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Inſerate
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
2
wärts nehmen die Poſtämter u. die
Agen=
werden angenommen in Darmſtadt,
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenkuren und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das wichtigſte vom Tage.
Prinz Heinrich von Preußen iſt geſtern früh
von hier zu den Beiſetzungsfeierlichkeiten nach Athen
abgereiſt.
Prinz Leopold von Bayern iſt anläßlich ſeines
Rücktritts als Generalinſpekteur der 4. Armee=
Inſpek=
tion vom Kaiſer zum Chef des Infanterie=
Regiments von Alvensleben (6.
Branden=
burgiſches) Nr. 52 ernannt worden.
Montenegro hat die Forderung Oeſterreich=
Ungarns auf freien Abzug der Zivilbevölkerung von
Skutari angenommen und zugleich Proteſt bei den
Großmächten gegen die Haltung Oeſterreich=Ungarns
eingelegt.
Nach einer Meldung aus Sofia wurde geſtern der
Ge=
neralſturm auf die Feſtung Adrianopel
unternommen.
Der Orkan richtete in Omaha furchtbare
Verwüſtun=
gen an und zerſtörte ganze Stadtviertel.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
26. März 1913. Die Franzoſen räumen Dresden.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 5.
König Konſtantin und die
neue Lage.
*. Zum Charakterbilde des Königs
Kon=
ſtantin von Griechenland trägt der gegenwärtig
in London weilende bekannte griechiſche Politiker und
frühere Vizepräſident des griechiſchen Parlaments Major
Gregoriades einige intereſſante Züge bei. Gregoriades
äußerte: „Der neue Herrſcher iſt anders wie ſein Vater
geartet. Er iſt eine ſtark ausgeprägte Perſönlichkeit und
ein Mann von entſchloſſener Willenskraft. Darum wird
er vielleicht noch beſſer wie ſein Vater imſtande ſein, nach
dem Kriege die Monarchie zuſammenzuſchweißen und jene
ſchwierigen Fragen zu löſen, die nach dem
Friedensſchluß erſtehen werden. Es wird ſich um
die Beſiedelung der neuen Grenzen handeln, um die
Aſſi=
milierung der Gegenden mit gemiſchter Bevölkerung, und
dann ſchließlich wird die große Frage des Heeres erſtehen.
Eine Armee iſt nach einem erfolgreichen Kriege oft ſchwer
zu behandeln, wenn die Frage der Verteilung der Ehren
und Titel auftaucht, und in dieſer Beziehung wird die
griechiſche Armee keine Ausnahme bilden. Auch die
Feſt=
ſetzung der Grenzen birgt manche politiſchen
Schwierig=
keiten; erſt vor wenigen Tagen war ich Zeuge, wie in der
griechiſchen Kammer Redner darauf hinwieſen, daß ſelbſt
jetzt Griechenland auch nicht halb ſo viel erhalte, als ihm
zukomme, und man verlangte Kavalla und Dedeagatſch.
Um all dieſer Dinge Herr zu werden, wird es eines
ſtar=
ken Mannes bedürfen, und darum iſt es wohl möglich,
daß in der Regelung der Dinge nach dem Kriege der neue
König geeigneter erſcheinen kann als ſein Vater. Denn
König Georgs große Fähigkeiten lagen mehr in der
An=
paſſung an die Strömungen der öffentlichen Meinung, als
in der Neigung, ihnen zu trotzen. Der neue König, der
„Diadok” — wörtlich der „Nachfolger” — hat in der
Ar=
mee und in dem Lande einen ungewöhnlich ſtarken
An=
hang. Seine perſönliche Tapferkeit iſt unbeſtritten, und
er verfügt über ſehr gründliche militäriſche Kenntniſſe;
nach dem Kriege von 1897 hat er mit großem Eifer
mili=
täriſche Studien getrieben. Die ganze Armee hat zu ihm
als Soldaten das größte Vertrauen, und er iſt auch
po=
pulär.
Der König iſt am Sonntag nachmittag an Bord der
Jacht „Amphitrite” mit dem Miniſterpräſidenten
Veni=
zelos in Athen eingetroffen. Die fremden Kriegsſchiffe
„Maria Thereſia”, „Goeben”, „Bruix”, „Yarmouth” und
„Uralez” feuerten den Königsſalut. Die Jacht „
Amphi=
trite” ging in der Nähe des Wohnortes des Königs vor
Anker, wo auch das ruſſiſche Kanonenboot „Uralez”
ver=
ankert liegt. Die Ueberführung der Leiche des
verſtor=
benen Königs dürfte am Donnerstag, vielleicht auch ſchon
am Mittwoch erfolgen. Vor der Beiſetzung, die auf den
30. d. M. angeſetzt iſt, dürften Entſchließungen des Königs
kkaum zu erwarten ſein.
Zur Neuregelung
der Konzeſſionserteilung für
Cheater.
* Die große Zahl der Zuſammenbrüche von
Schau=
ſpielunternehmungen, die in letzter Zeit vor allem in der
Reichshauptſtadt zu verzeichnen ſind, zeigt deutlich, wie
notwendig die von der Reichsregierung im
Zuſammen=
hang mit der reichsgeſetzlichen Regelung des
Theater=
weſens geplante Aenderung in bezug auf die
Konzeſſions=
erteilung iſt. Gegenwärtig kann die Erlaubnis für ein
derartiges Unternehmen nur verſagt werden, wenn der
Nachſuchende den Beſitz der nötigen Mittel nicht
nachwei=
ſen kann, oder wenn ſeine Perſon in ſittlicher, artiſtiſcher
und finanzieller Hinſicht zu Bedenken Anlaß gibt. Für
eine Verſagung der Konzeſſion wegen der Beſchaffenheit
und Lage der Räume waren reichsgeſetzliche Vorſchriften
nicht vorhanden. In Zukunft ſollen die
Landeszentral=
behörden befugt ſein, generelle Vorſchriften über die
Be=
ſchaffenheit und Lage der für Bühnenunternehmungen
be=
nutzten Räumlichkeiten zu erlaſſen. Die vielen Fälle, in
denen in den letzten Jahren Angeſtellte von
Bühnenunter=
nehmungen ihrer Honoraranſprüche verluſtig gingen, weil
der Unternehmer in Vermögensverfall geriet, haben zu
der Beſtimmung Anlaß gegeben, daß die Stellung
einer Kaution gefordert werden kann, um die
An=
ſprüche der Angeſtellten ſicherzuſtellen. In bezug auf die
verlangte Zuverläſſigkeit in ſittlicher, artiſtiſcher und
fi=
nanzieller Beziehung iſt ebenfalls eine wichtige Aenderung
vorgeſehen. Bisher mußte die Behörde auf Grund von
Tatſachen die Ueberzeugung gewinnen, daß die
erforder=
liche Zuverläſſigkeit nicht vorhanden war. Die
Beweis=
führung dafür lag alſo der Behörde ob. In Zukunft ſoll
jedoch der Unternehmer dieſen Nachweis ſeiner
Zuverläſſigkeit ſelbſt erbringen. Neu iſt
ferner die Vorſchrift, nach der der Bundesrat anordnen
kann, in welcher Weiſe Bühnenunternehmer ihre Bücher
zu führen und welcher polizeilichen Kontrolle ihres
Ge=
ſchäftsbetriebes ſie ſich zu unterwerfen haben. Die
Vor=
ſchriften der Gewerbeordnung aus den Geſetzen vom
Jahre 1878 und 1891, welche einen Schutz der
Angeſtell=
ten und der Arbeiter gegen Gefahren für Leben und
Ge=
ſundheit durch entſprechende Einrichtungen vorſchreiben,
ſollen in Zukunft auch für Schauſpielunternehmungen
gelten.
Deutſches Reich.
Der neue türkiſche Botſchafter in
Berlin Mahmud Muktar Paſcha, der Sohn des
frü=
heren Großweſirs Ghaſi Ahmed Muktar, gehörte elf
Jahre hindurch der preußiſchen Armee an. Sein
helden=
haftes Vorgehen bei Kirk=Kiliſſe iſt noch in friſcher
Erinne=
rung. Gelegentlich eines Erkundigungsrittes an der
Tſchataldſchalinie wurde er ſchwer verwundet. Man
brachte ihn in das Konſtantinopeler deutſche Krankenhaus,
wo er nach ſechs Wochen genas. In diplomatiſchen
Stel=
lungen war der General bisher nicht tätig, nur vor zwei
Jahren ſtand er an der Spitze der Miſſion des Sultans,
die den ruſſiſchen Zaren in Livadia begrüßte. Mahmud
Muktar iſt mit einer ägyptiſchen Prinzeſſin, einer Couſine
des Khediven, verheiratet.
Die Deckung der Wehrvorlage.
Be=
züglich der zur einmaligen Wehrabgabe heranzuziehenden
großen Einkommen verlautet, daß zunächſt die Einkommen
über vierzig= oder fünfzigtauſend Mark in Betracht
kom=
men werden.
Verſtärkter Feſtungsſchutz unſerer
Oſtgrenze. Die beabſichtigte Verſtärkung des rein
verteidigungsmäßigen Schutzes unſerer Oſtgrenze, deſſen
große Koſten aus der einmaligen Vermögensabgabe
be=
ſtritten werden ſollen, gilt in allererſter Linie der Feſtung
Graudenz. Sie will man zu einem Waffenplatz größten
Ranges machen und einem Gouverneur unterſtellen.
An=
geſichts der hohen ſtrategiſchen Wichtigkeit der Stadt als
Weichſelbrückenkopf und Eiſenbahnknotenpunkt iſt dieſe
Abſicht wohl verſtändlich. Auch Königsberg i. Pr., Poſen
und Breslau, ſowie eine Reihe kleinerer öſtlicher Feſten
werden in ihren fortifikatoriſchen Anlagen erheblich
aus=
gebaut werden, zum Teil, ebenſo wie Graudenz,
Militär=
luftſchiffhallen, Radio=Großſtationen, Fliegergeſchwader
und andere moderne kriegstechniſche Behelfsmittel
er=
halten.
— Die neuen Muſterſatzungen der
Krankenkaſſen, die von der geſamten Induſtrie und
allen anderen beteiligten Stellen ſeit Monaten erwartet
wurden, ſind vom Reichskanzler nunmehr im Zentralblatt
für das Deutſche Reich veröffentlicht worden, ſo daß die
Kaſſen jetzt endlich in die Lage kommen, ihre Satzungen
der Reichsverſicherungsordnung anzupaſſen und zur
Ge=
nehmigung einzureichen.
— Die Deckung des Pferdebedarfs der
Heeresvorlage. Durch die Heeresvorlage wird bei
der Armee im Herbſt d. J. ein Mehrbedarf von etwa 40000
Pferden eintreten, von denen etwa 30000 Pferde allein
auf die Etatserhöhungen der Feldartillerie entfallen. Um
dieſen ſehr großen Bedarf möglichſt im eigenen Lande
decken zu können, iſt es vor allem notwendig, daß von
jetzt an aus unſeren Koppeln keine jungen Pferde mehr
an das Ausland verkauft werden. Hierbei iſt um ſo
grö=
ßere Aufmerkſamkeit notwendig, als Rußland ſchon ſeit
einiger Zeit durch Unterhändler umfangreiche
Pferdean=
käufe in unſeren öſtlichen Provinzen vornehmen läßt. Die
Landwirtſchaftskammern und die Geſtütverwaltungen
ha=
ben daher, wie man hört, jetzt den Pferdezüchtern
ange=
raten, ihr volljähriges Pferdematerial bis zum Herbſt
nicht zu veräußern und es dann der Heeresverwaltung
zur Verfügung zu ſtellen.
— Die Berufsgenoſſenſchaften im
Jahre 1911. Die Zahl der verſicherten Perſonen ſtellte
ſich bei den Berufsgenoſſenſchaften zuſammen
durch=
ſchnittlich auf 27025 599. Hierzu treten für die 556
Aus=
führungsbehörden 1001071 Verſicherte, ſo daß im Jahre
1911 bei den Berufsgenoſſenſchaften und
Ausführungs=
behörden zuſammen 28026670 Perſonen gegen die
Fol=
gen von Betriebsunfällen verſichert geweſen ſind. In
die=
ſer Zahl erſcheinen aber etwa 3,4 Millionen Perſonen
doppelt, die gleichzeitig in gewerblichen und
landwirt=
ſchaftlichen Betrieben beſchäftigt und verſichert waren.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Um die deutſch=tſchechiſchen
Aus=
gleichsverhandlungen, die ſeit dem vorigen
Sommer ſtocken, wieder in Fluß zu bringen, wird die
Re=
gierung, wie die Neue Freie Preſſe meldet, im April
noch=
mals einen nachdrücklichen Verſuch machen. Sollten
je=
doch die Bemühungen ſcheitern, ſo iſt die Niederlegung
der Mandate ſeitens des böhmiſchen Landesausſchuſſes
in Ausſicht genommen, und ſolange die deutſche
Obſtruk=
tion andauert, iſt eine Neuwahl des Landesausſchuſſes
ausgeſchloſſen. Für dieſen Fall iſt die Einſetzung eines
Regierungskommiſſariats für das Land Böhmen in
Aus=
ſicht genommen. Gleichzeitig würde der böhmiſche
Land=
tag aufgelöſt werden.
Die Koſten der militäriſchen
Rüſtun=
gen. Den nächſten Delegationen werden, wie die Wiener
Neue Freie Preſſe erfährt, die Koſten der militäriſchen
Rüſtungen in Form von Nachtragskrediten zum Budget
von 1913 vorgelegt werden. Soweit verlautet, iſt aus
die=
ſem Titel bis jetzt ein Betrag verbraucht worden, der die
Summe von 300 Millionen nicht weſentlich überſteigt.
Wenn die Balkanvorgänge nicht unerwartete neue
Auf=
wendungen nötig machen, dürfte demnach der von den
Delegationen geforderte Kredit ſich zwiſchen 300 und 350
Millionen Kronen belaufen. In dieſem Betrag ſind jene
125 Millionen nicht einbegriffen, welche die
Kriegsver=
waltung in den im Herbſt vorigen Jahres getroffenen
Vereinbarungen mit beiden Regierungen für die Zeit nach
1915 für neue Rüſtungen zu fordern ſich vorbehalten hat.
Frankreich.
Die Regierungserklärung. Die Miniſter
einigten ſich in einem am Oſtertage abgehaltenen
Kabi=
nettsrat über den Text der in den Kammern zu
verleſen=
den Regierungserklärung. Das Kabinett wird ſeinen
Aillen kund tun, ſich hauptſächlich den Reformen zu
wid=
men, deren parlamentariſche Erledigung am dringendſten
erſcheine: der dreijährigen Dienſtzeit, der Wahlreform und
der Verteidigung der Laienſchule. Was die Wahlreform
anbetrifft, ſo zweifle die Regierung nicht daran, daß es
ihr gelingen wird, die Vertretung der Minderheiten
auf=
recht zu erhalten mit Modalitäten, die die Einigung der
beiden Kammern ſichern. Die Regierung iſt einmütig für
den Geſetzentwurf, betreffend die dreijährige Dienſtzeit,
man verſichert indeſſen, daß ſie, um die Prüfung einer ſo
ernſten Frage nicht zu überſtürzen, zuſtimmen würde, daß
die Verhandlungen über den Geſetzentwurf in den erſten
Tagen nach dem Wiederzuſammentritt der Kammern An=
fang Mai ſtattfinden. Wahrſcheinlich wird die Regierung
inzwiſchen ihre Abſicht bekannt geben, diejenigen, die in
dieſem Jahre entlaſſen werden müßten nach dem Geſetz
von 1905, unter den Fahnen zu behalten.
Der Geſetzentwurf über die
drei=
jährige Dienſtzeit. Wie in parlamentariſchen
Kreiſen verlautet, ſei die Abſicht der Regierung, die
Er=
örterung des Geſetzentwurfs über die dreijährige
Dienſt=
zeit erforderlichen Falles bis zur Jommerſeſſion zu
ver=
tagen, hauptſächlich darauf zurückzuführen, daß mehrere
Kabinettsmitglieder, nämlich Handelsminiſter Maſſé und
Finanzminiſter Charles Dumont dem gegen jede
Ueber=
ſtürzung der Militärvorlagen gerichteten Beſchlußantrag
der ſozialiſtiſch=radikalen Gruppe Rechnung tragen
woll=
ten. Uebrigens hat der Heeresausſchuß der Kammer die
Beratung des Geſetzentwurfes über die dreijährige
Dienſtzeit noch lange nicht beendet. Er iſt gegenwärtig
noch mit der Prüfung verſchiedener Geſetzentwürfe
be=
ſchäftigt. Auch die Erörterung der 42 Artikel des
Geſetz=
entwurfes wird noch geraume Zeit in Anſpruch nehmen.
England.
Stellungnahme Englands im Falle
eines Krieges. Im Unterhauſe fragte Byles an, ob
England Frankreich gegenüber verpflichtet ſei, bei gewiſſen
Ereigniſſen bewaffnete Streitkräfte nach dem Feſtlande
zu entſenden? Auch King fragte an, ob die engliſche
aus=
wärtige Politik gegenwärtig frei von Verträgen,
Abkom=
men und Verpflichtungen ſei, wonach die engliſchen
Streit=
kräfte unter Umſtänden an militäriſchen Operationen auf
dem Feſtlande teilnehmen müßten. Weiter richtete King
an die Regierung die Anfrage, ob England in den Jahren
1905, 1908 und 1911 freiwillig Frankreich die Unterſtützung
der engliſchen Armee zu Operationen auf dem Feſtlande
für den Fall eines europäiſchen Konfliktes angeboten
habe. Premierminiſter Asquith antwortete: Wie ich
be=
reits wiederholt feſtgeſtellt habe, iſt England durch keine
geheimen, dem Parlament unbekannten Verpflichtungen
gezwungen, an irgend einem Kriege teilzunehmen; mit
an=
deren Worten: Wenn ein Krieg zwiſchen den europäiſchen
Mächten entſteht, gibt es keine nicht veröffentlichten
Ab=
machungen, welche die Freiheit der Regierung und des
Parlaments beſchränken und ſie hindern, ſich zu
entſchei=
den, ob England am Kriege teilnehmen ſoll oder nicht.
Welcher Gebrauch von Armee und Flotte gemacht würde,
falls die Regierung und das Parlament beſchließen
ſoll=
ten, am Kriege teilzunehmen, darüber kann aus
offen=
ſichtlichen Gründen keine öffentliche Erklärung abgegeben
werden.
Zur Gewerkſchaftsbewegung. Es iſt eine
bemerkenswerte Erſcheinung in der engliſchen
Gewerk=
ſchaftsbewegung, daß ſich Gewerkſchaften gegen die immer
ſtärker werdenden zentraliſierenden Tendenzen der
Ar=
beiterorganiſationen aufzulehnen beginnen. Soeben hat
ſich der Austritt der „Gasworker and General Labourers'
Union” aus dem allgemeinen Gewerkſchaftsverbande
voll=
zogen. Das bedeutet einen Verluſt von 82000
Mitglie=
dern. Zu gleicher Zeit ſind die Liverpooler Hafenarbeiter
aus dem Gewerkſchaftsverbande ausgetreten. Damit hat
der Verband weitere 13000 Mitglieder verloren. Es
läßt ſich freilich noch nicht beurteilen, ob es ſich nur um
eine vereinzelte Erſcheinung handelt, oder ob man am
Beginn einer dezentraliſierenden Bewegung gegenüber
der alles verſchlingenden Zentraliſation ſteht, was die
Rückkehr zu den alten engliſchen Gewerkſchaftsidealen
be=
deuten würde. Aus den Gründen, die von einem
Ver=
treter der „Gasworker and General Labourers” Union”
für den Austritt angegeben werden, geht allerdings
her=
vor, daß man ſich in dieſen Kreiſen nach dem alten
Ge=
werkſchaftsgrundſatz zurückſehnt, der die materiellen
Intereſſen der Arbeiter über ſozialiſtiſche und politiſche
Beſtrebungen ſtellte. Nach ſeinen Erklärungen trat ſeine
Gewerkſchaft aus, weil die Mitglieder nach ihrer
Anſicht keine gerechte Behandlung im Verbande
er=
hielten. Man ſei daher zu dem Schluſſe gekommen, daß
man den Intereſſen der Mitglieder beſſer dienen könne,
wenn die Gewerkſchaft geſondert von anderen
Organiſa=
tionen beſtehe. Die ausgetretenen Gewerkſchaften
beab=
ſichtigen, die großen Summen, die ſie bisher in die
Ver=
bandskaſſe zahlten, für die Vorteile ihrer eigenen
Mit=
glieder, alſo für Streik= und Ausſperrungsgelder, für
Ar=
beitsloſenunterſtützungen und für die gerichtliche
Ver=
fechtung der Intereſſen ihrer Mitglieder zu verwenden.
Belgien.
Der Generalſtreik der
Sozialdemo=
kratie. Der Parteitag der Sozialdemokratie ſprach ſich
gegen eine verſchwindende Minderheit für den
General=
ſtreik aus, trotzdem der Arbeiterführer Vandervelde vor
einem derartigen Beſchluß warnte. Als Datum des
Ge=
neralſtreiks wird der 14. April feſtgehalten.
*
* Hamburg, 24. März. Zur hundertjährigen
Er=
innerung an die Befreiung Hamburgs von der
Fremdherrſchaft wurden bereits am Oſterſamstag
an den Grabſtätten und an den Denkmälern derjenigen
Männer und Frauen, die vor hundert Jahren Gut und
Blut für das Vaterland geopfert haben, Gedächtnisfeiern
veranſtaltet. Am Oſterſonntag wurden in allen Kirchen
Feſtgottesdienſte veranſtaltet. In der Großen
Mi=
chaelskirche, wo neben dem Altar Deputationen der
Krieger=, Turn= und ſonſtigen Vereine mit ihren
Fahnen ſtanden, fanden ſich Bürgermeiſter
Schrö=
der, Mitglieder des Senats, der Bürgerſchaft,
ſo=
wie der preußiſche Geſandte von Bülow mit dem
diplomatiſchen Korps, Offiziere, Beamte und zahlreiche
Andächtige ein. Die Feſtpredigt hielt Hauptpaſtor
Hun=
zinger. Nachmittags bewegte ſich durch die feſtlich
ge=
ſchmückten Hauptſtraßen bei gutem Wetter der große
hiſto=
riſche Feſtzug, welcher u. a. den Einzug des ruſſiſcher
Generals Tettenborn in Hamburg im März 1813
dar=
ſtellte. Weitere Gruppen veranſchaulichten das Leben
Hamburgs in der damaligen Zeit, die vorübergehende
Rückkehr des franzöſiſchen Militärs, die Gründung der
hanſeatiſchen Legion und ſchließlich den Einzug Blüchers
in Hamburg. Als der Feſtzug auf dem Rathausmarkt
erſchien, hielt Bürgermeiſter Schröder vom
Rathausbal=
kon eine Anſprache. Weithin erklang über den
Rathaus=
markt ſeine Mahnung, alle Zeit einig zu ſein, alle Zeit
Hamburg nach den beſten Kräften zu dienen, und alle
Zeit treu zu ſtehen zu Kaiſer und Reich. Brauſend erklang
das Hoch auf Kaiſer Wilhelm und Hamburg. Am
heu=
tigen Abend werden an vierzehn verſchiedenen Stellen
patriotiſche Abendfeiern veranſtaltet, darunter eine Feier
in der Börſe. Später folgen auf den Hauptplätzen
Pro=
menadenkonzerte und Illuminationen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 26. März.
Prinz Heinrich von Preußen iſt geſtern morgen
4 Uhr 30 Minuten nach Frankfurt abgereiſt, um ſich
von dort nach Athen zur Beiſetzung des Königs Georg I.
von Griechenland zu begeben.
* Schulamtsperſonalien. Uebertragen wurden den
Lehrern Ludwig Braun zu Groß=Hauſen, Kreis
Bens=
heim, Ludwig Koch zu Crumſtadt, Kreis Groß=Gerau,
Johann Heinrich Muth zu Friedberg, Jakob Schmitt
an der höheren Bürger= (Mädchen=) Schule zu
Bens=
heim, den Schulamtsaſpiranten Georg Berg aus
Mörlen=
bach, Kreis Heppenheim, Adam Born aus Fränkiſch=
Crumbach, Kreis Dieburg, Heinrich Scherffius aus
Rockenberg, Kreis Friedberg, Johann Rohr aus Mainz,
Friedrich Auguſt Wenzel aus Ober=Ingelheim, Kreis
Bingen, und Heinrich Werner aus Mainz Lehrerſtellen
an der Volksſchule zu Mainz, ſowie den
Schulamts=
aſpirantinnen Aloyſia Bauſemer aus Mainz,
Wilhelmine Kreiling aus Gießen, Sabina Lambinet,
Maria Möll und Henriette Weil aus Mainz
Lehrerinnenſtellen an der Volksſchule in Mainz; dem
Lehrer Georg Höchſt zu Maar, Kreis Lauterbach, die
Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Odenhauſen, Kreis=
Gießen; den Lehrern Friedrich Euler zu Annerod,
Kreis Gießen, Jakob Momberger zu Grüningen, Kreis
Gießen, den Schulamtsaſpiranten Chriſtian Breidecker
aus Koſtheim, Kreis Mainz, Friedrich Otterbein
aus Lauterbach, den Schulamtsaſpirantinnen Auguſte
Haggenmüller aus Gießen und Emma Weitze
aus Ober=Ingelheim, Kreis Bingen. Lehrer= bezw.
Lehrerinnenſtellen an der Volksſchule zu Gießen; dem
Schul=
verwalter Johannes Immel zu Homberg a. d. Ohm
eine Lehrerſtelle an der höheren Bürgerſchule daſelbſt; dem
Schulverwalter Ludwig Schuchardt zu Schotten eine
Lehrerſtelle an der höheren Bürgerſchule daſelbſt; der
Schulverwalterin Ida Kahn zu Sprendlingen (
Rhein=
heſſen) eine Lehrerinſtelle an der höheren Bürgerſchule
daſelbſt, ſämtlich mit Wirkung vom 1. April 1913 an.
In den Ruheſtand verſetzt wurde der Lehrer an der
Gemeindeſchule zu Raunheim, im Kreiſe Groß=Gerau,
Johannes Floch auf ſein Nachſuchen vom 1. April
1913 an bis zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit.
* Erledigte Stelle. Die Stelle des Forſtwarts
der Forſtwartei Elpenrod in der Oberförſterei Burg=
Gemünden.
* Militärdienſtnachrichten. Generalleutnant von
Zaſtrow (früher im Leibgarde=Inf.=Regt. Nr. 115)
Inſpekteur der Landwehr=Inſpektion Köln, zum
Kom=
mandanten von Graudenz ernannt. Generalmajor
Rie=
del (früher Kommandeur des Inf.=Regts. Nr. 168),
Kom=
mandeur der 41. Infanterie=Brigade (in Mainz) unter
Beförderung zum Generalleutnant zum Kommandeur der
7. Diviſion (in Magdeburg) ernannt. Generalmajor
v. Worgitzky (früher Adjutant der 25. Diviſion),
In=
ſpekteur der Landwehr=Inſpektion Breslau, der
Charakter=
als Generalleutnant verliehen. Major v.
Schultzen=
dorff (früher im Leibgarde=Inf.=Regt. Nr. 115),
Ba=
taillonskommandeur im 3. Garde=Regiment zu Fuß und
außeretatsmäßiges Mitglied des Reichs=Militärgerichts
(in Berlin), zum Oberſtleutnant befördert. Major von
Wilms (früher im Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23),
beauftragt mit der Führung des Jäger=Regiments zu
Pferde Nr. 6 (in Erfurt), zum Kommandeur dieſes
Regi=
ments ernannt. Major Schenck zu Schweinsberg
(früher im Leibgarde=Regiment Nr. 115), im Generalſtab
des 3. Armeekorps (in Berlin), als Bataillonskommandeur
in das Infanterie=Regiment Nr. 115 verſetzt. Major von
Negenborn (früher im Leib=Dragoner=Regiment Nr
24), beim Stabe des Küraſſier=Regiments Nr. 5 (in
Rie=
enburg), zum Kommandeur der Kavallerie=
Unteroffizier=
ſchule des Militär=Reitinſtituts in Hannover ernannt.
Major Gandenberger von Moiſy, aggr. dem
Grenadier=Regiment Kaiſer Wilhelm I. Nr. 110 (in
Heidel=
berg), tritt zum Stabe des Regiments über. Hauptmann
Riedel im Großen Generalſtab (in Berlin), in den
Generalſtab der 31. Diviſion (in Saarbrücken) verſetzt.
(Beide Letztgenannten ſind geborene Heſſen=Darmſtädter)=
Hauptmann v. Hanſtein (früher im Inf.=Regt. Kaiſer
Wilhelm Nr. 116), im Inf.=Regt. Nr. 81 (in Frankfurt),
unter Beförderung zum überzähligen Major in das Inf.=
Regt. Nr. 75 (in Bremen) verſetzt. Oberleutnant Frhr.
v. Dörnberg (früher im Garde=Drag.=Regt. Nr. 23),
im Küraſſier=Regiment Nr. 4 (in Münſter i. W.), unter
Beförderung zum Rittmeiſter, vorläufig ohne Patent,
zum Eskadronchef ernannt. Oberleutnant v. Roques
im Drag.=Regt. Nr. 6 (in Mainz) in das Drag.=Regt.
Nr. 14 (in Kolmar i. E.) verſetzt. Oberleutnant v.
Bo=
gen im Garde=Grenadier=Regiment Nr. 5 (in Spandau),
auf ein ferneres Jahr zur Dienſtleiſtung beim Großen
Generalſtab kommandiert. (Beide Letztgenannten
gehör=
ten früher dem Leibgarde=Inf.=Regt. Nr. 115 an.)
General=
major Frhr. v. Buddenbrock (früher im Leib=Drag.=
Regt. Nr,, 24), Kommandeur der 7. Kavalleriebrigade in
Magdeburg), in Genehmigung ſeines Abſchiedsgeſuches
mit der geſetzlichen Penſion unter Verleihung des
Charak=
ters als Generalleutnant zur Dispoſition geſtellt.
General=
major v. Loeben (früher im Inf.=Leib=Regiment
Groß=
herzogin Nr. 117), Kommandant von Neubreiſach, auf ſein
Geſuch mit der geſetzlichen Penſion zur Dispoſition geſtellt.
Oberſt Frhr. v. Sell (früher im Leibgarde=Inf.=Regt
Nr. 115), Kommandeur des Landwehrbezirks Hagen, auf
ſein Geſuch unter Verleihung des Charakters als
Gene=
ralmajor von ſeiner Dienſtleiſtung enthoben.
Vom Großh. Hoftheater. Heute gelangt Schnitz=,
lers Szenenreihe „Anatol” als 144.
Abonnementsvorſtel=
lung, Buchſt. B 37, zum erſten Male bei kleinen Preiſen
zur Aufführung. Beginn 7½ Uhr. Morgen gelangt
Maſſenets „Manon” als 145. Abonnementsvorſtellung,
Buchſt. C 36, zur Wiederholung. Am Freitag gehl
Schillers „Jungfrau von Orleans” in vollkommener
Neueinſtudierung in neuer Beſetzung der Hauptrollen in
Szene. Sonntag werden die Fruhlings=Feſtſpiele mit der
Neuinſzenierung von „Triſtan und Iſolde” mit
Kammer=
ſängerin Cecilie Rüſche=Endorf als Iſolde, Kammerſänger
Prof. Dr. Alfred von Bary als Triſtan unter muſikaliſcher
Leitung von Prof. Artur Nikiſch und Regie von Direktor
Rainer Simons eröffnet. Der Vorverkauf hat bereits am
erſten Tage mit ſolcher Intenſität eingeſetzt, daß das Haus
nahezu ausverkauft iſt. Die Kartenausgabe wird nach
Maßgabe der noch vorhandenen Plätze an der Hoftheater=
Tageskaſſe und im Verkehrsbureau täglich fortgeſetzt. In.
den Tagen des 10., 13., 20. und 24. April werden die
Feſt=
ſpiele mit der Tetralogie „Der Ring des Nibelungen” von
Richard Wagner fortgeſetzt. Den neuen ſzeniſchen
Rah=
men für dieſes Werk ſchuf Leo Impekoven, der berühmte
Mitarbeiter von Prof. Max Reinhardt, nach einem neuen
Dekorationsprinzip. Die muſikaliſche Leitung der erſten
beiden Abende hat Hofkapellmeiſter Leo Blech Berlin,
„Siegfried” und „Götterdämmerung” dirigiert
General=
muſikdirektor Bruno Walter=München. Von
hervorragen=
den Gäſten ſeien heute ſchon genannt die Damen Rüſche=
Endorf (Walküren=Brünhilde), Mottl=Faßbender (
Brün=
hilde) und die Herren Henſel (Loge, Siegmund), Feinhals
(Wotan), Soomer (Wanderer), Menszinsky (Siegfried).
D. Techniſche Hochſchule. Die Studierenden Erich=
Allſtädt aus Langenſalza und Erich Bauer aus
Errinal, die in den Fall Weiſer verwickelt waren und
zu 3 Monaten bezw. zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt
wurden, ſind durch Beſchluß des Großen Senates auf
Grund des § 9 Ziffer 3 der Diſziplinar=Beſtimmungen
vom Beſuch der Hochſchule bis zum 1. Oktober 1913
ausgeſchloſſen worden.
VV. Volksvorſtellungen. Auf die Volksvorſtellungen
am Sonntag, den 30. März, „Die fünf Frankfurter” und
am Sonntag, den 6. April, „Sappho”, ſei hiermit
beſon=
ders hingewieſen.
Vortrag über die Reichsverſicherungsordnung.
Wie aus der heutigen Anzeige erſichtlich, hält Herr
Amt=
mann Kröll am Samstag, den 29. März, in der
Turn=
halle am Woogsplatz einen Vortrag über die
Reichs=
verſicherungsordnung. Für Intereſſenten wird beſonders
darauf hingewieſen, daß Herr Amtmann Kröll hierin
praktiſch tätig iſt.
Ein Drama aus dem Tierleben.
Pünktlich, dem Kalender gehorchend, hatte der
Früh=
ling ſchon am zweiten Tage ſeiner offiziellen
Verkündi=
gung ſich mit einer Pracht angelaſſen, als wolle er mit
einem Schlage die Unbilden ſeines rauhen Vorgängers
Winter” aus unſerem Gedächtnis und Empfinden
aus=
löſchen. Ein warmer Sonnenſchein flutet über die nach
neuem Leben ringende Natur und froher Vogelſang
ver=
vollſtändigt dieſes Bild herzerquickender
Frühlingsſym=
phonie: Was Wunder, wenn man, von dieſen Reizen
an=
gelockt, hinaus ins Freie drängt, um ſein Herz im
Ange=
ſicht der friſchen und freien Natur zu weiten und zu
er=
ſchließen für ihre ewig=gleiche Schönheit? Im Walde
iſt das winterliche Ausſehen noch wenig verändert, hier
keimt und ſprießt es noch verborgen und ſtill. Aber um
ſo eifriger bereiten uns Sonnenſchein und Vogelſtimmen
auf das Naturerwachen vor. Und es iſt eine Luſt, durch
den Buchenwald zu wandern, an deſſen Pfad hie und
da der Lenz mit ſeinen friſch=grünen Boten den Wanderer
grüßt.
Doch nicht allein den Frühlingszauber zu genkeßen,
iſt der Zweck meines Waldſpazierganges. Auch in dem
jetzt noch ſtill und verlaſſen im Walde liegenden Gebäude
gilt es, einmal nachzuſehen, ob das Wetter oder andere
Störenfriede keinen Schaden angerichtet haben. Ein
magiſches Halbdunkel braut in dem großen Saale; durch
den Schlitz der Fenſterläden und die geöffneten
Ober=
lichter ſtehlen ſich einige Sonnenſtrahlen herein, als
woll=
ten ſie das griesgrämige Dämmerlicht necken. Ich öffne
die Türen, und herein ſtrömt der helle Sonnenſchein in
flutenden Wellen, die Szene im Augenblick verändernd.
Doch was ſchwebt dort für ein geſpenſtiſches Weſen im
Saale? Treibt hier ein Geiſt ſeinen wüſten Spuk? Ich
trete näher, um mir die ſeltſame Erſcheinung zu
er=
klären, und ſtehe einem tragiſchen Ereignis gegenüber:
eine Eule (Waldkauz) hat ſich in den herabhängenden
Schnüren eines Oberlichtfenſters elendig erhängt.
Trau=
rig hängt das runde Köpfchen mit ſeinem hellfarbigen
Schleier auf der Bruſt, und die großen, runden Augen
blicken mich ſchmerzvoll an, als klagten ſie mir ihr Leid.
„Nanu, alter Kauz?” frage ich den Entſeelten, „iſt jetzt
auch in der Tierwelt das bisher den Herren der Schöpfung
vorbehaltene Privilegium der Selbſtentleibung im
Schwange? Dir, den die Fabel längſt als griesgrämiger
Einſiedler voll tugendſamer Maximen und
weisheits=
voller Sprüche ſchildert, ſieht es allerdings ganz ähnlich
dieſen verlaſſenen Ort mit ſeiner tückiſchen Schlinge zum
Schauplatz Deines tragiſchen Ablebens zu wählen
Und der Kauz hebt leicht den Kopf und entgegnet
mir leiſe: „Wenn die Dämmerung ihre Schatten über den
Wald breitet, dann breche ich aus meinem dunklen
Ver=
ſteck hervor. Mit leiſem Flügelſchlage ſtreiche ich
unhör=
bar durch die Lüfte, um mir meine Nahrung zu ſuchen und
den Feinden Eures Eigentums den Mäuſen und Ratten.
nachzuſtellen. Von unſerem Schöpfer mit einem das
Dun=
kel der Nacht durchdringenden Blicke und mit feinem
Ge=
hör ausgerüſtet, bin ich öfters hier durch die Fenſterluke
geſchlüpft, um Euch vor Mäuſeſchaden zu bewahren. Da
letzthin geriet ich unverſehens mit meinem Kopf in dieſe
Schlinge; ich wollte raſch empor, aber die Schlinge drehte
ſich immer feſter und feſter, — noch ein paar matte
Flü=
gelſchläge und — zum Dank für meine Sorge um Euer
Eigentum ward mir der Tod.”
Gerührt von dieſem traurigen Bekenntnis wagte ich
ſchüchtern dem Verlebten zu entgegnen: „Du ſtehſt ſeit
altersgrauen Zeiten im Rufe beſonderer Neigung zu
tie=
fem Nachdenken und philoſophiſchem Studium, Du, der
Vogel der Pallas Athene oder Minerva, wirſt von den
Univerſitäten und Akademien als Sinnbild im Siegel
ge=
führt, konnteſt Du, mit dieſer Weisheit begnadet, dieſer
dummen Schlinge nicht aus dem Wege gehen?”
Eine kurze Pauſe, und der ſcharfe Schnabel öffnet
ſich zu folgender Replik: „Ja, ja, das iſt es eben.
Ge=
rade wegen meiner Unbehilflichkeit im praktiſchen Leben
bin ich von der abſtrakten Gelehrſamkeit zu ihrem
Sym=
bol erhoben worden, während mir die ungelehrte Welt
Dummheit und Beſchränktheit nachſagt.”
Ueberwältigt von der Wahrheit dieſer freimütigen
Antwort, nahm ich den lebloſen Körper mit ſeinen großen,
ſpitzigen Flügeln, ſeinem weichen Gefieder und den
ſchar=
fen Krallen aus der verhängnisvollen Schlinge, um den
armen Kauz, der ein Opfer ſeines gemeinnützigen
Be=
rufes geworden iſt, ausſtopfen zu laſſen. Und dieſe Ehre,
die auch ihm ein Fortleben ſichert, hat er redlich
ver=
dient, denn der Waldkauz frißt nur in der Hungersnot
Vögel; er geht bei der Mäuſevertilgung verſtändiger zu
Werke, als der homo sapiens, der mit dem Auslegen von
Giftweizen zugleich eine Unmaſſe ſchöner und nützlicher
Singvögel grauſam hinmordet.
E d. Schn
Für die Kommandanten der Freiwilligen und
Pflichtfeuerwehren des Kreiſes Darmſtadt iſt zum
30. März d. J. auf der Feuerwache hier eine
Verſamm=
lung anberaumt. Kreisfeuerwehr=Inſpektor Fiſcher
er=
teilt Anleitungen über Uebungs= und Branddienſt.
* Ausſtellung. Auf die am 26., 27. und 28. März im
Penſionat Dupré ſtattfindende Ausſtellung von
Handarbeiten der Schülerinnen werden Intereſſenten und
Freunde auch an dieſer Stelle aufmerkſam gemacht. (S.
Anzeige.)
Sanitätsverein „Einigkeit” Auf die am Samstag
im Saale „Zur Stadt Koburg” ſtattfindende
General=
verſammlung des Sanitätsvereins „Einigkeit” ſei
auch hiermit noch hingewieſen.
Freireligiöſe Gemeinde. Auf die Anzeige, betreffend
den Religionsunterricht der Freireligiöſen Gemeinde, wird
an dieſer Stelle hingewieſen.
Priv. Schützengeſellſchaft Darmſtadt. Das
Eröffnungsſchießen am 2. Oſterfeiertag erfreute ſich einer
äußerſt zahlreichen Beteiligung. Die Ehrenſcheiben
ſchoſſen die Herren A. Ritter und Profeſſor Dr. H.
Hohenner.
Stenographieunterricht. Der Gabelsberger
Steno=
graphenverein (1861) eröffnet wieder neue Lehrgänge für
Damen und Herren. Um eine fühlbare Lücke
auszu=
füllen, werden für Herren erſtmals nach Stadtteilen
getrennte Kurſe abgehalten. Der genannte Verein
erteilt außerdem Maſchinenſchreibunterricht, der jederzeit
begonnen werden kann. Die Kurſe werden durch
be=
währte Lehrkräfte mit Gewiſſenhaftigkeit und
Gründlich=
keit erteilt. (Näheres ſiehe heutige Anzeige.)
— Verein der Hundefreunde von Darmſtadt und
Um=
gegend. Auf der großen Internationalen Hunde=
Ausſtellung am 23. und 24. März in Heilbronn
erhielt Herr Robert Petri, Mitglied des Vereins der
Hundefreunde von Darmſtadt und Umgegend, für ſeine
ausgeſtellten braunen Dobermannpinſcher 10 erſte und
Ehrenpreiſe.
D Steuern zahlen! Wir weiſen unſere Leſer
wieder=
holt darauf hin, daß das ſechſte Ziel der Gemeindeſteuern
für das Rechnungsjahr 1912 bis längſtens Ende laufenden
Monats an die Stadtkaſſe zu entrichten iſt.
g. Ausgebrochen iſt in der Nacht zum Dienstag ein
gefährlicher Verbrecher aus dem hieſigen Provinzial=
Arreſthaus. Es iſt ein am 3. März von Groß=Gerau
ein=
gelieferter Fahrraddieb Richard Laubinger aus
Schöllhütte bei Backnang. Er hatte bei ſeiner Feſtnahme
Papiere bei ſich, die auf den Namen Karl Kegel aus
Höfen lauteten und ein anſcheinend gefälſchtes
Spar=
kaſſenbuch über 800 Mark, auf denſelben Namen
ausge=
tellt. Der richtige Name des 31jährigen Verbrechers iſt
jedenfalls Robert Pfeil. Der Ausbruch aus dem
Arreſt=
haus iſt anſcheinend zwiſchen 3 und 4 Uhr morgens erfolgt.
Als man gegen 6 Uhr ſein Verſchwinden bemerkte, war
eine Verfolgung nutzlos. Der Ausbrecher iſt 1,71 Meter
groß, hat dunkelblonde Haare, hellblaue weit geöffnete
Augen, kurzen Schnurrbart und verſchiedene auffallende
Tätowierungen: R. P. auf dem linken Arm, einen
Pferde=
kopf und zwei Säbel auf dem rechten Arm, auf der linken
Hand einen Anker, am Ring= und kleinen Finger einen
tätowierten Ring.
— Pfungſtadt, 25. März. Der hieſige
Kirchen=
eſangverein veranſtaltete in der evangeliſchen
kirche ein Konzert, das durch die Mitwirkung zweier
auswärtiger Kräfte (Frl. A. Bürſtlein=Darmſtadt und
Herrn Muſikdirektor und Konzertmeiſter Stauffer=Mainz)
den zahlreichen Beſuchern einen außerordentlich hohen
Kunſtgenuß bot. Unter der Orgelbegleitung des
Organi=
ſten, Herrn Lehrers Neff, deſſen Orgelvortrag (
Prälu=
dium und Fuge von Bach) das Kirchenkonzert
ſtimmungs=
voll einleitete, ſpielte Herr Stauffer das Violinſolo:
Vorſpiel und Adagio aus dem G=moll=Konzert von Max
Bruch und zwei weitere Stücke mit einer
bewundernswer=
ten Virtuoſität. Dieſer Künſtler, der als erſter
Konzert=
meiſter des ſtädtiſchen Mainzer Theaterorcheſters auch in
Baſel mit großem Erfolg kürzlich aufgetreten iſt, entlockte
ſeinem Inſtrument Töne, die alle Zuhörer in den Bann
ſchlugen. Frl. Anna Bürſtlein ſang mit ihrer
wohlgeſchul=
ten, reinen Sopranſtimme vier ſchöne Lieder, die ebenfalls
von Herrn Neff begleitet wurden. Den größten Eindruck
erzielte ſie mit dem Sopranſolo: „Mache mich ſelig” (von
A. Becker). Verſtärkt wurde die Wirkung dieſes Liedes
durch den von Herrn Pfarraſſiſtenten Bürſtlein von hier
geleiteten Knabenchor, der den Refrain aus der Sakriſtei
als Echo ſang. Der Kirchengeſangverein trug unter der
trefflichen Leitung des Herrn Pfarrers Bürſtlein vier
ſchöne Chöre mit größter Präziſion vor. Der Vorſtand
des evangeliſchen Kirchengeſangvereins hat ſich durch die
ganze Veranſtaltung ein Verdienſt erworben.
Auerbach, 25. März. Feſtgenommen wurde in
Zürich der Steinmetzmeiſter Titus Groh von hier, der
verſchiedene Kreditſchwindeleien begangen hatte.
Bensheim, 25. März. Erhängt hat ſich der 68
Jahre alte Taglöhner Karl Laiſt I. in der Stallung ſeiner
Behauſung.
W. Lampertheim, 25. März. Wie an vielen anderen
Orten, fand auch hier am letzten Dienstag abend eine
Verſammlung der Rübenpflanzer ſtatt. Es
wurde einſtimmig dem Beſchluß der Vereinigung, ſo lange
keine Rüben zu bauen, ſolange nicht die Zuckerfabriken
bereit ſind, einen Lieferungsvertrag gemeinſam mit der
Vereinigung aufzuſtellen, beigetreten. Ein großer Teil
der für den Zuckerrübenbau beſtimmten Aecker iſt bereits
mit Sommergetreide beſtellt; die übrigen ſeither hierfür
bereit gehaltenen Aecker können ſehr leicht mit Tabak,
Kar=
toffeln und Futterpflanzen beſtellt werden, ſo daß den
Landwirten nicht die geringſten Nachteile entſtehen.
Eine letzthin hier eingetroffene polniſche Saiſonarbeiterin
mußte gleich bei ihrer Ankunft ins Krankenhaus
aufge=
nommen werden, da ſie an epileptiſchen Anfällen zu
lei=
den ſchien. Im Krankenhaus ſtellten ſich noch
Tobſuchts=
anfälle ein, ſo daß die Frau in die Irrenanſtalt
ver=
bracht werden mußte.
Beerfelden, 25. März. Die hieſigen Vieh= und
Schweinemärkte ſind nun wieder eingeführt und
werden fürs laufende Jahr an folgenden Tagen
abge=
halten werden: 31. März, 14. April, 5. und 19. Mai, 2., 16.
und 30. Juni, 14. und 28. Juli, 11. und 25. Auguſt, 8. und
22. September, 6. Oktober. Der große Pferde=, Fohlen=
Faſel= und Zuchtviehmarkt fällt auf den 14. Juli. Das
Wiederaufleben der Märkte veranlaßte eine Anzahl
Landwirte. Dieſer Umſtand gibt die Garantie, daß die
Märkte auf entſprechende Frequenz rechnen dürfen. Zur
Erleichterung des Befahrens wird vorläufig ein
Stand=
geld nicht erhoben.
Mainz, 25. März. „Großfeuer” meldeten am
erſten Oſtertage morgens um 8 Uhr die Sturmglocken der
Stadt. In der Sattlerwerkſtätte des elektriſchen
Straßen=
bahnamtes war aus bis jetzt noch unbekannter Urſache
Feuer ausgebrochen, das indes durch Bedienſtete der
Wagenhalle mittels der vorhandenen Schlauchleitungen
bald gelöſcht war. — Der Polizeibericht meldet: Ein
aus=
wärtiger Schuhmachergeſelle, der in einem Café
einen jungen Mann zum Eintritt in die
Frem=
denlegion zu verleiten ſuchte, wurde in Haft
ge=
nommen.
Eine Stiftung für Mainzer
Schüler hat in Petersburg der Baurat Hermann
Gör=
in Erinnerung an ſeine hier in der Realſchule verbrachte
Schulzeit errichtet. Er hat dem Deutſchen Muſeum in
München den Betrag von 1500 Mark überwieſen mit
der Beſtimmung, daß aus den Zinſen alljährlich einem
Schüler der Großherzoglichen Realſchule in Mainz
nach Vorſchlag der Direktion eine Reiſe nach
Mün=
chen und das Studium des Deutſchen Muſeums
ermög=
licht werden ſoll. Die Stiftungsurkunde iſt künſtleriſch
ausgeführt und in einer gepreßten Ledermappe gehalten.
Mainz, 25. März. Wie hieſige Blätter melden, ſoll
Sternickel in Hirſchberg eingeſtanden haben, daß er vor
cht Jahren in Mainz ein Dienſtmädchen ermordet hat.
Tatſächlich ſoll vor acht Jahren in der Rheinſtraße
als die Herrſchaft des Mädchens, eine hochbetagte
Haupt=
mannswitwe, zur Kirche gegangen war, ein Mädchen
er=
tochen worden ſein. Ein Menſch drang damals in die
Wohnung ein und ſtach nach kurzem Kampfe dem Mädchen
ein Meſſer in die Bruſt. Das Mädchen lief die Treppe
hinunter und brach im Nebenhauſe tot zuſammen. Den
Mörder konnte man niemals finden. Wie feſtgeſtellt ſein
ſoll, hat ſich Sternickel zu jener Zeit in der Nähe in einem
preußiſchen Dorfe als Knecht verdingt gehabt. Zu jener
Zeit ſind auch in der Nähe zwei andere rätſelhafte Morde
vorgekommen. Man fand bei Biebrich die Leiche eines
Landſtreichers. Der Mörder konnte niemals feſtgeſtellt
werden, ebenſo auch nicht der Name des Ermordeten. Am
Niederwalddenkmal fand man die Leiche eines jungen
Radfahrers deſſen Perſonalien niemals feſtgeſtellt werden
konnten. Man vermutete damals in dem Ermordeten
den Sohn eines Frankfurter Schloſſermeiſters, was ſich
aber nicht beſtätigte. Auch der Mörder dieſes Menſchen
war nicht zu ergründen. Ob Sternickel die obigen
An=
gaben gemacht hat, weil er die Taten wirklich verübt hat,
oder ob er dies nur tut, um eine
Gerichtsver=
handlung zu erzwingen, iſt nicht aufgeklärt.
Die Staatsanwaltſchaft bewahrt Stillſchweigen.
Worms, 25. März. Ein ſehr unerfreulicher Vorfall
ſpielte ſich am erſten Feiertag abends in Worms ab. Wegen
Verkaufs von fünf Zigaretten auf einmal wurde
eine im Zentralautomat in der Kämmererſtraße
ange=
ſtellte Dame verhaftet und zur Polizeiwache gebracht.
Wie die W. Volksztg. erfährt, war von der Polizei im
Automat mehrmals vor dem Verkauf von mehr als zwei
Zigaretten an Gäſte gewarnt worden. Der
Geſchäfts=
führer des Automats machte nun eine Probe und holte
ſich aus einem anderen großen Reſtaurant fünf Zigaretten.
Als er zurückkehrte, war die Verkäuferin im Automat auf
Veranlaſſung des Reviervorſtehers Keil verhaftet und zur
Wache gebracht worden. Der Geſchäftsführer begab ſich
nun ſofort zur Polizei und legte Beſchwerde ein; die
Dame wurde dann auch entlaſſen und konnte ihre
Tätig=
keit wieder aufnehmen.
Gonſenheim. 25. März. In der am Samstag abend
abgehaltenen Gemeinderatsſitzung wurde Regierungs=
aſſeſſor Alexander aus Mainz, zurzeit mit der
Füh=
rung der Polizeigeſchäfte in Bingen beauftragt, zum
be=
ſoldeten Bürgermeiſter der Gemeinde Gonſenheim
gewählt. Nach drei Wahlgängen fielen im letzten
Wahlgang auf die Regierungsaſſeſſoren Alexander aus
Mainz und Rücker aus Heppenheim je 7 Stimmen; bei der
Losziehung durch den Beigeordneten Secker wurde
Alexan=
der gezogen. Herr Alexander ſteht im 32. Lebensjahr.
Heppenheim a. W., 25. März. Mittwoch findet hier
früh 6½ Uhr in den Bergwieſen und Kiſſelwieſen ein
Räucher= und Heizverſuch zum Schutze der
Obſt=
blüten gegen die gefürchteten Frühjahrsfröſte ſtatt.
(*) Gießen, 25. März. Die hieſige
Gewerbe=
ſchule feiert ihr 75jähriges Jubiläum am 6.
April durch einen Feſtakt im Hotel „Großherzog von
Heſſen‟ Damit iſt eine Jubiläumsausſtellung
der Gewerbeſchule verbunden.
(*) Butzbach, 25. März. Die 6. heſſiſche
Landes=
verbands=Ausſtellung der
Kaninchenzüch=
ter im Großherzogtum Heſſen findet am 31. Mai und
Juni in Butzbach ſtatt. Die ſogenannte Heſſen=
Schau in Darmſtadt iſt auf den 13. April feſtgelegt.
Dieſe Kaninchen=Ausſtellung iſt für alle Ausſteller im
Großherzogtum offen und wird von der
Landwirtſchafts=
kammer unterſtützt. Auch ein Verkaufsmarkt und ein
Fleiſchmarkt ſind damit verbunden.
Mücke, 24. März. Ertrunken iſt in einem
Waſſergraben der 70 Jahre alte Förſter Jäger aus
Elpenrod. Er war in der Dunkelheit vom Wege
abge=
raten und in den tiefen Graben geſtürzt.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltunger
deren im Nacht
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Der Richard Wagner=Verein wird auf
ſeinem für den 3. April in Ausſicht genommenen 214.
Ver=
einsabend in der Kammerſängerin Frau Lilly
Hoff=
mann=Onégin von der Hofoper in Stuttgart eine der
bedeutendſten Altiſtinnen der Gegenwart in Darmſtadt
erſtmalig einführen. Wir leſen über die Künſtlerin in
einer Berliner Muſikzeitung: „Zu einem vollen Triumph
geſtaltete ſich der Liederabend von Lilly Hoffmann=Onégin.
Dieſe phänomenal begabte Sängerin verfügt über eine
geradezu großartige Geſtaltungskraft und einen
faſzinie=
renden Vortrag, der das Publikum bedingungslos in den
Bann ihrer Perſönlichkeit zwingt. Ihre glänzende
kräf=
tige Stimme, die gleich mühelos in allen Lagen anſpricht,
iſt in vollkommener Weiſe gebildet. Selten ſind alle
Vor=
züge ſo in einer Perſon vereinigt wie bei dieſer jungen
Künſtlerin, und es gehört keine beſondere Prophetengabe
dazu, um ihr eine außerordentlich glanzvolle Zukunft
vor=
auszuſagen.‟ Die Sängerin wird hier am Flügel von
ihrem Gatten, dem Komponiſten Eugen Onégin,
be=
gleitet, von dem ſie mehrere Lieder ſingen wird. Für eine
ganze Reihe der deutſchen Muſikfeſte dieſes Jahres wurde
die Künſtlerin bereits feſt verpflichtet. — Der letzte
Ver=
einsabend dieſes Winters, der für den 10. April
angekün=
digt war wurde mit Rückſicht auf die „Rheingold”=
Auf=
führung im Großherzoglichen Hoftheater auf den 9. April
verlegt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 24. März. Prinz Ernſt
Auguſt, Herzog zu Braunſchweig und Lüneburg,
ver=
abſchiedete ſich mittags vom Kaiſerpaar. Der Prinz reiſte
in Vertretung ſeines Vaters, des Herzogs von
Cumber=
land, zu den Trauerfeierlichkeiten nach Athen. Der
Be=
ſuch der eumberländiſchen Herrſchaften wird infolge der
Trauer um den verſtorbenen Bruder der Frau Herzogin
erſt ſpäter ſtattfinden. Der Kaiſer die Kaiſerin
und Prinzeſſin Viktoria Luiſe werden ſich am 27. März
abends vom Neuen Palais zu längerem Aufenthalt nach
Homburg v. d. Höhe begeben. — Der
Ausflugsver=
kehr war an beiden Feiertagen ziemlich
leb=
haft. Das Wetter blieb hinter hochgeſpannten
Erwartun=
gen zurück. Am Oſterſonntag trat mehrfach Regen ein, am
zweiten Feiertag wurde es ſchon am frühen Abend
emp=
indlich kühl. — Die Koſten des Prozeſſes
ge=
gen den Animierbankier Otto Sattler
werden ſich nach den vorläufigen Feſtſtellungen auf
an=
nähernd 40000 Mark belaufen. — Infolge
unvorſich=
tigen Aufſpringens auf einen in Bewegung
be=
findlichen Stadtbahnzug iſt auf dem Bahnhof
Tier=
garten die 20jährige Verkäuferin Frieda Lamprecht
töd=
lich verunglückt. Das Mädchen blieb beim Aufſpringen
mit dem Rock hängen und geriet dann unter den Zug. Die
echte Schulter und die rechte Hand wurden total
abge=
fahren. In hoffnungsloſem Zuſtand wurde die
Verun=
glückte ins Krankenhaus Weſtend eingeliefert.
Wetzlar, 24. März. Die hervorragenden Dienſte, welche
die deutſche Optik und Mechanik der Wiſſenſchaft aller
Län=
der geleiſtet hat, werden von allen Seiten willig
aner=
kannt. Für die Wertſchätzung, deren ſich die deutſchen
Feuilleton.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Heſſiſches Evangeliſches
Sonntags=
blatt. In dieſen Tagen waren es
fünfundzwan=
zig Jahre her, daß das Heſſiſche Evangeliſche
Sonn=
tagsblatt zum erſtenmal erſchien. Den Plan zur
Grün=
dung dieſer Zeitſchrift faßte der Verleger,
Buchdruckerei=
beſitzer Chriſtian Friedrich Winter, während eines
Kur=
aufenthaltes in Corſica im Winter 1887. Dekan Chriſtian
Wilhelm Stromberger (1826—1900) in Zwingenberg rief
eine Anzahl Geiſtlicher, darunter den im vorigen Sommer
verſtorbenen Ludwig Frohnhäuſer, Guſtav Römheld in
Beſſungen, Heinrich Freienſehner in Lindenfels, Ludwig
Göhrs in Bickenbach u. a., zur näheren Erörterung des
Planes zuſammen. Das Ergebnis der Beſprechung war
die Gründung des Sonntagsblattes, das im März 1888
zum erſtenmal erſchien. Die Redaktion des Blattes hatte
Pfarrer Guſtav Römheld in Beſſungen (geb. zu Großen=
Linden am 2. Oktober 1832) übernommen; er behielt ſie
bis zu ſeinem Tode, der am 29. März 1899 erfolgte. Die
in jeder Nummer enthaltene „Weltumſchau” hatte den
Pfarrer Heinrich Dietz, damals in Meſſel, zum Verfaſſer.
Nach Römhelds Tode führte der Verleger, Friedrich
Win=
ter, eine kurze Zeit lang die Redaktionsgeſchäfte ſelbſt,
bis ſie im April 1899 Pfarrer Ernſt Widmann übernahm,
der ſie heute noch führt. Nach dem Tode des Pfarrers
Dietz wurde ſein Nachfolger in der „Weltumſchau”
Theo=
dor Wahl, damals Pfarrer in Langen, der ſich mehrfach
literariſch betätigt hatte und im Frühjahr 1907, einem
Rufe nach Eſſen folgend aus dem Dienſt der heſſiſchen
Landeskirche ausſchied. Von da ab übernahm die „
Welt=
umſchau” Prälat D. Karl Walz, der noch heute
in dieſer Weiſe für das Sonntagsblatt tätig iſt.
Zu dem Erfolge des Blattes haben zahlreiche Mit=
arbeiter, vor allem aus den Kreiſen der Pfarrer und
Leh=
rer, ihr Scherflein beigetragen. Sind auch inzwiſchen
andere Sonntagsblätter in Heſſen entſtanden, ſo haben
dieſe doch keinen Rückgang der Abonnenten= und
Leſer=
zahl des Heſſiſchen Evangeliſchen Sonntagsblattes
her=
beiführen können und das auch wohl nicht beabſichtigt.
Das Verdienſt müſſen ſie aber dem Begründer des
Sonn=
tagsblattes unumwunden zugeſtehen, daß er ein im
Groß=
herzogtum Heſſen vorhandenes Bedürfnis nach einem
ſol=
chen Blatte als Erſter richtig erkannt und ihm
abge=
holfen hat.
* Bühnengenoſſenſchaft. Der in Italien
weilende Präſident Niſſen hatte, wie gemeldet, ſein
Rücktrittsgeſuch mit Krankheit begründet und betont, in
den Tagen der ſchweren Kämpfe um das Recht ſei es
ſeine Pflicht geweſen, auszuharren, jetzt aber dürfe die
Genoſſenſchaft in keiner Weiſe an die Perſonenfrage
ge=
bunden ſein. Auf Antrag des Vorſitzenden Rickelt wurde
das Geſuch nicht angenommen, Niſſen mit 117 von 137
Stimmen wiedergewählt, und er hat denn auch
bereits telegraphiſch ſein Bleiben zugeſagt. Der Syndikus
Rechtsanwalt Dr. Seelig=Mannheim berichtete über das
deutſch=öſterreichiſche Kartell. Das Frauenkomitee hat jetzt
141 Vertrauensdamen, die die Oeffentlichkeit über die
oziale Lage der Schauſpielerinnen
auf=
klären. Für das neu zu gründende Kinderheim liegen
11 Anmeldungen vor. Die Koſtümzentrale wird noch
wenig benutzt, weil ſie nur gegen bar liefert.
Minder=
bemittelte bekämen geringere Preiſe angeſetzt; Koſtüme,
die 30 Mark Wert hätten, ſeien ſchon zu 2 und 3 Mark
abgegeben worden. Rickelt vertrat das Verlangen, daß
im neuen Geſetz die Lieferung der Koſtüme auf Koſten
der Theater durchgeſetzt werden müſſe. Die Koſtüme
ge=
hörten zu den Betriebsmitteln, und ein Theater, das dieſe
nicht aufbringen könne, habe keine Daſeinsberechtigung.
Dem Frauenkomitee werden vorläufia 1000 Mark jährlich
überwieſen. Ein Antrag auf Abſchaffung des Ehrenrats
wird mit allen gegen eine einzige Stimme angenommen,
weil der Zentralausſchuß zur Regelung von
Standes=
fragen ausreiche. Der Antrag auf Beſoldung des
Präſidenten wurde angenommen. Zur
ausnahms=
weiſe künſtleriſchen Betätigung bedarf er der Zuſtimmung
des Zentralausſchuſſes von Fall zu Fall. Annahme fand
erner ein Antrag auf Errichtung einer
Engage=
ments=Vermittelungsſtelle, weil die Agenten
einen zu großen Teil der Gage verſchlingen. Rickelt führte
dazu aus, höchſtens 20 Prozent der Schauſpieler erhielten
eine Gage von 3000 Mark jährlich und darüber, mehr als
40 Prozent blieben unter 1000 Mark. (?) Zum Schluß
der Tagung kam eine längere Auseinanderſetzung über
das Verhältnis der Schauſpieler zur
Film=
in duſtrie. Es wurden harte Urteile gegen dieſe laut,
weil ſie ihre Darſteller zu ſchlecht bezahlte und weil ſie
ihre Aufnahmen auf Gebiete ausdehnte, die dem Weſen
der wortloſen Darſtellung widerſtrebten und darum der
Bühne allein gehörten. Es kamen aber auch Freunde des
Kinos zum Wort, die zu einem Proteſt keinen Grund
ſahen. Eine Reſolution ermächtigte den
Zwölferaus=
ſchuß, das Erforderliche zu veranlaſſen, d. h. mit den
Filmfabriken in Verbindung zu treten und einen
Aus=
gleich über die vorgetragenen Beſchwerden zu erreichen.
Errichtung einer Opernſchule in
Mannheim. Nach dem Beſchluß des dortigen
Stadt=
rats hat der neue Intendant des Mannheimer
Hofthea=
ters, Alfred Bernau, am 15 April die Leitung des
Hof=
theaters zu übernehmen. Der Stadtrat gab ſein
Ein=
verſtändnis zu der Errichtung einer Opernſchule des
Großh. Hoftheaters, die der Hochſchule für Muſik
ange=
gliedert werden ſoll. Die Leitung wird dem
Hofkapell=
meiſter Bodanſky übertragen. Für die Propaganda der
Opernſchule ſtellt der Stadtrat einen angemeſſenen
Zu=
ſchuß bereit.
Darmſtädter Künſtler auswärts.
Unter reger Beteiligung ſeitens einer zahlreich verſam=
Erzeugniſſe auf dieſem Gebiete in der ganzen Welt
er=
freuen, ſpricht wohl am beſten die Tatſache, daß eine
un=
ſerer bedeutendſten optiſch=mechaniſchen Werkſtätten,
die=
jenige der Firma Ernſt Leitz in Wetzlar, kürzlich
das 150000 Mikroſkop vollendet hat. Die Firma
Leitz hat das wertvolle Inſtrument zu einer Ehrung
deut=
ſchen Forſchergeiſtes auserſehen, indem ſie dasſelbe Seiner
Exzellenz Geheimrat Profeſſor Dr. Ehrlich in
Frank=
furt a. M. als Dedikation überreichen ließ. Das 100000.
Leitz=Mikroſkop wurde ſeinerzeit dem Begründer der
modernen Bakteriologie, Robert Koch, gewidmet.
Heidelberg, 24. März. Der Prinz von Wales iſt
heute nachmittag 3 Uhr von Darmſtadt im Automobil
hier eingetroffen. Der Prinz hat im Europäiſchen Hof
Wohnung genommen.
Ludwigshafen a. Rh., 25. März. Heute morgen kurz
vor 6 Uhr brach aus noch unbekannter Urſache in dem am
unteren Rheinufer gegenüber dem Hauptbahnhof
gelege=
nen und von der Firma Gebrüder Zimmern u. Co.
ge=
pachteten Lagerhaus Großfeuer aus. Die Flammen
ſchlugen hoch empor. Bei den Löſcharbeiten ſtürzte eine
Leiter um, auf der ſich drei Feuerwehrleute befanden. Der
Spenglermeiſter Wagner und der Bäckermeiſter Seewald
wurden getötet, der dritte Mann wurde ſchwer verletzt.
Stuttgart, 23. März. Wegen Hinterziehung
von Zeitungsgebühren wurden 5
Zeitungsange=
ſtellte von der Strafkammer in Stuttgart zu 23974 Mark
Geldſtrafe verurteilt. Es handelt ſich um die
Beförderung der radikal=ſozialiſtiſchen Göppinger Freien
Volkszeitung von Stuttgart nach Göppingen. Die im
Jahre 1910 gegründete Zeitung wurde anfänglich in der
Druckerei der Schwäbiſchen Tagwacht in Stuttgart
her=
geſtellt; der Poſtbehörde war als Erſcheinungsort
Stutt=
gart angegeben und mit der Poſt in Stuttgart erfolgte
auch die Abrechnung. Die für Göppingen und das
Fils=
tal beſtimmten Exemplare nahm eine Zeitlang der
dama=
lige Redakteur, der jeden Tag zu den
Redaktionsgeſchäf=
ten nach Stuttgart kam, auf der Rückfahrt nach
Göppin=
gen mit. Dort nahm der Geſchäftsführer die Pakete in
Empfang und ließ dann die Exemplare verteilen. Die
Poſtverwaltung erblickte in dieſem Verfahren ein
Vergehen gegen das Poſtgeſetz und belegte ſämtliche an
dem Verſand beteiligten Perlonen — im ganzen 11
mit der Straße des vierfachen Betrags des
hintergange=
nen Portos in Höhe von gegen 30000 Mark. Die
Straf=
kammer verurteilte nun den Geſchäftsführer zu 8381 Mark,
den Expedienten zu 8013 Mark, den Redakteur zu 7470
Mark und vier weitere Angeklagte zu je 55 Mark
Geld=
ſtrafe.
Stuttgart, 25. März. In Plochingen wurde die
60jährige Kaufmannswitwe Schiller in ihrer
Wohn=
ung erſchoſſen aufgefunden. Der bei ihr bedienſtete
Knecht Schmidt hat geſtanden, die Frau ermordet
und beraubt zu haben.
Kannſtatt, 25. März. Hier iſt im Alter von 41 Jahren
Direktor Adolf Daimler verſtorben. Der Verſtorbene
war Vorſtandsmitglied der Daimler=Motoren=Geſellſchaft,
Stuttgart.
Köln, 24. März. In erſchreckender Weiſe mehren ſich
die nichtswürdigen Anſchläge auf
Automobili=
ſten im Rheinland. Als ein Architekt in der Nacht vom
erſten zum zweiten Feiertag im Automobil den zwiſchen
Bonn und Köln gelegenen Ort Godorf paſſierte, bemerkte
er plötzlich, daß eine Reihe großer Steine quer über die
Straße gelegt worden war. Durch ſcharfes Bremſen
konnte er den Anprall zwar abſchwächen, aber nicht mehr
verhindern. Als der Architekt die weitere Strecke abſuchte
und ein entgegenkommendes Automobil warnte, beobachtete
er, daß aus dem Chauſſeegraben mehrere Perſonen
auf=
ſprangen und davonliefen. Geſtern wurde auf derſelben
Straße eine holländiſche Familie durch Hinderniſſe aus
dem Automobil geſchleudert. Sämtliche Perſonen
wur=
den derart verletzt, daß ſie die Rückkehr mit der Bahn
nach Holland antreten mußten. Die Behörden ſind eifrig
bemüht, den Verbrechern auf die Spur zu kommen.
Hannover, 25. März. Auf der Landſtraße zwiſchen
Stöcken und Behrenboſtel kam geſtern ein nach Hannover
fahrendes Automobil ins Schleudern und ſtürzte,
ſich überſchlagend, in den Chauſſeegraben. Der Führer
des Wagens wurde ſchwer verletzt und nach dem
Kranken=
hauſe in Hannover gebracht, während der Inſaſſe,
Brod=
mann=Behrenboſtel, getötet wurde.
Frankfurt a. d. O., 24. März. In den letzten Tagen
fanden im Amtsgerichtsgefängnis zu Frankfurt a. d. O.
mehrſtündige gerichtliche Vernehmungen des zum Tode
verurteilten Raubmörders Sternickel ſtatt, in
denen verſucht wurde, Aufklärung über weitere
Mord=
taten zu erlangen. Sternickel bezeugte aber wenig Luſt,
Rede und Antwort zu ſtehen. Er gab trotzigen und
aus=
weichenden Beſcheid. Das Vorleben Sternickels iſt nahezu
lückenlos feſtgeſtellt, nur die ſchleſiſche Affäre iſt noch in
Dunkel gehüllt. Die Hirſchberger Verhandlung wird aller
Vorausſicht nach auch nicht ſtattfindengda Beſchlüſſe
vor=
liegen, wonach ein Transport Sternickels nicht
mehr vorgenommen werden ſoll. Am 5. April
werden einige zwanzig Zeugen aus Schleſien in Frank=
furt a. d. O. vernommen werden, um nach Möglichkeit
die Beteiligung Sternickels an den weiteren Mordtaten
aufzuklären.
Graz, 25. März. Der Buchhalter der Spar= und
Vorſchußkaſſe des Marktortes Turffer bei Cilli, der 65
jäh=
rige Villenbeſitzer Joſeph Droez, hat Unterſchlagungen
in Höhe von 400000 Mark begangen. Als die
Verfehll=
ungen entdeckt wurden, erſchoß er ſich.
London, 23. März. Miß Silvia Pankhurſt, die
Frauenrechtlerin, iſt wieder aus dem Gefängnis
entlaſſen worden, nachdem ſie fünf Wochen von der
zweimonatigen Strafe abgeſeſſen hatte, die man ihr am
18. Februar wegen Sachbeſchädigung zudiktierte. Seit
Beginn dieſes Jahres mußten nicht weniger als 66
Frauenrechtlerinnen in das Gefängnis gehen. Von ihnen
ſind bisher 8 wieder entlaſſen worden, weil ſie mit dem
Hungerſtreik begannen. Silvia Pankhurſt wurde zweimal
des Tages gewaltſam ernährt. Da ſie trotzdem zugrunde
gegangen wäre, ließ man ſie am Freitag wieder frei. Sie
hat alſo ihren Zweck erreicht und der engliſchen
Rechts=
pflege von neuem ein Schnippchen geſchlagen,
Zum Wechſel in der IU. Armeeinſpektion.
* München, 24. März. Prinz Leopold von
Bayern iſt, wie bereits mitgeteilt, von ſeiner Stellung
als Generalinſpekteur der IV Armeeinſpektion
zurückge=
treten. Aus dieſem Anlaß hat der Kaiſer folgendes
Handſchreiben an den Prinzen gerichtet:
Durchlauchtigſter Fürſt, freundlich lieber Vetter! Aus
Eurer Königlichen Hoheit Schreiben vom 6. März d. Js.
habe Ich mit aufrichtigem Bedauern erſehen, daß Euere
Königliche Hoheit in Rückſicht auf Ihr vorgeſchrittenes
Lebensalter um Enthebung von der Stellung als General=
Inſpekteur der Vierten Armee=Inſpeltion bitten. So
un=
gern Ich Euere Königliche Hoheit aus dieſem
Dienſtver=
hältnis ſcheiden ſehe, ſo vermag Ich doch Ihrem
bezüg=
lichen Wunſche nicht entgegen zu ſein. Indem Ich Euere
Königliche Hoheit daher von der gedachten Stellung
hier=
mit enthebe, kann Ich es Mir nicht verſagen, Euerer
Königlichen Hoheit Meinen von Herzen kommenden Dank
und Meine warme Anerkennung auszuſprechen, für die
mit hingebendſter Pflichttreue faſt 21 Jahre lang in dieſer
Stellung geleiſteten hervorragenden Dienſte. Euere
König=
liche Hoheit wollen ein erneutes Zeichen Meiner
perſön=
lichen Freundſchaft und hohen Wertſchätzung darin
er=
blicken, daß Ich Euere Königliche Hoheit — beſeelt von
dem Wunſche, Sie in engſter Verbindung mit einem der
Preußiſchen Armeekorps zu erhalten, das während der
ganzen Dauer Euerer Königlichen Hoheit
Kommandofüh=
rung der Vierten Armee=Inſpektion angehörte — hierdurch
zum Chef des Infanterie Regiments von
Alvensleben (6. Brandenburgiſchem) Nr. 52 ernenne.
Dieſes tapfere Regiment, welches Anweiſung erhalten hat,
Euerer Königlichen Hoheit den Rapport und die
Offiziers=
rangliſte vorſchriftsmäßig einzureichen, wird ſich der
Aus=
zeichnung, in Euerer Königlichen Hoheit ſeinen hohen
Chef verehren zu dürfen, ſtets würdig zeigen. Und Euere
Königliche Hoheit werden in der Wahl gerade dieſes
Re=
giments erkennen, daß Ich hierbei des früheren
langjäh=
rigen Regimentschefs, Ihres in Gott ruhenden Herrn
Bruders des Prinzen Arnulf von Bayern Königliche
Hoheit, wohl eingedenk war. Indem Ich noch hinzufüge,
daß in Euerer Königlichen Hoheit Verhältnis als Chef
des Weſtfäliſchen Dragoner=Regiments Nr. 7 eine
Aende=
rung nicht eintritt, verbleibe Ich mit der Verſicherung
der vollkommenen Hochachtung. Neues Palais, den 22.
März 1913. Euerer Königlichen Hoheit freundwilliger
Vet=
ter. gez.: Wilhelm R.
An den Prinzen Rupprecht von Bayern, der
an Stelle des Prinzen Leopold zum Generalinſpekteur der
IV. Armeeinſpektion ernannt worden iſt, hat der Kaiſer
nachſtehendes Handſchreiben gerichtet:
Durchlauchtigſter Fürſt, freundlich lieber Vetter! Ich
wünſche Euerer Königlichen Hoheit ebenſowohl Meine
perſönliche Freundſchaft wie auch Meine hohe
Wertſchätz=
ung Ihrer Leiſtungen als Truppen=Kommandeur dadurch
zu betätigen, daß Ich Euerer Königlichen Hoheit im
Ein=
verſtändnis Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Lud
wig, Regenten des Königreichs Bayern, Ihres
hochver=
ehrten Herrn Vaters die Stellung des General=
In=
ſpekteurs der Vierten Armee=Inſpektion
übertrage. Ich freue Mich, Euerer Königlichen Hoheit
hierdurch Gelegenheit zu geben, ſowohl über Preußiſche
wie über die Königlich Bayeriſchen Truppenteile berichten
zu können. Das Mir vertragsmäßig zuſtehende
Inſpizie=
rungsrecht Königlich Bayeriſcher Truppenteile wird
hier=
durch nicht berührt. Indem Ich Euerer Königlichen Hoheit
eine Abſchrift der unter dem 9. Juni 1904 erlaſſenen
Vor=
ſchrift für die Tätigkeit der General=Inſpekteure der
Armee=Inſpektionen beifolgend zugehen laſſe, verbleibe
Ich mit der Verſicherung der vollkommenen Hochachtung.
Neues Palais, 22. März 1913. Euerer Königlichen Hoheit
freundwilliger Vetter. gez.: Wilhelm R.
Der Balkankrieg.
Oeſterreich=Ungarn und Montenegro.
* Cetinje, 25. März. Montenegro hat die
Forderung Oeſterreich=Ungarns auf freien
Abzug der Zivilbevölkerung von Skutari
angenom=
men und gleichzeitig Proteſt bei den
Groß=
mächten gegen die Haltung Oeſterreichs erhoben.
* Cetinje, 25. März. In einer an alle
Groß=
mächte gerichteten Zirkularnote beklagt ſich
Montenegro über die Aktion Oeſterreich=Ungarns,
durch welche die Einſtellung des Bombardements von
Skutari bis zum Abzuge der Zivilbevölkerung gefordert
und im Falle der Ablehnung Gewaltmaßnahmen
ange=
droht werden. Die Regierung betrachtet die Aktion
Oeſterreich=Ungarns als eine Breſche in die Neutralität
und teilt mit, daß ſie die zum Abzuge der
Zivilbevölke=
rung aus Skutari notwendigen Maßnahmen
tref=
fen werde. Zu gleicher Zeit mit dieſer Zirkularnote hat
die Regierung auf der öſterreichiſch=ungariſchen
Geſandt=
ſchaft eine Note überreicht, in der ſie von ihrem Entſchluß
und von ihrem Proteſt gegen die Haltung Oeſterreich=
Un=
garns bei den Mächten Mitteilung macht.
Damit iſt die Gefahr eines Konfliktes einſtweilen
be=
ſeitigt.
Wie die Agence Havas meldet, habe auch die
deut=
ſche Regierung ihren Geſandten in Cetinje angewieſen,
bei der montenegriniſchen Regierung geeignete Schritte
zu tun, um den Standpunkt Oeſterreich=Ungarns zu
unter=
ſtützen. Ferner unternahm der italieniſche Geſandte im
Auftrage ſeiner Regierung einen Schritt bei der
montene=
griniſchen Regierung und verlangte ebenſo wie Oeſterreich=
Ungarn, daß die Beſchießung Skutaris eingeſtellt werde,
bis die Zivilbevölkerung die Stadt verlaſſen habe. Auch
der ruſſiſche Geſandte von Giers unternahm im Auftrage
ſeiner Regierung eine Demarche in Cetinje und verlangte
nachdrücklichſt, daß die Zivilbevölkerung von Skutari die
Erlaubnis erhalte, die Stadt zu verlaſſen und daß bis zu
dem vollzogenen Abzuge die Beſchießung eingeſtellt bleibe.
Somit konnte Montenegro keinen Widerſtand mehr leiſten.
Die Lage in Skutari.
* Rom, 24. März. Die Agenzia Stefani meldet
aus Skutari vom 5. März: Die Montenegriner, die ſeit
fünf Monaten mit Zwiſchenpauſen die Stadt beſchießen,
geſtalteten ſeit drei Wochen das Bombardement
in=
tenſiver, auch des Nachts. Ihre Abſicht iſt deutlich: ſiet
wollen die Stadt zerſtören ohne Rückſicht auf die
Kirchen, Moſcheen, Hoſpitäler, Konſulate und
Wohn=
häuſer der fremden Untertanen und ohne Rückſicht darauf,
daß auf dieſen Gebäuden Fahnen fremder Staaten oder
des Roten Halbmonds gehißt ſind. Das Leben der
Ausländer iſt beſtändig in ernſter Gefahr.
Der italieniſche und der öſterreichiſch=ungariſche Konſul
ſprachen das Verlangen aus, daß die Untertanen ihrer
Staaten und alle Ordensangehörigen der Stadt abziehen
ſollten, aber die militäriſchen Behörden widerſetzten ſich
oder lehnten dies kategoriſch ab. Auch die von dem
ruſ=
ſiſchen und dem franzöſiſchen Konſul unternommenen
Schritte hatte keinen beſſeren Erfolg. Die Konſuln
Oeſter=
reichs und Italiens wollten außerdem ein offenes
Tele=
gramm abſenden, um ihre Regierungen über die für ihre
Untertanen ſehr ernſte Lage zu unterrichten. Auch dieſer
Bitte wurde nicht entſprochen, weil von den
Montene=
grinern auf die türkiſchen Parlamentärs, welche die Note
des italieniſchen Konſuls dem italieniſchen Geſandten in
Cetinje überbringen ſollten, geſchoſſen wurde, obwohl ſiet
die Parlamentärflagge trugen. Bei der Beſchießung der
Stadt ſind von der muſelmaniſchen Bevölkerung nur
Frauen und Greiſe zu Schaden gekommen, da die
vaffenfähigen Männer in den Befeſtigungen bleiben
Außerdem erlitten die Chriſten Schaden, die
über=
haupt nicht am Kriege teilnehmen und keinen Einfluß
auf=
die Kapitulation der Stadt haben können. Seit drei
Wo=
chen beſchießen die Montenegriner ausſchließlich dier
Stadt, namentlich das chriſtliche Stadtviertel. Die
Kon=
uln beſtanden darauf, daß mindeſtens ihren
Schutzbefoh=
lenen der Abzug gewährt wird, die bei einer Bevölkerung
von ungefähr 40000 zweihundert ausmachen. Binnen
kurzem werden die Lebensmittel fehlen, auch für
die Ausländer und ihre Anſtalten.
Einigung der Mächte wegen Albaniens.
* London, 24. März. Wie das Reuterſche Bureau
erfährt, ſind die Mächte über die Grenze=
Alba=
niens von Djakowa bis zum Ochrida=See einig.
Un=
ter den Orten, über die ein Einverſtändnis erzielt worden
iſt, befinden ſich Skutari und Djakowa. Eine offizielle
Erklärung darüber ſteht unmittelbar bevor und wird
wahrſcheinlich morgen erfolgen. Die Verbündeten
wer=
den eine Kollektivnote der Mächte über dieſes
melten Zuhörerſchaft veranſtaltete der Pianiſt Philipp
Daus im kleinen Liedertafelſaal zu Mainz ein Konzert.
Als Geſangsſoliſtin wirkte Frau Lilli Bornträger=
Ludewig (aus Darmſtadt), Schülerin der Frau Anna
Rau in Darmſtadt. Das Mainzer Tagblatt ſchreibt
dar=
über: Die Dame, die unſeres Wiſſens zum erſtenmal vor
einem größeren Zuhörerkreis hier an die Oeffentlichkeit
trat, führte ſich ſehr vorteilhaft als eine Koloraturſängerin
von beträchtlichem Können ein. Die Höhe beſonders
ſpricht außerordentlich leicht und ſicher bei ihr an, die
Töne werden mühelos ohne jegliche Anſtrengung
produ=
ziert, ſie beſitzen ſelbſt auch im mezza voce ebenſo viel
Tragfähigkeit wie Beweglichkeit, um beim Legato= wie
beim Koloraturgeſang mit gleichem Erfolge beſtehen zu
können. In der Wahl der Lieder, von denen die
unge=
mein ſchwierige Glöckchenarie aus Lakmé von Delibes,
Erinnerung von Mahler und Oenothera von
Weingart=
ner beſonders intereſſierten, dokumentierte ſich ein gutes
Auffaſſungsvermögen und der gebildete Kunſtgeſchmack
einer ebenſo talentierten wie ſtrebſamen Sängerin.
C.K. Poſtlagernd. Die ſittenpädagogiſchen Verſuche
der franzöſiſchen Poſtverwaltung, die ſich über die lockere
Moral der heranwachſenden Jugend ſchwere Sorgen
ge=
macht hat, haben mit einem Schlage ins Waſſer geendet.
Man erinnert ſich vielleicht noch, daß die franzöſiſche
Poſt=
verwaltung vor einiger Zeit eine Beſtimmung erließ, nach
der fürderhin poſtlagernde Chiffrebriefe an junge
Män=
ner von weniger als 18 Jahren und an Mädchen von
weniger als 16 Jahren nicht mehr ausgehändigt werden
ſollten. Die Abſicht dieſer Beſtimmung fand damals viel
Anerkennung. Jetzt iſt ein Vierteljahr nach dem
In=
krafttreten dieſes Erlaſſes ergangen und reſigniert muß
eingeräumt werden, daß die frommen Wünſche der
Poſt=
behörden ſich nicht erfüllt haben. Der amtliche Bericht
gibt zu, daß die Erfolge nicht ſehr ermutigend ſind; denn
die jungen Franzoſen und Franzöſinnen, die unter
Chiffrebriefen poſtlagernd ihre Herzensergüſſe und ihre
Zukunftsträume austauſchen, ſind erfinderiſcher, als die
geſtrenge Behörde ſich das vorſtellen konnte. Die kleinen
Empfängerinnen und die jungen Empfänger
poſtlagern=
der Chiffrebriefe haben recht mühelos Mittel und Wege
gefunden, die löblichen Abſichten der Poſt zu durchkreuzen.
Es iſt nicht ſchwer, die Schalterbeamten über ſein Alter
zu täuſchen. Und wenn das nicht gelingt, ſo findet man
doch ſtets leicht einen Freund oder eine Freundin, die
aus Gefälligkeit ohne weiteres den Brief abholt, den der
Beamte der allzu jugendlichen Empfängerin vorenthielt.
Ja, mehr als das: die Beſtimmung hat wider Erwarten
eine ganze Reihe; von kleinen Agenturen entſtehen
laſſen, die es ſich angelegen ſein laſſen, den Briefwechſel
zwiſchen Minderjährigen zu erleichtern. Und außerdem
findet man heute in jedem größeren Poſtamt irgend einen
Herumlungerer, der ohne weiteres für einen Sous oder
für zwei zum Schalter geht und den erſehnten
Chiffre=
brief abholt.
Poincarés Arbeitsleiſtung in Zahlen. Den erſten
Monat ſeiner Präſidentſchaft hat Poincaré hinter ſich,
und damit zugleich das Bewußtſein, den Tätigkeitsrekord
aller früheren Präſidenten geſchlagen zu haben. Poincaré
ſcheint es ſich zum Prinzip gemacht zu haben, keine
Ein=
adung abzulehnen. Und nicht genug damit: er beſucht
Krankenhäuſer, Ausſtellungen, ja bisher ſah man ihn
ſogar auf allen wichtigeren Generalproben im Theater,
ſo daß ſeine boshaften Gegner behaupten, er müſſe ſehr
viel Zeit haben. Aber daß dies eine leichtfertige
Ver=
leumdung ſein muß, beweiſt die erſte Monatsbilanz des
neuen Präſidenten. Poincaré hat das reſpektable
Kunſt=
ſtück fertiggebracht, im Laufe der letzten 30 Tage nicht
we=
niger als 42 große Bankette mitzumachen, von denen 5
ſogar am ſelben Tage ſtattfanden. In der gleichen Zeit
hat er aber außerdem noch nicht weniger als 214 offizielle
Beſuche abgeſtattet und empfangen, ſo daß ſelbſt der
gelbe Neid es dem Präſidenten laſſen muß, daß er ſeine
Zeit auszufüllen verſteht.
* Ein Haus in Poſtpaketen. Die Amerikaner, die es
ſchon ſeit langem verſtehen, Häuſer in einem Stück oder
in zwei Teilen von einer Straße nach der anderen zu
be=
ördern, haben ihren eigenen Rekord in dieſer Beziehung
jetzt weit übertroffen. Es iſt jetzt nämlich ein großes
Haus von New=York nach Chicago per Poſt
befördert worden, um auf der dortigen Induſtrie=
Ausſtellung zur Schau geſtellt zu werden.
Selbſtverſtänd=
lich iſt dieſes Haus nicht in einem Stück verſandt worden.
ſondern es wurden 25000 Pakete angefertigt, die nach
ihrer Ankunft in Chicago ausgepackt werden, und dann
wird dort das Haus aus ſeinen einzelnen Teilen wieder
zuſammengeſetzt werden. Der Beſitzer des Hauſes wird
durch dieſen „Hausverſand” der Gewinner eines
nam=
haften erſten Preiſes werden. Nach Schluß der
Aus=
ſtellung wird das Haus in derſelben Weiſe wieder nach
New=York zurücktransportiert werden.
Kiebitzeier. Oſtern iſt wieder gekommen, und die
zu dem Feſt von jeher als auserleſener Leckerbiſſen
be=
ſonders beliebten Eier des „Kiwitt” ſind in Berlin
ein=
getroffen. 22 Stück, die mit je 2,50 Mark bezahlt wurden
Das heißt: den ſtädtiſchen Verkaufsmittlern. Was reiche
Privatleute heute dafür zahlen müſſen, iſt jedenfalls
er=
heblich mehr. Später, in der heimiſchen Legezeit, werden
die Kiebitzeier mit ſteigenden Zufuhren ja billiger. Was
ſagen denn die Vogelſchutzvereine zu der Roheit des
Aus=
nehmens der Neſter dieſer nützlichen Vögel? Die Roheil
wird dadurch doch nicht gemildert, daß die Eier eßbar
ſind.
Ergebnis erhalten. Damit ſind zwei der heikelſten
Punkte geregelt, und da den Verbündeten deutlich erklärt
werden wird, daß Europa dieſe Frage erledigen wird,
wird es nicht mehr nötig ſein, die militäriſchen
Operatio=
nen fortzuſetzen, deren Ergebnis doch an der Entſcheidung
der Mächte nichts ändern würde. Die Botſchafter
wer=
den ſodann die ſüdlichen Grenzen Albaniens erörtern, für
welche bei Italien und Oeſterreich=Ungarn beſondere
Ge=
ſichtspunkte beſtehen. Obgleich die Verhandlungen
hier=
über langwierig ſein können, beſteht kein Grund, Schwie
rigkeiten zu befürchten.
Die Friedensbedingungen der Mächte.
* Sofia, 24. März. Ueber die Antwort auf die
neue Friedensbaſis der Großmächte wird
noch zwiſchen den Verbündeten verhandelt. Man hofft,
in drei Tagen eine Verſtändigung zu erzielen. Wie
verlautet, wollen die Verbündeten den Vorſchlag der
Großmächte als Baſis für die Friedensverhandlungen
an=
nehmen; ſie hoffen jedoch, noch einige Bedingungen zu
ihren Gunſten ändern zu können.
* Sofia, 24. März. Das Blatt Mir beſpricht die
dem Miniſterpräſidenten am Samstag durch die Vertreter
der Großmächte überreichte Mitteilung und ſchreibt:
Wir ſind gewiß, daß die Vermittelung ſich nicht auf
die=
ſen Schritt beſchränken, ſondern weitergehen und den
vollen Erfolg erzielen wird, der den verbündeten
Balkan=
ſtaaten die ihnen gebührende Befriedigung verſchafft. Was
den kategoriſchen Wunſch nach Einſtellung der
Feindſelig=
keiten betrifft, ſo zweifeln wir, daß die Verbündeten ſich
dieſer Probe unterziehen könnten, ohne eine Gewähr
für den baldigen Friedensſchluß zu beſitzen.
Die Erinnerung an den erſten Waffenſtillſtand, deſſen
Er=
gebnis die Londoner Verhandlungen waren, iſt nicht
ge=
eignet, ſie in dieſer Hinſicht zu ermutigen.
* Konſtantinopel, 24. März. Die türkiſche
Preſſe beginnt, die öfſentliche Meinung auf den
Frie=
den vorzubereiten. Der Tanin, der bis vorgeſtern
für Fortſetzung des Krieges bis zum äußerſten
eingetre=
ten war, ſagt jetzt, nicht die Pforte, ſondern die Armee
müſſe ſich über die Annahme äußern und erklären, ob es
möglich ſei, den Krieg mit Ausſicht fortzuſetzen und
Adria=
nopel und den Reſt der europäiſchen Türkei zu retten.
Wenn die Armee von der Notwendigkeit des
Friedens=
ſchluſſes überzeugt ſei, dann würde die Pforte die
Einzel=
heiten erörtern. — Ikdam meint, da die Mächte auf der
Pforte bereits vorher ſondiert haben, dürfe man die
feſt=
geſetzten Bedingungen nicht als unannehmbar betrachten;
der Friede ſtehe vor der Tür. — Sabah ſchreibt: Wenn
die Pforte die Gründe, die für die Notwendigkeit des
Friedens ſprechen, darlegt, dann werde die öffentliche
Meinung ſie würdigen können. Nur die Regierung ſei
imſtande, dieſe Möglichkeit zu erkennen. Wir werden
dann, ſagt das Blatt, den Frieden annehmen
müſſen, nachdem wir Garantien für die Uebernahme des
Teils der türkiſchen Staatsſchuld durch die verbündeten
Staaten auch hinſichtlich des auf Grund des Berliner
Ver=
trages auf Bulgarien und Oſt=Rumelien entfallenden
Tei=
les erhalten und die Stützpunkte für unſere Armee und
Flotte auf den Inſeln des Archipels, ſowie die Rechte der
Muſelmanen, Iſraeliten und Kutzowallachen in den
abge=
tretenen Gebieten geſichert haben.
* Konſtantinopel, 25. März. In dem Blatte
Vazife begründet Prinz Sabah Eddin die Notwendigkeit
es Friedensſchluſſes. Die Fortſetzung des
Krieges würde ſelbſt im Falle eines Erfolges Selbſtmord
bedeuten. Der Prinz verurteilt die bisherige äußere
Po=
litik der Pforte und erklärt, jetzt müſſe der Friede
ſchnell geſchloſſen werden, um gegen Skutari und
Adrianopel andere Vorteile einzutauſchen. Eine neue
Niederlage würde den Verluſt Konſtantinopels bedeuten.
Nach dem Kriege müßten ſoziale Reformen durchgeführt
werden, wenn die Türkei nicht unter das Joch von Frem,
den geraten wolle.
Eine neue Friedenskonferenz?
Rom 24. März. Heute ſind in San Remo
mehrere bekannte bulgariſche und ſerbiſche Perſönlichkeiten
angekommen und ſuchten in den großen Hotels
Räumlich=
keiten für eine Zuſammenkunft. Man vermutet, daß es
ſich um Vorbereitungen zu
Friedensverhandlun=
gen handelt.
— Mailand 24. März. Die Meldung über eine
neue Friedenskonferenz in San Remo wird
durch ein Telegramm der Turina Stampa beſtätigt,
wo=
nach einige Abgeſandte der Balkanſtaaten mit der Stadt
gemeinde behufs Ueberlaſſung von Räumen im Kaſino
Unterhandlungen angeknüpft haben.
Sturm auf Adrianopel.
* Sofia, 25. März. (Agence Bulgare.) Heute früh
wurde vor Adrianopel der Generalſturm auf alle
Sektoren (Feſtungsabſchnitte), gegen die vorgeſchobenen
Poſitionen der Türken und alle befeſtigten Punkte
unter=
nommen. Der Oſtſektor wurde im Sturm
ge=
nommen.
Vermiſchtes.
—. An größeren Gaben für die
National=
ſpende zum Kaiſerjubiläum für die chriſtlichen
Miſſio=
nen in den deutſchen Kolonien ſind nach einem erſten,
vor=
läufig vorliegenden Berichte u. a. eingegangen von:
Arnold, Geh. Kommerzienrat, Magdeburg, 10000 Mk.;
Donner, R. H., Hamburg, 5000 Mk.; Flemming,
Kommer=
zienrat, Magdeburg, 5000 Mk.; Dr. Graf Hohenthal=
Döl=
kau, 6000 Mk.; Merck u. Co., H. J., Hamburg, 5000 Mk.;
Riedel. Geh. Kommerzienrat, Magdeburg, 3000 Mk.;
Schinckel, Max, Hamburg, 5000 Mk.; Freiherr von
Schroeder, Rudolf, Hamburg, 3000 Mk.; Siemers,
Ed=
mund J. A., Hamburg, 5000 Mk.; Ungenannt. Stuttgart,
5000 Mk.; Zuckſchwerdt, Geh. Kommerzienrat,
Magde=
burg, 10000 Mk.
— Für den 1. Deutſchen Kongreß für
alkohol=
reie Jugenderziehung, der ſeit einiger Zeit
inter der Geſchäftsführung des Deutſchen Vereins gegen
den Mißbrauch geiſtiger Getränke vorbereitet wird, iſt
jetzt der Tagungsplan feſtgeſtellt. Der Kongreß wird in
der Oſterwoche ſtattfinden und drei Tage (26. bis 28.
März) in Anſpruch nehmen. Für die Vorträge und
Be=
richte ſind neben einem hervorragenden ärztlichen
Fach=
mann eine Reihe von ſachkundigen und angeſehenen
Ver=
tretern und Vertreterinnen des niederen und höheren
Bildungs= und Erziehungsweſens, der ſozialen und
Nüch=
ternheitsbeſtrebungen, der Kirche uſw. gewonnen. Eine
Ausſtellung über Jugend und Alkohol und eine große
öffentliche Volksverſammlung an einem der Abende
wer=
den mit dem Kongreſſe verbunden werden.
CK. Die amerikaniſchen Ausgrabungen
am Nil. Die großen Ausgrabungen, die im Auftrage
des New=Yorker Metropolitan=Muſeums unter der
Lei=
tung des Kurators der ägyptiſchen Abteilung Albert
Lythgoe auf der weſtlichen Seite des Niltales
vorgenom=
men wurden, ſind jetzt zu ihrem Abſchluß gekommen. Die
Arbeiten deren Endergebniſſe Pierpont Morgan in den
letzten Wochen als Direktor des Metropolitan=Muſeums
beſichtigte, erſtreckten ſich über 2 Jahre. Ihr wichtiges
Er=
gebnis iſt die Freilegung des bei Luxor liegenden
Pa=
laſtes des Amenhotep III., der etwa im 14. Jahrhundert
v. Chr. in Aegypten herrſchte. Außer dem Palaſte wurde
eine ganze Siedelung von altägyptiſchen Häuſern und
Läden freigelegt. Die bei dem Bau des Königspalaſtes
benutzten ſonnengetrockneten Backſteine waren mit dem
Namenszug des Königs abgeſtempelt und tragen auch den
Namen des Schloſſes, das das „Haus der Freude”
ge=
nannt wurde. Beſonders reich iſt die Ausbeute an
poli=
chromen Töpfereien und koſtbaren altägyptiſchen
Ma=
nuſkripten.
Literariſches.
Griebens Reiſeführer, Band 106:
„Venedig und Umgebung” 4. Auflage. Mit 3
Karten und 2 Grundriſſen. 1,50 Mk. Verlag Albert
Goldſchmidt, Berlin W. 35. Der ſoeben in vierter, neu
bearbeiteter Auflage erſchienene Griebenſche Reiſeführer
von Venedig kann als zuverläſſiger Berater allen
Be=
ſuchern der ſchönen Lagunenſtadt warm empfohlen
wer=
den. Die lange, verſtändige Einleitung, ſowie die
prak=
tiſchen Winke für die Reiſe ſind ſehr beachtenswert, die
ausführlichen Angaben über Unterkunft, Verpflegung,
Verkehr uſw. durchaus zweckentſprechend und erſchöpfend.
Eine kurze Ueberſicht der Entwickelung Venedigs und ein
ebenfalls in knappeſter Form gehaltener Abriß der
Kunſt=
geſchichte bereiten auf die berühmten Sehenswürdigkeiten
der wunderbaren Inſelſtadt vor. Vorzügliche Karten, die
genau revidiert ſind, darunter ein neuer Plan vom Lido,
vervollſtändigen den empfehlenswerten Band.
Das Märzheft von Buttericks Moden=
Revue iſt diesmal mit ganz beſonderer Sorgfalt
her=
geſtellt und ein Muſterſtück in drucktechniſcher, bildlicher
und redaktioneller Beziehung. In keinem Journal findet
man eine ſolche Fülle der verſchiedenartigſten Modelle
für die kommende Frühjahr= und Sommer=Saiſon vom
Eleganteſten bis zum Einfachſten, alles in dem anerkannt
gediegenen Geſchmack der Firma Butterick. Beſondere
Anziehungskraft dürfte der Roman Dora Dunckers
aus=
üben, der in dieſem Heft beginnt. Dieſer neueſte Roman
gibt einen hochintereſſanten Einblick in ein Künſtlerleben
mit ſeinen Problemen, mehr wollen wir im voraus
nicht verraten. Probeheft 60 Pfg., im Abonnement
monatlich 50 Pfg. durch alle Buchhandlungen, ſowie
durch die Aktien=Geſellſchaft für Buttericks Verlag,
Berlin W. 8, Leipzigerſtraße 102.
— A. Hemberger: Illuſtrierte Geſchichte
des Balkankrieges 1912. Mit vielen
Illuſtratio=
nen, Porträts, zahlreichen Karten und Plänen. In etwa
40 Heften zu 50 Pfennig. (A. Hartlebens Verlag in
Wien und Leipzig.) Bisher ausgegeben 6 Hefte. Die
ge=
naue Kenntnis der Vorgänge auf dem Balkan und in den
europäiſchen Staatskanzleien iſt der Schlüſſel zum
Ver=
ſtändnis unſerer Zeit und ihrer Gefahren für den
Welt=
frieden. Die „Illuſtrierte Geſchichte des Valkankrieges
1912” vermittelt dieſe Kenntnis in der feſſelndſten Form.
In breiteſter Ausführlichkeit iſt hier jede Phaſe des
Krieges, jedes in Betracht kommende politiſche Moment
geſchildert, das vorliegende reiche Quellenmaterial iſt
ſtreng geſichtet, und neben größter hiſtoriſcher Treue iſt
höchſte Anſchaulichkeit das Ziel des Verfaſſers. Beſtes
Illuſtrationsmaterial unterſtützt dieſes Beſtreben in
her=
vorragendem Maße. Die bisher vorliegenden ſechs
Liefe=
rungen enthalten die Kriegsgeſchichte bis zur Schlacht bei
Lüle=Burgas.
Das Tote Meer, von dem wir alle in den Tagen
unſerer Kindheit mancherlei Wunderbares hörten, iſt in
neuerer Zeit vielfach der Gegenſtand wiſſenſchaftlicher
Unterſuchungen geworden. Im neueſten 15. Heft der
illu=
ſtrierten Zeitſchrift Zur Guten Stunde (Deutſches
Verlagshaus Bong u. Co., Berlin W. 57, Preis des
Vier=
zehntagsheftes 40 Pfg.) berichtet ein Fachmann an der
Hand wundervoller Aufnahmen über dieſes eigenartige
Meer. Das Heft enthält auch ſonſt eine Fülle von
be=
lehrenden und unterhaltenden Aufſätzen. Den
Hauptleſe=
ſtoff des Heftes bilden zwei Romane: „Lehrer Mathieſſen”
von Hans Hyan und „Der Lebensſtümper” von Hedda
Freihold. Zwei Extrarubriken „Erfindungen und
Ent=
deckungen” und „Für unſere Frauen” bringen das Neueſte
aus Haus und Hof, Wiſſenſchaft und Technik. Aus dem
ſehr reichen Illuſtrationsmaterial ſei beſonders die
far=
bige Kunſtbeilage „Schloß Windfor bei Nacht” nach einem
Gemälde von Douzette hervorgehoben und der prächtige
Holzſchnitt „Der Tod der Prinzeſſin Lamballe”, der eine
wüſte Szene aus der franzöſiſchen Revolution meiſterhaft
zur Darſtellung bringt.
Orkan in Amerika.
* Chicago, 24. März. Ein Wirbelſturm, der
neuerlich Omaha (Nebraska) und Indiana heimſuchte, hat
ungeheure Schäden angerichtet. Die Telegraphenlinien
ſind unterbrochen und zerſtört. Zahlreiche Verluſte an
Menſchenleben ſind zu beklagen. Einige Meldungen geben
die Zahl der Todesfälle auf 100, andere auf 1000 an.
* New=York 24. März. Wie der Gouverneur
von Nebraska und der Bürgermeiſter von Omaha
heute mittag erklärten, ſind mindeſtens 200 Menſchen
in Omaha durch den Orkan ums Leben gekom=
men. 40 Straßen Omahas wurden zum größten Teil
zerſtört; im Reſidenzviertel wurden 150 Wohnhäuſer
fort=
geweht, 250 teilweiſe zerſtört, ebenſo 15 Kirchen und acht
Schulen. In verſchiedenen Teilen der Stadt brach Feuer
aus. Da die Straßen voll von Trümmern waren,
geſtal=
teten ſich die Löſcharbeiten ſchwierig, doch kam ein
ſtär=
kerer Regenfall ihnen ſpäter zugute. Zahlreiche
Plünde=
rungen wurden verübt. Wie gemeldet wird, ſind auch drei
Vororte Omahas vollſtändig zerſtört worden.
Der Orkan fegte geſtern durch das Miſſourital und richtete
in Illinois, Miſſouri, Kanſas, South=
Da=
kota ebenfalls großen Schaden an. Um Mitternacht
er=
reichte er Chicago, wo 100 Perſonen verwundet wurden
und zahlreiche Brände ausbrachen. Noch jetzt ſind die
Verbindungen größtenteils unterbrochen.
New=York, 24. März. Zu den Gebäuden, die
in Omaha durch den Sturm zerſtört wurden, gehört
auch ein Kinematographentheater, in dem 30 Menſchen
umgekommen ſein ſollen.
* New=York, 24. März. Auch auf dem
Atlan=
tiſchen Ozean herrſchte geſtern ein heftiger Sturm.
Die von den Ozean=Dampfern eingelaufenen drahtloſen
Telegramme melden mehrere Unfälle. Der Dampfer
„Texas” von Chriſtiania nach Mexiko unterwegs, wurde
derart beſchädigt, daß 43 Paſſagiere auf offenem Meer
auf den Dampfer „Tietgen” gebracht werden mußten.
Indianapolis (Indiana), 25. März. Nach
einem Orkan und durch ſtrömenden Regen ſind die Flüſſe
über die Ufer getreten. Man fürchtet
Ueberſchwem=
mungen, wie ſie ſeit vielen Jahren nicht dageweſen ſind.
Mehrere Städte ſind überflutet. Fünf Perſonen ſind
ertrunken, Häuſer ſind zerſtört, viel Vieh umgekommen und
die Ernte vernichtet. Die Bevölkerung der
überſchwemm=
ten Gegenden iſt in hochgelegenes Land geflüchtet.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korceſp.=Bureau.)
* Berlin, 25. März. Der Oberpräſident der Provinz
Brandenburg genehmigte die von den Berliner
Gemeinde=
behörden beſchloſſene Steuer auf
kinematogra=
phiſche Vorſtellungen, ſowie die Umwandlung
des Braumalz=Steuerzuſchlages in eine Bierſteuer. Beide
Steuern ſollen am 1. April in Kraft treten.
Schleuſingen, 25. März. Am erſten Oſterfeiertag
fuhr auf der Straße zwiſchen Schleuſingen und Eisfeld
an einer ſcharfen Kurve das Automobil des
Ge=
ſchirrhalters Köllner aus Großtabarz gegen einen
Stein=
haufen. Das Automobil überſchlug ſich und die
vier Inſaſſen wurden herausgeſchleudert. Der Beſitzer
des Schießhauſes in Großtabarz, Echarti, wurde ſofort
getötet ſeine Gattin und der Beſitzer Köllner
erlit=
ten ſchwere Verletzungen. Der vierte Inſaſſe, ein
Flei=
ſchermeiſter aus Waltershauſen, blieb unverletzt.
Helmſtedt, 25. März. Auf einem der Gewerkſchaft
Braunſchweig=Lüneburg gehörenden Schachte bei
Gras=
leben ſtürzten am Oſterſamstag, wie die
Braunſchwei=
giſche Landeszeitung meldet, zwei Bergleute in den
Fahrſchacht; einer, der Vater von ſieben Kindern, war
ſo=
fort tot, der andere wurde ſchwer verletzt nach dem
Kran=
kenhauſe verbracht.
* Zittau, 25. März. Heute vormittag ereignete ſich
kurz vor der Station Grottau ein
Eiſenbahnun=
glück. Von dem um 9 Uhr 15 Minuten aus
Reichen=
berg in Zittau eintreffenden Perſonenzuge entgleiſten
in=
folge vorzeitiger Weichenſtellung vier der letzten
Per=
onenwagen, der letzte ſtürzte um. Ein Reiſender wurde
chwer, drei Reiſende und zwei Eiſenbahnbeamte leichter
verletzt.
Heidelberg, 25. März. Der Prinzvon Wales
unternahm heute früh 9 Uhr hier einen Spaziergang und
im Anſchluß daran eine größere Fahrt über Eberbach,
Amorbach nach Miltenberg. Die Rückkehr erfolgte über
Erbach. Die Abreiſe nach Stuttgart wird morgen mittag
angetreten.
Mancheſter, 25. März. Die unabhängige
Arbeiter=
partei hielt geſtern eine Konferenz ab, wozu den
Suffragetten der Zutritt unterſagt wurde. Die
Suffragetten zogen eine ſchwere Eiſenkette durch die Griffe
der beiden Torflügel und verſchloſſen dieſe mit einem
ſchweren Verhängeſchloß. Die Verſuche der Eingeſperrten,
die Türen zu öffnen, waren vergeblich. Es wurde ein
Schloſſer herbeigeholt. Als die Delegierten den Saal
ver=
ließen, wurden ſie mit Flaſchen und anderen
Gegenſtän=
den bombardiert. Mehrere Frauen wurden verhaftet.
— Petersburg. 25. März. Die durch die
Zuſammen=
ſtöße mit den Offizieren wegen Verweigerns des
Salu=
tierens unter den Studenten der militär=
medizini=
ſchen Akademie hervorgerufene Gärung iſt ſo ſtark,
aß die Regierung beſchloſſen hat, die Anſtalt für einige
Zeit zu ſchließen.
Briefkaſten.
L. 100. Zu 1. Nein, es muß ein Vormund beſtellt
werden. Zu 2. Ja, durch gerichtlichen oder notariellen
Ehe vertrag.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Der Frühling lacht von grünen Höh’n,
— und die Welt feiert die blühende Jugend des Jahres.
Keine Zeit aber iſt für die Geſundheit gefährlicher,
als gerade das Frühjahr, und nun erſt recht muß
man ſich ſtets vor Erkältungen hüten. Man beugt
ihnen vor, wenn empfindliche Menſchen auf
Spaziergängen ſich ſtets mit Fays ächten Sodener
Mineral=Paſtillen verſehen und ſie nach Vorſchrift
gebrauchen. Die Schachtel koſtet nur 85 Pfg.;
achten Sie aber auf den Namen „Fay” und weiſen
Sie Nachahmungen zurück. Weiteres Kennzeichen:
Amtliche Beſcheinigung des Bürgermeiſter=Amtes
Bad Soden a. T. auf weißem Kontrollſtreifen. (I,5953
efjug‟ Caspari-Roth Roffi u. Pelzer
Ateetellte bes
380.
zst.
Schne
Institut der Bränche in
Oegeßerlin, Leipriger Strasse 113=
Frank-
ägen furt a. M., Rosemarkt 2. Ecke Steinneg.
2
nach Pilsner Art
nach Muncnner Art
Hell Export 36GG
feinste Tafelbiere
in Flaschen und Syphons.
11
3826a
Oilicn Meater
Rheinſtraße 6 Telephon 2170.
(*7939
Nur 3 Tage!
Ein erſtklaſſ., abwechslungsreiches Progeamm
Vergutmütige Morit
Komödie in 2 Akten, geſpielt von Herrn Prince.
Als Einlage:
Cheodor Körner
von der Wiege bis zum Grabe.
Hiſtoriſches Drama in 3 Akten
ſowie auserwählte Humoresken,
Dramen, Natur= u. wiſſenſch. Films.
Sei Nierenkranken ſowohl wie bei Gichtleidenden
ſpielt die Reizloſigkeit der Nahrung eine große Rolle.
Es iſt deshalb oft ſehr ſchwer, den Wünſchen nach
Ab=
wechſelung in den Speiſen gerecht zu werden, weil die
Auswahl der Gerichte eine beſchränkte iſt. „Kufeke‟
vermag hier Abhilfe zu ſchaffen, beſonders, da es in
mannigfaltiger Form, als Getränk, Suppe oder in
Ge=
müſen gereicht werden kann; man bediene ſich dazu des
in den Verkaufsſtellen gratis erhältlichen, kleinen Koch=
II, 7099
buches, das 104 wertvolle Rezepte enthält.
Eine komplette
Braut-Ausstattung
ist einige Tage in meinen Schaufenstern
und z. T. im Geschäftslokal ausgestellt.
C. F Erb Nachf.
Obere Elisabethenstr
(*7848
an ſchreibt uns: Bis zu 50 Prozent können Sie
Me ſparen an Ihren Ausgaben für Kleidung, wenn
Sie dauerhafte, elegante Stoffe direkt vom Fabrikanten
beziehen. Schwetaſch=Stoffe ſind elegant, modern
und dabei außerordentlich durabel. Aus tauſenden von
Anerkennungen iſt zu erſehen, daß ſie ihres billigen
Preiſes wegen, aber auch in ihrer Qualität, Dauerhaftig
keit, in ihrem guten Sitz und im vornehmen
Aus=
ſehen bevorzugt werden. Die heutige Zeitungsbeilage
enthält das Nähere.
IV, 7106,23
Die enorm hohen Fleiſchpreiſe zwingen die
Haus=
frau zur Sparſamkeit, wobei ihr Türk & Pabſt’s
Fiſch= und Fleiſch=Paſten in Tuben nützliche
Dienſte leiſten. Unſeren Leſerinnen werden auf
Ver=
langen T. & P’s. reichhaltige Kochrezepte (4. verbeſſerte
Auflage) von der Firma Türk & Pabſt in Frankfurt
a. Main koſtenlos zugeſandt.
an ſchreibt uns: Ueber hundert Millionen
Päckchen ſind im Jahre 1912 von Dr. Oetkers
Fabrikaten verkauft. Das iſt der beſte Beweis für
die hervorragende Güte von Dr. Oetkers Fabrikaten und
für den ſtändig wachſenden Anklang, den ſie bei den
Hausfrauen finden. Jede Hausfrau achte beim Einkauf
darauf, daß auf den Päckchen der Name „Dr. Oetker” ſteht.
Zur geſl. Beachtung!
Wahrend
GesUnlb
de
unſerer Geſchäftsſtelle
Rhein=
ſtraße 23 befindet ſich der
Ein=
gang zu derſelben durch das
Hoftor rechts.
„Darmſtädter Tagblatt”.
Unterrichtsweſen.
Darmſtädter Stenotypiſtenſchule. Die
Stenographie hat, insbeſondere im letzten Jahrzehnt,
eine außerordentliche Verbreitung gefunden, weil die
Nachfrage nach ihr immer ſtärker wurde. Sie wird nicht
nur im Handelsſtande, in den Schreibſtuben der
Rechts=
anwälte uſw. allgemein angewandt, ſondern bürgert ſich
auch in den Kanzleien der ſtaatlichen und ſtädtiſchen
Behörden immer mehr und mehr ein. Für alle
ſchreiben=
den Berufe iſt die Stenographie tatſächlich unentbehrlich
geworden. Das gleiche gilt auch für die Schreibmaſchine,
die einen notwendigen Beſtandteil eines jeden modernen
Bureaus geworden iſt. Durch die Schreibmaſchine kann
die Leiſtungsfähigkeit des Stenographen beträchtlich er
höht werden, es iſt deshalb ein unbedingtes Erfordernis
für den Stenographen, ſich Fertigkeit im
Maſchinen=
ſchreiben anzueignen. Die Kaufmänniſche
Steno=
graphen=Geſellſchaft „Gabelsberger” hat
als erſter Stenographen=Verein Deutſchlands den
Schreibmaſchinenunterricht als 2.
Lehr=
ach unter eigner Regie in größerem Maßſtabe
auf=
genommen. Der Stenographieunterricht wird in 15
Abteilungen mit jährlich über 5000
Unterrichts=
beſuchern in den eignen Räumen
Mathilden=
platz 8 in ſyſtematiſcher Weiſe gepflegt. Die
„Geſchäftsſtelle” der genannten Geſellſchaft gibt
koſten=
freie Auskunft in dieſen Berufsfragen. (Näh ſiehe Anz.,
Das Pädagogium Neuenheim=
Heidel=
berg mit kleinen Gymnaſial=Realklaſſen iſt bekannt
durch ſeine modern bewährten Einrichtungen für
körper=
liche und geiſtige Erziehung. Spiele auf großem, eigenem,
Spielfeld. Wanderungen. Gartenarbeit. Werkſtätte.
Einzel=
behandlung. Förderung körperlich ſchwacher und zarter
Zöglinge. Vorzüglich empfohlenes Familienheim. Im
verfloſſenen Jahre wurden die gleichgünſtigen
Erziehungs=
ergebniſſe erzielt wie in früheren Jahren, ſowohl in der
Ueberleitung der Schüler in die Oberſekunda (7 Kl.) und
Unterprima (8 Kl.) der Gymnaſien, Realgymnaſien und
Oberrealſchulen als auch in der Einjährigen=Prüfung
(es beſtanden Oſtern und Herbſt 1912 jeweils alle
Sekundaner). Weitere Nachrichten ſind im Jahresbericht
und in den Prüfungsergebniſſen enthalten.
Das Städtiſche Friedrichs=
Polytech=
nikum zu Cöthen (Anhalt) iſt eine akademiſche
Lehranſtalt, welche jungen Leuten mit Einjährigen=
Zeugnis eine harmoniſch abgeſchloſſene akademiſche
Aus=
bildung zum Ingenieur oder
Ingenieurchemi=
ker gewährleiſtet. Als Polytechnikum ſteht es zwiſchen
den Techniken und den Staats=Hochſchulen, in ſeiner
Or=
ganiſation iſt es den Handelshochſchulen am meiſten
ver=
wandt. Es hat den Zweck, für die techniſchen
Berufs=
arten unter beſonderer Berückſichtigung der praktiſchen
Bedürfniſſe die höhere Ausbildung zu gewähren.
Ausführliche Programme durch das Sekretariat des
Friedrichs=Polytechnikums Cöthen=Anhalt.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adopph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Cincinnati” von New=York nach Genua,
19. März 2 Uhr nachm. von Funchal. „Pretoria”, von
New=York kommend 20. März 2 Uhr 15 Min. morgens
in Hamburg. — Weſtindien, Mexiko: „Calabria” nach
Havana und Mexiko, 19. März 5 Uhr nachm. von
Bilbao. „Corcovado” heimkehrend, 19. März von Pto.
Mexico. „Sardinia” von Weſtindien kommend, 20. März
8 Uhr morgens auf der Elbe. „Ypiranga” von Mexikv
und Havana kommend, 19. Marz 7 Uhr abends in
Hapre. — Südamerika, Weſtküſte Amerikas: „Acilia‟,
ausgehend, 14. März in Valparaiſo. „Rugia‟ 19. März
11 Uhr morgens in Santos. „Siegmund” von dem
La Plata kommend, 20. März 8 Uhr 25 Minuten
morgens auf der Elbe. „Thuringia”, ausgehend,
Oſtaſien: „Armenia”, von
12. März in Valparaiſo.
Oſtaſien kommend, 20. März 4 Uhr morgens auf der
Elbe. „Belgravia” 19. März 10 Uhr morgens von
Hongkong nach Manila. „Braſilia” von Antwerpen
kommend, 20. März 7. Uhr 25 Min. morgens auf der
Elbe. „O. J. D. Ahlers” 19. März von Schanghai nach
Hongkong. „Scandia”, ausgehend, 19. März in
Schang=
hai. „Spezia”, ausgehend, 19. März in Schanghai.
Holland=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Aug. Cellarius in Darmſtadt, Bleichſtr. 53.
„Rotterdam” 18. März vorm. von New=York abgegangen.
„Nieuw Amſterdam” 16. März 1 Uhr 45 Min. nachm.
Lizard paſſiert. „Noordam” 14. März vorm. in
Rotterdam eingetroffen. „Ryndam” 11. März vorm.
von New=York abgegangen. „Potsdam” 19. März
nachm. in New=York eingetroffen.
Familiennachrichten.
Marine-Stabsarzt Dr. Buchinger
u. Frau Else Buchinger, geb. Sander,
zeigen die Geburt ihres zweiten Sohnes
an.
Flensburg, am 19. März 1913.
Südergraben 26.
(*7816
Todes=Anzeige.
Heute, am Oſtermontag, abends gegen
6 Uhr, entſchlief ſanft nach langem, ſchwerem,
mit größter Geduld ertragenem Leiden meine
innigſtgeliebte Frau, unſere treuſorgende, gute
Mutter
(7109
Frau Marie von Voss
geb. Reumont
im Alter von 48 Jahren.
In tiefer Trauer:
Friedrich von Voss,
Franz von Voss,
Günther von Voss.
Rudi von Voss,
Marie-Liese von Voss.
Darmſtadt, den 24. März 1913.
Die Beerdigung findet am Freitag, 28. März,
nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des
Fried=
hofes zu Darmſtadt aus, ſtatt.
Geſtern entſchlief ſanft nach längerem
Leiden im 81. Lebensjahre unſere liebe Mutter
Frau verw. Bergdirektor
Julie Klemm
geb. Heuer.
Darmſtadt, am 25. März 1913. (*7829
Im Namen der Hinterbliebenen:
Bergrat Prof. Dr. Guſtav Klemm,
Ingenieur Max Klemm (Staßfurt).
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 26. März,
5 Uhr nachmittags, von der Kapelle des ſtädt.
Friedhofes aus, ſtatt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte unſeres
innigſtgeliebten Gatten, Vaters, Sohnes, Bruders,
Schwagers, Schwiegerſohnes und Onkels (7133
Philipp Schwinn
Elektro-Monteur
ſagen wir allen Verwandten, Freunden und
Be=
kannten unſeren tiefſtgefühlten Dank. Insbeſondere
danken wir noch Herrn Pfarrer Widmann für die
ſo troſtreichen Worte, dem Doppel=Quartett „
Rhein=
gold” für den erhebenden Grabgeſang, ferner der
Firma Schöller und der Direktion des Orpheums,
den Stammgäſten der Reſtauration „Zum
Wein=
berg” ſowie für die ſchönen Blumen= und
Kranz=
ſpenden, die uns von allen Seiten zuteil wurden,
und ſeinen Freunden und Kollegen, die den
Ent=
ſchlafenen zur letzten Ruheſtätte geleiteten.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 24. März 1913.
Dankſagung.
Für die uns bewieſene herzliche Teilnahme
bei dem uns betroffenen ſchweren Verluſte ſagen
wir Allen unſeren tiefſtgefühlten Dank.
(7132
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Karl Bott.
Darmſtadt, den 25. März 1913.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Hochdruckgebiet das geſtern über England lag,
iſt weiter oſtwärts vorgeſchritten und lagert über der
Nordſee. Heſſen war geſtern meiſt trocken; im übrigen
Deutſchland fielen verbreitete Niederſchläge. Die
Mor=
gentemperaturen ſind etwas geſunken. Das über der
Biscaya lagernde Tief wird unſere Witterung noch nicht
beeinfluſſen, ſo daß wir für die nächſten Tage unter dem
Einfluß des Hochdruckgebietes ſtehen werden und heiteres,
trockenes Wetter zu erwarten haben.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, 26. März: Meiſt
heiter, trocken, mild.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater (Ab. B), Anfang 7½ Uhr, Ende
10 Uhr: „Anatol”.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Verſammlung des Allgemeinen Vereins gegen
Ver=
armung und Bettelei um 3 Uhr im Rathausſaal.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23): König
Georg I. von Griechenland der neue König von
Griechenland; zum Präſidentſchaftswechſel in den
Ver=
einigten Staaten von Amerika; der Einzug der Griechen
in Janina; vom Oſterreiten in der Wendei.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 27. März.
Hofreite=Verſteigerung des Hermann Geyer
(Schloßgaſſe 18) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung des Johann Gg. Klenk
Hohler Weg 20) um 9 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Pferde=Verſteigerung um 10½ Uhr am Stall
der Kommandantur des Truppen=Uebungsplatzes.
Holzverſteigerung um 9 Uhr im Meſſeler
Ge=
meindewald (Zuſammenkunft auf der Kreuzung von
Thomashütten= und Koſakenſchneiſe).
Stamm= und Nutzholz=Verſteigerung um
9 Uhr im Gaſthaus „Zur Krone” zu Groß=Gerau.
Großh. Landesmuſeum. Geöffner Sonn= und
Feiertags von 10—1 Uhr und 2—4 Uhr, Freitags
von 10—1 Uhr, ſowie Mittwochs von 2—4 Uhr
eintrittsfrei; Dienstags, Donnerstags und Samstags
von 11—1 Uhr gegen Eintrittsgeld.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Gerande
(ca. 10000 am) mit bequemem Straßenzugang, als
Lager=
platz vorzüglich geeignet, ganz oder geteilt zu verpachten.
Intereſſenten werden gebeten, ihre Offerte unter § 22 an
die Exped. d. Bl. einzureichen.
(6701a
Chaiselonque
neu, verſtellbar, la Bezug, 26 Mk.,
eleg. Diwan, modern, 38 Mk. (neu).
Näh. Heinheimerſtr. 42, part. (*7934
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umzugshalber billig abzug.
*7801) Dieburgerſtr. 61, 1. St.
Es wird ein neues humoriſtiſches
Buch mit dem Titel
„Aus dem der
Weltes Wirbel‟
erſcheinen. Man ſucht einen Käufer
oder einen Ausgeber, der das Buch
in Verlag nehmen will. Angebote
unter T 39 an die Exp. (*7890
Kurſe vom 25. März 1913.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach,
InProz.
Zf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 98,90
3½ Deutſche Reichsanl. . 86,00
75,60
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 98,80
3½ do. Conſols . . . 86,10
75,50
do.
do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 97,10
91,50
do.
3½
82,00
3
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,10
84,40
do.
31
76,20
3
do.
4 Hamburger Staatsanl. 97,70
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 98,40
do. do. (unk. 1918) 96,90
84,80
do.
3½
73,4
do.
76,50
Sächſiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 93,00
do. v. 1875 94,10
3½
Bulgaren=Tabak=Anl. 98,90
Griechen v. 1887 . . 54,35
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 85,40
4 do. Goldrente . . . 90,10
do. einheitl. Rente 82,50
3 Portug. unif. Serie I
do. unif. Ser. III 65,20
3 do. Spezial . . . . 9,60
5 Rumänier v. 1903 . . 99,50
do. v. 1890 . . 90,70
v. 1905 . . 86,20
do.
4 Ruſſen v. 1880 . . . .
4 do. v. 1902 . . . . 89,60
4½ do. v. 1905 . . . . 99,70 120 Verein chem. Fabriken
3½ Schweden . . .
4 Serbier amort. v. 1895 80,40
77,00
4 Türk. Admin. v. 1903
Türk. unifiz. v. 1903 85,50
4 Ungar. Goldrente . . . 85,30
4 do. Staatsrente. . . 82.40
In Prei=
Zſ.
5 Argentinier . . . . . . 99,30
do.
½ Chile Gold=Anleihe. 91,50
5 Chineſ. Staatsanleihe. 99,10
41
92,40
do.
4½ Japaner . . . . . . . 90,70
5 Innere Mexikaner . . . 89,40
do,
4 Gold=Mexikanerv. 1904 83,00
5 Gold=Mexikaner . . . . 97,00
3 Buenos Aires Provinz 67,40
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 151,80
5 Nordd. Lloyd . . . . . 113,75
6½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 127,20
Aktienausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60½
Einz. Mk. 408 . . 113,25
6 Baltimore und Ohio . 1001
6 Schantungbahn . . . . 124,50
6½ Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 23½
6 Pennſylvania R. R. . 118,30
Letzte Induſtrie=
Aktien.
Divid.
3 Brauerei Werger
64,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
542,00
Fabrik . .
14 Chem. Fabrik Gries=
.244,00
heim . .
30 Farbwerke Höchſt . . 626,00
Mannheim . . .
10 Cement Heidelberg . . 143,25
30 Chem. Werke Albert 440,00
14 Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 336,50
5 Lahmeyer . . . . . . . 120,00
Letzte
In Proz.
Divid
8 Schuchert, Nürnberg 140,90
12 Siemens & Halske .209,50
5 Bergmann Electr. .
10Deutſch. Ueberſee Electr. 159,80
0 Gummi Peter . . . 70,10
0, Kunſtſeide Frankfurt 62,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 562,00
10 Maſchinenf. Badenia 176,00
16 Wittener Stahlröhren
8 Steana Romana Petr.
15 Zellſtoff Waldhof . . 233,00
12½ Bad. Zucker=Wag
häuſel. . . . . . . 199,75
O Neue Boden=A. A.=Geſ. 74,00
3 Südd. Immobilien . 57,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede .
. . 172,60
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 213,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 159,50
10 Gelſenkirchener . . . 192,50
9 Harpener . . . . . . . 190,30
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 256,50
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 81,80
6 Laurahütte . . . . . . 174,00
10 Kaliwerke Aſchersleben
Weſteregeln 207,00
11
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 87,75
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
Eliſabethbahn, freie . . 91,20
Franz=Jofefs=Bahn . . 86,30
3 Prag=Duxer . . . .
73,50
5 Oeſterr. Staatsbahn .
4 Oeſterr. Staatsbahn 90,30
do.
74,90
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,75
do.
74,10
In Proz.
Bf.
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 52,60
3 Raab=Oedenburg
76,00
4 Kronprinz Rudolfbahn 90,90
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 86,00
4½ Moskau=Kaſan . . . 94,90
85,80
do.
4 Wladichawchas . . . . 86,30
4 Rjäſan Koslow . . . . 86,40
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 74,20
do.
86,75
24
Livorneſer . . . .
68,10
3 Salonique=Monaſtir . 61,70
4 Baadadbahn . . . .
80,00
4½ Anatoliſche Eiſenb. 93,80
4 Miſſouri=Pacific. . .. 69,80
4 Northern=Paciſic . . . 96,80
4 Southern=Paciſie .
92,76
5 St. Louis und San
Francisco. . . . . 80,70
5 Tehuantepec . . . . . . 95,60
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich
7½ Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 150,50
9½ Berlin. Handelsgef. .167,00
6½ Darmſtädter Bank . 122,75
12½ Deutſche Bank . . . 255,50
6 Deutſche Vereinsbank . 115,90
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,00
10 Diskonto=Kommandit 179,30
8½ Dresdener Bank 155,30
9½ Frankf. Hypoth.=B. 216,00
6½ Mitteld. Kreditbank 114,50
Nationalb. für Deutſchl. 120,60
Pfälziſche Bank . . . . 130,00
5.86 Reichsbank . . . . 134,00
Rhein. Kreditbank. . . 135,90
A. Schaaffhauſen.
* Bankverein . . . . 113,40
7½ Wiener Bankverein . 134,00
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 97,70
Zf.
In Proz.
3½ Frankf. Hypoth.=Banl
S. 19 . .
86,20
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
97,00
S. 52 . . . . .
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 97,00
3½
do
86,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 98,70
3½
86,20
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16 . .
98,20
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23 . . . . . .
98,30
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 86,20
S. 3—5 . . . . . . . . 86,00
S. 9—11 .
86,10
4 Meininger Hyp.=Bank 97,40
31
do.
86,30
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 97,70
3½ do. (unk. 1914) . . 85,90
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 98,50
3½
do.
86,90
Städte=
Obligationen.
Darmſtadt . . . .
96,80
do.
3½
4 Frankfurt. .
98,30
do.
3½
95,20
4 Gießen
-
3½ do.
Heidelberg . . . . . . 95,30
3½
do.
4 Karlsruhe . . . . . . 96,30
3½
do.
88,30
4 Magdeburg. . . . . .
31.
.
4 Mainz . . . . . . . . 95,10
do.
3t
4 Mannheim . . . . . . 96,00
3½
do.
89,80
München
99,20
3½ Nauheim . . . . .
Nürnberg. . . . . . . 96,00
3½
do.
87,00
4 Offenbach .
Zf.
In Proz.
3½ Offenbach . . . . . .
Wiesbaden . . . . . . 97,30
31
88,00
do.
4 Worms . . . . . . . . 97,050
3½
do.
86,00
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 179,10
3½ Cöln=Mindner , 100 139,50
3 Holl. Komm. . fl. 100 108,25
3 Madrider . . Fs. 100 72,25
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 136,70
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 175,00
3 Oldenburger . . . . . . 129,10
2½ Raab=Grazer fl. 150 112,00
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7 34,75
Braunſchweiger Tlr. 20 197,00
Freiburger . . . . Fs. 15 100,10
Mailänder . . . . Fs.45
do. . . . . Fs. 10 37,90
Meininger . . . . fl. 7 34,60
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 563,00
do. v. 1858fl.100
Ungar. Staats . . fl.100
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 156,20
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 26,41
20 Franks=Stücke . . . . 16,30
Amerikaniſche Noten . . . 4,18½
Engliſche Noten . . . . . 20,46
Franzöſiſche Noten. . . . 81,05
Holländiſche Noten. . . . 167,45
Italieniſche Noten . .
79,55
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,30
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,70
Reichsbank=Diskonto.
Reichsbank=Lombard Zsf. 7
13. Vorbereitungskursus für die theoretische
Meisterprüfung im Handwerk.
Nach dem Reichsgeſetz vom 30. Mai 1908 (ſog. kleiner
Befähig=
ungsnachweis) dürfen bekanntlich im allgemeinen nur noch ſolche
Perſonen Lehrlinge anleiten, welche die Meiſterprüfung beſtanden
haben. Ueberdies läuft am 1. Oktober 1913 die Friſt ab, bis
zu welcher die Meiſterprüfung noch ohne Nachweis der
beſtandenen Geſellenprüfung abgelegt werden kann. (Die
Be=
ſtimmungen finden gleichermaßen auf männliche wie auf weibliche
Gewerbetreibende Anwendung.)
Infolge der überaus großen Beteiligung an der jetzt beginnenden
außerterminlichen Meiſterprüfung wurde, um noch möglichſt vielen
Handwerkern die Teilnahme an der Prüfung nach den erleichterten
Beſtimmungen zu ermöglichen, die Abhaltung einer zweiten
außer=
terminlichen Meiſterprüfung für dieſes Jahr angeordnet. Wir
beab=
ſichtigen daher zur Vorbereitung auch auf den theoretiſchen Teil
dieſer Meiſterprüfung nochmals einen Kurſus in Buchführung,
Wechſellehre, Scheckverkehr, Gewerbe=Verſicherungs= uud
Ge=
noſſenſchaftsgeſetzgebung abzuhalten.
Derſelbe wird bei genügender Teilnahme am 2. April beginnen
und am 16. Mai endigen. Als Unterrichtszeit ſind die Mittwoch=
und Samstag=Nachmittage vorgeſehen.
Anmeldungen werden auf der Handwerkskammer zu
Darm=
ſtadt, Georgenſtr. 9, bis ſpäteſtens 29. März entgegen genommn.
Die Teilnehmergebühr mit 10 Mk. iſt im Voraus zu entrichten.
(6176a
Darmſtadt, den 11. März 1913.
Der Vorstand des Ortsgewerbevereins zu Darmstadt.
Höhere Privatſchule Darmſtadt.
Grüner Weg 19 Leiter: H. Rupp. Fernſprecher 1512
Die Anſtalt bereitet in durchaus perſönl. Unterricht zur Einj.=,
Prim.=, Fähnrich= und Reifeprüfung, ſowie zum Eintritt in irgend
eine Klaſſe einer höheren ſtaatlichen Lehranſtalt vor. Mit der
An=
ſtalt iſt ein kleines Familienpenſionat verbunden. Schule und
Pen=
ſion ſind von beſten Kreiſen vorzüglich empfohlen. Anmeldungen
werden täglich von 12—1 oder 3—5 Uhr nachmittags von dem
Vorſteher oder deſſen Stellvertreter, Herrn Lehramtsaſſeſſor Michel,
in der Anſtalt entgegen genommen. Proſpekte und Prüfungs
(B4853
ergebniſſe durch den Vorſteher.
H. Rupp.
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Sprachen, deutsche Literatur und Erziehungslehre.
Das neue Schuljahr beginnt Dienstag, den 1. April,
8 Uhr. Anmeldungen im Schulhause, Neckarstr. 5.
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aus-
gestellten Handarbeiten der Schülerinnen wird höflich eingeladen.
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Gelegenheit zum Anſchluß an Privatkurſe. Einzelunterricht auf
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(VII,6759
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Insiiial Tur Modeihe Tunzkunst.
Für meine im Herbſt beginnenden Tanzkurſe haben die An
meldungen begonnen und erbitte ich weitere Anmeldungen
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(frühere Großherzogl. Hof=Solo=Tänzerin).
Institut für Tanzkunst
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Nachmittags- u. Abendkurse für Erwachsene u. Kinder.
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Neue Gesellschaftstänze: One step. Tango, Boston etc.
Baldgefl. Anmeldungen im Institut erbeten.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Dachshund, 1 Dobermann. 1 Dachshund (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde
findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt. (7111
Warenhaus= und Filialſteuer.
Die nachſtehenden, von den Großh. Miniſterien des Innern
und der Finanzen genehmigten Ortsſatzungen treten am 1. April
ds. Js. in Kraft.
a) Ortsſatzung
betreffend die Erhebung einer Warenhausſteuer in Darmſtadt.
Auf Grund der Artikel 19 ff. des Geſetzes, die
Gemeinde=
umlagen betreffend, vom 8. Juli 1911 und des Artikels 15 des Ge
ſetzes, die Städteordnung betreffend, vom 8. Juli 1911, wird auf
Beſchluß der Stadtvertretung vom 30. Januar 1913 nach gutächtlicher
Aeußerung des Oberbürgermeiſters und des Kreisausſchuſſes und
mit Genehmigung der Großh. Miniſterien des Innern und der
Finanzen vom 19. März 1913 für den Gemeindebezirk der Stadt
Darmſtadt folgendes beſtimmt:
Gewerbliche Unternehmen, inſoweit ſie den Kleinhandel mit
Waren verſchiedener Gattungen nach Art der Warenhäuſer, Groß
baſare, Abzahlungs=, Verſteigerungs= und Verſandgeſchäfte im großen
betreiben, ſind zur Zahlung einer beſonderen Gewerbeſteuer —
Waren=
hausſteuer — an die Stadt Darmſtadt verpflichtet.
§ 2.
Steuerpflichtig ſind ſowohl Hauptniederlaſſungen als auch
Zweigniederlaſſungen auswärtiger Geſchäfte der in § 1 bezeichneten
Art. Beſitzt eine gewerbliche Unternehmung in Darmſtadt Filial
betriebe in Darmſtadt, ſo iſt ſie mit dieſen als ein Ganzes zu be
urteilen.
§ 3.
Maßgebend für die Pflicht zur Zahlung der Warenhausſteuer
iſt der Umſatz des letzten, zur Zeit der Veranlagung abgelaufenen
Geſchäftsjahres. Hat das Unternehmen noch kein volles
Geſchäfts=
jahr beſtanden, ſo iſt der Jahresumſatz nach den zur Zeit der
Ver=
anlagung vorliegenden Anhaltspunkten zu ſchätzen. Während des
Steuerjahres eintretende Aenderungen ſind erſt bei der Beſteuerung
für das folgende Jahr zu berückſichtigen.
Die Betriebsinhaber ſind verpflichtet, auf die an ſie ergehende
Aufforderung der zuſtändigen Steuerveranlagungsbehörde innerhalb
einer von dieſer vorzubeſtimmenden Friſt eine Erklärung über
den erzielten Umſatz, ſowie darüber einzureichen, welcher Teil des
Anlage= und Betriebskapitals und welcher Teil des Ertrags auf den
Kleinhandel entfällt. In der Aufforderung iſt der Rechtsnachteil
anzudrohen, daß nach fruchtloſem Ablauf der Friſt die entſprechenden
Feſtſtellungen ohne weitere Mitwirkung des Beteiligten von Amts
wegen erfolgen würden, daß ihm für das betreffende Steuerjahr eine
Einſprache dagegen nicht zuſtehe, und daß er zur Steuer herangezogen
werde, als wenn er lediglich den Kleinhandel betreibe.
§ 4.
Die Warenhausſteuer wird nach dem im Kleinhandel erzielten
Jahresumſatz des Unternehmens erhoben und beträgt:
von mehr als bis einſchließlich
des Umſatzes
150090 ℳ
300000
vom Hundert
300000
450000 „
1½ „
600000
450000 „
,
600000
1000000 „
2½ „
1000000
Ueberſteigt die hiernach berechnete Warenhausſteuer
nachweis=
lich 15% des Ertrags im Sinne des Artikels 11 Abſatz 3 des Ge
ſetzes, die Gemeindeumlagen betreffend, ſo iſt ſie auf Antrag des
Pflichtigen auf dieſen Betrag, keinesfalls aber auf weniger als 1%
des Umſatzes zu ermäßigen.
§ 5.
Die Warenhausſteuer wird durch die Inſtanzen veranlagt, von
denen die Gewerbeſteuer veranlagt wird. Gegen deren Entſcheidungen
finden die gegen die Zuziehung zu den Gemeindeumlagen zuläſſigen
Rechtsmittel ſtatt.
§ 6.
Iſt bei einem gewerblichen Unternehmen die Vorausſetzung für
die Erhebung von Warenhaus= und Filialſteuer gegeben, ſo gelangt
nur diejenige Steuer zur Erhebung, die den höheren Steuerertrag
ergibt.
Im übrigen gelten die Vorſchriften des Geſetzes, die Gemeinde=
(7054md
umlagen betreffend, vom 8. Juli 1911.
§ 8.
Dieſe Ortsſatzung tritt am 1. April 1913 in Kraft.
Darmſtadt, den 22. März 191
Der Oberbürgermeiſter.
b) Ortsſatzung
betreffend die Erhebung einer Filialſteuer in Darmſtadt.
Auf Grund der Artikel 24 kk des Geſetzes, die Gemeindeum
lagen betreffend, vom 8. Juli 1911 und des Artikels 15 des Geſetzes,
die Städteordnung betreffend, vom 8. Juli 1911 wird auf Beſchluß
der Stadtvertretung vom 30. Januar 1913, nach gutächtlicher Aeuße
rung des Oberbürgermeiſters und des Kreisausſchuſſes und mit
Genehmigung der Großh. Miniſterien des Innern und der Finanzen
vom 19. März 1913 für den Gemeindebezirk der Stadt Darmſtadt
folgendes beſtimmt:
§ 1.
Gewerbetreibende, die im Gemeindebezirk der Stadt Darm
ohne in ihm ihren Wohnſitz oder Hauptbetriebsſitz zu
ſtadt
haben — Verkaufsſtellen oder Lager unterhalten, von denen aus
Waren zum Verkauf abgegeben werden, ſind zur Zahlung einer
be=
ſonderen Gewerbeſteuer — Filialſteuer — an die Stadt Darmſtadt
verpflichtet.
§ 2.
Die Filialſteuer wird nach dem Jahresumſatz der Verkaufs
ſtelle oder des Lagers erhoben und beträgt:
1000 — 50000 Mk. einſchl. 1 v. H.
von einem Umſatz von
„ über 50006—100000
1½ „ „
vom weiteren „
„ „ 100000—200000 „ „
,, ,
,
200000 Mk.
„
„
Ueberſteigt die hiernach berechnete Filialſteuer nachweislich 15%
des Ertrags im Sinne des Artikels 11, Abſ. 3 des Geſetzes, die
Gemeinde=
umlagen betreffend, ſo iſt ſie auf Antrag des Pflichtigen auf dieſen
Betrag, keinesfalls aber auf weniger als 1% des Umſatzes zu ermäßigen.
Beſitzt ein Gewerbetreibender im Gemeindebezirk Darmſtadt
mehrere Verkaufsſtellen oder Lager, ſo ſind dieſe als ein Ganzes
zu beurteilen.
§ 3.
Maßgebend für die Pflicht zur Zahlung der Filialſteuer iſt de=
Umſatz des letzten zur Zeit der Beranlagung abgelaufenen
Geſchäfts=
jahres. Hat das Unternehmen noch kein volles Geſchäftsjahr be
ſtanden, ſo iſt der Jahresumſatz nach den zur Zeit der Veranlagung
vorliegenden Anhaltspunkten zu ſchätzen. Während des Steuerjahres
eintretende Aenderungen ſind erſt bei der Beſteuerung für das
fol=
gende Jahr zu berückſichtigen.
Die Betriebsinhaber ſind verpflichtet, auf die an ſie ergehend
Aufforderung der zuſtändigen Steuerveranlagungsbehörde innerhalb
einer von dieſer vorzubeſtimmenden Friſt eine Erklärung über den
Umfang ihres Geſchäftsbetriebs und weitere für die Steuerveranlagung
erhebliche Tatſachen einzureichen. In der Aufforderung iſt der
Rechts=
nachteil anzudrohen, daß nach fruchtloſem Ablauf der Friſt die
ein=
ſchlägigen Verhältniſſe ohne weitere Mitwirkung der Beteiligten von
Amts wegen feſtgeſtellt würden, und daß ihnen, abgeſehen von der
etwa verwirkten Strafe, für das betreffende Steuerjahr eine
Ein=
ſprache dagegen nicht zuſtehe.
5 4.
Die Steuer wird durch die Inſtanzen veranlagt, von denen die
Gewerbſteuer veranlagt wird. Gegen deren Entſcheidung finden die
gegen die Zuziehung zu den Gemeindeumlagen zuläſſigen Rechts
mittel ſtatt.
§ 5.
Iſt bei einem gewerblichen Unternehmen die Vorausſetzung
für die Erhebung von Warenhaus= und Filialſteuer gegeben, ſo
ge=
langt nur diejenige Steuer zur Erhebung, die den höheren
Steuer=
ertrag ergibt.
§ 6.
Im übrigen gelten die Vorſchriften des Geſetzes, die
Gemeinde=
umlagen betreffend, vom 8. Juli 1911.
§ 7.
Dieſe Ortsſatzung tritt am 1. April 1913 in Kraft.
Darmſtadt, den 22. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
Säuberung der Bäume, Sträucher, Hecken
von Raupenneſtern uſw.
Zufolge Verfügung Großh. Kreisamts Darmſtadt vom 7.
Ja=
nuar d. Js. bringen wir die nachſtehende Polizeiverordnung mit dem
Anfügen zur Kenntnis der Intereſſenten, daß die Viſitationen durch
das Feldſchutzperſonal, zu welchen ſich die Grundeigentümer und
Pächter einfinden wollen, am 31. ds. Mts. beginnen und zu den
fol=
genden Terminen in den hierbei angegebenen Gemarkungsteilen ſtatt
finden werden
1. Im Oberfeld am 31. März d. Js.:
a) Von vormittags 7½ Uhr an in allen von der Erbacherſtraße
bis zu den drei Brunnen rechts, ſodann in den in der
Mühl=
ſtraße, der Soder= und Darmſtraße, der Nieder=
Ramſtädter=
ſtraße und der Kiesſtraße bis zur ſeitherigen Beſſunger Grenze
liegenden Gärten und Baumſtucken.
b) Von nachmittags 1 Uhr an in dem zwiſchen der Erbacherſtraße
und der Dieburgerſtraße bis zum Wald liegenden Gemarkungsteile.
2. Im Heinheimerfeld am 1. April ds. Js.:
a) Von vormittags 7½ Uhr an in den Baumſtücken und den
Gärten zwiſchen Dieburger= und Kranichſteinerſtraße bis zur
Faſaneriemauer.
b) von nachmittags 1 Uhr an in den Baumſtücken und Gärten
zwiſchen der Kranichſteiner= und Frankurterſtraße.
3. Im Löcher= und Niederfeld am 2. April ds. Js.:
a) von vormittags 7½ Uhr an in allen von der Frankfurterſtraße
links liegenden Gärten ꝛc., ſodann in denjenigen vor den
ſo=
genannten Main= Rhein= und Neckartoren bis zur Arheilger
reſp. ſeitherigen Beſſunger Grenze.
b) von nachmittags 1 Uhr an in den Hausgärten.
4. Im ſeitherigen Beſſunger Feld, und zwar:
a) Am 3. April ds. Js., von vormittags 7½ Uhr an, in den
ſüdlich der Heinrichſtraße und öſtlich der Martinſtraße, ſowie
des Martinspfads belegenen Gärten und Baumſtücken.
b) Am 4. April ds. Js., von vormittags 7½ Uhr an, in den
zwiſchen Martinspfad, Martinſtraße, Heinrichſtraße und
Heidel=
bergerſtraße belegenen Gärten und Baumſtücken.
c) Am 5. April ds. Js., von vormittags
Uhr an, in den
weſtlich der Heidelbergerſtraße belegenen Gärten und
Baum=
ſtücken in der Gemarkung Beſſungen.
Die Beteiligten, die ſich bis zu den angeführten Terminen der
fraglichen Arbeit nicht unterzogen haben, werden auf Grund des § 3
nachſtehender Polizeiverordnung beſtraft, und es wird die nötig wer
dende Säuberung der Bäume und Entfernung der Aeſte und Zweige
ſowie das Ausſchneiden der Miſteln auf ihre Koſten verfügt.
Darmſtadt, den 22. März 1913.
(7061im
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jgeger.
Polizei=Verordnung.
Betreffend: Säuberung der Bäume, Sträucher, Hecken von
Raupenneſtern ꝛc.
Auf Grund des Artikels 43 Abſ. 2 und 37 des Feldſtrafgeſetz
buches vom 13. Juli 1904, der Artikel 78 und 48, V, Nr. 2 der Kreis=
und Provinzial=Ordnung vom 12. Juni 1874 und des § 368 Nr. 2
des Reichsſtrafgeſetzbuches wird mit Zuſtimmung des Kreis=
Aus=
ſchuſſes und mit Genehmigung des Großherzoglichen Miniſteriums
des Innern vom 10. Februar 1905 zu Nr. M. d. J. III 1335 für den
Kreis Darmſtadt nachſtehendes verordnet:
§ 1. Jeder Beſitzer eines Grundſtücks iſt gehalten, alljährlich
bis ſpäteſtens 15. März ſämtliche auf ſeinem Grundſtück befindliche
Bäume, Sträucher und Hecken von Raupenneſtern zu ſäubern und
alle mit Raupenneſtern behafteten Zweige und Aeſte in geeigneter
Weiſe zu entfernen und zu vernichten.
2. Desgleichen iſt jeder Beſitzer eines Grundſtücks gehalten,
alljährlich bis ſpäteſtens 15. März, die auf den Bäumen wachſenden,
denſelben ſchädlichen Miſteln auszuſchneiden.
§ 3. Zuwiderhandlungen gegen die in § 1 und § 2 getroffenen
Anordnungen werden auf Grund des § 368 Nr. 2 des Reichsſtraf
geſetzbuches, bezw. des Artikels 37 des Feldſtrafgeſetzbuches mit
Geld=
ſtrafe bis zu ſechzig Mark oder mit Haft bis zu vierzehn Tagen beſtraft.
Auch wird die nötig werdende Säuberung der Bäume und
Entfernung der Aeſte und Zweige, ſowie das Ausſchneiden der Miſteln
auf Koſten der Säumigen verfügt.
Darmſtadt, den 14. Februar 1905.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Geſchäfts=Uebernahme.
Einem geehrten Publikum von Darmſtadt teile ich ergebenſt
mit, daß ich das
Spezial=Geſchäft für Molkerei=Produkte
von M. Pfannkuch
käuflich übernommen habe. Ich bitte das der Firma bisher geſchenkte
Vertrauen auch auf mich übertragen zu wollen und verſichere, nur
beſte und friſche Ware zum Verkauf zu bringen. Hoffend, Ihren
gütigen Zuſpruch zu erhalten, empfehle ich mich
Hochachtungsvoll
Christine Jehmlich,
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Freitag, den 4. April I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Schreinermeiſter
Wil=
helm Hermann Eheleuten dahier
zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
298 Hofreite Kranich=
194
II
5 157 Grab=
ſteiner=
garten) ſtr. 35
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K94/12
Falls andere rechtliche Hinder
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung aud
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, den 6. März 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I
Müller. (V,5680
Bekanntmachung.
Mittwoch, 2. April 1913,
vormittags 11 Uhr,
ſollen die dem Schreinermeiſter
Friedrich Creter II. zu Darmſtadt
zugeſchriebenen Lieg nſchaften:
Flur Nr. qm
VI 790 242 Hofreite
Orange=
rieſtr. Nr. 8,
VI 791 74 Grabgarten
da=
ſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
ver=
ſteigert werden.
(K106/12
Darmſtadt, 24. Februar 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (VI,4883
Vferde=Verkauf.
Donnerstag, den 27. ds. Mts.,
1090 vormittags
wird am Stall der Kommandantur
ein zum Dienſtgebrauch nicht
ge=
eignetes Reitpferd öffentlich meiſt
bietend gegen Barzahlung
ver=
ſteigert.
(7089
Kommandantur des
Truppen=
übungsplatzes Darmſtadt.
Matratzenſtren=Verkauf.
Samstag, den 29. März,
8
Uhr vormittags,
wird auf dem Hofe der
Artillerie=
kaſerne, Heidelbergerſtraße 47, die
Matratzenſtreu der 1. Batterie
meiſt=
bietend verkauft
(7077
II. Abteilung
Feldartillerie=Regiments Nr.25,
Matratzenſtreu=Verkauf.
Samstag, den 29. ds. Mts.,
um 8 Uhr vormittags, wird im
Hofe der Artilleriekaſerne am
Beſſungerweg die
Winterma=
tratzenſtreu aus einem
Batterie=
ſtall öffentlich und meiſtbietend
verſteigert.
(6931smf
Darmſtadt, im März 1913.
I. Abteilung Feld=Art.=Regts. 61.
Dünger=Verkauf.
Am 26. und 28. d. M.,
jedesmal von 10 Uhr
vormit=
tags ab beginnend, wird auf den
Hofe der Train=Kaſerne — Eſcholl
brückerſtraße 24 — die
Matratzen=
ſtreu je einer Kompagnie öffentlich
meiſtbietend verſteigert. (7049im
1
Aufforde- ung.
Diejenigen, welche an den
Nach=
laß der Marie Magdalene Veitk
hier, Müllerſtraße 5, etwas zu
fordern haben, wollen ihre
An=
ſprüche innerhalb 10 Tagen bei dem
Unterzeichneten geltend machen,
andernfalls ſie keine
Berückſichtig=
ung finden können.
(7152
Darmſtadt, 27. März 1913.
Ernst Wolff, Mühlſtr. 62,
Nachlaßpfleger.
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Räumungsfriſten bei der Wohnungsmiete.
Zum bevorſtehenden Vierteljahreswechſel bringe ich nachſtehendes
Ortsſtatut wiederholt zur Kenntnis. Wenn nicht anderes vereinbart
iſt, iſt für die Dauer der ſtatutariſchen Räumungsfriſten Mietzins
(7161
an den bisherigen Vermieter nicht zu entrichten.
Darmſtadt, den 20. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter
J. V.: Schmitt.
Auf Grund des Geſetzes vom 6. Januar 1906, betreffend die
Räumungsfriſten bei der Wohnungsmiete, wird auf Beſchluß der
Stadtverordneten=Verſammlung vom 31. Mai 1906, ſowie nach
An=
hörung des Kreisausſchuſſes und mit Genehmigung Großherzoglichen
Miniſteriums des Innern vom 2. November 1906 zu Nr. M. d. J
37271 folgendes Orsſtatut erlaſſen, deſſen Beſtimmungen ſofort in
Kraft treten
.Endigt das Mietverhältnis am Schluſſe eines
Kalender=
vierteljahres, ſo muß die Räumung gemieteter Wohnungsräume
durch den Mieter:
a) bei kleinen, d. h. aus höchſtens 3 Zimmern und etwaigem
Zubehör beſtehenden Wohnungen am erſten Tage des
fol=
genden Monats, ſpäteſtens 5 Uhr nachmittags,
b) bei mittleren, d. h. aus 4 bis 5 Zimmern und etwaigem
Zubehör beſtehenden Wohnungen am zweiten Tage des
fol=
genden Monats, ſpäteſtens 12 Uhr mittags,
c) bei großen, d. h. aus mehr als 5 Zimmern und etwaigem
Zubehör beſtehenden Wohnungen am dritten Tage des
fol=
genden Monats, ſpäteſtens 12 Uhr mittags, beendet ſein.
§ 2. Die im §1 beſtimmten Räumungsfriſten werden nur mit
der Beſchränkung gewährt, daß
a) bei Wohnungen, welche aus 3 bis 4 Zimmern und etwaigem
Zubehör beſtehen, ein Zimmer,
b) bei Wohnungen, welche aus mehr als 4 Zimmern und
et=
waigem Zubehör beſtehen, zwei Zimmer
ſchon am erſten Tag des folgenden Monats, ſpäteſtens 12 Uhr
mit=
tags, vollſtändig geräumt ſind.
§ 3. Kann der Mieter ſchon mit der Beendigung des
Miet=
verhältniſſes ſeinen Ueberzug in die neue Wohnung bewerkſtelligen,
ſo finden die Vorſchriften der §§ 1, 2 keine Anwendung.
Hat der Vermieter auf Grund eines ihm geſetztich oder
ver=
tragsmäßig zuſtehenden Rechtes das Mietverhältnis ohne Einhaltung
einer Kündigungsfriſt gekündigt, ſo ſtehen die in den §§ 1, 2
bezeich=
neten Räumungsfriſten dem Mieter nicht zu.
§ 4. Fällt der Tag, an welchem nach den §§ 1, 2 die Räumung
ganz oder teilweiſe zu beendigen iſt, auf einen Sonntag oder einen
ſtaatlich anerkannten allgemeinen Feiertag, ſo tritt an die Stelle des
Sonntags oder des Feiertags der nächſtfolgende Werktag.
Darmſtadt, den 27. November 1906.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
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der polierte Reis. Der
ge=
ſchälte, polierte Reis entbehrt
der ſogenannten Kleberſchicht,
des Silberhäutchens; wie
wichtig gerade dieſe
Kleber=
ſchicht iſt, beweiſt aber die
Tatſache, daß beim dauernden
Genuß von poliertem Reis
die Erkrankungen an Beri=
Beri (einer der gefährlichſten
Tropenkrankheiten) bei den
Eingeborenen ſich um faſt
50% ſteigern, während ſie bei
der Ernährung mit „rotem”
Reis, der das Silberhäutchen
noch hat, auf ein Minimum
ſinken. Geſchälter Reis hat
nur noch 0,8% dieſer ſog.
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Freitag, den 28. März l. J., vormittags ½9 Uhr,
ſollen im Saale der hieſigen Turngemeinde (Woogsplatz 5) aus
den Abteilungen 24 (Vorderwieſenſchlag), 27 (An der wilden Sau),
28 (Steckertswieſenſchlag) und verſchiedenen Abteilungen der
Forſt=
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147,76 fm Nutzholz verſteigert werden, und zwar:
=Stämme I. Kl. 3 Stück — 3,74 fm
Eichen
— 7,11
II. „
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- 15,19 „
III
17
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IV. „ 76
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7 „ — 45,08 „
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5
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II.
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„ 50
IV
„ — (0,97 „
Eſchen
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VI. „ 69 „ — 12,28 „
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Buchen
II.
— 1,84 „
III. „
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IV. „
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Hainbuchen
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VI. „
, 20,44 „
Ulmen
V.
1 „
, — 0,46 „
VI.
,
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Lärchen
„ III. „
— 0,64 „
IV. „
,
„ — 2,96 „
. „
Fichten
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Eſchen=Derbſtangen I. „ 8
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Buchen
—0,72
. „ 11 „
3 „ — 0,38 „
Lärchen
I.
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—0,21 „
II. „„ 15
Fichten
Sämtliches Holz iſt an gut fahrbare Wege gerückt.
Unter=
ſtrichene Nummern kommen nicht zur Verſteigerung.
Nummerver=
zeichniſſe ſind bei dem oben genannten Förſter zu haben.
In der Forſtwartei Beſſunger Laubwald finden weitere
Verſteigerungen nicht mehr ſtatt.
Darmſtadt, den 12. März 1913.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt
Kullmann.
(6680mm
Autzholz=Verſteigerung Nr. 15.
(Stadtwald.)
Samstag, 29. März l. J., vormittags ½9 Uhr,
ſollen im Saale der hieſigen Turngemeinde (Woogsplatz 5) aus
den Abteilungen 7 (Spitz am Zaun), 13 (Saufang), 2 und 3 (
Hinter=
hecke), 55 (Kahleberge), ſowie aus verſchiedenen Abteilungen der
Forſt=
wartei Heiligkreuz (Forſtwart Hofmann) 231,64 fm Nutzholz
verſteigert werden, und zwar:
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=Stämme I. Kl. 3 Stück — 6,12 fm
21,83
II. „ 16 „
„
III. „ 30 „ — 27,44 „
„
IV. „ 122 „ — 72,41 „
„
V. „ 92 „ — 36,51 „
—
0,33
P
I. „ „ „ = 3,24 „
Buchen
,
III
„ — 4,61
,
V„ 5 „ — 3,25 „
Hainbuchen
4 „ — 1,49 „
,
, 2 „ — 0,81
4,22 „
I. „ 21 „ „ 0,35 „
1
Elsbeer
,
— 0,11 „
,
Birken
— 0,77
, — 0,73 „
Lärchen
16
„ — 5,24 „
Fichten
1 „ — 1,37 „
II. „ 11 „ — 19,82 „
III. „ 14 „ — 17,83 „
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Lärchen
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,
Fichten
I. „197 „ — 1,46 „
=Reisſtangen II. „
—0,08 „
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ſtrichene Nummern werden nicht verſteigert. Stammholzverzeichniſſe
ſind bei dem oben genannten Forſtwart zu haben.
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Das Stärkſte.
Roman von Fritz Gantzer.
(Nachdruck verboten.).
11)
Ein langer, weher Blick ſog ſich in Signes Augen feſt.
Es kam ihr wie ein tiefes, unſagbares Erſchauern an unter
dieſem Blick. Etwas Heißes, Quälendes debte in ihr.
Sie wollte ihren Blick ſenken und kam doch nicht los von
dem dunklen, brennend auf ſie gerichteten Augenpaar. Eine
rätſelhafte, geheimnisvolle Gewalt hielt und band. Eine
Furcht unausſprechlicher Art kam Signe an. Sie fühlte
ſich verſucht, davonzueilen, ſchreiend und in ungeſtümer
Haſt.
Aber ſie kam nicht davon. Ihre Füße waren wie
ge=
lähmt, und das Vermögen, ein Glied ihres Körpers zu
bewegen, deuchte ſie dahin.
Es ſind meines Kindes Augen, flüſterte die Frau in
ſich hinein. . . . Und wenn es nicht tot wäre, könnte es
ſein. . . . Aber es iſt ja ſchon lange tot. . . .
Das ſtumme, quälende Suchen in ihren Augen ſank
traurig verglimmend in ſich zuſammen und an ſeine Stelle
trat der alte, müde, krankhafte Ausdruck.
Signe fühlte ſie wie befreit von einer grauſen Laſt
und atmete tief. Ein gewiſſes Vorhaben bedenkend, ſchickte
ſie ſich zu entſchloſſenem Handeln an. Kommen Sie wohl
noch zu Fuß bis zur Stadt? fragte ſie.
Meine Kraft iſt zu Ende, verſicherte die Fremde mit
leiſer Stimme. Laſſen Sie mich bier nur ruhig ſterben.
öch warie gen auf den Tad, der nich dald dein ud n
meinem Kinde bringen wird.
Signe ſchüttelte energiſch den Kopf. Sie dürfen nicht
verzagen. Es wird ſchon noch alles gut werden. Seien
Sie nur ganz ruhig. Meine Mutter weiß ganz gewiß
Rat. Ich will mich beeilen, daß ich zu ihr komme.
Sie achtete nicht mehr auf die matte Handbewegung
der Fremden, die wohl eine abwehrende ſein ſollte, hatte
nur noch einen kurzen, freundlichen Gruß und eilte den
Weg hinab.
Während ſie das Stück bis zur Stadt in fliegender
Eile zurücklegte, war ihr Sinnen immerfork bei der
ein=
ſamen Frau am Wege. Dem Strauß ſpäter Blüher in
ihrer Rechten und der wahrſcheinlichen Freude, die
Hen=
ning darüber haben würde, galt kaum noch ein flüchtiger
Gedanke. Ihre Haſt fiel auf, und die ihr Begegnenden
ſahen ſich erſtaunt nach ihr um. Knapp einen Gruß bot
oder erwiderte ſie.
Auch Henning, der bei ihrem Eintritt ins Haus
ge=
rade über den Flur ging, muſterte ſie mit einem
verwun=
derten Blick und blieb ſtehen.
Wo iſt Mutter? war ihre erſte Erkundigung.
Aber Signe, was haſt Du nur? forſchte er, ſtatt einer
Antwort auf ihre Frage. Du biſt ja ungemein aufgeregt.
Er trat einen Schritt zu ihr hin und ſah ſie aufmerkſamer
an. Du glühſt förmlich vom ſchnellen Lauf. Iſt Dir
et=
was Unangenehmes bozegert, haſt Du Dich geängſtigt?
Kut as ſe den Mehiſt, nleht abernit uiß at
Bruns fragend.
Henning war augenſcheinlich enttäuſcht und konnte
nicht umhin, leiſe den Kopf zu ſchütteln.
Aber Signe, das iſt doch kein Grund zu einer
Aufreg=
ung, wie Du ſie zeigſt, wenn Du unterwegs eine kranke
Frau gefunden haſt.
Sie glaubte, einen leiſen Anflug von Spott in ſeiner
Stimme zu entdecken und fühlte eine entſchiedene
Miß=
ſtimmung in ſich aufſteigen. Wohl zum erſten Male in
ihrem Leben war ſie mit dem Bruder nicht zufrieden,
Merklich gereizt, entgegnete ſie: Ich verſtehe Dich nicht,
Henning
Nun, nun Schweſterchen, beruhigte er, ihre glühende
Wange zärtlich ſtreichelnd. Du darfſt mir nicht böſe ſein.
Und ich will Dich nicht aufhalten. Mutter wirſt Du
ge=
wiß oben finden. Er nickte ihr lächelnd zu und ging.
Trotz aller ſeiner zuletzt zum Ausdruck gebrachten
Freundlichkeit war Signe nicht mit ihm zufrieden. Aber
ſie kam jetzt nicht dazu, über dieſes Gefühl weiter
nachzu=
denken. In Haſt ſtürmte ſie die Treppe hinauf, eilte durch
alle Zimmer und fand Frau Bruns in keinem. Die alte,
halbtaube Uſche konnte ihr auch keinen Beſcheid geben.
Da warf ſie den Feldblumenſtrauß achtlos auf einen
Stuhl, daß Uſche nicht umhinkonnte, eine unwillige
Be=
merkung hinter ihr drein zu murren, und eilte nach dem
Kontor hinab.
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Herr Bruns ſah unwirſch auf, als ſie ſo ſtürmiſch
ein=
trat, und tadelte: Aber Signe!
Verzeihe, Vater! Ich ſuche Mutter und finde ſie
nir=
gends. Weißt Du . . .
Aber Signe! Wieder tadelnd, wie vorhin. Was iſt
Dir, was haſt Du? Er ſtand in Haſt auf. Da möchte man
ja faſt an ein Unglück denken, das Du zu melden haſt.
Sie berichtete von neuem und erntete ein eigenes
Lächeln, das zu ſagen ſchien: Du törichtes Kind! Und dann
kaum mehr. Nuc noch ein mattes, ſchon von dem
ſtär=
keren Intereſſe für die Arbeit am Schreibtiſch überſpon
nenes: Ich kann Dir auch nicht ſagen, wo Du die Mutter
findeſt.
Signe ſtand ſtarrend einen Augenblick. Sprach da
Härte oder Gleichgültigkeit? Sie hatte das lebhafteſte,
wärmſte Intereſſe bei allen ihren Familienangehörigen
für ihren Findling vermutet und war nun bereits bei
Vater und Bruder kaum einem knappen Verſtändnis
be=
gegnet.
Voller Niedergeſchlagenheit ging ſie. Und Herr
To=
bias Bruns murrte ein „Dummes Mädel!” hinter ihr her.
Signes feſtes Hoffen und gewiſſes Vertrauen waren
dennoch nicht dahin. Beides galt nach wie vor in alter
Stärke dem von der Mutter erhofften Beiſtand.
Spähend trat ſie vor die Haustür, gerade, als der
Briefträger draußen vorüberging.
Haben Sie meine Mutter nicht geſehen, Vater Buls?
Gottfried Bols ſtand wie gerammt, zeigke ein
pfiffig=
geheimnisvolles Geſicht und ſagte, nach ſeiner Gewohnheit
das linke Auge zudrückend, während das andere nach dem
Himmel ſchielte: Nu, eben woll gewiß, Fräulein Signe.
Als ich geradewegs von der Oberpfarre her quer links über
den Markt bog und ſo halbweg rechts an der Türmecke
vorbeiſehen konnte, da ging die Frau Bruns juſtement
zu dem Herrn Bürgermeiſter ins Haus.
Schönen Dank, Vater Bols! ſagte Signe mit einem
erleichterten Aufatmen.
Der alte Bols dienerte. Keine Urſach! Und ein luſtig
Wetter heut. Rein zum Freuen.
Ja, ja, nickte Signe, mit ihren Gedanken ſchon beim
Ueberlegen, ob ſie noch warten ſolle, bis die ſehnlichſt
Her=
beigewünſchte kommen würde, oder ob es beſſer ſei, gleich
zu Sörenſen zu gehen und dort mit ihr zu ſprechen.
Gottfried Bols war längſt weitergegangen, andere
Leute waren ſchon vorübergekommen, und Signe wartete
wohl bereits über fünf Minuten.
Noch ein Weilchen! nahm ſie ſich vor. Sie ſah zur
Turmuhr hoch. Bis es halb ſchlägt, nUd nach Sekunden
kaum: Oder gehe ich lieber ſofort? Eine peinigende
Un=
ruhe, die ihr wie eine Angſt auf der Seele laſtete, nahm
ihr das letzte Zaudern. Nun ging ſie ſchon quer über die
ſonnenhelle Straße.
Die alte Haustür bei Sörenſens kreiſchte, und die
auf=
merkſame Wächterin, eine große Glocke mit
weitgeſchweif=
tem Bauch und plärrendem Munde, machte ſo viel
Auf=
hebens von Signes Eintritt, daß ſie erſchrocken
zuſammen=
fuhr und ängſtlich in den weiten, halbdunklen Flur ſah=
Als ihr Fuß noch zaudernd ſtockte, ging hinten rechts
ſchon eine Tür, die auch knarrte, und Eduard Sörenſen
wurde ſichtbar.
Ach, Fräulein Signe! Ausnehmende Ehre! Und halb
in das Zimmer zurück: Frau Bruns, das Fräulein
Toch=
ter kommt. Das Wort „Tochter” kam mit einer ſcharfen
Betonung heraus.
Er ging Signe, die immer noch zögernd unter der Tür
ſtand, ein paar Schritte entgegen. Aber, bitte ſehr, treten
Sie doch näher, Fräulein Signe!
Meine Mutter iſt hier? fragte ſie nur.
Ja, gewiß. . . . Sein beabſichtigtes Weiterreden wurde
von dem Erſcheinen Frau Bruns’ unterbrochen.
Sie ging Signe entgegen. Du ſuchſt mich, mein Kind?
Es iſt doch nichts geſchehen? Ganz verängſtigt und
ver=
ſtört ſiehſt Du aus!
Auch Frau Sörenſen trat jetzt auf den Flur. Und
hinter ihr erſchien der Bürgermeiſter im Hausflauſch, die
lange Pfeife rauchend. Hoha, Kindchen, hoha! Was
paſſiert?
Signe ſtand unter dem Kreuzfeuer von vier
Augen=
paaren. Die Verlegenheit trieb ihr eine Blutwelle über
die andere in das Geſicht. Sie bereute jetzt, nicht daheim
gewartet zu haben. Hier zu reden, deuchte ſie eine
Un=
möglichkeit.
Aber Frau Bruns fragte beherzt von neuem, die Frau
Bürgermeiſter ließ ihre Augen voll brennender Neugierde
nicht von ihrem Geſicht, und Herr Johannes ſtieß zwiſchen
ſeinem ſchnellen Paffen ein Hoha! über das andere
her=
aus. . . . Dazu Eduards halb begehrliches, halb hämiſches
Lächeln. Sie mußte reden.
Ganz zaghaft und leiſe erzählte ſie.
Schon nach den erſten Sätzen unterbrach der
Bürger=
meiſter: Hoha, eine Frau? Dieſe Perſon muß in
Ge=
wahrſam. Landſtreicherpack, hoha, Landſtreichergeſindel.
Rackelmann ſoll
Nein, Rackelmann ſoll nicht, Herr Bürgermeiſter,
un=
terbrach Signe ſcharf, Eduard, der ſeinem Vater
beipflich=
tend zugenickt hatte, einen zornigen Blick zuwerfend.
Rackelmann hat da nichts zu ſuchen. Sie ſah nun Frau
Bruns an. Die arme Frau iſt krank, Mutter, und wir
wollen ihr helfen. Sie wartet, ich hab’s ihr verſprochen.
Das Geſindel! krähte Herr Johannes ſofort los. Nicht,
Frau Bruns, hoha, nicht? Rackelmann ſoll hin.
Recher=
chieren. Was weiß das Kind da von dieſem
Landſtraßen=
geſindel! Schnaps, hoha, Schnaps in den Gliedern.
Signe war empört. Aber, Herr Bürgermeiſter, wie
dürfen Sie das behaupten? Mutter, ſo komm doch!
Ja, Kind. Frau Bruns war einigermaßen verlegen.
Ihre Augen gingen von einem zum andern. Gewiß, wenn
Hilfe nötig iſt, dann wird es ſelbſtverſtändlich ſein. Herr
Bürgermeiſter, iſt denn Platz im Krankenhauſe?
Rackelmann ſoll mal nachſehen. Aber —
Nicht doch, lieber Herr Bürgermeiſter. Signe wird
doch wiſſen, was ſie ſagt.
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540
Kinder auch bei rauhem Wetter gern,
(räh
(22f
ohne an eine Erkältung und ihre Folgen
zu denken. Aengſtliche Mütter halten ſie
We
dann gern im Zimmer, obwohl die Zimmer=
lnft ſie verweichlicht und zu Erkälkungen
noch eher geneigt macht. Richtiger iſt es,
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Tahletten zu geben, die die Atmungsorgane kräfkigen. Unentbehrlich
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Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernit
Redaktion
S 8 21
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund de
Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.;
— Das traurige Ereignis in der Mädchen=Mittelſchule
hat begreiflicherweiſe weite Kreiſe der Bevölkerung und
beſonders die Eltern ſchulpflichtiger Kinder in Unruhe
und Beklommenheit verſetzt. Daß die Behörden ſich
ein=
gehend mit der Angelegenheit befaſſen bezw. eine genaue
Unterſuchung einleiten und von den beteiligten
Perſo=
nen Rechenſchaft fordern werden, iſt ſo ſelbſtverſtändlich,
daß es wohl keiner Mahnung hierzu in öffentlichen
Blät=
tern bedurft hätte. Ein Herr Ernſt W. Müller glaubt ſich
jedoch in einem „Eingeſandt” berufen, die Behörden nicht
nur an ihre Pflicht erinnern, ſondern ihnen ſogar durch
eine Reihe von Frageſtellungen mit wiſſenſchaftlicher Geſte
den Weg zeigen zu müſſen, den ſie zu beſchreiten hätten.
Was die aufgeworfene Frage betrifft, ob der fragliche
Lehrſtoff in Volks= und Mittelſchulen am Platze ſei, und
ob die nicht akademiſche Ausbildung der Volksſchullehrer
in Chemie eine Gewähr für die Sicherheit der Jugend
verbürge, ſo darf hierzu folgendes bemerkt werden: Die
cheutigen Lehrpläne ſind kein Produkt der neueſten Zeit,
ſie ſtammen aus dem Anfange der ſiebziger Jahre, für
größere Schulen wurden ſie ſpezialiſiert, für die
Mittel=
ſchulen etwas erweitert und die einfachſten Vorgänge auf
dem Gebiete der Chemie, ſo die Bedeutung des
Sauer=
ſtoffes bei allen Lebensprozeſſen, in ſie aufgenommen.
Von „Hantieren mit Naturgewalten” iſt darin weder die
Rede, noch wird derärtiges in den Schulen tatſächlich
ge=
pflegt. Seit jener Zeit aber hat die Landwirtſchaft,
ge=
rade durch die Chemie, ſowie auch die Induſtrie einen
derartigen Aufſchwung genommen, daß es gar keinem
Zweifel unterliegen kann, ob man ſowohl der ländlichen
als auch der ſtädtiſchen Jugend die allereinfachſten
Vor=
gänge auf einem Gebiete, das die Lebensvorgänge und
beſonders das Erwerbsleben ſo ſtark beeinflußt,
zugäng=
lich machen muß. Es hieße jeglichen Fortſchritt gegenüber
dem Auslande hemmen, es hieße die heſſiſchen Schulen
auf den Stand weit entlegener Zeiten zurückſchrauben,
wollte man auf Grund dieſes Unglücksfalles nach Wunſch
des Herrn Ernſt W. Müller das Kind mit dem Bade
aus=
ſchütten. Daß man in Ausführung der Lehrpläne den
Kindern nicht mit theoretiſchen Erörterungen dient,
ſon=
dern durch einfache Demonſtrationen ihnen das
Verſtänd=
nis des Stoffes näher zu bringen ſucht, iſt für jedermann
verſtändlich. Haben ſich die Volksſchullehrer nun dieſer
Aufgabe gewachſen gezeigt? In Hunderten, ja, wenn
man über die Grenzen des Heſſenlandes hinausgeht, in
Tauſenden von Klaſſen wurden die Sauerſtoff= und
an=
dere geeignete einfache Verſuche von Volksſchullehrern ſeit
mehr als dreißig Jahren ausgeführt, ohne daß ein
ähn=
llicher Unfall bekannt wurde, eine Tatſache, die gewiß.
keine Veranlaſſung gibt, Befürchtungen in die Kreiſe des
Volkes hineinzutragen. Weit zahlreicher ſind
Unglücks=
fälle, die beim Turnen entſtanden, zu geſchweigen der
Kataſtrophen, die bei Ausflügen, Wanderungen uſw. ſich
ereigneten.
Wird man deshalb von Unfähigkeit der betreffenden
Lehrperſonen reden oder gar die Einſtellung dieſer
Ein=
richtung verlangen? Die Entwickelung des Sauerſtoffes
aus chlorſaurem Kalium und Braunſtein als Katalyſator
iſt, wenn in Probiergläſern, beſonders ſolchen aus
Hart=
glas und Retorten aus gleichem Material, mit Vorſicht
ausgeführt, harmlos Verheerungen, wie in dem Falle
der Mädchen=Mittelſchule, ſind undenkbar. Der Verſuch
wird auch überall in der gleichen Weiſe ausgeführt, und
der wiſſenſchaftliche Arbeiter kann in dieſem Falle auch
nicht anders, nicht ſicherer verfahren, als der
Volksſchul=
lehrer, wenn er mit Ruhe und Ueberlegung an das Experi=
S Daß öſters Gläſer
etwa an den kleinen Feuererſcheinungen, verurſacht durch
Kohle oder Schwefelpartikel im Braunſtein, oder an
über=
großem inneren Gasdruck, als vielmehr an der
ungleich=
mäßigen Erwärmung der Gläſer, deren Wände nicht
überall gleich dick ſind, und deren Feſtigkeit gegen „trockene
Hitze” oft durch Schlieren, Blaſen uſw. ſehr gemindert
wird. Solche Gläſer werden ſpringen, ob der Vorgang
wiſſenſchaftlich überwacht wird oder nicht. Auch der
Rück=
tritt des Waſſers bei verzögerter Gasentwickelung kann
den heißen Kolben zum Platzen bringen. Bei
Verwend=
ung einer Glasröhre ſtatt eines Gummiſchlauches iſt dies
jedoch leicht zu vermeiden. Wie nun auch der Fall
ein=
treten möge, das Glas bekommt einen Riß, fällt auch
ein=
mal auseinander, wird aber nie mit Wucht
fortgeſchleu=
dert; zudem können papierdicke Glasteilchen keine
nennens=
werten Verletzungen herbeiführen. Die weiteren Fragen
des Herrn Einſenders über Volumen der Retorte, etwaige
Orydation des Eiſens, Quantität und Qualität des
ver=
wendeten Materials, ob Zuſatz von Chlorkalium uſw.,
klingen zwar recht wiſſenſchaftlich, erledigen ſich aber ganz
elementar, da durchaus keine akademiſche Bildung
not=
wendig iſt, um zu wiſſen, daß man aus Atomgewicht und
dem Gewicht von einem Liter Sauerſtoff die benötigte
Menge von Material leicht beſtimmen kann, alſo ein für
das Volumen der verwendeten Retorte allzu großes
Quantum ſich ſicher vermeiden läßt; und daß die
Benütz=
ung von Chlorkalium faſt nirgends empfohlen wird und
wohl auch überflüſſig iſt, da ja bei der erſten Periode des
Prozeſſes je zwei Moleküle, Kaliumchlorat in Sauerſtoff,
Kaliumperchloral und in das vom Einſender gewünſchte
Chlorkalium, zerfallen. Bei dem zweiten Teile des
Vor=
ganges, der mehr ſtürmiſchen Entwickelung des Gaſes,
iſt alſo das etwas bremſende Chlorkalium bereits
vorhan=
den. Die heutigen Brenner aber, die von der ſtärkſten
Hitze bis zur leuchtenden Flamme reguliert werden können,
geſtatten leicht, den Vorgang nach Bedürfnis zu
ver=
zögern. Die Volksſchullehrer ſtehen alſo keineswegs
hilf=
los dieſen Erſcheinungen gegenüber, wie Herr Ernſt W.
Müller glaubt entdeckt zu haben; von dem Betrieb einer
Volksſchule hat er nicht die Ahnung. Es iſt leicht, jetzt,
unter dem Eindrucke der allgemeinen Erregung, über den
tief beklagenswerten Fall Mißmut und Verſtimmung
gegen einen ganzen Stand hervorzurufen, der ſich
vertei=
digen muß gegen Vorurteil und Unkenntnis ſeiner
Tätig=
keit. Gedient wird mit ſolchen Angriffen niemand, weder
den bedauernswerten Eltern, dem unglücklichen Lehrer,
noch der Allgemeinheit, deren Intereſſen weit mehr durch
die eingeleitete Unterſuchung, als durch unbegründete
Verdächtigungen vertreten werden.
Was den Ausfall desſelben Herrn in einem weiteren
Eingeſandt betrifft, in dem er die heutige Ausbildung des
weiblichen Geſchlechts verwirft, ſo mag zugegeben
wer=
den, daß einige Gedanken nicht von der Hand zu weiſen
ſind, den Lehrplänen und dem Schulbetrieb aber ſind die
gerügten Mißſtände wohl weniger zuzumeſſen als
ge=
wiſſen modernen Erziehungsgrundſätzen, die von ganz
an=
derer Seite als von der Schule propagiert werden. Von
dem Vorhandenſein von Frauenſchulen und
hauswirt=
ſchaftlichen Fortbildungsſchulen für einfachere Verhältniſſe
ſcheint Herr Ernſt W. Müller ebenſowenig zu wiſſen, wie
über Lehrziele und Einrichtungen von Volksſchulen. Wer
ſich aber beſtimmt glaubt, öffentliches Gewiſſen ſpielen
zu müſſen und aus einigen Zuſtimmungen, die durch die
Nachwirkung des Eindrucks über das Unglück ſich leicht
erklären, für ſich die Kraft herleitet, als Reformator im
geſamten Erziehungsweſen aufzutreten, der ſollte doch
weniger oberflächlich, weniger mit Worten, als mit
be=
gründeten Beweismitteln dieſen Weg beſchreiten. P.
In den Nummern 67 und 68 des Darmſtädter
Tag=
blatts beſpricht Herr E. W. Müller das beklagenswerte
Unglück, welches in der hieſigen Mädchenmittelſchule bei
der Herſtellung von Sauerſtoff vorgekommen iſt und
äußert den Wunſch nach einer ſachkundigen Aufklärung der
Exploſion, welcher leider ein Menſchenleben zum Opfer
fiel. Obgleich im allgemeinen kein Freund derartiger
öffentlicher Erörterungen, halte ich es doch für zweckmäßig,
der Anregung des Einſenders zu entſprechen, in der
Er=
wägung, daß ein älterer Chemiker, der die Darſtellung
des Sauerſtoffs aus Kaliumchlorat und Braunſtein aus
eigener Erfahrung gründlich kennt, beſſer in der Lage iſt,
dies zu tun, wie die jüngere Generation, welche gewohnt
iſt, den zu chemiſchen Arbeiten nötigen Sauerſtoff aus der
mit dem komprimierten Gaſe gefüllten, mit einem
Druck=
reduzierventil verſehenen Stahlbombe zu entnehmen.
Die Darſtellung von Sauerſtoff auf die angegebene Weiſe
iſt ein faſt gefahrloſer Verſuch, welchen ich ſchon als
Ter=
tianer des hieſigen Gymnaſiums (1872) oft vorgenommen
habe. Ich bediente mich damals einer dünnwandigen
gläſernen Kochflaſche, welche zur Hälfte mit einer Miſch=
E
Gewichtsteilen Kalumckborat und
Braunſtein gefüll, und mit einem durchbohrlen
Korkſtop=
fen, durch den ein Gasableitungsrohr führte, verſchloſſen
war. Durch mäßiges Erhitzen dieſes Apparates mit
einer Spirituslampe entwickelte ſich genügend reiner
Sauerſtoff, der in weithalſigen Flaſchen geſammelt wurde
und zur Vorführung lebhafter
Verbrennungserſcheinun=
gen diente. Ein Unfall iſt dabei niemals vorgelommen.
Soweit es möglich iſt, ſich aus den von intereſſierter
Seite ausgehenden Darſtellungen ein Urteil über die
Ur=
ſachen der Exploſion zu bilden, komme ich zu folgender
Erklärung des folgenſchweren Unfalls: Die
ſauerſtoffab=
gebende Miſchung iſt zweifellos richtig bereitet worden.
Daß die benutzten Materialien unrein waren (Gehalt des
Kaliumchlorats an Kaliumperchlorat, des Braunſteins an
organiſchen Subſtanzen), kann wohl als ausgeſchloſſen
angenommen werden. Die Urſache des Unglücks iſt in der
angewandten Apparatur zu ſuchen. Es waren dem
Ver=
nehmen nach 2 verſchiedene Formen des
Entwickelungs=
gefäßes vorgeſchlagen worden. Erſtens ein eiſerner mit
einer rundum laufenden Rinne verſehener Tiegel, in die
ein, am höchſten Punkte mit einem Gasableitungsrohre
verſehener Helm eingepaßt werden ſollte. Die Rinne
ſollte mit feuchtem Ton ausgeſtrichen werden. Es iſt klar,
daß bei Benutzung dieſes Apparates eine Exploſion
aus=
geſchloſſen geweſen wäre, denn bei einer zu ſtarken
Gas=
entwickelung mußte zuerſt die Verkittung nachgeben und
dann konnte höchſtens der Helm abgeworfen werden. In
zweiter Linie wurde eine eiſerne, mit einem Tubus
ver=
ſehene Retorte vorgeſchlagen. Bei Benutzung dieſes
Ap=
parates hätte nur der Stopfen des Tubus
herausgeſchleu=
dert werden können. Bedauerlicherweiſe wurde von dem
Lehrer eine untubulierte eiſerne Retorte gewünſcht, die
erſt von auswärts beſtellt werden mußte Da nun bei der
Verwendung dieſer Retorte der Sauerſtoff auf demſelben
Wege entweichen mußte, auf dem zuvor die Miſchung von
Kaliumchlorat und Braunſtein eingefüllt worden war, ſo
liegt die Möglichkeit vor, daß Teile dieſer Miſchung im
Ableitungsrohr liegen blieben und deſſen Querſchnitt
ver=
ringerten. Es wurde dann die beſchick e Retorte mit einem
Gasbrenner erhitzt und der Sauerſtoff in einen Zylinder
geleitet. Das Gas mußte alſo, da der Zylinder mit
Waſ=
ſer gefüllt war, den Widerſtand einer Waſſerſäule
über=
winden. Ich nehme nun an, daß durch den ſich ſtürmiſch
entwickelnden Sauerſtoff Teile des Gemiſches,
insbeſon=
dere der feingepulverte Braunſtein, nach vorn geriſſen
wor=
den ſind und den engen vorderen Teil des Halſes verſtopft
haben. Dadurch entſtand, da die Verſtopfung bei der
Un=
durchſichtigkeit der Retorte nicht bemerkt werden und das
Erhitzen daher nicht rechtzeitig unterbrochen werden
konnte, ein ſtarker Druck im Innern des
Entwicklungsge=
fäßes, der zur Exploſion und zur Zertrümmerung der
Retorte führte. Die Füllung wirkte hierbei genau ſo, wie
die Ladung eines Hohlgeſchoſſes. Auch die Wirkung der
Exploſion war dieſelbe, wie die einer Granate, denn die
am weiteſten entfernt ſitzende Schülerin wurde am
ſchwer=
ſten verletzt. Will man annehmen, daß eine Verſtopfung
des Retortenhalſes nicht eingetreten iſt, ſo mußte der
Sauerſtoff bei zu ſchneller Entwicklung in ſtarkem Strom
durch das abſperrende Waſſer hindurchtreten, wobei wohl
eine Zertrümmerung des vorgelegten Glaszylinders, aber
keine Exploſion der Retorte hätte eintreten können. Der
Unfall läßt ſich alſo, wie erſichtlich, recht einfach erklären.
Wenn Herr E. W. Müller derartige Verſuche aus
Mit=
telſchulen verbannt wiſſen will, ſo iſt dies angeſichts der
traurigen Folgen der Exploſion leicht verſtändlich.
An=
dererſeits aber eignet ſich das Sauerſtoffgas ſo gut zu
gefahrloſen und inſtruktiven Verſuchen, daß ein
Vorfüh=
ren ſeiner Eigenſchaften von hohem Lehrwerte auch für
Mittelſchulen iſt. Man entwickele künftig den Sauerſtoff
in einem beſonderen Vorbereitungsraume unter
Benutz=
ung eines Glasgefäßes oder des vorſtehend an erſter Stelle
genannten eiſernen Apparates und bringe erſt die mit dem
Gaſe gefüllten Zylinder in die Klaſſe. Eine Wiederkehr
ähnlicher Vorkommniſſe iſt dann nicht zu befürchten.
Zum Schluſſe mache ich noch darauf aufmerkſam.
ähnliche Apparate wie der in der Mädchenmittelſchule
benutzte auch in neueren Lehrbüchern der Chemie
empfoh=
len werden. So beißt es in dem vortrefflichen Lehrbuch
der anorganiſchen Chemie von Profeſſor Dr. H.
Erd=
mann, Braunſchweig 1906, Seite 102: „Statt der eiſernen
Retorte können übrigens auch die ſchmiedeeiſernen
Fla=
ſchen, in welchen das Queckſilber verſendet wird, zur
Darſtellung des Sauerſtoffes in größerem Maßſtabe
be=
nutzt werden.” — Auch dieſe Flaſchen ſind nicht tubuliert.
Es würde demnach nicht richtig ſein, dem Lehrer, welcher
den Verſuch ausgeführt hat, einen Kunſtfehler
vorzu=
werfen.
Profeſſor Dr. W. Sonne,
Vorſtand der Großh. chemiſchen Prüfungsſtation für die
Gewerbe.
Eine interessante Autwort.
Liebe Grete!
Beſten Dank für Deinen wichtigen Rat! Ich habe ihn
glücklicherweiſe vor Monaten ſchon befolgt. Damals hatte
ich Mühe, meinen 16jährigen Fritz unte Oringen. Man
wies ihn überall ab. Höchſtens als L. urſche wollte
man ihn nehmen. Der Junge ſah in dem abgetragenen
Anzug ſeines Vaters auch gar zu armſelig aus. Auch die
kleine Mädi hatte ſchlimme Zeiten; ihre Mitſchülerinnen
hänſelten ſie immer ob ihres verwaſchenen Fähnchens.
Und die Große hätte gar ſo gerne mit ihren Freundinnen
die Tanzſtunde beſucht; aber ſie hatte doch nichts zum
An=
ziehen! Da erinnerte ich mich Deines freundſchaftlichen
Rates und Hans bekam einen flotten Anzug, dazu Hut,
Stiefel und Hemden; die Kleine ein drolliges
Matroſen=
kleidchen mit Jacke; die Große aber ein duftiges
Stickerei=
kleid und einen koketten Hut. Der Erfolg blieb nicht aus=
Hans fand eine bezahlte Volontärſtelle in erſtem Hauſe,
die Kleine lachte wieder und meine Große bekam Anteil
an des Lebens Lenz und verlobte ſich in der Tanzſtunde
mit einem jungen Apotheker. Aber ich ging noch weiter;
für das Wohnzimmer kaufte ich Vorhänge, eine Wanduhr
und Bilder, für Küche und Haushalt ſehr praktiſche
Ge=
räte und meinem Mann eine Zigarrentaſche und ein
Rauch=
ſervice. Da gefiel es meinem Mann und meinem Aelteſten
ſo gut zu Hauſe, daß ſie ſich das allabendliche Ausgehen
abgewöhnten. Das viele Geld, das ſie dabei ſparten, floß
in meine Wirtſchaftskaſſe. Mein Mann aber überraſchte
mich zum Danke mit der langerſehnten Armbanduhr. Er
hatte meine Bezugsquelle entdeckt: Man erhält dort alles
nach Herzenswunſch gegen die bequeme monatliche
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* Eine Nachtballonfahrt Wiesbaden-
Berlin in 7 Stunden. Am Freitag abend 6 Uhr 50
Min, ſtieg bei dem Wiesbadener Gaswerk der Ballon
„Mainz=Wiesbaden”, des mittelrheiniſchen
Ver=
eins für Luftſchiffahrt unter der Führung des
Haupt=
manns Eberhard vom Artillerie=Regiment Oranien
mit den Herren v. Hachenburg und Kölſch als
Mit=
fahrende zu einer Nachtfahrt auf. Die Luftſtrömung
führte den Ballon in flotter Fahrt über Kaſſel, Münden,
den Harz, Magdeburg und Potsdam nach Berlin, das in
ſieben Stunden erreicht wurde.
sr. Die Bitterfelder Ballon=Zielfahrt
hat folgende Ergebniſſe gezeitigt. Sieger wurde der
Bal=
lon „Fiedler” mit Dr. Korn als Führer, der 16 Kilometer
vor dem Ziel entfernt bei Schwerin a. Warthe niederging.
„Elbe” mit Herrn Gebauer in der Gondel plazierte ſich
als Zweiter, 33 Kilometer vom Ziel entfernt niedergehend.
— Ein Transport=Wettbewerb für
Flug=
maſchin en veranſtaltet der Schleſiſche Aero=Klub
an=
läßlich der ſchleſiſchen Flugwoche vom 8. bis 15. Juni in
Breslau. Das preußiſche Kriegsminiſterium hat für
die=
ſen neuartigen Wettbewerb bereits 10000 Mark
ſubven=
tioniert. Alle an der Konkurrenz teilnehmenden Apparate
haben zunächſt über das Flugfeld Leerbeutel einen Flug
von beſtimmter Dauer und Höhe auszuführen und dann
zu landen. Gleich darauf muß dann der Abbau der
Ma=
ſchinen vorgenommen werden. Dieſe werden dann
mit=
tels Automobile nach einem den Fliegern vorher bekannt
gegebenen Orte gebracht, wo ſie ſo ſchnell wie möglich
wieder zuſammenmontiert werden und von dem Piloten
auf ſchnellſtem Wege zurück nach dem Flugplatz geſteuert
werden ſollen.
Sport, Spiel und Turnen.
* Pferdeſport. Die Karlshorſter Premiere am
Oſter=
montag hatte bei dem trockenen, wenn auch etwas kühlem
Wetter rieſige Beſucherſcharen nach der Wuhlheide gelockt.
Die Reſultate waren: Glückauf=Hürden=Rennen; 4200 Mark,
Diſtanz 2700 Meter: 1. Hrn. L. Balls Lohengrin II (Th.
Baſtian), 2. Jeſſonda (Kocholaty), 3. Omama (Streit).
Tot. 63:10. — März=Jagd=Rennen; Ehrenpreis und 3000
Mark, Diſtanz 3400 Meter: 1. Lt. v. Seydel und Meyers
Criſtalloide (Lt. v. Zobel), 2. Sea Squaw (Lt. Loog), 3.
Voigt (Rittm. v. Roſenberg). Tot. 213:10. — Bievra=
Jagd=Rennen; Ehrenpreis und 3200 Mark, Diſtanz 3400
Meter: 1. Hrn. R. Jäck=Jaffe Old Port (Dr. Rieſe), 2.
Kebty (Lt. Loog), 3. Landesvater (Lt. v. Egan=Krieger).
Tot. 54:10. — Oſter=Preis; 15000 Mark, Diſtanz 3400
Meter: 1. Hrn. A. Aldags Little Ben (H. Aylin), 2.
Ru=
ſticus (H. Brown), 3. Chicard (Printen). Tot. 96:10.
Preis von Schönhauſen, Ehrenpreis und 7000 Mark,
Diſtanz 3600 Meter: 1. Hrn. H. Schützes Reveuſe (Dr.
Rieſe), 2. — Edelmann (Lt. v. Zobeltitz), 2. — Edda (Lt.
Erbprinz von Bentheim). Tot. 33110. —Schüler=Jagd=
Rennen, Ehrenpreis und 4000 Mark, Diſtanz 3200 Meter:
1. Hrn. Ziethens Muſchy (Lt. Demnig), 2. Nelusco (Lt. v.
Egan=Krieger), 3. Allgeſchwind (Lt. v. Bottlenberg). Tot.
37110. — Reſidenz=Hürden=Rennen; 4000 Mark, Diſtanz
2700 Meter: 1. Hrn. R. A. Waughs La Turbie (H.
Teich=
mann), 2. Bilbao (H. Aylin), 3. Oſtia (Fritſche). Tot.
106:10.
Eröffnungs=Rennen in Dresden.
Be=
grüßungs=Jagd=Rennen; 2500 Mark, Diſtanz 3000 Meter:
1. Hr. E. v. Arnim’s Blitz (Brederecke), 2. Banagher II
(Perny), 3. Freude (Gojny). Tot. 70.10. — Damenpreis=
Jagd=Rennen; Ehrenpreis und 2300 Mark, Diſtanz 3500
Meter: 1. Major Graf Wuthenau’s Tetzel (Lt. Moſch),
2. Hellia (Lt. Graf Strachwitz), 3. Kapitany (Lt.
Streſe=
mann). Tot. 49:10. — Oſter=Hürden=Rennen; 3000 Mark.
Diſtanz 2600 Meter: 1. Hr. W. Thiede’s Germania
(Jentzſch), 2. Aladin (Jangl), 3. Gruna (Kuttke jr.). Tot.
17110.
Wiederſehen=Jagd=Rennen; Ehrenpreis und
3000 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Lt. Prinz von
Schaum=
burg=Lippe’s Kilmallock (Lt. Graf Strachwitz), 2. The
Gun (Lt. v. Witzleben), 3. Triglav (Rittm. Keyſer). Tot.
50:10. — Frühjahrs=Hürden=Rennen; 2300 Mark, Diſtanz
2600 Meter: 1. Hr. E. Hering’s Feſtiva (Rybka), 2.
Cu=
ſtozza (Kuttke jr.), 3. Lina (Kauliſch). Tot. 8410,
März=Jagd=Handikap: Ehrenpreis und 2500 Mark,
Diſtanz 3500 Meter: 1. Lt. Graf Strachwitz’s Nowton
(Beſ.), 2. Blondel (Lt. v. Treskow), 3. Habsburg (Lt.
Mentz). Tot. 61:10.
Rennen zu Paris=Auteuil, 23. März. Prix
du Bois; 3000 Fr., Diſtanz 3500 Meter: 1. Monſ. Grumetz
Gaubet Tauzia (E. Doux), 2. La Sauge (Seaton), 3.
Monſ. Cauchois (Berteaux). Tot. 49110. — Prir le
Gourzy; 20000 Fr.. Diſtanz 4000 Meter: 1. Monſ. de Kiß
Valmy VII (A. Carter), 2. Rebuiſſon (A. V. Chapman)
3. Nereſtan (W. Head). Tot. 56:10. — Prix du Preſident
de la Republique; 50000- Fr., Diſtanz 4500 Meter: 1.
Monſ. Courveilles Sybilla (A. Bates), 2. Sanſovino
(Head), 3. Make Haſte II (E. Hardy). Tot. 785110.
Prix Turenne; 6500 Fr., Diſtanz 4000 Meter, 1. Monſ.
de Royers Lalla Roukh (Monſ. Marc), 2. Titurel (Monſ.
Gue=
rin), 3. Galet (Monſ. Mortier). Tot. 94:10. — Prix
d’Apre=
mont, 6000 Fr., Diſtanz 4200 Meter: 1. Monſ. J.
Hen=
neſſys Upholſterer (Hawkins), 2. Beny Gloe (A. Carter),
3. Yquem (Head). Tot. 24:10. — Prix du Pont d’Jena;
5000 Fr Diſtanz 3100 Meter: 1. Monſ. Kohlers
Pug=
gings (F. Williams), 2. Pane (Powers), 3. Bercy (A.
Chapman). Tot. 58:10.
Rennen zu Le Tremblay 24. März. Prix du
Perreur; 3000 Fr., Diſtanz 1100 Meter: 1. Monſ. J.
Lieux Cerita (J. Childs), 2. Mirliflor III (ONeill), 3.
Phenecienne (Garner). Tot. 29:10. — Prir de Joinville
le Pont; 5000 Fr., Diſtanz 2000 Meter: 1. Monſ. C. de
Berteur’ Verwood (J. Childs), 2. Reindeer (O'Neill), 3.
Gobernador (Bona). Tot. 44:10. — Prix de Chemevieres
4000 Fr., Diſtanz 1400 Meter: 1. Monſ. Je. Sterns
Tur=
lupin (Garner), 2. Salami (O'Neill), 3. Le Banquier
(Charpe). Tot. 59110. — Prix de la Société de Sport de
France; 40000 Fr., Diſtanz 2150 Meter: 1. Baron
Gour=
gauds Oukoida (O'Neill), 2. Sainte Gemme (F. Lane),
3. Chippewa (Mac Gee). Tot. 92:10. — Prix de Nogent;
6000 Fr., Diſtanz 1600 Meter: 1. Monſ. Hart’s Sigismond
(Jennings), 2. Scrap (Marſh), 3. M. de Scuderi (F
Lane). Tot. 139:10. — Prix de la Marne; 10000 Fr.,
Diſtanz 2000 Meter: 1. Monſ. H. Andre’s Le Municipal
(M. Henry), 2. Linois (Ch. Childs), 3. La Begude (J.
Childs). Tot. 61:10.
* Radſport. Eröffnung der Berliner
Rad=
rennſaiſon. Das Eröffnungsmeeting der Berliner
Olympiabahn hatte ſich am Oſtermontag ſehr guten
Be=
ſuchs zu erfreuen. Neulingsfahren: 1. Krupkat, 2.
Linſe=
ner, 3. Amelang. Prüfungsrennen, 25 Kilometer: 1.
Kjeld=
ſen 19119,2, 2. Inske 1110 Meter, 3. Jak. Eſſer 4630 Meter,
4. Sykora 5870 Meter, zurück. — Eröffnungsfahren: 1.
Finn, 2. Rudel, Radlänge, 3. Freiwald, 4. Schmittchen. —
25 Kilometer=Rennen: 1. Janke 18:55,1, 2. Huybrechts
1450 Meter zurück. Nettelbeck und Miquel aufgegeben.
Oſterpreis, 60 Kilometer: 1. Janke 45.35, 2. Nettelbeck 1940
Meter, 3. Huybrechts 2530 Meter, 4. Kjeldſen 3290 Meter,
5. Miquel 8170 Meter zurück.
Die Kölner Radrennſaiſon wurde am Oſter=
Sonntag mit dem über 1000 Kilometer führenden Großen
Oſterpreis in drei Läufen eröffnet. Das Rennen wurde im
Geſamtklaſſement von dem Belgier Linart gewonnen,
doch waren die Reſultate der einzelnen Läufe infolge
ver=
ſchiedener Defekte nicht immer einwandfreie. 1. Linart mit
99,800 Kilometer, 2. Stellbrink 98,320 Kilometer, 3. van
Neck 97,080 Kilometer, 4. Walthour 92,50 Kilometer.
Leipziger Eröffnungs=Rennen. Die
ein=
zelnen Reſultate des Großen Oſter=Preiſes waren: 40
Kilometer=Lauf: 1. Miquel 30 Min. 8,2 Sek., 2. A.
Vander=
ſtuyft 31 Min. 22 Sek., 3. Scheuermann 31:40,1, 4. Ebert
33:01,4, 5. Günther. 60 Kilometer=Lauf: 1. Günther
43:35, 2. Miquel 44:29,4, 3. Scheuermann 45:03,2, 4. A.
Vanderſtuyft 45.20,1, 5. Ebert. Geſamtklaſſement: 1.
Mi=
quel in 1114:38,1, 2. Arthur Vanderſtuyft 1:16:42,1, 3.
Scheuermann 1:16:43,3, 4. Günther, 5. Ebert. — In den
Fliegerrennen zeigte der kleine Berliner Finn ein
ausge=
zeichnetes Können der das Prämienfahren gegen
Frei=
wald und Zſchwernick und das Handikap gegen Freiwald,
Linſener und Zſchwernick gewann, im Hauptfahren aber
gegen Otto Meyer mit einer Länge unterlag. Dritter
wurde Schwab vor Fuchs.
Die Eröffnungsrennen der Pariſer
Prinzenparkbahn gingen am Sonntag vor ſich.
In den Vorläufen zum Großen Oſterpreis ſiegten Kramer,
Ellegaard, Hourlier, Dupré, Moretti, Perchicot, Schilling,
Schilles. Im Tandem=Rennen erwies ſich die Mannſchaft
Ellegaard=Moretti überlegen und ſchlug Hourlier=
Per=
chicot mit halber Länge; Dupré=Mart endeten dichtauf
als Dritte. Das Match hinter Motoren zwiſchen Seres,
Darragon und Guignard brachte ſowohl im 20=
Kilometer=
lauf wie im 30=Kilometerlauf Seres einen Erfolg, der ſich
ſeinen Gegnern bedeutend überlegen zeigte. Seres
ge=
wann den 20=Kilometerlauf in 14 Minuten 56 Sekunden
mit 650 Meter vor Darragon und zwei Runden vor
Guignard. Im 30=Kilometerlauf landete der Franzoſe
nach 21 Minuten 58,2 Sekunden als Sieger; Darragon
2½ Runden, Guignard 11 Runden zurück. Das
Prämien=
fahren brachte Quaiſſard an ſich, der noch im Ziel
Jac=
quard und den Dresdener Süßmilch abfertigte. — Am
Oſtermontag qualifizierte ſich als neunter Teilnehmer für
die Zwiſchenläufe des Großen Preiſes der Berliner
We=
gener durch einen ſchönen Sieg im Hoffnungslauf über
den Pariſer Paul Didier und den Italiener Polledri. Im
erſten Zwiſchenlauf ſiegte Houlier leicht vor Moretti und
Schilles, im 2. Zwiſchenlauf Ellegaard knapp vor
Schil=
llings, Perchicot, im 3. Zwiſchenlauf Kramer vor Dupré
Wegener. Im Endlauf trat Hourlier bereits ausgangs
der vorletzten Kurve, 500 Meter vor dem Ziele, an und
eroberte ſich im Augenblick einen Vorſprung von ſechs
Längen, den er ſogar noch vergrößerte. Man glaubte ſchon
an einen Sieg Hourliers, als Kramer mit Ellegaard am
Hinterrad in den letzten 50 Metern noch ſehr ſchnell auf=
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sagt der Arzt — darf Kaffee genießen,
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bereitet wird. Es vermindert nämlich
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kam und Hourlier auf dem Bande faſt noch mit halber
Länge ſchlug. Ellegaard knapper Dritter. Das
Stunden=
fahren brachte dem alten Darragon mit 82,650 Kilometer
einen Sieg vor Seres, 80,660 Kilometer, Guignard 80,320
Kilometer und Parent 70,820 Kilometer. Leon Didier
gab wegen Motorſchadens auf. Im Handikap unterlag
der bis kurz vor dem Ziel eingeſchloſſene Kramer knapp
gegen Polledri (20 Meter) und Fournous (25 Meter).
Ein Prämienfahren gewann Quaiſſard mit einer Länge
vor Jacquard und Ruß.
Paris-Roubaix. Die franzöſiſche
Straßenrad=
rennſaiſon wurde am Oſterſonntag mit der klaſſiſchen
Fernfahrt Paris=Roubaix über 265 Kilometer eröffnet.
Francois Faber gewann das Rennen im Endſpurt mit
einer Länge Vorſprung vor de Ruyter und Crupelandt
in der neuen Rekordzeit von 7 Stunden 26 Min. 20 Sek.
In Brüſſel kam ein 100=Kilometerrennen ohne
Schrittmacher nach Punktwertung zur Entſcheidung, das
von dem Belgier Vandenberghe in 2 Stunden 41 Min.
14,4 Sekunden mit 18 Punkten gewonnen wurde. Zweiter
blieb ſein Landsmann Debaets mit 32 Punkten vor Thys
mit 41, Vandervelde 42 und dem Franzoſen Beyl mit 47
Punkten.
Fechtſport. Jubiläumswettfechten in
Offenbach. Anläßlich des 40jährigen Beſtehens hatte
die Fechtriege des Offenbacher
Turnver=
eins für die Fechter, die der Deutſchen Turnerſchaft
an=
gehören, an den Oſtertagen ein Jubiläumswettfechten
veranſtaltet. Bei den Wettkämpfen in Florett und Säbel
waren 84 Fechter mit 160 Meldungen vertreten. Die
Be=
wertung der Kämpfe für Florett jr. und ſchwere Säbel
ſen, erfolgte nach den für das Deutſche Turnfeſt aufge=
ſtellten Regeln, während für die übrigen Fechtaxten eine
für ſpätere Turniere vorbildliche Wettfechtordnung
auf=
geſtellt worden war. Die Turnierleitung lag in den
Händen des dipl. Fechtmeiſters Arturo Gazzera=
Offen=
bach, Heinrich Schäfer= und Karl Zimmermann=Offenbach,
Unparteiiſche waren Erckrath de Bary=Offenbach
Kreisfechtwart Straſſen=Hanau und Auguſt Petry=
Offen=
bach. Erſte Preiſe erhielten: in Florett (Juniorabteilung):
W. Schöndube=Frankfurt a. M., (Seniorabteilung):
G. Stöhr=Offenbach und W. Löffler=Darmſtadt; in
deutſchem ſchweren Säbel: K. Urſprung=Bornheim,
und in italieniſchem leichten Säbel: W. Löffler=
Darmſtadt
Fußballſport. Die Berliner
Fußball=
ſpiele brachten in den Oſtertagen als größtes Ereignis
den Beſuch der holländiſchen Ligamannſchaft Haagſche
Foetball=Vereeniging Quick. Quick eröffnete
die Tournee mit einem erfolgreichen Spiel in Breslau
gegen die dortigen Sortfreunde von 3.2 und vermochte
auch am Oſterſonntag in der Reichshauptſtadt den
Ber=
liner Ballſpiel=Klub mit dem gleichen Reſultat von 3:2.
(Halbzeit 211) zu beſiegen. Am Oſtermontag hatte die
holländiſche Mannſchaft „Hertha” zum Gegner und
unter=
lag mit 0:3 (Halbzeit 0:2). Ferner unterlag „Minerva”
gegen den Leipziger Fußball=Klub „Eintracht” mit 1:3
(Pauſe 0:0) und „Alemania” gegen den Magdeburger
Fußball=Klub von 1900 mit 2:3 (Halbzeit 0:2), während
Berolina” mit „Norden=Nordweſt” unentſchieden 414
(Halbzeit 1:2) ſpielte.
Am zweiten Oſterfeiertag ſtand der F.=K. „
Teu=
tonia”=Weiterſtadt 1911 mit ſeiner 1. Mannſchaft
in Rüſſelsheim a. M. der 1. Mannſchaft des dortigen
Sportklubs „Haſſia 1906” gegenüber und mußte mitz
einer Niederlage von 211 Toren den Platz verlaſſen.
* Hockey. Landhockey München-Berlin,
Der Münchener Männer=Turnverein beendete am Oſter=
Sonntag ſeine Berliner Hockey=Tournee mit dem
Spiel=
gegen den Berliner Sportklub. Die Berliner zeigten ſicht
den Gäſten weit überlegen, und nur der ausgezeichnete
Münchener Torwächter verhinderte eine größere
Nieder=
lage als die mit 4:0 (Pauſe 210) erlittene.
Deutſche Hockeyſpieler in England. Die
Internationale engliſche Riviera=Land=Hockeywoche, an
der ſich auch zwei deutſche Mannſchaften beteiligten, hat
jetzt ihren Anfang genommen. Die deutſche Scratch=
Mann=
ſchaft erlitt bei ihrem erſten Spiel gegen Deal in Aſhford
trotz tapferer Gegenwehr eine knappe Niederlage mit 64.
Die Landhockeywoche brachte in ihrem weiteren
Ver=
lauf den beteiligten deutſchen Mannſchaften ſchöne
Er=
folge. Die deutſche Scratch=Mannſchaft ſiegte in Haſtings
gegen die dortigen Rabbits überlegen mit 8:3. Auch der
Münchener Sportklub zeigte eine gute Form und gewann
ebenfalls in Haſtings gegen die Vagabonds mit 411.—
Am Oſtermontag hatten die deutſchen Mannſchaften
wei=
tere Siege zu verzeichnen. Die deutſche Scratch=Mannſchaft
ſchlug Aſhford mit 511, während der Münchener Sportklub
die South Saxons mit 410 abfertigte.
Berliner Hockeyſpiele. Die Hockeymannſchaft
des Magdeburger Sportvereins Viktoria verlor am
Oſter=
ſonntag gegen die zweite Mannſchaft von Preußen mit
03 und am Oſtermontag gegen die Berliner Turnerſchaft
mit 1:6. — Ein Geſellſchaftsſpiel zweier kombinierter
Mannſchaften des Berliner Hockeyklubs und von Preußen
endete unentſchieden 5.5 (222).
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der Oper „Die Hugenotten” von
G. Meyerbeer. 3. „Wo die Zitronen
blüh’n”, Walzer von Joh. Strauß.
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von Joh. Brahms. 5. Siegmunds
Liebeslied (Winterſtürme wichen
dem Wonnemond) aus „Walküre
von Richard Wagner. 6. „In die
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lung wird gebeten.
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Samstag, den 29. März, abends 8½ Uhr im großen Saale
der Turnhalle am Woogsplatz
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ſo mancher noch gut brauchbare
Gegenſtand, der einmal wegen
Platzmangel zurückgeſtellt wurde.
Durch eine Anzeige im, Darmſtädter
Tagblatt” ſind derartige Artikel
raſch verkauft.
DIESEL-MOTOREN-ANLAGEN
12c
Ps
Ueber
500
im
Betrieb
Sauggas-Motoren
Gasmotorenfabrik A.-G., Cöln-Ehrenfeld
(V1816
(vormals C. Schmitz).
Lokomobilen
Lokomotiven
letzte Auereichnungen: Brüset 1910: Grand Prir
Budapest 1911: Grosse goldene Staatsmedaille
Nachdruck
on Sone,
Iih Versana
Schanze 4.
WDie Görlitzer Tuchfabrik Otto Schwetasch G. m. b. H. Görlitz.
versendet nachfolgend verzeichnete eigene Fabrikate zu billigen Vorzugspreisen
direkt an die Verbraucher:
ſcheviots englischer Arf die neuest
Mode-
farben, schöner als engl. Ware und ganz
be-
deutend billiger, schon von . . . M. 4.90 an
Kammgarn-Anzugstoffe, feine, moderne
Muster in allen möglichen Ausführungen,
M. 12.— bis M. 5.80
Sehr beliebt ist Qualität 1200,
pro Meter M 7.80 bis M. 8.95
Solide, dunkle Buckskins lankbare
Anzug-
stoffe, kräft Strapazierware M. 5.75 bis M. 4.50
Ein grosser Erfolg ist diesmal Genre 200,
warme, mollige Qualität, nur M. 7.50 pro Meter
Gute, billige Zwirnstoffe trotz des
bil-
ligen Preises von tadelloser Beschaffenheit
M. 3.70, 2.50, 1.90
Paletofs und Ulsfer in den verschiedensten
Qualitäten, Covercoats, Meltons, Cheviots,
Kammgarne . . . . . . M. 11.80 bis M. 5.50
Feine graue Melton-Anzugstoffe,
die grosse Mode, feiner Promenadenanzug aus
original englischem Spezialgarn gewebt, nur
M. 9.80 und M. 10.20 pro Meter
Beinkleidersioffe, für grösste Haltbarkeit
ausprobierte Spezialqualitäten, besond. kräft.
solide, feine Strapazierware, M. 11.50 bis M. 5.50
Prächtige, dunkle Cheviofs, vorzügl.
Qualität, in Tausenden von Familien erprobt,
und immer wieder gekauft, M. 2.10 pro Meter
Blaue Anzugsfoffe, besonders beliebt und
stets modern, garantiert aus reinem Kammgarn,
M. 10.50 bis M. 5.50
Hochfeine schwarze Gehrockstoffe,
besonders gediegen . . . M. 12.— bis M. 8.90
reisausschreiven
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Es ist uns daran gelegen, in jeder Saison baldigst festzustellen, welche unserer neuen Muster
den meisten Beifall finden, um uns mit der Fabrikation darauf einrichten zu können.
Wir setzen deshalb zwölf Preise aus, und zwar:
I. Preis: 750 Mk. in bar, 2. Preis: 500 Mk. in bar, 3. Preis: 250 Mk. in bar,
. bis 12. Preis: Stoff zu einem Anzug von demjenigen Muster, welches die meisten Stimmen erhielt.
Wir haben die Geldpreise gegen früher auf das Dreifache erhöht.
Wer einen dieser Preise zu erlangen wünscht, lasse sich unsere Muster kommen, die wir kostenlos
ſind portofrei senden, und teile uns binnen 8 Tage nach Empfang derselben auf einer Postkarte mit,
auf welches Muster wir nach seiner Meinung bis zum 30. April die meisten Bestellungen erhalten,
. h. von welchem wir die grösste Meterzahl verkaufen werden.
Am 15. Mai werden die richtigen Lösungen festgestellt und unter den Einsendern obige Prämien unter
Aufsicht eines kgl. preussischen Notars ordnungsmässig verlost, worauf die Uebersendung sofort erfolgt.
Unser Nutzen aus diesem Preisausschreiben besteht darin, dass wir unsere Fabrikation noch
vorteilhafter einrichten können. Ihr Nutzen besteht in der Aussicht, ohne jeden Einsatz, ohne Kaufver-
bflichtung, einen dieser Preise
Eu gewinnen und sich gleich-
Eeitig von der Reellität unseres
Angebots zu überzeugen.
Pas Resultat des letzten Preisausschreibens
finden Sie auf nächster Seite.
Inser täglicher Versand nach allen
Gegenden bis in die fernsten Erd-
Leile geht in die Tausende, und wir ver-
Hanken mindestens die Hälfte unsers
Umsatzes der Weiterempfehlung durch
Aufriedene Kunden. — Lassen Sie sich
unsere Fuster kommen, und Sie
wer-
len zelbst fertstellen können, dass ein
Massanzug aus ungeren hervorragend
ſchönen und dauerhaften Stoffen, über
Heren Güte und Preiswürdigkeit wir
4 Unsere Muster- 4
skollektion umſasste
7 über 260 hoch-
2
5 eleganie Dessins
2
und wird Ihnen 2
Kaufverpflichtung
porftorei
zugesandt.
Was zind 3 Pfg. Ausgabe an Porto für diese Karte
gegen ev. 20—30 M. Ersparnis an einem elnzigen Anzug!
ETETETETETETEOETETETETETETETETETETETETETETETZTETEFETETE!
Senden Sie mir sofort franko, ohne Kaufverpflichtung, eine
: Musterkollektion derneuesten Herrenstoffe.
Tausende von Anerkennungen
Eus allen Bevölkerungskreisen
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itzen, tatzächlich so billig kommt.
Machen Sie den Versuch, Sie
ſerden sehr zufrieden sein!
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STOFFE
Iwerden umgetauschl !
oder das Geld
ohne Einwendung
wieder
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gesandt.
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Front; Stempelſteuern erfreuen ſich nirgends einer
früher ſtets lebhaften
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reibtaung und Der Tepnetttaniſcherr Arrion gebracht. Die
hat Ihnen eine klare Methode zur Durchführung dieſes
Programms vorgeſchlagen. Sie hofft, durch die Ehrlichkeit
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zw.
Eingutsitzender Massanzug
ebenso billig und
billiger als ein fertiggekauften
wenn Sie den Stoff dazu direkt von uns beziehen.
Wirklich gut gekleidet ist man nur, wenn man angemessene Anzüge trägt. Nur solche sitzen
immer tadellos. Es ist derselbe Unterschied wie zwischen einer angemessenen Extra-Uniform und
der Kommiss-Uniſorm von der Kammer.
Ein gutsitzender Massanzug, solide angefertigt aus unseren dauerhaften, eleganten und modernen
Stoffen, kostet fix und fertig mit allen Zutaten für mittelgrosse Figur:
Starker und eleganter Anzug aus Eleganter Promenadenanzug, Feiner Gesellschaftsanzug
schwarz Salon-Kammgarn
rein Kammgarn
Cheviof, fester Strapazierstoff
ca. 64.so M.
ca. 44.60 M.
ca. 23.25 P.
Wir haben zu dem obigen Vergleiche übrigens weder unsere billigsten Stoffe herangezogen, noch
haben wir für den Schneider einen Hungerlohn berechnet, sondern die Rechnung bezieht sich auf gute
solide Stoffe, ordentliche Zutaten und auf gute Arbeit. Wir übernehmen auf Wunsch jederzeit selbst
die Anfertigung zu diesen Preisen, da wir auch eigene grosse Massschneiderei haben.
Ohne dass wir etwa alles aufs knappste berechneten, beweisen wir Ihnen,
dass Sie das Bessere billiger bekommen,
wenn Sie sich stets Massanzüge aus unseren guten, aus tadellosem Rohmaterial solide hergestellten
Stoffen bei einem ordentlichen Schneider anfertigen lassen.
Wir können gut und billig liefern, weil wir
1. eigene grosse und bedeutende Tuch-Fabrik (Spinnerei, Zwirnerei, Weberei, Färberei, Appretur etc.
haben und den weitaus grössten Teil unserer Ware selbst auf modernen Spezialmaschinen herstellen:
2. unsere Ware rasch und gegen Kasse direkt an das Publikum absetzen. Wir haben infolgedessen
keine Verluste durch Unmodernwerden und durch säumige Zahler und brauchen deshalb solche
Verluste auch nicht auf den Fabrikationspreis zu schlagen.
3. Verschenken können wir natürlich nichts. Aber unsere Kundschaft umfasst mehr als 130000 Familien
Wenn wir an jeder Bestellung nur eine Kleinigkeit verdienen, so verdienen wir bei der grossen Masse
immer noch genug und erhalten uns durch unsere gute und billige Bedienung das Vertrauen unserer
Kundschaft. Wollten wir am Meter Stoff das Dreifache verdienen wie jetzt, so würden wir schlechtere
Geschäfte machen als bei mässigem Verdienste und grossem Umsatze.
Wir senden Ihnen unsere Muster portofrei,
ohne dass Sie sich damit zu einer Bestellung verpflichten!
Unsere Kollektionen in Kleiderstoffen enthalten über 260 hochelegante Muster. Schneiden 8ie
die anhängende Postkarte ab, teilen Sie uns auf derselben Ihre genaue Adresse mit, und sofort
erhalten Sie die Muster portofrei zugesandt.
Garantieschein.
Wir garantieren, dass
jeder Stoff genau nach
Muster ausfällt.
Reste und
zurückge-
setzte Waren aus voriger
Saison (passend zu
An-
zügen, Hosen, joppen etc.)
geben wir unter Preis ab.
Schneidermeister, welche tadellos
sitzende Anzüge zu zivilen Preisen anfertigen,
ohne dass der Stoff von denselben geliefert
wird, weisen wir in fast jedem grösserem
Orte nach.EEEE
Drucksache.
An
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Görlitzer Tuchfabrik
Otto Schwetasch
G. m. b. H.
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2
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* Won den Antworten, die auf das von
Vuns in der vorigen Saison veran-
U staltete Preisausschreiben eingegangen
usind, enthielten 18 die richtige Lösung.
II 1. Preis: 300 M. bar Herr Rudolf Dann,
Langenburg (Württbg.)
§ 2. Preis:200 M. bar Herr Jos. W. Scham
bach, Mainz, Carmelitenstr. 7.
I3. bis 10. Preis, bestehend in Stoff
zu einem Anzuge von Dessin Nr. 331
welches die meisten, nämlich 138,
Stimmen erhielt:
1 Herr Ingenieur Wilhelm Will, Berlin
SW 47, Vorkstrasse 14 IIIr.
„ Wilhelm Trost, Sprockhövel,
a. Hummelsiepen 27a.
„ Eugen Bijot, Breitenberg, Bayer
Wald.
„ E. Müller, Nürnberg,
Gibitzenhof-
strasse 16all.
„ Willy Frick, Berlin-Friedrichs
felde Friedrichstr. 12.
2
I „ Hugo Eisenhuth, Rüdinghausen
P. Annen, Nr. 69 a.
„ Schriftsteller Joh. Mayrhofer,
Berlin N3l, Ackerstr. 117.
Frau Küstermann, Hannover, Köni,
wortherstr. 47 III.
Es erhielten also bei der Ver=
Wlosung ¾ der richtigen Antworten au
Preise, ein für die Einsender sehr gün-
§ stiges Ergebnis.
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