Darmstädter Tagblatt 1913


09. Mai 1913

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0
a
6!
Abonnementspreis
Inſerake
176. Jahrgang

monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
werden
angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. Bei
45
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
gerichtlicher
Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Iluſtriertes Amerhaltungsolan.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des
Großh.
Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 107.
Freitag, den 9. Mai.
1913.
Bitetti. Montenegro iſt das Land der tiefen Ueber=
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Ritterlichkeit geliefert hat. Ich beglückwünſche mich be=
ſonders
, Eure Majeſtät nach dem einmütigen Votum
raſchungen; die Ereigniſſe vollziehen ſich mit überwäl=
empfangen
zu können, durch welches die geſetzgebenden
tigender Schnelligkeit, und oft ſteht das nächſte im genauen
Verſammlungen unſerer beiden Länder unſeren Marolko=
Gegenſatz zu dem vorhergehenden. Am Freitag hatte der
verträgen ihre Biligung gegeben haben. Die langen und
Das Wichtigſte vom Tage.
Miniſterrat ſich für den Widerſtand entſchieden; am Sonn=
höflichen
Unterhandlungen, die zu den jüngſten Abkom=
men
geführt haben, würden, wenn es deſſen bedurſt hätte,
Im Kaiſerpreis=Wettſingen in Frankfurt
tag gab König Nikolaus ſein Telegramm an Sir
Spanien und Frankreich in die Lage gebracht
erhielt der Berliner Lehrergeſangverein
Edward Grey auf, durch das er das Schickſal Skutaris in
haben, ſich einander beſſer zu kennen und noch mehr zu
die Kaiſerkette.
die Hände der Mächte legte. In den letzten beiden Tagen
ſchätzen. Nicht erſt ſeit geſtern haben die beiden großen
ſah ſich der greiſe Gospodar von allen jenen verlaſſen,
benachbarten Völker die enge Solidarität
Die Teilnahme des Zaren an der Hochzeitsfeier am
ihrer Intereſſen und die ſtändigen Urſachen ihrer
von denen er Hilfe und Ermutigung erhoffte. Die Ge=
deutſchen
Kaiſerhofe ſoll endgültig beſchloſſen
überlieferten Freundſchaft begriffen. Aber indem ſie von
fahr, daß Oeſterreich durch die ſchweigende Zuſtimmung
worden ſein. Die Fahrt ſoll auf dem Landwege er=
jetzt
an mit gegenſeitigem Vertrauen an einem Werke der
der Mächte freie Hand hatte, allein zu handeln, war ernſt
folgen.
Ziviliſation und des Friedens zuſammenarbeiten werden,
werden ſie klarer als je in ihrer Nachbarſchaft eine Lektion
und drohend, und auch die Balkanregierungen beſchworen
Zwiſchen König Alfons und dem franzöſiſchen Prä=
der
Natur und in ihrer Verwandtſchaft ein Geſetz ihrer
den König, nachzugeben, da keiner zu einem verderben=
ſidenten
Poincaré wurden auf dem Feſtmahl
Beſtimmung erblicken. Ich erhebe mein Glas zu Ehren
bringenden Kriege bereit wäre.
Eurer Majeſtät, Ihrer Majeſtät der Königin, des Prinzen
in Paris herzliche Trinkſprüche gewechſelt.
Der König begriff alsbald den Ernſt der Lage,
von Aſturien und trinke auf die Größe und das Gedeihen
Der auf den 15. Mai anberaumte Zuſammentritt der in=
Spaniens!
aber eine Zeitlang blieb er unter dem Einfluß der Kriegs=
ternationalen
Finanzkonferenz in Paris
König Alfons erwiderte:
partei, die, geführt von dem General Martinowitſch und
iſt neuerdings verſchoben worden und wird voraus=
Sie haben mir ſoeben ein Willkommen geboten in
dem Miniſter des Innern Plamenatz, auf jeden Fall
ſichtlich erſt am 20. d. M. erfolgen.
Ausdrücken, die nur die Bewegung ſteigern können, die
kämpfen und lieber Montenegro zu Grunde richten als
mich ergreift, wenn ich mich auf dem Boden dieſes edlen
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
nachgeben wollte. Der letzte Kronrat war äußerſt er=
Frankreichs befinde, das mir immer ſo lebhafte Sympa=
regt
: die Partei des Generals Martinowitſch gab ihrem
thien bekundet. Ihre Worte gehen mir unmittelbar zu
Herzen. Sie werden auch die Königin tief rühren, die
kriegeriſchen Geiſte freien Lauf und beriet alle Mittel,
Die Niederlage des engliſchen
lebhaft bedauert, an dem heutigen Tage die koſtbaren
durch die der Sieg noch möglich wäre. Die kleine Friedens=
Zeichen der Freundſchaft die mir gegeben wurden,
partei, die den König auf ihrer Seite wußte, vertei=
nicht
mit mir empfangen zu können. Die ſpaniſche Na=
Wahlweibertums.
digte ſich erbittert. In einigen Augenblicken nahm die
tion wird mit Frenden in dem warmen Empfang, der
C Mit 266 gegen 219 Stimmen hat das engliſche
mir bereitet wurde, abermals die brüderlichen Gefühle
Sitzung einen ſo erregten Charakter an, daß man in den
feſtſtellen, die das franzöſiſche Volk für ſie hegt. Unſere
Unterhaus die Frauenwahlrechtsbill ab=
nächſtliegenden
Sälen die in höchſter Aufregung durch=
beiden
Länder, bisher Nachbarn in Europa, werden
gelehnt. Um die Bedeutung dieſes Stimmenverhält=
einanderſchreienden
Stimmen der Miniſter hörte. Eine
es von jetzt ab auch in Afrika ſein. Sie werden ſich freuen,
niſſes zu beurteilen, muß man ſich daran erinnern, daß es
Entſcheidung ſchien unmöglich. Da trat plötzlich König
in den von ihnen geſiegelten Verträgen die Bahn erwei=
im
Unterhauſe vor zwei Jahren eine Mehrheit für
tert zu haben, die ihnen geſtatten wird, jeden Tag mehr
Nikolaus unvermutet in den Saal. Der greiſe Herr=
die
zahlreichen ſie einigenden Bande zu befeſtigen
das Frauenſtimmrecht gegeben hat. Am 5. Mai
ſcher, der ſchon den Sturm in ſeiner Seele überwunden
und ihre Mitarbeit immer enger zu geſtalten an einem
1911 beriet das Unterhaus einen Antrag, der denjenigen
hatte, obwohl der Verzichtauf Skutari, für ihn ſchmerz=
Werke des Friedens und des Fortſchritts. Herr Präſi=
Frauen, die einen ſelbſtändigen Haushalt führen und
dent! Ich erhebe mein Glas auf Ihre Geſundheit und
licher war wie für jeden anderen, hielt auch dem Sturme
deren Männer nicht ſchon eine Stimme haben, das Wahl=
auf
das Wohl Frankreichs!
der Miniſter ſtand. Die höchſten Intereſſen des Landes,
recht verleihen wollte. Dieſer Antrag wurde mit 255
ſo ſagte er, fordern in dieſem Augenblick, daß wir das
gegen 88 Stimmen angenommen. War die
Haupt vor dem Willen Europas beugen. Wir ſind ſogar
ganze Abſtimmung damals bedeutungslos, weil die Füh=
Deutſches Reich.
von unſeren Verbündeten verlaſſen, die, wie es ſcheint.
rer der Regierung und der Oppoſition auf den Bänken
eine Verlängerung des Krieges nicht ertragen können. Es
-
Beſuch des Kaiſers in Wien und
fehlten, ſo bildet ſie jetzt einen Hintergrund, von dem ſich
wäre ein Wahnſinn, wollten wir uns allein in den ſchreck=
Gmunden. Wie verlautet, wird Kaiſer Wilhelm in
das heutige Stimmenverhältnis wirkſam abhebt. Denn
lichen Kampf einlaſſen. Ich bewundere Euren erhabenen
der erſten Hälfte des Monats Auguſt dem Kaiſer Franz
im Vergleich mit der Abſtimmung vom 5. Mai 1911 haben
Opfermut, aber ich kann Euch weder ermutigen noch fol=
Joſef in Iſchl einen Beſuch abſtatten. Der deutſche Kai=
die
Anhänger des Frauenwahlrechts 36 Stimmen ver=
gen
. Das Schickſal des montenegriniſchen Volkes iſt mir
ſer wird nach den bisher getroffenen Dispoſitionen nur
loren, während ſeine Gegner 178 Stimmen gewonnen
anvertraut. Ich kann es nur in Entſchlüſſen aufs Spiel
einen Tag in Iſchl verweilen. Der Aufenthalt des Kai=
haben
.
ſetzen, die eine größere Wahrſcheinlichkeit des Erfolges
ſers in der Sommerreſidenz des öſterreichiſchen Monarchen
Es iſt nicht zu bezweifeln, daß dieſe Entwicklung mit
haben. Der neue Krieg würde gewiß wieder ein Zeugnis
wird in die Zeit vom 12. bis 14. Auguſt fallen. Hierauf
dem verbrecheriſchen Treiben der engliſchen Wahlweiber
unſerer Tapferkeit ſein, aber es wäre vielleicht der letzte.
wird ſich Kaiſer Wilhelm nach Gmunden zum Gegenbe=
aufs
innigſte zuſammenhängt. Ausſchreitungen der eng=
Nein, ich will Eure Geſchichte nicht ſo beſchließen. Monte=
ſuch
des Herzogs von Cumberland begeben und auch an
liſchen Frauenrechtlerinnen waren freilich auch der Ab=
negro
muß noch in den Geſchicken Europas eine große
der dortigen Hofjagd teilnehmen. Die endgültige Feſt=
ſtimmung
vom 5. Mai 1911 vorangegangen. So hatten
Rolle ſpielen. Für jetzt müßt Ihr verzichten!
ſetzung des Reiſeprogramms wird nach Abſchluß der
beiſpielsweiſe die Suffragettes am 18. Februar 1910 vor
Nachdem der König ſo deutlich ſeinen Willen kund=
zwiſchen
den Hofmarſchall=Aemtern geführten Verein=
der
Amtswohnung des Premierminiſter Asquith eine
getan, war jede weitere Diskuſſion unnütz. Man mußte
barungen in nächſter Zeit erfolgen.
Kundgebung veranſtaltet, bei der 20 verhaftet wurden, um
ſich beugen, nach Skutari zurückkehren und den tapferen
Das Armee=
-
Formationsänderungen.
ſpäter zu Geldſtrafen von 2 bis 5 Pfund Sterling oder
Soldaten mitteilen, daß ſie ſich zurückziehen müßten;
Verordnungsblatt veröffentlicht unter den Forma=
zu
Gefängnis von 2 bis 4 Wochen verurteilt zu werden,
man mußte die Stadt verlaſſen, für die ſo viele gefallen
tionsveränderungen uſw. anläßlich des Reichshaus=
und am 18. September desſelben Jahres wurden in Bir=
waren
und in der die Generale ſelbſt die neuen Be=
haltsetats
1913 u. a. folgende Neuerrichtungen mit der
mingham zwei Suffragettes zu einem Monat Gefängnis
feſtigungen und Vorbereitungen für den neuen Kampf ins
Gültigkeit vom 1. April 1913 ab: Eine Inſpektion der
verurteilt, weil ſie gegen einen Eiſenbahnzug, in dem
Werk geſetzt hatten. Bei dieſem Gedanken rollten ver=
Eiſenbahntruppen, Standort Berlin, mit einem Inſpekteur
Asquith ſich befand, Steine geſchleudert hatten. Aber was
ſchiedenen Miniſtern, alten Soldaten, die Tränen über die
der Eiſenbahntruppen (Diviſionskommandeur); einen
bedeuten ſolche Ausſchreitungen gegenüber der langen
Wangen. Das Miniſterium konnte nichts anderes tun,
Eiſenbahnbrigadeſtab für die 2. Eiſenbahnbrigade, Stand=
Reihe von Brandſtiftungen und ſonſtigen Schandtaten,
als ſeine Demiſſion geben. Das ganze Land wird den
ort Hanau, mit einem Brigadekommandeur; ein Ar=
die
von den engliſchen Frauenrechtlerinnen ſeit Jahr und
großen Schmerz mitempfinden; aber noch weiß es nichts
tilleriedepot in Altona unter Wegfall des Artillerieneben=
Tag verübt worden ſind? Das Unterhaus hat durch ſeine
davon. Es regnet in Strömen. Die ganze Bevölkerung
depots in Stade und eine Geſchoßfabrik Spandau. Vom
letzte Abſtimmung bewieſen, daß es ſich durch das wüſt=
bleibt
in den Häuſern, aus deren Fenſtern noch die Fah=
1. Juli 1913 ab: Ein Remontedepot auf dem Vorwerk
unreife Treiben der Wahlweiber einerſeits angewidert
nen hängen, die man aus Freude über die Eroberung
Wendehnen im Kreiſe Raſtenburg. Vom 1. Oktober 1913
fühlt, andererſeits nicht einſchüchtern läßt. Gerade
von Skutari aufgezogen hat; aber ſie wehen nicht mehr
ab: 80 Maſchinengewehrkompagnien; ein Kavallerieregi=
in
letzterer Beziehung darf die Haltung des Unterhauſes
freudig im Winde, triefend vor Näſſe hängen ſie ſchlapp
ment Jäger zu Pferde Nr. 7, Standort Trier; eine Offi=
als
vorbildlich anerkannt werden
herab. Welch traurige Enttäuſchung!
zier=Reitſchule inSoltau; 10 Scheinwerferzüge; ein Eiſen=
Im ganzen aber hat das Unterhaus durch die Ver=
bahnbataillon
, Standort Berlin; eine Funkerſchule, die
werfung des Frauenſtimmrechts jenes Lob gerechtfertigt,
mit der vom Telegraphenbataillon Nr. 1 übertretenden
das Thomas Carlyle in ſeinem Einſt und jetzt (3. Band
Franzöſiſch=ſpaniſche
Stammabteilung der Kavallerie=Telegraphenſchule zu
der von P. Henſel überſetzten, bei Vandenhoek u. Ruprecht
einer Kriegstelegraphenſchule, Standort Spandau, ver=
in
Göttingen verlegten ſozialpolitiſchen Schriften) den
Sympathie=Kundgebungen.
einigt wird. Der Etat erhöht ſich bei den höheren Trup=
Engländern mit folgenden Worten zollt: Was liegt trotz
penbefehlshabern um einen Armee=Inſpekteur für die be=
* Präſident Poincaré gab am Mittwoch abend
all deiner theoretiſchen Plattheiten für eine Tiefe von prak
ſtehende Armee=Inſpektion, außer dem oben aufgezählten
zu Ehren des Königs von Spanien im Elyſce ein
tiſcher Vernunft in dir, großes England!! Eine Tiefe von
Inſpekteur der Eiſenbahntruppen und dem Kommandeur
Galadiner, dem die Präſidenten und zahlreiche Mit=
Vernunft, von Gerechtigkeit und Mut, in welcher unter
der 2. Eiſenbahnbrigade.
glieder des Senats und der Kammer, hervorragende Ver=
allen
Vorkommniſſen und Weltverirrungen, wie auch in
treter der Kunſt und Wiſſenſchaft und die Spitzen der
-
Die Budgetkommiſſion und die Wehr=
dieſem
höchſt komplizierten Zuſtand, in dem wir jetzt leben,
Zivil= und Militärbehörden beiwohnten. Hierbei hielt
vorlagen. Die Budgetkommiſſion des Reichstags hat
noch immer Hoffnung, immer Beruhigung liegt.
der Präſident folgenden Trinkſpruch:
in ihrer letzten Sitzung beſchloſſen, erſt am Dienstag, den
Sire! Frankreich, das die beiden letzten Beſuche
20. Mai, wieder zuſammenzutreten. Verſchiedene Mit=
Eurer Majeſtät in dankbarer Erinnerung behalten hat,
glieder des Ausſchuſſes ſind, wie eine Nachrichtenſtelle
Die Stunde der Entſcheidung.
gedenkt bewegt der Sympathie, die Sie ihm ſtets bezeugt
mitzuteilen weiß, nun, da die ganze Oeffentlichkeit nach
haben. Es iſt glücklich, von neuem einen Herrſcher zu
** Eine packende Schilderung der Umſtände, unter
raſcherer Arbeit drängt, bereit, ſchon zu einem früheren
bewillkommnen, der es durch ſeine Treue, Mut und
denen ſich die entſcheidende Sitzung des mon=
Tapferkeit zu bezaubern gewußt hat Es begrüßt in
Termin die Arbeiten wieder aufzunehmen. Dann würde
tenegriniſchen Miniſterrates abſpielte, gibt
Ihnen eine edle Nation, die der Geſchichte ſo viele ruhm=
es
möglich ſein, der Vollverſammlung des Reichstages,
volle Seiten diktiert und der Welt ſo viele Beiſpiele von
der Korreſpondent des Corriere della Sera in Cetinje,

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Seite 2.
die am Dienstag, den 27. Mai, wieder zuſammentritt, be=
reits
Stoff zur weiteren Verhandlung vorzulegen. Es
wird mit entſprechenden Vorſchlägen an den Vorſitzenden
der Kommiſſion herangetreten werden, der dann eine
frühere Einberufung zu veranlaſſen hätte
-
Der Kolonialgerichtshof beim Bun=
desrat
. Bisher haben ſich, wie mitgeteilt wird, nur die
Ausſchüſſe des Bundesrats mit der Vorlage über Errich
tung des kolonialen Gerichtshofes in Deutſchland befaßt
und den Entwurf nunmehr vollſtändig durchberaten. De
das Plenum des Bundesrats ſtark überlaſtet iſt, dürfte
zunächſt die Beſchlußfaſſung über die Vorlage nicht ſtatt=
finden
, ſo daß mit der Einbringung des Geſetzentwurfs
bis zum Schluſſe oder bis zur Vertagung der jetzigen
Reichstagsſeſſion nicht gerechnet wird. Die Vorlage wird
vorausſichtlich als eine der erſten im Herbſt dem Parla
ment vorgelegt werden. Die Bundesratsausſchüſſe haben
der Beſtimmung des Entwurfs zugeſtimmt, wonach Ber
lin als Sitz des Gerichtshofes in Ausſicht genommen iſt
Es iſt demnach zu erwarten, daß auch das Plenum des
Bundesrats in gleicher Weiſe beſchließen wird. Im übri
gen ſoll der Gerichtshof gemäß den Wünſchen des Reichs=
tages
nur aus richterlichen Beamten zuſammengeſetzt ſein,
ſo daß Verwaltungsbeamte ausgeſchaltet ſind. Ueber die
Frage der Errichtung eines Konſulargerichtshofes iſt in
der Vorlage nichts enthalten, ſo daß alſo vorerſt an dem
beſtehenden Zuſtande in dieſer Hinſicht nichts geänder
wird. Die Konſulargerichtsbarkeit wird nach wie vor
beim Reichsgericht in Leipzig ausgeübt werden, und eine
Verlegung nach Berlin ſteht demnach nicht in Frage. Die
Verlegung des Kolonialgerichtshofes nach Berlin ent
ſpricht dem Standpunkt der Regierung, die in dem Punkte
der Zuſammenſetzung des Gerichtshofes den Wünſchen
des Parlaments entgegengekommen iſt. Die Stimmung
im Reichstage iſt teils für Berlin, teils für Hamburg als
Sitz des Kolonialgerichtshofes und es bleibt abzuwarter
wie ſich die maßgebende Abſtimmung über dieſe Frage ge=
ſtalten
wird. Neuerdings ſind auch in parlamentariſchen
Kreiſen vielfach Stimmen laut geworden, die ſich für eine
Verlegung des Kolonialgerichtshofes nach Hamburg aus
geſprochen haben, und auch aus kolonialen Kreiſen ſind
ähnliche Wünſche laut geworden. Wenn ſich eine ent
ſchiedene Mehrheit für die Verlegung des Kolonial
gerichtshofes nach Hamburg finden würde, ſo wird an=
genommen
, daß ein Scheitern der Vorlage an dieſer Frage
ticht zu befürchten iſt
Entſchädigung für Schöffen und Ge=
ſchworene
. Dem Reichstage iſt der Entwurf eines
Geſetzes wegen Entſchädigung der Schöffen und Geſchwo=
renen
nebſt Begründung zugegangen. Der Entwurf be=
ſtimmt
, daß Geſchworene und Schöffen Vergütung der
Reiſekoſten und für jeden Tag der Dienſtleiſtung Tage
gelder erhalten ſollen. Die Höhe der Reiſekoſten und
Tagegelder ſoll der Bundesrat durch allgemeine Verord
nung beſtimmen. Die Tagegelder dürfen nicht zurückge
wieſen werden. In der Begründung heißt es:
Die Beſtimmung über die Höhe der Bezüge ſoll dem
Bundesrat übertragen werden, weil da nicht nur Tage
gelder, ſondern auch Entſchädigungen für Uebernachten
und die bisher durch die Landesgeſetzgebung geregelten
Reiſekoſten in Betracht kommen. Es werden ſomit in=
einzelne
gehende Vorſchriften erforderlich ſein, die nich
wohl durch Geſetz getroffen werden können. Im Ent=
wurfe
ſelbſt wird daher nur beſtimmt, daß Tagegelde
und Reiſekoſten zu gewähren ſind und daß die Zurückwei
ſung der Tagegelder unſtatthaft iſt. Für das Verbot der
Zurückweiſung
ſprechen die Erwägungen, die zu ent
ſprechenden Vorſchriften für die Beiſitzer der Gewerbe=
und Kaufmannsgerichte geführt haben. Im Zuſammen=
hange
mit der Gewährung von Tagegeldern ſollte nac
den Strafprozeßentwürfen die Beſtimmung des geltender
Rechts in Wegfall kommen, wonach die Berufung zum
Amte eines Laienrichters ablehnen kann, wer den mit der
Ausübung des Amtes verbundenen Aufwand nicht zu tra
gen vermag. Auf dieſen Vorſchlag wird nicht zurückge
griffen. Auch bei Gewährung von Tagegeldern ſind im=
merhin
noch Fälle denkbar, wo nach der Vermögenslage
einer Perſon ein Zwang zur Uebernahme des Laienrichter
amts eine unbillige Härte darſtellen würde.
Wie der Zar lebt.
C) Soeben erſcheint in Petersburg aus der Feder Pro
feſſor A. Eltſchaninows ein großangelegtes Werk über der
Zaren, das im gegenwärtigen Augenblick, da die Teil=
nahme
des ruſſiſchen Kaiſers bei der Hochzeit der Prin=
zeſſin
Viktoria Luiſe feſtſteht, für uns ein aktuelles Inter
eſſe gewinnt. Denn es iſt das erſte Werk über den ruſſi
ſchen Kaiſer, das bisher im Zarenreiche erſcheinen konnte,
und gewährt dem Leſer einen feſſelnden Einblick in die
Arbeitsweiſe und in die Lebensgewohnheiten des ruſſi
ſchen Herrſchers. Aus den zahlreichen Einzelheiten ergib
ſich das Bild eines außerordentlich ſtreng geordneten
Tageslaufes. Der Zar hat ſein Leben ſehr gründlic
ſyſtematiſiert, nur ſelten durchbrechen Repräſentations
aufgaben den Ablauf der täglichen Pflichten, und durch
das Gepräge der Schlichtheit und der Einfachheit ge=
winnt
der Tageslauf des ruſſiſchen Kaiſers faſt bürger=
lichen
Charakter
Je nach den Umſtänden und der Jahreszeit ſteht der
Zar um 7 oder um 8 Uhr morgens auf, um 9 Uhr wird ein
kleines Frühſtück eingenommen; unmittelbar darauf be=
tritt
der Kaiſer ſein Arbeitszimmer. Wer Gelegenhei
gehabt hat, dieſes Gemach zu ſehen, iſt über die ſtrenge
faſt herbe Einfachheit der Einrichtung erſtaunt. Der groß
Schreibtiſch iſt vollkommen kahl; hier ſteht nur ein Tinten
faß, Schreibgeräte und ein Notizbuch; jeder weiter
Schmuck, den man ſonſt ſo oft auf Schreibtiſchen findet,
ehlt völlig, Aber die Abweichungen von den landläufigen
Vorſtellungen eines fürſtlichen Arbeitszimmers ſind damit
noch nicht erſchöpft. Der Uneingeweihte pflegt ſich vor=
zuſtellen
, daß ein Privatſekretär inzwiſchen die Zeitunger
geleſen und angeſtrichen, die Korreſpondenzen geordne
und durchgeſehen hat; und er denkt an einen Monarchen,
der nun das bereits geſichtete Material nachprüft und
dem aufmerkſam harrenden Sekretär Dispoſitionen über
die Erledigung gibt Für Nikolaus II. trifft das alles
nicht zu: der Zar iſt ſein eigener Sekretär und
wenn er arbeitet, iſt er in ſeinem Zimmer ſtets allein. Die

Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 9. Mai 1913.
-
Das Ergebnis der Nationalſpende
ür die Miſſionen beträgt, ſoweit die Spenden für
die evangeliſchen Miſſionen in Betracht kommen, bishe
435000 Mark, die bereits bei den Zentralſammelſtellen
eingegangen ſind. Das Preßkomitee der Spende hat jetzt
ein Flugblatt herausgegeben, deſſen Maſſenverteilung be=
iſt
.
abſichtigt
-
Die ſozialdemokratiſche Verſiche=
rungsgründung
Volksverſicherung
iſt
vom Kaiſerlichen Aufſichtsamt für Privatverſicherungen
genehmigt worden, alle gegen die Verſicherung geltend ge
machten Bedenken wurden für unbegründet erklärt. Die
Verſicherung wird nun nach Eintragung des Unterneh=
mens
in das Handelsregiſter ihren Geſchäftsbetrieb auf
nehmen, nachdem bereits in den letzten Monaten eine
große Anzahl Verſicherungen unter Vorbehalt abgeſchloſ
en worden ſind. Die Verſicherung ſoll hauptſächlich eine
Konkurrenz gegen die Viktoria ſein.
Ausland.
Frankreich.
Der Heeresausſchuß des Senats beſchloß,
im Laufe der nächſten Woche mit dem Kriegsminiſter den
Geſetzentwurf über die dreijährige Dienſtzeit zu erörtern
und von ihm insbeſondere Mitteilungen über die Stärke
der gegenwärtigen und der auf Grund dieſer Vorlage
vorgeſehenen Mannſchaftsbeſtände zu verlangen.
England.
Beſuche des Königs im Ausland. Das Reu=
terſche
Bureau erfährt von amtlicher Seite: Das von der
ranzöſiſchen Preſſe verbreitete Gerücht, daß das Königs=
paar
im Herbſt Paris beſuchen werde, iſt völlig unbegrün=
det
. Der König wird im Herbſt den engliſchen Manövern
beiwohnen. Außer der Reiſe nach Berlin zur Teilnahm=
an
der Hochzeitsfeier am 24. Mai iſt in dieſem Jahre kein
Kontinentsbeſuch des Königs beabſichtigt. Der König
wird den Beſuch des Präſidenten Poincaré im Jahre 1914
erwidern. Der Zeitpunkt iſt noch nicht feſtgeſetzt.
Spanien.
Militäriſches Einvernehmen zwiſchen
Spaanien und Frankreich. Der Madrider Be
richterſtatter des Matin meldet zu einer Mitteilung der
Correſpondencia de Eſpaha, wonach zwiſchen Spanien
und Frankreich Verhandlungen über ein militäriſches Ein
vernehmen ſchweben, daß in der Tat ſeit zwei Jahren
derartige Vorbeſprechungen geführt werden. In Madrid
hofft man, daß Frankreich und Spanien zu einem ernſten
Einvernehmen gelangen und daß demſelben der Abſchluß
eines Handelsvertrages vorausgehen werde.
Rußland.
Die Reichsduma hat nach den Oſterferien ihre
Arbeiten wieder aufgenommen. Es gelangte ein Antrag
der Kadetten und der Sozialdemokraten zur Beſprechung
Frauen als Fabrikinſpektorinnen anzuſtellen. Trotz des
Widerſpruchs des Regierungsvertreters entſchied die
Duma mit 77 gegen 64 Stimmen dahin, daß die Aus=
rbeitung
einer entſprechenden Geſetzesvorlage wünſchens
wert ſei. Die Frage wurde einer Kommiſſion übergeben.
Vereinigte Staaten.
Die Einkommenſteuer. Das Repräſentanten
haus hat den die Einkommenſteuer behandelnden Teil de
Tarifvorlage unverändert angenommen.
China.
Die Anleihe. Im Repräſentantenhaus fand bei
der Beratung der Anleihe eine ſtürmiſche Sitzung ſtatt
Die Oppoſition lärmte und die Anhänger der Regierung
verließen den Saal. Inzwiſchen werden die Verhand=
lungen
über die Details der Anleihe fortgeſetzt. In ver
antwortlichen Kreiſen legt man der Haltung der beider
Häuſer des Parlaments keine Bedeutung bei.
Morgentätigkeit beginnt mit der Lektüre der Zeitungen,
mit der Oeffnung der eingelaufenen Telegramme und Be
richte; und dabei ſteht ihm kein Sekretär zur Seite, denn
er beſchäftigt keinen. Sein Sekretär iſt ſein Notizblock
hier notiert er während der Lektüre der Zeitungen un
der Briefſchaften alle Angelegenheiten, die ihm wichtig
erſcheinen und die er ſpäter bei den Audienzen mit der
Miniſtern und den Reſſortchefs beſprechen will. Dieſe
Vorbereitungsarbeit währt genau 1½ Stunden; pünktlich
um ½11 Uhr unternimmt der Zar einen kleinen Morgen
ſpaziergang durch den Pack, bei dem ihm oft der klein
Zarewitſch, regelmäßig aber ſeine Hunde begleiten. Kur
vor 11 ſpielt ſich dann ſtets dieſelbe Szene ab: Nikolaus
kehrt zum Schloſſe zurück, geht zu den Mannſchaftsſtuber
der Wache und koſtet hier die für ſeine Soldaten bereitet
Suppe, die ihm ein Unteroffizier reicht. Punkt 11 iſt
der Kaiſer wieder in ſeinem Arbeitszimmer, und nun be=
innen
die Audienzen mit den Miniſtern und mit der
zur Beſprechung geladenen Perſönlichkeiten. Dieſe Kon=
erenzen
ziehen ſich bis zum Nachmittag gegen 4 Uhr hin
und werden nur von 12 Uhr durch eine Frühſtückspauſe
unterbrochen. Die Audienzen ſelbſt ſind in der Regel
venn es ſich nicht um wichtige Beſprechungen mit den
verantwortlichen Miniſtern handelt, ſehr kurz und währen
je etwa 34 Minuten. Schweigend hört der Zar dem
Vortrag zu; dann aber ſtellt er ſeine Fragen: und dieſe
Fragen ſind von einer Knappheit und Schärfe, die ſchor
manchen Beamten in Verlegenheit gebracht haben
Nikolaus II. iſt ein ausgeſprochener Gegner von Um
chreibungen und umſtändlichen Erklarungen; ſo kurz und
knapp wie ſeine Fragen ſollen auch die Antworten ſein
und jede rhetoriſche Ausſchmückung erweckt bei ihm Un
geduld. Er ſoll bei dieſen Audienzen ſehr höflich ſeir
aber durch ſeine Fragen ſofort die Führung der Erörte
rung übernehmen und das mit einer ruhigen, zielbewuß=
ten
Beſtimmtheit, die ſehr erheblich von den Vorſtellunger
bweicht, die man ſich oft außerhalb der eingeweihte:
Kkreiſe von ſeiner Perſönlichkeit gemacht hat. Bisweilen
fährt der Zar auch nach Petersburg, um dann im Winter
valais mit den Miniſtern zu konferteren. Für mich,
ſagte er einſt, hedeutet es nichts, nach Petersbugszu

Nummer 107.
* Selbſthilfe gegen den Mißbrauch der
Immunität. Am Mittwoch mittag erwartete der
Lehrer Hildwein, deſſen Frau der klerikale Abgeord=
nete
Kübler, um ſich an Hildwein zu rächen, unter dem
Schutze der Immunität in offener Sitzung der Zweiten
Kammer des elſaß=lothringiſchen Landtages in der un=
geheuerlichſten
Weiſe beleidigt hatte, indem er ſie der Be
ziehungen zu einem anderen Lehrer bezichtigte, ohne die
geringſten Beweiſe für ſeine Behauptungen zu erbringen
Herrn Kübler vor dem Kolmarer Bahnhof, um ihn zu
Rede zu ſtellen. Hildwein hatte von ihm Genugtuung
verlangt, die ihm dieſer, ſich hinter der Immuni=
tät
verſchanzend, nicht gab. Hildwein trat auf den
Abgeordneten zu, der nach Straßburg fahren wollte, und
tellte ſich vor. Im ſelben Augenblick griff, der Straß=
urger
Poſt zufolge, Kübler in die Taſche und zog einen
Revolver hervor, den er Hildwein entgegenhielt. Dieſer
war ihm jedoch zuvorgekommen und ſchlug ihn mit der
Hundepeitſche ins Geſicht. Kübler verſuchte mehrmals
den Revolver loszudrücken, dieſer verſagte aber. Die
Tochter Küblers und der in der Nähe ſtehende Lehrer
Meyer fielen Kübler in den Arm. um ein Unglück zu ver=
hüten
. Lehrer Hildwein hat ſich ſofort zur Staatsanwalt=
chaft
begeben und Anzeige gegen ſich erſtattet
Auch dieſer Fall iſt ein neuer Beweis dafür, daß die
unbeſchränkte Immunität der Abgeordneten (d. h. ohne
Schutz gegen deren Mißbrauch) nicht mehr haltbar iſt.
* London, 8. Mai. Das International
Kolonialinſtitut beriet geſtern über die Vollſtreck=
barkeit
kolonialer Gerichtsurteile im Mutterlande und
umgekehrt. Berichterſtatter war Senator Speyer=Brüſſel
In der Debatte vertrat Geheimrat Köbner=Berlin das
deutſche Syſtem der unbedingten gegenſeitigen Vollſtreck
barkeit der kolonialen und mutterländiſchen Richterſprüche
In demſelben Sinne ſprachen die Vertreter von Frank=
reich
, Italien, Holland und Portugal. Lord Reay be
ichtete, daß in England, wo bisher koloniale Gerichts=
urteile
als ausländiſche behandelt werden, neuerdings
eine Tendenz zur Annäherung an das Syſtem der Kolo=
tialnationen
hervorgetreten ſei. Hierauf begannen die
Verhandlungen über die Stellung der Regierung zu den
Miſſionen. Der erſte Berichterſtatter, Konſul Vohſen=
Berlin, betonte, daß Staat und Miſſionen zwei vonein=
ander
unabhängige Faktoren in der Entwicklung der Ko=
lonien
ſeien, daß der Staat den verſchiedenen Kulten
weitgehende Aktionsfreiheit geben müſſe, daß andererſeits
die Miſſionen ſich der politiſchen Tätigkeit enthalten müß=
ten
. Für Erziehungszwecke, Krankenpflege und ähnliche
Wohlfahrtszwecke könnte die Regierung finanzielle Bei=
hilfen
bewilligen.
Der Mitberichterſtatter, Staatsrat
Haſſelmann=Holland, ſtimmte im weſentlichen bei.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 9. Mai.
Die deutſchen Standesherren beim
Großherzogspaar.
Am Mittwoch abend tagte, wie alljährlich, im Hotel
Engliſcher Hof in Frankfurt die Zuſammenkunft
der deutſchen Standesherren unter dem Vor=
itz
Sr. Durchlaucht des Fürſten zu Stolberg=Wernigerode.
Nach der Generalverſammlung fand gemeinſames Feſt
diner mit darauffolgendem großen Balle in den Feſt
räumen des Engliſchen Hofes ſtatt. Als Gäſte wohnten
auch Ihre Königlichen Hoheiten Großherzog Ernſt
Ludwig und Großherzogin Eleonore dem
Feſte bei. Weiter waren u. a. anweſend: Fürſt und Für=
ſtin
zu Solms=Hohenſolms=Lich, Fürſt zu
Salm=Salm, Fürſt Caſtell=Caſtell, Fürſt zu Wied, Fürſt
Yſenburg=Birſtein, Fürſt Hohenlohe=Bartenſtein
Fürſt v. d. Leyen, Prinz Viktor zu Erbach= Schön=
berg
, Fürſt und Fürſtin Stolberg=Wernigerode, Graf
Solms=Wildenfels, Graf v. Neipperg, Graf Kuno von
Stolberg=Roßla, Graf von Rechberg, Graf Albrecht von
Stolberg=Wernigerode, Graf Pückler=Limpurg, Graf von
Rechtern, Graf von Schäsberg.
Geſtern mittag halb 2 Uhr folgten die Standesher
ren einer Einladung des Großherzogspaares
zum Frühſtück im Jagdſchloß Kranichſtein. Es nah
men etwa 50 Perſonen an der Tafel teil. Nach dem Früh
tück machten die hohen Herrſchaften eine Automobilfahr
in die Bergſtraße mit dem Endziel Seeheim. In zwölf
Automobilen trafen die Gäſte des Großherzogs gegen
5 Uhr in Seeheim ein und begaben ſich zum Schloß=
woſelbſt
der Tee eingenommen wurde. Gegen Abend
erfolgte die Rückfahrt nach Darmſtadt bezw. Frankfurt.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der Gefangen
aufſeher an der Zellenſtrafanſtalt Butzbach Friedrich
ahren; Sie aber verlieren eine halbe Stunde, wenn Sie
zu mir nach Zarskoje=Selo herausfahren müſſen.
die Pauſe zwiſchen den Audienzen und der Abend=
arbeit
, die Zeit der Teeſtunde, gehört, der Familie; faſt
egelmäßig pflegt dann der Zar ſeiner Gemahlin ode
einen Kindern vorzuleſen; hat er politiſch beſonders
intereſſante Berichte und Gouverneursrapporte erhalten,
ſo lieſt er der Zarin nicht ſelten die wichtigſten Abſchnitte
daraus beim Tee vor. Um 6 Uhr iſt er wieder in ſeinem
Arbeitszimmer, und hier verweilt er regelmäßig bis nach
Mitternacht allein mit ſeinen Papieren; nur die Diner=
ſtunde
um 8 Uhr unterbricht dieſe Tätigkeit. Dabei de=
chiffriert
der Zar eilige Telegramme ſelbſt, verſieht Akten
nud Berichte bei der Lektüre mit kurzen Randbemerkungen
und ſchreibt ſeine Briefe, ſchreibt ſie alle eigenhändig=
Und ihrer ſind ſehr viele, da Nikolaus II. eine ausgeſpro
hene Abneigung gegen das Telephon hat. Er zieht es
vor, lieber ſchnell ein paar kurze Zeilen aufs Papier zu
werfen. Seine Ausdrucksweiſe iſt dabei ungewöhnlick
napp und klar; wie bei ſeinen Reden und im Geſpräc
vermeidet er auch in ſeiner Korreſpondenz jede Aus
ſchmückung, jede ſchwungvolle Wendung. Dann adreſſier
er mit ſeiner großen Handſchrift die Briefe und Noten
kuvertiert ſie, und er ſelbſt verſieht ſie mit den kaiſer=
lichen
Inſignien. Hin und wieder unterbrechen Reitaus=
flüge
und Spaziergänge dieſen ſtrenggeregelten Tages=
lauf
; und auch manchmal, wenn die Geſchäfte nicht ſo ſehr
drängen, ſpielt der Zar am Abend eine Partie Billark
oder Domino; denn gegen Karten hat er eine unüberwind=
iche
Abneigung
Die letzte Arbeit des Zaren iſt dann ſtets die Eintrag=
ung
in ſein Tagebuch; er nimmt es mit dieſer ſelbſt
auferlegten Pflicht ebenſo genau wie mit allen ſeinen Ar
beiten, ja ſelbſt auf Erholungsreiſen verſäumt er es nie
am Abend, wenn auch oft nur mit wenigen Sätzen, die
wvichtigſten Tagesereigniſſe zu notieren. Dieſes Tage=
buch
und das Notizbuch auf ſeinem Arbeitstiſche ſind ein
Symbol für die faſt pedantiſche Treue, mit der der Zau
eigenhändig alle wichtigeren Einläufe und Scheiftſachen
erledigt

[ ][  ][ ]

Nummer 107.
Kraft auf ſein Nachſuchen unter Anerkennung ſeine=
treuen
Dienſte bis zur Wiederherſtellung ſeiner Geſund
heit mit Wirkung vom 1. Juli 191.
* Verſetzt wurde der Großh. Finanzamtsgehilfe be
dem Finanzamt Friedberg, Georg Rauſch zu Fried=
berg
, in gleicher Dienſteigenſchaft an das Finanzam
Darmſtadt I.
Erledigte Stelle. Die Stelle des Finanzamts
gehilfen bei Großh. Finanzamt Friedberg
* Konſulatsdienſt.
Der zum Braſilianiſchen
Generalkonſul für das Deutſche Reich mit dem Amtsſit
in Hamburg ernannte Joäo Carlos da Fonſeca
Pereira Pinto, dem das Reichsexequatur erteilt
wurde, iſt zur Ausübung konſulariſcher Dienſtverrich
tungen im Großherzogtum zugelaſſen worden
Militärdienſtnachrichten. Vom 3. bis 23. Mai 1913
bein
II. Lehrkurſus zur Infanterie=Schießſchule kom
mandiert: die Hauptleute Buhtz vom Inf.=Regt. Nr. 116
Platz vom Inf.=Regt. Nr. 117
Vom Großh. Hoftheater. Heute wird der Hebbel
Zyklus mit der Darſtellung von Gyges und ſein Ring
als Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe A, weitergeführt
In den Hauptrollen ſind beſchäftigt die Damen Alſen
(Rhodope), Pils (Lesbia) v. Sonnenthal (Hero) und die
Herren Baumeiſter (Kandaules), Ehrle (Gyges), Heinz
(Thoas) und Semler (Karna). Es gelten die kleine:
Preiſe. Beginn der Vorſtellung halb 8 Uhr. Samstag
und Sonntag bleibt das Hoftheater geſchloſſen und wird
am Montag mit Wagners Walküre wieder eröffnet
(169. Abonnementsvorſtellung, Buchſt. B 43). Das Gaſt=
piel
von Frl. von Schroeder iſt abgeſagt worden. Den Ab=
ſchluß
des Hebbel=Zyklus bildet die Neueinſtudierung vor
Maria Magdalena, die unter ſzeniſcher Leitung von
Herrn Baumeiſter am Dienstag zur Aufführung gelangt.
Morgen wird der Vorverkauf zum ſechſten Abend de
Frühlingsfeſtſpiele: Die
Meiſterſinger vor
Nürnberg,
die am 18. Mai unter muſikaliſcher Leit
ung von Leo Blech, mit Walter Soomer als Hans Sachs
und Rudolf Berger als Walter Stolzing zur, Aufführung
gelangen, eröffnet. Die Beſetzung mit unſeren heimiſcher
Künſtlern weiſt gegen die gewohnte einige intereſſante
Neuerungen auf; ſo ſingt Georg Weber zum erſten Male
den Beckmeſſer, Auguſt Globerger zum erſten Male den
David. Die Meiſter werden von Soliſten des Enſembles
geſungen, die auch zur Verſtärkung der Chöre ſich bereit=
willig
in den Dienſt geſtellt haben. Für dieſe Vorſtellung
ſind alle Plätze bereits vollſtändig ausverkauft
Um allzu großen Andrang an der Kaſſe zu vermeiden
empfiehlt es ſich für die Abonnenten, ihre Karte
nicht alle heute abzuholen, da die Karten auch noch in de
nächſten Woche bereit gehalten und abgeholt werden
können.
Oberſtadtſekretär Schmehl F.
Am 5. Mai ver
ſchied nach längerem, ſchwerem Leiden Oberſtadtſekretär
Schmehl im 67. Lebensjahre. Der Verblichene ſtan
über 40 Jahre im Dienſte der Verwaltung ſeiner Vater
ſtadt und war ſtets als pflichttreuer, umſichtiger und
organiſatoriſch begabler Beamter geſchätzt.
(3a
Was er
namentlich auf dem Gebiete der Armenpflege und Für
ſorgetätigkeit in jahrzehntelanger Arbeit geleiſtet hat
wird unvergeſſen bleiben. Schmehl war ein Mann von
echt deutſchem, biederem Charakter, dabei ſelbſtlos und
beſcheiden. Er ſäte und erntete Liebe. Die Wert
ſchätzung, die er allgemein in Vorgeſetzten=, Kollegen= und
Freundeskreiſen genoß, bekundet ſich ſo recht in der
Teilnahme, die der Familie entgegengebracht wird.
E
war Inhaber des Ritterkreuzes 2. Klaſſe des Verdienſt=
ordens
Philipps des Großmütigen mit der Krone. Sein
Andenken wird in Treue bewahrt
Arbeitsjubiläum. Am Dienstag
eiert der
Optiker Philipp Matthes bei Herrn
Hofoptike:
F. W. Pfersdorff,
Luiſenplatz 4, ſein 40jährige:
Arbeitsjubiläum.
Frl. Eliſabeth von Schroeder, die am Montag ir
Gounods Fauſt als Gretchen ein zweites Gaſtſpiel hier
geben ſollte, hat in Berlin, wie wir erfahren, einen
Automobilunfall erlitten und mußte infolgedeſſer
ihr Gaſtſpiel abſagen
Kriegerverein Darmſtadt. Die Mitgliederver=
ſammlung
fand Mittwoch abend im Vereinslokal der
Turnhalle am Woogsplatz ſtatt
Vor Eingang in die
Tagesordnung gedachte der 1.
Vorſitzende des 31. Ge
burtstages unſeres Kronprinzen. Nach Genehmigung des
Protokolls der letzten Verſammlung berichtet der Vor
ſſitzende über die Tätigkeit des Vorſtandes im abge
laufenen Monat. Die Verſammlung ehrt das Andenken
der ſeit der letzten Monatsverſammlung verſtorbenen
Kameraden in üblicher Weiſe.
Am 18.
Mai findet
ein Familienſpaziergang mit Muſik ſtatt.
Sammlung
des Vereins Ecke Nieder=Ramſtädter Straße und Herdweg
Abmarſch um 2¾ Uhr nach dem Böllenfalltor durch di
ſüdlichen Wälder mit Einkehr im Chauſſeehaus, woſelbſt
Großherzogliches Hoſtheater.
Mittwoch, den 7. Mai:
Judith.
W-l. Nach den prachtvollen Aufführungen der gran=
dioſen
Nibelungentrilogie ging heute als drittes Stück in
Hebbel=Zyklus die Tragödie Judith mit Frl. Oſter
in der Titelrolle in Szene. Das Haus war anſcheinen!
ausverkauft
Ueber das Heldentum der Judith, der Mörderin des
aſſyriſchen Feldhauptmanns Holofernes, kann man gewiß
verſchiedener Anſicht ſein, aber die Genialität, mit der
Hebbel den Charakter der Judith entworfen und durch=
geführt
hat, verdient unſere Bewunderung. Er iſt ganz
ſein eigen, denn er weicht bewußterweiſe von der Ueber
lieferung und der Ungeſtalt der Hebräerin im Buche
Judith ab, die dort nach der Ermordung des Holoferne=
ſagt
: So wahr der Herr lebet, hat er mich durch ſeine
Engel behütet, daß ich nicht bin verunreinigt worden,ſi
lange ich bin außen geweſen; und hat mich ohne Sünde
wieder hergebracht mit großen Freuden und Sieg. Daß
Hebbels Judith ſchließlich aber nicht als Retterin und
Rächerin ihres Volkes, ſondern ihrer eigenen Ehre zut
Mörderin des Holofernes wird, haben wir anläßlich der
letzten Aufführung ſchon dargelegt. Was Hebbel zu dieſe
Wendung bewogen haben mag, iſt bei der Komplizierthei
ſeiner literariſchen Individualität nicht ganz klar; es iſt
wohl in ſeiner grübelnden Pſychologie begründet, die es
liebt, immer neue komplizierte Probleme aufzuwerfen und
mit ihrer pſychologiſchen Löſung ſozuſagen zu ſpielen
wodurch er ſich oft ſelbſt um ſeine beſten dramatiſchen
Wirkungen bringt, indem er ſie durch grübleriſche Re
flexionen und rhetoriſche Exkurſionen paralyſiert. So iſ
faſt allen ſeinen Charakteren des Gedankens Bläſſe an
gekränkelt=
Aus dieſen Gründen, und da für Hebbel der berühmt
Ausſpruch gilt, daß vom Erhabenen zum Lächerlichen nur
ein Schritt iſt, wenn man dieſem nicht vorzubeugen ver=
ſteht
, gehört die Aufführung Hebbelſcher Stücke zu der

Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 9. Mai 1913.
ich ein Tanz anſchließen wird. Der Vorſitzende gib
ſodann den von der Kriegerkameradſchaft Haſſia im
Monat Juli geplanten Beſuch der Schlachtfelder un
Metz bekannt. Hierauf fand Bücherausgabe ſtatt.
X. Internationales Lawn=Tennis=Turnier 1913
Heute beginnt auf den Spielplätzen am Böllenfalltor das
vom Schlittſchuhklub=Sportverein Darm
tadt veranſtaltete 10. Internationale Lawn=Tennis= Tur=
nier
. Es ſind zahlreiche Meldungen hervorragender Spie=
ler
von hier und auswärts eingelaufen, ſo daß die Ver
anſtaltung eine Reihe intereſſanter Spiele erwarten läßt.
Der Beſuch der Wettſpiele darf Sportfreunden warm
empfohlen werder
C) Experimentalvortrag der indiſchen Fakire.
Wie
bereits mitgeteilt, werden die indiſchen Fakire Saad
Djebarri und Soliman Ben Said heute abend in
Städtiſchen Saalbau ein zweites Gaſtſpiel in Geſtalt eines
Experimentalvortrages geben. Es werden nochmals all
die beiſpielloſen Wunder vorgeführt werden, für di
uch die am erſten Abend zahlreich erſchienenen Aerzt
und Sachverſtändigen keine Erklärung fanden und die alle
unſere Begriffe von Möglich und Unmöglich ſchier ver=
wirren
. Außerdem werden die Fakire mit einer Reihe
neuer Experimente auch auf dem Gebiete der Gedanken=
übertragung
aufwarten. Im übrigen ſei auf die Ver
öffentlichungen anläßlich des erſten Abends und auf die
Anzeige verwieſen
Beſprechungen mit Handelsſachverſtändigen.
Auf die heutige Anzeige der Großh. Handelskammer
wird auch an dieſer Stelle hingewieſen.
Wichtig für Reiſende. Bei dem jetzigen ſtärkerer
Reiſeverkehr werden vielfach Verſchleppungen der Gepäc
ſtücke infolge vorhandener alter Beklebezettel verurſacht, wo
durch für das reiſende Publikum häufig recht unan
genehme Folgen entſtehen. Nach den für den Gepäck
verkehr maßgebenden Beſtimmungen müſſen ältere Be
zeichnungen (Eiſenbahnbeförderungszeichen, Poſtbeför=
derungszeichen
u. dergl.), die mit Eiſenbahnbeförderungs
zeichen verwechſelt werden können, von den Gepäckſtücken
entfernt ſein. Es liegt im Intereſſe des reiſenden
Publikums, dieſe Beſtimmungen gewiſſenhaft zu be
achten

Darmſtädter Straßenbahn
In der Dieburger
Straße zwiſchen den Halteſtellen Roſenhöhweg und
Heiligkreuz iſt Mitte der Ausweiche eine Halteſtelle zum
allgemeinen Benutzung errichtet
§ Naturalverpflegungsſtation. Im April haber
215 mittelloſe Durchreiſende die Hilfe der hieſigen
Naturalverpflegungsſtation in Anſpruch genommen. In
vorhergehenden Monat März ſind 371 (oder mehr 156,
Perſonen unterſtützt worden
Afyl für Obdachloſe.
Im April wurde in den
im Lokale des zweiten Polizeireviers in der Alexander=
ſtraße
befindlichen Aſyl für Obdachloſe 337 Perſonen und
in demjenigen im Lokale des fünften Polizeireviers in
der Ludwigshöhſtraße 87 Perſonen, zuſammen 424, Unter
kunft gewähr
§ Feſtgenommen. Ein 17 Jahre alter Former aus
Gundernhauſen iſt wegen ſchweren Diebſtahls hier feſt
genommen worden
§ Geſtohlene Sachen. Vor wenigen Tagen teilten
wir mit, daß eine 19 Jahre alte Italienerin wegen
zahlreicher Manſardendiebſtähle feſtgenommen und ein
große Anzahl geſtohlener Gegenſtände bei derſelben vor=
gefunden
wurden. Jetzt lagern noch eine große Anzah
Gegenſtände bei Großh. Polizeiamt, bezüglich welche
die Eigentümer noch nicht feſtgeſtellt werden konnten
Es befinden ſich darunter u. a. 5
Koſtüme, 9 Bluſen,
2 Damenmäntel. 10 Unterröcke, 13 Schürzen, 7
Hemden,
5 Paar Strümpfe, 18 Taſchentücher, 3 Kopfbezüge, 1 Bett.
tuch, 1 Tiſchdecke, 2 Karton Parfümerieſeife, 4 Damen=
uhren
, 4 Uhrketten; 7 Medaillons, 6 Ringe, 7 Porte
monnaies. Die Gegenſtände können im Polizeiamts
gebäude, Hügelſtraße 31/33, Zimmer 7, jederzeit an
geſehen werder
8
Am Mittwoch abend gege
Zuſammenſtoß.
7 Uhr iſt an der Ausweiche der Eliſabethenſtraße dem
Trierſchen Hauſe gegenüber ein Laſtautomobil mit einen
Motorwagen der elektriſchen Straßenbahn zuſammen=
geſtoßen
, wobei beide Teile leicht beſchädigt wurden
Sozial=mediziniſcher Abend
* Am Mittwoch abend fand in der Ernſt Ludwigs
Heilanſtalt der angekündigte ſozial=mediziniſche Aben!
tatt. Unter den zahlreich Erſchienenen bemerkten wir
Herrn Obermedizinalrat Dr. Balſer, Herrn Reichstags
abgeordneten Dr. Becker, Herrn Kreisamtmann Dr
Bechtel Herrn Stadtverordneten Sames und ein
Reihe bekannter hieſiger Aerzte
Der Leiter der Ernſt Ludwigs=Heilanſtalt, Dr. Rig=
er
, begrüßte zunächſt die Erſchienenen und wies kurz
ſchwierigſten Aufgaben, die einer Bühne geſtellt werden
können. Im beſonderen enthält die Judith ſo viel des
Peinlichen und Gewagten, daß auch ein hohes Maß künſt=
leriſchen
Taktes dazu gehört, um den Eindruck des Tragi
ſchen nicht zu zerſtören. Das gilt zum Beiſpiel von der
Szene, in der die Dienerin Mirza den Kopf des
Holofernes im Sack fortträgt, und von der Schlußſzene
in welcher der Kopf den Hebräern gezeigt wird. Viel
leicht ließe es ſich vermeiden, daß auch das Publikum der
Kopf ſieht, da es ſich mit Abſcheu von dem Anblick ab
wandte oder
lacht
Die heutige Aufführung war noch mehr auf der
realiſtiſchen Ton geſtimmt, als die frühere; man hatte auck
die kräftigen Ausdrücke nicht gemildert. Bis an die Grenz
des äſthetiſch Zuläſſigen ging die Darſtellung der Schluß
zene zwiſchen Holofernes und Judith. Im übrigen ſtand
die Aufführung auf der gleichen künſtleriſchen Höhe wie
die der Nibelungen. Namentlich hatte die Kraftgeſtalt
des Holofernes, in deſſen Charakteriſtik als Uebermenſchen
ich Hebbels Genie verſucht und erprobt hat, in Herr:
Heinz einen für dieſe Rolle individuell hervorragend
beanlagten und durch ſeine Darſtellungskunſt imponieren
den Vertreter erhalten. Die Titelrolle ſpielte, wie it
den früheren Aufführungen, Frl. Oſter vom Hoftheater
in Dresden als Gaſt, die dieſe Rolle zu ihren beſter
zählt und auch heute wieder durch ihr prachtvolles Tem
verament hinzureißen vermochte und beſonders der
Szene mit Holofernes zu mächtigem Eindruck verhalf.
Beim Leiſeſprechen blieb ſie aber oft unverſtändlich. Die
übrigen Rollen treten hinter dieſen beiden Hauptrollen
zurück. Mit beſtem Gelingen unterzogen ſich Frl. Heu=
mann
als Mirza und die Herren Ehrle als Ephraim
Peterſen als Hoſea, Weſtermann als Samajc
Baumeiſter als Aelteſter, der auch die Regie führte
ihren Aufgaben. Als Daniel legte Herr Waſſermann
eine bemerkenswerte Talentprobe al
Die neue Inſzenierung, zu der zum Teil ſchon vor
handene Dekorationen in geſchickter Weiſe verwertet wor
den waren, war höchſt ſtil= und geſchmackvoll. Die man
gelhafte Beleuchtung in dem Zelt des Holofernes hatte
ſich aber nicht des Beifalls des Publikums zu erfreuen.

Seite 3
auf den Zweck der ſozial=mediziniſchen Abende hin. Als
dann ergriff Herr Kreisamtmann Dr. v. Köbke das Wort
zu ſeinem Vortrag über: Den Begriff der Erwerbsun
fähigkeit in der Reichsverſicherungsordnung und in den
Verſicherungsgeſetz für Angeſtellte‟. Der Vortragende
ging bei Beginn ſeines Vortrages davon aus, daß die
ſeitherige ſoziale Verſicherungsgeſetzgebung (Krankenver
ſicherungsgeſetz, Invalidenverſicherungsgeſetz und die Un
fallverſicherungsgeſetze) nur den Begriff der Erwerbs
unfähigkeit gekannt hätten, während die Reichsverſiche
rungsordnung den Ausdruck Arbeitsunfähigkeit bei der
Krankenverſicherung, den der Invalidität bei der In
validen= oder Hinterbliebenenverſicherung und den der
Erwerbsunfähigkeit bei der Unfallverſicherung anwende.
Eine Aenderung gegen die ſeitherige Rechtſprechung ſe
aber hiermit, wie aus der Begründung zur Reichsver=
ſicherungsordnung
ſich ergibt, nicht beabſichtigt.
Hieraut
zing der Vortragende zu der Beſprechung der einzelner
Begriffe ſelbſt über er wies darauf hin, daß die Arbeits=
unfähigkeit
dem Begriffe der Berufsinvalidität ähnele:
ſie ſei nach der Begründung der Reichsverſicherungsord=
nung
die Unfähigkeit des Verſicherten, infolge von Krank=
heit
, ſeine Arbeit zu verrichten. Weiter wurde darau
hingewieſen, daß der juriſtiſche Begriff der Invaliditä
owie der der Erwerbsunfähigkeit für Invaliden= und Un=
allverſicherung
durch die ſeitherige Rechtſprechung de
Reichsverſicherungsamtes bereits weitgehend feſtgeleg
ei, wobei zahlreiche Entſcheidungen dieſes Gerichtshofes
die teils prinzipieller Natur waren, teils Spezialfälle be
trafen, zur näheren Erläuterung herangezogen wurden
Den Schluß des Vortrages bildete eine kurze Beſprechung
des Begriffes der Berufsunfähigkeit nach dem neuer
Verſicherungsgeſetz für Angeſtellt
Die klaren und erſchöpfenden Ausführungen des Vor=
tragenden
wurden ſeitens der Verſammlung ſehr beifällig
aufgenommen
Heſſiſcher Bund für Heimatſchutz
* Auf Veranlaſſung des Heſſiſchen Bundes für Hei=
matſchutz
hielt Herr Amtsrichter Schwabe= Hochheim
a. M. im Feſtſaal der Großherzoglichen Landesbaugewer
ſchule einen Lichtbildervortrag Ueber den Reklame
unfug in Stadt und Land zu dem ſich ein zahlreiches
Auditorium, ſowie die Heren Kreisrat Dr. Wagner=Die
burg, Miniſterialrat Dr. Kratz und Abgeordnete der Zwei=
ten
Kammer eingefunden hatten. Der Vorſitzende, Se
Exzellenz Finanzminiſter Dr. Braun, begrüßte die
zahlreiche Verſammlung und dankte für das rege Inter=
eſſe
, das man den Beſtrebungen des Heſſiſchen Bundes
für Heimatſchutz, der heute zum erſten Male an die Oef=
ſentlichkeit
trete, entgegenbringe. Der Redner betonte,
daß ſich der Heimatſchutzbund nicht gegen die Intereſſen
der Geſchäftswelt, ſondern nur gegen den in ganz Deutſch=
land
graſſierenden Reklameunfug wendet, zum Beſten der
Allgemeinheit. Das Mittel zur Beſſerung bleibt die Be
ſchränkung der Reklame, insbeſondere in den Städten und
auf dem Lande. Dort werde die Architektur und das
Straßenbild, und auf dem Lande werden die Naturſchön=
heiten
durch die aufdringlichſten Reklameſchilder auf das
Häßlichſte verunſtaltet. Die hiſtoriſche Tradition de
Städte= und Landſchaftsbilder müſſe geſchützt und den
Volke erhalten bleiben. Nicht durch Polizeimaßregeln
ondern auf dem Wege der Erziehung und Belehrung ſoll
der Kampf gegen dieſes Reklameübel geführt werden. Die
Natur ſei Gemeingut des Volkes und müſſe ihm auch er
halten werden. (Bravo!) An Hand einer Reihe von
vortrefflichen Lichtbilderaufnahmen zeigte nun Herr
Amtsrichter Schwabe, wie ſich die Reklame, beſonders in
den Großſtädten, breit macht und ganze Häuſerfronten
und Straßen durch ihre Aufdringlichkeit verſchändet. Di
Reklame iſt heute zu einer Geißel der Menſchheit gewor
den. Sie vernichtet die Schönheit des Städtebildes und
entſtellt Natur und Landſchaft aufs grauſamſte. Beſonders
die Außen= und Straßen=Reklame der Großfirmen und
Brauereien ſei mit allen Mitteln zu bekämpfen. Die fein
Reklame der Geſchäftswelt ſoll hier nicht getroffen wer
den. Redner gab an Hand von Lichtbildern eine Reihe
draſtiſcher Beiſpiele von verſchiedenen Stadtteilen Frank=
furts
a. M., wo ſich die Reklame in ganz erſchreckender
Weiſe breit gemacht habe. Geſchäftshäuſer mit 40 Auf
ſchriften und Schildern, und Apotheken mit 31mal Apo
theke ſei dort nichts Seltenes. Dieſe Reklameauswüchſe
müſſen bekämpft und ein Zuviel zurückgedämmt werden
Nicht die Reklame ſelbſt, ſondern die Art, wie ſie ſich gibt,
muß bekämpft werden. Reicher Beifall lohnte die vor
refflichen Ausführungen des Redners. Auch der Vor=
ſitzende
, Herr Finanzminiſter Dr. Braun, ſprach dem Vor=
Dank des Heimatſchutzbundes aus und
tragenden
forderte zur Unterſtützung dieſer Beſtrebungen im Inter=
eſſe
unſerer ſchönen Bergſtraße und unſeres geſamten
Heſſenlandes auf.
Feuilleton.
* Der Rote Adlerorden unter dem Badeofen. Ein=
Erinnerung an die Dienſtzeit König Karls I. von
Rumänien in preußiſchen Dienſten zeitigt die Auffin=
dung
eines Roten Adlerordens zweiter Klaſſe, deſſen In=
ſignien
vor einigen Tagen beim Umbau des Hauſes Alte
Jakobſtraße 73 in Berlin entdeckt wurden. Als der jetzige
König noch Prinz von Hohenzollern=Sigmaringee war
trat er nach ſeiner Univerſitätszeit in Bonn im Jahre 185
als Leutnant in das 2. Garde=Dragoner=Regimenk ſir
Berlin ein. Der Prinz bezog in dem Hauſe Alte Jakob=
ſtraße
73 eine ſechszimmerige Wohnung. Eines Tages
war dem Prinzen, der inzwiſchen Rittmeiſter geworden
var, nun der Rb* Adlerörden zweiter Klaſſe, der ihm
vom König Wilhelm I. perſönlich überreicht worden war,
auf rätſelhafte Weiſe in ſeiner Behauſung abhanden ge
kommen. Die ganze Wohnung wurde durchſucht, jedoch
vergebens. Das Haus in der Alten Jakobſtraße, das
übrigens eine Tafel mit der Inſchrift trägt, daß dort der
jetzige König von Rumänien gewohnt hat, wird nur
gegenwärtig umgebaut. Als die Maurer vor einiger
Tagen in der Wohnung des erſten Stockwerkes den Bade
ofen abriſſen, fiel zwiſchen der Eiſenwand des Heizkörper=
und der Mauerwand ein Gegenſtand klirrend zu Boder
Es war ein über und über mit Roſt bedeckter Orden.
Aus nachgelaſſenen Papieren des Vorbeſitzers des Hauſes
wurde feſtgeſtellt, daß der gefundene Orden nur der ver
loren gegangene Rote Adlerorden des jetzigen Königs vor
Rumänien ſein könne. Wie verlautet, wird der Orden, der
über 50 Jahre in ſeinem Verſteck geſchlummert hat, dem
rumäniſchen König zugeſtellt werden.
Eine Frau als alter Soldat. Aus New=York wiri
berichtet: Der Vorſtand des Veteranenheimes von Quinck
in Illinois iſt in dieſen Tagen durch eine überraſchende
Entdeckung in nicht geringe Verlegenheit verſetzt worden:
es ſtellte ſich durch einen Zufall heraus daß einer de
älteſten Veteranen des Heimes, ein greiſer, weißhaariger
Krieger, der ſich im Bürgerkriege durch Tapferkeit aus

[ ][  ][ ]

Setie 4.
D Eberſtadt, 8. Mai. Die Eberſtädter Villen
kolonie Ludwigshöhe iſt in einem erfreulichen
Aufſchwung begriffen. Es ſind im letzten Jahre allein
12 Häuſer neu erbaut worden, ſo daß die Kolonie jetzt
aus 37 herrſchaftlichen Häuſern beſteht. Die Gemeinde
hat neuerdings ein größeres Gelände zur Anlage von
Bauplätzen abholzen laſſen und neue Straßen, Ent
wäſſerung und Beleuchtung angelegt. Der Preis des im
Beſitz der Gemeinde Eberſtadt befindlichen Geländes iſt
äußerſt billig, ganz beſonders, wenn man bedenkt, daß die
Villenkolonie unmittelbar an der Darmſtädter Stadt=
grenze
gelegen und Darmſtadt in wenigen Minuten zu er=
reichen
iſt. Die nun beſtimmt bevorſtehende Eröffnung
der elektriſchen Bahn nach Eberſtadt dürfte der Villen=
kolonie
wohl wieder neue Bewohner zuführen, da ſie nicht
nur für alle, die in ruhiger, geſunder Umgebung wohnen
wollen, einen ganz hervorragenden Ruheſitz darſtellt, ſon=
dern
auch für Familien mit ſchulpflichtigen Kindern und
ſolche, die geſchäftlich in Darmſtadt zu tun haben oder
Theater, Konzerte ꝛc, daſelbſt beſuchen wollen, ein ſehr
geeigneter Wohnſitz iſt. Die geſunde, windgeſchützte und
ſtaubfreie Lage in dem herrlichen Wald laſſen das Beſte
für die weitere Entwickelung der Kolonie hoffen.
Eberſtadt, 8. Mai. Maipredigten. Wie nich
anders zu erwarten, war die erſte Maipredigt, die Herr
Geiſtlicher Rat Schäfer aus Mainz in der katholiſcher
Kapelle zu Eberſtadt hielt, ſowohl von den Katholiken aus
Eberſtadt=Pfungſtadt. als auch von den Katholiken Darm
ſtadts ſehr gut beſucht. Viele freuten ſich, ihren alten
Herrn Kaplan nach mehr als 30 Jahren wieder einmal
zu ſehen und zu hören. Am Pfingſtmontag, nachmittags
½5 Uhr, predigt Herr Geiſtlicher Rat Miſchler aus Hep
penheim, der ebenfalls noch in Darmſtadt und der Um=
gebung
in beſtem Andenken ſteht
W. Gernsheim 7. Mai. In der chemiſchen Fabrik
wurden
ge=
ſämtliche
Blitzableiterdrähte
ſtohlen. Von der Direktion wurde eine Belohnung
zur Ergreifung des Täters ausgeſetzt
Groß=Gerau, 8. Mai. Kürzlich berichteten wir über
die erfolgte Anzeigeerſtattung gegen einen Arbeiter St
wegen
Fundunterſchlagung,
welcher eine

Broſche im Werte von 300 Mark gefunden, an einen Uhr=
macher
verkauft, und von dieſem zunächſt eine Abſchlags
zahlung von 4 Mark erhalten hatte. Nachdem die Unter
ſuchung eingeleitet war, meldete ſich, dem Gr.=G. Kreisbl.
zufolge, merkwürdigerweiſe ein 15jähriger Burſche mit
gleichem Namen wie der vorerwähnte Arbeiter St. und
gab an, ſeine 12jährige Schweſter habe die Broſche gefun=
den
und er habe ſie gegen 4 Mark Abſchlagszahlung an
den in Frage kommenden Uhrmacher verkauft. Die Großh
Staatsanwaltſchaft iſt gegenwärtig bemüht, Klarheit in
die Angelegenheit zu bringen.
M Stockſtadt a. Rh., 8. Mai. Am 2. Pfingſtfeier=
tage
findet hier ein größerer Wettſtreit des Ried=
Sängerbundes ſtatt. 16 Vereine haben ihr Erſchei=
nen
zugeſagt. Als Pflichtchor der 1. Klaſſe wird von jedem
Verein das Lied Wir wohnten zuſammen am grünen
Rhein von Fr. Neuert, und von denen der 2. Klaſſe
Spielmanns Abendlied von H. Sonnet geſungen wer=
den
. Außerdem müſſen alle Vereine noch einen ſelbſtge=
wählten
Chor ſingen. Als Preisrichter ſind Herr Semi=
nar
=Muſiklehrer Autenriet=Heidelberg und Herr
Kammermuſiker Brückmann=Darmſtadt gewonnen
worden. Nachmittags werden auf der Feſtwieſe etwa 600
Sänger die beiden Preislieder als Maſſenchöre ſingen.

Dieburg, 8. Mai. Im nächſten Jahre, Juni 1914,
wird der Geſangverein Sängerluſt ſein 50 Beſtehen feiern, verbunden mit einem
nationalen Geſangswettſtreit. Es ſind be=
eits
ſchon die vorbereitenden Ausſchüſſe und Kommiſ=
ſionen
gebildet. Bei der großen Sympathie, die dem
Geſangverein Sängerluſt von jeher ſeitens der Bürger=
chaft
Dieburgs entgegengebracht wurde, iſt zu hoffen, daß
der Verein bei der Feier ſeines goldenen Jubiläums von
den Bewohnern unſerer Stadt in jeder Hinſicht kräftig
unterſtützt wird
Die guten Zugverbindungen ſowohl
als auch der prachtvolle, ſchattige ſtädtiſche Schloßgarten
der als Feſtplatz dient, werden ſicher manchen Sanges=
freund
nach Dieburg ziehen. Für jeden Sänger und För
derer des deutſchen Männergeſanges muß es jetzt ſchor
heißen: Im Jahre 1914 beſuchen wir den Geſangswett=
treit
und das Sängerfeſt in Dieburg
Offenbach, 8. Mai. Der frühere ſtädtiſche Arbeiter
Auguſt Bode iſt ſeit geſtern nachmittag ſpurlos ver=
ſchwunden
. Bode war ſeit längerer Zeit leidend; man
nimmt an, daß ihm ein Unglück zugeſtoßen iſt. Der Ver
mißte iſt 63 Jahre alt. Der Bäcker Aichert hat ſich
geſtern nachmittag auf ſeinem Schlafzimmer einen Schuß
in die Schläfe beigebracht, an deſſen Folgen er bald
darauf ſtarb
Mainz, 8. Mai. Auf Anregung der Kommiſſion für
Handels=, Gewerbe= und Induſtrie=Verkehr hat Baurat
Gelius ein Projekt für Neubauten im Stadt
park ausgearbeitet. Nach den Plänen wird an Stell(
des jetzigen Wirtſchaftsgebäudes ein neues entſtehen, das
einen Saal enthält, der 500 Perſonen Platz bietet. An
dieſen Raum ſoll ſich die Bühne für ein größeres Som=
nertheater
ſchließen. In den Seitenbauten iſt für eine
größere Anzahl Fremdenzimmer Sorge getragen. Wan=
delhallen
, die nach dem Palmenhaus führen, gewähren
bei ungünſtigem Wetter Schutz. Die ohnedies herrliche
Ausſicht nach dem Rhein, Main und Taunus wird durck
einen Turm noch erhöht werden. Das Muſikzelt iſt dem
Wirtſchaftsgebäude gegenüber gedacht, etwa an der Stelle,
wo ſich der Haupteingang befindet. Die Ausführung des
Planes dürfte etwa 400000 Mark beanſpruchen. Augen=
gezeichnet
hatte, in Wirklichkeit eine Frau iſt. Die alte
Veteranin weilt ſeit zwei Jahren in dem Altersheim und
figuriert in den Liſten als Albert Caſhier. Seit 50 Jah
ren trägt ſie Männeckleidung, hat ihr Geheimnis glücklich
bewahrt, und es wäre wahrſcheinlich erſt mit ihrem Tode
nthüllt worden, wenn ſie nicht bei ihrem hohen Alter
durch Abnahme ihrer körperlichen Rüſtigkeit auf die Pflege
anderer angewieſen geweſen wäre. Die Unterſuchung des
Falles ergab, daß es ſich um eine geborene Irin handelt
die als junges Mädchen in Knabenkleidung als blinde
Paſſagier nach Amerika kam. Seitdem hat ſie die Män
nerkleidung nicht mehr abgelegt. Als der Bürgerkrie
1861 ausbrach, trat ſie als Freiwillige in die G=Kompag
nie des 95. Infanterie=Regimentes von Illionis ein, und
machte den dreijährigen Feldzug mit. Am Schluſſe des
Krieges zählte jene Kompagnie nur noch 30 Ueberlebende
Einige Veteranen dieſer Truppe waren bis vor kurzem
noch Inſaſſen desſelben Veteranenheimes in Quincy
und ſie alle beſtätigten, daß Albert Caſhier ein ganz un=
gewöhnlich
tapferer und verwegener Soldat geweſen und
mehrfach verwundet worden ſei. Nach dem Kriege ar=
beitete
ſie als Landarbeiter einige Jahre lang, wurde
päter Mechaniker und dann Chauffeur. Niemals tauchte
der Verdacht auf, Albert Caſhier könne eine Frau ſein
Die Anſtaltsbehörden ſtehen jetzt ratlos vor der Frage,
was ſie mit dem greiſen weiblichen Veteranen anfangen
ollen, da die Statuten nur die Aufnabme männlicher
Kriegsveteranen vorſehen.

Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 9. Mai 1913.
blicklich liegen die Pläne der Stadtverwaltung zur Prü=
ung
vor
Mainz, 8. Mai. Auch in dieſem Jahre veranſtaltet
die Kreisgruppe Mainz des Deutſchen Flot=
tenvereins
eine Fahrt nach der Waſſer=
kante
. Die Fahrt, die unter der perſönlichen Leitung
des erſten Vorſitzenden von ſtatten geht, beginnt am 16.
Fuli in Mainz. Sie ſoll den Teilnehmern Gelegenheit
bieten, ſich ſelbſt zu überzeugen von der regen, an Be=
deutung
ſtets wachſenden Tätigkeit Deutſchlands zur See,
von der erfreulichen Entwicklung unſeres Welthandels
und der ſtolzen Flotte, die ſeinem Schutze dient. Dem vor=
läufigen
Reiſeplan entnehmen wir, daß die Fahrt =
beck
, Kiel, Hamburg, Helgoland berühren wird
Die Führung bei Beſichtigung der hochintereſſanten Kai=
erlichen
Werft und auf den Kriegsſchiffen haben Offiziere
der Kaiſerlichen Marine übernommen, eine Vergünſtigung
die nur bei den Fahrten gewährt wird, welche vom
Deutſchen Flottenverein veranſtaltet werden. (Näheres
im Anzeigenteil.)
ſiehe
kauterbach, 8. Mai. Hier ereignete ſich in der Bahn=
hofſtraße
ein Unfall. Das 6jährige Töchterchen eines
Lehrers von hier ging hinter einem Frachtwagen her und
lief in dem Augenblick nach dem Fußſteig, als das Auto=
mobil
des Schloſſermeiſters Heiliger hier aus entgegen=
geſetzter
Richtung kommend, an dem Wagen vorbeifahren
wollte, ſo daß das Kind direkt in das Automobil
hineinlief und überfahren wurde. Zum Glück fuhr der
Führer langſam, ſo daß der Anprall nicht ſehr ſtark war
ind H. das Fahrzeug raſch zum Stehen bringen konnte.
Mit einem geſchwollenen Bein und einigen Hautabſchürf=
ungen
kam das Kind davon
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 7. Mai. Auf der engeren
iſte für die Charlottenburger Oberbürger=
meiſterwahl
ſind nach dem Rücktritt verſchiedener
Kandidaten nur der Bürgermeiſter Maier=Charlottenburg
und der Oberbürgermeiſter Scholz=Kaſſel geblieben. Die
liberale Fraktion erklärte ſich in ihrer letzten Sitzung bei
wei Stimmenthaltungen einmütig für Scholz.
Der

Zeitungsverleger Rudolf Moſſe ſtiftete aus Anlaßt
eines 70. Geburtstages dem Magiſtrat der Stadt Ber=
in
den Betrag von einer Million Mark zur Er=
ichtung
einer Rudolf Moſſe=Alters=Verſorgungsſtift
ung, aus der jährlich erwerbsunfähige Leute im Alter
von über 50 Jahren Unterſtützungen von 500 bis 1000
Mark erhalten ſollen, dem Rudolf Virchow=Krankenhaus
00000 Mark, 18 Vereinen und Wohltätigkeitsinſtituten
e 10000 Mark und ſchließlich 300000 Mark zur Verteil=
ung
an die Angeſtellten und Arbeiter der Firma. Der
Magiſtrat der Stadt Berlin beſchloß, in Anregung zu
bringen, eine Straße Rudolf Moſſe=Straße zu nennen.
Der Geſamterlös der Auktion deutſcher Holz=
plaſtiken
aus der Sammlung Oertel bei Lepke beträgt
über 650000 Mark. Den höchſten Preis, nämlich 54 600
Mark, erzielte das Hauptſtück der Sammlung, die elſäſ=
iſche
Madonna mit Kind, eine Wandſtarue aus Nußbaum=
holz
in alter Bemalung; das wertvolle Stück wurde von
er Frankfurter Firma J. und S. Goldſchmidt erworben.
Dieſes iſt der zweithöchſte Preis, der jemals auf einer
öffentlichen Auktion für eine alte Holzſkulptur bezahlt
wurde. Ferner erzielten: eine Wandſtatue, Madonna mit
Kind, oberſchwäbiſche Arbeit (Anfang des 16. Jahrhun=
derts
), 16275 Mark, eine große Madonnenſtatue, Ulme
Arbeit (um 1500), 16275 Mark, eine große Statue der
hl. Magdalena, niederbayeriſche Arbeit (um 1520), 15 20
Mark, eine Gruppe des hl. St. Georg zu Pferd, ober=
rheiniſche
Arbeit (Anfang des 16. Jahrhunderts) 21000
Mark
Erfurt, 8. Mai. Aus Anlaß des Regierungs=
ubiläums
bewilligte der Magiſtrat 292000 Marl
für einen Volkspark, 76000 Mark für ein Jugend=
heim
, 50000 Mark für Veteranenunterſtützung und 2000
Mark für Krüppelfürſorge
Stettin
8. Mai. Die Nachricht, daß Bürger=
meiſter
Trömel aus Uſedom in die Fremden=
egion
eingetreten iſt, beſtätigt ſich. Der Brief des Bür=
ermeiſters
, der davon Kunde gibt, iſt an ſeine Schweſte
in Würzburg gerichtet. Dieſe ſetzte ſofort ihre Schwäge=
in
, die Gattin des Bürgermeiſters, von dem Brief in
Kenntnis. Aus dem Brief geht hervor, daß Trömel be=
reits
in Algier weilt. Der Magiſtrat in Uſedom wurde
von dem Aufenthalt Trömels in Kenntnis geſetzt. Daraus
läßt ſich ſchließen, daß die Angelegenheit bereits von
er Regierung verfolgt wird. Von ſeiten der Angehörigen
des Bürgermeiſters wird die deutſche Regierung gebeter
verden, Auslieferungsverhandlungen mit der franzö=
ſiſchen
Regierung einzuleiten. Fräu Bürgermeiſter Trö
nel hat ſich ſofort ſchriftlich mit ihrem Mann in Verbin=
dung
geſetzt, um ſichere Angaben zu erhalten. Die Würz
urger Verwandten, in deren Beſitz ſich der Originalbrieſ
noch befindet, kommen in den nächſten Tagen nach Uſe
dom, um mit den Behörden in Verbindung zu kreten
Frau Trömel iſt derart zuſammengebrochen, daß ſie ſich
in ärztlicher Behandlung befindet und ſorgſam überwacht
wird
Luzern, 8. Mai. Eine aus vier Mann beſtehende
Patrouille eines Infanteriebataillons kam geſtern
bei Morgengrauen in die Nähe der Rigihöhfluh. Da ſich
hier ein feindlicher Poſten befand, zogen ſich die Leute au
eine mit Neuſchnee bedeckte Wieſe zurück. Dabei geriet
der Führer mit dem Kopfe voraus ins Rutſchen und fiel
iber die Felswand hinunter. Seine Kameraden
Um ein Schinkenbrötchen. In Elſaß=Lothringen iſt
ein Streit um
ein Schinkenbrötchen ausgebrochen. In
der ihm eigenen Weiſe kritiſierte in der Zweiten Kammer
der Zentrumsabgeordnete Brogly die Haltung des nicht
lerikalen Teils der Volksſchullehrer. In einer katholi
ſchen Volksſchule habe ein Lehrer am Freitag in der
Pauſe ein Schinkenbrötchen vor den Augen der Kinder
verzehrt. Auch der Fraktionschef, der Abgeordnete Hauß,
gab ſeinen gepreßten Gefühlen über dieſe ſchauerliche
Szene lebhaften Ausdruck. Auf den Einwand des ſozial=
demokratiſchen
Abgeordneten Emmel, auch Zentrums
abgeordnete hätten einmal an einem Freitag bei der Be=
ichtigung
einer Zuckerfabrik Schinkenbrötchen gegeſſen, er=
widerte
der Zentrumsführer Hauß, wenn der Abgeordnete
Emmel nur eine blaſſe Ahnung hätte von den kirchlichen
Vorſchriften der Katholiken, ſo würde er wiſſen, daß in
dem Augenblicke, wo der Katholik ſich von ſeinem Aufent
haltsort entfernt, dieſe Vorſchriften nicht mehr gelten.
un kommt die Straßburger Poſt und iſt ſo grauſam, dem
Abgeordneten Brogly das Schinkenbrötchen aus der Hand
u nehmen. Es war nämlich gar kein Schinkenbrötchen,
ondern ein Lachsbrötchen; der Denunziant hatte nicht
charf genug hingeſchaut; geräucherter Lachs iſt aber am
Freitag erlaubt. Es iſt gut ſo; denn ſonſt hätte das Zen=
rum
im Reichstag anfragen müſſen: Iſt dem Herrr
Reichskanzler bekannt, daß im Oberelſaß ein katholiſcher
Lehrer, der dem Allgem. Deutſchen Lehrerverband an=
gehört
, am Freitag ein Schinkenbrötchen=gegeſſen=hat?

Nummer 107.
vurden eine Strecke weit mitgeriſſen, konnten ſich aber im
letzten Augenblick vor der Felswand feſtſetzen, während
der Führer infolge Schädelbruchs ſeinen Tod fand. Ein
weiter Soldat ſoll einen Beinbruch erlitten haben.
Paris, 7. Mai. Als der Lyon-Pariſer Schnell=
zug
heute nacht in Marcon eintraf, erſtattete ein Paſſa=
gier
1. Klaſſe, der Direktor einer Privatbank namene
Binden, dem Bahnhofsvorſteher Meldung, daß ein un=
bekannter
Mitreiſender aus ſeinem Portefeuille einen
Hundertfrancsſchein geſtohlen habe. Als Binden zu
ſchlummern ſchien, nahm der Unbekannte aus ſeinem
Ueberzieher das Portefeuille und gieg darauf in den
Toilettenraum. Bei ſeiner Rückkehr ſagte ihm der Bank=
direktor
den Diebſtahl auf den Kopf zu, worauf ihm
der Dieb das Portefeuille, ſowie einen Hundertfrancs=
hein
, den er demſelben entnommen hatte, zurückerſtattete.
Als nun der Mann in Marcon feſtgenommen wurde, ſtellte
ſich zur höchſten Verwunderung heraus, daß es ſich um
einen reichen und angeſehenen Pariſer Großkauf=
nann
namens André Prunier handelte, der ein
Ranufakturwaren=Großgeſchäft betreibt. Man fand bei
einer Verhaftung eine Eiſenbahnfahrkarte 1. Klaſſe, eine
oldene Uhr und Kette, ſowie einen Barbetrag von 400
Francs bei ihm vor. Da Prunier in ſehr guten Verhält
niſſen lebt und ſich in der Kaufmannswelt großen An=
ehens
erfreut, nimmt man an, daß er das Opfer eines
plötzlichen Anfalles von Kleptomanie geworden iſt.
Paris,
8. Mai. Aus zahlreichen Gegenden Frank
reichs, insbeſondere aus den Süd=Departements, wird be=
richtet
, daß die Nachtfröſte des vergangenen Monats
roßen Schaden in Gärten und Weinbergen verurſacht
haben. Namentlich ſoll das Obſt der Kirſchen= Pflaumen=,
Pfirſich= und Aprikoſenbäume faſt vollſtändig vernichtet
ſein
London, 7. Mat. Die in der St. Paul=Kathedrale
aufgefundene Bombe war mit Dynamit gefüllt
Ein Fehlec in der Mechanik verhinderte eine Exploſion
Die Behörden ſind der Meinung, daß offenbar beabſich
tigt war, daß die Bombe nachts explodieren ſollte, wäh=
end
die Gebäude leer ſind. Die in den Geſchäftsräumen
der Daily News gefundene Bombe war leer.
Parlamentariſches.
C
Der Finanzausſchuß ſetzte geſtern die Be=
ratung
der Vorlage betreffend die Laſten für die Höheren
Schulen fort, ohne aber zu einer Einigung zu gelangen.
Es liegt ein Vermittelungsantrag vor, eine Form zu fin=
den
, einige Landgemeinden und die am ſchwerſten belaſtete
Stadt Darmſtadt zu entlaſten. Dieſer Antrag
oll noch näher formuliert werden und wird Freitag vor=
mittag
mit der Regierung weiter beraten werden. Der
Intrag
Korell
zum Feuerverſicherungs=
tempel
, der dahin geht, die Regierung zu erſuchen, die
nachträgliche Erhebung des Feuerverſicherungsſtempels
ür die Zeit vom 1. April bis 14. Juli 1912 im Verwal
ungswege zu erlaſſen, wurde abgelehnt wegen der
Geringfügigkeit des materiellen Ergebniſſes und weil der
Antrag ſchon überholt iſt. Dagegen wurde der Antrag
Berthold, eine Vorlage zu machen über den Bau einer
Eiſenbahn von Biſchofsheim, Ginsheim, Bauſchheim,
Aſtheim, Trebur, Wallerſtädten, Eeinsheim, Leeheim
über Erfelden nach Goddelau, zurückgeſtellt.
Der Nieder=Modauer Bank=
krach
vor der Strafkammer.
26. Verhandlungstag.
g. Zu Beginn der geſtrigen Verhandlung beantragte
der Verteidiger des Angeklagten Beck, Rechtsanwalt
Neuſchäffer den Angeklagten wegen ſeines Geſund=
heitszuſtandes
vorläufig aus der Haft zu entlaſſen. Ein
Gutachten des Kreisgeſundheitsamtes beſagt, daß Beck
erzleidend ſei und deshalb Gefahr für ſeine Geſundheit
beſtehe. Der Staatsanwalt möchte dem Antrage nicht
widerſprechen, wenn auch das bisherige Ergebnis der
Zeweisaufnahme einen beſonderen Anlaß zur Schonung
des Angeklagten nicht ergeben hat. Das Gericht beſchließt
darauf, den Angeklagten vorläufig auf freien Fuß zu
ſetzen. Die Verteidigung des Angeklagten Ihrig bean=
tragt
, nunmehr das Gutachten des Sachverſtändigen zu
hören, da dieſer gewiß ſchon nach der bisherigen Beweis=
ufnahme
ein klares Bild der Angelegenheit erhalten hat.
Es könne dann vielleicht von der Verteidigung auf den
einen oder den anderen Zeugen verzichtet werden. Eine
Abkürzung der Verhandlung liege vor allem im Intereſſe
der Angeklagten. Dieſem ſchließt ſich auch die Verteidig=
Das Gericht beſchließt, nach den
ung des Jſaak an.
Feiertagen den Angeklagten Ihrig über die Einzelheiten
zu vernehmen und danach den Sachverſtändigen das Gut=
ichten
erſtatten zu laſſen.
Als erſter Zeuge wird ſodann Fabrikant Dempel=
Elmshauſen vernommen. Dieſer bekundete, daß er
von
uf Veranlaſſung des Beck 1908 in den Verein eingetreten
ei. Pallmann ſei öfter bei Nieder=Modauer Kirchweihen
geweſen und habe dort Sekt zum Beſten gegeben. In der
Generalverſammlung, in der Ihrig dem Eckſtein zur An=
nahme
eines Aufſichtsratspoſtens zugeredet habe, habe das
uverſichtliche Auftreten Ihrigs verſchiedene Anweſende
veranlaßt, dem Verein beizutreten
Einige weitere
Zeugen bekunden nichts weſentlich Neues. Zeuge Poli=
eidiener
Mager III. ſchildert einen Vorgang zwiſchen
Adam und Roßmann, den er beobachtete, als er im Lokal
Adams Feierabend bieten wollte. Roßmann habe ganz
erregt geſchrien, er habe nichts unterſchrieben. Zeuge
Adam, der Sohn des Angeklagten, der von dem Zeug=
nisverweigerungsrecht
bezüglich ſeines Vaters Gebrauch
macht, bekundet, daß ihm der Angeklagte Beck, als dieſer
noch nicht mit in Unterſuchungshaft war, gebeten habe,
wenn er wieder einmal zu ſeinem Vater in das Provin
zialarreſthaus komme, möge er dieſen bitten, die Aende=
rung
der Quittung von 350 Mark in 550 Mark auf ſich
zu nehmen. Beck habe dieſe Bitte ſpäter telephoniſch wie=
derholt
; der Zeuge habe ihm aber dies abgeſchlagen. Der
Angeklagte Beck behauptet, das müſſe ein Irrtum vom
Zeugen ſein
Das Gericht beſchließt, die Vereidigung des Zeugen
Adam vorläufig auszuſetzen. Sodann wird nochmals der
zeuge Polizeidiener Mager vernommen über die Auf=
nahme
des Landwirtſchaftlichen Konſumvereins Nieder
Modau in den Spar= und Kreditverein Nieder=Modau.
Der Konſumverein ſei im November 1910 angemeldet
worden. Zeuge habe erſt in der Generalverſammlung
im 17. Februar 1911 zum erſten Male erfahren, daß die
Vorſtandsmitglieder Neff und Perron ohne Befragen der
Generalverſammlung den Verein angemeldet hätten. Als
Zeuge den Neff deshalb zur Rede ſtellte, habe Neff erſt
eſagt, der alte Verein ſei ja ſchon Mitglied geweſen, und
ls dann aus der Generalverſammlung heraus wider=
ſprochen
wurde, ſei Neff mit dem Bemerken herausgerückt,
er=und= Perron hätten den Verein angemeldet. Der Verein

[ ][  ][ ]

Nummer 107
hafte beizeinem eventuellen Konkurs nur mit ſeinem Ver=
mögen
, aber nicht mit dem der einzelnen Mitglieder. Er
als alter Genoſſenſchafter müßte es doch wiſſen. De
Zeuge Neff erklärt zu dieſer Ausſage: Der Konſumver
ein ſei am 29. September 1910 als Mitglied angemeldet
worden. Der Verein ſei damals in Schwierigkeiten ge
raten und man ſtand vor der Wahl, den Verein aufzu
löſen, oder den Verluſt zu decken, um den Verein
weiterführen zu können. Zeuge Neff erklärte ſich dant
gerne bereit, den Verein weiter zu führen. Er habe dann
einer Mitgliederverſammlung Vorſchläge unterbreitet, wie
neue Mittel zur Warenbeſchaffung erlangt werden könn
ten. Da von privater Seite Geld nicht zur Verfügung
geſtellt wurde, blieb nur der Weg, Aktionär einer Banl
ſoder Mitglied der Nieder=Modauer Kaſſe zu werden. Die
Verſammlung erklärte dann, man ſolle den Weg beſchrei
ten, auf dem man am billigſten zu Geld komme. Es
wurde deshalb die Mitgliedſchaft bei dem Spar= und
Kreditverein angemeldet. Es ſei alſo völlig unrichtig
wenn erklärt werde, die Mitglieder wußten nichts davon
Zeuge Neff erklärt dann weiter, daß er niemals Verluſte
bei der Kaſſenführung des Spar= und Kreditvereins ge=
habt
habe. Seine Auskunſt in der Generalverſammlung
des Konſumvereins, es würde bei einem Konkurs nu
das Vereinsvermögen herangezogen, habe ſich auf ein
Sutachten eines Darmſtädter Rechtsanwalts geſtützt. Er
ſelbſt ſei durch den Konkurs des Konſumvereins zur Zah
lung von 30000 Mark verurteilt worden
Es wird ſo
dann in der Vernehmung des Angeklagten Jſaak fort
gefahren. Es wird eine Reihe von Briefen Pallmanns
an Jſaak verleſen. In einem Briefe wird geſchrieben
die Akzepte Nieder=Modaus dürften nicht hier zahlbar ge=
tellt
werden. Jſaak erklärt dies mit der Speſenerſparnis
In einem weiteren Briefe ſchreibt P., Adam habe noch
keinen Wechſel geſchickt, aber er, P., habe noch ein Stüc
gehabt; er ſchicke ihm beiliegend ein Blankoakzept, welche=
er
ſelbſt ausfüllen wolle. Iſaak erklärt, er habe dieſes
Blankoakzept wieder zurückgeſandt. Ein weiterer Brie
Iſaaks an Pallmann beſagt. P. möge den Stempel Nie=
der
=Modaus unter den Wechſel ſetzen. Derſelbe befind
ſich noch in ſeinem Beſitz. Iſaak behauptet, dieſer Nachſatz
beziehe ſich auf den Wechſel
Um 1.15 Uhr wird die Weiterverhandlung auf Frei
tag vertagt.
Das IM. deutſche Kaiſerpreis=
Wettüingen.
Frankfurt 7. Mai. Am Nachmittag
war der Kaiſer wieder pünktlich zur Stelle. Die Zahl de
Schulkinder, die die oberen Reihen einnahmen, wurde
noch vermehrt durch die höheren Töchter Frankfurts
Ueberhaupt hatte die Halle heute nachmittag einen über
aus ſtarken Anſturm auszuhalten. Schließlich warer
5000 Menſchen über das Faſſungsvermögen der Halle, alſe
etwa 18000 Perſonen, anweſend, ſo daß ein Polizeiaufge
bot nötig war, um wenigſtens etwas Ordnung in der nach
allen Seiten hin drängenden Maſſe zu ſchaffen. Der ge
waltige Andrang kam daher, daß am Nachmittag als
zweiter konkurrierender
Verein der Köln e
Männergeſang=Verein aufzutreten hatte
Man weiß,
daß dieſer Verein
der Inhaber
der Kaiſerkette iſt, und diesmal wieder ungeheure
Anſtrengungen gemacht hat, um ſie zum dritten Male,
und damit für alle Zeiten, zu erobern. Das ganze Par=
kett
war denn auch mit Bürgern der ehrſamen Stadt Köln
beſetzt
Im einzelnen iſt über die Nachmittagsleiſt
ungen folgendes zu bemerken: Der Männergeſangverein
Schlägel und Eiſen=Bochum hat, um es vor=
auszuſagen
, Stimmen wie Stahl und Eiſen. Es komm
ihm nicht drauf an, den Chor in E=Dur enden zu laſſen
und trotzdem noch mit Glanz den anſtrengenden Schluß
auszuführen. Muſikaliſch war die Auffaſſung einwand
frei. Die ſinngemäße Deklamation fiel beſonders auf
prachtvolle Crescendi waren zu hören. Dem glänzende:
Material gelangen nicht nur die Forteſtellen, ſondern auck
der innige Mittelſatz entzückte durch ſeine Zartheit. Al,
Wahlchor ſang der Verein das Volkslied Geſtern aben
war Vetter Michel hier das er in dem vom Bearbeiter
Schumann vorgezeichneten Tempo nahm, ſo daß aus der
einfachen Volksweiſe eine Heldenballade gemacht wurde
Im übrigen war die Darbietung tadellos. Aus den
zweiten Wahlchor Deutſche Völker alleſamt von Wal=
helm
Speidel konnte künſtlegiſch nicht viel herausgehol
werden. Die einfachen Akkorde kamen bei dem glänzenden
Material gut zum Ausdruck. Merkwürdig war die Ar
der Einteilung: Deutſchland, Deutſchland über alles.
Nunmehr kam die Senſation des Nachmittags:
Der Kölner Männergeſang=Verein
Unſeres Erachtens bot er bisher die beſte Leiſtung: Intel
ligenz, Technik und Diſziplin, alle dieſe drei Eigenſchaf
ten waren in hervorragendem Maße vorhanden und er
rangen dem Verein einen Sieg auf der ganzen Lini=
Die bemerkenswerte Schulung ließ vergeſſen, daß da
Material vielleicht nicht dem gleich kam, das der voran
gegangene Verein oder am Morgen die Eſſener gebrach=
hatten
. Profeſſor Schwartz hatte ſich keinen ſeiner Leute,
den er gebrauchen konnte, entgehen laſſen. Der weich
Mittelſatz klang wunderbar aus. Am Schluſſe bracht=
der
Verein trotz aller Anſtrengungen noch ein herrliches
Crescendo. Das Volkslied Reiters Morgenlied al=
Wahlchor kann nicht ſchöner im Ton geſungen werden.
Außerdem war die Ausſprache unübertrefflich. Eine ganz
prächtige Leiſtung war auch der zweite Wahlchor Halt!
aus den Müllerliedern von Karl Zöllner
Der Beifal
war außerordentlich. Nach ſolchen Leiſtungen hatte der
Trieriſche Geſangverein einen ſehr ſchwerer
Stand. Wenn er auch nicht ſo ſchönes Material hatte un
außerdem noch einige aufdringliche zweite Tenöre beſon
ders am Schluß ſtörten, ſo darf doch nicht verkannt wer
den, daß er ebenfalls eine ſehr beachtenswerte Leiſtung
gab. Nunmehr kamen zwei Vereine, von denen mar
gewünſcht hätte, daß ſie vorher noch einmal ernſtlich mit
ſich zu Rate gegangen wären, ehe ſie das Kaiſerpreis
Wettſingen beſuchten. Der Männergeſangverein Waf
fenklang=Erfurt hat ſeine Leiſtungsfähigkeit völlig
verkannt, zum mindeſten nicht geahnt, welche ſtarke Kon.
kurrenz bei einem Kaiſerpreisſingen in Wettbewerb tritt
Der Männeegeſangverein Arion=Mühlhauſen
in Thür. fiel vor allem durch ſeine überaus helle Aus=
ſprache
des a auf. Einige Male löſte ſich darüber ſoga
Heiterkeit im Zuhörerraume aus. Am beſten gelang ihm
noch der Mittelſatz. Trotz aller Unreinheiten und trotz
dem das Material der Aufgabe nicht gewachſen war, lan=
dete
der Verein ebenfalls in der Originaltonart A=Dur
Der Wahlchor Der Soldat von Friedrich Silcher wurd
in einfacher natürlicher Weiſe mit gutem Ausdruck ge
ſungen, wenn auch hier nicht das viel zu helle a geſtör
hätte. Die beſte Leiſtung des Vereins war der zweite
Wahlchor Der frohe Wandersmann.


Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 9. Mai 1913.
Der Sängervereinigung Krefeld war es
nach ſolchen Vorgängern leicht, ſich begreiflichen Beifal
zu holen, der aber auch durch die Leiſtung wohl verdien
war. Beim Preischor wurde das Tempo marſchmäßig
entſchieden zu ſchnell genommen, ebenſo die Stelle, Und
unſre Kette ſprang in Stücke‟. Der Mittelſatz wurde z
ſcharf angefaßt und erſt bei der Wiederholung Hier ver
hauchten tapfre Seelen wurde die ſchöne und innige
Tongebung erreicht, die der Komponiſt wünſchte. Der
Schluß wurde in B=Dur geſungen, alſo einen halben Tor
zu hoch, den er bereits von der kritiſchen Stelle an erreicht
hatte. Einen vornehmen Eindruck machte die Wiedergab
des Wahlchors Der Trompeter an der Katzbach Nach
der virtuoſen Wiedergabe der Stelle Viktoria, ſo klang
es, ſetzte der Beifall des Publikums mitten im Liede ein
gewiß ein Zeichen dafür, wie ſehr ſich die Zuhörer freu
ten, nach den Vorgängern künſtleriſche Leiſtungen zu
hören. Der Dirigent des Vereins wurde zweimal ge
rufen
Der folgende Verein, der Männercho
Duisburg, war bisher der einzige, der beim Preis
chor etwas in der Höhe ſank. Das tat er zwar erſt am
Schluſſe, raubte dem Chor damit aber den vollen Eindrudc
und Glanz. Das erſte Tempo marſchmäßig wurde nicht
ſo überhaſtet wie es die vorhergehenden Vereine taten
wahrſcheinlich durch die Metronom=Angabe des Kompo=
niſter

ein Viertel gleich 108
verleitet. Im
Mittelteil hatte der Verein noch die richtige Tonart und
auch die Vortragsweiſe war durchaus zu loben. Da
Tempo bewegter an der Stelle Waiſen ſtehen auf und
Frauen war viel zu ſchnell. Dagegen klang ausgezeichne
der Ausklang. Dee kleine Chor war nicht ſehr ſtark be
ſetzt oder die Tenöre hatten ſich bereits ausgegeben. Di
Wiederholung des ganzen Chores verhalf dem Verein
durch vie volle Wucht zu einem auten Abſchluß. Den
Wahlchor Der Trompeter an der Katzbach brachte ein
Leiſtung, die nur wenig über Mittelmaß war. Als zwei=
ten
Wahlchor ſang der Verein das Schwertlied von Karl
Maria von Weber. Es wurde ſcharf rhythmiſch und auck
mit guter Betonung geſungen, doch ließ ſich mit dem Cho
nicht viel mehr machen.
Der Männergeſangverein
Duisburger Sängerbund war der nächſte Ver=
ein
, der das Podium betrat. Der Verein hatte den Preis
chor beſonders nach ſeiner dramatiſchen Seite hin ausg=
zeichnet
ausgearbeitet. Die koloſſalen Bäſſe fielen beſon
ders auf. Dem erſten Wahlchor Meine Mutterſprache‟
von Engelsberg, der in H-moll, ſtatt in E=moll begonner
wurde, fehlte die Ruhe, die für das Werk nötig war. Di=
Vertreter des Waldhornſolos hatten ſchönes Material
Der Schluß wurde mit außerordentlicher Wärme geſun=
gen
und brachte reichen Beifall. Der zweite Wahlchor In
Epiphania Domini wurde in F=dur ſtatt in G=dur in
toniert, was erſichtlich nicht im Intereſſe des Geſamtein=
druckes
war. Die erſten Tenöre wurden dadurch in eine
Höhe getrieben, die über die Grenzen der Männerſtimmen
hinausging. Techniſch verdiente die Leiſtung viel Aner=
kennung

Es kam noch eine Ueberraſchung: Die Gelſenkir=
chener
ſangen! Die vorangegangene Aufregung über die
Hinderniſſe, welche, wie bereits gemeldet, das Erſcheinen
des Vereins in Frankfurt in Frage geſtellt hatten, warer
offenbar der Grund, daß der Chor ſehr unruhig angefanger
wurde. Schon nach wenigen Takten zeigte ſich das in den
berhaſteten Vorwärtstreiben der einzelnen Stimmgeup=
pen
. Bei dem Tempo marſchmäßig war man bereits
um einen halben Ton geſtiegen, und kurz vor dem Mitte!
atz bereits um einen ganzen Ton. Hier trat etwas Ruh
ein und der Mittelſatz wurde infolgedeſſen auch mit ſehr
ſchöner, weicher Tongebung geſungen. Der Verein ſan
wieder einen halben Ton. Gegen das Ende des Werke
ſtellten ſich aber wieder Unreinheiten ein, die ſich noch bei
der Fermate Die das Blut nicht trank vermehrten. Der
leine Chor war im erſten Tenor nicht ſtark genug beſetzt
Infolge der Steigung kamen verſchiedene unedle Töne zu
tage. Auch der ganze Chor konnte den weniger guten Ein
druck nicht wieder wettmachen. Zum erſten Wahlchor hatt
man Grüß Gott von Oberreich gewählt. Er wurde viel
zu ſcharf angefaßt. Beſonders im Forte überboten ſich
einzelne Tenöre, der Ton wurde unedel und der Chor
lang uncein. Daraus iſt auch das Sinken des Tones
beim zweiten Wahlchor Die drei Röſelein zu erklären.
Die vierte Strophe mit ihrer außerordentlich energiſchen
Temponahme löſte ſogar einige Heiterkeit aus
Der Kaiſer, der beſonders bei den Vorträgen der
Vereine Schlegel und Eiſen und des Kölner Vereins
lebhaft applaudiert hatte, hielt wiederum bis zum Schluſſe
aus und kehrte dann im Automobil nach Wiesbader
zurück
2
Frankfurt, 8. Mai. Der Kaiſer traf auck
heute wieder bei beſſerem Wetter, von Wiesbaden kom
nend, ſchon vor Beginn des Wettſingens, das un
9½ Uhr ſeinen Anfang nahm, in der Feſthalle ein und
begab ſich wiederum zu den Preisrichtern. In der Hof
oge ſah man Prinz und Prinzeſſin Friedrich Karl von
Heſſen, die Umgebungen, die Spitzen der Behörden, die
Vorſtände der verſchiedenen Feſtausſchüſſe und u. a. di
Intendanten Grafen Seebach und Grafen Bylandt=Rheydt
Auf einem kleinen Tiſche an der Logenbrüſtung lag die
Preiskette des Kaiſers, auf zwei weiteren Tiſchen ſtanden
die ſonſtigen geſtifteten 21 Ehrenpreiſe, Pokale, Schaler
und Becher. Es lagen auch Exemplare da des allgemei
nen Erinnerungszeichens, das der Kaiſer für alle an dem
Wettſtreit teilnehmenden Vereine geſtiftet hat. Es ſind
Fahnenbänder in der Farbe des Bandes des Kronen
ordens mit einer ſilbernen oder bronzenen Plakette, die
ein W. II. und die Umſchrift Frankfurt a M. 1913.
trägt. Diejenigen mit der ſilbernen Plakette ſind für di
Vereine beſtimmt, die einen Preis erhielten, die andern
mit der bronzenen für alle Vereine
Heute vormittag ſang die fünfte und letzte
Gruppe, als erſter der Poſener Lehrergeſangverein, de
als der öſtlichſte aller teilnehmenden lebhaft begrüßt
wurde. Es folgten die drei Berliner Vereine, abwechſelnd
mit dem Potsdamer und Magdeburger. Das Intereſſe
des Publikums an dem Wettſtreit iſt ſtändig gewachſen
40 mal kam Hegars Preischor zu Gehör. Aber die ab
wechslungsreiche Kompoſition bot den Dirigenten und
den Chören Gelegenheit, immer wieder neue Auffaſſunger
zu zeigen und immer wieder andere Qualitäten zu ge=
währen
. Die angeſchloſſenen freigewählten Geſänge gaben
ein farbenreiches Bild, die von der Luſt und Liebe zur
Sangeskunſt im deutſchen Vaterlande zeugten
Um 11½ Uhr war Schluß des Wettſingens. Der
Kaiſer hielt noch eine Zeitlana Cerele und fuhr dann zum
kommandierenden General. Er hatte ſich vorher in da
Goldene Buch der Stadt Frankfurt eingetragen. Die
Preisrichter zogen ſich zur Beratung zurück. Um 12 Uh
verkündete der Wirkl. Geh. Oberregierungsrat Dr. Schmid
vom Kultusminiſterium die vierzehn in den engere
Wettbewerb gelangenden Vereine in der Reihen
folge, wie ſie durch das Los beſtimmt waren, nämlich
Sansſouci Eſſen; Sängerverein Berlin; Concordia
Aachen; Männergeſangverein Wiesbaden; Sängerchor
Barmen: Concordia Eſſen; Männergeſanaverein Pots=
dam
; Männergeſangverein Schlägel und Eiſen Bochum:
Liedertaſel München=Gladbach: Männergeſangverein

Seite 5.
Magdeburg; Lehrergeſangverein Poſen; Männergeſang=
verein
Köln; Männergeſangverein Eſſen;
Lehrergeſang=
verein
Berlin
Der Stundenchor
iſt von Profeſſor Eduard Behm komponiert. Es iſt
die Vertonung eines Gedichtes von Otto Rudel.
Wanderlied.
Luſtig wandre ich querfeldein
Durch die deutſchen Auen
Springe über Heck’ und Stein
Will begeiſtert ſchauen
Wie der Aar im deutſchen Land
Ueber Tal und Berge ſpannt
Seine ſtolzen Schwingen
Und wird mir der Weg zu weit,
Nehm’ ich meine Fiedel
Sing von deutſcher Herrlichkeit
Mir ein luſtig Liedel
deutſchen Sinn und deutſches Blut,
Deutſche Treu und deutſchen Mu=
Soll mein Lied beſingen
*
Frankfurt, 8. Mai. Der ſogenannte Stun=
denchor
wurde von den zum engeren
Wett=
bewerb
zugelaſſenen Vereinen während der Mittags=
pauſe
innerhalb einer Stunde unter Klauſur eingeübt
Der Kaiſer ebenſo wie Prinz und Prinzeſſin Friedrid
Karl von Heſſen mit ihren jüngſten Söhnen erſchiener
um 2 Uhr wiederum im Feſtſaal. Die Pagen und Ehren=
jungfrauen
hatten ihre Plätze auf den Freitreppen zur
Kaiſerloge eingenommen. Es begann das Abſingen des
Stundenchors.
Nach beendigtem Wettſingen trat eine
Pauſe ein für die Beratung der Preisrichter,
welche über eine Stunde dauerte. Die weite Halle war
inzwiſchen bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Kai=
ſer
unterhielt ſich während dieſer Zeit mit den Herren
des Ausſchuſſes und überreichte den Ehrenjungfauen jeder
ſein Bild mit eigenhändiger Unterſchrift. Um 4½ Uhr
begann die feierliche Preisverkündung. Zunächſ
trug die Frankfurter Sängervereinigung, begleitet von
der Kapelle des 81. Infanterie=Regiments, Mozarts Chol
O weile, Geiſtesfrieden vor. Unter Fanfaren betra
darauf ein Herold in mittelalterlicher Tracht das Po=
dium
und verkündete auf Allerhöchſten Befehl das Reſul
at der Preisrichterberatung. Danach erhielt der Ber=
liner

Lehrergeſangverein den Kaiſer
preis.
Ein vieltauſendfaches Bravo erſcholl. Der Diri=
gent
des Vereins, Felix Schmidt, und der Vorſitzende
A. Ziſſel, wurden von Pagen nach der Kaiſerloge geführt
und hier vom Kaiſer begrüßt.
Die Prinzeſſit
Friedrich Karl übergab die Kaiſerkette,
der Kaiſer ſelbſt das Fahnenband. Der Herold verlas
zunächſt die Verteilung der weiteren Ehrenpreiſe und die
Vorſitzenden der betreffenden Vereine wurden ebenfalls
zur Loge geleitet, wo ſie die Ehrenpreiſe aus den Hän=
den
der Prinzeſſin Friedrich Karl empfingen. Der Kai=
er
wechſelte mit jedem einzelnen der Herren freundliche
Worte. Hierauf trug der ſchon oben genannte Sänger
chor Karl Werdings Hymne Mit Gott, für Kaiſer und
Reich vor, die der Kaiſer an der Brüſtung der Loge
ſtehend anhörte. Der Oberbürgermeiſter von Frankfurt
Voigt, hielt eine Anſprache, die mit begeiſtertem
Beifall aufgenommen wurde. Die Rede hatte etwa fol=
genden
Wortlaut: Im Namen und auf Befehl Seiner
Majeſtät des Kaiſers und Königs, und zugleich im Namen
der Kommiſſion und der Stadt Frankfurt habe ich die
Ehre, die tiefe, innige Freude allen Geſangvereinen und
jedem einzelnen Sänger, die uns in dieſen Tagen die
Macht des Geſanges haben fühlen laſſen, und den aller=
herzlichſten
Dank für die Summe von Fleiß und Kunſt
die ſie auf die enormen Vorbereitungen des Geſangswett
ſtreites aufgewendet haben, auszudrücken. Tönt das
deutſche Lied im deutſchen Herzen fort, ſo wird die Liebe
zum deutſchen Vaterland lebendig bleiben und wachſen
und die Liebe zu Seiner Majeſtät, unſerem Herrn un
allerhöchſten, tatkräftigen Förderer der Männergeſangver
eine, dem wir in tiefer Freude unſeren allerherzlichſten
Dank abſtatten durch den Ruf: Se. Maj. Kaiſer Wilhelm
lebe hoch! Darauf wurde von der Verſammlung die Na=
tionalhymne
ſtehend geſungen. Der Kaiſer dankte den
ſid
Oberbürgermeiſter wiederholt und verneigte
mehrere Male vor dem Publikum. Der Kai=
ſer
ſprach ſodann noch die Preisrichter und ſchenkte auch
jedem der Pagen ſein Bild mit Unterſchrift. Nachdem
er ſich von den Herren des Ausſchuſſes dankend verab
ſchiedet hatte, fuhr er um 5½ Uhr unter Fanfarenklängen
und Hochrufen des Publikums nach Wiesbaden
zurück
Frankfurt, 8. Mai. Der Kaiſerpreis
wurde, wie gemeldet, dem Berliner Lehrer=
geſangverein
zuerkannt. Ehrenpreiſe erhiel
en: 1. Kölner Männergeſangverein, Köln. 2. Männer=
geſangverein
Concordia, Eſſen. 3. Eſſener Männergeſang
verein, Eſſen, 4. Wiesbadener Männergeſangverein, Wies=
baden
, 5. Liedertafel=München=Gladbach, 6. Schlägel und
Männergeſangverein Potsdam
Bochum,
7.
Eiſen,
Sansſouci=Eſſen, 9. Concordia, Aachen, 10. Poſener
Lehrergeſangverein, 11. Sängerverein Berlin, 12. Barmer
Sängerchor, Barmen, 13. Magdeburger Männerchor
Magdeburg. Außerdem verkündete der Herold auf Aller
höchſten Befehl noch die Verteilung weiterer Ehrenpreiſe
15. Sängervereinigung Crefeld, 16. Geſangverein Trier
17. Männergeſangverein Duisburg, 18. Männergeſangver
ein Erfurt, 19. Erckſcher Männergeſangverein, Berlin
Rheinland=
Männergeſangverein Dortmund, 21.
20.
Koblenz, 22. Sängerbund Duisburg und 23. Sängerchor
des Offenhacher Turnvereins, Offenbach
Kundgebungen des Kaiſers
* Frankfurt, 8. Mai. Der Kaiſer hat an den
Oberpräſidenten der Provinz Heſſen
Naſſau den folgenden Erlaß gerichtet: Gelegentlich
meiner Teilnahme an dem Wettſtreit deutſcher Männerge
angvereine in Frankfurt a. M. und an den Feſtſpielen in
Wiesbaden, iſt mir von der Bevölkerung der beiden Städte
wiederum eine außerordentlich freundliche Aufnahme zu
teil geworden. Die herzlichen Huldigungen und Kund
gebungen von Alt und Jung haben mich erneut erkennen
laſſen, welches Maß von Anhänglichkeit und Zuneigung
mir in dieſem ſchönen Teil der Monarchie entgegenge=
bracht
wird. Die hier verlebten Tage reihen ſich den be=
deutungsvollen
patriotiſchen Gedenkfeiern dieſes Jahres
würdig an und werden mir mit ihren erhebenden Ein=
drücken
unvergeſſen bleiben. Ich möchte nicht aus de
Provinz ſcheiden, ohne ihrer Bevölkerung für alle mir er=
wieſenen
Freundlichkeiten und den Behörden, beſonders
auch den Erekutivbeamten für die treue Erfüllung ihrer
oft ſchweren Dienſtpflicht meinen wärmſten Dank zu ſagen.
Ich erſuche Sie, dieſen Erlaß alsbald zur öffentlichen
Kenntnis zu bringen
Der Kaiſer hat ferner an den Oberbürgermeiſte
D. Dr. Adickes folgendes Telegramm gerichtet
a.
Unter dem erhebenden Eindruck des diesjährigen Wett
treits deutſcher Männergeſangvereine in der prächtigen

[ ][  ][ ]

Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 9. Mai 1913.
Nummer 107.
Feſthalle der Stadt Frankfurt gedenke ich gern ihres frü=
allerhöchſten
Herrſchaften nach dem Paradefeld, wo die
Grenzlinie geführt. Pravda meldet: Geſtern wurde
heren Oberhauptes, deſſen verdienſtvollem, großzügigen
Parade der Garniſon ſtattfand. Um 12 Uhr trafen die
in Kumanowo zwiſchen der Geiſtlichkeit des Patriarchats
Wirken wir die ausgezeichnete Kunſtſtätte zu verdanken
hohen Herrſchaften wieder in Villa Ludwigshöhe ein.
und des Exarchats eine Einigung erzielt und dadurch die
haben. Ich bedauere ſehr, daß Ihr Geſundheitszuſtand
dort beſtehende Spaltung zugunſten der ſerbiſchen Kirche
Sie diesmal von den Feſtlichkeiten fernhält, und ſende
beſeitigt. Das Blatt drückt den Wunſch aus, daß die
Ihnen meinen herzlichen Gruß und wärmſte Wünſche für
übrigen befreiten Orte dem Beiſpiel Kumanowos folgen
König Alfons in Paris.
baldige Geneſung.
mögen.
* Paris, 7. Mai. Der König von Spa
Der Kaiſer hat außerdem aus Anlaß des Geſangwett
nien empfing den Beſuch des früheren Präſidenten
ſtreits eine Reihe von Orden verliehen
Emile Loubet und die Mitglieder des diplomatiſchen
Stimmen aus dem Publikum.
Korps. Nach dem Beſuche der Militärſchule kehrte der
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
König von Spanien um 4 Uhr in das Miniſterium des
keinerle
Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Luftfahrt.
Aeußern zurück. Präſident Poincaré begab ſich nach dem
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.
Spieß und Zeppelin.
Elyſée unter herzlichen Sympathiekundgebungen.
Den Ausführungen des Eingeſandts in Nr. 104
* Paris, 8. Mai. Nach dem Galadiner unter
* Die Prioritätsanſprüche, die der Franzoſe Spieß,
dieſes Blattes vom 2. ds. Mts. über die Art der Aufſtel=
hielt
ſich der König mit verſchiedenen Herren, darunter
der Stifter (nicht Konſtrukteuc) des erſten ſtarren, nach
lung und die Beſchaffenheit der Maſten der neuen
mit den Miniſtern, den Präſidenten des Senats und der
ihm benannten Luftſchiffes Frankreichs bezüglich der Er=
lektriſchen
Straßenbahnlinien kann in je=
Kammer, Loubet, Briand und Bourgeois. Später fand
findung der Starrſchiffe ſeit einiger Zeit geltend macht,
der Hinſicht nur beigepflichtet werden. Bemerkt ſei hier=
glänzender
Empfang ſtatt, welchem viele Mitglieder der
haben von fachkundiger Seite eine Nachprüfung in patent=
zu
aber noch die Tatſache, daß es den Anſchein hat, als ob
Diplomatie, der Wiſſenſchaft, Kunſt, Literatur und der
techniſcher Hinſicht erfahren. Hierbei hat es ſich heraus=
die
Maſten, was namentlich für diejenigen an der neuen
paniſchen Kolonie beiwohnten. Der König und der Prä=
geſtellt
, daß Spieß entgegen ſeiner Behauptung weder in
Oſtbahnhoflinie zutrifft, nicht in genügendem Maße ( Ab=
ident
durchſchritten alle Säle und wurden ehrfurchtsvoll
Jahre 1873 in Frankreich ein Patent erhalten hat, noch
weichung von der Vertikalen am Kopf 15 Zentimeter) ge=
begrüßt
. Gegen 11 Uhr verließ der König das Elyſée und
gen Zug, d. h. am oberen Ende nach hinten zu geneigt ge=
daß
das Projekt welches neuerdings, als der vermeint=
begab
ſich. von Küraſſieren begleitet, ohne Zwiſchenfall
ſetzt waren. Ganz beſonders macht ſich dies u. a. an dem
lichen Patentſchrift entnommen, von franzöſiſchen Tages
nach dem Miniſterium des Aeußern
großen Maſt an der ſüdweſtlichen Ecke des Schlachthaus=
und Fachzeitungen veröffentlicht wurde, als Vorläufe
* Paris, 8. Mai. Der von Anarchiſten und
platzes bemerkbar; dieſer Maſt iſt bereits durch die
unſerer Zeppelin=Luftſchiffe gelten kann. Die Kennzeichen,
Gewerkſchaftlern geſtern abend unternommen
Spanndrähte nach vorn weit durchgebogen; wenn ſich auch
die von Spieß und ſeinen Helfern in dieſer Beziehung
Verſuch, vor der ſpaniſchen Botſchaft eine Kundgebung ge=
die
übrigen Maſte mit der Zeit derart durchbiegen, dürfte
angeführt werden, nämlich die Unterteilung des Tragkör=
gen
den Pariſer Beſuch des Königs Alfons zu veranſtal
das Straßenbild erheblich verunſtaltet werden. Es wäre
pers in einzelne Kugelballone (Zeppelin verwendet raum=
ten
, iſt infolge der polizeilichen Vorkehrungen vollſtändig
erwünſcht, wenn der Herr Berichterſtatter für das Straßen=
ausnutzende
, zylindriſche Einzelballone) und der Hüllen
geſcheitert. Die Manifeſtanten, etwa 200 an der
bahnweſen bei der Stadt auch hierüber gelegentlich Aus=
mantel
, der die Einzelballone umſchließt, waren lange
Zahl, konnten nicht einmal vor das Botſchaftsgebäude ge=
kunft
erteilen würde
vorher bekannt ganz abgeſehen davon, daß die Außen
langen. Es kam zu mehrfachen Zuſammenſtößen zwiſchen
hülle bei Spieß nicht der Beſtimmung dienen ſollte und
den Ruheſtörern und Schutzleuten, die eine Anzahl Ver=
konnte
, die Zeppelin ihr verliehen hat. Nach jenem Pro=
Vermiſchtes.
haftungen vornahmen.
ekt ſollten ſechs teilweiſe nebeneinander liegende Kugel
Die Erholungsheime für junge Mäd=
ballone
in horizontalen Holzringen an einer um den Trag
chen der erwerbenden Stände in den verſchiede=
körper
laufenden Galerie befeſtigt ſein; von dieſer aus
nen Landesteilen öffnen auch dies Jahr wieder ihre
Der Balkankrieg.
ſollten ſich Bogen zum Scheitel hin erſtrecken, die eine als
Häuſer. Möglichſt vielen Erholungsbedürſtigen möchter
Schiffsbrücke bezeichnete Plattform zu tragen beſtimm
Entſpannung der Lage.
ſie dazu verhelfen, die im harten Kampfe des Lebens oder
waren. Wie ausdrücklich erwähnt wird, ſollte eine au
durch Krankheit verlorenen Kräfte wiederzugewinnen.
HB. Wien, 8. Mai. Die Entſpannung iſt eine voll
den Bogen liegende Hülle die Ballone gegen Unbilder
Die Lage der Heime in ſchöner Gegend mit geſunder kräß
ſtändige und das Gefühl der Erleichterung in der ganzer
der Witterung ſchützen. Von einer Wahrung
tiger Luft, die Darbietung von nahrhafter Koſt, ſchönen
Bevölkerung ein allgemeines. Als die letzte Wolke, di
der Form wie bei Zeppelin iſt nicht die Rede geweſen.
Spaziergängen, fröhlichen Spielen (in manchen Häuſern
den politiſchen Horizont bedeckt, wird die bevorſtehende
Dieſem Zwecke hätte, wie geſagt, die erwähnte Einrichtung
Bädern im See), ſind die Heilmittel, die ſchon manches
Auseinanderſetzung Serbiens und Bulgariens betrachtet
auch gar nicht dienen können, da der untere Teil der Hüll=
doch
iſt man überzeugt, daß auch dieſer Streit friedlich
müde und abgeſpannte junge Mädchen ihre volle Friſch
die Gondel unverſteift umgeben ſollte; er wäre daher von
geſchlichtet werden wird. Die vorgeſtern noch ſo bren
und Arbeitsfähigkeit wiederfinden ließen. Der Penſions=
Fahrtwind eingebeult worden, und hätte das Gas aus den
nende albaniſche Angelegenheit bereitet der Oeffentlich=
preis
beträgt täglich 1,75 Mk. bezw. 45 Mk. für 4 Wochen.
vorderen Ballonen herausgedrückt. Hieran und an vieler
keit kein Kopfzerbrechen mehr. Es iſt bekannt, daß Ita
Für Mitglieder dem Verbandes der evang. Jungfrauen
anderen Einzelheiten iſt klar zu erkennen, daß jenes Pro=
ien
den Wunſch hat, daß der künftige Souverän Alba=
vereine
angeſchloſſener Vereine ermäßigt ſich der Preis
jekt, das Spieß für ſich in Anſpruch nimmt, von einen
niens ein Mohammedaner ſei, da es fürchtet, daß ein
auf 1,50 Mk. bezw. 40 Mk. Gaben in jeder Höhe zur Ge=
Laien herrührt, der die Errungenſchaften franzöſiſcher
chriſtliches Staatsoberhaupt ſich vornehmlich auf den katho=
währung
von Freiſtellen werden herzlich erbeten. Die
Luftſchiffahrtstechniker, die, wie Giffard 1852 und Du=
liſchen
Norden Albaniens ſtützen und allzu ſehr den öſter=
Fröffnung der Häuſer iſt Mitte Mai und Anfang Juni
puy de Löme 1870, bereits Luftſchiffe gebaut und betrie
reichiſchen Einflüſſen unterliegen würde.
Die Adreſſen: (Vom Verbande der evangeliſchen Jung=
ben
hatten, nicht kannte, oder doch wenigſtens nicht be=
frauenvereine
Deutſchlands) Schloß Stedten bei Biſch=
achtet
hatte. Die weitere Nachforſchung nach den älteſter
Skutari und die albaniſche Frage
leben, Bez. Erfurt. Eichberg bei Kuhnern, Kr. Striegar
Vorläufern der ſtarren Luftſchiffe hat zu dem=Ergebnis
in Schleſien. Kloſter Rühn bei Bützow in Mecklenburg
Wien, 7. Mai. Die Neue Freie Preſſe erhält von
geführt, daß nicht allein ein Deutſcher es war, der der
Neuberich bei Arolſen, Waldeck. Friedeburg bei Plön in
kompetenter Seite die Darſtellung des der Londoner Bot=
Bau und die Erprobung von ſtarren Luftſchiffen tatkräf
Rolſtein. (Vom Verein Wohlfahrt der weiblichen Ju
ſchafter=Reunion vorzulegenden Statuts für das
tig ins Werk ſetzte, nämlich Zeppelin, ſondern, daß auck
gend): Voßfeld bei Groß=Verchow in Mecklenburg. Havel=
künftige
Albanien. Die wichtigſte Frage iſt zu
der Grundgedanke dieſer Ausführungs
berg am Dom 21. Blankenburg a. H., Kreuzſtr. 12. Ra=
zu

nächſt die Schaffung einer nationalen Gendarmerie
form von einem Deutſchen, A. W. Zachariat
densleben, Kr. Ruppin. Anmeldungen ſind direkt an die
deren Organiſation und Ausbildung fremdländiſche Offi=
weiland
Lehrer an der Kloſterſchule Roßleben, zum erſten=
genannten
Vereine, beide Berlin N. 4, Tieckſtraße 17, zu
ziere herangezogen werden müſſen. Hand in Hand mit
mal veröffentlicht wurde und zwar in ſeinem bereits
richten.
der Löſung dieſer Frage geht die finanzielle Frage. De
1807 erſchienenen Werke Die Elemente der Luftſchwimm=
Albanien aller Geldmittel entblößt iſt, ſoll dem neuer
Kunſt Hierin ſchlug Zacharige unter eingehender Be
Deutſche Volksverſicherung A.=G. in
Staat eine Anleihe gewährt werden, entweder von Oeſter
rechnung vor, 3 Ballone mit einem Gerüſt zu umgeben,
Berlin. Zum Reichskommiſſar bei der Deutſchen Volks=
reich
=Ungarn in Form eines Vorſchuſſes auf die voraus
das aus zwei mehrfach verſteiften Holzrahmen in hori=
verſicherung
A.=G. iſt der Kaiſerliche Geheime Oberregie
ſichtlichen Einnahmen Albaniens, oder Es wird eine inter=
zontaler
und vertikaler Ebene beſtehend und von einer
eungsrat Dr. Würmeling, vortragender Rat im Reichsamt
nationale Anleihe unter Garantie Oeſterreichs und Ita=
beſonderen
Hülle umſchloſſen werden ſolle, zu dem aus=
des
Innern, vom Reichskanzler beſtellt worden. Die Deut=
liens
gemacht werden, um dem neuen Staat Einnahme=
ſche
Volksverſicherung A.=G. iſt ein ausſchließlich dem Ge
geſprochenen Zweck, zu vermeiden, daß ſich in den Lücker
quellen zu verſchaffen. Es wird zunächſt das Steuerweſen
meinwohl dienendes Unternehmen. Ihr Zweck iſt lediglick
zwiſchen den Bällen Luft fange und die Bewegung ſtöre‟
zu regeln ſein, was eine der ſchwierigſten Fragen des
darauf gerichtet, durch Verbeſſerung, Verbilligung und
Zwiſchen den Ballonen ſollten zur Verſteifung des Ge=
weiteſte
Verbreitung der Volksverſicherung den minder=
ganzen
Komplexes iſt. Hier hielt der Entwurf ungefähe
rippes Holzträger kreuzförmig angeordnet werden. Die
bemittelten Volkskreiſen eine möglichſt vorteilhafte Ge=
ich
an das Beiſpiel der Jnſtizpflege in Aegypten. Wei=
für
ihre Zeit bewundernswert ſachkundigen, weit voraus=
legenheit
zu bieten, im Wege der Selbſthilfe ſich ſelbſt für
ter wird in dem Entwurf die Errichtung von Schulen
eilenden Vorſchläge Zachariaes ſtehen auf einer ſehr viel
das Alter und Frauen und Kinder für den Fall des Todes
die Anlage von Straßen, der Ausbau von Häfen und die
höheren Stufe, als diejenigen des Franzoſen Spieß 66
ihres Ernährers ſicherzuſtellen, ſowie für die mannigfachen
Erbauung von Eiſenbahnen vorgeſehen. Als wichtigſte
Jahre ſpäter. Ob Graf Zeppelin die Veröffentlichungen
ſonſtigen Bedürfniſſe, die an eine Familie herantreten
der Eiſenbahnlinien kommen die von Valona nach Mo=
Zachariaes oder ſolcher Phantaſten, wie Spieß, gekannt
(z. B. Konfirmation, Militärdienſt, Ausſtattung der Kin
naſtir oder von Durazzo nach Uesküb in Betracht. Von
hat oder nicht, iſt eine Frage, die bei der Beurteilung Zep=
der
), Vorkehrungen zu treffen. Von dem Jahresgewinn
letzterer ſoll eventuell über Kumanowo nach Küſtendi
pelins und des Werkes, mit dem er ſein Leben gekrönt
ſind 80 Prozent an die Verſicherten zu überweiſen. Aus
eine Fortſetzung gebaut werden. Erſt nach der Regelung
hat, im Hintergrund ſteht. Wenn aber von franzöſiſcher
dem Reſt darf auf das Aktienkapital höchſtens eine Divi=
dieſer
Fragen wird die Frage des künftigen Oberhauptes
Seiterbehauptet wird, daß der Tat Zeppelins die Bekannt=
dende
von 4 Prozent gezahlt werden. Eine Gewinnbetei=
zur
Löſung gelangen
ſchaft mit jenem wertloſen Projekt aus dem Jahre 1873
ligung des Aufſichtsrates oder des Vorſtandes findet nich=
hätte
vorangegangen ſein müſſen
,ſo iſt das eine An=
* Cetinje, 7. Mai. Der Zivilgouverneur von
ſtatt. Der Aufſichtsrat, deſſen Vorſitzender der frühere
maßung, die mit Entſchiedenheit zurückgewieſen werden
Skutari begab ſich heute nach San Giovanni di Me
Staatsſekretär des Innern Staatsminiſter Dr. Graf von
dua, wo ihn der engliſche Admiral zum Frühſtück lud.
muß. (Tägl. Rdſch.)
Poſadowsky=Wehner iſt, übt ſein Amt als unbeſoldetes
Er hat von König Nikolaus den Auftrag, alle Einzelhei=
Ehrenamt aus. Der Reichskommiſſar hat die Aufgabe,
ten bezüglich der Räumung Skutaris durch di
darüber zu wachen, daß die gemeinnützige Zweckbeſtim=
Das bayeriſche Regentenpaar
Montenegriner und deſſen Uebergabe an die Komman=
mung
des Unternehmens dauernd gewahrt bleibt. Die
danten des internationalen Geſchwaders zu regeln. Die
in der Pfalz
Deutſche Volksverſicherung A.=G. wird ihren Geſchäfts=
Räumung wird ſobald als möglich erfolgen
betrieb in Bälde aufnehmen. Ihre Geſchäftsſtelle befindet
* Edenkoben, 7. Mai. Nach dem Empfang durch
Wien, 8. Mai. Ueber die Entlaſſung der
ſich Berlin W. 57, Bülowſtraße 90.
die Spitzen der Behörden im Königsſalon begaben ſich das
Reſerviſten in den Regimentern in Bosnien, der
Prinz=Regentenpaar im Wagen mit Vorreitern
Der Deutſchen Geſellſchaft für Kauf=
Herzegowina und Dalmatien ſind bisher, wie von unter
unter den brauſenden Zurufen der Menge nach dem Schaf
manns=Erholungsheime ſind u. a. folgende
richteter Seite verlautet, keine Verfügungen getroffer
platz, um die Huldigungen der Winzer und Winzerinnen
weitere Stiftungen zugegangen: Von Leopold Caſella
worden. Die weſentlichen Vorbedingungen für die An=
ſowie
dee Vertreter des Pfälzerwaldvereins entgegenzu=
u
. Co., Frankfurt a. M., 20000 Mark, Gasmotorenfabrik
rdnung dieſer Maßnahme ſind, daß König Nikolaus di
nehmen. Dem Prinz=Regenten wurde ein Ehrentrank
Köln=Deutz 5000 Mark. Maſchinenfabrik A. Ventzki, Grau=
Stadt und Feſtung Skutari tatſächlich einem inter=
Edenkobener 1911 gereicht. Der Regent trank mit den
denz, 10000 Mark, Richard Schuſter, Finſterwalde, 5000
nationalen Detachement der Großmächte übergibt
Worten Bayern und Pfalz Gott erhalts Man ſang
Mark, J. J. Tillmanns, Neu=Kronenberg, 5000 Marl
der Friede von London zwiſchen den Balkanſtaaten und
der Jäger aus Kurpfalz. Auf der Weiterfahrt wurde:
der Türkei abgeſchloſſen iſt und daß die Londoner Konfe=
Die ausſterbenden Negritos.
Eine An=
dem
Prinz=Regentenpaar wiederum Huldigungen darge
zahl wiſſenſchaftlicher amerikaniſcher Körperſchaften hat
renz alle Albanien noch betreffenden Fragen über die
bracht. Auf Villa Ludwigshöhe wurde das Regentenpaat
dem Kongreß der Vereinigten Staaten eine Petition zu=
Abgrenzung im Süden und die Erlaſſung einer Verfaſ=
von
den Prinzeſſinnen=Töchtern herzlichſt be=
gehen
laſſen, in der ein geſetzlicher Schutz für die Negritos
ſung erledigt hat.

grüßt. Darauf brachte der Pfälzer Krieger=Verband
auf den Philippinen gefordert wird. Denn die Be=
waren
240 Vereine mit 4400 Mann mit 210 Fahnen er=
Oeſterreich und Serbien.
obachtungen der letzten Jahre laſſen keinen Zweifel dar=
ſchienen
ſeinem oberſten Kriegsherrn eine Huldigung
*
über, daß dieſer merkwürdige Volksſtamm, den man als
Wien, 7. Mai. Wie die Neue Freie Preſſe aus
dar. Der Prinz=Regent verlieh eine Anzahl Ordensaus
die Urbevölkerung der Philippinen und des malaiiſchen
politiſchen Kreiſen erfährt, ſollen die Verhandlun=
zeichnungen
. Um 6 Uhr fand Galatafel zu 144 Gedecken
Archipels anſieht, in kurzer Zeit unrettbar ausſterben wird
gen zwiſchen Oeſterreich und Serbien über
ſtatt, zu dem unter anderen der Kriegsminiſter Frhr. Kreß
wenn nicht ſtaatliche Maßnahmen dieſen Prozeß aufhalten
die Regelung der wirtſchaftlichen Fragen auf Wunſch
v. Kreſſenſtein, Biſchof Dr. Faulhaber und Konſiſtorial=
Man weiß, daß die Negritos in alten Zeiten nicht nur auf
Serbiens in kurzer Zeit wieder aufgenommen werden.
direktor Wagner erſchienen waren
den Philippinen hauſten, ſondern auch auf der angrenzen=
Die wirtſchaftlichen Fragen beziehen ſich auf die Reviſior
* Edenkoben, 8. Mai. Heute früh 8.30 Uhr fuh=
den
Halbinſel, und daß ſie damals die einzigen Bewohner
des Handelsvertrages, wobei Serbien eine Erhöhung des
ren der Prinz=Regent und ſeine Gemahlin mit
des Archipels waren. Heute iſt ihre Zahl bereits auf etwa
Fleiſchkontingents, Oeſterreich Erleichterungen für den in
den Prinzeſſinnentöchtern und Gefolge in fünf Automo=
25000 Köpfe geſunken, und ſelbſt unter dieſen erreich
di
duſtriellen Export anſtrebt, und auf eiſenbahnpolitiſche
bilen von Villa Ludwigshöhe durch die feſtlich geſchmück=
ihre

Zahl der reinraſſigen, unvermengten Negritos, die
Fragen.
ten Ortſchaften nach Landau, das reichen Feſtſchmuck an=
alte
Lebensweiſe beibehalten haben, kaum noch 5000.
Die
Serbien und Bulgarien
gelegt hatte. Unter den Hochrufen der ſpalierbildenden
echten philippiniſchen Negritos, die die Amerikaner
zu
* Belgrad, 7. Mai. Wie verlautet, iſt zwiſchen
Jugend, Vereinen und einer tauſendköpfigen Menſchen=
einer
Art lebenden Muſeums machen wollten, zählen
zu
der ſerbiſchen und der bulgariſchen Regierung in der
Sie
menge erfolgte die Fahrt zu der Feſthalle, wo in dem
den Menſchenraſſen des niedrigſten Kulturniveaus.

erbiſch=bulgariſchen Grenzfrage
ein
prächtig geſchmückten Feſtſaal die Begrüßungsanſprachen
bewohnen armſelige, neſtartige Hütten, die auf Pfählen
grundſätzliches Einvernehmen erzielt. Gegenwärtig wer
ſeitens der Spitzen der Behörden. Geiſtlichkeit uſw ſtatt=
oder
Bäumen untergebracht ſind, und obgleich ſie zu den
den Verhandlungen über die Feſtſetzung einer genauen
die
fanden. Nach dieſer Huldigungsfeier begaben ſich
Inſelbewohnern zählen, zeigen ſie eine ſeltſame abergläu=
Feiertags=Flaſchenbier

CBenenbrauseold C
(10401idf
122ii.
M

[ ][  ][ ]

Nummer 107.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 9. Mai 1913.
biſche Furcht vor dem Waſſer. Sie ſchwimmen nicht, be=
Dresden, 8. Mai. Der Maler Hofrat Adolf
itzen weder Boote noch Kanoes, und ſelbſt der Fiſchfang
Walther iſt im 87. Lebensjahre heute geſtorben.
iſt ihnen ſo gut wie unbekannt. Sie ernähren ſich durch
Dresden, 8. Mai. Der ſozialdemokratiſche Reichs=
die
Jagd, die ſie mit Hilfe vergifteter Pfeile betreiben.
tagsabgeordnete Kaden, langjähriger Vertreter von
Dresden=Neuſtadt, iſt lebensgefährlich erkrankt.

Göttingen, 8. Mai. Dieedeutſch=hannover=
Literariſches.
ſche Partei von Göttingen=Minden hat im
Einvernehmen mit dem Landesdirektorium beſchloſſen, ſich
Moderne Bauformen. (Verlag Julius
zum erſtenmal an den Landtagswahlen zu beteiligen. Es
Hoffmann, Stuttgart, Paulinenſtraße 44). Ein aus dem
oll den Mitgliedern empfohlen werden, für die rechts=
letzten
Hefte dieſer vornehm ausgeſtatteten reichhaltigen
ſtehenden Parteien zu ſtimmen.
Architekturzeitſchrift enthält auf verſchiedenen Textſeiten

Schwerin, 8. Mai. Der Nordſturm der letzten
und Tafeln Neuſchöpfungen des Darmſtädter Architekten
Tage richtete an der mecklenburgiſchen Küſte großen
Jakob Krug, bekanntlich ehemals Schüler Joſ. M.
Schaden an.
Olbrichs
H. B. Poſen, 8. Mai. Die Zeugenvernehmungen im
Griebens Reiſeführer. Band 2: Deutſch=
Mordprozeß Blume konnten geſtern noch nicht zu
Italieniſch. 15. Auflage. Albert Goldſchmidt, Ver=
Ende geführt werden und werden morgen fortgeſetzt. Bei
lagsbuchhandlung, Berlin W 35.
1
Mark. In gänzlicher
der jetzt noch ausſtehenden Zeugenvernehmung handelt es
Neugeſtaltung erſcheint dieſer ſprachliche Leitfaden für Ita=
ich
in der Hauptſache um das Anhören von Leumunds=
lienfahrer
. Trotz der bedeutenden Verſtärkung (ca. 30
eugen.
Seiten) hat, dank dem glücklich gewählten Formt, die
Peſt, 8. Mai. Wegen verbotenem Baccarat= und
Handlichkeit des Büchleins keine Einbuße erlitten. Der
Rouletteſpiels wurden hier fünf Spielklubs ſus=
grammatiſch
=theoretiſche Teil, der in früheren Auflagen
pendiert und die Räume verſiegelt.
twas ſtiefmütterlich behandelt worden war, hat durch den
ſachverſtändigen Bearbeiter die genügende Verdichtung und
eine ſyſtematiſchere Anordnung erfahren. Im Wörterbuch,
Briefkaſten.
ſowie in der Sammlung von Geſprächen und Redensarten
N.
N. Zu 1: Perſonen, die das 16. Lebensjahr zur
ſind viele unnötige und veraltete Ausdrücke ausgemerzt
Zeit der Vernehmung noch nicht vollendet haben, ſind un=
und dafür eine große Anzahl Wendungen eingefügt, wie
beeidigt zu vernehmen. (§ 392 C. P.O., § 56 St. P.O.)
ſie täglich in der Umgangsſprache vorkommen
Zu 2: Ja, aus § 823 B. G. B.
Der Pariſer Chie zeigt auch durch ſein
neueſtes Heft 4, daß er ſich in aufſteigender Linie bewegt.
D. Z., hier. Die in Paris verurteilte Nackttänzerin
Ada Villani iſt nicht identiſch mit der Tanzkünſt=
Das Heft iſt überhaupt dazu angetan, ein Freund der Fa=
lerin
Viola Villany, die in Darmſtadt eigene Vor=
milie
zu werden. Haus=, Tages= und Nachmittagstoilet=
ſtellungen
gab. Viola Villany war auch keine Nackt=
ten
bringt es, und zwar vom kleinen dreijährigen Liebling
änzerin.
an für alle Altersſtufen. Jede Toilette aber auch die
ſchlichteſte von verblüffendem Chie! Intereſſant iſt die
W. V., hier. Bei Lotterieziehungen ſind die Gewinn=
reiche
Abwechslung in neuen Hutmodellen
röllchen ſämtlich in einem Rad, in einem zweiten Rad
ſo reich, daß
ſind ſämtliche Losnummern enthalten. Iſt eine Losnum
ſelbſt das diffizilſte Geſicht ſich etwas wirklich kleidſames
mer gezogen, wird auch ein Röllchen dem Gewinnrad ent=
auswählen
kann. Und zu den neuen Hüten die neuen
nommen und der gezogene Gewinn fällt auf die aleich=
Haartrachten. Heft 4 enthält auch Schnittmuſterbogen,
eitig gezogene Losnummer. Sind keine Gewinnröllchen
Handarbeits= und Wäſche=Vorlagen
ſowie einen Gut=
nehr
vorhanden, iſt die Ziehung beendet und die im Los=
chein
für Papierſchnitte. Preis 40 Pfg. peo Heft, 1,20 Mk.
tummerrad zurückgebliebenen Nummern ſind die ſoge=
vierteljährlich
und 4,50 Mk. pro Jahr.
nannten Nieten.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Letzte Nachrichten.
Vee
(Wolffs telegr. Korceſp.=Bureau.)
Geppigen Haarwuchs
Wiesbaden, 8. Mai. Als der Kaiſer heute abend
gesunden, schuppenfreien Haarboden schafft
im Auto von Frankfurt nach Wiesbaden zurückkehrte und
in Wiesbaden einfuhr, ereignete ſich ein töd=
Freinerrlache
ein vrnsven
licher Unfall. An der Ecke der Frankfurter= und
UEBERZEUGT
Mäansn Socesta
Humboldtſtraße ſchob ſich ein Radfahrer in dem Moment,
als die kaiſerlichen Automobile die Straße paſſierten,
lasunerr., ärztl. empf. Haarpflegemittel d. Parfümerie-Fabrik Godesia
ſein Rad durch das Spalier bildende Publikum. Der
Br. Leidecker & Cie. G. m. b. H., Godesberg a. Rh.
Chauffeur des dritten Automobils bremſte ſo ſtark, daß
Zu haben in allen besseren Geschäften, (I, 10241
der Diener vom Wagen herabgeſchleudert wurde. Das
Hinterteil des Automobils drängte den 11jährigen Sohn
Dr. Kuhns Nußextrakt, Nutin
des Viktualienhändlers Roß aus der Albrechtſtraße ſo

Haarfarbe giftfrei u. echt, 4.00, 3.00, 2.00, 1.50.
unglücklich gegen eine Plakatſäule, daß dieſer bald nach
Franz Kuhn, Kronenparf., Nürnberg. Hier
ſeiner Einlieferung in das St. Joſef=Spital verſtarb.
e
F. B. Grodhaus, Seifenfabr. a. weißen Turm
* Stuttgart, 8. Mai. Heute mittag 11 Uhr wurde in
owie in
Apotheken, Drogerien u. Parfümerien. (V,6845
Anweſenheit des Königs die Großße Kunſſtaus=
ſtellung
Stuttgart 1913 feierlich eröffnet.
* Radolfszell, 8. Mai. Heute früh ereignete ſich hier
eine furchtbare Bluttat. Gegen 4 Uhr morgens
ſchlich ſich der von ſeiner Frau getrennt lebende 53 jäh=
rige
Schreiner Georg Graf durch das Küchenfenſter in
die Wohnung einer Frau Werner, mit der er früher ein
Verhältnis hatte, überfiel die mit ihren Kindern zu=
ſammen
ſchlafende Frau und verſetzte ihr meh
F
rere Stiche in Bruſt und Hüften. Die Verletz=
Tonder
Ingebot!
ungen waren ſo ſchwer, daß die Frau um 6 Uhr ver=
e

M
Mah
tarb. Die Tochter, die ihrer Mutter beiſtehen wollte,
wurde ebenfalls ſchwer verletzt.
Infolge umfangreicher u. vorteilhafter
Beuthen, 8. Mai. Die im oberſchleſiſchen
Abschlüsse besonders preiswert:
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,,
von Einigungsverhandlungen dieſer Tage nach
Herren-Flanell-Anzüge
von 30 Mk. an
Oberſchleſien, iſt, einer amtlichen Mitteilung zufolge, un=
Herren-Leinen-Anzüge (Ersatz
richtig. Der Handelsminiſter beabſichtigt nicht, in den
für Rohseide
von 18 Mk. an
Ausſtand, der vorausſichtlich in der allernächſten Zeit mit
Leinen- und Lüster-Saccos in
jeder Farbe und
einer Niederlage der großpolniſchen Partei endet, einzu=
Preislage.
greifen und dem Antrage des großpolniſchen Abgeord=
Waschwesten
von
2 Mk. an
neten Soſinski auf Vermittlung zwiſchen den Bergwerks=
von
28 Mk. an
Herren-Frühjahrs-Paletot

verwaltungen und den ausſtändigen Bergarbeitern, was
von 28 Mk. an
Herren-Ulster
,
bereits am 5. Mai abgelehnt wurde, zu entſprechen. Bei
von 18 Mk. an
Herren-Regen-Mäntel . . .
der geſtrigen Frühſchicht fehlten 38797, bei der Abend=
ſchicht
14 456. Bei der heutigen Frühſchicht waren 37100
ausſtändig, mithin gegen geſtern 200 weniger

* Fontainebleau, 8. Mai. Der König von Spa=
nien
und Präſident Poincaré reiſten heute abend
5 Uhr nach Paris ab.
Marrknspuch
* London, 8. Mai. Im Prozeß gegen die
Anhänger des Firaluenſtimmrechſts, Frau
Telephon 2200 Hoflieferant
Telephon 2200
Drommont, Fräulein Kenney und den Chemiker
Einziges Spezial-Geschäft erstkl.
Clayton, vor dem Polizeigericht Bowſtreet wurden
Herren- Garderobe am Platze. (10691
mehrere Dokumente verleſen, um zu beweiſen, daß eine
Verſichwörung beſteht. Sodant wurde die Ver=
handlung
auf den 13. Mai vertagt. Alle weiblichen An=
geklagten
wurden gegen Bürgſchaft auf freien Fuß geſetzt.
Berlin, 8. Mai. Im Krematorium in der Gerichts=
ſtraße
erfolgte die Einäſcherung der Leiche des ehe=
maligen
Reichstagsabgeordneten Schrader. Eine große
Reihe von Freunden und Mitarbeitern hatte ſich einge=
funden
. Zahlreiche Vereine und Organiſationen ließen
Kränze niederlegen. Friedrich Naumann widmete dem
S12
Verewigten einen Nachruf.
H. B. Berlin, 8. Mai. Als heute mittag der Polizei=

leutnant Maurer durch den Tiergarten ritt, ſcheute ſein
Pferd und ging durch. Maurer ſtürzte und wurde mit
Motorwagen -Fahrräder.
voller Wucht gegen einen Baum geſchleudert.
Blutüberſtrömt und beſinnungslos blieb er liegen. Er
Lellh Eraististe.
Man verlange
Mf
tarb bald nach ſeiner Einlieferung ins Eliſabethen=
Krankenhaus. Maurer war der Sohn des im vorigen
Vertreter: Haas & Bernhard, Rheinstr.
Jahre verſtorbenen Polizeirats Maurer.
Das beſte Kuchenhilfsmittel
Man verlange ausdrücklich MAGals Würze u. achte auf die Schutzmarke.

iſt
und
bleibt


55

2

Seite 7.
Meer
gewinnt die
vortreffliche
Qualitäts-
Ever
SoEIMA
Cigarette
1.374.
Aus dem Geſchäftsleben.
Man ſchreibt uns: Wie Radfahrer das neue Tret=
kurbellager
mit Kugellaufringen D. R. P.
er Dürkoppwerke, Aktengeſellſchaft, Bielefeld,
beurteilen: Seit mehr als 3 Monaten benutze ich eine
Dürkopp Diana mit ihrem neuen Ringlager und Dür=
kopp
=Freilaufnabe. Ich habe dieſe Teile einer ſcharfen
Erprobung unterzogen und kann Ihnen heute meine
größte Zufriedenheit über beide Teile ausſprechen. Das
neue Ringlager iſt einfach tadellos. Der Lauf iſt ſpielend,
was ja auch ganz natürlich iſt, wenn man ſich überlegt,
daß gar kein achſialer, wie bei den bisherigen Kurbel=
agern
, ſondern nur ein radialer Druck auftritt. Eigentlich
nuß man ſich wundern, daß nicht ſchon längſt ein der=
artiges
Lager konſtruiert worden iſt. Im Maſchinenbau
wverden derartige Lager ohne Nachſtellung ſchon ſeit
Jahren angewendet. Tauſende von Elektromotoren und
Ventilatoren laufen mit ihren rieſig hohen Tourenzahlen
ahrelang ohne jeden Nachteil in ſolchen Lagern, und
bei der verhältnismäßig geringen Beanſpruchung am
Fahrrade gibts das erſt jetzt.
Die Schmierung und
Staubſicherheit iſt auch eine vollkommene.
Bei einer
ürzlich ſtattgefundenen Regentour ohne Kotſchützer
chwamm das Rad nur ſo im Dreck. Aber kein Knirſchen
ließ ſich hören! Selbſt nach erfolgter Abſpülung mit
Waſſer lief das Lager genau ſo wie im trockenen Zu=
ſtand
. Die Annehmlichkeit, ſich um die Schmierung
mindeſtens 1 Jahr lang nicht kümmern zu brauchen, iſt
für den Tourenfahrer von nicht zu unterſchätzender
Bedeutung,
Gsttesdienſt der israelitiſchen Religiousgemeinde.
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Freitag, den 9. Mai:
Vorabendgottesdienſt 7 Uhr 30 Min.
Samstag, den 10. Mai:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min. Sabbatausgang
8 Uhr 50 Min.
Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen Religions=
geſellſchaft
.
Samstag, den 10. Mai:
Vorabend 7 Uhr 20 Min.
Morgens 7 Uhr 30 Min.
Nachmittags 5 Uhr. Sabbatausgang 8 Uhr 50 Min.
Wochengottesdienſt von Sonntag, den 11. Mai, an:
Morgens 6 Uhr. Nachmittags 7 Uhr.
Abends 8 Uhr 50 Min.
NB. Montag, den 12. und Donnerstag, den 15. Mai:
T. Scheni wachamischi.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ueber England lagert noch immer eine Depreſſion,
während ſich der hohe Druck von Nordoſten her langſam
über Deutſchland ausbreitet. Geſtern war es noch trüb
und in unſerem Bezirk gingen bei ziemlich tiefen Tempera=
turen
Regen nieder. Heute morgen iſt es bei uns nebelig.
Der hohe Druck dürfte ſich weiter langſam ausbreiten und
ſo Beſſerung in Ausſicht.
ſtellt
usſichten in Heſſen für Freitag, 9. Mai: Auf=
heiternd
, meiſt trocken, milder.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater. Anfang 7½ Uhr, Ende gegen
10½ Uhr (Ab. A): Gyges und ſein Ring
Experimentalvorführungen der indiſchen Fa=
kire
um 8 Uhr im Saalbau.
Verſammlung des Vereins Walderholungsſtätte‟
um 4½ Uhr im Stadthaus.
0. Internationales Lawn=Tennis= Tur=
nier
auf dem Sportplatz am Böllenfalltor.
Städtiſches Muſeum (Schloßgraben 9). Geöffnet
Sonn= und Feiertags, ſowie Mittwochs und Frei=
tags
von 111 und 35 Uhr, bei freiem Eintritt.
Dienstags, Donnerstags und Samstags von 101
hr (Eintritt 30 Pfg.).
Beſſunger Bücherhalle (Beſſungerſtraße 48). Unent=
geltliche
Verleihung von Büchern an jedermann. Ge=
öffnet
: Dienstag, Donnerstag und Samstag abends
von 7½9 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Chuftmete

Mccl würze
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Sowohl in Feinheit des Geschmacks, als auch in Aus-
giebigkeit
und Billigkeit steht sie unerreicht da. Vor-
teilhaftester
Bezug in großen plombierten Flaschen.
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[ ][  ][ ]

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Seite 10.
Nummer 107.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 9. Mai 1913.
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.100,50
4½ Moskau=Kaſan . ..
95,2
4 Hamb. Hypoth.=Bank
5
96,50
do.
86,50
0 Gummi Peter . . .
99,90
do.
Dtſche. Reichsſchatzanw.
3½
do.
87,30
do.
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68,50
0 Kunſtſeide Frankfurt
86,80
4½ Chile Gold=Anleihe
96,8
3½ Deutſche Reichsanl..
86,60
Wladichawchas . . .
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
98,20
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30 Adler=Fahrradwerke
76,50
5 Chinef. Staatsanleihe.
99,40
do.
-
3½
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,
do.
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Kleyer=
. . . . . . 459,5
Anlehensloſe
41
99,90
90,80
Schatzanweiſg
4 Preuß.
do.
72,50
3 Portugieſ. Eiſenb.
Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
F.
Badiſch=
Maſchinenf. Badenia 150,0
. . . Tlr. 100
41
86,7
do.
91,3i
Japaner . . . . . .
Conſols . .
3½
½
71,30
do.
S. 12, 13, 16 .
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do
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73,00
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3½
83,0
4 Baadadbahn . . . . .
80,4
½ Heſſ. Land.=Hyp.=Banl
Bad. Zucker=Wag
2,83
Meininger Pr.=Pfand=
5 Gold=Mexikaner . . .
do.
½ Anatoliſche Eiſenb.,
93,40
S. 1 u. 2, 68 . . .
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70,0
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Oeſterr. 1860er Loſe . 176,60
85,00
do.
3½
Northern=Paciſic
S. 911
5,2
,
Aktien inländiſcher
85,8
. . . .
53,6
Südd. Immobilien
0
3 Oldenburger . . . .
75,20
do.
3
Southern=Pacific
89,30
Meininger Hyp.=Bank

Transportanſtalten.
97,00
-
½ Raab=Grazer fl. 150
Bergwerks=Aktien,
99,0
4 Hamburger Staatsan
31
Louis und Sar
5 St.
O Hamb.=Amerika= Paket=
do

85,90
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Hefſ. Staatsanleihe
4
Rhein.
Francisco. . . ..
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Aumeß=Friede . . . . 180,25
98,0
(unk. 1918)
Anlehensloſe
4 do. do.
5 Tehuantepee . . . . . .
95,0
Nordd. Lloyd . . . .
124,80
(unk. 1921) .
97,50
Bochumer Bergb. 1
-
35,0
do.
Augsburger.
fl.
31
3½
.
do.
6½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 127,9
(unk. 1914) .
85,60
. 222,00
Gußſt

Bank=Aktien
73,7
de
Braunſchweiger Tlr. 20 195,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf
98,50
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11 Deutſch=Luxemburg.
76,9
Bank für elektriſch
10
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Freiburger . . . . Fs. 15 110,50
3½
do
86,60
Transportanſtalten
Bergb. . . . . . . 167,00
98,5
Untern. Zürich
Württemberg unk. 1915
Mailänder . . . . Fs. 4
191,00
Städte
Anatol. Eiſenb. 60½
10 Gelſenkirchener . . . . 190,80
-
31
93,60
Bergiſch=Märkiſche
7½
do. v. 1900
do. . . . . Fs. 1
Obligationen.
Einz. Mk. 408 .
116,50
9 Harpener . . . . . . . 200,70
146,00
5
Bulgaren=Tabak=Anl.
Meininger .
Bahn . . . . . .
. . . . fl. 7
Darmſtadt . . . . . .
96,80
6 Baltimore und Ohio
98,60
8 Phönix Bergb. und
9½ Berlin. Handelsgeſ.
164,60
56,10
Sriechen v. 1887
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 560,0C
31
17
do.
Schantungbahn . . . . 135,50
Hüttenbetrieb. .
268,75
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6½ Darmſtädter Bank
Italiener Rente .
do. v. 1858fl. 100 475,00
100,0
Frankfurt. . . . . .
97,00
Luxemb. Prince Henr
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
248,80
12½ Deutſche Bank
Oeſterr. Silberrent=
37,3
Ungar. Staats . . fl. 100 395,00
31
4½
do
Oeſt. Südbahn (Lomb.)
95,00
28,00
86,00
Caro. . . . . . . .
Deutſche Vereinsbank
do. Goldrente . . .
115,40
Venediger . . . . Fs. 30
90,00
4
Gießen . . . . . . .
-
6 Pennſylvania R. R.

6 Laurahütt
. . . . . . 175,00
6 Deutſche Effekt.= und
do. einheitl. Rente
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Türkiſche . . . . Fs. 400 166,80
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10
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184,30
do. unif. Ser. III
65,70
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Aktien.
Divid
do.
Banknoten
86,60
7½ South Weſt Africa 126,25
8½
Dresdener Ban
Brauerei Werger
1515
10,40
do. Spezial . . .
64,00
Engl. Sovereigns . . . .
Karlsruhe . . . . . .
20,40
96,00
Prioritäts=
208,50
10
Frankf. Hypoth.=B
100,00
5 Rumänier v. 1903 . .
28 Bad. Anilin= u. Soda
do.
20 Franks=Stücke . . . . 16,21
86,00
Obligationen.
do
6½
Mitteld. Kreditbank
Fabrik
115,2
569,71
v. 1890 .
92,80
,
Amerikaniſche Noten . . .
Magdeburg. .. .
4,19
do.
Nationalb. für Deutſchl
88,0
3½
v. 1905 .
3½
14 Chem. Fabrik Gries=
87,70
Südd. Eiſenb.=Gef.
117,3
do
Engliſche Noten . . . . .
20,44
-
255,23
Pfälziſche Bank. .
123,
4 Ruſſen v. 1880 . . .

Nordd. Lloyd=Obl
heim
89,10
, ,
4
Franzöſiſche Noten. . .
Mainz . . . . . . .
81, 00
96,30
133,20
6,95 Reichsbank . . .
. v. 1902 .. .
Farbwerke Höchſt
625,0
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Eliſabethbahn, freie .
4
31.
do
Holländiſche Noten. . . .
169,75
87,20
7 Rhein. Kreditbank.
-
99,8
128,40
do. v. 1905 . . . .
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Franz=Jofefs=Bahn .
Italieniſche Noten . . .
Mannheim . . . . .
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3½ Schweder
Schaaffhauſen.
A
72,6
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Mannheim . . .
Prag=Duxer
. .
. . . .
3u
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84,95
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Offenbach . . . . . .
Reichsbank=Lomhard. Bäk. 7

[ ][  ][ ]

Nummer 107.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 9. Mai 1913.
Witt’s Oriainal Kieler Matrosen-Kleider
für Knaben und Mädchen
Vorrätig in gestreiftem Kadettstoff und in weiss für jedes Alter,
Matrosenkragen Seidene Knoten Manschetten Leibchen.
Auswahlsendungen bereitwilligst. im Schaufenster ausgestellt,
(10721fm
Alleinverkaufsfür Darmstadt:
Markt
Th. Kalbfuss, an sahan.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Bekanntmachung.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei

licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
Freitag, den 23. Mai I. Js.,
finden ſich: 1 Pinſcher, 1 Foxterrier. Die Hunde können von den
vormittags 9 Uhr,
Gesellschaft
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Ver=
ſoll
die den Wirt Ludwig Hotz
Zeizsche 8 Co.
mit beschr.
ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag,
Eheleuten dahier zugeſchriebene
Haftung.
vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(10704
Liegenſchaft:
Flur Nr.
qm
Markt 1
IV 797 478 Hofreite Saal=
Bekanntmachung,
bauſtraße 37,
Uniformlieferung betreffend.
in unſerem Bureau zwangsweiſe
Die Lieferung
von 74 Waffenröcken, 78 Tuchhoſen, 77 Mützen
verſteigert werden.
(K28/13
60 Tuchmänteln, 88
Umhängen, 17 Litewken, 95 Paar weißledernen
Darmſtadt, 7. April 1913.
Uniformhandſchuhen für die Schutzmannſchaft ſoll vergeben werden.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
GroßerAusverkauf
Angebote auf die Lieferung ſind verſiegelt bis zum Donuers=
Müller.
(V,8619
tag, den 22. Mai 1913, vormittags 10 Uhr, bei uns ( Hügel=
ſtraße
31/33, Zimmer Nr. 24) abzugeben, woſelbſt auch die Beding=
Bekanntmachung.
Wegen Umzug herabgesetzte Preise
ungen einzuſehen ſind.
Freitag, den 23. Mai I. Js.,
Darmſtadt, den 5. Mai 1913.
(10616df
vormittags 9 Uhr,
Großherzogliches Polizeiamt.
in allen unseren Abteilungen
ſoll die den Architekt Karl Idé
Gennes.
Eheleuten zu. Eſſen a. d. R. im
Grundbuch bieſiger Gemarkung zu=
Spiel-, Calanterie- und Lederwaren
Voranſchlag 1913.
geſchriebene Liegenſchaft:
Der durch die Stadtverordneten=Verſammlung feſtgeſtellte
Nr.
Flur
qm
IV.
ſtädtiſche Hauptvoranſchlag für 1913 (1. April 1913 bis dahin
819 347
Hofreite Eliſa=
Nippsachen, Schmuck- u. Toiletteartikel
1914) und die Voranſchläge der Nebenverwaltungen liegen vom
bethenſtraße
8. Mai d. Js. ab während der Friſt von einer Woche in den be
Nr. 56,
kannten Dienſtſtunden auf dem Stadthaus, Zimmer Nr. 39, zur
in unſerem Bureau zwangsweiſe
Küchengeschirre in Glas u. Porzellan
Einſicht
auf
verſteigert werden.
(K25/13
Innerhalb der Offenlegungsfriſt können ſchriftlich oder zu Pro=
Darmſtadt, 7. April 1913.
tokoll
Einwendungen gegen ſeinen Inhalt vorgebracht werden.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.

Korbwaren, Kinderwagen, Klappsport-
In dem Voranſchlag iſt die Erhebung einer Umlage beſchloſſen,
Müller. (V,8620
zu der
auch die Ausmärker herangezogen werden.
Bekanntmachung.
Darmſtadt, den 5. Mai 1913
(10569mf
wagen und Leiterwagen, Strassenrenner
Der Oberbürgermeiſter.
Freitag, den 23. Mai I. Js.,
Dr. Gläſſing.
vormittags 9 Uhr,
ſoll die dem Bäckermeiſter Adam
Tuppenwagen, Turnapparate,
(10478mfs
Ihrig dahier zugeſchriebene Lie=
Sparkaſſenbücher.
Abhanden gekommene
genſchaft
Die vermißten Einlagenbücher:
Flur Nr.
qm
Rucksäcke, Touristenstöcke usw.
Nr.
Kriechbaum,
7897, lautend auf den Namen
Georg Wwe
III 1024 252 Hofreite Kah=
182039
Flath, Louis
Nr.
lertſtraße 49,
Beachten
in unſerem Bureau zwangsweiſe
ſtädtiſchen Sparkaſſe Darmſtadt werden nach deren Satzung § 20
der
verſteigert werden. Mitverſteigert
für kraftlos erklärt, wenn ſie nicht innerhalb drei Monaten bei
Sie unsere Schaufenster!
wird das geſamte Geſchäftsinventar
dieſer Kaſſe vorgezeigt werden.
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Seit15.

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 9. Mai 1913.
Seite 12.
Nummer 107.
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12an
blau und schwarz . . von Mk. San
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075
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von Mk.
. ,
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Beſprechungen mit Handelsſachverſtändigen.
Am Freitag, den 23. Mai, wird der Handelsſachverſtändig
beim Kaiſerlichen Generalkonſulat in Calcutta, Herr Gösling, in
GrosseSendungen
der Zeit von 91 Uhr vormittags im Sitzungszimmer der Handels=
Feinſte holl. Süßrahm=
kammer
zu Frankfurt a. M. für die am Handel mit Britiſch= Oſt=
indien
intereſſierten Firmen zu ſprechen ſein.
Weiter wird am Samstag, den 24. Mai, der Handels
feiner Fleisch- u.
ſachverſtändige beim Kaiſerlichen Generalkonſulat in Sydney, Herr
de Haas, im Sitzungszimmer der Handelskammer Darmſtadt
Tafel=Butter
ebenfalls in der Zeit von 91 Uhr für die am Handel mit Auſtral=
Aufschnittwaren
aſien intereſſierten Firmen zu ſprechen ſein.
Wir erſuchen die Firmen, welche an dieſen Beſprechungen teil=
loſe
ausgewogen ſowie
zunehmen wünſchen, um diesbezügliche Nachricht bis Mittwoch, den
Billige Preise. Prima Qnalität.
in ½ Pfund=Paketen
14. Mai. Es wird dann eine Verteilung der Beſprechungen auf
die Vormittagsſtunden vorgenommen werden.
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80
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Nummer 107.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 9. Mat 1913.
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Offenbar der Muſikſalon. Zwiſchen den Fenſtern,
Gnädiges Fräulein zu ſprechen?
quer in den Raum, ſtand ein kleiner Zimmerflügel; auf
Es waren zwei Königskinder.
dem Notenhalter Händels Judas Makkabäus einige
Der alte Gärtner, der dem Grafen Hortenbrügg die =
Roman von Guido Kreutzer=
geöffnet
hatte und der in ſeiner blauen Livree faſt einem
der Takte unterſtrichen, umgeſetzt.
(Nachdruck verboten.)
190
Natürlich! Immer noch die alte ſchwere Kirchenmuſik!
herrſchaftlichen Portier glich, muſterte den Küraſſier arg=
Ein Wort Grillparzers lautet: Muſik kann man
wöhniſch
dachte der Graf. Und weiter: Merkwürdig! als ob dieſe
nicht mit Worten ſchildern! So verhält es ſich wohl mit
vergilbte verkritzelte Partitur die Trennung der letzten
Zu Hauſe ſchon . . zögerte er.
jeder Kunſt. Und ich denke mir, die ſchwerſte aller Künſte
Bereits, als er den Vorgarten durchſchritt, hatte Mar=
beiden
Jahre überbrückt
.. einen Freund zu erringen und zu erhalten!
iſt
Markus
kus eine Viſitenkarte herausgenommen. Jetzt reichte er ſie
Alſo verzichten Sie auf eine wortreiche Erklärung. Sie
Alten.
wandte
dem
Er hatte ſie gar nicht kommen gehört
werden mich auch ſo verſtehen. Und wenn nicht heute,
Wollen Sie bitte hineingehen; und ich ließe fragen
er ſich herum. Sie ſtand ſchon vor ihm, ſtreckte iyn. beide
dann ſpäter
ob
Hände entgegen
ich meine Aufwartung machen darf
Sie maßen ſich mit den Augen der im blauen Waf=
Hella
Gnädiges Fräulein empfängt aber nicht.
fenrock und der im weißen Koller
Mich vielleicht doch. Riskieren Sie’s mal, oller
Nacheinander und mit einer Art Feierlichkeit küßte er
Ich glaube, ich habe Durchlaucht begriffen. Und ich
Freund. Nämlich ich bin ein Bekannter der Familie noch
dieſe ſchmalen nervöſen Kinderhände; dann gab er ſie frei,
bin ganz ehrlich, wenn ich erkläre, daß mir dieſe angetra
aus Berlin her . . . Und hier, damit Ihnen der Weg nicht
überflog die graziöſe zierliche Geſtalt, das ſchöne Geſicht
gene Freundſchaft eine hohe Ehre und ein großes Glück be
zu ſauer wird, verſenken Sie ſich dabei in die Betrachtung
nichts hatte ſich verändert! Alles an dieſem liehen
,
deutet
Menſchen atmete noch die alte harmoniſche ausgeglichene
dieſes ſympathiſchen Talers
Ich kam mit innerem Widerſtreben hierher und werde
ſtets
Vornehmheit, die ihn früher lang war’s her!
Das letzte Argument hinterließ ſichtlichen Eindruck
mit übergroßem Vertrauen empfangen. Meinen Durch
in einer gewiſſen reſpektvollen Entfernung gehalten
Der blauverbrämte Zerberus ſchloß ſchweigend die Haus=
laucht
nicht auch, daß ich mir das erſt verdienen muß?
Sie ſahen ſich gegenſeitig prüfend in die Augen. Dann
tür wieder und verſchwand
Noch einmal rann . .. flüchtig für den Bruchteil eine:
gab ſich der Küraſſier einen Ruck; das Schweigen dauerte
Der Oberleutnant Graf Hortenbrügg ging ungeduldie
Sekunde . . . leiſer Argwohn über die erregten Züge Al=
zu
lange, konnte immer noch gefährlich werden,
auf der Säulenterraſſe hin und her. Himmel, war das
brecht Georgs.
Das iſt mal ne Ueberraſchung, was
eine umſtändliche Geſchichte! Und die Straßenpaſſanten
Darf warf er den Kopf zurück.
Aber keineswegs. Ich war ſchon ganz melancholiſch
wurden ſchon aufmerkſam, warfen neugierige Blicke her=
Nein! ſagte er abſchließend. Nein, Graf Hortenbrügg,
Sie gar nicht den Weg hierher fanden
daß
über. Ein altes Ehepaar blieb ſogar ungeniert am Gitter
Danach zu urteilen, haben Sie mich erwartet, Hella?
Sie reden keine Phraſen; Sie ſind keine Hofmannsnatur;
des Vorgartens ſtehen!
Sie ſind preußiſcher Offizier . . . nur preußiſcher Offi=
Sie begegnete ſeiner unſicheren Frage mit gelaſſener
Endlich kam der Gärtner zurück. Mit einem gewiſſen
zier! Und damit ein Menſch, wie ich ihn ſuchte. Ich
Ruhe
Schwung öffnete er die Haustür.
Aber das iſt doch ſelbſtverſtändlich.
glaube, Sie können ein guter Freund und ein treuer Kame=
Gnädiges Fräulein läßt bitten.
rad ſein
Durchaus nicht; und gerade deshalb danke ich Ihne.,
pelt
Wollen Sie mir das werden, Graf? Auf Ihr Wor
Sie paſſierten eine geräumige Diele, einen kleinen
dopf
Jetzt vor allen Dingen wie geht es Ihnen, Hella?
und Ihre Ehre?
Gang, bis der Küraſſier von ſeinem Führer in einem hohen
Wie fühlen Sie ſich hier? Wie kommt die Kunſt zu ihrem
Auf mein Wort und meine Ehre, Durchlaucht!
luftigen Zimmer zurückgelaſſen wurde, deſſen Tapeten in
Recht?
Sie gaben ſich die Hände.)
pompejaniſchem Rot flammtele.

[ ][  ][ ]

Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 9. Mai 1913.
Nummer 107.
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Miununmammmnmumtinunmamimmmmimmammmmimmammhmhmmmmimmmammminnubssmimmanammmmmnomnllks
Sie nahm ihm Helm und Handſchuhe aus der Hand,
Das Lächeln verſtärkte ſich.
Lachend ſprang ſie auf, lief zum Flügel und ſchlug ein
warf ſie auf einen Stuhl, zog den Gaſt neben ſich auf ein
Noch mutwilliger, Markus!
Ich, die ich durch die
vaar Takte an. Dann ließ ſie ſich auf dem Drehſeſſel
Ruhebett alles mit ſo emſigem Eifer, daß er ein =
einſeitige
Theaterſchule in gewiſſer Hinſicht verbildet war,
nieder und nickte dem Küraſſier übermütig zu.
cheln kaum unterdrücken konnte.
brauchte Monate, bis ich mich in dieſen tändelnden leich=
Der hatte nach ſeiner Gewohnheit das rechte Lid halb
Dann erſt antwortete ſie; aber ſie war ernſt dabei.
ten Stil eingewöhnte. Und gerade, als ich das endlich er=
zugekniffen
und glotzte ſie aus würdevollem Monokelauge
Drei Fragen zugleich und ich kann ſie mit einem ein=
reicht
hatte, kam ich hierher und mußte wieder vollkommen
in. Ein Prachtkerl war ſie doch, trotz der Geſchichte da=
gut!
zigen Wort abtun:
umlernen; denn konſervative Hoftheater pflegen eine an
mals, wo ſie ihn ſo elend aufs Trockene geſetzt hatte.
Ohne jeden Vorbehalt?
dere Geſchmacksrichtung zu kultivieren, als Berliner Boule=
Alſo, liebe Hella, das iſt ja alles ſehr ſchön und grün,
Ohne jeden Vorbehalt
vardbühnen.
aber ich konſtatiere unter Proteſt, daß Sie ganz unbe=
Und Sie vermiſſen Berlin nicht ſehr ſchmerzlich?
Und dieſe zweite Metamorphoſe fiel natürlich bitter
kümmert den egoiſtiſchen Grundſatz vertreten: Du kannſt
Etwas; und auch nur deshalb, weil ich meinen Vater
ſchwer?
ja gerne darben, wenn’s mir man recht gut geht!
dort weiß.
Jetzt ſah die Diva doch auf. In den großen blauen
Hella Uttenreut machte große Augen.
Augen brannte ein ganz ſeltſames Licht, das dem Jung=
Sehen Sie, Markus, als ich Ende Sommer vorigen
Jetzt verſteh’ ich Sie wirklich nicht, Markus!
Jahres dieſen Engagementsantrag erhielt, zögerte ich
mädchengeſicht faſt etwas Fanatiſches gab.
Na Sie fühlen ſich glücklich, aber winken anderen
Leicht fiel ſie mir, Markus, ſpielend leicht! Sie wer=
lange
, ehe ich ihn annahm trotzdem die Fachpreſſe über
Leuten, die von dieſem Glück auch ihr Teil beanſpruchen,
den vielleicht zweifeln, werden fragen, was eine moderne
Eckwardens Intendanz ſoviel Rühmenswertes berichtete.
kaltlächelnd ab! präziſierte er.
erſte Salondame unter grämlichen Klaſſikern, unter vor=
Denn ſchließlich, dachte ich mir, ſolch Hoftheaterchen in
Sie dachte nach, aber reſultatlos. Schließlich geriet
märzlichen Luſtſpielen eines Kleiſt, Leſſing, Moliere zu
einer kleinen Reſidenz und mit ſeinen naturgemäß doch ge=
ſie

auf eine Vermutung.
ringen Mitteln was ſoll mir das für Entwickelungs=
ſuchen
habe, werden mir mit überzeugenden Gründen be=
Iſt das vielleicht eine Liebeserklärung durch die
weiſen wollen, daß meiner ſchauſpieleriſchen Eigenart
möglichkeiten bieten? Aber niemals wurde ich angeneh=
Blume? Es klang halb beluſtigt, halb erſchrocken.
Lawendelduft und Menuettſchritt ewig fremd bleiben
mer enttäuſcht.
Da erzählte der Oberleutnant von Halk=Ehingens ſpe=
müſſen
. Aber Sie irren ſich, wie ſich auch mein Vater
Und die angenehmen Enttäuſchungen, erklärten Sie
ziellem Liebeskummer und allgemeinem philoſophiſchem
irrte, wie ſich alle Menſchen irren außer Eckwarden!
mir mal, gehören an der Bühne zu den ſeltenſten Aus=
Peſſimismus. Auch die Antwort, die er darauf gegeben
Der hatte als einziger erkannt, daß die Richtung des
nahmen!
hatte, verſchwieg er nicht.
Berliner Lindentheaters mich künſtleriſch vergewaltigte,
Hella Uttenreut hatte die gefalteten Hände um das
Sie hörte ihm aufmerkſam zu. Und als er zu Ende
daß ich auf fremdem und unſicherem Boden ſtand. Hier
Knie geſchlungen. So ſaß ſie vorgebeugt nachdenklich.
war, kam ſie zu ihm herüber und nahm ſeine rechte Tatze
erſt kann ich mich entwickeln; hier fühle ich mich glücklich
Seinen Einwurf beantwortete ſie nur mit kurzem
zwiſchen ihre weichen kleinen Pfoten.
und komme vorwärts, ſichtbar vorwärts. Mit einer Char=
Kopfnicken; dabei huſchte ein verſtohlenes Lächeln um die
Das iſt der alte Markus Hortenbrügg; impulſiv, hoch=
genrolle
debütierte ich im Herbſt, jetzt vertraut man mir
feinen Lippen.
fahrend, arrogant, aber Kavalier sans phrase! Ich danke
ſchon Charakterrollen an. Aus der erſten Salondame‟
Erinnern Sie ſich noch, welches Genre am Berliner
Ihnen von ganzem Herzen für Ihre Ritterlichkeit. Jetzt,
wird in wenigen Jahren eine Heroine geworden ſein.
da Sie dieſes Sturmſignal herausgeſteckt haben, wird m
Lindentheater im Repertoire vorherrſchte?
Und wenn ich erſt mal mein Traum! Hebbels Ju=
mir
wohl endlich meine Ruhe laſſen.
Thalia, der Muſen mutwilligſte Schweſter! zitierte
dith gegeben habe, werden Sie mir beſtätigen, daß ich ein
der Küraſſier.
Miht
Chamäleon bin.!
(Fortſetzung folgt.)
,

[ ][  ][ ]

Nummer 107.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 9. Mai 1913.
Seite 15.
Magiſter (Leutn. Frhr. v. Berchem), 2. Maaslieb (Dr.
Rieſenſumme von 126500 Mark an Geldpreiſen ausge
Rieſe), 3. Landesvater (Leutn. v. Egan=Krieger). Tot.
worfen.
Olifters,
32110, Pl. 10. 10:10. Unpl.: Fairfax. Scharfer Kampf
sr. James Fillis, der berühmteſte Reiter der letzten
½ Lg-Weile5 Lg. Jungfern=Hürdenrennen; 4200
30 Jahre, iſt im Alter von 82 Jahren in Saint Germain en
Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Leutn. Stahlknechts Steinar
Laye bei Paris geſtorben. Die Laufbahn dieſes glän=

(Edler), 2. Die Letzte (Naſh), 3. Loreley (H. Brown)
zenden Reiters hat ihn aus kleinen Anfängen heraus bis
Tot. 76110, Pl. 14, 13, 12110.
Unpl.: Quäkerin (4)
zum Chef=Reitlehrer der ruſſiſchen Offizier=Reitſchule in
Americus, Bascaville, Haſtings (gef.). Sehr ſicher, Hals-
St. Petersburg geführt. Abgeſehen davon, hat er durch
14 Lg.
Maſter Willie=Jagdrennen; Ehrenpreis und
eine koloſſalen reiterlichen Fertigkeiten einen Weltruf er=
3200 Mark, Diſtanz 4200 Meter: 1. Herrn G. Nettes Reine
langt. Fillis war ein geborener Engländer und Schöpfer
du Jour (Herr Dodel), 2. Water Ouzel (Leutn. Wegener)
eines Reit=Syſtems. Er hat hierüber zwei große Werke
3. Emſig I (Leutn. v. Falckenhauſen). Tot. 21:10, Pl. 21
Grundſätze der Dreſſur und Reitkunſt, ſowie Das
34:10. Unpl.: Jacobs Ladder (4), Jubilee Juggins, Gar=
Tagebuch der Dreſſur, geſchrieben, die in faſt alle Kultur
net. Leicht, 23 Lg.-Kopf.
Preis von Pichelsdorf:
prachen überſetzt wurden und viele Auflagen erlebten
3000 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Herrn G. v. Lippas
Fillis hat ſich ſein außerordentliches Können ganz aus
Auvergnat (Oleijnik), 2. Baldur (Slade), 3. Orlow
ſich ſelbſt heraus erworben. Er ſteigerte, mit einem emi
(Weißhaupt). Tot. 138:10, Pl. 38, 39, 48:10. Unpl.: Pul=
nenten
Reitergefühl begabt, ſeine Leiſtungen und ſeine
ver (4), Donners Bruder, Amſel, Fröhliche Zeit, Smaragd.
Erkenntnis immer mehr. Die Zahl der Schulpferde, die
Verus, Sapperment, Souveraine.
er gemacht hat, beläuft ſich auf über 60. Seine beider
Scharfer Kampf
Hals-Kopf-Kopf
berühmteſten Pferde, deren Namen genannt werden ſo=
lange
es eine Geſchichte der Reitkunſt gibt, ſind Mankir
Die franzöſiſche Expedition nach Ber=
und Germinal geweſen. Fillis zeigte ſeine Pferde im
lin zu den großen Internationalen Rennen der nächſten
Zirkus. Im Jahre 1892 erſchien er zum erſten Male in
Tage fällt recht umfangreich aus. Am Pfingſtmontag im
Berlin und ſeine Produktionen riefen ungeheure Senſa=
Grunewald werden zunächſt Cauſerie, Tripabero, Panc
ſiia
tion hervor. Er zeigte neben den hergebrachten Gang=
und Alexandrie am Start des Internationalen Hürden
eeetenernten
arten der hohen Schule die komplizierteſten, von ihm er=
Rennens erſcheinen, ſo daß das 25000 Mark=Rennen, an
fundenen Schulgänge bei ſchulmäßiger Haltung und Stel=
dem
in Kentucky, Flittergold, Germania
Triglav
I,
lung der Pferde. Seine Pferde arbeiteten mit einem un=
GEonG A.UASMATZI AKI GES.
Sturmwind und Emma Olivia einige gute deutſche Pferde
ORESDEN
vergleichlichen Feuer und Elan. Ohne jede Pauſe wickelten
teilnehmen, einen glänzenden Verlauf verſpricht.
Nicht
Grösste deutsche Cigareftenfabrik
ſich die Produktionen ab und immer erntete Fillis frene=
minder
ſenſationell dürfte ſich das Große Berliner Jagd=
tiſchen
Beifall. Es war in allen Ländern dasſelbe Schau
II, 10205
Rennen am Pfingſtdienstag in Karlshorſt geſtalten. Für
ſpiel einer enthuſiasmierten Reiterwelt. Erſt ſpäter er
das über 5500 Meter führende Rennen befinden ſich bereits
kannte man, daß bei allem Glanze der Produktionen nicht
Monſ. F. Gouttenoire de Tourys Georget, Monſ. M.
alles Gold war. Für immer aber wird Fillis' Nam=
Sport, Spiel und Turnen.
Descazeaux’ Or du Rhin III und Montagnard, Monſ. E
leuchten als der des geſchickteſten Reiters aller Zeiten. E=
Fiſchofs Journaliſte und Monſ. Guerlains Hopper teils
sr. Pferderennen. Karlshorſt. Preis von Rudow:
ritt nur Vollblutpferde. Vom Jahre 1898 bis 1910 wirkte
bereits am Platze oder unterwegs nach der Reichshaupt=
3800 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Herrn G. Nettes Süd=
er
als Chef=Reitlehrer an der ruſſiſchen Offizier=Reitſchule
ſtadt. Da auch noch der in Paris trainierte, aber in deut=
pol
(E. Weber), 2. Spaßvogel (Naſh), 3. Klara ( Mar=
in
St. Petersburg und brachte dann ſeine beiden Söhne
ſchem Beſitz befindliche Sea Lord für das 80000 Mark=
tin
). Tot. 22110, Pl. 11, 13, 16110. Unpl.: Baiſſe (4),
und eine Tochter, die er als Schulreiter ausgebildet hatte,
Rennen geſattelt wird, ſo erſcheinen nicht weniger als
Dakota, Journaliſt, Old Girl. Leicht, 242 Lg.
nach Berlin in den Zirkus, wo das Trio debütierte. Dann
ſechs Franzoſen am Ablauf. Das deutſche Fähnlein wird
Prinz Friedrich Leopold=Jagdrennen; Ehrenpreis und
ſiedelte Fillis nach Paris über, der Stadt, von wo ſein
nicht allzu zahlreich ausfallen, da nur mit Fair King
6000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Rittmeiſter v. Löb=
Ruhm ſeinen Ausgang genommen hatte
Coram Populo, Fife o'Clock und der Badenia=Siegerin
beckes The Gun (Leutn. v. Platen), 2. Mooſe (Leutn
Turandot zu rechnen iſt. Maaslieb befindet ſich, wie ihe
Frhr. von Berchem), 3. Fife o'Clock (Leutn. v. Egan= Krie=
letzter
Karlshorſter Lauf zeigte, nicht auf dem Poſten und
ger). Tot. 37110, Pl. 16, 13:10. Unpl.: Miß Fife. Kan
bleibt dem Rennen fern. Auch ſonſt verſpricht der Tag
Die drohende Erkältung
ter, 565 Lg.
5500. Rennen; Ehrenpreis und 10000
glänzenden Sport, da neben dem Großen Berliner Jagd=
Mark, Diſtanz 4200 Meter: 1. Herrn H. Schultzes Reveuſe
bleibi aus oder verläufk harmloſer, wenn bei Beginn der Verſchleimung
Rennen noch der Kaiſer=Preis, eine Steeple=Chaſe um
(Th. Baſtian), 2. Berolina (Scholz), 3. Sturmwind II
im Halſe rechtzeitig ein paar Wybert=Tabletten genommen werden. C
den Ehrenpreis des Kaiſers und 15000 Mark, und der mi
(G. Lommatzſch). Tot. 35:10, Pl. 22, 25:10.
Unpl.
Sie bringen die Heiſerkeit zum Schwinden und erhalken die Stimme ſ
10000 Mark ausgeſtattete Preußen=Preis, ebenfalls ein
Werra (4), Vagabund, Watermann (gef.). Leicht, 326
Klar und friſch. Sie ſind ein ſo unentbehrliches Hausmikkel, daß die=
Jagdrennen, gelaufen wird. Im ganzen hat der Verein
Längen. Haſelhorſter Jagdrennen; Ehrenpreis und
jenigen, die ihre überraſchende Wirkung kennen, ſie im Hauſe nie aus=
für
Hindernisrennen für dieſen beinahe verſchwenderiſch
6000 Mark, Diſtanz 4400 Meter: 1. Leutn. v. Salderns
gehen laſſen. Die Schachtel koſtet in allen Apotheken und Drogerien 1 Mark.
ausgeſtatteten Elite=Renntag acht Ehrenpreiſe und die

Wie einfach
Ge
UI
Ver
Ech Ge
gessen Sie nie

Solche

dass eine Aufo-Rüstung unvollkommen ist ohne

das Flakon miti Eau de Cologne‟. Nichts
Reinigung ist!
schützt Ihr Gesicht so sicher vor Staub und Ihre Nerven
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vor Abspannung, nichts erfrischt brennende Augenlider so un-
und Geld nötig. Mit Strobin können Sie jeden, auch den teuer-
fehlbar
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[ ][  ][ ]

Nummer 107.
Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 9. Mai 1913.
1
Fragen Sie jeden Arzt! Er wird ohne Zögern und Vorbehalt beſtätigen, daß
11
HadehenesrunnenriKKdfen
Keienern e
Nieren- Blasen- und damit zusammenhänsenden Frauenleiden
in
auch nach dem Stande der modernen wiſſenſchaftlichen Forſchung zur ſchnellen Heilung geradezu unentbehrlich
ngendſter und beiebteſen
Heilwaſſer iſt der
in zahlreichen Kliniken und Krankenhäuſern verordnetes und von vielen Aerzten und Profeſſoren warm empfohlenes
Mark-Sprude
Altbuchhorster
Starkquelle
(3ed ESiſenahlangen Rochfalzgneies)
Seine Wirkſamkeit bei nur etwa
vierwöchigem täglichen Gebrauch iſt gerade jetzt im Frühjahr, wenn der kranke
ſch venſinenden Anre ſir ine
oder kränkelnde Menſch innerlich
und äußerlich auch durch den Einfluß der
ganz außerordentlich.
Veränderung begünſtigt iſt,
mir geleiteten ſtädtiſchen Krankenhauſe ange=
Den Nieren= und Blaſenkrankheiten, ſowie den
ungänſtig beinſtubt, ſehrleicht mitihreUrſache haben
vielſeitigen Frauenleiden fällt alljährlich ein Heer
in der Erkrankung der angegriffenen Nieren. Daher
wandt und ausgezeichnete Erfolge bei den ver=
ſchiedenen
Arten von Blutarmut geſehen.
von Menſchen frühzeitig zum Opfer. Nicht an=
ſind
gerade die Nierenerkrankungen in der Art ihres
Dr. L. teilt mit: Ich habe den Altbuchhorſter
ſteckend ſind dieſe Krankheiten, und doch wirken ſie
Auftretens ſo außerordentlich verſchieden
Mark=Sprudel Starkquelle bei Erſchöpfungszuſtänden
Ungeheuer verbreitet ſind dieſenigen ſo überaus
durch ihre Häufigkeit und den oft ſchnellen körperlichen
aller Art mit großem Erfolg verwendet. Als
läſtigen und bei Hochgradigkeit gefährlichen Krank=
Verfall wie eine mörderiſche Seuche. Bei den davon
eine beſonders glückliche Kombination verdient der
befallenen Menſchen mag zum Teil der ganze Auf=
heitserſcheinungen
, welche ſich in
die Karlsbader Quellen an Stärke übertreffende
bau der inneren Organe, alo auch eine ererbte Ver=
Blaſen=, Nieren= und Gallenſteinen
Kochſalz= ſowie der milde Glauberſalzgehalt Er=
anlagung
, den ſpäteren Ausbruch der Krankheit
wähnung. Da die erwähnten Krankheitszuſtände
begünſtigen. In der Hauptſache liegt aber doch der
kundgeben. Es iſt charakteriſtiſch, daß nicht nur die
faſt immer mit Darmträgheit und Stoffwechſel=
eigentliche
Anlaß in hygieniſchen Sünden, im Ueber=
allgemeinen
Nieren= und Blaſenkrankheiten in Geſtalt
ſtörungen einhergehen, iſt die ſtuhlgangregulierende
ſehen allgemeiner Geſundheitsregeln und in der
von Entzündungsprozeſſen, ſondern auch die krank=
und verdauungsfördernde Wirkung des Mark=
Vernachläſſigung eines Krankheitszuſtandes, der bei
haften Steinbildungen weit häufiger die Frauen als
Sprudels beſonders wertvoll. Eingreifen und
die Männer befallen. Mit Recht ſchließt man daraus,
Der Bade= und Brunnenarzt Dr. G. ſchreibt
was auch als wiſſenſchaftlich feſtgeſtellt gilt, daß die
mit den richtigen Mitteln
auf Grund vieler praktiſcher Erfahrungen mit großer
Frauenwelt, die ja durch den komplizierteren Bau der
Zuverſicht: Der Altbuchhorſter Mark=Sprudel kann
ſchnell beſeitigt werden kann. Nieren und Blaſe
inneren Organe an ſich ſchon leichter zur Erkrankung
einen bedeutenden Erfolg und Umſchwung bringen.
ſind für das Wohlbefinden des geſamten Organismus
dieſer Organe neigt, auch in höherem Grade der
Eine Kur von 4
Wochen ſchon genügt,
deshalb ſo hoch bedeutſam, weil dieſen Organen von
Gefahr der Erkrankung von Nieren, Blaſe und
freier zu
um die Wangen zu färben, den Blick
der Natur die Beſtimmung gegeben iſt, der Filter des
Gallengang unterliegt. Die Geburtsvorgänge tragen
Wohlbehagen, Unter=
machen
, Kraft und
Blutes zu ſein. Ernährung und Blutbeſchaffenheit
zu dieſer Entwickelung ſicher ſehr lebhaft bei, und bei
Mut und
Energie,
nehmungsluſt.
ſind untrennbar. Dadurch wird ohne weiteres klar,
unrichtiger Lebensweiſe wird die Gefahr noch erhöht.
inn, Wil=
Widerſtandsfähigkeit, Frohſi
daß die Nieren, denen die Aufgabe zufällt, den not=
Vor allem
lenskraft einkehren zu lafſen.
wendigen, ſchon im Magen vorbereiteten Zerſetzungs=
Die Frauenwelt,
aber erneuert und reinigt ſich das Blut, die Grund=
und Läuterungsprozeß durch Ausſcheiden aller un=
lage
für das zweckmäßige Zuſtandekommen aller
brauchbaren Abfallſtoffe auf chemiſchem Wege zu
die ſich ihre Schönheit und Geſundheit er=
körperlichen
Funktionen
,
erweitern, durch eine falſche Ernährung krank werden,
halten will, hat ſomit ein ganz beſonderes
Wichtiger noch als dieſe zuſammenfaſſenden
aber folgerichtig durch eine zweckentſprechende, während
ärztlichen Anſichten, beachtenswerter auch als die
des Krankheitszuſtandes mit den wirkſamſten Hilfs=
Intereſſe, mit regſtem Eifer jede Gelegenheit
ungemein zahlreich vorliegenden Anerkennungen von
mitteln unterſtützte Lebensweiſe wieder geſund werden
wahrzunehmen, die zur Verminderung und
Patienten, ſind die
müſſen. Jedes Getränk muß nach Verbindung mit
ärztlich beſtätigten, glänzenden Heilerfolge
dem Magen und mit dem Blute unbedingt durch den
Beſeitigung von Nieren= und Blaſenkrank=
mit
dem Altbuchhorſter Mark=Sprudel. Hier ſeien
Nierenfilter gehen. Was zum Zwecke der großen
heiten mit allen ihren unangenehmen
nur einige herausgegriffen.
Reinigung, der Trennung der guten von den ſchlechten
Der Spezialarzt für Bäder und Brunnen=
Stoffen, der Magen begonnen und die Niere fort=
Folgeerſcheinungen vorzüglich geeignet iſt.
geſetzt hat, vollendet die Blaſe. So wird es weiter
therapie Dr. W. in C. berichtet in einem aus=
Sorgfältige Regelung der Lebensweiſe, Fernhalten
führlichen Gutachten=
klar
, daß auch die Wahl der Getränke für die geſunde
aller Reize auf die Nieren iſt Haupterfordernis der
Herr O 32 Jahre alt, litt ſeit längerer Zeit an
oder kranke Beſchaffenheit des Magens, des Blutes,
Verhütung und Behandlung, wie bei kaum einer
Verdauungsſtörungen, Sodbrennen, Herzklopfen,
der Nieren und ſchließlich der Blaſe von entſcheidend=
zweiten
Krankheit. Man muß ſich eben immer
Blutwallungen, Aſthma, rheumatiſchen Erſcheinungen
ſtem Einfluß iſt.
wieder vorhalten, daß die Nieren das Reinigungs=
hochgradiger
Nervoſität und Verſtimmung. Nack
Nicht die Art der Ernährung allein hält
baſſin des Körpers ſind. Wird es verſtopft oder
dreiwöchentlicher Kur mit täglich 2 Bechern
Magen und Blut, Nieren und Blaſe geſund oder ruft
verletzt, ſo verſagt es den ordnungsmäßigen Dienſt
Altbuchhorſter Mark=Sprudel erfolgte völlige Heilung.
Krankheiten hervor. Auch für Erkälungen ſind der
Die ärztliche Wiſſenſchaft hat in der Bekämpfung
Fräulein J., 21 Jahre alt, litt an Bleichſucht
Magen, die Nieren und beſonders die Blaſe ſehr zu=
der
Nieren=, Blaſen= und Frauenleiden gewaltige
mit neuraſtheniſchen Erſcheinungen durch Stoff=
gänglich
. Die Erkältung führt meiſt zu Entzündungen,
Fortſchritte gemacht und iſt troß alledem immer
wechſel infolge falſcher Lebensbedingungen. Auch
die eine ordnungsmäßige Tätigkeit der entzündeten
wieder auf die Erfahrung zurückgekommen, daß
in
war Weißfluß vorhanden, ohne Gebärmutterleiden,
Organe nicht mehr ermöglichen. Je höhere Grade die
ſehr vielen geeigneten Fällen eine
Mit täglich 2 Bechern Altbuchhorſter Sprudel gelang
Entzündung durch Vernachläſſigung erreicht, um
ſo
vollſtändige Herſtellung in 6 Wochen.
größer iſt die Gefahr, daß die Entzündung in Ver=
täglich
richtig angewandte, etwa 4 bis 6 Wochen
Frau N., 42 Jahre alt. Befund: Bläuliches
eiterung, krebsartige Formen und ähnlich ſchwere
fortgeſetzte häusliche Brunnen=Trinkkur
Ausſehen, kurzatmig, beleibt, trockene und blutlere
Krankheitszuſtände, die meiſt den Tod zur Folge
Der
von ausgezeichneten Erfolgen begleitet iſt.
Haut, Verſtopfung, aſthmatiſche Beſchwerden, zeit=
haben
, übergeht.
Erkenntnis dieſer oft geradezu frappierenden Wirkung
weiſe Gicht mit Gries und Sand im Harn,
Oertliche Reize der betreffenden Organe durck
haben ſich auch bei Begutachtung des Altbuchhorſter
hier und da Nierenkolik, Blutwallungen und
Fall, Schlag, Stoß, Quetſchung, Einſchnüren des
Mark=Sprudel Starkquelle viele hochangeſehene
Eine drei=
Schwindel, ſtarke Monatsregel.
Leibes und der Bruſt können ebenfalls die Entzün=
Aerzte, darunter hervorragende Kapazitäten auf
Mark=
wöchentliche
Kur mit Altbuchhorſter
dung oder doch eine untergeordnete Funktionierung
dieſem Gebiete, nicht verſchloſſen.
Sprudel förderte viel kleine und größere Steine
bewirken. Der Krankheitszuſtand zeigt ſich dann nicht
Der Generaloberarzt Dr. H. ſchreibt in viel=
zutage
, wodurch ſich das Algemeinbefinden
immer gleich, tritt oft erſt nach Monaten oder gar
ſagender Kürze: Ihren Altbuchhorſter Mark=Sprudel
hob und die lokalen Erſcheinungen in den Hinter=
Jahren deutlich und hartnäckig hervor, wenn die Er=
Starkquelle habe ich mit ſehr gutem Erfolge
grund traten.
iſt
innerung an die eigentliche Urſache verwiſcht
angewendet.
Endlich hat die neuere Forſchung feſtgeſtellt, daß gei=
Dr. W. in N. kann über ebenſogute Erfolge
Aus eigenſter Erfahrung äußert ſich der vielge=
ſtige
Ueberarbeitung, die ja eine Maſſenerſcheinung
berichten: Achtzehnjähriges Mädchen leidet an
ſuchte Berliner Arzt Dr. R.: Altbuchhorſter
unſerer modernen Zeitrichtung iſt, ihre nachteiligen
Appetitloſigkeit, die ſich bis zum Ekelgefühl vor
Mark=Sprudel Starkquelle habe ich ſelbſt ge=
Folgen bis zu den Nieren ausdehnt. Bekannt iſt,
Speiſe ſteigert. Nach vierwöchentlicher Behandlung
trunken und bin mit demſelben ſehr zufrieden
daß es nervöſe Magenleiden gibt. Die mangelhafte
mit täglich morgens 1 Becher Mark=Sprudei hat ſich
geweſen.
Tätigkeit des Magens, die verſchlechterte Ausſcheidung
Appetit und Befinden bedeutend gebeſſert. Ge=
Sanitätsrat Dr. W. begutachtet mehrfach: Mit
der Abfallſtoffe wirkt naturgemäß auch auf die Nieren
wichtszunahme 4½ Pfund.
dem Altbuchhorſter Mark=Sprudel bin ich ſehr zu=
ein
, da beide Organe voneinander ſtark anhängig ſind.
35 jähriger Mann mit Anſchwellung des
frieden, verwende denſelben gern in meiner Praxis
Gedächtnisſchwäche, Kopfſchmerz, Schwindel=
ganzen
rechten Armes, insbeſondere der Achſeldrüſen,
und habe insbeſondere Erfolge geſehen bei Ver=
anfälle
, überhaupt alle Erſcheinungen, die aus
wahrſcheinlich infolge von Lues im 20. Lebensjahre.
änderungen des Stoffwechſels.
Ich werde den
Nach Lokalbehandlung und täglich 2 Becher Mark=
Mark=Sprudel weiter empfehlen
.
überanſtrengter geiſtiger Tätigkeit
Sprudel 3 Wochen lang iſt die Schwellung der
Von Profeſſor Dr. K. liegt folgende Em=
Drüſen vollſtändig beſeitigt. Gewichtszunahme
pfehlung vor: Ich habe den Altbuchhorſter Mark=
entſtehen
, können alſo, zumal bei Geiſtesarbeitern ſchon
3 Pfund.
Sprudel in einer Anzahl von Fällen in dem von
die ſitzende Lebensweiſe alle inneren edlen Organe
Dieſe mächtige Wirkung des Alt=Buchhorſter Mark=Sprudels, welche in den vorſtehenden und anderen ärztlichen G utachten mit über
bei anderen Krankheiten, ſo bei
zeugender Kraft niedergelegt iſt, macht ſich auch
hochgradiger Gicht, Zuckerruhr und sonstigen Stoffwechsel-,
krankheiten, Skrofulose, Katarrhen und Verschleimungen,
Herzbeschwerden, Ischias, Neuralgie, Neurasthenie, Blut-
armut
u. Bleichsucht, Schlaflosigkeit, Magen- u. Darmleiden
geltend. Die überraſchende Vielſeitigkeit erklärt ſich damit, daß ein ſo hervorragender Naturheilquell in alle Gewebe des menſchliſhen Körpers
eindringt, ihn durchtränkt und durchwäſcht, ſeine geheimſten Vorgänge heilend beeinflußt. Die häusliche Trinkkur greift nicht im mindeſten in die
ſonſtigen Lebensgewohnheiten ein, verurſacht keinerlei Berufsſtörung und erfordert im Verhältnis zu dem nach vorſtehenden ärztlichen Auslaſſungen
zu erwartenden Gewinn an der Gefundheit nur mäßige Geldausgaben.
Ausführliche ärztliche Literatur gratis und franko durch die Brunnenverwaltung des Mineral= und Moorbades Altbuchhorſt (Mark). (IV,10689,26
Der Altbuchhorſter Mark=Sprudel iſt klar, farblos und im Geſchmack angenehm prickelnd.
Für dieſe empfiehlt ſich der Gebrauch
Manche Lerie in unr ſintic neir ir Zier er einten.
Preis pro ¾Literflaſche 65 Pfg.
der ganz großen Flaſche zum Preis von 95 Pfg. Bei größeren Bezügen zurzeit tritt eine Preisermäßigung ein.
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Engros-Niederlage Friedr. Schaefer und Hofdrogerie Chr. Schwinn, Rheinstr. 8.
M

[ ][  ][ ]

1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
N 107.
Freitag. 9. Mal.
1913.
Kinderfüße bedtirten besonier.
Pflese: Chasalla-Kindersſte!
tenmallen gesmdheitlichenSchufz.
adddee
DenFußmessen
ſckön in der Form. Bequem im Tragen. Der Fuß bleibt gesund.
mit dem Chasalla-Heßapparat D. R. P. heißt: Ohna
e
lästige Anprobenssotorf passende-Chassila-Stiefelfinden.
(0687a
3 Zimer
uhhe
eEnalrestr
Sic
Cullat-Schuhgesellschaft m. b.H
Su
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(10736fs
Fär hiesigen Piats
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der Nähe geſucht
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e
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W.
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S.-F.-Kaffee
Männlich
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an die Expedition d. Bl. (10415a
verfügt.
(I,10698
Flaſche 60 Pfg.
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Cüpn
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(10374a
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[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 9. Mai 1913.
Nummer 107.
Seite 18.
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96
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,,
von Mk.
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700
an
98.
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von
, ,
von Mk.
,
795
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945
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Aan
von Mk.
,
. . von Mk.
Zan

Gestreifte Zephir-Unterröcke
Mousseline-Blusen
345
5
von Mk.
70an
von
Jan
,,
795
Leinene Unterröcke
Wasch-Voile-Blusen
350
Oan
von Mk.
Zan
,
von Mk.
.
oeke
Dlusert
Lüster-Unterröcke
150
350
Seiden-Blusen
von Mk.
Jan
von Mk.
an
Trikot-Röcke
9945
Futuristen-Blusen
375
Jan
mit Seiden-Volant .
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von Mk.
- . von-Mk.
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Naf!
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Bewährtes Fabrikat.
den urſprünglichen Glanz
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M. 10.50
M. 1250. M. 1650
(9758a
1
wieder zu geben.
getragen vom Instrumentalverein) 2. An Richard Wagner! Männer-
In Flaſchen à 80 u. 50 Pfg.,
Kinderstiefel
Nur heute noch!
chor mit Orchester; unterlegter Text auf die Wagner’sche Kompo-
ſowie
loſe bei
Naturformen, schwarz u. farb.
sition: Gruss seiner Treuen. (Vorgetragen vom Mozartverein und
sehr große Auswahl
vom Instrumentalverein), 3. Festrede des Herrn Professors Dr. Wil-
Der Film von der
Gebrüder Vierheller
billige Preise. (9898a
libald Steuer aus Weimar: Das dramatische Kunstideal Richard
Wagners und seine Verwirklichung in Bayreuth‟. 4. Kaisermarsch
Darmstadt. - Teleph. 200.
mit Schlusschor von Richard Wagner (Vorgetragen vom Instrumental-
G. Keilmann
Kohlgin Luise
verein, vom Mozartverein und vom Lehrersängerchor).
6 Markt 6.
(n
Eintrittskarten: Numerierter Platz im Saal zu 1 Mk., alle
M
Schwarz-weisse Rabattmarken.
II. Teil:
übrigen Plätze im Saal und im Vorsaal, auf den Estraden und Gallerien
Bilig: räder, 1 ar. Liegeſtuhl
und Extra=Helm (Inf.), alles faſt
zu 30 Pfg., sind von Dienstag, 13. Mai an, im Verkehrsbüro zu haben.
Aus Preussens
neu. Mathildenſtr. 9, II. (*12421
e e e
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geüwerer Leit
Wohnungs=Einrichtung
Großherzogl. Hoftheater
B. Festkonzert
abzugeben Martinſtr. 25, I. (*12435
in 3 Akten.
Freitag, den 9. Mai 1913.
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Willig zu verk.:; mod. Salon=
im
Festsaale der Turngemeinde (Woogsplatz 5).
Hebbel-Zyklus.
ſpieg., 2 neue Diw., Tepp., Gar=
Ab morgen

1V. Abend
nitur (Sofa, 4 Seſſel), Betten, Sofa
Zum Besten der Richard Wagner-Stipendien-Stiftung:
(auf der Stilbühne)
u. Verſch. Alte Schwanenstr. 12, p. (*12366df
E 3. Bild 2
Gyges und ſein Ring.
Richard Wagner-Abend
der
Eine Tragödie in 5 Akten
S..tf!
von Friedrich Hebbel.
des Philharmonischen Orchesters aus Leipzig unter
Treumann-Larsen-Serie
Spielleiter: Heinrich Hacker.
Leitung von Herrn Professor Hans Winderstein.
Perſonen:
Programm: I. Abteilung: 1. Eine Faust-Ouverture. 2. Ouver-
Kandaules, König
Linoleum-
und Bacchanale aus der Pariser Bearbeitung des Tannhäuser‟
ture
Hs. Baumeiſter

von Lodien
Mirza,
3. Siegfried-Idyll. 4. Vorspiel und Isoldens Verkiärung aus Tristan
Rhodope, ſeine
u. Bernstein-
und Isolde‟
Herta Alſen
Gemahlin
II. Abteilung. 5. Vorspiel zum Bühnenweihfestspiel Parsifal‟
Kurt Ehrle
Gyges, ein Grieche
Fussboden-Lacke
7. Trauermusik
6. Karfreitagszauber aus dem 3. Akte des Parsifal‟.
die Zigennerin
Charlotte Pils
Skla=
Lesbia,
Vorspiel zu
beim Tode Siegfrieds aus der Götterdämmerung‟.
8,
a,
Hel. v. Sonnen=
vinnen

Hero,
per Kilo 1.20, 150 u. 2 Mk.
Ein Lebensbild
Die Meistersinger von Nürnberg‟.
Hhat
in diversen
Eintrittskarten: Sperrsitz im Saal zu 3 Mk., alle übrigen
Johannes Heinz.
in 3 Akten. 10703
Thoas, 1 Sklaven
prachtvollen Farben
Plätze im Saal und auf den Galerien zu 1 Mk. sind von Dienstag,
Guſtav Semler
Karna,
13. Mai an, in der Hofmusikalienhandlung von Heinrich Arnold
längere Pauſe,
Nach dem 3. Akte
(Wilhelminenstrasse 9) zu haben.
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Preiſe:
Sehr ſch. Rehpinſcher, hillig zu vk.
Cirinol nass wischbare
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*12436fsoi) Parcusſtr. 9, 1. St.
Wir laden die Bewohner von Darmstadt und Um-
loge
5.10 M., Balkonloge 4.60 M.
Wachs-Bohnermasse
gebung zu zahlreicher Teilnahme an der Richard Wag-
I. Rang 4.10 M., II. Rang: 1.6.
ner-Jahrhundertfeier hierdurch freundlichst ein.
Reihe 9.05 M., 7. u. 8. Reihe 1.65 M.
Cirine, Parkettrose
Sperſitz: 1.13. Reihe 3.60 M.,
Darmstadt, den 8. Mai 1913.
14.20. Reihe 3.10 Mk., Parterrer
für de Feiertagel
Der Festausschuss:
1.5. Reihe 2.25 M., 6.8. Reihe
Parkett-Wachs
1.85 M., Erſte Galerie 1.05 M.,
Rat H. Sonne, Rentner W. Pfeil, Justizrat O. Hallwachs,
empfehle: (10700fs
Zweite Galerie 0.55 M.
t d. Instrumental-
Präsident d. Richard Präsident d. Mozart- Präsident
Stahl-Spähne
Anf. 7½ Uhr. Ende geg. 10½ Uhr,
Vereins
Vereins,
Wagner-Vereins,
norddeutſchen
Kartenvk. v. 9½ 1½ u. v. 6½ U. an.
III. Vorsitzender.
II. Vorsitzender.
Vorsitzender.
Terpentindl, Terpentinersatz
Vorverkauffür die Vorſtellungen:
Direktor W. Schmitt,
Oberlehrer Dr. K. Ausfeld,
Mastkalbsbraten
Samstag, 10. Mai. (Keine
II. Schrittführer.
(10720)
I. Schriftführer.
Pinsel u. Bürsten
Vorſtellung).
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Sonntag, 11. Mai. (Keine
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Vertr. des Nordd. Lloyd.
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Neu einſtud.: Maria Mag=
Iſchläſ. faſt.
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Ueberzieher, grau. Anzug
öilige=
Frankfurterstr. 12/14.
Bett
dalena Kl. Pr. Anf. 7½ Uhr=
neues

m. Fig., 1 ſchw. und 1
allen Größen vor=
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täglich in
umzugsh. bill. zu verk. (*12446
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Auf Allerhöchſten
rätig bei
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Roßdörferſtr. 32, 3. St.
(8342a
zu achten.
Gr. 44. Mathildenſtr. 9, II. (*12418
Befehl. Gala=Vorſtellung. Neu
einſtud.: Aleſſandro Stras
Pillig zu verkaufen: 1 Grammo=
Louis Hein
Sehr ſch. Kinder=Liegewag.
della. Gew. Pr. Anf. 7½ Uhr,
phon m. 20 Platten, 1 zwei=
Selettt
Hoflieferant
Am 1. Pfingſtfeiertag bleibt
ſitziger Sportwagen, 1 Kinder=
wegen
Platzmangel billig zu verk.
(*12433
Schuſtergaſſe 19. Teleph. 278.
7
die Tageskaſſe geſchloſſen.
ſtühl Riegerplatz 5, II.
12443) Eliſabethenſtr. 5, 3. St.
Für die Pfingstfeiertage kommt ein
port
Shmisch
Ia
zum Ausstoß.
(10694
Friedrich Schönberger, Brauereizum Hessischen Hof.

[ ][  ][ ]

Nummer 107.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag,sdenz9,5 Mait1913.
Seite 19.
ſehr empfindlich, und das Braun der anderen Wagen
Preisrzuvermäßigen und dadurch die Benutzung zu ſtei
unterſchiedsſich, wenn länger im Betrieb. kaum von Grau.
gern, als die Wagen leerzlaufen zu laſſen, werden zweifel=
IIn Badeneund Bayern iſt der grüne Anſtrichsſeit=längerer
os am beſten fahren. Gelegentlich des bevorſtehenden
Zeit=eingeführt und hat ſichebewährt
Ausbauesdunſerer Elektriſchen ſoll erneut hierauf hin
gewieſen und die Anregung gegeben werden, die Abonne=
* Bremen, 7. Mai.Heute wurde die Tabakbau=
mentsſätze
ſorniedrig als nur irgend möglich zu bemeſſen
e
und Handlungs=== Geſellſchafte,Kamerun
Dabei dürfterauch kein Unterſchied zu machen ſein, wieviel
Aktien=Geſellſchaft, mit einem=Kapital von 2600000 Mar=
Teilſtrecken (ſelbſtverſtändlich innerhalb des Stadt=
gegründet
. Die Gründer warensdie, Deutſche Tabakbau
Me
bildes) die Abonnementskarte erfordert, denn bei den heu=
Geſellſchaft Kamerun, G. m. b. H., in Frankfurt a. M.
tigen Mietpreiſen ſind Arbeiter und der überwiegende
vertreten durch Syndikus Schloßmacher=Frankfurt a. M.,
Teil der Angeſtellten geradezurauf die äußeren Stadtteile
H
die Senatoren Biermann=Bremen, Geh. Kommerzienra
und damit auf die Benutzung der Straßenbahnen ange
Landfried=Heidelberg, J. K. Victor=Bremen, Franz Thor=
wieſen
. Vielleicht läßt ſich eine Grenze nach dem Ein=
becke
=Mannheim, Kommerzienrat Wellenſieck=Speyer. Zun

kommen ziehen, die es ermöglicht, Arbeitern und Ange=
Vorſtand wurde Syndikus Schloßmacher beſtellt, der Auf=
ſtellten
, die die Bahn zur Erreichung ihrer Dienſtſtelle be=
ichtsrat
wurde aus den übrigen vorgenannten Herren
nutzen müſſen, weitgehendſt=entgegenzukommen. Die aus
e Manlz
und W. Scipio=Mannheim gebildet.
Die
Tabakbau
der Ermäßigung zu erwartende Mehrbenutzung wird
Geſellſchaft bringt ihr Geſchäft mit allen Aktiven und
ſicherlich aucheim Intereſſe der Heag liegen.
K

Paſſiven ein und tritt in Liquidation. Zum Liquidator
.
wurde Syndikus‟Schloßmacher beſtellt.
Die Stimme aus dem Publikum am=7. Maizkommt
uns wie gerufen und findet ſofort die Antwort: Ja, ſie
St.
iſt da, die Kaffee= und Leſeſtube, mit Sorgfalt und Liebe
Landwirtſchaftliches.
über 34,000 ähnlich lautende ſchriftliche Anerkennungen!
voneunſeren Frauen geſchaffen und ſo recht geeignet, ein
*
anheimelnder Aufenthalt für Alt und Jung, für Hoch
Inſtrukttionskurſus für‟ Pflanzen=
und Niedrig zu werden, für alle, die ſich leiblich und gei=
krankheiten
. Die Landwirtſchaftskammer hatte am
ſtig erfriſchen wollen. Die außerordentlich niedrigen
6.
Mai die Inhaber der Sammelſtellen für den heſſiſcher
Preiſe für tadelloſe Ware und freundliche Bedienung
Pflanzenſchutzdienſt, die Großh. Landwirtſchaftslehrer
werden ihr ſicher bald viele Freunde gewinnen, was im
zu einem eintägigen Kurſus über Kartoffel= und Rüben=
Intereſſe der guten Sache ſehr zu wünſchen iſt. Alles
krankheiten nach Darmſtadt berufen. Als Referent war
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Handel und Verkehr.
Herr Regierungsrat Dr. Appel aus Dahlem gewonner
worden, der in den Vormittagsſtunden, unterſtützt durch
Poſtſcheckverkehr. Im Reichspoſtgebiet iſt die
reiches Demonſtrationsmaterial, in äußerſt ſachkundiger
Zahl der Kontoinhaber im Poſtſcheckverkehr Ende Apri=
Darlegungen die Krankheiten der Hackfrüchte behandelte
auf 79502 geſtiegen (Zugang im Monat April 1081).
Die Nachmittagsſtunden wurden durch Lichtbildervorführ=
Auf dieſen Poſtſcheckkonten wurden im April gebucht
ungen und eine längere anregende Diskuſſion in Anſpruch
1568 Millionen Mark Gutſchriften und 1562 Millionen
Heuestes
E
genommen
Mark Laſtſchriften. Das Geſamtguthaben der Konto=
inhaber
betrug im April durchſchnittlich 173 Millionen
patentiertes
Mark. Im Verkehr der Reichspoſtſcheckämter mit dem
Stimmenraus dem-Publikum.
u
mildes
Poſtſparkaſſenamt in Wien, der Poſtſparkaſſe in Budapeſt,
(Fürgdie Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
der luxemburgiſchen und belgiſchen Poſtverwaltung, ſo
erprobtes
keinerlei'Verantwortung; für ſie ’bleibt auf Grund des, § 21 Abſ. 2des
(Mdiefenbach A4

wie den ſchweizeriſchen Poſtſcheckbureaus wurden 7,4 Mil=
Preßgeſetzes in vollem Umfange der=Einſender verantwortlich.)
D. K. Pzsosord
1
lionen Mark umgeſetzt, und zwar auf.3200 Uebertragun=
Tarif der Elektriſchen
S.S Ertr. Case.Sagr. 016
Abtunikasntel-
gen
in der Richtung nach=und auf 14710 Uebertragungen
Bei=Straßen= und =Vorortbahnen verbürgt die Zahl
in der Richtung aus dem Auslande
60 Perlen M150
Reguliert die
der Abonnenten bis zu einem gewiſſen Grade die Ren=
Die erſten neuen grünen Eiſenbahn=
tabilität
des Unternehmens. Dies wird in der Regel um

A-DIEFENBACE
wagen ſind ſeit einigen Tagen im Induſtriebezirk im
ſo günſtiger daſtehen, je größer der Abonnentenkreis iſt
Verdauung.
Apotheke
Verkehr. Bekanntlich hat ſich die Eiſenbahnverwaltung
je weniger es alſo auf die unſichere Zufallsbenutzung‟
ce
entſchloſſen, nach und nach die Wagen aller Klaſſen mit
angewieſen ſein wird. Aus dieſem Grunde pflegen weit=
Erhältlich in Apotheken
Siheie
grünem Anſtrich und den neuen Schildern mit den deut=
ſichtige
Verwaltungen den Abonnenten beſondere Vor=
Man frage seinen Arzt.
lichen arabiſchen Ziffern verſehen zu laſſen. Die Erfah=
rechte
einzuräumen, die hauptſächlich in einer kräftigen
Seteen
(III,10672)
rung hat gelehrt, daß Grün ſich am beſten bewährt und
Tarifermäßigung zum Ausdruck kommen. Die Ver=
am
längſten hält. Die graue Farbe der 4. Wagenklaſſe war
waltungen alſo, die dem Grundſatz huldigen, lieber den
öN
(*3

JI
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*67

8555

Nummer 107.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 9. Mai 1913.
Seite 20.
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