Darmstädter Tagblatt 1913


28. April 1913

[  ][ ]

E


di
er



a
a
Abonnementspreis
Inſerake
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
werden
angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg., monatl.
ſowie von unſeren Agenturen
und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. Bei
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
gerichtlicher
Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des
Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 98.
Montag, den 28. April.
1913,
Studenten in das Leben vorangehen. Das iſt nicht er=
Nikolaus notifizieren werden, daß er Skutari aufzu=
Die heutige Nummer hat 16 Seiten.
freulich, und es iſt noch weniger ermutigend für die Ju=
geben
habe, obwohl die Methode und genaue Einzel=
gend
, wenn ſie ſich ſo langen Studien hingeben ſoll. Wie
heiten dieſes Schrittes noch nicht feſtgeſetzt worden ſind.
oft haben wir nicht in der letzten Zeit beunruhigende
Inzwiſchen beſteht Grund zu der Annahme, daß die
Worte gehört: Aber das iſt ja der Ruin der höheren Stu=
Das Wichtigſte vom Tage.
Blockade nicht nur fortgeſetzt und ausgedehnt
dien! Liegt darin nicht viel Wahres? Geſetzgeber,
auf die wir unſer Vertrauen als gute Franzoſen ſetzen,
Der Kaiſer iſt am Samstag vormittag in Straß=
werden
ſoll, ſondern daß friſche Weiſungen an die Kom=
überlegt
Euern Plan. Ihr gewährt den Studenten der
burg eingetroffen und nach einem Beſuch der Hoh=
mandanten
telegraphiert werden ſollen, damit die
Medizin und Pharmazie die Mittel, ihre Dienſtzeit unter
königsburg abends nach Karlsruhe abgereiſt.
Blockade zu einer abſoluten gemacht wird. Es wird be=
gewiſſen
Vorausſetzungen zu begrenzen zum Beſten ihrer
Der Reichstag nahm am Samstag einen Initiativ=
ſtritten
, daß Oeſterreich irgend etwas von einer
antrag der bürgerlichen Parteien, betreffend eine Er=
Intereſſen. Den Studenten der Geiſteswiſſenſchaften und
48ſtündigen Friſt vorgeſchlagen habe, wie dies aus Wien
höhung der Gehälter der mittleren und unteren Poſt=
des
Rechts gewährt ihr nichts. Für alle die höheren
beamten, in allen drei Leſungen an. Das gleiche ge=
Studien iſt Euer Geſetz eine Kataſtrophe, wenn Ihr
verlautete. Obwohl Oeſterreichs Entſchloſſenheit,
daß
ſchah mit dem Geſetzentwurf über die Veteranen= Für=
nicht
Abänderungen vornehmt. Ihr wißt beſſer wie wir,
kein unnötiger Aufſchub erfolgen ſolle, unverändert bleibt,
ſorge. Die Kommandanturen in
Karls=
daß
die Stärke der Waffen nicht allein die Größe eines
wird erklärt, daß kein Anſchein dafür vorliegt, daß es
rühe und Darmſtadt wurden endgültig geſtrichen.
Landes ausmacht. Deutſchland hat ſich zu dem
ſeinerſeits irgendwie wünſche, die Angelegenheiten zu
Der Reichstag wird heute die Etatsberatung beendigen.
Range einer erſten Macht nicht nur durch die Stärke ſeiner
Im Reichstag erklärte Staatsſekretär von Jagow, daß
Soldaten und die Klugheit ſeines Generalſtabes empor=
überſtürzen
. Die nächſte Sitzung ſoll am Montag ſtatt=
König Nikolaus von Montenegro von den
geſchwungen, ſondern noch mehr durch einen bewunderns=
finden
.
Vertretern der Mächte aufgefordert werden würde,
würdig organiſierten Univerſitätsunterricht, durch ſeine
In einer Beſprechung der auswärtigen Verhältniſſe
Skutari zu räumen.
Gelehrten, ſeine Profeſſoren und Rechtslehrer. Ihr wollt
In der Londoner Botſchafterkonferenz wurde
betont das Neue Wiener Tageblatt:
das Vaterland durch eine zahlreiche, wohlgeordnete, ſtets
völlige Einmütigkeit der Mächte bezüglich der
Oeſterreich=Ungarn ſtrebte von Anfang an
bereite Armee verteidigen. Verteidigt es ebenſo und be=
Skutari=Frage konſtatiert.
eine Erreichung ſeiner Ziele im Rahmen des europäiſchen
ſonders durch ſeinen geiſtigen Ruhm. Führt nicht, um
Ein autonomes Königreich Albanien unter
Konzerts an und harrte bei der Gemeinbürgſchaft der
den Forderungen der Stunde zu genügen, indem Ihr das
der Souveränität des Sultans wurde proklamiert.
Mächte aus. Dieſe korrekte und ſtets loyale Haltung
ganze Land mit Flinten und Kanonen bewaffnet, die gei=
ie
Weltausſtellung in Gent iſt am Sams=
Oeſterreich=Ungarns trug weſentlich dazu bei, daß die
ſtige Entwaffnung durch!
tag nachmittag eröffnet worden.
Entſcheidungen der Mächte ſtets einmütig getroffen wer=
den
konnten wodurch größere Komplikationen vermieden
wurden. Wenn ſich Oeſterreich=Ungarn für die Durch=
Tageskalender zur Geſchichte der
führung des einſtimmigen Beſchluſſes
Was wird?
Befreiungskriege.
der Mächte bezüglich Skutaris einſetzt, ſo bleibt
April 1813: Napoleon trifft in Wleimar ein.
(e8.
es völlig im Rahmen ſeiner bisherigen loyalen Politik
Die Eroberung von Skutari hat die

Gefecht bei Halle.
gegenüber dem europäiſchen Konzert. Oeſterreich=Ungarn
Mächte, wie vorauszuſehen war, in eine recht unangenehme
iſt jetzt beſtrebt, das faktiſch zu realiſieren, was Europa
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Zwickmühle gebracht, und mit größter Spannung muß
beſchloſſen hat. Es wendet ſich an Europa, indem es
man der weiteren Entwicklung der Dinge entgegenſehen
europäiſche Mittel zur Durchſetzung des Willens Europas
vorſchlägt. Die Wahrung der Autorität der Groß=
In den Staatskanzleien gibt man ſich allerdings den An=
Der Streit um die dreijährige
mächte und ihrer Beſchlüſſe erfordert unbedingt raſche
ſchein, als ob man durchaus optimiſtiſch in die Zukunft
Verfügungen. Eine Verſchleppung der Entſcheidung
ſähe, da an einem weiteren Zuſammenhalten der Mächte
Dienſtzeit in Frankreich.
oder Verwäſſerung ihrer Vorſchläge konnte die Mon=
nicht
zu zweifeln ſei; man ſei ſich vollſtändig darüber
archie ſchon aus dem Grunde nicht alzeptieren, weil dies
** Bei dem Streit um die dreijährige Dienſtzeit, der
eine unheilbare Schädigung des Anſehens der Mächte mit
einig, daß an den für Albanien feſtgelegten Beſtimmungen
gegenwärtig in Frankreich tobt, muß die Meinung der
ſich brächte, welche auch die anderen Balkanſtaaten zu
nicht gerüttelt werden darf, und daß daher König Nikita
einem ähnlichen Widerſtand gegen den Willen Europas,
Fugend beſonders gehört werden, und es iſt daher inter=
das
eroberte Skutari wieder herausgeben müſſe. Apropos
wie ihn ſich jetzt Montenegro leiſtet, anreizen würde.
eſſant, zu erfahren, was die Studenten über dieſe für ſie ſo
erobert. Nach den neueſten Meldungen kann man von
Darum müſſen auch die territorialen Entſchä=
wichtige
Frage denken. Eine offizielle Kundgebung dieſerArt
digungen Montenegros dafür, daß es dem
einer wirklichen Erſtürmung kaum ſprechen, man gewinnt
Willen der Mächte ſich beugt inſofern derartige Kompen=
findet
ſich nun in der Monatsſchrift der Vereinigung der
vielmehr den Eindruck, daß Skutari auf Grund voran=
ſationen
aus dem Leibe Albaniens geſchnitten werden
Staatsſtudenten, dem Organ der Univerſität Lille,
gegangener Verhandlungen kapituliert hat, und daß der ſo
ſollen, abſolut ausgeſchloſſen bleiben.
tüe einen Die Redaktion unterzeichneten Aufſatz über
viel geprieſene tapfere Generalſturm kaum etwas anderes
diie Anſchauungen der Studentenkreiſe ver=
war
als eine Farce.
ifffentlicht.
Wie dem auch ſein möge, Montenegro beſitzt eben
Deutſches Reich.
Bevor dieſer Artikel geſchrieben wurde, heißt es da,
Skutari, und König Nikita hat in einer Anſprache erklärt,
-
Lunéville. Der Pariſer Gaulois ſchreibt:
haben wir den einen und den anderen um ſeine Meinung
daß die Stadt montenegriniſch bleibe und daß er nicht
grfragt und zahlreiche Briefe erhalten. Unſere Erklärun=
Trotz des Dankbriefes der deutſchen Regierung an
herausgehen werde. Ob er es wirklich wagen wird, auf
(en werden alſo nur eine Art Zuſammenfaſſung der Mein=
Pichon, ſcheint man auf deutſcher Seite den Zwiſchenfall
die Dauer den Mächten zu trotzen? Tatſächlich wäre es
umg unſerer Studenten ſein, und nicht allein unſere per=
von
Lunéville immer noch nicht für beſeitigt zu halten.
ſonliche Meinung. Zunächſt ſeien einige allgemeine Ueber=
ein
Skandal, wenn die europäiſchen Großmächte vor dem
Die Berliner Zeitungen beginnen ſich jetzt über das Ver=
1 gungen mitgeteilt, die uns einer unſerer vorzüglichſten
kleinen Montenegro kapitulieren würden, und man kann
halten der franzöſiſchen Behörden in Lunéville zu be=
Nitarbeiter, ein Rechtsſtudent, zugeſandt hat. Wir zitie=
es
Oeſterreich=Ungarn wahrlich nicht verdenken, daß von
rien wörtlich: Man vergißt wohl heute zu ſehr, daß die
klagen. Erſtaunlicher aber iſt es, daß die deutſche Regie=
ſeiten
der Donaumonarchie ein entſchiedenes Vorgehen
alußerordentliche Verſtärkung des Heeres uns in verhäng=
rung
, trotz des gegenteiligen Berichtes in der Norddeut=
nisvoller
Weiſe einer Militärherrſchaft zuführt und daß
gegen Montenegro gefordert wird, von der Erwägung
ſchen Allgemeinen Zeitung, den Pangermaniſten zuzuſtim=
poelleicht
, gerade in dem Augenblick, wo durch die Sorg=
ausgehend
, daß man nicht länger mit ſich ſpielen laſſen
men ſcheint. Das geht aus der Unterredung hervor, die
falt der republikaniſchen Regierung die Macht des =
dürfe
, da ſonſt alle Autorität dahin wäre und ſchließlich
bels genügend gewachſen ſein wird, ein Cäſar erſcheinen
Herr von Jagow mit unſerem Botſchafter hatte. Wir
auch Serbien ſich dann weigern würde, die Beſetzung der
könnte, der die vollendete Entwickelung auslöſcht und
haben aus beſter Quelle erfahren, daß Herr von Jagow
albaniſchen Küſte aufzugeben. Wozu hat man eine Flot=
urts
in die Deſpotie hineinreißt. Alſo, Geſetzgeber habt
unſerem Botſchafter ſein Bedauern zum Ausdruck gab
Aucht! Es handelt ſich nicht nur darum, die äußere Gefahr
tendemonſtration unternommen, wenn ſie im Falle der
darüber, daß der Unterpräfekt von Lunéville zum Prä=
zu
vermeiden, man muß ſich ebenſo und beſonders gegen
Weigerung Montenegros nicht auch ſtrikte durchgeführt
fekten ernannt worden iſt. Cambon hat dieſe Information
jime Männer des Säbels ſchützen, die ihre Stunde er=
werden
ſollte? Eine derartige Kundgebung müßte damit
warten, um ſich auf den Thron zu ſchwingen. Stürzen
nach Paris übermittelt und die franzöſiſche Regierung hat
dem Fluche der Lächerlichkeit verfallen.
n ir nicht von der Charybdis in die Scylla. Andere Ge=
darauf
Herrn von Jagow mitteilen laſſen, daß franzöſi=
fehren
. Man beklagt ſich über die Verödung der Felder=
Irgend etwas muß unbedingt geſchehen, und man
ſcherſeits der Zwiſchenfall als vollkommen geſchloſſen an=
Eün verlängerter Aufenthalt in den Garniſonſtädten wird
wird es den Oeſterreichern nicht verargen können, wenn
geſehen würde.
aver das Uebel wachſen laſſen, unter dem unſere Land=
ſie
erforderlichenfalls ſelbſtändig vorgehen wollen. Frei=
wirtſchaft
leidet. Man ſucht überall Mittel gegen die Ent=
Aufbeſſerung der Altpenſionäre.
birgt eine derartige Sonderaktion, wenn kein impera=
völkerung
. Aber heißt nicht, die Soldaten ein Jahr län=
Dem Wunſche des Reichstags entſprechend, wird, wie Ber=
ger
in der Kaſerne halten, den Zeitpunkt ihrer Heirat um
tiſtiſches Mandat der Mächte vorliegt, den Keim weiterer
liner Blätter mitteilen, das Reichsſchatzamt im Herbſte
eim Jahr hinausſchieben? Trägt man nicht dadurch zu
Verwicklungen in ſich. Darum wünſcht man öſterreichi=
dem
Bundesrate eine Vorlage zugehen laſſen, die eine
der Verringerung der Geburtenziffer bei, opfert man nicht
ſcherſeits gern eine eventuelle Beteiligung Italiens; ob
die Zukunſt der Gegenwart? Die Stärkung der Raſſe
Aufbeſſerung der Penſionen der vor dem 1. April 1908
dieſes aber mitmachen wird, ſteht ſehr dahin. So bleibt
püirde ſich, wie mir ſcheint beſſer vorbereiten laſſen durch
penſionierten Beamten enthält. Das Reichsſchatzamt hat
die Situation nach wie vor verwickelt.
lamgſame und fruchtbare Bemühungen. Zweifellos kann
ſchon vor einiger Zeit Berechnungen angeſtellt, die ſich auf
Faankreich alle die Opfer auf ſich nehmen. Aber fordern
*
eine Aufbeſſerung der Altpenſionäre beziehen. Das
när nicht von ihm ein letztes Aufbäumen der Kräfte‟.
ſrmdern fordern wir das, was es leiſten kann, wenn es
Reich zahlt jetzt an ſeine penſionierten Beamten rund
Die Londoner Botſchafterkonferenz trat
e
ſelbſt bleibt und ſich die Hoffnung auf eine Macht be=
180 Millionen Mark. In dieſer Summe ſind auch die
am Freitag wieder zuſammen. Die Beratung, der Be=
rahrt
, die die Zeit wieder kraſtvoller heranwachſen läßt.
Penſionen der Neupenſionäre enthalten; noch beträgt
ſuche zwiſchen den verſchiedenen Botſchaftern voraus=
Im übrigen, ſagen wir es kühn: die Länder jen=
dieſe
nur einen kleinen Teil der geſamten Ausgabe. Es
its des Rheins, die gegenwärtig das Ende von
gingen, war völlig der Skutarifrage gewidmet. Das
wird nun erwogen, die Aufbeſſerung in Form eines pro=
Frankreich ſingen, ſcheinen auf ihrem Höhepunkt ange=
allgemeine
Ergebnis kann in den Worten der
larngt. Sie haben ihrem Boden abgewonnen, was er lei=
zentuellen
Zuſchlages zu den Penſionsbeträgen vorzu=
Diplomaten wie folgt zuſammengefaßt werden: Der
tm konnte, und ihr Stern wird notwendig nach und nach
nehmen; ferner denkt man daran, die Aufbeſſerung nur
Geiſt, der die Beratungen beherrſcht, iſt der, daß mit An=
in
der politiſchen und wirtſchaftlichen Welt verblaſſen.
auf Penſionen unter 3000 Mark zu beſchränken. Die Ent=
wendung
von Geduld wir gewiß und ſicher um dieſe Ecke
Narch dieſen Darlegungen des Rechtsſtudenten wendet ſich
ſcheidung dürfte erſt im Herbſt gelegentlich der Aufſtellung
dir Aufatz den rein ſtüdentiſchen Intereſen zu: Die unt
biegen werden. Das wichtigſte Ergebnis der Sitzung
des Etats für das Jahr 1914 erfolgen. Erſt dann wird
erſitätsjugend nimmt zwar, ohne ſich dagegen aufzuleh=
war
die Betonung der völligen Einmütig=
um
, die Verlängerung ihres Aufenthaltes beim Regiment
man überſehen können, wie hoch die verfügbaren Mittel
keit, mit der die Mächte die bereits erreichten Entſchei=
um
ein Jahr hin, aber ſcheuen wir das Wort nicht, auch
ſind, die zu dieſem Zweck bereitgeſtellt werden können.
dungen aufrechtzuerhalten beabſichtigen, hinſichtlich wel=
oime
Begeiſterung. Sie liebt ihr Vaterland mehr als
Die Frage der Kommandanturen,
rgend jemand und wird ihm immer mit Energie dienen,
cher keine Mäßigung der Anſichten zu verzeichnen iſt. Es
Die Badiſche Preſſe veröffentlicht in ihrer heutigen Mit=
ndem
ſie ihm das Beſte ihres Daſeins darbietet. Aber
herrſchte die beſte Stimmung und es fehlte gänzlich jeder
beſitzt auch die richtige Vorſtellung von den Verhält=
tagsausgabe
einen längeren Artikel über die Karlsruher
Wunſch nach übereiltem Handeln. Man erwartet, daß
ſtifſen. Durch das neue Geſetz wird ein weiteres Jahr
Kommandantur, der augenſcheinlich die Meinung maß=
binnen
weniger Tage die Mächte offiziell dem König
dert ſchon ſo zahlreichen zugefügt, die dem Eintritt des

[ ][  ][ ]

Nummer 98.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 28. April 1913.
Seite 2.
ligionsunterricht in den öffentlichen Schulen. Der Unter=
gehört
, Tatſache, ſo iſt das ein neuer Beleg für die Stärke
gebender Kreiſe widergibt, und in dem es u. a. heißt, daß
richt bleibt obligatoriſch, aber die Kinder, deren Väter
der radikalen, oppoſitionellen und zum Teil nationaliſti=
Baden alle Urſache habe, den Beſchluß der Reichstags=
nicht
katholiſchen Glaubens ſind, werden vom Religions=
ſchen
Richtung im elſaß=lothringiſchen Zentrum.
mehrheit ebenſo befremdlich wie bedauerlich zu finden, da
unterricht befreit.
er mit der Streichung der Karlsruher Kommandantur in
Ausland.
Vereinigte Staaten.
einen lang zu Recht beſtehenden Zuſtand eingreift, der
bisher durch die preußiſch=badiſche Militärkonvention vom
Die neue Tarifbill. Den fremden diplomati=
Frankreich.
25. November 1870 beim Uebergang des badiſchen Kon=
ſchen
Vertretern iſt nunmehr der Wortlaut der neuen
Die Heeresverſtärkung. In der Sitzung des
tingentes in die preußiſche Armee auch für die Zukunft
Tarifbill zugegangen; ſie ſind augenblicklich damit be=
Heeresausſchuſſes der Kammer gab der Generalſtabschef
unbedingt gewährleiſtet ſchien. So muß das Vorgeher
ſchäftigt, die verwaltungstechniſchen Teile einer genauen
Stellvertreter General Legrand im Auftrage des Kriegs
der deutſchen Zentrumspartei und der mit ihr ſtimmender
Prüfung zu unterziehen. Es herrſcht allgemein die Be
miniſters die vollſtändigen Ziffern über die Mannſchafts=
Fraktionen bei uns direkt als ein Akt der Unfreundlichkeit
reitwilligkeit vor, die Abſchnitte betreffend die Zollſätze
beſtände der nach Einführung der dreijährigen Dienſtzeit
gegen den Bundesſtaat Baden wirken, als eine Stellung
ohne Widerſpruch anzunehmen. Bisher liegen formell
in Frankreich ſelbſt ſtehenden Truppen bekannt. Der im
nahme, welche in ſich zugleich eine ſchwere Rechts= und
Proteſte nicht vor. Es wird jedoch zugegeben, daß die
Laufe der Jahre erzielte Effektivbeſtand beträgt 462000
Vertragsverletzung umſchließt. Glauben die in Betracht
meiſten Botſchaften und Geſandtſchaften das Staats=
Mann, nach Einführung der dreijährigen Dienſtzeit wird
kommenden Stellen der Militärverwaltung und der Re
departement auf die Wirkung aufmerkſam gemacht haben
der Effektivbeſtand bei der Einreihung der Rekruter
gierung unbeſchadet der gegenſeitigen Vertragstreue und
die die Verwaltungsbeſtimmungen der Bill vorausſichtlich
658000 Mann und der Mindeſtbeſtand 600000 Mann be=
der
Nützlichkeit für unſere Armee den Karlsruher Poſten
auf die beſtehenden Verträge ausüben würden. Beſon=
16
tragen. Der Heeresausſchuß der Kammer nahm mit
entſprechend dem Vermittlungsvorſchlag Fehrenbach mit
ders die franzöſiſche Regierung iſt in dieſer Hinſicht tätig,
gegen 7 Stimmen den Grundſatz der Unveränderlichkeit
einem Regimentskommandeur beſetzen zu können, ſo iſt zu
Es ſcheint, daß in Frankreich wegen mehrerer Beſtimmun=
der
Effektivbeſtände an. Von den 7 Abgeordneten, die
wünſchen, daß dieſer Ausweg durch das Eingreifen der
gen Beſorgnis entſtanden iſt, insbeſondere wegen den=
ich
gegen die Unveränderlichkeit der Effektivbeſtände aus
badiſchen Abgeordneten der bürgerlichen Parteien in drit=
jenigen
, die die Kaufleute zwingen, Rechnungen vorzu=
geſprochen
haben, ſind drei geeinigte Sozialiſten, dar
ter Leſung beſchritten wird. Nicht um eine an ſich große
egen. Auch die Beſtimmung zugunſten der amerikaniſcher
unter Jaurés, und vier ſozialiſtiſche Radikale, darunter
Sache handelt es ſich bei dem letzten Reichstagsbeſchluß
Schiffahrt iſt eine Quelle der Befürchtungen. Der fran=
General Pedoya.
wohl aber um ein bemerkenswertes Symptom: die glatte
zöſiſche Botſchafter hat darauf hingewieſen, daß derartige
Das Intereſſe Frankreichs in der Le=
Nichtachtung bundesſtaatlicher Rechte.
Beſtimmungen in Frankreich und anderswo aufgehoben
vante. Das Echo de Paris meldet: Man hält es für
Liebknecht und die Franzoſen. Der
worden ſeien, da ſie Veranlaſſung zu Vergeltungsmaß=
wahrſcheinlich
, daß in Kürze eine Schiffsdiviſion nach der
Tägl. Rundſchau wird aus Paris geſchrieben:
nahmen geben könnten. Die Debatte über die Tarifvor=
Levante entſandt werden wird, um über die dortigen In=
Das war es gerade, was die Franzoſen brauchten,
lage findet wenig Intereſſe, da allgemein der Eindruc
ereſſen Frankreichs zu wachen. Es handelt ſich übrigens
wonach ſie ſich eben jetzt geſehnt hatten: ein deutſcher
herrſcht, daß keinerlei redneriſcher Aufwand irgend eine
Skandal, mit Krupp zum Mittelpunkt! Welch vortreff=
dabei
um die Erneuerung einer Maßnahme, die ſchon
Aenderung in dem Wortlaut der Maßnahmen herbei=
licher
Blitzableiter, welch unbezahlbares Agitationsmittel!
einmal beſtanden hat. Bemerkenswert iſt, daß die An=
Die Pariſer Preſſe wartete denn auch gar nicht erſt das
führen werde
egung hierzu vom Miniſter des Aeußern ausgegangen
Ergebnis der Unterſuchung ab, ſondern fiel ſofort über
iſt, der beim Marineminiſter nachdrücklichſt dafür eintrat,
die Anklagen Liebknechts wie über ein gefundenes Freſſer
mit wahrem Wolfshunger her. Man hatte ſich zunächſt
daß die franzöſiſche Flotte im öſtlichen Mittelmeer und
* Stuttgart, 26. April. Der Prinz=Regent
auch noch auf ein kleines Extraſkandälchen geſpitzt, und
im Archipel ſtets vertreten ſei
von Bayern und Gemahlin treffen am 3. Mai, vor=
zwar
auf Koſten des Figaro; allein es gelang dieſem, ſich
mittags 11 Uhr 25 Minuten hier ein. Es findet großer
Die Flottenmanöver. Eine offiziöſe Mit=
unverzüglich
von allem Verdacht reinzuwaſchen. Dafür
Empfang und abends Galatafel ſtatt. Am Nachmittag
teilung beſagt: Da die äußere Lage es nicht geſtattet, daß
hielt man ſich an der alldeutſchen Preſſe ſchadlos und
erfolgt der Beſuch des Rathauſes und am 4. Mai die Be
ließ kein gutes Haar an ihr. Aus dem Aufwand von
die franzöſiſchen Geſchwader ſich von ihren Standpunkter
ichtigung des Feldartillerie=Regiments Nr. 29 in Lud=
ſittlicher
Entrüſtung zu ſchließen, ſollte man wirklich
entfernen, wird die unter dem Befehl des Admirals Boué
wigsburg. Abends findet im Hoftheater eine Galavor=
meinen
, Kriegshetzer und Dividendenpatrioten ſeien in
tellung ſtatt. Am 5. Mai erfolgt die Beſichtigung des
de Lapeyrére ſtehende Flotte die diesjährigen großen Ma
Frankreich überhaupt nicht zu finden! Bei aller Scha=
Lindenmuſeums und der Gartenbauausſtellung. Die Ab=
denfreude
aber verſäumen es dieſe Heuchler und Phari=
növer
im Mittelmeer vom 2. bis 21. Juni und das Ge=
reiſe
erfolgt an demſelben Tage um 2 Uhr 55 Minuten.
äer nicht, dem deutſchen Genoſſen Liebknecht, der ihnen
ſchwader des Admirals Faverau ſeine Manöver vom 2
Peſt, 26. April. Eine aus hundert Perſonen be=
ſo
hochwillkommenen Stoff lieferte, zu danken und ſogar
bis 19. Juli im Aermelkanal abhalten.
ſtehende Abordnung des ungariſchen Hoch=
Weihrauch zu ſtreuen
Ueber die in der Kriegsmarine herr=
adels
ſoll Kaiſer Wilhelm zum Regierungs=
Amtsmüdigkeit des preußiſchen
im Juni die Glückwünſche des Adels und
chende Opiumſucht äußerte ſich der Kriegsminiſter
Kriegsminiſters. Der Magdeburgiſchen Zeitung
ein wertvolles Geſchenk überbringen. Oberbürgermeiſter
zu einem Berichterſtatter: Das Uebel mag vielleicht ſtark
gehen von maßgebender Stelle Mitteilungen über die an=
Wermuth iſt in den Plan eingeweiht, für den ſich auch
um ſich gegriffen haben, aber es iſt nicht ſtark eingewur
der Berliner öſterreichiſch=ungariſche Botſchafter wärm=
geblichen
Veränderungen in den preußiſchen Miniſterien
elt. Bei den meiſten Offizieren, die Opium rauchen, iſt
ſtens intereſſiert. Im Verlaufe der Feſtlichkeiten ſoll auch
zu. Ein Scheiden des Herrn v. Dallwitz aus ſeiner Stel
ein Konzert von ungariſchen Künſtlern in Berlin ver=
nehr
Snobismus und ſchlechte Angewohnheit im Spiel
lung wird für ebenſo ausgeſchloſſen erklärt, wie die ge
inſtaltet werden.
als wirkliche Leidenſchaft, und gerade weil es noch nicht
meldeten Abſichten des Kultusminiſters von Trott zu
zu ſpät iſt. muß man energiſch einſchreiten. Dem Mi=
Solz auf ſeine Nachfolgerſchaft. Ueber Herrn von Heerin=
niſter
liegen in dieſer Hinſicht zweierlei Aufgaben ob: er
Stadt und Land.
gen aber heißt es: Der oratoriſch ungeſchickte, aber ver=
muß
einerſeits eingefleiſchte Opiumraucher unbarmherzig
waltungstechniſch befähigte General hat ſich eine ganz
Darmſtadt, 28. April.
beſtrafen, andererſeits alles verſuchen, um diejenigen zu
Herr von Heeringen wird
Anzahl Gegner zugezogen.

* Vom Hofe. Fürſt und Fürſtin zu Solms=Lich
retten, die noch gerettet werden können.
nach dem Regierungsjubiläum des Kaiſers gehen, und der
ſowie Gräfin Auguſte Eleonore zu Stolberg=Wernigerode
neue Kriegsminiſter wird wahrſcheinlich aus Magdeburg
ind am Freitag nachmittag wieder abgereiſt. (Darmſt. Ztg.)
England.
Empfänge. Se. Königl. Hoheit der Groß=
kommen
in der Perſon des Generals der Infanterie Sixt
Das engliſche Nationaltheater und
herzog empfingen am Samstag den Oberſtleutnant
von Armin, des kommandierenden Generals des 4. Armee
das Parlament. Aus London wird berichtet: Der
v. Oſtrowski, Chef der Zentralabteilung der Feldzeug
korps, der ja früher dem Kriegsminiſterium lange an her=
meiſterei
in Berlin, den Major v. Arndt, Bataillons
Plan eines großen engliſchen Nationaltheaters, das, wenn
vorragender Stelle angehört hat. Daß Herr von Heerin=
kommandeur
im 2. Badiſchen Grenadier=Regiment Kaiſer
möglich, zu der in drei Jahren bevorſtehenden Dreihun=
Wilhelm I. in Mannheim, den Major Becker, beim Stabe
gen gehen wird, ſobald die Wehrvorlage unter Dach und
dertjahrfeier für Shakeſpeare vollendet ſein ſoll, iſt nun
des Infanterie=Regiments Markgraf Karl (7. Branden=
Fach gebracht iſt, iſt kein Geheimnis mehr
auch im Parlament Gegenſtand der Debatte geworden.
burgiſchen) Nr. 60 in Weißenburg, den Rittmeiſter von
Vom elſaß=lothringiſchen Zentrum.
Gorriſſen, Eskadronchef im Schleswig=Holſteiniſchen
Die Verhandlungen endeten mit der Annahme einer Re
Die Straßburger Poſt verzeichnet das auch ſonſt mit Hart=
Dragoner=Regiment Nr. 13 in Metz, den überzähligen
ſolution, in der das Unterhaus ſich für die Errichtung
Rittmeiſter Günther vom Leib=Dragoner=Regiment
näckigkeit ſich behauptende Gerücht, daß der Abg. Hauß
eines großen Nationaltheaters in London ausſpricht und
(2. Großh. Heſſ.) Nr. 24, den Profeſſor Dr. Groedel, Geh
das Amt des Vorſitzenden der Zentrumsfraktion der
die Gewährung von Staatshilfe fordert. Die Ausführung
Medizinalrat in Bad Nauheim, den Medizinalrat Dr
Zweiten Kammer niedergelegt habe. Schon ſeit einiger
Vogt von Butzbach, den Profeſſor Dr. Diehl, den Ober
des Planes innerhalb der ziemlich weitgeſtreckten Grenzen
Zeit hörte man davon, daß Herr Hauß den Radikalen des
lehrer Dr. Kilian von Bensheim, den Oberlehrer Pro=
würde
insgeſamt ein Kapital von 10 Millionen Mark er=
Zentrums zu gemäßigt und zu beamtenfreundlich ſei. So
eſſor Zimmer, den Oberlehrer Profeſſor Pabſt von Bad
fordern, von denen nunmehr 2 Millionen bereits durch
Nauheim, den Gewerbeinſpektor Schweickert von Mainz,
ſoll die Zentrumsfraktionsſitzung vom letzten Mittwoch
Privatſubkriptionen gedeckt ſind. Der Regierungsvertre=
den
Oberförſter Thum von Storndorf, den ſtellvertretenden
vormittag, in der über die Teuerungszulage für die Be=
Kolonnenführer der Freiwilligen Sanitätskolonne Vogel,
er erklärte im Laufe der Debatte, daß die engliſche Re=
amten
beraten wurde, ſehr lebhaft verlaufen ſein und
den Maler Oßwald von München, den Schauſpieler
gierung im Prinzip bereit ſei, dem künftigen National=
Herrn Hauß zu ſeinem Rücktritt veranlaßt haben. Der
Stauß, den Amtmann Bechtel, den Polizeiamtmann
theater als Staatsbeihilfe einen jährlichen Zuſchuß zu
Stumpf; zum Vortrag den Staatsminiſter v. Ewald
Vizepräſident der Zentrumsfraktion, Dr. Hackſpill, ſoll
bewilligen
den Finanzminiſter Braun, den Miniſter des Innern
einſtweilen den Vorſitz übernommen haben. Man wird
v. Hombergk zu Vach.
Spanien.
die Beſtätigung des Gerüchts abwarten müſſen. Wird der
inanzperſonalien. Se. Königl. Hoheit der
Der chriſtliche Religionsunterricht. Der
Rücktritt des Abgeordneten, der zu den beſonnenſten und
Großherzog haben den Hauptſteueramtsaſſiſtenten
König unterzeichnete ein Dekret über den chriſtlichen Re=
gemäßigtſten
Elementen im elſaß=lothringiſchen Zentrum
bei dem Hauptſteueramt Worms, Karl Irlenborn zu
Schauſpiel nach Paris; das Volk ſah weder ſie noch ihre
Sulpice vorbei und würden dem Begräbnis der Mme,
Dillon begegnen.
Kinder; der König ſeinerſeits ließ ſich niemals blicken.
Marie=Antoinette verſtand die Lek=
Marie=Antoinette in den
tion und blieb in Verſailles
Zeigte ſie ſich bei feierlichen Gelegenheiten, ſo erhöhte ſie
Die Freundin iſt von der
Herrſcherin bald vergeſſen, aber ihre Tochter wird von ihr
durch ihr leidenſchaftliches und unüberlegtes Benehmen
Erinnerungen ihrer Hofdame.
wieder mit überſtrömender
noch die Mißgunſt des Volkes. Als ſie der Bürgermeiſter
Zärtlichkeit aufgenommen und
(2) Auf die Geſtalt der unglücklichen franzöſiſchen
ritt als Hofdame in den
von Paris 1789 nach dem Brauche feierlich begrüßt, iſt ſie
Dienſt der Königin. Manche
Königin Marie=Antoinette fällt neues Licht durch das
Weſenszüge in der Natur
außer ſich, zu ſehen, daß er nicht wie die vorhergehenden
Marie=Antoinettes treten aus
Tagebuch einer ihrer Palaſtdamen, der Marquiſe
den Szenen zutage, die die Marquiſe ſchildert. Sie
Jahre das Knie zur Erde beugt. Aber als dann La
de La Tour du Pin, das ſoeben von einem ihrer
näherte ſich damals ihrem 35. Jahre und bewahrte noch
Fayette mit dem Generalſtab der Nationalgarde er=
Nachkommen in Paris veröffentlicht wird. Man hat es
o manche kleine Regungen weiblicher Eiferſucht
ſcheint, kann ſie ihre Entrüſtung nicht mehr verbergen.
Si
bisher ſtets bedauert, daß keine der Frauen aus der näch
hatte einen ſehr ſchönen, weich leuchtenden Teint und
Die Königin wurde rot und ich ſah, daß ihre Erregung
ſten Umgebung der Herrſcherin ihre Erinnerungen aufge=
nahm
es recht übel, wenn junge Frauen bei hellem
ehr groß war. Sie ſtammelte ein paar Worte mit zittern=
eichnet
; nun iſt dieſe Lücke ausgefüllt und die Tochter
Tageslicht den Teint einer Siebzehnjährigen zeigten, der
er Stimme und gab ihnen dann mit dem Kopf das Zei
Maria Thereſias ſteht vor uns, geſehen mit den ſcharfen
leuchtender war, als der ihre. Der meine gehörte zu
chen, ſich zu entfernen. Sie gingen ſehr unzufrieden mit
die=
Augen einer anderen Frau, die in all ihrem Reiz und ihrer
en. Eines Tages, als ich durch die Tür ging, flüſterte mit
ihr fort, wie ich ſpäter erfuhr, denn die unglücklichs
liebenswürdigen Güte, in all ihren Fehlern und Schwä
ie Herzogin von Duras, die mich ſehr protegierte, ins
Fürſtin ſchätzte niemals die Wichtigkeit der Lage richtig
chen, umhüllt von einem leiſen Schatten eigener Verſchul=
Ohr: Stellen Sie ſich ja nicht in die Nähe der Fenſter.
ein, in der ſie ſich befand. Sie gab ſich der Erregung hin,
dung, der ſie aber als eine echt tragiſche Erſcheinung nur
Ich verſtand den Wink und hielt mich möglichſt in ſchlech
die ſie ergriff, ohne die Folgen zu berechnen. Dieſe Offi=
menſchlich
rührender und ſympathiſcher macht.
tem Licht.
ziere der Nationalgarde, die ein liebenswürdiges Wort
Die Marquiſe de La Tour du Pin war eine Tochter
Marie=Antoinette war von großem Wohlwollen und
ewonnen hätte, zogen ſich ſchlecht gelaunt zurück und ver
eines iriſchen Ariſtokraten Arthur Dillon, der ein fran
berhäufte ihre Damen mit beſtändigen Gunſtbeweiſen
breiteten ihr Mißfallen in ganz Paris.
,
zöſiſches Regiment befehligte und 1794 als General der
und zarten Aufmerkſamkeiten. Wenn viele Leute in
Auch ſonſt muß die Hofdame des öfteren konſtatieren,
Republik der Guillotine verfiel. Seine Frau war ein be=
hrem
Zimmer waren, ſagte mir die Königin, die ſtets an
daß die Königin, ſelbſt wenn es dringend notwendig
onderer Liebling der Königin; ihre Tochter erzählt, daf
alles dachte, ich ſollte mich im Spielſalon hinſetzen, damit
wäre, ihre Gefühle nicht beherrſchen kann. Dadurd
Marie=Antoinette ſich immer verführen ließ durch das,
ich nicht müde würde, wenn ich zu lange ſtehen müßte.
nimmt ſie das Volk gegen ſich ein. Bei dem Bundesfeſt
was glänzend war; Mme. Dillon war in Mode ſie durfte
Für jeden hat ſie ein liebenswürdiges Wort, eine freund=
befand
ich mich neben der Königin und ſeit langem ge=
deshalb
in den Hofſtaat eintreten. Eine zärtliche Freund=
liche
Schmeichelei. Sie ſchreitet ſo langſam durch ihre
wohnt, in ihrem Geſicht zu leſen, ſah ich, wie große Mühe
ſchaft entwickelte ſich zwiſchen der Königin und ihrer Pa=
Gemächer, daß ſie den zahlreichen Höflingen, die Spalie:
ie ſich gab, ihre ſchlechte Laune zu verbergen, ohne es doch
laſtdame, die durch den Tod der Mme. Dillon plötzlich ge=
bilden
, etwas Angenehmes ſagen oder ſie wenigſtens durch
ſo zu können, wie es für ihr Intereſſe und für das des
öſt wurde. Bei dieſer Gelegenheit zeigte ſich der wechſel=
ihr
entzückendes Lächeln, durch ihr unnachahmliches Kopf
Königs nötig geweſen wäre. So fällt denn Mme. de La
volle und leichtſinnige Charakter Marie=Antoinettes
nicken auszeichnen kann. Sie hatte damals ſchon längſt
Tour du Pin das Geſamturteil, daß Marie=Antoinette
Sie hatte, erzählt die Marquiſe, meine Mutter 24
aufgehört, ſich über alles Lächerliche luſtig zu machen; ſie
Vorſicht nicht kannte oder ſie nicht anwenden wollte.
Stunden lang beweint; dann am Tage nach ihrem Tode
fühlte, wie die Antipathie ihrer Untertanen wuchs und
Sie bezeigte offen ihr Mißfallen denen, die ihr nicht an=
äußerte
ſie den Wunſch, in die Comédie Frangaiſe zu
litt darunter, kein Gegenmittel zu wiſſen. Während des
genehm waren. Mit großem Mut begabt, hatte ſie ſehr
gehen. Die Herzogin von Duras, die gerade Dienſt
trengen Winters, der der Einberufung der Generalſtäbe
wenig Geiſt, keine Geſchicklichkeit und beſonders ein ſehr
hatte, erwiderte ihr darauf: Eure Majeſtät ſollten lie=
orausging
, blieben ihre Wohltaten, wie die des Königs
chlecht angebrachtes Mißtrauen gegen diejenigen, die die
ber die Oper beſuchen; denn da kommen Sie bei Saint=
der
Oeffentlichkeit unbekannt. Sie kam nicht mehr ins
geeignetſten waren, ihr zu dienen und zu nützen.

[ ][  ][ ]

Nummer 98.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 28. April 1913.
Seite 3.
Worms, in gleicher Dienſteigenſchaft an das Hauptſteuer=
Wichtig für Händler mit vollſtändig vergälltem
der Straße lief er dann einem Polizeibeamten in die
amt Bingen verſetzt; den Finanzaſpiranten Otto Gib
Salz. Am 1. Mai d. J. treten bezüglich des Handels mi
Hände, dem die Perſönlichkeit des Paketträgers verdächtig
aus Gießen zum Steuereinnehmer des Steueramt
vollſtändig vergälltem Salz neue ſteuerliche Be=
vorkam
. Er war von dem tags zuvor verübten Schwinde
Lampertheim, den Finanzaſpiranten Karl Schlörb I.
ſtimmungen in Kraft. Das Großh. Hauptſteueramt
unterrichtet und nahm deshalb den Verblüfften mit auf
aus Alsfeld zum Hauptſteueramtsaſſiſtenten bei den
Darmſtadt hat in den Kreisblättern eine öffentliche Be
die Wache. Hier konnte man dann feſtſtellen, daß mar
Hauptſteueramt Worms, den Finanzaſpiranten Kar
kanntmachung erlaſſen, wonach jeder, der mit ſolchem Salz
einen der ſchon ſeit einiger Zeit geſuchten Schwindler vor
Langsdorf aus Lich zum Bezirkskaſſeaſſiſtenten be=
ich
hatte. Er hatte Abmeldepapiere von Mainz, wo die
handeln will, dies vorher der zuſtändigen Hebeſtelle an=
der
Bezirkskaſſe Offenbach, den Finanzaſpiranten Jakob
leichen Schwindelmanöver verübt wurden, bei ſich. Der
zumelden hat. Als Hebeſtellen kommen in Betracht das
Grüll aus Gernsheim zum Hauptſteueramtsaſſiſtenter
Feſtgenommene ſpielte, als er ſich erkannt ſah, den wil=
Großh. Hauptſteueramt Darmſtadt oder, ſofern die An=
den
Mann‟ Er wurde deshalb in die Irrenabteilung
meldepflichtigen in den Bezirken der Großh. Steuerämter
bei dem Hauptſteueramt Mainz, den Finanzaſpiranten
des Städtiſchen Krankenhauſes gebracht
Wilhelm Röhler aus Darmſtadt zum Hauptſteueramts=
Pfungſtadt, Gernsheim, Bensheim oder des Großh. Salz=
Schlachtviehmarkt Darmſtadt
Woche vom
ſteueramts Wimpfen wohnen, das betr. zuſtändige Amt
aſſiſtenten bei dem Hauptſteueramt Bingen und den
26. April. Auftrieb 420 Schweine, 171
Ueber die Anmeldung wird eine Beſcheinigung erteilt
Finanzaſpiranten Adolf Bauſcher in Darmſtadt zum
Kälber und
4 Schafe
ohne die mit dem Handel nicht begonnen werden darf
Reviſor bei der Zentralſtelle für die Gewerbe und den
m. Obſtbaumblüte im Odenwald. In den kleinen
Frachtbriefvorprüfung im Güterbahnhof Darmſtadt
Landesgewerbeverein ernannt dem Großh. Hauptſteuer
Tälern des nordweſtlichen Odenwaldes kommen eber
Die Handelskammer Darmſtadt war wegen der
ramtsaſſiſtenten Ludwig Joſt, zurzeit in Darmſtadt,
die Apfel= und Birnbäume in Blüte. Das
Klagen, die ſich anläßlich der Frachtbriefvorprü=
wurde
Mainz als Stationsort zugewieſen.
feuchtwarme Wetter der letzten Tage hat die Erſchließung
fung im Güterbahnhof Darmſtadt ergeben hatten,
Uebertragen wurde dem Lehrer Peter Hillen
der Blüten ganz bedeutend gefördert. Mit ihren roſa
bei der Eiſenbahndirektion Mainz vorſtellig geworder
brand zu Lorſch, Kreis Bensheim, eine Lehrerſtell=
umränderten
Blütenblättern gewähren die Aepfelbäum=
Die Vorprüfungsſtellen ſind nach Anſicht der Eiſenbahn=
kan
der Gemeindeſchule zu Heppenheim a. d. B.; den
einen reizenden Anblick, während die weißblühenden
verwaltung ausreichend beſetzt und es würde ſich auch
Lehrer Heinrich Lampert zu Eſſenheim, Kreis Mainz
Birnbäume mehr einen kühleren Eindruck hervorbringen
ür die Geſpanne jeglicher Aufenthalt an der Vorprü=
eine
Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Neu=Iſen
Der Blütenreichtum iſt ſo groß, daß auf eine gut=
ungsſtelle
vermeiden laſſen, wenn die Verſender mit ſtär
burg, Kreis Offenbach; dem Lehrer Heinrich Spieß
Apfel= und Birnenernte gehofft werden kann. Spätkirſchen
erem Verſand die Frachtbriefe zum Vorprüſen voraus
zu Rothenberg, Kreis Erbach, eine Lehrerſtelle zu
ind eben am Abblühen. Am Himmelfahrtstage wird
Oſthofen, Kreis Worms.
ſenden würden. Erwünſcht erſcheint es im allgemeiner
*
dieſe Blütenpracht den Ausflüglern einen herrlichen
Intereſſe, wenn die Vormittags= und die erſten Nachmit=
Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der Groß
Anblick gewähren.
tagsſtunden in ſtärkerem Maße als bisher zur Anlieferung
hherzog den Miniſterialſekretär Oberförſter Karl
der Güter benutzt werden. Es wird hierdurch vermieden
Nicolaus zu Darmſtadt zum Oberförſter der Ober=
Förſterei Romro
daß ſich in den Abendſtunden zu viel Güteranlieferungen
Darmſtädter Wochenmarkt.
* Militärdienſtnachricht
R
zuſammendrängen, wodurch naturgemäß unliebſame Ver=
Stephan, Hauptm
Marktpreiſe am 26. April
zögerungen in der Abfertigung entſtehen müſſen
und Komp.=Chef im Infanterie=Regiment Kaiſer Wilhelm
1,40 M.
70 Pf
Butter, ½ kg
Wirſing, Stück
Hebbel=Vortrag. Auf den für heute abend ange
2. Großh. Heſſ.) Nr. 116, ein auf den 23. April 190.
50 P
Gurken, Stüc
45. Part., ½ kg 1,30 M
zeigten Erläuterungs=Vortrag des literariſch=artiſtiſchen
wordatiertes Patent ſeines Dienſtgrades verliehen
Eier, Stück
Rhabarber ½ kg 1820 Pf
6½
9 Pf
Sekretärs unſeres Hoftheaters, Herrn Paul Eisner, ſei
Kirchliche Dienſtnachrichten. Ernannt wurden
Schmierkäſe, ½ Lit. 20-22 P
Gelberüben, Bündel25-30 Pf
nochmals hingewieſen, um ſo mehr, als der Vortragende
Pfarraſſiſtent Simon zu Rüſſelsheim zum Pfarr=
Handkäſe, Stück . 410 Pf
Schwarzwurz, ½kg 20-30 Pf.
manche bühnentechniſche Fragen, die für die Aufführung
aſſiſtenten in Mainz (Johannisgemeinde); Pfarrver=
Kartoffeln, Ztr. 33,50 M.
walter Klingelhöffer zu Geiß=Nidda zum Pfarrver=
der
Hebbel=Dramen bisher ungelöſt waren, in ſeine er=
Geflügel, Wildpret
50 Pf
Kumpf (10 Liter)
walter in Darmſtadt (Stadtgemeinde); Pfarrverwalter
läuternden Betrachtungen einbeziehen wird
Enten, Stück
5 M.
Mäuschen, Kumpf 1,20 M.
Lutherchor. Es wird darauf aufmerkſam gemacht
Buchhold zu Ober=Ofleiden zum Pfarrverwalter in
Hahnen und Hühner,
1012 Pf
½ Kg
Eberſtadt, Dekanat Hungen; Pfarramtskandidat Eck zu
daß Karten für die Aufführung des Oratoriums Joh
Stück
33,50 M
Obſt u. dergl.:
Gießen zum Pfarraſſiſtenten in Neu=Iſenburg;
Huß von C. Löwe auch auf dem Verkehrsbureau zu
Pfarr
6070 Pf
TLauben, Stück
Aepfel, ½ kg . 1825 Pf
Dikar Reith zu Maar zum Pfarrverwalter in
ſind.
haben
Schlitz
1,60 M.
Rehfleiſch, ½ kg
56 Pf
erſte Pfarrſtelle).
Zitronen, Stück .
Der Ortsgewerbeverein hat für Donnerstag,
2,504 M
Stück
Zicklein,
68 P
Apfelſinen, Stück.
-
Mai
Himmelfahrtstag ſeine Mitglieder
den 1.
* Gottesdienſt in der ruſſiſchen Kapelle. Anläßlich
Fiſche:
20 Pf
(Gäſte willkommen) zu einem Familienausflug
Birnen, ½ kg . .
des ruſſiſchen Oſterfeſtes findet am Dienstag in der ruſ
90 Pf.
Hecht, 1
kg .
(Näheres ſiehe An
nach Oppenheim eingeladen.
Gemüſe uſw.
Salat,
iſchen Kapelle auf der Mathildenhöhe großer Gottes=
1
1,10 M.
Aal, ½ kg.
zeigenteil.)
Stück 1415 P
Kopfſalat,
Hienſt ſtatt.
Karpfen
½ kg
1 M.
*
Die Deutſchland=Reiſe der in Amerika lebenden
47 Pf
Arbeitsjubiläum. Am Mittwoch, den 30. April,
kg
Erbſen, 1
Andere Rheinfiſche
Heſſen. Der Heſſen=Darmſtädter Volksfeſt
Spargel, ½ kg 5090 Pf
eiert Herr Ludwig Kämmerer ſein 25 jähriges Arbeits
3550 Pf
kg
verein in New=York arrangiert z. Zt. eine Deutſchland=
Radieschen, Bündel . 3 Pf.
ubiläum bei der Firma Wehner & Fahr.
Der
70 Pf
Rotzungen, ½ kg
,
Reiſe. Als die letzte Poſt in Amerika abging, hatten ſich
. 810 Pf
Jubilar verſtand es, 25 Jahre lang in Frieden und
Rettiche, Stück
70 Pf.
Schollen, ½ kg .
für dieſe Reiſe ſchon über 1000 Perſonen ange
Einigkeit mit ſeinen Mitarbeitern und Arbeiterinnen zu
Meerrettich, Stück 1525 Pf
30 Pf.
Kabeljau, ½ kg,

meldet. Die Geſellſchaft tritt am 28. Mai mit dem
12
urbeiten. Möge es ihm noch viele Jahre vergönnt ſein,
Roterüben, ½ kg .
Schellfiſche, gr. ½ kg
35 Pf.
Dampfer Pretoria in New=York die Reiſe an, welche
10 Pf
Zwiebeln,
mit derſelben Geiſtesfriſche und Geſundheit tätig zu ſein
½ kg 8 Hamburg, Berlin, Dresden, Leipzig, Eiſenach. Mün=
In den Fleiſchſtänden
80 Pf
Tomaten,
½ kg
,
Der Darmſtädter Journaliſten= und Schriftſteller
chen, Stuttgart, Heidelberg, Worms, Darmſtadt, Mainz
70 P
1214 Pf
Spinat, ½
Rindfleiſch, ½ kg
kg
Werein hielt Freitag unter dem Vorſitz des Herrn Cheſ
Bingen, Rüdesheim und Gießen bis Frankfurt führen
76 Pf.
Stück 4550 Pf
Weißkraut,
Hackfleiſch, ½ kg
edakteurs Dr. Waldaeſtel im Kaiſerſaal ſeine
wird. Die ganzen Koſten der Reiſe, welche auf 50 Tage
56 Pf
Rindsfett,
Rotkraut, Stück 7080 P
½ kg
ordentliche Hauptverſammlung für das Jahr 1913
berechnet iſt, einſchließlich Rückfahrt und aller Nebenaus
Rindswürſtchen, Stück 15 Pf
Blumenkohl, Stück 3060 Pf.
b. Nach vem von dem Vorſitzenden erſtatteten Jahres
gaben kommen auf 1000 Mark pro Perſon
ericht zählte der Verein im letzten Jahre 60 ordent=
Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
ſiche und 5 außerordentliche Mitglieder; er verlor durd
Zwecks Hebung der in
Bensheim, 26. April.
Mitgliederſtand betrug am 19. April I. J. männ=
Tod, Wegzug und Austritt 8 Mitglieder, denen 6 Neu=
den
letzten Jahren ſehr zurückgegangenen Bienen=
lich
9530, weiblich 6636, zuſ. 16 166, in Prozenten 58,95
fintritte im Laufe des Geſchäftsjahres gegenüberſtehen
zucht ſoll im laufenden Jahre in Bensheim für den
41,05. Der Krankenſtand betrug am 19. April I. J
Der Vermögensſtand iſt von 1959,91 Mark auf 2037,9
Kreis Bensheim ein bienenwirtſchaftlicher Lehr=
männlich
501, weiblich 240, in Prozenten 5,25, 3,63
Mark geſtiegen, hat ſich alſo um 78,06 Mark erhöht. Di
der Woch
kurſus unter Leitung des Herrn Lehrers Würth von
An Krankengeld wurden ausgezahlt in
Einnahmen betrugen im ganzen 1007,03 Mark (darunte
Mk. (1912.
Fehlheim abgehalten werden. Der Frühjahrskurſus be=
vom
14. April bis 19. April I. J. 6149,35
382,50 Mark an Mitgliederbeiträgen und 351,42 Mac
ginnt Ende Mai und endet Ende Juni
vorhanden
5214,32 Mk.) An Wöchnerinnen waren
(ußerordentliche Einnahmen), die Ausgaben 942,78 Mark
am 19. April I. J. 34. Sterbefälle kamen vor
Rüſſelsheim, 26. April. Trotzdem die Opel=
Es wurden 6 Vorſtandsſitzungen und 2 Mitgliederver
in der Woche vom 14. April bis 19. April I. J. 3.
werke in Rüſſelsheim a. M. durch die Verlegung ihrer
ammlungen abgehalten. Außerdem beteiligte ſich der
§ Raffinierter Schwindel. Nach einem bekannter
Reparatur= und Teile=Abteilungen in die jenſeits der
Berein an 6 Vortragsabenden des Darmſtädter Vortrags=
Bahnlinie Frankfurt a. M.Mainz neu erſtandenen um=
Muſter haben am Freitag zwei Gauner einen hieſigen
erbandes, deren erſter, der Vortrag des Vereinsmit=
Reſtaurateur der Bleichſtraße um 8
Marl
fangreichen Gebäude für die Automobil=Fabrikation große
ge=
clliedes
Generaldirektors Dr. Eger über Das modern
Arbeitsflächen frei bekommen haben, erweiſen ſich die
prellt. Bei dem Reſtaurateur ſprach ein Mann
Theater, auf ſeine Veranlaſſung veranſtaltet worden
vor und erkundigte ſich danach, ob ein
Paket
Fabrikationsräume doch ſchon wieder als zu klein, un
war. Da die Jahresrechnung geprüft und richtig
der großen Nachfrage genügen zu können. Es ſind des=
für
ihn angekommen wäre. Da dies nicht der
gefunden war, wurde dem Rechner einſtimmig Entlaſt
halb weitere bedeutende Vergrößerungen geplant und ein
Fall war, ging der Gauner wieder fort und bat den
ung erteilt. Die Vorſtandswahlen ergaben die Wieder=
Wirt, das Paket anzunehmen, da er noch ſchnell etwas be
großer Teil derſelben auch inzwiſchen an die Baufirmen
wahl des ſeitherigen Vorſtandes. Als Nachfolger des als
ſorgen müſſe. Kurz danach kam ein zweiter Mann mit
vergeben und in Angriff genommen worden
Brofeſſor nach Friedberg verſetzten Pfarrers D. Dr. Diehl
zwei Paketen, die er für 8 Mark abgeben ſolle. Der nichts
Offenbach, 26. April. Die Offenbacher Zeitung bringt
durde Herr Karl Lettenbaur gewählt; an die Stelle
ahnende Wirt legte die 8 Mark aus und der Mann ent=
in
ihrer Nummer 95 vom 24. d. M. einen Artikel Die
des letzteren im Schieds= und Ehrengericht, deſſen Mit
ernte ſich mit dem ergaunerten Gelde. Als ſein erſter
in dem heftige Vor
Umgehung Offenbachs
lieder ebenfalls wiedergewählt wurden, tritt Herr Hof=
Zaſt nicht wieder vorſprach, kamen dem Wirt doch Be
würfe gegen die Eiſenbahnverwaltung erhoben werden.
nt Edward. Unter den Anträgen des Vorſtandes, die
denken und er öffnete die Pakete, die nichts als Sand
Am Schluſſe wird die Hoffnung ausgeſprochen, daß ſich
ämtlich Annahme fanden, befand ſich auch ein ſolcher
und Papier enthielten. Die Schwindler verſuchten
die heſſiſche Regierung Genugtuung wegen der Art und
dem Feſthaus=Verein Darmſtadt auch für dieſes Jahr als
am Samstag denſelben Trick bei einem Reſtaurateur in
Weiſe zu verſchaffen wiſſen werde, mit der ſich die Eiſen
forporatives Mitglied beizutreten. Nach dreiſtündige
bahnverwaltung über jedes Recht, über alle Verhand
der Waldſtraße. Da hier der Wirt vorſichtiger war und
oauer wurde die ſehr angeregt verlaufene Hauptver=
lungen
und über jede Verſtändigung hinausgeſetzt habe
meinte, er könne ja auch ſo lange mit den Paketen warten
wenn nach dem ab 1. Mai gültigen Fahrplan beſtimmte
ummlung geſchloſſen.
Auf
bis der andere Herr wiederkäme, entfernte er ſich.
Wir
ſeinen Töchtern ſtarb die eine als Gemahlin des Prinzen
die ungariſche Nationalſammlung von Budapeſt
Konſtantin Radziwill, die andere als Gemahlin des Prin=
brauchen
jedoch nicht ſoweit zu fahren, um welche zu ſehen,
Feuilleton.
zen Roland Bonaparte, und die Prinzeſſin Georg von
das Vogelmuſeum von Prof. Alexander König
in
Griechenland, geborene Prinzeſſin Marie Bonaparte, iſ
Bonn, eines der größten in der ganzen Welt, enthäl
* Eier aus vorgeſchichtlicher Zeit. Der Köln. Ztg
eine Enkelin des alten Spielpächters, auf deſſen Andenker
Aepyorniseier von verſchiedenen Größen, und von den
wird geſchrieben: Tatſächlich gibt es ganz nahe bei uns
jetzt bei der Jubiläumsfeier von Monte Carlo manches
hochherzigen Sinn des Beſitzers iſt zu erhoffen, daß jetzt
vortrefflich erhaltene Eier, deren Alter nicht wie bei jenem
Blas in Dankbarkeit geleert werden wirk
ald, nach Vollendung des gewaltigen Erweiterungsbaues
ntr nach Jahrhunderten, ſondern nach Tauſenden, Hun=
die
herrliche Sammlung auch weiteren Kreiſen zugänglich
derttauſenden und ſelbſt Millionen von Jahren ſich berech
Ein Hutnadelverbot für die Eiſenbahnen Europas
gemacht wird. Gipsabgüſſe eines Pariſer Aepyorniseies
Die älteſten darunter ſind die im Tertiärkalk von
net.
In den Eiſenbahnwagen ſind be=
iſt
in Vorbereitung
ind in unſeren Handlungen für wenige Mark zu haber
Mainz und Frankfurt ebenſo wie auf der engliſchen Inſel
kanntlich Plakate ausgehängt, die unter der Ueberſchrift
und wohl auch in der ſchönen Stapelhausſammlung zu
Wight ſehr häufigen Eier von Schlangen und kleinen
Zur gefälligen Beachtung eine Reihe von Regeln un
Köln; die Originale koſteten durchſchnittlich je 1000 Francs
Schildkröten, die man in unſeren Mineralienhandlungen
Verboten für die Reiſenden enthalten. Das Bayeriſche
immer noch billig im Vergleich zu ſolchen des vor Jahr=
ſüer
wenige Mark erſtehen kann. Eier von größeren Waſ=
Verkehrsamt in München hatte nun auf der letzten Euro=
hunderten
ausgerotteten nordiſchen Alktauchers, die mit
ſarvögeln ſind in ähnlichen Kalken Mitteldutſchlande
päiſchen Beiwagenkonferenz den Antrag eingebracht, den
mehr als 10000 Mark je bezahlt wurden. Die Aepyornis
urnd Englands gefunden worden, die während der Zeit der
Text für dieſes Plakat zu ergänzen und neu zu faſſen.
mama erreichte mehr als die dreifache Höhe des Strauß
größten Verbreitung des Antiquus=Elefanten bei uns ab
Neu aufgenommen werden ſoll vor allem ein Satz, der
vogels, wurde alſo noch beträchtlich größer als die ſtärk=
gieſetzt
wurden, als der Heidelberger Affenmenſch lebte
lautet: Die Spitzen von Hutnadeln müſſen verwahrt ſein.
ten Giraffen; in dem Tonboden Madagaskars haben ſic
aſſo noch vor der eigentlichen Mammutperiode und dem
Der bayeriſche Antrag wurde dem Stockholmer Ausſchuß
tellenweiſe auch ihre rieſigen Fußtapfen eingedrückt er
Auftreten der echten Neanderthaler Affenmenſchen; das iſ
der Beiwagenkonferenz zur Erledigung überwieſen
halten
twa hunderttauſend Jahre her. Weitaus die merkwür=
C K. Bryans Temperenzpunſch. Mit einer Energie,
* Auch ein Jubiläum. In Monte Carlo rüſtet
digſten Eier diesſeits der Alpen ſind aber unſtreitig die
die einer ſo hygieniſchen Angelegenheit würdig iſt, hat der
man ſich, das fünfzigjährige Beſtehen der Spielbank zu
jemigen des madagaſſiſchen Rieſenſtraußes Aepyornis, der
amerikaniſche Staatsſekretär des Aeußeren Mr. Bryan
feiern. Eigentlich hätte dieſes eigenartige Jubiläum ſchon
eifſt vor Tauſenden von Jahren ausgerottet worden zu
etzt den Beweis zu erbringen verſucht, daß ſogar in Krei=
am
2. April d. J. begangen werden müſſen. Denn von
eln ſcheint; wenigſtens ſind dieſe Eier wunderbar friſc
ſen der internationalen Diplomatie Abendgeſellſchaften
2. April 1863 datiert die Urkunde, durch die Frangoi=
llhalten
geblieben, während von den Tieren ſelbſt bis=
ohne
Alkohol möglich wären. Bei dem großen Bankett
Blanc, der überaus erfolgreiche Leiter des Konverſations=
her
nur wenige vereinzelte Knochen aufzufinden geweſen
das der Staatsſekretär zu Ehren des beitiſchen Botſchaf=
hauſes
von Homburg v. d. H. vom Fürſten Karl III. vor
ſimd. Man hat aber vermutet, daß die Erinnerung an
ters Bryoe gab und an dem 18 Botſchafter und Geſandte
Monaco die Erlaubnis zum Betriebe der Spielbank er
ſemne abenteuerlichen Rieſenpiepmätze in der Sage von dem
mit ihren Damen teilnahmen, wurde auch nicht ein ein=
hielt
, nachdem er zwei Tage vorher von den bisherigen
Lrogel Rock des Sindbad aus dem arabiſchen Märchen vor
ziges alkoholiſches Getränk ſerviert. Die durſtigen
Unternehmern alle dazu gehörenden Liegenſchaften und
Taäuſendundeine Nacht feſtgehalten worden iſt. Ein ſol
Diplomaten blieben auf Mineralwaſſer und auf Eiswaſſer
Gebäude gegen Zahlung von 1700000 Franken in barem
chees Ei vom Aepyornis iſt 43 Zentimeter lang und 22½
angewieſen, bis als große piéce de résistance eine mäch=
Gelde erworben hatte. Die Spielbank iſt an ſich älter al
Zeentimeter dick, hat alſo die dreifache Länge des Strau=
tige
Bowle erſchien. Aber es war keine Maibowle, keine
fünfzig Jahre. Bereits 1856 hatte Fürſt Karl III. ſich ent=
feneies
; es enthielt nicht weniger als 81 Dotter und Ei
Pfirſichbowle, keine Ananas= und ſogar keine Gurken
chloſſen, ſeinem Ländchen durch das Spiel eine neue Ein
weriß das würde alſo dem Inhalt von ein paar hunder
Bowle, ſondern ein echter Temperenzpunſch au
nahmequelle zu verſchaffen, doch ſchlugen die erſten Ver
lühnereiern gleichkommen. Ein achtbares Zyklopenfrüh
den Mr. Bryan recht ſtolz zu ſein ſchien. Sie beſtand aus
uche zur Verwirklichung des Gedankens fehl; die Spiel
tück. Nicht alle waren von gleicher Größe und Geſtalt;
ungegohrenem Traubenſaft, Mineralwaſſer, Apfelſinen=
bank
von Monte Carlo in ihrer heutigen Geſtalt iſt das
eines, das ich gemeſſen habe, war nur 32 Zentimeter lang
und Zitronenſaft und Eis, ganz ungewöhnlich viel Eis
ureigenſte Werk von Francois Blanc, und das Feſt ihres
da gegen 23 Zentimeter dick, und es wäre gefehlt, aus ſol=
Das Gebräu zeigte eine einladende dunkelrote Färbung
fünfzigjährigen Beſtehens wird daher in erſter Linie ein
ten Abweichungen ſchon auf verſchiedene Arten ſchließen
und alle Gäſte erklärten, es ſei ein prachtvolles Getränk.
Feſt der Dynaſtie Blanc ſein. Frangois Blanc iſt längſ.
wollen das erkennen wir zur Genüge an manchen
zu
Die Verſuche der Interviewer, nachträglich von den Teil=
tot
, aber die Aktien der Spielbank befinden ſich zum gro
Eremplaren unſeres Haushuhns! Noch nicht ganz ein
nehmern an dem Bankett nähere Einzelheiten über die
ßen Teile noch in den Händen ſeiner Nachkommen. Seine
Dutzend ſolcher Rieſeneier ſind bisher im Tonboder
Vorzüge dieſes Temperenzpunſches zu erfahren, blieben
Söhne ſind Herr Camille Blanc und der Graf Edmon=
Madagaskars gefunden worden; die erſten gelangten nach
allerdings auf der ganzen Linie erfolglos.
Blanc, der bekannte franzöſiſche Rennſtallbeſitzer. Von
Paris und von dort dann in andere große Muſeen wie

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 28. April 1913.
Seite 4.
Nummer 98.
lich machte. Die Strafe wurde ſo niedrig bemeſſen, weil
uns erſcheink die Aufbeſſerung nicht genügend. Die
Züge ſtatt über Offenbach über Frankfurt=Oſt geführt
Köhler ſeine Kenntniſſe nicht im Dienſte des Auslandes
Zumme von 360 Mark wird aber an der ungeheuren Ge=
würden
. Die Darmſt. Ztg. iſt ermächtigt, feſtzuſtellen
amtſumme ſcheitern.
Abg. Prinz Schöneich=
verwertete
.
daß die Eiſenbahnverwaltung ſich zu ihrem Vorgehen
Carolath (natl.): Ich wünſchte, daß der Geſetzent=
Trier, 26. April. Der Biſchof von Trier hat in
nach dem Ergebnis der Verhandlungen für berechtigt er
wurf am 1. Juli in Kraft träte, das wird aber leider nicht
einem Erlaſſe den ihm unterſtellten katholiſch en
ichten durfte. In dieſen war in einem Zeitpunkt, in dem
möglich ſein. Dann beantragen wir wenigſtens den
Beiſtlichen den Beſitz von Automobilen und das
der Druck des endgültigen Fahrplans nicht weiter auf=
1. Oktober als Anfangstermin feſtzuſetzen. Dem Betrage
gehalten werden konnte, über die von der Eiſenbahnver=
Fahren in ſolchen unterſagt, da dies der Beſcheidenheit
von 360 Mark können wir leider nicht zuſtimmen, ſo gern
waltung in Ausſicht geſtellten Umleitungen eine Verſtän
die den geiſtlichen Stand ſchmücken ſoll, nicht entſpreche
wir es möchten, es iſt aber undurchführbar. Das Geſetz
digung erzielt worden, deren einzelne und in dem frag=
zumal
mannigfache Aergerniſſe dadurch hervorgerufen
muß auch heute in zweiter und dritter Leſung erledigt
lichen Artikel teils richtig, teils falſch und unvollſtändig
worden ſind.
werden. (Bravo!)
Staatsſekretär Kühn: Das ärzt
wiedergegebenen Punkte noch näherer Feſtſtellung bedurf
Köln, 25. April. Die Stadtverordnetenverſammlung
liche Atteſt iſt nur zur Feſtſtellung der Erwerbsunfähigkeit
ten. Die weiteren Rückſprachen über die noch ſchweben
beſchloß, anläßlich des Regierungsjubiläums des Kaiſers
erforderlich, ſonſt verzichten wir darauf. Abg. Arn=
den
allgemeinen Fragen ſind Freitag nachmittag und abend
auf der rechten Rheinſeite einen Park zu ſchaffen, auf den
ſtadt (konſ.): Wir müſſen uns mit dem Erreichbaren
in Offenbach und Frankfurt beendet worden; die Einzel=
der
Name Kaiſer Wilhelm=Park in Ausſicht
begnügen
Abg. Brockhoff (Fortſchr. Volkspt.)
fragen ſollen in direkten, am Montag beginnenden Ver=
genommen
iſt; ferner in den engbebauten Teilen der Alt=
Wir begrüßen den Geſetzentwurf und ſtimmen ihm zu
handlungen zwiſchen der Eiſenbahndirektion Frankfurt
ſtadt Jugendſpielplätze anzulegen. Für beide Zwecke
In zweiter Leſung beantragen die Sozialdemokraten, die
und den Vertretern der Offenbacher Intereſſen erledigt
wurde eine Million zur Verfügung geſtellt. Der Beſchluſ
Beihilfe auf 360 Mark zu erhöhen. Der ſozialdemokras
werden. Die Auslaſſungen des fraglichen Artikels ſteher
wurde einſtimmig gefaßt.
tiſche Antrag wird abgelehnt. Der Antrag des Prin
hiernach mit den Tatſachen nicht in Einklang und ent=
Braunſchweig, 24. April. Eine Geldſtrafe, wie
zen Schönaich=Carolath (1. 10. 1913) wird angenommen,
ſprechen nicht dem augenblicklichen Stand der Angelegen=
ſie
in ſolcher Höhe wohl noch nie von einem deutſchen
Das Geſetz wird ſodann in dritter Lei
heit; ſie können vielmehr, zumal in ihrer Maßloſigkeit, der
Bericht ausgeſprochen worden iſt, verhängte das hieſige
ſung einſtimmig angenommen.
Ueber die
Sache nur ſchaden
Schöffengericht. Angeklagt waren ein Lotteriekollekteur
Anträge muß, da ſie heute nur handſchriftlich vorliegen
Reinheim, 26. April. Eine ſeit drei Wochen vor
und zwei Angeſtellte von ihm, weil ſie in Braunſchweig
ſpäter noch einmal abgeſtimmt werden
einem Reviſor des Reviſionsverbandes vorgenommene
erbotene Loſe vertrieben hatten. In der Mehrzahl han=
Prüfung der Bücher und Urkunden bei der hieſigen
Es folgt die
delte es ſich um Anteile der däniſchen Koloniallotterie und
Bezirkskaſſe hat große Beunruhigung in die Kreiſe
der Hamburger Stadtlotterie. Bei dem Hauptangeklagten,
zweite Leſung des Schutztruppengeſetzes
der hieſigen Bevölkerung getragen. Am Donnerstag hiel=
dem
Lotteriekollekteur, ſtanden nicht weniger als 6750
nun der Aufſichtsrat der Kaſſe unter Anweſenheit des
Abg. Dr. Braband (Vpt.) empfiehlt anſtelle des
Fälle unter Anklage; bei dem zweiten Angeklagten belie
Kreisrats von Dieburg, Regierungsrats Dr. Wagner
urſprünglichen Entwurfes eine von der Kommiſſion auf=
ſich
die Zahl der Einzelfälle auf 3225 und bei dem dritter
eine Sitzung ab, in der beſchloſſen wurde, den bisherigen
geſtellte neue Faſſung, über die ſomit drei Leſungen not=
auf
neun. Die Verhandlung geſtaltete ſich inſofern ein=
Rechner Regel vorläufig ſeines Amtes zu
wendig ſind. Die Kommiſſionsfaſſung wird in allen drei
fach, als die Angeklagten geſtändig waren. Der Vertrete
entheben. Unregelmäßigkeiten ſollen noc
Leſungen angenommen.
der Anklage beantragte für jeden Fall eine Geldſtrafe von
nicht vorgefunden ſein. Die Urſache der Amts=
100 Mark. Der Gerichtshof folgte dieſem Antrage und
Es folgt die
enthebung des Rechners ſcheint in dem erheblichen En
verurteilte den Kollekteur zu einer Geldſtrafe vor
gagement der Kaſſe bei der Verwaltungs= und Verwer=
dritte
Leſung der Literarkonvention mit Rußland.
675000 Mark, den zweiten Angeklagten zu 322500 Mk
tungsgeſellſchaft in Frankfurt zu ſuchen zu ſein, das jedock
und den dritten zu 45 Mk. Im Nichtbeitreibungsfalle
Dieſe paſſiert ohne Debatte. Sodann tritt das Haus
nicht von Regel, ſondern von dem früheren Rechner der
wurden für die beiden erſten Angeklagten je drei Monate
n die
Kaſſe getätigt ſein ſoll. Die auf eine Anzeige hin von
Haft ausgeworfen
der Staatsanwaltſchaft Darmſtadt vorgenommenen Er=
dritte
Leſung des Etats
Hamburg, 25. April. Heute morgen um 9 Uhr begann
hebungen haben, wie wir erfahren, Anlaß zum Einſchrei
-
Generaldiskuſſion.
ein
Abg. Keil (Soz.): Der
Hebung des Hecks des Torpedobootes
die
ten nicht ergeben. Die Leitung der Geſchäfte iſt vorläufig
Ueberblick über die politiſche und parlamentariſche Lage
§ 178. Die Hebung war gegen 3 Uhr nachmittags be
dem Gemeinderechner Leinert übertragen worden
iſt kein erfreulicher. (Große Unruhe.) Die Steuerlaſten
ndet. Das Heck des Bootes iſt bis einen halben Meter
Mainz, 25. April. Der neue Berufsbürgermeiſter im
werden immer größer und die weiteſten Volkskreiſe ſind
über Waſſer gehoben von dem Prahm Oberelbe des
nahen Gonſenheim, Aſſeſſor Alexander Vize=
darüber
unwillig. (Der Reichskanzler betritt den
Nordiſchen Bergungsvereins. Das Heck wird mit dem
feldwebel d. L., wurde in ſein Amt eingeführt. Alexander
Saal, ebenſo die Staatsſekretäre v. Jagow, Tirpitz
Prahm durch die Schlepper Albatros und Reiher nach
war vorher als Polizeikommiſſar in Bingen tätig.
und Lisco.) Will der Reichstag deshalb die Forder=
Wilhelmshaven geſchleppt, wo der Schleppzug erſt morgen
Mainz, 26. April. Uhrmacher Albert, der durch
ungen des Volkes erfüllen, ſo hat er die Macht dazu. Er
rachmittag ankommen dürfte, da das Schleppen nur ſehr
den bekannten Diebſtahl von Urnſtein und Genoſſen an
muß zunächſt das preußiſche Dreiklaſſenwahlrecht beſei
ſeinem Beſitz erheblich geſchädigt wurde, hat jetzt, nach
langſam vor ſich geht. Bei der Bergung wurden vier
tigen. Durch Ablehnung jeden Fortſchritts in Preußen
Stahltroſſen und zwei Stahlnetze verwendet. Das Vor=
dem
das Urteil gegen die Diebs= und Hehlergeſellſchaft
werden auch die ſüddeutſchen Staaten in ihrem politi
derteil des Torpedobootes wird ſpäter gehoben. Der
Rechtskraft erlangte, gegen Max Urnſtein eine Klage auf
chen und wirtſchaftlichen Fortſchritt gehemmt. Dies tritt
genaue Zeitpunkt dafür läßt ſich wegen des ungünſtigen
Zahlung von 6000 Mark Entſchädigung an
namentlich in Eiſenbahnfragen in Erſcheinung. An Haupt
Wetters nicht vorausſagen
hängig gemacht
und Gliedern muß reformiert werden. Hundert Jahre
Marggrabowa, 25. April. In der Werkſtätte eines hieſi=
Oppenheim, 26. April. Von der Kreisſäge er=
nach
der heldenhaften Erhebung Preußens ſollte ſich das
faßt wurde heute in der Amendtſchen Fabrik der Ar
gen Schloſſermeiſters ſollte ein Azetylenapparat
Volk ſelbſt erheben gegen die Herrſchaft der Junker. Un
beiter Jakob Illig aus Dexheim. Der Mann erlitt ſehr
gereinigt werden; als der Meiſter ſich einen Augenblich
ſeren in ſchwerem Kampf ſtehenden belgiſchen Geſinnungs
ſchwere Verletzungen.
entfernte, zündete einer der beiden Lehrlinge verbots=
Durchgebrannt waren
enoſſen wünſchen wir einen vollen Erfolg. (Bravo!
zwei Knaben im Alter von 10 und 12 Jahren aus dem
widrig ein Streichholz an. Die zurückgebliebenen Gaſe
An der Regierung liegt es, wirtſchaftliche Erſchütterun=
entzündeten
ſich und die beiden Lehrlinge wurden
Waiſenhaus in Mainz. Sie wurden hier von der Polizei
gen hintanzuhalten. (Sehr richtig! bei den Soz.) Nich
Von der
angehalten und in die Anſtalt zurückgebracht.
bei der Exploſion get ötet
Slawentum und Germanentum ſind für unſere Rüſtungen
Treppe herabgeſtürzt iſt das 13jährige Töchterchen
Paris, 26. April. In Rennes iſt aus Reykjavik ( Is=
ausſchlaggebend
, lediglich die Machenſchaften der Rüſt=
des
Kaufmanns Lichtnecker und erlitt einen Armbruck
land) die Meldung eingegangen, daß das mit 28 Mann
ungsparteien. Das Volk iſt keineswegs mehr ſo begei
Kriegsheim, 26. April. Von einem recht bedauerlichen
beſetzte franzöſiſche Fiſcherboot Binicaine von
tert von der Wehrvorlage, nachdem ſich die Machenſchaf=
Unglücksfall wurde geſtern nachmittag die Familie
dem isländiſchen Schleppdampfer Bregi angerammt
ten der Rüſtungsinduſtrie gezeigt haben. Das Volk würde
Haubeil betroffen. Als Vater und Sohn mittags nach
wurde und untergegangen ſei. Der Bregi nahm
aufatmen, wenn die Regierung ſo raſch wie möglich ihre
1 Uhr ins Feld fuhren, um Kartoffeln zu ſtecken, ſcheute
20 Mann der Beſatzung des geſunkenen Schiffes an Bord
Vorlage zurückziehen wollte. Der Balkankrieg iſt beendet
an der Eiſenbahnbrücke in Monsheim das Pferd. Durch
Die übrigen acht, darunter der Kapitän, die ſich in einer
Deutſchland gat nun allen Anlaß, mit voller Kraft dafüt
den plötzlichen Ruck fiel der alte Herr Haubeil von dem
Jolle zu retten verſucht hatten, ſind verſchollen
einzutreten, daß wegen des zuſammengeſchoſſenen Städt
Wagen herab und das Fuhrwerk ging über ihn hinweg
Paris, 25. April. In der Rue Anjou ſtür zte in
hens Skutari ein großes europäiſches Blutvergießen ver=
Der Bedauernswerte trug u. a. einen doppelten Bein
dem Hauſe des Pariſer Stadtrates Froment Maurice ein
mieden wird. Durch den Zwergſtaat Montenegro darf die
bruch davon
Mauerſtück ein. Der Vater und die Mutter der
europäiſche Ruhe nicht geſtört werden. Die erdrückende
Alzey, 26. April. Hier iſt das 18jährige Dienſt
Stadtrats wurden tot, der Sohn ſchwer verletzt unter den
Mehrheit des franzöſiſchen Volkes iſt gewillt, mit uns in
mädchen des Rabbiners Dr. Lewit beim Fenſter=
Trümmern hervorgezogen. Man befürchtet, daß auch
Frieden zu leben. Die Aeußerungen der Rüſtungspreſſe,
putzen vom zweiten Stock in den Hof hinabgeſtürz
einige Vorübergehende verſchüttet wurden
die den Franzoſen heimtückiſche und niedrige Geſinnung
und mit lebensgefährlichen Verletzungen liegen geblieben.
Marſeille, 26. April. Ein italieniſcher Arbei
vorwirft (Pfuirufe bei den Soz.) ſind zurückzuweiſen
Das Mädchen trat erſt wenige Tage vorher in den Dienſt
er namens Parrodi, der ſich in der vergangenen Nacht
(Vizepräſident Dr. Paaſche rügt die Pfuirufe.) Die Re
Sein Zuſtand iſt höchſt bedenklich.
ein
in verbrecheriſcher Abſicht in das Dynamitlager eines
ierung könnte ſich das Vertrauen des Volkes wieder er=
Bad Nauheim, 26. April. Der Mechaniker Reulich
Kanalbauunternehmers eingeſchloſſen hatte, wurde daſelbſt
werben, wenn ſie ſich bemühte, mit Frankreich zu einer
iſt an den ſchweren Verletzungen, die ihm am Donnerstag
ot aufgefunden. Die Unterſuchung ergab, daß er
Verſtändigung zu kommen und dem chauviniſtiſchen Trei=
die
plötzlich wahnſinnig gewordene Frau des Inſtallateurs
die Hand auf ein elektriſches Kabel gelegt hatte und von
ben den Boden entziehen würde. Mit der Deckungsvor=
Schmidt beibrachte, geſtorben. Die Stadtverord=
dem
elektriſchen Strom getötet worden war
lage iſt die Regierung auf dem falſchen Wege. Sie fördert.
netenverſammlung ſtimmte nunmehr den Beſtimmungen
Antwerpen, 26. April. Während auf dem Platze vor
nicht die Finanzeinheit der Bundesſtaaten, ſondern bringe
des Kanaliſationsverbandes Bad
Nau
der Kathedrale geſtern vormittag der lebhafteſte Ver=
die
ſchlimmſte Diſſonanz in die Finanzen des ganzen Rei=
heim
=Friedberg endgültig zu. Die Aufſicht übe
ehr herrſchte, erſchien plötzlich auf der höchſten Galerie
hes, indem der Reichskanzler die Finanzminiſter der Bun
den Verband, der juriſtiſche Perſon wird, übt das Kreis=
es
Turmes ein Mann, der dann auch einer weiblichen
desſtaaten zu Klingelbeutelträgern des Reiches macht. Die
amt zu Friedberg aus.
erſon hinaufhalf. Ein vielſtimmiger Schrei des Ent=
Sozialdemokratie wird nicht müde werden, an der Aus
ſich gemeinſam
etzens ertönte, als das Paar
geſtaltung der Dinge mitzuarbeiten; ein ſtarkes Echo im
hinabſtürzte und mit einem furchtbar dumpfen Auf=
Volke wird ihr ſicher ſein. (Beifall bei den Soz., Lachen
Reich und Ausland.
chlag auf dem Boden ankam. Der Mann wurde als der
rechts.
jüngſte Sohn eines Hafenagenten erkannt; die Perſönlich=
lus
der Reichshauptſtadt, 26. April. Der Kron
Damit ſchließt die Generaldiskuſſion. Es muß zu
keit des jungen Mädchens iſt noch nicht feſtgeſtellt.
prinz beabſichtigt, den größten Teil des durch den Ver
ächſt über einige bei der zweiten Leſung handſchrift=
London, 26. April. Bei der zweiten Verſteiger=
kauf
ſeines Jagdbuches eingegangenen Geldes zu einer
lich vorgelegte Anträge nochmals abgeſtimmt werden. Die
ung alter Meiſter wurde Gainsboroughs Gemälde
Ferienfahrt von 100 unbemittelten Volks=
Abſtimmung ergibt, daß die Kommandantur von Königſteil
Der Marktwagen von der Kunſthändlerfirma Agnow
chülern zu verwenden. Es ſollen auf ſeine Veran=
geſtrichen
bleibt. Der Antrag auf namentliche Abſtim=
403 200 Mark gekauft
laſſung dieſe mit einigen Lehrern in der Kaſerne des erſten
für
mung über die Streichung der übrigen Kommandanturen
New=York, 26. April. Der Millionär Bordon bietet
Leibhuſarenregiments in Langfuhr untergebracht, dort
wird zurückgezogen.
5000 Mark für die Auffindung ſeiner 17jährigen
beköſtigt werden und etwa drei Wochen lang in den Wäl=
Bei dem
dern und am Strande der Oſtſee Erholung finden. Der
Tochter die von Frau Adams, der geſchiedenen Frau
Etat des Auswärtigen Amtes
Magiſtrat der Stadt Berlin wird gebeten werden, die Aus
des Millionärs, entführt wurde.
wahl der Knaben, im Alter von 10 bis 14 Jahren, zu
weder der
ſtellt Abg. Bernſtein (Soz.) feſt, daß
treffen. Graf Zeppelin, der heute aus Friedrichs=
Reichskanzler noch der Staatsſekretär des Auswärtiger
hafen hier eintraf, ſtattete dem Staatsſekretär v. Jagon
Deutſcher Reichstag.
Amtes eine Antwort in der Skutari=Angelegenheit erteilt
einen längeren Beſuch ab. Der Präſident der Handels=
haben
. Abg. Colshorn (Welfe) bringt Wünſche hin=
kammer
in Berlin, Geheimer Kommerzienrat Wilhelm
* Berlin, 26. April. Der Präſident eröffnet die
ichtlich der baulichen Ausgeſtaltung des Botſchaftergebäu
Sitzung um 10 Uhr 17 Minuten.
Herz wurde anläßlich ſeines heutigen 90. Geburtstags
Zunächſt werder
des in Petersburg vor
einige Petitionen ohne Debatte erledigt. Alsdann tritt
um Wirklichen Geheimen Rat mit dem Prädikat Exzellen:
Staatsſekretär v. Jagow:
das Haus in die
ernannt. Handelsminiſter Dr. Sydow überreichte heute
vormittag die Ernennungsurkunde perſönlich
Auf Beſchluß der Botſchafterkonferenz in London haben
erſte Beratung des Initiativantrags
C) Weinheim, 26. April. Der Ingenieurſchüler Hans
die Mächte feſtgeſetzt, daß Skutari Albanien gehören ſoll
ein. Abg. Beck=Heidelberg (natl.) der von allen Par
Wachronijew der einen Heidelberger Stu
Durch die Einnahme Skutaris wird daran nichts geän=
teien
unterſtützt wird, tritt für eine Abänderung des Be=
denten
in der ſchon mitgeteilten Weiſe beſchimpft hat, i
dert. Der König von Montenegro wird aufgefordert, di
ſoldungsgeſetzes ein. Er beantragt, die in der letzten Zei=
der
in den 20er Jahren ſtehende Sohn eines Bürger=
bemängelten
Mißſtände in der Beſoldungs=
meiſters
aus dem Kaukaſus. Auf Grund der behördlichen
Stadt zu räumen. Die Maßnahmen, die zu treffen ſind
ordnung zu beſeitigen. Eine Reihe von Un
Unterſuchung iſt außer Wachronijew auch deſſen Kollege
wenn er nicht folgt, werden zu beraten ſein. Mehr kanf
terbeamten und mittleren Beamten, namentlich Poſtbe=
Nikolaus Lemenoff
ſeitens des hieſigen Bürgermei
ch heute nicht ſagen. (Bravo! und Heiterkeit,
amten, ſoll eine Aufbeſſerung zuteil werden.
Staats
ſteramtes mit einem Strafmandat von 30 M. wegen
ſekretär Kühn:
Der Etat des Auswärtigen Amtes wird bewilligt
Der Geſetzentwurf entſpricht erfreu
groben Unfugs bedacht worden. Beide aber haben die
licherweiſe den Intentionen der Regierung. (Bravo!
Strafe bisher nicht angenommen, ſo daß die Sache weiter
Bei dem Etat des Reichsamtes des In=
Die Regierung beabſichtigt, die Bezüge der Unterbeamter
ehen dürfte, zumal auch ſeitens des beleidigten Studen=
nern
befürwortet Dr. Faßbender ſeine Reſolution
dahin zu regeln, daß das Anfangsgehalt aufgebeſſert und
ten Privatbeleidigungsklage angeſtrengt ſein ſoll. Seitens
auf geſetzliche Beſeitigung von Mißſtänden im Handel mit
das Höchſtgehalt früher erreicht wird. Die Tagesgelder
des zuſtändigen Bezirksamtes iſt übrigens, um eventuelle
Futter= und Düngemitteln und Sämereien. Die Redner
für Poſtboten ſollen, wo ſie noch in dieſer Höhe gezahlt
weitere Schritte in der Angelegenheit zu unternehmen,
der Nationalliberalen, Sozialdemokraten, Konſervativen
werden, von 2 M. auf 2,20 M. erhöht werden. Dem An=
dieſe
dem Miniſterium des Innern unterbreitet worden.
Abg. Dom
und Polen ſtimmen der Reſolution zu.
trage ſtimmen wir zu. (Bravo!)
-
Damit iſt die erſt
Der hieſigen Polizei gegenüber bezeichnete ſich Lemenoff
eck (Pole) beſpricht die Verhältniſſe in den oberſchleſi=
Leſung erledigt. Ebenſo wird das Geſetz in zweiter
ſelber als Sozialdemokrat ſchärfſter Tonart, der in Ruß=
Abg. Bernſtein (Soz.): T
ſchen Kohlengruben.
und dritter Leſung angenommen. Es folg=
land
ſogar zur Deportation nach Sibirien verurteilt, abe=
Regierung hat Anlaß, ſich über die Mängel in Oberſchle=
die
erſte Leſung des
durch ſeinen Vater über die deutſche Grenze geſchmuggelt
ien zu äußern. Durch Hinzuziehung von Militär in den
Veteranen=Geſetzes.
wurde. Er gab auch an, daß ſein Bruder wegen politiſcher
Streikgebieten wird die Lage nur verſchlimmert und Un=
Vergehen in Rußland gehängt worden ſei.
uhen werden hervorgerufen. In England geht die Re=
Abg. Schöpflin (Soz.): Ich habe namens meiner
Kaſſel, 25. April. Die hieſige Strafkammer ver=
gierung
ganz anders vor wie bei uns, dort werden auch
Freunde zu bedauern, daß die Veteranenbeihilfe nur um
urteilte den Zeichner und Mechaniker Köhler=Kaſſe.
30 M. erhöht werden ſoll. Auch die bürgerlichen Par=
die
Gewerkſchaften anders eingeſchätzt wie bei uns, trotz=
wegen
Vergehens gegen den Paragraphen 2 des Reichs=
teien
haben ſtets einen höheren Ehrenſold für die alten
dem es keinen ruhigeren und gewerkſchaftsfrommeren Ar=
geſetzes
, Verrat militäriſcher Geheimniſſe, zu 2 Monaten
Krieger verlangt. Wir behalten uns vor, eine Erhöhung
beiter gibt als den deutſchen. (Sehr richtig bei den So=
Gefängnis, weil er Zeichnungen einer optiſchen Kompaß=
des
beantragen Zuſchuſſes auf 360 M. zu beantragen
Die Reſolution des Zentrums, be=
ialdemokraten
.)
übertragung für Unterſeeboote der Oeffentlichkeit zugäng=
(Beifall links.)
-
Abg. Baumann (Zentr.): Auch
treffend Futtermittel, wird angenommen. Abg. Schulz=

[ ][  ][ ]

Nummer 98.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 28. April 1913.
Seite 5.
Erfurt (Soz.): Es iſt immer noch Beſchwerde zu führen
ſtreckt ſich auf alle übrigen Länder mit wenig Ausnah=
Zum Fall Krupp
daß die Jugendpflege unſerer Parteigenoſſen immer al=
men
. Dieſe Ausnahmen beſtehen darin, daß einzeln
politiſche Unternehmungen angeſehen und verhindert wer
Fabriken einzelnen Händen zugewieſen ſind. (Zuruf
bringt der Berliner Lokal=Anzeiger eine weitere Mit
den. Abg. Dr. Cohn (Soz.): Das Vereinsgeſetz wird
rechts: Na. alſo!) Daran ſchließt ſich die Tatſache, daſ
teilung, die Geheimrat Hugenberg, der Vorſitzende
eine Offizierskamarilla beſteht, deren Vertreter, der jetzige
bei der ſozialdemokratiſchen Jugendbewegung zu rigoros
des Direktoriums der Firma Friedrich Krupp Aktiengeſell=
Kronprinz, in dieſem Hauſe demonſtriert hat. (Der Pra
gehandhabt.
ſchaft in der bekannten Angelegenheit gemacht hat. Darin
ſident rügt den Ausdruck und ruft den Redner zur Ord=
heißt
es: Herr Brandt hatte (außer den üblichen Weih=
Der Etat des Innern wird nach kurzen Ausführungen
nung.
nachtsgratifikationen) feſte perſönliche Bezüge in Höhe
Der Abg. Haaſ
des Abg. Giebel (Soz.) bewilligt.
von zuletzt 10500 Mark jährlich. Die Induſtrie muß eber
Kriegsminiſter v. Heeringen: Was ich zum Fall
beantragt, in der Etatsberatung einſtweilen fortzufahren
ihre Leute, zumal in mehr oder minder verantwortlicher
Krupp zu ſagen habe, habe ich bereits geſagt. Dieſe An=
ber
den Titel: Kriegsminiſter, abzuſetzen. Er begründet
Tätigkeit mit entſprechend ſchnellerer Abnutzung, ſehr vie
gelegenheit unterliegt den Gerichten. Von einer Ver=
ſeinen
Antrag damit, der Reichstag köme unmöglich
höher bezahlen, als der Staat. Durch die Hände dieſe
tuſchung kann keine Rede ſein. Gegen einige Angriffe
durch eine unwürdige Hetzarbeit ſich ſelbſt herabſetzen.
Herrn Brandt ging nach dem damals beſtehenden
des Herrn Liebknecht muß ich aber Verwahrung einlegen
Die Abgeordneten ſeien es ſich ſelbſt und ihren Wähler:
Geſchäftsgange der geſamte, auch der ganze geheim
daß ich einer an mich herantretenden Verſuchung unter
ſchuldig, die Etatsberatung nicht übers Knie zu brechen
Schriftwechſel zwiſchen den Militärbehörden und der
liegen würde. In der Grundſtücksangelegenheit lag uns
(Lebhafte Unruhe rechts, Zuſtimmung bei den Soz.)
Firma Krupp. In den Geſamtbezügen ſteckt auch ein
eine Verletzung des Budgetrechts des Reichstags völlig
Abg. Graf v. Weſtarp (konſ.): Es liegt kein Grund da
Poſten von 3500 Mark, der als Orts= und Funktionszu=
fern
, ſonſt hätte man dieſe Poſition unterſchlagen.
In
zu vor, die Reihenfolge unſerer Verhandlungen zu ändern
lage gegeben war. Dieſe 3500 Mark ſtellten im weſent=
übrigen
ſteht dieſe Poſition nicht zur Debatte, ſie iſt be=
Iſt es notwendig, ſo werden wir eben am Montag hier
lichen das Mehr dar, das Brandt im Vergleich mit den
reits geſtrichen worden. Daß die Angriffe gegen mich aus
auch noch ſitzen. Dazu ſind wir bereit. (Beifall rechts.
Falle, daß er in ſeiner früheren Eſſener Stellung geblieben
Offizierskreiſen ſtammen, iſt nicht richtig, ſo degenerier
Der Antrag Haaſe wird gegen die Stimmen der
wäre, mit Rückſicht auf die Berliner Lebensverhältniſſe
iſt unſer Offizierkorps doch noch nicht. Für die gute Ab
Sozialdemokraten und fünf Stimmen des Zentrums ab
und die beſondere Verantwortlichkeit ſeiner Berliner
ſicht der Sozialdemokraten, mich zu unterſtützen, bin ich
gelehnt und die Debatte wird in gewöhnlicher Reihenfolge
Stellung, bezog. In dieſen jährlich 3500 Mark Orts= und
ehr dankbar, muß aber darauf verzichten. Die ſozial=
fortgeſetzt
. Es folgt der Militäretat. Abg. Stücklen
Funktionszulage, von denen jeder Groſchen, den er nicht
demokratiſchen Angriffe ehren den Kriegsminiſter. Sie
(Soz.): Erſt in den letzten Tagen hat ſich wieder ein Fall
für ſich verwandte, ihm perſönlich verloren ging erblickt
beweiſen, daß er ſeine Schuldigkeit tut.
gezeigt, wo ein junger Soldat in einem Garderegiment
Herr Liebknecht offenbar die großen Mittel mit
Generalleutnant Staabs: Bei dem Erwerb von
zu Tode gepeinigt wurde. Das Militärkabinett iſt aus
denen die Firma Krupp (!) höhere und niedere preußi
Grundſtücken zu Truppenübungsplätzen wird neben den
einer einfachen Kanzlei des Kaiſers zu einer Inſtanz ge
ſche Beamte zwecks Verrats militäriſcher Geheimniſſe be=
Intereſſe des Fiskus auch das der Bevölkerung gewahrt
worden, durch die ſämtliche Perſonalfragen gehen, wäh
tochen haben ſoll! Und nun Verrat militäriſcher Ge
Abg. Lieſching (Fortſchr. Vpt.): Ein Vorwurf kann
rend ſie von rechtswegen durch die Hände des Kriegs=
heimniſſe‟
? Iſt man ſich denn darüber klar, daß ſchon die
den Waffenſabriken daraus nicht gemacht werden, daß ſie
miniſters gehen ſollten. Wenn neuerdings mit einer re=
erſten
vageſten Abſichten in Bewaffnungsfragen lange vor
Waffen an das Ausland liefern. Wo ſollten wir ſonſt
gierungsfrommen Preſſe gegen den Kriegsminiſter Sturn
Ausführung mit der Firma Krupp erörtert werden, daf
mit dem ganzen Material hin? Da müßten wir noch viel
gelaufen wird, ſo muß man ſich fragen, wo der ſitzt, der
alſo ein ſtändiger Meinungsaustauſch von der erſten Idee
mehr Soldaten haben. Abg. Haaſe (Soz.):
Der
dieſe Pfeile geſpitzt hat. Jedenfalls ſtehen ſehr hohe Kreiſe
bis zum letzten Gliede der Ausführung ſtattfindet? Wenn
Kriegsminiſter hat ſich herausgenommen, zu ſagen, die
dahinter. Für uns iſt es gleichgültig, ob Herr v. Heeringen
es Geheimniſſe auf dem Gebiete der Bewaffnung vor
Angriffe der Sozialdemokraten ehrten ihn. Das iſt eine
auf dem Poſten ſitzt oder ein anderer. Das Syſtem bleib=
Krupp gäbe, müßten wir und ebenſo die Bureaus der
eberhebung. (Unruhe bei den Soz. Zuruf: Unverſchämt
dasſelbe. Charakteriſtiſch für die Sparſamkeit in unſerer
Militärbehörden, zunächſt einmal alle umdenken und den
heit!
Der Präſident ruft den Abg. Haaſe und den Abc
Militärverwaltung ſind die Transaktionen, die in Berlin
gegenſeitigen Geſchäftsverkehr auf andere Grundlagen
Simon, der den Zwiſchenruf machte, zur Ordnung.) Abg
im Grundſtücksweſen für das Kriegsminiſterium und das
ſtellen. Nach dem, was ich über den Inhalt der ſogen.
Haaſe fortfahrend: Damit überſchreitet der Kriegsmini
Militärkabinett in Erſcheinung getreten ſind. Ein Be
-
Geheimberichte gehört habe
ich kenne ihn perſönlich
ſter ſeine Rechte. Er muß ſich die Kritik des Hauſes ge
amtenwohnhaus in der Viktoriaſtraße herſtellen zu wollen
mag es darin vielleicht einiges geben, was dem
nicht
faſſen laſſen. Damit iſt die Debatte geſchloſſen
renzt an Wahnwitz. (Vizepräſident Dr. Dove rügt die=
Abgeordneten Liebknecht gegenüber militäriſches Geheim=
Abg. Fehr enbach (Zentr.) begründet einen Antrag,
en Ausdruck und ruft den Redner zur Ordnung.) Wer
nis iſt, Krupp gegenüber ſind es lauter Dinge, die ihn
die Kommandanturen in Karlsruhe und
bezahlt denn die enormen Speſenrechnungen des Herr:
auch ohne die Brandtſchen Berichte zugänglich waren
Darmſtadt, die geſtrichen waren, in der Weiſe beizu=
Winterfeld?
Abg. Cunſſer (Fortſchr. Vpt.): Bei de
Herr von Dewitz iſt als Uebeltäter durch den
behalten, daß ſie mit inaktiven Offizieren beſetzt werden,
jetzt zu erwartenden Heeresverſtärkung ſollte den Wün=
Reichstag und die ganze deutſche Preſſe ge=
Graf Weſt
ilſo keine beſonderen Koſten verurſachen.

ſchen nach kleinen Garniſonen entſprochen werden. Abg
chleift worden. Er ſoll in Unterſuchungshaft ge=
arp
(konſ.) beantragt, auch den geſtrichenen Kommandan=
Lieſching (Vpt.): Um bezüglich der Mißhandlungen
eſſen, über große Mittel der Firma zu Beſtechungszwecken
ten der Feſtung Königſtein wiederherzuſtellen
Kriegs=
-
Wandel zu ſchaffen, muß die dreijährige Dienſtzeit bei de
verſügt haben uſw. Das iſt alles Einbildung und
miniſter v. Heeringen legt nochmals ſeinen Stand
Kavallerie beſeitigt und das Beſchwerderecht geändert
Schwindel. Herr v. Dewitz war weder Direktor noch
punkt über die Kommandanten von Karlsruhe und
wverden. Bei dem Grundſtückshandel iſt es mir vor allen
Prokuriſt, ſondern Handlungsbevollmächtigter, und zwar
Darmſtadt dar. Die Anträge werden vom Zentrun
Dingen unklar, wie der Kriegsminiſter ſich überhaupt auf
dies erſt ſeit Frühjahr 1912. Als ſolcher bearbeitete er
Sozialdemokraten, Polen, Fortſchrittliche Volkspartei
ein ſolches Geſchäft einlaſſen konnte.
Abg. Lieb=
inen
Teil der Geſchäfte mit der Heeresverwaltung, hatte
abgelehnt. Es verbleibt bei den bisherigen Beſchlüſſen
necht (Soz.): Mein Angriff hat gewirkt wie ein Schuſ
im übrigen die Oberaufſicht über gewiſſe Teile der Re=
über
die Kommandanten, die alſo geſtrichen ſind.
in eine Schar ſchmauſender Krähen. Die Antworten de
giſtratur und verwahrte infolgedeſſen auch gewiſſe Sachen
Beim Titel Adjutantur=Offiziere erklärt
Kruppwerke ſind ebenſo wortreich wie nichtsſagend. Die
Kriegs=
unter
ſeinem Verſchluſſe, darunter neben einigen Mobil=
geringen
Gehälter ſind nicht ausſchlaggebend; unſere
miniſter v. Heeringen: Entſprechend dem bei der
machungsſachen auch jene Geheimberichte‟. Er war
--
Polizeiſpitzel beziehen auch nur geringe Gehälter. Von
zweiten Leſung gefaßten Beſchluß wird der Wegfall von
kurz geſagt inbezug auf dieſe Dinge einfach ein zwangs=
Bagatellen und Lappalien hier zu ſprechen, mutet gerade=
10 perſönlichen Adjutanten für Fürſten und Prinzen zun
läufig arbeitendes Glied der Maſchine. Für irgend ein
erſten Male im Etat für 1914 in die Erſcheinung treter
zu frivol an. Man hat ſich nicht geſcheut, mir politiſche
ſtrafbare odersanfechtbare Handlung kommt er gar nicht
Heuchelei vorzuwerfen. Ich habe heute keinen Anlaß, auf
n Betracht. Die Vollmacht, über die Mittel der Firma zu
Die Koſten für die Zeit vom 1. Oktober 1913 ab werder
weitere Angelegenheiten der Firma Krupp und der üb
verfügen, hatte er nicht, insbeſondere ſtand ihm kein Ge
zurückerſtattet werden. (Lebhafter Beifall.) Beim Tite
heimfonds zur Verfügung. In Haft war er nicht; ſeir
rigen Firmen einzugehen. Die Erklärungen der Firma
Offizierspferde bittet Kriegsminiſter v. Heeringen
Krupp ſelbſt überheben mich dieſer Aufgabe. (Lache:
Pech war nur, daß ſein Name in der dem Abgeordneter
die Pfergelder, die in der Vorlage angefordert ſind, zu
Liebknecht zugegangenen Denunziation ſtand
rechts.) Das internationale Rüſtungskapital iſt eng mit=
ewilligen
. Sonſt würde das Einkommen der Generale
Es iſt auch nichts bei ihm beſchlagnahmt, ſondern, als der
einander verknüpft. Auch in England haben Großfirmen
und Offiziere erheblich verkürzt. Wenn den nicht ver=
mögenden
Offizieren ein Pferd eingeht oder dienſt
Unterſuchungsrichter plötzlich erſchien, iſt ihm geſagt wor=
an
der Entſtehung des Burenkrieges mitgewirkt. Jeden=
den
: Es iſt hier nichts zu verbergen, es iſt auf Jahre zu
falls ſind auch bei der Entſtehung des Balkankrieges inter
unbrauchbar wird, müſſen ſie Schulden machen oder den
Abſchied nehmen. Abg. Gans Edler Herr zu Putlitz
rück alles vollzählig vorhanden, obwohl wir durch
nationale Waffenfabriken im Spiele geweſen. Intereſſant
(konſ.): Wir unterbreiten einen Vermittelungsvorſchlag
allerlei Drohungen ſeit Monaten wiſſen,
iſt es für mich, daß die Deutſche Tageszeitung mitteilt
für Pferde auf 8 Jahre 1500 Mark einzuſetzen und im gan=
daß
im Zuſammenhang mit dieſen Dingen irgend ein
Waffen
die Solinger Waffeninduſtrie ſei mit großen
Denunziation oder dergleichen kommen konnte. Es
zen 3353 172 Mark hierfür zu bewilligen. Der Antra
aufträgen Rußlands beglückt worden. Dabei
iſt Ruf
ſteht alles zu Ihrer Verfügung.
wird abgelehnt und ein Antrag Erzberger ange
land der einzige Staat, mit dem wir
ernſtlich
Geheimrat Hugenberg glaubt, damit bis auf weiteres
iommen, wonach beim Verluſt und bei Dienſtunbrauch
einen Krieg zu befürchten haben und da ſtellt man mi
ihm aufgezwungenen öffentlichen Mitteilungen über
barkeit eines in etatsmäßiger Rationsſtelle befindlichen
Befriedigung feſt, daß deutſche Soldaten mit deutſcher
die
Waffen von ruſſiſchen Soldaten umgebracht werden kön
Pferdes eine Entſchädigung gezahlt werden kann.
Im
den Fall Krupp ſchließen zu können.
nen. Mir liegen Beweiſe vor, daß das internationalc
übrigen verbleibt es bei den Beſchlüſſen der zweiten
Rüſtungskapital einen Konzern bildet. Zu dieſem Kon=
Leſung
Ueber die Wiederherſtellung der Oſtmarken=
zern
gehören die Waffen= und Munitionsfabriken Berlin
zulage wird am Montag namentlich abgeſtimmt werder
Der Kaiſer in Straßburg und
die öſterreichiſche Waffenfabrik, die Mauſerſche Gewehr=
Soweit iſt der Etat erledigt.
Präſident Kaemp
Karlsruhe.
fabrik in Oberndorf am Neckar und auch eine belgiſche
chlägt vor. zu vertagen
Abg. Oertel erhebt Wider
Waffenfabrik, die aus franzöſiſchen Kapitaliſten beſteht
ſpruch. Es wird abgeſtimm
und mit geringer Mehrhei=
* Metz, 26. April. Der Kaiſer nahm mit Gefolge
Dieſe haben einen Kontrakt im Jahre 1905 abgeſchloſſen
Vertagung beſchloſſen
Nächſte Sitzung Montag
an einer Abendtafel beim Gouverneur von Metz Exzellen:
und ihn 1907 ergänzt. Der erſte beſchränkte ſich lediglich
3 Uhr.
Schluß ½7 Uhr
v. Oven teil. Um 10 Uhr 45 Minuten abends erfolgte die
auf China, Japan und Abeſſinien, der zweite aber er
Abfahrt im Sonderzug nach Straßburg. Zur
Verabſchiedung waren auf dem Bahnhof anweſend der
kommandierende General des 16. Armeekorps Exzellenz
nicht aus, daß das Spiel als Bühnedrama zu lang iſt und
Mudra, der Generalinſpektor des Ingenieurkorps General
anſtelle einer fortſchreitenden Handlung zu ſehr ins
Großherzogliches Hoftheater.
leutnant von Claer, Bezirkspräſident von Gemmingen
Breite gehende Einzelſchilderungen enthält. Die Frage
Hornberg und der Polizeidirektor Baumbach von Kaim=
ob
es durch weitere Kürzungen als Bühnenſtück (nicht als
Samstag, den 26. April.
berg.
Buchdrama) gewinnen würde, dürfte in Erwägung zu
Zum erſten Male:
* Straßburg i. E., 26. April. Der Kaiſer traf
ziehen ſein
im Hofzuge von Metz über Saarburg kommend um 7,50
Die Rolle des Herzogs Heinrich, die trotz aller Ver=
Eine fürſtliche Maulſchelle
ſchiedenheit der Charaktere an die des Götz von Ber
Uhr hier ein. Zur Begrüßung hatten ſich auf dem Bahn
Spiel in 5 Aktuſſen von Ernſt Freiherrn v. Wolzogen.
hof eingefunden der Kaiſerliche Statthalter Graf v. Wedel
lichingen erinnert, wurde von Herrn Heinz muſtergültie
Staatsſekretär Freiherr Zorn von Bulach, der komman
geſpielt. Die in dem Schlampamper, Lotterfürſten und
W-l. Aus des ſchleſiſchen Ritters Hans von Schwei
dierende General des 15. Armeekorps Generalleutnant
michen eigener Lebensbeſchreibung gezogen iſt dem Titel
ungerechten Haushalter ſchlummernden guten Eigenſchaf
Daimling und der Gouverneur Generalleutnant Eberhard
ten verſtand er in ſeiner Charakteriſtik ſo überzeugend her=
des
Spiels in der Buchausgabe beigefügt. Dieſe Lebens
ſowie Polizeipräſident v. Lautz. Nach kurzem Verweiler
beſchreibung des trinkfeſten Abenteurers aus Schleſien,
vorzukehren, daß er mit Recht in ſeiner Selbſtanklage ſagen
des treuen Begleiters und beſten Freundes des Sauf= und
im Fürſtenſalon fuhr der Kaiſer im Auto durch die feſt
durfte, er ſei in allem ein Sünder, nur kein Judas ge
Pumpgenies Herzogs Heinrich Xl. von Liegnitz, die einen
lich geſchmückten Straßen die Staden entlang zum Kaiſer=
weſen
. Herr Baumeiſter als Schweinichen ließ in
ſehr wertvollen Beitrag zur Sittengeſchichte des 16. Jahr
palaſt, wo er Wohnung nahm. In den Staden hatte trot
trefflicher Weiſe von Anfang an durch die Maske des
hunderts liefert, iſt von Herrn von Wolzogen neu heraus=
der
frühen Stunde ein zahlreiches Publikum Aufſtellun
Saufaus den treuen und gefühlvollen und im Grunde
gegeben und ſchon in dritter Auflage erſchienen. Im Mit
genommen und begrüßte den Monarchen mit lebhafter
kreuzbraven Menſchen durchblicken
telpunkte dieſer Lebensbeſchreibung ſteht, wie in dem
Kundgebungen. Vor dem Hauptbahnhof waren die hieſi
Die romantiſche Rolle der Margarete, die nach Shake=
Schauſpiel, Herzog Heinrich. Eine Maulſchelle, die der
gen Pfandfinder aufgeſtellt, die beim Erſcheinen des Kai=
ſpeareſchem
Vorbilde ihrem Geliebten unerkannt in Män=
im
Grunde gutmütige, aber verlotterte und jähzornige
ſers ein dreifaches Hurra ausbrachten
nerkleidung folgt und in treuer Liebe Not und Entbehr
Herzog ſeiner Gemahlin verabreicht, weil ſie ſich weigert
ungen mit ihm teilt, wurde von Frau Elſa Laura von
* Straßburg, 26. April. Der Kaiſer nahn
mit der Frau Hofmeiſterin von Küttlitz, der alt’ Sau
Wolzogen geſpielt. Sie iſt, wie bekannt, in erſter
um 10 Uhr vor dem Kaiſerpalaſt einen Vorbeimarſch der
zu Tiſche zu ſitzen, wird ihm für ſein ganzes weiteres Le=
Linie Sängerin und bewährte ſich als ſolche in dem Vor=
Truppen des Standortes Straßburg, ſämtlich zu Fuß
ben verhängnisvoll. Wie er nicht nur die Achtung ſeiner
trage der eingelegten Lieder zur Laute aufs beſte. Das
ab. Der Kaiſer ſtand dabei in Generalsuniform vor der
Frau, ſondern auch ſein über und über verſchuldetes Her
darſtelleriſche Gebiet liegt ihr ferner, auch iſt ihre Sprach
Säulenhalle des Palaſtportals. In ſeiner Begleitung be=
zogtum
verliert und als ein ſtets trink= und lebensluſtiger
technik für einen größeren Theaterraum wohl nicht ge=
merkte
man außer dem militäriſchen Gefolge den Statt=
Kumpan ein abenteuerliches Leben führt, wird uns in
ſchult, ſo daß ſie vielfach unverſtändlich blieb. Beſſer al=
halter
Grafen von Wedel, den General von Moßner und
dem fünfaktigen Spiel erzählt, in dem die romantiſch
die Rolle der Margarete lag ihr indeſſen die des Pſeudo=
den
Polizeipräſidenten von Lautz. Den Vorbeimarſch
Liebesgeſchichte zwiſchen dem Ritter von Schweinichen
Jünglings Klaus Dommſtorf.
kommandierte Generalleutnant von Eben. Gegenüber
und der Margarethe von Schellendorf eine Hauptepiſod
dem Palaſt hatten Offiziere des Beurlaubtenſtandes,
Das Stück hat noch eine große Anzahl weiterer
Hildet und die komiſchen Figuren der den herzoglichen
Kriegervereine und ein zahlreiches Publikum ſich aufge
Rollen, von denen vor allem der famoſe Sandticeller des
Hof vervollſtändigenden Ariſtokratie Stoff zu beluſti=
ſtellt
. Nach dem Vorbeimarſch hielt der Kaiſer Kritik al
Herrn Weſtermann erwähnt ſei. Das derbkomiſche
genden Intermezzos bieten
und nahm militäriſche Meldungen entgegen. Der Kaiſe
Genre war durch Herrn Jürgas als unwiderſtehlich
Das Wolzogenſche Stück iſt mehr ein Kultur= und
hat eine Reihe von Ordensauszeichnungen verliehen, u.
Frau Müller
komiſchen Heinz
von Lochwitz,
Sittengemälde aus dem 16. Jahrhundert, als ein Bühnen
den Stern zum Roten Adlerorden zweiter Klaſſe mit
Rudolph als Frau von Küttlitz und Frl. Gothe als
Drama, für das ihm die dramatiſche Spannung und eigent=
Eichenlaub dem Generalleutnant von Eben, Kommandeur
Perpetua mit ihren ſtilvollen, niemals wechſelnden Staats
iche Konflikte fehlen. Wolzogen iſt nicht der Mann
der 30. Diviſion, den Roten Adlerorden zweiter Klaſſe mi
gewändern beſtens vertreten. Die Herzogin wurde durch
der eine Idee um Aeußerlichkeiten willen opfert und Kon=
Eichenlaub den Generalmajoren Adriani und von Polet
Frl. Berka, die Schellendorfin durch Frl. Heumann
zeſſionen an das Theaterpublikum macht, und wenn es
Narbonne; den Roten Adlerorden dritter Klaſſe mi
gut dargeſtellt. Die Regie führte Herr Hacker, der zu=
gerade
die im Sinne jener Zeit derb humoriſtiſch geha
Schleife den Oberſten v. Scherbening, Weber und Poh‟;
gleich den Markgraſen von Anspach ſpielte und ſich ſeiner
enen Szenen waren, die am meiſten durchſchlugen, ſo dar
den Stern zum Kronenorden zweiter Klaſſe dem Kon
beſonders ſchwierigen Aufgabe mit Umſicht und Takt und
man bezweifeln, ob dies ſeiner Abſicht entſprach. Für die
mandanten von Straßburg, Generalmajor von Vieting
beſtem Erfolge unterzog
raftvolle Sprache des Stückes, die ſich im Stil der Zeit
hoff genannt Scheel
Das Publikum nahm das Stück beifällig auf. Den
ewegt und neben den mit Realiſtik und Humor gezeich
* Straßburg, 26. April. Der Kaiſer ließ ſich
tärkſten Erfolg erzielte der dritte Akt, nach dem auch der
geten Kulturbildern das beſte an dem Stück iſt, dürfte
heute vormittag nach den militäriſchen Meldungen von
as Publikum nicht immer Verſtändnis haben
Autor mehrmals gerufen wurde. Nach Beendigung der
Die
dem anweſenden Generalinſpekteur des Verkehrsweſens
Hauptcharaktere, namentlich die des Herzogs und
des
Vorſtellung wurden Herrn und Frau von Wolzogen reiche
Generalleutnant v. Häniſch, den Unteroffizier Stein
Kranz= und Blumenſpenden dargebracht.
kanzlers, ſind meiſterhaft gezeichnet. Dies alles ſchließt

[ ][  ][ ]

Nummer 98.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 28. April 1913.
Seite 6.
welche ihre Stellungen ruhig aber bedrückt verließen.
chnelle Freigabe des Schiffes den Zwiſchenfall beizulegen
dörfer vom 4. Garde=Feldartillerie=Regiment vorſtellen
Geſtern wurde in Cetinje ein Fackelzug veranſtaltet, wo=
geſucht
. Für dieſe prompte, entgegenkommende Erledi=
der
als erſter deutſcher Fliegerunteroffizier das von Seiner
bei der König Gegenſtand begeiſterter Ovationen war
gung der Angelegenheit iſt der franzöſiſchen Regierung ge=
Majeſtät zum 27. Januar dieſes Jahres geſtiftete Flieger=
Das Hauptquartter des Erbprinzen iſt in dem Dorfe
dankt worden. Später wurden dem Auswärtigen Amt
abzeichen erhalten hat, welches bekanntlich dem Abzeichen
Schiroka aufgeſchlagen.
Klagen über unfreundliches Verhalten der
der Flügeladjutanten des Kaiſers ſehr ähnelt. Der Kaiſer
Bevölkerung, ſowie nicht ausreichenden Schutz durch
* Wien, 26. April. Die Abendblätter melden: Es iſt
erkundigte ſich in einer längeren Anſprache nach der Aus=
ie
lokal en Behörden bekannt. Dieſe Klagen wur=
bildung
des Unteroffiziers bei den Leipziger Flugzeug=
anzunehmen
, daß auch der ruſſiſche Vertreter gleich den
den zum Gegenſtand freundſchaftlicher Beſprechungen mit
werken und nach ſeinen bisherigen Leiſtungen und zeich=
übrigen
Vertretern der Mächte in Cetinje, welche be
der franzöſiſchen Regierung gemacht. Der franzöſiſche Mi
nete ihn durch einen Händedruck aus. Der Kaiſer nahm
eits im Beſitze von entſprechenden Inſtruktionen ſind,
tiſter des Aeußern legte unſerem Botſchafter dar, daß der
das Frühſtück bei dem Statthalter und der Gräfin Wedel
ungeſäumt Inſtruktion erhalten wird, um von Mon=
Maire ebenſo wie die anderen Behörden ihr möglichſtes
Bei der Tafel ſaß der Kaiſer zwiſchen der Gräfin und dem
enegro die Uebergabe Skutaris an die
zum Schutze der Deutſchen getan haben. Jedenfalls kön=
General v. Deimling. Rechts von der Gräfin folgte Ge=
Nächte zu verlangen. Es iſt ganz klar, daß die
nen Unzuträglichkeiten, die ſtattgefunden haben mögen,
neraloberſt v. Pleſſen und Unterſtaatsſekretär Petri, links
Zeit des längeren Zuwartens vorüber iſt. Montenegrini=
gegenüber
dem Entgegenkommen der Regierung und der
vom General v. Deimling Staatsſekretär Freiherr Zorn
cherſeits wird der Eventualität von Zwangsmaßnahmen
chnellen Erledigung der Angelegenheit nicht ins Gewicht
v. Bulach, gegenüber ſaß der Statthalter zwiſchen dem
der Mächte entgegengearbeitet, indem die maßgebenden
allen. Graf Zeppelin hat ſeinerſeits erklärt, daß er die
Admical v. Müller und dem Wirklichen Geheimen Rat
Verſönlichkeiten Montenegros unter vier Augen den Ver=
Ungelegenheit als völlig erledigt betrachte. Von
Dr. Back rechts, und dem General Freiherrn v. Lyncker
tretern der Mächte gegenüber ſich ſo ſtellen, als ob Mon=
inigen
Blättern wurde ferner die Beförderung des Un=
und General v. Moßner und Wirkl. Geh. Rat Dr. Laband
tenegro ohnedies in kürzeſter Friſt nachzugeben geſonnen
terpräfekten von Lunéville zum Präferten eines anderen
links. Geladen waren außerdem u. a. außer der Gene=
wäre
. Es iſt nicht anzunehmen, daß ſich die Mächte durck
Gouvernements kommentiert. Die Ernennung von Be=
ralität
die Unterſtaatsſekretäre Mandel und Köhler, Be
die Taktik beirren laſſen, deren Erfolg es ermöglichte, daß=
mten
iſt eine interne Angelegenheit des betreffenden
zirkspräſident Pöhlmann, Präſident der Zweiten Kammer,
König Nikolaus Skutari beſetzen konnte.
Staates, zudem hat der franzöſiſche Miniſter des Aeußern
dr. Ricklin, Rektor Profeſſor Dr. Freiherr v. Walters
Dem Temps wird aus
* Paris, 26. April.
n einer freundſchaftlichen Ausſprache dem kaiſerlicher
hauſen und Bürgermeiſter Dr. Schwander. Um 2 Uhr er
Petersburg gemeldet, die ruſſiſche Regierung habe
Botſchafter gegenüber betont, daß die Ernennung ſicher
folgte die Abreiſe in Automobilien nach der Hohkönigs
geſtern in Wien der öſterreichiſch=ungariſchen Regierung
nicht erfolgt wäre, wenn nicht gerade dieſer Beamte zu=
urg
. Im erſten Automobil hatten mit dem Kaiſer Platz
olgende Verbalnote überreichen laſſen: Die kaiſerliche
aſchen Abwickelung des Zwiſchenfalls beſonders beige=
genommen
der Statthalter und der Schloßhauptmann der
Regierung iſt der Anſicht, daß die Mächte gegenüber Mon=
tragen
hätte. In den Berichten von Preſſeartikeln wurde
Hohkönigsburg, Staatsſekretär Freiherr Zorn v. Bulach
tenegro die ihnen zur Verfügung ſtehenden Aktionsmittel
auch behauptet, das Luftſchiff ſei deutſcher Grund und Bo=
Der Weg führte über den neuen Boulevard, einen durch
durch Drohung oder Verſprechen noch nicht erſchöpft
den. Dieſe Auffaſſung entſpricht nicht dem geltenden
Niederlegung älterer Stadtviertel geſchaffenen ſchönen
haben. Demzufolge glaubt die ruſſiſche Regierung die
Recht. Sodann wurde behauptet, das Betreten des Luft=
neuen
Straßenzug. Das Publikum bereitete dem Kaiſer
öſterreichiſch=ungariſche Regierung auf die ernſten Fol=
chiffes
durch die Franzoſen trotz des Proteſtes des Schiffs=
erzliche
Kundgebungen.
gen aufmerkſam machen zu müſſen, welche ein
führers ſei als Hausfriedensbruch aufzufaſſen. Auch dies
Straßburg, 26. April. Der Kaiſer früh=
überſtürztes
Vorgehen nach ſich ziehen müſſe. Im übrigen
trifft nicht zu
ſtückte bei dem Statthalter Grafen Wedel und begab ſich
habe die ruſſiſche Regierung beſtätigt, daß ſie ihren Stand=
um
2 Uhr im Automobil nach der Hohkönigsburg.
punkt bezüglich der Verpflichtung Montenegros, Sku=
Straßburg, 26. April. Der Kaiſer beſuchte
Luftfahrt.
tri zu räumen, aufrecht erhalte
heute unter der Führung von Profeſſor Bodo Ebhardt die
Ballon=Unglück.
(In Wiener unterrichteten Kreiſen wird erklärt, daß
Hohkönigsburg. Während ſeines dortigen Aufent
halts brachte die Fliegerſtation Straßburg dem Kaiſer
einer ſolchen Verbalnote der ruſſiſchen Regierung
von
Im Forſt bei
* Witzenhauſen, 27. April
einen Gruß beſonderer Art dar. Gegen 5 Uhr erſchienen
nichts bekannt ſei.
Almerode wurde heute vormittag 8 Uhr der ſeit vergan=
von
Straßburg nacheinander acht Militär= Flug=
genen
Sonntag vermißte Ballon Ilſe völlig ver
Wien, 26. April. Die Südſlawiſche Korreſpon=
zeuge
, drei Tauben und fünf Doppeldecker, über der
brannt aufgefunden. Die Leiche des Führers, Kauf=
denz
meldet zum Fall Skutaris: Nunmehr bekannt wer=
Hohkönigsburg, die ſie in prachtvollen Flügen mehrfach
mann Weyland aus Kaſſel, lag daneben. Einzelheiten
daß die
dende Einzelheiten deuten darauf hin,
umkreiſten, und führten eine Reihe von wohlgelungener
ehlen
Situation Eſſad Paſchas in Skutari kei=
Manövern aus. Gegen 6¼ Uhr nahmen die Aeroplane
* Kaſſel, 27. April. Die Auffindung der Reſte des
eswegs verzweifelt war, daß er noch über Mu=
nachdem
ſie über der Stadt Schlettſtadt gekreuzt hatten
Ballons Ilſe erfolgte durch den Holzhauer Held=
nition
verfügte, auch der Proviant für die Truppen noch
wieder die Richtung gegen Straßburg, wo ſie, ſämtlich
nann, der heute morgen im Kaufungerwald nach Hirſch=
nicht
erſchöpft war und außerdem die türkiſchen Truppen
ohne jeden Unfall, glatt gelandet ſind. Der Kaiſer mit
eweihen ſuchte und dabei in den Walddiſtrikt Günter=
in
Skutari den Montenegrinern überlegen waren. Im
Gefolge traf ebenfalls gegen 6¼ Uhr wieder in Schlett=
verg
kam, der in der Nähe von Witzenhauſen liegt. Dort
Zuſammenhang von Gerüchten, nach denen Eſſad Paſcha
tadt ein, von wo er mit Rückſicht auf das prächtige Wet
ah er in den Buchen ein Tau, er ſtreifte die Umgebung
ſich zum Fürſten von Albanien ausrufen laſſen wolle, ge=
ter
im offenen Automobil auf der Landſtraße nach Straß=
ab
und fand in dem Buchenſtand eine bis zur Unkennt=
winnt
jetzt eine Andeutung von montenegriniſcher Seite
burg fuhr; der bereitſtehende Hofzug ging leer zurück
ichkeit verbrannte Maſſe und verſtändigte die Polizei.
an Wahrſcheinlichkeit, daß Eſſad Paſcha ſchon früher ein
In Straßburg traf der Kaiſer gegen 7 Uhr ein. Er
Die ſogleich an Ort und Stelle geeilte Kommiſſion des
Abkommen mit dem Königvon Montenegro
verließ auf kaum fünf Minuten im Statthalterpalais den
kurheſſiſchen Vereins für Luftſchiffahrt ſtellte ſeſt, daß es
abgeſchloſſen habe, Skutari nach einem letzten Scheinkampf.
Wagen, um alsbald im Automobil über Kehl nach
er Ballon Ilſe war. Der Ballon war bis zu einer
zu räumen. Eſſa Paſcha ſoll nun beabſichtigen, ſich mit
Karlsruhe zu fahren.
Höhe von 3700 Meter geflogen, dann bis 700 Meter ge=
Dſchavid Paſcha, welche mit etwa 50000 Mann bei Fieri,
fallen, und dann in dieſer Höhe anſcheinend von einem
Karlsruhe, 27. April. Der Kaiſer nahm
unweit Valona, ſteht, zu vereinigen, um, entſprechend den
Blitzſtrahl getroffen worden, ſo daß der brennende Ballon
heute in der Schloßkirche an dem Gottesdienſt teil.
Flänen der türkiſch=albaneſiſchen Garniſon, ein unter tür=
in
die Tiefe ſtürzte. Aus den vorgefundenen Reſten geht
Später nahm Seine Majeſtät militäriſche Meldungen
kiſcher Souveränität ſtehendes Albanien mit einem mo=
hervor
, daß der Führer im Ballon verbrannt iſt. Nach
entgegen, darunter diejenige des kommandierenden Gene=
hammedaniſchen
Fürſten an der Spitze zu errichten. Die
dem am letzten Sonntag in Kaſſel erfolgten Aufſtieg iſt der
rals des XIV. Armeekorps, General der Infanterie
türkiſchen Angaben über eine Beſetzung Valonas durch
Ballon vermutlich nur 1½ Stunden in der Luft geweſen
v. Hoiningen, gen. Huene, und empfing den Geſandter
Dſchavid Paſcha mit ſeinen Truppen ſind. Konſularberich=
in
Mexiko, Kontreadmiral v. Hintze. Der Kaiſer hörtr
enn bereits um 9,30 Uhr wurde in Kleinalmerode
ten zufolge, unrichtig
den Vortrag des Vertreters des Auswärtigen Amtes
em der Fundſtelle zunächſt gelegenen Ort, ein Gewitter
Geſandten v. Treutler. Mittags war im Schloß Familien=
wahrgenommen
, das dem Verunglückten verderblich ge=
Die Verbündeten.
und Marſchalltafel. Zu der letzteren waren auch die
worden ſein dürfte
* London 25. April. Der griechiſche Friedens=
Spitzen der Zivil= und Militärbehörden geladen
delegierte Skuludis erklärte einem Vertreter des
Karlsruhe, 27. April. Der Kaiſer beſuchte
Literariſches.
Reuterſchen Bureaus, daß die in England verbreiteten
am Nachmittag mit der Großherzogin Luiſe von Baden
Gerüchte über ein angebliches Geheimabkommen
das Mauſoleum und machte darauf einen Beſuch beim
Soeben iſt in 2. Auflage erſchienen: Architekt Phi
oder nicht geheimes Abkommen zwiſchen Griechen=
lipp
Kahm: Heimatliche Bauweiſe. Preisge=
preußiſchen
Geſandten Exzellenz v. Eiſendecher. Abend=
land
und Serbien gegen Bulgarien vollkommen
beſuchte der Kaiſer mit dem Großherzog und der
krönte Anleitung zur Ausführung ländlicher Bauten. Mit
alſch ſeien. Vor einigen Tagen habe die Türkei
Großherzogin von Baden das Großherzogliche Hof=
zirka
500 Abbildungen, Anſichten, Grundriſſen und Details
Briechenland Vorſchläge unterbreitet angeſichts gewiſſer
theater. Gegeben wurde Oberſt Chabert Muſiktra
im Anhang. Weſtdeutſche Verlagsgeſellſchaft m. b. H.
Möglichkeiten, aber dieſe ſeien von Griechenland zurück
zödie von Hermann Wolfgang von Waltershauſen,
Wiesbaden. Preis gebunden 7,50 Mk., Porto 50 Pfg. Dies
gewieſen worden. Griechenland habe die feſte Abſicht
Werk iſt in der Hand der berufenen Organe der Staats=
woran
ſich Tafel bei der Großherzogin Luiſe anſchloß=
ausgeſprochen
, treu ſeinen Verbündeten zur Seite zu
Provinzial= und Ortsbehörden, die mit beſonderer Auf=
tehen
. Die wiederholt zurückgewieſenen Gerüchte könn=
merkſamkeit
eine geſunde bauliche Entwickelung der Ort
en an dieſe Angelegenheit wieder anknüpfen. Griechen=
ſchaften
verfolgen, für Baufachleute und Bauherren ein
Die Wehrvorlage und die ſozial=
land
hat ihnen ein kategoriſches amtliches Dementi ent
vertvolles Hilfsbuch für die Praxis und gibt eine Fülle
gegengeſetzt. Skuludis fügte hinzu, daß die Verbündeten
demokratiſche Agitation.
neuer Anregungen. Es enthält u. a. preisgekrönte Muſter
beſonders nach dem Friedensſchluß die Arbeit fortſetzen
ehöfte, vorbildliche Bauern=, Arbeiter und Kleinbürger
* Berlin, 26. April. Die Norddeutſche Allgemeine
müßten, die ſie begonnen hätten. Wenn der Balkanbund
häuſer, Landhäuſer, Villen uſw. in reicher Auswahl. Rund
Zeitung ſchreibt: Auch in der Landtagswahlagitation der
zur Kriegführung notwendig geweſen ſei, ſo ſei er für die
00 Bilder zeigen muſtergültige Bauwerke und Detail=
Sozialdemokratie ſpielt die Wehrvorlage eine
Entwicklung und die Zukunft noch viel notwendiger,
aus der guten alten Zeit ſowie empfehlenswerte Vor=
große
Rolle. Unbekümmert darum, daß die Koſten der
Griechenland werde ſein Beſtes dazu tun, auf die freund
bilder aus unſeren Tagen. Das Werk wird von den Mi
Heeresverſtärkung von den beſitzenden Klaſſen getragen
ſchaftlichſte Weiſe jede Meinungsverſchiedenheit zu löſen
niſterien und ſehr vielen maßgebenden Regierungsbehör
werden ſollten, zeterten die ſozialdemokratiſchen Agitato=
falls
ſolche unter den Verbündeten auftauchen ſollten,
en, ſowie Landwirtſchaftskammern nach vorangegange=
ren
über die Schröpfung und Ausbeutung des Volkes,
Die von den verſchiedenen in Betracht kommenden Par=
ner
eingehender Prüfung nachdrücklichſt empfohlen gegen
über Schaffung fetter Poſten und Verſorgungsſtellen, und
teien bereits widerlegten Meldungen von Geheimab=
die
baulichen Verunſtaltungen in Stadt und Land, ſowie
ſie behaupten frank und frei, daß bei der Deckung der lau=
kommen
unter einzelnen Mitgliedern des Balkanbundes
ür die Heimatſchutz=Beſtrebungen
enden Ausgaben die Beſitzenden nicht ſelbſt in den Beu
müßten mit der größten Vorſicht aufgenommen werden
Der Baumeiſter Monatshefte für Architek=
tel
greifen, ſondern das arme Volk wieder mit indirek=
tur
und Baupraxis, herausgegehen von Arch. Janſen
en Steuern bedrücken würden, wogegen nur eine gewaltige
Königreich Albanien.
und Müller, Berlin. Schriftleiter Arch. Carl Zetzſche,
Anzahl ſozialdemokratiſcher Stimmen bei den bevorſte=
Berlin. Vierteljährlich 6 Mk., einzelne Hefte (mit zirka
henden Wahlen als Menetekel helfen könne. Das Blatt
* Belgrad, 27. April. Nach einer aus Elbaſſan
10 Abbildungen und 10 Tafeln) 3 Mk. Verlag von Geor
beſpricht die in der Berliner Proteſtverſammlung ausge=
eingelaufenen
Meldung proklamierte Eſſad Paſcha im
D. W. Callwey, München
Das 6. Heft des XI. Jahr=
übte
Einſeitigkeit der ſozialiſtiſchen Agitation, die ohne
Einvernehmen mit Dſchavid Paſcha ein autonomes
ganges des Baumeiſter enthält durchgängig Schulbauten
Rückſicht auf die Lage Deutſchlands und die
o das Lehrerſeminar in Heilbronn, Gymnaſium in Eſch
Königreich Albanien unter der Souveränität des
Rüſtungen ſeiner möglichen Gegner lediglich mi
wege, Volksſchule an der Franziskaner=, Ecke Sieboldſtraße
hohlen Schlagworten operiere und ſelbſt reviſioniſtiſch ge=
Sultans.
n München und die zehnklaſſige Schule in Mülheim a. R.
ſinnte Elemente aus der eigenen Partei nicht verſchone
mit erläuterndem Text von Fr. Rimmele. In der Beilage
Letzte Nachrichten.
die ſchon gelegentlich hervorgehoben hätten, daß auch die
finden wir einen Aufſatz über Die niederrheiniſche Bach
Arbeiter ein Intereſſe an der Unabhängigkeit des Vater
* Cetinje, 26. April. Ein hier umlaufendesGe=
teinarchitektur
die der Provinzialkonſervator der Rhein=
landes
haben und deshalb bereit ſein müßten, den deut
ücht will wiſſen, Eſſad Paſcha ſtehe im Begriff, ſich
provinz Profeſſor Dr. Renard jüngſt auf der 49. Jahres
chen Boden mit den Waffen in der Hand zu verteidigen.
zum Fürſten von Albanien proklamieren zu laſſen,
verſammlung des deutſchen Vereins für Ton=, Zement=
Das gehe den Tonangebern in der Partei wider den
und Kalkinduſtrie in einem Vortrage eingehend behan=
Strich; ſie ſagten, die Arbeiter hätten kein Vaterland, der
* Wien, 26. April. Die Bedrückungen der
delte. Den Schluß bildet ein hochintereſſanter Artikel
Feind, der zu bekämpfen und niederzuwerfen ſei, wohne
albaniſchen Bevölkerung des Koſſowo=Tales
über Sanitäre Wohnungsſtatiſtik und Seuchenbekämpf=
nicht
jenſeits der Grenze, es ſei die Bourgeoiſie, die herr=
durch
Serben und Montenegriner dauern, wie die Alba=
ung‟
. Die zehn Tafeln bringen Perſpektiven und Faſ=
ſchende
Klaſſe des eigenen Landes. Damit ziehe die So
niſche Korreſpondenz meldet, an. Im Gebiet von Dja=
adendetails
zu den im Heft angeführten Schulbauten.
zialdemokratie wieder einmal in einer Lebensfrage des
kova ſollen noch immer Greuel verübt werden. Ueber
Eine Sonderbeilage würdigt noch das Schaffen William
deutſchen Volkes einen ſcharfen Strich zwiſchen ſich und
500 Familien in der Gegend von Djakova ſind in das
den bürgerlichen Parteien aller Richtungen. Alle bürger=
Müllers, des vor kurzem verſtorbenen verdienſtvollen
Gebiet der Maliſſoren geflüchtet, wo ſie in einem er=
Mitleiters des Baumeiſter
lichen Parteien hätten deshalb auch ein gemeinſames
barmungswürdigen Zuſtande eingetroffen ſind.
Intereſſe daran, es an Aufklärungsarbeit gegen
Selma Lagerlöf, Unſichtbare Bande
* Paris, 27. April. Der Korreſpondent des Temps
Sechs ausgewählte Novellen. Aus dem Schwediſchen über=
ber
den ſozialdemokratiſchen Phraſenhel=
n
Cetinje erfährt, daß der König von Montenegro
etzt von Pauline Klaiber. C. F. Amelangs Verlag, Leip
den, die mit nebelhafter Völkerverbrüderung und einer
ei den der Uebergabe vorausgegangenen Verhandlungen
zig. In Leinwand 1 Mark. Die in der Sammlung unter
unzulänglich ausgebildeten Miliz die deutſchen Gaue vor
mit Eſſad Paſcha einen Vertrag abgeſchloſſen habe, der
dem treffenden Titel Unſichtbare Bande vereinigten No=
allen
Gefahren ſchützen zu können behaupten, nicht fehlen
auf der Grundlage gegenſeitiger Aktionsfreiheit beruhe.
vellen ſind ſechs kleine Kabinettſtückchen von einer echten,
zu laſſen.
Der Vertrag ſehe die Proklamierung Eſſad Paſchas
phantaſiereichen Dichterin geſchaut und mit hoher ſtiliſti=
zum
unabhängigen Fürſten von Albanien
ſcher Begabung und Wärme dargeſtellt. Die Ueberſetzung
iſt ſorgfältig gefeilt und lieſt ſich wie eine Originalarbeit
voraus. Man hält es für möglich, daß die Proklamation
Der Fall von Lunéville.
Die vorliegende Ausgabe wird, zumal auch die äußer
heute oder morgen erfolgt.
* Berlin, 26. April. In einem Artikel der Nord=
Ausſtattung eine reizvolle iſt, ſicherlich den Kreis der An=
Paris, 27. April. Es heißt, das von der fran=
deutſchen
Allgemeinen Zeitung heißt es zu dem Fall von
hänger der ſchwediſchen Dichterin noch vermehren.
zöſiſchen Regierung für die internationale Fi=
Lunéville u. a.: Nachdem die franzöſiſche Re=
nanzkonferenz
aufgeſtellte Programm enthalte
ierung von der Landung des Zeppelin=
vier
Punkte. Der erſte betreffe den von den Balkan=
Luftſchiffes in Lunéville Kenntnis erhalten hatte,
verbündeten zu übernehmenden Anteil an der
traf ſie alsbald die erforderlichen Anordnungen zur Re=
Der Balkankrieg.
ürkiſchen Staatsſchuld der zweite die Bürg=
gelung
der Angelegenheit. Der franzöſiſchen Regierun,
chaften für die Gläubiger der Türkei, falls dieſer Antei
Die Einnahme Skutaris
hätte ſehr wohl das Recht zugeſtanden, ein längeres Un=
nicht
unverzüglich bar ausbezahlt werde, der dritte die

eventuell wegen Spionagever=
* Cetinje 25. April. (Amtlich.) Die Monte
von der Türkei in den von den Alliierten annektierten
dachts
einzuleiten und das Schiff wie die Beſatzung
negriner halten alle Stellungen beſetzt. In Sku
Gebieten bewilligten Konzeſſionen und der vierte die
feſtzuhalten. Sie hat das nicht getan, ſondern durch die
tart befanden ſich 26000 Nizams und 5000 Baſchibozuks,
Geldforderungen der Balkanſtaaten.

[ ][  ][ ]

ßen

Nummer 98.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 28. April 1913.
Berlin, 27. April. Die Norddeutſche Allgemeine
Paris, 27. April. Wie aus Caſablanca gemeldet
Zeitung ſchreibt: Die Kapitulation von Skutari ha
wird, hat das dortige Konſulargericht verfügt, daß die
an dem Standpunkt der Mächte, wonach dieſe Stadt bei
trafrechtliche Verfolgung des ſchweizer Bürgers Mon=
der
Neuordnung der Verhältniſſe des Balkans Albanien
illot, welcher vor vier Monaten in Paris unter den
zugewieſen werden ſoll, nichts ändern können
Verdacht des Waffenſchmuggels nach Marokko
die Mächte beſtätigten dieſen ihren Standpunk
verhaftet und nach Caſablanca gebracht worden war
in den erneuten Verhandlungen. Es ſteht ein
eingeſtellt wird
gemeinſamer Schritt unmittelbar bevor,
Brüſſel, 26. April. Nach Nachrichten, die aus dem
wodurch Montenegro zur Räumung Skutari=
Streikgebiet eintreffen, kann auf eine faſt vollſtändige
ufgefordert wird. Für den Fall, daß dieſer
Wiederaufnahme der Arbeit am Montag gerechnet
Schritt erfolglos iſt, werden unter den Mächten weitere
Zerden. Nur in der Borinage ſind die Bergarbeiter ſehr
Maßnahmen erwogen. In dieſem Sinne ſprach ſich
erregt und es iſt noch ſehr wahrſcheinlich, daß dort der
heute Staatsſekretär v. Jagow im Reichstag aus und
Streik fortgeſetzt wird.
ein
betonte, daß für Deutſchland in der Skutarifrage
Gent, 23. April. Die Weltausſtellung iſt
res judicata vorliegt. Die Verhandlung über die Be=
heute
nachmittag im Beiſein des Königspaares
endigung des Kriegszuſtandes iſt ſoweit gediehen, daß
und des Kronprinzen eröffnet worden. Der Feier
auf den baldigen Abſchluß des Präliminarfriedens ge
lichkeit wohnten die Miniſter, das diplomatiſche Korps,
rechnet werden kann
viele Deputierte und Senatoren und faſt alle höheren
Beamten, ſowie der franzöſiſche Handelsminiſter Maſſe
und der Ackerbauminiſter Clementel bei. Die Eröffnung
Letzte Nachrichten.
fand in dem großen Feſtſaale des Blumenpalais ſtatt
Der Präſident des Ausſtellungskomitees, Staatsſekretät
Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.
Cooreman, begrüßte das Königspaar und ſprach
Mainz, 27. April. Nach einer vormittags voraus
über die Ausdehnung nnd die Organiſation der Aus=
gegangenen
Ausſchußſitzung fand heute mittag im Kaſing
tellung, worauf Handelsminiſter Hubert einige Worte
zum Gutenberg die letzte Generalverſammlung
zur Eröffnung ſagte. Das Königspaar machte alsdann
des deutſchen Weinbauvereins ſtatt. Präſiden
inen Rundgang durch die große Blumenausſtellung und
Reichsrat Buhl=Deidesheim erſtattete Bericht über
begab ſich ſodann nach dem Pavillon der Stadt Gent
die in letzter Zeit ſtattgehabten Verhandlungen
wo der Bürgermeiſter und die Munizipalbehörden das
die zum endgültigen Zuſammenſchluß der Fach=
Königspaar begrüßten. Bürgermeiſter Braun hielt eine
organiſationen der geſamten deutſchen Weinbau=
lämiſche
Anſprache. Um 5½ Uhr begab ſich das Königs
gebiete führte. Nachdem noch der Rechner feſtgeſtellt
vaar nach Brüſſel zurück. Die Ausſtellung iſt noch un
hatte, daß die Liquidation ohne Gefahr möglich ſei
fertig, faſt keine der ausländiſchen Abteilungen iſt ſoweit
wurde unter der Vorausſetzung, daß die Gründung des
vorgeſchritten, daß ſie eröffnet werden konnte.
deutſchen Weinbauverbandes in der heute nachmittag
Oporto, 27. April. Hier wurde eine Subſkriptior
ſtattfindenden Verſammlung der Delegierten aus Preußen,
ingeleitet, um dem König Manuel aus Anlaß der
Bayern, Elſaß, Heſſen, Baden, Württemberg und
bevorſtehenden Vermählung ein Geſchenk zu überreichen
Sachſen zuſtande kommt, die Auflöſung des deutſcher
La Coruna, 27. April. Im Anſchluß an ein
Weinbauvereins beſchloſſen. Der Vorſitzende des rhein
Bankett, welches die hieſigen Konſervativen zu Ehren
heſſiſchen Weinbauvereins, Sittmann, dankte Reichsra
des früheren Miniſters Lacierva geſtern abend ver=
Buhl und Reichstagsabgeordneten Kommerzienrat Blan
anſtalteten, kam es zu feindſeligen Kundgebungen der
kenhorn für ihr Bemühen zum Zuſtandekommen des Zu=
Arbeitergewerkſchaften in den Straßen und zu Zu=
ſammenſchluſſes

ammenſtößen. Die Polizei ſchritt ein und nahm
* Mainz, 27. April. In einer von über 100 Delegierten
mehrere Verhaftungen vor.
aus den Weingegenden Deutſchlands, Preußen, Bayern,
Roſario, 27. April. Ein Streik der Straßen
Elſaß=Lothringen, Heſſen, Baden, Württemberg und
bahner iſt hier ausgebrochen. Die Streikenden fordern
Sachſen beſuchten nichtöffentlichen Verſammlung wurd
einen Arbeitstag von acht Stunden und Vermehrung
heute nachmittag die Gründung eines Verbandes
der Zahl der Bahnen. Mehrere Straßenbahnwagen
Deutſcher Weinbau=Gebiete vollzogen. Zum erſten
wurden verbrannt. Der Arbeiterverband hat die Unter
Präſidenten wurde Reichsrat Franz Buhl=Deidesheim
tützung der Streikenden und den Generalſtreik be=
zum
zweiten Präſidenten Reichstagsabgeordneten
ſchloſſen. In Roſario iſt der Handel unterbunden
Blankenhorn=Müllheim (Baden) und zum dritten
Jefferſon (City) Miſſouri. 27. April. Der Staats=
Präſidenten Kommerzienrat Karl Wegeler=Koblenz ge=
generalanwalt
Barker beim oberſten Gerichtshof des
wählt. Es wurde beſchloſſen, am 7. September d. J. in
Staates Miſſouri hat ein Verfahren gegen 100
Mainz einen deutſchen Weinbaukongreß einzuberufen zur
Feuerverſicherungs=Geſellſchaften anhängie
Worberatung fachlicher und wirtſchaftlicher Fragen
gemacht, darunter befindet ſich die Weſtern Inſurance
unter der Anklage des Verſtoßes gegen das Antitruſt=
Berlin, 26. April. Der Präſident der Handelskam
geſetz, weil ſich die Geſellſchaften zuſammengetan hätten,
rner, Geheimer Kommerzienrat Wilhelm Herz, hat an=
um
ſich aus dem Staat Miſſouri zurückzuziehen. Die
äßlich ſeines neunzigſten Geburtstages folgendes Tele=
geſetzgebende
Körperſchaft des Staates hat vor kurzem
gramm des Kaiſers erhalten: Empfangen Sie zur
ein Geſetz angenommen, durch welches die Verſicherungs
veutigen Vollendung ihres neunzigſten Lebensjahres mei=
prämien
im Staate Miſſouri herabgeſetzt werden
ten herzlichen Glückwunſch. Eingedenk Ihrer außer
Daraufhin haben die meiſten Verſicherungsgeſellſchafter
ordentlichen Verdienſte um den für die gedeihliche Ent
beſchloſſen, ihren Sitz in Miſſouri aufzugeben und
wickelung unſeres Vaterlandes ſo bedeutungsvollen Han=
aufende
Polizen aufzuheben
velsſtand und Ihres hervorragenden Wirkens für die In
vereſſen des Reiches und Staates iſt es mir eine beſon
* Peking, 26. April. Der Vertrag über die
vere Freude, Ihnen als erneutes Zeichen meiner Aner=
Fünf=
Mächte=Anleihe iſt paraphiert worder
ennung und Dankbarkeit am heutigen Tage den Charak
und wird heute abend 10 Uhr unterzeichnet werden. Japan
er als Wirklicher Geheimer Rat mit dem Prädikat Ex=
hat
auf ſeinen Anſpruch, einen Berater zu ernennen, ver=
ellenz
zu verleihen. Gott der Herr ſchenke Euerer
zichtet. Die übrigen Poſten ſind wie folgt verteilt: Sir
Exzellenz noch einen glücklichen Lebensabend. Wil=
Richard Maurice Dame wird engliſcher Inſpektor des
I. R.
veln
Salz=Inſpektorats, der dem chineſiſchen General=Inſpel=
(4
Berlin, 26. April. In dem Beleidigungs
or koordiniert werden ſoll, Konavaloff wird für Ruß=
prozeß
Weingartners gegen den verantwortlicher
land, Padur für Frankreich Berater des Rechnungshofes
Redakteur des Berliner Lokalanzeigers, Sartorius
Rump ſoll für Deutſchland Direktor des Anleihedeparte
am es in der Berufungsinſtanz zu einem Vergleich.
ments werden. Die engliſchen, amerikaniſchen, japani=
Der Angeklagte, der Weingartner vorgeworfen hatte, im
ſchen, deutſchen und däniſchen Direktoren in den einzelner
Jahre 1908 kontraktbrüchig geworden zu ſein, erklärte, e
Diſtrikten der Verwaltung der Salzzölle ſind bereits er=
habe
nicht beabſichtigt, den Kläger in ſeiner Ehre anzu=
annt
worden. Dem Vernehmen nach ſoll ein feſter
reifen. Da eine gerichtliche Feſtſtellung eines Kontrakt=
ebernahmepreis
nicht beſtimmt werden. China wird
ruches fehle, bedauere er, dem Privatkläger einen Kon
den Verkaufspreis der Bonds erhalten unter Abzug von
gaktbruch vorgeworfen zu haben
6 Prozent für die Emiſſionskoſten. Da Padux gegen=
wärtig
noch nicht bereit iſt, den ihm angetragenen Poſter
München, 27. April. Der Architekt Gabriel vor
anzunehmen, wird wahrſcheinlich ein in Peking anweſen=
Seidl, der Erbauer des deutſchen Muſeums, iſt in Bad
der Franzoſe für ihn vorläufig eintreten.
Tölz im 65. Lebensjahre geſtorben
Pforzheim, 27. April. Geſtern abend kurz nach
Uhr fiel das roſtig gewordene eiſerne Tor des Haupt=
Unruhen in Liſſabon.
tüngangs des Städtiſchen Parkes um und erſchlua das
n eun Jahre alte Töchterchen des Schreiners Georg
* Liſſabon, 27. April. Heute nacht und am Vormittag
Oongus. Das Kind ſtarb ſchon auf dem Transport
fanden auf den Straßen Kundgebungen ſtatt, angeblich um
nach der elterlichen Wohnung
die bedrohte Republik zu verteidigen. Mehrer
U. a. wurde der
Verhaftungen wurden vorgenommen
* Kuxhaven, 26. April. Der Imperator trat heute
auptmann Lima Diaz vom 5. Infanterie=Regiment ver
achmittag 3 Uhr ſeine erſte Probefahrt an, die er
haftet. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung wurden mili=
eute
abend beenden wird. Er wird die Nacht über vor
täriſche Maßnahmen getroffen.
velgoland ankern und morgen früh die zweite Probefahr
eginnen, bei welcher er acht Stunden lang forciert fah
* Liſſabon, 27. April. In früher Morgenſtunde er=
en
wird. Morgen nachmittag 4 Uhr trifft er wieder in
chienen ungefähr hundert Demonſtranten, Revol
Quxhaven ein und nimmt dort vierzig Perſonen an Bord
verſchüſſe abgebend und Hoch die radikale Republik!
welche von dem Generaldirektor der Hamburg=Amerika
ufend, vor der Pionierkaſerne und erklärten, in den Stra=
inie
, Geheimrat Ballin, zu einem morgen abend ſtattfin=
ßen
befänden ſich Mitglieder einer Verſchwörung. Es ſe
denden Diner eingeladen worden ſind
daher nötig, die Republik zu verteidigen. Die
Pionieroffiziere weigerten ſich trotz der dringenden Auf=
* Helgoland, 26. April. Der Imperator iſt
orderung der Demonſtranten, die Kaſerne ohne höherer
auf ſeiner Probefahrt wohlbehalten in Helgolani
Befehl zu verlaſſen. Die Demonſtranten begaben ſich darau
eüngetroffen, nachdem er auf See die Kompaſſe reguliert
in das Gebäude der republikaniſchen Vereinigung, wo ſie
nd ausgedehnte Maſchinenmanöver vorgenommen hatte
Waffen erhielten, einigen wurden Bomben übergeben.
Das Schiff hat ſich tadellos bewährt und eine unge
Mehrere Perſonen wurden verhaftet
wöhnlich gute Steuerfähigkeit erwieſen. Der Imperator
morgen früh 6 Uhr auf der forcierten Probefahr
eht
* Liſſabon, 27. April. Nach einer Blättermeldung fan=
üs

Hornsriff und wird gegen 3 Uhr wieder vor der
den außer vor der Pionierkaſerne auch vor anderen Ka=
ein

Elbe
ernen Demonſtrationen ſtatt. Die Soldater
ga=
Wilhelmshaven, 26. April. Das Heck des Tor
ben auf die Demonſtranten blinde Schüſſe ab und zer=
edobootes
§ 178 iſt heute nachmittag halb 3 Uhr
treuten ſie. Die Polizei ſoll in den Räumen der radi=
eingeſchleppt
worden
kalen republikaniſchen Vereinigung zwanzig Leut
verhaftet haben. In der Nähe der Feuerwehr
Wilhelmshaven, 27. April. Das Wrack des Tor
kaſerne im Graca=Viertel ſollen angeblich heute morgen
edobootes § 178 iſt heute früh in Gegenwart eine
zwei Bomben explodiert ſein
verichtskommiſſion geöffnet worden. Bisher wurden
* Liſſabon, 28. April. Wie es heißt, ſind Haftbe
eben Leichen geborgen.
ehle gegen mehrere Offiziere der republika
Paris, 27. April. Nach einer Meldung aus Naner
wurde der Staatsanwaltſchafts=Stellvertreter Paillot
niſchen Garde erlaſſen worden. Einige Offiziere ſol
n Briey, als er geſtern abend eine Wirtſchaft betrat
en bereits verhaftet ſein. In der Vorſtadt Alcantara
von zwei Bergleuten namens Jungels und Blaſ
ind 2 Bomben explodiert. Die Truppen ſind in den Ka=
eſchimpft
und ſodann auf der Straße arg miß
ernen konſigniert
andelt. Erſt als auf die Hilferufe Paillots mehrere
Serſonen herbeieilten, ergriffen die beiden Bergleute die
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Flucht. Sie wurden jedoch feſtgenommen und nach den
efängnis gebracht. Ein Blatt behauptet, daß die beiden
Tageskalender
Bergleute Deutſche ſeien. (?)
Großh. Hoftheater. Anfang 8 Uhr, Ende 9¾ Uhr
Paris, 27. April. Dem Echo de Paris zufolge
Ab. D): Oedipus
ſei der Kriegsminiſter mit dem Plan beſchäftigt, eine An=
Vortrag von Paul Eisner um 8¼ Uhr im Kaiſerſaal
uhl von Radfahrer=Abteilungen mit Ma=
(Volksbildungsverein)
chinengewehren auszuſtatten, da die ſeit längerer
auptverſammlung des Feſthaus=Vereins um
Z eit unternommenen Verſuche ein günſtiges Reſultat ge=
liefert
haben.
3½ Uhr im Reſtaurant Kaiſerſaal.

Seite 7.
Der Kinder Freude:
Rizinusöl, der
Schrecken der Kinderſtube, erſetzt
durch Califig‟
Wer erinnert ſich nicht aus den Tagen ſeiner Kind
heit, welches Grauen man damals vor dem geheimnis
vollen Schränkchen hatte, welches das verhaßte Rizinusöl
ittere Salze, Pulver, Wurmſamen und ähnliche, den Ge
ſchmacksſinn beleidigende Dinge barg. Die Tage dieſer
nangenehmen, draſtiſchen Mittel ſind aber längſt vorüber,
Man hat gelernt, ſich mehr der Natur anzupaſſen, man
tut aus ihrem reichen Schatze Subſtanzen gewählt, die
zngleich eine wohltuende, beſchwerdeloſe Wirkung und
ihrer Zuſammenſetzung einen höchſt angenehmen,
aromatiſchen Geſchmack beſitzen.
Wir haben hierbei den ſo beliebten Kaliforniſchen
Feigenſirup Califig im Sinne. Wenn heutzutage
Appetitmangel, unruhiger Schlaf, belegte Zunge und
andere Anzeichen auf eine Störung der Verdauung, des
Stuhlganges bei unſeren Kleinen hindeuten, dann ſollt
die fürſorgliche Mutter gleich mit einer Doſis Califig
der Hand ſein, den alle Kinder ſo gerne nehmen.
bei
Die gründliche, reinigende Wirkung des Califig tut
dem zarten Organismus des Kindes ordentlich wohl, und
es verurſacht keine Beſchwerden; die natürlichen Funk=
ionen
der Verdauung kommen wieder zur Geltung und
der Kleine iſt in Kürze wieder ſo friſch und munter wie
zuvor. Ealifig wird von den Aerzten beſonders in der
Kinderpraxis verwendet ein Beweis, daß er hier be=
onders
am Platze iſt. Aber auch bei Erwachſenen eigne
ſich Califig beſtens zur Regelung des Stuhlganges und
Vorbeugung chroniſcher Verſtopfung
In allen Apotheken zu haben zu 1,50 Mk. die Flaſche
Extra große Flaſche 2,50 Mk. Beſt.: Syr. fici Californ. 75
Ext. Senn. liqu. 20, Elix. Caryoph. comp. 5. (I,3158
Wer etwas für ſeine Geſundheit tun will, verwende
einen geringen Teil ſeiner freien Zeit zur Durch
ſicht des heute beiliegenden Proſpektes über Trinkkuren
mit Lauchſtädter Mineralbrunnen. Die wun
derbaren zuverläſſigen Heilerfolge mit Lauchſtädter
Brunnen ſtützen ſich auf eine mehr als 200 jährige
Erfahrung. In vielen tauſend Fällen hat ſich die un=
übertroffene
Heilkraft der Quelle glänzend bewährt, ſc
vor allem bei Rheumatismus, Gicht, Zuckerkrankheit,
Nieren= und Blaſenleiden, Blutarmut, Bleichſucht, ge
wiſſen Frauenleiden, Nervoſität, ſchlechter und fehler
Der Brunnen übt eine
hafter Blutbeſchaffenheit=
wohltuende
und geſundheitfördernde Wirkung au
den Körper aus. Deshalb iſt eine Kur mit Lauch=
ſtädter
Mineralbrunnen für die Geſundheit von
der größten Bedeutung. Der Brunnen wirkt allent=
halben
blutbildend und geſundheitfördernd auf den ge
amten Organismus. Deshalb ſollten auch Geſunde
den Brunnen trinken, da dadurch die Geſundheit ge=
eſtigt
und der Körper widerſtandsfähig gegen Krank
heiten gemacht wird. Haustrinkkuren mit Lauchſtädter
Brunnen können beſonders jetzt im Frühjahr jederman
nicht warm genug empfohlen werden. Aus dem heute
eiliegenden Proſpekt iſt erſichtlich, wo der Lauchſtädte
(989
Brunnen in Darmſtadt käuflich iſt.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von den
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1
Nordamerika: Atlantian von Galveſton kommend,
24. April 6 Uhr 15 Min. abends in Hamburg. Ein
cinnati 24. April 1 Uhr nachm. von New=York über
Plymouth und Cherbourg nach Hamburg. Frankfurt
von Portland Me. kommend, 24. April 11 Uhr abends
in Hamburg. Piſa nach Quebec und Montreal,

4. April 4 Uhr 30 Min. nachm. in Rotterdam
üdamerika, Weſtküſte Amerikas: Habsburg von
Mittelbraſilien kommend, 24. April 2 Uhr morgens in
Rotterdam. König Friedrich Auguſt, heimkehrend,
24. April morgens von Buenos Aires. König Wil=
elm
II. nach dem La Plata, 24. April 10 Uhr abends
von Southampton. Rhaetia, von Nordbraſilien kom=
nend
, 23. April 9 Uhr abends von Oporto. Sieg=
linde
von dem La Plata kommend, 24. April von
St. Vincent. Oſtaſien: Aleſia 23. April von Singa
pore nach Hongkong. Birkenfels 24. April von Malta
nach Port Said. Goldenfels, von Antwerpen kom=
mend
, 24. April nachm. in Hamburg. Liberia 24. April
6 Uhr morgens von Schanghai nach Hongkong. Scandia‟,
heimkehrend, 24. April morgens in Singapore.

(

Todes=Anzeige.
Heute früh 6¾ Uhr entſchlief plötzlich und
unerwartet ſanft, infolge eines Herzſchlags,
meine liebe, unvergeßliche Gattin,
unſere gute
Schwägerin
treu ſorgende Mutter, Schweſter,
(9913
und Tante
Frau
Margarethe Reckow
geb. Lorenz
im nahezu vollendeten 59. Lebensjahre.
Um ſtille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen:
Friedrich Reckow, Schriftſetzer,
Friedrich Wilh. Reckow u. Braut,
Jakob Reckow.
Darmſtadt, den 27. April 1913.
Die Beerdigung findet am Dienstag, nachmit=
tags
um 3 Uhr, vom Portale des Städtiſchen
Friedhofes aus, ſtatt
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
edaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilunger
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

[ ][  ][ ]

Nummer oo.
Darmſtädter Tagbiatt, Montag, den 28. April 1918.
Seite 8.
Eliſabethenſtr. 23, Hinterdau,
freundl. möbl. Zimmer. (9804oms
mmer

Karlſtraße 63, III., ein großes
gut möbl. Zimmer z. vm. (B9805t
aglatm
Niederramstädterstr. 31, II., Hth., n.
Kleueselstr. 35
Kapellpl., möbl. Z. z. verm. (*11268gg
Parterre=Wohnung, 6 Zimmer u.
Schuchardſtr. 9, III., möbl. Z
2 Entreſol, im Preiſe von Mk.
an Herrn od. Frl. Pr. 15 Mk. (*11264go
900. per ſofort zu vermieten.
Diefelbe eignet ſich auch für Bureau=
Kleines, ſchön möbl. Zimmer
zwecke. Zu erfr. im 1. St. (8016oms
ſofort zu verm. Preis 14 Mk. mit
Kaffee. Näh. Kiesſtr. 80, I. (9812a
(60
1
2 gut möbl. Zimmer mit
Penſion ſofort zu verm. Moſer=
(B4764omf
ſtraße 5, Weidig.
M
Kiesſtr. 9, II., gr. freundliches
Hede Tarimstr. 38
Zimmer zu vermieten. (*11357oi
hochpart., mod. herrſchaftl. große
Saalbauſtraße 41, II., I., Ecke
5 Zimmer=Wohnung, Badezim.,
Marienplatz, ſchön möbl. Zimmer
Fremden= u. Mädchenzim., Bleich=
(*11358
ſofort zu vermieten.
platz u. Gartenanteil u. allem Zu=
Schloßgartenſtr. 11, III., ſch
behör ſofort oder ſpäter zu verm.
möbl. Z. ohne vis-ä-vis, nächſt. Näh.
Nah. Martinſtr. 89, II. (B9023t
der Hochſch., p. ſof. od. ſpät. (*11353oi
Gr. Ochſengaſſe 1 C. Hartmann)
N.=Ramſtädterſtr. 32, 1. St.,
möbliertes Zimmer, mögl. an
geräumige 5 Zimmerwohnung ſof.
ältere Perſon, w. tagsüber zu Hauſe
bill. zu vm. Näh. daſelbſt. (8947t
iſt (Heimarbeit), z. verm. (*11371
Aliceſtr. 32, I., möbl. Zim. m.
Bismarckstr. 80
od. ohne Klavier z. verm. (*11350oi
Schöne 5 Zimmerwohnung im
Gr. Ochſeng. 18frdl. Zim. zu vm.
2. Stock mit Bad u. ſämtl. Zubeh.
Woche 3 M. Näh. Lad. (*11376
Preis
per 1 Juli zu vermieten.
-
Stock,
Mk. 900.. Zu erfr. im 1.
Waldſtraße 39, parterre, ſchön

einzuſ. von 1012 Uhr vorm. und
möbl. Zimmer ſof. zu verm. (*11380
G
S
S
(8736t
von 24 Uhr nachm.
Eine große Kneipe zu vergeben
Z

GammManter

Reſtaurant Stadt Pfungſtadt,
(20
Eliſabethenſtraße 2.
(9730a


für Herren und Damen
Ernſt=Ludwigſtr. 5, Stb., ſchöne
Steuer-Reklamationen
3=Z.=Wohg. m. beſ. gr. Küche, evtl.
nur Garantie-Qualitäten, in sehr grosser Auswahl.
(9859a
fertigt ſachgemäß.
m. Bed. d. Dampfheizg. geg. entſpr.
Maul, Riedeſelſtr. 72, III.
Vergütg., per 1. Juli zu vermieten.
Näh. daſ. Vorderh. 1. St. (7894os
Schöne Zimmer=Wohnng
mit Küche und allem Zubehör
per 1. Juli ds. Js. zu vermieten.
Spozial-Damen
Lodeh Manter- und Lapes
Näh. bei L. Lange, Schul=
(9550t
ſtraße 6= (im Laden).
für Herren und Damen
Neue Freueſtr. 63, I.I.
aus leichten, echten Kamelhaar-Lodén.
Fisier-Salon
per 1. Juni 3 Zim.=Wohn. mit allem
Zubeh. zu verm. Näh. daſ. (9648t
Marktstr. 3: Telephon 2215
S


Wegzughalber
G
Kopf-
Sport-UlsterS
iſt die 3 Zimmer=Wohnung,
waschen
Eh
mit Frisur
Wenckſtraße 27, I., per
hochgeschlossen, aus leichten Covert Coat und Phantasiestoffen,
Mk. 1.00
1. Juli zu verm. (*11374oim
inineuen geschmackvollen Farben.
(9912
Kinder-Kopf-
3 Zimm
waschen
75
Roßdörferſtr. 30½, ſchöne 2
Zim.=Wohn. an einz. Leute z. verm.
Einzelfrisur

Näheres Nr. 30, part. (7693oms
75
Sport-Anzüge : Sport-Gamaschen
Liebfrauenſtr. 44 geräumige
Abonnement
2 Zimmerwohnung mit Zubehör
7
biller.
2
alsbald zu vermieten.
(*11382
Neueste elektr. Zentral-
Wenckstr. 60, I. St.
Sport-Ausrüstungen
Trocken-Anlage.
Schöne 2 Zim.=Wohnung, Preis
V
320 Mk., ſof. zu verm. (9732oms
Keine sogenannte billigpreisige Konfektion, sondern
e
Zöpfe
nur erstklassige Ausführung zu sehr billigen Preisen.
aus garantiert weichen
Laden mit Magazin
deutschen farbechten
für jedes Geſchäft geeignet, mit
Haaren von heute ab
oder ohne 3 Zimmerwohnung per
bedeutend billiger.
ſofort zu vermieten.
(6210od
Serie I sonst 6.50
Näheres Hügelſtraße 27.
jetzt 4.50
sonsb 8.50
u
Serie II
Schöner Laden
jetzt 6.50
mit Ladenzim. im Zeutrum
sonst 10.50
Wserie III
d. Stadt f. 500 Mk. pro Jahr
jetzt 8.50
zu verm. Näh. bei Denſter,
(9690if
Marktſtraße 2.
sonst 15.00
Serie IV
1
jetzt 12.00
ſannr
Selmer
EAbOrtHaarzopfe
Heidelbergerſtraße 74 Stall
Spezialhaus vornehmer Herren- u. Kinder-Moden
für 3 Pferde und Wagen=Remiſe
mit Kordel von Mk. 2.00 an
zu vermieten.
(*10866mfo
ohne Kordel von Mk. 4.50 an.
Ludwigsplatz :: Ecke Schulstrasse.
Bei Aufträgen von auswärts
bitte um Einsendung einer
Haarprobe.
Günstige Gelegenheit für
Wiederverkäufer.
e
Clnabehhenſu. 4, II.
Ludwigſtr. 16, 3. St.,
möbl.
Karlstr. 52mit
Anfertigung sämtlicher Haar-
Penſon
Zimm. bill. zu verm.
Wilhelmstrasse

(9389a
arbeiten aus ausgekämmten
(B5286oms
zu vermieten.
(Penſion Mink)
ſind 2 gut möbl. Zim. (Wohn= u.
Mühlſtr. 56, II., am Kapellpl.,
Haaren zu den billigsten
Waldſtr. 32 möbl. Zimmer
gut möbl. Wohn= u. Schlafzim.
Schlafz.), ſowie ein einzelnes
5 Zim.
ſchön möbl. Zim. zu verm. (9576t
Preisen.
zu vermieten.
(9322t
ſofort zu verm.
(9866a
an geb. Herren zu verm.
(9696a
Luiſenſtr. 32, II., bei Gg. Wedel
Auffärben alter Haararbeiten
Nied.=Ramſtädterſtr. 32, II. Et.,
Bleichſtr. 5, hochpart., gut möbl.
einf. möbl. Z. m. Penſ.
Mühlſtr. 17½, I., groß.,
möbl.
(570a
in wenigen Stunden.
möbl. Wohn= u. Schlafzim
(8282t
Zimmer an beſſ. Herrn ſof. (9849a
Zimmer zu vermieten.
,20 Jahre jünger gibt grau.
(9731a
Viktoriaſtr. 63,
1. Gage, gut
Waldſtraße 46, 1. St.,
Haaren die Naturfarbe wieder.
Schloßgartenſtr. 53, pt., möbl.
möbl.
möbl. Wohn= und Schlafzimmer
Viktoriaſtr. 87, II., ſchön möbl.
Zimmer zu verm.
(8899t
Wohn= u. Schlafzimmer. (*11326so
Fl. Mk. 3.50. (8923a
mit Balkon, Sonnenſeite, ſep. Eing.,
Zim. zu verm.
(*11091soi
Waldſtraße 2, an der Wilhel=
Hochſtraße 53, II., großes ſchön
Klavierbenutz., Schreibtiſch, eventl.
Karlſtr. 53, part, möbl. Zim.
minenſtraße, 1 evtl. 2 möbl.
Zim.
auch an 2 Herren, per
möbliertes Zimmer mit Schreibt.
1. April
ſofort zu vermieten.
(*11195soi
ſofort zu vermieten.
(9004t
zu vermieten.
zu verm. Einzuſ. nachm. (B9300oms
(5736oms
Roßdörferſtr. 19, part.,
möbl.
Luiſenſtr. 6, II., hübſch
möbl.
Riedeſelſtr. 70, II., gut möbl.
Gustan Hanzle
Wohn= u. Schlafz. z. verm. (*11280sc
Gartenſtr. 17, I.,
Zimmer zu vermieten.
(9206t
Zimmer zu vermieten. (9182oms
Erbacherſtr. 3, 1. St.,
groß.,
möbl. Zimmer mit guter Penſion
Steinſtr. 5, part., möbl.
Zim.,
Lauteschlägerstr. 7, I., ſch. möbl. Z.,
Harktstr. 4:: Telephon 2215
fein möbl. Wohn= und Schlafzim.
ſofort zu vermieten.
eventl. mit Klavierbenütz.
(8137oms
(9494t
wöchtl. 3.50 M., m. Kaff. ſof. (*1122280
mit Gas zu verm.
(9562a
ee
und Farberen hakd Luehner (Ian. Wepr. füiöler), Lop=
Mt
Darmstaur Rheinstrasse 23
Gebr. Rover
Farberer
: Frankfurt a. M.:: Hügelstrasse
chemische Waschanstalten
Chemisches Reinigen u. Färben von Damen-, Herren- u. Kindergarderobe, Vorhängen, Decken, Teppichen, Portiéren, Fellen, Spitzen, Federn, Reihern, Kindermützen, Handschuhen etc.
Zirka 1000 Angestellte.
Einrichtung und Oreanisation unserer Werke sind in der gesamten Fachwelt als mustergültig anerkannt. (8286a

[ ][  ][ ]

Nummer 98.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 28. April 1913.
Seite 9.
2
Billige Preise
in
(9906)
*78
Sarartert
Tevpichen
DFfOleuffr
990
1975
Tüll-Gardinen, abgepaßt
Perser-Teppiche
Prima Druck-Linoleum
140
weiß u. creme . Paar 9.75, 5.45, 3.75 u.
15, ca. 200X300 cm .
elegante Teppich-Muster, 200 cm breit
Aan
T
Meter von
Tüll-Gardinen
1075
Axminster-Teppiche
Granit-Linoleum
925
52a
Stückware .
Meter von
. , , ,
ca. 200X300 cm . . . . . .
von 10 am
durchgehende Musterung, 200 cm breit
F1
Meter
990
39400
1 ull-Dekorationen,
Steilig
Plüsch- Teppiche
160
Einfarbig braun. Linoleum
Oan
elegante Künstler-Dessins .
von
, ,
,
hübsche Zeichnungen . . . .
54 an
von
200 cm breit
Meter
75
200
Kochelleinen-Dekorationen
Bouclé-Teppiche
990
1.
Posten Inlaid-Linoleum
0
3 teilig, prachtvolle Entwürfe
,, ,
von
90m
ca. 200X300 cm .
an
von
,

2
200 cm breit
D Meter
Ein Posten
025
195
Madras-Dekorationen
,,
1
Tapestry-Bettvorlagen
Vm
mit entzückenden, farbigen Effekten . von
Linoleum-Lauier:
995
995
Erbstüll-Stores
Ein Posten Bouclé-Läufer
2
67 cm breit
sehr schwere Ware in hübsch. Streif,, Mtr. nur
an
Meter
mit eleganten Bändchen-Applikationen, von
1.15
90 cm breit
Meter
945
1.45
Köper-Rouleaux
Seltene Gelegenheit!
2teilig
2 an
Paar von
110 cm breit
Meter
. .
1.85
133 cm breit .
Meter
165
2.25
Brise-bises
Ein Posten
Kokos-Läufer
9
25
1
Stück von
ingrößter Auswahl . . . . .
67 cm, sehr schwere Ware . . Meter nur
Linoleum-Waschtisch-Vorlage
an
95
3
auffallend preiswerte
Posten:
Maidt pch
025
Rouleaux-Damast
Messing-Garnitur
Muster durch und durch, 200/275 cm gross, 10
5
95
130 cm, sehr glanzreiche Ware, Meter nur
Stange 150 cm lang u. 10 Ringe, kompl.
geschmackvolle Dessins . . . . .
Darmstadt
Kaunlaus Fr. Sert-VEISE Ludwigstr. 2, Ecke Kirchstr.
Kartoffeln.
Teppichklopferei
la gelbfleiſchige Induſtrie
(VII,7663
Fr. A. Göbel, Kiesſtraße 57.
à Ztr. 2.30. Mühlſtr. 5, p. (*11390omf
Bruchleidende
Wohnungsentstaubung und Motten-Vertilgung.
4. Aufpol. v. Möb.
nehmen oft ihr Leiden zu leicht und tragen kein Bruchband, weil
Spezialität, uſw., ſowie alle
der Federdruck zu läſtig iſt. Mein Bruchband ohne Feder


vorkomm. Schreinerarbeiten (977a
Extrabequem‟, eigenes Fabrikat, Tag und Nacht tragbar, hat
Zi
Adolf Zeller, Schützenſtraße 8.
ſich auch bei veralteten Fällen glänzend bewährt. Zahlreiche Zeug=
niſſel
Leib= und Vorfallbinden, Geradehalter. Mein Vertreter iſt mit
Muſtern anweſend in
(II,9911

Darmſtadt Dienstag, 29. April, 94 Uhr, Hotel Prinz Heinrich.
G

Schwabſtr.
Bruchb.-Spez. L. Bogisch Erben, Stuttgart,
Nr. 38A.
rul Pfingsten:
e


braun Halbschuhe schwarz

M. 5. M. 6. M. 7.50 M. 9.50

fed
moderne Formen mit u. ohne
Was unsere Kunden Sagen

(
Lackkappen.
30000 Kilometer ohne jede Reparatur gefahren, mein
Touristen-Stiefel
Wanderer: 3 P. S. ist noch wie neu‟.
Bequeme Formen.
3 Jahre mit meinem =Wanderer: 3 P.S. gefahren,
Bewährtes Fabrikat.
ohne Reparatur, der Motor läuft wie am ersten Tag‟
M. 10.50
M. 12.50. M. 16.50
Hunderte solcher Aussagen können wir Ihnen noch
mitteilen. Alle sind sich darin einig:
Kinderstiefel
Naturformen, schwarz u. farb.
sehr große Auswahl
5
billige Preise. (9898a
Wanderer.
G. Keilmann
GeWjedern
6 Markt 6.
Schwarz-weisse Rabattmarken.
Kalimon.
ist das beste deutsche Motorrad.
Bettbacchent
Heirat!
J. Donges & Wiest, Grafenstrasse 26.
Prl. 21 3., atb, 60 fof.u. 190,
Saderehinen
ſpät., Frl., 19 J., kath., 30000 ſof., w.
Lehrer, Frl., 26 J., ev., 200 000 ſof. u.
200 000 ſpät., hier z. Kur, 39j. ev. Frl.
Oelbeeuge
v. Lande, 50 000, Hr. k. einheir. (Pfalz),
Frl., 35 J., 15000 Vm. (Engrosgeſch.
Zuvermetchoderznverkäufcn
Betttücher
m. 6-8000 M. Eink.), Hr. ſ. einheir., Frl.,
ev., 24J., 30 000 M., u. v. and. Damen
In dem Hauſe Saalbauſtraße 79, erſter Eingang, iſt der
u. angeſ. Herren w. Heir. d. Haäk, Her-
Seloollern
Parterreſtock und 1. Stock haldigſt zu vermieten, event. das Haus
derstrasse 1. p., vornehmſte Ehever=
unter
ſehr günſtigen Bedingungen zu verkaufen. Parterre enthält
mittung,
Wiesbaden.
(920
Diele mit Kloſett, 3 große Zimmer mit Erker und Wintergarten,
Oseltdecken
35
ſowie Küche und Zubehör, im 1. Stock ſind außer der Diele mit
nagstisch
Kloſett fünf Zimmer und im Dachſtock ein Mädchenzimmer. Auf
Betbüberzüge
Wunſch können noch drei Räume im 1. Stock hinzugegeben werden.

Fleisch u. veg. Kost von
Garten mit Zugang vom Wintergarten. Einſicht von 1012 und
60 Pf. b. M. 1. im Abonn.
24 Uhr. Alles Nähere auf direkte Anfrage im Hauſe ſelbſt, mitt
im grosser Augwahk.
lerer Eingang 2. Stock, oder wegen Verkaufs bei Herrn Sebastlan

bendtisch
(9482a
Eckler, Rheinſtraße 9, zu erfahren.
Blie2
Fleisch u. veget. Kost v.
wegen
Inh
Eine (
50 Pf. b. 70 Pf. im äbonn.
neue Waschmangel
Ple tz=
Billiges Huhnerfutter
Hein=
wongel
billig zu verkaufen.
Weizen= u. Gerſtenabfall, ge
Aweshauf des berümten
9123a
(8
heimerſtraße 38.
4
miſcht, 150 Pfd. zu 10 Mk. m. Sack.
:: Wormser Weinmostes:
7
verſendet gegen Nachn. (IV,8326,68
aussp J65e
Rheinisch-Westfälisch. Geflügelfutter-
kein
Frinkrwang. 1
Haare

Versand Neuß a. Rhein.
ausgekämmte und abgeſchnittene,
Reform-Restaurant
* Darmstadk Schllerplabz 5
85
kauft fortwährend zu den höchſten
Gebrauchte Nähmaſchine mit= Ge=
Blexanderstrasse 4. 1. Stonk.
Preiſen
(827a

ſtell, gut erhalten, 30 Mark


G. Kanzler, Friſeur, Markſtr. 3.
H
Grafenſtraße 26.
9470a)

75

[ ][  ][ ]

Seite 10.
S
7
echt
Weiblich
Reinl. Frau ſucht 23 Stund
vormittags, event. 3 4 mal die
(*11379
Woche Laufdienſt
Landgraf=Georgſtr. 62, Stb., III.,
Kath. Mädchenſchutzverein
Niederramſtädterſtraße 30.
(täglich von 35)
empfiehlt zum 1. Juni
eine tüchtige Herrſchaftsköchin
zu 15. Mai ein tüchtiges Haus
mädchen, ein tücht. Alleinmädch
Alle mit beſten Zeugniſſen. (*11361
Mädchen, welches gut kocht, drei
Jahre bei einer Herrſchaft iſt, ſucht
Stelle als Stütze. Eine Lehrers=
tochter
, welche Kleidermachen kann,
u. Liebe zu Kindern hat, nette Land=
mädchen
ſ. in Darmſtadt Stellen.
Frau Berta Neßling, Ludwig
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin. (*11362g
e Stellen
Weiblich
Geubte Arbenerinnen
für
Herren-
Oberhemden
finden
dauernd Beſchäftigung
(9674do
bei
Mi. & L. Becker
17 Wilhelminen-Str. 17.
Angeh. Verkäuferin
od. Lehrmädchen geſucht
Schulſtraße 11.
11114fso)
Einige Mädchen
für leichte Fabrikarbeit für
(9700fsc
dauernd geſucht
Schuheremefabrik
Pallaswieſenſtr. 153.
Lehrmädchen oderLehrling für
Ladengeſchäft
Inſtallationsge=
ſchäft
) geſucht. Schöne Handſchrift
erforderlich. Offerten unter E 28
an die Expedition.
(*11265sc
Vollkommen durchgebildete
Kontoristin
geſetzten Alters, durchaus vertraut
mit Buchhaltung, aber auch perfekt
n Stenographie und Schreibma=
ſchine
, zum alsbaldig. Eintritt geſ.
Ausführliche Offerten mit Ge=
haltsangabe
unter E 47 an die
Expedit. d. Bl. erbeten. (*11377oi
Für unſere
Kleiderſtoff=Abteilung
ſuchen (9907a
eine tüchtige, erſte
Verkäuferin
per 1. Juni evt. 1. Juli
Off. mit Zeugnisabſchriften
u. Gehaltsanſprüchen erbitten
Gebr. Rothschild
Markt 2.
Seie Mcdchent erbeltet hit
Stellen zu einer Dame, zu zwe
Leuten. Herrſchaft ſucht wegen Ver
heiratung des Mädchen Mädchen
wvelches kochen kann zum 1. oder
15. Mai. Frau Berta Neßling
Ludwigſtraße 8, gewerbsmäßige
Stellenvermittlerin.
(*11360oi
Für 1. Mat geſucht in ſeinen
D
Haushalt
ordentlich Mädchen
das ſelbſtändig kochen kann und
Hausarbeit verſteht. Hausmädchen
vorhanden. Adreſſe zu erfragen
in der Expedition ds. Bl. (9515a
Tüchtiges, ſolides
Hausmädchen,
icht unter 20 J., für alle Ar=
beiten
ſofort geſucht. Lohn 30 M.
und freie Station. Hotel Heß,
Darmſtadt.
(9705fso
geſucht
Tüchtige Kellnerin ſof.
(*11367
Löwen-Keller.
Gut empfohlenes Mädchen.
ſteht, kann als Köchin angelernt
Zu erfragen Waldſtraße 6.

Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 28. April 1913.
Reste
Garulen
in weiss, creme u.
Reste
bunt, schmal u. breit
Hooto weit unter Preis.
Reste
Die durch unseren billigen Verkauf in grossen
Massen entstandenen Reste werden zu ganz
enorm billigen Preisen verkauft.
Kleider- und Blusen-Reste
Handtuch-Reste
Blusen-Reste teilweise reinwollene Stoffe,
in
grau und bunt in Rest Mtr. 15 Pfg
im Reste von 25 Mtr.
Handtuch-Reste
am Rest Mtr. 50
weiss und weiss mit Rand
in Rest Mtr. 19 Pfg
Blusen-Reste neue Streifen, la. Qualität,
Crettonne u. Hemdentuch
im Verkaufswert ca. 1.80
80/82 cm br. in Rest Mtr. 28 Pfg.
am Rest Mtr. 75
Flock-Coeper
Kleiderstoff-Reste doppeltbreite solide
weiss in Rest Mtr. 28 Pfg.
Stoffe, Reste von 36 Mtr.
am Rest Mtr. 60
Kleiderstoff-Reste 130 cm breite Kostüm-
stoffe
,
Reste ca. 8 Mtr. . am Rest Mtr. 85
Seiden-Reste . . . . . . Mtr. 95
Mousseline und Waschstoffe
Bett-Damast-Reste
Wasch-Mousseline Mtr. 20 Pfg.
Blusen-Zephyr Mtr. 35 Pfg.
cm brt. Bett-Damast
82
Kleider-Satin Meter 45 Pfg
Reste von 310 Mtr., am Rest Mtr. 58
Weisse Stickerei-Stoffe
Mtr. 55 Pfg.
130 cm brt. Bett-Damast
120 cm breite Stickerei-
solide
glanzreiche Ware, Reste von
Stoffe für Kleider u.
37 Mtr.
. . . am Rest Mtr. 55,
Blusen Mtr. 1.25
60 cm brt. Bett-Damast
in schönen Mustern, am Rest Mtr. 90
Bett-Kattune waschecht
Reste von 210 Mtr., am Rest Mtr.
25
h-Krettonne
Bettuc
doppeltbreit . . . am Rest Mtr. 65
Schürzenbaumwollzeug Reste von
13 Mtr., am Rest Mtr. 48
Doppeldruck-Reste
am Rest Mtr. 50
Blau Haustuch
Mtr. 45
Mainzer Warenhaus
Markt 7
9908)
Guggenheim & Marx
Markt 7.
Mmnſtäbantbaeter
TucheMäober
(Vizefeldwebel)
mit beſten Zeugniſſen, ſucht möglichſt bald Stelle auf
einem Bureau, bei einer Landgemeinde, einer Guts=
zeichner

oder Anſtaltsverwaltung. Auch im Kaſſendienſt iſt
beſonders für Anfertigung von
derſelbe erfahren und durchaus zuverläſſig.
Augen=
Detailzeichnungen mod. Stil=
blicklich
iſt derſelbe bei einer Gewerbe=Polizei ver=
art
ſof. geſ. Karl Kuhrmeier
Möbelfabrik, Peine b. H. (9878
wendet. Offerten u. E 26 an die Expedition. (9725sc
Junge

aubere Lauffrau geſucht
Tacht. Rockarbeiter,
Tüchtiger Schuhmacher
11378) Ernſt=Ludwigſtr. 24.
für feine Damenböden ſofort geſucht
von 71.
tücht. Westenarbeiter
V. Weber, Wilhelminenpl. (*11115fsc
Laufmädchen Uhrgeſucht.
ſowie
Jüngerer, Ha
Schützenſtraße 7, 1. Stock. (*11359
tüchtiger Hausbursche
Suche eine ge
N
tücht. Tagschneider
geſucht. Heinrich Lautz. (9813a
empfohlene Sdüb. Lauffrau
Se
auf Werkſtätte, ſowie außer dem
Wienerſtraße 51.
(*1138
Hauſe bei hohem Lohn, auf dau=
Jungerer Hausburſche
rnd geſucht. Thiele & Böttinger
Tüchtiges Alleinmädchen,
brav, ſolid und ſauber baldigſt
Hoflieferanten.
das kochen kann, per 1. Ma
(B9806
geſucht. Roßdörferſtr. 35. (9814a
geſucht. Viktoriaſtr. 30, I. (9706fso
Männlich
Redegewandte Herren und
Oberreiſende mit Kolonnen ge=
ſucht
für den Vertrieb einer
Zisarerren vertreter
neuen Sache. Herren, welche
bereits auf Zithern Private
werden von leiſtungsfähiger Zigarettenfabrik (Spezialität
beſuchten, bevorzngt. Hohe Pro=
feinſte
Handarbeit)
II,9884
viſion! Bretſchneider, Hamburg
Poolſtraße 8.
I.,9887
gegen hohe Proviſionen ſofort geſucht.
Gefl. Offerten unter K. 476 an Haasenstein &
nicht jünger wie etwa 24 J.,
Vogler, A.-G., Mannheim.
das etwas vom Kocher
ver=
werden
.
(9910

Nummer 89.
Wir ſ. f. ſof. mehr. tücht. Herren
gl. welch. Stand. als Aquiſiteur u.
Kontroll. b. gut. Bezahl. Gefl. Off.
erbeten an die Allg. Kranken- u. Sterbe-
Vers.-Anstalt a. G. Filialdirektion Lud-
II.9885
wigshafen am Rhein
Jüngerer Hausburſche
(Radfahrer) geſucht. Ferdinand Cart
Winter, Eliſabethenſtraße 10. (9821a
ohne Kap. a. zuverl.
Verſandſtelle perz. z. vgb. Verd.
(*11389
tägl. 515 Mk. (koſtenl.).(
Gehring & Co., Düsseldorf.
Gewandt. jüng. Kiſtenſchreiner
(9701fso
geſucht
Schuheremefabrik
Pallaswieſenſtr. 153.
Buſchleſer
Mehrere
Karl=
ofort
geſucht. J. Jacobi
664a
ſtraße 34.
810 jährigen kräftigen,
4
1
Jungen

als Modell geſucht.
1369) Liebigſtr. 24, im Atelier.
Schuhmacherlehrling geſucht
(9716a
Saalbauſtr. 38.
Eapezier-Arbeilen
werden gut u. billig ausgeführt
Wilh. Hein, Mollerſtr. 9. (*11384
Für Verlobte.
Neues, mod. Schlafzim., kompl.,
mit Patentmatr., Speiſezim., dkl.
eichen, enth.: Büfett, Kredenz, Um=
bau
, Diwan, Ausziehtiſch u. 4 echte
Lederſtühle, Pitsch-pine-Küche
kompl., m. Kunſtvergl. u. Linoleum=
bel
., zuſ. nur 730 M. Ferner Klub=
ſofa
, eich. Bücherſchrank, Diplomat,
Chaiſelongue, Diwan, Büfett, Klei=
der
= u. Spiegelſchr., Flurgarderob.
Trumeauſpiegel, Waſchkommode,
Servier=
Vertiko, Büchergeſtell,
Näh= u. Bauerntiſche, Blumenkrip.
Bettſtellen u. Matr. in la Aus=
führ
. weit unter Preis. Friedr.
Holzer, Eliſabethenſtr. 46. (*11385
Klub=Seſſel
neu, la Rindleder, garant. Roß=
haarpolſterung
, zu jed. annehm=
(*11355
baren Preis zu verk.
Liebfrauenſtr. 74, Hth, 3. St. r.
Duterh. eiſ. Bett m. Drahtmatr. b. z
pk. Friedrichſtr. 14, Hth. (*11375
Kautionsfährge Wirtsleute
ſuch. bis 1. Okt. gutgeh. Wirtſchaft.
Offert. unter E36 Exped. (*11303so
o welche am Donnerstag m.
Damt, der Elektr. auf E=Zug 30
ein jung. Mädch., welch. n. Heidel=
berg
fuhr, begleitete, wolle bitte ein
Lebenszeichen von ſich geben unter
(*11364
E 44 an die Exp.
Ein ausgewachſ. grauer Kater
in d. Nähe d. Reſidenzſchl. entlauf.
Dem Wiederbringer Belohnung.
B9902) Wilhelminenſtr. 18, p.
Gefunden!
Eine Damen=Uhr mit braunled.
Armband. Gegen Belohnung ab=
zuholen
Erbacherſtr. 45, Althändl
(*11365
Georg Hönig.
Die natarreinen
alkoholfreien Weine
und
Vormser Weinmostel
empfehlen hervorrag. Herzte
bei Blutarmut, Bleichsucht,
Vervosität (Prof. Forel, Prof.
Eulenburg, Prof. Jordy, Dr.
Gilbert, Dr. Keferstein)
bei Herzkrankheiten, Rheu
matismus u. Cicht (Dr. Matzen,
Dr. Stoll-Nauheim, Dr. Kühne)
bei Magen-, Darm-, Leber-
u
. Nierenleiden (Prof. Bunge,
Prof. Winternitz)
bei allen akuten fieberhaften
Krankheiten (Dr. Järschky
rof. Bleuler, Dr. Albu, Dr
(2415
Schilling.)
Verlangen Sie Sorten-
und Preisliste u. auf-
klärende
Literatur von
Johahhes Hern
Alexanderstr. 4, I.
Sendungen (auch Proben) frei Haus.
Guterh., duntelbl. Kinderwagen
11391oi
zu verkaufen
Beſſungerſtr. 99, I., links.

[ ][  ][ ]

Nummer 98.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 28. April 1913.
Seite 11.
Extra billiger
Verkauf!
Diese u.nächste Woche
Extra-Aneebot
IIIIin
IMMMN
230
Schwarz
Damen
Damen
Chevreaux
D60
Braun und schwarz, eréme
Lackleder und Chevreaux
Knopfschuh
160
amerikan. Form, desgl. in braun .
(80
Leder-Pumpschuh
Pumpschuh
7
amerik. Form

Rahmen-Arbeit, amerik. Form .
,,
Lackleder
200
Braun und schwarz
Derby-Halbschuh
desgl. in braun Chevreaux
190
650
amerikan. Form, amerikan. Absatz
Chevr.-Pumpschuh
in grau säm.
amerik. Form
7
amerik. Form
,
.... . , ,
Schwarz Chevreaux
*160
Schwarz Chevreaux
Knopfschuh
Schwarz Chevreaux
11 modernem Stoffeinsatz . .
Promenade-Schuh
(*180
960
Derby-Halbschuh
mit grosser Schleife, ausgeschnittene
amerik. Form . . .
7
moderne amerik. Form
Herren
Braun Chevreaux
Desgl. in braun Chevreaux
100
Braun und schwarz Chevreaux
66l
Derby-Halbschuh
Schnürschuh
1 160
amerik. Absatz, moderne Form
7
und Derby-Schnitt . . . .
Halbschun
11 Form . .
Laeteter
Braun Chevreaux
60
(60.
Pumpschuh
30
Halbschuh mit modern. Ein-
mit
Schleife, amerik. Form
7
satz in Stoff, amerik. Form .
in Boxoalf. . . . . . . . . 9
=Hoflieferant
Schunhaus Priedrich Soeder Hadwigstraße 12
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Jeder
Die Lieferung
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=

licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
von
100000 Stück Brief=
Achtung Erſtinder!


finden ſich: 2 Spitzhunde, 1 Foxterrier, 1 Dachshund. Die Hunde
umſchlägen
Gescharismaun
können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
Wir ſuchen ſofort gute
ſogenannten Oelfenſterbriefen, zur
Erfindungen und Ideen für
3
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dort=
Verſendung der Gemeindeſteuer=
ſollte
ein Kontroll=Journal haben,
ſelbſt jeden Werktag, vorm. um 10 Uhr, ſtatt.
induſtrielle Unternehmen, die
(9890
zettel, ſoll vergeben werden.
zur Prüfung all. Buchungen u. zur
gewinnbringend und prak=
Bedingungen und Muſter liegen
Vorbereitung der Bilanz=Arbeiten.
Bekanntmachung.
tiſch ausführbar ſind. Freie
im Stadthaus, Zimmer Nr. 39,
Das Selbſt=Kontroll=Journal
Auskunftsſtelle für Erfinder.
zur Einſicht offen.
Syſtem Bauer hat 150 Doppel=
(9901oi
Nach § 3 der Polizeiverordnung über die Bekämpfung der
Angebote nebſt Muſtern ſind
ſeiten mit 3farbigem Vordruck, iſt
Schnakenplage vom 6. Februar 1913 ſind die Grundſtückseigentümer,
Pahlitzch, Brehm&Co.,
4
33X22 cm groß und in Leinen ge=
bis
zum 10. k. Mts., vormittags
die Mieter und Pächter verpflichtet, in den Monaten April bis Sep=
Techn. Patent-Bureau,
10 Uhr, bei mir einzureichen.
bunden. Preis 10 Mk. mit Ge=
tember
einſchließlich mindeſtens einmal monatlich die Jauchen= und
Dresden A. 16. (I,9888
brauchs=Anweiſung.
Darmſtadt, 23. April 1913.
Abortgruben mit einem zur Vernichtung der Schnakenbrut geeigneten
(*11381
Der Oberbürgermeiſter.
An Hand eines ſolchen Journals
Mittel (Petroleum, Saprol oder dergl.) zu übergießen.
M
übernehme ich Bilanz=Arbeiten u.
J. V.: Schmidt.
Bei Unterlaſſungen erfolgt Beſtrafung und polizeiliche Durch=
or
ca. 36 u. 50 Lit. Inh.,
Steuer=Erklärung. prompt u. diskr.
führung der Maßregeln auf Koſten der Säumigen
3
Füſſer, 2tür. Eisſchr., Frack=
Bekanntmachung.
Nikolaus Bauer,
Wir fordern alle Grundſtückseigentümer, Mieter und Pächter
u. Gehrockanz. f. gr. Fig., all. ſehr
Bücher=Reviſor,
in Stadt und Gemarkung Darmſtadt auf, obengenannte Bekämpfungs=
Die am 24. ds. Mts. abgehal=
gut
erh., zu vk. Anzuſ. v. 114 Uhr
Arheilgen, Darmſtädterſtr. 50
maßregeln aufs Genaueſte durchzuführen.
(9889
tene Nutzholz=Verſteigerung iſt ge=
*11363om) Wittmannſtr. 27, part.
Darmſtadt, 23. April 1913.
nehmigt. Vom 7. k. Mts. können
die Abfuhrſcheine bei den betref=
Großherzogliches Polizeiamt.
Weißbinderarbeiten.
Eisſchrank
fenden Kaſſenſtellen in Empfang
Gennes.
gut erhalten preiswert zu verk.
(9904
genommen werden.
Heinheimerſtr. 80, 1. St.
*11389)
Die Ueberweiſung erfolgt am
Eine leiſtungsfähige
Firma
Mai.
Bekanntmächung.
nimmt fortwährend Aufträge an.
Darmſtadt, 26. April 1913.

M
Voranſchläge koſtenlos. Offerten
Großh. Oberförſterei Beſſungen.
u. D 41 a. d. Exped. (*11121fso
Der hieſige Spargel=Markt ꝛc.
getragene Her=
I. V.: Kindhäuſer.
ren= u. Damen=
werd
. mit wetter=
Lnchgplänſian
findet auf Wunſch der Käufer von Montag, den 28. April I. Js.,
ſch kaufe
Neue
(*11105tso
kleider, wie auch
Errdvgbläuutl feſter Farbe geſtr.
um 4¾ Uhr nachmittags, ſtatt, und zwar täglich, mit Ausnahme
Schuhe, Zahngebiſſe ꝛc. Zahle
Steine gereinigt, geſchrieben und
an Sonntagen.
(9868so
Eiche=Schlaßimmergarnitur
reelle Preise. Poſtkarte genügt.
vergoldet bei billigſter Berechn. Ad.
Nauheim (Kreis Groß=Gerau), den 24. April 1913.
m. dreiteiligem Spiegelſchrankbillig
Obergaſſe 15
Haun, Dieburgerſtr. 5. (*11207om
Großh. Bürgermeiſterei Nauheim.
abzugeb. Georg Rackur, Rheinſtr. 47.
M. Lemler, (Laden). (*11130fso
werden ſchick u. eleg.
Hüte garniert. Altes prak=
I. Ress. versich. geg. Ungeniet.
tiſch verwendet. Kahlertſtr. 1, 2. St.l
Wir zahlen
Bau- und Bramarbeiten.
(7556a
(Ecke Frankfurterſtr.),
Ibel & Lotz, G. m. b. H.
die höchſten Preiſe
Das Alleinausführungsrecht des baupolizeilich genehmigten
Eliſabethenſtr. 31. Telephon 461.
für alt. Eiſen u. Metalle, Papier=
Verfahrens zur Herſtellung einer wirklich ſchalldämpfenden Holz=

abfälle, Geſchäftsbüch. u. Akten,
balkendecke und freitragenden, ſchalldämpfenden Rohr= Beton=
unt
. Garantie des Einſtampfens.
Spreng=Wand unter Verwendung von kombiniertem Schilfrohr=
Ale Auſträge werden nur

gewebe mit aufgeflochtenem Drahtgeflecht, habe ich bezirksweiſe unter
Deriz Scheel
im Hauſe abgeholt und finden
günſtigen Bedingungen an ſolvente Unternehmer zu übertragen. Ernſt=

prompteſte Erledigung.
(9432a
lliche Reflektanten erfahren Näheres durch:
(9683fo
Wilhelminenstr. 19, II.
M. I.5b & Co.,
Vertilgung von Ungeziefer jeder
Grösstes Sprachlehrinstitut.
Carl Poggenhans
Liebigſtr. 30. Telephon 479,
Art, wie Wanzen, Käfer, Ratten,
Englisch
Mäuſe uſw. billigſt unt. Garantie
Köln, Kyffhäuſerſtraße 59.
Für altes Eisen, alte Metalle,
: Diskretion.
und ſtrengſter
Französisch
e
Piotgruhtlecher Bauret
Papierahfälle aller Art, Ge-
Privatstunden 2 Mk.
13X18 m. 3 Doppelkaſſett. 25 Mk.
schäftspap. Bücher u. Akten

und 1 Stereoskop=Apparat
Zahlung
Klassenst. pro Mon. 5 Mk.
unter Garantie des Einſtampfens
2 Objektive
und 3 Doppelkaſſetten
Rino-Salbe
zahleſtets die höchſt. Preiſe. 7915a
50 Mark
Italienisch
wird angewendet bei Beinleiden,
zu verkaufen
(*11368oi
nach
Lippmann May,
bösen Fingern, Hautleiden,
Privat- und Zirkelstunden.
Arheilgen, Dieburgerſtr. 8.
Verletzungen, Bartflechten,
Tel. 157. Kl. Ochſengaſſe 14.
Gut bewährte nationale Lehrkräfte.
Flechten, alten Wunden usw.
§ P8, mit neuem
Erfolg!
Aufträge werd. jederz. prompt erleo.
Dose à M. 1.15 u. 2.25
Uebersetzungen biiligst
Motorrad Keilriemen, Magnet=
E
in allen Apotheken.
und diskret. (8305a
sünd., gut erh., für 150 Mk. z. verk
Originalpackung ges. gesch.
Haare
11373) Grüner Weg 25, part.
erteilt Nachilſe und
Rich. Schubert 8 Co., G. m. b. iI.
Für Hausbeſ., Hotels, Bäckereien,
Lehrerin überw. Schulaufgaben.
Weinböhla-Dresden,
ausgekämmte und abgeſchnittene
Frankheitshalber ſind ſämtliche
Reſtaur. uſw. Verſicherung gegen
Man verlange ausdrückl. Rino‟
Off. u. E 4 Exped. (*11214som
kauft fortwährend zu den höchſten
K Weißbindergerätſchaften bil=
Ungeziefer beſonders zu empfehlen
Wachs, 751, ven. Terp. je 25, Teer3,
Preiſen
(7846a
Student ert. Nachhilfeſtunden,
ägſt zu verkaufen. Näheres bei
Aeußerſt geringe Jahresprämie.
Salic., Bors. je 1, Eig. 20 Proz.
Friedrich Tillmann,
Wilh. Schneider, Eberstadt,
Offerten unter E 48 an die Ex=
85
Koſtenloſe Ausſprache an Ort und
Eliſabethenſtraße 21.
Hügelſtraße 68.
pedition ds. Bl. erbeten. (*11386
(*11329soi
(z
(14a
Stelle. Poſtkarte genügt.

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 28. April 1913.
Seite 12.
1679
gegr.
Musik-Verein.
Darmstädter Zirnerklab,
Ordentliche Mitglieder=Verſammlung
KONZERTT
Montag, 5. Mai 1913, abends 9½ Uhr
des Zither- und Gitarrevirtuosen
im Vereinshauſe.
Herrn Fritz Mühlhölzl aus München
Tages=Ordnung: 1. Jahresbericht
am Montag, den 5. Mai 1913, abends 8¼ Uhr,
2. Neuwahlen zum Vereinsausſchuß
im Fürſtenſaal, Grafenſtraße 20
2. Aenderung des § 12 der Satzung
Die aktiven und inaktiven Mitglieder werden hierdurch zu
Eintrittskarten (numerierter Platz 1 Mk. 65 Pfg., nicht
9873
Teilnahme eingeladen.
numerierter Platz 1 Mk. 10 Pfg.) ſind in der Hofmuſikalienhandlung
Der Vorstand.
Gg. Thies Nachf., Inhaber L. Schutter, Eliſabethenſtraße 12,
ſowie am Konzertabend an der Kaſſe erhältlich.
Geſellſchafts= (Vereins=) Karten zu ermäßigtem Preiſe können
Verein für Verbreitung von Volksbildung
durch die Firma Hoffriſeur Frank, Eliſabethenſtraße 9, für Mit
glieder des Volksbildungsvereins durch das Verkehrsbureau
Darmstadt.
(6900a
werden.
bezogen
Mnannnmnnanhmmnnmnmannannunnnnannnnannnunnnannnnnnn
Montag, 28. April, abends 8¼ Uhr im Kaisersaalt
Luftkurhaus Trautheim
über Maria Mag
Einiges über Friedrich Hebbel
Neu eröffnet
dalena‟, Gyges und sein Ring‟ u. die Nibelungen
Schöne Lage zwischen Darmstadt u. Nieder-Ramstadt.
Vorzügliche Verpflegung.
von Herrn Paul Eisner, literarisch-artistischer Sekretär
Pension nach Vereinbarung.
Fremdenzimmer.
des Grossh. Hoftheaters
Gut gepflegte Biere
Karten zu 30 Pfg., für Mitglieder und angeschlossene Vereine
Kaffee!
Kaffee! Täglich frische Kuchen
20 Pfg. am Verkehrsbüro und bei J. Mylius, Herdweg 2. (9599m
zu
Um gütigen Zuspruch bittet
(9905a
1

II

Böcke
C.
5
Wrisdennerovereinwarmsfaal.
(früher Restaurant 12 Apostel‟, Worms
und.
Innn
Donnerstag, den 1. Mai (Himmelfahrttag)
beſtimmt bei jeder Witterung Gäſte willkommen (9879om
Hoter Fenston Wwaidtriede

2
EB ERSTADT
Hübsche, neu eingerichtete Zimmer mit voller Pension
Fammenausffuc
auf Tage, Wochen oder Monate zu vermieten.
Von Biſchofsheim=Ginsheim durch die Baumblüte
Gute Bedienung
M
Vorzügliche Küche
der Nonnen=, Langen= und Jakobsberger Aue
Haltestelle der Kleinbahn.
(9441a
Kornſand nach Oppenheim. Daſelbſt Beſichtigung
C
der St. Katharinenkirche, der Ruine Landskrone uſw
Mainzer Reise nach der MrasserKante
A.
Abfahrt 6 Uhr 30 Min. Hauptbahnhof 4. Kl. Biſchofsheim 55 Pf.
vom 9. bis 16. Jul 1913.
Anmeldungen zu dem gemeinſchaftlichen Mittageſſen (1.80 Mk
bis längſtens Mittwoch mittag 12 Uhr bei Herrn Sattlermeiſte
(Bremen-Bremerhaven-Helgoland-Hamburg
Wallauer, Rheinſtraße 37, Herrn Glaſermeiſter Werner, Ludwigs
Friedrichsruh-Lübeck- Travemünde-Kiel)
höhſtraße 13½, oder Herrn Malermeiſter Kraus, Luiſenſtraße 40
Frühſtück iſt mitzubringen, Getränke ſtellt die Auenwirtſchaft.
Preis Mk. 98.
Alles eingeschlossen.
Ausführl. Programm kostenl. durch das Reisebureau
Vereinfürnaturgemäße Lebens=u. Heilweiſer. 9
C
L. Lyssenhop &. Co., G. m. b. H., Mainz, Kaiserstrasse 7

Es ist dies die bekannte alljährliche Mainzer
(Naturheilverem) Darmſtadt.
Veranstaltung, worauf besonders aufmerksam ge
Darmſtädter Licht=Luft=Bad.
macht wird.
(I,9215

Unſer Licht=, Luft= u. Sonnenbad mit dem Spiel= u. Tennisplatz
wird am 1. Mai 1913 wieder eröffnet
Mannheimer Marmarkt 1913
Für den Beſuch des Platzes gelten folgende Bedingungen:
1. Der Spielplatz.
4. bis 6. Mai.
Unſeren Mitgliedern mit Familie und Gäſten ſteht der Beſudk
Spielplatzes frei
deg
Pferderennen um 27. April, Z. und 6. Mal
2. Luft= und Sonnenbäder.
Eintrittspreiſe für Mitglieder
a)
Zichung der Lotterie bar Geld sofort-am 7. Mai
Einzelkarten 20 Pfennig
35 Hauptgewinne. Erster Preis: 2 Paar Wagenpferde
Abonnementskarten für die ganze Badeſaiſon für Einzel
2.
perſonen 6 Mark.
1965 Silberpreise und andere Gegenstände
desgl. für Familien für die ganze Badeſaiſon 8 Mark.
3.
zus. 2000 Gewinne im Werte von Mk. 50000 .
Für Angehörige werden auf den Namen lautende Beikarten
4.
ausgeſtellt, und zwar für Kinder bis zu 18 Jahren frei
Für die Wagenpferde 75%, für die Arbeitspferde
ür über 18
und Rindviehgewinne 80% bar, für die Silberpreise der
Jahre alte Familienglieder gegen eine
Ge=
bühr
von je 1
Mark.
volle Geldwert.
(II,6288
-
Nichtmitglieder:
Eintrittspreiſe für
b)
Los Mk. 1., 11 Lose Mk. 10.
Pfennig.
Einzelkarten 35
1.
Kassier: Johs. Peters, C 4, Nr. 1.
Abonnementskarten für die Badeſaiſon 12 Mark für jede
2.
Mannheim, im März 1913
inzelne Perſon.
(Familienkarten werden an Nichtmitglieder
C0
Dayirbewang
nicht abgegeben
Landwirischaftl. Bohen asverein. Badischer Rennverein.
Bades wird ein von einem Arzt verfaßtes
Allen Beſuchern des
Lose zu beziehen durch J. F. Lang Sohn in Heddesheim
Merkblatt über das Verhalten im Luftbad ausgehändigt.
3. Der Tennisplatz.
Tennisſpieler zablen für eine auf den Namen lautende Abonne=
Asssataakänsaagatsshan
mentskarte für die Saiſon 4 Mark.
Nichtabonnenten zahlen für
die Perſon und Stunde 10 Pfennig,
(9894a
Der Tennisplatz iſt in erſter Linie für unſere Mitglieder
beſtimmt.
Durch Mitglieder einzuführende Nichtmitglieder

bezahlen 6 Mark bezw. 15 Pfennig
Mit Ausnahme vorſtehender Preisänderungen gelten für den
Beſuch des Spielplatzes, des Licht=Luft= und Sonnenbades, ſowie
des Tennisplatzes die in den Satzungen feſtgeſtellten Bedingungen
die auch von Nichtmitgliedern zu beachten ſind.
Herausgreifen wollen wir, daß das Rauchen nicht geſtattet iſt
und daß Hunde auf den Platz nicht mitgenommen werden dürfen
Den Anordnungen des Vorſtandes, ſowie des Aufſichts
2edo

führenden iſt jederzeit Folge zu geben. Etwaige Wünſche nehmen
die Mitglieder des Spielplatz=Ausſchuſſes entgegen.
Die Karten für die Bäder werden nur auf dem Spielplatz
2
von dem aufſichtführenden Herrn ausgegeben.
(9610do
Trauringe

.
Die Aufnahme neuer Mitglieder kann dagegen nur bei
310
dem
Vorſitzenden des Vereins, Herrn Stadtverordneten Saeng,
Enorme Auswahl in verschiedenen Arten
Kirck
ſtraße 20, erfolgen.
5
Kugelform mit Sinnspruch, jede Größe vorrätig
Darmſtadt, im April 1913.
Der Vorstand.
Hoflieferant
6
Gg. Karb Ludwigstr. 20.
Destaurant Stadt Coburg Gute Küche
waldstrasse 2, an der Wilhelminenstr. (9511a) Bier vom Fass
Ein
eeeeeeeetee
Wanderer-Fahrrad
gebrauchter Roederherd
(9414a
*11260sc
wie neu, ſehr billig
billig abzugeben
Grafenſtraße 26.
Kattler, Rheinſtraße 3.
Lahsssshsanahskaasnnng

66

4
)

Nummer 98.
Lel.393
Möbelpolſtur.
Zum Aufpolieren trüb ge=
wordener
Möbel empfehlen:
½ geſetzl.
Mühlenberg a geſch. Politur
in Flaschen à Mk. 1.
ferner eine von uns ſelbſt her=
eſtellte
, als vorzüglich be=
fundene
Politur in Flaſchen
à 50 und 75 Pfg., ſowie
loſe gewogen.
(9756a
Gebr. Verhottel
Telephon Nr. 200
14 Schuſtergaſſe 14
DARMSTADT.
Feinſten
(9899a
Export=Apfelwein
von Gebr. Freyeiſen
aus beſtem Taunusobſt gekeltert
u. zur Maibowle vorzügl. geeignet
empf. per Fl. o. Gl. 30 Pfg.
G. Roth, Dieburgerſtr. 9.

Großherzogl. Hofthearer
den 28. April 1913.
Montag,
62. Abonnem.=Vorſtellung. D41.
Oedipus.
von Sophokles. Ueber
Tragödie
Ulrich von Wilamowitz=
ſetzt
von
Moellendorff.
iter: Hans Baumeiſter.
Spielle
Perſonen.
Hs. Baumeiſter
Oedipus
Herta Alſen
Gattin
ſ.
Jokaſte,
Kurt Ehrle
Kreon, ihr Brud.
Kt. Weſtermann
,
Teireſias
W. Riechmann
Ein Prieſter
Paul Peterſen
Ein Korinther
Ludw. Wagner
Ein Hirt.
Frz. Schneider
Ein Bote
Johs. Hein:
Chorführer
Samska Asbel
Adolf Braun
,
Jean Sautier
.
Ad. Jungmann
,,
K. Enzbrenner
,
Br. Waigandt
.
Fr. Jachtmann
,
Chor
Cornel. Dobski

Heinr. Geyer
,
W. Wegerich
,
O. Hundsdorſ
,
Kurt Schüppe
,,
Otto Wol
,,
,
Ludw. Wenzel
.
Kleine Preiſe:
Proſzeniumsloge 5.10 M., Mittel=
loge
5.10 M., Balkonloge 4.60 M.,
I. Rang 4.10 M., II. Rang: 1.6.
Reihe 2.05 M., 7. u. 8. Reihe 1.65 M.,
Sperrſitz: 1.13. Reihe 3.60 M.,
14.20. Reihe 3.10 Mk., Parterre:
1.5. Reihe 2.25 M, 6.8. Reihe
M., Erſte Galerie 1.05 M.,
1.85
Zweite Galerie 0.55 M.
Anfang 8 Uhr. Ende 9¾ Uhr
Kartenverk. v. 9½1½ u. v. 7 U. an
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Dienstag, 29. April. Auß. Ab
27. Volksvorſt. zu ermäß. Preiſen
Die fünf Frankfurter.
Anfang 7½ Uhr. Verkauf der nock
vorhandenen Karten an der Tages
aſſe im Hoftheater am Tage der
Vorſtellung, vormittags von 9½
Uhr ab.
Mittwoch, 30. April. 163. Ab.=Vſt
A41. Manon. Kleine Preiſe
Anfang 7 Uhr
Donnerstag, 1. Mai. (Keine
Vorſtellung.
Am Himmelfahrttag bleibt
die Tageskaſſe geſchloſſen.

[ ][  ][ ]

Nummer 98.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 28. April 1913.
Seite 13.
zumAlbonnement
Einladung:
auf friſchen
ue
Zeizsche 8 Co.
mit berehr.
Haftung.
Spargel!
W. Reiss
Markt 1
Ich lade hierdurch zum Abonne=
Ernst-Ludwigstr. 22 Ernst-Ludwigstr. 22
ment für den Bezug von dreimal
täglich friſch geſtochenen Spargel,
ung
Daunge
jarront
IOg
aus eigener junger Anlage, das
bozugsquelle Preiswerter Gebrauchsneschirre
Pfund 50 Pfg., ein.
(B9861
für Restaurant und Privatbedarf.
Hochachtungsvoll
GroßerAusverkauf
Ph. Germann, Karlſtr. 63½.
Telephon 1299.
Villeroy & Boch-Fabrikate
Wegen Umzug herabgesetzte Preise
Wasch-Garnituren, Eßservice,
Iabakspfeifen
Glaswaren, Küchen-Garnituren,
aller Art und Preislagen
in allen unseren Abteilungen
Emaillegeschirre, Holzwaren,
sämtliche Ersatzteile
Bestecke.
Zigarren, Zigaretten,
Spiel-, Galanterie- und Lederwaren
Tabake

Einfache bürgerliche
Spezialltät: Küchen-Einrichtungen
Etuis, Meerschaum-

und Bernsteinwaren
Nippsachen, Schmuck- u. Toiletteartikel
Brautleuten besonders empfohlen.
Rauchartik., Spazierstöcke
(8391a
ete. Ste.
Küchengeschirre in Glas u. Porzellan
Grosse Ausw. Bill. Preise.
7
Pfeifenspezialist:
Korbwaren, Kinderwagen, Klappsport-
Marguth
Fr.
wagen u. Leiterwagen, Strassenrenner
Neu eingeführt!
Darmstadt, Ecke Gr. Ochsengasse
Filiale: Marktstrasse 3. (6334a
Reis in 1=Pfd.=Säckchen 25, 35, 45 Pfg.
Gebrauchte
Puppenwagen, Turnapparate, (9710fom
nebſt amerikaniſcher Kochanweiſung
Schreibmaſchinen
Rucksäcke, Touristenstöcke usw.
Marmeladen in 1=Pfund=Gläſer
(9438a
ſehr gut erhalten
(nach engl. Art eingekocht
(9311a
Underwood
150 Mk.
,
Pflaumen
40
65 Pfg.
Tost
Beachten
,,
65 Pfg.
Gem. Früchte . . . .
.
Müller & Ober, Karlſtr. 30.
80 Pfg.
Erdbeeren
*
S.
,,,
,
Sie unsere Schaufenster!
Kinder-hiege=
(22
80 Pfg.
Johannisbeeren . . . .

,
2s
Zurükgeſetzte wagen, Sitz=u.
80 Pfg.
Aprikosen . . . .

,
,
Liegewagen, Klappwagen von
90 Pfg.
Orangen
:
*
S 5
(9430a
Mark
an
Tar
Eliſabethenſtraße 25½.
Emmericher Waren-Expedition, Elisabethenstr. 12, Tel. 979.
enen, Heseh imn Horsetundeguem füllen, lch aber elegaut
D modegerecht und doch absolut gesund kleiden wollen, tragen
D. R. P. Patente
Me
Keleervlerdnd Ven Pelz und Wenwaren
aller
Kalusiis Kuturstaaten.
902a
Sofortiges Wohlbefinden. Grösste Leichtigkeit u. Be-
übernimmt
unter weitgehendster Garantie
quemlichkeit. Kein Hochrutschen. Vorzügl. Halt im Rücken.
Natürl. Geradehalter. Völlie freie Atmung und Bewegung.
:: bei billigster Berechnung das ::
Elegante schlanke Figur. Für jeden Sport geeignet. Für
leidende und korpulente Damen Spezial-Facons.
IIlustrierte Broschüre und Auskunft kostenlos durch:
äff Inh.: Frau E. Spreng
Sch
Kalasiris-Spezial-Geschält Schulstrasse 12, 1. Stock.

Pelzhaus Carl Hau
werd. bill.
Faſt neuer blauer Sitz- u. Liege-
angef
. u.
wagen mit Nickelgeſtell u. Doppel=
Knahenkleider
nur Wilhelminenstrasse 7
ält. Sach.
ſedern
billig zu verkauf. (*11225so
Telephon 1533.

verarb. Ziebfrauenſtr. 79, p.(6994a
(8262a
Magdalenenſtr. 17, part.
Verrradenssdeler
Madrarberten Sind
bevor Sie eine Arbeit anfertigen laſſen, verlangen Sie Aufklärung über Qualität der Haare. Sämtliche Haare, welche in meinem Spezial-Atelier für Kunst=
haararbeiten
verarbeitet werden, ſind von mir ſelbſt präparierte Schnitthaare.
22 Ernst-Ludwigstrasse
Damenfriseur und Perrückenmacher
Ernst Köhler,
22.
Kein Laden.
Telephon 1682.
Kein Laden.
(912a
(6200n




E
1

Kein Wort von Wiederſehen fiel. Es war ein Schei=
Er wehrte ungeduldig ab. Wozu das, Signe? Ge=
für
immer.
den
wiß weiß ich es. Die Liebe zu Deiner Mutter trieb Dich.
Das Stärkſte.
Totenbleich im Geſicht, haltſuchend hart gegen die
Siehſt Du, Henning, und die hält mich nun auch.
Roman von Fritz Gantzer.
Flurwand gepreßt, ſtand Signe, als Henning auf ſie zu=
Sie hatte ſich mit faſt übernatürlicher Kraft zwingen
(Nackdruck verboten).
39)
trat
müſſen, ganz kühl und ruhig zu ſprechen. In ihrer Seele
, 1
Wie ein glückſeliges Kind, das dem Weihnachtsfeſte
Lebe wohl, Signe! ſagte er ernſt und gemeſſen und
raſte und tobte es. Da brannte ein Kampf zwiſchen der
entgegenträumt, harrte Henning der Rückkehr Signes in
wandte ſich ab, trat zwei Schritte zur Tür hin, vor der
leidenſchaftsloſen Pflicht und der lohenden, heiß aufflam=
dem
kleinen Stübchen jenſeits des Flurs. Er dachte es
der
menden Liebe. Sie ging während eines Zeitraumes von
Wagen hielt.
immer wieder durch, was er ihr ſagen wollte, überlegte
Signes Augen folgten ihm, ſie waren wie gebannt
Sekunden über ein ſteiniges Dornenland ohne Quell und
ſich jedes Wort
auf ihn gerichtet. Das Blut quoll ihr in die Stirnadern,
ſah über einen Abgrand weg Roſengärten, die ihren Duft
Eine volle Stunde mußte er ſeine Ungeduld zähmen.
als ſollten ſie von ihm geſprengt werden, und ihre Hände
ſandten, und hörte Ströme lebendigen Waſſers rauſchen.
Der Tag rüſtete ſich ſchon zum Abſchied, als er ſie endlick
Und ſie durfte doch nicht hinüber, konnte nicht, obwohl ihr
lagen zu Fäuſten geballt hinter ihr gegen die Wand ge=
zu
ſich in das Zimmerchen treten ſah.
Fuß im Straucheln vom Wege abgleiten wollte. Die Dor=
preßt
. . . . Um Gott, noch Sekunden, dann war ſie Siegerin,
Sie war offenſichtlich erſchrocken, ihn hier zu finden
nen hielten ſie, bohrten ſich in ihr Gewand und riſſen ihr
wenn gleich auch eine elende, unſagbar unglückliche, die
unid ſchien den Zweck ſeiner Anweſenheit zu ahnen. Ihr
an dem Verbluten einer im Kampfe erhaltenen Wunde
die Glieder blutrünſtig. Sie hätte aufſchreien mögen, und
von dem weiten Gang in klarer Luft gerötetes Geſicht ver=
ſchloß
nach ihrem kalten Sprechen die Lippen doch ſo feſt
zugrunde geht. . . . Um Gott, noch Sekunden.
färbte ſich und wurde noch um einen Schein bleicher, als
Henning ſetzte ſeinen Fuß auf die Schwelle. Seine
aufeinander, als ſollte nimmer ein Laut je wieder über ſie.
er zu reden anhub
Mutter ſtand ſchon neben Sibylle Frank wartend am
Henning war taumelnd zurückgewankt. So iſt dieſe
Wirr und ſich überſtürzend gingen die Worte über
Liebe das Stärkſte in Dir? preßte er tonlos heraus, erd=
Wagen. Und im Zimmer ſchlurrte die Baſe einher, ſtampfte
ſeine Lippen, ganz, ganz anders, als er es ſich vorgenom=
mit
dem Stock den Takt zu ihrem lahmen Gange.
fahl im Geſicht. Und von einer anderen Liebe weißt Du
men hatte. Aber der Grundton war da und klang immer
Das alles ſah und vernahm Signe noch, dann kam
nichts?
wieder durch
ein Brauſen über ſie, ein wüſtes, wildes Brauſen. Lichter,
Sie ſank an der Schwelle zu Boden und ſchlug die
rote, grüne, gelbe, ſolche in allen Farben tanzten vor
Sie ſtand linnenbleich gegen die Tür gelehnt während
Hände vor das Geſicht. Frage nicht! ſtöhnte ſie in namen=
ihren
Augen. Sie ſtieß einen Schrei aus und ſtürzte vor,
der ganzen Zeit ſeines haſtenden Sprechens und hatte
.laß mich
loſer Qual. Ich kann nicht mit Dir gehen . . .
rief einen Namen. Und als Henning ſich taumelnd zurück=
beide
Hände auf das wildpochende Herz gepreßt. Seine
allein, Henning. Geh! . . . Geh! . . . Sonſt werde ich
wandte, ſtand Signe hart vor ihm, ſchlang beide Arme um
genze Wirrſal hatte er ihr enthüllt, ſein ganzes Fühlen
wahnſinnig
ſeinen Hals und zog ihn in den Flur zurück.
Dor ihr ausgeſchüttet. Und nun fragte er: Willſt Du nun
Er wollte trotz ihrer entſchiedenen Forderung ein
Das Stärkſte hat doch geſiegt! ſtieß ſie mit heißer
mit
mir heim, Signe? Heim in das Haus am Markt
Letztes verſuchen, neigte ſich über ſie und flehte ihren Na=
Leidenſchaftlichkeit heraus. Komm wieder, wann Du
ils ſeine zukünftige Herrin? Die Wege ſind alle eben,
men dicht vor ihrem Ohr: Signe, bedenke! . .
.morgen . . . übers Jahr . . . wann Du willſt.
lund es wird nur an Dir liegen, ob Du ſie gehen willſt.
willſt . . .
Ich habe alles bedacht.
Hole mich . . . hole mich! Ich will auf Dich warten!
nrich, kommſt Du mit?
Da ſchritt er an ihr vorüber und verließ die Kammer
Er war ſo beſtürzt, daß er nur ein Wort fand. Aber
Er war ganz nahe zu ihr herangetreten und trachtete
in die der Abendhimmel ein totes Grau malte.
s eine ging jauchzend über ſeine Lippen.
ſuchend nach ihren Händen.
dies
Drei Tage ſpäter hielt ein Wagen vor der Tür, und
Signe! Und er küßte ſie.
Sie legte ſich mit einer entſchloſſenen Bewegung in
das ernſte Weib mit feuchten Augen, das Trennung heißt,
Ehe er zur Beſinnung kam, hatte ſie ſich freigemacht
Rücken und beugte ſich weit zurück. Ehe ich antworte,
en.
ſtand auf der Schwelle des Hauſes, dem die Baſe Schlotter=
und ihn ſanft zur Tür gedrängt.
beck Herrin war.
mich fragen, Henning: Weißt Du, warum ich ging?

[ ][  ][ ]

Nummer 9s.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 28. April 191s.
Seite 14.
Aparte Neuheiten, auffallend billige Preise!
15
Nebenstehendes Schlatzimmer
in mahagoni (tabasco), komplett, zum Preise von Mk. 1035.
Material prima, Architektur und Durcharbeitung erstklassig
(VII,1962
Garantie nach Wunsch
Georg Schmitt Möbel u. Dekorationen
Gegründet 1879.
Schlossgraben
Telephon 891
Wegen Platzmangel
Zum Abonnement empfohlen:
guterh. getr. Kleider in groß. Aus=
wahl
. Anzüge, Ueberzieh., Röcke,
Hüte, weiße Hemden 80 Pfg.,

noch immer,
Das Dach lur Vmic.
Kragen v. 5 Pfg. an, Normal= u.
Garantiert
AV
Bettwäſche, woll. u. Tuch=Vorh.
trotz höherer
Sporth. u. Anz.), Gehrock= u. Frack=
Altbewährte, durchaus gediegene, bereits im
3)
reiner
Rande Fabrikpreise
Anz., Emp.=Jackenkleid. u. Bluſenkl.
per Pfund
9896a
Bluſen z. Ausſ. v. 1 Mk. an, Röcke
48. Jahrgang erſcheinende
Unsere Kaffees sind in letzter Zeit infolge gefallene:
farbig u. weiß, ſeid. Kleider, Stief.,
: illuſtrierke Jamilienzeitſchrift
Preise bedeutend verbessert und empfehlen wir
Strohhüte u. viel mehr bill. abzug
Teilzahl. ohne Aufschl. gern gestatt.
nur rein schmeckende Sorten
Große Reichhaltigkeit,
Beſondere Vorzüge:
150, 160, 170, 180, 200 per Pfund
10 Ballonplatz 10, parterre
à 140,
ſorgfältig gewählter
neben der Hofapotheke. (8908a
Preiswerte Schokoladen:
intereſſanter Inhalt :: : viele prachtvolle Illuſtrationen=
19
außerordentliche Billigkeit.
Stück
Milch-Block, fünfteilig
Grossel
Stück 16
Grosser Abfall-Block, fünfteilig .
,
Preis für das Heft
Jährlich 28 Hefte.
12
Stück
Grosser Abfallriegel, sechsteilig
Billiger
13
Stück
rosser Haushalt-Riegel, sechsteilig
Pfennig.
Stück
15
nur 30
Grosse Tafel Vanille-Schokolade, fünfteil.
Sigarren-u.
15
Stück
Grosse Tafel Créme-Schokolade, fünfteil.
Das über die ganze Welt verbreitete Buch für Alle iſt, getrei
Pfund 23
, ,
Vanille-Bruch-Schokolade
einem Namen und unterſtützt von den erſten Schriftſtellern und
Zigaretten-
alles
garantiert rein, billig und gut.
Künſtlern, jederzeit beſtrebt, eit
Grosse Auswahl in allen Konfitüren.
Z.=Verkauf
Jamilienbuch
echtes Heutſches
unter voller Garantie für
zu ſein. Es iſt jedem zu empfehlen, der ſeine Erholungsſtunder
an echt
erstklassige Qualität
gern intereſſanter Lektüre widmet und Freude hat
(V8377
tünſtleriſchen Illuſtrationen.
Ioltanu. Kazied Kohbun
Beſtellungen bittet man an die nächſtgelegene Buchhandlung zu

richten; wo der Bezua auf Hinderniſſe ſtößt, wolle man ſich direkt
Nal Tarchlot!
Elisabethenstrasse 7.
an unterseichnete Verlagsbuchhandlung in Stuttaart wenden
Kranichsteinerstrasse 1.
Har
Fa. Wilh. Bauer
Blumenthalstrasse 41.
Verlagsgeſellſchaft
Anion
Deutſche
in Stuttgart, Berlin, Leipzig.
bewährt ſich nun

Jahre mehr RettersHaar-
wasser
(München), ſtaat
Badeeinrichtungen.
gepr. u. begutacht. Z. h. un
40 Pf. u. M. 1.10 bei M. V
Quietal
70 Mk.
Wandgasbadeofen, erſtklaſſiges
7
Fabrikat,
Prassel. Schulstr. 10. (II, 281
38 Mk.
Badeofen mit Kohlenfeuerung
. ,
Nährsalzreiche
Gehrock=, Frack=, Smoking=An
Badewannen von
25 Mk. an
., ,
Kaffee-Ersatz
züge, Zylinder zu verleiher
Gasherde äußerſt billig.
Paket 70 Pfg
Rheinſtraße 5, 2. Stock. (5983
Krafttrunk
Installationsgeschäft Kaiser
Nährsalzbananenkakac
Telephon 1067
(9119a
Rheinstrasse 5.
Dosen Mk. 1. und Mk. 2
(68
Graue Naare
Das fügliche Getränk vleter Tausend
es gibl nichts Besseres
erhalten ihre ursprüngliche 88
Verlangen Sie nur
Farbe wieder durch
Konsumenten
Marke Quieta in Drogen
den
u. Kolonialwarengeschäften
Harokrom
kaufen
Bindfaden u. Packkordel gut-u. billig
Wonichterhältlich, Quietawerke Bad Dürkheim.
schreiben Sie an
vollkommen unschädlich
in dem Spezial-Engros-Geschäft von
A. Braunwarth, Reformgeschäft, W. Kölb, G. L. Kriegk
Karton Mk. 1. u. Mk. 4.
Ant. Logel, Centr.-Drogerie, M. W. Prassel, Ad. Reichard
Versand-Abteilung der Parfumerie
Hermann Hachenburger
Fr. Schäfer, Drogerie, Ludw. Stumpf, H. Wagenbrenner
Bavaria-Drogerie, Carl Zimbrich
(65504
(5297a
37 Rheinstrasse 37.
Einhorn-Apotheke
Laſt neuer Kinderwagen und
Eohlen, Holz und Briketts
Theaterplatz
Kinderſtuhl billig abzugeben
empfiehlt ins Haus geliefert
ſinderwbaget, tet, dilig it dert. Khilten ſch. u bil gart, lts derm
K.
Frankfurt am Main.
(*11252soIIV8966) J. Müller
Mollerſtraße 19, L
Kiesſtr20,
*11334so)
Karlſtraße 38, I. 98653a) Eliſabethenſtr. 49, 2. St
Geh! . . .
Und komm, wann Du willſt. Das Stärkſte
bleiben. Es würde wohl ohnehin mit ihr zu Ende gehen
frieden, meine Signe? Willſt Du nun im hellen Lacher
bleibt, es iſt der Meiſter im Herzen
von mir gehen?
Aber ſpäter . . . ſpäter
Ja, Mutter, hauchte Signe, während ſie ſich feſter an=
Auch Gerhard war fern. Seine Geſchäfte hätten ihr
In Elmsdahl blühten die Linden, als das Haus der
ſchmiegte, ihren Kopf in den Schoß der Mutter legte und
nicht fortgelaſſen. Aber er würde bald heimkommen, hieß
alten Baſe Schlotterbeck zum andern Mal ein Scheider
ſtill vor ſich hin weinte.
es in ſeinem Briefe zuletzt, und dann wollte er am jun=
ſah
: das Scheiden Signes von ihrer Mutter
Nun war es ſo ganz heimlich ſtill. Der volle Mond
gen Glück im alten Neſt ſeine helle Freude haber
Sie hatten es Beide ſo gewiß kommen ſehen, waren
breitete ſein ſilbernes Licht wie ein heimliches Segnen
Die Feſträume im Hauſe am Markt zu Hattinghauſen
ſeit Wochen, Monaten ſchon darauf vorbereitet, wie au
über das eng umſchlungene Paar, und die Linde duftete
hatten das frohe Mahl geſehen. Nun wollte man ſich zum
etwas Unabwendbares, und hatten ihre Herzen feſt und
ſüß
. ,
Hochzeitsreigen nach dem Güldenen Ring begeben.
ſtark gemacht, um ihm begegnen zu können ohne Zucken
Nach langem Verharren erhob ſich Signe mit einer
Das junge Paar ſah mit glücksblanken Augen ſeitab
und Zittern
etnſchloſſenen Bewegung und ſtraffte ihren jungen Körper.
vom lauten Schwarm der lachenden, vergnügten Grup=
Und nun ſah ſie der letzte Abend beieinander. Mor
Wie eine Siegerin, und doch war ſie die Beſiegte
pen heiterer Gäſte und erzählte ſich mit dieſen Augen eine
gen in aller Frühe würde Signe die Reiſe nach Hatting=
Geſchichte ohne Worte, als Frau Barbara zu ihnen trat
hauſen antreten
Das Korn rings um Hattinghauſen ſtand in Reife
Ich muß Dir Dein Glück auf kurze Zeit entführen,
und war wie ein Segen ohne Maß und Ziel. Blau=
Das Fenſter des Zimmerchens zur Linken des Flur=
agte
ſie ſcherzend zu Henning. Ueber ein Weilchen holſt
Zyanen und roter Mohn wanden ſich ihm zu bunten
ſtand weit offen. Der volle Mond ſandte ſein ſilbernes
Du es Dir wohl ſelbſt wieder. Du findeſt uns in Signes
Kränzen oder lagen wie leuchtende Tupfen in ſeinem gel=
Licht wie einen heimlichen Segen in den ſchmalen Raum
früherem Zimmer.
ben Gewande
Und mit ihm kam das ſüße Duften der Lindenblüte
,
Nun ſtanden Beide ſchon vor der ſeit Tagen verſchloſſen
Und durch die reine, blanke Sommerluft ſchwebten die
Zwei Menſchen ſaßen im Schweigen eng umſchlungen
gehaltenen Tür dieſes Gemaches
und wußten: Morgen, morgen werden wir nimmer ſo
Schallwellen des Glockenläutens. Es kam von St. Sebal=
Frau Barbara öffnete und ſagte mit zitternder
dus’ ehrwürdigem Turm, der das ſommerliche Land weit=
itzen
, und wohl nie, nie mehr
..
Stimme: Tritt eine, Signe! Und als ſie dann Beide in
um ſo herzhaft grüßte, wie er es ſchon ſeit Jahrhunderter
Mutter, ſagte Signe endlich leiſe und mit heimlichem
der Mitte des Raumes ſtanden, fuhr ſie fort: Signe Fran
getan. Es war der glückszitternde Klang der Hochzeits
Herzerbeben. Mutter
wird dieſen Raum nun nicht mehr bewohnen, denn ſie
glocken.
Mein Kind?
iſt Signe Bruns geworden und iſt Herrin des ganzer
Die Höhe des Jahres, die Zeit, da der ſtärkſte Puls=
Hauſes. Aber ich kenne eine andere Frank, und wenn ſie
Und Du zürnſt mir wirklich nicht, daß ich nun von Dir
ſchlag ſeines Blutes durch ſeine Adern ging, da das ſtärkſte
nun kommt, dann führe ſie her und ſprich zu ihr: Mutter
will?
Leben blühte, ſah Signe Franks Hochzeitstag
das iſt Dein. Hier ſollſt Du nun immer ſein, und ich wil
Wie könnte ich! Nein, nein! Das iſt der Welt Lauf,
Eine ſchönere Braut gab es in Hattinghauſen nie.
gern und oft zu Dir kommer
daß das Stärkſte Sieger bleibt. Ich ſagte es Dir ſchon
Alle ſagten es, und: Unſere Signe! hieß es überall. Und
Signe empfand ein reſtlos klares Glück. Sie ſchlang
ſo oft, und ich ſage es Dir auch heute. Ziehe ohne Sorge
Kaſpar Bömken, der alte Hausknecht vom Güldenen
im heißen Gefühl des Dankes beide Arme um den Hals
um mich Deine Straße und ſei deſſen gewiß: mein Segen
Ring meinte verwundert: Wer hätte das gedacht, als ſie
der Guten und küßte ihr die tränenden Augen
eleitet Dich
die verfl . . . Poppenſpäler vor der Jahre zwanzig Stück
Und als ſie dann von Stück zu Stück der früheren Ein
Signe glitt zu den Füßen der zitternd Sprechenden
nu bald bei uns im Saal gelaſſen wie ein Häufchen Elend?
richtung des Altenteilſtübchen Sibylle Franks gingen, jedes
hinab und ſchmiegte das Geſicht in ihr Kleid. O, Mutter
Aber Jürgen Rackelmann, der Ehrſame und Handfeſte
einzelne zum geruhigen Lebensabend wie gehörend, bat
mir iſt ſo froh und doch auch ſo weh zu Sinn. In meiner
betonte: Keiner! Schlug ſich auf die Bruſt voller Stolz
Frau Barbara: Aber vergiß auch mich, Deine andere Mut=
Seele iſt ein Lachen und ein Weinen. Ich möchte Dir
und Wucht und fuhr fort:
. .
als wie ich. Ich hab’s
ter nicht, die nebenan ihr Stübchen hat!
ſagen, ich bliebe ſo unendlich gern bei Dir, und kann es
kommen ſehen, ich, Jürgen Rackelmann
O, Mutter! ſagte Signe Bruns nur
doch nicht ſagen. Denn trotz all meiner Liebe zu Dir zieht
Es iſt kein Glück vollkommen auf der Welt, auch das
Dann kam Henning, um Signe an den Ort ihres Fin=
es
mich fort zu dem, der meiner wartet
Signes war es nicht. Trotz aller leuchtenden Klarheit lag
dens zu führen, in den Güldenen Ring. Und dort reich
So muß es ſein, und ſo möge es immer bleiben, dann
ein leiſer, feiner Schatten auf ſeinem Golde: die Mutter
ten ſich dann Anfang und Ende dieſer Geſchichte mit herz
haſt Du ein ſtändig grünes Glück. Und Dein Glück wirk
ſah ſie nicht im Schatten des Brautkranzes. Die alte Baſe
haftem Drucke die Hand
auch immer das Deiner Mutter ſein. Biſt Du nun zu=
Schlotterbeck ſei krank geworden, ſchrieb ſie, da müſſe ſie
En d el

[ ][  ][ ]

Nummer 98.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 28. April 1913
Seite 15.
Mue
er. Tumn gegen Spart. Der Friede zwiſchen Tur=
nen
und Sport ſcheint nach den letzten Beſchlüſſen der
ea
deutſchen Turnerſchaft immer mehr gefährdet zu werden
(e
und zwar lediglich durch das unverſtändliche Widerſtreber
der deutſchen Turnerſchaft, ſich der fortſchrittlichen Ent=
wickelung
im Sport anzuſchließen. So wird jetzt bekannt,
daß der Turnausſchuß der deutſchen Turnerſchaft nicht nur
beſchloſſen hat, an dem vom deutſchen Reichsausſchuß für
olympiſche Spiele geſchaffenen Sportabzeichen ſich nicht zu
beteiligen, ſondern daß er ſogar den Turnern verbieten
will, das vom Reichsausſchuß geſtiftete Sportabzeichen an=
8
zunehmen. Dieſer Beſchluß iſt gefaßt worden, obwohl
bei allen Verhandlungen in Sachen des Sportabzeichens
Mriet
Mrirſtrtenterenerertt
die deutſche Turnerſchaft offiziell vertreten war und alle
bisher von ihr geäußerten Wünſche angenommen wurden.
Georg A. Jasmatzi Akt. Ges. Dresden
Allmählich dürfte es jedoch fraglich werden, ob die deut
Größre deufsche Cigarefrenfabrik.
Se
ſchen Sportverbände weiterhin gewillt ſind, ſich dem Zick=
zackkurs
in der Leitung des deutſchen Turnens in allen
Richtungen anzuſchließen. Wenn gerade angeſichts des
Michelin=Pokal muß der Flieger an jedem Tage zwiſchen
neu geſchaffenen Sportabzeichens eine Trennung zwiſchen
Bandel und verkehr.
Sonnenaufgang und Sonnenuntergang eine Diſtanz durch=
Turnen und Sport erfolge, wäre das umſo wunderlicher,
fliegen, auf welcher eine Mindeſt=Stundengeſchwindigkeit
Stand der Darmſtädter Volksbank
e. G.
als dieſe neue Auszeichnung ganz dem Geiſte des deut=
m
. b. H., am 31. März 1913. Aktiva.
von 50 Kilometern erreicht wird. Da gegenwärtig die
Kaſſa.
1. a)
ſchen Turnens entſpricht, andererſeits auch geeignet iſt, die
Tage 14 Stunden lang ſind, beträgt heute die geforderte
Sorten und Kupons M. 116424.64; b) Guthaben bei der
dem Sport gemachten Vorwürfe der Einſeitigkeit und Re=
Diſtanz mindeſtens 700 Kilometer. Der Flieger darf nur
Reichsbank und dem Poſtſcheckamt M. 25062.96.
Zuſ
kordſucht zu entkräften. Denn bekanntlich erhält die Aus=
jedesmal
nach 100 Kilometer landen. Nachts wird die
M. 141 487.60. 2. Wechſel= u. Deviſen=Konto M. 570 691.11.
zeichnung jeder, der in ſünf Gruppen je eine Leiſtung von
Maſchine unter Verſchluß genommen. Der Preis beträgt
3. Bankverkehr=Konto M. 332 668.88. 4. Lombard=Kontc
einem gut abgewogenen Durchſchnittsmaß zu erreichen
40000 Francs.
M. 440 120.43. 5. Effekten=Konto a) inländiſche Staats=
vermag
. In jeder dieſer fünf Gruppen ſind übrigens auch
papiere Nom. M. 259 800
; b) ſonſtige bei der Reichs=
turneriſche
Uebungen vorgeſehen.
bank und anderen deutſchen Notenbanken beleihbare
Sport, Spiel und Turnen.
Wertpapiere M. 177000.; c) ſonſtige Wertpapiere
M. 54 300.. 6. Konto=Korrent=Konto (ſämtlich gedeckt)
Vermiſchtes.
Rad= und Motorrennen in Darmſtadt. Der Ve=
M. 3008 610.51. 7. Vorſchuß= und Vorſchußwechſel=Konto
locipedklub eröffnet die diesjährige Rennſaiſon am

Bienen ohne Stachel. Unſer kleinſtes Haustier,
M. 905 622.75. 8. Beteiligung am Schutzverein Nieder=
kommenden
Sonntag, den 4. Mai, mit Abhaltung
die Honigbiene, iſt trotz ihrer ſonſt großen Beliebtheit,
Modau M. 3000.-
. 9. Haus= und Immobilien=Konte
großer Rad= und Motorrennen, auf der Renn
die ſie ihrer Kunſtfertigkeit, ihrem Fleiß und vor allem
M. 324 965.37. 10. Mobilien=Konto M. 1400. . 11. Schrank=
bahn
an der Heidelbergerſtraße. Seitdem der Velociped=
wohl
ihrem ſüßen Erzeugnis verdankt, wegen ihres ſchar=
fächer
=Konto M. 1. 12. Haus= und Immobilien= Unter=
klub
den Rennbetrieb auf der Bahn in Händen hat, macht
fen Stachels und ihrer Angriffsluſt gefürchtet. Um ſo
haltungskoſten=Konto M. 419.29. 13. Verwaltungskoſten=
ſich
ein lebhaftes Intereſſe des Publikums bemerkbar, das
mehr wird es überraſchen, daß aus England die Nach=
Konto M. 16799.84. Paſſiva. 1. Geſchäftsanteil=
beſonders
durch den bisher gebotenen guten Sport her=
richt
kommt, es ſei dem Bienenzüchter Barrows in Lough=
Konto M. 1452 496.43.
2. Reſervefonds=Konto
vorgerufen iſt. Der Velocipedklub wird auch in dieſem
ton gelungen, eine Biene zu züchten, die ihren Stachel
M. 347 724.18. 3. Reſervefonds=Konto II und Immobi=
Jahre ſein Renommée zu erhalten wiſſen und ſo ver=
nicht
gebraucht. Im neueſten, 19. Heft der illuſtrierten
flienreſerve M. 89310.07. 4. Delkredere=Konto M 50000. auch die erſten Rennen gute ſportliche Kämpfe
Zeitſchrift Zur guten Stunde (Deutſches Verlagshaus
5. Penſions= u. Unterſtützungsfonds=Konto M. 194 167..
Das Progcamm des Tages iſt in geſchickter Weiſe zu=
Bong u. Co Berlin W. 57, Preis des Vierzehntagsheftes
(6. Darmſt. Volksbank=Stiftungsfonds=Konto M. 12500..
ſammengeſetzt und weiſt verſchiedene neue Rennen auf.
60 Pfg.) ſind einige ſehr gute Photographien reprodu=
7. Darmſtädter Volksbank=Stiftungsfonds=Zinſen=Konto
Außer den Ermunterungs= und Hauptfahren
ziert, auf denen man Kinder ſieht, die mit dieſen Biener
M. 116.65. 8. Hypotheken=Konto M. 66000.

9. Ak=
kommt
ein 20 Kilomterrennen mit Tandem=
ſpielen
und an deren Körper ſich viele Bienen feſtgeſetzt
zeptationen= u. Aval=Konto M. 65690.. 10. Bankverkehr=
führung
zum Austrag. Dieſes Rennen wird ein leb=
haben
, ohne ihnen etwas zu tun. Einer unſerer hervor=
Konto M. 3059.09. 11. Konto=Korrent=Konto M. 167914.29
haftes und buntes Bild abgeben und dürfte an frühere
ragendſten deutſchen Fachleute, Dr. M. Küſtenmacher, be=
12. Sparkaſſen= und Scheck=Konto M. 3771653.25. 13. Di=
Zeiten erinnern, als es noch keine Motorſchrittmacher gab.
lehrt uns in einem Aufſatz zu dieſen Bildern, daß die
vidende=Konto M. 26 686.05. 14. Zinſen=Konto M. 23246.25.
Eine weitere Programmnummer bildet der Flotow=
Biene in Wirklichkeit einen Stachel beſitzt wie andere
15. Verſchiedene Beiträge und Vergütungen M. 3000.
Preis
ein
auch. Es handelt ſich aber um ein Kreuzungsprodukt,
50 Kilometer=Mannſchafts=
Umſchlag im März M. 4 985 045.38, Zahl der Mitglieder
gewonnen aus zwei verſchiedenen ſchon als ſanftmütig
fahren nach amerikaniſcher Art, wobei ſich die 2 Fahrer
am 31. März 1994.
bekannten Bienenarten. Die Eigenſchaft iſt hier nur in ſtär=
jeder
Mannſchaft beliebig abwechſeln können. Ferner
* Patent=Erteilungen. Mitgeteilt von Dipl.
kerem Maße vererbt. Der Züchter kennt ſchon lange ſogen.
wird ein Tandem=Vorgabefahren, ein Ausſcheidungs
Ing. Klemens Herszberg u. Co., Patent= und Ingenieur=
gutmütige
Bienenvölker, und dieſe neue nichtſtechende
fahren, ſowie ein Motorrennen über 10 Kilometer ausge=
Bureau, Darmſtadt, Rheinſtr. 19. 12e. 260 185. Entfer=
Biene zeigt nur in hervorragendem Maße dieſe ſchätzens=
fahren
Es ezwartet alſo die Radſportfreunde ein außer=
inung
von Fremdkörpern aus Luft und Gaſen. Dr.=Ing
werte Tugend. Ferner erfahren wir, daß es 170 Arten
ordentlich reichhaltiges und intereſſantes Programm, ſo
Waldemar Blaeß, Heinrichſtr. 140, Darmſtadt. 30. 7. 11.
von Bienen gibt, die keinen Stachel beſitzen. Es ſind die
daß jeder Beſucher voll auf ſeine Koſten kommen dürfte.
Meliponen, die hauptſächlich in Amerika leben, deren
B. 27334. 81a. 260 090. Maſchinen zur Herſtellung von
Die Muſik ſtellt die Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts.
Honig aber nur von den Eingeborenen genoſſen wird, da
Flaſchenpackungen aus Stroh oder ſonſt brauchbarem
Nr.
115.
er einen ſcharfen Geſchmack hat.
PPackungsmaterial, die aus einer unteren glatten Matte
* Deutſcher Fechterbund. Bei der im Februar in
rund einer zweiten darauf befeſtigten, gefalteten Matte be=
Sch
Erfurt ſtattgefundenen
Bundesverſammlung
ſſtehen. Gebr. Gieſe u. Co., Offenbach a. M. 21. 1. 12.
des Deutſchen Fechterbundes wurde
das
WG. 35 908.
Gebrauchsmuſter=Anmeldungen
erſte diesjährige Bundesturnier
dem Offen=
115h. 549 499.
Stempelträger mit federnden Ausſchnitten
bacher Fechtklub übertragen. Der Ruf des
Jakob Maul,
Zell (Odenwald). 10. 3. 13. M. 45.588.
Klubs als Veranſtalter von Fechtturnteren bietet Gewähr
336 d. 549 085. Ventilator zur Luftbefeuchtung mit darüber
dafür, daß das erſte Bundesturnier einen würdigen An=
Nervöse Schulkinder
befindlichem trichterförmigen Flüſſigkeitsbehälter. Darm=
fang
in der Reihe der vorgeſehenen alljährigen Wett=
ſtädter
Exhauſtoren= Kleinmotoren= und Apparatenfabrik.
kämpfe unter den Bundesmitgliedern bilden wird Mit
würde es nicht mehr geben, wenn jede
W. m. b. H., Darmſtadt. 6. 3. 13. D. 24352. 45 j. 549 007.
dem Turnier iſt der Austrag der Bundesmeiſterſchaften
Hufeiſen, welches ohne Nagel am Huf haftet. Michael
Mutter ihren schulpflichtigen Lieblingen
für 1913 in 3 Waffen: Florett, leichter Säbel und Degen,
Hinterkircher Offenbach a. M., Sprendlingerlandſtr. 116,
als tägliches Frühstücksgetränk Kasseler
verbunden. Die Bundesmeiſter erhalten maſſiv goldene
B. Hesdörffer, Jakob Hesdörffer und Hugo Hesdörffer,
Medaillen. Für die zweiten Sieger ſind ſilberne und für
Hafer-Kakao (Nur echt in blauen Kartons
Kreuznach. 31. 12. 12. H. 58 936.
die übrigen Teilnehmer der Schlußkämpfe bronzene Me=
für
1 M., niemals lose!) reichen würde.
daillen beſchloſſen worden. Auch Konkurrenzen für Junio=
Systematische Stärkung und Kräftigung
ren ſollen in Florett und leichtem Säbel ausgeſchrieben
des Körpers schützt am besten gegen
Luftfahrt.
werden. Das Feſtprogramm wird weiter Mannſchafts=
sr
. Der Aviatiker Duval hat geſtern im Wett=
kämpfe
zu 3 Fechtern in leichtem Säbel und Degen um=
bewerb
um den Michelin=Pokal auf einer Rund=
faſſen
. In dieſen Kämpfen kommen Ehrenpreiſe an die
Geistige Überanstrengung.
ſtrecke von 108 Kilometern zwiſchen dem Aerodrom von
Sieger zur Ausgabe. Außerdem harrt ein vom Fechtklub
Stampes und dem Orte Gidy in 8 Std. 24 Min. im gan=
Offenbach geſtifteter, 3mal zu gewinnender Klub= Wander=
nen
864 Kilometer zurückgelegt. Duval will den Flug
preis der ſiegenden Säbelmannſchaft. Das Turnier fin=
heute
und morgen fortſetzen. Nach dem Reglement des
det an den beiden Pfingſtfeiertagen ſtatt.
Zez
187 C.
Gualifar
bleibt der
beafe deufsche
will trinku
Zurger
Ge&t!-
Ae
(I911)
2 Meter lang
Golfstöcke
Ladenthekt, mit Regal, zu
Suler
3 Zim
verkaufen. Offerten unter E 49
Gardinen-, Stores- u. Decken-Spannerei
wegen Aufgabe des Sports preisw.
(*11388
an die Exped. ds. Bl.
zu verk. Näh. i. d. Exp. (*11356oim
Einfamilienhaus (Landhaus
Nadellose Ausführung
Raseheste Lieferung.
68 Zimm., behufs ſpät. Kaufes
Pfandhausgänge werden prompt
Schwarger
Gehrock mit Weſte,
Dampf-Wasch-Anstalt Korbus
vorläuf. zu mieten geſucht. (*11370
u. bill. erledigt d. Frau Hartmann,
ſchw. Damenjacke
Kaiſermant.,
Offert. unt. E 46 an die Exp.
(*11372
Beckſtr. 62, III. (*11566 Gr. Ochſengaſſe 1.
(6106a 1verk. Laux,
32/34 Luiſenſtraße 32/34.
M

S0











O

(0
5
Das
SarnstädterFan Mlansdon
ist erschienen und überall zu haben.
(9881
MN


U2



G
G
G
2 2



S
MSC2
Me
Ueen

2
5

[ ][  ][ ]

tädter Tagblatt, Montag, den 28. April 1913.
Seite 16.
Was die Mode Neues gebracht
finden Sie bei uns in einer unendlich reichen Auswahl vertreten.
Hervorragend durch Eleganz, in den Qualitäten erprobt,
solide, anerkannt billig in allen Preislagen, das sind die beson-
deren
Kennzeichen, wodurch unsere Stoffe sich auszeichnen.
Für leichte Frühlingskleider:
Zephyrs waschechte, in aparten Streifen
Wasch-Voile weiß und farbig, mit entzück. Mustern bedruckt
Ne
Neigeux neuester Waschstoff, fließend und elegant
Mousselines in Baumwolle u. Wolle, Punkte, Streifen, Bordüren,
Dirndl- und Futuristen-Muster
Neuen
Batiste, Voiles und Eolienne in neuen Farbsortimenten
Rleider
Foulardseide
Foulardine
stoffe
Für moderne Kostüme:
Frottés letzte Neuheiten
Cottelés in allen Farben
dunkelblaue Kammgarne
Englische Stoffe und
u. Schwarze
Kostüm-Eolienne
Die neuesten Blusenstoffe:
Wasch-Voile Neigeux und Frottéstreifen Plümeties
Neue Stickereistoffe auf Batist, Voile und Neigefond
9880
Foulardseide
Wir bitten um Ihren Besuch
GobrrFooien
Send
weisse
Telephon 2475
Ludwigsplatz
( Rabac-
marken
,
Aufſtrebende, ſeit einigen Jahren beſtehende Fabrik
welche zur Unterſtützung ihres Ingenieurs einen Kaufmann benötigt,
zumal ſie einen neuen, äußerſt lohnenden Artikel aufnehmen will,
ſucht einen Teilhaber
Or hn Hatomobler
der über Mk. 10 000 bis 20000 Vermögen verfügt. Benötigt werden
nicht mehr als Mk. 5000. Eine Probezeit von einem Vierteljahr
vird gern eingeräumt. Die Fabrik befindet ſich in der Nähe Darm=
ſtadts

in prachtvoller, geſunder Lage.
Reflektiert wird auf einen ſoliden Mitarbeiter aus guter
Familie, der die kaufmänniſche Leitung in pünktlicher Weiſe füh=
ren
kann.
(9877oi
Näheres unter E 45 an die Expedition.
erauerel Schdtzenle
Die zuverlässigste und eleganteste Marke, daher
Telephon 1028
Hügelstraße 24/27
33
mit besonderer Vorliebe am meisten gekauft.
Anerkannt vorzügliche Qualitäts-Biere
MHaas d bernnard, Kcheinstr. 10.
Helles Export-Bier (Pilsner Art) (3681a
(9621a
Dunkles Ernst Ludwigs-Bräu (Münchner Art)

Flaschen- und Kannen-Biere!
zweireihige Zieh harmonika
Deriegshund

1 Flug= u. Vogelzuchthecke,
(Früh=
1¾ Jahre alt, ſehr wachſames und
Getzkartoſſein Roſen)
1 Regulator, 1 Küchenwage,
kluges Tier, umſtändehalber zu ver=
alles
bill. zu verkaufen. (*11298sc
z. verk. Magdalenenſtr. 19. (*11277so
2Rochon 1 3.
kaufen Hochſtr. 45, I.
B9775
Alexanderſtr. 19, Wirtſchaft.
*
modern, Gr. 48, n.
TDamnReoäe ge-Kasckinenjahik.
Ein Koſtüm
Kanarienhähne u. Weibcnen
nicht getr., bill. ab=
Mte ue
Otnnanatebauanatuft.
Vogelfutter, Kraft=Sing.
zugeben Moosbergſtr. 49, I. (*11352
Gut erhaltenes Vis-ä-vis,
futter, Biskuit, Vogelſand,
4ſitzig, ein= oder zweiſpännig
Sitzſtäbe, Milbenſalbe
Clenbach Mam
zu fahren, wegen Platzmangel
2 Ernſt Göbel,
0 Motorfahrer
S
ſofort zu verkaufen. (9793so
Achtung Sehr gut erhalt
Schulſtr. 11.
(9691a
Näh. in der Expedition dieſes
N. S. U. 1½ſitz. Vorſteckwagen
Gut erhalt. Sportwagen zu v.
Guterhalt. Lieg= u. Sitzwagen
Blattes.
billig zu verkaufen. Offerten unt
aufen Neue Ireneſtr. 20, p. (*11351
zu verkaufen Lauteſchlägerſtr. 22
D 90 an die Exp.
(9678a
Seitenbau.
(*11354

6

Nummer 98.
Dampfreinigung
für Bettfedern u. Daunen.
Beſte Einrichtung am Platz. Lager
in Köper für neue Hüllen. (9895a
J. Stritzinger, Hölgesſtr. 11, I.
Von Kindheit bis zum 24. Lebens=

jahre
mit Rlechren
an den Beinen, Armen und im
Geſicht behaftet u. durch Gebrauch
von Obermeyer’s Medizina
Herba=Seife nunmehr geheilt, be=
ſtätigt
W. Doſt in Oberlungwitz
Herba=Seife à St. 50 Pf., 30%
verſtärktes Präparat Mk. 1.
Zur Nachbehandl. Herba=Creme
à Tube 75 Pfg., Glasdoſe Mk. 1.50.
Zu haben in allen Apotheken,
Drogerien, Parfümerien. (II,9882
Tater=Kad
mit Freilauf, gebraucht, ſehr billig
(9897a
abzugeben.
Müller & Ober, Karlsſtr. 30.
Imorien
4
Herrſchaftliche Beſitzung
zu verkaufen.
der Mathildenhöhe iſt ein
Auf
eu u. ſolid erbautes Einfamilien=
haus
, enthaltend Veſtibüle, 10 Zim=
mer
, darunter große Geſellſchafts=
räume
, Wintergarten, offene und
gedeckte Teraſſen, Küche mit An=
richt
, Speiſekammer, Badezimmer,
Schrankzimmer, 3 Mädchenkam=
mern
, große Bodenräume, im Sou=
terrain
Waſchküche, Bügelzimmer
und ſchöne Kellerräume zu gün=
ſtigem
Preis zu verkaufen und
kann nach Wunſch übernommen
werden. Zentralheizung, Gas und
elektriſches Licht vorhanden. Die
Villa ſteht in einem 1180 qm
großen, ſchön angelegten Garten.
Nur ernſte Reflektanten erhalten
weiteren Aufſchluß, auch Einſicht
in die Haus= und Lagepläne bei
der Firma Sebastian Eckler,
Rheinſtraße 9, Telephon 2 43. (6552a
Verkauf.
Das Haus zum Alleinbewohnen,
Wilhelmſtraße Nr. 12, ent=
haltend
5 große u. 4 kl. Zimmer,
Bad, Küche und Waſchküche, mit
Vor= u. Hintergarten Geſamt=
fläche
457 am
wird zu ſehr
günſtigem Preis verkauft. Näh.
Aufſchluß nur bei Sebastian Eckler
Rheinſtraße 9, Tel. 243.
(8263a
Einfamilienhaus
Bismarckstr. 41, komfortabel
eingerichtet, ſolid erbaut, 10 Zim=
mer
, Bad, Balkon, Küche, reichl.
Zubehör, elektr. Licht, Gas, kleiner
Garten, wird zu günſtig. Preis
verkauft oder vermietet. Auf=
ſchluß
bei Sebastian Eckler,
Rheinſtr 9 od im Hauſe (8263a
Hausverkauf.
Ein neuerbautes Geſchäfts= Eck=
haus
, 1 Laden, 6 Zimmer, 1 Küche,
Anbau mit großer Räumlichkeit
und Stallung nebſt Garten, in
guter Lage, Nähe Darmſtadt, für
den billigen Preis von 11000 Mk
Sehr geeignet für Metzgerei. Kleine
Anzahlung. Offerten erbeten unter
E 3 an die Exped.
(*11133fso

0 Geſchäftshaus=Verkauf. og
Wegen Geſchäftsverlegung ſetze
mein Beſitztum Grafenſtraße 26
dem Verkauf aus. Großer Laden
mit anſtoßenden Räumlichkeiten,
paſſend für größeres Geſchäft, auch
für kleineres, weil ohne Koſten
gut zu teilen. Objekt iſt ſehr
rentabel und in allerbeſtem
Zuſtand. Alleinige Auskunft nur
im
Immobiliengeſchäft Hrch
Caſtritius, Kahlertſtr. 38. (3951a
Eberstädter
Villenkolonie
Ludwigshöhe
Villen u. Baugelände
in ſchönſter Lage, direkt an der
Darmſtädter Chauſſee, in jeder
(B9457
Größe und Preislage.
Peter Müller, Architekt
Darmstadf, Schießhausſtr. 53, Tel. 54

Sellerähe
Prima 2. Hypoth.
von 10000 M. mit Nachl. zu vk.
Off. unt. E35 an die Exp. (*9836soi
Beamten-Darlehen
langfriſtig, kulant, ſtreng dis=
Fret, vorſchußfrei durch Heinrich
Große
Schloß, Offenbach a. M.,
Markſtr. 58. (Rückp. 20 Pf.) (II,9

Oh
Im=
Ahuf=
= Daterlan

[ ][  ][ ]

en

Abonnementspreis
176. Jabraana
2
Ludstchchg ₰g.,

Sineral Se Brunna
bin eheteher iete
(
.
mu bicht. Lrbegnn
(

Z
mche
e
Was das Beste auf der Welt sei?

ene
mien e e
e
Gesundes Blut
ehen ententen

neerdend Lauchaſdet 125
Gestählte Sehnen
Starke Neren.
(
Lka
Mase
etzt im Frühjahr
wo sich draußen die Natur wieder verjüngt, ist zur Auffrischung des Blutes von unschätzbarem Werte
eite Hauslichte Fnikkuf
mit Lauchstädter Mineralbrunnen.
Der Brunnen schmeckt angenehm und erfrischend.
Die überaus glücklichen Kuren mit Lauchstädter Brunnen sollten alle
vor allem solche
Krarkey Kranke, die an
Rheumatismus, Gicht,
schlechter Blutbeschaffenheit,
Blutarmut, Schwäche, Hervosität
leiden, veranlassen,
einen Versuch zu machen.
Bei Zucker-, Hieren- und Blasenleiden ist der Brunnen als
Kurgetränk wegen der so überaus günstigen Erfolge dringend zu em-
pfehlen
. Man frage den Hausarzt!
sollten ihren Körper mit dem heilsamen Brunnen durchspülen.
Gesunde Sie fördern die Gesundheit und stählen den Körper.
Sri
Ollen
Znerucht
so nannte auf Grund seiner eigenen Erfahrung ein berühmter Professor schon vor 100 Jahren den Lauchstädter Brunnen.
Browi & ub., erhbebaſt, von Staper lef, reicht un dir Fanz Die F
Des EhrSPu
s It
er Kai
ußern
nie
5

[ ][  ][ ]

V.
ſe



agend durch Eieganz, nGenue
C
1
Mllt
Seit 200 Jahren hat sich die unübertroffene Heilwirkung des Lauchstädter Brunnens bewährt.
Hochbedeutende deutsche Männer, viele deutsche und fremde Fürsten und Fürstinnen, viele Tausende
aller Stände und Berufe haben durch den Lauchstädter Brunnen Heilung und Genesung gefunden.
Lgggggsgeoſ
(
Der Brunnen besitzt durch seine mineralische Beschaffenheit die Fähigkeit, krankhafte Ablagerungen
(
zu lösen, sie aus dem Körper auszuscheiden. Er enthält andererseits Mineralstoffe,
welche zur Kräftigung des kranken Organismus, zur Auffrischung des Blutes, zur
Regeneration des Knochen-, Muskel- und Nervensystems nötig sind. Gesundes Blutaber
(0
3)
ist die Grundlage der Lebenskraft, schlechtes Blut der Träger aller Krankheitsstoffe.
27
Hesagaga
Gebrauchs-Anweisung.

Die Kur kann zu Hause ohne Berufs-
.
12 Trinkgläser
Frühmorgens
störung durchgeführt werden.
Eine Stunde vor dem Mittagbrot 12 Trinkgläser
Der Brunnen schmeckt angenehm und erfrischend.
Der Brunnen wird in zahlreichen Kliniken und Krankenhäusern,
sowie von vielen Herren Aerzten ständig getrunken.
Herr Dr. med. H., Halle a. S., schreibt:
Herr Dr. von B., Sanitätsrat in Hannover, schreibt:
Da Ihr Brunnen von den Patienten gern getrunken
Da mir der Brunnen so ausgezeichnete Dienste leistet in
wird, und auch meine Familie denselben als tägliches Haus-
der
Stärkung des Magens und dadurch Hebung der ge-
getränk
gern verwendet, so bitte ich um Uebersendung einer
sunkenen Kräfte, so möchte ich um eine nochmalige Sen-
Kiste Ihres Brunnens.
dung von 50 Flaschen bitten.
Herr Dr. med. H. in P. schreibt:
Herr Dr. med. U. in R. schreibt:
Ich möchte die Gelegenheit wahrnehmen, Ihnen meine Er-
Was nun Ihr Wasser anbetrifft so habe ich Ihnen bereits
(25.
Ich muß ge-
fahrungen
mit dem Mineralwasser mitzuteilen.
mitgeteilt, daß ich im vergangenen Frühjahr heftig unter rheu-
stehen
, ich bin in jeder Weise voll und ganz zufrieden ge-
matischen
Schmerzen, besonders im rechten Arm, litt. Ich
wesen. Das Wasser wurde seines überaus angenehmen
habe die verschiedensten Mittel
Jahr ohne jeglichen Erfolg
Geschmacks wegen stets gern getrunken und allen anderen
benutzt. Nach Gebrauch Ihres
Wassers hatte ich nach fas
Gichtwässern vorgezogen. Der Erfolg ist nach meiner
14 Tagen keine Beschwerden mehr. Ich denke auch, dah
Ueberzeugung stets ein guter gewesen. Bei Gichtkrankheit
Frühjahr prophylaktisch den
durch die Trinkkur in diesem
möchte ich das Wasser nicht mehr missen. Bei strenger
Bisher habe ich noch
Beschwerden vorgebeugt ist.
Diät ist in jedem Falle Besserung, vielmals Heilung
nichts wieder von Rheuma verspürt. Meine Patienten
selbst bei starken Ablagerungen erfolgt, die ich nicht zum
haben sich ebenfalls sehr lobend über das Wasser ausge-
geringsten
der Lösung und Durchspülung infolge reichlichen Trin-
Sprochen, vor allem auch über den wirklich guten Geschmack.
kens des Lauchstädter Brunnens zuspreche, Ich freue mich, daß
ich das vortreffliche Wasser so oft anwenden konnte, Ich
hoffe, daß alle meine Patienten die für zuhause verordnete Kur
Herr Dr. med. F. in B. schreibt:
mit Lauchstädter Brunnen exakt durchführen und wiederholen
Nach sorgfältiger Prüfung des übersandten Mineralwassers
werden, sicherlich zu ihrem Nutzen. Im nächsten Jahre werde
bei meiner Frau, dieselbe leidet an chronisch starker Bleich-
ich
das Wasser in allen geeigneten Fällen anwenden.
sucht und Magenübersäuerung, erkläre ich folgendes: Die Auf=
machung
der ganzen Sendung war eine solche, wie sie in
Herr Dr. G. in E. schreibt:
gleicher Güte von mir als alterfahrenem Brunnenarzte
Ich habe den Lauchstädter Brunnen bei Blutarmut und
Ich glaube hierin das Bestmög-

noch nicht gesehen wurde.
Bleichsucht, sowie bei Frauen während der Wechsel-
liche
zu sehen. Das Wasser war klar und blieb es, des-
jahre
mit sehr guten Erfolgen jahrelang verordnet. Der
gleichen erschien der Eisengehalt andauernd voll konserviert.
Brunnen wird von den Patienten gern getrunken, da er ange-
Wir bemerkten sehr starken und gleichmäßigen Kohlensäure-
nehm
und erfrischend schmeckt und den Appetit anregt. Ueber-
gehalt
, volle Bekömmlichkeit, Besserung des Hämoglobin-
haupt
konnte eine Besserung des Allgemeinbefindens
gehaltes und des Magenleidens.
regelmäßig konstatiert werden.
Die Uebereinstimmung dieser Gutachten mit den Originalschreiben ist durch Königlichen Notar beglaubigt.
Wer bereits andere Mittel
erfolglos angewendet hat,
sollte in seinem eigenen Interesse mit Lauchstädter Brunnen
einen Versuch machen.
Brunnenversand Lauchstädt in Thüringen.

[ ][  ][ ]

eh

Abonnementspreis
176. Lapraand
Ohne Große Unkosten
können Sie in Ihrem eigenen Hause eine Brunnenkur gebrauchen.
Einige Urteile seheilter Patienten.
Die Uebereinstimmung dleser Urtelle mit den Originalschreiben ist durch Königlichen Notar beglaublgt.
Arztlich erprobt. Ich bestätige gern, daß ich den Brun-
Erlaube mir Ihnen mitzuteilen, 2
Rheumatismus.
nen wegen seiner angenehmen und
mir Ihr Brunnen ganz erstaunliche
milden Wirkung auf die Verdauung wie den ganzen Stoff-
Wirkung gegen meinen Rheumatismus gebracht hat.
wechsel in meinem Hause ausschließlich und in meiner Praxis
Konnte vor der Trinkkur keine Nacht vor Schmerzen mehr
seit längerer Zeit in überwiegendem Maße zur Anwendung
schlafen und bin jetzt vollständig frei von dem Leiden. Gleich-
bringe
und mit den Erfolgen recht zufrieden bin, zumal
zeitig ersuche ich um Zusendung einer Kiste Ihres Brunnens.
er auch von empfindlichen Personen wegen seines milden
Hüsten
Kaufmann
1. M. . . . . . .
angenehmen Geschmacks gern genommen wird.
Berlin.
Dr. med. D . . ., prakt. Arzt.
Ich kann Ihnen über mein Befinden
Gicht.
Ich habe Ihren Brunnen bei einem
nach dem Gebrauche Ihres Mineral-
Gicht.
seit Jahren an schwerer Gicht dar-
brunnens
mitteilen, daß ich das erreicht habe, was ich trotz
niederliegenden Manne angewendet. Der Brunnen erwiessich
aller früheren Behandlung und kostspieligen Badekuren nicht
ausgezeichnet u. kannnurwärmstens empfohlenwerden.
erlangen konnte, denn ich fühle mich wieder frei von
Schmerzen und kann meinem Geschäft wieder ganz nach-
P
, , . ,
Dr. med. A . . ., prakt. Arzt,
gehen, was ich jahrelang durch die immer wiederkehrende
Ich erlaube mir, Ihnen meinen herzlichen
Langjähriger
Gicht nicht konnte, Ich werde Ihren Brunnen wieder weiter
Dank mitzuteilen, denn seitdem ich Ihren
benutzen und kann denselben jedem Gichtleidenden bestens
Rheumatismus.
Lauchstädter Brunnen anwende, bin ich
empfehlen.
von meinem langjährigen Rheumatismus geheilt.
Köln.
H. P
2
Wegen des Wohlgeschmacks und der vorzüglichen
guten Wirkung genieße ich ihn auch täglich mit größtem
Das Wasser ist meiner Frau sehr gut be-
Wohlbehagen. Im Interesse meiner Kollegen, die meistens
Blutarmut.
kommen, weil sie immer blutarm war.
durch unser Gewerbe an Rheumatismus zu leiden haben, kann
ich danite linen
für Ihren Brunnen, da sie jetzt wohler ist und
ich nicht unterlassen, eine Kur mit Lauchstädter Brunnen aufs
mehr Lust zur Arbeit und Appetit hat.
wärmste zu empfehlen.
Lehndorf.
Liebertwolkwitz.
Fleischermeister A. D .
H. N., Bäckerei.
Bevor ich hren Brinnen geirunten habe, varich so Hau und hinfälig, das ichmich jeaum meinen Geschältusdmen konmte.
Ich bin jetzt ein Sanz anderer Mensch geworden.
Ich bin den ganzen Tag mit Vergnügen im Geschäft und mir ist abends ganz wohl. Bitte um Zusendung einer weiteren
Originalkiste, Ich werde die Lauchstädter Gyelle als tägliches Getränk nie ausgehen lassen
Ih. D . . . . . .
Altona.
Ich fühle mich veranlaßt, für die Wirkung
Ich fühle mich wie neugeboren,
Rheumatismus.
Blutarmut,
des Brunnens bei meiner Frau, die an
auch sind meine Gelenke viel loser ge-
Blutarmut, Appetitlosigkeit und
Appetitlosigkeit,
worden, die fast vollständig steif waren. Ihr Wasser hat
einem nervösen Magenleiden litt
mir bei meinem rheumatischen Leiden große Dienste geleistet.
Magenleiden.
und Erfolg hatte, meine vollste An-
Schönau.
Fr. R
.
Sie fühlt sich sehr wohl und munter.
eritennung auszusprechen.
Da der Arzt bei mir 30 Zucker
Zucker.
O. K . . . Königl. Landgendarm.
Sayda.
und Eiweißverlust festgestellt hatte,
ließ ich mir eine Kiste Ihres Lauchstädter Brunnens schicken.
Als ich dieselbe bei entsprechender Diät verbraucht hatte, war
weder Zucker noch Eiweiß bei mir mehr nachzuweisen.
Nachdem ich nun die zweite Kiste habe, lasse ich den Urin
Vergangenen Sommer bezog ich von
Kopfschmerzen,
alle Woche einmal untersuchen, aber es ist nichts mehr nach-
Ihnen eine Kiste Lauchstädter Mineral-
Müdigkeit.
weisbar, es ist alles verschwunden.
brunnen und teile Ihnen diesbezüglich
Weißensee.
Rentier.
F. 0 . . . . .
vortrefflich geholfen hat. ich litt vor
mit, daß mir derselbe
Der Zeit viel an Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schmerzen
Kann Ihnen mit Freuden mitteilen, daß
Gicht,
In sämtlichen Gliedern, sodaß ich mitunter nicht das Geringste
Ihr bewährter Brunnen mir, sowie
Rheumatismus.
arbeiten konnte. Nach dem Gebrauch Ihres Brunnens aber
meiner Frau unerwarteten Erfolg
war ich wie neugeboren, Ich erhielt wieder neue Kraft
gebracht hat. Meine
Frau lag an Gicht und Rheuma-
und gesunde Knochen. In meinem Bekannten- u. Freundes-
tismus
im vorigen Jahre darnieder und rutschte förmlich
kreise werde ich Ihren Brunnen stets empfehlen. Ich möchte
auf den Knien. Von meiner Mutter wurde mir Ihr vorzüglicher
Ihren Brunnen von jetzt an zu meinem täglichen Getränk machen.
Brunnen geraten und als Mitglied des Flotten-Vereins benutzte
ich die Bestellkarte, ließ mir eine Originalkiste kommen. Nach-
A. V., Gutsbesitzer.
Emmerlch.
dem die letzte Flasche geleert, fühlen wir uns beide wohl und
können den Brunnen nicht mehr entbehren, Ich bitte meine
Anerkennung an die Offentlichkeit zu bringen.
Ebersbach.
O. I. . . . . . . . . . Königl. Straßenwärter.
Ersuche um Zusendung von 2 Original-
Blutauffrischung.
kisten Mineralbrunnen. Aus meinen
Selt ich den Brunnen getrunken habe,
Rheumatismus.
vielen Bestellungen ist zu ersehen, daß ich mich ohne Ihren
haben sich noch keine Rückfälle
Brunnen nichtwohl fühle. Er wirkt sehr appetitanregend
von Rheumatiemus
del mir gezeigt, auch nicht bei dem
und auffrischend auf das Blut. Ich kann den Brunnen jedem
Schlechten und feuchten
Wetter, was wir dieser Zeit hier an
aufs wärmste empfehlen u. bin Ihnen zu stetem Dank verpflichtet.
der Ostsee haben.
A. F . . Polizeisergeant.
Fleischermeister.
Sonderburg.
E. K
Bismarcksruhm.
meldet wit
iſte

[ ][  ]

O
gend durch El6ganz
Lauchstädter Brunnen.
Weitere Urteile über den
Ich litt lange Zeit an heftigem
Meine Frauhatsich an Ihr Mineralwasser
Katarrh, Lungen-
Blutarmut,
Katarrh und Lungenverschlei-
so
gewöhnt, daß ich beabsichtige, es
verschleimung,
Nervosität,
mung. Hiergegen hat mir dieses
dauernd zu beziehen, Ich kann Ihnen
mitteilen, daß die Wirkung des Wassers
Wasser große Dienste geleistet,
Appetitlosigkeit.
Appetitlosigkeit.
bei meiner Frau eine geradezu
so daß es mir sogar den Lebens-
geist
auf angenehme Weise aufgefrischt hat. Meine
wunderbare ist; ihr Wohlbefinden ist direkt von dem
Wasser abhängig.
Frau litt lange Zeit an gänzlicher Appetitlosigkeit und
Litt sie früher viele Jahre lang, ohne
daß ihr etwas helfen konnte, an Bleichsucht, Nervosität, Ver-
Nervosität. Beides ist durch den Genuß Ihres Mineralwassers
wesentlich besser geworden, auch deren Kopfschmerzen
stopfung, Schlaf- und Appetitlosigkeit und deren üblen Folgen,
sind dadurch sehr vermindert worden. Uns beiden hat
die das Leben kaum noch lebenswert erscheinen ließen, so hat
sich das mit jeder Kiste Wasser, die sie getrunken, gebessert
also das gesandte Wasser große Dienste erwiesen, was ich
hiermit gern bezeuge.
und seit einem halben Jahre ist meine Frau stark und gesund
Dresden.
Bickenburg.
z. R
,
G. T . . . . . .
Senden Sie mir sofort wieder eine
Nachdem ich Ihren Vorschriften gemäß täg-
Frauenleiden.
Gieht.
eine Flasche Wasser getrunken habe,
Originalkiste Brunnen.
Ich teile
Ihnen mit, daß ich von diesem Mineralwasser höchst befriedigt
fand ich, daß der ganze Körper einer Umwälzung unterzogen
wurde, indem ich mich bedeutend besser fühlte und der Orin
bin. Namentlich bei Frauen in vorgerücktem Alter zur
wieder eine gesunde Farbe annahm. Ich litt früher häufig
Oberwindung der sogenannten schweren Jahre und bei
heftiger Nervosität ist es ein wahrer Lebenswecker und
im Winter an schweren Gichtanfällen; seitdem ich Ihr
Wasser trinke, habe ich nichts mehr verspürt und
sollte daher dieses köstliche Wasser in keinem Hause
fehlen.
kann es allen, die an Gicht leiden, nur empfehlen.
Meerane.
Hemer.
Tischlermeister A. H.
O. 2 . . . . Kaufmann,
Ein alter Rheumatiker schreibt:
Ich
litt schon lange an Rheumatismus. Wo ich sonst bei dieser
Mir hat Ihr Brunnen ausgezeichnete Heilung gebracht.
Jahreszeit es kaum aushalten konnte, laufe ich jetzt munter wie ein junges Reh. Auch meiner Tochter und Frau hat er
gute Dienste getan.
Dresden.
E. B . . . ..
Kann Ihnen zu meiner Freude mitteilen, daß der
Zucker.
Blutarmut,
Ich teile Ihnen mit, daß mir Ihr
Brunnen auf mein Leiden bei richtiger Diät nahezu
Lauchstädter Mineralwasser gegen
Wunder bewirkt hat. Nach ungefähr sechswöchigem Ge-
Nervenschwäche.
meine Blutarmut und allgemeine
brauche des Brunnens ist der Zuckergehalt von 4½% auf
Nervenschwäche sehr gut bekommen ist. Ich bin wieder
zurückgegangen und gestern konstatierte mein
1,4%
kräftig und kann auch arbeiten. Auch meine Kinder haben
Hausarzt, daß keine Spur Zucker mehr vorhanden war.
denselben gern getrunken, alle drei sehen jetzt gesund und
Ich habe meinem Arzte Ihre Adresse aufgeben
frisch aus und haben schöne rote Backen.
müssen.
Neu-Brockwitz.
A. K.
Schwartau.
Frau R . . . . .
Solche Dankschreiben gehen uns täglich zu; wegen Platzmangel können nur die wenigen erwähnt werden.
Wo nicht erhältlich, wende man sich an: Verwaltung des Brunnenversandes zu Lauchstädt i. Thür.
Niederlagen nn Sarnislder.
und
Iych.
Hauptdepöt:
Friedrich Schäfer
Grossherzoglicher Hoflieferant
Ludwigsplatz Nr. 7.
Telephon Nr. 45.