Darmstädter Tagblatt 1913


15. Mai 1913

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ea


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Inſerate
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
werden
angenommen in Darmſtatt.
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
47,
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. Bei
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ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des
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Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
1II.
Donnerstag, den 15. Mai.
1913.
Kniffe beſtehen z. B. in der Vereinbarung eines Unter=
tionen
genauer kennt. Die Fraktionen werden ſich beim
Die heutige Nummer hat 16
Seiten.
haltsverpflichteten mit ſeiner Geliebten als angeblichen
Zuſammentritt der Vollverſammlung nochmals mit den
Arbeitgeberin, ſich nur gegen Koſt und Logis, ſowie ein
Deckungsvorlagen auf Grund der in den Pfingſtbeſpre=
kleines
Taſchengeld beſchäftigen zu laſſen. Oft genug
chungen erzielten Ergebniſſe beſchäftigen, da die Kom=
Das Wichtigſte vom Tage.
haben die Gerichte in ſolchem Falle dem Zeugnis des
miſſion mit der Beratung der Steuervorlagen erſt nach
Der Prinz=Regent von Bayern beſichtigte
Unterhaltsverpflichteten ausſchlaggebende Bedeutung bei=
dem
26. Mai beginnen wird. Die Regierung ſcheint auch
geſtern vormittag mit dem Großherzog die techniſchen
gelegt und damit den Unterhaltsanſpruch von Frau und
nicht abgeneigt zu ſein, eine Trennung der Deckungs=
Lehranſtalten in Offenbach und nachmittags die Merck=
vorſchläge
vorzunehmen und ſich zunächſt mit der Ver=
Kindern illuſoriſch gemacht. Es bedurfte der Anwendung
ſche Fabrik in Darmſtadt.
des Gute=Sitten=Paragraphen durch das Landgericht III
abſchiedung des Wehrbeitrages zufriedenzugeben
Berlin, um mit der Entſcheidung, daß eine Lohnverein=
die
Beratung der übrigen Deckungsgeſetze aber auf den
Staatsſekretär
iſt
geſtern in Wien ein=
Jagow
barung der gedachten Art ſeines offenſichtlichen Zweckes
Herbſt zu verſchieben, zumal der Reichstag im Juni kaum
getroffen.
halber gegen die guten Sitten verſtoße, dem Trick des
Zeit finden dürfte, alle Vorlagen zu verabſchieden. Ir=
*
gendwelche Beſchlüſſe liegen hier nicht vor, doch herrſcht
Unterhaltsverpflichteten erfolgreich zu begegnen. Und die=
Der Heeresausſchuß der franzöſiſchen Kam=
ſelbe
Wirkung erzielte das Kammergericht, als es die
der Wunſch vor, die Wehrvorlage mit der Vorlage über
mer bewilligte die geforderten 420 Millionen für die
Pfändung des aus einem Grundlohn und einem Anteil
den Wehrbeitrag bis zum Regierungsjubiläum verab=
nationale
Verteidigung.
an der Tageseinnahme zuſammengeſetzten Einkommens
ſchiedet zu ſehen.
*
für zuläſſig erklärte.
Ob die Vollverſammlung des Reichstages ſich bald
Der bulgariſche Geſandte in London erhielt
nach dem Wiederzuſammentritt am 26. Mai vertagen wird,
Aber darf der ungleichmäßigen und wandelbaren
Inſtruktionen, den Präliminarfrieden zu
ſteht noch nicht feſt. Wahrſcheinlich dürfte keine
Rechtſprechung allein die Vereitelung nichtsnutziger Prak=
unterzeichnen
. Man erwartet in den nächſten Tagen
Pauſe eintreten, das Haus wird kurze Nachmittags=
tiken
von Unterhaltsverpflichteten überlaſſen bleiben?
die Unterzeichnung des Friedens.
ſitzungen von 3 Uhr ab abhalten, da neben der Wehrvor=
Sollte nicht vielmehr Vorſorge dagegen getroffen werden,
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
lage noch das Staatsangehörigkeitsgeſetz, der Entwurf
daß ſolche Unterhaltsverpflichteten den Formalismus ab=
über
die Entſchädigung der Schöffen und Geſchworenen,
gekarteter Vereinbarungen nach Möglichkeit ſich überhaupt
der Entwurf über die Errichtung von Jugendgerichten
nicht mehr zunutze machen können? Die Antwort auf
und das deutſch=ruſſiſche Literatur=Abkommen vor der
dieſe Frage würde vermutlich übereinſtimmend bejaht
Die Wahlen in Preußen.
Vertagung verabſchiedet werden ſollen.
werden, wenn genau bekannt wäre, in welchem Umfange
An dieſem Freitag haben die preußiſchen Wähler
Unterhaltsverpflichtete gegen die ihnen obliegende Pflicht
zur Urne zu ſchreiten, um eine neue Volksvertretung zu
verſtoßen. Deshalb erſcheint es als eine Aufgabe der
erküren. Ein bißchen umſtändlich iſt dieſer Wahlakt frei=
Reichsſtatiſtik, durch zahlenmäßige Nachweiſung der
Der Beſuch des Staatsſekretärs
lich, denn der Mann ihres Vertrauens wird nicht ſo ohne
eheverlaſſenen Frauen und der dabei betroffenen Kinder
weiteres von ihnen ſelbſt erwählt, ſondern dazu bedarf
D. Jagow in Wien.
zunächſt die genaue ſtatiſtiſche Unterlage für die Beur=
es
erſt noch eines Wahlmannes, der für den Urwähler
teilung eines ſchweren ſozialen Mißſtandes zu ſchaffen,
* Die Wiener Blätter begrüßen den Staatsſekretär
die Stimme auf den betreffenden Mandatsbewerber abzu=
von
deſſen Umfang und Tragweite man ſich bisher nur
v. Jagow als hochwillkommenen Gaſt, der der herz=
geben
hat. Es läßt ſich nicht leugnen, daß dieſe Um=
ein
unklares Bild machen konnte. Je mühſeliger die ehe=
lichſten
Aufnahme ſicher ſei. Das Fremdenblatt ſchließt
ſtändlichkeit, wie auch die offene Stimmabgabe nicht we=
verlaſſenen
Frauen an der Laſt ihrer wirtſchaftlichen Not
ſeinen Begrüßungsartikel: Die Zuſammenkunft des Gra=
nige
abhält, überhaupt zur Wahl zu gehen, und da=
tragen
, je größer die Gefahr iſt, daß ihre Kinder körperlich
fen Berchtold mit dem deutſchen Staatsſekretär, der zu
rum wird auch die Beſeitigung dieſer Einrichtungen be=
und ſittlich verkümmern, um ſo mehr liegt es im Inter=
den
hervorragendſten Diplomaten ſeines Heimatlandes
ſonders von der Linken gefordert, wie auch die Regierung
eſſe von Staat und Geſellſchaft, die Ausbreitung dieſes
zählt und deſſen Ernennung in den ernſten Kriſenzeiten
in ihrer geſcheiterten Wahlreformvorlage in dieſer Hinſicht
ſozialen Uebelſtandes durch Vorkehrungen gegen ſeine
allſeits ungeteilte Genugtuung hervorrief, wird ein aber=
Entgegenkommen zu zeigen geneigt war. Hieran mag es
pflichtvergeſſenen Urheber tunlichſt einzuſchränken.
Die
maliges Unterpfand dafür gewähren, daß die auswärtige
auch liegen, daß das Intereſſe für das preußiſche Abgeord=
Klinke der Geſetzgebung wird ſo häufig in Bewegung
Politik der beiden Mächte in vollſter Uebereinſtimmung
netenhaus ſelbſt bei der großen Maſſe ziemlich gering iſt,
geſetzt, daß ſie angeſichts einer Erſcheinung, die für Staat
und unwandelbarer Bündnistreue geführt wird. Mit auf=
und es iſt auch nicht weiter verwunderlich, wenn von einem
und Geſellſchaft eine Gefahr und wegen der unvermeid=
richtigſter
Freude und den herzlichſten Sympathien heißt
großen zielbewußten Wahlkampfe mit Ausnahme von
baren Inanſpruchnahme der Armenpflege
eine wirt=
Wien den Leiter der Auslandspolitik des engbefreundeten
einigen Gegenden nicht allzu viel zu ſpüren war und jetzt
ſchaftliche Laſt bedeutet, nicht geſchont werden darf. Sind
Nachbarreiches willkommen. Die Neue Freie Preſſe be=
ſelbſt
in den letzten Tagen vor der Wahl von einer Er=
doch
die Nutznießer dieſer Schonung Trunkenbolde, Ehe=
tont
: Während der letzten Kriſe hat es ſich wieder gezeigt,
regung der Gemüter kaum etwas zu ſpüren iſt. Geht doch
brecher und Faulenzer, die auf Koſten der ſich abſchinden=
daß
Deutſchland und Oeſterreich mit Banden feſter als
auch die allgemeine Ueberzeugung dahin, daß weſentliche
den Ehefrauen oder der Armenverwaltungen ſich unter
Erz zuſammengeſchmiedet ſind, weil ihre Gemeinſamkeit
Veränderungen innerhalb des Beſitzſtandes der Parteien
gröbſter Pflichtverletzung das Leben leicht machen. Solche
auf den unmittelbarſten Lebensnotwendigkeiten und Le=
kaum
zu erwarten ſein werden, und ſelbſt die ſonſt ſo
Elemente müſſen nicht nur an einem Mißbrauch des bür=
bensintereſſen
beruht. Herr v. Jagow wird in Wien ge=
mutig
in den Kampf ziehenden Sozialdemokraten ſcheinen
.
Die Reichspoſt
wiß die beſten Eindrücke erhalten.
gerlichen Rechtes gehindert, ſondern auch der ſtrafrecht=
nicht
ſonderlich ſiegesgewiß zu ſein, wenigſtens laſſen dies
lichen Ahndung unterſtellt werden.
ſchreibt: Wenn die mit zielſicherer Klarheit und Entſchloſ=
die
Darlegungen eines ihrer Führer erkennen, der es ganz
ſenheit geführte Politik des Deutſchen Reiches den öſter=
offen
ausſpricht, daß die Genoſſen höchſtens auf den Zu=
reichiſchen
Staatsmännern in den ernſten Tagen der abge=
wachs
von einigen wenigen Mandaten zu rechnen hätten.
Die Regierung und die Verab=
laufenen
Kriſe das Gefühl vollſter Sicherheit verleihen
Der Beſitzſtand der Rechten iſt zu einem großen Teil
konnte, tat andererſeits die politiſche Leitung der
ſchiedung der Wehrvorlage.
vollſtändig geſichert, nur in einer Reihe von Kreiſen in
Monarchie mit ebenſo klarem Verſtändnis für die Forde=
Brandenburg, Schleſien und den beiden preußiſchen Pro=
* Zwiſchen der Reichsregierung und Ver=
rungen
der deutſchen Politik alles, was an ihr lag, um
vinzen werden von den linksſtehenden Parteien Anſtren=
tretern
der Reichstagsfraktionen hatten,
jede Störung des in den letzten Monaten erfreulicherweiſe
gungen gemacht, ihnen Mandate zu entreißen. Aehnlich
der Poſt zufolge, in den letzten Tagen Beſprechungen
zutage getretenen deutſch=engliſchen Einvernehmens hint=
liegen
die Dinge in Weſtdeutſchland, wo das Zentrum do=
über
die Beratung und Verabſchiedung der Wehr= und
anzuhalten und ſo ihrerſeits den Intereſſen Deutſchlands
miniert, und der Kampf ſich in der Hauptſache auf die
zu dienen. Der Staatsſekretär v. Jagow kommt als be=
Steuervorlagen ſtattgefunden. In dieſen Beſprechungen
Mandate in den Induſtriebezirken beſchränkt. National=
hat
die Regierung den Wunſch geäußert, die Wehrvor
reits bewährter Kampfgenoſſe zu Männern, mit denen er
liberale und Fortſchrittler gehen diesmal in den meiſten
ſchon vereint an einem ſchweren Werke gearbeitet hat.
lage zunächſt im Ausſchuß zu verabſchieden und
Provinzen zuſammen, wenn auch hier und da einige Ab=
erſt
nach Verabſchiedung dieſer Vorlage in die Beratung
Staatsſekretär v. Jagow iſt am Mittwoch morgen in
weichungen von dem Wahlkompromiß zu verzeichnen ſind.
Wien eingetroffen.
der Deckungsvorlagen einzutreten, während der
Die mehrfachen Verſuche der Sozialdemokraten, in Kreiſen,
Ausſchuß die Abſicht hatte, nach der erſten Leſung der
wo bis zu drei Abgeordneten zu wählen ſind, gegen
Wehrvorlage zunächſt die erſte Leſung der Deckungsvor=
Deutſches Reich.
Wahlhilfe eine Mandat für ſich zu erhalten, ſind ſamt und
lagen vorzunehmen. Die Regierung fürchtet mit Recht,
Bundesrat und Jeſuitengeſetz. Wie
ſonders geſcheitert, und aus dieſem Grunde befehden ſie die
daß durch dieſe Praxis die Verabſchiedung der wichtigen
eine Nachrichtenſtelle aus Bundesratskreiſen hört, wird
bürgerliche Linke auf das Schärfſte und wollen ihr auch
Vorlagen ſehr verzögert wird und die Wehrvorlage erſt
ein Beſchluß über die Aufhebung des Jeſuitengeſetzes ſei=
dann
die Wahlhilfe verſagen, ganz gleich, wenn dadurch
Ende Juni Geſetzeskraft erlangen kann. Der Heeresver=
tens
des Bundesrates vorläufig nicht gefaßt werden. Zu=
das
Mandat an die Rechte fallen ſollte. Man wird ſagen
waltung iſt aber daran gelegen, die Vorlage bis Anfang
nächſt werden mit Hilfe der Einzelſtaaten die Erhebungen
müſſen, daß dieſes ganze Wahlbild nicht ſonderlich er=
Juni verabſchiedet zu ſehen, damit die für den
über die verſchiedenartige Geſetzgebung auf dem Gebiete
hebend iſt.
1. Oktober 1913 geplanten Neueinrichtungen zu dieſem
des geiſtlichen Ordensweſens in den Einzelſtaaten ſort=
Termine auch geſchaffen werden können. Namentlich we=
geſetzt
, um Klarheit über dieſe Fragen zu gewinnen. Wann
gen der Neuordnung des Erſatzgeſchäftes iſt die baldige
Eine ſozialrechtliche Frage.
der Bundesrat ſich mit dem Beſchluſſe des Reichstags be=
Erledigung der Vorlage notwendig. Der Ausſchuß wird
ſchäftigen wird, läßt ſich nicht überſehen, früheſtens jedoch
ſich bereits in der nächſten Woche mit dieſer Anregung be=
Man ſchreibt uns: Mit großer Genugtuung ſind
im Herbſte.
ſchäftigen. Wahrſcheinlich wird der Wunſch der Regie=
jüngſt
die Urteile aufgenommen worden, durch die das
Reichstagsanfrage. Aus Anlaß der zahl
rung Erfüllung finden, damit auch die Vollverſammlung
Landgericht III Berlin und das Kammergericht gewiſſe
reichen Unfälle auf dem Flugplatze Johannisthal hat der
des Reichstages ſich mit der Wehrvorlage bald nach dem
Praktiken pflichtvergeſſener Familienväter,
Abgeordnete Müller=Meiningen (Fortſchr. Volkspt.) im
Wiederzuſammentritt beſchäftigen kann.
ſich der Unterhaltspflicht zu entziehen, wirkſam durch=
Reichstage folgende Anfrage eingebracht: Iſt dem Herrn
Was die Deckungsvorlagen anbetrifft, ſo ſind
kreuzt haben. Es handelt ſich bei jenen Praktiken um
Reichskanzler bekannt, daß die Rettungseinrichtungen auf
in den Beſprechungen die einzelnen Wünſche der Fraktionen
Kniffe, vermittels deren ſolche Pflichtvergeſſenen verhin=
dem
Flugplatz Johannisthal vollſtändig unzureichend
betreffs der einzelnen Steuerpläne eingehend beſprochen
dern wollen, daß ein Teil ihres Lohnes zugunſten der ge=
ſind
, und was gedenkt er zu tun, um ſo raſch wie möglich
worden, ſo daß die Regierung die Stimmung der Frak=
ſchädigten
Familienmitglieder gepfändet wird. Derartige

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Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 15. Mai 1913.
Nummer 111.
dieſe Mißſtände abzuſtellen? Ich begnüge mich mit einer
in die Reihen der deutſch=hannoverſchen Partei zu tragen.
Stadt und Land.
ſchriftlichen Antwort.
Wir wiſſen genau, daß wir uns auf unſer angeſtammtes
Fürſtenhaus in allen ſeinen Gliedern verlaſſen können,
Der Schutz der Arbeitswilligen. Die
Darmſtadt, 15. Mai
und aus dieſer unſerer Kenntnis der tatſächlichen Verhält
Norddeutſche Allgemeine Zeitung ſchreibt: Der Verlau
* In den Ruheſtand verſetzt wurden der Weichen
des oberſchleſiſchen Bergarbeiterſtreiks iſt bezeichnend für
niſſe heraus ſetzen wir unſeren Kampf ums Recht und un
ſteller Georg Heß I. zu Mannheim=Waldhof, der Bahn=
wärter
Peter Müller zu Worms, der Bahnwärter
die Zurückhaltung, mit der die Behörden verfahren, wenn
ſere Aufklärung des hannoverſchen und des deutſchen Vol=
Adam Schneider zu Nauheim und der Bahnhofs=
ſich
die Ausſtändigen Gewalttätigkeiten gegen Arbeits=
kes
erzielende Tätigkeit voller Mut und Gottvertrauer
pförtner Adam Erbes zu Darmſtadt, ſämtlich in der
willige und ſonſtiger Ausſchreitungen enthalten. Selbſt=
ort
. Dem Inhalte nach deckt ſich die vorſtehende Aus=
Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft, vom 1. Juni
aſſung mit einer ganzen Reihe vorangegangener wel=
verſtändlich
liegt bei ſolchen Arbeiterbewegungen dem
913 an.
fiſcher Kundgebungen. Man ſieht, daß die Welfen an
Staate die Pflicht ob, für Aufrechterhaltung der öffent
* Abgeſtiegen ſind im Hotel Zur Traube‟: Graf
Moy, kgl. bayer. Geſandter=Stuttgart, mit Diener; Graf
lichen Sicherheit, vor allem auch für den Schutz der Ar=
angen
, eine komiſche Rolle zu ſpielen.
Boleſta=Koziebrodzki, k. u. k. Geſandter, Stuttgart, mit
beitswilligen zu ſorgen. Das iſt in erſter Linie die Auf=
Diener; Oberkammerherr Baron v. Riedeſel mit Diener;
gabe der Polizei, zu deren Unterſtützung bei uns militä
Ausland.
kgl. bayer. Generalkonſul v. Metzler, Frankfurt, mit Diener,
riſche Hilfe im Gegenſatz zu der hier und da in anderen
Vogelsberger Höhenklub. Wie aus dem An=
Schweiz.
zeigenteil erſichtlich iſt, führt die zweite Wanderung des
Ländern geübten Praxis nur herangezogen wird, wenn
hieſigen Zweigvereins in ein von dieſem noch nie be=
Die Frage der Getreideverſorgung.
die eigenen Kräfte nicht ausreichend ſind. In Oberſchle=
tretenes
Gebiet, in den Rheingau. Die Bahn bringt die
In Bern ſand unter dem Vorſitz des Bundesrats Forrer
ſien, wo ein militäriſches Einſchreiten überhaupt nicht in
Teilnehmer über Mainz-Wiesbaden zur Station
eine Konferenz über die Getreideverſorgung ſtatt, an der
Frage kam, iſt die polizeiliche Exekutive mit der größten
Chauſſeehaus. Von hier geht es dann auf ſchönen
drei weitere Bundesräte, Vertreter der Bundesbahnen,
Zurückhaltung gehandhabt worden, und das wird ſtets
Wegen nach dem wunderbar gelegenen Schlangenbad
der Nationalbank, des Militärdepartements, des Handels
und von dort über die mit einer Warte gekrönte Hall=
bei
Ausſtänden geſchehen, die in äußerlich ruhigen For
Da faſt aus=
gartener
Zange dem Endziel Oeſtrich zu.
und der Landwirtſchaft teilnahmen. Als Mittel zur Er
men verlaufen.
ſchließlich ſchön ausgeſuchte Waldwege mit zeitweiſen
höhung der privaten Getreidevorräte wurden ins Auge
Die Schaffung eines Wohnungsge=
Fernblicken in die Rheinebene benützt werden, iſt eine
gefaßt: Ermäßigung der Frachten, Gewährung von Lager
ſetzes. Die langjährigen Reformbeſtrebungen auf
Teilnahme ſehr zu empfehlen
prämien, Erſtellung von Lagerhäuſern im Norden des
gs- Unfall. Geſtern vormittag kam in einer Möbel=
Schaffung eines Wohnungsgeſetzes haben in dem Erſchei
abrik in der Heidelbergerſtraße ein Schreiner unter
Landes, Förderung des Getreidebaues und Gewährung
nen des preußiſchen Entwurfes einen Erfolg aufzuweiſen
einen Aufzug und trug mehrere nicht unbedeutende
von Vorſchüſſen auf Warrant. Der Bundesrat wird nun=
Wenn auch über eine ſo ſchwierige Materie die Meinungen
Quetſchungen davon, ſo daß er von der Rettungs
nehr in nächſter Zeit Beſchluß faſſen und Anträge an die
weit auseinandergehen, ſo herrſcht doch darin Ueberein
wache mittels Krankenautomobils nach dem Städtiſchen
Bundesverſammlung ſtellen
ſtimmung, daß in der Aufſtellung von fakultativen Vor
Krankenhaus verbracht werden mußte.
chriften für das Wohnungsweſen immerhin ein Fort=
Frankreich.
ſchritt zu erblicken ſei. Wie uns der Verband Deutſcher
Orpheum. Es iſt Herrn Direktor Fink gelungen,
Die nationale Verteidigung Frank=
das
hier durch frühere Gaſtſpiele beliebt gewordene
Waren= und Kaufhäuſer, e. V. hierzu ſchreibt, dürfte das
Frankfurter Intime Theater ab Sonntag,
reichs. Der Heeresausſchuß der Kammer ſprach ſich für
Streben auf Trennung von Wohn= und Geſchäftsgegen
den 18. Mai, zu einem kurzen Gaſtſpiel zu gewinnen. Di
die Vorlage, betreffend die Forderung von 420 Millionen
den im Intereſſe ſowohl des Geſchäftslebens als auch be
hervorragendſten Kräfte werden auftreten und iſt beſonders
ür nationale Verteidigung aus
ſonders der Verbeſſerung der Wohnungsverhältniſſe ſehr
erwähnenswert die Mitwirkung der glänzenden Chanſoniér=
Beſuch des Präſidenten in England.
Hannah Wilfrid, May Chriſtoph=Paris, Ardo Caſtell=
zu
begrüßen ſein. Damit erwächſt nun aber auch die
jugendliche Tänzerin), Hedwig Danko, Hermann Gers=
Der Pariſer Daily Mail will wiſſen, daß während des
Aufgabe, die Vorſchriften für die gewerblichen Bauten
ach (Conferencier), Paul Hausmann (am Flügel, Ernſt
für den kommenden Monat anberaumten Beſuches des
bei denen fortan wohnliche Rückſichten und Intereſſen
Fredy, Klavierhumoriſt, ſowie als Spielleiter) und
Präſidenten Poincaré in Spithead eine große Flotten
größtenteils ausſcheiden können, aus bau= und feuertech=
Rezitator Schriftſteller Richard Manz, Verfaſſer des
arade ſtattfinden werde. Man glaubt, daß das franzö=
niſchen
Geſichtspunkten ſo zu geſtalten, daß die gewerb=
Amerika=Seppl die Glanzrolle des Schlierſeers Terofal,
ſiſche Geſchwader den Präſidenten auf der Fahrt von
ferner des Solotänzers Charles Glück ꝛc. Außer einen
lichen Intereſſen nicht mehr wie bisher vielfach ganz zu=
Bunten Teil mit erſtklaſſigen Vorträgen gelangen zur
Cherbourg nach England begleiten und an der Parade
rücktreten müſſen. Viele Erſchwerungen und Verteuerun=
Aufführung der franzöſiſche Schwank: Scheidungs=
teilnehmen
werde.
gen des gewerblichen Bauweſens, die aus jenen Wohn
Souper deutſch von Jul. Horſt und das ſituations=
Die Aufhebung der Spielkaſinos. Der
rückſichten ſich ergaben, wie zum Beiſpiel Benutzungsbe=
reiche
Reinhardſche Luſtſpiel: Das ewig Männliche‟. Es
Budgetausſchuß der Kammer lehnte nach längerer Erörte=
dürfte
daher ein höchſt genußreicher Abend zu erwarter
ſchränkungen von Höfen, Boden= und Kellerräumen,
ſein. Der Billettvorverkauf iſt im Gange. (Alles Nähere
rung den von der Kammer in Erwägung gezogenen An=
Deckenſicherungen, unter denen die Konkurrenzfähigkeit
ſiehe Anzeige.
trag Piou auf Aufhebung der Spielkaſinos mit 9 geger
von Handel und Induſtrie gegenüber dem Auslande ſo
Kinotheater. Uniontheater (Kunſtlichtſpiele,
8 Stimmen ab und nahm einen vom Miniſter des Innern
ſchwer zu leiden hatte, werden nun überflüſſig werden.
Rheinſtraße 6.) Das zweiaktige Drama Unverwirklichte
Klotz gemachten Vorſchlag an, wonach die Konzeſſioner
Die Durchführung dieſer Geſetzgebung wird daher eine
Träume, das neben einer ganzen Reihe romantiſcher
zur Errichtung von Spielkaſinos nur den geſetzlich aner=
Momente auch der Realiſtik nicht entbehrt, iſt eines der
nicht unbedeutende Förderung von Handel und Induſtrie
ſpannendſten und ergreifendſten der neueren Zeit und
kannten Kurorten bei einer Höchſtdauer von fünf Jahrer
zur Folge haben. Es wäre zu wünſchen, daß ſie, beſon=
Max Linder, der erfolgreichſte
wird ſicher gefallen.
erteilt und die gegenwärtig beſtehenden Konzeſſionen eine:
ders auch die Reviſion der Bauordnungen nach dieſer
Kinohumoriſt, tritt in einer reizenden Humoreske Max=
Reviſion unterzogen werden ſollen.
Richtung hin, bald in Angriff genommen würde
als Sportsmann auf. Ebenfalls humoriſtiſchen Inhaltes
iſt Karls Spazierſtock während Unterhaltung und
Aus Neu=Kamerun wird ein Gefecht mit
ereinigte Staaten.
Wiſſen ſich u. a. in den beiden Naturaufnahmen Die
Eingeborenen gemeldet, in dem der Vizefeldwebel der
Bögel an der Küſte von Wales und Eine Gebirgsreiſe
Amerika und Japan. Die Evening News
Schutztruppe Fritz Siewertſen aus Niebüll gefallen iſt.
in Colorado vereinigten. Damit iſt aber das reichhaltige
meldet aus Waſhington: Den letzten Nachrichten zufolge
Da in dem Muni=Bezirk im April fortgeſetzt Karawanen
Programm noch nicht erſchöpft, denn eine ganze Reihe
iſt der Gouverneur von Kalifornien bereit, die Inkraft=
von
Einlagen werden noch vorgeführt und auch das
von Eingeborenen angegriffen worden waren, hatte der
Künſtlerkonzert macht den Aufenthalt im Uniontheater
ſetzung der neuen Land=Bill infolge der Reklamation ſei
Oberleiter der Grenzexpedition im Süden, Major Zim=
zu
einem äußerſt angenehmer
tens Japans bis zum Juni d. J. hinauszuſchieben.
mermann, Siewertſen mit 29 Soldaten dorthin entſandt
Konzerte. Im Café Metropole, Alexander
Bei der Erſtürmung eines Dorfes am 17. April erhielt
ſtraße 5, gaſtiert heute Donnerstag abend zum zweiten=
Zhina.
Siewertſen einen tödlichen Halsſchuß. Außerdem fiel
mal Herr Opernſänger Arthur Seidler vom Stadttheater
Die Fünfmächte=Anleihe. Die Times mel=
in
Görlitz. Herr Seidler hatte einen derartigen durch=
noch
ein Soldat, während die Cingeborenen angeblich 30
det aus Peking vom 13. d. M.: Die Vertreter der Fünf=
ſchlagenden
Erfolg, daß Herr Fiſcher ihn bis auf weiteres
Tote hatten.
mnächtegruppe haben der chineſiſchen Regierung einer
ür die Tage Dienstag, Donnerstag, Samstag in der
Die treuen Welfen nennt die welfiſche D.
Woche weiter verpflichtete
erſten Vorſchuß von 1200000 Dollars auf die Anleihe
Volksztg, die Vertreter der Anſicht, daß das Welfenhaus
ausgehändigt. Wie die Times meldet, iſt die chineſiſche
zwar nicht formell, aber doch tatſächlich auf Hannover ver=
Von der Heag.
Fünfmächte=Anleihe wie folgt verteilt: London 7416680
zichtet habe. Mit einer Sicherheit, die frühere welfiſche
Nachdem die Probefahrten auf den neuen
Pfund Sterling, Paris 7416660 Pfund, Deutſchlant
Auslaſſungen womöglich noch überbietet, weiſt das ge
Straßenbahnſtrecken durch die Heidelbergerſtraße
6 Millionen Pfund. In Peterrsburg werden 2777773
und auf der Oſtbahnhofſtrecke bereits am 13. d. M. ein
nannte Organ jene Kreisblatt=Phantaſien u. a. folgen
Pfund und in Brüſſel 1368887 Pfund ausgegeben werden.
geſetzt haben, wird der Beetrieb auf dieſen
dermaßen zurück: Die Nachrichten der Kreisblätter, be
Strecken am Freitag, den 16. Mai, beginnen
4
treffend die Erledigung der hannoverſchen Frage durck
Die Oſtbahnhoflinie wird vorläufig an der Beckſtraße
ſtillſchweigenden Verzicht des Königshauſes, beruhen,
endigen und wird, vom Schloß beginnend, folgende Halte=
* Paris, 13. Mai. Der nationale Frie=
wenn
nicht auf bewußter Böswilligkeit, ſo doch lediglich
ſtellen aufweiſen: Am Schillerplatz, Ecke Große Ochſen=
denskongreß
nahm einſtimmig einen Antrag an, der
gaſſe und Landgraf=Georgs=Straße, Ecke Langegaſſe, Mühl=
auf
leeren Phantaſien und mangelnder Orientierung und
nit Genugtuung die Erfolge der erſten franzöſiſch
ſtraße, Stiftſtraße, Beckſtraße. Der neu eröffnete Teil
deutſchen Verſtändigungskonferenz feſtſtellt
bezwecken nichts anderes, als Unfrieden zwiſchen dem
durch die Neckar= und Heidelbergerſtraße wird folgende
und den ſchweizeriſchen Veranſtaltern und allen Teilneh=
hohen
Welfenhauſe und dem ihm in beiſpielloſer Treue
Halteſtellen aufweiſen: Neckarſtraße, Ecke Rheinſtraße
nern, beſonders d’Eſtournelles de Conſtant und Haaſe,
ergebenen hannoverſchen Volke zu ſtiften und Verwirrung
Neckarſtraße, Ecke Eliſabethenſtraße, Heidelbergerſtraße,
den Dank des Friedenskongreſſes ausſpricht.
hatte heimlich fechten und ſchießen gelernt und ſchon
manchen vorüberreiſenden Kaufmann ausgeplündert, weni=
Großherzogliches Hoftheater,
Frauen als
Wegelagerer.
ger des Geldes wegen, als um des Vergnügens willen
Dienstag, den 13. Mai
Zu Ehren des Straßenräubers, der diesmal beinahe das
C) In mexikaniſchen Geſellſchaftskreiſen wirt
Opfer geworden wäre, muß geſagt werden, daß es ihn
ein ungewöhnliches Abenteuer viel beſprochen, das
Maria Magdalena.
elang, die junge Dame davon zu überzeugen, daß es vor
vor kurzem ein wohlhabender mexikaniſcher Guts=
W-l. Wenn Hebbel inbezug auf ſein bürgerliches
ihr nicht fair ſei, armen wirklichen Straßenräubern
beſtehen
beſitzer in der Provinz Chihuahua
zu
Trauerſpiel Maria Magdalena das lange Zeit unter
hatte. Er hatte in der Stadt bei der Bank Geld zu Lohn=
Konkurrenz zu machen. Aber in dieſen Fällen handelte eg
ſchätzt worden iſt, neuerdings aber leicht überſchätzt wird,
ſich um junge, romantiſche Damen, die durch abenteuer=
zahlungen
abgehoben. Auf dem Heimwege zu ſeinem
geſagt haben ſoll, daß auch die reifſten Früchte ſeines
liche Lektüre auf Abwege getrieben worden waren.
Gute tauchte plötzlich an einer Wegkreuzung ein maskier
Talentes einen bitteren Beigeſchmack hätten, daß man den
Die Kriminalgeſchichte weiſt dagegen eine ganze Reihe
ter Wegelagerer vor ihm auf und zwang ihn mit vorge
ſteinigen Boden, auf dem der Baum gewachſen und das
von Beiſpielen auf, in denen Frauen als Straßenräuber und
haltenem Revolver, den Beutel mit den Löhnen heraus
naßkalte Wetter, in dem die Früchte gereift ſeien, verſpüre
Wegelagerinnen jahrelang ſchlimmes Unheil anrichteten. Be=
zugeben
. Durch eine Liſt gelang es dem Herrn, den Räu=
und gleichſam nachſchmecke ſo iſt dies leider richtig. Sein
rühmt wurden die Verbrechen der Moll Cutpurſe, die als
ber zu entwaffnen, die Rollen waren vertauſcht, und all
Peſſimismus, der kein Verſtändnis mehr zu haben ſcheint
Taſchendiebin anfing und ſpäter eine der gefürchtetſte
der Straßenräuber ſeine Maske abnehmen mußte, erkannte
für den ethiſchen Wert einer erlöſenden und befreienden
nächtlichen Reiterinnen in den Hügelgegenden von Hamp
der Gutsbeſitzer in dem Wegelagerer zu ſeinem Staune:
Weltanſchauung und des Glaubens an eine beſſere und
ſtead wurde. Sie arbeitete ſtets allein und wurde auc
und ſeinem Schrecken die junge hübſche 18jährige Tochter
chönere Zukunft, läßt ihn auch den Glauben an die ſittliche
mehrfach feſtgenommen, aber immer gelang es ihr, durch
ſeines beſten Freundes und Gutsnachbarn. Die junge
Berechtigkeit verlieren. Bei den einem ungerechten, zum
roßzügige Beſtechungen alle Zeugen zum Schweigen zu
Dame geſtand dann, daß ſie durch die Lektüre von Aben=
Teil grauſamen Schickſal zum Opfer fallenden Tiſchlers=
ringen
, ſo daß ſie nie verurteilt werden konnte. Sie ſtarl
teurerromanen dazu getrieben worden ſei, auch einmal
leuten ſcheint noch ſo etwas wie der Einfluß der Schick
chließlich in dem ſtattlichen Alter von 74 Jahren friedlich
eine ſolche Beraubungsſzene zu erleben
ſalstragödie in Hebbel nachgewirkt zu haben. Auch der
in ihrem Bette; Moll Cutpurſe war dabei ein Original
Der Fall hat auch in Europa ſeine Vorläufer gehabt;
lusgang des Stückes iſt ein troſtloſer Peſſimismus, die
in ihrem Teſtament ſetzte ſie eine große Summe zum An=
eine
engliſche Zeitſchrift erinnert in dieſem Zuſammen=
Verzweiflung: Ich verſtehe die Welt nicht mehr ſind die
kauf von Handſchuhen aus, die ihren Bekannten geſchenk=
hange
an eine junge vornehme britiſche Ariſtokratin, die
letzten Worte des durch unverſchuldetes Unglück heimge=
werden
ſollten; und in ihrem letzten Willen beſtand ſie auch
Mitte des 18. Jahrhunderts auf Putney Heath bei einer
uchten Vaters. Tragiſch allein iſt die im Mittelpunkt des
darauf, anders als gewöhnliche Sterbliche, nämlich mit
ähnlich gefährlichen Beſchäftigung feſtgenommen wurde
Stückes ſtehende Geſtalt der Klara und in ihrem Cha
dem Geſicht nach unten, beſtattet zu werden. Zwei an
aber auch hier wurde ein gerichtliches Nachſpiel vermie=
rakter
bekundet ſich des Dichters hohe Genialität. Sie
dere berüchtigte Straßenräuberinnen Englands warer
den. Die junge Dame hatte dem Ehrgeiz, Räubertaten zu
büßt für ihre Schuld, und ihre tragiſchen Folgen ergeben
Anne Holland und Moll Jones. Beide arbeiteten ſtet=
verrichten
, nicht widerſtehen können; und ſie trieb in de
ſich mit furchtbarer Folgerichtigkeit und erſchütternder
allein, achteten ein Menſchenleben gering, begingen manche
Gegend ihr Unweſen, bis ſie eines Tages und durch
Wahrheit aus den Charakteren der Perſonen und den Ver
Mordtaten, wurden aber ſchließlich doch von ihrem Schick
einen merkwürdigen Zufall durch einen erfahrenen echter
hältniſſen, in denen ſie leben. Dieſe an die Figur Klaras
al ereilt und endeten am Galgen. Und dasſelbe Schickſa.
Straßenräuber entlarvt wurde. Als der Räuber ir
ich anknüpfende ergreifende Tragödie iſt hinſichtlich ihrer
traf auch Johanna Bracey; ſie war die Tochter eines wohl=
der
Nacht auf der Straße einherwanderte, tauchte plötzlich
rein tragiſchen Wirkung und Größe mit der Gretchen=
habenden
Gutsbeſitzers, lernte den Straßenräuber und
mit vorgehaltener Piſtole eine Geſtalt vor ihm auf, und
Tragödie in Goethes Fauſt zu vergleichen
Einbrecher Bracey kennen und wurde bald ſeine Genoſſin
der Wegelagerer ſelbſt mußte nun die berüchtigten Worte
Dieſe tragiſche Geſtalt der Klara, deren Darſtellung
Eines Tages aber raubte ſie auch einen reiſenden Ober=
hören
: Das Geld oder das Leben. Aber dem erfahre
weit höhere Anforderungen ſtellt als die der Luiſe Mille=
ichter
aus; das Opfer ruhte nicht, bis die geheimnisvollt
nen Fachmann gelang es, ſeine Angreiferin zu entwaff
cin, fand in Frl. Pils eine durch ihre Perſönlichkeit und
Räuberin entdeckt war, ſie wurde vor Gericht identifiziert
nen und es zeigte ſich, daß ſie die Tochter einer der be
ihre Darſtellungskunſt dazu berufene Vertreterin, die den
ind ſtarb am Galgen im Alter von 21 Jahren.
rühmteſten altengliſchen Ariſtokratenfamilie war. Sie

[ ][  ][ ]

Nummer 111.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 15. Mai 1913.
Seite 3.
Ecke Heinrichſtraße, Artilleriekaſerne, Ecke Beſſungerſtraße,
wir am Abend vorher ſchon gekocht; ſo wanderten wir
intimen Schlußfeier geſtaltete. Nach dem Mahle
Ecke Moosbergſtraße. Bei dieſer Gelegenheit möchten wi
unter fröhlichem Geſang hinaus und lockten die Schläfer
hatte der veranſtaltende Klub die Teilnehmer zu einer
noch darauf hinweiſen, daß am 16. Mai die folgenden ſechs
ans Fenſter. Hinauf durch Tannenwald auf den Kotten=
Bowle eingeladen. Bei dieſer Gelegenheit ſprach namens
Straßenbahnſtrecken beſtehen werden: Linie 1: Herdweg-
berg
. Die Jungen waren nicht zu halten, ſie drängten vor=
des
Klubs Herr Dr. Flimm den Teilnehmern an dem
Hauptbahnhof,
N
Linie 2: Böllenfalltor-Hauptbahnhof,
wärts, und der Führer hatte ſeine liebe Not damit, ſie
Turnier herzlichſten Dank und den Siegern die Glück=
Linie 3: Landskronſtraße-Hauptbahnhof, Linie 4: Schloß
hinter ſich zu halten. Tief unter uns wogte es in ſilber
wünſche des Klubs aus, der der Hoffnung Ausdruck gebe,
(durch die Eliſabethenſtraße) Hauptbahnhof, Linie 7:
nem Weiß, die Sonne ſchien auf den wallenden Nebel,
die Spieler im nächſten Jahre wieder zum Turnier be=
Faſanerie-Heidelbergerſtraße,
(*120
Ecke
Landskronſtraße
überall hörte man aus den Tälern die Pfingſtglocken; es
grüßen zu können. Weiter wurde dem herzlichſten Dank
Linie 9: Beckſtraße-Schloßgartenplatz.
war ein köſtlicher Morgen, mancher Junge hatte derglei
Ausdruck verliehen für die Stifter der ſchönen Ehren=
chen
noch nie geſehen. Einer rief ſogar da iſt ſchon der
preiſe. Herr Behrens aus Nürnberg dankte namens der
Neckar, als er das glänzende Nebelmeer ſah. Doch weiter
auswärtigen Teilnehmer und Herr R. L. Wittich toaſtete
Geſellſchaft für deutſche Erziehungs=
ging
es über den Zollſtock, Kautzenkopf und Adlerſtein
auf die Damen.
und Schulgeſchichte.
hinab nach Schönau und von dort im Tal nach Neckar
ſteinach, das mit ſeinen Burgen und dem Dilsberg, ich
* Am Dienstag hielt die Geſellſchaft für
h.
Zwingenberg, 13. Mai. Mit der Erſchließung des
möchte faſt ſagen, das Schönſte am Neckar iſt; ſo duftig
deutſche Erziehungs= und Schulgeſchichte
reizenden Orbistälchens hat unſere Gemeindeverwaltung
ſt das alles in die Natur hineingeſetzt.
Mit der Bahn
zum erſten Male ſeit ihrem Beſtehen ihre Hauptverſamm=
ein
prächtiges Bauterrain geſchaffen.
Die Würtzler=
fuhren
wir nach Heidelberg=Karlstor und gingen aufs
lung in Darmſtadt ab. Es waren zu ihr, außer den
Erdmannſche Gärtnereiſchule für
unge Da=
Schloß. Viele von uns ſahen die Herrlichkeiten zum
Gruppenvertretern aus allen deutſchen Gauen und aus
men, die hier ihr Domizil gefunden, geht ihrer Vollend
erſtenmal. Am Wolfsbrunnen kochten wir ab, ruhten
Oeſterreich, die Geſellſchaftsmitglieder aus Darmſtadt,
ung entgegen und wird von den Damen, die zurzeit in
unſere müden Beine tüchtig aus und marſchierten dann
Vertreter der Schulabteilung des Großh. Miniſteriums,
Privathäuſern untergebracht ſind, in Bälde bezogen wer=
durch
Heidelberg zur Bahn, die uns nach Darmſtad
des Großh. Oberkonſiſtoriums, der Stadt, der Ober=
den
. Einige 20 Schülerinnen erhalten bereits ſchon ſeit
brachte.
ehrervereine und eine ſtattliche Zahl Freunde der Schul=
einigen
Wochen Unterricht. Ein weiterer Bauplatz ging
Das war eine wunderſchöne Pfingſtfahrt in unſerer
geſchichtsforſchung erſchienen. Der Vorſitzende der Geſell=
kürzlich
an einen Herrn von auswärts über
Heimat=Schatzkammer, dem Odenwald die uns Jung=
ſchaft
, Herr Geh. Oberregierungsrat Reinhard aus
h.
Auerbach, 13. Mai. Das neuerbaute Hochreſer=
Darmſtadt=Buben lange in dankbarer Erinnerung bleiber
Berlin, begrüßte die Verſammlung in einer längeren
voir in der Schallersdölle, unterhalb des Auerbacher
wird. Dank denen, die uns ſolche Freude ermöglichten
Anſprache, die in anerkennenden Worten beſonders auf
Schloſſes, iſt nun fertiggeſtellt und in Betrieb genommen
die Arbeit der Gruppe Heſſen und ihres unermüdlichen
worden. Damit hat unſere Gemeinde in ganz beträchtlicher
Vorſitzenden, des Herrn Profeſſors D. Dr. Diehl ir
Das X. internationale Laun=Tennis=Turnier
Höhe Waſſer erhalten und das Bauterrain iſt dadurch be=
Friedberg, ſowie die Förderung, die dieſe Arbeit durc
deutend höher gerückt. Auf dem Waſſerbehälter wurde ein
das der Schlittſchuhklub=Sportverein=Darm
die Schulabteilung gefunden habe, hinwies. Hierau
geräumiger Ausſichtspavillon hergerichtet, der zugleich als
tadt auf ſeinen Spielplätzen am Böllenfalltor veranſtal=
hießen
die Herren Geheimerat Süffert, Oberkonſiſto
Schutzhütte dient. Die Schloßbeſucher werden dieſe prak=
tete
, iſt geſtern zu Ende gegangen. Das Turnier hatte, wie
eialpräſident D. Nebel und Bürgermeiſter Mueller die
iſche Neuerung gewiß mit Freuden begrüßen.
Um die
mehrfach mitgeteilt, zahlreiche Nennungen zu verzeichnen
Gruppenvertreter und ihren Herrn Vorſitzenden herzlich
Schmückung der Häuſer mit Blumen und
und eine ganze Anzahl hervorragender Spieler angezogen.
willkommen. Im Mittelpunkt der Feſtſitzung, die dami
Blattpflanzen mehr zu fördern, hat der Bürgerver=
Demgemäß waren die Spiele äußerſt intereſſant und die
eröffnet war, ſtand ein Vortrag von Profeſſo
ein beſchloſſen, die beſten Leiſtungen in dieſer Hinſicht im=
erzielten
ſportlichen Reſultate hervorragend, wenn auch
D. Dr. Diehl in Friedberg über das heſſiſche
Laufe des Sommers mit Prämien zu bedenken
das ſchlechte Wetter an einzelnen Tagen manche Spiel
Schulmuſenm. Der Vortragende gab zuerſt einer
Von der Bergſtraße, 14. Mai. Die Hamſter welche
tark beeinträchtigte. Das neuerbaute Klubhaus fand
geſchichtlichen Ueberblick über die Entſtehung der von ihm
bei uns an der Bergſtraße noch vor zehn Jahren unbe=
bei
allen Feſtteilnehmern in ſeiner ſchönen und zweckent=
gegründeten
und mit Unterſtützung Großh. Miniſteriums
kannt waren, haben in den letzten Jahren ſo erſchreckend
prechenden Einrichtung vollſte Anerkennung. Die einzel
ausgebauten Anſtalt, ließ dann die Zuhörer im Geiſte
zugenommen, daß man zurzeit wieder allenthalben geger
nen Spiele hatten folgende Reſultate:
einen Rundgang durch das Schulmuſeum machen und
dieſe furchtbaren Getreidevertilger ganz energiſch vorgeht.
chloß mit einem Hinweis auf den hohen wiſſenſchaft
1. Herren=Ein zelſpiel um den Pokal von
Seither konnten ſolche von jedermann gefangen und gegen
lichen und praktiſchen Wert des mit verhältnismäßig recht
Heſſen Wanderpreis, geſtiftet von S. K. Hoheit
Fangprämien den Gemeinden abgeliefert werden. Da
beſcheidenen Mitteln ins Leben gerufenen Inſtituts. An
dem Großherzog von Heſſen, und 1 Ehrenpreis. 24 Mel=
aber
dieſe Vertilgungsart ſich nicht bewährt hat, werden
den Vortrag ſchloß ſich die Beſichtigung einer kleinen
dungen. 1. Preis: Behrens 6:8, 7:5, 6:1, 6:2; 2. Preis:
iun von Gemeindearbeitern alle Felder nacheinander ab
Ausſtellung an, die Herr Profeſſor D. Dr. Diehl aus
Klopfer 5:7, 6:2, 7:5; je einen dritten Preis: Flimm,
geſucht und durch Einführung von giftigen Dämpfen in
den Beſtänden des Schulmuſeums dargeboten hatte und
von Wilm
hre Erdhöhlen dieſe Schädlinge getötet. Man glaubt auf
zu der er Erläuterungen gab. Der Feſtſitzung folgte die
2. Herren=Einzelſpie l um die Meiſter=
dieſe
Weiſe beſſer zum Ziele zu kommen.
eigentliche Hauptverſammlung, in der von einem
chaft von Darmſtadt. 31 Meldungen. 1. Preis:
Neu=Iſenburg, 14. Mai. Ein größeres Feuer
erfreulichen Fortſchritt der großen Sache, die die Geſell=
Schüler 6: 2, 6:4, 6:2; 2. Preis: Nikita 6 :0, 6:1; je
brach am Samstag nachmittag um ½2 Uhr in der Möbel=
ſchaft
für deutſche Erziehungs= und Schulgeſchichte zu
einen 3
Preis: von Wilm, Dr. Fitting.
fabrik von A. Schaller u. Sohn an der Offenbacher
ihrem Arbeitsgebiet gemacht hat, berichtet werden konnte
Damen=Einzelſpiel ohne
Vorgabe.
Straße aus. Vernichtet wurde ein Dielenlager, auch das
Am Nachmittag vereinigte ein gemeinſames Mittageſſen
Meldungen. 1. Preis: Fräulein Bamberger 6:2, 6 :3;
Maſchinenhaus hat gelitten. Die Feuerwehr, die raſch zur
in der Reſtauration Sitte, ſowie ein Ausflug nach Bens=
Preis: Fräulein J. Weihermann 6:3, 6:4; je einen
Stelle war, konnte den Brand auf ſeinen Herd beſchränken.
heim die Gruppenvertreter und Freunde der Geſellſchaft
Preis Fräulein Eberſtadt, Fräulein Bacher
Der nicht unbeträchtliche Schaden iſt durch Verſicherung
noch einmal. Dann ging man auseinander mit dem Be
gedeckt.
4.
Herren=Doppelſpiel ohne Vorgabe.
wußtſein, daß die Leitung der ſchulgeſchichtlichen Forſch=
16 Meldungen. Je einen 1. Preis: Behrens-Dr. Fitting
Bürgſtadt, 14. Mai. Eine gefährliche Extra=
ung
in Deutſchland und Oeſterreich in guten Händen liegt
tour leiſtete ſich an einem der letzten Tage der hieſige
9:7, 5:7, 6:8; je einen 2. Preis: Klopfer-Oppenheimer,
und daß in Heſſen auf dieſem Gebiete in den letzten 10
Gemeindezuchtbulle.
Als man das gewaltige
6:4, 3 :6, 6 : 1.
Jahren mehr geleiſtet worden iſt, als in irgend einen
Tier vom Hofe nach dem Stalle bringen wollte, riß es ſich
5.
Gemiſchtes Doppelſp iel ohne Vor=
der
in der Geſellſchaft für Schulgeſchichte vertretenen
plötzlich von ſeinem Führer los und rannte mit einigen
gabe. 18. Meldungen. Je einen 1. Preis: Frau Lert=
Lande.
rieſigen Sätzen ſtatt in den Stall die nebenan befindliche
Behrens o. Sp.; je einen 2. Preis: Frl. Eberſtadt-Frie=
Treppe zum Heuboden hinauf. Der Bulle beſah ſich hier
gaſt, 6:2, 6: 4.
das duftende Heu und erſchien dann zum Schrecken ſeines
Jung=Darmſtadts Pfingſtwanderung
6a. Herren=Einzelſpiel mit Vorgabe.
Führers vor der engen Luke, die zum Hofe führt. Ein
Meldungen. 1. Preis: Schüler 6:2 o. Sp.; 2. Preis:
32
Man ſchreibt uns: Am Tage vorher wurden die
B.
Sprung aus fünf Meter Höhe, ein dumpfer Schlag, und
Flimm jun. 6:5, 6:3; je einen 3. Preis: Schulte und
Vorbereitungen getroffen. Wir empfingen in der Ar=
der
16 Zentner ſchwere Bulle lag regungslos auf dem ge=
Friegaſt
tilleriekaſerne Zeltausrüſtungen und jeder Junge für
pflaſterten Hofe. Als der raſch zum Abſchlachten herbei=
Herren=Einzelſpiel mit Vorgabe.
6 b.
age Konſerven: Erbſen und Rindfleiſch
2
gerufene Metzger erſchien, ſprang der Bulle plötzlich wie=
16 Meldungen. 1. Preis: Heß 6:1, 6:5; 2.
Preis
Pfingſtſonntag früh und Regenwetter! Aber das hielt
der auf und in den Stall, wo er ſich ſofort das Heu wohl=
Schwarz 5:6, 6:5, 6:2; je einen 3. Preis: Amerikaner
uns nicht ab, wir fuhren los nach Fürth i. O. Unter fröh=
ſchmecken
ließ
und Pfannmüller
lichem Geſang zog die Schar durch die Dorfſtraßen, zuerſt
Mainz,
14. Mai. Die Niederlegung der
Damen=Einzelſpiel mit
Vorgabe
durchs Feld, dann durch Wald ſteil aufwärts hinauf au
Feſtungswerke an der Südfront der Stadt
27 Meldungen. 1.
Preis: Fräulein Bamberger 6 :3, 6 :4
die Tromm. Das Wetter klärte ſich langſam auf, es wurd
macht neuerdings ſehr raſche Fortſchritte. Gegenwärtig
Preis: Fräulein Eberſtadt 1:6, 6:4, 6:3; je einen
ſchön und oben angekommen, lag die herrlichſte Odenwald
iſt man mit der Abtragung der gewaltigen Wälle am
3.
Preis: Frl. J. Weihermann, Frl. T. Weihermann
landſchaft zu unſeren Füßen; ringsum Berge ſo weit das
Gonſenheimer Tor beſchäftigt. Das Tor ſelbſt iſt
3. Herren=Doppelſpiel mit Vorgabe
Auge reicht. Weiter ging es zum Irene=Turm und dann
bereits zum großen Teil geſprengt. Wie am Binger Tor,
20 Meldungen. Je einen 1. Preis: Ede-Müller 6:4
ſteil hinab nach Gadern, wo wir an einem Bächlein unſer
ſo wird auch hier die Straße, die nach Gonſenheim führt,
0:6, 6:1; je einen 2. Preis: Grüder-Schreiber 6 :3
Zelt errichteten und Erbſenſuppe und Rindfleiſchkonſerver
bis zur Höhe der auf der höchſten Umwallung hinführen=
4:6, 6 : 3.
bkochten, ein herrliches Mahl, faſt zuviel ſelbſt für ſehr
den Mombacher Straße aufgefüllt. Auf eine Strecke von
9. Gemiſchtes Doppelſpiel mit Vorgabe
hungrige Mägen. Dann gings weiter nach Waldmichel=
mehr
als 100 Metern muß die Gonſenheimer Chauſſee
25 Meldungen. Je einen 1 Preis: Frau Hiltermann-
bach
, wo der Führer in einer Scheuer Unterkunft beſtell
hier bis zu 3 und 4 Meter Höhe aufgefüllt werden. Ein
Behrens o Sp.; je einen 2. Preis Fräulein Bacher=
hatte
. Wollene Woilachs waren vorausgeſchickt worden
ganz neues Landſchaftsbild bietet ſich dem Beſchauer jetzt
Oppenheimer 6 :5, 6:1
ſo daß keiner zu frieren brauchte. Unſer Abendeſſen ver=
hinter
dem niedergelegten Binger Tor auf dem Linſen=
10. Junioren=Einzelſpiel mit Vorgabe
zehrten wir im Freien am Lagerfeuer. Holz und Strol
berg dar. Der große Garten, der dort vom Militär=
48 Meldungen. 1. Preis: K. Walbe 6: 2, 6:1; 2. Preis
ſchenkte uns ein freundlicher Bauersmann. Leider mußter
fiskus für den Stadtkommandanten bereitgeſtellt war, iſt
Amerikaner 6:5, 6:3; je einen 3. Preis: Heß und
wir unſeren Lagerplatz bald räumen, weil ein nahes Ge
geöffnet und durch eine breite Ringſtraße in letzter
Eggers
witter uns vertrieb; ſo ging es früh ins Stroh. Nach un=
Zeit durchſchnitten worden, die im Bogen hinauf zum
Am Montag abend einten ſich ein Teil der Tur=
endlichem
Geſchwätz und Neſtgebaue ſchliefen wir, bis der
neuen ſtädtiſchen Krankenhaus führt. Auf der Stelle, wo
nierſpieler, der Vorſtand und zahlreiche Mitglieder des
ſich früher die mächtigen Wälle bis zum höchſten Punkt
Morgen in die Scheune dämmerte
Schlittſchuhklub-Sportvereins
zu einem gemeinſamen
der Mathildenterraſſe hinaufzogen, wird gegenwärtig auf
Am Brunnen wuſchen wir uns bei unſerem Wirt
Abendeſſen im Hotel zur Traube, das ſich zu einer ſchönen
einem das ganze Stadtbild überragenden, herrlich gelege=
einem
Bäcker, gab’s backofenwarme Brötchen, Kaffee hatten
Ze eeä

Irreleitung des Schönheitsgefühles, ſie lieben das Schön=
ſchon
geraume Zeit zurück. Sie fällt in das Jahr 1900,
Charakter der Rolle nach jeder Richtung hin erſchöpfte
und Anmutige, ſuchen es mit allen Mitteln an ſich ſelbſt
als Dr. W. Buſſe (jetzt vortragender Rat im Reichs
im einzelnen vielleicht etwas zu raſch ſprach. Für den
u erfüllen und werden ſo, wenn auch auf anderem Wege,
kolonialamt) auf einer Forſchungsreiſe durch den Süden
grübelnden und ſelbſtpeinigenden Reflexionen ſich hin=
ebenfalls
von ihrer Toilette abhängig. In der Praris
Oſtafrikas den ſteinernen Wald berührte. Wie Buſſe
gebenden, philoſophierenden Tiſchler Anton, deſſen einzige
unterſcheiden ſich dieſe beiden Typen ſehr ſcharf; bei der
ſeinerzeit berichtete wurden ſeine Verſuche, Stammſtück=
Schuld ſein ſelbſtbewußtes Pochen auf ſeine Redlichkeit iſt,
von Gefallſucht geplagten Frau beſchränkt ſich der Toilet=
mitzuführen
, zu Schanden, weil die dazu angeworbener
and Herr Baumeiſter neben den herben Tönen des
tenluxus faſt ausſchließlich auf Stücke, die geſehen wer=
Träger ſich der unliebſamen Arbeit durch die Flucht ent
tarren Rechtlichkeitsfanatikers ſeinen Angehörigen gegen=
den
, auf das Aeußere, während jene Kleidungsſtücke, die
zogen. Einige Jahre ſpäter entdeckte unabhängig von
über auch wärmere Herzenstöne, wodurch er ſich von
außen nicht zur Geltung kommen, faſt immer ſchlimm
Stabsarzt Dr. Arning den verſteinerten Wald
Buſſc
ſeinem Vorgänger unterſchied, der die Härte und Unzu=
vernachläſſigt
ſind. Bei dem anderen Typus wird die
von neuem. Dr. Arning konnte außer der Kunde wenig
gänglichkeit dieſes Charakters mehr hervorhob. Mit künſt
Sorge für die Kleidungsſtücke um ſo größer, je näher
ſtens einige in der Deutſchen Kolonialzeitung wiederge=
leriſchem
Takte und ohne die Allüren eines Theaterböſe
das betreffende Gewand der unmittelbaren Berührung
gebene photographiſche Abbildungen mitbringen. Seither
wichts ſpielte Herr Weſtermann die Rolle des Leon=
mit
dem Körper liegt. In beiden Fällen aber, ſo führtt
blieben die Funde ſich ſelbſt überlaſſen. Um ſo erfreulicher
hard, mit Natürlichkeit und Wärme des Empfindens, Herr
der Gelehrte aus, begleiten ſtark luſtbetonte Gefühls=
iſt
die Nachricht von der auf Veranlaſſung der genannten
Ehrle die des Sekretärs Sehr ſympathiſch war die
erregungen das Anziehen ſchöner und hübſcher Gewän
Reiſenden nunmehr erfolgten eingehenderen Unterſuchung
Frau Anton des Frl. Heumann. Der meiſterhafter
der. Die Patientin mit der Waſchmanie iſt dafür ein
der wiſſenſchaftlich ſo wertvollen, vorzeitlichen Reſte durch
Darſtellung des trotzigen und ſelbſtbewußten Karl durch
Beiſpiel: ihr iſt die Vorſtellung von Körperpflege und
die Tendaguruexpedition. Hoffentlich gelingt es dem Lei=
Herrn Schneider war die ergreifende Kontraſtwirkung
Sauberkeit ſo unentbehrlich geworden, daß ſie das fort=
ter
dieſes Unternehmens, einige größere Stammteile nach
des letzten Aktes zu verdanken. Die kleineren Rollen des
währende Waſchen und Baden faſt mechaniſch als einen
Die reiche Fundſtelle aber
Deutſchland überzuführen.
Kaufmanns und der beiden Gerichtsdiener waren durch
Genuß empfindet, nicht anders, als der Rhythmus eines
ſollte baldigſt von dem Gouvernement unter Schutz geſtellt
die Herren Heinz, Peterſen und Herrmann gut
Walzers gewiſſe Muskelerregungen mit ſich bringt.
und die Stämme ſollten vor Ueberwucherung durch die
vertreten
Vegetation und Zerſtörung durch die Menſchen bewahrt
Der klein
Herr Baumeiſter führte die Regie
* Ein Schmutzregen über Athen. Ein regelrechter
werden, um kommenden Geſchlechtern unverſehrt erhalter
bürgerliche Stil des Rahmens, in dem ſich die Tragödie
Regen wäſſerigen Schmutzes hat die Athener zu Pfing=
zu
hleiben
abſpielt, war meiſterhaft getroffen.
ten beglückt. Der Regen war derart von Schmutz durch
Zwei Frauentypen. Einen intereſſanten Verſuch,
ſetzt, daß manche weiße Damentoilette ihr Ende fand
die Vorliebe der Frauen für hübſche Kleider pſychologiſch
Man führt dieſe noch nie beobachtete Naturerſcheinung
zu erklären, hat der engliſche Pſychiater Dr. C. T. Ewart
auf den Ausbruch eines Vulkans zurück, wobei die feinen
Feuilleton.
bei der letzten Sitzung der pſychiatriſchen Abteilung der
Staubteile vom Winde fortgetragen wurden und ſich über
ritiſchen Royal Society of Medicine unternommen. Der
DKG. Ein verſteinerter Wald im Süden von Deutſch=
Athen mit einem Regen vermiſchten
Forſcher führte den Aerzten eine Patientin vor, die an
Oſtafrika. Dieſer Tage ging die Nachricht von der wiſſen
* Ein Schiff mit weiblicher Mannſchaft. Aus=Boſton
Waſchmanie leidet und ſich nicht von der Vorſtellung
ſchaftlichen Erſchließung eines einzigartigen Fundes aus
kommt die Nachricht, daß dort der Schoner Hiram die
befreien kann, ſich fortwährend waſchen und baden zu
der Urzeit Deutſch=Oſtafrikas durch die Preſſe
Reiſe nach New=York angetreten hat. Das merkwürdige
müſſen, ſo daß ſie damit buchſtäblich ihre Tage ausfüllt
Der Leiter der Tendaguruexpedition, Dr. H. Reck, hat ſich
an dieſer Reiſe iſt, daß ſie nur mit weiblichem Perſonal
An dieſen Fall anknüpfend, verſuchte Dr. Ewart eine pſy
vor kurzem von den Ausgrabungsfeldern der Saurier=
ausgeführt
wird. Die Kapitänin hatte in der letzten
hologiſche Klaſſifizierung jener Frauen, die ſich faſt un=
ſunde
im Lindibezirk in das Flußgebiet des Mbarangandu
Zeit immer Streitigkeiten mit ihrer männlichen Mann=
usgeſetzt
mit ihrer Kleidung beſchäftigen, und ſtellte da=
Dondeland. Bezirk Kilwa) begeben, um dort die großen
ſchaft, ſo daß ſie ſich entſchloß, nur noch mit weiblichen
ei zwei verſchiedene Typen auf. Bei dem einen Frauen=
Reſte eines verſteinerten Waldes näher zu unterſuchen,
Matroſen zu fahren. Als einzige männliche Perſon iſt
typus beruht die Putzſucht nur auf Eitelkeit, ſie will ihre
die ein Naturdenkmal von ſeltenem Werte im Süden der
in zweiter Deckoffizier namens Horne, der Mann der als
Toilettenſchätze entfalten, will Aufſehen erregen, will ele=
Kolonie darſtellen. Ausgezeichnet erhaltene, bis zu 15
aute Seefahrerin bekannten Beſitzerin des Schiffes, an
Bei
gant ausſehen, will nach außen Eindruck machen.
Meter lange Stämme wurden in großer Anzahl gefunden
Bord
dem anderen Typus erwächſt die Putzſucht aus einer Art
Die erſte Entdeckung dieſer verkieſelten Baumſtämme liegt

[ ][  ][ ]

Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 15. Mai 1913.
Nummer 111.
nen Punkt ein ſtattlicher Monumentalbau aufgeführt, den
Hamburg, 13. Mai. Der Dampfer Impera=
die
Aktienbrauerei für ihre Direktion errichten läßt
Gerichtszeitung.
tor tritt ſeine erſte Reiſe nach New=York am 11. Jun
an. Inzwiſchen wird das Schiff ausgedehnte Probefahr=
Nieder=Ingelheim, 14. Mai. Ein ſchwerer Un=
Das Ende des Mordprozeſſes gegen Frau
ten unternehmen und dem Publikum für eine Reihe vor
fall ereignete ſich geſtern in der chemiſchen Fabrik vor
Dr. Blume,
Tagen zur Beſichtigung freigegeben.
Beringer. Ein Säureballon zerplatzte und die
Poſen, 13. Mai. Nach achttägiger Verhandlung
Säure ergoß ſich über die 30= und 26jährigen Fabrik
Kuxhaven, 13. Mai. Im Wernerwald bei Kuxhaver
iſt,
wie bereits telegraphiſch gemeldet, der Mord=
arbeiter
Peter Michel und Hch. Schweikert, die
wurde vergangene Nacht ein junger Pfadfinder
vot
prozeß gegen Frau Dr. Blume vor dem hieſigen
beide ſchwer, beſonders im Geſicht, verletzt wurden
Die
einem Kameraden angeſchoſſen und ſtarb
Schwurgericht zu Ende gegangen. Wie noch erinnerlich,
Schweikert dürfte ſein Augenlicht verlieren, die Schwer
Pfadfinder waren einige Male von Wilderern angefallen
wurde gleich zu Beginn des erſten Sitzungstages von
verletzten wurden ins Rochushoſpital nach Mainz ge
worden und hatten deshalb Revolver und ſcharfe Patro=
dem
Vertreter der Anklage der Antrag auf Ausſchluß der
bracht
nen mitgenommen. Sie ſtießen wiederum mit Wilderern
Oeffentlichkeit geſtellt und mit der Gefährdung der öffent
Bad Nauheim, 14. Mai. Zwiſchen den Kurverwal
zuſammen, wobei ein Pfadfinder den verhängnisvollen
lichen Sittlichkeit begründet. Der Gerichtshof hat dem
tungen Bad Nauheim und Bad Homburg und einen
Schuß abgal
Antrag auch ſtattgegeben, und zwar in einer überaus
Unternehmer iſt eine Vereinbarung wegen Veranſtal
Breslau, 14. Mai. Der mit ſeiner Frau in Scheidung
trengen Form. Auch den Vertretern der Preſſe wurde
tung von gemeinſamen Autofahrten für die
liegende Kapellmeiſter Paul Schmidt iſt
von ihr
die erbetene Zulaſſung zu den Verhandlungen nicht be=
Kurgäſte durch den Taunus bis nach Wiesbaden abge
geſtern erſchoſſen worden. Die Frau erſchoß ſich nadh
willigt. Soviel bekannt geworden iſt, hat Frau Dr
chloſſen worden. Die Fahrten werden in der nächſten
der Tat ſelbſt
Blume, die nur des Totſchlags unter Zubilligung mildern=
Zeitsihren Anfang nehmen
Breslau, 13. Ma
Am Pfingſtmontag drangen
A
der Umſtände von den Geſchworenen für ſchuldig befun
Langsdorf, 14. Mai. Das Defizit der hieſigen
Einbrecher in das Bankhaus von Stein u. Co. in
den wurde, den Prozeß verhältnismäßig gut uberſtan
Kaſſe beträgt, wie dem M.
J. zufolge nunmehr feſt
der Karlſtraße ein, arbeiteten ſich von dem Keller des
den, obwohl ſie mehrmals von Schwächeanfällen heim=
ſteht
, 627000 Mark. das von 92 Mitgliedern zu decken iſt
Grundſtücks durch die ſchweren Betonmauern bis zum
geſucht wurde. Der Vorſitzende hat ihr die geſetzlich er
ſo daß jeder 7000 Mark zu zahlen hat
Kaſſenraum durch, erbrachen zwei große Geldſchränke und
laubten Erleichterungen zukommen laſſen. Die Angeklagte
erbeuteten ungefähr 500 Mark Silbergeld, darunter öſter
hat auch das auf vier Jahre Gefängnis lautende
reichiſche und ruſſiſche Silbermünzen. Vorſichtigerweiſe
Urteil mit großer Ruhe entgegengenommen. Aus der
Heſſiſcher Lehrertag.
hatte der Kaſſierer, wie ſtets am Samstag, die geſamten
materiellen Verhandlung iſt natürlich nur wenig durch=
Barbeſtände in Stahlpanzerſchränken untergebracht
geſickert. So viel ſcheint aber feſtzuſtehen, daß die An
(Siehe auch Seite 15.)
daß in den Schränken der oberen Kaſſenräume nur wenig
geklagte an einem geiſtigen Defekt leidet, der Ausſchreit=
(*) Bad Nauheim, 14. Mai. Vormittags 8¼ Uhr
Geld vorhanden war. Die Firma iſt durch Verſicherung
ungen nach der geſchlechtlichen Seite hin erklärlich macht,
begann in dem Gaſthaus Zum Ritter die Hauptver
gedeckt, ſie erleidet an dem geſtohlenen Bargeld keinen
Sie blieb bei ihrer faſt zweieinhalbtägigen Vernehmung
ammlung des Deutſchen Lehrervereins
Schaden. Die großen Stahlpanzerſchränke, welche die
dabei, daß ſie die Tat in einem Zuſtand von Un
für Naturkunde unter dem Vorſitz des Lehrers Reitz=
Depots enthalten, ſind unverſehrt geblieben
urechnungsfähigkeit begangen habe und daß ſi
Offenbach. Er erſtattete nach kurzen Begrüßungsworten
ſich auf Einzelheiten nicht mehr erinnern könne. In mehe
Paris, 14. Mai. Aus Trébeurden (Bretagne)
den Jahresbericht. Die Mitgliederzahl ſtieg um 70
als einer Beziehung iſt die Verurteilte der Frau von
wird gemeldet: Der Steinmetz Lechudence unternahm
und beträgt jetzt 710 in 34 Bezirksvereinen. Nach der
Schönebeck vergleichbar. Der erſchoſſene Dr. Blume gal
mit ſeiner Frau und zwei Knaben eine Bootsfahrt
Rechnungsablage, die Rechner Diehl erſtattete, beträgt das
als Typ des ſtillen deutſchen Gelehrten. Seine Bekann
als eine Sturzwelle das Fahrzeug zum Kentern
Vermögen des heſſiſchen Vereins 233,23 Mark. Der Vor
ten wunderten ſich ſehr, daß er das lebensluſtige jung
brachte. Lechudence und ſeine zwei Kinder ertranken
ſtand wurde durch Zuruf wiedergewählt. Von größtem
Mädchen zur Frau nehmen wollte. Er war vor der Hoch=
Intereſſe war der Vortrag von Dr. Hoffmann=Friedberg
die Frau konnte gerettet werden, wurde jedoch wahn=
zeit
zu einem jungen Mädchen der guten Geſellſchaft in
: Das Waſſer im Leben der Pflanze.
Die
ſinnig
Beziehungen getreten, die aber lediglich idealer Natur
Hauptverſammlung des Landes=Lehrer=
Paris, 14. Mai.
Nach einer Blättermeldung au
waren. Den Briefwechſel mit der jungen Dame ſetzte
vereins begann um 10 Uhr im neuen Konzertſaale des
Saida (Algerien) habe der ehemalige Bürgermeiſte:
er auch nach der Hochzeit fort. Nach Andeutungen in
Kurhauſes bei ſehr ſtarkem Beſuch. Obmann Huff be=
von
Uſedom, Trömel, der ſeit dem 10. April unte
dieſen Briefen war das Eheleben des jungen Paares
grüßte unter ſehr lebhaftem Beifall den Vertreter der
dem Namen Tungel in dem zweiten Fremdenlegionär
heſſiſchen Regierung. Geheimerat Süffert= Darm=
ſchon
nach wenigen Wochen getrübt, und zwar durch die
regiment dient, den Offizieren auf ihr Befragen erklärt
ſtadt, ferner die Kreisſchulkommiſſion Friedberg, Bürger
Schuld der Frau, die es auch mit ihren Hausfrauenpflich=
daß
er gegen die in deutſchen Blättern ihm zugeſchrie=
meiſter
Dr. Kayſer=Bad Nauheim, den Vertreter des
ten ſehr wenig ernſt genommen zu haben ſcheint. Die
bene Anſicht Einſpruch erhebe. Er habe ſogar bekräftigt
Deutſchen Lehrervereins, Rektor Günther. Bürgermeiſter
umfangreichen Gutachten der mediziniſchen
daß er ſeine Handlungsweiſe reiflich über=
Dr. Kayſer hob unter lebhaftem Beifall hervor, daß Bad
Sachverſtändigen befaßten ſich überwiegend mitz
legt habe und nicht im geringſten daran denke, die
Nauheim durch Schaffung von Schulbauten, Errichtung
dem Sexualleben der Angeklagten, ferner mit der Fräge
Fremdenlegion zu verlaſſen. Das Zivilleben habe ihn
von Schulklaſſen uſw. für ſeine Volksſchule ſorge. Durch=
ob
allgemeine Strafausſchließungsgründe im Sinne des
nur Enttäuſchungen und Unannehmlichkeiten gebracht, und
ſchnittlich entfalle auf jede Klaſſe eine Schülerzahl von 38
§ 51 des Str.=G.=B. vorhanden ſeien. Wie verlautet
o habe er ſich entſchloſſen, in die Fremdenlegion einzu
und die hieſige Realſchule käme dank der guten Volks
ſollen einige Sachverſtändige das Vorhandenſein ſolcher
reten. Er wolle ſeine Soldatenpflicht erfüllen und hoffe
ſchule ohne Vorſchule aus. Der Obmann ſprach der
Gründe auch zugegeben haben, ſo daß der Verteidiger
unverzüglich nach Marokko geſchickt zu werden
Wunſch aus, daß bei Reviſion des Volksſchulgeſetzes die
hierauf ſeinen Antrag auf Freiſprechung ſeiner Klientir
London, 14. Mai. Nach einer Blättermeldung ſind
Einheitsſchule und die Herabſetzung der Schülerzahl vor
gründete. Der Spruch der Geſchworenen zeigt aber, daß
geſehen werden möge. Rektor Günther erwähnte al
die engliſchen Eiſenbahngeſellſchaften durd
ſie in der Mehrzahl der gegneriſchen Anſicht gefolgt ſind
Vertreter des Deutſchen Lehrervereins die Wohltätigkeits
anonyme Briefe davon in Kenntnis geſetzt worden, daſ
und die anormale Veranlagung der Frau Dr. Blume nur
pflege des Heſſiſchen Lehrervereins. Die Heſſen haber
die Wahlbanditinnen den Plan gefaßt haben, einen Ex=
als
Grund für die Zubilligung mildernder Umſtände
der Gründung einer Kaiſer=Jubiläums=Stif
preßzug zur Entgleiſung zu bringen. Infolgedeſſen ſind
gelten laſſen wollten. Nachdem der Vorſitzende das Ur
tung für tuberkulöſe Lehrer mit Freuden zuge
auf allen Bahnhöfen großzügige Vorſichtsmaßregeln er=
teil
geſprochen und, wie geſetzlich vorgeſchrieben, nur
ſtimmt. Die deutſchen Lehrer geben für ihre bereits be=
griffen
worder
ganz kurz formell begründet hatte, wurde die Verurteilte
ſtehende Wohltätigkeitspflege alljährlich eine halbe Mil=
Athen, 13. Mai. Das Komitee der Olympiſchet
in das Unterſuchungsgefängnis zurückgeführt
lion aus. Obmann Huff machte die Mitteilung, daß de
Spiele hat im Einvernehmen mit der Regierung be=
Der Fall Blume iſt mit der Verurteilung der An=
Landes=Lehrerverein jetzt eine neue Stiftung gegründet
ſchloſſen, daß die internationalen Olympiſchen Spiele im
geklagten noch nicht zu Ende, ſondern wird ein Nachſpiel
habe, die Penſionszuſchußkaſſe. Es ſprachen noch Kreis
Frühjahr 1914 in Athen ſtattfinden ſollen
Bekanntlich iſt Frau
vor den Zivilgerichten haben.
rat Schliephake namens der Kreisſchulkommiſſion
Blume im Gefängnis von einem Mädchen entbunden
Waſhington, 13. Mai. Im Marinedepartement
iſ.
Seminaroberlehrer Hecker namens des Lehrerſeminars
worden. Die Eltern des Erſchoſſenen beſtreiten nun, daſ
eine große Anzahl geheimer Dokumente ver
zu Friedberg und Oberlehrer Krödel namens der
ihr Sohn der Vater des Kindes ſei. Es ſoll daher durch
chwunden, darunter ein Teil der Pläne für da
Lehrer Nauheims. Dann folgten die beiden Vorkräge:
gerichtliches Urteil die Aberkennung der Vaterſchaft Dr.
Schlachtſchiff Pennſylvania‟. Eine Unterſuchung iſt ein
Lehrer Koch: Rouſſeau und Wir und Lehrer Heiſt: Die
Blumes ausgeſprochen werden.
Erziehung zum Staatsbürger durch den Verfaſſungsunter
geleitet
richt in Volks= und Fortbildungsſchule
.
Anſchließend
fand das Feſteſſen ſtatt
Nachmittags wurden
die Sehenswürdigkeiten der Stadt beſichtigt. Um 4 Uh
Der Nieder=Modauer Bank=
Luftfahrt.
fand noch ein Konzert ſtatt.
Prinz Heinrich=Flug 1913.
krach vor der Strafkammer.
Die erſten beiden Etappen des Prinz Heinrich=Fluges
29. Verhandlungstag
Reich und Ausland.
(Offizieller Bericht der Flugleitung.
g. Zu Beginn der geſtrigen Verhandlung wurden
Aus der Reichshauptſtadt, 13. Mai. Die ſeit dem 1
vom Staatsanwalt zwei ärztliche Gutachten über der
Zum Prinz Heinrich=Flug hatten genannt 21 Flieger,
Januar tätige Reichsverſicherung für Ange
Geſundheitszuſtand Iſaaks überreicht. Dieſer wurde wäh=
ferner
2 zur Reſerve für ausfallende Herren. Ein Flieger
ſtellte iſt zurzeit in Mieträumen am Hohenzollerndamm
rend der Feiertage wiederholt von zwei Aerzten unter
erſchien nicht am Start, 3 Flieger ſchieden bei der Vor
untergebracht. Es wird jedoch geplant, für dieſe jüngſt
ſucht. Die Gutachten beſagen, daß Jſaak völlig ver
prüfung aus, darunter Leutnant Weyer, der abſtürzte un
Reichsbehörde bald ein eigenes Dienſtgebäude zu erbauen
handlungsfähig ſei. Jſaak wird ſodann nochmals übe
ſich ein Bein brach. Zum endgültigen Start traten an:
Hierfür iſt ein umfangreiches Gelände am Fehrbelliner
das Delkredere den Schuldentilgungsfonds von 55000
19 Flieger. Am Pfingſtſonntag herrſchte in Wiesbaden
Platz, an deſſen nordweſtlicher Seite auch das neue Wil=
Mark vernommen. Er erklärt, er wollte Nieder=Modar
ſtarker Wind, in Gießen und namentlich in Kaſſel goß e=
mersdorfer
Rathaus erbaut werden ſoll, in Ausſicht ge=
etwas
zur Verfügung ſtellen für etwaige Verluſte bei der
in Strömen; in Kaſſel traten noch außerdem in den Nach=
nommen
. Geſtern begannen die Hirſch=Duncker=
Hypothek für den Darmſtädter Hof, auch für den Fal
mittagsſtunden ſtarke Gewitter auf, die auch aus anderen
chen Gewerkvereine ihren 18. Verbandstag. Der
daß die Genoſſenſchaftsbank durch Diskontierung der
Gegenden der Flugſtrecke gemeldet wurden. Es war zu=
Verbandsdelegierte Gleichauf vom Gewerkverein der Mc
Kreditbank=Wechſel Schaden erleiden ſollte. Im übrigen
nächſt eine Zwiſchenlandung in Gießen vorgeſehen. Trot
ſchinen= und Metallarbeiter griff in ſeinem Referat die Re=
müſſe
er betonen, daß das Geſchäft zwiſchen Genoſſen=
des
böigen Windes wurde dieſe Zwiſchenlandungsſtell
gierung ſcharf an. Der als Vertreter des Reichsamts der
ſchaftsbank und Kreditbank ganz anders arrangier
am erſten Tage von 15 Fliegern erreicht, 13 gelangten an
Innern anweſende Geheimrat Siefart ſtellte an
wurde, als er es angeregt hatte. In einem Brief von
demſelben Tage noch nach Kaſſel. Dieſe Leiſtung iſt un=
den
Vorſitzenden das Anſinnen, er möge gegen die in dem
4. September 1908 an die Genoſſenſchaftsbank will Jſaa
bedingt eine hervorragende zu nennen, da die Flieger in
Referat enthaltenen, maßloſen Uebertreibungen auftreten
ferner für eventuellen Verluſt 35000 Mark dem Nieder=
den
Nachmittagsſtunden den Flug gewagt haben, obwoh
widrigenfalls es ihm nicht länger möglich ſei, den Ver
Modauer Verein zuführen. Jſaak meint, dies ſei auc
ihnen von der Oberleitung in Kaſſel eine Warnung vor
handlungen beizuwohnen. Der Vorſitzende Hartmann er
für Delkredere geweſen. In einem Brief vom 2. Sep=
dem
Abflug wegen des Gewitters zuging. Die Flieger
klärte, er bedauere das, ſehe aber keine Veranlaſſung
tember 1908 an Adam erklärte Jſaak, er könne einen gro
die zum Teil ſehr erſchöpft in Kaſſel ankamen, ſchilderten
etwas von dem, was der Referent geſagt, zurückzuweiſen
zen Betrag für Nieder=Modau deponieren. Vor dem Ab
die großen Anſtrengungen, die der Flug gemacht hatte in
Gegenteilige Meinungen könnten in der Diskuſſion zun
chluß des Geſchäftes zwiſchen Genoſſenſchaftsbank un
folge der ſtarken Böen, die auch in großer Höhe über dem
Ausdruck gebracht werden. Darauf erhob ſich der Vertre
Landw. Kreditbank ſchrieb Iſaak u. a., es wäre ihm eine
gebirgigen Terrain zu ſpüren geweſen ſind. Eine Reihl
ter des Reichsamt des Innern und verließ den Saal, mit
große Genugtuung, den Verluſt, den Nieder=Modau durch
von Notlandungen, zu denen die Flieger infolge Motor
ihm der zweite Regierungsvertreter vom Reichsverſiche=
verſchiedene
ſeiner Geldnehmer erleidet, auf dieſe Weiſe
defekts oder infolge Gewitters gezwungen waren, gingen
rungsamt, Kühler. Als Mörder des Knaben
wieder gut zu machen. Dieſe Aeußerung erklärt er da=
ſämtlich
glücklich vor ſich, einige Apparate wurden bei de
Klähn wurde der 30 Jahre alte Joſef Ritter verhaf=
mit
, daß er nur bezweckte, das Geſchäft perfekt zu machen
Landung oder beim Start beſchädigt; es ſchieden infolge=
tet
, welcher als Koch und Diener bei den Gebr. Guttmann
und er habe gewußt, daß Ihrig großes Intereſſe an
deſſen drei Flieger vom weiteren Wettbewerb aus
in der Hohenzollernſtraße in Stellung iſt. Er hat bereits
Nieder=Modau hatte. Als Geldnehmer, durch die Nieder
Die Organiſation bewährte ſich. Die Begleit= und
ein volles Geſtändnis abgelegt. Er will die Ta=
Modau Verluſte erlitten habe, bezeichnet er Pallmann
Laſtautomobile waren auf telephoniſchen Anruf der Flie
ausgeführt haben, weil ihn der Knabe habe erpreſſen wol
Eine nähere Begründung, aus welchen Gründen er etwas
ger ſtets bald zur Stelle. Nicht wenig trug hierzu di
len. In ſeiner Angſt ſei er zum Mörder geworden. De=
gut
machen wollte, was er nicht verſchuldet habe, kann
vorzügliche Organiſation der Poſt bei, die den außerge
verhaftete Ritter hat das graugrüne Packpapier, in das der
Iſaak nicht geben. Auf die Frage des Staatsanwalts
wöhnlichen Anſprüchen an Geſprächen mit einer Schnellig=
Leichnam des Kindes gehüllt war, in einem Geſchäft ge
was ſich Iſaak dabei gedacht habe, daß in den
Jahren
keit nachkam, daß auch die Herren, die gewohnheitsmäßig
kauft, deſſen Verkäufer den Diener beſtimmt wieder erken
19051908 für 1380000 Mark perſönliche Wechſel
Adams
viel telephonierten, des Lobes voll waren
nen wollen. Es wurde ermittelt, daß Ritter mehrfach mi
gedacht
mit dem Giro Iſaaks liefen, gibt er an, daß er
Am zweiten Tage erfolgte der Start von Kaſſel nach
Knaben verkehrte, und daß er den Knaben Klähn in einem
habe, Adams Unterſchrift verpflichte auch den
Verein
Koblenz. Eine Strecke von 170 Kilometer in der Luft
Geſchäft in der Lützowſtraße, wo der Junge Botengänge
Daß die Wechſelgeſchäfte von 1905 bis 1906
gänzlic
linie, gegenüber 165 Kilometer am erſten Tage. Koblenz
ausführte, kennen gelernt habe. Eine Hausſuchung be
ruhten, erklärt er damit, daß damals eine Pauſe in der
wurde von 10 Fliegern erreicht; 11 hatten ſich dem Starter
Ritter förderte die ſchwerſten Beweismomente zutage
Baugeſchäften eintrat. Die perſönlichen Wechſel Adams
geſtellt. Die zweite Etappe war die ſchwierigſte, da die
unter deren Druck er dann ein Geſtändnis ablegte. Au
ſeien durch eigenes Bauen des Adam allein oder in Ge=
Orientierung über den bewaldeten Höhen außerordentlich
die Ergreifung des Mörders hatte die Polizei eine Be=
meinſchaft
mit Pallmann entſtanden
chwierig war. Bei Wahl der Luftlinie konnte der Kurs
lohnung von 1000 Mark ausgeſetzt
Sodann wird zur Vernehmung des Angeklagter
nur mit Hilfe des Kompaſſes gefunden werden. Auch am
München, 14. Mai. Geſtern nachmittag fuhr bei Neu
Ihrig geſchritten. Bei der Einlöſung der Wechſel im
weiten Tage durchzogen, nachdem ſich der Nebel ſtellen=
herberg
in der Nähe von Schleißheim ein mit vier Per=
Jahre 1905 ſei er von der Erwägung ausgegangen, daß
weiſe gelegt hatte, noch zahlreiche Gewitter die Flug
ſonen beſetztes Automobil, das eine Straßenkurve zu
ſich Nieder=Modau durch Hergabe von Sicherheiten Kredi
ſtrecke, ſo daß auch die Leiſtung dieſes Tages rühmend
charf nahm, in den Straßengraben und überſchlug ſich
verſchafft habe, daß alſo durch die Einlöſung durch die
hervorgehoben werden muß. Die Strecke Wiesbaden-
Der Beſitzer und Wagenlenker, der Bankbeamte Eduard
Genoſſenſchaftsbank kein Verluſt entſtehen könne. Daf
Gießen, 65 Kilometer, wurde am ſchnellſten von Diplom
Simoneid aus Berlin, geriet unter den Wagen und wurde
dieſe Wechſelgeſchäfte nicht gebucht wurden, habe er für
Ingenieur Thelen auf einem Albatros=Doppeldecker und
ſofort getötet, die übrigen Inſaſſen kamen mit gering
einen Buchhaltungsfehler gehalten. Die perſönlichen Wech=
von
Lt. Joly auf einem Eindecker der Gothaer Waggon
ſel Adams ſeien mit eingelöſt worden, weil ein großer
fügigen Verletzungen davon
fabrik mit rund 56 Minuten zurückgelegt. Auf der Etappe
Teil der Sicherheiten auf den Namen Adam lief. Ec
Gießen-Kaſſel, 100 Kilometer, war das Albatros=Flug
In Eickel brach in einen
Gelſenkirchen, 13. Mai.
wird alsdann die Korreſpondenz der Genoſſenſchaftsban
zeug von Thelen mit 59 Minuten das ſchnellſte. Di
Bauernhauſe nach der Feier der Silberhochzeit ein
Nieder=Modau fortlaufend zur Verleſung gebracht
Strecke Kaſſel-Koblenz wurde in der kürzeſten Zeit zurück=
mi

Feuer aus. Das 2½jährige Kind eines Bergmanns
Nach 1 Uhr wurde die Weiterverhandlung auf Don=
gelegt
wiederum von Thelen und außerdem von Leutnant
wurde als verkohlte Leiche geborgen. Eine Frau, welche
Carganico auf Luftverkehrs=Doppeldecker mit rund einer
nerstag vertagt.
aus dem zweiten Stockwerk herabſprang, wurde lebens=
Stunde 44 Minuten. Es mag noch bemerkt ſein, daß dieſ
gefährlich verletzt,

[ ][  ][ ]

Nummer 111.
Seite 5.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 15. Mai 1913.
hervorragenden Leiſtungen auch von dem Berliner Ver=
paſſierte
den Frankfurter Flugplatz um 10,37 Uhr
eſtand) zu den Luftſchiffern, die vollkommen unverſehrt
reter eines bekannten franzöſiſchen Blattes anerkannt
waren.
Oberleutnant v. Beaulien mußte wegen böigen Win=
worden
ſind
des bei Mainz landen. Er will mittags weiterfliegen.
Helmuth Hirth
Leutnant Carganico, der bei Mainz wegen Motor=
Die Alpen überflogen.
defektes niedergegangen war, ſtieg wieder auf, begleitet=
der
ſeinen Albatros=Hirth=Eindecker völlig zerſchlagen hat
as Luftſchiff Viktoria Luiſe mit dem er gleichzeitig
beabſichtigte, ſeine Erſatzmaſchine auf dem Luftweg=
* Bern, 13. Mai. Der ſchweizeriſche Flieger Bi=
über
der Luftſchiffhalle um 9,46 Uhr eintraf, und ſetzte,
nachkommen zu laſſen. Hirth hätte nämlich, um ausſchrei=
der
überflog heute die Berner Alpen. Um 4 Uhr 35
ohne zu landen, ſeinen Flug fort
bungsgemäß überhaupt ſtartberechtigt zu bleiben, bis
Minuten ſtieg er bei prächtigem Wetter in Bern auf und
der Apparat von Ingenieur Schlegel liegt mit be=
Samstag abend die Vorprüfung ſeiner Maſchine erledigt
überflog Gurten im Oberſimmental. Er überquerte die
ſchädigtem Propeller bei Neuſtadt a. d. H.
Leutnant
haben müſſen. Da der Bahntransport zu lange dauer
Alpenkette in 3200 Meter Höhe zwiſchen Wildſtrubel und
v. Hiddeßen, der um 7,04 Uhr hier gelandet war, iſt
Wildhorn in der Gegend des Rawyl=Paſſes und landete
würde hatte Hirth angeordnet, daß die Erſatzmaſchine
um 7,38 Uhr weitergeflogen. Leutnant Carganiec
nach Gotha geflogen wird, von dort aus wollte er nach
wohlbehalten trotz ſchneidender Kälte um 6 Uhr 19 Min
iſt, wie bereits gemeldet, wegen Motordefekts bei Mainz
bei Sitten in Wallis. Eine Abordnung des Staatsrates
Wiesbaden fliegen. Dieſen Plan mußte er jedoch wegen
elandet. Ingenieur Thelen, der um 6,25 Uhr in
und eine große Volksmenge begrüßte den kühnen Flieger.
zu ſtarken Windes aufgeben. Hieth iſt alſo, wie bereits
Koblenz aufgeſtiegen war, hat um 8.07 Uhr den hieſigen
gemeldet, nicht mehr in der Lage, an dem Fluge
Bider hat im Januar als erſter die Pyrenäen überflogen.
Flugplatz paſſiert und iſt 8 Uhr 22 Min, bei Mörsfelden
teilnehmen zu können. Es iſt zu bedauern, daß mit
Sein heutiger Flug gilt als die bisher größte Flie=
gelandet
. Leutn. Kaſtner iſt in Koblenz um 6.58 Uhr
Hirth der ausgeſprochene Favorit, der ſchon in beiden
erleiſtung der Welt; er übertrifft an Bedeutung
geſtartet und hat gegen halb 9 Uhr bei Zeilsheim, in der
den Simplonflug.
Jahren der Veranſtaltung Sieger geblieben iſt, aus dem
Nähe von Höchſt, eine Notlandung vorgenommen. End=
Rennen ausſcheidet.
lich iſt in Koblenz um 7 Uhr 1 Min. Oberleutnant von
Amſterdam, 13. Mai. Der Flieger De Waal
Der vierte Tag
Beaulieu geſtartet
landete in Bökelo in der Nähe von Hengelo (Prov. Gel=
Wie aus Kreuznach gemeldet wird, haben alle
war bekanntlich Ruhetag in Koblenz, d. h. Ruhetag
dern) wegen drohenden Gewitters
zwölf Flieger die dortige Kontrollſtation paſſiert
oweit es ſich um den Prinz Heinrich=Flug ſelbſt handelt.
* Utrecht, 13. Mai. Die Flieger De Waal und
Das Luftſchiff Viktoria Luiſe das um 5 Uhr
Dafür fanden Schauflüge ſtatt. Es liegen folgende Mel
Kuntner ſind um 6,40 Uhr wieder aufgeſtiegen. Sie
20 Minuten zur Fahrt nach Koblenz aufſtieg, iſt von ſei
dungen vor:
andeten um 7,30 Uhr glatt auf dem Flugplatz Soeſter=
ner
Fahrt um 9 Uhr 40 Minuten wieder in Frankfur
*
Koblenz, 13. Mai
Heute nachmittag trafen
berg, wo ſie von den niederländiſchen Militärfliegern
eingetroffen.
noch ein: Lt. Kaſtner Nr. 5 um 3 Uhr 28 Min., ferner
van Mool, Coblyn und Verſteoch empfangen wurden.
* Neuſtadt a. d. H., 14. Mai. Die hieſige Flug=
Lt. Coerper Nr. 9 4 Uhr 10 Min. Von 4 bis 7 Uhr fan
ſtation auf dem Flugfelde Lilienthal paſſierten bereits
den auf dem Flugplatz Schauflüge ſtatt. Das Militär=
mnehrere
Flieger. Als erſter warf Ingenieur Suwelak
luftſchiff Z. 2 von Köln traf gegen 5 Uhr über dem
Flugplatz ein, landete aber nicht und fuhr gegen ½6 Uhr
eine Kontrollkarte herab. Schlegel iſt gelandet, ebenſc
Die Ermordung des Majors
Leutnant Joly, letzterer 8 Uhr 35 Min
wieder nach Köln zurück. Der Start zur Etappe Koblenz
Karlsruhe iſt auf 4 Uhr feſtgeſetzt. Das Luftſchiff Viktoria
Auf dem Flugplatz Lilienthal traf um 8 Uhr Prinz
v. Lewinski.
Luiſe trifft gegen 7 Uhr von Frankfurt kommend hier ein
Heinrich von Preußen ein. Prinz Georg von
und landet zum Paſſagierwechſel.
* München, 14. Mai. Die Korreſpondenz Hoff=
Prinz Heinrich fähr
Bayern iſt ebenfalls anweſend. Um 7 Uhr 51 Min.
mann meldet: Der Prinz=Regent Ludwig von
morgen früh von hier nach Karlsruhe; ob er dem Starl
paſſierte Freiherr v. Thüna, ohne zu landen, die Sta=
beiwohnen
wird, iſt zweifelhaft.
Bayern hat von Darmſtadt aus an Kaiſer Wilhelm
ion; als dritter um 7 Uhr 45 Min. Ingenieur Schle
folgendes Telegramm gerichtet: Soeben erhalte ich die
el, der, wie bereits gemeldet, landete. Um 8 Uhr 5 Min
Wetzlar, 13. Mai. Lt. Blüthgen. Nr. 1, lan
Nachricht, daß der Militärattaché der preußiſchen Geſandt=
überflog
Leutn. Canter die Kontrollſtation. Als fünf=
dete
heute nachmittag zwiſchen 6 und Uhr bei Nieder=
ſchaft
, Major von Lewinski, von ruchloſer Hand
Girmes, um dort ſeinen Beobachter wieder aufzunehmen
ter paſſierte vier Kilometer ſüdlich in bedeutender Höhe
ermordet worden iſt. Ich bin auf das ſchmerzlichſte be=
den
er bei einer Notlandung, die er in der Nähe von
ein Flieger die Kontrollſtation. Seine Name konnte bis=
ührt
, daß ein trefflicher Offizier Deiner Armee in Mün=
Dünsberg vorgenommen hatte, weil ſein Propeller fehler
her nicht feſtgeſtellt werden. Um 8 Uhr 33 Minuten kam
hen einer ſo entſetzlichen Tat zum Opfer gefallen iſt, und
haft war, abgeſetzt hatte. Nach kurzem Aufenthalt ſetzte er
wie bereits gemeldet, als Sechſter Leutn. Joly an, wel=
ch
bitte Dich, meiner aufrichtigen Anteilnahme verſichert zu
ſeinen Flug fort.
cher landete
ſein. Ich habe das Staatsminiſterium des Königlichen
* Karlsruhe, 14. Mai. Der Flieger Stiplo=
Hauſes und des Aeußern beauftragt, ſofort einen ein=
Leutnant Sommer verunglückt
check iſt um 8 Uhr 51 Min. in Karlsruhe gelandet
gehenden Bericht über das tiefbedauerliche Vorkommnis
Wie im Tagblatt bereits kurz gemeldet, iſt Leutnant
Leutn. Frhr. v. Thüna iſt um 9 Uhr bei Eggenſtein bei
zu erſtatten.
Karlsruhe wegen Motordefektes gelandet
Sommer von der Fliegerſtation Darmſtadt, welcher für
* München, 14. Mai. Die Korreſpondenz Hoff=
* Neuſtadt, 14. Mai. Heute vormittag um 8 Uhr
Leutnant von Mirbach im Prinz Heinrich=Flug eingeſprun=
mann
meldet: Se. Kal. Hoheit der Prinz=Regent
55 Min. paſſierte Leutnant v. Hiddeßen den Flug=
wird
ſich bei der Beiſetzung des Majors von Le=
gen
war, bei Naſſau (Koblenz) mit einem Euler= Doppel=
platz
in der Richtung nach Karlsruhe. Ingenieur Schle
winski durch den Kgl. Generaladjutanten General der
decker der Station Darmſtadt direkt vor der Landung ab=
gel
hatte beim Startverſuch
einen Unfall, bei dem der
Kavallerie z. D. Freiherrn von Könitz vertreten laſſen
geſtürzt. Wegen Motordefekt war eine Notlandung beab=
beſchädigt
wurde, und ein
Propeller ſeines Apparates
der im Auftrage des Prinz=Regenten im Trauerhauſe
eine unbedeutende Fleiſch=
Bedienſteter des Flugplatzes
ichtigt. Der Apparat iſt vollſtändig zertrümmert. Beide
einen Kranz niedergelegt hat
Joly fuhr beim Start in
*7:
wvunde davontrug. Leutnant
München, 14. Mai. Die Korreſpondenz Hoff=
Mitfahrende wurden aus dem Apparat geſchleudert. Leut=
einen
Graben. Untergeſtell und Schraube ſeines Appa=
mann
meldet: Der Staatsminiſter des Kgl. Hauſes und
nant Sommer wurde ſchwer verletzt in das Militärlazarett
Leutnant Kaſtners Apparat
rates wurden zertrümmert.
des Aeußern Freiherr von Hertling hat geſtern nach=
nach
Koblenz gebracht; der Beobachtungsoffizier, Ober
der um 11 Uhr 40 Min, in Sicht kam, kippte beim Landen
mittag, unmittelbar nachdem ihm die Nachricht von der
leutnant Blumenbach, blieb unverletzt
nach vorne um. Auch an dieſem Apparat wurden Pro
Ermordung des preußiſchen Militäratta
peller und Vordergeſtell zerbrochen. Es ſind alſo drei
chés Majors von Lewinski zugegangen war, dem
Nach einer anderen Meldung wurde Lt. Sommer
Flieger auf dem Flugplatz Lilienthal liegen geblieben.
reußiſchen Geſandten von Treutler einen Beſuch abge=
(Nr. 6), der bei gutem Wetter aufgeſtiegen war, in der
tattet und ihm das wärmſte Beileid der bayeriſchen Re=
Nähe von Naſſau durch ſtarke Windwirbel gezwungen,
* Kaſſel, 14. Mai. Oberleutnant Donnevert
-
Der Geſandte am preußiſchen
zierung ausgeſprochen.
eine Landung vorzunehmen. Dabei wurde der Apparat
und Leutnant Zwickau haben ihre Flugapparate ab=
Hofe. Graf, von Lerchenfeld, iſt beauftragt worden, dex
beſchädigt und Leutnant Sommer leicht verletzt. Er
montiert und den Weiterflug aufgegeben.
preußiſchen Regierung das aufrichtigſte Beileid der baye=
wurde
mittels Auto nach Koblenz geſchafft. Sein Beob=
* Karlsruhe, 14. Mai. Ingenieur Suwelack
riſchen Regierung anläßlich der Ermordung des preußi
achter iſt unverſehrt.
Der Apparat ſcheidet aus dem Prinz
landete bei Heidelberg, ebenſo Leutnant Canter um
Heinrich=Flug aus.
ſchen Militärattachés Majors von Lewinski auszuſprechen.
Von privater Seite erfahren wir,
3 Uhr 41 Min.
Prinz Heinrich von Preußen wird erſt
daß der Darmſtädter Flieger einen Beckenbruch er=
* München 13. Mai. Die Schilderungen der
m Laufe des Nachmittags auf dem Fluggelände ein=
litt
. An der
Aufklärungsübung des Prinz
Augenzeugen geben noch kein völlig klares Bild über
reffen.
Heinrich=Fluges nehmen Leutnant Koch mit Oberleut
den Hergang; ſie weichen in einzelnen Punkten ſehr von
* Groß=Gerau,
Leutnant Car=
Mai.
14.
nant Ludewig als Beobachtungsoffizier teil
einander ab. Das iſt wohl darauf zurückzuführen, daß
ganico mußte in
der Nähe von Groß=Gerau
ich die Untat raſch abſpielte und die Augenzeugen es
* Gießen, 14. Mai. Leutnant Sommer, der
anden wegen der ſtarken Sonnenbeſtrahlung.
Der
kommen deren immerhin etwa zehn in Betracht offen=
einen
ſchweren Beckenbruch und eine Zerreißung der Blaſe
Flieger will heute abend weiter fliegen.
bar in Schreck und Aufregung verſetzt wurden. Die
bei ſeinem Sturze davongetragen hat, iſt in das hieſige
3
Augenzeugen wurden erſt durch den erſten Schuß aufmerk=
Frankfurt a. M., 14. Mar
Das Luftſchiff
Krankenhaus gebracht worden, wo er lebensgefähr=
ſam
, und ſo wird das, was dieſem Schuß vorausging,
Viktoria Luiſe iſt um 3 Uhr zu der angekündigten
wohl nur durch die Angaben des Mörders aufgeklärt
Fahrt nach Neuſtadt a. H. aufgeſtiegen
lich darniederliegt.
werden können. Einer der erſten Zeugen, ein Kunſtmaler,
*
Darmſtadt, 14. Mai. Auf der Rückfahrt nach
hörte einen ſcharfen Knall. etwa ſo, als ob ein Autoreifen
Fünfter Tag.
Frankfurt überflog das Luftſchiff Viktoria Luiſe‟
platzte. Als er ſich umſah, bemerkte er, wie ein Offizier
in niedriger, langſamer Fahrt unſere Stadt gegen halb
Zuverläſſigkeitsflug Koblenz- Karls=
egen
das Rondell zu ſchwankte. In ziemlicher Entfer
8 Uhr abends.
Es landete gegen 8 Uhr glatt vor der
ruhe
nung von ihm ſtand ein Mann mit vorgehaltenem Revol=
Halle am Rebſtock in Frankfurt.
ver. Der Kunſtmaler wollte erſt dem Major beiſpringen,
Die zirka 200 Kilometer lange Flugſtrecke Koblenz
* Karlsruhe 14. Mai. Leutnant Canter der
rief ihm dann aber zu, im Zickzack zu laufen, und ver=
Karlsruhe kann durch
die Beſtimmung der Oberleitung,
4 Uhr 39 Min. in Heidelberg aufgeſtiegen war, iſt 4 Uhr
olgte den Mörder, indem er einen im Rohr ſeines Spa=
zu
überfliegen, auf 300 Kilometer
gewiſſe Kontrollſtellen
49 Min. hier glatt gelandet
Ingenieur Schle=
ierſtockes
verborgenen Gummiknüppel zog, um den Mann
Kontrollſtelle ſind in Ausſich
verlängert werden.
gel ſetzte von Neuſtadt aus ſeine Weiterfahrt nach
tiederzuſchlagen. Der Major wandte ſich gegen die Süd=
genommen
: Kreuznach,
Mainz, Frankfurt, Neuſtadt a. H.
Karlsruhe fort
ſeite des Rondells, wo die Maria=Thereſia=Straße ein=
und Heidelberg
Heidelberg, 14. Mai.
Ingenieur Suwelack
mündet. Hier ſtand wie andere Augenzeugen bekunden
Wie die Oberleitung des
* Koblenz, 13. Mai.
der 6 Uhr 45 Min. abends von hier nach Karlsruhe wei=
Oberwachtmeiſter Bohlender in Uniform, eben au=
Prinz Heinrich=Fluges mitteilt, iſt Frankfurt als Kon=
einem
Kontrollgang begriffen, mit einem Hund an der
terfliegen wollte, iſt kurz nach ſeinem Aufſtieg aus etwa
trollſtation beſtimmt worden. Die Flieger werden alſo den
eine. Der Kunſtmaler rief dem Wachtmeiſter zu: Hund
20 Meter Höhe abgeſtürzt.
Sein Beobachter
Flugplatz Rebſtock paſſieren, oder dort niedergehen, um
losmachen! Bohlender bemühte ſich vergebens, den
eutn. Aſcheberg erlitt leichte Verletzungen;
Benzin und Oel einzunehmen. Der Abflug von Koblenz
Karabinerhaken der Leine zu öffnen, und ſtreifte daher dem
der Führer blieb unverletzt
Hunde das Halsband ſamt der Leine vom Hals. Der
iſt von 4 Uhr ab freigegeben
* Karlsruhe, 14. Mai. Schlegel iſt hier um
Hund lief aber nicht gegen den Mörder, ſondern ergriff
6 Uhr 10 Min., Leutn. Joly um 7 Uhr 23 Min. ge=
Zur dritten Etappe
* Koblenz, 14. Mai
durch die Anlagen die Flucht. In dieſem Moment feuerte
landet
Koblenz- Karlsruhe ſtarteten heute früh: Inge=
der
Verbrecher drei Schüſſe auf den Oberwachtmeiſter ab
Karlsruhe, 14. Mai. Leutn. Coerper, der
nieur Schlegel (Nr. 16) um 4 Uhr 37 Min., Lt. Frhr. 1
der zu Tode getroffen vornüber auf die Straße ſank.
Uhr 5 Min. in Heidelberg gelandet war und beabſich=
Haller (Nr. 12) um 4 Uhr 39 Min., Ingenieur Suwelar
Gleich darauf erreichte der Kunſtmaler den Attentäter und
igte, weiter zu fliegen, wird heute dort bleiben und
Nr. 23) um 4 Uhr 41 Min., Lt. Frhr. v. Thüna (Nr. 3) um
ſchlug ihn mit dem Gummiknüttel auf den Arm. Inzwi=
norgen
weiter fliegen. Thelen, der 7 Uhr 3 Min.
4 Uhr 43 Min., Lt. v. Hiddeßen (Nr. 14) um 4 Uhr 46 Min.,
chen waren in. der Nähe beſchäftigte Arbeiter durch die
ei Mörfelden geſichtet worden war, wird ebenfalls bis
Lt. Joly (Nr. 20) um 4 Uhr 52 Min., Lt. Canter (Nr. 2.
Schüſſe aufmerkſam geworden, herbeigeeilt und ergrifſen
morgen in Heidelberg bleiben. Donnevert iſt, von
um 4 Uhr 54 Min., Lt. Coerper (Nr. 9) um 5 Uhr 6 Min.,
nun Straßer. Sie ſchlugen ihn zu Boden, entwanden ihn
Straßburg mit einer neuen Maſchine kommend, hier
Lt. Carganico (Nr. 24) um 5 Uhr 6 Min. Der Flieger

hielten
die Waffe eine Browningpiſtole, Kaliber 7.6
gelandet. Beaulieu mußte in Frankenthal wegen
Stiploſcheck iſt heute früh um 6 Uhr 3 Min. außer
hn feſt und feſſelten ihn mit Riemen, die aus dem nahen
ines Defektes am Motorkühler landen. Carganico,
Konkurrenz in Koblenz zum direkten Fluge nach Karlsruhe
Hohenzollernpalais gebracht wurden. Die Wut der Menge
er mit Thelen gleichzeitig Neuſtadt 7 Uhr 47 Min
aufgeſtiegen
über die gemeine Tat kannte keine Erenzen. Schlagt ihn
aſſierte, kam bei angebrochener Dunkelheit auf dem Karls=
Worms, 14. Mai. Zwiſchen Rheindürkheim und
Wären in
tot! Zieht ihm die Schlinge um den Hals!
uher Flugplatz an; ihm mußte mit Magneſiumfackeln
Ibersheim mußte heute früh kurz vor 7 Uhr der Otto= Dop=
dieſem
Moment nicht der Sicherheitskommiſſar des Be=
geleuchtet
werden
peldecker (Führer Leutnant von Haller) wegen Motor=
der
Mörder
irks und ein Schutzmann dazugekommen,
defekts landen. Das Flugzeug ſelbſt ſtieß dabei gegen den
wäre ſicherlich der berechtigten Wut der Menge nicht
Boden auf, daß die Weiterfahrt aufgegeben werden mußte
lebend entronnen. Die Beamten brachten ihn in ein Auto
Eine Ballonlandung im ſteilen Fels.
Das Flugzeug wurde abmontiert.
und fuhren mit ihm zur Polizeidirektion. Während der
Fahrt ſtieß Straßer wirre Reden aus. Der Major war
* Mainz, 14. Mai. Von den heute früh zwiſchen6
* Innsbruck, 11. Mai. Ueber die Landung des
is vor die Gehbahn vor dem Hohenzollernpalais gekom=
und 7 Uhr die hieſige Kontrollſtation Großer Sand paſ=
Ballons Tirol der am Samstagfrüh in Innsbruck
men und dort auf einem Sandhaufen zuſammengebrochen
ierenden 9 Fliegern mußte Leutn. Carganico wegen
aufſtieg und an die Nordkette verſchlagen wurde, iſt noch
Ein auf Urlaub hier weilender Unteroffizier aus Straß
Zylinderdefekts landen. Nach erfolgter Reparatur flog er
zu berichten: Der Ballon hatte mit ungünſtigen Winden
burg ſprang ihm bei, richtete ihn auf, führte ihn ebenfalls
weiter. Die ſeit voriger Woche hier weilenden Straßbur=
zu
kämpfen, die ihn im Talkeſſel von Innsbruck hin= und
zu einem Auto und brachte ihn in die Chirurgiſche Klinik.
zer Fliegeroffiziere Leutnant Geyer mit Oberleutnant
hertrieben. Als der Ballon einmal in eine Schicht kam
Gleich nach Verbringung des Täters zur Polizei=
Baumbach als Beobachter, beide vom Infanterie= Re=
wo
Südwind vorherrſchte, ſchien er die Nordkette überſetzen
direktion wurde er dem Präſidenten Freiherrn von der
giment 95, und Oberleutnant Barends flogen von hier
u wollen, aber jetzt hinderten ihn die von oben
Heydte vorgeführt, der das Verhör leitete. Anfangs
um 5 Uhr 20 Min. direkt nach Karlsruhe, um von dort aus
drückenden Winde, die nötige Höhe zu erreichen, um die
ſchien Straßer kaum vernehmungsfähig. Am Kopfe hat
an der Aufklärungsübung teilzunehmen
etwa 2600 Meter hohe Nordkette überſetzen zu können. Der
er, anſcheinend durch den wuchtigen Hieb mit dem
Führer Prof. Liefmann wollte in der breiten Arzler
* Frankfurt, 14. Mai. Die Kontrollſtation Flug
Gummiknüttel, eine ziemlich bedeutende Verletzung. Der
Scharte landen, der Ballon trieb aber nach Weſten und
Mund war arg verſchwollen und die Hand zeigt ſtarke
platz Rebſtock paſſierten Ingenieur Suwelack um 6,24
blieb in einer ſteilen, aber ungefährlichen Schneerinne
dautabſchürfungen. Auf die Frage, warum er die un
Uhr, Leutnant Freiherr v. Haller um 6,26 Uhr, Inge=
Er
etwa 400 Meter unterhalb des Joches liegen. Die Lan
elige Tat verübt habe, erklärte er: Aus Wut!
nieur Schlegel 6,36 Uhr, Leutnant Freiherr v. Thüna
konnte nicht angeben, wieviel Schüſſe er abgefeuert hatte
ung erfolgte nach dem Begriff der Luftſchiffer glatt
6,39 Uhr, Leutnant Canter 6.47 Uhr, Leutnant Joly
Er habe einfach darauf los geſchoſſen. Auf wiederholtes
das heißt, die Inſaſſen des Ballons konnten ungefährdet
7,09 Uhr, Ingenieur Thelen 8,10 Uhr. Leutn. Coer=
Befragen verſicherte er immer wieder, daß er Major von
us dem Korb ſteigen. Da man den ganzen Vorgang von
per landete, um die Zündkerzen auszuwechſeln. Leut=
Lewinski nicht gekannt habe. Die Frage nach ſeiner Hei=
der
Stadt aus beobachtet hatte, ſandte der hieſige Luft
nant v. Hiddeßen, der um 7,04 Uhr hier gelandet
Worten: Ich bin überall
mat beantwortete er mit den
ahrerverein ſofort Hilfe. Militär brach mittags von
war, iſt um 7,38 Uhr weitergeflogen und in Karlsruhe
zu Hauſe auf der Welt! Die Polizei bezeichnet Straßer
und
Innsbruck auf, ſtieg durch die Arzler Schare empor
als Erſter um 10,03 Uhr gelandet. Leutnant Kaſtner,
als Anarchiſten.
ſtieß nach einem Umweg durch Latſchengebiet ( Legföhren=
der
bei Zeilsheim eine Notlandung vorgenommen hatte,

[ ][  ][ ]

Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 15. Mai 1913.
Nummer 111.
und werden ſich wahrſcheinlich, wie vertraglich vereinbart
auf 10 Kilometer von Skutari entfernen. Die Ueber=
Der Beſuch des Regenten und der
gabe dürfte ohne Störung erfolgen. Das internationale
1000 Mann ſtarke Landungskorps iſt in vier Abteilungen
und eine Ehrenwache von 16 Mann von jeder Nation mit
Prinzeſſin Ludwig von Bayern.
Flagge eingeteilt. Deutſchland ſtellt fünf Offiziere und
95 Mann, die zur Abteilung 1 und 2 gehören. Außer der
* Darmſtadt, 14. Mai.
Willy Merck und Dr. Karl Merck begrüßt. Dann
Ehrenwache finden auf den Flußdampfern Skutari und
erfolgte ein Rundgang durch das Hauptkontor, die Ar
Empfänge
Mafalda die Befehlshaber der Mächte für Deutſch=
beitsſäle
für Fertigſtellung der Kleinpackung, das Lager
land der Kommandant der Breslau als Vertreter
Heute vormittag um ½10 Uhr empfing der Prinz=
und einen großen Teil der Fabrik. Nach eineinhalbſtün=
der
internationalen Konferenz Platz. Beide Dampfer
Regent im Reſidenzſchloſſe den Vorſtand des Bayern=
digem
Aufenthalt verabſchiedeten ſich die hohen Gäſte mit
ſollen von der Bojanamündung um 8 Uhr morgens abfahren.
Vereins.
herzlichen Worten der Anerkennung für das in dem
Zunächſt wird die Ehrenwache landen und die Befehls=
Prinz=Regent Ludwig hat ferner den Oberbürger=
Muſterbetriebe dieſer Weltfirma Geſehene
haber empfangen; dann ecfolgt die Ausſchiffung der Ab=
meiſter
Dr. Gläſſing in Audienz empfangen und ihn
Um 6 Uhr fand im Reſidenzſchloß für die hohen Herr=
teilungen
. Nach Uebergabe der Stadt durch die Behörden
in liebenswürdiger, herzlicher Form beauftragt, der Be
ſchaften Familientafel und für das Gefolge, und
wird die montenegriniſche Polizei durch die gelandeten
völkerung der Stadt den Dank für den freundlichen
den Ehrendienſt Marſchalltafel ſtatt
Truppen abgelöſt. Jede Nation ſchützt einen Stadtteil
Empfang auszuſprechen. Se. Kgl. Hoheit der Prinz=
Deutſchland ein Dreieck etwa von der Stadtmitte nach
Regent erkundigte ſich in eingehender Weiſe über die Ge
Feſtvorſtellung im Hoftheater
dem Oſtwall. Die Truppen jeder Nation führen je ein
ſchichte der Stadt, die wirtſchaftlichen Verhältniſſe, ihre
jetzigen und zukünftigen Verkehrsbeziehungen und ſprach
W-l.
Maſchinengewehr, jeder Mann trägt 100 Patronen und
Abends fand im Hoftheater zu Ehren des
ſeine Freude auch über das Stadtbild und die Bauten
eine Tagesration.
bayeriſchen Regentenpaares Feſtvorſtellung ſtatt.
aus. Der Oberbürgermeiſter überreichte das neueſte, von
Gegeben wurde Flotows Oper Aleſſandro Stradella
Die griechiſch=bulgariſchen Zwiſchenfälle.
der Stadtverwaltung herausgegebene Werk über
Die Höchſten Herrſchaften wohnten der Aufführung in der
*
Darmſtadt. Se. Kgl. Hoheit der Prinz=Regent nahm
Sofia, 13. Mai. Die Agence Bulgare meldet:
großen Hofloge bei; die kleinen Hoflogen und die Frem
dieſes Werk mit großem Intereſſe und unter dem Aus=
Der ununterbrochene Vormarſch
der griechiſchen
denlogen waren für das Gefolge und die geladenen Gäſte
druck herzlichſten Dankes entgegen
Truppen in dem von bulgariſchen Truppen
reſerviert. Als die Fürſtlichkeiten die Loge betraten
beſetzten Diſtrikte von Praviſta, wo die Bulgaren nur
brachte Herr Generaldirektor Dr. Eger ein dreimaliges
Beſuche und Beſichtigungen.
ſchwache Detachements zurückgelaſſen hatten, verurſachte in
Hoch auf das bayeriſche Prinzenpaar aus, worauf die
der letzten Zeit eine Reihe von Zwiſchenfällen, aus
Die Gemahlin des Prinz=Regenten, Prinzeſſin Ma=
Nationalhymne geſpielt wurde, die das Publikum ſtehend
denen hervorgeht, daß die Bewegung der griechiſchen
rig Thereſia von Bayern und die Großher=
anhörte

zogin beſuchten vormittags mit den beiden Prinzen den
Truppen die Beſetzung von Praviſta, Leftera und anderen
Der Prinz=Regent trug bayeriſche Uniform, der
Botaniſchen Garten
wichtigen ſtrategiſchen Punkten zum Ziele hat. Beſonders
Großherzog die Uniform ſeines Heſſiſchen Leibgarde=
häufig
waren dieſe Zwiſchenfälle bei der nahe der Eiſen=
Um 10 Uhr fuhren die hohen Herrſchaften in drei
Regiments, die Prinzeſſin von Bayern eine dunkle, die
bahn gelegenen Brücke von Valtſchichta und im Hafen von
Automobilen nach Offenbach. Gegen 11 Uhr vor=
Großherzogin eine helle Robe mit dem bayeriſchen
Leftera, wo die Griechen ſtets die Angreifenden waren.
mittags trafen der Prinz=Regent von Bayern
Ordensband.
Ein regelrechter Kampf begann, nachdem ſie Ver=
und der Großherzog mit großem militäriſchen Ge=
Die Aufführung der melodienfrohen Oper, die vor
ſtärkungen erhalten hatten. Die Bulgaren erwiderten an=
folge
, in Autos von Darmſtadt kommend, in Offenbach
Herrn Kapellmeiſter Kleiber geleitet wurde, nahm
fänglich nicht das Feuer der griechiſchen Teuppen. Die
ein, von der Bevölkerung lebhaft begrüßt. Die hohen
einen flotten und temperamentvollen Verlauf. Für die
Größe der Verluſte iſt nicht feſtgeſtellt.
Die bulgariſche
Herrſchaften beſichtigten die unter der Leitung des Archi=
die
Macht des Geſanges verſinnbildlichende Partie des
Regierung hat ihren Geſandten in Athen
beauftragt, Pro=
tekten
Hugo Eberhardt ſtehenden Techniſchen
Sängers Stradella ſetzte Herr Globerger ſeine jugend=
Lehranſtalten. Nach Beſichtigung der Ausſtellung
teſt gegen die Haltung der griechiſchen
Truppen zu er=
lichen
und ſchönen ſtimmlichen Mittel mit beſtem Erfolge
von Arbeiten der Kunſtgewerbeſchule wurde der Bauge=
heben
, eine Unterſuchung der Vorfälle, ſowie eine Be=
ein
; einem ſtimmbegabten und ſangestüchtigen Tenor
werkſchule und der Maſchinenbauſchule ein Beſuch abge=
ſtrafung
der Schuldigen zu fordern und die Ergreifung der
ſtellt ſie eine überaus dankbare Aufgabe, zumal, wenn
ſtattet, wo den Herrſchaften der Lehrkörper vorgeſtellt
notwendigen Maßnahmen zur Verhütung neuer Zwiſchen=
er
mit Geſchmack zu ſingen verſteht. So hatten denn dieſe
wurde. Es ſchloß ſich eine Beſichtigung des Ateliers von
fälle zu verlangen.
alten, einſtmals viel und gern gehörten Lieder des Stra=
Profeſſor Hugo Eberhardt und des Bildhauers Karl
Die bulgariſchen Verluſte.
della einen neuen Erfolg zu verzeichnen. Auch Frau
Huber, ſowie der Werkſtätten der Anſtalt an
Herrr
Kallenſee bewährte ſich in der Partie der Leonore
* Sofia, 13. Mai. Nach den amtlichen Feſtſtellungen
Direktor Eberhardt, dem Oberbürgermeiſter
Dr.
als intelligente und zuverläſſige Sängerin, die mit ihren
betragen die Verluſte der Bulgaren im Balkankriege 330
Dullo und Herrn Regierungsrat Gaßner wurde der
perfekt geſungenen Koloraturen im zweiten Akte noch
Offiziere und 29711 Soldaten an Toten, 950 Offiziere und
St. Michaels=Orden 3. Klaſſe verliehen.
einen Sonderbeifall erzielte.
52500 Soldaten an Verwundeten. Außerdem werden
Anſchließend beſuchten die hohen Herrſchaften noch
Die das humoriſtiſche Element der Oper verkörpernden
3193 Mann vermißt.
die Offenbacher Lederwarenfabrik von Krumm. Der
Rollen der beiden Banditen waren durch die Herren
Prinz=Regent intereſſierte ſich während der etwa eine
Eine armeniſche Denkſchrift.
Schützendorf und Bernhardt vertreten, die durch
Stunde währenden Beſichtigung der Techniſchen Lehr
ihren Spitzbubenhumor und ihre poſſierlichen Intermez
anſtalten lebhaft für alles. Er unterhielt ſich mit den Mit
* Konſtantinopel, 13. Mai. Eine Abord=
zos
das Publikum erheiterten; nebenbei entfaltete Herr
gliedern des Lehrkörpers, die ihm vorgeſtellt wurden.
nung der armeniſchen Nationalverſammlung unter Füh=
Schützendorf einen rieſigen ſtimmlichen Aufwand. Die
Kurz vor 1 Uhr trafen die drei Automobile wieder in
rung des Patriarchen Arſcheruni überreichte dem Groß
kleinere Parlie des Baſſi wurde von Herrn Stephan
Darmſtadt ein.
weſir eine Denkſchrift über die Wünſche der
gut geſungen. Das Ballett des erſten Aktes wurde von
Um ½2 Uhr fand im Reſidenzſchloß Familien=
Armenier nach einer verfaſſungsmäßigen Regierung,
den Damen Huber und Croneberg und den Damen
tafel und Marſchalltafel für Gefolge und Ehrendienſt
Rückgabe der von den Kurden weggenommenen Län=
des
Ballettkorps im Dämmerlicht mit vielem Tempera
ſtatt.
dereien, Beſtrafung der kurdiſchen Räuberei und Schutz
ment getanzt.
Nachmittags beehrten Ihre Kgl. Hoheiten der Groß=
maßregeln
gegen künftige Ausſchreitungen. Die Denl
Die Regie führte Herr Lert; von den neuen Szenen
herzog und ſein hoher Gaſt, der Prinz=Regent Lud
ſchrift führt weiter aus, daß die Zuſtände in den Wilajets
bildern gefiel beſonders die lichtdurchflutete italieniſche
wig von Bayern, die chemiſchen Werke der Firma
Adana, Wan, Dierbelir und Bitlis ſich ſtändig verſchlech=
Landſchaft des zweiten Aktes mit den natürlichen Tarus=
E. Merck mit einem längeren Beſuche. Die hohen Herr=
terten
und, daß die kleinaſiatiſchen Mohammedaner an
ſchaften erſchienen ¾4 Uhr mit Gefolge und wurden in
hecken, zu der aber der italieniſche Himmel fehlte. Das
eine völlige Vernichtung der Armenier zu denken ſchienen.
der feſtlich geſchmückten Vorhalle des großen Verwal=
Publikum nahm die hier ſeit etwa ſechs Jahren nicht
Die Denkſchrift beklagt ſich über den Nichtempfang der
tungsgebäudes von den Herren Geh. Kommerzienrat Dr
mehr gegebene gefällige Oper, deren Wiedereinſtudierung
Abordnung des Patriarchates durch den Miniſter des
Louis Merck, Medizinalrat Dr. E. A. Merck, Dr
zu begrüßen iſt, mit lebhaftem Beifall auf
Innern und fordert energiſche Maßregeln zu Gunſten der
Armenier, ſowie die Einwirkung der Pforte auf die Be=
verſchiedenſten
Verwendungszwecke und Stromverhältmiſ
hörden, die Preſſe und die Bevölkerung, um Kataſtrophen
Kunſtnotizen.
ſachverſtändig und eingehend erläutert, wobei noch zahl=
für
die Armenier und unheilvolle Folgen für das Reich
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach
reiche Abbildungen das Geſagte unterſtützen. Die fertig=
zu
verhüten Nach Aeußerungen armeniſcher Delegierter
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
geſtellten Akkumulatoren funktionieren durchaus gut und
habe der Großweſir die Treue der Armenier und die
können ihre praktiſche Verwendung im Haushalt bei der
* Der Feſtakt zur Feier von Richard Wagners
Tapferkeit der Soldaten gelobt und die Durchführung von
Anlage von Haustelephonen, Klingeln der verſchiedenſten
100jährigem Geburtstag, der nächſten Sonntag
Reformen verſprochen jedoch habe er hervorge=
Art uſw. finden.
vormittag 11¼ Uhr im Saalbau ſtattfindet, wird in ſei=
hoben
, dazu gehöre Zeit, ſowie innere und äußere Ruhe
Die Praxis der Brauerei=Bücher=Reviſion
nem muſikaliſchen Teile zwei hier bis jetzt ganz ſelter
des Reichs. Die aus den verlorenen Ländern auswan=
Ein Leitfaden für Brauereibeſitzer, Aufſichtsräte, Direk=
gehörte
Wagnerſche Märſche bringen, zu deren Ausfüh
dernden Mohammedaner ſollten nicht öſtlich von Ana=
toren
, Kontorchefs und Bücherreviſoren. Von Alexan=
rung
ſich 230 Mitwirkende vereinigen. Der König Lud=
tolien
, ſondern näher bei Konſtantinopel angeſiedelt wer=
der
von Pawel=Rammingen, vereideter Sachverſtän=
wig
II. von Bayern gewidmete Huldigungsmarſch
den. Der Großweſir forderte auch die Unterſtützung für
diger und Bücherreviſor für Brauerei, Mälzerei und Land
wurde erſtmalig aufgeführt am 5. Oktober 1864 bei einer
das Vorgehen der Regierung durch die ruhige Haltung
wirtſchaft. Muth’ſche Verlagshandlung, Stuttgart.
Serenade zur Begrüßung des von Hohenſchwangau nach
der Armenier und erklärte den Nichtempfang der Abge
Preis gebunden M. 3..
In anregender Darſtellung
München kommenden Königs Ludwig II. im Königlichen
ſandten des Patriarchats als ein Mißverſtändnis.
die ſich von manchem Buchhaltungswerk vorteilhaft ab=
Schloſſe durch die Muſikkorps der drei in München garni
* Konſtantinopel, 13. Mai. Ueber die arme=
hebt
, zeigt der ſachkundige Verfaſſer, der ſelbſt lange
ſonierenden Infanterie=Regimenter. Die Erſtaufführung
niſche Denkſchrift erklärte der Großweſir, ſicherlich
Jahre mittlere und Großbrauereien geleitet hat, wie ein
des von Wagner ſodann für großes Orcheſter bearbeiteten
beſtehe eine Ueberreizung der Gemüter. Die Armenier
Brauereibetrieb als Ganzes und in allen Details zu prü=
Marſches fand im November 1871 in Wien im 1. Phil=
ſeien
nicht die einzigen, die unter dem Räuberunweſen
fen und zu begutachten iſt. Das Buch bringt eine Fülle
harmoniſchen Konzert unter Leitung von Otto Deſof
litten, auch die Türken litten darunter. Die Regierung
wertvoller Ratſchläge und zeigt manchem Brauerei=
ſtatt
. Ueber ſeinen Kaiſermarſch äußert ſich Wag=
habe
den feſten Willen, die Uebelſtände zu beſeitigen
betrieb einen gangbaren Weg zu innerer Geſundung und
ner ſelbſt: Bei der Rückkehr unſeres ſiegreichen Heeres
Unleugbar ſeien gewiſſe Beamte ſich ihrer Pflicht nich
Steigerung der Erträge.
ſchlug ich in Berlin unter der Hand ein Muſikſtück vor,
voll bewußt geweſen. Die bei einer Pflichtverletzung Be=
welches
den Einzug der Truppen begleiten und in wel=
troffenen
würden entlaſſen. Die Regierung habe eine ſo=
chem
ſchließlich, etwa beim Defilieren vor dem ſiegreichen
fortige Unterſuchung der in der Denkſchrift an
Monarchen, die im preußiſchen Heere ſo gut gepflegten
Der Balkankrieg.
geführten Vorkommniſſe angeordnet. Die Regierung
Sängerchors mit einem volkstümlichen Geſange einfallen
werde alles tun, um die Harmonie unter den verſchiedenen
Der Präliminar=Frieden
ſollten. Allein, dies hätte bedenkliche Aenderungen in den
Elementen der Bevölkerung wieder herzuſtellen.
längſt voraus getroffenen Dispoſitionen veranlaßt, und
* London, 13. Mai. Dem Reuterſchen Bureau zu=
Letzte Nachrichten
mein Vorſchlag ward mir abgeraten. Meinen Kaiſer=
folge
erhielt der bulgariſche Geſandte heute früh tele
marſch richtete ich für den Konzertſaal ein: dorthin möge
graphiſche Inſtruktionen, den Präliminar=Frieden
* Cetinje, 14. Mai. Der engliſche Admiral hat
er ſo nun paſſen, ſo gut er kann. Durch dieſe Andeutun=
zu
unterzeichnen. Die griechiſchen und ſerbiſchen
die montenegeiniſche Regierung durch den engliſchen Ge
gen Richard Wagners über die Entſtehung ſeines Kaiſer
Delegierten hatten bis heute nachmittag noch keine In=
ſandten
in Cetinje davon verſtändigt, daß die inter=
marſches
haben wir dankenswerte Fingerzeige erhalten
truktion. Dies bedeutet indeſſen keine Meinungsver
nationale Blockade heute nachmittag um 2 Uhr auf
die uns auf das beſtimmteſte angeben, welcher Gedanken=
chiedenheit
. Die Mehrzahl der Friedensdelegierten be=
gehoben
wird.
gang den Dichter=Komponiſten hierbei leitete. Es iſt ein
indet ſich bereits in London. Man erwartet in den näch=
Wien 14. Mai. Die Truppen des Landungs=
großes
Volksbild im Rahmen einer freien Marſchform.
ſten Tagen eine formelle Sitzung der Vertreter aller krieg
korps der Blockadeflotte landeten Privatmeldungen
Der Kaiſermarſch gibt uns die muſikaliſche Schilderung
führenden Balkanſtaaten, worin der Friede unter=
zufolge
in San Giovanni di Medua, die nach Skutari
der Siegesfeier in Berlin, des impoſanten Heereszuges
zeichnet werden ſoll. Obgleich das Dokument, das die
Marſchierenden wurden von den Albaneſen warm be=
durch
die Via triumphalis. Die volkstümliche, wie die
Delegierten unterzeichnen werden, offiziell nur als Prä=
grüßt
.
kriegeriſche Seite dieſes einzigen Feſtes gelangen hier zum
liminarvertrag bezeichnet wird, ſo bedeutet es doch tat=
künſtleriſchen
Ausdruck. Wir gewahren zunächſt das
ächlich das Kriegsende. Man gibt ihm die Bezeich=
Drängen und Wogen der freudig erregten Maſſen. Fer=
Letzte Nachrichten.
nung nur aus dem Grund weil es in bezug auf Al
nes Glockengeläute begrüßt den herannahenden Heeres=
banien
und die ägäiſchen Inſeln im Zuſammenhang mit
(Wolffs telegr. Korceſp.=Bureau.
zug. Die Empfindungen des Stolzes auf die tapferen
den Entſcheidungen der Mächte und auch den Beſchlüſſen
Söhne des Vaterlandes miſchen ſich mit den Erinnerungen
der techniſchen Kommiſſion in Paris betrachtet werder
* Berlin, 14. Mai. Auf dem mit der Hochſeeflotte bei
an die blutigen Kämpfe und an überſtandene bange Tage
muß. Alles das wird im Vertrag aufgenommen, der nach
Helgoland übenden Torpedoboot § 148 wurden
der Beſorgnis. Der Dank gegen den Höchſten, der Preis
der Ratifizierung der Mächte den Berliner Vertrag er
infolge einer Maſchinenhavarie der Maſchiniſten=
Gottes, der Ein’ feſte Burg allein den Sieg verliehen,
etzen wird. Die Botſchaftervereinigung ſetzt die Sitz
anwärter Kuliſch und der Heizer Slonina getötet.
erfüllet alle Herzen. Beim Anmarſch des mit Siegeskrän=
ungen
in London fort, während die Beratungen der Kom=
Schwer verletzt wurden Ingenieuraſpirant Lüdemann
zen geſchmückten Heeres bricht das Volk in lauten Jubel
miſſion in Paris von den Beſchlüſſen der Kommiſſion und
Maſchiniſtenmaat Strötzel und Oberanwärter Krüger. Das
aus. Der aus der Ferne herübertönende Ruf: Heil
Kia
der Delegiertenverſammlung Kenntnis nehmen.
Der
Befinden der nach Helgoland gebrachten Verletzten iſt zur=
des

Kaiſer Wilhelm! verkündet uns das Herannahen
Mächtekongreß dürfte alſo nicht nötig ſein, denn mar
zeit nicht ungünſtig.
wer=
höchſten
Kriegsherrn. Immer lauter und ſtürmiſcher
glaubt in diplomatiſchen Kreiſen angeſichts des Erfolges
Eiſenach, 14. Mai. In der heutigen Generalver=

Man
den die Rufe von Luthers Choral noch übertönt.
der Botſchaftervereinigung in London, daß es möglich
ſammlung des Deutſchen Bühnenvereins wurde
ſieht der Aufführung dieſer beiden Werke hier mit ganz
ſein wird, von dem recht ſchwierigen Verfahren eines
die Reſolution des Barons von Putlitz=Stuttgart
formellen Kongreſſes abzuſehen
heſonderem Intereſſe entgegen.
betr. Aufführung des Parſifal, gutgeheißen,
worin die Erwartung ausgeſprochen wird, daß die deut=
Die Räumung Skutaris.
ſchen Bühnen Parſifal nach der Freigabe nicht in ihr
Literariſches.
ſtändiges Repertoire aufnehmen, ſondern bemüht bleiben,
* Cetinje 13. Mai. (Amtliche Meldung.) Mor=
dem
Stück, wie es Richard Wagner gewollt hat, den Cha=
gen
um 2 Uhr nachmittags wird, wie ſchon berichte
Akkumulatoren kann ſich jeder Junge leicht
rakter als Weiheſeſtſpiel zu erhalten. Insbeſondere ſoll
wurde, eine Abteilung der internationalen Truppen
ſelbſt herſtellen, wenn er nach dem unter dieſem Titel
von den Stätten, die die Aufführung verlangen, dafür
Skutari beſetzen, das gleichzeitig die montenegrini
erſchienenen Bändchen 54 der Sammlung Spiel und
Sorge getragen werden, daß die Ausgaben nicht zu groß
ſchen Truppen räumen.
Arbeit das ſoeben im Verlage von Otto Maier in
und die Ausſtattung doch dem Charakter des Stückes ent=
San Giovanni diMedua, 14. Mat. Die
Hier findet er ihre
avensburg erſchienen iſt, arbeitet.
Gſtellung un Bohandlung unter
ſprechend gehalten würden.
monteneariniſcheem Tauppen ziehen weiter ab
Berückſichtigung der

[ ][  ][ ]

Nummer 111.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 15. Mai 1913.
Seite 7.
* Stuttgart, 14. Mai. Bei den Eiſenbahnbauarbeiten

am Engliſchen Garten iſt heute nachmittag eine proviſo=
65,
u8 Z
riſche Brücke eingeſtürzt. Ein deutſcher Arbeiter

4.23
wurde getötet, zwei itälieniſche ſind ſchwer verletzt wor=
Dankſagung.
25
den.
Trauer-Kleider, Trauer-Lostüme
* Kiel, 14. Mai. Der Bürgermeiſter Rohde von Bad
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme

390
Bramſtedt, der ſich nach Unterſchlagung einer grö=
bei
dem Hinſcheiden meines lieben Mannes

(*26
ßeren Geldſumme geflüchtet hatte, ſtellte
ſich der
rauer-Blousen rauer-Röcke
88
Staatsanwaltſchaft. Er ſoll ſich zeitweilig in Argentinien
Herrn
aufgehalten haben
(
Ehe
Trauer-Mäntel, Trauer-Stoffe
Swinemünde, 14. Mai. Der Bürgermeiſter Trö=
mel
von Uſedom wurde ſeinerzeit in Paris zuſammer
2
Intreicher- Auswahl!
Friearich Wanem Schick
mit einem Deutſchen aus Tilſit für die Fr emden
legion angeworben. Dem Tilſiter gelang es, vor
Anderungen sofort!
ſage ich Allen, insbeſondere der Firma E. Merck,
i=
Trömel
dem Fort St. Jean bei Marſeille zu entfliehen.
deren Beamten und Arbeitern, meinen
68.
tiefge=
wagte
die Flucht nicht, bat aber den Tilſiter, in
Deutſch=
fühlteſten
Dank.
(11036
land für ihn zu wirken
Gebr. Böslein.
8
Königsberg i. P., 14. Mai. Geſtern abend ken=
Ludmigsplatz.
Antonie Schick, geb. Hartung.
e
1
terte bei einem Ausflug an der Zellſtoffabrik am Sack
3.
heimer Tor ein mit ſechs Perſonen beſetztes Boot, Alle


Darmſtadt, den 13. Mai 1913.
2
Perſonen fielen ins Waſſer. Der Pionier Werner und
(650
(0

eine Braut, ſowie der Arbeiter Schibrowski ertran=
4464a
ken.
Die übrigen drei ſind gerettet worden.
Wien, 14. Mai. Zu Ehren des Staatsſekre=

Der Geſamtauflage heutiger Ausgabe liegt ein
Amtlicher Wetterbericht.
tärs von Jagow fand heute mittag bei dem deut=
1
Proſpekt bei betr. Kaiſerbier der Firma=
ſchen
Botſchafter und Frau von Tſchirſchky ein intimes
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Leonhard Kaiſers Biergroßhandlung, Viktoria=
Frühſtück ſtatt, an dem außer den ſämtlichen Mitgliederr
traße 58, worauf hiermit hingewieſen wird
(11027
Das Hochdruckgebiet im Norden Europas dehnt ſich
der Botſchaft die Geſandten Bayerns und Sachſens, ſowie
langſam aus. Wir haben daher auch heute warmes
die Herren dieſer Geſandtſchaften teilnahmen.
heiteres Wetter. Niederſchläge ſind geſtern nur ganz
* Petersburg, 14. Mai. Auf der Reiſe nach
vereinzelt
in Deutſchland überhaupt nicht gefallen
Familiennachrichten.
Berlin werden den Kaiſer begleiten: ſtellvertreten=
Ueber Südfrankreich liegt ein neues Tief, das uns Ge=
der
Hofminiſter Generaladjutant Fürſt Kotſchubey, der
witter bringen dürfte.
Palaſtkommandant Dedjulin, Kanzleichef Moſſolow, der
Ausſichten inHeſſen für Donnerstag, den 15. Mai:
Chef der Feldkanzlei Fürſt Orlow und die Flügeladjutan=
Wolkig bis heiter, Gewitter, warm.
Statt Karten!
ten Drenteln und Graf Nieroth
* Petersburg, 14. Mai. Heute morgen iſt in allen
Tageskalender.
Fri. Wilhelmine Repp
kleinen und faſt allen großen induſtriellen Unter=
Großh. Hoftheater. Anfang 7 Uhr, Ende nach 10
nehmungen die Arbeit niedergelegt worden
Schirrmeister Albert Kasigkeit
Uhr (Ab. C): Eine fürſtliche Maulſchelle‟
In einigen großen Fabriken, wie den Obuchow= und den
VERLOBTE
Hauptverſammlung des Bauvereins zur Erbau=
Putilow=Werken wurde bis 10 Uhr gearbeitet, worauf die
Darmstadt, Pfingsten 1913.
ung einer Reformationskirche um 6 Uhr im Gemeinde=
Arbeiter nach Hauſe entlaſſen wurden. An einigen Stel=
haus
(Kiesſtraße)
(*12785
len wurden Kundgebungen unter Entfaltung roter Fahnen
roteſtverſammlung des Bezirksvereins Mar=
verſucht
. Die Polizei verhinderte aber alle Verſuche. Bis
tinsviertel um 9 Uhr im Mathildenhöhſaal
zum Mittag kam es nirgends zu einer ernſthaften Stö=
-
Uhr.
Konzerte: Reſtaurant Metropole um
8
rung der Ordnung.
Reſtaurant Perkeo um 8 Uhr. Villa Waldfriede‟
B
ilder vom Tage (Auslage Expedition Rheinſtr. 23):
Jena, 14. Mai. Unweit der Halteſtelle Paradies
Leben und Treiben vor der großen Feſthalle in Frank=
Die glückliche Geburt eines
wurde auf dem Bahnkörper die verſt ümmelt
furt a. M. während des Sängerwettſtreits, Das neue
Leiche des Gerichtsaſſeſſors Reinhardt aus Stutt=
Scharnhorſt=Denkmal in Groß=Görſchen, das anläßlich
ases Mädels Zocun.
gart vorgefunden, der ſich hier vorübergehend aufhielt.
der Hundertjahrfeier auf dem Schlachtfelde enthüllt
Man vermutet Selbſtmord.
wurde, Das größte Schiff der Welt, der Rieſendampfer
zeigen hocherfreut an
Imperator der Hamburg=Amerika=Linie, beim Ver=
(Schluß des redaktionellen Teils.)
laſſen der Hamburger Werft des Vulkan König Nikita
Theodor Schneider
von Montenegro auf dem Wege zum Feſtgottesdienſt,
Kronprinz Danilo und General Martinowitſch an der
und Frau Eise, geb. Hugenschütz.
Zahn-Crême
Spitze der Truppen in Skutari, Hafenanſicht und Ge=
ſamtanſicht
von Skutari
*12829

Verſteigerungskalender
Freitag, 16. Mai.
O
Me ee ee
Seeeen
Verſteigerung um 9 Uhr Ernſt
Mobiliar= uſw.
Ludwigſtraße 1.
Dankſagung.
Mundwasser
He
Städtiſches Muſeum (Schloßgraben 9). Geöffnet
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger Teilnahme
Sonn= und Feiertags, ſowie Mittwochs und Frei=
bei
dem Hinſcheiden unſerer lieben Schweſter,
Die zeitweiſe Unfähigkeit zur Faſſung eines klaren
tags von 111 und 35 Uhr, bei freiem Eintritt.
Tante und Schwägerin
(11031
Gedankens beruht vielfach auf mangelhaſter Blut=
Dienstags, Donnerstags und Samstags von 101
Frau
zirkulation und nicht zuletzt auf ſchlecht gepflegter Kopf=
ihr
(Eintritt 30 Pfg.).
haut. Zweckmäßige Pflege derſelben geſchieht durch das
unter Leitung eines ſtaatlich geprüften Chemikers her=
L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Druck und Verlag:
Elisabeth Windhaus
geſtellte Eau de Cologne=Kopfwaſſer Godeſia, der
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Parfümerie=Fabrik Dr. Leidecker & Cie, Godesberg a. Rh.
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
eborene Riedlinger
Godeſia befreit infolge ſeiner ſtark antiſeptiſchen Eigen=
redaktionellen
Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
chaften den Haarboden von allen geſundheitsſchädlichen
ür den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
ſprechen wir unſeren herzlichſten Dank aus.
Bakterien, belebt zugleich die Kopfnerven und führt den
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Namens der trauernden Hinterbliebenen:
Haarwurzeln gerade die zu ihrer Erhaltung nötig
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
Nahrung zu. Es verhindert Schuppenbildung, verhütet
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Katharina Riedlinger.
Haarausfall und ſchafft geſunden üppigen Haarwuchs.
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
Zu haben in allen Apotheken, Parfümerie=, Drogen=
Darmſtadt, den 14. Mai 1913.
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
und beſſeren Friſeurgeſchäften.
zurückgeſandt.
(I,10618
Oe
Soodet
bessogeevye
Steuer-Rcklamatiohen
ee
Dsgecvseeoseosvesestectente
(9859a
fertigt ſachgemäß
Maul, Riedeſelſtr. 72, III.
Weißbinder=
und Anſtreicher=Arbeiten
werden fortwährend angenommen
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Fuhrmannſtr. 4½ Schuchardſtr. 16
(*12790ds
Werkſtätte Kiesſtr. 9
Art wird zum
Möbel Reparieren u. Auf=
polieren
angenommen
(*12743
Wienersſtraße 68, part.
werden
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gut und
eoboegepaogtesegge
.
12788
billig ausgeführt
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unter Garantie für guten Sitz. (9164a
13. Februar 1912.

dass ich vor ¾ Jahren bei einer 65jährigen
und
orsetts, Hüften-
Dame, die an schwerer akuter Nephritis mit
Büstenhalter nach Maß,
Waſchen u. Repar. bill., ſof. (*12727di
Blut und Zylindern und starkem Eiweiss-
Frau Eckert, Lichtenbergſtr. 62
gehalt im Urin erkrankt war (bei der Diuretik
Gllektr. Schellen-Anlagen
usw. wenig nützte, und die ich schon auf-
Beſte Empf. Repar. ſorgf., bill.
gegeben hatte), innerhalb 34 Wochen
A. Eckert. Lichtenbergſtr. 62.
vollständige Heilung durch Gebrauch Ihres
Hüte garn. ſchick u. bill., auch m. alt.
Ratärliches
Zutat., ält. Hüte werd. moderniſ.
Wassers erzielt habe. Seither kein Rückfall,
10990a) Ludwigspl. 8, Vdh., III.
He
Mineratwagger
Wäſche zum Waſchen u. Blei=
VB. Die prompte Wirkung unserer Carola-Heilquelle wird wohl
chen wird angen. I. Plösser I.,
C5a
Ker Mecö-DER
durch obige Mitteilung, welche aus der Feder eines Metzer Arztes
Malchen
de
(10158a
stammt, und welche unserer 2000 Aerzte-Atteste umfassenden Samm-
lung
entnommen ist, am besten zur Veranschaulichung gebracht.
Waſche zum Sticken
S toe
wird angenommen, ſpeziell ganze
Erhältlich in allen Apotheken, Drogerien u. Mineralwasserhandlungen, Haupt-
(*12783
Ausſtattungen
in
Nieder=Ramſtädterſtr. 57a, part
niederlage in Darmstadt: A. Merz, Biergrosshandlung, Schulstr. 12, Telephon 160
werden ſchön ge=
uPeanswelER

(I,6822
Gardinen waſchen, geſpannt
Literatur und neueste Brunnenschrift durch:
oder gebügelt, d. Bl. 50 Pf. (*12818
Ober-Elsass
Wäsch.- u. Bügelei, Lichtenbergstr. 23, I., I.
CAROLABADA.-G., RAPPOLTSWEILER (Sädwogesen)
Stloss gemeinniteig srltacl-

jühner, 1912er, 4 St, rebhf., z. v.
Neue Ireneſtr. 66, I., I. (*12809
e
Men

[ ][  ][ ]

Seite 8.
elleneraucht
Weiblich
P.2
Frinleingeſehztenülters wünſch
Filiale der Lebensmittelbranche
ſofort zu übernehmen. Kaution
kann geſtellt werden. Off. unter
H 19 a. d. Exped. ds. Bl. (*12556sid
Fräulein, in Stenogr. ( Gabels=
berger
) und Schreibmaſchine perf.
ſucht Stelle. Offerten unt. H 71
(*12804
an die Exp. ds. Bl
Fräulein
welches ſehr gewandt im Schneidern,
ſowie Moderniſieren aller Art, gut
bügelt, auch im Haushalt tätig
wäre, ſucht Beſchäftigung für ganze
oder halbe Tage. Offerten unter
H 61 an die Exped. (*12744do
Tücht. Schneiderin ſucht Arbei
in Geſchäft, Konfektion od. Privat
Näheres Expedition
(*12738
Saub. unabh. Mädchen ſucht
Aushilfsſtell. f. tagsüb. Näh. d. Fr
Preher, Alte Niederſtr. 15. (*12630md
e
welche g. koch. und
Madchen alle Hausarbeit
kennen, prima Zeugniſſe beſitzen
Hausmädch., welche nähen u. bügeln
können, Liebe zu Kindern haben,
nette Landmädchen, darunter Ober=
heſſinnen
, ſuchen in Darmſtad
Stellen. Frau Berta Neßling,
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
12607dfs
Ludwigſtraße 8
Mädchenſchutzverein
Kath.
(täglich von 35)
Nieder=Ramſtädterſtraße 30
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Herrſchaftsköchin, zum 1. Juui
1tüchtiges Alleinmädchen, 1junges
Alleinmädchen.
(*12750
Mädch. hat n. halbe Tage frei
Lauteſchlägerſtr. 4, II. St. (*12777
Fräulein ſucht Stelle zu ält
Herrn oder Dame. Offerten unter
H 66 a. d. Expedition. (*12768
Laufſtelle Nähe Kahlertſtr. von
710 Uhr geſucht Kahlertſtraße
Nr. 23, Hinterhaus.
(*12754
Stellen ſuchen: Stützen, Haus=
mädchen
, Kinderfräulein Minne
Dingeldein, gewerbsmäßige Stellen
vermittlerin, Elisabethenstr. 5. Tel. 531. (
Junge Frau ſucht abends Lader
Karl=
oder
Bureau zu reinigen
ſtraße 73, Hth.
(*12819
Stell ſuch. Haush., Köch, Allein
mädch. f. hier u. nach Frankf. durch
Johannette Weissmantel, gewerbsmäßige
Stellenvermittlerin, Karlstr. 30. (*12816
12jähr. zuverl. Mädchen wünſcht
in ſeiner freien Zeit ein Kind aus
zufahren. Näheres Pankratius
ſtraße 12, 1. Stock.
(*12814
Suche halb. Tage Waſch.u. Putz.,
gehe auch ſtundenweiſe fort Schloß
gartenſtr. 5, Hinterh. p.
n
(*12782
Junge, unabhängige Frau
ſucht Aushilfe
Frau
Beck,
Liebfrauenſtraße 86, IV.
(*12823
Gut empfohl. Kinderpflegerin
ſucht Stelle zu neugeb. Kind, ein
gut bürg. Köchin u. ein jüng. Haus
mädch., eine 25j. Oberh., welche koch.
kann, ein jüng. Kindermädch., all
mit beſt. Zeugn., ſuchen Stelle zun
1. Juni d. Frau Gertrude Hartmann, ge
werbsmäßige Stellenvermittlerin
Nieder=Ramſtädterſtr. 31. (11034
Männlich
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verh., ruhiger, ſicherer Fahrer, mi
Reparaturen vollſtändig vertraut,
übernimmt a. Nebenarbeit, ſucht
Stellung. Prima Zeugn. Offert
unter H 68 a. d. Exped. (*12769
Ofe Stellen
Weiblich
Gewandte
Verkäuferin
wird zum baldigen Eintritt
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geſucht. Gefl. Angeb. nebſt
Anſpr. bei freier Station unt.
H 72 an die Exp. (11026d
Ziuer
M
leich welchen Standes
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ſucht Verl.=Buchhdl. zur
Gewinnung von Abonn. für eine
neue illuſtr. Frauen=Zeitung mi
Sterbegeld=Verſicher. Witwen od.
ſonſt. unabh. Damen, die auch reiſ
können, finden dauernde, gut be=
zahlte
Beſchäftigung
an die
69
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(*1279
Expedition ds. Bl.
Lehrmadchen
aus achtbarer Familie für baldicg
Eintritt geſucht Anton Braun
warth, Ernſt=Ludwigſtr. 3. (*12811d

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 15. Mai 1913.
Nummer 111.
Männlich
I
u. m. i. Hauſe tägl. zu
510 M. perd. (Poſtkarte gen.
R. Hinrichs, Hamburg 15. (10463a
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50 Mk. Herren. Material (Wer
Neue
6 Mk.) geg. 1 Mk. in Marken. G. Krause
Altpaulsdorf-Reichenberg, Böhmen (10981a
Für hieſigen Platz ſucht ein gut
eingeführtes Geſchäft einen zu=
verläſſ
., an rege Tätigkeit gewöhnten
Mann
Daogistorte
zum Beſuch von Privatkundſchaft
zwecks Inkaſſo und Verkauf. Nu
gut empfohlene Herren, welch. etwas
Fanmuaussansannamannnanamnnnnasannadunassnuanannasene
Kaution ſtellen können, wollen ſof
Offert. mit näheren Angaben unt.
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Baumwoll-Crepon
in mod, Tupfen u. Streifen, mit
Herr oder Dame mit ſchöner Schrift,
in verschiedenen Farben Meter 75
u. ohne Bordüre, . Meter von 20an
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beiten
bewandert, per ſofort geſucht.
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Engagement nicht ausgeſchloſſen
145
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Off. u. H75 a. d. Exp. ds. Bl. (*12820

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Meter von
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, ,
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Meter von
J0ar
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Frotté, 120 cm breit
H. Schultz, Cöln 155
740
(I,10360
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1Zu
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. Meter von
ar


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25
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moderne Streifen und Tupfen
he
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145
Meter von 70an
in neuen Dessins . . . Meter
Zuverläſſiger Mann
Kleiderleinen
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Wasch-Voile, 110 cm breit
imit, in grossem Farbensortiment
fort geſucht
12661md
Z
165
weiß u. in diversen Farben
Meter von 79an
Hoffärberei C. &Ch. Reich,
Mete
Pallaswieſenſtr. 146.
Zephir
Stickereistoffe
Maſchinenſchreiner
125

neueste Dessins
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ca. 120 cm breit . Meter von
J. Germann, Karlſtr. 20. (*12713md
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Mitglied des Rabatt-Sparvereins.
MARKT 2.
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Darmſtadt, Schulſtr. 4, Tel.233
Seteter eihte
Hausbursche
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Junges Laufmädchen
mittags
geſucht. Nur ſolche mit beſtel
zwei Kindern geſuch

ſ. Nieder=Ramſtädterſtr. 36, II. (*1274
(*12797
zu
Zeugniſſen finden Berückſichtigung.
Erwerbsfrend. Frauen
Eliſabethenſtr. 1, Stb. 1. St.
Fr. Beckenhaub, Wilhelminen=
Wartefrau morg. 2, nachm.
finden leichten u. guten Ver=
ſtraße
11.
(10928mo
St. geſ. Schwanenſtr. 69, II. (*12764
dienſt (ca. 810 M. pro Tag
1. Juni eine gut
zum

Sulche bürg. Köchin in ſehr gut.
durch Verkauf einer Neuheit
Lauffrau od. Laufmädchen für
Junger, ſauberen
Butſche
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Wohn. u. Lad. ſof. geſucht. Elſe
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Kunert, Wilhelminenſtr. 10. (*12750
(*12757ds
Näheres i. d. Exped
C. Wittkopp,
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für hier, z. 1. Juli eine bürg. Köch.
Tücht. Waſchfrau f. nachm. alle
u. Alleinmädch., welche koch. kön.,
Hannover, Ifflandstr. 5. (II, 10889
4 Woch. geſ. Liebigſtr. 7, p. (*12775
Magazinarbeiter
f. hier u. Berlin. Näh. Fr. Gertrude Har=
Jüng. Mädchen für nachmit=
mann
, gewerbsmäßige Stellenr
geſucht, welcher packen kann. Näh
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Rheinſtr. 25, Magazin=Bur. (11029df
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Küchenmädch. ſof. geſ. f. hier u. Saiſ
Minna Dingeldein, gewerbs=
firm
in Klage= und Mahnſachen, flotter Maſchinenſchreiber
mäßige Stellenvermittlerin, Eliſa
per 15. Juni ev. früher oder ſpäter geſucht. Nur ſchriftlich
bethenſtr. 5, Teleph. 531. (*12825
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anſprüche erbeten an
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Saub. Laufmädchen für den
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Konditorei, Waldſtr. 26,
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t
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Hinterbau
(11018dso
Zeugn. hat, in ſehr gute St., 30 M
. 1. Zum od ſpät. lücht
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D
Gesucht ſolid. Alleinmädch. Fra
Röse, gewerbsmäßige Stellenver=

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mittlerin, Kiesſtr. 35, I.
(*12786
Sicheres eikontien
Laufmädchen oder Frau ſogleic
geſucht
bietet ſich ſtrebſamen Herren durch Uebernahme eines konkurrenzl
Putzfrau Geſchäfts=
geſucht
. Vorm. 34
Stunden
Eſchollbrückerſtraße 25, II. Auskunft
und von
lokal. Schulſtraße 7, 1. St. (*1282
bis 2 Uhr nachmittags. (*12690mc
Zuverläſſiges, braves Mädcher
aus beſſerer
von morgens 8 Uhr bis nach dem
Staatl. Behörden begutachtet
Ein Mädchen
Familie, ev.
Wo?

Spülen geſucht
ſagt di
und eingeführten Gebrauchsartikels. Auch für Papiergeſchäfte, Buch=
Kindergärtnerin, wird für ſofor=
(*12824
Expedition ds. Blattes.
für nachmittags
zu einem 2jähr
druckereien ꝛc., welche ihr Einkommen bedeutend erhöhen wollen,
Per bald nach Mainz geſucht
Kinde geſucht.
Vorzuſtellen Wil=
eignet
ſich die Sache vorzügl. Verdienſt über 500%. Erforderliches
helminenſtraße
17½, I. (*12688mc
Kapital M. 2000.
Branche=Kenntniſſe nicht nötig. Nur ernſte
Kildertradfen
Kinderloſes Ehepaar ſucht für
Reflekt. erf. Näh. Hotel Darmstädter Hof Donnerstag von
oder beſſeres gebildetes Mäd
ſofort ein Mädchen für halbe Tage
58 Uhr: Freitag v. 101 Uhr u. 58 Uhr.
(II, 11002
chen, nicht unter 20 Jahren, zu
Vogel, Wilhelmſtr. 18. (*12724mc
einem Jungen von 9 Jahren und
Mädchen welch. kochen
einem Baby in herrſchaftliches
Große Maſchinenfabrik ſucht für ihre neue konkurrenzloſe
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Nummer 111.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 15.Mai 1915.
Seite 9.

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3½
39,00
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In Proz.
InProz.
3.
4 Ruſſ. Südweſt. . . .
35,75
95, 10
S. 52 . . . . . .
96,00
Worms . . . . . . . .
170,00
10 Deutſch. Ueberſee Electr.
5 Argentinier . . . . .
101,60
Staatspaviere.
4½ Moskau=Kaſan . .
4 Hamb. Hypoth.=Bank
96,50
do.
85,50
5,50
0 Gummi Peter . . . .
do.
Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
87,90
do.
do
Liſſaboner v. 1888
86,
Kunſtſeide Frankfur
68,75
-
Wladichawchas
86,60
½ Chile Gold=Anleihe .
86,30
3½ Deutſche Reichsanl. .
98,20
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
. .
Verzinsliche
30 Adler=Fahrradwerke
76,20
98,25
5 Chineſ. Staatsanleihe
4 Rjäſan Koslow.
3½
87,00
do.
85,90
,
do.
Anlehensloſe.
455,00
Kleyer
.
100,00
90,50
do
Schatzanweiſg.
41
Portugieſ. Eiſenb.
,
Preuß.
Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
(2,20
Badiſche . . . Tlr. 100 172,80
Maſchinenf. Badenia 150,00
36,80
91,50
Japaner .
do.
Conſols . . .
do.
3½
. . . ,
S. 12, 13. 16
97.70
Cöln=Mindner 100 136,00
Wittener Stahlröhren
68,90
Livorneſer
76,75
Innere Mexikaner . . .
2½
do
do
98,00
S. 14, 15, 17, 24/26
Holl. Komm. . fl. 100
160,60
9 Steana Romana Petr.
97,80
Bad. Staatsanleihe . .
3 Salonique=Monaſtir
do.
62,70
1823 . . . . . . . .
97,70
Madrider . . Fs. 100
15 Zellſtoff Waldhof
239,00
89,00
Gold=Mexikanerv. 1904
80,30
4 Baadadbahn
do.
3½
82,50
Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
..
Meininger Pr.=Pfand=
2,83 Bad. Zucker=Wag=
4½ Anatoliſche Eiſenb..
do.
5 Gold=Mexikaner . . .
93,40
85,90
S. 1 u. 2, 68 . .
136,00
briefe
209,00
..
häuſel.
, ,
98,40
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe
4 Miſſouri=Paciſic
3 Buenos Aires Provinz
,
85,70
S. 35 . . . . . . . .
67½
Oeſterr. 1860er Loſe . 176,80
0 Neue Boden=A. A.=Geſ.
81,00
84,75
5,20
do
S. 911
Northern=Paciſic
,
3½
85,80

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Oldenburger . . . . .
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54,00
76,00
do.
Southern=Paciſic
.
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97,00
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-
Raab=Grazer fl. 150
2½
Bergwerks=Aktien.
99,00
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85,90
do.
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147,30
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179,70
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94,90
95,80
unk. 1921) .
Nordd. Lloyd
123,20
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Augsburger. . .
.. ſl. 7
3½
85,20
do.
do.
3½
(unk. 1914)
35,60
3½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 128,00
Gußſt.
.219½
Bank=Aktien.
Braunſchweiger Tlr. 20 195,00
, ,
do.
73,50
98,30
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf.
1 Deutſch=Luxemburg.=
Aktien ausländiſcher
Freiburger . . . . Fs. 15
10 Bank für elektriſche
77,10
Sächſiſche Rente
do
26,60
3½
-
Bergb. . . . . . . 164,60
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Mailänder . . . . Js.45
Untern. Zürich ..
191,00
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Württemberg unk. 1921
Städte=
-
5 Anatol. Eiſenb. 60½
10 Gelſenkirchener . . . .
.. . . Fs. 10
do.
7½ Bergiſch=Märkiſche
93,80
v. 1900
do.
Obligationen.
fl. 7
9 Harpener
,,,
Einz. Mk. 408 . . 115,80
197,10
Meininger .
,,
146,50
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Bulgaren=Tabak=Anl
8,90
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98½
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Baltimore und Ohio .
Oeſterreicher v. 1864fl. 100 562,00
Berlin. Handelsgeſ
163,25
9½
Griechen v. 1887
do
17
v. 1858fl. 100
Hüttenbetrieb. . . 267,00
133,60
Schantungbahn . . .
7
do.
6½ Darmſtädter Bank
116,25
100,00
Italiener Rente
97,70
Frankfurt. . . . . ..
Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Ungar. Staats . . ſl. 100 395,50
Luxemb. Prince Henri
3
248,10
12½ Deutſche Bank ..
Oeſterr. Silberrent:
87,30
4½
do.
95
Caro.
Oeſt. Südbahn (Lomb.)
Venediger . . . . Fs. 30 55,00
86,00
..
27½)
6 Deutſche Vereinsbank
115,00
Zie
90,20
do. Goldrente . . .
. .
Laurahütte
Türkiſche . . . . Fs. 400 166,80
.,
,
Pennſylvania R. R.
175,50
6 Deutſche Effekt.= und
33,90
do. einheitl. Rent=
do
.
84,50
10 Kaliwerke Aſchersleben 148,50
W.=Bank
Gold, Silber und
114,00
.
3 Portug. unif. Serie I
Induſtrie=
52,40
Heidelberg
95,80
....
Leßzt
Weſteregeln 195,25
185,20
Banknoten.
Diskonto=Kommandit
10
65,50
do. unif. Ser. III
86,00
do.
Aktien.
Divid.
7½ South Weſt Africa
8½
151,60
20,38
Dresdener Bank
Engl. Sovereigns . . . .
9,90
do. Spezial . . . .
Karlsruhe
96,20
Brauerei Werger
. . .
64,20
16,20
209,30
Frankf. Hypoth.=B.
Prioritäts=
20 Franks=Stücke . . . .
10
86,00
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100,10
do.
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28 Bad. Anilin= u. Soda
Amerikaniſche Noten . . . 4,19½
Mitteld. Kreditbank 115,00
6½
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do.
v. 1890
Magdeburg
92,50
. ,
Fabrik
561,00
.,
20,45
Engliſche Noten . . . . .
Nationalb. für Deutſchl.
.
17,5
do.
o. 1905 . .
Südd. Eiſenb.=Geſ.
14 Chem. Fabrik Gries=
3½
87,90
Franzöſiſche Noten. . .
81, 25
Pfälziſche Bank. ..
123,2
89,20
4 Ruſſen v. 1880 . . ..
Mainz
Nordd. Lloyd=Obl.
. . . . . . .
4½
.256,80
heim
...
olländiſche Noten. . . . 168,80
137,4
,95 Reichsbank . .
87,20

do.
do. v. 1902 . . . .
90,00
4 Eliſabethbahn, freie .
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629,00
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Italieniſche Noten . . . .
128,70
Rhein. Kreditbank.
96,00
Mannheim . . . . .
do. v. 1905 . . . .
Franz=Jofefs=Bahn .
20 Verein chem. Fabriker
99,70
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84,90
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. . . .
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do.
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 15. Mai 1913.
anaanannuannanannannannnansunnnnunnnannnnnnnaunnannnonnnnnnnnnnnnnan
Mmene Sitn e


350 jähriges
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Tel.
84

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B.
bhlaums Schiessen

(

Ab
Sonntag, den 18. Mai 1913,
vom 18. bis 25. Mai 1913.
abends 8½ Uhr:

Innn!




Gastspiel des Frankfurter


*8ckt
O
Schießtage: Sonntag, den 18. und 25. Mai, nach-
e

Intimen Theaters
6r Nämsen
mittags von 2 Uhr ab. Montag, den 19

Zy
Art. Direktion: Josef Juhasz.
und Donnerstag, den 22. Mai, vormittags von 812
Mc
Spielleiter:
Uhr und nachmittags von 2 Uhr ab
Schriftsteller Rich, Manz.
Conferenzier: Hermann Gersbach.
Montag, den 19. Mai,
Tontauben-Schiessen.
nachmittags von 2 Uhr ab:
Mitwirkende:
LIIIIIIIIIILLIILIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII!!
Hannah
Wilfrid, Mary Christopf
Während des Schiessens grosse Konzerte, Volks-

Paris,
Ardo Castello, Hedwig
1
Hermann Gersbach
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Danko

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unt. H25 an die Exp. (*12579imd
Das Scheidungssonper
Schwank aus dem Französischen
Feines Spezialgeſchäft
Sonntag, 18. Mai 1913, vormittags 11¼ Uhr
von J. Horst
Nähe Darmſtadt zu verk. Off. unt.
Beide Stücke in Wien, München
H. P. 14 hauptpostlagernd. (*12740
A. Akademischer Festakt.
und Frankfurt mit stürmischem


Beifall aufgeführt.
ere
Kee

im großen Saale des Städtischen Saalbaus.
Neues, ſehr maſſiv geb. 2ſtöck
Programm: 1. Huldigungsmarsch von Richard Wagner. (Vorge-
Ferner täglich
tragen vom Instrumentalverein). 2. An Richard Wagner! Männerchon
Grosser Bunter Teil.
mit Orchester; unterlegter Text auf die Wagnersche Komposition
Einfamilien-Haus
Gruss seiner Treuen‟
(Vorgetragen vom Mozartverein und vom
Am 24. Mai:
Villenkolonie Eberstadt
Instrumentalverein). 3. Festrede des Herrn Professors Dr. Willi.
Vollständiger Repertoire-Wechsel.
bald Steuer aus Weimar: Das dramatische Kunstideal Richar
mod. Stil, Diele, 7 ger. Zimmel
Wagners und seine Verwirklichung in Bayreuth. 4.
Kaisermarsch
Zubehör, Zentralheizung, Pergola
mit Schlusschor von Richard Wagner. (Vorgetragen vom Instrumental-
Vorverkauf zu ermässigt. Preisen:
gr. Garten, zu 25000 Mk. zu verl
verein, vom Mozartverein und vom Lehrersängerchor)
Näh. bei Hofl. Ludwig Alter, ſowie
Im Besidenz-Automat am weissen
Artillerieſtr. 4, I., Darmstadt. (B786a
Eintrittskarten: Numerierter Platz im Saal zu 1 Mk., alle
Turm, sowie bei den Herren Hugo
übrigen Plätze im Saal und im Vorsaal, auf den Estraden und Galerier
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Ich ſuche
zu 30 Pfg. sind im Vorverkauf im Verkehrsbüro zu haben
Gerber, Ecke Rheinstr. u. Luisen
platz, Hch. Arnold, Hof-Musi
Mittwoch, 21. Mai 1913, abends ½8 Uhr:
verkäufl. Häuſer
kalienhandlg., Wilhelminenstr. 6
Grundſtücke, Wirtſchaften, Land=
Numerierte Plätze (Mittel-
B. Festkonzert
güter, Geſchäfte ꝛc. an beliebigen
loge u. Parkett) ausschliesslich
Plätzen behufs Unterbreitung an
bei Hugo de Waal, Rheinstr. 14,
im Festsaale der Turngemeinde (Woogsplatz 5).
teilw. vorgem. Reflekt. Nur An=
Telephon 656. (11032
gebote von Selbſteigentümern er=
Zum Besten der Richard Wagner-Stipendien-Stiftung:
wünſcht. Verlang. Sie koſtl. Beſuch

6
bfét
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Richard Wagner-Abend
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Elberfeld, Hofane 74.
des Philharmonischen Orchesters aus Leipzig unte
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*12815d
u. Verſch. Alte Schwanenstr. 12. (*3
Leitung von Herrn Professor Hans Winderstein.
Zahlreiche
Erfolge nachweisbar.
Programm: I. Abteilung: 1. Eine Faust-Ouverture. 2. Ouverture
Tauſche mein Haus in Beſſun=
Klavierstimmer
und Bacchanale aus der Pariser Bearbeitung des Tannhäuser 3. Sieg
gen gegen Haus der Innen
Emil Schultze, Kammermuſiker
fried-Idyll. 4. Vorspiel und Isoldens Verklärung aus Tristan und Isolde‟
ſtadt. Zahle ev. noch bares Geld
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Herderſtraße 11
II. Abteilung. 5. Vorspiel zum Bühnenweihfestspiel Parsifal‟
heraus. Off. unt. H 73 an die
6. Karfreitagszauber aus dem 3. Akte des Parsifal‟.
Norzügl. Privatmittagstiſch für
7. Trauermusi!
(*12800
Expedition.
beſſere Herren und Damen
beim Tode Siegfrieds aus der Götterdämmerung‟.
Vorspiel zu
8
Hölgesſtraße 1, 1. Stock.
Die Meistersinger von Nürnberg‟
(7847a
Bangelände
Korzügl. Privat-Mittag- und Abend
Eintrittskarten: Sperrsitz im Saal zu 3 Mk., alle übrigen
in prächtigſt. ſüdöſtl. Höhenl. Darm=
Plätze im Saal und auf den Galerien zu 1 Mk. sind im Vorverkauf
tisch Landwehrſtr. 5, III. (10472a
ſtadts, feinſte Wohnlage, weiſt nach.
in der Hofmusikalienhandlung von Heinrich Arnold (Wilhelminen-
Rud. Strecker, Architekt
finden ſtren,
strasse 9) zu haben.
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Der Festausschuss.
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beginnt am 16
Mai.

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Darmstadt.
Sonntag, 18. Mai 1913:
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Abf. vorm. 526 Uhr vom Hptbh. mit
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Rückkehr abends 902 Uhr.
Gesamtfahrkosten Mk. 2.65.
Nächsten Freitag: Bierabend
im Gartensaal der Brauerei Fay,
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-Wanderung ist rechtzeitige
verbindliche Anmeldung bei Gra-
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Mainzerlandſtr. 71, I.
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Großherzogl. Hoftheater
Donnerstag, den 15. Mai 1913.
172. Abonnem.=Vorſtellung. C43.
Zum erſten Male wiederholt:
Eine fürſtliche Maulſchelle.
Spiel in 5
Aktuſſen von Ernſt
Freiherrn von Wolzogen.
Spielleiter: Heinrich Hacker.
Perſonen:
Herzog
Heinrich,
Piaſt v. Liegnitz Johannes Heinz
Die Herzogin,
Ilſe Berka
Gemahlin . .
Hw. Jungkurth
Emilie.
Anne Maria
Aennchen Dörr
,
Georg Friedrich
Markgraf vor
Anspach
Heinrich Hacker
Hans v. Schweini
chen, d. Herzogs
Kanzler u. Käm
Hs. Baumeiſter
mere:
Heinz v. Lochwitz,
Richard Jürgas
Hofjunker
Minna Müller=
Frau v. Küttlitz,
Rudolph
Hofmeiſterin.
Perpetua, deren
Tochter
Käthe Gothe
Frau v. Schellen=
Sofie Heumann
dorf

Margrete, deren

Tochter
Chriſtoph Braun,
Landknechts
hauptmann
W. Riechmann
Theophilus Sand
ticeller, ehemals
Prädikant, derzeit
ein verſoffener
Kt. Weſtermann
Präzeptor
Paul Peterſen
Ein kaiſ. Kurier
Eine Aebtiſſin
Agn. Wisthaler
Erſter
Bürger
Herm. Knispel
von
Guſtav Semler
Zweiter
Willy André
Dritter
Köln
Emil Kroczak
Erſter
Zweiter) Offizier
Ad. Jungmann
Der Herbergswirt
Adolf Jordan
zu Köln
Magd der
Erſte
Ilka Alkowic
Schellen=
Erika Hartmut
Zweite
dorfin
Frz. Herrmann
Ein Lakai
Ein Reitknecht
Auguſt Kräger
Ein Heroli
Margrete: Elſa Laura
von Wolzogen, als Gaſt
Die zur Handlung gehörige
Muſik iſt aus Orlandus Laſſus
u. a. zeitgenöſſiſchen Kompoſitionen
und Volksliedern zuſammengeſtellt
und bearbeitet vom Verfaſſer.
Nach d. 2. u. 3. Akte je läng. Pauſe.
Gewöhnliche Preiſe
Proſzeniumslöge 6.10 M., Mittel=
loge
6.10 M., Balkonloge 5.10 M.
I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.6.
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
Sperrſitz: 1.13. Reihe 4.10 M.
14.20. Reihe 3.30 M., Parterre:
.5. Reihe 2.80 M., 6.8. Reihe
2.25
M., Erſte Galerie 1.25 M.,
Zweite Galerie 0.65 M
7 Uhr. Ende nach 10 Uhr
Anf.
Kartenverk. v. 9½ 1½ u. v. 6 U. an
Vorverkauffür die Vorſtellungen:
Freitag, 16. Mai. Keine Vorſt.
Samstag, 17. Mai. Keine Vorſt.
Sonntag, 18. Mai. Außer Ab.
Frühlings=Feſtſp. VI. Abd.
Neu einſtudiert u. neu inſzeniert:
Die Meiſterſinger von
Nürnberg‟. Erhöhte Preiſe.
Anfang 4 Uhr.
Montag, 19. Mai. 173. Ab.=Vſt.
Fet
Wallenſteins Tod.
44.
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.

[ ][  ][ ]

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
5 57.
Donnerstag, 15. Mai.
1913.
Befreit von der Beunhung zur Einguartiernung ſind die in § 4 Ab. 2 des Reichs=
Bekanntmachung.
geſetzes vom 25. Juni 1868 aufgeführten Gebäude und Gebäudeteile.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß eine außerordentliche Ver=
Gebäude, in denen ſich mit gefährlichen oder anſteckenden Krankheiten Behaftete
ſammlung des Kreistages
oder Wichnerinnen oder Leichen befinden, ſollen zur Einquartierung nicht benutzt werden.
Samstag, den 17. ds. Mts., vormittags 11 Uhr,
§ 4.
Bei Verteilung der Einquartierung ſoll auf die Wohnungs=, Wirtſchafts= und
in dem Rathausſaale dahier (Marktplatz Nr. 8) ſtattfindet mit folgender Tagesordnung:
Gewerbebetriebsbedürfniſſe des Quartierpflichtigen Rückſicht genommen werden. Neben
Satzung
für die allgemeine Ortskrankenkaſſe der Landgemeinden des Kreiſes.
dieſen Grundlagen ſoll bei der Verteilung beachtet werden, daß auf etwa je 40 Mark
den 10. Mai 1913.
Darmſtadt,
Gemeindeſteuer je ein Mann zu übernehmen iſt.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
§ 5.
J. V.: von Werner.
(10895id
Den Quartierpflichtigen iſt geſtattet, die ihnen obliegende Verbindlichkeit durch
Stellung anderweiter Quartiere (z. B. in Wirtshäuſern uſw.) zu erfüllen, jedoch iſt
Bekanntmachung.
dies vorher der Einquartierungskommiſſion anzuzeigen. Das zu ſ
ſtellende Quartier
Der Neubau der Gleisanlage der elektriſchen Straßenbahn in der Eliſa=
muß
den Anforderungen entſprechen, welche an den Quartierpflichtigen ſelbſt geſtellt
bethenſtraße, der Neckar= und Rheinſtraße, ſowie der neuen Gleisanlage vom
werden können.
Ernſt=Ludwigsplatz bis zur Beckſtraße iſt fertiggeſtellt.
Für richtige Leiſtung iſt nur der Quartierpflichtige haftbar, wie auch die durch
Wir geben dies mit dem Anfügen bekannt, daß die Direktion der Heſſiſchen
die Ausquartierung dem Quartierpflichtigen etwa entſtehenden Mehrkoſten von dieſem
Eiſenbahn=Aktiengeſellſchaft dahier die landespolizeiliche Abnahme des Neubaus
zu tragen ſind.
beantragt hat und daß die betreffenden Pläne in der Zeit vom Freitag, den 16.
§ 6.
d. Mts. bis Samstag, den 24. d. Mts. einſchließlich im Dienſtgebäude des
Weigert ſich der Quartierpflichtige, die ihm zugedachte Einquartierung zu über=
Großh. Polizeiamts
- 194
Hügelſtraße Nr. 31/33
dahier zur Einſicht der
nehmen, oder iſt der Quartierpflichtige zeitweilig abweſend, ſo hat die Einquartierung
Intereſſenten offenliegen.
auf deſſen Koſten anderweit zu erfolgen.
Etwaige Einſprüche hinſichtlich der planmäßigen Ausführung der Pro=
Dieſe Koſten ſind nötigenfalls auf dem für die Gemeindeeinkünfte vorgeſchriebenen
jekte ſind innerhalb der bezeichneten Friſt bei Meidung des Ausſchluſſes bei
Wege von den Pflichtigen beizutreiben.
Großh. Polizeiamt vorzubringen.
§ 7.
Darmſtadt, den 13. Mai 1913.
(11014
Bei der Zuteilung der Einquartierung werden gerechnet:
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
General und die ihm gleichgeſtellten Chargen einſchließlich Bedienung
30 Gemeine,
J. V.: Dr. Reinhart.
Stabsoffizier
20
Hauptmann oder Leutnant
10

Beientnching.
Feldwebel ꝛc.

Fähnrich oder Vizefeldwebel
1
Mit Rückſicht auf die beginnenden Scharfſchießübungen der Feld=Artillerie auf
3
ünteroffizier
dem
Truppenübungsplatz bringen wir Nachſtehendes zur allgemeinen Kenntnis:
,
. 1 Gemeiner
Pferd ohne Fourage
4
1.
.
Es wird auf unſere Polizeiverordnung vom 10.
März 1908 hingewieſen,
§ 8.
wonach das Betreten des Truppenübungsplatzes
Darmſtadt Zivilperſonen
Werden Truppen mit Verpflegung einquartiert, ſo wird den mit
Einquartierung
ohne Erlaubnisſchein der Kommandantur verboten iſt.
bedachten Einwehnern ein von dem Gemeinderat in dem betreffenden Jahre feſtzuſetzen=
2.
Wer die bei den Uebungen der Artillerie verſchoſſene Munition ſich wider=
der
Zuſchuß zu der von dem Reiche gewährten Entſchädigung bewilligt.
Dieſer Zuſchuß
rechtlich zueignet, wird mit Gefängnis bis zu einem Jahre beſtraft (§ 291 des
ſoll mit Rückſicht auf die jeweiligen Lebensmittelpreiſe bemeſſen werden und ſoll mit
Reichsſtrafgeſetzbuches).
Einſchluß der von dem Reiche gewährten Entſchädigung für Mundverpflegung und
3.
Die Erlaubnis zum Suchen verſchoſſener Munition auf dem Truppenübungs=
Servis pro Tag für jeden einquartierten und verpflegten Soldaten einſchließlich ünter=
platz
Darmſtadt wird keiner Zivilperſon erteilt.
offizier Sergeanten und ähnliche Charge den Betrag von 1.75 Mark nicht überſteigen.
Die auf dem Uebungsplatze gelegentlich gefundenen und die im Auslauf=
Für die einquartierten Offiziere wird den Quartiergebern nur die. Reichsent=
gelände
aufgehobenen Munitionsteile müſſen an die im Lager eingerichtete Ab=
ſchädigung
gewährt.
nahmeſtelle abgeliefert werden, welche dafür entſprechende Geldvergütung zahlt.
§ 9.
5.
Zünder mit Zündladung, einzelne Zündladungen oder blindgegangene Ge=
Wird der Gemeinde die Stellung von Fourage oder Vorſpann angeſonnen,
,ſo
ſchoſſe dürfen unter keinen Umſtänden berührt werden, weil dies mit Lebens=
beſchaft
die Einquartierungskommiſſion den Bedarf auf die ihr am zweckmäßigſten
gefahr verbunden iſt. Ein Nachgraben oder Freilegen von tiefer in die Erde
erſcheinende Weiſe, möglichſt unter öffentlicher Aufforderung, aus Mitteln der Gemeinde=
eingedrungenen
Geſchoſſen iſt ſtreng verboten. Dabei iſt es gleichgültig, ob
kaſſe, in welche die vom Reiche zu gewährende Vergütung fließt. Nur wenn auf dieſem
das Geſchoß eine Granate oder ein Schrapnel, ob es mit Zünder verſehen
Wege dem Anſinnen nicht rechtzeilig entſprochen werden kann oder die Fourage oder
iſt oder nicht, ob der Finder von der Ungefährlichkeit überzeugt iſt
der Vorſpann gegen die von dem Gemeinderat hierfür zuläſſig erachtete Vergütung
oder nicht. Der Finder hat zunächſt weiter nichts zu tun, als den Fund zu
nicht zu erlangen iſt, wird die Kommiſſion zu der in Anſpruch genommenen Leiſtung
melden und nötigenfalls die Stelle kenntlich zu machen.
die Beſitzer von Fouragebeſtänden, Zugtieren und Wagen unmittelbar heranziehen, und
Die Zertrümmerung der Blindgänger uſw. iſt lediglich durch die von dem
der Gemeinderat ſodann darüber beſchließen, ob und welcher Zuſchuß aus Gemeinde=
Funde in Kenntnis zu ſetzende Kommandantur zu veranlaſſen. Der Finder
mitteln zu der von dem Reiche zu gewährenden Vergitung zu leiſten iſt.
erhält als Findergeld für ein blindgegangenes Geſchoß mit Zünder 1 Mk.
§ 10.
(Eine Mark) für einen einzelnen ſcharfen Zünder oder für ein Geſchoß ohne
Zünder 50 Pfg. (Fünfzig Pfennige). Am Geſchäftszimmer der Komman=
Die Einquartierungskommiſſion iſt bezüglich der in den §§ 8 und 9 von ihr zu
dantur des Truppenübungsplatzes, ſowie am Sprengſtückſchuppen und am
Laſten der Gemeindekaſſe zuzugeſtehenden Vergütungen an die Weiſungen des Gemeinde=
Feuerlöſchgeräteſchuppen (Baracke Nr. 104) ſind Abbildungen von gefährlichen
rats gebunden.
Zündern pp. ausgehängt.
§ 11.
Das Betreten des Uebungsplatzes gleich nach dem Abſchießen iſt den
Dieſe Satzung tritt mit dem 1. Juni 1913 in Kraft.
Zivilperſonen mit Erlaubnisſchein verboten. Es iſt dies erſt eine Stunde
Ober=Ramſtadt, den 2. April 1913.
nach Bendigung des Schießens
und unter keinen Umſtänden früher
Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober=Ramſtadt.
wird
geſtattet. Denjenigen, Perſonen, welche gegen dieſes Verbot verſtoßen,
(10995
Rückert.
der Erlaubnisſchein zum Betreten des Platzes entzogen.
(9132a
Darmſtadt, den 15. April 1913.
Orts=Satzun
9
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
für die Quartierleiſtungen und Naturalleiſtungen an die bewaffnete Macht im Frieden
I. V.: von Werner.
in der Gemeinde Gräfenhaufen.
Auf Grund des § 7 des Reichsgeſetzes vom 25. Juni 1868, die Quartierleiſtungen
Bekanntmachung.
für die bewaffnete Macht während des Friedensſtandes betreffend, und § 9 der Inſtruk=
. 8., 15., 16. und 19. Mai 1913 von 7 Uhr vormittags bis zum Ein=
Am 2., 5., 6.,
tion zur Ausführung dieſes Geſetzes vom 31. Dezember 1868 und auf Grund der Geſetze
wird Schießen mit ſcharfer Munition von Truppenteilen des
der Dunkelheit
tritt
vom 13. Februar 1875 über die Naturalleiſtungen für die bewaffnete Macht im Frieden
auf dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten.
. Armeekorps
XVIII.
wird hiermit für die Gemeinde Gräfenhauſen auf Beſchluß des Gemeinderats und mit
Schußrichtung
vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Genehmigung Großh. Miniſteriums des Innern vom 22. April 1913 zu Nr. M. d. J. 7093
Wieſen am Rutſchbach.
Richtung gegen die
folgendes beſtimmt:
Das gefährdete
Gelände:
§ 1.
im Norden:
Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
Einquartierungsangelegenheiten wird der von dem
Die Verwaltung der
Weſten:
Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
Gemeinderat zu wählenden Einquartierungskommiſſion unter dem Vorſitz des Bürger=
,
Süden:
Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
meiſters oder bei Verhinderung des Bürgermeiſters unter dem Vorſitz des Beigeord=
,
Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über Milches=
Oſten:
neten übertragen.
,
wieſe-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
Die Dienſtzeit der unſtändigen Mitglieder der Kommiſſion endet mit dem
wird während des Schießens durch Poſten, Wegſchranken und Warnungstafeln abgeſperrt.
Kalenderjahr, für welches dieſelben gewählt worden ſind.
des Geländes während der Schießzeit iſt verboten (Polizei=
Das Betreten
Die Zahl der unſtändigen Mitglieder der Kommiſſion wird von dem Gemeinde=
Verordnung Kreisamt Darmſtadt vom 25. September 1909.)
rat jedes Jahr neu beſtimmt.
Darmſtadt, den 24. April 1913.
§ 2.
einſchließlich aller zur Gemarkung gehörigen Gehöfte uſw.,
Die ganze Gemeinde.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
(9947a
bildet einen Quartierbezirk.
I. V.: Dr. Reinhart.
§ 3.
Die Einquartierungspflicht liegt allen denen ob, die in der Gemeinde eine
Straßenſperre.
Wohnung haben und zur Gemeindeſteuer herangezogen werden, ebenſo Juriſtiſchen Per=
Vom 19. Mai bis zum 21. Juni d. Js. iſt die Kreisſtraße Heppenheim-
in

ſonen, Geſellſchaften und ſolchen Perſonen, die, ohne in der Gemeinde zu wohnen,
Ebersberg zwiſchen Heppenheim und Kirſchhauſen wegen Herſtellung der Klein=
der
Gemeinde Häuſer, Grundſtücke oder Geſchäftslokale haben und für dieſe zur
den ſämtlichen Fuhrwerks= und Automobilverkehr geſperrt.
pflaſterarbeiten für
Gemeindeſteuer herangezagen werden.
des Reichsſtrafgeſetzbuchs bis
§ 366 Ziffer 10
Zuwiderhandlungen werden gemäß
Befreit von der Benutzung zur Einquartierung ſind die in § 4 Abſ. 2 des Reichs=
(10777si
zu 60 Mark, oder mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
s vom 25. Juni 1868 aufgeführten Gebäude und Gebäudeteile.
geſetzes
den 5. Mai 1913.
Heppenheim,
Gebäude, in denen ſich mit gefährlichen oder anſteckenden Krankheiten Behaftete
Großherzogliches Kreisamt Heppenheim.
oder Wöchnerinnen oder Leichen befinden, ſollen zur Einquartierung nicht benutzt werden.
v. Hahn.
§ 4.
Bei Verteilung der Einquartierung ſoll auf die Wohnungs=, Wirtſchafts= und
Orts=Satzun
Gewerbebetriebsbedürfniſſe des Quartierpflichtigen Rückſicht genommen werden. Neben
dieſen Grundlagen ſoll bei der Verteilung beachtet werden, daß auf etwa je 50 Mark
für die Quartierleiſtungen und Naturalleiſtungen an die bewaffnete Macht im Frieden
Gemeindeſteuer je ein Mann zu übernehmen iſt.
in der Gemeinde Ober=Ramſtadt.
Auf Grund des § 7 des Reichsgeſetzes vom 25. Juni 1868, die Quartierleiſtungen
§ 5.
für die bewaffnete Macht während des Friedensſtandes betreffend, und § 9 der Inſtruk=
Den Quartierpflichtigen iſt geſtattet, die ihnen obliegende Verbindlichkeit durch
tion zur Ausführung dieſes Geſetzes vom 31. Dezember 1868 und auf Grund der Geſetze
Stellung anderweiter Quartiere (z. B. in Wirtshäuſern uſw.) zu erfüllen, jedoch iſt
vom 13. Februar 1875 über die Naturalleiſtungen für die bewaffnete Macht im Frieden
dies vorher der Einquartierungskommiſſion anzuzeigen. Das zu ſtellende Quartier
wird hiermit für die Gemeinde Ober=Ramſtadt auf Beſchluß des Gemeinderats und
muß den Anforderungen entſprechen, welche an den Quartierpflichtigen ſelbſt geſtellt
mit Genehmigung Großh. Miniſteriums des Innern vom 22. April 1913 zu
werden können.
Nr. M. d. J. 7092 folgendes beſtimmt:
Für richtige Leiſtung iſt nur der Quartierpflichtige haftbar, wie auch die durch
die Ausquartierung dem Quartierpflichtigen etwa entſtehenden Mehrkoſten von dieſem
§ 1.
Die Verwaltung der Einquartierungsangelegenheiten wird der von dem
zu tragen ſind.
Gemeinderat zu wählenden Einquartierungskommiſſion unter dem Vorſitz des Bürger=
§ 6.
meiſters oder bei Verhinderung des Bürgermeiſters unter dem Vorſitz des Beigeord=
Weigert ſich der Quartierpflichtige, die ihm zugedachte Einquartierung zu über=
neten
übertragen.
nehmen, oder iſt der Quartierpflichtige zeitweilig abweſend, ſo hat die Einquartierung
Die Dienſtzeit der unſtändigen Mitglieder der Kommiſſion endet mit dem
auf deſſen Koſten anderweit zu erfolgen.
Kalenderjahr, für welches dieſelben gewählt worden ſind.
Dieſe Koſten ſind nötigenfalls auf dem für die Gemeindeeinkünfte vorgeſchriebenen
Die Zahl der unſtändigen Mitglieder der Kommiſſion wird von dem Gemeinde=
Wege von den Plichtigen beizutreiben.
rat jedes Jahr neu beſtimmt.
§ 7.
§ 2.
Bei der Zuteilung der Einquartierung werden gerechnet:
aller zur Gemarkung gehörigen Gehöfte uſw.,
Die ganze Gemeinde, einſchließlich
30 Gemeine,
General und die ihm gleichgeſtellten Chargen einſchließlich Bedienung
1
bildet einen Quartierbezirk.
20
Stabsoffizier
§ 3.
10
Hauptmann oder Leutnant
allen denen ob, die in der Gemeinde eine
Die Einquartierungspflicht liegt
Feldwebel ꝛc.
Wohnung haben und zur Gemeindeſteuer herangezogen werden ebenſo Juriſtiſchen Per=
5
*85
Fähnrich oder Vizefeldwebel
ſonen, Geſellſchaften und ſolchen Perſonen, die, ohne in der Gemeinde zu wohnen, in
2

Untereffizter
der Gemeinde Häuſer, Grundſtücke oder Geſchäftslokale haben und für dieſe zur
. 1Gemeiner
1
*

Pferd ohne Fourage
Gemeindeſteuer herangezogen werden.

[ ][  ][ ]

Nummer 57.
Amtsverkündigungsblatt Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt.
Donnerstag, den 15. Mai 1913.
Wege dem Anſinnen nicht rechtzeitig entſprochen werden kann oder die Fourage oder
§ 8
Werden Truppen mit Verpflegung einquartiert, ſo wird den mit Einquartierung
der Vorſpann gegen die von dem Gemeinderat hierfür zuläſſig erachtete Vergütung
bedachten Einwohnern ein von dem Gemeinderat in dem betreffenden Jahre feſtzuſetzen=
nicht
zu erlangen iſt, wird die Kommiſſion zu der in Anſpruch genommenen Leiſtung
die Beſitzer von Fouragebeſtänden, Zugtieren und Wagen unmittelbar heranziehen, und
der Zuſchuß zu der von dem Reiche gewährten Entſchädigung bewilligt. Dieſer Zuſchuf
oll mit Rückſicht auf die jeweiligen Lebensmittelpreiſe bemeſſen werden und ſoll mit
der Gemeinderat ſodann darüber beſchließen, ob und welcher Zuſchuß aus Gemeinde=
Einſchluß der von dem Reiche gewährten Entſchädigung für Mundverpflegung und
mitteln zu der von dem Reiche zu gewährenden Vergütung zu leiſten iſt
Serviskpro Tag für jeden einquartierten und verpflegten Soldaten einſchließlich Unter=
10
Die Einquartierungskommiſſion iſt bezüglich der in den §§ 8 und 9 von ihr zu
offizier, Sergeanten und ähnliche Charge den Betrag von 1.50 Mark nicht überſteigen.
Für die einquartierten Offiziere wird den Quartiergebern nur die Reichsent=
Laſten der Gemeindekaffe zuzugeſtehenden Vergütungen an die Weiſungen des Gemeinde=
ſchädigung
gewährt.
rats gebunden.
§ 9
§ 11
Wird der Gemeinde die Stellung von Fourage oder Vorſpann angeſonnen, ſo
Dieſe Satzung tritt mit dem 1. Juni 1913 in Kraft.
beſchafft die Einquartierungskommiſſion den Bedarf auf die ihr am zweckmäßigſten
Gräfenhauſen, den 1. Mai 1913
erſcheinende Weiſe, möglichſt unter öffentlicher Aufforderung, aus Mitteln der Gemeinde=
Großherzogliche Bürgermeiſterei Gräfenhauſen.
etr
kaſſe, in welche die vom Reiche zu gewährende Vergütung fließt. Nur wenn auf dieſem
(10994
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
(2
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[ ][  ][ ]

Nummer 111.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 15. Mai 1913.
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herüber. Man vernahm ſchon deutlich die helle
modieren zu laſſen
Es waren zwei Königskinder.
Stimme
Die beiden Herren blieben allein zurück. Einen Augen=
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Wie geſagt, Präſident, ſchöne dicke Tabakslauge und
lick war es ſtill zwiſchen ihnen. Markus beobachtete den
(Nachdruck verboten.)
13)
und wieder etwas
der
hin
Jüngeren ſcharf, bemerkte die verhaltene Spannung
. .
Die junge Hofdame hatte ihn unverwandt beobachtet
Albrecht Georg ſetzte noch einmal zum Sturm an.
blaſſen, nervös arbeitenden Züge
mit keinem Wort unterbröchen. Sie hatte ſich alſo doch
Fräulein Uttenreut hat ſich doch ſicher gefreut in der
Endlich ſagte der Prinz ſcheinbar gelaſſen:
nicht getäuſcht; es gab Männer, denen die Konvention
Ausſicht, morgen abend vor ihrem getreuen Kampfgenoſſen
Die Welt iſt ein Dorf, was, Graf? Darauf hatten
des Salongeſprächs nicht das Evangelium bedeutete! Wie
pielen zu dürfen? Oder ſagten Sie ihr nichts davon?
doch ſicher nicht gerechnet, Ihre alte Berliner Freun=
Sie
ſie triumpierte, wie ſie innerlich aufatmete! Und trotzdem
Selbſtverſtändlich, Durchlaucht; ſogar, daß ich das
din hier wiederzufinden?
war die Antwort womöglich noch kühler, abwehrender.
Theater in meiner Sonderſtellung als Adjutant des Erb=
Ganz gewiß nicht, Durchlaucht. Keine Vermutung lac
Pardon, Herr Graf, Sie ſprachen von einer irrtüm=
prinzen
beſuchen würde,
mit
ferner
lichen Auffaſſung, die Sie berichtigen müßten. Ich ver=
Nun . . . und
Sie ſind ſich beide zufällig begegnet?
ſtehe das nicht ganz; ich gab zu einer ſolchen meines
Sie ſahen ſich in die Augen; ſie verſtanden ſich. Der
Vergaß ich das vorhin zu erwähnen? Ich machte
Wiſſens keine Veranlaſſung.
Oberleutnant Graf Hortenbrügg empfand plötzlich
Fräulein Uttenreut heute vormittag meinen Beſuch.
Vielmehr freut es mich, daß Fräulein Uttenreut in
Mitleid
Jäh hob der andere den Kopf,
Ihnen einen ſo überzeugten Verteidiger ihrer Vorzüge
Sie erwiderte kein Wort darauf, Durchlaucht.
Aber
In der kleinen weißen Villa?
gefunden hat. Ich darf mich in dieſer Hinſicht mit Ihnen
ich glaube, ſie wartet auf morgen abend!
In der kleinen weißen Villa!
identifizieren; denn auch ich ſchätze ſie ganz außerordent=
Albrecht Georg bekam ein Lächeln fertig.
lich
VIII.
Da haben Sie allerdings einen beſonderen Vorzug
Er lenkte notgedrungen ein
es
genoſſen. Man ſagte mir, daß dieſe heiligen Hallen ſonſt
Alſo, lieben Leute, das iſt doch nu mal Tatſache:
Ich weiß das Gnädigſte; ſie ſagte es mir bereits.
jedem Sterblichen verſchloſſen bleiben.
gibt keine Karre, die ſo im Dreck feſtgefahren wäre, daß
Dann horchte Karla Eckwarden
Alſo ſehen Sie! . . .
in preußiſcher Offizier ſie nicht wieder rausholte!
.,
Vor einem ſo guten Kameraden öffnen ſie ſich ſchon
plötzlich nach dem Empfangszimmer hinüber und wandte
Ausſpruch Halk=Ehingens, der dicken Erlaucht, als man
Durchlaucht. Man muß nur das Feldgeſchrei kennen, um
ſich an den Erbprinzen:
im Kaſino der Leibküraſſiere letzter Tage auf den alten
vaſſieren zu dürfen
Eckwarden zu ſprechen kam.
Ich glaube, Hoheit verlangen nach mir. Geſtatten
Und das lautet:
Dieſer kategoriſche Satz hatte durch ſämtliche Rott=
Durchlaucht, daß ich mich vorläufig dispenſiere?
Freundſchaft, Kameradſchaft, Waffenbrüderſchaft
hauſener Salons die Runde gemacht. Man belächelte ihn,
alles, nur nicht Liebe‟
Albrecht Georg fuhr aus verſonnenem Grübeln auf;
aber er wurde zum geflügelten Wort, und es gab wohl
Die
Im Empfangszimmer das Scharren von Stühlen.
er hatte den ganzen Wortwechſel ſtumm angehört

[ ][  ][ ]

Nummer 111.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 15. Mai 1913.
Seite 14.
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Vom nächſten Jahre an, Durchlaucht, braucht die fürſt=
Ganz Rott=
Es gab einen Sturm im Glaſe Waſſer.
keinen Reſidenzler, der die Behauptung des Oberleutnants
liche Privatſchatulle dem Theater nicht mehr die üblichen
hauſen rebellierte, als der eben ernannte Intendant den
ernſtlich bekämpft hätte.
vierzigtauſend Mark Subvention zu gewähren, ſondern
Spielplan ſeiner erſten Saiſon veröffentlichte; als die
Die Tatſachen ſprachen ja auch zu deutlich. Wenn
wir reichen mit fünfundzwanzigtauſend. Und wenn wir
Klaſſiker nicht an den traditionellen fünf, ſondern nur an
man ſo bedenkt:
als
die Abonnementsabende einſchränken und die Eintritts
zwei Abenden das Wochenrepertoire beherrſchten;
Ein Soldat, ein Major, der faſt dreißig Jahre vor
preiſe etwas höher anſetzen, klemmen wir ſogar noch ſie=
allerlei
neue Stücke auftauchten, die man bisher überhaup=
der
Front ſeiner Grenadiere geſtanden hat, vertauſcht die
nicht oder höchſtens aus Berliner Zeitungsrezenſionen
bentauſend Emmchen ab
Uniform mit dem Frack, den Helm mit dem Zylinder, die
kannte.
Regimentsgeſchäftsſtube mit der Direktionskanzlei einer
Davon allerdings wollte der Fürſt nichts wiſſen. Der
Bühne. und die Geſchichte klappt
Die erſte richtige Premiere war Björnſons
Ueber
ehemalige Alexander=Grenadiere aber ſagte mit ſeinem ge=
Klappt ſo, daß binnen weniger Jahre aus dem anti
Affront.
unſere Kraft
horſamſten Dienſtlächeln und ſeinem eigenſinnigſten Dick=
quierten
, etwas verſchlafenen Rotthauſener Hoftheater eine
kopp
Dann folgten Otto Ernſts Bannermann Korfiz
moderne, aufſtrebende, mit brillanten Kräften arbeitende
Halten zu Gnaden, Durchlaucht, aber ich ſeh’ das
Holms Arbeit Vendramins High Life Bleibtreus
Bühne wird, die das halb weggegraulte Publikum wieder
wirklich nicht ein. Für unſere guten Rotthauſener iſt
das
,
Der Weltbefreier, Sudermanns Johannes
heranzieht, jeden Abend ein volles Haus macht und
meine neue Kunſtrichtung eine ſüße Medizin, die nicht vie
praſſelte nur ſo! Ein Raketenfeuer von Geiſt, Satire,
ſogar Premieren herausbringt, regu=
horribile
dietu!
Wucht, Realismus ging über Rotthauſen nieder. Man
nutzt aber auch niſcht ſchadet. Und ich hab’ gehört, gerad
läre Uraufführungen realiſtiſcher Stücke, über deren Ver
war konſterniert; man fand ſich nicht mehr zurecht; man
ſolche neutralen Mittelchen laſſen ſich die Herren Apotheker
lauf ſich die großen Tageszeitungen im Reiche ſogar durch
verſuchte das Hoftheater zu boykottieren.
am teuerſten bezahlen. Warum ſollen denn wir vor
Spezialkorreſpondenten berichten laſſen!
Edelmut triefen? Die Leute müſſen uns ja kommen
wenn der Berg nicht zu Muha=
Schließlich jedoch . .
Was die Meininger vor dreißig Jahren an Technil
Und ich kalkulier', es iſt ihnen viel geſunder, wenn ſie ſich
med kommt, muß Muhamed zum Berge! . . . und da offen
konnten, können wir Rotthauſener heute auch! hatte der
von ihren paar Kröten einen genußreichen Theaterabend
bar dieſer preußiſche Major ohne Publikum leichter aus
Major, jetzt Exzellenz, beim Antritt ſeiner Intendanz reich=
verſchaffen
, als ſie in Rotſpon und Marſala und ſonſtigen
kam, als das Publikum ohne Theater, ſo gab man klein
lich ſelbſtbewußt zum Fürſten Ludwig geäußert. Vor
geiſtlichen Getränken anzulegen
bei und fand ſich wieder ein. Zuerſt natürlich wurde es
allen Dingen müſſen wir unſeren Eingeborenen hier erſ
einem redlich ſauer, ſich mit dieſer Art von Dramatik zu
Ob der Herr von Eckwarden mit dieſem ketzten Argu=
mal
die Augen und Gehirne öffnen, damit ſie ſehen und
befreunden und ſich in ſolche neue Weltordnung einführen
ment nicht vielleicht ein bißchen ſeine eigene Ueberzeugung
verſtehen lernen, daß die Bühne ſchon längſt nicht mehr
zu laſſen, von der die Herrſchaften auf der Bühne fünfmal
verriet, war zweifelhaft. Denn ſoviel man wußte, brachte
eine Schaubude, ſondern ein durchgebildeter Dozent der
in der Woche behaupteten, ſie beſtände ſchon längſt und
er ſeine Naſe ſelbſt ganz gern an einen recht verheißungs=
Wirklichkeit iſt!
beſäße überall Heimatrechte und Anerkennung.
vollen Korkbrand heran. Aber was ihm die Hauptſacht
Handeln Sie nach Ihrem Ermeſſen! erwiderte ihm ſein
,-
Aber allmählich gings. Ganz unmerklich
und
je
blieb er ſetzte ſeinen Kopf richtig durch! In der Reſi=
Herr lächelnd. Sie haben free of charge. Aber alle
feſter ſich das alltägliche Leben an die überkommenen kon
dſenz gabs erſt mal wieder prompt Revolution; das links=
Flüche, die etwa vom Himmel regnen, dann auch auf Ih.
wurde man in drama
ſervativen Formen klammerte
liberale Blättchen fand erwünſchte Gelegenheit zu einigen
Haupt!
tiſchen Angelegenheiten modern, freidenkend, großzügig
aufgepluſterten, entrüſteten Leitartikeln. Dann begnügten
Und der neugebackene Intendant darauf mit fröhlichem
ſozial. Wenn der Fürſt und ſein Intendant es durchaus
ſich Gatten, Väter und Bräutigams damit, worlos zu
Gottvertrauen:
den Rotthauſenern konnte es rech
das Portemonnaie eben etwas weiter
ſo haben wollten . . .
ſchmollen und
,,
Ich hab’ ein dickes Fell, Durchlaucht, und renn mit
aufzumachen, wenn ſie bildungsbefliſſen an den Kaſſen
ſein
meinem pommerſchen Schädel gegen die geſamten Schlaf
es fand ſich, daß
Wunder über Wunder
Und . .
ſchalter traten!
mützen von Euer Durchlaucht Reſidenz an!
das Hoftheater allabendlich ausverkauſt war, weshalt
Das hatte er denn auch redlich getan, getreu ſeinem
(Fortſetzung folgt.)
Herr von Eckwarden am Ende der zweiten Saiſon ſeinen
plötzlich entdeckten Wahlſpruch: Leben muß in die Bude
Souverän mit ziemlicher Berechtigung erklären konnte:
kommen,

[ ][  ][ ]

Nummer 111.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 15. Mat 1915.
Seite 15.
ee
(3
eingeßend beſichigt. Abends ſand im großen Sale des
Unpl: Schwärmerin (4h, Zeſonda, Leibhuſar. Ueber=
Sprudel=Hotels der bis zum letzten Platz gefüllt war,
legen, 3 Lg.-Kopf-6 Lg.
Preis von Stargordt, 5500
ein Kommers ſtatt.
Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Herrn G. von Lippas Au=
vergnat
(Olejnik), 2. Pulver (Liſter), 3. Wad ( Shur=
gold
). Tot. 125:10 Pl. 32, 26, 19110. Unpl.: Clown (4).
Deutſcher Pfadfinder=Tag.
Methuſalem, Muſidora, Hab mich lieb, Querſchlag, Hei=
Magdeburg, 13. Mai. Mit einem Empfangs=
ligenthal
, Alice, Reſi, Seilfahrt, Naſeweiß. Kampf, Kopf
abend im Geſellſchaftshauſe begannen hier die Veranſtal=
bis
Hals½ Lg.
tungen des Deutſchen Pfadfinder=Tages, zu
Fußballſport Die erſte Mannſchaft des Fußball=
dem
eine große Anzahl von Delegierten der einzelnen
Klubs Union=Wirhauſen traf ſich mit der Liga=
Ortsgruppen eingetroffen waren.
Den Verhandlungen
Erſatzmannſchaft des Mannheimer Fußball=Klubs
ging ein Kriegsſpiel voraus, das auf dem Cracauer Anger
Phönix. Beide Mannſchaften waren ſich in ihren Leiſt=
ſtattfand
und idem auch Generalfeldmarſchall Frhr. v. d. Gooltz
ungen gleichwertig, was ja auch das Schlußreſultat 111
beiwohnte. Nachdem das Kriegsſpiel beendet war, richtete
zur Genüge beſagt. Die Mannſchaft Unions zeigte im
der Feldmarſchall an die Pfadfinder eine Anſprache, in
Felde vortreffliche Leiſtungen, aber vor dem Tore wollte
(5
der er hervorhob, daß der Deutſche Pfadfinder=Bund eine
es abſolut nicht klappen. Herr Lotz, der Vorſitzende der
ernſte Aufgabe übernommen habe, nämlich die, die Jugend
Union, leitete das Spiel zur augemeinen Zufriedenheit.
2
zu tüchtigen Männern zu erziehen. Wenn der Feind unſer
Land bedrohe und der Ruf erſchalle: Alle Mann an Deck!,
Gewinnanszug
dann müſſe jeder ſeinen Mann ſtehen. Der Reichsfeld=

meiſter und zugleich Hauptbegründer des Pfadfinder=
der

Bundes, Hauptmann d. R. Bayer=Berlin, hielt ſo=
2. Prenßiſch-Süddeutſchen
dann die Kritik ab. Freiherr v. d. Goltz nahm noch ein=
Aogeſht,
mal das Wort in ſeiner Eigenſchaft als Vorſitzender des

(228. Königlich Prenßiſchen) Klaſſenlotterie
(
Jungdeutſchland=Bundes. Er wies darauf hin, daß
5. Klaſſe 3. Ziehungstag 13. Mai 1913
Deutſchland mitten zwiſchen zwei großen Völkergruppen
5
liege. Daher müſſen wir auf der Hut ſein und uns be=
gezogene
Ranner ſud zwel gleih hode Genime
Auf iede
6
Loſe gleicher Nummer
und zwar je einer auf bi
gefallen,
ſtreben, eine kräftige Jugend heranzubilden, damit wir
MGGARET
So.
in deu beiden Abteilungen 1 und II.
E
8
nicht Zeiten wie die des 17. Jahrhunderts wieder be=
kommen
. Vor allem ſei es nötig, Zucht und Ordnung zu
Gachdruk verdolen)
(Ohne Gewchr Al. St.al. . 30)
37
wahren, dann werde die Bewegung auch in Zukunft
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
gute Fortſchritte machen. Hieran ſchloß ſich ein Feld=
240
Mt. gezogen:
zottesdienſt, bei dem Militäroberpfarrer Schlegel eine
2 Gewinne zu 30 000 Mk. 205802
religiöſe Anſprache hielt. Nach dem Rückmarſch in die
2 Gewinne zu 10000 Mk. 64217
Stadt fand ein Feſtmahl ſtatt. Der Vorſitzende des Deut=
2 Gewinne zu 5000 Mk. 81754
al eeen
chen Pfadfinder=Bundes, Konſul Bachwitz=Berlin,
64 Gewinne zu 3000 Mk. 5184 6086
13295 14640
21060 23868 30907 33649 40304 43919 44195 61506
brachte das Hoch auf den Kaiſer aus, an den ein Huldig=
65200 61907 6356d 75502 62348 6ar95 9836a 10a79g
ungstelegramm geſandt wurde. Weitere Begrüßungs=
Kongreſſe und Verbandstage.
108338
129485 174567 184724 199307 210508 216001
telegramme wurden abgeſandt an den Kronprinzen, den
3209 228245 229943 231705
217530
Prinzen Max von Baden, den Statthalter Grafen von
Vertreterverſammlung des Heſſiſchen
142
Gewinne zu 1000 Mk. 8004 9052 10201 12225
Wedel, den Grafen Zeppelin, den Feldmarſchall Grafen
Landes=Lehrervereins.
16083
16421 16696 21597 22094 30a27 31278 32nes
Haeſeler und andere Förderer des Bundes.
Am 13 Mai d. J. tagte im Sprudel=Hotel zu
3077
39441 39548 40318 41265 41455 45597 47016
tagte
Die eigentliche Hauptverſammlung
47355
Bad Nauheim die Vertreterverſammlung des Heſſiſchen
52157 53324 66382 57636 58777 59100 59967
ebenfalls unter dem Vorſitz des Konſuls Bachwitz. Es
60713
Landes=Lehrervereins. Von den 102 Bezirksvereinen
61015 72447 77979 94975 95940 98279 103211
108598
wurden zunächſt einige geſchäftliche Angelegenheiten er=
121321 125138 128268 130719 131853 132199
waren 101 vertreten. Ohne Diskuſſion wurden Jahres=
133054
ledigt, worauf die Frage eines eventuellen Zuſammen=
143889 148080 148901 153969 160515 170333
bericht und Kaſſenbericht genehmigt. Als Jubiläumsbeitrag
ſchluſſes mit dem Jungdeutſchland=Bund erörtert wurde.
170336 175546 175765 179438 181669 169550 191690
zu der 25jährigen Regierungszeit des Kaiſers beſchloß
195821 196925 198389 201248 203374 206942 213995
Es wurde ſchließlich eine Kommiſſion gebildet, welche
die Verſammlung, pro Mitglied 1 Mark zu erheben. Die
214567 214899 217092 220698 224772 227542 2334a0
die Frage weiter hearbeiten ſoll. Bei den Vorſtands=
Stiftung ſoll zur Unterſtützung lungenkranker Lehrer ver=
226 Gewinne zu 600 Mk. 164a 5816 6511. 9737
wahlen wurde der alte Vorſtand wieder und Generalleut=
wandt
werden. Die ſeitherige Unterſtützung an außer
15148 15482 19381 22146 23844 27531 30653 35189
nant von Mülmann als Schriftführer neu gewählt.
Dienſt ſich befindliche erkrankte Schulverwalter aus der
37836
31653 a602d a78sc 51a66 bb6s 65970 55919
Wie auf der Berliner Verſammlung wurde auch hier die
Kaſſe des Vereins, ſowie proviſoriſch angeſtellter Lehrer
67166 61346 62293 68763 7209a 9o56c 50050
56987
Schaffung eines eigenen Abzeichens für die Mitglieder
wird von 60 auf 70 Mk. erhöht. Vom Jahre 1913 an wird
65527
66154 67142 660as 89150 91102 93056 93683
des Bundes in Anträgen angeregt. Es kam auch dies=
mit
der Unterſtützungskaſſe der Ludwig= und Aliceſtiftung
94445
97612 98308 98309 105024: 105669 106043
Der Vorſtand
mal zu keinem definitiven Beſchluß.
eine Witwenpenſions=Zuſchußkaſſe verbunden. Die Kaſſe
106597
106860 107337 108548 109277 109340
109402
wurde beauftragt, die Angelegenheit weiter zu verfolgen
hat den Zweck, ſolchen Lehrerwitwen und Lehrerwaiſen,
111124 111177 120132 121616
109701
127438
130386
und eventuell ſpäter mit Vorſchlägen an die Hauptver=
die
nach dem Geſetz vom 17. Juli 1912, betr. die Witwen=
131004
131005 132516 133517 136503
141264
142654
ſammlung heranzutreten. Die erfreuliche Entwickelung
und Waiſenkaſſe der Volksſchullehrer ein geringeres Wit=
146260
153912 155116 155612 16010s
159028
159615
des Bundes hat es nötig gemacht, noch einen vierten Lan=
wen
= oder Waiſengeld erhalten werden, als es nach den
161007 161097 164050 1666o
169064
168474
169848
desfeldmeiſter zu ſchaffen, ſo daß die Ortsgruppen jetzt
bisher geltenden Beſtimmungen der Fall geweſen wäre,
170146 173350 175220 176a53
179652
182591
183690
in die Abteilungen Nord, Süd, Oſt und Weſt zerfallen.
den hierdurch entſtehenden Ausfall als Zuſchußpenſion zu
185030 185187 185489 193573
194251
193738
198251
Für Hauptmann Bayer iſt, wie noch erinnerlich, auf der
erſetzen. Mit allen gegen vier Stimmen wurde der An=
198296 202188 203705 3203818
205993
204411
206199
Tagung in Berlin die Stelle eines Reichsfeldmeiſters ge=
206799 209384 210882 212737§ 214034
trag verſchiedener Bezirksvereine, daß der Schulbote für
214494
215051
ſchaffen worden. Nach Erledigung der Tagesordnung
216400 218460 218469 219773 225454
Heſſen in Zukunft deutſch gedruckt werde, angenommen.
225642.
227569
chloß der Vorſitzende die Verhandlungen mit Worten des
227912

e
Die im letzten Sommer ſchon von einer großen Anzahl
Dankes an die Teilnehmer. Eine große Anzahl von
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
von Bezirksvereinen begründete Hilfskaſſe wird von der
Delegierten und jugendlichen Pfadfindern machte am
240
Mk. gezogen:
Vertreterverſammlung mit überwiegender Mehrheit gut=
2 Gewinne zu 10 000 Mk.: 172758
nächſten Tage einen Ausflug in den Harz.
geheißen. Zur Beſoldungsvorlage wurde folgende
2 Gewinne zu 5000 Mk. 200048
Reſolution einſtimmig angenommen.
70 Gewinne zu 3000 Mk. § 25371.f 38056 53677. 56821.
Die am 13. Mai dieſes Jahres in Bad Nauheim
59382 62432 73721-.79086 586090 & 89065 89985 92280
Sport, Spiel und Turnen.
tagende Vertreterverſammlung des Heſſiſchen Landes=
93233 96098 104392*110781-5110926 § 115335 . 117401
Lehrervereins gibt ihrem Befremden darüber Ausdruck,
126665
129771 134163 137105f 136148 159937 164233
sr. Pferde=Rennen. Berlin. Preis von Ruhwald;
daß die ſeit einem halben Jahre vorliegende Be=
17120
709 1904524197365 203737 203938 204204
17270
3000 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Herrn W. Lindenſtädts
22:
echrnchinge erte 7.2
223084
21
ſoldungsvorlagee der Regierung keine der Dringlichkeit
Sumatra (B. Streit), 2. Quäkerin (Fritſche), 3. Droma
142
und der Bedeutung der Sache angemeſſene Behandlung
Gewinne zu 1000 Mk. 1609 (8041
10186 15031.
(Wiſchek). Tot. 21:10, Pl. 12, 14:10. Unpl.: Hotzenplotz
15540
erfährt. Veranlaßt durch die in letzter Zeit bekannt ge=
17191.: 18294: 22204 22207 22527
29939 30140
Preis von
(4), Klara, Schlei. Verhalten, 626 Lg.
3070a
36438 38661. F 43169% 46113 47680
wordenen Beſtrebungen, die Beſoldungsfrage durch Ver=
49453 53623
Lilienhof; Ehrenpreis und 5000 Mk., Diſtanz 3400 Meter:
66252
51598 677615 80346 81359 84519 88069 89752
koppelung mit den Deckungsgeſetzen für die Wehrvorlage
1. Fürſt zu Dohnas Nelusko (Leutn. v. Egan=Krieger)
901os
90327 101500 4 111759 113086 113862 117476
hinauszuſchieben, erwartet ſie darum von den geſetz=
2. Pfeffermünz (Leutn. v. Wangenheim), 3. Hades (Leutn.
118410
121054 1318724134191 134592 134884 135896
gebenden Faktoren, daß ſie das Beſoldungsgeſetz ſofort
Graf Holck). Tot. 21:10, Pl. 12, 13:10. Unpl.: Lilliput
528
130
147063 1478461149539 153948
158347 160116
in Beratung nehmen, damit die endgültige Verabſchiedung
(gef.). Leicht, 2 Lg.-Weile. Kaiſer=Preis; Ehrenpreis
167912
179161 179271 7162091f 186346 159106 192918
Die Ver=
jedenfalls
im Laufe des Jahres möglich iſt.
und 15 000 Mark, Diſtanz 5200 Meter: 1 Rittm. v. Bach=
197691
199661 200576 204507 4 206295 207211 206662
ſammlung iſt davon überzeugt, daß das Nichtzuſtandekom=
mayrs
Heiotoho (Beſ.), 2. Emſig I (Leutn. v. Falken=
210031
214534 214625 2176227 222052 229783 229939
men des Geſetzes bis zu dieſem Zeitpunkte einer Ver=
hauſen
), 3. Kilmallock (Leutn. Graf Strachwitz). Tot.
eeet
230900
ſchiebung auf lange Zeit hinaus gleichkommt, was für die
90110, Pl. 30, 58, 54:10. Unpl.: Pilis (4), Glenmorgan
258
Gewinne zu
500 Mk. 7463 8449 9686
9798
heſſiſchen Volksſchullehrer ein weiteres Belaſſen in ihrer
(5), Melton Pet (6), Waterman (7), Sea Squaw (8), Tor=
13042
3371 15341. 17153 17412 18814 23296 31746
geradezu unerträglich gewordenen Stellung bedeuten
quemado (9), Mooſe (10), Red Clover (11), The Gun
35578
36958 37951 39319 39514 39607 41252 42334
würde. Die Koſten der Wehrvorlage, die von dem ge=
(gef.). Leicht, 4342 Lg. Großes Berliner Jagd=
43146
46823 47491
47821 47843 48194 46681 48806
ſamten Volke, und damit auch von den heſſiſchen Volks=
Rennen; 80 000 Mark und Ehrenpreis, Diſtanz 5500. Me=
(0305
50074 50106
50992
51732 52668 53598
55a8s
ſchullehrern, gerne getragen werden, können und dürfen
2.
ter: 1. Herrn Ch. Hobinſtocks Sea Lord (Powers),
60516
60709 67367
70388 715a6 12700 79991 76000
keinen Anlaß abgeben, den heſſiſchen Lehrern das Dienſt=
Georget (J. B. Moreau), 3. Montagnard (G Mitchell).
600de
81944 82210 82813 62961 85106 85157 65567
einkommen nicht zu gewähren, worauf ſie nach den Grund=
87676
Tot. 33:10, Pl. 14, 18, 21:10. Unpl.: Hopper (4), Onvide
88856
9107 93741 100190 10097
107362
ſätzen der Gerechtigkeit und Billigkeit, wie auch nach dem
107484
110716
(5), Journaliſte (6), Coram populo (7), Fife o'Clock (gef.).
111465 114161 114707
115507
117502
einmütigen Verlangen der Zweiten Kammer vom.=8. und
117669
Preußen=Preis: Ehren=
116515
Kampf, Kopf-Hals½ Lg.
119721 124402 124843
128818
125114
9. Mai dieſes Jahres den begründetſten Anſpruch haben.
130554
135007
138651 138662 139371
preis und 10000 Mark. Diſtanz 4400 Meter: 1. Herrn F.
140702
141218
144700
145298
139007
146420 146917
von Schmidt=Paulis Werra (Leutn. Frhr. von Berchem),
148659
140014
Im Anſchluß an die Vertreterverſammlung die um
153583
160507
160943 163685
166668
165452
167515
2. Landesvater (Leutn. v. Egan=Krieger) 3. Großherzog
5 Uhr ihren Abſchluß fand, konnten durch das Entgegen=
168785
169024 171234 1174826
175147
178407
178928
(Leutn. von Lüttcken). Tot. 44:10, Pl. 22, 32110. Unpl.;
kommen der Großh. Bade= und Kurverwaltung die
180343
180854
184664
182561 184329
186550
186071
Tempel=
Reveuſe (4), Magiſter (gef.). Leicht, 412 Lg.
modernen Bade= und Kuranlagen, ſowie die neue Saline
168360 192266 193090 193995
197158 198177
202349)
hofer Jagdrennen; 8000 Mark, Diſtanz 4200 Meter:
unter ſachkundiger Führung beſichtigt werden. Auch die
202406 206624 207000 207965
209234 212327
213712
Herrn E. Solloways Sprühfeuer (Weishaupt), 2. Spießer
mit der Tagung verbundene Lehrmittelausſtellung in der
216627 220455 222475 223070
229388 229402 232442
(Theilen), 3. Regina (Schmidt). Tot. 43:10, Pl. 23, 52:10.
Turnhalle der Stadtſchule wurde von vielen Teilnehmern
Cuc
(6805
Sa
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[ ][  ][ ]

Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 15. Mai 1913.
Nummer 111.
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nicht Sache der Großmächte, die ſich damit begnügen müſ=
die
Kommiſſion des Reichstags ſeit Monaten
ſen, die Abgrenzung Albaniens feſtzuſetzen, die ohnehin
beſchäftigen. Daß die vom Jugendgerichtstage vorge=
genug
Kopfzerbrechen gemacht und mancherlei Reibungen
ſchlagenen Verbeſſerungen, z. B. die Erſetzung der be=
zur
Folge gehabt hat. Um wieviel ſchwieriger würde es
dingten Begnadigung durch die bedingte Verurteilung, die
noch ſein, die Anſprüche der einzelnen Balkanſtaaten zu
Vermehrung der Zahl der Jugendgerichte und die Er
befriedigen, wo dieſe ſich bereits jetzt teilweiſe in den
weiterung ihrer Zuſtändigkeit, wirkliche Verbeſſerungen
Haaren liegen. Es läßt ſich nicht leugnen, daß die großen
enthalten würden, geben auch wir zu. Aber ebenſo müſſen
Erfolge Bulgariens die übrigen Verbündeten neidiſch ge=
wir
behaupten, und der bisherige Gang der Entwicklung
macht haben, und es iſt ja auch bereits zu blutigen Zuſam
beſtätigt dies, daß alle dieſe einſchneidenden Abänderungs=
menſtößen
zwiſchen Griechen und Bulgaren gekommen.
vorſchläge das Schickſal des Geſetzentwurfs aufs ſchwerſte
Aber auch in Serbien führt man eine ſehr ſcharfe Sprache
gefährden. Denn es handelt ſich hier, abgeſehen vielleicht
gegen Bulgarien und richtet ſich darauf ein, die Truppen
von der Heraufſetzung der Grenze der Strafmündigkeit
auch nach erfolgtem Friedensſchluß noch länger beiſam=
vom
vollendeten 12. auf das vollendete 14. Lebensjahr,
men zu halten, wie man auch an verſchiedenen Stellen
um Fragen, bezüglich deren im Reichstage die Anſichten
die Regimenter konzentriert. Man hat ſich zwar dahin
weit auseinandergehen. Sodann hat auch die Regierung
geeinigt, den Zaren eventuell als Schiedsrichter anzu=
erklärt
, daß ſie es grundſätzlich ablehne, ſolche Fragen, die
rufen, es iſt aber nicht ausgeſchloſſen, daß es angeſichts
nicht das formelle, ſondern das materielle Strafrecht be=
der
herrſchenden Stimmung erſt gar nicht dazu kommt,
träfen und deshalb bei der bevorſtehenden allgemeinen
ſondern man ſich untereinander bekriegt.
Strafrechtsreform zu entſcheiden ſeien, bei dieſer Gelegen=
Der Zuſammenhang zwiſchen den Verbündeten‟
heit zu regeln
war eben nur ein lockerer, es händelte ſich lediglich um
Daher blickt der Freund der Jugendgerichte nicht ohne
große Beſorgniſſe auf die Arbeiten der Juſtizkommiſſion
ein Abkommen zu einem beſtimmten Zweck, das gar nicht


Inſerake
rden angenommen in Darmſtaßt.
einſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
vie von unſeren Agenturen und
1 Annoncen=Expeditionen. Bei
eichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
nmt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
5 und der andern Behörden.
Stags nach Bedarf beigefügt.
1913.
2
die Vorlage vor der großen Ver=
nmer
fertiggeſtellt wird, iſt aus=
i
noch haben die Beratungen der
nicht erreicht. Wenn trotzdem noch
k, ſo beruht dieſe darauf, daß in=
rlagen
auch in dieſem Jahre kein
eine Vertagung der Seſſion über
Deshalb darf man noch hoffen, daß
ten Winter gelingen wird, die Vor=
bringen
. Aber Vorausſetzung da=
stag
ſich ernſtlich auf dasjenige be=
ürze
zu erreichen iſt. Daß die Vor=
rtſchritt
bedeutet, erkennt nicht nur
ſondern hat auch die frühere Kom=
zugegeben
, indem ſie gerade dieſer
ugeſtimmt hat. Man kann ſich auch
ſen Standpunkt ſtellen, als die die
den Fragen des materiellen Straf=
r
Beratung der allgemeinen Straf=
zur
Erörterung kommen müſſen
olgenden allgemeinen Reform des
Beſtimmungen über das Verfahren
neuem den Reichstag beſchäftigen
elegenheit kann man die auf Grund
zu ſchöpfenden Erfahrungen ver=
höchſten
Grade zu bedauern, wenn
ſere als der Feind des Guten er=
igendgerichtsgeſetz
ſcheitern ſollte
ſeit Jahrzehnten gezeigt, daß dem
Lebiete des Strafprozeſſes die ge=
ſt
zu ſagen: der Beruf zur Geſetz=
ſches
Reich.
tiniſche Sondergeſandt=
ſchen
Kaiſer den Dank ihrer Re=
igung
Deutſchlands an der argen=
usſtellung
übermitteln ſoll, wird
en zufolge erſt nach den Hochzeits=
hen
Kaiſerhofe in der Reichshaupt=
war
vorausſichtlich nicht vor dem
Zeitpunkt ſteht noch nicht feſt. Die
zeit zu Studienzwecken in Paris.
Geſetzesvorlagen.
Zwei
eichstage in nächſter Zeit noch zu=
tagung
noch verabſchiedet zu wer=
effend
Gewährung freier Eiſen=
lieder
des Reichstags während der
de und eine Novelle zur Gewerbe=
atographiſche
und phonographiſche
izeſſionspflicht für den 1. Oktober
ie Novelle ſchlägt auch einige neue
herechtlicher Natur für den allge=
vor
, eine Materie, die im Rahmen
ſetzes keine Regelung finden konnte.
g der Erhebungen über
Wie man uns ſchreibt, findet
I.
n den folgenden Tagen eine Fortſetzung
von Sachverſtändigen über die Verhält=
und Fleiſchhandel ſtatt. Es kommen, nach=
letzten
Vernehmungen 40 Sachverſtändige aus
land gehört waren, diesmal etwa 100 Sachver=
aus
Weſtdeutſchland, Friesland, Holſtein, Mittel=
vntſchland
, Oſtdeutſchland und Sachſen zu Wort. In=
zwiſchen
hat der Unterausſchuß, der damit betraut war,
Unterſuchungen des Preiſes vom Stall bis zum Viehhof
anzuſtellen, ſeine Aufgabe durch Ermittlungen auf den
Viehmärkten in Berlin, Breslau, Dresden, Hamburg,
München, Mannheim und Frankfurt a. M. erledigt. Nach
Vernehmung der nächſten Sachverſtändigen dürfen dann
die Ermittlungen als abgeſchloſſen angeſehen werden. Der
Ausſchuß wird dann in eine Verarbeitung des gewonnenen
Materiales eintreten und ſich entſcheiden, ob Vorſchläge
zur Abſtellung etwaiger Mißſtände in unſerem Vieh= und
Fleiſchhandel zu machen ſind.
Die Verhandlungen wegen der
Deckungsfrage. Die Vorbeſprechungen, die vor den
Pfingſtferien wegen der Deckungsfrage ſtattfanden, waren
unverbindlich. Sie führten zu keinem poſitiven Ergeb=
nis
. Erſt wenn nach Wiederaufnahme der Reichstags=
ſitzungen
die Fraktionsmitglieder vollzählig wieder an=
weſend
ſind, werden zwiſchen dem Reichskanzler und den
Führern der bürgerlichen Parteien verbindliche Ver=
handlungen
über die Deckungsfrage beginnen
Die Zuſammenſetzung des
preußi=
ſchen
Abgeordnetenhauſes bei der
Auflöſung

[ ][  ]

Seite 16.
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Eil
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Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 15. Mai 1913.
Nummer 111.
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