Abonnementspreis
Inſerake
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
tnuren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 26 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Eine von über tauſend Genoſſenſchaftern beſuchte
Ver=
ſammlung im Saalbau beſchloß, der
Landwirt=
ſchaftlichen Genoſſenſchaftsbank zur
Durch=
führung der ſtillen Liquidation ein Moratorium
bis 31. Dezember 1914 zu bewilligen, und erklärte ſich
mit der zwiſchenzeitigen Tätigkeit der neuen
Zentral=
genoſſenſchaft einverſtanden.
Der Reichstag tritt nach Beendigung der Oſterferien
heute wieder zuſammen.
Die öſterreichiſch=ungariſche Flotte hat den
Befehl erhalten, gegen Montenegro auszulaufen.
Das Wiener Korreſpondenzbureau meldet: Die
Ant=
wortnote der Pforte wurde geſtern dem
öſter=
reichiſchen Botſchafter Pallavieini überreicht. Die
Pforte nimmt die Vorſchläge der Mächte an.
Die Kollektivnote der Mächte, die die
Friedens=
bedingungen enthält, iſt am Montag der Pforte
über=
reicht worden.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
2. April 1813: Sieg der Verbündeten bei Lüneburg,
Mo=
rand fällt, ſein Korps wird vernichtet. (Johanna Stagen,
die „Heldin von Lüneburg”.)
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Der Reichskriegsſchatz.
*⁎* Unter den Ueberraſchungen, welche die deutſche
Wehrvorlage gebracht hat, iſt nicht die geringſte diejenige
über die beabſichtigte Verſtärkung des
Reichskriegs=
ſchatzes. Deutſchland iſt das einzige Reich, welches
einen ſolchen Schatz beſitzt, der nach dem Vorbilde
Preu=
ßens, das 1866 einen Kriegsſchatz von 30 Millionen Talern
hatte, geſchaffen wurde. Das Geſetz vom 11. November
1871 beſtimmte, daß ein aus der franzöſiſchen
Kriegsent=
ſchädigung zu entnehmender Betrag von 40 Millionen
Talern zur Bildung eines in gemünztem Golde
niederzu=
legenden Reichskriegsſchatzes zu verwenden ſei. Zur
Auf=
bewahrung wurde durch kaiſerliche Verordnung vom 22.
Januar 1874 der Juliusturm bei Spandau
be=
ſtimmt, wohin im Juni desſelben Jahres die 120
Mil=
lionen Mark übergeführt wurden, und wo ſie in 1200
Kiſten in Zehn= und Zwanzigmarkſtücken ſeitdem ruhen.
Ab und zu ſind in der öffentlichen Meinung gegen die
Aufbewahrung eines ſo großen toten Kapitals Bedenken
erhoben worden. Im Frühjahr 1908 wurde auch in der
Budgetkommiſſion des Reichstags angeſichts der
damali=
gen ungünſtigen Finanzlage des Reiches der Gedanke
er=
örtert, ob es nicht geraten ſei, den Kriegsſchatz aufzuheben.
Von Zentrumsſeite führte man aus, die 120 Millionen
würden als Stammkapital für die Betriebsmittel des
Reiches ſegensreicher wirken als jetzt. Im Kriegsfalle ſei
der Betrag nur von geringer Bedeutung; werfe man
da=
gegen die ganze Summe in den Verkehr, ſo werde der
Nutzen erheblich ſein. Auch von anderer Seite wurde
be=
tont, das Preſtige des Reiches leide durchaus nicht durch
Aenderung der Anlage des Fonds. Aber die Regierung
widerſprach entſchieden und erklärte, im Ernſtfalle werde
das Geld ſeinen Zweck ſehr gut erfüllen, und die 120
Mil=
lionen brauchten dann nicht dem Verkehr entzogen zu
werden. Der Fonds habe eine hohe Bedeutung für die
Mobilmachung, und es ſei nur ſchade, daß er nicht die
dreifache Höhe habe.
Auf dieſem Standpunkt ſteht die Regierung auch heute
noch; ſie iſt nach wie vor von dem Werte des
Reichskriegs=
ſchatzes durchdrungen, ſonſt würde ſie nicht die Erhöhung
der Summe, welche der Juliusturm birgt, ins Auge
ge=
faßt haben. Von rein volkswirtſchaftlichen Erwägungen
aus müßte die Vermehrung des toten Kapitals natürlich
bekämpft werden, während andererſeits ſich nicht beſtreiten
läßt, daß der deutſche Kriegsſchatz in der Stunde der
Ge=
fahr ein Hort iſt, deſſen Bedeutung nicht hoch genug
ver=
anſchlagt werden kann. — Hat das Zentrum noch dieſelben
Anſchauungen wie vor fünf Jahren, dann iſt für die
Re=
gierung keine Ausſicht vorhanden, ihren Plan zu
verwirk=
lichen.
Die parlamentariſche
Behand=
lung der Heeres= etc. Vorlagen.
** Die Fraktionen des Reichstages werden ſich mit den
Heeres= und Steuervorlagen in Fraktionsſitzungen
bereits am Donnerstag dieſer Woche beſchäftigen.
Um den Meinungsaustauſch innerhalb der Fraktionen zu
fördern, werden bekanntlich einige Tage ſitzungsfrei blei=
ben, um in der zweiten Aprilwoche die erſte Leſung der
neuen Vorlagen vornehmen zu können. Man rechnet
da=
mit, daß die Fraktionen für ihre Fraktionsſitzungen etwa
drei Tage brauchen werden. Die erſte Leſung der
neuen Vorlagen wird vorausſichtlich eine ganze Woche
in Anſpruch nehmen.
Der Seniorenkonvent des Reichstages wird ſich über
die geſchäftliche Behandlung der Vorlagen und die
Ar=
beitsverteilung im April ebenfalls im Laufe dieſer Woche
ſchlüſſig machen. Bezüglich der geſchäftlichen Behandlung
der Vorlagen ſoll der Vorſchlag gemacht werden, die
Heeresvorlage dem Haushaltsausſchuſſe zu
über=
weiſen, der den Heereshaushalt noch zu beraten haben
wird, und der mit der Haushaltsberatung noch etwa zwei
Wochen beſchäftigt ſein wird. Die einzelnen
Steuer=
geſetze ſollen einem beſonderen Ausſchuſſe, ähnlich wie
bei der Finanzreform, zur Einzelberatung überwieſen
wer=
den, damit dieſe Vorlagen ſofort nach der erſten Leſung
der Ausſchußberatung unterzogen werden können. Man
hofft auf dieſe Weiſe in der Hauptſache das Schickſal der
Steuergeſetze im Ausſchuſſe bis Pfingſten entſcheiden zu
können. Während der Pfingſtferien hätte alsdann die
Re=
gierung Gelegenheit, über ſtrittige Punkte in den
beider=
ſeitigen Auffaſſungen Verhandlungen mit den Parteien
zu pflegen. Das Kriegsminiſterium legt nach wie vor
Wert darauf, die Heeresvorlagen bis Pfingſten
ver=
abſchiedet zu ſehen, da durch die Vorlagen, die zu
einem gewiſſen Teile bereits am 1. Oktober in Kraft
tre=
ten werden, auf militäriſchem Gebiete umfangreiche
Vor=
arbeiten notwendig werden.
In Regierungskreiſen hat die verſchiedenartige
Auf=
faſſung der neuen Geſetze in der Preſſe keine
Verwunde=
rung erregt. Man hofft trotz der abfälligen Kritik in
man=
chen Organen mit dem Reichstage in kürzerer Zeit, als
vielfach angenommen wird, eine Einigung über die
neuen Steuern herbeiführen zu können. Die dem
Reichs=
tage unterbreiteten Vorſchläge des Bundesrats ſind eben
nur Vorſchläge, die abzuändern das verfaſſungsmäßige
Recht des Reichstages iſt.
Die Flottendebatte im engliſchen
Unterhauſe.
* Die Beratung über den Flottenetat
wurde am Montag im engliſchen Unterhauſe fortgeſetzt.
Keir Hardie erklärte zu dem von Churchill an
Deutſchland gerichteten Vorſchlag, im Flottenbau ein Jahr
der Pauſe eintreten zu laſſen, die Admiralität habe
ge=
funden, daß die Durchführung des engliſchen
Flottenpro=
gramms bei der Ueberlaſtung der Schiffswerften unmöglich
ſei, und der Vorſchlag Churchills ſei nichts weiter
als ein Winkelzug, um mit den Rückſtänden im
Flot=
tenbau aufarbeiten zu können. — Churchill wandte ſich
gegen dieſe Auffaſſung ſeines Vorſchlages, den er in gutem
Glauben und mit aller Aufrichtigkeit gemacht habe. Er
erklärte weiter, er ſei gefragt worden, ob er ſeinen
Vor=
ſchlag auch vom deutſchen Standpunkt aus
durch=
dacht habe. Er könne dieſe Frage wahrheitsgemäß
be=
jahen und gerade, weil er ihn vom deutſchen Standpunkt
aus durchdacht habe, habe er Vertrauen darein geſetzt, weil
der Vorſchläg Hand und Fuß habe (Suggestion of
sub-
stance and reality). Wenn er nicht angenommen werde,
ſo werde das ſich daraus ergebende Fazit für die engliſche
Flottenmacht nicht ſchädlich ſein. Zu den Aeußerungen
Keir Hardies bemerkte Churchill weiter, daß die
Verzöge=
rung auf, den Schiffswerften den Kräfteüberſchuß
(margins of strength), auf den die Admiralität hinarbeite,
nicht merklich berühren würde. Wenn dieſe Verzögerung
eine ſolche Wirkung haben würde, ſo würde es möglich ſein,
Leute von anderen Arbeitsgebieten hinzuzunehmen, jedoch
würden die Koſten dafür unter den beſtehenden Umſtänden
nicht gerechtfertiat ſein. Die Verzögerung der Werſten
be=
rühre in keiner Weiſe den Beginn und die Ausführung von
Neubauten. Es würde, wenn notwendig, möglich ſein,
während dieſes Jahres mit dem Bau von vier oder fünf
Schlachtſchiffen zu beginnen. abgeſehen von den jährlichen
fünf und dem der malayiſchen Staaten, alſo insgeſamt
von zehn oder elf, die innerhalb 24 bis 30 Monaten
fertig=
geſtellt werden könnten, ohne daß der Bau von fünf
Schlachtſchiffen aufgegeben werde, die in England für
fremde Regierungen fertiggeſtellt würden. Es wären auch
keine Schwierigkeiten bei der Bemannung der Schiffe
vor=
handen. Auch würde keine Schwierigkeit wegen des
Gel=
des beſtehen. Es würde auch nicht notwendig ſein, eine
Anleihe aufzunehmen oder eine neue Steuer aufzuerlegen,
da das Geld, das während der letzten drei Jahre für die
Verringerung der Staatsſchuld verwendet worden ſei,
einen weit höheren Betrag erreiche, als irgendeine Summe
die für die erwähnten Bauten notwendig wäre Churchill
fuhr fort: Wenn wir ſolche Schritte nicht unternehmen, ſo
geſchieht es nicht deshalb, weil ſie nicht möglich ſind,
ſon=
dern weil ſie nicht nötig ſind. Die Annahme, daß wir
Schwierigkeiten hätten, unſer Programm auszuführen,
und daß der aufrichtige freundſchaftliche Vorſchlag, den ich
gemacht habe, bloß ein Kniff ſei, um unſere Schwäche zu
verhehlen oder geheim einen Vorſprung zu gewinnen, iſt
ebenſo unbegründet wie unwürdig. Er hoffe, es würde
verſtanden werden, daß, keine Schwierigkeiten vorhanden
ſeien, ſowohl engliſche Schiffe ſchneller zu bauen, wenn es
nötig ſein ſollte, als auch den Bau dreier kanadiſcher
Schiffe abzuſchließen, der jetzt in Kanada erwogen würde.
Churchill wandte ſich dann der Behauptung zu, daß
der Flotte zur vollen Bemannung 20 000 Mann fehlten:
Der Miniſter erklärte: Es gibt keinen Glauben, der tiefer
in den chauviniſtiſchen Gemütern des Auslandes wurzelt,
als den, daß wir, wenn wir auch bauen können, die Schiffe
niemals bemannen könnten oder das Volk niemals die
Opfer bringen wird, die zur Aufrechterhaltung der
natio=
nalen Sicherheit notwendig ſind. Dies iſt eine der
un=
ſinnigſten und irrtümlichſten Einbildungen, die gehegt
werden können. Die Behauptung von einem
Mann=
chaftsmangel iſt vollſtändig unrichtig. Churchill
ſchildert ſodann an der Hand eines umfangreichen
Zahlen=
materials das Stärkeverhältnis der engliſchen und
deut=
ſchen Flotte zueinander in den verſchiedenſten Zeitläuften
und zeigte, daß ein Ueberſchuß von 60 Prozent mehr als
aufrechterhalten worden ſei. Die Admiralität ſei vor
eini=
ger Zeit zu dem Entſchluß gekommen, daß das
Mindeſt=
verhältnis der in den einheimiſchen Gewäſſern zu
halten=
den Dreadnoughts Deutſchland gegenüber 3 zu 2 betragen
müſſe, mit anderen Worten, daß ein Wechſel des 60=
Pro=
zent=Ueberſchuſſes als verfügbar für den allgemeinen Dienſt
des Reiches angeſehen werden könne, außer dem ſchon
bis=
her in Dienſt gehaltenen Ueberſchuß über den 60=Prozent=
Standart.
Churchill gab ſodann Einzelheiten über die Anzahl
der Schiffe, die verfügbar ſein würden für den
ge=
ſamten Reichsdienſt auf der ganzen Erde. Die Zahl ſei
ganz ausreichend für 1915, aber mit Rückſicht auf die
Ver=
antwortlichkeiten des Reiches im Stillen Ozean, im
Mit=
telländiſchen Meer, ſowie insbeſondere auf die neue
Ent=
wicklung der Kräſte im Mittelländiſchen Mer würde dieſer
Kräfteüberſchuß nach dem erſten Viertel des Jahres 1916
nicht mehr ausreichen, woſern nicht weitere Schritte von
den Dominions oder Großbritannien ſelbſt unternommen
würden. Von dieſem Standpunkt aus könne das
tatſäch=
liche Bedürfnis nach kanadiſchen Schiffen wohl
ge=
würdigt werden. Sie würden eine weſentliche Rolle
ſpie=
len bei der Verteidigung des Reiches. Churchil pries
ſo=
dann den unſchätzbaren Wert des in dem kanadiſchen
An=
gebot liegenden Prinzips. Schließlich gab er eine
ziffern=
mäßige Darſtellung über die Schiffe, die für den
Reichs=
dienſt verfügbar ſeien, und zwar mit Einſchluß der
kana=
diſchen Schiffe, und erklärte, ſeine Aufſtellungen hätten nur
Gültigkeit, falls nicht weitere Entwicklungen im
Mittel=
meer und im Stillen Ozean einträten. Sollten aber neue
Entwicklungen ſolcher Art ſtattfinden, daß ſie das
Pro=
gramm der Admiralität berührten, oder ſollte aus den
ka=
nadiſchen Schiffen aus irgend einem Grunde nichts
wer=
den, ſo müßte die Lage wieder geprüft werden.
Deutſches Reich.
— Der Reichstag tritt nach den Oſterferien heute
wieder zuſammen. Auf der Tagesordnung ſteht ein
frei=
ſinniger Antrag auf Aufhebung der Fideikommiſſe. Nach
Erledigung dieſes Antrages wird ſich der Reichstag der.
Fortſetzung der Etatsberatung zuzuwenden haben, die in
der zweiten Aprilwoche unterbrochen wird, wo nach den
Beſchlüſſen des Seniorenkonvents die erſte Leſung der
Heeresvorlage beginnen ſoll.
— Ueber die Verhandlungen im
Bundes=
rat und die Stellung der einzelſtaatlichen Regierungen zu
den Deckungsvorſchlägen erfährt die Tägl. Rundſchau noch
von ſehr gut unterrichteter Seite folgendes: Während die
Wehrſteuer gemäß unſerer früheren Vorausſage
einſtim=
mig angenommen wurde, hat ſich namentlich um die
Ver=
mögenszuwachsſteuer und die „Veredelung” der
Matriku=
larbeiträge ein längerer Kampf im Bundesrate abgeſpielt.
Jene iſt eigentlich tatſächlich vermieden worden, denn die
allgemeine Anſicht geht dahin, daß jeder Einzelſtaat bis
1916 in der Lage ſein wird, ſich eine Beſitzſteuer zu
ver=
ſchaffen oder die beſtehende zu erhöhen oder zu erweitern.
In Sachſen beiſpielsweiſe wird entweder die Erhöhung
der Grundſteuer oder der Ergänzungsſteuer vorgenommen.
In der Frage der „Veredelung” der Matrikularbeiträge hat
Thüringen einen vollen Sieg errungen, der ihm dadurch
ermöglicht wurde, daß die ſüddeutſchen Staaten ihm
beiſprangen. Die thüringiſchen Kleinſtaaten wieſen darauf
hin, daß ſie finanziell ſo ſchlecht geſtellt ſeien, daß ſie
un=
möglich eine Verteilung nach der Kopfzahl auf ſich nehmen
könnten. Preußen hat nicht lange Widerſtand geleiſtet,
weil ſich für den größten Bundesſtaat kaum eine
Verän=
derung im ſinanziellen Ergebnis aus der neuen Methode
ergibt. Wohl aber haben Sachſen und die Hanſaſtädte,
anſcheinend mit Ausnahme von Lübeck, ſcharfen
Wider=
ſtand geleiſtet, da ſie in erſter Linie mehr zu zahlen haben
werden, als nach der bisherigen Verteilungsart. Sachſen
hat ſich mit der Veredelung nur abgefunden, um einen
tiefern Eingriff in die Finanzhoheit der Einzelſtaaten zu
verhindern, wie er in der Einführung einer allgemeinen
Reichsvermögenszuwachsſteuer gelegen hätte. Man nimmt
in den beteiligten Kreiſen allgemein an, daß es bei dieſer
teilweiſen Veredelung bleiben wird, und daß nicht etwa
nachdem der Bann einmal gebrochen iſt, die Verteilung der
Matrikularbeiträge künftig überhaupt nach der
finanziel=
len Leiſtungsfähigkeit erfolgen wird, wie man ſich denn
auch keiner Täuſchung darüber hingibt, daß der Reichs
ſchatzſekretär von den 2,05 Mark Matrikularbeiträgen auch
in Zukunft nicht abgehen wird.
— Die reichsgeſetzliche Regelung des
Luftverkehrs. Nach den letzten Erklärungen des
Vertreters der Reichsregierung im Reichstage war eine
Entſcheidung darüber, ob die Haftpflicht in den Entwurf
über die geſetzliche Regelung des Luftverkehrs Aufnahme
finden ſollte, noch nicht getroffen worden, da die
gegebe=
nen Anregungen in dieſer Hinſicht erſt einer Prüfung
un=
terzogen werden ſollten. Wie man jetzt erfährt, iſt dieſe
erfolgt, und der Entwurf dürfte auch Beſtimmungen über
die Haftpflicht enthalten, die angeſichts des
Beweisnot=
ſtandes bei Unfällen für nötig erachtet werden. Nach der
ſtrafrechtlichen Seite der Frage hin werden vermutlich
beſondere Beſtimmungen von Bedeutung nicht notwendig
werden, da bereits geſetzliche Vorſchriften für
Ueber=
tretungen dieſer Art beſtehen, die wohl als
aus=
reichend angeſehen werden können. Auch der
Eigentumsanſpruch an der Luft, der angeblich
gleichfalls geſetzlich feſtgelegt werden ſollte, dürfte
für den Geſetzentwurf nicht in Betracht
kom=
men. Die beſtehenden Vorſchriften des Bürgerlichen
Ge=
ſetzbuches können hier als hinreichend angeſehen werden.
Dasſelbe gilt vermutlich auch von den Fragen, die ſich auf
das Ueberfliegen von befeſtigten Plätzen im Frieden,
ſo=
wie auf die Spionage beziehen; auch die Fragen, die eine
internationale Regelung des Verkehrs mit Luftfahrzeugen
betreffen, werden bei den Erörterungen mit den
Sachver=
ſtändigen nicht berührt, ſo daß ſie im Geſetzentwurf nicht
Aufnahme finden dürften. Abgeſehen von den
Beſtim=
mungen über die Haftpflicht ſoll der Entwurf
verkehrs=
polizeiliche und gewerbepolizeiliche Vorſchriften bringen,
die die Regelung des Verkehrs mit Luftfahrzeugen aller
Art vorſehen. Unter anderem ſoll auch die amtliche
Ab=
nahme von Flugzeugen, deren Notwendigkeit vom
Prin=
zen Heinrich von Preußen beſonders betont wurde, die
Beibringung eines Befähigungsnachweiſes für Führer
von Luftfahrzeugen nach Ablegung von eingehenden
Prü=
fungen, ſowie Vorſchriften über die notwendigen
Er=
kennungszeichen der Flugzeuge in den Geſetzentwurf
auf=
genommen werden. Es kann erwartet werden, daß die
Vorlage, deren Fertigſtellung möglichſt beſchleunigt
wer=
den ſoll, im Laufe der nächſten Tagung an den Reichstag
gelangen wird.
— Die Kommiſſion zur Unterſuchung
der Zuſtände im Vieh= und Fleiſchhandel
iſt, wie die Norddeutſche Allgemeine Zeitung meldet, am
Montag unter dem Vorſitz des Staatsſekretärs Dr.
Del=
brück zu einer Sitzung zuſammengetreten. Auf der
Tages=
ordnung ſteht die weitere Anhörung von
Sachverſtän=
digen. Während es ſich bei den bisherigen Verhandlungen
um Sachverſtändige des Berliner Verſorgungsgebietes
handelte, erſchienen zur Verhandlung an 40
Sachverſtän=
dige aus Süddeutſchland, um über die Umſtände, die für
den Preis des Fleiſches maßgebend ſind, und unter
be=
ſonderer Berückſichtigung der ſüddeutſchen
Eigentümlich=
keiten die Kommiſſion zu informieren. Der Verhandlung
liegt derſelbe Fragebogen zugrunde, der bei früheren
Er=
örterungen als Grundlage diente. Wie bekannt, ſteht bei
dem Fragebogen im Vordergrund die Frage nach der
Preisbildung des Viehes und des Fleiſches auf dem Wege
vom Produzenten zum Verbraucher. Entſprechend dieſem
Wege faßt der Fragebogen zunächſt den Preis für Vieh im
Stalle ins Auge und beſchäftigt ſich dann mit dem Preis
auf dem Viehhof und mit den dort erforderlichen
Ge=
bühren, ſchließlich mit den Momenten, die den Preis für
das einzelne Stück Fleiſch im Laden beſtimmen. Daran
ſchließen ſich Fragen über das Nachrichtenweſen und die
Statiſtik an. Dementſprechend wurde zunächſt über die
Lage und den Einfluß des Viehhandels geſprochen.
— Ein Kinogeſetz für die thüringiſchen
Staaten. Sämtliche thüringiſchen Staaten haben ſich
über eine gemeinſame Geſetzgebung auf dem Gebiete des
Kinematographenweſens geeinigt, um ihren Auswüchſen
entgegentreten zu können. Danach dürfen Perſonen
bei=
derlei Geſchlechts unter 17 Jahren nur zu
Jugendvorfüh=
rungen zugelaſſen werden; auch in Geſellſchaft älterer
Per=
ſonen haben ſie zu anderen Vorführungen keinen Zutritt.
Jugendvorſtellungen können von der Polizei auf eine
be=
ſtimmte Zeit und eine beſtimmte Anzahl beſchränkt
wer=
den. Sind von der Schulaufſichtsbehörde weitergehende
Beſtimmungen getroffen, ſo werden dieſe von jener Vor
ſchrift nicht berührt. Das Programm einer jeden
Vor=
führung für die Jugend iſt mindeſtens zwei Tage vor der
Aufführung bei der Polizei unter Angabe eines jeden
Bildes einzureichen. Dieſe hat das Recht, vor der
öffent=
lichen Aufführung eine nichtöffentliche zur Prüfung der
Bilder zu fordern. Von der Vorführung ſind alle Bilder
auszuſchließen, welche gegen die guten Sitten verſtoßen,
oder die geeignet ſind, das Vorſtellungsvermögen der
Kin=
der ungünſtig zu beeinfluſſen. Die Aufſicht über die
Aus=
führung dieſer Verordnung unterliegt in Orten mit
we=
niger als 2500 Einwohnern dem Landrat oder
Bezirks=
direktor, in größeren Städten der Polizeiverwaltung. Dem
Vorgehen der thüringiſchen Staaten haben ſich auch die
preußiſchen Teile Thüringens angeſchloſſen.
— Die neuen Friedensverhandlungen
im Malergewerbe in Berlin werden unter dem
Vor=
ſitz des Magiſtratsrats v. Schulz nunmehr eingeleitet
wer=
den, nachdem auch die Arbeitnehmer=Organiſation ihr
Ein=
verſtändnis mit neuen Tarifbeſprechungen erklärte.
Ausland.
Schweiz.
Die eidgenöſſiſche Staatsrechnung für
1912 weiſt 102338650 Francs an Einnahmen und
100 933000 Francs an Ausgaben auf; der Ueberſchuß
be=
trägt ſomit 1405650 Francs. Das Ergebnis iſt 14529700
Francs beſſer, als erwartet wurde, was insbeſondere den
Mehreinnahmen aus Zöllen und den Poſterſparniſſen der
Verwaltung zu danken iſt.
Der Gotthardbahnvertrag. Im Bundesrat
verteidigte der Landwirtſchaftsminiſter Schultheß den
Gotthardbahnvertrag. Die zugeſtandenen Tarifreduktionen
müßten ohnedies aus verkehrspolitiſchen Gründen
zuge=
ſtanden werden. Der deutſche Geſandte habe neuerdings
erklärt, die Frage, ob eine Reviſion der
Meiſtbegün=
ſtigungs=Beſtimmungen vorzunehmen ſei, könne eventuell
ein Schiedsgericht erledigen. Der Sprecher der
Sozial=
demokraten wandte ſich gegen die Ratifikation des
Ver=
trages; ein anderer Redner glaubte, die Nichtgenehmigung
des Vertrages würde die Schweiz in ausſichtsloſe
inter=
nationale Prozeſſe ſtürzen. Es waren noch 26 Redner
ge=
meldet.
Frankreich.
Der Finanzausſchuß des Senats hat die
Beratung des Budgets für 1913 beendet. Danach betragen
die Einnahmen 4 620000000, die Ausgaben 4677000000
Francs. Der Fehlbetrag von 57 Millionen ſoll durch
Aus=
gabe von ſechs Jahre laufenden Obligationen gedeckt
werden.
Dänemark.
Die von der
Die Verfaſſungsänderung.
däniſchen Regierung vorgeſchlagene und von der Zweiten
Kammer bereits genehmigte, überaus demokratiſche
Ver=
faſſungsänderung hat nicht die geringſte Ausſicht, die
Zu=
ſtimmung der Erſten Kammer zu erhalten. Auch innerhalb
der Regierung erheben ſich nunmehr gewichtige Stimmen
gegen dieſen Plan und eine Anzahl bisheriger treuer
An=
hänger des Kabinetts hat ſich veranlaßt geſehen, offen
Stellung gegen das Miniſterium zu nehmen. Zwei
Mit=
glieder des Kabinetts haben kürzlich mit zahlreichen
Wäh=
lern Beſprechungen abgehalten und offen eingeſtanden,
daß der Regierungsvorſchlag ſich als nicht durchführbar
erwieſen habe.
e Badiſche Preſſe
* Karlsruhe, 30. März
von
dwig
meldet, wird Prinz=Rege
vom
Bayern und deſſen Gemahlin dem badiſchen H.
7. bis 9. Mai einen offiziellen Antrittsbeſuch abſtatten.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 2. Aprkl.
* Vom Hofe. Die Großherzoglichen Herrſchaften
begaben ſich am Montag nachmittag 3 Uhr im Auto
nach König i. O., nahmen bei dem Fürſten zu Erbach=
Schönberg den Tee und kehrten um 6 Uhr 30 Min.
wieder ins Neue Palais zuruck. (Darmſt. Ztg.,
Juſtizperſonalien. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben den Notar mit dem Amtsſitze in Nieder=
Olm Juſtizrat Dr. Bernhard Pfeifer auf ſein
Nach=
ſuchen unter Anerkennung ſeiner treuen Dienſte mit
Wirkung vom 1. Mai 1913 in den Ruheſtand verſetzt
den Aktuar bei dem Amtsgericht Grünberg Jakob
Pitzer zum Aktuar bei dem Amtsgericht Mainz, den
Aktuariatsaſſiſtenten bei dem Amtsgericht Höchſt Karl
Dietz zum Aktuar bei dem Amtsgericht Grünberg, beide
mit Wirkung vom 10. April 1913 an, und den
Aktuariats=
aſſiſtenten bei dem Amtsgericht Friedberg Georg Denn
zum Aktuar bei dem Amtsgericht Laubach mit Wirkung
vom 11. April 1913 ernannt; ferner wurde ernannt
der Aktuariatsaſſiſtent bei dem Amtsgericht Butzbach
Valentin Döring zum Aktuariatsaſſiſtenten bei dem
Amtsgericht Friedberg, der Aktuariatsaſſiſtent bei dem
Amtsgericht Wöllſtein Jakob Vierheller zum
Aktuariatsaſſiſtenten bei dem Amtsgericht Butzbach,
beide mit Wirkung vom 11. April 1913; der
Gerichts=
ſchreibergehilfe bei dem Amtsgericht Darmſtadt II Georg
Hoffeller zum Aktuariatsaſſiſtenten bei dem
Amts=
gericht Wöllſtein, mit Wirkung vom 12. April 1913, und
der Gerichtsſchreibergehilfe bei dem Amtsgericht
Darm=
ſtadt I Wilhelm Götz zum Aktuariatsaſſiſtenten bei dem
Amtsgericht Höchſt mit Wirkung vom 13. April 1913.
Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben dem
Gerichtsvollzieher Michael Lenz in Wimpfen die
Goldene Medaille des Ludewigs=Ordens verliehen.
* Von der Landesuniverſität. Se. Königl. Hoheit
der Großherzog haben den außeretatsmäßigen
außer=
ordentlichen Profeſſor Dr. phil. Chriſtian Rauch in
Gießen zum außerordentlichen Profeſſor für das Fach
der mittleren und neueren Kunſtgeſchichte bei der
philo=
ſophiſchen Fakultät der Landesuniverſität in Gießen
ernannt.
* Von der Großh. Techniſchen Hochſchule. Se.
Königl. Hoheit der Großherzog haben den
Fabrik=
direktor a. D. Diplom=Ingenieur Friedrich Müller in
Himmelserſcheinungenim April.
A. K. Seit dem 21. März, der Frühlings=Tag= und
Nachtgleiche, weilt die Sonne wieder ſtändig nördlich
des Aequators, ihre Deklination wächſt von — 4‟ 24' au
— 14‟ 40‟ Daraus ergeben ſich folgende, ſchon recht be
deutende Mittagshöhen der Sonne: für den
Pa=
rallel von 54 (Norddeutſchland) 40 24' am 1. und 50% 40‟
am 30. April, für den Parallel von 51 (
Mitteldeutſch=
land) 43 24' am 1. und 53 40' am 30., endlich für den
Parallel von 48‟ (Süddeutſchland und Oeſterreich, etwa
die Breite von Wien) 46‟ 24' am 1. und 56‟ 40' am 30.
April. Die wieder hieraus folgende Tagesdauer
wächſt im nördlichen Gebiet von 13 auf 15 Stunden, für
das mittlere Gebiet von 12¾ auf 14¾ und für das
ſüd=
liche Gebiet von 12¾ auf 14½ Stunden. Erheblich
län=
ger noch währt die Tageshelligkeit überhaupt; dieſe
er=
fährt nämlich durch die jetzt ſtetig an Dauer
zunehmen=
den Dämmerungen einen Zuwachs von nahezu 1½
Stunden.
Am 6. April ereignet ſich eine in Europa unſichtbare
partielle Sonnenfinſternis. Dieſe beginnt um
4 Uhr 55 Minuten nachmittags und endigt um 8 Uhr 12
Minuten nachmittags. Sichtbar iſt ſie nur im nördlichen
Polargebiet
Unſer Mond verändert im April ſeine Phaſen
fol=
gendermaßen: Neumond am 6. April, um 6 Uhr 48 Min.
nachmittags, Erſtes Viertel am 14. April, um 6 Uhr 39
Min. vormittags, Vollmond am 20. April, um 10 Uhr
33 Min. nachmittags, und Letztes Viertel am 28. April
um 7 Uhr 9 Min. vormittags. Der Mond ſteht am 2.
April, um 8 Uhr 5 Min. nachmittags, in Erdferne bei
einem Abſtande von 63.6 Erdhalbmeſſern à 6378
Kilo=
meter, am 18. April, um 5 Uhr 6 Min. nachmittags, in
Erdnähe bei einem Abſtande von 56.9 Erdhalbmeſſern,
und am 30. April, um 1 Uhr 9 Min. nachmittags, in
Erd=
ferne bei einem Abſtande von 63.5 Erdhalbmeſſern. Von
den zwei ſich im April ereignenden Sternbedeckungen
durch den Mond betrifft nur die letzte einen helleren
Stern, nämlich den Stern Pi im Skorpion” Größe 4.1;
der Eintritt des Sternes findet für Berlin um 3 Uhr
44.0 Min. vormittags und der Austritt um 4 Uhr 55.4
Min. vormittags ſtatt; der Mond geht eine halbe Stunde
ſpäter unter.
Von den für das bloße Auge ſichtbaren
Haupt=
planeten ſind Venus und Saturn noch am
Abend=
himmel, Jupiter am Morgenhimmel zu beobachten.
Mer=
kur erreicht zwar am 25. April, um 6 Uhr vormittags
ſeine größte weſtliche Ausweichung von der Sonne
27‟ 12½ bleibt aber in der hellen Morgendämmerung ver=
borgen. Der Planet entfernt ſich ſchnell von der Erde,
ſein Abſtand beträgt am 30. April 0.94 Einheiten (gegen
0.59 am 1. April), d. h. Erdbahnhalbmeſſer à 149.48
Mil=
lionen Kilometer; ſein ſcheinbarer Durchmeſſer nimmt
da=
bei (für Fernrohrbeobachter) von 11.‟3 bis auf 7."1 ab.
— Venus ſtrahlt noch eine Zeitlang, am Monatsanfang
noch 3½ Stunden, in prächtigem Glanze als Abendſtern
verſchwindet aber am 21. in der hellen Dämmerung; ſie
wird am 3. April im Bilde des „Widders” rückläufig.
Venus durchläuft am 25. April, um 3 Uhr vormittags
ihre untere Sonnenkonjunktion, geht dann alſo zwiſchen
Sonne und Erde hindurch; ſie nähert ſich uns aus dieſem
Grunde raſch: am 1. April betrug ihr Abſtand noch 0.36
Einheiten, am 25. beträgt er aber nur noch 0.2855 oder
42.6765 Millionen Kilometer; danach entfernt ſie ſich
wie=
der von uns zuerſt allmählich, nachher ſchneller. Da ihr
ſcheinbarer Durchmeſſer anfangs ſchon 46.‟7, zur Zeit ihres
Verſchwindens in den Dämmerungsſtrahlen ſogar 58.‟5
beträgt — während der unteren Konjunktion wächſt er
bis auf 58.‟8 an — kann man die Sichel des Planeten
ſchon mit einem gewöhnlichen Handfernrohr ſehr deutlich
erkennen. Am 8. April, um 6 Uhr nachmittags, zieht der
in zarter Sichel ſchimmernde Mond ſüdlich am
Abend=
ſtern vorüber, eine Konſtellation, die man nicht zu
beobach=
ten verſäume. — Mars bleibt unſichtbar. Sein
Erd=
abſtand belief ſich am 1. April immer noch auf 2.02, am
30. April beläuft er ſich auf 1.89 Erdbahnhalbmeſſer; ſein
Scheibendurchmeſſer hat daher zuerſt nur den Wert von
4.‟6, zuletzt 5."0. — Jupiter geht im Sternbilde des
„Schützen” am Monatsbeginn gegen 3 Uhr, am
Monats=
ſchluſſe ſchon bald nach 1 Uhr morgens im Südoſten auf;
am 10. April kulminiert er gerade um 6 Uhr früh. Der
Erdabſtand des Planeten beträgt am 30. April 4.74
Ein=
heiten (gegen 5,22 am 1. April), während der ſcheinbare
Durchmeſſer am 30. 42.‟1 (gegen 38.‟2 am 1. April)
be=
trägt, woraus hervorgeht, daß ſchon ein kleines Fernrohr
die Scheibe zeigt. Leicht ſind auch die vier großen Monde
des Jupiter wahrzunehmen. Eine Konjunktion des Mon
des mit Jupiter findet am 26. April ſtatt, wobei ſich der
ſichelförmig abnehmende Mond ſüdlich an dem Planeten
vorüberbewegt. — Saturn ſinkt im Bilde des „Stiers”
ſtetig früher abends unter den weſtlichen Horizont, Ende
April bereits um 9½ Uhr. Die Entfernung der Erde von
dieſem Planeten nimmt im April von 9.68 bis auf 9.97
Einheiten zu, gleichzeitig verringert ſich der ſcheinbare
Durchmeſſer des Saturnkörpers von 16.‟8 bis auf 16.‟3
Der weit geöffnete Ring des Saturn mißt in der Mitte
des Monats in der großen Achſe 39."2, in der kleinen
Achſe 16.‟8. Seine größte Ringöffnung bietet uns Saturn
ſtets, wenn er in den Hörnern des „Stiers” und zwiſchen
„Skorpion” und „Schütze” ſteht, dagegen erſcheint er ohne
Ring (bei der Kantenanſicht), wenn er ſich im öſtlichen
Teile des „Löwen” und im öſtlichen Teile des „
Waſſer=
mannes” aufhält; da die Intervalle zwiſchen den
einzel=
nen Phaſen 7¾ Jahre lang ſind, vollziehen ſich die vier
Erſcheinungen in dem Zeitraum von 29½ Jahren einmal.
Am 10. April kommt der Mond mit Saturn in
Konjunk=
tion, doch zieht der Mond ziemlich weit nördlich an dem
Planeten vorüber. — Uranus ſteht am ſüdöſtlichen
Morgenhimmel, etwa in der Mitte zwiſchen den kleinen
Sternen Rho und Theta des „Steinbocks”. Sein
Erd=
abſtand verkleinert ſich von 20.22 bis auf 19.74 Einheiten,
doch wächſt ſein Scheibendurchmeſſer nur von 4.‟1 bis
auf 4.‟2. — Neptun, in den „Zwillingen” ſüdlich von
Pollux und Kappa und öſtlich von Delta dieſes Bildes, iſt
für ſtarke Inſtrumente am Abendhimmel noch günſtig zu
beobachten. Die Entfernung der Erde von Neptun
be=
trägt anfänglich 29.76, zuletzt 30.24 Einheiten; der
Schei=
bendurchmeſſer nimmt von 2.‟6 nur bis auf 2.‟5 ab. Da
Neptun erſt im Jahre 1846, am 23. September, entdeckt
wurde, wird er bei einer Umlaufszeit von rund 164
Jah=
ren erſt im Jahre 1928 die Hälfte eines Umlaufes um die
Sonne vollendet haben.
In den Tagen vom 19. bis 25. April begegnet die
Erde alljährlich einem Meteorſtrome, deſſen Körperchen
als Sternſchnuppen vorwiegend bei dem Stern 1.
Größe Wega der „Leier” abends tief im Nordoſten,
aus=
ſtrahlen und meiſt in recht großer Zahl ſichtbar werden;
ſie heißen nach dem Bilde der „Leier” Lyriden.
Am Fixſternhimmel, deſſen Glanz durch das
Mondlicht vorwiegend in der Zeit vom 9. bis zum 21.
April gemindert wird, gewinnen die ſommerlichen
Stern=
bilder allmählich die Herrſchaft. Um 10 Uhr abends, zur
bequemſten Beobachtungszeit, genießt man gerade noch
den Anblick des „Orions” wie er in aufrechter Haltung
unter den weſtlichen Horizont hinabſteigt, unmittelbar
ge=
folgt von dem links tief unten glitzernden Sirius und
bald auch von dem über dieſem ſtehenden Prokyon. Höher
im Weſten bemerkt man die „Zwillinge”, rechts daneben
Capella im „Fuhrmann” und darunter im
Weſtnord=
weſten Aldebaran im Stier”. Ziemlich hoch im Süden
funkelt Regulus im „Löwen” im Südoſten Spica in der
Jungfrau” nach der im Oſtſüdoſten die „Wage” aufgeht.
Höher im Oſten ſieht man Aretur im „Bootes” im Zenit
den „Großen Bären” ſowie im Nordoſten unten Wega
in der „Leier” und im Nordnordoſten Deneb in
Schwan‟. Das W der „Caſſiopeja” findet man nahe
dem Norden inmitten der Milchſtraße, die ſich vom
Schwan” her in ſtark zum Nordweſten herabgeſenktem
Bogen zum Südweſthorizonte ſchwingt.
Wiesbaden zum ordentlichen Honorarprofeſſor an der
Techniſchen Hochſchule zu Darmſtadt ernannt.
* Schulperſonalien. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben den von Sr. Durchl. dem Herrn Fürſten
zu Iſenburg und Büdingen in Birſtein für die Stelle
eines Oberlehrers an der Oberrealſchule am Stadthaus
in Offenbach präſentierten Lehramtsaſſeſſor Dr. Johannes
Rill zu Offenbach für dieſe Stelle beſtätigt; den
Ober=
lehrer an der Oberrealſchule zu Mainz Profeſſor Dr.
Joſeph Köhm zum Oberlehrer an dem Alten Gymnaſium
zu Mainz mit Wirkung vom 16. Mai 1913 an, den
Zeichenlehrer an der Oberrealſchule zu Worms Philipp
Dörr zum Zeichenlehrer an dem Realgymnaſium zu
Darmſtadt und den proviſoriſchen Zeichenlehrer an der
Volksſchule in Worms Fritz Deibel zum
Zeichen=
lehrer an der Oberrealſchule zu Worms, beide mit
Wirkung vom 1. April 1913 an, ernannt. Se. Königl.
Hoheit der Großherzog haben den Charakter als
Profeſſor erteilt: den Oberlehrern Udo Kraft, am
Wolfgang Ernſt=Gymnaſium zu Büdingen, Dr. Wilhelm
Becker am Realgymnaſium zu Darmſtadt, Georg
Börſtel an der Oberrealſchule zu Worms, Dr. Heinrich
Breidenbach am Gymnaſium zu Worms, Karl
Buxmann am Gymnasium Friderieianum zu
Lau=
bach, Chriſtoph Glückert am Realgymnaſium zu
Mainz, Dr. Ludwig Hammer an der Oberrealſchule
am Friedrichsplatz zu Offenbach, Adolf Heyder an der
Oberrealſchule zu Mainz, Auguſt Hohenſtein am
Realgymnaſium zu Darmſtadt, Karl Kaus am Alten
Gymnaſium zu Mainz, Karl Klinger an der höheren
Mädchenſchule und dem Lehrerinnenſeminar zu Mainz,
Adolf Kunkel an der Realſchule und dem
Progym=
naſium zu Bingen, Friedrich Lenhardt am
Real=
gymnaſium zu Darmſtadt, Adolf Vabſt an der Ernſt
Ludwigsſchule zu Bad Nauheim, Dr. Adam Rainfurt
am Gymnaſium zu Bensheim, Dr. Auguſt Schilling
am Realgymnaſium zu Darmſtadt, Peter Schön
berger am Alten Gymnaſium zu Mainz, Heinrich
Winter an der Realſchule zu Michelſtadt, Wilhelm
Wüſtenhöfer am Realgymnaſium und der
Ober=
realſchule zu Gießen, Wilhelm Zimmer an der
Eleonorenſchule zu Darmſtadt. Durch Entſchließung
Großh. Miniſteriums des Innern wurden die
nach=
ſtehend genannten Lehramtsreferendare zu
Lehramts=
aſſeſſoren ernannt: Auguſt Blum in Offenbach,
Wil=
helm Gimbel in Mainz, Wilhelm Hahn in Gießen,
Wilhelm Heineck in Alsfeld, Georg Heßler, Wilhelm
Jüdicke, Franz Klingelſchmitt und Eduard
Mag in Mainz, Franz Munk in Bexhill=on=Sea,
Hermann Rudolph in Darmſtadt, Heinrich Sack in
Laubach, Karl Schmidt in Friedberg, Auguſt
Schneider und Georg Schorn in Mainz, Friedrich
Schuckmann in Alzey, Emil Vogel in Groß=
Gerau, Wilhelm Wiener in Butzbach, Heinrich
Witzel in Worms, Ludwig Zerbes in Mainz.
Uebertragen wurde der Schulamtsaſpirantin Margarete
Heimburg aus Friedberg eine Lehrerinſtelle an der
Muſterſchule zu Friedberg.
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den praktiſchen Arzt Dr. Walter Küchel zu
Butzbach zum Kreisaſſiſtenzarzt bei den
Kreisgeſundheits=
ämtern Bensheim und Heppenheim mit dem Wohnſitz in
Heppenheim, ſowie den Johann Daniel Wilczewsky
zu Oppenheim zum Kellergehilfen an der Wein= und
Obſtbauſchule Oppenheim.
* In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog den Oberrechnungsreviſor
bei der II. Juſtifikaturabteilung der
Oberrechnungs=
kammer Rechnungsrat Auguſt Rettberg I. zu
Darm=
ſtadt auf ſein Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner
langjährigen, treu geleiſteten Dienſte, und ihm aus
dieſem Anlaß die Krone zum Ritterkreuz 2. Klaſſe des
Verdienſtordens Philipps des Großmütigen verliehen.
Erteilt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog zum 1. April dem Kreisamtmann bei dem
Kreisamt Friedberg Heinrich Herberg den Charakter
als „Regierungsrat”.
-g. Straflammer. Eine umfangreiche
Beweisauf=
nahme erforderte die Verhandlung gegen den 23jährigen
Zeichner Joſeph Seitz von Fechenbach und den 25
jih=
rigen Kaufmann Franz Taver Riedle aus Kempten
wegen Urkunden= und Wechſelfälſchung. Riedle hatte 1912
in Seligenſtadt eine Poſamentenfabrik gegründet, zu der
er und ein weiterer Teilhaber je 1000 Mark einzahlten.
Als dieſer Teilhaber ausſchied, trat der Angeklagte Seitz
in die Firma ein, da der Angeklagte Riedle im Glauben
war, der Stiefvater des Seitz würde ihm Geldmittel zur
Verfügung ſtellen, was jedoch nicht erfolgte. Seitz ließ
ſich nun dazu verleiten, zur Wechſelfälſchung zu greifen,
angeblich auf Anraten des Riedle, was dieſer ebenſo
energiſch beſtreitet. Eine Pariſer Firma erhielt zur
Aus=
gleichung einer Forderung von 1800 Mark einen Wechſel
der von Seitz mit der fälſchlich angefertigten Unterſcheift
Siemeth als Akzeptant verſehen war. Ferner wurden
zwei weitere Wechſel über insgeſamt 7500 Mark in
Um=
lauf geſetzt, die ebenfalls jene Unterſchrift trugem. Auf
Verlangen des Kaufmanns Stein in Seligenſtadt, der
noch eine Unterſchrift verlangte, ſetzte Seitz noch die
Un=
terſchrift eines Freundes ſeines Stiefvaters darunter. Dem
Stein wurden ſpäter von Riedle zur Sicherung der
Wech=
ſelſummen Geſchäftsaußenſtände abgetreten, worunter eine
fingierte Forderung enthalten war. Der Angeklagte
Riedle will dieſe Abtretungen nur getan haben, um das
Geſchäft nicht zu ſchädigen, was der Fall geweſen wäre,
wenn er ſeinen Teilhaber wegen Wechſelfälſchung
ange=
zeigt hätte. Seitz hat noch mehrere Straftaten begangen;
er hat Beträge, die er von Riedle zur Bezahlung von
Rechnungen erhielt, behalten und die Quittungen
ge=
fälſcht, und anderes. Er ergriff ſchließlich, als ſeine Taten
nicht mehr verborgen bleiben konnten, die Flucht nach der
Schweiz, ſtellte ſich jedoch ſelbſt den Behörden. Er wird
wegen Urkundenfälſchung und Betrugs zu 1 Jahr
4 Monaten und Riedle wegen Betrugs zu 4
Mo=
naten Gefängnis verurteilt. Dem Seitz wurden
4 Monat der Unterſuchungshaft angerechnet. — Der ſchon
vorbeſtrafte 31jährige Zimmermann Heinrich Romig II.
von Groß=Zimmern iſt im Januar dieſes Jahres in
einen Garten geſtiegen, hat einen Kupferkeſſel im Werte
von 12 Mark geſtohlen und ihn zerſchnitten für 2,50 Mark
als altes Kupfer verkauft. Er gibt an, er ſei damals
ar=
beitslos geweſen und ſeine Kinder hätten nichts mehr zu
eſſen gehabt. Das Gericht kann Notdiebſtahl bei dem
hohen Wert des geſtohlenen Objektes nicht annehmen und
verurteilt den Angeklagten wegen ſchweren
Rückfallsdieb=
ſtahls zu 1 Jahr Geſängnis, abzüglich 1 Monat der
Unterſuchungshaft. — Der 56jährige Taglöhner Georg
Koch von Dieburg wurde wegen Verbrechens nach § 173
des Strafgeſetzbuchs zu 1 Jahr Zuchthaus und drei
Jahren Ehrverluſt verurteilt, abzüglich ein Monat der
Unterſuchungshaft. Seine 18jährige Tochter erhielt
6 Wochen Gefängnis. — Der 38jährige
Fourage=
händler Heinrich Müller von Ober=Ramſtadt war vom
Schöffengericht wegen Hausfriedensbruchs und
Bedroh=
ung zu 30 Mark Geldſtrafe verurteilt worden, weil er die
Wirtſchaft der Witwe W. in Ober=Ramſtadt auf
mehr=
malige Aufforderung nicht verließ und ſogar noch
Droh=
ungen ausſtieß. Er verfolgte die Tochter der Witwe mit
Liebesanträgen, die aber nichts von ihm wiſſen wollte.
Das Gericht wies die eingelegten Berufungen ab und
be=
ſtätigte die ſchöffengerichtliche Strafe gegen den
hart=
näckigen Liebeswerber. — Wegen Verbrechens nach § 173
Strafgeſetzbuch wurde der wegen des gleichen Verbrechens
ſchon mehrmals vorbeſtrafte 46 Jahre alte
Steinmetz=
geſelle Heinrich Mink II. von Eberſtadt zu 3 Jahren
Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverluſt und ſeine 18
jäh=
rige Tochter zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt
Beiden wurde ein Monat der Unterſuchungshaft
ange=
rechnet. — Der 15jährige Weißbinderlehrling J. S. von
Pfungſtadt wurde wegen Verbrechens nach § 175,3 des
Strafgeſetzbuchs zu 1 Woche Gefängnis verurteilt.
Die gleiche Strafe erhält ein 16jähriger Bäckerlehrling K.
von hier, der mit einem falſchen Schlüſſel eine Kaſſette
aufſchloß und derſelben 2,80 Mark entnahm. Er hatte
ſein Taſchengeld für Maskentand ausgegeben, und
für das geſtohlene Geld kaufte er ſich ein Paar gebrauchte
Stiefel, obgleich er keine Stiefel nötig hatte.
Durch eine recht unbedachte Handlung kamen der
29jährige Maurermeiſter Wilhelm Schallenburger
von Urberach und der 46jährige Steinhauermeiſter
Lud=
wig Schöpp zu Raibach auf die Anklagebank unter der
Anklage, in gemeinſchaftlicher Begangenſchaft im Sommer
1912 eine Privaturkunde fälſchlich angefertigt und von
dieſer zur Erlangung eines Vermögensvorteiles Gebrauch
gemacht zu haben. Schallenburger erhielt von ſeinem
Schwager, dem Schleifer Valentin Seib in Urberach,
den Auftrag, ihm ein Haus zu erbauen. Nach Seibs
An=
gaben ſollte er lediglich die Maurer= und Zimmerarbeiten
ſelbſt auf eigene Rechnung ausführen, die anderen
Ar=
beiten auf die Rechnung Seibs. Voranſchlagsweiſe habe
Sch. darauf geſagt, das ganze Haus werde auf etwa 4500
Mark kommen. Sch. behauptet, er habe den Auftrag für
die Errichtung des Hauſes für den Akkordpreis von 4500
Mark erhalten. Die Steinhauerarbeiten lieferte der
Mit=
angeklagte Schöpp. Im Sommer 1912 legte
Schallen=
burger dem Bauherrn die Abrechnung vor, nach der er
dann die Bauſumme ausgezahlt erhielt. Unter den
Be=
legen befand ſich auch die Rechnung des Schöpp in Höhe
von 303,43 Mark, die auf den Namen eines Jakob Grimm
aus Zipfen lautete. Auf Erkundigung erfuhr Seib, daß
dieſer angebliche Grimm garnicht exiſtierte. Er erfuhr
dann auch weiter, daß Schöpp die Steinhauerarbeiten
ge=
liefert habe und dem Angeklagten Schallenburger jene
Quittung ausſtellte. In Wirklichkeit habe er auch nur
240,57 Mark für ſeine Arbeiten erhalten. Schöpp gibt zu
die doppelte Rechnung ausgeſtellt zu haben, er dachte
je=
doch nicht, daß Schallenburger davon Gebrauch machen
würde. Um Angabe des höheren Preiſes habe ihn
Schallenburger nicht gebeten. Dieſer gibt an, er ſei
gar=
nicht verpflichtet geweſen, eine Abrechnung vorzulegen, da
er die Arbeit in Akkord erhalten habe. Nur um den Seib
über den Lieferanten zu beruhigen, habe er ihm einen
an=
deren Namen als den des Schöpp nennen wollen. Eine
Schädigung des Seib ſei nicht eingetreten. Das Gericht
verurteilt beide Angeklagte wegen Urkundenfälſchung und
zwar den Schallenburger zu 2 Wochen und den
Schöpp zu 1 Woche Gefängnis.
Vom Hoftheater. Die Aufführung des „Oedipus”
von Sophokles (Buchſtabe C 37 gilt), der in der
Be=
arbeitung von Wilamowitz=Moellendorff heute Mittwoch
zum erſten Male, und zwar ohne Zwiſchenpauſe, in Szene
geht, beginnt um 8 Uhr. In allſeitigem Intereſſe wird
daher um pünktliches Erſcheinen gebeten. — Am
Donners=
tag gelangt „Der Bettelſtudent”, auf Buchſtabe D 38, mit
gewöhnlichen Preiſen, am Freitag „La Traviata” auf
Buchſtabe A. 38, mit kleinen Preiſen zur Aufführung. —
Am Sonntag, den 6. April, wird Wagners „Tannhäuſer”
auf Buchſtabe B 39, gegeben. Die Vorſtellung beginnt um
halb 7 Uhr; die gewöhnlichen Preiſe gelten. Die
Sonn=
tag=Nachmittagsvorſtellung „Sappho” muß wegen der
ſzeniſchen Vorbereitungen zum „Ring des Nibelungen”
ausfallen.
Zur Mitwirkung für den Nibelungen=Zyklus
(vier Abende) ſind folgende erſte Kräfte gewonnen:
Kam=
merſängerin Cäcilie Rüſche=Endorf (Fricka in Rheingold
und Brünnhilde in Walküre), Kammerſängerin Zdenkan
Mottl=Faßbender (Brünnhilde in Siegfried und
Götter=
dämmerung), Ottilie Metzger=Lattermann (Waltraute in
Götterdämmerung), Kammerſänger Feinhals (Wotan in
Rheingold und Walküre), Kammerſänger Henſel (Loge
und Siegmund), Wilhelm Fenten (Faſolt), Modeſt
Men=
zinsky (Siegfried in Siegfried und Götterdämmerung),
Kammerſänger Walter Soomer (Wanderer). Der
Vor=
verkauf für den Ring=Zyklus beginnt am Freitag, den
4. April, während der üblichen Kaſſenſtunden im Großh
Hoftheater wie im Verkehrsbüro. Die ſtändigen
Abon=
nenten werden dringend erſucht, ihre Voranmeldungen bis
zum heutigen Abend (Mittwoch, den 2. April) an
die Hoftheater=Hauptkaſſe zu richten.
* Vom Landesmuſeum. Leider hat ſich unſere geſtrige
Mitteilung über die Ausgeſtaltung des Platzes vor dem
Großh. Heſſiſchen Landesmuſeum als ein Aprilſcherz
her=
ausgeſtellt. Wahr iſt nur, daß das Brunnenbecken durch
den Abfluß des Wooges geſpeiſt wird und daß der Spring
brunnen nur dann den nötigen Druck erhalten wird, wenn
er an die Automobilfeuerſpritze angeſchloſſen wird. Die
„ſeltenen Amphibien” die das Becken beleben ſollen, ſind
unſere „lieben” Heinerbuben und =mädchen, die in und
an dem Becken allerhand Unfug treiben. Auch die beiden
Grasbeete nebſt Umzäunungen befinden ſich noch in ihrem
alten, aber bejammernswerten Zuſtand. Ebenſo fehlen
noch die Fahnenmaſten und die beiden Löwen. Wir
be=
dauern, wenn ſich vielleicht der eine oder andere unſerer
Leſer verleiten ließ, an der Beſichtigung teilzunehmen
und hoffen, daß ſich die ganze Anlage den
Muſeumsbe=
ſuchern bald in einem würdigen Zuſtande präſentieren
wird.
Von der Heag wird uns geſchrieben: Vor einiger
Zeit veröffentlichten wir einen Artikel über die
Bahn=
bauten der Heag. Inzwiſchen ſind die Arbeiten ſo weit
vorgeſchritten, daß am 1. Mai die Eröffnung des
elek=
triſchen Betriebes durch die Heidelbergerſtraße bis Ecke
Landskronſtraße, in der Eliſabethenſtraße zur
Neckar=
ſtraße und die Linie Marktplatz bis zur Stiftſtraße
er=
folgen ſoll. Wenn auch aus bautechniſchen Gründen einer
pünktlichen Eröffnung nichts im Wege ſtehen würde, ſo
ſcheint dennoch damit gerechnet werden zu müſſen, daß
zum mindeſten in der Heidelbergerſtraße die Eröffnung
des elektriſchen Betriebes hinausgeſchoben wird, weil von
mehreren Hausbeſitzern die Erlaubnis zur
Anbring=
ung einer Roſette für die Befeſtigung des Drahtes
verſagt wird. Wir finden dieſes Vorgehen um ſo
be=
dauerlicher, als es rein äſthetiſche Gründe ſind die dazu
führen, von der Aufſtellung von Maſten bei Neubauten
innerhalb der Straßen gänzlich abzuſehen, ſofern nicht das
Fehlen von Häuſern dies unbedingt erfordert. Abgeſehen
von Verkehrsrückſichten, hat das äſthetiſche Gefühl in allen
modernen Städten dazu geführt, die Maſten für
Ober=
leitungsanlagen zu verdrängen. Auch in Darmſtadt
dürf=
ten nach und nach die beſtehenden Maſte verſchwinden,
wie ja bereits die ſtädtiſche Verwaltung die urſprünglich
Großherzogliches Hoftheater.
Montag, den 31. März.
Geſpenſter.
M.l. Der von der Direktion des Hoftheaters geplante
Ibſen=Zyklus wurde heute mit Ibſens pathologiſchem
Ab=
ſchreckungsdrama „Geſpenſter” in dem die
Vererbungs=
theorie in einſeitiger und brutaler, mit der Wiſſenſchaft
nicht immer in Einklang zu bringender Weiſe bis zur
letzten, die ſittliche Selbſtbeſtimmung und Freiheit des
In=
dividuums negierenden Konſequenz durchgeführt wird, vor
mäßig beſuchtem Hauſe eröffnet. Die Rolle der Frau
Alving, die im Mittelpunkte der Erzählung und der
Hand=
lung ſteht, wurde erſtmalig von Frau Raffay
ge=
ſpielt, die wir bisher erſt in einer größeren Rolle,
näm=
lich als Hanna Elias in „Gabriel Schillings Flucht”
ken=
nen gelernt haben. Um der Künſtlerin gerecht zu werden,
muß man zwei Punkte mit in Berückſichtigung ziehen
nämlich die ſichtbare Erregung, in der ſie ſich befand und
die Schwierigkeit, mit der ſie bei dem Gebrauch der
deut=
ſchen Sprache noch zu kämpfen hat. Dieſe läßt ſich, wie
die Erfahrung lehrt, bei längerer Uebung ganz überwinden.
Frau Raffay, die die Frau Alving auch äußerlich vornehm
und ſympathiſch verkörperte, beſitzt für moderne Rollen
dieſer Art eine unleugbare individuelle Befähigung, und
ſo war auch ihre Darſtellung ſchauſpieleriſch intereſſant
und von künſtleriſcher Intelligenz zeugend, wenn auch noch
keine fertige Leiſtung. In der Auffaſſung der Rolle kehrte
ſie mehr den leidenden Charakter der von langem Gram
und Leid gebeugten Frau, deren Energie nur in
Momen=
ten des Affektes wieder auflebt, hervor und führte ſie
die=
ſer Auffaſſung entſprechend einheitlich durch. Den
Höhe=
punkt ihrer Leiſtung bezeichnete der letzte Akt.
Den die „Sünden ſeines Vaters” mit ſich tragenden
paralytiſchen Oswald ſpielte Herr Ehrle glaub= und
er=
barmungswürdig, fein beobachtet und mit realiſtiſcher
Schärfe, ohne doch in abſtoßende pathologiſche
Extra=
vaganzen zu verfallen. Für den Paſtor Manders, „das
große Kind” der in der Einfalt ſeines Herzens und ſeiner
Weltunklugheit ein Opfer des ſchurkiſchen Heuchlers
Eng=
ſtrand wird, fand Herr Heinz den rechten Ton. Aus
dem Engſtrand machte Herr Weſtermann eine neue
Rolle, in der er der bisherigen Verſchwommenheit der
Auffaſſung ein Ende machte und eine wirkliche
Charakte=
riſtik wagte. Es wäre zu wünſchen, wenn man bei den
weiteren Ibſen=Vorſtellungen mit der Unklarheit der
Auf=
faſſung auch in anderen Rollen aufräumen wollte. Die
Regine, ein dem Leben abgelauſchter Charakter, zeichnete
Fräulein Berka mit kräftigen realiſtiſchen Strichen.
Feuilleton.
B.B. Kinderſpiele und Jahreszeiten. Ein
aufmerk=
ſamer Beobachter wird bemerken, daß beſtimmte Spiele
der Berliner Kinder (auch an anderen Orten macht man
dieſelbe Beobachtung) auch ſtets an beſtimmte
Jahreszei=
ten gebunden ſind, ſelbſt wenn die Spiele ſolcher Natur
ſind, daß ſie jederzeit ausgeführt werden könnten. Man
kann an dieſen Spielen deutlich den Wechſel der
Jahres=
zeiten erkennen. Kaum ſind Schnee und Eis
verſchwun=
den ſo werden — wie in den letzten Wochen — die „
Mur=
melſäcke” herausgeſucht und luſtig rollen die „Murmeln”
oder, wie die Kinder aus der Berliner Schweiz, den
Reh=
bergen, noch viel ſchöner ſagen, „Murcks”, auf den
Pro=
menadenwegen dahin. Es gibt zwei verſchiedene
Mur=
melſpiele, das „Kliebſchen” das man gewiſſermaßen mit
dem Karambolageſpiel vergleichen könnte, und „Topploch”.
Bei letzterem kommt es darauf an, eine Anzahl Tonkugeln
in ein kleines in die Erde gegrabenes Loch zu rollen. Die
„Topplöcher” werden manchem harmloſen Spaziergänger
gefährlich. — Hat erſt das Frühjahr ſeinen Einzug
gehal=
ten, ſo tritt der „Trieſel” in ſeine Rechte. Mutter muß
einen Sechſer herausrücken, ein Stock iſt bald gefunden
und den zur Peitſche nötigen Bindfaden nimmt man aus
Mutters Tiſchkaſten. Auf Aſphalt= und Granitplatten
ſchwirren die „Trieſel” (Kreiſel), bis der Maikäfer zu
ſchwirren beginnt. Nun entwickelt ſich ein lebhafter
Han=
del, und der Grunewald, der Schleſiſche Buſch, die Tegeler
Heide ſind beſuchte Stätten. Inzwiſchen beweiſen die
Mädchen ihr künſtleriſches Talent, indem ſie alle
Bürger=
ſteige mit „Himmel und Hölle” bemalen, um dann mit
ge=
ſpreizten Beinen auf den Kreidefiguren umberzuſpringen
jedenfalls für größere Mädchen ein unſchönes Spiel.
Zierlicher nimmt ſich ſchon das Springen durch Reifen oder
Strick aus. Der Sommer gehört den wilden Spielen;
Indianer” und „Räuber und Gendarm” ſind bevorzugt.
Da auch die Berliner Kinder mit der Zeit mitgehen, ſo iſt
es ſehr wahrſcheinlich daß dieſen Sommer „Balkankrieg
geſpielt wird. Der Spätſommer bringt die „Windmühlen,
Windmühlen, Stück drei Nadeln!” und wieder wird
leb=
haft fabriziert und gehandelt. Iſt das Getreide von den
Feldern, dann werden die Papierdrachen gebaut, ein
Sport dem die Erwachſenen wohl eben ſo ſehr huldigen,
wie die Kinder. Der Winter bringt Schlitten und
Schlitt=
ſchuhe und denjenigen, die nicht im glücklichen Beſitze die
ſer Sachen ſind, die „Schlitterbahnen”.
— Der Statuenwald von Paris. Bei der, immer
wachſenden Zahl der Denkmäler und Bildſäulen, die ſich
in Paris erheben, tut der Gaulois die nachdenkliche
Frage, wie das weiter gehen ſoll, wenn man in demſelber
Maße allen bedeutenden Männern des Landes ferner
Monumente errichten will. 484 Denkmäler zieren
die Plätze, die Straßenecken und ſelbſt die Trottoire von
Paris, ganz abgeſehen von den zahlreichen Plaketten und
Inſchriftstafeln, die an den Häuſern angebracht ſind.
Muſſet ſteht vor dem Théätre Frangais; Victor Hugo hat
ſogar zwei oder drei Denkmäler in Paris. Aber
allmäh=
lich fühlt man ſich verpflichtet, auch viel kleineren Geiſtern
die ſteinerne Ehrung zu gewähren, und wendet ſich dabei
Leuten zu, die die Nachwelt mit Recht ſchon vergeſſen hat
Der Gaulois macht nun den Vorſchlag, man ſolle ein
Ge=
ſetz erlaſſen, das keine Büſte und keine Statue einem
Manne früher geſetzt werden dürfe, als bis er 50 Jahre
tot iſt. Nach einem halben Jahrhundert hat ſich die
Be=
geiſterung abgekühlt, die Geſchichte hat ihr Votum
ge=
prochen und man kann leichter feſtſtellen, wer wirklich die
Unſterblichkeit verdient. Noch beſſer freilich wäre es ſo
meint das Blatt, wenn man all den Denkmalswütigen die
Paris mit Statuen beglücken wollen. von Staats wegen
zurufen könnte, wie der Schaffner auf der Straßenbahn:
„Alle Plätze beſetzt.
** Wo die Dame die Uhr trägt. Arme Damenuhr,
wie viel haſt du zu erdulden! Seit langem iſt im
Rah=
men der Frauentoilette kein Platz mehr für dich. und
Nummer 76.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. April 1913.
in der Dieburgertraße vorhandenen Maſte durch Roſeten
erſetzt hat. Ein Gang durch die Heidelbergerſtraße, in
welcher an den Gartenanlagen bereits Maſte aufgeſtellt
ſind, beweiſt beſſer wie Worte, wie unſchön die Maſte
das Bild der ſo ſchönen Alleeſtraße beeinfluſſen. Vor allen
Dingen ſollten die Hausbeſitzer an der baldigen Aufnahme
des elektriſchen Betriebes intereſſiert ſein, da, wie die
Statiſtik nachweiſt, der Wert der Häuſer durch die
elek=
triſche Straßenbahn bedeutend erhöht wird. Wir hoffen,
daß dieſe Zeilen dazu beitragen werden, die noch
rück=
ſtändigen Erlaubniſſe einzubringen, um die langerſehnte
Eröffnung des elektriſchen Betriebes in der
Heidelberger=
ſtraße am 1. Mai zu ermöglichen.
— Arbeiten und Lieferungen für Garniſonbauten.
In=
tereſſenten ſeien darauf aufmerkſam gemacht daß die in
der Regel vorzuſchreibenden beſonderen Bedingungen für
die Verdingung von Arbeiten und
Lieferun=
gen für Garniſonbauten in den Geſchäftsräumen
der Garniſonverwaltung, des Militärbauamts,
Proviant=
amts Garniſonlazaretts, Artillerie= und Traindepots,
ſo=
wie bei der Großh. Bürgermeiſterei hierſelbſt zur
Ein=
ſichtnahme ausliegen.
— Künſtlerfeſt am 5. April im Saalbau. Man ſchreibt
uns: Der große Erfolg, den unſere Hofkapelle bei der
„Triſtan”=Aufführung errungen hat, gibt einen Maßſtab
für die ganz außerordentliche Bedeutung, die das Konzert
beim Künſtlerfeſt unter der Leitung von Fritz
Stein=
bach aus Köln gewinnen wird. Steinbach gilt als erſter
aller lebenden Brahms=Dirigenten der Welt. Es darf
darum ohne Uebertreibung vorausgeſagt werden, daß ſeine
Wiedergabe der Brahmsſchen C-moll=Symphonie durch
die auf 80 Künſtler verſtärkte Hofkapelle ein Ereignis
bil=
den wird, wie es in Darmſtadt auf dem Gebiete reiner
Orcheſtermuſik noch nicht erlebt worden iſt.
* Evangeliſcher Jünglingsbund im Großherzogtum
Heſſen. Die Frühjahrs=
Vertreterverſamm=
lung des Heſſenbundes, verbunden mit der
Tag=
ung der Heſſiſchen
Jugendhelfervereinig=
ung, findet am Montag, 7. April 1913, vormittags 10
Uhr, in Offenbach a. M., Evangeliſches Gemeindehaus,
Sandgaſſe 45, ſtatt. Nachmittags 1 Uhr: Gemeinſames
Mittageſſen im „Wittenberger Hof”
Waldſtraße 36 (
Stadt=
miſſionshaus). Nachmittags 3½ Uhr: Tagung der
Heſſi=
ſchen Jugendhelfervereinigung. Vortrag von Pfarrer
Marx=Darmſtadt: „Welche berechtigten Anforderungen
ſtellen unſere jungen Leute an einen evangeliſchen
Jugend=
verein und wie iſt denſelben zu genügen?” Zu Ehren der
Teilnehmer veranſtaltet der Wartburgverein=Offenbach am
Sonntag, den 6. April, abends 8 Uhr, in den Räumen der
Goethe=Turnhalle einen Theodor Körner=Abend, fernec
am Sonntag und Montag in ſeinen Vereinsräumen,
Sandgaſſe 45, eine Ausſtellung von Freiſtundenarbeiten Eine eingehende Beſprechung veranlaßte die geplante
auswärtigen Arbeiten verlangen die Gehilfen pro Stunde
1,15 Mark Lohn.
* Kinotheater. Uniontheater (Kunſtlichtſpiele
Rheinſtraße 6). „Das Rätſel der Bärenſchlucht” dieſer
ſpannende Roman von Georges Ohnet iſt für den Kino
bearbeitet und wird von heute ab vorgeführt. Die
Haupt=
darſteller ſind wie immer aus den hervorragendſten
Künſt=
lerkreiſen genommen und dürfte das dreiaktige Drama
nicht weniger gefallen als der große Film „Menſchen unter
Menſchen”. Neben dieſem hervorragenden Werk begegnen
wir noch einer Fülle abwechſelungsreicher Bilder heiteren
und ernſteren Genres, u. a. zwei Humoresken „Not macht
erfinderiſch” und „Liebesidylle‟. Auch die
Naturaufnah=
men ſind wieder erſtklaſſig und das „Journal” bietet eine
Menge Intereſſantes aus aller Welt.
Feſtgenommen wurde ein 40 Jahre alter
Gelegen=
heitsarbeiter von hier wegen Betrugs.
§ Fahrraddiebſtahl. Montag abend gegen acht Uhr
wurde ein Fahrrad, welches auf kurze Zeit vor einem
Hauſe in der Mauerſtraße aufgeſtellt war, entwendet.
§ Kaminbrand. Im Hauſe Heidelberger Straße 68
hat am Montag abend gegen 10 Uhr ein Kaminbrand
ſtattgefunden, welcher durch die herbeigerufene
Feuer=
wehrwache alsbald gelöſcht wurde.
Generalverſammlung der Zentralanſtalt für
Arbeits= und Wohnungsnachweis in Darmſtadt.
nn. Die am Montag abend im ſtädtiſchen Saalbau
abgehaltene Hauptverſammlung der ſtädtiſchen
Zentralanſtalt für Arbeits= und
Wohn=
ungsnachweis hatte ſich einer außergewöhnlichen
Teilnahme zu erfreuen. Auch die Vertreter der
Handels=
kammer, der Handwerkskammer und des Gewerbevereins
Darmſtadt waren erſchienen. Herr Bürgermeiſter
Mueller begrüßte die Verſammlung und erſtattete
ſo=
dann einen eingehenden Geſchäftsbericht über das
Geſchäftsjahr 1912, den wir bereits auszugsweiſe
veröffentlicht haben. Er gab hierbei nochmals
dem Bedauern Ausdruck über die auch in
Darm=
ſtadt um ſich greifende
Zerſplitter=
ung der Vermittelungstätigkeit und das
Ausſcheiden einer Anzahl von Ortsgruppen und
Innun=
gen aus dem Zentralverein. Der Bericht wurde
einſtim=
mig genehmigt. Die von dem Vorſitzenden
vorge=
tragene Jahresrechnung für 1912 wurde mit 5556
Mark in Einnahme und 4791 Mark in Ausgabe
gutgehei=
ßen und dem Rechner, Herrn Dintelmann, mit
Dankes=
worten Entlaſtung erteilt. Der Voranſchlag für 1913
wurde auf 5300 Mk. in Einnahme und Ausgabe feſtgeſetzt.
ſeiner Mitglieder ſowie ſeiner Vereinseinrichtungen. Neuorganiſation der Arbeits= und Stel=
Montag, den 7. April, von 8 Uhr an, ebendaſelbſt Vereins= lenvermittelung in der Stadt Darmſtadt und der
Abend unter Vorführung ſämtlicher Abteilungen des Ver= Provinz Starkenburg. Dabei wurde von Herrn Sekretär
eins (Turner, Schwimmer, Muſikabteilung uſw.). Freunde Schrauth feſtgeſtellt, daß eine Reihe von
Vermittel=
ungsſtellen den Arbeitsnachweis betreiben und nach ihren
der Jugendarbeit ſind herzlichſt willkommen.
* Verſammlung der Feuerwehren des Kreiſes
Darm=
ſtadt. Bei der am 30. d. M. in dem Feuerwachelokal hier
veranſtalteten Verſammlung der Feuerwehren des
Krei=
ſes Darmſtadt waren von 22 Wehren 21 Vertreter
an=
weſend, eine Wehr fehlte ohne Entſchuldigung. Der
Ver=
bandsvorſitzende, Herr Branddirektor Fiſcher, eröffnete
3¼ Uhr die Verſammlung unter Begrüßung der
An=
weſenden. Zu Punkt 1 der Tagesordnung: „Der
Uebungs=
dienſt 1913” wurden eingehende Belehrungen und
Anwei=
ſungen erteilt, nach welchen die Kommandanten mit ihren
Wehren die Tätigkeit aufzunehmen haben. Reſultate
ſollen ſich bei den Herbſtbeſichtigungen zeigen. Es folgte
hierauf durch die Wachemannſchaft die Vorführung
ver=
ſchiedener Uebungen mit Hakenleitern, Handſchiebleitern,
Schlauchauslage uſw., auch wurden Brandangriffe
ge=
zeigt unter Benutzung des Sprungtuches, Drehleiter uſw.
Den Vorführungen wurde von den Vertretern mit
In=
tereſſe gefolgt und ſie trennten ſich mit dem Bewußtſein,
Lehrreiches geſehen und gehört zu haben.
Gartenbauverein Darmſtadt. Morgen abend
findet im Fürſtenſaal eine Monatsverſammlung, wozu
ein intereſſantes Programm vorliegt, ſtatt. (Näheres im
Anzeigeteil.)
* Goldene Hochzeit. Die Eheleute Jakob Ramge in
Ober=Ramſtadt feiern am Sonntag das Feſt der
Golde=
nen Hochzeit
— Neuer Lohnkampf im Weißbindergewerbe in Sicht.
Die Stukkateurgehilfen haben an die
Unterneh=
mer eine Lohnforderung als Mindeſtlohn für einen
Gehilfen 82 Pfennig pro Stunde eingereicht. Der ſoeben
ausgelernte Arbeiter ſoll nach den Forderungen der
Ge=
hilfenſchaft 66 Pfennig pro Stunde Lohn erhalten. Bei
wenn du ein Oertchen zum Ruhen gefunden zu haben
meinſt, wirſt du wieder vertrieben. Einſt, da trugen dich
die Damen an einer eleganten Goldkette unter der Taille
verborgen; da ruhteſt du ſanft und weich. Dann trug man
dich ſichtbar und ſtolz an einem Band um den Hals und
dann an einer Schleife auf der Bruſt, wie einen Orden.
Doch in welche Nöte geriet die Dame, wenn ſie wiſſen
wollte, wie ſpät es ſei. Wie mußte ſie den Hals verdrehen
und die Augen niederſchlagen, um das Zifferblatt zu
er=
ſpähen; das einfachſte war, einen gefälligen Nachbar oder
Nachbarin zu bitten, dieſes Geſchäft zu übernehmen. Da
wollte man den praktiſch und modern ſein man trug die
Uhr am Gelenk in einem Armband aus Leder oder an
einem Goldreif. Aber das war wieder nicht ſchön, gar
nicht weiblich, gar nicht anmutig. Die neueſte Mode iſt
nun auf die Löſung verfallen, daß die Dame ihre Uhr
auf dem Schuh trägt. Das iſt originell, und Frauen
mit guten Augen werden ſich durch einen diskreten Blich
zu Boden leicht davon überzeugen können, was die Stunde
geſchlagen. Aber für die Kurzſichtigen iſt dieſer Platz noch
ſchlimmer als der am Halſe, und ſo wird es denn gewiß
für die arme Damenuhr bald wieder heißen: „Uehrlein,
Uehrlein, du mußt wandern . . .
* Drehorgellieder. Bei Forſchungen in Bibliotheken
und Archiven und Privatſammlungen niederdeutſcher
Städte hat neuerdings Johannes E. Rabe Schätze der
deutſchen Volkspoeſie, zahlloſe Drehorgellieder, gefunden.
Ihm iſt es gelungen, über dieſe ganz beſonders in
nieder=
deutſchen Gegenden verbreitet geweſene Form des
Volks=
geſanges wertvolle Materialien zuſammenzutragen. Er
ſtellte feſt, daß allein die aus dem 19. Jahrhundert
be=
annt. gewordenen Drehorgellieder die Zahl 20000
er=
reichen. Die Lieder hängen meiſt mit der Tagesgeſchichte
zuſammen und behandeln beſonders die Geſtalt
Napo=
leons, die Befreiungskriege, die ſchleswig=holſteiniſchen
Kriege und den Krieg von 1870/71. Bis zum Jahre 1850
zeigen die Texte faſt ausnahmslos die hochdeutſche
Sprache, dann erſt tritt das Plattdeutſche an die erſte
Stelle, was wohl als Folge des Erſcheinens der Werke
der großen Plattdeutſchen Klaus Groths und Fritz
Reu=
ters gelten kann. Die Zahl der überhaupt vorhandenen
Drehorgellieder muß eine unendlich große ſein.
Kräften bemüht ſind, in den Arbeitsmarkt regelnd
einzu=
greifen. Sie alle haben aber keine Fühlung mit der
Zen=
tralanſtalt und dieſe Zerſplitterung verhindert die nötige
Ueberſicht. Eine Auszählung des Frankfurter
Arbeits=
amtes 1911 hat 8000 Vermittelungen nach Heſſen, davon
3000 auf die Provinz Starkenburg, ergeben. In
Darm=
ſtadt wurden 70—80 Stellen von Frankfurt aus beſetzt.
Auch von der Provinzialdirektion Starkenburg ſind die der
Provinz hierdurch drohenden Nachteile anerkannt worden,
und es wurde verſucht, dieſelben abzuwenden. Die
Ar=
beitsnachweisſtellen Offenbach a. M., Dieburg,
Seligen=
ſtadt, Bensheim und Gernsheim haben ſich bereits zur
beſſeren Ausgeſtaltung des Arbeitsnachweiſes
zuſammen=
geſchloſſen und außer der Großh. Provinzialdirektion
Darmſtadt und des Kreisamtes haben ſich die Träger der
Reichsverſicherung, ſowie rund 80 Korporationen bereit
erklärt, das vorliegende Organiſationsprojekt zu
unter=
ſtützen und ſeinem Ziele entgegenzuführen. Der hierzu
vorgelegte Satzung=Entwurf fand die Zuſtimmung der
Verſammlung. Eingehend berichtete noch Herr Sekretär
Schrauth über die geplante Neuregelungder
Lehr=
ſtellen= und Lehrlingsvermittelung in
Darmſtadt und im übrigen Bezirk der Provinz
Starken=
burg. Auch hier verſuchte der Mitteldeutſche
Arbeitsnach=
weis, die beſten Jugendkräfte nach Frankfurt uſw. zu
ziehen. Hier ſollen Berufsberatungsſtellen für
die Eltern in Gemeinſchaft mit den Lehrherren und den
Innungsvorſtehern uſw gebildet und ausgebaut werden.
Alljährlich im Herbſt ſollen den Schülern, Eltern und
Lehrherren Merkblätter mit Fragebogen zugehen, um die
aus der Schule zu entlaſſende Jugend für ihren
demnäch=
ſtigen Handwerksberuf aufzuklären. Nicht nur die
ge=
werblichen, ſondern auch die kaufmänniſchen Berufe ſollen
hierbei in Betracht gezogen werden. Die Tätigkeit des
Lehrlingsnachweiſes ſoll bereits im Herbſt beginnen und
beſonders auch auf die Provinz ausgedehnt werden. Die
Verſammlung ſtimmte dieſem großzügigen Projekt zu.
um ſo mehr, als von ſeiten der Provinz die finanzielle
Unterſtützung in Ausſicht geſtellt wurde. Nachdem noch der
Vorſitzende die Einrichtung von Verwalter=Konferenzen
in Ausſicht geſtellt hatte, wurde die Verſammlung
ge=
ſchloſſen.
Groß=Umſtadt, 31. März. Man ſchreibt uns:
Geſtern abend wurde in dem großen Saale des
Gaſt=
hauſes „Zum weißen Roß” das rheinheſſiſche Volksſtück
„De Rothaus=Reformader” von W. Briegleb zum
zweiten Male aufgeführt. Es mögen weit über 500
Zu=
ſchauer anweſend geweſen ſein, und mit welcher Freude
und Begeiſterung verfolgten ſie das flotte Spiel auf der
Bühne! Die Darſteller waren ſämtlich Dilettanten,
Mit=
glieder des Militärvereins. Es war, namentlich im
drit=
ten und vierten Bild, bei der Kerb und am Wahltag=
Abend, ein Leben, das die Zuſchauer geradezu fortriß.
Neben allem Humor kommt in dem Stück eine vertiefte
Lebensanſchauung zur Geltung, die ihres Eindrucks auf
den Hörer nicht ermangelt. Gar ſinnig waren die
Volks=
lieder, deren eines, von Mitgliedern des hieſigen
Männer=
geſangvereins ſehr ausdrucksvoll vorgetragen, ſich trefflich
dem Geſamtcharakter anpaßte. Wir müſſen es uns
ver=
ſagen, auf die Leiſtungen der einzelnen Darſteller näher
einzugehen. Die Aufführung war abgerundet und in
allen Teilen ganz vortrefflich. Und welches Intereſſe das
Stück hier in allen Kreiſen der Bevölkerung findet geht
daraus hervor, daß am 6. April noch eine dritte
Auf=
führung ſich als notwendig erweiſt, da viele die es
ſehen wollten, keinen Platz mehr fanden. Das Stück kann
dafür iſt der Beweis erbracht, ganz gut auch in unſerer
Provinz geſpielt werden; der rheinheſſiſche Dialekt
be=
reitet keine Schwierigkeit.
h. Auerbach, 1. April. Die 14jährige Tochter des
Stationsverwalters Ackermann in Zwingenberg, die
geſtern nachmittag eine Radtour hierher machte, fiel bei
der Rückfahrt am Eingang in das Fürſtenlager vom Rad=
und verletzte ſich ſo ſehr am Kopfe, daß ſie mittelſt
Räder=
bahre nach Hauſe verbracht werden mußte.
Lindenſeks, 1. April. Im Herbſte beſchloß der
hie=
ſige Gemeinderat, an die Ortsbürger kein Losholz
mehr abzugeben, ſondern den Reinerlös desſelben zur
Verteilung zu bringen Gegen dieſen Beſchluß erhoben
174 Bezugsberechtigte Beſchwerde, worauf der
Gemeinde=
rat in ſeiner letzten Sitzung obigen Beſchluß wieder fallen
ließ. — Dem hieſigen Gemeinderechner wurde ein
Gehalt von 1700 Mark, ſowie für Auslagen ein Betrag
von 100 Mark bewilligt. — Bis zur Fertigſtellung einer
Fernleitung werden wir nun unſer elektriſches Licht
von der Zentrale in Mörlenbach beziehen, mit der die
Heſſiſche Eiſenbahn=Aktiengeſellſchaft einen Vertrag
abge=
ſchloſſen hat, und die ſie auch noch anzukaufen beabſichtigt.
Mainz, 1. April. In der großen Gold= und
Sil=
berdiebſtahlsaffäre macht die Polizei, nach
Mit=
teilung einer Frankfurter Korreſpondenz, faſt täglich neue
Entdeckungen. Es werden alle Metallwaren, die ſich in
den verſchiedenen Lagern des Althändlers Max Urnſtein
in Mainz fanden, aufs genaueſte geprüft, um die
Eigen=
tümer zu ermitteln. Den in Haft weilenden Dieben und
Hehlern iſt die Anklage ſchon zugeſtellt worden. Die
Ver=
handlung wird daher wohl ſchon Ende April ſtattfinden.
Der Chauffeur Ad. Motſchmann hat einen weiteren
Ein=
bruch zugeſtanden, und zwar in ein Geſchäft der
Herren=
artikelbranche in Worms. Die in Worms und
Saar=
brücken begangenen Einbrüche gelangen in Frankfurt zur
Verhandlung. — Bei der Polizei in Mombach lief eine
Anzeige ein, worin ſich eine Frau darüber beſchwerte, daß
ihr Mann am Ende der Woche in einer Wirtſchaft in
Mombach dem Glücksſpiel huldige, ſeinen ganzen
Wochenlohn verliere und die Familie die ſchwerſte Not
leide. Dem Polizeiwachtmeiſter gelang es in einer Nacht,
das Spielerneſt auszuheben. Das Geld des Bankhalters
in Höhe von 7 Mark wurde beſchlagnahmt. Der Wirt
wurde heute wegen Duldens von Glücksſpielen zu 30 Mk.
Geldſtrafe verurteilt.
Gießen, 1. April. Dem Vernehmen nach wird der
Kaiſer im Monat April nach Gießen kommen, um ſein
heſſiſches Regiment zu beſichtigen. Die Leibkompagnie
wird dem Kaiſer in den Uniformen aus der Zeit der
Re=
gimentsgründung die damaligen Exerzitien vorführen.
Beim Regimentsfeſt wird der Kaiſer nicht zugegen ſein
können; er wird wahrſcheinlich vom Kronprinzen oder
dem Prinzen Eitel Friedrich vertreten werden.
Bad Nauheim, 1. April. Hier wurde ein
Hilfs=
hoboiſt vom Infanterie=Regiment Nr. 66 (Magdeburg)
wegen unerlaubter Entfernung von ſeinem Garniſonsort
verhaftet und dem Bezirkskommando Friedberg
zu=
geführt. Der Verhaftete hatte während ſeines
Aufent=
haltes im Militär=Kurhaus, wo er als
Rekonvales=
zent weilte, mit zwei hieſigen Kellnerinnen zarte
Bezieh=
ungen unterhalten. Sehnſucht und Liebe hatten ihn dann
zu dem unüberlegten Schritt veranlaßt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt 31. März. Der Empfang
der Herzogsfamilie von Cumberland beim
deutſchen Kaiſerpaar wird ſich infolge der Trauer wegen
des Todes des Königs von Griechenland in aller Stille
vollziehen, zumal die Herzogin durch den tragiſchen Tod
ihres Bruders ſehr angegriffen iſt. Der Beſuch wird
er=
folgen, ſobald der Prinz Ernſt Auguſt von Athen
zurück=
gekehrt ſein wird. — Die ſeit Monaten latente Kriſis im
Apollo=Theater iſt jetzt zum Ausbruch gekommen.
Direktor Juppa hat heute vormittag bei einer Beſprechung
mit Oberregierungsrat von Glaſenapp im
Polizeipräſi=
dium die Direktion niedergelegt, und von morgen an wird
das Theater bis auf weiteres, wahrſcheinlich aber nur für
eine Woche, geſchloſſen. Ob das Apollo=Theater dann als
Varieté oder als Kino weitergeführt wird, ſteht dahin. —
Heute vormittag wurde ein junger Mann verhaftet,
als er wertvolle Seidenballen zum Verkauf
brin=
gen wollte, die aus einem Einbruch aus einer
mechani=
ſchen Weberei in der Zimmerſtraße herrührten. Der Ver=, ein 28 Jahre alter Kaufmann Willi Rudow,
ge=
ſtand nach längerem Verhör ein, der ſeit langem wegen
zahlreicher Einbrüche in Seidengroßhandlungen und
Webereien geſuchte Dieb zu ſein bei denen er für mehr als
60000 Mark Seidenſtoffe, Bluſen uſw. erbeutete.
Trotz=
dem in einzelnen Fällen oft viele Ballen Stoffe geſtohlen
worden waren deren Fortſchaffung man ſich ſchwer
er=
klären konnte, hat Rudow dieſe Einbrüche alle ganz allein
ausgeführt. Der Einbrecher, der bei der Ausführung der
Diebſtähle in großer Lebensgefahr ſchwebte, wird heute
dem Unterſuchungsrichter vorgeführt. — Der
Zopfab=
ſchneider in Neukölln, über deſſen angebliches
Auftreten wir kürzlich berichteten, hat ſich wieder, wie
ſo=
gleich vermutet wurde, als ein Hirngeſpinſt erregter
Mäd=
chenphantaſie herausgeſtellt. Beide Schülerinnen Sch.
und Z., die durch den „Zopfabſchneider” ihres
Kopf=
ſchmuckes beraubt ſein wollten, mußten, durch eingehendes
Verhör in die Enge getrieben, zugeben, daß ſie ſich ihre
Zöpfe ſelbſt abgeſchnitten hatten, „um ſich
inter=
eſſant zu machen”.
Frankfurt a. M., 1. April. Der Magiſtratswahl=
Aus=
ſchuß beſchloß heute mit Mehrheit, den Stadtverordneten
Dr. Heilbrunn zur Wahl als zweiten
Bürger=
meiſter der Stadt Frankfurt a. M. in Vorſchlag zu
bringen. Eine Minderheit ſtimmte für Stadtrat Dr. Luppe
und wird dieſe Kandidatur auch in der Stadtverordneten=
Verſammlung verteidigen.
Hanau, 1. April. Heute morgen um 6 Uhr wurde
im Hofe des neuen Juſtizgebäudes der Fabrikarbeiter
Koch aus Bergen hingerichtet. Koch hatte am
Pfingsdienstag vorigen Jahres ſeine 15 Jahre alte
Toch=
ter im Frankfurter Stadtwald umgebracht.
Wiesbaden, 31. März. Der neue Wiesbadener
Ober=
bürgermeiſter Karl Gläſſing wurde heute mittag in
einer außerordentlichen Sitzung der Stadtverordneten
durch den Regierungspräſidenten Dr. v. Meiſter in ſein
Amt eingeführt. Gleichzeitig verabſchiedete ſich der
ſeit=
herige Oberbürgermeiſter Dr v. Ibell dem ein
künſt=
leriſch ausgeſtatteter Ehrenbürgerbrief überreicht wurde,
von den ſtädtiſchen Körperſchaften.
Homburg, 31. März. Heute nachmittag unternahm
das Kaiſerpaar und die Prinzeſſin eine Autofahrt
über die Saalburg und einen Spaziergang über die
Loch=
mühle durch das Köppernertal und kehrten im Automobil
wieder nach Homburg zurück. Gegen 5¾ Uhr traf die
Großherzogin Luiſe von Baden, von
Hohe=
mark kommend, mit kaiſerlichem Automobil hier ein zu
einem kurzen Beſuche bei den Majeſtäten. Der Kaiſer,
die Kaiſerin und die Prinzeſſin nahmen den Tee bei der
Großherzogin in den für ſie bereitgehaltenen Gemächern
des Schloſſes. Um 6 Uhr 37 Minuten iſt die
Großher=
zogin von hier nach Karlsruhe abgereiſt; das Kaiſerpaar
und die Prinzeſſin begleiteten ſie zur Bahn.
Oberurſel, 31. März. Die Großherzogin Luiſe
von Baden traf heute nachmittag 4 Uhr zum Beſuche
der Königin Wilhelmina von Holland auf der
Hohe=
mark ein. Nach anderthalbſtündigem Aufenthalt, den ſie
im engſten Familienkreiſe zubrachte, fuhr die hohe Frau
zum Beſuche des Kaiſerpaares nach Homburg. Die
Rück=
reiſe von hier nach Karlsruhe erfolgte gegen 7 Uhr.
Karlsruhe, 1. April. Geſtern abend brach in den
Ziegeleiwerken der Aktiengeſellſchaft Gebrüder Vetter in
Langenſteinbach, Amt Ettlingen, gegen 8 Uhr
Groß=
feuer aus, das binnen zwei Stunden das ganze
Fabrik=
gebäude mit den Nebengebäuden einäſcherte; nur das
Ma=
ſchinenhaus ſteht noch. Der durch Verſicherung gedeckte
Schaden wird auf 350000 Mark geſchätzt. Als
Ent=
ſtehungsurſache wird Kurzſchluß angenommen. Die
Ge=
meinden Reichenbach und Langenſteinbach waren geſtern
abend ohne Licht und werden es auch noch in nächſter
Zeit bleiben müſſen, bis die Lichtanlage der Ziegelei
wieder betriebsfähig hergeſtellt ſein wird.
Stuttgart, 31. März. In Ochſenhauſen, Amt
Biberach, ſind heute nachmittag mit einem
Oekonomie=
gebäude der Kronenbrauerei mehr als 10000 Zentner
Malz verbrannt. Der Schaden wird auf 100000 M
geſchätzt. Das maſſive Maſchinenhaus der Brauerei
ronnte gerettet werden.
Friedrichshafen, 1. April. Der Prinz von
Wales, der während der letzten eineinhalb Tage hier
zu Gaſt weilte, ließ ſich geſtern nach dem
Automobilaus=
flug nach Bregenz zwar bewegen, den Rückweg bis Lindau
im Wagen zu machen, von Lindau ab aber trat er den
Marſch zu Fuß an und traf, hocherfreut von der
reiz=
vollen Landſchaft des Sees und ſeiner Umgebung, hier
ein. Den Abend verbrachte der Prinz bei dem Grafen
Zeppelin. Heute früh machte der Prinz mit Begleitung
einen Spaziergang in der Umgebung Friedrichshafens
Um 10 Uhr vormittags erfolgte nach Verabſchiedung von
dem Grafen Zeppelin die Rückfahrt im Automobil. Sie
führte über Meersburg, Salem, Heiligenberg, Tuttlingen
nach Stuttgart. Ueber den Aufenthalt im
Kurgarten=
hotel hat der Prinz ſeine große Anerkennung
ausge=
ſprochen.
Köln, 1. April. Im Vorort Braunsfeld erſchoß
geſtern nacht ein Schutzmann in der Notwehr den
vielfach vorbeſtraften, als gewalttätigen Menſchen
bekann=
ten Tagelöhner Peter Schmitz. Schmitz lauerte mit einem
Gewehr einem Arbeiter auf, um ihn zu erſchießen. Der
Schutzmann hatte ihm das Gewehr abgenommen, worauf
Schmitz den Schutzmann zu Boden warf und ihn
miß=
handelte.
Solingen, 1. April. Infolge Genuſſes von
Pferdefleiſch ſind hier 78 Erkrankungen in 34
Familien amtlich feſtgeſtellt worden. Die Polizei
veran=
laßte die Einſtellung des Verkaufs des Pferdefleiſches in
ſämtlichen Geſchäften des betreffenden Metzgers. Die
Er=
krankungen ſind gefährlicher Art. 14 Perſonen ſchweben
in Lebensgefahr, drei Erkrankte ſollen bereits geſtorben
ſein.
Dresden, 1. April. Man hat noch immer keine Spur
von dem ſeit Wochen verſchwundenen
Ober=
juſtizrat De. Emil Körner, der bekanntlich zur
Erholung in Lindau am Bodenſee weilte und von einem
Ausgange nicht zurückgekehrt war. Die Annahme, daß er
einen geheimen Auftrag in Sachen der Frau Toſelli
ge=
habt hat, wird nicht beſtätigt, ebenſo unrichtig ſcheint die
Vermutung zu ſein, daß Körner ſich in einem Zuſtande
von augenblicklicher Geiſtesverwirrung unerkannt an
irgend einem Orte befindet, denn ſolche Zuſtände dauern
gemeinhin nur etwa 14 Tage, dieſe Friſt iſt aber längſt
verſtrichen. Leider gewinnt die Vermutung an
Wahr=
ſcheinlichkeit, daß Oberjuſtizrat Körner einem
Verbre=
chen zum Opfer gefallen iſt. Vor einigen Tagen iſt bei
der Polizeidirektion in Dresden ein namenloſer Brief
ein=
gelaufen, worin angegeben wird daß Körner tot ſei und
daß der Abſender die näheren Umſtände des an Körner
begangenen Verbrechens kenne. Obwohl der Brief zu
Zweifeln bezüglich der Wahrheit der darin enthaltenen
Angaben Anlaß gibt, iſt doch ſofort die Staatsanwaltſchaft
in Kempten, die für Lindau zuſtändig iſt, verſtändigt
wor=
den und hat die Erörterungen aufgenommen. Auch die
Wiener Polizei verfolgt eine Spur. Das Bild des
Vermißten ſoll in vielen Tauſenden von Exemplaren in
Lindau und Umgegend verbreitet werden, um eine
Auf=
klärung zu erleichtern.
Küſtrin, 1. April. Das altangeſehene Bankhaus
Guſtav Puppe hat den Konkurs angemeldet. Es
handelt ſich um Millionen, die verloken ſind. Viele
kleine Leute haben ihr ganzes Vermögen eingebüßt, aber
auch größere Geſchäftsleute ſind in Mitleidenſchaft
ge=
zogen. Der Inhaber, der zahlreiche Ehrenämter
beklei=
dete, und ſein Sohn, ſind flüchtig. Ueber das in ſpäter
Abendſtunde verbreitete Gerücht, Vater und Sohn hätten
in Berlin Selbſtmord begangen, war eine ſichere Nachricht
nicht einzuziehen.
Fürſtenberg (Mecklenburg), 1. April. Auf dem
Ritter=
gut Tornow kam vermutlich infolge Brandſtiftung ein
großer Brand aus. Der Schafſtall, ſowie mehrere
Scheunen wurden eingeäſchert. 400 Schafe und 300
Läm=
mer kamen in den Flammen um.
Wien, 31. März. Ein heilloſer öffentlicher
Skandal, wie er noch nie in einem Konzertlokal
ſtatt=
fand, hat ſich in einem hieſigen ſehr vornehmen
Konzert=
ſaal abgeſpielt. Dort fand ein Konzert mit Kompoſitionen
des hypermodernen, ſehr ſtark angefeindeten Komponiſten
Ernſt Schönberg und zweier ſeiner Schüler ſtatt. Die
vorgetragenen Lieder waren durchweg von den
heil=
loſeſten Disharmonien erfüllt. Die Anhänger
Schönbergs tobten und jubelten, während ſich
anderer=
ſeits eine ungeheuere Oppoſition geltend machte. Es war
ein fortgeſetzter Kampf zwiſchen den Ziſchenden und den
Beifalljubelnden. Es kam zu einem großen
Zuſam=
menſtoß zwiſchen beiden Parteien. Der
Kom=
poniſt Schönberg erhob ſich in ſeiner Loge und rief
hinun=
ter: „Wem es nicht gefällt, der ſoll den Saal verlaſſen
Ich werde die bewaffnete Macht zu Hilfe rufen!‟ Darauf
natürlich großer Jubel der Anhänger und furchtbares
Ziſchen und Toben der Oppoſition. Der Präſident des
Vereins für Literatur und Muſik, der das Konzert
veran=
ſtaltete, gab einem Ziſchenden auf der Tribüne eine
Ohr=
feige. Darüber natürlich furchtbarer Lärm. Der
Polizei=
kommiſſar erſchien auf der Orcheſtertribüne und rief, es
ſtehe jedem frei, ſein Urteil abzugeben, es möge dies jedoch
in normalen Grenzen geſchehen. Von einer der Logen
rief ein Herr hinunter: „Die Bagage ſoll hinausgehen!
Darauf wurde die Loge geſtürmt und der Rufer wäre
bald gelyncht worden. Jetzt hat der Komponiſt der „
heil=
loſen Disharmonie” ſeine Reklame.
Paris, 1. April. Das belgiſche Königspaar
iſt geſtern abend aus Kap d’Antibes an der Riviera in
ſtrengſtem Inkognito eingetroffen und wird dem
Präſiden=
ten der Republik und deſſen Gemahlin einen Beſuch
ab=
ſtatten.
Brüſſel, 1. April. Bei einem Zuſammenſturz
eines 41 Meter hohen Schornſteins der Kohlenzeche
von Prionchamp wurden nicht nur die Gebäude betroffen,
ſondern auch mehrere Arbeiter teils getötet, teils ſchwer
verletzt.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 1. April. Der Vierte
Aus=
ſchuß der Zweiten Kammer hielt heute eine
Be=
ratung ab, in der er ſich neben den Vorſtellungen des
Gendarmen Freund und des George Dorſch mit
verſchie=
denen Anträgen aus dem Hauſe beſchäftigte. Es wurden
beraten die Anträge Molthan und Genoſſen betr. die
Sonntagsruhe der heſſiſchen Eiſenbahnbedienſteten.
Wei=
ter der Antrag Molthan und Genoſſen betr. die
Einquar=
tierungslaſten; der Antrag Ulrich betr. die Einheitsſchule,
und endlich der Antrag Raab und Genoſſen betr. die
Aus=
führung der Reichsverſicherung, wozu auch eine ganze
An=
zahl Vorſtellungen von Ortskrankenkaſſen,
Frauenverbän=
den uſw. vorlagen. Nähere Beſchlüſſe üher dieſe Anträge
werden erſt in einer neuen Sitzung des Ausſchuſſes in der
nächſten Woche gefaßt werden, nachdem die Berichterſtatter
ihre ſchriftlichen Referate erſtattet haben.
Zur Kriſis im heſſiſchen
Genoſſenſchaftsweſen.
St. Darmſtadt, 1. April.
Im Städtiſchen Saalbau fand heute vormittag unter
dem Vorſitze des Oekonomierats Schmidt=
Gunters=
blum eine Verſammlung von heſſiſchen Genoſſenſchaftern
ſtatt, die ſich mit der Neugründung der Zentralkaſſe
der heſſiſchen landwirtſchaftlichen
Genoſ=
ſenſchaften und der Liquidation der
Land=
wirtſchaftlichen Genoſſenſchaftsbank
be=
faßte. Ueber tauſend Genoſſenſchafter und ſonſtige
Inter=
eſſenten waren erſchienen, ſo daß der große Saalbauſaal
überfüllt war. Vor Beginn der Verſammlung beantragte
Wolf=Stadecken, daß alle Aufſichtsrats= und
Vorſtands=
chaftsmitglieder der Bank an dem Vorſtandstiſch Platz
nehmen. Das geſchieht. Kreisſtraßenmeiſter Becker=
Wörrſtadt referierte ſodann über
die Lage der Bank
und die Verhältniſſe, die zu der ſchweren Kriſis geführt
haben. (Wir haben darüber geſtern bereits berichtet.) Die
Hauptſchuld war zunächſt, daß die Bank zu viel Geld
hatte, das untergebracht werden mußte. Die zu dem Zweck
eingegangene Liierung mit der landwirtſchaftlichen
Kre=
ditbank Frankfurt und der Reichsgenoſſenſchaftsbank war
der erſte und ſchwerſte Fehltritt und ſie hat das Schickſal
der landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaftsbank ſchließlich
be=
ſiegelt. Dazu kam die Beunruhigung der Genoſſenſchafter
durch verſchiedene Zuſammenbrüche und durch die
Kriegs=
furcht, die viele Genoſſenſchafter zur Abhebung ihrer
Gel=
der veranlaßte. Rechtzeitig haben die leitenden Faktoren
dafür geſorgt, daß, falls die Landwirtſchaftliche
Genoſſen=
ſchaftsbank wirklich in Gefahr kommt, alsbald ein neues
Inſtitut da iſt, das die zweifellos ſegeusreich geweſene
Wirkung der Genoſſenſchaftsbank übernimmt und
fort=
ſetzt. So kam man zur Gründung der neuen Zentralkaſſe
die wieder mit der Preußenkaſſe in Verbindung ſteht und
die, ohne durch Verpflichtungen irgend welcher Art
gebun=
den zu ſein, den Geldverkehr der Genoſſenſchaften
über=
nehmen wird. Dringend erwünſcht iſt es, daß die
Dis=
kuſſion heute in Ruhe und Sachlichkeit geführt wird, unter
dem Eindruck, daß Tauſende von Familien von den
heu=
tigen Beſchlüſſen ihr Wohl und Wehe erwarten müſſen
Das ganze deutſche Genoſſenſchaftsweſen iſt an den
heu=
tigen Verhandlungen hervorragend intereſſiert. (Beifall.)
Der Vorſitz wird dann an den Referenten Becker
übertragen.
Geheimerat Bichmann richtet dann namens des
Verbandes landwirtſchaftlicher
Genoſ=
ſenſchaften eine dringliche Anſprache an die
Ver=
ſammlung, in der er darauf hinweiſt, daß mit dem Falle
der Bank auch der Verband zugrunde geht und damit der
treue Berater der Genoſſenſchaften und die unerläßliche
Behörde der Reviſionstätigkeit. Im Intereſſe des
Ver=
bandes iſt es dringend geboten, den heutigen Vorſchlägen
des Vorſtandes und dem Moratorium zuzuſtimmen. Auf
Verlangen aus der Mitte der Verſammlung trägt
Bank=
direktor Zobel dann zunächſt die
Bilanz
des vergangenen Jahres vor, die noch nicht veröffentlicht
iſt. Am 31. Dezember 1912 waren danach vorhanden an
Ak=
tiva: Kaſſenbeſtand, Coupon uſw. 198000 Mark,
Wert=
papiere 351000 Mark, Beteiligung 110000 Mark (100000
Mark Preußenkaſſe, 10000 Mark Landwirtſchaftliche
Treu=
handgeſellſchaft), Wechſel 888000 Mark, Guthaben bei
Banken 8 137000 Mark (darunter bei der
Reichsgenoſ=
ſenſchaftsbank 8 Millionen (Hört! hört!), bei
der Bank für Handel. Kommerzbank, Dresdener Bank und
Reichsbank 108000 Mark). Die Guthaben bei den
Genoſ=
ſenſchaften betragen 9385000 Mark, darunter
Forderun=
gen an die Verwaltungs= und Verwertungsgenoſſenſchaft
4913000 Mark. Sonſtige Guthaben in laufender
Rech=
nung 138000 Mark, Mobiliar 9800 Mark, Immobilien
202700 Mark, Hypotheken 25000 Mark, vorausbezahlte
Verwaltungskoſten und Stückzinſen 9300 Mark. — Die
Paſſiva betragen: Grundkapitalien 2½ Millionen
Mark, Reſerven 550000 Mark, Rückſtellungskonto 200000
Mark, Schulden bei Banken 488000 Mark, Schulden an
Ge=
noſſenſchaften 6 541000 Mark, Schulden in laufender
Rech=
nung an Private uſw 190500 Mark. Schulden im
Scheck=
verkehr 480000 Mark, Schulden an Sparkaſſen=
Kontoinha=
ber 95800 Mark, Depoſiteneinlagen von Genoſſenſchaften
9 202000 Mark, Depoſitenguthaben an Private 134600
Mark, von der Bank gegebene Akzepte 282000 Mark,
Bürg=
ſchaften 36000 Mark, unerhobene Dividenden 210000
Mark, Hypotheken zu Laſten der Bank 216300 Mark.
Rück=
ſtändige Verwaltungskoſten uſw. 8000 Mark. Verglichen
zwiſchen Aktiva und Paſſiva ergibt 992097 Mark
Verluſte für die Genoſſenſchaftsbank.
Der Redner führt hierzu aus: Dieſer Verluſt erſcheint
koloſſal hoch, nachdem die Bank vorher immer mit Gewinn
zu arbeiten gewohnt iſt. Dieſer Verluſt iſt entſtanden
da=
durch, daß der gegenwärtige Vorſtand der Bank es für
ſeine Pflicht gehalten hat, eine vollſtändig, rein den
Ver=
hältniſſen Rechnung tragende Bilanz aufzuſtellen. Dazu
war es notwendig, zunächſt ſeine Beteiligung an der
Reichsgenoſſenſchaftsbank in Höhe von 500000 Mark auf
Mark abzuſchreiben. Ebenſo den Anteil an dem
Konkurs der Nieder=Modauer Bank mit 300000 Mark
und den Anteil an der Verwaltungs= und
Verwertungs=
geſellſchaft mit 100000 Mark. Weiter hielten wir es für
notwendig, ein Rückſtellungskonto mit 200000 Mark zu
ſchaffen, weil wir uns ſagten, daß wir in Zeiten, wo wir
nicht wiſſen, wie es mit der Bank geht, und vielleicht die
eine oder andere Kaſſe in Schwierigkeiten kommen kann
auf alle Fälle gerüſtet ſein müſſen. Die Bilanz iſt noch
nicht genehmigt.
Die Diskuſſion verlief zum Teil
außer=
ordentlich ſtürmiſch. Rechtsanwalt Windiſch=
Michel=
ſtadt weiſt auf den Artikel in der K. Z. hin, in dem
das Beſte war, die dringliche Aufforderung, feſt
zuſammen=
zuſtehen und Ruhe und Beſonnenheit zu wahren. Was
aber nicht zu unterſtützen iſt, iſt die als unerläßlich
gefor=
derte ſtille Liquidation der Landwirtſchaftlichen
Genoſſen=
ſchaftsbank. Es fragt ſich, ob das nötig iſt, und ob da
nicht große Aktienkapitalien verloren gehen. Es iſt nicht
nötig, daß die Genoſſenſchaftsbank verſchwindet, es muß
im Intereſſe der Genoſſenſchafter und um Verluſte zu
ver=
meiden verſucht werden, die Genoſſenſchaftsbank zu halten.
Das kann geſchehen dadurch, daß die Zentralkaſſe zunächſt
proviſoriſch in Tätigkeit tritt, bis die Landwirtſchaftliche
Genoſſenſchaftsbank ſich ſanieren kann, bis vor allem das
Vertrauen der Genoſſenſchaften zurückgekehrt iſt. Dann
wenn die Verhältniſſe der Genoſſenſchaftsbank ſich geklärt
haben, ſoll dieſe weiter arbeiten und die Tätigkeit der
Zentralkaſſe wieder übernehmen. Nur dadurch ſind die
Verluſte auf ein Minimum zu beſchränken. Wenn aber
die Genoſſenſchaftsbank eingeht, ſchwindet das Vertrauen
der Genoſſenſchafter überhaupt. Allerdings iſt es
not=
wendig, daß dann wieder mit der Bank bezw. der
Zen=
tralkaſſe gearbeitet wird.
Wolf=Stadecken führt aus: Wer bedenkt, mit
wel=
chen ſträflichen Vertrauen wir nach Darmſtadt blickten,
der wird die Erregung verſtehen können, die uns ergriffen
hat. Man hätte früher uns klaren Wein einſchänken
müſſen und bei der Gründung der
Reichsgenoſſenſchafts=
kaſſe mehr fachmänniſch die Sachlage prüfen ſollen
(Bravo!) Heute aber iſt es unſere Pflicht, dafür zu
ſor=
gen, daß das Unglück, in dem wir nun ſitzen, nicht noch
größer wird. Dazu iſt es nötig, Ruhe zu wahren. Der
von Rechtsanwalt Windiſch vorgeſchlagene Weg iſt
denk=
bar. Es iſt aber nötig, daß wir zuſammenſtehen, um nicht
der Welt das Schauſpiel zu geben, daß der
genoſſenſchaft=
liche Gedanke in Darmſtadt, wo er geboren iſt, ebankrott
geht. Wir verlangen aber, daß die Herren, die hier ſitzen
(zu dem Vorſtand), dann auch ihre Aufgabe richtig
erken=
nen und mit dem Schlendrian aufräumen. (Lebh. Bravo!)
— Gen. Freſenius hat ſich die Sache ſchlimmer
vorge=
geſtellt, als ſie iſt. Auch er mahnt zur Ruhe und zur
Selbſthilfe. Die Genoſſenſchafter ſollten ſich nicht verhetzen
laſſen. — Rechtsanwalt Mainzer: Sie ſind offenbar
alle der Anſicht, daß es unbedingt nötig iſt, Schritte
ein=
zuleiten, daß die Genoſſenſchaftsbank ſaniert wird. Dazu
iſt es aber ebenſo unbedingt notwendig, durchaus klare
Verhältniſſe zu ſchaffen. (Sehr richtig!) Die heute
ge=
gebenen Zahlen ſind dazu nicht ausreichend. Denken Sie
daran, daß dieſelben Herren, die die heutige Bilanz
vor=
legten, vor wenigen Monaten eine Bilanz vorlegten, nach
der noch eine Dividende vorgeſchlagen wurde (Sehr
rich=
tig!), trotzdem die Fälle Niedermodau uſw. ſchon damals
bekannt waren. Ich bin der Meinung, daß auch die
heu=
tige Bilanz viel zu optimiſtiſch aufgeſtellt iſt. Bedenken
Sie, ob Sie der gleichen Verwaltung nun heute das
Schickſal der Bank weiter belaſſen ſollen. Sie werden
dann vor Ueberraſchungen nicht ſicher ſein. Saniert ſoll
werden, aber nicht auf dem bequemen Wege der Schiebung
durch eine Tochtergeſellſchaft, ſondern nach Schaffung
durchaus klarer Verhältniſſe ſoll die
Genoſſen=
chaftsbank ſaniert werden. (Sehr richtig!) Ein
Moratorium müſſen Sie bewilligen, aber nur eins auf
einige Monate, die dazu Zeit geben ſollen, daß durch eine
Kommiſſion, die Ihr Vertrauen beſitzt, reine
Verhält=
niſſe geſchaffen und dann zur Sanierung geſchritten wird.
Der Verwaltung werden Sie ein Vertrauensvotum heute
nicht mehr ausſtellen können. Ich ſtelle den Antrag, daß
Sie ein Moratorium bewilligen auf einige Monate und
durch eine aus Ihren Kreiſen gewählte
Vertrauens=
männerkommiſſion die Verhältniſſe prüfen, ſich Bericht
er=
ſtatten laſſen und dann von dieſer Kommiſſion neue
Vorſchläge entgegennehmen. (Beifall.
Bürgermeiſter Schuckmann (Bechtolsheim) rügt,
daß einige Kaſſen Aufklärung erhalten haben und ſich
Deckung verſchaffen konnten, während andere
vertrauens=
ſelig weiter arbeiteten. — Wolf=Stadecken weiſt die
darin liegenden Vorwürfe gegen den Vorſitzenden Becker
zurück. — Der Vorſitzende klärt die Verhältniſſe auf
und ſtellt feſt, daß niemand begünſtigt oder benachteiligt
wurde. Er habe lediglich die Verhältniſſe klargelegt. Den
Ausführungen des Rechtsanwalts Mainzer gegenüber
weiſt Redner darauf hin, daß diejenigen eine große
Ver=
antwortung auf ſich laden, die dem heutigen Moratorium
nicht zuſtimmen. Heute iſt es dazu noch Zeit; was
mor=
gen geſchieht, will ich nicht erwähnen. — Gen. Gräf=
Büttelborn (ſchwer verſtändlich) fordert dringend eine
Sa=
nierung innerhalb der Bank. Dem gegenwärtigen
Vor=
ſtand und Aufſichtsrat könne man aber kein Vertrauen
mehr ſchenken. (Bravo!) — Gen. Dr. Knopp=Gr.=
Um=
ſtadt: Mit allgemeinen Redensarten iſt heute nicht mehr
zu helfen. Es muß praktiſch gearbeitet werden. Wir ſelbſt
ſind nicht ſchuldlos. Ich habe mich wiederholt gefragt, ob
es nicht angebracht ſei. einmal zu ſagen: M. H., die
Bi=
lanz iſt ja falſch, aber die Rückſicht auf den „alten Herrn”
hielt mich ab. (Unruhe.) Dieſen Fehler haben viele von
uns gemacht. Jetzt aber muß man unbedingt ſanieren,
wenn wir den ſchwer ſchädigenden Konkurs vermeiden
wollen. Zum Sanieren aber iſt Geld nötig, und das kann
nur eine große Bank geben. Wenn die Preußenkaſſe ſich
dazu bereit erklärt, uns zu helfen, müſſen wir auf die
Be=
dingungen, die ſie ſtellt, wohl oder übel eingehen. Es iſt
dazu notwendig, daß wir eine neue Bank gründen, die
von den Verpflichtungen der Genoſſenſchaftsbank frei iſt.
Die Fortführung der Landwirtſchaftlichen
Genoſſenſchafts=
bank iſt unmöglich. Und wenn wir heute die
Genehmi=
gung zu einem Moratorium geben, müſſen wir uns der
neuen Zentralgenoſſenſchaftsbank zuwenden. Die Liquit
dation kann nur durchgeführt werden, wenn wir für
un=
ſere Mitglieder eine neue Geldausgleichsſtelle ſchaffen.
Der Vorſitzende, Kreisſtraßenmeiſter Becker, ſchlägt
dann folgende
1. Reſolution
vor:
„Die heute im Städtiſchen Saalbau zu Darmſtadt
ver=
ſammelten Vertreter von Aktionären der
Landwirtſchaft=
lichen Genoſſenſchaftsbank ſind der Meinung, daß nach
Lage der Sache alles verſucht werden muß, um eine
zwangsweiſe Abwicklung, den Konkurs der
Genoſſen=
ſchaftsbank, zu vermeiden.
Vorausſetzung hierfür iſt, daß ausnahmslos
diejeni=
gen Genoſſenſchaften. Geſellſchaften und ſonſtigen
Körper=
ſchaften, welche Gläubiger der Genoſſenſchaftsbank ſind,
der letzteren ein Moratorium gewähren, d. h.
rechtsver=
bindlich und bedingungslos erklären, ihre Guthaben
jeg=
licher Art bis zum 15. April 1916 gegen Gutſchrift von
4 Prozent jährlichen Zinſen ſtehen zu laſſen bezw. in
keiner Form darüber zu verfügen.
Nur unter dieſer Vorausſetzung iſt die im allgemeinen
und beſonderen Intereſſe der Schuldner und
Gläubiger=
genoſſenſchaften gelegene ſtille Liquidation möglich.
Letz=
tere wird weſentlich durch die bereits erfolgte Gründung
der neuen Zentralkaſſe erleichtert und geſichert. Allen
Ge=
noſſenſchaften wird der ſofortige Beitritt zu der neuen
Zentralkaſſe dringlich empfohlen.
Die Durchführung der ſtillen Liquidation und die
Vorausſetzung hierfür, die Gewährung des Moratoriums.
Zur geſl. Beachtung!
Wanrend
Ges Unbaden
unſerer Geſchäftsſtelle
Rhein=
ſtraße 23 befindet ſich der
Ein=
gang zu derſelben durch das
Hoftor rechts.
„Darmſtädter Tagblatt”.
Städtiſches Muſeum (Schloßgraben 9). Geöffnet
Sonn= und Feiertags, ſowie Mittwochs und
Frei=
tags von 11—1 und 3—5 Uhr, bei freiem Eintritt. —
Dienstags, Donnerstags und Samstags von 10—1
Uhr (Eintritt 30 Pfg.).
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Todes=Anzeige.
Verwandten und Bekannten die traurige
Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen
ge=
fallen hat, unſere liebe, gute Mutter,
Schwieger=
mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Tante und
(7673
Schwägerin
Henriette Keller
geborene Raab
Witwe des verſtorbenen
Hofdachdecker=
meiſters Valentin Keller
heute vormittag zu ſich zu nehmen.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 31. März 1913.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 2. April,
nachmittags 5 Uhr, vom Sterbehauſe
Karl=
ſtraße 19 aus, ſtatt. Einſegnung daſelbſt eine
Viertelſtunde zuvor.
Todes-Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Gatten, unseren
treubesorgten Vater und Grossvater
(*8775
Herrn Fabrkbesitzer Heilrich Gansss
nach schwerem Krankenlager heute vormittag im 63. Lebensjahre zu sich zu
nehmen.
Tiefbetrübt:
Frau Louise Ganss,
August Ganss und Familie,
Emil Ganss.
Dieburg (Hessen), 1. April 1913.
Die Beerdigung findet Freitag, den 4. April, nachmittags 4½ Uhr, von der Friedhofskapelle
in Darmstadt aus, statt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte unſeres
lieben, guten, unvergeßlichen Sohnes, Bruders,
(7683
Enkels und Neffen
Paul Büttner
ſagen wir Allen unſeren tiefgefühlteſten Dank.
Beſonders danken wir Herrn Pfarrer D. Waitz
für ſeine troſtreiche Grabrede, den Schweſtern der
Martinsgemeinde (Weſtbezirk), den Mitgliedern
der Kriegerkameradſchaft „Germania”, ſowie allen
denen, welche ihm die letzte Ehre erwieſen haben.
Die trauernden Hinterbliebenen.
In deren Namen:
Emil Bättner.
Darmſtadt, den 1. April 1913.
Dankſagung.
Für die überaus vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme bei dem Heimgange meines lieben,
un=
vergeßlichen Gatten, unſeres treubeſorgten Vaters,
ſagen wir Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer
Kleberger für die troſtreichen Worte, unſeren herz=
(7776
lichſten Dank.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Frau Kath. Berſch nebſt Kindern.
Darmſtadt, den 1. April 1913.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater. Anfang 8 Uhr, Ende nach
9½ Uhr (Ab. C): „Oedipus=
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Monatsverſammlung des Kriegervereins um 8½
Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz.
Hauptverſammlung der Zivilmuſiker=Vereinigung
um 9 Uhr in der „Reichskrone”
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Bürgerkeller
um 8 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 3. April.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟.
Dünger=Verſteigerung um 8½ Uhr in der
Artillerie=Kaſerne (Regt. Nr. 25)
Holzverſteigerung um 9 Uhr im Gaſthaus „Zum
Löwen” zu Nieder=Ramſtadt.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
nach rilsner Art C
50
Münchner. Art
nach
Hell Export HauG
— feinste Tafelbiere
in Flaschen und Syphons.
3826a
Kurſe vom 1. April 1913,
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Zf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 86,20
76,40
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,00
3½ do. Conſols . . . 86,20
do. do.
76,40
4 Bad. Staatsanleihe
98,00
92,00
3½
do.
81,30
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,20
do.
85,10
3½
76,00
do.
3
4 Hamburger Staatsanl. 98,20
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 98,20
4 do. do. (unk. 1918) 98,20
84,90
do.
3½
do.
74,20
3 Sächſiſche Renke.
76,80
4 Württemberger v. 1907 93,20
do. v. 1875
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 99,20
Griechen v. 1887 . .
1,
3¾ Italiener Rente . . —
4½ Oeſterr. Silberrente 86,10
4 do. Goldrente . . . 90,75
do. einheitl. Rente 83,20
3 Portug, unif. Serie I 63,00
do. unif. Ser. III 65,10
3 do. Spezial . . . . 9,70
5 Rumänier v. 1903 . . 99,40
do.
v. 1890 . . 92,50
4 do. v. 1905 . . 87,10
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 89,00
4,, do. v. 1902. . . . . 89,60
do. v. 1905 . . . . 99,70
3½ Schweden . . . . . . 91,70
4 Serbier amort. v. 1895 80,80
4 Türk. Admin. v. 1903 77,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 86,80
4 Ungar. Goldrente . . . 85,90
4 do. Staatsrente. . . 82,75
3f.
InProi.
99,70
5 Argentinier . . . .
do.
83,70
4½ Chile Gold=Anleihe.
5 Chineſ. Staatsanleihe. 101,00
4½
do.
93,00
4½ Japaner .
91,40
5 Innere Mexikaner . . . 90,60
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 81,50
5 Gold=Mexikaner . . . . 98,00
3 Buenos Aires Provinz 68,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 158,50
5 Nordd. Lloyd . . . . . 117,00
6½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 126,30
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60½
Einz. Mk. 408 . . 115,25
6 Baltimore und Ohio . 1008
6 Schantungbahn . . . . 128,50
6½ Luremb. Prince Henri 162,20
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 24,60
6 Pennſylvania R. R. . 118,30
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
3 Brauerei Werger . . 64,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik
558,75
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim . . .
. 248,00
30 Farbwerke Höchſt . . 637,50
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 345,00
10 Cement Heidelberg . . 144,50
30 Chem. Werke Albert 450,50
14 Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 343,80
5 Lahmeyer. . . . . . .121,00
Kete
Zuprot.
Divid
8 Schuchert, Nürnberg 141,40
12 Siemens & Halske .212½
115,50
5 Beramann Electr.
10Deutſch. Ueberſee Electr. 163,80
0 Gummi Peter . . . . 73,50
0 Kunſtſeide Frankfurt 63,25
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 562,10
10 Maſchinenf. Badenia 168,00
16 Wittener Stahlröhren
8 Steana Romana Petr. 150,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 239,00
12½ Bad. Zucker=Wag
häuſel. . . . . . . 199,00
0 Neue Boden=A. A.=Geſ. 83,00
3. Südd. Immobilien . 55,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 177,10
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 214,75
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 161,25
10 Gelſenkirchener . . . . 193,00
9 Harpener . . . . . . . 190,00
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 261,00
O Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 83,00
6 Laurahütte . . . . . . 173,00
10 Kaliwerke Aſchersleben
11
Weſteregeln 209,75
7½ South Weſt Africa 126½
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 84,00
Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 92,90
Franz=Jofefs=Bahn . .
3 Prag=Duxer . . . . .
72,80
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 91,30
do.
74,80
5 Oeſterr. Südh. (Lomb.) 97,70
4
do.
Inſron,
84.
2‟½ Oeſt. Südb. (Lomb.) 53,50
3 Raab=Oedenburg
76,90
4 Kronprinz Rudolfbahn 92,25
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 86,40
4½ Moskau=Kaſan . . . 95,30
86,70
do.
4 Wladichawchas . . . . —
4 Rjäſan Koslow . . . 87,20
3 Portugieſ. Eiſenb. .. 73,60
do.
2½ Livorneſer
68,50
3 Salonique=Monaſtir . 61,20
4 Baadadbahn . . . . . . 80,00
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 94,10
4 Miſſouri=Paciſic. . .. 70,20
4 Nocthern=Paciſic . . . 96,30
4 Southern=Pacific . . . 92,60
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3½ Frankf. Hypoth.=Bank
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. 97,00
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4 Hamb. Hypoth.=Bank . 97,00
3½
86,50
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3½
do.
86,20
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
98,20
S. 12, 13, 16
S. 14, 15, 17, 24/26
98,30
18—23 . . . . . . .
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 86,20
S. 3—5 . . . . . . . . 86,00
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.. . . 86,10
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briefe . . . . . . . 135,00
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 176,00
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Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7 —
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Mailänder . . . . Fs. 45 —
do. . . . . Js.10 —
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Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 563,00
do. v. 1858fl. 100 476,00
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Satzung der ſtädtiſchen Sparkaſſe.
Am 1. April d. Js. tritt die nachſtehende neue Satzung
der Sparkaſſe in Kraft.
Darmſtadt, den 26. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
Dr. Gläſſing.
Batzung der ſtädtiſchen Sparkaſſe
zu Darmſtadt.
Auf Beſchluß der Stadtverordneten=Verſammlung
vom 7. März 1912, ſowie vom 6. März 1913 und mit
Ge=
nehmigung Großh. Miniſteriums des Innern zu Nr.
M. d. J. 1474 vom 3. Februar 1913 wird für die ſtädtiſche
Sparkaſſe Darmſtadt nachſtehende Satzung erlaſſen:
Rechtliche Natur.
§ 1. Die Sparkaſſe iſt eine Gemeinde=Anſtalt ohne
ſelbſtändige Rechtsfähigkeit im Sinne des Art. 2 des
Sparlaſſen=Geſetzes vom 8. Auguſt 1902 und als
öffent=
liche Sparkaſſe im Sinne dieſes Geſetzes vom 1. Januar
1904 ab anerkannt.
Zweck der Kaſſe.
§ 2. Sie ſoll Gelegenheit zur ſicheren verzinslichen
Anlage von Erſparniſſen bieten.
Obere Leitung und Beaufſichtigung,
§ 3. Die obere Leitung und Aufſicht über ihren
Geſchäftsbetrieb iſt dem „Verwaltungsrat der
ſtädtiſchen Sparkaſſe” übertragen.
Geſchäftsführung.
§ 4. Die Geſchäfte werden, ſoweit nicht nachſtehend
beſondere Beſtimmungen getroffen ſind, nach einer von
dem Verwaltungsrat mit Zuſtimmung der
Stadtverord=
neten=Verſammlung zu erlaſſenden Geſchäftsanweiſung
geführt.
Zuſammenſetzung des Verwaltungsrates.
§ 5. Der Verwaltungsrat beſteht:
1. aus dem Oberbürgermeiſter oder ſeinem geſetzlichen
Vertreter als erſtem Vorſitzenden;
2. aus 6 von der Stadtverordneten=Verſammlung zu
wählenden Mitgliedern, von denen vier ihr
ange=
hören müſſen, während zwei aus den zu
Stadtver=
ordneten wählbaren Einwohnern der Stadt
ent=
nommen werden können.
Der Verwaltungsrat wählt aus ſeiner Mitte und für
die Dauer ſeiner Amtszeit einen zweiten Vorſitzenden,
dem in Vertretung des erſten Vorſitzenden die Führung
der Verwaltungsgeſchäfte zuſteht.
Wahl der Mitglieder des Verwaltungsrates.
§ 6. Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden
je nach den Wahlen zur Stadtverordneten=Verſammlung
auf 3 Kalenderjahre gewählt. Die Gewählten haben bei
Ablauf der Wahlzeit oder im Falle früherer
Dienſtnieder=
legung ihr Amt bis zum Eintritt des Nachfolgers
weiter=
zuführen. Bei vorzeitigem Ausſcheiden eines Mitglieds
hat alsbald Erſatzwahl für den Reſt der Wahlzeit
ſtatt=
zufinden.
§ 7. Die Pflicht zur Uebernahme des Amtes eines
Mitglieds des Verwaltungsrates iſt in den Vorſchriften
der Art. 18 und 19 der Städte=Ordnung begründet. Nach
den gleichen Vorſchriften regelt ſich auch die Frage der
Amtsniederlegung.
Verpflichtung der Mitglieder des Verwaltungsrates.
§ 8. Die Verwaltungsratsmitglieder werden durch
den Vorſitzenden in ihr Amt eingeführt und, ſoweit nicht
ſchon geſchehen, durch Handgelöbnis auf gewiſſenhafte
Erfüllung ihrer Obliegenheiten verpflichtet.
Obliegenheiten des Verwaltungsrates.
§ 9. Für die Beſchlußfähigkeit des
Verwaltungs=
rates genügt die Anweſenheit von mindeſtens 4
Mitglie=
dern, einſchließlich des Vorſitzenden, wenn ſämtliche
Mit=
glieder ſchriftlich eingeladen worden ſind.
§ 10. Der Sparkaſſendirektor oder deſſen
Stellver=
treter hat allen Sitzungen des Verwaltungsrates mit
be=
ratender Stimme beizuwohnen, ſofern es ſich nicht um
die Beaufſichtigung der Geſchäftsführung durch den
Ver=
waltungsrat handelt.
§ 11. Die Beſchlüſſe werden nach Stimmenmehrheit
gefaßt. Bei Stimmengleichheit entſcheidet die Stimme
des Vorſitzenden.
Die Beſchlüſſe ſind niederzuſchreiben. Die
Nieder=
ſchriften werden von dem Vorſitzenden beglaubigt.
§ 12. Dem Verwaltungsrat liegt im beſonderen ob:
1. der Erlaß der Geſchäftsanweiſung für die Beamten
der Sparkaſſe, ſ. § 4;
2. die Beſchlußfaſſung über die Anlegung der Gelder
gemäß § 27, mit Ausnahme von Ziffer 3 und 7
(ſ. § 15 Ziffer 3);
die Führung von Rechtsſtreiten (ſ. auch § 15 Ziffer 6)
im’Intereſſe der Kaſſe, mit der Befugnis,
Bevoll=
mächtigte zu beſtellen. Zu Vergleichen iſt die
Zu=
ſtimmung der Stadtverordneten=Verſammlung nur
dann erforderlich, wenn ſie nach Art. 125 der Städte=
Ordnung der Genehmigung der Aufſichts=Behörde
bedürfen;
4. die Anordnung der Vornahme eines
außerordent=
lichen Kaſſenſturzes und der nach dem Geſetz vom
8. Auguſt 1902 vorgeſchriebenen Nachprüfung der
ge=
ſamten Geſchäftsführung. Die Prüfungs=
Nieder=
ſchriften nebſt Anlagen ſind mit Gutachten oder
be=
ſonderem Antrag an den Oberbürgermeiſter
einzu=
ſenden;
5. die Verteilung der von der Stadtverordneten=
Ver=
ſammlung in mehrjährigen Zeitabſchnitten aus den
Kaſſen=Ueberſchüſſen zu verwilligenden Summen als
Belohnung an hier dienende Dienſtboten (§ 29), nach
den darüber jeweils erlaſſenen beſonderen
Beſtim=
mungen des Verwaltungsrates. Dieſe
Beſtimmun=
gen ſind in jedem Ausſchreiben über die Vergebung
der Belohnungen zu veröffentlichen;
6, die Feſtſtellung des von der Kaſſe aufgeſtellten
Jah=
resvoranſchlags über die Verwaltungskoſten vor
deſſen Einreichung an den Oberbürgermeiſter:
7. der Erlaß von Anordnungen über die Annahme
oder Zurückweiſung von Einlagen, ſowie über die
Kündigung von Einlagen;
8. die Aufnahme von Darlehen — auch gegen
Wechſel —.
Obliegenheiten des Vorſitzenden.
§ 13. Dem Vorſitzenden des Verwaltungsrates (oder
ſeinem Stellvertreter) ſteht die obere Leitung der Anſtalt
zu. Er beruft und leitet die Sitzungen. Er erteilt
Ein=
nahme= und Ausgabeanweiſungen.
Die Schuldurkunden der Kaſſe, Wertpapiere, ſonſtige
Wertſachen, ſowie Wechſelblankette ſind don im in Gez
meinſchaft mit dem Gegenbuchführer zu verwahren. Die
vollzogene Einlage oder Entnahme iſt auf dem
betreffen=
den Hinterlegungsblatt von beiden zu beſcheinigen.
Mindeſtens einmal in jedem Vierteljahr nimmt er
unter Zuziehung eines Verwaltungsrats=Mitgliedes einen
Kaſſenſturz der Hauptkaſſe vor.
Kaſſen= und Buchführung.
§ 14. Kaſſe und Bücher werden, ſofern nicht in der
zu erlaſſenden Dienſtanweiſung abweichende
Anordnun=
gen getroffen werden, nach den Dienſtvorſchriften für die
Gemeinde=Einnehmer geführt.
Obliegenheiten des Direktors.
§ 15. Der Direktor hat den Geſchäftsbetrieb zu leiten
und die Tätigkeit des dafür angeſtellten Perſonals zu
überwachen. Er iſt für den ordnungsmäßigen, den
er=
laſſenen Vorſchriften entſprechenden Geſchäftsgang
ver=
antwortlich. Zu ſeinen Obliegenheiten gehören ferner:
1. Die Führung der Hauptkaſſe;
2. das Vorbereiten und Ausführen der Beſchlüſſe des
Verwaltungsrates:
3. die rechtzeitige Anlage der verfügbaren Gelder in
den Fällen des § 27 Ziffer 3 und 7 (ſ. § 12 Ziffer 2);
4. die Vornahme unvermuteter Kaſſenſtürze, mindeſtens
dreimal im Jahre, bei den Hilfszahlſtellen. Das
Er=
gebnis iſt in den Tagebüchern zu beſcheinigen;
5. Die Vorlage des Jahresvoranſchlags über die
Ver=
waltungskoſten und des jährlichen Geſchäftsberichts
an den Verwaltungsrat;
6. die gerichtliche und außergerichtliche Vertretung der
Sparkaſſe (die Führung von Rechtsſtreiten — § 12
Ziffer 3 — ausgenommen) mit der Einſchränkung,
daß bei Darlehensaufnahmen — auch gegen Wechſel
und Barabhebungen der Gegenbuchführer
mit=
unterzeichnen muß.
Die nach § 3 dem Verwaltungsrat zuſtehende obere
Aufſicht über den Geſchäftsbetrieb der Sparkaſſe erſtreckt
ſich auch auf die hier genannten Obliegenheiten des
Direk=
tors Sie wird in der Regel durch den Vorſitzenden des
Verwaltungsrates ausgeübt, der im beſonderen auch die
Ausführung der Beſchlüſſe des Verwaltungsrats, ſoweit
ſie dem Direktor obliegt, zu überwachen hat.
Einlagen. Annahme und Verzinſung.
§ 16. Einlagen werden nach folgenden Grundſätzen
angenommen und verzinſt:
1. der Mindeſtbetrag einer Einlage iſt eine Mark;
2. der Zinsfuß und Zinsbeginn der Einlagen wird von
der Stadtverordnetenverſammlung nach Anhörung
des Verwaltungsrats feſtgeſetzt und von letzterem
öffentlich bekannt gegeben.
Eine Herabſetzung des Zinsfußes hat für bereits
vorhandene Einlagen erſt Wirkung nach dem Ablauf
des dritten auf die Bekanntmachung folgenden
Monats;
3. hat eine Einlage im Laufe des Jahres einen Betrag
erreicht, der beſtimmungsgemäß geringer verzinſt
wird, ſo kommt der geringere Zinsfuß für das ganze
Jahr auch dann in Anwendung, wenn die Einlage
bis zum Jahresſchluß wieder auf einen höher
ver=
zinslichen Betrag heruntergegangen ſein ſollte;
4. niemand kann für ſich mehr als ein Einlagenbuch
beſitzen. Für Sicherheitsleiſtungen oder
Mündel=
gelder können weitere Einlagenbücher ausgeſtellt
werden.
In das Einlagenbuch wird der Name des
Ein=
legers eingetragen. Dieſer Eintrag begründet jedoch,
vorbehältlich der Beſtimmung in § 17, kein
perſön=
liches Forderungsrecht des Eingetragenen gegenüber
der Sparkaſſe. Die Auszahlung von Kapital und
Zinſen kann vielmehr an jeden Inhaber des Buches
erfolgen, ohne daß die Sparkaſſe die Berechtigung
des Vorzeigers zu prüfen verpflichtet iſt.
Anlage von Mündelgeld.
§ 17. Soll nach der Erklärung des Einlegenden
Mündelgeld nach § 1809 des B. G. B. angelegt werden,
ſo iſt in dem Einlagenbuch bei dem Quittungsvermerk
und vor den Unterſchriften der Kaſſenbeamten zu
beſchei=
nigen, daß zur Erhebung des Geldes die Genehmigung
des Gegenvormundes oder des Vormundſchaftsgerichts
erforderlich iſt. Rückzahlungen werden nur an den geleiſtet,
der nach Maßgabe des Vermerks zur Verfügung über das
Einlagenbuch berechtigt iſt.
Erhebung und Beiſchreibung der Jahreszinſen.
§ 18. Die bis zum Schluſſe eines Verwaltungs=
(Kalender=)Jahres aufgelaufenen Zinſen ſind im
darauf=
folgenden Monat Januar zu erheben. Die bis
1. Februar nicht erhobenen Zinſen werden der Einlage
zugeſchrieben und mit ihr vom 1. Januar ab verzinſt.
Während der übrigen Zeit des Jahres (Februar bis
Dezember) werden Zinſen nur ausbezahlt, wenn zugleich
die Rückzahlung des ganzen Guthabens erfolgt.
Jahresbericht und Rechnung.
§ 19. Nach dem Abſchluſſe einer jeden Jahresrechnung
hat die Kaſſe einen Jahresbericht über die geſamten
Ge=
ſchäftsergebniſſe zu fertigen. Die Rechnung ſelbſt mit
ihren Belegen wird acht Tage lang in dem Stadthauſe
zur Einſicht aufgelegt.
Rückzahlungen.
§ 20. Wer ſeine Einlage ganz oder zum Teil
zurück=
nehmen will, hat bei einem Kapitalbetrag bis zu 500 Mk.
einſchließlich, 8 Tage vorher, bei einem ſolchen von über
500 bis zu 1000 Mark einſchließlich, 4 Wochen und bei
größeren Summen 3 Monate vorher ſchriftlich zu
kündi=
gen. Vor Ablauf der erſten Kündigungsfriſt iſt eine
wei=
tere Kündigung nicht zuläſſig.
Wenn der Kaſſenbeſtand es erlaubt, können Einlagen
auch ohne vorherige Kündigung oder vor Ablauf der
Kündigungsfriſten zurückgezahlt werden.
Der Verwaltungsrat iſt ermächtigt, Einlagen zur
Abhebung in drei Monaten zu kündigen, vorbehältlich des
Rechts des Einlegers auf frühere Rückzahlung nach
Maß=
gabe der Beſtimmungen in Abſatz 1.
Quittungen über Einlagen und Vermerke über
Rückzahlungen.
§ 21. Quittungen über Einlagen und Vermerke über
Rückzahlungen ſind von einem Kaſſenführer und einem
Gegenbuchführer zu unterzeichnen. Quittungen haben
ohne beide Unterſchriften keine Gültigkeit.
Die Einleger erhalten bei der erſten Einlage koſtenfrei
mit fortlaufenden Nummern verſehene Einlagenbücher
Das Einlagenbuch muß bei weiteren Einzahlungen, bei
Auszahlung der Jahreszinſen und bei jeder
Geldab=
hebung zur Vornahme der notwendigen Einträge bei der
Kaſſe vorgelegt werden. Die Einträge müſſen Betrag und
Datum der Einlagen und Rückzahlungen enthalten.
Nur bei gänzlicher Abhebung des Guthabens hak der
Empfänger den Betrag an Kapital und Zinſen, unter
Rückgabe des Sparkaſſenbuches, zu quittieren, während
Teilrückzahlungen ohne Empfangsbeſcheinigung erfolgen.
Aufhören der Verzinſung.
§ 22. Werden 30 Jahre nacheinander die Zinſen einen
Einlage weder erhoben, noch in dem Einlagenbuch
bei=
geſchrieben, ſo hört mit dem Ablauf des 30. Jahres die
Verzinſung auf.
Verfall der Einlage.
§ 23. Sind die Beſitzer von Sparkaſſenbüchern oder
ihre Rechtsnachfolger nicht zu ermitteln, ſo fallen die
Ein=
lagen ſamt Zinſen dem Reſervefonds der Sparkaſſe zu,
wenn die Vorausſetzungen der Verjährung nach den
Be=
ſtimmungen des B. G. B. gegeben ſind. Fehlt das
Ein=
lagenbuch in ſolchen Fällen, ſo kann die Ueberweiſung
des Guthabens an den Reſervefonds erſt nach erfolgter
Ausſchreibung geſchehen.
Als ausreichende Ermittelung hat die Anfrage bei
der Polizeiverwaltung des letzten bekannten Wohnſitzes=
und einmalige öffentliche Aufforderung zum Vorbringen
von Anſprüchen auf die Einlage zu gelten.
Abhanden gekommene Sparkaſſenbücher.
§ 24. Iſt ein Einlagenbuch abhanden gekommen, ſo
hat der Verwaltungsrat auf Antrag und auf Koſten des
ſeitherigen Inhabers, wenn ihm ſowohl die Tatſache des
Verluſtes, als auch das Recht des Antragſtellers auf das
Buch genügend erwieſen erſcheint, ein zweimaliges
Auf=
gebot zu erlaſſen.
Iſt innerhalb dreier Monate, vom erſten Erſcheinen
der Bekanntmachung ab gerechnet, das Buch der Sparkaſſe
nicht vorgelegt worden, ſo iſt es von dem
Verwaltungs=
rate für kraftlos zu erklären. In dieſem Falle wird für
die beſtehende Einlage, ſofern nicht Rückzahlung erfolgt,
ein neues Buch unter neuer Nummer ausgefertigt.
Auskunftserteilung über Sparkaſſeneinlagen.
§ 25. Das Perſonal hat über alle ihm dienſtlich
be=
kannt gewordenen Angelegenheiten Verſchwiegenheit zu
beobachten. Beſonders dürfen Aufſchlüſſe über Einlagen
ohne Genehmigung des Vorſitzenden des
Verwaltungs=
rates an Dritte nicht erteilt werden. Ausnahmen hiervon
ſind dem Direktor oder ſeinem Stellvertreter nur geſtattet
auf gerichtliche oder ſtaatsanwaltliche Aufforderung oder
auf Anfragen des Oberbürgermeiſters.
Den Einlegern können Beſcheinigungen über ihre
Spareinlagen von dem Kaſſenführer und dem
Gegenbuch=
führer ausgeſtellt werden.
Scheckverkehr.
§ 26. Die Sparkaſſe iſt befugt, für ihre Einleger den
Scheckverkehr einzuführen nach einer Geſchäftsanweiſung,
die vom Verwaltungsrate unter Zuſtimmung des
Ober=
bürgermeiſters und der Stadtverordneten=Verſammlung
zu erlaſſen iſt.
Anlage der Gelder.
§ 27. Die Gelder können angelegt werden:
1. in kündbaren Darlehens= oder Kredit=Forderungen,
für die Hypotheken an erſter Stelle beſtehen, oder in
kündbaren Kaufſchillingsforderungen mit dinglicher
Sicherung an erſter Stelle, in jedem Falle bis zu
60 Prozent des ortsgerichtlichen Schätzungswertes
des Unterpfandes;
2. in Darlehen an die Stadt Darmſtadt andere
Gemeinden oder ſonſtige Verbände des öffentlichen
Rechts in Heſſen gegen Schuldſcheine, die — ſoweit
erforderlich — von der zuſtändigen Aufſichtsbehörde
genehmigt ſein müſſen.
Der Zinsfuß zu 1 und 2 wird nach Anhörung des
Verwaltungsrates von der Stadtverordneten=
Verſamm=
lung feſtgeſetzt;
3. in Darlehen gegen Verpfändung von:
a) Schuldverſchreibungen und Buchſchulden des
Deutſchen Reiches oder eines deutſchen
Bundes=
ſtaates:
b) börſenfähigen Schuldverſchreibungen von Städten
und Kommunalverbänden des Deutſchen Reiches,
ſowie von der Stadt Darmſtadt garantierten
Schuldverſchreibungen;
e) Schuldverſchreibungen der Heſſiſchen Landes=
Hypothekenbank und ſonſtigen mündelſicheren
Hypothekenpfandbriefen,
und zwar bis zu ¾ des Kurswertes zur Zeit der
Darlehensgewährung und längſtens auf ein Jahr.
Schuldverſchreibungen und Buchſchulden des
Heſſi=
ſchen Staates und der Stadt Darmſtadt, ſowie von
letzterer garantierte Schuldverſchreibungen können
bis zu 95 Prozent des Kurswertes beliehen und im
Darlehenszinsſatz begünſtigt werden. Der
Lombard=
zinsfuß richtet ſich nach der Lage des Geldmarktes.
Er wird dementſprechend von dem Direktor
feſt=
geſetzt.
Wenn der Kurs um mehr als 5 Prozent ſinkt, iſt
der Schuldner verpflichtet, binnen fünf Tagen nach
der Aufforderung weitere Sicherheit zu beſtellen oder
nach Anweiſung des Direktors eine Abzahlung zu
leiſten.
Der Verwaltungsrat beſtimmt die Summe, die
für ſolche Geldanlage zur Verfügung geſtellt wird.
Die einzelnen Darlehen ſind zu ſeiner Kenntnis
zu bringen;
bis zur Geſamtſumme von 25000 Mark in Darlehen
gegen Bürgſchaft an hieſige unbeſcholtene Einwohner
in Beträgen bis 400 Mark auf längſtens ein Jahr.
Bei Darlehen bis zu 200 Mark einſchließlich genügt
die Stellung eines auf die Vorausklage und auf die
Anzeige nach § 777 B. G. B. verzichtenden Bürgen,
während bei höheren Darlehen unter gleichen
Vor=
ausſetzungen zwei Bürgen erforderlich ſind, von
denen ein jeder ſelbſtſchuldneriſche Haftung für das
ganze Darlehen zu übernehmen hat;
5. durch Erwerb von Wertpapieren und
Schuldbuch=
forderungen der unter 3 aufgeführten Arten bis zu
höchſtens 30 Prozent der jeweiligen Aktiv=Kapitalien;
6, durch Gewährung von Darlehen auch ohne
Real=
ſicherheit an gemeinnützige Anſtalten, mit Zuſtimmung
des Oberbürgermeiſters und der Stadtverordneten=
Verſammlung;
7. als Scheck= oder befriſtetes Verzinſungsgeld; die
dafür geeigneten Banken und Bankhäuſer, die ihren
Sitz auch auswärts haben können, werden vom
Ver=
waltungsrat beſtimmt, ebenſo die etwa zu leiſtenden
Sicherheiten unter Beobachtung der für die Inlage
ſtädtiſcher Gelder genehmigten Grundſätze:
8. bis zum zehnten Teil der Rücklage in Aktien der
Heſſiſchen Landeshypothekenbank.
Haftung der Stadt.
§ 28. Die Stadt Darmſtadt haftet für die Erfüllung
der durch die Sparkaſſe eingegangenen Verpflichtungen.
Berechnung des Reingewinnes.
§ 29. Der Reingewinn beſteht aus dem Ueberſchuß
der Erträgniſſe des Geſchäftsbetriebes über deſſen Laſten
und wird in der Jahresrechnung feſtgeſtellt.
Der nach den Rückſtellungen verbleibende Reſt des
Reingewinnes wird, ſoweit nicht ſeine Verwendung für
milde und gemeinnützige Zwecke und für
Dienſtboten=
belohnungen durch die Stadtverordneten=Verſammlung
beſchloſſen wird, zur ſtädtiſchen Armenkaſſe abgeführt.
Amtliche Anzeigen.
§ 30. Die Anzeigen und Aufgebote nach den §§ 12
(Ziſſer 5), 16, 23 und 24 dieſer Satzung werden in den
Darmſtädter Tagesblättern, mit denen die
Stadtverwal=
tung im Vertragsverhältnis ſteht, veröffentlicht.
§ 31. Die Satzung vom 22. Juli 1907 mit Nachtrag
vom 1. März 1909 wird aufgehoben und durch obige mit
Wirkung vom 1. April 1913 ab erſetzt.
Darmſtadt, den 10. März 1913.
Der Oberburgermeiſter:
Dr. Gläſſing.
Nachtrag.
Zinsbeſtimmungen für die Einlagen.
Der Zinsfuß für Einlagen beträgt:
. 3½ vom Hundert,
bis einſchließlich 10 000 Mark
von mehr als 10000 Mark für die ganze
Einlage
Die Zinſen werden nur von vollen Mark berechnet.
Der Zinſenlauf beginnt mit dem auf die
Kapitaleinzah=
lung folgenden Tage und endigt bei Rückzahlungen mit
dem der Erhebung vorausgehenden Tage.
Darmſtadt, den 10. März 1913.
Der Verwaltungorat der ſtädtiſchen Sparkaſſe.
Der ſtellvertretende Vorſitzende:
(7463so
Wagner.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Damenlack=
Gefunden: 1 friſchbeſohlter Damenſchnürſtiefel.
gürtel. 1 Kommunionbuch. 1 grauer gehäkelter Beutel mit Inhalt.
1 blaue Herrenweſte mit Uhr und ſonſtigen Kleinigkeiten. 1 gold. Ring
mit gelbem Stein. 1 braunes Portemonnaie mit ca. 50 Mk. Inhalt.
1 Sporn. 1 Waldhacke. 1 Portemonnaie mit einem Pfandſchein.
1 Wachstuchtaſche. 1 Geldbetrag (loſe). 3 kleine Schlüſſel an einem
Ring. 1 doppelreihige Korallenkette. 1 Brille mit Futteral. 1ſchwarz
Damen=Wildlederhandſchuh. 1 bl. Ball. 1 Zwicker m. Futteral. (7808
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 deutſcher Schäferhund, 1 Foxterrier. 1 Dachshund
(zugelaufen). Die Hunde können von den Eigentümernbei dem 5. Polizei
Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten
Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vorm. um 10 Uhr, ſtatt. (7737
Vergebung von Leinen, Stoffen zu Kleidern uſw.
für das Stadtkrankenhaus zu Darmſtadt.
Die verſchloſſenen Angebote auf vorgeſchriebenem Formular,
zu haben auf der Geſchäftsſtube des Krankenhauſes, ſind
Montag, den 21. April I. J., vormittags zwiſchen 10 u. 11 Uhr,
in den im Haupteingang angebrachten Angebotskaſten einzulegen.
Mit Kennzeichen verſehene Muſterſtücke ſind bei dem Oberverwalter
(7722a
abzugeben.
Auskunft erteilt, unter Vorlage von Muſtern, der
Oberver=
walter. Bemerkt wird, daß nur gute Ware verlangt wird.
Die Genehmigung der Vergebung, ſowie die Auswahl unter
allen Anbietenden bleibt dem Herrn Oberbürgermeiſter vorbehalten.
Darmſtadt, den 31. März 1913.
Die Krankenhaus=Direktion.
J. V.: Dr. Friedrich.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 3. April 1913,
nachmittags 4 Uhr,
verſteigere ich im Saale der Ludwigshalle, Obergaſſe dahier, öffent=
(7777
lich meiſtbietend folgende Pfänder:
1. bgſtimmt: 1 Sofa, 2 Deckbetten und 4 Kiſſen (
voll=
ſtändig neu), 1 Roßhaarzupfmaſchine und 1 Ballen
roten Drell, ca. 78 m;
2. vorausſichtlich: 2 Ladentheken, 1 vernickeltes
Brot=
geſtell, 2 Schreibmaſchinen, 14 Aquariums, 25 Paar Stiefel,
größere Samenvorräte, 2 Landauer und anderes mehr.
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 28.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 2. April 1913, nachm. 3 Uhr,
verſteigere ich im Verſteigerungslokal „Zur Ludwigshalle” (
Ober=
gaſſe) zwangsweiſe gegen Barzahlung:
1 Jagdwagen, ſowie Hausmobilien durch alle Rubriken.
Hieran anſchließend auf freiwilligen Antrag:
1 Garnitur: Sofa und 3 Seſſel, 1 Gaszuglampe, 1
Kron=
leuchter, 1 Badewanne, Küchengeräte, 1 Reichsadreßbuch,
Geſchäftsbücher u. a. m., ferner eine Salon=Einrichtung
(Rokokko).
Darmſtadt, den 1. April 1913.
(7804
Kapp, Großh. Gerichtsvollzieher.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 2. April 1913, nachm. 1½ Uhr,
verſteigere ich an Ort und Stelle, Städtiſches Lagerhaus, auf
Grund des § 373 H6B. gegen Barzahlung:
20 Ballen Italiener Rotkleeſamen,
ſeidefrei, nach deutſcher Form.
Darmſtadt, den 31. März 1913.
(7590im
Thüre, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 9.
Großer freihändiger Möbel=Verkauf
im Auktions= und Möbelhaus
Telephon 1774
Telephon 1774
1 Bleichſtraße 1
Aus hochherrſchaftlicher Villa wegen Wegzug zu
Ver=
ſteigerungspreiſen:
1 Speisezimmer=Einrichtung
1 Büfett, 1 Auszugtiſch, 6 Stühle, 1 Serviertiſch, 1 Lederſeſſel, Hocker,
Vitrine, Regulator, 1 Marmoruhr ꝛc.
1 Schlafzimmer=Einrichtung
2 komplette Betten mit dreiteiligen Roßhaarmatratzen, 1
Waſchkom=
mode mit Spiegel, 2 Nachttiſche, 1 Kommode ꝛc.
hochelegante Salon=Garnitur
1 Sofa und 5 Seſſel, 1 Tiſch, alles mit Seidenbezug und
Silber=
beſchlag.
Ferner: 1 komplettes Schlafzimmer (hell eichen), 1
Pia=
nino, Schreibtiſche mit Aufſatz, Nähtiſche, Damenſchreibtiſch,
1 Büfett, 1 Rollvult, 2 Bücherſchränke, 2 Sekretäre,
Kom=
mode und Pfeilerſchränkchen, 1 Kredenz, 10 Lederſtühle,
ge=
ſchnitzte Stühle, Schreibtiſchſeſſel, Tiſche, Stühle, Spiegel
Waſchtiſche, Diwan, Sofa, Chaiſelongue, Diwan mit Seſſei,
Teppiche, Felle, Liegeſeſſel, Gartenſtühle, Drehſtühle, einzelnes
Bettzeug, 10 komplette gute Betten, Badewanne, Lüſterweibchen,
elektriſche und Gaslüſter, Blumenſtänder, Alabaſteruhr,
Fahr=
rad, 10 Perſerteppiche, 1 Klubſeſſel, 1 Lutherſeſſel ꝛc.
Kolſchenreiter, Paul Weber und ſonſtige gute Sachen,
Oelgemälde, ſowie antike Möbel ꝛc. durch
(7774
Johannes Krummeck,
Auktionator und Taxator.
Verkauf täglich, ununterbrochen geöffnet.
Günſtige Gelegenheitskäufe für Brautlente.
Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer A. G.
Frankfurt am Main.
Ausübung des Bezugsrechts auf nom. M. 5000000.-neue Aktien
In der Generalversammlung vom 17. März 1913 wurde beschlossen, das Grundkapital
unserer Gesellschaft durch Ausgabe von 5000 Inhaber-Aktien à ℳ 1000.—, die für das laufende
Geschäftsjahr zur Hälfte dividendenberechtigt sind, um nom. ℳ 5000000.− auf nom.
ℳ 13000 000.— zu erhöhen und den bisherigen Aktionären das Bezugsrecht zum Kurse
von 180% einzuräumen.
Demgemäß fordern wir die Besitzer der alten Aktien hierdurch auf, das ihnen zustehende
Bezugsrecht unter folgenden Bedingungen geltend zu machen:
1. auf je 8 alte Aktien (ℳ 8000.— nom.) können 5 neue Aktien (ℳ 5000.— nom.) bezogen
werden.
Bezüglich des Modus, zu dem Aktionären die Ausübung des Bezugsrechts auf
weniger als 8 alte Aktien von den Anmeldestellen in Frankfurt a. M., und Berlin
erleichtert wird, verweisen wir auf deren hierunten folgende besondere Bekanntmachung.
2. Das Bezugsrecht ist bei Vermeidung des Verlustes vom 31. März bis 19. April d. J. ein-
Schließlich auszuüben und zwar:
in Frankfurt a. M. bei der Gesellschaft selbst oder
bei der Filiale der Bank für Handel und industrie,
in Berlin, Breslau, Darmstadt, Düsseldorf, Halle (Saale),
Hamburg, Hannover, Leipzig, Mannheim, München,
Nürnberg, Stettin, Straßburg bei den Niederlassungen der
Bank für Handel und Industrie.
Zu diesem Zwecke sind die alten Aktien ohne Dividendenbogen mit zwei
gleich-
lautenden vollzogenen Zeichnungsscheinen, zu denen Formulare bei den Anmeldestellen
erhältlich sind, in den üblichen Geschäftsstunden zur Abstempelung einzureichen.
3. Zugleich mit der Einreichung sind auf jede junge Aktie 25% und das Aufgeld von 80%
zusammen ℳ 1050.— zu entrichten. Auf diesen Betrag werden vom Einzahlungstag
bis 30. April d. J. Zinsen à 6% dem beziehenden Aktionär vergütet.
Den Schlußscheinstempel trägt die Gesellschaft.
4. Weitere 25% sind am 14. Mai d. J. und restliche 50 % am 14. Juni d. J. zuzüglich Zinsen
vom 1. Mai bis zum Einzahlungstage zum Reichsbankdiskontsatz vom Aktionär
ein-
zuzahlen.
Ueber die Einzahlungen wird auf dem zweiten Zeichnungsschein quittiert.
6. Vollzahlungen sind jederzeit gestattet. Soweit solche vor dem 30. April d, J. erfolgen,
werden Zinsen à 6% vom Einzahlungstage bis 30. April d. J. in Abzug gebracht.
6. Die Mäntel werden mit einem, die Ausübung des Bezugsrechts konstatierenden Stempel
versehen und zurückgegeben.
7. Die Aushändigung der neuen Aktien mit laufenden Dividendenscheinen erfolgt auf
Grund später zu erlassender Bekanntmachung gegen Rückgabe des abquittierten
zweiten Zeichnungsscheines bei der Anmeldestelle, bei welcher das Bezugsreght
aus-
geübt wurde.
Frankfurt a. M., im März 1913.
Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer
Aktiengesellschaft.
Heinrich Kleyer.
Die unterzeichnete Anmeldestelle erklärt sich bereit, auch Teilbeträge unter 8 alten
Aktien zum Bezug von jungen Aktien in einem dem Verhältnis von 8:5 entsprechenden
Betrag mit der Maßgabe zuzulassen, daß der überschießende Teil (Spitze) eines ganzen
Bezugsrechts oder der fehlende Teil eines solchen mit der Anmeldestelle zu verrechnen ist
und zwar unter folgenden Bedingungen:
1. Es können bezogen werden:
Die Anmeldestelle
Gegen Einreichung
liefert
übernimmt
von alten Aktien im Junge Aktien
a) die fehlende b) die überschießesde
Betrag von
Bezugsrechtsspitze von
Mark
Mark
Mark
Mark
1000.−
1000.−
600.−
2000.−
1000.−
400.−
2000.−
3000.−
200.−
4000.−
800.−
3000.−
3000.−
5000.−
200.−
6000.−
400.−
4000.−
600.−
7000.-
4000.−
2. Der Verrechnung wird für Anmeldungen, die vormittags erfolgen, der für ganze
Be-
zugsrechte börsenmäßig notierte Kurs des Anmeldetags zu Grunde gelegt, für spätere
Anmeldungen derjenige des folgenden Börsentags. Eine Limitierung des Kurses ist
ausgeschlossen.
Für Anmeldungen in Frankfurt a. M. ist die Frankfurter Notiz, für solche in
Berlin die Berliner Notiz maßgebend.
Diejenigen Anmeldungen, welche bis zu dem Tag, an welchem erstmals ganze
Bezugsrechte börsenmäßig notiert werden, erfolgt sind, werden sämtlich zum ersten
notierten Kurs abgerechnet.
Am letzten Tag der Bezugsfrist, den 19. April ds. Js., kann eine Verrechnung von
Spitzen nicht mehr stattfinden; an diesem Tag werden nur noch durch 8 teilbare
Beträge von alten Aktien zwecks Ausübung des Bezugsrechts angenommen.
3. Bei Anmeldungen, die sich auf nur 1—7 alte Aktien erstrecken, sind zur Ausfüllung
des 2. Zeiehnungsscheines an Stelle der blauen Formulare besondere Formulare zu
verwenden, die bei uns erhältlich sind, und zwar:
a) ein Formular in grüner Farbe B, wenn der Anmeldende einen Bezugsrechtsteil
(Spitze) von der Anmeldestelle erwirbt.
b) ein Formular in gelber Farbe C, wenn der Anmeldende einen Bezugsrechtsteil
(Spitze) an die Anmeldestelle verkauft.
Im Uebrigen gelten sinngemäß die oben von der Gesellschaft veröffentlichten
Bezugs-
bedingungen.
(IV,7789,130
Darmstadt, im März 1913.
Bank für Handel und Industrie.
Seſtanninachung.
(Stadtwald.)
Die Nutzholz=Verſteigerung Nr. 14
vom 28. Ifd. Mts. iſt, mit
Aus=
nahme des Eichen=Stammholzes
bis VI. Klaſſe, genehmigt.
Ausgabe der Abfuhrſcheine am
8. n. Mts. Tag der Ueberweiſung
und erſter Abfuhrtag am 9. April
lfd. Js.
(7679
Darmſtadt, 31. März 1913.
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
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Darm-
fäulnis, dieser zu schweren Symptomen heranwachsenden
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und Welkwerden der Haut, frühzeitiges Erschlaffen der Muskeln,
frühes Verlebtsein.
Jeder gesunde und kranke Mensch sollte nicht versäumen,
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IV706, 65
Das Stärkſte.
Roman von Fritz Gantzer.
(Nachdruck verboten).
17)
Zu derſelben Zeit faſt erreichte Signe das
Kranken=
haus. Sie war zuletzt ganz langſam gegangen und hatte
ſich gezwungen gefühlt, ihres jungen Lebens grünen Weg
im zurückerinnernden Schauen zu überblicken. Hier und
dort hielt ſie ein Weilchen Raſt, um dann ſchließlich bei
den letzten Tagen zu ſein. Das waren von allen Tagen
ihres Lebens die wunderlichſten, an Gefühlsſchwankungen
reichſten, aber auch ungeklärteſten. Und als ſie mit
fra=
gender Seele in das Dunkel vor ihr einen Blick zu werfen
gewünſcht hätte, da meinte ſie, ein Bangen zu ſpüren,
das ſie nicht zu meiſtern vermochte.
Erſt als ſie an der Seite einer ſie führenden Schweſter
über die bereits matt erleuchteten Korridore des
Kran=
kenhauſes ging, fand ſie ſich in die Gegenwart zurück und
war mit allen ihren Gedanken bei dem kurz
bevorſtehen=
den Beſuche.
Sibylle Frank wartete ſeit einer Stunde mit
fiebern=
dem, toſendem Blute auf ihr Kind. Das Bett hatte ſie
ſchon vorgeſtern verlaſſen dürfen. Und gleich heute abend,
ſobald Signe wieder gegangen, würde auch ſie gehen.
Frau Bruns hatte verſprochen, ihr einen Wagen zu
ſchicken, der ſie nach dem Bahnhofe bringen ſollte, von wo
aus ſie die Reiſe nach Köln anzutreten beabſichtigte. Auch
für Reiſegeld und einen Zehrpfennig war geſorgt, und
die alten zerſchliſſenen Kleider waren durch ſaubere und
warme erſetzt.
Das Leben begann, es mit Sibylle Frank zum erſten
Male gutzumeinen. Es trug eines beſcheidenen Glückes
Lächeln auf ſeinen Zügen und ſtreichelte mit warmer
Hand. Alles hätte ſo gut und ſchön ſein können, wenn
nur eines nicht geweſen: ein abermaliges Losreißen von
dem ebenſo unverhofft wiedergefundenen Fleiſch und
Blut. Das war bitter, unſagbar bitter. Aber es mußte
ſein. Darum ſtark, ſtark! So ſtark, wie nur Mutterliebe
iſt, die ihres Kindes Beſtes will.
Und nun ging die Tür., Signe kam. Wie ſchön und
lieblich ſie war! Wie alles an ihr mädchenhaften Reiz
atmete, wie ſich in jeder Bewegung, in ihrer ganzen
Hal=
tung die wohlerzogene Tochter aus guter Familie zeigte.
Sibylle Frank flog es mit heißem Ruck durch den
Sinn: Und Du haſt nichts zu dem allen getan, das iſt
fremder Liebe und Mühe und Sorgfalt und Lohn. Du
haſt damals nur ein elendes Häuflein Kümmernis in
erbärmlichen Lumpen von Dir getan und biſt darauf im
zielloſen, wüſten Kreuz und Quer durch das Land
ge=
zogen.
Ganz deutlich erinnerte ſie ſich zur Minute des
wim=
mernden Menſchleins mit dem gelben, verhuzelten, wie
greiſenhaft ausſchauenden Geſicht, das ſie im
verräucher=
ten Saal des „Güldenen Ring” in eine Ecke getan, um
dann im grünen Karren vor Tag zu verſchwinden
Ja, jenes junge Mädchen war wohl ihres Leibes
Frucht, aber es war nicht ihrer Liebe und Obhut Werk.
Nein, es gehörte ihr nicht. Sie hatte kein Anrecht auf
ſeinen Beſitz. Es war ihr unter der Einwirkung
frem=
der Einflüſſe enteignet, genommen, gleichſam entronnen,
wie Waſſer dem zerbrochenen Kruge entquillt.
Und alle dieſe wie ſchmerzende Stöße durch ihren
Sinn in wirbelnder Haſt jagenden Gedanken machten, daß
ſie ihrem Kinde in ſcheuer, verlegener Haltung
entgegen=
kam, daß es ſie keine Mühe koſtete, es keiner gewaltſamen
Bezwingung bedurfte, dies ihr Kind „Fräulein Bruns”
zu nennen.
Sie ſind ſo gut, Fräulein Bruns, daß Sie mich
be=
ſuchen. Ich freue mich ſehr. Und gar Blumen bringen
Sie mir mit? Solche ſchönen Roſen!
Sie hielt die langgeſtielten Blüten ſchon in ihrer
zit=
ternden Hand und neigte ihr bleiches Geſicht über die
duftenden Kelche. Es ſchien Signe, als preßten ihre
Lippen einen Kuß auf eine der Knoſpen.
Das verwirrte ihr klares Empfinden und trieb ihr
das Blut in die Wangen.
Es iſt ja nur ein geringes, ſtammelte ſie wie in
Scham. In unſerem Garten blühen noch ſo viele Roſen.
Freilich, es werden bald die letzten ſein.
Ja, die letzten Roſen, rang es ſich faſt unhörbar aus
Sybille Franks Mund und war doch wie ein weher
Schrei aus zerriſſener Seele.
Drohte eine Schwäche ſie doch zu übermannen? Mit
ſtarker Kraft lehnte ſie ſich gegen die Gefahr auf und bat
Signe, Platz zu nehmen.
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ihr Licht ausſtreute, ſiand der Stuhl, auf den Signe ſich
niederließ. Und Sibylle Frank ging ſeitab ins Dunkel,
kauerte ſich auf den Bettrand und ſagte: Ich habe ſo viel
Gutes erfahren während der ganzen letzten Zeit, daß ich
nicht genugſam denken kann. Und Ihnen danke ich
beſon=
ders viel, Fräulein Bruns. Sie ſind mir wie ein guter
Engel begegnet.
Signe wehrte beſtimmt ab. Ich habe nur billige
Chriſtenpflicht erfüllt, Frau Frank. Und ich freue mich,
daß Sie wieder geſund ſind.
Warum kam nur alles ſo gequält heraus? Es deuchte
ſie wie ein Würgen in der Kehle, es war ihr, als ginge
ihr der Atem aus. Sie hatte der ſtillen, blaſſen Frau
ſo viel erzählen wollen, und nun wußte ſie nichts. Ihre
Gedanken deuchten ſie durchſchnitten, verſtreut. Sie fand
kein Wort mehr und hatte doch eine dunkle Sehnſucht nach
ſo vielem noch — nach vielem Lieben, Guten.
Und Sibylle Frank, die deren tauſend und
abertau=
ſend ungezählte hätte ſagen, herausſchreien mögen,
Worte, wie ſie nur ein Muttermund zu formen weiß,
durfte nicht ein einziges über ihre Lippen bringen. Sie
ſaß mit brennenden Augen und raſendem Blute, hatte die
Finger in das Kleid gekrallt und flehte in ſtummer Qual:
O Gott, laß es zu Ende ſein mit dieſem Herzzerreißen.
Es geht über meine Kraft.
Was war alles Nichtdürfen gegenüber einem Müſſen!
Dem Nichtbekennenmüſſen zu ſeinem Blut.
Die Laſt des toten Schweigens knechtete ſchon
ſekun=
denlang beider Seelen. Und ſie blieb immer noch. Es
mußte etwas geſchehen, um ſie abzuſchütteln. Und da
uons ſch Spile got un iehen und dar Sare ſie
möchte ihr etwas erzählen, von der Stadt, von ihren
Ge=
ſchwiſtern, von ihrem Leben. Sie höre gern davon. Dann
hätte ſie etwas, an das ſie denken könnte, wenn ſie nun
wieder fort ſei.
Und Signe begann. Sie erzählte von dieſem und
jenem, aber ſie empfand, daß ſie alles nur wie unter einem
Zwange ſagte. Auch von dem Garten ſprach ſie und von
dem Hauſe.
Da wurde ihre Zuhörerin lebhaft. Sie fragie und
forſchte nach allen möglichen Kleinigkeiten. Ein warmes
Hinüber und Herüber machte ſich ſeßhaft.
Eine Laube ſei im Garten. Ja. Und wilder Wein
beranke ſie. Zwei Bänke ſtänden darin. Ob Signe gern
darin ſäße? Gewiß, im Frühling beſonders gern. Und
links vom Hauptwege ſtünden Rotdornhecken. Ueber die
grüße der alte Turm der Stadtkirche.
Und das Haus . . . der breite Flur, die alte Treppe.
Oben ſechs Zimmer. Eins ſei das ihre. Die Fenſter
gingen nach Morgen. Und man ſähe von ihnen die Stadt.
Und vieles, vieles noch. — Sybille Frank lebte im
Geiſte ihres Kindes Leben in dieſem Hauſe und in ſeiner
Umgebung. Sie fühlte ſich ruhiger, gefaßter. Ihr Kind
war geborgen in warmem Neſt, war behütet, wußte ſich
geliebt. . . . Ja, es war gut ſo. — Und nun mußte es zu
Ende ſein.
Sybille Frank ſtand auf. Sie verſäumen ſich,
Fräu=
lein Bruns. Und der Abend wird dunkel.
Ja, ich will gehen.
Wie ausgelöſcht und hinweggewiſcht war die glück=
liche Stimmung der letzten zehn Minuten. Wie ein
raſcher, ſchneller Abend nach letztem Licht quoll es über
beide. So dunkel, daß es Signe deuchte, ſie müſſe nach
einem Halt greifen, um nicht in einen unſichtbaren
Ab=
grund zu ſtürzen.
Da lag nun eine Hand in der anderen. Sybille
Franks Hand zitterte. Und ihre andere Hand kam auch
hinzu und breitete ſich um Signes Gelenk. Das war wie
ein unendlich zartes, unausſprechlich ſüßes Streicheln,
Koſen, Küſſen. Und nun ein letztes Wort: Gott mit Ihnen,
Fräulein . . . Signe.
Sie hatte wenigſtens den Namen ihres Kindes
aus=
ſprechen müſſen.
Dann drängte ſie faſt die noch immer Zögernde zum
Gehen, öffnete die Tür und ſchob ſie ſanft hinaus. Ein
letzter Blick ging von Auge zu Auge, ſo, als müſſe mit
ihm doch noch ein erlöſendes Klarwerden kommen. .
Und nun trat Sybille Frank mit einer faſt wilden
Be=
wegung in das Zimmer zurück, ſtand nach dem Schließen
der Tür und ſog den Klang langſam, zögernd ſich
ent=
fernender Schritte auf wie ein letztes Grüßen. Und als
es dann ſtill wurde, ganz ſtill, ſank ſie neben der Tür zu
Boden, ſchlug die Hände vor das Geſicht und ſchrie: Signe,
meine Signe: Das war wie der Laut eines Tieres, dem
man das Junge nahm.
Und nun kamen die erlöſenden Tropfen eines wehen
Weinens, das den Brand der Seele löſchte. —
(Fortſetzung folgt.;
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Damen-Chepr.-Halbschuhe80
mit und ohne Lackkappen,
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Damen- braune
Wildleder-Pumps
gewend. Sohle, amerik. Form
Damene schwarte
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Wildleder-Pumps
gewend. Sohle, amerik.
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Knopf-Halbschuhe
360
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Kongreſſe und Verbandstage.
— Freitag, den 28., und Samstag, den 29. März,
fand in Bensheim an der Bergſtr. die 28.
Hauptver=
ſammlung des Heſſiſchen
Oberlehrerver=
eins unter zahlreicher Beteiligung aus allen Teilen des
Landes ſtatt. Es iſt in den letzten Jahren feſter Gebrauch
geworden, an dem erſten Tage nur wiſſenſchaftliche
Fach=
ſitzungen zu veranſtalten. Daß man die Vorzüge dieſer
Einrichtung, die es den Fachlehrern ermöglicht, ihre
Er=
fahrungen auszutauſchen und neue Probleme zu
beſpre=
chen, raſch erkannt hat, beweiſt der Umſtand, daß dieſes
Jahr zu den bereits beſtehenden Abteilungen zwei neue
traten, eine der evangeliſchen Religionslehrer und eine
geſchichtliche. Die Sitzungen waren alle arbeitsreich, aber
keiner verließ ſie, ohne reiche Anregungen empfangen zu
haben. So legte in der Vormittagsſitzung der mathen
matiſch=naturwiſſenſchaftlichen
Abteil=
ung Profeſſor Biedenkopf=Groß=Umſtadt den Entwurf
eines biologiſchen Lehrplans vor, der von dem auf der
vorjährigen Verſammlung gewählten Ausſchuß
ausgear=
beitet war. Der Entwurf wurde mit einigen
unbedeu=
tenden Zuſätzen angenommen, ebenſo eine Entſchließung,
die durch den Vorſitzenden des Ausſchuſſes, Direktor
Schnell=Butzbach, der Regierung überreicht werden wird.
Sodann berichtete Profeſſor Hoffmann=Heppenheim über
die Tätigleit des mathematiſch=naturwiſſenſchaftlichen
Ar=
beitsausſchuſſes und über die Zuſammenkünfte von
Fach=
genoſſen in den einzelnen Provinzen.
In der Nachmittagsſitzung, an der 73 Herren
teil=
nahmen, wurde zunächſt beſchloſſen, im kommenden Jahre
eine Neubearbeitung der mathematiſchen Lehrpläne
vor=
zunehmen und die Ausbildung der Referendare zu
er=
örtern. Dann folgten 3 Vorträge über
Schüler=
übungen; von Profeſſor Kalbfleiſch über phyſikaliſche,
von Oberlehrer Mannheimer über chemiſche und von
Oberlehrer Reiſinger über biologiſche Uebungen. An
jeden Vortrag ſchloß ſich eine kurze Ausſprache an, dann
wurde eine Entſchließung gefaßt des Inhalts, daß
verbindliche phyſiſche und chemiſche Schülerübungen auf
der Unterſtufe am notwendigſten ſind und daß auch der
biologiſche Unterricht der Unterſtufe durch planmäßige
Förderung der Selbſtbetätigung der Schüler zu einem
Uebungsunterricht werden ſoll. Die Einrichtung von
Uebungen jeder Art auf der Oberſtufe ſei daneben
anzu=
ſtreben. Schließlich wurde auf Anregung von Profeſſor
Balſer=Darmſtadt noch eine Entſchließung über die
künf=
tige Geſtaltung der Fortbildungskurſe für Oberlehrer
an=
genommen.
In der altſprachlichen Abteilung ſprach
zu=
nächſt Direktor Lauteſchläger=Worms über: „Moltkes
Briefe aus der Türkei als Erläuterung zu Penophons
Anabaſis” Seine Ausführungen wurden ergänzt durch
Herrn Generalleutnant z. D. E. von Hoffmeiſter Exz.,
Heidelberg, der aus eigener Anſchauung die in Betracht
kommenden Länder kennt, mit dem „Fenophon in der
Taſche” den Spuren dieſes griechiſchen Söldnerführers
folgte und ſein reiches Wiſſen auch in mehreren wertollen
Büchern niedergelegt hat. Für den Kanon des lateiniſchen
Leſeſtoffes wurden einige Aenderungen vorgeſchlagen. Die
vorgetragenen Wünſche gehen zumeiſt darauf hinaus, auf
der Oberſtufe die Möglichkeit größerer Abwechſelung durch
Zulaſſung weiterer Schriftſteller zu ſchaffen.
In der neuſprachlichen Abteilung ſprach
nach einem von Profeſſor Dr. Hellwig=Mainz erſtatteten
Bericht über die Tätigkeit der heſſiſchen Auskunftsſtelle
für Auslandsaufenthalt der Neuphilologen Profeſſor Dr.
Dietrich=Darmſtadt über die Auswahl der franzöſiſchen
Lektüre. Nach eingehender Ausſprache ſtimmte die
Ver=
ſammlung den von ihm vorgeſchlagenen Leitſätzen zu.
Ein Ausſchuß ſoll der nächſtjährigen Verſammlung
be=
ſtimmte Vorſchläge über die in den höheren Schulen zu
leſenden Schriftſteller machen.
In der Fachſitzung der evangeliſchen
Re=
ligionslehrer berichtete Profeſſor Lampas=
Fried=
berg über den Fortgang der Kommiſſionsarbeit, betr.
Re=
form des Lehrplans für den evangeliſchen
Religionsunter=
richt in den höheren Schulen Heſſens. Einmütig wurde
der Anſchluß der heſſiſchen Relegionslehrerkonferenz an
den neugegründeten deutſchen Verband evangeliſcher
Re=
ligionslehrer beſchloſſen. Profeſſor Becker=Mainz
erſtat=
tete ein Referat über den evangeliſchen
Religionsunter=
richt im Organismus der höheren Schulen, woran ſich
eine ſehr lebhkafte Diskuſſion anſchloß.
In der geſchichtlichen Abteilung verlangte
Profeſſor Dietz=Darmſtadt, daß dem Geſchichtslehrer auf
der Oberſtufe auch der Zeit nach die Möglichkeit gegeben
werde, das durch die Lehrpläne geſteckte Ziel zu erreichen,
ohne ſich äuf bloßes Einprägen des äußeren Verlauſes
der Ereigniſſe beſchränken zu müſſen. Gleichzeitig zeigte
er den Weg, auf welche Weiſe die zu verlangende dritte
Geſchichtsſtünde gewonnen werden könne. Oberlehrer Dr.
Büttner=Offenbach zeigte ſodann in einem ſehr beifällig
aufgenommenen Vortrag ein neues Hilfsmittel im
Ge=
ſchichtsunterricht, die graphiſche Darſtellung gleichzeitig
nebeneinander erfolgender Veränderung und
Entwickelun=
gen verſchiedener Staaten in territorialer Hinſicht Es
wurde von vielen Seiten gewünſcht, daß der Gebrauch
dieſes Hilfsmittels dem Lehrer in der Schule möglich
gemacht werde durch Drucklegung der vorgezeigten
Stizen.
Der gewiß arbeitsreiche Tag ſchloß mit einem durch
den Bensheimer Ortsverein unter dem Vorſitz von
Pro=
feſſor Henkelmann vorzüglich vorbereiteten und
außer=
ordentlich gemütlich verlaufenen Begrüßungsabend in den
herrlichen neuen Räumen des „Deutſchen Hauſes”, zu dem
auch die Spitzen der Behörden von Bensheim erſchienen
waren.
Der Samstag begann mit einem Rundgang durch
die Stadt und einer Beſichtigung der Eulerſchen
Papier=
fabrik. In der darauffolgenden nichtöffentlichen
Verſammlung, die, wie die Hauptverſammlung, in
Vertretung des erkrankten Vorſitzenden, Profeſſor Beck=
Mainz, von Profeſſor Heddaeus=Darmſtadt geleitet wurde,
wurde eine große Anzahl Vereinsangelegenheiten
beſprn=
chen und erledigt. Die Neuwahl des Vorſtandes
ergab eine. Wiederwahl der ſeitherigen Mitglieder.
Innerhalb des Vorſtandes mußte jedoch eine Aenderung
in der Aemterverteilung ſtattfinden, da der ſeitherige
ver=
diente Vorſitzende des Vereins, Profeſſor Beck=Mainz, aus
Geſundheitsrückſichten ſchon im Laufe des Jahres ſich
ge=
zwungen ſah, ſein Amt niederzulegen. An ſeine Stelle
tritt in dem kommenden Jahre Profeſſor Altendorf=
Gießen, ſeine Vertretung übernimmt Profeſſor Heddgeus=
Darmſtadt, das Amt des Schriftführers und Rechners
Aſſeſſor Poepperling=Darmſtadt. Die Verſammlung ſchloß
mit einem Vortrag von Profeſſor Balſer=Darmſtadt über
den Turnunterricht. Die von ihm aufgeſtellten Leitſätze
wurden einſtimmig angenommen und die Drucklegung
des Vortrages beſchloſſen, da man der Anſicht war, daß
die von großer Sachkenntnis zeugenden Ausführungen
jedem Amtsgenoſſen zugängig gemacht werden müßten.
Gegen 2 Uhr begann dann die
Hauptverſamm=
lung, zu der ſich als Vertreter der Schulabteilung deren
Vorſitzender, Geheimerat Süſfert, eingefunden hatte.
Außerdem waren erſchienen Vertreter der Stadt und des
Kreiſes Bensheim, Herr Landtagsabgeordneter Auler=
Bensheim und Vertreter der Philologenvereine von
Baden, Württemberg und Heſſen=Naſſau. Profeſſor
Heddaeus begrüßte die Erſchienenen und erſtattete ſodann
Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr. Im
Mittel=
punkt des Intereſſes ſtand die von Profeſſor Altendorf=
Gießen vorgetragene Stellungnahme zu der
Be=
ſoldungsordnung. Es kam hier noch einmal die
tiefgehende und allſeitige Unzufriedenheit der heſſiſchen
Oberlehrer mit der neuen Beſoldungsvorlage zum
Aus=
druck, und die in langem Beifall ſich äußernde
Zuſtim=
mung zeigte neben der ohne Debatte einſtimmig durch
Akklamation erfolgten Annahme einer Entſchließung,
daß der geſamte Oberlehrerſtand geſchloſſen hinter
ſei=
nen alten Forderungen ſteht. Die Entſchließung lautet:
1. Die neue heſſiſche Beſoldungsvorlage hat in der
heſſiſchen Oberlehrerſchaft eine allſeitige und tiefgehende
Unzufriedenheit hervorgerufen, denn in ihr hat die alte
grundſätzliche, von der geſamten deutſchen Oberlehrerſchaft
vertretene und in faſt allen, unter ihnen den maßgebenden,
deutſchen Bundesſtaaten ſchon ſeit Jahren erfüllte
For=
derung, die Oberlehrer den Richtern an den
Amts= und Landgerichten und die
Schul=
direktoren mindeſtens den
Landgerichts=
direktoren völlig gleichzuſtellen, wiederum
keine Beachtung gefunden. Die heſſiſche Oberlehrerſchaft
wird ſich nicht eher zufrieden geben, als bis dieſer
gerech=
ten Forderung Genüge getan iſt. 2. Mit den anderen
Gruppen der akademiſch gebildeten Beamten hält ſie es
für unbedingt notwendig, infolge der Steigerung der
Koſten der Lebenshaltung nicht nur den unteren und
mittleren, ſondern auch den akademiſch gebildeten
Beam=
ten dieſelben Dienſtbezüge zu gewähren, die ihre
Amts=
genoſſen im Reich und Preußen ſchon ſeit 1908 beziehen.
Zum Schluß der Hauptverſammlung ergriff
Ober=
lehrer Dr. Spilger=Bensheim das Wort zu einem
Vor=
trag über: „Aufgaben und Ziele des
naturwiſſenſchaft=
lichen Unterrichts”. Es ſchloß ſich das gemeinſame
Mittags=
mahl an, das durch manche Rede gewürzt wurde, und
dann gingen die Teilnehmer auseinander, Dank im
Her=
zen für alle die, welche ſich um das Zuſtandekommen und
Gelingen der Tagung verdient gemacht haben. Als Ort
der nächſten Tagung wurde Oppenheim beſtimmt.
— Die alljährliche Oſtertagung des Evangeliſchen
Bundes zur Wahrung der deutſch=proteſtantiſchen
In=
tereſſen, die vom 25. bis 27. März in Eiſenach ſtattfand,
hatte ſich eines zahlreichen Beſuches aus den
Hauptver=
einen des Bundes zu erfreuen. Sie bildete in der
ge=
ſchloſſenen Abwehr der von außen und innen dem
deut=
ſchen Proteſtantismus drohenden Gefahren den
wirkungs=
vollen Abſchluß eines arbeitsreichen Winters, in dem man
vergeblich verſucht hat, dem Evangeliſchen Bund Abbruch
zu tun. Der Tätigkeitsbericht, den der geſchäftsführende
Vorſitzende Direktor Everling erſtattete, ſtellt ein ſtetiges
Wachstum des Bundes feſt. Er zählt zurzeit 3330
Ver=
eine in 40 Hauptvereinen und hat in den letzten Monaten
rund 13000 neue Mitglieder gewonnen ohne irgendwie
nennenswerte Verluſte zu erleiden.
Außer organiſatoriſchen Fragen die durch einmütige
Beſchlüſſe von Anträgen des Präſidiums und
Zentralvor=
ſtandes erledigt wurden, ſtanden auf der Tagesordnung
die Stellungnahme zum Beſchluß des Reichstages in
Sachen des Jeſuitengeſetzes. Es wurde folgende Ent=g
ſchließung des Geſamtvorſtandes des Evangeliſchen
Bun=
des angenommen: In Eiſenach, am Fuße der Wartburg,
hat der Geſamtvorſtand des Evangeliſchen Bundes vom
25. bis 27. März ſeine alljährliche Frühjahrsverſammlung
unter ſehr zahlreicher Beteiligung aus ſämtlichen
Haupt=
vereinen abgehalten. Einſtimmig wurde folgende
Ent=
ſchließung gegen die Aufhebung des Jeſuitengeſetzes
an=
genommen: „Der in Eiſenach zur Frühjahrstagung
ver=
ſammelte Geſamtvorſtand des Evangeliſchen Bundes zur
Wahrung der deutſch=proteſtantiſchen Intereſſen ſpricht
unter Hinweis auf die zahlreichen Kundgebungen aus
evangeliſchen Volkskreiſen die beſtimmte Erwartung aus,
daß der Bundesrat dem Beſchluß des Reichstages,
oe=
treffend die Aufhebung des Jeſuitengeſetzes, die
Zuſtim=
mung verſagen wird. Der Geſamtvorſtand erblickt in der
von Zentrum und Polen erhobenen, von den
Sozialdemo=
kraten, nicht aber von den übrigen Parteien unterſtützten
Forderung völliger Bewegungsfreiheit des in ſeinem
We=
ſen unveränderten Jeſuitenordens eine Kampfanſage an
den proteſtantiſchen Volksteil, die den konfeſſionellen
Frie=
den und die nationale Wohlfahrt ernſtlich gefährdet.
Weiter ſtand auf der Tagesordnung die Förderung
evangeliſcher Intereſſen in der Diaſpora, wobei
Kirchen=
rat Eckardt über die fortſchreitende evangeliſche Bewegung
in Oeſterreich einen Bericht erſtattete, die Vorbereitung
einer Reformationsſpende für das Jahr 1917, die
Aus=
geſtaltung der diesjährigen Generalverſammlung des
Bundes in Görlitz und andere wichtige Fragen, die durch
die unermüdliche Arbeit des Ultramontanismus im
Mut=
terland der Reformation nahegelegt werden und der
Ver=
teidigung proteſtantiſcher und evangeliſcher Intereſſen, die
ſich der Bund gegen alle Feinde des evangeliſchen
Chri=
ſtentums zur Aufgabe gemacht hat, immer neue Wege
weiſen. Eine fruchtbringende Ausſprache beſtätigte den
Satz im Tätigkeitsbericht Lic. Everlings daß der Bund
„mit der Stellung, die er ſich errungen hat, zufrieden” ſein
und getroſten Mutes in die Zukunft ſchauen kann. Daß
der Bund treu zu ſeinen Führern ſteht, auch übers Grab
hinaus, hat ſich in verſchiedenen Kundgebungen des
Ge=
ſamtvorſtandes gezeigt, und kam insbeſondere in einem
warmen Nachruf D. Wächtlers, der die Verhandlungen
leitete, auf den verſtorbenen D. Hackenberg zum Ausdruck.
Ich bin ſo nervös!
Dieſen Verzweiflungsruf hört man oft und mit ſo
troſt=
loſer Stimme ausſtoßen als ob es gar kein Mittel gegen
dieſen allerdings ſehr läſtigen Zuſtand gebe. Und doch haben
die Forſchungen auf dem Gebiet der Phyſiologie und der
Nervenlehre in den letzten Jahren den ſicheren Weg gezeigt,
wie man Nervoſität und ihre Folgezuſtände in
verhältnis=
mäßig kurzer Zeit beheben kann.
Die normale Funktion unſeres Nervenapparates, zu
welchem im weiteren Sinn auch Gehirn und Rückenmark
gehören, iſt abhängig von dem genügenden Vorhandenſein
einer Subſtanz, die man Lecithinnennt. Was das Eiweiß
für den Muskel, iſt das Leeithin für den Nerv. Bei
ungenü=
gender Eiweißzufuhr erſchlafft und degeneriert der Muskel,
bei Abnahme ſeines Lecithingehaltes wird das Nervenſyſtem
außerſtande geſetzt, ſeine lebenswichtigen Funktionen zu
erfüllen. Die Folgen ſind im
letz=
teren Fall viel verhängnisvoller als
im erſteren, denn eine ganze Reihe
ſchwerer Erkrankungen des Körpers
wie des Geiſtes iſt auf eine
Zer=
rüttung des Nervenſyſtems,
verur=
ſacht durch ſeine Verarmung an
Lecithin, zurückzuführen.
Der Weg zur Abhilfe iſt ſomit
von ſelbſt gegeben. Wer gut
nährt, heilt gut, ſagte der be=
Zuerſchnit eines geſunden rühmte verſtorbene Kliniker Proſ=
Nervenbündels.
Dr. von Leyden. Und ſo gilt es
denn auch hier, den Nerven denjenigen Nährſtoff wieder
zuzuführen, deſſen ſie zu ihrer Kräftigung bedürfen. Wie
die wiſſenſchaftlichen Arbeiten zahlreicher franzöſiſcher und
ſpäter auch deutſcher Autoren gezeigt haben, bewirkt die
Zufuhr von phyſiologiſch reinem Lecithin einen ſofort
be=
merkbaren außerordentlich günſtigen Einfluß auf das
Ver=
halten des ganzen Nervenſyſtems. Nervöſe Schmerzen
ver=
ſchwinden; Schwäche und Energieloſigkeit machen einem
wohltuenden Kraftgefühl, erneutem Lebensmut Platz. Kurz,
die Wandlung iſt eine ſo augenfällige, wie ſie etwa entſteht,
wenn ein durch Hunger Entkräfteter plötzlich durch eine
kräftige Mahlzeit geſättigt wird. Es liegen ja in der Tat
auch dieſelben Verhältniſſe vor, denn das Lecithin, wie es
im Biocitin enthalten iſt, iſt kein Medikament, ſondern
ein aus dem Dotter des Hühnereies gewonnener
Nähr=
ſtoff, der die wertvolle Eigenſchaft
M
beſitzt, ſpeziell die Nerven zu er=
Me e
nähren und ihren Beſtand an
Sge
Gee eg. e
Nervenſubſtanz zu vermehren.
Nach dem patentierten
Ver=
fahren des Herrn Profeſſor Dr.
Habermann gelangt ſeit einigen
Jahren unter dem Namen Biocitin
ein Lecithinpräparat in den Handel,
das ſich wegen ſeiner reinen
Be=
e
(2
ſchaffenheit, ſeiner prompten, ſtets
Querſchnitt eines degene= gleichmäßigen Wirkung und ſeines
rierten Nervenbündels, ein angenehmen Geſchmacks die Gunſt
großer Teil der Nerven= der Aerzte und des Publikums im
faſern iſt vollſtändig zu= Flug eröbert hat. Im Biocitin
be=
grunde aegangen.
ſitzen wir nunmehr ein Mittel. durch
das wir unſere Nerven in einer Weiſe kräftigen können,
daß ſie den ſchädigenden Einflüſſen des modernen Lebens!
den übermäßigen Anforderungen des Berufes, des
Ver=
gnügens uſw. ſtandhalten können.
Aber nicht bloß die Nerven, ſondern der ganze
menſch=
liche Körper wird durch Biveitin gekräftigt. Denn neben
ſeinem hohen Geſtalt an Lecithin enthält das Biocitin auch
noch andere wertvolle Nährſtoffe. Als ſolche ſind das
Nucleovitellin, die Kernſubſtanz des Eidotters, und das
Caſeinogen, der natürliche unveränderte Eiweißbildner der
Milch, zu nennen. Im Verein mit dem Leeithin bewirken
dieſe hochwertigen Nährſubſtanzen eine ſchnelle
Aufbeſſer=
ung des Ernährungs= und Kräftezuſtandes bei ſchwächlichen
Perſonen jeden Alters, Rekonvaleszenten nach ſchwerer
Krankheit, bei geiſtigen und körperlichen
Ermüdungszu=
ſtänden, gleichviel, durch welche Umſtände ſie hervorgerufen
ſein mögen.
Leeithin nach dem patentierten Verfahren des Herrn
Profeſſor Dr. Habermann wird lediglich für Bioeitin
verwandt. Wir bitten daher, unbedingt minderwertige
Nachahmungen und loſe abgewogenes Präparat
zurückweiſen. Bivcitin iſt nur in Originalpackungen in
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13, 19, 29:10. Unpl.: Hallerie, Gavroche III, Surſum,
Ma=
rinette, Aya Orio. ¾—½ Lg. — Prix des Toumeroches;
Diſtanz 1400 Meter, 3000 Fr.: 1. Monſ. M. Marghilomans
Clopotar (G. Stern), 2 La Mi Careme (J. Reiff), 3.
Mombakut (J. Childs). Tot. 69110. Pl. 28, 20110. Unpl.:
Eghiſte, Ibidem. ½—2½ Lg. — Prix d’Evecquemont;
Diſtanz 2400 Meter, 5000 Fr.: 1. Monſ. Cheremeteffs
Li=
nois (Ch. Childs), 2. Deſiree II (O'Neill), 3. Miſere (A.
Woodland). Tot. 47110. Pl. 19, 21, 21110. Unpl.: Caſſin,
Rouble, Soda, La Glorita, Miſtinguette. 1—3 Lg.
Prix des Allees; Diſtanz 2200 Meter, 5000 Fr.: 1. Monſ.
W. M. Vanderbilts Reindeer (O'Neill), 2. Cour Supreme
(G. Stern), 3. Saint Dizier (Sharpe). Tot. 47110, Pl. 20,
26, 28:10. Unpl.: Conscrit, Joconde V, Cocorico, Le
Mon=
nayeur, Champereau, L’Abbe Conſtantin, Le Bouffon,
Andiamo. 2—5 Lg.
Altona=Bahrenfeld.
1. Rennen: 1.— R.
Arnording (Ch. Childs), 2. — Neuroth (Helmus), 3.
Burg=
ffalter (Neuenfeld). Tot. 10110, Pl. 15:10, Tot. 37110,
Pl. 21:10. Ferner liefen: Spötterin, Carmen II. Tot. R.
bis 3 Lg. — 2. Rennen: 1. Rivale (Schönrock), 2. Winella
(Wiltſhire), 3. Perle Pinkerton (Gehrkens). Tot. 329110,
Pl. 28, 12, 13:10. Ferner liefen: Chiffa, Saladin, Cäſar II,
Friederike. — 3. Rennen: 1. Quendol (Meier, Hr.) 2. Dr.
Ruſſian (v. Drateln), 3. Danilo (Beſ.). Tot. 64:10, Pl. 57,
25:10. Ferner liefen: Aſta (4), Folly, Parmene. 3 Lg. bis
Kopf. — 4. Rennen: 1. Quader (Helmus), 2. Carlechen
lauf (Schulz), 3. Schampus (Schlingmann). Tot. 25.10,
Pl. 14, 20110. Ferner liefen: Mimilus (4), Heinerle, Lady
Electwood Kopf-2 Lg. — 5. Rennen: 1. Senior (Ch.
Mills), 2. William (Paſſow), 3. J. S. Tot. 22:10. 3 liefen.
5 Lg. — 6. Rennen: 1. Folly (Ch. Mills), 2. Novelliſt
(Fiſcher), 3. Lebensretter (Oſtrehoff). Tot. 39:10, Pl. 18,
18, 32:10. Ferner liefen: Spötterin, Mandant, Maudete,
Kohinor, Liddy G. Kreſſe (4). 3—3 Lg.
er. Nadrennen. Die Fernfahrt Malland=
San Remo eröffnete in würdiger Weiſe die italieniſche
Straßenradrennſaiſon. Bei ſchönem Wetter entließ der
Starter 74 von 83 gemeldeten Teilnehmern in Mailand.
Erſt der Aufſtieg auf den hohen Berg Turchino räumte
unter dem lange zuſammengeſchloſſenen Felde auf. Die
Belgier Defraye, Mottiat und Heusghem, die Italiener
Borgarello, Corlaita, Calzolari und Cremo, ſowie der
Franzoſe Brocco erreichten gemeinfam zuerſt den Gipfel.
Agoſti und Tribouillard ſchloſſen ſich beim Abſtieg noch
der führenden Gruppe an, während Brocco und
Borga=
rello durch Reifendefekt zurückfielen. Schließlich
ſonder=
ten ſich Defraye und Mottiat ab und der „Rund um
Frank=
reich”=Sieger Defraye ſchlug ſeinen Landsmann im
End=
ſpurt mit halber Länge. Defraye legte die 286,5
Kilo=
meter lange Strecke in der guten Zeit von 9 Stunden 11
Minuten zurück. Als Dritter traf 5 Minuten ſpäter der
Italiener Corlaita ein der Cremo und Calzolari knapp
im Spurt ſchlug. 30 Teilnehmer beendeten das Rennen.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrates
vom 18.—31. März.
Die erſte diesjährige Erhebung der Preisberichtſtelle
über den Felderſtand im Deutſchen Reiche läßt erkennen,
daß die Saaten verhältnismäßig gut durch den Winter
gekommen ſind, ſo daß die hier und da erforderlichen
Um=
pflügungen im Verhältnis zur Geſamtfläche nur wenig
ins Gewicht fallen. Die Ende November und im Dezember
untergebrachten Saaten ſind natürlich weniger gut
ent=
wickelt als die früh beſtellten, doch werden die Pflanzen
im allgemeinen als geſund und entwickelungsfähig
be=
zeichnet. Der durch die Ungunſt des Herbſtwetters
be=
dingte Rückſtand bei der Beſtellung wurde teils im
De=
zember, teils durch vermehrten Anbau von Sommerweizen
wettgemacht, doch dürfte immerhin mit einer kleinen
Ver=
minderung der Weizenfläche zu rechnen ſein. Was den
Getreidehandel während der letzten 14 Tage anlangt, ſo
ſind bemerkenswerte Veränderungen nicht eingetreten. Die
Tendenz für Weizen auf dem Weltmarkte iſt als ſtetig zu
bezeichnen. Das Fehlen ruſſiſcher Offerten, ſowie die
Aufnahmefähigkeit Weſt= und Südeuropas verſchaffen den
Exportüberſchüſſen Nord= und Südamerikas guten Abſatz
und von einem Ueberfluß, wie nach den höhen ruſſiſchen
Erntezahlen erwartet wurde, iſt nichts zu merken. Eine
wichtige Rolle ſpielen nach wie vor die Anſprüche
Frank=
reichs; bemerkenswert iſt auch, daß die Balkanländer als
Käufer für Mehl und Hafer auftreten. In Deutſchland
hält ſich das landwirtſchaftliche Angebot infolge der
Feld=
beſtellung in engen Grenzen. Was Weizen anlangt, ſo
geht das beſſere Material fortgeſetzt zum Export; auch die
Mühlen nehmen mehr Ware auf. Man fürchtet
infolge=
deſſen, daß ſich andienungsfähiges Material im Mai
knapp machen dürfte, und da ausländiſcher Weizen ſich
weſentlich teurer ſtellt, ſo verhalten ſich die Abgeber im
Lieferungsgeſchäft ſehr reſerviert. Das Roggenangebot
iſt zwar auch keineswegs reichlich und ein großer Teil der
Frühjahrszufuhren wird nach Hamburg abgelenkt, aber es
iſt augenblicklich ſchwer, weitere Exportabſchlüſſe zu
er=
zielen, und ſo ſammelt ſich in letzter Zeit bei den Händlern
Ware an, gegen die vielfach Lieferungsabgaben
vorgenom=
men werden. Im Hafergeſchäft iſt nur bezüglich der
beſ=
ſeren Qualitäten, die zur Erledigung früherer
Export=
verkäufe gebraucht werden, eine Beſſerung feſtzuſtellen,
während ſich die immer noch reichlich offerierten geringeren
Sorten nur wenig im Preiſe zu heben vermochten.
Aus=
ländiſche Gerſte iſt nach wie vor vernachläſſigt. Mais
be=
hielt ruhigen Verkehr; die Preiſe hielten ſich ungefähr auf
letzter Höhe. Für inländiſches Getreide ſtellten ſich die
Preiſe am letzten Markttage wie folgt:
Koggen.
Hafer
Weizen
Königsberg
160 (* ½) 153 (—
206 (
160½ (*1
170 (—3
Danzig
. 190 (4-2
155 (*1
Stettin
155 (*1
156 (*1
Poſen
152
189 (T4
158 (—
190
154 (—
Breslau .
. 199 (*3 ) 161 (—
193 (—
Berlin
194 (*4
160 (*1
Magdeburg
177 (*1
199 (*4
163 (*1
Halle .
184 (*4
Leipzig
180
. . 197 (*2
163 (41
(—1
Dresden . .
198 (*2 ) 169
171 (—
-
Roſtock
152 (—3
154 (—4
Hamburg
202 (—
169 (—1
185 (—
-
Braunſchweig . 198 (—
162 (— 1
170
Düſſeldorf .
(*3 ) 178 (*2
180
3
182 (*—
209
Köln .
173 (—1
Frankfurt a. M. 209 (*2½) 177½ (—
185 (—5
Mannheim
21
180 (*2½) 180 (—
Straßburg
225 (*2½) 182½(
190 (—
218
München
175 (—2 ) 176 (—2
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 208,75 (*0,50),
Peſt April 184,95 (— 5,25), Paris März 230,70 (—3.25),
Liverpool Mai 165,70 (- 2,75), Chicago Mai 138,10
(1,75), Roggen: Berlin Mai 168,50 (—0,75), Hafer:
Berlin Mai 166 (— 2,25), Futtergerſte fr. Hamburg
un=
verzollt, ſchwim. 135 (— 1), Mais: La Plata ſchwim.
114,50 (—0,50), Mixed März 106 (—) Mk.
Handel und Verkehr.
— Rheiniſche Hypothekenbank
Mann=
heim. In der Generalverſammlung wurden die
An=
träge der Verwaltung genehmigt. Dem Vorſchlage der
Direktion und des Aufſichtsrates entſprechend wurde die
Dividende für das Geſchäftsjahr 1912 auf 9 Prozent
feſt=
geſetzt. Demgemäß gelangt der Dividendenſchein Nr. 20
der Aktien à 600 Mark mit 54 Mark und der Aktien à 1200
Mark mit 108 Mark von heute an zur Einlöſung. Die
turnusgemäß ausſcheidenden Aufſichtsratsmitglieder
Her=
ren Oberamtmann a. D. Karl Eckhard, Königl. Geheimer
Hofrat F. A. Mahla, Exzellenz Dr. E. von Nicolai und
Graf F. von Oberndorff wurden wiedergewählt.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
8 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 20. März: dem Schreiner und
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mentenmacher Friedrich Habicht, Hinkelsgaſſe 24, ein S.
Robert Alexander. Am 27.: dem Taglöhner F. Heberer,
Große Kaplaneigaſſe 17, eine T. Anna Maria. Am 24.:
dem Stuhl= und Korbflechter Auguſt Metzger, Große
Bachgaſſe 14, ein S. Hermann. Am 22.: dem Kutſcher
Her=
mann Schäfer, Sandſtraße 28, ein S. Friedrich Herm.
Ernſt. Am 26.: dem Sergeant im Leibgarde=Infanterie=
Regiment Nr. 115 Heinrich Dörr, Liebfrauenſtraße 80,
ein S. Helmut Karl Wilhelm. Am 28.: dem Grundarbeiter
Johannes Hofmann, Dieburger Straße 42, eine T. Anna
Maria. Dem Schloſſer Georg Johannes Andreas
Freu=
denberger, Heinheimerſtraße 42, ein Sohn. Am 24.: dem
Inſtallateur Ernſt Waſſer Alexanderſtraße 13, eine T.
Johanna. Am 28.: dem Poſtſchaffner Peter Gaſſer,
Arheilger Straße 80, ein S. Alfons Franziskus. Am 27.:
dem Packer Anton Vonderſchmitt, Gutenbergſtraße 31,
eine T. Anna Katharina Philippine Eliſabeth. Am 28.:
dem Tapezierer Auguſt David Louis Korte, Mühlſtraße
Nr. 68, ein S. Ludwig Ernſt Karl. Am 24.: dem
Tag=
löhner Otto Lüer, Nieder=Ramſtädter Straße 57, ein S.
Wilhelm Otto.
Aufgebotene. Am 28. März: Schreinergeſelle Leonh.
Wilhelm Kircher in Neu=Iſenburg mit Maria Weber
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bert in Wilhelmsort, Kreis Bromberg. Bahnarbeiter
Ludwig Hanſtein in Roßdorf mit Dienſtmagd Margar.
Kipp in Gundernhauſen. Oberrechnungsreviſor Adolf
Orth, Kiesſtraße 45, mit Henriette Rumpf,
Hügel=
ſtraße 19. Am 29.: Taglöhner Phil. Roth mit Louiſe
Becker, beide in Eſchollbrücken. Fabrikant Richard Ang.
Karl Ludwig Boller hier mit Emma Schreiner in
Gießen. Diplom=Ingenieur Friedrich Joſeph Maximilian
Delp in Hannover mit Ella Meta Pohl in Danzig.
Am 31.: Friſeur Ludwig Auguſt Leipold in Brückenau
mit Dienſtmädchen Karolina Weber in Oberriedenberg.
Kaufmann Wilhelm Oskar Peikert in Berlin mit
Mar=
garete Auguſte Küſpeit, Wendelſtadtſtraße 27.
Eheſchließungen. Am 26. März: Kaufmann Arthur
Reinke mit Anna Bock, beide hier. Am 27.:
Ober=
lehrer Heinrich Strauch in Bremen mit Anna Becker
hier. Lehrer Adolf Engel in Ernſthofen mit Elſa
Cramer hier. Am 29.: Hausburſche Ludwig Geyer
mit Marie Waldmann, beide hier. Landwirt Chriſtoph
Metzler in Kleeſtadt mit Margareta Bauſch in Klein=
Umſtadt. Wächter Andreas Stabs hier mit Schneiderin
Maria Löffler hier. Hilfsheizer Philipp Rück in
Frank=
furt a. M. mit Auguſte Heinzinger hier. Schuhmacher
Heinrich Kraft mit Helene Löber, beide bier. Architekt
Philipp Schroth mit Anna Barbara Gekhardt, beide
hier. Schreiner Matthäus Müller mit Suſanna Mohr,
beide hier.
Geſtorbene. Am 28. März: Dachdeckermeiſter Johann
Adam Berſch, 62 Jahre, ev Nieder=Ramſtädter Straße
Nr. 64. Köchin Klara Röhrich, 46 Jahre, ev., ledig,
Schuchardſtraße 13. Hans Daum, 4 Jahre, ev., S. des
Buchbinders, Obergaſſe 40. Paul Büttner, ohne Beruf,
15 Jahre, ev., S. des Fuhrunternehmers, Neue Ireneſtr.
Nr. 61. Kaufmann Emanuel Ehrmann, 67 Jahre, iſr.,
Wendelſtadtſtraße 8. Bureaugehilfe Karl Wilhelm
Ehr=
hard Volz, 19 Jahre, ev., S. des Eiſenbohrers,
Pankra=
tiusſtraße 26½. Am 30.: Privatier Karl Ernſt Zebe,
68 Jahre, ev., wohnhaft in Breslau, hier Reinſtraße 2.
Am 29.: Großh. Gerichtsaſſeſſor Auguſt Reinheimer, 36
Jahre, ev., Schuchardſtraße 13. Privatin Suſanna Will
geb. Renneis, 66 Jahre, ev., Frankfurter Straße 36. Am
30.: Privatin Emma von Strzemieczna, 61 Jahre, ev.,
von Michelſtadt, Kreis Erbach, hier Erbacher Straße 25.
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Die Gläubiger- des Spar- und
Kreaivereis Mnieder Modad
laden wir hiermit zu einer
Versammlung
auf Donnerstag, den 3. April, abends 8 Uhr,
in das Lokal des Gaſtwirts
Georg Schneider II. in Ober-Ramstadt
ein.
Tagesordnung:
Bericht des Herrn Bankdirektor Stein von
Darmſtadt über die Durchführung der
Hilfs=
aktion und freie Ausſprache hierüber.
Zu dieſer Verſammlung werden nur Gläubiger des Spar= und
Kreditvereins zugelaſſen.
(7671
Der Schutzverein für Nieder=Modau G. m. b. H.
Ludwig Roll, Geſchäftsführer.
HeimverbandDarmstadt
Einladung zur Mitgliederverſammlung
für Mittwoch den 9. April, nachmittags 3 Uhr,
im ſtädtiſchen Rathaus (Marktplatz).
Tagesordnung: Bericht der Vorſitzenden, Rechenſchaftsbericht.
Gäſte ſind willkommen.
(7676
Der Vorstand.
Gartenbauverein Darmstadt.
Monats=Verſammlung
Donnerstag, den 3. April, abends 8 Uhr,
im Fürſtenſaal (Grafenſtraße).
Tagesordnung: 1. Geſchäftliche Mitteilungen.
2. Vorführung von Autochromaufnahmen über
„Vorbilder zum Blumenſchmuck an
Häuſer=
wänden”.
(7677
3. Allerlei aus der Praxis.
Der Vorstand.
im
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9
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Ein Bote
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zu dem am Mittwoch, den
2. April, von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
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des Leib=Drag.=Regts. Nr. 24.
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Marſch von B. Bilſe. 2. Drei
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E. Grieg: a) Vorſpiel; b)
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