Abonnementspreis
Inſerafe
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 30 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Die kaiſerliche Familie trifft am 2. April zu
mehrtägigem Aufenthalt in Homburg ein.
Wie verlautet, ſoll ſich das Plenum des Bundesrats
heute, Mittwoch, mit den neuen Heeres= und
Steuervorlagen beſchäftigen.
Der franzöſiſche Senat nahm geſtern bei
Be=
ratung der Wahlreform einen Zuſatzantrag, den die
Regierung unter Stellung der
Vertrauens=
frage zurückwies mit einer Mehrheit von
43 Stimmen an. Das Miniſterium wird
in=
folgedeſſen demiſſionieren.
Der Prinz von Wales iſt geſtern vormittag, von
London kommend, in Köln eingetroffen. Er reiſt von
dort nach Düſſeldorf, Koblenz und Heidelberg.
Von maßgebender Seite wird erklärt, die Großmächte
ſind in allen Fragen einig und haben die
Balkan=
ſtaaten aufgefordert, die Vermittelung der Mächte
ohne Einſchränkung anzunehmen und die
Feindſelig=
keiten einzuſtellen.
An der norwegiſchen und engliſchen Küſte wütete am
Montag ein ſtarker Sturm. Der Stettiner Dampfer
„Perugia” iſt an der norwegiſchen Küſte
geſun=
ken. Die ganze Beſatzung von dreißig Mann iſt
anſcheinend umgekommen.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
19. März 1813: Errichtung des Zentral=Verwaltungsrates,
an deſſen Spitze Stein tritt.
Marſchall Davouſt läßt die Dresdener Elbbrücke
ſpren=
gen und verläßt die Stadt.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 5 und 6.
Die Deckungsfrage,
die Konſervativen und Fürſt
Bismarck.
O Der konſervative Parteitag hat in einer
Entſchließung erklärt, daß er „feſtſtehe auf den
bundes=
ſtaatlichen Grundlagen des Reiches‟. Daß dieſe
Erklärung in bezug auf die Deckung der Heeresvorlage
abgegeben wurde, geht aus der Parteitagsrede des Grafen
Weſtarp, vor allem aber aus der Kreuzztg. hervor. Das
konſervative Hauptorgan nennt es in ſeiner Ausgabe vom
16. d. M. ein durch die Sache in keiner Weiſe bedingtes
Opfer, wenn die Deckung der Wehrvorlage zur Gelegenheit
würde, „die Finanzhoheit der Bundesſtaaten und damit
den föderativen Charakter des Reiches anzutaſten”. Aus
dieſem Grundſatz hat die Kreuzztg, die praktiſchen
Fol=
gerungen ſchon im voraus durch die Art gezogen, wie ſie
am 9. d. M. den Gedanken erörterte, auch zum Zwecke der
Deckung der fortlaufenden Ausgaben der Heeresvorlage
den Beſitz zu beſteuern. Sie griff damals auf den von
kon=
ſervativer Seite ſtammenden Vorſchlag zurück, eine
dauernde Beſitzſteuer ſollte in der Weiſe aufgebracht
wer=
den, daß der Bundesrat den einzelnen
Bun=
desſtaaten „nach irgend einem ja leicht
auffind=
barem (?) Maßſtabe” die Quoten an der notwendigen
Ge=
ſamtſumme zuweiſt und es den Bundesſtaaten überlaſſen
bleibt, ſelbſt eine Form der Beſteuerung zu finden. Ihre
Zuſtimmung zu dieſem Vorſchlage faßte die Kreuzztg. in
folgenden Sätzen zuſammen:
„Man kann ſehr wohl überlegen, ob es nicht im
beſt=
verſtandenen Reichsintereſſe liegt, wenn in dieſem Falle
dem föderativen Charakter des Reiches ausgiebig Rechnung
getragen wird. Wenn die verbündeten Regierungen der
Ueberzeugung ſind daß außer der einmaligen noch eine
fortlaufende Beſitzſteuer unbedingt erforderlich iſt, ſo
wer=
den ſie ja weniger ihre Aufgabe darin ſehen können, eine
beſtimmte Steuerreform gegen den Willen großer
natio=
naler Parteien und einzelner Bundesſtaaten dem ganzen
Reiche aufzuzwingen, als darin, die gewünſchte Summe
überhaupt vom Beſitz zu erhalten.”
Damit entfernt ſich die Kreuzztg. von dem
grundſätz=
lichen Standpunkte, den Fürſt Bismarck in der Frage
der eigenen Einnahmen des Reiches
einge=
nommen hat. In der Reichstagsſitzung vom 1. Mai 1872
hat er hierüber geäußert:
„Ich halte die eigenen Einnahmen des Reiches für in
ſo hohem Grade wichtig, daß ich nicht glaube, daß ein
ſei=
ner Verantwortung ſich bewußter und von dem richtigen
Intereſſe für den Beſtand und die Fortentwickelung des
Reiches beſeelter Kanzler jemals ſeine Zuſtimmung dazu
geben wird, daß die eigenen Einnahmen des Reiches ohne
hinlänglichen Erſatz vermindert werden. Die Anweiſung
auf andere Steuern iſt problematiſch, die Anweiſung auf
Matrikularbeiträge kann ich nicht annehmen. Wenn von
ſeiten ſolcher Elemente, die ich als zentriſugale bezeichnen
möchte, die Hinweiſung auf die Matrikularbeiträge bereit=
willig entgegengenommen wird, als Erſatz für die eigene
Reichsſteuer ſo kann ich mir das ſehr leicht erklären, indem
aus einem Reiche, welches nur auf Matrikularbeiträge
be=
gründet wäre, in Fällen, die ich nicht vorausſehen und nicht
erleben mag, die Freizügigkeit außerordentlich erleichtert
wird. Man würde ſeine Sachen beim Auszuge ſehr bald
mitnehmen können.”
In denſelben Zuſammenhang gehört die nachſtehende
Aeußerung Bismarcks aus dem Jahre 1874, die Poſchinger
in ſeinem Buche „Bismarck als Volkswirt” berichtet:
„Wenn es gälte, dem Deutſchen Reiche eine
mäch=
tige, unerſchütterliche finanzielle
Grund=
lage zu geben, welche demſelben eine dominierende
Stellung verleiht und es in organiſche Verbindung
bringt mit allen öffentlichen Intereſſen in Staat. Provinz,
Kreis und Gemeinde, dann würde ich dabet ſein, dann
würde ich mir noch einmal etwas zumuten. Das wäre
eine große und würdige Aufgabe, die mich reizen könnte.”
Fürſt Bismarck hielt es eben, wie er in der
Reichstags=
rede vom 2. Mai 1879 ſich ausdrückte, für unerwünſcht, daß
das Reich „ein läſtiger Koſtgänger bei den
Einzelſtaaten” ſei. Und auch in der Reichstagsrede
vom 26. März 1886 hat er es als nichtnützlich
bezeich=
net, „wenn das Reich auf die Unterſtützung der
Einzel=
ſtaaten, auf deren Matrikularbeiträge irgendwie
angewie=
ſen iſt”. Dieſe Auffaſſung des Reichsbaumeiſters darf bei
der Regelung der Deckungsfrage nicht vergeſſen werden.
Gilt doch für die Reichsfinanzen in beſonders hohem Maße
das Bismarckſche Wort, „daß das Reich kein Anbau an
das Gebäude der Einzelſtaaten, ſondern daß es die
um=
faſſende Wölbung iſt, unter der die einzelnen Staaten in
ihrer Geſamtheit wohnen, und die zu pflegen die Aufgabe
aller iſt”.
Licht und Schatten bei der
Arbeiterverſicherung.
* Zu dieſer in letzter Zeit auch im Reichstage ſo
leb=
haft erörterten Frage nimmt in ſehr bemerkenswerter
Weiſe einer der hervorragendſten Sachverſtändigen auf
die=
ſem Gebiete, Prof. Dr. Stier=Somlo, Köln, im
Zen=
tralblatt der Reichsverſicherung Stellung, indem er erklärt:
Gegenwärtig werden täglich bei den drei
Verſicherungs=
zweigen zwei Millionen Mark für Entſchädigungen
aufge=
wendet. Die Vermögensbeſtände betragen ſchon 2,5
Mil=
liarden Mark. Prof. Stier=Somlo iſt der Meinung, daß ſo
einfach, wie dies vielfach geſchieht, die ſtets erneuten und
durch einwandfreie Unterlagen unterſtützten Klagen derer,
die eine Ueberlaſtung mindeſtens befürchten, nicht abzutun
ſeien. Eine Ueberlaſtung der Induſtrie und der
Unter=
nehmer ſei wohl noch nicht eingetreten, es ſei aber nicht
ausgeſchloſſen, daß ſie bald eintreten wird, wenn in
der=
ſelben Weiſe wie in der letzten Zeit mit unſerer
ſozial=
politiſchen Geſetzgebung fortgefahren wird. Beſonders die
Angeſtelltenverſicherung ſei bei aller Anerkennung ihres.
guten Grundgedankens eine ſehr ſtarke und nicht
unbedenk=
liche Belaſtung gerade des mittleren Unternehmers. Wenn
auch den hohen finanziellen Anforderungen große ideelle
Vorteile gegenüberſtehen, die zahlenmäßig ſchwer
darzu=
ſtellen ſind, ſo gebe es doch auch eine Grenze in der
Pro=
duktivität des Unternehmens, von der wir bei der
ſozial=
politiſchen weiteren Belaſtung nicht allzuweit entfernt
ſeien. Man dürfe nicht vergeſſen, daß es im Deutſchen
Reiche, ungeachtet von wirtſchaftlichen Kriſen, im ganzen
genommen ſeit Errichtung des Reiches immer gut gegangen
iſt, und daß wir ſtets in der Aufwärtsbewegung waren
Man rechne immer mit guten Zeiten, nicht mit denen
gro=
ßen Umſchwungs, bei denen wir auch einmal auf die
Schattenſeiten des Daſeins gedrängt werden könnten, man
rechne tatſächlich nicht mit Krieg, Aufruhr und innerer
Er=
ſchlaffung, trotz des bedenklichen Rückganges unſeres
Geburtenüberſchuſſes. Viele Sozialpolitiker dächten
aucht nicht recht daran, daß infolge der ſtarken
Bevölkerungszunahme der Nahrungsſpielraum
inner=
halb Deutſchlands immer enger und deshalb die
wirtſchaftliche Behauptung und Selbſtdurchſetzung
immer ſchwieriger wird. Endlich verdiene auch
unſere ſteigende Steuerbelaſtung eine größere
Berück=
ſichtigung. Die Laſten der Reichsverſicherung dürften nicht
für ſich betrachtet werden, man müſſe auch feſtſtellen, was
dem Unternehmer an Abgaben für das Gemeinweſen
über=
haupt zugemutet wird. Die geldlichen Folgen der
ſegens=
reichen Arbeiterſchutzgeſetze im Deutſchen Reiche zu
Un=
gunſten der Arbeitgeber müßten auch in Rechnung geſtellt
werden. Einer Verminderung der für die wirtſchaftlich
ſchwächeren Schichten des Volkes eingeführten Wohltaten
ſolle nicht im mindeſten das Wort geredet werden. Gerade
aber um das Erreichte nicht zu gefährden, müſſe man wün=
ſchen, daß zunächſt einmal mit der Verfolgung weiterer
Wünſche und Anſprüche innegehalten wird, bis ſich der
gegenwärtige Rechtszuſtand eingebürgert hat und ſich alle
Kreiſe, beſonders die wirtſchaftlich dadurch belaſteten, ihm
angepaßt haben. Mit erweiterten Leiſtungen ſollte ſo lange
zurückgehalten werden, bis dazu auch die wirtſchaftlichen
Vorausſetzungen vorhanden ſind. Es gebe keine größere
Gefahr für die Sozialpolitik, als die Ueberſpannung der
Forderungen.
Deutſches Reich.
— Die Heeresvorlage. Heute Mittwoch ſoll,
wie verlautet, das Plenum des Bundesrats
zuſammen=
treten, um über die neuen Heeres= und Steuervorlagen
Beſchluß zu faſſen. Während man wohl bald zu einer
Er=
ledigung der Militärvorlagen kommen dürfte, ſcheinen nach
dem Berliner Lokal=Anzeiger die Verhandlungen über die
neuen Finanzgeſetze ſich noch etwas hinziehen zu ſollen,
da es noch nicht möglich war, die ausſchlaggebenden
einzel=
ſtaatlichen Finanzverwaltungen unter einen Hut zu
brin=
gen. Es ſei mit der Möglichkeit zu rechnen, daß der
Vor=
ſchlag wegen der Uebernahme der Stempelabgaben auf das
Reich doch noch als Bundesratsbeſchluß dem Reichstag
zugehe. Die Vorſchläge zur Reſtdeckung werden ſich
viel=
leicht nach einer ganz anderen Richtung bewegen, als
bis=
her meiſt angenommen wurde. Wie der Hanſabund
mit=
teilt, kommen nach zuverläſſigen Mitteilungen
Kohlen=
ſteuern, Dividendenſteuern und Kotierungsabgaben nicht
in Frage.
Wahlen in der Reichsverſicherung.
-
Die neue Reichsverſicherungsordnung ſichert, wie bekannt,
den Arbeitgebern in den Krankenkaſſen größere Rechte als
bisher bei der Wahl des Vorſitzenden wie bei der
An=
ſtellung der Kaſſenbeamten. Zurzeit wird in der
Arbeit=
geberſchaft darauf hingewirkt, daß ſich nunmehr wiederum
die Arbeitgeber in größerem Umfange an den Wahlen zu
den Organen der Kaſſen beteiligen, um dieſe neuen Rechte
auch in der Praxis in Wirkſamkeit zu ſetzen. Es wird
hervorgehoben, daß die Beteiligung an den Wahlen für
die Arbeitgeber um ſo bedeutſamer iſt, weil dieſe
maß=
gebend ſind für die Beſtellung der Verſicherungsvertreter
bei den Verſicherungsbehörden (Verſicherungsamt,
Ober=
verſicherungsamt und Reichsverſicherungsamt). Weiter
wird zurzeit Stimmung dafür gemacht, daß bei den
Wah=
len zu den Verſicherungsbehörden die Arbeitgeber und die
nichtſozialdemokratiſchen Verſicherten zuſammengehen.
— Das Zentrum und die Deckungsfrage.
Auf dem in Gelſenkirchen abgehaltenen Märkiſchen
Zen=
trumsparteitage verbreitete ſich der Abg. Trimborn über
die neue Wehrvorlage und erklärte, laut der Kölniſchen
Volkszeitung, daß zur Deckung der laufenden Ausgaben
keine neuen Steuern auf den Maſſenkonſum gelegt werden
dürften. Die Regierungen müßten es vermeiden, durch
Aufrollung der Frage der Steuer auf das Erbe der Witwen
und Kinder den Streit unter den bürgerlichen Parteien
wieder zu entfachen. Für die Bewilligung der einmaligen
Vermögensabgabe würden ſich die Parteien wahrſcheinlich
ſchnell zuſammenfinden.
Neue landesgeſetzliche und
Bundes=
ratsbeſtimmungen zum
Hausarbeits=
geſetz. Seitens der Bundesſtaaten, in deren Bereich
Fachausſchüſſe auf Grund des Hausarbeitsgeſetzes vom
20. Dezember 1911 errichtet werden ſollten, werden zurzeit
Geſetzentwürfe vorbereitet, die ſich mit der näheren
Ein=
richtung der Fachausſchüſſe befaſſen. Dieſe
landesgeſetz=
liche Regelung der Sache ſoll tunlichſt bis zum Inkrafttreten
der Fachausſchüſſe für die Hausarbeit erfolgt ſein, ſo daß
alſo mit der Vorlegung entſprechender Entwürfe in den
Landtagen in der nächſten Zeit gerechnet werden kann.
Seitens des Bundesrats werden ferner demnächſt
Beſtim=
mungen ergehen, die ſich auf die Einrichtung der
Fachaus=
ſchüſſe für Hausarbeit beziehen, in denen die Orte
feſt=
geſetzt ſind, die für die Einrichtung der Fachausſchüſſe
ge=
wählt ſind. Dem Bundesrat liegt bereits eine ganze
Reihe von beſtimmten Vorſchlägen vor, in denen
Zentral=
punkte für die verſchiedenen Arten der Hausarbeit als Orte
für die zu errichtenden Fachausſchüſſe bezeichnet werden.
U. a. ſind Berlin, Breslau, Frankfurt a. M., Hamburg,
München, Bielefeld, München=Gladbach, Stuttgart,
Nürn=
berg=Fürth, Königsberg i. Pr., Krefeld, Erfurt uſw. in
Vorſchlag gebracht worden. Weiter hat der Bundesrat
Be=
ſtimmungen gemäß § 34 des Hausarbeitsgeſetzes, betreffend
die Errichtung und die Zuſammenſetzung der
Fachaus=
ſchüſſe, ſowie über das Verfahren zu erlaſſen. Ein
Ent=
wurf der von ihm zu erlaſſenden Beſtimmungen iſt bereits
Seite 2
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1915
Nummer 66.
ausgearbeitet, ſo daß eine Erledigung der Angelegenheit
durch den Bundesrat in nächſter Zeit ſtattfinden dürfte.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Verſtändigung mit der Oppoſition in
Ungarn. Die Blätter beſprechen den Beſuch des
füh=
renden Oppoſitionsmannes Zoltan Deſy bei dem Grafen
Khuen=Hedervary, dem Präſidenten der
Regierungspar=
tei, und knüpfen hieran die Hoffnung an eine
Verſtändi=
gung mit der Oppoſition, damit der gegenwärtige
anor=
male Zuſtand beſeitigt wird. Man verhehlt ſich jedoch
nicht, daß eine ſolche Verſtändigung beträchtlichen
Schwie=
rigkeiten begegnen werde, obwohl das Anſehen
Heder=
varys bei allen Parteien ſeiner Aktion große Bedeutung
verleihe.
Frankreich.
Die Wahlreform. Bei der Beratung der
Wahl=
reform im Senat äußerte Jeanneney, der als
Berichterſtat=
ter der Kommiſſion fungiert, die Anſicht, die Minorität
hätte nur ein einziges Recht, nämlich dasjenige, für ihre
Ideen Propaganda zu machen. Er fügte ausdrücklich
hin=
zu, die Kommiſſion würde niemals den von der Kammer
vorgeſchlagenen Modus einer Minderheitsvertretung
an=
nehmen. Als der Berichterſtatter ſagte, man habe für die
Annahme des Geſetzes unter Umſtänden agitiert, die einer
Gefahr von außen analog wären, machte Miniſterpräſident
Briand eine Gebärde des Proteſtes. Der Berichterſtatter
ſchloß: Der Senat wird das Verfahren der Wahlquotienten
ablehnen. Die Linke applaudierte lebhaft. Darauf wurde
die Sitzung aufgehoben.
Kredit für die nationale Verteidigung.
Die Budgetkommiſſion der Kammer billigte den Bericht
über den Geſetzentwurf betr. die Aufnahme eines Kredits
von 420 Millionen für die nationale Verteidigung und
be=
ſchloß, daß alljährlich die Finanzkommiſſionen der
Kam=
mer und des Senats je eine Unterkommiſſion von fünf
Mitgliedern ernennen ſollen, die über die Verwendung der
für die Nationalverteidigung angeforderten Kredite eine
ſtändige Kontrolle zu üben haben.
England.
Das engliſche Militärflugweſen. Das
Memorandum des Kriegsminiſters Oberſt Seely zum
Mi=
litäretat teilt über das Flugweſen folgendes mit: Vier
Fluggeſchwader mit 128 ausgebildeten Fliegern ſind
auf=
geſtellt. Für das Etatsjahr 1913/14 werden von den
ins=
geſamt acht Geſchwadern, die als die zum auswärtigen
Dienſt verfügbare Macht empfohlen ſind, ein fünftes und
ſechſtes Geſchwader gebildet. Das Memorandum
behan=
delt dann die Schwierigkeit, eine genügende Zahl von
Aeroplanen und geübten Aviatikern zu erlangen. Die
Er=
fahrung, die man bei dem Aeroplan=Wettbewerb im letzten
Auguſt im praktiſchen Gebrauch der Maſchinen und durch
die Unterſuchungen einer Kommiſſion gewonnen habe, habe
die Auswahl der Maſchinen für die Zukunft ſehr erleichtert.
Die größte Schwierigkeit beſtehe noch immer darin,
Aero=
plane britiſchen Fabrikats zu beſchaffen. Es würden jedoch
Schritte getan, dem abzuhelfen. Der Etat ſieht die
Ver=
mehrung des Fliegerkorps auf über 1000 reguläre
Offi=
ziere und Mannſchaften außer dem Stab der Fliegerſchule
und denjenigen vor, die man auf der Baſis einer Spezial=
Reſerveformation zu gewinnen hofft. Auch die Zahl der
Flugzeuge ſoll erheblich vermehrt werden, Für den ge=
ſamten Flugetat werden 501 000 Pfund Sterling gefordert.
Die bereits gemeldete Summe von 234000 Pfund Sterling
ſtellte nur die Koſten für die Flugzeuge dar, was erſt aus
dem jetzt veröffentlichten Memorandum klar hervorgeht.
Vereinigte Staaten.
Außerordentliche Tagung des
Kon=
greſſes. Präſident Wilſon hat durch eine Proklamation
den Kongreß zu einer außerordentlichen Tagung auf den
7. April einberufen.
Japan.
Japaniſch=chineſiſche Annäherung. In
Gegenwart des Generalgouverneurs und des japaniſchen
Konſuls fand in Mukden die Gründung einer Abteilung
der japaniſch=chineſiſchen Vereinigung ſtatt, die eine
poli=
tiſche Annäherung Japans und Chinas anſtrebt. Bei einer
Umfrage der chineſiſchen Regierung, ob ein Bündnis mit
Amerika oder Japan für China vorteilhafter ſei, ſprachen
ſich die Generalgouverneure der Mandſchurei für ein
Bündnis mit Japan aus.
* München, 17. März. Den Mittagsblättern
zu=
folge kam zwiſchen dem bayeriſchen Staate und
den Lech=Elektrizitätswerken in
Augs=
burg ein Vertrag zuſtande, nach welchem den Lech=
Elek=
trizitätswerken die Elektrizit ätsverſorgung des
größten Teiles von Schwaben und eines Teiles von
Ober=
bayern übertragen wird.
* London, 18. März. Der Prinz von
Wa=
les beſucht, bevor er ſich nach Stuttgart begibt, zunächſt
Köln, Düſſeldorf, Koblenz und Heidelberg. Unter ſeinem
Gefolge befindet ſich der Profeſſor Dr. Fiedler von der
Univerſität Oxford.
* Ein päpſtlicher Jubiläums=Erlaß.
Der Oſſervatore Romano veröffentlicht einen apoſtoliſchen
Brief, durch den die Feier des Jubiläums des der Kirche
durch Kaiſer Konſtantin gegebenen Friedens feſtgeſetzt
wird. Der apoſtoliſche Brief feiert zunächſt das große und
glückliche Ereignis, durch das vor ſechzehn Jahrhunderten
der Kirche der Friede gegeben wurde, fordert die
Katholi=
ken vor allem zu mildtätigen Werken auf, ermahnt ſie, die
Gebete zu Gott, der Jungfrau, allen Heiligen und
beſon=
ders zu den Apoſteln zu verdoppeln und ordnet die Feier
eines Jubelfeſtes an. Dann heißt es wörtlich weiter: Alle
in Rom wohnenden oder nach Rom kommenden
Gläu=
bigen, die vom Weißen Sonntag an bis zum Feſte der
un=
befleckten Empfängnis zweimal die Kirchen St. Johann
im Lateran, St. Peter und St. Paul beſuchen und dort
für das Gedeihen und die Erhöhung der Kirche und des
Heiligen Stuhles, die Ausrottung der Ketzerei, die
Be=
kehrung aller Sünder, die Eintracht unter den chriſtlichen
Fürſten, den Frieden und die Einigung unter allen
chriſt=
ichen Völkern beten, einmal beichten und nach ihrem
Ver=
mögen Almoſen ſpenden, ſollen aus Anlaß des Jubiläums
vollſtändigen Ablaß erhalten; auch denjenigen, die nicht
nach Rom kommen können, wird vollſtändiger Ablaß
ge=
währt werden, wenn ſie ſechsmal die Kirchen ihres
Lan=
des beſuchen, die von den Biſchöfen beſtimmt werden, und
die anderen Werke der Frömmigkeit vollſtändig erfüllen.
Dieſer vollſtändige Ablaß kann auch für die Seelen im
Fegefeuer durch Fürbitte gewährt werden. Des weiteren
trifft der apoſtoliſche Brief beſondere Beſtimmungen,
da=
mit auf See fahrende Reiſende, Mitglieder des
Regular=
klerus, Gefangene und Kranke den gleichen Ablaß erhalten
können.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 19. März.
* Vom Hofe. Die Großherzogin empfina am
Montag vormittag 11 Uhr 45 Minuten im Neuen
Palais Frau Staatsminiſter Rothe Exzellenz und
hierauf Freiin von Follenius. (Darmſt. Ztg.)
* Großh. Regierungsblatt. Die Beilage Nr. 4
vom 18. März, hat folgenden Inhalt: 1.
Dienſtnach=
richten. 2. Promotionen an der Großh. Landesuniverſität
im Jahre 1912. 3. Charaktererteilungen. 4. Verſetzungen
in den Ruheſtand.
g. Strafkammer. Wegen umfangreichen
Kre=
ditbetrugs hatte ſich geſtern vor der hieſigen
Straf=
kammer der 55jährige Kaufmann Leonhard Lulay aus
Heppenheim an der Bergſtraße zu verantworten. Der
An=
geklagte iſt erſt Anfang 1909 nach Verbüßung einer
Ge=
fängnisſtrafe von 1 Jahr und 6 Monaten, die er wegen
gleicher Vergehen erhielt, aus dem Gefängnis entlaſſen
worden. Nach ſeiner Angabe gelang es ihm nicht, eine
Stellung als Kommis zu erhalten, weshalb er einen
klei=
nen Hauſierhandel betrieb. Einen offenen Laden beſaß
er nicht. Während der Jahre 1911 und 1912 beſtellte er
bei Firmen, deren Adreſſen er aus Fachzeitungen
feſt=
ſtellte, Waren, die ihm auch meiſt ohne weiteres auf Kredit
verabfolgt wurden. Einige Firmen waren vorſichtiger
und ſandten die Waren per Nachnahme, die der Angeklagte
nicht einlöſte, da ihm dazu die Mittel fehlten. Im ganzen
ſind ihm 14 Fälle des vollendeten Betrugs, bei denen
er die Firmen um 500—600 Mark ſchädigte, und außerdem
noch 13 Fälle des verſuchten Betrugs zur Laſt gelegt. Zu
der Verhandlung war eine ſehr große Anzahl Zeugen
geladen, die zum großen Teil das gleiche bekunden. Sie
lieferten zwei= oder dreimal Waren, ohne Auskunft ein
zuholen, einmal, weil es ſich ſtets um geringe Werte (30
bis 60 Mark) handelte und dann, weil der Angeklagte den
Anſchein erweckte, als ob die betreffenden Waren ſchon
bei ihm beſtellt ſeien. Als bei der dritten Beſtellung noch
keine Bezahlung der erſten Sendung erfolgt war, wurde
Zahlung verlangt oder mitgeteilt, daß weitere
Lieferun=
gen nur unter Nachnahme erfolgen könnten. In allen
Fäl=
len ließ dann der Angeklagte nichts von ſich hören. Er
beſtreitet in der geſtrigen Verhandlung entſchieden, die
Abſicht gehabt zu haben, die Firmen zu ſchädigen. Er
habe eine größere Erbſchaft von ſeiner Tante zu erwarten,
und hiervon hätte er ſeine Schulden bezahlt. Das Gericht
zieht die Notlage des Angeklagten mildernd in Betracht
und verurteilte ihn zu 1 Jahr Gefängnis, worauf
ihm noch 5 Monate der Unterſuchungshaft angerechnet
wurden. Außerdem erkannte es auf einen dreijährigen
Verluſt der bürgerlichen Ehrenrechte.
* Von der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſenbahngemein=
ſchaft. Im Namen der Großh. Regierung vollzogene
Ernennungen und Beförderungen (1. Februar bis
1. März 1913): zu Lokomotivführern die Lokomotivheizer
Kornmann zu Worms, Mayer zu Ober=Roden,
Rech, Jacob II. zu Alzey, Ruppel zu Groß=Gerau
und Schuhmacher zu Darmſtadt; zu
Lokomotiv=
heizern die Hilfsheizer Anſorge zu Mainz,
Sauer=
wein zu Frankfurt a. M. und Weitzel zu
Biſchofs=
heim; zum Weichenſteller 1. Klaſſe der Weichenſteller
Roß zu Darmſtadt und zum Weichenſteller der
Aus=
helfer Göbel zu Mainz.
* Heſſiſcher Sparkaſſenverband. Der von uns und
anderen Zeitungen veröffentlichte Bericht über den
letzten Verbandstag ſoll, wie uns geſchrieben wird, in
allen weſentlichen Punkten unzutreffend ſein. Die
Be=
ſtimmungen des preußiſchen Sparkaſſengeſetzes über die
Anlage in Wertpapieren wurden nicht als
nachahmens=
oder erſtrebenswert erachtet, ſondern im Gegenteil
durch=
aus ablehnend behandelt, wie ſich überhaupt die
Ver=
ſammlung gegen jeden geſetzlichen Zwang oder ſonſtigen
Eingriff in das den öffentlichen Sparkaſſen zuſtehende
Selbſtverwaltungsrecht ausgeſprochen hat. Ganz falſch iſt
die Angabe, daß die Sparkaſſen in bezug auf den
Re=
ervefonds nicht überall den geſetzlichen Vorſchriften
ent=
prechen würden, was bei keiner einzigen heſſiſchen
Spar=
aſſe zutrifft und auch bei dem von der Regierung
wirk=
ſam ausgeübten Aufſichtsrecht und Prüfung der
Rechnun=
gen durch die Oberrechnungskammer ganz ausgeſchloſſen
iſt. Zur Beratung ſtand lediglich die Frage, in welcher
Höhe die Bereithaltung flüſſiger Mittel und leicht flüſſig
zu machender Werte, wozu in erſter Linie Staats= und
Reichsanleihen gehören, für die Sparkaſſen
wünſchens=
wert ſei. Da einige kleine Sparkaſſen in der Anſchaffung
ſolcher Werte etwas zurückſtehen, wurde beſchloſſen, daß
David Livingſtone.
Zum 100jährigen Geburtstag des Miſſionars und
Afrika=
reiſenden. 1813 — 19. März — 1913.
Von Dr. Lipſius.
Nachdruck verboten.)
Leider ſteht noch immer ein großer Teil namentlich
der gebildeten Chriſten den Beſtrebungen der äußeren
Miſſion, die ſich auf den Befehl Jeſu (Matth. 28, 19)
ſtützt, teils indifferent, teils direkt ablehnend gegenüber
Das geringe Intereſſe an der Chriſtianiſierung fremder
Völker, dem man in den meiſten Kreiſen begegnet, wird
einmal begründet mit dem wenig Verſtändnis für den
Wert der chriſtlichen Religion verratenden Einwande,
man ſolle doch ruhig jeden „nach ſeiner Faſſon” wie der
„alte Fritz” meinte, ſelig werden laſſen, das andere Mal
durch den Hinweis auf die geringen Fortſchritte der
Hei=
denbekehrung, die in gar keinem Verhaltnis zu dem
Auf=
wande an koſtbarer Zeit, mühevoller Arbeit, Geſundheit
und Geldmitteln ſtünden. All den Einwänden liegt ein
Hauptirrtum zugrunde, bewußt oder unbewußt: ſie halten
die Miſſionsbeſtrebungen lediglich für eine religiöſe, die
Kirche intereſſierende Angelegenheit, und überſehen
da=
bei, daß es ſich hier zugleich um eine eminent kulturelle
Frage handelt, die alle ohne Unterſchied, die
Kulturnatio=
nen in erſter Linie, angeht. Unſere Miſſionare ſind,
ab=
geſehen von ihrem Prediger= und Lehramt, Kulturträger
im beſten Wortſinne, ſei es, daß ſie der Sklaverei
ent=
gegentreten, ſei es, daß ſie jenen tiefſtehenden Nationen
in der Einrichtung geſunder und behaglicher Wohnſtätten,
im rationellen Ackerbau und der Viehzucht, in der Pflege
gemeinnütziger Anſtalten uſw. an die Hand gehen, ſei es,
daß ſie ihnen durch ihr eigenes Vorbild den hohen Segen
eines geordneten Haus= und Familienweſens vor Augen
ſtellen und ſie für eine wahrhaft ſittliche Lebensführung
zu begeiſtern ſuchen. Gerade die hervorragendſten
Kultur=
pioniere in fremden Weltteilen waren urſprünglich und
eigentlich Miſſionare.
Das gilt auch von David Livingſtone, deſſen
Verdienſte um die Afrikaforſchung grundlegend geweſen
ſind für alle ſpäteren gleichen und ähnlichen
Beſtrebun=
gen. Sein Leben und ſein Wirken fallen zuſammen,
ſo=
fern erſteres ganz im Dienſte ſeiner Forſchungs= und
Miſſionsarbeit ſtand. Freilich wurde auch ihm, wie ſo
vielen großen Männern, nicht an der Wiege geſungen,
wie ſein Lebensſchifflein dereinſt ſegeln und wo es
lan=
den ſollte. Geboren am 19. März 1813 in Blantyre bei
Glasgow (Schottland), trat er zunächſt in eine
Baum=
wollſpinnerei ein. Aber wie ſeinem Volke, war auch ihm
ein ernſter religiöſer Sinn angeboren. Daher trieb er
ſchon frühzeitig nebenbei theologiſche Studien und
ver=
nachläſſigte auch die Medizin nicht, denn es bildete ſich
je länger, je beſtimmter bei ihm die Ueberzeugung aus,
daß er ſeinen Lebensberuf nur als Miſſionar im fernen
Heidenlande werden erfüllen können. Und dazu gehörer
außer theologiſchen auch tüchtige mediziniſche Kenntniſſe.
So innerlich und äußerlich vorbereitet, trat er in den
Dienſt der Londoner Miſſionsgeſellſchaft, die ihn im
Jahre 1840 als Miſſionar nach Kapland ſandte. Hier in
Südafrika war Livingſtones eigentliches Arbeitsgebiet.
Es kann in dieſer Skizze nicht unſere Aufgabe ſein, dem
unermüdlichen Reiſenden auf ſeinen zahlloſen Kreuz= und
Querzügen in Südafrika bis nordwärts ins Gebiet der
zentralafrikaniſchen großen Seen, in dem man die
ſagen=
haften Nilquellen vermutete, zu folgen. Wir können ſie
nur in großen, allgemeinen Zügen ſkizzieren. Nachdem
Livingſtone von ſeiner Miſſionsſtation im
Betſchuanen=
land die ungeheure Wüſte Kalahari bis zum Ngamiſee
durchſtreift hatte (1849), gelang es ihm, auf einer neuen
Reiſe den Oberlauf des in den Indiſchen Ozean
münden=
den Sambeſi zu erreichen (1851) und ganz Südafrika
weſtwärts bis Loanda am Atlantiſchen Ozean zu
durch=
reiſen (1853 bis 1856). Das bedeutſamſte Reſultat
die=
ſer mit ungewöhnlichen Strapazen aller Art verknüpften
Reiſe in Gebieten, die vorher kaum eines Weißen Fuß
betreten hatte, war die Entdeckung der großartigen
Waſſerfälle des Sambeſi, die er zu Ehren der britiſchen
Königin Viktoriafälle nannte (1855). Dieſe wichtige
Ent=
deckung lenkte auch die Aufmerkſamkeit der engliſchen
Re=
gierung auf den kühnen, erfolgreichen Forſcher. Nach
kurzem Aufenthalte in der Heimat trat er im Jahre 1858,
und zwar in Gemeinſchaft mit ſeinem Bruder Charles
und fünf anderen Europäern, im Auftrage der
Regier=
ung eine weitere Forſchungsreiſe ins Innere Afrikas an.
Sie führte ihn von der Mündung des Sambeſi den Schire,
einen linken Nebenfluß desſelben, der dem Nyaſſa=See
entſtrömt, aufwärts bis zu dieſem gewaltigen Seebecken,
das er am 16. September 1859 entdeckte. Nun folgte
aber=
mals ein vorübergehender Aufenthalt in der Heimat
deſſen Zweck neben Stärkung und Erholung die
Ausrüſt=
ung zu weiteren Forſchungsreiſen war. Dämmerte doch
bereits in dem unerſchrockenen Reiſenden die leiſe
Ahn=
ung, daß in dem von ihm ſo erfolgreich durchſtreiften
Ge=
biete die ſo lange vergeblich geſuchten Nilquellen zu
fin=
den ſeien und ihm vielleicht die Löſung eines
Jahr=
tauſende alten Rätſels gelingen könnte („caput Nili
quaerere‟, d. h. „das Haupt, die Quelle des Nils ſuchen”
war ſchon bei den Alten eine ſprichwörtliche
Redens=
art für die Ausführung von etwas Unmöglichem). Ueber
Bombay landete er (1866) in Sanſibar, zog den in den
Atlantiſchen Ozean mündenden Rovouma aufwärts,
um=
ging das Südufer des Nyaſſa=Sees, erreichte den
Tan=
ganjika=See (1867) und entdeckte dann, ſich nordweſtwärts
wendend, den Lualaba, den weſtlichen Hauptquellfluß
des gewaltigen Kongoſtromes. Dieſen, den Lualaba,
ver=
folgte er ſtromaufwürts und entdeckte ſo den Maexo=See
und den Bangweolo=See (1868). Von hier zog er
wie=
der nordwärts zum Tanganjika nach Udſchidſchi.
Von dieſer Zeit an (1869) blieb der kühne Forſcher
verſchollen, und ganz Europa, die geſamte Kulturwelt,
bangte um deſſen Schickſal. Da war es der hochherzige
Beſitzer des „New=York Herald”, J. G. Bennett, der den
Afrikareiſenden H. M. Stanley (eigentlich hieß dieſer
Rowland, kam ins Armenhaus, wurde Schiffsjunge und
ſpäter von einem reichen Kaufmann namens Stanley
adoptiert) beauftragte, den ſeit faſt 2 Jahren verſchollenen
Livingſtone aufzuſuchen. Im Januar 1871 langte Stanley
in Sanſibar an, von wo er mit etwa 200 Mann zum
Tan=
ganjika aufbrach. In Udſchidſchi traf er dann am 10.
No=
vember den berühmten Forſcher krank und in großer Be
drängnis an. Beide machten dann gemeinſam
verſchie=
dene Reiſen nach dem Nordende des Sees, bis
Unian=
jembe, worauf Stanley nach Europa zurückkehrte (März
1872). Die Reiſe, die gegen 200000 Mark gekoſtet hatte,
beſchrieb er ausführlich in dem Werke: „Wie ich
Living=
ſtone fand”, das das größte Aufſehen erregte. Dieſer
aber, Livingſtone, begab ſich dann um das Südende des
Tanganjika=Sees nach dem Bangweolo=See, in deſſen
Zuflüſſen er die Nilquellen vermutete. Hier, bei
Tſchi=
tambo, erlag der mutige Forſcher der heimtückiſchen
Dyſen=
terie am 1. Mai 1873, 60 Jahre alt. — Unterdeſſen war
auf Stanleys Anregung eine neue Expedition unter
Ca=
meron aufgebrochen, um Livingſtone neue Hilfsmittel
zu=
zuführen. In Tabora, öſtlich vom Tanganjika, traf dieſe
Expedition am 4. Auguſt (1873) mit der Leiche
Living=
ſtones zuſammen, die von deſſen treuen Dienern unter
ungeheuren Beſchwerden nach der Oſtküſte gebracht wurde.
Von hier wurde ſie nach England übergeführt und unter
großer Feierlichkeit in der Weſtminſterabtei in London,
der Ruhmeshalle aller bedeutenden Engländer, beigeſetzt.
An der Stätte ſeines Todes wurde ihm ſpäter ein
Obe=
lisk errichtet, während ſein Name in der Miſſionsſtation
Livingſtonia am Südoſtufer des Nyaſſa=Sees, im
Living=
ſtonegebirge in Deutſch=Oſtafrika am Nordoſtende des
ge=
nannten Sees u. a. m. weiterlebt.
Livingſtones Verdienſte gehören der Geſchichte an.
Indem er zuerſt im Jahre 1849 den Ngama=See erreichte,
und das weite Gebiet des Sambeſi, ſowie um die Seen
Nyaſſa, Tanganjika, Moero und Bangweolo durchforſchte,
bahnte er den in ſeine Fußſtapfen tretenden Forſchern
die Pfade und muß als einer der erſten und
erfolgreich=
ſten gelten, die das damals unglaublich ſcheinende
Wag=
nis unternahmen, nicht nur Licht über den „dunkeln
Erd=
teil” zu verbreiten, d. h. unſere Kenniniſſe über ihn zu
bereichern, ſondern auch Licht in denſelben
hineinzutra=
gen nämlich das helle Licht der Ziviliſation und
Ge=
ſittung, das in der Lehre Jeſu am meiſten und
ſieghafte=
ſten ſtrahlt.
Nummer 66.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Seite 3.
in Zukunft Sparkaſſen bis zu 10 Millionen Mark
Ein=
lagen mindeſtens 10 Prozent und größere Sparkaſſen
entſprechend mehr, im Maximum mindeſtens 15
Prozen=
ihres jährlichen Einlagenzuwachſes in Staats= und
Reichsanleihen anlegen ſollen und daß die Sparkaſſen
ſich in dieſer Beziehung freiwillig der Kontrolle des
Ver=
bandes unterwerfen. Dieſer Beſchluß unterliegt jetzt der
Zuſtimmung der einzelnen Sparkaſſenvorſtände.
* Künſtlerfeſt. Man ſchreibt uns: Die
Vor=
bereitungen zu dem Künſtlerfeſt, das die Mitglieder des
Großh. Hoftheaters am 5. April im Saalbau, wie
alljähr=
lich, zum Beſten der Wohlfahrtseinrichtungen der
Deut=
ſchen Bühnen=Genoſſenſchaften veranſtalten, werden mit
großem Eifer betrieben; es verſpricht eines der glänzendſten
zu werden. Zur perſönlichen Leitung des Konzert
Teiles hat ſich kein geringerer als der
Generalmuſik=
direktor Fritz Steinbach=Köln bereit finden laſſen.
Der Kirchengeſangverein der Paulusgemeinde
veranſtaltet ſeine diesjährige Paſſionsfeier am Karfreitag
in der Pauluskirche. Die hierbei gebotenen Geſangſtücke
ſind ſämtlich Werke unſeres einheimiſchen Tonkünſtlers
Profeſſor Arnold Mendelsſohn. Außer dem „Neuen
Judaslied”, einem Duett mit Chor, und der
Choral=
paraphraſe für Frauenchor, Orgel und Streichinſtrumente
über den Choral: „O Lamm Gottes unſchuldig” kommen
ur Aufführung zwei Geſänge für Sopran= und Altſolo:
„So hoch der Himmel über der Erde iſt” und der
42. Pſalm, und endlich die beiden größeren Werke für
Chor, Orgel und Orcheſter: „Das Leiden des Herrn”
und „Auferſtehung” letzteres mit Altſolo. Es wird alſo
die Feier zugleich eine kirchen=muſikaliſche Arnold
Mendelsſohn=Veranſtaltung werden und ſchon aus
dieſem Grund weitere Kreiſe intereſſſeren. Als Soliſten
wurden gewonnen Frl. Kleiß=Darmſtadt (Sopran), Frau
Heckelmann=Darmſtadt (Mezzoſopran) und Frau Dr.
Bernoulli=Stuttgart (Alt). Die Orgelbegleitung hat Herr
Organiſt Keil gütigſt übernommen. Der Eintritt iſt frei
gegen Löſung eines Programms für 20 Pfg. Die
vorderen Reihen der Südempore bleiben bis 4½ Uhr
gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte für die inaktiven
Mitglieder des Chors reſerviert.
* Muſikverein. Der Verkauf der Eintrittskarten
für die Aufführung der Bachſchen Matthäus=
Paſſion am Karfreitag und für deren Hauptprobe
am Gründonnerstag erfolgt wie immer in der
Berg=
ſtraeßerſchen Hofbuchhandlung bis Donnerstag
ein=
ſchließlich und in der Einhorn=Apotheke gegenüber der
Stadtkirche gleichfalls von jetzt bis Donnerstag und dort
außerdem am ganzen Karfreitag. Die Angaben der
Plakate und Anzeigen werden hierdurch berichtigt.
— Kaufmänniſche Fortbildungsſchule für Mädchen.
Man ſchreibt uns: Am Montag ſchloß die Lehranſtalt
„Kaufmänniſche Fortbildungsſchule für Mädchen” ihe
Schuljahr mit einer öffentlichen Prüfung ab. Geprüft
wurde in der Buchführung, in der Wechſellehre, im
Fran=
zöſiſchen und im Engliſchen. Von einer Prüfung in der
Stenographie ſah man ab, da die aufgelegten Hefte ja
davon Zeugnis ablegten, wie darin gearbeitet worden iſt.
Zuerſt prüfte die Leiterin der Schule, Fräulein Ruths
die Schülerinnen in der Buchführung, Wechſellehre und
Korreſpondenz. An zahlreichen praktiſchen Beiſpielen
konnten dieſe ihr Wiſſen darin zeigen. Die gegebenen
Ant=
worten bewieſen, daß die Schülerinnen mit dieſen Stoffen
gut vertraut gemacht worden waren. Darauf wurde im
Franzöſiſchen und Engliſchen geprüft. Auch hier bewieſen
die präziſen Antworten, daß die Lehrerin und die
Schüle=
rinnen mit großem Fleiße gearbeitet hatten. Die
Lei=
ſtungen darin ſind um ſo mehr zu bewundern, als manche
Schulerin beim Eintritt in die Anſtalt noch gar kein
Fran=
zöſiſch und Engliſch gelernt hatte. Jetzt aber, am Schluſſe
desSchuljahres, waren ſie ganz gut imſtande, in einem
begrenz=
ten Rahmen ſich mündlich und ſchriftlich verſtändlich
aus=
zudrücken — für Lehrende und Lernende ein ehrendes
Zeugnis. Auch die zahlreichen Hefte, die aus den
verſchie=
denen Unterrichtszweigen aufgelegt waren, beweiſen den
außerordentlichen Fleiß, den beide Teile an den Tag
ge=
legt haben. Von den Schülerinnen haben 7 bereits
Stel=
lung, und zwar haben ſie die verſchiedenartigſte
Verwen=
dung auf den Bureaus gefunden. Die an Oſtern 1912
ab=
gegangenen Schülerinnen ſind alle unter ſehr günſtigen
Verhältniſſen angekommen. Anmeldungen neu
eintreten=
der Schülerinnen ſind ſchon erfolgt.
Der Velozipedklub Darmſtadt hielt im Kaiſerſaal
ſeine Generalverſammlung ab, die außerordentlich
zahl=
reich beſucht war. Es wurde mitgeteilt, daß die
Mit=
gliederzahl des Klubs auf 212 angewachſen iſt. Der
Rennbetrieb ſoll am 5. Mai mit einem großen Rennen
auf der Bahn an der Heidelberger Straße eröffnet werden.
Den wichtigſten Punkt der Tagesordnung bildete die
Vorſtandswahl. Der langjährige Vorſitzende des
Klubs, Herr Ulrich, der wegen Wegzugs nach
Mann=
heim ausſcheidet, wurde zum Ehrenmitglied ernannt.
Zum 1. Vorſitzenden wurde der bisherige 2. Vorſitzende,
Herr Karl Bau er, zum 2. Vorſitzenden Herr
Hofſchau=
ſpieler Schneider gewählt. Im übrigen waren die
Verhandlungen interner Natur.
* Zu der Exploſion in der Mädchenmittelſchule. Die
bei der Exploſion ſchwerverletzte Schülerin Anna
Käm=
merer iſt am Montag abend im Krankenhaus
ver=
ſtorben.
* Hundeausſtellung. Man ſchreibt uns verſpätet:
Bei der am 16. und 17. März in Frankfurt abgehaltenen
Hundeausſtellung, zu der nahezu 1000 Hunde gemelde
waren, hatte der Verein der Hundefreunde von
Darm=
ſtadt und Umgegend einen vollen Erfolg.
Sämtlich=
von den Mitgliedern ausgeſtellte Hunde erhielten
Aus=
zeichnungen und zwar: Ph. Oeſtreicher=Darmſtadt
für Bernhardiner zwei I. Preiſe und 2 Ehrenpreiſe,
Rechtsanwalt Rohde für Airedale=Terrier einen I,
einen II. und einen III. Preis, Ph. Schnell für
Dobermannpinſcher einen I. und einen II. Preis, Wilh.
Faiſt für Zwergpinſcher einen I. und einen II. Preis,
Karl Feldmann=Crumſtadt für Dobermannpinſcher
zwei I., einen II., einen III. und einen IV. Preis, Wilh.
Klippel=Griesheim für Dobermannpinſcher einen II.
einen IV. und einen Reſerve=Preis, Fr. Will=Grube
Meſſel für Pudel einen II. und einen III. Preis, Wilh.
Gerbig II.=Worfelden für Foxterrier einen Reſerve=
Preis und Peter Kraft=Hof Gräfenbruch für
Jagd=
hunde drei I., zwei II. und zwei Ehrenpreiſe.
* Das Reſidenztheater am weißen Turm bringt für
zwei Tage, da Freitag geſchloſſen, einen für Darmſtadt
neuen Monopolfilm, das zweite Bild der Treumann=
Larſen=Serie: „Abenteuer der Lady Glane” nach dem
gleichnamigen Roman. Ab Samstag kommt eine neue
Aufnahme des Kinowerkes „Der fremde Vogel” mit Aſta
Nielſen zur Vorführung. (S. Anz.)
Hanſa=Bund.
Am Montag abend hat die ordentliche
Mitglieder=
verſammlung der Bezirksgruppe Darmſtadt des
Hanſa=Bundes mit daran anſchließenden Sitzungen des
Geſamtausſchuſſes, ſowie des geſchäftsführenden
Aus=
ſchuſſes ſtattgefunden. Es wurde der Jahresbericht er
ſtattet, aus welchem hervorgeht, daß dem Geſamtausſchuſ
zurzeit 66 und dem geſchäftsführenden Ausſchuß 25
Mit=
glieder aus den verſchiedenſten Erwerbskreiſen angehören.
Das ſtatutengemäß ausſcheidende Drittel der Mitglieder
des Geſamtausſchuſſes, ſowie des geſchäftsführenden
Aus=
ſchuſſes wurde wiedergewählt. Dem geſchäftsführenden
Ausſchuß wurde Kaufmann Ludwig Joſeph, i. F.
Lud=
wig Joſeph, hinzugewählt. Das gegenwärtige Präſidium,
beſtehend aus den Vorſitzenden Bankdirektor C. Parcus
Geh. Kommerzienrat Dr. L. Merck und Obermeiſter Karl
Lautz, ſowie aus den ſtellvertretenden Vorſitzenden Emil
Schenck, Fritz Becker und Hans Tölcke, wurde wiedergewählt
Im Jahre 1912 haben 2 Sitzungen des Geſamtausſchuſſes,
ſo=
wie 3 Sitzungen der vereinigten Ausſchüſſe für Handwerk
und Kleinhandel und 3 Sitzungen des Angeſtellten=
Aus=
ſchuſſes ſtattgefunden. Dem von ſeiten der Verſammlung
geäußerten Wunſch, es möchten zu den Sitzungen der
letz=
teren Ausſchüſſe neben dem Präſidium auch die
Mitglie=
der des geſchäftsführenden Ausſchuſſes zwecks
fortwähren=
der Information eingeladen werden, wurde ſtattgegeben.
Im abgelaufenen Jahre haben eine größere Anzahl von
Hanſa=Bund=Sitzungen, beſonders Zentralausſchuß=
Sitz=
ungen für die Geſamtintereſſen des Handwerks, des
Ein=
zelhandels der Angeſtellten, ſowie der Geſchäftsführer, der
Ortsgruppenvorſtände und Vertrauensmänner in Berlin
ſtattgefunden. Beſonders vertreten war die Bezirksgruppe
Darmſtadt auf der Tagung des Geſamtausſchuſſes am 12.
Juni 1912 durch Handelskammerſyndikus Dr. Human und
Konrad Wilhelm, Prokuriſt der Firma Ernſt Weis, ſowie
gelegentlich der Hanſa=Woche im November und
beſon=
ders auf dem allgemeinen zweiten Deutſchen Hanſatag
am 17. November 1912 durch den Vorſitzenden,
Bankdirek=
tor C. Parcus, Fabrikant Richard Drews in Eberſtadt und
Handelskammerſyndikus Dr. Human.
Im Jahre 1912 hat ſich die Bezirksgruppe Darmſtadt
eingehend mit der Frage der Fleiſchteuerung beſchäftigt
Eine endgültige Löſung dieſer Frage konnte jedoch leider
noch nicht erzielt werden. In dem Ausſchuß für
Hand=
werk und Kleinhandel ſind die Fragen des Borgunweſens,
der kaufmänniſchen Buchführung und des mittelſtändiſchen
Kreditweſens ſehr ausführlich unter Zuziehung der Darm
ſtädter Innungen und ſonſtigen gewerblichen und
kauf=
männiſchen Vereinigungen behandelt worden. Die
ſchwer=
wiegenden Fragen des Borgunweſens, ſowie einer ge
eigneten kaufmänniſchen Buchführung für den Mittelſtand
erſcheinen der Löſung nahe. Bezüglich des Ausbaues des
mittelſtändiſchen Kreditweſens ſind noch weitere
Beratun=
gen in Ausſicht genommen. Der Angeſtellten=Ausſchuß
hat neben anderen wichtigen Beratungsgegenſtänden die
Frage der Gewährung von Sommerurlaub an Angeſtellte
in mehreren Sitzungen erörtert. Es wurde in der
Ver=
ſammlung auf Grund der Ermittelungen und Vorſchläge
dieſes Ausſchuſſes beſchloſſen, von ſeiten des Hanſa=
Bun=
des ein Schreiben mit zu unterzeichnen, welches den
Fir=
men des Bezirks mit der Bitte zugehen ſoll, es möchten
den Angeſtellten regelmäßige Erholungsurlaube gewährt
werden. Weiter wurde beſchloſſen, der Zentrale des
Hanſa=Bundes eine Anzahl von Fabrikanten
vorzuſchla=
gen, welche geeignet erſcheinen, in den neu gegründeten
Induſtrierat des Hanſa=Bundes in Berlin einzutreten.
Von der Tatſache daß das Präſidium des Hanſa=Bundes
in Berlin beſchloſſen hat, die offizielle Zeitſchrift „Hanſa=
Bund” vom 1. April d. J. ab in noch weiter verbeſſerter
Ausſtattung monatlich einmal herauszugeben und den
mehr als 200000 Einzelmitgliedern völlig koſtenlos
zuzu=
ſtellen, wurde mit Befriedigung Kenntnis genommen. Am
Schluſſe der ſehr anregenden Verſammlung wurden noch
Mißſtände im Submiſſionsweſen beſprochen, mit deren
möglichſter Abſtellung die Zentrale in Berlin, welche
ge=
rade in dieſer Frage außerordentlich umfangreiche Arbeiten
geleiſtet hat, betraut werden ſoll.
Die Freiwillige Feuerwehr Darmſtadt
hielt in der Reſtauration „Zur Roſenhöhe” eine
außer=
ordentliche Hauptverſammlung ab, die von der
Mann=
ſchaft zahlreich beſucht war. Nach Erledigung innerer
An=
gelegenheiten des Korps hielt der Kommandant,
Brand=
direktor L. Fiſcher, einen hochintereſſanten Vortrag
über die Entwickelung des Feuerlöſchweſens in
Deutſch=
land und insbeſondere in Heſſen. Der Redner betonte:
der Kampf gegen Schadenfeuer und deſſen verheerende
Wirkungen iſt ſo alt als die Ziviliſation. Mit der
Gründ=
ung bleibender Wohnſtätten vermehrte ſich auch die
Feuersgefahr. Die erſten Spuren eines Feuerlöſchdienſtes
finden ſich bei den Römern zur Zeit des Kaiſers Auguſtus,
wo einer Abteilung Soldaten der Löſchdienſt
übertra=
gen wurde, wobei es aber an allen Löſcheinrichtungen
gemangelt habe. Der Hauptgegenſtand des Löſchweſens
war die Feuerſpritze, die ſich aus der primitiven
Hand=
ſpritze zur heutigen Autoſaug= und Druckſpritze entwickelt
hat. Eingehend ſchilderte der Redner die vorzeitlichen
primitiven Löſchgeräte und deren umſtändlichen
Trans=
port zur Brandſtelle, ſo daß oft das Haus abgebrannk
war, ehe Hilfe erſchien. Mit der Vermehrung und
Ver=
größerung der Städte ging auch die Verbeſſerung des
Feuerſchutzes Hand in Hand und veranlaßte den Erlaß
von Feuerlöſchordnungen und die Bildung geſchulter
Feuerwehren im Deutſchen Reiche. Zurzeit beſtehen im
Reiche 17745 freiwillige und 5660 Pflichtfeuerwehren mit
zuſammen 1 271 191 Mannſchaften (995711 freiwillige und
75 480 Pflichtfeuerwehrleute). Zu ihrer Verfügung ſtehen
377 Dampf=, Gas= und Motorſpritzen, 28 788 Spritzen mit
und 16714 Spritzen ohne Saugwerk, zuſammen 45872
Stück. Unglücksfälle ſind von 1903—1908 vorgekommen
14832, wofür 2323000 Mark Entſchädigung gezahlt
wur=
den. Berufsfeuerwehren beſtehen zurzeit im Deutſchen
Reiche 70. Unerläßlich für eine Feuerwehr iſt der
Feuer=
melde= und Alarmierungsdienſt, den der Redner eingehend
ſchilderte und unſere ſtädtiſchen Einrichtungen als
muſter=
gültig bezeichnete. Ebenſo eingehend behandelte er die
zum Feuerſchutz notwendigen anderen Löſchgeräte, mit
deren gründlicher Inſtandhaltung die Schlagfertigkeit der
Feuerwehr beſonders erhöht werde.
Hochintereſſante Streiflichter warf der Redner auf die
früheren Löſchvorrichtungen in Darmſtadt und die
Bildung der freiwilligen Feuerwehr durch die Initiative
der Turngemeinde Darmſtadt und deren Entwickelung auf
ihren jetzigen Stand. Das Kommando und der Vorſtand
der Feuerwehr haben ſich ſtets bemüht, die
Löſcheinricht=
ungen der Stadt zeitgemäß, auch unter Berückſichtigung
der Koſten, zu geſtalten. Großer Dank für die ſtete
Bereit=
willigkeit und Unterſtützung dieſer Beſtrebung gebühre
in erſter Linie Großh. Polizeiamt und der Stadtver
waltung für die ſtete Bereitwilligkeit bei Bewilligung der
Anſchaffungskoſten. Mit dem Gelöbnis, die freiwillig
übernommenen Pflichten zum Schutze der Stadt vor
Feuersgefahr, zur Ehre des Berufs auch weiter zu
er=
füllen, ſchloß Kommandant Fiſcher ſeine
hochintereſſan=
ten Ausführungen, die bei der Mannſchaft reichen Beifall
fanden.
Brandmeiſter Vogel ſprach Herrn Branddirektor
L. Fiſcher den Dank der Feuerwehr Darmſtadt aus
und widmete ihm ein dreifaches „Gut Wehr”. Nachdem
noch auf die Frühjahrsübungen hingewieſen und um
pünktliches Antreten erſucht wurde, ſchloß die
Verſamm=
lung um 11 Uhr.
* Wixhauſen, 18. März. Man ſchreibt uns: Die am
Sonntag abgehaltene, von Herrn Beigeordneten Peter
Frey geleitete öffentliche Verſammlung nahm einen
wür=
digen Verlauf. Herr Peter Stiedenrot gab in ſeiner
ein=
ſtündigen Rede den Jahresbericht des Verkehrsausſchuſſes
und wies nochmals auf die berechtigten Wünſche hin.
Aus dem Jahresbericht iſt zu erſehen, daß eine ſehr rege
Tätigkeit entfaltet wurde. In der Diskuſſion wurde noch
auf verſchiedene Mißſtände hingewieſen, welche nächſtens
zur Beratung kommen. Als zweiter Redner erhielt Herr
Georg Volz das Wort, er beſpricht die Debatte im
heſſi=
ſchen Landtag, wendet ſich gegen die Ausführungen des
Herrn Finanzminiſters Dr. Braun und begründet dann
Feuilleton.
P. Medaillen=Ausſtellung in München. Der
allge=
meine künſtleriſche Aufſchwung der letzten Jahrzehnte iſt
auch ſolchen Kunſtzweigen zugute gekommen, deren
Aus=
übung in Zeiten mangelnden Zuſammenhangs zwiſchen
Kunſt und Leben zu Unrecht vernachläſſigt wurde. Die
Miniaturmalerei iſt wohl endgültig tot, dagegen gibt die
alte Majolika=Kunſt wieder kräftige Lebenszeichen von ſich,
auch mit der Gobeline=Kunſt hat man wieder erfolgreiche
Verſuche gemacht. Neuerdings haben ſich unſere Plaſtiker
auch wieder der Medaillen=Kunſt zugewendet, die früher
meiſt von den Goldſchmieden ausgeübt wurde und in
Deutſchland ſo tüchtige Vertreter hatte, wie den
Augs=
burger Hans Schwarz, den Nürnberger Ludwig Krug,
ferner Friedrich Hagenauer und Peter Flötner. In der
gegenwärtig im Münchener Kunſtverein ſtattfindenden
Medaillen=Ausſtellung machen wir die Bekanntſchaft von
etwa zwanzig modernen Vertretern dieſer Kleinkunſt, unter
denen ſich manche befinden, die den Vergleich mit den
beſten alten Medailleuren nicht zu ſcheuen brauchen.
Eines nur iſt nicht recht erſichtlich, warum die meiſten
dieſer modernen Medailleure ſo gerne archaiſierende
For=
men bevorzugen und ihren Arbeiten auch äußerlich ein
antikes Gepräge geben wollen. Dieſen verſchönernden
Schmuck der Abglättung und Patinierung ſollten ſie der
Arbeit der Zeit überlaſſen. Von den Künſtlern, welche
eigene Gedanken haben und ihren Medaillen ein modernes
Gepräge zu geben wiſſen, ohne doch die verhältnismäßig
engen formalen Grenzen, die dieſer plaſtiſchen
Feinſchmecker=
kunſt gezogen ſind, zu überſchreiten, iſt vor allem Jan
Wyſocki zu nennen, der ſich von den alten Formen wohl
am ſelbſtändigſten zu emanzipieren gewußt hat. Auch
Adolf Seiler hat das Weſentliche der Aufgabe erfaßt. Seine
Porträt=Medaillen vereinigen in ſelten glücklicher Weiſe
lebendige Charakteriſtik und jene monumentalen Elemente,
die mit der Vorſtellung ſolcher für die Dauer beſtimmten,
dem Gedächtnis und der Erinnerung dienenden
Kunſt=
werke unzertrennlich ſind. Prächtige Stücke des gleichen
Künſtlers ſind auch der „tanzende Faun” die „
Fauns=
maske” und der „Fahnenträger‟ Das Neckiſch=Geniale
und Feierlich=Repräſentative beherrſcht Adolf Seiler in
gleicher Weiſe. Vortrefflich iſt eine Medaille des Prinz=
Regenten Luitpold von Bernhard Bleeker. Auch Hans
Schwegerle iſt mit ausgezeichneten Arbeiten vertreten
Das Publikum beginnt bereits auf die feinen Reize der
Medaillenkunſt wieder aufmerkſam zu werden. Die
Kunſt=
kritik könnte ſehr viel mithelfen zur Wiederbelebung
die=
ſer edlen Kunſt, wenn ſie die Medaillen auf den
Ausſtel=
lungen nicht immer nur mit ein paar allgemeinen Worten
flüchtig abtun wollte. Für die Größe eines Kunſtwerkes
iſt doch nicht ſein Umfang maßgebend.
C) Arabesken der neuen Mode. Das Wort
Cham=
forts, daß man die Eleganz nicht ſo an Schnitt und Art
der Tracht, als an dem „Drum und Dran” der Toilette
er=
kenne, behauptet heute mehr denn je ſeine Geltung. Die
Arabesken der Mode, die in pikantem Gewirr die großen
Grundlinien umſpielen, wollen vor allem beachtet ſein,
wenn die Nüancen des neuen Stils zum rechten Ausdruck
kommen ſollen. Geben doch dieſe kleinen Dinge dem
Gan=
zen erſt den rechten Ton und die moderne Note. In un
ſerem Zeitalter iſt es ja nicht verwunderlich, daß neben
dem typiſch weiblichen Grundton, den die Mode in der
Hervorhebung von Taille und Hüften anſchlägt, ein
männ=
licher Unterton mitſpielt, der in Einzelheiten des Koſtüms
hervortritt. So tragen die Damen beim
Promenaden=
koſtüm jetzt direkte Herrenweſten mit Taſchen, und es
iſt eine ebenſo pikante wie neuartige Geſte der Dame,
wenn ſie mit der Hand in die Weſtentaſche fährt. Zu die
ſer Weſte und dem Schneiderkleid werden weiße Derby=
Handſchuhe getragen mit groben, ſchwarzen Nähten,
die etwas an den Jockei erinnern, und Gamaſchen aus
Antilopenleder oder ſchwarzem Lackleder mit Hornknöpfen
Die Form der Schuhe iſt immer noch amerikaniſch, leicht
eckig, wenn auch die plumpe Breite aufgegeben iſt. Gelbe
und braune Schuhe, die eine zeitlang ſtreng verpönt
waren, tauchen wieder auf; die Schuhe mit braunen
Spitzen, die man ſchon im Winter ſah, waren die
Vor=
läufer dieſer neuen Mode. Das Oberleder muß beim
modernen Fuß verſchieden ſein; es erſcheint häufig
ge=
ſtreift in Gelb und Weiß oder Grau und Weiß.
Strumpf=
bänder, die man durch hygieniſche Strumpfhalter erſetzt
hatte, kämpfen wieder um ihr altes Recht in der
Frauen=
kleidung. Man ſieht entzückende Bänder in feiner
Sticke=
rei, mit niedlichen Roſen geſchmückt und prächtigen
Schnal=
len geziert. Ueberhaupt kontraſtiert die Unterwäſche in
ihrer zarten und duftigen Feinheit mit der etwas derberen
Art des Promenadenkoſtüms in dem die Dame das
Männ=
liche betont. Das Sportmäßige akzentuieren auch
ge=
ſtrickte Sachen, die mehr denn je modern ſind. Man
trägt geſtrickte Shawls und geſtrickte Jacken in möglichſt
lebhaften Farben, und die gleiche Handarbeit iſt in
Hand=
taſchen, ja auch in Lampenſchirmen und Kiſſen beliebt.
Zu den mondänen Neuheiten gehören Flacons aus
Por=
zellan, die offen ſind und mit getrockneten, ſtark duftenden
Blumenblättern gefüllt werden. Das Riechbüchschen iſt
in einer Stoffhülle verborgen, die aber dünn genug iſt,
um das Durchdringen des Duftes zu geſtatten. Die
Vor=
liebe für Porzellan, und zwar beſonders für Meißener,
äußert ſich auch in den neueſten Schirmgriffen, die ſehr
lang ſind, aus mit Gold gefaßtem Porzellan hergeſtellt
werden und nur den einen Fehler haben, ſehr zerbrechlich
zu ſein. Das Hauskleid, bei dem der bisher beliebte
Seidenmouſſelin durch Tüll erſetzt wird und Spitzen die
Hauptgarnierung bilden, ſoll mit dem Raum, in dem es
getragen wird, harmonieren. Die Dame wird alſo die
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Nummer 66.
folgende Reſolution, welche debattelos am Schluſſe
der Verſammlung Annahme fand: „Die heute vom
Ver=
kehrsausſchuß Wixhauſen einberufene öffentliche
Ver=
ſammlung erklärt ſich mit deſſen Arbeiten einverſtanden
und ſpricht ihr Bedauern darüber aus, daß anläßlich der
Debatte im heſſiſchen Landtag zur Eingabe des Verkehrs=
Verbandes der Strecke Frankfurt a. M.—Darmſtadt der
Herr Finanzminiſter Dr. Braun in ſeiner Antwort
durch=
blicken ließ, daß den Landorten nur wenig Bedeutung
beigemeſſen wird. Da unſer Ort in ſteter Entwicklung
ſteht, werden wir nach wie vor unſere Wünſche an den
zuſtändigen Stellen vorbringen.”
Heppenheim, 18. März. Anfang des Jahres 1912
hatten bei der Bezirksſparkaſſe 11154 Perſonen
Einlagen auf Sparkaſſenbücher im Geſamtbetrag von
11010329 M. Der bare Kaſſenbeſtand betrug 100 441 M.
Verzinslich angelegt ſind 11123313 M. Der
Reſerve=
fonds beträgt 654014 M. 17798 M. wurden kommunalen
und wohltätigen Zwecken überwieſen. Die Verwaltung
der Kaſſe erforderte eine Summe von 17370 M.
-h- Von der Bergſtraße, 18. März. Am Sonntag
wurde bei einem Vortrag des Herrn Pfarrers Werner=
Frankfurt a. M. in der Ortsgruppe Auerbach des
Deut=
chen Flottenvereins Herrn Oberſtleutnant
Mootz in Auerbach durch Herrn Admiral Weſtphal das
Ehrenwart=Abzeichen nebſt Diplom des Flottenvereins
überreicht. — Bickenbach erhält mit dem 1. April
einen Gendarm in Station. — In Hähnlein
verſtarb am Sonntag nach langem Leiden Herr
Bürger=
meiſter Jakob Rechel. Herr Rechel war viele Jahre
Bürgermeiſter und Mitglied des Kreistages des Kreiſes
Bensheim.
Nauheim, 18. März. Auf dem bekannten in hieſiger
Gemarkung befindlichen großen Gräberfeld vorchriſtlicher
Zeit werden ſeit mehreren Wochen wieder Grabungen
größeren Umfanges von fachmänniſcher Seite
vor=
genommen. Wie wir hören, ſind wieder Brandgräber
und auch ſog. Hockergräber mit den üblichen Beigaben
zu=
tage gefördert worden. Auch römiſche Münzen wurden
gefunden aus der Regierungszeit des Kaiſers Tiberius,
der 14 bis 37 n. Chr. regierte. Nauheim iſt bereits als
Fundort ſehr alter Ueberreſte aus älteſter Zeit in vielen
Muſeen und hiſtoriſchen Sammlungen reich vertreten.
Henſenſtamm, 18. März. Bei dem geſtrigen Gewitter
ſchlug der Blitz in die Scheuer des Landwirts
Franz Bald, die völlig eingeäſchert wurde.
Sämt=
liche Futtervorräte ſind verbrannt, der Schaden iſt jedoch
durch Verſicherungen gedeckt.
Mainz, 18. März. In der geſtrigen Sitzung der
Stadtverordneten wurden die Anträge des
Finanzausſchuſſes und des Oberbürgermeiſters über die
Behandlung der für die Schuldentilgung der
Stadt aufzubringenden Beträge in den ſtädtiſchen
Rech=
nungen gegen die Stimmen der Sozialdemokraten
ange=
nommen. Durch die neue Buchung werden im Jahre
240000 Mark erſpart, das ſtädtiſche Budget wird
überſicht=
licher und klarer. Der Aenderung der Preiſe für Gas und
Elektrizität wurde einſtimmig zugeſtimmt. Die
Schutz=
mannſchaft, die zurzeit 152 Mann beträgt, wird um 15
Perſonen vermehrt. Zur Beteiligung der Stadt an der
Sonderausſtellung ſtädtebaulicher Einheitspläne auf der
Internationalen Baufach=Ausſtellung in Leipzig wurden
750 Mark bewilligt. — Der 79jährige Drehermeiſter A.
Schad, dem das Haus „Zum Stein” in der
Weintor=
ſtraße gehört, wollte geſtern abend an einem Schornſtein
auf dem Dache etwas nachſehen und ſtürzte dabei 20 Meter
hinab auf die Straße. Schad blieb tot auf dem Platze
liegen.
Worms, 18. März. Nachdem das Skelett eines
Menſſchen beim Umgraben eines Ackers neben der
Schachſchen Mühle gefunden wurde, ſind von
maßgeben=
der Seite weitere Nachgrabungen an derſelben Stelle und
deren Umgebung veranlaßt worden. Hierbei fand man
ein weiteres menſchliches Skelett, das, wie
das erſte, kaum 40 Zentimeter unter der Erdoberfläche,
und zwar in nächſter Nähe in umgekehrter Richtung lag.
Nach Feſtſtellung der Sachverſtändigen handelt es ſich um
die Leichen eines Mannes und einer Frauensperſon, die
vor etwa einem halben Jahrhundert an dieſer Stelle
ver=
graben worden ſind. Sonſtige Gegenſtände, wie Reſte
von Kleidungsſtücken oder dergl., wurden bei den
Ske=
letten nicht gefunden. Näheres konnte vorläufig noch nicht
feſtgeſtellt werden.
Nackenheim, 18. März. Eines der größten
Rheinſchiffe läßt ſich zurzeit der Schiffsbeſitzer
Anſpach von hier erbauen. Das Schiff wird das
reſpek=
table Gewicht von 70000 Zentner tragen
Heidesheim, 18. März. Der Rechner Bieber
wurde am 10. Februar wegen Urkundenfälſchung
und Betrugs verhaftet. Seine Vergehen reichen bis
in das Jahr 1907 zurück. Damals kam er nach Mainz,
verlangte von einem Freund, dem Tapezier W. in der
Rheinallee, eine Bürgſchaft von 100 bis 200 Mark und
bemerkte dabei, wahrſcheinlich habe er das Geld gar nicht
nötig, da er ſehr bald Eingänge erwarte. W. unterſchrieb
einen Blankoſchein, den Bieber an ſich nahm. Er füllte ihn
dann auf 10000 Mark aus und übergab ihn der Sparkaſſe
in Heidesheim ins Depot. Bieber erzählte nach mehreren
Tagen bei zufälligem Zuſammentreffen dem Freunde, er
hätte des Scheines nicht bedurft und dieſen deshalb
zer=
riſſen. Von 1906 bis 1909 war die Kaſſe in Heidesheim
von Bieber um 65000 Mark geſchädigt worden. Als die
Schwindeleien alle herauskamen, wurde Bieber verhaftet
Geſtern hatte er ſich vor der Strafkammer Mainz zu
ver=
antworten. Der Staatsanwalt beantragte gegen den
An=
geklagten drei Jahre Zuchthaus. Das Gericht verurteilte
Bieber nach kurzer Beratung wegen Fälſchung des
Schuld=
ſcheins und Betrugs und wegen Betrugs bezüglich der
Fälſchung der Scheinhypotheken, ferner wegen Untreue
er hat außerdem ſeiner Tante 450 Mark unterſchlagen
zu zwei Jahren Gefängnis.
Homberg a. d. Ohm. 18. März. Dem heſſiſchen
Dich=
ter Ludwig Maar ſoll in ſeiner Vaterſtadt, Homberg
an der Ohm, ein Denkmal geſetzt werden.
(*) Hirzenhain, 18. März. Einbrecher welche
hieſige Wirtſchaften plünderten, konnten verhaftet und
ns Provinzialgefängnis nach Gießen verbracht werden.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 17. März. Wie aus
Gmun=
den gemeldet wird, iſt für den Aufenthalt des
Herzogs=
paares von Cumberland am deutſchen
Kaiſerhof nach den bisherigen Anordnungen nur ein
Tag, nämlich der 27. März, vorgeſehen. Das Herzogspaar
fährt über Nürnberg und Leipzig, wo ein kurzer Aufenthalt
genommen wird, da der Herzog wegen ſeines nervöſen
Leidens weite Strecken nicht gut ohne Unterbrechung
rei=
ſen kann. In Begleitung des Herzogspaares reiſt auch die
Tochter, Prinzeſſin Olga. An der Hochzeit des Prinzen
Ernſt Auguſt und der Prinzeſſin Luiſe werden alle
Mit=
glieder des herzoglichen Hauſes teilnehmen. Nach den
neueſten Meldungen ſoll das jungvermählte Paar ſeine
Flitterwochen in Gmunden verleben. Mit dem Beſuch
des Kaiſers in Gmunden wird in Gmundener Hofkreiſen
im Juli gerechnet. — Die Modeausſtellung am
Zoo wurde geſtern nachmitag im Beiſein eines
zahl=
reichen Publikums mit Orcheſtermuſik und Reden feierlich
eröffnet. Den Grundſtock der intereſſanten Veranſtaltung
bildet die Ausſtellung der hieſigen Damenmäntel=
Schnei=
derinnung und des Vereins der Berliner Schneidermeiſter
ür Damen=Konfektion. Hier ſind nicht nur fertige
Klei=
dungsſtücke, iſt nicht Paradegarderobe im gewöhnlichen
Sinne des Wortes ausgeſtellt, ſondern man findet eine
ganze Reihe fertiger und halbfertiger Lehrlingsarbeiten
unter namentlicher Benennung der heranwachſenden
Mei=
ſter der Zukunft. Daneben ſind natürlich all die großen
Firmen von Berlin, Wien, Paris uſw. mit prachtvollen
Koſtüm=Ausſtellungen vertreten. Der Innungsvorſitzende
Heinrich Mägler konnte in ſeiner Eröffnungsanſprache mit
Stolz und Genugtuung auf den ſchönen Erfolg hinweiſen,
den dieſe Ausſtellung bedeutet. — Der Morgenpoſt zufolge
hat es nach den neueſten Feſtſtellungen den Anſchein, daß
die Hennigsdorfer Automobilverbrecher
nicht einen Raubmord geplant hatten, ſondern daß es ſich
um einen Racheakt gehandelt habe. — Bei einer
Ruder=
partie des akademiſchen Vereins „Hütte” kenterte durch
den hohen Wellengang ein Boot zwiſchen Pfaueninſel und
Kladow. Hierbei ertrank der Diplom=Ingenieur Laatz.
Fiſcher ſuchten geſtern die Leiche, bisher aber vergeblich.
Eine Liebestragödie mit ſeltenem
Ab=
ſchluß erregte in der Nacht auf Sonntag an der
Kott=
buſer Brücke großes Aufſehen. Gegen 11½ Uhr gingen
ein junger Mann und ein Mädchen, beide ſchluchzend und
leidenſchaftlich aufeinander einſprechend, am Maybachufer
auf und ab. Ein Schutzmann beobachtete ſie, fand aber
keine Veranlaſſung, etwas zu unternehmen. Plötzlich
um=
ſchlangen ſich die beiden auf der Kottbuſer Brücke und
ſtürzten ſich über das Geländer hinweg in den
Landwehr=
kanal. Jetzt machte der Beamte eiligſt den Rettungskahn
los. Es gelang ihm bald, das Mädchen am Arm zu faſſen
und in den Kahn zu ziehen. Der junge Mann war
unter=
gegangen und nicht mehr zu ſehen. Während der
Schutz=
mann mit der Beſinnungsloſen nach dem Ufer ruderte,
neigte ſich plötzlich der Kahn und ſank auf die Seite. Jetzt
ſah er, daß der junge Mann an die Oberfläche gekommen
war und ſich an den Kahn angeklammert hatte. Der
Schutz=
mann brachte beide ans Land. Während er das Mädchen.
das noch immer beſinnungslos war, ausbootete, ergriff
der Mann, bevor er ihn noch nach Namen und Wohnung
fragen konnte, die Flucht. In großen Sätzen ſtieg
er die Böſchung empor, lief davon und entkam. Das
Mädchen wurde nach einer benachbarten Gaſtwirtſchaft
gebracht, wo man ihm die erſte Hilfe angedeihen ließ. Es
kam erſt wieder zu ſich, nachdem es mit einem Wagen dem
Krankenhaus in Buckow zugeführt worden war.
Wiesbaden, 18. März. Die Kaiſerfeſtſpiele
werden bekanntlich hier auch in dieſem Jahre ſtattfinden.
Mit Rückſicht auf die für den Mai geplanten
Hochzeits=
feierlichkeiten in unſerem Kaiſerhaus werden die
diesjäh=
rigen Feſtaufführungen bereits Anfang Mai beginnen und
nur fünf Vorſtellungen, vom 4. bis 8. Mai, umfaſſen.
Weimar, 18. März. Die Pläne zu einem
Erwei=
terungsbau am hieſigen Großherzoglichen
Reſidenzſchloß, mit welchem dem dringenden
Man=
gel an geeigneten Wohnräumen für die Großherzogliche
Familie abgeholfen werden ſoll, haben die Genehmigung
des Großherzogs gefunden. Die ſüdliche offene Hofſeite
ſoll durch einen Verbindungsbau geſchloſſen werden, der
ſich den ruhigen Formen des alten Schloſſes in würdiger
Weiſe einfügt. Die an der Südfront neu zu gewinnenden
Zimmer werden in unmittelbarer Verbindung mit den
Wohnräumen des öſtlichen Flügels ſtehen. Die Pläne für
den Bau hat, wie ſchon mitgeteilt, Prof. Max Littmann
in München entworfen. Bereits in den erſten Wochen des
kommenden Aprils ſoll mit den Arbeiten begonnen
werden.
Dresden, 17. März. Juſtizrat Dr. Körner ein
vielbeſchäftigter Rechtsanwalt Dresdens, iſt vor einiger
Zeit nach Lindau am Bodenſee gereiſt und nach
Zurück=
laſſung ſeines Gepäcks im Hotel dort verſchwunden.
Körner war zuletzt etwas ſchwermütig. Er wurde
ſeiner=
zeit vom König von Sachſen nach Italien geſchickt, um
das Verhältnis der geſchiedenen Kronprinzeſſin Luiſe, die
damals noch nicht mit Toſelli vermählt war, neu zu
regeln. Irgendwelche geſchäftliche Schwierigkeiten
kom=
men bei dem Verſchwinden Körners nicht in Frage. Es
wird vielmehr angenommen, daß ein Unfall oder ein
Ver=
brechen vorliegt.
Siegen, 17. März. Hier wurde der Agent Wilhelm
Lück unter dem Verdachte verhaftet, als Werber
für die franzöſiſche Fremdenlegion tätig
geweſen zu ſein. Lück hatte, nachdem er ſeiner
Militär=
pflicht in der deutſchen Armee genügt hatte, ſich ſelbſt von
der franzöſiſchen Fremdenlegion anwerben laſſen und fünſ
Jahre bei dieſer geſtanden. Nach ſeiner Rückkehr nach hier
betrieb er lange Jahre kein Geſchäft, nachdem ſein
Lan=
desproduktengeſchäft, in das er eingeheiratet hatte, in
Konkurs geraten war. Doch hatte er immer über Mittel
zu verfügen. Auch ſeine häufigen Reiſen nach Paris
wa=
ren unerklärlich. Er ſcheint im Solde der franzöſiſchen
Regierung geſtanden zu haben, wie dies aus den bei ihm
beſchlagnahmten Briefſchaften hervorgeht.
Braunſchweig, 18. März. Der Erdarbeiter Albert
Meyer aus Ingeleben, der am Himmelfahrtstage 1912
die betagten Altenteiler=Eheleute Eimecke in Ingeleben
erſchlug und beraubte, wurde heute morgen 7½ Uhr
hin=
gerichtet.
Kuxhaven, 18. März. Heute nacht ſtrandete bei
ſtarkem Südweſtſturm auf dem Großen Vogelſang eine
große Tjalk. Die Beſatzung iſt vermutlich ertrunken.
Der Name des Fahrzeuges iſt unbekannt.
Wildbad, 18. März. Der langjährige Profeſſor der
Rechte in Tübingen, v. Thudichum, iſt an
Lungen=
entzündung im Alter von 81 Jahren geſtorben.
Thudichum war am 18. November 1831 in
Büdin=
gen geboren und beſuchte die UniverſitätGießen, woſelbſt er
ſich im Jahre 1852 habilitierte. 1862 ging er nach
Tübin=
gen. Seit 1901 lebte er im Ruheſtand. Die Zahl ſeinen
Schriften, die meiſtens rechtsgeſchichtlicher Art ſind, iſt
be=
deutend. U. a. ſchrieb er eine Rechtsgeſchichte der Wetterau
Weitere Schriften ſind: Bismarcks parlamentariſche
Kämpfe und Siege, Geſchichte des deutſchen Privatrechts,
Ueber Femgerichte und Inquiſition, Ueber kirchliche
Fäl=
ſchungen, Die wahren Lehren Jeſu, Gegen Orden und
Klöſter ꝛc.
Wien, 18. März. Kurz vor Mitternacht brach in der
Prein bei Reichenau ein großer Waldbrand aus,
der gegenwärtig mit ungeſchwächter Kraft fortwütet und
immer größere Dimenſionen annimmt. Aus Wiener=
Neuſtadt wurde Militär entſandt.
Brüſſel, 17. März. In Antwerpen zerſtörte heute
nacht eine Feuersbrunſt eine große Zuckerraffinerie
und verurſachte einen Schaden von annähernd einer
Mil=
lion. Nach mehreren Stunden gelang es, das Feuer in
dem gefährdeten Viertel auf ſeinen Herd zu beſchränken.
London, 17. März. Der Londoner Polizei iſt in
die=
ſen Tagen ein guter Fund geglückt. Sie hat nämlich ein
Zweigarſenal der
Wahlweibervereinig=
ung entdeckt, das in dem Atelier einer Porträtmalerin
untergebracht war. Die Arſenalhüterin ſelbſt namens
Olive Hocken hatte verſucht, die Baulichkeiten des
Golf=
platzes zu Roehampton in Brand zu ſtecken. Als die
Brand=
ſtifterin ſich hierbei entdeckt ſah, ergriff ſie die Flucht, ließ
jedoch eine Handtaſche zurück, die eine vollſtändige
Samm=
lung gefährlicher Suffragettenwerkzeuge enthielt — nebſt
einer Adreſſe der Eigentümerin. So kam man der
Ver=
brecherin und ihrem Arſenale auf die Spur. Das große
Arſenal ſelbſt enthielt Flaſchen, die mit Säuren und
atzen=
den Flüſſigkeiten gefüllt waren, wie ſie die Wahlweibeg
zur Vernichtung von Briefſchaften in den Poſtſäcken
ver=
wenden. Drahtſcheren, große Mengen von Zündſtoffen,
Werkzeuge aller möglichen Handwerke, und von den
Ver=
brecherinnen eigens konſtruierte Zerſtörungsgeräte, als da
ſind zuſammenlegbare Stöcke, an die oben ein Stein
ge=
bunden wird, ſo daß ſelbſt gewöhnlich nicht erreichbare
Fenſterſcheiben eingeſchlagen werden können, fanden ſich
Farben nach dem Grundton ihres Salons oder Boudoirs
auswählen, und wenn ſie die letzte Fineſſe der Mode
be=
folgen will, dann wird ſie auch den Stil der Möbel
feſt=
halten, zu einem Empire=Salon alſo ein Empire=Kleid
und zu einem Rokoko=Boudoir eine Toilette mit
Weſpen=
taille und ausladenden Rockdrapierungen anlegen.
* Höflichkeit auf Briefen. Beim Adreſſieren (es gibt
kein deutſches Wort dafür) von Briefen muß man die
Höf=
lichkeit gegen den, an welchen man ſchreibt, oder kurz
ge=
ſagt, gegen den Adreſſaten, nicht außer Acht laſſen. Dazu
gehört in erſter Linie, daß man deſſen Namen richtig
ſchreibt. Nichts macht einen unangenehmeren
Ein=
druck, als wenn man einen Brief empfängt, auf deſſen
Adreſſe der Name falſch geſchrieben iſt. Es bekundet dies
von vornherein einen Mangel an Intereſſe, um nicht zu
ſagen, eine Rückſichtsloſigkeit. Denn wenn ich an jemand
ſchreibe, muß ich mich vorher der kleinen Mühe
unter=
ziehen, mich über ſeinen Namen genau zu unterrichten.
Auch Titel darf man auf Adreſſen nicht fortlaſſen.
Wer ſelbſt kein Gewicht auf Titel legt — nicht ſelten ſind
dies Leute, die ſelbſt keinen beſitzen —, hat noch nicht das
Recht, ihn einem anderen vorzuenthalten. Denn ſeine
ab=
weichende perſönliche Anſicht darf man, wenn man höflich
ſein will, anderen Leuten nicht aufdrängen, und das
Fort=
laſſen von Titeln auf Adreſſen wird als eine direkte Un
höflichkeit empfunden. Das Prädikat „Wohlgeboren” wird
von gebildeten Leuten heutzutage als eine Degradation
angeſehen. Wer ſich des Prädikats „Hochwohlgeboren‟
nicht bedienen will, laſſe es ganz fort, was niemand als
eine Ungehörigkeit empfinden wird. Das ganz veraltete
Prädikat „Wohlgeboren” aber hat gegenüber dem jetzt
allgemein gebräuchlichen „Hochwohlgeboren” nur noch die
Bedeutung einer unterſcheidenden Abſtufung, denn
weni=
ger als „Wohlgeboren” kann niemand ſein. Beſſer iſt es
ſchon, der Abſender enthält ſich jeder Einſchätzung und
Unterſcheidung des Standes des Adreſſaten durch
Hinzufügung ſolcher Prädikate.
* Der „Prinz von Wales‟ Es iſt ſchon früher
dar=
auf hingewieſen worden, daß die Bezeichnung des
eng=
liſchen Thronfolgers als „Prinz von Wales” nicht richtig
iſt, ſondern auf eine falſche Ueberſetzung des engliſchen
Wortes prince zurückzuführen iſt, dem das deutſche Wort
„Fürſt” entſpricht. Der Gothaiſche Hofkalender bezeichnet
ihn deshalb auch richtig als „Fürſt von Wales”. In
Deutſchland iſt nun aber einmal die ungenaue
Be=
zeichnung Prinz von Wales geläufig und gebräuchlich
ge=
worden und dabei wird es denn auch bleiben.
** Mrs. Wilſon als Malerin. Die Ausſtellung der
Gemälde von Mrs. Woodrow Wilſon, die in dieſen Tagen
in den Räumen der Künſtlergenoſſenſchaft von
Philadel=
phia ſtattfindet, erregt lebhaftes Aufſehen, nicht nur deshalb,
weil Mrs. Wilſon ſich hier als Malerin zeigt, ſondern vor
allem, weil ſich unter den 26 Landſchaften Werke von
aus=
gezeichneter maleriſcher Qualität befinden. Es war
bis=
her nur wenigen Freunden der Familie Wilſon bekannt,
daß die Gattin des neuen Präſidenten eine ſehr tüchtige
und begabte Zeichnerin und Künſtlerin iſt; die trauliche
Landvilla in Princeton, die die Familie jetzt verlaſſen
mußte, und die mit ihrer hübſchen Giebelarchitektur einen
ſo anheimelnden Eindruck macht, iſt ſeinerzeit auch von
Frau Wilſon entworfen worden, und ſie hat alle Pläne
gezeichnet. Die jetzt in Philadelphia ausgeſtellten
Land=
ſchaftsbilder ſollen auch in New=York und Waſhington
ausgeſtellt werden; ſie ſind verkäuflich und der Ertrag iſt
von Frau Wilſon der Knabenſchule von Rome in Georgia
zugedacht.
* Ein Geier im Stubenofen. Aus Innsbruck wird
fol=
gende Geſchichte erzählt: Als die Frau des
Zillerbrucker=
bauers zu Bruck im Zillertal den Stufenofen anheizen
wollte, bemerkte ſie im Ofen ein friſches Ei, das ihr
beſon=
ders wegen ſeiner Größe auffiel, und im nächſten
Augen=
blick merkte ſie, daß dieſe Beſcherung von einem
Habicht=
weibchen herrührte, das auf ganz ungewöhnliche Weiſe iu
den verſchloſſenen Ofen geraten war. Der Habicht, ein
großes Exemplar von einem Hühnerhabicht (kurzweg Geier
genannt), wurde dann von den Hausleuten, die die
Bäuerin ſofort alarmiert hatte, im Ofen gefangen geſetzt,
was nicht ohne ſtarke Kratzwunden abging. Der hungrige
Räuber hatte eine Henne verfolgt, die in ihrer Angſt auf
das Hausdach geflogen und dort in den Kamin geflüchet
war. Das Habichtweibchen aber, das die Beute nicht
fah=
ren laſſen wollte, ſetzte ihr hart nach und verfolgte ſie
durch den Kamin. Dort ſetzte es ſich ſelbſt gefangen und
legte ein Ei ab. Das Habichtmännchen hatte bald daräuf
den Aufenthalt des Weibchens entdeckt; es flog mit Geſchrei
um das Haus und in der Nähe des Kamins herum, aber
das Weibchen hatte nicht ſo viel Schlauheit, ſich wieder auf
dem gleichen Wege zu entfernen, auf dem es gekommen
war. Der gefährliche Hühnermarder ſitzt jetzt im
Bauern=
haus in Gefangenſchaft.
* Ein Zug ſeit ſieben Tagen eingeſchneit. Seit ſieben
Tagen iſt auf der Strecke Bergen-Chriſtiania in der Nähe
des Ortes Naningskid ein Zug im Schnee förmlich
ver=
graben. Es gelang, den Inſaſſen des Zuges Lebensmittel
zuzuführen. Unter den Fahrgäſten befindet ſich auch ein
untröſtliches junges Mädchen, das jetzt ein ganzes Jahr
mit ihrer Hochzeit warten muß. Sie wollte ſich in Bergen,
mit einem Seeoffizier verheiraten, der jetzt eine Weltreiſe
angetreten hat.
* Eine mißglückte Standrede. An einem Gymnaſium
in Würzburg erbat jüngſt ein Ordinarius gegen ſeine
un=
botmäßigen Primaner die Intervention des Rektors.
Dieſer erſchien auch mit dem Klaſſenchef zur
Unterrichts=
ſtunde und hub an: „Ich komme mit einem großen Ekel
in die Klaſſe . . .
Die hoffnungsvollen Jünglinge
haben ſich nicht einmal die Mühe gegeben, ein hämiſches
Grinſen zu verhehlen.
Nummer 66.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
eite 5.
dort vor. Ferner gab es eine große Anzahl falſcher
Autonummern und ähnlicher Dinge mehr, die eine Flucht
begünſtigen ſollten.
Kalkutta, 17. März. Auf dem Hauptpoſtamt
explo=
dierten mit furchtbarer Gewalt mehrere Briefe, die mit
Exploſivſtoffen gefüllt und an die Herausgeber
einiger Zeitungen gerichtet waren. Mehrere Brieffortierer
wurden verletzt, einer tödlich.
Sturm und Unfälle.
* Berlin, 18. März. Im Hamburger Hafen, in
der Elbemündung und auf der Nordſee wütete geſtern ein
orkanartiger Südweſtſturm mit Regenböen. Der
Schiffsverkehr ſtockte. Zahlreiche Schiffsunfälle werden
gemeldet. — Im Schwarzwald und in den Vogeſen trat
geſtern ein Wetterſturz ein. Die Temperatur fiel auf
fünf Grad unter Null. Bis in die Täler hinab fiel Schnee.
Der Sturm richtete ſtarken Schaden in den Waldungen
und an den Telegraphenleitungen an.
* Ulm, 18. März. Eine große Verkehrsſtörung
hatte der Schneefall in der vergangenen Nacht in Neu=
Ulm verurſacht. In der Nähe der Löwen=Brauerei waren
durch den Schneedruck Telephondrähte geriſſen, die auf
irgend eine Starkſtromleitung zu liegen kamen. Als des
morgens 6 Uhr Arbeiter ſich auf ihre Arbeitsſtätte
be=
gaben, kamen mehrere Perſonen den herabhängenden
Drähten zu nahe und erlitten ſo ſtarke elektriſche
Schläge, daß ſie zu Boden ſtürzten und ſich nicht mehr
erheben konnten. Da von den Umſtehenden niemand
wagte, die Verunglückten anzufaſſen, mußten ſie längere
Zeit auf dem Boden liegen bleiben. Die Dunkelheit
er=
ſchwerte die Rettungsarbeiten.
* Geislingen, 18. März. In Waldhauſen geriet
infolge Blitzſchlages heute nachmittag das
Oekono=
mieanweſen des größten Grundbeſitzers der Gemeinde
Waldhauſen, Oekonom Thierer, in Brand, der die
um=
fangreiche Oekonomie in Aſche legte. Mit verbrannt ſind
400 Schafe und ſämtliche Fruchtvorräte. Der Schaden iſt
ſehr bedeutend.
* Hamburg, 18. März. Ein orkanartiger
Sturm brachte in der vergangenen Nacht den Bagger
„Goedhardt II.” bei der Einfahrt in die neue Schleuſe bei
Brunsbüttel zum Kentern. Die an Bord befindlichen
Perſonen, drei Männer, eine Frau und ein Kind,
ertran=
ken. — Im Kaiſer Wilhelm=Kanal ſank der Schlepper
„Vulkan”. Die Mannſchaft wurde gerettet. Die Zahl der
im Hamburger Hafen und auf der Elbe untergegangenen
Schuten und Leichter ſchwankt zwiſchen 60 und 80.
H.B. Brunnsbüttelkoog, 18. März. Bei dem
Sturm während der letzten Nacht iſt der zwiſchen Molen
arbeitende Bagger Gödhars II geſunken. Fünf
Per=
ſonen, darunter der Kapitän mit Frau und zwei Kindern,
ſind ertrunken. Die Leichen konnten noch nicht geborgen
werden. Bei dem Zementwerk Saturn ſanken vier
be=
ladene Schuten. Die Beſatzung konnte gerettet werden.
Ein Schiffer erlitt bei den Rettungsarbeiten einen
Arm=
bruch.
* Hamburg, 18. März. Durch den
orkanarti=
gen Sturm in der letzten Nacht wurde großer Schaden
angerichtet. Verſchiedene Ewer, Leichter und
Kohlenkut=
ter wurden voll Waſſer geſchlagen und ſind untergegangen.
Im Hafen wurde ein großer Dampfer und ein Segelſchiff
von den Vertäuungen losgeriſſen, wobei der Segler gegen
ein Dock von Blohm & Voß getrieben und=beſchädigt
wurde.
* Winſen, 18. März. Ein heftiger Sturm
entwurzelte heute Nacht neben dem Rathaus eine Linde.
Bei dem Fall zerſtörte ſie die elektriſche
Haupt=
leitung, ſo daß Winſen ohne Licht und Kraft iſt. Die
Störung dauert vorausſichtlich bis heute abend an.
* Emden 17. März. An der Nordſeeküſte herrſcht
ſeit einigen Tagen ein furchtbarer Sturm, der heute
mittag ſeinen Höhepunkt erreicht zu haben ſchien. Hier iſt
bereits ein Haus eingeſtürzt: Ziegel wurden von den
Dächern heruntergeriſſen und Fenſterſcheiben zertrümmert,
ſo daß das Paſſieren der Straßen lebensgefährlich iſt. In
Norden ſoll auch eine Mühle eingeſtürzt ſein.
H.B. London, 18. März. An der engliſchen Küſte
wütet ein ſtarker Sturm. Die See geht ſo hoch, daß
die regelmäßigen Poſtdampfer nur mit großen
Unterbrech=
ungen und Verzögerungen verkehren können.
H. B. Chriſtiania, 18. März. Die Annahme hat
ſich beſtätigt, daß der Stettiner Dampfer „
Peru=
gia” der mit einer Eiſenerzladung von Norwich nach
Rotterdam beſtimmt war, an der norwegiſchen Küſte in
der Nähe von Drontheim untergegangen iſt. Der
Dampfer war in einen Schneeſturm geraten und an der
Küſte geſcheitert. Die geſamte, aus 30 Mann beſtehende
Beſatzung iſt anſcheinend umgekommen. An der
Küſte von Namdal fand man zahlreiche Trümmer von
dem untergegangenen Dampfer. Auch einige Leichen ſind
bereits an Land geſchwemmt worden. — Der deutſche
Dampfer „Hans Fiſcher” aus Roſtock, der mit einer
Zuckerladung von Danzig nach Greenock beſtimmt war, hat
in einem orkanartigen Sturm Havarie erlitten
und mußte Chriſtignia als Nothafen anlaufen. Von ſeiner
Beſatzung ſind zwei Mann erſchlagen und drei ſchwer
verletzt worden.
Luftfahrt.
— Konſtantinopel, 18. März. Der Deutſch=
Argentinier Scherff legte heute in hundert Minuten
220 Kilometer auf einem erſten erfolgreichen
Erkund=
ungsflug mit einem Beobachtungsoffizier über der
Stellung des Feindes außerhalb der Tſchataldſchalinie
zurück. Der Flieger erreichte auf ſeinem Mars=
Doppel=
decker eine Höhe von 2000 Metern. Er landete glatt bei
vollſtändiger Dunkelheit.
Vermiſchtes.
Odenwälder Volkstrachten. Freunde
und Wanderer des Odenwaldes machen wir auf eine
ſo=
eben im Kunſtverlage J. Ehrhard und Comp. in
Bens=
heim erſchienene neue Serie „Odenwälder
Trachtenkarten” aufmerkſam. Die reizenden Karten
ſind nach Original=Aufnahmen in 14farbiger Photochromie
hergeſtellt und übertreffen in der Tat alles bisher an
Trachtenkarten Gebotene. Reizende, allerliebſte Idyllen
aus dem Odenwald, herrliche Motive des Odenwälder
Bauernhauſes in Verbindung mit der leider im
Ausſter=
ben begriffenen Odenwälder Volkstracht wirken zuſammer
zu einem anmutigen Farbenſpiel. Die natürliche
Auf=
faſſung und treffliche Wiedergabe verleiht dieſen
Kunſt=
werkchen ſo darf man die Karten mit Recht nennen, einen
ganz beſonderen Reiz. Ohne Zweifel iſt auch dieſe neue
Serie der ſchönſte und wirkungsvollſte Beitrag zur
Heb=
ung der Volkstracht im Odenwald. Die Karten ſind in
allen Papiergeſchäften zu haben. (Preis der Serie — 15
Stück — 1,50 Mack.)
C.K. Ein neues Foſſilienlager in
Ka=
nada. Die von dem Naturhiſtoriſchen Muſeum in New=
York ausgerüſtete Expedition, die die neuentdeckten
gro=
ßen Foſſitienlager am roten Daimfluſſe in der
kanadi=
ſchen Provinz Alberta durchforſchen ſollte, hat ihre
erſte Campagne mit ungewöhnlich reichen Ergebniſſen
abgeſchloſſen, und es zeigt ſich immer deutlicher, daß jenes
Foſſilienlager am Darmfluſſe an Umfang und Bedeutung
ſogar die berühmten Foſſilienlager von Wyoming
über=
trifft. Die von B. Brown geleitete erſte Expedition hat
mehr als zwei Eiſenbahnwagenladungen foſſiler
Tier=
reſte geſammelt. Zu den wertvollſten Stücken wird man
ein vollſtändiges Skelett des Saurolophus rechnen,
die=
ſes Rieſen unter den Dinoſauriern; das Skelett hat eine
Länge von etwa 10 Metern und iſt noch beſonders
wert=
voll durch den Umſtand, daß in der Mitte des Tierkörpers
die Haut noch erhalten iſt. Auch ein Schädel des
gehörn=
ten Dinoſauriers, des Monoclonius, und ein faſt
vollſtändiges Skelett des vogelartigen Ornithomimus
wurden gefunden. Einer der wichtigſten der Funde aber
bleibt das gewaltige Steißbein des Ankyloſaurus, mit
deſſen Hilfe es möglich ſein wird, das Skelett dieſes
rieſi=
gen vorweltlichen Tieres zu rekonſtruieren. Eine Reihe
von Knochenteilen ſcheinen Tieren angehört zu haben, die
bisher der Forſchung noch vollſtändig unbekannt
geblie=
ben waren. Im kommenden Frühjahr wird eine zweite
Expedition nach Kanada aufbrechen, um die
Durchſorfch=
ung dieſer neuen bedeutungsvollen Foſſilienfelder
fort=
zuführen.
Literariſches.
Der Baumeiſter, Monatshefte für Architektur
und Baupraxis. Herausgegeben von Arch. Janſen und
Müller, Berlin. Schriftleiter: Arch. Karl Zetzſche, Berlin.
Vierteljährlich 6 Mk., einzelne Hefte (mit zirka 40
Abbild=
ungen und 10 Tafeln) 3 Mk. Verlag von Georg D. W.
Callwey, München. Das fünfte Heft des 11. Jahrganges
des Baumeiſter trägt ein durchaus volkswirtſchaftliches
Gepräge und greift infolge ſeines gerade in der jetzigen
Zeit hochaktuellen Inhaltes in Intereſſenſphären über,
die außerhalb des engeren Kreiſes der Architekten und
Ingenieure liegen. Der Hauptartikel, „Die
Wohn=
ungsfrage” von Königl. Baurat Dr.=Ing. Albert
Weiß, der ebenſo ausführlich wie ſachlich und gründlich
dieſes noch immer der Löſung harrende Problem
behan=
delt, verdient nicht nur die höchſte Beachtung der
Bau=
künſtler und Techniker, ſondern vor allem auch der
Natio=
nalökonomen und Sozialpolitiker. Im engen inneren
Zuſammenhange mit dieſem Leitartikel ſtehen die
übri=
gen Publikationen des Heftes, denen eine große Anzahl
Abbildungen und Tafeln beigegeben ſind.
— Im Fenien=Verlage zu Leipzig gelangt ſoeben zur
Ausgabe die erſte Serie der Fenien=Bücher, einer
zwangloſen Folge von Werken älterer und neuerer
Auto=
ren, Neudrucke vergeſſener oder weniger bekannter
inter=
eſſanter Bücher der Weltliteratur. Die „Tenien=Bücher”
wollen als eine Ergänzung bereits beſtehender billiger
Bücher gelten und bezwecken, dem Bücherfreund für wenit
Aufwendung in gefälliger Form nur hervorragende
lite=
rariſche Gaben zu bieten. Die erſten zwölf Bände
ent=
halten: 1. Dr. Hanns Holzſchuher: Schiller, Goethe und
die Tenien (mit einem Titelkupfer von Fr. Bolt aus dem
Jahre 1796). 2. Briefe eines ehrlichen Mannes bey einem
wiederholten Aufenthalt in Weimar (Deutſchland 1800).
3. Hans von Wolzogen: Kunſt und Kirche. Ein offener
Brief an Houſton Stew. Chamberlain. 4. Immanue
Kant: Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und
Erhabenen. 5. Profeſſor Dr. Wolfgang Golther: Parſival
und der Gral in deutſcher Sage des Mittelalters und der
Neuzeit. 6. Dr. Heinrich Spiero: Berlin. 7. Hermann
von Petersdorff: Der Hof der Königin Luiſe (mit 24
Bild=
beigaben). 8. Wilhelm Arminius: Der Dolch der Ladu
Arundel. 9. Georg Hirſchfeld: Das Wunder von
Ober=
purzelsheim. Das Recht auf den Tod. Zwei Novellen
10. Maurice de Guerin: Der Centauer. 11. Georg von
der Gabelentz: Der Ring. Novelle. 12. Hugo Salus: Die
Hochzeitsnacht. Die ſchwarze Fahne. Zwei Novellen.
Der Preis beträgt für jedes Bändchen 50 Pfg.
Der Balkankrieg.
Die Mächte und der Balkanbund.
* London, 17. März. Wie das Reuterſche Bureau
erfährt, ſoll in den nächſten Tagen die endgültige
Feſt=
ſetzung der Antwort der Mächte auf die Note der
verbündeten Balkanſtaaten erfolgen, worauf
man die nötigen Inſtruktionen nach den Hauptſtädten der
Balkanſtaaten telegraphieren wird. Nach den
Vorſchlä=
gen, welche die Botſchafter ihren Regierungen unterbreitet
haben, und auf die in einigen Fällen ſchon die
Zuſtim=
mung eingegangen iſt, werden die Mächte in ihrer Note
die Mediation zwiſchen den Kriegführenden annehmen
und den verbündeten Balkanſtaaten ihren Dank dafür
aus=
ſprechen, daß ſie dem vorgeſchlagenen Wege zugeſtimmt
haben. Die Mächte werden ferner eine Anzahl
Empfeh=
lungen machen, die ſich aus der Antwort der
verbünde=
ten Balkanſtaaten ergeben. Sie werden vorſchlagen, daß
die Grenzlinie Enos=Midia anſtelle der von den
Verbün=
deten vorgeſchlagenen Grenzlinie Rodoſto-Midia geſetzt
wird, wobei das ganze Gebiet weſtlich der Linie Enos=
Midia mit Ausnahme von Albanien den Verbündeten
zufallen ſoll. Weiterhin werden die Mächte erklären, daß
ſie den Gedanken einer Kriegsentſchädigung
nicht in Erwägung ziehen können; hingegen wollen ſie
zu=
geben, daß Vertreter der Verbündeten und der Türkei in
Paris an den Sitzungen der Finanzmiſſion teilnehmen,
die ſich neben anderen Dingen auch mit dem von den
Ver=
bündeten zu übernehmenden Teile der türkiſchen Schuld
befaſſen wird. Hinſichtlich der Aegäiſchen Inſeln und
Albanien wird den Verbündeten mitgeteilt, daß ſich dieſe
Fragen in den Händen der Mächte befinden.
Griechenland und Serbien.
Belgrad, 18. März. Der griechiſche Prinz
Nikolaus und ſeine Gattin Prinzeſſin Helene werden
morgen nachmittag auf ihrer Reiſe nach Wien hier
ein=
treffen und bis zum Abend Gaſt des Königs Peter ſein
Die zwiſchen Griechenland und Serbien
ange=
knüpften Verhandlungen ſollen während des Beſuches zu
einem engeren Bund beider Staaten zum Abſchluß
gebracht werden.
Von der griechiſchen Armee.
* Rom, 17. März. Die Agenzia Stefani meldet:
Die Nachricht von der Beſetzung Valonas durch die
Griechen iſt amtlich noch nicht beſtätigt. Für jeden
Fall habe jedoch die italieniſche Regierung ihre Vertreter
im Auslande drahtlich mit geeigneten Inſtruktionen
ver=
ſehen.
* Athen, 18. März. Die griechiſche Armee
beſetzte geſtern nach erbittertem Kampfe Kliſſura. Die
Türken leiſteten heftigen Widerſtand und mußten vor der
Wucht des griechiſchen Angriffs ihre Stellungen räumen.
Sie flohen in der Richtung auf Berat. Die Verluſte der
Türken ſind ſehr bedeutend. Die Griechen hatten 13 Tote
und 14 Verwundete.
Aus Adrianopel.
* Konſtantinopel, 18. März. Sabah, erhielt
geſtern ein Funkentelegramm von ſeinem Korreſpondenten
aus Adrianopel, wonach die Geſundheit und die
Moral der Beſatzung vortrefflich und der Vorrat an
Lebensmitteln und Munition genügend ſei. Die Stadt
könne ſich noch mehrere Monate halten.
Darmſtadt, 19. März.
Frühlings=Feſtſpiele des Großh. Hoftheaters. Für
die Aufführung von „Triſtan und Iſolde”, mit welcher
unter der muſikaliſchen Leitung von Artur Nickiſch
am 30. März die Frühlings=Feſtſpiele eröffnet werden
gibt ſich das lebhafteſte Intereſſe kund. In Alfred v. Bary
und Cecilie Rüſche=Endorf ſind zwei der berufenſten
In=
terpreten Wagnerſcher Geſtalten zur Verkörperung der
Hauptrollen gewonnen worden. Direktor Rainer
Simons, der die ſzeniſche Leitung dieſer Vorſtellung
innehat, trift dieſer Tage hier ein, um die Leitung der
Proben zu übernehmen. Das Vorbezugsrecht bleibt den
Abonnenten bis einſchließlich Freitag, den 21. März,
ge=
wahrt. Später bei der Hoftheater=Hauptkaſſe einlaufende
Kartenbeſtellungen von Abonnenten können keine
Berück=
ſichtigung finden. Die Ausgabe der von den Abonnenten
beſtellten Karten erfolgt am Dienstag, den 25. und am
Mittwoch, den 26. März, nachmittags zwiſchen 3 und 5 Uhr
an der Tageskaſſe des Hoftheaters. Von den Abonnenten
wird eine Vorverkaufsgebühr nicht eingehoben. Der
all=
gemeine Vorverkauf für den „Triſtan”=Abend beginnt am
Dienstag, den 25. März, vormittags an der Hoftheater=
Tageskaſſe und im Verkehrsbureau (Ernſt=Ludwigsplatz).
— Vom Großh. Hoftheater. Heute beginnt der
Vor=
verkauf für die Vorſtellungen nach Oſtern: „Arda” mit
Gertrud Geyersbach zum erſten Male in der Titelrolle
unter muſikaliſcher Leitung von Paul Ottenheimer;
„Der Bettelſtudent” in neuer Einſtudierung. Der
Vorver=
kauf für die Volksvorſtellung zu ermäßigten Preiſen „Die
Anna=Liſe” findet im Verkehrsbureau ſtatt. Am
Karfrei=
tag und Oſterſonntag bleiben die Verkaufsſtellen
ge=
ſchloſſen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 18. März. Die Nordd. Allg. Ztg. ſchreibt:
Nach dem Erſcheinen eines in mehrere deutſche Zeitungen
übergegangenen Artikels über Mißhandlungen
die deutſchen Reichsangehörigen an der
Riviera widerfahren ſein ſollen, erkundigte ſich der
kai=
ſerliche Konſul in Nizza eingehend in den deutſchen Kreiſen
der Riviera. Es ſollte feſtgeſtellt werden, ob über die in
dem Artikel enthaltenen Angaben etwas bekannt ſei,
na=
mentlich, ob ſich ermitteln laſſe, daß Deutſche in Nizza oder
an der Riviera ſchlecht oder überhaupt anders als
Ange=
hörige anderer Länder behandelt worden ſeien. Das
Er=
gebnis fiel verneinend aus. Nirgends war etwas über
derartige Vorfälle feſtzuſtellen, und von keiner Seite war
ſeit einer Reihe von Jahren über eine ſchlechte
Behand=
lung oder gar über Tätlichkeiten geklagt worden.
* München, 18. März. Auf den warmen Sonnenſchein
der letzten Tage iſt in der letzten Nacht ein
Tempera=
turſturz erfolgt. Das Wetter iſt naßkalt und es herrſcht
Schneetreiben. Aus dem Gebirge wird
andauern=
der Schneefall gemeldet.
* Hamburg, 18. März. Der Kaſſierer, der am
Sonntag in Hagenbecks Tierpark in Stellingen von einem
Löwen ſchwer verwundet worden iſt, iſt geſtorben.
* Bremerhaven, 18. März. Heute morgen 10 Uhr
wurde der deutſche Ewer „Gebrüder” aus
Ham=
burg mit einer Havarie ohne Mannſchaft eingeſchleppt und
im alten Hafen verſtaut. Das Schickſal der Beſatzung
iſt unbekannt.
* Wien, 18. März. Heute vormittag wurde an dem
Hauſe in der Bräunerſtraße, wo Hebbel jahrelang
wohnte, eine Gedenktafel enthüllt.
Vizebürger=
meiſter Porzer hielt eine Anſprache, in der er beſonders
auf die Beziehungen Wiens zu den „Nibelungen” hinwies.
* Wien, 18. März. Die Meldung von dem großen
Waldbrand in der Prein bei Reichenau iſt dahin
einzuſchränken, daß ein ausgedehnter Holzſchlag
nieder=
gebrannt iſt, wodurch der Waldbeſtand gefährdet iſt. Der
angrenzende Jungwald iſt ebenfalls vom Feuer ergriffen
worden. Es gelang der Feuerwehr und dem Militär, um
4 Uhr morgens den Brand zu lokaliſieren.
* Paris, 18. März. Im weiteren Verlauf der Debatte
im Senat über die Wahlreform wurde ein
Zu=
ſatzantrag Weytral, welcher von Briand im Namen
der Regierung unter Stellung der
Vertrauens=
frage zurückgewieſen wurde, mit 171 gegen 128
Stim=
men angenommen. Das Miniſterium wird heute ſeine
Demiſſion geben.
* Brüſſel, 18. März. Der Rat der Interparla
mentariſchen Union iſt heute zu einer Sitzung
zu=
ſammengetreten. 22 Delegierte waren anweſend. Ar
Stelle des verſtorbenen belgiſchen Staatsminiſters
Ber=
ngert wurde Lord Weardale=England zum Vorſitzenden
gewählt. Es wurde beſchloſſen, die nächſtjährige
Konfe=
renz am 3. September im Haag abzuhalten.
* Saloniki, 18. März. Zu Ehren des eingetroffenen
Chefs der deutſchen Mittelmeerdiviſion, des
Konter=
admirals Trummler, und der Offiziere des
Pan=
zerkreuzers „Goeben” veranſtaltete die deutſche
Kolo=
nie im deutſchen Klubhauſe einen Feſtabend, dem der
Konſul Walter präſidierte. Ferner wohnten bei der
Kom=
mandant und die Offiziere des öſterreichiſchen
Panzerkreu=
zers „Maria Thereſia” und die öſterreichiſch=ungariſche
Ko=
lonie. Konteradmiral Trummler und der Kommandant
des Panzerkreuzers „Goeben” Kapitän Philipp, werden
heute vom König Georg in Audienz empfangen werden.
H.B. Berlin, 18. März. Juwelen im Werte
von 125000 Mark ſind einem Gaunertrio in
die Hände gefallen, das geſtern eine vornehme Ruſſin, die
gerade wenige Stunden vorher aus Nizza in Berlin
ein=
getroffen war, ins Garn gelockt hatte. Die Gauner, zwei
Männer, von denen ſich der eine als Leutnant von
Stier=
ſtett, und der andere als Artur von Wettersheim vorſtellte,
ſowie ein junges Mädchen im Alter von 19 Jahren,
ver=
anlaßten die Ruſſin, ihre Taſche, in der ſich die Juwelen
befanden, beim Beſuch eines Kino=Theaters, ihnen
anzu=
vertrauen und verſchwanden damit.
Berlin, 18. März. Heute früh entſtand auf dem
Grundſtück Reinickendorf 46, in dem ſich u. a. eine
Auto=
lagerhaus=Geſellſchaft und eine Werkſtatt der Cudell=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Nummer 66.
Motoren=Geſellſchaft befindet, Großfeuer. 25
Auto=
mobile ſollen durch Feuer zerſtört worden ſein.
H. B. Berlin, 18. März. Wie aus Kopenhagen
tele=
graphiert wird, berichtet das däniſche Regierungsblatt,
Kaiſer Wilhelm, der Zar und König Georc
von England würden in dieſem Sommer nach
Fre=
densborg kommen und dort zuſammentreffen. Sie
ſollen gleichzeitig im Schloß von Fredensborg Wohnung
nehmen.
H. B. München, 18. März. Wie die München=
Augs=
burger Abendzeitung meldet, hat der Kriegsminiſter Frhr.
b. Kreß den Wunſch geäußert, von ſeinem Poſten als
Kriegsminiſter enthoben und zum kommandierenden
General des 1. Armeekorps ernannt zu werden. Für den
Poſten des Kriegsminiſters ſei der jetzige Kommandeur
der 6. bayeriſchen Diviſion, Generalleutnant v. Tylander
auserſehen. Der Kriegsminiſter v. Kreß ſei geſtern vom
Prinz=Regenten zum Vortrag empfangen worden, was
vermutlich mit dieſer Perſonalveränderung im
Zuſammen=
hang ſtehe.
Gotha, 18. März. In ganz Thüringen herrſchte
heute ein mehrſtündiges Schneetreiben.
H. B. Paris, 18. März. Miniſterpräſident Briand
hielt es für angemeſſen, ſeine geſtern im Senat
angekün=
digte Rede auf die heutige Sitzung zu verſchieben. Dieſe
24 Stunden ſollen benutzt werden, um eine die
dro=
hende Miniſterkriſe verhindernde Abſtimmung
vorzubereiten. Briand verſicherte, den Blättern zufolge,
in den Wandelgängen, daß ihm perſönlich der Rücktritt in
die Reihen der Parlamentarier nicht den mindeſten
Schmerz verurſachen würde, aber in der nächſten
Um=
gebung des Miniſterpräſidenten wird ſeiner
augenblick=
lichen Verſtimmung nicht allzu große Bedeutung beigelegt
Die Frage ſpitzt ſich dahin zu, ob die Rückverweiſung der
Verhältniswahlvorlage an die Kommiſſion eine Spaltung
im Senat zur Folge haben werde. Man appelliert
einſt=
weilen an den Patriotismus Clémenceaus, um zu
ver=
hindern, in dieſe kritiſchen Tage durch eine
Miniſter=
kriſe neue Verwirrung hinein zu tragen.
— Petersburg, 18. März. Im Sipowstcki=Gefängnis
in Kiew meuterten die Gefangenen, die vergebens
hofften, bei der Amneſtie die Freiheit wieder zu erhalten.
Sie erbrachen die Schränke, in denen die Revolver und
die Patronen verwahrt werden und ſchoſſen auf die
Wärter. Es wurden zwei Wärter und zwei Gefangene
erſchoſſen. Schließlich ergaben ſich die Meuterer.
Briefkaſten.
G. Sp. Die von Ihnen berührte Beſtimmung
ent=
hält Art. 4 des Einkommenſteuergeſetzes. Der Artikel hat
folgenden Wortlaut: „Angehörige anderer deutſcher
Staa=
ten ſowohl als Reichsausländer, welche im Großherzogtum
wohnen, werden, im Falle ſie nicht daſelbſt eine mit
Er=
werb verbundene Beſchäftigung ausüben oder ausgeübt
haben, erſt alsdann zur Einkommenſteuer gezogen, wenn
ſie bereits ein Jahr im Großherzogtum gewohnt haben.
J. F. 10. Die Ehe iſt unterſagt zwiſchen Verwandten
in grader Linie. Sie ſind jedoch mit Ihrer Braut in
der Seitenlinie verwandt, daher ſteht der Eheſchließung
kein rechtliches Hindernis entgegen.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die Depreſſion, die geſtern über England lag, iſt
oſtwärts gewandert und liegt heute über
Südſkandi=
navien. Ein über uns hinwegziehendes Randtief brachte
Mitteldeutſchland geſtern nachmittag Gewitter. Leichte
Niederſchläge fielen in ganz Deutſchſand. Infolge
nord=
weſtlicher Luftſtrömungen iſt die Temperatur bei uns
geſunken. Von Weſten her dringt ein neues Tief vor=
Wir haben desgalb vorübergehend Abnahme der
Be=
wölkung, ſpäter wieder Trübung und Regenfälle zu
erwarten.
Ausſichten für Mittwoch, den 19. März: Wolkig,
Regenfälle, milder, Südweſtwinde.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Bestbewährte
gesunde
und
magen-
darmkranke
indermehl
Krankenkosf
Nahrung für:
sowie
schwächliche,
in der Eatwicklung
zurückgebliebene
. Kinder.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Pennſylvania” 14. März 2 Uhr abends
von New=York direkt nach Hamburg. „Wittekind”
13. März 2 Uhr morgens von Portland. „Abeſſinia‟
von Philadelphia und Newport News kommend,
15. März 10 Uhr 30 Min. abends in Hamburg.
„Amerika” 15. März 1 Uhr nachm. von New=York über
Cherbourg und Southampton nach Hamburg. „Graf
Walderſee” von Philadelphia und New=York kommend,
17. März 6 Uhr 45 Min. morgens auf der Elbe. „„
Ham=
burg” von Genua und New=York, 16. März 5 Uhr
30 Min. nachm. von Neapel. „Inkum” 15. März 12 Uhr
mittags von Baltimore nach Hamburg. „Kaiſerin
Auguſte Victoria” 15. März 10 Uhr 15 Min. abends in
New=York. „Lingfield” von Baltimore kommend
15. Marz abends in Hamburg. „Naneric”, von
Balti=
more kommend, 15. März abends in Hamburg. „
Pal=
lanza” 15. März 6 Uhr 45 Min. morgens in
Phila=
delphia. — Weſtindien, Mexiko: „Calabria” nach
Ha=
vana und Mexiko, 14. März 5 Uhr nachm. von
Ant=
werpen. „Dania” von Mexiko und Havana kommend,
15. März 3 Uhr morgens von Antwerpen. „
Kron=
prinzeſſin Cecilie” heimkehrend, 14. März in Veracruz.
„Spreewald” von Mexiko und Havana kommend,
14. März 10 Uhr 30 Min. abends in Hamburg. „
Weſt=
phalia” 14. März von Pto. Mexico. — Verſchiedene
Fahrten: „Victoria Luiſe‟, 9. Weſtindienfahrt, 14 März
in Havana. „Cleveland”, zweite Weltreiſe, 15. März in
Hongkong. „Windhuk” von Afrika kommend, 14. März
6 Uhr abends in Hamburg.
SHusehel-
erregende Neuhelt!
Alleinverkauf für Darmstadt
In Herren-Konfektion habe ich einen
Artikel neu aufgenommen, der das
Voll-
kommenste darstellt, was die
Herren-
sohneiderei kennt. Es handelt sich um
Erzeugnisse, die ganz ausserhalb des
Rahmene der Gesamtkonfektion stehen
und jeder erstklassigen
Mass-
arbeit nicht nur glelchwertig sind,
sondern sie in Sitz, Ausführung und
Verarbeitung noch übertreffen.
M. Ansbach
6705
Hoflleferant
Einziges Spezialgeschäft erstklassiger
Herren-Garderobe am Platze
Ernst-Ludwigsplatz I. Telephon 2200.
un‟
Geskiieetein
ut de
nstitt
„Gehackungensorlin, ko
(genturt a. N.,
Kenry Sckel & Co.
Spernay.
In Deutschland auf Flaschen gefüllt.
Beste Scktmarke.
CARL WIEL
Weinkellerei
Königl. und Großherzogl Hoflieferant
Ernst-Ludwigstraße 7. (6585imd
18. März 1915
Die Geburt eines JUNGEN
zeigen an
Emi 1 Jacobi und Frau
Elisabeth, geb. Pilz.
Darmstadt
Karlstrasse 54.
(6766
Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſere treue Mutter, Schwiegermutter,
Groß=
mutter und Tante
(6754
Margarethe Bott Witwe
geb. Selpel
nach langem, ſchwerem Leiden aus dieſem Leben
abzurufen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Karl Bott.
Darmſtadt, Holzſtr. 15, den 18. März 1913.
Die Beerdigung findet Donnerstag, nachmittags
3 Uhr, vom ſtädtiſchen Krankenhauſe aus, ſtatt.
Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſer innigſtgeliebtes, herzensgutes Kind
Gretel
nach langem, ſchwerem, in Geduld getragenem
Leiden im Alter von 8 Jahren zu ſich zu
nehmen.
(*7454
In tiefer Trauer:
Daniel Scherer u. Frau.
Darmſtadt, den 18. März 1913.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 19. März,
nachmittags 3 Uhr, vom Portale des
Fried=
hofes aus, ſtatt.
Todes=Anzeige.
Infolge eines Unfalles während des
Unter=
richts iſt geſtern abend um 10 Uhr nach kurzem,
aber ſehr ſchwerem Leiden unſere liebe, gute
Tochter, meine innigſtgeliebte Schweſter
Anna Elisabeth Kämmerer
im Alter von 12 Jahren, verſehen mit der
heiligen Oelung, ſanft in dem Herrn
ent=
ſchlafen.
(6742
Die tieſtrauernd Hinterbliebenen:
Karl Kämmerer,
Eliſabeth Kämmerer, geb. Frick,
Karl Kämmerer.
Darmſtadt, den 18. März 1913.
Die Beerdigung findet am Donnerstag
nach=
mittag um 2 Uhr, vom ſtädtiſchen Spital
aus, ſtatt.
Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen
meinen guten Sohn, unſeren lieben Bruder
Herrn Friedrich Wurm
nach langem Leiden im 26. Lebensjahre zu ſich
zu rufen.
(*7564
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Georg Wurm Witwe
und Kinder.
Darmſtadt, den 17. März 1913.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 20. März,
nachmitags 3 Uhr, vom Eliſabethenſtift aus,
ſtatt. Einſegnung ½ Stunde vorher.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme bei dem Hinſcheiden meiner
lieben Frau und unſerer guten Mutter
ſagen wir Allen unſeren innigen Dank.
Heinrich Weber u. Kinder.
Darmſtadt, 17. März 1913.
(*7435
Beſſunger Bücherhalle (Beſſungerſtraße 48).
Unent=
geltliche Verleihung von Büchern an jedermann.
Ge=
öffnet: Dienstag, Donnerstag und Samstag abends
von 7½—9 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
GEonG A.JASMATZ1 A. G. DRESDEN
Grössre deufsche Tigareffenfabrik
VI,6728
[ ← ][ ][ → ]Nummer 66.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Seite 7.
Iierren und Damen.
Touristen-Anzüge
gute Loden-Qualitäten . . . .
Touristen-Anzüge
aus feinen gemusterten Stoffen
Touristen-Kostüme
aus guten leichten Loden . .
aus guten
Loden-Mäntel
leichten
im-
prägnierten
Loden-Capes Loden
Mk. 22—34
Mk. 36—60
Mk. 28—60
Mk. 18—40
Mk.
12—36
Gamaschen-Rucksäcke=Hüte
IIlv Schwab
Ludwigsplatz
Ecke Schulstrasse.
(6753
Gemüſe-Nüdeln
(Gries=Nudeln)
per Pfund 30 Pfg.
Eier=Nudeln
Schwäb. Eier=Rudeln
per Pfund 40 und 55 Pfg.
per Pfund 80 Pfg.
Bruch=Makkaroni
Makkaroni in Stangen
per Pfund 26 Pfg.
per Pfund 32, 40 u. 50 Pfg.
Dampf-Aepfel
per Pfund 40 Pfg.
Aprikoſen, kaliforn.
Pfirſiche, kaliforn.
per Pfund 70 und 80 Pfg.
per Pfund 60 Pfg.
Miſchobſt, per Pfund 40, 50 und 60 Pfg.
Küchen-Saehl
loſe gewogen, per Pfund 18, 20 und 22 Pfg.
Phönix=Mehl
5 Pfd.=Säckchen 1.05, 10 Pfd.=Säckchen 2.00
Schmalz, garantiert rein, per Pfd. 70 Pfg.
empfehlen
Paul März
Landwehrstrasse 19½.
Pankratiusstrasse 26.
Friſche Eier
10 Stück 58 Pfg., 25 Stück Mk. 1.45.
Friſche große Siedeier
10 Stück 68 Pfg., 25 Stück Mk. 1.70.
Extra große Siedeier
45
10 Stück 78 Pfg., 25 Stück Mk. 1.95.
Allerfeinſte friſcheſte Landeier
10 Stück 88 Pfg., 25 Stück Mk. 2.20.
(*7491
empfiehlt
J. Vetter, Wenckstr. 60.
Herren=Ring mit gr. Brillant,
la Qualität, 1½ Karat, 500 Mk.,
ungefaßte Brillanten u. 1 Perle,
1½ Karat,
gold. Armband, 5 Brillanten.
110 Mk.,
Damen=Ring, 10 Brillanten in
Platina, 150 Mk.,
gold. Damen=Uhr (Ankerwerk)
30 Mk.
gold. Herren=Uhr (Union=
Glas=
hütte) 55 Mk.,
gold. Herren=Ring mit echtem
Rubin, 2 Brillanten, 110 Mk.,
Platina=Kollier mit Brillanten
160 Mk.,
gold. Herren u= Damen=Ringe
von 5—30 Mk.
Eisadem Bender
Juwelen=Handlung
Viktoriaſtraße 50, III.
Altes Gold wird zu
höchſten Preiſen in Zahlung
ge=
nommen.
(6781
Für die Festtage
heute frisch eingetroffen:
Waggon allerfeinster süßer Spanischer
Orangen, zum größten Teil Blut-Orangen
Spanische Orangen
Stück 4 Pfg., Dutzend 45 Pfg.
„
55 „
„
, „ 70 „
,
80 „
,
90
3 „
„
„ 10 „
„ 100 „ „ 10 „
Blut-Orangen
Stück 6 Pfg., Dutzend 70 Pfgr
, 7 „
80 „
„ 8 „
90 „
„
110
erner: Bananen, Ananas, Trauben, Feigen,
Datteln, Nüsse, Haselnüsse, Mandeln,
Paranüsse, Maronen etc.
Zum Paleneia-Garten
Ludwigs-
platz 4
G. Bernardon
Lieferung frei ins Haus.
Ludwigs-
platz 4
(*7559
1,1 St. Orpington, gelb, Preistiere,
Küchent., Tiſche. Paneelbrett.,
Topf=
brett., Komm. (Kirſchb.), Zuchtkäfige
b. zu verk. Soderſtr. 7, Htrb. (*7519
ittagstisch
Fleisch u. veg. Kost von
60 Pf. b. M. 1.— im Abonn.
Fleisch u. veget. Kost v.
50 Pf. b. 70 Pf. im Abonn.
Aveshaukt dn brühmten
:: Wormser Weinmostes::
Kein Trinkzwang. (114
Reform-Restaurant
4 Alexanderstrasse 4, 1. Stock.
Drobacker Osterbroee
in bekannt vorzüglicher Qualität empfiehlt
Fritz Hufnagel, Brot- u. Feinbäckerei
Karlstraße 6. (6788mds) Telephon 1452.
Sasässsssseee
Beſſeres Reſtaurank.
zu mieten geſucht. Gefl. Offerten unter R 73.
an die Expd. ds. Blattes erbeten. (6509oim
üte werd. bill. u. chic garniert
u. moderniſ., wobei Auswahl
bill. Ludwigsplatz. 8, Vdh. III. (6028a
werden chic u. bill. garn.,
Hüte alte Sachen verwendet.
N. Krick, Kaupſtr. 32. (*7284om
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Nummer 66.
Eär dlie Weier-teug e1
Apostelbrau
hellen und dunklen Bock
Ausschank in den bekannten Restaurationen.
(B6713
Versand von Donnerstag, den 20. März ab.
Haupt-Depot: Jacob Weber, 11 Neue Niederstrasse I1. Telephon 837.
HuHGHHGHEHBHHHHHHHHSHHEBHHEHBBHHHEHHHBRHEHHHHHHHHHHHHBHBEBHGHRBHHHHDHBHHEEHHBEHEBanAE
in allen Ausführungen.
Damen-Kopfwaschen mit einfacher Frisur 1.00 Mk.
Damen-Kopfwaschen mit Ondulation . . 1.50 Mk.
B Ausgekämmte Haare werden mitverarbeitet.
Kinder-Kopfwaschen . . . . . . . . . . . . 0.75 Mk.
6e6e Frisieren u. Manicure in u. ausser dem Hause. 6666 n :: Garantierte fachgemässe Ausführung.:::
Damen-Kopfwaschen à — Haararbeiten
Tel. 518. Hans Weissmann, Damenfriseur, Schützenstr. 10.
BännußahanscuguäehauunnnussaßhhhndauegehaduhassasasnsehhauussßaahuhunsehhahpuHanauung
Wir fragen Sie!
Was nutzt Sie als Möbelkäufer Preise in Annoncen etc.?
Was nutzt Sie als Möbelkäufer ein Katalog?
Die Antwort
lautet: All dies nutzt Sie nichts.
Wir laden Sie zur Besichtigung unserer
Ausstellungs-
räume Hügelstrasse 13—17 ergebenst ein. Ca. 300
mustergültig ausgeführte, stets versandbereite
Zimmer-
einrichtungen in jeder Preislage und Geschmacksrichtung.
Großes Lager auch in Einzelmöbeln, Teppichen und
Vorhängen aller Arten. Sämtliche Holz- und Polster-
Möbel sind aus bestem Material hergestellt, für die
unsere Firma, die nun 32 Jahre besteht,
unauf-
gefordert langjährige Garantie schriftlich übernimmt.
Wir raten Ifnen
Hahee-hosterer
mit Motorbetrieb.
Täglich frische streng naturelle Röstungen.
Santos-Mischung . . . . Pfd. Mk. 1.40
Santos-Guatemala-Mischung „ „ 1.50
Mexico-La Suiza-Mischung „ .„ 1.60
Menado-Neilgherry-Mischung „ „ 1.80
„ „ 2.−
Mocca-Mischung
A. Reichard
on
anh
Tel.
Ecke Bleich- Kolonialwarouhaus
104
u. Casinostr.
Gegr. 1862.
(6764
vor Bestellung Ihrer Möbel etc., vor allem in 2 bis 3
hiesigen reellen, altbekannten Geschäften deren
Aus-
stellungsräume zu besichtigen. Unserer Einladung,
alsdann auch unser Lager eingehend zu besichtigen,
fügen wir noch bei, daß wir stets ohne jeglichen
Kaufzwang unser Lager gerne zeigen.
Die erstklassige Ausführung unserer Ware und die
billige Preisberechnung wird bestimmt dann auch Sie
veranlassen, Ihr Vertrauen uns zu schenken.
Möbel-Industrie Jeidel
Gegründet 1881
DARMSTADT
Hügelstraße 13—17
Möbel-Einrichtungshaus für jeden Stand. — (6688a
die grosse Landgräfin.
Ihr Aufenthalt in Prenzlau 1750 bis 1756.
Von E. Mentzel.
(16785
Mit mehreten Illustrationen. Preis Mk. 2.50.
Zu beziehen in der Expedition des Tagblatts u. durch
alle Buchhandlungen.
Primaspeisekartoffel
(Induſtrie) Ztr. 2.50 Mk. empf.
J. Vetter, Wenckſtr. 60. (5979a
Junge Frau
die das Putzgeſchäft früher erlernt
hat, möchte ſich in den
Nach=
mittagsſtunden im Garnieren der
Hüte noch weiter ausbilden,
ohne gegenſeitige Vergütung.
Offerten erbitte unter § 19
(*7444
an die Exved. d. Bl.
In der
Berlitz School
werden am 1. April für
Englisch
Französisch
Anfängerklassen
und
(6592a
Konversationsklassen
monatlich 5 Mark
eröffnet.
Anmeldungen bis 29. März erbeten.
Mathematik
d. akadem. gebild. Lehrer. Vorbrtg.
fürEinj.=, Finanz=, Geom. I. u. II.=,
Matur.= u. Vorexamen. Nachhilfe.
Sorgfält. ſchnelle Förderung. Mäß.
Honor, Wittmannſtr. 30, I. (B6130
e
5974a.
GGründl. Klavierunterricht wird
ert. bei b. Berechnung. Off. u.
§ 36 an die Exped. d. Bl. (*7492
8r Fransönineht 30g
Grammatik, Conversation,
Litera-
tur Speziell Aussprache-Kursus.
Für Vereine u. Schulen literarische
u. wissenschaftliche Vorträge.
Vor-
bereitung für alle Fachprüfungen.
Aller Art Uebersetzungen.
Mit grossem Erfolge sind Vorträge
in den höheren Schulen od.
öffent-
lich in Darmstadt, Mainz, Worms,
Frankfurt. Giessen, Wiesbaden,
Biebrich, Oppenheim, Alzey,
An-
dernach, Ems etc. gehalten worden.
(Prospekt frei.) Professeur
J. Berryer, Herderstr. 3. (B4916
(*7475
Primaner ms
v. Real=Gymn., mit guten Zeugn.,
f. engliſchen Unterricht geſucht. Zu
erfr. Riedeſelſtr. 23, p., v. 10—12 Uhr.
Klaviertpier
ohne Noten!
Speziell für Erwachsene
Methode und Erfindung
von Dir. P. A. Fay.
Die Methode bietet jedermann
Gelegenheit, nach 5—10Lehrſtunden
die ſchönſten Lieder, Tänze, Opern,
Operetten, Salon:Fantaſieſtücke
uſw. effektvoll zu ſvielen. (VII,6760
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Beſte Referenzen!
Für ſicheren Erfolg wird garantiert.
r
a
Elisabethenstr. 17, 1. Pfg.
Nachhilfestunden
in Deutſch (Aufſatz), Geſchichte
und Geographie erteilt älterer
Student. Anfragen unter R 75
an die Exped. ds. Bl. (*7253om
Darmſtädter Sprach= u. Handelsſchule Luisenstr. 10
Leiter: Emil Held und Hieron. Schneider.
(5tms
Beginn neuer Tages-Kurse: Donnerstag, den 3. April
in: Kaufmännischen Fächern — Fremden Sprachen — Maschinenschreiben, Stenographie.
Einzel- u. Abend-Unterricht: jederzeit. Besondere Kurse für Fortbildungsschüler
Anmeldungen baldigst erwünscht.
zur Befreiung vom obligatorischen Unterricht.
Klavierschule Schulstr. 15,I.
Frau E. Hochstätter
konservat. ausgebild. Pianistin.
Anfangsgründe, vollständige
Ausbildung im Klavierspiel.
Theorie, Ensemblespiel.
Nur Einzelunterricht.
Anmeldungen täglich von 10—3 Uhr
erbeten.
(*7077sm
Tücht. Klavterlehrerin nimmt
(6027a
noch einige Schüler an.
Steinackerſtraße 6, part.
*914a
[ ← ][ ][ → ]Seite 9.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Nummer 60.
Ferrerr eiker!
50
Ke
afirma
den-
Oberheinden weiss von SM. an. Oberhemden
Wäsche-
25
do,
farbig von SM. an. von ZM. an.
Kragen Manschetten
Vorhemden
Pf., 40 Pf., 50 Pf., 60 Pf.
von 32 Pf. an.
von 38 Pf. an.
3d
bis 1.25 M.
Tricot-Unterkleider in allen Preislagen.
Wir unterhalten in diesem Artikel
Kravatten
grosses Lager in
in allen Preislagen. geschmackvollem Sortiment.
Socken und Strümpfe
Hosenträger und Gürtel
Handschuhe
Schirme
Für Touren und Sport:
Gamaschen, Strümpfe
Hemden, Kragen, Gürtel
Rucksäcke
Markt 2
Gebr. Rotfischild
Mitglied des Rabatt-Sparvereins Darmstadt.
(6767md
Empfehle von täglich friſch eintreffenden Sendungen nur feinster Qualitäten:
Sier
25 Stück friſche Eier Mk. 1.45
50 Stück Mk. 2.80
Friſche große Sied=Eier
25 Stück Mk. 1.70 50 Stück Mk. 3.30 100 Stück Mk. 6.50
Extragroßefriſche Siedeier wie Italiener=
25 Stück Mk. 1.95 50 Stück Mk. 3.80 100 Stück Mk. 7,40
P große
Duerſeinſte Trimeier friſcheſte Landeier
25 Stück Mk. 2.10 50 Stück Mk. 4.00 100 Stück Mk. 7.80
Lieferung frei ins Haus. Bei Einkauf von 25 Eier gebe
Ein Paket Eierfarbe gratis!
Allerfeinſte Süßrahm=Tafelbutter
per Pfd. 145
Adler=Marke, während der Karwoche
Eer g
Extra große ſüße Orangen
10 Stück uur 58 Pfg.
„Mello”, beſte Pflanzenbutter=Margarine, welche genau wie
90pfg.
Natur=Butter zu verwenden iſt
per Pfund
Tormſtädter Oiergebhhanver
Matthias Roſenſtock
Ludwigſtr. 18, Karlſtr. 102, Kaupſtr. 42 u. Landwehrſtr. 13
Telephon 490 und 602.
(6790
„Emil Schultze,
Figene Reitſtiefel (Gr. 40) 10 ℳ, Kaufe alle Möbel, ganze Einrich=
2 Stühle à 3 ℳ zu verkaufen 3 tung. u. Nachläſſe geg. ſof. KaſſeKläVlerstimmel Kammermuſiker
(5310a
Wienersſtr. 46, 2. St., I. (*75471J. Lich, Alexanderſtr. 3. (61aHerderſtraße 11.
450 MilionenMark
gibt das deutſche Volk jedes
Jahr für ein einziges
Genuß-
mittel, den Kaffee, aus, ohne
daraus Nährkraft zu ſchöpfen.
Dafür könnte ſchon eine
dop=
pelt ſo große Kriegsmarine
unterhalten werden. Welch”
unverſtändliche Verſchwendung
in einer Zeit, wo die ſtändig
wachſenden
Teuerungsverhält-
niſſe zu wirtſchaftlicher
Geſtal=
tung der Lebensführung
ge=
bieteriſch zwingen! Und wie
leicht iſt hier Wandel geſchaffen,
da uns im Kakao ein Getränk
geboten iſt, das, Nahrungs=
und Genußmittel zugleich, aicht
nur hohen Nährwert mit
töſt-
lichem Wohlgeſchmack
verbin-
det, ſondern auch erheblich
billiger ats Kaffee zu haben iſt.
=Kakao iſt infolge ſeiner
vollen-
deten Entölung und überaus
feinen Sichtung beſonders
er-
giebig und im häuslichen
Ge=
brauch außerordentlich ſparſam.
Reichardt-Schokoladen ſind
ge=
ſchmacklich nicht zu übertreffen.
Verkauf ſämtlicher Reichardt-
Fabrikate zu Preiſen der Fabrik
in eigenen Filialen in allen
grö-
ßeren Städten Deutſchlands, in
Darzassadt: Ludwigsplatz 6
Fernſprecher 1627.
(III,6723
ich Kaufe u. Schube. Zable
getr. Herren= u.
Damenkleider
höchſte Preiſe. Poſtkarte genügt.
Große Bachgaſſe 19,
J. Blum, Laden.
(*7263om
hohe Preiſe wegen
Zahle dringendem Bedarf
für Kleider, Schuhe, Möbel,
Saß, Beſſungerſtr. 34. (*7384imds
Gebrauchte
Garten=Möbel
gut erhalten, zu kaufen geſucht.
*7478)
Riedeſelſtraße 27, III.
Photogr. Apparat
9X12 oder 10X15, zu kaufen geſ.,
evtl. Pfandſchein. Off. u. § 44
an die Expedition ds. Bl. (*7536
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Nummer 66.
Bekanntmachung.
Die nachſtehenden Beſtimmungen über die
Desinfek=
tion bei anſteckenden Krankheiten bringen wir erneut zur
allgemeinen Kenntnis.
Anträge auf Wohnungsdesinfeſtion, desgleichen auf
Abholen zu desinfizierender Gegenſtände ſind an das
zu=
ſtändige Polizeirevier zu richten — nicht an das
Kranken=
haus.
Darmſtadt, den 12. März 1913.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Polizeiverordnung
für die Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt.
die Ausführung von Desinfektionen bei anſteckenden
Krankheiten betrefſend.
Vom 13. April 1906
Zum Schutze gegen die Uebertragung anſteckender
Krankheiten wird auf Grund des Artikels 56, Abſatz 1,
Ziffer 3 des Geſetzes, betreffend die Städteordnung für
das Großherzogtum Heſſen, vom 13. Juni 1874, nach
An=
hörung der Stadtverordnetenverſammlung der Haupt= und
Reſidenzſtadt Darmſtadt mit Genehmigung des
Großher=
zoglichen Miniſteriums des Innern vom 2. April 1906 zu
Nr. M. d. J. II 8422 unter Aufhebung der
Polizeiverord=
nung für die Stadt Darmſtadt, betreffend den Transport
zu desinfizierender Gegenſtände, vom 28. Auguſt 1892
für den Gemeindebezirk Darmſtadt verordnet:
§ 1. Die Ausführung der amtlich angeordneten
Des=
infektionen von Gegenſtänden und Räumen bei
anſtecken=
den Krankheiten, ſowie die Verbringung von mit
An=
ſteckungsſtoffen behafteten Gegenſtänden nach der ſtädtiſchen
Desinfektionsanſtalt und deren Rückverbringung nach
voll=
zogener Desinfetion darf nur unter Zuziehung und
Leit=
ung der für dieſen Zweck ausgebildeten und beſtellten
Desinfektionsbeamten, und zwar die Hin= und
Rückver=
bringung nur in den hierfür ausſchließlich beſtimmten
Wagen erfolgen.
nicht
Zuwiderhandlungen werden, ſoweit
§ 2.
ſchwerere Strafe verwirkt iſt, auf Antrag Großh.
Polizei=
amts Darmſtadt mit Geldſtrafe bis zu 30 Mark beſtraft.
§ 3. Dieſe Verordnung tritt mit dem Tage ihrer
Ver=
kündigung in Kraft.
Darmſtadt, den 13. April 1906.
Großherzpgliches Polizeiamt Darmſtadt.
II.
Desinfektions=Ordnung
für die Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt.
Vom 30. Juni 1906.
Zur Ermöglichung einer ſachgemäßen Ausführung
der bei anſteckenden Krankheiten notwendig werdenden
Unſchädlichmachung der Anſteckungsſtoffe (Desinfektion)
ſind für den Gemeindebezirk der Haupt= und Reſidenzſtadt
Darmſtadr im Einvernehmen mit dem Großh.
Kreis=
geſundheitsamt Darmſtadt und dem Ortsgeſundheitsrat
der Stadt Darmſtadt die nachſtehenden Einrichtungen
ge=
troffen.
§ 1. Die Anordnung und Ueberwachung der bei
an=
ſteckenden Krankheiten notwendig werdenden
Desinfektio=
nen (Unſchädlichmachung der Anſteckungsſtoffe) liegt im
Gemeindebezirk der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt
dem Großh. Polizeiamt ob, welchem das Großh.
Kreis=
geſundheitsamt Darmſtadt beratend zur Seite ſteht.
§ 2. Für den Gemeindebezirk Darmſtadt ſind vom
Großh. Polizeiamt im Einvernehmen mit dem Großh.
Kreisgeſundheitsamt Darmſtadt mehrere für dieſen Dienſt
in dem Hygieniſchen Inſtitut der Großh.
Landesuniver=
ſität Gießen auf öffentliche Koſten ausgebildete
Desinfek=
tionsbeamte beſtellt, denen es obliegt,
1. die amtlich angeordneten Desinfektionsmaßnahmen
zur Ausführung zu bringen und
2. auf freiwilligen Antrag von Beteiligten
Desinfek=
tionen vorzunehmen.
§ 3. Die Desinfektionsbeamten ſind dem Großh.
Po=
lizeiamt dienſtlich unterſtellt und haben deſſen dienſtlichen
Weiſungen Folge zu leiſten.
§ 4. Der Dienſt der Desinfektionsbeamten iſt in der
Weiſe geregelt, daß einer derſelben als Oberdesinfektor
den geſamten Desinfektionsdienſt leitet und jeweils einen
der anderen Desinfektionsbeamten als Gehilfen zuzieht
Die letzteren üben ihren Dienſt unter der Leitung des
Oberdesinfektors aus und haben deſſen dienſtlichen
Weiſungen Folge zu leiſten.
§ 5. Das Amt des Oberdesinfektors iſt einem
Schutz=
mann als ſtändigem Geſundheitspolizeibeamten
über=
tragen.
Die Desinfektionsgehilfen ſind vom Großh.
Polizei=
amt durch Dienſtvertrag widerruflich angeſtellt und auf
gewiſſenhafte Dienſtleiſtung eidlich verpflichtet. Sie
er=
halten für ihre Dienſtleiſtungen Vergütung aus der
Po=
lizeikaſſe.
§ 6. Die zur Ausführung der Desinfektionen
notwen=
digen Hilfsmittel (Dienſtkleidung, Gerätſchaften,
Mate=
rialien) werden auf Koſten der Polizeikaſſe beſchafft,
§ 7. Bei Ausführung der Desinfektionen haben die
Desinfektionsbeamten nach den in dem Hygieniſchen
In=
ſtitut der Großh. Landesuniverſität Gießen gelehrten
wiſſenſchaftlichen Grundſätzen zu verfahren. Im Zweifel
haben ſie die Entſcheidung des Großh.
Kreisgeſundheits=
amts einzuholen. Etwaige Anordnungen desſelben haben
ſie zu befolgen.
§ 8. Die Desinfektion der Gegenſtände durch heißen
Waſſerdampf erfolgt in der mit dem ſtädtiſchen
Kranken=
haus verbundenen Desinfektionsanſtalt, welche für dieſen
Zweck vorbehaltlich der Beſtimmungen der
Bekanntmach=
ung der Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt vom 25. April
1894?) zur allgemeinen Benutzung geſtellt iſt.
§ 9. Die Verbringung der zu desinfizierenden
Gegen=
ſtände nach der Desinfektionsanſtalt und deren
Rückver=
bringung nach vollzogener Desinfektion darf bei Meidung
der Beſtrafung (Polizeiverordnung vom 13. April 1906
nur unter Zuziehung und Leitung eines
Desinfektions=
boamten und nur in den hierfür ausſchließlich beſtimmten
Desinfektions=Handwagen erfolgen, von denen der eine
nur zur Beförderung der zu desinfizierenden
Gegen=
ſtände nach der Desinfektionsanſtalt, der andere nur zur
Rückbeförderung der desinfizierten Gegenſtände von der
Desinfektionsanſtalt verwendet wird.
§ 10. Zur teilweiſen Deckung der durch die
vor=
ſtehend beſchriebenen Einrichtungen erwachſenden Koſten
wird für jede unter Mitwirkung von
Desinfektionsbeam=
ten erfolgte Desinfektion von dem Haushaltungsvorſtand
eine Gebühr erhoben.
Dieſelbe beträgt (einſchließlich der Vergütung für die
verwendeten Materialien)
bei Desinfektionen von einem oder zwei Räumen
4 Mark,
bei Desinfektionen von mehr als zwei Räumen für
jeden weiteren Raum 2 Mark mehr.
Zahlungspflichtige mit einem Jahreseinkommen von
900—1500 Mark haben nur die Hälfte dieſer Gebühr und
ſolche mit einem Jahreseinkommen unter 900 Mark keine
Gebühr zu entrichten
Die Gebühr wird im Einzelfalle vom Großh.
Polizei=
amt feſtgeſtellt und angefordert. Die Desinfektionsbeamten
dürfen weder Zahlungen noch Geſchenke oder Trinkgelder
annehmen.
Hat eine Desinfektion von Gegenſtänden in der
ſtädti=
ſchen Desinfektionsanſtalt ſtattgefunden, ſo ſind hierfür die
tarifmäßigen Gebühren zu entrichten.‟)
§ 11. Wer die Mitwirkung der Desinfektionsbeamten
in Anſpruch nehmen will, wolle ſich — direkt oder durch
Vermittelung eines Polizeireviers — an das Großh
Polizeiamt wenden. Im Intereſſe einer
ordnungsmäßi=
gen Durchführung des Desinfektionsdienſtes ſind die
Desinfektionsbeamten angewieſen, direkt an ſie ergehende
Beſtellungen unberückſichtigt zu laſſen.
§ 12. Beſchwerden ſind, ſoweit nicht die ſtädtiſche
Krankenhausdirektion oder die Großh. Bürgermeiſterei
Darmſtadt zuſtändig iſt (vergl. Bekanntmachung der
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt vom 25. April 1894
§ 6), an das Großh. Polizeiamt zu richten
Darmſtadt, den 30. Juni 1906.
Großherzogliches Polizziamt Darmſtadt.
*) Siehe die nachſtehende Bekanntmachung der Großh.
Bürgermeiſterei der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt
vom 13. November 1906.
Bekanntmachung.
die Benutzung der ſtädtiſchen Desinfektionsanſtalt
betreffend.
Zufolge Beſchluſſes der
Stadtverordnetenverſamm=
lung vom 2. Nov. 1905 und mit Genehmigung Großh
Miniſteriums des Innern vom 2. April 1906 zu Nr. M. d.
J. 8422 bringen wir im Anſchluß an vorſtehende
Bekannt=
machung Großh. Polizeiamtes vom Heutigen hiermit zur
öffentlichen Kenntnis, daß die Entrichtung der Gebühren
für Benutzung der ſtädtiſchen Desinfektionsanſtalt von
jetzt ab nach folgenden Grundſätzen zu erfolgen hat:
Zahlungspflichtige mit einem Jahreseinkommen
von 900—1500 Mark haben nur die Hälfte dieſer
Ge=
bühren und ſolche mit einem Jahreseinkommen unter
900 Mark keine Gebühren zu entrichten.
Die Beträge ſind bei Empfangnahme der
des=
infizierten Gegenſtände an den Krankenhauskaſſier zu
bezahlen.
Die zurzeit gültigen Beſtimmungen für die
Be=
nutzung der ſtädtiſchen Desinfektionsanſtalt und der
Tarif vom 25. April 1894 ſind nachſtehend zum
Ab=
druck gebracht.
a) Beſtimmungen:
§ 1. Die mit dem ſtädtiſchen Krankenhaus verbundene
Desinfektionsanſtalt iſt gegen die Entrichtung der
tarif=
mäßigen Gebühren zur öffentlichen Benutzung geſtellt.
§ 2. Die Desinfektion erfolgt in einem beſonderen
Apparate durch Dampf. Zur Desinfektion in der Anſtalt
eignen ſich daher nur ſolche Gegenſtände, welche eine
Dampfeinwirkung von —100 Grad Celſius vertragen
können, wie Kleidungsſtücke, Weißzeug, Bettwerk uſw.
Dagegen iſt die Desinfektion von Gegenſtänden aus Holz,
Pelz, Leder, Gummi und Filz und von Gegenſtänden, an
welchen Fett oder Talg ſich befinden, ausgeſchloſſen.
§ 3. Für die Verpackung der infizierten Gegenſtände,
ſowie für den Transport nach und von der ſtädtiſchen
Des=
infektionsanſtalt ſind die Vorſchriften der einſchlägigen
Polizeiverordnung maßgebend.
§ 4. Die Beſtellungen für die Abholung werden von
den Polizeirevieren entgegengenommen.
Das für die Beſtellungen vorgeſchriebene Formular,
ſowie Formulare für die unten erwähnten Verzeichniſſe
ſind auf den Polizeirevieren koſtenfrei erhältlich.
§ 5. Bei der Abholung iſt dem betreffenden
Bedien=
ſteten ein Verzeichnis der mitgegebenen Gegenſtände
ein=
zuhändigen. Das fragliche Verzeichnis, nach welchem auch
die Ablieferung erfolgt, iſt hinſichtlich ſeiner Richtigkeit
von dem Eigentümer ſowohl, wie von dem Bedienſteten
unterſchriftlich anzuerkennen.
Für Gegenſtände, welche ohne Verzeichnis eingeliefert
werden, hafett die Anſtalt nur nach Maßgabe des von ihr
ſelbſt einſeitig aufgeſtellten Verzeichniſſes
§ 6. Beſchwerden, inſoweit ſie die Desinfektion
be=
treffen, ſind dem Krankenhausverwalter vorzutragen,
wel=
cher, ſofern er nicht zur Erledigung befugt iſt, die
Ent=
ſchließung der Krankenhausdirektion einzuholen hat.
Gegen die Entſcheidung der letzteren iſt Berufung an die
Großh. Bürgermeiſterei zuläſſig.
§ 7. Obgleich zahlreiche Verſuche ergeben haben, daß
eine Beſchädigung der Gegenſtände durch die Desinfektion
nicht erfolgt, ſo wird dennoch eine Garantie hierfür ſeitens
der Anſtalt nicht übernommen.
b) Tarif.
a) Transportgebühren.
1. Für Benutzung der ſtädtiſchen Wagen
zu dem Transport nach oder von der
Desinfektionsanſtalt für jede Fahrt
Mk. 50 Pfg.
2. Für die Dienſtleiſtungen des
Trans=
porteurs bis zu einem Zeitaufwand
von 2 Stunden für Abholung und
Rückverbringung der Gegenſtände zuſ. 2 „
Für jede weitere Stunde Zeitaufwand — „ 50 „
b) Desinfektionsgebühren.
Für Desinfektion:
1. einer vollſtändigen Ladung des
Appa=
rates oder deſſen Raumes
2. einer halben Ladung des Apparates
„ 50
3. eines Deckbettes
. ., 1 „
,
4. einer ganzen Matratze .
, „
, 90 „
5. eines Matratzenteiles . . . . . . — „ 30
6. eines Federkiſſens
. — „ 30
7. eines Kopfkeils (klein wie groß) : . — „ 30
8. eines kompletten Anzugs
1 „
9. eines Rocks, eines Paar Hoſen oder
einer Weſte
„ 30
, „ „
10. eines großen Sacks Wäſche
„ I „
11. eines mittelgroßen Sacks Wäſche . . —
„ 70
12. eines kleinen Sacks Wäſche . . . .
„ 50
13. eines Zimmerteppichs . . . . . . 3
14. eines Sofateppichs
1 „ 50
15. eines kleinen Teppichs, einer
Bettvor=
lage uſw. . .
„ 50 „
16. aller übrigen Gegenſtände, wie
Schlummerrollen, Mützen, einzelne
Stücke Leibwäſche uſw. werden
be=
rechnet pro Stück je
„ 30
Darmſtadt, den 13. November 1906.
(6437
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Gesang-Unterricht
erteilt
(*7289om
Mathilde Heißner, Konzertsängerin
Anmeldungen vormilttags Stiftstrasse 6.
Für schwedische Heilgymnastik
und Massage
manuelle Behandlung bei
Ischias, Rheumatismus, Verrenkungen,
Verwachs-
ingen, Rückgratverkrümmungen u. ähnlichen Leiden
empfiehlt sich
(2716a
Darmstadt,
Hügelstrase 32, I.
Paul Dinand,
schwedischer Heilgymnast.
Beste Referenzen aus allen Kreisen.
Sprechstunden von 2—4 Uhr nachmittags.
Zanharz F. Hoober
wohnt jetzt
(*7330ims
51 Hügelstrasse 51.
n. 2 Sammetſeſſel
Zu verkaufen. 2 einf. Stühle
kl. weißer Waſchtiſch mit Garnitur,
2 gr. Kampferkiſten, gr. Kommode
(auch für Wäſche und Geſchäfts
zwecke verwendbar), Bilder (Stiche)
Jahrg. „Woche‟ 1911, Sonntags=
Zeitung „Fürs Haus”, Jahrg. 1911
(*7548
Dieburgerſtraße 6, I.
N
R
Untersuchungen
auf ſtreng wiſſenſchaftl. Grundlage
Spez.-Laboratorium
H. Metzler
Schützenſtraße 7
(4769a
Dr. med. Babucke, Spez.-Arz
G. Weisbrod, spez. für
Haut- u. Geschlechtsleiden
2
—Nähmaſchine
neu, billig abzugeben, 1 gut., gebr.
Fahrrad mit Freilauf (*6957dsid
Mathildenplatz 2, Seitenb., 1. St.
Mann
0
I
Ilzurückgesetz. Lohutuschläge
im Preiſe von 5—14 Mk. zu ver
kaufen. G. Ph. Nieder, Rhein
ſtraße 12½.
(6621id
Harnröhrenerkrankungen,
Ausflüsse, Syphilis.
Frankfurt a. M., Kaiserstr. 60.
Schmerzloses rasches Heilver-
jahren ehne Zueckalber.
Rasche Heilungen nach
Ehrlich-Hata 606.
Sprechstund.: 11—1 und 4—
Unr. Sonnt. u. Feiert. 10—1 Uhr.
(5455a)
Holz-Verſteigerung.
Donnerstag, 27. März I. J., werden verſteigert aus Diſtr. I
(Eichen, Rindenteil 31 und Buchenhügel 47): Scheiter, rm: 140 Buchen,
60 Eichen — dabei Werkholz —; Knüppel, rm: 311 Buchen
35 Hainbuchen, 102 Eichen; Knüppelreiſig, rm: 86 Buchen und
Hainbuchen, 40 Eichen; Reiſig: 3750 Buchen=Wellen; Stöcke, rm:
72 Buchen, 16 Eichen. Zuſammenkunft morgens 9 Uhr auf Kreuzung
Thomashüttenſchneiſe und Koſakenſchneiſe. Aus Abt. 47 werden
ver=
ſteigert die Nrn. 1458—1477.
Meſſeler Forſthaus, 17. März 1913.
Großherzogliche Oberförſterei Meſſel.
Schlag.
(6664
Unterzeichnete erteflen Unterricht in
Weissnähen, Weissticken
Kunststicken und Buchbinden
sowie in allen einschlägigen Handarbeiten.
Unterrichtsstunden von 9—12 Uhr vormittags.
ANMELDUNGEN erbeten Hermannstrasse 10.
M. Trümpert.
B4278)
A. Naumann
staatll. geprüfte Industrielehrerin.
2
En
CREME JEHNE Z 50% in APof
Oehfft
S
[ ← ][ ][ → ]Nummer 66.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt.
Bekanntmachung.
Wir bringen zur öffentlichen Kenntnis, daß der Plan für die
Einlegung einer Gleisſchleife der elektriſchen Bahn Darmſtadt
an der Halteſtelle „Hirſchköpfe” in der Zeit von Donnerstag, den
20. März bis Samstag, den 29. März d. Js. einſchließlich auf
dem Stadthauſe (Rheinſtraße) dahier zu jedermanns Einſicht offen
liegt und daß Einwendungen gegen den Plan bei Meidung des
Aus=
ſchluſſes während der Offenlegungsfriſt ebenda vorzubringen ſind.
Darmitadt, den 18. März 1913.
(6769md
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Reinhart.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizetamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 große ſilb. Nadel mit 2 Amethyſten und mit
einer Widmung verſeyen. 1 altes Fahrrad. 1 Zwanzigmarkſchein.
Trauring ohne Zeichen. 1 gold. Ring mit frei gefaßtem rotem
Stein. 1 grauer Samtgürtel. Eine Anzahl Schlüſſel. 4 mittelgroße
Schlüſſel an einer Kette. 1 ſilbernes Kollier mit 3 blauen Steinen.
2 mittelgroße Schlüſſel an einer Kette. 1 braunes Portemonnaie mit
einigen Pfennigen. 1 Portemonnaie mit einigem Inhalt. 1 kleines
Perlenportemonnaie mit gelbem Bügel. 1 kleines braunes
Porte=
monnaie mit einigen Pfennigen und Knöpfen. 1 ſilbernes
Ketten=
armband. 1 Ordensſchnalle, blau, mit vergoldetem Kreuz mit
Auf=
ſchrift.
Wagenleine. 1 Zwicker. 1 goldene Damenuhr mit
ſilberner Kette.
(6672
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Boxer. Die Hunde können von den Eigentümern bei
dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht
ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um
10 Uhr, ſtatt.
Bekanntmachung,
betreffend Gefährdung der Verkehrsſicherheit auf der Straße
durch Radfahrer.
Es ſind in letzter Zeit mehrfach Klagen darüber geführt worden,
daß die Verkehrsſicherheit in den Straßen durch das Verhalten der
Radfahrer beeinträchtigt werde. Abgeſehen von dem zu ſchnellen
Fahren und dem Fahren ohne Laterne nach Einbruch der Dunkelheit
ſowie unrichtigem Ausweichen und Ueberholen wurde oftmals
bemerkt, daß auf den Fahrrädern größere Gegenſtände mitgeführt
werden, welche entweder dem Fahrer den freien Ausblick benehmen
oder ihn nötigen, die eine Hand ſtändig zum Feſthalten des
Gegen=
ſtandes zu verwenden. Wenn auch geubte Fahrer im allgemeinen
ihr Rad mit einer Hand zu lenken vermögen, ſo kann an
verkehrs=
reichen Punkten im Innern der Stadt auch der geübteſte Fahrer in
Lagen kommen, in welchen er zum Lenken des Fahrrades beider
Hände bedarf. Iſt ihm in ſolchen Fällen der Gebrauch der einen
Hand durch Feſthalten des Gegenſtandes benommen, ſo iſt ein
Unglücksfall meiſt unvermeidlich. Dies kann ſowohl für den
Rad=
fahrer, als auch für das Publikum um ſo gefährlicher werden, je
größer und ſchwerer die mitgeführten Gegenſtände ſind; auch kann es
für den Radfahrer ſtrafrechtliche Verfolgung wegen fahrläſſiger
Körperverletzung oder Tötung, ſowie bedeutende zivilrechtliche
Schadenserſatzpflichten zur Folge haben.
Wir ſehen uns demgemäß veranlaßt, erneut auf genaucs
Einhalten der für den Radfahrverkehr beſteheuden Vorſchriften,
insbeſondere auch in der Hinſicht hinzuweiſen, daß jeder Radfahrer
die gehörige Vorſicht beim Leiten ſeines Fahrrades beachtet.
Dieſe würde derjenige außer Acht laſſen, der in verkehrsreichen
Straßen größere Gegenſtände, die den freien Ausblick oder den
Ge=
brauch beider Hände zum Lenken des Fahrrades verhindern, auf dem
Rade mit ſich führt.
Unſere Beamten ſind zu ſcharfer Beaufſichtigung des
Rad=
fahrverkehrs und energiſchem Einſchreiten bei Zuwiderhandlungen
angewieſen.
(6685md
Darmſtadt, den 15. März 1913.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Bekanntmachung,
die Feierabendſtunde für offene Verkaufsſtellen, hier Ausnahmetage
betreffend.
Als Ausnahmetage im Sinne des § 139d Ziffer 3 der
Reichs=
gewerbeordnung (Ueberbeſchäftigung von Gehilfen ꝛc., ſowie im Sinne
des § 139e Abſatz 2 Ziffer 2 der Reichsgewerbeordnung (
Verlänge=
rung der Feierabendſtunde für offene Verkaufsſtellen bis 10 Uhr
abends) werden hiermit beſtimmt:
die zwei letzten Werktage vor Oſtern.
Hiernach dürfen am 20. und 22. März lfd. Js. ſämtliche offene
Verkaufsſtellen in hieſiger Stadt bis 10 Uhr abends für den
geſchäft=
lichen Verkehr geöffnet ſein. An den gleichen Tagen finden die
Beſtimmungen über die Mindeſtruhezeit und Mittagspauſen der
Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in offenen Verkaufsſtellen keine
Anwendung.
(6686md
Darmſtadt, den 17. März 1913.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Verſteigerung von Marktſtandplätzen des
N
Darmſtädter Wochenmarkts.
Die ſtändigen Marktſtandplätze auf dem Markt= und
Schiller=
platz, ſowie auf dem Gelände am Schloßgraben zwiſchen Alexander
ſtraße und Schillerplatz werden auf Grund eines neuen
Belegungs=
plans unter den in den Verſteigerungsterminen bekannt gegeben
werdenden Bedingungen für die Dauer eines Jahres öffentlich
meiſt=
bietend verſteigert.
Die Verſteigerung findet Mittwoch, den 26. und Freitag,
den 28. März ds. Js., jedesmal vormittags 9 Uhr, in der
Turnhalle am Woogsplatz ſtatt.
Es kommen Plätze von 3½ bis 8 qm zum Ausgebot, und zwar
1. am 26. März die Plätze zum Verkauf von Blumen und
Gemüſe (Nr. 1—162 des Plans),
2. am 28. März die übrigen Plätze zum Verkauf von Ge
müſe, Obſt, Wild und Geflügel, Zucker= und Backwaren,
Fleiſchwaren, Fiſchen, Samen; außerdem 2 Plätze für Kaffee=
(6784md
buden.
Der Plan über die Einteilung der Plätze wird in dem
Ver=
ſteigerungslokal aufgelegt und kann auch ſchon vorher bei dem
ſtädti=
ſchen Marktmeiſter (Rathaus) am Mittwoch, den 19. und
Donners=
kag, den 20. März, nachmittags von 2—5 Uhr, eingeſehen werden.
Auch ſind daſelbſt Pläne für 30 Pfg. das Stück erhältlich.
Darmſtadt, den 17. März 1913
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Schmitt.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 20. März 1913,
verſteigere ich im Saale der Ludwigshalle, Obergaſſe dahier,
öffent=
lich meiſtbietend folgende Pfänder
1. eine größere Partie Samen (verſchiedene Sorten),
2. 1 Roßhaarzupfmaſchine, 1 Ballen Drell, 2 Deckbetten und
(6774
4 Kiſſen, ſowie Möbel aller Art.
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 28, I.
In unſer Handels=Regiſter,
Ab=
teilung A, wurden folgende
Einträge vollzogen:
Am 5. März 1913.
Hinſichtlich der Firma:
H. Buchhammer,
Darm=
ſtadt.
Geſchäft ſamt Firma ſind au
Sattler Auguſt Kahmann in
Darm=
ſtadt übergegangen.
Auguſt Kahmann, Sattler,
Ehe=
frau Chriſtiane, geb. Buchhammer
in Darmſtadt, iſt zur Prokuriſtin
beſtellt.
Am 6. März 1913.
Neu eingetragen die Firma:
Betten=Spezial=Haus
Mo=
ritz Buchdahl,
Zweignie=
derlaſſung in Darmſtadt;
Hauptniederlaſſung in Mainz
unter der Firma: Mainzer
Bettenhaus Moritz
Buch=
dahl.
Inhaber Moritz Buchdahl, Kauf=
(6708
mann in Mainz.
Darmſtadt, 15. März 1913.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Bekanntmachung.
(Stadtwald.)
Die Holz=Verſteigerung Nr. 13
vom 17. März l. Js. iſt genehmigt.
Ausgabe der Abfuhrſcheine am
27. ds. Mts. Tag der Ueberweiſung
und erſter Abfuhrtag am 28. März
(6670
fd. Js.
Darmſtadt, 17. März 1913.
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Am 26. März, vormittags
10 Uhr, werden in der Halle der
Güter=Abfertigung Darmſtadt Hpt.
die herrenlos lagernden Güter
öffentlich gegen Barzahlung
ver=
ſteigert.
(IV,6722,67
Intereſſenten ſeien hierdurch auf
die Verſteigerung aufmerkſam
ge=
macht.
Die Güter=Abfertigung.
Stempel
für alle Zwecke
Tür- u. Firmen-
Schilder
in Metall u. Emaille
1.
Petschafte
Stempelkissen und-Farben
Mäer
Schablonen
Aen
f. gewerbl. Zwecke u. z. Sticken
Gravierunzen in mod., sauberer Ausführung
Darm-
C.FRANZ, stadt Ludwigstr. 17
Kein Laden. (4409a
Eichen=Scheitholz „ 1.
Buchen=Scheitholz , 1.30
Tannen=Klötzchen „ 1.40
per Ztr. frei Keller
la trocken, kurzgeſchnitten u.
geſpalten. (715a
Bei Abnahme von 5 Ztr. an
billiger
Martin Jahn
Brennholz-Dampfschneiderei
Pallaswiesenstr. 30. — Tel. 305.
Taveton
das mod. Tapetenreinigungsmittel
ist unerreicht!
Alleinverkauf für Darmstadt
Spezial-Farbenhaus Zachmann
Achten Sie genau auf Doſen mit
dem Namen Tapeton. (5115a
Pack= und
Einwickel=Dapier
liefert billigſt (*7473
Jakob Skurnik
Wendelstadtstr. 28. Te lephon 1791.
Brenntannäpfel
Hektoliter 85 Pf., bei 10 Hl. 80 Pf.
Fichtenzapfen
Hektoliter 35 Pf., bei 10 Hl. 30 Pf.
Heinrich Keller Sohn
Heidelbergerstrasse 28.
Tel. 101. (B720
Betr. . Das Einhalten der Tauben zur Saatzeit.
Ich beſtimme hiermit, daß die Tauben vom 15. I. Mts. bis
zum 15. k. Mts. eingeſperrt gehalten werden müſſen.
Zuwiderhandlungen werden nach Art. 39 Ziffer 2 des
Feld=
ſtrafgeſetzes mit Geldſtrafen bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu
einer Woche beſtraft.
Mit Rückſicht auf die großen Schäden, die von den Tauben
zur Saatzeit angerichtet zu werden pflegen, muß eine genaue
Be=
obachtung der Vorſchrift im landwirtſchaftlichen Intereſſe verlangt
werden.
Eine ſtrenge Ueberwachung der Durchführung dieſer Anordnung
iſt daher veranlaßt worden.
Auf die Militärbrieftauben der Mitglieder des hieſigen
Brief=
taubenklubs findet vorſtehendes nur in ſoweit Anwendung, als dies
das Reichsgeſetz vom 28. Mai 1894, den Schutz der Brieftauben
betreffend, zuläßt.
Darmſtadt, den 13. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jgeger.
(6635im
Zuchtviehmärkte in Darmſtadt.
Wegen Ausbruchs der Maul= uud Klauenſeuche in
Stal=
lungen innerhalb der Gemarkung Darmſtadt hat Großh. Kreisamt
die Abhaltung der hieſigen Zuchtviehmärkte bis auf weiteres
verboten.
(6724
Darmſtadt, den 15. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Ekert.
Koſtender Planierung, Chauſſierung u. Goſſenpflaſterung
in neuen Straßen zu Laſten der Straßenanlieger.
Die Stadtverordneten=Verſammlung hat am 19. Dezember v. J.
beſchloſſen, für die Berechnung der oben erwähnten, von den
Straßen=
anliegern nach Art. 21 der allgemeinen Bauordnung und §
des Ortsbauſtatuts zu tragenden Koſten die nachſtehenden
Einheits=
preiſe bis auf weiteres zu Grunde zu legen:
(5711smm
a) für einen qm Planierung
0,50 Mk.
b) „ „ „ Goſſenpflaſterung . 7,00 „
Chauſſierung
3,40 „
Darmſtadt, den 5. März 1913.
Der Obberürgermeiſter.
J. V.: Ekert
Nutzholz=Verſteigerung Nr. 14.
(Stadtwald.)
Freitag, den 28. März I. J., vormittags ½9 Uhr,
ſollen im Saale der hieſigen Turngemeinde (Woogsplatz 5) aus
den Abteilungen 24 (Vorderwieſenſchlag), 27 (An der wilden Sau),
28 (Steckertswieſenſchlag) und verſchiedenen Abteilungen der
Forſt=
wartei Beſſunger Laubwald (Förſter Lehr, Klappacherſtraße 84 hier),
147,76 fm Nutzholz verſteigert werden, und zwar:
Eichen
=Stämme I. Kl. 3 Stück — 3,74 fm
II. „ 5 „ — 7,11 „
,,
„ III. „ 17 „ — 15,19
„
6 „ — 45,08 „
IV. „
,
,
, - 21,44 „
„ 57
V
I.
„ 59 „ — 14,07
Eſchen
IV
„ 2 0,97 „
„ 2
— 2,15 „
,
V. 69 „ = 12,28 „
D
Buchen
„ 1 „ — 1,10 „
, — 1,84 „
III.
„ — 0,75 „
Hainbuchen
„ 2 „ — 0,59 „
, — 1,80 „
VI. „ S
1 „ — 0,44 „
Ulmen
Mi.
2 0,46 „
Lärchen
, — 0,86 „
„ III.
„„ 1 „ — 0,64
„ 2,96 „
„
Fichten
V.
57 „ = 8,27
Eſchen=Derbſtangen I. „ 88 „ — 4,71 „
Buchen
I. „ 11 „ — 0,72 „
Lärchen
I. „ 3 „ — 0,38 „
II. „ 15 „ — 0,21
Fichten
Sämtliches Holz iſt an gut fahrbare Wege gerückt.
Unter=
trichene Nummern kommen nicht zur Verſteigerung.
Nummerver=
zeichniſſe ſind bei dem oben genannten Förſter zu haben.
In der Forſtwartei Beſſunger Laubwald finden weitere
Verſteigerungen nicht mehr ſtatt.
Darmſtadt, den 12. März 1913.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt
Kullmann.
(6680mm
Autzholz=Verſteigerung Nr. 15.
Stadtwald.)
Samstag, 29. März 1. J., vormittags ½9 Uhr,
ſollen im Saale der hieſigen Turngemeinde (Woogsplatz 5) aus
den Abteilungen 7 (Spitz am Zaun), 13 (Saufang, 2 und 3 (
Hinter=
becke), 55 (Kahleberge), ſowie aus verſchiedenen Abteilungen der
Forſt=
wartei Heiligkreuz (Forſtwart Hofmann) 231,64 im Nutzholz
verſteigert werden, und zwar:
Eichen
=Stämme I. Kl. 3 Stück — 6,12 fm.
II. „ 16 „ — 21,83
III. „ 30 „ — 27,44) „
,
22 „ — 72,41 „
„
.„ 92 „ = 36,51
II. „
„ — 0,33 „
5
Buchen
II.
— 3,24 „
III.
„ — 4,61 „
V. „ 5 „ — 3,25 „
Hainbuchen
„
„ — 1,49 „
„
, —0,81 „
V. . 21
— 4,22
Elsbeer
1 „ — 0,35 „
„ — 0,11
,
VI
Birken
0,77
V „
. „ 16 „ — 0,73 „
Lärchen
, — 5,24 „
Fichten
— 1,37 „
1
11 „ — 19,82 „
,
„ III.
14
17,83 „
Buchen=Derbſtangen I. Kl. 20 Stück — 1,24 fm
Lärchen
— 0,80 „
,
Fichten
„197 „ — 1,46 „
=Reisſtangen II.
0,08 „
Sämtliches Holz iſt an gut fahrbare Wege gerückt.
Unter=
ſtrichene Nummern werden nicht verſteigert. Stammholzverzeichniſſe
ſind bei dem oben genannten Forſtwart zu haben.
(6673mm
In der Forſtwartei Heiligkrenz finden weitere
Verſteige=
rungen nicht mehr ſtatt.
Darmſtadt, den 15. März 1913.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Lackkappen, breite Form
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Nummer 66.
Extra billices Angebot!
Posten
Eng
Lamel-Bokearr u. echtcnerr.-Schhurstietel9
Lackkappen, breite Form, Rahmenarbeit . 6.0
Herren-Cherreaug-Schnürstiefel
Lackkappen, elegante Form
Herren-Bonkalf-Schnürstiefel
breite Form, Rahmenarbeit . .
Reparaturen
prompt und billig!
in guten bekannten Qualitäten.
(6773
Müller.
Telephon
60
Gelände
(ca. 10000 am) mit bequemem Straßenzugang, als
Lager=
platz vorzüglich geeignet, ganz oder geteilt zu verpachten.
Intereſſenten werden gebeten, ihre Offerte unter § 22 an
(6701a
die Exped. d. Bl. einzureichen.
Laden mit kleiner Wohnung
oder als Büro per ſofort zu
ver=
mieten. Näheres
Pallaswiefen=
ſtraße 32.
(*7523
For moderne Muſter, w.
a
usckell von 3 Mk. a. gef.
raße 41, Seitenb. (56a
Ein 24 Jahre beſtehendes
Speng=
lerei= und Inſtallationsgeſchäft
mit treuer Kundſchaft billig
ab=
zugeben. Offerten unter R 90
(*7421ms
an die Expedition.
Witwe mit 1 Kind ſucht gutg.
229 Wirtſchaft, am l. auf dem
Lande, zu übernehmen. Kaution
vorhanden. Offerten unter § 41
(*7527
an die Exped. d. Bl.
Fremden-
pension.
Gut eingeführte Fremdenpenſion
mit Mittag= und Abendtiſch, in
beſter Lage Darmſtadts. gute
Exiſtenz für 1 oder 2 Damen,
Familienverhältniſſe halber
preis=
wert zu verkaufen.
Gefl. Anfragen erbeten unter
(*7446mds
§ 18 an die Exped.
Geschattspau.
In Eberſtadt gel. Geſch.=Hs., in
d. Mitte d. Ortes, neuzeitl. einger.,
mit groß. Oekonomiegeb. u.
Hinter=
haus, Hallen uſw., Alter 30 Jahre,
maſſiv erb., mit gutgeh. Wirtſch.,
umſtändeh. bill. zu verk. Das Anw.
rent. 40 000 Mk. und kann zu jed.
Geſch. verw. werd. Gas. Waſſerl.,
Kanaliſ. uſw. iſt vorh. Flächengr.
1769 am. Anzahl. nach Vereinb.
Kapit. k. evtl. bei Verk. ſteh. bleiben.
Off. u. 6 45 an die Exp. (3979a
Villenkolonie Eberſtadt
Neuerbaute Villa zum
Alleinbe=
wohnen, 9 Wohnräume, mit
reich=
lichem Zubehör, Zentralheizung,
1200 qm Garten, für den billigen
Preis von 26000 Mk. zu verkaufen
und per ſofort zu beziehen.
Auskunft erteilen
(1113a
Paul Wolf & Co., G. m. b. H.
Rheinſtraße 51.
Meee ee
Im Geisensee 2 (Bekhaus!
hochherrſchaftl. eingerichtetes
Ein=
familienhaus m. groß. Garten per
1. Juli 1913 od. früh. unt. äußerſt
günſtig. Beding. zu verkaufen,
evtl. auch auf längere Zeit zu
ver=
mieten. Näheres nur im
Immo=
bilienbüro Hermann Marx,
Grafenſtr. 12, II., Tel. 1468. (B4581
Tücht. Geſchäftsmann, ſelbſt.,
ſtattl. Erſch., Ende d. 20er, ev.,
wünſcht Heirat mit ſolidem
Dienſtm. Off. u. 832 a. d. Exp. (*7485
Heiraten Sie nicht
bev. Sie über zukünft. Perſon
u. Familie, Mitgift, üb. Verm.,
Ruf, Vorleben ꝛc. genau
in=
formiert ſind. Diskr. Spezial=
Auskünfte überall. (VII112
Welt-Auskunftei, Globus‟
Berlin W. 35.
hiuterh. Kinderwagen, 12 Mf. u.
Klappſt. z. vk. Soderſtr. 54. (*1
Preiswerter Bauplatz mit prima
II. Hypothek, 3000 Mk., und baar
(6683msi
zu kaufen geſucht.
Off. mit Angabe der Größe und
des Preiſes u. § 23 a. d. Exped.
Kaufmann
der Lebensmittel=Branche ſucht
Geſchäft. (Miete, evtl. Kauf.)
Offerten unter § 29 an die Ex=
(*7482
pedition dieſes Blattes.
ere
als I. Hypothek.
Suche für einen Privatier eine
I. Hypothek von 9960 Mk. zu 4%.
Pünktl. Zinszahler. Die ortsger.
Schätzung beträgt 16700 Mk. Off.
erb. u. P 11 a. d. Exped. (6065a
I. Hyp. 39000 Mark
60 % der ortsgerichtl. Taxation,
per 1 Juli geſucht.
(6612imd
Off. u. R 91 an die Exped.
Denkbar allerbeſte 57, ige
Darm=
ſtädter 2. Hypothek v. 7000 Mk.
od. weniger, mit 2 ſelbſtſchuldneriſch
haftenden ſehr vermög. Bürgen
per bald oder ſpäter abzutreten.
Off. unt. § 24 a. d. Exp. (6682msi
Heinheimerſtr. 22 groß. Laden,
auch als Filiale, mit oder ohne
Wohnung per Mai zu vm. (*7514msi
Eberſtadt Laden mit Wohn.
ſofort zu verm. Näh. Heidelberger=
(6761a
ſtraße 15/10 (Laden).
M
Me
Hochſtr. 11 ſchöne 3
Zimmer=
wohn. bill. zu verm. (ev. auch
Häus=
chen z. Alleinbewohnen. Näh.
da=
ſelbſt, I. Stock.
*7511ms
Mertenethtete e.
halber neuzeitliche 5=
Zimmerwoh=
nung alsbald zu vermieten (6779a
Oberer Rhönring 127, III.,
ſch. 4=Zimmerwohn. m. all. Zubeh.
. Jahr.
per 1. April. ℳ 500.−
(*7535ms
Näh. II. Stock.
Rhönring 41, I. Et., 4 Zimm.,
neuzeitlich, Bad, Veranda, per ſof.
Näh. Wendelſtadtſtr. 8, I. (*7521
Grafenſtr. 20 ſchöne 3
Zimmes=
wohnung im Seitenbau p. 1. April
(*7517
zu vermieten.
Haus zum Alleinbewohnen,
3 Zimmer, Küche,
Scheune, Stallung, nebſt großem
(*7520md
Garten zu vermieten. (
Näh. Liebfrauenſtraße 49.
Sall
Welake
Mathilzenplatz 7, 11. St., ſch.
möbliert. Zimmer mit Schreibtiſch
ſofort zu vermieten.
(*7510md
Pankratiusſtr. 1½, pt., r., gut
möbl. Zimmer m. Penſ. (*7513ms
Wendelſtadtſtr. 38, parterre,
ſchön möbl. Zimmer per ſofort
oder ſpäter zu verm.
*7556mds
Heinheimerſtr. 31½, (Metzgerei)
möbl. Zim. mit od. ohne Penſion
(*7508ms
ſofort zu vermieten.
Mühlſtr. 17½, I., gr. g. möbl.
Zimmer per ſofort z. v.
(*7515msi
4
1
1
C.
— apeten
Linoleum 8388388 Linkrusta
in billigster bis hochfeinst. Ausführung. — Hohen Rabatt an Hausbesitzer.
Verlangen Sie:
Musterbuch 1 mit Tapeten von 18 bis 60 Pf.
Musterbuch II mit Tapeten von 65 bis 300 Pf.
Moderne Künstler- u. Gobelin-Tapeten
Rosenkavalier-Tapeten —
Alleinverkauf für Darmstadt:
WilhelmEhrhardt
Darmstädter Tapeten-
:: Versandhaus
Telephon 2143 und 486.
Eigene Verkaufsstellen in:
Darmstadt
Mainz
Mannheim
Ernst-Ludwigstrasse 4 Flachsmarktstr. 19
P. 4, 10.
am weiss. Turm.
(4022a
du verk.: ſchwarz. Damenjackett,
dunkelbl. Herrenanzug (mittl.
Fig.), ſehr g. erh. Herrenlodencapes
(waſſerd.) Kiesſtr. 35, I. I. (*7303idm
uterhaltener Kinderwagen
6 zu verkaufen. Anzuſehen von
9—3 Uhr. Landgraf=Philipp=An=
(*7336id
lage 58, 2. Stock.
Pra
Habe meine ärztliche .Tanls
wieder übernommen.
Dr. Meu. Benning
Mühlstr. 12. Teleph. 2020.
(IV.6537)
(Bonia!
iſt als Volksheilmittel längſt
be=
kannt, indem er das Blut reinigt
und neue friſche Säfte bildet. Ich
empfehle denſelben in garantiert
reiner Qual. zu 1,20 Mk. pro Pfd.
in Gläſ. m. Schraubendeckel (3978a
G. Roth. Dieburgerſtraße 9.
Demed. O. Gros
Riedeselstr. 21
hat seine Praxis wieder
aufgenommen. (6511oid
9500 Mark
auf 1. Hypothek ſof. geſucht. Off.
u. § 42 an die Exv. d. Bl. (*7538
leindenohnen,
Haus 5 Zimmer, zu
ver=
kaufen od. zu vermieten. Auskunft
bei
Mahr & Markwort,
Kaſinoſtr. 8.
6129a)
anie n. von Selbſtgeber
200 Mar k zu leihen geſucht.
Off. u. § 37 a. d. Exp. (*7504md
Guche eine 2. Hypothek mit
14,500 Mark auf ein
gut=
gehendes Geſchäftshaus mitten in
der Stadt. Offert. unt. R. 37 an
die Exped. d. Bl.
(6442sm
Auszuleihen
Geld auf I. Hypothek zu günſt.
Bedingungen, aber nur auf prima
hieſiges Objekt. Off. unt. K 82
an die Expedition ds. Bl. (4914a
Karlehensgeſchäft ſucht allerorts
Vermittler. Offerten
Straß=
burg i. E., Thiergartenſtr. 11,
parterre.
(II,5588
mell auf
Ir zwei Sekunden
Glänzt mein Schuh voll Pracht,
Schmutz und Spröde sind
verschwunden!
Wisstelhr, wie man’s macht?
7Zum Nachzeighnen,
Beyl & John. Mannfakturwarda. (43a
Wer möchte ſich an einer
Motorradtour
(Oſterſonntag und Montag)
anſchließen? Stärkere
Ma=
ſchine bevorz. Näh. Exped.
(*7483
Trauring, gelötet, Gra=
2
zuſammen=
vierung C. G. u. A. K. 21. März
1868, verloren gegangen, gegen
hohe Belohnung abzugeben
Eliſa=
bethenſtraße 64, part. (*7543md
Dörr-Obst
Kallforn. Aprikosen
Kalif. Pfirsiche, geschält
Kallforn. Birnen
Kaliforn. Pflaumen
Türkische Pflaumen
Neue Dampfäpfel
Neue ital. Brünellen
Neue frz. Brünellen
Neue Kranzfeigen
Neue Kalifat-Datteln
Neue Muscat-Dattein
Gemischtes Dörr-Obst
feine und hochfeine Mischungen
Pfd. 40, 60, 30, 100 Pfg.
A. Reichard
Colonialwarenhaus
Ecke Bleich- und Casinostr.
Telefon 104. (2355a
Nummer 66.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Seite 13.
Gerticepanten Rletäang!
Unser rastloses Streben, stets das
Ge-
schmackvollste und Gediegenste zu
billig-
stem Preise zu bieten, ist in dieser Saison
kein vergebliches gewesen. Denn unser
Lager ist in den verschiedensten Arten der
Damenkleidung größer denn je u. besteht
ausnur ausgesuchttadellosen Erzeugnissen
erster Häuser. Der alte und
wohlbegrün-
dete Ruf, daß sich unsere Konfektion
durch besondere Gediegenheit und
Billigkeit auszeichnet, ist noch
:: nie berechtigter gewesen, als jetzt. ::
aus dunkelblauem Kammgarn,
Rostumé jackett auf Seide 45.—, 43.—,
39.−, 36.−, 32.−, 29.−, 27.−, 25.−,
aus Stoffen engl. Art, sehr fesche
Nostumé Fassons 48.—, 45.-, 42.—.
39.−, 37.−, 35.−, 32.−, 25.−, 22.−,
aus dunkelblauen und engl. Stoffen,
J Gtetots lange Form 30.-, 28.-, 27.−.
25.−, 24.−, 22.−, 19.−, 17.50, 15.−, 13.—, 10.75,
Backſtsch= und Rinder=
Konfektion
entzückende Kostüme und Paletots in sehr großer Auswahl.
Nostamtr ochte und engl. Stoffen 19.50,
aus sehwarz., dunkelblauen
17.—, 16.50, 14.75, 13.−, 11.50, 9.—, 7.—, 6.—, 4.50,
*250
23
50
6.
60
Bluse
aus Wollbatist (reine Wolle), hübsch verarbeitet uno
vollständig gefüttert, in 7 Farben vorrätig
Unterrock
Zumpf aus sehr solidem Trikot, Volant aus geschmack:
voll gemustertem Mofrette, in sehr vielen Farben
Mk.
5.90
Mk.
Z.
on Ludwigsplatz 9
Gebrader Gee
Mitglied des Rabatt-Spar-Vereins. (6662
Das Stärkſte.
Roman von Fritz Gantzer.
(Nachdruck verboten.)
7)
Scheu ſchlich er durch die Straßen. Zweimal ſtand
er vor dem Brunsſchen Hauſe am Markt und ſuchte die
lange Front nach einem erleuchteten Fenſter ab. Wie ihn
fror, und was für einen wahnſinnig grimmenden Hunger
er empfand! Und alle, die hinter den dunklen Mauern
jetzt wohl ſchon ſchliefen, waren ſatt und durften ſich auf
weichen Pfühl betten. Er mußte im Freien nächtigen,
vielleicht kaum im dürftigen Schutze einer kahlen Hecke.
Dieſes Hunger= und Elendsleben! Wie er es
manch=
mal haßte, ohne doch die Kraft zu beſitzen, ſich davon
frei=
zumachen. Es hielt ihn wie mit eiſernen Klammern in
ſeinem Bann und ließ ihn nicht mehr los. Das
Vagan=
tenleben war ihm zu etwas Unentbehrlichem geworden.
Lieber ſterben als es aufgeben. Es nur etwas
erträg=
licher geſtalten. Und das würde ſchon möglich ſein.
Wo=
zu war denn die Signe auf der Welt? . . .
Stephan Franck, der verkommene Taſchenſpieler, der
heute nicht einmal mehr den elenden grünen Karren von
damals beſaß, der keinen Heller ſein eigen nannte, ſchlief
in dieſer Nacht wirklich hinter einer kahlen Hecke. Der
kalte Märzwind jagte ihm einen Froſtſchauer um den
an=
deren über den zitternden Leib. Nur die wundgelaufenen
Füße brannten wie das helle Feuer. Drei lange Tage
hatten ihn unterwegs geſehen, von dem fernen Orte an,
wo er ſeinem Weibe heimlich auf und davon gegangen
war. Mochte das ſelbſt ſehen, wie es ſich durch die Welt
ſchlug! Er hatte der Not und des Hungers allein
über=
genug, ohne auch noch für einen Miteſſer und darum ein
ſo überaus läſtiges Anhängſel Sorge zu tragen.
Gedanken wunderlichſter, verworrenſter Art zogen
e undh
als ihm endlich weit nach Mitternacht der mitleidige Gott
des Schlafes ein leiſes Lächeln erbarmender Liebe ſchenkte
und ſeine Augen mit warmer Hand überſchattete,
wan=
derte das wild durcheinander geworfene Grübeln den
krauſen Weg zum Traumlande und peinigte den
Schlafen=
den mit wüſten Vorſtellungen. —
Schon lange vor Sonnenaufgang lag Signe mit
wachen Augen. Da war nun der bedeutſame Tag, der
einen Abſchluß und einen Anfang bedeutete. Die
Kind=
heit ſtarb heute. Und ihr letzter Atemzug ſtreifte die
keu=
ſche Stirn einer neuen Zeit. Sie kam ganz gewiß. In
reinen, weißen Gewändern und mit Augen, in denen ein
glückliches, warmes Lächeln ſchlummerte. Und Signe
er=
ſchauerte vor ihrem Kommen — in heiliger Scheu und
atemloſem Warten.
Es wurde ein heller Tag, einer mit vieler Sonne und
warmer Luft, die nach Frühling duftete und durch die es
wie ein Singen ging, das aus den Kehlen heimkehrender
Wandervögel zu kommen ſchien. . . . St. Sebaldus’
ehr=
würdiger Turm ſtand wie von purpurnem Golde
über=
ſchüttet. Und alle Menſchen hatten frohe, helle Geſichter.
Und nun erſt die Geſichter im Hauſe des Herrn
To=
bias Bruns!
Frau Barbara war die Güte in Perſon. Mein liebes
Kind! ſagte ſie warm, als Signe, das Geſicht mit
feier=
lichem Ernſt geſchmückt, zum Gutenmorgengruß kam.
Mein liebes, gutes Kind! Und ſie küßte Signe auf Augen
und Stirn.
Meine liebe Mutter! Aus heiligen Seelentiefen
ge=
boren, kam das Wort, ganze Hingabe und Innigkeit, ganz
ungeſchmälerter Glaube: Du biſt meine leibliche Mutter.
Und ich hänge an Dir mit allen Faſern meines jungen
Lebens.
Ja, ſie hatten recht getan, die einen ſchmerzenden Miß
Pfendaung. Du biſt unfer
leibliches Kind nicht! dieſem Tag fernzuhalten.
Tobias Bruns lächelte ſie an — ernſt, aber doch gütig.
Und dann ſchob er ihr ein Sparkaſſenbuch über den Tiſch
und ſagte: Der Grundſtock zu dem, was wohl einmal nötig
ſein wird. Er meinte ihre Ausſteuer. Die erſte
Ein=
zahlung lautete über fünfhundert Mark.
Oh, dieſe Summe! ſtockte ſie nach ihrem Dank in
einiger Befangenheit heraus und blätterte ſcheu in dem
Buch.
Herr Tobias begann gerade, etwas von Zins und
Zinſeszins zu erzählen, als die Brüder erſchienen.
Ger=
hard gab ſich etwas kühl und ſteif, bot ihr knapp die
Hand und hatte ein flüchtiges „Guten Morgen, Signe!”
Sie ſah ihn nur obenhin an, wenngleich ſie freundlich
lä=
chelte. Das Helle, Volle in ihren Augen galt Henning.
Er brachte einen friſch im Garten gepflückten Strauß
leuchtender Tazetten und dunkelblauer Szillas, küßte und
ſagte leiſe und zärtlich: Meine liebe, kleine Schweſter!
Da entglitt Signes Hand das Sparkaſſenbuch. Es
fiel unbeachtet zur Erde. Mit beiden Armen umſchlang
ſie Hennings Nacken und flüſterte dicht vor ſeinem Ohr:
Du lieber, guter Bruder! Ich hab’ Dich ſo lieb, Henning!
Gerhard empfand etwas wie Neid und bückte ſich in
verlegener Haſt nach dem Buche. Als er es aufgenommen
hatte und wieder hochgerichtet neben ihnen ſtand, wr die
flüchtige Aufwallung dahin. Aber Signe, ſagte er lachend,
wie kann man! Deine Freude an Blumen ſchiebt reelle
Wert achtlos beiſeite.
Signe nahm ihm das Buch aus der Hand. Du irrſt,
Gerhard, ſagte ſie beſtimmt. Ich bin doch die Tochter
eines Kaufmanns.
Durch Gerhards Sinn fuhr ein hartes Nein, das ſich
ſchon zu dem Wege nach Zunge und Lippen rüſtete und
das dieſen Weg ſicher begonnen und zu Ende geführt
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Nummer 60.
Besonders preiswerte
Damen Dacklsch u. Kinder Hontektion!
Zu den großen Konfektions-Einkäufen vor Ostern sind unsere Läger in der
weit-
gehendsten und größten Auswahl sortiert und bringen wir unsere Konfektion in
gediegenem u. besserem Mittelgenre zu bekannt billigen Preisen in den Verkauf.
Jacken-Kleider marine Kammgarn, modernste Fassons
19.50 23.50 26.50 29.50 32.00 38.00 42.00 48.00
54.00 59.00 63.00 68.00 72.00 78.00 85.00
Jacken-Kleider englischer Art, neueste schike Formen
14.50 19.50 25.50 29.50 33.00 36.00 39.50 43.00
49.00 54.00 58.00 63.00 69.00 75.00
Frühjahrs-Paletots aus englisch gemust. Stoffen u. marine, lange Fassons
9.75 11.75 14.50 19.75 22.50 25.50 29.50 35.00
beste Stoffe,
Schwarze Frauen-Paletots und Mäntel tadellos verarbeitet
16.50 19.75 22.50 25.50 29.50 32.00 38.00 42.00
Unterröcke Frikot mit Moire-Volant, in vielen Farben . . 3.75 5.75
Woll-Blusen ganz gefütter
290 2.75
in vielen mod.
Farben — .
auf Tüll
*50
Tüll-Blusen
Seide
gelättert . . . . . . .
aus marine
Kostüm-Röcke u. schwarz
*50
Cheriot oder Stollen englichen
Charakters . . .
aus Woll-
Kinder-Kleider
stoffen,
in reizenden Ausfährungen, in
allen Größen vorrätig . . .
Kinder-Paletots ausmarine
Cheviot
mit Abreichen, aus englisch mel.
, „
Stoffen . .
75 250 975
0 „
25 E50 125
Z
275 950 975
675 1150 1975
0 1 15
675 4950 4550
3 12 15
1950 4g50 1950
15 10 15
950 1950 1525
9
5 12 15
Tel. 2539.
Ludwigstr. 5.
Wir bitten
um Besichtigung
unserer
Schaufenster!
Modernes Spezialhaus für Damen- Backfisch- u. Kinder-Konfektion.
(6665
S
Mefalldraht Lampe
§Größte Strom-Ersparnis!
Stoßsicher!
2
Maere . ee
IV706,65
hie, mum er ihn niht nach in iehen egenic in
ſchneller Haſt überlegenden Bedenkens Zaum und Zügel
angelegt und es hart zurückgeriſſen. So blieb es
un=
geſprochen und breitete während des ganzen Tages über
ſein Inneres etwas, das einem leiſen Schatten glich.
Mit dem Lauf der Stunden wuchs die Zahl der
Ein=
drücke, die Signe empfing. Und jeder neue dieſer
Ein=
drücke überwog den voraufgegangenen an Tiefe und
Un=
vergeßlichkeit. Seinen Höhepunkt erreichte der Tag in der
Konfirmationsfeier ſelbſt. St. Sebaldus' Raum deuchte
ſie höher, lichter, ſeine Bögen ſchienen ihr weitſpannender,
gewaltiger denn je. Und das Orgelrauſchen von der
Em=
pore her kam ihr vorwie ein einziges Getön jubilierender
Engel, Ein Wort prägte ſich ihr ein, als hätten es
Feuerfinger in ihre Seele geſchrieben. Nicht das, das ihr
gegolten, das der Geiſtliche ihr geſagt. Nein. Das war
wohl auch ſchön, wie ein guter Wegweiſer für ihr ganzes
Leben. Aber wie etwas Erſchütterndes, das Innere
auf=
rüttelnd, war jenes andere Wort, das ihrer Nachbarin
zur Rechten gegolten, der kleinen blaſſen Waiſe: Vater
und Mutter verlaſſen mich, aber der Herr nimmt mich
auf.
Signe konnte nicht anders: als ſie auf ihren Platz
zurückgekehrt war, taſtete ſie nach der Hand der leiſe
Wei=
nenden, preßte ſie und fühlte etwas Heißes in ihre Augen
ſteigen.
Daheim hing ſie dem Worte weiter nach. Es war
wie etwas, das zum Feſthalten zwang. Und immer
wie=
der dachte ſie: Wie unſagbar traurig muß es ſein, wenn
man von Vater und Mutter verlaſſen iſt!
Sie hatte ſich vorgenommen, mit Frau Barbara
dar=
über zu ſprechen, ſich etwas ſagen zu laſſen, das ſie wieder
freimachen würde von dem auf ihr laſtenden Drucke. Aber
das, was der Tag noch brachte, die Feier im Hauſe und
die damit verbundene Unruhe und helläugige Haſt,
hin=
derte daran.
Es war keine laute und große Feier. Die Brunsſche
Sippe war da: zwei Vettern des Herrn Tobias Bruns
mit ihren Familien und drei alte Tanten der Frau
Bar=
bara. Sie hatten alle Geſchenke gebracht, nützliche und
über=
flüſſige. Am eigentümlichſten, aber auch am
überflüſſig=
ſten, war Tante Mathilde Heſſelfings Geſchenk: ein grauer
Papagei, der „Tantchen” ſchrie und „Sünde”. Was
„Signe” bedeuten ſollte. Die richtige Ausſprache des
Wortes hatte er trotz aller Bemühungen Tante
Mathil=
des nicht erlernt. Da man von Mathilde Heſſelfing
merk=
würdige Ueberraſchungen gewöhnt war, wunderte ſich
kaum einer über den grauen Vogel. Aber ſein
kreiſchen=
des Geſchrei erregte Mißfallen, und Herr Tobias hatte ſich
ſchon vorgenommen, den widerlichen Exoten bei nächſter
Gelegenheit aus dem Hauſe zu bringen.
Dann waren die Nachbarn zur Rechten und zur
Lin=
ken da, der Herr Oberpfarrer fehlte auch nicht, und daß
Herr Kröger zugegen war, braucht kaum erwähnt zu
werden.
Er ſtand gerade im Begriff, eine kleine Rede zu
hal=
ten, in welcher er die einzige, nun erwachſene Tochter
des Hauſes zu feiern gedachte, hatte eben an ſein Glas
geklopft und ſich mit einiger Schwerfälligkeit erhoben, als
Herr Tobias Bruns abgerufen wurde.
Einer der jungen Leute, die unten in einem Raum
neben dem Kontor ihre Feſttafel hatten, war in das
Zim=
mer getreten und hatte dem Chef ein paar Worte ins Ohr
geflüſtert.
Iſt das ſo ungbänderlich nötig? Gerade heut? fragte
Herr Tobias laut zurück.
Der Mann läßt ſich nicht abweiſen, Herr Bruns. Er
behauptet, ein dringendes Anliegen zu haben.
Schön! Ich komme ſofort.
Herr Tobias Bruns ſuchte in allen Winkeln ſeiner
Erinnerung, als er dem Fremden gegenüberſtand.
Ir=
gendwo, vor langer Zeit, hatte er dies Geſicht ſchon
ein=
mal geſehen. Er fand ſich nicht zurecht und fragte nach
dem Begehr des Fremden.
ich lomne der Sige wegen neiter Sehter
Da ſprang die Erinnerung jach aus dem Schlaf, ſo
jach, daß Herr Tobias vor heller Beſtürzung einen Schritt
zurücktrat und ſich verfärbte.
Ebenſo ſchnell faßte er ſich. Und kalt und abweiſend
entgegnete er: Sie haben kein Recht mehr, Signe Tochter
zu nennen.
Oho! Der Blick des andern funkelte auf und nahm
einen drohenden Ausdruck an. Ein Recht immer. Signe
iſt mein Kind.
Geweſen! betonte Herr Tobias energiſch, während
ſein Blick an dem verſchoſſenen und nur notdürftig
ge=
flickten Rock des Vaganten hinauf und hinab ging. Ich
habe Sie damals angemeſſen entſchädigt.
Mit erbärmlichen fünfhundert Mark, ſtieß Frank
giftig heraus.
Sie ſollten nicht vergeſſen, daß Sie der Fordernde
waren, erinnerte der Kaufmann ruhig, und daß Sie die
Abfindung als eine endgültige anerkannten. Was wollen
Sie alſo noch? Er durchquerte das Zimmer mit haſtigen
Schritten und ſchien zu warten, daß ſich Frank entfernen
möchte.
Aber der ging keineswegs. Er pflanzte ſich vielmehr
nur noch gewichtiger auf und ſagte:
Es iſt ſchon ſo, wie Sie da erzählen. Ich weiß ſehr
genau. Das hindert jedoch nicht, mein Kind heute zu
ſehen und ihm einen Gruß von ſeiner Mutter zu bringen.
Das werde ich nicht erlauben, erklärte Herr Tobias
beſtimmt.
Und weshalb nicht? Stephan Franks Augen nahmen
den Ausdruck eines gereizten Tieres an. Er trat
unwill=
kürlich einen Schritt vor.
Werden Sie nicht unverſchämt, Mann! warnte Herr
Tobias. Ich ſage Ihnen: Signe zu ſehen, iſt eine
Un=
möglichkeit.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 66.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Seite 15.
Die Wahrheit über die Geiſha.
** Japan iſt für uns das Land der Geiſhas; wir
haben ſie in tragiſchen Opern und in Operetten lieben
und ſterben ſehen; die Romantik und Poeſie des alten
Nippon iſt für uns in ihnen verkörpert. Aber die
Vor=
ſtellung, die wir von dieſen leichten, luſtigen Seelchen
be=
ſitzen, iſt nur ſehr vage; wir ſehen in ihnen gefällige
Dienerinnen der Liebe, und doch ſind ſie mehr, ſind ein
Stück uralter japaniſcher Kultur, ſind echte Künſtlerinnen.
Die „Wahrheit über die Geiſha”, die Aubrey Lanſton in
Ladys Realm verkündet, iſt eine Ehrenrettung dieſes
Standes, der erlauchte Ahnen und berühmte
Vertreterin=
nen beſitzt. Der Beruf der Geiſha kann auf eine
tauſend=
jährige Vergangenheit zurückblicken und ſpielt in der
Ge=
ſchichte Japans eine Rolle. Die erſte Geiſha, von der
die Chroniken erzählen, war Tamabucri, die die
Ge=
liebte des Kaiſers Uda (888—897) wurde; wenige Jahre
ſpäter erfanden zwei Teehausmädchen von Kyoto einen
berühmten, noch heute üblichen Tanz, den ſie ſelbſt mit
Trommel, Flöte und Zymbeln begleiteten. Die
eigent=
lichen Vorgängerinnen der modernen Geiſha ſind die
Schirabiyoſchi der Heian=Epoche, die weißgekleideten
Schönen mit dem Männerhut und dem weißen Schwert,
die die Blüte und den Adel aller Weiblichkeit darſtellten.
Sie haben die klaſſiſchen Tänze erfunden, haben der Muſik
Japans ihre ſchwebend koketten Rhythmen verliehen,
haben der Dichtung und bildenden Kunſt neue Motive
zugeführt; ſie ſind die Heldinnen der klaſſiſchen
Liebes=
geſchichten der japaniſchen Literatur. Später freilich ſank
der Stand der Geiſha tief herab, und im Jahre 1822 ſtieß
ſie ein kaiſerlicher Erlaß auf die unterſte Stufe der
Geſell=
ſchaft herunter; die Erziehung von Mädchen in Muſik und
Tanz wurde verboten und alle Schmach auf dieſe armen
Geſchöpfe gehäuft. Doch die Tradition des japaniſchen
Volkes, das von der Geiſha nicht laſſen kann, war ſtärker,
als der Befehl des Kaiſers, und noch heute gibt es
Geiſhas, die, wie in den alten Tagen, ihres Namens
würdig ſind, denn Geiſha heißt eine „gebildete Perſon”
und in ihrer vollndeten künſteriſchen Ausbildung
be=
ruht der höchſte Reiz und Zauber dieſer Mädchen. Wenn
ſich heute Eltern entſchließen, ein Töchterchen um ſeines
eigenen Wohles willen zur Geiſha auszubilden, dann
geben ſie es, wie ehedem, in die Geiſhaſchule, erhalten
eine Summe von 10—50 Yen oder 20—100 Mark, und die
Aufſicht über das Kind geht dann bis zum Austritt aus
der Schule an dieſe über. Die Kleine empfängt nun eine
körperlich wie geiſtig gleich umfaſſende Erziehung. Sie
muß in der japaniſchen Literatur ſehr bewandert ſein
und alles kennen, von den älteſten Liedern bis zum
modernſten Feuilleton. Die Tänze werden ihr mit jenen
durch eine lange Tradition überlieferten Nüancen
ein=
geübt, wie ſie ſich nur noch in den Geiſhaſchulen
erhal=
ten haben und eine längſt entſchwundene Grazie der
Körperbewegung widerſpiegeln. Da die japaniſche Muſil
nicht ſchriftlich fixiert iſt, muß die Geiſha ein erſtaunliches
Gedächtnis haben, wenn ſie alle Geſänge und
Begleitun=
gen zu ihren Tänzen behalten ſoll. Sie muß eine
Vir=
tuoſin auf der japaniſchen Zither und anderen
Inſtrumen=
ten ſein; ſie lernt die ſchwierige, den höchſten Geſchmach
erfordernde Feinheit des Arrangierens von Blumen und
die ſehr umſtändlichen Handlungen bei dem
altehrwür=
digen Teezeremoniell. Entfaltet ſie ſich in dieſer ſtrengen
Schule zu jener vollkommenen Harmonie, die das Ideal
der Geiſha iſt, dann iſt ihr Glück gemacht, und ſie wird
berühmt, berühmter als mancher große Staatsmann und
Künſtler. Ueberallhin wird ſie eingeladen zur
Verſchö=
nerung der Feſte, und man muß ſich Wochen vorher einen
Abend ſichern, wenn ſie die Geſellſchaft durch ihr Spiel
und ihren Tanz unterhalten ſoll. Dieſe Ariſtokratinnen
des Geiſhaſtandes verdienen jährlich viele Tauſende; das
Einkommen der bekannteſten wird auf mehr als 20000
Mark geſchätzt. Die erſte Geiſha Japans, die zugleich
für die ſchönſte Frau des Reiches gilt, iſt
gegen=
wärtig Manryo San, d. h. Fräulein „Zahlloſe Drachen”.
Sie iſt erſt 17 Jahre alt und ſchon der verwöhnte
Lieb=
ling der Geſellſchaft. Dem Europäer dürfte ihre
Erſchein=
ung weniger gefallen, denn ſie verkörpert das
Schönheits=
ideal der japaniſchen Raſſe in ausgeprägteſter Weiſe,
während die weniger vornehmer Geiſhaß viel weniger
raſſenrein ſind und daher beſſer gefallen dürften. Eine
andere berühmte Geiſha iſt Fräulein „Friedvoller See‟,
eine Dichterin von nicht gewöhnlicher Begabung, die ihre
zarten Lieder ſelbſt zur Samiſen begleitet. Wenn eine
ſolche erſtklaſſige Geiſha, von ihrem Zitherträger
be=
gleitet, mit ihrer unnachahmlichen Anmut und Würde
in einer Geſellſchaft erſcheint, dann glaubt man wohl, eine
Fürſtin trete herein, und trotz des ſtrengen Verbotes
haben ſchon hohe Beamte und Millionäre ſolche Mädchen
geheiratet. Die Geiſha iſt heute die letzte Trägerin jener
wundervollen alten Geſchmacksbildung, die wie ein Klang
aus ſchönerer Zeit im modernen Japan noch leiſe
fort=
lebt. . . .
Literariſches.
* Neu erſchienene Broſchüren. Die
Nervoſi=
tät, die Modekrankheit unſerer Zeit, ihre Urſachen, die
Selbſt=
vergiftung und ihre Heilung durch ein erprobtes
natur=
gemäßes Entgiftungsverfahren. Von Dr. med. Walſer.
V. Aufl. (1,50 Mk.). Hof=Verlag von Edmund Demme,
Leipzig.
Hygieniſche Reformbewegung, Biologiſche
Methode. Aerztlicher Wegweiſer für Herzkranke, von Dr.
med. Max Kärſcher, Arzt für innere Krankheiten in
Kaiſerslautern. Preis 1 Mk. Leipzig, Edmund Demme,
Hof=Verlags=Buchhandlung. — „Wie erlangt man
ge=
ſunden Schlaf, heitere Stimmeng, Arbeitsfreudigkeit?
von Dr. Paczkowski (0,80 Mk.). Hof=Verlag von Edmund
Demme, Leipzig. V. Auflage. — Balkanbund oder Türkei?
Für oder gegen die Balkanſtaaten? Eine Unterſuchung
vom geſchichtlichen, religiöſen, moraliſchen, kulturellen
politiſchen und wirtſchaftlichen Standpunkt. Von Adalbert
Nickiſch von Roſenegk. 1912. Anthropos=Verlag, Berlin=
-
Steglitz.
Monumentale Kunſt, von Albin Egger=Lienz.
Berlin W. Hermann Walther, Verlagsbuchhandlung, G.
m. b. H. Preis 50 Pfg. — Schranka, Dr. E. M., Buch
be=
rühmter Hunde. In Lexikonform bearbeitet. Preis 1,20
Mk. Verlag von Hans Lüſtenöder, Frankfurt a. M.
1
Warenhaus
Dlanke!
Markt 7.
Guggenheim & Marx.
Markt 7.
Weissbinderarbeiten
werden ſofort dauerhaft u. billigſt
übernomm. u. ausgef. Auch
Ueber=
nahme v. Faſſaden z. bill. Preiſen.
Offerten erbeten unter § 46 an
(*7552md
die Exped. d. Bl.
dansaannnannnnnnunn
Jeden Mittwoch Abend
Deli-
Skate Kartotter
Pfannkuchen
Reform-Restaurant
Alexanderstrasse 4, 1. Stock
20.
Ooogsoooogobogooogooooooooosooooge
G
Infolge fortwährend vorkommender Verwechslungen meiner H
6 Firma mit einem benachbarten Möbelgeschäfte bitte ich verehrliche
G
G Kunden, die mein Geschäft aufzusuchen beabsichtigen, genau auf meine
G
8
C
G
C
G
Firmau. Hausnummer achten
zu wollen.
Otto Kunkel wohnungseinrichtungen
komplette
Tel. 287 nur 21/23 Grosse Ochsengasse nur 2123 Tel. 287.
gegenüber der Brauerei „Zum goldenen Anker”; kenntlich durch 5 grosse
Schaufenster!
(1100a
J
Goooegosssgogesooooeegoosegsseeoee
Vorsügliche Pi
d.
Bruchmaccaroni
Gemüs-Nudeln
5
Griesdunst-Nudein
40 „
Gemüse-Eier-Nudeln 45 ₰
do.
do.
55 „
do.
do.
60 „
Schwabs Bler-Nudeln 80 „
3 Glocken do.
80 „
Eier-Maccaroni
80 „
Echt ital: Maccaroni 70 ₰
Stang.-Maccaroni 50, 60,70 ,
Hochfeines gemischtes
Dörr-Obst
nur aus neuen Früchten
hergestellt
(6771md
Pfd. 40, 60, 80, 100 Z.
A. Reichard,
Ecke Bleich- u. Casinostr.
Ohorhe Uangeothgesdte
har dek Coterbeadf!!
(6762
Strümpfe
Damen-Strümpfe, in schw. 0
u. braun, Ia Qualität, Paar 95₰
Damen-Strümpfe, reine 1
Wolle, in Ia Qualität, Paar 1.50
Kinder-Strümpfe, Grösse I
antangend von 48 ₰
Unterröcke
Waschröcke a. sol.
Siamosen-
stoffen, hübsche moderne
1.50, 95 ₰
Machart . .
Lüster-Unterröcke m. hoh.
Plissé-Vol., mod. Farb., 3.25, 2.60
Trikot-Röcke m. hoh Moiré-9
Volant, eleg. gearbeitet . 5.25
Handschuhe
Trikot-Handschuhe, gute
Qual. mit 2 Druckknöpfen 65 ₰
Trikot-Handschuhe, Ia.
Qualit. und tadelloser
Ver-
arbeitung . . . . Paar 95 ₰
Korsetts
Korsetts aus gutem grauem 0
Drell mit Spiralfed. M. 1.70, 35 ₰
Korsetts aus la Satindrell
mit u. ohne Strumpfhalter,
in mod. Farb. St. 3.50, 2.70, 1.90
Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Nummer 66.
nur neueste Kostüme, aus englisch melierten und marine Kammgarnstoffen,
elegante, tadellos sitzende Formen
und Frauen-Paletots, aus tiefschwarzen, erprobt guten Stoffen, feine, ganz glatt gearbeitete Fassons.
Alle Größen für schmale und starke Frauen,
aus Stoffen englischer Art, blau Cheviot, Popeline etc.,
schöne lange Fassons, elegante Macharten
aparte, elegante Fassons, in modernsten Stoffen. — Enorme Auswahl.
— Meine Blusen sitzen tadellos und sind gut gearbeitet.
KAUFHAus
Ludwigstr. 2, Ecke Kirchstrasse.
Kahnt-Autant
6758
[ ← ][ ][ → ]Mitwoch, 10. Mirz,
1913.
10 Stück friſche Eier . . . . 56 Pfg.
10 Stück friſche, große Eier . . 66 Pfg.
10 Stück friſche, extra große Eier 76 Pfg.
Feinſte Landeier, in Qualität unübertroffen,
25 Stück Mk. 1.65
25 Stück Mk. 1.90
zum billigſten Tagespreis.
Bei Einkauf von 25 Stück Eiern ein Paket Eierfarbe gratis.
(6617im
Feinſte Oberheſſiſche Süßrahm=Tafelbutter
per Pfund Mk. 1.50
Wollen Sie wirklich billig und reell bedient sein, besuchen
Sie das Möbelhaus von Heinrich Kunz in Arheilgen.
Massiv eichene Schlafzimmer mit 3teil. Spiegelschrank (160 cm br.)
500 Mark.
Fournierte Schlafzimmer mit Spiegelschrank (130 cm br.)
350 Mark.
Nussb. pol. Schlafzimmer mit Spiegelschrank 300 Mark.
Eßzimmer, dunkel eiche, gebeizt, Büllet, Umbau mit Divan
Kredenz, Ausziehtisch, 4 Lederstühle 450 Mark.
Pitsch pine Kücheneinrichtungen kompl. 125 Mark.
Kapokmatratzen aus bestem Material u. Jaquarddrell (jed. Gr.)
50 Mark.
Beste Stahlmatratzen mit Gegendruck 16 Mark
sowie alle Einzelmöbel staunend billig.
Franko Lieferung.
Zehnjährige Garantie.
Aufmachen der Gardinen und Teppichlegen bei Trauungen gratis
Darmstädterstr. 39.
(5213a
uh, . faſt neuer Sitzu.
Vill. zu verk.: Liegewag., ſowie
ſtark., dunkelbl. Liegewag., 3flam.
Meſſinglüſter, Käfig mit 2
Turtel=
tauben, 2 Gasküchenlampen.
Rhönring 121, II., rechts. (*7321im
Reg. Platzm. b. z. verk.: Vollſt.
MBett, Nachttiſch, Küchent., Stühle.
2 neue Diwan, Chaiſelongue, Sofa,
2 faſt neue Koſtüme, Gr. 44 u. 46,
Tafelaufſätze u. Verſch. (*7359im
Alte Schwanenſtr. 12.
Ein Erker m. Scheibe,
Staub=
türen uſw., 1 Eingangstür,
Rolläden, 1 Schrank mit
Glas=
türen, 1 einfachen Schreibtiſch,
großer Spiegel zu verkaufen
Näheres Nieder=Ramſtädterſtr. 55,
(6228a
1. Stock.
Dunkelbl. Plüsch-Garnitur
(Roßhaarp., Sofa, 2Seſſel, 4 Stühle,
2 Schemel) u 1 Tiſch m.
Marmor=
platte billig zu verkaufen
Mühlſtraße 26, 2. Stock, r. (5268a
Friſche Eier
10 Stück 58 ₰, 25 Stück Mk. 1.45
Friſche Siedeier
10 Stück 68 Z, 25 Stück Mk. 1.70
Große Siedeier
10 Stück 78 Z, 25 Stück Mk. 1.95
Extra große
10 Stück 88 Z, 25 Stück Mk. 2. 20
Trinkeier täglich friſch
empfiehlt
(6473a
Jakob Schellhaas
Saalbauſtr. 63½. Tel. 1697.
Gebr., gut erh. Gas=Zuglampe bill.
zu verk. Heinrichſtr. 134, II. (*7153sm
Tabakspfeifen
aller Art und Preislagen
sämtliche Ersatzteile
Zigarren, Zigaretten,
— Tabake
Etuis, Meerschaum-
und Bernsteinwaren
Kauchartik., Spazierstöcke
etc. etc.
Grosse Ausw. Bill. Preise.
Pfeifenspezialist:
Darmstadt, Ecke Gr. Ochsengasse,
Filiale: Marktstrasse 3. (6334a
Schwarze Glacé-Konfirmanden-Handschuhe
nur Mk. 1.60
Sch-varze Glacé-Damen- u. Herren-Handschuhe
per Paar Mk. 1.70, 2.—, 2.40, 3.— und höher.
Farbige Glacé-Damen-Handschuhe
Mk. 1.50, 1.80, 2.30 und höher.
Farbige Glacé-Herren-Handschuhe
(B6205
Mk. 2.—, 2.40, 3.—.
Frübjahrs-Handschuhe
Wasch- u. Wildleder sehr angenehm Mk. 1.89 bis 3.50
Stoff-Handschuhe in kurz und lang
in reicher Auswahl zu vorteilhaften Preisen.
apha
Emil Daum, Handschuh-Spezial-Gescnaft
Wittmannstraße 26. — Schwarz-weiße Rabattmarken.
Ich bringe einem geehrten Publikum von Darmstadt und
Umgebung mein
in empfehlende Erinnerung und offeriere
in Wolle und Baumwolle, schwarz!
lederbraun, gestickt, weiß, bunt, glatt
und durchbrochen.
in Wolle und Baumwolle, schwarz,
Kinderstrümpfe lederbraun, weiß und durchbrochen,
Kinderstrümpfe in Hollins Vigogne, weiß.
Herrensocken
in Wolle und Baumwolle, schwarz,
leder-
braun, bunt und gestickt.
in Hollins Vigogne (weiches Tragen, nicht
Herrensocken einlaufend).
Kindersöckchen
in Wolle und Baumwolle, schwarz!
lederbraun, bunt und weiß.
Strickwolle, Seidenwolle, Gazellenwolle,
Jakettwolle, Hollins Vigogne, weiß und farbig,
Baumwolle.
Nicht nur die Kenntnisse, die ich mir während meiner
langjährigen Tätigkeit bei der Firma J. Hachenburger jr.
erworben habe, sondern meine Geschäftsführung ohne große
Spesen (keine Ladenmiete, keine Personalspesen), setzen mich
in den Stand, meiner werten Kundschaft bei nur
erstklassigen Fabrikaten
Vorteile zu bieten.
(6061a
1. Etage, Kranichsteinerstraße 3. 1. Etags.
Einige zurückgeſetzte
niedere
Fahrräder Rahmen
mit voller Garantie billigſt
*6852msm) Hölgesſtr. 1 (Laden)
Sofert zu verkaufen: 2
Plüſch=
ſeſſel, 1 Eisſchrank, Obſtgerüſt,
Waſchbütte, Waſchſtangen u. verſch.
Haus= u. Kellergeräte
(6647im
Heinrichſtraße 40.
Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Nummer 66.
Anzeiger.
Sohala
Erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. — Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
Grüner Weg 83
Einfamilienhaus neu erbaut,
11 Zimmer, Küche, Bad, nebſt
reichl. Zubehör, der Neuzeit
entſpr. eingerichtet, ſof.
bezieh=
bar, zu verkaufen evtl. zu
vermieten. Näh. Ohlyſtr. 69,
parterre.
(B315ms
Maus
zum Alleinbewohnen
Ecke Landskron= und
Franken=
ſteinſtraße 70, 9 Zimmer, Bad,
Balkon, Veranda, Vorgarten und
reichl. Zubehör per ſofort. Näh.
Heinrich Funk, Soderſtraße 76,
Telephon 446.
(319ms
m
Wilhelmstr. 6
Die ſeither von Herrn
Geheimrat Dr. Fuchs
be=
wohnte 15=Zimmer=
Woh=
nung iſt per ſio
for t.
zu vermieten.
322ms
Näheres Joſeph Trier,
Wilhelminenſtraße 25.
Bismarckſtraße 82
ſchöne 7=Zimmerwohnung im 1. St.
bei Carl Schmitt.
M
Geen htete,
ſtraße 23½ n. Rheinſtr. (842ms
Seitersweg 14, 1. St.
Beck=u. Dreibrunnenſtr. 1, I. (1131ms1. Juli zu verm. Näh. daſelbſt od.
Heinrichſtr. 62 haus, in dem
iſt das
Vorder=
ſeither erfolgr. eine Familienpenſ.
betrieben wurde, zum 1. Juli, im
ganzen od. auch nach Stockw. getr.,
zu verm. Näh. Ausk. ert. der im
Gartenhaus wohnende Eigentüm.
Beſichtigungszeiten ſind von 11 bis
11 Uhr u. von 3—4 Uhr. (2006ms
(che
Herrſy. 8=Zimmerwohnung
in 2 Etagen, durch Innentreppe
verbunden, m. reichlichem Zubehör,
Garten, evtl. Stallung, g. d.
Lands=
ſtronſtraße mit freier Ausſicht.
per ſofort. Näh. Heinrich Funk,
Soderſtraße 76, Tel. 446. (318ms
Schulſtraße 1
(am Ludwigsplatz) 6 Zim.,
Küche, zwei
Manſarden=
zimmer, kompl. Bad, 2 Keller,
Waſchküche, Trockenboden, f.
ſofort zu verm. Die
Woh=
nung, äußerſt bequem und
angenehm, iſt vollſtändig neu
hergerichtet, Gas u. elektr. Licht
vorhanden. Näheres daſelbſt,
1. Etage, Jeau Stichel. (345ms
6 Zimmerwohnung zu vermieten.geräum. 6 Zimmerw. m. 2 Balk.,
Alsbald beziehbar. Näh. Georg reichl. Zubeh. u. allen Bequemlich=
ſchaftsw. 6 Z., Gas, elektr. L. nebſt
Zub. m. od. ohne Stallung. (1733ms
26
Pallaswiesenstr. 28,
Wohnung mit reichlichem Zubehör.
Näh. Baubüro daſelbſt. (342msper 1. Juli zu verm.
Stiftſtraße 21 eleg. 6
Zimmer=
wohnungen ſof. od. ſpät. (260ms
2 50
Djemaugkein 5
Mismurchstr. 37. II.
herrſchaftliche 8 Zim.=Wohnung,
Veranda, Badezim. und reichl.
Zu=
behör, elektr. Licht, Gas,
Garten=
anteil per 1. Juli zu vermieten.
Näheres 1. Stock.
(4988ms
Herdweg 59
ſind die von Herrn
General=
oberarzt Dr. Bichel bewohnten
2 Etag., im ganzen 11 Zim.,
2 Badezim. u. Küchen von
1. Juli 1913 ab anderweitig
zu verm. Sämtl. Zim. ſind
mit Gas u. elektr. Licht
ver=
ſehen. Näh. part. (B5175ms
Chlystrasse 34
herrſchaftlich eingerichtete Villa, 8
Zimmer, Diele, reichl. Zubehör,
Zentralheizung, Garten, ſofort
be=
ziehbar, zu verkaufen evtl. zu
ver=
mieten. Näh. Erbacherſtr. 4.
Bau=
bürg. Jeſephrn Nr. 960. (4872ms
Weyprechtstr. 10
Haus mit 8 Zim. u. nötigem
Zubehör, Elektr. u.
Gaslicht=
anlage, kl. Vor= und
Hinter=
garten zum 1. Juli d. J. zu
verm. Weg. näh. Ausk. u.
Einſichtn. d. Hauspläne wende
man ſich a. B. L. Trier,
Riedeſel=
ſtraße 17, II. Tel. 1189. (5426ms
we
Heidelbergerstr. 8170
herrſchaftl. Wohnung, Parterre u.
I. Stock, 12 Zim. m. Zub. u. Gart.,
zuſ. od. getr., per 1. Juli zu verm.
Näh. daſ. 3. Stock. —
(B6059ms
In dem Hauſe Neckarſtr. 16
Zimmern, Küche, abgeſchl.
Vor=
ſehen zu jeder Tageszeit, mit
Aus=
nahme von 12—2 Uhr. (1488ms
Heinrichſtraße 11, part.
elegante Herrſchaftswohnung,
6 Zimmer u. ſonſt. reichlichem
Zubehör, p. 1. April zu verm.
Näheres daſelbſt von 11 Uhr
ab, ſowie bei J. Stichel,
Schul=
ſtraße 1, I. Etage. (1191ms
Heiaehberserstr. 83, II. St.
Elisabethenstr. 51
Parterre=Wohnung, beſteh.
aus 6 Zimmern ꝛ mit
od=
ohne Stallung für 6 Pferde,
nebſt Remiſe, Heuboden, 2
Burſchenzim., per 1. April evtl.
auch früher zu vermieten.
Näh. Eliſabethenſtraße 59,
Kontar.
(740ms
(parterre) 6 Zimmer mit allemfDarmſtr. 49,
Zub. nebſt Stallung für 3 Pferde,
Burſchenſtube, alsbald zu verm. Ecke d. Erbacher= u. Wingerts=9
fabrik, Eliſabethenſtr. 34. (4130ms 15=Zimmerwohnung mit Zubehör
Artilleriestrasse 9
herrſchaftl. 9 Zimmerw. gr. Räume,
Bade=, Fremd.= u. 2 Mädch.=Zim.,
gr. Veranda, Sonnenbad. Auf
Wunſch ganzes Haus m. 15 Zim.,
8 Nebenzim. Alles neu hergericht.,
ſof. beziehb. W. Holtz, part. (B6053m
Zimmer
Rheinstr. 12¾ II. Et.
7 gr. Z.
m. allem Komfort, Nebenräumen,
Bad u. Dampfheizung. (330ms
Wendelſtadtſtr. 23, parterre,
im Loupre, herrſchaftl. 7
Zimmer=
wohnung mit Bad, große Veranda
und reichlichem Zubehör. Näheres
im 3. Stock.
(4903ms
MngeE
Willelstrasseze
6 Zimmerwohnung mit allm
Zu=
behör, Gas u. elektr. Licht, großer
Herrschaftswohnung
6 Zimmer mit gr.(
Saalbauſtraße 67.
zu vermieten.
Anagletn 3Kledeselstr. 35
per 1. April 1913 zu vermieten. Parterre=Wohnung, 6 Zimmer u.
Einzuſehen nachmittags zwiſchen2 Entreſol, im Preiſe von Mk.
3 u. 4 Uhr. Näheres im 2. Stock 900.— per ſofort zu vermieten. —
(1119m Dieſelbe eignet ſich auch für Bureau=
zwecke. Zu erfr. im 1. Stock. (5063t Hügelstrasse 1
(Ecke Karlſtr.) geräum. 6 Zimmer=
Wohn., Gas, Elektr., per April zu
und allen Bequemlichkeiten. (Gart. verm., eventl. mit Stall., Remiſe,
beim Hauſe) z. 1. April. Grafen=Garten. Näh. daſ. im 1. St. (4587oms Hügelstr. 53, II. St.,
Ecke Zimmerſtraße
herrſchaftl., gr. 6 Z.=Wohn. mit 3 gr.herrſchaftl. 6 Zim.=Wohn. mit Bad,
Zim. u. Kammer im 3. St. Näh. EckeVexanda, elektr. Licht u. Heizung p.
bei Heinr. Funk, Soderſtraße 76,
(4399msg
Telephon 446. Hinterbau
Schützenſtr. 8, I. Stock
6 Zimmerwohn. p. 1. April od. ſpät.
zu verm. Preis Mk. 400. Zu er=m
fragen Schulſtr. 7, II. St. (5765a G.
nohhorpech
Aushubrisch. wohnung, I. Dt.
6 Zimmer, piel Zubeh., ev. Stall.ſ.
ſ. 2 Pferde, Raum f. Wagen od.
Autog., Heuboden u. Stuben p.
1. Juli, Nähe Bismarckſtr., z. verm.
Näh. Wittmannſtr. 3, II. (6076ms Eliſabethenſtr. 56, neuzeitliche Ireneſtr. 9 a. d. Frankfurterſtr.
Freund, Lucasweg 13. (1025ms keiten p. 1. Juli z. verm. Näh. bei
Heidelbergerſtr. 9½, Eleg. Herr=Frau P. Graef Ww., 2. St. (6147ms n
Neckarstr. 28, II. Ltage
(gegenüber Marienplatz)
2. Stock, gr. geräumige 6 Zimmer=große, freundl. 6 Zimmer=Wohn.,
Bad, Gas, nebſt reichl. Zubehör,
(6427ms Landwehrſtraße 14, 3. Stock,
ſchöne herrſchaftl. 6 Zim.=Wohn.
mit Küche, Speiſekam., 1 Fremden=,
1 Mädchenzim., Badezim. m. Bade=
iſt der 1. Stock, beſt. aus 6 gr. ofen, 2 Kellerräume, Bodenver=
ſchlag u. Gartenant. bald. zu verm.
platz, Mädchen= u. Bodenkammer, Näh. daſelbſt u. Baubüro Fr. Delp,
per 1. April zu vermieten. Einzu=Frankfurterſtr. 80. Pr. 1200 M. (5729ms Villa Rheinblick,
Ecke Herdweg 56 u. Mortinſtr. 43,
iſt die herrſchaftl. Wohn. im 2. St.,
beſteh. aus 6 Zim. u. reichl. Zubeh.,
Gartenanteil, verſetzungsh. anderw.
per 1. Juli d. J. zu verm. Einzu=
ſehen nachmittags. Näh. b. Architelt
Weber, Dieburgerſtr. 8. (6692ms Zimmer Pallaswieſenſtraße 25, ſchöne 9
.5=Zimmerwohnung mit Zubehör
3 per ſofort zu vermieten. (348ms on
Allcestr. 5, Hochparterre
5 Zimmer und allem Zubehör nebſt
Vorgarten per ſofort zu vermieten.
Näh. Mathildenpl. 9, 1. St. (350ms 2 II. St.,
Rheinstr. 12¾
5 Zim.
m. Bad, Dampfheizung u. allem
Komfort.
(351ms Pallaswiesenstrasse 34
5=Zimmerwohnung mit Badezim.
u. allem Zubehör p. 1. April zu
verm. Pr. 530 M. Näh. part. (370ms 1. Stock, 5 Zim.
(1376ms Näh. bei Ludwig Alter, Hofmöbel=bergſtraße 2, 2. Stock, ſchöne
F. per 1. April zu verm. Preis 550 Mk.
m; Näh. daſelbſt parterre.
(382ms Ecke Rhein= u. Grorgenſtr.
1. St., große, helle, neuherg. 5 Zim.. neu hergerichtete Wohn. mit Zubehör per ſof. z. vm.
Nähl Rheinſtraße 33, I. (383ms g
Veranda u. ſ.w., p. 1. Juli evtl. früh. Landskronstrasse 79
Näh. daſ. im Parterre. (B4884ms part., eine 5 Zimmerw. ſofort zu vm.
Näh. im Eckhaus part. (B1662ms Heidelbergerstrasse 79
part. und 1. Stock, je 5 Zimmer,
erBalkon, Bad, Vor=u. Hintergarten,
ei Gas, elektr. Licht u. reichl. Zubeh.,
6 Zimmer im oberen Stock, wegen Verſetzung per 1. April evt.
per 1. Juli zu vermieten. Näheres früher zu verm. Näh. part. (B1060ms (5433ms Roßdörferſtr. 16, III. Stock,
ßeEcke Stiftsſtraße. 5 Zim.=Wohn.
r, mit allem Zubehör ſof. od. ſpäter
eh.zu vermieten. Näheres bei Herrn! Näh. Grüner Weg 31, II. (B3556ms
2a Leissler Stiftsſtraße 62. (1725ms
Gartenstrasse 20, I. Stock
int
2
latz 7. (4422ms
Kiesſtraße 65
. Stock, 5 Zimmerwohn. mit all.
Vismarckſtr. 47, 2. St., frdl.
eräumige 5 Zimmerwohnung m.
Ruhiges Haus.
(1522ms
ner=Wohnung, I. Stock,
n= u. Mädchenz., Veranda,
und Hinterſeite. Preis
rk per 1. April ev. früher.
I(B267ms
r. 91, part.
N.=Ramſtädterſtr. 32, 1. St.,
geräumige 5 Zimmerwohnung zu
(6082t
erm. Näheres daſelbſt.
Für Mieter und Vermieter
enfreier Wohnungsnachweis
Ludwig Alter, Elisabethenstr. 34.
(698a
Dieburgerſtraße 20, Manſ.,
Zimmer zu vm. Einzuſehen v.
1—3 Uhr. Anfragen Dieburger=
(1030ms
traße 20, 1. Stock.
Neue Martinstrasse
Hochparterre, moderne herrſchaftl.
gr. 5 Zimmer=Wohnung mit allem
in
Gutenbergstr. 38 u. 61
ehör
Zu=
Näheres daſelbſt und durch
Bau=
rer Albin Hohmann, Rhön=
113.
(1489ms
Frankfurterſtr. 11, I., 5 Zimmer=
Wohn. per ſof. zu verm. (2785ms
Mathildenſtr. 55, 2. St., ſchöne
geräumige 5 Zimmerwohnung,
prachtvolle freie Lage a. d. elektr.
Bahn, Bad, geſchl. Loggia, Balkon,
Gas u. elektr. Licht nebſt Zubehör,
p. 1. April oder 1 Juli zu verm.
Näh. b. Beſitzer i. Nebenh. (B3555ms
Rheinstraße 6, I.
geräum. 5—6 Zim.=Wohn., für Arzt
od. Rechtsanwalt paſſend, ſofort
oder ſpäter zu verm. Näh. Reich,
(4661ms
Rheinſtr. 6, I
Neubau Markt 11
neuzeitliche 5 Zimmer=Wohn.
mit Bad, Gas u. elektr. Licht,
zum 1. April. Näheres im
Immobilien=Büro
Her-
mann Marx, Grafenſtr.
12, II., Tel. 1468. (6633a
got
Gutenbergstr. 52, I. Stock
ſchöne 5=Zim.=Wohn. mit Badezim.,
1 Manſardenz., 1 Souterrainzim.,
Veranda und allem Zubehör per
1. April 1913 zu vermieten.
(367m
Näheres part.
Fraukfarterſtr. 1214 gr. 3
Zim.=Woh., Moosbergſtr. 48
part. u. 1. St., 3 Zimmerwoh.
zu verm. Näh. Anton Fiſcher,
Frankfurterſtr. 12, Lad. (6490ms
Emilstr. 23, I. St.
5 Zimmer, Bad, Veranda, Bleich)
platz, Trockenboden uſw. z. 1. Jult.
Näheres Erdgeſchoß. (6078ms
Pri
Friedrichstr. 38, I. St.
5 Zimmer, Bad, Gas, elektr. Licht 6.
ſonſt. Zuh. p. 1. Juliev. fräh. (4589ms
Gartenſtr. 18, III., 5 Zimmer=
Wohn., ſchön gel., mit reichl. Zieb.,
per 1. April zu verm. Näh. durch
Bauführer Albin Hohmann,
(4655ms
Rhönring 113.
Schuchardſtr. 6, I. Stock, große,
helle 5 Zimmerwohnung m. Küche
u. Zubehör per 1. April zu verm.
Näheres im Laden der Firma
(5129ms
Seb. Schmitt.
Heidelbergerſtr. 92, I. Stock
avaty
Dieburger Str. 50, I. St.
Wohnung, ohne vis-ä-vis, mit
Hügelſtraße 63 Wohnung im
. Stock 5 evtl. 6—7 Zimmer, Gas,
§ 2. Stock, Fünf=
Georgenſtr. 3, zimmerwohng.
S ühr. (20,
apfit
mac
Martinssrasse 70,
gie
wendelstadtstr. 26,
Große 5 Zim.=Wohnung m. reichl.
Zubeh., Bad uſw., neu hergerichtet,
ſofort zu vermieten. Näheres
Schuchardtſtraße 13
Stock, 5 gr. Zimmer,
Badezimmer, 2 Keller und
Manſarde, zu Wohnung
u. Bureau gleich gut
ge=
eignet, unter ſehr günſtig.
Bedingungen zu vermieten
Näh daſelbſt (4879ms
Brüner Weg 23, I., 5 Zimmer=
Wohn., Balk., Fremdenz., Gas, evtl.
Bad. Einzuſ. von 11—1 Uhr.
Niederramſtädterſtr. 67, II.,
ger. Manſarde, 3g., 2ſchr. Zimmer
per 1. Mai, ev. ſp., z. verm. (2783ms
Martinstrasse 56
Parterre=Stock
5 Zimmerwohnung mit reichlichem
Zubehör, neuzeitl. eingerichtet, per
1. Juli evtl. 1. April zu vermieten.
Näh. Klappacherſtr. 17, p. (B3308ms
a
Elisabethenstr. 23, II.
5 Zimmerwohn. zu verm. (5226ms
Beckstr., Martinstr.,
Man
Saalbaustrasse
Herrſchaftliche 5 Zim.=Wohn.,
Fremdenz., Loggia, Balkon, Badez.
ſofort und 1. April zu vermieten.
Näh. Soderſtr. 102, 1. St. (5431ms
Mre
Viktoriastrasse 81
ſchöne 5 Zimmerwohnung. Näh.
(6075ms
daſelbſt im 1. Stock
Karlſtraße 53
nächſt der Heinrichſtraße, ſchöne,
große 5 Zimmer=Wohnung alsbald
od. ſpäter zu vermieten. (B6051ms
a0
Grüner wes 26
5 Zim. i. I. Stock m. all. Zubehör,
1 gerad. Manſ.=Zim., Bad, gr., ged.
Veranda, 2 gerade Kam., 2
Keller=
räume, Bodenkam., Gas, elektr.
Licht, zum 1. April verſetzungsh.
nur an ruh. Mieter. Zu erfr.
Erd=
geſchoß 11—1 u. 3—5 Uhr. (B4372ms
Ecke Kies= u. Wienersſtraße
ſchöne 5=Zimmerwohnung m. groß.
Balkon per 1. Juli evtl. auch
früher zu vermieten.
(6426ms
Roßdörferstr. 69
5 Zimmerwohn., 1. St., freie Lage,
Vorgarten, reichliches Zubehör,
bis 1. Juli an ruh. Fam. (6081m
Landwehrſtraße 18, 2. Stock,
ſchöne geräumige 5=
Zimmerwoh=
nung mit Küche, Speiſekammer,
Bad mit Badeofen, 2
Manſarden=
zimmer, 2 Keller und
Garten=
anteil per 1. April zu vermieten.
Näheres daſelbſt und Baubnreau
Fr. Delp, Frankfurterſtraße 89.
Mietpreis 950 Mark.
(6730ms
Schöne geräum. 5 Zim.=Wohn.
mit großem Balkon, Gas, Bad per
15. April zu vermieten. Zu erfr.
Gutenbergſtr. 61, II. (*7471ms
Herdweg 41, I. St.,
5 Zimmer nebſt Zubehör, freie
Lage, per 1. Juli zu vermieten.
(B6733ms
Näheres parterre.
1 Zimmer
Zimmer=Wohnung zu vermieten.
Näheres part.
(3801ms
Nummer 66.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Seite 19.
Wilhelminenstrasse 19, I. Darmstädter Hausbesitzerverein. Wilhelminenstrasse
Zu vermieten:
Herdweg 25, 1. Stock u. Man=! Alte Niederſtr. 25 ſch. gr. 4 Zim., Beckſtraße 83, Manſ., 2 Zim.=
Artilleriestrasse 9lErnst-Ludwigstr. 9, II.ſarde, zuſ. 4 Zimmerwohn., zu=Gas, Veranda u. all. Bequemlichk. Wohnung. Näh.
herrſchaftliche 9 Zimmerwohn.,
größ. Räume, Bad, Fremden= u.
2 Mädchenz., gr. Veranda (
Sonnen=
ſeite). Auf Wunſch ganzes Haus,
15 Zimmer, 8 Nebenräume, alles
neu hergerichtet, ſofort beziehbar.
Näh. daſ. Wilh. Holtz. (6121ms
Eichbergstrasse 15, part.,
7 Zimmerwohn., Bad, Veranda,
Gas, elektr. Licht, reichl.
Zube=
hör, Gartenanteil, per 1. Jult.
Näheres 1. Stock.
(5202ms
38 7 Zimmer
Karlstr. 66, I. St. Bad,
Gas, elektr. Licht, Kalt= u.
Warm=
waſſerleitung, Trockenboden, reichl.
Zubehör, per ſofort. Näheres
3. Stock daſelbſt.
(545ms
Viktoriaſtr. 41, I., berſchaft
6=Zimmerwohn., vornehm gehalt.,
getäfelt. Speiſeſaal glasbedeckte
Veranda, Warmwaſſerltg., Bad m.
kompl. Einricht., reichl. Zubehör,
p. ſofort od. ſpäter.
(546ms
geräumige 5 Zimmerwohn. mit
Dachgarten, Gas, elektr. Licht, Bad
und ſonſtiges Zubehör alsbald.
Näh. Hoffmannſtr. 57, pt. (554ms
Grafenſtr. 23, I., nächſt der
Rheinſtraße, eleg. 5 Zimmerwohn.,
elektr. Licht, Kochgas, Bad, Balk.,
reichl. Zubehör, an ruh. Mieter
per 1. April. Räh. 2. St. (797ms
Suche auf 1. Juli wegen
Weg=
zug gute Familie in meine freie
5 Zimmerwohn., part., Beſſunger
Stadtteil, ſonnige Lage, die auf
die Ordnung des Hauſes achtet,
gegen entſpr. Entſchädigung bez.
preisw. Miete, 1 ev. 2 Bürozimmer
mit ſep. Eingang vorhanden.
Aus=
kunft b. id. Darmſt.
Hausbeſitzer=
verein, Wilhelminenſtr. 19, I. oder
Herderſtr. 18, part.
(6451ms
Mathildenplatz 5, II.
4 Zimmerwohn., auch für Büro ſehr
geeignet, ganz neu hergeſtellt. Näh.t
im Friſeurladen.
(4680msſt
ſſammen oder geteilt, mit großemt
Obſtgarten. Näh. part. (6452ms
H
Kiesstrasse 89, I. St.
behagliche 4 Zimmerwohnung, Gas
hübſcher Blick in die Vor= und
Hintergärten, Balkon 2
Manſarde=
kammern, 2 Keller, Waſchküche u.
Bleichplatz, per 1. April an ruhige
Mieter. Einzuſ. von vorm. 11—1 u.
nachm. von 3—6 Uhr. Näheres
ſparterre.
(1799ms
ſp. ſofort. Pr. 460 M. p. J. (567ms
Hochſtr. 26, Htb., ſch. geraum.
3 Zimmerwohn. Näh. daſ. (4414ms
AvFgr
III.
Heidelbergerstr. 61,
dem Prinz Emilgarten gegenüber,
4 Zimmerwohn. per 1. April.
Näheres 1. Stock. Einzuſehen vonſe
11—1 Uhr.
(2837ms
eha
in
61
Landwent Str. 16, I. St.
elegante 4 Zimmerwohnung per
1. Juli, ev. früher. Näh.
Land=
wehrſtraße 20.
(5496ms
ofn
msa
Frien- ichstr. 11, part.
4 Zimmerwohn. nebſt Schrank= u.
Manſardenzimmer per 15. April.
Näh. 2. Stock.
(6750ms
Bleichſtr. 19, 1. St., 4
Zimmer=
wohnung, Gas und Zubehör per
ſofort.
(6450ms
Ernſt=Lndwigsſtr. 16, Manſ.,
neu hergerichtete 3=Zimmerwohn.,
Küche u. Zubeh., Heiz= u.
Leucht=
laas, an ruhige Leute. Preis 400
(269ms
Mark.
Mühlstrasse 20
3 Zimmerwohn. im Seitenbau.
Näh. bei A. Castritius. (6122ms
Beckſtraße 83 2 Zimmerwohn.
(Manſ.). Näh. part.
(6123ms
Lichtenbergſtraße 78, Hinterh,
ſchöne 2 Zimmerwohn., großeit
Küche, Speiſekammer u.
Trocken=
boden per 1. April. Näh.
Vorder=
lhaus, 1. Stock.
(6124ms
1 großes unmöbl. Zimmer p.
1. Mai. Näh. Mühlſtr. 20. (6752ms
part. (5855ms
NF
Fareſe
Heidelberg
Str. 19
in der Eſchollbrückerſtraße
ſepa=
rate Einfahrt, großer Seitenbau,
2 Wohnungen, Werkſtätte,
Lager=
raum, das ganze ſehr geeignet für
Spengler, Schreiner, Tapezierer,
per ſofort. Näheres
Wilhelminen=
ſtraße 19, 1. Stock.
(3317ms
Friedrichſtraße 11 zwei helle
Räume mit Gas, für Büro oder=
Werkſtätte. Näh. 2. St. (6751ms
Grosser Laden
mit großen Nebenräumen, inwelch.
ſeit mehreren Jahren ein
Kurz=
waren=Engros=Geſchäft betrieben
wurde, per. 1. April. Näh.
Bleich=
ſtraße 26, I.
(578ms
Balounplatz 6 1 Werſtäte per
1. April od. früher.
(2601ms
Unentgeltlicher Wohnungsnachweis u. nähere Auskunft über Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstr. 19, 1. St., zu erfragen.
Metet e e
ſtraße, 4=Zim.=Wohn. mit allem
Zubehör per ſofort zu verm.
Näh. Mathildenpl. 9, I. St. (404ms
2 5
Landskronstr. 65 u.67
1. Stock, 4 Zimmer=Wohnungen
per 1. April zu vermieten.
410ms)
Näheres daſelbſt.
Soderstrasse 87
4 Zimmerwohnung, parterre, mit
2 Bodenkammern, 2 Keller,
Waſch=
küche, Bleichplatz per 1. April. Näh.
daſ. od. Soderſtr. 19, I. (430ms
Kiesſtraße 127, part.
4 Zimmer=W. mit allem Zubehör,
Badezim., Veranda, Bleichplatz ꝛc.
per 1. April zu verm. Einzuſehen
von 3—5 Uhr.
(1445ms
Waldſtr. 20, I., St., 4 Zimmer,
Küche u. Zub. per 1 April evtl. mit
Laden od. auch geteilt als Büro=
Einzuſ. v. 10—12. N. b. Kraft. (432ms
Bismarckſtr. 42, I.
neuzeitliche 4 Zimmer=Wohnung
per 1. April zu vermieten. (630ms
Soderſtr. 914 Z.=W. mit2 Manſ.=
Zim., gr. Veranda ꝛc. per 1. April
zu verm. Näh. 1. Stock. (1042ms
Rhönring 6a
ſchöne geräum. 4 Zimmerwohnung
mit allem Zubeh., verſetzungshalb.
ſofort zu v. Näh. I. St. (1104ims
8 I.neu herge=
Mathildenplatz D richtete Vier=
Zimmerwohnung, auch für Bureau
geeignet, per 1. April. (4247oms
n
Lükasweg 7, I. Stock,
elegante, geräum. 4 Zim.=Wohnung,
alles der Neuzeit entſprech., Loggia,
Veranda ꝛc., per 1. April ev. früher.
Näh. Lukasweg 9, part. (434ms
ne
Soderstasse 95
4 Zimmer, Veranda, Gas, 2
Man=
ſardenz. u. all. Zubeh., beziehb. am
22. März. Näh. 2. St. (1788ms
Wenckſtr. 9, 1. St., 4 Zimmer
uſw. per 1. April zu verm. (1027ms
Schöne 4 Zimmer=Wohn., III.,
m. all. Zubeh., ſowie Balkon
v Veranda, per 1. April z. vermiet.
Näh. Taunusſtr. 47, I. (1269ms
urae
Hoffmannst asse b½
neuzeitl. 4 Zimmerwohn., Veranda
m. Gartengenuß, Bad, Trockenb. ꝛc.
wegzugsh. p. 1. April. Näh. daſ.
(1491ms
1 Treppe.
lie
Rlegerpl. 5, III. Stock
4 Zim. m. Ver. u. Manſ. zu 500 Mk.
per 1 April. Näh. Andreb. (1446ms
Roßdörferſtraße 24, II. Stock,
(1381ms
4 Zimmer (450 Mk.).
Huebe
Neue Sodelstt. 13b, 2. sf.,
freie Lage, gr. 4 Zim.=Wohnung
m. Veranda, Bad, Gas elektr. Licht,
Linoleum=Belag, Kohlenaufzug ꝛc.
Näh. Heidenreichſtraße 31. (2584ms
ei
Taunusſtr., beſſ. Lage, iſt neu
her=
gericht. 4 Z.=W., 1. St. an ordentl.
Leute für den ſehr bill. Pr. v. 480 M.
zu vermieten. Näh. III. (283ms
Karlsſtraße 63½, ſchöne 4 Z.=
Wohnung mit Balkon u. reichlich.
Zubehör per alsbald od. 1. April
zu vm. Näh. im Laden. (B2880ms
Wohnung zu verm.
(5434ms Adolf Spießſtraße 23 (Ecke
Stiftſtraße) neuzeitliche 4 Zimmer=
Wohn. mit Veranda per 1. April,
eventl. früher, zu vermiet. Näh.
Stiftſtraße 75, I. Stock. (3796ms Blumenthalſtr. 111 hübſche
4 Zimmerwohnung, wird event.
auch als 3 Zimmerwohnung ab=
gegeben, ſofort beziehbar. Näheres
bei Herrn Walter, 1. Etage (4421ms rgeim
Str. 69
Neue Sandber
Parterrewohnung, 4 Zimmer, per
ſofort zu vermieten. Näh. daſelbſt
oder Niederſtraße 23. (B4077ms 4 Zimmerwohnung mit Zub.,
parterre, ſofort zu verm. Näheres
bei Ernst Weichsel, Zigarrenhand=
lung, Alexanderſtr. 16. (4069ms Rhönring 105 Vierzimmer=
wohn., neuzeitl. einger., bis 1. April
(5408a
zu verm. Näh. part. Wilhelminenstr. 29
4 Zimmer=Wohn. zu verm., auch
für Rechtsanwalt oder Damen=
konfektion geeignet. Näh. Garten=
ſtraße 17, part.
(3275m hn mit Gas=
Hübsche 4 Zim.-Wonlu. elektriſch.
Licht, großer Veranda zu verm. Näh. bpat
Landweurstr. 13, II. St.
4 Zimmerwohnung, neu hergericht.
per April zu verm. Näheres bei
B. Baer. Landwehrſtr. 18. (4202a Karlſtraße 46, 1. Stock, ſchöne
bis 5 Zimmerwohn. mit allem
Zubehör per 1. Juli zu vermieten.
(4876ms
Näheres im Laden. Eckhardtſtr. 21, 1. St, ſchöne
4 Zim.=Wohn. z. 1. April. (5184ms Noßdörferſtraße 12
2. Stock, 4 Zimmer u. reichliches
Zubehör per 1. April zu vm. Aus=
kunft Wendelſtadtſtr. 40, I. (5484ms Eliſabethenſtraße 42, 2. Stock,
4 Zimmer=Wohnung, luftig, hell,
ſehr geräumig, per 1. Juli preis=
(5130ms
wert zu vermieten. Magdalenenſtraße 9, 1. Stock,
4 Zimmer nebſt Zubehör mit Gas
per 1. Mai zu verm. Karistr. 115
wohnung per 1. Juni od. 1. Juliſper ſofort Mk. 506.—
zu vm. Näh. Zimmerſtr. 1. (5438ms Aliceſtraße 20½, parterre,Telephon 446.
4 Zimmer=Wohnung zu vermieten.
(5533ms
Näheres I. Stock.
(
(2685
Ireneſtr. 9 a. d. Frankfurterſtr.
franz. Stock, ſchöne 4 Zimmerw.
m. Zubeh. p. 1. Juli z. verm. Näh.
b. Frau P. Grgef Ww., 2. St. (6146ms
4 Zimmerwohn. verſetzungshalber
per 1. Juli, eventl. auch früher,
zu vermieten.
(B6056ms
Näh. Roßdörferſtr. 25½ (2 Uhr). II. Obergeſch.,
Karlstr. 83, 4 Zimmer=
Wohn. mit Küche, Bad u. Neben=
räumen p. 1. Juli, evtl. etwas früh.,
zu verm. Freie Ausſicht auf die
gegenüberliegenden Gärten. Näh.
Architekt Münch, Ludwigsplatz 8.
Telephon 1693.
(B6411ms Rhönring 11, III. St., 4 Zim.=
Wohnung, der Neuzeit entſprech.,
ſof. zu verm. Näh. II. St. (6335a Rhönring 143, I., ſchöne 4 Zim.=
Wohn. mit Küche, Speiſekam., Bad
m. Badeof., 1 Kam., 2 Kell. u. Gart.=
Ant. bald. zu vm. Näh. daſ. u. Frank=
furterſtr. 80, Mietpr. 600 Mk. (6732ms r
Reinheimerstr. 96, I.,
4 Zimmer, 1. April evntl. ſpäter.
nie tel, Landwehrſtr. 4. (6690ms Stiftstrasse 43, I.,
wegzugsh. eine ſchöne 4 Zim.=W.
zum 1. April. Näh. part. (6736ms Mänbeihenstr. 13,
Mittelbau, ſchöne 4 Zim.=Wohnung
Mühlstr. 72 i. Lad., a. Kapellpl. (4359ms zu verm. Preis 440 Mk. (6694ms e
Zimmer Wohnungen
mit 3, 4 u. 5 Zimmer u. reichlichem
Zubehör, per ſof. und ſpät. zu verm.
Näheres durch Bauführer Albin
Hohmann, Rhönring113. (437ms Neue Niederſtr. 15, ſchöne 3=
Zimmerwohn. m. Zubeh. im 1. St.
ſofort zu vermiet. Näheres 1. St.
daſelbſt.
(445ms große
Heidelbergerſtr. 88, pt. z. Z.=
Wohn. p. 1. Apr. N. 92, I. (B461ms 3 Zimmerwohn. p. ſof. u. 1. Aprilz. v.
NNeueNiederſtr. 13 Zimmermann. (B325ms Beſſungerſtr. 105, I., 3 Zimmer=
(B772ms
Wohnung zu verm. Heidelbergerſtr. 70 eine Drei=
zimmerwohn. zu 400 Mk. zu ver=
(1064ms
(544ims mieten. Seitenbau, 3 Zim.
Aaſtr. 12,
(1375ms Herderſtr. 5, 1. St., elegante
2. Stock rechts, ſchöne 4 Zimmer=3 Zimmerwohnung mit Veranda
Näh. Heinrich Funk, Soderſtr. 76,
(1516ms Dieburgerſtr. 72, III. Stock,
3 Zimmer. Einzuſehen zwiſchen
11—12 Uhr u. ½ 4—½5 Uhr. (1377ms Kranichſteinerſtraße 42 ſchöne
3 Zimmer=Wohnung per 1. April.
Anzuſ. von 10 bis 3 Uhr. (3491ms
NN
Heidelbergerstr. 4
Manſ.=Wohn., 4 Zim. mit Küche
und Gasleitung ab 1. April für
manatl. 30 Mk. zu verm. (6343a
Mee
pesfan
Moosbergstrasse 53
zwei ſchöne 3 Zimmerw. mit allem
Zubehör in einem Stock (evt. auch
zuſ.) per 1. April zu verm. (B1058ms
Heidelbergerſtr. 75, 3 Zim.=
Manſarde an einzelne Dame oder
kinderl. Ehepaar zu verm. (B3809ms
Inſelſtr. 21, Hinterh., part.,
ſch. 3 Z.=Wohn. m. Küche u. Kellern
p. 1. Apr. bill. zu verm. Näh. daſ. i.
Vorderh., I. St. b. Flickinger. (5289ms
Für Mieter und Vermieter
kostenfreier Wohnungsnachweis
Ludwig Alter, Elisabethenstr. 34. (699a
Martinſtr. 27, 3 Zimmerwohn.,
Manſarde, Preis 280.— M., per
1. April zu vermieten. (B3775ms
Kaupſtr. 7 22 3 Zimmer billig
zu vermieten. Zu erfr. II. Stock
hei Frau Jöckel.
(4364ms
Dieburgerſtraße 4, Stb. part.,
ſchöne 3 Zim.=Wohn. per 1. April zu
verm. Näh. Vdh., 1. St. (443ims
Herrngartenſtr. 21, gegenüber
d. Orangeriegarten, 3 Zimmer=
Wohnung, Gas, Balkon, Manſ.=Z.
per 1. April zu vermieten. Näh.
(B4685ms
1. Stock, I.
Beſſungerſtraße 41 ſchöne
3 Zimmerwohnung per ſofort od.
C. Dter zu verenieten
(B5215ms
Offizierswohnung
3 Zim., Küche u. Burſchenzim.,
mit Bad, elektr. u. Gaslicht
6563a) Artillerieſtr. 10, pt.
Sandbergſtr. 67, III., ſchöne
3 Z.=W. verſetzungsh. p. 1. April zu
verm. Preis 400 Mk. (*6437sms
sohr
D
Lagerhausstr. 32
3 Zimmerw. per 1 April zu verm.
Näh. parterre bei Benz. (5913ms
Kirchſtraße 10 ſchöne 3 Zim.=W.
Näh. daſ. b. Schwarzhaupt. (6084ms
Dieburgerstr. 18, Stb. part.
3=Z.=Wohn. m. Glasabſchl. u. allem
Zubehör, per 1. April, monatlich
25 M. Näh. Lukasweg 9, p. (6083ms
Pankratiusſtr. 30, 3. St., 3 Zim.=
Wohn., per Mt. 27,50 Mk. (*6696ms
Magdalenenſtr. 7, Hinterhaus,
gr. 3 Zimmerwohnung, abgeſchloſſ.
Vorplatz, zum 1. April zu verm.
Näh. Vorderh., part.
(6372ms
Se
zeitliche 3=Zimmerwohnung,
2. Stock, per 1. April.
(B6436
Lauteſchlägerſtr. 17, Hinterh.,
parterre, kleine 3 Zimmerwohnung
mit all. Zubeh., Gas u. Veranda
per 1. April. Pr. 27 M. mtl. Näh.
daſ. 1. St. vormittags. (6382ms
Alte Niederſtr. 7 kl. 3 Zim.=
Wohn. p. 1. Mai. Näh. prt. (B 453
Martinſtraße 95, Gartenhaus,
eine 3 Zimmerwohnung mit
Zu=
behör, Gartenanteil, Bleichplatz,
per 1. Juli evtl früher. (6438ms
eine 3 Zimmer=Wohnung, Man=
(6634t
ſarde, per 1. April. Eliſabethenſtr. 29, Hinterbau,
3 Zim.=W. Näh. Laden. (5425oms Beſſungerſtr. 82 ſchöne Drei=
zimmerwohn. zu verm. (B4427ms tin
Mathildenstr. 36
2. Stock, neu hergerichtete 3 ſehr
große Zimmer, Kabinett, Bad,
Küche, Speiſekammer, mit allem
Zubehör, ſofort zu vermieten. Näh.
(B5508ms
1. Stock daſelbſt. pet
Ecke Moos- u. Kiesbergstr. 48
ſchöne 3 Zimmerwohnung mit 2
Balkone p. 1. April z. verm. (B5524ms Grafenſtr. 2 3. Zimmerwohng.
im Hinterbau. Näheres Vorder=
(5532ms
haus, 1. St. Magdalenenſtraße 6, 2. Stock,
3 Zimmerwohnung mit 2 geräum.
Kammern, hinter Glasabſchluß.
Mietpreis 32 Mk.
(4909ms Landwehrſtraße 26, I. Stock,
3 Zimmer=Wohnung.
(5171ms 70) Manſard.=
Ludwigshöhſtr. 52 Wohnung
mit 3 Zimmern zu vm. (B5126ms Ruthsſtr. 24 im Vorderhaus
Manſarden=Wohnung (3 Räume
mit Zubehör), monatl. 16 Mk.,
bald zu vermieten. (*6714ms Karlſtraße 40, II. Stock, ſchöne
(oder 4) Zimmerwohnung mit
Bodenk. und Gas zum 1. April.
Näheres parterre links. (5210ms Magdalenenſtr. 21 eine 3 Zim.=
Wohn. zu verm.
(*5872ms Erbacherſtr. 46
2X3 Zimmerwohn. im 1. u. 2. St.
per 1. April zu verm. Kaninchen=
zucht geſt. Näh part. (5440ms Kranichſteinerſtr. 7, Stb., II.,
3 Zim m. all. Zubehör u. Gas an
ruh. Mieter, 25 M. per Mon., per
1. April. Zu erfragen Vorderhaus,
1. Stock rechts.
(*6446sm
3. St., ſchöne
Beſſungerſtr. 8, 3 Zimmer=
Wohnung zu verm. (B5762ms
Rhönring 29, IIII,ſch. geräum.
3 Zimmerw. m. all. Zubeh. p. 1 Apr.
zu verm. Jährl. Mietpreis 40 Mk.
Näh. daſ. u. Baubüro Fr. Delp,
Frankfurterſtraße 80.
(6731ms
Ecke Holzſtraße u. Brandgaſſe
freundl. 3 Zim.=Wohn. (*7477ms
Neue Niederſtr. 9, ſch. 3 Zim.=
Wohnung (Manſarde), bis 1 Mai
billig zu vermieten. Zu erfragen
im 2. Stock.
(B6716ms
Grafenſtraße 41, Hinterbau,
Parterrewohnung, 3 Zim.,
Werk=
ſtätte u. Remiſe (nicht für Auto),
an ruhige Familie
(6709ms
Südl. vornehme Lage
(Landskronſtr. 81) Wohng. auf
1. Juli od. früher, 3 ev. 2 Z., Küche,
Badez., Veranda, Gas, geeignet ſ.
einz. Dame, Heren, Offtzier. Zu
erfr. Karlsſtraße 73½, pt. (*7422
Sch. 3 Z.=Wohn. bis 1. Juli zu v.
Näh. Hochſtr. 13 pt. od. Lad. (6691ms
Zmer
Gr. Ochſengaſſe 14 ger. 2=Zim.=
Wohnung per ſofort zu vermieten.
Näh. Wirtſchaft.
(472ms
Ecke Hoch- u. Kiesstr. 34 2 gr. Part.=
Zim. (auch für Büro). (VII473
Kiesſtraße 93 zwei kl. gemütl.
Zimmer oh. Küche, ſofort. (2790ms
Pankratiusſtraße 30½, kleine
2 Zimmer=Wohnung im
Hinter=
hauſe zu vermieten. (3032ms
Kleine 2
w=
ſchöne 2 Zim.-Wohnung
(Manſarde) mit Zubehör, ſofort
oder ſpäter an 1—2 Leute zu vm.
Preis monatlich 16 Mk. (B3840ms
Näh. Neue Niederſtr. 5, part.
Ernſt Ludwigſtr. 10 an
allein=
ſtehende, beſſere Dame ruhige
2 Zimmer=Wohnung im 3. Stock,
neu hergerichtet, zu vermieten.
4068ms)
Hermann Berger.
Bessere 2 Zim.-Wohnung
Forſtmelſterpl. 5 (neuer Leittelb.,
I. St.), Balkon u. Gaseinrichtung,
zu verm. Pr. Mk. 24.50 (B4373ms
p 44 ſch. 2 Zim.=
Magdalenenſtr. 11 Wohnung
im Seitenbau zu verm. (5128ms
Beſſungerſtr. 66 ſch. 2
Zimmer=
wobnung zu verm.
(B5300ms
Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Nummer 66.
Obergasse 2
am Ritzſtein, ſchöne 2 Zim.=Wohn
(5291ms
per 1. April 1913.
Seitenbau,
Georgenstr. 11 eine Treppe,
2 kleine Zim. ſof. zu verm. (5474ms
iſt eine ſchön
Karlstr. 94 Wohnung von
2 Zimmern (ohne Küche), m. Bak
und Veranda (Gartenausſicht) zu
vermieten.
(5511ms
Manſarde, 2 Zimmer u. Küche
per 1. April zu vermieten. Näh
Viktoriaſtr. 58, part.
(5731ms
Kranichſteinerſtr. 17,
Hinter=
bau, 2 Zimmer und Küche ſofort
zu vermieten.
(5723ms
Eliſabetheuſtr. 31, 2—3 Zim.=
Wohnung (Manſarde) mit Zubeh
an ruhige Leute zu verm. (5729ms
Wienersſtr. 60, Orh., 2 Zim.=
Wohnung mit Gas.
(VII,5850
Ballonplatz 9 2 Zimmerwohn.
ſowie 3 Zimmerwohn. m. Zubeh.
zu vermieten.
Näheres I. Stock. (6002ms
0
Hofgartenstr.
2 Zimmerwohnung per ſofort
Näh. Schuhmachermſt. Beyer
daſelbſt.
(6079ms
Blumenthalſtr. 111
Manſarde, hübſche 2
Zimmer=
wohnung ſofort zu vermieten.
Näheres I. Etage bei Herrn
Walther.
(6080ms
Lindenhofſtraße 1, Ecke der
großen Kaplaneigaſſe, 2
Zimmer=
wohnung mit Küche u. Zubehör
zu verm. Näheres daſelbſt oder
Wenckſtraße 62, 2. St. (6074ms
Wittmannſtr. 30, part., 2 ev. 3
ſchöne Zimmer m. K. u. Zubehör
per 1. April.
(B6449ms
Obergaſſe 4 freundl. Manſard.=
Wohnung 2 Zimmer mit Zubeh
Näh. daſelbſt im Laden. (6096ms
Klappacherſtr. 28, Hinth., 2 Zim.=
Wohn. m. all. Zub. per 1. April zu
verm. Preis 18 Mk. mtl. (B6058ms
Heidelbergerſtraße 127, part.,
2X2 Zim. od. 4 Zim.=Wohn. (6347ms
Heinheimerſtr. 42, III. Stock,
2 Zimmer.
(6346ms
Kranichſteinerſtraße 51.
freundliche Zwei=Zimmerwohnung
per 1. April zu vermieten. Näh
Vorderhaus 2. Stock.
(6422a
Lauteſchlagerſtr. 8, 2 Z.=Wohn
mit kl. Werkſtatt, auch geteilt, zu
vermieten.
(5467m
Große Kaplaneigaſſ 35, zwei
kleine Wohnungen an ruhige
(846ms
Leute zu vermieten.
e
Oerte een
Eberstadt
In nächſter Nähe der
Straßen=
bahn iſt eine ſchöne 3 Zim.=Wohn.
mit Veranda u. Gartenanteil für
350 Mk. per 1. April zu vermieten.
Näh. Pfungſtädterſtr. 37. (5428ms
Eberstadt.0
Weingartenſtr. 25, 4—6 Zimmer=
Wohnung an ruhige Leute preis=
(5505a
wert zu vermieten.
§ Neue Darmstädter-
Eberstadt. strasse 74 iſt der
1. Stock (3 Zim. u. Manſ.=Stube, Gas,
Waſſerl. ꝛc.) per 1. April, event. auch
(6332a
ſpäter, zu verm.
Schöne Parterre=4=Zimmer=
Wohnung mit Badevorrichtung
Waſſerkloſett, Gas, 2 Keller, Waſch
küche, Speiſekammer, Trockenboden
Vor= u. Hintergarten, direkt an der
Straßenbahn, Eingangs Eberſtadt
grlegen, an ſeriöſe Mieter, ohne
kleine Kinder, zum Preiſe von
Mk. 500.— zu vermieten. (6561a
Zu beſichtigen Eberſtadt, Neue
Darmſtädterſtr. 78.
Waldſtr. 20, I. St., 2 gr., helle
Zim. m. Gas, ſep. Eing., als Büro.
Einzuſ. v. 10-12. Näh. b. Kraft. (3799ms
Großes Maler=Atelter
mit Nebenzim. zu verm. (4063s
Näh. Liebigſtraße 24, parterre.
Schulstrasse 10,
drei Parterrezimmer für Bureau.
Keller und Magazin, a. als
Werk=
ſtatt geeignet, können dazu gegeben
werden. Näh. b. H. Ludwig Trier
Riedeſelſtr. 17, Tel. 1189. (528ms
Große helle Räumlichkeiten,
irca 600 (=Meter, große Keller,
Souterrain, Boden, Hof, Stallung,
Gas und elektr. Kraftanlage, für
Fabrikbetrieb, Druckerei u. Lager
geeignet, zuſammen oder getrennt,
per 1. Juli zu vermieten. Näheres
Aliceſtraße 2.
(2793ms
n per 1. April zu
Ilm.=Wohnl. verm. (5734oms
Zu erfragen Sandſtr. 40, part. Kranichſteinerſtr. 59, parterre,
gr., neuztl. 2 Zimmerwohnung zu
verm. Näh. im 1. Stock. (6719ms Fuhrmannſtr. 14, Hinterbau
kleine 2 Zimmer=Wohnung (neuz).
Näheres im Laden.
(6693ms Eine ſchöne Manſ, 2 Zim., Küche
u. Zubehör, zu vermieten. Näheres
Darmſtr. 39, Parterre. (6699ms E Martinſtr. 89, 2. Stock, leeres,
ſchönes Manſardenzim. (auch zum
Möbeleinſtellen) zu verm. (B2320ms Woogsplatz 6, Seitenbau,
1 Zimmer.
(1385ms Herdweg 19 unmöbl. Zim. zu
verm., auf W. a. möbl. (B2848ms Schönes Manſardenzimmer
mit Küche an einz. Perſon zu verm.
Näh. Liebigſtr. 45, I. Stock. (4401ms Schloßgaſſe 10, kl. Zim. ſofort
zu vermieten.
(3125ms Schwanenſtr. 38, II., 1 unmöbl.
Zim., ſep., per 15. März zu verm.
Näh. daſ. bei Herrn Lipp. (5473ms Arheilgerſtr. 12 iſt eine Stube
und große Küche zu vermieten.
Preis 10 Mk. per Monat= (5724ms Kiesſtr. 16 ein Zimmer mit
Käbinett u. Küche an einzelne Frau
oder ruhige Leute ſofort zu verm.
Näh. Karlſtr. 20, 1. Stock. (5851ms Wienersſtr. 70, Stb., III., gr. Z.
u. Küche m. Zub. zu verm. (6352ms Forſtmeiſterplatz 5, klein. Zim
u. Küche, 8 Mk.
(B6712ms ee
Oer Zimmeräuhe
Große Kaplaneigaſſe 37 drei
kleine Wohnungen.
(3483ms Grüner Weg 3 kleine Man=
ſarde zu vermieten.
(3797ms Erlacherſtr. 12 eine kl. Wohn
an ruhige Leute zu verm. (5730ms Obergaſſe 32 1 kleine Wohnung
zu vermieten.
(6211ms Kl. Ochſengaſſe 16, Wohnung
(*7452ms
zu vermieten. Erbacherſtr. 16 Wohnung zu
verm. Preis 10 M. mtl. (6735ms Kiesſtraße 59, Manſarde zu
(6570a
vermieten. Näh. part.
ee
Wilhelminen-
Str. 29, I. Etage
mit
7-8grosse Räumegreich
lichem Zubehör, neu hergerichtet,
beſonders geeignet für feineres
Geſchäft oder größere Bureaus,
zuſammen oder geteilt, per Anfang
April zu verm. Näheres daſelbſt
im Seitenbau oder
Wendelſtadt=
ſtraße 28, II. Stock.
(3298ms
Blumenthalſtraße 41, part.
ger, helles Zimmer mit beſ.
Ein=
gang, für Bureau oder dergleich.,
alsbald zu vermieten. Näheres
1. Stock rechts.
(6378ms
Schützenstr. 7, Laden
mit 2 Schaufenſter, ca. 125 TMtr.,
mit oder ohne Wohnung. Näh. bei
Otto Wolkf. Wilhelminenſt. 26. (535ms
mit Zubehör alsbald
Laden zu verm.
(540ms
Eliſabethenſtraße 37, 1. Stock.
aipe
61 Karistdsse 61
Metzgerladen
mit Einrichtung, Wohnung und
Wurſtküche, Ecke der Moller= u=
Neue Ireneſtr. 72, zu vermieten.
Nähere Auskunft bei B. Kemmer-
(6105ms
zehl, Ireneſtraße 2.
Laden mit 2 Schaufenſtern nebſt
4 Zimmerwohn. u. allem Zubehör
per 1. April zu vermieten. Näh.
Baubüro, Karlſtraße 61. (B1511ms
mit 4 Zimmerwohnung
Laden oder kleiner Laden mit
n
Geaſt=Uudwigſtr. 32
moderner geräumiger Laden
mit zwei Schaufenſtern und
Kontor per 1. Juli zu
ver=
mieten. Näh. bei (6097ms
Karl Jordan, Schirmfabrik.
mit 3=Zimmerwohnung
Laden n. Zubeh. (550 Mk.) p.
1. Apr. Näh. Soderſtr. 29, I. (2397ms
Karlſtr. 71 Laden mit 3 Zim.=
Wohnung billig zu vermieten.
Näheres im 1. Stock. (B6054ms
MAC
Rheinstrasse 4
Laden, in welchem ein
Zigarren=
geſchäft betrieben wird, per 1. Jul=
(6373ms
zu vermieten.
Heidelbergerſtraße 1
am Marienplatz, ſchöner
Laden
mit Zimmer, ſofort od. ſpäter
zu vermieten. Für Friſeure
iſt elegante Einrichtung
vor=
handen. Näh. I. Et. (1121m
A
Karlstrasse 14
Friſeuren
bietet ſich durch Vermiet. eines
Eckladens mit Wohnung
in la Lage Darmſtadts (
Süd=
oſt), ohne Konkur., gut.
Gelegen=
heit z. Gründung ein. Geſchäfts.
Off. unt. § 7 a. d. Exp. (B6641
2 Zimmerwohnung zum 1. April
zu vermieten. Näheres
Gervinus=
ſtraße 55.
(4489ms
Gr. Kaplaneig. 66 kl. Wohn.
an einz. Perſon zu verm. (*7459ms
Große Ochſengaſſe 1. Laden
mit Wohnung zu verm. Näheres
Holzſtraße 11.
(1050ms
Grafenſtraße Laden mit
an=
toßender 3 Zim.=Wohn. zu verm.
Näh. Hofſtallſtraße 10,
Spengler=
werkſtätte.
(5167ms
1N
4
Eckhardtstrasse
Eckladen m. Wohn., für jed. Geſchäft
paſſ., per 1. April zu verm. Näh.
Roßdörfe ſtr. 45, part.
(3270ms
Arheilgerstr. 60
schöner Laden
mit Zimmer ſofort zu verm.
Monatl. 33 Mk. (3487ms
Heitheinterſtr. 2 odt. 2ahe
in welchem 12 Jahre gut gehend
Friſeurgeſch. betrieben wurde, mit
ſchöner 3 Zimmer=Wohnung zum
1. Mai zu vermieten. (*6332sms
Läden
Ostbahnhof.
mit elektr. An=
Werkstätte ſchluß per ſofort
oder ſpäter zu vermieten. (3940ms
Mohr, Neckarſtr. 4.
Wienersſtraße 57 Werkſtätte
mit Schuppen u. Keller. (5809ms
zu vermiet. (5727ms
Werkſtätte Kranichſteinerſtr. 34.
Karlſtraße 12
Telephonieren Sie nicht
wenn Sie Ihre Vermietungsanzeige abbestellen, da dies schon oft zu
Missverständnissen Anlass gegeben hat, sondern machen Sie bitte Ihre
ein Laden mit Wohnung per
1. April zu vermieten. (6348ms
mit Wohnung zu ver=
(6695ms
mieten
Blumenthalſtr. 47.
Kiesſtr. 30 p., groß. unmöbl. Z.
als Lagerraum z. verm. (1545ms
Lagerplatz
Feldbergſtr. eingef., zu verm. Näh.
Fischer, Eliſabethenſtr. 62. (*6408sms
Acker als Lagerplatz mit
maſſiv gebautem Gartenhaus zu
vermieten. Offerten unter K 21
an die Expedition.
(B499m
Heinrichſtr. 125 ein ſchönes
geräumiges Parterrezimmer zum
Aufbewahren von Möbeln. (6029a
Selli
Abbestellung schriftlich!
Darmstädter Tagblatt.
Loupre, Aliceſtr. 23, gut möbl.
Wohn= u. Schlafz. u. 1 kl. Zim. zu
verm. Auf Wunſch Penſion. (2308m
Riedeſelſtr. 74, ſchön möbliert.
Wohn= u. Schlafz. ſof. (2398ms
Wirnersſtr. 46, II., ks., 2 ſchön
möbl. frdl. Zimmer, ev. Wohn= u.
Schlafzim. m. Gas p. 1. April. (6244a.
Mühlſtr. 38, I., gut möbliert.
Zimmer per ſofort zu v. (6199t
Steinackerſtr. 6, part., möbl.
(B2548ms
Zimmer zu verm.
Waldſtr. 32 möbl. Zimmer
(6540t
zu vermieten.
Kiesſtr. 58. Aeußerſt ruhig
ge=
leg. fein möbl. Wohn= u. Schlafz., a.
ſpez. Wunſch a. v. Verpfl. (2627ms
Sandſtraße 4a, II., ſch. möbl.
Wohn= u. Schlafz., vollſt. ſep. Eing.,
zum 1. April zu vermieten. (6554t
Irenstr. 12, pt., keie iktoristr., zeübe
möbl. Wohn- u. Schlafzim. zu vorm. (2529ms
Kahlertſtr. 5½, II., groß, frdl.
möbl. Zim. an ruh. Hrn. (*7315im
Neue Ireneſtr. 12, Laden, mit
2 od. 4 Zimmer ſof z. verm. (6491a
kl.
Werk=
ge
Weinbei gstr. 11 ſtätte od
Magazin zu vermieten.
(301s
helle Werkſtatt, 50 am, m. Licht
u. Kraft m. o. oh. Wohng. Näh. 1. St
Lauteſchlägerſtr. 8, kl. Werkſt.
od. Lagerraum zu verm. (6710m
Pantratiusſtr. 1½, II., gr., gut
möbl. Zim. ſof. zu verm. (3798ms
Gutenbergſtr. 19, 2. St., möbl.
Wohn= u. Schlafzim., mit ſep. Eing.
auch einzeln, zu verm. (3851ms
Schützenstrasse 7, 1. St.,
1möbl. Zim. mit Schreibtiſch, elektr.
Licht zu 18 Mk. zu verm. (6269a
in E ein möbl. Zim.
Karlstr. 32 mit Penſion
Taunusſtr. 49, part., 3 geſchl.
Räume, zuſ. od. geteilt, z. vm. (3484m
große Werkſtätte
Nekarſtr. 20 mit Wohnung per
Karlſtraße 60 Stallung zu
vermieten.
(B303s
Sandſtr. 34 Stallung
u. Zubehör, auch Remiſen, ſofort
zu vermieten.
(6351ms
Nieder=Ramſtädterſtr. 50, prt.
ſchön möbl. Zim. ſof. zu vm. (4361ms
zu vermieten.
(B5286oms
gut möbl.
Gje
Kiesſtraße 47, II., Zimmer,
(4333a
event. mit Penſion.
Aliceſtraße 1½, gut möbliert
Zim. mit Penſion zum 1. März
(4647ms
zu vermieten.
Landwehrſtr. 5, Ruchty, eleg.
möbl. Zimmer zu vm. (*7293omf
möbl. Zim=
Grafenstr. 13, I., mer. (5368om
1—2 gut möbl. Zimmer mit
Penſion ſofort zu verm. Moſer=
(B4764omf
ſtraße 5, Weidig.
Nied.=Ramſtädterſtr. 57,
Metz=
gerei, möbl. Zim. mit vollſt. Penſ.
preiswert zu verm. Für Schüler
(4703ms
Jahrespreis 660 Mk.
Karlſtr. 20, II., möbl. Zimmer
ſof. od. ſpäter zu verm. (*7100som
Inſelſtr. 19, II., eleg. möbl. gr.
Zim. mit Schreibtiſch an einen evtl.
Kaſinoſtr. 21, II. (Zentr., eleg.
möbl. Wohn= u. Schlafz., Schreibt.,
Gas per 1. April zu vm. (6259oms
zwei Herren zu vermieten. (5819ms
Dieburgerſtr. 32, Hth.part., einſ.
möbl. Zim. anHerrn od. Frl (4901ms
Inſelſtr. 38, I., findet Dame,
Fräulein oder Schülerin hübſch
möbliertes Zimmer mit oder ohne
Penſion.
(5644a
Neckarſtr. 28, Ecke Marienpl.,
3. St., gut möbl. Wohn= u. Schlaf=
(5435ms
zimmer zu verm.
Georgenſtr. 4, in gut. Hauſe
frdl., kl., möbl. Zimmer, f. ruhig.
(5429ms
ſoliden Mieter.
Sehr eleg, gut möbl. (B524am
3 Zimmer-Wohnn
ung
mit Bad u. Dienerſtube und beſter
Penſion per ſofort zu vermieten.
Näh. Frau Weidia, Moſerſtr. 5.
95 III., ſchön
Eliſabethenſtr. 52, möbl. Zim.
n. d. Str., ſep. E., ſofort bill. (5504a
Teichhausſtr. 32, Metzgerei, ein
großes, gut möbl. Zimmer mit 1.
event. 2 Betten u. voll., gut. Penſ.
bis 1. April billigſt zu verm. 5733ms
Viktortaſtr. 63, 1. Etage, gut
möbl. Wohn= und Schlafzimmer
mit Balkon, Sonnenſeite, ſep. Eing.,
Klavierbenutz., Schreibtiſch, eventl.
auch an 2 Herren, per 1. April
zu vermieten.
(5736oms
Mollerſtr. 17, II., ſch., gr. Zim.
m. gut. bürgerl. Penſ. zu verm., evtl.
mit Klavierbenutz, in gutem Hauſe
Beamte od. Schüler bevorz. (5725ms
Stiſtsſtr. 52, I.,2 g. möbl. Wohn=u.
Schlufz. mit Bad, Gas,
Schreib=
tiſch uſw. ganz ſeparat p. 1. März
zu verm. Näh. parterre. (31240ms
Forſtmeiſterplatz5, Neub., part
links, 1 möbl. Zim. zu verm. (B5844
Neckarſtr. 24, II. r., ſchön möbl.
Wohn= u. Schlafzim. z. vm. (*7474md
Schuchardſtr. 4, I., rechts, ſchön
möbl. Zimmer mit ſepar. Eingang
per ſofort zu vermieten. (5848ms
Hügelſtraße 89, freundl. möbl.
Zimmer für Schüler u. Kaufl. paſſ.,
15 Mk monatl., auch mit Penſion
(6711t
zu vermieten.
Waldſtraße 50, 1. Stock, ein
ſchön möbl. Zim. mit Penſion
ſofort oder bis 15. März zu
ver=
mieten.
(5877ms
Kiesſtr. 40, part., möbl. Zim.
zum 1. April zu verm. (VII.5872
ok
gafn
Bcke Wilhelms- u. Karlsstr. 55
gut möbl. groß., ſonniges Zimmer,
2. Stock, ſep. Eing., zum 1. April.
(B6715ms
zu vermieten.
Pareusſtraße 8, II., groß, gut
möbliertes Zimmer mit Penſion
zu vermieten.
(5938ms
Hochſtr. 23, 1. St., möbl. Zim.
mit ſeparatem Eing. ſofort. (6063a
Neckarſtraße 28, 1. St., gut
möbl. groß. Zimmer zu vermieten.
Näheres im 2. Stock.
(6738ms
Hoffmannſtr. 23, pt., möbl. W.= u.
Schlfz. m. Gas, Bad, ſep. Eg. (6734m
Heinrichſtr. 125, I., eleg. möbl.
*6
groß. Wohn= u. Schlafzim. an beſſ. Kiesstrasse 52, Dt.
Herrn od. Dame p. 1. Apr. (6073ms ſchön möbl. Zimmer ſof. (*7437ms
Gut möbl. Zimmer mit Gas
u. Schreibtiſch zu verm. (6117ms
Saalbauſtr. 10, I.
Lauteſchlägerſtraße 7, I., ſchön
möbl. Zim. ſof. bill. zu vm. (6154ms
Bleichſtr. 35, 1Tr., ein ſ. mbl. Z.
p. 15. März. Einz. 1—2 Uhr. (5852ms
Eliſabethenſtr. 22, II., möbl.
Zimmer ſofort billig.
(*7447md
Landwehrſtr. 1, II., Herrngart.,
elg. mbl. Wohn= u. Schlafz. (*7458ms
Kiesſtraße 10, 1. Stock, gut
möbl. Zim. zu vermieten. (6026s
Wienerſtr. 78, I., möbl.
Zimmer=
an ruh., beſſeren Herrn zu verm.
Preis 18 Mk. m. Frühſtück (6698ms
Landwehrſtr. 11, p., ſchön. gut
möbl. Zim. m. Penſ. z. v. (*6993fsm
Soderſtr. 6½, I., eleg. mbl. Z.
ohne Gegenüber, zu vm. (6376ms
Saalbauſtr. 25, III., gut möbl.
Zimmer, Schreibt., Gas. (6697ms
Liebigſtr. 43, Part., gut möbl.
Wohn= u. Schlafzim. in beſſ. Hauſe
an ſoliden Herrn zu verm. (6696ms
Wendelſtadtſtr. 33 möbl. Zim
an anſt. Arbeiter zu vm. (6377ms
. April. Näh. 2. St
(580s
Friedrichſtr. 11, 2. St., möbl.
Zim. zu verm.
(6375ms
Darmſtr. 47, 2. Stock, möbl.
Wohn= und Schlafzim. an beſſ.
Herrn zu verm.
Schüler od. jg. Kaufmann findet
gute Penſion in gutem Hauſe.
Näheres in der Exped. (*7132sm
Gemätliches Heim
(6374ms für einen älteren Herrn m. beſter
n
Verpflegung zu jährlich 2400 Mk.
Kranichsteinerstr. 39
Gefl. Anfragen unter G 42
Stock, hübſch möbl. Zimmeran die Expedition
(B4072
ſofort zu vermieten. (*6961sms
Neue Niederſtr. 15, Stallung
für 3 Pferde ſofort zu ver
mieten.
(6689ms
Annaſtr. 61, I., 2—3 eleg. möbl.
Zimmer mit Bad, elektr. Licht
zu vermieten
(*7066sm
Vittoriaſtraße 59, 1. St., feir
möbl. Wohn= u. Schlafzimmer an
ſoliden Herrn zu verm.
Einzu=
ſehen vormittags b. 1 Uhr. (6431ms
Schüler höh. Lehranſtalt findet
gute Penſion. Näh. Exped. (4869a
Schülerinnen oder Schüler
höh. Lehranſtalt. find. von Oſtern
ab gute Penſion u. freundliche
Be=
handl. Näh. Liebigſtr. 6, I. (5903omf
Marienplatz 32, part., möbl.
Wohn= u. Schlafz. zu v. (516ms
Nieder=Ramſtädterſtr. 18, II.
gut möbl. Zimm. ſof. z. verm. (6011f
III
Karlstr. 66,
Elisabethenstr. 4,
Pension Mink
Grüner Weg 25 gute Penſion
und ſchönes Zimmer für
Fräulein, Schülerin oder Schüler
(Schulkind).
(B5285
Wohn= u. Schlafz. z. v. (Schreibtiſch,
Bücherſchrk., Kachelof.)
(B523ms
gut möblierte Zimmer m. 1 und
2 Bett. ſofort zu verm.
(6064a
Schülerin findet bei anſtändiger
(*7475
Familie Penſion
Heidelbergerſtraße 40, III. links.
Mollerſtr. 37, II. in ruhigem.
Hauſe, ſchön möbl. groß. Zimmer
zu verm. Anzuſehen zwiſchen 10
und 3 Uhr.
(2795ms
Knaſ
jovanol
Ecke Erdien- u. Wiesenstr. L iSchreibmaschine
ſchön möbl. Zimm. zu verm. (5971t„Helios” faſt neu, 70 Mk.
Landwehrſtr. 6 möbl. Zimmer
Müller & Ober,
mit Penſion.
(*489ms
Karlſtraße 30. (6524a
Nummer 66.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Luftfahrt.
sr. Eine aufregende Ballon=Zielfahrt
wurde am Sonntag von Bitterfeld aus vom Bitterfelder
Verein für Luftfahrt veranſtaltet, zu der zehn Ballons
gemeldet hatten. Infolge der außerordentlich ſtürmiſchen
Witterung war bereits gegen Morgen die Füllung von
zwei Ballons mißglückt, die mit Hilfe der Reißbahn
ent=
leert werden mußten, weil die Hilfsmannſchaften die
Bal=
lons gegen den Sturm nicht mehr hatten halten können.
Als der Sturm am Morgen etwas nachließ, gelang es, die
übrigen Ballons zu füllen und von 9 Uhr ab zunächſt die
Ballons „Fiedler” unter Führung von Dr. Erich Korn,
„Elbe” unter Führung des Herrn Gebauer und „König
Friedrich Auguſt” unter Führung des Herrn Wulzo
ab=
zulaſſen, wenn auch unter erheblichem Gasverluſt. Als
dann bei dem Ballon „Bitterfeld” unter Führung von
Oberleutnant Ricke durch den wieder ſtärker einſetzenden
Sturm das Ballonnetz zerriſſen wurde, und dem Start der
übrigen Ballon trotz der aufregenden Tätigkeit der
Hilfs=
mannſchaften, die häufig hoch in die Luft geriſſen
wur=
den, zu große Schwierigkeiten entſtanden, entſchloß ſich
die Fahrtleitung, den Abbruch der Wettfahrten
anzuord=
nen. Die drei zuerſt geſtarteten Ballons waren mit
Schnellzugsgeſchwindigkeit dem 240 Kilometer von
Bitter=
feld entfernten Ziele beim Bahnhof Gollmütz, in der Nähe
von Schwerin an der Warthe, entgegen geeilt. Die
Füh=
rer hatten bei der herrſchenden Windgeſchwindigkeit von
80 Kilometern in der Stunde natürlich große
Schwierig=
keiten, die Landung rechtzeitig durchzuführen und wurden
ſämtlich noch weit über das Ziel hinausgetrieben. Am
nächſten dem Ziele landete Dr. Korn, der das Ziel zunächſt
überflogen hatte, aber dann noch etwa 50 Kilometer weit
getrieben wurde. Im übrigen erfolgten die Landungen
glatt.
Sport, Spiel und Turnen.
sr. Die Automobil=Zuverläſſigkeitsfahrt „Rund durch
Frankreich” für kleine Wagen, die am 1. März begonnen
hatte, fand jetzt in Verſailles ihren Abſchluß. Von 29
ge=
ſtarteten Wagen erreichten 17 das Ziel, davon 10 ohne
Strafpunkte. Es ſind dies ein Aries, zwei Corre la
Li=
corne, zwei Anaſagaſti, ein Metallurgique, ein Barre, ein
Majola, ein Pierron und ein Upuick. Mit zwei
Strafpunk=
ten erreichte das Ziel ein Alcyon, mit drei Strafpunkten
je ein Hurtu und ein Boſier, mit vier Strafpunkten je ein
Aries, Corre la Licorne, ein S. C. A. P. und ein Pierron.
Es gelang ſomit keiner kompletten Mannſchaft von je drei
Wagen, die ganze Fahrt ohne Strafpunkte zu beenden.
Spezialpreiſe erhielten ferner noch: Corre la Licorne eine
Plakette der Stadt Nizza für die beſtplazierte Mannſchaft,
Anaſagaſti eine Plakette des Automobilklub von Nizza als
Schönheitspreis und Majola eine Plakette des
Automo=
bilklubs von Nizza, die für den ſchwächſten Wagen
aus=
geſetzt war, der die Fahrt beendete.
* Lawn=Tennis. Das Internationale Lawu=
Tennis=Turnier in Nizza konnte jetzt zum
Ab=
ſchluß gebracht werden. Im Herren=Einzelſpiel ſiegte in
der vierten Runde F. W. Rahe über H. William 6.0, 6:0.
Er traf dann in der Vorſchlußrunde auf Larſen, den er
5:7, 6:4, 63 ſchlug. Für die Schlußrunde qualifizierte ſich
ferner Decugis, der in der Vorſchlußrunde Robert
be=
zwang. In der Schlußrunde ſiegte Decugis nach
interef=
ſantem Kampfe über Rahe mit 719, 622, 6:3, 3:6, 633.
Im Damen=Einzelſpiel trafen in der Schlußrunde Frl.
von Krohn und Miß Colſton zuſammen, nachdem Frl. von
Krohn in der Vorſchlußrunde Miß Stuart 6.2, 6:0
geſchla=
gen hatte. Die deutſche Spielerin konnte auch die
Schluß=
unde leicht mit 6:3, 611 gewinnen. Im Herren=
Doppel=
ſpiel ſiegte in der Vorſchlußrunde Rahe=H. Kleinſchroth
über Decugis=Graf Salm 6:4, 6.2, Robert=Larſen über
Salzmann=Stoddart 6:4, 2:6, 6:3. Die Schlußrunde
konn=
ten dann Rahe=H. Kleinſchroth gegen Robert=Larſen mit
2:6, 6:0 „631, 622 gewinnen. Im gemiſchten Doppelſpiel
unterlag das deutſche Paar Gräfin von der Schulenburg=
Rahe gegen Miß Ryan=Graf Salm in der
Vorſchluß=
runde; letztere konnten auch in der Schlußrunde das
fran=
zöſiſche Ehepaar Decugis 7.5, 6:3 abfertigen.
Stimmen aus dem Publikum.
Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Nationalliberale und Fortſchrittler.
Zu dem Eingeſandt in Ihrer Samstagsnummer bitte
ch, mir folgende Feſtſtellungen zu geſtatten: 1. Bei der
Landtagswahl in 1911 kam es zu keiner Einigung für
Darmſtadt, obwohl die Fortſchrittliche Volkspartei den
Nationalliberalen für die Ueberlaſſung des dritten
Darm=
ſtädter Mandats das zweite Gießener Mandat überlaſſen
wollte. Die Einigung kam auch dann nicht zuſtande,
nach=
dem ich, deſſen Kandidatur von nationalliberaler Seite
als unannehmbar bezeichnet worden war, erklärt hatte,
zugunſten eines anderen Fortſchrittlers zurücktreten zu
wollen. 2. Das Eintreten der Nationalliberalen für mich
in der Stichwahl habe ich gerne anerkannt. Dabei
darf aber wohl nicht überſehen werden, daß hierbei der
Grundſatz vom „kleineren Uebel” in Betracht gekommen
iſt, um nicht die noch unangenehmere ſozialdemokratiſche
Kandidatur ſiegen zu laſſen. An ein ſtärkeres Anwachſen des
Einigungsgedankens auf nationalliberaler Seite konnte
ch unter den obwaltenden Umſtänden nicht gut glauben.
3. Die Wahlparole der Fortſchrittlichen Volkspartei bei
der Reichstagsſtichwahl iſt lediglich aus der
dama=
ligen Geſamtlage zu beurteilen. Angeſichts der
Vor=
gänge in Bingen=Alzey hätte keine Stichwahlparole
einerlei, wie ſie förmuliert und auch agitatoriſch
unter=
ſtützt worden wäre — einen anderen Erfolg erzielt.
Hochachtungsvoll.
K. Henrich.
Erſtreckt ſich die polizeiliche Reviſion der Bäckereien
und Metzgereien auch auf die Arbeitskleider der Geſellen
und Lehrlinge? Kann die Polizei nicht auch einwirken
auf größere Reinlichkeit der Bäckereibedienſteten, welche
das Brot austragen?
Getrocknete Feigen-
Bananen
Pfund 70 Pfg.
Die beſte und reinſte
pflanz=
liche Kraftnahrung. Sie iſt
am Stamm unter der
tro=
piſchen Sonne gereift, von
köſtlichem Aroma und in
ihrem eigenen Fruchtzucker
ohne Zuſatz präſerviert; ſie
iſt eine Kraftnahrung und
Delikateſſe ohnegleichen.
Bananenmehl
Pfund 45 Pfg. (4868a
Regeptbicheichenmit3
An=
weiſungen für die Dauer=
Bananen u. das
Bananen=
mehl à 10 Pfg. erhältlich
Beformgeschäft „Arista‟
Gesundheiti. Nahrungs- u. Genussmittel
Anton Braunwarth, Darmstadt.
Strümpfe
zu konkurrenzl. Preiſen liefert
Mech. Strumpf-Strickerei
Beckerſtraße 26,
A. Pfirsch, 1. Stock. (5488a
Apollo-Pulver
zum Befeſtigen losſitender
künſt=
licher Zähne, ſehr zu empfehlen,
per Doſe 50 Pfg. i. d. Drogerie
Friedrich Schaefer. (II,5149
für Holz= u. Kohlen=
Badeoſen feuerung preisw.
ab=
zugeben. Anzuſehen nachmittags.
*7456) Liebfrauenſtr. 89, III.
Madelloses Herrenrad für
75 Mk. z. verkauf.
Schmuck=
ſtücke gl. Wertes w. i. Zahlung
ge=
nomm. Viktoriaſtr. 81, part. (*7430
Elektrische Licht-,
Gas-,
Wasser-
u. Klingel-Anlagen
werden ſachgemäß ausgeführt
Adolf Kling
gegenüber dem Hotel „
Darm=
ſtädter Hof”
Grafenstraße 35.
Telephon 303. (6704a
Solide Arbeit.
L
Teheg
Bllwe.
Große Sendungen
Fant räder
neueſte Modelle, ſind
einge=
troffen und offeriere:
Dürkopp, Neckarſulm,
Torpedo, Mars, Weil,
Panzer, Sport
zu äußerſt billigen Preiſen,
darunter welche
von 75 Mk. an.
Als unerreicht leichtlaufend
empfehle das neueſte
Dür=
kopp=Modell m. Ringlager,
ohne Konuſſe.
Eingetauſchte Fahrräder
von 10 Mk. an.
L. Beudt Nachf.
Inh.: L. Waldschmitt
Hölgesſtr. 1. (6155a
Gegen Drüsen, Seropheln
Blutarmut, Engl. Krankheit, Hautausschlag, Hals- und
Lungen-
krankheiten, Husten, zur Kräftigung schwächlicher, in der
Ent-
wicklung zurückbleibender Kinder empfehle eine regelmässige
(105a
Kur mit meinem
Lahusen’s „Jodella‟-Lebertran.
Durch seinen Jod-Eisen-Zusatz der wirksamste und meist
ge-
brauchte Lebertran. Gern genommen und leicht zu vertragen
Nur echt in Originalflaschen à M. 2.30 u. 4.60 mit dem
Schutz-
wort -Jodellas und dem Namen des Fabrikanten Apotheker
Wilh. Labusen in Bremen. Frisch zu haben in allen
Apo-
theken in Darmstadt und Umgebung.
Prima elsässische
Wollmusselin
ſowie waſchechte Sommerſtoffe,
Batiſte uſw. an Groſſiſten u. beſſere
Detailliſten billigſt ſof. ab Fabrik.
Aeußerſte Preiſe u. kulante
Be=
dienung. Intereſſenten wollen ſich
unter J. H. 1319 an Elſäſſiſche
Annoncen=Expedition in
Mül=
hauſen i. E. wenden.
(2178a
Billigſtes
Achtung
Angebot
Herren=, Damen=, Knaben=, Mädch.. Kinderſtiefel zu äußerſt billigen
Preiſen, ſowie Sandalen, Leder= u.
Stoffpantoffel aller Art. Führe
als Fachmann unter Garantie nur
prima Qualität. Michael Fick,
Schuhmacherei, Holzſtr. 24. (6503a
Guter ſchwarzer Rock mit Weſte,
Mädchenkleider u. blaue Jacke
für 13 jähr., Uniformrock (Reg. 115)
billig zu verkaufen
Roßdörfer=
ſtraße 77, 3. Stock.
(*7461
Vuittenmarmelade
Pfund 70 Pfg
6706md)
Hügelstr. 89.
Für die Feiertage
ächten
vorzügl. Malaga
per Fl. nur 1.55 ℳ
Verschiedene andere
Südweine
Weiss- u. Rotweine
beste Qualität, bili. Preise
Tee — Cacao
Confitüren
Osterhasen und Eier
Georg Aumüller
Punkt-Produkte (*7463
3 Karlstrasse 3.
Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. Marz 1915.
Nummer 60.
Borne,Hof-Uhrmacher
Ernst-Ludwigstr. 25
Telephon 1017
Ernst-Ludwigstr. 25
empfiehlt zur
(4350a
Konfirmation u. Kommunion
Taschen-Uhren in Gold, Silber, Tula, Stahl, Nickel
Armband-Uhren — viele aparte Neuheiten 25
Nur beste Fabrikate der größten Schweizer Fabriken: Biel, Genf,
Chaux-de-Fonds etc.
GlashütterLange-Uhren zu Original-Katalogpreisen
in unübertroffener Auswahl
Gold- u. Silberwarenzu billigen Preisen.
Goldene Damen- u. Herren-Ketten in allen Preislagen
Feste PreiseAlles mit sichtbaren Zahlen ausgezeichnet.
*
Schwarz-weiße Rabattmarken.
Mehrjährige Garantie.
*;
Farkerr Schreiterer
von Heinrich Schäfer
Darmstadt, Eckhardtstrasse 2.
Empfehle mich im Liefern und Legen von Böden vom
ein=
fachſten bis zum feinſten Muſter auf Blindboden und Asphalt.
Ferner beſorge das
Umlegen von alten Böden, das Reinigen, Abhobeln,
Abziehen, Abreiben mit Stahlspänen, Wachsen und
Wichsen derselben
zu den billigſten Preiſen. Fachmänniſche und ſolide Bedienung.
Poſtkarte genügt.
(3276a
Mache auf meine reichhaltige
Oster-Ausstellung
aufmerksam und lade zu derem Besuche höflichst ein.
Grösste Auswahl
in Schokolade-Hasen u.-Eier, feinste gefüllte
Dessert-
u. Trink-Eier; ferner Nuss-, Marzipan-, Croquant-,
Nougat-, Mandeln- und Fondant-Eier, Nestchen.
Körbchen, Muscheln, Phantasie-Eier usw.
Täglich frische Biskuit-Eier und Hasen
Eigene Anfertigung fast sämtlicher Oster-Artikel,
daher billigste Preise bei bester Material-Anwendung
Immer frische Ware
Konditorei u. Cafe
Schulstr. 4
Otto Schürg
Schulstr. 4
(6681)
Antiquitäten
Aus einem Nachlaß ſtammende ſehr ſchöne Altertümer
preis=
wert abzugeben. Wundervolle alte Augsburger Silberſtücke wie
Becher, Salzfaß, Riechflacon, Brotkörbe,
silberne Taschenbügel, Elfenbeinaufsatz,
Empire-Uhr, Kristall,
eingelegter Damenschreibtisch,
Riedinger Stiche, Spitzen u. alte Schmucksachen.
6175a)
Frankfurterstrasse 6, II.
Soss
Gesungbacher
Gehrock=, Frack=, Smoking=
An=
züge, Zylinder zu verleihen
Rheinſtraße 5, 2. Stock. (5983a
Lieg= u. Sitzwagen, faſt noch
neu, zu verk., einzuſ. v. 11—2 Uhr.
(*7326imd) Langgaſſe 17, Manſ., r.
Vollreis
Pfund 35 Pfg. (4867a
10 Pfund 3.30 Mk.
Vollreis ¾ Stunden auf
ſtarkem Feuer gekocht, iſt von
kräftigem Geſchmack,
nahr=
hafter und kaut ſich beſſer als
der polierte Reis. Der
ge=
ſchälte, polierte Reis entbehrt
der ſogenannten Kleberſchicht,
des Silberhäutchens; wie
wichtig gerade dieſe
Kleber=
ſchicht iſt, beweiſt aber die
Tatſache, daß beim dauernden
Genuß von poliertem Reis
die Erkrankungen an Beri=
Beri (einer der gefährlichſten
Tropenkrankheiten) bei den
Eingeborenen ſich um faſt
50% ſteigern, während ſie bei
der Ernährung mit „rotem”
Reis, der das Silberhäutchen
noch hat, auf ein Minimum
ſinken. Geſchälter Reis hat
nur noch 0,80 dieſer ſog.
„Nährſalze”, während
un=
geſchälter, nur enthülſter Reis,
3,33% ſolcher Salze enthält.
Reformgeschäft,, Arista‟
Gesundheitl. Nahrungs- u. Genussmittel
Anton Braunwarth
Ernst-Ludwigstr. 3 Fernspr. 971.
eingetroffen
10 Stück 45, 55, 65 u. 75 Pfg.
25 Stück 1.—, 1.35, 1.60 u. 1.85 Mk.
Blutorangen
10 Stück 75 Pfg., 25 Stück 1.85 Mk.
empfiehlt
(6476a
Jak. Schellhaas
Saalbauſtr. 63½. Telephon 1697.
Gehrock=Anzug
faſt noch neu, billig abzugeben
((*70
390im) Pallaswieſenſtr. 15, 1 Tr.
Patenimatratzen!
Für jedes Bett paſſend.
Alte
Sprungrahmen werd. in Zahlung
genommen.
(6137a
Leonh. Menger, Tapeziermeiſter,
Bismarckſtraße 58, Telephon 1608.
Für die kommenden
rüb
CV
Fraujahrsarbeiter
Grösste Auswahl Billigste Preise
J. Ph. Reinhardt
7 Schlossgraben 7. (3828a
in Haus und Garten
empfehle
streichfert. Oelfarben
p. Pfd. 50, 60 u. 70 Pf.
streichfert. Bernstein
und Lackfarben
p. 2=Pfd.=Doſe 1.30, 1.50, 1.80
Streichfertige Spiritus=
Lackfarben
haiſelongue, gut gearb., Roßh=
Aufl., 25 M. P. Frieſe,
Tapezier=
mſtr., Pankratiusſtr. 69. (*7029fom
Porzellankitt
billigſt. Wilh. Castan, Kirchstr. 5. (6062a
p. 2=Pfd.=Doſe 1.35
Doppelt gokochtes Leinöl
Sikkativ. Fusbodenol
Pinsel aller Art.
Cirine, Parkettrose.
Stahlspähne
¼ Pfd.= u. ½ Pfd.=Pakete
Paul C. Finke.
Ballonplatz 5. (6468a
Ostern
Wir empfehlen zu den Feiertagen unsere
V
geroſteten Kaffees
in hervorragenden Qualitäten und
feinst schmeckenden Mischungen.
(6416a
Eimericher Warch Expeattion.
Telephon 979.
Elisabethenstrasse 12.
Srraussreuern, Preareasen
kaufen
Fantaslen, Reiher Sie am
vorteilhaftesten im
Straussf.-Spezialgeschäft
Aug. Rolle
Große Sendung
Süisse Orangen
5541a)
Einzel-
zu Engros-Preis
Karlsstr. 28½, I. Stock.
Anfertigen von
Pleureusen aus
alten Straussfed.
Waschen, Färben Kräuseln
der Federn billig t
Hnehsgeh
IHSHHd
Kommunion- und Konfirmationsgeschenke
Gebet- und Gesungbücher
in reicher Auswahl
Karl Heß, Buchhandlung
Nachfolger Alfred Hoefer (6341sm
Elisabethenstr. 2:: Elisabethenstr. 2.
ESrseäfdgärägdededrdt
Eisschrank und grosser Herd für
Restauration, sowie einige Lüster
billig abzugeben. Ernſt=Ludwigſtraße 1
(4411a
6o96600969606000 669000
Zum Umzug
Engl. Tüllgardinen p. Paar von 30 Mk. bis 3.50 Mk.
Erbstüllgardinen p. Paar von 40 Mk. bis 10.00 Mk.
Engl. Tüll-Stores p. Stück von 25 Mk. bis 2.50 Mk.
Erbstüll-Stores per Stück von 50 Mk. bis 4 Mk.
Restbestände
in Leinen-, Mull-, Madras-Garnituren
zu billigsten Preisen
(6677mo
Hess. Gardinen- und Stickerei-Manufaktur
HENRI PORTUNE
Bleichstrasse 1c. G. m. b. H. Telephon 1615
Nummer 66.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
B — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 9. März: dem Bäckermeiſter Ludwig
Kaffenberger, wohnhaft in Roßdorf, Kreis Darmſtadt,
ein S. Heinrich, hier Dieburger Straße 21. Am 10.: dem
Briefträger Karl Hoth, Müllerſtraße 9, eine T. Marie.
Am 12.: dem Tapezier Ludwig Traum, Eckhardtſtr. 3,
eine T. Fernande Anna. Dem Eiſenhobler Karl
Bei=
mert, Dornheimer Weg 19, eine T. Auguſte. Am 17.: dem
Kutſcher Johannes Liſtmann, Eliſabethenſtraße 46, eine
T. Anna Maria Eliſabeth. Am 15.: dem Ziegler Karl
Theodor Fein, Fuhrmannſtraße 7, eine T. Berta Elſa,
Dem Steinmetz Gg. Konrad Rinn, Bismarckſtraße 68
eine T. Thea Chriſtiana Friedrike. Am 16.: dem
Bier=
brauer Joh. Leibl, Lichtenbergſtraße 23, eine T. Maria
Anna. Am 15.: dem Steinmetz Peter Schmidt,
Ballon=
platz 3, eine T. Elſa. Am 16.: dem Taglöhner Martin
Weber, Langegaſſe 29, eine T. Anna Marig Luiſe.
Aufgebotene. Am 12. März: Schreiner Matthäus
Müller, Eliſabethenſtraße 35, mit Suſanna Mohr,
ebenda. Schloſſer Jakob Boller II., Feldbergſtraße 75
mit Emma Jung in Gambach. Am 13.: Großh. Regie
rungsbauführer Joh. Georg Chriſt. Beyer, Grüner
eg 17, mit Martha Luiſe Emma Spieß in Friedberg.
Am 14.: Vizefeldwebel Guſtav Birkenſtock, Griesheim=
Uebungsplatz, mit Köchin Barbara Lauth, Annaſtr. 30.
Kontoriſt Andreas Philipp Jalob Henne hier mit Kath.
Steinmetz in Malchen. Bahnmeiſter Georg Axt in
Gladbeck mit Chriſtina Zimmermann, Mollerſtraße 17.
Kaufmann Karl Jakob Berckmann in Frankfurt a. M.
mit Elſa Schönberger, Ireneſtraße 11. Bäcker Georg
Friedrich Henkelmann, Heinheimerſtraße 55, mit
Eliſa=
bethe Reiß in Eberſtadt. Bäcker Heinrich Frutig,
Ar=
heilger Straße 37, mit Erneſtine Koch in Höchſtenbach.
Am 15.: Eiſendreher Matthäus Stork in Frankfurt a. M.
mit Katharina Krämer hier. Elektromonteur Georg
Wenz hier mit Eliſabetha Rockenbach in Wöllſtein.
Am 17.: Gärtner Wilhelm Praetorius in Bürſinal
(Waadtland) mit Zimmermädchen Emma Eliſa Hochuli
in Genf. Lehrer Heinrich Roth in Pfungſtadt mit Anna
Fichter in Friedrichsthal. Hausburſche Georg Philipp
Michael Kaffenberger, Liebfrauenſtraße 67, mit
Lauf=
mädchen Auguſte Goll, Große Kaplaneigaſſe 11.
Eheſchließungen. Am 15. März: Städtiſcher Ingenieur
Wilhelm Holzapfel in Straßburg i. E. mit Alice Wolfſ
hier. Spengler Jakob Funk hier mit Johanna Blum
in Wiesbaden. Buchdrucker Maximilian Bolkart mit
Frieda Teichmöller, beide hier. Volksſchullehrer
Lud=
wig Egly in Raunheim mit Eliſab. Katharina Adam
in Ueberau. Chirurg. Inſtrumentenmacher Th. Kilian
mit Roſa Schaller, geb. Schultheis, beide hier.
Geſtorbene. Am 13. März: Schülerin Marg. Keil,
13 Jahre, ev., T. des Gaſtwirts, Gervinusſtraße 41.
Wil=
helmine Friederike Jordan geb. Peters, 39 Jahre, ev.,
Ehefrau des Werkmeiſters, Blumenthalſtraße 45.
Rech=
nungsrat Auguſt Ernſtberger, 52 Jahre, ev.,
Soder=
ſtraße 6½. Am 14.: Marie Kaffenbergep geb. Rapp, 39
Jahre, ev., Ehefrau des Bäckermeiſters in Roßdorf,
hier Dieburger Straße 21. Am 13.: Dienſtbote Roſa
Maria Braun, 20 Jahre, kathol., ledig, Heinheimerſtr. 21.
Karl Eberhardt, ohne Beruf, 73 Jahre, ev.,
Frankenſtein=
ſtraße 52. Am 14.: Taglöhner Jakob Heß, 72 Jahre, ev.,
von Ober=Ramſtadt, hier Grafenſtraße 9. Am 13.:
Stein=
metz Wilhelm Rieſeck, 40 Jahre, ev., von Braunshardt,
hier Grafenſtraße 9. Am 14.: Emma Kritzler geb.
Dil=
they, 74 Jahre, ev., Witwe des Landgerichtsrats,
Bis=
marckſtraße 9. Schreiner Balthaſar Bardonner, 35 J.,
ev., von Reichelsheim, hier Erbacher Straße 25. Privatier
Heinrich Daniel Kolb, 51. Jahre, ev., Eliſabethenſtr. 19.
Am 15.: Eliſab. Weber geb. Gruber, 53 Jahre, kath.,
Ehefrau des Zieglers, Dieburger Straße 78.
Kaufmanns=
lehrling Wilhelm Ernſt Friedrich Schick, 17 Jahre, ev.
S. des Inſtallateurs, Landgraf=Georg=Straße 64. Adolf
Geßner, 1 Jahr, freireligiös, S. des Straßenreinigers,
Große Bachgaſſe 14. Am 16.: Schreinermeiſter Johann
Peter Seibert, 59 Jahre, ev., Feldbergſtraße 30. Am 15.:
Kindergärtnerin Dorothea Diefenbach, 57 Jahre, ev.,
von Eberſtadt, Kreis Darmſtadt, hier Erbacherſtraße 25.
Am 16.: Friedrich Schäfer, 4 Mon., ev., S. des
Inſtal=
lateurs, Langegaſſe 14. Am 15.: Eliſabeth Hirſch geb.
Fröhlich, 55 Jahre, ev., Ehefrau des Zimmermanns, Kl
Bachgaſſe 3. Am 16.: Geh. Baurat Profeſſor an der
Tech=
niſchen Hochſchule a. D. Eduard Schmitt, 70 Jahre, kath.,
Frankfurter Straße 11. Dienſtmann Jakob Joſt, 40 J.,
kathol., Grafenſtraße 33. Am 17.: Schülerin Margarethe
* Drevermann, 8 Jahre, ev., Arheilger Straße 7. Gärtner
Peter Hanſel, 73 Jahre, ev., Grafenſtraße 9.
Gottesdienſtliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
Gründonnerstag, den 20. März 1913
Hoſkirche: Vorm. um 10 Uhr: Beichte für die heil.
Kommunion am Gründonnerstag abend und Karfreitag
vormittag. — Abends um 6 Uhr: Feier des heiligen
Abendmahls.
Stadtkapelle: Abends um 6 Uhr: Pfarrer D. Dr.
Diehl.
Feier des hl. Abendmahls mit Vorbereitung.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 10 Uhr:
Heil. Abendmahl für Familien mit vorangehender Beichte.
Johannesgemeinde: Abends um 8 Uhr:
Abendmahls=
gottesdienſt. Pfarrer Marx.
Martinskirche: Abends um 8 Uhr: Pfarrer Veller,
Feier des hl. Abendmahls mit Vorbereitung. Anmeldung
von ½8 Uhr an in der Sakriſtei,
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Pfarrer Hickel. — Nachm. um 3 Uhr:
Paſſionsgottes=
dienſt; daran anſchließend: Beichte.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Abends um 8 Uhr:
Abendmahlsgottdienſt. Pfarrer Wagner.
Paulnskirche: Abends um 6 Uhr:
Abendmahlsgottes=
dienſt mit Einzelkelch. Anmeldung von ½6 Uhr an.
Pfarrer Rückert.
Karfreitag, den 21. März
Hoſkirche: Vorm. um 9 Uhr: Feier des heil.
Abend=
mahls. — Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. —
Nach=
mittags um 3 Uhr: 8. Paſſionsandacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Vogel.
Feier des hl. Abendmahls mit Vorbereitung. Kollekte für
die Reformationskirche. — Vormittags um 11½ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer D. Dr. Diehl. — Nachm.
um 4 Uhr: Pfarrer Kleberger. Gottesdienſt mit Abend
mahlsfeier. Kollekte für die Reformationskirche.
Stadtkapelle: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Beringer.
Kollekte für die Reformationskirche. — Vormittags um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Vogel.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. 8½ Uhr.
Johanneskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Marx.
Hl. Abendmahl mit Vorbereitung. — Nachmittags um
5 Uhr:
Abendmahlsgottesdienſt mit Vorbereitung.
Pfarrer Dingeldey. — Vormittags um 11½ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrer Marx.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Feier des hl. Abendmahls mit Vorbereituna.
Anmel=
dung von ½10 Uhr an in der Sakriſtei. — Nachm. um
2 Uhr: Kindergottesdienſt für den Oſt bezirk. Pfarrer
Widmann. — Abends um ½6 Uhr: Liturgiſche Feier
unter Mitwirkung des Kirchengeſangvereins. Pfarrer
Widmann. Kollekte für die Chorſchule. — Um 8 Uhr:
Pfarraſſiſtent Lautenſchläger. Feier des heil.
Abend=
mahls mit Vorbereitung. Anmeldung von ½8 Uhr an
in der Sakriſtei. — Nachmittags um 4 Uhr: Bibelſtunde
im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Pfründnerhaus: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchäger.
Eliſabethenſtift: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt mit Abendmahl. Pfarrer Lenz. — Vorm. um
11¾ Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachmittags um 3 Uhr:
Paſſionsgottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Kollekte für die
Chorſchule. — Vorm. um 10 Uhr: Feier des heil.
Abend=
mahls mit Beichte. Anmeldung von ½10 Uhr ab. Pfarrer
Wagner. — Nachm. um 2 Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarraſſiſtent Lic. Adolph. — Abends um 5 Uhr:
Liturgiſche Feier. Pfarraſſiſtent Lic. Adolph.
Pauluskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Rückert.
Feier des hl. Abendmahls. Anmeldung von ½10 Uhr
an. — Nachm. um 4½ Uhr: Geiſtliche Muſikaufführung.
Karſamstag, den 22. Märs
Hofkirche: Abends um 6 Uhr: 9. Paſſionsandacht.
Johanneskirche: Nachm. um 2½ Uhr: Vorbereitung
zum hl. Abendmahl. Pfarrer Marx.
Eliſabethenſtift: Nachm. um 3 Uhr: Paſſionsandacht
daran anſchließend: Beichte.
Katholiſche Gemeinden
Gründonnerstag, den 20. März 1913
St. Ludwigskirche: Mittwoch, den 19. März,
nachmit=
tags um 4 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. — Abends
um 8 Uhr: Predigt und Paſſionsandacht, nach
Beendi=
gung der Predigt Gelegenheit zur heil. Beichte.
Donnerstag, vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit
zur heil. Beichte. — Von 6 Uhr an: Jede halbe Stunde
Austeilung der heil. Kommunion. — Um 9 Uhr:
Hoch=
amt. — Nach dem Hochamt Ausſetzung des allerheiligſten
Sakramentes. — Abends um 8 Uhr: Predigt und
Paſ=
ſionsandacht.
Kapelle der Warmherzigen Schweſtern: Donnerstag, vorm.
um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe.
St. Eliſabethenkirche: Mittwoch, den 19. März,
nach=
mittags von 4 Uhr an und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Donnerstag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½7, 7 und 8 Uhr: Austeilung der
hl. Kommunion. — Um 8 Uhr: Hochamt. — Bis 5 Uhr
ſtille Anbetung. — Um 5 Uhr: Leidensandacht.
St. Martinsſapelle zu Beſſungen: Mittwoch, den
19. März, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Donnerstag, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur
zur heil. Beichte. — Um 7 Uhr: hl. Kommunion. — Um
8 Uhr: Amt mit Austeilung der hl. Kommunion.
Nachmittags um 6 Uhr: Leidensandacht. — Während
des Tages ſtille Anbetung des Allerheiligſten.
Kirche zu Eberſtadt: Mittwoch, den 19. März, nachm.
um 5 Uhr: Beichtgelegenheit.
Donnerstag, vormittags um 7¼ Uhr: Hochamt mit
Austeilung der heil. Kommunion. — Während des ganzen
Tages iſt Anbetung des Allerheiligſten.
Abends um
5 Uhr: Gemeinſame Andacht.
Karfreitag, den 21. März
Kollekte für den Paläſtina=Verein
St. Ludwigskirche: Vorm. um 7 Uhr: Ausſetzung des
lerheiligſten Sakramentes. — Um 9 Uhr
Lateiniſche
Paſſion nach Johannes; Enthüllung und Verehrung des
hl. Kreuzes; Missa praesanctificatorum. — Nachm. um
6 Uhr: Predigt und Paſſionsandacht, wobei die ſieben
letzten Worte Jeſu nach Heinrich Fidelis Müller geſungen
werden.
St. Eliſabethenkirche: Vorm. 7 Uhr: Stille Anbetung.
Um 8 Uhr: „Verſtörte Meſſe” mit Predigt des Herrn
Kaplan Wilhelm. — Um 5 Uhr: Leidensandacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Kollekte für das hl.
Grab in Jeruſalem. — Vormittags um 8 Uhr:
Leidens=
zeremonien. — Nachm. um 6 Uhr: Leidensandacht. —
Während des Tages ſtille Anbetung des Allerheiligſten.
Kirche zu Eberſtadt: Vorm. um 8 Uhr: Zeremonien,
Enthüllung des Kreuzes und Vortrag der
Leidensge=
ſchichte in deutſcher Ueberſetzung durch den Kirchenchor.
Nach der Entblößung der Altäre Anbetung des
Aller=
heiligſten. — Nachm. um 5 Uhr: Karfreitagspredigt und
Andacht.
Karſamstag, den 22. März
St. Ludwigskirche: Kollekte für das heil. Grab in
Jeruſalem. — Vorm. um 8 Uhr: Weihe des Feuers, der
Oſterkerze und des Taufwaſſers; darauf feierliches
Vigil=
amt. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Vorm. um 7 Uhr: Beginn der
Weihen. — Um 8 Uhr: Amt. —, Nachm. von 3 Uhr an
Beichtgelegenheit (fremder Beichtvater).
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Kollekte für das hl.
Land. — Vorm. um 7 Uhr: Heil. Weihen. — Um 8 Uhr:
Auferſtehungsamt.
Kirche zu Eberſtadt: Vorm. um 7½ Uhr: Weihe des
Feuers, der Oſterkerze und des Waſſers. — Gegen 9 Uhr:
Hochamt; nach demſelben Austeilung des Weihwaſſers.
5741a)
Sen
Or
Trüdfinge
Enorme Auswahl in verschiedenen Arten,
Kugelform, m. Sinnspruch, jede Größe vorr.
Hoflieferant
GG. Karb Ludwigstr. 20.
E en
Ostereier färbe man
(
ur mit
Schwre St.Smt
G
Ouedlinor-
Eierfarben!
Zu haben in Drogen- u. Farbenhandfungen sowie in Apotheken.
Eiserne Kelter u. Flaschen-
schrank. Kopierpresse.
— Stückfässer
(6726 billig zu verkaufen.
preiswert abzugeben.
Eliſabethenſtraße 52. Näh. Heidelbergerſtr. 72,I. (27460
2
FürVerlobte
beste Gelegenheit!
Schlafzimmer, echt eich. 3 teiliger
Spiegelſchr., 160 cm breit, 1 Teil f.
Wäſch., Waſcht. m. Spieg. u. Marm.
2 Stühl., 2 Nachttiſche m. Marmor
1 Handtuchh., 2 Bettſtell. Mk. 438,
Speiſezimmer, ganz apart eich.,
Büffett m. reich. Schnitz. u. Facette=
Verglaſung, Kredenz m. Spiegel,
Umb. m. Schränkchen, Ausziehtiſch
u. 6 Lederſtühle Mk. 582, Küche,
yellow=pine mit feiner
Metall=
verglaſ., großes Büffet, Anrichte,
2 Stühle u. Tiſch m. Linoleumbezug
Mk. 130. — Langjährige Garantie!
Alles zuſammen Mk. 1150.
Beſichtigung erbeten!
Darmstädter Kunstmöbelfabrik
Inh.: Karl Ziegler. (B6714
9
rur Garllel
Große Fäſſer, zu Waſſerbütten
geeignet, preiswert abzugeben.
Zu erfr. in der Expedition. (6725
Zut erhaltener Kinder=Lieg=
(
wagen zu verkaufen
*7441) Ludwigshöbſtr. 19, I. Stock.
„Ein ſolch gutes Mittel gegen
Wunden
wie Zucker’s „Saluderma” habe
ich noch nie kennen gelernt. Mein
Arm war ſtark vereitert. Nur
zwei=
malige Anwendung von „Salu
derma” beſeitigte ſofort die
Ent=
zündung und Eiterung. Helene
Doſe 50 Pfg. u. 1 Mark
Stöhr.”
(ſtärkſte Form). Bei F. Schaefer,
Ludwigsplatz 7, Chr. Schwinn,
Rheinſtr. 8, A. Logel, Eliſabethenſtr.
u. Ga. F. Frank, Parf. (IV3281.21.
Fröhliche Oſtern!
Bringe meinen werten Kunden und verehrlichem
Publikum meine reichhaltige Auswahl in
Schokoldde Hasen und Hern
in empfehlende Erinnerung.
Schokolade-Hasen von 5 Pfg. bis Mk. 3.— u. höher.
Schokolade-Eier in verschiedenen Ausführungen u.
Füllungen, als: Praline, Fondant,
Konfekt-Eier, Atrappen, etc. von
5 Pfg. bis Mk. 3.— und höher.
Detail- u. Engros-Verkauf mein. Fahrikate nur Hoffmannstr. 13½, Tel. 1477.
Albert Weicker
Schokoladen- u. Confitüren-Fabrik.
(6727
Quietal
Nährsalzreicher
Kaffee-Ersatz
Paket 70 Pfg.
Krafttrunk
Nährsalzbananenkakao
Dosen Mk. 1.— und Mk.
Das lägliche Getrügk vleter Tausende
Es gibt nichts Besseres
Verlangen Sie nur
Marke Quieta in Drogen
u. Kolonialwarengeschäften.
Wonicht erhältlich, Quietawerke: Bad Dürkheim.
schreihen Sie an
A. Braunwarth, Reformgeschäft, w. Kölb, G. L. Kriegk,
Ant. Logel, Centr.-Drogerie, M. W. Prassel, Ad. Reichard,
Fr. Schäfer, Drogerie, Ludw. Stumpf, H. Wagenbrenner,
Bavaria-Drogerie, Carl Zimbrich.
(6550a
Schöner Mantel für 12—14 jähr
Mädchen billig zu verkaufen
*7448) Aenger, Rheinſtr. 3, III. (*7442mds)
Große Lichtanlage (4 Volt),
komplett, billig zu verkaufen
Kannſtr 25. part.
Eine gute
Konfirmanden-Uhr
in Nickel Mk. 5.— bis Mk. 8. Stahl Mk. 6.— bis Mk. 20. Silber Mk. 10.— bis Mk. 30. Goldrand
Goldene Mk. 20.— bis Mk. 100.−
für Damen und Herren
mit Kette und
elegantem Etui
Garantie
Mleine empfehlenswerte
Spezial-Marken in billig.
Preislagen sind:
„Eleonore, Diana‟Taschenuhren
Präzisionsuhren:
„Omega, Monopol, Longines‟
und Glashütter Uhren „Union‟.
liefert Ihnen die Firma
K. Jäs
er!
Telephon 2579
Rheinstrasse 33
Feste Preise.
Uhren und
Goldwaren
Telephon 2579.
Gegründet 1888. 25jähriges Bestehen der Firma 1913.
(6669
Schreivmaſchinen=Arvenen
Diſſertationen, Gutachten, Zeugnis=Abſchriften
Vervielfältigungen
(4349a
Hoderſtraße 12, parterre, am Kapellplatz.
Noch iſt es Zeit, Obſtbäume zu pflanzen.
Wegen Räumung billigſt
alle Sorten Hochſtämme und Zwergobſt, Beerenobſt,
Roſen, Rankenroſen, Glyeinen, wilde Reben uſp.
empfiehlt
(6707a
Handelsgärtnerei C. Völker
Ecke Landgraf Philipp=Anlage und Hügelſtraße 89.
Klsaan!
annannnnnnnnnungnauananauungaunnnunnnannasnannnannnnunsg,
Weimariſche Landeszeitung
Deutſchland
Unabhängige Zeitung.
Amtsblatt der Gemeindebehörden der
Groß=
herzogl. Sächſ. Haupt= u. Reſidenzſtadt Weimar.
Größte Abonnentenzahl aller Tageszeitungen des
Groß=
herzogtums Sachſen und der Thüringer Staaten. In
Stadt und Land gleichmäßig ſtark verbreitet.
Anzeigen, die 45 mm breite Petitzeile 20 Pfg.
Reklamen, die 78 mm hreite Petitzeile 80 Pfg.
Bei Wiederholungen Rabatt nach feſtſtehendem Tarif.
Bezugspreis vierteljährlich 2.40 Mk.
Wöchentlich 7 Ausgaben.
Probenummern umſonſt und poſtfrei.
Kassasannnnnnann Gegründet 1848.
Wirkſamſtes und bedeutendſtes Anzeigenblatt
im Großherzogtum Gachſen=Beimar=Eiſenach.
Naizmianansaane
la Ligowo-Saathafer
garantiert 1912er Ernte,
„Kaiſerkrone‟=Saatkartoffel
empfiehlt
W. Nungesser
*7196sm) Dieburgerſtr. 10.
Ein noch faſt neues (*7480
blauſchwarze Straußfeder
ver=
loren. Gegen Belohn. abzug. GebrauchterKinderwagen! Kinderklappwägelchen
7469) Näh. in der Exp. d. Bl. 1zu verkaufen Bleichſtr. 26. II. (*7467 bill. z. verkaufen Kiesbergſtr. 54, III.
Speiſekartoffeln
nur prima Ware, Induſtrie, jed.
Quanium, zum billigſten Tages=
(6163a
preis.
Ludwig Treutel, Taunusſtr. 39.
Geschmiedete Bügelstähle
flache u. halbrunde (5064a
Bügeleisen, Plätteisen,
Bügelkohlen.
L. Hufnagel, Waldſtraße 7.
Holz=Tor
2flüg., mit Blindrahmen u.
Ober=
teil, 4,23X2,46, auf dem
Zimmer=
platz des Herrn Keller am Gr.
Woog zu verk., 35 Mk. (B4374
Flurgarderoben
pol. Ausziehtiſch, Blumenkrip
pen, 1 Wandſpiegel ſehr billig
(*7473
zu verkaufen.
Uhland, Hügelſtraße 29.
Nummer 66.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Seite 27.
Für Oſtern empfehle
Dresdenel Stohen
Beſtellungen
bis Mittwoch, den 19. März, abends, erbeten
Wilhelm Mitze, Hoflieferant
Brod= und Wiener Feinbäckerei
(6676
Ecke Hügel= und Schützenſtraße.
Diese Bettstelle, bestes Fabrikat,
mit Ia Patent-Matratze . Mk. 18.50
Metall-Betten
Mk. 8.50 bis 42.−
Messing-Betten
Mſahe.
f Mk. 58.— bis 98.-
Kinderbetten
Mk. 8.50 bis 46.−
Prachtvolle Deckbetten Mk. 12.—, 13.50, 16.25, 18.50, 21.—
Mk. 20.-, 23.—, 28.—, 32.−
Daunen-Deckbeiten
Mk. 4.—, 5.75, 7.—, 8.50, 9.75
Kissen, gute Füllung .
Patent-Matratzen, Woll-, Seegras-,
Betten-
Spezial-Haus
Kapok-Matratzen.
M. Buchdahl
(6737
Markt 11
Tel. 2188
Die Neut
Neu!
„ACHARNA
Voghurt-Pudding
mit Fruchtgeschmack als Vanille, Himbeer, Zitrone, Mandel etc.
ersetzt alle Toghurt-Speisen, wie Toghurt-Milch etc.
Von jeder Hausfrau leicht herzustellen.
Hervorragende Anerkennungen.
Arztlich empfohlen.
Toghurt-Pudding „Acharnar” wirkt zur Aufhebung der
Darm-
fäulnis, dieser zu schweren Symptomen heranwachsenden
Selbst-
vergiftung des Körpers, Harn, Verkalken der Arterien, Runzlig-
und Welkwerden der Haut, frühzeitiges Erschlaffen der Muskeln,
frühes Verlebtsein.
Jeder gesunde und kranke Mensch sollte nicht versäumen,
eine Kur mit Toghurt-Pudding „Acharnar” zu machen.
Allein-Verkauf für Darmstadt:
Anton Braunwarth, Reformhaus
3 Ernst-Ludwigstrasse 3. (6687a
Stets
eé‟ dasNeueste
in
Herren-Hütenu Mützen
GroßeAuswahl. billigste Preise.
(3418a
J. Carf Schnue
Ecke Kirchstrasse und Schustergasse
Fernsprecher 2014.
Mitglied des Rabatt-Sparvereins.
Oierkleider
Herren-Einsatz-Hemden
prachtvolle Neuheiten
Herren-Macco-Hemden .
Herren-Unterjacken . . .
Herren-Unterhosen . . . .
3.— 3.30 3.80 4.—
2.— 3.— 3.45 1.—
1.30 1.50 2.— 2.60
1.70 2.10 2.80 3.25
und
höher
Handschuhe
farbig, schwarz, weiß
— Strümpfe
langj. bewährte Qualitäten
ausserordentlich billig.
Hosenträger
beste Qualitäten.
Krawatten.
Manschetten Vorhemden
Kragen
S
[ ← ][ ][ → ]Abteilung für Herren-, Damen- und Kinderwäsche.
Mitwoch, 19. Mirz.
1913.
O
Herren-
Kinder-
Hemden
Uniformhemden
Oherhemden
50
Mk.
50
bis
75
bis
75
Mk
weiss
Mk. 0.60 bis 2.50
Sporthemden
Serviteurs
Beinkleider
(weiß) Mk. 0.95 bis 6.−
Jacken
Mk. 1.40 bis 4.50
Untertaillen
Mk. 3.25 bis 6.50
welss
Mk. 0.70 bis 2.75
35
45
bis
Mh
Sportstrümpfe
Mk. 1.85, 2.50, 2.75, 3.50
Socken
Stickerei-Röckchen
Mk. 1.75 bis 3.75
Leibchen
von 35 Pfg. an
Strümpfe
Kragen
10
65
Pfg
von
von
an
Krawatten
Stickereiröcke
10
an
von
elegante Neuheiten
Mk.
50
15.
bis
schwarz u. farbig.
Auf sämtliche Korsetts gewähre 25 bis 50 pCt. Rabatt.
Für die Festtade
empfehle
sämtl. Delikatessen der Saison:
Pariser Lachsschinken
Pfund
kleine Osterschinken
. . . Pfund
Hamburger Rollschinken im Ganzen Pfund
Gek. Saftschinken (Prager Art) im Ganzen
Thür. Cervelatwurst
V
Wilh. wever Nachis-
Telephon 700.
(6789)
Ohne Anzahlung erhalten Be=1Ein tadelloſes ſchwarzes
Seiden=
waren ohne Preiserhöhung Pelzkrag., wie neu, weiß.
Cheviot=
von auswärtig. bedeutender Firma.rock, alles zu jedem annehmbaren
Gefl. Offerten unter § 28 an die Preiſe. Karlsſtr. 115, I. (*7557
(6746a
Expedition ds. Bl.
Nebrauchte Kartons, ſowie
neue Hutkartons in jeder
(6778a
Größe billigſt.
Gg. Schnbkegel, Ludwigsplatz.
2.20
1.60
1.60
Pfund 1.80
Pfund 1.40
Pfund 1.60
ff. Salami
Pfund 1.60
Braunschw. Mettwurst
Alle Sorten feinere Leberwürste:
wie Gänseleberwurst, Trüffelleberwurst,
Sardellen-
leberwurst, Kalbsleberwurst usw.
Spezialitäten:
Dekorierte Fleischplatten, garnierte Käseplatten,
ital. Salat, ff. schwedische Platten.
Kaviar — Gänseleberpasten — Lachs
Zur Bowie:
Frische Ananas
Frischen Waldmeister
Pfund Mk. 1.—
Bd. 5 Pfennig
Elisabethenstr. 6.
amte Manufaktur-L kleid, Abendmantel m. weißem
Eleganter Diwan
mit Walzen, neu, mod. Bezug,
zu 38 Mark verkäuflich.
Heinheimerſtr. 42, part. (*7545
Fürdie Feiertage
empfehle:
Frische Odenwälder
Landbutter
(Donnerstag früh eintreffend)
per Pfd. 1.30
Feinste Gutsbutter
per Pfd. 1.40
Allerfein. Schweizerbutter
per Pfd. 1.50 (6748
Frische zarte
In
heg
Masematte
(Schmierkäſe) für Käſekuchen
M. Greib
Butter- u. Käsehandlg.
Schulstr. 9. Teleph. 735.
Gasherd, 2flam., billig zu
verkauf. Grafenſtr. 8, III. (*7554
Zu kaufen geſucht
einen noch gut erhaltenen
Plattengröße 10X15 od. 13X18 cm.
Preis bis 80 Mark.
Offerten unter § 17 an die
Expedition ds. Blattes. (*7433
gäh
h zu kaufen geſ.
Schreistisch Of. m. Preis
unter § 20 an die Exped. (*7439
2085
Wer dort?
Hier Max Obstfeld, Kl. Bachgaſſe 7.
Ich kaufe getragene Kleider, Stiefel,
Wäſche, Beſt iedern, Zahngebiſſe
ſowie alte Fahrräder. (6460soim
Poſtkarte genügt. Telephon 2085.
Abschlao
Sessssssss
Feinſte Holländiſche
Süßrahm=Tafelbutter
in Qualität vollſtändig
unerreicht, p. Pfund nur 1.2
Sied=Eier
10 Stück 56 Pfg.
10 Stück 66 Pfg.
10 Stück 75 Pfg.
25 Stück 1.40
25 Stück 1.65
25 Stück 1.85
Die Eier ſind tadellos friſch und auch als Trinkeier zu
gebrauchen.
Bei 25 Eiern 1 Pahet Farbe grafis!
garantiert
rein=
ſchmeck., per Pfund
Kaffee von 1.40 a Kattes
Hochfein! Oſter-Miſchungen! Hochfein!
per Pfund Mk. 1.60 und Mk. 1.80
empfiehlen
A. Reichard
Friedrich Hebermehl
Caſinoſtraße
Telephon 104.
Nieder=Ramſtädterſtraße
Telephon 1054.
Paul März
Landwehrſtraße — Telephon 1154.
6786
[ ← ][ ][ → ] da Kaßfreitag geschlossen
Alleiniges Aufführungsrecht.
(674e
TREUMANN-LARSEN-Serie:
Nach dem Roman, der die Leser des Berliner
Tag-
blattes längere Zeit fesselte, in 3 Akten
und das übrige Schlager-Programm.
veber Ostern „Der fremde Vogell
Neuaufnahme:
mit ASTA MIELSEN in der Hauvtrolle.
Rheinstr. 6 Telephon 2170.
Die berühmte schwedische Schauspielerin
Lilly Beck vom Königl. Hoftheater in
Kopen-
hagen spielt die Hauptrolle in
ergreifendes Drama in 3 Akten aus dem Leben
einer Tänzerin.
Ferner kommt ein auserwähltes Programm, wie
Drama-, Natur- u.
wissenschaft-
liche Films
zur Vorführung.
(*7522
Karfreitag
bleibt das Theater geschlossen.
Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Nummer 66.
Für die Feiertage
Böhmisch Doppelbier, Extra Gebräu
(6739
Versand erfolgt von Donnerstag, den 20. März ab, Bestellungen im voraus erbeten.
Gebrüder Wiener, Brauerei zur Krone. Telephon Nr. 88.
Tafel-Ohst:
Frz. Calvillen
Amerik. Tafeläpfel
Cap-Birnen
„ Edel-Pärsiche
„ Reineclauden
Oster-Bockbler
Im Ausſchank von Gründonnerstag an.
Verſand in Flaſchen und Fäßchen von
Mittwoch, den 19. März ab.
(*7248
Bierbrauerei Erbacherhof, Karlsstrasse 10
GABRIEL GROHE
Prachtv. Ananas
Bananen
„,
Hochfeine Orangen und
Mandarinen
Neue Gemüse:
Stangen- u. grüner Spargel
Engl. Bohnen
„ Tomaten
„ Gurken
Rhabarber
„,
Pflaumen
„₰
Trauben
Hiesige Champignons
(wünderbar ſchön)
Perigurd-Trüffeln
Franz. Artischoken
Engl. Sellerie
Fenchel
Erd-Artischoken
Romain, Kopfsalat und
Chigorée
(*7534
empfiehlt
Bernhard Held
Karlſtraße 24 — Teleph. 478.
mit ſichtbarer Schrift, gut gehalten.
billig abzugeben
Auskunft zwiſchen 12 u. 2 Uhr
Hochſtr. 10, I.
(*7505
Bittel
lesen
Wegen Platzmangel habe ich
ver=
ſchiedene Fahrräder zu jedem
annehmbaren Preiſe billig abzug.
Verſäumen Sie dieſe Gelegenh.ni
(2425,
Wilh. Dick, Ludwigshöhſtr. 78. (*75
Spezialität:
Baum-
kuchen
Felix Hecker
Soderstrasse 2. Am Kapellplatz.
Telephon 122. (1761a
mit Freilauf, faſt
Damenrad neu, zu verkaufen
Viktoriaſtraße 91.
(*7429
zu ver=
Kinderwagen kaufen
Frankfurterſtr. 19, II. (*7542
uterh. Sitz= und Liegewagen
billig zu verkaufen
Wieners=
ſtraße 46, III., rechts.
(*7495
Klauer Stz=Liegewagen billig
* zu verkaufen.
(*7407
Beſſungerſtraße 15, 2. Stock.
Stühle! Körbe! Stühle!
werden billig und dauerhaft
ge=
flochten, Korbreparaturen prompt
ausgeführt. Korb= u. Stuhlflechterei
v. Ludwig Schmidt,
Rundeturm=
ſtraße 2. Arbeit wird abgeholt.
Poſtkarte genügt.
(*7460
Fahrräder- u. Nähmasch.-
Reparaturen (*7494
ſchnell, gut und billic Mäntel
u. Luftſchläuche zu allen Preiſen.
Chr. Debus, Mechaniker
Nieder-Ramstädterstr. 57a, Tel. 1737.
Gut erhalt. Fahrrad (Gritzner),
faſt neu, für 45 Mk. zu
ver=
kauf. Wienersſtr. 46, II. lks. (*7544
Ko nditorei u. Café
Großherzogl. Hoftheater
Montag, den 24. März 1913,
nachmittags 2½ Uhr:
24. Volks-Vorstellung
zu ermässigten Preisen.
Die Anna=Liſe.
Hiſtoriſches Luſtſpiel von Herſch.
Der Vorverkauf zu dieſer
Vor=
ſtellung findet bis einſchließlich
Sonntag, den 23. März, nur im
Verkehrsbüro, Ernſt=Ludwigsplatz,
ſtat. — Der Verkauf der noch
vorhandenen Karten erfolgt an
der Tageskaſſe im Hoftheater am
Tage der Vorſtellung, vormittags
von 11 Uhr ab.
Ernst-Ludwigstr. 23 am Bismarckdenkmal
bringt ab
Mittwoch, den 19. März
den großen Sensationsschlager, betitelt
Schuldig.
Was der Inhalt dieses Films anbetrifft, ist
der-
selbe hochdramatisch, reich an fesselnden
Mo-
menten und ergreifend in der Handlung, ein
fein gespieltes zu Herzen gehendes Meisterwerk.
Far wasnington
Episode aus dem nordamerikanischen
Frei-
heitskriege.
Die Weiche
der Station Walton.
Aeußerst spannendes amerikanisches
Sen-
sationsdrama.
(6776
&E
Hotel „Hess‟
Salvator
nur noch diese Woche und während
:: der Feiertage im Ausschank. —:
(6636imds
6700a)
Ier baberu
Rordighera Hötel Hesperia
Eröffnet 1906.
an Strada Romana.
—
(6091a
Besitzer: J. Albrecht.
(Sommerhaus Mathildenbad Wimpfen o. d. Neckar.)
Abends 7 Uhr:
142. Abonnem.=Vorſt. D 36.
Arda.
Große Oper mit Ballett in 4 Akten
von Verdi.
Der König.,
Otto Semper
Amneris, ſ. Tocht. Anna Jacobs Elisabethenstr. 17, I., Ecke Wilhelminenstr.
Arda, gethiopiſche
Sklavin.
.Gt. Geyersbach
Gefl. Anmeldungen werden jederzeit entgegengenommen. Stets
Rhadamés, Feld=
Gelegenheit zum Anſchluß an Privatturſe. Einzelunterricht auf
herr . .
Georg Becker (Wunſch. Nachhilfe in allen Tänzen.
(VII,6759
Ramphis, Ober=
H. Volkert und Tochter.
prieſter .
Alfred Stephani
Amonasro, König
in faſt neuer Iſl. Gasherd,
von Aethiopien,
Abonn. A. (Parterre) E ſowie ein Gehrock mit Weſte
Vater Alda’s
Georg Weber
für den Reſt der Spielzeit abzug. für mittl. Figur ſehr billig abzug.
Gewöhnliche Preiſe.
*7529) Näh. in der Exp. d. Bl. *7530)
Arheilgerſtr. 82, L.
dirigent: Paul Ottenheimer. Volkerts Fanziehr-Institut
[ ← ][ ][ → ]Nummer 66₰
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Seite 27.
Trauringe
in Glanz- und Mattgold
das Paar von 10.— bis 75 M.
empfiehlt (4872a
Ernst Macholdt,
Juwelier.
Schulstr. 4.
Goldwaren, Silberwaren, Taschenuhren.
Altes Gold u. Silber wird zu
hohen Preisen in Zahlung gen.
Schönste getrocknete.
Vbebtt
Ster Gescht
Gelegenheitskauf!
Gut erh. ſchw. Gehrockanzüge für
ſchmale u. ſtarke Herren v. 15 Mk.
an, einzelne Gehröcke, Ueberzieher
v. 3 Mk. an, Sporthoſen,
Herren=
u. Konfirmandenanzüge,
Abend=
mäntel v. 4,50 Mk. an, Jacketts z.
Ausſuchen v. 2 Mk. an, Koſtüme,
Geſellſchaftskleider, Bluſen z.
Aus=
iſuchen von 1 Mk. an u. verſchied.
mehr billig zu verkaufen (5656a
Ballonplatz 10, part.,
neben der Hofapotheke.
Eitz=Liegewag. (Rohrgefl.,
Bren=
nabor ) f. 15 Mk. zu verkaufen.
Wienersſtr. 46, II., links. (*7546
Hin Paar neue Bergſchuhe,
mittelgroß, ſind für 12 Mk. zu
verk. Inſelſtr. 22, II. (*7558ms
Selegen=
in grösster Auswahl
viele Neuheiten.
leer, aus Pappe und Holz
Hier gefüllt mit Spielsachen, Püppchen etc. etc.
Hasen Schafe LämmerKücken
in allen Arten, vom Billigsten bis zum Feinsten.
Hasen mit Werk, tanzende, hüpfende, laufende.
— Oster-Miniatur-Spielsachen
Viele originelle Neuheiten
in kleinen Tieren, Püppchen, aller Art Spielzeug
zum Garnieren von Eiern, Nestern, bunten Körbchen.
Osterbilderbücher in grosser Auswahl!
heitskauf!
Leizte Heuner. Hosterpazzie In Saek
12 moderne silb. Kaffee-
Löffel à Mk. 1.50
12 modern, silberne Mocca-
Löffel à Mk. 1.
1 schöne silberne
Hand-
tasche Mk. 35
1 Gürtelschnalle (Silber, Gold,
Email), Mk. 15
1 Gürtel in Tula=Silber, mit
Brosche, Armband und
Anhänger Mk. 40
silberne Zuckerdose mit
Deckel Mk. 28
silbern. Brotkörbch. Mk. 40
silbern. Becher und
Tee-
halter Mk. 8, 12, 22
Sauciére, Platten,
Fisch-
besteck usw.
(6780
Viktoriaſtraße 50, III.
Sommerspiele, Sandformen, Gartengeräte,
Schiebkarren, Leiter- und Sandwagen.
(6684
ErraCoehe
Hoflieferanten.
Kalifornische
Riesen-Pflaumenſ
Aprikosen, geschälte Pfirsiche
Birnen, entsteinte Pflaumen
Dampfäpfel, Bohräpfel
:-: Quater-Aepfel —.
Knorr’s reine
ier Gemüse-Nudeln
Kätchenv. Heilbronn Pfd. 30 ₰
Schwabs Gemüsenndeln
„Drei Glocken‟-Nudeln
2Pfd.-
Heidelbeeren Pose 50 ₰
ohne Kern
Pflaumen 2 Pfd.-Dos. 75 ₰
Schwarz
Kirschell 2 Pfd.-Dos. 75 ₰
Kirschen 2 Pfd.-Dos. 85 ₰
Birnen 2 Pid. Pose 98 ₰
Pfirsiche Feschält
½ Frucht
2 Pfund-Dose 110 ₰
Prompter Versand
Kleider, Schuhe,
Bettw., Möbel zu hoh.
Preiſen Wilh. Heyl,
*7428
Langgaſſe 18.
oy (St. Seifert)
Kanarien-Weibchen billig zu
Stock
verkaufen Markt 11½, 3.
*7560) Konfektionshaus Deuſter.
2 gut erh.
Zu verkaufen: lack.
Bett=
ſtellen m. Federmatratz. u. 2 Nacht=
(*7432
tiſche Waldſtraße 33, II.
Hellenbrau=Gold
das Feiertags=Flaſchenbier.
Ueberall erhältlich, auch dirckt aus der Brauerei. Telephon 181.
1 Mathildenplatz 1
Telephon 116
(6756
gut im Ton, Nußb., für
Piand, 170 Mk. zu verkaufen
*7526md) Soderſtr. 7, II.
Empfehle feinſte hausgemachte
Wurſt= und Fleiſchwaren
in nur beſter Qualität.
Pflanz.=Butter=Margarine
in verſchiedenen Preislagen
rein ſchmeckend. (6745a
Oberheſſiſche Wurſthalle
A. Jacobi, Schuſtergaſſe 10.
5
Gteite
Gebrauchsmuster, Warenzeichen
erwirkt — verwertetschnell u. gut
Conrad Köchling, Ing., Mainz,
Bahnhofstr. 3, Telefon 2754.
Aus-
führliche, lesenswerte Broschüre
kostenfrei. Erste Referenzen. (156a
Kurſe vom 18. März 1913.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Zf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 98,80
3½ Deutſche Reichsanl. . 86,20
75,40
3
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,80
3½ do. Conſols . . . 86,20
75,50
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 96,20
91,60
do.
3½
82,00
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,40
84,70
do.
3½
76,20
do.
4 Hamburger Staatsanl. 97,90
4 Heſſ. Staatsanleihe 96,70
4 do. do. (unk. 1918) 96,10
99,50
do.
3½
73,50
do.
76,60
3 Sächſiſche Rente
4 Württemberger v. 1907 97,49
do. v. 1875 94,00
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
Griechen v. 1887 . . 55,00
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 86,40
4 do. Goldrente . . . 89,8.)
do. einheitl. Rente . 83,50
3 Portug. unif. Serie I 62,50
3 do. unif. Ser. III 65,50
3 do. Spezial . . . . 9,50
5 Rumänier v. 1903 . . 99,50
4 do. v. 1890 . . 90,30
4 do. v. 1905 . . 86,00
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 89,00
4., do. v. 1902 . . . . 89,3.
do. v. 1905 . . . . 99,70
3½ Schweden . . . . . . 90,30
4 Serbier amort. v. 1895 79,80
4 Türk. Admin. v. 1903 77,30
4 Türk. uniſiz. v. 1903 85,99
4 Ungar. Goldrente . . . 85,70
4 do. Staatsrente. . . 81,50
In Prot.
Zſ.
5 Argentinier . . . . . . 99,90
83,50
do.
4½ Chile Gold=Anleihe. 92,10
5 Chineſ. Staatsanleihe. 99,50
92,70
4½
do.
4½ Japaner . . . . . . . 91,00
5 Innere Mexikaner . . . 90,20
59,00
3
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 83,00
5 Gold=Mexikaner . . . . 97,00
3 Buenos Aires Provinz 67,50
Aktien inländiſher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 150,30
5 Nordd. Lloyd . . . . . 119,00
6½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 127,20
Aktien ausländiſher
Transvortanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 113,30
6 Baltimore und Ohio . 99½
6 Schantungbahn . . . . 125,00
6½ Luxemb. Prince Henri —
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 23,60
6 Pennſylvania R. R. . 118,30
Letzte Induſtrie=
Aktien.
Divid.
64,00
3 Brauerei Werger
25 Bad. Anilin= u. Soda=
. . . 525,50
Fabrik .
14 Chem. Fabrik Gries=
.242,10
heim .
30 Farbwerke Höhſt . . 619,50
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 350,00
10 Cement Heidelberg . . 143,25
30 Chem. Werke Albert 440,00
14 Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 330,50
5 Lahmeyer. . . . . . . 123,50
S
Letzte
Divid
8 Schuchert, Nürnberg 139,90
12 Siemens & Halske .208,60
5 Beramann Electr. .
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 160,50
0 Gummi Peter . . . . 72,50
0 Kunſtſeide Frankfurt 63,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 563,50
10 Maſchinenf. Badenia 176,00
16 Wittener Stahlröhren
8 Steana Romana Petr. 148,50
15 Zellſtoff Waldhof . . 233,00
12½ Bad. Zucker=Wag=
196,30
häuſel. . .
O Neue Boden=A. A.=Beſ.
3 Südd. Immobilien 57,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumet=Friede
172,00
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . .
.211,50
11 Deutſch=Luxemburg.
Bergb. . . . . . . 158,00
10 Gelſenkirchener . . . . 190,00
9 Harpener . . . . . . . 188,00
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 254,00
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 81,20
Laurahütte . . .
173,00
10 Kaliwerke Aſchersleben
Weſteregeln 206,00
11
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 81,60
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 91,25
Franz=Jofefs=Bahn . .
73,40
3 Prag=Duxer . . . .
5 Oeſterr. Staatsbahn . 102,00
4 Oeſterr. Staatsbahn . 90,20
74,80
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,50
do.
Zf.
2¾ Oeſt. Sübb. (Lomb.) 52,60
3 Raab=Oedenburg .
77,00
4 Kronprinz Rudolfbahn 91,80
4 Ruſſ. Südweſt. . . . .
4½ Moskau=Kaſan . . . 95,00
4
do.
4 Wladichawchas . . . . 86,30
4 Rjäſan Koslow . . .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 74,80
87,00
do.
68,40
2¼/ Livorneſer
3 Salonique=Monaſtir . 62,00
4 Baadadbahn . . . . . . 80,50
4½ Anatoliſche Eifenb.. 93,80
4 Miſſouri=Paciſic. . .. 70,00
4 Northern=Paciſic . . . 97,25
4 Southern=Pacifie .
93,00
5 St. Louis und San
Franeisco. . . . . 80,70
5 Tehuantepec . . . . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich .
½ Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 151,00
9½ Berlin. Handelsgeſ. .166,60
6½ Darmſtädter Bank . 122,00
12½ Deutſche Bank . . . 254,30
6 Deutſche Vereinsbank . 116,10
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,25
10 Diskonto=Kommandit 189,00
Dresdener Bank . 153,89
9½ Frankf. Hypoth.=B. 216,00
6½ Mitteld. Kreditbank 120,60
7 Nationalb. für Deutſchl. 120,00
7 Pfälziſche Bank. . . . 130,0C
5.86 Reichsbank . . . . 134,00
7 Rhein. Kreditbank. . . 135,90
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 113,50
7½ Wiener Bankverein . 134,10
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 98,00
Sehe,
Zf.
3½ Frankf. Hypoth.=Bant
86,60
S. 19 . .
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 52 . . . . . .
97,20
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 97,06
3½
do.
86,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,00
3½
86,40
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16 . .
98,40
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23. . . . . . .
98,55
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 86,40
S. 3—5 . . . . . . . . 86,20
S. 9—11 . . . . . . . 86,30
4 Meininger Hyp.=Bank 97,40
3½
do.
86,30
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 97,70
3½ do. (unk. 1914) . . 86,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 98,50
do.
3½
87,50
Städte=
Obligationen.
Darmſtadt . . . . .
97,00
3½ do.
4 Frankfurt. . . . . . . 98,70
3½
do.
95,20
4. Gießen . . . . . .
3½
do.
4 Heidelberg . . . . . . 95,30
3½
do.
Karlsruhe . . . . . . 96,50
31
do.
88,00
-
4 Magdeburg. . . . . .
3½
do.
4 Mainz . . . . . . . . 96,30
3½
do.
Mannheim . . . . . . 95,60
3½
do.
89,75
München . . .
99,30
3½ Nauheim . . . . . .
Nürnberg. . . . . . . 96,20
30
do.
4 Offenbach . . . . . . .
3f.
In Proz.
3½ Offenbach . . . . .
4 Wiesbaden . . . . . . 97,75
3½
88,00
do.
Worms . . . . . . . . 97,00
3½
88,50
do.
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 176,00
3½ Cöln=Mindner 100 138,50
3 Holl. Komm. . fl. 100 108,00
3 Madrider Fs. 100 73,10
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 136,70
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 175,00
3 Oldenburger . . . . . . 129,30
Raab=Grazer fl. 150 —
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
-
Augsburger . . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 196,00
Freiburger . . . . Fs.15
Mailänder . . . . Fs. 45 —
do. . . . . Fs. 10 33,800
Meininger . . . . . fl. 7 34,60
Oeſterreicher v. 1864fl. 100
do. v. 1858 fl. 100 473,00
Ungar. Staats . . ſl. 100 378,50
Venediger . . . . Fs. 30 52,00
Türkiſche . . . . Fs. 400 155,60
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,44
20 Franks=Stücke . . . . 16,30
Amerikaniſche Noten . . 4, 18½
Engliſche Noten . . . . 20,46
Franzöſiſche Noten. . . . 81,10
Holländiſche Noten. . . . 168,45
Italieniſche Noten . .
72,60
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,40
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,70
Reichsbank=Diskonto
Reichsbank=Lombard Zöf. 2
Seite 28.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Nummer 66.
Neue
Backfisch- und Kinder-Konfektion
Reizende, jugendlich flotte Fassons
KosrÜMEn PALETOT8
MäNTEL
6755
Aufruf!
Flaſchen zahle wegen dring. Bed.
d. höchſt. Preiſe. Poſtk. wird verg.
Rubin, Kaupſtr. 46, II. (233a
Altes Gold
Brillanten, Platin, Silber kauft
(5838a
zum höchſten Wert
Kurtz, Inwelenhandlung
Pädagogſtraße 2.
Teleph. 1202
Aufru
an Herrſchaften und junge Leute.
Kaufe getragene Kleider wie auch
Schuhe, Zahngebiſſe, zahle die beſt
Preiſe. Poſtkarte gen. M. Lemler,
Obergaſſe 15 (Laden). (*7249oim
Beſter
Zahler Darmstadts
für getrag. Kleider, Stiefel, Wäſche
uſw. iſt S. Zarnicer, Kl. Bachg. 1.
Tel. 2085. (6620a) Poſtk. genügt.
Faufe alto Zahngoblsse, p. Zahn 35 ₰.
R C. Bost, Ludwigshöhstr. 60, I. (6207a
1924n
Wer dorf?
(6486a
hier V. Schatz, Alexanderſtr. 15.
Ich komme ſof. u. zahle Ihnen für
getrag. Kleid., Schuhe, Wäſche,
Zahn=
gebiſſe, alte Federbett.ſtets die höchſt
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt.
1 Barockgarnit.
Für Liebhaber: (Rußb.,
Hand=
ſchnitz.), 4 Stühle, 2 Seſſel z. verk.
Grafenſtr. 8, III.
(*7553
,
Für die
Festtage:
Aikoholfreien
Schaumwein
Apfalsokt
Mk. 1.30
Ananas-Traubonsckt Mk. 1.40
Traubonsokt
Mk. 2.−
alkoholfreie
Rhein-Weine
von herrlichem, erfrischendem
Wohlgeschmack, nicht süss.
Fl.
Lorcher 60 ₰ 1.00 ₰
Fl.
Kapollenberger 70 ₰ 1.20 ℳ
Wormser Weinmost
70ms
Johannes Horn
Reform-Restaurant
Alexanderstrasse 4, I.
Sondungen frof Haus.
Die Preise sind sehr niedrig.
Gebr Höslein
Kaffee!
Ludwigs-
platz.
Infolge des Rückganges der Kaffeepreiſe
offeriere:
Trisch gebrannten Kattee
reinschmeckend
Pfund Mk. 1.40, 1.50
HochteinenQualitäts-Kaffee
Pfund Mk. 1.60, 1.80, 2.00
FürKarfreitag
Feinste Hausmacher Elernudeln
Schwabs reine Eierware
Wer lackert off.
Lackierer. Automobi!
gegen Baarzahlung? Off. m. bill
Preisberech. u. § 27 a. Exp. (6717
Ue
Ueh
3 Zimmmer
Ue
äer
Stallung für 1 Pferd mit
kleinem Nebenraum im Zentrum
zu mieten geſucht. Offerten unter
§ 33 an die Expedition. (*7484
f 1. Juli 8—9
Zimmer-
wohnung gesucht
mit Bad und Zubehör.
Offerten mit genaueſtem Preis
*7423
unſer § 16 a. d. Exped.
Neuzeitlich hergerichtete 6 bis
7 Zim.=Wohn. i. Nord=Oſt=Viertel
per 1. Juli geſucht. Off. mit Preis
unt. R 50 an die Exp. (*7174sms
5 Zimmerwohnung
in gutem Hauſe, oberſter Stock, für
1. Juli geſucht (Südweſten
bevor=
zugt). Preis nicht über 1000 Mk.
Off. u. O. 49 an die Exp.
Für Ostern
Frische SIED-EIEk
10 Stück 58, 10 Stück 68, 10 Stück 78 ₰
Hochfeines kalifornisches Obst.
75
H. Brandstatter
Ecke Erbocher- u. Mühlstrasse, Telephon 485.
6785
V
Wohnungsgesuch!
Zwei kleine Familien ſuchen nach
dem neuen Hauptbahnhof zu,
mög=
lichſt in einem Hauſe, 2
Wohnun=
gen v. 3—4 u. 4—5 Zimm. nebſt
Manſ. u. ger. Trockenboden, per
Juli od. etwas früher. Off. mit
Preis unter F. D. 4078 an Rudolf
(I,6555
Mosso, Frankfurt a. M.
Für die
Ein ält. Ehep. ſ. z. 1. Jult iſd. J.
eine freundl., ruh. Wohnung
(4—5 Zim.) nebſt Zubeh., Hochp. od.
1. St. in d. Nähe d. Bahnh., im Pr.
von 700 Mk. Off. unt. P 84 an
(*6976som
die Exp. ds. Bl.
Zwei Damen ſuchen zum 1. Juli
ſchöne 3 Zimmer=Wohnung
m. Zubeh. u. Gartengenuß, part. od.
1. St. Nähe Karls= u. Heinrichsſtr.
Off. unt. § 26 a. d. Exp. (*7464
Ordl. 3—4 Zimm.=Wohn. mit
heller, ger. Werkſtatt f. 1. April,
bezw. 1. Juli geſucht. Angeb.
m. Preis unter § 45 an die
Expedition ds. Blattes. (*7555ms
Krauerei Schützenho
Telephon 1028 Hügelstr. 27 Telephon 1026
Während der Oster-Feiertage kommt
(5
stark eingebrautes, vorzügliches
Doch Dle
zum Ausschank.
Versand in Flaschen und Kannen
ab Mittwoch, den 19. März cr.
mit ſev. Eingang.
I1
2 ZZimmel in der Nähe der
Hochſchule für ein Stud.=
Leſe=
zimmer ſofort geſucht. Off. unt.
§ 13 an die Exp. erbet. (*7431
2
Zimmerwohnung (Vorderh.),
Zentr. od. nächſt. Umgeb., von
jung., kinderl. Ehepaar geſ. Off. m.
Preſsang. u § 35 a. d. Exp. (*7493
Dinderloſes Ehepaar ſucht für
3 April, Mai u. Juni 2—3
Zim=
merwohnung. Offerten u. R 87
an die Exped d. Bl. (*7331im
Ein Ehepaar (2 Kinder) ſucht
2= od. 3=Zimmerw., wo event.
Heizung, Hausreinig., Garten= od.
dgl. Arb. geg. Mietserm. z. verr. ſ.
Off. u. § 30 a. d. Erp. (6747a
Heite ner Fohmene
geſ. v. alleinſteh. Dame. Veranda
erw. Weder Manſ. n. Erdgeſch.
Off u. § 47 a. d. Exv. (*7549
Windent ſucht für 1. Aprit aut
möbl., helles Zimmer. Off.
unt. 831 an d. Exp. ds. Bl. (*7486md
(6675
Hch. Ostertag.
Geſucht für Anfang April 1—2
gut möbl. ungen. Zimmer
in der Nähe der Infant.=Kaſerne
(Wilhelminenſtraße). Offerten u.
§ 11 an die Expedition. (*7425
Rieſengauſe, 1 Gans mit acht
2 Jungen, ſowie Bruteier von
Rieſengänſen zu verkaufen. (*7539
Petzold. Schioßplatz b. Griesheim,
Wirtſchaft zur Patronentaſche, 1. St.
zehr ſchöne Ferkel zu verkaufen
Tannenſtraße 34.
(*7500ms
tnt. bürg. Mittag= u. Abendtiſch
Ruchty, Landwehrſtr. 5. (*12840mf
per 1. April 2 ungen.,
Gesucht ſehr gut möbl. Zim.
Offerten unter § 5 an die
Expedition ds. Blattes. (*7378ms
von einem Herrn
Gesucht zwei große fein
möbl. Zimmer (Wohn= u. Schlafz.
mit elektr. Licht und event.
Zentral=
heizung. Gefl. Offerten unt. § 38
an die Exped. d., Bl.
(*7503
Felertage
empfehle täglich frisch:
Vollfetten
Edamer Käse
Emmenthaler
Gouda
Tilsiter
Münster
Briekäse
Gervais
Liptauer
Roquefort
Camembert
diverse Sorten u. Packungen
Romadour
Kräuterküse
Parmesam
Thür. Stangenküse
„ Handkäse
Bauern-Handkäse
Voghurt-Küse
per Stück 25 Pfg.
Frühstückskäse
in allen Packungen
per Stück von 10 Pfg. an
Vorzüglichen
Speise-Quark
(Käsematte)
per Pfund 30 Pfg.
„Colovoé
getrocknetes Hühnerei, zu
Backzwecken sehr geeignet
per Paket 20 Pfg.
Bohr’s Kraftbrot
Aulerkeinste
Süssrahm-
Tafelbutter
bestes Molkereiprodukt.
Frischeste
Landbutter
Frischeste bayrische
Landeier
per Stück von 6 Pfg. an,
bei Mehrabnahme billiger.
Ferner täglich frisch:
Dickmilch
Saurer Rahm
Süsser Rahm
Schlag-Rahm
Kefir- und Voghurt-
Milch
ärztlich empfohlen, täglich
frisch zubereitet und stets
trinkfertig.
Lieferung frei Haus.
Im Abonnement billiger.
Beide Sorten gelangen in
meiner Michtrinkhalle zum
Ausschank.
Hoflieferant
2 Soderstrasse 2
am Kapellplatz
Telephon (1834
NB. Vorteilhafteste
Bezugs-
quelle für Restaurateure u.
(6741
Wiederverkäufer.
56 66.
Mittwoch, 19. März.
1913.
Für den
Osterbedarf!
reiswerte Frühjahrs-Konfektionl
(6222)
aus marine und schwarz Kammgarn, mit
Neue Jacken kleidef modernem Kragenbesatz, aparte Fassons 25.− 55.- 39.- 45.- 55.− 59.− 65.− bis 165.−
„aus engl. gemustert u. echt engl. Stoffen,
etc. OP
Neue Jackenkleider fesche Fassons in tadell. Verarbeit. u. Sitz
1950 2950 39.- 48.- 55.− 99.- 65.— bis 205.−
aus modernen Stoffen engl. Art, neue
Neue Fruhjahrs-Mantel aparte Fassons in bester Verarbeit.
650 1950 2250 25.- 26.- 2850 2900 hſt 125.-
Neue Frühjahrs-Blusen Volle, Tüll, Seide, moderne Fassons
*75 875 975 1250 1550 1650 1950 R—95.-−
EckeElisabethen u.WViheiminenstr.
Carl Schürmann &Co.
Sue
Weiblich
Ang. Verkäuferin
ſucht Stelle. Offerten unter § 2
an die Exped.
Tüchtige
Duchhatterin
mit guten Zeugn., engl. u. franzöſ.
Sprachkenntniſſen, höhere Töchter=bereits ein Jahr gelernt hat,
Um=
ſchulbildung, ſucht Stellung per
ſofort evtl. auch als Kaſſiererin. weitig kaufmänniſche Lehre in
Off. u. R 39 an die Exp. (6464sms Engros=Geſchäft.
Kontoristin.
Suche für meine Tochter, welche
den Handelskurſus der Aliceſchule
zu Darmſtadt in allen Fächern m.
gutem Erfolg beſuchte,
Anfangs=
ſtellung in größer. Betrieb. (*6999fom
Offert. unt. P 85 an die Exp.
Mſägl
Tacht. Buchhalterin
mit langjähr. la Zeugniſſen, ſucht 1 angehend. Verkäuferin,
ſelbſtändigen Poſten zum 1. Mai
oder ſpäter. Offerten unt. § 25
(*7465
an die Expedition.
Mägh
rucht. I. verkäuferin
der Luxus=, Galanterie= und
Leder=
warenbranche, im Dekorieren der
Schaufenſter ſehr bewandert, der
engliſchen Sprache kundig, ſucht
paſſ. Engagem. p. April od. Mai.
Off. u. R 77 a. d. Exp. (*7302*7507) Arheilgerſtr. 132.
Schneiderin empf. ſich in u. auß.
d. Hauſe Soderſtr. 44½, p. (6661a
die bei der Bühne als
Schauſpielerin tätig
Vorleſen bei ält. Dame
oder Herrn.
Kochfrau, mit beſten
Empfeh=
lungen, hält ſich zum Kochen bei
Konfirmation uſw. beſtens
emp=
fohlen. Näheres
Lauteſchläger=
ſtraße 17, Seitenbau.
5232a
21 Jahre alt, ev., p. 1. April, evtl.
ſpäter, Stellung als Hausmädchen
oder Alleinmädchen, wo ſie
Ge=
legenheit hat, das Kochen z. erlernen.
Das Mädchen iſt ſehr fleißig,
ord=
nungsliebend u. kann gut nähen.
Off. u. § 40 a. d. Erv. (*7525md
Braves, williges Mädchen mit
guten Zeugn., ſucht auf 1. April
Stellung, am liebſten in einem Ge=geſucht. Eintritt nach Oſtern.
ſchäftshauſe. Es wird mehr auf
aute Behandlung, als auf hohen
Lohn geſehen. Näh. Exped. (*7443
Ein ordentl. Mädchen ſ. Stelle
als Hausmädchen. Näh.
Erbacher=
ſtraße 12, Seitenb., part. 1. (*7455
Sehr zuverläſſ. Alleinmädchen.
m. ſ. g. Zeugn., w. g. bürgerl
kocht u. alle Hausarb. verrichtet,
ſucht Stelle zum 1. April in klein.
beſſerem Haushalt. Näh. Gertrudke Zum 1. April wird ein geſundes,
Hartmann, gewerbsmäßige
Stellen=
vermittlerin, Nieder=
Ramſtädter=
ſtraße 31.
(*7489
Tüchtiges Alleinmädchen, das
in beſſ. H. gedient hat, will ſich
p. 1. April in ruh. Privathaus
ver=
ändern. Veronika Bansbach,
Adelsheim (Baden).
(*7487
Stellung wirdgesucht
für ſchulentl. Mädchen, um den
Haushalt zu erlernen, geg. kleines
Taſchengeld, n. ausw., nur in beſſ.
Haush. Off. u. § 34 Exp. (*7496
Junges Mädchen ſ. St. zum
1. April in kl. Haushalt. Zu
er=
fragen Kiesſtr. 120, 2. St. (*7453
beſchäft., vor= u. nachm. Offert. Herr ſucht Filiale zu übernehmen.
Off. u. § 15 a. d. Exv. (*7426mdj erfahrenes Dienſtmädchen ſtände halber per 1. April ander=partere.
Gefl. Offerten erbitte u. § 11
an die Expedition ds. Blattes. Mfe Stellen Weiblich Suche per 1. April
für mein Tuch= und Ausſtattungs=
geſchäft
1 Lehrmädchen.
Es wollen ſich nur ſolche Verkäuf. Aelteres, geſund. Ehepaar (penſ.
melden, weiche in obiger Branche
gelernt haben und nur ſolche Lehr=
mädchen, welche jetzt zu Oſtern aus
der Schule entlaſſen ſind. (6668md
Wo? ſagt die Exped. d. Bl. Gartenarbeiterin geſucht.
Gärtnerei Karl Walter, Wir ſuchen
tüchtige Büglerinnen
in Stärkewäſche perfekt,
Dumle war, empfiehlt ſich im gewandte Zimmermädch. u.
1 kräft. Küchenſpülmädchen (nicht unter 18 Jchren) von morg.
in Jahresſtellung.
Offerten u. R 47 Exped. (*7171sm Sanatorium Schwarzwaldheim Schömberg
hi Wildbad. (6666md Lehrmädchen
zu Oſtern geſucht.
Nur ſolche, welche an Oſtern
Suche für mein Hausmädchen, der Schule entlaſſen werden,
wollen ſich melden. (5546a
Gebr. Rothschild
Markt 2 Lehrmädchen
mit guter Schulbildung aus guter
Familie für Laden und Kontor
Gg. Karp, Hoflieferant,
6757mdi) Ludwigſtr. 20. nhumd
Mehrere Dehrmädchen
werden bei ſofortiger Ver=
gütung angenommen. (6338a
Openheimer & Co., Schulstrasse 2. fleißiges Mädchen für
Haus= und Küchenarbeit bei guter
Behandlung und Bezahlung ge=
ſucht Penſion „Haus Holthuſen”
(B6590
Orangerie=Allee 10. Tücht., gewandtes Mädchen
das gut bürgerlich kochen kann und
Hausarbeit übernimmt, wird zum
1. April in kinderloſen Haushalt
bei gutem Lohn geſucht. (B6012
Näheres Herdweg 72. Saubere, zuverläſſige Lauffrau
vorm. 3, nachm. 2 Stund. geſucht
*7252oim) Taunusſtr. 1, 1. St.
f. Wirtſch. geſ. Näh. Woogspl. 6. *7490
Aeltalleinſt. Mädch. bis Oſtern! Suche per 1. April ein ſauberesod. 1. April gegen Koſt u. Wohng. u. ordentliches Mädchen. Näheres
b. unbemitt. Herrn od. Dame Stelle, Landwehrſtr. 29, i. Lad. (*7400imd Eine perfekte Köchin vom
15. Mai ab für einen Kurort. im
Odenmald geſucht.
Anerbieten unter R 93 an die
(*7342im Wegen Erkrankung des jetzigen
unt. § 21 an die Exped. (*7436 Mädchens wird ſpäteſtens zum
Aelterer, ſolider, kautionsfähiger 1. April ein in Küche u. Hausarbeit
Suche für meinen Sohn, welcher in kleinen Haushalt geſucht.
Näheres Roquetteweg 26,
(*7343im icht
ndas gut kochen
(*7409im Tüchr. Mädchen kann p. 1. April
geſucht Viktoriaſtr. 30, I. (*6926dsm Stellenloſe Mädchen finden
Unterkunft bei Frau Bauer,
Marktplatz 12.
(39a e zum Milch=
Jüng. Mädchen austragen
für vormittags alsbald geſucht.
Näheres Expedition. Braves,
Heissiges Madchen
gegen hohen Lohn für tagsüber
per ſofort geſ. Kirchſtr. 27, I. (*702a Offizier) ſucht ein womögl. älteres,
einf. Mädchen, welches ſchön wa=
ſchen u. bügeln kann u. ſauber den
Haush. hält. Kochkenntn. erw., aberwigſtraße 18.
nicht unb. nöt. Gute Zeugn, erf.
Solid. Dienſt. Freundl. Beh. Lohn
66 Mk. vierteli. Hügelſtr. 30, I. (*2440 Gut empfohlenes Mädchen ſper 1. April junges,
Gesucht tüchtiges Mädchen
bis nach dem Spülen. Zu melden
Arbeitsnachweis, Waldſtr. 6. (*7457 Reſtauration Kaiſerſaal. (*7528 Einfaches, gewandt., zuverläſſig.
Stinderfraulein
Kind geſucht. Es wollen ſich nur
ſolche mit prima Zeugniſſen melden.
Vorzuſtellen zwiſchen 8 und 11 U.
vormittags. Wo ſagt die Expe=geſucht, nicht unter 16 Jahren,
dition d. Bl. geſ. Hügelſtr. 2 (i. Laden). (*7470md Beſſ. Mädch., geſ. Alt. d. bürg. u.
d. all. ohne Hilfe verrichtet, ſ. geſtützt
auf beſte Empf. üb. langj. ununter=
brochene treue Dienſte, Stelle zu macherei grdl. erl. geg. ſof. Vergüt.
älteren beſſ.Herrn. Näheres Gert=
rude Hartmann, gewerbsmäße 5964a) Eſchollbrückerſtr. 3.
Stellenvermitlerin, Nieder=Ram=
(*7488
ſtädterſtraße 31. Köchin., Hausmädchen, Allein=
mädch. Zimmer= u. Küchenmädch.
für hier u. ausw. geſucht (*7561
Frau Minna Dingeldein, gewerbsmäßige hieſigen Keſſelfabrik und Appa=
Stellen vermittlerin. Elisabethenstr. 5, Tel. 5 31. Einfaches Kinderfräulein per
ſofort für nachmittags von 2—
Uhr geſucht
Frau Dr. Kleinlogel,
Roßdörferſtraße 76, 1. Stock. fohlenes Kindermädchen (VII, 6783
Heinrichſtraße 132, 1. Stock. Suche gr. Anzahl tücht. Mädch, jed. iſu
Art Johannette Weissmantel, ge=
werbsmäßige Stellenvermittlerin,
Kaſinoſtraße 17.
(*7501T d.auchetwas Haus=
Kochin, arbeit übernimmt,
zur Aushilfe für April= u. Anfang
Mai geſucht. Wo, ſagt d. Exp. (*7448 Junges Laufmädchen
für vormittags ſofort geſucht
6671md)
Viktoriaſtraße 52, p.
Braves, ſeiziges, reiniches
weitmädchen für Hausarbeit
r ſofort geſucht. Zu erfragen
Reklame-
Akquisiteure
für epochemachende Neuheit zu
günſtigen Bedingungen ſofort ge=
ſucht. Näheres Exped. (*7411im Stadtkandiger herr geſucht, der engliſch ſchreibt und
ſpricht. Offerten mit Lebenslauf
unter F. B. 4026 an Rudolf
Mosse, Baden-Baden. (I,6720 Zum Vertrieb eines patentierten
C7462 Hosenbügel-Apparats
wird redegew. Her geſucht (*7537
Hammer, Wenckſtr. 58, part.,
zwiſchen 11—1 Uhr. Verkaufer
welcher flott bedienen kann ſofort
geſucht. Eier=Großhandel, Lud=
(6791 Tüchtiger
ſelbſtänd. Schloſſer
für Küche u. Hausarbeit p. 1. Aprilfür dauernd bei hohem Lohn geſ.
geſucht. Heinrichſtr. 85, II. (*743416649a) J. Jacobi, Karlſtr. 34. geſucht. Näh. in
Bauſchloſſer der Exp. (*7438 Hausburſche geſucht Junge Hausburſchen für Hotel
u. Reſtaurant geſucht. Gute Zeugn.
Adolf Dingeldein,
nicht unter 20 Jahren, zu einem gewerbsmäßiger Stellenvermittler,
Eliſabethenſtraße 5, 2. Stock.
Telephon 531.
(*7550 Hausburſche mit gut. Zeugn.
(*7416msmmöglichſt Radfahrer
(6787a
Jg., ſaub. Dienſtmädch. z. 1. Apr.Hermann Berger, Ernst-Ludwigstr. 10. Nöpti
Garmerlehrling gesucht.
f. Küch., ſow. i. a. häusl. Arb. ſelbſt., Ph. Scholl, Schießhaustr. 63. (B2735 k. d. Kürſchnerei
Braver Junge und Mützen=
Gottl. Lorz, Hofkürſchner, Weißbinderlehrling geſucht
Göbel & Dechert,
(*7562mds) Moosbergſtr. 67 Für das techniſche Bureau einer
ratebauanſtalt wird ein
Lehrling
mit guten Schulzeugniſſen und
(*7551leichter Auffaſſungsgabe geſucht.
Derſelbe muß im Zeichnen be=
fähigt ſein. Gefl. Offerten unter
Zum 1. April ſuche ich gut emp=R 18 an die Exp. ds. Bl. (6365si
g(*41s
Friseurlehrling mas
Greten
Lehrling
Junger Mann aus guter
Familie, i. Beſ.d. Einj.=Freiw.=
Zeugn., findet zu Oſtern evtl.
auch früher in meiner
Buch=
handlung inſtruktive
Lehr=
ſtelle b. monatl. Vergütung.
Dem Betreffenden iſt hier
Gelegenheit gegeben, ſich
in unſerem geacht. Berufe
tüchtig heranzubilden, um
ſpäter eine ausſichtsreiche
Stellung zu erlangen.
Bewerber wollen zunächſt
ſchriftlich ihre Angebote mit
ſelbſtgeſchriebenem
Lebens=
lauf einreichen an (633a
H. L. Schlapp
Hofbuchhandlung.
Schulstrasse 5.
Letrlinget
Für die verſchied. Abteilungen
meines neuen Betriebes am
Haupt=
bahnhof ſuche ich per Mitte Aprill
Lehrlinge für Autotypie,
Zink=
ätzung, Photographie, Zeichnung,
Retonche und Montage. (5327a
Jmtn
Graph.
Fritz Haussmann, Anstalt
Bismarckstrasse 80, part.
Schloſſerlehrling geſucht
P. Riedlinger, Stiftſtr. 93. (*7524ms
Für das techniſche Bureau
einer=
hieſigen Keſſelfabrik u.
Apparate=
bauanſtalt wird ein
Lehrling
mit guten Schulzeugniſſen und
leichter Auffaſſungsgabe geſucht.
Derſelbe mußt im Zeichnen
be=
fähigt ſein. Gefl. Offerten unter=
R 18 an die Exp. d. Bl. (6667
Tapezierlehrling, Sohn achtb.;
Eltern, ſofort geſucht C. Herber,
Wilhelminenſtr. 10.
(*7499mdf
Gegen ſofortige Vergütung
Gärtnerlehrling
geſucht. Zu erfr. in der Exp. (*7506
Einen Lehrling ſücht
Jak. Heymann, (B3111
Tapeziermeiſter, Beſſungerſtr. 55.
Feinstes
Kaiser-Auszug-Mehl
in 5, 10 u. 25 Pfund-Säckchan
Ia neus
Korinthen, Rosinen
Sultaninen
Backpulv., Puddingpulv.
Vanillezucker
Rein. Schweineschmalz
Palmin, Palmona
Butter-Ersatz
frisch eingetroffen
A. Reichard 88
Ecke Bleich-u. Casinostr.
Für Darmſtadt und Umgebung
(II,6721
ſuchen wir einen tüchtigen, eingeführten Hauptagenten.
Neben Proviſion u. Inkaſſogebühren wird bei befried. Leiſtungen
im Neugeſchäft Bureauzuſchuß gewährt. Bewerber würde auch die
Ehrenſtelle eines General=Bevollmächt. für Heſſen übertragen werden.
Baſler Lebens=Verſ.=Geſellſchaft Frankfurt a. M., Goetheſtr. 34.
Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 19. März 1913.
Nummer 66.
Handel und Verkehr.
— Gebrauchsmuſter=Erteilungen. (
Mit=
geteilt von Dipl.=Ing. Klemens Herszberg u. Co.,
Pa=
tent= und Ingenieur=Bureau, Darmſtadt.) 18a 543 431.
Schlackenlöſchvorrichtung. Johann Höflich, Mainz=Kaſtel
Große Kirchſtraße 5. 31. 1. 13. H. 59389. 21c 543 681.
Aus= und Umſchalter mit federnd gelagerten Kugeln.
Elektrotechniſche Fabrik Offenbach, vorm. Schroeder u.
Co., Offenbach a. M. 21. 12. 12. E. 18 362. 21c 543 686.
Stecker aus Iſoliermaterial. Elektrotechniſche Fabril
Offenbach, vorm. Schroeder u. Co., Offenbach a. M.
27. 1. 13. E. 18503. 21c. 543 721. Iſoliernippel. Daniel
Schmitz und Luiſe Schmitz, geb. Dörr, Gießen. 12. 2. 13.
Sch. 47144. 34i. 544 048. Ausziehbare Bücherſtütze. Fa.
Jakob Maul, Zell (Odenw.) 18. 2. 13. M. 45 271. 54 b.
1543 609. Briefkuvert. Friedrich Guſtav Robert Heinze,
Offenbach a. M., Biebererſtraße 19. 3. 2. 13. H. 59 405.
80 a. 544 111. Form für die Herſtellung von Blumentöpfen
und dergleichen aus Ton. Tonwerk Weſthofen, G. m. b. H.,
Bechtheim, Kr. Worms. 17. 2. 13. T. 15 469. — P
a=
tent=Anmeldungen. 45f. 52 445.
Formierklam=
imer. Viktor Kirſch, Biſchofsheim bei Mainz. 29. 8. 12.
Nach dem Geſchäftsbericht der Georg A. Jas=
Zigaretten=
matzi=Aktiengeſellſchaft,
fabrik, Dresden, über das Geſchäftsjahr 1912 war
das Ergebnis des abgelaufenen Geſchäftsjahres ein
über=
aus günſtiges; nach Rückſtellung für zweifelhafte
Debi=
toren uſw. und Abſchreibungen auf Gebäude, Maſchinen
uſw. verbleibt ein Reingewinn von 2757075,56 Mark.
Nach Ueberweiſung von 5 Prozent (137853,78 Mark) an
den geſetzlichen Reſervefonds verbleiben 2 619 221,78 Mark.
Dieſe, zuzüglich des Gewinnvortrages aus 1911 von
527308,63 Mark, ergeben einen verteilbaren Reingewinn
von 3 146 530,41 Mark. Es wird vorgeſchlagen, denſelben
zur Zahlung einer Dividende von 5 Prozent auf die
Vor=
zugsaktien — 300000 Mark — und von 4 Prozent auf die
Stammaktien — 320000 Mark — zu verwenden, weitere
21 Prozent als Superdividende auf die Stammaktien
1680000 Mark — zu verteilen und den Reſt von
846 530,41 Mark auf neue Rechnung vorzutragen.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrates
vom 4. bis 17. März.
Die Erhebung der Preisberichtſtelle über die Vorräte
der Landwirte am 1. März zeigt für alle Getreidearten
weſentlich größere Zahlen als in früheren Jahren. Es
kommt das daher, daß wegen der ſpäten Ernte und der
verzögerten Beſtellung weniger Getreide als ſonſt im
Herbſt ausgedroſchen wurde und daß ein großer Teil ſich
als nicht marktfähig erwies. Nach der erwähnten
Berech=
nung befanden ſich von Weizen noch 28,4 Prozent der
Ernte in erſter Hand gegen 20,2 im Vorjahre, von
Rog=
gen 29,4 gegen 22,0, von Hafer 41,5 gegen 31,1 und von
Gerſte 27,1 gegen 15,5 Prozent i. V. Bei Beurteilung
dieſer Zahlen iſt allerdings zu beachten, daß ein
erheb=
licher Prozentſatz wegen geringer Beſchaffenheit nicht
wird auf den Markt gebracht werden können. Die Vor=
räte der amerikaniſchen Farmer ſind zwar auch
umfang=
reicher als gleichzeitig im Vorjahre, aber nicht ſo groß,
wie von privater Seite angenommen wurde. Hinzu kam,
daß ſich das Fachblatt Cincinnati Price Current diesmal
weniger günſtig über den Felderſtand ausſprach. Von
Argentinien lagen weniger günſtige Erdruſch=Ergebniſſe
vor, doch wurden gleichzeitig ſehr geringe Verſchiffungen
gemeldet. Der amtliche Bericht für Ungarn konſtatiert für
Weizen einen Minderanbau von 20 Proz., für Roggen
einen ſolchen von 10 Proz. Mit einer erheblichen
Ein=
ſchränkung der Anbaufläche wird diesmal auch in den
Balkanländern gerechnet werden müſſen. Die
Weizen=
preiſe haben in den letzten 14 Tagen nur unweſentlich
ge=
ſchwankt. Eine leichte Ermäßigung der ausländiſchen
Forderungen blieb angeſichts der beſtehenden Disparität
ohne Eindruck. Das inländiſche Angebot hat infolge der
beginnenden Feldbeſtellung zuletzt merklich nachgelaſſen,
und für die nur mäßig offerierten guten Qualitäten zeigt
ſich zum Verſand nach dem Rhein und nach Frankreich
fortgeſetzt gute Verwendung. Mai=Lieferung zeigt mit
208,25 Mark ungefähr den gleichen Beſtand wie vor zwei
Wochen. Trotzdem auch für Roggen eine Abnahme des
Angebots feſtzuſtellen iſt und ein großer Teil der
ſchwim=
menden Ladungen nach der Küſte abgelenkt wird, behielt
dieſer Artikel matte Haltung, da weitere Exportabſchlüſſe
nur zu ſtark gedrückten Preiſen möglich ſind und die
Müh=
len ihre Anſchaffungen mit Rückſicht auf den hohen
Geld=
ſtand nach Möglichkeit einſchränken. Lieferung mußte ſich
infolgedeſſen um zirka 4 Mark niedriger ſtellen. Für
Braugerſte war die Stimmung etwas freundlicher, da
Händler und vereinzelt auch Verbraucher die gegenwärtige
Preislage zu Erwerbungen ausnutzen. Ausländiſche
Fut=
tergerſte iſt vernachläſſigt; es wird allgemein viel
inlän=
diſches Material verfüttert. Für Hafer beſteht wenig
Unternehmungsluſt. Der Abzug beſſerer Qualitäten zum
Export vermag den Markt nicht ſonderlich zu entlaſten. Es
ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches Getreide am letzten
Markttage in Mark pro 1000 Kilogramm wie folgt:
Roggen
Hafer
Weizen
11
159½
198
Königsberg
159½ (— ½) 175 (*3
206 (—1
Danzig. . .
—5
154
154 (—5 )
Stettin . . . 188 ( —
153 (—8
—2
155
Poſen . . . . 185 (—1
(—3
158 (—
) 154
Breslau . . . 190 ( —
161 (—2½) 193 (—5
. 196 (—
Berlin .
—3
176 (—5
159
Magdeburg! . 190
(—3
180 (—3
Halle . . . . 195(
—3
180 (—3
1
(4-
Leipzig 1 . . 19
-
158 (—3 ) 155 (—5
Roſtock
184 (—5
—7
170 (—4
Hamburg . . 202
(—5
180 (*3
. 208 (—
Düſſeldorf .
(—21
7—1
190
-
½
Frankfurt a. M. 20
-
(—2½) 185
Mannheim. . 215 (*2½) 1
-
—3
178
177
München
218
Weltmarktpreiſe: Weizen:: Berlin Mai 208,25 (—0,25),
Liverpool Mai 162,85 (—1,15), Chicago Mai 136,35
5,05), Roggen: Berlin Mai 169,25 (—3,75), Hafer:
Berlin Mai 163,75 (—6,50), Futtergerſte fr. Hamburg
unverzollt, ſchwim. 136 (— 1), Mais: La Plata ſchwim.
115 (— 1,50), Mixed März 106 (—3) Mk.
— Groß=Gerau, 17. März. Der Verlauf des
letzten Ferkelmarktes war für die Verkäufer äußerſt
günſtig. Die Nachfrage überſtieg bei weitem das
Ange=
bot. Daher waren die aufgetriebenen 585 Tiere binnen
kurzer Zeit bis auf das letzte Stück verkauft und nur zu
erhöhten Preiſen erhältlich. Bezahlt wurden für Ferkel
17 bis 26 Mark, für Springer 29 bis 31 Mark und für
Ein=
leger 37 bis 55 Mark pro Stück. Infolge der
Oſterfeier=
tage wird der nächſte Ferkelmarkt am Dienstag, den
25. d. M., abgehalten.
H. Frankfurt a. M., 17. März. (
Frucht=
marktbericht.) Der Wochenmarkt hatte nur einen
ruhigen Verkehr; dabei waren Landweizen und
Land=
roggen reichlich offeriert. Der Konſum iſt andauernd ſehr
zurückhaltend und kauft nur beſſere Qualitäten, während
das große Angebot minderer Ware ſelbſt zu ermäßigten
Preiſen wenig Abſatz findet. Gerſte, Hafer und Mais
blieben ohne Veränderung und ruhig. Futtermittel und
Mehl im Preiſe ſtetig. Der Mannheimer
Ge=
treidemarkt zeigte ſchwächere Tendenz bei geringer
Kaufluſt. An der Berliner Produktenbörſe
war Getreide matter auf das fruchtbare Wetter und große
Abgaben der Kommiſſionshäuſer, angeblich für die
Pro=
vinz. Außerdem waren die ausländiſchen Forderungen
etwas herabgeſetzt. Nur Maiweizen auf Deckungen
be=
hauptet. Hafer ebenfalls rückgängig; das Angebot iſt
be=
deutend, die Zufuhren wachſen, hingegen bleiben der
Kon=
ſum und die Händler zurückhaltend. Nach den letzten
Kabelberichten von den amerikaniſchen
Getreide=
börſen (New=York und Chicago) war Weizen nach
zeitweiſer Feſtigkeit ſchließlich in williger Haltung auf
günſtige Ernteberichte aus Kanſas und die enttäuſchende
Exportnachfrage. Mais anfangs nachgebend auf Abgabe
von Lokoware und Verkäufe der Firma Armour, dann
wieder beſſer auf die umfangreichen Verſchiffungen von
den Seeplätzen. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort
in dieſer Woche von 66,14 Millionen Buſhels auf 65,61
Millionen Buſhels zurückgegangen, hingegen die
Mais=
vorräte von 20,06 Millionen Buſhels auf 21,19 Millionen
Buſhels geſtiegen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt;
Weizen, hieſiger und Wetterauer, 20,65—20,75,
Nord=
deutſcher 20,75—21, Kurheſſiſcher 20,65—20,80, Ruſſiſcher
23,75—24,50, Kanſas 24—24,25, Rumäniſcher 23,75—24,50,
Redwinter 23,50—24, Manitoba 23,50—24, La Plata 23,25
bis 23,75, Walla Walla 24,25—24,75; Roggen, hieſiger
17,75—17,85, Bayeriſcher (Pfälzer) 17,80—17,90,
Ruſſi=
ſcher —, Amerikaniſcher — Rumäniſcher —; Gerſte,
Pfälzer 18,25—18,50, hieſige und Wetterauer 18—18,25,
Riedgerſte 18,25—18,50, Ungariſche —, Fränkiſche 18,10
bis 18,35; Hafer, hieſiger 17,50—18,50, Bayeriſcher 17,75
bis 18,50, Ruſſiſcher 18,50—20,50, Amerikaniſcher —
Ru=
mäniſcher 18,50—20,50; Mais mixed 15—15,25,
Ruſſi=
ſcher 15,25—15,50, Donaumais 15,25—15,50, Rumäniſcher
15,25—15,50, La Plata 15—15,25, weißer Mais 15,20 bis
15,40, Weizenſchalen 10,50—10,75, Weizenkleine 10,50 bis
10,75, Roggenkleie 10,50—10,75, Futtermehl 14—16,
Bier=
treber, getrocknet, 13,75—14, Futtergerſte 16,25—16,50;
Weizenmehl, hieſiges (Baſis ab Mannheim) Nr. 0: 30,50
bis 31, feinere Marken 31,25—31,50, Nr. 1: 30—30,25,
fei=
nere Marken 30,50—30,75, Nr. 2: 29,50—29,75, feinere
Marken 30—30,25, Nr. 3: 27—27,25, feinere Marken 27,50
bis 27,75, Nr. 4: 24—24,25, feinere Marken 24,50—24,75;
Roggenmehl, hieſiges, Nr. 0: 27—27,25, Nr. 1: 24,75—25,
Nr. 2: 21,75—22.
Fort mit
den grossen unhandlichen
amerlkanischen Journalen u.
fort mit den sogenannten
Dauer-Konten-Büchern.
Erstere erfordern — wegen
ährer meist ungeheuren Breite
und Höhe, und letztere wegen
äähres außerdem noch hoh. steifen
Rückens — bei dem Uebertragen
der Posten eine gymnastische
Kunstfertigkeit und selbst dann
och einen großen Zeitaufwand.
Praktische, leicht handliche,
übersichtllche und sehr viel
Zeit ersparende
Geschäfts-
bücher, kombiniertessystem,
für einfache und doppelte
Buchführung verwendbar,
liefere ich billigst.
(*7541
Nikolaus Sauer
Geschäftsbücher-Verlag
Arheilgen Darmstädterstr. 50.
Schöne Rehpinſcher
pr. Abſt., ſchw. m. roſtbr., zu verkfn.
*7155som)
Parkusſtr. 9, I.
Rehpinſcher(Rüde)
braun, 2 Jahre alt, ſehr wachſam
zu verkaufen
(*7481
Eliſabethenſtr. 12 (Kaffeegeſch.)
Soenneckens
Zeesssegessssseeeessset
. Schirme .. vorm. L. Schäfer
Spazierstocke Ernst-Ludwigstr. 14.
J. Merz
Hoflieferant
Einen Posten farbige Regenschirme weit unter Preis.
(6777a
Zwei Affenpinscher
(Rüden) billig zu verkaufen (*7468
Große Kaplaneigaſſe Nr. 9.
(Brauntiger),
Jagdhund 1 Jahr alt,
billig zu verkaufen. Anzuſehen
(*7451
Wilhelminenplatz 12.
Boxer
(6758
ſehr ſchönes Tier (Rüde), in gute
Hände zu verkaufen. Näh.
Villen=
ſkolonie Ludwigshöhe, Kaiſer=
Wilhelmſtr. 83. Tel. Eberſtadt 274.
Wegen Umzug bill. abzug.:
Vorzügl. erhalt. ſchwarze Salon=
Möbel (Pfeilerſpiegel,
Silber=
ſchrank, oval. Tiſch, Spieltiſch), auch
einzeln, ſehr elegant. Gaslüſter
(5flam.), prachtvolle Zimmerpalme,
verſch. Kleinmöbel, Lampen, Vaſen,
Figuren uſw. Näh. Exped. (*7420
Gelegenheitskauf
für Kolonialwarengeſchäft:
Warenſchrank, oben und unten
mit Schubkaſten, 1 Schrank mit
Oelbehältereinſätze; ferner 1 großer
Eisſchrank, 1 eiſernes Ruhebett
mit Bezug, alles noch gut erhalt.,
billig abzugeben
7532
Mathildenplatz 8, Hinterbau.
Leg. Wegzug ſaub. Beit, Nachtt.
Wmit weiß Marmorpl., 2t. Schrank
billig Beckerſtraße 25, III. (*7531
Lulzlamialz
kräftigr Kranke
verjüngt Gesunde
gibt Jugendkraft
und Frische-
Wirklicher Nährsslzgehall
Dosen Mk. 1.— und Mk. 1.80.
Verlangen Sie Quletamalz
In Apotheken und Drogerien.
Wo nicht erhältlich, schreiben
Sie en
Qulefawerke Bad Dürkheim.
Polſt. Bett, Küchenſchr., pol.
Kom=
mode Beſſungerſtr. 34, p. (*7518
A. Braunwarth, Reformgeschäft, J. Eller, Bessunger Drogerie,
G. Hübner, Drogerie, Ant. Logel, Centr.-Drogerie, Engel-
Apotheke, Einhorn-Apotheke, Hof-Apotheke, Fr.
Schä-
fer, Drogerie, Ch. Schwinn, Hof-Drogerie, H. Wagenbrenner
Bavaria-Drogerie.
(6549a
Kinderliegwagen, 1 Kinderklappwagen
billig zu verkaufen
T1 Klappstuhl z. Mk. Dieburgerstr. 5. (*1752 Hunde Geiſtberg2, II. (*7445
(Emmenthaler)
in prachtvoller Qualität,
großgelocht und vollſaftig,
ſowie ſämtliche
in= u. ausländiſche Käſe
in bekannter Güte und
großer Auswahl
(6749
empfiehlt
M. Greib
Tel. 735.
Schulstr. 9.
Beſte und billigſte
Bezugs=
quelle für Reſtaurateure u.
Wiederverkäufer.
Wagenverkauf
Ein leichter Geſchäftswagen mit
Deckel, für Bäcker= u. Milchgeſchäft
geeignet, ſowie ein leichtes
Feder=
röllchen zu verkaufen (*7498md
Liebfrauenſtr. 49.
flam. Gasherd mit Schlauch
2 oder Röhre Mk. 10, 1 kl.
Fleiſch=
maſchine Mk. 1.50, 1 Kohlenkaſten
Mk. 2, engl. Romane, St. 50 Pfg.,
abzugeben Mittwoch vormittag
(*7516)
Herdweg 91, II.
taubenblau,
Apartes Kleid, Weite 46,
moderne Machart, wenig getragen,
umſtändehalber ſehr billig zu verk.
Näh. Mühlſtr. 26, III.
(*7450
Küchenſchrank, 3 Tiſche billig
zu verkaufen
(*7512
Grafenſtr. 27 (Schreinereil.