D
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a
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176. Jahrgang
rnonatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 101.
1913.
Freitag, den 2. Mai.
Daß die albaniſche und ſpeziell die Skutarifrage heute
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Deutſches Reich.
über Europa wie ein drohendes Gewitter laſtet, von dem
noch nicht weiß, ob und wie ſchwer es ſich entladen
Der Ausſchuß für auswärtige An=
wird, iſt ſicher. Oeſterreich ſteht vor einer
verhängnis=
gelegenheiten. Bei Beratung des Etats in der
Das Wichtigſte vom Tage.
vollen Entſcheidung, aber auch Rußland, wenn es etwa
Zweiten württembergiſchen Kammer erklärte der
Miniſter=
die Abſicht haben ſollte, erſterem beim ſelbſtändigen Vor=
Auf der Darmſtädter Fliegerſtation
verun=
präſident in wiederholter Erwiderung auf Ausführungen
glückten am Mittwoch abend Leutnant v. Mirbach
gehen gegen Montenegro in die Arme zu fallen. In
kei=
des Abg. Haußmann (Volkspt.), daß der Ausſchuß für
und Leutnant v. Brunn beim Landen auf einem
nem Augenblick während der Balkankriſe iſt die
euro=
auswärtige Angelegenheiten alljährlich im Herbſt eine
Euler=Doppeldecker. Beide ſind tot.
päiſche Lage ſo gefährlich geweſen wie jetzt. Alle Mel=
Sitzung abhalte. Im letzten Jahre ſei eine Reaktivierung
Die Budgetkommiſſion des Reichstags lehnte
dungen aus Wien laſſen erkennen, daß ſich
Oeſterreich=
des Ausſchuſſes eingetreten. Es wurden dabei die
Grund=
die von der Regierung geforderten ſechs Kavallerie=
Ungarn in ſeinem Entſchluſſe, auch ohne die Zuſtimmung
Regimenter mit 16 gegen 12 Stimmen ab und nahm
züge der Politik beſprochen, hieran knüpften ſich Debatten
einen Antrag der Fortſchrittlichen Volkspartei, drei
Ka=
aller Großmächte ſeine eigene und die Ehre Europas zu
an und außerdem finde eine Ueberreichung von
Memoran=
vallerie=Regimenter zu bewilligen, mit 16 gegen 12
wahren und den Uebermut Nikitas zu zügeln, durch nichts
den an die Vertreter der Bundesſtaaten ſtatt. Vor etwa
Stimmen an. Darauf vertagte ſich die Kommiſſion
wankend machen laſſen wird — auch nicht durch die „
ern=
ſieben Wochen habe der Reichskanzler an die leitenden
bis zum 20. Mai.
ſten Schwierigkeiten”, mit denen Rußland bei einem ein=
Miniſter eine Einladung nach Berlin ergehen laſſen, um
UUnter dem Titel „Deutſchland in Waffen” iſt
ſo=
eben bei der Deutſchen Verlagsanſtalt Stuttgart ein
ſeitigen Vorgehen Oeſterreichs droht. Letzteres iſt bereit,
mit ihnen über die Wehr= und Deckungsvorlage Rück=
Werk erſchienen, deſſen Herausgeber der deutſche
aus der ſchwankenden Haltung der Botſchafterkonferenz
ſprache zu nehmen. Der Reichskanzler habe dabei über
Kronprinz iſt.
die Konſequenzen zu ziehen. Schwerwiegende
Entſchei=
ſeine Ziele Mitteilungen gemacht. Es ſei wertvoll, wenn
Profeſſor Erich Schmidt der berühmte
Literaturhiſto=
dungen können inzwiſchen ſchon getroffen ſein.
der Reichskanzler die Ueberzeugung haben könne, daß die
riker der Berliner Univerſität, iſt infolge eines Schlag=
Was nun die uns vor allem intereſſierende Frage der
Bundesſtaaten hinter ihm ſtehen. Dadurch würden ſeine
anfalls in Berlin geſtorben.
Beteiligung Deutſchlands an einem etwaigen
internatio=
friedlichen Beſtrebungen am wirkſamſten unterſtützt. Die
Sin großer Wald= und
Heidebrand brach
bei Höfer im Kreiſe Celle aus. Der Brand konnte noch
nalen Zwiſt betrifft, ſo erklärte der Staatsſekretär von
Heeresvorlage ſei ſelbſtverſtändlich nicht unvermutet eines
nicht gelöſcht werden.
Jagow am Dienstag in der Budgetkommiſſion des
Reichs=
ſchönen Tages aus dem Himmel gefallen. Er könne ver=
Oeſterreich=Ungarn hat erklärt, daß es allein oder
tags, der Konflikt Oeſterreichs mit Montenegro gehe uns
ſichern, daß in dieſer Frage in bundesfreundlicher Weiſe
gemeinſam mit Italilen gegen Montenegro
direkt nichts an. Wenn aber Rußland ſich einmiſcht und
gehandelt worden ſei.
mit militäriſchen Operationen alsbald
vor=
gegen unſeren Verbündeten Stellung nimmt, bleiben wir
gehen werde.
Organiſierung der
Veteranenfür=
auch dann unbeteiligt? Dieſe Frage hat der
Staatsſekre=
je Botſchafterkonferenz hat ſich auf
Mon=
ſorge. Unter dem Vorſitz Sr. Exz. des Generals der
tär nicht beantwortet, ſie ſteht aber im Vordergrunde des
tag vertagt. Zu der befürchteten Sprengung iſt es nicht
Infanterie Freiherrn von Lyncker fand in Berlin eine
gekommen.
Intereſſes unſerer öffentlichen Meinung.
Hauptvorſtandsſitzung des „Reichsverbandes zur Unter=
Der ſchwediſche Dampfer „Flora” ſtieß bei
ſtützung deutſcher Veteranen” ſtatt, an der unter anderen
Kuxhaven mit dem
zu=
engliſchen Dampfer „Mozart”
teilnahmen: Frau Anna vom Rath, die Herren
Kommer=
ſammen und ſank.
Vier Perſonen ertranken.
Portugal.
zienrat Gugenheim, der rheiniſche Großinduſtrielle Scheidt,
Kettwig, Graf Henckel von Donnersmarck, Generalleutnant
Aus Liſſabon ſind Nachrichten eingetroffen, wonach
Tageskalender zur Geſchichte der
z. D. Exz. von Schubert, Se. Exz. Vizeadmiral z. D.
Mer=
es dort wieder einmal einen Putſchverſuch gegeben hat,
Befreiungskriege.
ten, Landesdirektor Präſident von Glaſenapp und andere
der allerdings mißlungen iſt. Die hierüber eingetroffenen
Mai 1813: Schlacht bei Groß=Görſchen (Lützen).
Na=
poleon gegen Wittgenſtein. 237000 Kombattanten
bekannte Perſönlichkeiten aus der Induſtrie und dem
Meldungen ſind aber ſo unklar, daß man ſich des Ein=
34000 Mann Geſamtverluſt. 144000 Franzoſen gegen
öffentlichen Leben.
drucks nicht erwehren kann, daß ſie von der Regierung
93000 Ruſſen und Preußen.
ſchön gefärbt ſind, während in Wirklichkeit die Vorgänge
Aus dem Geſchäftsbericht war zu entnehmen, daß der
Verband bisher bereits einen recht erfreulichen Auf=
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 9.
weit umfangreicher geweſen ſind. Man kann ſich nach
ſchwung genommen hat. Auf Grund der vorliegenden
den bisher eingetroffenen Berichten kein genaues Bild der
ſehr befriedigenden Ergebniſſe der vorgenommenen Stich=
Lage machen. Vor allem erſcheint es ſehr merkwürdig,
proben=Propaganda wurde beſchloſſen, nunmehr die Pro=
Die albaniſche Frage und
paganda über das ganze Reich auszudehnen. Sodann
daß die Offiziere gerade mit den allerradikalſten
Repu=
wurde dankbar anerkannt, daß entſprechend den Wünſchen
blikanern gemeinſame Sache gemacht haben ſollen. Richtig
des Reichsverbandes der dem Bundesrat zugegangene
ihre Gefahr.
daran iſt vielleicht, daß ein Teil des Militärs gegen die
Geſetzentwurf, betreffend die Gewährung von Beihilfen
*⁎* Es kommt immer anders, als man denkt. Dieſe
Regierung Stellung genommen hat, es fragt ſich nur, zu
an Kriegsteilnehmer, die Bedingungen für die Erfüllung
Erfahrung hat man auch im Laufe der Balkankriſe wieder
der geſetzlichen Beihilfe mildert und der Nachweis der
Er=
weſſen Gunſten, und es wäre ein royaliſtiſches Motiv
kei=
werbsunfähigleit bei vorliegender Unterſtützungsbedürf
machen können Wir brauchen nur daran zu erinnern, wie
neswegs ausgeſchloſſen. Möglich, daß die Hoffnung der
tigkeit nicht mehr verlangt wird: daß ferner die ärztliche
loft bei Beginn des Krieges verſichert wurde, am Status=
Königsanhänger wieder geſtiegen iſt auf die Kunde von
Unterſuchung wegfällt und, insbeſondere dem erſten
quo auf der Balkanhalbinſel ſolle nichts geändert werden,
der Verlobung Manuels mit einer Hohenzollernprinzeſ=
Grundſatz des Reichsverbandes entſprechend, die
Vetera=
twie noch am 8. Oktober die Geſandten Oeſterreichs und
nenunterſtützung von zukünſtig 12,50 Mark pro Monat,
ſin, und ebenſo wäre es denkbar, wenn auch nicht ſehr
gänzlich unabhängig von der politiſchen Stellung der Ve=
Rußlands in Sofia eine Note der Mächte überreichten,
wahrſcheinlich, daß Radikale und Monarchiſten
zuſammen=
teranen oder ihrer Konfeſſion gezahlt werden ſoll. Frau
tworin dieſe erklärten, daß im Kriegsfalle keine
Gebiets=
geführt worden ſind durch den beiderſeitigen Haß gegen
vom Rath ſtiftete zum Jubiläumsfonds 10 000 Mark:
fer=
weränderungen zugelaſſen würden. Auch die Balkanſtaaten
das jetzige Regime, das ſich weiter Unbeliebtheit zu
er=
ner ſtellte der erſte Vizepräſident des Verbandes, Herr
Stier, für die Werbetäfigkeit im Reiche gleichfalls 10 00
ſelbſt heuchelten zu der gleichen Zeit noch, daß es ihnen
freuen ſcheint.
Mark zur Verfügung. Eine Reihe von Vereinen und
Ver=
micht um Gebietsgewinn, ſondern nur um Verbeſſerung
Man hört jetzt recht ſelten etwas aus Portugal, und
bänden, die ſich mit der Veteranenfürſorge beſchäftigen,
des Loſes der Chriſten im Osmanenreiche zu tun ſei. Nun,
wenn eine Nachricht einmal kommt, iſt ſie meiſt wenig
er=
haben bereits ihren korporativen Anſchluß an den
Reichs=
der Statusquo iſt längſt begraben, die europäiſche Türkei
freulich. Es hat den Anſchein, als wenn das jetzige
re=
verband vollzogen. Ferner ſind mehr als 50 Regimenter
zahlreiche Landwehrbezirke, Marinekommandos, Schiffe,
wird aufgeteilt, und die „Uneigennützigkeit” der Sieger
publikaniſche Regime noch immer nicht hat feſten Fuß
faſ=
auswärtige Konſulate uſw. korporativ beigetreten An
iſt ſo groß, daß dieſe ſich um die Beute balgen.
ſen können, und daß es im großen und ganzen genau ſo
die deutſchen Städte und Landkreiſe iſt ein Rundſchreiben
Doch davon wollten wir nicht ſprechen, ſondern uns
zugeht, wie früher, nur daß an die Stelle der Dynaſtie die
ergangen, in dem zu einer gemeinſamen Beratung über
mit Albanien beſchäftigen, deſſen künſtige ſtaatliche
Ge=
republikaniſche Form getreten iſt. Als König Manuel
ver=
die Regelung der Veteranenfürſorge im Reiche, zur
Sammlung eines Reichsfonds zwecks Gewährung
laufen=
ſtaltung ganz das Werk der Großmächte werden ſollte.
trieben wurde, hat man wohl in weiteren Kreiſen der
Be=
der ausreichender Unterſtützungen für die allerbedürftig=
Dieſe wollten die Grenzen des neuen Staates feſtſtellen,
völkerung ſich mit dieſem Ereignis abgefunden in der
Er=
ſten alten Krieger und Schaffung leichter
Arbeitsgelegen=
ſeine Verfaſſung regeln und ihm auch einen Fürſten geben
wartung, daß es jetzt beſſer werde und eine Geſundung
heit für noch arbeitsfähige Veteranen aufgefordert wird.
Alles dieſes war von den Mächten einmütig beſchloſſen
Mitunterzeichnet haben dieſes Rundſchreiben an die
deut=
der inneren Zuſtände vielleicht eintreten werde. Auf dem
ſchen Städte und Landkreiſe unter anderem auch die
Ober=
worden, und man wartete nur noch den Frieden ab, um
auswärtigen Gebiete hat ja Portugal kaum noch etwas
bürgermeiſter Exzellenz Wermuth=Berlin und
Matting=
auch bezüglich Albaniens Definitives zu ſchaffen. Der
zu ſagen, es ſteht da völlig unter dem Einfluſſe Englands,
Breslau,
erſte Strich durch die Rechnung wurde den Mächten von
und dies iſt vielleicht auch der Grund, daß Portugal ſeine
— Zur Charakteriſtik der ſozialdemo=
Montenegro gemacht, welches Skutari nicht herausgeben
kolonialen Beſitzungen noch immer behält, obwohl
be=
kratiſchen „Enthüllungen”, wird der Köln. Ztg.
will, und den zweiten macht ihnen neuerdings der famoſe
kanntlich Deutſchland auf einen Teil derſelben zur
Ab=
aus Berlin geſchrieben:
„Held von Skutari”, Eſſad Paſcha, der die Mächte aller
rundung unſerer afrikaniſchen Schutzgebiete Kaufabſichten
Allmählich dürften ſich auch diejenigen unter den So=
Mühen um Albanien entheben will, ſich zum Herrſcher des
hat. Die auf den Syſtemwechſel geſetzten Hoffnungen
ha=
zialdemokraten, die noch obiektiv denken können, der Ein=
Landes hat ausrufen laſſen und geſonnen iſt, ſeine
Stel=
ſicht nicht mehr verſchließen, daß die Lieblnechtſchen „
Ent=
ben ſich aber bisher in keiner Weiſe erfüllt, die Zuſtände
hüllungen” erſtens einmal ihren Zweck, der neuen
Heeres=
lung mit Waffengewalt zu verteidigen. Dadurch wird
ſind ziemlich unverändert, insbeſondere iſt nichts darüber
verſtärkung Steine in den Weg zu ſchleudern, nicht
errei=
die Sache immer verwickelter, und die Mächte ſtehen vor
bekannt geworden, daß in den Finanzen, wo die größte
chen, und daß ſie zweitens aus Uebertreibungen und
Ent=
neuen ſchweren Aufgaben, wenn ſie ſich das Heft nicht
Mißwirtſchaft herrſcht, Ordnung erfolgt wäre. Zu
alle=
ſtellungen zuſammengeſetzt ſind. Nun kommt noch der
bündige Beweis hinzu, daß ſie zum großen Teil
über=
aus der Hand nehmen laſſen wollen. Und das können ſie
dem kommt der Parteihader, der durch die Einführung
haupt nichts Neues bieten. Um zunächſt noch einmal die
nicht gut, ohne ſich bloß zu ſtellen; ihnen muß auch daran
der Republik in keiner Weiſe geſchwunden zu ſein ſcheint
durch Abdruck von Briefen, die ihn nicht erreichten, vom.
liegen, eine gewiſſe Garantie für die gedeihliche Entwick=
und der ſchon mehrere Male zu Zuſammenſtößen und Ver=
Vorwärts unterſtrichenen Mitteilungen über die
inter=
lung Albaniens und dafür zu erhalten, daß dieſes nicht
nationalen Vereinbarungen in der Waffeninduſtrie zu
er=
wicklungen geführt hat.
wähnen, die dieſe mit allen modernen Großinduſtrien ges
immerfort ein Herd der Unruhe iſt. Insbeſondere Oeſter=
Wie groß die innere Wirrnis iſt, zeigt der jüngſte
mein haben, ſo ſei auf den in der Hauptverſammlung
reich=Ungarn und Italien haben ein Intereſſe daran, daß
Putſch, der zweifellos das Reſultat einer umfangreichen
vom ‟ April dieſes Jahres erſtatteten Geſchäftsbericht der
auf albaniſchem Gebiete, welches ſich eine weite Strecke die
Verſchwörung iſt. Bei einer ſolchen Geſtaltung der Si=
Deutſchen Waffen= und Munitionsfabriken verwieſen Der
Bericht des Vorſtandes über das abgelaufene Geſchäfts=
Adria entlang zieht, konſtante Verhältniſſe herrſchen. Ob
tuation iſt an eine Geſundung der Verhältniſſe noch nicht
jahr beſpricht da im Tone der Selbſtverſtändlichkeit, was
dieſe Gewähr unter Eſſad Paſcha vorhanden ſein wird, iſt
zu denken, und es wird wohl noch geraume Zeit ins Land
die Herren Sozialdemokraten zum frommen Schauder
fraglich, jedenfalls verdient er nach ſeinen mit
Monte=
gehen, bis in Portugal wieder volle Ruhe und Ordnung
einer gläubigen Anhängerſchaft „enthüllt” haben: die
Be=
negro geſponnenen Intrigen nicht allzu viel Vertrauen.
eintreten.
teiligung dieſes Unternehmens an der Fabrique Nationale
Seite 2.
d’Armes de Guerre in Herſtal. Dieſe Beteiligung wa
ebenſo wenig ein Geheimnis, wie der Umſtand, daß die
deutſche Fabrik im Vorſtand der belgiſchen vertreten iſt
Was nun die „Enthüllungen” über den Brief der
Deut=
ſchen Waffen= und Munitionsfabriken betrifft, durch der
ſie im Jahre 1907 ihren Vertreter in Paris veranlaſſen
wollten, eine Notiz über die Neubewaffnung der franzö
ſiſchen Armee mit Maſchinengewehren in den Figaro zu
ſ.
ancieren, eine Notiz, die bekanntlich nie erſchienen iſt,
iſt dieſe Angelegenheit bereits am 23. Februar 1911 im
Reichstag behandelt worden. Wie man im
ſtenographi=
ſchen Protokoll dieſer Sitzung nachleſen kann, hat bei der
Beratung der damaligen Heeresvorlagen der Abgeordnete
Stücklen die Rolle des Enthüllers geſpielt und den Brie
der Deutſchen Waffen= und Munitionsfabriken verleſen
Der Kriegsminiſter hat damals erwidert und feſtgeſtell
daß dieſes Schreiben lediglich lanciert worden ſei, un
hierdurch Anhaltspunkte für die Abſichten der franzöſiſchen
Heeresverwaltung zu gewinnen. Der Kriegsminiſter teilt
damals noch mit, daß die deutſche Heeresverwaltung mi
den Deutſchen Waffen= und Munitionsfabriken
bereit=
ein Jahr zuvor, 1906, über die Maſchinengewehre einen
Vertrag abgeſchloſſen hatte. Merkwürdigerweiſe hat jetzt
niemand daran erinnert, daß vor zwei Jahren dieſ
Enthüllung keinerlei Senſation gemacht. Es iſt aber
be=
zeichnend, wie die Sozialdemokratien dieſe Dinge jeweils
vorbringen, wenn eine Heeresvorlage zur Verhandlung
ſteht. Die taktiſche Abſicht dabei iſt offenbar
Der Vollſtändigkeit halber ſei noch angeführt, was
die Hamburger Nachrichten über die Art und Weiſe mit
teilen, wie Liebknecht jenen Brief der Deutſchen Waffen=
und Munitionsfabriken erlangt hat: Ein früherer Ange
ſtellter der Deutſchen Waffen= und Munitionsfabriken
na=
mens Schoeps hatte ſich im Dezember 1910 wegen
Erpreſ=
ſung vor der Strafkammer des Berliner Landgerichts II
zu verantworten, und Dr. Liebknecht, der außer
Sozial=
demokrat auch noch Rechtsanwalt iſt, verteidigte ihn.
Die=
ſer Schoeps hatte ſich eine Abſchrift des Briefes auf
un=
redliche Weiſe angeeignet und mit der Behauptung, der
Brief und die Notiz für den Figaro ſeien zu dem Zwecke
geſchrieben worden, das Deutſche Reich zu weiteren
Rü=
ſtungen und demgemäß zu Waffenbeſtellungen anzureizen,
Geldforderungen bei den Deutſchen Waffen= und
Mun=
tionsfabriken erhoben. In Wahrheit ſollten Brief= und
Zeitungsnotiz nichts anderes bezwecken, als die franzöſi
che Regierung zu einer Berichtigung und dadurch zu
Auf=
klärungen über ihre Maſchinengewehrpläne treiben, aus
denen ſich nützliche Schlüſſe für die deutſche
Heeresverwal=
tung ziehen ließen. Schoeps wurde als Erpreſſer zu dre
Monaten Gefängnis verurteilt. Dr. Liebknecht war als
Verteidiger zu der Abſchrift des Briefes gekommen, und
als Sozialdemokrat gab er ſie an ſeine Partei weiter.
-
Ein einheitlicher Gütertarif zwi=
Wie verlautet,
10
ſchen den Bundesſtaaten.
ind Verhandlungen über Schaffung eines formell ein
heitlichen Gütertarifs zwiſchen der preußiſchen Regierung
als Vertreter in der preußiſch=heſſiſchen Eiſenbahngemein
ſchaft und der ſächſiſchen, bayeriſchen, badiſchen und
würt=
tembergiſchen Regierung eingeleitet. Es dürfte die Aus
ſicht beſtehen, daß eine Einigung in dieſer Hinſicht erzielt
wird, ſo daß das Gütertarifweſen im Sinne einer ge
meinſchaftlichen Verſtändigung eine weitere Ausbildung
erfahren würde. Es iſt ſomit ein weiterer Schritt auf dem
Wege der im Bereich der Möglichkeit liegenden Vereinheit
lichung des deutſchen Eiſenbahnweſens zu erwarten
-
Aus dem elſaß=lothringiſchen Land
tag. In der Sitzung der Erſten Kammer des elſaß
lothringiſchen Landtags erhob Graf Andlau ſcharfe
Vor=
würfe gegen die Regierung wegen der Erteilung von
Jagdſcheinen an Ausländer, und betonte, daß man die
Scheine auch ſolchen Leuten entzogen hätte, gegen die keine
Bedenker vorliegen, die ihren Wohnſitz im Lande hätter
hohe Steuern zahlten und vorausſichtlich für den
Ver=
mögensbeitrag in Anſpruch genommen würden.
Die
Maßnahme der Regierung ſei eine Repreſſalie, die durch
den Druck der alldeutſchen Preſſe veranlaßt würde. Mar
ſähe in dem Elſaß=Lothringer immer den Proteſtler und
„Franzoſenkopf‟. Dieſe Politik der Nadelſtiche verhindere
den inneren Anſchluß an das Reich. Es ſei an der Zeit,
daß die Politik der Geſinnungsüberwachung nach 42 Jah
ren endlich einmal aufhöre. Das Volk habe ſich mit der
beſtehenden Verhältniſſen längſt ausgeſöhnt. Unterſtaats
ſekretär Mandel gab ſeiner Freude darüber Ausdruck, da
ſich das elſaß=lothringiſche Volk mit den Verhältniſſer
1813.
Jubiläumsnotizen von Willi Dünwald
Nachdruck verboten.
Groß=Görſchen
Rückblick: Napoleons Ankunft in Paris äußere Politik
Verhandlungen mit den Mächten, Neuſchaffung des
Heeres, Abreiſe nach Deutſchland. —
Groß=Görſchen.
Scharnhorſts Verwundung und Tod
Von Smorgoni nach Paris eilends unterwegs, hatte Na
poleon in Wilna, Warſchau und Dresden kurze Unter
redungen. In Warſchau mit ſeinem Miniſter de Pradt
dem er verſicherte: „Ich werde Tag und Nacht durch
reiſen nach Paris; dort werde ich um Mitternacht
ein=
ſchlagen wie eine Bombe; am andern Morgen wird man
verblüfft ſein über meine Rückkehr, in ganz Frankreich
wird man von nichts anderem ſprechen, und man
wir=
vergeſſen, was geſchehen iſt.” Genau ſo geſchah es. In der
Nacht zum 19. Dezember traf er unerwartet in Paris ein
und machte den Schreck um das 29. Bulletin, das
eit zwei Tagen das Volk bekümmerte, heimatlos. Vive
IEmpereur ward gejubelt; das kaum vermeldete Kriegs
unheil hatte ſeinen Stachel verloren. Genau ſo, wie Na
poleon vorhergeſagt hatte
Ohne ſich nach dieſer vierzehntägigen raſtloſen
Win=
terfahrt Ruhe zu gönnen, berief er bereits in aller Früh
des 19. Dezember einen Miniſterrat und gab nächſten Tags
den Tuilerien das großartige Schauſpiel einer Senats
verſammlung. In der hatte er zu rügen, daß, als
der Abenteurer General Malet aus anarchiſtiſchen Beweg
gründen ihn tot geſagt habe, keiner ſeines kleinen Sohnes,
des Königs von Rom, keiner ſeiner Gemahlin, der
Kai=
erin gedacht habe. Von der großen Armee ſagte er aus
ſie ſei unbeſiegt, habe nur gelitten unter dem Klima
Ruß=
lands. Die Herren in den Staatsfräcken waren derſelber
Anſicht und verſicherten die treue Ergebenheit der ganzen
Nation.
So der äußere Napoleon; in dem Inneren ſah es
anders aus. Obgleich ſeine dämoniſche Macht wieder ein
mal ein ganzes Volk durch ſeine bloße Gegenwart ver
zaubert, ahnte ihm, daß er die längſte Zeit Herr der Welt
Nummer 101
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 2. Mai 1913.
die Annahme der japanfeindlichen Geſetze verſchieben, bis
verſöhnt habe. Die verſchärften Maßnahmen habe man
Präſident Wilſon Gelegenheit habe, mit Japan wegen
nicht der Regierung, ſondern den Nationaliſten zu
ver=
eines neuen Vertrages zu verhandeln, als äußerſtes un
danken. Der preußiſche Kriegsminiſter habe in der
letztes Zugeſtändnis der Regierung an die japanfeindliche
den
Sitzung des Reichstags dem Abgeordneten Haegy
Stimmung der pazifiſchen Küſtenländer angeſehen werde
Standpunkt der Regierung hinreichend präziſiert. Erleich
Der Senatsausſchuß für den Panamakanar
erungen könnten für abſehbare Zeit nicht in Ausſicht ge
beſchloß, ſämtliche mit den Kanalzöllen zuſammenhängen
Die Sitzung der Zweiten Kammer an
ſtellt werden. —
den Fragen bis zur regelmäßigen Dezemberſeſſion des
Dienstag verlief ſehr ſtürmiſch. In 3½ſtündiger Be=
Kongreſſes zurückzuſtellen
ſprechung eines Schulfalles (Wettolsheim, Hildwein) kam
es zu heftigen Auseinanderſetzungen zwiſchen den Abge
China.
ordneten des Zentrums und der Fortſchrittlichen Volks
Die Fünfmächte=Anleihe. Das Auswärtige
partei. Abg. Wolf (Vpt.) hatte gegen den Schulinſpektor
Amt hat den Geſandtſchaften der fünf an der Anleihe be
Munch=Kolmar den Vorwurf der Parteilichkeit und Pflicht
teiligten Mächte amtlich mitgeteilt, daß es die vollſte Ver
widrigkeit erhoben. Abg. Hauß (Zentr.) verwahrte ſich
antwortung für die Anleihe, ſowohl für die jetzige wie
dagegen. Rede und Widerrede arteten in ſolche Schärfe
die zukünftige Regierung in China, übernehme. De
aus, daß der Präſident mehrere Ordnungsrufe erteilen
Sitzung des Oberhauſes, in welcher der gegen die Anleih
und gegenüber dem großen Lärm mit der Aufhebung der
gerichtete Beſchluß mit 120 gegen 69 Stimmen gefaßſ
Sitzung drohen mußte
wurde, haben nur 171 von 274 Senatoren beigewohnt.
Die Religionsfeindſchaft der So
zialdemokratie. Die Norddeutſche Allgemeine
Zei=
tung belegt den Vorwurf der Religionsfeindſchaft, den der
* Der Fall Anton von Werner, aus dem
Reichskanzler der Sozialdemokratie bei der zweiten Le
eine politiſche Senſation gemacht worden iſt, hat die
ſung des Etats gemacht hat durch den Hinweis auf die
Löſung gefunden, die ruhig denkende Leute ihm ſchon vor
Anfang an gegeben hatten. Im preußiſchen Herrenhauſe
Oſternummern verſchiedener ſozialdemokratiſcher Blätte:
hat der Kultusminiſter den Fall dargelegt und erklärt,
und durch Zitierung von Ausſprüchen ſozialdemokratiſcher
Herr von Werner habe ſelbſt geſagt, daß es ratſam ſeit
Führer. Das Blatt ſchließt: Wenn die Sozialdemokratie
würde, die Zuſtimmung der maßgebenden Stelle
einzu=
heute das Bedürfnis fühlt, ſich von dem Vorwurf
de=
holen, damit geprüft werde, ob der Ausſtellung ſeiner
Schlachtenbilder aus dem deutſch=franzöſiſchen Krieg
Religionsfeindſchaft zu reinigen, ſo zeigt ſie dadurch nur
politiſche Bedenken entgegenſtehen. Er, der Kultus
wie unangenehm ihr dieſer Vorwurf iſt. Sie hat erfah
miniſter, müſſe geſtehen, daß er von ſelbſt nicht auf der
ren, daß ſie mit ihrem, Materialismus keine Geſchäfte
Gedanken gekommen wäre, daß bei einer ſolchen
Gelegen=
macht; dieſe Erfahrung iſt durchaus erfreulich, denn ſie
heit die politiſche Frage aufgeworfen werden könne, de
bedeutet die Anerkennung der ungebrochenen Macht de
es ſich doch um eine Kunſtausſtellung nicht etwa in Paris,
Er war der Meinung
ſondern in Berlin handelt
(!).
idealen Kräfte im deutſchen Volk
daß hierbei von politiſchen Bedenken gar keine Rede ſein
könne, und habe deshalb die Angelegenheit dem Aus=
Ausland.
wärtigen Amt nicht vorgelegt. Das Auswärkige Amt
iſt dann auch nicht mit der Angelegenheit befaßt ge=
Frankreich.
weſen. Bemerkenswert iſt noch, daß der Kultusminiſter
rklärte, daß auch die beiden ausgeſchiedenen ganz harm=
Der Heeresausſchuß der Kammer ſetzte
loſen Bilder auf der Liſte hätten bleiben können wenn
die Beratung des Geſetzentwurfs über die dreijährige
bekannt geweſen wäce, daß der Künſtler auf dieſe Bil=
Dienſtzeit fort und nahm nach längerer Debatte unter an
der beſonderen Wert lege. Daß eins von den Dioramen
derem einen Artikel eines von den beiden Vizepräſidenter
zurückgeſtellt wurde, erklärte ſich lediglich aus
Raum=
des Ausſchuſſes, Montebello und Reinach, eingebrachten
rückſichten. Auf Einzelheiten noch weiter einzugehen, ha
keinen Zweck, zumal ja der Grund klar zutage liegt. De
Entwurfs an, wonach im Alter von 18 Jahren ſtehenden
Künſtler hat erklärt, er ſei krank, könne ſich um die Aus
jungen Leuten, welche ein Zeugnis für die militäriſche
Be=
ſtellung ſelbſt nicht kümmern und wolle die Ausſtellung
fähigung erbringen, der Eintritt in die Armee geſtatte
ſeiner Bilder einem andern nicht überlaſſen, vor allem
werden ſoll. Ferner fand ein von Jaurés eingebrachter
könne er nicht ausreichenden Raum im
Ausſtellungs=
gebäude erhalten, um ſeine Bilder in wirkungsvoller
Zuſatzantrag zu dieſem Artikel Annahme, daß dieſe Be
Weiſe zur Ausſtellung zu bringen. Damit iſt die
An=
ſtimmung drei Jahre nach der Verlautbarung des Geſetzes
gelegenheit endgültig erledigt
außer Kraft treten ſoll, falls bis dahin die militäriſche Er=
*
Keine Reiſen nach Frankreich. Der
ziehung der Jugend nicht durch ein beſonderes Geſetz im
Vorſtand des Verbandes Deutſcher Hand
ganzen Lande organiſiert ſein werde
lungsgehilfen zu Leipzig hat auf Anregung
Kundgebung ſpaniſcher Carliſten. Aus
zahlreicher Kreisvereine beſchloſſen, wegen der Vorgänge
Pau wird gemeldet: Der Präfekt des Departements der
in Luneville, Nancy und der planmäßigen Hetze gegen
deutſche Erzeugniſſe die in Ausſicht genommene Studien=
Nieder=Pyrenäen unterſagte den gelegentlich der Aus
reiſe nach Frankreich und Paris nicht ſtattfinden zu
grabung der Ueberreſte des carliſtiſchen Generals Triſtant
laſſen. Er wird dafür eine Reiſe nach dem deutſcher
nach Lourdes gekommenen Carliſten eine Kundgebung fü
Oſten veranſtalten. — Der Eſſener
Verkehrsver=
den aus dieſem Anlaſſe eingetroffenen ſpaniſchen
Thron=
ein hat beſchloſſen, mit Rückſicht auf die Nancyer Vorfäll
prätendenten Don Jaime. Trotz dieſes Verbots verein
ämtliche Geſellſchaftsreiſen nach Frankreich einzuſtellen
Der Geſchäftsſtelle des Journal d’Allemagne,
Friedrich=
barte Don Jaime mit ſeinen Anhängern, daß dieſe Kund
ſtraße 58, hat auf die Aufforderung zu einer Pfingſtreiſ
gebung ſtattfinden ſolle und beſtimmte dafür einen etwa
nach Paris der Direktor des Fichte=Gymnaſiums
zwei Kilometer vom Bahnhof Pau gelegenen Punkt für
in Berlin=Wilmersdorf geatitwortet: „
Anbei=
die Kundgebung der Carliſten, An dieſer Stelle angelangt,
uſw. Nach den Flegeleien der Franzoſen in Luneville
und Nancy verbietet es uns unſere Selbſtachtung, an
zogen mehrere Reiſende die Notbremſe und andere zwan
eine Reiſe nach Paris zurzeit auch nur zu denken.”
gen den Lokomotivführer, eine Viertelſtunde lang zu hal=
Nach dreizehnjähriger
ten. Die Carliſten umringten den in einem Automobi=
München, 29. April.
Pauſe fand heute vormittag zum erſtenmal eine
Pa=
wartenden Thronprätendenten mit jubelnden Zurufen
rade der geſamten Münchener Garniſon
Hierauf wurde dem Lokomotivführer die Erlaubnis zun
ſtatt. Der PrinzRegent nahm die Parade auf dem
Weiterfahren erteilt
Oberwieſenfeld in Gegenwart der Prinzen und
Prin=
zeſſinnen des Königlichen Hauſes, der Spitzen der Hoſ
Vereinigte Staaten.
und Staatsbehörden und des diplomatiſchen Korps ab.
Prinz Leopold von Bayern führte ſeine Regimenter den
Die Ausländerfrage in Kalifornien
Prinz=Regenten vor. Die dienſttuenden Prinzen des=
Der Miniſterrat beriet in mehrſtündiger Sitzung die Lage
Königlichen Hauſes traten in ihre Regimenter ein. Im
in Kalifornien. Es wird die Anſicht ausgedrückt, daß der
Gefolge des Prinz=Regenten befand ſich auch Prinz Ernſ
Vorſchlag des Staatsſekretärs Bryan, Kalifornien ſolle
Auguſt zu Braunſchweig und Lüneburg. Während der
Aus verbündeten Ländern aber waren nur 35000 Mann
geweſen. In Stunden der Gefahr wächſt die Kraft; und
zu erzwingen. Nochmals appellierte er an die franzöſiſche
ſo war auch dieſer Napoleon nie geſtraffter von Energie,
Nationalehre und hatte, einige Tage nach Preußens
nie ausgiebiger von Geiſt als in dieſen Monden, da er
gegen Rußland eine neue Armee aufzubringen hatte, Spa
Kriegserklärung, ein Heer von 600000 Mann, das
aller=
dings zum Teil erſt in Monaten gefechtsfähig wurde
nien weiter bekämpfen mußte und Italien und Deutſch
Wohl 600000 Mann, aber nicht 600 000 Streiter. Es war
land nicht trauen durfte. Er wußte, die äußere
Politi=
ſtand nicht günſtig für ihn und die kommenden Verhand=
und blieb eine proviſoriſche, in drei Monaten
zuſammen=
lungen mit den Mächten beſtätigten ihm dies. Oeſterreic
gebrachte Kriegsmacht
ſuchte ſich von der franzöſiſchen Allianz zu löſen, hatte vor
Das Kurioſum entgegengeſetzter Situationen zeigen
läufig nur die Traute noch nicht; der ſchwediſche Kron
die erſten Monate des weltgeſchichtlichen Jahres 1813. In
prinz, der an des erkrankten Königs Stelle Schweden re
Preußen ſteht das Volk auf und hat ſeine liebe Not, der
gierte, ſchickte, obgleich ſie einſt befreundet geweſen, einet
König zu begeiſtern; in Frankreich ſchafft und wirkt ein
groben Abſagebrief; der König von Sachſen ſchwankte und
Einzelner, drängt die Miniſter, läßt den Beamten kein
um die Pflichthilfe ſeitens der zwangsweiſe Verbündeten
Ruhe und reißt das Volk hin. Und zwar ein Volk, das
ſtand es ſchlecht: Preußen rüſtete ſtatt für ihn gegen ihn
in letzten Jahren ſchwer herhalten mußte, immer
was aber die ſüddeutſchen Staaten an Streitern aufzu
wieder Krieger, Gelder und Ausrüſtungen geben mußte.
bringen vermochten, war in Rußland verbraucht worden:
Trotz leeren Militärmagazinen doch die Rieſenarbeit
die=
desgleichen wieſen die italieniſchen und polniſchen
Trup=
ſer militäriſchen Organiſationen geleiſtet zu haben, dies
pen nur noch Trümmer auf; und die Rheinbundſtaaten
nuß Bewunderung erzwingen. Zugleich verfehlte ſein
vermeldeten, ihre geringen militäriſchen Reſte zur
Däm=
allumfaſſender Blick nicht, die kriegeriſchen Operationen
pfung innerer Volksaufſtände gebrauchen zu müſſen
des Vizekönigs in Deutſchland zu verfolgen, zu mißbilli=
Die innere Politik drehte ſich um die Beilegung des
gen und ſelbſt zu leiten. Die Situation drängte, die krie
kirchlichen Streites mit dem Papſt und der Herbeiſchaffung
geriſchen Ereigniſſe an der unteren und oberen Elbe, da
ausgiebiger Kriegsgelder
abfallbereite Oeſterreich und das ſchwankende Sachſer
Der ruſſiſche Feldzug hatte dem Staatsbudget ein
De=
ließen ihn eher Paris verlaſſen als gedacht. In der
fizit von 83 Millionen Francs erbracht. Woher die ver
Nacht vom 15. zum 16. April reiſte er ab und traf zwei
inſchlagten 149 Millionen für 1813 nehmen? Die direkter
Tage ſpäter in Mainz ein.
Steuern zu erhöhen, wies er ab und das Rätſel war
Sein ſtrategiſches Ziel hieß Leipzig; bereits von
durch einen Gewaltſtreich gelöſt: einigen tauſend Gemein=
Paris aus hatte er dementſprechend die Truppen
vorge=
den ward Grundbeſitz enteignet und verkauft. 235 Millic
ſchoben. Mit der Elbarmee des Vizekönigs ſich zu ver
nen deckten das letztjährige Defizit und ſchafften das neu
einen, war ſein Plan. In Mainz hielt die Organiſation
Kriegskapital. Nicht nur Geld, auch Soldaten braucht
der Mainarmee ihn lange auf, und auch in Erfurt, wo er
er. Soldaten! Woher ſie nehmen! Jung=Frankreich war
am 25. April eintraf, mußte er noch fieberhaft ſeine
ver=
verbraucht in immerwährendem Kriege, vorhanden warer
ſtreuten Streitkräfte ſammeln und einen, ſollte ein
ſchlag=
nur noch Jünglinge und ältere Jahrgänge. Doch ihm ge
fertiges Vorbrechen gegen die Verbündeten möglich ſein
lang, als die Konvention von Tauroggen bekannt wurde
den zündenden nationalen Funken in des Volkes
Unwil=
len zu werfen, und ſo eine transrhenaniſche Volkserhe=
Die Verbündeten hatten den Monat April über in
bung zuſtande zu bringen. Wie in Preußen, rüſteten auck
ausgedehnten Quartieren um Leipzig herum gelegen; man
in Frankreich Städte und Gemeinden auf eigene Koſten Sol
rückte nicht vor, man beſetzte nicht; man ließ den Gegner
daten aus. Ein Heer von 300000 Mann ſtand in Ausſicht.
vordringen, ließ die Mainarmee mit der Elbarmee ſich
Aber er wußte, daß damit kaum ein voller Kriegserfolg zu
vereinen und günſtiges Terrain für zu ſchlagende Schlach
ſichern war, ſo Preußen und Ruſſen ſich zuſammentaten.
ten gewinnen. Es kam daher, weil ein halber Toter, Fürſt
Irm
Nummer 101.
iaarade umflogen drei Militärflieger das Paradefeld.
ne große Menſchenmenge wohnte dem Schauſpiel, das
bi herrlichem Wetter glänzend verlief, bei.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 2. Mai.
* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der Groß
herzog empfingen am Mittwoch den Major v.
Neid=
urdt, Bataillons=Kommandeur im Leibgarde=Infanterie
egiment (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115, den Major Becker,
Abteilungs=Kommandeur im Feld=Artillerie=Regimen
Croßherzog (Badiſchen) Nr. 14, den Rittmeiſter v.
Pawel=
ammingen, Eskadronchef im Leib=Dragoner=Regimen
Großh. Heſſ.) Nr. 24, den Geh. Regierungsrat Dr. Dietz
den Medizinalrat Dr. Schaeffer von Worms, die Hebamme
Frreiſel von Spachbrücken, den Geh. Kommerzienrat
hrn. von der Heydt von Elberfeld, den
Kreisveterinär=
zt Dr. Engelmann von Nidda; zum Vortrag den
staatsminiſter v. Ewald, den Miniſter des Innerr
Hombergk zu Vach, den Präſidenten des
Ober=
konſiſtoriums D. Nebel, den Vorſtand des Kabinetts
weheimerat Römheld.
Ordensverleihungen.
Se. Königl. Hoheit der
(Droßherzog haben verliehen: das Ehrenkreuz des
Lerdienſtordens Philipps des Großmütigen dem
Oberſt=
lrutnant v. Oſtrowski, Chef der Zentralabteilung der
eldzeugmeiſterei, ſeither beim Stabe des Großh. Artillerie=
Corps, 1. Großh. Heſſ. Feld=Artillerie=Regiments Nr. 25
die Krone zum Ritterkreuz 1. Klaſſe des Verdienſtordens
Whilipps des Großmütigen dem Major Andreae beim
Stabe des Huſaren=Regiments Fürſt Blücher von Wahlſtat
Pommerſchen) Nr. 5, ſeither Eskadronchef im Leib=
Oragoner=Regiment (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24 und dem
Najor Becker beim Stabe des Infanterie=Regiments
Narkgraf Karl (7. Brandenburgiſchen) Nr. 60, ſeither
Kompagniechef im Infanterie=Leib=Regiment Großherzogin
3. Großh. Heſſ.) Nr. 117; das Ritterkreuz 1. Klaſſe
des=
ſlelben Ordens dem Major v. Arndt, Bataillons
Krommandeur im 2. Badiſchen Grenadier=Regiment Kaiſer
Wilhelm I. Nr. 110, ſeither Adjutant der Großh. Heſſ
25.) Diviſion, dem Generaloberarzt Dr. Schneider
Diviſionsarzt der 34. Diviſion, ſeither Oberſtabsarzt und
Regimentsarzt des Garde=Dragoner=Regiments (1. Großh.
Oeſſ.) Nr. 23 und dem Major Becker,
Abteilungs=
kommandeur im Feld=Artillerie=Regiment Großherzog
(. Badiſchen) Nr. 14, ſeither beim Stabe des 2. Großh
Deſſ. Feld=Artillerie=Regiments Nr. 61; das Ritterkreuz
. Klaſſe desſelben Ordens dem Rittmeiſter v. Gorriſſen,
Sskadronchef im Schleswig=Holſteiniſchen Dragoner=
Regi=
mient Nr. 13, ſeither Oberleutnant im Garde=Dragoner=
Regiment (1. Großh. Heſſ.) Nr. 23; das Silberne Kreuz
esſelben Ordens dem Wachtmeiſter a. D. Niegel,
either im Großh. Heſſ. Gendarmeriekorps
Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
erzog den Gerichtsaſſeſſor Ludwig Köler in Mainz
um Notar mit dem Amtsſitz in Oppenheim als
Nach=
wlger des Notars Bohn
g. Strafkammer
wei Offenbacher Gelegenheits
rbeiter, der 45jährige Heinrich Wehnes und der 35 Eduard Karl Geigel hatten bei einer Streiſe
ine günſtige Gelegenheit zum Stehlen ausfindig gemacht.
Aus einem einſamen, auf einer Wieſe ſtehenden Schuppen
ntwendeten ſie zwölf Ballen Heu im Werte von 50 Mark.
Da ſie den Schuppen nicht mit Gewalt öffneten, kommen
oie beiden Verbrecher gut davon. Das Gericht verurteilte
gen Angeklagten W. zu fünf Monaten und G. zu
eier Monaten Gefängnis, abzüglich von je ſechs
Vochen der Unterſuchungshaft.
g. Kriegsgericht. Wegen Beharrens im
Un=
gehorſam hatten ſich am Mittwoch die Dragoner
May, Ackermann und Wehrum vom Garde=
Drago=
ier=Regiment Nr. 23 vor dem Gericht der 25. Diviſion zu
verantworten. Die Angeklagten waren anfangs April,
abends, ſingend und lärmend in die Kaſerne gekommen
und waren dem Befehl des wachhabenden Unteroffiziers
zuwider weiter nach ihren Schlafſtellen gegangen. Nur
Der Angeklagte May kam nach kurzer Zeit zurück und mel
Sete ſich. Er erhält 14
Mittelarreſt
Tage
Alckermann, der ſich am nächſten Tage meldete, erhält
16 Tag: und Wehrum, der ſich überhaupt nicht
mel=
dete, 3 Wochen Mittelarreſt.
Meiſterprüfungen für die Provinz
Starken=
burg. In den Räumen der hieſigen Gewerbeſchule
inden zurzeit die mündlichen und ſchriftlichen
Fachprüfungen für die diesjährige Meiſterprüfung
der Provinz Starkenburg unter Leitung des Herrn
Stadtbaurats Steinberger ſtatt. An den Prüfungen
Kutuſow, Schlachtenlenker war; es war gut, daß er ſich
eentſchloß, am 28. April ganz zu ſterben. Schon zehn
Tage vorher hatte Wittgenſtein den Oberbefehl erhalten
ihn und die anderen Feldherren beunruhigte ſehr, daß
Napoleon bereits in Thüringen war; ſie waren der
An=
icht, daß eine Schlacht geliefert werden müſſe
Schon aber kam die Nachricht, daß Napoleon über
Naumburg und Weißenfels mit 125000 Mann, 250 Ge
ſchützen und 5000 Reitern auf Leipzig zu in forſchem An
marſch ſei. Somit ließ Wittgenſtein die Verbündeten, etwa
100.000 Mann, darunter 25000 Reiter und 520 Geſchütze,
vorgehen und gedachte am Morgen des 2. Mai bei Lützer
angreifen zu laſſen. Jedoch der Aufmarſch verzögerte ſich.
Inzwiſchen hatte der franzöſiſche Marſchall Ney vier
Dörfer, Groß=Görſchen, Rahna, Klein=Görſchen und Caja,
ffeſtungsartig am Abend des 1. Mai beſetzt. Die Feinde
ahnten ihre enge Nachbarſchaft nicht, obgleich ſie beinahe
die Naſen aneinander reiben konnten
Napoleon, ſchlecht orientiert über die Verſchiebung der
erbündeten Truppen, glaubte Wittgenſteins Armee allein
vor Leipzig anzutreffen. Auf Meldungen hin, die
Ver=
einigung der verbündeten Armeen ſei erfolgt, mußte er
idieſe ſüdlich von Leipzig, unterhalb ſeiner Straße
anneh=
men, obgleich ſie weſtlich erfolgt war. Am 2. Mai, um
10 Uhr morgens, verließ er ſein Hauptquartier in Lützen
eitt bis Lindenau und verblieb bei dem Gefecht, welches
das auf Leipzig zuſtoßende Korps Lauriſton von der Elb
armee mit Kleiſt hatte. Baß verwundert war er, als plötz
lich von Caja her mächtiger Kanonendonner vernehmbat
vurde
Wittgenſtein, die Stärke des ſo plötzlich angetroffenen
Feindes unterſchätzend, glaubend mit der Nachhut des in
Lützen vermuteten Gegners zu tun zu haben, griff an. Es
gelang, aus dem Dorf Groß=Görſchen eine
franzö=
ſiſche Brigade der Diviſion Souham zu vertreiben; hin
gegen ward bei Starſiedel die hier ſich ihrer Haut
weh=
ende Diviſion Girard unklug befeuert ſtatt attackiert,ſt
daß ſie ſich mit anderen Korps vereinen, und nicht
verhin=
dert werden konnte, daß ſie auf Caja zur Unterſtützung
Souhams losgehen konnte. Hier ſetzte ſich die angreifend
Brigade Klüx mächtig zur Wehr; zur guten Stunde aber
ließ Blücher die Brigade Zieten auf Klein=Görſchen ab;
vereinten Kräften gelang, die Situation zu retten: Klein=
und Groß=Görſchen, auch das dritte Dorf Rahna wurden
genommen. Nun aber kamen über Caja neue franzöſiſche
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 2. Mai 1913.
beteiligen ſich 150 Kandidaten aus allen Handwerks
zweigen, darunter 10 Damen aus dem
Bekleidungs=
gewerbe.
Zu einer weiteren Meiſterprüfung, die im
Herbſt d. J. ſtattfinden wird, haben ſich bereits über
100 Teilnehmer, darunter zahlreiche Damen, gemeldet.
Da der Termin, daß die Meiſterprüfung von einer
vorherigen Geſellenprüfung nicht abhängig iſt, mit
Ende dieſes Jahres abläuft, dürften für dieſe letzt
Meiſterprüfung in dieſer Form noch weitere An
neldungen aus den Kreiſen des Handwerks erfolgen. —
Der von dem Ortsgewerbeverein Darmſtadt eingerichtete
Vorbereitungskurſus für die nächſte Herbſt=
Meiſter=
prüfung hat bereits in den Räumen der Gewerbeſchule
begonnen. An demſelben nehmen 26 Herren und 10
Damen aus den Darmſtädter Handwerkskreiſen tetl.
Auch die mündlichen und ſchriftlichen Fachprüfungen
ir die Geſellenprüfung 1913 finden zurzeit in 8 Sälen
der Gewerbeſchule hier von morgens 8 Uhr bis abends
6 Uhr durch die zahlreichen Prüfungsmeiſter ſtatt. An
ieſer Prüfung beteiligen ſich 180 Lehrlinge, darunter
auch zahlreiche weibliche aus allen gewerblichen Berufen
Dieſe Prüfungen legen ein beredtes Zeugnis ab von dem
Vertkampf, den das Handwerk zurzeit auf allen
Ge=
dieten des handwerklichen Erwerbslebens zu kämpfen hat
nn. Eine ehrenvolle Berufung iſt dieſer Tage dem
angjährigen Hoftheater=Dekorationsmeiſter Herrn
Lud=
wig Müller zuteil geworden. Derſelbe wird in der
Monaten Januar und Februar 1914 zu London im
Covent=Garden=Theater bei den dort ſtattfindender
Wagner=Feſtſpielen die geſamten
bühnentechni=
ſchen und ſzeniſchen Einrichtungen leiten und iſt bereits
ontraktlich hierzu verpflichtet worden. Dieſe Berufung
ging von dem Oberregiſſeur des Münchener Königlichen
Hoftheaters, Herrn Profeſſor Dr. Wirk, aus, zu deſſen Be
rater in bühnentechniſchen Fragen Herr Müller ſchon
fters zugezogen wurde. Auch die Ausarbeitung der
Pläne und Dekorationen für die Londoner Aufführungen
vurden ihm übertragen. Wie bereits ſeit 14 Jahren,
vird Herr Dekorationsmeiſter Müller die vom 22. bis
24. Mai d. J. zu Amſterdam ſtattfindenden Wagner=
Feſtſpiele (Parſival) als Direktionschef bühnentechniſch
eiten und damit ſein hervorragendes Talent für
Maſſen=
aufführungen aufs neue zeigen
Baugewerks=Berufsgenoſſenſchaft. Es ſei hierdurch
allen Baugewerbetreibenden zur Kenntnis gebracht, daß
die diesjährige Sektionsverſammlung der
Sek=
tion II der Heſſen=Naſſauiſchen Baugewerks=
Berufsgenoſ=
ſenſchaft Darmſtadt am Mittwoch, 7. Mai
vormit=
tags 10 Uhr, im Hotel Heß dahier ſtattfindet. Wegen der
Wichtigkeit der Tagesordnung iſt zahlreiches Erſcheinen
ehr anzuraten. Zur Beratung ſtehen u. a.: Wahlen:
a) der Vertreter (Delegierten) und deren Erſatzmänner
b) des
Sektions=
ür die Genoſſenſchaftsverſammlung;
vorſtandes und der Erſatzmänner (die Wahlen zu a) und
b) erfolgen nach Vorſchrift der Wahlordnung unter
Lei=
ung des Wahlvorſtandes. Es beginnt die Wahl für beide
Wahlhandlungen um 1 Uhr nachmittags); e) des
Sek=
ionsvorſitzenden und des erſten und zweiten
Stellvertre=
ers desſelben; d) des Ausſchuſſes zur Prüfung und
Ab=
ahme der Jahresrechnung (Rechenſchaftsbericht) für 1913
Vorlage des Rechenſchafts=
und der Erſatzmänner
berichts für 1912
Feſtſtellung des Voranſchlags für die
-
-
Verwaltungskoſten 1914 (Haushaltsplan)
eſprechung
der Tagesordnung der diesjährigen Genoſſenſchaftsver=
-
Beſtimmung des Ortes der nächſtjährigen
rmmlung
Sektionsverſammlung uſw
Arbeitsjubiläen. Am 1. Mai feierte Herr Georg
örgiebel, Spengler und Inſtallateur, ſein 25 jähriges
Arbeitsjubiläum bei der Firma C. Rockel Nachf.,
Spenglerei und Inſtallationsgeſchäft hier
-
Am
Mai feierte der Fleiſchbeſchauer Heinrich Spieß am
hieſigen ſtädtiſchen Schlachthof hier
ein 25 jähriges
Dienſtjubiläum.
Die Ausſtellung Alt=Braunſchweig uſw. im
Ausſtellungshauſe, muſtergültige Photographien von
Prof. Dr. Limmer, dauert nur noch kurze Zeit. Der
Beſuch der intereſſanten Ausſtellung darf empfohlen
werden.
Photographiſches Inſtitut der Großh.
Tech=
niſchen Hochſchnle. Die Uebungen haben dieſe Woche
ngefangen. Im übrigen wird auf den diesbezüglichen
Anſchlag verwieſen.
Schlittſchuhklub=Sportverein.
F.
Das diesjährige
internationale Lawn=Tennis=Turnier
zu dem auch diesmal wieder S. K. H. der
Großher=
og allergnädigſt das Protektorat übernommen hat,
be=
innt am 9. und dauert vorausſichtlich bis zum 13. Mai
Die Vorrunden werden ſchon am Nachmittage vorher ge=
Streiter und nahmen Klein=Görſchen und Rahna wieder
zurück. Mußten den Beſitz aber wieder räumen, als zu
zleicher Zeit. Starſiedel angreifend, das Korps Berg ſich
vorſchob. Und als über hundert Geſchütze redeten, die
Anweſenheit des preußiſchen Königs ein Uebriges tat,
drang ſogar das Garde=Füſilier=Bataillon bis Caja vor
und mittags um 2 Uhr flüchteten die Franzoſen zu der
Saale hellem Strande
Als aber die Gefahr für ſie am höchſten, war Napoleon
am nächſten. Den Donner über Caja hören, ſchnellen
Blickes die veränderte Sachlage überſchauen und
gegen=
wärtigen Geiſtes entſprechende Befehle erteilen, war das
Werk eines Augenblicks; dann ging es in wilder Jagd
auf Caja zu. Mit „Vive l'Empereur!” ward er von ſeinen
bedrängten Kriegern ſtürmiſch begrüßt. Nachdem er die
Kriegslage überſchaut, gefunden, daß es ſchlimmer ſtand
ils gedacht, noch aber nichts verloren gegangen, gaben
eine Anſprachen den Soldaten neuen Mut. Begeiſtert ge
worden, ſtürmten ſie wieder vor, gewannen die Ueber
hand und verdrängten die Preußen aus Caja. Zwiſchen
Caja und Starſiedel ſtellte Napoleon eine Batterie
drängte die ſich ſträubenden Verbündeten zurück und
konnte bis Groß=Görſchen vordringen. Wenn der Ernſt
iner der blutigſten Kämpfe der Kriegsgeſchichte es
zu=
ieße, würde man ſagen, es war eine Katzbalgerei um
einige Dörfer; denn am Nachmittage gelang den
Verbün=
deten zum dritten Male, Klein=Görſchen und Rahna zu
annektieren. Und wieder gingen ſie verloren und wieder
wurden ſie gewonnen.
Aber verloren ging die Schlacht dennoch. Immer neue
ranzöſiſche Diviſionen erreichten das Schlachtfeld und
ge=
en 6 Uhr nachmittags ſuchte Napoleon die Entſcheidung
herbeizuführen. Zwiſchen Caja und Starſiedel tut eine
verſtärkte Batterie das ihrige; der Vizekönig mit dem
korps Macdonald und der Kavallerie Latour=Maubourg
bekämpfen in Eisdorf und Kitzen ein ruſſiſches Infanterie
orps, gewinnen, verlieren und bleiben ſchließlich Herr
Im Mittelpunkt des Schlachtfeldes aber ſteht Napoleon
elbſt mit dem Korps Ney und ſeiner alten und jungen
arde. Und der Erfolg iſt mit ihm und der Mißerfolg
iſt mit Blücher und York, obgleich ſie ſich ſchlagen wie die
Wilden. „La garde au feu!” befiehlt Napoleon und von
aja aus ſtürmt es derart gegen Groß=Görſchen, daß die
Truppenkörper der Preußen und Ruſſen
auseinander=
gehen. Die realen Streitobjekte des Tages, jene vier
Seite 3.
pielt werden. Das Turnier übt von Jahr zu Jahr
ein=
vachſende Anziehungskraft auf die tüchtigſten
Spielerin=
ien und Spieler aus. Schon jetzt liegen zahlreiche
Mel=
dungen von auswärts vor, und unſere einheimiſchen
Tennisleute warten ſchon mit Ungeduld auf den Beginn
der Wettſpiele. Unter den zehn Konkurrenzen ſtehen voran
as Herren=Einzelſpiel um den von Sr. Kgl. Hohett dem
Großherzog als Wanderpreis geſtifteten Pokal von
beſſen und das Herren=Einzelſpiel um die
Meiſter=
chaft von Darmſtadt. Sieger in beiden Spielen
war im vergangenen Jahre von Biſſing, der auch diesmal
vorausſichtlich wieder am Turnier teilnehmen wird
Außerdem werden die üblichen Doppel= und Einzel=
Spiele mit und ohne Vorgabe, ſowie ein Juniorenſpiel
an dem die Jugend beiderlei Geſchlechts unter 16
Jah=
ren teilnehmen kann, zum Austrag kommen. In den
Vorgabeſpielen iſt Spielern jeder Stärke Gelegenheit zur
Beteiligung mit der Ausſicht, einen Preis zu erringen,
ge=
boten. Unſer 25 Tennisplätze umfaſſender Sportplatz,
der wohl durch ſeine herrliche Lage mitten in einem
kranze im Frühlingsgrün prangender Wälder einer der
ſchönſten in ganz Deutſchland iſt, hat durch das Entgegen
kommen des Großh. Golfklubs nun ſeinen ſchönſten
Schmuck, das reizende Klubhaus, bekommen. Das
bevor=
ehende Turnier wird die erſte große Veranſtaltung
ein, die vor demſelben die ſpiel= und ſchauluſtigen
Sport=
reunde verſammelt, zum erſten Mal werden die im
teuen Hauſe dem Schlittſchuhklub=Sportverein zur
Ver=
ügung ſtehenden Räume zum Empfang auswärtiger
Zäſte ſich öffnen. Es ſteht zu hoffen, daß neben gutem
Sport auch die frohe Geſelligkeit zu ihrem Rechte
kommen wird, und daß alle am Turnier Beteiligten ſich
dort wohl fühlen und immer gerne wiederkommer
werden, daß aber auch zahlreiche Zuſchauer der
Ein=
ladung folgen und der Veranſtaltung das rechte feſt
liche Gepräge verleihen werden zu Nutz und Frommen
des ſchönen und geſunden Tennisſports
Tarifverhandlungen im hieſigen Stuckgewerbe
Am letzten Samstag, den 26. April, verhandelten
Arbeit=
geber= und Arbeitnehmer=Vertreter vor den Herren
Bürgermeiſter Mueller, Stadtverordneter Werne:
und Landtagsabgeordneter Raab, als Unparteiiſchen
iber mehrere Differenzpunkte, die bei den
Vorverhand=
lungen über den Abſchluß eines neuen Tarifvertrags im
hieſigen Gewerbe der Stuckateure nicht erledigt werden
onnten. Es fand eine eingehende Ausſprache über die
Forderungen der Gehilfen und die Stellungnahme der
Da
Neiſter gegenüber den einzelnen Wünſchen ſtatt.
ine Einigung nicht erzielt werden konnte, fällten die
Unparteiiſchen einen Schiedsſpruch, der ſich auf die
Regelung der Arbeitszeit und eine entſprechende
Aus=
eſtaltung des Lohntarifs erſtreckt. Die Parteien haben
ich über ſeine Annahme oder Ablehnung bis längſtens
um Samstag, den 3. Mai, mittags 12 Uhr, zu erklären.
.V. Volksvorſtellung. Auf die Volksvorſtellung
am
Donnerstag, den 8. Mai, abends ½8 Uhr: „Wenn
ich König wär” ſei hiermit beſonders hingewieſen.
nn. Vom Großen Woog. Die Badeſaiſon im
Großen Woog hat bereits begonnen. In der abnormen
Sommerwitterung tummeln ſich bereits zahlreiche Heiner
und Heinercher im Waſſer, um bei etwa 10 Grad Wärme
ein kühlendes Bad zu nehmen. Die offizielle
Er=
ffnung der Badeſaiſon in den Badeanſtalten am
Voog wird erſt in nächſter Woche erfolgen. Die
Bade=
häuſer und die Woogsflotte werden eben in ſtand
ge=
etzt und auch das neue Licht= und Luftbad für Herren
inter der Inſel wird zum erſtenmal in Gebrauch
ge=
geben werden.
Das Darmſtädter Fahrplanbuch nebſt
Fahr=
artenpreis=Verzeichnis für das Sommerhalbjahr
913 (1. Mai bis 30. September 1913), herausgegeben
nach amtlichen Quellen vom Verkehrsverein
Darmſtadt iſt in bekannter reichhaltiger
Aus=
tattung erſchienen und zum Preiſe von 20 Pfg. überall
zu haben. Das rote Fahrplanbuch übertrifft bekanntlich
an Reichhaltigkeit des Inhalts, ſchnellſter und leichteſter
Auffindbarkeit der einzelnen Strecken und
Ueberſichtlich=
eit zur Feſtſtellung der Anſchlußſtrecken uſw. alle anderen
Fahrplanausgaben und iſt dadurch und durch ſeine
Handlichkeit ſchnell beliebt und unentbehrlich geworden.
Die Zugrundelegung ausſchließlich amtlicher Quellen
verbürgt die Zuverläſſigkeit des Fahrplanbuches.
Hohmanns Taſchenfahrplänchen iſt ſoeben in
einem Umfang von 48 Seiten mit Umſchlag erſchienen
und in den bekannten Verkaufsſtellen zu 15 Pfg.
er=
hältlich.
Dörfer, gingen verloren; im Finſtern zogen ſie ſich zurück,
Preußen und Ruſſen, als ſiegende Unterlieger.
Sie hatten das ihrige heldiſch getan; waren einer
ſtarken Uebermacht gegenüber des öfteren im Laufe des
Tages Sieger geworden; hatten den eigenen Verluſt dem
Gegner doppelt heimgezahlt; denn 22000 Franzoſen und
1500 Alliierte (8500 Preußen) wurden nicht mehr vom
eben geküßt. Bundesbrüderblut verſtrömte hier ge
meinſam und einte von neuem. War die preußiſche
Ar=
nee, wie Königin Luiſe 1806 meinte, auf den Lorbeerer
Friedrich des Großen eingeſchlafen geweſen, ſo war ſie
un ſicher wieder aufgewacht. „Die preußiſchen Truppen
haben ſich mit Ruhm bedeckt; ſie ſind wieder die Preußen
Friedrichs geworden”, ſchrieb Graf Neſſelrode. Und Na
voleon meinte: „Ces animaux ont appris quelque chose.‟
Er ſelbſt ſtand wieder im Siegeskranze. Er hatte ſich
wvieder ausgekannt auf dem Schlachtfelde. Sein Auge
var noch keineswegs getrübt, Schlachtfeldſituationen
ſo=
fort zu erkennen; und ſein Genie, vom Geiſte erleuchtete
Direktiven zu geben, war noch um nichts vermindert. Und
r war vor allem noch der alte Lenker, der geniale
Re=
giſſeur des Schlachtfeldes. Später, auf St. Helena, ſagte
er: „Meine Gegenwart war nötig, wo ich ſiegen wollte
Dies Wort hatte ſich oft bewahrheitet, auch am 2.
Ma=
bei Groß=Görſchen
Eine Kugel kam geflogen. Und galt Scharnhorſt. Es
war, als man nachmittags gegen 4 Uhr um die Dörfer
ang und er ſich anſehen konnte, wie die von ihm
geſchaf=
fenen Soldaten zu kämpfen vermochten. Vorläufig ſtreckte
ihn die Wunde nicht hin; noch blieb er bemüht für den
deutſchen Befreiungsgedanken, dem ſeine große, ſchöne
und edle Seele, deren Abglanz man auf ſeinen Bildern
wahrnimmt, tiefinnerſt verpflichtet war, tätig zu ſein
Wunde hin, Wunde her. Er achtete nicht darauf, ſondern
nachte ſich von Groß=Görſchen aus auf den Weg nach
Oeſterreich, um einen neuen Bundesbruder zu werben
Wunde hin, Wunde her. Aber in Prag riß ſie ihn nieder
und nahm den Mann, der wußte, was er wollte, von
ſei=
nem wichtigen Platz. Am 28. Juni verſtummte ſein
Mund. Der klügſte und geiſtreichſte Kopf im Rütlirat
war nicht mehr. Blücher ſchrieb in ſeiner miſerablen
„Eine verlohrene Schlacht
Orthographie an Hippel:
wehre kein größerer Verluſt für uns geweſt.”
Seite —.
* Kinotheater. „Quo vadis?” im
Union=
theater erzielt fortgeſetzt volle Häuſer. Es iſt in der
Tat auch ein Film, wie er vorerſt einzig daſteht ſowohl
an Umfang wie an künſtleriſchem Wert des Inhalts. Es
iſt den Regiſſeuren vorzüglich gelungen, ein in ſeiner
Fülle faſt überwältigendes Bild von dem untergehenden
Rom zu geben. Das wimmelt von Hunderten, wenn nicht
gar Tauſenden von Geſtalten in unaufhörlicher Reihe
prunkvolle Gaſtmähler mit all den galanten Reizen einer
verweichlichten Zeit; vornehme Römer voll blaſierte
Genußſucht, arme, unſcheinbare Chriſten, die demütig im
verborgenen beten. Das brennende Rom, das meiſter
haft wiedergegeben iſt, die Schreckensſzenen in der dem
Untergang geweihten Stadt, die Kämpfe in der dichtbeſet
ten Arena, wo Dutzende von Chriſten den Löwen
vor=
geworfen werden, Wagenrennen und Gladiatoren, di
lebenden Fackeln in den Gärten Neros und vieles andere
noch, was vorüberwallt in übervollen Bildern voll feine
maleriſcher Reize und eine geradezu verblüffende
Meiſter=
ſchaft in lebhaft bewegten Maſſengruppen beweiſt. Aber
auch die Leiſtungen der einzelnen Darſteller gehen weit
über das Durchſchnittsmaß hinaus, und ohne durch ein
Zuviel an Gebärden den natürlichen Eindruck zu ſtören.
Beſonders glücklich iſt der kluge und feine Petronius mi
Guſtav Serena beſetzt, aber auch die anderen alle ſteher
gut in dem Rahmen und geben ſich als Römer, nicht als
moderne Menſchen im römiſchen Gewande
Der ſtädtiſche Voränſchlag für 1913.
* Aus dem Bericht des Finanzausſchuſſes zum Vor
anſchlag für 1913, erſtattet von dem Stadtverordneten
Henrich, geben wir folgendes wieder
Es iſt nicht zu verkennen, daß ſich der Abſchluß des
vorliegenden Voranſchlages ungleich ſchwieriger geſtaltet,
als der des vorjährigen. Schon die in dem Vorwort zum
Voranſchlagsentwurf erwähnten neuen Verhältniſſe
Inkrafttreten des neuen Gemeindeſteuergeſetzes und die
Umgeſtaltung der Verkehrsverhältniſſe der Stadt und ihrer
Vororte
— laſſen das als verſtändlich erſcheinen. Leide
beſchränken ſich die Schwierigkeiten nicht auf die Unſicher
heit der finanziellen Abſchätzungen, die auf dieſe Umſtände
zurückzuführen iſt; ſie liegt zu einem guten Teil auch ir
einer ungünſtigeren Geſtaltung der Einnahmen und
Aus=
gaben an ſich — die Steigerung der beſtehenden
Einnah=
men hat mit der der Ausgaben nicht gleichen Schritt
hal=
ten können. Schon eine Vergleichung der Abſchlußziffern
zeigt das deutlich. Der vorjährige Voranſchlag ſah eine
Entnahme aus dem Ausgleichsfonds in Höhe von
1700000 Mark vor, während für das laufende Jahr
465000 Mark vorgeſchlagen werden. Das ſind 295000
Mark mehr. Dazu kommen noch die neuen Einnahmen
aus der Warenhaus=, Filial= und Billettſteuer, ſowie aus
der Erhöhung der Kanalbenutzungsgebühren, die
zuſam=
men mit 130000 Mark eingeſtellt ſind, ſo daß die Mehr
anforderung gegen 1912: 425000 Mark be
trägt wobei der aus der anderweiten Berechnung des
Gemeindeſteuerausſchlages bis zu einem gewiſſen Grade
ſich ergebende Mehrausſchlag nicht mitberückſichtigt iſt.
Noch ungünſtiger geſtaltet ſich naturgemäß die
Vergleich=
ung mit dem Rechnungsabſchluß für 1911. Dieſer brachte
bekanntlich dem Ausgleichsfonds einen Zuwachs von
688 882 Mark. Dieſe große Differenz gibt jedoch keine
Anlaß zu irgend welcher Beunruhigung, wenn man
berück=
ſichtigt, daß der Unterſchied in den Abſchlüſſen des Vo
anſchlages und der Rechnung des gleichen Jahres 191
865 502 Mark beträgt. Das beſagt, daß ſich unter norma
len Verhältniſſen das tatſächliche Ergebnis eines Jahres
immer günſtiger ſtellen wird, als ein vorſichtig
aufgeſtell=
ter Voranſchlag, der tunlichſt auch eine mögliche ungünſtig
Entwickelung der wirtſchaftlichen Verhältniſſe ins Auge
faſſen muß.
Eine Vergleichung des vorliegenden Voranſchlages
mit dem vorjährigen lediglich nach den Abſchlußziffern
würde kein richtiges Bild ergeben. So ſchließt das
Ver=
waltungsbudget im Vorjahre mit 6945 257 Mark ab
diesmal dagegen mit 8 573000 Mark. Der erhebliche
Unterſchied von 1627743 Mark beruht zum weitaus größ
ten Teil darauf, daß in 1913 zum erſten Male die Ver
zinſung und Tilgung der Anleihen auch für diejenigen
ſtädtiſchen Einrichtungen und Gebäude beſonders in Rech
nungsanſatz gebracht ſind, die keinen Ertrag liefern. Die
durchlaufende Verrechnung dieſer Beträge ergibt
zuſam=
men mit der anderweiten Veranſchlagung der Einnahmer
und Ausgaben aus dem Elektrizitätswerk und den Stra
ßenbahnen in Rubrik 6 eine bloße rechnungsmäßige Er
höhung der Geſamtziffer um nahezu 1 Million Mark.
Im
übrigen läßt ſich der Unterſchied zwiſchen den beiden
Vor
anſchlägen in folgender Weiſe darſtellen: Die Mehr
ausgaben gegen 1912 ſind vorgeſehen mit
rund
690 000 Mark (darunter als größte Poſten 350000 Mark
aus der vorjährigen Gehalts= und Lohnerhöhung,
Er=
höhung des Bedarfs für Verzinſung und Tilgung 180000
Mark). Dazu kommen an Wenigereinnahmen, woran der
Schlachthof mit 30000 Mark beteiligt iſt, 50000 Mark, zu
Konzerte.
W-l. Durch den im vorigen Jahre gegründeten Luther
chor unter Leitung des Herrn Stadtorganiſten Born
gäſſer wurde am Dienstag zum Beſten des Bauvereins
für die Reformationskirche das Oratoriun
Johann
Huß von Karl Loewe im Städtiſchen Saalbau hier
zum erſten Male zur Aufführung gebracht. Das muſika
liſch ſehr intereſſante Werk, das unbegreiflicherweiſe hier
noch unbekannt geblieben war, iſt eine Vermiſchung von
Oratorium= und Opernſtil. An jenen lehnen ſich die Re
zitative und Choräle, an dieſen die Einzelgeſänge un
Chöre an. Gerade in dieſem Dualismus des muſikaliſchen
Stils, der überdies in der textlichen Unterlage begründe
iſt, liegt der eigenartige Reiz des Werkes. Mag es auc
wohl Leute geben, welche dieſe Populariſierung des Ora
toriumsſtiles als antiquiert anſehen, ſo läßt es ſich an
dererſeits nicht beſtreiten, daß in einer Zeit, in der
da=
rein Techniſche in der Muſik überwiegt und Trumpf iſ
das melodiöſe Prinzip im Werte wieder ſteigt und man ſich
gerne wieder daran erinnert, daß die Muſik das Gefühls
moment auf die Dauer ungeſtraft nicht vernachläſſigen darf.
ſc
In dieſem Sinne iſt das Loeweſche Oratorium, das
ſehr gefiel, ebenſo intereſſant wie belehrend, und es iſ
gar nicht ausgeſchloſſen, daß ſolche Werke wieder modern
werden, wenn ſie die Probe auf den heutigen Geſchmad
erfolgreich beſtanden haben.
In der Beherrſchung des muſikaliſchen Ausdrucks
zeigt ſich der Komponiſt innerhalb der ſelbſt gezogenen
Grenzen als Meiſter, der die Größe des Bachſchen Stils
mit der Anmut der Romantiker vereinigt. Wer etwa mei
nen möchte, daß der Komponiſt im einzelnen zur
Triviali=
tät hinneige, der wird durch den geradezu grandioſen
Schlußchor, bei deſſen Anhören man aus dem Staunen
nicht herauskommt, eines anderen belehrt werden
Da das Oratorium ein ſtarkes Bekenntnis zum evan
geliſchen Glauben iſt, ſo war es auch für den Zweck des
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 2. Mai 1913.
ſammen 740000 Mark. Dem ſtehen gegenüber an
Mehr=
erträgen der beſtehenden Einnahmen (in abgerundeter
Beträgen: aus dem Waſſerwerk 27000 Mark, aus
Schul=
geld 21000 Mark, aus Gemeindeſteuern 85000 Mark,
Erſa=
von Zinſen und Tilgungsbeträgen 26000 Mark, Diverſ
21000 Mark, zuſammen 180000 Mark. Die Wenigeraus
gaben belaufen ſich auf 45000 Mark. An neuen Einnahmen
ſind vorgeſehen: Die Filial= und Warenhausſteuer mi
60000 Mark, die Erhöhung der
Kanalbenutzungsgebüh=
ren 50000 Mark, die Billettſteuer 20000 Mark, Mehrent
nahme aus dem Ausgleichsfonds gegen 1912 295000
Mark, Mehrausſchlag an Gemeindeumlagen 90000 Mark
zuſammen 515000 Mark; Geſamtſumme der Mehr
erträge 740000 Mark.
Dieſes Bild wird durch die ſpäteren Ergänzunger
und Abänderungen des Voranſchlages noch etwas un
günſtiger. Nach Mitteilung des Großh. Finanzamts wird
aus der Filial= und Warenhausſteuer nur der Betrag vor
30000 Mark (anſtatt 60000 Mark) zu erwarten ſein, da
verſchiedene Filialgeſchäfte dazu übergegangen ſind, ſich
in ſelbſtändige Geſchäfte umzuwandeln. Weiter hat es
ich als notwendig herausgeſtellt, zur Deckung der Aus
fälle infolge von Reklamationen gegen die erſtmalige Ver
— namentlich
anlagung zur Gemeinde=Vermögensſteuer
mit Rückſicht auf Artikel 4 Abſ. 3 des Gemeindeſteuer
geſetzes — den Betrag von 50000 Mark in Ausgabe
vor=
zuſehen. Das bedeutet eine weitere Verſchlechterung des
Abſchluſſes um 80000 Mark
Von beſonderer Wichtigkeit iſt diesmal der
Ausſchlagsſatz für die Gemeindeumlagen.
Nach dem alten Geſetze war der Ausſchlagsſatz für die
Einkommenſteuer wie für die verſchiedenen Realſteuern
der gleiche. Nachdem vom 1. April 1913 ab an die Stelle
der letzteren die Steuer vom Bruttovermögen getreten iſt
nuß für dieſe ein beſonderer Ausſchlagsſatz feſtgeſetzt
werden. Eine Schwierigkeit ergibt ſich hierbei dadurch
daß trotz des erhöhten Steuerbedarfes eine Erhöhung des
Steuerſatzes für 1913 nach Möglichkeit vermieden werde:
nuß. Der Betrag ſtellt ſich nach dem Entwurf auf 3847 550
Mark. Hierzu kommen die nachträglichen Aenderungen
oben) mit 80000 Mark, ergibt Geſamtbedarf 3 927550
Mark. Hiervon können gedeckt werden durch die
Einkom=
menſteuer nach dem bisherigen Ausſchlagsſatze von 128,4
Prozent, der diesmal unter keinen Umſtänden
erhöht werden darf, Ausſchlag in 1912 2 185 246
Mark, wahrſcheinlicher Mehrausſchlag für 1913 80000
Mark, zuſammen 2 265 246 Mark. (In dieſem Mehraus
ſchlag iſt die aus der Erhöhung der Staatsbeamten=
Mehreinnahme an Steuern noch
gehalte zu erwartende
nicht einbegriffen.) Bleiben ungedeckt 1662304 Mark
die durch die Gemeindevermögensſteuer aufzubringen
wären
Die der Gemeindeſteuer unterliegende Vermögens
ſumme beträgt 765576500 Mark. Ein Steuerſatz vor
22,2 Pfennig auf je 100 Mark Vermögen, wie ihn der
Herr Oberbürgermeiſter vorſchlägt, ergibt 1699580 Mark
alſo rund 37000 Mark über den ungedeckten Bedarf
Wählt man den nächſtniedrigeren Steuerſatz mit 21.6
Pfennig, dann berechnet ſich der Steuerertrag auf
1653 645 Mark — 9000 Mark weniger als der Bedarſ
Gründe der Vorſicht ſprechen für den höheren
Steuer=
atz, zumal es nicht feſtſteht, ob die angeſetzte Vermögens
umme in der ausgeſchlagenen Höhe aufrecht erhalten wer
den kann. Andererſeits iſt darauf Bedacht zu nehmen
daß ſich das Steueraufkommen aus dem Vermögen nicht
weſentlich von dem Ertrag der bisherigen Realſteuer ent
ernt, zumal der Ausſchlagsſatz für die Einkommenſteuer
unverändert bleiben ſoll. Dieſes Verhältnis feſtzuſteller
iſt ſchwierig, da die Grundlagen für die bisherige
Real=
ſteuer nicht mehr fortgeführt werden, ſo daß man die
natürliche Steigerung des Ertrages der Realſteuer für
1913 nur ungefähr berechnen kann. In den letzten 5
Jah=
ren bewegte ſich der prozentuale Anteil der Realſteuer an
dem Geſamtſteueraufkommen zwiſchen 40¾ und 41½ Pro
zent. Nimmt man für 1913 das gleiche Verhältnis vor
41½ Prozent zu 58½ Prozent an wie im Jahre 1912, danr
würden gegenüber 2 265 246 Mark Einkommenſteuer
1606974 Mark auf das Vermögen auszuſchlagen ſein
Ein Ausſchlagsſatz von 21,6 Pfennig auf je 100 Mark Ver
mögen ergibt 1653 645 Mark, alſo rund 47000 Mark meh
als wahrſcheinlich unter Beibehaltung des bisheriger
Ausſchlagsſatzes von 128,4 Prozent nach dem alten Geſetze
herausgekommen wären. Dieſer Umſtand ſpricht dafür
den geringeren Satz vot
21,6 Pfennig.
an
ſtatt des vorgeſchlagenen von 22,2 Pfennig zu wählen
Es darf hierbei jedoch nicht überſehen werden, daß di
Steuererhöhung diesmal nur vermieden werden kann durck
Entnahme von 465000 Mark aus dem Ausgleichsfonds
und daß auf beſtimmt zu erwartende weitere Belaſtun
gen der Stadt (Aufhebung des Grunderwerbsfonds
Mehrleiſtungen nach dem Geſetzentwurf über die Koſten
der höheren Schulen) jetzt noch keine Rückſicht genommer
wurde
Die Entnahme einer ſo großen Summe aus dem
Ausgleichsfonds kann naturgemäß nur als vor=
Konzerts paſſend gewählt worden. War die
Wieder=
erweckung des Werkes an ſich ſchon ein großes Verdienſt,
ſo war es noch mehr die Aufführung ſelbſt.
Mi
einem Orcheſter von Künſtlern und einem geſchulten
Chor=
ein ſolches Oratorium herauszubringen, iſt eine Kleinig
keit gegen das, was der Leiter der Aufführung, Her
Borngäſſer, mit einem Orcheſter von Dilettanten un
einem erſt kaum ins Leben gerufenen Chore hier geleiſtet
hat. Ihm gebührt für dieſe ſtaunenswerte Leiſtung un
veſchränkte Anerkennung. Der aus etwa 200 Mitgliederr
beſtehende Chor, in dem ſo viele jugendliche
Stim=
men vertreten waren, bewährte ſich unter ſeiner begeiſter
en Leitung geradezu glänzend, und man müßte aufrichtie
bedauern, wenn dieſe erſte große Leiſtung ſeine letzte ſein
ollte. Auch das Orcheſter, das auf dem Programm
be=
ſcheiden zurücktrat, unterzog ſich ſeiner nicht leichten
Auf=
gabe mit imponierendem Gelingen. Die Solopartien
wurden geſungen von den Damen Frau Hermanns=
Schaffner aus Köln, einer geborenen Darmſtädterin
die über ſchöne ſtimmliche Mittel gebietet und ſich jetzt zu
einer bedeutenden Konzertſängerin herangebildet hat, und
von der Konzertſängerin Frl. Funke aus Frankfurt
welche die Altpartien mit vielem Geſchmack und warme
Empfindung ſang. Der Vertreter der Baßpartien, Herr
Konzertſänger Maximilian Troitzſch aus Auerbach iſt
ein mit einer ſonoren und warmtimbrierten Baßſtimm
ausgeſtatteter Sänger, der mit ſchönem Ausdruck und
künſtleriſchem Verſtändnis ſingt. Herr Konzertſänger W
Lamb aus Frankfurt, der die Tenorpartie des Huß über
nommen hatte, iſt durch ſeine Tongebung in ſeinem Aus
drucksvermögen zwar behindert, gebietet aber über eine un
gewöhnlich ausgiebige Höhe, die ihm gut zu ſtatten kam
Das Publikum ſpendete dem zielbewußten, verdienten
Führer, Herrn Stadtorganiſten Borngäſſer, und ſeinen
rohgemuten und mutigen Truppen nach erfolgtem Siege
begeiſterten Beifall
Der Großherzog und die Großherzogir
wohnten der Aufführuna bei.
Nummer 101.
übergehende Maßregel gelten. Ende März 1913
betru=
der Ausgleichsfonds mit Zinſen 1922095,86 Mark, in
1913 gehen an Zinſen vorausſichtlich zu rund 90000 Mar
ergibt rund 2012000 Mark. Entnommen werden in 1912
vorausſichtlich 120000 Mark, nach dem vorliegenden
Vor=
anſchlag 465000 Mark, zuſammen 585000 Mark, bleiben
voranſchlagsmäßig für 1914 verfügbar 1427000 Mark
wenn nicht unvorhergeſehene
Es darf aber wohl —
— erwartet werden, daß nach
Schwierigkeiten eintreten
dem Beiſpiel der vorhergehenden Jahre der Betrag vor
165000 Mark in dieſer Höhe in Wirklichkeit nicht in
An=
ſpruch genommen wird
Der wenig günſtige Abſchluß des Voranſchlags iſt zum
Teil auch dadurch veranlaßt, daß mit der bisherigen
regelmäßigen Steigerung der Erträge der ſtädtiſchen
Betriebe für das kommende Jahr — vielleicht auck
nicht gerechnet werder
noch für einige weitere Jahre —
kann. Die Weniger=Einnahme aus der Vertragsgemein
ſchaft mit der
Heſſiſchen Eiſenbahn=Aktiengeſelſchaft
von etwa 18000 Mark iſt auf die Erhöhung der Bezüge
der in den Dienſt der Geſellſchaft übergegangenen
ſtädti=
ſchen Beamten und Arbeiter zurückzuführen. Es ſteht
noch nicht endgültig feſt, wieviel von dieſer Erhöhung
von der Geſellſchaft übernommen wird. Vorläufig und
vorſorglich iſt der Voranſchlag mit vier Fünfteln der
Geſamtausgabe belaſtet. Die Leiſtungen der Geſellſchaft
an die Stadt beſtehen in der vertragsmäßig vereinbarter
Summe von 345000 Mark (die Zahlungen auf den Kauf
preis für das Elektrizitätswerk beginnen erſt in 5 Jah
ren), dazu kommt die Dividende aus dem Aktienanteil de
Stadt, angenommen zu 4 Prozent, 80000 Mark, zuſam
men 425000 Mark. Dieſer Einnahme ſtehen folgende
Ausgaben gegenüber: für Verzinſung und Tilgung der
Anleiheſchuld 291330 Mark, ½ der Erhöhung der Gehalte
und Löhne 26 300 Mark, zu kapitaliſieren ſind 13 500 Mark
zuſammen 331 130 Mark, bleiben 93 870 Mark.
Wenn dieſes finanzielle Verhältnis für die nächſten Jahre
keine Verſchlechterung erfährt, d. h. wenn der Ausbau
neuer Straßenbahnlinien, der Ausbau der Ueberlandleit
ungen, die Herabſetzung des Strompreiſes uſw. ohne
un=
günſtige Einwirkung auf die ſtädtiſchen Finanzen
durch=
geführt werden kann, dann iſt das als eine ſeht
günſtige Wirkung des Vertragswerkes zu
betrachten, denn darüber beſtand vor Abſchluß des
Vertrages Uebereinſtimmung der Meinungen, daß die
Durchführung aller dieſer Maßnahmen durch die Stadt
allein ohne ſtarke Belaſtung für dieſe nicht möglich geweſen
wäre. Nach der jetzigen Uebergangszeit darf auf ein
naturgemäßes Anwachſen der Erträge de=
Geſellſchaftsunternehmens und damit auch
auf einen größeren Anteil der Stadt gerechnet werden
Noch in anderer Hinſicht hat die Stadt ein Uebergangs
ſtadium durchzumachen. Die Koſten der Bahnhofsverleg
ung kommen in dem neuen Voranſchlagsjahr erſtmals in
voller Höhe zur Geltung, ohne daß bis jetzt auf Einnah
nen aus dem ſtädtiſchen Geländeanteil gerechnet werden
kann. Dazu kommen neu die bereits erwähnten Belaſt
ungen, die aus der Aufhebung der Grunderwerbskaſſe
und aus dem Geſetz über die Koſten der höheren Schulen
u erwarten ſind.
Die Lag=e
iſt zweifellos eine ernſte, aber doch keine ſolche, die zu
Beunruhigung oder Beſorgnis Anlaß gibt. Bei alledem
ſind die ſoliden Grundlagen, auf denen die
Finanzgebar=
ung der Stadt aufgebaut iſt, nicht verlaſſen worden, un
dürfen auch nicht verlaſſen werden, um etwa einer
vorübergehenden Einzeleffekt zu erzielen. Das Ziel der
ſtädtiſchen Finanzpolitik muß nach wie vor ſein:
Ent=
wickelung der wirtſchaftlichen Kräfte der Stadt unter tun
lichſter Schonung der Steuerkraft ihrer Bewohner. Zu
Laſten des Vermögens ſind an neuen Ausgaben 3 394000
Mark vorgeſehen, darunter indeſſen 2 662817 Mark für den
Anteil am Erwerb des Geländes des alten Bahnhofes
Hinſichtlich der inneren Form hat der Voranſchlag inſo
fern eine Aenderung erfahren, als jetzt die Ausgaben für
Verzinſung und Tilgung der auf allen ſtädtiſchen
Gebäu=
den und Einrichtungen ruhenden Schulden bei den ein
zelnen Voranſchlagsrubriken in Rechnung geſtellt ſind
Im Vorjahre war dies nur für diejenigen Gebäude uſw
gefordert worden, die einen Ertrag abwerfen. Die Aus
dehnung dieſer Maßregel auf die Schul= und Amts
gebäude erhöht freilich die Ziffern des Voranſchlags,
gleichwohl muß die neue Einrichtung als nützlich
aner=
kannt werden, da ſich erſt hierdurch die Geſamtbelaſtung
der Stadt durch die einzelnen Verwaltungszweige er
kennen läß
Der Oberbürgermeiſter erklärte ſich mit den Anträger
des Finanz=Ausſchuſſes einverſtanden.
* Eberſtadt, 30. April. Man ſchreibt uns: Die ſic
einer großen Beliebtheit und eines außerordentlich ſtarken
Beſuches erfreuenden Maipredigten in der katholi
chen Kirche zu Eberſtadt finden, wie im letzten Jahre,
Feuilleton.
Vom Richard Wagner=Verband deutſcher Frauen
In Ergänzung der Mitteilungen über die in Magdeburc
abgehaltene Generalverſammlung des Richard Wagner
Verbandes deutſcher Frauen wird noch gemeldet: Seh
zahlreich hatten ſich in dieſem Jahr die Vertreterinnen
der Ortsgruppen eingefunden, galt es doch, nicht nur der
Arbeit für die Zwecke des Verbandes, ſondern auch de
Feier von Wagners hundertſtem Geburtstag. Die Ver
ammlung fand in dem großen feſtlich geſchmückten Saal
der Harmonie, im Beiſein der Kronprinzeſſin und
der Fürſtin von Schwarzburg ſtatt. Die erſte Vorſitzende
des Verbandes, Frau Kommerzienrat Strauß=Magdeburg
ſprach in längerer zündender Rede über Richard
Wag=
ners Bedeutung in künſtleriſcher, kultureller und deutſch
nationaler Beziehung, beſonders betonend, welchen
Ein=
fluß des Meiſters Ideale haben ſollten auf Leben un
Entwickelung der deutſchen Frauenwelt. Frau Strauf
eröffnete weite hoffnungsvolle Ausſichten für eine
groß=
zügige Tätigkeit des Verbandes der es ſich, wie bekannt,
zur Aufgabe geſetzt hat, der Bayreuther Stipendienſtift
ung Geldmittel zuzuführen und für die Verbreitung Wag
nerſcher Kunſt und Weltanſchauung zu wirken. Uebe
40 Ortsgruppen in verſchiedenen deutſchen Städten
arbei=
ten in dieſem Sinne, und es wird angeſtrebt, dieſe Tätig
keit auch auf das Ausland auszudehnen, um unter den in
der Fremde lebenden, vielfach von deutſchfeindlichen
Ein=
flüſſen bedrohten Volksgenoſſen, den nationalen Gedanken
durch nähere Berührung mit der Kunſt Richard Wagners
zu ſtärken. Die in Magdeburg von der Verſammlung
angenommenen neuen Statuten ſollen die Arbeit des Ver
bandes nach dieſer Seite hin ermöglichen. Die Verſamm
ung beſchloß, ihre nächſte Tagung in Weimar abzuhalter
Am Nachmittag fand im Magdeburger Stadttheater eine
Feſtaufführnns dex =Meiſterſinger von Nürnberg” in Bay=
ft
ſteht
Nummer 101.
an allen Maiſonntagen und am 2. Pfingſttage jedesmal
nachmittags um ½5 Uhr ſtatt. Die erſte Maipredigt wird
Herr Geiſtlicher Rat Schäfer=Mainz und die am Pfingſt
Montag Herr Geiſtlicher Rat Miſchler=Heppenheim
hal=
en. Beide Herren waren früher lange Zeit Kapläne zu
Darmſtadt und hielten damals ſchon katholiſchen Gottes
dienſt in Eberſtadt und Pfungſtadt. Daher ſind ſie ſowoh
in Darmſtadt als auch in der Umgegend bei älteren Leuten
wohl bekannt und ſtehen heute noch nach 40 Jahren im
beſten Andenken
Worfelden, 30. April. Dem Darmſtädter Bild
hauer Philipp Schwarz wurde die Herſtellung der
Kriegergedenktafel übertragen, welche in der
Kirche ihren Ehrenplatz erhalten ſoll.
Offenbach, 30. April. Der Betrieb der Main
ähre
zwiſchen dem Frankfurter Oſthafen
(Riederhof=Straße) und Offenbach iſt nunmehr
auf=
genommen. Der Ueberfahrtspreis beträgt pro Peuſon
Pfg., Karten für 50 Fahrten, die auch zur koſtenfreien
Mitnahme eines Fahrrads berechtigen, aber nur ar
Werktagen und nur perſönlich gültig ſind, koſten 1 Mar=
Der Fahrbetrieb beginnt täglich ſo frühzeitig, daß die
Arbeiter vor dem üblichen Arbeitsbeginn rechtzeitig
über=
ſetzen können. Die Fähre wird von der Frankfurter
Fiſcher= und Schiffer=Genoſſenſchaft betrieben
Die
-
Stadt Offenbach plant die Errichtung einer kom
munglen Arbeeitsloſenverſicherung, deren
Vorarbeiten nunmehe beendet ſind. Die Satzung lehnt
ſich an das ſogenannte Genter Syſtem an, indem die
Stadt an Verbände die ihren Mitgliedern Arbeits
oſenunterſtützung zahlen, Zuſchüſſe gewährt. Die
Zuſchüſſe ſollen für ledige Arbeiter 50 Pfg., für verhei
ratete 60 Pfg. für den Tag betragen, ferner für jedes
Kind unter 16 Jahren 15 Pfg. für den Tag gezahlt
wer=
den, jedoch nicht über 1,30 Mark im ganzen. Für Arbei
ter, die keiner Berufsvereinigung angehören, ſollen
Spar=
einrichtungen geſchaffen werden. Die Koſten werden im
Durchſchnitt mit 5000 bis 7000 Mark jährlich
angenommen. Vor endgültiger Annahme der
Ortsſatz=
ung ſoll eine eingehende Denkſchrift herausgegeben wer
den.
— Die neuen Gehaltsſätze
für das
Lehrerperſonal an den Volksſchulen haben
nun=
mehr die Genehmigung des Miniſteriums gefunden. Die
erhöhten Beträge werden zunächſt als Teuerungszulagen
-
Nach einer Mitteilung der
Stadtverwal=
ausbezahlt.
tung liegt bereits eine Erklärung der
Eiſenbahnverwal=
tung vor, nach der ſich dieſe mit der Veräußerung
er Offenbacher Lokalbahn
prinzipiel!
Die
einverſtanden erklärt
Verhandlungen
können freilich erſt nach völliger Verſtändigung mit der
Stadt Frankfurt beginnen, die aber ebenfalls in die Wege
geleitet iſt.
Wald=Michelbach, 30. April. In dem Steinbruch der
Hartſteinwerke Ober=Mengelbach waren der Bruchmeiſter
und ein Steinbrecher mit der Dynamitladung eines
Bohr=
oches beſchäftigt. Als dieſes bereits bis zur Hälfte
ge=
füllt war, ging auf einmal, und zwar auf unbekannte
Weiſe, der Schußlos und verletzte die beiden
Leute ſchwer. Der Arbeiter kam in das Krankenhaus
nach Heidelberg
Mainz=Mombach, 30. April. Ein ſehr rege
Geſchäftsbetrieb herrſcht zurzeit in der Gaſtell
ſchen Waggonfabrik. Beſonders die Aufträge an
Güterwagen ſind ſehr bedeutend, die ſicher mit den
großen Wagenmangel im letzten Herbſt und Winter
zu=
ammenhängen. Aber auch für Rechnung der Militär=
Verwaltung werden eine große Anzahl Wagen gebaut
die Firma hat im Laufe der letzten Zeit ihren Betricl
durch verſchiedene Neubauten bedeutend erweitert und
— Großes
beſchäftigt zurzeit mehr als 1000 Arbeiter.
Intereſſe bringt man hier der Entſcheidung des
Mini=
ſteriums entgegen, die in der Erbſchaftsange
legenheit des vor Jahresfriſt verſtorbenen Land
wirts Friedrich Nikolaus Hohl getroffen wird. Der Ver
ſtorbene hat ſein ganzes bedeutendes Vermögen der
hie=
ſigen katholiſchen Kirchengemeinde vermacht. Die
eigent=
lichen Erben haben ſich in einer Eingabe an die
Regie=
rung gewandt, in der ſie bitten, die Genehmigung des
Teſtamentes zu verſagen oder eine Abfindung mit ihnen
herbei zu führen.
Nackenheim, 30. April. Zu der Ballonlandung
auf dem Rhein ſchreibt der Frankfurter Verein für
Luftſchiffahrt: Am letzten Sonntag ſtieg Ballon „Moenus
unter Führung von Herrn Robert Marburg um 7 Uhr früh
mit den Herren Frank, Schäfer, L. und R. Burkhard auf.
Die Fahrt ging über Rüſſelsheim zum Rhein. Dort ging
der Führer abſichtlich mit Ventilzug bis auf einen Meter
auf den Waſſerſpiegel herunter und ließ man ſich von
her=
reuther Beſetzung ſtatt, der die Kronprinzeſſin beiwohnte.
Vor Beginn wurde im Foyer des Theaters eine von
Frau von Bary=Couſſin geſchaffene Büſte Wagners
ent=
hüllt, ein Geſchenk der Ortsgruppe an die Stadt, in der
der Meiſter einſt als junger Kapellmeiſter ſchwere
ent=
behrungs= und kämpfereiche Jahre durchlebte
) Die 50000 Blumen der Mimi Pinſon. Mimi
Pin=
ſon, die fröhliche kleine Pariſer Midinette, hatte am
Sonntag ihr Frühlingsfeſt. Im Herzen des Quartier
Latin, auf dem freien Platze an den alten Kirchen des
heiligen Medardus, hatten ſie ſich zu ungezählten
Tauſen=
den eingefunden, alle die kleinen Mimi Pinſons, die
Schneiderinnen, die Arbeiterinnen aus den Werkſtätten
der Hutmacher, aus den Geſchäften und Fabriken. Denn
dieſer erſte frühlingslinde Sonntag war auch der Tag, da
die kleinen Midinetten ihre Blumen erhalten ſollten. Im
vergangenen Jahre war zum erſten Male der hübſche Ge
danke aufgetaucht, den armen kleinen Arbeiterinnen auch
einen Anteil an den Freuden der wiedererwachten Natur
zu gönnen: man wollte ihnen Blumen ſchenken, nicht
etwa abgeſchnittene Blüten, die nach zwei Tagen wieder
den Kopf hängen laſſen und verwelken, ſondern hübſche
dauerhafte Blumentöpfe, die ſich Mimi Pinſon an ihr
Fenſter ſtellen kann, um das Entfalten der jungen Blüte
zu beobachten und um ihr ärmliches Heim ein wenig
freundlicher erſcheinen zu laſſen. So entſtand eine
phi=
lantropiſche Vereinigung, die ſich den hübſchen Namer
le Jardin de Jenny‟, Jennys Garten, zulegte und die
s ſich zum Ziel geſetzt hat, alljährlich den Midinetter
Blumentöpfe zu ſtiften. Nicht weniger als 50000
Blumenſträuße ſind am letzten Sonntag zur Verteilung
gekommen, darunter 15000 Roſen. In der Nähe de=
Odéons verſammelten ſich die großen Wagen, die dieſe
bunte Laſt trugen, inmitten der prangenden Blüten
nahmen die Damen und Herren Platz, die die
Ver=
teilung übernommen hatten, und dann wurde die Fahrt
zur Medarduskirche angetreten, wo die Mädchen und
Frauen in fröhlicher Feſtſtimmung bereits ihrer
Blumen=
karawane harrten. Eine Militärkapelle ließ ihre heiterſten
Weiſen ertönen, und als der Wagenzug kam, gab es ein
Rings um die Gefährte
lebensgefährliches Gedränge.
auf denen die Blumen ſich türmten, gruppierten ſich die
Mädchen, auch junge Frauen mit ihren Kindern waren
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 2. Mai 1913
eieilenden Booten an das linke Rheinufer hinüberziehen
Der Wind trieb den Ballon alsdann in langſamer Fahr
nach Igſtadt bei Wiesbaden, wo vor definitiver Landung
noch Feſſelballonaufſtiege gemacht wurden. Die Nach
icht, daß der Ballon reſp. die Inſaſſen in Gefahr ſchweb
ten, iſt unrichtig, da das Niedergehen auf die Waſſerflä
chen bei geringer Windgeſchwindigkeit von den
Frank=
furter Führern öfters vorgenommen wird, um
flußab=
wärts zu treiben und dann beliebig wieder aufzuſteigen
Heidesheim, 30. April. Die Arbeiten bei dem Anbau
des hieſigen Bahnhofsgebäudes ſind jetzt ſoweit vollendet
aß die neuen Räume in den nächſten Tagen der
allge=
meinen Benutzung übergeben werden können. Hierdurch
wird dem regen Perſonenverkehr auf dem hieſigen
Bahn=
hof in beſſerer Weiſe Rechnung getragen
— Bei den Erd
arbeiten an der Bauſtelle der militäriſchen Friedenspulver
magazine am Uhlerborn wurden zwei Gräber aus
er Hallſtattzeit (etwa 1000 vor Chr.) freigelegt
Die Bronzefunde beſtehen aus Armringen und kleinen
Dolchen; ſie weiſen daraufhin, daß es ſich um 2
Frauen=
gräber handelt
Friedberg, 30. April. Unter den im geſunkenen Tor
pedoboot „§ 178” aufgefundenen Leichen befand ſic
uch die des Willi Hebauf aus Friedberg. Auf
Ver=
anlaſſung der Eltern findet die Beſtattung des jungen
Matroſen hierorts ſtatt.
Friedberg, 30. April. In der Nacht zum Montag
gegen 11 Uhr ſtellten zwei junge Leute in der hieſigen
Brückenmühle ein Auto unter, das bisjetzt noch nicht
abgeholt wurde. Das Auto iſt= grau angeſtrichen
mit grünen Leiſten, iſt ſechsſitzig und hat ein grauleinenes
Lackverdeck. Das Automobil hat die Nr. I.T. 2925
Lauterbach, 30. April. Geſtern nachmittag 1 Uhr traf
die
Leiche des in Darmſtadt verſtorbenen Heſſiſchen
Kammerherrn Auguſt Riedeſel Freiherr zu
Eiſenbach in Stockhauſen, auf dem hieſigen Bahnhof=
Nord ein und wurde auf einem herrſchaftlichen Pferde
geſpann nach Stockhauſen befördert. Der älteſte Sohn
des Verſtorbenen und die Beamten der Freiherrlich
Riedeſelſchen Rentkammer gaben dem Trauerwagen das
Geleite. Die Beiſetzung erfolgt am Himmelfahrtstag
2½ Uhr nachmittags in dem Familienbegräbnis zu Stock
hauſen.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler undskünſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nachk
ſtehenden Crwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
⁕
5 Indiſche Fakire in Darmſtadt.
Die
Taten indiſcher Fakire zählen für uns noch immer zu den
unbegreiflichſten und wunderbarſten Dingen und ſelbſt
der größte Skeptiker und Zweifler muß oftmals ſich
ge=
chlagen bekennen ob der ſeltſamen und unbegreiflicher
Kräfte, mit denen dieſe Menſchen über das eigene Leben
en eigenen Leib gebieten. Hier verſagt die Allerwelts
weisheit „es gibt keine Wunder” oder das einfache und
eichte Urteil „Schwindel” und ſtaunend muß man ge
ehen, daß es doch mehr Dinge gibt zwiſchen Himmel und
Erde, als unſere Schulweisheit ſich träumen läßt
Ueber eine „Vorſtellung” der beiden indiſchen Fakire
Saadi Djebarri und Soliman Ben Said im
Saale des Kaufmänniſchen Vereins zu Frankfurt ſchrieb
in dortiges Blatt u. a.: Die Experimente, die die bei
den an ihren Körperteilen vornahmen, waren teilweiſe
verblüffend und erregten beſonders die Aufmerkſamkei
er zahlreich anweſenden Aerzte. Sie lagen denn auch
meiſt auf dem mediziniſchen Gebiet. Die Dame durch
tach ſich mit ſpitzen Hutnadeln die Wangen und prome
nierte, während die Hutnadelſpitzen auf beiden
Geſichts=
hälften herausragten, durch den Saal und die Galerie.
Auch die Zunge durchſtach ſie ſich. „Gut für manche
Da=
men” bemerkte dabei Herr Soliman. Der männliche
Fakir ſtach ſich mit zwei Nadeln durch die Luftröhre. Er
ieß ſich dann die Armmuskeln durchſtechen und ſchnitt
ſich mit einem Schwert in die Bauchmuskeln.
Angeneh=
ner wirkten die Produktionen des zweiten Teils. Mit
icherem Hieb durchſchlug Soliman Aepfel, die auf den
kopf und auf dem Hals ſeiner Begleiterin lagen, ohne
dieſe zu berühren. Er hieb auch einen Apfel in einem
Taſchentuch entzwei, ohne es zu beſchädigen. Einen gro
ßen Raum nahm dann das Gedankenleſen ein, wobei woh
zwei Dutzend Perſonen ihre Gedanken erraten haben
vollten. Meiſt waren ſie derart, daß der Rätſelgeber vor
einer beſtimmten Perſon einen Gegenſtand verlangte un
ihn zu einer anderen Perſon gebracht wiſſen wollte. Auch
mehrere Aufgaben wurden geſtellt, die alle prompt gelöſt
vurden. Zum Schluß brachte der Indier ſeinen
Haupt=
trick. Er durchbohrte ſich ſeinen Augapfel, nachdem er ſich
das Auge ausgekugelt hatte! Unglaublich, aber wahr.
erſchienen, und wo man hinblickte, ſah man lachende
Ge=
ſichter und ausgeſtreckte Hände. Jedes Paar dieſer
Händ=
wollte gefüllt werden, ein jeder verlangte nach ſeinem
Blumentopf und faſt ein jeder erhielt ihn auch. In
kur=
zer Zeit glich der weite menſchengefüllte Platz einem be
weglichen Blumengarten. Deei Stunden währte die Ver
teilung, drei Stunden lang reichten unermüdlich Herren
ind Damen von den Wagen den andrängenden Frauer
und Mädchen ihre Frühlingsgabe. Bis endlich die Wa
gen leer haren und im Trab wieder davonfuhren. In den
Seitenſtraßen und Seitengaſſen aber verſchwanden, ihre
arte Beute ſorglich auf dem Arm tragend, alle die
klei=
ten Mimi Pinſons, die ihre Blumen erhalten hatten
Und bald prangte der empfangene Blütenſtrauch am Fen
ter des kleinen Zimmers, in dem Mimi ihre kargen
Mußeſtunden verbringt
** Die gefährlichen Wolkenkratzer. Aus New=Yor
wird berichtet: Es mehren ſich die Symptome, die er
ennen laſſen, daß die amerikaniſche Begeiſterung für die
zimmelſtürmenden Wolkenkratzer abgewirtſchaftet hat.
Immer deutlicher zeigt ſich, daß die gewaltigen
Neu=
auten ſchwere innere Gefahren in ſich tragen, und es iſt
bezeichnend, daß in New=York jetzt eine Jury von
Sach=
verſtändigen eingeſetzt wird, die dieſe Fragen prüfen und
Vorſchläge über Baubeſchränkungen ausarbeiten ſoll. Als
die ſchlimmſte Gefahr bei den Wolkenkratzern fürchtet mar
die Elektrolyſis des Stahlgerüſtes, die Zerſetzung der
Stahlſtützen durch elektriſche Strömung. Bei den um
angreichen elektriſchen Anlagen in den Wolkenkratzerr
ind Stromentweichungen nie ganz zu vermeiden. Fälle
in denen Mechaniker und Gasarbeiter bei Reparaturen
durch ſolche wilden Nebenſtröme ſchwere elektriſche
Schläge erhalten haben, ſind ſehr oft vorgekommen, ja
bisweilen wurde bei dem Bruch von Gasröhren durch die
dem Gebäude innewohnende Elektrizität das Gas ſogar
entzündet. Sachverſtändige in Chicago haben berechnet,
daß in einem genauer unterſuchten Wolkenkratzer die
Zer=
ſetzung des Stahles mit einer Schnelligkeit von etwa
einem Pfund in der Stunde fortſchreitet. Das Schlimmſte
dabei iſt, daß zu dieſer allmählichen Zerſtörung der
Widerſtandskraft des Stahles keineswegs ſtarke elek
triſche Strömungen erforderlich ſind; eingehende Experi
mente haben erwieſen, daß ſelbſt ein Volt genügt, um ſo=
Seite 5.
Die beiden Fakire werden am Montag, den 5. Mai
im
Städtiſchen Saalbau hierſelbſt ein Gaſtſpiel
geben. Den Kartenverkauf hat die Firma Gg. Thies
Nachf. (Leop. Schutter), Eliſabethenſtraße, übernom
men. (S. Anz.,
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 30. April. Geſtern
herrſcht=
ſchon ſeit früher Morgenſtunde eine faſt tropiſche
bitze und Schwüle, ſo daß die Temperatur in den
Schul=
laſſen für Schüler und Lehrer unerträglich wurde. In
einer Reihe von Schulen ſchloß man den Unterricht, de
onſt bis 2 Uhr währte, bereits um 12 Uhr. — Bei der
morgigen Maifeier wollten die Gewerkſchaften und
Wahlvereine in den Berliner Vororten am Nachmittag
Umzüge durch die Straßen veranſtalten. Die polizeiliche
Genehmigung hierfür iſt aber verſagt worden weger
Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. — In einem Trö
delladen in der Roſenthalerſtraße wurden geſtern abend
der 21 Jahre alte Hilfsmonteur Timm und der Reiſende
Kamis verhaftet, als ſie zerſchlagene Kirchengeräte
zum Kauf anboten. Dieſe waren in der Nacht zum Mon
tag in der Bartholomäuskirche erbeutet worden. Es wird
vermutet, daß die Verhafteten auch für die zahlreichen
Synagogeneinbrüche in der letzten Zeit in Frage kommen.
Vor einiger Zeit entlief der Beſitzerin eines Reh
vinſchers in Spandau der Hund und war nirgends
aufzufinden. Vorgeſtern abend kehrte er mit einer Biß
wunde am Kopfe, ſowie mehreren ſonſtigen Verletzungen
zurück und zeigte ein auffallend biſſiges Weſen. Der
Kreistierarzt nahm Tollwutverdacht an und ließ das Tier
öten und den Kopf dem Inſtitut für Infektionskrankheiter
ibergeben. Das Ergebnis der Unterſuchung beſagt, daß
ei dem Hunde Tollwut vorliege. Es konnte feſtge
ſtellt werden, daß er ſich mehrere Tage in Schöneberg,
Wil=
mersdorf und Halenſee aufgehalten hatte. Die Annahm
iſt nicht unberechtigt, daß noch mehrere tollwutkranke
Hunde herumlaufen. Dem Lokalanzeiger zufolge ſoll die
über Groß=Berlin verhängte Hundeſperre noch auf
wei=
tere drei Monate ausgedehnt und auch auf Spandau er
treckt werden. — Auf dem Hofe eines Hauſes in der Ban
delſtraße in Moabit fand man in einem Müllkaſten
in einer Tüte eingewickelt ein neugeborenes, aber noch
lebendes Kind, das von einer in demſelben Hauſe wohn
haften Schuhmacherfamilie vorläufig in Pflege
genom=
men wurde. Nach den ärztlichen Feſtſtellungen lag das
Kind bereits ſeit geſtern abend in dem Müllkaſten. Es
iſt als ein Wunder zu betrachten, daß das Kind nicht
er=
ſtickt oder durch die auf ihm liegende heiße Aſche
ver=
brannt wurde
* Frankfurt, 30. April. Das Programm für
den Geſangswettſtreit iſt folgendes: Freitag, der
2. Mai, abends 7 Uhr, wird der Feſtplatz eröffnet. Sams
tag, den 3. Mai, beginnen die täglichen Doppelkonzerte
die jeden Nachmittag und Abend abeghalten werden. Für
Donnerstag, 8. Mai, abends nach Schluß der
Preisver=
teilung, iſt ein großes Monſtre=Konzert von vier
Militär=
apellen mit Schlachtenmuſik, Bombardement, Feuerwer
vorgeſehen. Die Veranſtaltungen in der
Feſt=
halle werden Sonntag, den 4. Mai, nachmittags mit
er Hauptprobe zum Begrüßungskonzert eröffnet
Am Montag, den 5. Mai, abends 8 Uhr, findet das Be
grüßungskonzert ſtatt, das der Sängerbund
Frankfurt unter Leitung von Profeſſor Maximilian Fleiſch
veranſtaltet. Der Kaiſer hat für dieſen Abend bereits ſein
Erſcheinen zugeſagt. Dienstag vormittag 10 Uhr beginnt
dann der eigentliche Geſangswettſtreit, an dem 41 Män
nergeſangvereine mit 8486 Mitgliedern teilnehmen. Die
Vereine ſind in fünf Gruppen eingeteilt. Sofort nach
dem Singen der fünften Gruppe am Donnerstag vor
nittag findet die Beratung der Preisrichter über die
Zu=
laſſung zu dem engeren Wettbewerb ſtatt. Die
Namen dieſer Vereine werden ſofort nach der Beratung
der Preisrichter bekannt gegeben. Unter Führung von
Vertrauensmännern gehen dann dieſe Vereine zur Ein
bung des Stundenchors in die ihnen zugewieſenen
Lo=
ale. Nach der einſtündigen Probe ſammeln die
Ver=
rauensmänner die Noten wieder ein und halten ſie bis
zum Auftreten des Vereins in Verwahrung.
Donners=
tag, den 8. Mai, nachmittags 2 Uhr, beginnt der engere
Wettſtreit, für den die Reihenfolge des Auftretens
durch Ausloſung beſtimmt wird. Nach einer Pauſe für
die Beratung der Preisrichter folgt ſofort die feierlich
Preisverteilung. Die Frankfurter
Sängerver=
einigung eröffnet, ſobald das Kaiſerpaar die Loge
wie=
der betreten hat, den Feſtakt mit dem Vortrag des
Mozart=
ſchen Chors: „O weile, Geiſt des Friedens, Schutz des
wohl im Stahl als im Gußeiſen Zerſetzungen
hervor=
zurufen
C) Das „allergrößte” Schiff der Welt. Der Ruhm des
„Imperator” als des größten Schiffes der Welt wird
nur von kurzer Dauer ſein: ſchon im November dieſes
Jahres wird in Belfaſt ein neuer Rieſendampfer der
White Star=Line vom Stapel laufen; die „Britannie‟
Die Dimenſionen dieſes neuen engliſchen Dampfers
deſſen Bau ſchon vor Monaten begann, waren bisher
ſtreng geheimgehalten worden. Jetzt wird bekannt
ge=
geben, daß ſeine Länge 887 engliſche Fuß und 9 Zol
betragen wird bei einer Breite von 54 Fuß und 6 Zoll.
Der Brutto=Tonnengehalt wird faſt 51000 Tons
er=
eichen und jedenfalls, wie die engliſchen Meldungen
be=
zeichnenderweiſe ausführen, „den Tonnengehalt des
eutſchen „Imperators” um ein Weniges übertreffen.
Urſprünglich ſollte das Schiff erſt im kommenden
Früh=
jahr vom Stapel laufen, aber man hat in den letzten
Mo=
taten mit doppelten Arbeiterſchichten gearbeitet, um
möglichſt bald den Rekord des „allergrößten Schiffes” der
Welt wieder an die britiſche Flagge zu bringen.
Der Augenbrauen=Schnurrbart. Der Schnurrbar
wird wieder modern! Das iſt die Kunde, die das
Früh=
ahr aus London bringt. Nach den Jahren bartloſen
Da=
ſeins empfiehlt die Mode endlich wieder den Herren,
hre Oberlippen mit Haaren zu ſchmücken. Aber es ſind
nicht etwa die langen, ſeidigen Schnurrbärte aus den
Ro=
nanen von vor 30 Jahren. Der neue moderne
Schnurr=
bart iſt der „Augenbrauen=Schnurrbart” auch „Zahn
bürſte” genannt. Denn er beſteht nur aus einem
zahn=
bürſtenbreiten kleinen Haarſtreifen. Ein tonangebender
Londoner Bartkünſtler, bei dem die Mitglieder der
vor=
nehmen engliſchen Klubs ſich gern verſchönen laſſen, er
klärte einem Interviewer: „Die bartloſe Mode weicht
nun dem kurzen, ſcharf geſtutzten Schnurrbart,der die
Oberlippe ſchmückt, ohne die Lippe oder den Meind zu
erdecken. Er wird ſehr knapp geſtutzt und darf unter
gar keinen Umſtänden die Mundwinkel berühren, er darf
überhaupt die Konturen der Oberlippe nicht verhüllen.
Dieſer neue Schnurrbart erfüllt beim Manne die Miſſion
eines Schönheitspfläſterchens er lenkt die Aufmerkſamkeit
auf einen wohlgeformten Mund und auf ſchöne Zähne
Seite 6.
Schönen”. Nach dem Chorgeſang tritt unter Fanfaren
klang der Herold in Begleitung von Pagen zum
Diri=
gentenpodium und verkündet die Verleihung des Kaiſer
preiſes, worauf der Vorſitzende und der Dirigent der
ſiegreichen Vereins ſich zur Kaiſerloge zur
Empfang=
nahme der Auszeichnung begeben. Dann verkündet der
Herold die Reihe der übrigen mit einem Ehrenpreiſe
aus=
gezeichneten Vereine, deren Vorſitzende und Dirigenten
die Preiſe ebenfalls in der Kaiſerloge in Empfang nehmen.
Nach einem Schlußgeſang bringt Oberbürgermeiſter Voigt
ein Hoch auf das Kaiſerpaar aus, und das Orcheſter
into=
niert dann die Volkshymne. — Mittwoch, den 7. Mai,
abends 8 Uhr, findet ein großer Sängerkommers
im Saalbau ſtatt.
Frankfurt, 30. April. Geſtern abend machte ein
junger Burſche auf einen Gaſtwirt in der Niddaſtraße
nachdem alle anderen Gäſte das Lokal verlaſſen hatten
einen Ueberfall, indem er auf den Wirt einen
Re=
volverſchuß abgab, der jedoch fehlging. Er konnte
überwältigt werden, ehe er weiteren Gebrauch von der
Waffe machen konnte. Bei ſeiner Verhaftung weigerte
er ſich, ſeinen Namen zu nennen und behauptete, im
Auf=
trage mehrerer auswärts wohnender Perſonen gehandelt
zu haben, die ihn mit reichlichen Geldmitteln und der
Waffe ausgerüſtet hatten. Der Wirt erkläcte, den
Men=
ſchen nie vorher geſehen zu haben
Kronberg, 30. April. Zu der gemeldeten
Verhaf=
tung eines älteren Fräuleins wegen Verdachts der Er
mordung oder der Teilnahme an der Ermordung der
Witwe Zimmermann wird noch folgendes
mitge=
teilt: Die Verhaftete iſt die Putzmacherin H. Junker
die mit ihrer Mutter zuſammen in der Frankfurter Straße
wohnt und dort ein Putzmachergeſchäft betreibt. Fräu
lein Junker war durch ihre Mutter mit der Wätwe Zim
mermann verwandt, die in der Junkerſchen Familie viel
verkehrte. Von Zwiſt oder Streitigkeiten zwiſchen den
bei=
den hat man nie etwas gehört. Die Vermögensverhält
niſſe der Familie Junker gelten als geordnet. Es iſt noch
nicht bekannt, welche verdächtigen Momente zur Feſtnahme
geführt haben. Fräulein Junker wurde im Automobil,
begleitet von einigen höheren Polizeibeamten, ins
Unter=
ſuchungsgefängnis nach Wiesbaden verbracht, wo ſie vor
erſt in Haft bleibt.
Straßburg, 29. April. Ueber den Ausgang eines heute
vom
Infanterie=Regiment
Nr. 132 unternommener
Uebungsmarſches Straßburg=Wanzenau=Hördt und zurück
waren heute in der Stadt übertriebene Gerüchte verbreitet
Nach Erkundigungen an zuſtändiger Stelle wird mitgeteilt,
daß bei keinem der Erkrankten beziehungsweiſe
momen=
tan marſchunfähig gewordenen Leute Lebensgefahr beſteht.
Drei Leute ſind wegen Hitzſchlagverdacht ins Lazarett
ein=
geliefert worden. Zum Lazarett hatten ſich allerding
anfangs eine größere Zahl von Mannſchaften gemeldet,
dieſelben konnten aber alsbald wieder zu den
Truppen=
teilen zurückgeſchickt werden.
Dortmund. 29. April. In dem großen Prozeſ
wegen des Zuſammenbruches der Nieder
deutſchen Bank, in welchem neben dem Bankdirekto
Ohm 14 Mitangeklagte figurieren, wurde zunächſt der
Le=
bensgang des Hauptangeklagten erörtert. Ohm behaupte
daß die Bank glänzende Geſchäfte gemacht und
durch=
ſchnittlich Dividenden von 7 Prozent verteilt habe. Auck
die Aufſichtsratsmitglieder, die vor Annahme ihrer Stel
lungen Erkundigungen über die Bank einzogen, hätten
ſehr günſtige Auskünfte erhalten. Die Bank habe eine
glänzende Entwickelung noch vor ſich gehabt. Um in den
Zeiten ſinkender Konjunktur proſperieren zu können, ſeien
die Filialen gegründet worden. Die Beteiligung an in
duſtriellen Unternehmungen ſei geſchehen, um der Band
bare Mittel zuzuführen, es habe ſich keineswegs um Ueber
gründungen gehandelt. Noch kurz vor dem
Zuſammen=
bruch habe ſich die Bank in durchaus guten Verhältniſſen
befunden, ſie ſei direkt in den Konkurs hineingetrieben
worden. Er habe beabſichtigt, eine Verbindung mit der
Romano=Suiſſe=Aktiengeſellſchaft einzugehen, die ſeinerzei
der beabſichtigten Einziehung der Kirchengüter in Italien
entgegenwirken und dem Vatikan Mittel zur Verfügung
tellen ſollte. Der Erzbiſchof von Florenz ſei dem Planc
ſehr geneigt geweſen. Die Romano=Suiſſe=Bank habe da
ür 8 Millionen Mark Aktien der Niederdeutſchen Bank
übernehmen wollen. Ferner habe er mit einem Pariſer
Finanzier, mit der Nationalbank in Berlin und anderen
Geldgebern in Verbindung geſtanden. Auch durch die
Verbindung mit Thyſſen jun, habe man auf reichliche
Mittel gerechnet. Auf die Frage, weshalb denn nun
eigentlich die Bank zuſammengebrochen ſei, erklärt Ohm,
daß die Bank infolge ihrer wirtſchaftlichen Expanſionskraft
auch viele Gegner hatte, die unwürdige Mittel anwandten,
im ſie zum Falle zu bringen. Man verbreitete über ſie
falſche Gerüchte an der Börſe und es erfolgte dann ein
Sturm auf die Kaſſen, dem auch jede andere Bank
unter=
legen wäre. Wenn er nicht an die Zukunft der Bank
ge=
glaubt hätte, dann würde er doch nicht ſein ganzes
Ver=
mögen in die Bank hineingeſteckt haben. Er gebe ſein
Ehrenwort, daß das Gerücht Unſinn ſei, wonach er Gel
der in England in Sicherheit gebracht habe. Zu ſeiner
perſönlichen Verhältniſſen gab Ohm an, daß er zuletzt ein
Gehalt von 50000 Mark bezog, an Tantiemen 100000
Mark.
Soeſt, 30. April. Bei der Einfahrt in die Stadt
über=
fuhr ein Bonner Automobil geſtern einen
vierjähri=
en Knaben. Die Inſaſſen wollten das ſchwer verletzte
Kind ins Krankenhaus bringen, auf dem Wege dorthin
überfuhr das Automobil ein ſechsjähriges Mädchen. Der
Knabe iſt bereits geſtorben, das Mädchen ſchwebt in
Lebensgefahr.
Dresden, 30. April. Das rätſelhafte
Verſchwin=
den des Dresdener Oberjuſtizrats Dr. Emil Körne:
harrt noch immer der Aufklärung. Die behördlichen und
rivaten Ermittelungen in und um Lindau, ſowie in der
weiteren Umgebung werden fortgeſetzt, haben bis jetzt
aber noch keine poſitive Spur gezeitigt. Die
Staatsan=
waltſchaft zieht nach wie vor die Möglichkeit eines Ver
brechens in den Bereich der Erörterungen. Hin und
wie=
er auftauchende Meldungen, daß der Verſchwundene in
der Schweiz, in Vorarlberg uſw., geſehen worden ſei,
ha=
ben ſich leider als Täuſchung herausgeſtellt. Vor einiger
Zeit lief bei der Königlichen Polizeidirektion ein anony
mer Brief aus Wien ein, in dem allerlei Andeutungen über
ein an Dr. Körner begangenes Verbrechen enthalten
wa=
ren. Die von den Behörden nach dieſer Richtung hin un
ternommenen Schritte ſind jedoch ergebnislos geweſen
Paris, 30. April. Ueber die in der letzten Zeit in
Paris feſtgeſtellte ungewöhnliche Zunahme der
Ty=
husfälle wurde in der letzten Sitzung der Akademi
der Medizin mitgeteilt, daß die in Paris, insbeſondere in
einigen Vierteln des linken Seineufers, herrſchende Ty
phus=Epidemie auf die Unachtſamkeit eines bei der
Aus=
tellung für körperliche Erziehung beſchäftigten Arbeiters
zurückzuführen iſt, der in dem Gebäude der mediziniſcher
Fakultät ein Rohr der Seinewaſſerleitung mit einem Rohr
der Grundwaſſerleitung verbunden hatte. Drei Wocher
ſpäter wurden dem Geſundheitsamt ſehr zahlreiche
Typhusfälle gemeldet
Paris, 30. April. Wie aus Rodez (Departement
Aveyron), gemeldet wird, ereignete ſich bei Sévérac ein
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 2. Mai 1913.
chwerer Eiſenbahnunfall. Mehrere Reiſende
ſollen getötet, an 20 Perſonen verwundet worden ſein,
Hier verbrannten
Bräunlingen, 30. April
heute nacht ſechs landwirtſchaftliche Beſitzungen trotz de
Anſtrengungen mehrerer Feuerwehren, die aus der
Um=
ebung herbeigeeilt waren. Ein
Feuerwehrkomman=
dant wurde in der Ausübung ſeines Berufes vom
Schlage getroffen und verſtarb alsbald.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 29. April. Die Frage, ob die
Regierungsvorlage über die Beſoldungsreform
für die Beamten und Lehrer noch vor Beginn der heißen
Sommerzeit in Beratung genommen werden ſolle, iſt jetzt
weiten
2
gelöſt.
Der Finanzausſchuß der
Kammer hat in ſeiner heutigen Sitzung beſchloſſen, an
Dienstag, den 6. Mai, mit der Beratung der
Beſoldungs=
vorlage zu beginnen. Der Ausſchuß hat mit dieſem
Be=
ſchluß die vielfach im ſtillen wie offen ausgeſprochenen
Be=
ürchtungen in den Kreiſen der Beamtenſchaft beſeitigt,
daß die Ausſchußberatungen im Hinblick auf den von der
Kammer akzeptierten bauernbündleriſchen Antrag, worin
die Regierung um Vorlage einer Gehaltsſkala mit den
preußiſchen Beamtengehältern bis zum 1. Juni d. J. er
ſucht wird, bis zum kommenden Herbſt vertagt werden
würden, was dann natürlich zur Folge gehabt haber
würde, daß die Beratung der Beſoldungsgeſetze im
Kam=
merplenum bis zum Frühjahr 1914 hätte vertagt werden
müſſen. Wenn der Ausſchuß ſich jetzt darüber ſchlüſſig ge
nacht hat, ſich zunächſt mit der Beratung desjenigen Teils
der Vorlage zu beſchäftigen, der die teilweiſe
Uebernahm=
der Mehrkoſten für die höheren Schulen (230000 Mark
auf die Gemeinden beſtimmt, ſo iſt dafür wohl einmal de
Umſtand maßgebend geweſen, daß durch dieſen
Geſetz=
entwurf die zurzeit infolge der Anforderungen des Reiches
ioch vollſtändig unüberſehbare finanzielle Lage im Groß
herzogtum am wenigſten tangiert wird, dann aber auch
weil der erweiterte Finanzausſchuß der Erſten Kammer
in ſeiner kürzlich näher erörterten Reſolution zur
Beſol=
dungsreform poſitiv bekundet hat, daß die Erſte Kammer
die Abwälzung der genannten Summe auf die Gemeinden
als ein Haupterfordernis für ihre Zuſtimmung zu den
regierungsſeitigen Vorſchlägen über die Erhöhung der
Beamten= und Lehrergehälter betrachtet. Bei der gegen
wärtigen Zuſammenſetzung der Zweiten Kammer iſt mi
iemlicher Gewißheit anzunehmen, daß ſich die Mehrheit
derſelben im Sinne der Regierungsvorlage für die
Auf=
bringung der 230000 Mark durch die Gemeinden
entſchei=
den wird. — Die größeren Landtagsfraktionen werden ſic
vorausſichtlich ſchon in den nächſten Tagen mit der ganzen
wichtigen Materie eingehender beſchäftigen. Die national
liberale Fraktion iſt von ihrem Vorſitzenden, Abg. Dr
Oſann, zu einer Beratung über die Beſoldungsvorlage
und die ganze gegenwärtige Finanzlage des Landes für
Dienstag, den 6. Mai, einberufen worden.
Der Nieder=Modauer
Bank=
krach vor der Strafkammer.
Zwanzigſter Verhandlungstag.
g. In der Verhandlung am Mittwoch wurden
ver=
ſchiedene Mitglieder von Vorſtand und Aufſichtsrat de
Nieder=Modauer Vereins, ſowie eine Reihe von
Geſchä=
digten vernommen. Erſter Zeuge iſt Bürgermeiſter Kel
ler von Ober=Modau; er war lange Jahre Mitglied de
Vereins und nahm auf wiederholtes Drängen im Jahre
1908 einen Poſten im Aufſichtsrat an. Ihrig ſagte immer
er ſei der geeignetſte Mann für den Aufſichtsrat, da er der
Reichſte ſei. Die 275000 Mack Defizit habe man nur
übernommen, weil Ihrig geſagt habe, bezahlt brauche
nichts werden, bis 1919 ſei die ganze Summe getilgt
Man habe ſich vollſtändig auf die Angaben des Ihrig ver
laſſen. Im Jahre 1909 habe Ihrig die Uebernahme von
weiteren 62000 Mark verlangt und dabei etwa 70000
Mark von der Genoſſenſchaftsbank in Ausſicht geſtellt
Ihrig habe auch Sicherheiten für die übernommenen
Summen verlangt mit der Begründung, er müſſe dem
Aufſichtsrat der Genoſſenſchaftsbank auch Sicherheit
vor=
legen. Als man Adam anzeigen wollte, habe Ihrig
ge=
agt: Ihr werdet doch nicht einen Mann anzeigen, der
ſich ſolche Verdienſte um das Genoſſenſchaftsweſen erwor
ben hat. Der Rechner Beck hat, wie Zeuge angibt, an
Adam Summen ausbezahlt, ohne daß Zeuge als
Direk=
or des Aufſichtsrats jemals eine Anweiſung
unterſchrie=
ben hat. Zeuge hätte die Verpflichtungsurkunden von
275000 Mark unter keinen Unzſtänden unerſchrieben
venn er gewußt hätte, daß man noch dafür die Zinſen
zahlen ſollte. Perron habe der Witwe Roßmann auch
ge=
raten, daß ſie die Schuldurkunde unterſchreiben ſolle, man
brauche ja, wie Ihrig geſagt habe, doch nicht zu zahlen.
zu Ihrig habe man blindes Vertrauen gehabt und man
folgte ſeinen Vorſchlägen ohne das geringſte Mißtrauen.
Zeuge bleibt vorläufig unbeeidigt
Zeuge Bürgermeiſter Schaller von Nieder=Modau,
ebenfalls unbeeidigt, bekundet, daß ſich niemand an Adam
herangetraut habe, weil der Bürgermeiſter Roßmann ſein
Schwager war. Im Jahre 1909 habe einmal jemand in
der Wirtſchaft geſagt, der Nieder=Modauer Verein ſtehe
ſchlecht. Daraufhin ſei er verklagt worden und er mußte
öffentlich dieſe Beſchuldigung zurücknehmen. Auch aus
dieſem Grunde habe man ſich gehütet, die Finger zu
verbrennen. Zeuge hat verſchiedenen Perſonen, die Mit
zlied werden wollten, davon abgeraten, da er die Lage
des Vereins nicht für gut hielt. Die Betreffenden ſeier
dadurch zum Beitritt veranlaßt worden, daß man
ſämt=
liche Schuldner des Vereins aufforderte, ihr Darleher
innen acht Tagen zurückzuzahlen oder Mitglied des Ver
eins zu werden. Er ſelbſt habe einen Schaden von 117000
Mark durch den Konkurs erlitten
Zeuge Philipp
Matthes VI. aus Nieder=Modau wurde 1907 gleich
am als Erbe ſeines Vaters Mitglied des Vereins. 1910
vurde er in den Vorſtand gewählt. Er habe ſich
anfäng=
lich dagegen geſträubt, doch habe ihm Ihrig zugeredet,
der Nieder=Modauer Verein ſei eine der beſten Kaſſen,
Als die 62000 Mark übernommen werden ſollten, habe
Ihrig geſagt, er würde auch einen Betrag von 50—60 000
Mark zur Verfügung ſtellen, wenn der Betrag übernom
men werde. Dieſe Summe habe man dem Jſaak noch ab
genommen. Zeuge habe da geſagt, wenn man dem Jſaat
ſoviel abgenommen habe, dann müſſe er ja mindeſten.
300000 bis 400000 Mark an dem Verein verdient haben.
Man ſei der Sache aber nicht weiter nachgegangen. Zeuge
war mit bei Ihrig, um anzufragen, ob man Adam nicht
anzeigen ſolle. Auf Zureden Ihrigs habe man das unter
laſſen. Zeuge hat durch den Zuſammenbruch Nieden
Modaus etwa 40000 Mark verloren. Zeuge wird ver
eidigt. — Zeuge Philipp Mager III. von Nieder=Modau
gehörte bis 1908 dem Aufſichtsrat an. Ihrig ſei zu ihm
gekommen und habe verlangt, daß er die Schuldurkunde
von 275000 Mark unterſchreiben ſolle. Als er dieſem
er=
lärte, er ſei gar nicht mehr im Vorſtande, habe ihm
Nummer 101.
Ihrig geſagt, er müſſe trotzdem noch unterſchreiben, ſonſt
würde er verklagt. Zeuge hat dann auch unterſchrieben.
Ihrig habe dabei auch geſagt, die Summe brauche nicht
bezahlt zu werden, ſie werde bis 1919 abgetragen, und
war würden aus dem Reingewinn jährlich 5000 Mark
dazu verwendet. Zeuge hat ſeines Wiſſens niemals
Wechſel unterſchrieben, aber mehrmals unter Blanketts
ſeine Unterſchrift geſetzt. Zeuge hat das Protokoll der
gemeinſamen Sitzung von Vorſtand und Aufſichtsrat an
16. November 1909 unterſchrieben, ohne daß er in der
Sitz=
ung anweſend war und obgleich er ſchon 1908 aus dem
Aufſichtsrat ausgeſchieden war. Er kann darüber nur die
Erklärung abgeben, daß er damals vom Feld geholt wor
den ſei, um das Protokoll zu unterſchreiben. Ob das
Protokoll ihm vorgeleſen wurde, wiſſe er nich
zeuge Schreiner Adam Papſt von Nieder=Modau
vurde 1906 oder 1907 Mitglied des Vereins. Als die
Benoſſenſchaft Ober=Mockſtadt fiel ſei viel hin= und
her=
geredet worden. Man habe deshalb Ihrig in einer
Ge=
teralverſammlung gefragt. Dieſer antwortete: Wie kön
nen Sie nur da einen Vergleich ziehen; Ober=Mockſtadt
ei eine wilde Kaſſe und Nieder=Modau werde regelmäßit
jedes Jahr von dem Verband revidiert. Ein ſolcher Fal
ſei bei Nieder=Modau vollſtändig ausgeſchloſſen. Di
Verhältniſſe ſeien prima. In der Verſammlung vom
Dezember 1911 ſeien die Mitglieder, die die Urkunde von
275000 Mark unterſchrieben haben, ſehr erſtaunt geweſen,
daß die Urkunde an die Genoſſenſchaftsbank zediert war.
Vorher habe man vergeblich verſucht zu erfahren, wo die
Urkunde ſich befinde. Ihrig habe verſucht, darüber
hinweg=
zugehen und ausweichende Antworten gegeben. Als aber
ein Mitglied ganz energiſch Auskunft verlangte, habe
Ihrig dann geſagt, die Urkunde ſei an die
Genoſſenſchafts=
bank zedier
Zeuge Peter Kraus, Weißbinder in Nieder=Modau,
wurde im November 1908 Mitglied des Aufſichtsrats.
Er hat die im Jahre 1909 bekannt gewordene Unterbilanz
von 275000 Mark mit übernommen. Zeuge hat auch die
Verpflichtung unterſchrieben, ohne Kündigung eine
Million Mark an die Genoſſenſchaftsbanl
zu zahlen, wobei er ſich nichts gedacht haben will.
-
Zeuge Jakob Simon in
Zeuge bleibt unbeeidigt
Darmſtadt wurde im Auguſt 1908 Mitglied des Vereins
aus Anlaß der Verrechnung einer Hypothek, wobei ihr
Beck überredete, Mitglied zu werden. Er habe den Beck
zefragt, ob er da kein Riſiko eingehe. Beck meinte, es ſei
durchaus kein Riſiko, die Kaſſe ſei prima=prima. In der
Leneralverſammlung 1910 ſollte eine Dividende verteil
werden, obgleich tatſächlich ein Verluſt da war. Er hab
deshalb dagegen geſprochen und beantragt, die Summe
dem Reſervefonds zuzuführen, da dieſer in keinem
Ver=
hältnis zu dem Umfang ſtand und der Reingewinn
ge=
wiſſermaßen in der Luft ſchwebe. Ihrig habe dagegen
geſprochen; es ſei anzunehmen, daß noch der eine oder
andere Poſten eingehen werde. Als 1911 das Defizit
von 864000 Mark bekannt wurde, ſei auf ſeinen Vorſchlag
eine Kommiſſion gebildet worden, um die Entſtehung des
— Zeuge Georg Simmer=
Defizits zu unterſuchen
macher war ebenfalls Mitglied des Aufſichtscats. Bei
der Uebernahme der 275000 Mark ſei auch geſagt worden
man dürfe nicht mit dem großen Verluſt vor die
General=
verſammlung treten, ſonſt würde die Kaſſe ruiniert. Ihrig
habe es verboten, die Summe bekannt zu geben.
Zeuge hat auch den Sichtwechſel über 1 Million
unter=
ſchrieben, weiß aber nichts mehr davon. Als er für die
Schuldanerkenntnis von 275000 Mark als Sicherheit ſein
Sparguthaben von 50000 Mark verpfändete, habe er auch
noch nicht gedacht, daß er dieſes Guthabens verluſtig gehen
ſollte, da Ihrig ſagte, er brauche dieſe Sicherheiten nur,
im ſeinem Vorſtand gegenüber gedeckt zu ſein. Er ſei
damals immer noch der Anſicht geweſen, daß die ganze
Summe abgerentet werde
Nach 1¼ Uhr wurde die Verhandlung auf Freitag
vertagt.
Die Wehrvorlagen in der
Budgetkommiſſion.
* Berlin, 29. April. In der Weiterberatung der
Budgetkommiſſion wies ein Zentrumsredner an Hand
vorliegender Kartenſkizzen auf die bemerkenswerte
Tat=
ache hin, daß ſeit Beginn der 80er Jahre die Zahl der
Unbrauchbaren mit und ohne Verſorgung faſt ſtetig
ge=
ſtiegen ſei. Die Zahl der Kranken ſei zwar geringer
ge=
vorden, die der Krankheitsbehandlungstage aber
auffal=
lend geſtiegen. Redner beantragt, erſtens nur unbedingt
Taugliche einzuſtellen, zweitens keine Verringerung der
Zahl der wegen bürgerlicher Verhältniſſe frei werdender
Rekruten eintreten zu laſſen. Generaloberarzt
Schul=
zen erläuterte, daß von beſtimmten Krankheitsgruppen
ſich beſonders die Herz= und Ohrenleiden und die
Geiſtes=
leiden vermehrt hätten. Aber die ärztliche Kunſt ſei auch
fortgeſchritten in der Erkenntnis der Krankheiten. Eine
Vermehrung der Behandlungstage ſei durch die beſſere
Ausgeſtaltung der Lazarette mit Gärten und durch
Aufent=
halt in Geneſungsheimen, ſowie durch Badekuren
begrün=
det. Nach weiteren längeren Ausführungen zweier
ſozial=
demokratiſcher Abgeordneter erfolgte die Abſtimmung.
Gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und des
Elſäſ=
ſers wurde die Erhöhung der Etatsſtärke be
der Infanterie angenommen; im ganzen 252 Bataillone
zu je 721 Mann und 246 Bataillone zu je 641 Mann. Mi
derſelben Mehrheit wurde die Kavallerievermehrung
an=
genommenn, und zwar 516 Eskadronen mit 144 Mann und
126 Eskadronen mit 126 Dienſtpferden. Der künftige
Eta=
bei den fahrenden Batterien der Feldartillerie ſoll bei 255
Batterien je 143 Mann und 100 Dienſtpferde betragen, bei
345 Batterien je 124 Mann und 75 Dienſtpferde, bei der
33 reitenden Batterien ſoll der Etat je 137 Mann und 144
Dienſtpferde betragen, ſtatt bisher 108 Mann und 118
Pferde. Mit derſelben Mehrheit wurde die angeforderte
Vermehrung für die Fußartillerie, Pioniere, die
Verkehrs=
truppen und den Train bewilligt
Gegen 5 Uhr nachmittags beſchloß die Kommiſſion,
weiter zu tagen und bewilligte dann die beantragten 18
neuen Lehrinfanteriebataillone. Nach Schluß der
Ab=
timmung über die Erhöhung der Etatsſtärke der einzelnen
Waffengattungen kam es zu einer längeren
Geſchäfts=
ordnungsdebatte nach deren Beendigung di
Kommiſſion beſchloß, die heutige Beratung bis 6 Uhr
uszudehnen und morgen früh um 9 Uhr zu beginnen. Die
Beratung wandte ſich dann dem Paragraphen 2 des
Ent=
wurfes zur Ergänzung des Geſetzes über die Frie
denspräſenzſtärke zu und die Kommiſſion nahm
nach kurzen Darlegungen des Referenten die dort
bean=
ragte Vermehrung der Zahl der Infanterie=Bataillone
von 651 auf 669 an. Bei der Kavallerie, bei der ſtatt 516
künftig 550 Eskadronen verlangt werden, beanſtandete der
Referent die Forderung angeſichts mannigfacher
techni=
ſcher Fortſchritte. Fraglich ſei es, ob nicht
Maſchinen=
gewehrkompagnien gegen Kavallerie wirkſamer operieren
würden als Kavallerie. Der Kriegsminiſter begründete in
om
die
Jas
Dau
Die
n
II
Nummer 101.
ſtreng vertraulichen längeren Ausführungen eingehend
die Mehrforderung
* Berlin, 30. April. Die Budgetkommiſſion des
Reichstages ſetzte in ihrer heutigen Sitzung die Beratung
bei der Forderung von 34 neuen Eskadrons fort
Ein nationalliberaler Abgeordneter äußerte Wünſche
be=
treffend die Auswahl der Offiziere für die Kavallerie
Regimenter. Ein Abgeordneter der Fortſchrittlichen
Volks=
partei meinte, es ließen ſich Kavallerie=Regimenter aus
dem Innern des Landes an die Grenze verlegen. Man
dürfe nicht Rückſicht nehmen auf die Offiziere, welche ſich
nur in einer Großſtadt, nicht aber in Grenzgarniſonen
wohl fühlten. Die geſtrigen Darlegungen des
Kriegs=
miniſters hätten ſeine Bedenken nicht zerſtreut. Gerade in
en ſumpfigen Grenzgebieten im Oſten ſcheine ihm ein
Vermehrung von Kavallerie ſchwierig und Anwendungen
von Maſchinengewehren vernünftiger. Ein
ſozialdemo=
kratiſcher Abgeordneter beſprach die Scheidung der Kaval
lerieregimenter in ſolche mit adligen und in ſolche mit
nichtadligen Offizieren. Weiter beſprach Redner den Wert
der Kavallerie als ſelbſtändige Schlachttruppe. Auch ein
Zentrumsredner wünſchte weitere Auskünfte zur
Be=
gründung der Mehrforderungen. Mehrforderungen an
Kavallerie hätten bisher ſtets im Parlament ſtarke
Gegner=
ſchaft und lebhafte Zweifel geweckt. Weiter beſprach das
Zentrumsmitglied wie der Vorredner die
Dislokations=
frage der Kavallerie. Maßgebend ſeien lediglich das
Wohl und die Sicherheit des Vaterlandes. Dieſe
Sicher=
heit müſſe zunächſt durch eine entſprechende Dislokation
der vorhandenen Kavallerie erreicht werden.
Kriegsminiſter von Heeringen gab Erklärungen
über das deutſch=franzöſiſche und =ruſſiſche
Stärkever=
hältnis der Kavallerie ab. Durch das Luftſchiff= und
Flie=
gerweſen ſei die Kavallerie nicht entbehrlich, da erſtere
eine Gefechtskraft hätten. Aus dem Innern ließe ſich
eine Kavallerie nach den Grenzen legen, denn das würde
die innere Organiſation der Korps zerreißen. Nach
Durch=
führung des Grenzſchutzes müßten die vormarſchierenden
Diviſionen die erforderliche Kavallerie haben, ſonſt
könn=
ten ſie ihre Aufgaben nicht löſen. Die Erfahrungen aus
Feldzügen müßten kritiſch und mit Vorſicht verwende
verden. Die Kavallerie im Zukunftskriege habe erhöhte
Aufgaben für die Verfolgung. Ein konſervativer Redner
betonte, daß alle techniſchen Fortſchritte die Kavalleric
nicht der Aufgabe enthöben, für die nötige Aufklärung zu
ſorgen und empfahl die Annahme der Mehrforderung
Der Kriegsminiſter machte Angaben über die Ausübung
des Grenzſchutzes und die Gründe, welche einen Erſatz der
Kavallerie durch Maſchinengewehre unmöglich machten.
Der bayeriſche Milit ärbevollmächtigte
be=
gründete die Notwendigkeit der Vermehrung der bayeri
chen Kavallerie. Inzwiſchen ging ein Antrag von
fort=
ſchrittlicher Seite ein, ſtatt ſechs neuer
Kavallerieregimen=
ter nur drei zu bewilligen. Ein Zentrumsredner führte
aus: Als Nichtfachmann ſei ihm doch aufgefallen, daß im
ruſſiſch=türkiſchen Kriege und im Balkankriege die
Kaval=
erie gar keine Rolle geſpielt habe. Die zwingende
Not=
wendigkeit für die ſechs neuen Regimenter ſei für ihn nich
erwieſen. Er glaube, daß Verſchiebungen im Innern
den erſtrebten Zweck erreichen ließen.
Kriegsminiſter von Heeringen begründete erneu
die Notwendigkeit der ſechs Kavallerieregimenter,
insbe=
ſondere aus der Vermehrung der franzöſiſchen Kavallerie
und aus den veränderten Verhältniſſen in Rußland, und
erläuterte dann an Hand kriegsgeſchichtlicher Beiſpiele
aus der Schlacht bei Mukden, dem Balkankriege und dem
Burenkriege die Wichtigkeit der Kavallerie. Ein
ſozial=
demokratiſcher Abgeordneter erklärte, ſeine Freunde
könn=
ten in keiner Weiſe die Notwendigkeit der Forderung
an=
erkennen. Generalleutnant Wandel erklärte, die
Kaval=
lerie werde völlig gleichmäßig ausgebildet und nicht nach
Paraderückſichten zuſammengeſtellt. Ein nationalliberaler
Redner fragte, warum wir denn eigentlich ſo viele Ka
vallerie im Innern des Landes hielten. Der Krie
gs=
miniſter gab nochmals die Gründe an, welche das
Herausziehen von Kavallerieregimentern aus dem Innern
nicht möglich machten. Der polniſche Redner trat für
Dis=
lozierung der Kavallerie ein. Für die Aufklärung behielte
die Kavallerie ihre Bedeutung. Der Kriegsminiſter
er=
klärte, wenn auch die Aufklärung die Hauptaufgabe der
Kavallerie ſei, ſo müſſe doch zuerſt durch Angriff die
feind=
liche Kavallerie geſchlagen werden, dann könnten erſt die
Aufklärungsorgane vorgetrieben werden. Ein
konſerva=
iver Redner erklärte, es ſei verfehlt, bei dem Millionen
opfer gerade bei der ſo gut begründeten
Kavalleriever=
mehrung Abſtriche zu machen. Ein Fortſchrittler führte
aus, eine Verſtärkung der Kavallerie an der Oſtgrenze ſei
nötig und deshalb bewilligten ſie drei Regimenter.
Viel=
leicht könne davon eins an die Weſtgrenze gelegt werden
Ein Zentrumsredner konnte nicht zugeben, daß das
Schick=
ſal der Armee von der Kavallerie abhängig ſei. Das
Gardekorps habe acht Kavallerieregimenter, vier davor
könnten für den Grenzſchutz verwendet werden.
Auffal=
len müſſe, daß die Gefahren an den Grenzen erſt in neueſter
Zeit bekannt wurden. Kriegsminiſter v. Heeringen
erklärte, wenn 1911 und 1912 nicht dieſe Forderungen an
kavallerie geſtellt worden ſeien, ſo habe dies an den
finanziellen Verhältniſſen und der weniger bedrohlichen
allgemeinen Lage gelegen. Ein nationalliberales
Kom=
miſſionsmitglied vertrat den Standpunkt, die
Notwendig=
keit eines verſtärkten Grenzſchutzes ſei erwieſen. Die ſtarke
Kavalleriebeſetzung des Gardekorps geſtatte aber vielleich
ei einer anderweitigen Organiſation der Formationen
einen Abſtrich von zwei Regimentern. Er werde bei
Ab=
lehnung der ganzen Forderung die Bewilligung von vier
teuen Regimentern beantragen. Ein ſozialdemokratiſcher
Abgeordneter betonte, die Mehrforderung ließe ſich nicht
rechtfertigen, da der Zweck durch andere Maßnahmen
er=
reicht werden könne. Der Kriegsminiſter erörterte erneut
die Tatſachen, die die Vermehrung der Kavallerie nötig
machten, und beſprach die Frage der Friedens=
Kavallerie=
diviſionen.
In der Abſtimmung wurde die
Regierungs=
vorlage die ſechs Kavallerieregimenter fordert, mit
16 gegen 12 Stimmen abgelehnt. Ein vorliegender
nationalliberaler Eventualantrag, vier
Kavallerieregimen=
ter zu bewilligen, wurde mit 15 gegen 13 Stimmen
eben=
alls abgelehnt. Dagegen fand der Fortſchritt
liche Antrag, drei Kavallerieregimenter zu bewilligen,
mit 16 gegen 12 Stimmen Annahme. Gegen
alle Anträge ſtimmten die Sozialdemokraten, das
pol=
niſche, das elſäſſiſche Kommiſſionsmitglied, ſowie einige
ſüddeutſche Mitglieder des Zentrums. — Nächſte
Sitz=
ung Dienstag, den 20. Mai
Berichtigung. Am Anfang der Meldung muß
es richtig heißen: Mit derſelben Mehrheit wurde die Ka
allerievermehrung angenommen, und zwar 516
Eska=
dronen mit einer Etatsſtärke von 744 Mann und 726
Dienſtpferden für das Reaiment (anſtatt 516 Eskadronen
mit je 144 Mann und 126 Pferden).
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 2. Mat 1915.
us dem elſaß=lothringiſchen Landtag.
* Straßburg, 30. April. In der heutigen Sitzung
der Erſten Kammer wurden der Etat und das Lehrer
beſoldungsgeſetz erledigt. Letzteres gelangte nach den
Be=
hlüſſen der Zweiten Kammer zur Annahme. Die
heu=
tigen Reden übertrafen an Verve noch die geſtrigen. Ab
geordneter Blumenthal, der ehemalige demokratiſche
Abgeordnete des Landesausſchuſſes, wehrte ſich gegen die
Abgeordneten Graf Andlau und Dr. Höffel, die in un
zweideutiger Weiſe die Vorträge des Abgeordneten
Wet=
erlé in Frankreich verurteilt hatten. Der Abgeordnete
Zlumenthal bemängelte die Verfaſſung und trat der
Auf=
faſſung des Kaiſerlichen Statthalters entgegen, daß der
Kaiſer Landesherr in Elſaß=Lothringen ſei.: Die
Ver=
faſſung könne überhaupt nicht dazu dienen, den
monarchi=
ſchen Gedanken bei dem elſaß=lothringiſchen Volke zu
ſtär=
en. Sie habe nur eine Zunahme der Sozialdemokratie
bewirkt. Staatsſekretär Freiherrn Zorn v. Bulach
hielt dem Abgeordneten Blumenthal entgegen, daß er es
dem Kaiſerlichen Statthalter nicht verwehren könne, ſein
Anſicht zu äußern. Wenn der Abgeordnete
Blumentha=
eſtreitet, daß der Kaiſer Landesherr von Elſaß=Lothrin
gen ſei, ſo wäre das eine Rechtsfrage. Der Kaiſer übt
edenfalls kraft des Geſetzes die Staatsgewalt in Elſaß=
Lothringen aus und ſei aus dieſem Grunde daher als
Landesherr anzuſprechen. Wenn Blumenthal den Abge
ordneten Wetterlé wegen ſeiner Vorträge in Frankreich
in Schutz nehme, ſo wundere ihn das nicht. Er habe da
mit nur ſeine Schuldigkeit dem Abgeordneten Wetterlé
gegenüber getan. Die habe es auch nicht anders er
wartet. Die Zentrumsvartei wäre aber jedenfalls wenig
erbaut von dieſer Verteidigungsrede. Daß die Preſſe einer
gewiſſen Klaſſe von den Einwanderern als „
Hunger=
eidern” ſpricht, habe die Regierung zum Einſchreiten
ge=
zwungen. In einem Lande, wo weniger Preß= und Rede
reiheit herrſche als in Elſaß=Lothringen, hätte man den
Abgeordneten Blumenthal in ſeiner Eigenſchaft als
Bür=
germeiſter längſt zur Rede geſtellt. Die Regierung werde
nter Wahrung ihrer Autorität jede ſchädliche Agitation
im Lande bekämpfen. Abgeordneter General v.
Ar=
nim betont, daß die Redefreiheit der Abgeordneten im
luslande ihre Grenzen finde durch den Eid auf die Ver
faſſung. Das Einſchreiten der Regierung ſei gerechtfertigt
weil die Perſonen, die hierzu Veranlaſſung gaben, wie
der Abg. Wetterlé, nicht von der Allgemeinheit
abgeſchüt=
elt wurden. In gleich ſcharfer Weiſe wandte ſich noch
der Abgeordnete Greiner gegen den Abgeordneten
Blu=
menthal, indem er erklärte, daß die meiſten Elſäſſer das
luftreten des Abg. Wetterlé in Frankreich nicht gebilligt
hätten. — Nächſte Sitzung Dienstag.
Luftfahrt.
* Darmſtadt, 30. April. Geſtern abend ¾8 Uhr
andete auf dem hieſigen Flugplatz ein Flieger
der ſich auf der Fahrt Metz-Darmſtadt-Gothe
befindet. In Worms wurde vom Apparat eine
Luft=
poſtkarte ausgeworfen, die folgende Angaben ent
ält: „An Stadt Worms. B 36 auf Flug Metz-
Darmſtadt-Gotha grüßt auf böiger Fahrt. Flug
eugführer: Leutnant Schneider, Beobachter: Breit
haupt.
Straßburg, 1. Mai. Zu der heute mittag vom
Oberrheiniſchen Verein für Luftſchiffahrt veranſtalteten
Wettfahrt ſtarteten acht Ballone, und zwar Ballon
„Elſaß” (Führer Vogt Saarburg), Ballon „Freiburg i. B.
Führer F. Leiber), „Karlsruhe” (Führer A. Weber
Graf Wedel” (Führer Kaufmann Block), „Bodenſee‟
Führer Rechtsanwalt Kramer), „Koblenz”
Führer
Staatsanwalt Dransfeld), „Saarbrücken (Führer
Inge=
tieur Thiel), und Ballon „Trier” (Führer Oberingenieur
kommel=Forbach). Von den Ballonen „Trier” „Boden
ſee” und „Freiburg” lagen bis abends 8 Uhr
Landungs=
meldungen noch nicht vor. Die übrigen ſind ſämtlich bei
kehl oder Offenburg, einer bei Hagenau, glatt
ge=
andet. Der Ballon „Elſaß” geriet im Ungeſtüm des
Windes bei der Landung in den Krummen Rhein bei
Neuhof. Die Korbinſaſſen konnten ſich durch Schwimmen
glücklich retten
Düſſeldorf, 29. April. Eine neue drehbart
Zuftſchiffhalle. zur
Beherbergung
weier
Zeppelin=Luftſchiffe und einer Kompagnie
Luftſchiffer wird Düſſeldorf durch die neue
Wehr=
vorlage erhalten. Die Ausführung der Luftſchiffhalle hat
ie Militärverwaltung übernommen. Für die
Gelände=
frage ſorgt auf Vorſchlag der Militärverwaltung die
Stadt Düſſeldorf. Der bisherige Exerzierplatz wird
durch die Errichtung der Luftſchiffhalle, die im
Nord=
ſſten des neuen Exerzierplatzes vorgeſehen iſt,
und
durch die Benutzung eines Teiles des Exerzierplatzes als
Fluggelände zu klein und es ſind noch 180 Morgen zu
be=
ſchaffen. Nach einem Beſchluß der heutigen Stadtver
ordneten=Verſammlung erwirbt die Stadt das nötige
Ge=
lände und vermietet es an den Militärfiskus weiter.
Nur die zwei bis drei Hektar, die für die Luftſchiffhalle
nötig ſind, wird der Militärfiskus von der Stadt kaufen
die Halle auf eigenem Grund und Boden zu haben.
um
* Bremen, 29. April. Nach einer beim hieſigen
Verein für Luftſchiffahrt eingegangenen Depeſche iſt der
franzöſiſche Flieger Brindejonc, der heute früh in
Villacoublay zum Flug nach Kopenhagen aufgeſtiegen
war, in der Nähe von Quakenbrück (Hannover) weger
ſotordefekts gelandet. Ueber einen eventuellen Weiter
lug iſt noch nichts bekannt
Lyon, 30. April. Der Flieger Vedrines
iſt
heute morgen 4 Uhr 37 Min. nach Edinburg aufgeſtiegen
* Paris, 1. Mai. Guillaum iſt nunmehr
un=
beſtrittener Inhaber des Pommerypokals da ſein
Rekord bis zu der geſtern abgelaufenen Friſt nicht über
boten worden iſt.
Stimmen aus dem Publikum.
die Redaktion
Veröffentlichungen unter dieſer Ueber
rift übert
Gg
6
(Für di Verantwortung: ſt
ſie bleibt au
1 Abſ. 2 des
de
keiner!
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Zurzeit werden für die beiden elektriſchen
Bahn=
inien in der Heidelberger Straße und in der Landgraf
Georg=Straße die Betriebsleitungsdrähte gezogen.
Hier=
bei fallen unwillkürlich die verſchiedenartigen
Aufhäng=
ungspunkte dieſer Drähte auf. In der Heidelberger
Straße findet man nebſt einer Anzahl von Drähten, die
mittelſt Wandhaken an den Häuſern gehalten ſind, vier
verſchiedenartige Standorte für die Leitungsſtänder. Sc
ſtehen ſolche Ständer im Gelände des Prinz
Emil=
artens und auch noch in anderen Gärten. Ein Teil der
Ständer ſteht zunächſt der Bordſteinkante zwiſchen den
Bäumen, ein weiterer Teil ſteht mehr zurück und zwar da,
vo noch einzelne verknorzte Reſte die ehemalige Lini
er alten Lindenallee erkennen laſſen. Endlich ſteht noch
ein Teil der Ständer dicht vor den Vorgartenmauern.
Von dieſem letzteren Teil der Ständer behaupten
Kun=
dige, daß dies ſogenannte Schikanierſtänder ſeien, mit
Seite 7
denen die Anlieger gefügig gemacht werden ſollen, um
achträglich noch das Anbringen von Wandhaken an
ihren dahinter ſtehenden Häuſern zu geſtatten. Da dieſe
Ständer auch ſo beſchaffen ſind, um als bequeme Leitern
um Ueberſteigen in die Gärten benützt werden zu
önnen, ſo wird bei manchem Anlieger vorgenannter
Zweck noch erreicht werden. Daß dieſe verſchiedenartigen
Stellungen der Ständer überhaupt mit beſonderem
Vor=
bedacht ſo gewählt ſind, iſt wohl anzunehmen. Ob dies
aber allein von einem Beamten der Heag abhängig war,
daß die Ständer einmal vorn, einmal in der Mitte des
Behewegs und einmal dicht vor den Vorgartenmauern
aufgeſtellt wurden, iſt doch eine Frage, die einer offenen
Beantwortung wert iſt. Denn es kann wohl kaum ange
ommen werden, daß dieſe Schikanierſtänder und
ſon=
tigen Verſchandelungen des Straßenbildes mit
Zu=
ſtimmung der Straßeneigentümerin, der Stadtverwaltung
ausgeführt worden ſein ſollten. Dieſes um ſo weniger,
als es das Natürlichſte geweſen wäre, alle Ständer ohne
Ausnahme, unter Verzichtleiſtung auf jeden
Wand=
haken, einfach in die Baureihe nächſt den Bordſteinen
ein=
zuſetzen. Vielleicht gibt eine der nächſten
Stadtverord=
eten=Sitzungen dem Herrn Berichterſtatter für das
hier Aufklärung zu
Straßenbahnweſen Gelegenheit
chaffen. Dieſe Aufklärung wäre um ſo mehr erwünſcht
ls bei der Aufſtellung der Leitungsſtänder in der
Land=
fraf Georg=Straße gerade das gegenteilige Syſtem wie
n der Heidelberger Straße zur Anwendung kam. In der
Landgraf Georg=Straße wurde nämlich von der faſt an
eder Stelle ſich bietenden Gelegenheit, die Ständer
ußerhalb des Straßengeländes unterzubringen, Abſtand
genommen. Am graſſeſten wirkt dieſes auf den
Straßen=
teil zwiſchen Stift= und Beckſtraße, wo auf der einen
eite das Gartengelände des Eliſabethenſtifts und au
der anderen Seite die ſtädtiſche Knabenarbeits=Anſtalt
edem Laien als die natürlichſten Aufſtellungsorte der
Ständer erſcheinen müſſen. Hier verſperren die Ständer
die ganzen Gehewege, ganz abgeſehen davon, daß auch
die Straße durch dieſe Maſſe der Ständer ein ganz merk
würdiges Ausſehen erhalten hat. Spaßvögel, und nur
ſolche können es ſein, die dieſe Aufſtellung der Ständer
n der Mitte der an ſich ſchon ſehr mäßig breiten
Gehe=
wege ſo auslegen, als ob die Gehewege abſichtlich durch
die Ständer geſperrt werden ſollten, um die Paſſanten
zur Benützung der Straßenbahn zu zwingen.
Hoffent=
lich wird eine Erklärung dieſer für Nichteingeweiht
recht merkwürdig erſcheinenden Maßnahmen nicht
aus=
bleiben. Auch dürfte vielleicht noch ein Wörtchen darüber
u ſprechen ſein, warum jetzt, ſtatt der viel gefälliger
aus=
ehenden Gußſtänder ausnahmslos Gitterſtänder
ver=
wendet wurden und warum dieſen ſtatt der früher
ver=
wendeten gegoſſenen Bekrönungen jetzt Blechhäubchen
n
aufgeſetzt werden.
Zur Lage am Balkan.
Die Aktion gegen Montenegro.
* Paris, 29. April. Das Journal des Débats
mel=
det: Die Botſchafter der Dreibundmächte
internahmen geſtern in Paris und bei den beiden anderen
Regierungen der Tripel=Entente einen Schritt, indem ſie
nit Nachdruck auf den von Oeſterreich=Ungarn
be=
tonten Willen hinwieſen, den Zwiſchenfall von Skutari,
velcher für die Großmächte beleidigend ſei, möglichſt raſch
u erledigen. Falls König Nikolaus der am Sonntag
be=
kannt gegebenen Aufforderung nicht Folge leiſten ſollte,
müßte ihm ein regelrechtes Ultimatum überſandt werden,
velches nur eine ganz kurze Friſt ſtellen würde. Hierau
würde nichts anderes übrig bleiben, als zu
Durchführungs=
mitteln zu greifen. Oeſterreich=Ungarn würde, falls ihm
die übrigen Mächte keinen Beiſtand leiſten würden, dieſe
-
Die
bewaffnete Demonſtration allein unternehmen.
uſſiſchen Botſchafter unternahmen überall eine
Demarche, welche eine Antwort auf den Schritt ihrer
öſterreichiſch=ungariſchen Kollegen bildet. Sie erklärten,
daß Rußland, nachdem es die in Cetinje überreichte Note
mit unterſchrieben hätte, nach wie vor den Montenegrinern
Skutari verweigere, daß es aber der Anſicht ſei, daß jede
nilitäriſche Aktion verfrüht wäre, und daß Ueberredung
enügen würde, um König Nikolaus zum Nachgeben zu
beſtimmen. Wenn jedoch die Mächte glaubten, daß eine
militäriſche Aktion notwendig ſei, würde ſich Rußland
derſelben in effektiver Weiſe nicht anſchließen
önnen
Wien, 30. April. Die Neue Freie Preſſe meldet:
Ueber den Verlauf der nächſten Tage verlautet: Die Ak
tion Oeſterreich=Ungarns gegen
Monte=
negro wird mit größter Raſchheit durchgeführt.
Mor=
gen oder übermorgen erwartet man die
Bekannt=
machung des Entſchluſſes der italieniſchen Re
Sodann wird Oeſterreich=Ungarn
gierung
oder gemeinſam mit Italien
allein
an König Nikolaus eine befriſtete Aufforderung
Wird
die=
zur Räumung Skutaris richten.
er nicht Folge geleiſtet, ſo wird der öſtereichiſch=ungariſche
Geſandte in Cetinje abberufen und die militäriſchen
Operationen werden unverzüglich beginnen.
Die öſterreichiſch=ungariſchen Botſchafter in den
euro=
päiſchen Hauptſtädten werden heute eine darauf
bezüg=
liche Note übergeben
Es wird als ſicher angenommen, daß Italien ſich
an den militäriſchen Maßnahmen gegen Montenegro
be=
eiligen wird.
* Wien, 30. April. Die bürgerlichen Blätter
be=
rüßen freudig den Entſchluß der Regierung, die
Durchführung der internationalen Abmachung über Sku
tari jetzt ſelbſt energiſch in die Hand zu
neh=
men. Sie betonen dabei, daß das Vorgehen Oeſterreich=
Ungarns an die Stelle der europäiſchen Geſamtaktion
tre=
en und Oeſterreich=Ungarn jeden Anſchluß einer anderen
Macht willkommen heißen würde. Sie erwägen auch die
Möglichkeit, daß König Nikolaus in letzter Stunde
nach=
gibt, wodurch ein Einſchreiten gegen Montenegro mit
be=
vaffneter Hand vermieden würde, halten es aber nich
für wahrſcheinlich. Einer eventuellen Beteiligung
taliens an dem Vorgehen der Monarchie ſtehen die
Blätter mit großer Sympathie gegenüber. Die
Beteili=
gung Italiens wäre ein großer Gewinn; ſie würde dem
diplomatiſchen Bündnis zunehmende Volkstümlichkei
ſichern. Die Haltung der deutſchen Regierung
und die Stimmung des deutſchen Volkes für Oeſterreich
-
Ungarn wird mit aufrichtiger Genugtuung empfunden
Der Reichspoſt zufolge hatte der Thronfolger Franz
Fer=
dinand geſtern nachmittag im Auswärtigen Amt mit dem
Grafen Berchtold eine längere Beſprechung. Mittags
kon=
erierte Graf Berchtold mit dem italieniſchen Botſchafter
Avarno über die Skutarifrage
* London. 30. April.
die Times ſchreibt: Wir
können uns nicht entſchließen
u glauben, daß
Oeſter=
einer Geduld und
Mäßi=
reich=Ungarn alle Frucht
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 2. Mai 1913.
Seite 10.
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do.
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do
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3½
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„
80, 10
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do.
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Northern=Paciſi=
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-
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85,6.
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Darmſtadt . . . .
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-
Griechen v. 1887 . .
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Frankfurt. . . . . .
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Oeſterr. Silberrente
86, 10
4½
12½
.Deutſche Bank .
245,50
Oeſt. Südbahn (Lomb.) 25½
do
3½
86,50
Caro. . . . . . . .
do. Goldrente . . .
89,40
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115,50
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Gießen
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13
3
do. unif. Ser. III
Aktien.
65,55
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10
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do.
South Weſt Africa 127,90
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9,90
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8½
Dresdener Bank .
150,50
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208,00
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v. 1890 . .
91,25
do.
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571,00
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6½
Mitteld. Kreditbank 114,50
Magdeburg. . . . . .
do.
v. 1905 . .
88,50
14 Chem. Fabrik Grie
31
7 Nationalb. für Deutſchl.
Südd. Eiſenb.=Geſ.
87,70
115,10
do.
4 Ruſſen v. 1880 . . . .
250,50
heim . . . . . .
88,20
Nordd. Lloyd=Obl.
7 Pfälziſche Bank. . .
123,25
Mainz
. . . . . . „
do. v. 1902 . . .
88,75
30 Farbwerke Höchſt .
-
630,50
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.. . . Fs.10
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Holländiſche Noten. . .
168,8.
87,80
Italieniſche Noten . . .
79,35
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84,85
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Ruſſiſche Noten . . . .
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Schweizer Noten . . . . .
80,95
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86,9
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LReichsbank=Zombard Zsf. 7
G
Nummer 101.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 2. Mai 1913.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Bekanntmachung
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
Freitag, den 30. Mai I. Js.,
inden ſich: 1 deutſcher Schäferhund, 1 Spitzhund (zugelaufen). Die
vormittags 10 Uhr
Das Beste schr preiswert!
aus=
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
ſoll die den Johann Georg Jacob
gelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde
findet
Eheleuten dahier zugeſchriebene
dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(10136
Liegenſchaft:
Diese schwere Bettstelle mit Ia
Nr.
Flur
qm
Patentmatratze
Bekanntmachung.
. . . Mk. 25.
162
I
201 Hofreite Große
Dem Adam Volz dahier, Große Kaplaneigaſſe Nr. 42 wohn
Ochſengaſſe
haft,
1,
Nr.
wurde am 24. April ds. Js. die Erlaubnis zur Ausübung des
Metallbetten
in unſerem Bureau zwangsweiſe
Gewerbes als Dienſtmann mit der Nummer 23 erteilt
verſteigert werden
(K8/13
Darmſtadt, den 24. April 1913.
(10171
Messingbetten
Darmſtadt, 16. April 1913
Großherzogliches Polizeiamt.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I
Kinderbetten
Gennes
Müller.
(V,9195
Holzbetten (191s
Kraftloserklärung von Pfandſcheinen.
Bekanntmachung.
Die Inhaber der angeblich abhanden gekommenen Pfandſcheine
Patent-Matratzen
Nr. 7856, 13193, 13712, 14634, 14809, 14877, 17864,
Freitag, den 30. Mai I. Js.,
18365, 18958, 21603, 25554 und 32843 werden hiermit
vormittags 10 Uhr
Deckbetter
Strohmatratzen
Mk. 5., ihre Anſprüche innerhalb 14 Tagen, vom Tage des
ſoll die den Wirt Ludwig Hotz
Seegras-Matratzen, Mk. 9.75, 11.—, 14.—, 17.50
Kissen
Erſcheinens dieſer Bekanntmachung an gerechnet, in unſerem Geſchäfts
Eheleuten dahier
zugeſchriebene
Woll-Matratzen, Mk. 22.50, 24.—, 27.—, 30.−
zimmer — Kirchſtraße Nr. 9 — geltend zu machen, widrigenfalls nach
Liegenſchaft:
Reformbetter
Ablauf dieſer Friſt gemäß § 30 der Satzung vom 1. März 1913, be=
Nr.
Flur
qm
Kapok-Matratzen, Mk. 39.—, 48.—, 52.—, 58.
IV
treffend das ſtädtiſche Leihamt Darmſtadt, die Kraftloserklärung der
797 478 Hofreite Saal=
Pfandſcheine erfolgen wird
bauſtraße
Markt 11
Betten
Nr. 37
Darmſtadt, den 1. Mai 1913.
(10140
in unſerem Bureau
zwangsweiſe
Bachdan! Tel. 2188
Spezial-Haus
I.
Städtiſche Leihamtsverwaltung
verſteigert werden.
(K33/13
Paul
Darmſtadt, 12. April 1913
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller=
(V,.9196
Aufgebot.
Geschafts-Luwiellung
Der Kaufmann A. Pawlickt zu Carlshorſt, Stolzenfelsſtraße 5
Bekanntmachung.
alleiniger Inhaber der Firma M. Goldſtein & Co, hat das Aufgebot
Den werten Kunden und der Nachbarſchaft
zur
Freitag, den 30. Mai I. Js.,
eines Wechſels über Mk. 400.—, fällig am 20. Dezember 1913, gezoger
Nachricht, daß die
vormittags 9 Uhr,
von dem Antragſteller auf Karl Hochſtetter, Tapetenhaus in
Darm=
oll die dem Kaufmann Heinrich
ſtadt, akzeptiert von Karl Hochſtetter, indoſſiert von der Antragſtel=
Philipp Jacoby dahier
zugeſchrie=
erin, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, ſpäte=
Brot- und Feinbäckerei
bene Liegenſchaft
tens in dem au
Flur Nr. qm
Dienstag, den 18. November 1913, vorm. 9 Uhr,
in meinem Hauſe Mathildenplatz 5
III 957 161 Hof
reite Parcus
vor dem unterzeichneten Gerichte
— Neues Gerichtsgebäude, Zimmer
ſtraße Nr. 5
unveränderter Weiſe fortgeführt wird
in
Nr. 201 — anberaumten Aufgebotstermine ſeine Rechte anzumelden
III 958 73 Gra
bgarten da=
und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der
Es wird mein eifrigſtes Beſtreben ſein, die
Kund=
elbſt
Urkunde erfolgen wird
in unſerem Bureau zwangsweiſe
tellen.
zu erhalten und jederzeit zufrieden
chaft
zu
Darmſtadt, den 23. April 191.
(9953imc
verſteigert werden.
(K32/13
(10163fs
Hochachtend
Großh. Amtsgericht I.
Darmſtadt, 15. April 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Philipp Kiefer.
(V,9197
Müller.
Keine Ziehungsverlegung!
In unſer Handels=Regiſter, Ab
253
teilung B, wurde heute einge
Bodische Veremssann
tragen
hinſichtlich der Firma
UGRNEERGER
Brauereiverein
Darm=
Rheinstrasse 24
5
tadt, Geſellſchaft mit be
ſchränkter Haftung, Darm=
Ecke Saalbaustrasse
Fhlate Darmstaut
62
ſtad
Die Vertretungsbefugnis des
eis Lolelen
kauft und verkauft
Rechtsanwalts Joſef Carnier in
Ziehung am 14. und 15. Mai 1913.
Darmſtadt iſt beendigt.
Die Liquidation iſt beendet und
4724 Geldgewinne bar ohne Abzug Mark:
ausländische Geldsorten
die Firma erloſchen
(10137
Darmſtadt, 25. April 1913
2
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
und ist
EP
20.00C
Darmstädter
amtliche Annahmestelle
Hauptgewinne Mark:
Pferde-Lotterie.
für Einzahlungen auf Scheckkonten beim
Ziehung am 21. Mai.
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k. k. Postsparkassenamt in Wien. (10154
15000 M
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gerochen, eingeſchänkt. Dick und ſchwer floß der Wein;
ſeines alten Herrn die erſten zarten Rauchwolken
abge=
wie Honig. Die Gläſer klangen.
Es waren zwei Königskinder.
wann.
Deine Zukunft, Markus.
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Dank Dir, Papa
Der Kammerherr, der mit einer zierlichen Figur,
Nachdruck verboten.)
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Danach ſetzte man ſich — der Jüngere wieder in ſeinen
ſeinem kokett geſchnittenen Spitzbart und den liſtig=ver=
Natürlich waren das die elf Jahre Berliner Garniſon=
Klubſeſſel, der Alte in den breiten Armſtuhl hinter ſeinen
gnügten Aeuglein äußerlich ſo garnicht feinem Sohn
lebens, wo man in dem alles nivellierenden Weltſtadt=
Schreibtiſch.
ähnelte, ſtand vor einem geöffneten Wandſchränkchen und
getriebe bis zur Zivilgemütlichkeit verbummelte; und ſo
ſtudierte liebevoll Flaſchenetiketts
Hüben und drüben flockten Rauchwölkchen auf. Der
ganz einfach würde das Umlernen in den zopfigen Rott=
Kammerherr war nachdenklich geworden. Er ſchob einen
Alſo Markus, jetzt hilf mir mal vor allen Dingen aus
hauſener Biedermeierſtil des Hofes wohl nicht ſein. Aber
Folianten, der mitten auf dem Schreibtiſch lag, beiſeite.
der Bredouille . . . der ſaure Moſelkrätzer von vorhin
letzten Endes handelte es ſich ja nur um eine kurze Ueber
Er ſuchte nach den erſten einleitenden Worten; aber der
ſteckt mir nämlich noch immer im Halſe . . . Was nehmen
gangszeit und die ſollte . .. das verſprach er ſich mit heim=
Sohn kam ihm zuvor.
wir — eine exquiſite Hochheimer Domdechaney, Blaulack,
lichem Lächeln . . . rieſig amüſant werden.
hervorragende Blume oder eine deliziöſe kemperament=
Sag mal, Papa — ich denke, es iſt angebracht, wenn
Trotzdem war er rechtſchaffen zufrieden, als das
ge=
volle Chäteau Dauzac grand crü, wie ſie unſer Herrgott
wir unſere Affäre jetzt noch einmal unter vier Augen
wichtige Souper endlich ſeinen Abſchluß gefunden hatte,
nur alle fünfzig Jahre einmal hochkommen läßt!
durchſprechen. Bei Deinem letzten Beſuch in Berlin han
Ich
„ ,
als er ſich von Fräulein Torgelow mit ſchweigendem
gebe zu, die Wahl iſt bitter ſchwer und man kommt da
delte es ſich ja noch nicht um abgeſchloſſene Tatſachen; und
Hackenklappen verabſchieden und ſeinem Vater in deſſen
rettungslos in Gewiſſensnöte. Aber für eins mußt Du
ie ſpäteren brieflichen Erörterungen ließen dort manche
Arbeitszimer folgen konnte
Dich entſcheiden; denn wir können doch unmöglich
ſo
Lücke.
Vor dieſkm großen, erkerartig ausgebauten Raun
kulturverlaſſene Barbaren ſein, beides durcheinander
Das Empfinden hab ich auch gehabt, Markus. Und
zu
mit ſeiner getäfelten Decke, ſeinen ſchweren Möbeln, ſeinen
trinken
jetzt vor allem mal eine Frage — wie findeſt Du Dich mit
breiten Bücherſchränken und dicken Teppichen hatte er als
Der Oberleutnant lachte nur.
dem Gedanken Deiner Garniſonsveränderung ab?
Junge immer einen gewaltigen Reſpekt gehabt. Und eine
Ganz ſchnuppegal, Papa. Tatſächlich, ich bin kein
Es war Dein ausdrücklicher Wunſch, Papa . . . alſv
leiſe Erinnerung daran lebte auch heute noch in ihm. Er
Kenner. In Berlin verſteht man nicht, Weine zu pflegen;
brauchen wir das nicht noch nachträglich zur Debatte zu
wußte, daß der Vater ſich, ſeit ihm das Hofleben nicht
und den letzten Schliff nach der Richtung hin muß man
tellen.
mehr ſo in Anſpruch nahm, eifrig mit dem Studium der
ich ſchon bei euch hier draußen holen.
Der Vater hob abwehrend die Hand.
altdeutſchen Literatur beſchäftigte und daß der vollge=
So nicht, Markus. Reſignation iſt das letzte Aus=
Davon ließ er ſich nicht abbringen, ſo ſehr der alte
pfropfte hohe Bücherſtänder drüben an der Schmalwand
kunftsmittel ſchwächlicher Naturen; und zu denen haſt Du
Herr ihn auch auf ſeine definitive Erklärung feſtlegen
des Zimmers alle einſchlägigen Werke von Brugſch über
vollte.
nie gehört.
Creſtien von Troies und Miſtral hinweg bis zum Ulfilas
Alſo hatte der Kammerherr demgemäß einen ſchweren
— Rotthauſen iſt nicht euer Berlin, das
und Wolfram von Eſchenbach enthielt.
Zugegeben
inneren Kampf auszufechten, bis er ſich ſchließlich für die
Dir, weiß Gott, von Herzen gegönnt habe. Ich freue
— es war behaglich hier! Urbehaglich!
ich
Immerhin
Chäteau Dauzac entſchied
nich jedesmal, wenn ich hörte, wie Du Dich dort eingelebt
Das konſtatierte der Küraſſier auch jetzt wieder von
ind feſten Fuß gefaßt hatteſt.
Andächtig wurde der Lack abgeklopft, am Korkbrand
Neuem, als er ſich in einem Klubfeſſel häuslich eingerichtet
Nummer 10I.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 2. Mai 1913.
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Und der Erbprinz?
Aber allmählich, ſeit Mamas Tode, tauchten doch noch
andere Erwägungen auf
Der Kammerherr trank erſt ſein Glas leer und goß e=
und dann, weißt Du, ſon Schluckchen Hofluft . . . wenn
Meine dreiundſechzig Jahre beginnen ſich ſo langſam
man ſie Jahre um Jahre geatmet hat... alſo, es gibt
langſam wieder voll
bemerkbar zu machen; und es gibt hin und wieder Zeiten,
Dir auch, mein Junge? — ſo, Du haſt noch! . .
da in eurem Berlin vor manchen Droſchken ſo alte
aus=
der
wo wir Bronkow mit ſeinen achttauſend Morgen ſchwere=
Erbprinz? ſagte er dann; und jetzt lächelte er wieder
rangierte Schwadronsgäule, die ihre Karrete mit Mühl
Boden recht zu ſchaffen macht
Siehſt Du, das iſt ein neuer Meilenſtein in der Geſchichte
und Not vorwärts bringen; und wenn ſie dann plötzlichk
Allerdings kann ich in Wirtſchaftsfragen mit Deiner
unſeres Geſchlechts — Fürſtenerzieher! Es hört ſich gro
von irgendwoher n Kavallerieſignal hören, werden ſie
Hilfe vorläufig noch nicht rechnen, da es bei uns
Horten=
an und iſt ſchlielich doch nur eine Dienſtleiſtung, zu der wir
a tempo mutig und fangen an zu tänzeln. Das iſt ſo
un=
brüggs ja ſozuſagen ungeſchriebenes Familiengeſetz iſt
befohlen werden können, wie zu jeder anderen. Verzeih
gefähr mein Fall
immer bis zum Rittmeiſter reſpektive Hauptmann aktir
ich will Dir nicht zu nahe treten; aber wenn man durch ein
Was Du für ſonderbare Vergleiche haſt, Papa. Vor
zu bleiben. Auf Dich angewendet, alſo etwa noch drei bis
halbes Menſchenleben zu Hofe gegangen iſt, wird man un
dieſer ſarkaſtiſchen Seite kenn’ ich Dich ja noch gar nicht!
vier Jahre
gewollt ein wenig ſkeptiſch. Gerade weil man noch
Lernt ſich alles, Markus; wirſt es auch noch kapieren!
Sofern nicht meine neue Würde als Hofcharge günſtig
Herrenreſpekt im Leibe hat! Heute erſcheint Dir das viel
tröſtete der Vater; legte die Zigarre beiſeite, ſtand auf und
das Avancement einwirkt! . . .” warf der Küraſſier
auf
wenige Monate ſpäter wirſt Du mich
leicht unlogiſch —
begann eine Wanderung durch das Zimmer. Ueber einet
mit unterdrücktem Lächeln ein; es klang ein wenig
ketze=
verſtehen
alten eiſenbeſchlagenen Truhe hing ein Bismarckbild. Das
riſch
Dienſtlich hat Du nach Rotthauſen keine Verpflichtun
betrachtete er eindringlich, als ſähe er es zum erſten Male.
Der alte Grandſeigneur hob die Schultern an.
mehr, Papa
Bis er ſich ſeinem Sohne wieder zuwandte
gen
Man wird es dankbar akzeptieren. Aber ſelbſt, wenn
Der alte Herr ſtreifte behutſam den Aſchenkegel ſeiner
Ja; und was ich eigentlich ſagen wollte — alſo bein
alles ſeinen vorſchriftsmäßigen Gang geht
ich hab
„
Zigarre ab. Den welken Mund umſpielte ein Zucken . .
letzten Neujahrsempfang kam Se. Durchlaucht auch auf
Dich doch jetzt wenigſtens in meiner nächſten Nähe! Denn
wie gutlaunige Selbſtironie
Dich zu ſprechen. Nicht mal ſo geſprächsweiſe, ſondern
die eine Stunde Entfernung zwiſchen Rotthauſen und
Ach nein, mein Jungchen —
damit iſt’s ſo ungefähr
ganz unvermittelt, wie es ſeine Art iſt, wenn ihn etwas
Bronkow ſpielt keine Rolle — von Frontdienſt wirſt Di
vorbei. Ich ſitz hier draußen auf unſerem Bronkow; bau
intereſſiert
ja nichts merken — und ſo ganz allmählich gewinnſt Du
meinen Weizen; peter im Garten bißchen an den Roſen
Weshalb Du eigentlich nicht bei den Rotthauſener
Dir über die Landwirtſchaft einen Ueberblick und lebſt Dich
ſtöcken und Reineklaudenſtämmen herum; paß auf, daß
Küraſſieren dienteſt, die doch Leibregiment ſeien und
in Verhältniſſe ein, die nach meinem Tode ja ſo wie ſo
der Schornſtein der Brennerei immer gut „zieht” und freu
gleichfalls die Gardelitzen trügen? Es würde ihn freuen,
Dein eigentliches Tätigkeitsfeld bilden werden.
mich meines Lebens. Ich finde, ich wachſe ſogar noch;
auch den Sohn in ſeinem Regiment zu ſehen, wo ihm doch
Das hat hoffentlich noch recht lange Zeit, lieber
oder vielleicht kommt’s auch nur daher, weil ich jetzt im
ſchon der Vater ſo nahe ſtände . . .
na und ſo weiter
.. aufrecht ſtehen darf
Papa!
me
Alſo, da hab’ ich mich natürlich am nächſten Tag auf
Gewiß, Markus; hoffentlich. Denn ich=fühle mich im
Einen Augenblick ſchwieg er und freute ſich über
die Bahn geſetzt und bin zu Dir nach Berlin. Und als
großen und ganzen noch recht wohl auf den Beinen.
Im=
ſeinen harmloſen Witz. Auch der Oberleutnant lächelte
ich ihm eine Woche ſpäter mitteilte, daß Du, glücklich über
merhin haſt Du jetzt die Möglichkeit eines leichten und un=
Nur bei den Hoffeſtlichkeiten und offiziellen Staats
dieſe gnädige Erwähnung, Deine Verſetzung nach Rott
merklichen Ueberganges und ſchlägſt ſo in aller Behaglich
aktionen mach ich natürlich noch mobil. Da erinnere ic
hauſen beantragen wollteſt, rückte er mit dem Attachement
keit die Brücke zu dem künftigen Hauptabſchnitt Deines
mich meiner Kammerherrenwürde, ziehmir den farbenpräch
beim Erbprinzen heraus.
Lebens. Wenn die Zeit kommt, wird es Dich keine Mühe
tigen Dreß an und ſchlürfe meinen untertänigſten Kratz
(Fortſetzung folgt.)
koſten, ſie dann zu betreten.
fuß. Ganz wie ſich’s gehört. Erſtens iſt’s — in langen
Nummer 101.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 2. Mai 1913.
Seite 15.−
Kleber’s Apfelwein ist nur aus reifem Obst, mit grösster Sorgfalt und Reinlichkeit gekeltert
Kleber’s Apfelwein ist garantiert ohne Zucker- und Spritzusatz
Kleber’s Apfelwein hat die aufmerksamste Kellerbehandlung erfahren
Kleber’s Apfelwein wird glanzhell geliefert, befreit von trübenden und unrein schmeckenden Teilen
Eingetragenes
Kleber’s Apfelwein trägt nebenstehendes Warenzeichen bei Flaschenfüllung in eigener Kellerel
Warenzeichen
Kleber’s Apfelwein ist der beste auf dem Markte und der billigste in Anbetracht seiner Qualität
Kleber’s Apfelwein hat in höchsten und allerhöchsten Kreisen Eingang gefunden
Kleber’s Apfelwein Ia Export, ist der beste Ersatz für billigen Tischwein
Kleber’s Apfelwein verlange man daher überall.
(3193a
EElälleit
Enruch
awu
An verlässlichen Mann
Wie die Arzte über
Versandstelle zu vergeb. Beruf
Weiblich
u. Wohnort gleich. Monatl.
Ein-
kom. 400 ℳ u. mehr. Ausk. ums
Angebende Arbeiterin ſucht mit
Dr. Dralle’s Birkenwasser
Radolin-Export in Cassel
perf. Schneiderin auszugehen, evtl.
No. 354.
(*11733
auch in Konfektion. Zu erfragen
in der Expedition ds. Bl. (*11436imf
urteilen:
Tüchtige
ſich in
Schneiderin empfiehlt
und außer dem Hauſe (*11599mf
Ich betreibe gegen frühzeitigen Haarschwund seit einem Jahrzehnt intensive Haarpflege
Nieder=Ramſtädterſtr. 31, III. I.
musste indess dabei konstatieren, dass die wechselweise angewendeten Haarwässer — aus-
Bildhauer
Aelteres, einfaches
nahmslos Produkte namhafter Firmen
— sämtlich versagten. Vor drei Jahren erprobte
ich dann Dr. Dralle’s Birkenwasser; seildem ist in meinem Haarausfall nahezu völliger
Still-
werden eingeſtellt.
(III, 10065
gs-Mädchen a
stand eingetreten, und das erfrischende Birkenwasser ist mir für tägliche Kopfwaschungen
Ziegenhorn & Jucker,
ſucht Stelle zur ſelbſtänd. Führung
ein unentbehrlicher Toilettenartikel geworden, der sich ausserdem bei Kongestionen und
Hofmöbelfabrik, Erfurt.
eines kleinbürgerlichen frauenloſen
Kopfweh allemal vortrefflich bewährt
, , ,
Nicht wenige dürften mir
für dies spontan
Haushalts, auch aufs Land.
abgegebene Gutachten dankbar sein.
Tücht. Heizer u. Maschinist
Hofrat Dr. R. in M.
Offerten erbeten unter E 77
ſofort in dauernde Stellung
2.
an die Exped. ds. Bl. (*11592mf
geſucht. Derſelbe muß mit
Mein Kopfhaar, das zuvor anfing bedenklich zu ergrauen, hat durch Ihr
Saub. fleiß. Frau ſucht Laufdlensi
elektriſcher Lichtanlage, Be=
Birkenwasser wieder einen schönen hellgelben Glanz bekommen. Die Schuppen
Kiesſtraße 27, I. I.
(*11705
sind ganz verschwunden . .
dienung der Dynamomaſchine
Es handelt sich um ein hervorragendes Fabrikat.
und Accumulatoren gut ver=
Aelt. tücht. Haushälterin ſucht St
Dr. S., prakt. Arzt.
ſes=
traut ſein. Off. m. Anſprüchen
b. ält. H. Off. u. F17 Exp. (*11710
ſowie Angabe der ſeitherigen
Nachdem ich mit Ihrem antiseptischen Birkenwasser gute Erfolge auf-
,
ſucht Laufdienſt vor= u.
Tätigkeit unter E 92 an die
zuweisen habe, bitte ich
Dr. med. H., Spezialarzt in D
Frau
nachmittags. Weinberg=
Exved. ds. Bl.
(10043mfs
(
ſtraße 14, Hinterb., part. r. (*11694fs
e t6
,,
Um Haarboden und Haarschaft geschmeidig und gesund zu erhalten
Jung., ſauberes Mädchen ſucht
2 Bunen lumnase
und das Wachstum anzuregen und zu fördern, verdient sicherlich Ihr Fabrikat den
Laufſtelle für vormittag 2bis 3 Std.
Vorzug vor allen andern
Lehrling
Ich werde Ihr Birkenwasser auch fernerhin in
, ,
(*11684
Ballonplatz 6, Hth. I.
meiner Klientel empfehlen .
Auf so viele interessevolle, neugierige, teils
für ſofort aus gutem Hauſe für
(*8,
auch neiderfüllte Fragen, womit
Junge, reinliche Frau ſucht für
das schöne Haar meines Töchterchens be=
Fabrikgeſchäft geſucht. Offert. unt.
morg. 2 Std. Laufdienſt (*11691fs
handelt würde, lautet immer nur
eine Antwort:Dr. Dralle’s
Birkenwasser.
E 89 an die Expedit. (*11452mi
Fuhrmannſtr. 7, Hths., part. rechts.
Dr, med. 2, in C.
(25
Inns
Kräft. 15jähr. Mädch. v. Lande
I
ſucht für 1. od. 15. Mai Stelle.
Die Originale der vorstehenden Schreiben, welche diese Originale in Ab-
Näh. Kiesſtr. 21, Hths. r. (*11683
5 schrift bzw. im Auszug wiedergeben, habe ich eingesehen, und mich von
Preis M. 1.85 u. 3.70
Tanz-Saal-Wachs
zu haben in allen
Par-
deren Echtheit überzeugt, was hierdurch von mir bescheinigt wird.
Verein für Hausbeamtinnen,
fümerien, Drogerien u.
zum Spritzen,
Hoffmannſtr. 4, empfiehlt ungepr.
Altona, den 4. März 1913.
Friseurgeschäften
so-
gez. Adolph Dahm, Königl. Notar.
wie in Apotheken.
Erz., ev. ſtundenweiſe, ſowie tücht.
EERRIIIIIIIIIIITIEIRRIIII
Stützen u. junge Kinderfrl. Sprech=
Diand-Saal-Pulver
nchr ſünger wie eran 37 Z.,
ſtunden tägl. v. 3—5 Uhr,
außer
Vertreter
geſucht
Gut
empfohlenes Mädchen,
das etwas vom Kochen ver=
Mittwoch u. Samstag.
(10134
zum Streuen,
ſteht,
kann als Köchin angelernt werden.
für unſeren neuen patentierten
Junge unabh. Frau ſucht 3 bis
nicht staubend
Zu erfragen Waldſtraße 6.
(10170fs
Stunden Laufdienſt
Thermogaskop=Apparat
(*11744fs
vorzügliches Glättemittel
Müllerſtraße 38, 3. St.
welcher
Lehrmädchen geſucht
Rhein=
ſtraße 7, im Schuhgeſchäft. (10177
Einf. Frl. ſ. Stellg., am liebſt. b.
Schutz
Für unſere
billigſt bei (9759a
Kindern, event. als Stütze, wo koch
Tüchtige Lauffrau geſucht für
bietet bei Ausſtrömen von Gas
nichk verlangt wird. Näh. L. Wiemer,
vormittags 2 Stunden und nach
Kleiderſtoff=Abteilung
jeder Art, bei Kurzſchluß, bei
Marthahaus, Stiftſtr.
(*11734
mittags zum Spülen. Vorzuſtellen
und ſonſtiger
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Gebräter Vierhellerg
Samstag vormittag
(B10157
ſuchen (9907a
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Orangerieallee 17, I. Stock.
und Vernichtung von Werten vor
D ARMSTADT
Nieder-Ramstädterstr. 30
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beugt, an allen größeren Plätzen
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(tägl. v. 3—5) empfiehlt per ſofort
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Heſſen u. Baden, ſowie Pfalz.
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ſucht Eliſabethenſtraße 56, im Ge=
Telephon Nr. 200.
Arbeit in einf. Haushalt. (*11702
Es wird auch für größeren
Be=
müſeladen.
*11713
zirk Vertretung in eine Hand
Braves, fleißiges,
ſolides in
per 1. Juni evt. 1. Juli.
Aelteres, durchaus ſzuverläſſiges
gegeben. Fachkenntnis nicht
er=
allen Hausarbeiten
und Küche
Mädchen zur ſelbſtändigen Füh=
Off. mit Zeugnisabſchriften
forderlich. Hervorragend
geeigne=
erfahre
erfahre=
ſucht Stellung
rung eines bürgerl. Haushalts m.
für Privathäuſer, öffentl. Gebäude,
u. Gehaltsanſprüchen erbitten
nes Mädchen in beſſ. Hauſe
3 größeren Kindern ſofort
geſucht
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Stolze-
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(*11732
Gebr. Rothschild
8
jeder Art. Der Apparat iſt be=
K. F. poſtlagernd Neuſtadt
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Markt 2.
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(*11720
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Stel=
leicht anzubringen.
-
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2
2 ordentliche Mädchen
Fortbild.
De-
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(*11759
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Oberreal=
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Mülheim-
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Gervinusſtraße 49, I.
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(9716a
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Tüchtiges, ſolides
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Hausmädchen,
56696o696eo69se 66699e
(*11628mf
an die Expedition.
nicht unter 20 J.,
für alle Ar=
Eine holſteiniſche
Wurſt=
beiten ſofort geſucht. Lohn 30 M.
fabrik ſucht geeigneten
und freie Station. Hotel Heß,
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Darmſtadt.
(9994imd
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die Expedition.
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(II,10148
*11619mf
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Allein-Vertrieb
122
Gosesesosasessssacaeee
mit guter Schulbildung gegen
Ein ält. tuchtiges
Mädchen
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Darmstadt ein Herr (vielleicht
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Nicht zu junges, ſaub. Mädch.
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Prov. ſof. zu engagieren geſ. Off.
für den Haushalt von 8 Uhr morg.
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Tuchtige Büglerin
bis 8 Uhr abends geſucht
Eliſa=
(II,10146
Haaſenſtein & Vogler, Cöln.
bethenſtr. 31, part.
(*11731
Tüchtige Rockarbeiter auf
und Lehrmädchen geſucht (*11697
11698df
Werkſtätte geſucht.
Hoffärberei Mack, Schnlstr. 13.
Brave, ſaub. Frauod. Mädchen
Robert Waldherr. Schützenſtr. 5.
—2
(1½
Std. vorm. zu einzel.
Dame
Lehrmädchen ſucht
geſucht. Zu melden von 8—
10
geſucht.
Uhr
Schuhmacherlehrling
Riedlingerſtr. 29, 3. St.
(*11709fs
(*11726
Heidelbergerſtr. 61.
C. W. Leske.
10169)
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sowie zum Putzen, Scheuern und Spülen.
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I
K
Seite 16.
Nummer 101.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 2. Mai 1913.
MeE
A
0
22
EAraFluobor
2
224
A
40
2
Z
Heider
A
besserer Art.
a
Einen ganz bedeutenden Posten DAMEN-KLEDDERSTOFFE in schönen Ausmusterungen und
22a
nur guter Qualität stelle ich zu wesentlich ermässigten Preisen zum Verkauf. Nachstehend auf-
22
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Ein Posten Karos u. Streifen
2Z
1.10
in hellen Farben, 88 cm breit . . Mtr.
20
Baumwoll-Voile
Ein Posten Beig.
e
mit sehr eleganter Bordüre
20
restreift, nur dunkelgrau, 90 em breit, Mtr. 1.00
75 cm breit
Mtr. 1.20
Geri
Ein Posten
Rayé
,
224
1.60
zweifarb., sehr effektv., 108 cm brett, Mtr.
22)
Ein Posten
schwarzer Voile
Ein Posten Diagonal
hochelegant bestickt, reine Wolle
in dunklen Farben, 108 cm breit, Mtr. 1.70
220
Robe von ca. 4½ Mtr.
120
nur 20 Mk.
Voile
Ein Posten
22
mit Seidenstreifen, feinfarbig, hochelegant
2.20
110 cm breit .
. . Mtr.
, „
22
M0
130 cm
Riesenposten man Costume-Stoffe
2
Al
wundervolle Melangen und Streifen
das Meter nur 1.50 2.40 2.60 3.— 3.00
I
— Wert zum großen Teil das Doppelte
20)
Ier
Iimnnan
220)
Muster können nicht gegeben werden.
2
A
Inkszasnsssssaass
A)
22
2)
)
22
M
22
Ernst-Ludwigsplatz
(10143)
Marktplatz-Ecke.
Dn
A
Hee Zte
1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
3 101.
Freitag, 2. Mai.
1913.
2
&
in Jlaſchen
(10165
Der beliebte Pfingſttrunk kommt ab Samstag zum Verſand. Zu beziehen durch die mit „Kaiſerbier” bezeichneten Verkaufsſtellen und
Leonhard Kaiſers Viergroßhandlung, Viktoriaſtraße 58, Tel. 129.
enonesgl
aabe
Olksvolstellungen im Grossa. Hoftheater.
Als nächſte Volksvorſtellung iſt in Ausſicht genommen:
Donnerstag, den 8. Mai, abends ½ 8 Uhr
(10151
„Wenn ich König wäre‟.
Beſtellungen hierfür können bis Montag, den 5. Mai,
bei den betreffenden Vereinsſtellen und beim Verkehrs=Büro
ge=
macht werden.
Verkehrs-Verein.
Bestaurant Stadt Coburg Gute Küche.
heat
waldstrasse 2, an der Wilhelminenstr. 9511af Bier vom Fass
Kunſtlichtſpiele
Rheinſtraße 6
Telephon 2170
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Heute letzter Tag
hergeſtellt nach den Vorſchlägen der Herren
K
Profeſſoren Dr. Emmerich und Dr. Loew, München,
der gewaltigſten Filmſchöpfung
aller Zeiten
bekömmliches, leicht verdauliches, wohl=
*
ſchmeckendes
Haushalt=Brot
das die für die Emnchung wichtigen Kal=
Nährſalze in reichlicher Menge enthält und
den menſchlichen Organismus in jeder
Be=
ziehung wohltätig beeinflußt.
Caleium=Brot
hebt den Appetit,
Die
Tragödie einer untergehenden Welt in 6 Akten
fordert die geistigen und körperlichen Kräfte,
Surit. des, Hervensleten,
von Henryk Sienkiewicz.
iſt ein wirkſamer Schutz gegen viele Infektions=
Täglich Vorführung um 3½, 6 und 8¾ Uhr abends.
und Stoffwechſelkrankheiten und ſeiner
knochen=
bildenden
Wirkung wegen beſonders ſtillenden
Müttern,
ſchnell wachſenden Kindern, Zahn=
Spieldauer 2½ Stunden.
kranken uſw. zu empfehlen.
Wie urteilt die Preſſe?
Caleium=Brot
„Der Film iſt ein Triumph der Kinematographie: ein Kunſtwerk, das zur
Bewunderung zwingt und vollen Anſpruch darauf erheben kann, künſt=
und
leriſch gewertet zu werden.=”
Caleium=Schrotbrot
Wie urteilt das Publikum, das dieſen Film geſehen hat?
wird hergeſtellt und iſt zu haben bei
„Wir haben etwas ähnliches wie „Quo vadis? noch nie geſehen, wir
bewundern, ſtaunen und ſind entzückt; wir werden uns das gewaltige
Friedrich Ewald, Hofbäckerei
Bild noch einmal anſehen.”
Tel. 710 Wilhelminenplatz 12 Tel. 710.
Zur gefl. Beachtung.
Um alle Störungen während der Vorführungdieſes Meiſterwerkes derLichtbildkunſt
zu vermeiden, bitten wir dringlich, um dem großen Andrang an der Abendtaſſe
(9992.
zu entgehen, den Vorverkauf benützen zu wollen, und im Intereſſe des
unge=
imk
ſchmälerten Genuſſes möglichſt die Plätze vor Beginn der jeweiligen
Vor=
führung einzunehmen.
Voranzeige.
Me
Aarnstädten
Anſchließend an „Quo vadlis?” verſäumen wir nicht, ähnliche
(655
lotterie
12f
Bilder zur Vorführung zu bringen.
3333 Gewinne zus. Mark:
Ab Samstag, den 3. Mai:
(28
große Sittendrama aus Berlin W, in 5 Akten
Das
D
Spieldauer 1½ Stunden
65
ee
*20000
3 5 5
*5
2e
655
5000
56z
Die day Stau Nartt
(25
3 75.
Porfo u. Liste 25 Pfa.
E
OSEaik. versendet
in der Hauptrolle Fräulein Weixler vom Berliner Trianon als
(32
„Dorrit‟, Herr Carlow vom Deutſchen Theater in Berlin als
(55 gs
Lotferiebankümb.H Eisenacn.
Kammerſänger „Mareano”.
*11758
r 22
In Darmstadt: Kullmann, Ohnacker, Petrenz, Schmidt,
Trotz der warmen Witterung finden Sie angenehmen
Zurückgeſetzte
Künſtler=Konzert.
kühlen Aufenthalt.
Adler=Kad
Tennisschläger
mit Freilauf, gebraucht, ſehr billig
Nieder,
billig zu verkauf. G. Ph.
(6897a
abzugeben.
(*11547ifo
Rheinſtraße 12½.
Müller & Ober, Karlsſtr. 30.
Nummer 10I.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 2. Mai 1913.
Seite 18.
jahac
L. 1.
Darmstädter Hausbostcher Wrorn,
Sohntag, den 4. Mar Cr., 5 Uhr Nachmitlags
Wilhelminenstr. 19, I. Stock.
veranstalten wir auf der Radrennbahn (Heidelbergerstrasse)
Hauptversammlung
Dienstag, den 6. Mai 1913, abends 8½ Uhr,
in dem Fürſtenſaal, Grafenſtraße 20.
Grosse
TAGEsORDNUNG:
1.
Bericht über das verfloſſene Vereinsjahr. Rechnungsablage.
Bericht der Rechnungsprüfer. Feſtſetzung des Voranſchlags.
Ergänzungswahl des Vorſtandes.
Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Dr. Alex. Bopp:
Zweck und Notwendigkeit des Zusammenschlusses
der Hausbesitzer.
Kauerioter Reinten
Etwaige Anträge bittet man bis längſtens den 5. Mai d. J. bei
dem
Vorſtande einzureichen.
Das Programm enthält:
Wir erſuchen unſere Mitglieder, Herren und Damen, zahlreich
10086mfi
erſcheinen zu wollen.
Der Vorſtand.
Erst-, Haupt-, Mehrsitzer-, Vorgabe- und
Ausscheidungsfahren
Im Saal der Stadtmiſſion
24 Mühlſtraße 24
ferner:
20 km Rennen mit Tandemführung
wird Herr Arnds
(Mitglied der heſſiſchen Poſitiven)
50 km Mannschaftsrennen nach Art der 6 Tage-Rennen
Montag, den 5. Mai, nachmittags 4 Uhr
Motor-Rennen.
(*11696
ſprechen über:
Vorverkauf und Eintrittspreise siehe Plakate; numerierte Karten nur
„Biſt du ein Chriſt?‟
Verkehrsbureau. Mitglieder haben freien Eintritt gegen Vorzeigung
Unter Allerhöchstem Protektorat Sr. Kgl. Hoheit des Grossherzogs.
der Mitgliedskarte.
Instrumental-Verein
Velociped-Club Darmstadt.
9944ifs)
29. Vereinsjahr. 4. Konzert. 103. Vereinsabend.
Kirchen=Konzert
Großherzogl. Hoftheater
zum Besten des Diakonissenhauses „Elisabethenstift‟
Freitag, den 2. Mai 1913.
Dienstag, den 6. Mai 1913, abends 8¼ Uhr,
64. Abonnem.=Vorſtellung. C 41.
in der Stadtkirche.
Hebbel-Zyklus.
Ab 1. Mai konzertiert im
Unter gütiger Mitwirkung von Fräulein Hildegard Merck
I. Abend
Violine), Herrn Professor Arnold Mendelssohn (Orgel)
Die Nibelungen.
Herrn Konzertsänger Franz Müller, sowie dem Kirchen-
Erſte Abteilung:
Bürger=Keller
Der gehörnte Siegfried.
chor der Martinsgemeinde (Dirigent: Herr H. Colin)
Vorſpiel in 1 Aufzug.
Leitung: Wilhelm Schmnitt, Direktor der Akademie für
Perſonen:
Tonkunst.
täglich
König Gunther . Kurt Ehrle
Programm: 1. Concerto grosso G-moll für Streich-
Hagen Tronje .
Johann. Heinz
orchester von Händel. 2. Recitativ und Arie aus „Elias‟
.
Dankwart, deſſen
Salon-Damen-Orchester
für Tenor und Orchesterbegleitung von F. Mendelssohn-
Guſtav Semler
Bruder
Bartholdy. 3. Konzert E-dur für Violine und Streichorchester-
Dir.: Rud. Börner.
Volker, der
Spiel=
begleitung von J. S. Bach. 4. Zwei Chöre von Kiel unc
K. Weſtermann
mann
AArnold Mendelssohn. 5. Adagio für Violine und Orgel von
Stets freier Eintritt.
Emil Kroczak
Gerenot, Brüder
Ries. 6. Drei Lieder für Tenor und Orgel von Bruckner
Frz. Schneider
Giſelher, d. König=
(10166fso
und Arnold Mendelssohn. 7. Konzert op. 4 Nr. 4 für
Baumeiſter
Siegfried
Orgel mit Orchesterbegleitung von Händel. 8. Pfingst-Motette
inna Müller=
Ute, die Witwe
für gemischten Chor von Freudenberg.
Rudolf
König Dankwarts
Eintrittskarten: Numerierte Plätze (Empore und
Kriemhild,
ihre
I. Reihe Seitenschiff): Mk. 3,30 inkl. Steuer. Alle übrigen Plätze:
Ilſe Berka
Tochter
Mk. 1,10 inkl. Steuer. Studenten- und Schülerkarten Mk. 0,55
zweite Abteilung:
nkl. Steuer in der Hofmusikalienhandlung von Heinrich Arnold,
Ludwigshöhe.
Siegfrieds Tod.
Wilhelminenstr. 9, und abends vor dem Konzert in der Einhorn-
Trauerſpiel in 5 Aufzügen.
Apotheke, gegenüber der Stadtkirche.
10044mfo
Jeden Mittwoch und Samstag
Perſonen:
Kurt Ehrle
König Gunther
Kur-Konzert.
Johann. Heinz
Hagen Tronje
Eintritt 30 Pfg. 10 Abonnementskarten (inkl. Steuer) Mk. 2.—
Guſtav Semler
Dankwart
,
Darmstadter Zitnerkluß
(B3305
ſind zu haben im Verkehrsbureau und an der Kaſſe.
K. Weſtermann
Volker
Herenot . .
Emil Kroczak
gegründet 1879.
Giſelher
Frz. Schneider
Rumolt, d. Küchen
Paul Peterſen
meiſter .
KONZERTT
H. Baumeiſter
Siegfried
,
des Zither- und Guitarrevirtuosen
Minna Müller=
Ute. . .
Rudolph
Herrn Fritz Mühlhölzl aus München
Kriemhild
Ilſe Berka
Heute
am Montag, den 5. Mai 1913, abends 8¼ Uhr,
Brunhild, Königin
Hertha Alſen
im Fürſtenſaal, Grafenſtraße 20.
von Iſenland
Sofie Heumann
Frigga, i. Amme
Eintrittskarten (numerierter Platz 1 Mk. 65 Pfg.,
nicht=
Ludw. Wagner
Ein Kaplan
,
numerierter Platz 1 Mk. 10 Pfg.) ſind in der Hofmuſikalienhandlung
Ein Kämmerer . Adolf Klotz
Gg. Thies Nachf., Inhaber L. Schutter, Eliſabethenſtraße 12,
ſowie
e auf allen Mätzen 15 Pfg.
Heſtaltung d. Bühnenbildes:
Hof=
ſam Konzertabend an der Kaſſe erhältlich.
9900a
theatermaler Kurt Kempin und
Geſellſchafts=(Vereins=)Karten zu ermäßigtem Preiſe können durch
nd
Oberinſpektor Ernſt Schwerdtfeger.
die Firma Hoffriſeur Frank, Eliſabethenſtraße 9, für Mitglieder des
Längere Pauſen finden in der
Volksbildungsvereins durch das Verkehrsbureau bezogen werden.
2. Abteilung nach dem 1.
Auf=
letzter Tag der beiden Schlager:
zuge (Iſenland) und dem 4.
Auf=
zuge (Halle in Worms) ſtatt.
Beurlaubt: Käthe Meißner.
Kleine Preiſe:
Proſzeniumsloge 5.10 M.,
Mittel=
loge 5.10 M., Balkonloge 4.60 M.,
arry Raupach
I. Rang 4.10 M., II. Rang: 1.—6.
Reihe 2.05 M., 7. u. 8. Reihe 1.65 M.,
Chadfoht
Oreil
Drama aus dem Künstlerleben
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 3.60 M.,
14.—20. Reihe 3.10 Mk., Parterre:
und
1.—5. Reihe 2.25 M., 6.—8. Reihe
ChAUFFEuR-
1.85 M., Erſte Galerie 1.05 M.,
DARMSTADT
Gegründ. 1910
Zweite Galerie 0.55 M.
Se
Anf. 7 Uhr. Ende gegen 10½ Uhr.
er schwarze
Diamant
Kartenverk. v. 9½—1½ u. v. 6 U. an.
Zu unserem
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Detektivschlager.
Samstag, 3. Mai. Außer Ab.
Samstag, 3. Mai, abends 8 Uhr, im Kaisersaal
XII. Sonder= Vorſt.
(10167
„Dex
Barbier von Sevilla.”
stattfindenden
Anfang 8 Uhr. (Zu dieſer
Vor=
ſtellung findet ein Kartenverkauf
III. Stiftungs-Fest
nicht ſtatt.)
Sonntag, 4. Mai. 165. Ab.=Vſt.
mit Konzert, humorist. u. theatralisch. Vorträgen
D 42. Neu einſtudiert: „Königs=
Olvmpia-Theater
und nachfolgendem FEST-BALL, laden wir die
Mit-
kinder‟ Gewöhnliche Preiſe.
Anfang 7 Uhr
glieder nebst Angehörigen, sowie Freunde und Gönner
Montag, 5. Mai. 166. Ab.=Vſt.
des Vereins höflichst ein
C 42. Hebbel=Zykl. II. Abd.
Rheinstr. 2, im Schloßcafé.
Der Vorstand.
„Die Nibelungen” (III. Abt.).
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Eintritt 1 Mk. Tanz frei.
Eingeführte Damen frei.
Dienstag, 6. Mai. (Keine
87559
Vorſtellung,)
Nummer 101.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 2. Mai 1973.
Sette 19.
und 1250 Kilometer an einem Tage zwiſchen Sonnenauf=
Dr. med. Ferdinand Mgack in Hamburg. Mit Abbildun=
und =untergang zu abſolvieren. Seine wirkliche
Flug=
en. Verlag von Hermann Barsdorf in Berlin W. 30.
leiſtung beträgt zirka 1500 Kilometer, doch wird für den
Preis eleg. broſch. 4 Mk., gebd. 5,50 Mk. Wir werden
Pommery=Pokal nur die Luftlinie gemeſſen. Der Flug
hier bekannt gemacht mit den vier Hauptſchriften der alten
war nicht ganz gefahrlos, da Guillaux vom Winde auf die
R. C., die dem württembergiſchen Prälaten Joh. Val.
Nordſee hinausgetrieben wurde, als er im dichten Nebel
Andrege zugeſchrieben werden und zu Anfang des 17.
die Orientierung verloren hatte. Er kreuzte dann eine
Jahrhunderts erſchienen. Sie ſind im Laufe der Zeit ſo
volle Stunde lang über dem Meere, bevor es ihm gelang,
rar geworden, daß ſie überhaupt nicht mehr aufzutreiben
die Küſte wieder zu erreichen.
ind; ihre Neuherausgabe kann daher nur mit Freude
Weniger glücklich war
5
der Aviatiker Sequin, der in Marſeille geſtartet war
begrüßt werden. Das Buch wirkt zugleich belehrend über
eine vergangene Kulturbewegung und aufklärend für eine,
und Kopenhagen im Fluge erreichen wollte. Er unter=
Etreg.
nahm Zwiſchenlandungen in Dijon und Mourmelon, von
wie es ſcheint, wiederkehrende. Auf die vier intereſſanten
Schriften ſelbſt hier näher einzugehen, mangelt uns leider
wo er um 3 Uhr nachmittags weiterflog. Infolge
ſchlech=
der Raum und müſſen wir den Leſer ſchon darauf
ver=
ten Funktionierens ſeines Motors mußte er aber bald
weiſen. Die in Kürze erſcheinenden Bände 2 und 3
wer=
wieder landen. Es glückte ihm, bis kurz vor 7 Uhr einen
osolt2
den ſich mit den „Elementen der Kabbalah”, der
theoreti=
kleinen belgiſchen Ort in der Nähe von Namur, 850
Kilo=
ſchen wie praktiſchen befaſſen und haben den Leipziger
meter vom Start entfernt, zu erreichen.
— Auch der un=
Gelehrten Dr. Erich Biſchoff zum Verfaſſer.
ermüdliche Audemars gehörte wieder zu den
Konkur=
renten. Er war auf dem Flugfelde von Villacoublay
geſtartet, um über Berlin möglichſt nach Warſchau zu flie=
E
gen. Nach einer Zwiſchenlandung in Mülheim erreichte
Stimmen aus dem Publikum.
CICMRETT
ODALIIArs
Audemars Hannover, wo er dann den Weiterflug aufgab.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernim:
t die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des
21 Abſ. 2 des
Ferner haben ſich für den Wettbewerb Vedrines
2.
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
und Brindejone des Moulinais einſchreiben
laſſen. Vedrines will verſuchen, über Berlin nach
Ruß=
th. Die bisherige Annehmlichkeit, bei Ankunft in
land zu fliegen, und auch Brindejonc beabſichtigt, ſeine
Darmſtadt mit dem Eilzug von Heidelberg nachts 12,30
Die Kaiſerjubiläums=Spende für die
Route über Berlin zu nehmen.
Uhr die Straßenbahn, ab Hauptbahnhof 12,35 Uhr, noch
benüßen zu können, hört nach dem neuen Sommerfahr=
Kolonial=Miſſion in unſerer heſſiſchen
plan auf, da der genannte Zug erſt 12,46 Uhr hier ein=
Heimat.
Sport, Spiel und Turnen.
trifft. Es ſei denn, daß ſich die Heag zu entſprechender
Rückſichtnahme entſchließt.
— Daß die Anregung, zum Regierungs=Jubiläum
* Fußballſport. Die erſten Mannſchaften des
Sport=
dem deutſchen Kaiſer eine Spende zu überreichen, die der
klubs Viktoria ſpielten gegen Fußballklub
Miſſion in unſeren Kolonien und Schutzgebieten zugute
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Kickers. Das Spiel endete zugunſten des letzteren mit
kommen ſollte, in Heſſen auf fruchtbaren Boden gefallen
Toren
1122
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
war, bewies die ſofort bei uns einſetzende ſtille Arbeit,
Radſport. Gaufahrt des Gau IX D. R.=B.
6 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
deren erſte Frucht der Aufruf zur Veranſtaltung dieſer
Sonntag, den 4. Mai, findet die erſte diesjährige Gaufahrt
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Spende auch in unſerer Heimat war. Es war erfreulich
des Gau IX des Deutſchen Radfahrer=Bundes ſtatt. Die
Geborene Am 24. April: dem Buchdrucker Johann
zu beobachten, wie ſich Vertreter aller Kreiſe unſerer Lan=
Abfahrt erfolgt um 7 Uhr früh ab Opernplatz Frankfurt
Karl Rudolph, Hoffmannſtraße 21, eine T. Am 22.: dem
deskirche an dieſem Aufruf beteiligten. Ebenſo erfreulich
a. M. nach Darmſtadt; hier Treffpunkt aller Teil=
Schriftſetzer Georg Baumgärtner, Landwehrſtraße 62,
war, daß unſere Kirchenbehörde, als ſie das
Landes=
nehmer und Weiterfahrt über Eberſtadt, Jugenheim,
Balk=
ein S. Ernſt Richard. Am 24.: dem Schreiner Georg
Komitee um ihre Mithilfe anging, ſich ſofort energiſch
häuſer Tal, Auerbach und zurück nach Darmſtadt. Die
Büdinger, Große Bachgaſſe 24, ein S. Emil. Am 22.:
zur Miſſionsarbeit der Gegenwart und unſeres deutſchen
Wertung erfolgt beim Mittageſſen in Auerbach und bei
dem Kaufmann Konrad Maria Schmidt, Mollerſtr. 31,
evangeliſchen Volkes bekannte und in zwei Ausſchreiben
der Schlußfeier in Darmſtadt
eine T. Eliſabeth Maria Thereſe. Am 24.: dem
Geſchäfts=
die Sache den Gemeinden und Pfarrern warm ans Herz
Pfingſtfahrt des Kartells ſüddeutſcher
führer Max Richard Böhme, Liebigſtraße 48, eine T.
legte. Die „Heſſiſche Miſſionskonferenz” als das ganze
Gaue des D. R.=B. An den Pfingſtfeiertagen veran=
Annemaria Elſa. Am 23.: dem Großh. Erbſchaftsſteuer=
Land umfaſſende und alle Kreiſe zuſammenſchließende
ſtaltet das Kartell ſüddeutſcher Gaue, 5. bis 9. des
Deut=
amtsaſſiſtent Heinrich Hermann Müller, Kiesſtraße 35,
Organiſation der Miſſionsfreunde bot ſich an, eine
ein=
ſchen Radfahrer=Bundes eine gemeinſchaftliche Fahrt von
eine T. Emilie Emmi. Am 24.: dem Gaſtwirt Michgel
heitliche Veranſtaltung einzuleiten. In einer Vorbe=
Wildbad nach Baden=Baden. Für die Teilnehmer des
Endres, Magdalenenſtraße 3, ein S. Wilhelm. Dem
ſprechung, zu der ſie eingeladen hatte und bei der auch
Gau IX Abfahrt Pfingſtſonntag ab Frankfurt a. M. früh
Friſeur und Kaufmann Chriſtoph Wagner, Große
durch Herrn Oberkonſiſtorialrat Euler das Oberkonſiſtorium
6 Uhr 14 Minuten per Bahn nach Karlsruhe, von da Rad=
Ochſengaſſe 39, eine T. Marianne Klara
vertreten war, zeigte ſich, daß das Land nur auf
prak=
fahrt über Ettlingen nach Wildbad. Pfingſtmontag Kar=
Aufgebote. Am 26. April: Poſtbote Johann Michael
tiſche Anregungen wartete. Kürzlich fand deshalb im
tellfahrt über Herrenalb nach Baden=Baden.
Arras Bleichſtraße 45, und Hausmädchen Anna Eliſa
weiteren Kreiſe eine Beratung in Frankfurt a. M. ſtatt.
Schmidt, Heidelberger Straße 123. Provianamtsinſpel=
Freudig begrüßt wurden Herr Präſident des
Oberkonſiſto=
tor Emil Heinrich Ernſt Morawski, Hügelſtraße 75, und
riums, D. Nebel, und Herr Oberkonſiſtorialrat und Su=
Handel und Verkehr.
Eliſabethe Dorothea, gerufen Edda, Freund,
Soder=
perintendent Euler. Zur Beſprechung waren erſchienen
ſtraße 22. Landbriefträger Adam Vock in Beerfelden
— Der Poſtſcheckverkehr des
Reichspoſt=
unter dem Vorſitz des Leiters der Heſſiſchen Miſſionskon=
und Handarbeiterin Eliſabetha Schuſter,
Blumenthal=
gebietes, der ſeit 1909 beſteht, hat ſich nach dem jetzt
ferenz, Pfarrers Lic. Dr. Bert, die Vorſitzenden faſt aller
ſtraße 39. Am 28.: Amtstierarzt Peter Anton Ludwig
erſcheinenden neueſten Geſchäftsbericht auch im Kalender=
Miſſions=Vereine Heſſens, die Mſſſionshelſer in einer
Ehrensberger in Augsburg und Eva Emilie Marie
jahre 1912 weiter günſtig entwickelt. Die Zahl der Konto=
Reihe der Dekanate, und einige andere Freunde der Miſ=
Charlotte Freiin v. Wedekind hier. Fabrikarbeiter
inhaber, die Ende 1912: 75 200 betrug, iſt gegen 1911 um
ſion. Einleitend berichtete der Vorſitzende über das, was
Peter Oehlenſchläger und Eliſabetha Müller, beide
20,4 v. H. geſtiegen. 72 v. H. der Kontoinhaber ſind
ge=
bereits getan worden ſei in unſerer Heimat. Der Herr
in Rimbach.
werbliche Unternehmungen und Kaufleute. Der Geſamt=
Präſident des Oberkonſiſtoriums gab von neuem Kennt=
Eheſchließungen. Am 22. April: Privatier Nikolai
umſatz betrug 1912 rund 30347 Millionen Mark, d. ſ
nis mit wieviel Sympathie und Ernſt die kirchlichen
Be=
v . Tendziagolsky mit Eliſa Saamer geb. Metzger
gegenüber dem Vorjahre 5230 Millionen Mark oder 21
hörden hinter der Sache ſtehen. Selbſtverſtändlich wird
beide hier. Am 24.: Kellner Anton Diesler mit
Fillal=
vom Hundert mehr. (In Oeſterreich, wo der
Poſtſcheck=
ſie ganz auf der Freiwilligkeit der Gemeinden und
Pfar=
leiterin Anna Gleixner, beide hier. Am 26.:
Diplom=
verkehr ſeit 1883 beſteht, betrug 1912 der Umſatz 32912
rer ſtehen müſſen, aber ſie iſt viel zu viel ein Anliegen
Ingenieur Willibald Hamburger in Kreuznach mit
Millionen Kronen — 27975 Millionen Mark.) Von dem
unſerer chriſtlichen Kirche, daß unſere Landeskirche ſich
Friederike Schweisgut hier Bergaſſeſſor a. D. General=
Umſatz im Reichspoſtgebiete wurden über 51 v. H.
bar=
nicht auch warm ihrer annehmen müßte. Manche
Län=
direktor und Königl. Belg. Konſul Wilhelm Keſten in
geldlos abgewickelt. Auf ein Poſtſcheckkonto
ent=
der, beſonders Württemberg, ſind uns in der Arbeit weit
Rotthauſen mit Suſanne Karoline Theodore Fey hier.
fielen im Jahre 1912 durchſchnittlich 1466 Gut= und
Laſt=
voraus, andere geben aber eben erſt die erſten Lebens=
Bautechniker Georg Schönig mit Amanda Scholte,
ſchriften. Das durchſchnittliche Guthaben eines
Konto=
zeichen. Die Anregungen der Ausſchreiben des
Oberkon=
beide hier. Lackierer Wilhelm Nicolai mit Köchin
inhabers betrug 2090 Mark, dasjenige aller Kontoinhaber
ſiſtoriums ſtellte ſein Präſident ins rechte Licht und bat,
Auguſta Kaiſer, beide hier. Schloſſer Karl Silber=
(im Durchſchnitt des Dezember) 161 Millionen Mark.
ſie nun auch verwirklichen zu helfen. An der Beſprechung
ling in Rüſſelsheim mit Emma Fercher hier. Schreiner
Hiervon waren angelegt in Reichs= und Staatsanleihen
beteiligten ſich faſt alle Erſchienenen. An beſonderen
Karl Herrmann mit Katharina Eckhardt geb. Leuchert,
verſchiedener Bundesſtaaten 57,3 Millionen Mark, in
Dar=
praktiſchen Maßnahmen beſchloß man folgendes: In den
beide hier.
lehen an Genoſſenſchaften 3,5 Millionen Mark, in Wechſeln
größeren Städten ſollen Vorträge bewährter Miſſions=
Geſtorben. Am 24. April: Berta Krönung geb
15 Millionen Mark und durch Ueberweiſung an die Reichs=
Forſcher gehalten werden. Auf dem Land ſollen Kolo=
Eiſengart, 54 Jahre, ev., Witwe des Kaufmanns,
Beſſun=
hauptkaſſe 64,3 Millionen Mark. Weitere 21 Millionen
nial=Miſſions=Bibelſtunden und =Vorträge veranlaßt
wer=
gerſtraße 55. Marga Helene Wirth, 2 Tage, kath., in
Mark dienten zur Verſtärkung der Betriebsmittel der
Poſt=
den, zu denen auch in jeder Provinz für jede Kolonie
Königſtein i. T., hier Grafenſtraße 9. Am 25.: Johann
anſtalten und als Kaſſenbeſtand der Poſtſcheckämter. Von
Redner bereitgeſtellt werden ſollen. Wenn irgend mög=
Leonhard Kundinger, 7 Monate, ev., S. des
Taglöh=
dem der Reichshauptkaſſe überwieſenen Betrage werden
lich, ſoll eine Sammlung von Haus zu Haus veranſtaltet
ners, Sackgaſſe 8. Willy Helmut Wörtge, 4 Jahre, ev.,
noch rund 10,¾4 Millionen Mark zur Gewährung von
Dar=
werden. Ein Flugblatt ſoll durchs ganze Land verbreitet
S. des Bauaſpiranten in Worms a. Rh hier Grafenſtr. 9
lehen an Einrichtungen zur Förderung von Induſtrie,
werden, das auch weiteſten Kreiſen die Notwendigkeit und
Am 28.: Eliſabeth Zimmermann, 6 Monate, ev., T. des
Handel und Landwirtſchaft bereit gehalten, nachdem im
Fruchtbarkeit der Miſſion nachweiſen ſoll. Die Pfingſt=
Oberbahnaſſiſtenten, Liebigſtraße 75. Am 27.: Wilhelm
Jahr 1913 weitere 3 Millionen Mark an Genoſſenſchaften
zeit ſoll möglichſt zum Werben benutzt werden, damit die
Schmitt, 2 Jahre, ev. S. des Küfers in Arheilgen, hier
darlehensweiſe abgegeben worden ſind. Die der Reichs=
Beträge zeitig genug eingeltefert werden können. Der
Grafenſtraße 9. Eliſab. Marg. Reckow geb. Lorenz,
hauptkaſſe aus dem Poſtſcheckverkehr als tägliches Geld
Vorſitzende ſprach das Schlußwort zu der Verhandlung,
58 Jahre, ev., Ballonplatz 7. Am 28.: Privatin Charlotte
überwieſenen 64,3 Millionen Mark bringen der
Reichspoſt=
die hoffentlich der Anſtoß zu einer lebendigen Miſſions=
Bögel, 82 Jahre, ev., Nieder=Ramſtädter Straße 30.
verwaltung eine Zinseinnahme von 3 v. H. Der
Poſt=
tätigkeit der nächſten Zeit iſt.
ſcheckverkehr des Reichspoſtgebietes ergibt für 1912 ein
Mehr von 429000 Mark. Im internationalen
Poſtgiro=
verkehr mit Oeſterreich, Ungarn, der Schweiz, Luxemburg,
Luftfahrt.
und Belgien wurden über 79 Millionen Mark durch
bar=
geldloſe Ueberweiſungen beglichen.
sr. In dem Wettbewerb um die Prämie
des Pommery=Pokals, die am 1. Mai in Höhe
von 7500 Mark fällig wird, haben ſich in den letzten Tagen
Literariſches.
noch eine ganze Reihe von Fliegern auf die Reiſe gemacht.
„Geheime Wiſſenſchaften” enthaltend
Einem von dieſen, dem Franzoſen Guillaux, gelang
die vier Hauptſchriften der alten Roſenkreuzer, die man
es, die bisher beſte Leiſtung zu überbieten, die ſein Lands=
Motorwagen-Fahrräder
dem württembergiſchen Prälaten Joh. Val. Andrege
zu=
mann Gilbert, der bei ſeinem kürzlichen Fluge von
(
ſchrieb: Chymiſche Hochzeit Chriſtiani Roſencreutz, Gene=
Paris nach Medina del Campo in Spanien, bei der er
Abitiutesau Preististe.
Man verlange VEE
(9
ral=Reformation der gantzen Welt, Fama und Confeſſion
1120 Km. zurückgelegt hatte, erreichte. Guilleaux glückte es,
der Bruderſchaft des Roſen=Creutzes. Originalgetreu nach
von Biarritz aus in rund 14 Stunden mit einigen Zwi=
Vertreter: Haas & Bernhard, Rheinstr.
den erſten Ausgaben herausgegeben und eingeleitet von
ſchenlandungen den Ort Kollum in Holland zu erreichen
Leipzis 1913
Internationale Baufach-Ausstellung mit Sonderausstellungen
Welt-Ausstellung
3
für Bau- und Wohnwesen
Mai bis Ende Oktober
Täglich große Konzerte; Besondere Sehenswürdigkeiten: Leipzig zur Zeit der Völkerschlacht, Sächsisches Dörfchen,
50000 qm großer Erholungspark mit vielen neuen Attraktionen usw.
Tröffnung: Sonnabend, den 3. Mai, in Gegenwart Sr. Maj. d. Königs Friedr. August v. Sa.
8
[ ← ][ ] Nummer 101.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 2. Mai 1913.
Seite 20.
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ist erschienen und überall zu haben.
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