Darmstädter Tagblatt 1913


08. Mai 1913

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149



Oe

6e
c
Abonnementspreis
Inſerafe
176. Jahrgang

monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
werden
angenommen in Darmſtadt
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
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Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
5 106.
Donnerstag, den 8. Mai.
1913.
Die heutige Nummer hat 28
Seiten.
Friede und Entſpannung.
Oeſterreich
und die albaniſche
** Die Delegierten der Balkanſtaaten ſind nach Lon=
Frage.
don abgereiſt, wo die Friedensverhandlungen alsbald
Das Wichtigſte vom Tage.
Das Wiener Fremdenblatt erfährt:
beginnen werden. Als Baſis dienen die letzten Vorſchläge
Die Mächte, welche die Erklärung des Königs Ni=
der
Botſchafter=Reunion, denen beide Gegner im Prinzip
Am Dienstag nachmittag wurde in Schwerin der außer=
kita
mit Befriedigung zur Kenntnis genommen haben, er=
zugeſtimmt
haben. Während die Türkei kaum noch irgend=
ordentliche
Landtag beider Mecklenburg
blicken darin ſelbſtverſtändlich nur die Erfüllung der in
zwecks Beratung der Verfaſſungsänderung eröffnet.
welche Einwendungen gegen die Friedensbedingungen
der Kollektivdemarche ausgeſprochenen Forderung und
werden daher die Kommandanten der Blockadeflotte an=
machen
wird, werden die Verbündeten verſuchen, noch im
*
weiſen, behufs Uebergabe Skutaris an ein inter=
letzten
Augenblick dieſe oder jene Forderung durchzu=
Bei Hörnum kenterte das Beiboot des Torpedobootes
nationaſes Detachement ſich mit den montenegriniſchen
drücken, namentlich in bezug auf die Aegäiſchen Inſeln
Beherden ins Einvernehmen zu ſetzen. König Nilita
G 89. Der Kommandant und zwei Matroſen er=
und die Kriegsentſchädigung, aber es wird doch wohl
hat ſeinen Entſchluß erſt nach längerem Zögern gefaßt,
tranken.
das eine unangenehme Spannung in Europa hervorrief.
ſchließlich bei den Vorſchlägen der Mächte bleiben. Ueber=
*
Seiner Mitteitung, worin er ſeine Unterwerfung ankün=
haupt
dürfte die Verſtändigung zwiſchen der Türkei und
digte, ging eine ablehnende Antwort auf die Forderung
Die Zweite holländiſche Kammer hat den Ge=
ihren
bisherigen Gegnern leicht zu erreichen ſein, weit
der Mächte voraus. Dieſe Forderung verſtärkte den Ein=
ſetzentwurf
über die Küſtenverteidigung ein=
ſchwieriger
wird ſich die Auseinanderſetzung unter den
druck einer mit friedlichen Mitteln unentwirrbaren Si=
ſchließlich
des Baues eines Forts bei Vliſ=
tuation
. Die Durchführung des europäiſchen
Verbündeten geſtalten. Da das aber häusliche Ange=
Beſchluſſes über Skutari ſchien nur gewährleiſtet
ſingen angenommen.
legenheiten der Balkanſtaaten ſind, in die ſich die Groß=
durch
die Entſchloſſenheit Oeſterreich=Ungarns, dieſen Be=
*
mächte nicht einmiſchen wollen und an denen ſie ja auch
ſchluß nötigenfalls ſelbſtändig durchzuführen. Daß die in
letzter Stunde unternommenen Schritte endlich eine Wir=
weniger
Intereſſe haben, ſo kann dadurch die internatio=
Das engliſche Unterhaus hat die Frauen=
kung
erzielten, iſt unbeſtreitbar das Verdienſt der ent=
nale
Lage vorausſichtlich nicht ernſtlich gefährdet werden.
wahlrechtsbill mit 266 gegen 219 Stimmen ab=
ſchiedenen
Stellungnahme Oeſterreich=Ungarns, welche
Der ſchon ſo oſt angekündigten und immer wieder
gelehnt.
jeden Zweifel an einer Aktionsbereitſchaft und ſeiner inne=
*
geſtörten allgemeinen Entſpannung ſteht ſomit eigentlich
ren Kraft vernichtete. Die Politik der Monarchie hat da=
durch
nicht zum erſten Male im Verlaufe der gegenwärti=
nichts
mehr im Wege, nachdem die heille Skutarifrage als
Der König von Spanien iſt geſtern vormittag
gen Orientkriſe dem Frieden einen großen Dienſt er=
gelöſt
angeſehen werden kann. In der Tat herrſchte am
zu einem offiziellen Beſuche in Paris eingetroffen.
wieſen und das Preſtige Eurovas vor einer Niederlage
Montag in der Londoner Botſchafterkonferenz eine opti=
bewahrt
, welches früher oder ſpäter auch dort bedauert
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7 und 8.
miſtiſche Stimmung, und es war Einmütigkeit vorhanden.
worden wäre, wo man es Oeſterreich=Ungarn nicht immer
leicht gemacht hat, das Vertrauen in das europäiſche Kon=
Wenn nun nicht nur Oeſterreich=Ungarn und Italien,
zert feſtzuhalten. Mit der Uebergabe Skutaris wird die
ſondern auch die übrigen Mächte in Albanien Truppen
Skutarikriſe durch einen Akt beendet, welcher die aus
Eine mißlungene ſozialdemo=
landen
laſſen, um dort die Ordnung herzuſtellen, ſo hat
mancherlei Fährlichkeit gerettete Einigkeit der Mächte
die Lage erſt recht keine erhebliche Gefahr mehr für den
deutlich wird erkennen laſſen. Daß der Wille Europas ſich
kratiſche Kraftprobe.
endlich, obgleich hauptſächlich dank dem Eingreifen der
europäiſchen Frieden. Neuerdings iſt man ſogar über=
von
ihrem Bundesgenoſſen unterſtützten Monarchie,
C Das Reichsgericht hat die Reviſion der ſo=
zeugt
, daß Eſſad Paſcha und Dſchavid Paſcha vom alba=
durchſetzt
, darf man als ein Anzeichen dafür begrüßen,
zialdemokratiſchen Landtagsabgeordneten Borchardt
waß.
niſchen Schauplatz verſchwinden werden, ſo daß die pro=
ſich
auch die übrigen europäiſchen Be=
und Leinert, die vom Berliner Landgericht nach ihrer
viſoriſche. Regierung in Valona wieder in Funktion tre=
ſchlüſſe
über die albaniſche Frage ohne Kom=
piltation
werden realiſieren laſſen. Ebenſo erwarten=
Auflehnung gegen die Maßnahmen des Präſidenten des
ten kann und jede militäriſche Aktion der fremden Mächte
wir, daſ das Tempo bei der Faſſung der noch ausſtehen=
Abgeordnetenhauſes wegen Hausfriedensbruchs
zur Pazifizierung Albaniens unnötig wird. Das wäre
den europäiſchen Beſchlüſſe üher die Südgrenze und das
und Widerſtands gegen die Staatsgewalt
die einfachſte und glücklichſte Löſung einer Frage, die viele
Statut Albaniens, Aufgaben, die ſeit Monaten der Be=
verurteilt
worden waren, verworfen. Damit iſt eine
handlung durch die Botſchafterkonferenz harren, einerſeits
Wochen hindurch auf Europa gelaſtet und zeitweiſe zu
den einer baldigen Ordnung bedürſtigen Zuſtänden in
Rechtsfrage entſchieden, die von der Sozial=
ernſten
Befürchtungen für den europäiſchen Frieden Anlaß
Albanien, andererſeits dem von den beiden nächſtbeteilig=
demokratie
lediglich zu agitatoriſchen Zwecken aufgewor=
gegeben
hatte. Da die Mächte in ihren Beſchlüſſen wegen
ten Mächten gezeigten unerſchütterlichen Willen ent=
fen
werden konnte. Die §§ 105 und 106 des Strafgeſetz=
der
künftigen Geſtaltung Albaniens einig geweſen waren,
ſprechen wird, an ihren großen Intereſſen in dieſem
buches, durch die Mitglieder geſetzgebender Körperſchaften
Lande auf keinen Fall rühren zu laſſen.
ſo wird auch die Durchführung dieſer Beſchlüſſe keine
Das Neue Wiener Abendblatt meldet aus Rom: In
vor einer gewaltſamen Hinderung an der Ausführung
großen Schwierigkeiten mehr bereiten. Europa aber kann
diplomatiſchen Kreiſen verlautet, daß. falls die bisheri=
ihrer
Rechte geſchützt werden, bildeten den Vorwand für
anfangen, erleichtert aufzuatmen. Der Alp, der es be=
gen
Meldungen über ein angebliches Auftreten Eſſad Pa=
die
von den Abgeordneten Borchardt und Leinert unter=
drückt
hatte, beginnt zu weichen. Und es iſt auch hohe
ſchas gegen die Beſchlüſſe Europas ſich nicht beſtätigen,
nommene Aktion. In vollſtändigſter Uebereinſtimmung
die gemeinſame Aktion Oeſterreichs und
Zeit, daß die Ungewißheit, die Unruhe über die nächſte
Italiens ſich darauf beſchränken werde mit beiderſeits
mit der geſunden Vernunft hat das Reichsgericht er=
Zukunft ſchwindet, daß die Zuverſicht auf Erhaltung des
gleich ſtarken Truppendetachements die Ordnungsgewalt
kannt, daß die Rechtswidrigkeit die ſelbſtverſtändliche
Friedens wächſt, denn das geſchäftliche Leben, Handel und
in Albanien vorläufig auszuüben. Währenddeſſen ſoll
Vorausſetzung für den Tatbeſtand jener beiden Para=
Wandel, haben doch ſchon erhebliche Einbußen erlitten.
eine aus Albaneſen rekrutierte Gendarmerie ins Leben
graphen bildet. Da aber kraft des verfaſſungsmäßigen
gerufen werden, welcher nach erfolgter Ausbildung durch
Die Genugtuung darüber, daß der Friede am Balkan
europäiſche Offiziere die Aufrechterhaltung der Ordnung
Rechtes der preußiſchen Kammern, ihren Geſchäftsgang
bald bevorſteht und die allgemeine politiſche Entſpannung
obliegen wird, außerdem werden es ſich Oeſterreich und
und ihre Diſziplin durch eine Geſchäftsordnung zu regeln,
im Anzuge iſt, wird deshalb in weiten Kreiſen ſehr
Stalien angelegen ſein laſſen das neue Albanien wirt=
der
Präſident des Abgeordnetenhauſes zu den Maßnah=
ſchaftlich
lebens= und entwicklungsfähig zu machen.
groß ſein
Die Wiener Allgemeine Zeitung ſchreibt: Sollte ſich
*
men befugt war, die er gegen die Abgeordneten Borchardt
die ſehr viel Wahrſcheinlichkeit enthaltende Auffaſſung be=
und Leinert getroffen hatte, konnten die §§ 105 und 106
ſtätigen, daß Eſſad Paſcha den ihm von montenegrini=
Die Botſchafter in London telegraphierten ihren Re=
des
Strafgeſetzbuches von den gemaßregelten Abgeord=
cher
und ſerbiſcher Seite zugeſchriebenen Quertreibereien
gierungen den Entwurf der Friedensbedin=
neten
nicht angerufen werden.
polſtändig fernſteht, ſo würde es wohl in der Natur der
Sache liegen, daß Oeſterreich=Ungarn ſich bemühen
gungen, der als Ergebnis der Verhandlungen der Bot=
Für den ſchlichten Menſchenverſtand war dieſe oberſt=
würde
, zwiſchen der proviſoriſchen albaniſchen
ſchafter in London aufgeſtellt worden iſt. Es wird er=
richterliche
Entſcheidung um ſo ſelbſtverſtändlicher, als
Regierung und Eſſad Paſcha ein Zuſammenwirken
wartet, daß die Genehmigung der Regierungen bis Don=
der
Ausſchluß zuchtloſer Abgeordneten von der Sitzung
herbeizuführen. Eſſad Paſcha genießt großes Anſehen
nerstag eintrifft. Der erſte Paragraph verzeichnet die
auf Grund parlamentariſcher Geſchäftsordnungen in einer
unter ſeinen Landsleuten und verfügt über eine beträcht=
liche
Anzahl albaniſcher Truppen. Es könnte nur för=
Tatſache, daß Friede und Freundſchaft unter den Krieg=
Reihe von Ländern beſteht, die ähnliche ſtrafrechtliche Be=
derlich
ſein, wenn es gelänge, der proviſoriſchen Re=
führenden
wiederhergeſtellt ſei; der zweite Paragraph
ſtimmungen haben, wie das deutſche Strafgeſetzbuch ſie
gierung die Unterſtützung eines ſo wichtigen Faktors, wie
ſieht die Abtretung allen Gebietes weſtlich der
in den §§ 105 und 106 enthält. Gäbe es irgendwo eine
ihn Eſſad Paſcha darſtellt. zu ſichern, und die Macht, über
Linie Enos-Midia ſeitens der Türkei vor. In einem
andere Praxis, dann würde nicht nur eine kleine Minder=
die
er verfügt. zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ord=
nung
in Albanien zu verwenden. Die Bemühungen Oeſter=
weiteren
Artikel ſtimmen die Kriegführenden zu.
den
heit des Parlaments, ſondern ſogar ſchon ein ein=
reich
=Ungarns dürften dahin gehen. eventuell eine Koope=
Status und die Grenzen Albaniens durch die Mächte
ziger Abgeordneter imſtande ſein, den Zweck der parla=
ration
zwiſchen Eſſad Paſcha und der albaniſchen Re=
feſtſetzen
zu laſſen. Kreta ſoll an Griechenland abge=
mentariſchen
Verhandlungen zu vereiteln. Trotz der Klar=
gierung
herzuſtellen.
treten werden, während das Schickſal der Aegäiſchen
heit des ganzen Sachverhalts hat die Sozialdemokratie
Inſeln und des Berges Athos der Entſcheidung der
die parlamentariſche Maßregelung der Abgeordneten
Deutſches Reich.
Mächte vorbehalten bleibt. Artikel 6 ſieht vor, daß alle
Borchardt und Leinert als einen unerhörten Rechtsbruch
Eine Novelle zum Schutzgebiets=
finanziellen
und wirtſchaftlichen, durch den Krieg ver=
hingeſtellt
. Mit dieſem Rechtsbruch und dem Mär=
geſetz
iſt dem Reichstag vorgelegt worden. Nach § 23
urſachten Fragen von einer in Paris tagenden finanziellen
tyrertum der Abgeordneten Borchardt und Leinert zu
B. G.=B. können Vereine, die ihren Sitz in einem Schutz=
Kommiſſion behandelt werden. Es iſt auch eine Beſtim=
krebſen
, iſt der Sozialdemokratie nach dieſem Reichs=
gebiet
haben, in Ermangelung beſonderer reichsgeſetz=
mung
getroffen worden für den Abſchluß von Son=
gerichtsurteil
nicht mehr möglich. Und unmöglich iſt es
licher Vorſchriften Rechtsfähigkeit nur durch Verleihung
derabkommen zur Behandlung von Fragen der
auch für die Genoſſen im Parlament geworden, zu
ſeitens des Bundesrats erwerben. Die Anrufung des
Jurisdiktion und anderer ähnlicher Gegenſtände. Wäh=
agitatoriſchen
Zwecken Szenen herbeizuführen, die mit
Bundesrats bringt Weitläufigkeiten und Schwierigkeiten
rend man erwartet, daß die übrigen Balkanſtaaten den
dem Verhandlungszweck ſchlechterdings nichts gemein
mit ſich. Der Geſetzentwurf ſchlägt dementſprechend eine
Entwurf der Friedensbedingungen annehmen werden
haben. Die ſozialdemokratiſche Kraftprobe, die von den
Regelung vor, wonach die in den §§ 23, 80 B. G.=B. dem
wird es in griechiſchen Kreiſen Londons für nicht unwahr=
Abgeordneten Borchardt und Leinert veranſtaltet worden
Bundesrat zugewieſenen Befugniſſe für nicht wirtſchaft=
ſcheinlich
gehalten, daß Griechenland zunächſt einige
war, kann alſo nach dem Reichsgerichtsurteil als in jeder
liche Vereine und für Stiftungen in den Schutzgebieten
Sicherheiten hinſichtlich der Aegäiſchen Inſeln und Gren=
Richtung mißlungen bezeichnet werden, vielmehr hat ſie
fortan vom Reichskanzler wahrzunehmen ſind. Der
zen im Epirus fordern wird.
den nicht zu unterſchätzenden Erfolg gehabt, daß das Recht
Reichskanzler kann ſeine Befugniſſe auf den Gouverneur
Da die Linie Enos bis Midia öſtlich Adrianopels
des Präſidenten des Abgeordnetenhauſes, unbotmäßige
übertragen. Eine Ausnahme ſoll jedoch mit Rückſicht äuf
liegt, ſo würde die Türkei faſt das geſamte euro=
Abgeordnete vor die Tür zu ſetzen, nunmehr endgültig
die Bedeutung der zu treffenden Entſcheidung Platz grei=
päiſche
Gebiet abtreten und ihr nur noch ein
anerkannt worden iſt.
fen, ſoweit es ſich um religiöſe oder geiſtliche Geſellſchaften
kleiner Streifen mit Konſtantinopel verbleiben.

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Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 8. Mai 1913,
Nummer 106.
handelt. Die getroffene Regelung bringt gleichzeitig zum
zu überlaſſenden Materialien feſtgeſtellt. Der Vertrag
Wahlrechtsfrage verſchiedener Anſicht ſei, ſei ſie doch einig
Ausdruck, daß in den Schutzgebieten auch Kirchengemein=
hinſichtlich
der Politik, die zu befolgen ſei. Er beſtreite
gilt 25 Jahre und iſt feitens der Firma Krupp durch die
daß die Ausdehnung des Wahlrechts im Intereſſe der
den in der Form von Vereinen, ſowie religiöſe Anſtalten
Direktoren Eccius und Ehrensberger, ſeitens der Skoda=
Frauen oder der Allgemeinheit liege, oder daß ſie Erfolg
oder ſonſtige Einrichtungen in der Form von Stiftungen
werke durch die Direktoren Skoda und Simonek und ſei=
haben
und das politiſche, geſellſchaftliche und häusliche
Rechtsfähigkeit durch Verleihung ſeitens des Reichskanz=
tens
der ungariſchen Regierung durch Finanzminiſter
Leben bereichern und ſtärken werde. Er werde gegen die
lers erwerben können.
-
Wahlrechtsvorlage ſtimmen
Grey betonte, die Mei=
Teleszky unterzeichnet worden.
ungsverſchiedenheiten zwiſchen dem Premierminiſter und
Aus dem elſaß=lothringiſchen Land=
ihm
in der Wahlrechtsfrage beſtänden ſeit 25 Jahren. Es
Frankreich
tage. Die Zweite elſaß=lothringiſche Kammer nahm
ſei nicht zu befürchten, daß die Neubekundung dieſer Mei=
Geſetzentwurf zur Regelung des Luft=
einſtimmig
und debattelos einen Antrag an, den Statt
nungsverſchiedenheiten irgendwelchen Einfluß auf ihr po=
verkehrs
. Der Miniſter der öffentlichen Arbeiten er
litiſches Zuſammenwirken oder ihre perſönliche Freund=
halter
zu erſuchen, die reichsländiſche Vertretung in
ſchaft habe. (Beifall.) Er halte aber daran feſt, daß die
klärte einem Berichterſtatter über den von ihm angekün=
Bundesrat dahin zu inſtruieren, daß ſie ſich entſchieden
ganze Richtung des modernen Lebens und der Erziehung
digten Geſetzentwurf zur Regelung des Luftverkehrs, daß
gegen einen etwaigen Krieg mit Frankreich wendet, und
dahin gehe, den Frauen das Stimmrecht zu geben. So=
das
Geſetz den Zweck habe, für die Sicherheit der Luft=
für
eine deutſch=franzöſiſche Verſtändigung eintrete.
lange die Frauen kein Stimmrecht hätten, werde die De=
chiffer
und des Publikums zu ſorgen, das Privateigen=
mokratie
in induſtriellen und politiſchen Fragen hoff=
Von der Erſten Kammer wurde ein Antrag des ſuspen=
nungslos
und unvollſtändig bleiben
tum zu ſchützen und die Bedingungen für den Verkehr
dierten Abbé Thilmont abgelehnt, der um die Ermäch
Das Unterhaus lehnte das Frauenſtimmrecht mit 266
und die Landung feſtzuſetzen. Das Geſetz ſei ſehr liberal.
tigung zu einem Strafverfahren gegen den von ihm des
gegen 219 Stimmen ab
So z. B. verbiete es keineswegs grundſätzlich den Flug
fahrläſſigen Meineids beſchuldigten Biſchofs von Met
über Städte und größere Ortſchaften. Man werde viel=
Benzler bat. Der Biſchof wurde beſchuldigt, einem poli=
Holland.
leicht ſräter eine Mindeſthöhe für die Flüge anordner
tiſch mißliebigen Geiſtlichen entgegen einer päpſtlichen
Die Küſtenverteidigung. Die Kammer nahm
müſſen. Im allgemeinen behandle die geplante Vorlage
Verfügung die Pfarrei vorzuenthalten
mit 54 gegen 35 Stimmen den Geſetzentwurf über die
die Luftfahrzeuge ungefähr ſo, wie gegenwärtig die
Die mecklenburgiſche Verfaſſungs
Küſtenverteidigung einſchließlich des Baues eines Forts
Automobile behandelt würden. Die von einem deutſchen
frage. Am Dienstag nachmittag 2 Uhr fand im golde=
in
Vliſſingen an
Rechtsgelehrten erhobene Forderung, daß die Luftfahr
nen Saale des großherzoglichen Schloſſes zu Schwerin die
Spanien.
zeuge gewiſſermaßen den Schiffen gleichgeſtellt würden,
Eröffnung des außerordentlichen Landtages beider Meck=
Die Reiſe des Königs nach Paris. Die
ſei ſeiner Anſicht nach unrichtig, denn die Eigentümlichkeit
lenburg ſtatt, welcher zur Beſchlußfaſſung über die neue
Blätter befleißigen ſich bei der Erörterung der Reiſe des
des Schiffes beſtehe darin, daß es keine Grenzen über
Vorlage und zur Abänderung der mecklenburgiſchen Ver=
Königs Alfonſo nach Paris einer gewiſſen, von den bis=
ſchritte
. Die Behandlung der aus dem Auslande kom=
faſſung
einberufen worden iſt. Um 2 Uhr betraten der
herigen Kundgebungen abweichenden Zurückhaltung, was
menden Luftfahrzeuge werde durch Vorſchriften des ſtaat
Großherzog von Mecklenburg=Schwerin und der Erbgroß
die Tragweite der Reiſe angeht, wozu die Anregung von
ichen Verwaltungsdienſtes geregelt werden. Die Re=
herzog
von Mecklenburg=Strelitz den Saal. Der Groß=
der
Regierung ausgehen dürfte. Der Imparcial meint,
gierung werde ſo ſich ihre volle Freiheit für die Verhand=
herzog
verlas dann die ihm vom Staatsminiſter Grafen
daß der Beſuch bei anderen Mächten keine Bedenken ver=
lungen
wahren, die über dieſen Gegenſtand unter den
Baſſewitz überreichte Thronrede. Darin verwies der
anlaſſen dürfe, da er keineswegs die Frucht eines beſiegel=
Mächten geführt werden könnten. Schließlich erwähnte
Großherzog auf die neue Verfaſſungsvorlage, wodurck
ten Bündniſſes darſtelle, vielmehr einerſeits die Beendi=
der
Miniſter, daß es gegenwärtig in Frankreich bereits
ſeine landesherrlichen Rechte erheblich beſchränkt werden
gung des bisher zwiſchen dem Geiſte Spaniens und Euro=
über
1800 Flugzeuge gebe
und erklärte, er erwarte von der Ritterſchaft und der Land
vas vorhandenen mangelhaften Einverſtändniſſes be=
Antimilitaris
Sozialdemokratiſcher
ſchaft die gleiche Entſagung. Sodann verlas der Erb=
zwecke
, andererſeits nur bekräftigen ſolle, daß Spanien
mus. Die Humanité veröffentlicht den von der Kammer
großherzog von Mecklenburg=Strelitz im Auftrage des
m Intereſſe künftiger Geſchlechter gewillt ſei, ſeine
gruppe der geeinigten Sozialiſten beſchloſſenen Aufru
Großherzogs von Mecklenburg=Strelitz die Thronrede, die
Freundſchaft für Frankreich mit Rückſicht auf das gemein=
gegen
die Zurückbehaltung der Jahresklaſſe 1910. In
ſich in ähnlicher Weiſe ausſprach. Die erſte Sitzung fand
ſchaftliche Werk in Marokko zu betätigen. Desungeachtet
dem Aufruf heißt es u. a.:
um 3 Uhr im Konzertſaal ſtatt. Es wurde eine Note bei=
vird
die Reiſe in politiſchen Kreiſen allgemein mindeſtens
Der Miniſterpräſident hat die Kühnheit gehabt, im
der Regierungen überreicht, in der dieſe ſich bereit er=
als
das Vorſpiel zum Abſchluß eines förmlichen Bünd
Temps anzukündigen, daß er die im September d. J. frei
klärten, über Einzelheiten der Verfaſſungsvorlage in kom=
niſſes
mit England und Frankreich aufgefaßt, worauf
wverdende Jahresklaſſe mittels Dekrets zurückbehalten und
miſſariſch=deputatiſche Verhandlungen einzutreten. Die
zu einem dritten Dienſtjahre verurteilen werde. Das iſt
übrigens die beabſichtigten außerordentlichen militäriſchen
eine unerträgliche Ungeſetzlichkeit und eine Art Staats
Beſchlußfaſſung, ob das Anerbieten anzunehmen, ſowie
Maßnahmen klar hindeuten. Die meiſten Stimmen brin=
ſtreich
. Das Geſetz von 1905 erlaubt dem Miniſterium
die Frage, ob überhaupt ein Komitee gewählt werden
gen zum Ausdruck, daß Spanien als einer ſchwachen Na=
lediglich
, die Altersklaſſe proviſoriſch und wegen der im
olle, wurde ausgeſetzt. Die Stände werden erſt unter ſich
tion nur der Ausweg eines Anſchluſſes an England und
Augenblick ihrer Entlaſſung feſtgeſtellten außergewöhn
beraten; nachher ſoll eine gemeinſame Sitzung ſtattfinden.
lichen Umſtände zurück zu behalten. Das Geſetz geſtattet
Frankreich bleibe, der das kleinere Uebel darſtelle,
ihm nicht, ſechs Monate vorher ein drittes Dienſtjahr
anzuordnen unter Berufung auf die durch die neuen deut=
Kanada
Ausland.
ſchen Rüſtungen verurſachten dauernden Notwendigkeiten
Die Flottenvorlage. Die Times meldet aus
Dieſe Frage kann nur durch ein Geſetz geregelt werden
Oeſterreich=Ungarn.
Ottawa vom 6. Mai: Heute fand eine Parteiverſamm=
Die willkürlich und ungeſetzlich zurückbehaltenen Soldaten
Errichtung einer ungariſchen Kanonen=
werden
das Recht haben, gegen dieſen Mißbrauch der
lung der liberalen Abgeordneten und Senatoren ſtatt. Es
Bewalt beim Staatsrat Beſchwerde zu erheben. Dieſe
fabrik. Ein Vertrag zwiſchen der ungariſchen
wurde beſchloſſen, die Oppoſition gegen die Flottenvor=
Uebereilung, dieſe Brutalität, dieſes Staatsſtreichdekret
Regierung einerſeits, der Aktiengeſellſchaft Friedric
age der Regierung rückſichtslos fortzuſetzen.
durch das zweimal hunderttauſend Soldaten in den Ka=
Krupp und den Skodawerken andererſeits beſtimmt, daf
ernen zurückbehalten werden ſollen, kann nur die Wir
Argentinien
eine ungariſche Kanonenfabrik in Raab zu errichten iſt
kung haben, die Bewilligung der deutſchen Militärvor
lagen zu beſchleunigen und dem franzöſiſchen Militaris
Der Betrieb muß innerhalb zweier Jahre beginnen. Das
Die Parla=
Eröffnung des Parlaments.
mus neue Vorwände zu liefern
Aktienkapital beträgt 13 Millionen Kronen, wovon die
mentsſeſſion wurde durch eine Botſchaft des Präſidenten
ungariſche Regierung 7 und Skoda 4 Millionen über
England.
eröffnet, welche darauf hinweiſt, daß Argentinien ſich eines
nimmt; ferner erhält Skoda 2 Millionen als voll einge
vollen Friedens erfreue und die Rente einen höherer
Das Frauenſtimmrecht. In der Debatte des
zahlt zu betrachtende Aktien für die Ueberlaſſung der ihm
Kursſtand erreicht habe, als jemals; daß der Handel auf
Unterhauſes über die Wahlrechtsvorlage ergriffen als ein=
und Krupp gehörigen Konſtruktionen und Patente. Skoda
blühte, die Einwanderungsziffer im Jahre 1912 die Zif=
zige
Mitglieder der Regierung Asquith und Grey das
und Krupp ſind verpflichtet zu allen mit der Errichtung
fern früherer Jahre übertraf, daß Geld ins Land komme
Wort
und dem Betriebe verbundenen techniſchen Arbeiten. Di
und daß die auswärtigen Beziehungen vorzüglich ſeien
Asquith führte aus: Er ſitze Seite an Seite mit Gret
eit 27 Jahren im Hauſe. Mit Ausnahme der Frage des
Verpflichtung Krupps beſchränkt ſich ausſchließlich auf mit
Das zeigt ſich auch an dem zufriedenſtellenden Ergebnis
Frauenſtimmrechts ſeien ſie niemals in irgend einer wich=
Rohrfabrikation verbundene Arbeiten. Sodann werden
der Wahlreform, welche den Sieg der radikalen Partei
tigen politiſchen Frage verſchiedener Anſicht geweſen. Ob
die Preiſe der von Krupp und Skoda der Kanonenfabrik
geſichert habe. Die Botſchaft erklärt, daß die Beunruhi
gleich die Regierung über die weſentlichen Punkte der
Mit den neuen Auftragapparaten, welche die Um
In neueſter Zeit hat man beſondere mechaniſche Vor=
wandlung
der photographiſchen Perſpektive in recht=
richtungen
an dem Stereokomparator angebracht, welche mit
Die Topographie aus dem
winkelige Coordinaten vornehmen, tragen dieſe 12 Mann
deſſen Schlittenbewegungen gekuppelt ſind und dahe
täglich 18000 Punkte, alſo 4,5 Millionen im Jahre auf
automatiſch die Karte zeichnen. Hierdurch erſchließ=
Luftfahrzeug.
Mit welchem Nutzen die photogrammetriſche Auf
ich der Stereophotogrammetrie ein unabſehbares Feld bei
nahme arbeitet, zeigt nachſtehender Fall
allen topographiſchen, ingenieur= und kataſtertechniſchen
Von Dr. Max Gaſſſer, Darmſtadt.
Beim raſchen Baue der Militärbahnen in Bosnien
Aufnahmen
(Schluß.)
erhielt Herr Ingenieur Truck=Wien ein ſchwieriges, ſehr
Alle dieſe Umwälzungen hat die terreſtriſche Stereo=
Die überraſchende Sicherheit der Beobachtungsreſul
gebirgiges Los zur Tracierung überwieſen. Das k. k
photogrammetrie entwickelt bei horizontaler Sicht. Wie
tate, welche nur der ſtereophotogrammetriſchen Aufnahme=
Eiſenbahnminiſterium bewilligte denſelben Hellerpreis
weitet ſich der Blick, wenn wir von dem durch das Luft
pro aufgetragenen Planpunkt bei gleicher Genauigkeit
methode eigen iſt, hat aber auch im praktiſchen Eiſen
ſchiff geſchaffenen, idealen Standpunkte aus unſere Appa=
bahnbau
ſchöne Erfolge erzielt.
Begenüber der alten Tachymetermethode konnte an die=
auslöſen
, hoch oben, unter der Wolkendecke
rate
derr Ingenieur Truck, der Pionier dieſer Aufnahme
er ſchwierigen Terrainſtelle mit überraſchend großem
Dieſes Problem verfolgte Verfaſſer ſchon ſeit Jahren
methode, verwendet ſeit Jahren dieſelbe bei ſeiner
Nutzen gearbeitet werden
und hat in einer Reihe von Fahrten in Zeppelin= und
Bahntracierungen und Waſſerkraftanlagen
Der die Aufnahmetechnik und auch die Topographie
Parſevalſchiffen die Bedingungen einer ſtereophotogram
umwälzende Vorteil beſteht, abgeſehen von der Maſſen=
mit
großem wirtſchaftlichem Nutzen gegenüber der alten
metriſchen Vermeſſungseinrichtung unterſucht
Tachymetermethode. Je ſchwieriger das Terrain iſt, deſto
unktzahl, welche die Photographie billigſt und in kür=
einer
techniſchen
Ihre Durchkonſtruierung, welche von
vorteilhafter arbeitet dieſe
ſtereophotogrammetriſche
zeſter Zeit liefert, darin, daß gerade die ſchwierigſten ſo=
Kommiſſion von Sachverſtändigen der Präziſionsoptil
Methode. Die Photographie liefert eben koſtenlos eine
mit teuerſten Terrainpartien, wie z. B. die Hochgebirge
und=Mechanik und der Luftſchifftechnik überprüft wurde,
Maſſenproduktion von Punkten, die beim jetzigen
in einfachſter Weiſe auf die Platte kommen
iſt auf elektromechaniſchem Wege erreicht, ſo daß das Ver
tachymetriſchen Verfahren einzeln beobachtet, gerechnet
Unabhängig von der Terraingeſtaltung wird die
meſſungsluftſchiff nunmehr in die Praxis treten und die
und aufgetragen werden müſſen
Aufnahmezeit außerordentlich verringert, ferner ſind die
zahlloſen Probleme, welche die Topographie, Kartogra
Des weiteren machte das k. k. militärgeographiſche
Koſtenaufwendungen unverhältnismäßig kleiner, da die
phie, die Hydrographie, die Meteorologie, die geogra=
Inſtitut in Wien ſchon ſeit Entwicklung der Stereophoto=
Planherſtellung nicht wie bisher beim Meßtiſch an Ort
phiſche Forſchung und die Kriegstechnik ihm ſtellen, einer
grammetrie danach ſeine Kartenaufnahmen mit beſtem
und Stelle, ins Feld, ſondern in das Bureauzimmer, un=
Löſung zuführen kann.
Erfolge
abhängig von Wind und Wetter verlegt wird. Statt der
Ausſichten des Vermeſſungsluftſchiffes.
Feldtopographie erhalten wir eine Zimmertopographie.
In Frankreich hat Herr Ingenieur Gautier das
photomechaniſche Meßverfahren für das öffentliche Ka=
Das neue gerogeodätiſche Verfahren iſt für folgende
Mit Hilfe der Motorluftſchiffahrt und verſchiedener
taſter erprobt. Das franzöſiſche Miniſterium ſetzte eine
Zwecke ausgebaut:
zweckmäßiger Inſtrumentenkonſtruktionen iſt es möglich,
Prüfungskommiſſion ein, welche nachſtehende Genauig
im Gegenſatz zu den Meßtiſchtopographen, die im Laufe
für die Aufnahme noch ganz unvermeſſe=
keitsreſultate
zwiſchen der alten und neuen Meßmethode
ner Länder, in denen eine Triangulation noch fehlt. Die
von 6 Monaten rund 200 Quadratkilometer aufnehmen
jetzige Topographie muß ſich in dieſen Fällen mit hilf=
feſtſtellte

e nach dem Wirtſchaftswerte des Terrains, bis zu 600
Nivellemen:
Seitenmeſſung
loſen Routenaufnahmen behelfen. Hierbei werden die
Quadratkilometer an einem Arbeitstage aufzunehmen
photograph
nivellier
einzelnen Aufnahmen des Luftſchiffes durch aſtronomiſch
photograph. Lattenmeſſung
Wenn man für die Arbeit im Luftſchiffe rund 50 gün
beſtimmte Punkte aneinander cfügt Die Techſtik de
11,196 m
ſtige Tage annimmt, alſo 310 Tage in Reſerve hält, ſo
53,26 m
53.62 m
11,21 m
aſtronomiſchen Punktbeſtimmung iſt heute ſoweit durch=
100,60 m
116,123 m.
können 30000 Quadratkilometer als Jahresleiſtung auf
110,01 m.
100,48 m
110,043 m.
genommen werden
109,91 m
gebildet, daß ſie ebenfalls mit Hilfe von Sternphoto=
39,80 m
139,82 m
(15
Während zu der Aufnahme von 200 Quadratkilomete
graphien und drahtloſen Zeitſignalen auf Hunderte von
Dieſe Ergebniſſe ſind für topographiſche und ſoga:
zwei Perſonen, alſo für 30 000 Quadratkilometer 300 Per=
Kilometern eine Genauigkeit von fünf Metern liefer
für Kataſterzwecke ſehr befriedigend. Die Seitenmeſſungs=
ſonen
erforderlich ſind genügt für 30000 Quadratkilomete
2. Für Aufnahmen in Ländern, in denen eine Trian=
ehler
liegen weit unterhalb der jetzigen zuläſſigen Feh
nunmehr eine einzige Luftſchiffausrüſtung. Die Ver=
der
Meſſung vorausgeht
gulation vorhanden iſt,
lergrenzen für Kataſterpläne
meſſung wird hierbei von einem Ingenieur und zwei Ge=
oder
auch nachfolgt. Hier können vor allem die vor=
Es lautete auch demnach das Urteil der Unterſuch=
handenen
Karten ergänzt und die nichtvermeſſenen Län=
hilfen
ausgeführt (wegen der fortgeſetzten Aufnahme muß
ungskommiſſion dahin, daß dieſe Photokataſtralmethode
dergebiete zur Aufnahme gebracht werden. Der größte
ür Erſatzmannſchaft geſorgt ſein). Hierzu kommen noch
den beſten gegenwärtigen Methoden gleichwertig ſei
Vorteil des neuen Verfahrens beruht hierbei ſozuſagen
die Koſten der Fahrmannſchaft
Die Aufnahme iſt graphiſch genauer als alle anderer
Uebertragen wir dieſe geſchätzten Verhältniſſe gleich=
n
der müheloſen Beigabe der Höhenverhältniſſe. Die
graphiſchen Methoden und allen vorzuziehen, weil ſie der
meiſten deutſchen Staaten mußten ihren topographiſchen
alls wieder auf Bayern, ſo kann es ſtatt in 63 Jahren
kotierten Kataſterplan liefert. Alſo das Ideal einer Ka=
Horizontalaufnahmen eine nochmalige Vermeſſung, die
in 2 bis 3 Jahren aufgenommen werden
taſteraufnahme!
Zur Ausarbeitung, allein nur der Aufnahmen des
nur die Höhenverhältniſſe der Terrainpunkte feſtſtellte,
Noch andere Vorteile bietet der Photoplan. Wir kön
Jahrespenſums der topographiſchen Abteilung, ſind heute
folgen laſſen
nen Karten in beliebigem Maßſtabe machen, ihn vergrö=
3. Für das Kataſter, für welches das Verfahren
in Bayern 12 Gehilfen, die etwa 700000 Punkte auf
ßern, verkleinern; immer bleibt die photographiſche Treue
ſich ebenfalls bei geringerer Ballonhöhe eignet,
tragen,
der Originalplatte bei der Auszeichnung erhalten.

[ ][  ][ ]

ſtenz
und
auf

Nummer 106.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 8. Mai 1913.
Seite 3.
gungen über die argentiniſchen Sozialiſten unnötig ſeien,
Glenz aus Ernſthofen um Erlaubnis zum Be=
lich
9583, weiblich 6626, zuſ. 16 209, in Prozenten 59,10,
da dieſe nicht revolutionär geſinnt ſeien. Die Regierung
riebe einer Schankwirtſchaft mit Brannt
40,90. Der Krankenſtand betrug am 26. April I. J
weinausſchank im Hauſe Schulzengaſſe 3 zu Darmſtadt
werde weiter eine ſtrenge Unparteilichkeit bewahren und
männlich 514, weiblich 233, in Prozenten 5,36, 3,51.
Hierbei tritt der ſeltene Fall ein, daß die Wictſchafts=
An Krankengeld wurden ausgezahlt in der Woch
kkeine Partei unterſtützen. Argentinien werde mit dem
deputation der Stadtverordneten=Verſammlung und der
vom 21. April bis 26. April
Mk. (1912.
I. J. 6457,92
Bürgerrecht für Fremde nicht verſchwenderiſch umgehen,
Gaſtwirteverein die Bedürfnisfrage verneint haben, wäh
4954,12 Mk.) An Wöchnerinnen waren
vorhander
aber jeden guten Bürger aufnehmen, wenn auch die ein
rend das Polizeiamt die Bedürfnisfrage bejaht. Die
am 26. April
I. J.
35. Sterbefälle kamen vor
Wirtſchaft beſtehe bereits ſeit 1863, und in letzter Zeit ſei
hheimiſche Bevölkerung niemals in die Minderheit ge
n der Woche vom 21. April bis 25. April I. J. Z
ein Umſatz von 1114 Hektoliter im Monat feſtgeſtellt
Pferdemarkt Darmſtadt. Der diesjährig
drängt werden dürfe. Der Ackerbau ſchreite fort, die An=
Bedenken gegen die Perſönlichkeit der Geſuchſtellerin
Darmſtädter Früjahrspferdemarkt finde
baufläche habe um eine Million Hektar zugenommen; die
iegen ebenfalls nicht vor. Sie betreibt ſeit anfang Mär
am 19., 20. und 21. Mai ſtatt. Für die Prämiierung
Ernte habe 1912 13 Millionen Tonnen betragen. 1820
die Wirtſchaft als Stellvertreterin. Deshalb beantrag
der Pferde und Fohlen ſtehen 2000 Mk. zur Ver
das Polizeiamt dem Geſuch ſtattzugeben. Der Provin
Kilometer Eiſenbahnen ſeien erbaut, das ganze Netz zähle
fügung. Zur Prämiierung kommen: 1. Händlerpferde
zialausſchuß beſchließt, den Vorſtand des Gaſtwirtever
2. Mutterſtuten mit dem im laufenden Jahr geborenen
jetzt 32624 Kilometer; ferner ſeien 1730 Kilometer Telc
eins zu vernehmen, ferner ſoll das Polizeiamt Erheb
Fohlen, 3. dreijährige (1910 geborene) Fohlen. Die An
graphenlinien neuerbaut.
ungen anſtellen über das Benehmen des früheren Wicts
meldungen von Stuten und Fohlen haben bis ſpäteſten
Geyer. Das geſamte Aktenmaterial ſoll dann der Wirt=
14. Mai ſchriftlich bei dem Schriftführer des Pferde
ſchaftsdeputation der Stadtverordneten=Verſammlung
narktes, Herrn W. Tönges in Darmſtadt, Hermann=
nochmals
vorgelegt werden. Der nächſte Punkt der
* Frankfurt a. M., 6. Mai. Der Zentralvor=
ſtraße
7, zu erfolgen. Anmeldungen von Händler
Tagesordnung iſt der Antrag auf Enteignung vor
ſtand des Verbandes für internationale
pferden zur Prämiierung werden Montag, den 19. Mat
Verſtändigung hat folgende Reſolution beſchloſſen
Grundeigentum in der Gemarkung Lam=
vormittags
von 89 Uhr, im Geſchäftszimmer des
Die Heeresvorlage, die von der deutſchen Militärverwal=
pertheim
zur Anlage von Ortsſtraßen. Die Gemeinde
Pferdemarkts, Holzhofallee 32, entgegengenommen. Der
tung lediglich zur Sicherung gegen künftige Eventualitäter
Lampertheim hat im Jahre 1909 zwiſchen der Straß=
Ankauf von Pferden und Fohlen zur Verloſung, ſowie
in Vorſchlag gebracht worden iſt, hat die von der Reichs=
Lampertheim-Bürſtadt und der Eiſenbahn ein Geländ=
das
Vorführen der Pferde und Fohlen zur Muſterung
regierung gewiß nicht beabſichtigte Nebenwirkung gehabt
von 120000 Quadratmetern erworben, das in Bauplätze
und Prämiterung beginnt Montag, den 19. Mai, vor
daß man im Auslande vielfach glaubt, Deutſchland pland
eingeteilt werden und beſonders an Arbeiter über=
mittags
9 Uhr. . Nachmittags 3 Uhr findet die Preis=
einen
Angriffskrieg. Dadurch iſt der Chauvinismus in
laſſen werden ſoll, die ſich ein Eigenheim bauen wollen
verteilung ſtatt, wobei die prämiierten Pferde vorgeführt
verſchiedenen Ländern wieder neu aufgeflackert, und die
Die Gemeinde zahlte durchſchnittlich 1 Mark für den
werden. Dienstag, den 20. Mai, wird erforderlichenfalls
Völker ſind wieder in Beſorgnis vor einem Weltkrieg. In
Quadratmeter. Mit vier Eigentümern konnte eine Einig
der Ankauf der Pferde und Fohlen zur Verloſung fort=
Wirklichkeit liegt zu einer ſo peſſimiſtiſchen Auffaſſung
ung nicht erfolgen. Im weiteren Verlaufe der Verhand
geſetzt. Mit dem Pferdemarkt iſt eine Verloſung von
keinerlei Grund vor. Die deutſche Regierung und das
lungen erklärten ſich noch zwei Eigentümer zur frei
Pferden, Wagen, landwirtſchaftlichen und ſonſtiger
deutſche Volk haben durch eine jahrzehntelange Friedens=
willigen
Abtretung bereit. Die Zellſtoff=Fabrik Waldho
Gegenſtänden verbunden, die Mittwoch, den 21. Mai,
politik den deutlichen Beweis geliefert, daß ſie keiner
nachmittags 2 Uhr, in den unteren Räumen des Pferde=
und die Eheleute Metzner weigern ſich nach wie vor, die
Krieg wollen. Und das Zuſammenarbeiten der ſechs
marktgebäudes beginnt. Donnerstag, den 22. Mai,
Brundſtücke zu 1 Mark pro Quadratmeter zu verkaufen
Großmächte in der Balkankriſe hat die Beziehungen zwi=
vormittags
9 Uhr, erfolgt auf dem Pferdemarktplat
Metzner verlangt einen höheren Preis, die Zellſtoff=
ſchen
ihnen im ganzen verbeſſert. Die Tendenz der euro
die Abnahme der zur Verloſung angekauften Pferde
Fabrik erhebt Einwendungen gegen den Plan, auch lieg
päiſchen Politik iſt heute nicht auf Entfachung eines Welt
und Fohlen.
die Erwerbung nicht im öffentlichen, wohltätigen Inter=
krieges
, ſondern im Gegenteil auf eine Ueberbrückung der
2 Die indiſchen Fakire, deren wunderbare Vorſtel
eſſe, ſondern die Gefneinde verfolge damit nur ſpekulative
Gegenſätze zwiſchen Dreibund und Tripelentente gerichtet
lungen am Montag hier geradezu Aufſehen erregten, wer=
Zwecke. Demgegenüber wird von der Gemeinde erklärt
Eine Kriegsgefahr droht alſo weder von den Regierungen,
den am Freitag abend eine zweite Vorſtellung im
daß die Stadt keinen Vorteil von der Aufteilung haben
noch von den Völkern, ſondern lediglich von chauviniſti=
Saalbau geben. (Siehe Anzeige.
wolle. Am 20. Januar 1913 fand ein Termin der Lokal=
ſchen
Hetzern in den verſchiedenen Ländern. Bei dieſer
* Ein prachtvoller Anblick bietet ſich dem Auge
kommiſſion ſtatt. Die Lokalkommiſſion erklärte den Prei=
Sachlage kann man dem deutſchen Volke nur raten, ruhi=
beim
Vorübergehen des Hauſes Schützenſtraße Nr. 5
für angemeſſen und daß die übrigen Einwendungen un
ges Blut zu bewahren und den Kriegshetzern kein Gehör
Der die ganze Hausfront einnehmende Glyeinenbaum
am
begründet ſeien. Der Provinzialausſchuß beſchließt
zu ſchenken
ſteht in voller Blüte
-
28. Mai eine Ortsbeſichtigung vorzunehmen.
die
* London, 7. Mai. In der geſtrigen Sitzung des
* Von der Wach= und Schließgeſellſchaft. Im
Aniela Pieklo, jetzt Wilhelm Schultheis Ehefrau
z1
Internationalen Kolonialinſtituts wurde die Frage
Monat April ergaben die fortlaufenden Reviſionen der
Offenbach, ſucht um Erlaubnis zum Betriebe
der Kolonialanleihen behandelt. Das Referat
Nachtwachbeamten folgende Fälle: 279 offene Haustüren
einer Schankwirtſchaft mit alkoholfreien Ge
hatte der frühere holländiſche Kolonialminiſter Frock. Er
und Tore vorgefunden; 102 mal brannte Licht in Ge=
tränken
in dem Häuschen am Bahnübergang in der Wald
vertrat den Standpunkt, daß jeder Kolonie die zivilrecht=
ſchäfts
= und Bureaulokalitäten, Kellern und Boden
Die baulichen Verhältniſſe entſprechen
traße nach.
liche Rechtsfähigkeit verliehen werden ſolle, und ſprach ſich
räumen, bezw. wurde vergeſſen, dasſelbe zu löſchen:
den Vorſchriften. Die Geſuchſtellerin hat einige Polizei
dagegen aus, daß das Mutterland eine Garantie für
13 defekte Schlöſſer und Türen, ſowie ſteckengebliebene
ſtrafen erlitten, der Ehemann iſt wiederholt vorbeſtraft.
Kolonialanleihen übernehme, wohl aber ſei jedesmal di
Schlüſſel vorgefunden; 15 offenſtehende Parterrefenſter
Der Provinzialausſchuß beſchließt: das Geſuch wird ab
Anleihe durch die heimiſche Regierung zu genehmigen.
ermittelt; 16 Hausbewohnern, die ihre Schlüſſel vergeſſen
gelehnt
In der Diskuſſion erklärte der frühere Staatsſekretä
hatten, geöffnet
Die unbeſtellbaren Poſtſendungen. Wie wir
Dernburg, daß eine allgemeine Regel nicht aufgeſtellt wer
erfahren, ſollen künftig Veröffentlichungen über die be=
den
könne, und entwickelte die Grundſätze des deutſcher
der Ober=Poſtdirektion in Darmſtadt lagernden unbe=
* Konzerte. Ludwigshöhe. Der neue Inhaber
Kolonialanleiheſyſtems. Profeſſor Köbner=Berlin betonte,
ſtellbaren Poſtſendungen durch die Zeitungen nicht
und Reſtaurateur der Ludwigshöhe, Herr Willy Wenz
daß wichtiger als alle juriſtiſchen Konſtruktionen eine
mehr erfolgen. Ueber die unanbringlich gebliebenen
veranſtaltet am Pfingſtmontag, den 12. Mai, morgens um
wirkliche Bereitwilligkeit des heimiſchen Geldmarktes für
Poſtſendungen werden vielmehr vierteljährlich Ver
5 Uhr, ein nochmaliges Frühkonzert durch die Ka
Kolonialanleihen ſei. Beiſpielsweiſe habe der Londoner
zeichniſſe aufgeſtellt, die in dem Schaltervorraum der
pelle des Großh. Heſſiſchen Artillerie=Regiments Nr. 61
Markt ohne Garantie des Mutterlandes an Kanada, die
Poſtanſtalt am Aufgabeorte der Sendungen 4 Wochen
unter perſönlicher Leitung des Obermuſikmeiſters Herrt
auſtraliſchen Kolonien und Neuſeeland mehr als 6½ Mil=
zur
Einſichtnahme für das Publikum aus=
Weber. Günſtige Witterung vorausgeſetzt, ſoll dieſes
liarden geliehen, und zwar ausnahmslos zu einem Zins=
hängen
. Diejenigen unſerer Leſer, die wegen des
Konzert eine Entſchädigung ſein für die Muſikfreunde vor
fuß zwiſchen 3 und 4 Prozent, während der ortsüblicht
Verbleibs einer von ihnen aufgelieferten Poſtſendung
Morgenmuſik, welche am Himmelfahrtstag durch die reg=
Zinsfuß oft doppelt ſo hoch ſei. In dieſer Richtung
ſei es eine Wert= oder Einſchreibſendung, ein Paket ode
neriſche Witterung abgehalten wurden. Als Zeichen da
müßte ſich jede vorwärtsſtrebende Kolonialnation öko
ein Brief mit Geldinhalt im ungewiſſen ſind, werder
für, ob das Konzert ſtattfindet, wird auf dem Turm die
nomiſch betätigen. In der Debatte ſprachen u. a.
Pro=
deshalb
gut tun, dieſe Verzeichniſſe einzuſehen, um feſt=
Flagge gehißt. Bemerkt ſei noch, daß Abonnements=
feſſor
Rathgen=Hamburg, der frühere portugieſiſche
Mi
zuſtellen, ob etwa der von ihnen vermißte Gegenſtand
niſter Graf Penha=Garcia, der franzöſiſche Kolonialpoli=
karten
nur zu den Kurkonzerten Gültigkeit
bei der Ober=Poſtdirektion lagert
Zutreffendenfalls
iker Chailley und Sir Jerningham.
haben.
würden ſie ſich wegen Wiedererlangung der Sendung
an die betreffende Poſtanſtalt zu wenden haben
Stadt und Land.
Außergewöhnliche Paketbeſtellung. Am Pfingſt=
Studentiſche Jahrhundertfeier.
ſonntag findet behufs Bewältigung des geſteigerten
) Der von dem Ausſchuß der Freien Studentenſchaft
Darmſtadt, 8. Mai
Poſt=Päckereiverkehrs eine einmalige Paket= und
zur Erinnerung an die Jahrhundertfeier von 1813 ver=
Wertbriefbeſtellung am Vormittag ſtatt. An
* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheiten der Groß=
anſtaltete
Vortragszyklus wurde am Dienstag abend mit
Pfingſtmontag fällt die Beſtellung aus
herzog und die Großherzogin begaben ſich
einem Vortrag des Herrn Profeſſor Dr. Arnold E.
geſtern vormittag nach Frankfurt, um dem Geſangs=
Städtiſcher Arbeitsnachweis. Ueber die Tätig=
Berger über Freiherrn vom Stein und
wettſtreit beizuwohnen.
keit der Arbeitsnachweisſtelle im ſtädtiſchen Hauſe
der moderne Staatsgedanke im Hörſaal 330
Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der Groß=
Waldſtraße 6 und Grafenſtraße 30 (Telephon 371)
der Techniſchen Hochſchule fortgeſetzt, zu dem ſich wieder
herzog dem Hofkutſcher Heinrich Zimmer das
werden
für den Monat April folgende Zahlen mit=
ein
ſehr zahlreiches Auditorium von Damen und Herren
Dienſtehrenzeichen für 25 Hofdienſtjahre und den Charakter
geteilt
693 offene Stellen, 1053 Arbeitſuchende, 317
eingefunden hatte. In anderthalbſtündiger feſſelnder
Einfahrer.
Vermittelungen, darunter 110 Dienſtboten.
Rede ſchilderte der Vortragende zunächſt den Aufſtieg der
g. Der Provinzialausſchuß beſchäftigte ſich in ſeine
Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
C
Fridericianiſchen Monarchie unter Friedrich dem Großen
geſtrigen Sitzung mit dem Geſuch der Ehefrau Eliſabetha
Mitgliederſtand betrug am 26. April I. J. männ
und den Verfall Preußens unter Friedrich Wilhelm dem
Die Genauigkeit ſteht in keiner Weiſe der modernen
Ja wir haben noch eine wunderbare Kontrolle, wie
Die ſtereophotogrammetriſchen Tracierungsarbeiten
Meßtiſchaufnahme nach. Im Gegenſatz zur heutigen Ka=
ſie

kein anderes Verfahren kennt
im Karſte ergaben beſonders in ſchwierigerem Terrain=
taſterkarte
enthält dieſes neue Photokataſter ebenfalls die
Vertauſchen wir im Stereokomparator die Platten
boden zirka ½ der Zeit und ½ der Koſten der heutigen
Höhenangaben und erreicht hierdurch das in Württem
ſo ſehen wir die Höhen plötzlich als Tiefen, die Höhen=
Tachymetermethode
berg und Bayern erſtrebte Ideal einer Kataſterverwal=
linien
ſind Tiefenlinien geworden und müſſen ſich bein
Bei der heutigen Methode müſſen wir jeden
tung, nämlich das kotierte Kataſter, welches bei Inge=
nochmaligen
Nachziehen vollſtändig decken.
Punkt einzeln aufſuchen, die Latte aufſtellen, anziehen,
nieurbauten, Straßen= und Eiſenbahnanlagen ſofor
Höhe und Diſtanz rechnen, auftragen; bei der Photo
Auch können wir im Zimmer unſere Bahn= oder
Projektierungen ohne tachymetriſche Höhenaufnahmen zu
Wegeanlagen projektieren. Wir ziehen die neue Straße
graphie erhalten wir Tauſende von Punkten in
in perſpektiviſcher Projektion in die linke Platte ein. Be
läßt
demſelben Augenblick ohne perſönliche Fehler
4. Für Seekarten. Da die ſenkrechte Sicht bei
ſo
trachten wir nun beide Platten in einem Stereoskop
Und im Luftſchiff wird dieſes Verhältnis noch beſſer
ruhiger See bis zu 25 Meter unter den Meeresſpiegel
können wir auf dem Felde durch einfachen Punktver
da die wundervolle Ueberſicht dieſe Eigenſchaft der Pho=
eindringt
, können alle für die Schiffahrt gefährlichen Klip
gleich zwiſchen der Natur und dem Relief die Linie aus
tographie zur vollen Ausbeute bringt
ſtecken und verpflocker
pen, Sandbänke, Verſandungen feſtgeſtellt und vermeſſen
Auch wird der Auftragautomat, der die Herſtellung
werden.
Ueberhaupt werden die gero=geodätiſchen Aufnahmen
des Planes ſofort unabhängig vom Wetter in das Zim=
Hierdurch erhalten wir für die hydrotechniſchen Ar
B
Stadtpanoramen, einen großen kulturhiſtoriſchen
mer verlegt, eine weitere Verbilligung der Kartenher=
beiten
der Flußbauämter äußerſt wichtige Karten. Di
Wert für ſpätere Geſchlechter haben, da ſie das Leben und
tellung bedingen
Bedeutung derſelben wurde bereits bei Zeppelinfahrten
Treiben unſerer Zeit, unſere Architekturſchönheiten bis
Eine tatſächliche Aufnahme aus der Luft fehlt uns
über dem Rhein von miniſteriellen Waſſerbau=Sachver
uf einige Zentimeter genau jederzeit rekonſtruieren
heute noch. Daher auch eine genaue Schätzung. Doch
ſtändigen entſprechend gewürdigt
laſſen
oll dies den Fortſchritt hindern
Da der größte Teil der Küſten der Weltmeere über=
Schon ſeit langer Zeit haben daher Männer de
Wäre Amerika 1492 entdeckt worden, wenn die Ak=
haupt
nicht vermeſſen iſt, ſo liegt auf dieſem Gebiete ein
Wiſſenſchaft die umwälzende Bedeutung des Ver=
ionäre
, welche dem Kolumbus die drei Schiffe zur Ueber
ungeheures Arbeitsfeld offer
meſſungsluftſchiffes für die Topographie und für die
fahrt ausrüſteten, von ihm etwa eine Anſichtskarte einer
5. Doch nicht allein für rein vermeſſungstechniſche
Wiſſenſchaft geprieſen
der vielen weſtindiſchen Inſeln verlangt hätten?
Zwecke dienen dieſe Apparate. Verſuche auf dem Wendel
So ſagt Herr Hofrat Profeſſor Dr. Dolecal=Wien
Wer denn hätte in Europa vor dem Verſuche von
ſtein in der kriegsgemäßen Höhe von 1800 Meter haber
Wenn dieſe (d. h. die Vermeſſungsluftſchiffe) einmal
Santos=Dumont alſo vor 1906, auch nur 1000 Mark in
einen Tiefenausblick bei nur 50 Meter Baſisab=
im
Dienſte der Wiſſenſchaft die Lüfte durchſchneiden, dann
den unſcheinbaren Hargraveſchen Kaſtendrachen geſteckt
ſtand der Apparate ergeben, der für militäriſche Rekog
werden die letzten jungfräulichen Stellen in unſeren At=
Und heute ſchon nach ſieben Jahren flog Garros mit
noszierungszwecke, bei Feſtungskriegen,
anten verſchwunden, zahlreiche Anregungen auf den ver
für Marine=
einem
ſolchen Dinge von Tunis über das Mittelmeer
aufklärungszwecke eine Beobachtung außerhalb der
chiedenſten Gebieten menſchlicher Forſchungen werder
rach Rom, von Weltteil zu Weltteil. Wir ſtehen am An=
Schußweite der Kanone ermöglicht
ich einſtellen, Handel und Verkehr auf ſegenbringend
fang dieſer Technik! Als Kinder des 20. Jahrhunderts
6
Endlich kommen eine Reihe anderer nicht zu unter=
Bahnen gelenk
erkennen wir kaum mehr die Handpreſſe Gutenbergs die
ſchätzender Ausnützungsmöglichkeiten wirtſchaftlicher und
Neiner Anſicht nach liegt in der Ausnützung des
Stephenſonſche Lokomotive, oder den Gauß=Weberſchen
induſtrieller Natur in Frage. Hierher gehören neuartige
Luftſchiffes zur Vermeſſung, alſo im Värmeſſungsluft=
Telegraphenapparat. Der Fortſchritt iſt unaufhaltſam
Stadtpläne, plaſtiſche Panoramen, ganz neuartige An
ſchiffe, die wahre volkswirtſchaftliche Bedeutung (de
und wird uns auch das Vermeſſungsluftſchiff mit ſeiner
ichtskarten und Anaglyphen Karten, welche die Gegen=
Luftſchiffahrt)
verfeinerten Aufnahmetechnik bringen
ſtände plaſtiſch zeigen. Auch die Filminduſtrie wird her=
Und für Herrn Geheimrat Hergeſell iſt eines ſeiner
durchhallt ganz
Der Schrei nach Wirtſchaftskarter
vorragend intereſſiert ſein wegen des neuartigen, ſtereo=
Hauptziele bei der Entwicklung des Luftſchiffes gerade
Argentinien und Braſilien und viele andere, ſich raſch
Als
ſkopiſch=wundervollen Effektes dieſer Aufnahmen
ſeine Ausbildung zum Vermeſſungsluftſchiffe
Verkehr erſchließende Länder
den
Feder dieſer plaſtiſch ſchönen Films wird zur Zug=
olches
wird es auch in unſeren Gegenden ausgezeichnete
Die Weltproduktion und der Weltverkehr bedingen
kraft der Kinotheater werden und hierdurch zur Rent=
dienſte
leiſten, Küſtenvermeſſung, Landaufnahmen jeg
ſich wechſelſeitig. Hierin liegt wiederum die Bewertung
bilität beitrager
licher Art wird es mit einer Leichtigkeit und Schnelligkeit
von Grund und Boden, welche eben nur durch eine Ver
doch auch in der Technik des Maßſtabes iſt die gero
vollziehen, daß die Anwendung eines ſolchen Luftſchiffes
meſſung ſicher und gerecht ermöglicht werden kann
geodätiſche Aufnahme im Vorteil.
nicht nur zu empfehlen, ſondern geradezu wegen der, Er
Einerſeits wird die Notwendigkeit dieſer Vermeſſungen,
Ob wir die Aufnahme für topographiſche Kataſter=
ſparung
der Koſten geboten ſein wird.
andererſeits die Unmöglichkeit ihrer Ausführung durd
Beide Faktoren, Schnelligkeit und Billigkeit der Auf=
oder
ingenieurtechtiſche Karten benutzen wollen, haben
die heutigen Methoden uns abſolut ſicher das Ver
nahme, können wir heute ſchon ungefähr an den vorhan
wir durch geignete Wahl der optiſchen und meſſungstech=
meſſungsluftſchiff
bringen
denen terreſtriſchen Aufnahmen kalkulieren.
niſchen Konſtanten der Aufnahmeapparate in der Hand.

[ ][  ][ ]

Seite 4.
Nummer 10d.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 8. Mai 1913.
Zweiten. Heer und Finanzen wurden durch Krieg und
brachten Bilder der Schweiz und Oberitalien in ebenfalls
den aufgewandt für Heilung der Verletzten vor dem Be=
Verſchwendung zerrüttet und in dem Krieg gegen Frank=
muſtergültiger
Ausführung. Den Glanzpunkt des Abends
ginn der Verpflichtung der Genoſſenſchaft, 2322,50 Mar
reich verlor Preußen im Separatfrieden von Baſel (April
Woche und
bildeten die Vorführungen der Bilder der 20jähriger
kamen für Heilmaßnahmen nach der 14
1795) die geſamten auf dem linken Rheinufer gelegener
Wanderzeit des Damen=Turnvereins. Vor allen Dinger
2614,74 Mark für Angehörigen=Unterſtützung während der
Landesteile. Schon damals erhoben ſich Stimmen ein
für die Mitglieder berechnet, riefen die Erinnerungen
Dauer der Unterbringung des Ernährers in der Heil
flußreicher vaterlandsliebender Männer, die eine Umbil
an ein fröhliches Wanderleben, welches neben dem Tur=
anſtalt
zur Ausgabe. Die Verwaltungskoſten der Sektiot
dung des politiſchen Grundproblems um 1800 und die
nen von dem Verein ſeit zwei Jahrzehnten geübt wird,
im Jahre 1912 betrugen 21826,91 Mark, mit einer Er=
Beſeitigung des abſolutiſtiſchen Militär= und Beamten=
ſparnis
von 4123,09 Mark gegen den Voranſchlag. Für
die größte Freude hervot
ſtagtes Preußen und Schaffung eines Kultur= und Volks
Der Höhepunkt der Veranſtaltungen war das geſterr
die Maßnahmen zur Verhütung von Unfällen waren allein
taates forderten. Aber auch König Friedrich Wilhelm III
nachmittag in der Turnhalle am Woogsplatz abgehaltene
8255,74 Mark nötig. Der Voranſchlag für das Jahr 1914
ſetzte ſeine ſchwächliche Politik gegenüber Frankreich fort.
wurde mit 25800 Mark genehmigt
Schauturnen
Endlich wurde der König im Jahre 1806 zum Krieg mit
Das Ergebnis der erforderlichen Neuwahlen
Frankreich gezwungen und die ſchweren Niederlagen bei
30 junge Turnerinnen in einheitlich geſchmackvoller
alle ehrenamtlichen Organe waren neu nach den Grund=
Jena und Auerſtädt und der Verluſt zahlreicher Feſtunger
Kleidung zeigten in einer Reihe kraftvoller Uebungen
ſätzen der Verhältniswahl zu wählen
war folgendes
beſchleunigten den Zuſammenbruch des preußiſchen Staa=
in
welcher Weiſe die Durchbildung des Körpers nach den
Philipp
1. Heinrich Sames=Darmſtadt, Vorſitzender; 2.
tes. Eingehend ſchilderte der Redner das Einſetzen de
unübertrefflichen Syſtem der Deutſchen Turnerſchaft plan=
Stellvertreter desſelben; 3. Wilhelm
Kinkel=Darmſtadt, 1.
Gegenſätze des deutſchen Geiſteslebens zum preußiſcher
mäßig geübt wird. Aus der ungeheuren Fülle der Tau=
Ganß=Darmſtadt, 2. Stellvertreter desſelben; 4. Heinrich
Staat und die Verdrängung des naturrechtlichen Staats=
ſenden
von Uebungsformen, über welche das deutſche
Müller=Darmſtadt; 5. Konrad Haury=Darmſtadt; 6. Lud
gedankens durch den organiſchen, ſowie die preußiſchen
Turnen verfügt, waren die hier gewählten als beſonders
wig Pohl=Darmſtadt
Georg Böhringer=Lindenfels
7.
Anſätze zum Kulturſtaat, insbeſondere die religiöſe Tole
lücklich zu bezeichnen. Zunächſt wurden die Frei=
8. Wilhelm Mahr=Darmſtadt; 9. Georg Hillgärtner=Darm
ranz, Verſittlichung des Staatsgefühls im Volk und Füh
übungen, welche als Uebungen für das 12. Deutſche Turn=
tadt
; 10. Karl Schwarz Darmſtadt; 11. Adam Krickſer
lung mit außerpreußiſchen Strömungen, ſowie die Re
feſt in Leipzig vorgeſchrieben ſind, geturnt; dieſe Uebun
Darmſtadt; 12. Peter Heyl=Darmſtadt; 13. Hans Kreuzer=
formbeſtrebungen
vor dem Jahre 1806. Die traurigen
gen ſind eine Verbindung von ebenſo energievollen wie
Bensheim; 14. Wilhelm Eberhardt=Darmſtad
Ereigniſſe überzeugten auch König Friedrich Wilhelm III
anmutigen Bewegungen. Es war erſtaunlich, mit welcher
Als Delegierte zu den Genoſſenſchaftsverſammlungen
von der Notwendigkeit einer Aenderung ſeines Regie
Gewandtheit die jungen Turnerinnen den großen An=
wurden
gewählt: 1. Heinrich Müller=Darmſtadt; 2. Wil
rungsſyſtems. Am 4. Oktober 1807 berief er den Frei
forderungen gerecht wurden. Allgemeine Barren
helm Mahr=Darmſtadt; 3. Wilhelm Eberhardt=Darmſtadt
herrn vom Stein an die Spitze der preußiſchen Zivilver=
übungen
. Den Glanzpunkt der Aufführungen bildet
4. Konrad Haury=Darmſtadt; 5. Karl Schwarz=Darmſtadt;
waltung, um die ihm vorſchwebenden Reformen durchzu
das Hüpfen im Viereck in Verbindung mie
Bernhard Fiſcher=
6. Georg Hillgärtner=Darmſtadt
7.
führen. Freiherr vom Stein forderte die Abſchaffung der
Stabübungen.
Wir ſind geneigt, gerade dieſe
Guſtavsburg; 8. Wilhelm H! Diehl=Groß=Gerau; 9. Gg
Kabinettsregierung und Einführung einer Miniſterial=
Uebungen beſonders hoch einzuſchätzen, weil ſie ſpeziel
Nik. Stühlinger III.=Reinheim; 10. H. Dächert II.=Eber
regierung. Die geſamte Staatsverwaltung Preußens
weiblichen Charakters ſind, dem die damit verbundenen
tadt; 11. Karl Grün=Bensheim; 12. Wilhelm Schwein=
wurde
neu organiſiert, der Bauernſtand von der ſchwer
turneriſchen Uebungen geſchickt untergeordnet ſind und
urth=Reichenbach. Alle dieſe Wahlen entſprechen dem ge=
auf
ihm laſtenden Erbuntertänigkeit befreit und den Ge=
durch
die von jungen Mädchen nun einmal nicht zu tren
etzlich erförderlichen Wahlvorſchlag eines aus der Mitte
meinden eine gewiſſe Selbſtändigkeit verliehen. Vor al=
nende
Anmut dem Auge beſonders ſympathiſch ſind. In
lem aber erhielt das Heer unter Scharnhorſts Leitung
des Sektionsvorſtandes zu bildenden Wahlvorſtandes, der
dieſer Beziehung übertrafen ſie auch noch das an ſich
eine Neuorganiſation durch die allgemeine Wehrpflicht
angenommen, ohne daß in der Offenlegungsfriſt Einwen=
icher
ſchwierigere und in der Exaktheit der Vorführung
das fortan nur noch aus Landeskindern beſtand. Ange=
dungen
hiergegen erhoben wurden
ganz
hervoragende Keulenſchwingen, ſowie
ſichts dieſer ungeheuren Reformbeſtrebungen Preußens
Als Prüfer der Jahresrechnung für das Jahr 191.
Straffſchritt und Stabübungen.
Schwierige Barren=
erwachte
das Mißtrauen und der Haß Napoleons I. gegen
wurden ernannt: Ludwig Weber, Philipp Spieß, Fer=
übungen
, Springen über das Doppelpferd wirkten ſchnei=
Freiherr vom Stein. 1808 forderte er vom König die
Wilhelm Eberhardt, Jean
dinand Mahr, Karl Keller,
dig und echt turneriſch
Entlaſſung und Aechtung Steins und verbot Preußen
Beck, ſämtlich in Darmſtadt
Das geſellige Zuſammenſein, zu welchem
mehr als 42000 Mann Soldaten zu halten. Dem König
Nach einer in der Verſammlung ebenfalls vorge
der Verein ſeine Mitglieder und Gönner abends 8 Uhr
mangelte es nicht an Ratgebern, aber es fehlte ihm die
tragenen Ueberſicht ſteht feſt, daß die meiſten Unfälle in
in den Kaiſerſaal gebeten hatte, geſtaltete ſich zu einen
Energie und Entſchlußfähigkeit, und ſo willigte er in Na
der Mitte der Woche paſſieren, gegeg Ende derſelben aber
friſchen, fröhlichen Treiben der Jugend. Erſtaunlich wa
poleons Forderung ein. Aber Hardenberg führte das
abnehmen. Eine übrigens allgemeine Tatſache.
Tech=
es
, zu ſehen, wie dieſelben jungen Mädchen, welche ſolche
von Stein begonnene Werk fort und im Volke wuchs der
niſche Verſtöße kommen nach einer ebenfalls vorgetrage
anſtrengenden Kraftleiſtungen am Nachmittag vorgeführ
Haß gegen Napoleon I. nur noch mehr. Zum Schluß ſei
nen Ueberſicht öfter auf dem Lande, ganz wenig aber in
nes Vortrages gab der Redner noch ein Geſamturteil über
hatten, durch Theaterſpiel, Reigen, Lieder zur Zupfgeig
der Stadt vor. Demgemäß ſind auch die ſchweren Un
das von Steinſche Reformwerk, ſeinen geſchichtlichen Ent
den Anforderungen auch da gerecht wurden, und iſt dies
älle in den ländlichen Gegenden eingetreten. Eine an=
wickelungswert
und ſeine Bedeutung für die Gegenwart
ein Beweis, daß dieſe harmoniſche Durchbildung de
ſcheinend noch nicht hinreichend bekannte Tatſache, daj
auf deſſen Grundzügen auch der Aufbau des Deutſchen
Körpers ſelbſt bei außergewöhnlicher Kraftentfaltun
Leiſtenbrüche nur in den allerſeltenſten Fällen als Un=
Reiches vollendet wurde. Reicher Beifall wurde dem
keine Ermüdung, ſondern im Gegenteil eine Erfriſchung
der Auslegungsbeſtimmung des Begriffe
fäll
Vortragenden zuteil, dem noch Herr Stud. Walter den
des Organismus zur Folge hat.
Unfall im Geſetze anzuſehen, ſei hier beſonders hervor
Dank der Studentenſchaft anfügte
Eine dreitägige Wanderung in die Rhön vom 12. bis
gehoben. Die Lohnhinterziehungen haben abgenommer
Mai bildet den Abſchluß der in jeder Beziehung als
15
da die Verwaltung der Genoſſenſchaft durch ihre Revi=
gelungen
zu bezeichnenden Veranſtaltungen des Damen=
ſionsbeamten
der Anlegung und der Führung der Lohn
Die Sektion II der Heſſ.=Naſſ. Baugewerks=
Turnvereins
bücher weitgehendſte Beachtung ſchenken läßt. Die All
Berufsgenoſſenſchaft
gemeinheit intereſſierende weitere Fragen kamen nicht zu=
hielt
ihre diesjährige, ſatzungsgemäße Sektionsverſamm=
Erörterung. Nach kurzen Schlußausführungen des Sek=
Hauptverſammlung des Darmſtädter
lung geſtern im Hotel Heß hier ab. Die Beteiligung der
tionsvorſitzenden Sames, in denen alle Gewerbetreibende
Hausbeſitzervereins.
Genoſſenſchaftsmitglieder war recht rege. Nach kurzen Be
gebeten wurden, im Intereſſe ihrer ſelbſt einmütig bei
grüßungsworten des Sektionsvorſitzenden, Maurermeiſte‟
Die Hauptverſammlung am Dienstag
einanderzuſtehen, konnte mit Worten des Dankes an alle,
und Stadtverordneter Sames, wurde in die recht reich=
abend
war ſehr gut beſucht. Den Vorſitz führte Herr von
die in der uneigennützigſten Weiſe ihre Kraft in den Dienſt
Heſſert, der die Sitzung eröffnete und dann über das
haltige Tagesordnung eingetreten. Zunächſt wurde von
der ſozialen Sache ſtellen, die recht lebhafte Verſammlung
abgelaufene Jahr berichtete. Es wurden 4 Hauptverſamm
dem Sektionsgeſchäftsführer Melior die Niederſchrift
geſchloſſen werden
lungen, 13 Vorſtandsſitzungen und mehrere Kommiſſions
über die vorjährige Sektionsverſammlung in Auer
Ein frohes Mahl hielt die Teilnehmer noch längere
ſitzungen abgehalten. In dieſen Sitzungen wurden fol=
bach
a. B. verleſen und genehmigt.
Zeit beiſammen.
gende Fragen behandelt: Die Verſetzung der Reichsbeam=
Aus dem vom Vorſitzenden vorgetragenen Geſchäfts=
ten
in eine höhere Servisklaſſe wurde vorerſt abgelehnt,
bericht ſei folgendes hervorgehoben: Der Sektion II
Damen=Turnverein Darmſtadt.
auch die Gartenſtadt Ziegelbuſch und die Bebauung des
gehören 1868 Gewerbebetriebe an, in denen im Jahre
Heinrich=Wingert=Weges wurde vorläufig abgelehnt. Ir
1912 Arbeiter an 1732730 Tagewerken beſchäftigt und
Der Damen=Turnverein Darmſtadt feierte in die=
der
Waſſergeldfrage, die faſt in allen Sitzungen behandel
7133331 Mark an Löhnen nachgewieſen wurden.
Di=
ſen
Tagen ſein 20jähriges Stiftungsfeſt. De
wurde, iſt nichts erreicht worden; dieſe ſoll ſpäter in Be
neue Reichsverſicherungsordnung erweitert den Kreis de
Verein iſt aus dieſem Anlaß mit einer Reihe von Veran
handlung mit anderen Steuerfragen erledigt werden. Der
Verſicherten immer noch, da Betriebsbeamte nun auch
ſtaltungen an die Oeffentlichkeit getreten, die Zeugnis
Verein zählt 1162 Mitglieder; 268 Mitglieder ſind in
kraft Geſetzes verſicherungspflichtig erſcheinen, wenn ihr
ablegten von dem regen, vielſeitigen Leben, welches in
Laufe des Jahres eingetreten, durch Tod und andere
Einkommen nicht mehr als 5000 Mark beträgt.
Im Be
dieſer Vereinigung herrſcht. Der als Vorfeier am 2.
Urſachen ſind 30 Mitglieder ausgeſchieden. Die Spar=
richtsjahre
kamen 303 Unfälle zur Anmeldung, von denen
April im Fürſtenſaal abgehaltene Lichtbilderaben
und Darlehnskaſſe iſt nicht zuſtande gekommen, beſonders
in 74 Fällen Rente zu zahlen iſt. 13 dieſer Fälle warer
nahm einen überaus befriedigenden Verlauf. Sämtliche
da durch den Zuſammenbruch von Nieder=Modau das
tödlich, davon allein 5, die durch elektriſche Starkſtrom=
zur
Vorführung gebrachten Lichtbilder waren von Mit
Vertrauen zu den Genoſſenſchaftskaſſen ſtark geſunken iſt.
leitungen verurſacht wurden; 3 dieſer paſſierten bei dem
gliedern des Vereins ausgeführte Originalaufnahmen
Dadurch, daß die Schnakenvertilgung jetzt den Mieterr
Bau der Ueberlandzentrale im Kreis Groß=Gerau. Von
teilweiſe Landſchaftsbilder von der Schweiz und Ober
obliegt, werden den Hausbeſitzern etwa 21000 Mark er
den noch verbleibenden Unfällen zog keiner dieſer Fäll
italien in tadelloſer Ausführung, die ein hohes künſtle=
ſpart
. Herr Schembs berichtet dann über den Verban
völlig dauernde Invalidität nach ſich, 8 Verletzte bleiben
riſches Verſtändnis bekunden. Die Vorſitzende des Ver
der heſſiſchen Hausbeſitzervereine, deſſen Verſammlunger
dauernd teilweiſe erwerbsbeſchränkt und in 53 Fällen iſt
eins, Fräulein Anna Walz, brachte geradezu hervor
ausſchließlich in heſſiſchen Städten abgehalten wurden.
die Erwerbsbeeinträchtigung wahrſcheinlich vorübergehend
ragende Aufnahmen einer Schweizerreiſe zur Darſtellung
In der Waſſergeldfrage wurde auch von dieſem Verband
An Renten zahlte die Sektion 1912 88699,03 Mark,
und begeiſterte die Zuhörer durch ihre herrliche Be=
vorgegangen
, doch iſt bis jetzt in keiner heſſiſchen Stadt
gegen 84023,53 Mark im Vorjahre. 1489,28 Mark wur
ſchreibung der Reiſe. Frl. Schmuck und Frl. Lorey
eine Aenderung eingetreten. Ferner wurden Eingaben
Nicht mehr allein für das die Kultur vernich
Und wie wäre ſolch eine Vermeſſung zu denken? Nicht
tende Kriegshandwerk werden die Staaten ſich di
einmal, ſondern dreimal wäre miit Nutzen zu arbeiten. Vor=
Konzerte.
Luftſchiffe anſchaffen, nein, auch für die die Kultur
allem die Geſellſchaft, welche dem betreffenden Staate da
fördernden Vermeſſungszwecke.
Der Kriegszwec
Geld zu Vermeſſungszwecken ſchafft. Sodann wäre am Ver
mm. Das ſeit einer Reihe von Jahren hier eingeführte
geht hier Hand in Hand mit dem Friedenszwecke. Das
kauf der verſchiedenen Luftſchiffsausrüſtungen zu ver
Kirchenkonzert des Inſtrumentalvereins
ſelbe Schiff dient beiden ſo verſchiedenen Aufgaben.
dienen und drittens an der Ausführung der Vermeſſungs=
zum
Beſten des Diakoniſſenhauſes Eliſabethenſtift wird
beute noch haben wir den Vorſprung in der Motor=
arbeiten
, die nebenbei bemerkt, vielen einheimiſchen Kräf
ſtets von allen Freunden einer gewählteren und kunſtvol=
ten

luftſchiffahrt und in der dazu gehörigen Inſtrumenten=
Verdienſtgelegenheit ſchaffen würden
leren Kirchenmuſik mit Spannung erwartet, und ſeine
technik, benützen wir denſelben zur Stäckung des deut=
Bei geordneten Beſitzverhältniſſen gibt es geordnete
gediegenen muſikaliſchen Darbietungen werden mit größ=
Steuerpflichten, werden Handel und Wandel blüher
ſchen Einfluſſes bei den fremden Nationen
ter Befriedigung entgegengenommen. Iſt es doch faſt die
Kriegsmüde ſind die Balkanvölker! Die Tage der
Grund und Boden im Werte ſteigen. Eine Teilabgab
einzige Gelegenheit hierſelbſt, Werke für Orgel und
dieſes Wertzuwachſes, ſowie das Karten= und Plan=
friedlichen
Entwicklung ſehnt man herbei. Ihnen folg
Orcheſter oder für Chor und Orcheſter oder kammermuſik=
ſicherlich
eine hoffnungsvolle kulturelle Aufſchließung
monopol neben einmaligen Staatsausgaben müßten ir
artige Inſtrumentalſoli, wie ſie in Händels Concerto
Schon heute wetteifern die beiden großen europä
ähnlicher Weiſe wie bei den heutigen osmaniſchen Bahn
grosso‟
vorkommen, in einem entſprechenden hohen
linien die Koſten decken
iſchen Mächtegruppen um den Einfluß, Um denſelben
akuſtiſch nicht ungünſtigen Raume zu hören. Ueberdies
ihren Intereſſentengruppen zu ſichern, ſind heute ſchor
Die friedliche Erſchließung und eine bleibende enge
war am Dienstag abend in der Stadtkirche die Aus=
die
Diplomaten und Finanziers an der Arbeit. Die Er=
Angliederung an das deutſche Wirtſchaftsleben wäre
führung der Violinſoli durch die Damen Frl. Ilſe Hoff=
folge
der juriſtiſchen Diplomatie bekommt ganz Europ=
außerdem
noch eine willkommene Beigabe für unſeren
mann und Frau Profeſſor Bergmann in jeder Hin=
an
den neuen Wehrvorlagen zu ſpürer
Handel und für unſere Induſtrie
ſicht ſtilrein und klangſchön, und ſie bildeten mit den
Wie wäre es, wenn einmal die Technik als Diplo
Direktes pekuniäres Intereſſe
haben an der Entwick=
warmen
, beſeelten Klang des Solovioloncells (Herr Otto
matie an deren Stelle geſetzt würde. Der Aufſchwung
lung des Vermeſſungsluftſchiffes vor allem die Luft
Hallwachs) eine mit dem Streichorcheſter alternierend
den die Balkanländer nach dem Kriege nehmen werden,
ſchiffwerften, ſodann die Fabrikanten vermeſſungstech
Gruppe von vollendeter Schönheit. Eine Violinſoliſtin
iſt vor allem ein wirtſchaftlicher, der in der intenſiveren
niſcher Inſtrumente, die großen ingenieurtechniſchen Unter
von großer Begabung, bereits ſehr gut entwickelter Tech
Ausnützung des Grund und Bodens der eroberten Lär
nehmungen für Eiſenbahn=, Straßen= und Kanalbau
nik und gewecktem Verſtändnis der geſchichtlich begründe=
der
beruht. Die allererſte Bedingung geordneter Beſitz
große kartographiſche Anſtalten, große Plattenfabriken
ten Vortragsweiſe des 18. Jahrhunderts, Fräulein Hilde=
und ſo weite:
verhältniſſe iſt aber eine allgemeine Landesvermeſſung.
gard Merck,
ſpielte mit reinem großen Ton Sebaſtiar
Wie ſchwer werden die An= und Verkäufe der Lände=
Ein ſekundäres Intereſſe, das ſich hauptſächlich um
Bachs E=Dur=Konzert für Violine, Streichorcheſter
die
reien ſich abwickeln ohne Vermeſſungsgrundlagen
intenſive Erſchließung des Landes gruppiert, haber
und Orgel in der wirkſamen
Bearbeitung von
Hier wäre ſo recht ein dankbares Feld für die Ver
landwirtſchaftliche Maſchinenfabriken, große Import= und
Dr. Max Reger; weiterhin ſpielte die genannte Dame
Exportfirmen, Schienenlieferanter
wendung eines Vermeſſungs=Luſtſchiffes oder eines zu
unter wohlklingender Orgelbegleitung den Adagioſatz aus
Vermeſſungszwecken eingerichteten Militärluftſchiffes
Und zum Schluſſe ſei der idealeren Intereſſenten ge
der dritten Suite von Franz Ries, ein gefälliges, melo
Bis in die kleinſte Hütte des Landes hinein würde
dacht. Für eine ganze Reihe von Wiſſenſchaften wird
diſch und harmoniſch intereſſantes Tonſtück moderneren
der deutſche Vermeſſungsingenieur dringen, tagtäglich
das Vermeſſungsluftſchiff neue bahnbrechende Ausblicke
Charakters. Der Geſangsſoliſt des Abends, unſer ein=
eröffner

würden die Bewohner des Landes das ſchönſte Erzeug=
heimiſcher
tüchtiger und beliebter Oratorien=Tenor Her
Voran die geographiſche Forſchung
nis deutſcher Technik vor ſich ſehen, ſo daß dem deutſcher
die Heimatkunde,
Franz Müller, ſang außer der bekannten, vom Ver=
der

Denkmalſchutz, die Meteorologſie, die Wolkenforſch=
Kaufmann überall hin die Wege von ſelbſt geebnet wären.
einsorcheſter begleiteten Arie aus Elias
Lieder zut
ung, die Hydrographie, die Phyſik der Atmoſphäre, die
Durch eine derartige Vermeſſung würden auf ein
Orgel: Das Gebet aus Anton Bruckners Te
Deum und
Meereskunde, ſie alle werden in dem Vermeſſungsluft
Reihe von Jahren hinaus unſerem Handel, unſerer In=
von
Arnold Mendelsſohn die beiden ſchlicht anzuhören
duſtrie dieſe Länder erſchloſſen ſein. Selbſt die ſpäteren
ſchiffe ein neues Hilfsmittel zu intenſiverer Entwicklung
den, aber mit vollendeter Kunſt gearbeiteten und vom
Generationen würden von ihren Altvorderen noch hörer
und Forſchung finden. Bedeutende Forſcher haben das=
Meiſterkomponiſten ſelbſt auf der Königin der Inſtrumente
ſelbe ſchon ſeit Jahren herbeigeſehnt, doch erſt in unſeren
daß deutſche Techniker ihre Städte, Dörfer, ihre Fluren
ideal ſchön begleiteten Lieder Ergebung und So hoch
Wieſen und Wälder vermeſſen haben. Eine für den Ab=
Tagen kann es die Luftſchifftechnik und Photogrammetrie
der Himel über der Erde iſt, die ſich für ſeine Stimmlage
verwirklichen. Möge es zum Segen der heimatlichen
ſatz unſerer induſtriellen Erzeugniſſe gewiß günſtige Er=
ganz
beſonders gut eigneten.
deutſchen Arbeit auf dem weiten Erdenrunde ſeine großen
innerung
Konnte man ſchon an der wahrhaft künſtleriſchen
Keine Diplomatie vermag ſolch innigen Kontakt mit
Kulturaufgaben erfüllen.
Ausführung der Orgelbegleitungen durch Herrn Profeſſor
dem Grund und Boden beſitzenden, alſo
wirtſchaftlich
Arnold Mendelsſohn ſeine aufrichtige Freude haben, ſc
kräftigen Teile der Bevölkerung herzuſtellen.
war das nun folgende bekannte F=Dur=Konzert für Orge

[ ][  ][ ]

Nummer 106.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 8. Mai 19
über Brandſteuer und Schornſteinfegergebühren gemacht
geſetzt iſt, wird in ein Geneſungsheim für die
Ueber dieſe Fragen ſollen ſich die Kreisämter äußern.
erholungsbedürftigen Arbeiter der Firmc
Ueber die Frage der Zwangsvollſtreckung, der Zwangs=
umgewandelt
. Zurzeit ſind die hieſigen Bauhandwerke
verſteigerung uſw. ſind Eingaben an das Reich abge=
mit
dem teilweiſen Abbruch der vorhandenen Fabrik
gangen, auch über die Laſtautomobile wurde eine Ein=
gebäude
beſchäftigt. An die Gebäude ſchließt ſich ein
gabe abgeſandt. Der Vorort des Verbandes iſt Mainz=
parkartiger
Garten mit Anlagen, dem ein großer Gemüſe
Herr Mahr erſtattete Bericht über die Tätigkeit der
garten folgt.
Geſchäftsſtelle. Es werde außerordentlich geklagt übe
Hirſchhorn, 7. Mai. Ein in den dreißiger Jahren
die ſteigende Unfähigkeit, Miete zu bezahlen. Es könne
ſtehender Schornſteinfegergeſelle aus Wimpfen
nicht genug geraten werden, daß nur ſchriftliche Miet=
wollte
geſtern nachmittag 3 Uhr vom Dach des einen
verträge abgeſchloſſen würden. Es wurden für 102 Mark
Hauſes auf das nebenſtehende Haus klettern. Dabei tra
Mietverträge verkauft. Der Wohnungsnachweis hat ſic
er fehl, rutſchte aus und fiel herunter auf das Straßen
gut entwickelt; es ſeien über 600 Wohnungen als lee
pflaſter, wo er ſchwerverletzt liegen blieb. Er wurd
angemeldet worden. Von auswärts kämen ſehr viele
bewußtlos ins hieſige St. Bonifatius=Krankenhaus ge
Anfragen. Im November 1912 hat das Großh. Polizei=
bracht
und der anweſende Arzt konnte je einen Ober= und
amt 519 Wohnungen und im Jahre 1910 566 Wohnungen
Unterkieferbruch und einen Schädelbruch feſtſtellen. Er
als leer gezählt. Es gehen außerordentliche Summen für
iegt hoffnungslos danieder.
Als heute nacht der ver
Ausfall an Mieten verloren. Auch über die Karenzzeit
heiratete Forſtwart Hauck vom nahen Michelbuch
bei den Wohnungsräumungsfriſten wurde viel geklagt
der im Neckarhäuſerhof geweſen iſt, mit der dortigen
daß viele Wohnungen nur aus Schikane nicht zur rich
Fähre über den Neckar fahren wollte, verließ er einig
tigen Zeit geräumt würden; hier müſſe Abhilfe geſchehen
Augenblicke zu früh die Fähre, ſtürzte ins Waſſer
Ferner wurde aufmerkſam gemacht auf verſchiedene Ver
und ertrank in den eben hochgehenden Fluten. Alle
günſtigungen bei Verſicherungen. Dank wurde auch dem
Rettungsverſuche waren in der dunklen Nacht vergebens
Ortsgericht Darmſtadt I zuteil, da dasſelbe durch Angab
Seine Leiche konnte bis jetzt noch nicht geborgen werden
der getätigten Verkäufe wertvolle Dienſte leiſtete Es ſoll
Der Ertrunkene hinterläßt eine Frau mit mehreren uner
ſpäter eine Zuſammenſtellung ſtattfinden. Auch die Geld=
wachſenen
Kindern. Der ſchwer betroffenen Familie wirk
knappheit bei erſten und zweiten Hypotheken wurde be
von der ganzen Umgegend größte Teilnahme entgegen
rührt
gebracht
Herr Dr. Bopp hielt dann einen Vortrag über
Worms, 7. Mai. Im Rhein bei Biebesheim wurde
Wert und Notwendigkeit der Hausbe
nunmehr auch die Leiche der Ehefrau des Schneiders
ſitzervereine‟. Er bemerkt, daß kein Unterſchied
Johann Herwig von hier geländet. Bekanntlich
zwiſchen kleinem und großem Hausbeſitz gemacht werden
hat ſich die Frau am 27. März vom jenſeitigen Ufer mi
könne; der Hausbeſitz müſſe ſich rentieren. Der Haus
hrem 2 Monate alten Kinde in den Rhein geſtürzt. Die
beſitzerſtand ſei aber ſchon lange notleidend. Verlang
müſſe einmal werden, daß eine Belaſtung nach der
Leiche des Kindes iſt, wie wir ſeinerzeit berichteten, am
12. April bei Geinsheim geländet worden
Leiſtungsfähigkeit eintrete. Ein Inſtitut müſſe gearündet
werden für die Beſchaffung zweiter Hypotheken. Die be=
Oppenheim, 7. Mai. Die Pfingſtfeiertage ſind hier in
deutende Erweiterung der Stadt habe ſehr viel Schaden
althergebrachter Weiſe alljährlich mit dem ſchönen Jah=
gebracht
. Daß die umliegenden Gemeinden eingemeinde
resfeſt, der weitbekannten Oppenheimer Wäld
werden, ſei nicht ſo wünſchenswert. Der Hausbeſitzerver
cheskerh verbunden und bedeuten dadurch für unſe
ein müſſe Stellung dagegen nehmen. Einige Bezirksver=
Städtchen ein doppeltes Feſt. In dem nahen, ſchön ge=
eine
ſeien leider in das Fahrwaſſer der Politik geraten.
legenen Rheinwäldchen wird unter grünem Blätterdack
Der Hausbeſitzerſtand müſſe ſolche Kandidaten haben, die
der große Feſtplatz hergerichtet, zu welchem ſtets durc
eine Intereſſen vertreten. Auch ſei zu wünſchen, daß die
ieſe und Wald bequeme Wege führen. Dieſes ſchöne
Stimmen der Hausbeſitzer mehr im Landtage vertreten
Feſt wird von vielen gern beſucht, und wenn der Himmel
eien. Die Hausbeſitzer müßten auf dem Plane ſein und
gutes Wetter ſchickt, wird es auch in dieſem Jahre als
beſonders Einfluß auf die Bezirksvereine zu gewinnen
beliebtes Pfingſtwanderziel gewählt werden
verſucht werden. Auch die Vertretung im Stadtparlament
Ober=Ingelheim, 7. Mai. Ein reiches Ver=
müſſe
der Bedeutung der Hausbeſitzer entſprechend ſein
mächtnis iſt unſerer Gemeinde zugefallen. Der an
Herr von Heſſert dankte für den intereſſanten Vortrag
Freitag hier ohne Erben verſtorbene Herr
Friedrick
Die Vorſtandswahlen und die Satzungsänderungen ſol
Lederhos hat der Gemeinde 100000 Mark, mehr als
len in nächſter Sitzung erfolgen. An der Ausſprache be=
Hälfte ſeines Vermögens, hinterlaſſer
die
teiligten ſich die Herren Sanitätsrat Dr. Nöllner, Lehrer
Frei=Weinheim, 7. Mai. Geländet wurde in
Speckhardt, Rentner Nachtigall, Buchhändler Hedwig
Rhein die Leiche des 38 Jahre alten Arbeiters Johann
Stadtverordneter Schupp, worauf die Verſammlung nach
Biontino aus Abenheim, wohnhaft zuletzt in Main,
12 Uhr geſchloſſen wurde.
in der Schloſſergaſſe. B. wurde ſeit dem 26. April ver=
mißt
; er hat anſcheinend Selbſtmord verübt.
* Griesheim, 7. Mai. Von dem heute mittag un
½2 Uhr in Griesheim eintreffenden Zuge der
Dampfſtraßenbahn entgleiſten bei der Ein
Reich und Ausland.
ahrt in die hieſige Station mehrere Wagen. Nu=
Aus der Reichshauptſtadt, 6. Mai. Zur Jubel
durch den Umſtand, daß der Zug bereits mit verminder
eier des Kaiſers war ein Reiterfeſt im hieſigen
ter Geſchwindigkeit fuhr und ſofort zum Halten gebracht
Stadion geplant. Dieſes Feſt iſt nunmehr abgeſagt wor
werden konnte, wurde ein größeres Unglück vermieder
den, und es wird erzählt, daß der Kaiſer, auf deſſen Teil
und kamen die Fahrgäſte der Zug war vollbeſetzt
nahme man gerechnet hatte, mit Rückſicht auf die politiſch
mit dem Schrecken davon. Die Wiederherſtellungsarbei
Lage abgelehnt hätte. Daß der Kaiſer ſeine Teilnahm=
ten
nahmen längere Zeit in Anſpruch. Es wäre wohl
an dieſem Reiterfeſt abgelehnt hat, iſt richtig, daß ihn da=
jetzt
endlich an der Zeit, gerade auf dieſer frequentierteſten
zu jedoch Gründe politiſcher Natur beſtimmt hätten, iſt
Strecke das alte Wagenmaterial verſchwinden zu laſſen
alſch. Vielmehr hat der Kaiſer geäußert, es würde nich
und eine Fahrgelegenheit zu ſchaffen, die den Bedürfniſſen
zum Charakter des Jahres ſtimmen, wenn zu ſeinem Re
genügt und eine größere Sicherheit gewährleiſtet
gierungsjubiläum ein derartig prunkvolles Feſt gefeiert
Offenbach, 7. Mai. Nach vorausgegangenen Fami
würde, es würde vielmehr ſeinen Wünſchen entſprechen,
lienſtreitigkeiten wurde der in der Hermannſtraße woh
wenn dieſes Feſt einen volkstümlichen Charak=
nende
Arbeiter Karl Weimer von ſeiner Ehefrau ange=
er
erhielte. Deshalb will ſich der Kaiſer darauf be
zeigt, daß er vor 10 Jahren in Saarbrücken ſein Wohn=
chränken
, im Stadion eine Huldigung der Turner und
haus und vor 78 Jahren in Saarlouis ſeine Wohn
der Jugend entgegenzunehmen
Im Neuen Garten zu
ung in Brand geſetzt habe, um ſich in den Beſitz
Potsdam wird heute der Grundſtein zu einem neuen
Zeimer, der ge
der Verſicherungsſumme zu bringen.
Landhauſe des Kronprinzenpagres am Jung
Die
Arbeiter Joſeph
ſtändig iſt, wurde verhaftet
fernſee gelegt. Die engliſchen Freimaurec
Reinhard und Georg Dotterweich aus Frankfurt, die in
die unter Führung des Lords Ampthill in Begleitung der
Frankfurt und Griesheim verſchiedene Fahrraddie b
drei Großmeiſter der altpreußiſchen Logen dem Prinzen
ſtähle verübt hatten, wurden hier in dem Augenblick
Friedrich Leopold, dem Protektor der altpreußiſchen Lo=
verhaftet
, als ſie mehrere der geſtohlenen Räder verſetzen
gen, geſtern einen Beſuch abſtatten wollten, wurden vor
wollten
der Prinzeſſin Friedrich Leopold empfangen. Der Prin
Zwingenberg, 7. Mai. In der auf Schloß Schön=
konnte
die Gäſte nicht perſönlich begrüßen, da er infolge
berg unter dem Vorſitz der Frau Fürſtin abgehaltener
eines leichten Unwohlſeins das Bett hüten mußte
In
Jahresſitzung des Vorſtandes des Guſtav Adolf=
der
Cacmen=Sylvaſtraße ſpielte geſtern abend ein Maſchi=
Frauenvereins Zwingenberg konnte wiederun
niſt namens Gramſaki mit einer Bulldogge, die e
eine erhebliche Summe an die Diaſporagemeinden de=
eit
längerer Zeit kennt und die einem dort wohnenden
Dekanats verteilt werden. Es erhielten Heppenheim,
Arbeiter gehörte. Das Tier wurde plötzlich bösartig und
Lorſch und Viernheim je 200 Mark, Gadernheim zur Kir
biß ihm in beide Hände und in die Beine; dann fiel es
cheneinweihung 100 Mark. Bensheim als Liebesgabe zum
auch ſeinen eigenen Heren an, der aber unverletzt blieb
Jahresfeſt und zum Jubiläum 100 Mark, Bürſtadt und
Der Verletzte ließ ſich, da Tollwutverdacht vorlag
Bieber je 50 Mark.
ſofort auf einer Unfallſtation verbinden. Der verdächtig
Birkenau, 7. Mai. Die frühere v. Heylſche Kunſt
Hund wurde von einem Schutzmann an den Füßen ge=
lederfabrik
, die ſchon einige Jahre außer Betrieb
E
Oeffentlichkeit. Verſchiedene Gründe, insbeſondere di
von Händel mit Begleitung des Streichorcheſters und den
100jährige Gedenkfeier der deutſchen Freiheitskämpfe
damaligen Holzblaſeinſtrumenten ein vollendeter Kunſt
waren für die Wahl dieſes Stückes ausſchlaggebend. Di
genuß, indem ſowohl einerſeits Herr Kirchenmuſikmeiſter
Geſänge und Einzelrollen ſind ſoweit geübt, daß mit dem
Profeſſor Mendelsſohn es verſtand, dem Orgelklang
Zuſammenſpiel im freien Naturtheater jetzt begonnen
durch eine raffinierte, großzügig durch das Ganze feſtge
werden kann, ſo daß Oetigheim am 25. Mai, als ſeinem
haltene Regiſtermiſchung die helle, glänzende Färbung
erſten Spieltag, mit einem in jeder Hinſicht vorzüglichen
und leichte Beweglichkeit zu geben, die zur klaren Heraus
Spiel auf den Plan treten wird. Die Bühne, ſoweit man
arbeitung der Händelſchen Rhythmik erforderlich iſt als
von einer ſolchen überhaupt reden will, iſt vielfach er
auch andererſeits der Orcheſterleiter, Herr Akademiedirektor
weitert. Insbeſondere iſt das Alpenlandſchaftsbild viel
Wilhelm Schmitt, mit derjenigen Gewandtheit allen
weiter zurückgerückt und bedeutend erhöht, ſo daß die
Wünſchen des Soliſten folgte, die man nur bei einem
Uebergänge von Natur und Kunſt faſt unmerklich ſind
ſelbſt ſoliſtiſch ſich betätigenden, routinierten und gründ
Die Szenerie iſt vollſtändig erneuert und von hervor=
lich
durchgebildeten Dirigenten vorausſetzen darf. Möchte
ragender Künſtlerhand zu einer vollen Kunſtſchöpfung aus
der Meiſter ſich doch öfter als hervorragender Orgelkünſt
gebaut
ler von beſtem Geſchmack und höchſter Kunſtbildung betäti
gen! Zum Schluß ſind noch die anerkannt guten Leiſtun
Der däniſche Polarforſcher Knud Ras
gen des Martinskirchenchores, unter Leitung von
muſſen telegraphierte aus Thorshavn: Geplante Schli
Herrn Heinrich Colin, zu erwähnen, die mit Chorſätzen
enreiſe wurde mit vier Schlitten und 53 Hunden, in Be
von Fr. Kiel (Pſalm 84, 1, 2), Freudenberg und Arnold
gleitung des Dänen Freuchen und zweier Eskimos, aus
Mendelsſohn das Programm vervollſtändigten
geführt. Sie ging vom Markhamgletſcher aus zum Dan
marksfjord. Bei der Ankunft an der Oſtküſte waren all
Hunde wohlauf. Ich beſchloß, weſtwärts durch den ver
meintlichen Pearykanal nach Pearyland zu gehen; ich hatte
Feuilleton.
eine gute Jagd auf Seehunde und Moſchusochſen längs
der Küſte bis zur Independencebai. Wir gingen nun au
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
Inlandeis über Pearyland, wo früher der Pearykanal
* Parſifal in Mainz. Das Stadttheater plant
vermutet wurde und fanden dort ein großes eisfreics und
eine Aufführung des Parſifal für Januar und will an die
wildreiches Land. Dort blieben wir bei andauerndem
Stadt herantreten, um einen Beitrag für die Ausſtattung
Unwetter und Stürmen, aber bei guter Jagd, etwa nodh
zu erhalten. Mit ihren Maßnahmen mögen die Mainzer
einen Monat. Darauf traten wir über das Inlandeis die
vorſichtig ſein, da das Haus Wagner bis zum 31. Dezem=
Rückreiſe an. Auf einer Strecke von etwa 1000 Kilometer
ber berechtigt iſt, alle Vorbereitungen gerichtlich verbieten
anden wir andauernd loſen Schnee und hatten daher ein
und Anſchaffungen beſchlagnahmen zu laſſen
chweres Vorwärtskommen, dennoch legten wir täglich
urchſchnittlich 50 Kilometer zurück. Die Expedition
Volksſchauſpiel Oetigheim bei Ra
dauerte vom 6. April bis zum 15. September. Die ganze
ſtatt.
Das durch ſein prächtiges Naturtheater über Ba
Reiſe wurde ausſchließlich mit Eskimoausrüſtung durch
dens, ja über Deutſchlands Grenzen hinaus rühmlichſt
geführt, ohne Konſervenproviant
bekannte Naturtheater Oetigheim tritt gegen Ende des
Monats Mai mit Schillers Wilhelm Tell wieder an die

13,

Seite 5.
feſſelt und in das Depot des Tierſchutzvereins eingeliefert
Die
Unterſuchung ſteht noch aus.
Frankfurt, 7. Mai. Geſtern abend kam der Hotel
diener Joſeph Dreſcher auf das Polizeirevier in der
Bettinaſtraße und meldete, es hätten ſich in ſeiner Woh=
nung
, Moſelſtraße 39, ſein Logishere und eine junge
Dame erſchoſſen. Das von ſeinem Geliebten er=
ſchoſſene
Mädchen heißt Wilhelmine Plenger und
wohnte in der Rendelerſtraße. Nach den Erzählungen
der, Mutter kannte Hagron
ſo iſt der Name des
jungen Mannes ſchon lange das Mädchen. In ſechs
Wochen ſollte die Hochzeit ſein, obwohl das Mädchen, dem
Hagron oft Szenen machte, immer wieder Bedenken
äußerte. Der Bräutigam hatte ſchon für die Ausſtattung
geſorgt. Am Dienstag beſuchte ihn die Braut in der
Moſelſtraße. Die Tötung erfolgte wie die Mutter be
hauptet, gegen den Willen des Mädchens, und zwar au
Eiferſucht. Schon früher habe Hagron ſeiner Braut
mit Erſchießen gedroht. Hagron iſt in Gersfeld in der
Rhön geboren. In ſeinem Beſitz befand ſich ein 1908 in
Frankfurt ausgeſtelltes Prüfungsatteſt für Kraftfahrzeuge
Er iſt vermutlich Chauffeur, nicht aber Diplomingenieu
geweſen, wie auf ſeiner Viſitenkarte ſtand
Bad Homburg, 7. Mai. Die Königin der Nie=
derlande
der Prinzgemahl und die Großherzogir
von Oldenburg, ſind geſtern abend um 11 Uhr 6 Minuter
mit Sonderzug von Homburg nach dem Haag abgereiſt
München, 6. Mai. Ein früherer Fremdenlegio=
när
, der bis auf das Geſicht vollſtändig täto=
wiert
iſt, wurde in der vergangenen Nacht am hieſigen
Hauptbahnhofe, den zu verlaſſen er ſich weigerte, aufge=
griffen
und zur Polizeidirektion verbracht. Dort erzählte
der Mann, ein Schneider aus Nagel bei Wunſiedel in
Oberfranken, ſeine Leidensgeſchichte. Er war vor zehn
Jahren unter dem Verſprechen einer Arbeitsgelegenhei
nach Nancy gelockt und dort der Fremdenlegion eingereiht
worden. Von 1904 bis 1910 diente er in Sidi Bel Abbes
als Fremdenlegionär. Wie es in der Fremdenlegion viel
ach Gepflogenheit iſt, ließ er ſich von einem Kamerader
ätowieren, am ganzen Körper, mit Ausnahme des Ge=
ichtes
oberhals der Augen bis zum Kinn. Als er die
Fremdenlegion verließ, ſuchte er nach ſeiner Schilderung
vergeblich Arbeit. Niemand wollte den Tätowierten ein=
tellen
. Und ſo entſchloß er ſich, die blau eingeätzten
Figuren mit dem Meſſer zu entfernen. Sein Zuſtand
nachte in Oberaudorf ſeine Aufnahme in das Kranken=
haus
notwendig, wo ſeinem Wunſche nach Möglichkeit
Rechnung getragen wurde. Aber die Tätowierungen an
den ſichtbaren Stellen ließen ſich nicht ganz beſeitigen
Sein Zuſtand iſt kläglich: Auf der Stirn zeigt ſich eine
große Narbe, auf der rechten Hand eine noch offene Wunde
Ein Daumen war ihm in Afrika weggeſchoſſen worden.
Nun harrt des Tätowierten eine Strafe wegen Ueber
retung der bahnpolizeilichen Vorſchriften, und dann wird
er wieder der Freiheit übergeben.
Hameln, 7. Mai. Von einem Automobil über=
ahren
und getötet wurde geſtern nachmittag der
Kreicarzt und Medizinalrat Dr. Lehmann aus Hameln.
Der Arzt wollte mit ſeinem Rade einem Geſpann aus=
weichen
und geriet dabei unter ein ihm entgegenkommen=
des
Auto Dr. Lehmann erlitt ſchwere Kopfverletzungen
und ſtarb auf dem Transport nach dem Krankenhauſe.
Schwedt a. O., 7. Mai. Hier erkrankten geſtern
mehrere Familien nach dem Genuß von Morcheln unter
Vergiftungserſcheinungen. Die beiden Kinder des Ober
lehrers Schlemmer ſind bereits an den Folgen der Pilz=
vergiftung
geſtorben, das Dienſtmädchen liegt auf den
Tod danieder
Paris, 6. Mai. Die ungariſche 21jährige Nackt=
tänzerin
Ada Villany, die ihre Kunſt unverhüllt
auch in München zur Schau geſtellt und deshalb mit der
dortigen Polizei bereits Schwierigkeiten gehabt hat, hatte
ſich geſtern hier wegen Verletzung der öffent=
lichen
Sittlichkeit durch ihre Darſtellungen zu ver=
antworten
. Der ſie verfolgende franzöſiſche Staatsanwal=
machte
ſich über die junge Perſon und ihre Kunſttheorier
und das äſthetiſche Geſchwätz der über ſie Theoretiſieren=
den
geiſtvoll luſtig: Nach der Angabe der Angeklagten
hätte in München ein deutſcher Profeſſor nach ihrer Vor=
ſtellung
geſagt: Ich habe das Theater mit einer tiefer
Dankbarkeit gegen den Schöpfer verlaſſen. Der Staats=
anwalt
fürchtet, das Publikum habe hei der Vorſtellung
nicht ſo ſehr den Schöpfer als das Geſchöpf geſehen. Poli=
zeiinſpektoren
haben feſtgeſtellt, daß das Publikum bei
em Tanze der entkleideten Ungarin von keinerlei Tief
ſinn und Erhabenheit der Gedanken beſchwert war, ſon
dern nur die Bemerkung machte, ſie ſei etwas mager. Dieſe
Ausſage unterbricht die Angeklagte mit der Bemerkung
dieſe Zuſchauer hatten offenbar keine Künſtlerſeele. Der
Richter bemerkte bei der Verkündigung des Urteils, der
Gerichtshof habe, wie er mit Bedauern erkennen müſſe
offenbar auch keine Künſtlerſeele und ſehe ſich daher ge=
nötigt
, ſie wegen Verletzung der öffentlichen Sittlichkeit
zu 200 Francs Geldſtrafe zu verurteilen
* Die Brautausſtattung der Prinzeſſin Viktoria Luiſe
Ueber die Brautausſtattung der Prinzeſſin Viktoria Luiſe
iſt bisher nur wenig in die Oeffentlichkeit gedrungen, da
alle mit Aufträgen bedachten Firmen ſich ſtrengſten Still=
chweigens
verpflichten mußten. Der Konfektionär erfährt
darüber folgendes: Es ſcheint der ſehr lobenswerte Grund=
atz
durchgeführt worden zu ſein, nicht einzelne Firmen
bei der Lieferung zu bevorzugen, ſondern möglichſt viele
Firmen zur Lieferung der Brautausſtattung der Prinzeſ=
ſin
heranzuziehen. So iſt die Wäſcheausſtattung bei zwölf
verſchiedenen Firmen in Auftrag gegeben worden, und
auch die Kleider ſind bei mehreren Häuſern in Auftrag
gegeben worden. Den Brautſchleier fertigt die Schleſiſche
Spitzenſchule in Schmiedeberg an; dieſes Kunſtwerk deut
ſcher Handfertigkeit wird gemeinſam mit der Schleppe des
Brautkleides, die in dem Kunſtſtickerei=Atelier von Frau
Eliſabeth von Wedel in Berlin angefertigt wird, ſpäte:
m Kunſtgewerbemuſeum ausgeſtellt werden. Vor kurzem
wurde der Elſäſſiſchen Spitzenſchule in Selz, die eine
Gründung der Gemahlin des Staatsſekretärs von Elſaß=
Lothringen, der Freifrau Zorn von Bulach iſt, ſeitens der
kaiſerin der Auftrag zuteil, eine handgeſtickte Bettdecke
für den Trouſſeau ihrer Tochter anzufertigen. Das Muſter,
nach dem dieſe Arbeit verfertigt wird, iſt in Straßburg
i. Elſ. ausgeſtellt. Hüte und den Brautkranz liefert eine
Putzfirma in Berlin, welche ſchon lange Jahre die Kai=
ſerin
und die Kronprinzeſſin bedient. Die innere Aus=
ſtattung
der in Rathenow aelegenen Villa, des zukünftigen
Heims des jungen Paares, hat ſich das Haus Cumber=
and
vorbehalten. Die Villa ſelbſt iſt nicht größer, als
das Heim eines wohlhabenden Privatmannes
Der glückliche Kellner. Mr. George A. Lamaze iſt
fortan nicht mehr allein der ſchönſte Kellner von Boſton
der glücklichſte Kellner von
ondern bis auf weiteres
Amerika, denn über Nacht ward er zum Kapitaliſten und
zugleich glücklichen Ehemann. Eines der ſchönſten Mädche:
von Baltimore, die außerdem noch die Tugend hat, eine
reiche Erbin zu ſein, hat ihn zum Gemahl erkoren. Die

[ ][  ][ ]

Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 8. Mai 1913.
Nummer 106.
Paris, 7. Mai. Im lateiniſchen Viertel kam es geſter:
habe ihn veranlaſſen wollen, in der nächſten Generalver=
daß
der Prozeß eine Zeitdauer von etwa zwei Monaten
abend zu einer heftigen Prügelei zwiſchen jugend
ammlung für den Konkurs einzutreten, da die Kaſſe mehr
verzeichnen kann, vorausgeſetzt, daß überhaupt in dem
lichen Gegnern und Anhängern der dreijährigen Dienſt=
zinſen
für ihre Schulden zahlen müſſe, als ſie ſelbſt für
bisherigen ſchnellen, ungeſtörten Geſchäftsgang fortge=
zeit
, weil die letzteren den Gymnaſialprofeſſor Millot, der
fahren werden kann.
ihre Darlehen bekäme. Zeuge habe dies unterlaſſen, da
einen Aufruf gegen die dreijährige Militärdienſtzeit
er ein Intereſſe am Weiterbeſtehen des Vereins hatte.
unterzeichnet hatte, mit Hohn= und Schimpfrufen verfolg=
Zeuge wird dann gemäß dem am Dienstag gefaßten Be
hatten. Mehrere Perſonen, darunter zwei Schutzleute
Gerichtszeitung.
ſchluß teilweiſe vereidigt. Der Mitverteidiger des An=
wurden
erheblich verletzt. Sieben Ruheſtörer wurder
geklagten Jſaak, Rechtsanwalt Neuſchäffer, bean
Lotteriekollekteur Schäfer vor Gericht.
verhaftet.
tragt, 23 Zeugen zu laden zur Entlaſtung Jſaaks, davon
London, 6. Mai. Ein Brand zerſtörte heute die
14 Leumundszeugen
-
Frankfurt, 6. Mai. In der fortgeſetzten Ver=
Auch die Verteidigung Ihrigs
ſchöne moderne Katherinenkirche in Hatcham im
handlung gegen den Bankier und Lotteriekollekteur Fer
beantragt die Ladung weiterer Zeugen. Auf die Verneh=
Südoſten Londons. Der Schaden wird auf 10000 Pfund
inand Schäfer wegen Betruges bei der Veranſtaltung
mung des erkrankten Zeugen Zobel=München wird jetzt
Sterling geſchätzt. Obgleich noch kein ſicheres Zeichen da=
von
Lotterieziehungen wurden heute die Vorgänge be
verzichtet. Sodann wird die Vernehmung des Ange=
für
vorhanden iſt, glaubt man, daß es ſich um eine Tat
ſprochen, die bei der Frankfurter Ziehung Anlaß zu Ge
klagten Jſaak vorgenommen. Dieſer erklärt ſich noch
der Wahlbanditinnen handelt. Der Pfarrer der Kirche
rüchten gaben, die aber nicht mit zur Anklage ſtehen.

mals eingehend über ſeine Beziehungen zum Baukonſor
erklärte, er habe mittags drei Frauen in der Nähe
Zeuge Kaufmann Vetter bekundet, es ſei ihm aufgefallen,
ium. Der zur Verleſung gebrachte Vertrag zwiſchen Pall=
der
Kirche umherſtreifen ſehen. Bald nachdem er die
daß Schäfer einmal in die Taſche faßte, als ob er etwas
mann, Roth und Jſaak verpflichtete Iſaak zum Beſchaf
Kirche verlaſſen hatte, bemerkte er Rauch. Nach einer an=
verſtecken
wollte. Schäfer habe mit dem Notar und dem
fen des Baugeldes zu höchſtens 5prozentigem Zinsfuße.
deren Darſtellung waren die Chorſtühle und Betpulte mit
Polizeikommiſſar vereinbart, daß nur die Gewinne über
Er will im ganzen 37 Millionen Mark Kapital beſchafft
Benzin benetzt
5 Mark aufgerufen werden ſollten. Auf dem Boden hab=
haben
, natürlich unter Realiſierung der auf den Häuſern
Petersburg, 6. Mai. Der Thronfolger hat den
er ein weißes Röllchen liegen ſehen, das er aufhob und
errichteten Hypotheken und Kaufſchillinge. Seinen Verluſt
Krankenſtuhl verlaſſen und geht ſelbſtändig durch di
uf Geheiß Schäfers an dieſen zum Ausrufen weitergab.
aus dieſem Geſchäft beziffert er auf 900000 Mark. Die
Palaſträume in Zarskoje Sſelo. Er trägt am linken Fuß
Schäfer habe gleich darauf den zweiten Hauptgewinn vor
Wechſel Nieder=Modau, die ihm von Pallmann gegeben
einen von Dr. Derewenko erfundenen Federapparat, der
15000 Mark ausgerufen. Während des Raddrehens lag
wurden, habe er in gutem Glauben genommen, denn P
das Aufſetzen des noch immer im Knie leicht kontrahieren=
wieder
ein weißer Zettel am Boden. Schäfer nahm ihn an
habe ſich in guten Vermögensverhältniſſen befunden, und
den Beines erleichtert
ich und rief darauf gleich den erſten Haupt=
wenn
ihm dieſer verſicherte, Nieder=Modau ſei ihm ver=
Saloniki, 7. Mai. Ueber den Selbſtmord des
treffer aus. Schäfer ſei während
pflichtet, ſo habe er keinen Grund gehabt, dies zu bezwei=
der
Ziehunc
Königsmörder Schinas wird noch gemeldet:
ehr aufgeregt
geweſen.
eln. Er habe die Wechſel diskontiert, ohne Proviſion zu
Au
die Frage
Sch. war von Gendarmen in das Bureau des Unter
der Verteidigung, warum er ſeine Wahrnehmungen nicht
erechnen, weil er nach ſeinem Ausſcheiden aus dem Bau
ſuchungsrichters gebracht worden, wo man ihm die Feſ
ofort gemeldet habe, erwidert der Zeuge, der Polizei
onſortium verpflichtet war, das Baukapital zu beſchaffen
ſeln abnahm. Nachdem die Gendarmen und einer der bei
kommiſſar und der Notar ſeien doch Autorität genug, ſi
Beteiligt ſei er weder am Gewinn noch am Verluſt ge=
den
Gerichtsdiener, denen die Ueberwachung anvertrau
hätten die Dinge auch ſehen müſſen. Zeuge Kaufmann
weſen. Pallmann habe ihm ſpäter, etwa 1905, für die
war, das Zimmer verlaſſen hatten, benutzte er einer
Balm beſtätigt die Angaben des Vorzeugen. Dem fol
diskontierten Wechſel eigene Hypotheken und Kaufbrief
Augenblick, in dem der zweite Gerichtsdiener ſich von ihm
genden Zeugen, einem Zigarrenhändler, iſt es aufgefallen,
übergeben, aus deren Erlös die Wechſel bezahlt wurden
abwandte, um ſich aus dem Fenſter zu ſtürzen. Er war
daß Schäfer die Hände unter den Tiſch hielt und ſo die
Seine Verluſte ſeien dadurch entſtanden, daß ihn Pall
ofort tot.
Rollen aufmachte. Als er in der Preſſe von den Anſchul=
mann
hintergangen habe und das hergegebene Baugelt
digungen gegen Schäfer hörte, habe er ſeine Wahrneh=
für
eigene Bauten verwendete. Der Angeklagte behaup=
mungen
der Polizei mitgeteilt. Die Ueberwachung der
tet, er ſei ſtets der Meinung und des Glaubens geweſen
Parlamentariſches.
Ziehung hatten Polizeikommiſſar Stolker und Notar
Nieder=Modau wäre verpflichtet geweſen, die Wechſel mit
C
Der Finanzausſchuß hielt geſtern vormit=
Breitmann, die beide als Zeugen geladen ſind. Da letz=
zu
unterſchreiben. Er ſei auch niemals im Zweifel dar=
kag
eine gemeinſchaftliche Sitzung mit der Regierung ab
terer nicht erſchienen iſt, wird gegen ihn eine Ordnungs=
über
geweſen, daß eine Genoſſenſchaft einen ſo hoher
der die Miniſter Dr. Braun und von Hombergk zu
Wechſelkredit von annähernd 300000 Mark geben durfte
ſtrafe von 100 Mark verhängt. Polizeikommiſſar Stolker
Vach beiwohnten. In der Sitzung wurde der Geſetz
bekundet, daß er keine beſonderen Inſtruktionen für die
Er habe keine Ahnung vom Genoſſenſchaftsweſen gehabt
entwurf über die Koſten der höheren Schulen durchge=
Es wird ſodann ein Brief Pallmanns an Jſaak von
Ueberwachung der Ziehung gehabt habe. Es kommt dann
ſprochen und dabei beſonders die Belaſtung der einzelnen
Mai 1910 verleſen, in dem P. dem Jſaak mitteilt, Ihrig
die Elberfelder Ziehung vom Jahre 1912 zur Sprache,
Orte, in denen ſich höhere Schulen befinden, erörtert. Nicht
habe ihm verboten, weitere Wechſel zu machen‟. Er
die Schäfer ebenfalls leitete. Dabei ſahen zwei Zeugen,
allein von den ſtädtiſchen Vertretern, ſondern auch von
daß Schäfer in der einen Hand ein rotes Röllchen verbor=
dürfe
auch keine Blankoakzepte mehr benutzen. Zwei
den Vertretern der ländlichen Gemeinden wurde auf di
en hielt, ſie wiſſen aber nicht, ob die Ziehung damals
Blankoakzepte habe er noch im Beſitz. Jſaak könne ſi
außerordentliche Belaſtung durch dieſe Koſtenübernahme
benutzen. Aus dieſem Briefe geht hervor, daß die Be=
ſchon
vorüber war. Ein Zeuge erzählt, daß der frühere
hingewieſen, die in kleineren Orten eine Steuer=
Prokuriſt Schäfers Michelbach nach Aufgabe ſeiner Stel
hauptung Iſaaks, er habe nicht gewußt, daß P. mit Blan=
erhöhung
bis zu 12 Prozent zur Folge haben
lung verſchiedenes ausplauderte. Er behauptete, Schäfer
ketten arbeite, falſch iſt. Er erklärt in bezug auf den Brief,
würde. Die Regierung berief ſich darauf, daß eine Neu=
habe
zwei hohe Gewinne ſich zu Unrecht angeeignet. Ferner
er habe ihm keinen beſonderen Wert beigelegt und die
regelung der Koſten der höheren Schulen von den Kam=
ſoll
der Prokuriſt von einem Hauptgewinn 17000 Mark
Blankoakzepte habe er nicht angenommen.
Nach der
mern verlangt worden ſei und daß dieſem Verlangen durch
Pauſe wird der Gerichtsbeſchluß dahin verkündet, daß
abbekommen haben. Eine Reihe von Loshändlern und
die Geſetzesvorlage entſprochen werden ſoll. Von ver=
Lotterieunternehmern behaupten, daß ſie ſich nie in der
den von den Verteidigern geſtellten Beweisanträgen ſtatt
ſchiedenen Seiten wurde darauf hingewieſen, daß eine
von Schäfer angegebenen Weiſe perſönlich an den Zie=
gegeben
werden ſoll. Ferner wurde beſchloſſen, daß der
Belaſtung der Gemeinden durch die höheren Schulen doch
hungen beteiligt hätten. Daß größere Gewinne nicht ab=
Sachverſtändige Baſtian die im Nachlaß Pallmann ge
nicht mehr angängig ſei, nachdem die Belaſtung der Land
fundenen Bücher durchſieht, wegen etwaiger Eintragungen
gehoben würden, komme vor, aber äußerſt ſelten. Ein
gemeinden mit den Koſten der Volksſchulen weggefallen
Zeuge hat einmal als Loshändler Gewinne von 100 und
über das Verhältnis Pallmann=Iſaak und Adam. So
ſei und der neuen Beſoldungsordnung dieſe Einnahmer
500 Mark gemacht, aber dafür für mehrere tauſend Mark
dann wird in der Vernehmung des Angeklagten Iſaa
nicht mehr zugrunde liegen. Im übrigen wurden die ein=
ortgefahren
. In einem Briefe Pallmanns an Jſaak von
Loſe übernehmen müſſen. Die Verhandlung wird mor=
zelnen
Beſtimmungen durchgeſprochen und mit der Regie
Mai 1909 verlangt
gen fortgeſetzt
P. 10000 Mark zur Erledigung
rung beraten. Endgültige Beſchlüſſe wurden nicht gefaßt,
unſerer Verbindlichkeiten bei dem Bankier Nauheim
weil erſt die übrige Geſtaltung der Beſoldungsvorlage ab
H. B. Frankfurt 7. Mai. Im Prozeß gegen den
da ſich dieſer bereits an Nieder=Modau gewandt habe
gewartet werden muß. Die nächſte Sitzung findet Don=
Lotteriekollekteur Schäfer wegen Betruges in vier Fäl=
nerstag
ſtatt
Iſaak erklärt, daß damit nicht er und P., ſondern P. und
len beantragte der Staatsanwalt 6 Jahre Gefängnis
Roth gemeint geweſen ſei, denn er hatte keine gemein
Der Sonderausſchuß zur Beratung der
und 12000 Mark Geldſtrafe
ſamen Verbindlichkeiten mit P. Auch die Drohung, Nau
landſtändiſchen Geſchäftsordnung hielt eben=
H.B. Frankfurt, 7. Mai. Der Lotteriekollekteut
heim habe ſich bereits an Nieder=Modau gewandt, habe
falls eine Sitzung ab, die bis ½2 Uhr dauerte und in der
Schäfer aus Düſſeldorf wurde wegen Betruges in drei
die Artikel 1 bis 60 durchberaten wurden.
ihm nicht gegolten, ſondern ſollte wohl lediglich eine Mah
Im weſent
Fällen zu 3 Jahren Gefängnis, 9000 Mart
lichen wurde zu ſämtlichen Artikeln Uebereinſtimmung
nung zur Dringlichkeit ſein. In einem anderen Briefe
Geldſtrafe und 5 Jahren Ehrverluſt verurteilt.
erzielt. Differenzpunkte ergaben ſich nur zur Diſzipli
der ſchon einmal verleſen wurde, ſchreibt P. an Jſaak
Sechs Monate werden auf die Unterſuchungshaft gerechnet.
narbefugnis des Präſidenten und zur Frage der
Wolfsthal verlange eine Bilanz von Nieder=Modau und
In dem erſten Düſſeldorfer Fall vom Jahre 1911 erfolgte
Diäten für die Abgeordneten. Die Beſchlußfaſſung
dieſes weigere ſich, da es lediglich Gefälligkeitswechſel
Freiſprechung
über dieſe beiden Punkte wurde ausgeſetzt. Es werder
ſeien, die an P. gegeben wurden. Darauf ſchrieb Jſaak,
darüber zunächſt noch Beſprechungen in den einzelnen
Nieder=Modau ſolle ruhig die Bilanz geben; man könne
H. B. Poſen, 7. Mai. Die Zeugenvernehmung im
Fraktionen ſtattfinden. Die nächſte Sitzung des Sonder
agen, die Wechſel ſind darin enthalten. Jſaak erklär=
Prozeß gegen Frau Dr. Blume wegen Gattenmordes
ausſchuſſes wird am 21. Mai, vormittags 9 Uhr, ſtatt=
hierzu
, wenn er damals gewußt hätte, daß die Korreſpon
dürfte heute abend beendet werden. Zeugen, die für geſtern
finden
denz von Wichtigkeit würde, dann hätte er ſelbſtverſtänd=
nittag
geladen waren, ſind für heute mittag 12 Uhr end=
Die Zweite Kammer wird, wie geſtern
lich dem Ausdruck Gefälligkeitswechſel widerſprochen; ſo
zültig zum letzten Male geladen worden. Morgen fällt
endgültig beſchloſſen wurde
am Dienstag, den
habe er ihm aber keinen Wert beigelegt. Die Bemerkung.
die Verhandlung mit Rückſicht auf den katholiſchen Feier=
20. Mai zu einer kurzen Plenartagung zuſammen=
man
ſolle ſagen, die Wechſel ſind darin enthalten, erklärt
ag aus. Der ganze Freitag dürfte mit der Vernehmung
treten. Die Kammer wird am Dienstag und Mittwock
er damit: er habe ſelbſtverſtändlich angenommen, die
der 10 ärztlichen Sachverſtändigen ausgefüllt werden und
tagen, am Donnerstag wegen Fronleichnam ausſetzen und
Wechſel ſeien in der Vilanz aufgeführt. Er will damals
der Samstag wird mit den Plaidoyers ausgefüllt. J.
dann noch am Freitag vormittag eine kurze Sitzung ab
noch keine Bedenken gehabt haben, obwohl Bankier Wolfs=
halten
. Am Freitag mittag iſt ein Ausflug nach Ober=
Anwaltskreiſen rechnet man mit der Möglichkeit, daß der
thal im Jahre 1907 in Briefen an Pallmann und Jſaak
heſſen geplant, zu dem auch die Parlamentsberichterſtatter
Prozeß erſt am Samstag ſpät abends zu Ende geführt
wegen Nieder=Modau Bedenken äußerte und deshalb eine
Einladungen erhalten
wird. Unter allen Umſtänden ſoll der Prozeß noch vor
Bilanz forderte. Jſaak will die Briefe, die von Wolfsthal
dem Pfingſtfeſte beendet werden, ſelbſt wenn die ganze
an P. gerichtet waren, nicht gekannt haben. Dem wider=
Nacht dazu in Anſpruch genommen werden müßte.
ſpricht ein Brief, den er an P. richtete und in dem er dem
Der Nieder=Modauer Bank=
P. Vorſchläge machte, wie man das Konto bei W. ablöſen
und ihn beruhigen könnte.
krach vor der Strafkammer.
Das bayeriſche Regentenpaar in
Zegen 1 Uhr wird die Vernehmung des Iſaak abge=
brochen
, die wahrſcheinlich am Freitag fortgeſetzt werder
Karlsruhe.
25. Verhandlungstag.
wird. Am Donnerstag und Freitag ſind noch Zeugen ge
* Karlsruhe, 6. Mai. Heute vormittag hörte
g. Der am Montag vernommene Zeuge Lehrer
laden. Der Samstag und Dienstag werden vorausſicht=
der
Prinz=Regent in Anweſenheit des Großherzogs
Vogel wurde geſtern nochmals vernommen. Der Rech=
lich
frei bleiben. Nachdem den geſtellten Beweisanträgen
von Baden einen Vortrag des Baurats Kupferſchmid
ner Neff habe ihm auseinandergeſetzt, daß die Genoſſen=
der
Verteidigung vom Gericht im vollen Umfange ſtatt
über die Rheinregulierung. Dem Baurat wurde von dem
ſchaftsbank ihre Forderungen an den Verein von 1 200000
egeben wurde, iſt das Ende des Prozeſſes noch weiter
Prinz=Regenten das Ehrenkreuz des Verdienſtordens von
Mark im Jahre 1908 bis auf 300000 Mark im Jahre 1911
in die Ferne gerückt. Die Verhandlung dürfte voraus
Heiligen Michael verliehen.
durch Beſchaffung von Sicherheiten verringert habe. Neff
chtlich noch drei bis vier Wochen in Anſpruch nehmen, ſo
* Baden=Baden, 6. Mai. Heute nachmittag
reſolute junge Dame iſt Miß Nancy Redding; und ihren
nen.
Sie müſſen das Kochen übernehmen, Sonntags
gegen ½4 Uhr traf der Großherzog mit den
ſchönen George lernte ſie vor wenigen Wochen kennen
backen und mir zur Hand gehen.
Um ſo beſſer, wenn
Prinz=Regenten von Bayern im Automobil
als er ihr und ihren Gäſten in einem Boſtoner Hotel das
Sie es wünſchen, waſche ich auch.
Aber ich kann Ihner
die Großherzogin mit der Prinzeſſin Ludwig von Bayerr
Diner ſervierte. Es war, wie die glückliche junge Frau
nur einmal in der Woche Ausgang gewähren. Ach, ich
in einem zweiten Automobil und das Gefolge zu einen
behauptet, Liebe auf den erſten Blick‟ Die junge Dame
verzichte überhaupt auf den Ausgang. Die Dame konnte
Beſuch Baden=Badens hier ein. Auf dem Bahnhof fand
die in Baltimore die Notre Dame=Akademie abſolviert hat
nicht länger an ſich halten: Aber, Sie ſind ja das Ideal
ffizieller Empfang ſtatt, bei dem der Amtsvorſtand, Frei=
hatte
ihren Vater, einen reichen Eiſenbahnmagnaten, oft
eines Dienſtmädchens rief ſie begeiſtert. In dieſem
herr von Reck, und Oberbürgermeiſter Fieſer zugegen
ſagen hören, daß ſeine Tochter einen Mann der arbeiten=
Augenblick eilte haſtig ein uniformierter Herr in das Bu=
waren
. Um 4,40 Uhr kehrten die Herrſchaften mittels
den Klaſſe heiraten ſolle und nicht irgend einen verwöhn=
reau
und unterbrach das Geſpräch. Verzeihen Sie‟
Sonderzuges nach Karlsruhe zurück
ten Nichtstuer. Aber als ſie nun die demokratiſchen Prin=
agte
er zu der Dame und faßte das Mädchen am Arm
Karlsruhe, 6. Mai. Aus Anlaß des Beſuches
zipien ihres Herrn Papa auf die Probe ſtellte und ihm
aber ich muß dieſes Mädchen in die Irrenanſtalt zurück=
des
bayeriſchen Prinz=Regentenpaares am hieſigen Hofe
mitteilte, daß ein Kellner aus Boſton um ihre Hand an
führen, ſie iſt uns geſtern davongelaufen. Und mit mili=
and
heute abend im Hoftheater Galavorſtel=
gehalten
habe, war der alte Herr doch reichlich verblüfft
täriſchem Gruße entfernte er ſich, das Mädchen mit ſic
una ſtatt. Gegeben wurde Arda, große Oper von Verdi
Schließlich raffte er ſich doch dazu auf, dem jungen Paar
führend. Die Hausfrau aber ſtand noch einen Augenblick
Der Vorſtellung wohnten außer dem Prinz=Regentenpaar
Glück zu wünſchen und überreichte ihm als Hochzeitsge=
tarr
; ihre Augen füllten ſich mit Tränen, dann fiel ſie
das Großherzogspaar und das Prinzenpaar Max vor
ſchenk einen Scheck über einen fünfſtelligen Betrag. Am
begreiflicherweiſe in Ohnmacht. Es war zu viel . . . .
Baden, ferner die Spitzen der Zivilbehörden bei
Samstag fand die Hochzeit ſtatt. Nach den Flitterwochen
* Ein Briefkaſten als Meiſenheim. Daß Vögel be
Karlsruhe, 7. Mai. Der Prinz=Regent
wird das Paar in Oil City Aufenthalt nehmen, wo der
dem Bauen ihrer Neſter oft ſonderbare Plätze aufſuchen,
von Bayern hörte heute vormittag in Gegenwart des
ſchöne George in einem Vergnügungspark, der ſeinem
iſt bekannt; daß aber ein Briefkaſten als Niſtkaſten benutz
Großherzogs von Baden den Vortrag des Baurats Otto
Schwiegervater gehört, die Führung eines Reſtaurants
wird, iſt wohl noch nicht dageweſen. Ein Meiſenpaar
Hauger über das Murg=Kraftwerk.
Dem Referenten
übernehmen wird.
hatte ſchon im vorigen Jahre ſein Quartier in einem Pri
wurde das Ehrenkreuz des Verdienſtordens vom Heiliger
** Das Ideal der Dienſtmädchen. Eine ungewöhn
vatbriefkaſten bei Davensberg i. W. aufgeſchlagen, und e
Michael verliehen. Später beſuchte der Prinz=Regent das
waren daraus neun Junge flügge geworden. Dem ge=
liche
Szene, die ſich in einem Londoner Vermittelungs=
Atelier des Bildhauers Profeſſor Schreyögg, der gegen=
bureau
für Dienſtboten in dieſen Tagen zugetragen haben
iederten jungen Völkchen muß es in ihrem eigenartigen
wärtig mit der Ausarbeitung eines Denkmals für den
oll, wird in der Pall Mall Gazette berichtet. Eine Dam=
Heim aut gefallen haben, denn in dieſem Jahre haber
verewigten Prinz=Regenten Luitpold für ſeine Heimat=
die
treulos von ihrem dienſtbaren Geiſte verlaſſen wor=
wei
Meiſenpaare ihr altes Heim wieder aufgeſucht und
gemeinde Mittenwald beſchäftigt iſt. Um 2 Uhr 15 Mi
den war, kam in jenes Bureau und begann Verhandlun=
Neſter darin wieder aufgebaut. In dem einen ſind bereits
nuten mittags hat das Prinz=Regentenpaar die badiſch
gen mit jener Maid, die ihr unter den anweſenden Zofer
11 Eier, auf denen die Alten ſchon fleißig brüten. In den
Hauptſtadt mittels Sonderzuges wieder verlaſſen, um ſid
und Küchenfeen den beſten Eindruck machte. Man ſtell=
zweiten
ſind acht Eier vorhanden. Bemerkenswert iſt noch
über Germersheim nach Edenkoben zu begeben. Zu
ſich die Freude der Hausfrau vor, als ſich folgender Dia=
daß
die Vögel durch das tägliche Einlegen und Ausholer
Verabſchiedung auf dem Bahnhof waren u. a. zugegen
log entſpann: Würden Sie gern eine Stellung auf dem
der Poſtſachen ſich nicht ſtören laſſen und ihre Neſter kaum
das Großherzogspaar und das Prinzenpaar Max von
Aber ich
Lande annehmen? Jawohl, gnädige Frau.
verlaſſen
Baden
-
Von Auszeichnungen, die der Prinz=Regent
habe mehrere Kinder. Um ſo beſſer, ich liebe die Klei=
heute
noch verliehen hat, ſeien erwähnt: Oberbürger=

[ ][  ][ ]

Nummer 106.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 8. Mai 1913.
Seite 7.
meiſter Sigriſt von Karlsruhe erhielt das Bild des Re
Buchen iſt teilweiſe, das der Ebereſchen völlig erfroren.
Sommerkleider für Frauen und Mädchen, deren Selbſt=
genten
in ſilbernem Rahmen, Erſter Bürgermeiſter Dr
Im oberen Schwarzwald und in den Vogeſen
anfertigung durch die von der Wiener Mode ausgegebe=
Paul den Michaelsorden 3. Klaſſe und Stadtgartendirek
hält die winterliche Witterung an. Seit zwei Tagen iſ
nen Schnitte ſehr erleichtert und verbilligt wird.
tor Ries den Michaelsorden 4. Klaſſe mit der Krone.
bis auf 1000 Meter hinab Neuſchnee gefallen. Die Berg
ſpitzen tragen eine 10 Zentimeter dicke Schneedecke. Die
Temperatur ging bis auf 4 Grad unter Null herunter
Der Balkankrieg.
Auch in der Rheinebene hält der Temperaturſturz an
Das IU. deutſche Kaiſerpreis=
Der Fall Palitſch
Wettſingen.
* Wien, 6. Mai. Die Politiſche Korreſpondenz er=
Luftfahrt.
fährt: Von der gemiſchten Kommiſſion zur Unterſuchung
* Frankfurt, 7. Mai. Auf der heutigen Auto
Prinz Heinrich=Flug 1913. Anſtelle des
der Ermordung des Franziskanerpaters Pa=
mobilfahrt
nach Frankfurt hielt der Kaiſer in Höchſt a
Leutnants v. Mirbach wird Leutnant Sommer von
itſch wurde am 14. April ein Protokoll niedergelegt
und beſichtigte dort, geführt von dem Oberbürgermeiſter
der Darmſtädter Fliegerſtation an dem Prinz Heinrich
wvonach die Kommiſſion zu keinem entſcheidenden Reſul=
-
und dem Landrat, das neuhergeſtellte Rathaus
In
Flug 1913 teilnehmen
tat gelangte. Wenn auch kein vollgültiger Beweis er=
Wettſtreit der Männergeſangvereine ſang
bracht werden konnte, daß Palitſch ohne jeden zureichen=
heute
vormittag von 10 Uhr ab die dritte Gruppe. Das
Berlin, 7. Mai. Das neue Zeppelinluftſchif
den Grund niedergemacht worden iſt, ergab die Unter=
Publikum war verſtärkt durch Tauſende von Kindern au=
Sachſen, bisher der größte Luftkreuzer, wird am 1. Jun
ſuchung, daß Palitſch in Feſſeln wie ein gewöhnlicher
anſtelle der nach Hamburg gehenden Hanſa in der Pots=
den
oberen Klaſſen der Frankfurter Knaben= und Mäd=
Verbrecher eskortiert und im Gefängnis mißhandelt wurde.
chenſchulen. Der Kaiſer traf bei noch immer andauerndem
damer Luftſchiffhalle ſtationiert werden. Am 22. Juni
Hinſichtlich der Angelegenheit Palitſch, ſowie wegen der
Regenwetter im Automobil gegen 10 Uhr ein. Auch Prinz
geht die Sachſen zur Eröffnung der Luftſchiffhalle nach
gewaltſamen Konverſionen ſtellte die öſterreichiſch=unga
Leipzig.
und Prinzeſſin Friedrich Karl von Heſſen waren erſchie=
riſche
Regierung eine Reihe Forderungen, darunter
nen. Als der Kaiſer in der Hofloge ſichtbar wurde, er
die Erbauung einer katholiſchen Kirche, bei deren Ein=
tönte
ihm aus den Kehlen der Jugend ein dreifaches
weihung ſich die montenegriniſche Regierung vertreten
Bootsunglück
Hurra, worauf die Kinder das Heil Dir, im Siegerkranz
laſſen muß, ferner die Vertretung der montenegriniſchen
anſtimmten, welches alle Sänger und die Zuhörerſchaft
IIB. Berlin, 7. Mai. Geſtern abend kenterte
Regierung bei der endgültigen Beiſetzungsfeier für Pa=
mitſangen
. Um 11 Uhr trafen auch der Großherzog
bei Hörnum in der Nähe von Sylt das Beiboot des
litſch, weiter, daß den zur Apoſtaſie gezwungenen Katho
und die Großherzogin von Heſſen bei der Feſt=
Torpedobootes G 89"
Die darin befindlichen
liken im Falle der Rückkehr zum alten Glauben freie Wahl
halle ein und nahmen in der Hofloge Platz
Perſonen, der Kommandant,
Kapitänleutnant von
des Aufenthalts bezw. der ungehinderte Uebertritt au=
Der für heute angemeldete Männergeſangverein=Gel=
Zaſtrow, mit den Törpedoboots=Obermatroſen Dorn und
fremdes Gebiet garantiert werde. Die montenegri=
ſenkirchen
hat nicht geſungen. Der Kaiſer verweilte bis
Gebhardt, ſind ertrunken. Ihre Leichen ſind noch
niſche Regierung, die zuerſt ausweichend geant=
zum
Schluß der Vormittags=Vorträge und unterhielt ſic
nicht geborgen. Kapitänleutnant von Zaſtrow wa
wortet hatte, ſtimmte ſchließlich auf entſchiedene Vorſtel
meiſtens mit den Preisrichtern. Der Kaiſer nahm das
rüher Kommandant des Torpedobootes S 178 das an
lungen des öſterreichiſch=ungariſchen Geſandten allen For=
Frühſtück bei dem Prinzen und der Prinzeſſin Friedrich
5. März von dem Panzerkreuzer York gerammt wurde
derungen zu und erklärte, wegen der bekannten Behinder=
Karl von Heſſen, an der Tafel nahmen auch der Groß=
und unterging.
ung des Militärattachés Hubka auf der Fahrt nach
herzog und die Großherzogin von Heſſen teil
Cattaro die geforderte Genugtuung gewähren
Ueber den Verlauf des heutigen Tages berichtet die
zu wollen.
König Alfons in Paris.
Frankf. Ztg.: Am heutigen Tage traten faſt durchweg nur
Die Friedensverhandlungen
größere, leiſtungsfähige Chöre auf den Plan, ſo daß das
* Paris 7. Mai. Der König von Spanier
Niveau eine erhebliche Steigerung den beiden geſtrigen
Konſtantinopel, 6. Mai. Die erſte gemein
traf geſtern abend um ½11 Uhr auf der franzöſiſchen
Konzerten gegenüber aufwies. Da der Gelſenkirchener
ſame Sitzung der Friedensdelegierten in
Brenzſtation Hendaye ein und wurde dort von den
Verein infolge triftiger Gründe am Erſcheinen verhinder
London ſoll Donnerstag oder Samstag nächſter Woche
Präfekten des Departements Baſſes=Pyrénées und dem
war, blieb der Chor Frohſinn aus Mende:
tattfinden. In dieſer Sitzung wird der Präliminar=
ihm
zugeteilten Kommandanten des 18. Armeekorps be=
(Sieg) der einzige Vertreter der kleinen Vereine und hiel
frieden unterzeichnet werden. Wie verlautet, wird ſich
trüßt: Um ¾11 Uhr ſetzte der König die Fahrt nach
ich mit ſeinen 128 Sängern recht wacker, ohne im übriger
am Samstag eine Kommiſſion des türkiſchen General
Paris fort. In Lyon wurden zehn Spanier verhafter
den Wettbewerb ernſtlich aufnehmen zu können. Die bei
tabs in das bulgariſche Lager begeben zur vorläufigen
die dort bereits ſchon ſeit längerer Zeit wohnhaft ſind
den Höhepunkte der diesmaligen Leiſtungen lagen ganz
Feſtſetzung der künftigen türkiſch=bulgariſchen Grenze
Sie werden beſchuldigt. einer gegen den König Alfons
am Anfang und in der Mitte des Konzerts und wurder
anläßlich der Pariſer Reiſe angezettelten Verſchwörung
Rumäniens Anteil.
erreicht von dem Verein Coneordia aus Eſſen=
anzugehören
, von der die Polizei durch Briefe Kenntnis
* Bukareſt, 6. Mai.
Ruhr und dem Eſſener Männergeſangver=
Der frühere Miniſterpräſi=
erhalten
habe, die in Barcelona, in Paris ſowie bei den
ein. Dieſer, unter Leitung von Muſikdirektor Mathieu
dent Karp hat für Donnerstag einen Kongreß der kon=
in
Montvellier feſtgenommenen Anarchiſten beſchlagnahmt
Neumann ſtehend, war in der impoſanten Zahl von 346
ervativen Partei einberufen, um gegen die äußere Po=
worden
ſeien.
litik der Regierung zu proteſtieren. Das Ergebnis
Sängern erſchienen. Er repräſentierte hinſichtlich der tech
* Paris, 7. Mai. Der König von Spanien
Botſchafterkonferenz
der Petersburger
niſchen Schulung, der Fülle, Kraft und Schattierungs
iſt um 10 Uhr 19 Minuten auf dem Bahnhof Bois= de=
ſei
unzulänglich. Der Miniſter des Aeußern, Majorescu
fähigkeit der Stimmen wohl eine außerordentlich hoy=
Boulogne eingetroffen, wo er vom Präſidenten Poincar=
wird
nach Einforderung der ruſſiſchen Genehmigung das
Stufe der Chorkultur. Herr Neumann iſt ein Chormeiſter
und von den Mitgliedern der Regierung empfangen wurde.
eheime Petersburger Protokoll in geheimer Kammer=
par
excellence, der das ihm zur Verfügung ſtehende Ma=
Die Bevölkerung begrüßte den König lebhaft.
ſitzung mitteilen. Wie es heißt, wird Rumänien, ab=
terial
mit abſoluter Sicherheit handhabt, dabei allerdings
* Paris, 7. Mai. Der König von Spanien
eſehen von Siliſtria, die alte Grenze behalten
einen unverkennbaren Einſchlag von Virtuoſenehrgeiz
Miniſterpräſident Barthou und die Mehrzahl der Miniſter
zeigt und in Hinſicht auf Phraſierung, Tempo und Vor
haben heute vormittag einer Parade der Garniſon
trag ſich immer in erſter Linie von der Rückſicht auf den
truppen auf der Invaliden=Eſplanade beigewohnt. an
Letzte Nachrichten.
Choreffekt an ſich leiten läßt, unter Benachteiligung des
der auch die Zöglinge der Militärſchulen teilnahmen Eine
muſikaliſch=poetiſchen Eigenwertes der Werke. In dieſer
große Menſchenmenge jubelte dem König, dem Präſiden
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Beziehung zeichnet ſich die ſchon erwähnte Concordia‟
ten und dem Miniſterpräſidenten Romanones zu
* Straßburg (Elſaß), 7. Mai. Die Erſte Kammer
aus Eſſen=Ruhr vorteilhaft aus. Der rhythmiſch und
hat heute den Entwurf des Beſoldungsgeſetzes nach den
namentlich in der Intonation auffallend ſichere und ſaubere
Beſchlüſſen ihrer Finanzkommiſſion angenommen. Nur
Vortrag, die lebendige, charakteriſtiſch individualiſiert
Vermiſchtes.
für die oberſten Richter des Landes, die Oberregierungs=
Führung der Einzelſtimmen und dabei die nirgends zu=
Poſtausweiskarten. 44400 Poſtausweis=
räte
, die Oberforſtmeiſter und die Direktoren des Ober=
gunſten
rein choriſcher Wirkungen vernachläſſigte muſika=
karten
werden gegenwärtig jährlich von den Reichspoſtan=
verſicherungsamtes
wurde eine neue Klaſſe gebildet ent=
liſch
einheitliche Fügung des Ganzen fanden lebhaften
gegen dem Vorſchlag der Kommiſſion und gegenüber der
ſtalten ausgefertigt; gleichwohl iſt der Zweck und die
Beifall, der ſich ſowohl nach dem vortrefflich ausgeführter
Einrichtung der Poſtausweiskarten im gro
ausdrücklichen Erklärung der Regierung, daß ſie gegen die
Preischor als auch nach der ausgezeichneten Wiedergabe
zen Publikum noch keineswegs allgemein bekannt. De
Heraushebung dieſer Beamten ſei
von Blücher am Rhein ſpontan betätigte. Von den
Poſtſendungen mit dem Vermerk Poſtlagernd, ſoweit es
übrigen Leiſtungen hielten die des Barmer Sänger=
* Edenkoben, 7. Mai. Das Prinz= Regenten=
ich
nicht um gewöhnliche Briefſendungen handelt, nur
chores, des Oberbarmer Sängerhains (der
paar iſt im Sonderzug von Karlsruhe kommend gleich
dann verabfolgt werden, wenn der Abholer ſeine Berech=
ſich
nur in der Hymne von Hummel nicht ganz intona=
nach
2½ Uhr hier eingetroffen. Nach Empfang und Be=
igung
zur Empfangnahme nachweiſt, muß er ſich am
tionsfeſt erwies), der Aachener Concordia, auch
grüßung am Bahnhof hielten die Königlichen Hoheiter
Poſtſchalter entweder durch das Zeugnis einer bekannten
der allerdings rhythmiſch nicht recht zuverläſſigen und
unter feierlichem Glockengeläut ihren Einzug in die Stadt
vertrauenswürdigen Perſon oder durch Vorlegung vor
etwas unſicher intonierenden Liedertafel aus Mün
Die Stadt iſt feſtlich geſchmückt. Der Prinz=Regent ver=
Ausweispapieren legitimieren. Die bequemſte Legitima=
chen
=Gladbach, ein ſehr reſpektables Niveau, dem
veilt einige Tage auf Schloß Ludwigshöhe, von wo aus
ion iſt dabei zweifellos die Poſtausweiskarte. Mar
ge=
auch
der Dortmunder Verein bei Beobachtung
er mehrere Städte der Pfalz beſuchen wird
kann ſie bei jedem Poſtamt erhalten; ſie iſt für ein Jah=
chmackvollerer
Vortragsregeln entſprechen würde.
Die
Eſſen (Ruhr), 7. Mai. Bei Dahlhauſen wurden
gültig und muß eine Photographie, eine Perſonalbeſchrei=
weichlich
verzogene und verſüßte Art indeſſen, in der er
heute vormittag auf der Zeche Altendorf drei Berg=
bung
und die eigenhändige Unterſchrift des Inhaber=
diesmal
In einem kühlen Grunde zu Gehör brachte, wat
leute beim Verhauen durch herabſtürzende Geſteinmaſſen
enthalten; ſie koſtet 50 Pfg. Die im Reichspoſtgebiet aus
geradezu ein Muſterbeiſpiel dafür, wie Volkslieder nicht
verſchüttet. Zwei wurden getötet, der dritte ſchwer
geſtellten Poſtausweiskarten gelten auch in den deutſcher
geſungen werden ſollen. Im übrigen macht es das Stei=
verletzt

Schutzgebieten und bei den deutſchen Poſtanſtalten im
gen des Leiſtungsdurchſchnitts den Vereinen naturgemäſ
Münſter, 7. Mai. Zum Biſchof von Münſter
Auslande, ſowie in Bayern, Württemberg, Belgien, Däne=
immer
ſchwerer, ſich im einzelnen zur Geltung zu bringen
wurde Kapitularvikar und Generalvikar Johannes Pog=
mark
, Frankreich, Italien, Luxemburg. Montenegro, den
wie andererſeits naturgemäß auch für die Hörer die Un
genburg gewählt. Der Gewählte war Generalvikar in
Niederlanden, Norwegen, Oeſterreich, Schweden, der
terſcheidungsmerkmale der verſchiedenen Chöre ſich im all=
Münſter und in Beverungen an der Weſer geboren
Schweiz, Serbien, Spanien und Ungarn.
gemeinen nicht mehr ſo ſcharf von einander abheben und
Swinemünde, 7. Mai. Verwandte des verſchwun=
tur
bei ganz hervorragenden Leiſtungen prägnant zur
denen Bürgermeiſters Trömel haben den Ma=
Geltung kommen
giſtrat von Uſedom benachrichtigt, Trömel ſei in die
Der Kaiſer erſchien nachmittags zum Wettſingen
Literariſches
Fremdenlegion in Algier eingetreten und habe ſich
der vierten Gruppe (acht Vereine) wieder ſehr pünktlich
auf fünf Jahre verpflichtet. Wie er dazu gekommen ſei,
Eigenhäuſer, Kleine Wohnhäuſer. Von
und wurde mit Hochrufen empfangen. Als zweiter Ver
könne er nicht angeben.
R. Gebhardt & Carl Eberhardt 70 bürgerliche Haus=
ein
trat der Kölner Männergeſangverein in die Schranken
beiſpiele in ca. 200 Anſichten und Grundriſſen uſw. mit
mit ſeinen 271 Mitgliedern, unter Leitung Profeſſor
H. B. Turin, 7. Mai. Als der Zirkus Sidoli
Angaben der Baukoſten
74 Tafeln Abbildungen in
Joſeph Schwartz und mit ſeinem Präſidenten L. v. Othe=
geſtern
mit Extrazug von Genua nach Genf transpor=
Tonkunſtdruck Mk3. geb. Mk. 4.50 (Porto 30 Pfg.). Für
graven in ſeinen Reihen, der die Kaiſerkette trug. Der
tiert wurde, beſtiegen drei Angeſtellte während der Fahrt
Mitglieder der Geſellſchaft für Heimkultur e. V. koſtenlos
Verein wurde mit Händeklatſchen begrüßt. Seine vor
das Dach ihres auf den Zug geladenen Wohnwagens.
Weſtdeutſche Verlagsgeſellſchaft m.
b. H. Wiesbaden
zügliche Wiedergabe des Preischores ſowohl wie ſein
Beim Paſſieren eines eiſernen Viaduktes vor der Sta=
Dieſes billige Verlagswerk kann jeder Architekt und Bau
Wahllieder Reiters Morgenlied und ein Müllerlied
tion Domodoſſola wurden die drei Leute vom Wagen ge
meiſter, Bautechniker oder Unternehmer recht vorteilhaft
von Zöllner, fanden ſtürmiſchen Beifall. Pagen brachten
chleudert. Einer fiel auf das Gleis, wurde überfahren
ür die Praxis verwenden, denn es handelt fich hier faſt
darauf auf einem Kiſſen die Preiskette zur Kaiſerloge
und getötet. Die beiden anderen erlitten ſchwere Ver=
durchweg
um 4 8 Zimmerhäuſer, die bekanntlich am meiſten
Hier hatten ſich auch der Prinz und die Prinzeſſin Fried
letzungen
gebaut werden, meiſt einfach im Aufbau und mit
rich Karl von Heſſen eingefunden.
Genua, 7. Mai. Der in einer Irrenanſtalt unterge
bewährten Grundrißdispoſitionen, für Gebirgsgegend wi
der Kaiſer verließ um 5 Uhr die Feſthalle und be=
brachte
Anton von Grimburg aus Wien wurde
für Flachland geeignet. Für alle diejenigen Familien,
gab ſich im Automobil nach Wiesbaden zurück.
von ſeinem zum Beſuch eingetroffenen Bruder Wilhelm
die ſich ein Eigenhaus bauen wollen, iſt dieſe Sammlung
durch einen Revolverſchuß getötet. Man
von 70 Hausbeiſpielen von größtem Werte.
agt, daß der Schuß verſehentlich losgegangen ſei. Wil=
-
Die Wiener Mode hat das fünfzehnte Heft
Kälte.
helm von Grimburg wurde verhaftet
des 26. Jahrgangs als Sonderheft für Kinder herausge=
* Berlin, 7. Mai. In der Nacht zum Dienstag
In früher Morgenſtunde
H. B. London, 7. Mai
geben. Es bringt eine Fülle neuartiger Kinderkleidchen
ſank die Temperatur bis auf ein Grad warm; geſtern
burde heute von einem Wächter dicht bei dem prachtvollen
Kinderwäſche für die Kleinſten der Kleinen, Mäntel, Hüte,
betrug auch die Lufttemperatur nicht mehr als 2,8 Grad
Altar der St. Pauls=Kathedrale unter dem
Handarbeiten für Kinder uſw. Von beſonderem Intereſſe
Celſius und die Tagesmitteltemperatur, die vor ach=
Stuhle des Biſchofs eine Bombe gefunden. Sie
für jede Mutter dürften einige pädagogiſche Artikel ſein,
vurde raſch in einen Eimer Waſſer gelegt und zur Unter=
Tagen bis zu 12 Grad über den normalen Werten gelegen
die ſich in Wort und Bild mit der Erziehung des Kindes
uchung nach der Polizeiſtation gebracht. Eine zweite
hatte, liegt jetzt 5 Grad darunter. Auf dem Lauſitzer
beſchäftigen und deren Inhalt ſicherlich überall Beifall
Bombe wurde im Bureau der Daily News gefunden,
Gebirge herrſcht ſeit Dienstag Schneegeſtöbe
finden wird. In reizvoller Anordnung und größter
die ebenfalls im Waſſer unſchädlich gemacht wurde. Beide
und Rauhfroſt; die Kälte beträgt 1 Grad. Das Laub der
Deutlichkeit enthält das Heft außerdem ganz neuartige
S

WW
*4

8
M ZeZi
Geselli=


De
D
Guahiafs Cisaletfe
II,10606

[ ][  ][ ]

Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 8. Mai 1913.
Nummer 106.
Höllenmaſchinen ſollen von gleicher Beſchaffenheit ſein
Monarch von Savannah kommend, 4. Mai morgens
und je zwei Zünder gehabt haben. Eine dritte Bombe
in Hamburg. Preſident Lincoln 3. Mai 3 Uhr nachm
wurde in der City vor einem chemiſchen Warenlager auf=
von
New=York über Plymouth und Cherbourg nach

(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
geleſen. Von den Tätern fehlt jede Spur, doch handelt
Hamburg. Südamerika, Weſtküſte Amerikas: Dort
es ſich zweifellos um das Werk von Suffragetten. Dieſe
mund von dem La Plata kommend, 3. Mai 12 Uhr
äſcherten heute nacht auch einen Pavillon im Fulham
nachts von Rio de Janeiro über St. Vincent u. Madeira
Todes=Anzeige.
Park vollſtändig ein.
nach Hamburg. Karthago 3. Mai von San Nicolas
über Montevideo nach Dünkirchen und Hamburg
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Heute nacht entſchlief ſanft nach langem
Naſſovia nach Braſilien, 4. Mai 1 Uhr nachm. in
ſchwerem Leiden meine liebe, teure Schweſter,
Vliſſingen. Sevilla 4. Mai 11 Uhr vorm. von Bahia
Bioſon ſtatt Kakav!
Blanca. Sparta nach Braſilien, 4. Mai 12 Uhr mittas
Fräulein
von Havre. Valeſia von New=York nach Braſilien,
Wir trinken Bioſon ſeit längerer Zeit zur allgemeiner
Verſchiedene
3. Mai 7 Uhr abends von Barbados.
Stärkung u. haben uns daran ſo gewöhnt, daß uns Kakac
Fahrten: Cleveland, zweite Weltreiſe, 3. Mai in Port
gar nicht mehr ſchmeckr. Ich kann über Ihr Präparat in
Amalie Stein.
Said. Ekbatana nach Perſien, 4. Mai 1 Uhr nachm.
jeder Beziehung nur das günſtigſte berichten. E. Jacob.
Dover paſſiert. Kaiſer, vom Mittelmeer kommend,
Braunſchweig, Peſtalozziſtraße 5. Unterſchrift beglaubigt:
Um ſtille Teilnahme bittet
3. Mai 10 Uhr 30 Min. vorm. Dover paſſiert. Nico=
4. Febr. 1913, Carſtens, Notar. Bioſon nur echt in großen
mnedia von Perſien kommend, 2. Mai 10 Uhr abends
Paketen à 3 Mk. in Apoth., Drog. Verlangen Sie vom Bio
die tieftrauernde Schweſter.
Gibraltar paſſiert. Ninive heimkehrend, 2. Mai nachm.
ſonwerk Frankfurt (Main) Gratisprobe u. Broſchüre. (III, 10605
Perim paſſiert. Rhenania von Afrika kommend
Darmſtadt, den 7. Mai 1913.
(10680
4. Mai 12 Uhr 30 Min. mittags in Hamburg. Windhuk
GeeeeEEuEEEEOEOf
Kiesſtr. 98.
30. April von Durban
Die Einſegnung findet Freitag nachmittag
Fay’s ächte
6 Uhr im Sterbehaus, die Feuerbeſtattung in
Familiennachrichten.
aller Stille in Offenbach ſtatt.
§ Sodener Mineral-Paſtillen
3
werden aus den Heilquellen III u. XUIll
ſind nicht im Sinne der
Blumenſpenden
der Gemeinde Bad Soden am Taunus
Entſchlafenen.
hergeſtellt, die sich seit Jahrhunderten
Dank.
bei Huſten, Heiſerkeit, Bronchialkatarrh
vorzüglich bewährt haber
Nachahmungen weise r
Preis 85 Pfg. per Schachtel,
Allen Denen, die uns anläßlich unſerer
u erhlltlch.
überal
Silbernen Hochzeitsfeier durch Gratulationen
Geasaasaueaea
und Geſchenke beehrten, ganz beſonders dem
Todes=Anzeige.
Männer=Quartett Loreley für die ſchöne
Die zeitweiſe Unfähigkeit zur Faſſung eines klaren
Gedankens beruht vielfach auf mangelhaſter Blut=
Ovation an unſerem Ehrenabend, ſagen wir
Verwandten, Freunden und Bekannten hier=
zirkulation
und nicht zuletzt auf ſchlecht gepflegter Kopf
an dieſer Stelle nochmals unſeren herzlichſten
mit die traurige Nachricht, daß heute morgen
haut. Zweckmäßige Pflege derſelben geſchieht durch das
(10657
Dank
unſere gute, liebe Mutter, Großmutter und
unter Leitung eines ſtaatlich geprüften Chemikers her
geſtellte Eau de Cologne=Kopfwaſſer Godeſia, der
Schwiegermutter
Darmſtadt, Mai 1913.
(10610
Parfümerie=Fabrik Dr. Leidecker & Cie, Godesberg a. Rh
Godeſia befreit infolge ſeiner ſtark antiſeptiſchen Eigen=
Anton Fuhrmann u. Frau,
ſchaften den Haarboden von allen geſundheitsſchädlichen
Frau Louise Georg
Gervinusſtraße.
Bakterien, belebt zugleich die Kopfnerven und führt den
Haarwurzeln gerade die zu ihrer Erhaltung nötige
geb. Walther
Nahrung zu. Es verhindert Schuppenbildung, verhütet
Haarausfall und ſchafft geſunden üppigen Haarwuchs
nach längerem Leiden im Alter von 62 Jahren
Zu haben in allen Apotheken, Parfümerie=,
Drogen=
plötzlich
verſchieden iſt.
und beſſeren Friſeurgeſchäften.
(I, 10618
Um ſtille Teilnahme bitten
Statt jeder beſonderen Anzeige.


3.
die trauernden Hinterbliebenen.
66
M
Heute nacht entſchlief nach ſchwerem Leiden

N


mein guter Mann, unſer treubeſorgter Vater,
Darmſtadt, den 6. Mai 1913.

Trauer-Kleider (rauerLostume
Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel
4/0
Die Beerdigung findet am Donnerstag, nach=
29
mittags 4½ Uhr, vom Sterbehauſe Stift=
Trauer-Blousen Trauer-Röcke
Oberstadtsekretär
ſtraße 33 aus, ſtatt.
5.
Trauer-Mäntel Trauer- Stoffg
(31
Gustav Schmehl.
An-reicher-Auswahl!
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
V
Hnderungen, sofort
W=
Amalie Schmehl, geb. Schmidt,
Danksagung.
Kathi Bach, geb. Schmehl,

Behr. Höslein.
Wilhelm Schmehl,
Innigſten Dank Allen, die
B.
ſo herz=
Ludwigsplatz.
Ae 23
Wilhelm Bach, Reg.=Baumeiſter.

4358.

liche Beweiſe der Teilnahme
gegeben


Darmſtadt, Kolberg, 6. Mai 1913. (10623


haben bei dem Heimgang
meiner
4464a
Die Einſegnung findet in der Stille, die Ein=
(B10631
geliebten Tochter
äſcherung am Freitag, nachmittags 3 Uhr, in
Die Kultur des Körpers galt ſchon im Altertum für
Offenbach ſtatt.
das größte Sozialproblem und heute, wo wir wiſſen
Die tieftrauernde Mutter:
daß in einem geſunden Körper auch eine geſunde Seele

wohnt, ſind alle Kräfte der Wiſſenſchaften vor allem
Frau Eva Grünig, Witwe.
darauf gerichtet, die Menſchheit zu körperlicher Geſund
1
heit zu erziehen. Alle Theſen aber, die die Kultur des
Darmſtadt, den 7. Mai 1913.
Körpers zu einer allgemeinverſtändlichen Lehre erhebt,
Dankſagung.
finden Anfang und Ende in dem Gebot: Sei peinlich
ſauber! Waſche und bade dich täglich, warm oder kalt,
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahm
o wie es deinem Behagen dienlich iſt, aber waſche dich
bei dem herben Verluſte meiner treubeſorgten
ſtets mit einer milden, neutralen Seife, die womöglich
Amtlicher Wetterbericht.
Gattin, unſerer liebevollen, unvergeßlichen Mutter
wie die mediziniſche Steckenpferd=Lilienmilchſeife durch
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
agen wir Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer
ihren Zuſatz von Borax heilend auf alle Hautunreinig
Beringer für ſeine troſtſpendenden Worte und Herrn
keiten wirkt. Schuppen, Schweiß, Fett und Schmutz
Das weſtliche Tief hat ſich dem Feſtlande etwas ge=
Geheimerat Münch, Direktor des Realgymnaſiums
müſſen ſich durch Seife und Waſſer löſen, damit die
nähert, aber auch das nordöſtliche Hoch iſt vorgedrungen.
ſowie dem geſamten Lehrerkollegium, unſeren
Poren offen ſind, die Haut atmen kann und bald wird
Heute iſt es noch überall trüb und kalt. Niederſchläge
tiefgefühlteſten Dank.
(10678
eine ſammetweiche roſige Haut, ein Gefühl der Kräf=
fielen
in unſerem Bezirk vielfach. Das Hoch dürfte ſich
tigung, der wachſenden Energie dir verraten, wie viel
langſam ausbreiten, zumal über dem Kanal ein Steige=
Im Namen der Hinterbliebenen:
Geſundung man dem täglichen Bad verdankt!
gebiet liegt. Wir dürften alſo mindeſtens vorläufig mit
abnehmender Bewölkung zu rechnen haben
Peter Becker, Pedell.
Aus dem Geſchäftsleben
Ausſichten in Heſſen für Donnerstag, 8. Mait
Eines ſchickt ſich nicht für Alle! Manche
Darmſtadt, den 7. Mai 1913.
Niederſchläge und Bewölkung vorläufig abnehmend, etwas
Hausfrau glaubt, daß die überall bekannten und be=
milder
.
Kirchſtr. 22.
liebten Maggi’s Suppen alle auf gleiche Weiſe gekocht
werden könnten. Das trifft jedoch nicht zu. Die Zu=
e

Tageskalender
bereitung von Maggi’s Suppen iſt zwar ſehr einfach,
Zeee e Ze
2
Großh. Hoftheater. Anfang 7½ Uhr, Ende nach
aber für jede der 43 Sorten natürlich nicht die gleiche.
10½ Uhr (Volksvorſtellung): Wenn ich König wäre‟
Es ſind nur Kleinigkeiten (längere oder kürzere Kochzeit,
Monatsverſammlung des Gartenbauvereins um
(Statt beſonderer Anzeige.)
mehr oder weniger Waſſer uſw.) dabei beſonders zu be
8 Uhr im Fürſtenſaal
achten. Dann aber ſchmecken Maggi’s Suppen auck
Generalverſammlung des Zentrumsvereins um
wirklich ganz vorzüglich. Sie ermöglichen der Hausfrau
Dankſagung.
8½ Uhr im Konkordiaſaal.
billig, ſchnell und gut zu kochen.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
Verſteigerungskalender
Dampfernachrichten.
beim Tode meines geliebten Gatten
Freitag, 9. Mai.
(1062a
ofreite=Verſteigerung des Eduard Zernin
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
(Neckarſtraße 9) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht
I.
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Fohlen=Verſteigerung um 11 Uhr in der Ar=
Nordamerika: Hamburg von Genua nach New=York,
Herrn Emil Valdek
tillerie=Kaſerne (Regt. Nr. 61).
30. April 8 Uhr abends von Neapel. Ikbal 30. April
6 Uhr 15. Min. morgens von Neworleans nach Ham=
Oberregiſſeur
burg. Indianola 27. April 5 Uhr 30 Min. nachm.= in
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
am
Großherzoglichen Hoftheater
Baltimore. Inkula 30. April 5 Uhr 15 Min. nachm.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
von Philadelphia nach Hamburg. Kaiſerin Auauſte
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
ſage ich hiermit meinen innigſten Dank
Victoria 30. April 3 Uhr 30 Min. nachm. von New=
redaktionellen
Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
York über Cherbourg und Southampton nach Hamburg
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilunger
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt
Moltke von New=York nach Neapel und Genua, 1. Mai
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
2 Uhr nachm. von Algier. Pretoria von New=Yort
Emma Valdek.
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
kommend, 1. Mai 2 Uhr 30 Min. morgens in Hamburg
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
Cincinnati, von New=York kommend, 5. Mai 6 Uhr
Darmſtadt, den 7. Mai 1913.
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
30 Min. morgens auf der Elbe. Moltke von New=
zurückgeſandt
.
York, 4. Mai 12 Uhr mittags in Genua. Norman
Feiertags=Flaſchenbier
C Selenbrauseeld C
(10401idf
L

[ ][  ][ ]

Seite 9.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 8. Mai 1913.
Nummer 106.
Dardusenkgsefest!
Die Bequemlichkeit, wel
nsere Schuhe bi
sollte
allein schon ausschlaggebend sein, dass Sie diese Marke tragen.
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ihrer Art das Vollkommenste dar, was die Schuhindustrie
hervorbringt.
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schmack entsprechend bedient werden.
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850 1950 12.
10
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Knaben- u. Mädchen-Stiefel
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Rete
Iuprot.
Seon=
Zf.
In Proz.
Zf.
In Proz.
Zi
Divid
Mai 1913.
Kurſe vom 7.
53,75
2% Oeſt. Südb. (Lomb.)
31
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
Offenbach . . . . .
155,90
8 Schuchert, Nürnberg
3 Raab=Oedenburg
-
76,00
86,00
S. 19 . . . . .
Wiesbaden . . . . . .
226
12 Siemens & Halske
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
4 Kronprinz Rudolfbahn
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
do.
87,30
5 Beramann Electr. .
136,25
InProz.
Bf.
Zſ.
In Prot=
4 Ruſſ. Südweſt. . . . .
85,60
95,10
Worms.
S.52 . . . .
96,00
....

10 Deutſch. Ueberſee Electr.
169,40
5 Argentinier
Staatspapiere.
.100,50
95,00
. . .
4½ Moskau=Kaſan . . .
4 Hamb. Hypoth.=Bank
do.
96,50
86,50
70,00
Gummi Peter
. .
99,90
3½
4 Dtſche. Reichsſchatzanw.
do.
67½
86,00
87,30
do.
Liſſaboner v. 1888
do.
70,00
Kunſtſeide Frankfurt
86,50
4½ Chile Gold=Anleihe .
3½ Deutſche Reichsanl.
91,00
4 Wladichawchas . . . .
95,20
98,20
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
Verzinsliche
30 Adler=Fahrradwerke
76,10
5 Chineſ. Staatsanleihe.
99,50
do.
3½
4 Rjäſan Koslow. . ..
85,90
do.
Anlehensloſe.
Kleyer
459,40
. . .
4½
99,90
4 Preuß.
91,00
Schatzanweiſg.
do.
3 Portugieſ. Eiſenb.
,
72,80
Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
Tlr. 100
4 Badiſche . . .
9 Maſchinenf. Badenia 150,00
4½
91,50
3½
do. Conſols . . .
86,70
Japaner . . . . . .
S. 12, 13, 16
do.
97,70
3½ Cöln=Mindner , 100 138,00
0 Wittener Stahlröhren
76,20
5 Innere Mexikaner. .
do.
do.
88,30
68,70
Livorneſer
2.
S. 14, 15, 17, 24/26
Holl. Komm. . fl. 100
9 Steana Romana Petr.
158,90
97,80
4 Bad. Staatsanleihe
do.
3 Salonique=Monaſtir
63,10
1823 . . . .
97,70
-
. .
Madrider . . Fs. 100
15 Zellſtoff Waldbof
236,75
89,00
4 Gold=Mexikanerv. 1904
3½
82,50
3½
do.
Baadadbahn . .
80,40
Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
4 Meininger Pr.=Pfand=
12,83 Bad. Zucker=Wag=
3
80,50
do.
5 Gold=Mexikaner . . . .
93,00
4½ Anatoliſche Eiſenb..
85,90
S. 1 u. 2, 68 . . .
136,00
briefe . . . . .
205,00
häufel.
99,70
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe
3 Buenos Aires Provinz
Miſſouri=Paciſic. ..
70,00
67½
85,70
S. 35 . . . . . . . .
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 176,00
0 Neue Boden=A. A.=Beſ.
do.
3½
Nocthern=Paciſie
85/10
95,20
S. 911 . . . . . . .
85,80
,
Aktien inländiſcher
127,00
3 Oldenburger . . . . . .
0 Südd. Immobilien
54,00
3
do.
75,20
Southern=Pacifie
. ,
89,30
Meininger Hyp.=Bank
97,00
Transportanſtalten.
2½ Raab=Grazer fl. 150 111,30
99,00
Bergwerks=Aktien.
4 Hamburger Staatsanl.
37
5 St. Louis und San
do.
85,90
10 Hamb.=Amerika=Paket
Unverzinsliche
99,00
4 Heſſ. Staatsanleihe
4 Rhein.
Francisco. . . . .
Hypothek.=Bank
fahrt
147½
., ,
10 Aumeß=Friede .
179,70
Anlehensloſe.
98,00
4 do. do. (unk. 1918)
5 Tehuantepec . . . . ..
95,00
7 Nordd. Lloyd
97,50
(unk. 1921) .
).
124,30
14 Bochumer Bergb.
Augsburger. . . . . fl. 7
do.
85,10
3½
3½ do.
(unk. 1914)
85,60
6½ Südb. Eiſenb.=Bef.
127,90
. 220½
Gußſt.
.,,
Bank=Aktien
Braunſchweiger Tlr. 20 194,00
73,90
bo.
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf.
98,50
Aktien ausländiſcher
11 Deutſch=Luxemburg.=
Freiburger . . . . 75. 15
3 Sächſiſche Rente.
76,90
10 Bank für elektriſche
3½
do.
86,60

Transportanſtalten.
-
.165,50
Bergb. . . . ..
Mailänder . . . . Fs.45
Untern. Zürich .
98,50
4 Württemberg unk. 1921
190,00
Städte=
5 Anatol. Eiſenb. 60½
-
10 Gelſenkirchener . . .
.189,25
Fs. 10
do.
. .
88,70
v. 1900
3½
Vergiſch=Märkiſche
do.
7½
Obligationen.
Einz. Mk. 408 .

9 Harpener . . . .
200,00
fl. 2
, ,
Meininger . . . . .
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
145,50
Bahn . . . . . .
96,50
Darmſtadt . . . . . .
6 Baltimore und Ohio.
18 Phönir Bergb. un
98,80
Oeſterreicherv. 1864fl. 100 560,00
9½
162,50
56,00
Berlin. Handelsgeſ.
Griechen v. 1887
1½
30,
do
87,00
6 Schantungbahn
Hüttenbetrieb. .
135,50
v. 1858fl. 100 475,00
. ,
.268,50
do.
100,00
6½ Darmſtädter Bank
116,00
Italiener Rente
Frankfurt. . . . . . .
97,20
8 Luxemb. Prince Heuri
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.
Ungar. Staats . . fl. 100 395,00
248,70
12½1 Deutſche Bank . .
Oeſterr. Silberrent=
4½
87,00
do.
95,00
Oeſt. Südbahn (Lomb.)
)
86,00
27,70
Venediger . . . . Fs. 30
Caro. . . . . . .
6 Deutſche Vereinsbank
do. Goldrente . .
.115,00
4
89,70
Gießen
-
. . . . . . .
6 Pennſylvania R. R.
6 Laurahütte
174,00
Türkiſche . . . . Fs. 400 166,60
.
83,60
6 Deutſche Effekt.= und
do. einheitl. Rente
do.
10 Kaliwerke Aſchersleben 145,00
113,25
Gold, Silber und
3 Portug, unif. Serie I.
62,40
W.=Bank . . .
Induſtrie=
95,80
Letzte
Heidelberg . . . . . .
13
Weſteregeln 195,50
Banknoten.
t183,25
Diskonto=Kommandit
65,50
10
do. unif. Ser. III
Aktien.
Dioſd
86,60
do.
7½ South Weſt Africa 125½
20,40
Engl. Sovereigns . . . .
B9.
Dresbener Bank
do. Spezial
151,60
10,3)
Brauerei Werger
96,00
64,00
Karlsruhe . . . . .
16,21
20 Franks=Stücke . . . .
5 Rumänier v. 1903 . .
Frankf. Hypoth.=B. 209,00
Prioritäts=
99,70
28 Bad. Anilin= u. Soda=
10
do.
86,00
Amerikaniſche Noten . ..
Mitteld. Kreditbank 115,25
4,19
do.
-
91,70
Obligationen.
v. 1890
Fabrik
.
. . .
.563,00
,
Magdeburg.
. . .
Engliſche Noten . . . . .
do.
20,45
(
Nationalb. für Deutſchl.
-
116,75
v. 1905
Chem. Fabrik Gries=
14

do.
Südd. Eiſenb.=Gef.
87,70
3½
Franzöſiſche Noten. . . .
81,15
123,25
4 Ruſſen v. 1880 . . .
7 Pfälziſche Bank. ..
88,70
heim
4
96,30
t...
255,00
Nordd. Aopd=Obl.
Mainz . . . . . . . .
Holländiſche Noten. . . .
169,75
133,25
6,95 Reichsbank . .
89,75
do. v. 1902 . . ..
30 Farbwerke Höchſt
87,20
.620,00
do.
Eliſabethbahn, freie . .
Italieniſche Noten . . ..
79,25
128,80
4½
7 Rhein. Kreditbank.
do. v. 1905 . . .
99,30
20 Verein chem. Fabriken
95,90
Mannheim . . . . . .
Franz=Jofefs=Bahn .
Oeſterr.=Ungariſche Noten
84,95
Schaaffhauſen.
3½ Schweden . . . . . .
A.
5
88,00

do.
Mannheim . . .
Prag=Durer
72,50
338,00
.
Ruſſiſche Noten
.114,40
Bankverein . . .
, ,
Serbier amort. v. 1895
80,30
10 Cement Heidelberg.
99,00
München
100,50
. Staatsbahn
. .
145,75
Oeſterr.
Schweizer Noten . . . . .
80,90
7½
Wiener Bankverein . 130,00
Türk. Admin. v. 1903
Nauheim
79,25
30 Chem. Werke Albert 475,00
,
Staatsbahn
89,60
4 Oeſterr.

Türk. unifiz. v. 1903
86,50
96,50
14 Holzverkohlung Kon=
Pfandbriefe.
Nürnberg. . . . . . .
do.
74,00
Ungar. Goldrente . . .
do.
Reichsbank=Diskonto
86,50
.343,25
85,20
Südb. (Lomb.)
ſtanz . . . . . .
5 Oeſterr.
4 Frankf. Hypoth.=Ban
97,25
do. Staatsrente. . .
82,40
do.
5 Lahmeyer. . . . . .
96,30
Reichsbank=Lombard Zsf. 7
Offenbach . . . . .
133,00
S. 21. . .2. . .

[ ][  ][ ]

Zu den hier abgebildeten Modellen ſind
Bei Beſtellung iſt genaue Angabe der
die Weltruf genießenden
Nummer, Taillenweite, Hüftweike und
Butkerickls Schnittmuſter
Oberweite erforderlich. Bezugsquelle für
nach, denen jede Dame ohne Schwierig=
Butterick’s Schnittmuſter
Reit ihre Gärderobe ſelbſt anfertigen
kann, erhältlich.
(6551a
ſind die überall beſtehenden Butterick’s
NebEr. NDVUE
Agenturen oder auch die Schnittmuſter=
Alleinverkauf Gebr. Höslein
Abteilung von Butterick’s Moden=Revue
Darmſtadt Ludwigsplatz.
Berlin W8, Leipziger Straße 102.
wollenen Stoffen. Für das ſtreng geſchneiderte Koſtüm freilich
Drapierte Kleider u. Koſtüme.
iſt ein glatter oder auch ein zum Teil gefalteter Rock mehr zu
empfehlen, aber für ein halbgeſchneidertes Koſtüm iſt der dra=
Z
Wenn man irgendeinen Dariſer Schneider fragen
pierte Nock durchaus geeignet und auf das eifrigſte anzuraten.
würde, was das Hauptmerkmal der Frühlingsmode ſei, ſo
Zum Schluß möchten wir noch beſonders darauf hinweiſen,
würde er ohne Zweifel antworten: Draperien. Ob dieſe
ſich nicht auf das Gedächtnis zu verlaſſen und nicht zu glauben,
Beliebtheit des drapierten Stils dem Amſtande zuzuſchreiben
daß ſich die Figur nicht verändere, ſondern vor Beginn der Her
iſt, daß er gerade im richtigen, im ſogenannten pſycho
tellung eines Kleides Maß zu nehmen. Brigitte Wiencke
logiſchen Moment eingeführt wurde, wo Frauen der geraden
Linie ein wenig müde geworden waren und nach einer
Aenderung begehrten, oder ob Draperien ſoviel geſehen
Beſchreibung zu unſeren Abbildungen
ſind und der
werden, weil ſie anmutig und graziös
Nr. 59722 iſt ein hübſcher dreiteiliger Rock, den man mit faſt
Figur einen weichen und eigenartigen Reiz verleihen
jeder Bluſe zuſammen tragen kann. Der Rückkeil hat eine eingelegte
Falke oder iſt glatt. Ganz beſonders gut paßt Nr. 59722 zu dem
zu entſcheiden iſt nicht unſere
Sache.
Genug,
Jackekt Nr. 59833, denn dieſe beiden geben zuſammen ein ſchickes,
aſt von allen Frauen
Draperien werden überall geſehen und
5
aparkes Koſtüm. Material bei einer Taillenweite von 61 cm für den
zu allen erdenk=
Rock mit eingelegter Falte: Von 110 cm breitem Stoff ohne
lichen Gelegenheiten
Strich 2,65 m. Dreis des
60286
in 8 Größen erhältlichen
getragen, und nie=
Muſters 85 Pfennig.
mand kann beſtreiten,
Nr. 59833. Die neueſten Jacketts haber
daß dieſe Form ganz ungewöhnlich
den kleidſamen und hübſchen Ruſſenbluſen=
für

kleidſam iſt. Dazu kommt noch
effekt, welcher ſich aller Wahrſcheinlichkeit
die Frau, die ihre Kleider ſelber an
nach auch in der kommenden Saiſon einer
fertigt, der weitere Vorzug, daß
großen Beliebtheit erfreuen wird. Ihr be=
Draperien ungemein leicht in der Her
ſonderer Vorzug liegt darin, daß man dieſe
Jacketts leicht ſelbſt anfertigen kann, da die
ſtellung ſind; man kann eine Draperie
Zuſammenſtellung ganzeinfach iſt. Nr. 59833
faſt nie verderben, denn ſelbſt wenn
iſt in einer Länge geſchnitten nicht an der
man ſich in ſeinen Berechnungen ein
Taillenlinie gekeilt. Je nach Wunſch kann

wenig irren ſollte, ſo entſteht
man einen Kragen nehmen oder forklaſſen
ſind
Draperien immer unregelmäßig
Die Aermel ſind mit den Schultern durch

eine einfache Naht verbunden. Wenn das
einfach eine neue Variation der
Jackett ſo weit fertig iſt, wird es an der
Grundidee, die zumeiſt ebenſo reizvoll
erhöhten Taillenlinie angekrauſt, und über
ſein kann wie die Originalidee.
dieſen angekrauſten Teil kommt der Gürtel.
(es
Zweitens bildet eine Draperie ſchon
Material bei einer Oberweike von 91 cm:
an und für ſich Beſatz und Schmuck
Von 100 cm breitem Stoff 2,45 m. Dreis
des in 6 Größen erhältlichen Muſters
und
irgendeines Kleidungsſtückes,
85 Pfennig.
man kann auf alle weitere koſt=

Nr. 60022. Anter dieſer Nummer finden
ſpielige Verzierung gut und
gern
wir ein reizendes hochmodernes Kleid
verzichten.
illuſtriert. Sehr effektvoll iſt die Zuſammen=
(
Es iſt immer klug, einer Mode
ſtellung des Ober= und Anterärmels. Oben
kann das Kleid mit flachem Amlegekragen
zu folgen, ſolange ſie wirklich neu iſt
oder mit einem Stehkragen abſchließen.
denn dann haben Kleidungsſtücke, in
Der Vorderſchluß iſt linksſeitig. Der an=
dieſer
Faſſon angefertigt, eine weit
gefügte zwei= oder dreiteilige Rock iſt ſeitl ch
vor
längere Lebensdauer
ſich,
als
und im Nückteilleicht angekrauſt. Ein hübſche:
Gürtelband oder auch
wenn man allzulange
eine Schnurverzierung
wartetund eine Mode
wird in der Taille
erſt dann aufnimmt,
einen ſchönen Abſchluß
wenn ſie beinahe
machen. Nr. 60022 iſt
ſchon im Ausſterben
ein Kleid, das, aus
begriffen iſt. Wenn
jedem Stoff hergeſtellt,

wirkungsvoll iſt und
man ſich zum Bei=
leicht
ſelbſt angefertigt
ſpiel jetzt ein dra=
werden
kann. Material
piertes Kleid oder
bei einer Oberweite von
(6
einen drapierten Nock
91 cm für das Kleid mit
anſchafft, ſo kann
zweiteiligem Rock: Von
100 cm breitem Stoff
60022
man beinahe ſicher
59833 u. 59722
3,30 m. Von 70 cm
ſein, daß man in
breitem abſtechenden Stoff für den großen Kragen und die Aermel
gut und modern ge
dieſem Kleidungsſtück drei Jahre lang
70 cm. Dreis des in 6 Größen erhältlichen Muſters 1 Mark
kleidet gehen wird, denn das iſt die durchſchnittliche Lebens=
Nr. 60288. Eine in ihrer Einfachheit ganz reizend wirkende Bluſe
dauer eines guten und erfolgreichen Modenſtils. Warket
iſt unter Nr. 60288 abgebildet. An jeder Seite des Vorderteiles
man aber ein oder zwei Jahre, ehe man ſich zu einer
befinden ſich je zwei Falken, die beiden mittleren Falten im Rück
Draperie entſchließt, dann kann es geſchehen, daß die Mode
teil ergeben eine Quetſchfalte. Es ſind zwei Arten Aermel vor
ſich ändert, ehe man das Kleid oder Koſtüm noch wirklich
geſehen, die lang oder halblang gearbeitet werden können. Ein Futter
muſter iſt beigefügt, ebenſo Schoßanſätze für eventuellen Bedarf

abgetragen hat. Daher werden gerade die praktiſchſten und
Man kann die Bluſe mit einem Halsbund anfertigen, ſo daß man
ſparſamſten Frauen die allerneueſten Moden adaptieren,
dieſe mit einem ſeparaten Kragen tragen kann, oder aber mit einem

denn ſie werden dann ihre Kleider ordentlich abgenutzt haben,
flachen Kragen wie auf Abbildung. Material bei einer Oberweite
ehe ſie wirklich unmodern werden. Mit dem Vorſtehenden
von 91 cm für die Bluſe mit kurzen Aermeln: Von 100 cm breitem
ſoll nicht geſagt werden, daß die Moden ſich in drei Jahren
Stoff 1,40 m. Von 70 cm breitem abſtechenden Stoff für den
60300
Kragen und die abſtechenden Manſchetten 35 cm. Dreis des in
gar nicht verändern. Jede neue Saiſon bringt Neues oder
7 Größen erhältlichen Muſters 65 Pfennig.
Veränderungen des Alten, aber es kann ruhig behauptet
Nr. 60300 zeigt uns eins der modernen ruſſiſchen Mänkelchen. Man kann dieſes
werden, daß eine jetzt eben eingeführte Mode auch in drei Jahren noch nicht
mit einem breiten, wie auf der Abbildung, oder auch mit einem ſchmalen Gürtel verſehen.
unmodern und altmodiſch wirken wird.
Aber auch ohne Gürtel bleibt die Wirkung eine hübſche. Auch ſind zwei verſchiedene
Ein ſehr verbreiteter Irrtum iſt die Anſicht, daß man Draperien nur
Kragen vorgeſehen, und es empfiehlt ſich, bei Anbringung des flachen Kragens die Aermel
an ſehr eleganten Nachmittags= und Abendtoiletten verwenden kann, die aus
mit Manſchetten abzuſchließen, denn dieſe Ausführung iſt wohl beſonders hübſch.
weichen Seiden, Brokaten und Atlaſſen angefertigt werden. Das iſt nicht
Geeignetes Material ſind Kaſchmir, Tuch, Cheviot uſw. Material für ein ſiebenjähriges
Mädchen: Von 110 cm breitem Stoff 1,65 m. Von 88 cm breitem abſtechenden Stoff
richtig. Draperien ſind in dieſen Stoffen und zu dieſen Gelegenheiten ganz
für den Kragen, die Manſchetten und den breiten Gürtel 60 cm. Dreis des in 14 Größen
wunderſchön, aber zumindeſt gewiſſe Variakionen der Draperien ſind ebenſe
vorgeſehenen Muſters 65 Pfennig.
wirkungsvoll und paſſend für einfache Koſtüme aus wollenen oder baum=
Nachdruck auch mit Quellenangabe verboken.

[ ][  ][ ]

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
38 54t.
Donnerstag, 8. Maſ.
1913.
Ge Annader inr den Lohnzeiteie die Eintagungen in das Lohn=
Bekanntmachung.
buch nachträglich zu bewirken ſind.
Wir nehmen Bezug auf unſere Bekanntmachung vom 17. Oktober v. Js. (Amts=
Darmſtadt, den 3. Mai 1913.
verkündigungsblatt Nr. 123 vom 19. Oktober v. Js.) und machen unter Hinweis auf
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
§ 17 Ziffer 4 und die Strafbeſtimmung in § 76 Ziffer 1 des Reichsviehſeuchengeſehzes
J. V.: Dr. Michel.
(10612
vom 26. Juni 1909 ſowie auf die §§ 2024 der Ausführungsvorſchriften des Bundes=
rats
vom 7. Dezember 1911 wiederholt auf die Verpflichtung der Viehhändler
Bekanntmachung
zur Führung von Kontrollbüchern aufmerkſam,
Des weiteren geben wir nachſtehend die Beſtimmungen bekannt, die von
betreffend Lohnbücher für die Kleider= und Wäſchekonfektion vom 14. Februar 1913.
Großh. Miniſterium des Innern auf Grund des § 79 Abſ. 2 des Reichsvieh=
Auf Grund der §§ 114a, 114b der Gewerbeordnung hat der Bundesrat beſchloſſen:
ſeuchengeſetzes neuerdings hinſichtlich der Kontrollbücher erlaſſen worden ſind.
Darmſtadt, den 3. Mai 1913.
(10611
Für die Betriebe der Kleider= und Wäſchekonfektion wird die Führung von
Lohnbüchern vorgeſchrieben.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Zur Kleider= und Wäſchekonfektion gehören alle Betriebe, in denen die An=
I. V.: Dr. Reinhart.
fertigung oder Bearbeitung von Männer= und Knabenkleidern (Röcken, Hoſen, Weſten,
Zu Nr. M. d. J. II. 1108.
Darmſtadt, am 7. März 1913.
Mänteln und dergleichen), Frauen= und Kinderkleidung (Mänteln, Kleidern, Umhängen
Betreffend: Ausführung des Reichsviehſeuchengeſetzes; hier die Kontrollbücher der
und dergleichen), ſowie von weißer oder bunter Wäſche im großen erfolgt. Anfertigung
Viehhändler.
oder Bearbeitung im großen liegt auch vor, wenn zwar in dem einzeinen Betriede ſelbſt
nur eine beſchränkte Stückzahl der Ware angefertigt oder bearbeitet wird, wenn jedoch
Das Großherzogliche Miniſterium des Junern
der Unternehmer, für den der Betrieb arbeitet, die Ware in Maſſen herſtellen läßt.
an die Großherzoglichen Kreisämter.
§ 2.
Für die ausſchließlich gegen Zeitlohn in der Arbeitsſtätte des Arbeitgebers
Auf Grund des § 79 Abſ. 2 des Reichsviehſeuchengeſetzes beſtimmen wir im
beſchäftigten Arbeiter bedarf es unbeſchadet der Vorſchrift in § 134 Abſatz 2 der Gewerbe=
Anſchluß an die Vorſchrift in B II unſeres Amtsblatts Nr. 14 vom 12. Juni vor. Js.:
ordnung der Führung eines Lohnbuches nicht.
Als gültige Kontrollbücher der in Heſſen wohnenden Viehhändler ſind nur die=
§ 3.
jenigen anzuſehen, die bei der Polizeibehörde des Wohnſitzes des Händlers angemeldet
Die Lohnbücher müſſen Namen, Firma und Niederlaſſungsort des Arbeitgebers,
ſowie
und von dieſer mit amtlichem Anmeldevermerk und fortlaufender Nummer verſehen ſind.
Namen und Wohnort des Arbeiters enthalten.
Innerhalb eines Monats nach dem letzten Eintrag iſt jedes Kontrollbuch wieder
Den Arbeitern ſtehen diejenigen Perſonen gleich, welche für beſtimmte Gewerbe=
der
Ortspolizeibehörde (Abſ. 1) vorzulegen, die in ihm den Tag der letzten Eintragung
kreibende außerhalb der Arbeitsſtätten der letzteren mit der Anfertigung gewerblicher
amtlich zu vermerken hat.
Erzeugniſſe beſchäftigt ſind, und zwar auch dann, wenn ſie die Roh= und Hilfsſtoffe ſelbſt
beſchaffen (§ 119h der Gewerbeordnung),
II.
Die Ortspolizeibehörden haben über die von jedem Viehhändler bei ihnen an=
In die Lohnbücher ſind von dem Arbeitgeber oder einem dazu bevollmächtigten
gemeldeten Kontrollbücher ein Verzeichnis mit fortlaufenden Nummern zu führen.
Betriebsbeamten einzutragen:
In dieſem Verzeichnis iſt, ſobald gemäß I Abſ. 2 ein Kontrollbuch als abge=
1.
der Zeitpunkt der Uebertragung von Arbeit, Art und Umfang der Arbeit, bei
ſchloſſen vorgelegt wird, das Datum der letzten Eintragung zu vermerken.
Akkordarbeit die Stückzahl;
die Lohnſähzen
J. V.: Beſt.
2.
die Bedingungen für die Lieferung von Werkzeugen und Stoffen zu den
Salomon.
Arbeiten;
An die Ortspolizeibehörden des Kreiſes.
der Zeitpunkt der Ablieferung, ſowie Art und Umfang der abgelieferten Arbeit;
Wir weiſen Sie auf die vorſtehenden Anordnungen hin und beauftragen Sie,
der Kohnbetrag unter Angabe der etwa vorgenommenen Abzüge;
5.
für ihre Durchführung Sorge zu tragen. Die in Ihren Gemeinden wohnenden
8.
der Tag der Lohnzahlung;
Viehhändler ſind aufzufordern, ihre Kontrollbücher Ihnen alsbald perſönlich
die Bedingungen für die Gewährung von Koſt und Wohnung, ſofern Koſt
7.
vorzulegen, damit Sie die Bücher mit dem amtlichen Anmeldevermerk und Rummer
oder Wohnung als Lohn oder Teil des Lohnes gewährt werden ſoll (§ 114a
verſehen können. Bei der Gelegenheit ſind die Händler darauf aufmerkſam zu machen,
Abſ. 1, 2 der Gewerbeordnung).
daß ſie innerhalb eines Monats nach dem letzten Eintrag jedes Kontrolbuch Ihnen
Im übrigen ſind noch ſolche Eintragungen zuläſſig, welche ſich auf die über=
wieder
vorzallegen haben, damit Sie in dem Buch den Tag der leizten Eintragung
tragenen Arbeiten und die dafür vereinbarten oder gezahlten Löhne beziehen (§ 114a
amtlich zu vermerken vermögen.
Abſatz 3 der Zewerbeordnung).
Schließlich empfehlen wir Ihnen noch eine ordnungsmäßige Führung der
§ 4.
nach
II der Beſtimmungen Großh. Miniſteriums von Ihnen anzulegenden
Die Eintragungen dürfen nicht mit einem Merkmal verſehen ſein, welches den
Verzeichniſſe.
Inhaber des Lohnbuches günſtig oder nachteilig zu kennzeichnen bezweckt,
Darmſtadt, den 3. Mai 1913.
Die Eintragung eines Urteils über die Führung oder die Leiſtungen des Arbeiters
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
und ſonſtige durch dieſe Bekanntmachung nicht vorgeſehene Eintragungen oder Vermerke
in oder an dem Lohnbuche ſind unzuläſig.
J. V.: Dr. Reinhart.
Den Arbeitgebern und den von ihnen zur Vornahme der Eintragungen bevoll=
mächtigten
Betriebsbeamten iſt unterſagt, die Lohnbücher mit Merkmalen zu verſehen,
Bekanntmachung.
welche den Zweck haben, den Arbeiter in einer aus dem Wortlaut des Lohnbuches nicht
Die Führung von Lohnbüchern war für die Kleider= und Wäſchekonfektion bisher
erſichtlichen Weiſe zu kennnzeichnen (§ 114 a Abſatz 4 der Gewerbeordnung),
durch die Bekanntmachung vom 9. Dezember 1902 (Reichsgeſetz=Blatt S. 205) geregelt.
§ 5.
Daneben iſt über die Einrichtung der Lohnbücher durch den Reichskanzler Beſtim=
Die Lohnbücher müſſen für die nach § 3 Abſatz 3 vorgeſchriebenen Eintragungen
mung getroffen worden (ſiehe unſere Bekanntmachung vom 30. Januar 1903 Kreisblatt
geſonderte Spalten haben. Für die nach § 3 Abſatz 4 zugelaſſenen weiteren Ein=
Nr. 30 vom 5. Februar 1903)). Die Mängel dieſer Regelung haben nach eingehenden
tragungen ſind, wenn ſolche Eintragungen erfolgen ſollen, gleichfalls beſondere Spalten
Unterſuchungen Anlaß gegeben, zunächſt die geſetzlichen Grundlagen ſo abzuändern, wie
vorzuſehen.
es für eine zweckmäßige Ausgeſtaltung der Lohnbücher erforderlich ſchien, indem durch
Dem Arbeitgeber bleibt geſtattet, die einzelnen Spalten in mehrere Unterſpalten
Artikel 1 des Geſetzes vom 27. Dezember 1911 die Vorſchriften in §§ 114a, 114b der
zu zerlegen.
Gewerbeordnung neugeſtaltet wurden. Unter Beibehaltung der Befugnis des Bundes=
§ 6.
rats, für beſtimmte Gewerbe Lohnbücher oder Arbeitszettel vorzuſchreiben, iſt ihm da=
Sind die Bedingungen für die Lieferung von Werkzeugen und Stoffen, ſowie
durch weiter übertragen worden, die zur Ausführung erforderlichen Beſtimmungen,
für die Gewährung von Koſt und Wohnung (§ 3 Abſatz 3 Nr. 3, 7) dauernd oder für
namentlich über Art und Zeit der Eintragungen, in das Lohnbuch zu erlaſſen, ſoweit
einen längeren Zeitraum feſtgeſetzt, ſo iſt geſtattet, ſie an Stelle der durch § 5 vor=
nicht
ſchon die neue Faſſung des Geſetzes hierüber erweiterte Vorſchriften enthält. Dem
geſchriebenen Eintragung in Spalten in einem beſonderen Teil des Lohnbuches vor
Unternehmer bleibt förtan überlaſſen, wie er im übrigen unter Beachtung der geſetzlichen
den Eintragungen über die einzelnen Aufträge aufzuführen.
Vorſchriften und der Beſtimmungen des Bundesrats die Lohnbücher einrichten will.
§ 7.
Auf dieſer neuen geſetzlichen Grundlage ſind nunmehr die in der unten abgedruck=
In den Lohnbüchern ſind die §§ 115 bis 119a Abſatz 1, § 119b der Gewerbe=
ten
Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 14. Februar 1913 (Reichsgeſetz=Blatt S. 97)
ordnung abzudrucken (§ 114b Abſatz 3 der Gewerbeordnung),
enthaltenen Beſtimmungen beſchloſſen worden, die am 1. Juli 1913 in Kraft
§ 8.
und an die Stelle der Beſtimmungen vom 9. Dezember 1902
Im übrigen bleibt die Einrichtung des Lohnbuches, auch hinſichtlich der Zahl
treten.
und Anordnung der Spalten, ſowie hinſichtlich der Größe und Zahl der Seiten, dem
Indem wir hierauf aufmerkſam machen, bemerken wir zu den einzelnen Beſtim=
Ermeſſen des Arbeitgebers überlaſſen; insbeſondere kann er für die Unterzeichnung der
mungen das Folgende:
Eintragungen Spalten vorſehen.
Zu§ 1. Die Worte: Kleider= und Wäſchekonfektion in Zeile 6 der Bekannt=
§ 9.
machung vom 9. Dezember 1902 haben zu Zweifeln über den Geltungsbereich der
Vorbehaltlich der Ausnahmen in den §§ 10 bis 12 ſind die Eintragungen gemäß
Beſtimmungen Anlaß gegeben. Sie ſind als eine Einengung der vorhergehenden Worte
§ 3 Abſatz 1, Abſatz 3 Nr. 1 bis 3, 7 vor oder bei der Uebergabe der Arbeit, die
Anfertigung oder Bearbeitung von Kleidern und Wäſche im großen aufgefaßt wor=
gemäß
§ 3 Abſatz 3 Nr. 4 bei der Abnahme der Arbeit, die gemäß § 3 Abſatz 3 Nr. 5, 6
bei der Lohnzahlung zu bewirken und von dem Arbeitgeber oder einem dazu bevoll=
den
. Um dieſe Zweiſel auszuſchalten, iſt in § 1. Abſatz 2 eine genaue Begriffsbeſtimmung
mächtigten Betriebsbeamten zu unterzeichnen (§ 114b Abſatz 2 der Gewerbeordnung).
aufgenommen.
Die vorgeſchriebenen Eintragungen einſchließlich der Unterzeichnung ſind mit
Zus 2. Die Frage, ob auch für die in der Arbeitsſtätte des Arbeit=
oder
Tintenſtiſt zu bewirken. Die Verwendung eines farbigen Stempeldrucks
Tinte
gebers beſchäftigten Arbeiter Lohnbücher zu führen ſind, war nach den Motiven der
iſt, ſoweit es ſich nicht um die Unterzeichnung handelt, zuläſſig.
früheren Beſtimmungen zu bejahen. Nach den neuen Vorſchriften bedarf es für dieſe
Arbeiter, inſoweit ſie ausſchließlich gegen Zeitlohn beſchäftigt werden, in Zukunft
§ 10.
des Lohnbuches nicht. Selbſtverſtändlich iſt aber in Betrieben, in denen in der Regel
Soll die Anfertigung eines erſtmalig herzuſtellenden Muſters übertragen und
mindeſtens 20 Arbeiter beſchäftigt werden, den Arbeitern bei der regelmäßigen Lohn=
kann
der Lohnſatz für dieſes nicht im voraus berechnet werden, ſo darf die Eintragung
zahlung ein ſchriftlicher Beleg (Lohnzettel, Lohntüte, Lohnbuch uſw.) über den Betrag
des Lohnſatzes bis ſpäteſtens zu dem Zeitpunkte verſchoben werden, in welchem der
des verdienten Lohnes und der einzelnen Arten der vorgenommenen Abzüge auszu=
Lohn ermittelt oder ausgezahlt wird.
händigen (§ 134 Abſatz 2 der Gewerbeordnung).
§ 11.
vonk
Zu § 3. Zur Beſeitigung von Zweifeln darüber, für welche Perſonen Lohn=
Soweit in den Betrieben, in denen die Anfertigung oder Bearbeitung
bücher zu führen ſind, haben in Abſatz 2 die für die §§ 114a bis 119a maßgebenden
weißer oder bunter Wäſche im großen erfolgt, die Lohnſätze durch einen in den Arbeits=
Vorſchriften des § 118b der Gewerbeordnung Aufnahme gefunden, in denen die
räumen angebrachten gut lesbaren Anſchlag bekannt gegeben ſind, dürfen für die in
Perſonen, welche den Arbeitern gleichzuachten ſind, näher bezeichnet werden. Von
dieſen Räumen beſchäftigten Arbeiter die Eintragungen in das Lohnbuch gemäß § 3
nach dem Geſamtbetrage der im Laufe eines Tages an den
einer beſonderen Beſtimmung über die Stellung der ſogenannten Zwiſchenmeiſter=
Abſatz 3 Nr. 1 bis 6
iſt abgeſehen worden, in der Annahme, daß bei Anwendung der Beſtimmungen ledig=
Arbeiter ausgegebenen Arbeiten bewirkt werden. Die Eintragungen müſſen ſpäteſtens
lich die Auslegung, die § 119b der Gewerbeordnung gefunden hat, maßgebend ſein
bis zum Beginne der Arbeit am folgenden Tage vorgenommen werden.
müſſe, wonach nur diejenigen Perſonen, die wirtſchaftlich in einer gleichen Lage ſich
12.
befinden, wie die eigentlichen Lohnarbeiter, bei denen das Merkmal der wirtſchaftlichen
Wird die Arbeit dem Arbeiter zugeſandt oder kann das Lohnbuch bei Uebergabe
Abhängigkeit charakteriſtiſch iſt, zu den Arbeitern im Sinne der Beſtimmungen zu
der Arbeit trotz Aufforderung nicht vorgelegt werden, ſo dürfen die Eintragungen in
zählen ſind.
das Lohnbuch vorläufig inſoweit unterbleiben, als die Uebertragung der Arbeit mittels
Arbeitszetteln erfolgt, in denen die im § 3 Abſatz 3 Nr. 1, 2 und, ſofern nicht von der
Zu§ 9. Als Betriebsbeamte ſind die im § 133a der Gewerbeordnung näher
Beſtimmung im § 6 Gebrauch gemacht iſt, auch die im § 3 Abſatz 3 Nr. 3 vorge=
bezeichneten
Perſonen anzuſehen. Die Vollmacht wird, auch wenn ſie ſtillſchweigend
ſchriebenen Eintragungen enthalten ſind. Dieſe Eintragungen müſſen von dem Arbeit=
oder
mündlich erteilt iſt, als genügend anzuſehen ſein. Die Verwendung des Tinten=
geber
oder einem dazu bevollmächtigten Betriebsbeamten unterzeichnet ſein,
ſtifts und, ſoweit es ſich nicht um die Unterzeichnung handelt, eines farbigen Stempel=
Die Eintragungen in das Lohnbuch ſind, ſobald der Arbeiter ſelbſt Arbeit liefert
drucks, entſpricht den Wünſchen der Intereſſenten.
oder abholt, ſpäteſtens jedoch bei der nächſten Abrechnung, unter Uebertragung jener
Die Ausnahme für die Eintragung des Lohnſatzes bei
11.
Zu §§ 10 und
Angaben, nachträglich zu bewirken,
Anfertigung eines erſtmalig herzuſtellenden Muſters entſpricht einem Bedürfnis, das
13.
nicht ſowohl in der Damen= und Wäſchekonfektion, ſondern namentlich auch in der
Das Lohnbuch oder der Arbeitszettel iſt von dem Arbeitgeber auf ſeine Koſten
Knabenkleiderkonfektion und in der Fabrikation von Livreen und Sportartikeln hervor=
zu
beſchaffen und dem Arbeiter ſofort nach Vollziehung der vorgeſchriebenen Ein=
getreten
iſt. Die Ausnahmebeſtimmung im § 11 beruht auf der Erwägung, daß bei
tragungen koſtenfrei auszuhändigen (§ 114b Abſatz 1 Satz 1 der Gewerbeordnung).
der Wäſchekonfektion eine mehrmalige Ausgabe von Arbeit an einem Tage vielſach
§ 14.
üblich iſt und die Eintragung der einzelnen Arbeitsübertragungenn eine übergroße
Die Arbeitgeber haben von den Lohnbüchern, welche ſie verwenden, zwei Abdrücke
Mühewaltung verurſachen würde, von der bei feſtſtehenden und durch Anſchlag bekannt=
der
Ortspolizeibehörde ihrer Niederlaſſung vor der erſtmaligen Verwendung einzu=
gegebenen
Lohnſätzen unbedenklich abgeſehen werden kann.
reichen.
Zu § 12. Die vorläufige Verwendung von Arbeitszetteln entſpricht
§ 15.
den Wünſchen der Iniereſſenten. Einem weitergehenden Wunſche, an Stelle des
Die vorſtehenden Beſtimmungen treten am 1. Juli 1913 in Kraft und an die Stelle
Lohnbuches auch Arbeitszettel zuzulaſſen, wurde nicht entſprochen, weil bei den
der Beſtimmungen vem 9. Dezember 1902 betreffend die Einführung von Lohnbüchern
Lohnbüchern die Geſahr des Verlierens einzelner Beſcheinigungen bis zu einem
für die Kleider= und Wäſchekonfektion (Reichs=Geſetzblatt S. 295).
gewiſſen Grade vorgebeugt iſt. Es wird Sache der Gewerbeaufſichtsbeamten ſein, der
Verkin, den 14. Februar 1913.
mißbräuchlichen Benutzung von Arbeitszetteln vorzubeugen und die Durch=
Delbrück.
führung der Vorſchrift zu überwachen, wonach ſpäteſtens bei der nächſten Abrechnung

[ ][  ][ ]

Nummer 54.
Amtsverkündigungsblatt Großherzog
Bekanntmachung
Die Kreisſtraße von Eberſtadt nach Nieder=Ramſtadt, und zwar vom Ortsend
Eberſtadt bis zum Kühlen Grund, km 7,5 bis 3,0, iſt wegen Ausführung von Klein=
pflaſter
von Donnerstag, den 15. d. Mts, ab auf ca. 4 Wochen für ſämtliches
Fuhrwerk (Geſpanne, Automobile, Motorräder uſw.) geſperr
Der Durchgangsverkehr hat während der Dauer der Kleinpflaſterherſtellung
den aufgeſtellten Tafeln entſprechend zu erfolgen
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Anordnungen ſind nach § 2 der Polizei=
verordnung
vom 12. Februar 1908 ſtrafbar
Darmſtadt, den 6. Mai 1913
(10630a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Der Alice=Frauenverein für Krankeupflege im Großherzogtum Heſſen
beabſichtigt mit einem am 31. Mai und 1. Juni ds. Js. im Orangerie=Garten in
Beſſungen geplanten Wohltätigkeitsfeſt eine Verloſung von Sachgegenſtänden (Tom
bola) zu veranſtalten.
Großh. Miniſterium des Innern hat die nachgeſuchte Erlaubnis zur Veran=
ſtaltung
dieſer Verloſung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 5000 Loſe zu
0.50 Mk. und weitere 5000 Loſe zu 0.30 Mk. das Stück ausgegeben werden dürfen
Der Wert der Gewinngegenſtände muß mindeſtens 60 Prozent des Bruttoerlöſes
zugleich
aus dem Verkaufe der Loſe betragen. Großh. Miniſterium des Innern ha=
den
Vertrieb der Loſe in der Stadt Darmſtadt geſtattet
(10613
Die bei Berechnung der Lieferungen für die Armee zugrunde zu legenden
Durchſchnittsmarktpreiſe im Kreiſe Darmſtadt haben im Monat April 1913 für
Hafer 21.25 Mk., für Heu 8. Mk., für Stroh 5. Mk. pro 100 Kilo betragen. (10624
Orts=Satzun
A
für die Quartierleiſtungen und Naturalleiſtungen an die bewaffnete Macht im Frieden
in der Gemeinde Hahn.
Auf Grund des § 7 des Reichsgeſetzes vom 25. Juni 1868, die Quartierleiſtunger
für die bewaffnete Macht während des Friedensſtandes betreffend, und § 9 der Inſtrul
tion zur Ausführung dieſes Geſetzes vom 31. Dezember 1868 und auf Grund der Geſetz
vom 13. Februar 1875 über die Naturalleiſtungen für die bewaffnete Macht im Frieden
wird hiermit für die Gemeinde Hahn auf Beſchluß des Gemeinderats und
mit Genehmigung Großh. Miniſteriums des Innern vom 14. April 1913 zu
Nr. M. d. J. 6481 folgendes beſtimmt
§ 1.
Die Verwaltung der Einquartierungsangelegenheiten wird der von dem
Gemeinderat zu wählenden Einquartierungskommiſſion unter dem Vorſitz des Bürger
meiſters oder bei Verhinderung des Bürgermeiſters unter dem Vorſitz des Beigeord
neten übertragen.
Die Dienſtzeit der unſtändigen Mitglieder der Kommiſſion endet mit dem
Kalenderjahr, für welches dieſelben gewählt worden ſind
Die Zahl der unſtändigen Mitglieder der Kommiſſion wird von dem Gemeinde
rat jedes Jahr neu beſtimmt.
§ 2
Die ganze Gemeinde, einſchließlich
aller zur Gemarkung gehörigen Gehöfte uſw.
bildet einen Quartierbezirk.
§ 3
Die Einquartierungspflicht liegt
allen denen ob, die in der Gemeinde eine
Wohnung haben und zur Gemeindeſteuer herangezogen werden, ebenſo Juriſtiſchen Per
ſonen, Geſellſchaften und ſolchen Perſonen, die, ohne in der Gemeinde zu wohnen, in
der Gemeinde Häuſer, Grundſtücke oder Geſchäftslokale haben und für dieſe zur
Gemeindeſteuer herangezogen werden.
Befreit von der Benutzung zur Einquartierung ſind die in § 4 Abſ. 2 des Reichs
geſetzes vom 25. Juni 1868 aufgeführten Gebäude und Gebäudeteile
Gebäude, in denen ſich mit gefährlichen oder anſteckenden Krankheiten Behaftete
oder Wichnerinnen oder Leichen befinden, ſollen zur Einquartierung nicht benutzt werden
§ 4.
Bei Verteilung der Einquartierung ſoll auf die Wohnungs=, Wirtſchafts= und
Gewerbebetriebsbedürfniſſe des Quartierpflichtigen Rückſicht genommen werden. Neben
dieſen Grundlagen ſoll bei der Berteilung beachtet werden, daß auf etwa je 30 Mart
Gemeindeſteuer je ein Mann zu übernehmen iſt.
§ 5
Den Quartierpflichtigen iſt geſtattet, die ihnen obliegende Verbindlichkeit durch
Stellung anderweiter Quartiere (z. B. in Wirtshäuſern uſw.) zu erfüllen, jedoch iſ
dies vorher der Einquartierungskommiſſion anzuzeigen. Das zu ſtellende Quartier
muß den Anforderungen entſprechen, welche an den Quartierpflichtigen ſelbſt geſtellt
werden können
Für richtige Leiſtung iſt nur der Quartierpflichtige haftbar, wie auch die durck
die Ausquartierung dem Quartierpflichtigen etwa entſtehenden Mehrkoſten von dieſem
zu tragen ſind
§ 6.
Weigert ſich der Quartierpflichtige, die ihm zugedachte Einquartierung zu über=
nehmen
, oder iſt der Quartierpflichtige zeitweilig abweſend, ſo hat die Einquartierung
auf deſſen Koſten anderweit zu erfolgen.
Dieſe Koſten ſind nötigenfalls auf dem für die Gemeindeeinkünfte vorgeſchriebener
Wege von den Pflichtigen beizutreiben
§ 7.
Bei der Zuteilung der Einquartierung werden gerechnet
1 General und die ihm gleichgeſtellten Chargen einſchließlich Bedienung
30 Gemeine,
Stabsoffizier
20
1 Hauptmann oder Leutnant
10
Feldwebel 2c
Fähnrich oder Vizefeldwebel

Unteroffizier

1 Pferd ohne Fourage
. 1Gemeiner
§ 8.
Werden Truppen mit Verpflegung einquartiert, ſo wird den mit Einquartierung
bedachten Einwohnern ein von dem Gemeinderat in dem betreffenden Jahre feſtzuſetzen=
der
Zuſchuß zu der von dem Reiche gewährten Entſchädigung bewilligt. Dieſer Zuſchuß
ſoll mit Rückſicht auf die jeweiligen Lebensmittelpreiſe bemeſſen werden und ſoll mi
Einſchluß der von dem Reiche gewährten Entſchädigung für Mundverpflegung und
Servis pro Tag für jeden einquartierten und verpflegten Soldaten einſchließlich Unter
offizier Sergeanten und ähnliche Charge den Betrag von 1.50 Mark nicht überſteigen
Für die einquartierten Offiziere und Pferden wird den Quartiergebern nur di
Reichsentſchädigung gewährt.
§ 9.
Wird der Gemeinde die Stellung von Fourage oder Vorſpann angeſonnen, ſt
beſchafft die Einquartierungskommiſſion den Bedarf auf die ihr am zweckmäßigſten
erſcheinende Weiſe, möglichſt unter öffentlicher Aufforderung, aus Mitteln der Gemeinde
kaſſe, in welche die vom Reiche zu gewährende Vergütung fließt. Nur wenn auf dieſem
Wege dem Anſinnen nicht rechtzeitig entſprochen werden kann oder die Fourage oder
der Vorſpann gegen die von dem Gemeinderat hierfür zuläſſig erachtete Vergütung
nicht zu erlangen iſt, wird die Kommiſſion zu der in Anſpruch genommenen Leiſtung
die Beſitzer von Fouragebeſtänden, Zugtieren und Wagen unmittelbar heranziehen, und
der Gemeinderat ſodann darüber beſchließen, ob und welcher Zuſchuß aus Gemeinde
mitteln zu der von dem Reiche zu gewährenden Vergütung zu leiſten iſt
10
Die Einquartierungskommiſſion iſt bezüglich der in dem §§ 8 und 9 von ihr zu
Laſten der Gemeindekaſſe zuzugeſtehenden Vergütungen an die Weiſungen des Gemeinde=
gebunden
.
rats
§ 11.
tritt mit dem 15. Juli 1913 in Kraft.
Dieſe Satzung
April 1913
Hahn, den 4
(10626
Bürgermeiſterei Hahn
Großherzogliche
Geibel.
Orts=Satzung
für die Quartierleiſtungen und Naturalleiſtungen an die bewaffnete Macht im Frieder
in der Gemeinde Wixhauſen.
Auf Grund des § 7 des Reichsgeſetzes vom 25. Juni 1868, die Quartierleiſtungen
für die bewaffnete Macht während des Friedensſtandes betreffend, und § 9 der Inſtruk=
tion
zur Ausführung dieſes Geſetzes vom 31. Dezember 1868 und auf Grund der Geſetz
vom 13. Februar 1875 über die Naturalleiſtungen für die bewaffnete Macht im Frieden
wird hiermit für die Gemeinde Wixhauſen auf Beſchluß des Gemeinderats und mi
Genehmigung Großh. Miniſteriums des Innern vom 14. April 1913 zu Nr. M. d. J. 6483
folgendes beſtimmt:
8
Die Verwaltung der Einquartierungsangelegenheiten wird der von dem
Gemeinderat zu wählenden Einquartierungskommiſſion unter dem Vorſitz des Bürger=

Donnerstag, den 8. Mai 1913.
zlichen Kreisamts Darmſtadt
meiſters oder bei Verhinderung des Bürgermeiſters unter dem Vorſitz des Beigeord=
neten
übertragen.
Die Dienſtzeit der unſtändigen Mitglieder der Kommiſſion endet mit dem
Kalenderjahr, für welches dieſelben gewählt worden ſind
Die Zahl der unſtändigen Mitglieder der Kommiſſion wird von dem Gemeinde=
rat
jedes Jahr neu beſtimmt
§ 2.
Die ganze Gemeinde, einſchließlich
aller zur Gemarkung gehörigen Gehöfte uſw.,
bildet einen Quartierbezirk
§ 3.
Die Einquartierungspflicht liegt allen denen ob, die in der Gemeinde eine
Wohnung haben und zur Gemeindeſteuer herangezogen werden, ebenſo Juriſtiſchen Per=
ſonen
, Geſellſchaften und ſolchen Perſonen, die, ohne in der Gemeinde zu wohnen, in
der Gemeinde Häuſer, Grundſtücke oder Geſchäftslokale haben und für dieſe zur
Gemeindeſteuer herangezogen werden
Befreit von der Benutzung zur Einquartierung ſind die in § 4 Abſ. 2 des Reichs=
geſetzes
vom 25. Juni 1868 aufgeführten Gebäude und Gebäudeteile,
Gebände, in denen ſich mit gefährlichen oder anſteckenden Krankheiten Behaftete
oder Wöchnerinnen oder Leichen befinden, ſollen zur Einquartierung nicht benutzt werden
§ 4.
Bei Verteilung der Einquartierung ſoll auf die Wohnungs=, Wirtſchafts= und
Gewerbebetriebsbedürfniſſe des Quartierpflichtigen Rückſicht genommen werden. Neben
dieſen Grundlagen ſoll bei der Verteilung beachtet werden, daß auf etwa je 80 Mark
Gemeindeſteuer je ein Mann zu übernehmen iſt.
5.
Den Quartierpflichtigen iſt geſtattet, die ihnen obliegende Verbindlichkeit durch
Stellung anderweiter Quartiere (z. B. in Wirtshäuſern uſw.) zu erfüllen, jedoch iſt
dies vorher der Einquartierungskommiſſion anzuzeigen. Das zu
ſtellende Quartier
muß den Anforderungen entſprechen, welche an den Quartierpflichtigen ſelbſt geſtell
werden können
Für richtige Leiſtung iſt nur der Quartierpflichtige haftbar, wie auch die durch
die Ausquartierung dem Quartierpflichtigen etwa entſtehenden Mehrkoſten von dieſen
zu tragen ſind
§ 6.
Weigert ſich der Quartierpflichtige, die ihm zugedachte Einquartierung zu über=
nehmen
, oder iſt der Quartierpflichtige zeitweilig abweſend, ſo hat die Einquartierung
auf deſſen Koſten anderweit zu erfolgen
Dieſe Koſten ſind nötigenfalls auf dem für die Gemeindeeinkünfte vorgeſchriebener
Wege von den Pflichtigen beizutreiben.
§ 7.
Bei der Zuteilung der Einquartierung werden gerechnet:
General und die ihm gleichgeſtellten Chargen einſchließlich Bedienung
30 Gemeine,
Stabsoffizier
2
Hauptmann oder Leutnant
10
,

Feldwebel ꝛc.
E
3
Fähnrich oder Vizefeldwebel

2
Unteroffizier

Pferd ohne Fourage

. 1Gemeiner
,
4
,
§ 6
Werden Truppen mit Verpflegung einquartiert, ſo wird den mit Einquartierung
bedachten Einwohnern ein von dem Gemeinderat in dem betreffenden Jahre feſtzuſetzen=
der
Zuſchuß zu der von dem Reiche gewährten Entſchädigung bewilligt. Dieſer Zuſchuß
oll mit Rückſicht auf die jeweiligen Lebensmittelpreiſe bemeſſen werden und ſoll mit
Einſchluß der von dem Reiche gewährten Entſchädigung für Mundverpflegung und
Servis pro Tag für jeden einquartierten und verpflegten Soldaten einſchließlich Unter=
offizier
, Sergeanten und ähnliche Charge den Betrag von 2.00 Mark nicht überſteigen
Für die einquartierten Offiziere wird den Quartiergebern nur die Reichsent=
ſchädigung
gewährt
§ 9.
Wird der Gemeinde die Stellung von Fourage oder Vorſpann angeſonnen, ſo
beſchafft die Einquartierungskommiſſion den Bedarf auf die ihr am zweckmäßigſter
erſcheinende Weiſe, möglichſt unter öffentlicher Aufforderung, aus Mitteln der Gemeinde=
kaſſe
, in welche die vom Reiche zu gewährende Vergütung fließt. Nur wenn auf dieſem
Wege dem Anſinnen nicht rechtzeitig entſprochen werden kann oder die Fourage oder
der Vorſpann gegen die von dem Gemeinderat hierfür zuläſſig erachtete Vergütung
nicht zu erlangen iſt, wird die Kommiſſion zu der in Anſpruch genommenen Leiſtung
die Beſitzer von Fouragebeſtänden, Zugtieren und Wagen unmittelbar heranziehen, und
der Gemeinderat ſodann darüber beſchließen, ob und welcher Zuſchuß aus Gemeinde=
mitteln
zu der von dem Reiche zu gewährenden Vergütung zu leiſten iſt
10.
Die Einquartierungskommiſſion iſt bezüglich der in den §§ 8 und 9 von ihr zu
Laſten der Gemeindekaſſe zuzugeſtehenden Vergütungen an die Weiſungen des Gemeinde=
rats
gebunden.
§ 11
Dieſe Satzung tritt mit dem 15. Mai 1913 in Kraft.
Wixhauſen, den 20. April 1913.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Wirhauſen.
(10638
Pfaff.
Orts=Satzung
für die Quartierleiſtungen und Naturalleiſtungen an die bewaffnete Macht im Frieden
in der Gemeinde Traiſa.
Auf Grund des § 7 des Reichsgeſetzes vom 25. Juni 1868, die Quartierleiſtungen
für die bewaffnete Macht während des Friedensſtandes betreffend, und § 9 der Inſtruk=
tion
zur Ausführung dieſes Geſetzes vom 31. Dezember 1868 und auf Grund der Geſetze
vom 13. Februar 1875 über die Naturalleiſtungen für die bewaffnete Macht im Frieder
wird hiermit für die Gemeinde Traiſa auf Beſchluß des Gemeinderats und mit Ge=
nehmigung
Großh. Miniſteriums des Innern vom 12. April 1913 zu Nr. M. d. J. 6415
folgendes beſtimmt:
§ 1.
Die Verwaltung der Einquartierungsangelegenheiten wird der von dem
Gemeinderat zu wählenden Einquartierungskommiſſion unter dem Vorſitz des Bürger=
meiſters
oder bei Verhinderung des Bürgermeiſters unter dem Vorſitz des Beigeordneter
übertragen
Die Dienſtzeit der unſtändigen Mitglieder der Kommiſſion endet mit dem
Kalenderjahr, für welches dieſelben gewählt worden ſind
Die Zahl der unſtändigen Mitglieder der Kommiſſion wird von dem Gemeinde=
rat
jedes Jahr neu beſtimmt
§ 2
Die ganze Gemeinde, einſchließlich aller zur Gemarkung gehörigen Gehöfte uſw.
bildet einen Quartierbezirk
§ 3
die in der Gemeinde eine
Die Einquartierungspflicht liegt allen denen ob,
Wohnung haben und zur Gemeindeſteuer herangezogen werden, ebenſo Juriſtiſchen
Perſonen, Geſellſchaften und ſolchen Perſonen, die, ohne in der Gemeinde zu wohnen
in der Gemeinde Häuſer, Grundſtücke oder Geſchäftslokale haben und für dieſe zur
Gemeindeſteuer herangezogen werden
Befreit von der Benutzung zur Einquartierung ſind die in § 4 Abſ. 2 des Reichs=
geſetzes
vom 25. Juni 1868 aufgeführten Gebäude und Gebäudeteile
Gebäude, in denen ſich mit gefährlichen oder anſteckenden Krankheiten Behaftete
oder Wöchnerinnen oder Leichen befinden, ſollen zur Einquartierung nicht benutzt werden
§ 4
Bei Verteilung der Einquartierung ſoll auf die Wohnungs=, Wirtſchafts= und
Gewerbebetriebsbedürfniſſe des Quartierpflichtigen Rückſicht genommen werden. Neben
dieſen Grundlagen ſoll bei der Verteilung beachtet werden, daß auf etwa je 30 Mark
Gemeindeſteuer je ein Mann zu übernehmen iſt.
5
Den Quartierpflichtigen iſt geſtattet, die ihnen obliegende Verbindlichkeit durch
Stellung anderweiter Quartiere (z. B. in Wirtshäuſern uſw.) zu erfüllen, jedoch iſt dies
vorher der Einquartierungskommiſſion anzuzeigen. Das zu ſtellende Quartier muſ
den Anforderungen entſprechen, welche an den Quartierpflichtigen ſelbſt geſtellt werden
können
Für richtige Leiſtung iſt nur der Quartierpflichtige haftbar, wie auch die durch
die Ausquartierung dem Quartierpflichtigen etwa entſtehenden Mehrkoſten von dieſem
zu tragen ſind.
§ 6.
Weigert ſich der Quartierpflichtige, die ihm zugedachte Einquartierung zu über
nehmen oder iſt der Quartierpflichtige zeitweilig abweſend, ſo hat die Einquartierung
auf deſſen Koſten anderweit zu erfolgen
Dieſe Koſten ſind nötigenfalls auf dem für die Gemeindeeinkünfte vorgeſchriebener
Wege von den Pflichtigen beizutreiben.

[ ][  ][ ]

Nummer 54.
Amtsverkündigungsblatt Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt.
Donnerstag, den 8. Mai 1913.
3 7.
§ 9.
Bei der Zuteilung der Einquartierung werden gerechnet
Wird der Gemeinde die Stellung von Fourage oder Vorſpann angeſonnen, ſo
1 General und die ihm gleichgeſtellten Chargen einſchließlich Bedienung
30 Gemeine
beſchafft die Einquartierungskommiſſion den Bedarf auf die ihr am zweckmäßigſten
Stabsoffizier
20
,
erſcheinende Weiſe, möglichſt unter öffentlicher Aufforderung, aus Mitteln der Gemeinde=
Hauptmann oder Leutnant
10

kaſſe, in welche die vom Reiche zu gewährende Vergütung fließt. Nur wenn auf dieſem
Feldwebel ꝛc.
,
, ,
O
1
Wege dem Anſinnen nicht rechtzeitig entſprochen werden kann oder die Fourage oder
Fähnrich oder Vizefeldwebel . . . . . . . .

, , , 2 *
,
der Vorſpann gegen die von dem Gemeinderat hierfür zuläſſig erachtete Vergütung
Unteroffizier
,. , .
1 , , , ,

nicht zu erlangen iſt, wird die Kommiſſion zu der in Anſpruch genommenen Leiſtung die
Pferd ohne Fourage . . . . . . . . . . . . . . . . 1 Gemeiner
Beſitzer von Fouragebeſtänden, Zugtieren und Wagen unmittelbar heranziehen, und der
§ 8
Gemeinderat ſodann darüber beſchließen, ob und welcher Zuſchuß aus Gemeindemitteln
Werden Truppen mit Verpflegung einquartiert, ſo wird den mit Einquar=
zu
der von dem Reiche zu gewährenden Vergütung zu leiſten iſt.
tierung bedachten Einwohnern ein von dem Gemeinderat in dem betreffenden Jahr
§ 10
feſtzuſetzender Zuſchuß zu der von dem Reiche gewährten Entſchädigung bewilligt. Dieſer
Die Einquartierungskommiſſion iſt bezüglich der in den §§ 8 und 9 von ihr zu
Zuſchuß ſoll mit Rückſicht auf die jeweiligen Lebensmittelpreiſe bemeſſen werden und
Laſten der Gemeindekaſſe zuzugeſtehenden Vergütungen an die Weiſungen des Ge=
ſoll
mit Einſchluß der von dem Reiche gewährten Entſchädigung für Mundverpflegun
meinderats gebunden.
und Servis pro Tag für jeden einquartierten und verpflegten Soldaten einſchließlich
§ 11
Unteroffizier, Sergeanten und ähnliche Charge den Betrag von
Dieſe Satzung tritt mit dem 15. Mai 1913 in Kraft.
1,50 Mark nicht
10627
überſteigen.
Traiſa, den 18. April 1913.
Für die einquartierten Offiziere wird den Quartiergebern
nur die Reichs=
Großh. Bürgermeiſterei Traiſa.
entſchädigung gewährt.
Walter.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
En unſer Handels=Regiſter, Ab=
Bekanntmachung.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei
teilung A, wurden folgende
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be
Einträge vollzogen:
Die nachſtehenden Vorſchriften der Polizeiverordnung über der
finden ſich: 1 Pinſcher. 1 Pinſcher (zugelaufen). Die Hunde können
Am 26.
April 1913
Woog bringen wir erneut zur allgemeinen Kenntnis.
von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden.
den 3. Mai 1913
Hinſichtlich der Firma:
Darmſtadt,
Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Georg
Schmitt,
Wein=
Großherzogliches Polizeiamt
Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(10615
handlung
Darmſtadt
Gennes
Geſchäft und
Firma ſind au
Polizeiverordnung,
Bekanntmachung
Georg Schmitt, Weinhändler in
den Woog betreffend
Darmſtadt, übergegangen.
Betreffend:
Sonntagsruhe im Handelsgewerbe und im Gewerbe=
Am 28. April 1913.
(Darmſtädter Taglatt Nr. 212 vom 9. September 1908.
betrieb der Bäcker, Friſeure und Photographen
Hinſichtlich der Firma:
Auf Grund des Art. 56 Abſ. 2 Ziffer 1 des Geſetzes, die Städte=
Um Zweifeln zu begegnen, ſehen wir uns unter Bezugnahme
ordnung betreffend, vom 15. Juni 1874, wird nach Anhörung de
Eckert & Haßlinger, Darm
auf die Bekanntmachung des Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt
ſtadt.
Stadtverordnetenverſammlung der Haupt= und Reſidenzſtadt Darm
vom 27. Dezember 1907 veranlaßt, die für die kommenden Feſttage
ſtadt mit Genehmigung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern
Die offene Handelsgeſellſchaft iſ
auf Grund des § 105e der Reichsgewerbeordnung für die nachſtehend
mit Wirkung vom 28. April 191.
vom 21. Auguſt l. J. zu Nr. M. d. J. 14409, verordnet, was folgt
aufgeführten Gewerbszweige erlaſſenen Vorſchriften über die Sonn
aufgelöſt. Geſchäft und Firma ſind
Die polizeiliche Aufſicht über den Woog ſteht dem Großh.
tagsruhe zur allgemeinen Kenntnis zu bringen:
auf den ſeitherigen Geſellſchafte
Polizeiamt zu, das ſie durch die ihm unterſtellten Organe, insbe
An den beiden Pfingſtfeiertagen darf im Handelsgewerbe
I.
Karl Eckert als Einzelkaufmann
ſondere auch durch den als Polizeiaufſeher zu beſtellenden Pächter
auf Grund der Beſtimmungen des Ortsſtatuts vom 6. September 190/
der ſtädtiſchen Badeanſtalten am Woog ausübt.
übergegangen.
weder eine Beſchäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern
Den zur Aufrechterhaltung der Sicherheit, Ruhe und Ordnung
Am 30. April 1913
noch ein Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsſtellen ſtattfinden.
an und auf dem Woog ergehenden Anordnungen und Weiſungen
Neu eingetragen die Firma:
Ausnahmen auf Grund des § 105e der Reichsgewerbeord
Steiners Spezial=Geſchäft
des Großh. Polizeiamts Darmſtadt oder der dienſthabenden Polizei=
ſind
nur zugelaſſen:
nung
beamten hat jedermann Folge zu leiſten
für Maler=Artikel Maria
A. Für den erſten Pfingſtfeiertag:
Unterſagt iſt jeder Unfug im Waſſer, an den Ufern, in den
Steiner, Darmſtadt.
für Bäcker und Konditoren in der Zeit von vormittags 5
Badehäuſern und in den Anlagen des Woogs; jede Beſchädigung
Inhaberin: Jakob Steiner Kauſ
bis 9 Uhr und 11 bis 12 Uhr;
der Dämme, Uferwerke, Badehäuſer, Nachen, Bäume, überhaupt aller
mann Ehefrau, Marie, geb. Tandry,
für Milchhändler und Molkereien in der Zeit von vormit
2.
an und auf dem Woog befindlichen Anlagen und Einrichtungen
in Darmſtadt
tags 5 Uhr bis nachmittags 1 Uhr und nachmittags vor
ferner das Anhängen an die unter den Duſchebrücken befindlichen
Jakob Steiner, Kaufmann in
6 bis 8 Uhr
Waſſerleitungsröhren, das Betreten der Grasflächen, ſowie aller nicht
Darmſtadt, iſt zum Prokuriſten
für Blumenhändler in der Zeit von vormittags 5 bis 9 Uhr
beſtimmungsgemäß den Badenden für immer oder zeitweiſe zur Be
beſtellt.
und von 11 bis 12 Uhr mittags
nutzung überlaſſenen Wege, Treppen und Anlagen, ſchließlich das
Am 3. Mai 1913
für Verkäufer von Roheis von vormittags 6 Uhr bis nach
eigenmächtige Oeffnen oder das Ueberſteigen der Einfriedigungen.
Hinſichtlich der Firma
mittags 1 Uhr;
In den Anlagen des Waogs müſſen Hunde an der Leine
Friedrich Pfeffer, Darm
5
für Zeitungsſpediteure von vormittags 6 bis 9 Uhr. ( Zei=
geführt
werden.
ſtadt
tungs= und Druckſchriftenverkauf an den Hauptbahnhöfen
Das Mitnehmen der Hunde in die Badehäuſer und an die
Margarete Friederike, gerufer
ohne Zeitbeſchränkung)
öffentlichen Badeplätze, ſowie die unmittelbar am Waſſer herführen=
Frieda Pfeffer, iſt am 27. April
B. Für den zweiten Pfingſtfeiertag
den Wege an der Weſt= und Südſeite des Woogs iſt nicht geſtattet.
1913 volljährig geworden und ſo
für Bäcker in der Zeit von vormittags 5 Uhr bis nachmit
Das Fahren und Reiten auf dem über dem weſtlichen Woogs=
mit
die Vertretungsbefugnis des
tags 1 Uhr;
führenden Weg iſt unterſagt. Ausgenommen von dieſen
damm
Friedrich Pfeffer für ſie erloſchen
für Konditoren in der Zeit von vormittags 5 Uhr bis nach
2
Verbot
ſind leichte durch menſchliche Kraft bewegte Fahrzeuge, z. B
Gelöſcht die Firma:
mittags 3 Uhr
Fahrräder, Kinderwagen
E. Würth, vormals L. Hel
für Metzger und Fleiſchwarenhändler in der Zeit von vor=
3.
Während der Badezeit iſt das unbefugte Betreten des Frauen=
wert
, Darmſtadt. (10651
mittags 6 Uhr bis 11 Uhr
bades
durch männliche Perſonen mit Ausnahme von Knaben bis zu
Am 6. Mai 1913.
für Milchhändler und Molkereien in der Zeit von vormit=
5 Jahren unterſagt.
Hinſichtlich der Firma
tags 5 Uhr bis 1 Uhr nachmittags und von 6 bis 8 Uhr
Ebenſo dürfen weibliche Perſonen während der Badezeit die
Otto Nietſchmaun Nachf.,
nachmittags:
für Männer beſtimmten Badeanſtalten, Badeplätze und die nnmittel=
Hauptniederlaſſung Wies
für Blumenhändler in der Zeit von vormittags 7 Uhr bis
5.
bar am Woog herführenden Wege an der Weſt= und Südſeite nicht
baden, Zweigniederlaſſung
9 Uhr und von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags
unbefugt betreten
Darmſtadt.
6.
für Verkäufer von Roheis von vormittags 6 Uhr bis nach=
Das Baden im offenen Woog iſt des Schwimmens nicht
Die
Zweigniederlaſſung iſt durck
mittags 1 Uhr:
gen Perſonen nur an der ſogenannten Inſel, ſowie an den
kund
Uebergang auf die Firma Otto
7.
für Zeitungsſpediteure in der Zeit von vormittags 6 Uhr
durch
Einfriedigungen und durch Anſchlag hierfür beſonders kenntlich
Nietſchmann Nachf., Geſellſchaft
bis 9 Uhr. (Zeitungs= und Druckſchriftenverkauf an der
gemachten Stellen geſtattet
mit beſchränkter Haftung in Darm
Hauptbahnhöfen ohne Zeitbeſchränkung.)
Ganz unterſagt iſt das Baden und das Fahren mit Nachen in
ſtadt, aufgehoben.
II
Der Gewerbebetrieb der Friſeure und die Beſchäftigung
der hinter der Militärſchwimmanſtalt gelegenen (nordweſtlichen) Ecke
Darmſtadt, 7. Mai 1913
von
Gehilfen und Lehrlingen im Friſeurgewerbe iſt am erſtel
des Woogs, ſowie für männliche Perſonen jenſeits der nach den
Großh. Amtsgericht Darmſtadt 1
Pfingſtfeiertag geſtattet:
Frauenbädern zu durch Fäſſer bezeichneten Grenze
a) außerhalb der Werkſtätte bis 12 Uhr mittags
Das Aus= und Ankleiden darf nur unmittelbar am Ufer,
In unſer Handels=Regiſter, Ab
b)
innerhalb der Werkſtätte von 9 Uhr vormittags bis 12 Uhr
n nicht an oder auf den Dämmen geſchehen
a) teilung B, wurde heute unte
dageg
mittags
Ebenſo iſt das Betreten der Dämme und Anlagen in entklei=
Nr. 96 die Geſellſchaft mit be=
Am zweiten Pfingſtfeiertag iſt jeglicher Gewerbebetrieb ein=
deten

Zuſtande, ſowie das Abſpringen von den Landungsbrücken
ſchränkter Haftung unter de
ſchließlich desjenigen der Friſeuſen unterſagt.
verboten
Firma
An den beiden Pfingſtfeiertagen iſt, wie an allen Sonn=
Die Badenden haben ſich, falls ſie nicht in einer geſchloſſenen
Otto Nietſchmann Nachf.,
und Feſttagen, ein Gewerbebetrieb der Friſeure und die Beſchäf
baden, der Badehoſen oder Badeanzüge zu bedienen
Zelle
Geſellſchaft mit beſchränl
tigung von Gehilfen und Lehrlingen innerhalb und außerhalb der
Die Benutzung von Seife, das Waſchen von Kleidungsſtücken,
ter Haftung, und mit dem
Werkſtätte in der Zeit von 6 bis 9 Uhr nachmittags bei der Vor=
jede
ſonſtige Verunreinigung des Waſſers, der Badezellen
ſowie
Sitz in Darmſtadt,
bereitung von öffentlichen Theatervorſtellungen und Schauſtellungen
Hallen, der Ufer und Dämme, ſowie das Einwerfen von Steinen
und
eingetragen.
geſtattet.
ſonſtigen Gegenſtänden in das Waſſer iſt verboten
und
Gegenſtand des Unternehmen:
III. In den Werkſtätten der Photographen iſt am erſten
Hunde oder andere Tiere dürfen in dem Woog weder gewaſchen
iſt der Betrieb eines Handelsge
Pfingſtfeiertag jeglicher Gewerbebetrieb unterſagt. Am zweiten
gebadet werden
ſchäfts mit Haus= und Küchenge=
noch

Pfingſtfeiertag iſt die Ausübung des Gewerbebetriebes und
Die Benutzung der Badehäuſer iſt nur nach Entrichtung der
räten und Gegenſtänden ähnlicher
die Beſchäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern in den
Großh. Bürgermeiſterei feſtgeſetzten Gebühr und nach Löſuneg
von
Art, insbeſondere Uebernahme un
photographiſchen Werkſtätten geſtattet ausſchließlich zum Zweck der
Badekarte geſtattet. Die Badekarte iſt ſowohl den Polizei=
einer

Fortführung des unter der Firma
Aufnahme von 11 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags
beamten als auch dem Woogspächter und ſeinen Beauftragten auf
Otto Nietſchmann Nachf. zu Darm
IV. Wenn die Sonn= und Feiertagsarbeiten länger als 3 Stun=
Verlangen vorzuzeigen
ſtadt von Herrn Liſſauer derzeitig
den dauern, ſo ſind die Arbeiter entweder an jedem dritten Sonntag
Innerhalb der Badeanſtalten, mit Ausnahme des Kaſſenraums
betriebenen Zweig=Handelsge
für volle 36 Stunden oder an jedem zweiten Sonntag mindeſtens in
iſt das Rauchen verboten.
(10653
ſchäftes
der Zeit von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends oder in jeder Woche
(7
das
Von Einbruch der Dunkelheit bis 5 Uhr morgens
Das Stammkapital
beträgt.
während der zweiten Hälfte eines Arbeitstages, und zwar ſpäteſten
Baden unterſagt. Der Schluß der Badezeit wird durch ein Göcken=
30000 Mark.
von 1 Uhr nachmittags ab von jeder Arbeit frei zu laſſen. Wenn
angegeben
zeichen
Geſchäftsführer ſind
die Arbeiter durch die Sonntagsarbeit an dem Beſuche des Gottes=
Zuwiderhandlungen gegen die vorſtehenden Vorſchriften
Sally Liſſauer, Kaufmann
dienſtes verhindert werden, ſo iſt ihnen an jedem dritten Sonntag
inſofern nicht andere ſtrafgeſetzliche Beſtimmungen Plat
werden,
in Wiesbaden
die zum Beſuche des Gottesdienſtes erforderliche Zeit frei zu geben.
mit Geldſtrafe bis zu 30 Mark beſtraft
greifen,
Erna Liſſauer in Darmſtadt
Wir haben die Schutzmannſchaft mit ſtrengſter Ueberwachun
Außerdem haben Zuwiderhandelnde gegebenenfalls die zwangs
Geſellſchaftsvertrag iſt an
De=
der
richtigen Einhaltung der vorſtehend bekannt gegebenen Beſchäf=
Wegweiſung vom Woog zu gewärtigen.
weiſe
28. März 1913 bezw. am 2. Mai
tigungs= und Verkaufszeiten beauftragt und werden Uebertretungen
Dieſe Polizeiverordnung tritt am 15. I. Mts. in Kraft; von
1913 feſtgeſtellt.
unnachſichtlich zur Anzeige bringen laſſen
(10431ids
den Woog betreffend,
Jage an iſt die Polizeiverordnung,
dieſem
Die Vertretung der Geſellſchaft
Darmſtadt, den 2. Mai 1913.
Juni 1885, außer Kraft geſetzt
vom
erfolgt durch jeden der beiden Ge
(10536md
Darmſtadt, den 7. September 1908.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
ſchäftsführer allein
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Von den Geſellſchaftern bringt
Gennes.
Sally Liſſauer in die Geſellſchaf
Bekanntmachung,
ein: das von ihm unter der Firma
Bekanntmachung,
Otto Nietſchmann Nachf. zu Darm=
Uniformlieferung betreffend.
die Feierabendſtunde für offene Verkaufsſtellen, hier Ausnahmetage
ſtadt betriebene Zweiggeſchäft mi
Mützen
Die Lieferung von 74 Waffenröcken, 78 Tuchhoſen, 77
betreffend.
Aktiven und Paſſiven zum Ge=
60 Tuchmänteln, 88 Umhängen, 17 Litewken, 95 Paar weißledernen
Als Ausnahmetage im Sinne des § 139d Ziffer 3 der Reichs
ſamtwerte von 54000 Mark, wo
Uniformhandſchuhen für die Schutzmannſchaft ſoll vergeben werden.
gewerbeordnung (Ueberbeſchäftigung von Gehilfen ꝛc.), ſowie im Sinne
von ihm auf ſeine Stammeinlage
Angebote auf die Lieferung ſind verſiegelt bis zum Donuers=
des
§ 139e Abſatz 2 Ziffer
der Reichsgewerbeordnung (Verlänge
26000 Mark angerechnet werden
( Hügel=
tag
, den 22. Mai 1913, vormittags 10 Uhr, bei uns
rung der Feierabendſtunde
für offene Verkaufsſtellen bis 10 Uhr
Darmſtadt, den 6. Mai 1913
Beding=
ſtraße
31/33, Zimmer Nr. 24) abzugeben, woſelbſt auch die
mmt:
abends) werden hiermit beſti
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I
einzuſehen
ſind
ungen
die zwei letzten
Werktage vor Pfingſten
(10616df
den 5. Mai 1913.
Darmſtadt
Hiernach dürfen am 9.
und 10. Mai lfd. Js. ſämtliche offene
n unſer Handels=Regiſter, Ab=
Großherzogliches Polizeiamt.
Verkaufsſtellen in hieſiger Stadt bis 10 Uhr abends für den geſchäft=
teilung
B, wurde heute einge
Gennes.
lichen Verkehr geöffnet ſein. An den gleichen Tagen finden die
tragen hinſichtlich der Firma
Beſtimmungen über die Mindeſtruhezeit und Mittagspauſen der
Maſchinenfabrik u. Müh
Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in offenen Verkaufsſtellen keine
Bekanntmachung.
lenbauanſtalt G. Luther
Anwendung
Aktiengeſellſchaft, Filiale
liegt
Der Voranſchlag der Gemeinde Pfungſtadt für 1913 Rj.
Darmſtadt, den 3. Mai 1913.
(10430id
Darmſtadt
von Freitag, den 9. Mai d. Js. ab, 8 Tage lang auf unſerem Büro
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt
dem Kaufmann Guſtav
Die
zu Jedermanns Einſicht offen
Gennes.
Riel in Braunſchweig erteilte Pro
(10625
Pfungſtadt, den 7. Mai 1913
(10652
kura iſt erloſchen.
Diplomaten-Schreibtisch
Großherzogliche Bürgermeiſterei Pfungſtadt
Diwan zu kaufen geſ.
Darmſtadt, 6. Mai 1913
(*12288
zu kaufen geſuch
Lang.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Off. m. Pr. u. 6 70 a. d. Exp. (*12358
Näheres in der Exp. ds. Bl.

[ ][  ][ ]

Nummer 106.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 8. Mai 1913.
Seite 14.
Eine
Pfingstfreude
für jedermann, so einen schicken und eleganten
Anzug zu besitzen. In höchster Vollendung unc
Preiswürdigkeit sehen Sie auf Lager gestapelt Anzüge
für jede Figur, für jedes Alter, für jeden Herrn
Jüngling oder Knaben, in einer Auswahl, wie solche
sonst selten geboten werden kann.
G
Philion Hess-Darmstadl
Anzug wie Abbildung aus wunderbar lebhaftem
dessiniertem Stoff. Farbeneffekte. Ersatz für feinste
Schneiderarbeit, sehr haltbar, schön verarbeitet, vor-
rätig
in 26 verschiedenen Grössen
Reklamepreis Mk. 50.

10677
Begleichung
Verſteigerungs-Anzeige.
ſtädtiſcher Gefälle für das
Verkaufs-
Rechnungsjahr 1912
Kavalier-Desserts mit Saucen:
Donnerstag, 8. Mai 1913, nachmittags 4 Uhr,
Mit Rückſicht auf den Bücher=
preis

Die vier beliebteſten Süßſpeiſen mit der
chluß der Stadtkaſſe und de
verſteigere ich im Saale Rundeturmſtraße 16 öffentlich zwangs=
20 Pfg
dazu gehörigen Saucen.
ſtädtiſchen Nebenkaſſen erſuchen
weiſe gegen Barzahlung:
per Paket.
wir, alle Rückſtände für das ab
Chocolade mit Vanille-Sauce
a) beſtimmt:
gelaufene Rechnungsjahr 1912
Mandel mit Chocoladen-Sauc
Neuheit
nunmehr unverzüglich hierher zu
Eine Partie Glacé= und Stoffhandſchuhe, 1 Revolver,
(10369a
1 Duble=Kette, 1 goldnen Ring
entrichten.
Himbeer mit Vanille-Sauce
20 Pfg
Darmſtadt, 2. Mai 1913
Vanille mit Himbeer-Sauce
b) vorausſichtlich:
per Paket.
Die Stadtkaſſe.
V.: Hahn.
2 Büfetts, 4 Pianinos, 8
Diwans, 4
J.
Sofas, 8 Vertikos,
6 Schreibtiſche, 4 Kleider=, 2 Spiegel=, 2 Glas= und 2 Kaſſen
Eissalz. Eispulver.
Puddingpulver.
Klavierstimmer
7 Tiſche,
ſchränke, 2 Fahrräder,
1
Zeichentiſch, 49 Stühle,
Himbeersaft.
Bourbon-Vanilie,
Bilder uſw.
2 Betten, 3 Kommoden, 2
(10620
Emil Schultze, Kammermuſiker,
(10318a
Herderſtraße 11.
Darmſtadt, den 7. Mai 1913.
Maizena, Mondamin, Weizenpuder.
e
Thüre,
Großh. Gerichtsvollzieher,
Reismehl, Kartoffelmehl, Buchweizenmehl, Gelatine.
Großer
Bleichſtraße 9.
Frankenthaler=, Gries=, Gemahl. und Puder=Jucker.
Unſere Geſchäftsſtelle befindet ſich von heute ab
5 Pfund
Hildebrand’s Weizenmehl
Maſſenverkau
Stock.
Grafenſtraße 23½, 1.
per Pfund 19 Pfg., 85 Pfg
(*12314
Pflanzenbutter-
Darmſtadt, 8. Mai 1913.
66
Prima
Palmona

6
Margarine
4
bester Ersatz für frische Butter, per Pfd. 30 Pf
Darmſtadter Baugeſchäft
Palmin und Estol. Reines Schweine-Schmalz.
Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung
Schnhloler
(10676
Telephon 446
Neue frische Rosinen, Corinthen u. Sultaninen.
Soder=
Meine Büros verlege ich heute von
Rieſige Auswahl!
Neue Sommer-Malta, Neue Voll-Heringe
ſtraße 76 nach Grafenſtraße 23½, 1. Stock
Stannend billige Preiſe
Neue Aegypter-Zwiebeln.
Darmſtadt, 8. Mai 1913.
(10676
Große Poſten elegaute
T
Salat-Oel
Salat-Oel
Herrenſtiefel, Derby, mit
und ohne Lackkappen, mi
Feinst. Tafel, per ½ Ltr. 10 Pfg. feinst. Sesam per ½ Ltr. 50 Pfg
Heinrich
Funk.
Preßfalten, hochelegant
Wein-Essig. Speise-Essig. Essig-Essenz.
Faſſon, von
Telephon 446.
Orangen und Zitronen.
Aoo
Weiss- u. Rotwein per Flasche, incl. Glas 90 Pfg
an
Prima Apfelwein per Flasche, incl. Glas 40 Pfg.
Kaiser Friedrichs-Wasser.
Große Poſten eleganter
Damenſtiefel, modefarbie
Zusendung frei Haus.
und ſchwarz, nur erſtklaſſ
Telephon Nr. 137.
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Da gab ſich der Andere einen Ruck.
nervöſen Züge des Erbprinzen und ſchüttelte langſam der
In erſter Linie fürchtete ich den Verluſt meiner per
Kopf
Es waren zwei Königskinder.
ſönlichen Freiheit und die unvermeidliche Abhängigkeit
Leichten Herzens? Nein, Durchlaucht! Das wäre
Roman von Guido Kreutzer
Schweigen
wohl unnatürlich. Unter einfacheren Verhältniſſen würde
(Nachdruck verboten.)
8)
ich meinem Regiment und meinen Kameraden auch nicht
Der Erbprinz hatte ſich erhoben; Markus Horten=
Darf ich Durchlaucht gehorſamſt um eine Erklärung
untreu geworden ſein. Aber als damals mein Vater in
brügg ebenfalls
bitten?
Berlin mit mir ſprach, tat er es in ſeiner Eigenſchaft eines
Langſam den Kopf geſenkt; die Hände auf dem
Albrecht Georg ſetzte ſich und deutete auf einen gegen=
fürſtlich
Rotthauſenſchen Kammerherrn. Er betonte es
Rücken übereinander gelegt durchmaß der Jüngere die
überſtehenden Stuhl
wiederholt. Und da war der Wunſch ſeines Souveräns
Bibliothek. Er trug die Uniform des 6. Garderegiments,
Erſt ſtellen Sie mal Ihren Helm beiſeite!
und nun
für mich natürlich Befehl oder dienſtliche Order.
bei dem er à la suite geführt wurde. Der Ueberrock ſaſ
wollen wir uns ausſprechen. Bisher haben Sie mick
Alſo war es nur die Trennung von Berlin, die Ihnen
knapp und ſcharf, zeichnete die ſchmale junge Geſtalt mit
natürlich noch nicht verſtanden, das ſehe ich Ihrem Geſicht
dieſen Uebergang ſo ſchwer machte
den etwas müd heruntergezogenen Schultern ſilhouetten=
an
. Iſt ja auch erklärlich
Die dünnen Lippen zuckten im alten blaſierten Lächeln
haft genau ab
Aber jetzt, bitte, beantworten Sie mir vor allem mal
Berlin wiederholt ſich, Durchlaucht; und die alltäg=
Alſo doch nicht! ſagte er endlich aus irgend einem in=
eine
Frage: Sind Sie leichten Herzens um Ihre Ver
lichen Senſationen, wenn man ſie durch elf Jahre mitan=
neren
Zuſammenhang heraus
ſetzung von Berlin eingekommen
geſehen, werden zur eintönigen Schablone
Damit blieb er neben dem Bücherſchrank ſtehen, lehut
Und als der Aeltere zögerte, neigte er ſich aus ſeinem
Nein, das war es nicht. Sondern
ich bin ganz
,
mit dem Rücken an einem der geöffneten Flügel
Seſſel herüber und ſetzte eindringlich hinzu:
offen, Durchlaucht! ich vermochte nicht recht einzu
Jetzt verſtändigen wir uns ſchnell, lieber Graf. Ich
ſehen, was ein aktiver preußiſcher Oberleutnant im Hof=
Sie ſollen ſich durch keinerlei äußerliche Rückſicht lei
werde erzählen manches, das Sie vielleicht ſchon durch
dienſt zu ſuchen hat. Und in eigentlich erſter Linie
ten laſſen, ſondern mir nur aufrichtige ungeſchminkte
Ihren Herrn Vater wiſſen; anderes, das Ihnen unbekannt
jetzt zögerte er doch!
Wahrheit geben
ſein wirk
Sprechen Sie weiter! Albrecht Georg trommelte mit
Wahrheit? . .. dagegen wehrte ſich Markus nicht
Er hob ruckhaft den Kopf, muſterte noch einmal grü=
den
Fingern erregt auf der Seitenlehne des Seſſels. In
Zum Teufel wenn man preußiſcher Offizier iſt und
belnd den neben ſeinem Stuhl ſtehenden Küraſſier
ſeinen grauen Augen brannten unruhige Lichter. Scheuen
Hortenbrügg heißt, dann iſt alles andere nur Firlefanz
Ich fühle mich einſam, Graf. Mein Vater, zu dem ich
Sie ſich doch nicht; vollenden Sie doch Ihren Satz!
So ſah er einen Moment prüfend in die geſpannten

[ ][  ][ ]

Nummer 106.
Mai 1913.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 8.
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laſſen, trat an einen Tiſch, der mit Büchern, Broſchüren
.. . er lächelte . . . Privatgelehrter.
widmen, als es vielleicht unſeren beiderſeitigen Wünſchen
Ich hörte davon bereits. Dieſe Studien Euer Durch=
und Zeitſchriften überſät war. Gedenkenlos blätterte er in
entſpräche. Meine Mutter iſt tot; und meine Tante, die
einer Enzyklopädie orientaliſcher Religionen; ſprach dabei
laucht bildeten geſtern mittag im Kaſino ein viel kommen=
verwitwete
Herzogin Amalie von Altenberg, die ſeit dem
tiertes Geſprächsthema.
das Letzte.
Hinſcheiden ihres Gemahls bei uns hier in Monrepos reſi=
Es iſt nur ich möchte ſagen Dilettantismus, Aber
Ich glaube an inſtinktive Ahnungen; bin gewohnt,
diert, vermag mir natürlich trotz aller Herzensgüte doch
immerhin ich vermeide den Müßiggang. Und unter
mich blindlings auf erſte Eindrücke zu verlaſſen, weil ſie
nicht zu erſetzen, was ich durch den Tod meiner Mutter
dem vielen Material, das ich da in meinen pünktlich inne=
mich
faſt nie täuſchen. Deshalb . . . als ich kaum ein paar
verlor.
gehaltenen Arbeitsſtunden zuſammentrage, findet ſich wohl
Worte mit Ihnen gewechſelt hatte, wußte ich, daß ich nicht
doch dieſes und jenes Wertvolle, das ich bildlich ge=
weiter
würde zu ſuchen brauchen. Vier Tage ſpäter, nach
Ich bin auf Wunſch meines Vaters gereiſt, habe mich
meiner Rückkehr aus Berlin, trug ich meinem Vater dieſe
ſprochen auf die hohe Kante lege, weil ich auf ſpätere
an befreundeten Höfen aufgehalten, ein Stück von der Welt
Jahre hoffe, in denen es mir nützen wird.
Angelegenheit vor. Von da an war alles ſein Werk; denn
geſehen. Ich tat mehrere Jahre Frontdienſt, belegte auf
Albrecht Georg hatte ſchnell geſprochen. Jetzt ſchwieg
ich habe nichts getan, als auf dieſe Stunde und dieſe Un=
zwei
Univerſitäten verſchiedene Kollegs; nicht aus Spie=
er
ein paar Atemzüge lang. Seine Augenlider zogen ſich
terredung gewartet.
lerei, ſondern aus ehrlichem Arbeitstrieb. Ich tat, was
zuſammen. Es war ein ſtummer Kampf. Faſt, als müſſe
Das iſt alſo die Vorgeſchichte Ihrer Berufung; ich
ein Menſch in meiner Poſition und meinen Verhältniſſen
er eine Scheu niederzwingen, ſich hier bis auf den innerſten
glaubte, eine Mitteilung darüber Ihnen ſchuldig zu ſein.
tun kann. Ich wendete meine Zeit nach beſtem Wiſſen an;
wie eine Erlöſung,
Menſchen auszuziehen. Und doch . . .
Er ſchwieg. Hüben und drüben erregte Atemzüge.
aber . . . ich füllte ſie nicht aus!
wie befreiendes Aufatmen.
Der Oberleutnant Graf Hortenbrügg rührte ſich nicht,
Er ſtand mitten im Licht; er war ſehr blaß. Flutende
So alſo habe ich bisher gelebt, aber . . . einſam gelebt.
ließ den Jüngeren nicht aus den Augen. Er wollte über
Sonnenſtröme kamen ins Zimmer, ließen den roten Kra=
Immer ſuchte ich Anlehnung an irgend einen Menſchen,
mit
ſich ſelbſt lächeln, dieſe Sentimentalität
t einem
gen ſeiner Uniform rubinfarben auflohen, tauchten das
der nicht den Erbprinzen von Rotthauſen, ſondern den
Achſelzucken abtun. Er bekam es nicht fertig. Irgend etwas
ganze große dunkle Gemach in weiche fließende Schimmer.
den gleichgeſtimmten Gefährten in mir ſah. Denn es be=
an
den ſchmuckloſen, einfachen, faſt herben Worten hatte
Unten wurden die Schloßwachen abgelöſt; man hörte deut=
friedigt
ſo wenig, ſeine Jahre damit zuzubringen, daß
ihn gepackt, zuſammengeriſſen. Alſo gab es wirklich die
lich die kurzen gegenſeitigen Kommandos.
man auf ſeine ſpäteren Pflichten wartet! Gerade in
oft zitierte Tragödie der einſamen Höhe, wo ſich die in
Jetzt, mit ſechsundzwanzig Jahren, bin ich endgültig
ſolcher Zeit drückt die Einſamkeit doppelt ſchwer; und ge=
ſtillem
hoffnungsloſen Kampf aufrieben, zu denen aus
wieder hierher zurückgekehrt. Soweit ich mich in der inne=
rade
deshalb wurde der Wunſch nach einem vertrauten
den Tiefen Neid und Mißgunſt und kleinliche Gehäſſigkeit
ren Verwaltung des Landes betätigen kann, geſchieht es.
Kameraden immer ſtärker. Von unſeren Hofchargen war
hinaufkroch!
Aber der Spielraum iſt zu begrenzt und die einzelnen
ja nichts zu erhoffen; denen verſchloß der Re ſpekt die Lip=
Und darf ich fragen, was Durchlaucht zu ſolcher Ueber=
Reſſorts ſind zu beſchränkt. Mir fehlen weite Ausblicke,
pen und Herzen. Aber ich ſuchte unter meinen Adjutanten.
zeugung gebracht hat?
Perſpektiven. Wollte ich mich dennoch darüber hinweg=
Ich wechſelte ſie wie meine Handſchuhe. Ich fand vor=
Das weiß ich nicht, Graf! ſagte der Erbprinz ſchnell.
ſetzen, dann geriete ich leicht in Gefahr, die verfaſſungs=
bildliche
bewunderswürdige Charaktere darunter, aber ich
Oder wenigſtens es läßt ſich nicht logiſch definieren.
mäßigen Reſervate des Regenten, meines Vaters, zu ver=
fand
keinen Freund.
So etwas iſt Sache des Gefühls, des perſönlichen Empfin=
letzen
.
Und in dieſer Zeit, als die Depreſſion meiner Stim=
dens
und . . .
des blinden In=
wie
ich vorhin ſagte . . .
Alſo habe ich mir eine wie Sie ſehen ziemlich
mung ihren tiefſten Stand erreicht hatte, begegnete ich
ſtinkts.
umfangreiche Bibliothek eingerichtet, die mannigfache Wiſ=
Ihnen im Kaſino meines Regiments.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Nummer 106.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 8. Mai 1913.
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Nummer 106.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 8. Mai 1913.
Seite22.
daß das Holz vor der Brutzeit der Vögel abgefahren ſein
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nt die Redaktion
ft überr
Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueb
Waldemar Peterſen, Darmſtadt. 28. 2. 11. P. 26545.
§ 21 Abſ. 2 des
Frund
ie bleibt au
keinerlei Verantwortung:
ſtanz 2100 Meter: 1. Monſ. J. Archdeacons Cendre de
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
21 a. 260 340. Elektroſtatiſche Hochfrequenzmaſchine als
Chene (J. Childs), 2. La Tourelle (M. Henry), 3. Chou=
Frequenzwandler; Zuſatz zum Zuſatz=Patent 260 339
Den mit dem Vermerk Vogelſchutz in Nr. 103
choute (G. Stern). Tot. 70110, Pl. 21, 64, 15:10. Unpl.
Dr.=Ing. Waldemar Peterſen, Darmſtadt. 28. 2. 11.
Patte d’Oie, Walde, Lynn, Mr. Henry, Oneta, Roule
des Tagblatts vom 5. d. M. erſchienenen Artikel kann
29 418. 34b. 260 429. Vorrichtung zum Schneiden von
de Neige V, Lady Agnes, Erda, Samarita. 3½ Lg.
man voll und ganz als richtig anerkennen. Geht mar
Bohnen und Nudeln. Georg Herwig, Eberſtadt bei
Prix de Chanteloup; 3000 Francs, Diſtanz 1100 Meter:
aber zurzeit durch die Wälder, ſo kann man nicht begrei
Darmſtadt: 5. 1. 11. H. 52879. G. 34621, V. 37 d. Nr.
fen, warum das ſchon vor Wochen zur Abfuhr genehmigte
1. Monſ. W. Fakes Yes or No (Marſh), 2. Huguette IV
258 491. Rolladen mit Schraubenfedern, an die die loſe
(F. Lane), 3. Pie Borgne (O'Neill). Tot. 162:10, Pl. 38,
Brennholz noch da ſitzt. Wenige Holzſtöße, ob Scheit= oder
durch die Ladenſtäbe durchgehenden Zugmittel ange=
Wellenholz, werden vorhanden ſein, die nicht das Neſt
20/14:10. Unpl.: Vade Mecum (4), Luſſault, Rob Roy IV,
ſchloſſen ſind dadurch gekennzeichnet, daß die Federn in
eines Rotkehlchens oder Rotſchwänzchens uſw. mit Eiert
Bab, Oldway, L'Orpheline, Fullah, Deor. 32 Lg.
der Längsrichtung der Stäbe liegen. H. u. F. Gehbauer,
oder Jungen bergen. Wieviele ſolcher Neſter werden
21. Prix Biennal de Maiſons Lafitte; 20000 Fr., Diſtan,
Darmſtadt. Patent=Anmeldungen: 45f. Sch
durch die verſpätete Abfuhr des Holzes zerſtört? Kann
Reiff)
2000 Meter: 1. Monſ. J. D. Cohns Jarnac (J.
41739. Vorrichtung zum Schutze junger Freilandpflanzen
die Forſtbehörde, die ſonſt für den Vogelſchutz durch An=
2. Le Bavard (Garner), 3. Menaggio (A. Woodland)
gegen Vögel uſw. Georg Schreiner, Alsfeld (Oberheſſen)
bringung von Niſtkäſten uſw. ſehr viel tut, nicht auch eine
Tot, 45:10 Pl. 18, 26, 29:10. Unpl.: Le Grais, Caledon,
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Nummer 106.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 8. Mai 1913.
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[ ][  ][ ]

Nummer 106.
Darmſtädter Tatgblatt, Donnerstag, den 8. Mai 1913.
Seite 24.
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Nummer 106.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 8.
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Cabitau
im Gemeindehaus der Stadtgemeinde (Kiesstraße 17.1
Prachtvollen
Tagesordnung: 1. Verlesung des Protokolls der vorjähri-
gen
Hauptversammlung. 2. Jahresbericht des Vorsitzenden. 3. Rech-
nungsablage
und Entlastung des Schatzmeisters. 4. Neuwahl des
Nordſee=Seehecht
Vorstandes, 5. Beratung und Beschlussfassung über die vor
liegenden Anträge. 6. Sonstiges.
(10641
Feinſte friſcheſte
Der Vorstand.
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Rhein-Salm
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Spielleiter: Wilhelm Riechmann
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Otto Semper
Goa
Prinz Kadoor, ſeit
Heorg Weber
Vetter
. . . .
Aug. Globerger
ephoris
Fiſcher
Karl Bernhardt
Piféar
Zizél, Küſtenaut
L. Schützendorf
ſeher . . . . . ..
Atar, Kriegsmin
Auguſt Kräger
Neméa, Kuſine
Olga Kallenſee
Königs . . . .
Zelide, Schweſter
Kathar. Jüttner
des Zephoris .
Iſſalim, Leibarzt
Willi André
des Königs
,
Frz. Herrmann
Der Großadigar
Erſter
Fritz Lang
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Br. Waigandt
Zweiter
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Dritter
. .
Vierter K2
Ludw. Indorf
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Franz Geibel
Ein Sklave
, .
Die Tänze im 2. Akt, von Helene
Thiele=Leonhardt einſtudiert, wer=
den
ausgeführt v. Sybille Huber
Adelheid Croneberg u. den Damer
des Corps de Ballet
d. 1. u. 2. Akte je läng. Pauſe.
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Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 2.05 M., Mittel=
loge
2.05 M., Balkonloge 2.05 M.
I. Rang 2.05 M., II. Rang 1.05 M.,
Sperrſitz: 1.13. Reihe 1.55 M.,
1.05 M., Parterre
4.20. Reihe
Galerie 0.45 M.
1.05 M., I.
II. Galerie 0.35 M.
Der Verkauf der noch vorhandenen
Karten erfolgt an der Tageskaſſe
m Hoftheater am Tage der Vor=
ſtellung
, vorm. von 9½ Uhr ab.
Anf. 7½ Uhr. Ende nach 10½ Uhr.
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Ab.=V
Freitag, 9 Mai. 168.
A 42. Hebbel=Zykl. IV. Abd.
Gyges und ſein Ring.
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Samstag, 10. Mai. (Keine
Vorſtellung).
Sonntag, 11. Mai. (Keine
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Montag, 12. Mai. 169. Ab.=Vſt
B 43. Einmaliges Gaſtſpiel vor
Eliſabeth von Schroeder
(Clary). Fauſt. Marga=
rethe
: Eliſabeth von Schroeder
Gewöhnl. Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Dienstag, 13. Mai. 170. Ab.=Vſt
D43. Hebbel=Zykl. V.
Abd.
Neu einſtud.: Maria Mag
dalena Kl. Pr. Anf. 7½ Uhr
Aus dem Spielplan.
Mittwoch, 14. Mai. 171. Ab.=Vſt.
43. Auf Allerhöchſten
Neu
Befehl. Gala=Vorſtellung.
einſtud.: Aleſſandro Stra=
Uhr
della‟ Gew. Pr. Anf. 71
Am 1. Pfingſtfeiertag bleib
die Tageskaſſe geſchloſſen

Seite 25.
De
GE SIIIME SEINEF HERRN
22. Mai
22. Mai
1813
100. 1913
Geburtstag
Nichurt
(
Wüglers.
Aus nachstehenden Wagner
Opern sind
Grammophon‟
Aufnahmen
erschienen:
Glocken- und Graalsszene
aus Parsifal‟.
Heinrich Hensel
Immer ist Undank Loge’s
Lohn, a. Rheingold‟
Jeber Stock und Stein
to.
Selige Oede auf wonniger
Höh’! aus Siegfried‟.
III. Akt
Vie weck’ ich die Maid?
dto
Preislied,
aus Meister-
singer‟

Liebeslied, aus Walküre‟.
Waldweben, a. ,Siegfried‟.
I. Teil.
dto., II. Teil
Siegfrieds Tod, a. Götter-
dämmerung‟
.
Trauermarsch, dto.
Friedmund darf ich nicht
heissen, a. Walküre‟
I. Akt, II. Szene
Müd’ am Herd fand icl
den Mann, dto.
Wohin nun Tristan schei-
det
, a. Tristan u. Isolde‟,
mit Klavierbegl.
Fritz Feinhals:
Blick ich umher, a. Tann-
häuser

Lied an den Abendstern,
dto.
Fliedermonolog, a., Meister-
singer

erachtet mir die Meister
nicht, dto.
Wotans Abschied, I. Teil,
aus Walküre‟.
dto., II. Teil.
(10674
Liet
aut
Isolde’s Liebestod
Tristan und Isolde‟
Einsam in trüben
Tagen.
aus Lohengrin‟
Dich teure Halle, a. Tann-
häuser‟

Gebet der Elisabeth, aus
Tannhäuser‟
Der Männer Sippe, aus
Walküre‟
enta-Ballade aus Der
fliegende Holländer‟
Cäcilie Rüsche-Endorf, Kam
mersängerin
Der Unglückselige, aus
Tannhäuser
Arie der Elisabeth, dto.
Gebet der Elisabeth, aus
Tannhäuser‟
Walkürenruf a. Walküre‟
Ottilie Metzger:
Seit er von dir geschie-
den
, Erzählung d. Wal-
traute
I. Teil, a. Götter-
dämmerung

Seine Raben beidé, dto.,
II. Teil.
Künde nun Gast, a. Wal-
küre‟
1. Akt, 2. Szene
Wunder und wilde Märe,
dto.
Du bist der Lenz, I. Teil
aus Walküre
Wie dir die Stirn so offer
steht, dto., II. Teil.
Todverkündigung, I. Teil
aus Walküre‟
dto., II. Teil.
Rheintöchter-Terzett aus
Rheingold‟
Rheintöchter-Terzett aus
Götterdämmerung‟.
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Täihen Georgen
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kaufsstelle
der Deutschen
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Berlin-London-Paris.
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V

[ ][  ][ ]

Seite 26.
Nummer 106.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 8. Mai 1913.
Saatenſtandsberichte drüben einen Druck auf die Stim=
von
Miſſouri in ſchwacher Haltung.
Der baiſſegünſtig
mung ausübten, während die Ermäßigung für argentini=
lautende
Bericht des Statiſtikers Snow und die ſtarken Zu=
Oliffer?
chen Weizen ſich weniger in den direkten, als in den Offer=
fuhren
ſtimulierten ebenfalls. Die ſichtbaren Weizenvor=
ten
der zweiten Hand zum Ausdruck brachte. Für die Ge=
räte
ſind dort in dieſer Woche von 54,37 Millionen Buſh
ſtaltung der Marktlage in Deutſchland blieb das Abflauen
auf 51,63 Millionen Buſh. und die Maisvorräte von
4
der Exportnachfrage nicht ohne Einfluß, doch hielt ſich das
9,44 Millionen Buſh. auf 7,27 Millionen Buſh. zurück=
Angebot aus dem Inlande in beſcheidenen Grenzen, und
gegangen; ebenſo gingen die Weizenvorräte in Kanada
auch der Umſtand, daß ausländiſches Getreide ſich weſent=
in
dieſer Woche von 17,91 Millionen Buſh. auf 17,57 Mil=
lich
teurer ſtellt, erwies ſich als Stütze für die Preiſe. Es
lionen Buſh. zurück.
gilt dies für Weizen ebenſo wie für Roggen und Hafer.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Auf dem Lieferungsmarkt übten ſtarke Andienungen einen
Weizen, hieſiger und Wetterauer 2222,25, Norddeut
Druck aus, doch befeſtigte ſich die Haltung wieder, als die
ſcher 2222,25, Kurheſſiſcher 22,1022,25, Ruſſiſcher 24
zum großen Teile lieferungsfähige Ware bei Mühlen,
bis 25,50, Kanſas 2424,25, Rumäniſcher 2424,25, Red=
zum
Export oder zur Weiterlagerung Aufnahme fand
winter 23,7524,25, Manitoba 24,2524,50, La Plata
Namentlich Roggen lag feſt, da für das geringe Angebo=
23,7524,25, Walla Walla 24,5025; Roggen, hieſiger
ſich bei den Mühlen beſſere Verwendung als zur Andien=
17,7517,90, Bayeriſcher (Pfälzer) 17,8017,90, Ruſſi=
ung
zeigte. Für Hafer iſt der Abſatz nach dem Auslande
ſcher 19,5019,75, Amerikaniſcher , Rumäniſcher 19,25
auf Grund der erhöhten Forderungen etwas ſchwieriger
bis 19,75; Gerſte, Pfälzer 18,2518,50, hieſige
und
geworden, immerhin iſt auf alte Abſchlüſſe noch viel zu
Wetterauer 1818,25, Riedgerſte 18,2018,40, Unga=
liefern
, ſo daß gute Ware geſucht blieb. Lieferung war
riſche , Fränkiſche 18,4018,60; Hafer, hieſiger 17 bis
durch Begleichungen gedrückt. Am Schluſſe der Berichts
18, Bayeriſcher 17,2518,25, Ruſſiſcher 18,5019,50. Ame=
woche
geſtaltete ſich die Tendenz ſowohl für Brotgetreide
rikaniſcher 17,2518,25, Rumäniſcher 18,5019,50; Mais
als auch für Hafer matter, da das fruchtbare Wetter und
mixed 1515,10, Ruſſiſcher 15,3015,60, Donaumais 15,25
die Stockung im Exportgeſchäft ſtärkeres Lieferungsange=
bis
15,50, Rumäniſcher 15,3015,50, La Plata 1515.25,
bot veranlaßten. Für Gerſte war Rußland bei verſtärl
weißer Mais 15,2515,50, Weizenſchalen 10,5011, Wei=
Aeh ntneneeeteſtetereten
tem Export williger, während der Konſum andauernd ver=
zenkleie
10,5011, Roggenkleie 10,7511,50, Futtermehl
agt und auch für ſpätere Lieferung wenig Unterneh=
1416 Biertreber, getrocknet, 1313,75, Futtergerſte 16,35
mungsluſt beſtand. Mais iſt in prompter Ware knapp
GEoaG A. JASMATZI AKI. GES. .
bis 16,60; Weizenmehl (Baſis ab Mannheim) hieſiges
DRESDEN
für ſpätere Lieferung liegt ſtärkeres Angebot vor. Die
Nr. 0: 3232,25, feinere Marken 32,5032,75, Nr. 1: 30,75
Grösste deutsche Cigareffenfabrik
Preiſe waren bei ruhigem Verkehr leicht abgeſchwächt
bis 31. feinere Marken 31,2531,50, Nr. 2: 2929,25, fei=
II, 10205
Für inländiſches Getreide ſtellten ſich die Preiſe am letz=
nere
Marken 29,5029,75, Nr. 3: 27,7528, feinere Mar=
ten
Markttage wie folgt:
ken 28,2528,50, Nr. 4: 23.7524, feinere Marken 24,25
Roggen
Hafer
Weizen.
bis 24.50; Roggenmehl, hieſiges, Nr. 0: 2626,25, Nr. 1:
164½ (*1
Königsberg
Landwirtſchaftliches.
2424,25, Nr. 2: 21,7522.
213½ (
171
164
(*1
(
(*1½)
Danzig .
-
H. Frankfurt a. M., 6. Mai. (Fruchtmarkt=
161.
200
Stettin . .
bericht.) Mangels irgendwelcher Anregung blieb der

(*3
161
(*2
199
Poſen
10
Getreide=Wochenbericht
Wochenmarkt ſehr ruhig. Einige Nachfrage beſtand
1t5
-
158
(*1
191
65
Breslau .
der Preisberichtsſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
Landweizen in beſſerer Qualität, ſowie für Hafer, der
(*
(1
165
Berlin
190
209
vom 29. April bis 5. Mai
lebhaft gehandelt wurde. Landroggen war weni=
(*4
167
(*2
Magdeburg
172
208
ger beachtet bei behaupteten Preiſen. Gerſte ſtill und nur
T2
165
Unter dem Einfluß der in voriger Woche herrſchenden
17
745
Halle
,
in mäßigen Quantitäten umgeſetzt. Ausländiſche Brot=
hochſommerlich
warmen Witterung hat das Wachstum
184
(*1
166
(*1
Leipzig
(*2
früchte ſind in prompter Ware kaum vorhanden. Futter=
ſämtlicher
Pflanzen gute Fortſchritte gemacht, und da die
1
17
(*1
165
Dresden . .
artikel und Mehl ſtetig.
Der Mannheimer Ge
inzwiſchen vorgekommenen durchdringenden Niederſchläg
(*1
195
*6
174
(*3
Hamburg
treidemarkt iſt ruhig bei kleinen Umſätzen. An der
für die erwünſchte Feuchtigkeit ſorgten, ſo können die
(*2
180
Hannover
171
9
Berliner Produktenbörſe war Getreide matt
Ausſichten zur Zeit als durchaus befriedigend bezeichnet

188
(*5
185
Düſſeldorf .
(4.5
auf die friedliche Geſtaltung der politiſchen Lage, ſowie
werden. Auch im Auslande haben ſich die Witterungsver=
-
(*8
*3
190
185
Köln
,
auf den Regen, der für die Saaten und die geſamte Vege=
182½ (*-2½)
hältniſſe für die Landwirtſchaft als günſtig erwieſen. Di=
(*1
Mannhein
tation ſehr erwünſcht komme. Außerdem waren auslän=
190
politiſchen Ereigniſſe übten keinen ſonderlichen Einfluß
-
180
(*2½
(45
Straßburg .

30
Offerten nachgiebig. Das Intereſſe für die Mai=
auf
den Getreidehandel aus, auch die infolge abnehmen=
(*1
175
München

,
verpflichtungen ſcheint zurzeit nicht von Beſang, doch iſt
(*
der argentiniſcher Leiſtungen nur mäßigen Weltexport=
1,75),
Weltmarktpreiſe: Weizen Berlin Mai 211,2
die Mitwirkung dieſes Engagements noch lange nicht er
ziffern blieben unbeachtet. Maßgebend für die ſchwächer
5,30),
( 1,50), Paris Mai 238,05
Peſt Mai 187,30
Uedigt. Hafer ebenfalls ſchwächer auf Andienungen und
Haltung auf dem Weltmarkte war der in Paris eingetre
140,20
Liverpool Juli 168,95 ( 1,85), Chicago Mai
das fruchtbare Wetter. Nach den letzten Kabelnachrichten
tene Preisrückſchlag, ſowie der Umſtand, daß Frankreich
Hafer
Mai 167,25 (*0,50
Berlin
1.,75), Rogger.z,25
von den amerikaniſchen Getreidemärkten
(
keine neuen Erwerbungen vornahm. Infolge verminder=
Südruſſ.
Berlin Mai 16
3,50), Futtergerſte:
(New=York und Chicago) war Weizen und Mais auf die
ter Kaufkonkurrenz des Feſtlandes zeigte ſich England
Mai 124,25
chwim. 128 (3),
fr. Hamburg unverzollt
andauernden Regenfälle im Südweſten der Vereinigten
gleichfalls zurückhaltender. Die Folge davon, war, daf
AprilMai
2,25), Mais: La Plata ſchwim. 117,50 ( 1),
Staaten, ſowie auf die baiſſelautenden Saatenberichte
Amerika ſeine Forderungen ermäßigte, zumal günſtige
113 (1), Mixed Juni/Sept. 117,50. ( 9,50) Mark.
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Zutaten: 500 g Mehl, 1 Päckchen von Dr. Oetker’s
Backin, 200 g Butter, 200 g Zucker, ½ bis ¼ Liter Milch, 5 Eier,
um Beste
das Weiße zu Schnee geſchlagen, 150 g Roſinen, 150 g Korinthen,
ein halbes Päckchen von Dr. Oetker’s Vanillin=Zucker, Salz nach
Geſchmack.
iſt jede Hausfrau darauf bedacht, einen wohlgelungenen, ſelbſtgebackenen Feſtkuchen auf
Zubereitung: Die Butter rühre ſchaumig, gib Zucker,
den Kaffeetiſch zu bringen. Sie wird ſtets Ehre mit ihrem Kuchen einlegen, wenn
Vanillin=Zucker, Eigelb, Milch, Mehl, dieſes mit dem Backin ge=
ſie
dazu das echte Dr. Oetker’s Backpulver Backin verwendet.
miſcht, hinzu und zuletzt die Roſinen, Korinthen, Salz und den
Eierſchnee. Fülle die Maſſe in die gefettete Form und backe den
(II,6819
Kuchen 1 bis 1½ Stunden.
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