Darmstädter Tagblatt 1913


22. März 1913

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176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=

werden angenommen in Darmſtadt,
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ſowie von unſeren Agenturen und
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den Annoncen=Expeditionen. Bei
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ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 30 Seiten.

Die nächſte Ausgabe des Darmſtädter
Tagblatts erfolgt am Dienstag.

Das Wichtigſte vom Tage.

Auf dem Schießplatz Kummersdorf explodierte
ein Geſchoß. Zwei Kanoniere wurden getötet und
drei verletzt.
Die Reiſe des Herzogs von Cumberland
nach Potsdam iſt bis nach der Beiſetzung des
Königs von Griechenland verſchoben worden.
Der öſterreich=ungariſche Geſandte in Ce=
tinje
wird bei der montenegriniſchen Re=
gierung
Genugtuung für die Verſtöße gegen die
Völkerrechte fordern, evtl. unter Androhung von Ge=
waltmaßnahmen
ſeitens Oeſterreich=Ungarns.
Die Botſchafter=Vereinigung in London
beſchloß, die Vertreter der Mächte zu beauftragen, den
Balkanregierungen die Ratſchläge der Mächte
über die von den Verbündeten vorgeſchlagenen Friedens=
bedingungen
mitzuteilen. Die zu machenden Vorſchläge
ſind von allen Mächten gebilligt worden.

Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
22. März 1813: Rückkehr des Königs von Breslau nach
Berlin. Das franzöſiſche Hauptquartier wird nach
Magdeburg verlegt.
23. März 1813: Aufruf der Frauen Preußens: Das Va=
terland
iſt in Gefahr!
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.

Zum Oſterfeſt.

** Ein Freudenfeſt iſt es, das die Chriſtenheit am
Oſtertage begeht: die Leidenszeit Chriſti hatte ihr Ende
erreicht, der Herr ſtand auf vom Tode und zeigte ſich wieder
ſeinen Jüngern, ihnen aufgebend, hinzugehen und alle
Völker zu lehren und ſie zu taufen. Darin liegt der Ur=
ſprung
des Chriſtentums, das noch heute, nach faſt zwei
Jahrtauſenden, ſeine geiſtige Kraft bewährt, nachdem es
ſich ausgebreitet hat über alle Teile der Welt.
Aber nicht nur für die Chriſtenheit allein, ſondern in
unſerer Region iſt für alle Menſchen Oſtern ein Feſt der
Freude, denn es fällt in die Zeit des Erwachens der Na=
tur
, in die Zeit, wo die Macht des Winters gebrochen iſt
und die frohe Zuverſicht unſere Herzen durchdringt, daß
der Lenz vor der Tür ſteht und Einlaß begehrt. Frohe
Hoffnung erfüllt wohl jeden von uns, wenn die Sonne
an Kraft gewinnt, wenn wir die Knoſpen an Bäumen und
Sträuchern wachſen, wenn wir die Fluren grün werden
ſehen. Es wäre ja traurig mit uns Menſchen beſtellt, wenn
wir der Hoffnung keinen Raum mehr geben wollten. Wie
wir wiſſen, daß auf den rauhen Winter der milde Früh=
ling
folgt, ſo ſollen wir auch überzeugt ſein, daß nach böſen
Tagen eine gute Zeit kommt, die uns für alle ausgeſtan=
denen
Sorgen und Schmerzen entſchädigt. Hart iſt heute
der Kampf ums Daſein, aber um ſo größer iſt auch die
innere Befriedigung, wenn wir in dieſem Kampfe ſiegen,
wenn wir Erfolge haben. Ohne die Hoffnung, wie ſie am
wahrſten und ſchönſten das Oſterfeſt predigt, würden wir
oft unterliegen. Das geht nicht nur im Leben des Einzel=
nen
ſo, ſondern auch im Leben der Völker und Staaten.
Schwere Kriſen haben ſchon unſere wirtſchaftlichen Ver=
hältniſſe
durchgemacht, aber unſer Vaterland hat ſie noch
immer glücklich überwunden, und eine Zeit ſchlechter Kon=
junktur
wurde bald durch einen kräftigen Aufſchwung ab=
gelöſt
, ſo daß das Deutſche Reich heute ſtolz auf ſeine wirt=
ſchaftliche
Entwicklung, auf den außerordentlichen Aufſtieg
ſeines Handels und ſeiner Induſtrie, auf die Leiſtungs=
fähigkeit
ſeiner Landwirtſchaft ſein kann. Kleinmütigkeit
in ſchlechter Zeit hätte uns ſicher geſchädigt, unſeren Unter=
nehmungsgeiſt
gelähmt und damit unſere Konkurrenzfähig=
keit
auf dem Weltmarkte vermindert.
Mit der hohen Politik iſt es nicht anders. Wir leben
in einer Zeit bedrohlicher internationaler Kriſen; im Süd=
oſten
Europas tobt ſeit Monaten ein Kampf um die Vor=
herrſchaft
am Balkan, und die großen europäiſchen Staaten,
darunter auch Deutſchland, ſind gezwungen, ihre Rüſtun=
gen
zu verſtärken, um für alle Fälle vorbereitet zu ſein.
Viele Wochen dauert nun ſchon die Ungewißheit der Lage,
nur ganz allmählich beginnen ſich die Wolken zu lichten,

aber es iſt doch ſchon ein Schimmer von Hoffnung vor=
handen
, daß ein europäiſcher Krieg, der noch vor kurzem
in naher Ausſicht zu ſtehen ſchien, vermieden werden kann,
daß der Friede uns erhalten bleibt. Der feſte Wille der
Regierungen, den Frieden zu wahren, hat dies Werk voll=
bracht
, und wenn wir auf die peſſimiſtiſchen Anſchauungen
zurückblicken, ſo muß uns die Tatſache, daß auch heute
noch Friede iſt und daß dieſer wahrſcheinlich auch erhalten
bleibt, als ein wahres Oſterwunder erſcheinen, an dem wir
unſere Freude haben können.
Möge das Oſterfeſt uns neue Hoffnung verleihen, da=
mit
wir mit Gottvertrauen zuverſichtlich allen kommenden
Dingen entgegenblicken!

England und die Luftſchiffahrt.

* Im engliſchen Unterhauſe erklärte Kriegsminiſter
Seely bei der Einbringung des Heeresetats, daß ein
außerordentliches Mißverſtädnis über die Stellung
Englands in der Aviatik vorhanden wäre,
veranlaßt durch die Tatſache, daß die Aviatik eine höchſt
vertrauliche Sache ſei und daß es bei den Fliegeroffizieren
Ehrenſache ſei, nicht zu erlauben, daß ihre Leiſtungen ver=
öffentlicht
würden. Sehr beachtenswerte Leiſtungen ſeien
daher unbemerkt geblieben. Was die lenkbaren Luftſchifſe
anbeträfe, ſo fordere die Armee keine Fahrzeuge vom
Zeppelin=Typ. Zeppeline für die Verſtärkung
der ägyptiſchen Beſatzung oder im Falle einer Truppen=
entſendung
an die indiſche Grenze zu verwenden, ſei un=
möglich
. Es ſei deshalb beſchloſſen worden, daß die Ar=
mee
leichte transportable Luftſchiffe haben müſſe.
Kriegsminiſter Seely erklärte weiter, daß England
gegenwärtig 101 Aeroplane beſitze und am 31. Mai
148 haben werde. Großes Aufſehen rief Seely durch ſeine
Bemerkung hervor, daß England die beſten
Aeroplane der Welt beſitze. Verſuche ſeien
das Jahr hindurch angeſtellt worden und der Typ der
Aeroplane ſei weit höher vervollkommnet, als irgend
einer im Beſitz irgend einer Nation der Welt. Das große
Problem der Aeroplane für die beſonderen engliſchen
Zwecke ſei, Aeroplane zu erhalten, die imſtande ſeien, mit
großer und geringer Geſchwindigkeit zu fliegen. Der
neue Apparat ſei 80 Meilen in der Stunde geflogen und
könne auch mit 40 fliegen. Er könne ſchnell gebaut
werden. Die Schwierigkeit aber habe in der Maſchine ge=
legen
; die ausländiſchen hätten ſich leiſtungsfähiger als
die engliſchen erwieſen und der beſte Weg zur Beſeitigung
der Schwierigkeiten ſei geweſen, einen hohen Preis und
die Ausſicht auf hohen Gewinn zu bieten.
Kriegsminiſter Oberſt Seely ſchloß: Immerhin hat
ſich manches ereignet, ſeit die Frage der Invaſion zum
letzten Male geprüft worden iſt. Die große Schnelligkeit
der Handelsſchiffe hat ſich beträchtlich vermehrt, und eine
bemerkenswerte Erhöhung der Wirkung der Torpedos iſt
eingetreten. Noch bemerkenswerter iſt die erhöhte Wirk=
ſamkeit
der Unterſeeboote. Dazu kommt die Luftſchiffahrt
und die drahtloſe Telegraphie. Mit Rückſicht auf dieſe
neuen Faktoren beſchloß der Premierminiſter, ein neues
Unterkomitee des Komitees für die Reichsverteidigung zu
ernennen, das den ganzen Gegenſtand noch einmal durch=
beraten
ſoll, insbeſondere im Hinblick auf die etwaigen
Aenderungen der ſtrategiſchen Lage des Landes, die durch
die neuen Faktoren herbeigeführt ſein könnten. Asquith
beſchloß, im Intereſſe des Landes auch Balfour zur Mit=
gliedſchaft
in dieſem Komitee einzuladen. Balfour nahm
die Einladung an. Was die Angriffe durch die
Luftſchiffe angehe, ſo ſeien ſorgfältige erſchöpfende
Verſuche angeſtellt und die mechaniſchen Probleme gelöſt
worden. Es wurde gefunden, daß die gegenwärtigen
Schwierigkeiten, Ziele in der Luft zu treffen, ſtark über=
trieben
ſeien. Nach der Meinung des Kriegsminiſters
müßte die Idee, in jeder für die Luftſchiffe nur erreichbaren
Höhe über Schlachtfeldern oder unverteidigtem Lande zu
kreuzen, aufgegeben werden. Bezüglich der Nachtangriffe
erklärte Seely, es würde für Luftſchiffe ſehr ſchwierig ſein,
ein beſtimmtes Ziel zu erkennen.
Der Daily Chronicle kommentiert die Rede des
Kriegsminiſters Seely. Das Blatt legt Nach=
druck
auf ſeine Erllärung, daß England keinen Bedarf
an großen Luftſchiffen des ſtarren Syſtems habe, weil ſie
nicht nach Aegypten oder Indien oder anderen Teilen des
Reiches gebracht werden können, wenn dieſe bedroht wer=
den
. Daily Chronicle bemerkt dazu, dieſe Erklärung wird
nur diejenigen enttäuſchen, welche glauben, daß es unſere
Pflicht wäre, Kriegspläne auf dem europäiſchen Feſtlande
zu ſchmieden. Das Blatt vertritt die Anſicht, daß der
Luftſchiffahrtsdienſt der Armee und Flotte in engere
Verbindung miteinander gebracht werden ſollen.

Deutſches Reich.

Die Steuerpläne der Regierung.
Die Tägliche Rundſchau meldet über die Steuerpläne der
Regierung: Bezüglich der dauernden Ausgaben hat der
Bundesrat die Vermögenszuwachsſteuer fallen gelaſſen,
da ein erheblicher Teil der Bundesregierungen dagegen
iſt. Die Erbſchaftsſteuer ſoll dem Reichstage nicht vorge=
ſchlagen
werden, weil Wehrvorlage und Deckungsvorlage
nicht mit verſchiedenen Mehrheiten gemacht werden ſollen.
Der Bundesrat hat den Beſchluß gefaßt, daß eine auf 80
Millionen geſchätzte Beſitzſteuer erhoben werden ſoll, die
dem Baſſermann=Erzbergerſchen Gedanken vollkommen
gerecht wird und dem Beſitz des Einzelnen nur eine er=
trägliche
Belaſtung zumuten ſoll. Kotierungsſteuer, Divi=
denden
= und Kohlenſteuer werden nicht ernſthaft beraten.
Die Beibehaltung der Zuckerſteuer und des Uebertragungs=
ſtempels
ſollen weiter dem Reich eine Einnahme von 100
Millionen belaſſen. 10 Millionen ſoll die Kaliabgabe
bringen. Möglicherweiſe werden auch gewiſſe Stempel=
abgaben
dem Reich überwieſen. Das geſamte finanzielle
Erfordernis zur Bilanzierung des Etats wird auf 220
Millionen jährlich angegeben. Die einmalige Vermögens=
ſteuer
wird in drei Jahreszahlungen nach einer über das
ganze Reich vorzunehmenden Vermögensſchätzung vorge=
nommen
. Den Banken ſoll Deklarationspflicht an die
Steuerbehörde zur Pflicht gemacht werden, um der Ver=
mögensabwanderung
ins Ausland vorzubeugen. Große
Einnahmen ſollen ebenfals herangezogen werden. Kunſt=
und Wertgegenſtände ſollen aber ſteuerfrei bleiben. Gegen
eine baldige Wiederholung der Vermögensabgabe ſind
Bürgſchaften vorgeſehen, u. a. die Beſtimmung, daß eine
ſolche Abgabe innerhalb 100 Jahren, abgeſehen von
Kriegszeiten, nicht wiederholt werden darf.
Gewährung von Diäten an Schöf=
fen
und Geſchworene. Eine Vorlage über die
Gewährung von Diäten an Schöffen und Geſchworene
wird zurzeit in dem zuſtändigen Bundesratsausſchuß be=
raten
und in nächſter Zeit dem Bundesrate zur Beſchluß=
faſſung
vorgelegt werden, ſo daß der Entwurf vorausſicht=
lich
demnächſt dem Reichstage zugehen kann. Bei der Ge=
währung
der Diäten für Schöffen und Geſchworene dürfte
es ſich um Tagesſätze in der Höhe von 3 beziehungsweiſe
5 Mark handeln, und außerdem würden gegebenenfalls
auch noch Diäten für das Nachtquartier zu berechnen ſein.
Die anfänglichen Bedenken finanzieller Natur, die ſeitens
Preußens gegen die Vorlage geltend gemacht wurden: ſind
verſchwunden. Die Koſten, die dem preußiſchen Staate
nach Annahme der vorliegenden Vorſchläge entſtehen wür=
den
, ſind auf ungefähr 1 Million Mark fürs Jahr zu be=
rechnen
. Auch der Geſetzentwurf über Erhöhung der Ge=
bühren
für Zeugen und Sachverſtändige iſt bereits fertig=
geſtellt
und unterliegt der Beratung des preußiſchen
Staatsminiſteriums.
Eine weitere Entlaſtung des Reichs=
gerichts
hat ſich als notwendig herausgeſtellt. Das
Reichsjuſtizamt trägt ſich mit der Abſicht, dem Reichstage
vorausſichtlich ſchon im nächſten Winter neue Vorſchläge
zur Entlaſtung des Reichsgerichts zu machen. Die Revi=
ſionen
beim Reichsgericht haben ſowohl bei den Zivil=
ſenaten
als bei den Strafſenaten in letzter Zeit wieder
erheblich an Zahl zugenommen. Im Jahre 1910 wurde
mit Zuſtimmung des Reichstages die Reviſionsſumme er=
höht
und dadurch die Zahl der eingegangenen Reviſionen
zurückgedrängt. Für das Jahr 1913 rechnet man aber wie=
der
mit einem Stande von 1910 und nimmt an, daß im
Jahre 1914 die Zahl der Reviſionen den Stand von 1909
erheblich überſteigen dürfte. Eine Entlaſtung des Reichs=
gerichts
in irgendeiner Form müßte in dieſem Zeitpunkte
alſo eintreten. Aehnlich wie bei den Zivilſenaten liegen
die Verhältniſſe bei den Strafſenaten. Auch bei den Straf=
ſenaten
wird mit einer weiteren Steigerung für die näch=
ſten
Jahre gerechnet.
Verſtärkung des Grenzſchutzes. Nach
dem Berliner Lokal=Anzeiger kommen bezüglich der Ver=
ſtärkung
des Grenzſchutzes im Rahmen der neuen Militär=
vorlage
hauptſächlich die Feſtungen Koblenz, Poſen und
Graudenz in Betracht. Ferner iſt eine Neuorganiſierung
des Pionierkorps und eine Scheidung in Feſtungs= und
Feldpioniere beabſichtigt.

Ausland.
Frankreich.

Die Kabinettskriſis. In den Wandel=
gängen
der Kammer wird erzählt, daß Präſident Poincaré
dem Rate Briands folgend, ſich bemühen werde, ein Mi=

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niſterium zu bilden, welches eine Verſtändigung mit den
verſchiedenen republikaniſchen Gruppen in den Fragen
der inneren Politik, namentlich über die Wahlreform, her=
beiführen
und möglichſt raſch die militäriſchen Vorlagen
erledigen könne. Bemerkenswert iſt das Gerücht, daß
Poincaré alles aufbieten wolle, um Clémenceau, der ent=
ſchieden
für die dreijährige Dienſtzeit eingetreten ſei, zur
Uebernahme des Kriegsportefeuilles zu bewegen. Ob
dies Poincaré gelingt, gilt mit Rückſicht auf die ſeit der
Präſidentſchaftswahl etwas geſpannten Beziehungen
zwiſchen ihm und Clémenceau als fraglich. Der ſcheidende
Kriegsminiſter Etienne erklärte mehreren Parteifreunden,
welche ſein Verbleiben an der Spitze der Kriegsverwal=
tung
als notwendig bezeichneten, daß die verſchiedenen
militäriſchen Dienſtzweige durch den achtmal innerhalb
26 Monaten erfolgten Miniſterwechſel einige Störungen
erfahren hätten. Er könne nur wünſchen, daß ſein Nach=
folger
gleich ihm von der Notwendigkeit der Wiederein=
führung
der dreijährigen Dienſtzeit durchdrungen ſei
Der Temps ſpricht die Befürchtung aus, daß die öffent=
liche
Meinung des Auslandes, welche für die Bedeutung
der Wahlreform wenig Verſtändnis habe, einen Zuſammen=
hang
zwiſchen dem Sturze des Kabinetts und den kürzlich
eingebrachten Militärvorlagen ſuchen und daraus, aller=
dings
mit Unrecht, den Schluß ziehen werde, daß Frank=
reich
zögere, ſeine Pflicht zu tun. Man möge ſich keiner
Täuſchung hingeben. Die Miniſterkriſe werde für Frank=
reich
wahrſcheinlich äußere Schwierigkeiten zur Folge ha=
ben
. Frankreich werde dieſelben überwinden. Es ſei be=
dauerlich
, daß der Senat in Europa den Eindruck hervor=
gerufen
habe, daß das franzöſiſche Parlament inmitten
einer ſo ernſten Lage nicht ernſt zu nehmen ſei. Das
nächſte Miniſterium werde gegen dieſen Eindruck beſtens
ankämpfen, indem es die Militärvorlage an die Spitze
des Programms ſtelle.
Koſten für Marokko. Das militäriſche Vor=
gehen
Frankreichs im vergangenen Jahre erweiſt ſich als
ein ſehr koſtſpieliges Unternehmen. Dem Parlament liegt
in dem Nachtragsetat für 1912 eine Forderung von 133
Millionen Francs vor, wovon bis 1½ Millionen alles auf
das Kriegsminiſterium entfällt. Unter den einzelnen
Poſten ſind zu erwähnen: 25 Millionen für Material der
Genietruppen; rund 4 Millionen Transportkoſten; 6,2
Millionen für die Feldartillerie; rund 4 Millionen für
Bekleidungs= und Lagerzeug; 13½ Millionen für Trup=
pentransporte
und Reiſen; 17,2 Millionen für die ma=
rokkaniſchen
Hilfstruppen; 10,8 Millionen an Sold für die
Truppen aus Algerien und Tuneſien und 4,8 Millionen
für die Kolonialarmee.

Belgien.

Die Kammer beendete die Generaldebatte über
die Heeresreform und vertagte ſich bis 16. April.

Vereinigte Staaten.

Das Tarifkomitee hat ſeine Arbeiten beendet.
Die Parteiführer des Kongreſſes beraten nunmehr dar=
über
. Wie verlautet, ſetzte das Tarifkomitee auf Roh=
wolle
einen Wertzoll von 15 bis 20 Prozent. Im übrigen
werden die Sätze der im Vorjahre von Underwood ein=
gebrachten
Bill innegehalten. Der Rückgang der Zollein=
nahmen
wird durch die Einkommenſteuer gedeckt. Bei der
endgültigen Abſtimmung des Tarifkomitees unterlagen
die Radikalen, die verlangten, daß zahlreiche Güter auf
die Liſte der zollfreien Waren geſetzt würden.

Stadt und Land.

Darmſt adt, 22. März.
Se. Königl. Hoheit der Großherzog empfingen
am Donnerstag nachmittag in Privataudienz den
Architekten Em. Joſ. Margold von der Künſtlerkolonie.
Keine Audienzen. Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
werden am Samstag, den 22. d. Mts., weder
Audienzen erteilen, noch Vorträge entgegennehmen.
Hoftrauer. Wegen des Ablebens Sr. Maj. des
Königs Georg I. von Griechenland iſt auf
Allerhöchſten Befehl eine Hoftrauer vom Mittwoch
bis zum 1. April d. J. einſchließlich angeordnet worden.

* Ordensverleihung. Seine Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Geheimen Kommerzienrat
Ludwig Mayer in Offenbach das Komturkreuz 2. Klaſſe
des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen verliehen.
Ernennungen. Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
haben ernannt den Miniſterialſekretär beim
Staatsminiſterium Legationsrat Dr. Wilhelm Neid=
hart
zum vortragenden Rat in dieſem Miniſterium unter
Verleihung des Charakters als Geheimer Legationsrat
und den Kreisamtmann Dr. Guſtav Heß zu Darmſtadt
zum Miniſterialſekretär beim Staatsminiſterium, den
Kreisamtmann Regierungsrat Hermann Pfeiffer zum
ſtändigen Hilfsarbeiter im Miniſterium des Innern, den
Regierungsaſſeſſor Hans Freiherrn Schenk zu Schweins=
berg
zu Dieburg zum Kreisamtmann beim Kreisamt Tie=
burg
, den Regierungsaſſeſſor Heinrich Freiherr Senar=
clens
=Grancy zu Büdingen zum Kreisamtmann
beim Kreisamt Büdingen, den Kreisaſſiſtenzarzt bei den
Kreisgeſundheitsämtern Bensheim und Heppenheim Dr.
Adolf Jaup zu Heppenheim zum Kreisaſſiſtenzarzt bei
dem Kreisgeſundheitsamt Offenbach und den praktiſchen
Arzt Dr. Georg Schäfer zu Hirzenhain zum Kreis=
aſſiſtenzarzt
bei dem Kreisgeſundheitsamt Mainz, den
Regierungsaſſeſſor Guſtav Bechtel aus Biebesheim zum
beamteten Vorſtandsmitglied der Landesverſicherungs=
anſtalt
Großherzogtum Heſſen unter Verleihung des Amts=
titels
Amtmann, ferner den zweiten Veterinärarzt am
Kreisveterinäramt Mainz Dr. Heinrich Emil Küthe
zum Kreisveterinärarzt des Kreisveterinäramts Alzey,
den Aſſiſtenzveterinärarzt Dr. Philipp Schweickert zu
Gießen zum Kreisveterinärarzt des Kreisveterinäramts
Schotten, den Aſſiſtenzveterinärarzt Ignaz Engelmann
zu Wald=Michelbach zum Aſſiſtenzveterinärarzt zu Nidda,
den Aſſiſtenzveterinärarzt Dr. Heinrich Leopold Mon=
nard
, zurzeit in Schotten, zum Aſſiſtenzveterinäraczt zu
Gießen, den Aſſiſtenzveterinärarzt Dr. Auguſt Walther,
zurzeit in Alzey, zum zweiten Veterinärarzt am Kreis=
veterinäramt
Mainz unter Belaſſung in der Eigenſchaft
als Aſſiſtenzveterinärarzt, den mit Verſehung der Aſſiſtenz=
veterinärarztſtelle
zu Homberg a. O beauftragten Vete=
rinärarzt
Dr. Karl Seitz zum Aſſiſtenzveterinärarzt zu
Homberg a. O., ſämtlich mit Wirkung vom 1. April 1913
an, den praktiſchen Veterinärarzt Dr. Fritz Chriſt zu
Wörrſtadt zum Aſſiſtenzveterinärarzt in Wald=Michelbach
mit Wirkung vom Tag des Dienſtantritts an.
* Schulamts=Perſonalien. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben ernannt die Oberlehrer an der
höheren Bürgerſchule zu Pfungſtadt Rektor Profeſſor
Ludwig Dörr zum Oberlehrer an der Realſchule zu
Gernsheim und Hugo Hahn zum Oberlehrer an der höhe=
ren
Bürgerſchule zu Schotten, an der Realſchule zu
Wimpfen Fritz Textor zum Oberlehrer an der Viktoria=
ſchule
und dem Lehrerinnenſeminar zu Darmſtadt, an der
höheren Bürgerſchule zu Schotten Karl Kohlbacher
zum Oberlehrer an der Eleonorenſchule zu Darmſtadt, an
der höheren Bürgerſchule zu Beerfelden Rektor Hermann
Müller zum Oberlehrer an der höheren Bürgerſchule
zu Pfungſtadt, am Herbſtgymnaſium zu Mainz Peter
Schönberger, zum Oberlehrer am Realgymnaſium
zu Darmſtadt, an der Auguſtinerſchule (Gymnaſium und
Realſchule) zu Friedberg Otto Waſſem, zum Oberlehrer
am Gymnaſium Fridericianum zu Laubach, die Lehramts=
aſſeſſoren
Dr. Johannes Rill zu Offenbach zum Ober=
lehrer
, Dr. Georg Appel zu Büdingen zum Oberlehrer
Dr. Georg Faber zu Gießen zum Oberlehrer am Real=
gymnaſium
und an der Oberrealſchule zu Gießen, Dr. Hans
Hinrichs zu Darmſtadt zum Oberlehrer am Ludwig
Georgs=Gymnaſium zu Darmſtadt, Karl Dörſam zu
Worms zum Oberlehrer an der Oberrealſchule zu Worms,
den Seminarlehrer an dem Ernſt Ludwigs=Seminar zu
Bensheim Dr. Georg Kilian zum Oberlehrer an dieſem
Seminar, den proviſoriſchen Seminarlehrer Philipp
Gutzler zu Bensheim und den Lehramtsaſpiranten Karl
Glöckner zu Bensheim zu Seminarlehrern an demſel=
ben
Seminar, den Reallehrer an der höheren Mädchen=
ſchule
zu Mainz Ludwig Keller zum Seminarlehrer
an der höheren Mädchenſchule und dem Lehrerinnen=
ſeminar
zu Mainz, ſämtlich mit Wirkung vom 1. April
1913 an; übertragen wurde dem Lehrer Johann May
zu Partenheim, Kreis Oppenheim, eine Lehrerſtelle an
der Gemeindeſchule zu Mörfelden, Kreis Groß=Gerau; dem
Schulamtsaſpiranten Jakob Bitz aus Erbach i. O. eine
Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Nieder=Roden, Kreis
Dieburg; dem Schulamtsaſpiranten Karl Darmſtäd=
ter
aus Rohrbach, Kreis Dieburg, eine Lehrerſtelle an
der Gemeindeſchule zu Heubach, Kreis Dieburg; dem
Schulamtsaſpiranten Adolf Fuchs aus Bingen eine
Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Klein=Zimmern,
Kreis Dieburg, dem Schulamtsaſpiranten Albert Zöl=
ler
aus Pfaffen=Schwabenheim, Kreis Alzey, eine Leh=

rerſtelle an der Gemeindeſchule zu Kelſterbach, Kreis
Groß=Gerau, ſämtlich mit Wirkung vom 1. April 1913 an=
Zurückgenommen wurde die Verſetzung des Lehrers Ferdi=
nand
Werner von Lorſch, Kreis Bensheim, nach Lau=
benheim
, Kreis Mainz.
* In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog den Miniſterialſekretär in
dem Miniſterium des Innern, Regierungsrat Adolph
de Beauclair zu Darmſtadt auf ſein Nachſuchen
unter Anerkennung ſeiner langjährigen, treuen und
eifrigen Dienſte, und unter Verleihung des Charakters
als Geheimer Regierungsrat mit Wirkung vom
1. April 1913 an.
* Ernannt wurden die Gefangenwärter am Landes=
zuchthaus
Marienſchloß Adolf Liller und Adam
Ritzel zu Gefangenaufſehern an dieſer Anſtalt mit
Wirkung vom 1. April 1913.
* Erledigte Stellen. Die Stelle eines Aſſiſtenten
bei der Großh. Gewerbeinſpektion Gießen. Vor=
bildung
im Maſchinenbaufach erwünſcht. Die mit
einem evangeliſchen Lehrer zu beſetzende zweite Lehrer=
ſtelle
an der Gemeindeſchule zu Steinbach, Kreis
Erbach. Das Präſentationsrecht ſteht dem Herrn Grafen
zu Erbach=Fürſtenau zu. Die Stelle des Oberförſters
der Oberförſterei König.
* Neu=Organiſation der Kreisveterinärämter. Se.
Königl. Hoheit der Großherzog haben beſtimmt, daß
in Abänderung der Bekanntmachung vom 12. Auguſt 1880
die Zahl der Kreisveterinärämter mit Wirkung vom 1.
April lfd. Js. von 20 auf 18 vermindert werde, fer=
ner
, daß vom gleichen Tage ab die Kreisveterinärämter,
ausgenommen das Kreisveterinäramt Rimbach, jeweils
die gleichnamigen Kreiſe umfaſſen, daß die Kreisvete=
rinärämter
Grünberg und Reichelsheim i. O. eingehen
und an beiden Städten künftig ein Aſſiſtenzveterinärarzt
anzuſtellen iſt. Im Kreis Heppenheim hat es vorerſt bei
der ſeitherigen Einrichtung zu verbleiben, wonach ein
Teil dieſes Kreiſes den Bezirk des Kreisveterinäramts
Rimbach ausmacht, während der andere Teil dem Kreis=
veterinäramt
Bensheim zugeteilt bleibt.
Militärdienſtnachrichten. Illing, Kriegsgerichts=
ſekretär
, von der Großh. Heſſ. (25.) zur 34. Diviſion ver=
ſetzt
. Streubel, Geheimer Kriegsrat und Militärinten=
dant
des 18. Armeekorps, zum Wirklichen Geheimen
Kriegsrat ernannt.
Herrn Architekt Em. Joſ. Margold von der
Künſtlerkolonie wurde vom Landesausſchuß des Landes=
verbandes
des Deutſchen Flottenvereins der
Auftrag erteilt, die Denkſchrift herzuſtellen, die der
D. F. V. Sr. Majeſtät dem Kaiſer zum Regierungs=
jubiläum
überreichen laſſen wird.
Vom Großh. Hoftheater. Profeſſor Artur Nikiſch
trifft nächſter Tage hier ein, um gemeinſam mit Direktor
Rainer Simons die Leitung der Proben zur Eröffnungs=
vorſtellung
der Frühlings=Feſtſpiele des Hoftheaters:
Triſtan und Iſolde, am Sonntag, den 30. März, zu über=
nehmen
. Auch die Vertreter der Titelpartien, Frau Kam=
merſängerin
Cecilie Rüſche=Endorf und Herr Kammer=
ſänger
Profeſſor Dr. Alfred von Bary, werden den letzten
Proben beiwohnen. Auf vielfache Anfragen ſei bekannt
gegeben, daß der Vorverkauf für Nichtabonnenten am
Dienstag, den 25. März, vormittags beginnt und ſowohl
an der Tageskaſſe des Hoftheaters, als auch im Verkehrs=
büro
(Ernſt=Ludwigs=Platz) ſtattfindet. An der Hof=
theater
=Tageskaſſe ſind für folgende Vorſtellungen bereits
jetzt Karten erhältlich: Für die Aufführung von Alda
unter muſikaliſcher Leitung von Paul Ottenheimer und
mit Gertrud Geyersbach in der Titelrolle am Oſtermontag,
die im Abonnement dem Buchſtaben D zufällt, und für die
Neueinſtudierung von Millöckers ſeit langem nicht mehr
gehörter Operette Der Bettelſtudent die am Dienstag
unter Leitung von Kapellmeiſter Kleiber als 143. Abon=
nementsvorſtellung
(A. 36) ſtattfindet.
D. Die Beerdigung des verſtorbenen Geh. Baurats
Profeſſor i. P. Dr. phil. Dr.=Ing. Eduard Schmitt fand
auf dem Städtiſchen Friedhof unter ſehr ſtarker Beteili=
gung
des Lehrkörpers der Techniſchen Hochſchule und der
Studentenſchaft ſtatt. Pfarrer Marx hielt die Grab=
rede
, worauf der Prorektor Geh. Hofrat Profeſſor Dr.
Schenck, in Vertretung des erkrankten Rektors, einen
Kranz niederlegte und dem Verſtorbenen einen warm=
empfundenen
Nachruf widmete. Im Namen der Fach=
profeſſoren
der Ingenieurabteilung zollte der Abteilungs=
vorſtand
, Profeſſor Kayſer, dem dahingeſchiedenen
Fachkollegen hohe Anerkennung und legte ebenfalls einen
Kranz nieder. Auch die Univerſität Gießen, bei der
Schmitt zwei Jahre lang die Profeſſur für Bauweſen inne=
hatte
, ließ am Grabe als Zeichen ihrer Anerkennung einen
Kranz niederlegen. Ihrer Trauer und Dankbarkeit gaben

Geſchichten vom einfachſten
König Europas.

** König Georg von Griechenland
deſſen langjährige Regierung nun einen ſo tragiſchen Ab=
ſchluß
gefunden hat, galt mit gutem Recht für den ein=
fachſten
Herrſcher Europas, der viel lieber, als auf den
Höhen der Menſchheit, ſich mitten im Getümmel des All=
tags
bewegte. Der ſchlanke ergraute Herr mit den blauen
Augen, der den Typus der Dänen nicht verleugnete, war
in ſeinem unauffälligen ſtillen Weſen in ſeiner ſchlichten
Liebenswürdigkeit recht dazu geſchaffen, ſich als Menſch
unter Menſchen zu miſchen, und er hat von dieſem Recht
ausgiebigen Gebrauch gemacht. Seine Miniſter waren zu=
weilen
entſetzt, wenn ſie hörten, daß der König mir nichts
dir nichts in einen Straßenbahnwagen ſprang und neben
einer Marktfrau Platz nahm; Touriſten wunderten ſich,
ihn mitten unter den Gäſten eines Athener Reſtaurants
zu erblicken, wie er ſeinen Kaffee ſchlürfte und einem
Spiel Dame zuſchaute, oder ihn allein, nur von ſeinem
Lieblingshund, einem prächtigen Bernhardiner, begleitet,
am Hafen ſpazieren ſchlendern zu ſehen. Die Hellenen
aber hatten ſich daran gewöhnt, mit ihrem Herrſcher auf
ſo vertrautem Fuß zu ſtehen, wie mit einem guten
Freund; ſie grüßten ihn auch wohl mit einer jovialen
Wendung, die wir mit Guten Tag, König! überſetzen
würden.
Eine Fülle bezeichnender Geſchichten charakteriſieren
dieſen vertraulichen Verkehrston, der zwiſchen König
Georg und ſeinem Volk beſtand. Auf einer Reiſe durch
ſein Königreich kam er einmal in ein Dorf des Pelo=
ponnes
, deſſen Bewohner, mit ihren weißen Fuſtanellen
angetan, ihm zu Ehren Nationaltänze aufführten. Der
Schulze, der die Gruppe der Tanzenden anführte, räumte
plötzlich mit freundlicher Handbewegung dem König ſeine
Stelle ein, und nun tanzte Georg mit ſeinen Bauern, was
den Jubel immer höher ſteigen ließ. Da bemerkte der
Monarch unter den buntgekleideten jungen Mädchen eine
in dunkle Stofſe gehüllte Schöne; er näherte ſich ihr und
ragte, warum ſie allein kein feſtlich Gewand trage. Ich
habe Trauer, Herr. antwortete ſchüchtern das Mädchen.

Und warum tanzſt Du dann? meinte der König. Mein
Vater iſt im letzten Kriege gefallen, lautete die Antwort.
Aber wir beweinen die nicht, die auf dem Felde der Ehre
für das Vaterland ſterben. Eine Lakonierin des Alter=
tums
hätte nicht beſſer antworten können. . . Wie oft iſt
König Georg für einen einfachen Bürger gehalten wor=
den
! In Paris, wo er faſt alljährlich in ſeiner einfachen
Wohnung auf der Place Vendöme einkehrte, trat er gern
in den nahegelegenen Tabakladen, bevor er ſeinen Spa=
ziergang
über die Boulevards machte, plauderte mit der
würdigen Verkäuferin und verabſchiedete ſich, den Hut
lüftend, mit einem liebenswürdigen: Auf Wiederſehen,
Madame. Höchſt unangenehm überraſcht war er aber
eines Tages, als ſich die Dame bei ſeinem Eintritt erhob
und mit einer tiefen Referenz Seine Majeſtät begrüßte.
Sein Inkognito ging ihm über alles. . . Eines Abends
geht er am Piräus ſpazieren, ſeine Zigarre rauchend. Ein
junger Offizier, der ihn nicht erkennt, bittet ihn um Feuer.
Der Monarch ſtreicht die Aſche ab, tut noch einen Zug und
hält ihm den Glimmſtengel hin. Bei der aufleuchtenden
Flamme ſieht der andere mit Schrecken, wen er vor ſich
hat, weicht zurück und ſtammelt Entſchuldigungen. Aber
ſo bedienen Sie ſich doch! ruft ihm der König mit ge=
machter
Ungeduld zu, ohne ſeine Verwirrung ſcheinbar zu
bemerken. Zünden Sie ſich raſch an. Ich hab’s eilig!
Faſt alljährlich kam der König nach ſeiner däniſchen
Heimat, und zu der Zeit, da ſein Vater, der König
Chriſtian von Dänemark, noch lebte, begegnete ihm mit
dieſem zuſammen ein amüſantes Abenteuer. Die beiden
Könige hatten ſich im Wald von Gribskow auf einem
Spaziergang allzu weit von Hauſe entfernt und wandten
ſich, um raſcher zurückzukommen, an ein Bäuerlein, das
auf einem mit zwei Säcken beladenen Wägelchen daher=
gerollt
kam. Es ward ihnen geſtattet, aufzuſitzen, und ſie
nahmen auf den Säcken Platz. Nun, wo geht der Weg
hin? fragte der König von Griechenland. Nach Schloß
Fredensborg, mein Herr. Ich will da meine Karotten
verkaufen, die beſten in der ganzen Umgegend. Wiſſen
Sie auch, wer wir ſind? frug der König weiter. Aber
nein! Wie ſollte ich? Ich habe Sie ja noch nie geſehen.
Nun, ſo will ich es Ihnen ſagen: Sie fahren augenblick=
lich
den König von Dänemark und den König von
Griechenland. Der Bauer wendet langſam den Konf

nach den beiden Herren um, ſieht ſie lange an und bricht
dann in ein lautes Gelächter aus: Alſo Sie ſind der
König von Griechenland und der König von Dänemark?
Nun gut: dann bin ich niemand anders als der König
Friedrich VIII.! Dieſer König, Chriſtians Vorgänger
war bereits ſeit vielen Jahren tot. Die Herren lachen mit,
und man kommt vor’s Schloß. Da tritt die Wache ins
Gewehr und erweiſt den Beiden die königlichen Ehren.
Der Bauer iſt ſprachlos. Beruhigen Sie ſich, begütigte
ihn König Georg, das iſt für Friedrich VIII.; für Ihre
Karotten zahle ich Ihnen 100 Kronen den Sack. In Aix=
les
=Bains, dem Lieblingsbadeort des Königs, iſt es ihm
einmal paſſiert, daß er von drei Herren, die auf den
vierten Mann zum Kartenſpiel warteten, zum Mit=
ſpielen
eingeladen wurde. Als ſie darüber aufgeklärt
wurden, an wen ſie ſich gewandt hatten, ſtammelten ſie
Entſchuldigungen, Georg aber ſagte: Ich muß mich ent=
ſchuldigen
, weil ich leider Ihrer Aufforderung nicht nach=
kommen
kann.
Ein beſonderes Steckenpferd des verſtorbenen Königs
war das Kochen. Mit ſeinem Küchenchef Achille Ozanne
führte er lange Fachgeſpräche, und als er eines Tages auf
einem Spaziergang in Paris eine beſonders praktiſche
Patent=Bratpfanne erſtanden hatte, konnte er der Ver=
ſuchung
nicht widerſtehen, ſie ſogleich für ein Omelette
zu probieren. Sein Adjutant mußte alſo im Hotel
Briſtol, wo er wohnte, alles Nötige zuſammenholen. Und
als dann der König in ſeinen Kochkünſten fortfuhr und
auch noch einen Roſinenkuchen bereitete, geriet das ganze
Hotel in Aufregung, denn immer neue Aufträge kamen:
1 friſche Eier für den König von Griechenland. 1 Pfund
Roſinen für König Georg I. uſw. Der König war
übrigens nicht minder praktiſch als einfach. Als Herrſcher
hat er in den ſchwierigſten Verhältniſſen ſich zurecht gefun=
den
; als Geſchäftsmann hat er in zahlreichen Unterneh=
mungen
ſeinen praktiſchen Sinn bewährt. Er beteiligte
ſich ebenſo an den Eiſenbahngeſellſchaften ſeines Landes,
wie an einem Hutgeſchäft, das freilich ohne Erfolg
den Zylinder in Griechenland einführen ſollte. Ein
großer Teil der däniſchen Butter, die exportiert wird,
ſtammt von ſeinen Beſitzungen, und ebenſo die meiſten
Korinten in unſeren Küchen.

[ ][  ][ ]

die Korporationen ebenfalls durch Kranzniederlegung
Ausdruck.
* Vierprozentige Darmſtädter Stadtanleihe. Die
Zeichnung auf die aufgelegten 4 Millionen Mark neue
Anleihe wurde wegen Ueberzeichnung alsbald nach
Eröffnung geſchloſſen. Die Anmeldungen ſind ſo zahlreich
eingelaufen, daß auf freie Stücke nur 10 Prozent und
ſolche mit Sperrverpflichtung 45 Prozent zugeteilt werden
können.
Gendarmerie=Schule. Wie in Baden, ſo beſteht auch
bei uns eine Gendarmerie=Schule. Die Mannſchaft des
Korps wird aus Unteroffizieren, zunächſt aus der Heſſi=
ſchen
Diviſion, ergänzt, die neun Jahre bei der Fahne,
darunter fünf Jahre als Unteroffizier, gedient haben. In
die Liſte aufgenommen werden nach vorheriger ſchriftlicher
Prüfung nur Bewerber, die den unverletzten Ruf der
Treue, Ehrlichkeit, Nüchternheit und eines untadelhaften
Lebens beſitzen. Die Einberufung zum Beſuch der Gen=
damerie
=Schule und zur Probedienſtzeit erfolgt dann halb=
jährlich
, im April und Oktober, nach Bedarf. Der Unter=
richt
in der Schule wird durch die Vorgeſetzten und ge=
eignete
Lehrer erteilt und erſtreckt ſich auf alle im Gendar=
meriedienſt
vorkommenden Fälle, insbeſondere auf die
Funktionen als Hilfsbeamter der Staatsanwaltſchaft
Strafrecht, Kriminaliſtik, Anzeigen, Waffengebrauch, Bür=
gerkunde
, die ſchriftlichen Arbeiten und auf den Samariter=
dienſt
zur erſten Hilfeleiſtung bei Unglücksfällen. Dieſer
Tage fand in dem im ehemaligen Korrektionshauſe be=
findlichen
Schullokal nach vorheriger ſchriftlicher Prüfung
die mündliche Prüfung des Winterkurſes ſtatt, bei der die
neun einberufenen Leute beſtanden haben. In ſeinem
Schlußwort wies der Kommandeur des Korps, Oberſt
Schmidt, nochmals eingehend darauf hin, daß der Dienſt
im Korps mit Feſtigkeit und Umſicht, aber auch mitRuhe und
Takt auszuführen ſei; nicht aber etwa in eine Anzeigewut
verfallen dürfe, denn der Gendarm ſei zur Aufrechterhalt=
ung
der Ordnung und zum Schutz der Bürger da, nament=
lich
müſſe er beſtrebt ſein, Uebertretungen, Vergehen und
Verbrechen zu verhüten. Von jeder Beteiligung an poli=
tiſchen
Vereinen habe ſich der Gendarm fernzuhalten,
und es ſei in Ausübung des Dienſtes ein Bürger zu be=
handeln
wie der andere, ganz einerlei, zu welcher politi=
ſſchen
Partei er etwa gehöre. Dieſe neun Leute gehen
nun am 1. April auf offene Stellen auswärtiger
Stationen.
* Der Feſtabend zum Beſten des Feſthaus=Vereins
Darmſtadt, der am 3. März vom Großh. Hoftheater
veranſtaltet wurde, hat nach Abzug der Tageskoſten einen
Reinertrag von 2248 Mark ergeben. Dazu kommen noch
1442 Mark freiwillige Gaben der Theaterbeſucher, ſo daß
das Geſamtergebnis des Abends 3690 Mk.
beträgt; gewiß ein glänzendes Reſultat, für das allen Be=
teiligten
wärmſter Dank gebührt.
* Die Gewerbeſchule Darmſtadt veranſtaltet nach einer
in unſerer heutigen Nummer enthaltenen Anzeige in der
Zeit vom 24. bis 30. März (einſchließlich) eine Ausſtel=
lung
von Schülerarbeiten welche täglich von
912 und von 36 Uhr geöffnet iſt. Die Ausſtellung
findet im Schulgebäude, Karlſtraße 8, ſtatt. Arbeiten der
Fachklaſſe für Dekorationsmaler werden Alexanderſtraße
Nr. 20 (Altes Theater) zu gleicher Zeit ausgeſtellt.
* Ausſtellung. Die Buchhandlung Carl Köhler, Schul=
ſtraße
10, hat zurzeit einige Bilder und Skizzen eines
jungen Darmſtädter Künſtlers L. Eymann ausgeſtellt,
welche lebhaftes Intereſſe erregen.
* Die Freireligiöſe Gemeinde Darmſtadt veranſtaltet
am Oſterſonntag, vormittags, ihre diesjährige Jugend=
weihe
(Konfirmation) in der Freimaurerloge ( Sand=
ſtraße
). Zu dieſer Feier ſind auch Nichtmitglieder will=
kommen
. (Siehe Anzeige.
* Der Allgemeine Verein gegen Verarmung und Bet=
kelei
hält ſeine diesjährige Mitgliederverſamm=
lung
am Mittwoch, den 26. März, nachmittags im Rat=
hausſaale
am Markt mit folgender Tagesordnung ab:
1. Entgegennahme des Geſchäftsberichts, 2. Abhör der
Jahresrechnung und Entlaſtung des Rechners, 3. Wahl
der Vorſtandsmitglieder, 4. Verſchiedenes. Alle Vereins=
mitglieder
ſind freundlichſt eingeladen. (S. auch Anz.)
Aus der Beſſunger Bücherhalle (Beſſungerſtraße 48)
wurden im Monat Februar 1104 Bücher entliehen; ein=
geſchriebene
Leſer ſeit April 522. Geſchenke gingen ein:
Von Ungenannt ein Jahrgang Der Türmer, von Herrn
Gerichtsaſſeſſor H. Becker in Fürth ein Band ſeiner Werke.
Den gütigen Gebern herzlichen Dank! Anmeldungen wei=
ſterer
Spenden von Büchern und guten Zeitſchriften, ſo=
wie
Beitrittserklärungen zum Verein für Verbreitung
von Volksbildung (Mindeſtbeitrag 2 Mark) werden vom
Vorſtand des Vereins gerne entgegengenommen. Unent=

geltliche Bücherausgabe: Dienstag, Donnerstag und
Samstag von abends 7½9 Uhr. Dort auch Bücherver=
zeichniſſe
für 20 Pfg.
* Der Geſangverein Sängerluſt veranſtaltet am
zweiten Oſterfeiertag einen Familienſpaziergang
durch den Park nach Arheilgen. Einkehr und Tanz bei
Karl Rapp. (Näheres ſiehe Anz.)
* Orpheum. Wie erwähnt, beginnen nach Unter=
brechung
durch die Karwoche, am 2. Oſterfeiertag wieder
die Vorſtellungen. Von beſonderem Intereſſe wird das
Gaſtſpiel Lilli Walter=Schreiber vom Metropol=
Theater in Berlin ſein, ſowie ein Eiſenbahncoupé=Scherz,
betitelt: Ein Abenteuer Uebrigens ſind auch alle wei=
teren
Nummern erſtklaſſig und werden in ihrer Geſamt=
heit
ein glänzendes Programm darſtellen. Am 2. Feier=
tag
findet nachmittags 4 Uhr Volksvorſtellung zu den üb=
lichen
kleinen Preiſen ſtatt. (Siehe Anzeige.)
* Konzexte ꝛc. während der Oſtertage. Man ſchreibt
uns: Britannia=Hotel. Auf das am zweiten
Oſterfeiertag im Britannia=Hotel ſtattfindende Künſtler=
Konzert ſei auch an dieſer Stelle hingewieſen. Neben
modernen Operetten und Liedern werden auch folgende
Stücke zur Aufführung gelangen: Feſt=Marſch von Berger
Ouvertüre Orpheus in der Unterwelt von Offenbach,
Meditation von Bach, Sphinx=Walzer von Papy, Fantaſie
aus Martha von Flotow, Schlummerlied von Kockert,
Verſuchs doch mal, Walzer aus Autoliebchen von Gilbert,
Kommen Sie, Polkatanz aus Frauenfreſſer von Eysler,
Moderne Weiſen, Potpourri von Morena, Lebemänner
Marſch von Schütt. Ludwigshöhe. Am 2. und 3.
Oſterfeiertag konzertiert die Kapelle des Leibgarde= Regi=
ments
unter Leitung des Herrn Hauske. Die Programme
bieten eine reiche Fülle guter Konzert= und Opernmuſik
ernſten und heiteren Gehalts, daß der Beſuch dieſer Kon=
zerte
empfohlen werden kann. (Siehe auch Anzeige).
Schützenhof. Wie im Anzeigenteil erſichtlich, gelangt
während der Feiertage ff. Bockbier zum Ausſchank, am
3. Oſterfeiertage Großes Bockbierfeſt in ſämtlichen Keller=
lokalitäten
, verbunden mit Konzert einer gewählten Ab=
teilung
der Kapelle Weber. Rummelbräu. Am 24.
d. Mts., am zweiten Oſterfeiertag nachmittags und abends.
konzertiert die Kapelle des Großh. Art.=Korps unter Lei=
tung
des Herrn Obermuſikmeiſters Mickley mit einem Feſt=
programm
. Es werden unter anderm folgende Muſik=
ſtücke
zum Vortrag gelangen: Ouvertüre zu Raimund
von Thomas, Präludien, Chor und Tanz aus Das Penſio=
nat
von Suppé. Ein Immortellenkranz auf das Grab
Lortzings. Filmzauber von Walther Kollo. Fantaſie aus
Prezioſa von Weber. Schneeglöckchen läuten den Früh=
ling
ein von Wiggert. Außerdem wird Herr Cornett à
Piſton=Soliſt Speyer einige Soli zum Vortrag bringen.
* Aus den Darmſtädter Kinos ſchreibt man uns:
Union=Theater (Kunſtlichtſpiele Rheinſtr. 6). In
den nächſten vier Tagen werden einige reizende Komö=
dien
Liſt und Liebe, Johann iſt verſchnupft und der
Ulk im Film für die humoriſtiſche Unterhaltung ſorgen.
Herz und Vernunft Linda, die Aelplerin und Eines
Mannes Liebe verzeichnet das Programm als hoch=
intereſſante
Dramen. Das Hauptintereſſe dürfte ſich aber
wie ſtets auf das bekannte ſpannende Schauſpiel Wenn
die Maske fällt konzentrieren, das den berühmten Urban
Gad zum Verfaſſer und Aſta Nielſen als Hauptdar=
ſtellerin
hat. An Naturaufnahmen nennen wir nur die
pannenden Regatten in Singapore, ſo daß ein Beſuch
nur lohnend iſt. Das Reſidenztheater bringt
eine vollſtändig neue Aufnahme des Meiſterwerkes Der
fremde Vogel mit der berühmten Kino=Duſe Aſta Nielſen
und dem bekannten Schauſpieler, vom Kgl. Schauſpiel=
haus
Berlin Carl Clewing in den Hauptrollen während
der Feiertage zur Vorführung. Aus dem weiteren Pro=
gramm
wird beſonders auf die zwei Wildweſt=Dramen
Die Tochter des Pferdediebes und Das Opfer der
Mulattin aufmerkſam gemacht. Den wiſſenſchaftlichen und
belehrenden Teil beſtreiten Der Wochenbericht und Die
künſtliche Herſtellung von Diamanten Ab 2. Feiertag
erneuert ſich das Programm um die zwei humoriſtiſchen
Films Lemke lernt fliegen und Man muß ſich zu
helfen wiſſen (Siehe Anzeige.) American Bio,
Ernſt=Ludwigſtraße 23. Während der Oſterfeier=
tage
bringt das Programm 3 Schlager, der erſtere, be=
titelt
Irrende Seelen, iſt ganz hervorragend in Zu=
ſammenſtellung
und Spiel, Das Perlenkollier hoch=
dramatiſch
mit außerordentlich ſpannender Handlung,
Der Herr Direktor mit Herrn Prinze in der Titelrolle,
dürfte alles zum Lachen bringen. Giraffenjagd und
Alt=Aegypten zeigen intereſſante und belehrende Natur=
aufnahmen
, ſo daß jeder Beſucher auf ſeine Rechnung
kommt. (Siehe Anzeige.)

Der Ausbau der Vorortbahnen.

g. Im Rathaus zu Eberſtadt fand am Mittwoch
auf Einladung der Kreisämter Darmſtadt und Bensheim
eine Sitzung ſtatt, die ſich mit dem Ausbau der
elektriſchen Vorortbahn von Darmſtadt
in die Bergſtraße beſchäftigte. Es waren erſchienen
der Herr Provinzialdirektor Fey, Oberbürgermeiſter
Dr. Gläſſing, Kreisrat Eckſtein und als Vertreter
der Heag Herr Direktor Möller; ferner waren vertre=
ten
die Gemeinden Eberſtadt, Malchen, Seeheim, Jugen=
heim
und Alsbach. Der Zweck der Zuſammenkunft war,
den Vertragsentwurf, der den Gemeinden zugeſtellt wor=
den
iſt, zu beraten. Herr Provinzialdirektor Fey und
Herr Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing führten in län=
geren
Darlegungen aus, daß das Unternehmen der Heag
ein kommunal=wirtſchaftliches ſei und keine Erwerbsgeſell=
ſchaft
, und legten den Nutzen eingehend dar, den die Orte
an der Bergſtraße durch eine elektriſche Bahn=Verbindung
mit der Landeshauptſtadt erhalten. Herr Kreisrat Eckſtein
begründete die Notwendigkeit der Garantieübernahme, die
durchaus als keine Laſt empfunden werden würde. Die
eventuell erforderlich werdenden Zuſchußzahlungen, die
auf die erſten zehn Jahre des Unternehmens beſchränkt
bleiben würden, brauchen nicht ſofort aus der Gemeinde
geleiſtet zu werden. Er würde empfehlen, die Summen
von Sparinſtituten zu entleihen und ſie in 30 Jahren zu
tilgen. Dadurch würde die Belaſtung faſt gar nicht
empfunden.
Es wurde weiter darauf aufmerkſam gemacht, daß die
Heag, wenn ihr von dieſer Seite kein Entgegenkommen
bewieſen werde, ihre Tätigkeit nach anderen Richtungen
erſtrecken würde. Es käme da vor allem die Bahn nach
Nieder=Ramſtadt-Traiſa in Frage, welche Orte erſt
neuerdings wieder das Erſuchen auf Errichtung einer elek=
triſchen
Bahn geſtellt hätten und finanzielle Unterſtützung
zuſagten. Herr Direktor Möller trug nochmals
alle die Vorteile vor, die durch die Einführung des elek=
triſchen
Betriebes erzielt werden, wie die Stellung von
Arbeiter= und Theaterwagen, größere Fahrgeſchwindig=
keiten
(40 Kilometer), beſſere Heizung und Beleuchtung
der Wagen und Führung der Gemüſewagen nach dem
Hauptbahnhof und dem Marktplatz in Darmſtadt. Durch
die Legung eines zweiten Gleiſes nach Eberſtadt könne
auch eine beſſere Zugfolge ermöglicht werden, und beſon=
dere
Wagen könnten zu jeder Zeit in Betrieb geſetzt wer=
den
. Der ſicher eintretende Touriſtenverkehr ſichere eine
gute Rentabilität.
Die Stadtvv. Krug und Klaus von Eberſtadt
fragten an, ob für die Arbeiterkarten nicht eine andere
Form gewählt werden könne. Hierauf erwiderte Herr
Direktor Möller, wenn man mit derartigen Wünſchen
an die Verwaltung herantreten werde, würden dieſe dem
Miniſterium gern unterbreitet werden. Der Gemüſever=
kehr
würde den Wünſchen der Einwohner entſprechend ge=
regelt
werden. Gemeinderat Simon wünſchte, daß die
alten Schuppen der Dampfſtraßenbahn bald beſeitigt wer=
den
. Dieſem Wunſche würde nach den Ausführungen des
Herrn Direktors Möller bald entſprochen werden.
Die Gemeinderäte zogen ſich ſodann zur Beſchluß=
faſſung
über den Vertragsentwurf zurück. Alle fünf Ge=
meinden
hatten ſich bereit erklärt, die Bedingungen über
die koſtenloſe Geländeſtellung zu erfüllen. Jugenheim
und Alsbach hatten auch der Uebernahme der Garantie
zugeſtimmt, während ſich Seeheim und Malchen ab=
lehnend
verhalten und eine Garantie nicht übernehmen
wollen. Eberſtadt erklärte ſich nunmehr be=
reit
, der geforderten Garantie von 4000 Mk.
zuzuſtimmen unter der Vorausſetzung der Regelung
der Arbeiterkarten, der Beförderung des Gemüſes nach
Darmſtadt und der Beſeitigung der alten Lokomotiv=
Schuppen.
Die Garantie der Gemeinde fällt in dem Falle für
die Zukunft weg, wenn die elektriſchen Bahnen der Heag,
nämlich die Darmſtädter Straßenbahnen und die Vorort=
bahnen
, während der Dauer von drei Jahren hinterein=
ander
mit 5(Prozent rentieren. Die Leiſtungen
bleiben, wenn im erſten und zweiten Jahre mindeſtens
5 Prozent erzielt werden, in der Schwebe. Werden auch
im dritten Jahre mindeſtens 5 Prozent erzielt, ſo er=
liſcht
jede Beitragspflicht. Bei der Feſtſtellung der
Rente dürfen in der Bilanz zur Berechnung der Leiſtungen
der Gemeinden nur die ſtatuten= und konzeſſionsmäßig in
Betracht kommenden ordentlichen Abſchreibungen und
Rückſtellungen, nicht aber außerordentliche Ab=
ſchreibungen
und Rückſtellungen in Betracht kom=
men
. Die Jahres=Garantieſummen ſind nach beſonderer
Berechnung für Eberſtadt auf 4000 Mark, für Mal=

Feuilleton.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.

* Zum vierten Wettſtreit deutſcher
Männergeſangvereine um den Wandtrpreis des
Kaiſers, der am 6. bis 8. Mai in Frankfurt a. M.
ſtattfindet, ſind vom Kaiſer berufen worden: General=
muſikmeiſter
Geh. Hofrat v. Schuch=Dresden, Direktor der
Singakademie Profeſſor Schumann=Berlin, Kapell=
Profeſſor Dr. Beier=Kaſſel, Muſikdirektor
meiſter
Profeſſor F. Hummel=Berlin, Profeſſor E. E. Taubert=
Profeſſor Siegfried Ochs=Berlin, Profeſſor
Berlin,
Maximilian Fleiſch=Frankfurt a. M., Kapellmeiſter Dr.
Rottenberg=Frankfurt a. M., Muſikdirektor Profeſſor
Schwickerath=Aachen und Kapellmeiſter Profeſſor Sitt=
Leipzig. Die Zahl der Vereine die am vierten
Wettſtreit Deutſcher Männergeſangvereine um den Wan=
derpreis
des Kaiſers teilnehmen, wird die der früheren
Veranſtaltungen bedeutend übertreffen. Nach den end=
gültigen
Meldungen werden 41 Vereine mit 8486 Mit=
gliedern
in dem Wettbewerb konkurrieren gegen 18 Ver=
eine
mit 2619 Mitgliedern bei dem erſten Geſangswett=
ſtreit
1899 in Kaſſel, 34 Vereine mit 5683 Mitgliedern
1903 und ebenfalls 34 Vereine mit 6461 Mitgliedern 1909.
Die Meldeliſte weiſt eine ganze Zahl neuer Vereine auf,
die zum erſtenmal an dem Wettſingen teilnehmen. Die
Namen der 41 Vereine ſind folgende: Aachen: Concor=
dia
(242 Mitglieder), Barmen: Oberbarmer Sängerhain
(226), Barmer Sängerchor (294). Berlin: Sängerverein
(193), Lehrergeſangverein (278), Erkſcher Männergeſang=
verein
(139), Bochum: Schlägel und Eiſen (239), Bonn:
Apollo (237), Dortmund: Männergeſangverein (252),
Duisburg: Männerchor (181), Sängerbund (146), Düſſel=
dorf
: Quartettverein (213), D.=Grafenberg Frohſinn (204),
Eſſen: Männergeſangverein (362), Concordia (274)
Sansſouci (321), Erfurt: Waffenklang (136), Männer=
geſangverein
(180), Gelſenkirchen: Männergeſangverein
1881 (186), Idar: Männergeſangverein Idar (141), Karls=
ruhe
: Concordia (189), Koblenz: Rheinland (275), Köln:
Männergeſangverein (290), K.=Deutz Eintracht (202), Kre=
feld
: Sängerbund (199), Sängervereinigung (237), Bad
Kreuznach: Liedertafel (186), Magdeburg: Männerchor

(160), Menden an der Sieg: Frohſinn (137), Mühlhauſen
i. Th.: Arion (176) Mülheim a. Rh.: Männerquartett
(207), München=Gladbach: Liedertafel (201), Oberſtein:
Grubſcher Männergeſangverein (130), Offenbach: Sänger=
chor
des Turnvereins (203), Pirmaſens: Eintracht (191),
Concordia (150), Potsdam: Männergeſangverein (168)
Poſen: Lehrergeſangverein (131), Solingen: Sängerbund
179), Trier: Männergeſangverein (245), Wiesbaden:
Männergeſangverein (186).
P. Münchner Theater. Hebbels hundertſter
Geburtstag wurde von der Münchner Hofbühne durch
eine glänzende Aufführung der Agnes Bernauer
gefeiert. Es gehört zu den Unbegreiflichkeiten unſerer
Theatervorſehung, daß dieſes deutſche Trauerſpiel erſt
auf das Hebbel=Jubiläum warten mußte, ehe man ſich
wieder an ſein Daſein erinnerte. Und zumal hier in
München, wo das mächtige Werk noch einen lokalen Ein=
ſchlag
hat, und die Namen Herzog Ernſt, Herzog Albrecht,
Graf Preyſing, Graf Törring ein heimatliches Echo
wecken, hätte das Drama nie vom Repertoire verſchwinden
dürfen. Die geſpannteſte Anteilnahme an den Vorgängen
auf der Bühne ſeitens des Publikums und der ſtarke Bei=
fall
des ausverkauften Hauſes hat gezeigt, welche Unter=
laſſungsſünde
ſich das Nationaltheater hier hat zu
Schulden kommen laſſen. Und merkwürdigerweiſe war
die Wirkung des als zu theoretiſch kalt verſchrienen
Schlußaktes beſonders eindringlich. Die Rollen der kern=
haften
Geſtalten deutſcher Vergangenheit wurden mit
ſichtlicher Liebe und Begeiſterung geſpielt.
Eine Konferenz über das ſtudentiſche
Wohnungsweſen, zu der ſämtliche deutſchen Hoch=
ſchulen
mit ihren ſtudentiſchen Korporationen eingeladen
vurden, wird in Verbindung mit einer großen Aka=
demikerverſammlung
und einer Ausſtellung ſtudentiſcher
Wohnungen am 24. Mai in den Räumen der Münchener
Univerſität abgehalten. An den Vorberatungen haben ſich
die Rektoren der Münchener Hochſchulen, Vertreter der
Miniſterien, der Stadt, der Studentenſchaft und der
intereſſierten Wohlfahrtsvereine beteiligt.
* Profeſſor Marcell Salzer hat vom Großher=
zog
von Mecklenburg=Strelitz perſönlich den Orden für
Kunſt und Wiſſenſchaft in Gold erhalten.

Oſtern und der Frühling. Wir meinen, mit dem
Oſterfeſte müſſe auch der Frühling ſeinen Einzug halten,
ähnlich, wie es Tradition iſt, vom Weihnachtsfeſt Eis und
Schnee zu erwarten. In der allen poetiſchen Vorſtellungen
und Empfindungen ſo abholden Wirklichkeit kommt es
reilich in der Mehrzahl der Fälle ganz anders. Und be=
onders
unſer deutſcher Frühling iſt es, der unſere Ge=
duld
gar zu oft auf eine harte Probe ſtellt, der ſich nicht
ſelten wie mit Bosheit über alle kalendariſchen Regeln
hinwegſetzt, und der launiſch, unzuverläſſig und willkür=
lich
ſeine eigenen, bisweilen ganz ſeltſamen Wege geht.
Bei den ſtarken Schwankungen, denen neben dem Früh=
lingsbeginn
der Termin des Oſterfeſtes ausgeſetzt iſt, be=
greift
man leicht, daß es durchaus verfehlt iſt, etwa nun zu
Oſtern überall in deutſchen Landen auf den Frühling zu
rechnen. In dieſem Jahre zum Beiſpiel fällt das Oſterfeſt
unmittelbar mit dem kalendariſchen Frühlingsanfang zu=
ſammen
, ſo daß der ganze Oſten Deutſchlands zu dieſem
frühen Termin unmöglich auf linde Lüfte und ſproſſendes
Grün rechnen darf. Dabei iſt diesmal die Geſtaltung der
Witterung einem zeitigen Frühlingsbeginn ſogar recht
förderlich geweſen, im Gegenſatze zu manchen anderen
Jahren, in denen bis zum Aequinoktium Froſt= ſogar Eis=
tage
die Regel ſind. Trotzdem darf ſelbſt im klimatiſch
bevorzugten Süden und Weſten diesmal noch nicht auf
frühlingshafte Oſtern im wirklichen Sinne des Wortes ge=
rechnet
werden; dafür fällt das Feſt zu früh, und ſelbſt im
ſogenannten milden Süden werden Oſtertouriſten, die
dem Frühling entgegenfahren zu können glaubten, vor
Enttäuſchungen kaum bewahrt bleiben. Iſt ihnen das
Glück hold, ſo können ſie ſich ſehr angenehmer, verhält=
nismäßig
hoher Mittagstemperaturen erfreuen; ebenſo
leicht kann aber auch der mit untrüglicher Sicherheit ſich
einſtellende Wetterſturz weiße Oſtern mit ganz emp=
findlicher
Kälte beſcheren. Nur in den Jahren, ingdenen
das Oſterfeſt nahe ſeinem ſpäteſten, auf den 25. April
fallenden Termin gefeiert wird, darf man bei uns im all=
gemeinen
auf eine im Frühlingsſchmuck prangende Land=
ſchaft
rechnen; dieſe ganz ſpäten Oſtern ſind aber ebenſo
ſelten wie die ganz frühen.
** Eine Oſtertaufe im Jordan. Myriam Harry, die
romantiſche Schilderin des modernen Paläſtinas, erzählt
im Temps eine intereſſante Jugenderinnerung an eine
Oſtertaufe im Jordan, die nach altem Brauche an den aus

[ ][  ][ ]

chen auf 500 Mark, für Seeheim auf 4500 Mark, für
Jugenheim auf 5000 Mark, für Alsbach auf 4000
Mark feſtgeſetzt worden. Die tatſächliche Inanſpruch=
nahme
der Garantieſumme dürfte, wie uns mitgeteilt
wird, wohl ſchwerlich eintreten, da die Darmſtädter
Straßenbahnen in den letzten Monaten bedeutend beſſere
Einnahmen hatten als früher, ſo daß eine Verzinſung von
5 Prozent in wenigen Jahren zu erwarten ſein wird.
Der Stand der Angelegenheit iſt nunmehr der, daß
der zweigleiſige Ausbau der elektriſchen
Bahn nachE ber ſt adt bis zum Friedhof alsbald=
in
Angriff genommen werden kann. Die Schienenbeſtel=
lung
wird von der Heag ſofort erfolgen, ſo daß mit dem
zweigleiſigen elektriſchen Betriebe im
Herbſt d. J. gerechnet werden kann, um ſo mehr, als die
beſtellten 15 Motor=,und 10 Anhängewagen bereits im
-
Zu hoffen iſt, daß
Auguſt d. J. eintreffen werden.
ſauch bald Seeheim ſeine ablehnende Haltung aufgibt, daß
die Fortſetzung der Bahn über Eberſtadt hinaus bald er=
folgen
kann; denn dann wird auch Malchen der gewiß
nicht hohen Belaſtung von 500 Mark zuſtimmen.

* Pfungſtadt, 19. März. Man ſchreibt uns: Heute
verließ nach zehnjähriger Tätigkeit in unſerer Gemeinde
Herr Profeſſor Dörr von der höheren Bürgerſchule un=
ſere
Stadt. Prof. Dörr hat es verſtanden, die Sympathien
aller Mitbürger zu erobern; ſein offener und ehrlicher
Charakter machten ihn überall beliebt. Sein Fortgang
wird ſehr bedauert
Offenbach, 20. März. Der kürzlich verſtorbene Leh=
rer
Bender hat ſeine Bibliothek der Höheren Mäd=
chenſchule
, an welcher er lange Jahre tätig war, ver=
macht
und außerdem die Stadt Offenbach mit 6000 Mk.
für eine Stiftung bedacht, aus der in den erſten 20
Jahren nur die Zinſen, nach dieſer Zeit aber auch das
Kapital verwendet werden kann zur Unterſtützung armer,
alter, ganz beſonders würdiger Perſonen, die mindeſtens
20 Jahre in Offenbach anſäſſig ſind. Hiergegen muß ſich
die Stadt verpflichten, die Grabſtätte des Stifters in an=
gemeſſener
Weiſe zu unterhalten. Der Verfaſſungsaus=
ſchuß
empfiehlt, dieſe Verpflichtung einzugehen und die
Stiftung mit dem Ausdruck des Dankes für die hochherzige
Geſinnung des Verlebten anzunehmen. Außer dieſen
Zuwendungen hat der Verſtorbene noch dem Offenbacher
Hilfsverein einen namhaften Betrag vermacht und der
Unterſtützungskaſſe der Ludwig= und Alice= Stif=
tung
für das Großherzogtum Heſſen 2500 Mark über=
wieſen
, deren Zinsertrag zum Beſten von älteren, allein=
ſtehenden
, erwerbsunfähigen und würdigen Lehrerstöch=
tern
verwendet werden ſoll.
Mainz, 20. März. Zu Ehren des von Mainz ſcheiden=
den
ſeitherigen erſten Vorſitzenden des Vereins für
Luftfahr t, Hauptmann v. Selaſinsky, veranſtal=
tete
der Verein für Luftfahrt ein Abſchiedseſſen, woran
auch Provinzialdirektor Dr. Breidert, Oberbürgermeiſter
Dr. Göttelmann, Brigadekommandeur Generalmajor
Franke, Vertreter der Vereine für Luftfahrt in Darm=
ſtadt
, Gießen und Worms teilnahmen. Prinz Heinrich
von Preußen, der zu längerem Beſuch in Darmſtadt weilt,
war ebenfalls eingeladen, konnte aber nicht teilnehmen, da
er gegenwärtig in Karlsruhe zu Beſuch weilt. Herr
Dyckerhoff feierte die Verdienſte des Scheidenden um den
Verein und überreichte ein prachtvolles Geſchenk in Ge=
ſtalt
eines ſilbernen Aufſatzes, der mit dem Abzeichen des
Vereins geſchmückt iſt. Namens der Stadt ſprach Ober=
bürgermeiſter
Dr. Göttelmann. Durch ſeine Arbeit für
den Verein und die Luftfahrt habe Herr v. Selaſinsky auch
indirekt die Intereſſen der Stadt Mainz gefördert. Ein
gemütliches Beifammenſein bei den Klängen der Kapelle
des Infanterie=Regiments Nr. 117 bildete den Schluß der
Abſchiedsfeier.
* Worms, 20. März. Geſtern vormittag erfolgte in
der Gewerbeſchule die Beendigung des Schuljahres
mit einem Feſtakt, an dem außer Aufſichtsrat und An=
ſtaltsleitung
, Lehrerſchaft und Schülern, ſowie Eltern der
Schüler, zahlreiche Ehrengäſte teilnahmen. Unter anderen
waren erſchienen Ober=Regierungsrat Graef von Darm=
ſtadt
als Vertreter des Miniſteriums, Regierungsrat
Reuter von Darmſtadt als Vertreter der Großh. Zen=
tralſtelle
für die Gewerbe, Syndikus Engelbach von
Darmſtadt als Vertreter der Großh. Handwerkskammer;
Oberbürgermeiſter Köhler Bürgermeiſter Dr. Wevers und
Beigeordneter Metzler, Stadtverordneter Geh. Medizinal=
rat
Dr. Salzer, Stadtv. Schmuck, Schulrat Schmeel, Pro=
feſſor
Peters, Eiſenbahnbetriebsinſpektor Jordan. Kreis=
rat
Geh. Regierungsrat Dr. Kayſer hatte mit ſeiner Ver=
tretung
Kreisbauinſpektor Heyer beauftragt.

Bingen, 20. März. Der Prinz von Wales kam
heute nachmittag im Automobil hier an, ſpeiſte im Hotel
Viktoria und fuhr um 2 Uhr nach Rüdesheim, wo
er das Niederwalddenkmal beſichtigte. Um ½5 Uhr er=
folgte
die Rückkehr nach Bingen und um 5 Uhr die Wei=
terfahrt
nach Wiesbaden. In ſeiner Begleitung befanden
ſich zwei Herren.
* Gießen, 20. März. Auf der Nebenbahn Lich= Grün=
berg
ſtürzte bei der Kolbenmühle der Schaffner ab und
war ſofort tot.
Langsdorf, 19. März: Die Generalverſamm=
lung
der hieſigen Spar= und Darlehnskaſſe, bei
der vor einigen Tagen eine Unterbilanz von 627000 Mk.
feſtgeſtellt wurde, beſchloß den Fortbeſtand der Kaſſe
und eine Erhöhung der Geſchäftsanteile auf 8000 Mark.
Für die Liquidation ſprachen ſich nur vier Genoſſenſchaft=
ler
aus.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 21. März. Die Große
Berliner Straßenbahngeſellſchaft beabſich=
tigt
, wie ſchon früher erwähnt, zweiſtöckige Wagen
einzuführen, die den geſteigerten Anforderungen des Ver=
kehrs
beſſer genügen können, als die jetzt gebräuchlichen
Wagenzüge. Derartige Verdeckwagen werden ſchon in
Kopenhagen, Stockholm und anderen Städten in den
Sommermonaten verwendet; ſie ſind dort ſo eingerichtet,
daß die oberen Plätze zum Teil ganz frei, zum Teil unter
einem kurzen, nur an einer Seite offenen Dache liegen,
welches den Fahrgäſten vor Regen und Sonnenglut Schutz
gewährt. Die Berliner Wagen ſollen ſo gebaut werden,
daß das Schutzdach über das ganze Verdeck reicht und
nur an den Enden für die Stromabnehmer ausgeſpart
iſt. Die Seitenwände ſchließen große Fenſter ab, deren
Scheiben aber bei gutem Sommerwetter herabgelaſſen
bezw. herausgenommen werden können. Die Fahrgäſte
werden hier alſo neben freier Ausſicht auch die friſche Luft
genießen können. Im Winter und bei geſchloſſenen Fen=
ſtern
ſorgen Ventilatoren für die nötige Entlüftung. Unter
dieſen Umſtänden wird es auch möglich ſein, in den Deck
räumen das Rauchen frei zu geben, was vielen Fahr=
gäſten
, die heute die Stehplätze auf den Plattformen be=
nützen
, ſehr willkommen ſein dürfte. In der Kaiſerin
Auguſte=Allee in Charlottenburg ſind eine Frau und zwei
Knaben von einer wütenden Katze gebiſſen worden
Das Tier iſt ſchließlich vom Tierſchutzverein abgeholt
worden. Es ſoll unterſucht werden, ob Tollwuterkrank=
ung
vorliegt, damit die gebiſſenen Perſonen entſprechend
behandelt werden können. Die am 20. Februar von
einem tollwutkranken Hund gebiſſenen 14 Perſonen ſind
alle bis auf eine als geheilt entlaſſen worden, nachdem
ſie die 21 Tage dauernde Einſpritzungskur nach Paſteur
durchgemacht haben. Der heftige Wirbelſturm, der
zwiſchen 7 und 8 Uhr geſtern abend und dann zwiſchen 10
und 11 Uhr durch die Straßen Berlins brauſte, hat ver=
ſchiedentlich
großen Schaden angerichtet. Auch bei der
Straßenbahn traten erhebliche Verkehrsſtockungen ein. In
einem Café am Spittelmarkt wurden die Scheiben ein=
gedrückt
und mehrere Gäſte zum Teil erheblich verletzt.
Der in Friedenau wohnende Kaufmann Pfeffer, der
Ehemann der an dem großen Juwelendiebſtahl
im Uniontheater beteiligten Frau, hat Selbſtmord verübt.
Vielleicht fürchtete er, zur Rechenſchaft gezogen zu werden.
In ſeinen Taſchen wurden zwei Billetts des Union=
theaters
vom 17. März, dem Tage des Diebſtahls, gefun=
den
, ſo daß es ſcheint, daß er während des Diebſtahls in
dem Theater anweſend war. Ferner wurde in der Wohn=
ung
ein Abſchiedsbrief an ſeine Frau gefunden. Danach
verließen die Diebe nach der Tat ſofort Berlin.
Frankfurt a. M., 20. März. Monſtre=Militär=
Konzert in der Feſthalle. Am erſten Oſterfeiertag,
abends 8 Uhr, findet ein Zuſammenſpiel von 5 Militär=
Kapellen, und zwar Infanterie=Regimenter Nr. 81 und
88, Artillerie=Regiment Nr. 63, Eiſenbahn=Regiment Nr. 3
und Pionier=Bataillon Nr. 25, unter perſönlicher Leitung
des 1. Königlichen Armee=Muſik=Inſpizienten, Herrn Pro=
feſſor
Grawert=Berlin, ſtatt. Am zweiten Feier=
tag
, nachmittags und abends, ſpielen 4 Kapellen unter
Mitwirkung eines Maſſenchors unter Leitung des Muſik=
direktors
Karl Specht, die von den Herren Obermuſik=
meiſtern
Fehling, Jung, Capitain und Eiſold abwechſelnd
dirigiert werden. (Siehe Anz.)
Wiesbaden, 20. März. Der Prinz von Wales
traf heute abend 20 Minuten nach 7 Uhr, von Bingen
kommend, im Automobil hier ein und nahm im Hotel
Roſe Wohnung. Im gleichen Automobil befanden ſich

zwei Herren ſeiner Begleitung. Der Sekretär und die
Dienerſchaft waren bereits nachmittag in Wiesbaden ein=
getroffen
.
Marburg, 20. März. In der Nähe des Dorfes Cap=
pel
bei Marburg wurde geſtern abend der 12jährige Sohn
des Pflaſterers Sauer von dem Kraftwagen eines Mar=
burger
Automobilhändlers überfahren. Er erlitt ſo
ſchwere Verletzungen, daß er kurz nach ſeiner Einlieferung
in die Marburger Klinik verſtarb.
Oberurſel, 19. März. Prinz Heinrich der
Niederlande beſuchte geſtern die Motorenfabrik
Oberurſel und beſichtigte ſehr eingehend die Werk=
ſtätten
und Fabrikate genannter Firma. Der Prinz inter=
eſſierte
ſich ganz beſonders für die Fabrikation von Motor=
lokomotiven
und die bisherigen Lieferungen der Motoren=
fabrik
nach Holland und deſſen Kolonien und ließ ſich
mehrere dieſer Motorlokomotiven im Betriebe vorführen.
Lindau, 18. März. Der vermißte Juſtizrat
Dr. Emil Körner aus Dresden, über deſſen Verſchwin=
den
berichtet wurde, wollte einen 14tägigen Erholungs=
urlaub
in St. Moritz verbringen und iſt auf der Reiſe
dorthin bereits am 13. März im Bayeriſchen Hof hier ab=
geſtiegen
. Um 6 Uhr abends gingeer noch auf das Tele=
graphenamt
, um eine Depeſche nach Dresden aufzugeben;
ſeitdem wird er vermißt. Im Hotel hat er außer ſeinem
Gepäck einen großen Geldbetrag zurückgelaſſen. Sein
Sohn, Rechtsanwalt Dr. Hans Körner, iſt mit einem
Dresdener Kriminalbeamten ſeit Sonntag in Lindau, um
die Nachforſchungen zu betreiben. Sie waren bis jetzt
ohne Erfolg.
Leipzig, 20. März. Zu der von Italien aus verbrei=
teten
Meldung, daß Frau Toſelli wünſche, nach
Oeſterreich zurückkehren zu können, ſchreiben die Leipziger
Neueſten Nachrichten: Wir ſind in der Lage, verſichern
zu können, daß an dieſen Mitteilungen kein wahres
Wort iſt. Sie ſind vom Anfang bis zum Ende glatt er=
funden
. Verhandlungen zwiſchen der Frau Toſelli und
dem Hofe in Wien, um die Rückkehr der Frau Toſelli nach
Oeſterreich zu bewerkſtelligen, haben niemals ſtattgefun=
den
. Ebenſo unſinnig iſt es, immer wieder die Reiſe des
Königs von Sachſen nach Wien mit der Angelegenheit der
Frau Toſelli in Zuſammenhang zu bringen. Der Aufent=
halt
des Königs Friedrich Auguſt in Wien galt lediglich
einem Beſuche ſeiner Schweſter, der verwitweten Erzher=
zogin
Maria Joſepha, und ebenſo ſelbſtverſtändlich iſt
es, daß der König bei dieſer Gelegenheit dem Kaiſer
Franz Joſef, mit dem ihn eine innige Freundſchaft ver=
bindet
, einen Beſuch abſtattete. Die Haltung des ſäch=
ſiſchen
Hofes zu den Angelegenheiten der Frau Toſelli
hat in den letzten Jahren keine Aenderung erfahren und
wird eine ſolche auch nicht erfahren.
Brandenburg, 20. März. Einen wertvollen
Fund machte geſtern der Buchbinder Regenſtein aus
Brandenburg. Als R. nachmittags von einer Radtour
nach Genthin zurückkehrte, entdeckte er auf der Chauſſee
nicht weit von Brandenburg eine Aktentaſche. Er nahm
ſie an ſich und fand in der Taſche Wertpapiere fün
20000 Mark. Kurz vorher war dem Buchbinder ein
Kraftwagen begegnet, deſſen Inſaſſen offenbar die Ver=
lierer
waren. Da in der Mappe der Name des Beſitzers
verzeichnet war, konnte der Verlierer, ein Fabrikant aus
Magdeburg, noch an demſelben Tage ermittelt und be=
nachrichtigt
werden. Noch am geſtrigen Abend traf die=
ſer
in Brandenburg ein, um die Wertpapiere in Empfang
zu nehmen. Dem glücklichen Finder wurde eine ange=
meſſene
Belohnung zuteil.
Bremen, 19. März. Die Rettungsſtation
Helgoland der Deutſchen Geſellſchaft zur Rettung
Schiffbrüchiger telegraphiert: Am 19. März von der deut=
ſchen
Tjalk Geſine Schiffer H. Schmidt, Leer, von hier
nach der Wefer beſtimmt, zwei Perſonen gerettet durch das
Rettungsboot Claus Dreyer der Station. Durch das=
ſelbe
Boot von der deutſchen Tjalk Juliane Schiffer
Brömer, von hier nach der Weſer beſtimmt, drei Perſo=
nen
gerettet, und durch dasſelbe Boot von der Tjalk Drei
Gebrüder aus Wildervank, Schiffer Wagenborg, mit
Bauſteinen hierher beſtimmt, drei Perſonen gerettet.
Helgoland, 20. März. Geſtern nachmittag herrſchte
ſchwerer Südweſtſturm mit Schneetreiben. Meh=
rere
im Hafen liegende Schiffe zeigten Notſignale. Ein
Rettungsboot rettete über 20 Perſonen von ſieben Fahr=
zeugen
. Einige Fahrzeuge gerieten in Gefahr, gegen die
Düne getrieben zu werden. Mit Hilfe von Schleppern
wurden ſie unter großer Mühe in Sicherheit gebracht.
Haag, 19. März. Die aus Oberurſel einlaufenden
Nachrichten über das Befinden des Prinzen der
Die
Nieder lande lauten andauernd ſehr günſtig.
neuralgiſchen Affektionen ſind faſt vollkommen verſchwun=

Rußland und den ſlawiſchen Staaten gekommenen grie=
chiſch
=orthodoxen Pilgern vorgenommen wurde. Als man
von Jericho nach einem einſtündigen Maultierritte die
Ufer des Jordans erreichte, waren die Pilgerſcharen aus
aller Herren Länder ſchon verſammelt,arme Muſchiks aus den
ruſſiſchen Steppen, koptiſche Chriſten mit ihren Filztiaren, Al=
baneſen
, Armenier und Bulgaren. Sie haben in Jeruſalem
ihr weißes Taufhemd und ihre weiße Totenmütze erſtan=
den
. Nun harren ſie des großen Augenblicks. Die Nacht
ſenkt ſich herein. Die Stunde iſt nahe! Die Stunde iſt
nahe! Da iſt plötzlich aus der Wüſte ein Kloſtermönch
aufgetaucht, er iſt gekleidet wie Johannes der Täufer, mit
einem Fell gegürtet: und ſingend und rufend ſtürzt er in
den Jordan. Ein religiöſer Taumel ergreiſt das ganze
Lager. Am Ufer werden Scheiterhaufen aufgerichtet man
entzündet Kerzen; Fackeln leuchten auf. Und überall
wird geſungen und gebetet. Da erhebt ſich ein greiſer
Pope, ſeine langen Haare flattern, er ſchürzt die Sutane
und tritt ins Waſſer. Das iſt das Zeichen. Wie die
Chriſten der älteſten Zeit eilen die Gläubigen in ihren
weißen Taufhemden in die Fluten, und jeder taucht drei=
mal
unter. Aber doch nicht alle beſitzen Taufhemden;
manche ſtürzen ſich, ſo wie ſie ſind, ins Waſſer, im Kaftan,
im Mantel, andere halb nackt; hier ſieht man Frauen, die
ihre Kinder auf dem Arme tragen, dort taucht eine kop=
tiſche
Prinzeſſin mit ihrer langen, ſchleppenden Tunika
und ihrem reichen Juwelenſchmuck unter. Als ſie wieder
durchnäßt emportaucht, ſieht ſie faſt wie eine dunkle Si=
rene
aus. Und bald entſteht eine wilde Unordnung. Vom
religiöſen Eifer überwältigt, beginnen die Popen ringsum
zu taufen, ſie taufen jeden, der in den Bereich ihrer Arme
kommt. Dort drängen Bulgaren, Armenier und Ruſſen
mit der ungeſtümen Wildheit von Piraten in die Fluten
Frauen fallen, Kinder weinen, unſere Maultiertreiber
lachen, und im Widerſchein der Fackeln und der brennen=
den
Holzſtöße ſcheint ſich der chriſtliche Jordan rot zu fär=
ben
wie ein heidniſcher Fluß. Aber plötzlich hören wir
einen gellenden Schrei, der alle anderen übertönt. Meine
Amme aus Bethlehem iſt nicht mehr an meiner Seite: und
nun ſehe ich ſie, wie ſie ſich ſträubt und windet unter dem
eiſernen Handgriff eines großen, langaufgeſchoſſenen Po=
pen
, der ſie untertaucht, einmal, zweimal, dreimal, im Na=
men
des Vaters, im Namen des Sohnes und im Namen

des heiligen Geiſtes. Umſonſt ruft ſie um Hilfe umſonſt
proteſtiert ſie und erklärtz ſie ſei römiſch=katholiſch; in ſei=
nem
Taufeifer hört der Pope nichts; und als die Gute
endlich, völlig durchnäßt, wieder ans Land kommt, iſt ſie
wieder willen noch einmal getauft worden . . .

Das Kaiſer=Friedrich=Bad in Wiesbaden.

* Als die Stadt Wiesbaden bei einem Straßendurch=
bruch
in der Altſtadt das altberühmte und vor 100 Jahren
den Mittelpunkt des Badelebens bildende Badhaus Zum
Adler ankaufen mußte, ging damit die Adlerkochbrunnen=
quelle
mit in den Beſitz der Stadt über. Dieſe Quelle,
mit der gleichen Temperatur und Zuſammenſetzung wie
der Kochbrunnen, nutzbar zu machen, war das Beſtreben
der ſtädtiſchen Körperſchaften. Die Bemühungen bei der
Thermalpolizei, in der Nähe der Quelle ein größeres
Badhaus zu errichten, waren von Erfolg gekrönt, und ſo
erhebt ſich nun am Fuß des alten Römerkaſtells Mattia=
cum
, anſchließend an die hiſtoriſche Römermauer, das
neue ſtädtiſche Kurbadehaus Kaiſer=Friedrich=Bad.
Der umfangreiche Bau, an zwei Straßenzügen und
einem großen gärtneriſchen Vorplatz gelegen, erhält im
Aeußeren durch die gegebenen Geländeverhältniſſe und
die Anlehnung an den Römertorbogen eine ſehr male=
riſche
Gruppierung. Der Hauptzugang erfolgt von dem
ſchon erwähnten Vorplatz, der von der Weber= und Lang=
gaſſe
, den Hauptverkehrsſtraßen der Stadt Wiesbaden, zu=
gänglich
iſt. Der Vorplatz mit Gartenanlagen und Ruhe
ſitzen wird außer von dem Badhaus von einer Trinkhalle,
anſchließend an den Quellentempel, begrenzt.
Um das Thermalbad auszunutzen, ſind die Hauptkur=
faktoren
des Badehauſes ſelbſtverſtändlich die Thermal=
bäder
. Es ſind 50 Stück vorgeſehen, davon die Hälfte mit
beſonderen Ruheräumen. Neben dieſen Thermalbädern
ſind im Badehaus alle übrigen modernen Bäderarten ver=
treten
, ſo eine Reihe von Moorbädern, Kohlenſäurebädern,
eine Abteilung für Elektro= und Wärmetherapie, eine Ab=
teilung
für Fangobehandlung; auch die Hydrotherapie
iſt umfangreich vertreten und hat getrennte Abteilungen
für Herren und Damen. Die größte Räumlichkeit bean=
prucht
die römiſch=iriſche Abteilung und das ruſſiſche

Dampfbad mit etwa 25 Auskleide= und Ruhezellen, Warm=
luft
=, Heißluft=Dampfbad, Maſſage= und Duſcheräume,
Thermalwildbad, Schwimmbad und behagliche Ruhe=
räume
. Auch eine umfangreiche Abteilung für Inhalation
iſt angegliedert. Behagliche Ruhe= und Warteräume, auch
ein größerer Erfriſchungsraum ſind in den verſchiedenen
Teilen der Anlage angeordnet, ſo daß allen Anforderun=
gen
des modernen Komforts Rechnung getragen iſt.
Die Ausſtattung wird den höchſten Anforderungen
eines modernen Badehauſes entſprechen. In den eigent=
lichen
Baderäumen iſt das hygieniſche und dauerhafte
keramiſche Material zur Bekleidung von Fußböden, Wän=
den
und Decken in größtem Umfange und in künſtleriſcher
Vollendung verwendet. Die übrigen Räume haben eine
ſolide Vertäfelung, zum Teil in den edelſten Hölzern, zum
Teil mit weißem Lackanſtrich, oder ſind mit abwaſchbarer
farbiger Wandbeſpannung verſehen. Ueberall bringen die
farbenfreudigen Wand= und Deckenmalereien, farbige
Fenſter und ſonſtige Dekorationen von Kunſtmaler Hans
Völcker Abwechſelung und künſtleriſche Stimmung in die
Räume. Für die Ausgeſtaltung des Aeußeren ſtellte der
ſehr unregelmäßige Bauplatz an den verſchiedenen Stra=
ßenzügen
, mit den verſchiedenen Höhenlagen, große An=
forderungen
, die jedoch als gelöſt bezeichnet werden kön=
nen
. Die Architektur bewegt ſich dabei in einfachen For=
men
, zum Teil an römiſche Tradition angelehnt, zum Teil
jedoch in ganz modernen Löſungen. In letzterem Sinne
ſind beſonders bemerkenswert die reicheren Architekturteile
von einigen Fenſterpartien und Portalen mit ornamen=
tiertem
Schmuck der Frankfurter Bildhauer E. und W.
Ohly, ſowie des Wiesbadener W. von Heider, der die neun
figürlichen Reliefs an der Hauptfaſſade geſchaffen. Das
Material für die Außenſeiten iſt Muſchelkalk und gelb=
licher
Tuff neben Putzflächen in natürlichem Ton. Die
großen Schieferdächer ſtellen auf dem vielgeſtalteten
Grundriß eine gewiſſe Ruhe wieder her.
Der Architekt des Hauſes, Baumeiſter A. O. Pauly,
hat im Verein mit dem Kunſtmaler Völcker, der den her=
vorragendſten
Teil an der Innenausſtattung hat, und
weiteren Hilfskräften ein Bauwerk geſchaffen, das eine
Sehenswürdigkeit Wiesbadens und ein hervorragender
Anziehungspunkt, beſonders für die Kurgäſte und das
Kurleben ſein dürfte.
(Nach dem M. Tabl.)

[ ][  ][ ]

den, indeſſen wird der Prinz beſtimmt noch bis Mai in
Oberurſer bleiben.
Rom, 20. März. Gymnaſialprofeſſor Klein=
ſchmidt
aus Magdeburg iſt auf der Fahrt von Palermo
nach Neapel wahnſinnig geworden und verſuchte,
Selbſtmord zu verüben. Bei der Ankunft des Dampfers
in Neapel wurde er von dem Arzt des deutſchen Konſu=
lats
ins Irrenhaus gebracht.
London, 20. März. Von Kairo iſt die Nachricht ge=
kommen
, daß die zweite Gemahlin des ägyp=
tiſchen
Vizekönigs Abbas II. Hilmi bereits vor
einigen Wochen heimlich entflohen ſei, daß man ihr
Verſchwinden aber bis jetzt verheimlicht habe. Die Flüch=
tige
iſt von Geburt Ungarin, Ende der dreißiger Jahre
und eine auffallende Schönheit. Man rühmt ihr einen
ſcharfen Verſtand und vielſeitige Bildung nach. Vor
ihrer Vermählung mit dem Khediv nannte ſie ſich Grä=
in
de Török, doch enthalten die genealogiſchen Hand=
bücher
keinerlei Angaben, auf Grund deren ſie berechtigt
wäre, dieſen Namen zu führen. Der Khediv hat die an=
gebliche
Gräfin de Török vor ungefähr zehn Jahren in
einem europäiſchen Luxusbade kennen gelernt. Sie ver=
ſtand
es, ihn an ſich zu feſſeln, und folgte ihm nach Aegyp=
ten
. Ganz in der Nähe des Schloſſes Kubbeh bei Kairo,
wo ſich die khediviale Familie den größten Teil des Jah=
res
aufhält, bewohnte ſie eine reizende Villa und durfte
ſogar in dem ſonſt ſtreng abgeſchloſſenen Park des
Schloſſes ſpazieren gehen. Der Khedivah, Ikbal Hanem,
der erſten Gemahlin des Vizekönigs, konnten die Be=
ziehungen
ihres Gatten zu der ſchönen Ungarin nicht ver=
borgen
bleiben. Sie haßte die Rivalin glühend, und als
dieſe ihr einſtmals im Schloßpark begegnete, rief ſie in
gebrochenem Franzöſiſch zu ihr: Moi honnéte femme,
enti (arabiſch Du) cocotte! Als Abbas Hilmi vor
etwa drei Jahren von ſeiner Pilgerfahrt nach Mekka
zurückkehrte, riet ihm die hohe mohammedaniſche Geiſt=
lichkeit
in Kairo, ſein Verhältnis zu der Ungarin zu legi=
timieren
. Die Gräfin de Török trat zum Iſlam über, er=
hielt
den Namen einer Prinzeſſin Zobeida und
wurde offiziell die zweite Gattin des Khediv. Weitere
Nebenfrauen hat der Vizekönig nicht. Daß die Prinzeſ=
ſin
Zobeida in der Geſellſchaft Kairos verkehrt hat, iſt un=
richtig
. Sie führte vollkommen das zurückgezogene Leben
einer Mohammedanerin. Seit längerer Zeit war Abbas
Hilmi, wenn er in den heißen Sommermonaten nach
Europa reiſte, von der Prinzeſſin Zoberda begleitet, wäh=
rend
ſeine erſte Gemahlin regelmäßig am Bosporus
weilte. Vor ungefähr vier Jahren hat die Prinzeſſin
ſchon einmal einen Fluchtverſuch gemacht. Man erzählte
ſich damals, ſie ſei in Begleitung eines jungen Pianiſten
nach Brindiſi gereiſt. Ein Herr aus der europäiſchen
Geſellſchaft Kairos fuhr ihr Tags darauf mit dem kleinen
aber ſehr ſchnellen engliſchen Dampfer nach, der Sonn=
tags
den Poſtverkehr zwiſchen Port Said und Brindiſi
vermittelt. Er erreichte den Hafen dort noch vor der
Prinzeſſin und es gelang ihm, der Flüchtigen wichtige
Papiere abzunehmen. Bald darauf tauchte ſie wieder in
Kairo auf, wo man ſie während der Wintermonate oft
in der Khedivial=Oper hinter dem Gitter der Frauenloge
des Hofes erblicken konnte.
Winnipeg, 20. März. Das Hauptgebäude der Mal=
colme
=Konſervenbüchſenfabrik iſt durch Brand zer=
ſtört
worden. Durch zuſammenſtürzende Mauern wur=
den
fünf Perſonen getötet und neun verletzt.

Luftfahrt.
Die Zerſtörung von L 2 156.

* Die Vernichtung von L. Z. 15 der übrigens doch
ſchon in den Beſitz der Militärbehörde übergegangen war,
in Karlsruhe iſt die ſiebente ſchwere Kataſtrophe, von der
Zeppelin=Luftſchiffe betroffen wurden. Das erſte Z.
Schiff wurde im Auguſt 1908 durch Feuer bei Echter=
dingen
zerſtört. Im April 1910 zerſchellte der Militär=
ballon
Z. 2 am Webersberg bei Weilburg, nachdem er
von ſeinem Limburger Ankerplatz durch den Sturmwind
losgeriſſen war. Im Juni des gleichen Jahres ereignete
ſich die Kataſtrophe der Deutſchland im Teutoburger
Wald, kaum daß ſie in Düſſeldorf ſtationiert war, und noch
ein drittes Z.=Opfer forderte 1910: im September ward
L. Z. 6" in der Halle Baden=Oos durch Feuer vernichtet.
Erſatz Deutſchland wurde im Mai 1911 bei Herausbrin=
gen
aus der Halle aufs Dach geſchleudert und barſt in drei
Teile, und dort wurde auch die Schwaben im Juni vori=
gen
Jahres durch Feuer in wenigen Augenblicken voll=
ſtändig
vernichtet. Dazu kommen noch zwei andere Un=
fälle
, die erheblichen Schaden anrichteten: im Juni 1912
in Friedrichshafen eine Gasentzündung beim Entleeren
der letzten Gaszelle des Z. 3 und vor einiger Zeit eine
Karambolage des in Köln ſtationierten Zeppelinſchiffes
mit einem Schornſtein. Das Kölner Schiff iſt jetzt wieder
betriebsfähig. Das Militärluftſchiff L. Z. 15 hatte
Dienstag abend 8 Uhr von Baden=Oos aus eine Nacht=
fahrt
angetreten. Es hatte andauernd mit ſtürmiſchem
Südweſt zu kämpfen, ſo daß es trotz ſeiner großen Eigen=
geſchwindigkeit
oft kaum vorwärtskam und mitunter zu=
rückgeworfen
wurde. Da der Benzinvorrat des Luftſchiffs
infolge der ſtarken Inanſpruchnahme der Propeller zur
Neige ging, wurde von der Führung die Landung in
Karlsruhe beſchloſſen. Das war Mittwoch nachmittag
gegen 3¾ Uhr, alſo nach faſt zwanzigſtündiger Fahrt. Die
Landung vollzog ſich unter Beihilfe von Mannſchaften des
badiſchen Leibgrenadier=Regiments und des Telegraphen=
bataillons
glatt. Der Sturm tobte aber ununterbrochen
weiter und die Militärmannſchaften konnten nur mit
äußerſter Mühe den Rieſenkörper feſthalten. Etwa an=
derthalb
Stunden nach der Landung trat die Kataſtrophe
ein. Ein ungemein heftiger Windſtoß faßte das Schiff
und knickte es in der Mitte, und nach kurzer Friſt war das
Zerſtörungswerk vollendet. Das Luftſchiff war 140 Meter
lang, hatte einen Durchmeſſer von 15 Meter und faßte
21000 Kubikmeter. Es war mit drei Motoren zu je 170
Pferdeſtärken ausgerüſtet. Es war das ſchnellſte der bis
jetzt erbauten Zeppelinſchiffe, denn es entwickelte bis zu
Meter Sekundengeſchwindigkeit. Nach ſeinem Typ
iſt auch das Schiff Z. 4 erbaut, das jetzt in Friedrichs=
hafen
ſeine Probefahrten unternimmt. Die Uebernahme
des Schiffes durch die Militärverwaltung erfolgte, nach=
dem
es alle Bedingungen in glänzender Weiſe erfüllt und
endlich eine achtſtündige Höhenfahrt unternommen hatte,
am 6. Februar. Der Preis iſt nicht bekannt geworden:
er mag zwiſchen 600000 und 700000 Mk. betragen haben.
* Karlsruhe, 20. März. Der Karlsruher Exer=
zierplatz
, in deſſen Mitte das Wrack des Militär=
luftſchiffes
liegt, iſt ſeit geſtern abend in weitem
Umkreiſe von Soldaten abgeſperrt. Zutritt zu der Un=
allſtelle
hat nur Militär. Insbeſondere iſt auch jede pho=
tographiſche
Aufnahme ſtreng unterſagt, da es ſich um ein
Militärluftſchiff handelt. An dem Wrack des Luftkreuzers
elbſt ſind die Abmontierungsarbeiten vorläufig einge=
ſtellt
. Wie verlautet, ſoll noch eine techniſche Kommiſſion
das zertrümmerte Luftſchiff in Augenſchein nehmen.
Heute mittag kommt Prinz Heinrich von Preu=
ßen
. Der Großherzog von Baden war geſtern

abend auf dem Platz. Das Schnellfeuergeſchütz, das ſich in
dem Luftſchiff befand, konnte unbeſchädigt geborgen wer=
den
. Die Gondeln ſind teilweiſe ſtark verbogen und litten
vor allem durch das Aufſchlagen; die wertvollen Inſtru=
mente
dagegen blieben unverſehrt. Die Propeller ſind beide
zerbrochen. Vollſtändig verbogen und geknickt iſt das Alu=
miniumgerippe
, das vorausſichtlich eingeſchmolzen werden
muß. (F. Z.)
Karlsruhe, 20. März. Von dem auf dem hie=
ſigen
Exerzierplatz geſtrandeten Luftkreuzer Erſatz
Z. 1 ſind die Motoren und Gondeln unverſehrt ge=
blieben
. Die auswärts verbreiteten Nachrichten von Ver=
letzungen
, die Mannſchaften bei den Bergungsverſuchen
davongetragen haben ſollen, entſprechen nicht den Tat=
ſachen
. Es iſt niemand bei dem Unglück zu Schaden ge=
kommen
.
Bremen, 20. März. Geſtern mittag um 1 Uhr
geriet der Freiballon Malkalten der geſtern
vormittag in Düſſeldorf aufgeſtiegen war bei dem Ver=
ſuch
, an dem Werder zu landen, mit der Gondel auf Tele=
graphendrähte
. Der Wind drückte den Ballon
gegen ein Haus, von dem er einen Teil des Schorn=
ſteins
umriß. Die Inſaſſen des Ballons waren zwei
Herren und eine Dame. Die Dame und ein Herr wurden
verletzt und ins Krankenhaus geſchafft. Von dem herab=
ſtürzenden
Schornſtein wurde ein achtjähriges Mädchen
erheblich verletzt.
Somma Lombarda, 20. März. Geſtern vor=
mittag
ſtürzte der Kommandant der Militär=
fliegerſchule
, Hauptmann Moreno, während eines
Gleitfluges aus 200 Meter Höhe ab. Er blieb unter den
Trümmern der Maſchine tot liegen.

Der Tod des Königs Georg
von Griechenland.

* Athen, 20. März. König Konſtantin rich=
tete
ſeinen erſten Tagesbefehl an die Armee, der fol=
gendermaßen
lautet: Ein ruchloſes Attentat auf die ge=
heiligte
Perſon des Königs nahm uns allen in einer für
die ganze helleniſche Nation ſehr kritiſchen Zeit unſeren
Führer. Ich bin jetzt durch die Vorſehung berufen, meinem
unvergeßlichen Vater auf dem Thron zu folgen, den er ſo
lange ausgezeichnet hat. Ich bringe dieſe Nachricht zur
Kenntnis meiner Armee, der ich mein ganzes Leben ge=
widmet
habe, mit der mich unglückliche und glückliche
Kriege unlösbar verknüpften. Ich erkläre, daß ich immer
an ihrer Spitze marſchieren und niemals ablaſſen werde,
meine ganze Sorgfalt der Armee, der Marine und dem
Lande zu widmen, deren Ruhmestaten das Vaterland ver=
größerten
und berühmt machten.
* Athen, 19. März. Der Miniſterpräſident
gab in der Kammer, ſichtlich bewegt, den Tod des =
nigs
bekannt. Er pries deſſen lange Regierung und hob
ſeine Verdienſte um das Land hervor. Der Miniſterprä=
ſident
gedachte dann der Verdienſte des neuen Königs und
forderte die Kammer auf, ihm ihre Huldigung zu erweiſen.
Es folgte die Huldigung der Deputierten und der Tri=
bünen
. Hiernach nahmen die Führer der Oppoſition das
Wort. Sie rühmten König Georg als einen nationalen
Märtyrer, der als Schildwache gefallen ſei, während er
die nationalen Intereſſen bewacht habe. Der Präſident
der Kammer legte namens der Kammer das Beileid der
Nationalvertretung an die Stufen des Thrones und drückte
dieſe auch der Königin=Witwe aus. Die Kammer beſchloß,
einer Trauer von ſechs Monaten zuzuſtimmen und
ſtimmte ferner einmütig der Errichtung eines National=
denkmals
zu Ehren des Königs zu.
* Saloniki, 20. März. Die Unterſuchung hat er=
geben
, daß der Mörder des Königs ein elender,
heruntergekommener Menſch iſt, der von Almoſen lebte
ein Deklaſſierter der von ſeiner Familie verſtoßen wor=
den
iſt. Er erklärte, neuraſtheniſch zu ſein. In der Tat
fand man eine Selbſtbiographie mit einer Notiz, in der
er die Journaliſten verflucht, die ſie nicht veröffentlichen
wollen.
Athen, 20. März. König Konſtantin iſt
heute morgen um 8 Uhr hier eingetroffen und von
einer ehrfuchtsvoll ſchweigenden Menge begrüßt worden.
Alle Miniſter empfingen den König in Phaleron
Athen 20. März. In den Zeitungen wird der
Wunſch der öffentlichen Meinung ausgedrückt, daß der
neue König den Namen Konſtantin XII. annehme
da der letzte Kaiſer von Byzanz Konſtantin XI. war.
* Saloniki,, 19. März. Die Unterſuchung
des Anſchlages hat ferner ergeben, daß keine weiteren
Perſonen daran beteiligt ſind und der Mörder nicht
irrſinnig, aber doch nicht vollkommen zurechnungsfähig iſt.
Er war vor etwa 20 Tagen von Athen über Volo, wo er
ſich einige Tage aufgehalten hatte, nach Saloniki gekom=
men
. Er entwickelte ſozialiſtiſche Ideen, indem er unter
anderem ankündigte, in kurzem werde vollkommene Gleich=
heit
herrſchen, es werde weder Reiche noch Arme geben,
die Arbeitszeit werde auf zwei Stunden herabgeſetzt. Er
war früher an der mediziniſchen Fakultät in Athen imma=
trikuliert
und ſpäter Lehrer. Auf die ihm vorgelegten
Fragen antwortete er immer, doch verwickelte er ſich
manchmal in Widerſprüche. Für das Verbrechen gab er
keine Erklärung, er ſagte nur, er habe vor zwei Jahren
im Schloſſe um Unterſtützung gebeten und ſei von dem
Adjutanten brutal hinausgeworfen worden.
* Saloniki, 20. März. Der Königsmörder
Schines gibt an, daß er keine Mitſchuldigen habe. Die
Unterſuchung iſt noch nicht abgeſchloſſen. Der König Kon=
ſtantin
wird morgen an Bord der Jacht Amphitrite er=
wartet
. Definitive Beſtimmungen für die Ueberführung
der Leiche des Königs Georg nach Griechenland ſind noch
nicht getroffen.
* Saloniki, 20. März. Die Königin Olga,
die Prinzeſſin Alice und die Prinzen Georg und Andreas
welche ſich geſtern an Bord des ruſſiſchen Kanonenbootes
Uralez eingeſchifft hatten, ſind hier eingetroffen und
haben ſich ſofort, vom Prinzen Nikolaus geleitet, nach dem
Wohnhauſe des Königs begeben. Die Königin Olga war
von dem Unglück ihres ſo jäh dahingerafften Gemahls
von tiefſtem Schmerze überwältigt.
* Athen, 21. März. Der Miniſterpräſident Veni=
ſelos
arbeitete heute eine Stunde mit dem König,
der morgen nachmittag nach Saloniki abreiſen wird, wo=
hin
ihn der Miniſterpräſident begleitet. Die Ueberfüh=
rung
der Leiche König Georgs findet Mittwoch
tatt, die Ankunft in Athen am Donnerstag. König Kon=
ſtantin
, Königin Olga ſowie die königliche Familie wer=
den
die Leiche von Saloniki nach Athen begleiten, wäh=
rend
Veniſelos früher nach Athen zurückkehrt. Drei Tage
lang wird die ſterbliche Hülle des Königs aufgebahrt
bleiben. Das Begräbnis wird vorausſichtlich am 30.
März unter militäriſcher Ehrenbezengung ſtattfinden
Wiewohl offiziell noch nichts feſtſteht, betrachtet man es

als ſicher, daß mehrere Mitglieder europäiſcher Dynaſtien
beim Begräbnis anweſend ſind. König Konſtantin wird
morgen gelegentlich der Eidesleiſtung keine Botſchaft ver=
leſen
, die königliche Botſchaft wird ſpäter, wahrſcheinlich
am Tage nach der Beiſetzung König Georgs, veröffentlicht.
* Athen, 21. März. Seit 7 Uhr früh drängt ſich eine
große Menſchenmenge in der Umgegend der Deputier=
tenkammer
. Dgs Wetter iſt ſchön. Alle Deputierten
kamen lange vor der Zeremonie an. Der Metropolit von
Athen, begleitet von Mitgliedern der heiligen Synode,
betrat den Sitzungsſaal um 10 Uhr 20 Minuten. 101 Ka=
nonenſchüſſe
kündigten den Aufbruch des königlichen Zuges
vom Palais an, die Menge begrüßte den Zug mit begei=
ſterten
Hochrufen, die Militärkapellen ſpielten die Natio=
nalhymne
. Um 10 Uhr 30 Minuten betraten der König
Konſtantin und die Königin Sophie, begleitet
von dem Kronprinzen Georg und dem Prinzen
Alexander, den Saal. Die Deputierten erhoben ſich
von den Plätzen. Der König trug Generalsuniform mit
umflorten Achſelſtücken, die Königin Sophie erſchien, in
tiefe Trauer gehüllt, mit dem Großkreuz des Erlöſer=
ordens
. Der Metropolit ſprach das Gebet und verlas den
Eid, welchen der König mit lauter Stimme wiederholte.
Darauf unterzeichnete der König die Eidesformel, welche
die Miniſter und der Metropolit gegenzeichneten. Die
Miniſter, Deputierten und übrigen Anweſenden brachten
langanhaltende begeiſterte Zurufe aus. Als das Königs=
paar
die Deputiertenkammer verließ, wurde es von einer
ungeheuren Menſchenmenge ſtürmiſch begrüßt. In der
königlichen Loge der Deputiertenkammer wohnten auch
die Tochter des Königs, Prinzeſſin Helene, und die Schwe=
ſter
des Königs, Prinzeſſin Maria, der Feier bei.
* Saloniki, 21. März. Der Königsmörder Schi=
nas
iſt geſtern in das Militärſtrafgericht ein=
geliefert
worden, da in Saloniki der Belagerungszuſtand
herrſcht.

Der Balkankrieg.

Konflilt zwiſchen Oeſterreich=Ungarn und Montenegro=
* Wien 19. März. Die Abendblätter beſprechen
das Bombardement von Skutari, welches nicht
nur den Fortifikationen, ſondern auch der wehrloſen
Stadt und der Zivilbevölkerung zu gelten ſcheine, und be=
reits
ſchweren Schaden angerichtet habe, in ſehr ernſter
Weiſe. Außer den früher genannten Gebäuden ſollen auch
das öſterreichiſch=ungariſche Waiſenhaus nahezu vollſtän=
dig
und das Franziskanerkloſter teilweiſe zuſammen=
geſchoſſen
ſein. Es wird die Anſicht ausgeſprochen, daß
die Montenegriner mit dem Bombardement die Stadt
zerſtören wollen, von der ſie wiſſen, daß ſie niemals ihr
Eigentum werden könne. Eine gleich ernſte Beurteilung
findet der Zwiſchenfall von San Giovanni di Medua.
Einige Blätter drücken die Meinung aus daß die Vor=
kommniſſe
zu einem ernſten Konflikt zwiſchen
Oeſterreich=Ungarn und Montenegro führen
könnten. Wie die Reichspoſt erfährt, ſteht ein energiſcher
Scheitt Oeſterreich=Ungarns zur Wahrung der Intereſſen
an der Weſtküſte Albaniens gegenüber dem eklatanten
Bruch des Völkerrechts durch die Kriegführenden bevor.
Der Geſandte in Cetinje ſei beauftragt, bei der monte=
negriniſchen
Regierung energiſch zu intervenieren. Sein
Bericht ſoll für die weiteren Entſchließungen Oeſterreich=
Ungarns entſcheidend ſein.
* Wien, 19. März. Die Neue Freie Preſſe meldet:
Angeſichts der Nachrichten die aus Skutari ein=
laufen
, kann es bei der Ablehnung des von allen Mächten
in Cetinje unternommenen Schrittes, der Zivilbevölker=
ung
Skutaris den Abzug zu geſtatten, nicht bleiben. Der
Fremdenkolonie hat ſich bereits Verzweiflung bemächtigt
und unter den Fremden iſt eine Hungersnot ausgebrochen.
Die montenegriniſchen Parlamentäre, die in Skutari zu
Unterhandlungen mit Eſſad Paſcha eingetroffen ſind,
lehnten es ab, die Kollektivproteſtnote der Konſuln gegen
die Beſchießung der Konſulate und der fremden Nieder=
laſſungen
entgegenzunehmen.
* Wien 20. März. Die Reichspoſt meldet: Der
öſterreichiſch=ungariſche Geſandte in Ce=
tinje
unternimmt bei der montenegriniſchen
Regierung energiſche Schritte, um Genugtuung
für die eklatanten Verſtöße gegen die Völkerrechte, welche
die öſterreichiſch=ungariſche Würde ſchwer verletzten, zu
ordern. Sollte die montenegriniſche Regierung die ge=
ſtellten
Bedingungen nicht erfüllen, ſo würde die dip=
lomatiſche
Aktion eine nachdrücklichere Form annehmen,
ſchließlich würden, wenn nötig, auch Macht=
mittel
zur Anwendung gelangen, um Oeſter=
reich
=Ungarn Genugtuung zu verſchaffen. Oeſterreich=
Ungarn fordert: Erſtens: Freien Abzug der Nichtkom=
battanten
aus Skutari. Zweitens: Die Ermordung des
Pfarrers Pater Palie durch die Montenegriner bei Dja=
kova
muß völlig aufgeklärt werden. Oeſterreich=Ungarn
forderte wegen der beſtialiſchen Ermordung des Pfarrers
eine Unterſuchung mit Zuziehung von öſterreichiſch=
ungariſchen
Konſulatsbeamten durch die Montenegriner.
Die montenegriniſche Regierung lehnte die Forderung ab
indem ſie erklärte, daß in dem von den Montenegrinern
beſetzten Gebiete nur die Montenegriner ſelbſt Unter=
ſuchungen
anzuſtellen hätten. Dieſe Antwort bedeute
einen unfreundlichen Akt gegenüber Oeſterreich=Ungarn.
Drittens: Sofortige Einſtellung der Zwangsübertritte zur
Orthodoxie in Albanien. Viertens: Für die Gewalttaten,
welche gegen die Beſatzung des Dampfers Skodra in
San Giovanni di Medua begangen wurden, muß volle
Genugtnung geboten werden.
* Rom, 20. März. Die Tribuna ſchreibt: Die Nach=
richt
von der Abfahrt öſterreichiſch= ungari=
cher
Kriegsſchiffe von Pola nach dem ſüdlichen
Dalmatien und Gerüchte über eine zwiſchen Italien und
Oeſterreich=Ungarn vereinbarte Flottendemonſtra=
tion
an den Küſten Montenegros oder Albaniens habe
in der europäiſchen Preſſe eine gewiſſe Erregung hervor=
gerufen
. Man könnte denken, es handele ſich um eine ita=
lieniſch
=öſterreichiſche Aktion an dem anderen Ufer der
Adria, um das angeblich öſterreichiſche oder öſterreichiſch=
italieniſche
Ultimatum an die Serben und Montenegriner,
die Skutari belagern, zu unterſtützen. Nichts derartiges
iſt der Fall. Das Ergebnis genauer Erkundigungen über
dieſen Gegenſtand iſt folgendes: Oeſterreich hat an die
Küſte Dalmatiens Kriegsſchiffe entſandt, weil es beim
Bombardement Skutaris unter der Zivilbevölkerung Opfer
gab. Aber dieſe Schiffe könnten auch dazu dienen, die
Zivilbevölkerung aufzunehmen für den Fall, daß dieſe den
belagerten Platz verlaſſen ſollte, in Summa: Die Abfahrt
des öſterreichiſch=ungariſchen Geſchwaders nach einem
Punkte der adriatiſchen Küſte hat nicht den Charakter
einer Flottendemonſtration. Was die Beteiligung
Italiens betrifft, wenn das Vorgehen Oeſterreichs
ſeinen Charakter ändern ſollte und die Entſendung von
Kriegsſchifen zum Schutze zu einer Flottendemonſtration
werden ſollte, ſo entbehrt die Nachricht von einer derarti=
gen
Beteiligung jeder Begründung.

[ ][  ][ ]

Greueltaten religiöſer Fanatiker.
* Wien, 20. März. Die Neue Freie Preſſe meldet:
Nach Meldungen hieſiger kirchlicher Kreiſe vollzog ſich
die Ermordung des Frianziskaner=Paters
Angelos Palic am 7. März in Djakova folgender=
maßen
: Palic, der von Geburt Albaneſe iſt und 43 Jahre
alt war, erfreute ſich großer Beliebtheit. An dem genann=
ten
Tage vereinigten ſich in Djakova und Umgebung
ſerbiſche und montenegriniſche Soldaten mit fanatiſchen
orthodoxen Geiſtlichen, um die Bevölkerung gewaltſam
zum Uebertritt zum orthodoxen Glauben
zu zwingen. 300 Perſonen, Männer, Frauen
und Kinder, darunter Pater Palic, wurden mit
Stricken gefeſſelt und unter Todesdrohungen zum Ueber=
tritt
aufgefordert. Ein orthodoxer Prieſter zeigte auf die
Soldaten, welche mit ihren Gewehren bereit ſtanden und
ſagte: Entweder ihr unterſchreibt, daß ihr übertretet
oder die militäriſchen Gottesſtreiter werden eure Seele
in die Hölle befördern! Die Gefangenen unterſchrieben.
Als Letzter kam Palic; er war der einzige, der ſich ruhig
und würdevoll weigerte. Trotz dreimaliger Aufforderung
beharrte er bei ſeiner Weigerung. Nun fielen auf einen
Wink des orthodoxen Popen die Soldaten über ihn her,
riſſen die geiſtlichen Gewänder von ſeinem Körper und
begannen mit ihren Gewehrkolben auf ihn einzuſchlagen.
Palic ſtürzte mit mehreren Knochen= und Rippenbrüche zu
Boden. Darauf richtete man an den Schwerverletzten
abermals die Frage, ob er nun unterſchreiben wolle.
Palic antwortete: Nein! Ich verlaſſe meinen Glauben
nicht! Er erhielt neuerlich zahlreiche Kolbenſchläge, bis
ein Bajonettſtich durch die Lunge ſeinem Leben ein Ende
bereitete. Von Rom werden dem Andenken des Prieſters
große Ehrungen bereitet. Die zum Uebertritt ge=
zwungenen
Albaneſen werden nach dem Eintritt geord=
neter
Verhältniſſe in Albanien Abſolution von der auf
dem Uebertritte laſtenden Exkommunikation erhalten.
Wien, 20. März. Nach neuerdings vorliegenden
Nachrichten iſt die Uebertrittsbewegung katho=
liſcher
Albaneſen zur Orthodoxie in der Umgegend von
Djakova unter Androhung von Gewalttätig=
keiten
und Todesdrohungen ſeitens der Mon=
tenegriner
im Wachſen begriffen
Wien, 20. März. Wie die Abendblätter melden,
iſt am letzten Sonntage die Friſt, die Montenegro in
Djakova einigen katholiſchen Stämmen wegen des
Uebertritts zur orthodoxen Kirche geſtellt hatte
abgelaufen. Die Drohungen der Montenegriner haben
ihre Wirkung nicht verfehlt. Am verfloſſenen Sonntage
zogen vierhundert Katholiken laut klagend und weinend
zur orthodoxen Kirche. Sechs katholiſche Dörfer traten
bereits zum orthodoxen Glauben über; der Uebertritt
anderer ſteht bevor. Montenegro gab die Parole aus:
Entweder orthodox oder tot!
Auch Muha=
medaner
werden gewaltſam zum Uebertritt gezwungen.
Letzte Nachrichten.
* Wien, 21. März. Wie die Neue Freie Preſſe
von maßgebender Seite erfährt, hat die montenegri
niſche Regierung auf die Demarche Oeſter=
reich
=Ungarns, betreffend die Unterſuchung im
Falle Palitſch, ferner betreffend die Beſchießung von
Skutari und die Beſtrafung der Schuldigen in der Ange=
legenheit
des Dampfers Skodra eine ablehnende
Antwort erteilt. Der Schritt in Cetinje iſt von Oeſter=
reich
=Ungarn allein unternommen worden, doch ſteht die
Monarchie mit Italien in ununterbrochenem Gedanken=
austauſch
. Der öſterreichiſch=ungariſche Geſandte Freiherr
v. Gieſl begab ſich auf ſeinen Poſten nach Cetinje. In
allernächſter Zeit iſt ein weiterer Schritt Oeſter=
reich
=Ungarns zu erwarten.
* Wien, 21. März. Wie die Neue Freie Preſſe er=
fährt
, wird Oeſterreich=Ungarn in Cetinje eine be=
friſtete
Note überreichen laſſen.

Der Prinz von Wales.

* Wiesbaden, 21. März. Der Prinz von
Wales, der nach der Ankunft in Wiesbaden etwas er=
müdet
war, ſpeiſte geſtern allein auf ſeinem Zimmer und
begab ſich dann bald zur Ruhe. Heute vormittag 11 Uhr
beſuchte der Prinz in Begleitung der Herren ſeines Ge=
folges
den Gottesdienſt in der hieſigen engliſchen Kirche
und beſichtigte darauf die Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Eine Führung, die ihm vom Magiſtrate angeboten wor=
den
war, hatte der Prinz mit beſtem Danke abgelehnt.
Für heute nachmittag iſt ein Ausflug im Kraftwagen nach
Schlangenbad und Langenſchwalbach geplant. Das Wet=
ter
iſt ſchön. Der Prinz bedient ſich zur Uebung faſt aus=
ſchließlich
der deutſchen Sprache, die er ohne jeden Akzent
ſpricht. Die Abreiſe des Prinzen zum Beſuche des
Großherzoglichen Hofes in Darmſtadt er=
folgt
morgen nachmittag.

Darmſtadt, 22. März.
Die Frühlingsfeſtſpiele des Großh. Hof=
theaters
. Eine Woche trennt uns nunmehr vom Be=
ginn
der Muſter=Aufführungen, die das Hoftheater zum
Gedächtnis Richard Wagners in Form der Frühlings=
feſtſpiele
veranſtaltet. Am Sonntag, den 30. März d. J.
nimmt der Wagner=Zyklus mit einer Feſtvorſtellung
von Triſtan und Iſolde
ſeinen Anfang. Triſtan:
Alfred von Bary, Iſolde: Cecilie Rüſche=
Endorf, Dirigent: Artur Nikiſch, Regie: Rainer
Simons. Das große Intereſſe, das der neu=
artigen
Inſtitution der Feſtſpiele entgegengebracht
wird, dokumentiert ſich am deutlichſten in der außer=
ordentlich
großen Zahl von Anmeldungen von hier und
auswärts. Am Dienstag, den 25. März, vormittags,
beginnt nach Maßgabe der noch vorhandenen Plätze der
Verkauf für Triſtan und Iſolde an der Tageskaſſe des
Großh. Hoftheaters und im Verkehrsbüro (Ernſt Lud=
wigsplatz
).
*
Karfreitagsaufführung. Der Muſikverein
unter Leitung des Herrn Hofkapellmeiſters Hofrats

de Haan brachte am geſtrigen Karfreitag in der vollbe=
ſetzten
Stadtkirche die Bachſche Matthaeuspaſſion
wieder zur Auführung. Den feierlichen Klängen des er=
habenen
Werkes, das uns mit Ehrfurcht und Bewunder=
ung
erfüllt und das, ein Denkmal der proteſtantiſchen
Kirche dauernder als Erz, dem wechſelnden Geſchmack
aller Zeiten Stand halten wird, lauſchte das Zuhörer=
publikum
mit Andacht und Ergriffenheit. Die Aufführ=
ung
ſelbſt war vollendet. Wunderſchön abgetönt waren
die Chöre und beſonders die Choräle, prachtvoll klangen
die Knabenſtimmen, die in den Chorälen des erſten Teiles
die Führung übernahmen und wie Frühlingsſtürme daher=
brauſten
. Auch in der Wahl der Soliſten war man ſehr
glücklich geweſen. Herr Franz Müller von hier, der
die Tenorpartie des Evangeliſten in jeder Hinſicht ganz
trefflich ſang, bewies, daß man nicht in die Ferne zu
ſchweifen braucht, um das Gute zu finden. Ein ſtimmlich
und geſanglich ganz hervorragender Vertreter der Baß=
Partie war Herr Profeſſor Otto Freytag aus Stutt=
gart
, und auch Frau Fredrich Höttges aus Bremen
bewährte ſich in den Altpartien als ſtimmbegabte und
ſangestüchtige Sängerin. Dasſelbe kann auch von der
Vertreterin der Sopranpartien, Frau Hildegard Börner
aus Koblenz, behauptet werden, wenn ihre Stimme für
dieſe Paſſionsmuſik vielleicht auch einen etwas zu weltlich=
oubrettenhaften
Charakter hat. Die kleineren Baßpartien
ſang Herr Erich Halbach mit Geſchmack. Die Orgel=
begleitung
lag bei Herrn Stadtorganiſten Borngäſſer
in berufenen Händen. Herrn Kantor Samper gebührt
für die mühevolle Einſtudierung der prächtigen Knaben=
chöre
noch ein beſonderes Lob.
* * Das Konſervatorium Süß, Mühlſtraße 70, hat
am Mittwoch abend ſeine auf 12 Tage verteilten öffent=
lichen
Hauptprüfungen mit dem dritten der Prüf=
ungskonzerte
unter reger Teilnahme des Publikums
und bei wiederholt überfüllten Räumen im Konzertſaal
der Anſtalt beſchloſſen. Im ganzen boten die Darbiet=
ungen
ein erfreuliches und hoch einzuſchätzendes Bild
pädagogiſcher Arbeit, ernſter und gewiſſenhafter Hingabe
an die Sache, reichen äußeren Erfolges und inneren Se=
gens
. Groß iſt die Zahl junger, aufſtrebender Talente,
groß die Zahl der Schüler mit beachtenswerter künſtleri=
ſcher
Reife, denen das Höchſte erreichbar werden dürfte
Sehen wir von der Technik ab die man ja heute ſtillſchwei=
gend
vorausſetzt und die auch hier auf den entſprechenden
Stufen als gediegen vorausgeſetzt werden muß, wie es
dem Anſehen eines Konſervatoriums das den Wettbewerb
mit unſeren großen deutſchen Konſervatorien erfolgreich
auſgenommen hat, entſpricht, ſo iſt es vor allem die Ver=
innerlichung
, ſo etwas wie perſönliche Note, was bei den
Darbietungen uns beſonderer Anerkennung wert erſcheint.
Einen geradezu glänzenden Verlauf nahmen die drei
Konzertabende, die eine Reihe der ſchwierigſten Kom=
poſitionen
für Klavier und Violine zum Vortrag brachten;
ſo: op. 24, op. 90, op. 111 von Beethoven; Trio (op. 99
von Schubert, Quartett in H-moll von Mendelsſohn,
Rondo in A-moll von Mozart, deſſen Klavierkonzerte in
D und Es nebſt Kadenzen von Reinecke, und von einem
aus Lehrern und Schülern des Inſtituts zuſammengeſetz=
ten
, ſehr klangvollen Orcheſter begleitet; ferner Violin=
konzerte
von Bruch und Mendelsſohn, Streichtrio von
Dvorak, Serenade für zwei Violinen und Klavier von
Sinding, die berühmten zweiklavierigen Variationen über
ein Beethovenſches Thema von St. Saéns und eine Reihe
achthändiger Enſembleſätze von Mozart, Weber und
Haydn. In die Ehren der Abende teilten ſich vorwiegend
Frl. Hüllen, Frl. Hoffmann, Frl. Engmann, Frl. Schmidt,
Frl. Monick, Frl. Linckgund Frl. Rodenbach, ſowie die
Herren Schmidt und A,'Schäfer, in denen wir ſtark aus=
geprägten
und ſehr weit geförderten Talenten begegnet
ſind, die das Größte erwarten laſſen.
Am Schluß des dritten Konzertabends überreichte
Frl. Linck unter herzlicher Anſprache an den Direktor
einen prachtvollen Lorbeerkranz, den Herr Süß für ſeine
treuen Mitarbeiter und ſich mit herzlichen Worten des
Dankes und der Anerkennung, ſowie mit den beſten Wün=
ſchen
für die ausſcheidenden Schüler und Schülerinnen
annahm. Daran reihte ſich noch eine ſehr ſinnige Jubi=
läumsfeier
für Fräulein Haag, die nunmehr 25 Jahre an
der Anſtalt Lehrerin iſt, wobei ein vom Lehrerkolleg und
durch Herrn Mehmel überreichter herrlicher Blumenkorb
das Podium zierte. Das Publikum blieb bis zum Schluß
der Feier und begleitete in hellſtem Jubel die verſchie=
denen
Anſprachen, die durch ihre Wärme und ihre Schlicht=
heit
alle zur Begeiſterung und viele zu Tränen hinriſſen.
Langſam entleerte ſich dann der überfüllte Saal und wohl
jeder ging mit der Ueberzeugung weg, daß man im In=
ſtitut
nicht nur der Muſikpflege mit einem hohen Ernſt
und künſtleriſchem Gelingen gerecht wird, ſondern daß
man hier auch Feſte in inniger und herzgewinnender Art
zu feiern und den Schülern eine hohe Ehrfurcht vor der
Kunſt und eine heilige Begeiſterung hierfür einzupflanzen
verſteht, hier alſo Erziehungs= und Ausbildungsarbeit in
gleicher Weiſe leiſtet, was uns noch ganz beſonderer An=
erkennung
wert ſcheint.
Kunſtverein. Die Kunſthalle am Rheintor iſt
am zweiten Oſterfeiertag grſchloſſen.
B. Ein Automobilunfall, der leicht die ſchwerſten Fol=
gen
hätte haben können, ereignete ſich geſtern nachmittag
um ¼6 Uhr auf der Chauſſee nach Griesheim. Als der
um 4.58 Uhr von Griesheim abgehende Zug der Süd=
deutſchen
Eiſenbahn die Stelle am ſogenannten Baſſin
paſſierte, geriet ein Automobil, das von Darmſtadt her
in gemäßigtem Tempo gegen Griesheim fuhr, in die Ge=
fahr
, an der bekannten Unglücksſtelle mit der Dampf=
ſtraßenbahn
zu kollidieren. Es gelang jedoch dem Führer
des Automobils, in letzter Minute, vor der Lokomotive
auszuweichen und das Gefährt in einen Seitenweg zu
lenken. Das Auto rannte gegen einen Baum und wurde
an der Seite beſchädigt. Verletzt wurde glücklicherweiſe
niemand. Die Automobiliſten konnten alsbald ihre Fahrt
nach Wiesbaden fortſetzen.
Nach der Ausſage von
Augenzeugen fuhr das Auto in mäßiger Geſchwindigkeit.
Dem Führer des Autos war die Gefährlichkeit der Stelle
nicht bekannt und nur durch ſeine Geiſtesgegenwart wurde
ein ſchweres Unglück verhindert. Dieſer neue Vorfall be=
weiſt
, daß die Stelle am Baſſin eine dauernde Gefahr für
den Automobilverkehr bildet und es wäre an der Zeit, daß
dem Uebelſtand endlich einmal ein Ende gemacht würde.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Berlin, 20. März. Auf dem Schießplatz Kum=
mersdorf
fand heute vormittag 9.45 Uhr ein Schießen
mit einer Verſuchsbatterie vor der Artillerie=Prüfungs=
Kommiſſion unter Leitung des Batteriechefs ſtatt. Aus
bisher noch unaufgeklärter Urſache entlud ſich ein
Verſuchsgeſchütz nach hinten und verletzte die Be=
dienungsmannſchaften
. Der Obergefreite Wiedmeyer
war ſofort tot, der Kanonier Conrad verſtarb nach
ſeiner Einlieferung ins Garniſonslazarett Tempelhof.
Außerdem ſind leicht verletzt ins Lazarett eingeliefert
worden: Unteroffizier Wachtlin und die Kanoniere Boh=
nen
und Liebens. Bei dieſen drei Verletzten beſteht keine
Lebensgefahr. Näheres wird die eingeleitete Unterſuch=
ung
ergeben.
* Wiesbaden, 20. März. Der Hofopernſänger a. D.
Carlo Caffieri, ein im vorigen Jahrhundert bekannter
und berühmter Heldentenor iſt hier im Alter von 87 Jahren
geſtorben.
* München, 20. März. Die Bayeriſche Staatszeitung
meldet: Nachdem die Verhandlungen bezüglich des Pe=
roleummonopols
in den letzten Monaten erheb=
liche
Fortſchritte machten, beabſichtigt, wie wir hören, die
Reichsleitung nunmehr, der Durchführung einer
Reihe von beſonders wichtigen Fragen näher zu treten,
insbeſondere der Frage, inwiefern der Donauverkehr und
der Regensburger Petroleumhafen für die künftige Ver=
ſorgung
Deutſchlands nutzbar gemacht werden können. In
Regensburg befinden ſich ausgezeichnete und geeignete
modern ausgerüſtete Hafenanlagen, die bisher nur für
Benzin, faſt gar nicht für Leuchtöl benutzt werden konn=
ten
, da die Standard Oil Company den Bezug rumäni=
ſchen
Oels nach Deutſchland ſo gut wie völlig ſperrte. In
dem Augenblick, wo durch Eingreifen des Reiches der
deutſche Markt für ſämtliche Bezugsländer, auch für Ru=
nänien
, wieder frei würde, würde auch der Petroleum=
hafen
eine erhebliche Bedeutung gewinnen. Die baye=
riſche
Regierung wandte dieſer Frage bekanntlich von
jeher ihre beſondere Aufmerkſamkeit zu. Es iſt daher
ſehr zu begrüßen, daß die gegenwärtige Oſterpauſe der
Reichstagsverhandlungen zur ausführlichen Beſprechung
über den Petroleumverkehr auf der Donau benutzt wer=
den
ſoll. Um ſich über die maßgebenden Verhältniſſe zu
unterrichten, treffen heute Vertreter des Reichsſchatzamtes
und des Auswärtigen Amtes in Regensburg ein,
um die dortigen Petroleumanlagen zu beſichtigen
und zuſammen mit den Vertretern der zuſtän=
digen
bayeriſchen Behörden die weiteren Mög=
lichkeiten
über die Durchführung der Wege im
einzelnen zu beſprechen. An der in Regensburg ſtatt=
findenden
Sitzung nehmen Geh. Oberregierungsratz
Sinckernelle und Regierungsrat Keſtner vom Reichsſchatz=
amt
, und Geh. Legationsrat v. Stockmann vom Auswär=
tigen
Amt in Berlin teil.
* München, 21. März. Die Juwelendiebe,
die kürzlich in Berlin der Gattin eines ruſſiſchen Ritt=
meiſters
eine Handtaſche mit Juwelen im Werte von
130000 Mark ſtahlen, der 25jährige frühere Leutnant
Herbert Kolberg, die ein Jahr jüngere Frau Margarete
Pfeiffer und der Reiſende Artur Krauſe, wurden nachts
in München durch den Berliner Kriminalkommiſſar Kuhn
verhaftet und werden heute nach Berlin gebracht.
* Dortmund, 20. März. Auf der Abteilung Dort=
munder
Union der Deutſch=Luxemburgiſchen Bergwerks=
Aktien=Geſellſchaft ereignete ſich heute vormittag um 10 Uhr
auf dem Hochofenwerk II ein ſchweres Unglück. In
dem Hochofen ſetzte ſich die Hochofenmaſſe feſt und ſtürzte
plötzlich in den entſtandenen Hohlraum im Hochofen. Hier=
durch
wurde die glühende Maſſe aus dem Ofen gedrängt.
Es ſollen 15 Perſonen verletzt ſein, die Hälfte ſehr
ſchwer.
* Glatz, 20. März. In Ullersdorf im Kreiſe Glatz iſt
heute nacht die Heintzeſche Beſitzung völlig nieder=
gebrannt
, wobei eine Dienſtmagd in den Flammen
umkam. Als mutmaßlicher Brandſtifter iſt der Beſitzer
ſelbſt verhaftet worden.
Paris, 20. März. Präſident Poincaré empfing
nach langen Beſprechungen mit Ribot und Briand
Barthou, den er aufforderte, das neue Kabinett
zu bilden. Barthou wird mit ſeinen Freunden ver=
handeln
.
* Paris, 21. März. Barthou hat die Bildung
des Kabinetts übernommen.
Zarſkoje Sſelo, 21. März. Das Kaiſerpaar em=
pfing
im Alexanderpal ris 32 Vertreter der Petersburger
und Moskauer Kreditanſtalten, die dem Kaiſer anläßlich
des Romanow=Jubiläums eine Spende von 1010000
Rubel überbrachten. Der Kaiſer dankte herzlich und
ſagte, er überweiſe die geſamte Summe wohltätigen
Zwecken
* New=York, 21. März. Dem World zufolge ſoll
Präſident Wilſonden Berliner Botſchafterpoſten
dem früheren Dekan an der Univerſität Princeton, Profeſſor
Fine angeboten haben. Profeſſor Fine, der augenblicklich
in Europa weilt, dürfte wahrſcheinlich den Poſten annehmen.

Berlin, 20. März. In der Sitzung der Bühnen=
genoſſenſchaft
wurde mitgeteilt, daß Niſſen das
Amt als Präſident niedergelegt hat
Berlin, 20. März. Der neue franzöſiſche Botſchafter
in Petersburg, Delcaſſé, paſſierte auf der Durchreiſe
nach Petersburg Berlin. Er wurde von dem hieſigen fran=
zöſiſchen
Botſchafter am Bahnhof Friedrichſtraße begrüßt.
* London, 20. März. In Englerfield=Green ( Graf=
ſchaft
Surrey) wurde ein der Lady White, der Witwe des
bekannten Generals George White, gehöriges Land=
haus
vollſtändig zerſtört. Das Feuer ſcheint
von Anhängerinnen des Frauenſtimmrechts an=
gelegt
zu ſein.

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Dr. Friedrich Stellwaag
Hedwig Stellwaag, geb. Kittler
VER MAHLTE
22. März 1913.
Darmstadt
Erlangen

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
während der Krankheit und Beerdigung unſeres
guten Bruders, Onkels, Schwager und treu=
beſorgtem
Freund und Berater
Herrn August Ernstberger
Rechnungsrat am Grossh. Hess. Finanz-Ministerium
ſagen wir nur auf dieſem Wege unſeren tief=
(6985
gefühlten Dank.
Familie Ch. Ernſtberger, Frankfurt a. M.,
Ch. Weſtphal,
M. Menges,


K. Stöhr, Kaufbeuern,

Nicola Detrez, Soderſtraße 6½.
Darmſtadt, den 22. März 1913.

Todes-Anzeige.
Heute, Karfreitag früh ½9 Uhr entschlief sanft nach langem, geduldig
ertragenem Leiden, mein geliebter, seelenguter Mann
(6989
Grmnasialdircktor a. D. Dr. Ludwig Bossler
im 75. Lebensjahre.
In tiefer Trauer:
Josephine Bossler, geb. Fuchs.
Auerbach (Hessen), den 21. März 1913.
Die Beerdigung findet in Darmstadt statt: Montag, den 24. März, vormittags 11½ Uhr,
von der Friedhofskapelle aus.

Todes=Anzeige.
Heute abend ½10 Uhr verſchied plötzlich
infolge eines Unglückfalles mein innigſtge=
liebter
Gatte, unſer treubeſorgter Vater, Sohn,
Bruder, Schwiegerſohn, Schwager und Onkel
Philipp Schwinn
Elektro-Monteur
was wir teilnehmenden Verwandten, Freunden
und Bekannten ſchmerzerfüllt mitteilen. (6988
Um ſtille Teilnahme bitten.
die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Dora Schwinn, geb. Gelfius
nebſt Kindern.
Familie Jakob Schwinn.
Karl Schwinn.
Wilhelm Rheinhold.

Gelfius.

Darmſtadt, den 19. März 1913.
Kaupſtraße 45.
Die Beerdigung findet am 1. Oſterfeiertag,
nachmittags 55 Uhr, vom Portale des Fried=
hofes
aus, ſtatt.

Todes=Anzeige.
Allen Verwandten, Freunden und Be=
kannten
die traurige Mitteilung, daß unſere
gute und treubeſorgte Mutter, Schwiegermutter,
Großmutter, Schweſter, Schwägerin und Tante
Frau Katarine Mendel
geb. Lenz.
nach kurzem, ſchwerem, mit Geduld ertragenem
Leiden ſanft verſchieden iſt.
Darmſtadt, 20. März 1913
(Blumenthalſtraße 7).
(6990
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Hermann Wenzel.
Die Beerdigung findet am 1. Feiertag, nachm.
3 Uhr, vom Portal des Friedhofs aus, ſtatt.

Heute erlöſte der Tod unſeren treuſorgenden,
uns unvergeßlichen Vater und Schwiegervater
Herrn Karl Büchner
Eisenbahnbetriebsingenieur
von ſeinem ſchweren, mit größter Geduld er=
(6986
tragenem Leiden.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Ludwig Büchner, cand. rer. nat.
Anna Frommes, geb. Büchner
Michael Frommes.
Darmſtadt, den 20. März 1913.
Liebigſtr. 39, p.
Die feierliche Einſegnung fand ſtatt Karfreitag
3½ Uhr in der Wohnung, die Einäſcherung
Samstag 3 Uhr in Offenbach.

Großd. Vorzeilanſammtung in Prin=Gearg=
Palais (Schloßgartenplatz). Geöffnet Sonntags von
111 Uhr. Eintritt 50 Pfg.

Todes=Anzeige.
Geſtern abend 8 Uhr entſchlief ſanft nach
ſchwerem mit großer Geduld ertragenem Leiden
meine innigſtgeliebte, treubeſorgte und uner=
müdliche
Gattin, unſere liebe gute Mutter,
Großmutter und Schwiegermutter
Frau Dorothea Heist
geb. Zior
im 64. Lebensjahre.
(6987
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Philipp Heist, Schuhmachermeister
Anna Elsinger Witwe.
Darmſtadt, den 21. März 1913.
Die Beerdigung findet am 1. Oſterfeiertage
um 2 Uhr vom Friedhofsportale aus, ſtatt.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meiner lieben Mutter, unſerer
Großmutter, Schwiegermutter und Tante
Frau
Margarethe Möser Wwe.
geb. Keßler
ſagen wir Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer
Beringer für die warmempfundenen Worte, ferner
für die überaus reichen Blumenſpenden unſeren
herzlichſten Dank.
(6991
Namens der trauernden Hinterbliebenen:
C. A. Möser.
Darmſtadt, den 22. März 1913.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſeres lieben Onkels
Herrn
Heinrich Daniel Kolb
ſagen wir hiermit unſeren verbindlichſten Dank.
Familie Kolb,
Familie Blechschmidt.
Darmſtadt, den 19. März 1913. (6938

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
an dem Verluſte unſeres innigſtgeliebten, herzens=
guten
Kindes
(*7692
Gretel
ſagen wir Allen, beſonders Herrn Pfarrer Waitz
für die troſtreiche Grabrede, dem Herrn Ober=
lehrer
, ihrer Lehrerin und den Schülerinnen der
Mädchen=Mittelſchule, allen Verwandten, Freun=
den
und Bekannten, ſowie für die überaus zahf
reichen Blumenſpenden unſeren herzlichſten Dank.
Die trauernden Eltern:
Daniel Scherer u. Frau.

[ ][  ][ ]

Dampfernachrichten.

Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adopph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: Barcelona nach Portland Me. 18. März
Uhr morgens von Rotterdam. Belgia 17. März
7 Uhr abends in Baltimore. Georgia 18. März 6 Uhr
15 Min. morgens von Neworleans nach Hamburg.
Willehad 17. März 1 Uhr nachm. in Portland Me.
Weſtindien, Mexiko: Corcovado, heimkehrend, 18. März
in Pto. Mexico. Grunewald 18. März in Pto.
Mexico. La Plata 18. März in Pto. Columbia.
Sardinia von Weſtindien kommend, 18. März 4 Uhr
nachm. von Havre nach Hamburg. Ypiranga von
Mexiko und Havana kommend, 19 März 3 Uhr 45 Min.
morgens von Plymouth nach Havre und Hamburg.
Oſtaſien: Altmark 18. März 6 Uhr abends von Havre
über Bremerhaven nach Hamburg. Aragonia 16. März
1 Uhr nachm. von New=York nach Port Said. Bris=
gavia
heimkehrend, 17. März nachm. in Singapore.
Saxonia 18. März 12 Uhr 30 Min. morgens in Ant=
werpen
. Cleveland zweite Weltreiſe, 18. März
12 Uhr mittags von Hongkong.
Nordd. Lloyd, Bremen. Mitgeteilt von dem Ver=
treter
Anton Fiſcher in Darmſtadt, Frankfurterſtr. 12/14.
Kronprinzeſſin Cecilie 18. März 1 Uhr nachm. von
Bremerhaven abgegangen. Prinzeß Irene 15. März
4 Uhr nachm. in Genua angekommen. Berlin 18.=März
7 Uhr vorm. in New=York angekommen. Main 18. März
12 Uhr mittags in Vremerhaven angekommen. Rhein‟
16. März 7 Uhr vorm. in New=York angekommen.
George Waſhington 17. März 6 Uhr vorm. in New=
York angekommen. Goeben 16. März 9 Uhr nachm. in
Hamburg angekommen. Bremen 17. März 6 Uhr
nachm. in Neapel angekommen. Derfflinger 17. März
1 Uhr vorm. in Colombo angekommen. York 18. März
10 Uhr vorm. in Yokohama angekommen. Lützow‟
16. März 6 Uhr vorm. in Baden angekommen. Bülow‟
17. März 2 Uhr nachm. von Algier nach Oſt=Aſien.

Zieten 17. März 8 Uhr vorm. von Antwerpen ab=
gegangen
. Schleſien 16. März 12 Uhr nachm. in
Bremerhaven angekommen. Weſtfalen 16. März
10 Uhr vorm. in Neapel angekommen. Franken
18. März 4 Uhr vorm. in Suez angekommen. Elſaß
17. März 3 Uhr nachm. in Brisbane angekommen.
Coburg‟ 15. März von Montevidev nach Liſſabon ab=
gegangen
. Seydlitz 16. März In Antwerpen ange=
kommen
. Craiver 16. März von Galveſton nach
Bremen abgegangen. Willehad 17. März in Portland
angekommen. Barcelona 17. März von Rotterdam
nach Portland abgegangen. Köln 17. März von
Funchal nach Bremen abgegangen. Eiſenach 17. März
von Bahia nach Braſilien abgegangen. Prinz Heinrich
17. März 6 Uhr vorm. in Marſeille angekommen
Prinzregent Luitpold 17. März 3 Uhr nachm. in
Alexandrien angekommen. Schleswig 17., März 3 Uhr
nachm. von Corfu abgegangen. Prinz Sigismund‟
17. März 10 Uhr vorm. von Brisbane abgegangen.
Manola 18. März in Kawieng angekommen. Großer
Kurfürſt 15. März in San Juan angekommen. Strath=
gyle
16. März von Las Palmas abgegangen. Würz=
burg
, 16. März von Pernamvuko nach Oporto abgegangen.

Tageskalender.
Sonntag, 23. März.
Jugendweihe der Freireligiöſen Gemeinde um
10 Uhr in der Loge (Sandſtraße).
Montag, 24. März.
Großh. Hoftheater (Volksvorſtellung). Anfang
2½ Uhr, Ende nach 4½ Uhr: Die Anna=Liſe‟
Abends 7 Uhr, Ende gegen 10½ Uhr (Ab. D): Arda.
Vorſtellung um 4 und 8¼ Uhr im Orpheum.
Eröffnungsſchießen der Priv. Schützengeſellſchaft
um 3 Uhr.
20. Stiftungsfeſt des Bäckerklubs Einigkeit um
8 Uhr im Kaiſerſaal.

Ausflüge und Spaziergänge: Singmannſchaft der
Turngemeinde Darmſtadt nach Roßdorf (Abmarſch um
2 Uhr vom Turnhauſe. Geſangverein Sängerluſt
nach Arheilgen (Abmarſch um ½2 Uhr vom Ballon=
platz
).
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. Rummelbräu
um 4 und 8 Uhr. Britannia=Hotel um 7½ Uhr.
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der Stadt Pfungſtadt.
Ausſtellung von Schülerarbeiten der Gewerbeſchule
im Schulhauſe Ecke Karl= und Nieder=Ramſtädterſtraße
(geöffnet von 912 und 36 Uhr).
Verſteigerungskalender.
Dienstag, 25. März.
Holzverſteigerung um 9 Uhr in der Gaſtwirtſchaft
Zum Löwen zu Nieder=Ramſtadt.
Kunſthalle am Rheintor, geöffnet Werktags von
114 und Sonntags von 104 Uhr.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein=
u
. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 411 Uhr.
American=Bio beim Bismarckdenkmal. Vor=
ſtellungen
von 311 Uhr täglich.
Olympia=Theater, Rheinſtr. 2, 1. Etage!
Vorſtellungen von 411 Uhr.
Reſidenztheater (am weißen Turm): Vorſtellungen
von 411 Uhr.
Uniontheater (Kunſtlichtſpiele), Rheinſtraße 6.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
Verantwortlich afür gden politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto=Waldaeſtel; für den übrigen.
redaktionellen Teill und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt!
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

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Prim.=, Fähnrich= und Reifeprüfung, ſowie zum Eintritt in irgend
eine Klaſſe einer höheren ſtaatlichen Lehranſtalt vor. Mit der An=
ſtalt
iſt ein kleines Familienpenſionat verbunden. Schule und Pen=
ſion
ſind von beſten Kreiſen vorzüglich empfohlen. Anmeldungen
werden täglich von 121 oder 35 Uhr nachmittags von dem
Vorſteher oder deſſen Stellvertreter, Herrn Lehramtsaſſeſſor Michel,
in der Anſtalt entgegen genommen. Proſpekte und Prüfungs=
(B4853
ergebniſſe durch den Vorſteher.
H. Rupp.

Dierker’s
Privat-Handelsschule, Schulstrasse 1.
Das Sommer-Halbjahr
beginnt am 1. April.
Handelskurse zur Vorbereitung für den kaufm. Beruf.
Besondere Abteilung für Fortbildungsschüler.
Anmeldungen rechtzeitig erbeten. (4417a

3
Ninbergarten Mesſtruße 05
beginnt wieder
Montag, den 31. März, vormittags 9 Uhr.
Anmeldungen werden möglichſt in der Zeit
zwiſchen 912 Uhr vormittags oder 24 Uhr nach=
nittags
werktags erbeten.
(6523a
Carol, Becker.

EAHEEHEHGHHHSHHHHHHHHHHHuHAuBZauh
Webersche Augenklinik Darmstadt
Frankfurterstrasse 42
(im Jahre 1911 vollständig renoviert und neu eingerichtet)
Sorechetunden:
Werktags von 1012½ und 24 Uhr
(auch für Mitglieder der Krankenkassen). (6583a

n Augenarzt Dr. med. Ollendorf
leitender Arzt der Klinik.
HuERBHuGGBHGHEHHBHHEHHBEHHGHEHHHE

In der
Bermz Scheof
werden am 1. April für
Englisch
Französisch
Anfängerklassen
und
(6592a
Konversationsklassen

monatlich 5 Mark
eröffnet.
Anmeldungen bis 29. März erbeten.
Französisch
Grammatik, Conversation, Litera-
tur
. Speziell Aussprache-Kursus.
Für Vereine u. Schulen literarische
u. wissenschaftliche Vorträge. Vor-
bereitung
für alle Fachprüfungen.
Aller Art Uebersetzungen.
Mit grossem Erfolge sind Vorträge
in den höheren Schulen od. öffent-
lich
in Darmstadt, Mainz, Worms,
Frankfurt, Giessen, Wiesbaden,
Biebrich, Oppenheim, Alzey, An-
dernach
, Ems etc. gehalten worden.
PProspekt frei.) Professeur
J. Berryer, Herderstr. 3. (B4916

biturienten-
Kurse. Vorbereitung zum
Einjährigen-Examen
Eintrit jederzeit.
Auch für Damen
Dr. Haenle’slnstitut
Strassburg i. Els.
Gegründet 1890
Bisher best. 418
die Prüſung.

und andere
Landwirtsſöhne junge Leute
finden an d. Landw. Lehranſtalt und Leh=
olkerei
, Brannſchwei
igem. Ausbild. u.
mute Eriſtenz in Abt. A. al
erwalter, Rech=
tär
, in Abt. B als Molkerei=
nungsf
. u. Sekre
beamte. Ausf. Proſp. koſtenl. d. Dir. Krause.
In 20 Jahr. üb. 8800 Beſucher i. Alt. von 1536 J.
(I,5351)

Englischen Unterricht
erteilt Miss Kathleen Mackimm,
B681) Herdweg 91, II.

Mathematik d. akad. gebild. Lehrer
Sorgfält. ſchnelle Förderung. Mäß
Honor. Wittmannſtr. 30, I. (B682

Ausbildung zur
Chemikerin (I,5153
in Dr. Haenles Institut, Strassburg.

Tücht. Klavierlehrerin nimmt
(6027a
noch einige Schüler an.
Steinackerſtraße 6, part.

Gründlicher
Violin-Unterricht
wird erteilt von konſervatoriſch
gebild. Herrn. Gefl. Anfr. unter
§ 8 an die Exped. d. Bl. (*7392is

Fründl. Violin= u. Klavierunter=
richt
zu mäß. Honorar erteilt
Georg Göbel, Muſiklehrer, Neckar
(6939a
ſtraße 3, part.

Trate

Jachlehr-Anstalt
und Akademie

der
Uide Kanle

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Kinder-Garderobe
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Frankfurt a. M.
Kronprinzenstr. 11. Tel. 1, 4540
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im Zuſchneid. u. Kleidermachen
nach leicht faßlicher Methode und
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Nieder=Ramſtädterſtr. 57.

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Anfangs- u. Fortbildungsunterricht, Diktat- u. Redeschriftkurse.
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auf verschiedenen Maschinen nach bewährter Methode.
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Beginn jederzeit. Bewährte Lehrkräfte.
Kostenfreie, nicht gewerbsmäßige Stellenvermittlung.
Anmeldungen, sowie jede weitere Auskunft von abends
8 Uhr ab in unserer Geschäftsstelle Mathildenplatz 8.
Kaufmännische Stenographen-Gesellschaft Gabelsberger‟.
Vierteljahrsbeitrag Mk. 1.50. 350 Mitglieder
Mathildenplatz 8.
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mögensverwaltung
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Darmstädter Sprach- und Handelsschule
10 Luisenstrasse 10
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Hier. Schnelder,
Handelslehrer und
Handelslehrer und
Beeidigter Bücher-Revisor.
Bücher-Revisor.
Beginn des Sonderkursus: Anfangs April.
Auskunft täglich zwischen 57 Uhr. (5995a

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neben der Odenwaldschule nimmt junge Mädchen auf zur Erholung
u. Weiterbildung in Führung ein. gebildeten Haushaltes. Unterricht
in Französisch, Englisch, Literaturgeschichte, Kunstgeschichte, weibl.
Handarbeiten und Zeichnen n. d. Natur. Anleitung zu ethischer Selbst-
erziehung
. Gemeinsame Ausflüge i. d. herrliche Umgebung. Besuch v.
Vorträgen, Konzerten, Theatern und Museen in benachbarten Städten.
Gemeinsame Lektüre. Mässiger Pensionspreis. Näheres Prospekt.

Dr. phil. Hermann Ohr,

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Oberhambach bei Heppenheim a. d. Bergstrasse.

Knahen-Handfertigkeitsunterricht
in Modellier-, Schnitz-, Papp- und Hobelbankarbeiten
erteilt von Oſtern ab ein hieſiger Lehrer.
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Nähere Auskunft Speſſartring 11, part.

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Unterricht im Kleidermachen
und Zuschneiden
nach dem System der Hirsch’schen Akademie, Berlin, und der
Académie de eoupe de Paris, Paris, wird gründlich erteilt.
Tilla Petry, Bismarckstrasse 48.
Unterricht beginnt am 26. März 1913. (6833a

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Essäsche
Jamenbekleidungs-Hkanemie

Darmstadt Elisabeth Bert Besungerstr. 14
akad. gebild. Lehrerin geprüfte Damenschneidermeisterin
Tages- und Abendkurse
im Zeichnen, Zuschneiden und praktischen Arbeiten
Prospekt gratis
Kostenlose Stellenvermittlung
Mässige Preise.
(B173

*730).

Hanoarbeitsſchute.

Beginn des Unterrichts am 1. April, Eintritt jederzeit.
Anmeldung. w. entgegeng. Nieder-Ramstädterstr. 14, III.
L. u. F. Supp, staatl. gepr. Handarbeitslehrerin.
15
Volkert’s Tanz-Institut
5
Elisabethenstr. 17, I., Ecke Wilhelminenstrasse.
Gefl. Anmeldungen werden jederzeit entgegengenommen.
Privatstunden auf Wunsch.

Mrianes weite aehie ier notene
Tanzkunst sowie Privatunterricht
und Arrangements für Festlichkeiten in empfehlende
Erinnerung
(702a

Johanna Georg geb. Merz
frühere Grossherzogl. Hofsolotänzerin
Gefl. Anmeldungen erbeten Kranichsteinerstr. 44, part.

[ ][  ][ ]


Manizer warennd

Guggenheim
Herren-Krawatten
&
Selbstbinder, modernste Muster, in
enormer Auswahl St. 2.50, 1.50, 95, 75
Marx
Markt 7 Regatts u. Diplomats, in grosser,
hübscher Auswahl . Stück 95, 65, 45

6960)

Verkaufspreiſe der Fleiſch=u. Warſtwarent. d. Haupt= u. Reſidenzſtadt Darmſtadt
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)

per ½ kg
96 Pfg.
Ochſenfleiſch . . .
Rindfleiſch . . . . . 90
Fett, roh .
. 70
Fett, ausgelaſſen . . . 80
80
Leber . . ...
Kalbfleiſch . . . . . 100
.100
Hammelfleiſch
70
Bruſt
Schweinefleiſch
94

Rippchen, Kammſtück, ge=
ſalz
. Fleiſch u. Kottelets 104

perl leg
Speck, geräuchert . . . 120 Pfg.
. 120
Dörrfleiſch
Schinken m. Bein . . . 120
140
Rollſchinken .
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen . . . 96
Schwartenmagen,
Fleiſch= u. Bratwurſt . 96
Leber= u. Blutwurſt . . 80
(6926

M
oingung von Wahertertungsarbenen.

Zur Erneuerung einer Leitungsſtrecke des Waſſerwerks der
Gemeinde Eberſtadt, Kreis Darmſtadt, ſollen die erforderlichen
Arbeiten und Lieferungen, und zwar:
Rohrgräben, Rohrlieferung und Verlegungsarbeiten
(etwa 700 m Gußrohre von 150 mm l. W.)
in einem Loſe durch ſchriftliche Angebote ungetrennt vergeben werden.
Päne und Bedingungen ſind bei uns, letztere auch bei der
Großh. Bürgermeiſterei Eberſtadt einzuſehen. Angebots=
in
Briefmarken) zu beziehen. Angebote ſind verſchloſſen und mit ent=
iſt
, bis längſtens
Samstag, den 29. März 1913, vorm. 10½ Uhr,
bei der unterzeichneten Behörde, Bleichſtraße 1, einzureichen,
woſelbſt die Eröffnung in Gegenwart der Bieter ſtattfindet. Es können
nur Angebote unter Benutzung der Vordrucke ohne Textänderungen
und Zuſätze berückſichtigt werden. Freie Auswahl bleibt ausdrücklich
(6322ss
vorbehalten. Zuſchlagsfriſt 4 Wochen.
Darmſtadt, den 12. März 1913.
Großh. Kulturinſpektion Darmſtadt.
Wallek.

Das Ansladen der Kohlen

für das Elektrizitätswerk der unterzeichneten Geſellſchaft am Dorn=
heimerweg
iſt für das Verwaltungsjahr 1913/14 zu vergeben.
Die Bedingungen ſind bei der Direktion der unterzeichneten
Geſellſchaft zu erhalten. Angebote ſind bis zum 25. d. M. einzureichen.
Heſſiſche Eiſenbahn=A.=G.
(6919sid
Möller.

Veräußerung eines Bullen.

Ein wegen ſeiner Schwere (ca. 24 Zentner) zur ferneren Zucht
ungeeigneter Bulle ſoll im Wege öffentlichen Angebots auf Lebend=
gewicht
veräußert werden. Offerten ſind bis
Mittwoch, 26. März ds. Js., vormittags 11 Uhr,
bei der unterzeichneten Stelle ſchriftlich einzureichen. Die Bedingungen
liegen daſelbſt zur Einſicht offen.
(6894
Griesheim am 14. März 1913.
Großh. Bürgermeiſterei Griesheim.
Kunz.

aturwein-Versteigerung

Die
Grossh. Hess. Weinbaudomänenverwaltung
verſteigert Freitag, den 28. März 1913, mittags 12 Uhr, im
Domänengebäude zu Mainz, Ernſt=Ludwigſtraße 9,
fihre ganze 1910er und einen Teil der 19ller Ernte
insgesamt 52 Halb- und 6 Viertelstück 1910er und 41 Halb-
und 1 Viertelstück 1911er Naturwein, ausschliesslich eigenes
Wachstum,
aus den Gemarkungen Bodenheim Nackenheim, Nierſtein, Oppenheim,
Dienheim, Ludwigshöhe, Bingen, Büdesheim, Kempten und Bensheim.
Die Proben werden verabreicht im Domänengebäude zu Mainz:
Mittwoch, den 12. März, Mittwoch, den 19. März und Mittwoch=
den
26. März, je von vormittags 9 Uhr an ſowie vor der Verſteigerung.
Großherzoglich Heſſiſche Weinbaudomänenverwaltung
Mayer.
IV.5755,41

Nachlaß=Verſteigerung.

Freitag, den 28. März, vormittags 9 Uhr,
verſteigere ich im Auftrag der Erben den Rachlaß
des Fräulein E. Kinſcherf
63 Hügelſtraße 63
folgendes Mobiliar freiwillig meiſtbietend gegen Barzahlung:
3 komplette Betten, 3 Kleiderſchränke, 3 Kommoden, Schreib=
tiſch
mit Aufan, Vertiko, Diwan, Sofa, 12 Rohrſtühle,
4 Tiſche, 2 Waſchtiſche mit Marmor, 2 Nachttiſche, Steh=
leiter
, verſchiedene Spiegel, Bilder und Nippſachen, Tep=
piche
, Reiſekoffer, Bettzeug, Plüſchgarnitur, beſtehend aus
Gofa, 2 Seſſeln, 4 Stühlen, Silberſchrank, Blumentiſch,
Blumen, Eisſchrank Etagere, Bronce=Uhr, Regulator, Seſſel,
Nähmaſchine, verſchiedene Schmuckgegenſtände, goldene
Damenuhr und Kette, Steppdecke, Pelze. Kleider, ſämtliches
Weißzeug, ſämtliches Küchengeſchirr, ſowie Küchenmöbel,
Porzellan, Gläſer, ſilberne Leuchter, Meſſer, Gabeln, Löffel
und viel Ungenanntes.
(*7700
Darmſtadt, den 20. März 1913.
F. Kurtz, Auktionator und Taxator
Telephon 1202. Pädagogſtraße 2.
Aufträge werden beſtens ausgeführt.

IIT
E
Verlosune voh Schuldverschreibungen
der Staur Darmstaut.

In Vollziehung des Schuldentilgungsplanes der Stadt Darmſtadt ſind heute nachſtehende
3½%ige Schuldverſchreibungen auf den Inbaber durch Verloſung zur Rückzahlung berufen worden, nämlich:
1. Rückzahlbar am 1. Juli 1913.
Buchſtabe G Abt. I über 1000 Mk. Nr. 39, 45, 80, 92, 204. 210, 289, 325. 392, 677. 871. 909, 1052. 1067.
II über 500 Mk. Nr. 80, 104, 158, 173, 207, 313, 442, 456, 477, 560, 642, 709, 749,
856, 1163.
G III über 200 Mk. Nr. 46, 68, 105, 135, 334, 393, 437.
2. Rückzahlbar am 1. September 1913.
Buchſtabe M Abt. I über 2000 Mk. Nr. 133, 190, 305, 313, 366, 412, 623, 668, 1032. 1038. 1077 1080.
MI II über 1000 Mk. Nr. 96, 132, 282, 369, 461, 561, 592, 594, 653, 681, 780, 876, 884
1002, 1049. 1202. 1235, 1279, 1335, 1367, 1429, 1664, 1696, 1818, 2048, 2226, 2241.
M III über 500 Mk. Nr. 63, 149, 298, 344, 371, 390, 464, 662. 719, 862, 988, 1000, 1133,
1142, 1266, 1302, 1442, 1494, 1518, 1545, 1701, 1704. 1975, 2023, 2025, 2102, 2134.
M IV über 200 Mk. Nr. 19, 76, 398, 415, 505, 670, 742, 945, 947, 1149.
Die Einlöſung aller Stücke geſchieht bei der Stadtkaſſe Darmſtadt; außerdem für das
Anlehen Buchſt. G bei der Bank für Handel und Induſtrie zu Darmſtadt und Berlin und deren
vordrucke ſind nur von uns gegen Bareinſendung von 2.50 M. (nicht übrigen Niederlaſſungen; für das Anlehen Buchſt. M bei den Bankhäuſern Delbrück, Schickler & Co.,
Hardy & Co. und bei der Nationalbank für Deutſchland in Berlin, ſowie bei der Deutſchen Ver=
ſprechender
Aufſchrift verſehen, aus der der Unternehmer zu erſehen einsbank, Filiale Darmſtadt (vorm. Ed. G. Gerst zu Darmſtadt) und bei dem Bankhauſe Ferdinand
(6936si
Sander zu Darmſtadt.
Die Verzinſung der Schuldverſchreibungen hört mit den obengenannten Verfallterminen auf.
Darmſtadt, den 17. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt.
Dr. Gläſſing.

Bekanntmachung.

Freitag, den 28. März 1913,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die
1. der Gaſtwirt ChriſtophKrauß
Witwe, Maria, geb. Stoll,
in Hof a. d. Saale,
2. dem Schloſſer Chriſtian
Krauß daſelbſt,
3. dem Kürſchner Heinrich
Krauß daſelbſt
gehörige, in der Gemarkung Darm=
ſtadt
(Beſſungen) gelegene Liegen=
ſchaft

Nr.
Flur
qm
XVIII 157 377 Hofreite Neue
Niederſtraße
Nr. 22,
in unſerem Geſchäftszimmer, Witt=
mannſtraße
1, zwangsweiſe ver=
ſteigert
werden.
Darmſtadt, 19. Februar 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen).
(VI, 4613
Frantz.

Bekanntmachung.

Montag, 31. März 1913,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Heinrich Schäfer
und deſſen Ehefrau Karoline, geb.
Geiger, in Darmſtadt zugeſchrie=
benen
Liegenſchaften:
Flur Nr. am
VI 488 123 Grasgarten ( Vor=
garten
) Heidel=
bergerſtraße
,
VI 488¾/10 285 Hofreite Heidel=
bergerſtr
. 130,
VI 489 103 Grabgarten da=
ſelbſt
,
VI 487 77 Grasgarten
Moosbergſtr.,
VI 4877/10, 193 Hofreite Moos=
bergſtr
. Nr. 94,
VI 4877/10 95 Grasgarten ( Vor=
garten
) daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer, Witt=
mannſtraße
1, zwangsweiſe ver=
ſteigert
werden.
Darmſtadt, 18. Februar 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (VI,4612

Bekanntmachung.

Mittwoch, 14. Mai I. Js.,
vormittags 10 Uhr.
ſoll die dem Kaufmann Auguſt
Kuhlmann, zur Zeit in Bris=
bane
in Auſtralien, und deſſen
Sohn Friedrich Wilhelm Kuhl=
mann
daſelbſt, im Grundbuch hie=
ſiger
Gemarkung zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur
Nr. qm
III 596 65 Grasgarten
(Vorgarten)
III 596¾/10 244 Hofreite Rhön=
ring
Nr. 11,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K87/12
Darmſtadt, 18. März 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V,6906,40

verkauft
Gebrauchte Stiefel billig
Schuhmacherei Grosch,
tiſenſtraße 40. (*7723

Die beſte Gelegenheit
gebrauchte Möbel aller Art am ſchnellſten und
ſicherſten zu verwerten, bietet mein Unternehmen:
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vollständiger Haushaltungen, wie Nachlässe,
einzelne Möbel etc.
Auf Wunſch vorherige Taxation. Geſchäftsprinzip: korrekt,
diskret und bill. Berechnung. Abrechnung kann ſofort nach
Verſteigerung und Verkauf erfolgen.
Weg= und Umziehenden beſtens empfohlen.
Bitte meine Verſteigerungs= und Verkaufsanzeigen zu beachten.
(4303a
Beste Referenzen.
Johannes Krummeck, Auftionator u. Taxator
Telephon 1774 Bleichstrasse Nr. 1. Telephon 1774.

Gei der von Frl. Suchs, Handarbeitslehrerin an der Viktoriaſchule,
B veranſtalteten Verloſung zum Beſten der Mädchenhorte des All=
gemeinen
Deutſchen Frauenvereins ſind folg. Gewinn=Nummern
gezogen worden:
17. 26. 40. 45. 49. 51. 54. 57. 75. 93. 97. 100. 114. 129. 131. 141.
142, 147. 155. 156. 158. 159. 175. 183. 184. 185, 197. 206. 210. 227.
230. 239. 267. 269. 276. 279. 284. 307. 312. 324. 325. 326. 330. 337.
340. 351. 352. 353. 360. 365. 378. 380. 382. 384. 395. 404. 413. 417.
423. 439. 445. 448. 449. 493. 494, 500. 511. 515. 521. 532, 543. 551.
552. 563. 592. 603. 608. 610. 623. 626. 628. 645. 652. 670. 672. 675.
679. 680. 681. 690. 715. 716. 728. 754. 761. 769. 770. 778. 781. 783.
784. 797. 798. 806. 852. 862. 863. 871. 877. 886. 888. 891. 894. 906.
911. 918. 919. 921. 928. 937. 938. 940. 959. 960. 965. 984. 986. 990.
996. 999.
Die Gewinne können am Samstag nachmittag von 35 Uhr in
(6951
der Turnhalle der Viktoriaſchule abgeholt werden.

Zahnarzt
F
Moeser
wohnt jetzt
(*7330ims
51 Hügelstrasse 51.

Bebauungsplan für den
Landwehrweg.

Der auf Grund Genehmigungs=
verfügung
Großherzoglichen Mi=
niſteriums
des Innern vom 2. v.
Mts. feſtgeſtellte Bebauungsplan
über die Südſeite des Landwehr=
wegs
von der Weiterſtädter Straße
bis zum Tor des neuen Güter=
bahnhofs
liegt bei dem Stadtbau=
amt
zur Einſicht offen. (6982
Darmſtadt, 28. Februar 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jaeger.

Gleisbauarbeiten

zu vergeben. Bedinaungen gegen
zu
Einſendung von Mark 1
(6918
haben.
Heſſiſche Eiſenbahn=A.=G.
Darmſtadt.

Dienstag, den 1. April,
nachmittags 3 Uhr,
werden im Hofe des Stadtkranken=
hauſes
hier eine Menge weißer
und farbiger Lumpen, Taſchen=
uhren
und Goldſachen, ſowie gites
Eiſen meiſtbietend gegen bare Zah=
(6895
lung verſteigert.

Matratzenſtreu=Verkauf.
Samstag, den 29. ds. Mts.,
um 8 Uhr vormittags, wird im
Hofe der Artilleriekaſerne am
Beſſungerweg die Winterma=
tratzenſtreu
aus einem Batterie=
ſtall
öfentlich und meiſtbietend
verſteigert.
(6931smf
Darmſtadt, im März 1913.
I. Abteilung Feld=Art.=Reats. 61.
10 ält. Maschinenschlosser
5 Former (f. Schabl.)
5 Maschinenformer
6 Modellschreiner
2 Feuerschmiede
2 Kesselschmiede
2 Eisenbohrer
1 Kranführer
für mehrere hieſige Maſchinen=
fabriken
ſofort geſucht. (6925smd
Arbeitsnachweis für Induſtrie u.
Gewerbe in Frankenthal (Pfalz)
5 Sedanſtraße 5.
Haufe alle Möbel, ganze Einrich=
2i tung. u. Nachläſſe geg. ſof. Kaſſe
J. Lich, Alexanderſtr. 3. (61a

[ ][  ][ ]

Bekanntmachung.

Unter Hinweis auf die §§ 3, 1527 der Verordnung vom 6. Mai 1957, den
Radfahrverlehr betreffend, ſowie unter Hinweis auf die Strafbeſtimmungen im Falle
einer Verſäumnis wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Erhebung des
Stempels für Fahrräder für das Rechnungsjahr 1915
von heute ab bis 31. März 1913 an jedem
Wochentage, vormittags von 9 bis 12 Uhr,
bei Großh. Kreisamt Darmſtadt, Neckarſtraße Nr. 3, im Erdgeſchoß, Zimmer Nr. 9,
ſtattfindet.
Wir fordern daher alle Beſitzer von Fahrrädern, welche ſie auf öffentlichen
Wegen und Plätzen benutzen, auf, die Stempelabgabe während der oben erwähnten
Zeit, unter Vorlage der Radfahrkarten, zu entrichten oder, ſofern die Vorausſetzungen
hierzu vorliegen, während derſelben Zeit (ſ. § 19 Abſ. 2 der Verordnung) Antrag au
Befreiung von der Abgabe zu ſtellen.
Anſprüche auf Befreiung ſind:
1. für die Stadt Darmſtadt bei dem zuſtändigen Polizeirevier,
2. für die Landgemeinden des Kreiſes bei der Großh. Bürgermeiſterei des
Wohnorts
vorzubringen. Befreiungs=Anträge, die nach dem 1. April 1913 geſtellt werden,
können keine Berückſichtigung mehr finden.
Darmſtadt, den 17. Februar 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Michel.

Verordnung, den Radfahrverkehrbetreffend.

Vom 6. Mai 1907, §§ 3, 1527 der Verordnung.
C. Der Radfahrer.
a) Ausweis über die Perſon des Radfahrers.
§ 3. Wenn ein Fahrrad auf öffentlichen Wegen und Plätzen benutzt werden ſoll,
hat der Beſitzer hiervon dem für ſeinen Wohnort zuſtändigen Kreisamt ſchriftlich oder
mündlich Anzeige zu erſtatten und die in Nr. 58 des Tarifes zum Urkundenſtempelgeſetz
in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907 vorgeſchriebene Stempelabgabe
für die Radfahrkarte zu entrichten.
Das Kreisamt erteilt dem Anmeldenden eine auf den Namen des Radfahrers
lautende Radfahrkarte, die nach anliegendem Muſter ausgeſtellt wird.
Der Radfahrer hat die Radfahrkarte bei ſich zu führen und auf Verlangen dem
zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
Für Perſonen unter 14 Jahren erfolgt die Ausſtellung auf Antrag des Vaters,
Vormundes oder ſonſtigen Gewalthabers.
Die Radfahrkarte gilt für den Umfang des Deutſchen Reiches.
Radfahrer, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb des Deutſchen Reiches
haben, haben einen anderweiten genügenden Ausweis über ihre Perſon bei ſich zu
führen und auf Verlangen dem zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
E. Vorſchriften über die Stempelabgabe.
§ 15. Die Stempelabgabe für die Jahreskarte (§ 3, Abſ. 1), gültig vom 1. April
bis 31. März des folgenden Jahres, beträgt 5 Mark. Entſteht die Abgabepflicht in der
Zeit zwiſchen 1. Oktober und 31. März des folgenden Jahres, ſo iſt für dieſen Zeitraum
nur die Hälfte dieſes Betrages zu entrichten.
§ 16. Das Kreisamt trägt die Anmeldungen unter fortlaufenden Nummern in
ein Verzeichnis ein, erhebt die in § 15 erwähnte Abgabe und erteilt den Anmeldenden
1. eine Radfahrkarte (§ 3),
2. eine Nummerplatte, die der Nummer des Verzeichniſſes entſpricht,
§ 17. Auf der Rückſeite der Radfahrkarte ſind Stempelmarken im Betrage der
entrichteten Abgabe durch das Kreisamt aufzukleben und zu entwerten.
Bei den von der Stempelabgabe befreiten Perſonen (§ 23) erhalten die Radfahr=
karten
auf der Rückſeite den Vermerk Stempelfrei bis 31. März 19 . ."
§ 18. Die Nummerplatte trägt auf beiden Seiten auf weißem Grund in 6 cm
hoher lateiniſcher. Schrift den Anfangsbuchſtaben der Behörde, die die Radfahrkarte
ausgeſtellt hat (für das Kreisamt Dieburg Di) und dahinter in 5 cm hohen Ziffern die
Nummer der Radfahrkarte (§ 16). Die Nummern werden, je nachdem ſie von einer
Behörde der Provinz Starkenburg, Oberheſſen oder Rheinheſſen zugeteilt worden ſind,
in roter, blauer oder grüner Farbe aufgetragen. Bei den für den Landbezirk eines
Kreiſes ausgegebenen Nummerplatten iſt der betreffende Buchſtabe in der Farbe der
Nummer, bei den Nummerplatten für den Stadtbezirk eines Kreiſes dagegen in
ſchwarzer Farbe ausgeführt.
Das Fahrrad muß beim Befahren öffentlicher Wege und Plätze mit der Nummer=
platte
verſehen ſein. Letztere, deren Inſchrift ſtets in lesbarem Zuſtande erhalten wer=
den
muß, iſt in der Richtung der Längsaxe des Fahrrades und nach vorn gerichtet derart
zu befeſtigen, daß die Inſchrift von beiden Seiten gut ſichtbar iſt. Die Nummerplatte
wird von der Behörde beſchafft und den Beſitzern von abgabepflichtigen Fahrrädern
unentgeltlich geliefert. Wer von der Stempelabgabe befreit iſt, hat die Koſten der
Nummerplatte zu erſetzen.
Beſitzer von ſolchen Fahrrädern, die mit Nummerplatten verſehen ſind, dürfen
zur Kontrollierung der Abgabe nicht angehalten werden.
§ 19. Die Abgabe iſt von einer und derſelben Perſon auch bei einem Wechſel des
Fahrrades, innerhalb desſelben Jahres (1. April bis 31. März) ſtets nur einmal. und
zwar erſtmalig bei der Anmeldung des Fahrrades und ſodann alljährlich im Monat
März für das darauffolgende Rechnungsjahr unter Vorlage der Radfahrkarte bei dem
Kreisamt zu entrichten.
Innerhalb der gleichen Friſten haben die Perſonen, die gemäß § 23 Befreiung
von der Abgabepflicht in Anſpruch nehmen, bei dem Kreisamt entſprechenden Antrag
zu ſtellen.
§ 20. Wer den Beſitz eines anmeldepflichtigen Fahrrades im Laufe eines Jahres
aufgibt oder verliert, hat dies dem Kreisamt ſeines Wohn= oder Aufenthaltsortes läng=
ſtens
binnen einer Woche unter Vorzeigung der Karte und Rückgabe der Nummerplatte
anzuzeigen.
Wer, ohne den Beſitz aufzugeben, das Fahrrad auf öffentlichen Wegen und
Plätzen nicht mehr benutzen will, kann ſich durch Abmelden des Rades unter Rückgabe
der Nummerplatte von der weiteren Abgabepflicht befreien.
Die Abmeldung iſt in das nach § 16 zu führende Verzeichnis einzutragen und dem
Abmeldenden auf Verlangen auf der ihm erteilten Karte zu beſcheinigen.
§ 21. Verlegt der Beſitzer eines anmeldepflichtigen Fahrrades ſeinen Wohn=
oder
Aufenthaltsort in einen anderen Kreis, ſo iſt das Rad bei dem Kreisamt, das die
Radfahrkarte ausgeſtellt hat, abzumelden und bei dem für den neuen Wohn= oder
Aufenthaltsort zuſtändigen Kreisamt unter Vorlage der Radfahrkarte anzumelden; das
letztere erteilt eine neue Nummerplatte und zieht die bisher geführte Nummerplate
behufs Rückgabe an das zuſtändige Kreisamt ein.
§ 22. Es iſt verboten, Nummerplatten eigenmächtig anzufertigen, die Inſchrift
von Nummerplatten eigenmächtig zu ändern und ſolche Nummerplatten zu führer, die
nicht von der zuſtändigen Behörde erteilt ſind.
Der Beſitzer eines mit Nummerplatte verſehenen Fahrrades darf dieſes an
andere Perſonen zur Benutzung auf öffentlichen Wegen und Plätzen nur vorübergehend
überlaſſen.
F. Ausnahmen.
§ 23. Von der Stempelabgabe ſind befreit:
1. Militärperſonen und ſonſtige Perſonen die in Dienſten des Reiches oder eines
Bundesſtaates einer Provinz, eines Kreiſes oder einer Gemeinde ſtehen und
Fahrräder überwiegend zur Erledigung der ihnen obliegenden Dienſt=
geſchäfte
benutzen;
2. Perſonen, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zur
Arbeitsſtelle oder zur Ausübung ihres Berufes oder Gewerbes benutzen, ſofern
ihr Einkommen den Betrag von jährlich 1500 Mark nicht erreicht;
3. Schüler, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zum Beſuche
der in einer anderen Gemeinde oder mindeſtens 2½ Kilometer von der Wohnung
entfernt gelegenen Schule benutzen;
4. Perſonen, die ſich zum Kurgebrauch oder weniger als 30 Tage lang im Groß=
herzogtum
aufhalten:
5. Perſonen, die ein Fahrrad, für das die Stempelabgabe bereits entrichtet iſt,
vorübergehend benützen (§ 22, Abſ. 2).
§ 24. Wird auf Grund des § 23 eine Befreiung von der Stempelabgabe in An=
ſpruch
genommen, ſo iſt vorzulegen:

I.in den Fälln der Iiſe 1 eine Beſcheinigung der worgeſeten Dienſbehörde dar=
hingehend
, daß das Fahrrad übeuwiegend zu dienſtlichen Zwecken
verwendet wird.
2. in den Fällen der Ziffer 2 der letzte Steuerzettel und eine Beſcheinigung der
Bürgermeiſterei ode? Polizeibehörde über das Vorliegen der weiteren Voraus=
ſetzung
. Bei Bedienſteten genügt hinſichtlich des letzten Punktes eine Beſcheinig=
ung
des Arbeitgebers, die jedoch durch die Bürgermeiſterei oder Polizeibehörde
beſtätigt ſein muß;
3. in den Fällen der Ziffer 3 eine Beſcheinigung der Bürgermeiſterei oder der
Polizeibehörde oder des Klaſſenlehrers.
Ueber den Anſpruch entſcheidet, vorbehaltlich der Beſchwerde an das Miniſterium
des Innern, das Kreisamt, bei dem die Stempelabgabe zu entrichten ſein würde.
Die Steuerbehörden ſind verpflichtet, den Kreisämtern auf Verlangen jede zur
Entſcheidung erforderliche Auskunft zu geben.
§ 25. Eine Verpflichtung zum Führen einer Nummerplatte und zum Mit=
führen
einer Radfahrkarte beſteht nicht für die in § 23 Ziffer 1 genannten Per=
ſonen
, wenn:
1. dieſe bei Benutzung des Rades Uniform, Amtskleidung oder ein Amtsabzeichen
tragen, oder
2. das Rad als zu Dienſtzwecke beſtimmt von der vorgeſetzten Behörde kenntlich
gemacht iſt.
§ 26. Ob und inwieweit Ausnahmen von den in Gemäßheit des § 13 ergangenen
Vorſchriften für den dienſtlichen Radfahrverkehr der Beamten der Poſt= und Tele=
graphenverwaltung
und anderer öffentlicher Verwaltungen, ſowie der Gendarmen
zuzulaſſen ſind, beſtimmt das Miniſterium des Innern.
G. Strafbeſtimmungen.
§ 27. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften über die Entrichtung der
Stempelabgabe werden nach dem Geſetz vom 12. Auguſt 1899 über den Urkunden=
ſtempel
in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907, Zuwiderhand=
lungen
gegen die übrigen Vorſchriften dieſer Verordnung und gegen die darin vor=
behaltenen
allgemeinen oder beſonderen polizeilichen Anordnungen (§ 13) in Gemäß=
heit
des § 366 Nr 10 des Reichsſtrafgeſetzbuches mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder
mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
Urkundenſtempelgeſetz.
Artikel 31, Abſ. 1. Die im Art. 14 Nr. 2 bezeichneten Perſonen haben, wenn ſie
den Vorſchriften bezüglich der Verpflichtung zur Entrichtung des Stempels zuwider=
handeln
, unbeſchadet ihrer Haftpflicht für den fehlenden Stempel (Art. 14), eine Geld=
ſtrafe
verwirkt, welche dem vierfachen Betrage des hinterzogenen Stempels gleich=
kommt
, mindeſtens aber drei Mark beträgt. Jede zuwiderhandelnde Perſon trifft die
ganze Strafe. Auf Beamte findet dieſe Vorſchrift keine Anwendung.
Abſ. 3. Die Verhängung der Strafe erfolgt nach Maßgabe der Vorſchriften
des Geſetzes, die Einführung des Verwaltungsſtrafbeſcheids bei Zuwiderhandlungen
gegen die Vorſchriften über die Erhebung öffentlicher Abgaben und Gefalle betreffend,
vom 20. September 1890.
Abſ. 4. Wenn ſich aus den Umſtänden ergibt, daß eine Stempelhinterziehung
nicht hat verübt werden können oder nicht beabſichtigt worden iſt ſo tritt ſtatt der
vorgedachten Geldſtrafe eine Ordnungsſtrafe bis zu zweihundert Mark ein.
Art. 33. Wer es, den beſtehenden Beſtimmungen zuwider, unterläßt, die nach
den Tarifnummern 10, 35, 41, 49, 50, 53, 60, 90 erforderlichen Erlaubnisſcheine und
Karten zu löſen, verfällt in die im Artikel 31 Abſ. 1 beſtimmte Strafe. Die Vor=
ſchriften
des Artkels 31. Abſ. 2 bis 4 finden entſprechende Anwendung.
Die hinterzogene Stempelabgabe iſt von demjenigen nachzuentrichten, der im
Falle der Löſung des Erlaubnisſcheines oder der Karte zur Zahlung des Stempels
verpflichtet geweſen wäre. Die Einziehung der Abgabe erfolgt nach Maßgabe der
Vorſchriften des Artikels 26.
Unterſteht die Perſon, die nach Abſ. 2 die Stempelabgabe nachzuentrichten hat,
wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres geiſtigen oder körperlichen Zuſtandes der
Beaufſichtigung, ſo haftet für die Entrichtung der Stempelabgabe auch derjenige,
welcher kraft Geſetzes zur Führung der Aufſicht verpflichtet iſt. Die Haftbarkeit tritt
nicht ein, wenn der Aufſichtspflichtige nachweiſt, daß er ſeiner Pflicht genügt hat oder
daß die Stempelhinterziehung auch bei gehöriger Aufſichtsführung erfolgt ſein würde.
Die Beſtimmung des Abſ. 2. Satz 2 findet Anwendung.
An die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Vorſtehende Bekanntmachung empfehlen wir Ihnen wiederholt in geeignet
erſcheinender Weiſe zur Kenntnis der Intereſſenten Ihrer Gemeinde zu bringen.
Darmſtadt, den 15. Februar 1913
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(4792a

Bekanntmachung.

Unter Hinweis auf Artikel 33 des Geſetzes vom 24. März 1910 wird hiermit
zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Stempel:
für Verkaufs= oder Waagautomaten,
für automatiſche Kraftmeſſer,
. für Automaten, die zur Unterhaltung des Publikums dienen,
4. für alle in öffentlichen Wirtſchaftslokalen aufgeſtellten Klaviere oder ſonſtige
Muſikwerke,
5. für Luxuswagen und Luxusreitpferde,
deren Verſteuerung am 31. März 1913 abläuft, wenn die Abgabepflicht fortdauert
im Monat März zu entrichten iſt.
Die Entrichtung des Stempels erfolgt an allen Wochentagen des Monats
März, vormittags von 912 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde im Regierungs=
gebäude
(Neckarſtraße Nr. 3. Zimmer Nr. 9) dahier.
Darmſtadt, den 4. März 1913.
(5811a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt
In Vertr.: Dr. Michel.

Bekanntmachung.

Wir bringen zur allgemeinen Kenntnis, daß das Proviantamt Darmſtadt
den Heuankauf eingeſtelle bat. Roggen, Hafer und Roggenſtroh (Elegel=, Maſchinen=
glatt
= und Preßlangſtroh) wird weiter gekauft.
(6208dd
Darmſtadt, den 8. März 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.

Bekanntmachung.

Betreffend: Das Muſterungs=Geſchäft im Kreiſe Darmſtadt im Jahre 1913.
Für den Kreis Darmſtadt wird das Muſterungs=Geſchäft vom 26. März bis
12. April lfd. Js. im Hauſe der Turngemeinde, Woogsplatz 5 dahier, vorgenommen
werden.
Die Muſterung findet in folgender Weiſe ſtatt:
Mittwoch, den 26. März: der ſämtlichen Militärpflichtigen 1. aus der Stadt
Darmſtadt, deren Namen mit A bis C beginnen, 2. der Gemeinde Nieder=
Beerbach.
Donnerstag, den 27. März: desgleichen 1. der Stadt Darmſtadt, Buchſtaben D
bis F, 2. Gemeinde Braunshardt, 3. Gemeinde Schneppenhauſen.
Freitag, den 28. März: desgleichen Stadt Darmſtadt, Buchſtaben G und H.
Samstag, den 29. März: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben J und K,
2. Gemeinde Hahn.
Montag, den 31. März: desgleichen Stadt Darmſtadt, Buchſtaben L bis N.
Dienstag, den 1. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben O bis B,
2. Gemeinde Nieder=Ramſtadt mit Waſchenbach.
Mittwoch, den 2. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtabe 8, jedoch
nur die in den Jahren 1891 und 1892 geborenen Militärpflichtigen,
2. Gemeinde Erzhauſen.
Donnerstag, den 3. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtabe 8, die
im Jahre 1893 geborenen Militärpflichtigen, 2. Gemeinde Meſſel,
3. Gemeinde Wixhauſen.
Freitag, den 4. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben 1 bis V,
2. Gemeinde Eich, 3. Gemeinde Roßdorf, 4. Gemeinde Weiterſtadt.
Samstag, den 5. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben W bis 2.,
2. Gemeinde Gräfenhauſen, 3. Gemeinde Malchen.
Montag, den 7. April: desgleichen Gemeinde Arheilgen.
Dienstag, den 8. April: desgleichen 1. Gemeinde Eberſtadt, 2. Gemeinde
Sſchollbrücken.

[ ][  ][ ]

Mitwoch, den . Aprlt. desgleichen Gemeinde Griesheim.
Donnerstag, den 10. April: desgleichen 1. Gemeinde Ober=Ramſtadt, 2. Ge=
meinde
Traiſa.
Freitag, den 11. April: desgleichen Gemeinde Pfungſtadt.
Sämtliche Militärpflichtige, welche im Jahre 1893 geboren und im Kreiſe
Darmſtadt geſtellungspflichtig ſind, die Ueberzähligen (dienſttaugliche Leute aus
früheren Jahren, welche infolge hoher Losnummer nicht eingeſtellt worden ſind und
über die noch nicht definitiv entſchieden iſt, die alſo keine andere Militär=Legitimation
haben, als ihre Loſungs= und Geſtellungsſcheine), ſowie die Zurückgeſtellten aus
früheren Jahren (im Jahre 1891 und 1892 Geborene) werden hiermit aufgefordert,
ſich an den vorbezeichneten Tagen jedesmal pünktlich 7¼ Uhr vormittags zur
Muſterung einzufinden.
Die Militärpflichtigen aus früheren Jahren haben ihre Loſungsſcheine, ſofern
dieſelben nicht ſchon bei der Anmeldung zur Stammrolle abgegeben worden ſind, bei
der Muſterung vorzulegen, damit ſie ergänzt und berichtigt werden können.
Auch werden unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 3. Januar l. Js.
(Amtsverkündigungs=Blatt Nr. 5 von 1913) die im Jahre 1893 geborenen, im Beſitz
des Berechtigungsſcheines zum einjährig=freiwilligen Dienſt befindlichen Militär=
pflichtigen
, welche bis jetzt ihre Zurückſtellung vom Militärdienſt noch nicht bean=
tragt
haben, wiederholt aufgefordert, dies alsbald und ſpäteſtens im Muſterungs=
termin
zu tun.
Samstag, den 12. April findet die Loſung ſtatt, und zwar von vormittags
8 Uhr ab für die Militärpflichtigen aus der Stadt Darmſtadt, von 10 Uhr ab für
die Militärpflichtigen aus den Landgemeinden.
Von der perſönlichen Geſtellung vor der Erſatz=Kommiſſion ſind nur entbunden:
1. Diejenigen im Beſitz des Berechtigungsſcheins zum einjährig=freiwilligen
Dienſt befindlichen Leute, welche vorſchriftsmäßig ihre Zurückſtellung bei
der Erſatz=Kommiſſion beantragt haben.
2. Diejenigen, welche ſich als Freiwillige bei einem Truppenteil gemeldet und
Annahmeſchein für die Einſtellung im Herbſt l. Js. erhalten haben.
3. Diejenigen, welche wegen ihres Geſundheitszuſtandes, z. B. Blödſinn, Ver=
krüppelung
ꝛc. nicht perſönlich ſich ſtellen können, was durch ein ärztliches
Zeugnis und eine Beſcheinigung der betreffenden Bürgermeiſterei beſtätigt
ſein muß.
Wer an Epilepſie zu leiden behauptet, hat auf eigene Koſten drei
glaubhafte Zeugen hierfür zu ſtellen oder ein Zeugnis eines beamteten
Arztes beizubringen.
Die Militärpflichtigen, welche ohne genügenden Entſchuldigungsgrund ſich zur
Muſterung nicht ſtellen oder nicht pünktlich zu derſelben erſcheinen, haben die Nachteile
zu erwarten, welche für dieſen Fall in der Wehrordnung feſtgeſetzt ſind. Dieſelben ver=
lieren
unter Umſtänden die Berechtigung, an der Loſung teilzunehmen, ſowie die aus
Reklamationsgründen erwachſenen Anſprüche und werden, neben Verurteilung in eine
Geldſtrafe bis zu 30 Mark oder 3 Tagen Gefängnisſtrafe, vorweg zum Militärdienſt
herangezogen.
Das perſönliche Erſcheinen bei der Loſung bleibt den Militärpflichtigen überlaſſen.
Bezüglich der Geſuche um Zurückſtellung und Befreiung vom Militärdienſt
in Berückſichtigung häuslicher, gewerblicher und Familienverhältniſſe ꝛc. wird auf
die §§ 32 u. 33 der Wehrordnung vom 22. November 1888 (Reg.=Bl. Nr. 68 von 1901),

das Reglement vom 12. Mai 1868 (Reg.=Bl. Nr. 26 von 1868) und die diesſeitige Bekannt=
machung
vom 5. Februar I. Js. (Amtsverkündigungs=Blatt Nr. 16) mit dem Anfügen
aufmerkſam gemacht, daß diejenigen Perſonen, zu deren Gunſten wegen Arbeits= und
Aufſichtsunfähigkeit die Zurückſtellung eines Militärpflichtigen in Anſpruch genommen
wird (Eltern und Geſchwiſter ꝛc. derſelben), vor der Erſatz=Kommiſſion an dem Tage
zu erſcheinen haben, an welchem die Muſterung der betreffenden Militärpflichtigen ſtatt=
findet
. Die Geſuche ſind alsbald, ſoweit noch nicht geſchehen, bei den Großherzoglichen
Bürgermeiſtereien vorzubringen.
Ebenſo haben diejenigen Reklamanten, deren Söhne 1911 und 1912 wegen häus=
licher
ꝛc. Verhältniſſe zurückgeſtellt worden ſind, inſofern ſie eine weitere Zurückſtellung
bezw. die Befreiung vom Militärdienſt für die Friedenszeit glauben in Anſpruch
nehmen zu können, ihre Geſuche bei den Großherzoglichen Bürgermeiſtereien zu erneuern
und mit ihren Söhnen vor der Erſatzkommiſſion zu erſcheinen, gegenfalls die Reklama=
tionen
unberückſichtigt bleiben.
Ferner wird darauf hingewieſen, daß ſpätere Geſuche um Zuweiſung zu einem
anderen Truppenteil unberückſichtigt bleiben; denen, die beſondere Wünſche für einen
Truppenteil oder Standort haben, wird empfohlen, ſich rechtzeitig zum freiwilligen
Dienſt zu melden.
Zugleich wird bekannt gemacht, daß über etwaige von Reſerve= und Landwehr=
mannſchaften
, ſowie Erſatz=Reſerviſten eingereichten Geſuche um Zurückſtellung wegen
häuslicher, gewerblicher oder Familienverhältniſſe an den Tagen verhandelt wird, an
welchen die Muſterung der betreffenden Ortsangehörigen angeſetzt iſt.
Darmſtadt, am 6. März 1913.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
Dr. Reinhart Reg.=Rat.

Darmſtadt, den 19. März 1913.
Betreffend: Das Muſterungsgeſchäft für 1913 im Kreiſe Darmſtadt.
Ber Zivil=Vorſitzende der Großherzoglichen Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt
an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Unter Bezugnahme auf die wiederholt erfolgte diesſeitige Bekanntmachung des
Muſterungstermins empfehle ich Ihnen, ſich an den in derſelben näher bezeichneten
Tagen mit den Militärpflichtigen Ihrer Gemeinden vormittags 7½ Uhr zum Muſterungs=
geſchäft
einzufinden.
Die betr. Militärpflichtigen ſind darauf aufmerkſam zu machen, daß ſie ſich in
den Straßen Darmſtadts und im Muſterungslokal ruhig und anſtändig zu betragen
haben und namentlich nicht im angetrunkenen Zuſtande vor der Erſatz=Kommiſſion
erſcheinen dürfen. Zuwiderhandelnde werden alsbald in Gewahrſam gebracht und
unter Umſtänden entſprechend beſtraft.
Militärpflichtige, welche nicht pünktlich erſcheinen, ſind, ſofern ſie dadurch nicht
eine härtere Strafe verwirkt haben, mit Geldſtrafe bis zu 30 Mk. oder Haft bis zu
3 Tagen zu beſtrafen.
Die Angehörigen von Militärpflichtigen, welche zu ihren Gunſten die Zurück=
tellung
und bezw. Befreiung ihrer Söhne vom Militärdienſt in Anſpruch nehmen,
ind auf diejenigen Tage vorzuladen, an welchen die betr. Militärpflichtigen zu er=
(6935a
ſcheinen haben.
Dr. Reinhart.

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Spitzhund, 1 Pinſcher, 1 Boxer. Die Hunde können von
den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
(6927
Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 23. März,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends, folgende Apo=
theken
geöffnet: Hirſch=Apotheke, Nieder=Ramſtädterſtr, und Apotheke
am Juſtizpalaſt, Bismarckſtr. Am Montag, den 24. März, ſind
nachfolgende Apotheken geöffnet: Merckſche Engel=Apotheke, Rheinſtr.,
und Beſſunger Apotheke, Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind
von 1 Uhr ab geſchloſſen.

Neuorganiſation der Krankenkaſſen nach der
Reichsverſicherungsordnung.

Nach den Beſtimmungen der Reichsverſicherungsordnung können
mit Wirkung vom 1. Januar 1914 neben den Ortskrankenkaſſen ſoge=
nannte
Landkrankenkaſſen errichtet werden.
Mitglieder dieſer Landkrankenkaſſen ſind die in der Landwirt=
ſchaft
Beſchäftigten, die Dienſtboten, die im Wandergewerbe Beſchäf=
tigten
, die Hausgewerbetreibenden und ihre hausgewerblich Beſchäf=
tigten
, die in der Gärtnerei, im Friedhofsbetrieb, in Park= und
Gartenpflege Beſchäftigten, wenn ſie in Teilen landwirtſchaftlicher
Betriebe tätig ſind. (§ 235 R. V.O.)
An ſich wäre für den Bezirk der Stadt Darmſtadt eine Land=
krankenkaſſe
zu errichten. Die Beſchlußfaſſung hierüber wäre Sache
der Stadtverordneten=Verſammlung. Nach § 229 R. V.O. kann aber
die Errichtung einer Landkrankenkaſſe neben der Allgemeinen Orts=
krankenkaſſe
mit Genehmigung des Oberverſicherungsamts unter=
bleiben
, wenn das Verſicherungsamt nach Anhören beteiligter Arbeit=
geber
und Verſicherungspflichtiger das Bedürfnis verneint.
Die hieſige Vereinigte Ortskrankenkaſſe hat ihre Zulaſſung als
Allgemeine Ortskrankenkaſſe für den Bezirk der Stadt Darmſtadt
nach Maßgabe der Beſtimmungen des zweiten Buches der Reichs=
verſicherungsordnung
beantragt. Es fragt ſich hiernach, ob neben
dieſer Kaſſe, deren Zulaſſung zweifellos erfolgen wird, eine Land=
krankenkaſſe
für den Bezirk der Stadt Darmſtadt errichtet werden ſoll,
oder ob es ſich empfiehlt, hiervon Abſtand zu nehmen. Im letzteren
Falle würden die an ſich zur Landkrankenkaſſe gehörigen Verſicherten
der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe zufallen.
Wir fordern hiermit alle die Perſonen, die einer der eingangs
erwähnten Klaſſen von Verſicherten angehören, ſowie deren Arbeit=
geber
auf, ihre Meinung über die Frage der Errichtung einer Land=
krankenkaſſe
für den Bezirk der Stadt Darmſtadt bis ſpäteſtens
Samstag, den 22. ds. Mts., in Zimmer 5 des ſtädtiſchen
Hauſes Waldſtraße 6 zum Ausdruck zu bringen. Inſoweit Er=
klärungen
nicht abgegeben werden, nehmen wir an, daß die Betei=
ligten
die Errichtung einer ſolchen Kaſſe neben der Allgemeinen Orts=
krankenkaſſe
nicht für erforderlich halten. Wir bemerken, daß die
Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt in ihrer jetzigen Geſtalt etwa
15000 Mitglieder hat und daß die Zahl der vom 1. Januar 1914 an
landkrankenkaſſenpflichtigen Perſonen im Bezirk der Stadt auf etwa
5000 geſchätzt wird.
(6547oid
Darmſtadt, den 15. März 1913.
Verſicherungsamt der Stadt Darmſtadt.
Kröll.

Die Anbringung von Firmenſchildern.

In letzter Zeit iſt zur Anbringung und Veränderung von
Firmenſchildern, Ausſtellkäſten und dergleichen an den Straßenfronten
die erforderliche baupolizeiliche Genehmigung vor der Ausführung
öfters nicht erwirkt worden.
Wir bringen daher nachſtehend die zutreffenden Vorſchriften
zur Kenntnis und empfehlen deren Beachtung.
(6326ss
Darmſtadt, den 11. März 1913.
Städtiſches Baupolizeiamt.
Steinberger.
§ 48 der Baupolizeiordnung.
(Neufaſſung.)
Neben den in Artikel 64 der allgemeinen Bauordnung auf=
geführten
Fällen iſt die baupolizeiliche Genehmigung zu erwirken,
bevor mit der Ausführung des Baues begonnen werden darf.
Zur Anlage oder weſentlichen Veränderung von über die
Straßenfluchtlinie vorſpringenden Säulen, Balkonen, Wetter=
dächern
, Plakattafeln, Firmenſchildern und dergleichen
ferner Ausſtellkäſten, Erkern, Fenſtergittern in unteren
Stockwerken, Barriéren und Blitzableitern.

Badewanne billig zu verkaufen.
Anzuſehen vormittags bis 1 Uhr.
Kiesſtraße 77, 1. Stock. (*7573ds

Große, guterh. Kinderbettſtelle
mit Matratze und Keil iſt zu ver=
kaufen
Darmſtraße 23. (*7571dsi

Bekanntmachung.

Donnerstag, 27. März I. Js.,
vormittags 9 Uhr,
ſollen die zum Nachlaß der Pri=
vatier
Johann Georg Klenk Ehe=
leuten
gehörigen Immobilien:
Flur Nr. qm
II 568 485 Hofreite Hohler
Weg Nr. 20,
II 567 200 Grabgarten da=
ſelbſt
,
II 569 375 Grabgarten da=
elbſt
,
II 570 495 Bauplatz Obere
Liebfrauenſtr.,
auf freiwilligen Antrag, zum
Zwecke der Auseianderſetzung,
in unſerem Bureau öffentlich ver=
ſteigert
werden.
Darmſtadt, 5. März 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V.5743

Bekanntmachung.

Montag, den 7. April I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Lackierermeiſter Adam
Schäfer Eheleuten dahier zuge=
ſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 1446 391 Hofreite Laute=
ſchlägerſtraße

Nr. 6,
II 1445 78 Grasgarten da=
ſelbſt
,
II 1447 160 Grabgarten da=
ſelbſt
,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K20/13
Darmſtadt, 3. März 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(V.5742

Bekanntmachung.

Montag, den 31. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Gaſtwirt Georg Rühl
Eheleuten dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
I 331 779 Hofreite Runde=
turmſtraße
Nr. 16,
nebſt Wirtſchafts=
inventar
,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K99/12
Falls andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen, wird Ge=
nehmigung
der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht er=
reicht
.
Darmſtadt, 10. März 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V,6429

Verſteigerung.

Am Mittwoch, 26. März 1913,
vormittags 9 Uhr,
werden auf dem Wagenhaushofe
hierſelbſt, Eſchollbrückerſtraße 18,
eine größere Anzahl Mündungs=
deckel
, Schraubenzieher, 1 Well=
blechtor
nebſt zugehörigen Stützen,
ſowie alte Materialien und Me=
talle
öffentlich meiſtbietend gegen
Barzahlung verkauft.
(6586is
Artilleriedepot Darmſtadt.

ſtark, 3½ Ps., gut
Motorrad, erhalt., bill. zu verk.
Näh. Wittmannſtr. 3, 2. St. (B6409

Verſteigerung von Marktſtandplätzen des
Darmſtädter Wochenmarkts.

Die ſtändigen Marktſtandplätze auf dem Markt= und Schiller=
platz
, ſowie auf dem Gelände am Schloßgraben zwiſchen Alexander=
ſtraße
und Schillerplatz werden auf Grund eines neuen Belegungs=
plans
unter den in den Verſteigerungsterminen bekannt gegeben
werdenden Bedingungen für die Dauer eines Jahres öffentlich meiſt=
bietend
verſteigert.
Die Verſteigerung findet Mittwoch, den 26. und Freitag,
den 28. März ds. Js., jedesmal vormittags 9 Uhr, in der
Turnhalle am Woogsplatz ſtatt.
Es kommen Plätze von 3½ bis 8 qm zum Ausgebot, und zwar:
1. am 26. März die Plätze zum Verkauf von Blumen und
Gemüſe (Nr. 1162 des Plans),
2. am 28. März die übrigen Plätze zum Verkauf von Ge=
müſe
, Obſt, Wild und Geflügel, Zucker= und Backwaren,
Fleiſchwaren, Fiſchen, Samen; außerdem 2 Plätze für Kaffee=
(6784md
buden.
Der Plan über die Einteilung der Plätze wird in dem Ver=
ſteigerungslokal
aufgelegt und kann auch ſchon vorher bei dem ſtädti=
ſchen
Marktmeiſter (Rathaus) am Mittwoch, den 19. und Donners=
tag
, den 20. März, nachmittags von 25 Uhr, eingeſehen werden.
Auch ſind daſelbſt Pläne für 30 Pfg. das Stück erhältlich.
Darmſtadt, den 17. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.

Schlachtviehmärkte Darmſtadt

im Schlachtviehhof neben dem ſtädtiſchen Schlachthof. Schweine=
märkte
: Montags, Mittwochs und Donnerstags. Kälbermärkte:
Montags und Donnerstags. Bei Kälbermärkten iſt der Verkauf
von Großvieh geſtattet. Bahnanſchluß. Modernſte, ſeit 3. Februar
ds. Js. geöffnete Neuanlagen.
(4329a
Nähere Auskunft erteilt die
Schlacht= und Viehhofdirektion.

Städtiſche Sparkaſſe Darmſtadt

(unter Haftung der Stadt Darmſtadt)
22 Hügelſtraße 22.
Fernſprech=Anſchluß Nr. 456
Reichsbank=Girokonto.
Poſtſcheck=Konto.
Frankfurt a. M. Nr. 5869.
Nachweisſtelle für zweite Hypotheken.
Verkehrszeit: Vom 1. April bis 30. September an jedem Werktage
vormittags von 8 bis 12½ Uhr, vom 1. Oktober
bis 31. März an jedem Werktage vormittags von
8½
Uhr.
121
I. Einlagen= und Rückzahlungsgeſchäft: im Erdgeſchoß.
Verzinſung der Einlagen: Bis einſchließlich 10000 Mark = 3½%,
über 10000 Mark 3% für die ganze Einlage.
Zinsbeginn: Für Einlagen vom nächſten auf die Einzahlung fol=
genden
Werktage an. Bei Rückzahlungen hört die Ver=
zinſung
mit dem letzten der Erhebung vorausgehenden
Werktage auf.
II. Darlehensgeſchäft und Verwaltung: im erſten Stock.

Städtiſche Pfennig=Sparkaſſe.

Einzahlungen in Pfennigbeträgen von 10, 20 Pfg. u. ſ. f. bis
einſchließlich eine Mark werden jeden Samstag, nachmittags von
2 bis 8 Uhr, von nachverzeichneten Erhebeſtellen entgegengenommen:

Praſſel, M. W., Schulſtraße 10
Landau, M., Mathildenplatz 1.
Bopp, K., Heinheimerſtraße 74.
Waitz, Pfarrer, Mollerſtr. 23.
Roth, G., Dieburgerſtraße 9.
Koch, K., Marktplatz 3.
Stephan, H., Stiftſtraße 29.
Finke, P. C., Ballonplatz 5.
Klockow, F., Pankratiusſtr. 26.
Schroth, J., Gardiſtenſtraße 15.
Scholl, R., Soderſtraße 44.
Poth, E., Heinheimerſtraße 20.
Schwab, T., Ernſt=Ludwigsplatz 4.
Supp, A. J., Marktplatz 8.
Jarraſch, J., Heinheimerſtr. 35.

Seibert, F., Pallaswieſenſtr. 44.
Waitz, E., Eliſabethenſtraße 16.
Büchler A., Roßdörferſtr. 26
Hebermehl, G., Eliſabethenſtr. 53.
Filialen:
Kiesſtraße 34.
Sandbergſtraße 27.
Lauteſchlägerſtraße 4.
Mollerſtraße 17.
Möſer, J. H., Ruthsſtraße 16.
Sulzmann, A., Forſtmeiſterſtr. 2.
Mattheß, H., Liebfrauenſtr. 58.
Erb, O., Alexanderſtraße 17½.

Der Verwaltungsrat der ſtädtiſchen Sparkaſſe.
Der ſtellvertretende Vorſitzende.
Wagner.
(4295a

[ ][  ][ ]

Nummer 68.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 22. März 1913.

Seite *13.

Erste

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2 Lederstühle
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1 Schreibsessel mit Leder
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2 Lederstühle
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Das Stärkſte.
Roman von Fritz Gantzer.
(Nachoruc verboten.)
9)

Der andere nickte befriedigt: Dann höre mir mal
kurz zu, Henning. Seit Stunden weiß ich, daß meine
Gefühle zu Signe tieferer Art ſind. Und ich hätte wohl
vor meiner langen Abweſenheit zu ihr davon geſprochen.
Aber Du weißt ja, ſie kennt das Geheimnis ihres Lebens
noch nicht, und ich mochte den Schleier nicht vor der Zeit
lüften. Auch dachte ich an ihre große Jugend. Darum
ſchwieg ich. Ich bin aber davon überzeugt, daß ſie in
nicht allzu ferner Zeit zu voller Schönheit erblüht ſein
und das Begehren anderer nach ihrem Beſitz entflammen
wird.
Das mag ſchon ſein, warf Henning gedankenvoll da=
zwiſchen
.
Ich möchte ſie aber nicht verlieren, fuhr der andere,
haſtiger ſprechend, fort, und ich gönne ſie keinem anderen.
Weißt Du nun, um was ich Dich bitten will, Bruder?
Ich ahne es, Gerhard. Ich ſoll ſie Dir beſchützen, ſie
für Dich bewahren.
Ja. Er legte ſeine Hand auf des Jüngeren Schulter
und zwang ſeinen Blick zu ſich hoch. Willſt Du das?
Es kam nicht ſofort ein rundes Ja. Ob das möglich
ſein wird? fragte er nur.
Warum ſollte es nicht?
Ich glaube, Du denkſt nicht an Sianes Herz. Du haſt.

nur Deine Gefühle für ſie im Auge. Wie könnte man ein
Mädchenherz bewachen?! Jede Minute iſt imſtande, die
Aufmerkſamkeit von Jahren zu vernichtet.
Gerhard hatte eine ungeduldige Handbewegung. Sage
lieber, Du willſt nicht.
Der Verdächtige erhob ſich haſtig. Du irrſt. Hier iſt
meine Hand darauf: Was ich tun kann, daß Signe für
Dich frei bleibt, daß Du ſie bei Deiner Rückkehr mit un=
berührtem
Herzen widerfindeſt, ſoll geſchehen. Biſt Du
nun zufrieden?
Ich danke Dir, Henning, ſagte Gerhard warm und
umſpannte die ihm entgegengeſtreckte Hand mit feſtem
Drucke. Nun reiſe ich beruhigt. Unter eines Henning
Bruns' Augen wird ein anvertrautes Kleinod wie das
eigene gehütet ſein.
Henning deuchte es, als habe er Unmögliches auszu=
führen
übernommen und als liege ein Leben voller Ver=
antwortlichkeit
und Schwere vor ihm, das ihm keine fried=
ſame
Stunde mehr bringen könne. Das war wie ein
dunkles Land, wie ein lichtloſer Weg. Und er hatte das
Empfinden: Du haſt Dich an Pflichten gefeſſelt, die Dir
zu erfüllen Deinetwillen nicht möglich ſein werden. Er
wollte das alles ſagen, ehe es zu ſpät war. Aber Ger=
har
ſprach ſchon von etwas anderem und meinte endlich,
daß er müde ſei und wenigſtens noch ein paar Stunden
ſchlafen wolle.
Da blieb das beabſichtigte Wort ungeſprochen. Und
der neue Morgen überſpann die Geſchehniſſe des Abends
am Vortage mit der Haſt des letzten Abſchiednehmens

und ich ein Daranſteſckeanten Merhacht nich mit
zu. Und ſo blieb Henning Bruns der Herzenshüten
Signes.

Ein wunderliches Amt! Je häufiger Henning im
Laufe der rinnenden Zeit darüber nachſann, deſto wun=
derlicher
und verzwickter erſchien ihm die ganze Sachlage.
Und immer gewiſſer kam ihm die Erkenntnis: Es iſt gar
nicht möglich, das zu tun, was Du Deinem Bruder ver=s
ſprochen.
Der Tag band ihn an das Geſchäft. Signe ſah er für
längere Zeit häufig erſt während des Abends. Wenn ihr
Sinnen nicht aus eigenem Antriebe den Weg über das
Meer nahm in das ferne Land, er konnte kaum veran=
laſſen
, daß es ſich dahin richte. Wohl ſprach er oft mit
ihr von Gerhard, las ihr ſeine Briefe vor, erläuterte ihr
dies und jenes und verſuchte immer wieder, ihre Gedanken
mit ſeiner Perſon zu beſchäftigen. Aber . .. ja, es waren
der Bedenken viele, die ihm ſtändig von neuem kamen. Daß
Signe längſt eine ganze Anzahl Verehrer in Hatting=
hauſen
beſaß, wußte er zudem noch gar nicht. Und Signs
ſelbſt vermutete es ebenſowenig. Galt doch bei allen denenz
deren Herz für Signe Bruns heißer ſchlug, noch die heim=
liche
Liebe, wenn ſie auch nur einſeitig war, für die ſchös
nere, und ſie trägt bebende Sorge für das Unerkanntblei=
ben
. Den ſie iſt jung wie grüner Klee im März und ängſtt
lich wie ein Büblein beim erſten Schritt.
Aber heimliche Liebe wächſt und wird kühn . . . .

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Das erfuhr auch Eduard Sörenſen, des Herrn Bür=
germeiſters
Einziger.
Ein klarer, heller Oktober, der zweite während Ger=
hards
Fernſein, war zu Gaſt. Er lächelte jeden neuen
Tag mit warmen Blicken an und lud zu Spaziergängen
ein.
Auch Signe war ſeinem Werben gefolgt und hatte ſich
am Vormittage aufgemacht, um auf der Höhe von Greens=
huſen
einen Strauß ſpäter Blüher zu ſammeln, den ſie in
Hennings Zimmer ſtellen wollte. Sie kannte ſeine Vor=
liebe
für Feldblumen und wußte, daß er ſich ſtets dann
beſonders darüber freute, wenn er wußte, daß ihre Hand
ſie gepflückt.
Es war eine Luſt, das junge Mädchen zu ſehen. Ueber
ihre Jahre hinaus dem Fertigſein nahe, war ihre Perſon
doch noch eine glückliche Vereinigung von der Harmloſig=
keit
des Kindes mit dem keuſchen Reiz und dem unberühr=
ten
Schmelz des jungfräulichen Weibes. Der fein model=
lierte
Kopf mit dem reinen Anſatz des Nackens erſchien
faſt zu fein, um die volle Krone des aſchblonden Haares
zu tragen. In jeder ihrer Bewegungen lag vollendete An=
mut
. Das junge Mannesherz mußte für ſie empfinden.
Einen ganzen Strauß Skabioſen, Kartäuſernelken, Gräfer
und bunter, herbſtgeküßter Blätter hatte ſie ſchon beiein=
ander
. Sie freute ſich darüber und dachte an eines an=
deren
Freude, als ſie Eduard Sörenſen von einem Feld=
wege
her auf ſich zukommen ſah. Was ſie ſtets beim An=
blick
des jungen Sörenſen empfand: ein ſtarkes Gefühl
der Abneigung, bemächtigte ſich ihrer auch jetzt. Sie hätte
eine Begegnung mit ihm am liebſten vermieden. Aber
da das unmöglich war, nahm ſie ſich wenigſtens vor, das
Zuſammenſein mit ihm nicht unnötig auszudehnen, ſon=
dern
ſofort den Heimweg anzutreten.
Eduard befand ſich, wie gewöhnlich, in vergnügteſter,

behaglichſter Stimmung und bot Signe ſeine Hilfe beim
Blumenpflücken mit einer geiſtreich ſein ſollenden Be=
merkung
an. Dabei glitten ſeine Augen begehrlich über
ihre ganze Geſtalt, während er ſein gelbes Stöckchen hin
und her pendeln ließ. Sein aufdringliches und albernes
Gebaren ſtieß Signe ab. Er erſchien ihr unſympathiſcher
denn je. Sie ſah an ihm vorüber und erklärte beſtimmt,
daß ſie ſein Anerbieten dankend ablehnen müſſe, da ſie
genügend Blumen geſammelt habe und ſich nun zum
Heimwege anſchicken wolle.
Dann dürfte Ihnen wenigſtens meine Begleitung ge=
nehm
ſein, Fräulein Signe? fragte der Abgewieſene mit
einem ſtarken Verletztſein im Ton. Eduard war immer
verletzt, wenn jemand ſeine Unentbehrlichkeit in Frage
ſtellte.
Wenn Sie es gern möchten? Bitte ſehr!
Das klang wenig nach großer Freude und wurde von
Eduard als ſolche auch wohl ſchwerlich empfunden. Im=
merhin
vermochte die kühle Art Signes nicht, daß er ſein
Vorhaben aufgab. Ihre abweiſende Haltung reizte ihn
eher. Das heimliche Begehren wuchs und flammte zu hel=
lem
Brande auf. Teufel eins! Er, Eduard Sörenſen,
hatte doch ſchon häufiger über ſpröde Mädchenherzen ge=
ſiegt
! Sollte ſeine Routine hier verſagen oder ſich nicht
als ausreichend erweiſen? War dieſe Signe naiv oder
ſtolz? Vielleicht eher ſtolz als naiv. Sie hatte ſolche eigene
Art, den Kopf zu tragen, und verſtand es, einen ſo von
oben herab anzuſehen, als wäre ſie eine Prinzeſſin. Du
mein Himmel! Es hatte doch eigentlich herzlich wenig
Veranlaſſung, ſich ſo aufzublaſen dieſes Puppenſpieler=
kind
. Eduard kam der Gedanke an Signes Herkunft als
etwas, das ſich plötzlich in den Sinn ſchiebt, dort wie ein=
geklemmt
ſitzen bleibt und nicht wieder davonkommt.
Schließlich wußte ſie noch gar nicht, daß ſie, einſt als

heimlich verlaſſenes Vagantenkind in Hattinghauſen zu=
rückgeblieben
, aus reiner Barmherzigkeit von der Familie
Bruns aufgenommen worden war. Es dachte ja in der
ganzen Stadt kaum noch einer daran. Ueberall war ſie
die Signe Bruns, das ehrſame Bürgerkind, die recht=
mäßige
Tochter des Herrn Tobias Bruns.
Eduard lächelte in ſich hinein. He, was war ſie und
was war er! Ein unbedeutendes, dunkels Etwas gegen=
über
erhabener ſonnenreiner Vorzüglichkeit. Und ſie un=
ternahm
es, ſich zu blähen, ſie wagte es, ihn wie etwas
Nebenſächliches zu behandeln ?
Man mußte ihr einmal . . . Das würde ſie ſchon
ducken. . . . Und er hatte dann am eheſten gewonnen
Spiel . . . . Sie würde froh und dankbar ſein, wenn ein
Eduard, Sörenſen, Student beider Rechte mit ſechs Se=
meſtern
und Sohn des Bürgermeiſters zu Hattinghauſen,
ſich trotz ihrer fragwürdigen Herkunft für ſie intereſſieren
und ſie zu ſich hochziehen würde.
Das alles ging dem ſtill neben Signe Herſchreitenden
wie ein flackerndes, ungewiſſes Leuchten fernen Wetters
durch den Sinn, ohne ihn zu einem feſten Entſchluß kom=
men
zu laſſen. Er fand kein endgültiges Ja oder Nein,
ſondern pendelte hin und her. Aber das wußte er gewiß:
Eine Waffe gegen ſie habe ich in meiner Hand. . . . .
Die Greenhuſener Höhe lag längſt hinter ihnen. Ein
friſcher, reiner Herbſtatem ging mit ihnen zu Tal und ſtrich
den Buchen am Wege die falben Gewänder zurecht, daß
mancher Flicken von den alten Kleidern aus zermürbtem
Tuch vor die Füße der Wandernden flatterte, nachdem
er wirbelnd um ſie einen Totenreigen aufgeführt. Eduard
war wieder lebhafter geworden. Er ſchlug ab und zu
mit ſeinem Stöckchen nach den gelben Blättern und freute
ſich, jedesmal ein Sehen Sie! rufend, kindiſch, wenn
er ein Blatt traf.
Fortſetzung falgt.!

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für den geſundheitsſchädlichen Kaffee
vollkommen Erſatz für Geſunde und
Kranke bietet, iſt Kaffee Hag, coffeln=
freier
Bohnenkaffee.

Dr. med. Ph. Münz.
(III,6910
(Der Arzt als Erzieher 1908, Heft 3.)

Handel und Verkehr.

H. Frankfurt a. M.) 20. März.
( Börſen=
wochen
bericht.) Der günſtige Subſkriptionserfolg
bei den neuen Anleihen Preußens und des Reiches hat
gezeigt, daß die maßgebenden Faktoren erſtmalig die
Wünſche der Börſe und des anlageſuchenden Publikums
durch den ermäßigten Preis befriedigten und ſodann, was
auch ſehr ins Gewicht gefallen iſt, die Seehandlung und
die Preußenkaſſe angewieſen haben, anläßlich des kom=
menden
Ultimos reichlich Gelder zur Verfügung der Börſe
zu ſtellen. Der Zinsſatz iſt zwar für Ultimogeld bis 7¾
Prozent geſtiegen; aber durch die vorhandenen Mitteln
laſſen ſich auch die bevorſtehenden großen Einzahlungen
auf obige Anleihen leichter bewerkſtelligen. Die abnorme
Situation des Geldmartkes dürfte übrigens vor dem
nächſten Monat eine Erleichterung nicht erfahren. Man
darf indeſſen annehmen, daß die Reichsbank eine weitere
Belaſtung durch eine Erhöhung der offiziellen Rate wird
erſparen können, wenn ihr auch ein Feſthalten am jetzigen
Satze ſicherlich ſehr ſchwer fallen wird. Die Verhältniſſe
am Geldmarkt dürften noch auf lange Zeit hinaus einen
weſentlichen Faktor für die Beſtimmung der Börſentendenz
und den Fortgang der Konjunktur überhaupt bilden.
Ueber die Konjunktur ſelbſt hört man, daß es in der
ſchweren Induſtrie immer ſchwieriger wird, Abſchlüſſe auf
längere Termine zu tätigen. Die alten Aufträge werden
allmählich aufgearbeitet und geben zwar immer noch
reichlich Beſchäftigung, aber der Zugang an neuen Auf=
trägen
, beſonders in der weiterverarbeitenden Induſtrie,
iſt mitunter recht ſpärlich geworden, und daher ſind auch
die großen Werke nicht mehr einheitlich feſt in der Preis=
ſtellung
wie bisher. Immerhin winken auch der Montan=
induſtrie
durch die ſtarken Heeresvermehrungen, ſowie
durch die ſtaatlichen Eiſenbahnbauten recht namhafte und
nutzbringende Aufträge. Bei Eröffnung des Wochenver=
kehrs
war man im allgemeinen ſehr reſerviert und luſtlos,
doch konnte eine beſſere Haltung Platz greifen, da die erſten
Notierungen der neuen Anleihen weſentlich über den Ein=
führungspreis
, alſo etwa 99 Prozent, lauteten und dabei

größere Umſätze darin ſtattfanden. Bemerkenswert iſt fer=
ner
der überraſchende Zeichnungserfolg auf die 4 Millio=
nen
4prozentige Darmſtädter Stadtanleihe, da die Sub=
ſkriptionsſtellen
ſofort nach Eröffnung wegen Ueberzeich=
nung
ſchließen mußten. Ein wirklich günſtiges Symptom
trotz der ungünſtigen Geldlage. Die übrigen deutſchen
Renten lagen eher ſchwächer, weil die Umtauſchoperationen
gegen obenerwähnte Werte weiter fortgeſetzt wurden.
Von den ausländiſchen Staatsfonds haben Oeſter=
reichiſch
=Ungariſche Renten und Ruſſen um Bruchteile ein=
gebüßt
; auch Rumänier ſchließen ſchwächer, weil die Hin=
ziehungspolitik
bezüglich der Entſchädigungsfrage ver=
ſtimmt
. Mexikaner blieben gut behauptet, ebenſo Chineſen
und Türkiſche Gattungen. Der Markt für Transportwerte
bekundete gute Stimmung; nur Staatsbahn und Lom=
barden
mäßig abgeſchwächt. Prioritäten im ganzen ohne
weſentliche Veränderung und ruhig. 3prozentige Süd=
bahn
=Prioritäten notierten 52½. Die Aktien der ton=
angebenden
Banken ſchließen feſter; auch Reichsbank bis
134,20 anziehend; hingegen Mitteldeutſche Kreditbank bei
120¼ um etwa ½ Prozent niedriger gegen die Vorwoche.
Das Montangebiet war zeitweiſe matt disponiert,
zeigte aber ſpäter beſſere Haltung auf Berliner Anregung
und den billigeren Privatdiskont (5¾ Prozent). Das
Ergebnis der Oberſchleſ. Eiſen=Bedarfs=Geſellſchaft, das
eine Jahresdividende von 6 Prozent gegen 3½ Prozent
im Vorjahre geſtattet, ebenſo die deklarierte Dividende
der Hibernia=Geſellſchaft mit 11½ Prozent gegen 9 Pro=
zent
im Vorjahre machten einen guten Eindruck.
Der Kaſſainduſtriemarkt wurde durch Abgaben un=
günſtig
beeinflußt. Es ſcheint, daß das Ausfallen der
Zinsberechnung bei den Dividendenpapieren die kleineren
Beſitzer infolge der jetzigen hohen Zinsſätze zu Verkäufen
veranlaßt. Feſt waren Chemiſche Griesheim bei 242¾,
Badiſche Anilin bei 536, Bielefelder Dürkopp bei 375, Che=
miſche
Albert bei 441 und Verein chemiſcher Fabriken
Mannheim bei 350, letztere verteilen wieder 20 Prozent
wie im Vorjahre. Buderus Eiſenwerke lagen ſchwächer
bei 113, obgleich für das abgelaufene Geſchäftsjahr 7 Pro=
zent
gegen 6 Prozent im Vorjahre deklariert wurden. Mat=
ter
ſind ferner die meiſten übrigen Werte, darunter Kleyer
bis 555, Deutſche Gold= und Silberſcheideanſtalt bis 6291=
Kunſtſeide bis 63¼, Gummi=Peter bis 70,10, Moenus bis
294, Höchſter Farbwerke bis 619½, Daimler bis 300½, All=
gemeine
Elektrizitäts=Geſellſchaft bis 229½, Holzverkohlung
bis 330¾, Weſteregeln bis 205, Steana Romana bis 147,70
Prozent. Die Donnerstag=Börſe, welche wegen des Oſter=
feſtes
die letzte der Woche iſt, war bereits unter dem Ein=
fluß
der Feiertage ſehr ruhig, und es vollzogen ſich nur
geringe Veränderungen. Geld war erfreulicherweiſe wei=
ter
etwas leichter und mäßig billiger. Die Odenwälder
Hartſtein=Induſtrie=A.=G. Darmſtadt verteilte wieder 7½
Prozent und erklärte ferner, der Geſchäftsgang im neuen
Jahre ſei bisher normal geweſen, ſo daß ein befriedigen=
des
Ergebnis auch ferner erwartet wird.
Von Loſen notieren: Augsburger 35,20, Braunſchwei=
ger
197,25, Genua 204, Freiburger 99,80 Mailänder 45
Fres. 140 B, Mailänder 10 Frcs. 37, Meininger 35, Tür=

kiſche 156,20, Ungariſche 378½B, Venediger 50 nominell,
Raab=Grazer Anrechtsſcheine 39,30 in Reichsmark: Go=
thaer
Prämie II 115,25, Donau=Regulierung 170B, Ma=
drider
73,10 in Prozent; ferner ſchließen: 4proz. Reichs
(rückzahlbar bis 1918) 98,80 G, 3½proz. Reichs 86,30, 3 pro=
zentige
Reichs 75,40, 4proz. Heſſen von 1899 96,50 G, 4 pro=
zentige
Heſſen von 1906 96,60, 4proz. Heſſen von 1908/09
96,40 G, 4proz. Heſſen (rückzahlbar bis 1921) 99,50, 3 ½pro=
zentige
Heſſen 84,75, 3proz. Heſſen 73,25, 4proz. Darm=
ſtädter
976 3½proz. Darmſtädter 87,70 G, 4proz. Heſſ.
Land=Hyp.=Pfandbr. (S. 1823) 98,70 G, 4proz. Heſſ.
Land=Hyp.=Pfandbr. (S. 2425) 98,90, 3½proz. Heſſ.
Land=Hyp.=Pfandbr. (S. 35) 86,20 G, 3½proz. Heſſ. Land=
Hyp.=Pfandbr. (S. 911) 86,30, 4proz. Heſſ. Kommunal
(S. 1012) 98,70 G, 4proz. Heſſ. Kommunal (S. 1314)
98,90 G, 3½proz. Heſſ. Komm. (S. 13) 86,40 G, 3½ proz.
Heſſ. Kommunal (S. 4) 86,30 G, Darmſtädter Bank 122 G,
Südd. Eiſenbahn=Geſellſchaft 127,20 B, Südd. Immobilien=
Geſellſchaft (Mainz) 57B, Lack= und Farbenfabr. Schramm
(Offenbach a. M.) 269G, Lederwerke vorm. Spicharz
(Offenbach a. M.) 61, Faber u Schleicher A.=G (Offenbach
a. M.) 128 G, Chemiſche Mühlheim a. M. 65,50, Shantung
124½, South=Weſtafrika 123½, Otavi=Anteile 107,25, Otavi=
Genußſcheine 75,50, 4½proz. Ruſſen 99,60 4proz. 1880er
Ruſſen 89 G, 4proz. 1902er Ruſſen 89,30, 3¾oproz. Ruſſen
87, 3½proz. Ruſſen 79,60, 3proz. Ruſſen 72.50, 4proz.
Adminiſtr. Türken 77,30 G, 4proz. Unifiz. Türken 85,90G,
4proz. Bagdad=Türken 79,30, 4proz. Convert=Türken von
1905/11 74,50 G, 5proz. Bulgaren 99G, 4½proz. Serben
88,30 B, 4proz. Serben 80,85, Griechen von 1890 59 Grie=
chen
von 1887 55. 5proz. Chineſen 99,45, 4½proz. Chineſen
93, 5proz. Chineſen (Tientſin=Pukow) 95,30, 4½proz. Ja=
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Alſo jetzt mache Se mol e groß ladeiniſches a un
e Klammer dehinner un ſchreiwe Se hie Die Feierdäg im
Allgemeine‟. Dann mache Se e groß ladeiniſch b un aach
widder e Klammer dehinner un ſchreiwe Se hie Die
Oſtern im Beſondere‟. Un dann mache Se noch emol
e groß ladeiniſches e und noch emol e Klammer dehinner
und ſchreiwe Se hie Verſchiedenes un ſo‟. Deß is alſo
die Dagesordnung for heit, odder wie mer ſich gebilder
ausdricke dhut, des Pennſum, iwwer deß wo mer heit diſch=
bediern
wolle. Awwer nor kalt Blut un kaa Iwwer=
ſterzung
, damit, daß es uns net ſo geht wie dem, der wo
im Ortsgewerweverein emol en Vordrag iwwer Die
Seife halte wollt un hott ſich uffs Podium nuff geſtellt
un hott agefange zu redde, un hott geſagt: Alſo,
meine Herrn: Die Saaf . . . meine Herrn . . . die
Saaf . . . alſo, die Saaf . .. meine Herrn . . . die
Saaf Un do is em der Faddem abgeriſſe un er
hott iwwerhaubt net mehr gewißt, was er ſage hott
wolle.
Ich geb zu, daß der Erfolg un der Beifall, den er do=
denoch
krickt, aach net greeßer hett ſei kenne, wann em vor
lauter Saaf, un Saaf, un Saaf, zuletzt doch noch en Saafe=
ſſieder
uffgange weer un er hett zwaa Stund lang iwwer
Die Saaf doch noch wos annerſter vorzubringe gewißt,
als wie blos Die Saaf wo’s noochher e Mordshalloh
druff gewe hott un Heiterkeit un ſo.
Alſo, dem Saaferedner ſein Beifall derf uns net ver=
leide
, aach ſo azufange, indem nemlich, weil unſer Temah
vieler zu ernſt is, als wie daß mer mit eme Heiderkeits=
erfolg
zu rechne hette.

Punkt 4. der Dages=
ordnung
: Die Feierdäg im Allgemeine‟
Unner de Feierdäg im Allgemeine verſteht mer:
1. Geſetzliche, ungeſetzliche un halbgeſetzliche;
2. Beſtändige un unbeſtändige:
3. Verregende un an dene, wo mer nix druff hot;
Beliebte un an dene, wo mer Beſuch krickt.
So. Jetzt gewe Se acht. Alſo 1.: Geſetzliche Feierdäg
ſin ſolche, an dene, wo mer Luſt hat zum Schaffe un mer derf
net. Deß ſin zwar die wenigſte, dadefor ſin ſe awwer ſo
feſtlich, daß ſe gleich uff zwaar Dag hinnenanner falle. Un=
geſetzliche
Feierdäg ſin ſolche Däg, an dene, wo mer ſchaffe
muß un mer hott kaa Luſt. Deß ſin die meiſte, un die
gehn gor net all in de Kallenner. Halbgeſetzliche Feierdäg
ſin ſolche, an dene, wo mer’s mache kann, wie de Parrer
Raßmann. Un unner die halbgeſetzliche Feierdäg falle
beiſchbielsmeßig: de Meßmondag, die Landdagseröffnung
vun de Erſte Kammer, de Grenzgang vun de Stadtvädder,
de Bäcker=Innung ihr Schenerahlverſammlung un ſo
weider.
Jetzt kumme mer 2. an die Beſtändige un Unbeſtän=
dige
. Die beſtändige Feierdäg falle merkwerdiger=
weis
alle Jahr uff en annern Wochedag, wie zum Baſchbiel
Kaiſers Geburtsdag; die unbeſtändige falle dohern=
gegen
ausgerechent immer uff en Sunndag, mit Ausnahme
vun de Faßnacht, die fellt mehrſtendaals uff de Diensdag
vor Aſchermittwoch; deß hab ich eiwandsfrei feſtgeſtellt.
De Namensdag vun meim Petter fellt nu allerdings uff
Stinkbock, awwer deß is gach weider’s kaa Feierdag.
Nu kemte mer 3. an die Verregende un an dene, wo
mer nir druff hott. Alſo unner die verregende Feier=
däg
rechent mer emol allmitnanner die, an dene wo’s
net ſchneit; ferner die, an dene, wo mer geweſche
werd; ferner die, an dene, wo mer mit ſeine neie Kluft in
e Gewidder kimmt. Alle annern Feierdäg ſin die, an
dene, wo mer nix druff hott.
Jetzt kimt 4. und letztens: die beliebte un an dene, wo
mer Beſuch krickt. Beliebte Feierdäg ſin die bereits unner
Ziffer 2, halbgeſetzliche Feierdäg, erwehnte Feierdäg.
Alſo: Grenzgang, Landdagseröffnung vun de Erſte Kam=
mer
Bäcker=Innungs=Schenerahlverſammlung; ferner 's
Neijohrseſſe im Schloß, un dann, wann die Akzionär vun
de Bank für Handel un Induſtrie ihr Diffedende verdaale;
gach, wann en Bahnhof eigeweiht werd; korzum, all die
Feierdäg, an dene, wo’s hinnenooch wos Gutes zu eſſe
un zu drinke gibt. Unner die beliebte Feierdäg falle deß=
wege
aach Kinndaafe, Hochzeite, Geburtsdagsfeiern ätzäd=
dera
, deß haaßt, ſo fern als daß mer dezu eigelade is.
Im annern Fall nemlich, do ranſchiern derartige Feierdäg
unner die Feierdäg, an dene, wo mer Beſuch krickt, un die
kumme gleich hinne de zehn Plage Eſchibbdens, dann do
brauch mer net mehr zu ſage Gott ſtrof mich!. Do is mer
geſtroft genug.
Alſo deß weer ſo deß, wos mer iwwer die Feierdäg
im Allgemine ſage kennt. Jetzt kemte mer an B: Die
Oſtern im Beſondere‟.
Die Oſterfeierdäg hawwe vor alle Dinge emol deß
Beſondere an ſich, daß ſe zu de unſicherſte Kandoniſte vun
de Feierdäg geheern; ſie falle zwiſche de Monade erum,
wie die Looſer am Muſterungsdag. Des Wädder is an

m
Wahlzeddel for die Stadtratswahle. Ganz beſunners diß
Johr, do baſſe die Oſtern in de Kallenner wie en Hand=
kees
in en Paffimerielade.
Nu kennt mer eigentlich dem Umſtand ganz gut aus
em Wähk geh, indem daß mer hergingt un dhet die Oſtern
uff en beſtimmte Dadumm feſtnagele, an dem, wo es
Wädder e klaa bische freundlicher weer. Awwer die
Herrn Parrer, in dene ihr Meddjeh deß eneigreife dhut,
die kenne ſich ewe net domit befaſſe, weil ſe unner ſich ſelbſt
net ganig ſin un miſſe ſich deshalb an die Ooffentlichkeit
verflichtige un miſſe Vorträg halte un ſo.
E weiter Eigentiemlichkeit vun de Oſtern is die bio=
logiſche
Merkwerdigkeit, daß ſich, ausgerechent an dene
ſchläächte Feierdäg, de Has eibilde dhut, er weer e Hinkel
un legt Eier. Sogar geſoddene. Leider legt er net aach
de richtigen Spinat dezu, der, wo ewe ſo ſo deier is; do
wißt doch endlich mol mei Staarösche, wos ſe koche ſoll.
Dann deß es ewe e Lammedatzion mit dem bißje Eſſe. De
ganze Dag haaßt’s: Ach, wos ſoll ich dann morje wid=
der
koche 24
Mit de Oſtern uffs engſt verbunde is aach die ſoge=
nannte
Stille Woche net =u verwechſele mit ere Weiße
Woch. Un domit kemmt ich jetzt zu Punkt C: Verſchie=
denes
un ſo.
Nemlich die Stille Woch geheert der Hausfraa, do
muß mer dem Ooſezeig aus em Wähk geh, dann da wer=
den
Weiber zu Hiejähnen, ſeegt Schiller. Wann mer
awwer ſchun emol an dere große Butzerei is, dann ſoll
mer ſich net ſcheniern un ſoll mithelfe un ſoll aach aus
ſeine Bruſt un aus ſeim Herz un aus ſeim dumme Kobb
all den Staab un die Spinnewewe erausfege. Un mer ſoll
all den alte Krembel un die Sorje un all die Angſt in de
Dreckkaſte ſchmeiße. Un wann mer in uns ſelber gach wid=
der
mol richtig gefegt und gelift hawwe, dann fellt uns
uff aamol en Staa vum Herze, ſo ſchwer, wie en Staats=
awalt
, un mir ſehe, daß die Welt doch net ſo äbſch is, wie
ſe momentan ausſieht. Un wann erſt emol widder die
Sunn in uns enei ſcheint, dann peife mer uff all den bol=
lidiſche
Schwäwwel, un er ſcheniert uns noch net ſo viel,
wie des Schwazze unnerm Nagel. Un wann’s in leng=
ſtens
verzeh Dag de Waldmaaſter ſo weit gebracht hott,
daß mern endlich aus de Erd gucke ſieht, dann is die
Seeligkeit gor net auszudenke, dann feiern mer ewe unſer
eigene Oſtern, unſer Ufferſtehungsfeſt, ganz brifadiem
un ganz for uns allgans, un dann merke mer erſt un
glagwe’s gach, wann mer ſinge:
O du ſeelige, o du fröhliche,
Gnadenbringende Oſterzeit.
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Erangeliſche Gemeinden.
Oſtern
1. Feiertag. Sonntag, den 23. März 1913.
Kollekte für den Kirchenfonds
Hoſkirche: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Nachm. um 3 Uhr: Vesper; danach Beichte.
Stadtkirche: Morgens um 8 Uhr: Choralblaſen des
Wartburg=Poſaunenchors vom Turm der Stadtkirche:
1. Wachet auf, ruft uns die Stimme; 2. Gelobt ſei Gott
im höchſten Thron: 3. Macht auf die Tor’ der G’rechtig=
keit
; 4. Oſtern, Oſtern, Frühlingswehen. Vormittags
um 10 Uhr: Prälat D. Flöring.
Vormittags um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Velte. Abends
um 6 Uhr: Pfarrer Velte. (Zugleich Vorbereitung.)
Stadtkapelle: Vorm. um 7 Uhr: Pfarrer Beringer
Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Dr. Diehl. Feier
des heil. Abendmahls mit Vorbereitung. Vorm. um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Kleberger.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. 8½ Uhr.
Vormittags um 10½ Uhr: Kindergottesdienſt ( Stein=
ſtraße
24, Muſikſaal).
Johanneskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Dingeldey. Vormittags um 11¾ Uhr: Kindergottes=
dienſt
.
Martinskirche: Morgens um 7 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger. Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Wid=
mann
. Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für
den Weſt bezirk. Pfarrer D. Waitz. Nachmittags um
4 Uhr: Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Pfründnerhaus: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
mit Abendmahl. Pfarrer Hickel. Vorm. um
11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Nachmittags um 3 Uhr:
Oſterandacht.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Feier des heil. Abendmahls mit Beichte. Anmeldung von
10 Uhr ab. Pfarrer Wagner. Nachm. um 2 Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Lic. Adolph. Nach=
mittags
um 3 Uhr: Beichte für das mit der Konfirmation
verbundene Abendmahl. Pfarrer Wagner. Abends
um 6 Uhr: Pfarraſſiſtent Lic. Adolph.
Pankuskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Rückert.
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Rückert.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 23. März,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt ( Konfir=
mandenfeier
. Nachmittags um 4 Uhr: Bibelſtunde.
Abends um 8½ Uhr: Evangeliſation. Donnerstag,
den 27. März, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Samstag, den 29. März, abends um 9 Uhr: Bibelſtunde
für Beamte. Zweig der Stadtmiſſion ( Beſſunger=
ſtraße
88, Hth.). Sonntag, den 23. März, vormittags um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Nachm. um 3 Uhr:
Jugendbund für Jünglinge. Um 4½ Uhr: Jugend=
bund
für Jungfrauen. Freitag, den 28. März, abends
um 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Evangeliſche Gemeinſchaft (Kiesſtr. 43): Sonntag,
den 23. März, Oſterfeſt, abends um 8¼ Uhr: Predigt.
Dienstag, den 25. März, abends um 8¼ Uhr: Bibel=
ſtunde
. Prediger A. Berner aus Frankfurt a. M.
2. Feiertag. Montag, den 24. März
Hofkirche: Vorm. um ½10 Uhr: Beichte und An=
meldung
zur heil. Kommunion in der Sakriſtei. Vorm.
um 10 Uhr: Feier des heil. Abendmahls.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Konfirmation der
Konfirmanden des Südweſt bezirks und Abendmahls=
feier
. Pfarrer Velte. Nachm. um ½3 Uhr: Prüfung
der Konfirmanden des Schloßbezirks. Pfarrer D. Dr.
Diehl. Abends um 6 Uhr: Pfarrer Vogel.
Stadtkapelle: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Beringer.
Militärgemeinde: Kein Gottesdienſt.
Johannesgemeinde: Vorm. um 10 Uhr: Konfirmations=
feier
des Nordbezirks mit heil. Abendmahl. Pfarrer
Marx. Kollekte für den Kirchenfonds.
Nachm. um
Uhr: Prüfung der Konfirmanden des Süd bezirks.
Pfarrer Dingeldey.
Martinskirche: Vormittags um ½10 Uhr: Pfarrer
D. Waitz. Vormittags um 11 Uhr: Prüfung der
Konfirmanden des Oſt bezirks. Pfarrer Widmann.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Lenz. Nachm. um 3 Uhr: Oſterandacht.

Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Kollekte für den
Kindergottesdienſt. Vorm. um 9½ Uhr: Konfirmations=
feier
mit darauffolgendem Abendmahl. Pfarrer Wagner
Nachm. um 3 Uhr: Entlaſſung der Konfirmanden.
Pfarraſſiſtent Lic. Adolph.
Pauluskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Herpel. Nachm. um 3 Uhr: Konfirmandenprüfung.
Lutheriſcher Gottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am 2. Oſterfeiertag, den 24. März, vormittags
um 10 Uhr, im Feierabend, Stiftſtraße 51: Predigt
und heil. Abendmahl (Beichte um 9½ Uhr). Pfarrer
Müller.
Gottesdienſt der Nenapoſtoliſchen Gemeinde ( Lagerhaus=
ſtraße
4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr.
Mitt=
woch
, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig gelauſter Chriſten (Baptiſten), Mauer=
ſtraße
17: Sonntag, den 23. März, vorm. um ½10 Uhr:
Abendmahlsfeier.
Vorm. um ½11 Uhr: Sonntags=
ſchule
.
Nachmittags um 4 Uhr: Feſtgottesdienſt
Prediger Höpfner. Abends um 6 Uhr: Jugendverein.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 23. März, nachm. um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule.
Um 4 Uhr: Predigt. Freitag, den 28. März, abends
um ½9 Uhr: Gebetsſtunde.
Katholiſche Gemeinden
Oſtern
Oſter=Sonntag, den 23. März 1913
St. Ludwigskirche: Samstag, den 22. März, nachmit=
tags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur
hl. Beichte. Um 6 Uhr: Auferſtehungsfeier und erſte
hl. Meſſe. Um 7 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion
Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt mit Predigt. Um
½10 Uhr: Levitiertes Hochamt mit Predigt Um
11 Uhr: letzte heil. Meſſe. Nachmittags um 3 Uhr:
Vesper; nach Beendigung der Vesper Gelegenheit zur
heil. Beichte.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½7 Uhr: heil. Meſſe. Nachm. um 4 Uhr: Ver=
ſammlung
im Mädchenheim. Abends um 6 Uhr:
Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 22. März, nach=
mittags
von 3 Uhr an und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte (Kapuzinerpater).
Sonntag, vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte (Kapuzinerpater). Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe
und Auferſtehungsfeier. Um 8 Uhr: hl. Meſſe mit
Predigt. Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt.
Nachm. um 2 Uhr: Feierliche Vesper. Nach der Vesper
hl. Beichte (Kapuzinerpater), ſowie abends um 8 Uhr und
Montag morgen um ½6 Uhr.
Kapelle in Arheilgen: Sonntag, vorm. um ½ 10 Uhr:
Hochamt und Predigt.
St. Marlinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
22. März, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Kollekte für den Kirchenbau
Sonntag, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. Um 7 Uhr: hl. Meſſe. Um 9 Uhr:
Amt mit Predigt. Nachmittags um ½3 Uhr: Feier=
liche
Vesper; darauf Gelegenheit zur hl. Beichte.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 22. März, nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit bei
einem fremden Geiſtlichen.
Sonntag, vormittags um ½ 6 Uhr: Beichte. Um
6 Uhr: Auferſtehungsfeier. Um ½7 Uhr: Austeilung
der heil. Kommunion. Um ¼10 Uhr: Hochamt und
Predigt von Herrn Prof. Fauſtmann. Nachm. um
½2 Uhr: Vesper; darauf Beichtgelegenheit.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, vorm. um 7 Uhr:
Beichtgelegenheit. Um ½8 Uhr: Auferſtehungsfeier,
Amt und Predigt. Nachmittags um ½2 Uhr: Andacht.
Oſter=Montag, den 24. März
St. Ludwigskirche: Kollekte für den hl. Vater. Vorm.
von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. Um
6 Uhr: erſte heil. Meſſe. Um 7 Uhr: Austeilung der
heil. Kommunion. Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt.
Um ½10 Uhr: Hochamt. Um 11 Uhr: letzte heil.

Meſſe. Nachm. um 3 Uhr: Feſtandacht. An allen
Werktagen, vorm. um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Kapelle der Warmherzigen Schweſtern: Montag, vorm.
tags um ½7 Uhr: heil. Meſſe. Nachm. um 4 Uhr:
Verſammlung der Jungfrauen=Kongregation. Um
6 Uhr: Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Montag, vormittags
um 7 Uhr: hl. Meſſe. Dienstag, vorm. um 7 Uhr:
Segenmeſſe mit Predigt.
Kapelle zu Nieder=Ramſtadt: Montag, vormittags um
9 Uhr: Singmeſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Vorm. von ¾6 Uhr an: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte. Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. Um
8 Uhr: heil. Meſſe mit Predigt.
Um ½10 Uhr:
Hochamt und Predigt. Nachm. um 2 Uhr: Andacht
und Segen.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Vormittags um
6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Um 7 Uhr: hl.
Meſſe. Um 9 Uhr: Amt mit Predigt. Nachmittags
um ½3 Uhr: Feſtandacht.
Kirche zu Eberſtadt: Vorm. um ½6 Uhr: Beichte.
Um ½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. Um
¼10 Uhr: Hochamt und Prüfung der Erſtkommunikanten.
Nachmittags um ½2 Uhr: Andacht. Werktags um
8 Uhr: Singmeſſe; darauf Vorbereitung auf Weißen
Sonntag.
In der Provinzial=Pflegeanſtalt bei
Eberſtadt: Vorm. um 8 Uhr: hl. Meſſe mit Predigt.
Hapelle zu Pfungſtadt: Nachmittags um ½2 Uhr:
Andacht.

The Church of England Service
Easter Sunday, 23rd March 1913.
Holy Communion at 8 a. m.
Morning Service followed by Holy Communion will
take place at 11,30 a. m.
The Rev. Hope-Jones, Chaplain at Davos Platz
will officiate.

Getaufte, Getraute und Beerdigte.

Cetaufte bei den evangeliſchen Gemeinden
Stadtgemeinde: 16. März: Dem Badewärter
Georg Burkert S. Karl, geb. 25. Febr. Dem Bank=
beamten
Heinrich Conſtantin Balzer, S. Erich, geb.
26. Dez. Dem Kartograph Wilhelm Max Georg Alten=
kirch
S. Wilhelm Georg Alfred, geb. 10. Dez. 18. März:
Dem Tiefbauamtsarbeiter Auguſt Möſer T. Chriſtina,
geb. 5. Jan.
Johannesgemeinde: 16. März: Dem Schleifer
Ludwig Weckbach S. Georg, geb. 27. Febr. Eine unehel.
Tochter Liſette, geb. 3. März.
Martinsgemeinde: 16. März: Dem Eiſenbahn=
werkführer
Georg Jacob Ludwig Müller S. Kurt Her=
mann
, geb. 25. Dez. Dem Lokomotivheizer Johann
Friedrich Georg Simon T. Anna Margarete, geb.
12. Febr. Dem Maſchinentechniker Karl Friedrich Frank
T. Marie Margarete, geb. 22. Febr.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 15. März: Lehrer Adam Dex=
heimer
hier und Lehrerin Ida Beck zu Pfungſtadt.
Fabrikant Georg Wilhelm Johann Göbel und Emmy
Hoffmann. Städt. Ingenieur Friedrich Wilhelm Holz=
apfel
zu Straßburg i. Elſ. und Alice Philippine Elvira
Wolff.
Johannesgemeinde: 15. März: Buchdrucker
Maximilian Bolkart und Frieda Teichmüller von hier=
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 17. März: Eliſe Hirſch, Ehefrau
des Zimmermanns, 55 J., ſtarb 15. März. 16. März:
Rechnungsrat Auguſt Ernſtberger, 53 J., ſtarb 13. März.
Greta Keil, 14 J., ſtarb 13. März. 18. März: Kaufmanns=
lehrling
Willi Schick, 17 J., ſtarb 15. März. 20. März=
Zimmermann Friedrich Wurm, 25 J., ſtarb 17. März.
Johannesgemeinde: 15. März: Thereſe Ferger,
ledig, 55 J., ſtarb 13. März. 16. März: Wilhelmine
Jordan, geb. Peters, Ehefrau des Werkmeiſters, 43 J.,
ſtarb 13. März. 17. März: Emma Kritzler, geb. Dilthey,
Witwe des Landgerichtsrats, 75
ſtarb 14. März.
18. März: Schreinermeiſter Peter Seibert, 60 J., ſtarb
16. März.
Martinsgemeinde: 19. März: Marg. Drewer=
mann
, Tochter des Privatdozenten zu Preungeshain,
8 J., ſtarb 17. März.

Bekanntmachung.
Es wird empfohlen zu kochen:

Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Sonnabend
Sonntag

Knorr=Pilzſuppe
Tomatenſuppe
Knorr=Linſenſuppe
Frankfurterſuppe
Knorr=Weibertreuſuppe
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(Eierfiguren)
Knorr=Spargelſuppe

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Festtagen zum Ausschank, das sich einen großen Kreis von Verehrern im
Laufe der Jahre erworben hat.
Vor kurzem hat die Brauerei Gebrüder Wiener zur Krone in Darm-
stadt
den Verkauf dieser bislang ausschliesslich von uns verwendeten Marke
ob ebenfalls nach einem böhmischen Original-Rezept hergestellt, entzieht
sich unserer Kenntnis auch aufgenommen.
Wir erlauben uns das verehrl. Publikum deshalb darauf aufmerksam zu
machen, dass seine, durch die in fast zwei Jahrzehnten bewährte Trefflichkeit un-
seres
Erzeugnisses wohlbegründete gute Erinnerung an die Marke Böhmisch
Doppelbier von altersher sich lediglich an unser Produkt knüpft
und bitten bei Bestellung stets nur

zu verlangen.
Die Direktion
der Mainzer Aktien-Bierbrauerei.

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II. Oſterfeiertag:
Familienſpaziergang
durch den Park nach Arheilgen.
Einkehr und Tanz bei Karl Rapp.
Abmarſch ½2 Uhr vom Ballonplatz. Bei ſchlechtem Wetter
Abfahrt 2.38 Uhr Luiſenplatz.
(6893
Der Vorstand.

(20
Rummelbrau.
Am II. Oſterfeiertag, den 24. d. Mts.:

2 Sroße Imar-Stteichkonzerte
ausgeführt von der Kapelle des Großh. Art.-Korps
Leitung: Herr Obermuſikmeiſter F. Mickley.
Programm. Unter anderem: Ouvertüre Raimund von
Thomas. Präludien, Chor und Tanz aus Das Penſionat von
Suppé. Ein Immortellenkranz auf das Grab Lortzings von
Schreiner. Filmzauber von Walther=Kollo. Schnee=
glöckchen
läuten den Frühling ein von Wiggert. Chauffeur im
Metropol Revue von Irving=Berlin. Solo=Vorträge von Herrn
Cornett à Piſton=Soliſten Speier.
(6968
nachmittags 4 Uhr
Eintritt 25 Pfg.
Aufang und abends 8 Uhr
Die vorderen Lokalitäten ſind für Nichtkonzertbeſucher reſerviert.
Donnerstag, den 27. März: Künſtlerkonzert.
Ludwigshöhe.
Montag, den 24. März (II. Osterfeiertag) u. Dienstag,
den 25. März (III. Osterfeiertag):

S
Fesikonzerte
ausgeführt
von der Kapelle des Leibgarderegiments (grösserer Teil)
unter Leitung des Obermusikmeisters H. Hauske.
Aus der Spielfolge am II. Osterfeiertag: Herold: Ouvertüre
z. Zampa‟. Mascagnie: Fragmente a. Cavalieria rusticana‟
Strauss: Wiener Blut‟. Demerseman: Ein Festin Araujuez‟.
Wagner: Motive a. Tannhäuser‟. Grossman: Czardas.
Für 3. Feiertag: Adam: Ouvertüre z. Wenn ich König
wäre‟ Schreiner: Ein Robert Schumann-Album. Wagner:
Chor der Friedensboten. Wolf-Ferrari: Intermezzo a. d. Schmuck
der Madonna. (Auf Wunsch!) Langer: Grossmütterchen usw.
Eintritt 25 Pfg.
Anfang 4 Uhr.
Für Nichtkonzertbesucher stehen die oberen Räume zur
(B6930
Verfügung.
austhaus zum Schwanen
Eberstadt.
Am 2. Osterfeiertag
grosses
Vergnügen.
Tanz
Militär-Kapelle.
(6981

Schlittschuhklub-Sportverein
Hauptverſammlung
Donnerstag, den 27. März, abends 6 Uhr,
im Restaurant Kaisersaal‟.
Tagesordnung:
1. Jahresbericht und Rechnungsablage.
2. Verſchiedenes.
Um möglichſt zahlreiche Beteiligung an dieſer Hauptverſamm=
(6978sm
lung wird gebeten.
Der Vorstand.
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Protektor: Se. Königl. Hoheit der Grossherzog.

Samstag, den 29. März 1913,
abends 9 Uhr:
Sneindei
Hauptverſammlung.
. Berichterſtattung,
Tagesordnung: 1
. Anträge,
3. Satzungsänderung,
4. Neuwahl des Vorſtandes und der Ausſchüſſe,
5. Verſchiedenes.
(6973
Anträge ſind bis zum 26. März einzureichen.
Die Wahl der Turnwarte findet Freitag, den 28. März,
auf dem Tunplatz und die des Obmannes der Singmannſchaft
Dienstag, den 25. März, in der Singſtunde ſtatt.
Der Vorſtand.
Allgemeiner Vereingegen Verarmung u. Bettelei
Einladung
zur Mitgliederverſammlung
in den Rathausſaal am Markt auf
Mittwoch, den 26. März 1913, nachm. 3 Uhr.
Tagesordnung:
1. Entgegennahme des Geſchäftsberichtes für 1912.
2. Abhör der Jahresrechnung und Entlaſtung des Rechners.
3. Wahl der Vorſtandsmitglieder.
4. Verſchiedenes.
(6921si
Für den Vorſtand:
D. Petersen, Geh. Oberkonſiſtorialrat.

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Nationalſpende zum Kaiſerjubiläum
für die chriſtl. Miſſionen in unſeren Kolonien u. Schutzgebieten.

Unter dem Protektorat Seiner Hoheit des Herzogs Johann Albrecht
zu Mecklenburg, Regenten des Herzogtums Braunſchweig, Präſidenten
der Deutſchen Kolonial=Geſellſchaft.
Zum Regierungsjubiläum Seiner Majeſtät des Kaiſers rüſtet
ſich das deutſche Volk, eine Nationalſpende für die chriſtlichen Miſſi=
onen
in den deutſchen Kolonien und Schutzgebieten zu überreichen.
Seine Majeſtät der Kaiſer hat huldvollſt ſeine Freude über den Plan
geäußert und ſeine Bereitwilligkeit ausgeſprochen, die Nationalſpende
für den angegebenen Zweck in Empfang zu nehmen.
Die Sammlungen werden von beiden Konfeſſionen getrennt
organiſiert und durchgeführt.
Die evangeliſchen Glaubensgenoſſen haben die Arbeit in den
Kolonien und Schutzgebieten mutig in Angriff genommen. Neben
ihren religiöſen Aufgaben haben die Miſſionen ein ausgedehntes
Schulweſen und einen umfaſſenden ärztlichen Samariterdienſt
eingerichtet. Es gilt, den Eingeborenen zu einem verſtändigen brauch=
baren
Arbeiter, zu einem zuverläſſigen Menſchen, zu chriſtlichen Lebens=
anſchauungen
zu erziehen. Außerdem aber bedarf die eingeborene
Bevölkerung dringend ärztlicher Hilfe zur Bekämpfung der verheerenden
Seuchen und der Kinderſterblichkeit, die das ſchwerſte Hindernis einer
gedeihlichen wirtſchaftlichen Entwickelung bilden.
Das Regierungsjubiläum des Kaiſers bietet uns die Gelegen=
heit
, durch eine Spende unſeren Miſſionen zu helfen und damit zu=
gleich
ein nationales Intereſſe zu fördern. Möge auch jetzt die Opfer=
willigkeit
ſich bewähren und der Größe des Bedürfniſſes wie dem
hohen Zwecke entſprechen.
Zum Zweck der Sammlung von Geldſpenden für die evange=
liſchen
Miſſionen ſind die Unterzeichneten zu einem Landeskomitee
zuſammengetreten.
An alle unſere Glaubensgenoſſen ergeht die herzlichſte Bitte,
ſich an der Nationalſpende für unſere Miſſionen nach Kräften zu
beteiligen. Alle Gaben, große wie kleine, ſind willkommen.
Soweit nicht etwa in größeren Orten beſondere Sammelſtellen
bekannt gemacht werden, werden die evangeliſchen Ortsgeiſtlichen zum
Empfang von Geldſpenden gerne bereit ſein.
Hauptſammelſtelle im Großherzogtum iſt die Bank für
Handel und Induſtrie in Darmſtadt, an die alle für die evange=
liſchen
Miſſionen geſammelten Geldſpenden abzuführen ſind und auch
Einzelgaben entrichtet werden können.
Das Landeskomitee für das Großherzogtum Heſſen
Karl Fürſt zu Solms=Hohenſolms=Lich, Vorſitzender.
Benemann, Kirchenrat, Pfarrer, Worms. Dr. Berger, ord.
Profeſſor, Darmſtadt. Lic. Theol. Dr. Bert, Pfarrer, Weiſenau. Dr.
Dr.=Ing. Braun, Miniſter der Finanzen, Darmſtadt. Dr. Breidert,
Geheimerat, Provinzialdirektor, Mainz. Dr. Collatz, prakt. Arzt,
Darmſtadt. Dingeldey, Pfarrer, Darmſtadt. Dr. Dullo, Oberbürger=
meiſter
, Offenbach a. M. D. Eck, ord. Profeſſor, Rektor der Landes=
univerſität
Gießen. Ehrhardt, Oberhofprediger, Darmſtadt. Eliſabeth,
Fürſtin zu Erbach=Schönberg, Prinzeſſin zu Waldeck und Pyrmont.
Euler, Oberkonſiſtorialrat, Superintendent, Darmſtadt. Dr. von Ewald,
Staatsminiſter, Darmſtadt. Feine, Kommerzienrat, Mainz. Fey,
Provinzialdirektor, Darmſtadt. Fiſcher, Pfarrer, Groß=Bieberau. D.
Dr. Flöring, Prälat, Superintendent, Darmſtadt. Dr. Gail. Geh.
Kommerzienrat, Mitglied der Erſten Kammer, (Hießen. Dr. Gläſſing,
Oberbürgermeiſter, Darmſtadt. Grünewald, Geh. Juſtizrat, Darm=
ſtadt
. Dr. Habicht, Sanitätsrat, Darmſtadt. Freiherr Heyl zu
Herrnsheim, Wirklicher Geheimerat, Mtglied der Erſten Kammer,
Worms. von Hombergk zu Vach, Miniſter des Innern, Darmſtadt.
Huff, Hauptlehrer, Darmſtadt. Köhler, Oberbürgermeiſter, Präſident
der Zweiten Kammer, Worms. Korell, Oekonomierat, Mitglied der
Zweiten Kammer, Angenrod. Lehn, Pfarrer, Offenbach a. M.
Leydhecker, em. Pfarrer, Auerbach a. d. B. Frau Dr. Willy Merck,
Darmſtadt. Milkau, Ober=Poſtdirektor, Darmſtadt. D. Nebel, Präſi=
dent
des Oberkonſiſtoriums, Darmſtadt. Nebel, Pfarrer, Laubach.
Dr. Neidhart, Legationsrat, Darmſtadt. Noell, Generalleutnant z.
D., Darmſtadt. Dr.=Ing. Wilhelm Opel, Kommerzienrat, Rüſſelsheim.
D. Peterſen, Geh. Oberkonſiſtorialrat, Superintendent, Darmſtadt.
Frau Generalleutnant von Pläskow, Darmſtadt. Römheld, Pfarrer,
Pfungſtadt. Dr. Schian, ord. Profeſſor, Eießen. Graf von Schlitz,
gen. von Görtz, Präſident der Erſten Kammer. D. Schloſſer, Kirchenrat,
Gießen. Schmeckenbecher, Landgerichtsdirektor, Gießen. Schneider,
Pfarrer, Babenhauſen. Dr. Schoell, Profeſſor, Direktor des Prediger=
ſeminars
, Friedberg. Scriba, Pfarrer, Wimpfen a. Berg. Jenny,
Gräfin zu Solms=Rödelheim und Aſſenheim. Sonne, Rat, Vor=
ſitzender
des Evangeliſchen Nachrichtenverbands für Heſſen, Darmſtadt.
D. Stamm, Geh. Schulrat, Präſident der evang. Landesſynode, Gießen.
Frau Pfarrer Strack, Birkenau. Stroh, Geh. Kommerzienrat, Mitgied
der Erſten Kammer, Offenbach. Dr. Uſinger, Geheimerat, Provinzial=
direktor
, Gießen. D. Waitz, Pfarrer, Darmſtadt. Dr. Waldaeſtel
Vorſtand des Landesvereins heſſ. Zeitungsredakteure, Darmſtadt.
Werner, Profeſſor, Oberlehrer, Friedberg.
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Dienstag, den 25. März (3. Feiertag), in ſämt=
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in 1 Akt von EUGEN ZADECk,
Regisseur am Leipziger Stadttheater.
PERSONEN:
Er . . . . . Gustav Bertram v. Operetten-Theat. Leipzig
Sie. . . . . Lotte Holms vom Lustspielhaus Berlin
Schaffner, Schutzmann, Publikym.
Ort der Handlung: Im Eisenbahncoupe II. Klasse
Clemens Belling’s
großer komischer Dressur-Akt
TRIO WATSON's
Bravour-Turner
Lilli Walter-Schreiber
vom Metropol-Theater in Berlin als Gast.
Olympische Spleie
der Rilvas-Truppe.
Trio Groegs
Reifen- und Keulen-Jongleure.
The Windmonten’s
kom. Radfahrer.
Max Walde
Humorist.

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Optische Berichterstattung (neueste Aufnahmen).
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Montag, den 24. März 1913.
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Spielleiter: Heinrich Hacker.
Perſonen:
Leopold, Fürſt zu
Anhalt=Deſſau,
minorenn . .
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zeſſin
v. Oranien,
. Mutter, Vor=
münderin
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theker
zu Deſſau JohannesHeinz
Anna=Liſe, ſ. Tocht. Käthe Gothe
Marquis deChali=
ſac
, Gouverneur
des Fürſten . . Herm. Knispel
v. Salberg, Hof=
marſchall
. . . Heinrich Hacker
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Ort der Handlung: Deſſau.
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Nach dem 2. Akte längere Pauſe.
Beurlaubt: Käthe Meißner, Bar=
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1.05 M., I. Galerie 0.45 M.,
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Montag, den 24. März 1913.
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Muſikal. Leiter: P. Ottenheimer.
Spielleiter: Emil Valdek.
Perſonen:
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Nach d. 1. u. 2. Akte je läng. Pauſe.
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loge
6.10 M., Balkonloge 5.10 M.,
I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.6.
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
Sperrſitz: 1.13. Reihe 4.10 M.,
14.20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.5. Reihe 2.80 M., 6.8. Reihe
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Anf. 7 U. Ende gegen 10½ U.
Kartenvk. v. 10½1½ u. v. 6 U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Dienstag, 25. März. 143. Ab.=
Vorſt. A 36. Neu einſt.: Der
Bettelſtudent. Gewöhnliche
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Mittwoch, 26. März. 144. Ab.=
Vorſt. B 37. Annatol. Kl.
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Donnerstag, 27. März. 145. Ab.=
Vorſt. C 36. Manon. Ge=
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Freitag, 28. März. 146. Ab.=
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Montag, den 24. März
vormittags 11½ 12¼ Uhr auf dem
Paradeplatz Konzert d. Kapelle
des Großh. Garde=Dragoner=
Regiments Nr. 23.
Programm:
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marſch
des Garde=Drag.=Regts.
Nr. 23. 2. Ouverture zur Oper
Norma von Bellini. 3. Diver=
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Säkkingen v. Neßler. 4. Aubade
printaniere von Lacombe. 5. Fan=
laſie
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von Maillart. 6. Lebende
Lieder, Walz. v. Morena. 7. Niebe=
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Sport, Spiel und Turnen.

* Fußballklub Olympia. Am erſten Oſterfeiertag
empfängt die erſte Elf des F.=K. Olympia hier auf ihren
Sportplatze zu einem Privatſpiel die erſte Mannſchaft des
F.=K. Viktoria=Heidelberg. Die Heidelberger ſind wegen
ihrer auch in den letzten Verbandsſpielen der A=Klaſſe
gezeigten feinen Spielweiſe ſehr beliebt. Am zweiten
Oſterfeiertag fährt Olympias erſte Mannſchaft zu einem
Privatwettſpiel nach Bingen.
Jugend=Ferienwanderfahrt des Gau 9 des D. R.=B.
Zur Hebung des Wanderſports in den Jugendabteilungen
des Gau 9 des Deutſchen Radfahrerbundes wird im Juli
ſeine Ferienwanderfahrt nach Bremerhaven und Wilhelms=
haven
ſtattfinden. Die Leitung dieſer etwa 12tägigen
Fahrt iſt dem Ortsvertreter Herrn Fachlehrer Krauſe in
Hanau übertragen, welcher mit anderen Gauen des D.
R.=B. in Verbindung treten wird, um die Unkoſten der
Fahrt möglichſt klein zu geſtalten. Auch ältere Bundes=
mitglieder
können ſich an dieſer Fahrt beteiligen; früh=
zeitige
Anmeldungen ſind erbeten.
sr. Lawn=Tennis. Der Lawn=Tennis=Städte=
Wettkampf Paris-London wurde am dritten
Tage mit außerordentlich intereſſanten Kämpfen fortge=
ſetzt
, bei denen die Engländer den Vorſprung der Pariſer
wieder einholen konnten. Faſt ſämtliche geſpielten Par=
tien
nahmen längere Zeit in Anſpruch. Decugis ſiegte über
den Engländer Deuſt überlegen 611, 6.1, 6:0; Germot
ſchlägt Dawſon 9111, 622, 4:6, 7.5, 7.5; Poulin ſiegte über
Prebble 9:5, 3:6, 611, 64, Flavelle über Gault mit 6:2,
2:6, 6:4, 6:3, Mavrogordato über Laurentz 2:6, 6:3, 4:6,
6:2, 6:2 und Gore über Gobert 3:6, 6:4, 8:6, 5.7, 6:3. Im
Doppelſpiel waren Gore=Roper über die Fran=
zoſen
Canet=Gault mit 6:4, 4:6, 633, 4:6, 6:4 erfolgreich.

Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Beröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Dem Artikel in Nr. 65 des Darmſtädter Tagblattes
etr. Aerztliche Hilfe auf dem Lande und Zuzug der
erzte in die Stadt iſt noch folgendes hinzuzufügen, was
auch für den Laien von Intereſſe ſein wird. Vorausge=
ſchickt
wird, daß die Zahl der in Deutſchland Medizin
Studierenden ſeit 1909 von 8600 bis 1912 auf 14800 ge=
ſtiegen
iſt. In anbetracht des Umſtandes, daß jetzt ſchon
ine große Anzahl Aerzte zur Verfügung ſteht, müßte
man doch annehmen, daß auch auf dem Lande genügend
erzte vorhanden ſeien. Auf jedem kleinen Orte wird ſich
vorderhand noch kein Arzt niederlaſſen wollen. Die Nie
derlaſſung auf dem Lande iſt jedoch nicht ſo leicht, und
auch ohne Koſten nicht zu bewerkſtelligen. Stirbt ein Arzt
auf dem Lande, ſo wird ein anderer an deſſen Stelle treten
wollen; er muß dann in der Regel das Anweſen und das
Fuhrwerk (Auto) mit kaufen. Es werden nun in ſolchen
Fällen Preiſe bezahlt, welche den ortsüblichen Wert des
Anweſens um das 23fache überſteigen, mit anderen Wor=
ten
, die Praxis wird mitverkauft von den Hinterbliebenen,
oder von dem Kollegen, welcher ſeine Praxis aufgeben
ind wo anders wieder aufnehmen will. Im Geſchäfts=
leben
nennt man dieſen Ueberwert Facon. Geht nun
die ſo gekaufte Praxis ohne Verſchulden, zum Beiſpiel
durch Niederlaſſung eines weiteren Arztes am Orte ſelbſt
oder am benachbarten Orte, zurück, dann iſt von einer
Ermäßigung des ſeinerzeit angelegten Verkaufspreiſes
nicht die Rede. Um nun der Konkurrenz auf dem Lande
begegnen zu können, ſind die meiſten Aerzte gezwungen,
ein Auto zu halten; was hierdurch für Unkoſten entſtehen,
iſt ja genügend bekannt. Mit dem 1. Januar 1914 trit=
ein
neues Krankenverſicherungsgeſetz in Kraft; hierdurch
wird, wie in dem Artikel in Nr. 65 bereits erwähnt wurde
das Einkommen des Landarztes bedeutend reduziert und
beſonders das Privateinkommen, das iſt der Grund des
Zuzuges der Aerzte in die Stadt. In der Stadt ſind ja
auch genügend Aerzte, jedoch wird ein Arzt (wenn er ſich
in einer Stadt niederläßt, in welcher ſeither keine freie
Arztwahl für die Krankenkaſſenmitglieder war, und die
mit dem 1. Januar 1914 laut Krankenkaſſengeſetz einge=
führt
wird), immerhin einen Anfang zu einer Praxis
leichter finden, als in einer Stadt, welche die freie Arzt=
wahl
ſchon viele Jahre hat. Die in dem Artikel in Nr. 65
ausgeſprochene Hoffnung, die Landgemeinden würden
ſpäterhin dem Arzte ein ſogenanntes Wartegeld einſetzen,
wird wohl bei den großen ſonſtigen Anforderungen, die
zurzeit an die einzelnen Gemeinden geſtellt werden und
im Hinblicke auf das noch immer mehr zunehmende Aerzte=
material
nicht in Erfüllung gehen.
Das große Intereſſe, das meine paar einfachen
Worte in der Donnerstagsnummer des Tagblattes gefun=
den
haben, und der lebhafte Beweis hiervon, der mir noch
am Morgen des Erſcheinens jener Nummer gegenüber=
trat
, veranlaſſen mich zu der Bitte: Die große Erregung
und Teilnahme, die in Darmſtadt über das unverſchuldete
Martyrium der kleinen Mittelſchulheldin herrſchen, mögen
ſich nicht als Blitzableiter der gerechten Empörung über
ſchuldige oder unſchuldige Einzelperſonen ergießen, aber
gegen das Syſtem, gegen die Lehrpläne, dagegen wende
man ſich in gerechter Entrüſtung mit voller Energie. Wer
der Sehenden kennt nicht unſere große, ſchrecklich um ſich
greifende Volksnot, den Mangel an Hausfrauen und
treuen Hausmüttern und den einem jeden vollwertigen
Manne zum Halſe heraushängenden Ueberfluß an Flirt=
damen
! Ueberall da, wo jetzt zahlloſe, durch Familien=
loſigkeit
mehr oder weniger halt= und wertlos gewordene
Männer und lebensluſtige unhäusliche Damen männlichen
Berufen nachgehen, könnten paarweiſe ein glücklicher tüch=
tiger
Ehemann und daheim eine glückliche Hausfrau ſein.
Das merke man ſich. Der Mann eilt aus Verzweiflung
den Kneipen zu. Ich finde keine Frau, die mir Gewähr
gibt für das Glück eines Hausſtandes. Das iſt der Not=
ſchrei
des einfachen Mannes. Die ſchlechten Dinger
wollen nur noch mit ſtudierten Leuten gehen und ſich amü=
ſieren
, und kennen mich in Arbeitskleidung nicht. Und das
was andere liegen ließen, das will ich auch nicht mehr
hört man unſere braven Handwerksgeſellen klagen. Und
gerade in den Volks=, Mittel=und höheren Mädchenſchulen,
da liegen die Wurzeln jener unheildrohenden Frauen=

emanzipation. Es iſt ſo furchtbar weit ſchon gekommen,
daß es einfach vaterländiſche Pflicht iſt, das Schweigen zu
brechen und Front gegen jene unheilvollen unweiblichen
Lehrpläne zu machen. Man muß ſich klar werden, daß
Bildung, die ja unſere Schulen gar nicht genug den Kin=
dern
geben können, nicht identiſch iſt mit Alles wiſſen
und Wiſſenſchaft‟. Ein Handwerker oder Arbeiter, der
ſeinen Beruf voll ausfüllt und ein rechter, folgerichtig
denkender und handelnder Menſch iſt, kann gebildet ſein,
und ein kluger Profeſſor kann ungebildet ſein. Die höchſte
Bildung iſt jedenfalls die Tatſache, zu wiſſen, daß man
nicht alles weiß, und ſich nicht an alles heranzumachen,
was man nicht verſteht. Ein akademiſch gebildeter Che=
miker
wird nicht verſuchen, in die Geheimniſſe der Volks=
ſchul
=Pädagogik einzudringen, und ein Volksſchullehrer
ſoll, da man doch von ihm und ſeiner Vorbildung beim
beſten Willen nicht das Beherrſchen all der vielen Hexen=
ſprüche
, die zum ſicheren Kommandieren der Chemie nötig
ſind, verlangen kann, aus der Chemie herausgelaſſen wer=
den
, zumal es, wie vorher geſagt, auch ganz und gar un=
vorteilhaft
iſt, die Nerven eines 1214jährigen Mädchens
oder Knaben damit zu belaſten.
Aus dem Chemielaboratorium der Mädchenmittel=
ſchule
mache man ſchöne luftige Küchen, Näh= und Hand=
arbeitszimmer
und freue ſich mit an den funkelnden
Augen und dem jungen Glück beim Kuchenbacken, beim
Kleidernähen und ſonnigen Puppenkinderſpiel. Das iſt
der Wille des Volkes, der Eltern, und der iſt maßgebend,
nicht der Dunſt der Studierſtube, in die Volk und Volks=
geiſt
nicht hineingelaſſen werden. Der Ruin unſeres Vol=
kes
iſt weit genug! Denkt man denn gar nicht mehr an
die großen Worte unſeres Kaiſers: Das Reich der deut=
ſchen
Frau ſoll ſein: Kind, Küche Kleid Hierauf müſſen
wir zurückkommen, um der am Himmel drohenden Dege=
neration
zu entgehen. Helft alle mit, den heiligen, ge=
ſchriebenen
, unantaſtbaren Lehrplan zu beſiegen und in
den Papierkorb zu befördern und der Frau, dem Kinde,
Ernſt W. Müllen.
das Reich zurückzuerobern.
Das Eingeſandt Pro bono publico unterſchreibe
ich voll und ganz. Längſt ſchon habe ich die vorerwähn=
ten
Mißſtände, ſowie noch verſchiedene andere emplun=
den
. Ich ſpreche dem mir unbekannten Verfaſſer, insbeſon=
dere
für den Schlußpaſſus ſeines Artikels, meine Aßer=
kennung
aus. Wenn ich heute noch etwas zu einer ande=
ren
Sache erwähnen möchte, ſo iſt es folgendes: Bekannt=
lich
hat das Polizeiamt ſchon voriges Jahr und auch die=
ſes
Jahr eine Verordnung bezüglich der Schnakenverlälg=
ung
veröffentlicht. Erſt ſollten nach dieſer Verordnung
vom 1. Februar 1913 und ſodann vom 1. März an die
Schutzleute überall anfragen, ob der Verordnung bejüg=
lich
der Ausräucherung der Keller auch überall nachgekom=
men
iſt. Jedoch weder im vorigen noch in dieſem Jahr
ſcheint dies erfolgt zu ſein, wenigſtens iſt mir nie der
Schlüſſel zu meinem Keller von irgend jemand zu dieſem
Zwecke abverlangt worden. Ich füge noch bei, daß ich
bereits vor mehreren Jahren, lange, ehe die erwähnte
Verfügung erſchienen war, eine Ausräucherung vorneh=
men
wollte, aber gegenüber der Gleichgültigkeit meiner
damaligen Nachbarn es war nicht hier , die Sache
auf ſich beruhen laſſen mußte. Es iſt nicht Freude an dem
polizeilichen Einſchreiten, ſondern die Erwägung, vaß es
ſich um eine ſehr wichtige hygieniſche Maßnahme zur Ver=
hütung
von Krankheiten handelt, die mich zur Bitte ver=
anlaßt
, auch der Verordnung durch Kontrollieren ſeitens
der Schutzleute Nachdruck zu verleihen.
E. Cl.


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allerlei Pakete für uns an; für Max ein feſcher Anzug,
Kragen, Krawatten, Lackſtiefel, ſogar ein Siegelring und
eine Uhrkette, kurz alles, was ein Cavalier braucht; für
mich ein hochmodernes Koſtüm, ein Korſett Pariſer Facon
ein reizendes Collier, ein entzückender Hut, und ein Ge=
dicht
von einem Abendmantel. Wir kamen uns wie ver=
wandelt
vor; das Auftreten meines Max war von nie ge=
ahnter
Sicherheit, die Chefs waren überraſcht. 14 Tage
päter wurde Max auf einen viel beſſeren Poſten verſetzt
Einige Zeit darauf kündigte der Generaldirektor ſeinen
Beſuch für einen Abend der nächſten Woche an. Mein
Mann war beſtürzt; wie konnten wir einen ſo verwöhnten
Herrn in unſeren kahlen Mauern empfangen! Laß mich
nur machen, ſagte ich. Und als er eines Abends nach
Hauſe kam, war ſchon alles geſchehen. Ein großer Tep=
pich
, ſchöne Bilder ſchmückten das Zimmer und auf einem

Ein intereſſanter Brief.

Liebe Liſe!
Eine frohe Nachricht! Du kennſt die ſtändige Ver=
ſtimmung
meines Mannes darüber, daß viel weniger tüch=
tige
Kollegen in der Stellung ihn überholen. Wir wußten
wohl, woran das lag. Wir mußten den Geſellſchafts=
kreiſen
fernbleiben. Weil das Gehalt meines Max kaum
für das Vordringliche im Haushalt ausreichte, hatten wir
Extraausgaben zu ſcheuen. So fehlte der zur Beurteilung
der Fähigkeit meines Mannes nötige Kontakt mit den
maßgebenden Leuten. Da kam eine Einladung zum
Empfangsabend beim Generaldirektor. Mein Mann war
verzweifelt; doch ich hatte eine glänzende Idee. Ich bat
ihn, mir alles zu überlaſſen. Am Vortage ſchwirrten

mit blendender Wäſche gedeckten Tiſch ſtand ein geſchmack=
volles
Speiſeſervice, während funkelnagelneue Gläſer und
Beſtecke unter dem Scheine des maſſiven Lüſters blinkten.
Der große Herr kam, war beſter Laune und zwei Tage
ſpäter Männi in leitender Stellung. Er war närriſch vor
Glück, doch auch mißtrauiſch und eiferſüchtig wegen meines
Aufwandes.
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