eines ſeiner
deren Strömen, insbeſondere auf der Weſer und der
zielt werde, und daß es eine gute, praktiſche Vereinbarung
wenigen Prärogative noch berauben möchte.
Oder, Befahrungsabgaben zu erheben, ſoweit dieſe
ſein werde. Lord Morley habe zwei Unterredungen
Der „St.=Olavs=Orden” wurde im Jahre 1847 ein=
Ströme in ihrem Machtgebiet ſtehen. Sie hofft damit den
mit den Leitern der Deutſchen Bank gehabt, wahrſcheinlich
geführt und iſt der einzige nationale norwegiſche Orden.
Nachweis bringen zu können, daß durch die Erhebung
in Sachen der Bagdadbahn. Im Leitartikel des Daily
Die Beſtimmungen für die Erteilung dieſes Ordens ſind
von Schiffahrtsabgaben der Ausbau des betreffenden
Chronicle aber wird hervorgehoben, daß Lord Morley
recht ſtreng. Die Verfaſſung beſtimmt u. a., das gleich=
Stromes und die damit verbundenen wirtſchaftlichen
In=
nicht nur als kenntnisreicher Neſtor des Kabinetts
ver=
zeitig mit der Erteilung des Ordens öffentlich bekannt
tereſſen nicht nur nicht leiden ſondern im Gegenteil ſogar
dientes Anſehen genieße, ſondern auch als ehemaliger
gemacht werden muß, welche beſonderen hervorragenden
Nummer 117.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 22. Mai 1913.
Seite 2.
darin beſtärkt, Kaiſer Franz Joſef im Sommer in Iſchl
Ziele wirklich nahe zu ſein ſchien, der Ausgleich nicht
zu=
eine weſentliche Förderung erfahren, und ſie hofft in
zu beſuchen, da er eine Verpflichtung Spaniens für eine
ſtande gekommen ſei. Der Miniſterpräſident wies auf
folgedeſſen, die beiden Regierungen geneigt zu machen
unter Umſtänden dreibundfeindliche Politik nicht für an
die finanzielle Kalamität Böhmens hin und ſagte:
der Einführung von Schiffahrtsabgaben auf Elbe und
gezeigt hält.
Wir ſtehen vor einer ernſten Situation, deren mög=
Rhein zuzuſtimmen.
licherweiſe nur mit ernſten Mitteln Herr zu werden iſt
Dänemark.
-
Die ſchärfere Tonart in Elſaß=Lo
Der neue galiziſche Landtag wird im Herbſt wiederum
Folkething=Wahlen. Bei den Wuhlen zum
hringen. Wie die Tgl. Rundſchau hört, iſt im
Auf=
an das Ausgleichswerk herangehen. Der Ausgleichs
Folkething wurden gewählt: 43 Linke, 32 Sozialiſten,
trage des Statthalters Grafen Wedel wegen der Ver
gedanke wird ſo lange leben, bis er in raſtloſer Verwirk
31 Radikale und 7 Rechte. Das vorige Folkething ſetzte
lichung die beſtehenden Gegenſätze in einer höheren
Ein=
öffentlichung der Anträge der elſaß=lothringiſchen
Re=
heit auflöſt. Es hieße unſere geſchichtliche Entwicklung
ſich folgendermaßen zuſammen: 56 Linke, 24 Sozialiſten,
gierung zum Vereins= und Preſſegeſetz in den Pariſer
mißverſtehen, wenn wir in dieſem Augenblick den Mut
20 Radikale, 13 Rechte und ein Wilder. Die Wahlergeb=
Zeitungen Matin und Temps eine Unterſuchung einge
ſinken laſſen wollten. Es wäre die größte Undankbarkei
niſſe von den Faröer=Inſeln ſtehen noch aus.
leitet worden, deren Zweck es iſt, feſtzuſtellen, von welcher
gegen das mit einer ſo ſchweren geſchichtlichen Miſſion
beladene Staatsweſen, wenn einzelne Parteien ihm in
Seite der unzweifelhaft ſtattgefundene grobe Vertrauens=
Türkei.
ſolchen Augenblicken die Mitwirkung an den Aufgaben
bruch vorgenommen wurde. Die Indiskretion iſt aller
verſagen würden. (Lebhafte Zuſtimmung.) Die Er=
Das engliſch=türkiſche Abkommen. Ir
Wahrſcheinlichkeit nach in Straßburg erfolgt, und zwar
ſchließung neuer ſinanzieller Hilfsquellen iſt notwendie
offiziellen Kreiſen der Pforte wird erklärt, daß das
eng=
durch einen untergeordneten Beamten, durch deſſen Hände
ind dringlich. Die großen Koſten für die militäriſche Be
liſch=türkiſche Abkommen über den Perſiſchen Golf und
reitſchaft müſſen bei der Behandlung des Finanzproblems
das in mehreren Exemplaren hergeſtellte Schriftſtück ging.
die damit im Zuſammenhang ſtehenden Fragen endgültig
rwogen werden. Wir konnten die welthiſtoriſchen Er
Die beiden franzöſiſchen Zeitungen haben ſich jedenfalls
eigniſſe auf dem Balkan nicht einfach als gleichgültige Zu
abgeſchloſſen ſind
die Kenntnis der Anträge eine große Geldſumme koſter
chauer verfolgen. Wenn es uns auch erſpart geblieber
Vereinigte Staaten.
iſt, aktiv einzugreifen, ſo war uns doch durch die ver
laſſen. Wie weiter verlautet, iſt es nicht ausgeſchloſſen
Die Unterzeichnung des kaliforniſchen
nünftige Wahrnehmung unſerer elementarſten Intereſſen
daß der Bundesrat den Anträgen der elſaß=lothringiſchen
die Rolle des wohlgerüſteten und bewaffneten Zuſchauers
Landgeſetzes wird durchgehends mit großem Miß=
Regierung ſchon in der nächſten Zeit ſtattgeben wird und
auferlegt. Die Nachteile, die ſich aus ſolchen Rüſtungs
behagen aufgenommen. Die Aufnahme der Antwort auf
der Reichstag ſich noch in dieſer Tagung damit beſchäftigt
ausgaben für die ökonomiſchen Intereſſen ergeben, ſind
den japaniſchen Einſpruch in Japan wird als der kritiſche
Die elſaß=lothringiſche Regierung legt großen Wert auf
ſo ſchmerzlich ſie auch empfunden werden, ſo gut wi
Punkt bezeichnet. Gegen die Rechtslage dürfte Japan
nichts gegen die Unermeßlichkeit des Schadens, gegen di
ſchleunige Erledigung der Anträge, da der gegenwärtige
geradezu kataſtrophalen Verheerungen auf allen Gebieten
wenig Einwand erheben können, aber der verletzte Natio=
Zuſtand als eine erhebliche Gefährdung des Staatswohls
der Volkswirtſchaft, welche aus einer Vernachläſſigung un
nalſtolz könnte zu ernſten Schwierigkeiten führen,
dazu=
obald wie möglich beſeitigt werden ſoll. In
Bundesrats=
erer Rüſtung erwachſen können. Der Miniſterpräſident
komme die Erinnerung an die Teilnahme Amerikas am
kreiſen erwartet man mit Beſtimmtheit, daß auch das
zing ſodann zu den bereits gemeldeten Ausführungen
Friedensſchluß von Portsmouth, wodurch die ruſſiſche
über die auswärtige Lage über.
Zentrum für die elſaß=lothringiſchen Anträge zu gewin=
Kriegsentſchädigung verhindert und Japan zu großer
nen ſein wird, da die elſaß=lothringiſche Regierung in der
Frankreich.
Schuldaufnahme genötigt worden ſei. Die Zeitungen
Lage iſt, ein erdrückendes Material vorzulegen, das den
Das Schiffsbauprogramm. Bei der Be
fahren fort, über Kriegsrüſtungen zu berichten, trotz des
ſtrikten Beweis erbringen wird, daß die vorgeſchlagenen
ratung des Marinebudgets im Senat beſprach der Bericht
heftigen Einſpruchs der Regierung.
Aenderungen des Vereins= und Preſſegeſetzes im
Inter=
erſtatter Chautemps das Schiffsbauprogramm. Der Red
eſſe des Deutſchtums in Elſaß=Lothringen unumgänglich
*
ner drückte die Hoffnung aus, daß es möglich ſein werde
notwendig ſind
n dieſem Jahre vier Schiffe auf Stapel zu legen, und
* Reichstagspräſidium und Kunſtaus=
-
Das
Die braunſchweigiſche Frage.
ügte hinzu: Wir werden die Schiffbauprogramme der
ſtellung. Zwiſchen dem Vizepräſidenten des Reichs
Wolffſche Bureau meldet: Die von einem Berliner Blatte
tags, Geheimrat Dove, und der Kommiſſion für die groß
anderen Nationen aufs ſorgfältigſte verfolgen müſſen
verbreitete Nachricht, daß ein Beſchluß des Bundesrats
Berliner Kunſtausſtellung iſt es zu einem komiſchen
Kon=
um unſer Uebergewicht im Mittelmeer, welches eine Le
flikt gekommen. Der Sachverhalt iſt folgender:
Geheim=
über die Frage der braunſchweigiſchen Thronfolge
un=
bensfrage für uns iſt, aufrechterhalten zu können, ohne
rat Dove hatte die ihm überſandten Dauerkarten
zurückge=
mittelbar bevorſtehe, iſt, wie wir an zuſtändiger Stelle
deshalb unſere anderen Seegrenzen zu vernachläſſigen
ſchickt, da es ihm nicht bekannt ſei, „ob ſie zur Beſichtigung
erfahren, unrichtig. Dem Bundesrat und ſeinen Aus
der Bilder ohne Abſperrung durch den bei Eröffnung der
Der Berichterſtatter hob weiter die balliſtiſchen Vorzüge
Jubiläums=Kunſtausſtellung der Mehrzahl der geladener
ſchüſſen liegt in dieſer Sache weder ein Antrag Preußens
des Pulvers B und ſeine Haltbarkeit bei ſorgfälliger
äſte gegenüber zur Anwendung gebrachten Stricke
berech=
noch einer anderen Bundesregierung vor
Herſtellung hervor. — Der Marineminiſter erklärte: Wir
tigen‟. Die Kommiſſion der Kunſtausſtellung richtete
-
Aus dem elſaß=lothringiſchen Land
ſind mit der Ausführung des Schiffsbauprogramms drei
hierauf ein Schreiben an Geheimrat Dove, in dem darauf
tage. Die Zweite Kammer des elſaß=lothringiſchen
hingewieſen wird, daß die eine Seite des für die feierliche
Jahre voraus; wir werden im Oktober vier Schiffe au
Eröffnung beſtimmten Raumes für den kaiſerlichen Hof
Landtages hielt am Dienstag nachmittag eine halb
Stapel legen. Es bleibt uns dann der Bau von ſechs
die andere Seite für die Ehrengäſte freigehalten war. Di
ſtündige Sitzung ab. Haus und Tribünen waren
unge=
anderen Schiffen übrig, deren Armierung die Hauptfrage
Einladung habe auch folgenden Vermerk getragen: „Es
wöhnlich beſetzt, aber alle die, die große Dinge erwartet
wird gebeten, bis 9.45 Uhr im Landesausſtellungsgebäude
bildet. Wir werden die nächſte Schiffsſerie mit der
hatten, kamen nicht auf ihre Rechnung.
einzutreffen und beim Rundgang durch die Ausſtellung
34=Zentimeter=Kanone ausrüſten. Nichts ſpricht dafür
die einzelnen Räume nicht früher zu betreten, als Seine
Präſident Dr. Ricklin gab bekannt, daß vier
Inter=
darüber hinauszugehen. Die Entfernung des verdäch=
Die
Majeſtät der Kaiſer und König ſie verlaſſen hat.”
pellationen, betreffend die Einführung des Reichspreſſe
tigen Pulvers hat uns verpflichtet, die Fabrikation des
die
Abſperrung der vom Kaiſer betretenen Räume für
geſetzes und die Abänderung des Reichsvereinsgeſetzes,
Ehrengäſte müſſe Geheimrat Dove bekannt geweſen ſein.
neuen Pulvers ſehr zu beſchleunigen. Heute beſitzt das
eingegangen ſeien. Unter allgemeiner Bewegung erklärte
Die gegen die Kommiſſion erhobenen Vorwürfe werden
ich Staatsſekretär Freiherr Zorn von Bulach zur
ſofor=
erſte Geſchwader ſeine vollſtändigen Pulvervorräte. Ein
wie es in dem Schreiben heißt, als nicht berechtigt auf das
tigen Beantwortung bereit. Auf Grund deſſen wurde
gleiches könnte für das zweite Geſchwader in weniger
Allerbeſtimmteſte abgelehnt.
dann die Angelegenheit auf die Tagesordnung der näch=
Stunden der Fall ſein. Alles Artilleriepulver für die Re
ſten Sitzung am Donnerstag geſetzt. Auf eine kurze An
ſervegeſchwader wurde kürzlich wieder eingeladen, damit
rage des Abg. Imbs (Soz.) erwiderte Unterſtaatsſekre
tär Mandel, daß die Regierung von ihrem Rechte der
Stadt und Land.
für den Fall der Mobilmachung Zeit gewonnen wird.
Verſammlungsüberwachung ſehr mäßig Gebrauch mache
Der Marineminiſter fuhr fort: Die Indienſtſtellung der
Darmſtadt, 22. Mai.
Es folgte die zweite Leſung der Vorlage, betreffend die
Schiffe des neuen Programms ſichert Frankreich ein=
Gewährung von Teuerungszulagen. Das Geſetz wurde
* Vom Hofe. Der frühere preußiſche Geſandte
nach den Kommiſſionsbeſchlüſſen angenommen
Macht zur See wie noch nie. Aber man wird
in Darmſtadt, Freiherr v. Jeniſch Exzellenz, nahm
-
Die Verfaſſungsfrage in
Mecklen=
dem Mangel an Offizieren und Mannſchaften abhelfen
am Dienstag an der Frühſtückstafel im Neuen Palais
teil. Die Großherzoglichen Herrſchaften be
burg. Der außerordentliche Mecklenburgiſche Landtag
müſſen. Es iſt deshalb unmöglich, der Herabſetzung de
gaben ſich geſtern mittag 12 Uhr 24 Minuten mit
nahm ein Votum an, daß vor Einführung einer Ver=
Dienſtzeit für die eingeſchriebenen Seeleute zuzuſtimmen.
Gefolge im Sonderzug zur Teilnahme an den Hoch
faſſung die der Rentnerei obliegenden Schullaſten abgelöſt
Es werden große Kredite gefordert werden für den
Aus=
zeitsfeierlichkeiten der Prinzeſſin Victoria Luiſe mit
werden. Die Regierung hat früher dieſen Antrag als
bau und die Vertiefung der Häfen, ferner werden die
dem Prinzen Ernſt Auguſt von Cumberland nach
unannehmbar erklärt. Damit kann der Verſuch, die meck=
Berlin. (Darmſt. Ztg.)
Kammern mit einem Programm für die Marineluftfahrt
Ernannt wurde Friedrich Huthmann aus
enburgiſche Verfaſſungsfrage zu löſen, als endgültig ge
und einem Bauprogramm für Geſchwaderkreuzer befaßt
Nieder=Ramſtadt zum Heizer am Landesmuſeum
ſcheitert betrachtet werden.
werden.
* Ausführungsbeſtimmungen zum Verſicherungs
Spanien.
geſetz für Angeſtellte. Nach § 155 letzter Satz des Ver=
Ausland.
icherungsgeſetzes für Angeſtellte beſtimmt die Reichs=
Abkommen mit Frankreich. Die Chefs aller
verſicherungsanſtalt folgendes: I. Bei Tätigkeit innerhall
Oeſterreich=Ungarn.
ſpaniſchen Parteien haben dem ſpaniſchen Miniſterpräſi
des Wohnortes des Vertrauensmannes oder eines Um
Die innere Lage. Zu Beginn der Sitzung des
denten jedes militäriſche Abkommen mit Frankreich
ab=
kreiſes von 2 km werden die nachgewieſenen baren Aus
lagen erſtattet. Jedoch wird bei
Teilnahme an der
öſterreichiſchen Abgeordnetenhauſes beſprach der Miniſter
geraten. Daher ſollen ſich die Verhandlungen vorausſicht
Sitzungen eines mit der Reichsverſicherungsanſtalt in
präſident die innere Lage und drückte ſein Bedauern dar
lich nur auf den geplanten Handelsvertrag beſchränken
Geſchäftsverkehr ſtehenden Ortsausſchuſſes, und zwar
über aus, daß in Böhmen, wo man dem heiß erſehnten
Miniſterpräſident Graf Romanones hat König Alfons
zugleich als Pauſchvergütung für bare Auslagen, der
Schlafe erweckt, recken ſich auf und ſchreiten mit großem
Eine Deklamation, die den Göttern und Helden angepaß=
Schritt über die Bühne. Von Rienzi bis zum Parſifal
gib=
ſt und jedem Worte Bedeutſamkeit gibt. Die Meiſter
Zu Richard Wagners
hundert=
es keine Geſtalt, die früher eines Menſchen Auge ſo
ge=
ſingermuſik iſt feſtlich und glänzend, die Nürnberger Gie
ſehen hätte, wie Richard Wagner ſie geſehen; aber ſeit
bel und Butzenſcheiben finden ihr muſikaliſches Ebenbild
jährigem Geburtstage.
dieſem Augenblick, wo der Dichter ihnen befahl, zu
er=
in gotiſchen Schnörkeln und Winkeln der Muſik, und breit
ſcheinen, ſind ſie uns in jeder Wendung und jedem Wor
und knorrig, wie ein Nürnberger Bürger, ſchreitet ge
2 2. Mai.
vertraut. Der deutſche Heerbann, der den deutſchen
Kö=
meſſenen Schrittes der Meiſterſingermarſch dahin. In
Nur noch wenige Monate trennen uns vor dem Tage
nigen folgte, die höfiſchen Ritter, die auf der Wartburg
Triſtan” wieder brauſt eine Muſik der Ekſtaſe auf, in der
an dem Richard Wagners Muſikdramen als Allge=
Sängerkämpfen lauſchten, das Volk, das aus den winke
die Sehnſucht, geſpannteſte Empfindung jedes Motiv und
meingut aller Kulturnationen in die Tiefe und Weite
ligen Nürnberger Häuſern in engen Gaſſen und auf der
eden Akkord durchbebt; im „Parſifal” herrſcht die ſtili
der Welt hinausſchreiten werden. Es wird einer der
rünen Feſtwieſe zuſammenſtrömt, die rieſigen Germanen
ſierte Feierlichkeit, die mit Paleſtrinaklängen die Wunde
größten Momente in unſerem Muſikleben werden, dieſe
charen, die Freya Opfer brachten, die frommen Gralsrit
des heiligen Grals preiſt. Jedes Werk iſt eine Welt für
neuerliche Beſitzergreifung Richard Wagners von de
ter — wer hat vor Wagner dieſe Scharen geſehen? Aber
ich, und vom „Holländer” bis zum „Nibelungenring‟
Gegenwart, die zweite Eroberung neuer Gebiete, neuer
uch für alle Stimmungen der Natur beſaß Wagner das
chwillt der Strom Wagneriſcher Muſik, auf dem ewiger
Maſſen, neuer Völker; ſein größter Sieg, ſein endgültige
oetiſche Fühlen. Er ſchilderte, wie im Frühling die
Glanz liegt, immer mächtiger, zu immer größerer Breite,
Triumph. In einer Zeit der glänzenden Virtuoſität, der
Hirtenflöte ertönt und die Jagdhörner ſchallen, wie die
bis er im „Parſifal” ſtill und feierlich im verklärten
Abend=
techniſchen Künſteleien, des geiſtreichen Artiſtentums wird
Türme einer Burg vom Morgenlicht erhellt werden, wi
licht dahinzieht.
man wieder deſſen erinnert werden, daß der großen Kunſt
die Waſſer des Rheins rauſchen, die Gewitter um die
ichtung und Muſik ſind von dramatiſchen Gewalten
höhere Aufgaben zugewieſen ſeien, als die blendende
Höhen des Urgebietes brauſen und donnern, wie der
getrieben, das Unruhige und Abenteuerliche des Wagne=
Schauſtellung äußerer Mittel. Sie gehört der Allgemein
Frühling durch den Wald weht, wie die Quelle rieſelt,
riſchen Lebens zeigt, welche Leidenſchaften in der Bruſt
heit, dem Volk, wie es Richard Wagner als ideales Publi
die Waldſtimmen ſummen, der Glühwurm glitzert, der
des Künſtlers wühlten, aber das Böſe und das Edle, das
kum vor ſich geſehen hat, während er in einem Zeitalter
Vollmond aufſteigt, um verfallene Burgen die Oed
Dämoniſche und Erhabene werden zu Triebkräften des
der Luxusoper ſeine gewaltigen Dichtungen konzipierte
ſchweigt, wie das Waldvöglein ſingt, der Schwan ſeine
dramatiſchen Schaffens. Telramund und Lohengrin, Al=
Das Ethos ſeiner Muſikdramen wendet ſich an Alles, was
Kreiſe zieht, Roſſe ſtampfen, und die Taube niederſchwebt
erich und Siegfried, ſie beide waren in Wagners Seele
im Allgemeinempfinden edel und groß iſt. Die Monu
nd Menſchen, Götter und Helden verwachſen mit der
rangen und kämpften in ihm; jedoch der Sieg gehörte
im=
mentalität im Stil ſeiner Werke iſt ein Zeichen, daß ſeine
Natur. Alle Stimmen des Meeres tönen in die
Holländer=
mer dem Edelſten, dem Göttlichen. In ſeinen Dichtunger
Dichtungen für die Fernſicht berechnet ſind. Dieſe Zukunft,
Dichtung hinein, in Gewitterwolken reiten die Walküren
hat Richard Wagner den Frieden, die Erlöſung gefunder
wo ſeine Werke zu den Maſſen, zu Hunderttauſenden, zu
der Garten duftet, wenn Lohengrin Elſa bräutlich emp
wie einſt Aeſchylus in ſeinen Dichtungen; wie jeder echte
Millionen ſprechen würden, hat Richard Wagner
voraus=
fängt; und wenn Siegfried erſcheint, fängt ſtets die Sonne
Dramatiker mußte er dieſen Frieden erkämpfen. Den Frie
eſehen. An ſie hat er gedacht, als dichteriſche Bilder in
an zu ſtrahlen. Und alles, Natur und Menſchen, wird zu
den fand Wagner, wenn er mit verklärten Klängen die
ihm aufſtiegen und magiſche Töne in ihm erklangen. Jetzt
Bildern von höchſter Klarheit und Deutlichkeit, von glü=
Weltüberwindung, wenn er mit Humor mit Hans Sachs
kommt für Wagner, der mit Shakeſpeare der größte Welt
hender Farbenpracht und monumentalen Linier
das Treiben der Menſchlein belächelte, wenn er im „Parſi
eroberer unter allen Künſtlern geweſen iſt, die Zeit
Aber zu dieſen Bildern klingt es auch, und Töne wer
fal” das Heilige anbetete, und immer ſchreitet er in ſeinen
der Erfüllung.
den vernehmlich, wie man nie früher in gleicher Füll=
Werken ringend bis zu den höchſten Gipfeln, die eines
Richard Wagner hatte das glänzende Auge des
Dich=
gehört. Jedes Werk hat ſeinen eigenen muſikaliſchen Stil,
Menſchen Fuß betreten hat; einer der mächtigſten Kämpfer
ters, deſſen Glanz ins Dunkel der Sage fällt und aus den
ſeine beſondere Farbe. Mit welchem Realismus iſt im
im Geiſtigen und Sittlichen ein Triumphator
Verworrenen und Trüben lichte Bilder aufglänzen läßt
Holländer” das Meer geſchildert, ob es ſich friedlich glät
Dieſe Werke werden jetzt in kommende Zeiten hinaus=
Alte Geſchichtsbücher, verſchollene Legenden, Wagenſeils
tet oder an ſteilen Felſen aufſchäumt, anſchwillt oder ſich
ziehen, zu neuen Menſchen und neuen Fernen, Brot und
verſtaubtes Buch von den Meiſterſingern, ſkandinaviſche
beruhigt, ſo daß man den Salzgeſchmack auf der Zunge
Fleiſch eines neuen geiſtigen Lebens, das wir nur ahnen
Epen werden wieder zur Gegenwart. Geſchichtliche
Figu=
pürt. Im „Ring des Nibelungen” aber herrſcht wieder
können und das Richard Wagner mit dem Auge des
ren, ſagenhafte Helden, Göttergeſtalten werden aus dem
Monumentalſtil der Muſik; große Linien, gewaltigſte Maße.
Sehers geſchaut hat.
M. G.
Nummer 117.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 22. Mai 1913.
Seite 3.
Betrag von 4 Mk. gezahſt. Dieſer Betrag kann mehr
Witwen= und Waiſenſands der Großh. Hofmuſit.
1. Schriſtführer Herm Wenz, das Wort zur Verleſung
als zweimal im Kalenderhalbjahr nicht beanſprucht
Am Montag, 26. Mai, wird als letzte Opernvorſtellung
der Niederſchriften. Nach Bekanntgabe der neuen
Ein=
werden. II. Bei Tätigkeit außerhalb des Wohnortes
dieſer Saiſon der Bettelſtudent” zum Beſten des
läufe beſchloß die Verſammlung auf Anregung des Vor=
und eines Umkreiſes von 2 km werden 1. für bare Aus=
Witwen= und Waiſenfonds der Großh.
Hof=
ſtandes, am 1. Juni d. Js. die Geflügelfarm Wüſthoff
lagen folgende Pauſchvergütungen gewährt: a) für den
muſik in Szene gehen. Herr Kammerſänger Joſeph
u. Co. in Sprendlingen=Buchſchlag zu beſichtigen. Ein=
Eiſenbahnkilometer, bemeſſen nach der kürzeſten benutz=
Pauli vom Hoftheater in Dresden, der bei den
Früh=
ladung hierzu ergeht beſonders. Herr Erbes hatte einen
baren Strecke, in der 3. Wagenklaſſe 4 Pfg. und in der
lingsfeſtſpielen als Mime im „Siegfried” mit großem
Er=
großartigen Stamm (1,1) gelbe Orpington 1913er Zucht
2. Wagenklaſſe 7 Pfg.; für jeden Kilometer Wegeſtrecke,
folg gaſtierte, wird darin den „Ollendorf”, eine ſeiner
(Januarbrut) zur Schau geſtellt. Die Tiere wurden wegen
wo eine Eiſenbahn nicht benutzt werden konnte, 40 Pfg.;
beſten Partien, ſingen. — Herr Pauli, ein geborener
hrer Größe und Maſſſigkeit allgemein bewundert. Nach
der 3. Eiſenbahnklaſſe ſteht die 2. Schiffsklaſſe, der
Offenbacher, iſt unſeren Theaterbeſuchern kein Fremder;
eingehender Schilderung dieſer Raſſe ſprach der 1. Vor=
2. Eiſenbahnklaſſe die 1. Schiffsklaſſe gleich; b) für
Ver=
begann er doch als Joſeph Meyer am hieſigen Hoftheater
ſitzende, Herr Schömer, dem Ausſteller der Hühner für
zehr an jedem Reiſetage 4 Mk., bei einer Abweſenheit
ſeine an Ehren reiche Bühnenlaufbahn. — Da der Ertrag
ſeine Mühewaltung herzlichen Dank aus. Ebenſo dankte
von höchſtens ſechs Stunden jedoch 2 Mk.; e) für jede
der Vorſtellung der Witwenkaſſe unſerer Hofkapelle zugute
der Vorſitzende Herrn Schnepper für die Stiftung zweier
notwendig gewordene Uebernachtung 4 Mk.; 2. als
Ent=
kommt, ſo darf wohl auch auf ein volles Haus gerechnet
Ausſtellungskäfige. Herr Schleidt ſchilderte die mit
ſchädigung für Zeitverluſt oder entgangenen
Arbeits=
werden, um ſo mehr, als ſich dieſes Kunſtinſtitut bei den
ſeiner neu beſchafften Brutmaſchine gemachten
Erfahrun=
verdienſt 4 Mk. für den Tag, bei einer Abweſenheit
Feſtſpielen in ganz hervorragendem Maße betätigt hat
gen. Nach der mit zahlreichen Gewinnen ausgeſtatteten
von höchſtens ſechs Stunden jedoch 2 Mk. Wenn es
*70
Verloſung ſchloß der 1. Vorſitzende die anregend ver=
Schenkung. Ein hieſiges kunſtbegeiſtertes Ehepaar
ſich um die Teilnahme an einer Sitzung des Ortsaus
laufene Verſammlung.
hat anläßlich der Frühlingsfeſtſpiele im Hoftheater in
An=
ſchuſſes handelt, beträgt die Vergütung 4 Mk.; dabei
Wohltätigkeitsfeſt zum Beſten des Alice=
Frauenver=
erkennung der künſtleriſchen Leiſtungen der Hofkapelle
findet die Beſtimmung unter I Abſ. 2 letzter Satz
An=
eins. Um vielfachen Irrtümern zu begegnen, werden wir
dem Hilfsfonds
derſelben eine anſehnliche
wendung. III. Für die Tätigkeit als Schriftführer eines
gebeten, auch an dieſer Stelle darauf hinzuweiſen, daß
Summe überwieſen; ein ſchönes Zeichen von
Wertſchätz=
mit der Reichsverſicherungsanſtalt im Geſchäftsverkehr
unabhängig von den Plätzen zu den Märchen= und
Opern=
ung, das vermerkt zu werden verdient.
ſtehenden Ortsausſchuſſes werden im allgemeinen für
aufführungen (für die der Vorverkauf in der Hofbuch=
* 40 jähriges Arbeitsjubiläum. Man ſchreibt uns:
jedes Vierteljahr 20 Mk. gezahlt. Die Entſchädigung
handlung von A. Bergſträßer, Rheinſtraße 6, bereits er=
Geſtern konnte wiederum ein Arbeiter bei der Firma
beträgt jedoch auf je angefangene zehntauſend Verſicherte
öffnet iſt), der Eintritt zum Garten von jedermann be=
E. Merck hier ſein 40jähriges Arbeitsjubiläum
in Wahlbezirken mit mehr als zehntauſend 25 Mk. und
zahlt werden muß. Dieſe Eintrittskarten ſind vom 26.
feiern Es iſt der Arbeiter Fr. Kammerl, der ſeit
in Wahlbezirken mit mehr als fünfzigtauſend 30 Mk.
Mai ab bei A. Bergſträßer, im Verkehrsbureau und bei
0. Mai 1873 ununterbrochen bei der Firma tätig iſt.
IV. Die vorſtehenden Grundſätze gelten auch für Er=
Thomaſius (Ecke Herdweg und Karlſtraße) im Vorver=
Aus Anlaß des Jubiläumstages verſammelten ſich am
ſatzmänner.
kauf, und an den beiden Feſttagen an der Tageskaſſe er=
Vormittag die Chefs der Firma, die große Zahl der
* Aufgelöſte Krankenkaſſe. Die Kranken= und
hältlich. Familienkarten (Hauptkarte 1.10 Mark, Beikarte
Arbeiter=Jubilare, die Prokuriſten, ſowie die mit dem
Sterbekaſſe Germania in Lämmerſpiel
55 Pfg.) werden nur für Sonntag, 1. Juni, und nur im
Jubilar in näheren Beziehungen ſtehenden Beamten im
(E. H. Nr. 4) hat ihre Auflöſung mit Wirkung vom
Vorverkauf an den oben bezeichneten Verkaufsſtellen aus=
Konferenzſaal, um dem Jubilar ihre Glückwünſche aus=
1. Januar 1914 an beſchloſſen. Der Beſchluß iſt durch
gegeben. Die Tageskaſſe des 1. Juni hat keine
Familien=
zuſprechen. Herr Dr. Willy Merck begrüßte den
Senatsentſcheidung des Kaiſerlichen Aufſichtsamts für
karten
Jubilar und gedachte in herzlichen Worten der Aner=
Privatverſicherung genehmigt worden. Die der Kaſſe
Die Ludwig= und Alice=Stiftung, die bedeutendſte
kennung und des Dankes der 40 jährigen Tätigkeit
des=
erteilte Beſcheinigung nach § 75a des Krankenver=
Wohltätigkeitseinrichtung des heſſiſchen
Landeslehrerver=
ſelben und wie er allezeit mit Fleiß. Zuverläſſigkeit und
ſicherungsgeſetzes wurde mit Wirkung vom 1. Januar
eins begeht am 17. September in Darmſtadt ihr
treuer Geſinnung ſeine Pflicht erfüllte. Als äußeres
1914 widerrufen.
50jähriges Jubiläum. Aus dem Vorſtand des
Zeichen der Anerkennung überreichte er Herrn Kammerl
g. Strafkammer. Der 42jährige Schreiner Johann
Landeslehrervereins und des Darmſtädter Lehrervereins
ein Geldgeſchenk und gab der Hoffnung Ausdruck, daß
Adam Becker von Unter=Schönmattenwag ſtand geſtern
hat ſich der Feſtausſchuß gebildet.
Die Jubelfeier ſoll im
es ihm vergönnt ſein möge, ihn noch recht lange zu den
wegen Diebſtahls vor der hieſigen Strafkammer. Er
Städtiſchen Saalbau ſtattfinden,
eine außerordentliche
Mitarbeitern der Firma zählen zu dürfen. Herr
Regie=
hatte im vorigen Herbſt eine Schmiedekluppe im Werte
Hauptverſammlung geht voraus.
Der
Landeslehrer=
rungsrat Gennes überbrachte dem Jubilar
namen=
von 3 Mark 70 Pfennig entwendet. Das Gericht verurteilte
verein hat jetzt zwei weitere Wohltätigkeitseinrichtungen
der Großherzoglichen Regierung die herzlichſten
Glück=
ihn wegen Rückfallsdiebſtahls zu
fünf
Monaten
ins Leben gerufen, eine Penſionszuſchußkaſſe
wünſche und überreichte ihm das von Sr. Königl. Hoheit
Gefängnis. —
Weiter hatte ſich geſtern die Strafkam=
und eine Lehrerkrankenkaſſe.
dem Großherzog verliehene Allgemeine Ehren
mer mit einer Privatklage wegen Nötigungsver=
Studentiſche Jahrhundertfeier. Morgen
Frei=
zeichen für treue Arbeit. In bewegten Worten
ſuch und Körperverletzung zu beſchäftigen. Der
tag, den 23. Mai, abends 8¼ Uhr. findet im Saale 330
dankte Herr Kammerl allen, die ſo ehrend ſeiner ge=
43jährige Landwirt Wilhelm Morler aus Bad
Nau=
der Techniſchen Hochſchule der dritte Vortrag ſtatt. Herr
dachten; er hoffe gerne, daß es noch lange ſo bleiben
heim ſaß am 27. November vorigen Jahres auf einer Bank
Geheimerat Profeſſor H. Ulmann ſpricht über das
möge, wie es bisher geweſen ſei
im Bad Nauheimer Walde. Bei ſich hatte er ſeinen Hund,
Thema: „Staatsmänner und Feldherrn, Pläne und
* Die Einweihung des Kaufmanns=Erholungs
den er nach ſeiner Behauptung an der Leine hatte Der
Taten im Befreiungskampf 1813‟
heims in Bad Salzhauſen findet am 22. Juni ſtatt.
in dem Walde die Jagd ausübende Major a. D. Philipp
Katholikenverein. Man ſchreibt uns: Das am
Der Großherzog hat ſein Erſcheinen in Ausſicht
Stamm aus Bad Nauheim ſah den Morler dort ſitzen.
Fronleichnamstag ſtattfindende Feſt=Konzert und die
geſtellt.
Nach ſeiner Behauptung war der Hund nicht angeleint.
anderen Darbietungen ſind derart ſorgfältig vorbereitet
*:
Die Abteilung Darmſtadt der Deutſchen Kolonial
Er ging deshalb auf M. zu und forderte ihn auf, mit
und eingeübt, daß jeder Beſucher, Jung und Alt, einige
Geſellſchaft hielt am Dienstag abend ihre gut beſuchte 29
nach der Polizeiwache zu gehen. Um dieſer Aufforderung
Stunden reinſter Freude genießen wird. Der Beſuch ſei
Jahreshauptverſammlung im oberen Lokale
den nötigen Nachdruck zu verleihen, legte er ſein
Jagd=
deshalb allen Katholiken angelegentlichſt empfohlen.
der Vereinigten Geſellſchaft ab. Dem vom Vorſitzenden
gewehr auf M. an und befahl ihm, zehn Schritte vor ihm
(Siehe Anzeige in heutiger Nummer.
Geh. Juſtizrat Grünewald erſtatteten Jahresberichte
zu gehen. Der Kläger erlitt durch die Aufregung einen
Abendunterhaltung. Heute, Fronleichnam, findet
iſt zu entnehmen, daß im verfloſſenen Winter zwei öffent=
Nervenchok, der ihn nach ärztlichem Zeugnis bis Mitte
im neuen Schießhauſe der Priv. Schützengeſellſchaft ein
liche Lichtbildervorträge veranſtaltet wurden, nämlich von
Dezember verhandlungsunfähig machte. Nach ſeinen
An=
muſikaliſcher Unterhaltungsabend mit anſchließendem
Konſul Singelmann über „Deutſchlands Intereſſen am
gaben hat er noch heute unter den Nachwirkungen zu lei=
Tanz
ſtatt. Das Orthſche Männerquartett hat ſeine
ſpaniſchen und portugieſiſchen Kolonialbeſitz” ſowie von
den. Das Schöffengericht hatte den Major wegen Nöti=
Mitwirkung zugeſagt. Der Eintritt iſt frei.
Plantagendirektor Deeken und Frau über „Samoa”. Beide
gungsverſuch und Körperverletzung zu 20 Mark Geld
Eine an=
Konzert des Mainzer Dom=Chors.
Vorträge, an denen ſich auch der Flotten= und Alldeutſche
ſtrafe verurteilt. Die Strafkammer ſprach den
Beklag=
genehme Abwechslung in das am 8. Juni cr. in der
Verband beteiligten, fanden großen Beifall; ebenſo der
ten frei. Nachdem das hieſige Oberlandesgericht die
St. Eliſabethenkirche ſtattfindende Konzert werden die
in Verbindung mit der hieſigen Ortsgruppe des Deutſchen
Sache zur nochmaligen Entſcheidung zurückgewieſen hatte,
Orgelvorträge der Herren Domkapellmeiſter Vogt,
Wiſſenſchafterverbandes von Dr. Elbert und Frau über
ſprach die Strafkammer den Angeklagten abermals frei.
Mainz, Muſikdirektor Klaſſert und Bankvorſteher
eine Forſchungsreiſen im Malayiſchen Archipel abgehal=
Diesmal verwies das Oberlandesgericht die Sache zur
Lechner, hier, bringen. Das Programm wird
dem=
tene Lichtbildervortrag. Vereinsabende, verbunden mit
Verhandlung an die Strafkammer zu Darmſtadt. Vor
nächſt veröffentlicht werden.
Vorſtandsſitzungen, wurden vier abgehalten. Am 17. Febr.
dieſer kam in der geſtrigen Verhandlung ein Vergleich
Taubſtummengottesdienſt. Der auf den 25.
and ein ſehr ſtark beſuchter Herrenabend zu Ehren des
Mat
zuſtande, demzufolge der Beklagte dem Landwirt Morler
findet
Präſidenten der Deutſchen Kolonialgeſellſchaft, Sr. Hoheit
Taubſtummengottes dienſt
feſtgeſetzte
bis zum 15. Juni 1913 600 Mark Entſchädigung
nicht an dieſem Tage, ſondern im Zuſammenhang mit
des Herzogs Johann Albrecht zu Mecklenburg, Regenten
zahlt und die Koſten des Verfahrens trägt, mit Ausnahme
der Taubſtummentagung am 8. Juni, nachmittags 2 Uhr,
von Braunſchweig, in den oberen Räumen der Vereinigten
der des Darmſtädter Termins
im Gemeindehaus, Kiesſtraße 17, ſtatt. Er wird von
Geſellſchaft ſtatt, der einen feſtlichen Verlauf nahm. Auf
Vom Großh. Hoftheater ſchreibt man uns: Die
Profeſſor D. Dr. Diehl aus Friedberg gehalten werden.
der vorjährigen Tagung der Deutſchen Kolonialgeſellſchaft
bloße Ankündigung des Gaſtſpiels von Friedrich
in Hamburg war die Abteilung durch den Vorſitzenden
Plaſchke hat einen Anſturm auf die Kaſſe des Hof=
Odenwaldklub. Zu der am Sonntag in Heidel=
und Generalmajor von Lyncker vertreten. Die Abteilung
theaters zur Folge gehabt. Die hohe, reife Künſtlerſchaft
berg ſtattfindenden Hauptverſammlung werden
zählt zurzeit 152 Mitglieder. Hierauf erfolgte die
Rech=
die Mitglieder, ſowie Freunde und Förderer der
Wander=
des Dresdener Baritoniſten rechtfertigt dieſes
ungewöhn=
nungsablage, welche in Ordnung befunden wurde. So
beſtrebungen hiermit nochmals zu recht zahlreichem Beſuck
liche Intereſſe auch vollkommen. Selten hat es ein
Künſt=
dann wurden vom Vorſitzenden die auf der
bevorſtehen=
ler verſtanden, ſſeinen Ruhm ſchneller zu feſtigen, wie der
eingeladen. Die Ortsgruppe Heidelberg, die Stadt ſelbſt
den Tagung der Deutſchen Kolonialgeſellſchaft in Breslau
und ihre Behörden haben alles aufgeboten, um ihren
Königlich Sächſiſche Kammerſänger Friedrich Plaſchke, der
vom 2. bis 5. Juni zur Verhandlung kommenden
wich=
heute mit Walter Soomer nicht nur in Dresden als
Gäſten den Aufenthalt in den Mauern der feinen, alten
tigeren Gegenſtände zur Beſprechung gebracht. Die Ab=
Wagnerinterpret an erſter Stelle ſteht, ſondern mit ſei=
Neckarſtadt ſo angenehm als möglich zu machen. Nach
teilung wird dabei von ihm und Generalleutnant von
einer Begrüßungsfeier am Samstag, den 24. d. M.,
nem Dresdener Kollegen wohl der hervorragendſte
Beaulieu vertreten ſein. Schließlich hielt das
Vorſtands=
abends in der Harmoniegeſellſchaft vereinigen ſich die
Wagnerſänger überhaupt iſt. Die heutige Vorſtellung,
mitglied Dr. Vir einen ſehr lehrreichen Vortrag über ſeine
Teilnehmer am Sonntag morgens um 10 Uhr zum
Früh=
zur Feier von Richard Wagners hundertſtem Geburts=
Forſchungsreiſen im Zwiſchenſeengebiet von Deutſch=
Oſt=
ſchoppen beim „Großen Faß”, wo von 11 Uhr ab Konzert
tag, in der Plaſchke, der damit zum erſten Male vor das
afrika, insbeſondere über die in Mittelafrika ſo vielfach
ſtattfindet. Um 12 Uhr pünktlich beginnt die Hauptver=
Darmſtädter Publikum tritt, den Hans Sachs ſingt, wird
verheerend auftretende ſogen. Schlafkrankheit, dem der
ſammlung. (Während dieſer liegt die Teilnehmerliſte in
wohl auch hier mit einem Schlage ſeinen Namen berühmt
verdiente lebhafte Beifall gezollt wurde. Damit fand die
der Schloßwirtſchaft bei den Führern Herren P. Racke
machen. „Die Meiſterſinger von Nürnberg”, die im
Tagung ihren befriedigenden Abſchluß
und E. Scherer zum Einzeichnen auf.) Das Feſteſſen des
Abonnement der Serie C zufallen, beginnen um 6 Uhr
*
Zentralausſchuſſes und das gemeinſchaftliche Mittageſſen
Leiter der Aufführung iſt Hofrat de Haan. Freitag und
Verein für Geflügel= und Vogelzucht „Ornis”.
der Ortsgruppe findet daran anſchließend um 2 Uhr eben=
Die Verſammlung des Vereins für Geflügel= und
Samstag bleibt das Hoftheater wegen der großen, letzten
dort ſtatt. Nach dem Feſteſſen wird die Ortsgruppe Darm=
Proben zu der am Sonntag ſtattfindenden Erſtaufführ=
Vogelzucht „Ornis” war gut beſucht. Der 1. Vorſitzende
ſtadt einen kleinen Spaziergang durch den Wald nach dem
begrüßte zunächſt die Mitglieder und erteilte alsdann dem
ung der 8. Symphonie von Guſtav Mahler geſchloſſen.
Oe
Ze
Zwergvolkes auf Holländiſch=Neu=Guinea. In der Nähe
Der Reichstag könnte immerhin auch für ein Kulturwerk,
des Kapareh=Fluſſes, der dem Weſten Mimikas zuſtrömt,
wie es die Bayreuther Feſtſpiele ſind, eine Summe votie=
Feuilleton.
entdeckte man die erſten Vertreter dieſer ſeltſamen Raſſe,
ren. Zu der Zeit aber, da Wagner eine ſolche Förderung
Angehörige des Stammes der Tapiro. Es gelang zunächſt,
* Bismarck und Richard Wagner. Daß Bismarck
m Auge hatte, waren die Verhältniſſe nicht darnach
ange=
zwei dieſer Zwerge zu fangen, und ſpäter konnten noch
und Richard Wagner ſich nicht allzu freundlich gegenüber
tan. Es hätte erſt der Beweis erbracht werden müſſen
zwei weitere Männer feſtgenommen werden. Die Zwerge
tanden, wird bekannt ſein. Perſönlich begegnet ſind ſie
daß es nicht auch ſo gehe. Auch weiß ich wahrlich nicht, ob
waren aufs höchſte erſchreckt, aber mit der Zeit gelang es
ſich wiederholt im Leben. Bismarck lud ſogar einmal, wie
der König von Bayern nicht gefunden hätte, daß wir,
den Reiſenden doch, ihr Mißtrauen zu zerſtören mit ihnen
der Bismarck=Publiziſt Poſchinger zu berichten weiß,
wenn wir von Berlin aus Wagners Beſtrebungen fördern
Tauſchhandel zu treiben und ſogar ihr Dorf Wambirimi
Richard Wagner zu Tiſch ein. Poſchinger erzählt davon:
in ſeine Jagdgründe einbrechen wollen. Ein Mäcen iſt
zu beſuchen. Die Auffindung dieſer Anſiedelung glückte
Bismarck empfing Richard Wagner in kleinem
Fa=
für eine Sache von dieſer Art weit förderlicher als der
nur mit großer Schwierigkeit, und wenn es auch nicht zu
milienkreiſe mit derſelben ausgeſuchten Hofſitte, wie wenn
umſtändliche Apparat von Bundesrat und Reichstag.”
offenen Feindſeligkeiten kam, ſo wurden die Reiſenden
er etwa den Miniſter eines verbündeten Staates zu be=
Auf die Fragen Poſchingers, ob nicht aus dem kaiſerlichen
doch keineswegs mit offenen Armen empfangen. Es blieb
Dispoſitionsfonds etwas für Wagners Werk hätte
aus=
grüßen gehabt hätte. Wagner führte die Fürſtin Bismarc
ihnen unmöglich, Frauen und Kinder zu ſehen und zu
be=
geworfen werden können, meinte Bismarck: „Derſelbe wäre
zu Tiſch, und es hätte den Meiſter gewiß nicht überraſcht
kommen, wenn ſie auch das lärmende Geſchrei dieſes
und ihm das Vorbringen ſeines Anliegens erleichtert,
hierfür nicht ausreichend geweſen; auch war der alte Kaiſer
Teiles der Bevölkerung bei der Flucht in die Berge hören
nichts weniger als ein eingefleiſchter Wagnerianer.”
wenn Bismarck ihm auch nur ein klein wenig von der
Be=
konnten. Bei den Männern wurden Meſſungen veranſtal
wunderung ausgeſprochen hätte, die Wagner allerorts in
* 1950 Mark für vier Gedichte von Heinrich von Kleiſt
tet und es ergab ſich, daß die durchſchnittliche Größe 4
der überſchwenglichſten Weiſe zu finden gewohnt war.
In der Auktion bei Karl Ernſt Henriei wurden am
Fuß und 8¾ Zoll beträgt. Dieſe Maße ſtellen das neu=
Genug, man ſprach bei Tiſch von vielen gleichgültigen
Montag für vier eigenhändig geſchriebene Gedichte von
entdeckte Zwergvolk in die unmittelbare Nachbarſchaft der
Sachen, nur nicht von dem, was Wagners Sinn bewegte.
Heinrich von Kleiſt, „Germania an ihre Kinder” „An
Pygmäen am Kongo
Die olympiſche Ruhe Bismarcks ſchnitt dem Meiſter das
Franz I., Kaiſer von Oeſterreich”, „Kriegslied der Deut=
Wort in der Kehle ab, und nach Tiſche war es ſo weit ge=
CK. Der Inhalt eines Sandkuchens. Ein franzöſiſcher
ſchen” und „Germaniens Aufruf an ihre Kinder” 1950
kommen, daß kurze Zeit Bismarck an einem und Wagner
Bakteriologe beobachtete kürzlich ſeinen kleinen Jungen,
Mark bezahlt. Die Gedichte, die aus dem Jahre 1809
an einem anderen Tiſche ſaßen, um Bismarck die Männer,
der auf einem Spielplatz im Park Sandkuchen buk. Der
tammen, ſind mit folgender Fußnote des Dichters ver=
Inhalt eines ſolchen Sandkuchens ſchien ihm wohl wert,
um Wagner die Damen.”
ehen: „Dieſe vier Lieder überläßt der Verfaſſer jedem
Poſchinger hat dann viel ſpäter einmal Gelegenheit
einmal auf ſeine Bakterien hin unterſucht zu werden:
der ſie drucken will, und wünſcht weiter nichts, als daß ſie
genommen, Bismarck über dieſe Begegnung mit Wagner
er nahm daher das Backwerk ſeines Kleinen mit nach Hauſe
einzeln erſcheinen und ſchnell verbreitet werden.‟ Ein
und unterzog es einer genauen Analyſe. Das Reſultat
zu befragen, und Bismarck äußerte ſich in der folgenden
Brief Franz Schuberts an ſeinen Bruder Ferdinand
iſt, wie der Lyon Républicain mitteilt, ein entſetzliches ge=
Weiſe
brachte 1500 Mark, ein ſolcher Mozarts an ſeine Schweſter
weſen. Folgende Mengen gefährlicher Mikroben befanden
„Ich habe den illuſtren Gaſt mit all der Rückſicht emp=
900 Mark, eine ungedruckte Rede Wagners auf Friedrich
ſich in den wenigen Kubikzoll Erde, mit denen ſein Sohn
fangen, die ihm gebührt, nur trat ich ihm mit leeren Hän=
Schneider 510 Mark.
geſpielt hatte: 1800000 Diphtheriebazillen, 2 450000
Er=
den gegenüber. Die Förderung von Kunſt und Wiſſenſchaft
Die Entdeckung eines neuen Zwergvolkes auf
Neu=
reger von Maſern, 900000 Pockenbazillen, 3000000
Bak=
gehört, wie Sie wiſſen, nach der Reichsverfaſſung nicht zu
Guinca. Aus London wird berichtet: In der Royal
terien, die den Muskelſtarrkrampf erregen, 900000
Dyſen=
den Gegenſtänden, worauf ſich die Kompetenz des Reiches
Inſtitution erſtattete der engliſche Kapitän Cecil G.
Raw=
teriemikroben, 620 000 Tuberkelbazillen.
erſtreckt. Es ſteht aber allerdings nichts im Wege, daß
auch hierfür von Reichswegen Gelder bewilligt werden. ling Bericht über die Entdeckung eines bisher undekannten
Nummer 117.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 22. Mai 1913.
Seite 4.
länder, von wohltuender Einfachheit und in klarer
gemeinde Koſtheim ſtieg die Einwohnerzahl de
nahen Jägerhaus machen, wo bei Konzert gemütliches
Linien gehalten ſein Sachs. Telramund und Pi
Stadt Mainz auf 121301 Perſonen. Die Bevölkerun
Zuſammenſein ſtattfindet. Gegen 8 Uhr beginnt der
Rück=
zarro imponieren durch die ſtimmliche Gewalt, die den
Koſtheims berechnete ſich am 1. Januar 1913 unter Be
marſch zur Schloßbeleuchtung, die ungefähr gegen halb 10
Orcheſterſtürmen erfolgreich trotzt, und von wahrhaft
ele=
rückſichtigung ſeiner jährlichen durchſchnittlichen Zunahm
Uhr ihr Ende findet, worauf ein Extrazug die Teilnehme
mentarer Kraft iſt Plaſchkes Sebaſtiano in „Tief
in der letzten Volkszählungsperiode auf 7707 Perſonen.
wieder nach Darmſtadt zurückbringen wird. Es wird
land”. In ſeiner markigen Stimme liegen die ſtarker
empfohlen, ſich möglichſt beiſammen zu halten, damit der
Budenheim, 21. Mai. In einem Waldesdickicht zwi=
Akzente, durch welche dieſer brutale Gewaltmenſch wirkt
Führern ihr Amt bei der überaus zahlreich zu
erwarten=
ſchen Uhlerborn und Budenheim fand geſtern nachmittag
Andere bedeutende Rollen dieſes Künſtlers ſind:
Ne=
der Feldſchütz Schmitt von Budenheim die Leich
den Beteiligung nicht allzu ſehr erſchwert wird. A b
lusco (dieſen glühenden Verehrer ſeiner Königin ſingt
eines gut gekleideten Mannes. Der Tote
fahrt mit Extrazug ab Hauptbahnhof 8.10 Uhr
Plaſchke mit vollem Herzen und mit voller Seele; fü
wies zwei Schußwunden im Kopfe auf, der
Revolve=
ab Südbahnhof 8.15 Uhr. Rückfahrt mit Extrazug al
ſeine herrliche Stimme iſt dieſe Partie wohl eine der dank
wurde in der Nähe gefunden. Die Ermittelungen ergaben
Heidelberg 10 Uhr 45 Minuten. Sonntagsfahrkarte 2,60
arſten), ferner Amonasro, Lothario, Esca
daß es ſich um den Flößer Georg Kaiſer aus Mainz
Mark. Feſtzeichen zu 30 Pfg., die den Inhaber beim
millo, Zar Peter, Valentin, Scarpia in
Kaſtel handelt, der ſeit dem 4. Mai vermißt wirk
Beſuch des Schloſſes und allen anderen Veranſtaltungen
C
„Tosca”, Tonio in „Bajazzi” und Alfio.
Worms, 21. Mai. Die
Gewerbeſteuerkapita=
in den Genuß der verſchiedenſten Vergünſtigungen ſetzen
allen dieſen verſchiedenartigen Partien errang Plaſchke
lien in der Stadt Worms betrugen 1910 911010 Mark
ſowie Programme und Tiſchkarten ſind bis Samstag
große und wohlverdiente Erfolge. Neuerdings fand er ir
1911 ſtiegen ſie auf 916820 Mark und 1912 auf 98484
abend 7 Uhr bei Herrn Robert Bergmann zu haben. Es
Humperdincks „Königskindern” Gelegenheit
Mark. Die Grundſteuerkapitalien erreichter
wird gebeten, dieſe zum genannten Zeitpunkt dort ir
auch ſeine hervorragende Begabung für Spielpartien zu
1910 eine Höhe von 1016000,3 Mark, 1911 1032 228,5
Empfang zu nehmen. Dies gilt beſonders von den
Tiſch=
zeigen. Die jüngſte Schöpfung des Künſtlers iſt der
Mark und 1912 ſtiegen ſie auf 1051 485,8 Mark. Die
Ka=
karten à 2 Mark, da die Führer für ſpäter gelöſte kein
Sylvain in Alfred Kaiſers muſikaliſchem Schau
pitalrentenſteuerkapitalien betrugen 1910 212913 Mark
Gewähr für Berückſichtigung übernehmen können. Au
ſpiel „Stella Maris” Sylvain iſt der paſſive Lieb=
911 214340 Mark und 1912‟ 225677 Mark. Die Ein
den am Freitag in der Brauerei „Zur Krone” (oberes
haber, der in innigſten Gefühlstönen um Marga
wirb=
kommenſteuerbeträge waren 1910 774746,4 Mark, 1911
Lokal) ſtattfindenden Bierabend ſeien die Mitglieder
und die Geliebte erringt. Durch Plaſchkes üppig quellen=
781 964,3 Mark und 1912 808 192,3 Mark. Das Haupt
hiermit gleichfalls aufmerkſam gemacht. Gäſte will
den ſieghaften Bariton kommen dieſe Geſangsſtellen zu
ſteueramt hat in den letzten 3 Jahren folgende Einnahmer
kommen.
außerordentlicher Wirkung, die den Erfolg des Werkes mit
**
zu verzeichnen: 1910 5343 081,3 Mark, 1911 6 787055,87
Bibelkränzchen Darmſtadt. Die einzige
Veran=
entſchied. Obwohl Kammerſänger Friedrich Plaſchke und
Mark, 1912 5 869 422,78 Mark.
ſtaltung, mit der das Bibelkränzchen für Schüler höhere
Kammerſängerin Eva Plaſchke=von der Oſten zu der
Alsheim, 21. Mai. Frau Direktor Giersberg Witwe
Lehranſtalten an die Oeffentlichkeit tritt, um ſeine Ziel
Hauptſtützen der Dresdener Hofoper zählen, finden ſi
läßt
eben einen Weinberg in den Zehnmorgen” roden
zu zeigen, iſt der alljährlich ſtattfindende Familien
doch noch Zeit zu Gaſtſpielen, die ihren Ruf weit ver
Bei dieſer Arbeit fanden die Taglöhner Knochenge=
Abend. Er findet Freitag, den 23. Mai, im
Mathilden=
breitet haben. Plaſchke zählt heute zu den beliebteſter
rüſte von elf menſchlichen Körpern. Nac
höhſaale ſtatt. In das freudvolle Jugendland wird Ge
und geſuchteſten Heldenbaritonen der deutſchen Bühne
der Größe der Knochen zu ſchließen, müſſen es hünenhaft
neralſekretär Dr. Kertz, Frankfurt a. M., durch ſeinen
Als Vertreter Wagnerſcher Geſtalten ſtehen er und Soo=
Geſtalten geweſen ſein, die während eines Krieges hier
Vortrag die Zuhörer führen und in ſeiner erquickenden
mer in der allererſten Reihe
begraben wurden. Aehnliche Funde hat man ſchon frühe
Art aus der Fülle ſeiner in weitverzweigter Jugendarbeit
in unſerer Gemarkung gemacht
geſammelten Erfahrungen ſchöpfen.
Allen ein anſchau=
Wörrſtadt, 21. Mai. Bei einem hieſigen Gaſtwir
liches Bild vom Leben und Treiben im B.=K. zu geben
Reich und Ausland.
logierte ſich ein Fremder ein, angeblich ein
hat ſich der erſte Teil des Abends mit ſeinen Vorträgen
Kaufmann aus Koblenz. Er aß und trank gut und ließ
Aus der Reichshauptſtadt, 20. Mai. Der Beſuck
und dem Bildſpiel „Des Schülers Traum” zur Aufgab
auch ſein defektes Rad bei einem hieſigen Mechaniker
Deutſchlands ſeitens 100 amerikaniſche:
gemacht. Den Eltern und Verwandten der Bibelkränzler,
gründlich herrichten. In der Nacht ließ ſich der Gaſt mit
Farmer und Angeſtellter von Kaſſeneinrichtun
ſowie allen, die der Jugend Aufmerkſamkeit ſchenken, abe:
einem Strick aus ſeinem Zimmer in den Hof hinab drückt
gen ſteht für Anfang Juni feſt. Nachdem zuvor Oeſter
beſonders allen Schülern höherer Lehranſtalten, iſt der
reich= Ungarn und Italien bereiſt worden ſind, ſollen die
ein Fenſter ein, holte ſein Rad aus dem verſchloſſenet
Abend gewidmet
deutſchen Verhältniſſe des ländlichen Real= und Perſonal
Saale und fuhr davon. Im benachbarten Schornsheim
*
Die Stenographen=Vereinigung „Gabelsberger
kredits ſtudiert werden. Zuerſt wird München beſucht
brach derſelbe Burſche bei dem Gaſtwirt Jun
veranſtaltet, wie aus dem Anzeigenteil erſichtlich, am
kom=
wo auch Gelegenheit geboten wird, das dem Prinz=
Re=
ein, ſtahl eine Uhr, einen Ring und 120 Mark in bar und
menden Sonntag einen Tanz=Ausflug nach Traiſa.
genten gehörige Gut Leutſtädten zu beſichtigen. Dann
machte ſich wieder auf dem Rade davon.
(Siehe Anzeige.
geht es nach Stuttaart, Baden=Baden, Straßburg, Frank=
Flonheim, 21. Mai. Aus Briefen eines Frem
Kaninchen=Ausſtellung. Man ſchreibt uns: Der
furt, Wiesbaden, Bonn, Halle, Staßfurt. Für Berlit
denlegionärs, die dieſer an ſeine in Flonheim
Kaninchenzucht=Klub Darmſtadt veranſtaltet am
ind die Tage vom 19. bis 22. Juni vorgeſehen. Der
wohnende Mutter richtete, entnehmen wir der A. Ztg
Sonntag in der Gartenhalle der Reſtauration Brauerei
Staatsſekretär des Innern wird zu Ehren der
amerika=
folgende Stellen: Am 27. Januar 1913 hatte ich 4 Jahr
Fay, Alexanderſtraße 23, gegenüber der Infanterie
niſchen Gäſte einen Empfang veranſtalten. Nachdem ſie
ertig, und dann noch 1 Jahr. Eine lange Zeit, 4 Jahr
kaſerne, ſeine diesjährige große Frühjahrs=
Aus=
noch Hannover und Oſtfriesland beſucht haben, begeber
im Elend und Jammer zu leben. Ich habe in Marokko
ſtellung. Da dem Klub eine große Anzahl tüchtige
ſich die amerikaniſchen Delegierten zur Fortſetzung ihrer
für die franzöſiſche Fahne gekämpft. Vor Durſt
hall
Züchter als Mitalieder angehören, ſo werden auck
Studien nach Frankreich. — 25 neue
Telephonver=
wahnſinig, halb ſatt zu eſſen, ſind wir durch Sand und
wieder auf dieſer Ausſtellung vorzügliche Raſſen= und
bindungen, die alle von Berlin ausgehen, ſoller
Steine dem Tod entgegengeführt worden. Als alter
Schlachtzuchttiere zur Schau gebracht werden. Der
demnächſt eingerichtet werden; eine der längſten iſt die
Krieger ſitze ich jetzt in der Feſtung Orleansville. Un=
Beſuch der Ausſtellung ſei allen Freunden der Kaninchen
nach Karlsruhe. Bisher war eine telephoniſche
wie gehts uns hier, uns ehemaligen Kriegern
Frank
Verbindung nach der badiſchen Hauptſtadt nur über
zucht recht dringend empfohlen. (Siehe Anzeige in
eichs! Das kann ich Dir nicht ſchreiben. Daß wir keine
Mannheim möglich; durch die Schaffung dieſer direkten
nächſter Nummer.
chönen Tage haben, kann ſich jeder denken. Jetzt wirds
neuen Linie wird der Verkehr eine weſentliche Verbeſſe=
Angebliche Raubanfälle. Hieſige Blätter brachten
bald wieder Weihnachten für Dich, aber für mich nicht.
rung erfahren. Die Linie iſt bereits im Bau und wird
die Mitteilung, daß durch die Polizei zwei Burſchen feſt
Hier iſt ein Tag wie der andere. Schwer habe ich es ſchon
vorausſichtlich in wenigen Monaten vollendet ſein. Auck
ef
genommen worden ſeien, deren beſondere Liebhaberei
vereut, daß ich in die Legion bin, aber es iſt zu ſpät.
der Telephonverkehr nach Mannheim ſoll dadurch eine
zu
anſcheinend war, die in den Anlagen ſitzenden Paare
Aber doch, Mutter, habe ichs bis jetzt fertig gebracht, daſ
weitere Verbeſſerung erfahren, daß von Berlin aus eine
ſtören und wenn möglich zu berauben. Wir können
ich wieder zurückkomme
— Am 23. März 1913 ſchrieb
neue direkte Linie geſchaffen wird
— In dieſem Jahre
hierzu feſtſtellen, daß es ſich im vorliegenden Falle un
bir
der junge Mann ſeiner Mutter aus Biskra: Ich
der Jahrhundertfeier wird die Stadt Schöneberg
keine beabſichtigte Beraubung handelt. Es
immer noch am Eiſenbahnbau beſchäftigt. Heute iſt auchk
auch des Mannes feiernd gedenken, der als Schöpfer der
wurden nur zwei Burſchen, als ſie unberechtigterweiſ
Oſtern für Euch, aber für mich immer noch nicht. Was bir
bürgerlichen Selbſtverwaltung den Grund gelegt hat für
die Beete in der Anlage betraten, von einem Schutzmann
ich ſo froh, Mutter, wenn wir hier aus der Sahara fort
die Erhebung im Befreiungsjahr 1813. An ihrem neuer
betroffen und behufs Feſtſtellung ihrer Perſonalien ſiſtiert
gehen, wo wir von Gott und Menſchen verlaſſen ſind
Rathauſe, und zwar an einer einſpringenden Ecke an de
§ Fahrraddiebſtahl. Am Montag nachmittag zwiſcher
Niemand tut ſich hier um uns arme Teufels bekümmern.
Freiherr=vom=Stein=Straße, gegenüber dem Eingang zur
2 und 3 Uhr iſt ein Fahrrad welches in einem Haus
Hier habe ich was durchgemacht, geſehen und gehört.
Spielwieſe des neuen Stadtparkes, wird, von Profeſſor
ge=
50 Mann ſind als Halbtote ins Spital nach Biskra
flur am Mathildenplatz aufgeſtellt war, geſtohlen wor=
Lederer entworfen, an der Wand des Rathauſes im
Ein=
den. Das Fahrrad iſt Marke Opel, Kinderrad, ha
fahren worden. Es iſt traurig, wie es hier zugeht. Ar
lang mit ſeiner Architektur aus Wünſchelburger
Sand=
ſtein ein Denkmal für den Freiherrn vom
beiten oder krepieren iſt hier die Parole. Ueberhaupt die
ſchwarzen Rahmenbau, ſchwarze Felgen und Polizei=Nr
Fremdenlegion iſt der größte Schwindel auf der Erde
Stein erſtehen. Die Fertigſtellung des Werkes ſoll ſ.
ſchwarz D 993
beſchleunigt werden, daß ſeine Einweihung am 18. Ok
Hier werden wir ausgenützt bis auf den letzten
Bluts=
tober d. J. erfolgen kann
tropfen. Kein Gott, keine Kirche, nichts wie Elend. Von
W Gernsheim, 21. Mai. Als
Entſtehungs=
verrecken und zuſammenſchießen oder das Bajonett im
Leipzig, 20. Mai. Das Reichsgericht verwar
urſache des Großfeuers am 1. Pfingſtfeiertage in
Balg hört man hier nur. Wie die Ochſen, wie Hund
heute die Reviſion der drei Genoſſen Sternickels
der chemiſchen Fabrik vermutet man Brandſtiftung
werden wir morgens auf die Arbeit getrieben und mit
Willi Kerſtens, der als Jugendlicher zu 15 Jahren Ge=
Der Verdacht richtet ſich gegen einen entlaſſenen Arbeiter
hungrigem Magen wieder ein; dann die arme, arm
fängnis, Georg Kerſtens und Franz Schliewenz’, die zum
Die Unterſuchung iſt noch nicht abgeſchloſſen
Tode verurteilt waren
Franzoſenſuppe! Ach, welch Elend! 5 Jahre bin ich jetzt
h- Auerbach, 20. Mai. In den letzten Wochen gingen
Bad Wildungen, 20. April. Die alte ehrwürdige
bald in Afrika. Dieſes Jahr hoffe ich auf Begnadigung
hier ſechs Villen durch Kauf in anderen Beſitz über
Kirche des ehemaligen Stiftes Schacken bei Corbach
und hoffe auch ſicher nach Deutſchland zu kommen, de
Die Preiſe bewegen ſich zwiſchen 15000 und 45000 Mark.
wurde geſtern infolge Blitzſchlages völlig eingeäſchert
gehts wieder beſſer, Mutter, wie bei den Franzoſen
— Gerüchtweiſe verlautet, die hübſche Villa des verſtor=
Schaffen wie ein Hund und halb ſatt zu eſſen, das iſt de
Kiel, 20. Mai. Ingenieur Niemann von der Tor
benen Pfarrers Leydhecker am Eingang in das
Lohn für Dienſte unter Frankreichs Fahne
pedobootinſpektion, der am Sonntag mit einem Ober
Fürſtenlager ſolle infolge Vermächtniſſes ein evangel
Schweſternheim werden
Friedberg. 21. Mai. In dem Geſchäft von W. Heſ
feuerwehrmann der Kaiſerlichen Werft und deſſen Sohn
wurden beim Verlöten eines ſchon entleerten Benzinfaſſes
nach Kappeln fahren wollte, um von dort im Segelboo
WW
Lampertheim, 21. Mai. Am 31. Mai und 1. Jun
die noch darin vorhandenen Gaſe zur Exploſion
nach Kiel zurück zu fahren, iſt bisher nicht einge
findet hier die Feier des 50jährigen Jubiläums
gebracht und zerſchmetterten das Faß. Durc
des Männergeſangvereins ſtatt. An dem Feſt
troffen. Vermutlich iſt das Boot infolge der ſtürmi
die umherfliegenden Eiſenteile erlitt ein Arbeiter ſchwere
ſchen Witterung geſunken
werden ſich 17 Vereine des Riedſängerbundes und 6 hie
ſige Vereine beteiliger
Breslau, 20. Mai. Während der Beſichtigung
Verletzungen, die ſeine ſofortige Ueberführung ins Kran
der hiſtoriſchen Ausſtellung wurde dem Kron
kenhaus bedingten.
Groß=Bieberau, 21. Mai. Den in den letzten Tager
(*) Nidda. 20. Mai. Auch ein Opfer des
prinzenpaar ein Imbiß geboten. Der Kronprinz
erfolgten Kaſſenzuſammenbrüchen in Oberheſſen iſt jetzt
de
Genoſſenſchafts
Zuſammenbruchs
und die Kronprinzeſſin beſichtigten dann die Napoleo
dem M. Tabl. zufolge, eine Odenwälder gefolgt, in
kaſſe Darmſtadt iſt der Spar= und Darlehnsvereit
niſche Ausſtellung ſehr eingehend und ſprachen ſich ſehr
dem die hieſige Spar= und Darlehnskaſſ
zu Geiß=Nidda. Da die Vereinskaſſe ſchwere Verluſt
anerkennend über die Ausſtellung aus. Die Beſichtigung
infolge eines hohen Fehlbetrags in der Kaſſe ihre
dehnte ſich bis 1¾ Uhr aus. Es folgte eine kurze
Be=
erleidet, ſo hat die Generalverſammlung die Auf
Auflöſung beſchloß.
Jedes der hundert Mitglie
ſichtigung des Künſtlerbundes Schleſien. Der Beſuch der
löſung beſchloſſen
der hat zur Deckung des Defizits 2500 Mark zu zahlen.
Gartenbau=Ausſtellung mußte wegen des ſchlechten Wet
Gammelsbach i. O., 20. Mai. Ein 15jähriger
ters und der vorgerückten Zeit aufgegeben werden, dod
Junge machte letzte Nacht ſeinem Leben durch Er
Kunſtnotizen.
verſicherte der Kronprinz, daß er im Sommer wieder
hängen ein Ende. Wie man hört, wurden Iſolier
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach
komme. Unter jubelnden Ovationen des Publikums ver
glocken an der Telegraphenleitung zerſtört, und damit
ſtehenden Erwähnung geſchiehr, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
ließ das Kronprinzenpaar um 2 Uhr das
Ausſtellungs=
wird die Tat in Beziehung gebracht. Ob nun der Be
gelände und begab ſich zum Frühſtück bei General vor
* Die gegenwärtige Glanzepoche der Dresdener Hoſ
treffende beteiligt war und die Furcht vor der Straf
Pritzelwitz. Von hier erfolgte die Abfahrt um 3 Uhr
oper knüpft ſich nicht zum wenigſten an die Namer
ihn zur Verzweiflung brachte, oder ob falſche Anſchul
Minuten.
15
Friedrich Plaſchke und an den ſeiner Gattin Evc
digung ihn ſoweit brachte, iſt noch nicht feſtzuſtellen.
Wien, 20. Mai. Das Schwurgericht verurteilt
Plaſchke=von der Oſten. Beide haben dort ihre
* Mainz, 20. Mai. Wegen des ab 7. September d. J
Eiſendreher Kunſchak, der am 11. Februar den
den
Laufbahn begonnen und ſich unter Schuchs Aegide in we
auf ſechs Tage berechneten Deutſchen Weinparla
ſozialdemokratiſchen Reichsratsabgeordneten Schuhmeig
nigen Jahren zu hervorragenden Vertretern ihres Faches
mentes in Mainz fand heute hier eine gemeinſchaftliche
erſchoſſen hatte, wegen Meuchelmordes zum Tod
entwickelt. Friedrich Plaſchke, der das Glück hatte
Sitzung des Heſſiſchen Weinbauverbandes und der
Be=
durch den Strang. Die vom Verteidiger angereg
neben Perron und Scheidemantel zu wirken, und dieſer
hörden ſtatt. Oberbürgermeiſter Göttelmann gab hierbei
ten Zuſatzfragen auf Sinnesverwirrung und Totſchlag
großen Sängern ſelbſtverſtändlich ſehr viel verdankt, ſtehl
die Erklärung ab, daß die Stadt Mainz bereit ſei, den
hatte der Gerichtshof abgelehnt
jetzt unter den Heldenbaritonen in erſter Reihe. An
Schön=
genannten Kongreß finanziell zu übernehmen. Gleich=
Peſt, 20. Mai. Graf Wladislaus Kogliovic
heit, Kraft und Fülle der Stimme hat er wenige Rivalen.
zeitig ſoll eine Ausſtellung der Kellertechnik und
Weinbau=
eines der bekannteſten Mitglieder der ungariſchen Ariſto
Die reichen Mittel ſind vortrefflich geſchult, und als
Ge=
technik hier ſtattfinden.
ſangskünſtler ſteht Plaſchke auf hoher Stufe, er iſt deshall
kratie, hat ſich heute früh im Stadtwäldchen erſchoſſen
Mainz, 21. Mai. Zu der Flucht des Garten=
Der Grund iſt unbekannt.
auch als Konzert= und Oratorienſänger hochgeſchätzt. Für
diebes Konrad aus dem Rochusſpital wird ge
die Bühne kommt ihm ſein bedeutendes Darſtellungstalen”
Paris. 20. Mai. Der Direktor einer hieſiger
ſchrieben: Eine aufregende, leider aber vorerſt erfolgloſe
und ſeine muſikaliſche Intelligenz ſehr zu ſtatten. Plaſch
Automobilfabrik namens Dardenne wurde heut
Spitzbubenjagd fand in der Nacht auf Dienstag hier
ſtat=
kes Repertoire iſt reichhaltig. Seit Scheidemantel abge
vormittag von einem jungen, elegant gekleideten Manne
der eine der beiden Brüder Konrad von hier, die kürzlic
gangen iſt und Perron ſeltener auftritt. gelangte Plaſchke
mit welchem er in einem von demſelben beſtellten
Auto=
wegen verſchiedener Diebſtähle verhaftet wurden, hat ſich
neben Soomer und Zador in den Beſitz der erſten Bari
mobil eine Probefahrt unternahm, im Walde von Senli
im Gefängnis erhängt. Der andere, der wiederholt
tonpartien. Jetzt erſt können ſich die in ihm ruhenden
bei Chantilly durch Revolverſchüſſe
ſchwe=
vorbeſtraft iſt, meldete ſich krank und kam ins Rochus=
Kräfte voll entfalten, und es ſteht zu erwarten, daß
verwundet. Der Verbrecher ffuhr mit dem Auto
hoſpital. Von dort entfloh er geſtern nacht und
Plaſchkes Erfolge noch in ein aanz neues Stadium treten
mobil, für welches er ein Angeld von 1000 Francs
be=
kam nach Bretzenheim. Da ſeine Flucht bald bemerkt wurde
werden. Einen Gipfel ſeiner Leiſtungsfähigkeit hat der
zahlt hatte, mit raſender Schnelligkeit von dannen. E
wurde die Gendarmerie benachrichtigt und folgte ihm
Künſtler mit dem Wotan erreicht. Der Wohllaut und
gelang aber, die Identität des Automobilräubers feſtzu
Unter Mithilfe der dortigen Polizei wurde in der
Woh=
die unverminderte Pracht ſeiner Stimme in dieſer Rieſen
ſtellen. Es iſt der Belgier Duvignan. Dardenne, der
nung des Flüchtigen Umſchau gehalten. Schließlich fand
rolle kann phänomenal genannt werden, dabei beherrſch
Direktor der Automobilfabrik, hatte mit vier oder
fünf
man ihn auf dem Hausdach, wo er nicht ohne weiteres
der Sänger auch geiſtig ſeinen Part in hervorragender
Kugeln im Leib noch die Kraft, eit
ne letztwillige Ver
erreichbar war. Während die Polizei nach Leitern ſuchte
Weiſe. Plaſchkes Naturell am nächſten liegen
gehalten=
fügung in ſein Notizbuch einzutragen.
gelang es dem Flüchtigen, in einen rückwärts gelegene
und würdevolle, pathetiſche und düſtere Charaktere. Vor
Zu dem Mordanſchlag wird weiter gemeldet: Die
Garten zu ſpringen und in dem Gewirr der vielen Zäung
klaſſiſcher Vollendung iſt ſein Sprecher in der „Zauber
Unterſuchung ergab, daß der Urheber des Anſchlages
eir
und Büſche zu entkommen.
-
Durch die am 1. Ja
löte” ſtimmſchön und edel im Vortrag ſein Wolf
Belgier namens Duvignan iſt, der als Wachtmeiſter
ir
nuar 1913 erfolgte Eingemeindung der
Land=
ram, dramatiſch wirkſam und tief ergreifend ſein
Hol=
einem Kavallerie=Regiment in Brüſſel diente und vor 14
Nummer 117.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 22. Mai 1913.
Seite 5.
Tagen deſertierte. In dem hieſigen Hotel, wo er in
Be=
den Unterſchreibern einzutreiben, war auch die
Aktivie=
tiere, und wies das nochmals an Hand des
Reichsmili=
gleitung einer Frau abgeſtiegen war, wurde ſeine
Uni=
rung zuläſſig. Zuzugeben ſei auch, daß der Immobiliar
tärgeſetzes vom Mai 1874 nach. Zweckmäßigkeitsgründe
form gefunden. Er war nach der Ausübung des
Atten=
beſitz und der Zinſenausſtand Bedenken erregen mußten. Zu
zur Beſeitigung des beſtehenden Zuſtandes ſeien auch in
ats in das Hotel zurückgekehrt, um dort mehrere
Brief=
berückſichtigen ſei aber auch, daß man damals energiſch mit
der Kommiſſion von keiner Seite vorgebracht worden
entgegenzunehmen und dann mit ſeiner Begleiterin im
der Sanierungsarbeit beſchäftigt war und auch ſchon große
zierauf folgte die bereits gemeldete Abſtimmung und
Auto davongefahren. Es heißt, daß das Auto, deſſen
Abſchreibungen auf Zinſenkonto ſowie Beitreibung der
die Debatte wandte ſich der zweiten gemeldeten national
Beſchreibung überall hin telegraphiert wurde, geſtern
ußenſtände vorgenommen hatte. Das Konto Adam ſtellte
liberalen Reſolution, betreffend ſtändigen Austauſch der
nachmittag in Boulogne=ſur=Seine geſehen worden iſt
zweifellos eine große Gefahr für den Verein dar. Aber
Offizierkorps der Grenzregimenter, zu. Der Kriegsmini=
Die Verletzungen Dardennes ſind zwar ſehr ſchwer, doch
er habe keine Anhaltspunkte dafür finden können, daß die
ter erklärte, er ſtehe dem Antrag nicht unbedingt
ableh=
hoffen die Aerzte, ihn am Leben zu erhalten.
Befährlichkeit dieſes Kontos dem Angeklagten Ihrig be
nend gegenüber. Die kleinen Garniſonen hätten man
Petersburg, 20. Mai. Die ganze Bahnſtrecke
kannt ſein mußte. Wenn damals Vorſtand und Aufſichts
hes für ſich, wenn auch der Offizier dort der geiſtiger
Zarskoje Sſelo-Wirballen iſt von tauſenden
rat kurz vor der Generalverſammlung für 1908 noch be
Anregung entbehre und deswegen auch ein Wechſel er
von Soldaten, Gendarmerie, Polizei und Detektiven
be=
ſchloſſen, die Beitreibung von Sicherheiten für das Konto
wünſcht ſei. Sogenannte Strafgarniſonen gebe es nicht
wacht. Am Tage der Durchreiſe des Zaren wird ein
Adam baldigſt zu veranlaſſen und ihn alſo für reich hielten
nehr. Für die militäriſche Weiterbildung würde auch
doppelter Kordon den Bahnkörper umfaſſen. Alle
be=
konnte auch Ihrig nicht das Gegenteil annehmen. Nach
in kleinen Orten viel getan. Ein nationalliberaler
Red=
teiligten Truppen erhalten doppelte Rationen und alle
der Bilanz von 1909 hätte auch ſeiner Anſicht nach keine Di
ter bemerkte, es handele ſich nicht nur um die kleinen
Offiziere Diäten. Der für die Sicherheit der Strecke
ver=
videndenverteilung erfolgen dürfen, aber es ſei dafür Ihrig
Grenzgarniſonen, ſondern auch um die größeren. Aus
antwortliche General Solowjew fährt die Strecke ſeit
wohl nicht verantwortlich zu machen. Denn aus den ſehr
dieſen ſollten die Offiziere einmal hinaus. Die
national=
einiger Zeit im Extrazug ab und verteilt die Poſten.
unklaren Darſtellungen habe ſich wohl auch Ihrig kein Bild
liberale Reſolution, die den Reichskanzler erſucht, dahin
darüber machen können, wo der Reingewinn herſtamme
zu wirken, daß ein ſtändiger Austauſch zwiſchen den Offi=
Er ſchließe ſeine Ausführungen damit, daß er den Stand
zieren der Grenzregimenter, ſowie der unter ungünſtigeren
Der Nieder=Modauer
Bank=
punkt vertrete, der Genoſſenſchaftsbank bezw. Ihrig könne
Lebensbedingungen ſtehenden Garniſonen und den in
aus den Wechſeleinlöſungen 1905 und 1908 nicht der
Vor=
großen Städten oder unter bevorzugten örtlichen
Verhält=
krach vor der Strafkammer.
wurf gemacht werden, daß ſie zum Schaden des Vereins
niſſen garniſonierenden Truppenteile ſtattfinde, wurde
eingegriffen haben. Bezüglich der Verantwortlichkeit we
gegen die Konſervativen angenommen. Es folgte die Be
35. Verhandlungstag.
gen des Vortrags der Bilanzen von 1908 und 1909 ſtehe er
ratung des ſozialdemokratiſchen Antrags: Die ſämtlichen
g.
Der von der Verteidigung des Angeklagten Ihrig
uf dem Standpunkt, daß er nicht ſagen könne, daß Heer
ekonomiehandwerker bei den Bekleidungsämtern
wer=
geladene Sachverſtändige Bankdirektor Diehl von
Offen=
hrig ſich eine wiſſentlich falſche Darſtellung habe
zuſchul=
den durch Zivilhandwerker erſetzt. Ein Zentrumsredner
bach äußert ſich zu Beginn der geſtrigen Sitzung zunächſ
kommen laſſen.
den
bat, es bei dem jetzigen Modus zu belaſſen, der
prakti=
zu den von der Verteidigung Ihrigs aufgeſtellten 12 Fra=
Sachverſtändiger Baſtian bemerkt, wenn er von
cher und billiger ſei, als es nach dem Antrag der Fall
gen. Er ſei der Anſicht, daß ſich die Genoſſenſchaftsbanl
Konto Adam ſprach, meinte er damit alle einzelnen Kontis
ein könne. Der Kriegsminiſter erklärte, für die
Heeres=
auf die von ihr nach Nieder=Modau geſandten Kommiſſare
des Adam, die Unterſchlagungen und Veruntreuungen
verwaltung ſei der jetzige Zuſtand, der neben
Zivilhand=
unbedingt verlaſſen mußte, und Ihrig konnte aus den
Be=
uſw., während Herr Jenſen das reine Konto ohne die
verkern die Oekonomiehandwerker, zum Teil für die
richten annehmen, daß die Sanierung Nieder=Modaus im
Wechſelverbindlichkeiten in Berückſichtigung zog. Er ſei
Truppen, beibehalte, erwünſcht. Nach kurzer weiterer De=
Gange ſei. Weder Ihrig noch Müller konnten feſtſtellen,
tach der Korreſpondenz der Anſicht, daß die
Genoſſen=
atte wird der Antrag abgelehnt. Hierauf trat eine
ob die Unterlagen der Bilanz für 1908 richtig waren.
Da=
ſchaftsbank über das Konto Adam ſtets auf dem Laufen=
Frühſtückspauſe ein.
zu ſeien nur ortseingeſeſſene Mitglieder imſtande die
er=
den war. Der Sachverſtändige Diehl iſt der Anſicht,
In der fortgeſetzten Beratung wurde zunächſt die
kennen können, ob die Immobilien nach ihrem Wert
rich=
daß die von Herrn Jenſen angeführte Auskunft vom 6
Zurſchenfrage erörtert. Hierzu liegt eine
Zen=
tig angeſetzt waren. Ihrig habe wohl glauben können
April 1909 nicht ſonderlich klar iſt, daß aber die
Nieder=
trums=Reſolution auf Verringerung der Burſchen und
daß die von dem Reviſor Müller aufgeſtellte Bilanz tat=
Modauer Herren bei einiger Vertiefung über ihre
Ver=
ein ſozialdemokratiſcher Antrag auf Aufhebung des
Bur=
ächlich den Verhältniſſen entſprach. Wenn die 327000
hältniſſe unterrichtet ſein konnten. Eine andere Auskunft
ſchenweſens vor. Ein ſozialdemokratiſcher Abgeordneter
Mark der Schuldübernahme ernſt gemeint waren und die
bezw. eine neue Aufſtellung hätte wohl kein Direktor ge
ührte aus, die Schlagfertigkeit der Armee werde durch
Unterſchreiber für gut galten, konnte dieſe Summe akti
geben, denn dann wären ſie vielleicht auch noch nicht klar
das Burſchenweſen ſchwer beeinträchtigt, und das ſei ein
viert werden. Der in der Bilanz für 1909 erſcheinende
.
Es wird dann durch den Angeklagten Ihrig
Mißbrauch der Kommandogewalt. Der Redner zog aber
Reingewinn von 780 Mark ſei in einer Art entſtanden, die
auf Befragen des Vorſitzenden feſtgeſtellt, daß der Reviſor
ſchließlich ſeinen Antrag als unhaltbar zurück. Ein Zen
die Verpflichtung auferlegen mußte, von einer Verteilung
Braner wohl darum über die Sache nicht klar wurde, weil
trumsredner wies zunächſt die Behauptung des
Vorred=
von Dividende Abſtand zu nehmen, die Verwaltung hätte
er viel getrunken habe und darum ſeine Arbeit nicht machte
ners als den Tatſachen widerſprechend zurück und
begrün=
edenfalls richtiger gehandelt, wenn ſie keine Verteilung
Adam gibt auf Befragen an, er habe dem Ihrig, als
— Generalmajor Wan
dete dann ſeinen eigenen Antrag.
von Dividende vorgeſchlagen hätte
Die Einlöſung der
er ihm die Schuldverſchreibung von 275000 Mark zur
Un=
del erklärte die Bereitwilligkeit der Heeresverwaltung,
Wechſel hätte, vorausgeſetzt daß es richtige Vereinswech
terſchrift vorlegte, geſagt, er habe ja nichts mehr. Darauf
auf dem Wege der Einſchränkung der Burſchengeſtellung
ſel waren, einen Gewinn für die Genoſſenſchaftsbank und
abe Ihrig nur geſagt: „So!”
fortzufahren. Für Berittene ſeien die Burſchen nicht zu
Ihrig beſtreitet, daß er
einen Verluſt für Nieder=Modau nicht gehabt. Bei der
überhaupt die Urkunde dem Adam vorlegte. Ihrig
behaup=
entbehren. Redner widerlegte verſchiedene Ausführungen
dritten Wechſelgruppe von 182000 Mark habe Nieder=
Mo=
tet dann weiter, daß man immer annahm, daß Adam, wie
des Vorredners über Zahl der Burſchen und
Heranzieh=
dau erſt an vierter Stelle geſtanden und es ſei nicht zu er
er immer behauptete, noch anderweitig Werte hatte. Er
ung zum Dienſt. Für das Zeug= und
Feuerwerksoffi=
warten geweſen, daß Nieder=Modau direkt aus dieſen
nahm an, daß dies Hypotheken aus den Bauſpekulationen
zierkorps ſei die Ablöſung jetzt bereits eingeſtellt. Eine
Wechſelverbindlichkeiten in Anſpruch genommen werder
geweſen ſein könnten. Wenn er gewußt hätte, daß von
weitere Verringerung der Burſchen für die
abkomman=
würde. Es ſei wohl ein Verdienſt der Genoſſenſchafts
ldam überhaupt nichts mehr zu holen war, dann hätte
ierten Offiziere werde erfolgen. — Die Konſervativen
bank geweſen, daß ſie 1908 durch die Wechſeleinlöſung
er beſtimmt darauf gedrängt, daß das ganze Konto Adam
erklärten den ſozialdemokratiſchen Antrag für unbegrün=
Niedeo=Modau vor dem Konkurs bewahrte. Der Sachver
abgeſchrieben werde denn die Genoſſenſchaftsbank hatte ja
det und unannehmbar. Der fortſchrittliche Redner hielt
ſtändige geht ſodann auf die Deckungsfrage des bei der
alle Veranlaſſung, daß die Verhältniſſe in Nieder=Modau
ihn ebenfalls über das Ziel hinausſchießend. — General=
Genoſſenſchaftsbank in Anſpruch genommenen Kredits ein
auf jeden Fall geordnet würden
major Wandel fügte hinzu, der Anſpruch auf Burſchen=
und kommt inſofern zu einem anderen Schluß, als er die
Gegen 1 Uhr wird die Weiterverhandlung auf Don
geſtellung beſtehe in allen Militärſtaaten, auch in der Re=
327000 Mark Schuldübernahme nicht zu den Deckungen
nerstag vertagt.
publik Frankreich. Zwei Burſchen würden in der Front
zählt, da dieſe Uebernahmeverpflichtungen wohl doch keiner
den berittenen Offizieren vom Stabsoffizier aufwärts
Wert bei Konkursausbruch hatten. Die 60000 Mark, die
unter beſonders begründeten Verhältniſſen durch den
Budgetkommiſſion des Reichstages.
als Schuldentilgungsfonds zur Verfügung geſtellt wurden,
Regimentskommandeur genehmigt, von denen aber einer
hätten auf keinen Fall aus der Bilanz bleiben dürfen, das
Ein nationalliberaler Redner
dienſtfrei ſei.
* Berlin, 21. Mai. In der heutigen Sitzung der
würde ſeiner Anſicht nach gegen die Bilanzwahrheit
ver=
ürchtete, der Offiziermangel werde noch größer, wenn
Budgetkommiſſion des Reichstages kam es bei der
Be=
toßen. Wenn an die Summe irgendwelche Bedingungen
en Leutnants die Burſchen entzogen würden. Der Zen
ratung eines ſozialdemokratiſchen Antrages, der in das
gebunden waren, hätte ſie auch ſo lange in die Paſſiva
rumsantrag auf eine Verringerung der
Friedenspräſenzgeſetz die Abſchaffung des Garde du
eingeſtellt werden müſſen, bis die Bedingungen erfüllt
Burſchen wurde angenommen mit einem fort=
Corps und einiger Eliteformationen aufgenommen wiſſen
waren.
ſchrittlichen Zuſatz: Jedenfalls im Sinne des Verbotes
vill, zu einer lebhaften Ausſprache. Der konſervative
Der Sachverſtändige Baſtian ſtellt zu den
Aeuße=
des Haltens von zwei Burſchen oder Ordonnanzen
Redner ſprach ſich für die Ablehnung des
ſozialdemokra=
kungen des Sachverſtändigen Diehl feſt, daß er mit ihm im
Ein weiterer Zuſatzantrag verlangt die
Abſchaf=
iſchen Antrages, ebenſo der dazu vorliegenden fort
theoretiſchen Teil übereinſtimme. Was mit ſeinen
Ausfüh=
ung der Militärkapellen. Kriegsminiſter vor
chrittlichen und nationalliberalen Reſolutionen aus. Ein
rungen nicht übereinſtimme, ſei wohl darauf zurückzufüh
Heeringen begründete die Notwendigkeit der
Regier=
ozialdemokratiſcher Redner ſuchte die auf die Verfaſſung
ren, daß er das Ergebnis der Verhandlung zum Teil mit
ungsvorlage, ſowie die belebende und erhebende
Wirk=
ich ſtützenden Bedenken gegen die Anträge zu zerſtreuen.
verwertet habe, was Herrn Diehl unbekannt geblieben ſei
ung der Militärkapellen bei großen Anſtrengungen, be
Der Kriegsminiſter erklärte, daß dieſe Anträge einen Ein=
Der Sachverſtändige Diehl gibt auf Befragen noch an
onders im Feldzuge. Er bitte dringend, den Antrat
griff in die verfaſſungsmäßige Kommandogewalt des
daß man der Generalverſammlung mitteilen mußte, ſoviel
-
Ein fortſchrittlicher Redner hielt den An=
Kaiſers und einen Eingriff in den Geiſt und die
Tradi=
abzulehnen.
Verluſte ſeien entſtanden, die man gezwungen war, abzu
-
Der in eine Reſolution
um=
trag für zu weitgehend.
tion der Armee enthalten und daß deshalb eine
Auf=
chreiben. Dieſe Verluſte ſeien aber übernommen. Wenn
gewandelte Antrag wird gegen die Sozialdemokraten
ab=
nahme in das Geſetz dieſes ſeiner Anſicht nach für die
die Schuldverpflichtungen als Bürgſchaft angeſehen wurden,
gelehnt. Es folgt die Beratung der Urlaubs=
Regierung unannehmbar mache. Der Kriegsminiſter
be=
dann hätte in der Generalverſammlung 1909 nur Mittei=
Hierzu beantragt das Zentrum folgende
rteilung.
zeichnete wiederholt den ſozialdemokratiſchen Antrag als
lung gemacht werden müſſen von dem tatſächlich in der
Reſolution: Den Reichskanzler zu erſuchen, die
erforder=
m ſtrengſten Widerſpruch mit § 60 der Reichsmilitär
Bilanz abgeſchriebenen Verluſt, das waren 14610 Marl
lichen Anordnungen zu treffen, damit erſtens die Soldaten
geſetze ſtehend
wovon 13784 Mark übernommen wurden. Die Summe
mindeſtens durchſchnittlich jährlich 4 Wochen Urlaub er=
Ein fortſchrittlicher Redner erwiderte dem
Kriegs=
der übernommenen 327000 Mark hätte nur dann mitge
halten können, zweitens, daß der Urlaub den aus
land=
miniſter, es ſei ein bedauerlicher Standpunkt, wenn man
teilt werden brauchen, wenn das Dubioſenkonto abgeſchrie
wirtſchaftlichen Kreiſen ſtammenden Soldaten tunlichſt in
ieber an Traditionen feſthalten als die
Heeresverſtärk=
ben wurde und an deſſen Stelle die übernommene Schuld
-
Der
Kriegsmini=
der Erntezeit gewährt werde
ung annehmen wollte. Redner gab zu, daß die
Verhält=
geſetzt wurde
ſter erklärte, daß gute Führung und der Grad der
Ausbild=
niſſe ſich gebeſſert hätten, aber die Mißſtände ſeien doch
Der Sachverſtändige Jenſen ergreift ſodann das
ung ausſchlaggebend für die Urlaubsbewilligung bleiben
ſo tief eingewurzelt, daß der Kaiſer ſelbſt vergebens da
Wort zu dem Gutachten des Sachverſtändigen Baſtian
be=
müſſe. Jeder Vorgeſetzte werde mit dem größten Ent
gegen anzukämpfen verſucht habe. Ein
ſozialdemokrati=
züglich der Anklagepunkte gegen Ihrig. Die
Wechſelein=
egenkommen die Urlaubsverhältniſſe regeln. Einen
ſcher Redner bezeichnete die ganze Vorlage als unnötig
löſung von 1905 ſei in Anregung gebracht worden durch
Rechtsanſpruch könne er auf keinen Fall anerkennen, dies
venn ſie an der Frage der Aufrechterhaltung oder
Ab=
den Reviſor Braner, der zuerſt feſtſtellte, daß Akzepte Nie
väre gegen jeden militäriſchen Grundſatz. — Der Zentrums
ſchaffung von Privilegien ſcheitern könne. Der
Kriegs=
der=Modaus liefen. Ihrig ſetzte ſich daraufhin mit Nieder
antrag wird dann einſtimmig angenommen.
miniſter erklärte, der Antrag der Sozialdemokraten treffe
Modau in Verbindung und die Folge war, daß die Genoſ
nicht allein das Gardekorps, ſondern auch andere Regi
Weiter verlangt ein Zentrumsantrag die Beſeitigung
ſenſchoftsbank am 4. Oktober 1905 den formellen Auftrag
nenter in der Armee, für die die Tradition von Wert
des ſtrengen Arreſtes als Diſziplinarſtrafe. — Der
Kriegs=
erhielt, die 103000 Mark Wechſel einzulöſen. Ihrig habe
ſei. Ein anderer ſozialdemokratiſcher Redner erklärte
niniſter führt aus, dieſe Strafe entſpricht dem Prinzip
ein Recht gehabt, auf Einlöſung der Wechſel zu dränger
einer kurzen, ſtrengen Strafe. Ein Fortfall dieſer Strafe
eine Partei werde die Erklärung des Kriegsminiſters
da es unangängig war, daß Nieder=Modau anderweitig
müſſe auf breiter Grundlage außerordentlich eingehend
usſchlachten, und zwar in dem Sinne, daß der
Mini=
noch einen Kredit in Anſpruch nehme. Als Ihrig erfuhr,
erwogen werden. — Ein ſozialdemokratiſcher
Abgeordne=
ſter die Aufrechterhaltung der Garde für wichtiger halte
daß die Wechſel nicht gebucht waren, erklärte man ihm
er dehnt den Antrag auch auf die Beſeitigung als
Ge=
als die Verſtärkung des Heeres. Der Kriegsminiſter
ver=
daß die Wechſel zur Befriedigung eines Kredits von
Pall=
ichtsſtrafe aus. — Ein fortſchrittlicher Redner ſtimmt den
trat demgegenüber ſeine geäußerte perſönliche Auffaſſung
mann und Adam dienten und deshalb habe auch Ihrig
zu und wünſcht eine Milderung des mittleren Arreſtes
und wandte ſich gegen Verdrehung der von ihm ausge
geraten, die Summe auf Konto Pallmann=Adam zu buchen
Der Miniſter erwiderte, die Abſtufung der
Diſ=
prochenen Anſichten. Ein Fortſchrittler ſprach ſein Be=
Die Einlöſung der Wechſel von 1908 hatte genau denſel
ziplinargewalt ſei durchaus zweckmäßig aufgebaut. Sie
dauern über die Aeußerungen des Miniſters aus; aus
ben Zweck für Ihrig, wie die von 1905. Nachdem für die
dürfe erſt vom Kompagniechef aufwärts ausgeübt wer
der Tradition werde leicht Nepotismus, und dieſer müſſe
310000 Mark Jſaakwechſel Werte angeboten waren, war
den. Der ſtrenge Arreſt müſſe als Diſziplinarſtrafe
er=
überall bekämpft werden. Ein Zentrumsredner führte
es für ihn geboten, die Wechſel ohne weiteres einzulöſen
halten bleiben, das ſei eine Lebensbedingung für die
aus, der vorliegende ſozialdemokratiſche Antrag ſei gar
Bezüglich der dritten Gruppe lag es durchaus im Intereſſe
Diſziplin. Der ſozialdemokratiſche Antrag wird
abge=
nicht reif. Geſetz zu werden. Alle Beſtimmungen des
Nieder=Modaus, daß die Wechſel eingelöſt wurden.
Die
ehnt, ebenſo der fortſchrittliche Zuſatzantrag. Der Zen
Reichsmilitärgeſetzes und der Heeresordnung würden durch
Interenen Nieder=Modaus bezüglich der Einlöſung der
trumsantrag auf Beſeitigung des ſtrengen Arreſtes als
den Antrag aufgehoben. Ein konſervativer Abgeordneter
310000 Mark Jſaakwechſel ſeien durchaus gewahrt wor
Diſziplinarſtrafe wird angenommen. — Es folgt die
Be=
proteſtierte gegen die erfolgte Interpretation der Worte
den, bei den übrigen lag ein Auftrag Nieder=Modaus vor
atung über die Anträge wegen des
Militärboy=
des Kriegsminiſters. Der unbefangene Zuhörer müſſe
ind Ihrig war es nicht möglich, die Qualität der Wechſel
kotts; hierzu liegt ein ſozialdemokratiſcher Antrag und
dem Miniſter, zumal nach der von ihm gegebenen
Erläu=
zu prüfen. Es ſei der Genoſſenſchaftsvank unbeſtritten
eine fortſchrittliche und polniſche Reſolution vor, wonach
terung ſeiner Worte, zuſtimmen. Ein nationalliberaler
als Verdienſt anzurechnen, daß ſie durch Einlöſung der
vegen politiſcher Geſinnung des Inhabers über das Lo=
Redner wandte ſich ebenfalls gegen die falſche Deutung
Wechſel 1908 den Verein vor dem Konkurs bewahrte
kal der militäriſche Boykott nicht verhängt werden darf.
ie in die Worte des Miniſters hineingelegt worden ſei.
Es ſei geſagt worden, Nieder=Modau ſei ungenügende
Der Kriegsminiſter führt hierzu aus, die betreffenden
Ein ſozialdemokratiſcher Abgeordneter erklärte, Zweck ſei
Auskunft über dieſe Wechſeleinlöſungen gegeben worden.
Beſtimmungen ſind im Intereſſe der Diſziplin getroffen
nes Antrages ſei, Artikel 63 aufzuheben und die Einheit=
Eine Geſetzesbeſtimmung wird dadurch keineswegs ver=
Nun ſei aber auf einen Brief Nieder=Modaus vom 19.
De=
lichkeit der Armee herzuſtellen. Der Kriegsminiſter führte
letzt. Die betreffenden Lokalverbote der Heeresverwaltung
zember 1908 von der Genoſſenſchaftsbank am 6. April 1909
aus, er ſtehe der nationalliberalen Reſolution, die der
gründen ſich auf Angaben der Zivilbehörde (Polizei). Er
eine Antwort erfolgt, die er als durchaus genügend zur
Entwickelung in der Armee, welche zu Regimentern mit
verlieſt ſodann die getroffenen Beſtimmungen. Einge=
Aufklärung bezeichnen muß. Wenn man in Nieder=Modau
ausſchließlich oder überwiegend adeligem Offizierkorps
griffen kann nur werden, wenn gegen dieſe Beſtimmun
über die Einlöſung nicht klar wurde, ſo lag das wohl nur
-
Ein ſozialdemokratiſches
Mit=
geführt habe, entgegenwirken wolle, durchaus ſympathiſch
gen verſtoßen werde
daran, daß von Adam, abſichtlich oder unabſichtlich,
Un=
zlied führt aus, die Maßnahmen ſeien nicht im Intereſſe
gegenüber. Der Antrag der Sozialdemokraten wolle das
larheit in die Verhältniſſe gebracht wurde indem er
im=
der Diſziplin getroffen, ſondern ſie erſtrecken ſich gegen
Gardekorps beſeitigen. Damit ſei ein ſcharfer Angriff
mer wieder behauptete, es ſeien mehr Sicherheiten wie
beſtimmte politiſche Parteien. — Nach den Ausführungen
gegen die Perſon des Kaiſers verbunden, der auf das
Wechſek vorhanden geweſen.
eines polniſchen Redners wird unter Ablehnung der
bei=
ntſchiedenſte zurückgewieſen werden müſſe.
Zur Bilanz für 1908 bemerkt der Sachverſtändige, daß
den anderen Anträge die fortſchrittliche Reſolution an=
Ein Zentrumsredner betonte, es ſei nunmehr
klar=
die Verpflichtung über 275000 Mark durchaus als eine
enommen, den Reichskanzler zu erſuchen,
da=
eſtellt, daß es ein beſonderes Korps geben dürfe, das
ernſte Schuldübernahme anzuſehen ſei. Mit Rückſicht
dar=
zu ſorgen, daß ſeitens der
Militärver=
für
ſich aus dem ganzen Volke, nicht aus einem Bezirk
rekru=
auf, daß es wohl nicht zweifelhaft war, die Summe von
Nummer 117.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 22. Mai 1913,
Seite 6.
ſie beſtimmten Gemächer, die ſogen. Königskam
die für
waltung der militäriſche Boykott nicht verhängt werden
Blumen geſchmückte Halle des Lehrter Bahnhofes ein, wo
Um ein Uhr war Familienfrühſtückstafel. Dabei
mern.
der Kaiſer, die Kaiſerin, die Prinzen und Prinzeſſinnen
darf, weil der Inhaber einer beſtimmten politiſchen
Par=
aß der König zwiſchen der Kaiſerin und der Kronprin
tei angehört oder das Lokal den Mitgliedern einer
be=
des Königlichen Hauſes, der Reichskanzler, die Herren des
zeſſin, gegenüber die Königin zwiſchen dem Kaiſer und
ſtimmten politiſchen Partei zur Verfügung ſtellt; es ſei
Allerhöchſten Hauptquartiers, zahlreiche Würdenträger
denn, daß gerade Verſammlungen ſtattfinden.
dem Kronprinzen rechts von der Kaiſerin das hohe Braut=
und die Staats= und Militärbehörden zu einem
impoſan=
ſach kurzer Debatte wird dann folgender Zentrums
Gleichzeitig war Marſchalltafel im Eliſabethſagl.
ten Empfange verſammelt waren. Die Leibkompagnie
paar.
a
antrag angenommen, die Mannſchaften des
Beurlaubten=
des erſten Garde=Regiments zu Fuß, die im Schmucke
woran das Gefolge und der Ehrendienſt teilnahmen.
ſtandes, ſoweit nicht wirtſchaftliche oder militäriſche
der hiſtoriſchen Grenadiermützen zeitig angerückt war
Gründe entgegenſtehen, nur im Winter zu Uebungen ein
präſentierte, die Fahnen ſenkten ſich und die Regiments
zuberufen. — Darauf wurde die Beratung vertagt.
muſik ſpielte die engliſche Nationalhymne. Dann ent=
Antimilitariſtiſche Kundgebungen
ſtiegen dem Salonwagen die allerhöchſten Gäſte mit
Ge=
folge und dem Ehrendienſt. Nachdem ſich die
Fürſtlich=
in Frankreich.
keiten herzlichſt begrüßt hatten, verließen ſie im Gala
* Paris, 21. Mai. In Boulogne bei Paris fan=
Die Hochzeitsfeierlichkeiten
wagen den Bahnhof. König Georg in preußiſcher Ge
den geſtern nachmittag arge antimilitariſtiſche
neralsuniform mit dem Abzeichen eines Generalfeldmar=
Straßenkundgebungen ſtatt. Zwei Autos, die
in Berlin.
ſchalls und dem Orangebande des Schwarzen Adlerordens
rote Fahnen und große Anſchlagszettel mit der Inſchrift:
und der Kaiſer in der Uniform des Königlich Großbritan=
* Berlin, 20. Mai. Die Norddeutſche Allgemein=
„Nieder
„Nieder mit dem Geſetz über die drei Jahre!”
ntiſchen erſten Dragoner=Regiments mit dem Bande des
Zeitung ſchreibt: Der Kaiſer und die Kaiſerin werden
mit der Armee!” trugen, fuhren durch die Straßen der
Hoſenbandordens nahmen im erſten Wagen Platz. Im
in dieſen Tagen zur Hochzeit ihrer einzigen Tochter von
Stadt. Der Polizeikommiſſar ließ die Automobile durch
zweiten Wagen ſaßen die Königin, die eine waſſerblaue
einem glänzenden Kreis erlauchter Gäſte umgeben ſein
Schutzleute mittels Räder verfolgen und es gelang auch
Brokatrobe trug, und die Kaiſerin, in meergrünem Ko=
Nächſt den hohen Eltern des Bräutigams begrüßen wir
eines der Automobile und zwei Inſaſſen feſtzunehmen
ſtüm. Dann reihten ſich in zahlreichen Hofequipagen die
mit beſonderer Freude das engliſche Königspaar und
Einige Stunden ſpäter wurden in Boulogne etwa 40 Ge=
Fürſtlichkeiten, die Hofſtaaten, die Ehrendienſte uſw. an
den Kaiſer von Rußland. Gilt ihre Anweſenheit auch
tellungspflichtige, denen eine Trikolore vorangetragen
An die Spitze des Zuges ſetzte ſich eine Eskadron des
nur einem Familienfeſte, ſo bildet doch die damit bekun
wurde, von etwa 50 Antimilitariſten, die in dem Loka.
erſten Garde=Dragoner=Regiments Königin von
Groß=
dete Herzlichkeit der perſönlichen Beziehungen unter den
eines Arbeiterkonſums verſammelt geweſen waren,
über=
britannien und Irland, dem Wagen der Königin folgte
fallen und mit Steinen beworfen. Schutzleute ſchritten
drei Monarchen ein wertvolles Imponderabile für die
eine Eskadron des Garde=Küraſſier=Regiments.
ein und es entſtand ein heftiges Handgemenge, wobei ein
Sicherheit des wechſelſeitig ungeſtörten Fortſchritts der
* Berlin, 21. Mai. Bei ſtrahlendem Sonnenſchein
Polizeikommiſſar und vier Geſtellungspflichtige nicht
un=
großen Kulturnationen Europas. Ein herzliches
Will=
ging der Einzug der königlich
großbritan=
erheblich verletzt wurden. Inzwiſchen war aus dem be
kommen erwartet die Großherzogin Luiſe von Baden,
niſchen Herrſchaften vor ſich. Ein nach
Tauſen=
nachbarten St. Cloud eine Abteilung Küraſſiere
herbei=
die verehrungswürdige Tochter Kaiſer Wilhelms I., und
den zählendes Publikum umſäumte die Feſtſtraße, die
geeilt, bei deren Anblick die Antimilitariſten in das Kon
die anderen Verwandten des hohen Brautpaares, die aus
mit Flaggen reich geſchmückt war. Die farbenprächtigen
ſum=Vereinslokal zurückflüchteten.
Zwölf Antimilita=
Dänemark und den deutſchen Bundesſtaaten hier erſchei=
Uniformen der an der Südſeite der Linden und am
Pari=
riſten wurden verhaftet. Die Unterſuchung ergab, daß
nen und durch ihre Gegenwart dem Hochzeitsfeſte Weihe
er Platze Spalier bildenden Truppen, ſowie die
Girlan=
auf Seiten der Antimilitariſten auch ein Artilleriſt in
und Glanz verleihen werden. Möge die Mitfreude, die
den und Fahnen gaben mit dem frohbewegten Publikum
iner Arbeiterbluſe an der Rauferei teilgenommen hatte.
das Familienfeſt im Kaiſerhauſe überall begleitet, von
in der ſonnenbeſchienenen Einzugsſtraße ein feſtliches Ge=
* Paris, 21. Mai. Auf dem Place de la Republique
reicher Vorbedeutung für das Glück des jungen Paares
räge, würdig des königlichen Zuges. Würdig und
ein=
verſuchte geſtern abend eine Gruppe Soldaten des
ſein.
ach präſentierte ſich das Brandenburger Tor in friſchem
28. Infanterie=Regiments eine Kundgebung gegen
* Berlin, 21. Mai. Heute früh 8,25 Uhr traf
Grün und preußiſchen und deutſchen Farben. Am Ein
die Zurückbehaltung der Jahresklaſſe von 1910 zu veran=
Prinz Ernſt Auguſt, Herzog zu
Braun=
gang
zum Mittelweg der Straße „Unter den Linden”
talten, wurde jedoch von der Polizei zerſtreut. In Toul
ſchweig=Lüneburg, hier ein. Der Prinz begab ſich
deſſen
ſchönſter Schmuck die frühlingsgrünen Baumkronen
ind geſtern vier Kommiſſare der allgemeinen
Sicherheits=
im Automobil nach dem Königlichen Schloſſe, wo er von
waren, erhoben ſich zwei Flaggenmaſten mit rieſigen
behörde eingetroffen, um Nachforſchungen anzuſtellen
der Kaiſerin und der Prinzeſſin Viktoria Luiſe begrüßt
chwarz=weißen Bannern. Ueber allem feſtlichen
Schim=
inwieweit bei den militäriſchen Kundgebungen der
Ein=
wurde. Der Prinz nahm im Königlichen Schloſſe
Quar=
mer kreuzte das Luftſchiff „Hanſa‟ Dann bewegte ſich
fluß von Ziviliſten im Spiel war
tier. Von heute ab flaggen alle öffentlichen Gebäude in
der glänzende Zug durch die Sieges=Allee, die Charlot=
Berlin und Potsdam. Vom Schloſſe wehen drei
Paris, 21. Mai. Mehreren Blättern zufolge
tenburger Chauſſee durch das Brandenburger Tor auf
veranſtaltete in der Kaſerne des Vorſtadtviertels Clig=
Standarten. In der Umgebung des Schloſſes und „Unter
der Mittelpromenade „Unter den Linden” nach dem
nancourt die erſte Kompagnie des Infanterie=Regiments
den Linden” haben viele Gebäude Flaggenſchmuck
ange=
königlichen Schloſſe. Bereits um 10 Uhr hatte eine
Kom=
im Kaſernenhofe eine Kundgebung gegen die
legt. Zur Vermählungsfeier ſind bereits eingetroffen
pagnie des Regiments Königin Auguſta die Fahnen und
dreijährige Dienſtzeit und ſang dabei die In
Prinzeſſin Adelheid von Holſtein=Glücksburg und Prin=
Standarten des Berliner Truppenteils aus dem Schloſſe
ternationale. —
Bei der Kundgebung auf der Place de lc
zeſſin Mathilde von Holſtein=Glücksburg. Der Kaiſer
abgeholt und im Vorbeimarſch an die in der Garniſon
République wurde ein Unteroffizier, der gegen die
Mani=
machte heute morgen einen Spazierritt im Tiergarten
anweſenden Regimenter abgegeben, die vom Brandenbur
feſtanten einſchreiten wollte, von den Soldaten und der
* Berlin, 21. Mai. Entgegen den Nachrichten eines
ger Tor bis zum Schloſſe Spalier bildeten. Beim Heran=
Volksmenge verhöhnt
hieſigen Morgenblattes erfahren wir, daß den
Vermäh=
nahen der Majeſtäten präſentierten die Regimenter, das
*
Paris, 21. Mai. Trotz aller von den militäriſchen
Spiel wurde gerührt und ein dreimaliges Hoch durch
lungsfeierlichkeiten der Prinzeſſin Viktoria Luiſe
Behörden getroffenen Vorkehrungen veranſtalteten eine
brauſte die Luft. Als man die Friedrichſtraße kreuzte, be
mit dem Herzog Ernſt Auguſt auf eine Einladung des
Anzahl Mannſchaften des 8. Artillerie=Regiments in einem
gann die im Luſtgarten aufgeſtellte Leibbatterie des erſter
Kaiſers der Oberbürgermeiſter Wermuth, der Bürger
Mannſchaftszimmer eine Kundgebung gegen die
Barde=Feldartillerie=Regiments mit dem Abfeuern des
neiſter Reicke und der Stadtverordnetenvorſteher=
Stell=
dreijährige Dienſtzeit und ſangen die In=
Ehrenſaluts von 101 Schuß. Wenige Minuten ſpäter tra
vertceter Caſſel teilnehmen werden
fen die allerhöchſten Gäſte im Schloſſe ein.
ternationale. Mehrere Artilleriſten wurden ins Ge=
* Rathenow, 21. Mai.
Das engliſche
E
fängnis abgeführt und die Mannſchaft des betreffenden
Gegen 12 Uhr verkündeten beim Schloſſe durch Prä=
Königspaar iſt um 10,13 Uhr hier eingetroffen. Auf
ſentieren und Hurraruſen des militäriſchen Spaliers und
Bataillons mit Arreſt beſtraft
Heute nacht wurden in
dem Bahnhof war eine Schwadron des Zieten=
Huſaren=
den Salut von 101 Schuß, den die Ehrenbatterie im
Luſt=
verſchiedenen Kaſernen kleine Zettel angeſchlagen, welche
Regiments mit dem Trompeterkorps und dem geſamten
arten abgab, das Herannahen des Zuges. Die
ich gegen die Zurückſtellung der Altersklaſſen ausſprechen
Offizierkorps aufgeſtellt. Die Herrſchaften entſtiegen dem
Eskorte wurde am Denkmal Friedrichs des Großen
ſicht=
ſowie die Soldaten auffordern, ſich zu einer Kundgebung
Zuge und der Ehrendienſt ſtellte ſich vor, desgleichen der
var. Sie ritt im Schritt zu Vier. Am Schlage des erſten
am nächſten Samstag einzufinden.
engliſche Botſchafter Goſchen, der mit dem Ehrendienſt
Vierſpänners, in dem der Kaiſer neben dem Könic
* Paris, 21. Mai. Im Hofe der Tourelles=Kaſerne
nach Rathenow gekommen war. König Georg nebſt
ſaß, ritten der Oberſtallmeiſter Freiherr von Reiſchach
in der Avenue Gambetta verſammelten ſich etwa 150 Mann
dem Gefolge ſchritt die Front der Ehrenſchwadron ab
und der kommandierende General des Gardekorps, Frei
und riefen: „Nieder mit der dreijährigen Dienſtzeit!”
der Kommandeur des Zieten=Huſaren=Regiments, von
herr von Plettenberg, am Schlage des zweiten, in dem
zerſtreuten ſich jedoch auf Befehl der Vorgeſetzten.
Baumbach, überreichte der Königin ein Blumenbukett. Die
die Kaiſerin und die Königin ſaßen, ritten Vize=Ober
Königin hatte eine grauſeidene Robe, der König die Uni=
* Nancy, 21. Mai. Kraft der vom Miniſter
über=
ſtallmeiſter Freiherr von Eſebeck und der Kommandant
form des erſten Garde=Dragoner=Regiments mit dem
tragenen Vollmacht hat General Pau entſchieden, daf
von Berlin von Bonin. Die Wagen fuhren in das Por
Bande des Schwarzen Adlerordens angelegt. Die
Ab=
alle an den Kundgebungen in Toul beteiligten
Rädels=
tal V des Schloſſes ein. Die fürſtlichen Damen begaben
fahrt erfolgte um 10,20 Uhr
führer und Helfershelfer in Strafkompagnien
ich in die oberen Gemächer des Schloſſes. Der Kaiſer
geſchickt werden
* Karlsruhe 21. Mai. Das Großherzogs=
und der König ſchritten im kleinen Schloßhof die
Ehren=
paar begibt ſich heute vormittag ½11 Uhr zu den
kompagnien des dritten Garde=Regiments zu Fuß ab
* Nancy, 21. Mai. Es beſtätigt ſich, daß ab heute
Hochzeitsfeierlichkeiten nach Berlin, wäh=
und nahmen deren Vorbeimarſch entgegen. Hier fanden
Militärperſonen, die an den Kundgebunger
rend die Großherzogin Luiſe und das Prinzenpaar Max
ſich auch die Botſchafter Fürſt von Lichnowsky und Sir
teilnehmen, in die afrikaniſchen Bataillone geſchickt wer
von Baden erſt heute abend 8 Uhr abreiſen werden.
Edward Goſchen ein. In den Prunkräumen der erſter
den. Ein in Toul eingetroffener Befehl des Kriegs
Kronberg, 21. Mai.
(4
Prinz Friedrich
Schloßetage war ſodann Empfang und großer Vortritt
miniſters unterſagt bis zu dem Erlaß eines neuen Be=
Karl von Heſſen mit Gemahlin ſind heute mittag
zu dem ſich die Palaſt= und Ehrendamen der Kaiſerin, die
ehls allen Offizieren und Militärbeamten das Tragen
nach Berlin abgereiſt, um an den Hochzeitsfeierlichkeiten
Hofchargen, der Hausminiſter Graf zu Eulenburg und
von Zivilkleidung
im Kaiſerhauſe teilzunehmen.
er Chef des Zivilkabinetts von Valentini eingefunden
Nancy, 21. Mai. Der Kommandeur des 20. Armeg
hatten. Die Schloßgardekompagnie und die Ehrenwache
HB. Petersburg, 21. Mai. Der Zar iſt geſtern
korps, Götſchy, erließ einen Tagesbefehl, der beſagt
der Gardes du Corps hatten Ehrenpoſten geſtellt.
Wäh=
abend nach Berlin abgereiſt, um an den Hochzeitsfeierlich
Infolge derbedauerlichen Vorfälle in Toul
rend des Einzuges führte das Zeppelin=Luftſchiff „Hanſa‟
keiten teilzunehmen.
ſei zunächſt vor Abſchluß der Unterſuchung verfügt
über dem Luſtgarten mehrere Schleifenfahrten aus. Als
* Eydtkuhnen, 21. Mai. Der Zar iſt heute
worden: 16 Militärperſonen werden dem Kriegsgericht
der Zug in das Brandenburger Tor einbog, ſpielte di
abend 7 Uhr 50 Minuten auf der Fahrt nach
Ber=
überwieſen, 15 für die Strafabteilung vorgeſchlagen, 40
dort aufgeſtellte Militärkapelle die engliſche
National=
lin hier durchgefahren.
mit Arreſt zwiſchen 30 und 60 Tagen beſtraft und 13
hymne. Unter dem Hurra der präſentierenden Truppen
wegen Schlappheit in der Handhabung ihrer Befugniſſe
Der Einzug des
engliſchen Königspaares
und des Publikums paſſierten die Wagen den Pariſer
degradiert oder in einen geringeren Grad verſetzt
in Berlin
Platz
Macon 21. Mai. Einige Gruppen Sol=
* Berlin, 21. Mai. Die Feſtlichkeiten der Vermählung
Berlin, 21. Mai. Die Majeſtäten
beobachte=
daten des 134. Infanterie=Regiments im ganzen einige
der Prinzeſſin Viktoria Luiſe begannen heute mit dem
ten noch von den nach dem Luſtgarten gelegenen Fenſtern
hundert Mann, ſammelten ſich geſtern abend gegen 7 Uhr
eierlichen Einzuge des Königs und der
des Schloſſes das Einrücken der Fahnenkom=
und zogen durch die Hauptſtraßen, indem ſie riefen: Nie
Königin von Großbritannien und Irland. Pünktlich
pagnien mit ihren Fahnen und Standarten und die
der
mit
der dreijährigen Dienſtzeit
11 Uhr 30 vormittags lief der Hofzug mit den engliſchen
Truppenteile, welche Spalier gebildet hatten. Dann ge
Mehrere ſangen die Internationale. Offiziere verſuchten
Majeſtäten in die feſtlich mit Fahnen, Standarten und
eiteten der Kaiſer und die Kaiſerin ihre hohen Gäſte in
vergeblich, ſie zu zerſtreuen. Um 8 Uhr gingen die Mani=
Gefolge auf. In der Nacht bittet Aleſſandro den jungen
iſt ungemein feſſelnd und geiſtreich empfunden. Ganz
Abt, in ſeinem Zimmer übernachten zu dürfen, da infolge
Großherzogliches Hoftheater.
auf den humoriſtiſchen Ton geſtimmt ſind die zärtlichen
plötzlicher Ankunft mehrerer Fremden im Hauſe alles be
Famtlienſzenen der Florentiner Verwandten.
In der
Mittwoch, den 21. Mai.
ſetzt ſei. Die Prinzeſſin erſchrickt und weicht ſeiner Bitte
ganzen Dispoſition, der Ausführung und der dramatiſcher
aus, fordert ihn aber auf, ſich zu ihr zu ſetzen und mit
Steigerung der einzelnen Szenen, nicht zuletzt auch in der
Uraufführung:
hr zu plaudern. In dem nun folgenden Geſpräch wird
edlen, dichteriſch gehobenen Sprache bekundet ſich ein echtes
Aleſſandro und der Abt.
ſie ſich ihrer Liebe zu dem jungen Manne bewußt, und als
und ſtarkes Talent, das ſich nicht den Bedürfniſſen des
er ſie, wie zufällig, umfaßt, bemerkt er, was er ſchon dunke
Luſtſpiel in 5 Aufzügen von Dr. Moritz Goldſtein
Tagesgeſchmackes anpaßt, ſondern einem hohen poetiſchen
geahnt hat, daß der Abt ein Weib iſt, und beide geſtehen
Ideal folgt
V-1. Der Stoff zu dem Luſtſpiel iſt dem von Luſt
ſich ihre Liebe. Am nächſten Tage treffen die Verwandten
Das Liebespaar wurde von Frl. Pils als
Con=
ſpieldichtern und Librettiſten viel benutzten Dekamerone
Aleſſandros, die wegen Verſchuldung aus Florenz nach
ſtance und Herrn Ehrle als Aleſſandro vortrefflich dar
von Boccaccio entnommen und handelt von der engliſchen
London fliehen wollen, mit ihm in dieſem Wictshauſe
geſtellt. Dem feinen künſtleriſchen Takte und der gewand=
Prinzeſſin Conſtance, die, um dem verhaßten Ehebund
zuſammen, und es gibt eine erregte Szene zwiſchen der
en Kunſt des Frl. Pils iſt ebenſoſehr wie dem echten und
mit dem alten Schottenkönig zu entgehen, aus dem Hauſe
ärtlichen Verwandten. Gleichzeitig aber erſcheinen auch
friſchen Temperament des Herrn Ehrle zu verdanken
ihres Vaters flieht, um als Abt verkleidet beim Papſt in
die vom König von England zur Verfolgung der
Prin=
wenn die ſchönſten Szenen des Stückes, nämlich die des
Rom einen Fürſprecher zu ſuchen, auf der Reiſe aber den
eſſin ausgeſandten Kriegsknechte. Die Prinzeſſin wird
2. und 3. Aktes, einen ſo tiefen Eindruck machten. Die
ſungen und ſchönen Florentiner Aleſſandro kennen und
verraten und von den Kriegsknechten gefangen genommen
anderen Rollen treten hinter dieſen mehr oder weniger
ieben lernt und zum Ehegatten nimmt.
Beim Abſchied ſchwören ſich Aleſſandro und die
Prin=
zurück, waren aber alle gut beſetzt. Wir erwähnen noch
Der junge 25jährige Aleſſandro aus Florenz betreib
eſſin Treue fürs ganze Leben. Sie ſchickt ihn zu ihrem
den Niccola
des Herrn Schne i der
den
London ein Geldwechſelgeſchäft, iſt aber, währende
in
Bruder voraus mit dem Auftrag, Frieden mit dem König
Jonathan des Herrn Semler, den Bruder
Placi=
an ſeine Gewölbe gebannt iſt, von unſtillbarer Sehnſuch
zu machen unter der Bedingung, daß Conſtance ſich ihren
dus des Herrn Weſtermann, die drei Florentiner der
nach Freiheit und Leben erfüllt. Deshalb begrüßt er er
atten nach freier Wahl wählen darf. Der Plan gelingt.
Herren Jordan, Jürgas und Peterſen, die
Si=
mit Freuden, daß ein Krieg zwiſchen dem König und
Der König, der überliſtet worden iſt und ſeinen Schwur
mona des Frl. Heumann und die Teſſa des Frl
ſeinem Sohn ausbricht, der ihn um alles bringt, ſo da
halten muß, macht gute Miene zum böſen Spiel, ſchlägt
Alſen, die ſich mit einem Geſamtlobe begnügen mögen.
er gezwungen iſt, den Wanderſtab in die Hand zu nehmen
Aleſſandro zum Ritter und verleiht ihm die Grafſchaf
Die Regie führte Herr Baumeiſter, die Geſtaltung
Lornwall
und hinaus in die Welt zu wandern. Die Urſache des
des
Bühnenbildes rührte von den Herren Kempin und
Krieges iſt die Flucht der Prinzeſſin Conſtance, für die
Das Luſtſpiel iſt in fünffüßigen Jamben geſchrieben
Schwerdtfeger her. Die einzelnen Szenenbilder
ihr Bruder Partei nimmt, da er die Ehe mit dem Schot=
und iſt weit mehr, als ein bloßes Unterhaltungsſtück. Als
varen ſtilvoll und trotz ihrer Einfachheit wirkungsvoll
tenkönig hintertreiben will. Die Prinzeſſin flieht ver
Vorbild haben dem Dichter wohl die Shakeſpeareſchen
Die Schlußſzene machte einen etwas theatraliſchen
Ein=
kleidet durch Deutſchland in Begleitung eines alten Mön=
Luſtſpiele gedient, mit denen es auch die Willkür in der
druck. Vielleicht ändert der Dichter dieſe Einkleidung
ches, und trifft in einem Wirtshauſe, wo ſie abgeſtiegen
Behandlung von Ort und Zeit gemeinſam hat; denn beide
Das Stück hatte einen ſtarken und ehrlichen Erfolg.
iſt, mit Aleſſandro zuſammen, der ſich mit einem Begleiter
ſpielen in dem Stück keine Rolle. Den Schwerpunkt ha=
Nach jedem Akte mußte der Vorhang 3—4 mal aufgehen.
nach Florenz begeben will und ſich unter großen
Anſtreng=
der Dichter in die Schilderung der Liebesgeſchichte gelegt,
Nach den letzten Akten erſchien auch der Dichter und dankte
ingen und Entbehrungen bis hierher durchgeſchlagen hat,
im dritten
namentlich
die,
Akte,
von großer
für die beifällige Aufnahme ſeines Luſtſptels, das leider
Die Prinzeſſin findet Gefallen an dem jungen, offenher=
Schönheit und von echter Poeſie erfüllt iſt. Auch das erſte
richt mehr wiederholt werden kann.
zigen und edelgeſinnten Manne und nimmt ihn in ihr
Geſpräch zwiſchen Conſtance und Aleſſandeo im 2. Akte
Nummer 117.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 22. Mai 1913
Seite 7.
feſtanten ohne Zwiſchenfeil auseinander und beim Abend
Königlichen Familie, ſowie ſämtlicher Staatsminiſter und
Wie ſoll die Nahrung des Kindes ſein:
1. Nähr
appell waren alle Soldaten in die Kaſerne zurückgekehr
träfti=
des diplomatiſchen Korps fand heute vormittag im Prinz
Unbedingt verdaulich
g! 2.
3. Wohl
* Chaions ſur Marne, 21. Mai. Geſtern
ver=
ſchmeckend!
Regententheater die feierliche Enthüllung des
Eine Vereinigung und Verwirklichung dieſer
ſuchten einige Artilleriſten eine Kundgebung
gegen die
drei Vorzüge iſt Neſtles Kindermehl.
Richard Wagner=Denkmals ſtatt, das von Freun=
Erhältlich
Zurückbehaltung des Jahrganges 1911, gingen jedoch auf
in allen Apotheken, Drogerien ꝛc. zu M.
den und Verehrern Wagners unter der Initiative Poſ
1.4
Doſc
Zureden der Unteroffiziere auseinander.
und M. 0.75
arts errichtet und gleichzeitig dem Herrſcherhauſe Wittels=
Neſtle=Geſell=
Doſe. Gratisprobe durch
ſchaft, Berlin W. 57.
bach gewidmet worden iſt. Nach der Feſtrede Poſſarts gab
(I,11446
der Regent das Zeichen zur Enthüllung, wobei er der
Luftfahrt.
Stiftern des Denkmals volle Anerkennung ausſprach. Ar
Familiennachrichten.
22
die Enthüllung ſchloß ſich eine Beſichtigung des Denk
Zeppelin auf der Landwirtſchafts
mals, das von dem Bildhauer Profeſſor Waderé geſchaffen
ausſtellung. Der Magiſtrat Aſchaffenburg hat an
worden iſt. Während des ſich daran anſchließenden
die Deutſche Luftſchiffahrts=Aktien=Geſellſchaft, Frank
Cercles verlieh der Regent an Poſſart und Waderé per
furt a. M. die Bitte gerichtet, kommenden Sonntag
ſönlich Auszeichnungen
während der Einfahrt des Prinzen Rupprecht in der
Hamburg, 21. Mai. Der König von Sachſen
Landwirtſchaftlichen Ausſtellung (ca. 3 Uhr nachmittags
Todes=Anzeige.
der an den Manövern der Hochſeeflotte in der Nordſe
bei einer Luftfahrt den Weg über die Ausſtellung in
teilgenommen hatte, begab ſich heute vormittag vom Li=
Aſchaffenburg zu wählen. Die Geſellſchaft hat hierau
Verwandten, Freunden und Bekannten
hier=
nienſchiff „Deutſchland” mit einem Torpeboboot an Bor
erwidert, daß ſie, wenn eben möglich, dieſem
Wunſch=
des auf der Unterelbe liegenden Dampfers „Impera
durch die traurige Mitteilung, daß mein lieber
gerne entſprechen werde.
Bei günſtiger Witterung
tor” den er eingehend beſichtigte. Nach zweieinhalbſtün
werden die Ausſtellungsbeſucher alſo Gelegenheit haben,
Mann, unſer treubeſorgter Vater, Großvater
digem Aufenthalt verließ der König das Schiff und begab
ein Luftſchiff zu ſehen.
Schwiegervater, Bruder und Onkel
(*13469
ſich mit dem Dampfer Cobra” nach Hamburg
3
Pforzheim, 21. Mai. Leutnant Pretzell iſ
*
Wien, 21. Mai. Abgeordnetenhaus. In der
heute früh ½6 Uhr in der Richtung nach München
ab=
fortgeſetzten erſten Leſung des Budgetproviſoriums wen
geflogen. Leutnant Schulz hat noch verſchiedentlich
dete ſich der tſchechiſche Agrarier Staniek gegen die aus
Herr Adam Haun
vergebliche Flugverſuche unternommen und ſeinen Appa
wärtige Politik Oeſterreichs. Der Redner erklärte, die
rat nunmehr abmontiert
Monarchie dürfe auf dem Balkan nicht mit Gewalt auf
Lackierer
treten, wenn ſie ſich Freunde ſchaffen wolle. Sie hätt
mit den Balkanſtaaten einen Vertrag ſchließen ſollen da=
Erdbeben.
infolge eines Schlaganfalles ſanft
verſchie=
hingehend, daß die albaniſche Küſte unbefeſtigt bleibe. Ein
* Innsbruck, 21. Mai. Geſtern abend 8.30 Uhr
den iſt.
künſtliches Albanien werde den Frieden auf dem Balkan
wurde hier und in der Umgebung ein ſchwaches Erd
nicht ſichern. Auch die innere Politik der Monarchie müſſ
beben beobachtet, heute morgen 8.25 Uhr wurde ein
Die trauernden Hinterbliebenen.
der nationalen Zuſammenſetzung des Staates angepaß
ſtärkerer Erdſtoß verſpürt
ſein. Die Tſchechen wollten den Ausgleich, aber nicht un
jeden Preis. Sie wollten Gleichberechtigung beider Völ
Darmſtadt, den 20. Mai 1913.
der
ker in den böhmiſchen Ländern. Hierauf ſprachen
Chriſtlich=Soziale Stöckler und der Sozialiſt Adler
Der Balkankrieg.
Die Beerdigung findet am Freitag, nachmit
Prag, 21. Mai. Tſchechiſchen Blättern zufolge ſol
Die Friedensverhandlungen.
tags 2 Uhr, von der Friedhofskapelle aus, ſtatt.
die Finanznot Böhmens durch ein Darlehen be
hoben werden, das ein Konſortium tſchechiſcher Sparkaſſer
* London, 20. Mai. Die heutige Sitzung der
Bot=
im Betrage von 18 Millionen Kronen gewährt, nachdem
Z
ſchaftervereinigung dauerte nahezu Lrei Stun
die Anleiheverſuche bei inländiſchen und ausländiſchen
den. Sie wurde hierauf bis Montag vertagt. Vor der
Inſtituten vergeblich geweſen ſind.
1
Sitzung hatten der franzöſiſche und der ruſſiſche Botſchaf
See
Paris, 21. Mai. Kriegsminiſter Etienne erklärt
ter Unterredungen mit Sir Edward Grey. Die
Bot=
geſtern im Budgetausſchuß der Kammer bei der
Begrün=
ſchafter erörterten die Anſichten ihrer Regierungen übe
dung der Kreditvorlage von 400 Millioner
die Bedingungen, die von Oeſterreich und Italien für die
Todes=Anzeige.
für die Zurückbehaltung der Jahresklaſſe, die erforder=
Verwaltung Albaniens ausgearbeitet und den
Haupt=
lichen Ausgaben ſeien ſo dringender Natur, daß er es
ſtädten bereits früher übermittelt worden ſind. Keine die=
Allen Verwandten, Freunden und Bekannten
auf ſich genommen habe, die Ausgaben unverzüglich un
ſer Bedingungen hat entſcheidenden Charakter. Die Ver
auf ſeine eigene Verantwortung zu machen. Dieſe Er
die traurige Nachricht, daß geſtern nach langem
handlung ergab die Tatſache, daß vollſtändige
Einmütig=
klärung rief bei den Radikalen und Sozialiſten eine groß
ſchwerem Leiden mein Mann, unſer
keit über die Notwendigkeit beſteht, daß die Verbün
Vater,
Erregung hervor. Eine von den Sozialiſten Sembat un
deten den Vorfrieden ſofort unterzeichnen
Schwiegervater und Großvater
(*1347a
Thomas beantragte Reſolution, durch welche der Miniſte
Gleichzeitig hält die Botſchaftervereinigung an der
Tat=
aufgefordert wurde, keinerlei Ausgaben vorzunehmen, be
ſache feſt, daß die Verbündeten, wenn ſie den Vorfrieder
vor die Kammer ihre erforderliche Bewilligung erteil
unterzeichnen, damit in keiner Weiſe ihre Stellung gegen=
Ga. Karl Meisel
habe, wurde mit 9 gegen 8 Stimmen abgelehnt. Kriegs
über den Mächten beeinfluſſen. Die Botſchafter betonten
miniſter Etienne wird heute noch vor dem Finanzausſchuſ
als weſentlichen Punkt, daß die Balkanſtaaten mit de
des Senats die Notwendigkeit betonen, die durch die Zu
ſanft dem Herrn entſchlafen iſt.
Unterzeichnung des Vorfriedens lediglich den Frieden mi
rückbehaltung der Jahresklaſſe verurſachten Ausgaben un
der Türkei unterzeichnen und nicht ihr Recht berühren, mit
Jaurés griff den Kriegsminiſte:
geſäumt zuzuführen
Die trauernden Hinterbliebenen:
Mächten die Fragen zu erörtern, die dieſen zur Ent
in der Humanité lebhaft an und bezeichnete deſſen Vor
ſcheidung vorbehalten ſeien. Die Botſchafter drückten des=
Frau Sophie Meiſer,
gehen als ungeſetzlich. Die Kammer werde zu erklären
halb den dringenden Wunſch aus, daß der Friede
unter=
haben, ob es als eine erlaubte und regelmäßige Sache an=
Familie Eſcher
zeichnet und daß alle Erörterungen auf ſpäter aufgeſchoben
zuſehen ſei, daß der Kriegsminiſter auf ſeine eigene Auto=
Gerbig.
werden möchten. Die Mächte werden einzeln fortfahren,
,
10
rität hin den Kredit von 400 Millionen verwende
dieſe Anſicht in den Hauptſtädten der Balkanſtaaten ein
Paris, 21. Mai. Offiziös verlautet, daß der Fi=
Darmſtadt, den 20. Mai 1913.
dringlich zu betonen.
nanzminiſter zur Deckung des durch das Marokko=
Sofia, 20. Mai. Das Blatt Mir drückt ſein Er
Unternehmen und durch andere Ausgaben im Bud=
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 22. Mai,
ſtaunen darüber aus, daß den Delegierten der
Verbün=
get von 1913 verurſachten Defizits von 100 Millionen
nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle aus,
deten noch keine Inſtruktionen zugegangen ſin
eine Reihe neuer Steuern beantragen würde
ſtatt.
und erklärt, ſelbſtverſtändlich werde es vor Unterzeich=
Paris, 21. Mai. Die franzöſiſche und italieniſch
nung der Friedenspräliminarien nicht mög
Regierung beſchloſſen, den Zwiſchenfall des fran
lich ſein, irgend eine Arbeit in Angriff zu nehmen. Es
M
zöſiſchen Dampfers „Tavignano” und zweier tuneſi
bliebe nur übrig, das Ergebnis der heutigen Botſchafter
ſcher Schifferboote welche im Januar 1912 von einem
vereinigung abzuwarten. „Wenn ſie uns,
erklärt das
italieniſchen Torpedoboot in den tuneſiſchen Gewäſſern ein
Blatt, „nicht den Frieden bringt, ſo wird Bulgarien einen
gebracht waren, ohne Anrufung des Schiedsgerichtes
zu
auf eigene Fauſt zuſtande zu bringen wiſſen
regeln. Durch ein kürzlich unterzeichnetes Abkommen ver=
London, 20. Mai. Wie das Reuterſche Bureau
de
pflichtet ſich die italieniſche Regierung, den Beſitzern
Todes=Anzeige.
erfährt, beziehen ſich die von Belgrad telegraphiſch über=
Schifferboote eine Entſchädigung von 5000 Francs
zu
mittelten Vorbehalte hauptſächlich auf die Garan
zahlen
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen
tien welche Serbien dafür verlangt, daß der Beſchluß
* Paris, 21. Mai. Bei einer kinematographiſchen Auf
der Botſchaftervereinigung, Serbien ſolle einen Hafen am
unſeren innigſtgeliebten, unvergeßlichen Gatten
nahme am Seinekai ſtürzte ein Chauffeur ſamt dem
Adriatiſchen Meer und eine Eiſenbahnlinie durch Albanien
Vater, Großvater, Schwiegervater,
Bruder,
Droſchkenauto in die Seine. Der Mann ertran
hindurch erhalten, welche dieſen Hafen mit dem ſerbiſcher
* New=York, 21. Mai. Einer Depeſche aus Mexikt
(11504
Schwager und Onkel
Eiſenbahnnetz verbindet, einen wickſamen Charakter habe
zufolge teilte ein Mitglied des Kabinettes mit, daß geſterr
Die ſerbiſche Regierung beſteht nicht darauf, daß dieſe
der Kontrakt mit einem franzöſiſchen Bankie:
Herrn
Dinge in dem Präliminarfrieden enthalten ſein müſſen
für die Anleihe von 150 Millionen Peſos unter
aber es wünſcht, daß ſie in dem endgültigen Vertrag
be=
zeichnet worden ſei. Die Bedingungen der Anleihe
wur=
handelt und auch in das albaneſiſche Statut inbegriffen
den bisher nicht veröffentlicht
Ludwig Becker III.
werden ſollen. Es verlautet, daß Sir Edward Grey in
New=York, 20. Mai. Nach einem Telegramm
au=
ſeiner Antwort bereits zufriedenſtellende Verſicherunger
der bekannte Finanzmanr
iſt
Palm=Beach (Florida)
Bäckermeister
gegeben habe, daß die Entſcheidungen der Botſchafter bin
Flagler, der an der Leitung der Standard Oil Com
dend ſeien und keiner weiteren Garantie bedürften, und
im 57. Lebensjahr nach langem, ſchwerem
pany beteiligt war, geſtorben
daß die Hoffnung andauernd beſtehe, daß die Sache in
Leiden zu ſich zu rufen.
dem albaneſiſchen Statut enthalten ſein werde.
— Köpenick, 21. Mai. Heute vormittag ſtürzten ſich
Serbien und Bulgarien
Die tieſtrauernden Hinterbliebenen.
in der Nähe der Marienluſt der 30 Jahre alte Vorſtand
der Ortskrankenkaſſe, der Drechsler Tinius und ſein
— Sofia, 21. Mai. Rußland und Frankreich haben
Griesheim b. D., den 21. Mai 1913.
21 Jahre alte Nichte Klara Schimming in die Ober
in Sofia und in Belgrad gedroht, bei einem kriegeriſchen
ſpree. Am Ufer fand man die Handtaſche des
Mädchen=
bulgariſch=ſerbiſchen Konflikt beiden Ländern
Die Beerdigung findet Freitag, den 23. Mai,
mit der Mitteilung, daß ſie mit dem Onkel in den
To=
jede finanzielle Beihilfe zu verſagen. Rußland und Oeſter
nachmittags 3 Uhr in Griesheim ſtatt.
ginge, da ihrer Neigung unüberwindliche Hinderniſſe ſich
reich haben ſich geeinigt, Serbien durch gemeinſamen Druck
in den Weg ſtellten. Tinius war verheiratet und Vater
zur Erfüllung der Vertragspflichten gegen Bulgarien zu
mehrerer kleiner Kinder,
veranlaſſen.
e
Wien, 21. Mai. Geſtern abend kam in einem Hotel
Letzte Nachrichten
auf dem Semmering ein vornehmer Albanier, Delvia, an
* London, 21. Mai. Das Reuterſche Bureau er
Meete
wo ſeine junge Frau und drei verheiratete Schweſterr
ffährt: Die Delegierten der Balkanſtaaten
hiel=
ſeit mehreren Wochen wohnten. Nach kurzem Wort
ten heute vormittag eine Sitzung ab, um die Abänderungen
wechſel erſchoß er ſeine Frau und dann ſich
der in der geſtrigen Sitzung der Botſchaftervereinigung
Todes=Anzeige.
ſelbſt in Gegenwart ſeiner Schwägerin
ſkizzierten Friedenspräliminarien zu redigieren. Wenn
Petersburg, 21. Mai. Wie der ruſſiſche Konſula:
der Entwurf fertiggeſtellt iſt, wird er dem Staatsſekretär
aus Armenien meldet, ſind bei räuberiſchen Ueber=
Heute entſchlief ſanft nach längerem Leiden
Grey durch den Delegierten Nowakowitſch überreicht wer
fällen 50 Armenier getötet worden
unſere liebe Mutter, Schwiegermutter,
Groß=
den. Die Verbündeten wünſchen neben anderen bereits
(Schluß des redaktionellen Teils.)
(1150a
mutter, Schweſter und Tante
erwähnten Punkten eine genauere Beſtimmung der
Funk=
tionen der Pariſer Finanzkommiſſion. Man glaubt all
Frau
gemein, daß dieſe Abänderungen derart ſind, daß ſie ohne
Bioſon erfriſcht
und ergnickt
Schwierigkeiten angenommen werden können, entweder ir
Mein Magen war früher ſo ſchwach, daß ich öfters Er
der Form von Zuſicherungen oder in der Form redak=
Philippine Welter.
tioneller Aenderungen des Entwurfes
brechen u. Kopfweh hatte; durch Bioſon wurde er jedoch
o geſtärkt, daß ich mich jetzt einer guten Verdauung er
London, 21. Mai. Der ſerbiſche Delegierte
Nowokowitſch überreichte Grey den Entwurf der
freue. Ich bekam wieder Luſt zur Arbeit u. bin jetzt friſcher
Die trauernden Hinterbliebenen:
u. fröhlicher als je zuvor. Ernſt Leu, Berlin N., Rheins=
Abänderungen der Verbündeten für die Friedens
bergerſtraße 54. Unterſchrift beglaubigt: 11. Febr. 1913
präliminarien.
Philippine Welter,
Juſtizrat Cohn, Königl. Notar. Bioſon nur echt in großen
Anna Welter, geb. Ackermann
Paketen à M. 3.— in Apotheken, Drogerien. (III,11447
und Kinder.
Letzte Nachrichten.
Hautjucken iſt meiſt eine Folge von beginnendem ode
Darmſtadt, den 21. Mai 1913.
Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
ſchon vorhandenem Ausſchlag, Flechten, Furunkeln,
Entzündungen uſw. Viel gerühmt wird in neueſter Zei
Teichhausſtraße 32.
Straßburg i. E., 21. Mai. Beim hieſigen Bezirks
„Saluderma”, das man nach Vorſchrift der Ge
amte iſt ſeit Samstag ein junger Hilfsbeamter namens
Beerdigung findet Freitag
acht
Die
brauchsanweiſung ziemlich dick auf die juckenden Stellen
Es ſind bedeutende Unter
Klinge abgängic
if
Uhr, vom Eliſabether
3
aufträgt, wodurch nicht nur das Jucken zumeiſt ſofort
chlagungen feſtgeſtellt worden. Man ſpricht von
Einſegnung ½ Stunde vo
verſchwindet, ſondern auch das beginnende Hautübel im
50000, ja 80000 Mar
ta
Keime erſtickt, reſp. ein ſchon vorhandenes ſchnell beſeitigt
München, 21. Mai. In Anweſenheit des Prinz=
M
wird. Jede Apotheke und Drogerie führt dieſes Mittel
Regentenpaares und der übrigen Mitglieder der
8
ä
ttag
[ ← ][ ][ → ]84
Nummer 117.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 22. Mai 1913.
Seite 8.
lin, das Kaiſerpaar in der Abteilung für Architektur;
Strichweiſe gingen
bringen uns leichte Bewölkung.
Aea
zur Jahrhundert=Ausſtellung in Breslau, Blick auf die
Die Temperaturen ſteigen
geſtern noch Regen nieder.
Hauptausſtellungsgebäude; König Alfons von Spanien
allmählich wieder an. Das geſtrige Tagesmittel war
in Paris, der König und Präſident Poincaré auf dem
Das Hoch dürfte uns auch morgen
mit 9,750 ſehr tief
Wege zur Parade; aus dem Wolkenkratzer=Viertel in
jedoch iſt Gewitterbildung nicht aus
noch beeinfluſſen,
Dankſagung.
New=York
geſchloſſen.
Verſteigerungskalender.
Ausſichten in Heſſen für Donnerstag, den
22. Mai: Meiſt heiter und trocken, warm.
Freitag, 23. Mai.
Für die mir anläßlich des Hinſcheidens meines
Hofreite=Verſteigerung des Ludwig Hotz (
Saal=
innigſtgeliebten Mannes bewieſene überaus herz
Tageskalender
bauſtraße 37) um 9 Uhr auf dem Ortsgericht
liche Teilnahme ſage ich meinen verbindlichſten
Großh. Hoftheater. Anfang 6 Uhr, Ende nach
ofreite=Verſteigerung des Karl Idé (Eliſa=
11 Uhr (Ab. C): „Die Meiſterſinger von Nürnberg”.
bethenſtraße 56) um 9 Uhr auf dem Ortsgericht
(11506
Dank.
Gaſtſpiel des Frankfurter Intimen Theaters um
Hofreite=Verſteigerung des Adam Ihrig (Kah=
8½ Uhr im Orpheum.
lertſtraße 49) um 9 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Else Hattemer, geb. Kemmes.
evang.=kirchlicher
Verſammlung des Verbandes
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
Frauenvereine um 3 Uhr im Gemeindeſaal der Paulus=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
gemeinde
Darmſtadt, den 22. Mai 1913.
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
Jubiläumsſchießen
riv. Schützengeſellſchaft:
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
von 8—12 und von 2 Uhr ab. — Muſikaliſcher
Unter=
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
haltungsabend um 7 Uhr
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
-
Rummel=
onzerte: Katholikenverein um 5½ Uhr
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
— „
bräu um 8 Uhr
Perkeo” um 8 Uhr. — Konzerthaus
Amtlicher Wetterbericht.
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
„Metropole” um 8 Uhr.
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
ilder vom Tage. (Auslage Expedition Rheinſtr. 23):
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
Richard Wagner, zum 100. Geburtstag am 22. Mai 1913;
Das Hochdruckgebiet hat ſich weiter ausgedehnt und
zurückgeſandt.
zur Eröffnung der Jubiläums=Kunſtausſtellung in
Ber=
uns ganz in ſeinen Bereich gezogen. Nur flache Teiltiefs
15e
Ronnios4
LSonselor
findet heute im Baufach auf allen Ge-
GENTEnNioEEE
bieten Anwendung. Tresors, Veranden,
Wohn-, Geschäfts- und Lagerhäuser,
Originelle Künstler-Stoffe für Kissen und Vorhänge
Fabrik- und Hallenbauten, Siloanlagen,
Markisen-Stoffe in 100 bis 200 Centimeter Breite
Brücken, Kellereien und Behälterbauten
werden vorteilhaft nur noch in
Eisen-
beton ausgeführt. Wegen Ausführung von
Naargarn
Eisenbeton-Arbeiten wende man sich an
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Leßle
(B
Zubrn
Inßen
Znpron.
Zf.
Divid
Mai 1913.
Kurſe vom 21.
53,10
2¾1 Oeſt. Südb. (Lomb.)
Offenbach
3½ Frankf. Hypoth.=Ban
89,00
. . . .
8 Schuchert, Nürnberg
153,50
76,00
3 Raab=Oedenbur=
86,0
Wiesbaden . . . . . .
S. 19 . . . . . ..
12 Siemens & Halske
222,10
Ditgeteilt von Hermann Reichenbach.
3.
86,56
Kronprinz Rudolfbahn
87,30
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
do.
5 Beramann Electr. .
29,50
InProz.
InProt
Zſ.
86,20
95,10
4 Ruſſ. Südweſt. . . . .
Worms.
95,00
S. 52 . . .
. . . . . .
169,90
10 Deutſch. Ueberſee Electr.
5 Argentinier
Staatspapiere.
93,90
100,40
4½ Moskau=Kaſan . . .
do.
. . . .
4 Hamb. Hypoth.=Bank
96,50
85,50
69,30
0 Gummi Peter
, , ,
99,80
3.
4 Diſche. Reichsſchatzanw.
.
87,90
do
86,(
Liſſaboner v. 1888
do.
65,23
Kunſtſeide Frankfur
4½ Chile Gold=Anleihe
86,10
86,00
3½ Deutſche Reichsanl.
Wladichawchas . . .
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
98,20
Verzinsliche
30 Adler=Fahrradwerke
75,80
97,00
5 Chineſ. Staatsanleihe
do
87,00
4 Rjäſan Koslow . . .
3½
85,90
do.
Anlehensloſe.
444,00
Kleyer
„„„„„
99,80
Schatzanweiſg
4 Preuß.
89,74
72,20
do
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Ban
Portugieſ. Eiſenb.
,
4 Badiſche . . . Tlr. 100 174,25
Maſchinenf. Badenia 150,00
86,
Japaner . . . . .
89,90
Conſols . . .
do.
97.70
3½
S. 12, 13, 16
do.
,
3½ Cöln=Mindner „ 100 138,30
Wittener Stahlröhren
76,0
5 Innere Mexikaner
do.
86,50
do.
Livorneſer . .
69,00
S. 14, 15, 17, 24/26
Holl. Komm. . fl. 100 109,00
158,00
Steana Romana Petr.
97,8
do.
4 Bad. Staatsanleihe
Salonique=Monaſtir .
62,40
97,70
18—23 . . . . . . . .
Madrider . . Fs. 100 74,00
15
Zellſtoff Waldhef .
236,00
91,00
4 Gold=Mexikanerv. 1991
3½
83,70
do.
4 Baadadbahn .
„Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
79,90
4 Meininger Pr.=Pfand=
12,83 Bad. Zucker=Wag
5 Gold=Mexikaner . . .
3
do.
85,90
4½ Anatoliſche Eiſenb.
92,90
S. 1 u. 2, 6—8 . . .
briefe
135,50
206,25
. .
häuſel. . . . .
. ,
99,80
3 Buenos Aires Provin
3 Bayr. Eiſenbahnanleih=
Miſſouri=Paciſic.
67,80
,
5,70
S. 3—5 . . . . . . . .
Oeſterr. 1860er Loſe . 176,50
Neue Boden=A. A.=Beſ.
80,00
84,60
do
S. 9—11
Northern=Paciſic
94,50
Aktien inländiſcher
85,80
„ „ .
. „ „ „
.,
Oldenkurger . . . .
Südd. Immobilien
54,30
75,00
do.
Southern=Paciſic
89,50
Transportanſtalten.
Meininger Hyp.=Bank
97,00
.,
2½ Raab=Brazer fl. 150 112,30
Bergwerks=Aktien.
98,20
4 Hamburger Staatsanl
Louis und San
3½
do.
5 St.
10 Hamb.=Amerika=Paket=
85,70
Unverzinsliche
99,00
4 Heſſ. Staatsanleihe
4 Rhein.
Francisco. . . . .
144,90
fahrt . . . . . .
Hypothek.=Bank
10
Aumetz=Friede . .
174,10
Anlehensloſe.
97,60
4 do. do. (unk. 1912)
7 Nordd. Lloyd . . .
5 Tehuantepec . . . . .
122,8)
93,80
95,50
(unk. 1917) . .
14 Bochumer Bergb. u
Augsburger . . . . . fl. 7 34,20
84,30
3½
do.
3½ do.
6½ Südd. Eiſenb.=Bei. . 128,00
85,20
(unk. 1914) .
Gußſt. . . . . .
.215,70
Bank=Aktien.
Braunſchweiger Tlr. 20 195,00
73,40
3.
o.
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf.
98,30
Aktienausländiſchen
Deutſch=Luxemburg.
11
Freiburger . . . . Fs. 15
76,80
3 Sächſiſche Renke
10 Pank für elektriſche
3½
86,50
do.
Transportanſtalten.
Bergb. . . . . . . 160,75
Mailänder . . . . Fs.45
98,6)
Untern. Zürich
4 Württemberg unk. 1921
Städte
Anatol. Eiſen5. 60½
10 Gelſenkirchener . . . . 184, 10
35,30
... . F8. 10
84,50
do.
Bergiſch=Märkiſche
7½
do. v. 1900
3½
Obligationen.
9 Harpener
Einz. Mk. 408 . . 117,75
194,00
. , „ „
.
34,80
Meininger . . . . . fl. 7
Bahn
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
146,50
99,00
, „ „ „
Darmſtadt . . . . .
6 Baltimore und Ohio . 98,50
18 Phönir Bergb. und
9½
Oeſterreicher v. 1864fl. 100
Griechen v. 1887
Berlin. Handelsgeſ.
.161,60
1½
31
87,90
do.
6 Schantungbahn . . . . 134,75
Hüttenbetrieb. . . 261,10
. v. 1858 fl. 100
6½ Darmſtädter Bank
100,00
116,10
Italiener Rente
4
97,70
Frankfurt. . . . . . .
8 Luxemb. Prince Heuri 170,00
3
Oberſchl. Eiſen=Ind.
Ungar. Staats . . fl. 100 406,00
12½
Oeſterr. Silberrent:
86,50
Deutſche Bank . .
245,50
4½
zu
do.
95,00
Oeſt. Südbahn (Lomb.) 26,85
84,00
Caro. . . . . ..
Venediger . . . . Fs. 30
6 Deutſche Vereinsbank
do. Goldrente . .
89,50
115,20
4
4
Gießen
6 Laurahütte
. . . . . „ .
6 Pennſylvania R. R. . 113,50
. . . . . . 170,75
Türkiſche . . . . Fs. 400 166,00
828
6 Deutſche Effekt.= und
do. einheitl. Rente
85,50
3½
do.
10 Kaliwerke Aſchersleben 147,00
Induſtrie=
3 Portug. unif. Serie
W.=Bank . . .
113,00
62,6
Gold, Silber und
Letzte
95,80
Heidelberg . . . . .
13
Weſteregeln 193,00
do. unif. Ser. III
10 Diskonto=Kommandit
Aktien.
183,60
3
65,50
Divid.
Banknoten
do.
84,50
South Weſt Africa
7½
8½
Dresdener Bank
Brauerei Werze
do. Spezial .
67,0
150,40
,,
20,38
Engl. Sovereigns . . . .
96,60
Karlsruhe . . . . .
Prioritäts=
Frankf. Hypoth.=Y
5 Rumänier v. 1903
10
Bad. Anilin= u. Sodt
28
208,75
20 Franks=Stücke . . . .
16,19
3½
do.
85,30
Obligationen.
Fabrik
v. 1890
do.
Mitteld. Kreditbank
557,00
,
6½
92,50
, „
Amerikaniſche Noten . .
114,75
4
4,19
-
Magdeburg. . .. .
Südd. Eiſenb.=Gef
do.
3½
14 Chem. Fabrik Grie
Nationalb. für Deutſchl.
87,70
v. 1905 .
117,00
87,90
Engliſche Noten . . . . .
20,41
Nordd. Lloyd=Obl.
4½
88,60
4 Ruſſen v.
Pfälziſche Bank. . .
1880 . . .
241,00
123,25
.,
heim
Franzöſiſche Noten. . .
81,05
Mainz
96,0
. . . . . . . .
Farbwerke Höhſt .
3,95 Reichsbank . . . .
Eliſabethbahn, freie . .
do. v. 1902 . . . .
89,90
89,90
136,30
621,75
Holländiſche Noten. . .
68,45
do.
87,20
Rhein. Kreditbank.
35
do. v. 1905 . . . .
Verein chem. Fabriken
Franz=Jofefs=Bahn . .
36,23
99,60
128,46
Italieniſche Noten . . .
79,16
Mannheim . . . . . .
3½ Schweden
Prag=Duxer
Schaaffhauſen.
A.
Mannheim . . .
,
. .„ „
73,40
, ,
2830.
Oeſterr.=Ungariſche Noten
84,70
do.
Serbier amort. v. 189.
79,0)
Bankverein . . .
Oeſterr. Staatsbahn
113,75
0 Cement Heidelberg . .
100,60
144,00
Ruſſiſche Noten . . . .
99,30
München . . . . .
Türk. Admin. v. 1903
82,00
Wiener Bankverein
89,00
Staatsbahn
30 Chem. Werke Albert 447,50
129,80
Oeſterr.
Schweizer Noten . . . . .
Nauheim
80,80
, , „ „ „
4 Türk. uniſiz. v. 1903
87,00
do.
71,50
Holzverkohlung Kon=
Pfandbriefe.
97,00
Nürnberg. . . . . .
4 Ungar. Goldrente
85,35
342,00
,
Südb. (Lomb.)
5 Oeſterr
96,80
ſtanz . . . . . .
4 Frankf. Hypoth.=Bank
do.
87,00
Reichsbank=Diskonto
do. Staatsrente. .
52,50
do.
5 Lahmeyer. . . . . .
131,00
S. 21. . . . . .
96,30
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Offenbach . . ..
95,50
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[ ← ][ ][ → ] Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 22. Mai 1913.
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Schulgeld=Erhebung.
In unſer Genoſſenſchaftsregiſter
Das Schulgeld für das Großl
iſt heute unt. Nr. 18, Nieder=Beer=
Realgymnaſium, die Großh. Lie
bacher Darlehnskaſſenverein, ein=
Hoffärberel
bigs= und die Großh.
Ludwigs=
getragene Genoſſenſchaft mit
Oberrealſchule, die Vorſchule der
unbeſchränker Haftpflicht in
Hroßh. Gymnaſien, die Vik=
Nieder=Beerbach, eingetragen:
toriaſchule und das Lehrerinnen
Durch Beſchluß der
Generalver=
eminar, die Eleonoren= u.
Frauen=
ammlung vom 16. Februar 1913
chule ſowie die Mittelſchulen für
ſt das Statut neu feſtgeſtellt. Da=
Sdehkeier
das II. Kalender=Vierteljahr 1913
nach iſt die Firma geändert in:
iſt, bei Meidung des Beitreibungs=
„Spar= und Darlehnskaſſenverein,
verfahrens, bis Ende d. Mts. an
chem. Waschanstalt
eingetragene Genoſſenſchaft mit
den Werktagen vormittags von 8
unbeſchränkter Haftpflicht”
bis 12½ Uhr, hierher zu entrichten
für Herrenkleider
Eigene Läden:
Gegenſtand des Unternehmens
Darmſtadt, den 20. Mai 1913.
Damengarderobe
iſt die Beſchaffung der zu Darlehen
Rheinstr. 12½,
Tel. 1472
Die
Stadtkaſſe
und Krediten an die Mitglieder
Teppiche
(11493a
Koch.
Karlstrasse 115
erforderlichen Geldmittel und die
Gardinen
Schaffung weiterer Einrichtungen
Nieder-Ramstädterstr. 15
Bekanntmachung.
Spitzen
zur Förderung der wirtſchaftlichen
8
Riegerplatz
Federn
In unſer Handelsregiſter wurde
Lage der Mitglieder, insbeſondere
Schillerstrasse 50
heute bei der Firma Breidert &
1. der gemeinſchaftliche Bezug
Panamahüte
Mainz:
elephon 1317.
Zuleger in Erzhauſen folgendes
von Wirtſchaftsbedürfniſſen;
Felle etc.
Fabrik:
Pallaswiesen-
eingetragen:
die Herſtellung und der
Ab=
in unübertroffener fachmännisch.
Die Firma iſt geändert in:
ſatz der Erzeugniſſe des
land=
strasse 146, Teleph. 1501.
und schneller Ausführung.
5
„Breidert & Zuleger,
Natio=
wirtſchaftlichen Betriebs und
Mässige Preise.
nal=Kühl= und Gefrier=An
des ländlichen
Gewerbe=
lagen, Eishausbau” (11484
fleißes auf gemeintſchaftliche
Darmſtadt, den 16. Mai 1913.
Ze
Rechnung
neen
Are
Großh. Amtsgericht II.
die Beſchaffung von Maſchinen
I1
und ſonſtigen
Gebrauchsgegen=
ſtänden auf gemeinſchaftliche
Habe meine ärztliche
Eine wertvolle Bibliothek für das Haus!
Rechnung zur mietweiſen
Piano-
Tätigkeit wieder auf=
Ueberlaſſung an die Mitglieder.
Für wenig Geld eine für alle Zeit wertvolle Bibliotheſ
Die öffentlichen Bekanntmachun=
IV, 11396,3
genommen.
zu erwerben — dieſe Gelegenheit bietet ſich Ihnen durch Abonnement
gen erfolgen im
Landwirtſchaft=
auf die im Verlage der Union Deutſche Verlagsgeſellſchaft
Gelogenbeitskäufe
lichen Genoſſenſchaftsblatt Berlin,
Sau.-Rat Dr. Schefers.
in Stuttgart erſcheinende
Druck und Verlag Neuwied a. Rh.
Eine große Anzahl, zum
Sie ſind, wenn ſie mit rechtlicher
Teil wenig gebraucht, gegen
Wirkung für den Verein verbun=
Von der Reise zurück
neue Klaviere eingetauſchte
den ſind, in der für die Zeichnung
Millhoten der Unterhaftung
Inſtrumente ſtehen zum
Ver=
des Vorſtandes für den Verein be=
Zahnarzt (11308ids
kauf. Sämtliche Instrumente
ſtimmenden Form, ſonſt durch den
sind fabrikseitig gründlich nach-
Vorſteher allein zu zeichnen
gesehen und werden unter Ga-
Nachtigall
unld des wissens.
Der Vorſtand hat mindeſtens
rantie abgegeben.
durch drei Mitglieder, darunter der
Dr. dent. surg.
Die „Bibliothek der Unterhaltung und des Wiſſens” er=
Vorſteher oder ſeinen Stellvertreter,
1 Pianino Römhild . 650 Mk.
ſcheint bereits ihm 37. Jahrgang.
(V,8575
eine Willenserklärungen kundzu=
American-Dentist.
1 Pianino Zeitter
geben und für den Verein zu
Winkelmann 560
In vielen Millionen von Bänden verbreitet
zeichnen.
(11490
Fianino Knauss . 495
Darmſtadt, den 7. Mai 1913.
erfüllt ſie ihr Programm: jedem Bücherliebhaber Gelegenhei
Pianino Werner 585
Großh. Amtsgericht II.
Dr. Taul Schhppe
475
Pianino Bogs . .
zu geben zur Anlegung einer wirklich gediegenen, ſpannendſte
450
Pianino Feurich
Unterhaltung und eine unerſchöpfliche Fundgrube des Wiſſens
Bekanntmachung.
Rheinstrasse 15
350
Pianino Dörner
zugleich bietenden
,
435
Pianino Kraus
Ueber den Nachlaß des am
Tafelklavier
ist verreist.
20. Januar 1913 zu Darmſtadt
Privatbibliothek
275
Schiedmayer
verſtorbeneg Buchhalters Karl
(11312imd)
aufs allerbeſte
Möller zu Pfungſtadt iſt die Nach=
Die „Bibliothek der Unterhaltung und des Wiſſens” er=
Die Inſtrumente können
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ſcheint in 13 vierwöchentlichen, reich illuſtrierten, elegant in
ederzeit ohne Kaufzwangpro=
Georg Hill zu Darmſtadt, Kies=
Ofüſiert, Siudenien,
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biert werden und werden auch
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Deckelpreſſung. Jeder Band iſt mit einem hübſchen, farbigen
auf Teilzahlung abgegeben,
Villenbeſitzer
11489
walter beſtellt worden
Umſchlag verſehen. Um die Anſchaffung auch weniger
Be=
auch zur Probe und auf Miete
Darmſtadt, den 19. Mai 1913.
Renommierhund
mittelten zu ermöglichen, beträgt der Abonnnementspreis
mit dem Recht der Beſitz=
Großh. Amtsgericht II.
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nur 75 Pfennig für den Band
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ausgef. Wilh. Hein,
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Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
§e 60.
Donnerstag, 22. Mai.
1913.
Bekanntmachung.
Bekanntmachung.
Betreffend: Außerordentliche Sitzung des Kreistags des Kreiſes Darmſtadt.
Betreffend: Die Wahl der Mitglieder und Stellvertreter der Genoſſenſchaftsverſamm=
Gemäß Artikel 39 des Geſetzes vom 8. Juli 1911 bringe ich zur öffentlichen
lung der land= und forſtwirtſchaftlichen Berufsgenoſſenſchaft für das
Kenntnis, daß in der außerordentlichen Sitzung des Kreistags am 17. d. Mts. die
Großherzogtum Heſſen.
Satzung für die allgemeine Ortskrankenkaſſe der Landgemeinden des Kreiſes
Bei obiger Wahl iſt innerhalb der vorgeſchriebenen Zeit nur eine Vorſchlagsliſte
beraten und feſtgeſtellt wurde.
bei mir eingereicht worden. Indem ich dieſelbe hierunter zur allgemeinen Kenntnis
Darmſtadt, 19. Mai 1913.
(11479
bringe, bemerke ich, daß gemäß § 11 der Wahlordnung vom 1. März 1913 keine Wahl
Der Vorſitzende des Kreistags
ſtattfindet, daß vielmehr die auf der Vorſchlagsliſte bezeichneten Perſonen in der
J. V.: von Werner.
Reihenfolge des Vorſchlags als Mitglieder der Genoſſenſchaſtsverſammlung und als
Stellvertreter als gewählt gelten.
Bekanntmachung.
Der Wahlleiter:
Dr. Michel, Großh. Kreisamtmann.
Die nachſtehende Polizeiverordnung bringen wir wiederholt mit dem Anfügen
zur öffentlichen Kenntnis, daß die Polizeiorgane angewieſen worden ſind, dieſelbe
Kreis Bensheim
ſtreng
a zu handhaben.
1. Großh. Bürgermeiſter
Deß zu Groß=Rohrheim.
(11101sid
Darmſtadt, den 15. Mai 1913.
2.
Boxheimer zu Lampertheim=
,
Kreis Darmſtadt
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
1. Oekonom Wilhelm
Fritſch II. zu Ober=Ramſtadt,
Fey.
zu Griesheim.
2. Heinrich Feldmann IX.
Kreis Dieburg.
Polizei=Verordnung
1. Wilhelm Bauer, Mühle
enbeſitzer zu Nieder=Modau,
2. Richard Burger zu Reinheim.
über den Verkehr von Fuhrwerken und Fahrzeugen im Kreiſe Darmſtadt.
Kreis Erbach
Auf Grund des Artikels 64 des Geſetzes, betreffend die innere Verwaltung und
1. Oekonom Johs. Schwöbel II. zu Hüttenthal,
die Vertretung der Kreiſe und der Provinzen vom 12. Zuni 1874, in der Faſſung der
gen=Brombach.
2. Ad. Bär II. zu Lang
Bekanntmachung vom 8. Juli 1911, ſowie des § 366, Ziffer 10 des Reichsſtrafgeſetz=
Kreis Groß=Gerau
buches, wird unter Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes und mit Genehmigung Großh.
1. Großh. Beigeordneter
Nold zu Erfelden,
Miniſteriums des Innern vom 17. März 1913 zu Nr. M. d. J. 4674 für den Kreis
2. Dr. Dehlinger=Weilerhof bei Wolfskehlen.
Darmſtadt folgendes verordnet:
Kreis Heppenheim
§ 1.
1. Großh. Bürgermeiſter
Oekonomierat Trautmann zu Rimbach i. Odw.,
Alle auf öffentlichen Straßen verkehrende Fuhrwerke und Fahrzeuge haben,
2.
Schäfer zu Kirſchaufen.
,
ſofern
die Beſchaffenheit der Straßen es geſtattet, die rechte Seite der Fahrbahn
Kreis Offenbach,
einzuhalten.
1. Theodor Neubert, Stadtverordneter zu Offenbach,
Die Vorſchriften über das Ausweichen werden hierdurch nicht berührt.
2. Gemeindeinnehmer Benning. zu Heuſenſtamm.
(11442
Beim Einbiegen in eine andere Straße iſt nach rechts in kurzer Wendung,
nach links in weitem Bogen zu fahren.
Bekanntmachung.
Fahrzeuge im Sinne dieſer Polizei=Verordnung ſind insbeſondere auch alle
Nach § 1 des Pflanzenquarantänegeſetzes der Vereinigten Staaten vom 2. Auguſt
Kraftfahrzeuge und alle Fahrräder, ſofern dieſe die Fahrbahn benutzen.
1912
iſt die Einfuhr von Pflanzen in die Vereinigten Staaten von der Bei=
§ 2.
bringung eines amtlichen Unterſuchungszeugniſſes abhängig.
Der Führer eines Fuhrwerks oder Fahrzeugs hat ſeinen Sitz auf dem Fuhrwerk
Wir bringen dies mit dem Anfügen zur Kenntnis der Intereſſenten, daß das
oder Fahrzeug ſo zu wählen, daß er die Fahrbahn auch ſeitlich des Fuhrwerks oder
Großh. Miniſterium des Innern mit Bekanntmachung vom 8. Mai d. Js. dem land=
Fahrzeugs ſtets gut überſehen kann.
wirtſchaftlichen Inſtitut der Landesuniverſität Gießen, der Wein= und Obſt=
§ 3.
bauſchule Oppenheim und der Landwirtſchaftskammer für das Großherzogtum
Während der Dunkelheit, ſowie bei ſtarkem Nebel müſſen alle auf öffentlichen
Heſſen die Unterſuchung der für die Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten von
Straßen oder Plähzen befindlichen Fuhrwerke mit hellbrennenden Laternen verſehen
Amerika beſtimmten Pflanzen und die Ausſtellung der Unterſuchungszeugniſſe nach
ſein. Der Gebrauch von Laternen mit farbigen Scheiben iſt unterſagt. Fuhr=
Maßgabe des erwähnten Geſetzes übertragen hat, ſowie daß ſowohl für die
Unter=
werke, welche nach ihrer Bauart vorzugsweiſe der Perſonenbeförderung dienen, müſſen
ſuchung als auch für die Ausſtellung der Zeugniſſe Gebühren nicht erhoben werden.
auf der Vorderſeite oben rechts und links mit Laternen verſehen ſein, die ſo eingerichtet
Darmſtadt, den 19. Mai 1913.
(11473
und angebracht ſind, daß ihr Lichtſchein von Entgegenkommenden und Ueberholenden
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
deutlich wahrgenommen werden kann. Ausnahmsweiſe kann bei Perſonenfuhrwerken
I. V.: Dr. Reinhart.
von dem Kreisrat eine von vorerwähnter Beleuchtungsart abweichende Beleuchtung
für ausreichend erachtet und zugelaſſen werden.
Bekanntmachung.
Bei Fuhrwerken anderer Art genügt in der Regel die Anbringung einer Laterne.
Dieſe iſt an der oberen linken Seite des Fuhrwerks zu befeſtigen und nur wenn
Die nachſtehende Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem
Truppenübungs=
die Art der Ladung (Feuergefährlichkeit uſw.) die Befeſtigung am Wagen ſelbſt
aus=
bringenswir
hierdurch zur allgemeinen Kenninis.
platz
(11441ds
ſchließt, an der linken Seite des Zugtieres (bei zwei Zugtieren des linken Zugtieres)
den 17. Mai 1913.
Darmſtadt,
anzubringen.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Außer dieſer einen Laterne iſt aber in folgenden Fällen noch eine zweite zu
J. V.: von Werner.
führen:
)wenn der Lichtſchein der einen Laterne von rückwärts nicht deutlich
wahr=
a)
Iuſammenſtellung
der Schießtage auf dem Truppen=Uebungsplatz Darmſtadt
genommen werden kann;
für die Zeit vom 23. bis 26. Mai 1913.
wenn die Ladung von Fuhrwerken ſeitlich oder nach hinten in
gefahr=
b)
bringender Weiſe hervorſteht (z. B. Langholzfuhrwerke, Möbelwagen uſw.),
und zwar an dem hervorſtehenden Teil der Ladung.
Dauer der
Die Abſperrung
Datum
Truppenteil
Tag
Abſperrung
Fuhrwerke müſſen im Schrittmaß fahren auf allen Strecken, für welche das
erſtreckt ſich
Schrittfahren durch Lokalpolizei=Verordnung und durch öffentlichen Anſchlag
ange=
bis
von
ordnet iſt.
4 9.
102.
§ 5.
bis zum
Freitag
23. Mai
Infanterie
Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften dieſer Polizei=Verordnung werden
100V.
4N.
Landgraben
26. Mai
Montag
mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
§ 6.
Bekanntmachung.
Dieſe Polizei=Verordnung tritt am 1. April 1913 in Kraft. In Kraft
d. J.,
Der heſſiſche Reiterverein beabſichtigt am Sonntag, den 25. Mai
neben den vorſtehenden Beſtimmungen die Polizei=Verordnung, betreffend
bleibt,
nachmittags 3 Uhr, ſein diesjähriges Frühjahrsrennen anf dem Griesheimer
den
Verkehr von Fuhrwerken in der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt vom
Truppenübungsplatz abzuhalten.
Februar 1904.
20.
Wir bringen zur Kenntnis der Zuſchauer, daß den Anordnungen der mit dem
Mit Wirkung vom 1 April 1913 treten außer Kraft:
Sicherheitsdienſt betrauten Gendarmen und Militärperſonen Folge geleiſtet werden
die Lokalpolizei=Verordnung, betreffend Vorkehrungen gegen Beſchädigung
1.
mußz, daß ferner die Warnungs= und Bahnzeichen, Abſperrungen von Wegen und
durch Fuhrwerke zur Nachtzeit, vom 5. Februar 1975;
dergl. beachtet werden müſſen, ſowie daß das Betreten des Griesheimer
Truppen=
die Polizei=Verordnung vom 19. Juni 1890, betreffend Sicherung des
übungsplatzes Unbefugten nicht geſtattet iſt.
Verkehrs auf der Landſtraße;
Bei der An= und Abfahrt muß rechts gefahren und Reihe gehalten
die Polizei=Verordnung vom 12. Juni 1893, betreffend die Verwendung rot
3.
werden, damit Verlehrsſtörungen und Unglücksfälle vermieden werden.
und grün leuchtender Laternen an Straßenfuhrwerken.
(11474ds
Darmſtadt, den 21. Mai 1913.
Darmſtadt, den 25. März 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Großherzogliches
Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
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Donnerstag, den 22. Mai 1913, nachm. 4 Uhr,
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(11463
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abends bei mir einreichen.
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Darmſtadt, den 16. Mai 1913.
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(11455
Darmſtadt, den 21. Mai 1913.
lieferung” ſind im Geſchäftszimmer des Proviantamts vor Beginn
ner= und Beizarbeiten ſollen ver=
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dungen werden.
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vermute ich, Ihre nachdenklichen Nächte dürften ſich
Und nun meine Antwort auf die Frage, die Sie mir
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die Folgezeit noch ſo manches mal wiederholen!
Es waren zwei Königskinder.
geſtern vorlegten:
Montag nachmittag iſt Exzellenz von E. nebſt Toch=
Roman von Guido Kreutzer.
ter zu Beſuch bei Ihrem Herrn Vater. Ich werde mich
Bitte, gib mir doch noch mal den Brief, Markus; ich
(Nachdruck verboten.)
19)
anſchließen; einer Einladung zufolge, die ſchon mehrfach
habe ihn vorher nur flüchtig geleſen! bat der Erbprinz,
Fräulein von Eckwarden hat ſich für heuk nachmittag
an mich ergangen iſt. In Bronkow mag dann
meinet=
als er mit ſeinem Adjutanten am nächſten Vormittag, den
angeſagt; wir muſizieren öfters gemeinſam. Vielleicht
wegen das Zuſammentreffen ſtattfinden. Dies iſt das
Lakaien zehn Pferdelängen hinter ſich, durch den
Hoch=
daß ich offen zu ihr bin. Sie iſt eine durchaus vornehme
weiteſte Entgegenkommen, das ich gewähren kann. Die
wald zur Eliſenhöhe hinaufritt, wo die Herren bei ſon
Natur, wie man ſie ſelten trifft; das macht wohl der Ein
äußere Form zu finden, überlaſſe ich Ihnen; ich denke,
nigen Tagen öfters einen Imbiß einzunehmen pflegten.
fluß ihres Vaters und der Prinzeſſin Amalie,
man wird in der „Gegenpartei” Scharfſinn genug auf=
Das flüchtige Leſen heut morgen hatte faſt eine
Sie, Markus, und Karla — ihr beide gehört zu der
bringen
Viertelſtunde in Anſpruch genommen und ſeit der Zeit
wenigen Menſchen, die mir bisher etwas galten
Antwort erübrigt ſich wohl. Inzwiſchen viele Grüße
ſprachen ſie überhaupt von nichts anderem!
O, Karla Eckwarden! ſagte der Oberleutnant Graf
von Ihrer H. U.
Aber der Küraſſier blieb trotzdem ganz ernſt und
Hortenbrügg ſcharf; und zuckender Hohn umſpielte ſeinen
langte aus ſeinem Portefeuille bereitwillig das ſchmale
Der Erbprinz atmete tief auf; ſteckte den Brief ſorg=
Mund. Ein Menſchlein, daß in äußeren Formen und
graue Kuvert hervor
fältig in die Enveloppe zurück und reichte ihn zögernd
kleinlicher Arroganz erſtarrt iſt. Da werden Sie vergebens
Bitte ſchön; es iſt ja nicht allzuviel
ſeinem Adjutanten hinüber. Es ſchien ihm ſchwer zu
nach Verſtändnis ſuchen.
werden.
Albrecht Georg ließ ſeinen Schweißfuchs in Schritt
Hella Uttenreut trat abweiſend einen Schritt zurück
Für Dein wahrhaft hochherziges Eintreten habe ich
fallen und ſtreifte die Zügel über den Arm. Dann über
Das war ein häßlicher Ton, Markus! Wo haben
Dir ja ſchon vorhin gedankt, Markus. Es iſt ja nun ſo=
Sie die raſchen Urteile gelernt?
flog er noch einmal die wenigen langgezogenen Zeilen,
weit alles glücklich geordnet; nur den Paſſus mit dem
Er verneigte ſich mit fataler Ironie
Lieber Markus,
Spezialfall Karla Eckwarden verſtehe ich noch nicht.
Bei eben derſelben Dame, auf die Sie ſich bezogen!
wir ſind geſtern vor lauter Erzählen nicht zum
Ich auch nicht! beruhigte der Oberleutnant trocken.
Und die Diva darauf nach langem Schweigen wie
Muſizieren gekommen; aber ich darf Ihnen nunmehr auch
aus tiefem Sinnen heraus:
Schweigen. Die Pferde trabten wieder an. Ganz in
mit vollſter Beſtimmtheit wiederholen, daß Sie im Spe=
Sehen Sie, mein Freund — jetzt kenne ich alſo auck
Nähe ſchnarrte eine Rohrdommel.
der
zialfall K. v. E, ein ſehr, ſehr ſchlechter Menſchenkenner
die Frau, die Ihnen das Nachdenken beigebracht hat!
Findeſt Du den Brief nicht etwas
ſind. Vielleicht werden Sie mir das ſpäter mal
zuge=
etwas
4 „ 1
Und als er ſie betroffen muſterte, vollendete ſie mit
ſtehen. Es gibt für einen Mann zwei Leidenſchaften, die
reſerviert?
wiederkehrendem Lächeln:
Ja, lieber Albrecht Georg, der Küraſſier dehnte den
ihm in der Beurteilung einer Frau den klaren Blic
Im übrigen ſind Sie ein ſchlechter Pſychologe.
Namen ungebührlich; eine Frau wie Hella Uttenreut
er=
trüben können — Haß und Liebe! Wählen Sie aus, was
Das
werden Sie mir vielleicht zugeben, wenn Sie morgen
ringen, heißt doch — ſie erobern; Schritt für Schritt
Ter=
von beiden Ihnen ſympathiſcher iſt; Sie ſelbſt müſſen es
rüh meine Antwort in Händen haben. Und außerdem
ja ſchließlich am beſten wiſſen!
rain gewinnen. Ganz egal, ob Du der Erbprinz von
Nummer 117.
Tagblatt, Donnerstag, den 22. Mai 1913.
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Rotthauſen oder der Kaiſer von Indien oder der Groß=
Rotthauſener Generalanzeiger vor einigen Tagen über
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kootz von Klein=Pankow biſt. Gottesgnadentum ver
die Bierbaum=Premiere gebracht hatte und deren Schluß=
In all den Jahren ihrer Tätigkeit als lady patroness
ängt da nicht. Es gibt nur perſönliche Neigung
paſſus alſo lautete:
des Bronkower Herrenhauſes hatte Fräulein Torgelow
Ein Lächeln überflog das ernſte Geſicht des
Thron=
nur verſchwindend wenig Gelegenheit gefunden, die in ihr
Die ganze Komödie ſteht und fällt mit der Rolle der
folgers
ſchlummernden repräſentativen Talente zu entwickeln.
Sinaida Fräulein Uttenreut, unſer neuer Stern, verkör=
In Wahrheit mißbrauchen wir ja die Ahnungsloſig=
— an Beſuchern fehlte es weiß Gott nicht. Aber
Zwar
perte dieſe tragiſche Mädchengeſtalt mit einem Realismus,
keit Deines Vaters ganz ſchmählich, wenn wir Montag
was war das ſchon? Entweder irgend eine Hofcharge
der erſchreckte und zugleich entzückte. In dieſer jungen
nachmittag auf unſerm Spazierritt zufällig nach
Bron=
aus Rotthauſen, die furchtbar geheimnisvoll und diplo
Künſtlerin ſtehen wir einem ungewöhnlichen Talent
kow mit heranreiten, nur um ihm guten Tag zu ſagen
natiſch tat und mit dem Hausherrn hinter verſchloſſenen
gegenüber; nur wird es Pflicht einer umſichtigen Inten=
Ich denke, er hat Dich erſt am letzten Donnerstag in
Türen verhandelte oder ein benachbarter Agrarier, der
anz ſein, dieſer großen Begabung auch große Aufgaben
Monrepos gebeten, ihm gütigſt Gelegenheit zu geben, Dir
durch alle Schweinekoben kroch und im Kuhſtall ſo hitzig
zu bieten, dabei jedoch ſtets zu bedenken, daß ein Zuviel
mal unſer Beſitztum zeigen zu dürfen. Weshalb willſt
mit dem Oberſchweizer parlamentierte, als gäbe es auf
gleiches Unheil anzurichten vermag, wie ein Zuwenig.
Du dem alten Herrn denn partout nicht dieſes harmloſe
der ganzen Welt nicht Intereſſanteres wie Melaſſe und
Eins jedenfalls ſei an dieſer Stelle nochmals eindring=
Vergnügen gönnen?
Malzſchrot und Milchertrag.
lichſt betont — das ſpontane hinreißende Spiel unſerer
Ich will ja, Markus; ich will ſogar herzlich gern. Ich
Der Endeffekt jedenfalls war immer, daß die Herren
üngſten künſtleriſchen Attraktion läutete für die Hofbühne
hätte mich ſowieſo nächſter Tage mal angeſagt.
nach dem ſelbſtverſtändlich exzellenten Abendbrot der
den Frühling neuer Entwicklung ein. Möge dieſem Früh=
Und, abgeſehen davon, möchte ich mich bei Eckwarden
Dame Torgelow eine ſtumme Verbeugung machten und
ling ein ſegenſchwerer Sommer köſtlicher Reife und
eigentlich auch noch entſchuldigen. Du weißt, wegen
unſe=
verſchwanden
Ernte folgen.
res plötzlichen Aufbruchs aus der Bierbaum=Premiere
Da alſo waren für ihr heimlich geführtes, rotſaffian=
Schön geſagt war das; überwältigend ſchön! Dieſer
Da hätte ich ja am Montag gleich die beſte Gelegenheit
gebundenes Tagebuch keine Senſationen zu ergattern.
Kritiker, der ſolche Worte fand, mußte ſelbſt ein Dichter
dazu
Aber am heutigen Montag nachmittag ſchien endlich
ſein! Im erſten Feuer der Begeiſterung hatte die
Na alſo! ſagte der Oberleutnant Graf Hortenbrügg
der erlöſende Blitzſtrahl nieder zu ſchmettern und die
honourable mistress Torgelow mit ihm eigentlich eine
mit ſarkaſtiſchem Lachen. Zwei Gründe auf einmal; und
dumpfe Stickluft des tötenden Einerlei zu reinigen
anonyme Korreſpondenz unter Chiffre anfangen wollen;
beide gleichermaßen zwingend. Demnach iſt der Montag
den Intendanten umwitterte Theaterluft; ſeine
Toch=
doch Erwägungen mit unverkennbar moraliſchem
Ein=
nachmittag für uns nicht etwa dem Vergnügen, ſondern
ter die von myſteriöſen politiſchen Intrigen geſchwängerte
chlag brachten ſie davon ſchließlich wieder ab. So
be=
der Erfüllung ernſter Pflichten gewidmet. Und von
Atmoſphäre des Schloſſes Monrepos; und die Dritte im
gnügte ſie ſich, die Kritik auszuſchneiden und in ihr
Tage=
denen darf uns ſelbſt die Gegenwart Fräulein Hella
-
Bunde
dieſes Fräulein Uttenreut, nach der ſich alle
buch einzukleben, womit ſie für ſpätere Jahre der Ein=
Uttenreuts nicht zurückhalten
ffiziere des Leibregiments die Hälſe ausrecken ſollten
ſamkeit und des Alters ihre ehemaligen traulichen
Be=
na überhaupt!
In demſelben Augenblick gab der Erbprinz ſeinem
.
ziehungen zur Kunſt ſchwarz auf weiß feſtlegte,
Schweißfuchs die Sporen und ſchoß davon. Der Küraſ=
Fräulein Torgelow ſeufzte tief und erwartungsbang
ſier hatte Mühe, ihm zu folgen. Aber während er
auf, während ſie die Taille ihres ſchwärzeſten Staats
(Fortſetzung folgt.)
pleine carriere die Eliſenhöhe hinauffegte, hatte ſich ein
kleides über der ſanften Bruſt zuknöpfte. Und mit ſtupen
ganz fataler Zug in dem hageren Geſicht eingeniſtet.
dem Gedankenhuvf kam ſie wieder auf die Kritik, die der
Nummer 117.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 22. Mai 1913.
Seite 15.
und Mörtel” wurde von dem Vortragenden
beſonder=
das Großherzogtum Heſſen ſoll nach Hannover
darauf hingewieſen: auf gute und fehlerhafte Betonmiſch
und Oldenburg führen. Den Teilnehmern iſt hier Ge
arbeit und auf unwirtſchaftliche reſp. wirtſchaftliche
Zu=
legenheit geben, hervorragende Ackerbauwirtſchaften und
ſammenſetzung der Zuſchlagsmaterialien. Speziell übe
bäuerliche Güter mit elektriſchem Betrieb, ſowie die in
dieſes Gebiet wurden einige lehrreiche Tabellen den
dieſen beiden Gegenden hervorragende Viehzucht eingehen=
Hörern zugänglich gemacht. Der Vortragende gab dann
der kennen zu lernen. Beſonders ſollen in Hannover und
ferner einen Ueberblick über die Miſch= und Stampfarbei
Oldenburg in einigen der wichtigſten Zuchtgebieten die
ten, wobei er auch die hauptſächlichſten Typen der Miſch=
Verhältniſſe in der Schweinezucht ſtudiert werden.
It.
maſchinen, ſowie der Stampferapparate in Wort und Bild
Oldenburg bietet ſich Gelegenheit, außerdem das Gebiet
vorführte.
der Weſermarſch mit ihren hochſtehenden Rindvieh= und
Ein beſonderer Abſchnitt wurde dann noch gewidmet
Pferdezuchten zu bereiſen, und ein kleiner Abſtecher in die
dem Kapitel „Waſſerdichter Mörtel”, da ſpeziell
Oldenburgiſchen Moorkolonien ſoll den heſſiſchen
Landwir=
über dieſes Gebiet im großen Publikum noch
Unklarhei=
ten einen Einblick in die Koloniſation der Moore geben
herrſcht. Im zweiten Teil ſeines umfangreichen Vortra
Wenn möglich, wird die Reiſe in Wilhelmshaven enden
ges gab Redner dann an Hand von zahlreichen Lichtbil
Den Landwirten, welche Intereſſe an der Förderung ihrer
dern einen Ueberblick über die geſamte Zementanwend=
Viehzucht, beſonders der Schweinezucht, haben, iſt hier
ung. Er zeigte in einer Serie von aufeinanderfolgenden
Gelegenheit gegeben, ihre Kenntniſſe und Erfahrungen zu
Bildern, wie ein ganzes Haus aus Beton hergeſtellt wird
erweitern. Die Landwirtſchaftskammer Darmſtadt, Rhein
land
einſchließlich der Eiſenbetondecken und der Dachbedeckung
ſtraße 34, erteilt nähere Auskunft
mit Zementdachſteinen, ſowie geſchmackvoller
Betonein=
friedigungen für den Garten, Betonornamenten uſw. Die
Goid
ungeheure Vielſeitigkeit des Betons wurde ferner zum
&a&
Sport, Spiel und Turnen.
Ausdruck gebracht durch wohlgelungene Photographien
sr. Pferde=Rennen. Journaliſte, Sieger
in
über alle Gebiete des Hoch= und Tiefbaues. Außerdem
SRLIIS 3 CIGRREIIE H
der 20. Berliner Internationalen
Steeple=
wurden hübſche Eiſenbetonbrücken von monumentaler
Chaſe. Poſeidon=Hürden=Rennen; 4500 Mark, Diſtanz
Schönheit, Fabrikbauten und Warenhäuſer, bei welchen
Slozell=
28
3000 Meter. 1. Hrn. H. v. Tresckows Seehund (B. Streit)
82
beſonders die Feuerſicherheit des unvergleichlichen Bau
2. Oben Hinaus (Printen), 3. Quartus (Sandow). Tot,
ſtoffes, ſowie die kurze erforderliche Bauzeit hervorge
Eſeöta
44:10. Pl. 17. 14:10. Unpl.: Die Letzte (4), Schönbrunn,
hoben wurden, gezeigt. Ferner verſchiedene wohlgelun=
Omama. Ueberlegen ½—2 Lg.
—
Preis von Bamberg;
gene Aufnahmen von einem großen Sammelkanal für eine
II,11445.
Ehrenpreis und 3000 Mark. Diſtanz 3400 Meter: 1. Rittm.
mittelgroße Stadt, Bilder über die Anwendung von
v. Bachmayrs und Lt. Prinz Ratibors Venezia (Lt. von
Beton und Eiſenbeton zu den verſchiedenen Gründungs=
Bachmayc), 2. Melton Pet (Lt. v. Röder), 3. Erzherzogin
Vorträge.
ſyſtemen. Eine beſondere Bedeutung hat auch der Eiſen
(Lt. F. v. Zobeltitz). Tot. 33:10. Pl. Landesvater, Red
beton bereits erlangt in ſeiner Verwendung für Eiſen
Am 18. Dezember v. J. und am 20. Mai hielt
Clover. Leicht 2—8—3 Lg. — Preis von Drenſteinfurt:
bahnzwecke. Da ſahen wir verſchiedene Eiſenbeton
Herr Direktor Faber der Auskunftsſtelle für Zement
6000 Mark, Diſtanz 4200 Meter. 1. Herrn H. v. Tresckow
ſchwellen, Eiſenbetonmaſten für Starkſtromleitungen un
Verarbeitung Heidelberg je einen 1½ſtündigen Vortrag
Luchs (B. Streit); 2. La Turbie (H. Teichmann); 3. Maas=
Bogenlampenlicht; ferner Bahnſteig= und Wagenhaller
über Zementfabrikation,
Zementunter=
lieb (Sandow). Tot. 21:10. Pl. 12, 13:10. Unpl.: Wald=
und Lokomotivſchuppen aus Beton; weiter Waſſerreſer
ſuchung und Zementanwendung in der Aula
traut (4), Inſtructor. Sicher ½—4—5 Lg. — Zwanzigſte
voire und Waſſertürme. Welch wunderbare monumental
der Großh. Baugewerkſchule zu Darmſtadt
Berliner Internationale Steeple=Chaſe. Ehrenpreis und
Wirkungen ſich in der Betonbauweiſe erzielen laſſen, da
Die beiden Vorträge ergänzten ſich in der Weiſe, daß in
33000 Mark, Diſtanz 5000 Meter. 1. Monſ. Fiſchhofs
von konnte man eine Vorſtellung gewinnen durch die
Wie=
dem erſten Vortrag eingehender die Zementfabrikation
Journaliſte (Comte de Villeneuve); 2. Chanoine (Lt. Frei
dergabe des Deutſchen Muſeums in München, deſſen
Roh=
geſchildert wurde, während der zweite Vortrag mehr die
herr v. Berchem); 3. Glen, Morgan (Lt. v. Egan=Krieger)
bau allein über 20 Millionen Mark gekoſtet hat, ſowie des
Zementanwendung behandelte. Beide Male war der
Tot. 93:10. Pl. 39, 33, 36:10. Unpl.: Highländer (4), The
Völkerſchlachtdenkmals bei Leipzig, zu dem zirka 120000
große Saal in der Aula bis auf den letzten Platz gefüll
Gun (5), Onvide (6), Thus lieber (7), Fair King (9), Hihg
Kubikmeter Beton verwandt worden ſind. Für den Fach
und die zahlreichen Lichtbilder des Vortrages — im gan
bridge (9), Turandot (gef.), Pilis (gef.). Ueberlegen 4 bis
mann waren noch beſonders intereſſant auch die
konſtruk=
zen zirka 250 Stück — kamen voll zur Geltung. Der Vor=
10—1½—4 Lg. — Fantasca=Rennen. 4000 Mark, Diſtan
tiven und bildlichen Darſtellungen verſchiedener
Decken=
tragende führte aus, wie in den Steinbrüchen das Roh=
3200 Meter. 1. Oberſtlt. v. Reitzenſteins Durch (B. Streit)
ſyſteme aus Eiſenbeton, wobei beſonders die abſolute
material für den Zement, Kalkſtein und Ton gewonnen
2. Conſtantin (E. Weber); 3. Raubgeſell (Wurſt). Tot.
Feuerſicherheit, ſowie Schall= und Wärme=Iſolierfähigkei
wird, wie es in den verſchiedenſten Brechmaſchinen und
18:10. Pl. 12, 15.10. Unpl.: Droma (4), Haſtings (angeh.)
hervorzuheben wären. Schließlich wurden von dem Vor=
Mahlapparaten zu feinem Mehl, dem Rohmehl, verar
Kampf Hals-6—2 Lg. —
Lankwitzer Jagd=Rennen. Ehren
tragenden noch verſchiedene Modelle und ausgeführte
beitet wird und entſprechend der erforderlichen chemiſcher
preis. 3200 Mark, Diſtanz 4200 Meter. 1. Rittmetſter A
Werkſtücke von Betonwaren gezeigt, die ebenfalls lebhaf=
Zuſammenſetzung auf das innigſte gemiſcht wird. Dieſes
Böklins Hilarion II (Hr. Purgold); 2. Quids (Lt. Grai
tes Intereſſe erregten. Die verſtändlichen Ausführungen
Rohmehl muß dann im zweiten Teil des Fabrikations
Holck); 3. Jeſſonda (Lt. v. Egan=Krieger). Tot. 80:10. Pl
des Redners gaben ſo in großen Zügen ein Bild über
prozeſſes, im Brennprozeß, in beſonderen Oefen gebrann=
27, 28, 27110. Unpl.: The Sinner (4), Vorwärts II,
Farm=
die geſamte Zementanwendung, und ſie dürften bei jedem
werden. Das gebrannte Material wird nun wiederum in
ley, Shillelah, Street Arab (gef.) Kiriquette (angeh.),
Hörer den Eindruck hinterlaſſen haben, daß der
Beton=
großen Silos aufgeſpeichert und dann dem dritten Pro
Ejjel Nappal (gef.). Sicher 1½—2—1½ Lg.
und Eiſenbetonbauweiſe noch eine große Zukunft
bevor=
zeß, dem Zementmahlprozeß unterzogen, wobei die für
ſtehe und daß es kaum eine Konſtruktion, ſei es auf den
den Zement vorgeſchriebene Feinheit erzielt werden muß
Gewerbe=Bibliothel u. Vorbilderſamm=
Gebiete des Hoch= oder Tiefbaues, gibt, die nicht mit Er=
Von beſonderem Intereſſe war auch die Darſtellung der
lung. Der Leſeſaal iſt geöffnet: an allen
Wochen=
olg unter Wahrung aller künſtleriſchen Geſichtspunkte in
verſchiedenen Zementunterſuchungen, die zum Teil durch
tagen von 8½—12½ u. 3—5½ Uhr (Samstag=Mittag.
der Beton= oder Eiſenbetonbauweiſe bewältigt werder
kinematographiſche Vorführungen illuſtriert wurde.
Ge=
ausgenommen). —
Leſeabende: Dienstags und
Frei=
könnte.
rade dieſe Vorführungen waren dazu angetan, ein noch
tags, abends von 8—10 Uhr
hie und da vorhandenes Vorurteil gegen die Verwend=
Kunſthalle am Rheintor, geöffnet Werktags von
ung des Zementes zu beſeitigen, und ſie brachten dem
11—4 und Sonntags von 10—4 Uhr.
Landwirtſchaftliches.
Zuhörer die Ueberzeugung bei, daß ein derartig ſorg=
Verkehrs=Verein: öffentliches Verkehrsbureate
fältig hergeſtelltes und unterſuchtes Material nur gute
Die diesjährige landwirtſchaftliche Stu=
Ernſt
Ludwigsplatz
(Zentrale der elektriſchen
Eigenſchaften haben könne. In dem Abſchnitt „Beton
dienreiſe der Landwirtſchaftskammer
für
Straßenbahn). Auskünfte jeder Art.
Vergessen Sie nie
dass jeder Herr in der Parfüm-Wahl äusserst vorsichtig sein
muss, denn viele Parfüms verbinden sich mit dem Geruch von
Zigarrenrauch zu unangenehmer Mischung. Eau de
Cologne schliesst jedes Bedenken aus, wird Niemandem
lästig, belebt und regt die Nerventätigkeit an durch seine
aromatischen Qualitäten, *4711% ist das Parfüm
Margarine
des diskret-eleganten Herrn.
Man bediene sich nur derr
vollwerfigsterErsatz
(Eingetragene Schutzmarke —
Blau-
für Feine
Gold-Etikette) k
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3
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Seite 16.
Nummer 117.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 22. Mai 1913.
Heusserst günstige Kaufgelegenheit
für Ausstattungen
für Restaurateure
für Haushaltungen
Infolge Separation einer der größten süddeutschen Engros-
Firmen der Weißwarenbranche, haben wir untenstehende
große Warenposten äußerst preiswert erworben,
bestehend in:
und Reinleinen,
Bettdamaste, Hemdentuche, 160 cm breit Halb-
Handtücher.
Croise, Tafellücher, Tischtücher, Servietten und
Der Verkauf beginnt
Donnerstag, 22. Mai
Weiße Bettdamaste 130 und 160 cm breit
Bett-Damaste 130 cm breit, gute glanzreiche Ware . . . . . . . . . . Meter 68 ₰
Meter 85 ₰
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Bett-Damaste 130 cm breit, solide Qualität .
Ware,
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Bett-Damaste
Meter 1.45 1.65
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Bett-Damaste 160 cm breit, Ia Qualitäten, in hervorragend schöner Auswahl, Meter 1.50
großer Posten
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Ia Bettuch-Halbleinen
Meter 20, 35 ₰
Ausrüstung
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ca. 160 cm breit, Ia Qual., Mtr. 1.20
reinleinene Tischtücher
Posten Croisé, erstkl. Ware,
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la Bettuch-Halbleinen
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reinleinene Tafeltücher
ca. 160 cm breit, vorzüg-
1 Posten Handtuchstoffe,
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liche Ware
Meter 1.36,
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Meter 15 ₰
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160, 225, 280 und 330 cm groß
Bettuch-Reinleinen
zu ganz horrend billigen
Post. Ia hlleinen Gerstenkorn- 96
Preisen.
Meter 38 ₰
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Handtuchstoff .
„ „
4 Posten la Hemdentuche
in stark- und feinfädiger Ware, bedeutend unter Preis
SRhlk 1 25 ₰
SEEIE II 36 ₰ SREIE III 46 ₰
SEREE IV 54 ₰
11443
eu. 160 ₰
ca. 150 cm
cm breit
Bettuch-Cretonne
Bettuch-Dowlas br., Meter 68 ₰ 88 ₰
(8,95 ₰
Meter
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leicht angestaubte Damenwäsche teils zur Hälfte des regulären Wertes zum Angebot.
Auf Badewäsche gewähren wir während dieses Verkaufes 10% Rabatt.
Inzer Warenhaus
Markt 7
Guggenheim & Marx
Markt 7.
eeee
1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
213 1.
Damerstag, 2. Maſ.
1913.
u e
Rubla
Als Vertreter des Generalſuperintendenten der
Rhein=
men, von wo aus am Mittwoch morgen der Marſch über
Zahn-Crême
provinz, Klingemann, legte Herr Pfarrer Hauc
dar,
die „Hohe Sonne” nach Eiſenach angetreten wurde. Der
daß es gerade die evangeliſche Kirche ſei, die werktätige
Einzug in die Feſtſtadt, die Feier am Lutherdenkmal der
fe
Mithilfe bei den Beſtrebungen des Vereins leiſte. So
Feſtzug zur Wartburg mit 22 Fahnen, die Feier im
Wart=
überbringe er den Gruß der Kirche als Ausdruck treuer
burghof, bei der der Präſes des Vororts Göttingen,
I
Geſinnungsgemeinſchaft. Sodann ſprachen ein Vertreter
stud. med. Schröder, die Feſtrede hielt, boten herrliche
aeeeee
des Alldeutſchen Verbandes, des Vereins für deutſche
Bilder ſtudentiſchen Glanzes. Die auf den Konventen ge=
Mundwasser
Kunſt im Auslande, der evangeliſchen Geſellſchaft für die
pflogenen Verhandlungen machten die Tagung zu einer
proteſtantiſchen Deutſchen in Amerika und vom Schulverein
für den Wingolf ſehr bedeutſamen. Auf der „Beſprechung
in Brüſſel. Zum Schluſſe meldete ſich der Vertreter des
wingolfitiſcher Angelegenheiten”
hielt Studiendirektor
Deutſchen Bundes, Herr Fabrikant Neuhaus, und der Ge=
Schafft (Bonn) das Hauptreferat über das Thema „Der
Kongreſſe und Verbandstage.
ſchäftsführer der Vereinigung für den rheiniſch=weſtfäli=
Wingolf und die chriſtlichen Beſtrebungen in der Studen=
Der Verein für das Deutſchtum im
ſchen Induſtriebezirk, Herr Dr. Speding, zum Wort und
tenſchaft” in dem er die Stellung des Wingolfs zur Chriſt=
Auslande
betonten, daß die Körperſchaften, als deren Vertreter ſie
lichen Studentenvereinigung, zum Schwarzburgbund und
heute erſchienen ſeien, dem Verein ſympathiſch
gegenüber=
hielt ſeine Hauptverſammlung in Duisburg ab. Die
zu den katholiſchen Verbindungen ſcharf umriß. Die Kon=
Exzellenz
vente des „Verbandes alter Wingolfiten”.
geſchäftlichen Verhandlungen begannen mit einer
Sitz=
ſtänden und ſtets zur Mithilfe bereit ſeien.
die Pfarrer
ung des Vertretertages in der ſtädtiſchen Tonhalle. Der
Winkler (Berlin) leitete, wie die der Aktivitas befaßten
von Hentig dankte jedem einzelnen der Redner im Namen
ſich beſonders mit Verhandlungen über eine von D. Waitz
des Vereins.
Generalſekretär des Vereins, Herr Geiſer, erſtattete den
(Darmſtadt) in Angriff genommene „Geſchichte der Win=
Der Vorſitzende gab ſodann einen kurzen Jahres=
Jahresbericht, der zunächſt die Lage des
Ausland=
golfsverbindungen‟
und den Ausbau
überblick. Der Verein geht vorwärts. In den letzten 7
deutſchtums im Jahre 1912 behandelte. Er beſprach das
der „Wingolfs=
Blätter‟. Tiefen Eindruck machte die von Privatdozent
Jahren hat er an 17000 Mitgliedern zugenommen. Es
Deutſchtum in Oeſtereich=Ungarn, Rußland, der Schweiz,
Liz. Heinzelmann (Göttingen) bei der „ernſten Feier”
gibt aber außerordentlich viele ſtille Freunde des Ver=
Belgien, den Niederlanden, Südafrika, Auſtralien,
Argen=
im Walde gehaltene Anſprache.
eins, das zeigen die Stiftungen, die häufig von
Nicht=
tinien, Chile, Braſilien, den Vereinigten Staaten von
mitgliedern gemacht werden. Jeder Deutſche ſollte mit=
Amerika, Kanada, China, Japan uſw. Der zweite Teil
arbeiten, ſollte nichts ſcheuen, mitzuwirken, das nationale
des Berichtes behandelte die Unterſtützungsarbeit des
Gewinnanszug
Hierauf hielt
-,
Bewußtſein des Deutſchen zu ſtärken.
Vereins im Jahre 1912. Den Sudetenländern wurden
der
Herr Dr. Metz einen Vortrag über Braſilien, ſeine
volks=
für Unterſtützungen 52378 Mark, für Galizien 13 103
wirtſchaftliche Bedeutung für die deutſche Induſtrie. Es
Mark, für Tirol 20859 Mark, für die ſüdöſtlichen öſter=
2. Prenßiſch-Süddentſchen
erfolgt zum Schluß die Verleſung der Beſchlüſſe des
reichiſchen Alpenländer 8294 Mark, für Bosnien 10831
(228. Königlich Prenßiſchen) Flaſſenlotterie
geſtrigen Vertretertages durch den Herrn Generalſekretär
Mark, für die Unterſtützung des Deutſchtums in anderen
5. Klaſſe 9. Ziehungstag 20. Mai 1913
Dr. Schreiner.
europäiſchen Ländern (Belgien, Venlo) 8667 Mark, für
Zu Ehren der Haupttagung des Vereins fand abends
Britiſch=Südafrika, Süd= und Mittelamerika, die Ver=
Aut ſede gezenene Annner ſud wei gleich bohe Gereimne
großen Saale der Tonhalle ein Feſtabend ſtatt.
einigten Staaten von Nordamerika und Kanada 48 747
im
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen 1 und II.
der den Teilnehmern an der Tagung, wie auch Nicht=
Mark verausgabt. Die Zahl der Ortsgruppen
mitgliedern des Vereins eine Reihe künſtleriſcher
Dar=
des Vereins ſtieg bis zum Erſcheinen des Berichtes
(Ohn Gewühr ul. St.ul. ſ. Z3
(Rachdruk verdoten)
von 339 im Vorjahre auf 366 (* 27). Der Löſchung von
bietungen beſcherte.
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
einer Ortsgruppe ſtand die Neugründung von 28 Orts
240
Mk. gezogen:
Hauptverſammlung des Reichsverbandes
gruppen gegenüber. Die Zahl der Städte und Gemein=
2 Gewinne zu 50 000 Mk. 13704
deutſcher Städte
den, die dem Hauptvorſtande des Vereins Beiträge zu=
6 Gewinne zu 5000 Mk. 21530 85836 86398
wandten, betrug im Berichtsjahre 224. Außerdem erhal=
Berlin, 20. Mai. In der heutigen zweiten und
62 Gewinne
zu 3000 Mk. 9943 37472 51338 53406
ten die Landesverbände und Ortsgruppen noch von
wei=
letzten Sitzung des Reichsverbandes der dent=
73657 78616
101999 115274 118817 126104 126136
teren 53 Städten und Gemeinden beſondere
Zuwendun=
ſchen Städte referierte zunächſt Stadtrat Laue (Zop=
127351 132975 137700 139643 139987 142929 144318
gen. Die Geſamtmitgliederzahl des Vereins ſtieg von
pot) über das Thema Beſchaffung zweiter Hypotheken
145953 146843 152338 161658 164207 175472 178095
48 210 auf 52087. Der Verein hatte demnach einen
Zu=
mit Hilfe der Gemeinden‟. Er bezeichnete die Errichtung
179127 179667 181202 184138 194238 215554
wachs von 3877 gegen einen ſolchen von 2938 im
Vor=
ſtädtiſcher Hypothekenanſtalten für zweite Hypotheken als
166 Gewinne zu 1000 Mk. 5555 5791 14923
16383
jahre zu verzeichnen. Die Geſamteingänge des
geeignetes Förderungsmittel des Kleinwohnungsbaues
18181 18863 19400 21497 23286 26780 29898
31250
Vereins bei der Hauptkaſſe, einſchließlich durchlaufen=
und empfahl, auf die Errichtung von Pfandbriefinſtituten
34675 36766 38156 386667 41581 45818
46469
51401
52039
der Beträge, bei den Landesverbänden und bei den
nach landwirtſchaftlichen Grundſätzen unter Mitbeteiligung
56622 56922 58560 63641. 64073 68510
83522
97281
90502
Ortsgruppen beliefen ſich im Berichtsjahre nach Abzug des
des Staates und der Provinzen hinzuarbeiten. Nach einer
92439 92799
96614
102358
105456
107568
107641 108758 110078
heim Jahresbeginn 1912 vorhandenen Kaſſenbeſtandes auf
kurzen Diskuſſion wurden die Ausführungen des Referen=
112187
112943
114619
117433
499820 Mark. Von den Einnahmen der Ortsgruppen
123725 125301
1222s
ten zur Kenntnis genommen und beſchloſſen, das Material
126420
128501
126381
12990
130405
131934 132307
137643
wurden ſatzungsgemäß den Landesverbänden 39435
den zuſtändigen Behörden zu überweiſen. Im Anſchluß
138287
142403
149473
155461
154127
156293
163116
104705
Mark, dem Hauptvorſtand 40 191 Mark überwieſen. Die
hieran erſtattete Bürgermeiſter Dr Belian (Eilenburg)
164785
165216
1.72798
165319
17074a
194090
20615a
unmittelbaren Einnahmen des Hauptvorſtandes, die ſich
196241
ein umfaſſendes Referat über das „Monopol der gro=
208037
208243
209692
218729
210676
Er forderte,
220515
222327
aus den Beiträgen der bei ihm angeſchloſſenen
Mitglie=
ßen Elektrizitätsgeſellſchaften”.
224025
22a496 226273
228064
23303
229916
der, aus Spenden, Stiftungen, Zinſen und den Einah.
daß überall da, wo die Errichtung eigener Werke unwirt=
Gewinne
200
zu 500
Mt.
159
5688
4611.
ſchaftlich iſt, die Städte Stromlieferungsverträge
abſchlie=
men der Vertriebsabteilung zuſammenſetzen, beliefen ſich
3383 6536 10150
17445
13013 16957
23170
18407
ßen, die Unterteilung aber ſelbſt in die Hand nehmen
auf 155 246 Mark. Die Summe der insgeſamt zur Ver=
25308
25470
27642.
29935 30052
33843
31317
31508
ſollen. Reich und Bundesſtaaten ſollten elektrotechniſch
teilung gelangten Unterſtützungen betrug 227253 Mark
33964 35094 35431
39041 39
43167
3367
42606
vorgebildete Sachverſtändige in ihren
Beanſtenorganis=
gegen 226 326 Mark im Vorjahre.
44978 49139
51171 51165 53871
5002
S7251.
56169
mus aufnehmen, um geeignete Berater zur Hand zu haben;
Im Anſchluß an den Geſchäftsbericht kamen umfang=
62071
64479
65892 66256
71421
72276
61501
für
Preußen ſolle eine Verſuchs= und Prüfungsanſtalt
reiche Anträge zur Erörterung, die die Schaffung
91919
95772
98864 102010
102074
197151
103778
Elektrizitätsverſorgung errichten, ferner ſolle allen
Bun=
einer neuen Satzung für den Verein bezweckten.
108124
10607a
110304
115295
118063
116063
113264
desſtaaten das Recht der Konzeſſionierung von Elektrizi=
Sie wurden nach eingehender Erörterung einem Aus=
119190
119429
119033
1207
12015
134545
131278
tätsunternehmungen verliehen werden und die Staaten
ſchuß überwieſen, jedoch wurde ſchon jetzt beſchloſſen, den
135006
141067
136680
14375.
145115
146543
146653
mehr als bisher die Elektrizitätsverſorgungsfrage in die
vom Vertretertag zu wählenden Vorſtand des Ver=
147816
148694
147842
159742
152134
152a27
162124
Hand nehmen. Der Reichsverband möge die Wünſche in
eins, der bisher aus 6 Mitgliedern beſtand, auf 12 zu er=
164333
165289
173570
175310
177690
180592
17307
eingehend begründeten Eingaben den einzelnen Regier=
183720
186
höhen. Es wurden einſtimmig wiedergewählt die Her=
188341
194640
188387
195767
199794
201239
ungen unterbreiten. — In der Diskuſſion wurde all=
205886
ren Staatsminiſter z. D. Dr. von Hentig als Vorſitzen=
205250
205765
217269
213563
215477
gemein über die unumſchränkte Herrſchaft der großen Elet=
217815
223290 228100 229640
der, Admiral Recke als ſtellvertretender Vorſitzender,
Pro=
trizitätskonzerne Klage geführt, denen die kleineren Städte
In
der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
feſſor Dr. Schwatlo als Schriftführer, Univerſitätspro=
240 Mk. gezogen:
direkt ausgeliefert ſeien. Den Ausführungen des
Referen=
feſſor Dr. Hoeniger als ſtellvertretender Schriftführer,
4 Gewinne zu 5000 Mk.
ten wurde ſchließlich einſtimmig beigetreten. — Das Mit=
171966
67899
Bankdirektor Dr. Solmſſen als Schatzmeiſter und Kauf=
72 Gewinne zu 3000 Mk. 70
glied der Königlichen Landesanſtalt für Waſſerhygiene,
15728 20971 22048
3
mann W. Leitzen als ſtellvertretender Schatzmeiſter. Neu
27105 33472 38258 39664 50088 50517 58990 71500
Prof. Dr. Thieſing (Berlin-Dahlem), behandelte
ſo=
hinzugewählt wurden die Herren Direktor Korodi=Schöne=
784
7 84275 88729 96339 99661 100779 108519 108851
dann die „Waſſerverſorgung und Kanaliſation unter
Be=
berg bei Berlin, Oberlehrer Dr. Fritz Speier=Charlotten=
109929
114079 118246 120965 121832 140056 147940
rückſichtigung der Verhältniſſe der Städte unter 25000
burg und der Generalſekretär des Vereins, A. Geiſer=
154235 159816) 163424 164946 179291 215376 223577
Einwohnern”. Er forderte aus ſanitären Gründen, daß
Dr.
Berlin. Ferner von Nichtberlinern: Direktor
230892 233342
auch kleinere Gemeinden eigene Waſſerverſorgungsanlagen
Steinecke=Eſſen, Konſul Dr. Hermann Meyer=Leipzig und
132 Gewinne zu 1000 Mk. 211 309 1236 3402
errichten und vorkallem hygieniſche und techniſche, und erſt
Frau Profeſſor Lenz=Darmſtadt.
5095 9179 13255 14761 27759 28376 39533 50167
dannn wirtſchaftliche Momente in Frage kommen ſollten.
Eine freudige Ueberraſchung wurde dem Vertretertag
52102 57715 59264 60611 62436 68729 70414 75661
Die Ausführungen des Redners fanden allſeitigen
Bei=
dadurch bereitet, daß die Ortsgruppe Duisburg
77705 63365 85931 90915
104540 705951
120829
fall. Es wurde hierauf beſchloſſen, die nächſte Tagung
eine Spende von 3000 Mark für den Stipendienſonds
122712
123141 123218 130445
130588
130689
131307
wieder in Berlin abzuhalten.
des Vereins und weitere 500 Mark für die deutſche Volks=
131359
133267 133781 135245
141144
137582
186159
In einem längeren Vortrag beſprach ſodann
Bürger=
ſchule in Brüſſel dem Hauptvorſtande äls ihren Will=
153377
147162
160933 162078
178011
17a156
162466
meiſter Dr. Göbel (Reinerz i. Schl.) das Thema „Die
kommensgruß überreichte.
183688 188432
17957
189844
203012
195400
203755
Bauberatung in mittleren und kleineren Städten‟ Das
Die Hauptverſammlung eröffnete der Vor=
204273
206245 207068 208497
211855
213072
214092
letzte Referat der Tagesordnung betraf „Das
Schlacht=
ſitzende des Vereins, Exzellenz v. Hentig, indem er her=
216310
219646 223151 229529
haus der kleinen Städte‟. Der Referent, Stadtrat Maa=
5908
vorhob, daß von verſchiedenen Seiten Glückwünſche und
212 Gewinne zu 500 Mk.
3137 3712 4041
nus (Preuß.=Stargardt), betonte, daß der Bau eigener
9914 10678 13074 16410
*29916
Grüße dem tagenden Verein zugegangen ſeien. Darauf
19673
19053
18
(27
Schlachthöfe auch für kleine Gemeinden rentabel und ſani=
30833 34000 34498
42635
43266
43986
45532
ergriff Herr Oberbürgermeiſter Geh. Reg.=Rat Dr. Lehr
tär notwendig ſei. Solche Anlagen müßten unter allen
50117 50151 58598
59804 63683
69241
70147
66733
zu einer herzlichen Begrüßung das Wort; er dankte dem
Umſtänden von der Stadt ſelbſt gebaut werden; Eis= und
74620
753.
71195 73659
70767
79462.
78441
77568
Verein dafür, Duisburg zum diesjährigen Sitz ſeiner
Kühlanlagen, ſowie Badeanſtalten könnten damit verbun=
100593
83401 88605 89611 93760
98727
96972
Tagung gemacht zu haben. Gerade am Niederrhein ſei
10912s 10029s
den werden. Den Ausführungen wurde zugeſtimmt und
106059
129687
108686
129449
122607
für ſeine Beſtrebungen ein warmes Intereſſe anzutreffen.
148086
186006 13906
142202
135070
ſodann nach Erledigung einiger geſchäftlicher Angelegen=
135027
131130
Der Redner begrüßte ſodann den Verein als Vertreter
155965
149702
1.50387
150785
152196
153463
151285
heiten die Tagung geſchloſſen.
des „Deutſchen Flottenvereins” und namentlich des
157844
167083
167955
160175 10500
160138
166011
„Deutſchen Städtetages”. Beide Körverſchaften gehen
169955
131948
181935
1.77937
168545
172462 174077
Vom herrlichſten Frühlingswetter begünſtigt,
Hand in Hand mit den Beſtrebungen des Vereins. Er
189776
187584
184406 185117
183369
183693
185160
feierte der Wingolfsbund in Eiſenach in der
ſchloß mit dem Wunſche, daß die hieſige Tagung eine
21123a
191305
200514
190211
197341
193250 196292
Pfingſtwoche ſein 31. Wartburgfeſt. Die Zahl der
teil=
ſegensreiche ſein möge und die Teilnehmer ſich in Duis=
212585 213403 214555
219097
216236
216908
212113
nehmenden Philiſter und Aktiven betrug etwa 500.
burg wohl fühlen möchten. Hierauf überbrachte der Ver=
233905
233687
225790 228015 229102
222611
Die Aktiven fanden ſich am Dienstag, meiſt nach
mehr=
treter des Oberpräſidenten der Rheinprovinz dem
Ver=
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Nummer 117.
Zweite Kammer der Stände.
71 Sitzung
St. Darmſtadt, 21. Mai 1913.
Am. Regierungstiſche: Staatsminiſter Dr. v. Ewald
Exz., Finanzminiſter Dr. Braun, Exz., Miniſter des
In=
nern v. Hombergk zu Vach Exz., Geheimeräte Dr.
Becker, Hölzinger, Beſt, Geh. Oberfinanzrat Dr.
Rohde
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 10¼ Uhr
Das Haus tritt alsbald in die Tagesordnung ein. Zur
Regierungsvorlage betr. den
Automobilverkehr Weinheim-Tröſel
beantragt der Ausſchuß, die Kammer möge ſich mit der
Gewährung einer Staatsbeihilfe an die Geſellſchaft
Automobilverkehr Weinheim-Tröſel im Betrage von
jährlich 2500 Mark für die Rechnungsjahre 1912—16
zu Laſten der Verwaltungsüberſchüſſe einverſtanden
er=
klären
Finanzminiſter Dr. Braun Exz.: Ich möchte dem
Finanzausſchuß Dank ſagen für die raſche Erledigung der
Vorlage. Die Regierung iſt nicht ohne Bedenken an die
Ausarbeitung der Vorlage herangetreten. Es konnte zwei
felhaft erſcheinen, ob der Einbringung der Vorlage durd
die Regierung nicht Bedenken entgegenſtehen zu einer Zeit
da die Regierung mit der Ausarbeitung eines
allgemei=
nen Automobilverkehrsgeſetzes beſchäftigt iſt. Wenn man
trotz dieſer Bedenken alsbald an die Vorlage herantrat,
ſo hat das ſeinen Grund in einer Reihe von Umſtänden,
die die Regelung der Angelegenheit doch dringlich
erſchei=
nen laſſen. Einmal handelt es ſich um eine bereits be
ſtehende Linie, und zwar um eine Linie, die namentlich
von Arbeitern benutzt wird, die im eigenen Wohnort kein
Beſchäftigung finden können. Und zweitens handelt es
ſich um eine Linie, die nicht nur heſſiſche Intereſſen be
ührt, ſondern ein Zuſammenarbeiten von Heſſen und
Ba=
den bedingt. Nach langen Verhandlungen iſt ein
Ueber=
einkommen erzielt worden, nach dem die erforderliche
Sub=
vention von beiden Staaten je zur Hälfte getragen wird
Nach den örtlichen Verhältniſſen mußte es für die Regie
ung ein beſonderer Anlaß ſein, dafür zu ſorgen, daß die
Arbeitskräfte im Lande bleiben und eine Abwanderung
nach dem Ort ihrer Arbeitsſtätte hier meiſt Weinheim
vermieden wird. Es iſt eine Sachlage, die weſentlich
an=
ders liegt, als eine innerhalb des Landes liegende. Darun
die Sondervorlage. Es iſt ausgeſchloſſen, daß die in
Frage kommenden Arbeiter an ihrem Wohnorte
Beſchäfti=
gung finden. Ich hebe das alles hervor, damit man ſic
ſpäter nicht darauf berufen kann, daß hier ein
Präzedenz=
fall geſchaffen wurde. Als einen ſolchen Präzedenzfall
würde die Regierung die Vorlage nicht anerkennen können
Abg. Molthan (als Ausſchußberichterſtatter)
emp=
fiehlt die Annahme der Vorlage. Nur ein Punkt der
Vor=
lage ſei auf Gegnerſchaft im Ausſchuß geſtoßen. Nämlich
der, daß die zu ſchaffende Neuregelung des
Automobilver=
bindungsweſens nur auf neu zu errichtende Linien
Anwen=
dung finden ſoll. Der Ausſchuß war der Meinung, daß
dieſe Neuregelung auch auf ſchon beſtehende Linien auszu
dehnen ſei. Redner bittet die Regierung um Auskunft
wie dieſer Satz auszulegen ſei
Finanzminiſter Dr. Braun Exz.: Ich gebe zu, dat
der
fragliche Satz mißverſtanden werden kann. Es iſt die
Abſicht der Regierung, auch bereits beſtehende
Automobil=
linien zu ſubventionieren, inſoweit ſich hierfür
Bedürf=
niſſe ergeben
Abg. Korell=Angenrod bedauert, daß nicht auch das
Geſetz ſchon von der Regierung vorgelegt worden iſt. Die
letzte Erklärung des Herrn Miniſters iſt zu begrüßen. Sie
war im Intereſſe der Gerechtigkeit allen Landesteilen
ge=
genüber notwendig
Finanzminiſter Dr. Braun Exz.: Es muß bei
Ein=
bringung ſolcher Vorlagen doch unterſchieden werden, ob
es ſich um einen Einzelfall oder um die geſetzliche Regelung
allgemein=wichtiger Angelegenheiten handelt. Wenn es ſich
im vorliegenden Falle auch um Automobillinien handelt.
ſo iſt damit doch nicht geſagt, daß im Automobiltempo
ge=
arbeitet werden kann.
Abg. Ulrich möchte unterſtreichen, daß der
Finanz=
miniſter heute zugegeben habe, daß es notwendig ſei. die
Landeskinder von der Abwanderung abzuhalten. Geſtern
als es ſich um die Steinbruchsarbeiter handelte, war der
Standpunkt nicht der gleiche. Er werde Gelegenheit neh
men, recht oft an die heutige Erklärung zu erinnern
Nach weiteren unweſentlichen Ausführungen der Abgg
teh Korell, Brauer ſchließt die Beratung.
Die
orlage wird einſtimmig angenommen
Es folgt die Regierungsvorlage, betreffend
das Landgeſtüt
Im Auftrage des Großherzogs überreicht das Mini
ſterium des Innern eine Regierungsvorlage wegen Ent
nahme eines Betrags von 9500 Mark zur Beſtreitung der
Koſten für Herſtellung eines Teils des Leibſtalls zur
pro=
viſoriſchen Unterbringung von Hengſten des Landgeſtüts
aus den für 1912 und 1913 bewilligten Mitteln, und zwar
zunächſt der Zweiten Kammer, zur verfaſſungsmäßigen
Beratung und Beſchlußfaſſung
Abg. Dr. Weber erſtattet den mündlichen Bericht und
empfiehlt die Annahme der Vorlage unter der Betonung
daß es ſich nur um die Bewilligung eines Proviſoriums
handelt, daß die prinzipielle Frage für heute völlig aus=
— Abg. Korell=Angenrod begrüßt die
Vor=
ſcheidet
lage und dankt für die dadurch geſchaffene Löſung der
Frage.
Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach Exz.:
Mit der Annahme der Vorlage nimmt die Regierung kei
neswegs prinzipielle Stellung zu der Frage des Landge
ſtüts, namentlich des Neubaues uſw. Es ſeien hierzu noch
keinerlei Beſchlüſſe gefaßt worden. Die Regierung wird dieſe
Frage ſelbſtredend mit den berufenen Vertretern der
Land=
wirtſchaft zuſammen beraten
Die Vorlage wird
Das Haus berät dann die Regierungsvorlage,
betref=
fend
Die Landes=Heil= und Pflegeanſtalt bei
Gießen.
Die Regierung verlangt die Genehmigung dazu, daß
ſie für die Errichtung eines Wohnhauſes für den zweiten
Oberarzt der Landes=Heil= und Pflegeanſtalt bei Gießen
den Betrag von 28000 Mark verausgaben und die Koſten
aus den bei der Erbauung der Anſtalt und der inneren Ein
richtung erzielten Erſparniſſen beſtreiten dürfe. Die
Regie=
rung erſucht auch um beſchleunigte Erledigung ihrer Vor
lage, weil ſie ſonſt außerſtande ſei, die Stelle zu beſetzen,
was aber der ſtarken Belegung der Anſtalt wegen
drin=
gend nötig iſt
Der Ausſchuß iſt nach Anhörung der Regierung
der gleichen Anſicht wie ſie und beantragt, die
Regie=
rungsvorlage anzunehmen.
zu
Das Haus ſtimmt debattelos
Eine dringliche Anfrage der Abgg. Reh und Hen
rich, betreffent
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 22. Mai 1913.
Seite 19.
die Koſten der Wehrvorlage und die
Beſol=
dem Anſehen der Beamten wie dem des Staates. Das
Hinausziehen iſt doppelt unklug; angeſichts der unterdeſſer
dungsvorlage
geplanten weiteren Gehaltsregulierungen im Reich, in
lautet: 1. Iſt die Großherzogliche Regierung bereit, der
Freußen, in Baden uſw. wachſen naturgemäß auch die
Kammer Mitteilung darüber zu machen, welche Stellung
Anſprüche unſerer Beamten. Steigere man daher nicht
ſie zur Aufbringung der dauernd erforderlichen Mittel für
Nicht im
unnötig die Erbitterung in der Beamtenſchaft.
die Wehrvorlage einnimmt, und beabſichtigt ſie die von
Parteiintereſſe, aber im Intereſſe der Beamten wie des
dem erweiterten Erſten Ausſchuß der Erſten Kammer ge=
Staates liegt es, wenn die Beſoldungsvorlage
unverzüg=
orderten Ausführungsgeſetze hierzu vorzulegen? 2. Liegt
lich und losgelöſt von der Wehrvorlage erledigt wird
nach Anſicht der Großherzoglichen Regierung ein zwingen=
Abg. Dr. Oſann unterzieht den vom Reich vorge
der Grund vor, die Beratung und die Verabſchiedung der
chlagenen Modus der Aufbringung der Koſten für die
Beſoldungsvorlage zu verſchieben, bis über die Aufbrin=
Wehrvorlage eingehender Kritik. Jedenfalls muß man
gung der Mittel für die Wehrvorlage entſchieden iſt?
den Beſchluß der Reichsregierung abwarten. Auf Heſſen
Staatsminiſter Dr. von Ewald Exz. gibt hierauf
entfallen etwa 1600000 Mark jährliche Mehrausgabe. Die
folgende Regierungsantwort:
Reichseinkommenſteuer wird von niemand mehr vertre
1. Die Stellung der Großherzoglichen Regierung zur
ten und gegen die Reichsvermögensſteuer ſind die meiſten
Bundesſtaaten. In letzterer Beziehung hat ſich heute die
Frage der Aufbringung der dauernd erforderlichen Mittel
Regierung ſehr vorſichtig geäußert. Wir haben uns heute
für die Wehrvorlage iſt durch die Geſetzentwürfe beſtimmt,
über dieſe Fragen, die den Reichstag beſchäftigen, nicht
mit denen der Reichstag zurzeit befaßt iſt
ſchlüſſig zu machen. Es iſt ein rein akademiſches Vergnü=
Ob und inwieweit die Aufbringung dieſer Mittel in
gen, ſich in die Vorlagen hier zu vertiefen, bevor der
Reichstag über den Vorſchlag Baſſermanns ſich ſchlüſſig
Heſſen beſondere geſetzgeberiſche Maßnahmen nötig macht
geworden iſt. Es iſt eben ganz natürlich, daß man auf
läßt ſich erſt beurteilen, wenn die Deckungsfrage von der
dem bequemeren Wege zum Ziele zu gelangen ſucht, und
geſetzgebenden Faktoren des Reiches gelöſt iſt und es ſich
dieſer bequemere Weg iſt die Einführung einer
Vermö=
überſehen läßt, wie die Löſung auf die Finanzen des
ensſteuer von Reichswegen. Ich für meine Perſon habe
a bereits mehrfach die Steuer genannt, die ich für die
Großherzogtums nach Art und Maß zurückwirkt.
gerechteſte halte, die Reichserbſchaftsſteuer, für die neuer=
2. Nach Anſicht der Großherzoglichen Regierung lieg
dings ſogar konſervative Kreiſe ſtimmen. Das Beſtreber
kein zwingender Grund vor, die Beratung der
Beſoldungs=
der Herren der Erſten Kammer ſcheint, nach den
Erläute=
vorlage zu verſchieben, bis über die Aufbringung de
rungen in der Preſſe zu ſchließen, dahin zu gehen, anſtelle
des gemeinen Wertes den Ertragswert zu ſetzen als Un=
Mittel für die Wehrvorlage entſchieden iſt. Die
Berat=
erlage der Beſitzbeſteuerung. Das bedeutet eine Erſchüt
ung iſt ſchon um deswillen geboten, weil die Großh
terung der Grundlagen unſeres Vermögensſteuergeſetzes,
Regierung baldigſt Gewißheit darüber erhalten muß,
mit dem es in Widerſpruch ſteht. Redner kommt dann
welcher Aufwand durch die Regelung der
Beſoldungsver=
ausführlicher auf die Beſoldungsvorlage zu ſprechen.
E=
ſei unleugbar, daß die Unruhe der Beamten über die
Ver=
hältniſſe nach Anſicht der übrigen geſetzgebenden Faktoren
zögerung der Vorlage groß iſt. Dieſe Unruhe muß
un=
entſteht. Wohl aber wird eine Verabſchiedung der
bedingt beſeitigt werden. Es ſteht zu hoffen, daß der
Beſoldungsvorlage nicht erfolgen können, bevor Klar=
Finanzausſchuß jetzt mit allen Kräften an die Vorlag
heit darüber beſteht, inwieweit etwa das Reich für ſeine
herantreten könne. Eine weitere Verzögerung in dem
Zwecke die finanziellen Hilfsquellen des Landes ſtärker in
Ausſchuſſe, die bis jetzt unvermeidlich war, darf nun nicht
mehr ſtattfinden. Der Abg. Henrich hat den Mehrbetrag
Anſpruch nimmt. Nach dem bisherigen Verlauf der
Ver=
des Definitivums gegenüber dem Proviſorium mit
handlungen im Reich hofft die Großherzogliche Regier=
2 300000 Mark jedenfalls viel zu niedrig angeſetzt
ung indes, daß über die Deckung der Koſten der Wehr=
Abg. Ulrich will der Verſuchung widerſtehen, ſich
vorlage ſo zeitig entſchieden wird, daß es nicht
er=
in langen theoretiſchen Erörterungen zu ergehen. Er habe
aus der Regierungsantwort nichts Poſitives darüber
ent=
forderlich werden wird, deswegen die
nehmen können, wie ſie ſich zu den verſchiedenen Projek=
Verabſchiedung der Beſoldungsvorlage
ten der Aufbringung der Koſten der Wehrvorlage ſtellt.
zu verſchieben
Das ſei allerdings begreiflich; denn vermutlich weiß die
Abg. Henrich: Die beiden Gegenſtände der Anfrage
Regierung das ſelbſt noch nicht. Die Regierung hat die
berühren dringliche und wichtige Aufgaben der Gegenwart,
Beſoldungsvorlage in einen gewiſſen Konnex mit der
zu denen die geſetzgebenden Faktoren des Landes gerade
Wehrvorlage gebracht, indem ſie die Erledigung der einen
etzt Stellung zu nehmen verpflichtet ſind. Wohl iſt die
von der der anderen abhängig machte. Er perſönlich ſei
Entſcheidung über die Wehrvorlage im Reichstage noch
demgegenüber der Meinung, daß wir als Arbeitgeber die
icht gefallen, aber gerade weil die Deckungsfrage nod
Pflicht haben, die Beſoldungsvorlage zu erledigen
unab=
ſtrittig iſt, muß es auch für die Regierung für ihre end
hängig von den anderen Vorlagen. Es iſt zu befürchten,
gültige Stellungnahme im Bundesrat nicht unerwünſcht
daß der Reichstag im Sommer mit der Sache nicht fertig
ſein, die Meinung der Kammer zu hören. Abgeſehen von
wird; der Bundesrat ſei ſich nicht einig. Darum iſt die
der geplanten Wegnahme einiger Stempeleinnahmen, di
Stellung der Regierung doppelt zu bedauern. Die Mittel
uns nach 3 bezw. 6 Jahren einen Ausfall von vielleich
die Beſoldungsvorlage ſeien ja tatſächlich vorhanden
für
150000 bis 200000 Mark bringen wird läßt der Reichs=
Abg. Brauer: Der Standpunkt der Regierung iſt
eſetzentwurf den Bundesſtaaten zwei Wege offen: Heſſen
durchaus zu billigen. Ohne Zweifel hat die Wehrvorlage
kann hiernach entweder den auf ſeinen Anteil entfallenden
auf unſere Finanzen erheblichen Einfluß. Eine große
Betrag an „veredelten Matrikularbeiträgen” in Höhe von
Anzahl von Beamten iſt mit der Vorlage unzufrieden,
600000 Mark durch eine eigne Beſitzſteuer aufbringen, oder
beſonders die Volksſchullehrer. Seine Partei ſei gegen
es kann die reichsgeſetzliche Vermögenszuwachsſteuer in
jede Steuererhöhung
Kraft treten laſſen. Beide Wege ſind für Heſſen gleich be=
Abg. Mergell: Die Beamtenſchaft hat die Pflicht
denklich. Wir können den letzteren Weg nicht wählen, wenn
an der einmaligen Abgabe für die Wehrvorlage teilzu=
Preußen nicht ein gleiches tut, das wäre ein Signal für
nehmen und wird dieſer Pflicht ſich auch nicht entziehen.
bewegliche Steuerzahler”. Vergrößern wir durch
Er=
lehnt eine Ausnahmebehandlung ab
Sie
höhung der beſtehenden direkten Steuern den Abſtand von
Abg. Henrich: Die Kritik des Abg. Oſann richtet
en preußiſchen Sätzen — und das wird eintreten, de
ich nicht gegen uns, ſondern gegen den Antrag der Erſten
Preußen nicht nötig hat, wegen ſeines Beſitzſteueranteils
Kammer. Daß die Beamtenſchaft beunruhigt iſt, iſt ſehr
ſeine Steuern zu erhöhen — dann wirkt das in ähnlicher
verſtändlich, denn ſie wird nun ſchon von Jahr zu Jahr
Weiſe abſchreckend. Hier gibts nur ginen Ausweg
vertröſtet. Jedes Jahr heißt es, ſie erhält eine Zulage
eine auf Reichsgeſetz beruhende obligatoriſche Beſitzſteuer.
und die endgültige Regelung bleibt immer wieder aus
lls ſolche käme in erſter Linie eine Reichsvermögensſteuer
Hinzu kommt, daß die proviſoriſchen Zulagen nicht
pen=
in Betracht. Findet dieſe zu großen Widerſtand, dann die
ſionsberechtigt ſind
rüher ſchon einmal von der Reichsregierung eingebrachte
Staatsminiſter Dr. von Ewald Exz.: Der Abg
Erbſchaftsſteuer. Im Notfalle wäre ſogar die an ſich un
Ulrich vermißt in der Regierungsantwort eine Erklärung
zureichende Vermögenszuwachsſteuer als allgemeine
obli=
darüber, wie die Regierung ſich zu dem vom Reich
vor=
gatoriſche Steuer für uns immer noch annehmbarer als
geſchlagenen Syſtem ſtellt. Ich kann dazu nur
wieder=
das Abſchieben der Koſten auf die Bundesſtaaten.
Hof=
holen, was der Herr Reichskanzler am 12. April 1913
ge=
fentlich trägt die Regierung bei der Entſcheidung im
Bun=
ſagt hat. Er hat darauf hingewieſen, daß alle Verſuche
desrat über etwaige Beſchlüſſe des Reichstages, die in
im Wege der Reichsabgabe eine Reichsvermögensſteuer zu
ähnlicher Richtung gehen, dieſem Geſichtspunkt Rechnung
ſchaffen, nicht zum Ziele führen werden, weil es ſich dabei
Die Verquickung der Beſoldungsvorlage mit der
Wehr=
um die Sorge der Einzelſtaaten um ihre ſelbſtändige
vorlage lehnen wir ab. Das Beſoldungsgeſetz wäre er=
Exiſtenz handelt. Ich muß dem widerſprechen, daß unſere
Erklärung den Eindruck erwecken konnte, als ob es uns
ledigt, wenn es von vornherein in ſeiner jetzigen Geſtalt
nicht recht ſei mit der Beſchleunigung der
Beſoldungsvor=
vorgelegt worden wäre. An der bisherigen Verzögerung
der Beratung trägt der Finanzausſchuß keine Schuld
lage. Ich möchte vielmehr behaupten, daß das Gegenteil
geſagt wurde in der Regierungsantwort. Wir haben uns
darin hatte Herr Dr. Oſann geſtern recht. Eine Frage i
geſagt, eine Verabſchiedung kann nicht eher
erfol=
nur die, ob nicht Kräfte am Werk ſind, die Erledigung der
gen, als wir darüber Klarheit haben, welche Opfer das
Vorlage zu vereiteln. Redner will den Ausſchußmitgliedern
Reich von uns verlangt. Dieſe Stellungnahme iſt durch
keine derartige Abſicht unterſtellen, aber wenn nicht
un=
aus gerechtfertigt. Sie ſelbſt haben doch noch nicht
ein=
vorzüglich in die Beratung eingetreten wird, ſo daß ſpä
mal ſich im Ausſchuſſe einigen können zum Beiſpiel über
eſtens im Herbſt das Plenum beraten kann, dann iſt die
die Beiträge zu den höheren Schulen. Sie können alſe
Erledigung der Vorlage in dieſer Saiſon ausgeſchloſſen
doch unmöglich erwarten, daß wir die Vorlage verab=
In 1914, dem Jahr der Neuwahlen, kommt ſie erſt recht
chieden. Darin liegt keine Verſchleppung der Vorlage
nicht zuſtande, und was nachher folgt, iſt mehr wie unge
Wir ſind der Meinung, daß der Reichstag ſehr ſchnell
wiß. Der Beſchluß des 1. Ausſchuſſes der Erſten Kammer
rbeiten wird und wir ſind dann auch gleich in der Lage
hat dieſe Wirkung, denn eine Entſcheidung über die Koſten
die Beſoldungsvorlage zu verabſchieden. Es iſt darau
der Wehrvorlage iſt erſt für 1916 nötig. Es iſt ungerecht,
hingewieſen worden, daß in der Preſſe zutage getreter
die Beamten doppelt mit den Koſten der Wehrvorlage zu
ſo
ei, daß der Grund des Widerſtandes in der Erſten
Kam=
belaſten. Die Haltung der Erſten Kammer iſt um
ner gegen die Art der Deckung darin liegen ſoll, weil der
weniger zu verſtehen, als eines ihrer einflußreichſten
Mit=
gemeine Wert für die Ermittelung des
Vermögenszu=
glieder früher den Satz ausgeſprochen hat, die Menſcher
wachſes zugrunde gelegt werden ſoll. Ich weiß nicht, ol
gehen vor den Schulden, aber bei den vorjährigen wie
be=
das richtig iſt; wenn es aber richtig iſt, dann iſt der Grund
den diesjährigen Verhandlungen hat man nichts von einem
falſch. Wohl heißt es im Paragraphen 27 allgemein, daß
Eintreten für die Beamten gemerkt. Ein finanzieller
der gemeine Wert zugrunde gelegt werden ſoll; der Para=
Zuſammen hang der Beſoldungsvorlage mit der
graph 28 aber enthält als bedeutende Milderung eine
Wehrvorlage iſt nicht vorhanden. Die für die
Beſoldungs=
große Reihe von Ausnahmen, in denen anſtelle des
ge=
vorlage vorgeſehenen Mittel (Eiſenbahnüberſchüſſe, Reſte
neinen Wertes der Ertragswert tritt. Ich kann nur
wie=
ſonds uſw.) kommen für die Wehrvorlage nicht in Be
derholen, daß Sie ruhig in die Beratung der
Vor=
tracht, da dieſe durch eine Beſitzſteuer gedeckt werden
age eintreten können.
müſſen. Weiter beſtehen aber auch falſche Vorſtellunger
Abg. Bach: Der zweite Teil der Regierungsantwort
iber die Zahlen. Es wird immer von den 3 Millionen
ei ſehr geeignet, Beunruhigung in der Beamtenſchaft
her=
geredet, die das Beſoldungsgeſetz erfordert, dieſe werden
vorzurufen, weil offen geſagt wird, daß die Regierung
aber zu ¾ ohnehin ſchon für das Proviſorium aufgebracht.
erſt einmal ſehen muß, welche Anforderungen an Heſſen
Die Mehrkoſten von 4—500000 Mark ſollen zur Hälfte
eſtellt werden, um danach die Beſoldungsvorlage
einzu=
durch die Heranziehung der Städte zu den Koſten der
höhe=
richten. Ich bin der Meinung, daß wir die Vorlage auch
ren Schulen gedeckt werden. Es bleiben alſo gegenüber
ohne die Wehrvorlage verabſchieden können.
dem Proviſorium ungedeckt etwa 200000 bis 300000 Mark.
Finanzminiſter Dr. Braun Exz. unterſtützt die Aus=
Das iſt wahrlich kein Grund, die ganze Sache in der
führungen des Staatsminiſters. Die verbündeten Regie=
Schwebe zu laſſen und die Beamten, namentlich aber die
rungen ſtänden einmütig auf dem Standpunkt, daß eine
Penſionäre und Witwen, empfindlich zu ſchädigen. Der
eichseinkommens= oder Reichsvermögensſteuer ſchlechter=
Hinweis darauf, daß der Finanzplan von 1915 ab als
dings unanehmbar iſt, weil ſie die Selbſtändigkeit der
Steuererhöhung 860000 Mark vorſieht, kann hier nicht
Einzelſtaaten gefährdet.
verfangen, da das auch für das Proviſorium gilt und
Abg. Adelung kann dieſe Anſicht nicht teilen. Nach
überdies allgemein die Ueberzeugung beſteht, daß dieſe
Abgg. Joutz und
Braue=
weiteren Ausführungen der
Steuererhöhung nicht nötig werden wird. Worauf alſe
-
Die Sitzung wird geſchloſſen.
ſchließt die Beſprechung.
warten? Einmal muß die Sache doch erledigt werden.
Nächſte Sitzung Freitag 9 Uhr. — Schluß=1 Uhr.
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