Grmſtädter
agbla
Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt.
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 103.
Montag, den 5. Mai.
1913.
1. Mai u. a. folgendes erfahren haben: Der öſterreichiſch=
Die heutige Nummer hat 16 Seiten.
Jahre — nach einem für ſie ruhmreichen Kriege, nach
tapferen Kämpfen geraten ſind. Das montenegriniſche
ungariſche Botſchafter Graf von Mensdorff erklärte, daß
Heer kommt zu Euch, nicht nur um Euch von dieſem Joch
Oeſterreich=Ungarn, da die Mächte bezüglich der gegen
zu befreien, es verpflichtet ſich, zu jeder Zeit Eure alten
Montenegro anzuwendenden Zwangsmaßregeln zu keiner
Bräuche, Eure Freiheit und Euren Glauben zu ſchützen,
Das Wichtigſte vom Tage.
Verſtändigung gelangen könnten, ſelbſt die Entſcheidung
wie es ja bekannt iſt, daß Montenegro und die ſerbiſche
Am Samstag vormittag traf Prinz=Regent Lud=
Nation ſtets allen Konfeſſionen die Achtung gewahrt
hat=
ausführen zu müſſen glaube, und zu dieſem Behufe auf
Bevölkerung von Skutari! In dieſem für das Heer
wig von Bayern mit ſeiner Gemahlin zum
ihre Unterſtützung rechne. Seine Regierung könne ſich
Seiner Majeſtät des Königs ſo bedeutſamen Augenblick
Antrittsbeſuche am Hofe in Stuttgart ein.
nicht auf die Hypotheſe von Verhandlungen
einlaſ=
ergreife ich Beſitz von Stutari als der
*
ſen, welche bezweckten, Montenegro vor der Räumung
Ich
neuen Hauptſtadt von
Montenegro=
hoffe daß dieſe Stadt erblühen wird in den Strahlen des
von Skutari Gebietskompenſationen anzubie=
Auf den Großherzog von Baden wurde geſtern in
Glücks ihrer Bewohner. Ich verſpreche allen Einwohnern
Mannheim ein Attentat verübt. Der Großherzog
ten. Falls dieſe Frage ſpäterhin aufgeworfen würde, ſo
Sicherheit ihres Lebens und Beſitzes verſpreche ihnen,
blieb unverletzt.
könnte durch dieſe Kompenſationen in keinem Fall die
daß Gerechtigkeit und Friede allen gewährt wird. Ruhe
*
Grenze von Albanien abgeändert werden. Die öſterrei=
und Friede wird unter Euch herrſchen. Wir alle werden
Euch aller jener Segnungen erfreuen die eine friedliche
Die internationale Baufachausſtellung
chiſch=ungariſche Regierung wäre nach der Räumung von
und zbiliſierte Regierung einem Volle zu bringen ver=
Leipzig 1913 iſt am Samstag vormittag 11
Uhr
Skutari durchaus geneigt, wirtſchaftliche und finanzielle
mag. Möge ein jeder zu ſeiner Beſchäftigung zurückkehren,
durch den König von Sachſen eröffnet worden.
Maßnahmen zugunſten Montenegros zu ergreifen, Grey
die er in der trüben Zeit verlaſſen, die er erlebt hat.
*
Friede ſei mit Euch! Gehorchet den Befehlen der
Regie=
fragte, welche Zwangsmaßregeln Oeſterreich=Ungarn ins
rung, denn diejenigen welche ſich ihnen widerſetzen ſoll=
Am Samstag iſt der Ausnahmezuſtand für Bos=
Auge faſſen würde, und bemerkte ſodann, daß der
mon=
ten,
werden ſtrengſte Beſtrafung zu erwarten haben.
nien und die Herzegowina proklamiert
tenegriniſche Vertreter Popowitſch mit dem Unterſtaats=
Bewohner der Stadt Skutari! Dieſes Bild einer
worden.
ſekretär Nicolſon eine offiziöſe Unterredung gehabt habe,
Vergangenheit, die ſo ruhmreich iſt, ſoll ſich jetzt
bewäh=
ren. Das Glück hat es gewollt, daß ſich unter der
glor=
welche in den Fragen gipfelte: Würde man Montenegro,
reichen Fahne Montenegros jenes Land wieder vereinigt,
In Skutari wurde eine Proklamation des
Erb=
falls es Skutari hergebe, territoriale Kompenſationen
das Gewalt vor mehr als 400 Jahren getrennt hat.
prinzen Danilo verleſen, in der Skutari annek=
und finanzielle Hilfe bewilligen, und welcher Art? Der
Bewohner der Stadt Stutari! Vereinigt Euch mit uns
tiert und zur Hauptſtadt Montenegros
deutſche Botſchafter Fürſt Lichnowsky habe erklärt,
in dem Rufe: Es lebe König Nikolaus I. Er lebe, er
erklärt wird.
lebe, er lebe!
es wäre notwendig, daß die Mächte über die von Popo=
Der Kommandant der montenegriniſchen Armee: Erb=
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
witſch angeregten Fragen berieten, worauf die Fortſetzung
prinz Danilo,
der Verhandlungen auf Montag verſchoben wurde.
Die Kölniſche Zeitung erfährt, daß die von
dem
Deutſches Reich.
montenegriniſchen Delegierten in der
Zwiſchenakt.
Sitzung der Botſchaftervereinigung abgegebene Erklärung
-
Die Tarifverhandlungen für das
— Die Botſchafterkonferenz vom Donnerstag hat in
Anlaß dazu gab, nochmals einen ſchleunigen Schritt in
deutſche Baugewerbe wurden zu Ende geführt.
der Skutarifrage noch keine definitive Entſcheidung ge=
Cetinje vorzuſchlagen. Dieſer Schritt ſoll, wie man an=
In den meiſten Lohngebieten kam es zu einer Einigung,
bracht, bei Diplomaten geht es nicht ſo ſchnell und man
nimmt, eine endgültige Aeußerung der
mon=
für andere Gebiete fällten die Unparteiiſchen
Schieds=
hat ſchon dadurch ganz beſondere Eile bewieſen, wenn
tenegriniſchen Regierung über ihre Abſichten
ſprüche. Im Laufe diefer Woche werden die Verbände der
man die nächſte Sitzung, in der das wirklich definitive
Re=
hinſichtlich Skutaris herbeiführen. Ein Ultimatum ſcheine
Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu dem Reſultat der
Ver=
ſultat erzielt werden ſoll, „ſchon” für Montag angeſetzt
der Vorſchlag nicht einzuſchließen.
handlungen Stellung nehmen.
hat. Etwas Authentiſches über den Gang der Sitzung
Ueber die gemeinſame Miniſterberatung
—
Eine neue Handwerkerkonferenz. Im
am Himmelfahrtstag iſt bis jetzt noch nicht mitgeteilt
in Wien meldet die Neue Freie Preſſe: Der Zweck der
zuſtändigen Reichsamt wird eine Handwerkerkonferenz
worden, und falls noch ein derartiger Bericht erſcheinen
Beratung war, vorwiegend jene Maßnahmen der inneren
vorbereitet, die vorausſichtlich im Juni ſtattfinden ſoll. Es
ſollte, ſo dürfte er ſehr umſchrieben gehalten ſein, da es
Verwaltung zu erörtern, welche im Falle eines
auswär=
handelt ſich um eine Abänderung des ſechſten Titels der
bei der Sitzung, wie verſchiedentlich durchſickert, recht
leb=
tigen Konfliktes notwendig wären, ſowie Maßnahmen
Gewerbeordnung, über die eine Ausſprache mit den
be=
haft zugegangen ſein ſoll. Der öſterreichiſche Botſchafter
finanzpolitiſcher Natur zu beſprechen. Dieſer Punkt
bil=
teiligten Vertretern des Handwerks ſtattfinden ſoll. Es
habe bereits auf dem Standpunkte geſtanden, den Saal zu
dete den weſentlichſten Beratungsſtoff. Entſcheidende
Be=
dürfte auf Grund einer eingehenden Denkſchrift des
Aus=
verlaſſen, um aber dann ſchließlich doch zu bleiben, um
ſchlüſſe für die auswärtige Politik hatte der Miniſterrat
ſchuſſes des Handwerks= und Gewerbekammertages, die
als letzter, nach einer erneuten Beſprechung mit Sir
Ed=
nicht zu treffen, weil es ſich dabei um Kronrechte handelt,
den leitenden Stellen vor einiger Zeit zugegangen iſt
ward Grey, nach Hauſe zu gehen. Nach dem, was man
welche ausſchließlich dem Kaiſer als dem oberſten Kriegs=
und die ſich in ausführlicher Weiſe über die Wünſche des
hört, iſt an einem eventuellen Vorgehen Oeſterreichs und
herrn zuſtehen. Die Miniſter wurden über die Situation
Handwerks verbreitet, zu den einſchlägigen Fragen
Stel=
wahrſcheinlich auch Italiens nicht zu zweifeln, wenn
Ni=
eingehend informiert und aufgefordert, jene inneren
Vor=
lung genommen werden.
kita hart bleibt, auf der anderen Seite aber ſoll man aus
bereitungen zu treffen, welche im Ernſtfalle notwendig
preußiſchen Abge=
Auflöſung
des
dem Gange der Verhandlungen ſchließen können, daß
ſind. Die Neue Freie Preſſe erfährt aus diplomatiſchen,
ordnetenhauſes. Die Norddeutſche Allgemeine
eine internationale Verwicklung nicht eintreten werde, in=
Kreiſen, daß zwiſchen den Kabinetten von Wien und
Zeitung ſchreibt: In parlamentariſchen Kreiſen wird
da=
dem die abſeitsſtehenden Großmächte dem Vorgehen ge=
Rom eifrigſt über die Verhältniſſe Albaniens
verhan=
mit gerechnet, daß das Abgeordnetenhaus noch vor den
gen Montenegro nichts in den Weg legen.
delt wird. Aus den eingetroffenen Nachrichten aus
Al=
am 16. Mai ſtattfindenden Urwahlen für die neue Legis=
Die letzte Antwort, worin ſeitens Montenegros erklärt
banien habe man den Eindruck, als ob dort vollſtändige
laturperiode zur Auflöſung gelangen wird. Dieſe
Auf=
wird, daß man die von den Großmächten vorgeſchlagene
Anarchie herrſche. In einzelnen Gegenden ſollen bereits
löſung würde, ebenſo wie es 1873, 1876, 1879 und zuletzt
Abgrenzung noch gar nicht kenne, und daß man über die
blutige Kämpfe zwiſchen den Angehörigen der verſchiede=
1908 der Fall geweſen iſt, lediglich eine formale Bedeutung
Räumung von Skutari bei den Friedensverhandlungen
nen Parteien ſtattgefunden haben. Dies befeſtigte daher
haben und den Zweck verfolgen, dem neu zu wählenden
ja ſprechen könne, hat begreiflicherweiſe die Großmächte
Italien immer mehr in der Anſicht, daß es die Pflicht der
Abgeordnetenhauſe den Zuſammentritt ſchon vor dem
nicht befriedigt, da dies lediglich ein neues
Verſchlep=
beiden Großmächte wäre, im Lande Ordnung zu ſchaffen.
26. Juni, dem Tage, womit die Legislaturperiode des
pungsmanöver darſtellt und man jetzt aus eigenſtem
Die italieniſche Regierung wolle damit gleichzeitig den
jetzigen Abgeordnetenhauſes durch Zeitablauf beendet ſein
Intereſſe zu einem Abſchluſſe kommen will. Allem
An=
griechiſchen Aſpirationen einen Riegel vorſchieben. Falls
würde, zu ermöglichen. Ein politiſcher Zweck würde
ſelbſt=
ſcheine nach arbeitet auch Rußland daran, Montenegro
es zu einer gemeinſamen Aktion
Oeſter=
verſtändlich mit einer ſolchen, lediglich aus formalen
umzuſtimmen, der ruſſiſche Geſandte hatte am Donnerstag
reichs und Italiens kommt, würde Oeſterreich
Gründen erfolgenden Auflöſung nicht verbunden ſein.
eine längere Beſprechung in Cetinje, und ein Pariſer
Medua und Durazzo und Italien Santi Quarante und
-
Unfug oder Schwindel? In der erſten
Blatt, der ſich allerdings nicht durch Zuverläſſigkeit aus=
Valona beſetzen.
Hälfte des April wurde bekannt, daß einige Schriftſteller
zeichnende Matin, will ſogar wiſſen, daß Nikita geneigt
eine Kundgebung im Namen des „geiſtigen Deutſchlands”
ſei, einzulenken; er habe der erſten oben erwähnten
Ant=
gegen die Wehrvorlage planten. Es hieß, dieſe
Kund=
wortnote noch ein zweites Schreiben nachgeſandt, in dem
Skutari, „die neue Hauptſtadt
gebung ſei von den Herren Heinrich Mann, Frank
Wede=
er ſich bereit erklärt, Skutari gegen gewiſſe
Kompenſatio=
kind, Alfred Kerr, Franz Blei u. a. unterzeichnet. Die
Montenegros‟.
nen zu räumen. Das iſt ein Ausweg, auf den auch die
Herren H. Mann und A. Kerr haben inzwiſchen ſchon
Entente=Mächte hinarbeiten, und man darf annehmen, daß
* Die Albaniſche Korreſpondenz meldet aus Cattaro:
erklärt, daß ſie damit nichts zu tun haben. Jetzt erhalten
Oeſterreich ſchließlich zuſtimmen wird, wenn es jetzt davon
Erbprinz Danilo hat in Skutari im Namen des
die Münch. N. Nachr. von Herrn Dr. Franz Blei folgendes
auch nichts wiſſen will. Eins aber iſt ſicher, daß Oeſter=
Königs eine Proklamation erlaſſen, in der
die
Schreiben mit der Bitte um Veröffentlichung: „Erſt heute
reich=Ungarn jetzt Ernſt macht, wenn Herr Nikitat ſich nicht
Annexion Skutaris ausgeſprochen und die Stadt
zur
erfahre ich von erſtaunten Freunden, daß ich einen Proteſt
beeilt, dem Willen der Mächte nachzukommen. Oeſterreich=
Fer=
Hauptſtadt Montenegros erhoben wird.
gegen die Wehrvorlage unterzeichnet habe. Ich habe die=
Ungarn will energiſch vorgehen, dabei aber auf Rußland
ner wird die Achtung der Gebräuche und Freiheiten der
ſen Proteſt weder geſehen noch unterzeichnet, noch wurde
eine gewiſſe Rückſicht üben, indem es ſich darauf beſchrän=
Konfeſſionen verſprochen und mit ſchwerer Strafe
der=
ich dazu aufgefordert. Da ich Oeſterreicher bin, ſtünde
ken will, nur die Küſte zu beſetzen und Skutari eventuell
jenige bedroht, der ſich nicht füge. Die Proklamation
mir gar keine Kritik darüber zu, wie viele Millionen
Sol=
auszuhungern, es aber nicht zu bombardieren. Mag auch
wurde unter großem militäriſchen Pomp und im Beiſein
daten Deutſchland braucht, um den Feind aufs Haupt zu
die Situation in dieſem Moment immerhin noch kritiſch
aller höheren Offiziere und Behörden öffentlich verleſen
ſchlagen.”
ſein, ſo beſteht doch wenigſtens ein gut Teil Ausſicht, daß
und in ſerbiſcher und albaneſiſcher Sprache gedruckt
ver=
wir von weiteren ſchweren Komplikationen verſchont blei=
Ausland.
teilt. Die Proklamation hat folgenden Wortlaut:
ben werden.
An die Bevölkerung von Skutari! Das ruhmreiche
Oeſterreich=Ungarn.
Heer Seiner Majeſtät des Königs Nikolaus iſt in Skutari
Der Ausgleich in Böhmen geſcheitert.
eingezogen. Richt wie eine Arme, die Euch beſiegen will,
kommt es zu Euch, ſondern als eine Macht, die Euch be=
Wie die Deutſch=Böhmiſche Korreſpondenz meldet, wurde
Der Londoner Korreſpondent des Temps will über
freien will von dem türkiſchen Joch, unter das Eure
in der letzten Sitzung des Vollzugsausſchuſſes der
deutſch=
den Verlauf der Botſchafterſitzung am
Vorfahren — gerade in dieſem Monat ſind es 435
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 5. Mai 1913.
böhmiſchen Reichsratsabgeordneten konſtatiert, daß die
wird verſuchen, ob es nicht möglich iſt, dieſe Gefahr zu
mildern, und andererſeits die Regierungen der
militäri=
von dem Miniſterpräſidenten eingeleiteten Beſprechungen
chen Großmächte dazu zu bringen: Erſtens, zum minde
zur Flottmachung des böhmiſchen Landtages zu keiner
ten den Verſuch eines Stillſtandes in dem Anwachſer
Ergebnis geführt hätten und als beendigt zu betrachten
ihrer Marine= und Heeresausgaben zu unternehmen, zwei
ſeien. Abg. Pacher berichtete über ſeine Unterredung mi
tens, die gegenſeitige Verpflichtung einzugehen, im Fall
eines akuten Zwiſtes zu einer gütlichen oder juridiſchen
dem Miniſterpräſidenten, der erklärte, daß infolge der
Löſung zu gelangen. Schließlich fordert die Gruppe ihre
ſtarken gegenſätzlichen Anſchauungen zwiſchen beiden Par
Vertretung auf, zu prüfen, ob es nicht möglich wäre, daf
teien hinſichtlich des von der Regierung vorzuſchlagender
von beiden Seiten ein Ausſchuß eingeſetzt wird welcher
Programms die Regierung die von ihr eingeleitete Aktion
die in Zukunft Frankreich und Deutſchland berührenden
Fragen zu ſtudieren und gegebenenfalls in dringende
zur Flottmachung des böhmiſchen Landtages einſtelle. De=
Weiſe ſich zu verſammeln hätte, um den beiden Regierun
Miniſterpräſident habe ſchließlich der Hoffnung Ausdruck
gen ſeinen Beiſtand im Sinne der Verſöhnung anzubieten
gegeben, daß die Vertreter der beiden Nationalitäten noch
Der Beſuch des Königs
in
Alfons
in naher Zeit einen Weg zu einem für beide Teile an=
Paris. Offiziös wird gemeldet, daß König Alfons,
de=
nehmbaren Kompromiß finden und dadurch den
böhmi=
am 29. d. M. einem militäriſchen Schauflug in Villa
ſchen Landtag zur Wiederaufnahme ſeiner normalen
Tä=
coublay beiwohnen wird, die Rückreiſe nicht von Paris
tigkeit in Stand ſetzen würden
aus, ſondern von einem dem Flugfelde benachbarten
Bahnhofe antreten werde. Polizeipräfekt Hennion hat
Frankreich.
überaus ſtrenge Maßnahmen getroffen, um für die Sicher
Das gaſtliche Frankreich. Miniſterpräſident
heit des Königs während der zweitägigen Dauer ſeines
Barthou hielt in Paris bei der Gründung einer Geſell
Aufenthaltes in Frankreich zu ſorgen. In Montpellier
ſchaft für fremde Konferenzen in Frankreich eine Rede
wurde ein ſpaniſcher Anarchiſt verhaftet,
der, dem Peti=
Er beglückwünſchte die Geſellſchaft für ihre Tätigkeit, die
Pariſien zufolge, einer Gruppe angehört, die den Plan
für die allgemeine Kultur und die Angehörigen der Völker
gefaßt hat, gegen König Alfons während ſeines Pariſer
von großem Nutzen ſei und wünſchte ihr das Glück, das
Beſuches einen Anſchlag auszuführen
ie verdiene. Frankreich ſei eine Nation der Gaſtlichkeit,
der Gaſtfreundſchaft und der Courtoiſie. Vereinzelte Ab
Belgien.
weichungen davon könnten in den Augen der Welt das
Auf eine Anfrage in
Die Wahlrechtsfrage.
glänzende Bild nicht entſtellen. Barthou lud die Fremden
der Kammer erklärte der Miniſterpräſident, die
Kommiſ=
ein, unter den Aſpirationen der neuen Geſellſchaft ihr
ion zum Studium der Wahlrechtsfrage würde im Lauf=
Schriftſteller, Weiſen, Philoſophen, Künſtler und Staats
des Monats Mai eingeſetzt werden.
männer zur Behandlung zeitgemäßer Fragen in öffent
Vorwegen.
lichen Konferenzen nach Frankreich zu entſenden. Sie
Frauenſtimmrecht. Dem Storthing wurde von
würden die Ermutigungen und die Gunſt erfahren, wie ſie
ſeinem Verfaſſungsausſchuß einſtimmig eine Vorlage un=
Paris auserleſenen Beſuchern niemals verweigere
terbreitet, die das allgemeine ſtaatsbürgerliche Stimmrecht
Die dreijährige Dienſtzeit.
In
parla=
für die Frauen unter den gleichen Bedingungen wie für
mentariſchen Kreiſen verlautet, daß die Erörterung übet
die Männer einführen ſoll.
die Grundſätze der dreijährigen Dienſtzeit in der Kamme
vorausſichtlich noch vor der Beratung des diesbezüglicher
Vereinigte Stadten.
Geſetzentwurfes ſtattfinden werde. Die Regierung beab
Die Anerkennung der Republik China
ſichtigt nämlich, von der ihr nach Artikel 33 des Militär=
Der Geſchäftsträger der Vereinigten Staaten in Peking
geſetzes von 1905 zugeſtandenen Befugnis Gebrauch zu
Williams, brachte die formelle Anerkennung der chineſi
machen, eine Jahresklaſſe ein Jahr länger unter den
Fah=
chen Republik ſeitens der Vereinigten Staaten der
chine=
nen zu behalten und dieſe Entſcheidung, über die der
ſiſchen Regierung zur Kenntnis. Anläßlich der Anerken
Miniſterrat ſich ſchlüſſig werden dürfte, dem Par
nung fand in Schanghai ein Austauſch offizieller Beſuch
lament bekannt zu geben. Dieſe Mitteilung, mit der eine
zwiſchen dem amerikaniſchen Generalkonſul Wilder un
entſprechende Kreditforderung verknüpft ſein werde, wird
dem Gouverneur der Provinz Kiangſu, Lu=Yung=Ling
zweifellos eine Debatte hervorrufen, die der Kammer
Ge=
ſtatt
legenheit bieten wird, ſich auch über das
Prinzip der drei
Die Inkorporierung der Börſen. Der
jährigen Dienſtzeit auszuſprechen
Miniſterpräſident
Senat des Staates New=York hat den Bericht des von ihn
Barthou wird übrigens in einer Rede, die er in Caer
eingeſetzten Komitees angenommen, der ſich gegen die
halten wird, mit aller Beſtimmtheit die Erklärung wieder
Inkorporierung der Börſen ausſpricht. Durch dieſe
Maß=
holen, daß die Regierung entſchloſſen ſei, das Geſetz über
nahme wird die Geſetzesvorlage über die Inkorporierung
die dreijährige Dienſtzeit durchzubringen
der Börſen endgültig verworfen
Die parlamentariſche Schiedsgerichts=
Der kaliforniſche Senat hat am Samstag
gruppe nahm in einer von zahlreichen, namentlich der
einen entſcheidenden Schritt in der Frage der
Landbeſitz=
radikalen und ſozialiſtiſchen Partei angehörigen Deputier=
Geſetzgebung auf dieſe Woche verſchoben und ein
Amende=
ten und Senatoren beſuchten Verſammlung einſtimmie
ment zu der Geſetzesvorlage über den Landbeſitz vor
einen von ihrem Obmann d’Eſtournelles de Conſtant ein
Ausländern angenommen, wonach Japanern geſtattet iſt
gebrachten Beſchlußantrag an, in welchem es heißt:
Land auf drei Jahre zu pachten.
Die Schiedsgerichtsgruppe gibt ſich, indem ſie ſich auf
der Berner Konferenz vertreten läßt, keineswegs der
Selbſttäuſchung hin, zu glauben, daß dieſe Konferenz in
zweckdienlicher Weiſe die Erörterung aller Fragen in An
* Am 6. Mai dieſes Jahres findet die alljährlich
griff nehmen könne, welche Frankreich und Deutſchland
Sitzung der Zentralkommiſſion für Rhein
trennen. Sie iſt im Gegenteil der Anſicht, daß ſie ihr
Tä=
ſchiffahrt im Großherzoglichen Schloſſe in
Mann=
tigkeitsgebiet beſchränken muß, indem ſie zunächſt an Fra
heim ſtatt. An der Sitzung ſind folgende Staaten durd
gen herantritt, in welchen mehr Ausſicht beſteht, zu einer
ihre Rheinſchiffahrtsbevollmächtigten vertreten: Bayerr
Verſtändigung zwiſchen beiden Ländern zu gelangen, und
durch den Vorſitzenden der Zentralkommiſſion für die
indem ſie peinlich jeden Eingriff vermeidet, welcher nicht
Rheinſchiffahrt, Herrn Staatsrat Freiherr von Hirſchberg
vorher verabredet und geeignet wäre, mehr Böſes als
in München, Baden durch den Großh. Badiſchen Rhein=
Gutes zu ſchaffen. Die Vertretung der Gruppe wird
ent=
ſchiffahrtsbevollmächtigten Herrn Geheimen Rat Wiene
ſchieden jede Gemeinſchaft mit den verabſcheuenswertet
n Karlsruhe, Elſaß=Lothringen durch den
Kai=
chauviniſtiſchen Aufhetzungen ablehnen, die auf beiden
ſerlichen Elſaß=Lothringiſchen Rheinſchiffahrtsbevollmäch
Seiten der Grenze den geſunden Sinn und die Vaterlands
tigten Herrn Miniſterialrat H. Cronau in Straßburg
liebe der Völker auf Irrwege zu bringen drohen. Sie
(Elſ.), Heſſen durch den Großh. Heſſiſchen Rheinſchiff=
Man machte keine „Dokumente‟
mehr wie in de
Darmſtädter Zeit, man befleißigt ſich auch wohl nich
Die internationale
Baufach=
mehr wie in Dresden, die ganze Perſönlichkeit dem
ſach=
lichen Baugedanken unterzuordnen. Man hat einer
Ausſtellung in Leipzig.
neuen Halt gefunden in der Tradition. Tradition
nicht ſo leblos, ſo renaiſſancelich, ſo maskeradenhaft ver
Von Paul Weſtheim
ſtanden, wie das von Brüſſel und Paris feſtzuſtellen war
Aber doch Vergangenheit, die mit einem an der neue
Am Samstag iſt die internationale Bau
Sachlichkeit erzogenen Sinn aufgefaßt worden die ſogat
fach=Ausſtellung in Leipzig feierlich eröffne
dem ſchwachen, dem unperſönlichen Baumeiſter
Sicher=
worden. Man wird den Beſucher hier durch ein Rieſen
heiten gibt, die ihn vor Entgleiſungen bewahrer
gelände führen, ihm eine Menge Hallen und Pavillons
Man hat ja wohl auch in Leipzig nicht die ausge
zeigen, in denen das weite Gebiet des Bauens
brägten Architektenperſönlichkeiten wie in Dresden, ha
und Wohnens nach allen Richtungen zu
nicht die viel bewährten Ausſtellungsregiſſeure, die ſelbſ
Schau geſtellt ſein wird. Alle erdenkbaren
Bauſtoff=
vor dem verwegenſten Einfall nicht zuruckzuſcheuen brau
ſollen vorgeführt, ihre Verarbeitung und Verwendung
chen. Den Loſſow u. Kühne, die das monumentale Reprä
Baumaſchinen und=Methoden, die
gezeigt werden.
entationsgebäude der Hygieneausſtellung ſchufen, hatte
Hilfsmittel für die Bauſtoffprüfung
wiſſenſchaftlichen
nan nur die Weidenbach=Tſchammer entgegenzuſetzen, die
Wohnungshygiene, Wohnungskunſ
Unfallverhütung
ſich in den vielen Hallen, die ſie errichteten, einer ſehr geo
Verkehrsanlagen, Ingenieurkonſtruktionen
Städtebau,
zen Anſtändigkeit und ſachlichen Gediegenheit befleißigten
Probleme der Bodenpolitik und hunderterlei andere Fra
die aber merkwürdigerweiſe gerade in dem Repräſer
gen werden zur Schau und zur Diskuſſion geſtellt werden.
tationsgebäude verſagten. Das Aeußere mit der hoch
Man wird eine Kunſtausſtellung haben, in der es Hodle:
ragenden Löwenfaſſade mag noch hingehen, aber den Feſt
und Renoir und natürlich Max Klinger gibt, wird ſich in
ſaal mit Säulen, deren Stoßkraft unter einer Kruſte
einem beſonderen Pavillon an den Ausgelaſſenheiten
ſtiliſierter Blattornamente erſtickt iſt, kann man nicht
an=
unſerer Karikaturiſten, der Gulbranſon, Wilke, Teier
ders als geſinnungsbefliſſenes Kunſtgewerbe bezeichnen.
uſw. ergötzen. Kunſtgewerbe und Raumkunſt wird der
Dieſer Bau, der mit den Induſtriehallen einen
gewal=
deutſche Werkbund vorführen, in deſſen Räume einſtweiler
tigen Raum umſpannt, liegt an dem Schnittpunkt der
ein paar bunte Glasfenſter von Pechſtein, Céſar Klein
beiden Hauptadern, die das Gelände durchziehen. Die
und Bengen verheißungsvoll hineinblicken. Es wird ſehr
eine Achſe bildet die Straße des 18. Oktober, die von dem
viel und ſehr Intereſſantes hier zu ſtudieren geben.
Völkerſchlachtdenkmal in gerader Linie in das Zentrun
der Stadt hineinführt. Der Hamburger Gartenarchitel
Aber eine ſo ausgedehnte Schau wie dieſe Baufach
Migge hat aus dieſer Straße eine Zypreſſenallee ge
Ausſtellung iſt an ſich ſchon eine Anlage, die zu feſſeln
macht, die mit ihren flach gehaltenen Waſſerbecken un
vermag. Beſonders uns Deutſche, die wir doch im
Blumenbeeten zu einem ſtimmungsvollen Dokument neu
Gegenſatze zu den Stuckmonſtren der romaniſchen Aus
deutſcher Gartenkunſt geworden iſt
he
(man denke an die Weltaus
ſtellungsarchitekturen
Die Querachſe, die von einem mit mächtigen Figuren
ſtellungen von Brüſſel und Paris) ſeit Jahren um eine
beſetzten Portal ihren Anlauf nimmt, findet ihren
Ab=
künſtleriſche Ausſtellungsregie bemüht waren
ſchluß in der von dem Deutſchen Betonverein und de
Dieſe neue Sachlichkeit und Anſtändigkeit war auch für
Stadt Leipzig errichteten Betonhalle. Wilhelm
Leipzig beſtimmend und wie 1901 die Künſtler=Kolonie i
Kreis hat ſie gebaut oder richtiger: er hat mit dieſer
Darmſtadt, die Dresdener Kunſtgewerbeausſtellung 1906
ganz in Beton nachgebildeten Pantheon=Anlage zeiger
oder die Hygiene=Ausſtellung Spiegelbilder des architek
wollen, daß mit einem ſo modernen Material genau
die=
toniſchen Wollens waren, ſo iſt in gewiſſem Sinne auc
ſelbe Wirkung erzielbar iſt wie mit dem Stein, den die
Leipzig eine Bilanz. Auch Leipzig gibt eine Antwort auf
Alten beim Bau des Pantheon verwenden mußten. Ein
die Frage, wo wir heute architektoniſch ſtehen
Zummer 103.
fahrtsbevollmächtigten Herrn Geheimen Oberbaurat Im
roth in Darmſtadt, Niederlande durch den Königl
Niederländiſchen Rheinſchiffahrtsbevollmächtigten Herrn
Profeſſor Jonkheer Dr. v. Eyſinga in Leiden und
Preu=
ßen durch den Königl. Preußiſchen
Rheinſchiffahrtsbe=
vollmächtigten Herrn Geheimen Oberregierungsrat vom
Bartſch in Berlin
Stadt und Land.
Mai.
Darmſtadt, 3.
Vom Hofe. Die Königin der
Nieder=
lande iſt, der „Darmſt. Ztg.” zufolge, am Freitag
nach=
mittag 3 Uhr mit Gefolge im Auto im Neuen Palais
eingetroffen, hat am Tee teilgenommen und iſt 4¾
Uh=
wvieder abgereiſt. Von dem Beſuche war hier nichts
bekannt geworden.
Empfänge. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog empfingen am Samstag den Oberſt v. Nathuſius
Kommandeur der Trains des VIII., XI. und XVIII
Armeekorps, von Koblenz, den Generaloberarzt Dr.
Schneider, Diviſionsarzt der 34. Diviſion in Metz, der
Major z. D. Albrecht, Bezirksoffizier beim
Landwehr=
bezirk II Darmſtadt, den Hauptmann Krug v. Nidda
beim Stabe des Großh. Artillerie=Korps, 1. Großh. Heſſ.
Feld=Artillerie=Regiments Nr. 25, den Hauptmann Lenné
Batteriechef in demſelben Regiment, den Hauptmann
v. Dewall von der Fliegertruppe der Fliegerſtation auf
dem Truppenübungsplatz Darmſtadt, den Kammerjunker
Kreisamtmann Freiherrn v. Senarclens=Grancy von
Büdingen, den Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing, den Ver
lagsbuchhändler Stalling von Oldenburg, die Poſträte
Scherpe und Lämmlein, den Geh. Oberrechnungsrat
Dr. Siebert, den Medizinalrat Dr. Schneider vom Hoſpital
Hofheim, den Oberlehrer Profeſſor Dr. Hammer von
Offenbach a. M., den Medizinalrat Dr. Langermann,
Kreisarzt in Bensheim; den Pfarrer Hartmann,
Alt=
bürgermeiſter Schrot und Landwirt Zengerle, letztere dre
als Abordnung des evangeliſchen Kirchenvorſtandes in
Egelsbach, den Dr. Willmann von Bad Salzhauſen, den
Geheimerat Strecker von Mainz, den Oekonomierat
Walter von Lengfeld, den Oberſt v. Frankenberg und
Proſchlitz, Kurdirektor in Bad Nauheim, den Geheimen
Kommerzienrat L. Mayer von Offenbach a. M.; zum
Vortrag den Staatsminiſter v. Ewald, den Finanzminiſter
Braun, den Vorſtand des Kabinetts Geheimerat
Röm=
held, den Generaldirektor des Hoftheaters und der
Hof=
muſik, den Direktor der Hofbibliothek Haupmann a. D
Zobel,
Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den Kammerjunker und Fürſtlichen Kammer
rat Auguſt Freiherrn Löw von und zu
Stein=
furth in Lich zum Kammerherrn.
Ordensverleihung.
Hoheit der
Se. Königl.
Großherzog überreichte dem Geheimerat Frhrn.
von der Heydt das Komturkreuz 1.
Klaſſe des
Ordens Philipps des Großmütigen mit dem Stern
wegen Verdienſte um Förderung der modernen Kunſt.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der Lehre
Mainz, au
Philipp Ofenloch zu Sörgenloch, Kreis
ſein Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner langjährigen
treuen Dienſte, vom 1. Juli 1913 an
Erledigte Stelle. Die Stelle eines
Miniſterial=
ekretärs bei der Miniſterialabteilung für Forſt= und
Kameralverwaltung
Das Großh. Regierungsblatt Nr. 13 vom 3. Ma
hat folgenden Inhalt: 1. Verordnung zur Ausführung des
Geſetzes, betreffend die Bezeichnung des Raumgehalts
20. Juli 1881, 24. Juli 1909.
der Schankgefäße, vom
Wilhelm Opel=Stiftung” betref=
2. Bekanntmachung, die
3.
Bekanntmachung,
fent
die Errichtung einer „Heß
Stiftung” betreffend. 4. Bekanntmachung, die für die
Ge=
markungen Laubacher Walddiſtrikt I.
II und III zuſtän=
Bekanntmachung, An
digen Standesämter betreffend. 5.
ſchlußgleis der Firma Vereinigt
Strohſtoff=Fabriken,
Fabrik Rheindürkheim, betreffend
6. Bekanntmachung,
Anſchlußgleis des Gruppengaswerks
Flonheim betreffend.
Sil
Beyer,
Militärdienſtnachrichten.
Geheimer
Baurat, Intendantur= und Baurat von der Intendantu
des XVIII. Armeekorps, auf ſeinen Antrag mit Penſion
in den Ruheſtand verſetzt.
Verſetzt: Eiermann,
Militär=Intendantur=Rat, Vorſtand der Intendantur
der 31. Diviſion, zu der Intendantur des XVIII.
Armee=
korps; Koppen, Intendantur= und Baurat, von der
Intendantur des I. zu der des XVIII. Armeekorps;
Belonge, Militär=Intendantur=Sekretär von der In=
Beweisführung, die profeſſoral anmuten mag, die aber
gelungen iſt. Denn das Kreisſche Pantheon mit ſeiner
chönen Kuppel iſt nicht weniger fein und reif.
Der Konkurrenz des Beton, dem Eiſen, hat Bruno
Taut nebenan ein Monument errichtet, das in einem
gewiſſen Gegenſatz zu dieſem Experiment Wucht und
Schönheit zu entfalten ſucht durch die Herausarbeitung
der ganz neuen Ausdrucksmöglichkeiten, die in dem Ma
terial als noch ungelöſt ſchlummern. Aus Griſailleglä
ſern und mächtigen T=Eiſenträgern, die eine vergoldete
Kuppel tragen, hat Taut einen achteckigen Turm geformt,
der als ein Monument unſerer Technik, unſeres
Zeit=
geiſtes und nicht zuletzt als ein eindrucksvolles Monument
des Stahlwerkverbandes das Gelände beherrſcht. Man
muß im Inneren, in dem hübſchen Kinoraum ſtehen, un
die heimliche Muſik der aufſtrebenden Träger zu erleben.
Zuſammen mit dem Maler Mutzenbrecher dem Keramiker
Martens, dem Silhouettenſchneider Repſold hat der
Archi=
tekt an Stoffen und Konſtruktionen mancherlei
auspro=
biert, was die Sinne entzückt. Derlei Experimente ſoll es
auch in der noch unfertigen Halle des Werdandibundes
geben, der hier ſeine bekannte Propaganda für einzelne
Bauſtoffe fortſetzen will. Ein neuer Bauſtoff; der Guß:
eiſen=Beton ſoll während der Ausſtellung ſchor
praktiſch erprobt werden. Eine der Brücken, die zur
Ueberführung der Eiſenbahn angelegt werden mußte,
und die zur Erinnerung an den Heerführer der
Verbün=
deten: Schwarzenberg=Brücke genannt wurde
iſt mit dieſem Material, das im Gegenſatz zu den
ge=
ſchloſſenen Wandflächen des Betons eine freiere
Detail=
lierung zu erlauben ſcheint, ausgeführt. Nicht minder
eindrucksvoll iſt die gewaltige Holzkonſtruktion
einer Sporthalle, die übrigens wie auch das
Kon=
greßgebäude und das Haus der Fachpreſſe eine anſpre
chende Faſſade bekommen hat.
Sehr würdig präſentiert ſich auch der von Frit
Voggenberger errichtete Bau, der eine muſtergül
tige Krankenhausanlage enthält. Es wird das
ein Teil der großen Hygiene=Ausſtellung ſein, die hier
ge=
zeigt wird. Zu ihr wird man im weiteren Sinne auch
das von der Generalkommiſſion der Gewerkſchaften
er=
richtete Backſteinhaus rechnen können, an denen an
Bau=
gerüſten, Aufzügen, Schutzvorrichtungen, an
Holzbearbei=
tungsmaſchinen gezeigt werden ſoll, mit welchen Mitteln
die Unfallziffern herabgedrückt werden könnten. An die
Nummer 103.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 5. Mai 1913.
tendantur der 21. Diviſion, zur
Intendantur des XVIII.
Darmſtadt im Blumen= und Pflanzenſchmuck
Armeekorps
Wie aus der heutigen Anzeige erſichtlich iſt, nimmt das
Provinzialausſchuß.
Die Tagesordnung
Komitee Darmſtadt im Blumen= und Pflanzenſchmuck
zur Sitzung des Provinzialausſchuſſes der Provinz
auch in dieſem Jahre wieder eine Prämiierung der
Starkenburg am Mittwoch,
den 7. Mai, vormittags
jenigen Fenſter, Balkone und Vorgärten vor, die ſich
9½ Uhr, lautet: 1. Geſuch
des Chriſtian Werres aus
durch ſchöne gärtneriſche Ausſchmückung auszeichnen
Darmſtadt um Erlaubnis zum Betriebe einer Schank=
Dieſe ſchönen Beſtrebungen, welche hauptſächlich der Ver
wirtſchaft im Hauſe Neue Niederſtraße Nr. 11. 2. Ge
ſchönerung des Straßenbildes dienen, finden imme
ſuch der Eliſabetha Glenz aus Ernſthofen um Erlaubnis
mehr Beachtung und Unterſtützung durch die hieſige
zum Betriebe einer Schankwirtſchaft im Hauſe Schulzen
Einwohnerſchaft, ſo daß zu hoffen ſteht, daß auch di
3. Enteignung von Grund
gaſſe Nr. 3 in Darmſtadt
diesjährige Prämiierung wiederum ſo erfolgreich durch
eigentum in der Gemarkung Lampertheim zur Anlage
geführt werden kann, wie in früheren Jahren. An
von Ortsſtraßen
4. Geſuch der Aniela Pieklo, jetzt
meldungen ſind alsbald an den Vorſitzenden Stadt
Wilhelm Schultheiß Ehefrau zu Offenbach, um Erlaubnis
verordneten Th. Stemmer, Eliſabethenſtraße 14, oder an
zum Betriebe einer Schankwirtſchaft.
das Verkehrsbureau zu richten
In der nichtöffentlichen Sitzung der Stadt=
D
Wohltätigkeitsfeſt zum Beſten des „Roten
verordneten=Verſammlung teilte der Herr Ober
Kreuz”. Die Nachricht, daß auch unſere
Hofbühne ſich
bürgermeiſter mit, daß der Inhaber der Firmc
bei dem am 31. Mai und 1. Juni d. J.
im Beſſunger
Friedrich Schäfer, Herr Kaufmann Boßelmann, aus
Orangeriegarten unter dem Protektorat der Großherzogin
Anlaß des 50 jährigen Beſtehens der Firma 5000 Mk.
ſtattfindenden großen Wohltätigkeitsfeſt beteiligen wire
für die Stadtarmen geſtiftet hat. — Weite:
dürfte allgemeinem Intereſſe begegnen. Und zwar iſt
teilte der Herr Oberbürgermeiſter mit, daß mit
Zu=
etwas ganz Neues für Darmſtadt, die Aufführung einer
ſtimmung der Stadtverwaltung und der Süddeutſchen
Oper im Freien, geplant. Mozarts liebenswürdiges
Eiſenbahn=Geſellſchaft der Kreis Dieburg als
Werk „Baſtien und Baſtienne” ſoll gegen Abend an de
Aktionär in die Heſſiſche Eiſenbahn=Aktien=Geſell=
Treppe, die zu den Olbrich=Gärten führt, zur Dar
ſchaft eintreten werde
ſtellung gelangen. Ihre Mitwirkung haben liebens
Die Aprilhitze. Die abnorme Temperatu
würdiger Weiſe zugeſagt die Damen Jacobs und
in den letzten Tagen des Monats April gibt ſich it
Jüttner, die Herren Schützendorf und Lert,
folgenden Celſiusgraden kund. Es wurden um 7 Uhr
ſowie das Hauskeſche Orcheſter. Die Inſzenierung
de=
morgens verzeichnet am 26.: — 12,4; am 27.: —12,8;
Oper leitet Herr Maler Hanns Pellar, der bekannt
ſam 28.: P 15,3; am 29.: — 14,6; am 30.: — 15;
an
lich die künſtleriſche Seele des ganzen Feſtes iſt
1. Mai * 14,4. Die Temperaturmaxima betrugen
an
Darmſtädter Zitherklub.
Intereſſenten ſeien
25.: - 19,7; am 26.: — 17,7; am 27.: —24; am 28.:
auch an dieſer Stelle nochmals auf das heute abend in
P25,3; am 29.: —24,3; am 30.: —26; am 1. Mai
Fürſtenſaal ſtattfindende Konzert des Zither= und
P 20,3. In der Nacht vom 1. zum 2. Mai trat eine
Gitarrevirtuoſen Herrn Fritz Mühlhölzl aus München
ſtarke Abtühlung ein. Die Temperatur vom 26. April
hingewieſen
bis 1. Mai entſpricht etwa der des Monats Juli.
* Indiſche Fakire in Darmſtadt. Auf die heute
* Der heſſiſche Bund für Heimatſchutz wird ſich am
abend im Städtiſchen Saalbau ſtattfindende Vorſtellung
kommenden Mittwoch, den 7. Mai, abends 8½ Uhr, im
der indiſchen Fakire ſei hierdurch nochmals hingewieſen.
Saale der Landesbaugewerkſchule hier, Neckarſtraße 3, in
* Vogelſchutz. Man ſchreibt uns: Alle Freunde der
einem öffentlichen Lichtbildervortrag mit den
Natur ſind entzückt von dem reichen Vogelleben, das ſeit
Reklameunfug in Stadt und Land beſchäfti
der Rückkunft unſerer gefiederten Sänger in allen Teilen
gen. Der Vortragende, Herr Amtsrichter Schwab
unſerer Heimat ſich entfaltet hat. Insbeſondere werder
aus Hochheim a. M., wird dabei nicht nur auf die
Verun=
auch unſere Obſtbaumzüchter, Gärtner, Forſtleute und
ſtaltung des Straßenbildes durch aufdringliche Geſchäfts
Landwirte die Hilfe dieſer freiwilligen „Feldpolizei” ſich
reklame, ſondern auch auf die Anlage von Schaufenſtern
gern gefallen laſſen und es dankbar begrüßen, wenn die
Ladeneinbauten und Warenhäuſer eingehen. Auch die
Vögel den Kampf gegen die Schädlinge in Wald und Feld
Verſchandelung der Landſchaft durch den Unfug der
mnit emſigem Fleiß aufnehmen. Daß man aber auch nich
Streckenreklame wird er des näheren behandeln. Der
heſ=
vergäße, die treuen Bundesgenoſſen zu hegen und zu
ſiſche Bund für Heimatſchutz iſt kein Gegner der Reklame
ſchützen, ſoweit es irgend möglich iſt! Der furchtbarſt
an und für ſich. Er erkennt an, daß die Reklame im Ge=
Feind unſerer Vogelwelt iſt die wildernde Hauskatze
ſchäftsleben notwendig iſt, und wendet ſich lediglich gegen
Sie hat nach dem Stand der heutigen Geſetzgebung noch
die minderwertige, d. h. gegen die aufdringliche und
das Recht, auch auf fremdes Gebiet ſich zu begeben und
marktſchreieriſche Reklame, welche das Straßen= und Land
dort nach Belieben zu jagen und zu wildern; ein Recht
ſchaftsbild verunſtaltet. An Hand anſchaulicher Beiſpiels
das jedem anderen Haustier bekanntlich verſagt iſt. Um
wird gezeigt werden, wie eine vornehme Außenreklame
o mehr ſollten alle einſichtigen Katzenbeſitzer es ſich zur
die gleichen Wirkungen erzielt, ohne die Umgebung zu
Pflicht machen, wenigſtens während der Brutzeit
beeinträchtigen. Der Vortragende wird dabei auch auf die
der Vögel, das iſt von April bis Ende Juli, ihr
Darmſtädter Verhältniſſe, welche reichlich Anlaß zur Kri
Katzen doch zum mindeſten nachts einzuſper
tik bieten, eingehen. Das Thema des Vortrages iſt für
ren. Die ſogenannten „aushäuſigen” Katzen, die lieber
die Beteiligten, insbeſondere die hieſigen Geſchäftsleute
dem Vogelfang außer dem Hauſe nachgehen, als dem
Ladenbeſitzer und alle, welche Außenreklame betreiben
Mäuſefang in dem Hauſe, haben ja doch ihren Beruf ver
ſowie die mit der Herſtellung der Außenreklame beſchäf
fehlt. Es iſt aber auch eine Pflicht gegen die Allgemein
tigten Handwerker von größtem Intereſſe. In einer
heit, die am Vogelſchutz ein ganz hervorragendes
äſtheti=
freien Ausſprache wird man verſuchen, zu einer
Verſtän=
ches und wirtſchaftliches Intereſſe hat, die Hauskatze von
digung zu gelangen, zumal ja der Heimatſchutz nicht geger
Vogelfang wenigſtens während der kritiſchen Zeit der
die Intereſſen der Geſchäftswelt, ſondern mit ihr zun
Brut zurückzuhalten
Beſten der Allgemeinheit arbeitet. (Weiteres ſ. Anz
* Städtiſche Leſe= und Bücherhalle. Im Monat Apri
* Akademiſche Volksunterrichtskurſe. Die Kurſe haben
wurde die Leſehalle im ganzen von 4888 Perſonen be
am Freitag mit dem Unterricht in Bürgerkunde und Erd
ſucht (im April 1912 von 3157), durchſchnittlich an jeden
kunde begonnen. Die letzten Einſchreibungen für die
Tage 163 Beſucher. Aus der Bücherhalle nach Hauſe
en=
übrigen Kurſe: Deutſch, Rechnen, Stenographie und
Schön=
liehen wurden im ganzen 10829 Bände. (1912: 10 283)
ſchreiben finden ſtatt am Montag, den 5. Mai, halb 9 Uh
darunter 4019 wiſſenſchaftliche und belehrende Werke. Die
im großen Saale des Reſtaurants „Stadt Pfungſtadt‟
Zahl der ſeit dem 1. April d. J. neu eingeſchriebenen Leſe
Herr Dr. Ohr hält an dieſem Abend einen Vortrag über
beträgt 1851. An Büchergeſchenken gingen in dieſen
„Die alte und die moderne Weltanſchauung”. Jedermann
Monat weiter ein: Von dem Verlag der Berliner
Morgen=
iſt freundlich eingeladen. Eintritt 25 Pfg.; für Hörer
poſt 1 Bd., von Herrn Prof. Dr. Hattemer ein von ihn
der Kurſe frei.
herausgegebenes Werk, von Herrn Kaufmann Gg. Sachs
Evangeliſcher Bund. Die zahlreichen Mitglieder
Bd., von Freifrau v. Stein 10 Jahrg. Zeitſchr., von
des hieſigen Zweigvereins des Evangeliſchen
Fräulein J. Trier 1 Jahrg. Zeitſchr., von Frau Oberſ
Bundes mögen auch an dieſer Stelle auf die heute
Zahn 72 Bde. und 5 Jahrg. Zeitſchr., von Ungenann
Montag, abends ½9 Uhr, im Saale der Reſtauratior
7 Bde. Allen Gebern herzlichen Dank! Weitere Schenk
Fink ſtattfindende Hauptverſammlung des Vereins
ungen von Büchern, ſoweit ſolche nicht veraltet, ſind jeder
ſaufmerkſam gemacht ſein.
zeit willkommen. Ferner ſei zur allgemeinen Kenntni=
Hygiene=Ausſtellung ſchließt ſich die Gruppe der Reprä
ſentationsbauten an, die von der Stadt Dresden
Feuilleton.
dem ſächſiſchen Staat, von Oeſterreich und ſchließlich von
sh. Der Sängerpreis des Kaiſers. Im Mittelpunk
allerlei privaten Ausſtellern errichtet worden ſind. Be
des
Intereſſes des Frankfurter Wettſingens ſteht
natur=
dem öſterreichiſchen Haus, das im letzten Moment und it
gemäß wieder der Kaiſerpreis, die vielgenannte und
aller Haſt aufgeführt wurde, meint man auch im Ausſeher
aus Anlaß ihrer kürzlichen Entwendung und Vernichtung
etwas von der durch die Balkanwirren erzeugten Ner
vielbeſprochene Kaiſerkette, die nun in neuem
Glanz=
voſität zu vermerken. Im Innern ſieht man aber ſchon
erſtrahlt
Sie lehnt ſich der Form nach an die alten
allerlei feinnervige Dinge der Wiener Künſtler herum
Ehren= und Ordensketten an. Der Entwurf erinnert ar
ſtehen. Verſprechungen, die hier wie in den anderen
die reizvollen Goldſchmiedearbeiten der ſpätrömiſcher
Hallen wohl in kurzer Zeit eingelöſt ſein werden
merovingiſchen und fränkiſchen Perioden. Die Kette ſelbſt
Daß es an Ulk und Vergnügungen, an Muſik=, Tanz
beſteht aus jeweils drei verſchiedenen Gliedern, von dener
und Trinkgelegenheiten bei ſolcher Veranſtaltung nich
eins eine kleine Harfe, von einem Eichenkränzchen um
fehlen dürfe, iſt ein alter Ausſtellungsgrundſatz, gegen der
rahmt, zeigt. Das nächſte viereckige Zwiſchenglied träg
die Leipziger natürlich auch nicht verſtoßen wollten. Und ſie
in der Mitte den deutſchen Adler mit Rubinen beſetzt
haben wahrlich ergiebig für das Amüſement geſorgt. Nich
Goldſpiralen bilden den Uebergang zum folgenden
weniger als drei Rummelplätze ſind angelegt worden
Glied, das, wieder von Eichenkränzen umrahmt
Der eine, bei dem die Leute von der Vogelwieſe ihre eige
auf der einen Hälfte die Namen der hervor
nen Regiſſeure waren, wird hoffentlich allen anderer
Arndt
ragendſten, deutſchen Liederdichter: Uhland
Brentano, Körner und Scheffel, die andere Hälfte die
Sinnen mehr Wonne bereiten als einem empfindſamer
Namen der bedeutendſten deutſchen Liederkomponiſter
Auge. Für Menſchen, die damit behaftet ſind iſt ein
wie Brahms, Schumann, Schubert, Jenſen und Koſchat
empfindſamer Rummel, ein „Dörfchen” angelegt
wor=
zeigt. In der Mitte der Kette iſt ein Schildchen ange
den, in dem zwiſchen den Kuliſſen der Heimatkunſt gezecht
bracht, auf dem der deutſche Sängerſpruch ſteht: „Im Liede
und geſchlemmt werden kann. Man hat eine alte Dorſ
tark, Deutſch bis ins Mark.‟ Darüber zwei germaniſche
ſtraße mit einem Kirchlein, einer Dorfſchule, einer Schmiede
Schwerter, durch einen Lorbeerkranz verbunden. An die
einer Obſtweinſchenke und derlei Häuschen aufgebaut, ir
ſem Schild hängt an kräftigen Oeſen das Kleinod mit den
denen außer der Gaudi das Auge noch in Biedermeiere
Porträt des Kaiſers in einem Kranz von deutſchen Ad
ſchwelgen kann. Auf dieſen Ton iſt auch das Alt=
Leip=
lern und Eichenlaub darunter die Inſchrift: „Wilhelm II
zig geſtimmt, das wie das Völkerſchlachtdenkmal an die
Imperator Rex.‟ Drei Edelſteine, ein ſchwarzer, ein wei
Zeit vor hundert Jehren erinnern will. Die Pleißenburg,
zer Diamant und ein Rubin, die Farben des Deutſchet
die Univerſitätswandelhalle, der Zwinger, der alte Mar=
Reiches, bilden den Abſchluß. Links und rechts befinden
ſtall, die Paulinerkirche und das Dominikanerkloſter ſind
ſich zwei Kettchen aus gefaßten Rubinen, den kaiſerlichen
da zu einer maleriſchen Gruppe vereinigt worden und man
Purpur verſinnbildlichend. Den Schluß der Kette bildet
braucht nur mit etwas Phantaſie ſich daraus die Knei
eine thronende geflügelte Viktoria, welche mit geſpreizten
perei wegzudenken, um Stadt und Geiſt der Völkerſchlacht
Armen den Sängern den Lorbeerkranz entgegenhält. Die
zeit vor ſich erſtehen zu ſehen.
ganze Kette iſt in verſchiedenen Goldtönen gehalten, und
Was die Ausſtellung auch alles bietet, das
gewal=
neben Gold ſind rote Rubinen und am Kleinod rotes
tigſte Baufach=Dokument erlebt man ſchon bei der Ein=
Emaille verwendet. Ausgeführt wurde die Kette nach
fahrt in die Stadt. Der neue von Loſſow u. Kühn
dem Entwurf von Profeſſor Anton Seder (Straßburg), in
gebaute Leipziger Hauptbahnhof iſt nicht nur die
dem Atelier des Hofgoldſchmieds Heiden in München
größte derartige Verkehrsanlage des Kontinents; er iſt
* Eine Fahrt durch den brennenden Wald. Die
In=
mit ſeinen wundervoll geſpannten Hallen bereits eine der
ſaſſen der auf der Nordbahn in Berlin verkehrenden Züge
gewaltigſten Löſungen der Probleme, die das Programm
hatten Donnerstag abend angſtvolle Minuten zu erleben
einer ſolchen Ausſtellung ausmachen.
Zwiſchen Löwenberg und Oranienburg waren mächtige
Stapel friſchgeteerter Schienenſchwellen, ſowie größer
Strecken des an der Bahnſtrecke befindlichen Waldes ir
Brand geraten, ſo daß die Züge durch ein Flammenmeer
Seite 3.
gebracht, daß ein neues Bücherverzeichnis erſchienen und
käuflich zu haben iſt
** Bilder vom Tage. In der Bilderauslage unſerer
Expedition (Rheinſtraße 23) werden folgende Bilder aus
geſtellt: Der Zeppelin=Kreuzer „Z. 4‟ in Luneville; Der
neue franzöſiſche Lenkballon „Spieß”;
Zur Verlobung
des ehemaligen Königs Manuel von Portugal mit
Prin=
zeſſin Auguſte Viktoria von Hohenzollern;
Porträts vom
Tage: (Profeſſor Dr. Erich Schmidt f,
Profeſſor Dr
Gabriel von Seidl †, Generaloberarzt
Dr. Fritz von
Bramann †, Hofkapellmeiſter Leopold Reichwein, de
neue Dirigent der Wiener Hofoper); Richard Wagners
Parſifal” im Züricher Stadttheater; Die Eröffnung der
Weltausſtellung in Gent (Belgien)
Schlachtviehmarkt Darmſtadt.
Woche vom
27. April bis 3. Mai. Auftrieb 467 Schweine, 101 Kälber,
2 Schafe und 1 Ziege.
Darmſtädter Wochenmarkt
Marktpreiſe am 3. Mai.
1,40 M
Butter, ½ kg
Gelberüben, Bündel 20-25 Pf
Schwarzwurz, ½kg 25-30 Pf
„ i. Part., ½ kg 1,30 M
6½—8 Pf
Eier, Stück .
Römiſch=Kohl, Bdl. 2—3 Pf
Liter 20 A
Schmierkäſe, ½
Spargel, ½ kg 35, 50—60 Pf
Handkäſe, Stück . 4—11
Rhabarber ½ kg 14—15 P
Kartoffeln, Ztr. 3—3,50 M
Erbſen, ½ kg . . . 40 Pf.
Kumpf (10 Liter)
599
Geflügel, Wildpret:
Mäuschen, Kump
Enten, Stüc
4—5 M.
16 Pf
kg
Hahnen und Hühner
Malteſer, ½ kg 10—15 Pf
Stüc
3—3,50 M
Obſt u. dergl.:
Tauben, Stück 60—70 Pf
Aepfel, ½ kg . 18—25 Pf
1,60 M
Rehfleiſch, ½ kg .
Zitronen, Stück 5—6 Pf
Stück 2,50—4 M
Zicklein,
Apfelſinen, Stück . 5—7 P
Fiſche:
Birnen, ½ kg . . . 20 Pf
Hecht,
90 Pf
kg .
Salat, Gemüſe uſw.:
Aal, ½ kg . . 1—1,10 M
Kopfſalat, Stück 10—14 Pf
Karpfen, ½ kg 0,90—1 M.
Feldſalat, Körbchen 10 P
Andere Rheinfiſche
Radieschen, Bündel 1—2 Pf.
40—50 Pf
kg.
Stück . 8—10 Pf
Rettiche,
½ kg . 70 Pf
Rotzungen
Pf
6—7
Bünde
Schollen,
0
kg .
½
Meerrettich, Stück 15—25
24 Pf.
Kabeljau, ½
kg. 21
Pf
Roterüben, ½ kg 10—12
35 Pf.
2 kg .
Schellfiſche,
Zwiebeln, ½ kg 8—10
Seelachs, ½ kg 16—19 Pf.
P
Tomaten, ½ kg . . 8
kg . 8—10 Pf
Spinat, ½
In den Fleiſchſtänden
Stück 45—50 Pf.
Weißkraut,
70
Rindfleiſch, ½ Kg
Kf
76
Hackfleiſch,
Rotkraut, Stück 70—80 Pf.
½
kg
90
Blumenkohl, Stück 30—60 Pf
Kalbfleiſch,
kg
1
56 P.
kg
Gurken, Stück 45—50 Pf.
½
Rindsfett,
Rindswürſtchen, Stück 15 Pf.
Gelberüben, ½ kg 5—6 Pf.
Studentiſche Jahrhundertfeier.
Gleichwie an den anderen Hochſchulen und
Uni=
ſo begeht auch die
verſitäten des Deutſchen Reiches,
Darmſtädter Techniſche Hochſchule,
insbeſon=
dere die Freie Studentenſchaft, die große Zeit des
Jah=
res 1813 durch eine Studentiſche Jahrhundert
feier in feſtlicher Weiſe. Vier Vorträge zur Erinner
ung an die Geſchichte des Jahres 1813 bilden die Grund
lage zu dieſer erhebenden Gedächtnisfeier, die dem
Be=
ſucher die geiſtigen Strömungen vor und um 1813, den
modernen Staatsgedanken und Freiherrn vom Stein, di
breußiſchen Staatsmänner und Feldherren, deren Plän
und Taten in den Befreiungskämpfen von 1813, die Dich
ter und ihre Freiheitsdichtungen für den Befreiungskrieg
in ehrende Erinnerung bringen ſollen. Dieſer Vortrags
Zyklus wurde im Hörſaal 330 der Techniſchen Hochſchule
durch Herrn Profeſſor Dr. Theobald Ziegler=
Frankfurt a. M. vor einem zahlreichen Auditorium von
Damen und Herren eröffnet, der in einſtündiger glänzen
der Rede die damaligen geiſtigen Strömungen in
Preu=
ßen, den Zuſammenbruch des aufgeklärten Deſpotismus
den Individualismus der Volksaufklärung und den
Neu=
humanismus der Romantik in lebhaften Farben ſchilderte
König und Volk rafften ſich auf wie ein Mann, um die
Weltherrſchaft des großen Korſen zu brechen und Preu
ßen von franzöſiſcher Knechtſchaft zu befreien. Ohn=
Jena kein Tauroggen, kein Groß=Görſchen und
kein
Leipzig. Gerade vor hundert Jahren, am 2. Mai
1813
nach der unentſchiedenen Schlacht von Groß=Görſchen,
konnte Napoleon I. ſagen: „Die Preußen von 1813 ſind
fahren mußten. Man erfährt darüber folgendes: Als der
von Kopenhagen kommende Vorzug die Ortſchaft Naſſen
heide, etwa 10 Kilometer hinter Löwenberg, paſſierte, ge
iet durch Funkenauswurf der Lokomotive das Unterhol
ſowie das Gras, das durch die Hitze der letzten Tage
völlig vertrocknet war, in Brand. Dieſer breitete ſich
chnell aus und erfaßte die neben den Schienen lagernden
Stapel friſch geteerter Holzſchwellen, die alsbald in hellen
Flammen ſtanden. Das Feuer war viele Kilometer weit
zu ſehen. Rauchwolken ſtiegen zum Himmel auf und übe
den Gleiſen lag ein ſo ſtarker Qualm, daß die Strecke au
600 bis 700 Meter nicht zu überſehen war. Beſonders
kritiſch wurde die Lage dadurch, daß die Flammen
nun auch auf die Holzſchwellen überſpran
gen, auf denen die Schienen ruhen. Der erſte Zug, de
das Flammenmeer paſſieren mußte, war der
Stralſun=
der Perſonenzug. Schon bald hinter Löwenberg
bemerkte man kleinere Brände an der Strecke. Drei bi
vier Kilometer vor der Brandſtelle ſah man dann
da=
rieſige Feuer. Der Lokomotivführer konnte auf freier
Strecke nicht halten, da bald ein D=Zug kommen
mußte. Nach einer Rückſprache mit dem Zugführer ent
ſchloß er ſich, mit Volldampf weiter zu fahren. Die
Fahr=
gäſte wurden aufgefordert, die Fenſter zu ſchließen, und
nun ging es durch den Brand hindurch. Zum
Blück hat die Strecke an dieſer Stelle keine Krümmung
Für einige Minuten wurde es völlig dunkel. Der Qualm
ſchlug gegen die Fenſterſcheiben, die ſo heiß wurden, da
man ſie nicht berühren konnte. Ab und zu traf eine hell=
Flamme die Scheiben, die zum Glück nicht platzten. Die
Abteile füllten ſich trotzdem mit Rauch. Nach einigen
Minuten angſtvoller Spannung fuhr die Maſchine lang
ſamer, und ſofort öffnete man alle Fenſter. Als man ir
Oranienburg anlangte, bot der Zug ein ſonderbares Aus
ſehen. An ſämtlichen Wagen war die Lackfarbe ver
brannt, die Holzteile und das Metall waren glühend heiß
Die Trittbretter waren an vielen Stellen angekohlt und
rauchten noch. Viel übler erging es dem Kopenhagener
D=Zug, der einige Zeit ſpäter die Brandſtelle paſſieren
mußte. Der Lokomotivführer hatte an beiden Armen
ſchmerzende Brandwunden davongetragen, trotzdem aber
einen Zug ſicher durch das Flammenmeer hindurchge
bracht. Mehrere Fenſterſcheiben zeigten Sprünge, und
der letzte Wagen war ſogar in Brand geraten. Die
Bahr=
beamten in Oranienburg mußten die brennenden Tritt
bretter mit Sand beſchütten, um die Glut zu erſticken.
Mehrere Damen hatten Ohnmachtsanfälle erlitten. De
Brand, bei dem etwa 2000 Eiſenbahnſchwellen in Flam=
Seite 4.
nicht mehr die Preußen von 1806‟. In begeiſterten Wor
ten ſchilderte Redner den Auszug der Breslauer und
Ber=
liner Studentenſchaft zum Freiheitskrieg und deren glän
zende Taten für König und Vaterland. Eingehend
ſchil=
derte der Redner die Not der damaligen Zeit, die
ſtaats=
bürgerliche Geſinnung und den Patriotismus des
preu=
ßiſchen Volkes, Fichtes Reden an die deutſche Nation und
die Schreckniſſe des großen Krieges mit dem verhaßten
Korſen. Auch der Krieg hatte damals ſeine Ehre. Hege
und W. von Humboldt ſchufen den neuen Staatsgedanken
und das Pflichtgefühl des Volkes und der groß=
Philoſoph Kant prägte den kategoriſchen Imperativ, den
Pflichtgedanken, Männer wie Scharnhorſt und Gneiſenar
ſchufen ein Volk in Waffen und Freiherr vom Steit
baute den preußiſchen Staat und ſeine Selbſtverwaltung.
Begeiſtert ſchilderte der Redner noch die Gründung der
Univerſitäten zu Berlin und Breslau und hiermit di
Geburt der erſten Burſchenſchaften. Die Jahre 1813/1a
waren die Vorausſetzungen von 1848/1866 bis zur
Gründ=
ung des Reiches im Jahre 1870/71. Die Pflicht der deut
ſchen Studentenſchaft ſei, das mit großen Opfern errun
gene einige Deutſchland zu erhalten. Dieſes könne nu
im Sinne der Deviſe von 1813: „Seid einig, frei und
wahr” erfolgen. Auch der Darmſtädter Studentenſchaft
rufe er zu: Seid einig, einig, einig! Reicher Beifall lohnte
den Redner, dem auch von dem Vorſitzenden, Herrn Stud
Herbert, der Dank der Freien Studentenſchaft zum Aus
druck gebracht wurde.
Offenbach, 3. Mai. In der Stadtverordneten=Sitzung
wurde
die Errichtung
ſtädtiſcher
eine
Schweineſchlächterei und Wurſtfabrik und de
damit verbundene Verkauf von Fleiſch= und Wurſtwaren
in eigener Regie gegen die bürgerlichen Stimmen be
—
ſchloſſen.
Der 31jährige verheiratete Aufſeher
Appol=
linarius Nietgen, der bei der Kaiſer=Friedrich=Quelle
in Stellung iſt und am heutigen Nachmittag an der Ver
ladeſtelle auf dem hieſigen Güterbahnhof beſchäftigt war
geriet zwiſchen die Puffer zweier rangie
render Eiſenbahnwagen. Der Verunglückt
trug ſehr ſchwere innere Verletzungen davon und
mußte ins Krankenhaus
gebracht werden. An ſeinem
Aufkommen wird gezweifelt.
Egelsbach, 3. Mai. Nachdem die Wiederher
ſtellungsarbeiten in unſerer Kirche faſt ein
Jahr gedauert haben, kann nun endlich am Pfingſtſonm
tag die Einweihung erfolgen. Der Umbau, der nac
Angaben von Profeſſor Pützer vorgenommen wurde
und die innere Neuausſtattung, bei der ſich Maler Throl
von Offenbach ein beſonderes Verdienſt erworben hat,
erforderte einen Koſtenaufwand von nahezu 25000 Mark
der zum größten Teil (18500 Mack) aus Gemeindemitteln
beſtritten wurde. Der Reſt wurde durch die Kirchen
gemeinde aufgebracht.
Nauheim, 3. Mai. Der 78jährige Händler Simor
Haaslief auf der Chauſſee einem Radfahrer aus Waller
ſtädten direkt gegen das Rad. Der alte Mann hatte
der=
artige ſchwere innerliche Verletzungen er
litten, daß er in ſeiner Wohnung hier, wohin er von Paſ
ſanten gebracht worden war, geſtern abend verſtarb
s. Lichtenberg i. O., 3. Mai. Wie wir erfahren haber
gingen geſtern die neu hergerichteten Räume im Schloſſ
zu Lichtenberg, die ſeither die „Beamtenwohlfahrts
kaſſe des Reichsverbandes der Deutſchen Landwirtſchaft
lichen Genoſſenſchaften” inne hatte, durch Pachtverhält
nis, das Mobiliar durch Kauf in den Beſitz des Gaſt
wirts Schellhaas=Lichtenberg über
Mainz, 3. Mai. Die Städtiſche Kommiſſion zur Be
kämpfung der Teuerung hat mit dem hieſigen „Verein
für Kaninchen= und Geflügelzucht” ein Ab
ommen getroffen, wonach der Verein gegen eine Zuwen
dung von 300 Mark ſich verpflichtet, auf einem von ihm
ſelbſt geſtellten Gelände eine Kaninchenaufzucht zu be
treiben. Der Verein muß noch in dieſem Jahr
minde=
ſtens 200 Kaninchen auf den Markt bringen
und im Jahre 1914 mindeſtens 800 bis 1000 Stück. Die
Preisregelung erfolgt in Verbindung mit der Stadtver
waltung und iſt (ohne Fell) auf 40 Pfg. das Pfund
feſtgeſetzt worden. Mit den Vereinen in Kaſtel und
Amöneburg, die ſich an die Stadtverwaltung gewand
haben, ſoll unter den gleichen Bedingungen ein Abkom
men getroffen werden. Schöneberg hat kürzlich in Ver
bindung mit einem dortigen Verein eine große
Ka=
ninchenfarm angelegt, die mehrere Morgen Land um
faßt. Dort wird den Züchtern ſtädtiſches Gelände zur
(
men ſtanden, wurde durch die Angeſtellten der Förſtere
Naſſenheide, ſowie die freiwilligen Feuerwehren von
Rüdersberg, Friedrichstal und Naſſenheide erſt nad
mehrſtündiger Arbeit gelöſcht
ml. Eine Million blinde Paſſagiere in einem Jahr
Die Verwaltung der ruſſiſchen Staatsbahnen hat kürzlich
eine köſtliche Statiſtik veröffentlicht. Demnach wurden in
letzten Jahre nicht weniger als 904118 Perſonen
feſtge=
ſtellt, die ohne Billett auf der Eiſenbahn fuhren. Der
Wert der Fahrkarten, die ſie hätten löſen müſſen, beläuf
ich auf etwa 2½ Millionen Mark. Es iſt eben in den
weiteſten Kreiſen das Vorurteil verbreitet, daß man ir
Rußland die Eiſenbahn umſonſt benutzen darf, wenn man
nur den Beamten ein kleines Trinkgeld verabfolgt. Lei
der ſcheint auch ein Teil der Beamtenſchaft an die Rich
tigkeit dieſes Lehrſatzes zu glauben, wie aus weiterer
Kreiſen der amtlichen Statiſtik hervorgeht. Es wurde:
nämlich im letzten Jahre 448 Eiſenbahner wegen Beſteck
lichkeit entlaſſen und gar 17048 anderweitig beſtraft. Da
bei muß man bedenken, daß in der Regel nur ein be
ſchränkter Prozentſatz dieſer Machenſchaften ans
Tages=
licht kommt
* Nachſtehendes Gedicht wurde bei den diesjährige:
Kölner Blumenſpielen preisgekrönt.
Liebe
All meine Liebe harrt in ſtummer Scheu
Still wartend, noch in meines Herzens Tiefe
Bis daß ſie deiner Sehnſucht lauter Schrei
Hervor aus ihrem bangen Warten riefe.
Dann will ſie ſtark und froh für dich erblüh’n
Und ſtolz und aufrecht durch dein Leben ſchreiten
ill heiß und ſtrahlend wie die Sonne glühn
Und Licht und Wärme nur für dich verbreiten.
Und wenn du zageſt in des Herzens Not.
Sollſt du nur helfend ihre Hände finder
Die wieder dann von Blüten, brennend rot
Den Kranz der Freude um die Stirn dir winden.
Sie will dir krönen auch an jedem Ta
Mit ihrer Kraft zum hohen Feſt dein Leben,
Um ſelig bei des Herzens letztem Schlag
Zu ſagen: Alles hab’ ich dir gegeben!
Anna Moths, Greiz
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 5. Mai 1913.
Errichtung von Stallungen, zur Anlage von Futterplätzen
uſw. zur Verfügung geſtell
Wörrſtadt, 3. Mai. Die Spar= und Darlehns
ka
ſe hat in ihrer letzten Generalverſammlung be
ſchloſſen, in dieſem Jahre von der Verteilung
einer Dividende an die Genoſſen vollſtändig
ab=
zuſehen. Der ganze Reingewinn von 3587,16 Mar
ſoll reſtlos dem Reſervefonds und der Betriebsrücklag
zugeführt werden. Die Kaſſe iſt bekanntlich auch durd
die Liquidation der Genoſſenſchaftsbank in Mitleiden
ſchaft gezogen.
Kriegsheim, 3. Mai. Ein aus ſehr braver Famili
ſtammendes, über zwanzig Jahre altes Mädchen, das bei
einem hieſigen Gutsbeſitzer in Dienſten ſtand, wurd
geſtern früh von einigen hieſigen Bürgern aus dem
Pfrimmbach, erfreulicherweiſe noch lebend,
heraus=
gezogen. Einen von ihr tags zuvor ſelbſt eingegoſſenen
Kaffee wies ſie nach Rückkehr von einer kurz erledigten
Arbeit mit dem Bemerken zurück, es hätte ihr jemand et
was in ihre Taſſe getan. Ein in gleichem Hauſe
bedienſte=
ter jüngerer Knecht, welcher ſich eines kleinen Diebſtahls
chuldig gemacht haben ſoll, wurde von der Gendarmerie
Pfeddersheim abgeführt, aber anderen Tags wieder auf
freien Fuß geſetzt.Wie weit dieſe beiden Angelegenheiten
zuſammenhangen, wird die weitere Unterſuchung lehren
Gießen, „3. Mai. Der neue
Truppenübungs=
platzedes 18. Armeekorps bei Bad Orb wurd
heute ſeiner Beſtimmung übergeben. Unter klingenden
Spiele zog das Gießener Infanterie=Regiment Nr. 116
„Kaiſer Wilhelm” als erſtes auf den Platz
(*) Gießen, 2. Mai. Nach dem ſtädtiſchen Voran
ſchlag für 1913/14 bleibt der Steuerſatz für die Ge
meindeſteuer mit 120 v. H. beſtehen; die gefürchtete Er
höhung tritt alſo nicht ein. Der neue Voranſchlag iſt
gegen den vorjährigen um rund eine halbe Million
ge=
ſtiegen und ſchließt mit 6 644 378 Mark in Einnahme und
Ausgabe ab. Die Gemeindeſteuer wird 672550 Mark be
tragen. Das Vermögen der Stadt beträgt 3085000 Mk.
(*)
Nidda, 2. Mai. Faſt alle Jahre gehen
Bauern=
güter in die Verwaltung der Fideikommiſſe über
die Zahl der Kleinbauern wird dadurch immer ge
ringer. Es beſteht nun die Abſicht, die mittleren und
kleinen Bauern zu einem Bunde zuſammenzuſchließen
Man will Sorge tragen, daß der Kleinbauernſtand
er=
halten bleibt und daß die Güter nicht mehr in die Hände
der Großgrundbeſitzer übergehen, ſondern von anderer
Landwirten oder Gemeinden angekauft werden. Gut und
Mühle der Erbachermühle ſind wieder vor kurzem in der
Beſitz des Fürſten zu Büdingen übergegangen
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach
ſtehenden Erwöhrung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
Zum Vortrag über die Duncan=Schule
Vor kurzer Zeit ging einem hieſigen Kunſtfreund ein ſo
wertvolles Schreiben des Herrn Merz, Direktor der
Eli=
zabeth Duncan=Schule, zu, daß es anläßlich des heutiger
Vortrags gewiß von Intereſſe iſt, einen Auszug aus dem
Schreiben einem größeren Leſerkreis zugänglich zu machen:
Ich habe in den letzten Monaten mehr als je
Ge=
legenheit gehabt, das Streben unſerer Schule mit den al
gemeinen Beſtrebungen auf den Gebieten der körperlicher
Ausdruckskultur vergleichen zu können, konnte die Verſuche
auf dieſem Gebiete in Deutſchland, Rußland und Frank
reich kennen lernen und weiß genau, welche Stellung un
ere Schule einnimmt und welche Aufgaben ihr geſtellt
ſind. Ich bin aus eigener künſtleriſcher Intuition zur
Schule gekommen und habe ſechs Jahre lang die
Ent=
wickelung mitgemacht, ſehe die Ziele genau und kann mich
deshalb nur an meine Erfahrung halten. — Die Ent
wickelung der Schule läßt ſich in drei Phaſen einteilen
die erſte war die einer rein internen Arbeit mit dem ge
gebenen, von Jſadora Duncan aufgenommenen Kinder
material; die zweite die Propaganda=Arbeit, die zur
Gründung des neuen Darmſtädter Heimes führte, die
dritte iſt die kommende, wieder die der internen Arbei
mit einem ausgewählten Kindermaterial unter Beachtung
und Anwendung aller geſammelten Erfahrungen. Vor
welchem Standpunkte aus dieſe Arbeit zu leiſten iſt, habe
ich immer wieder betont. Von meinem perſönlichen
Standpunkte aus anerkenne ich als Höchſtes die künſtle
riſche Tat. —
Wir müſſen eine Ausleſe von Kindern für
die berufliche Erziehung haben. Gerade unſere vielen
Beziehungen zur wiſſenſchaftlichen und pädagogiſchen
Neue Erwerbungen der Gemälde=Galerie
und des Kupferſtich=Kabinetts
des Großherzoglichen Landesmuſeums.
II
Die übrigen Erwerbungen ſind ein weiterer Schritt
in der von der Galerie=Leitung ſeit vielen Jahren
verfolg=
ten Richtung, die am Mittelrhein gebürtigen oder tätigen
Meiſter des 19. Jahrhunderts ſo zur Geltung zu bringen
wie es für die älteren Zeiten, des 15. und 18.
Jahrhun=
derts, längſt geſchehen iſt
Zwei Bilder von Eugen Bracht ſind ſchon von der
Jubiläums=Ausſtellung des vorigen Jahres her bekannt;
der Künſtler iſt nunmehr in allen Hauptperioden ſeines
Schaffens in der Galerie vertreten. Von L. v. Löfftz
kommt hier noch eine Kopfſtudie hinzu, die im Jahre 1879
entſtanden iſt und auf eines ſeiner beſten Werke, „Den
Marinemaler” hinweiſt. Von dem in Naſſau gebürtigen
und viel in Oberheſſen tätigen Ludwig Knaus konnte „Die
Tanzſtunde” geſichert werden. Das kleine Bild ſtammt
aus der Zeit ſeiner Pariſer Studien und greift ähnlich
wie A. Menzels „Theatre Gymnase” dem Impreſſionis
mus vor. Unmittelbarkeit momentanen Lebens ſtellt ſic
in den feinen, maleriſchen Reizen einheitlicher Stimmung
dar; unaufdringlich wird hinter den breit und locker
hin=
geſetzten Farbenflächen zeichneriſche Meiſterſchaft fühlbar
Für Knaus ſelbſt war es natürlich kein farbiges „Bild”
ſondern nur eine „Farbenſtudie” Von dem in Frankfur
am Main tätigen Wilhelm Steinhauſen, deſſen Kunſt ir
der Galerie bisher ebenfalls fehlte, iſt eine „Bodenſeeland
ſchaft” da, die durch ihre kräftige Empfindung beſonder
bemerkenswert iſt. Die Münchener Schule iſt noch durch
zwei reizvolle Farbenſtudien Eduard Harburgers vertre
ten, die als Vermächtnis der Witwe des Künſtlers an die
Galerie gelangt ſind
Die ältere Darmſtädter Schule des 19. Jahrhunderts
die bereits ſeit 1908 durch Werke von Glaeſer. C. Enge
C. Beyer Iſſel und Schilbach eine nachdrücklichere
Be=
tonung als früher erfahren hatte, konnte um drei weitere
Bilder vermehrt werden: eine ſüdliche Abendlandſchaf
Auguſt Beckers, etwas braun im Vordergrunde, aber er
freulich durch bildmäßige Vereinfachung, ein kleines
Wet=
terſteinbild von Schilbach, das im Unterſchiede von ſeinem
Nummer 103.
Welt haben uns den Boden bereitet. Die Schule genießt
in ganz Deutſchland ein großes Vertrauen und kann au
Grund dieſes Vertrauens auch hinſichtlich der Qualität
des ihr zu übergebenden Kindermaterials höhere An
prüche ſtellen, da nach einer 8jährigen Entwickelung ſic
die Ziele wie das ethiſche Niveau der Schule jedermann
klar zeigen müſſen. Die Gründung der Schule erfolgte
zu einer Zeit, da in Deutſchland die erſten Propaganda=
Verſuche zur Befreiung des Körpers überhaupt gemach
wurden. Die vielen Schriftſteller und Kritiker, die über
die Schule geſchrieben haben, haben ſtets die Leiſtungen
der Schule mit den allgemeinen erzieheriſchen
Beſtrebun=
gen und neuen Aufgaben der heutigen Menſchheit in
Ver=
bindung gebracht. Deshalb erſcheint die Schule auch
voll=
kommen organiſch unſeren heutigen Beſtrebungen einge=
Die Leiſtungen der
fügt, ja aus dieſen entſprungen.
Schule waren in erſter Linie künſtleriſcher Natur und
haben als ſolche auch überzeugt. Der Begriff, daß Kunſt
überhaupt, beſonders aber Tanzkunſt, Luxus ſei, wurzel
aber zu tief im Volksbewußtſein, als daß man einer ſolc
durchaus neuen Kunſtſchule, mit der man praktiſch nichts
anzufangen wußte, das notwendige Vertrauen
entgegen=
gebracht, geſchweige denn die Mittel zu deren weiteren
Ausgeſtaltung zur Verfügung geſtellt hätte. Ich habe
des=
halb vor allem die Beziehungen unſerer Schule zu der
modernen pädagogiſchen Beſtrebungen klarzulegen ver
ucht, habe die auch für unſer Inſtitut wichtige
raſſen=
hygieniſche Forderung betont und Anlaß gegeben, ihre
Ziele mit Hinblick auf die allgemeine Körperkultur=
Be=
wegung beurteilen zu lernen. (Hygieniſche Ausſtellung
und 250 Vorträge.) Ich möchte auch an der Beziehung
zur heutigen Körperkultur=Bewegung feſthalten. Danr
erſcheint dieſe in unſerer Schule in eine höchſte künſtle
riſche Sphäre geſteigert, und die Schule wird als deren
feinſte Blüte erſcheinen
Aus oben Geſagtem geht hervor, welch hohe
künſt=
leriſche Ziele ſich die Schule ſteckt, und unſere
Vater=
ſtadt, der es vergönnt iſt, durch das Verſtändnis und die
tatkräftige Förderung Sr. Königl. Hoheit des Großher
zogs ſo reiches Kunſtleben um ſich erblühen zu ſehen,
ollte in ihren gebildeten Kreiſen immer mehr mitarbei
ten und helfen, daß auch dieſe neue Tat, die zunächſt ganz
auf private Finanzierung angewieſen iſt, daß dieſe neu=
Schule das Zentrum werde einer Körperkultur=
Beweg=
ung, welche in hygieniſcher und äſthetiſcher Beziehung das
denkbar Höchſte erreicht. Herr Merz will in ſeinem Vor
trag den Weg zu dieſem Ziel vorzeichnen, und es wär
eine Unterlaſſungsſünde, wenn die dazu berufenen Kreiſe,
wie Aerzte. Lehrer, Künſtler, dem Vortrag fern blieben
Die Mitarbeit zur Erfüllung dieſer großen Aufgabe
be=
deutet nicht nur Mühe und Geldopfer, ſondern ſie gibt
eine Bereicherung der eigenen Lebenswerte
Inſtrumental=Verein. Wie ſchon
be=
kannt, veranſtaltet der Inſtrumental=Verein ſein viertes
Konzert in dieſem Winter am Dienstag, den 6. Mai,
abends 8¼ Uhr, in der Stadtkirche, das, wie alljährlich,
zum Beſten des Diakoniſſenhauſes „Eliſabethenſtift” ſtatt
findet. Verrät ſchon die Wahl der Soliſten eine
beſon=
ders glückliche Hand, ſo dürfte aber auch die Zuſammen
ſtellung des Programms intereſſieren, das durchweg
Werke aufweiſt, die hier ſelten zu Gehör gebracht werden
Als Einleitung des Konzerts bringt das Streichorcheſter
des Vereins Händels Concerto groſſo G=moll zu Gehör
dem Rezitativ und Arie aus „Elias” von Felix
Mendels=
ſohn=Bartholdy folgt, das Herr Konzertſänger Franz
Müller zu Gehör bringt. Fräulein Hildegard Merck, die
nach längerem Studium in Berlin in dieſem Konzert hier
zum erſtenmal ſich der Oeffentlichkeit vorſtellt, ſpielt
ſo=
dann Bachs E=dur=Konzert für Violine mit
Streich=
rcheſterbegleitung. Der Kirchenchor der Martinsgemeinde
ingt als vierte Nummer zwei gemiſchte Chöre: 84. Pfaln
von Kiel und „Lob der Muſica” von Arnold
Mendels=
ſohn. Es folgen dann: Adagio aus der 3. Suite G=dur
von Ries für Violine und drei Lieder („Gebet” vor
Bruckner, Ergebung” und „So hoch der Himmel über
der Erde iſt” von Arnold Mendelsſohn). Beſonders
in=
tereſſieren dürfte dann noch das ewig ſchöne Konzert Nr. 4
für Orgel und Orcheſterbegleitung von Händel, das kein
Geringerer als unſer Kirchenmuſikmeiſter Herr Profeſſor
Arnold Mendelsſohn zum Vortrag bringen wird. Die
letzte Nummer des Programms. Pfingſtmotette für
ge=
miſchten Chor von W. Freudenberg, ſoll auf das nahe
Pfingſtfeſt hinweiſen. Nach allem ſteht dem Publikum ein
äußerſt genußreicher Abend bevor. Der Kartenverkauf
fin=
det in der Arnoldſchen Hofmuſikalienhandlung,
Wilhel=
minenſtraße 9, ſtatt
„Castel gandolfo” ſich faſt die volle Friſche ſeiner
Natur=
ſtudien bewahrt hat (von denen die Galerie vor mehreren
Jahren eine größere Anzahl erwerben konnte), und drit
tens eine frühe Landſchaft von A. Lucas. Dieſes aus de
ürzlich aufgelöſten Sammlung Noll in Frankfurt geſteit
gerte Bild iſt 1834 während Lucas’ erſtem römiſchen
Aufenthalt entſtanden. Eine Gruppe alter Haineichen in
kühlen Licht des Morgens, am Horizont flache blaßblaue
Höhenzüge: die ſtille Größe der Campagne.
Endlich konnte noch die empfindliche Lücke in den
Be=
ſtänden der älteren mittelrheiniſchen Malerei ausgefüllt
verden, die zwiſchen den Rubensſchülern, die im 17
Jahrhundert in Mainz tätig waren und den Malern des
hohen 18., wie J. C. Seekatz, klaffte. Zu den bisher nur
wenig beachteten Künſtlern dieſer Zeit gehörte Ottomar
Elliger der Jüngere, ein geborener Hamburger, der aus
der Schule des Gerard Laireſſe im Jahre 1876 an den
kurfürſtlichen Hof zu Mainz kam. Das von ihm kürzlich
aufgetauchte und für die Galerie geſicherte Bild zeigt in
kühlen, blauen und grauroten, überaus flüſſig
vorgetra=
enen Tönen die Geſchichte des kranken Königsſohnes und
der ſchönen Stiefmutter: die Figuren mit dem theatrali
ſchen Pathos der Schule, die Architektur von phantaſtiſch
feſtlichem Schwung. Die Geſchichte war beliebt; ſchon
Andrea Celeſti hatte ſie dargeſtellt in dem großen Gemälde
der Kaſſeler Galerie, das Goethe im „Wilhelm Meiſter
mehrmals erwähnt hat
Unter den neuen Erwerbungen an Handzeichnungen,
die im erſten Raum des Kuvferſtichkabinetts rechts
aus=
geſtellt ſind, iſt eine ſchöne Figurenſtudie von L. v. Löfftz
von einem in München lehenden kunſtfreundlichen
Darm=
ſtädter unſerem Muſeum geſtiftet. Schilbach zeigt ſich hier
in zwei Landſchaften als ein Aquarelliſt, der in breiten
klaren Tonflächen farbenfeine Bilder aufzubauen weiß
Sein liebenswürdiges Selbſtbildnis gibt den Kopf in
Lebensgröße, nur leicht umriſſen in großen Linien; wenige
Akzente treffen die Perſönlichkeit. Auch dieſe drei Blät
ter ſtammen, wie die Campagne=Landſchaft, von Lucas
aus der Sammluna Noll in Frankfurt
Die neue ausländiſche Graphik, ohne deren
Errun=
genſchaften die deutſche unſerer Zeit nicht ganz verſtändlich
und erklärbar iſt, vertreten die nervös=zarten Radierunger
des Dänen Eduard Munch, die peinlich gevflegten der
Engländers Strang; andere Blätter geben Proben vor
der raſſigen Schwedenkunſt des Anders Zorn und des
Engländers Pennell
Friedrich Back.
Nummer 103.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 3. Mai. Anläßlich
der Feier des 200jährigen Beſtehens de
Nikolaiſchen Buchhandlung weiſt die Voſſi
ſche Zeitung darauf hin, daß das Feſthaus in der
Brüderſtraße 13, eines der wenigen iſt, die ganz den Stil
der vornehmen Patrizierhäuſer der friederizianiſchen
Zeit tragen. Die Rundſchau ſagt: Den Wunſch, daß
das alte Haus getreu der großen Ueberlieferung, dabei in
enger Verbindung mit dem ſtarken Wellenſchlag der
Gegenwart, zum Wohle des deutſchen Buchhandels in
Ehren und Anſehen fortwirken möge, teilen alle ſeine
getreuen Anhänger, deren ſich die Handlung in der
— Die „
Brunnen=
ganzen gebildeten Welt erfreu
uren” in Berlin ſind bereits ſeit einigen Wocher
wieder in vollem Gange. Zahlreiche Berliner, die aus
Zeitmangel und auch aus Mangel an dem nötigen Kleingeld
weder nach Kiſſingen noch nach Wiesbaden, nach Karls
bad oder Marienbad fahren können, unterziehen ſich hier
in Berlin einer freiwilligen oder auch ärztlich verordneten
Kur. Es iſt bekannt, daß in den ſtädtiſchen Anlagen, im
Tiergarten. Schöneberger Stadtpark ꝛc. „Brunnenhäus
chen” errichtet worden ſind, in denen man faſt alle zu
einer Kur erforderlichen Waſſer finden kann. Die
Kur=
ſaiſon in Berlin hat auch ihre Reize, und wer jetzt in
den Morgenſtunden die „Patienten” in langer Reihe mit
dem Becher in der Hand promenieren ſieht, kann ſich mi
etwas Phantaſie in die Gefilde Böhmens oder in ein
anderes Land verſetzt fühlen, wo der Original=Sprudel
quillt. Der Verbrauch von Mineralwaſſer in Groß
Berlin iſt daher von Jahr zu Jahr geſtiegen. Nach einer
Statiſtik des Eiſenbahn=Direktionsbezirkes Berlin wur
den im Rechnungsjahre 1899/1900 auf den
Güterbahn=
höfen Berlins 4025 Tonnen zu je 1000 Kilogramm Mi
neralwaſſer eingeführt. Im Jahre 1907/08 waren es
6198 Tonnen, 1908/09 ſtieg dieſe Zahl auf 6879 Tonnen
1909/10 auf 7600 Tonnen. Dann ſetzte die Hochſaiſon de
Berliner Brunnenkuren ein und ſteigerte die Menge des
nach Berlin eingeführten Mineralwaſſers aller Art im
Jahre 1910/11 auf 9300 Tonnen und im Jahre 1911/12
auf 10 245 Tonnen. Zieht man von dieſer Zahl die un
erhebliche Menge des Waſſers, das von Berlin aus
weiter verſandt wird, und das Gewicht der Behälter ab
ſo ergibt ſich, daß jetzt jährlich zwiſchen 5 und 6 Millionen
Liter Mineralwaſſer in Groß=Berlin getrunken werden
wovon etwa drei Viertel bei den Brunnenkuren
Das
Schickſal des Apollo=Theaters iſt nunmehr entſchieden
Das Theater wird fortan nicht mehr dem Varieté, ſonderr
dem Lichtſpiel dienen. Die Herren Alfred Woods
und Frank Goldſoll haben gemeinſam mit der A.=G.
Cines”=Rom das ſchickſalsreiche Theater auf 20 Jahr
übernommen, um bereits am 1. Juni die Lichtſpiele dort
zu beginnen. Das Theater wird wahrſcheinlich ſpäter
einem durchgreifenden Umbau unterzogen werden. Mit
dem eigenen, neuerbauten Haus am Nollendorfplatz beſitz
die Geſellſchaft nunmehr vier Berliner Lichtſpielbühnen
Das Theater Großberlin iſt bekanntlich vor wenigen
Wochen ebenfalls von der Geſellſchaft übernommer
worder
Frankfurt, 2. Mai. Kriminalinſpektor v. Salomon
verhörte geſtern in Idſtein und Niederhöchſtad
eine Anzahl Zeugen über das Verhalten Hopfs ſeinen
beiden erſten Frauen gegenüber. Die Verhöre förderten
neue Tatſachen nicht zutage, ſondern beſtätigten im weſent
lichen bereits Bekanntes. Ausführliche Vernehmungen
fanden namentlich über den Tod ſeiner erſten Frau ſtatt
ebenſo über die Erſcheinungen und Vorfälle, die di
zweite Frau zur Scheidung veranlaßt haben
* Weinheim, 3. Mai. Am Montag, 5. Mai, findet
anläßlich der Einweihung der Wachenburg eine Be
leuchtung dieſer Höhen die ſteil einander gegen
über thronen, ſtatt. Beide Burgen, Windeck aus frü
herer Zeit, und die neu erbaute Wachenburg blicker
ſtolz herab auf das wie in ein Körbchen gebettete Weinheim
Das Klima dort iſt äußerſt mild, da die Bergrücken
rings=
um vor ſcharfen Winden ſchützen. Ein dichter, ſchattiger
Kaſtanienwald bringt im Herbſt ſo viel Früchte, daß ſi
nicht geſammelt werden können und achtlos zertreten lie
gen bleiben. Das ſchöne Tal bei Weinheim überwacht die
Wachenburg. Steigt nun der Mond des Abends herauf
hinter dem Wachenberg, erſt groß und verſchwiegen hinter
Mauern und Ruinen umherſchauend, die Gegend ringsun
beleuchtend mit magiſch=geheimnisvollem Licht, ſo bietet
ſich ein Bild, wie es ſelbſt in fernen gerühmten Gegender
nicht ſchöner oft gefunden werden kann. Dabei hat mar
dies alles in nächſter Nähe Darmſtadts, das an
Natur=
ſchönheiten ja ſo vieles beſitzt, wenn man verſteht, es
rich=
tig zu ſehen und zu ſuchen. Darum, wenn das Wette
einigermaßen günſtig iſt, verſäume, wer irgend Zeit hat
es nicht, in der auferſtandenen jungen Frühlingspracht die
Wunder des Lenzes mit den Feſtveranſtaltungen
Wein=
heims aufzuſuchen
Weinheim, 2. Mai. Anläßlich des 50jährigen
Ju=
biläums des Weinheimer Senioren=Konvents, das mit
der Einweihung des W.=S.=C.=Wachenburg gefeiert wird
wurde der Vorſitzende des W. Alte Herren=Verbandes,
Oberingenieur Bode= Hannover, zum Ehrenbürger
der Stadt Weinheim ernannt
Straßburg, 2. Mai. Um den übertriebenen Zeitungs
berichten entgegenzutreten, erſucht das Generalkommandt
des 15. Armeekorps um Aufnahme folgenden, dienſtlich
feſtgeſtellten Tatſachenberichtes: Bei den am 29.
April d. J. ſtattgehabten Uebungen des Regi
ments Nr. 132 erkrankten 28 Mann an Marſchohn
macht. Davon wurden 18 in das Lazarett aufgenommen
10 Leichtkranke blieben in der Kaſerne in Revierbehand
lung. Bei zweien der Lazarettkranken lag der Verdacht
auf Hitzſchlag vor. Das Befinden ſämtlicher Mannſchaf
ten war ſchon am 30. April, morgens, zufriedenſtellend
und auch bei den beiden zuletzt erwähnten Leuten nich
mehr beſorgniserregend. Auch heute befinden ſich di
Leute wohl. Neue Zugänge ſind nicht vorgekommen. Di
höchſte Marſchleiſtung hat 33 Kilometer, bei einzelne
Kompagnien nur 21 Kilometer betragen. Die Mann
ſchaften wurden mittags bei Lampertsheim während
einer mehrſtündigen Raſt aus Feldküchen geſpeiſt. Die
Urſache der Marſcherkrankungen liegt lediglich in der un
vermittelt ſchnell einſetzenden großen Hitze, an die die
Mannſchaften noch nicht gewöhnt waren
Lindau (Bodenſee), 2. Mai. Heute nachmittag wurde
am
Nordende des Eiſenbahndammes, der Lindau mit dem
Feſtlande verbindet, von einem Eiſenbahnwärter eine ans
Land geſchwemmte Leiche geborgen. Wie
feſtgeſtellt
wurde, iſt der Tote der ſeit dem 13. März
vermißt
Juſtizrat Körner aus Dresden
Hannover, 2. Mai. Prinz Waldemar von
Preußen iſt heute vormittag bei der königlichen Re
gierung in Hannover als Referendar eingetreter
und durch den Regierungspräſidenten Grafen von Berg
den höheren Regierungsbeamten vorgeſtellt worden. Er
wird dabei noch in der Zeit vom 31. Auguſt bis zum 31
Dezember d. J. auf dem Landratsamt Neuſtadt am
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 5. Mai 1913.
Rübenberg tätig ſein, aber ſeinen Wohnſitz in Hannover
beibehalten
Groß=Görſchen, 2. Mai. Heute nachmittag hat hier
unter außerordentlich ſtarker Beteiligung der Bevölkerung
der vier Dörfer des Schlachtfeldbezirkes
eine Erinnerungsfeier an die Kämpfe vor
hun=
dert Jahren ſtattgefunden. Mit der Jahrhundertfeier wa
die Enthüllung eines Denkmales für den während der
Schlacht verwundeten Scharnhorſt verbunden. Als Ver
treter des Kaiſers wohnte Prinz Friedrich Leopold von
Preußen, als Vertreter des Fürſten zu Schaumburg=Lipp
Prinz Stefan zu Schaumburg=Lippe der Feier bei. Fer
ner waren Abordnungen der Regimenter, die vor hun
dert Jahren bei den Kämpfen beteiligt waren, und Ver
treter aller Behörden aus der Provinz Sachſen und aus
Berlin zugegen. Die vier Dörfer des
Schlachtfeldbezir=
kes waren reich geſchmückt
Halle a. S., 3. Mai. Am Mittwoch weilte Prin
Auguſt Wilhelm in Halle, um der Familie des
ver=
ſtorbenen Profeſſors Bramann im Namen ſeine
Vaters zu kondolieren und um der Trauerfeier in der
Mag=
dalenenkirche beizuwohnen.
(240
Eſſen, 2. Mai.
Wegen Landesverrats wurd
auf Erſuchen der Eſſener Polizei ein Gaſtwirt ir
Aachen verhaftet, außerdem noch deei Perſonen, darun
ter ein Sprachlehrer. Die Unterſuchung ergab große:
Belaſtungsmaterial.
Wilhelmshaven, 2. Mai. Als geſtern morgen der
Maifeſtzug in der Nähe der preußiſch=oldenburgiſchen
Grenze in einem Lokal in Rüſtringen zuſammentrat,
ſtell=
ten ſich auf Wilhelmshavener Seite Schutzleute zur
Sicherung des Verkehrs auf. Als ſich der Zug
der Bismarckſtraße näherte, machte ein Polizeikommiſſar
mit lauter Stimme bekannt, daß das Betreten der
Göker=
ſtraße, die zur Kaiſerlichen Werft führt, verboten ſei; da
gegen ſei es erlaubt, in die Bismarckſtraße einzubiegen.
Da die Menge das Verbot mit Lachen und höhniſchen
Zurufen aufnahm und an der Straßenkreuzung der Ver
kehr ſich in ſtörender Weiſe ſtaute, forderte der Kommiſſar
zum Auseinandergehen auf, widrigenfalls von der Waffe
Gebrauch gemacht werden müßte. Da die Menge keine
Miene machte, der erſten Aufforderung zu folgen,
wieder=
holte der Kommiſſar den Befehl und befahl, als die Teil
nehmer des Umzuges verſuchten, die Schutzmannskette ge
waltſam zu durchbrechen, mit blanker Waffe
vorzu=
gehen. Hierbei wurden 6 Perſonen leicht verletzt. Die erregte
Menge ging unter heftigen Schimpfreden und Majeſtäts
beleidigungen auseinander und bewarf dabei die Beamten
mit Steinen. Ein Schutzmann wurde niedergeworfen und
mißhandelt. Verhaftungen wurden nicht vorgenommen.
London, 2. Mai. Neun Anhänger und An
hängerinnen des Frauenſtimmrechts, dar
unter Annie Kenney, der Chemiker Clayton und der
Druckereileiter Drew, wurden von dem Bow=Street=Poli
zeigericht unter der Anklage vorgeführt, ſich zwecks
bös=
williger Sachbeſchädigung zuſammengetan zu haben. Die
von der Polizei beſchlagnahmten Schriftſtücke wurden vor
dem öffentlichen Ankläger verleſen. Es befand ſich dabe
ein Brief Claytons an Annie Kenney, in dem der Schrei
ber bedauerte, daß die Lieferung gewiſſer chemiſcher
Prä=
parate, die Annie Kenney verlangte, ſich verzögere. Ir
einem anderen Schriftſtück, das ebenfalls den Namen Clay
tons trägt, wurde der Plan vorgeſchlagen, nach welchen
falſche Feueralarme abgegeben werden könnten. Eit
weiteres in Claytons Räumen vorgefundenes Schriftſtüch
enthielt eine Liſte von ſieben Bauhöfen in London, die
für den Anſchlag geeignet wären. In einem anderen
Schriftſtück wurde auf eine Anzahl Baumwollſpinnereien
Bezug genommen, die der Schreiber beſichtigen wollte
Schließlich wurde darauf hingewieſen, daß die Bureaus
der National Health Inſurance Commiſſion für den An
ſchlag geeignet ſeien. In dem Schriftſtück iſt auch der
Plan eines Gebäudes angegeben und das Fenſter bezeich
net, durch welches eine Paraffin= oder Benzolfackel
gewor=
fen werden könne
die Verhandlung wurde vertagt
Bradford, 3.
Mai. Der Trafalgar=Schuppen der
Midlands=Bahn=Geſellſchaft iſt geſtern durch Feuer
vollſtändig zerſtört und ein Sachſchaden von 1,
Millionen Mark angerichtet worden. In den
Schuppen befand ſich hauptſächlich Wolle; etwa 19 be
ladene Güterwagen ſind mitverbrannt
Der Nieder=Modauer
Bank=
krach vor der Strafkammer.
22. Verhandlungstag.
g. In der Verhandlung am Samstag wurden zu
nächſt noch drei Mitglieder vom Aufſichtsrat des Nieder=
Modauer Vereins vernommen, die ſämtlich die
Darſtel=
lungen der früher vernommenen Zeugen beſtätigen. Eit
weiter vernommener Zeuge, der Schreibarbeiten unte
Beck erledigte, bekundet, daß Beck ſehr unregelmäßig zum
Dienſt kam. Sodann wird der Angeklagte Beck nochmals
eingehend über die einzelnen Anklagepunkte vernommen
Er erklärt wiederum, daß er eine Quittung Adams übe=
350 Mark in 550 Mark gefälſcht habe, weil er dem Adam
550 Mark ausgezahlt habe, was er allerdings erſt ſpäter
erfuhr. Er hält ſich nach wie vor zu einer ſolchen Abänderung
Als er die Kaſſe übernommen habe, ſeien
berechtigt.
fortwährend Kaſſemankos vorhanden und er ſei deshalb
immer in Geldverlegenheit geweſen. Als die Fehlbeträge
etwa 2000 Mark erreicht hatten, habe er ſich vom Vorſtand
einen Kredit von 2000 Mark eröffnen laſſen. Die Fehl
beträge hätten ſich aber immer noch wiederholt, ſo daß e
ich dann zur Fälſchung des Vorſtandsbeſchluſſes veran
laſſen ließ. Die Fälſchung, durch die er ſich einen Kredit
von 5000 Mark verſchaffte, ſei aber erſt erfolgt, nachdem e
die Summe veruntreut habe. Der Angeklagte hat abe
in ſeinen Erklärungen in der Vorunterſuchung von Kaſſen
mankos nichts geſagt. Der Angeklagte gibt an, daß er
3000 Mark Gehalt bekommen habe, ſeine Frau habe eine
mfangreiche Praxts gehabt. Er wäre mit ſeinem Gelde
ausgekommen, wenn er nicht die Fehlbeträge in der Kaſſe
Der Angeklagte meint, das machen alle
gehabt habe
Zur Anwerbung neuer Mitglieder bemerk
Rechner ſo.
er Angeklagte, daß beſchloſſen worden ſei, die Kontokor
rentinhaber, die nicht Mitglieder des Vereins waren, au
zufordern, Mitglied zu werden oder die Schuld
zurück=
zuzahlen. Wenn einer ſich nach den Verhältniſſen de
Kaſſe erkundigt habe, habe er ihm geſagt, ſeines Erachtens
ſei eine Gefahr für die Kaſſe nicht vorhanden. Ihrig habe auch
geſagt, er ſehe gar nicht ein, warum jene Leute dieſelber
Vorteile haben ſollen wie die Vereinsmitglieder, ohne das
Riſiko zu tragen. Als in die Bilanz für 1907 der
Kaſſen=
vorrat eingeſtellt wurde, ſei er tatſächlich nicht vorhande:
geweſen. Der Angeklagte hat auch die 78000 Mark Du
bioſen=Forderungen in die Aktiva der Bilanz eingeſtellt
angeblich, weil der Vorſtand und Aufſichtsrat beſchloſſe
haben, dieſe zweifelhaften Forderungen in die Aktiva
ein=
uſtellen. Dem widerſpricht aber ein Beſchluß des Auf
ichtsrats vorher, daß zweifelhafte Forderungen unbeding
nicht mehr zum vollen Betrage in die Aktiva eingeſtellt
Teite 5.
werden ſollen. Es iſt deshalb nur die eine Möglichkeit
gegeben, daß der Aufſichtsrat die Bedeutung der von Beck
eingeführten Bezeichnung „Dubioſe Forderungen” nicht
kannte. Sachverſtändiger Regierungsrat Baſtian ſtellt
odann zur Illuſtrierung deſſen, wie in Nieder=Modau
Reingewinne verrechnet wurden, feſt, daß 1904 aus dem
Reingewinn die Gehälter gedeckt wurden. Aus den
Im=
mobilien wurde ein Gewinn von 6000 Mark verzeichne:
ind das Mobiliarkonto hatte in einem Jahre ohne Neu
anſchaffungen eine Wertſteigerung von etwa 600 Mark
auf 2100 Mark. Auch iſt nicht zu erſehen, daß 1905 der
Verluſt aus dem Vorjahr nicht gedeckt ſei. —
Der
Ange=
klagte Beck gibt zur Erklärung an, daß er ſich in allen
Fällen auf die Angaben Adams und des Vorſtandes ver
laſſen habe. Mit welchen Unkoſten die Kaſſe zu arbeiten
hatte, geht daraus hervor, daß für Reviſionen in einem
Jahre 2408 Mark, für Reiſekoſten 1400 Mark und an
Gerichtskoſten für uneinbringliche Forderungen 9000 Mark
erforderlich waren. Die Bilanzen wurden vielfach dadurch
günſtiger geſtellt, daß mehrfach die im Laufe der Jahre
rückſtändig gewordenen Zinſen einfach zum Kapital
zuge=
ſchlagen wurden, ohne ſich vorher von der
Einbringlich=
keit der Summen zu überzeugen.
Nach Feſtſtellung der vorläufig ermittelten
Veräuße=
rungen an Werten des Vereins durch Adam wird die
Weiterverhandlung gegen 1 Uhr auf Montag
ver=
tagt.
Gerichtszeitung.
Die Gattenmörderin Frau Dr. Blume vor
den Geſchworenen
Poſen, 2. Mai. Vor dem hieſigen Schwurgericht
ſtand heute der Fall der Gattenmörderin Frau Dr.
Blume zur gerichtlichen Aburteilung. Schon am früher
Morgen ſtrömten zahlreiche Menſchen nach dem
Gerichts=
gebäude, in der Hoffnung, eventuell noch einen Platz im
Gerichtsgebäude zu erhalten oder wenigſtens die Ueber
führung der Angeklagten aus dem Unterſuchungsgefäng
nis beobachten zu können. Jedoch war es nur wenigen
vergönnt, den Gerichtsſaal zu betreten, und dieſe hatten
ich wochenlang vorher Plätze zu ſichern gewußt. Von
er Ueberführung der Angeklagten in den Gerichtsſaal
war nach außen hin überhaupt nichts zu bemerken. Ein
größeres Polizeiaufgebot hielt irgendwelche Störungen
vom Gerichtsgebäude fern. Vor der Verhandlung lief
der Vorſitzende, Landgerichtsdirektor Plaeſchke, die
Vertreter der Preſſe zu ſich bitten und bat ſie, ohne jede
enſationelle Aufmachung zu berichten, da
die Geſchworenen durch nichts in ihrem Spruche beirrt
werden dürften; die Vertreter der Preſſe ſagten das auch
zu. Gegen 10 Uhr ſammeln ſich die Prozeßbeteiligten
Die Anklage wird vertreten durch den Erſten
Staats=
anwalt Lindow und Staatsanwalt Tetzlaff. Die
Vertei=
digung hat Rechtsanwalt Fahle=Poſen übernommen. Es
ind insgeſamt 8 Sachverſtändige und 72 Zeugen gelader
Nach Eintritt der Geſchworenen richtet der Vorſitzende
an ſie folgende Anſprache: Meine Herren, Sie wiſſen
was uns zuſammengeführt hat. Sie ſollen in einer
Straf=
ſache Recht ſprechen, die weit über die Grenzen unſerer
Heimat hinaus Aufſehen erregt hat. Die Tat, die zur
Ab=
urteilung ſteht, iſt ungeheuerlich in ihrer Eigenart und
in ihren Begleitumſtänden. Es wird vor Ihnen eine
Fülle von Material vorgeführt werden, damit Sie allen,
auch der Angeklagten, gerecht werden können. Sie ſind
Richter wie wir, geben Sie der Angeklagten, was der An
geklagten iſt, aber auch dem Rechte, was des Rechtes iſ
Das Recht ſteht über allem, es bildet die Grundlage jedes
geordneten Staatsweſens. Meine Herren, Sie ſind
Straf=
richter, denken Sie an das Dichterwort, wonach ein Rich
ter, der die Strafe ſcheut, das Verbrechen begünſtigt
Wägen Sie alſo die Tatſachen mit kühler Ueberlegung
ab. Gefühlserwägungen dürfen bei der Schuldfrage nicht
mitſprechen, das iſt lediglich der Inſtanz der Gnade
vor=
behalten. In die Rechte des Königs haben wir aber nicht
einzugreifen. Sie dürfen aber nicht etwas in die Verhand
lung hineintragen, was hier im Saale nicht erörtert
wurde, was Sie von draußen gehört haben. Alles, was
von außen an Sie herantritt, daß bringen Sie, bitte, hier
zur Sprache. Sowohl die Staatsanwaltſchaft als aud
die Angeklagte, die um ihren Kopf kämpft, haben das gute
Recht, zu verlangen, daß ihnen nichts unbekannt bleibt
Nun laſſen Sie uns alſo an unſere gemeinſame Arbeit mit
Ernſt herangehen.
Hierauf wurde die Angeklagte in den Saal
ge=
führt. Bei der Ausloſung der Geſchworenen macht der
Staatsanwalt in vollem Umfange von ſeinem
Ablehnungs=
recht Gebrauch. Der Vorſitzende geht ſodann zu der
Per=
onalfeſtſtellung über. Die Angeklagte Witwe Eva Blume
iſt am 12. Auguſt 1887 in Pommern geboren und erſt ſeit
dem 11. April 1912 mit Dr. Erich Blume die Ehe
einge=
gangen. Sie hat im November 1912 in der
Unterſuch=
ungshaft ein Mädchen geboren. Es gelangt ſodann der
Eröffnungsbeſchluß zur Verleſung, welcher der
Angeklag=
ten die vorſätzliche und überlegte Tötung
ihres Gatten, alſo Mord, zur Laſt legt. Der Erſte
Staatsanwalt Lindow beantragt hierauf, für die ganze
Dauer der Verhandlung die Oeffentlichkeit auszuſchließen
da ſexuelle Dinge in ausführlicher Weiſe erörtert werder
müßten. Der Staatsanwalt bittet, den Ausſchluß der
Oeffentlichkeit ſtreng durchzuführen und auch den
Vertre=
tern der Preſſe den Zutritt zu dem Gerichtsſaal nicht zu
geſtatten, ebenſo wenig Herren oder Damen, die irgend
wie ein Intereſſe an der Sache haben. Er denke dabei aud
an Juriſten oder nicht ausgeloſte Geſchworene. Der Vor
ſitzende habe das Recht, einzelne Perſonen zu der
Ver=
handlung zuzulaſſen. Der Staatsanwalt bittet, auch der
Schwiegermutter und der Schwäg=in der Angeklagten
den Aufenthalt im Gerichtsſaal nicht zu geſtatten, de
namentlich die Gegenwart der Schwägerin die Angeklagte
errege und ſie in ihrer Aufmerkſamkeit behindere. Das
Familienintereſſe müſſe hinter dem Intereſſe der
Ange=
klagten, die um ihren Kopf zu kämpfen habe, zurücktreten
Die Vertreter der Preſſe überreichten dem
Vorſitzen=
den eine ſummariſche Bitte, zugelaſſen zu werden und
verpflichteten ſich, in ihren Berichten ſeruelle Dinge nicht
zu erörtern und keine Namen zu nennen. Der Vorſitzend
gab dieſes Geſuch bekannt, worauf ſich der Gerichtshof zur
Beratung zurückzog. Nach kurzer Beratung verkündete der
Vorſitzende, daß das Gericht beſchloſſen habe, für die
Dauer der Verhandlung die
Oeffentlich=
keit auszuſchließen. Der Beſchluß ſoll ſtrene
durchgeführt werden und das Gericht bedauert, aus dieſem
Grunde auch die Preſſenicht zulaſſen zu können.
Der Saal wird hierauf von den am Prozeß nicht direkt
beteiligten Perſonen geräumt
Der geſtrige erſte Verhand=
IIB. Poſen 3. Mai.
lungstag im Mordprozeß Blume dauerte bis ir
die ſpäten Abendſtunden und wurde nur mit der
Ver=
nehmung der Angeklagten ausgefüllt, die ſich eifrig
be=
mühte, die Tat, wie ſie es ſchon in der Vorunterſuch ung
getan hatte, in mildem Lichte darzuſtellen. Heute beginnen
die Zeugenvernehmungen. Die Urteilsfällung dürfte erſt am
Freitag nächſter Woche zu erwarten ſein
Seite 6.
Das II. deutſche Kaiſerpreis=
Wettſingen.
— Frankfurt a. M., 2. Mai. Die Stadt der
Kaiſerkrönungen des alten Deutſchen Reiches, der Deut
ſchen Nationalverſammlung und des Frankfurter Friedens
rüſtet ſich, die deutſche Sängerſchaft zum vierten Wettſtrei
deutſcher Männergeſangvereine um den Ehrenpreis
Kai=
ſer Wilhelms II. feſtlich zu empfangen. Rund um den ge
waltigen Vorplatz des Hauptbahnhofes der Stadt, der bis
zur Eröffnung des Leipziger Zentralbahnhofes ſich
rüh=
men durfte, Europas größter zu ſein, erheben ſich
mäch=
tige Pylonen, die Flaggen und Wimpel in den Farben
aller deutſchen Bundesſtaaten und ſchönen Blumenſchmuc
tragen. Auch die Straßen und Häuſer der Stadt werden
ſchon feſtlich verziert, und namentlich die vom Bahnho
zur Sängerhalle führende Allee weiſt allerlei ſchöne
De=
korationen auf. Ein 22 Meter hoher Turm, mit elektri
chen Glühlampen verſehen, zeigt den Eingang zur Halle,
n deren Innern tauſend geſchäftige Hände tätig ſind,
um ihr den letzten Glanz zu verleihen. Die gewaltigen
Räume, über denen die von Prof. v. Thierſch=München ge
ſchaffene Rieſenkuppel ſich wölbt, haben diesmal zur
Her=
tellung einer beſſeren Akuſtik mancherlei Veränderunger
erfahren. Der ganze erſte Rang iſt umgebaut und bis
zur Höhe des zweiten Ranges ein großes Amphitheater
geſchaffen worden, das die Kaiſerloge und Preisrichter
tribüne mit dem Sängerpodium in organiſche Verbindung
bringt. Man verſpricht ſich davon eine größere dynamiſche
Wirkung der Maſſenchöre auf das Publikum einerſeits
und eine deutlichere Nüancierung der Vorträge für die
Preisrichter andererſeits
Neben der Kaiſerkette ſtehen diesmal den
Preis=
richtern noch 21 Feſtgaben Frankfurts und der Mäcene
unter ſeiner Bürgerſchaft zur Verteilung an die beteiligten
Vereine zur Verfügung. Da iſt zunächſt der
Ehren=
preis der Stadt Frankfurt ſelbſt zu nennen, eine
große Vaſe im Stile Louis XVI. aus vergoldetem Sil
ver, die Heſſenberg u. Co ſchufen. Schwere getrieben
Lorbeergirlanden ziehen ſich darüber hin, während zu
beiden Seiten reiche Griffe mit Faunmasken angebracht
ſind. Die Vaſe ſteht auf einem grünen Sockel von Mar
mor mit vergoldeten Girlanden. Die Freifrau v.
Beth=
mann, deren altem Frankfurter Patriziergeſchlecht
be=
kanntlich der deutſche Reichskanzler entſtammt, ſtiftete eine
Vaſe in zart getöntem oxydierten Silber mit einfach ge
haltenem Schmuck in Treibarbeit. Auch ſie zeigt der
Stil Louis XVI. und ruht ebenfalls auf grünem
Marmorſockel. Zwei andere Frankfurter Patrizier
die Geheimräte von Paſſavant und Andreae
ſtifteten ſilbervergoldete Pokale und Herr vom
Rath eine beſonders hübſch ausgeführte ziſelierte
Prunkplatte mit einer geätzten Anſicht Frankfurts. Aud
die Freifrau v. Rothſchild, Generalkonſul v. Wein
berg, Frankfurts berühmter Rennſtallbeſitzer, die verſchie
denen Sänger=, Künſtler= und Sportvereine der Stadt ſind
mit koſtbaren Ehrengaben vertreten. Von auswärtiger
Spenden ſeien noch die des Landgrafen von Heſſen und
des Herrn Albrecht Pagenſtecher=New=York genannt.
Da insgeſamt 41 Vereine an dem Wettſtreit
teil=
nehmen, ſo wird etwa die Hälfte aller mit einem Ehrer
preiſe heimkehren können. Und wenn es auch nicht ge
rade die Kaiſerkette iſt, ſo wird doch die eine oder ander
Ehrengabe auch viel Freude machen und das Vereinsloka
feſtlich ſchmücken. Nach wie vor iſt es zu bedauern, daß
viele erſte deutſche Männergeſangvereine ſich von dem
Kaiſerpreiswettſingen fernhalten. Denn trotz der gewaltig
geſtiegenen Zahl der Vereine und Sänger (diesmal
4
mit 8486 Mitgliedern gegen 18 mit 2660 beim erſten Wett
ſtreit in Kaſſel) fehlen z. B. die große Berliner
Lieder=
tafel, der unter Leitung einer Kapazität wie Guſtav Wohl
gemuth ſtehende Leipziger Männerchor, der
berühmt=
dresdener „Orpheus” der Hannoverſche
Männergeſang=
verein und viele, viele andere, die man gern im ange
regten und anregenden Wettſtreit mit dem Kölner
Männergeſangverein und dem Berliner
Lehrergeſangverein geſehen hätte, zwiſcher
denen auch diesmal faſt außer jeder ſonſtigen Konkurren
um die Kaiſerkette gerungen werden wird. Dagegen ſind
eine ganze Anzahl neuer Vereine gemeldet, die vorläufig
noch ziemlich unbekannte Größen ſind und vielfach
nu=
den guten Willen ſtatt der Tat auf dem Rieſenpodium des
Frankfurter Geſangwettſtreites produzieren werden.
* Frankfurt, 3. Mai. Geſtern abend fand in dem
Reſtaurant der Feſthalle ein Feſtbankett ſtatt, an dem
teilnahmen: Oberbürgermeiſter Voigt, Polizeipräſident
Rieß von Scheurnſchloß, Handelskammerpräſident Geh
Kommerzienrat Andrege, Bürgermeiſter a. D. Geh.
Re=
zierungsrat Dr. Varrentrapp, die Vorſitzenden des
Haupt=
ausſchuſſes uſw. Oberbürgermeiſter Voigt gedachte alle:
der Männer, die mitgearbeitet haben, um das Feſt würdie
vorzubereiten. Die Vorarbeiten ſeien jetzt erledigt, und
in wenigen Tagen beginne die Probe auf das Exempel
Allen denen, die mitgeholfen haben an den Vorarbeiten,
gebühre der Dank. Das gelte ganz beſonders den
Vor=
ſitzenden der einzelnen Fachausſchüſſe und dem Leiter des
Finanzausſchuſſes. Geh. Kommerzienrat v. Paſſavant
Gontard. Der Redner ſchloß mit einem Hock
auf das
Gelingen des Feſtes und auf die Ausſchüſſe
Nach den
Feſtmah! fand eine Nachſitzung im Bierreſtaurant ſtatt.
Beſuch des Prinz=Regenten von Bayerr
und Gemahlin in Stuttgart.
* Stuttgart, 3. Mai. Bei herrlichem Früh
lingswetter iſt heute vormittag 11 Uhr 25 Minuten der
Prinz=Regent Ludwigvon Bayern mit ſeine:
Gemahlin zum Antrittsbeſuch am hieſiger
Hofe eingetroffen. Vor dem Bahnhofe hatte ſich eine
große Menſchenmenge angeſammelt. Die Empfangshalle
und die umliegenden Straßen zeigten reichen
Flaggen=
chmuck. Auf dem Bahnſteig hatten ſich zum Empfange
eingefunden der König und die Königin, die Her
öge Albrecht, Robert und Ulrich von Württemberg, die
Herzoginnen Philipp und Robert von Württemberg, die
Söhne des Herzogs Albrecht, Herzog Wilhelm vor
Urach mit zwei Töchtern. Miniſterpräſident Freiherr von
Weizſäcker, Oberbürgermeiſter Lautenſchläger, die Gene
ralität mit dem kommandierenden General v. Fabeck an
der Spitze u. a. Die Ehrenkompagnie hatte das Grenadier
Regiment Königin Olga Nr. 119 geſtellt; ferner hatter
verſchiedene bayeriſche Vereine Aufſtellung genommen
Als der Zug in den Bahnhof einfuhr, präſentierte die
Ehrenkompagnie. Dem Zug entſtieg zuerſt der Prinz=
Regent in der Uniform ſeines württembergiſchen Artillerie
Regiments Nr. 29, darauf ſeine Gemahlin. Beide wurden
vom Königspaar auf das herzlichſte begrüßt. Nach
Vor=
ſtellung der Mitglieder des Königshauſes und der Gefolge
ſchritten die hohen Herrſchaften die Front der
Ehren=
kompagnie ab und begaben ſich nach dem Vorbeimarſch zu
dem Ausgang des Bahnhofes, um die Wagen zu beſteigen
Im erſten Wagen nahmen der Prinz=Regent und der
König, im zweiten die Gemahlin des Prinz=Regenten und
die Königin Platz. Vor und hinter beiden Wagen ritt j
Nummer 103.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 5. Mai 1913.
In den Kundgebungen freundſchaftlicher Geſinnung, die
eine halbe Schwadron des Dragoner=Regiments König
uns bei unſerem erſten Beſuche in dem ſchönen Württem=
Nr. 26. Aus dem Publikum ertönten lebhafte Hochrufe
erg zuteil geworden ſind, erblicke ich eine koſtbare
Bürg=
die ſich bis zum Reſidenzſchloß fortſetzten. Am Schloß
ſchaft für die Aufrechterhaltung und innige Pflege de
erwies eine Ehrenkompagnie des Infanterie=Regiments
verwandtſchaftlichen und herzlichen Beziehungen, die
Kaiſer Friedrich Nr. 125 die militäriſchen Ehren. Der
unſere Häuſer und Länder verbinden. Eure Majeſtät
König und die Königin geleiteten ihre hohen Gäſte nach
haben in Worten hoher Verehrung meines in Gott
ruhen=
den Oldenburgiſchen Zimmern. Um 12 Uhr begab ſich
den Vaters gedacht. Ich ſage Eurer Majeſtät gerührten
der Prinz=Regent und ſeine Gemahlin ins Wilhelms
Dank für dieſe Bekundung pietätvoller Geſinnung, die mir
palais, wo um halb 1 Uhr in kleinem Kreiſe Früh
ein Beweis iſt für die Aufrichtigkeit, mit der Eure Majeſtät
ſtückstafel ſtattfand. Für das Gefolge war um 12.15
an den Geſchicken meines Hauſes Anteil nehmen
Uhr Marſchalltafel in den unteren Freskozimmern des
Ich bitte Eure Majeſtät, die Gefühle von Zu=
Königlichen Reſidenzſchloſſes
eigung, die Eure Majeſtät meinem Vater gewidmet
* Stuttgart, 3. Mai. Auf Allerhöchſte Order vom
haben, auf mich übertragen zu wollen. Verbunden durch
3. d.
M. hat der König, wie der Staatsanzeiger meldet
olche aufrichtige Freundſchaft, werden wir mit Gottes
den Prinz=Regenten Ludwig von Bayern
Segen für die Wohlfahrt, für das Blühen und Gedeihen
zum Chef des 2. Württemb. Feldartillerie=
Regiment=
unſerer Länder wirken. Der ſtarke Schutz für dieſes au
ſr. 29 (Prinz=Regent Luitpold von Bayern) ernannt und
die Förderung unſerer Länder gerichtete Streben iſt das
im Anſchluß daran verfügt: Das 2. Feldartillerie=Regi=
Deutſche Reich, unſer großes Vaterland. Fragen, die ſein
ment Nr. 29 (Prinz=Regent Luitpold von Bayern) hat
Anſehen in der Welt, die ſeine Stellung im Rate der
Völ=
ieſen Namen weiter zu führen und den Namenszug
ker berühren, bilden daher Fragen gemeinſamer Sorge,
eines hohen Chefs, des Prinz=Regenten Ludwig von
an deren Löſung wir allezeit treuen, opferbereiten Antei
Bayern, nach den von mir genehmigten Proben auf den
haben wollen. Möge die Regierung Eurer Majeſtät ein
Epauletten, Achſelſtücken und Schulterklappen zu tragen
lange und für das Königreich Württemberg geſegnete ſein!
Stuttgart, 3. Mai. Prinz=Regent Lud
Mit dieſem Wunſche trinke ich auf das Wohl Ihrer
Maje=
wig von Bayern wurde heute nachmittag 4 Uhr im
Reſidenzſchloß von der Stadtgarde abgeholt und zum
täten des Königs und der Königin. Sie leben hoch!
Rathaus geleitet. Am Haupteingang des Rathauſes
wurde er von Oberbürgermeiſter Lautenſchlager und
Bür=
gerausſchußobmann Dr. Wölz empfangen und ſodann u
Der Balkankriege
den großen Ratsſaal geführt. Dort hatten Aufſtellung
Die Aktion gegen Montenegro
genommen die Mitglieder der bürgerlichen Kollegien, die
höheren ſtädtiſchen Beamten und Vertreter der Handels
* London, 3. Mai. Das Daily Chronicle lehnt
und Handwerkskammer. Von Damen waren
anweſen=
den Gedanken an eine territoriale Kompenſa=
Frau Oberbürgermeiſter Lautenſchlager, Frau Gemeinde
tion für Montenegro als unausführbar ab und
rat Klein, Frau Dr. Wölz und andere. Nachdem der
rklärt, der nächſte logiſche Schritt ſei, daß die Mächte, die
Prinz=Regent den Ratsſaal betreten hatte, hielt
Ober=
n der Flottendemonſtration teilnehmen, Truppen landen
bürgermeiſter Lautenſchlager die Begrüßungsan
und die montenegriniſchen Häfen beſetzen ſollen. Es ſe
prache. Er dankte dem Prinz=Regenten für den Beſuch
in einfacher Schritt, den man ohne Blutvergießen ſollte
und betonte, daß die Bürgerſchaft Stuttgarts an dieſen
ausführen können, und wenn dieſe Aktion und die
Flot=
feſtlichen Akt aufrichtigen Anteil nehme. Sie ſehe darin
tendemonſtration, ſowohl von den Mächten der
Tripel=
ein Zeichen wohlwollender Geſinnung. Schwabens Haupt
Entente, als auch von den Mächten des Dreibundes
unter=
tadt ſei mit der Reſidenzſtadt München durch vielfache
nommen würde, ſo würde dieſer Form europäiſchen
Verwandtſchaft verknüpft. Dieſe Stadt hätte einen gewal
Druckes der König Nikolaus nicht Trotz bieten können
tigen Aufſchwung erlebt und eine prachtvolle Entwicke
Großbritanniens Teilnahme an der Okkupation
de=
ung in Handel und Gewerbe, ſowie auf dem Gebiete der
Küſtenſtädte ſei die einzige Alternative zu einer
bildenden Kunſt. Der Beſuch des Prinz=Regenten rufe
Sonderaktion der öſterreichiſchen und der italieniſcher
beſondere Freude hervor, die Stadt huldige dem Prinz=
Armee, die einen draſtiſcheren Charakter haben würde. Das
Regenten mit derſelben Herzlichkeit wie vor einiger
Blatt fährt fort: Wir ſollten uns entſchließen, an der
Jahren dem Kaiſer. Der Redner entbot dem Prinz=
Aktion teilzunehmen, da dies das Klügere der
Regenten den Willkommensgruß der Bürgerſchaft
beiden möglichen Maßnahmen wäre. Eine Sonderaktion
mit dem Wunſch, daß er mit Befriedigung ſich der Stutt
bedeutet den Zuſammenbruch des Konzertes und die
Mo=
garter Tage erinnern möge. — Darauf ſprach das Töch
biliſierung von halb Europa, ſowie eine beträchtlich
ge=
erchen des Oberbürgermeiſters, das dem Prinz=
Regen=
ſteigerte Unſicherheit für uns alle. Eine
Sonderinterven=
en den Trunk überreichte, einen kleinen Vers.
tion Oeſterreichs und Italiens würde faſt unwiderſtehlich
Der Prinz=Regent ergriff den Pokal und hielt
zu einer Teilung Albaniens führen. Albanien ſollte
in=
eine Rede, aus der folgende bemerkenswerte Punkte
her=
deſſen unter dem Schutze aller Mächte ſtehen, und zu dieſem
vorzuheben ſind: Wie ich in Berlin ſchon geſagt habe
Zwecke iſt die Erhaltung des Konzertes unentbehrlich,
ſage ich auch hier, es iſt die erſte Aufgabe des deutſcher
* Sarajewo, 3. Mai. Heute iſt der Ausnahme
zuſtand für Bosnien
Reiches, daß nicht nur ein einzelner Staat, ſondern, daß
und die Herzegowina
proklamiert worden
alle Staaten gedeihen und blühen mögen. Es finden ſi
HB. Sarajewo, 3. Mai. Durch die
bekanntge=
manchmal einzelne Widerſprüche und Gegenſätze ſtatt:
gebene neue Verordnung der Bosniſchen Landesregierung
dieſe ſoll man aber nicht auf die Spitze treiben, ſonderr
denken, daß der andere Staat gerade ſo ein deutſche
verden alle Poſtſendungen, ſowie der Telegraphen= und
Telephonverkehr der Zenſur unterworſen. Die Zivilper
Staat wie der eigene iſt, und gerade ſo gefördert werden
onen werden zeitweiſe der Militärgerichtsbarkeit
unter=
ſoll. Wenn das geſchieht, ſo wird das deutſche Reick
Es
tellt. Beſondere Verfügungen regeln das Waffentragen,
ederzeit ſich durch Reichsfreudigkeit auszeichnen.
ſowie das Paß= und Meldeweſen. Zahlreiche ſerbiſche
möge die Neckarſchiffahrt, die jetzt Heilbronn erreicht, bis
und ſozialiſtiſche Vereine wurden aufgelöſt. Es wurde
Stuttgart ausgedehnt werden und das Land ſo weiteres
die Präventivzenſur für Druckſchriften eingeführt. Stad:
Blühen und Gedeihen erfahren. Die Schiffahrt allein
und Land ſind ruhig. Die Verhängung des
Ausnahme=
iſt nicht maßgebend, auch andere Verkehrswege gehören
zuſtandes in Bosnien erfolgte wegen der großen Erregung,
dazu, ich möchte erwähnen, wie ich ſchon geſagt habe,
ge=
die in der dortigen Bevölkerung ſeit Beginn der Balkan
meinſam ſollen ſämtliche deutſchen Staaten dahin
arbei=
riſis herrſcht. Die Regierung ſah ſich daher verpflichtet
ten, daß ihre Eiſenbahnen, und ſie bilden doch das
wich=
daß
Vorſorge zu treffen
im Innern des Landes im
tigſte Verkehrsmittel, das wir haben, mit arbeiten zum
Rücken der Trupper
keine Schwierigkeiten entſtehen
Blühen jeder einzelnen Stadt und zur Blüte des ganzen
Wien, 3.
Mai. Oeſterreich=Ungarn
Reichs und nicht zum wenigſten zum Blühen Stuttgarts
wird, wenn die Abmachungen zwiſchen dem öſterreichiſchen
Stuttgart lebe hoch
und dem italieniſchen Generalſtabschef keine Abänderung
Hierauf erfolgte die Vorſtellung einiger Damen und
mehr erfahren, 50—60000 Mann nach Albanien
Herren, wobei der Prinz=Regent Ordensauszeichnungen
enden.
verlieh. Die Feier ſchloß mit einem Hoch, das Bürger
B. Rom, 3. Mai. Aus verſchiedenen Teilen
Mittel=
ausſchußobmann Dr. Wölz auf den Prinz=Regenten aus=
und Nieder=Italiens laufen Nachrichten ein von der Z u
brachte. Nach der Feier wurde der Prinz=Regent durch
ſammenziehung von Truppen aller Waffen
die Stadtgarde zu Pferd ins Reſidenzſchloß
zurückge=
gattungen. Dieſe werden nach Brindiſi befördert werden
leitet
da zu einer Expedition nach Albanien etwa 30000 Mann
Stuttgart, 3. Mai. Heute abend fand in dem
zuſammengezogen werden ſollen. Alle italieniſchen aus
Weißen Saale des Reſidenzſchloſſes große Galatafe
Albanien ſtammenden Reſerviſten haben Befehl erhalter
tatt, bei der der König folgenden Trinkſpruch aus
unverzüglich nach Bari abzureiſen und ſich dort der
brachte: Eure Königliche Hoheit im Verein mit Ihrer
Marineverwaltung zur Verfügung zu ſtellen, um an einer
Königlichen Hoheit der Frau Prinzeſſin möchte ich hiermi
eventuellen Landung italieniſcher Truppen in Albanien
von ganzem Herzen bei uns willkommen heißen bei den
teilnehmen zu könner
freundnachbarlichen Beſuch, den Eure Königlichen Hoheiter
B. Belgrad, 3. Mai. In Serbien ſind große
der Königin, mir, meinem Hauſe und meiner Reſidenzſtad
militäriſche Vorbereitungen zu bemerken
und damit dem ganzen Schwabenlande abzuſtatten di
Die im Süden ſtehenden ſerbiſchen Truppen werden nach
Güte haben; da ich darin einen Beweis erblicke für die
dem Weſten dirigiert.
Im ganzen Lande werden ſei
nahen und innigen Beziehungen der Verwandtſchaft und
eſtern Freiwillige für Montenegro angeworben. Alles
der aufrichtigen Zuneigung, welche ſchon ſo lange und ir
deutet darauf hin, daß Serbien in einem bewaffneten
Kon=
ſo glücklicher Weiſe unſere beiden Häuſer verbinden. Zu
flikt zwiſchen Oeſterreich und Montenegro nicht müßiger
dem erneuten Ausdruck dieſer freundſchaftlichen Geſinnung
Zuſchauer bleiben wird.
preche ich Eurer Königlichen Hoheit meinen aufrichtigſten
* Cetinje, 3. Mai. (Amtliche Meldung.) Die Re=
Dank aus. Bei dieſem erſten Beſuche Eurer Königlicher
gierung beſchloß im Einvernehmen mit der Krone, die
Hoheit als des Königreichs Bayern Verweſer und als
Skupſchtina am 8. Mai zu einer außerordentlichen
Nachfolger Ihres in Gott ruhenden Herrn Vaters iſt es
Sitzung einzuberufen.
mir vor allem eine liebe Pflicht, in warmer Dankbarkei
des hohen Entſchlafenen zu gedenken, mit dem ich di
* Wien, 3. Mai. Wie die Neue Freie Preſſe aus
große Zeit der Einigung unſeres gemeinſamen deutſchen
diplomatiſchen Kreiſen erfährt, ſind die Verhandlun=
Vaterlandes erleben durfte, und der mir von früheſter
en zwiſchen der öſterreichiſchen und der
Jugend bis in ſein Alter ein alle Zeit gleich gütiger und
talieniſchen Regierung noch nicht abge
liebevoller Freund geweſen iſt. An Eure Königliche
Hoheit richte ich heute die Bitte, dieſelben Geſinnunger
chloſſen. Italien iſt beſtrebt, die bevorſtehende Aktion
nur auf albaniſchen Boden zu beſchränken, um jede
Kom=
auch auf mich zu übertragen und von der aufrichtigen und
herzlichen Freundſchaft, die ich Eurer Königlichen Hoheit
plikation zu vermeiden. Militäriſche Kreiſe Wiens vertre
ntgegenbringe, feſt überzeugt ſein zu wollen. Möchter
ten dagegen die Anſicht, daß es ſowohl aus politiſchen wie
dieſe Geſinnungen auch von unſeren Völkern jederzeit ge
militäriſchen Rückſichten unumgänglich notwendig iſt, die
teilt und betätigt werden zu ihrem eigenen Segen, ſowie
Aktion gegen Skutari auch zugleich auf
montenegrini=
zu dem unſeres großen deutſchen Vaterlandes, an deſſer
ſchem Boden durchzuführen. Man glaubt, die militäriſche
Wohl mitzuarbeiten wir beide als unſere ſchönſte und
Operation ſolle von beiden Mächten gleichzeitig ins Wer
heiligſte Aufgabe betrachten. Möchte auch der heutige
Be=
geſetzt werden und längſtens Mitte nächſter Woche
begin=
uch dazu beitragen und der hier gefundene Empfang be
nen. Bis dahin wird auch die Frage entſchieden ſein, ol
Eueren Königlichen Hoheiten nur angenehme und freund
dann die Schiffe der Demonſtrationsflotte von den übri=
Eindrücke und Erinnerungen zurücklaſſen. Allen
gen Mächten zurückgezogen werden oder nicht
Die
unſeren guten Wünſchen und warmen Geſinnungen wil
Neue Freie Preſſe berichtet aus Belgrad: Die Stimmung
ich Ausdruck geben durch den Ruf: Se. Königliche
Hohei=
in Serbien iſt erregt. Die Haltung Serbiens zu den
der Prinz=Regent und Ihre Königliche Hoheit die Frau
ommenden Ereigniſſen hängt davon ab, ob
Miniſterprä=
ſident Paſitſch ſtark genug iſt, die nationaliſtiſchen Strö=
Prinzeſſin leben hoch!
der Prinz=Regent erwiderte mit folgender
mungen für eine aktive Unterſtützung Montenegros ein=
Worten: Eurer Majeſtät danke ich aufrichtigſt für den herz
udämmen. Bis heute zeigt die ſerbiſche Regierung keine
lichen Willkommengruß, den Eure Majeſtät der Prinzeſſin
Neigung, ſich in einen Krieg mit Oeſterreich=Ungarn ver=
und mir geboten haben. Die gütigen Worte, mit dener
wickeln zu laſſen, ſchon mit Rückſicht darauf, daß das Ver
Eure Majeſtät zugleich im Namen der Königin Ihrer
hältnis zu Bulgarien noch immer ungeklärt iſt
Freude über unſeren Beſuch Ausdruck verliehen haben
Köln, 3. Mai. Ein Berliner Telegramm der
wecken lebhaften Widerhall in meinem Herzen. Die Prin
Kölniſchen Zeitung bezeichnet die Anſicht, daß auf der
letz=
zeſſin und ich ſind hoch erfreut über den überaus warmen
ten Botſchafterverſammlung am Donnerstag
Empfang, den Eure Majeſtäten, das geſamte Königlich
eine Gebietsentſchädigung für Montene=
Haus und die Reſidenzſtadt Stuttgart uns bereitet haben.
gro in Ausſicht geſtellt worden ſei, als unzutreffend.
Nummer 103.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 5. Mai 1913.
Seite 7.
Der am Donnerstag auf der Konferenz vereinbarte Schritt
deren Namen er nicht verraten werde. Er ſei gedienter
die männlichen und weiblichen Prüflinge und forderte ſie
in Cetinje ſchließt keinerlei Zuſicherung einer Gebietsent=
Kavalleriſt.
ebenfalls zu tüchtigem Weiterlernen auf, um ſpäter auch
ſchädigung ein, ſondern ſtellt lediglich die künftige Hilfe
den Meiſtertitel zu erhalten. Namens des
Geſellen=
der Mächte zur Beſſerung der wirtſchaftlichen Lage in
prüfungsausſchuſſes richtete der Vorſitzende, Herr Hof=
Sporf, Spiel und Turnen.
Montenegro in Ausſicht
penglermeiſter W. Eberhardt, noch herzliche Worte an
Rom, 3. Mai. Die Tribuna ſchreibt: In Voraus=
Rad= und Motor=Rennen in Darmſtadt.
die neuen Junggeſellen und widmete denſelben ein „Glüc
ſicht neuer oder ernſter Ereigniſſe, welche eine
Inter=
g. Die für geſtern nachmittag auf der Radrennbahn
auf in die Werkſtatt‟. Ein gewiſſer Lebensabſchnitt liege
vention Italiens in Südalbanien verlangen könnten, hat
an
der Heidelbergerſtraße angeſetzten Rad= und
hinter ihnen. Nun gelte es, den Kampf ums Daſein zu
der Kriegsminiſter verfügt, daß die zur Bildung
Motor=Rennen wurden trotz des äußerſt ungünſti
kämpfen. Nur eiſerne Willenskraft und eine tüchtige Wei
eines Armeekorps erforderlichen Truppeneinheiter
gen
terbildung verhelfe in der heutigen Zeit dem Handwerk
Wetters abgehalten. Die Rennen begannen um
vervollſtändigt werden. Es dürfte eine Diviſion genügen
4½
zum Siege. Mit Dankesworten an die Prüfungsmeiſter
Uhr, nachdem die Bahn ziemlich abgetrocknet war.
aber es muß eine Reſerve bereit ſein, wenn die Expedition
die Beiſitzer und Beiſitzerinnen ſchloß der Vorſitzende die
Am ſpannendſten war das Zuſammentreffen des Welt
beſchloſſen werden ſollte, ſo müßte, um das Land nicht
erhebende Prüfungsfeier
meiſters Chr. Rode mit dem Darmſtädter Damus
ganz zu entblößen (100000 Mann ſtehen in Libyen) eine
Hierauf erfolgte unter Handſchlag und Geleitworten
m Endlauf des Hauptfahrens, wo der Weltmeiſter Rode
Jahresklaſſe einberufen werden. Dieſe Klaſſe iſt indeſſen
die Ueberreichung der ſchön ausgeſtatteten Geſellenbriefe
einen beinahe ebenbürtigen Gegner nur mit einer knappen
bisher nicht einberufen worden, weil es wahrſcheinlich iſt,
an die beſtandenen Junggeſellen. 185 Prüflinge haben
Handbreite ſchlagen konnte. Das 50 Kilometer=Mann=
und zu hoffen ſteht, daß die innere Lage Albaniens ſich
die diesjährige Geſellenprüfung abgelegt und dieſelbe mit
chaftsfahren (100 Runden) um den Flotow=Preis wurde
nicht in einer Weiſe verſchlimmert, die eine Intervention
gutem Erfolge beſtanden. 38 Prüfungsmeiſter und 35
Ge=
bei langſam, aber unaufhörlich herniederrieſelndem Regen
ſellenbeiſitzer und =beiſitzerinnen aus dem
Bekleidungs=
notwendig macht. Was die Flotte anbetrifft, die nur er
egonnen. Bei der 15. Runde ſtürzte der ziemlidh
gewerbe waren bei der faſt 4 Monate dauernden Prüfung
orderlich iſt, um die Operationen bei der Ausſchiffung
die Spitze haltende Darmſtädter Damus
auf
tätig, wofür denſelben der Dank und die Anerkennung des
der Truppen zu unterſtützen, ſo iſt ſie bereit, ebenſo die
der naſſen Bahn.
Er konnte jedoch noch ſchnell
geſamten Handwerkerſtandes ausgeſprochen werden muß
erſte Diviſion, welche die zur Beſetzung von Merg
be=
ſein Rad beiſeite ziehen und verhinderte ſo einen ge
Den Gewerben nach waren an der Prüfung beteiligt:
timmten Truppen dorthin geleitet hat und nach Italien
fährlichen Maſſenſturz, doch kam infolge der durch den
Buchbinder, 18 Buchdrucker und Schriftſetzer, 2
Eiſen=
zurückgekehrt iſt.
Sturz Damus entſtandenen Unſicherheit ein Fahrer gleich
dreher, 4 Elektroinſtallateure, 1 Elektrochemiker, 2 Fein=
Belgrad, 3. Mai. An der Küſte von
Nord=
danach zum Sturz, zwei anderen die Bahn verſperrend
mechaniker, 4 Gas= und Waſſerinſtallateure, 3 Kupfer
albanien ſind die ſerbiſchen Truppen bis auf
die nun ebenfalls zu Fall kamen. Während die anderen
ſchmiede, 1 Töpfer, 1 Kürſchner, 9 Maler und Lackierer,
dreihundert Mann, die noch in San Giovanni di Medua
nur Hautabſchürfungen davontrugen, wurde Johänt=
25 Meſchinenſchloſſer, 4 Maurer,
7 Mechaniker
1 Ofen
ſtehen, zurückgezogen worden. Montenegriniſch
ges=Frankfurt a. M. bewußtlos von den
Sanitätsmann=
ſetzer
6
Putzmacherinnen.
4
Sattler, 37 Schloſſer
Truppen haben die Küſtenplätze bis zum Drin beſetz
chaften vom Platze getragen. Er hatte eine Bruſtquet=
4 Schmiede, 9 Schreiner, 8 Schuhmacher, 11 Spengler und
Fünftauſend Mann ſtehen in Aleſſion
ſchung und eine Gehirnerſchütterung erlitten. Das Renner
Inſtallateure, 1 Stuckateur, 1 Wagner, 15 Weißbinder,
* Wien 3. Mai. Die Südſlawiſche Korreſponden
wurde ſofort nach dem Unfall abgebrochen und auf eine
Wagenbauer und 2 Zimmerer. Eine reichhaltige
Aus=
erfährt aus Belgrad von der Regierung naheſtehender
Fortſetzung wegen des Regens verzichtet. — Die Reſultate
tellung der gefertigten Geſellenſtücke nebſt Zeichnungen
Seite, daß der Miniſterpräſident in einer Unterredung mi
waren im einzelnen wie folgt
legten beredtes Zeugnis davon ab, daß die Lehrmeiſter
diplomatiſchen Perſönlichketen die Skutarifrage und dies=
Ermunterungsfahren (1000 Meter — 2
Run=
ihre Lehrlinge etwas Tüchtiges gelehrt und ſie zu
brauch=
bezüglich die Stellungnahme Serbiens dahin
gekennzeich=
den, 3 Ehrenpreiſe)
1.
Vorlauf: R. Schmitt=Darmſtadt,
baren Handwerksgeſellen ausgebildet haben. Lebhafte
net habe, daß Serbien bei aller Sympathie für Mon
Specht=Frankfurt. Schäfer=Darmſtadt, 1 Min. 35 Sek.
Anerkennung verdienen die Arbeiten der Metallarbeiter
tenegro einem bewaffneten Konflikt auszu
2. Vorlauf: Fiſcher=Darmſtadt, Fries=Frankfurt, Fiſcher=
und der Mechaniker, beſonders aus den Werkſtätten der
weichenwünſche und eine Unterſtützung Montenegros
Frankfurt, 1 Min. 33 Sek.; 3. Vorlauf: Götz=Frankfurt,
techniſchen Hochſchule und den Eiſenbahnwerkſtätten,
welche über diplomatiſche Wege hinausgeht, nicht in Er=
Walkenhorſt=Darmſtadt, Weyknecht=Frankfurt, 1 Min. 36,4
ebenſo die hervorragenden Leiſtungen im
Buchdruck=
wägung ziehen könne.
Sek.; Endlauf: Fiſcher=Frankfurt, Walkenhorſt=Darm
gewerbe, die ungeteilten Beifall fanden. Um 12 Uhr war
ſtadt, Schäfer=Darmſtadt, 1 Min. 45 Sel
die ſchöne Feier beendigt.
Sonſtige Meldungen.
Hauptfahren (2000 Mete
— 4 Runden, Vorläufe
* Athen, 3. Mai. Ein königliches Dekret verhängt
à 1000 Meter, 3 Ehrenpreiſe). 1.
Vorlauf: Damus:Darm
über alle Inſeln des Aegäiſchen Meeres, die Griechen=
Luftfahrt
tadt. Roland und Specht=Frankfurt, 1 Min. 26 Sek.;
land beſetzt hat, den Belagerungszuſtand
2. Vorlauf: Rode=Frankfurt, Sehring=Langen, Walken=
Das neue Delag=Luftſchiff.
Konſtantinopel, 3. Mai.
Die Antwort
horſt=Darmſtadt, 2 Min. 9 Sek.; 3. Vorlauf: Moeſer,
Götz=
der Pforte auf die Note der Mächte iſt heute übergeben
* Friedrichshafen, 3. Mai. Das neue Delag=
Frankfurt. Lüderitz=Mannheim, 1 Min. 35 Sek.; End
worden
lauf: Rode, Damus, Möſer, 3 Min. 20 Sek.
Luftſchiff Sachſen” hat heute früh 8 Uhr unter der per
Paris, 4. Mai. Der Temps will wiſſen, daß die
Mehrſitzer=Vorgabefahren
(2000 Mete:
önlichen Führung des Grafen Zeppelin ſeine erſte
Vertreter der Tripel=Entente in der morgigen Bot=
Damus=Walkenhorſt=
4 Runden, 3 Ehrenpreiſe).
Probefahrt unternommen.
chafterkonferenz die Dreibundmächte aufmerkſan
Darmſtadt (20 Meter Vorgabe), 3 Min. 43 Sek.; 2 Mund
machen werden, daß Oeſterreich=Ungarn und Italien kei=
Weyknecht=
Schutzius=Dudenhofen (40 Meter Vorgabe); 3.
* Stuttgart, 3. Mai. Das Luftſchiff „Z. 4‟
nerlei Mandat betr. der Operationen in Albanien und der
Rode=Dre=
Johäntges=Frankfurt (50 Meter Vorgabe)
rſchien heute mittag kurz nach 12 Uhr von Baden=Oos
etwa gegen Eſſad Paſcha und Dſchavid Paſcha zu
ergrei=
wegen
De=
ſcher=Mainz gaben in der dritten Runde
kommend auf einer militäriſchen Uebungsfahrt über der
ekts auf
fenden Maßnahmen erhalten haben. Da dieſe Punkte
Stadt und umkreiſte zweimal den Wilhelmspalaſt, wo das
20 Runden
Motor=Fahren
(10 Kilometer
nicht einmal erörtert worden ſeien, ſo könne diesbezüglich
kurz zuvor aus München eingetroffene bayeriſche Prinz=
3 Ehrenpreiſe). 1. Otto Glöckler=Frankfurt, 8 Min. 51 Sek.;
von einem Einvernehmen Europas nicht die Rede ſein.
regentenpaar mit dem Königspaar in kleinem Kreiſe
2. Michel=Frankfurt, 2¼ Runden zurück; 3. Paes=Frankfurt.
das Frühſtück einnahm. Gegen 1 Uhr verſchwand das
Luftſchiff wieder in der Richtung auf Baden=Oos
Die Eröffnung der Leipziger
* Altdorf bei Edenkoben, 3. Mai. Heute früh um
Ausſtellung.
Felerliche Ueberreichung der
7 Uhr ſchwebte über dem Ort ein Flugzeug. Die Flie=
*
ger wollten landen und machten eine kurze Wendung.
Friedrich
Leipzig, 3. Mai. König
Geſellenbriefe
Hierbei ſtieß das Flugzeug gegen einen Baum und wurde
Auguſt traf heute vormittag 10 Uhr 30 Minuten vor
ſchwer beſchädigt. Die Inſaſſen, zwei Offiziere aus Straß=
Dresden kommend, mittelſt Sonderzuges auf dem hieſigen
* Unter zahlreicher Anteilnahme des Darmſtädter
Ge=
urg i. Elſ., blieben unverletzt.
Hauptbahnhofe ein, um die „Internationale
werbeſtandes fand am Sonntag vormittag um ½11 Uhr
Baufach=Ausſtellung für 1913‟ feierlich zu
er=
im großen Saale der Turngemeinde die feierliche
Ueber=
öffnen. Gleichzeitig mit dem König trafen ein Prin
reichung der Geſellenbriefe ſtatt. Als Ehrengäſte waren
Letzte Nachrichten.
und Prinzeſſin Friedrich Chriſtian, Prinz und
Prin=
u. a. erſchienen die Herren Regierungsrat v. Werner
zeſſin Johann Georg und Prinzeſſin Mathilde. Nach der
Beigeordneter Baurat Jäger, Direktor der Gewerbe
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.
Begrüßung durch den Kreishauptmann v. Burgsdorff
chule Profeſſor Dr. Meiſel, Hauptlehrer Löſchner,
* Berlin, 3. Mai. Die „Norddeutſche Allgemein
Oberbürgermeiſter Dr. Dietrich und Polizeidirektor Dr.
die Prüfungsmeiſter, die Beiſitzer und Beiſitzerinnen, ſo
Zeitung” ſchreibt: Die Budgetkommiſſion iſt nach
Wagler begaben ſich die hohen Herrſchaften im Wagen zu
wie die Eltern der geprüften Lehrlinge. Namens des
dem Reichstagsſchluß in eifriger Arbeit beiſammen ge
Ortsgewerbevereins Darmſtadt begrüßte Herr
Bauunter=
den Ausſtellungsgebäuden. Unterwegs brachte ihnen das
blieben und hat die Wehrvorlage ein gutes Stück
nehmer Sames die zahlreiche Feſtverſammlung, insbe=
Publikum große Ovationen dar. Am Eingang „C” der
gefördert. Das Hauptergebnis der Verhandlungen iſt
ondere die erſchienenen Ehrengäſte und die Junggeſellen
Ausſtellung an der Friedhofs=Allee wurden ſie von dem
die Anerkennung des Prinzips, daß die Vorlage zum
und hob hierbei den Wert der Geſellenprüfungen für das
Vorſitzenden des Direktoriums der Ausſtellung Oberbau
Ausdruck bringt: die Durchführung der allgemeinen
Wehr=
handwerk hervor. An die Junggeſellen richtete er zu
rat Falian und den beiden ſtellvertretenden Vorſitzender
pflicht. Die Vertreter der bürgerlichen Parteien haben ohne
Herzen gehende Mahnworte und forderte ſie auf, tüchtig
Kaufmann Franke und Kommerzienrat Waſelsky be=
Ausnahme dieſen Grundſatz als maßgebend angenommer
weiter zu lernen und ihre Kenntniſſe zu erweitern, um
grüßt. Von hier begab ſich der König um 12 Uhr in Be
und ihn in einer Reihe von Abſtimmungen beſtätigt. Die
auch ſpäter die Meiſterprüfung ablegen zu können. Hert
gleitung der genannten Herrſchaften zu Fuß nach der
Genugtuung hierüber erhält aber einen Schatten durch
Regierungsrat v. Werner überbrachte im Namen der
Empfangshalle an der Sträße des 18. Oktober
die Streichung von drei Kavallerie=Regimentern. Wir
Großh. Regierung für die Prüflinge herzliche Glück=
Hier hatten ſich eingefunden Prinz und Prinzeſſin
Fried=
können nicht annehmen, daß im weiteren Verlauf der
wünſche und verſicherte das Handwerk des ſteten
Wohl=
rich Chriſtian, Prinz und Prinzeſſin Johann Georg und
Beratung dieſer Abſtrich aufrecht erhalten bleibt.
Jeden=
wollens und Förderung desſelben. Herr Baurat
Prinzeſſin Mathilde mit ihren Hofdamen, ferner waren
alls hat ſchon die bisherige Aufnahme der Wehrvorlage
Fäger begrüßte namens der Stadtverwaltung die
erſchienen Kriegsminiſter Freiherr von Hauſen,
Kultus=
m Parlament und außerhalb desſelben bewieſen, daß
Junggeſellen, ſprach deren Glückwünſche aus und hob den
miniſter Beck, Staatsminiſter Vitzthum von Eckſtädt
die große Mehrheit des deutſchen Volkes und ſeinen
Wert und die Wichtigkeit eines tüchtigen Meiſter= und Ge=
Finanzminiſter von Seydewitz, Juſtizminiſter Dr. Nagel
Vertreter ſich den ſchwerwiegenden Gründen nicht
ver=
ſellenſtandes für die Stadt und ſtädtiſchen Verwaltungs=
Beneral der Artillerie Firnsbach, Generalleutnant Krug
chließt, die den verbündeten Regierungen die
Durch=
zweige ganz beſonders hervor. Herr Direktor Profeſſor
von Nidda, Reichsgerichts=Präſident Freiherr v.
Secken=
führung der geforderten Rüſtungsverſtärkung zur un=
Dr. Meiſel übermittelte als Vertreter der gewerblichen
dorff, der öſterreichiſche Geſandte in Dresden, Graf
abweisbaren Pflicht macht gegenüber der Nation und
Fortbildungsſchule den Junggeſellen ein herzliches „Glück
Forgach, der bayeriſche Geſandte Graf Montgelas, der
ihrer Zukunft.
auf” und ermahnte dieſelben in zu Herzen gehenden Wor=
Präſident der ſtändigen Ausſtellungskommiſſion für die
Wiesbadeu, 4. Mai. Nach dem Gottesdienſt
kon=
ren zur tüchtigen Weiterarbeit auf handwerklichem Gebiete
deutſche Induſtrie, Vertreter der ſtädtiſchen Behörden
ferierte der Kaiſer mit dem Vertreter des Auswärtigen
Nur derjenige Handwerker, der mit tüchtigem Wiſſen und
und das Direktorium der Ausſtellung. Die Feier begann
Amts, Geſandten v. Treutler. Zur Frühſtückstafel waren
Können ausgerüſtet ſei, werde in dem heutigen
Exiſtenz=
mit der Jubelouvertüre von Weber. Darauf hielt der
geladen: Regierungspräſident v. Meiſter, Polizeipräſident
kampfe ſiegen. Sein Wunſch für die Junghandwerker ſei
Vorſitzende des Direktoriums Oberbaurat Falian eine
v. Schenk und Oberſt Freiherr v. Buttlar=Brandenfels.
„Glück auf in die Werkſtatt” Herr Hauptlehrer Löſch
Rede. Hierauf wurde auf Befehl des Königs die Aus=
Nachmittags machte der Kaiſer eine Ausfahrt im
Auto=
als Vertreter der ſtädtiſchen Volks= und
Fortbildungs=
ſtellung durch den Regierungskommiſſar Kreishauptmann
mobil.
ſchule richtete ebenfalls herzliche Worte der Mahnung an
v. Burgsdorff eröffnet. Es ſchloß ſich ein längerer Rund
gang durch die verſchiedenen Hallen der Ausſtellung an,
welcher bis 1 Uhr dauerte
1
Nur erstklassige.
Attentat auf den Großherzog von Baden
moderne und de-
Mannheim, 4. Mai. Als der Großherzog
von Baden mittags, von Karlsruhe kommend, am
zente Sachen, 80
Goscharts- Goberkamet
Hauptbahnhof den Wagen beſtieg, um zum Rennen zu
wie die neuesten
fahren, ſprang ein unbekannter Mann auf das Tritt=
Dem verehrten Publikum von Darmstadt und Umgebung
brett des Wagens, mit einem kleinen offener
Tages-Ereignisse
Meſſer in der Hand. Der Großherzog ſtieß den
die ergebene Mitteilung, dass mit dem heutigen Tage das
Mann zurück, der verhaftet wurde. Der Großherzog
4
werden dem Pu
ſetzte ſeine Fahrt zum Rennen fort. Der Verhaftete ſoll
geiſteskrank, 43 Jahre alt ſein und Jung heißen. Ir
blikum wöchent
dem Wagen befand ſich außer dem Großherzog auch die
bei zweimaligem
Großherzogin. Heute abend beſuchte das
Großherzogs=
paar das Großh. Hof= und Nationaltheater, woſelbſt
Wechsel des Pro-
„Carmen” gegeben wurde.
*
Aeredh
Mannheim, 4. Mai. Zu dem tätlichen Angrif
gramms mit erst-
auf den Großherzog von Baden teilt die „Neue
Badiſche Landeszeitung” noch folgende Einzelheiten
klassigen Einlagen
Ernst-Ludwigstrasse 23, am Bismarckdenkmal
mit: Ueber den Hergang des Ueberfalls hat der
vorgeführt. Eine
Großherzog zu ſeiner Umgebung geäußert, daß er
10394
in meinen Besitz übergegangen ist.
elbſt nicht wahrgenommen habe, daß der Mann
vorzügliche
musi=
ein Meſſer in der Hand gehabt habe. Der An
Mit der höfl. Bitte, mein Unternehmen durch zahlreichen
greifer ſei auf das Trittbrett des Wagens geſprungen
kalische Unterhal
und habe verſucht, den Großherzog an der Bruſt zu
Besuch zu unterstützen, zeichnet mit aller Hochachtung
tung wird den
ver-
faſſen. Der Großherzog habe ihm dann mit dem Säbel
knauf einen Stoß unter das Kinn verſetzt, ſodaß e
ehrten Besuchern
rücklings vom Wagen fiel. Das Publikum ſtürzte
W. Meyer.
Darmstadt, den 5. Mai 1913.
ich auf den Angreifer und wollte an ihm ſofort Juſtiz
das Beste bieten.
üben, was aber die Polizei durch die Verhaftung des
1
Täters verhinderte. Der Verhaftete, der in einer
Vor=
ſtadt wohnen ſoll, gab verwirrte Auskünfte. Unter an
I
derem erklärte er, er handle im Auftrage einer Bande,
[ ← ][ ][ → ]
Seite 8.
Nummer 103.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 5. Mai 1915.
*
Wien, 3. Mat. Die Abria=Ausſtellung
wurde heute vormittag durch den Protektor Erzherzog
Ferdinand feierlich eröffnet. An dem Feſtakt nahmen
außer zahlreichen Mitgliedern des kaiſerlichen Hauſes
Todes=Anzeige.
Graf Berchtold, die anderen gemeinſamen Miniſter, der
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
deutſche Botſchafter, ſowie die übrigen Mitglieder des
Heute nacht entſchlief nach kurzem aber
diplomatiſchen Korps, Marinekommandant Fauſt, die
ſchwerem Leiden unſer liebes Kind
öſterreichiſchen Miniſter, die Geiſtlichkeit, die Spitzen der
Todes=Anzeige.
Zivil= und Militärbehörden teil. Es folgte ein Rund
gang, bei dem der Erzherzog wiederholt ſeine große Be=
Adam Maurer
Heute verſchied nach ganz kurzem, ſchwerem
friedigung über die wohlgelungene Ausſtellung äußerte,
die gewiß den Zweck erfüllen werde, das Küſtenland der
im Alter von 1¾ Jahren.
Leiden unſere liebe, gute Mutter und
Groß=
öſterreichiſchen Adria, ihre Handelswege, Naturſchönheiten
mutter
(B10395
und die Heilkraft ihrer Seebäder bekannt zu machen.
Um ſtille Teilnahme bitten:
London, 3. Mai. Heute in aller Frühe ſteckten An=
Frau
Die trauernden Hinterbliebenen:
hängerinnen des Frauenſtimmrechts der
neuen Flügel der öffentlichen Schule in Aſhley bei Aber=
Familie Adam Maurer.
deen in Brand. Der Schaden wird auf 10000 Mark
geſchätzt. In der Nähe des Schulgebäudes fand man
Darmſtadt, den 4. Mai 1913.
Flugſchriften der Stimmrechtlerinnen zerſtreut umher=
Charleete Kochter
liegen.
Die Beerdigung findet Dienstag, den 6. Mai,
nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus
Ludwigs=
geb. Knell.
(B10399
Ge
höhſtraße 35 aus, ſtatt.
Darmſtadt, den 3. Mai 1913.
Käubigstt!
iſt das Merkmal der Bureaux und Fabrik=
Julie Eller, geb. Koehler,
äle und den Atmungsorganen in hohem
Maße ſchädlich. Darum neigen ſo viele
Julius Eller, Apotheker.
Todes=Anzeige.
Beamke und Arbeiter bei rauhem Wetter
H
zu Huſten und Heiſerkeit. Den meiſten ſind
die Wyberi=Tabletten zur Linderung des Huſtens und Befreiung des
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Die Beerdigung findet in Flonheim ſtatt.
Bachens von der Verſchleimung ſchon bekannt. Bitken Sie Ihren
Kol=
legen darum, wenn Sie keine haben. Sonſt erhalten Sie in allen Apo=
Heute nachmittag 3 Uhr entſchlief nach
iheken und Drogerien die Schachtel zu 1 Mark.
kurzem, ſchwerſtem Leiden meine heißgeliebte
Tochter, unſere gute, treue Schweſter, Schwägerin
(10397
und Tante
Für Erholungsbedürftige und leichtere
Sommer, und
Kranke. Winter besucht.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Kuranstalt Rofhaim i. T. S
Marld Margarete Grung=
Verven ½ Stunde von Frankfurt a. M. 8
Prospekte durch Dr. Schulze-Kahleyss, Nervenarzt.
Todes=Anzeige.
Im Namen der trauernd Hinterbliebenen:
Der Stadtauflage heutiger Ausgabe liegt der
(915.
1
bekannte Proſpekt der Niederländiſcher
Am 3. ds. Mts. iſt nach nahezu 50 jähriger
Frau Eva Grünig Wwe.
Dampfſchiff=Reederei Rotterdam=Mannheim
Ehe meine liebe Frau, unſere gute Mutter
bei, betr. den Sommerfahrplan, worauf hiermit hin
Darmſtadt, den 3. Mai 1913.
gewieſen wird.
(10364
Auf Wunſch meiner teuren Entſchlafenen findet
Bertha Lorey
eine Einäſcherung der Leiche in aller Stille ir
(*11250
Offenbach und die Einſegnung Montag, den
geb. Gollhard
Uhr, in zder Kapelle
5. Mai, nachmittags 2½
Nikolaus von Tendziagolsky
des Eliſabethenſtiftes, ſtatt.
im Alter von faſt 70 Jahren ſanft entſchlafen.
Else von Tendziagolsky
Kondolenzbeſuche dankend verbeten.
Der trauernde Gatte Karl Lorey, Königl.
VERMAHLTE
Eiſenbahn=Betriebs=Inſpektor i. P.
Ernſt Lorey, Ingenieur, Darmſtadt.
Wiesbaden, 4. Mai 1913.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße Nr. 23):
Fritz Lorey, Stadtbaurat, Zeitz.
Der Zeppelin=Kreuzer „Z. 4” in Luneville; Der neue
Karl Lorey, Großh. Reg.=Baumeiſter a. D.,
franzöſiſche Lenkballon „Spieß”; Zur Verlobung des
Gr. Lichterfelde
ehemaligen Königs Manuel von Portugal mit Prin=
und 4 Enkelkinder.
Porträts
zeſſin Auguſte Viktoria von Hohenzollern;
Profeſſor
vom Tage: (Profeſſor Dr. Erich Schmidt †,
Die Beerdigung findet ſtatt am Dienstag, den
Dr. Gabriel von Seidl †, Generaloberarzt Dr. Fritz
Todes=Anzeige.
6. Mai, nachmittags 4½ Uhr, vom Sterbehaus
von Bramann f, Hofkapellmeiſter Leopold Reichwein,
Hochſtraße 34 aus, auf dem Darmſtädter
der neue Dirigent der Wiener Hofoper); Richard Wag=
Heute nacht entſchlief nach langem, ſchwerem
(10396
Friedhof=
ners „Parſifal” im Züricher Stadttheater; die Eröff=
Leiden meine innigſtgeliebte Frau, unſere
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hölzl um 8¼ Uhr im „Fürſtenſaal”.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Vortrag mit Lichtbildern von Direktor Merz um
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
In tiefer Trauer:
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
Uhr im großen Saale der Techniſchen Hochſchule.
Pedell Becker und Kinder.
Experimental=Vorführungen
der indiſchen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streeſe;
Fakire Suliman Ben Said um 8 Uhr im Saalbau
ür den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
Darmſtadt, den 4. Mai 1913.
(10398
aus dem Geſchäftsleben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Religiöſer Vortrag um 4 Uhr im Saale der Stadt=
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
miſſion (Mühlſtraße)
Die Beerdigung findet Dienstag, nachmittags
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Hauptverſammlung des Evangeliſchen Bundes
3 Uhr, vom Trauerhauſe Kirchſtr. 22 aus, ſtatt.
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
um 8½ Uhr im Reſtaurant Fink (Eliſabethenſtraße).
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
Verſammlung des Muſikvereins um 9½ Uhr im
Ver=
zurückgeſandt.
einshauſe.
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85
[ ← ][ ][ → ]8.
Nummer 103.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den H. Mai 1913.
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[ ← ][ ][ → ]
Seite 10.
Nummer 103.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 5. Mai 1913.
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IV Wettſtreit
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Pflanzen derartig auszeichnen, daß fie weſentlich zur Verſchönerung
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Anzuſ. nachm. v. 2—7 Uhr. (*12001
Eintrittspreis auf den Feſtplatz Mk. 1.—.
Kinder unter 10 Jahren die Hälfte.
Ludwigstr. 10, I., rechts.
Instrumental-Verein
Dienstag, den 6. Mai, von 5—11 Uhr:
29. Vereinsjahr. 4. Konzert.
103. Vereinsabend
Eee
Neues
Schlatzimmen
E
Großes Militär=Doppel=Konzert
ausgeführt von dem Musikkorps des 5. Großh. Hess. Inf.-Regts. Nr. 168
nod., kompl. m. Spiegelſchr., Pa=
4
u. dem Trompeterkorps d. 2. Mass. Feld-Art.-Regts. Nr. 63 „ Frankfurt‟
tentmatratz., nur 260 Mk., eichen
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Unter gütiger Mitwirkung von Fräulein Hildegard Merck
In der Bierhalle finden täglich nachmittags und
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bethenſtraße 46.
abends Konzerte der Biedermeier-Kapelle statt.
Violine), Herrn Professor Arnold Mendelssohn (Orgel)
Zurückgeſetzte
Herrn Konzertsänger Franz Müller, sowie dem Kirchen-
Die zu den Konzerten gelöſten Dauerkarten berechtigen zum
chor der Martinsgemeinde (Dirigent: Herr H. Colin)
Tennisschläger
reien
Eintritt auf den Feſtplatz für die ganze Dauer des
Leitung: Wilhelm Schmitt, Direktor der Akademie fü
Feſtes.
billig zu verkauf. G. Ph. Nieder,
Die für die Einzel=Konzerte gelöſten Eintrittskarten
Tonkunst.
berechtigen nur zum einmaligen Eintritt auf den Feſtplatz
Rheinſtraße 12½
(*11547ifo
Programm: 1. Coneerto grosso G-moll für
Streich-
zur Zeit des betr. Konzertes.
(I,10354,5
orchester von Händel. 2. Recitativ und Arie aus „Eliass
für Tenor und Orchesterbegleitung von F. Mendelssohn-
Se
2Rochow 1.3t.
Bartholdy. 3. Konzert E-dur für Violine und Streichorchester
1815 ℳ 1913
begleitung von J. S. Bach. 4. Zwei Chöre von Kiel und
CDamnkende ac-Aasckünenlahucne
Arnold Mendelssohn. 5. Adagio für Violine und Orgel von
Unter dem Protektorat
Ihrer Durchlaucht der Fürſtin Marie zu
Eitnpantebauanstaft.
Ries. 6. Drei Lieder für Tenor und Orgel von Bruckner
Erbach=Schönberg.
und Arnold Mendelssohn. 7. Konzert op. 4 Nr. 4 für
7
Clienſach. Aelain
Orgel mit Orchesterbegleitung von Händel. 8. Pfingst-Motette
Gedächtnis-Ausstellung
für gemischten Chor von Freudenberg.
zur Erinnerung an die Königinnen
Eintrittskarten: Numerierte Plätze (Empore und
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I. Reihe Seitenschiff): Mk. 3,30 inkl. Steuer. Alle übrigen Plätze
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im Oberlichtſaale des Gewerbemuſeums.
inkl. Steuer in der Hofmusikalienhandlung von Heinrich Arnold
Montag, den 5. Mai 1913.
Eröffnung im Laufe dieſes Monats.
Wilhelminenstr. 9, und abends vor dem Konzert in der Einhorn.
166. Abonnem.=Vorſtellung. C 42.
(10044mfc
Apotheke, gegenüber der Stadtkirche.
Hebbel-Zyklus.
Einſendungen von Gegenſtänden aus der eiſernen Zeit, von ſolchen,
II. Abend.
die zu den beiden Fürſtinnen in irgendwelcher Beziehung
ſtanden
Die Nibelungen.
oder dieſem Zeitalter angehören, werden erbeten von 10—1
Uhr an
Ein deutſches Trauerſpie
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von Friedrich Hebbel
Darmstädter Zitherklub
Dritte Abt.: Kriemhilds Rache.
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gegründet 1879.
Perſonen:
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Entzückende Neuhelten
KONZERTT
Johs. Heinz
Hagen Tronje . . .
Kurt Weſter
Volker . . . . . . . .
in
des Zither- und Guitarrevirtuosen
mann
Sommer-Blusen
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Guſt. Semler
Dankwart
Paul Peterſen
Rumolt . . . . . . .
am Montag, den 5. Mai 1913, abends 8¼1 Uhr,
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Nummer 103.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 5. Mai 1913.
Seite 11.
Autliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
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(10365
vom 15. bis 30. April 1913
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
per Sack à 100 Kilo
uuf
1e
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
Weizen von Mk. 22.— bis 26.50
finden ſich: 1 deutſche Dogge (zugelaufen). Die Hunde können von
Korn
18.50
19.—
„
,
den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Gerſte
17.25 „
21.—
,,
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(1037.
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Wenn Sie auch dem eigentlichen Regimentsverbande
ſpitzen, dabei leiſe umwittert von der Atmoſphäre des
Es waren zwei Königskinder..
dienſtlich nicht angehören werden, ſo hoffe ich doch wenig=
Hofes, zu dem er als Kommandeur der Leibküraſſiere
Roman von Guido Kreutzer.
ſtens auf gute Kameradſchaft.
natürlich in engen Beziehungen ſtand.
(Nachdruck verboten.)
Alſo langweilte ſich Markus im Vorzimmer, bis die
So beantwortete er die dienſtlich korrekte Meldung
Schön is anders! dachte Markus Hortenbrügg mit
Zeit um war und der Oberſt ſich ihm zur Verfügung ſtellte.
durch einen Händedruck und fand im Laufe des Geſprächs
einem kühlen Rundblick über den ganzen ausgedehnten
Im Speiſeſaal hatte ſich auf Veranlaſſung des
Ad=
die üblichen liebenswürdigen Worte, die der Situation
Komplex. Einzig das Kaſino kann als annehmbar gelten!
jutanten das Offizierkorps vollzählig verſammelt; denn
das peinlich Offizielle nahmen. Worte von der Freude,
das Eintreffen des neuen Kameraden war natürlich ſofort
Zwei Minuten ſpäter verließ er den Wagen, ſchärfte
„Markus in ſeinem Regiment zu ſehen” von der „
brillan=
dem Gnoom ein, nach Bronkow zurück nur Schritt zu
bekannt geworden.
ten Kameradſchaft, die bei den Fürſt=Ludwig=Küraſſieren
fahren, und paſſierte die Wache. Ein ſeltſames Empfin=
Die Vorſtellung erfolgte ſcharf nach der Anciennität
als vornehmſte Tradition gepflegt würde”, und ähnliches.
vom Etatsmäßigen abwärts bis zum jüngſten
Leur=
den war es doch, als der Poſten zum erſtenmal vor ihm
Als der Oberleutnant für die „gütige Aufnahme
ge=
nant. Die beiden Fähnriche ſtellten ſich ihrerſeits vor.
präſentierte. Durch den Kaſinogarten ging er nach dem
horſamſt dankte” und den Gruß ſeines Vaters ausrichtete,
Unter den vielen Geſichtern — ſympathiſchen und
un=
unſcheinbaren kleinen Gebäude hinüber, in dem ſich die
ging über das harte Geſicht ſogar ein Lächeln.
ein bekanntes, der dicke Halk=
Dienſträume befanden.
ſympathiſchen
Ihr Herr Vater iſt mir ein lieber und naheſtehender
Ehingen, Erlaucht, der vor kurzem erſt zum Oberleutnant
Als er das Regimentsgeſchäftszimmer betrat, ſchnell=
Freund, der eine Fülle vortrefflicher Eigenſchaften in ſich
befördert und Markus von den Berliner Rennplätzen her
ten die Schreiberordonnanzen von ihren Stühlen hoch.
vereinigt — nur Whiſt darf man nicht mit ihm ſpielen!
Er wurde ſofort vorgelaſſen und ſtand wenige
Se=
bekannt war.
Da läßt er keinen aufkommen. Kürzlich habe ich’s doch
zwiſchen den Rittmeiſtern
Dann nahm man Platz —
wieder mal in leichtſinniger Stunde riskiert, die Partie
kunden ſpäter ſeinem nunmehrigen Kommandeur gegen=
und Oberleutnants wurde ein neuer Stuhl eingeſchoben
zu vier Robbers. Aber ich kam mit keinem Bein auf die
über.
die Ordonnanzen trugen die Suppe auf.
Erde, ſo elend hat er mich über den Löffel barbiert! Die
Mit angefaßtem Pallaſch, den Helm in der Rechten,
Kefernenhofgeſchichten, Familienkram, Witze,
Jagd=
verneigte er ſich militäriſch.
Herren vom Hofdienſt beſitzen doch mehr . . .
Fingerſertig=
erlebniſſe — es war wie überall.
Oberleutnant Graf Hortenbrügg, bisher ſechſtes
keit, als wir vom Pallaſch!
Und während Markus Hortenbrügg mit ſeinem Nach=
Der kleine boshafte Scherz wurde pflichtſchuldigſt be=
Garde=Küraſſierregiment.
bar zur Rechten, dem Rittmeiſter von Ottenhöven, über
lächelt. Und Herr von Lieſſow ſagte, ſich ſeinem Schreib=
Oberſt von Lieſſow — ein Herr Mitte der Vierziger,
die Einrichtungen der Berliner Militär=
Telegraphen=
mit hoher, impoſanter Figur, ſcharfen grauen Augen und
tiſch wieder zuwendend:
anſtalt debattierte, ſeine Umgebung unauffällig muſterte,
Wenn Sie mich jetzt noch zehn Minuten entſchuldigen
kurzgeſchnittenem Vollbart — beſaß in der Armee den Ruf
hin und wieder ein grüßend gegen ihn gehobenes Glas
wollen . .. nachher möchte ich Sie bitten, mich zum
Ka=
eines „eiſernen Vorgeſetzten”. Er gehörte zu den Leuten,
ſekundierte, fiel ihn jählings die alte unleidliche
Blaſiert=
ſino hinüber zu begleiten, wo ich das Vergnügen haben
die für das Armeekorps oder mindeſtens für die Diviſion
Nummer 103.
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Die Erlaucht nahm mit ſardoniſchem Lächeln den
Direkt flau kann einem werden! ſagte der Ex=
Garde=
heit wieder an, die ein Gemiſch von Agrarierhochmut
Säbel um.
leutnant in jäh aufſteigendem Widerwillen.
und Großſtadtarroganz war und vor allem und jedem die
Bravo, Hortenbrügg! Sie haben unſere Kirchdorf=
Und der Dicke neben ihm tröſtete mitleidig
bramarba=
trennende Mauer aufrichtete, über die ſein Blickt nicht
ſierend:
philoſophie, wie ich ſehe, bereits richtig erfaßt: Wo Sie
hinwegreichte.
Alſo laſſen Sie um Gottes willen ſchon Ihren retro=
Bis ſich nachher der Oberſt erhob und ihn nochmals
ſich langweilen, iſt ſchließlich ganz egal, die Hauptſache,
daß Sie ſich langweilen!
ſpektiven Jammer beiſeite; wäre blöd, ſich damit noch
im Namen des Regiments begrüßte.
Die beiden jungen Offiziere verließen die Kaſerne
Da riß er ſich zuſammen und folgte aufmerkſam den
herumzuſchlagen! Abgeſehen davon, haben Sie natür=
und bummelten langſam am Bahnhof vorbei nach der
lich recht. Denn ich erinnere mich — als ich vor zwei
knappen, ſchmuckloſen Worten, um ſich ſchon vorher die
inneren Stadt zu. Die Ludwigſtraße war eine breite,
Jahren von meinem kurzen Berliner Tippkommando hier=
Dankesworte zurecht zu legen, die man von ihm erwartete.
*
wohlgepflegte Allee, mit alten Kaſtanien beſtanden, die
her wieder zurück mußte, hätte ich mich doch vor
Verzweif=
bereits ihre erſten klebrigen, hellgrünen Blattſpitzen
zag=
lung gleich aufhängen können!
Spielen Sie Billard, Onkel Cohn oder nackter Spatz,
haft herausſtreckten. Zwiſchen den Bäumen ſproſſender
Hortenbrügg? interpellierte Halk=Ehingen, als nach dem
Na, die Verzweiflung bekommt Ihnen körperlich aber
Raſen und kurzgeſchnittene Taxushecken. Rechts und links
ganz gut!
Eſſen einer und der andere von der Tafelrunde
abzu=
von der Straße in weiten Abſtänden eine Cottage oder
Halk=Ehingen lächelte wehmütig.
bröckeln begann und ſich in der Erkerniſche des
Speiſe=
villenartiges Häuschen; erſt weiter oben, wo die Allee
Sie meinen von wegen dem Kugelbauch? Gott ja,
ſaales die übliche Skatecke etablierte.
auf den Schloßplatz auslief, bekam ſie eine etwas
impo=
lieber Freund, die alte Choſe
Der andere vertrieb den Kaffeegeſchmack mit einem
bene, ibi patria!
ſantere Phyſiognomie — da befanden ſich die Regierung,
Sehen Sie mal, meine monatlichen Revenüen ſind nicht
Thartreuſe.
das Miniſterium, das Landgericht und andere öffentlichen
überwältigend. Für die Garde jedenfalls langen ſie nicht.
Weder — noch. Meine Verdauung reguliert ſich auch
Gebäude.
Und ſo krebſe ich mich eben hier durch und tröſte mich
da=
ohne ſolche geiſtvollen Zerſtreuungen.
Uebrigens ging die Prophezeiung der dicken Erlaucht
mit, daß wir doch wenigſtens Leibregiment ſind. Und
Und da Sie fernerhin nach meiner Erinnerung kein
verblüffend akurat in Erfüllung — es war wirklich nicht
beſſer als die Kameraden in den elenden Grenzneſtern,
Streber ſind, der ſich die Chance zur Kriegsakademie aus
ſonderlich aufregend an dieſem „Brennpunkt des
Ver=
wie Saint Avold, Neu=Breiſach oder Pillkallen,
hauviniſtiſchen engliſchen oder franzöſiſchen Zeitungen
haben
kehrs”!
wir’s hier doch immer noch!! Außerdem —
zuſammenſucht, ſo lade ich Sie zu einer kleinen
Pro=
weshalb
Wenn man da an die Berliner „Linden” oder die
Sie den melancholiſchen Hujo ſpielen, begreife ich
wirk=
menade ein, die Ludwigſtraße entlang. Da entwickelt ſich
Friedrichſtraße dachte mit ihren Autos und Equipagen,
lich nicht. Sie ſind doch ſozuſagen mit nem Freiloos
nämlich über die Mittagsſtunden der ſogenannte Korſo.
ihrer Eleganz, ihrer Demimonde, ihrem
Kosmopolitis=
fraus! Kein Frontdienſt, keine Gefechtsübungen, keine
Die Rotthauſener Lebewelt flaniert und kokettiert. Iſt
mus, dem betäubenden Lärm, dem wirren Menſchen=
Winterarbeit, kein Rumärgern mit dieſen vernagelten
Re=
an ſich natürlich nicht ſonderlich aufregend; aber ich habe
gewühl, den blendenden Schaufenſterprachten, den
prunk=
krutenſchädeln! Und das Spazierenreiten und
Adjutan=
von drei bis fünf über meine ſiebenundachtzig Männerchen
vollen Cafés, den intim=behaglichen Weinreſtaurants
tendienſtetun beim Prinzen Albrecht Georg
Stiebelappell abzuhalten, und da lohnt’s erſt gar nicht,
na, ich
an dieſe ganz faſzinierende, dieſe rauſchende,
nerven=
ſchätze, Sie werden ſich kein Bein ausreißen!
ſich auf der Chaiſelongue häuslich einzurichten.
peitſchende Symphonie von Licht und Lachen und Lebens=
Da blieb der Graf unvermittelt mitten auf der Pro=
Na alſo, kommen Sie ſchon, ſtimmte Markus
achſel=
menade vor dem Kameraden ſtehen. (Fortſetzung folgz.;
luſt .
zuckend bei.
33
Nummer 103.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 5. Mai 1913.
Seite 15.
unſer deutſches Vaterland gebracht hatte, regte ſich der
ſchöpfenden Behandlung unterworfen worden; ſeine Ar
Wohltätigkeitsſinn in hohem Maße. Aber nicht nur in
beiten werden den Verehrern des großen Dichters
will=
kommen ſein
eigenen Lande. Guſtav Parthey, der Altertumsforſcher
und ſpätere Beſitzer der Nicolaiſchen Buchhandlung in
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Wenn ſich ein Deutſcher über Paris ſchnell und ſicher orien=
11 400000 Pfund Sterling und bald nach der Schlacht
be=
tieren will, ſo ſei ihm die in der bekannten Sammlung
Großbeeren ein Geſchenk von 100000 Pfund Sterling nach
Luftfahrt.
der Griebenſchen Reiſeführer ſoeben erſchienene neueſte
Berlin. Dieſem Gelde war ein gedruckter Foliobogen
Auflage des Bandes 21 wärmſtens empfohlen. Das Budk
beigelegt, der die Verteilung beſtimmte. Mein Vater
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iſt aufs ſorgfältigſte von einer mit Pariſer Verhältniſſen
war mit in der dazu ernannten Kommiſſion; wir
konn=
rich=Flug am Oberrhein der Pfingſten beginnt,
ſehr genau vertrauten Perſönlichkeit bearbeitet. Sehr
ten daher jenen großen Bogen mit aller Muße ſtudierer
ſind jetzt von der Flugzeug=Kommiſſion des Deutſcher
weſentlich für den Fremden iſt die zweckmäßige Um=
und mußten erſtaunen über die ungemeine Sorgfalt und
Luftfahrer=Verbandes genehmigt worden. Es wurden
arbeitung des Kapitels über das großenteils neugeſtaltete
Ortskenntnis, die dabei angewendet war. Es ſtanden
auf Maſchinen der Deut
zugelaſſen von Ofiziersfliegern
Pariſer Verkehrsweſen. Alles in allem ſtellt der
vor=
wohl an 200 Namen von Dörfern, Flecken und Vorwerken
Blüthgen (Mars=
Doppel=
ſchen Heeresverwaltung Lt.
liegende Pariſer Grieben einen recht brauchbaren, zuver
in der Liſte, und bei jedem Namen war die Summe der
decker), Lt. Canter (Rumplertaube), Lt. Freiherr von
läſſigen Führer dar, der in ſeiner ſehr überſichtlichen Zu
Beihilfe in Pfunden Sterling angemerkt. Wenn man
Thüna (L.V. G.=Doppeldecker), Oberlt. v. Beaulieu (
Al=
ſammenſtellung wohl allen an ein Reiſebuch zu ſtellenden
dieſe mit ſieben multiplizierte, um ſie in Taler zu über=
Lt. Kaſtner (Rumplertaube) Lt
batros=Doppeldecker)
vernünftigen Anſprüchen gerecht wird
ſetzen, ſo gewann man erſt den rechten Maßſtab für dies
Weyer (Aviatik=Doppeldecker), Oberlt. Donnevert (Rump=
Arbeiten des Bundes für Schulreform
außerordentliche Geſchenk. So waren, wenn ich mic
lertaube), Lt. Coerper (Jeannin=Stahltaube). Ferner
Allgemeinen Verbandes für Erziehungs= und
Unterrichts=
recht erinnere, für das kleine Dorf Großbeeren 300
war die Meldung des am 30. vorigen Monats in
Darm=
weſen, Bd. 6: Zweiter Deutſcher Kongreß für Jugend
Pfund ausgeworfen; dies gibt mehr als 2000 Taler,
wo=
ſtadt tödlich verunglückten Lt. von Mirbach (Euler
bildung und Jugendkunde zu München am 3., 4. und 5
mit dem kleinen Dörfchen ſehr wirkſam aufgeholfen wer=
Doppeldecker) beſtätigt worden. Für ihn wird einer der
Oktober 1912. Das Weſen der Bildung: Die Schultypen.
den konnte. Es mußten in England die eingehendſten
drei Erſatz=Offiziere, Lt. Sommer, Lt. Reinhardt
Die Vorbildung auf das Lehramt. Vorträge und Ver=
Forſchungen angeſtellt worden ſein, um überall das
rich=
oder Oberlt. Hantelmann, einſpringen. Die baye
handlungen. gr. 8, 1913. Preis 2,80 Mk. (211 Seiten.)
tige Maß der Unterſtützung anzugeben.
riſche Heeresverwaltung ſtellt drei weitere Offiziere, die
Verlag von B. G. Teubner, Leipzig und Berlin. Eine
auf Maſchinen der bayeriſchen Heeresverwaltung konkur=
Verſammlung von Königen im Reiche der Pädagogik
rieren und zwar: Lt. Vierling (Otto=Ago=Doppeldecker),
nannte ein Beobachter im Geſpräch den Kongreß fü=
Literariſches.
Lt. Hailer (Otto=Ago=Doppeldecker), und Lt. von Haller
Jugendbildung und Jugendkunde. Und wenn ſich natur=
(Otto=Ago=Doppeldecker). Als Erſatz kommen Lt.
Em=
gemäß bei der großen Zahl der Teilnehmer auch gar man
Ein neues Buch von Wislicenus über
merich und Lt. Henneberg in Frage. Auf Maſchinen im
cher Vaſall und ſonſtiger Gefolgsmann mit in der Schar
Shakeſpeares Totenmaske. Bereits im letzten
befindet, für die führenden Geiſter entbehrt jenes Wort
Beſitz von Fabriken konkurrieren ferner Lt. v. Hiddeßen
Shakeſpeare=Jahrbuch angekündigt, erſcheint es wiederum
nicht der weitgehendſten Berechtigung. Das zeigt auch
(D.F. W.=Eindecker), Lt. Zwickau (D. F. W.=Eindecker), In
im Verlage von Eugen Diederichs in Jena. Es enthält
der vorliegende Bericht, in dem die Referenten und die
genieur Schlegel (Aviatik=Eindecker), Dipl.=Ing.
R.
die eingehende Ausführung ſeines erſten, das 1910 in der
Debatteredner die Quinteſſenzen ihrer Anſchauungen bei=
Thelen (Albatros=Doppeldecker), Ober=Ingenieur
H.
Abſicht erſchien, die Urſache für den Aufſchub von 60
Jah=
nahe ausnahmslos in ſorgſamſt abgewogener Weiſe for=
Hirth (Albatros=Eindecker) und Lt. Linke (Aviatik=
Pfeil=
ren zu ergründen, den die Frage der Echtheit der
ſogenann=
mulieren.
Doppeldecker), ſo daß im ganzen 18 Meldungen zunächſ
ten „Darmſtädter” Totenmaske ſeitens der Wiſſenſchaft
er=
fahren hat. Das erſte Buch, das Weimers Photographien
genehmigt wurden. Außerdem wurden noch einige weitere
der Totenmaske brachte, war programmatiſch, es legte die
Meldungen vorgemerkt.
Frage und ihre Löſung durch William Page dar, der 1874
den Vergleich der Abmeſſungen der Maske mit denjenigen
der Grabesbüſte vorgenommen und damit den wiſſenſchaft=
Sport, Spiel und Turnen.
lichen Weg betreten hat
die Abmeſſungen der
* Frankfurt a. M., 2. Mai. Der Zwerghund
Büſte mit denjenigen der Maske übereinſtimmen, ſo muß
die Büſte nach dieſer Maske gefertigt ſein — Grabesbüſter
klub Frankfurt a. M. und Umgegend veranſtaltet
werden nach Totenmasken angefertigt. Nun zeigt aber die
am 18. Mai dieſes Jahres eine große allgemeine Zwerg=
Büſte ein anderes Geſicht, als die Maske, und einige ihrer
hundeſchau in den Sälen des alten Senckenbergmuſeums
Maße ſind überdies verſchieden; auch hat Page die
ab=
zu Frnakfurt a. M. Es iſt allen Züchtern und Beſitzern
weichenden nicht ſpeziell angegeben, und von den ſeinen
von Zwerghunden daſelbſt eine ſeltene Gelegenheit ge
ſtimmt nur die ſchwache Hälfte, ſo daß die Wiſſenſchaft
boten ihre Lieblinge in der Oeffentlichkeit einem erſten
nicht klar ſah und ſeiner Unterſuchung nicht zu folgen ver=
Publikum zu zeigen, ſowie für geringes Standgeld von
mochte. Ueberzeugt, daß der von ihm beſchrittene Weg der
erſten Kynologen beurteilen zu laſſen. Auch iſt ein
Be=
richtige war, und die Gründe verſtehend, die ihn zur
Be=
ſuch der Arrangierung jedem Freunde dieſer Raſſen ſehr
hauptung der Echtheit veranlaßten, hat Wislicenus nun
zu empfehlen, indem bis jetzt ſchon die allerkleinſten
7052
die Frage einer eingehenden Unterſuchung unterworfen,
Raſſen angemeldet und nur ganz ſelten auf den größten
deren Ergebniſſe helles Licht auf das urſprünglich ſo dunkle
Ausſtellungen zu ſehen ſind. (Näheres im Anzeigenteil.)
Gebiet werfen, ſo daß jedermann ein Urteil über die Sache
gewinnen kann. Das Buch bringt die Angelegenheit im
Elie
weſentlichen zu Ende. Auch hat der Verfaſſer ein Bild
entdeckt, das er als das ſchönſte nach dem Leben gemalte
Vermiſchtes.
CIGARETT
CDALIIKT-
Porträt Shakeſpeares bezeichnet und deſſen Echtheits=
AK. Wohltätigkeit vor 100 Jahren. Nach dem Kriege
6.
beweis er in kurzem ebenfalls zu liefern verſpricht. Alles
vor hundert Jahren, der ſolch namenloſes Elend über
in allem iſt die Sache durch ihn einer gründlichen und er=
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Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 5. Mai 1913.
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
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Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 104.
Dienstag, den 6. Mai.
1913.
auf das Niveau eines bloßen Machtkampfes herab und
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
hart, aber nicht unerwartet, da es bereits in dem Artikel
nehmen ihr damit ihre eigentliche aufbauende Bedeutung.
33 des Geſetzes von 1905 vorgeſehen ſei. Die außerordent=
Eine dauernde Mitarbeit der Frau im öffentlichen Leben
lichen Umſtände, von denen der Artikel ſpreche, ſeien heute
der Bedingung, daß eine
in den Augen der Regierung um ſo zwingender, als ſie
en ſozialen Frieden
ver=
einen dauernden Charakter angenommen hätten. Das
ls Mittel der Intereſſen=
NEDERLANDSCHE SrOOMBOOT- REEDERI5 ROTTER DAM.
ganze Land zog aus den jüngſten Ereigniſſen die Lehre
8
rückdrängt. Die Frauen=
und erfaßte die Notwendigkeit, die Verteidigung zu
ver=
oſt Gewalt anwenden, ſie
ſtärken, um die Würde ſchützen zu können. Das Land
5
38
fesweiſe den Beweis
lie=
wolle ſtark bleiben, denn man achte nur den Starken. Die
5
Formen geſchaffen werden
Sophismen des Internationalismus hätten
29
55
55
8
Natur der Frau gemäß
45
keinen Einfluß auf den handfeſten und geſunden Men=
S
der von Männern
ange=
ſchenverſtand eines Volkes. Barthou bedauerte,
8
tmittel zerſtören ſich die
daß einige Beamte die Grenzen ihrer bürgerlichen Rechte
5
2.
h im öffentlichen Leben zu
überſchritten und eine Kundgebung für eine eingehendere
.
ge Ueberzeugungskraft der
Beratung des Geſetzes unterzeichnet hätten. Die
unge=
re Forderungen ſtützt, und
heure Mehrheit der Profeſſoren und Lehrer ſei jedoch nicht
55
akter eines erbitterten und
§ 5
aus ihrer durch die Umſtände auferlegten Zurückhaltung
Beſchlechter um die äußere
getreten.
Nach einigen Worten über die Laienſchule, die
Fi=
id wir überzeugt, daß die
nanz= und die Wahlreform ſchloß der Miniſterpräſident,
nur von der aufbauenden
indem er ſich von neuem an die Einigkeit der
Republi=
kaner wandte.
der Frauen erwarten kann.
§ 3
kann durch ungeſetzliche
58
52
Nach dem Miniſterpräſidenten Barthou ergriff Mi=
* 25
2g
zt und zerſtört werden.
25
niſter Pichon das Wort und ſagte: Frankreich ſei von
25
2
g.
5
hervorragend friedlichem Sinne beſeelt; es ſoll als Binde=
5f5
5.a5.
S.5
(5
T. St.
1.
*8.
glied dienen zwiſchen den Ländern, die durch die Er=
S2
le Politik
2n.
De
ermr
ums
eigniſſe getrennt werden könnten, und eine Rolle ſpielen,
S.
a)
5
um Mäßigung und Beruhigung herbeizuführen. Dies iſt
eichs.
ſeine Aufgabe im Rate der europäiſchen Länder, wo Frank=
28 4
5 B
(§
Stadtverwaltung in Caen
8 Einäs
if
reich bemüht iſt, wenn Unſtimmigkeiten eintreten, Mittel
ou eine Rede, in der er
2 Pg. 2
und Wege zu finden, den Bruch der Einigkeit unter den
der Republikaner betonte.
Mächten zu verhindern, der für alle Länder eine ſchwere
nergiſch gegen die Unter=
Gefahr ſein würde. Frankreich gibt die Hoffnung nicht
Zwecken das patriotiſche
auf, mit Hilfe der befreundeten Mächte zu einem guten
en der äußeren Lage hätte
miſſe ſprächen laut genug
Reſultat zu kommen. Während einerſeits Frankreich
fried=
cht hören und ſehen wollen
lich geſinnt iſt, arbeitet es an ſeiner Verſtärkung, um der
nismus verharrten. Der
allgemeinen Achtung ſicher zu ſein: Frankreich hat, was
te Gleichgewicht. Die wohl=
Menesete cesehte tetac
ſeine nationalen Intereſſen betrifft, kein anderes Ziel, als
aten ſtellten neue Probleme
ungen der Diplomatie zu
das Erbteil der Vorfahren den kommenden Generationen
ROTTERDAM-MANNHEIM und Zwischenstationen.
ſtand billiger Ironie, aber
unberührt zu überliefern.
oben werden, die die Bot=
Die Rede Barthous, namentlich die Stelle über die
die mit ſo vorzüglicher
europäiſchen Frieden ge=
Militärvorlage, findet in einem anſehnlichen Teile der
20
ieden den ſie geſichert hat.
Pariſer Preſſe lebhafte Zuſtimmung. Die konſervativen
—
die Diplomatie ſechs Mo=
Blätter bedauern jedoch, daß der Miniſterpräſident ſich
tändniſſe die Einigkeit der
verpflichtet gefühlt habe, den Radikalen das Zugeſtändnis
nd koſtbare Zeit gewonnen
eine Rolle geſpielt, die
ſei=
zu machen, auch über die Verweltlichungspolitik und die
getesſelte
chaften, wie ſeinem Willen,
Einkommenſteuer zu ſprechen. Der Figaro meint, dieſe
Gtle Set gel.
(
deſſen Folgen unmöglich
ſche . g. 7
Konzeſſion ſei wenig lobenswert. In dieſem ſchwierigen,
n. Ohne die Rechte
Frank=
vielleicht entſcheidenden Zeitpunkt wäre es gefährlich, die
franzöſiſche Diplo=
Pflicht getan, an An=
Parteizerriſſenheit noch mehr zu betonen, den Kredit zu
en teilgenommen, die allein
lähmen und die Sparer zu beunruhigen.
önnten, der Unſicherheit
In parlamentariſchen Kreiſen verlautet, daß ein
Sie werde auch dieſer
Hal=
regierungstreuer Deputierter in einer der nächſten
Kam=
ts den Beſchlüſſen in denen
Autorität und Würde
feſt=
merſitzungen den Miniſterpräſidenten über die von ihm
andererſeits die endgültigen
in Caen angekündigte Zurückbehaltung der am 1. Oktober
M
us auf dem Balkan
freiwerdenden Jahresklaſſe interpellieren werde. Dem
ſtellte dann feſt, es ſei un=
Miniſterpräſidenten werde hierdurch Gelegenheit geboten
Friede gegen jede Gefahr
ALLE DAMPFBOOTE
werden, ſich über dieſe Frage eingehend zu äußern und
ScHLAECABINEN VERSEHEN.
riedensliebe
Frank=
von der Kammer hierüber ein unzweideutiges Votum
ankreich wolle den Frieden,
zu erlangen. In Regierungskreiſen iſt man überzeugt, daß
Arnt auStbftf ron Passaeſtearon, Gleit Enrelit ult. Seret n Mteit, . For feroat er binkeribiſ n Seintestucse
m Stolz und ſeiner Würde
die überwiegende Mehrheit der Kammer der geplanten
Nuch niſerer Aorrgrügung Bebtater Dr Aenen
der aus der Furcht geboren
FF
revolutionärer Gewalt unter allen Umſtänden und für
wird. Um ihn zu ſichern, ſei es bereit, Opfer zu bringen.
Maßnahme ihre Zuſtimmung erteilen werde. Die
De=
jede Frau einen Bruch mit ihrer Natur, eine Preisgabe
die die Verteidigung verlangte. Das Land habe bereits
putierten, die ſoeben mit ihren Wählern in Berührung
ge=
ihrer Weſensart. Mag das Gefühl des erlittenen
Un=
mit inſtinktivem Scharfblick erkannt, daß das Geſetz über
treten ſeien, hätten die Erkenntnis erlangt, daß die
Be=
rechts noch ſo ſtark ſein — die Frauen werden ſich doch zur
die dreijährige Dienſtzeit eine
Notwendig=
völkerung von der Notwendigkeit der ihr auferlegten
Anwendung gewalttätiger Mittel innerlich zwingen und
keit ſei. Barthou führte weiter aus, daß man ſich nur
die Stimme des Taktes gewaltſam betäuben müſſen, die
aus unabweislichen Gründen entſchloſſen habe, dem
Opfer durchaus durchdrungen ſei. Die Beratung des
Ge=
ſie von derartigen Demonſtrationen zurückhält Darum
Lande ein Opfer von einer ſolchen Bedeutung
aufzu=
ſetzes über die dreijährige Dienſtzeit ſelbſt dürfte kaum
kann — abgeſehen von ihrer Bedenklichkeit an ſich — eine
erlegen, aus Gründen, die den dringendſten Na
vor dem 20. d. M. beginnen.
ſolche Taktik keinen dauernden Erfolg haben. Die
wider=
tionalintereſſen entſtammten und derart ſeien, daß
ſinnigen Mittel müſſen je länger, je mehr die Wirkung
man das Geſetz auf ſich nehmen müſſe, ſofern man ſich
verlieren, die ſie vielleicht anfangs als Ausdruck der
Ent=
nicht ſelbſt dem Untergang preisgeben wollte Es handle
ſchloſſenheit und des Opfermutes der Frauen
Deutſches Reich.
ſich nicht darum, einer Art anſteckendem Rüſtungswahnſinn
gehabt
haben, und die Frauen ſelbſt werden einer Taktik müde
nachzugeben, ſondern darum, ſich zu verteidigen. Barthou
Die „Imperator”=Reiſe des Kaiſers.
werden die keine ohne inneres Widerſtreben aufgenommen
aing dann auf die Vorteile ein, die er von dem Geſetz=
Das Programm für die vielbeſprochene „Imperator” kann und deren gewalttätige äußerſte
Konſequen=
über die dreijährige Dienſtzeit erwartet, nämlich die
Er=
höhung der Effektivbeſtände, Verbeſſerung der
Ausbil=
zen zu ziehen ſich für Frauen ohnehin ein für allemal
Reiſe des Kaiſers iſt nach mehrfachen Aenderungen jetzt
verbietet.
dung, Vergrößerung der Offenſivkraft und die Verſtärkung
folgendermaßen feſtgeſetzt worden: Am 7. Juli tritt der
Die Frauen, die revolutionäre Kampfesmittel
anwen=
der gut ausgebildeten und ſtets bereiten Deckungstruppen.
Kaiſer von Kiel aus auf der „Hohenzollern” ſeine
Nord=
den,
verleugnen aber nicht nur ihre eigene weibliche Natur;
Das Geſetz werde die notwendige Antwort auf die
ander=
landsreiſe an. Die Fahrt geht zuerſt nach dem
Kaiſer=
ſie ſchaden auch im letzten Grund den Intereſſen der
wärts angenommenen Geſetze ſein wodurch eine zahlen=
Frauenbewegung ſelbſt. Wenn die Forderung nach einem
mäßige Unterlegenheit des franzöſiſchen Heeres herbeige=
Wilhelm=Kanal, nach Cuxhaven. Von dort geht der
Kai=
verſtärkten Einfluß im Staate heute weite Frauenkreiſe
er=
führt ſei. Zwiſchen dem franzöſiſchen und dem
ſer an Bord des „Imperator”, und am 8. Juli ſticht der
ariffen hat, ſo ſehen wir darin die Wirkung wirtſchaftlicher
deutſchen Heere beſtehe, ſelbſt wenn man die bereits
„Imperator” in See, kehrt aber ſchon am 9. zurück. Der
Veränderungen und ſozialer Umgeſtaltungen, deren
un=
ſicheren Steigerungen des gegenwärtig in Deutſchland be=
Kaiſer ſetzt dann ſeine Fahrt auf der „Hohenzollern” nach
aufhaltſam wirkende Macht durch eine Gewaltpolitik nicht
ſprochenen Geſetzes nicht berückſichtige, ein Unterſchied von
verſtärkt werden kann.
180 000 Mann. Das einzige Mittel, dieſen Unterſchied der
Norwegen fort. An der „Imperator”=Reiſe ſollen die ſei=
Der Zweck des Frauenſtimmrechts, ob es für
Ge=
in naher Zukunſt noch größer würde, zu beſeitigen ſei die
nerzeit geladenen Gäſte teilnehmen, ſoweit es ihre Zeit
meinde, Berufsvertretung oder Staat gefordert wird, be=
Sicherung eines ausreichenden und dauernden
Effektiv=
erlaubt.
ſteht darin, daß die Frauen die aus ihrer wachſenden
Be=
beſtandes durch die Verlängerung der Dienſt=
— Das diesjährige Kaiſermanöver
zwi=
rufstätigkeit hervorgehenden wirtſchaftlichen Intereſſen
zeit Die anderen vorgeſchlagenen Mittel ſeien nur
un=
vertreten und an den Kulturaufgaben verantwortlich
mit=
wirkſame und der Lage nicht entſprechende Palliativmittel.
ſchen dem 5. und 6. Armeekorps wird auf dem für Preußen
Ohne ſich hinter den Oberkriegsrat, der ſich einſtimmig für
arbeiten wollen, denen ſie als Frauen und Mütter
geſchichtlich ſo denkwürdigen Boden der Provinz
Schle=
eine natürliche und lebendige Anteilnahme
entgegen=
die dreijährige Dienſtzeit ausgeſprochen habe, zu
verſchan=
ſien ſtattfinden. Vor dem Kaiſermanöver wird der
Kai=
bringen. Dieſe doppelte Bedeutung hat in der
Frauen=
zen, werde die Regierung ſich mit ihrer Exiſtenz für die
ſer die große Parade über das 5. Armeekorps am 2. Auguſt
bewegung der Gedanke des Frauenſtimmrechts bis heute
Annahme des Entwurfes einſetzen.
Die Regierung erfülle nur ihre Pflicht, wenn ſie ferner
gehabt, nicht aber den Sinn eines Kampfes mit dem Mann
bei Poſen, über das 6. Armeekorps am 29. Auguſt bei
ihren Willen kundgibt, den am 1. Oktober freiwerdenden
um die politiſche Herrſchaft. Durch die Anwendung revo=
Breslau abnehmen. In Poſen wird der Kaiſer mehrere
Jahrgang unter den Fahnen zu behalten. Das Opfer ſei
lutionärer Mittel drücken die Frauen ihre Kulturbewegung
Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 5. Mai 1913.
Nummer 103.
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