Abonnementspreis
Inſerake
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. vierkelf. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Kaiſer iſt geſtern nacht in Helgoland
ein=
getroffen.
*
Die Rückreiſe der Kaiſerin von Gmunden
erfolgt heute abend. Der Beſuch der
Cumberlän=
diſchen Herrſchaften in Potsdam findet
nach Oſtern ſtatt.
*
Heute tritt der neue (36.) Präſident der Vereinigten
Staa=
ten, Woodrow Wilſon, ſein Amt an.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
4. März 1813: Die Franzoſen verlaſſen morgens
end=
gültig Berlin, wo unmittelbar darauf die Vortruppen
Wittgenſteins eintreffen.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Militärvorlage und
Deckungs=
trage=
*⁎*. Die Nordd. Allgemeine Zeitung nimmt in dem
erwähnten offiziöſen Artikel die Regierung gegen den
Vor=
wurf in Schutz, daß ſie die Einbringung der
Militärvor=
lage verzögert habe. Der Entſchluß, unſere Wehrkraft
ernerkt zu verſtärken, ſei alsbald nach dem Umſchwung der
Verhältniſſe im Südoſten Europas gefaßt worden. „Wie
das zu geſchehen habe,” heißt es weiter, „bedurfte der
gründlichen Erwägung, und zwar um ſo mehr, als es
für uns nicht auf einen Bluff des Auslandes ankommt,
ſondern nach dem Ernſt der Lage es ſich nur um einen
wohlüberlegten großzügigen Ausbau
un=
ſerer Wehrmacht unter Ausnutzung des geſamten bisher
brachliegenden Teiles unſeres wehrkräſtigen Volkes
han=
deln konnte. Die für die Durchführung dieſer, wie aller
Maßnahmen auf dem Gebiete des Heerweſens
grund=
legende Entſcheidung des Kaiſers fiel erſt im Januar, und
wenn es gelingt, die Vorlage um die Mitte des Monats
an den Bundesrat zu bringen, ſo iſt das eine
anzuerken=
nende Leiſtung. Wenn dann der Reichstag die Vorlage
noch vor Pfingſten unter Dach bringt, ſo iſt auch keine Zeit
verloren, denn die geforderten Heeresverſtärkungen können
ſämtlich früheſtens am 1. O ktober 1913 durchgeführt
wer=
den. Nach Einführung der 2jährigen Dienſtzeit iſt ein
an=
derer Zeitpunkt als der Herbſt für die Durchführung
grö=
ßerer Organiſationsänderungen nicht möglich, ohne eine
bedenkliche Erſchütterung des Geſamtorganismus des
Heeres und ohne eine Schädigung der ſorgfältigen
Aus=
bildung der beſtehenden Truppenteile. Um die nötigen
Vorbereitungen zu treffen, iſt es allerdings erforderlich,
daß die Heeresverwaltung ſpäteſtens um Pfingſten die
Vorlage zum Geſetz erhoben ſieht.”
Noch intereſſanter, weil neu, iſt die offiziöſe
Mit=
teilung über die Deckungsfrage. Die Bereitſtellung
der „wegen ihrer Höhe ganz beſonders ins Gewicht
fallen=
den einmaligen Koſten” der Heeresvorlage durch eine
ein=
malige Abgabe vom Vermögen iſt ein Novum in unſerer
Finanzgebarung, und ſie dürfte in der öffentlichen
Mei=
nung Zuſtimmung finden. Obgleich es in der offiziöſen
Meldung nur heißt, daß bei der Reichsleitung die Abſicht
beſtehe, dieſen Weg zu gehen, ſo iſt doch anzunehmen, daß
die Reichsregierung der Einwilligung der verbündeten
Re=
gierungen bereits ſicher iſt, andernfalls wäre wohl die
Be=
kanntgabe vorläufig noch unterblieben. Der
Reichsſchatz=
ſekretär Kühn hat bei ſeiner letzten Reiſe ohne Zweifel
die Regierungen der mittleren Staaten von der
Notwen=
digkeit der Heranziehung der Vermögen zu überzeugen
vermocht, aber nur in Form einer einmaligen
Ab=
gabe. Die dauernde Belaſtung der Vermögen durch
das Reich ſcheint danach bei den Bundesſtaaten keinen
Anklang gefunden zu haben, und man darf mit Spannung
den weiteren Eröffnungen entgegenſehen, welche
defini=
tiven Beſchlüſſe hinſichtlich der Koſtendeckung für die
lan=
fenden Ausgaben gefaßt werden. Hierüber und über
die Geſtaltung der Vermögensſteuer wird die Entſcheidung
alsbald fallen.
Inwieweit die Meldungen über die am Samstag
nach=
mittag im Reichskanzlerpalais ſtattgehabte Beſprechung
der ſtimmführenden Mitglieder des Bundesrats ſtimmen,
hat man noch nicht erfahren. Eine Bereiterklärung der
Bundesfürſten, ſich gleichfalls der einmaligen Reichs=
Ver=
mögensſteuer zu unterziehen, würde einen guten Eindruck
machen. Von großer Bedeutung für den Ertrag der Steuer
wäre die Entſcheidung darüber, ob bezw. bis zu welcher
Höhe die kleinen Vermögen abgabefrei bleiben ſollen, was
allgemeine Billigung finden wird; ebenſo würde eine mit
der Höhe des Vermögens ſteigende Staffelung der Steuer
dem allgemeinen Empfinden entſprechen.
Wenn es ſich auch nur um eine einmalige Reichsabgabe
auf die Vermögen handelt, ſo iſt der Vorgang doch
bedeut=
ſam, denn in das von den Einzelſtaaten beanſpruchte
Pri=
vileg der Beſteuerung des Vermögens wird eine neue
Breſche geſchlagen, die vielleicht ſpäter Folgen haben wird.
Auf Belechnungen über die vermutliche Höhe der Steuer
und derei: Ertrag wollen wir uns nicht einlaſſen, da dieſe
wenig Wert haben, ſo lange die näheren Einzelheiten der
geplanten Veranlagung und insbeſondere auch die
be=
nötigten Summen noch nicht bekannt ſind.
*7:
*
Die Aufnahme, welche der Deckungsvorſchlag der
Re=
gierung in der Preſſe findet, iſt im allgemeinen als günſtig
zu bezeichnen.
Die Voſſiſche Zeitung ſchreibt: Eine Milliarde
ſoll einmal vom Vermögen genommen werden, d h. man
nimmt die eine Milliarde einmal und dazu alljährlich die
Zinſen, die ſie abwirſt, alſo 40 oder 50 Millionen Mark.
Man nimmt die Einkommen und ſchmälert die Quellen
des Einkrmmens. Die einmalige Reichsvermögensabgabe
iſt ſo ziemlich eine Bankrotterklärung der
Finanzverwal=
tung. — Das Berliner Tageblatt hält den
Vor=
ſchlag für eine gerechte und gewiſſermaßen anſtändige
Löſung des Problems und ſieht im Prinzip keinen Grund
zur Ablehnune falls der Reichstag die angeforderte
Summe, die, wie es heißt, jetzt nicht eine Milliarde,
ſon=
dern 700 Millionen Mark beträgt, verringert, ſoweit
es=
irgend geht. falls ferner die Vermögen unter 50 00 Mark
unbedingt frei bleiben und dem Beſits noch etwas größerer
Vermögen tunlichſt Erleichterungen gewährt würden.
Dann müſſe die liberale Linke entſchieden die Aufhebung
der Steuerfreiheit der Landesfürſten verlangen, auch
müß=
ten die einmaligen und die dauernden Forderungen
gleich=
zeitig geprüft werden, und es müßte gleichzeitig für ihre
Deckung geſorgt werden.
Die Kreuzzeitung
ſchreibt: Darüber, wie die Parteien ſich zu dem Gedanken,
die einmaligen Koſten der Vorlage durch eine einmalige
Abgabe vom Vermögen zu decken, ſtellen werden, läßt ſich
im Augenblick naturgemäß noch nichts ſagen. Jedenfalls
aber dürfte es dieſem Plane die Wege ebnen. daß, wie wis
hören, die deutſchen Fürſten ſich bereit erklärt haben, für
dieſe einmalige Vermögensabgabe auf ihr Privileg der
Steuerfreiheit zu verzichten. Wenn eine Korreſvondenz
meldet, daß ein allgemeiner Verzicht auf dieſes Privileg
beabſichtigt ſei, ſo entſpricht dieſe Mitteilung zurzeit
jeden=
fallse nicht den Tatſachen.
Die aarariſche Deutſche
Tageszeitung ſagt: Als wohlbegründeter
Geſichts=
punkt für eine ſolche beſondere Vermögensauflage müßte
wohl in erſter Linie eine Abſtufung der Sonderſteuer nach
der beſonderen Leiſtungsſähigleit der einzelnen Vermögen
gelten. Grundſätzlich werden wir uns ſelbſtverſtändlich,
wenndervon der Nordd. Allg. Ztg. mitgeteilte Vorſchlag von
den verantwortlichen Faktoren als notwendig anerkannt
und gebilligt wird. dieſem Opfer für das Vaterland nicht
verſagen. Heute ſchon mehr darüber zu ſagen, erſcheint
nicht gut angängig, da die Ankündigung des
Regierungs=
organs ja zu allgemein gehalten iſt, um ein näheres Urteil
über dieſen außerordentlichen Vorſchlag zu geſtatten. —
Die Germania hält an der bekannten Zentrumstaktik
feſt ſich nicht zu binden, und meint: Wenn der Bundesrat
dieſem Vorſchlage zuſtimmt, wird von Reichs wegen eine
allgemeine Einſchätzung der Vermögen erforderlich werden,
und es wird alsdann kein prinzivielles Bedenken mehr
gegen die Einführung einer Reichsvermögensſteuer
be=
ſtehen. — Die Tägliche Rundſchau iſt
einverſtan=
den: Die Notwendigkeit unſerer Heeresverſtärkung wird
von keinem Einſichtigen geleugnet, ſie wurde vom
Wehr=
verein und der nationalen Preſſe ſeit Jahresfriſt
unwider=
leglich dargetan, ſie iſt jetzt auch von der Reaierung erkannt
worden, und nunmehr iſt es nicht nur Ehrenpflicht der
Nation, ſondern auch Gebot vernünftiger,
vorausſchauen=
der Selbſterhaltung, der Erkenntnis die Tat folgen zu
laſſen. Je ſchneller, je einmütiger die Annahme der
Hee=
resvorlage erfolgt, deſto ſchneller können die nunmehr
er=
kannten Mißſtände in unſerer Rüſtung beſeitigt werden.
deſto gewaltiger wird aber auch der Eindruck in Europa
ſein, deſto mehr der Friede als verbürgt gelten können. —
Der Berliner Börſen=Courier meint, der ganze
Gedanke einer ſolchen einmaligen Beſitzſteuer trage mehr
den Charakter eines Impulſes, als den einer beſonnenen
ſteuerpolitiſchen Erwägung. Zu dieſer Art Steuer greife
man ſonſt nur in Tagen großer Kriegsnot, wo es raſch
zu handeln gilt, weil der Feind vor den Toren ſteht, und
man nationale Opferwilligkeit von heute auf morgen
zeigen muß. In Friedenszeiten, wie wir ſie doch noch
durchleben, ſollte man ſolche Mittel, die leicht den falſchen
Eindruck eines „letzten” Rettungsankers machen, zu dem
ein finanziell armes, Land greiſt, vermeiden. Wir ſind
kein ſo armes Land, daß nicht Hoffnung wäre, auch auf
dem Wege einer geſunden Steuertechnik zu einem
befriedi=
genden Mittel zu kommen. Dieſe „Kriegsſteuer” macht
den peinlichen Eindruck, als wenn zu ihr eben nur eine
Regierung greift, die einen deus ex machina braucht, weil
ſie ſonſt aus den innerpolitiſchen Schwierigkeiten zwiſchen
Reich und Bundesſtaaten und Regierung und Parlament
nicht meint herauskommen zu können. Und dieſen üblen
Eindruck wird keine noch ſo ſchöne und klangvolle
Erinne=
rung an die Kriegsſtenern vor hundert Jahren verwiſchen
können.: — Die freikonſerbative Poſt meint, für dieſen
beſonderen Fall möge der von der Regierung
eingeſchla=
gene Weg auch als annehmbar und gangbar gelten.
Dar=
über hinaus werde man jedoch nicht verſchweigen dürfen,
daß einer derartigen Abgabe vom Vermögen in anderen
Fällen oder auch ganz allgemein grundſätzliche ſchwere
Bedenken gegenüberſtehen müſſen, deren Natur nicht
weiter erörtert zu werden brauche da der eigentliche
Cha=
rakter dieſer Abgabe ohnehin unſchwer erkennbar ſei.
Die Bayeriſche Staatszeitung beſchäftigt
ſich in ihrem geſtrigen Leitartikel ausführlich mit der
Ver=
lautbarung der Norddeutſchen Allgemeinen Zeitung zur
Vermögensabgabe von der ſie ſagt, daß ſie in die zurzeit
etwas gedrückte Stimmung des deutſchen Volkes einen
nationalen und großen Zug bringe. Nach einigen
Bemer=
kungen wider die Höhe der in Betracht kommenden
Ab=
gaben, von denen in der Preſſe erkannt worden ſei, daß
es ſich um eine gewaltige Leiſtung handle, die einmalig
zu bewältigen iſt, fährt die Staatszeitung fort: Weit üher
den Umfang des einmaligen Bedarfs hingaus abet erheht
ſich die Bedeutung desWedankens, der ſeiner Deckung
zu=
grunde liegen ſoll. Es iſt eine Tat von weltgeſchichtlicher
Größe, zu der das deutſche Volk aufgerufen wird Eine
Summe, deren Beſtreitung aus lauſenden Mitteln
unmög=
lich, deren Beſchaffung durch Anleihen nicht ratſam iſt, ſoll.
durch eine Leiſtung aufgebracht werden, an der
ausſchließ=
lich die beſitzenden Klaſſen beteiligt ſind. Nur einem
ge=
ringen Bruchteil der von dieſer Leiſtung Erfaßten wird es
vergönnt ſein, ſie aus ihrem regelmäßigen Einkommen zu
bewirken. Die überwiegende Maſſe wird an die Subſtanz
ihres Beſitzes greifen müſen, un ohne empfindliche
Sts=
rung ihres häuslichen Budgets den Betrag aufzubringen,
der gefordert wird. Die Geſamtheit der beſitzenden
Klaſ=
ſen würde auf dieſe Weiſe dem nationalen Gedanken ein
Opfer bringen, das die Machtmittel des Reiches wirkſam
verſtärken, dem Auslande Achtung abnötigen und der
Hetz=
arbeit der Sozialdemokratie den Boden entziehen würde.
Die Frage über den Parteien” ſteht nunmehr kar vor
dem deutſchen Volk. Sache ſeiner Vertreter Sache des
Reichstages wird es ſeinerzeit ſein, die Verwirklichung des
großen Gedankens zu ermöglichen, den die Reichsleitung
angekündigt hat. Daß die Anwendung dieſes Prinzips
nur eine einmalige und ausnahmsweiſe durch die
außer=
ordentlichen Umſtände bedingte ſein kann und darf
dar=
über beſteht wohl nirgends ein Zweifel. Der Geiſt
pa=
triotiſchen Opferſinnes, in dem ſie ſich, wie zu hoffen iſt,
zur Bewilligung der Vermögensabgabe
zuſammenſchlie=
ßen, wird wohl auch dann nicht verſagen. wenn es gilt,
die Mittel für das aufzubringen, was die
verant=
wortlichen Stellen im Reiche für die Verſtärkung unſeres
Militäretats für notwendig erachten.
Deutſches Reich.
— Die Geſetzentwürfe, betreffend, diie
vorläufige Regelung des
Reichshaus=
halts und des Haushalts der
Schutz=
gebiete, für das Rechnungsjahr 1913 nebſt
Be=
gründung, ſind, wie ſie vom Bundesrat
be=
ſchloſſen wurden, dem Reichstage zur verfaſſungsmäßigen
Beſchlußnahme zugegangen. In § 1 wird, bis zur
geſetz=
lichen Feſtſtellung des Reichshaushaltsetats für das
Rech=
nungsjahr 1913, auf die nach der Begründung nach
der gegenwärtigen Lage der Reichstagsverhandlungen
vor Beginn dieſes Rechnungsjahres nicht mehr zu rechnen
iſt, der Reichskanzler ermächtigt, für April, Mai und Juni
alle Ausgaben zu leiſten, die zur Erhaltung der geſetzlichen
beſtehenden Einrichtungen und zur Durchführung der
ge=
ſetzlich beſchloſſenen Maßnahmen erforderlich ſind, ferner
die rechtlich begründeten Verpflichtungen des Reiches zu
erfüllen und endlich die Bauten, für die durch den Etat
eines Vorjahres bereits Bewilligungen ſtattgefunden
haben, fortzuſetzen.
Die Sommertagung des Reichstages.
Im Reichstage hat man ſich ſeitens der Fraktionen bereit
erklärt, zur Beratung der Heerespprlagen und der.
Dek=
kungsgeſetze zu einer Sommertagung nach Pfingſten am
27. Mai zuſammenzutreten und vom 30. April bis 27. Mai
eine Vertagung eintreten zu laſſen, hauptſächlich mit
Rück=
ſicht auf die Landtagswahlen in Preußen. Die erſte
Le=
ſung der neuen Vorlagen ſoll noch im April ſtattfinden,
damit der Ausſchuß ſchon im Mai ſeine Arbeiten beginnen
kann. Bis zur Vertagung ſollen der Haushalt
verabſchie=
det, die erſte Leſung der Heeresvorlagen erledigt und
einige kleine Geſetze beraten werden. Im Juni ſollen
dann die übrigen Vorlagen, ſoweit ſie pleuarreif ſind,
ver=
abſchiedet werden. Man rechnet damit, daß der Reichstag
ſich Ende Juni ſpäteſtens auf den Herbſt vertagen wird.
— Keine Aenderung des
Militär=
ſtrafgeſetzbuches. Wie mitgeteilt wird, beruht die
mehrfach aufgetauchte Nachricht von einer bevorſtehenden
Aenderung des Militärſtrafgeſetzbuches anſcheinend auf
einem Mißverſtändnis. Es iſt keine derartige Aenderung
in Ausſicht genommen.
— Die Welfen. Zu der Meldung über
Konferen=
zen des Geheimrats von der Wenſe mit den
Welfen=
führern in Berlin können die Braunſchweiger Neueſten
Nachrichten folgendes mitteilen: Es ſteht feſt, daß Se.
Exzellenz Wirkl. Geheimer Rat von der Wenſe in
Beglei=
tung des Kammerherrn von Schele zu Anfang dieſer
Woche in Berlin geweſen iſt. Bei ſeinem Aufenthalt in
Berlin hat es ſich lediglich um Beratungen über die
be=
vorſtehende Hochzeit der Prinzeſſin Viktoria Luiſe mit dem
Prinzen Ernſt Auguſt gehandelt; alle anderen
Behaup=
tungen ſind glatt erfunden. Selbſtverſtändlich hat
Exzel=
lenz von der Wenſe auch im Kreiſe der ihm perſönlich be
kannten deutſch=hannoverſchen Reichstagsabgeordneten
einige Stunden verbracht.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Heeresvermehrung. Der Zeit zufolge ſoll
in nicht ferner Zeit eine abermalige Erhöhung des
Re=
kruten=Kontingents für das gemeinſame Heer durchgeführt
werden, da das im neuen Wehrgeſetz feſtgeſetzte Kontingent
auch in ſeiner Höchſtziffer von 159500 Mann unzureichend
iſt, um alle Standesſanierungen, beſonders aber die
in=
folge der Ausgeſtaltung der Armee unbedingt notwendigen
Neuaufſtellungen durchführen zu können. Von
militäri=
ſcher Seite wird in dem Blatte dieſe Kontingentserhöhung
vor allem begründet mit der Notwendigkeit, die Armee
in=
folge der territorialen Aenderungen am Balkan und der
fortgeſetzten Rüſtungen in den fremden Militärſtaaten
ſchon im Frieden auf ein bedeutend höheres
Stärkever=
hältnis zu bringen, ſowohl durch Erhöhung der
Kom=
pagnieſtände, die heute erſt 92 Mann zählen, als auch
durch Neuaufſtellungen. Der Mehrbedarf wird auf 25000
bis 30000 Mann angegeben, ſo daß ſich eine
Kontingents=
ziffer von 185000 bis 190000 ergeben würde.
Frankreich.
Nach der
Die dreijährige Dienſtzeit.
France Militaire würde die Wiedereinführung der
allge=
meinen dreijährigen Militärdienſtzeit einen
Friedensbe=
ſtand von 660000 bis 680000 Mann ergeben. Dieſe
Hee=
resvermehrung würde eine ſofortige Ausgabe von fünfzig
Millionen Francs und außerdem eine Erhöhung der
Jah=
resausgaben des Kriegsminiſteriums um hundert
Millio=
nen zur Folge haben.
England.
Rücktritt des Vize königs von Indien.
Der indiſche Vizekönig Lord Hardinge hat laut der
Bir=
mingham Daily Poſt dem Indiſchen Amt ſeine Abſicht,
ſein Amt niederzulegen, telegraphiert. Das Blatt deutet
an, daß das Attentat ſeinen Nerven ſo zugeſetzt habe, daß
er ſich den ſchweren Anforderungen des Amtes nicht mehr
gewachfen fühle, zumal auch die Geſundheit ſeiner Frau
dringend eine Rückkehr nach Europa erfordert. Lord
Hardinge wurde erſt im November 1910 ernannt, hätte
daher kaum die Hälfte ſeiner Zeit abgedient. Ausſicht
auf die Nachfolge ſoll der Kolonialſekretär Lewis
Har=
court haben.
Spanien.
Das italieniſch=ſpaniſche Abkommen.
Imparcial meint in Erörterung der Frage eines
italie=
niſch=ſpaniſchen Abkommens, daß ein ſolches Abkommen
für Spanien ſchmeichelhaft wäre. Spanien müſſe ſich
be=
eilen, mit jeder Nation engere Beziehungen anzuknüpfen,
welche ihm bei der Entwickelung ſeines Handels behilflich
ſeien. Spanien könne aus ſeiner Iſolierung nur durch
den Abſchluß von Handelsverträgen heraustreten. Wenn
die italieniſche Regierung Spanien Vorteile biete, müſſe
es dieſelben ohne Zögern annehmen, es würden dann in
Frankreich in wirtſchaftlicher Hinſicht Spanien hinreichende
Vorteile gewährt. Der hochoffiziöſe Diario Univerſal
er=
klärt, daß endgültige Feſtlegungen in der Frage der
ſpa=
niſch=italieniſchen Entente wegen der Erhaltung des
Flot=
tengleichgewichts im Mittelmeer zuverſichtlich zu erwarten
ſeien. Die Gerüchte über ein ſpaniſch=franzöſiſches
Bünd=
nis ſind gänzlich unbegründet.
Rußland.
Heeresverſtärkung. Der Petersburger
Be=
richterſtatter des Temps meldet aus angeblich ſicherſter
Quelle, daß die ruſſiſche Regierung bereits jetzt die
Ver=
mehrung der Mannſchaftsbeſtände durch Errichtung dreier
neuer Armeekorps ins Auge gefaßt habe. Hierdurch würde
die Zahl der ruſſiſchen Armeekorps auf 41 erhöht werden
Die für das laufende Jahr vorgeſehene Vermehrung
würde eine Schützendiviſion und zwei
Infanteriediviſio=
nen umfaſſen. Die Duma werde die militäriſchen
For=
derungen der Regierung zweifellos bewilligen.
Griechenland.
Die Eröffnung des Parlaments iſt wegen
Unpäßlichkeit des Miniſterpräſidenten Venizelos
verſcho=
ben worden.
Mexiko.
Aufnahme von Anleihen. Der
Finanz=
miniſter ließ dem Kongreß geſtern eine Botſchaft zugehen.
in welcher um die Ermächtigung nachgeſucht wird, zwei
Anleihen aufzunehmen, und zwar eine von 100 Millionen
Peſos im Auslande und eine weitere von 20 Millionen
im Inlande. Die erſte iſt für allgemeine Bedürfniſſe der
Regierung einſchließlich der Ausgaben für die
Heeres=
operationen, die andere für die Zahlung von Entſchädi
gungen, die aus der Revolution von 1910 herrühren,
ein=
ſchließlich der chineſiſchen Anſprüche in Höhe von 3
Mil=
lionen, beſtimmt. Die Botſchaft erſucht den Kongreß,
ſchleunigſt die Regierung zu ermächtigen, Anleihen zu den
beſten erreichbaren Bedingungen aufzunehmen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 4. März.
* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheit die
Groß=
herzogin empfingen am Samstag vormittag 10 Uhr
im Neuen Palais den Major Freiherrn Weſterweller
v. Anthoni und Gemahlin. (Darmſt. Ztg.)
Die Großherzogin ſtattete geſtern vormittag
der Eleonorenſchule einen Beſuch ab.
* Ordensverleihung. Seine Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Kreisrat Freiherrn
Schenck zu Schweinsberg zu Alzey die Erlaubnis
zur Annahme und zum Tragen der ihm von Sr. Maj
dem König von Preußen verliehenen Rote Kreuz=Medaille
3. Klaſſe erteilt.
* Von der Landesuniverſität. Se. Königl. Hoheit
der Großherzog haben den ordentlichen Profeſſor
in der juriſtiſchen Fakultät der Landesuniverſität,
Ge=
heimen Juſtizrat Dr. Artbur Benno Schmidt in Gießen
auf ſein Nachſuchen mit Wirkung vom 1. April 1913 aus
dem Staatsdienſt entlaſſen und den Landgerichtsrat
Dr. Julius Friedrich in Gießen auf ſein Nachſuchen
ſeines Amtes als außerordentlicher Profeſſor bei der
juriſtiſchen Fakultät der Landesuniverſität Gießen mit
Wirkung vom 1. April 1913 enthoben.
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den praktiſchen Arzt Dr. Ludwig Willmann
zu Herbſtein zum Kreisaſſiſtenzarzte bei den
Kreis=
geſundheitsämtern Büdingen und Schotten mit dem
Amtsſitze in Bad Salzhauſen vom Tage ſeines
Dienſt=
antritts an.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der Lehrer
an der Gemeindeſchule zu Rohrbach, K eis Dieburg,
Ludwig Darmſtädter auf ſein Nachſuchen, unter
Anerkennung ſeiner langjährigen treuen Dienſte, vom
1. April 1913 an und ihm aus dieſem Anlaß das
Ritter=
kreuz 2. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des
Groß=
mütigen verliehen.
* Verſetzt wurde der Großh. Pfandmeiſter für den
Beitreibungsbezirk Fürth, Georg Kalbfleiſch zu
Fürth, vom Tage des Dienſtantritts ſeines Nachfolgers
an in gleicher Dienſteigenſchaft in den Beitreibungsbezirk
Lampertheim.
* Erledigte Stellen. Die mit einem
evange=
liſchen Lehrer zu beſetzende Lehrerſtelle an der
Ge=
meindeſchule zu Eckartsborn, Kreis Büdingen.
Die Stelle des Pfandmeiſters des Beitreibungsbezirks
Fürth i. O. Meldeſchluß: Samstag, den 8. März d. J.
Zu der Veröffentlichung „Städtiſche Gelder
für die Duncanſchule” wird von zuſtändiger Stelle
noch das folgende bemerkt: Mit dem Betrieb und dem
Fortbeſtand der Schule hat die Stadt nicht das Geringſte
zu tun.‟ Mit dem Darlehen wurden vielmehr die
Bau=
koſten, die doch Darmſtädter Bürgern zugute kommen,
in ordnungsgemäßer Weiſe abgetragen. Es dürfte
be=
kannt ſein, daß alle Darlehensgeſuche in geheimer Sitzung
erledigt werden und Veröffentlichungen über die Geſuche
und ihre Einzelheiten nicht ſtattfinden. Wenn die
Ver=
waltung nunmehr eine Veröffentlichung ſtattfinden läßt,
ſo geſchieht das, um den unrichtigen und
unkontrollier=
baren Mitteilungen vorzubeugen, die zurzeit in der
Oeffentleckeit Gegenſtand der Grörterung ſind.
g. Schwurgericht. Wegen Straßenraubs ſtand
geſtern der vielfach vorbeſtrafte, 35jährige Stallſchweizer
Eduard Oldenburg aus Stolp vor dem
Schwur=
gericht. Der Angeklagte befand ſich am 5. Dezember
vori=
gen Jahres in der Herberge zu Bensheim, wo der 48
jäh=
rige Schriftſetzer Karl Buchner durch reichliches
Geld=
ausgeben die Aufmerkſamkeit des Angeklagten erweckte
Er machte ſich an Buchner heran, und als dieſer gegen
Mitternacht erklärte, er wolle noch in der Nacht nach
Darmſtadt walzen, erbot ſich Oldenburg, ihn zu
beglei=
ten, obwohl er ſchon das Schlafgeld bezahlt hatte und
die Nacht bitterkalt war. Er führte den Buchner jedoch
nicht auf den Weg nach Darmſtadt, ſondern nach dem
Schwanheimer Wald. Als ſie einige Zeit im Walde
ge=
gangen waren, faßte Oldenburg den Buchner plötzlich an
der Bruſt und rief: „Jetzt habe ich dich lange genug
be=
gleitet, nun gib das Geld her” Mit der anderen Hand
griff er in die Hoſentaſche und ergriff das Portemonnaie,
eine Streichholzſchachtel und ein Feuerzeug. Da Buch
ner einſah, daß er gegen den kräftigen Menſchen nichts
ausrichten konnte, leiſtete er nur ſchwachen Widerſtand
gegen die Beraubung. Buchner wanderte dann weiter
und kam nach Darmſtadt, während Oldenburg denſelben
Weg nach Bensheim zurückging und wieder in der
Her=
berge einkehrte, wo er die geraubten Gegenſtände zumt
Teil verkaufte. Buchner traf in der Darmſtädter
Her=
berge einen Wanderer, der an dem Abend in der
Bens=
heimer Herberge geblieben war. Als dieſem Buchner
von=
dem Ueberfall erzählte, ſagte dieſer, daß Oldenburg ein
ſolches Portemonnaie, wie beſchrieben, verkauft hatte.
Daraufhin konnte Oldenburg feſtgenommen werden.
In=
der geſtrigen Verhandlung gab dieſer den Sachverhalt im
großen und ganzen zu, beruft ſich aber darauf, daß er
be=
trunken geweſen ſei. Er habe nicht von vornherein die
Abſicht gehabt, den Buchner zu berauben, auch dieſem
nicht gedroht, er habe gar keine Waffe oder Meſſer bei
ſich=
gehabt. Buchner gibt an, daß er etwa 5 Mark in zwei
Portemonnaies hatte. Der Angeklagte habe ihm erſt in
die Hoſentaſche, dann in die innere Weſtentaſche
ge=
griffen. Bei dem Angriff ſei er zu Boden gefallen.
Oldenburg gibt an, daß er nur ein Portemonnaie mit
twa 1 Mark erbeutet habe. Die Geſchworenen bejahten
die Frage nach Straßenraub und billigten dem
An=
geklagten mildernde Umſtände zu. Der Staatsanwalt
beantragte daraufhin eine Gefängnisſtrafe von
2½ Jahren. Das Gericht erkannte auf 2 Jahre
Ge=
fängnis und 5 Jahre Ehrverluſt. Von der
Unterſuchungshaft wurden dem Angeklagten 2 Monate
angerechnet.
g. Strafkammer. Wegen umfangreichen Stallhaſen=,
Hämmel= und Gänſediebſtählen hatten ſich geſtern zwei
Offenbacher Arbeiter vor der hieſigen Strafkammer zu
verantworten. Der 36jährige, vorbeſtrafte Taglöhner
Andreas Breitenband aus Rückingen, und der 30
jäh=
rige, noch nicht vorbeſtrafte Fabrikarbeiter Joſeph Franz
Arnold aus Offenbach arbeiteten gemeinſam in einer
Offenbacher Fabrik bei einem Wochenlohn von 22 bis 23
Mark. Den erſten Diebſtahl begingen die Angeklagten
Ende Oktober in einem Gartengrundſtück in der
Eiſen=
bahnſtraße, wo ſie drei Stallhaſen im Werte von 10 Mark
erbeuteten. Einige Tage danach holten ſie ſich aus einem=
Pferch einen Hammel. Im ganzen verübten ſie neun
Dieb=
ſtähle. Bei einer Hausſuchung in der Wohnung
Ar=
nolds wurden im Kinderbett einige Hammelteile
gefun=
den; Arnold gab daraufhin die Diebſtähle zu. Auf ſeine
Angaben hin wurde Breitenband auf der Arbeitsſtelle
feſtgenommen; er gab dann auch nach anfänglichem
Leug=
nen ſeine Beteiligung zu. Er gab in der geſtrigen
Ver=
handlung an, daß Arnold erſt Diebſtahlsgelegenheiten
Wilhelm Kreß 7.
Zum Tode des Altmeiſters der Flugtechnik.
Von Alex Victor von Frankenberg und
Lud=
wigsdorff (Darmſtadt).
Es iſt nicht ſowohl durch die Ausſprüche bedeutender
Fachmänner als durch den Verlauf der Geſchichte ſelbſt
einwandfrei feſtgeſtellt, daß die Entwickelung zu dem
heu=
tigen Typus des Flugapparates über die Gleitflieger und
den erſten manntragenden Drachenflieger ging. Nicht etwa
eine naturnotwendige Folge bedingte dieſen Verlauf,
ſon=
dern als ganz willkürliche Tatſache ſtellte ſie ſich in die
endloſe Reihe der Geſchehniſſe ein. Um ſo weniger dürfen
wir die großen, ja meiſt recht bedeutenden Verdienſte der
Männer verkennen oder vergeſſen, die, ihrer Zeit
voraus=
geeilt, ihr Wiſſen und Können in andere Bahnen lenkten
um das große gemeinſame Ziel, die Sehnſucht nach der
Höhe, zu verwirklichen.
Vor einer Woche iſt wieder einer dieſer Heroen auf
dem Gebiete der Luftfahrt dem unerbittlichen Tode zum
Opfer gefallen. Wilhelm Kreß, der Neſtor der Aviatiker,
wie er ſtets genannt wurde, hat ſeinem lieben Wien ein
letztes Lebewohl geſagt. Noch vor vier Jahren, am 29.
Juli 1909, feierte er rüſtig und in geiſtiger Friſche ſeinen
75. Geburtstag, gleichzeitig auch ſein 30jähriges Jubiläum
als Flugtechniker. In St. Petersburg als der Sohn
deutſcher Eltern im Jahre 1834 geboren, kam er mit 28
Jahren nach Wien, wo er ſich dem techniſchen Studium
widmete und ſich in ſeinem Fache bald hervortat. 1870
faßte er erſtmalig, angeregt durch die Verſuche der
Fran=
zoſen Tatin und Pénaud den Entſchluß, ſich mit dem
Problem des dynamiſchen Fluges zu befaſſen. Sehr
ver=
lockend war dieſe Abſicht zu jener Zeit gerade nicht zu
nennen; denn faſt alle Gelehrte und Ingenieure beſtritten
damals energiſch die Möglichkeit eines freien menſchlichen
Fluges. Trotz vieler Anfeindungen gelang es Kreß 1880,
mit einem Drachenfliegermodell an die Oeffentlichkeit zu
treten, das ihm auch in Deutſchland, Oeſterreich und
Frank=
reich patentiert wurde. Gelegentlich eines großen
Vor=
trages ließ er das Modell, dem er den Namen Asrovéloce
beigelegt hatte, von einem längeren Tiſch auf ſeinen
Schlit=
tenkufen ablaufen. Angetrieben durch ſeine Gummiſchnüre
durchflog der kleine Apparat mit einer Geſchwindigkeit
von 4 Metern den großen Saal. In Rede und
Schrifts) verteidigte Kreß von nun an ſeine
An=
ſichten über die Möglichkeit des dynamiſchen Fluges
und wurde nicht müde, durch praktiſch ausgeführte
Bei=
ſpiele die Mitwelt von der Richtigkeit ſeiner Darlegungen
zu überzeugen. Auch mit dem Problem des
Schwingen=
fliegers beſchäftigte er ſich (1888) und verfertigte einen
Apparat mit elaſtiſchem Bruſtband, deſſen Flügel durch ein
Hebelſyſtem in Bewegung geſetzt wurden. Dieſe Maſchine,
ſowie ein größeres Modell ſeines erſten Drachenfliegers
das zum erſten Male mit ſtufenförmig von vorne nach
rück=
wärts abſteigenden Tragflächen ausgerüſtet war, wurden
1887 ausgeſtellt. Jetzt erſt wurden ſeine Landsleute auf
ihn aufmerkſam: Kaiſer Franz Joſef kam, beſichtigte die
Apparate und ſprach ſich anerkennend über dieſelben aus;
es bildete ſich ein Kreß=Komitee, das ſich zur Aufgabe
ſtellte, die Mittel zur Ausführung ſeiner Flugmaſchine im
großen aufzubringen; Kreß ſelbſt begründete den erſten
flugtechniſchen Verein in ſeinem zum zweiten
Heimats=
orte gewordenen Wien. Und ſo war im Jahre 1898
end=
lich die erforderliche Summe zum Beginne des Baues
zuſammen. Rüſtig wurde die Arbeit gefördert. Es
ent=
ſtand nach den Plänen des Meiſters ein großer
Drachen=
flieger mit drei von vorne nach rückwärts aufſteigenden
Tragflächen. Das ganze aus Stahlrohr verfertigte
Ge=
ſtell war 16 Meter lang und ruhte auf zwei
Aluminium=
pontons, die nach unten mit ſchmalen Kufen verſehen
*) Außer vielen wiſſenſchaftlichen Abhandlungen in den
„Illuſtr. Aeronaut. Mitteil.”, der „Wiener Luftſchiffer=
Zeitung” ſowie der „Zeitſchrift für Luftſchiffahrt und
Flugtechnik” die den wiſſenſchaftlichen Ruf ſeiner
Per=
ſönlichkeit begründeten, beſitzen wir von Kreß zwei
ſelbſt=
ſtändige, in Buchform erſchienene Werke: „Aérovéloce,
Lenkbare Flugmaſchine, erfunden und beſchrieben von
Wilhelm Kreß.” Wien 1880, ſowie eine ſpätere Schrift:
„Aviatik. Wie der Vogel fliegt und der Menſch fliegen
wird”, Wien, Spielhagen u. Schmidt, 1903. (auch ins
Franzöſiſche überſetzt),
waren. Dieſe Einrichtung, die nicht ohne Rückſicht auf
eine Polarexpedition entſtanden ſein mochte, ſollte es
er=
möglichen, ſowohl auf dem Waſſer wie auch als Schlitten
auf Schnee und Eisflächen zu landen und aufzuſteigen.
Die Verſuche wurden 1899 auf einem kleinen See in
Unter=
tullnerbach bei Wien,dem ſogen. Tullnerſee, begonnen; aber
erſt 1900 erhielt Kreß einen kleinen Motor von 7 Ps.
zum Einbau in den Apparat, der natürlich die
erforder=
liche Stärke bei weitem nicht beſaß. Jetzt waren auch die
Mittel des Komitees erſchöpft und Kreß hätte ſeinem
Schaffen Einhalt tun müſſen, hätte ihm nicht Kaiſer Franz
Joſef in hochherziger Weiſe mit einem Weihnachtsgeſchent
von 5000 Kronen die Fortſetzung ſeines Werkes
ermög=
licht. Ein Motor von 30 PS. wurde angeſchafft, doch
er=
wies er ſich, den Berechnungen entgegen, als viel zu ſchwer
Trotzdem wagte Kreß einen neuen Verſuch. Er brachte auf
einem Schienengleiſe ſeinen Flieger ins Waſſer und es
gelang ihm bei langſamer Fahrt einige Wendungen
aus=
zuführen. Dann ließ er den Motor ſchneller laufen und
ſtellte feſt, daß ſich der Apparat bereits ein wenig aus dem
Waſſer gehoben hatte. So ging es in ſauſender Fahrt,
halb im Waſſer, halb in der Luft, bis zum Ende des Sees.
Aber bei der Kurve, die Kreß anſcheinend zu ſcharf nahm,
kippte der ganze Apparat um, und verſank in den Fluten.
Faſt wäre auch der Erfinder ein Opfer der gierigen Wellen
geworden, hätte nicht ein Wächter am Ufer ſeine
Hilfe=
rufe vernommen und ihn gerettet. Als man den Apparat
nach langen Mühen am anderen Tage wieder auffiſchte,
war der Motor, der unbrauchbarſte Teil, unverſehrt
ge=
blieben. Dagegen war die ganze Tragflächenkonſtruktion
eine unförmliche Maſſe von verbogenen Röhren und
Drähten.
Im Sommer 1902 baute Kreß ein zweites mit vier
Tragflächen ausgerüſtetes Modell. Doch mußte die
Kon=
ſtruktion aus. Mangel an Geld wieder eingeſtellt werden
Man hat ſich bemüht, dem greiſen Erfinder die nötigen
Mittel zur Vollendung zu verſchaffen. Aber trotz aller
Anſtrengungen intereſſierter Kreiſe blieb alle Propaganda
ziemlich erfolglos.
Woran war nun der Erfolg ſeines Studiums
geſchei=
tert? Nicht an der theoretiſchen Löſung der Aufgabe,
ſon=
dern lediglich an den praktiſchen Anforderungen, denen
ausgekundſchaftet habe, während Arnold angibt,
Brei=
tenband habe ihm ſeine Not geklagt, daß er mit ſeinem
Lohne nicht auskomme und ob ſie nicht zuſammen
Dieb=
ſtähle begehen könnten. Als Diebſtahlsbeute konnten 13
Haſen, 4. Gänſe und 4 Hämmel ermittelt werden, die
einen Geſamtwert von etwa 200 Mark haben. Das
Ge=
richt verurteilte die Angeklagten wegen
Bandendieb=
ſtahls in ſechs einfachen und drei ſchweren Fällen
unter Zubilligung mildernder Umſtände den
Breiten=
band zu 1 Jahr Gefängnis und den Arnold zu
9 Monaten Gefängnis. Von der
Unterſuchungs=
haft wurden ihnen 2 Monate in Anrechnung gebracht
Der ſchon oft vorbeſtrafte, 25jährige Taglöhner
Hein=
rich Friele aus Harbach (Kreis Gießen), der erſt am
30. Dezember 1912 von der hieſigen Strafkammer wegen
in Offenbach verübter Ueberzieherdiebſtähle zu 1 Jahr
6 Monaten Zuchthaus verurteilt wurde, hatte ſich geſtern
abermals wegen eines Diebſtahls zu verantworten. Der
Angeklagte hielt ſich arbeitslos bei ſeinem
Schwieger=
vater, dem 66jährigen Invaliden Michael Klug in
Mainflingen, auf. Er verſchwand am Morgen des 4.
November unter Mitnahme eines Portemonnaies des
Schwiegervaters mit 14 Mark Inhalt. Auf Veranlaſſung
der Ehefrau des Angeklagten hatte Klug das Geld, die
tags vorher erhobene Invalidenrente, verſteckt; trotzdem
mußte der Angeklagte das Verſteck ausfindig gemacht
haben. Er beſtreitet den Diebſtahl, wird aber durch die
Zeugenausſagen überführt. Das Gericht verurteilte den
Angeklagten zu einer Zuſatzſtrafe von 2 Monaten
Zuchthaus.
Provinzialausſchuß. Die Tagesordnung zur
Sitzung des Provinzialausſchuſſes der Provinz
Starken=
burg am Samstag, den 8. März, vormittags 9½ Uhr,
lautet: 1. Antrag des Kreisamts Darmſtadt auf
Ent=
ziehung des Führerſcheins- für Kraftfahrzeuge des
Chauffeurs Balthaſar Dörr zu Darmſtadt. 2. Klage der
Gemeinderatsmitglieder Johann Jakob Walther II. und
4 Konſorten gegen den Großh. Bürgermeiſter Hörr von
Hüttenthal wegen Aufhebung eines Beſchluſſes des
Kreisausſchuſſes Erbach vom 12. Dezember 1912. 3.
Ge=
ſuch des Georg Kaffitz von Karlsberg um Erteilung
eines Wandergewerbeſcheins. 4. Geſuch der
Gewerk=
chaft Friedrich von Hungen um Entnahme von Waſſer
aus dem Riedbach.
D Zur 20. Sitzung der Stadtverordneten=
Ver=
ſammlung am Donnerstag, den 6. März, nachmittags
3½ Uhr, iſt folgende Tagesordnung feſtgeſetzt: 1.
Mit=
teilungen. 2. Entwäſſerung des Klubhauſes auf dem
Sportplatz am Kirchenweg. 3. Herſtellung des
Wald=
wegs von den Hirſchköpfen nach dem Oberwaldhaus.
4. Anſchaffung eines Sprengwagens für die
Straßen=
reinigung. 5. Errichtung neuer Klaſſen an den Mittel=
und Stadtſchulen zu Beginn des Schuljahrs 1913/14
6. Errichtung neuer Klaſſen an der Eleonorenſchule und
der Frauenſchule (Bewilligung der Mittel). 7.
Kredit=
bewilligung für beſondere Bedürfniſſe der Victoriaſchule
und der Eleonorenſchule. 8. Die Aenderung des Tarifs
für die Erhebung einer Kanakbenutzungsgebühr. 9.
Aen=
derung des § 9 des Ortsbauſtatuts.
Von der Techniſchen Hochſchule. Der Diplom=
Ingenieur Ludwig Zeh aus Nieder=Ramſtadt hat ſich
am 1. März d. Js. an der hieſigen Techniſchen
Hoch=
ſchule der mündlichen Doktor=Ingenieur=Prüfung im
Chemiſchen Fach unterzogen und mit „gut” beſtanden.
Rh. Von der Techniſchen Hochſchule. Aus der
Jubi=
läumsſtiftung früherer Studierender der
Techniſchen Hochſchule und aus der
Jubiläums=
ſtiftung der Stadt Darmſtadt konnen
Stipen=
dien im Betrage von 330 Mark und 400 Mark, zuſammen
730 Mark, an ſtrebſame, talentvolle Studierende vergeben
werden, welche mit Erfolg und geſitteter Führung ihre
geſamten Studien an der Techniſchen Hochſchule hier
voll=
endet haben. Dieſe Stipendien ſind von den Stipendiaten
in der Weiſe zu verwenden, daß dieſe lehrreiche Werke
und Ausführungen der Induſtrie und Kunſt älterer und
neuerer Perioden und techniſche Etabliſſements zu ihrer
weiteren beruflichen Ausbildung beſuchen, worüber ein
Reiſebericht einzureichen iſt. — Zu Beginn des
Sommer=
ſemeſters 1913 ſind an Studierende der Techniſchen Hoch
ſchule zu vergeben: 1. Etwa 8— 10 Studiengeld=
Erlaſſe. Dieſe können nur an ſolche Studierende ver
geben werden, welche die heſſiſche Staatsangehörigkeit
be=
ſitzen. 2. Drei Stipendien an drei deutſche
Stu=
dierende aus der Stipendienſtiftung der Bank für Handel
und Induſtrie und der Bank für Süddeutſchland zu
Darm=
ſtadt. Bei Vergebung dieſer Stipendien iſt erfolgreiches
wiſſenſchaftliches Streben und geſittete Aufführung der
Bewerber entſcheidend. Heſſiſche Staatsangehörige
wer=
den in erſter Linie berückſichtigt. 3. Ein Stipendium
aus der Heinrich Eckſtein=Stiftung. Das
Sti=
pendium wird an einen fleißigen, materieller Unterſtützung
bedürftigen heſſiſchen Studierenden vergeben. 4. Ein
Bergmanns=Stipendium, eventuell auf drei
Jahre, für Söhne von Eltern aus den Provinzen
Star=
kenburg und Oberheſſen. 5. Einige Stipendien
aus der Stiftung von Induſtriellen des Großherzogtums
Heſſen und benachbarter Gebiete. Das Stipendium ſoll
hervorragend befähigten Studierenden, die Angehörige des
Deutſchen Reiches ſind, die Mittel zur Erweiterung und
Fortſetzung ihrer Studien gewähren. — Die theoretiſche
Prüfung für Feldbereinigungsgeometer
wird zu Beginn des Sommerſemeſters abgehalten werden.
Die Vorleſungen und Uebungen des Winterſemeſters
werden am Freitag, den 7. März, abends geſchloſſen. Für
das Sommerſemeſter 1913 iſt der Beginn der Vorleſungen
und Uebungen auf Dienstag, den 22. April, feſtgeſetzt. Die
Einſchreibungen finden in der Zeit vom 18. April bis 20.
Mai einſchließlich ſtatt. Von Studierenden, Hörern und
Gäſten, die ſich mit Genehmigung des Rektorats erſt nach
dem 20. Mai im Sekretariat anmelden, wird außer dem
Unterrichtsgeld eine Sondergebühr erhoben, und zwar
von Studierenden eine ſolche von 10 Mark, von Hörern
5 Mark und von Gäſten 2 Mark.
Vom Großh. Hoftheater. Heute, Dienstag, findet
die erſte Wiederholung der Lehärſchen Operette „Eva”
ſtatt. Buchſtabe A. 34. Anfang: 7½ Uhr. Am Mittwoch,
den 5. März, wird unter Spielleitung von Regiſſeur Hacker,
auf Buchſtaben C 34, die Luſtſpiel=Novität „Frauerl
von Alex Engel und Leo W. Stein erſtmalig in Szene
gehen und zwar in den Hauptrollen mit den Herren
Jor=
dan (Wögerer), Schneider (Emil), Weſtermann (Hofrat
Reitmeyer), Semler (Steinburg), Jürgas (Dr. Kölbl) und
die Damen: Gothe (Stephanie), Müller=Rudolph (
Fran=
ziska), Berka (Daiſy v. Payer) beſetzt. Die Vorſtellung
beginnt um 7½ Uhr. — Am Donnerstag, den 6. d. Mts.,
gelangt der „Fliegende Holländer” in der neuen
Inſzenierung zur erſtmaligen Wiederholung und zwar auf
den Buchſtaben D 34. Anfang 7½ Uhr. Am Freitag, den
7. d. Mts., wird in dieſer Saiſon zum erſtenmal eine
Pucciniſche Oper gegeben: „Tosca‟ Die Aufführung
gewinnt ein erhöhtes Intereſſe durch die Mitwirkung
eines Gaſtes. In der Titelrolle begegnet uns hier
erſt=
malig Eliſabeth von Schroeder. (Clary.)
* Stadtiſche Schulzahnklinik der Haupt= und
Reſidenzſtadt Darmſtadt, Waldſtraße 21.
Sprech=
ſtunden von 9—12 und von 2—5 Uhr. Im Februar
wurden behandelt 750 Kinder (448 Mädchen, 302 Knaben)
mit 1296 Konſultationen. Gefüllt wurden 1974 Zähne,
ausgezogen wurden 1132 Zähne (968 Milchzähne, 164
bleibende Zähne). Zahl der Tage, an denen
Sprech=
ſtunden abgehalten wurden: 24.
* Hanſa=Bund und Mittelſtand. Man ſchreibt uns
verſpätet: Im Anſchluß an die Beſprechungen, welche
Ende Oktober v. J. über die wichtigen Fragen des
Borg=
unweſens und der Kaufmänniſchen Buchführung
ſtattge=
funden haben, iſt in der am letzten Freitag abgehaltenen
weiteren Sitzung der Ausſchüſſe für Handwerk und
Klein=
handel der Ortsgruppe Darmſtadt des Hanſa=Bundes ein
greifbares Reſultat ſerzielt worden. Nach eingehender
Ausſprache einigte man ſich dahin, es möchten die
einzel=
nen Innungen und Korporationen bei ihren Mitgliedern
dahin wirken, es möchten die Rechnungen für
Repara=
turen ſpäteſtens am Schluſſe des betreffenden Monats und
die Rechnungen für ſonſtige Lieferungen ſpäteſtens am
Schluſſe des jeweiligen Quartals der Kundſchaft
über=
mittelt werden. Man hält die Durchführung einer
der=
artigen Maßnahme für durchaus möglich und erhofft von
ihr einen bedeutend ſchnelleren Eingang der ausſtehenden
Beträge als dies bei der leider vielfach übergroßen
Kre=
ditinanſpruchnahme feitens der Kundſchaft gegenwärtig
der Fall iſt. Als äußerſt wünſchenswert wurde es
bezeich=
net, daß die Zahlung der Reparaturen ſofort bei
Zuſtell=
ung der betreffenden Rechnungen ſeitens der Kundſchaft
erfolgt. Weiter wurde als überſichtlichſte Art der
Buch=
führung nach längeren praktiſchen Verſuchen, welche
ſei=
tens des Herrn Glaſermeiſter Werner angeſtellt worden
ſind, die amerikaniſche bezeichnet. Da dieſe Buchführung
für die verſchiedenen Gewerbezweige entſprechende
Ab=
änderungen erfahren muß, ſollen für die jeweilig
zuſam=
mengehörigen Geſchäftszweige nunmehr beſondere Muſter
aufgeſtellt werden, welche dann den einzelnen
Gewerbe=
treibenden zugängig zu machen ſind. Endlich wurde noch
über einen eventuellen Ausbau des mittelſtändiſchen
Kre=
ditweſens durch eine Verbindung der Sparkaſſen und
Ge=
noſſenſchaften verhandelt. Zur weiteren Verfolgung
die=
ſer einſchneidenden Fragen wurde eine beſondere
Kom=
miſſion gewählt, an deren Beratungen auch erfahrene
An=
gehörige des Bankfaches teilnehmen ſollen.
— Eine japaniſche Feier wird, wie ſchon mitgeteilt,
am 9. März zum Beſten des Allgemeinen
Evan=
geliſch=Proteſtantiſchen Miſſionsvereins
veranſtaltet werden. Bei derſelben wird ein japaniſches
Trauerſpiel „Sogoro” ſowie eine Szene „Iim
Frauengemach” zur Aufführung kommen. Ferner
werden verſchiedene junge Damen japaniſche Lieder zur
Laute ſingen. Die Aufführungen ſtehen unter der Leitung
von Fräulein Anna Ethel, unſerer beliebten früheren
Hofſchauſpielerin, die ſelbſt in einer Szene die Hauptrolle
zu übernehmen die Güte hatte. Das lebhafte Intereſſe,
das ſich mehr und mehr der deutſchen Kulturarbeit der
Miſſion im Oſten zuwendet, findet am beſten ſeinen
Aus=
druck in der Nationalſpende für die chriſtlichen Miſſionen,
die das deutſche Volk zum 25jährigen Regierungsjubiläum
ſeines Kaiſers veranſtaltet. In richtiger Erkenntnis der
ſittlichen wie nationalen Seite der Miſſionsſache haben
die leitenden Kreiſe ſich an die Spitze geſtellt, um die Sache
der Miſſion zu fördern, die dringend ausgiebiger Hilfe
bedarf, um ihre Hoſpitäler, ihre Schulen und Kirchen zu
erhalten. So möge denn dieſe Veranſtaltung zum Beſten
der Miſſion reichen Erfolg haben!
Odenwaldklub Ein klarer, froſtiger Wintermorgen,
die fahle Mondſichel ſtand noch am Himmel, begrüßte am
Sonntag die treuen Wanderer der hieſigen Ortsgruppe
am Böllenfalltor, dem Sammelplatz zum letzten
programm=
mäßigen Marſche im Wanderjahre 1912/1913. Friſch auf!
ertönte kurz nach 7 Uhr der Ruf der Führer, und von
Amſelſchlag und Vogelgezwitſcher begleitet, gings nach
Nieder=Ramſtadt, Neutſch, Ernſthofen, Klein=Bieberau,
Neunkirchen, wo Gaſtwirt Meyer mit ſeinem Stabe
dienſt=
barer Geiſter ſchon mit Ungeduld wartete. Nach etwa
1½ſtündigem Aufenthalt in dem gaſtlichen „Grünen Baum”
wo bei vorzüglicher Verpflegung und würzigen Reden
„Stimmung” geſchaffen wurde, ward der zweite Teil der
Wanderung angetreten, der über Brandau und Staffler
Kreuz, durch das herrliche Stettbacher Tal, nach
Jugen=
heim a. d. B. führte. Dort wurde bei Rindfuß im Hotel
„Zur Krone‟ Einkehr gehalten. Herzlichſter Dank gebührt
den beiden Führern, Herren Kramer und Stumpf, die mit
großem Fleiß und viel Sorgfalt eine Tour ausgearbeitet
haben, die als vorbildlich gelten kann. „Auf ſolchen
We=
gen ſind wir noch nie nach Neunkirchen geführt worden!“
Das war das Urteil und die Anerkennung, die die Führer
ſelbſt von den älteſten der alten Klubgenoſſen hinnehmen
durften. Ende gut, alles gut! Und nun „Friſch auf!”
zum Dekorierungsfeſt
C. Der Bezirksverein Beſſungen hielt im Gaſthauſe
„Zum Ochſen” ſeine Hauptverſammlung ab. Der erſte
Vorſitzende, Herr Glaſermeiſter Werner, eröffnete die
Tagung um 9 Uhr und erteilte Herrn
Staatsſchuldenbuch=
halter Wenchel das Wort zu einem Vortrag über „Die
Gemeindeſteuern früher und heute‟. Die lichtvollen
Aus=
führungen des Redners über das aktuelle Thema fanden
ebhaften Beifall Hierauf berichtete der erſte Vorſitzende
über die Tätigkeit des Vorſtandes im letzten Jahre.
Zu=
nächſt gedenkt er der vergeblichen Bemühungen des
Ver=
eins zur Verhütung des Aufſchlags des Bahntarifs von
10 auf 15 Pfennia für einen Teil Beſſungens. Die
Hin=
auslegung des Südbahnhofs hält er für Beſſungen nicht
von Vorteil und den Verluſt des Güterbahnhofes nach wie
vor für ſehr bedauerlich. Das Gartenſtadtproiekt zwiſchen
den beiden Friedhöfen begegnet verſchiedener Beurteilung,
jedoch dürfte es eher zum Nutzen des Stadtteils gereichen;
dem neuen Knabenhort wird warmes Intereſſe
entgegen=
gebracht. Das Geſuch bei der Direktion Mainz, betreffs
Errichtung eines Schutzdaches auf dem Beſſunger
Bahn=
hof wurde vorerſt abgelehnt. Ein Fußſteig über den
Bahneinſchnitt zwiſchen Turnhalle und neuer Südbahnhof
iſt in Ausſicht. Die Durchführung der alten Niederſtraße
zur Heidelberger Straße wird im Auge behalten, leider
ſind aber die Forderungen der betreffenden
Grundſtücks=
eigentümerin vorerſt zu hoch. Auch die Durchführung der
Kiesbergſtraße bis zur Beſſunger Straße wird hoffentlich
nicht mehr lange auf ſich warten laſſen. Betreffs der
Paſſage durch den Prinz=Emil=Garten von Nord nach Süd
iſt bei der Kabinettsdirektion ein Antrag geſtellt worden,
der aber abgelehnt wurde. Mit dem Fortſchritt der
Gar=
tenſtadtſache wird auch die Paſſage durch den
Orangerie=
garten von der Beſſunger zur Seekatzſtraße unabweislich.
Eine Beteiligung am Feſthausverein geſtatten die
Finanzen zurzeit noch nicht. Zum Schluſſe wurde noch
der großen Verdienſte des früheren erſten Vorſitzenden
Herrn Stadtverordneten Leyerzapf um die
Vereins=
ſache gedacht. Letzterer ſpricht ſeinen Dank für ſeine
Er=
nennung zum Ehrenvorſitzenden aus. Hierauf folgt die
Entlaſtung des Rechners. Herr Stadtverordneter Saeng
dankt für die freundliche Einladung und ſtellt das rege
Leben im Verein feſt. Als erſter Vorſitzender wird Herr
Glaſermeiſter Werner, als zweiter Herr Lehrer L. Schmitt
wiedergewählt. Der alte Vorſtand wird ebenfalls
wieder=
gewählt mit der Ausnahme, daß ſtatt Herrn Dr.=Ing. Heyd
Herr Fritz Nold eintreten wird. Der erſte Vorſitzende
teilt weiter mit, daß die Bürgermeiſterei den Verein
ge=
beten habe, dafür tätig zu ſein, daß die Zuſammenlegung
der Grundſtücke am Südbahnhof bald erfolgen könne.
Eine angeregte Diskuſſion beſchloß den Abend.
Gartenbau=Verein. Man ſchreibt uns: Die von dem
Gartenbau=Verein veranlaßte Vorführung der
Rom=
perit=Spreng=Kultur ſeitens der Dresdener
Dy=
namitfabrik am Samstag nachmittag auf der Marienhöhe
die damalige Motorinduſtrie noch nicht gewachſen war.
Mit einem Worte: Kreß war an der Motorfrage
geſchei=
tert. Wie vor ihm du Temple, Hiram Maxim Ader, ſo
nach ihm auch Hofmann. Seine Idee war reif, aber die
Zeit war noch nicht gekommen, ſie zu pflücken. Aber alle
haben ſie von ihm gelernt. Vielen hat er die erſte
Anreg=
ung zu flugtechniſchen Studien gegeben. Die Gebrüder
Wright nahmen von ihm die Anordnung der beiden
Pro=
peller, Farman die Verwertung der Tragflächen. Und
ſein ureigenſtes Verdienſt beſteht und bleibt darin, daß er
30 Jahre vor dem erſten menſchlichen Fluge bereits die
richtigen Geſetze zu ihrer Verwirklichung angab. In einer
ſeiner beſten Schriften ſchrieb er einſt wehmütig: „„Mir
bleibt nur noch der Wunſch, den endgültigen Erfolg des
Drächenfliegers, wenn auch von anderen flugtechniſchen
Kollegen ausgeführt, wenigſtens erleben zu können.” Sein
letzter Wunſch iſt noch zu Lebzeiten in Erfüllung gegangen.
Er ſelber war es, dem, vielleicht unbewußt, durch ſein
un=
ermüdliches Schaffen und Ringen ein großer Teil des
Verdienſtes zukam.
Feuilleton.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
K. Aus dem Weimarer Kunſtleben. Mit
dem Ablauf der gegenwärtigen Spielzeit am Hoftheater
verläßt — wie uns unſer Weimarer Mitarbeiter ſchreibt
abermals ein Künſtler, der im Theater= und Konzertleben
Weimars eine bedeutende Rolle geſpielt, die Goethe=Stadt:
Wilhelm Grümmer, der Kapellmeiſter des Großh.
Hoftheaters, wird am 1. September d. J. den Poſten des
erſten Kapellmeiſters an der Volksoper in
Wien als Nachfolger von Dr. Otto Egger übernehmen.
Er iſt der Bruder des Profeſſors Paul Grümmer, Dozent
für Muſik und darſtellende Kunſt an der K. K. Akademie
in Wien. Grümmer ſteht in ſeinen beſten Schaffensjahren.
1877 in Gera als Sohn des Kammermuſikers G. (heute
noch in der Fürſtl. Hofkapelle aktiv) geboren, wurde er
zu=
nächſt Geiger, indem er bei Hans Sitt in Leipzig ſtudierte.
Bald ſattelte er um und wurde Schüler von Maſſenet in
Paris. Als Kapellmeiſter war G. dann am Fürſtl.
Hof=
theater in Sondershauſen, dann am Stadttheater in
Stet=
tin und als Konzertdirigent in Darmſtadt tätig.
Schließ=
lich bekleidete er den erſten Kapellmeiſterpoſten am
Stadt=
theater in Erfurt (im Nebenamt den daſelbſt ſehr
ge=
ſchätzten Poſten als Organiſt der Synagoge), von wo er
vor vier Jahren für das Weimarer Hoftheater verpflichtet
wurde. In dieſer Stellung hat G. hauptſächlich als
Diri=
gent der komiſchen Oper außerordentliche Erfolge zu
ver=
zeichnen, nebenbei ſich aber im Konzertſaal als ein überaus
befähigter und zukunftsreicher Künſtler erwieſen. Aus
privaten Gründen löſte er ſeinen Vertrag. Das
Wei=
marer Hoftheater verliert aber mit G. einen fleißigen,
tem=
veramentvollen Künſtler, für den Erſatz zu finden nicht
leicht ſein wird.
sch. Der Ausbau des Goethe=National=
Muſeums ſoll, wie uns aus Weimar geſchrieben wird
von der Großh. Staatsregierung, auf Anregung und
Be=
gründung durch den Direktor Geheimrat von Oettingen in
Angriff genommen werden. Es werden dem
verſammel=
ten Landtage 114000 Mark als Forderung vorgelegt zur
baldigen Errichtung eines feuerſicheren
Samm=
lungsbaues. Dieſes Gebäude ſoll errichtet werden
zwiſchen dem Hauptbau, dem alten Goethe=Hauſe am
Frauenplan und den anſchließenden Häuſern an der
rech=
ten Seite der alten Seifengaſſe. Damit ſoll die
Einrich=
tung einer Zentralheizung und elektriſcher
Beleuchtungs=
anlage verbunden werden. Die Zuſtände in den Bauten
des Goethe=Hauſes ſind nicht mehr derart, daß die volle
Sicherheit der unerſetzlichen Sammlungen unbedingt
ge=
währleiſtet werden kann. Auch widerſpricht die bisherige
Aufbewahrungsweiſe den ausdrücklichen
Wün=
ſchen Goethes. In ſeinem Teſtament hat der Dichter
genaue Beſtimmungen über ſeinen Nachlaß an Naturalien
und Kunſtwerken getroffen, Da heißt es: „Meine Nach=
laſſenſchaft iſt ſo mannigfaltig, ſo bedeutſam, nicht bloß
für meine Nachkommen, ſondern auch für das ganze
gei=
ſtige Weimar, ja für das ganze Deutſchland, daß ich nicht
Vorſicht und Umſicht genug anwenden kann . um zu
verhüten, daß großes Unheil angerichtet werde. Meine
Sammlungen jeder Art ſind der genannten Fürſorge wert.
Nicht leicht wird jemals ſo vieles und ſo vielerlei an
Be=
ſitztum intereſſanteſter Art bei einem einzigen Individuum
zuſammenkommen. Ich habe nicht nach Laune oder
Will=
kür, ſondern jedesmal mit Plan und Abſicht zu meiner
eigenen folgerichtigen Bildung geſammelt und an jedem
Stück meines Beſitzes etwas gelernt. In dieſem Sinne
möchte ich dieſe meine Sammlungen konſerviert ſehen.”
Die Vorlage wurde von der äußerſten Rechten bis zur
äußerſten Linken mit Zuſtimmung begrüßt, und die
Aus=
führung dieſer Ehrenpflicht gegenüber Goethe ſcheint
ge=
ſichert.
— Ein Rieſenturnplatz. Die Arbeiten der
Planierung des Feſtplatzes des 12. Deutſchen Turnfeſtes
in Leipzig 1913, der Errichtung der einzelnen Baulichkeiten,
der Zelte, der Tribünen uſw. ſind flott im Gange. Der
Haupteingang zum Feſtplatz wird drei Tore erhalten und
führt direkt auf die reichlich 120 Meter breite Feſtſtraße.
Links und rechts vom Haupteingang werden die zahlreichen
Geſchäftsſtellen, die Schalter, Poſt und Telegraph, die
Verwaltungen der verſchiedenen Ausſchüſſe für die
Feſt=
leitungen und den praktiſchen Turnbetrieb in ſchmucken
Bauwerken untergebracht werden. Der große
Frei=
übungsturnplatz mit reichlich 62000 Quadratmeter Fläche
liegt links von der Feſtſtraße, vom Eingang aus geſehen.
Daran ſchließt ſich nach Weſten der reichlich 14000
Qua=
drakmeter große Geräteturnplatz unmittelbar an. Um
dieſen großen rechteckigen Platz zieht ſich eine 16 Meter
breite Straße, und außerhalb dieſer ſchließen ſich an vier
Seiten die gewaltigen Tribünen mit 16 Stehplatz= und
12 Sitzplatzreihen hintereinander an. Die Aufſtellung der
Turner erfolgt auf dem 19000 Quadratmeter großen
Probeturnplatz hinter der nördlichen Zuſchauertribüne, die
hatte einen großen Kreis von weit über 300 Intereſſenten
zuſammengeführt. Die Großh. Forſtwartſchule und die
Landwirtſchaftliche Winterſchule zählten allein rund 100
Mann. Daß auch ſeitens unſerer Behörden der Sache
beſondere Aufmerkſamkeit entgegengebracht wird, bewies
die Anweſenheit ſämtlicher Mitglieder der Forſt= und
Kameralverwaltung; die Großh. Hofhaltung war durch
Herrn Oberhofmarſchall Freiherrn von Ungern=Sternberg
und die Landwirtſchaftsbehörde durch Geheimen
Landes=
ökonomierat Müller vertreten; auch die umliegenden
Orte, insbeſondere Eberſtadt, hatten zahlreiche Zuſchauer
geſandt. Die Anwendung der Sprengkultur iſt von den
praktiſchen Amerikanern zu uns gekommen; nur gebraucht
man dort zuerſt das weit gefährlichere Dynamit, während
in Deutſchland die ſogen, handhabungsſicheren
Spreng=
ſtoffe nun beginnen, allgemein eingeführt zu werden. Die
Kreisbehörde Offenbach a. M. iſt bereits ſoweit gegangen,
daß ſie nach Aufteilung in acht Bezirke je nach Bedürfnis
—2 Sprengmeiſter für jeden Bezirk durch ihren Kreis=
Obſtbauinſpektor ausbilden läßt und ſo die Sache
prak=
liſch fördert. Unſeres Erachtens nach dürfte der Obſtbau
hiervon mehr Vorteile haben, als von den gewohnten
ſchönen Vorträgen und Verſprechen über Förderung
unſeres Obſtbaues. Daß die Abhänge der Marienhöhe
mit ihren ſteinigen Böden nach Aufſchließung durch
Unter=
grundlockerung für Obſtkulturen beſonders geeignet
er=
ſcheinen, leuchtet ſofort ein, wenn man die geſunden,
kräf=
tigen Wildkirſchenſtämme in den früheren Steinbrüchen
dort im Walde beobachtet. Welch koloſſale
Sprengwir=
kungen durch Romperit C erreicht werden, zeigte bei der
Vorführung das Herausreißen eines Eichenwurzelſtockes.
ſowie das Zertrümmern eines Granitfindlings, der nach
Auflegen von zwei Patronen mit Lehmbedeckung,
wört=
lich genommen, von der Bildfläche weggefegt wurde;
außer einigen handgroßen Stücken blieb nur Sand und
Staub davon übrig. Hieraus muß man ſchlußfolgern, daß
beim Rigolen mit Romperit in einer Tiefe von 1—1 20
Meter, welches ſich für die Zuſchauer nur durch dumpfe
Schläge, Erzittern des Bodens und Emporfliegen von
Erdmaſſen zeigte, eine weitgehende Lockerung der
Unter=
grundſchichten ſtattfindet. Ob und in welcher Weiſe die
Obſtbäume dieſe Bodenlockerung ausnützen werden, muß
das Wachstum uſw. derſelben in den nächſten Jahren
zeigen.
* Die Stenographen=Vereinigung „Gabelsberger”
be=
ging am Sonntag im Kaiſerſaal den Geburtstag
Gabelsbergers in feſtlicher Weiſe. Frl.
Zim=
brich trug einen von Herrn Ed. Schneider gedichteten
Prolog in wirkungsvoller Weiſe vor, der die Perſon
Ga=
belsbergers verherrlicht. Hierauf begrüßte der
Vor=
ſitzende, Herr Kratzſch, die Anweſenden mit herzlichen
Worten. Herr Dr. med. et phil. Kranz=Buſch
(Wiesbaden) hielt die Feſtrede über: „Franz Taver
Gabelsberger, ein Charakterbild” Redner verſtand es, in
außerordentlich feſſelnder Weiſe den Feſtteilnehmern das
Leben und Streben Gabelsbergers zu veranſchaulichen.
Seine Ausführungen zeugten von einem gewiſſenhaften
Studium der Schriften des Erfinders und ſeines
Lebens=
ganges. In geſchickter Rede wurde der Vortragende der
Bedeutung Gabelsbergers als eines jahrelang unabläſſig
nach der Geſtaltung ſeines Schriftſyſtems ringenden
Man=
nes gerecht. Zugleich hob der Feſtredner die menſchlich
ſchönen Züge Gabelsbergers, der durch keine
Schickſals=
ſchläge von ſeinem Ziele abzubringen war, hervor, und
wies darauf hin, daß es namentlich in unſerer von
Ober=
flächlichkeit und ethiſcher Verflachung angekränkelten Zeit
angebracht ſei, ſich in das Weſen eines Mannes wie
Ga=
belsberger zu vertiefen, um daraus Kraft und Anregung
für ein dem Volksganzen dienliches Wirken zu ſchöpfen.
Dem in ſtenographiſchen Kreiſen ſehr geſchätzten Redner
wurde für ſeine hochintereſſanten Darlegungen reichſter
Beifall zuteil. Lebhaft bearüßt wurde ferner Herr
Ro=
bert Schneider, der verſchiedene ſeiner Dichtungen
vor=
trug und großen Beifall erntete. Frl. Klein ſpendete
einige vortreffliche Lieder. Nach einem luſtigen Stückchen:
„Max und Moritz” das von den Damen Kraft und Städele
vorgetragen wurde, beſchloß ein Tanz die ſchön
ver=
laufene Feier.
* Die Friſeur= und Perückenmacher=Innung
Darmſtadt und Darmſtadt=Land machen durch Anzeige
bekannt, daß die Geſellenprüfungen im Monat April
ſtattfinden. Meldeſchluß iſt der 20. März. Das gilt
auch für Friſeuſen, welche jetzt ihre zweijährige Lehrzeit
beenden. Nähere Auskunft erteilt der Vorſitzende für
den Geſellenprüfungsausſchluß, (Näheres ſiehe Anzeige.)
* Vogelsberger Höhenklub, Zweigverein Darmſtadt.
Die Wanderung am Sonntag war wieder von herrlichem
Wetter begünſtigt. Der Marſch ging von Dieburg nach
Groß=Umſtadt und dann auf wenig bekannten Wegen
hin=
auf zur Burg Breuberg und hinab zum Endziele Höchſt.
Etwa 100 Perſonen haben ſich an der Wanderung
betei=
ligt. Es klappte alles vorzüglich, ſo daß die Wanderung
einen durchaus befriedigenden Verlauf nahm und einen
würdigen Abſchluß des Wanderjahres 1912/13 bildete.
Das Dekorierungsfeſt, an dem über 50 goldene
Abzeichen verliehen werden können, wird am 29. März
ſtattfinden
Sz. Wanderung. Eine luſtige Wanderſchar von
an=
nähernd 120 Köpfen erregte Sonntag nachmittag 4 Uhr
bei ihrem mit Muſik und Geſang begleiteten Einmarſch
durch die Dieburger und Alexanderſtraße, durch das Schloß
und die Altſtadt nach der Turnhalle am Woogsplatz die
Aufmerkſamkeit der Paſſanten. Die Ortsgruppe
Frankfurt a. M. des Odenwaldklubs hatte auf
ihrer ſonntäglichen Tour, die von Frankfurt a. M. über
Langen. Meſſel, durch den Wildſchweinpark nach
Jagd=
ſchloß Kranichſtein führte, Darmſtadt als Endziel
aus=
erſehen. Nachdem durch eine kräftige Atzung das innere
Gleichgewicht wiederhergeſtellt war, bot Herr Kaufmann
Fiſcher=Darmſtadt den Wanderſchweſtern und=
Brü=
dern namens der Ortsgruppe Darmſtadt einen überaus
herzlichen Willkommgruß, ebenſo Herr Weber von der
Ortsgruppe Ober=Ramſtadt; hierauf brachte der erſte
Vor=
ſitzende der Ortsgruppe Frankfurt a. M., Herr Direktor
Köhler, in ebenſo herzlichen Worten den Dank im Namen
einer Ortsgruppe zum Ausdruck. Ein fröhliches „Friſch
auf!” aus 120 Kehlen beendete jeweils die verſchiedenen
teils ernſteren, teils humorvoll überſprudelnden
gegen=
ſeitigen Toaſte. Heitere Vorträge und eingeſchobene
Tänz=
hen hielten die vergnügte Wanderſchar, die ſich nur
un=
gern von der gaſtlichen Halle am Woogsplatz trennte, bis
zur Heimfahrt beiſammen.
* Heſſiſcher Schützenbund, Sitz Darmſiadt. Man
chreibt uns: Am Sonntag fand im Reſt. Martinsglöckchen
die gut beſuchte Bundesverſammlung ſtatt und
würde der „Schützenverein Guſtavsburg” mit dem
Arran=
gement des 1. Bundesſchießens am 1., 11. und 12.
Mai betraut. Als engerer Bundesvorſtand wurden
gewählt: Herr J. Fuchs (Wildſchütz), 1.
Bundesſchützen=
meiſter; Th. Ganß (Weidmannsheil), 2.
Bundesſchützen=
meiſter; A. Jährling (Weidmannsheil), Rechner; C.
Kra=
mer (Fortuna), Bundesſchriftführer; L. Werkmann (
Weid=
mannsheil), 2. Schriftführer; J. Storck (Weidmannsheil),
B. Schäfer (Wildſchütz), Reviſoren
Nationalliberale Partei. Es ſei nochmals auf die
heute abend ½9 Uhr im Kaiſerſaal ſtattfindende
öfſent=
liche Verſammlung hingewieſen, in der Herr
Univerſitäts=
profeſſor Dr. Staehlin aus Heidelberg über das
Balkan=
problem und die gegenwärtige Lage ſprechen wird. An
den Vortrag ſchließt ſich eine freie Ausſprache.
Dekorierungsfeſt des Odenwaldklubs. So oft die
Vorboten des Frühlings Einzug halten, rüſtet ſich die
Ortsgruppe Darmſtadt zur großen Tat.
Wie=
derum geht dann ein Wanderjahr zu Ende. Aber nicht
zu wehmütigem Gedenken an ſchnell verrauſchte Freuden
wird dann das einzige Jahresfeſt gerüſtet, nein, dazu
liegt kein Grund vor. Was auf fröhlicher Wanderſchaft
erlebt wurde, hat bleibenden Wert. Man rüſtet zur
frohen Feier. In dankbarer Erinnerung finden ſich
die Männer und Burſchen zuſammen, die draußen in Wald
und Feld, auf freier Höhe und im lieblichen Tal des
Früh=
lings unvergleichliche Schönheit, des Sommers Pracht,
des Herbſtes Segen und des Winters erhabenes Bild von
neuem ſchauen durften; in froher Geſelligkeit, die ja allen
Veranſtaltungen des Klubs ihren Stempel aufdrückt,
wol=
len ſie noch einmal im Nachgenuß all der verlebten herr
lichen Stunden ſchwelgen, bevor ſie neuem Wanderdrang
olgen. Und die Ortsgruppe will nicht erneut zu
friſch=
fröhlichem Wandern aufrufen, bevor ſie ihre Getreuen
geehrt hat, die, ſo oft der Ruf erging, zur Wanderſchaft
bereit waren. Aber nicht allein der frohen
Erinne=
rung und der Dankbarkeit gilt das Feſt, es will
auch Bande der Freundſchaft feſtigen, erneuern und
anknüpfen. Allen, die nicht dabei ſein konnten, ſoll von
der Wanderfahrten Herrlichkeit und Gewinn Botſchaft
werden. Das Feſt dient ſomit endlich auch der
Auf=
munterung. Es will der Sache des Klubs neue
Freunde gewinnen und zur Teilnahme am Klubleben, an
den gemeinſamen Wanderungen anregen. Kein Wunder
alſo, wenn das Feſt die erſte Stelle in den Veranſtaltungen
der Ortsgruppe einnimmt. Auch in dieſem Jahre iſt es
mit beſonderer Sorafalt vorbereitet worden. Es findet,
wie immer, im Städtiſchen Saalbau ſtatt. Das dunkle
Grün reicher Tannendekoration, froher Liederſchall.
hei=
tere Rede, Muſik, die bildende und darſtellende Kunſt, ſie
alle werden miteinander wetteifern, frohe Feſtesſtimmung
auszulöſen, Wanderpoeſie zu wecken. Und noch ein ganz
beſonderer Umſtand iſt es, der das Feſt von anderen
Ver=
anſtaltungen des Klubs unterſcheidet. Diesmal brauchen
die Damen nicht zu Hauſe zu bleiben. Sie dürfen und
ſollen mitkommen, damit das feſtliche Bild der Anmut
nicht entbehre. Die Galerien ſind den Damen
vorbehal=
ten. Doch genug für heute. Schon iſt faſt zuviel verraten
Man komme ſelbſt, ſehe und höre. Alle Freunde der
Wanderſache ſind herzlichſt eingeladen.
Touriſten=
anzug iſt erwünſcht. „Friſch auf!” zum
Dekorie=
rungsfeſt 1913 am 8. März.
* Vortrag. Wie aus dem Anzeigenteil erſichtlich, hält
Herr Dr. med. Vidal morgen Mittwoch abend im
Für=
ſtenſaale, Grafenſtr. 20, einen Vortrag über das Thema:
„Gedanken über Raſſenhygiene und Individuum” Seines
äußerſt lehrreichen Inhaltes wegen kann der Beſuch dieſes
Vortrages nur jedermann empfohlen werden.
* Der Schlußvortrag über Volksgeſundheitspflege
wird am nächſten Mittwoch, 8¼ Uhr abends, in der
Turn=
halle, Rundeturmſtraße 9, ſtattfinden. Herr Sanitätsrat
Dr. Noellner wird über die „unngtürliche
Er=
nährung des Säuglings” ſprechen. — Im ganzen
haben dann vier Vorträge ſtattgefunden, die ſeither immer
ſehr zahlreichen Beſuch aufzuweiſen hatten. Es iſt ſehr
dankenswert, daß die Zentrale für Mutter= und
Säuglingsfürſorge alljährlich durch Herrn
Sani=
tätsrat Dr. Noellner den Teilnehmerinnen der Abendkurſe
der hauswirtſchaftlichen Fortbildungsſchule und ſonſtigen
Intereſſentinnen derartige Vorträge halten läßt.
Fremdprachliche Vortrage. Der jechſte und
letzte Vortrag in dieſem Winter findet nächſten Mittwoch
ſtatt. (S. Anzeige.)
Generalverſammlung der Darmſtädter
Volks=
bank. Es wird auch an dieſer Stelle auf die heute
abend im Fürſtenſaal ſtattfindende Generalverſammlung
der Darmſtädter Volksbank aufmerkſam gemacht. Wegen
der vorgeſchlagenen Aenderung des § 17 der Satzung,
die die Wahlperiode und die Art des Ausſcheidens der
Auſſichtsratsmitglieder anders regeln ſoll, iſt erforderlich,
daß mindeſtens 100 Mitglieder die Generalverſammlung
beſuchen, damit es nicht notwendig wird, eine zweite
Genoralverſammlung einenberufen.
*70
Stenographiſches. Man ſchreibt uns: Bei den
An=
kündigungen von Stenographiekurſen lieſt man vielfach,
daß das betreffende Syſtem in kürzeſter Zeit, ſogar in ein
paar Stunden, erlernbar ſei. Man nimmt ſolche
Anprei=
ungen als Reklame mit in den Kauf; der Kundige weiß,
daß das, was man ein wirkliches Erlernen und Können
nennt, bei jedem Syſtem nur die Frucht ausdauernden
Fleißes iſt. Damit ſich niemand einer Täuſchung hingebe
hinſichtlich deſſen, was ein ſolcher Stenographiekurſus den
Teilnehmern bieten kann, darf man nicht annehmen, daß
jemand nach Beendigung des Kurſes ſchon fertiger
Steno=
graph iſt, der Reden nachſchreiben kann. Der Kurſus gibt
jedem regelmäßig und fleißig Uebenden eine ſolide
Grundlage, auf der weiterbauend er ſich zum tüchtigen
Stenographen ausbilden kann. Es dürfte deshalb alle
diejenigen, die ſich in ihrer Leiſtungsfähigkeit weiter
fort=
bilden bezw. auf der erreichten Höhe bleiben möchten,
in=
tereſſieren, daß ſich hier in unſerer Stadt ſeit November
vorigen Jahres eine Vereinigung von Praktikern und
an=
gehenden Praktikern der Stenographie Stolze=Schrey
gebildet hat, deren Zweck und Ziel es iſt, in ernſter Arbeit
die Leiſtungsfähigkeit im Gebrauch der Kurzſchrift zu
ſteigern und die Anwendung der Redeſchrift zu fördern.
Die Vereinigung tagt im Palais=Reſtaurant.
— Tarifbewegung im Holzgewerbe. Die
Verhand=
lungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer im
Holzge=
werbe wurden für Darmſtadt am Samstag zu Ende
geführt. Nach dem neuen Tarifvertrag beträgt der
Mindeſtlohn für Schreiner nunmehr 54 Pfg. pro Stunde
und erhöht ſich ab 15. Februar 1914 auf 56 Pfa. Die
Ar=
beitszeit beträgt ab 1. März 53 Stunden.
Montagezu=
ſchläge, Akkordpreiſe und weitere den Produktionsprozeß
berührende Fragen fanden im Tarifvertrage eine den
Wünſchen beider Teile entſprechende Regelung. Der
Darmſtädter Vertrag läuft bis zum Jahre 1915 und iſt
auch hier ſchon durch Schiedsſpruch entſchieden, daß dann
ein bis zum Jahre 1919 laufender Tarifvertrag
abge=
chloſſen wird. Um nun die weiteren Kämpfe um die
Ar=
beitszeit im Jahre 1915 bei Vertragserneuerung
auszu=
ſchalten, wurde durch einen Entſcheid der
Zentralvor=
ſtände die Arbeitszeitverkürzung für Darmſtadt
ſtaffel=
weiſe bis zum Jahre 1921 geregelt.
Von der Wach= und Schließgeſellſchaft. Man
ſchreibt uns: Im Monat Februar ergaben die
fort=
laufenden Reviſionen der Nachtwachbeamten folgende
Fälle: 277 offene Haustüren und Tore vorgefunden;
83mal brannte Licht in Geſchäfts= und Bürolokalitäten,
Kellern und Bodenräumen, bezm. wurde vergeſſen
das=
elbe zu löſchen; 11 defekte Schlöſſer und Türen, ſowie
ſteckengebliebene Schlüſſel vorgefunden; 13 offenſtehende
Parterrefenſter ermittelt; 8 Hausbewohnern, die ihre
Schlüſſel vergeſſen hatten, geöffnet; 1 Waſſerrohrbruch
entdeckt.
Exl’s Tiroler Bühne im Orpheum.
St. Gern geſehene und liebe Gäſte ſind es, die nach
dem „Belvedere” in die Hallen unſeres Varieté=
Etabliſ=
ſements eingezogen; Gäſte, die früher der Direktion
wochenlang allabendlich volle Häuſer gebracht und die
Tauſende mit ihrer ſchönen, natürlichen und urwüchſigen
ausſchließlich für Turner beſtimmt iſt. Weit über 50000
Perſonen können von den Sitzplätzen der Tribünen aus
dem hochintereſſanten, abwechslungsreichen turneriſchen
Leben und Treiben zuſchauen, ungerechnet die Tauſende,
die auf der den Kampfplatz umgebenden Straße und den
Stehtribünen Platz finden. Es werden ferner noch
er=
richtet drei Wetturnzelte (jedes 60 mal 38 Meter) und das
große Zelt für das Turnen der Kreiſe bei etwaigem
un=
günſtigen Wetter. Auf das Gelände hinter der Tribüne
für die Ehrengäſte kommen die Spielplätze für die
Aus=
ſcheidungskämpfe. Rechts von der Feſtſtraße werden
Re=
ſtaurants mit Gärten und Zelten errichtet. Das
Haupt=
reſtaurant liegt in der Achſe der Feſtſtraße, dem
Hauptein=
gang gegenüber. In ſeiner Nähe befindet ſich ein großer
Tanzplatz und ein Muſikpavillon.
** Die neueſten Moden im dunklen Erdteil. Die Mode
ſpielt im innern Afrika eine noch viel größere Rolle als
bei uns, denn der Neger iſt bekanntlich ſehr kokett, und
von der Negerin ſagt man gar, daß ſie es in der Eitelkeit
mit zwei weißen Frauen aufnehmen könne. Deshalb dreht
ſich das „Geſellſchaftsleben” im dunklen Erdteil
hauptſäch=
lich um Toilettenfragen, und man ſinnt
unermüd=
lich darauf, neue Formen des Schmuckes einzuführen. Von
ſolchen neueſten afrikaniſchen Moden erzählt allerlei
Amü=
ſantes ein Artikel der Leetures pour Tous. Je enger der
Neger mit dem Europäer in Berührung kommt, beſto
eif=
riger ſucht er ihm ſeine Toilettengeheimniſſe abzulauſchen,
aber verwendet ſie dann auf ſeine ganz originelle Weiſe.
Dafür ſpricht ein hübſches Geſchichtchen, das ein Beamter
aus Madagaskar erzählt. Er hatte ſich nach Tamatave,
wo er ſtationiert war, Kind und Kegel nachkommen laſſen
und auch eine ſchon beiagte Kinderfrau, die aus „Furcht
vor Zug und Zahnweh” immer Watte in den Ohren
trug. Zufällig war dieſe Watte roſa und erregte die
höchſte Aufmerkſamkeit der eingeborenen Frauen, die
da=
rin den anmutigen Schmuck des Ohres, einen ſehnſüchtig
begehrten Gegenſtand des Luxus, ſahen. Jede wollte auch
roſa Watte in den Ohren haben, und man bezahlte der
Kinderfrau die höchſten Preiſe, die ſich mit ihrem
Watte=
vorrat ein kleines Vermögen erwarb. Seitdem tragen die
madagaſſiſchen Schönen an hohen Feſt= und Galatagen als
„dernier eri” der Mode Wattepfropfen in den Ohren..
Ein anderer, dem Europäer ungewohnter
Schmuckgegen=
ſtand waren die Hoſenträger eines belgiſchen
Offi=
ziers, die ihm in Léopoldville ein Kongoneger ſtahl. Der
Offizier fand den Dieb inmitten einer begeiſterten Menge,
die in frenetiſche Beifallsrufe ausbrach. Der ſchwarze
Dandy war mit nichts anderem als den Hoſenträgern des
Offiziers bekleidet, hatte aber zur Erhöhung der Eleganz
an jedem Ende eine Glocke befeſtigt. Bei dem
Freudentanz, den er mit dem neuen Schmuckſtück aufführte,
umklingelte ihn ein angenehmes Getön, und das alles
verlieh ihm ein Anſehen, daß er ſicher zum Häuptling ſeines
Stammes gemacht worden wäre, wenn ihm nicht der
recht=
mäßige Beſitzer mit roher Hand ſein Kleinod entriſſen
hätte. Es machen nämlich nicht nur bei uns Kleider Leute
ſondern in noch höherem Grade im dunklen Erdteil. Die
Kraft des Kriegers ruht in ſeinem Federſchmuck, in ſeiner
grellen Bemalung, die Heilkunſt des Zauberers in ſeiner
ſcheußlichen Maske, in ſeinen Amuletten, die jeder mit
an=
dächtiger Scheu betrachtet. Freilich tut da Einbildung
alles, und dem Europäer imponiert die alte
Sardinen=
büchſe gar nicht, die gar häufig von den Medizinmännern
als Hauptamulett verwendet wird. Ein beſonders
origi=
neller Schmuck kann das Glück eines Mannes in
Inner=
afrika machen. So gelangte ein Neger zu hohem Anſehen,
der ſich an ſeine Ohren zwei richtige Eimer mit
Eiſenbän=
dern hängte und ſo einen wundervollen Schmuck beſaß, den
kein anderer hatte, der ihm aber auch ſtarke Schmerzen
verurſachte. Der Naſenring erſcheint uns als ein
unbedingt zur Negermode gehöriger Zierat; aber die
Neger=
einnen haben ihn vielfach zugunſten einer anderen
Ver=
zierung aufgegeben, nämlich einer Scheibe, die zwiſchen
die Unterlippe und das Kinn geklemmt wird, ähnlich wie
unſere Elegants das Monokel ins Auge drücken. Dieſe
Scheiben, die zu tragen recht ſchwierig iſt, ſind verſchieden
groß; den kleinen Mädchen werden ſie nur in beſcheidenem
mfang eingeklemmi, bis ſich die Muskeln unter der
Un=
terlippe ſo weit entwickelt haben, um größere Exemplare
auf die Dauer halten zu können. Ers= Schönen aber
laſſen unter ihrer Lippe Scheiben mit 12 Zentimeter
Um=
fang hervorwachſen und bringen ſogar das Kunſtſtück
zu=
wege, beim Feſthalten dieſes eigenartigen Schmuckes noch
das Mundwerk eifrig zu bewegen.
* Selbſterwürgung durch einen zu engen Hemdkragen.
Ueber einen merkwürdigen Fall berichtet
Kreisaſſiſtenz=
arzt Dr. Wachers in Neumark. Ein 31jähriger Mann, der
ſich wegen Knöchelbruchs im Krankenhauſe befand und kurz
vor der Entlaſſung ſtand, war eines Tages nach dem
Mit=
tageſſen von einem Boten bewußtlos auf dem Sofa ſitzend,
mit vornübergebeugtem Kopf, blauſchwarzem geſchwollenen
Geſicht und blutender Naſe gefunden worden. Der Arzt
ſtellte flatternden Puls, Blutungen unter der Haut und
der Augenbindehaut feſt, brachte aber den Patienten nach
Löſung der beengenden Kleidungsſtücke und Anwendung
entſprechender Mittel zu ſich. Man nahm als Urſache des
ſchweren Zufalles an, daß es ſich um eine zufällige
Er=
würgung durch einen zu engen Stehkragen handelte,
wo=
bei durch das beim Einſchlafen zuſtande kommende
Vorn=
überfallen des Kopfes der Druck des Kragenrandes auf
die großen Gefäße und Nervenſtränge des Halſes in vere
mehrter Weiſe herbeigeführt wurde.
* Der größte deutſche Soldat dient zurzeit als
In=
fanteriſt in Regensburg. Es iſt der Student der
Theo=
logie Peter Zimmermann, 208 Zentimeter groß und 235
Pfund ſchwer. Bisher war Joſeph Schipper vom 1.
Garderegiment zu Fuß in Potsdam mit 206 Zentimeter
Länge der größte Soldat des deutſchen Heeres. Er hat
ſich in München auf dem letzten Oktoberfeſt gezeigt.
Kunſt erfreut haben und auch jetzt wieder erfreuen
wer=
den: Die Bauernſchauſpieler! Es gab eine Zeit,
und ſie liegt noch gar nicht allzu weit zurück, da wirkte
die Ankündigung eines Gaſtſpieles der
Bauernſchauſpie=
ler faszinierend. Und mit Recht. Für die erſte Truppe,
die aus dem bayeriſchen Hochgebirge ihre Wanderfahrt
durch die deutſchen Gaue antrat, geſtaltete ſich dieſe zu
einem Triumphzuge. Ueberall wurde die friſche,
natür=
liche Kunſt, die eigentlich keine Kunſt war, weil ſie
wahres, friſch purſierendes Leben, Volksempfinden auf
die Bühne ſtellte, gefeiert und ſie begeiſterte unſer mit
„Genüſſen” überfüttertes Theaterpublikum. Dann kam ein
gewiſſer Niedergang, als die großen, auch äußeren
Er=
folge zum Anſporn für findige Unternehmer wurden,
im=
mer neue Bauern=Enſembles zuſammenzuſtellen. Kraſſer
Dilettantismus machte ſich breit und warf Schatten auf
die ſchöne Bewegung. Aber wie’s gottſeidank immer
geht, das Publikum ſprach ſehr bald ſein Urteil, und das
Schlechte mußte verſchwinden. Das wahrhaft Gute
aber blieb, und an deſſen ſchönen Darbietungen dürfen
wir uns heute noch erfreuen. So haben die
Bauernſchau=
ſpieler auch eine nicht unerhebliche kulturelle Aufgabe zu
löſen gehabt, denn ſie haben uns eine ganze Reihe von
Werken der Bühnenliteratur erſt erſchloſſen. Werke, an
denen ſelbſt große und größte Bühnen vorübergehen
muß=
ten, weil die Darſtellung geſcheitert wäre an der
Schwie=
rigkeit des Dialektes, an dem echt volkstümlichen Spiel,
das eben nur die geben konnten, die ſelbſt dieſem
eigen=
fartigen, geraden, ſtarrköpfigen und leidenſchaftlichem Volk
der Gebirgler entſtammen. Und aus den
Bauernſchau=
ſpielern wurden Künſtler, die es lernten, das, was ſie
empfinden — und ſie verſtehen es meiſterhaft, die
darzu=
fſtellenden Charaktere zu leben weil ſie eben ihrem
Milieu entſtammen —, uns in einem Rahmen zu geben,
den wir gewohnt ſind im Theater, und ihre Leiſtungen
erreichten mit der Zeit das hohe Maß der Vollendung,
daß weder Kunſt noch Leben allein verleihen können, das
nur die Einheit „Leben und Kunſt” zu geben vermag)
Von den wenigen Enſembles, die in der Konkurrenz
des minder Guten ſich unbeſtritten hielten, ſteht Ex Is
Tiroler=Bühne unter der Direktion des Herrn Ferd.
Exl aus Innsbruck zweifellos mit an erſter Stelle.
Herr Exl, ſelbſt ein ganz hervorragender
Charakterdar=
ſteller, hat ſich eine Reihe tüchtiger Kräfte zu ſichern
ge=
wußt, die meiſt ſchon Jahre lang dem Enſemble
angehö=
ren und über eine Spielroutine verfügen, die ſelbſt hohen
Anſprüchen in jeder Beziehung Genüge zu leiſten
ver=
fmag. So waren denn die erſten Aufführungen am
Samstag, Sonntag und geſtern von unbeſtrittenem
Er=
folge, und das Publikum bereitete den Darſtellern,
namentlich am Sonntag, lebhafte Ovationen. Das
vier=
aktige Volksſtück „Pater Jakob” von Karl Morré, das
das Gaſtſviel eröffnete, gab den tüchtigſten Mitgliedern
Gelegenheit, ihr Können von der beſten Seite zu zeigen.
Die Titelrolle ſpielte Fritz Friedrich mit ſo viel
über=
zeugend wahrem Empfinden und echter, ſchlichter Naivität
daß man mitfühlen mußte, wie dem alten Pfarrer mit
dem warmen Herzen für ſeine Bauern deren Freud und
Leid und deren — Undankbarkeit ſo nahe gehen konnte.
Eine Glanzleiſtung in Darſtellung. Sprache und Maske
war der Werksarbeiter Mühlink Ferdinand
Exls=
eine Leiſtung, die den lebhaften Wunſch laut werden läßt
Herrn Exl recht bald in einer der köſtlichen Geſtalten
An=
zengrubers zu ſehen. Mimi Gſtöttner (Pauline) und
Ludwig Auer (Schmiedhannes) waren ein friſch=
fröh=
liches Liebespaar, an dem man ſeine helle Freude haben
konnte und dem ſich Edi Weger und Anna Exl als
Wirtsehepaar Grabenhofer würdig zur Seite ſtellten. In
Edi Weger durfte man übrigens außerdem den denkbar
beſten „Schuhplattler” bewundern. Ein feiner Komiker,
der nicht übertreibt und gerade dadurch wirkſam bleibt.
auch wo die Komik ans Groteske ſtreift, iſt Eduard
Köck, der den Straucherl mimte. Die übrigen kleineren
Rollen waren entſprechend verteilt. In der
Zwiſchen=
pauſe produzierte ſich Franz Mayr als Zithervirtuoſe
mit beſtem Erfolge. — Da der Spielzettel für die
näch=
ſten Tage viele Neuheiten bringt, empfiehlt ſich der Beſuch
der Vorſtellungen von ſelbſt.
h. Meſſel, 3. März. Auf Veranlaſſung des Herrn
Pfarrers Weißgerber fand geſtern abend im Saale des
Herrn Volla eine Jahrhundertfeier der
Be=
freiungskriege ſtatt. Den Kernpunkt des Abends
bildete ein Vortrag des Herrn Pfarrers Loos aus
Butzbach: „Die unſichtbare Armee im deutſchen
Freiheits=
kampf vor 100 Jahren” in dem er begeiſtert die ſittlichen
Kräfte des deutſchen Volkes darlegte, die zu jenen
groß=
artigen Erfolgen geführt haben. Zur Verſchönerung des
Abends trugen dann die drei hieſigen Geſangvereine bei,
ſowie die Damen Fräulein Hofmann und Lagemann
(Klavier und Deklamation), die Herren Horn (Violine)
und Zinke (Tenor) aus Darmſtadt. Der Beſuch war
außerordentlich zahlreich und der ſchöne Abend wird
man=
chem unvergeßlich ſein.
Gernsheim, 3. März. Das vierjährige Söhnchen des
Landwirts Ludw. Köhl brach auf dem Eis des
Winkelbachs ein. Die Großmutter des Kindes verſuchte
es zu retten, brach aber gleichfalls ein. Im letzten
Augen=
blick gelang es einem beherzten jungen Mann, beide unter
vieler Mühe ans Ufer zu bringen.
S. Zwingenberg, 3. März. Die hieſige Ortsgruppe
des Odenwald=Klubs hielt am Samstag ihr erſtes
Dekorierungsfeſt unter zahlreicher Beteiligung der
hie=
ſigen und vieler auswärtigen Mitglieder, ſowie
gelade=
ner Gäſte im großen Saale des Hotels „Zum Löwen”
ab. 8 Damen und 13 Herren konnten dekoriert werden.
Ein Mitglied des Zentralausſchuſſes nahm am Feſte teil
und hielt einen von wahrer Freude am Wandern
zeugen=
den, oft humoriſtiſch gehaltenen Vortrag über ſeine
Wan=
derungen in der Rhön, in Thüringen, dem Speſſart und
dem Zillertal, am Schluſſe mit wirklicher Heimatliebe die
Odenwälder Berge preiſend. Ein hübſches Theaterſtück,
ein reizeudes Singſpiel, ein vorzüglich geſtelltes lebendes
Bild und ein flottes Tänzchen beſchloſſen die durchweg
prächtig verlaufene Feier. — Der Obſtverwertungs=Verein
hielt am Sonntag ſeine Hauptverſammluna unter dem
Vorſitz des Finanzrats Knab ab. Aus dem
Rechenſchafts=
bericht geht hervor, daß der ſeit 3 Jahren beſtehende
Ver=
ein es zu anſehnlicher Größe gebracht hat und daß rund
300 Mitalieder dem Verein angehören, deſſen
Ver=
mögensſtand ſich auf 2236,25 Mark beläuft, und welcher
bereits eine große Markthalle dicht am Bahnhof
Zwin=
genberg ſein eigen nennt. Die Einnahmen betrugen
4916.74 Mark. die Ausgaben 4848,92 Mark. Der Umſatz
an Obſt belief ſich im Jahre 1912 auf 7700 Körbe und
be=
ſchickten 50 Ortſchaften den Obſtmarkt. Der Vorſtand
wurde einſtimmig wiedergewählt unter Neuwahl der
Herren J. Kiſſel und Joh. Oſt. Obſtbauinſpektor Surma=
Groß=Gerau hielt einen Vortraa über Spargelanbau und
Tomatenzucht, Kreisobſtbauinſpektor Ohrtmann=
Heppen=
heim verbreitete ſich über das Pfrovien der Obſtbäume.
Groß=Gerau, 3. März. Der Nationalliberale Verein
Groß=Gerau hielt ſeine erſte ordentliche, gut beſuchte
Hauptverſammlung ab. Der Vorſitzende erſtattete den
Geſchäftsbericht, aus dem ſich ergab, daß der Verein
poli=
tiſch ſehr regſam war und ſich im erſten Jahre ſeines
Be=
tehens ſehr gut entwickelt hat; er zählt zurzeit 69
Mit=
glieder. Er hat ſich durch Vertreter an den Sitzungen des
Landesausſchuſſes und am nationalliberalen Parteitag in
Berlin 1912 beteiligt. Die gehaltenen Vorträge fanden
reges Intereſſe, weitere ſind in Ausſicht genommen. Die
Monatsverſammlungen haben ſich als ein vorzügliches
Mittel zur Anregung und Feſtigung des Vereins
erwie=
ſen. Die auf den Geſchäftsbericht folgende
Rechnungs=
legung ergab, trotz der nicht unbedeutenden Ausgaben,
das erfreuliche Reſültat eines beträchtlichen
Kaſſenvor=
rates. Die Vorſtandswahl ergab die Wiederwahl des
ſeitherigen engeren Vorſtandes und die Wahl der
Her=
ren Fabrikdirektor Pillhardt, Werkführer Burmann und
Bahnhofsvorſteher Wenner als Beiſitzer. Der engere
Vorſtand beſteht aus den Herren: Amtsrichter Dr. Hof,
Vorſitzender, Ingenieur Müller, ſtellvertretender
Vorſitzen=
der, Kreisamtsgehilfe Kreuder, Schriftführer.
Voll=
ziehungsbeamter Vogel, Rechner. Nachdem Herr
Ge=
heimerat Dr. Wallau dem ſeitherigen Vorſtande für ſeine
Mühewaltung den Dank der Vereinsmitglieder
ausge=
ſprochen hatte, war der geſchäftliche Teil der
Tagesord=
nung erledigt, doch hielt der Abend die
Vereinsmitglie=
der noch lange in jener freundſchaftlichen Harmonie
zu=
ſammen, die ein Charakteriſtikum der Verſammlungen
des Vereins iſt.
Offenbach, 3. März. Eine Ladendiebin die ihr
Geſchäft” in großem Maßſtab betrieb wurde von der
Polizei unſchädlich gemacht. Es handelt ſich um die von
ihrem Manne getrennt lebende Ehefrau Calbers. Bei
einer in ihrer Wohnung vorgenommenen Hausſuchung
wurde ein großer Warenbeſtand von geſtohlenem Damaſt
und anderen Stoffen zutage gefördert, der einen Wert
von etwa 500 Mark repräſentiert. Die Diebereien kamen
durch einen Brötchendiebſtahl heraus, den die Frau in der
Herrnſtraße verüben wollte, wo ſie jedoch von dem
Ge=
ſchäftsinhaber auf friſcher Tat erwiſcht wurde.
Gonſenheim, 2. März. Geſtern nachmittag wurde
hiersdas 3—jährige Söhnchen des Briefträgers
Lauten=
ſchlager auf der Kaiſerſtraße von der Dampfſtraßenbahn
erfaßt und überfahren. Der Eiſenbahnſekretär Beck,
der bei dem Unfall ſofort aus dem Zug ſprang, riß das
Kind von den Schienen fort, aber leider kam der Retter
zu ſpät. Dem Kind, das in die Straßenbahn
hineinge=
laufen ſein ſoll, wurden beide Beine abgefahren; es
wurde in hoffnungsloſem Zuſtand in das Rochusſpital
nach Mainz gebracht.
Worms, 3. März. Der 48 Jahre alte Krankenwärter
Hermann Brosmann aus Schleiz in Thüringen
verſuchte in der Herberge zur Heimat ſeinem Leben
durch Gift ein Ende zu bereiten. Er nahm eine
ſtarke Doſis Opium und zwei giftige Pulver. Herr Dr.
Weckerling nahm ſofort Magenausſpülung vor, die im
Krankenhaus, wohin der Lebensmüde gebracht wurde,
wiederholt wurde. Es gelang den Mann am Leben zu
er=
halten. Die Urſache des Selbſtmordverſuchs iſt in
Ar=
beitsloſigkeit Brosmanns zu ſuchen.
Bingen, 3. März. Im Saale des Bahnhofes fand
geſtern die große Feier zum 50jährigen Beſtehen der
Groß=
firma Stöck und Fiſcher ſtatt. Für die heſſiſche
Re=
gierung und den Kreis Bingen ſprach Geheimerat Kreisrat
Dr. Steeg. Er gab bekannt, daß der Gründer der Firma
Kommerzienrat C. A. Fiſcher vom Großherzog zum
Ge=
heimerat ernannt worden ſei. Der Mitinhaber und
Beigeordnete der Stadt Bingen H. C. Fiſcher erhielt den
Philippsorden. Die Glückwünſche der preußiſchen
Regie=
rung und des Kreiſes Bingen überbrachte
Regierungs=
aſſeſſor Krauſe=Kreuznach, die der Gemeinde Binger
brück Bürgermeiſter Daub der Stadt Bingen
Bürger=
meiſter Neff, der dem Geheimerat den Ehrenbürgerbrief
der Stadt überreichte.
(*) Gießen, 2. März. Die Beerdigung des
Pro=
feſſors Dr. Bier mer verſammelte geſtern nachmittag
die Spitzen der Zivil= und Militärbehörden, die
Ver=
treter der Univerſität und der Studentenſchaft, ſowie
zahlreiche Korporationen auf dem neuen Friedhof.
Pro=
vinzialdirektor, Oberbürgermeiſter und Oberſt von Trotta
legten Kränze am Grabe nieder.
(*) Bad Nauheim, 3. März. Der Heſſiſche
Lan=
deslehrerverein und der Unterſtützungsverein
pro=
viſoriſch angeſtellter Lehrer werden ihre diesjährige
Hauptverſammlung im Sprudelhotel abhalten
und zwar am 13. und 14. Mai. Die Hauptverſammlung
findet am 14. Mai ſtatt. Auf der Tagesordnung ſtehen die
Vorträge: „Rouſſeau und wir” von Koch=Friedberg und
„Die Erziehung zum Staatsbürger durch Volks= und
Fort=
bildungsſchule” von Lehrer Heiſt=Düdelsheim. Die
Ver=
treterverſammlung geht am 13. Mai voraus in dieſer
werden wichtige organiſatoriſche, agitatoriſche und
beruf=
liche Fragen zur Beſprechung kommen. Vor allem wird
die ſchon viel erörterte „Hilfskaſſe” in den Kreis der
Ver=
handlungen gezogen werden. Auch der
Feuerverſicherungs=
verein und der Verein für Naturgeſchichte werden ihre
Jahresverſammlung zugleich hier abhalten.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Crnälnung geichieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Ueber die Barthſche Madrigal=
Ver=
einigung aus Berlin, die der Richard Wagner=
Verein heute abend erſtmalig in Darmſtadt einführt,
mögen die nachſtehenden Preßſtimmen auswärtiger
Blät=
ter mitgeteilt ſein: Augsburg: „Der Stern dieſes
erſtklaſſigen Künſtlerenſembles leuchtet in den großen
Kunſtzentren ſchon ſeit einigen Jahren heute ſpendete
er auch uns ſein entzückendes Licht.” (Neue Augsburger
Ztg.) München: „Das war doch wirklich wieder
ein=
mal etwas Apartes. Der Erfolg, der prächtigen
Sänger=
ſchar war ganz außerordentlich ſtark.” (Münchener Neueſte
Nachrichten.) „Der Zuſammenklang, der abſolut reine
Einſatz, die dynamiſche Schattierung, die Vollendung des
Vortrags ſind bewunderungswürdig und wirkten wie
eine Offenbarung.” (Bayeriſcher Courier.) Leipzig:
Die M=V. ſang Madrigale mit feinſtem Verſtändnis für
dieſe alte vokale Kunſtform und feinſter dynamiſcher
Ab=
ſchattierung.” (Leipziger Neueſte Nachrichten.) „Die
Vor=
tragenden boten in der ſpielenden Bewältigung
rhythmi=
ſcher und kontrapunktiſcher Schwierigkeiten
Hervorragen=
des.” (Leipziger Abendzeitung.) Gotha: „Das
En=
emble ſtellte ſich als eine wunderbar fein abgetönte, von
hohem künſtleriſchen Wollen und Können beſeelte
Ver=
einigung vor, die die beſten Kräfte für ein edles Ziel
be=
geiſtert einſetzt.” (Gothaiſche Zeitung.) Düſſeldorf:
„Da iſt jedes Tonſtück, das ernſte und das luſtige,
Gemüt=
volles und Spieleriſches, Volkslied und Kunſtlied, in
ſei=
nem Charakter bis in die feinſten Nuancen ſtudiert,
aus=
geſeilt, und verfällt doch nie in lebloſe Korrektheit.”
(Rheiniſch=Weſtfäliſche Zeitung.) „Die keuſchen,
kunſtvoll=
polyphonen Madrigale, deren Neubelebung in
unver=
fälſchter Originalgeſtalt das Verdienſt der
weltberühm=
ten Vereinigung iſt, hinterließen in der unübertrefflichen,
lebendigen Wiedergabe, der vollendetſten Leiſtung im
a capella=Geſange, die wohl je geboten wurde, einen
nachhaltigen, tiefen Eindruck. (Kölniſche Zeitung.)
. Agnes Sorma=Gaſtſpiel im
Städti=
ſchen Saalbau. Agnes Sorma, die Mittwoch, den
5., und Donnerstag, den 6. März, abends 8 Uhr, im
Saalbau als „Marikke” in Sudermanns „
Johannis=
feuer” und als „Frau Alving” in Ibſens „
Geſpen=
ſter” zum erſten Male vor dem Darmſtädter Publikum
erſcheint, iſt die bedeutendſte und eigenartigſte von den
wenigen großen Darſtellerinnen der Gegenwart. Sic
tritt dem Zuſchauer mit der beſtrickenden Gewalt einer
wirklichen Perſönlichkeit gegenüber und ihre
tempera=
mentvolle und vergeiſtigende Art wirken mit den glän
zenden äußeren Formen ihrer Erſcheinung zuſammen,
und läßt ſie uns jene harmonievollen, abgerundeten
Kunſt=
leiſtungen geben, die ihr ihren künſtleriſchen Ruhm
ge=
ſichert haben. Die naturgetreue Wiedergabe weiblicher
Charakterrollen in der Darſtellung von Agnes Sorma
ſind von Publikum und Preſſe oft bewundert worden.
Das erſte Sorma=Gaſtſpiel am Mittwoch, den 5. März,
bringt das vieraktige Schauſpiel „Johannisfeuer” von
Hermann Sudermann. In der Hauptrolle „Marikke” hat
der Dichter alles vereinigt, was das Menſchenherz
be=
wegen kann: hoheitsvolle Größe, Liebe, Freundſchaft,
Verzweiflung und Reſignation. Alle dieſe ſeeliſchen
Vorgänge bedeuten eine ſchwierige Aufgabe, der nur eine
wirklich erſte Künſtlerin gerecht werden kann. Eine
vollendete Mimik verbindet ſie mit einer Sprache, die
jedem Gefühl klarſten und intenſivſten Ausdruck
ver=
leiht. Das zweite und letzte Gaſtſpiel am Donnerstag,
den 6. März, bringt Ibſens „Geſpenſter” mit der Sorma
in der Hauptrolle der „Frau Alving‟ Dieſe Gaſtſpiele
der Sorma bedeuten daher auch für Darmſtadt
unbe=
dingt ein theatraliſches Ereignis erſten Ranges.
Herbert Eulenberg, der Dichter der „
Be=
linde” und Träger des Schillerpreiſes, iſt
merkwürdiger=
weiſe in Darmſtadt noch wenig bekannt. Im Hinblick
auf die bevorſtehende Hebbelfeier in der Freien
literariſch=künſtleriſchen Geſellſchaft am
Abend des 6. März (vergl. heutige Anzeige) mögen
darum folgende Daten von Intereſſe ſein: Eulenberg
iſt=
am 25. Januar 1876 geboren, er ſteht alſo heute im 38.
Lebensjahr. Von ſeinen Dramen ſind die bekannteſten
„Ulrich. Fürſt von Waldeck” „Anna Walewska”, „Alles
um Geld” „Alles um Liebe” und das ſchon erwähnte
Liebeſtück „Belinde” das augenblicklich über alle erſten
deutſchen Bühnen geht. Aeußerſt reizvoll ſind des
Dich=
ters Proſaſchriften „Das keimende Leben”, „
Schatten=
bilder” und „Neue Bilder” Sie zeigen ihn als
Kultur=
träger von Bedeutung und geiſtvollſten Eſſayiſten. Seine
Rednergabe ſoll ganz hervorragend ſein, ſo daß nicht nur
das „Was” ſondern auch das „Wie” der Eulenbergſchen
Hebbelrede hohen Genuß verſpricht. Da unſere Hofbühne
zur Zentenarfeier Hebbels einen Zyklus der Dramen des
Dichters vorbereitet, dürfte der Abend in der Freien
literariſch=künſtleriſchen Geſellſchaft die ebenſo intereſſante
wie willkommene Einführung hierzu bilden.
C Sigrid Arnoldſon, die „ſchwediſche
Nachti=
gall”, zählt zu den ſeltenen Kunſtgrößen, von denen jede
Kritik nur in Superlativen der Anerkennung ſpricht, denn
das einzigartige ihrer Erſcheinung, ihre überragende
Größe als Künſtlerin, iſt eben unbeſtritten. Zu ihren
Be=
wunderern zählen nicht nur die ungezählten Tauſende
die ſich an ihrer Kunſt erfreuen durften, ſondern auch viele
Größen des Geiſtes= und des Muſiklebens. So zählte
Verdi zu den größten Bewunderern der Sängerin. Am
Tage, nachdem er die ſchwediſche Diva in Paris zum
erſten Male als „Traviata” gehört hatte, ſandte er mit
Bezugnahme auf das der Dumasſchen „Kameliendame‟
entnommene Sujet der Oper der Künſtlerin ein
pracht=
volles Bukett aus weißen Kamelien und fügte ihm ſeine
Viſitenkarte bei, auf die er folgende Widmung geſchrieben
hatte: „Alla mia unica Violetta” (Meiner einzigen
Violetta). Sigrid Arnoldſon, die die Rolle der „
Mar=
garete” mit Gounod ſelbſt ſtudierte, wurde von dem
berühmten franzöſiſchen Komponiſten in deſſen letzten
Lebensjahren bei vielfachen Anläſſen als „Ia Marguerite
idéale” bezeichnet. — In einer Soiree, die Ambroiſe
Tho=
mas zu Ehren der ſchwediſchen Diva in ſeiner im Pariſer
Konſervatorium gelegenen Wohnung veranſtaltete, und
zu der alle muſikaliſchen Berühmtheiten von Paris zu
Gaſte waren, gab Delibes ſeiner Bewunderung über ein
Paar wundervolle Diamant=Ohrgehänge Ausdruck die
Sigrid Arnoldſon an dieſem Abend trug. Gounod, der
an der Unterhaltung teilnahm, erwiderte galant: „Les
Diamants, Madame, que vous portez dans nos oreilles,
sont bien plus jolis encore.‟ (Die Diamanten. Madame,
die Sie in unſere Ohren tragen, ſind noch viel ſchöner.) —
In der Fülle der Kunſtveranſtaltungen der nächſten Tage
wird das Konzert Siarid Arnoldſon am 7. Mär z
eine hervorragende Stelle einnehmen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 2. März. Eine überfüllte
Malerverſammlung verlangte geſtern das
ſo=
fortige Eintreten in den Generalſtreik. Nur die
Zuſiche=
rung, daß in den nächſten Tagen eine neue beſchließende
Verſammlung einberufen werden ſoll, ließ die Majorität
von dem ſofortigen Streikbeſchluß abſtehen. — Eine
Ver=
ſammlung von mehr als 2000 in der Herrenkonfektion von
Groß=Berlin beſchäftigten Schneider und
Schnei=
derinnen erklärte ſich heute nachmittag unter
Ableh=
nung der Angebote der Arbeitgeber einſtimmig für die
Niederlegung der Arbeit, die Montag früh begonnen
wer=
den ſoll. — Die Dresdener Bank teilt mit: Einer
der beiden Kreditſchwindler, die mit
Kre=
ditbriefen der Dresdener Bank reiſten und durch
Fälſchungen auf die Kreditbriefe bei Bankinſtituten
Summen zu erſchwindeln ſuchten, namens Alexander
Smith alias Luis Sinaer, iſt bei der Wiederholung des
Betrugsmanövers in Mailand verhaftet worden. —
Mit vergifteter Wurſt „arbeiteten”
Geld=
ſchrankknacker, die in der Nacht zu geſtern der
Nutz=
holzhandlung der Vereinigten Stellmachermeiſter Berlin
in der Lohmühlenſtraße 6 einee Beſuch abſtatteten. Der
Lagerplatz der Holzhandlung wird nachts durch zwei große
Hunde, die dort frei umherlaufen, bewacht. Sobald dieſe
anſchlagen, wird der auf dem Vlatz wohnende Lagermeiſter
aufmerkſam gemacht. Um dieſes zu verhüten, warfen die
Einbrecher zuerſt einige Stücke vergiftete Leberwurſt über
den Zaun. Nachdem ſie ſich vergewiſſert hatten, daß die
Tiere von der Wurſt gefreſſen, warteten ſie noch eine Weile,
bis die tödliche Wirkung eingetreten war, kletterten dann
über die Umzäunung und drückten an den Bureauräumen
die Fenſter ein, durch die ſie zu dem Geldſchrank gelangten.
Dieſen erbrachen ſie nach Art gewerbsmäßiger Kuaden,
fanden darin aber zu ihrem Leidweſen nur ungefähr 100
Mark bares Geld. Als am anderen Morgen der Einbruch
entdeckt wurde, benachrichtigte man die Kriminalpolizei
die ſofort mit einem Polizeihund erſchien, um die Spur
der entkommenen Verbrecher zu verfolgen. Der
Kriminal=
dienſthund fand auch bald eine Fährte, die er über den
ganzen Lagerplatz verfolgte. In der Nähe des Zaunes
ſtieß er auf ein Stückchen Leberwurſt,, von dem er naſchte
ehe er daran gehindert werden konnte. Es war ein Teil
der vergifteten Wurſt, die auch bei dem Polizeihund
töd=
lich wirkte; in wenigen Minuten verendete er. Der
Ka=
daver dieſes Hundes wurde beſchlagnahmt, um bei der
Sezierung feſtzuſtellen, was für ein Gift die Einbrecher
verwendet haben.
Wiesbaden, 3. März. Die königliche Beſtätigung der
Wahl des zweiten Bürgermeiſters Geh. Oberfinanzra
Karl Gläſſing zum erſten Bürgermeiſter auf
die Amtszeit von 12 Jahren iſt heute hier eingetroffen.
Zugleich wird Herrn Gläſſing der Titel Oberbürgermeiſter
verliehen.
Wetzlar, 2. März. Ueber eine höchſt ſeltſame
Erd=
verſchiebung wird dem hieſigen Anzeiger aus dem
benachbarten Dorf Werdorf berichtet. Dort hat ſich ein mit
Fichten bewachſener, gegen 2½ Morgen großer
Wald=
diſtrikt in zickzackförmigen, unregelmäßigen Grenzen aus
ſeiner Lage derart verſchoben, daß man der Anſicht
zu=
neigt, die Erdbewegung ſei durch vulkaniſche Einwirkung
erfolgt. Der Erdboden hat ſich ganz plötzlich von dem
um=
liegenden Gelände abgelöſt, ſo daß ſich ſtellenweiſe
Spal=
ten von ein bis zwei Meter Tiefe und Breite gebildet
haben, wobei ſich noch verſchiedene unnatürliche
Erheb=
ungen und Senkungen der ganzen Bodenfläche gezeigt
haben. Daß die Erdbewegung infolge gewerblicher
Unter=
höhlung entſtanden ſei, erſcheint ausgeſchloſſen, ebenſo
daß ein Erdrutſch ſtattgefunden haben könnte. Auf die
Ergebniſſe der fachmänniſchen Unterſuchung dieſer
Erd=
bewegung iſt man hier geſpannt.
Danzig, 3. März. Bei der Heimkehr von einem
Bockbierfeſt ließ ſich heute morgen der Wächter Blank
mit ſeiner Frau und ſeinen zwei Töchtern von dem
Hof=
beſitzer Goertz und deſſen Schwiegerſohn Manski von
Weichſelmünde nach Neufahrwaſſer in einem Boot über
die Weichſel ſetzen. Infolge des Eisganges kentert
das Boot in der Mitte des Stromes. Alle ſechs
Per=
ſonen ertranken. Bis jetzt ſind zwei Leichen geborgen
worden.
Rom, 2. März. Von dem Vorderwagen des
Sa=
lonwagens, in dem das italieniſche
Königs=
paar heute von Neapel nach Rom fuhr, löſte ſich
wäh=
rend der Fahrt eine Eiſenſtange, die der Salonwagen auf
das Gleis ſchob ſo daß der folgende Wagen leicht
be=
ſchädigt wurde, als er über die Stange fuhr. Der
Salon=
wagen wurde nicht beſchädigt, und auch der beſchädigte
Wagen konnte die Fahrt nach Rom fortſetzen. Durch das
erſte ungeſchickt abgefaßte Telegramm des
Bahnhofsvor=
ſtehers Cainnella über den Unfall entſtanden nachmittags
in Rom gänzlich unbegründete Gerüchte über ein
Atten=
tat auf das Königspaar.
Paris, 2. März. Der Selbſtmord des zu
lebens=
länglichem Zuchthaus verurteilten Autobanditen
hat nunmehr ſeine Aufklärung gefunden. Man entdeckte
in dem Abſatz eines Stiefels des
Selbſtmör=
ders ein Loch und bei näherer Unterſuchung ſtellte ſich heraus
daß Carouy in dieſem Loch Zyankali aufbewahrt hatte.
In dem Verſteck befand ſich noch ſo viel von dem Gift, das
genügt hätte, noch zehn Perſonen vom Leben zum Tode
zu befördern.
Paris, 3. März. Seit einiger Zeit bemüht ſich die
Pariſer Polizei der in gewiſſen Kreiſen herrſchenden
Kokainſucht dadurch zu ſteuern, daß ſie die
unbefug=
ten Kokainhändler ſtreng verfolgt. So wurden geſtern
abend im Quartier Latin ein Student der Medizin, zwei
Studenten der Pharmazie, ein Kellner und eine Griſette
verhaftet, weil ſie insbeſondere an Studenten und
Halb=
weltdamen ſeit Monaten Kokain verkauften.
New=York, 2. März. Drei
Automobilver=
brecher, die mit Revolvern und Betäubungsmitteln
ausgerüſtet waren, überfielen um Mitternacht auf
dem Broadway einen Juwelier und raubten ihm Juwelen
im Werte von 9000 Dollars. Nach einem Revolverkamp
mit Polizeibeamten entflohen die Verbrecher, wobei ſie ſich
nacheinander zweier Automobildroſchken bedienten. In
der erſten ließen ſie einen Teil ihrer Beute im Werte von
77060 Dollars liegen.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 3. März. Vizepräſident Dr. Paaſche
eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 23 Minuten. Die
zweite Beratung des Marineetats
wird fortgeſetzt. — Abg. Noske (Soz.): Noch niemals
iſt ein Etatsbericht mit ſo viel Gefälligkeit und ſo wenig
politiſcher Einſicht für Kommendes eingebracht worden, wie
dies Jahr. In raſendem Tempo haben ſich unſere
Flot=
tenausgaben verdreifacht. Ich erkenne auch an, daß
Or=
ganiſationstalent und Technik ein gewaltiges Inſtrumen
des Krieges geſchaffen haben. Die Rechte und die Ver
treter der beſitzenden Klaſſen überhaupt haben wohl ſtets
die Koſten bewilligt, zum Bezahlen ſind ſie aber nicht
be=
ſonders bereit geweſen. Auch angeſichts der
bevorſtehen=
den Heeresverſtärkung zeigt ſich wenig Opferfreudigkeit in
ihren Reihen. Wenn es ſich um kulturelle Zwecke handelt,
wie z. B. die Herabſetzung der Altersgrenze bei der
Alters=
verſicherung, dann wird uns immer entgegengehalten, es
ſei kein Geld vorhanden. Unbrauchbare Schiffe wollen
auch wir nicht auf die See ſchicken. Wir beklagen nur, daß
man nicht verſtanden hat, den Rüſtungstreibereien unter
den Großmächten Einhalt zu tun. Herr Erzberger hat
keinen Anlaß, ſich anderen Parteien gegenüber als
Schul=
meiſter aufzuſpielen. Anzuerkennen iſt, daß der Marine
etat ſo überſichtlich iſt wie kein anderer. Die Ausgaben
für Offiziere und Mannſchaften ſind erheblich geſtiegen,
und auch der Penſionsfonds iſt bedeutend gewachſen. Daß
die Kaiſerjacht Flottenzwecken zu dienen hat, können wir
nicht zugeben. Der Kaiſer hat ſeinerzeit bei dem
Stapel=
lauf der „Hohenzollern” ausdrücklich betont, daß es die
Aufgabe der Kaiſerjacht ſein ſoll, der kaiſerlichen Familie
Ruhe, Erholung und Frieden zu bringen. Die
außer=
ordentlichen Gewinne der Panzerplattenfabrikanten geben
uns zu denken, ob nicht die Preiſe noch immer übergroß
ſind. Die Arbeiterſchaft hat kein Intereſſe an dem
Wachs=
tum der Marine, die ſogar bereit iſt, bei einem
Seemanns=
ſtreik Streikbrecherdienſte zu leiſten, und da von der Ma
rineverwaltung die Hand dazu geboten wird, Schiffsleute
zu boykottieren. Die Zahl der Mißhandlungen und der
daraus ſich ergebenden Selbſtmorde hat erheblich
zuge=
nommen. Die Fortſchrittler ſollten nicht danach ſtreben
die Strafgewalt weiter auszudehnen. Wie ſich die
Zen=
trumsfreundſchaft für die Marine mit der Verkürzung der
Tafelaelder und mit der ſeinerzeitigen Streichung der
20=Pfg.=Bordzulage für die Heizer verträgt, verſtehe ich
nicht. Den Rüſtungstreibereien der gewerbsmäßiger
Hetzer muß ein Riegel vorgeſchoben werden. Unſer
Stre=
ben iſt auf den Frieden gerichtet. Die ſicherſte Gewähr
und Bürgſchaft für den Frieden erblicken wir in dem
An=
wachſen des klaſſenbewußten Proletariats. Wir lehnen
den Flottenetat ab.
Staatsſekretär v. Tirpitz: So lange wir eine
Ma=
rine haben, haben wir auch eine Kaiſerjacht gehabt. Eine
Verfaſſungswidrigkeit iſt in dieſer Hinſicht nicht zutreffend.
Von einem übergroßen Gewinn der Firma Krupp kann
keine Rede ſein; nur ein Viertel der dortigen Arbeiterſchaft
wird für unſere Marinezwecke beſchäftigt. Daß die
Ar=
beiter nichts von dem Gedeihen unſerer Marine hätten,
trifft nicht zu. 80 Prozent der geſamten Ausgaben
ent=
fallen auf Löhne. Abmachungen ſind mit dem Reichsamt
des Innern allerdings dahin getroffen worden, daß
be=
einem internationalen Seemannsſtreik unſere
Marine=
mannſchaften einzuſpringen hätten. (Sehr richtig! rechts.
Sehr falſch! bei den Soz.) Unfälle ſind nicht zu
ver=
meiden. Mit derartigen Verluſten, wie ſie leider bei den
kriegsmäßigen Fahrten vorgekommen ſind, müſſen wir
rechnen, namentlich bei Manövern mit abgeblendeten
Lich=
tern. Die Ausgaben für die Marine halten ſich horizon
tal. Eine abſolute Steigerung der Ausgaben iſt nicht
an=
zuerkennen. (Zuruf: Fortdauernde Ausgaben!) Dafür
haben wir den Anleihezuſtand beſeitigt. Wir haben aber
ſeit mehr als 40 Jahren Frieden. (Sehr richtig!) Wenn
Herr Noske darüber klagt, daß durch die Rüſtungen kein
Geld übrig bleibe für ſoziale Zwecke, ſo hat er nur ver
geſſen, anzugeben, welcher Staat verhältnismäßig mehr
ausgibt für ſoziale Zewecke, als Deutſchland es tut. und
darauf kommt es an. — Abg. Dr. Struve (Fortſchrittl.
Volkspt.): Die Ausdehnung der Strafgewalt auf niedere
Offiziere iſt dringend nötig. Die Deckoffiziere ſind das
Rückgrat der Marine. Sie müſſen möglichſt lange durck
auskömmliche Beſoldung im aktiven Dienſt gehalten
wer=
den. Hinſichtlich der Tafel= und Kommandogelder ſind
wir dem Staatsſekretär wegen ſeiner Haltung dankbar. —
Abg. Erzberger (Ztr.): Die Haltung des Zentrums in
der Tafelgelderangelegenheit iſt durchaus konſequent.
(Lachen bei den Soz.) Mit unſerem Antrag der
zwei=
jährigen Dienſtzeit iſt es uns vollkommen ernſt. Die
Gegengründe des Staatsſekretärs kann ich nicht als
durch=
ſchlagend anerkennen. Wenn der Abg. Noske hier mit
allerhand Wünſchen kommt und zum Schluß erklärt, den
ganzen Etat ablehnen zu wollen, dann hat ſeine ganze
Rede für das Parlament keinen Wert. (Sehr richtig! im
Zentrum.) Mit unſerem Eintreten für eine ſtarke deutſche
Flotte dienen wir ganz entſchieden am beſten dem
deut=
ſchen Volkswohl. — Abg. Noske (Soz.): Daß die
Werft=
arbeiter keinen Vorteil von dem Schiffsbau hätten, haben
wir niemals behauptet. Wir behaupten nur, daß das für
die Marine ausgegebene Geld beſſer für kulturelle Zwecke
angewendet würde. Das Zentrum ſollte einmal mit Ernſt
ſeinen Forderungen Nachdruck verleihen und ſeine
Ab=
ſtimmung nach ſeinen Worten einrichten. (Zuruf bei den
Soz: Komödie!) Wir lehnen einer Regierung, die
fort=
geſetzt eine Politik betreibt, die gegen die Grundſätze der
Sozialdemokratie in ſchroffſter Weiſe verſtößt und uns als
Staatsbürger niederen Rechts behandelt, den Etat ab.
Damit ſchließt die Generaldebatte. Das
Ge=
halt des Staatsſekretärs wird bewilligt. Der Antrag auf
Wiederherſtellung des urſprünglichen Etats, wonach ſechs
Departementsdirektoren an Stelle der von der
Kommiſ=
ſion beſchloſſenen fünf bewilligt werden ſollen, wird
ab=
gelehnt. Es bleibt ſomit bei den Anträgen. Die
Reſo=
lution der Fortſchrittler auf Vereinheitlichung der
Lauf=
bahn der Marineverwaltungsoffiziere und Beamten wird
angenommen. Ebenſo wird eine Kompromiß=Reſolution
auf Berückſichtigung der Heimarbeiter bei Vergebungen
von Marinelieferungen angenommen. Eine ganze Reihe
von Titeln wird ohne Debatte bewilligt.
Beim Kapitel Intendantur” bringt Abg. Werner=
Hersfeld (Reformpt.) Wünſche hinſichtlich der
Rechts=
ſtellung der Intendanturſekretäre vor. Bei Titel „
Rechts=
pflege” wird gemäß den Beſchlüſſen der Kommiſſion ein
Kriegsgerichtsrat geſtrichen. Eine Reſolution der
Kom=
miſſion auf Verbeſſerung der Geſamtſtellung der
Deckoffi=
ziere, ſowie eine auf Einführung der zweijährigen
Dienſt=
zeit wird angenommen. Die weiteren Kapitel werden
nach den Beſchlüſſen der Kommiſſion bewilligt. Bei dem
Kapitel „Indienſthaltung” beantragt die Kommiſſion,
„blinde‟ Tafelgelder nicht mehr zu bewilligen. Das Haus
beſchließt dementſprechend.
Bei dem Kapitel „Bekleidung” führt Abg. Albrecht
(Soz.) aus: Es wird geklagt, daß aus
Sparſamkeitsrück=
ſichten in den Bekleidungsämtern anſtatt der Männer in
großen Maſſen Frauen beſchäftigt werden, die
außer=
ordentlich ſchlecht bezahlt werden. Die Lohnerhöhungen
die den Arbeitern in den letzten Tagen gewährt wurden
erweiſen ſich als Lohnerniedrigung, da die verlangte
Mehrarbeit einen höheren Prozentſatz ausmacht als die
Lohnerhöhung. Auch die hyaieniſchen Verhältniſſe in den
Werkſtätten laſſen viel zu wünſchen übrig. Vizeadmiral
Capelle: Die Einrichtung der Nähſtuben iſt eine
Wohl=
fahrtseinrichtung, und wir können auf ſie nicht verzichten
Da die Matroſen ihre Uniform ſelbſt zu bezahlen haben
müſſen wir darauf bedacht ſein, daß die Uniformen mög
lichſt billig hergeſtellt werden. Allerdings herrſcht bei uns
das Prinzip der Sparſamkeit. Die beſchäftigten Frauen
ſind meiſt Unteroffiziersfrauen und Witwen. Es trifft
nicht zu, daß 25 Prozent der Arbeiterinnen lungenkrank
ſeien. Die hyaieniſchen Einrichtungen ſind vorzüglich
ſelbſt Herr Noske hat ſie für tadellos erklärt. — Abg.
Giesberts (Ztr.): Die Wünſche der Heimarbeiter, die
in der Kompromißreſolution niedergelegt ſind, ſollen auch
hier berückſichtigt werden. — Vizeadmiral Capelle:
Bei Vergebung von Arbeit an Heimarbeiter wird ſtets
darauf geſehen, daß ausreichende Löhne gezahlt werden
Lohndrücker erhalten keine Aufträge. — Abg. Albrecht
(Soz.): Die Leute ſollten ſo geſtellt werden, daß die Frauen
nicht zu arbeiten brauchen. — Das Kapitel wird bewilligt.
Beim Kapitel Garniſonbauweſen wünſcht
Abg. v. Böhlendorff=Kölpin (konſ.) Verteilung der
Marinebildungsanſtalten auf mehrere Häfen an der Nord=
und Oſtſee.
Beim Kapitel Inſtandhaltung der Flotte
und Werften liegt eine Reſolution der Budget=
Kom=
miſſion und der Fortſchrittlichen Volkspartei vor, in der
verlangt wird, daß das Petitionsrecht der Beamten und
Arbeiter in den Betrieben der Marine in keiner Weiſe
beeinträchtigt werden ſoll. — Abg. Brandes=
Halber=
ſtadt (Soz.): Durch die Beſtimmung, daß
ſozialdemokra=
tiſche Agitatoren auf den Werkſtätten nicht beſchäftigt
wer=
den dürfen, werden durch gehäfſige Denunziationen
arbeit=
ſame Männer ohne Grund auf die Straße geſetzt. Das
Petitionsrecht ſollte möglichſt erweitert werden. — Staats
ſekretär v. Tirpitz: Der Vorredner beklagt ſich darüber,
daß er trotz ſeiner vorjährigen Klagen wiederum Anlaß
zum Kritiſieren hat. Ja, was müſſen wir wohl tun, un
dem Kritiſieren der Sozialdemokraten Einhalt zu bieten?
Es entſpricht durchaus der Würde eines Staatsbetriebes
wenn in der Arbeitsordnung klar zum Ausdruck kommt,
daß ſozialdemokratiſche Führer nicht geduldet werden
können. Es wäre zu erwägen, ob bei der Entlaſſung
vor=
läufig eingeſtellter Arbeiter der Entlaſſungsgrund ange=
geben werden ſoll. Die Beteiligung von Lehrlingen an
politiſchen Vereinen kann von uns nicht geduldet werden.
Wir können nicht zugeben, daß die Arbeiterausſchüſſe
wäh=
rend des Betriebes über Beſchwerden konferieren. Unſere
Löhne ſind derart, daß wir uns trotz der Hochkonjunktur
der ſich meldenden Arbeiter kaum erwehren können. Di
Arbeiter werden gerecht und wohlwollend behandelt. Daß
in einem ſolchen Rieſenbetriebe auch einmal ein Mißgriff
vorkommen kann, iſt ohne weiteres erklärlich. Mit der
ungeteilten, ſogen, engliſchen Arbeitszeit iſt von uns ein
Verſuch gemacht worden, ſie wurde aber auf Wunſch der
Arbeiter wieder abgeſchafft. — Abg. Weinhauſen
(Fortſchr. Volkspt.): Die finanziellen Verhältniſſe der
Marinegehilfen laſſen viel zu wünſchen übrig, desgleichen
die der Werkführer und der Hilfswerkführer. Das
Akkord=
ſyſtem ſollte möglichſt eingeſchränkt werden.
Auf Antrag des Abg. Giesberts (Ztr.) wird
Ver=
tagung beſchloſſen. — Nächſte Sitzung: Dienstag
1 Uhr. Tagesordnung: Kurze Anfragen, Notetat,
Fort=
ſetzung des Marineetats. Nachtragsetat zum Kolonialetat.
— Schluß 7 Uhr 15 Minuten.
Die deutſche Kaiſerin in
Gmunden.
* Gmunden, 2. März. Heute nachmittag machten
die Kaiſerin, die Herzogin Thyra von Cumberland
und Prinzeſſin Friederike eine längere Spazierfahrt
in einem Viererzug längs des Traunſees. Das
Braut=
paar, das Großherzogspaar von Mecklenburg, Prinz Max
von Baden und Prinzeſſin Olga fuhren in zwei
Auto=
mobilen über Altmünſter, Traunkirchen und Ebenſee bis
in die Nähe von Iſchl, von wo ſie auf demſelben Wege
nach Gmunden zurückkehrten. Das vordere Automobil
lenkte Prinz Ernſt Auguſt, ihm zur Seite ſaß Prinzeſſin
Viktoria Luiſe. Das Publikum, welches das Brautpaar
erkannte, begrüßte es auf dem ganzen Wege auf das
leb=
hafteſte. Beſonders herzlich und andauernd waren die
Ovationen in der Ortſchaft Ebenſee, wo die Fürſtlichkeiten
längere Zeit halten mußten, um einen gerade
einfahren=
den Eiſenbahnzug vorbeifahren zu laſſen. Bei
Dunkel=
verden trafen die Herrſchaften wieder auf dem Schloſſe
ein. Das Gefolge hatte inzwiſchen einen Ausflug nach
Grünau unternommen. Um halb 9 Uhr abends war im
Schloſſe wiederum Familientafel. Nach der
Fami=
lientafel begaben ſich die hohen Herrſchaften in die für die
Soiree beſtimmten Räume, wo ſich die Gäſte bereits
ver=
ſammelt hatten. Während der Tee gereicht wurde und ein
Wiener Quartett in einem Nebenſaal verſchiedend
Muſikſtücke zum Vortrag brachte, hielten die Fürſtlichkeiten
Cercle. Die Kaiſerin zog in liebenswürdiger Weiſe alle
Gäſte ins Geſpräch und drückte bei diefer Gelegenheit dem
Leiter der Bezirkshauptmannſchaft, Grafen Salburg,
noch=
mals ihre große Befriedigung über den herzlichen
Emp=
fang ſeitens der Bevölkerung des Bezirks aus und tat
auch wiederholt der herrlichen Lage Gmundens und der
wunderbaren Gegend Erwänhnung, die ſie in dieſen Tagen
bei dem ſchönen Wetter ſo recht genießen könne.
Prinzeſ=
ſin Viktoria Luiſe unterhielt ſich gleichfalls auf das
leb=
hafteſte mit allen Herren und Damen und ſprach ſich auck
in Worten größten Entzückens über den ſchönen
Aufent=
halt in Gmunden aus. Gegen 11 Uhr gab die Kaiſerin
das Zeichen zum Aufbruch, worauf ſich die Herrſchaften
in ihre Appartements zurückzogen.
* Gmunden, 3. März. Die Kaiſerin hat
ſich=
entſchloſſen, auf beſonders dringendes Bitten der Familie
des Herzogs von Cumberland, ihren Beſuch bis morgen
abend auszudehnen, ſo daß die Rückfahrt nach Berlin
am Dienstaa, 10 Uhr 30 Minuten abends, erfolgt.
Die Blättermeldungen über den Zeitpunkt des
Be=
ſuches der Cumberländiſchen Herrſchaften
am Hofe in Pots dam ſind falſch. Der Beſuch
iſt nunmehr auf die Tage unmittelbar nach Oſtern
feſtge=
ſetzt worden.
England und der franzöſiſche
Chauvinismus
* London, 3. März. Die Times ſchreibt in einem
Leitartikel über „Das neue Frankreich”: Wir ſind
ſicher, daß Präſident Poincaré keine Politik ins Auge
faſſen wird, die nicht die volle Billigung aller Partner der
Tripel=Entente und der großen arbeitſamen
Maſ=
ſen des Landes beſäße, deren verſtändiger, praktiſcher
Sinn die wahre Meinung Frankreichs bildet. Er kennt
die Bedingungen, unter denen allein jene Billigung
er=
folgen kann; er weiß, daß Mäßigung und Nüchternheit
in Wort und Tat dazu gehören. Wir halten den Präſt
denten auch nicht für einen Schwächlina, der ſich gegen
ſein eigenes Urteil zu Unklugheiten verleiten oder
zwin=
gen ließe. Aus allen dieſen Gründen ſind wir nicht
ge=
neigt, den extravaganten Bekundungen des Chauvinismus
die aus Paris gemeldet werden, eine übergroße
Bedeu=
tung beizulegen. Wie freuen uns über den Geiſt des
Selbſtvertrauens des neuen Frankreichs.
Vir freuen uns über den unverkennbaren Schneid und den
Elan der franzöſiſchen Truppen und wir achten die
Bereit=
willigkeit, mit der die franzöſiſche Nation der Forderung
neuer Opfer für die Landesverteidigung entſprechen will;
aber wir ſehen mit Bedauern, daß dieſe Zeichen von echtem
Patriotismus von provozierenden Reden, Schriften uſw.
begleitet werden. Kluge Franzoſen, die die europäiſche
Lage kennen, müſſen durch die Art beunruhigt werden,
wie die Chauviniſten und vielleicht nicht die
Chau=
viniſten allein, Elſaß=Lothringen in den Vordergrund
ſtellen. Wenn die Franzoſen daran denken müſſen, dann
ſollten ſie ſich an den Rat Gambettas erinnern und ihre
Gedanken für ſich behalten; denn auf dieſer Seite des
Ka=
nals, wo die franzöſiſche Renaiſſance mit großem Intereſſe
und großer Sympathie verfolgt wird, können ſolche Reden
nur den Gedanken an einen Revanchekrieg
aus=
löſen. Der Sinn und das Gewiſſen Englands ſind
unveränderlich und unerſchütterlich gegen Revanche=
und Angriffskriege. Kriege dieſer Art ſtehen im
Widerſpruch zu der Grundlage des Prinzips der Trivel=
Entente, deren Raiſon d’etre die Erhaltung des Friedens
auf der Grundlage des jetzigen Gleichgewichts der Mächte
und des Status quo iſt.
Sporf, Spiel und Turnen.
* Radſvort. Sport klub Viktoria. Am
Sonn=
taa. 2. März, veranſtaltete der Sportklub Viktoria ſein
erſtes Radrennen. Von den drei ſchönen Preiſen
er=
hielten Herr Jean Egly den erſten, Herr Friedrich
Petitjean den zweiten und Herr Max
Wetter=
mann den dritten Preis. Die Strecke betrug 60
Kilo=
meter.
Der Balkankrieg.
Die Vermittlung der Mächte.
* Berlin, 2. März. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung ſchreibt in ihrer Wochenrundſchau: Für die
Klä=
rung der Orientlage iſt nunmehr vorausſichtlich ein
entſcheidender Schritt erfolgt. Die Türkei hat
ſich erfreulicherweiſe bereit erklärt, die Vermittlung
der Großmächte zwecks Friedensſchluſſes
an=
zunehmen. Im Beſitz dieſer Mitteilung wenden ſich die
Mächte ungeſäumt an die Regierungen des Balkanbundes,
um feſtzuſtellen, ob dieſe ebenſo wie die Pforte, die
Ver=
mittelung Europas annehmen wollen. Man wird mit
Rückſicht auf den überall geltend gemachten Wunſch nach
Wiegerherſtellung des Friedens erwarten können, daß
auch die Balkanregierungen ſich den Großmächten
anver=
trauen. Gelingt es, europäiſche Friedensverhandlungen
endgültig in Fluß zu bringen, darf man ſich von dieſer
ge=
meinſamen Arbeit der Diplomatie auch eine günſtige
Rück=
wirkung auf die Löſung der von den Großmächten bisher
noch nicht erledigten, ihre eigenen Intereſſen berührenden
Fragen verſprechen.
— Sofia, 2. März. Betreffs der für morgen hier
erwarteten Kollektivmitteilung der Geſandten
über den Entſchluß der Pforte, den Friedensſchluß in
die Hände der Mächte zu legen, verlautet, daß die
Bal=
kanmächte die Vermittelung der Mächte nur annehmen
werden, wenn die Türkei vorher den verlangten
Gebiets=
abtretungen und wenigſtens im Prinziv der Zahlung
einer beſtimmten Kriegsentſchädigung zuſtimmt.
* Konſtantinopel, 2. März. Auf der Pforte
wird die Londoner Meldung der Agenzia Stefani, daß die
Pforte England geantwortet habe, ſie vertraue ſich
wegen des Friedensſchluſſes vollſtändig den
Großmächten an, dementiert (!) Die Meldungen,
daß in Petersburg mit offiziellen Vertretern der Türkei
Friedens=Pourparlers ſtattfinden, werden gleichfalls
de=
mentiert. Trotzdem geht das Gerücht, daß ein
ottomani=
ſcher Diplomat demnächſt nach Petersburg reiſen werde,
oder bereits dort weile.
Die Dreibundpolitik.
* Berlin, 2. März. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung beglückwünſcht den italieniſchen Miniſter des
Aeußern die San Giuliano zu ſeinen jüngſten
Ausführ=
ungen in der Kammer, denen ſie eine programmatiſche
Tragweite beimißt und ſchreibt: Aus den Worten des
italieniſchen Staatsmannes ergibt ſich mit aller
Deutlich=
keit, daß Italien an dem nunmehr hergeſtellten
Gleich=
gewicht im Mittelmeer Genüge findet, daß es aber
anderſeits Anſpruch erhebt und durchzuſetzen entſchloſſen
iſt, ohne ſeine Mitwirkung keinerlei erhebliche
rerritoriale Verſchiebungen im Mittelmeer
ge=
ſchehen zu laſſen. Mit erfreulicher Entſchiedenheit betonte
der Miniſter die Uebereinſtimmung, die auch in dieſem
Punkte zwiſchen Italien und ſeinen Verbündeten beſteht,
eine Uebereinſtimmung, für welche die vorbehaltloſe
Klar=
ſtellung des Intereſſes Oeſterreichs und Italiens an dem
Gleichgewicht in der Adria eine ſichere Grundlage abgibt.
Der leitende Gedanke des Dreibundes, der auf
Wah=
rung der Lebensintereſſen der drei verbündeten Mächte
hne jede Angriffsabſicht gegen andere Staaten abzielt,
hat auch hier ſeine fruchtbringende Wirkung
dargetan. Auf dieſer Eigenart des Bündniſſes beruht die
wachſende Wertſchätzung bei den in ihm vereinigten
Natio=
nen, die durch die Erkenntnis gefördert wird, daß das
Bündnis die Pflege freundſchaftlicher
Bezieh=
ungen zu den anderen Mächten nicht ausſchließt.
Rußland und Oeſterreich.
* Paris, 3. März. Der Petersburger
Sonderbericht=
erſtatter des „Matin” meldet, daß nach der zwiſchen der
ruſſiſchen und der öſterreichiſchen
Regier=
ung getroffenen Vereinbarung ſich Oeſterreich=
Ungarn verpflichte, ſeine Kompagnien an der ruſſiſchen
Grenze, die gegenwärtig einen Beſtand von 180 Mann
haben, auf etwas unter 150 Mann zu vermindern, was
dem Beſtand der ruſſiſchen Kompagnien in normilen
Zei=
ten gleichkomme. Rußland werde dann die Klaſſe von
1910 heimſchicken. In berufenen öſterreichiſchen Kreiſen
glaubt man, daß die Demobiliſierung, falls keine
uner=
warteten Ereigniſſe eintreten werden, erfolgen werde.
Man ſei der Anſicht, daß es eine glückliche und eine
huld=
volle Aufmerkſamkeit ſeitens des Kaiſers Franz Joſef
wäre, wenn er einen Teil der Reſerviſten Galiziens noch
vor dem 6. März, dem Tage der Jahrhundertfeier des
Hauſes Romanow entlaſſen werde. Dieſes Vorgehen
würde in Rußland einen ausgezeichneten Eindruck
hervor=
rufen.
Die Balkanſtaaten und die ottomaniſche Staatsſchuld.
* Sofia, 3. März. Das Finanzminiſterium
hat ein Expoſé über die Frage des Anteils der
Bal=
kanſtaaten an der ottomaniſchen
Staats=
ſchuld ausgearbeitet. Das Expoſé, das den der
Bot=
ſchafterreunion unterbreiteten Plan der Uebernahme eines
Teils der geſamten Ottomaniſchen Staatsſchuld durch die
verbündeten Balkanſtaaten einer Prüfung unterzieht,
führt aus: Wenn die ſiegreichen Verbündeten einen Teil
der Verbindlichkeiten der Türkei auf ſich nehmen, ſo
ge=
ſchieht dies, um die Rechte und Intereſſen Dritter nicht zu
verletzen. Dies zugegeben, muß eine Unterſcheidung
ge=
nacht werden, nicht nur zwiſchen der konſolidierten und
der ſchwebenden Schuld, ſondern auch zwiſchen den fün
Kategorien der konſolidierten Schuld, denn die
ſchwe=
ende Schuld ſteht in keinerlei Beziehung zu dieſem oder
ſenem Teile des ottomaniſchen Staatsgebiets oder ſeiner
Einkünfte. Die Berechnung des zu übernehmenden Teiles
der Schuld und die Haftung hierfür muß auf der
Grund=
age der nach dem Beiſpiele des Artikels 10 des Vertrages
von Ouchy zugeſtandenen Einkünfte erfolgen. Bulgarien
ſeinerſeits wird nachdem es wirkliche Garantien für die
Zahlung einer Kriegsentſchädigung erhalten hat, dieſelben
Garantien den durch die Dette Publique vertretenen
Gläubigern der Türkei einräumen können.
Der Albaneſenkongreß.
* Trieſt, 2. März. In der geſtrigen
Nachmittags=
ſitzung des Albaneſenkongreſſes wurden Hil=Moſſi zum
Präſidenten, Faik Bei=Konitza und der Derwiſch Hima
zu Vizepräſidenten gewählt. Sodann hielt Faik Bei=
Konitza eine Anſprache, in der er dem Kaiſer von
Oeſter=
reich und dem König von Italien den Dank für das dem
albaneſiſchen Volk bewieſene Wohlwollen ausſprach.
Hierdurch ſei es möglich geworden, daß die Bildung eines
ſelbſtändigen Albaniens der Vollendung entgegengehe.
In der heutigen Vormittagsſitzung des zweiten
albaneſiſchen Kongreßtages verlas der Vorſitzende
folgendes Telegramm des italieniſchen Miniſters des
Aeußern: „Ich danke Ihnen herzlichſt und bitte Sie, Ihren
Landsleuten für die mir ausgedrückten Gefühle die
auf=
richtigſten Wünſche für die Freiheit und das Gedeihen
Albaniens übermitteln zu wollen.” Hierauf wurden noch
andere aus verſchiedenen auswärtigen Kolonien
einge=
laufene Begrüßungstelegramme verleſen. Nachdem
meh=
rere Redner geſprochen hatten, hielt ſchließlich der
Boſto=
ner orthodoxe Geiſtliche Fen Noli eine Anſprache, in der
er zunächſt die ſympathiſche Aufnahme hervorhob, welche
der Kampf der Albaneſen um die Selbſtändigkeit in der
ziviliſierten Welt gefunden habe. — In der
Nachmittags=
ſitzung erklärte der Delegierte Georgia, die Albaneſen
könnten ihr Los getroſt den beiden Staaten überlaſſen,
die das größte Intereſſe für Albanien an den Tag legten
nämlich Oeſterreich=Ungarn und Italien. Alle Redner
ſprachen ſich im gleichen Sinne aus. Der Delegierte
Advo=
kat Lehova ſprach Oeſterreich=Ungarn, Italien und
Deutſchland ſeinen Dank für das Intereſſe aus, mit
wel=
chem ſich dieſe Staaten für die albaneſiſche Sache eingeſetzt
hätten und ſchloß mit einem begeiſtert aufgenommenen
Hoch auf den Dreibund. Der Delegierte Pandelle ſprach
dem Kaiſer Franz Joſef den Dank der Albaneſen aus.
Die Verhandlungen werden morgen fortgeſetzt.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimm
ie Redaktion
ſie bleibt auf Grund de
keinerlei Verantwortung: f
Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Maſſenmord von Fledermäuſen.
In dem Tagblatt vom 21. v. M. teilt ein „
Natur=
freund” mit, er habe von einem Holzmacher gehört, im
Beſſunger Gemeindewald ſei „mehr denn eine
Waſch=
mahne voll Fledermäuſe in einer hohlen Tanne
vorge=
funden und vernichtet worden‟ Der Einſender beklagt,
daß dieſe nützlichen Tiere nicht geſchont worden ſind. Die
Forſtbehörde hat nachgeforſcht, ob die Angabe richtig ſei.
Es ergab ſich, daß weder die betreffenden Forſtwarte noch
die Holzhauer von der Angelegenheit etwas wußten. Es
dürfte ſich empfehlen, wenn der „Naturfreund” den
Na=
men ſeines Gewährsmannes bei der Oberförſterei oder
dem Sekretariat der oberen Forſtbehörde angeben wollte.
Literariſches.
* Heſſiſche Chronik, Monatsſchrift für
Fa=
milien= und Ortsgeſchichte in Heſſen und Heſſen=Naſſau.
Begründet und herausgegeben von Dr. Hermann
Bräu=
ning=Oktavio und D. Dr. Wilhelm Diehl. Heft 2,
Fe=
bruar 1913, hat folgenden Inhalt: Bibliothekar Dr.
Phi=
lipp Loſch: der Uriasbrief des Grafen von Schaumburg.
Geheimer Poſtrat Karl Dingeldey: Stammbaum der
Fa=
milie Dingeldey. Oberlehrer Dr. Friedrich Schrod: Zur=
Entwicklungsgeſchichte von Heſſen. Stadtpfarrer D. Dr.
Wilhelm Diehl: Die Selbſtbiographie von Chriſtian
Ru=
dolph Reinhard Pfnor (1748—1831), II. Lehrer Philipp
Raab: Das alte Hoſpital in Darmſtadt. Mit einem Plan.
Mathilde Ploch: Gießen vor hundert Jahren, II.
Fa=
milienchronik und Geſchichtsunterricht. Kleinere
Mit=
teilungen: Geſchichte der Familie Schenck. Von
Auswan=
derungen. Bücherſchau. Aus Zeitſchriften. Umfragen.
Austauſch. Auskünfte. (Der Bezugspreis beträgt
viertel=
jährlich 1,50 Mark, jährlich 6 Mark. Preis des Einzelheftes
60 Pfg. Beſtellungen wolle man richten an den Verlag
L. C. Wittichſche Hofbuchdruckerei in Darmſtadt, die
beiden Herausgeber oder an jede beſſere Buchhandlung,
durch die auch Probehefte erhältlich ſind.)
— Leitfaden durch die wichtigſten
Be=
ſtimmungen des Verſicherungsgeſetzes
für Angeſtellte, herausgegeben von Geheime
Re=
gierungsrat Dr. Dietz, Vorſitzender des Vorſtandes der
Landesverſicherungsanſtalt für das Großherzogtum Heſſen,
in Darmſtadt, der in kurzer, überſichtlicher und
gemein=
verſtändlicher Weiſe Intereſſenten über alles das belehrt
was für ſie zu wiſſen not tut. Dieſer Leitfaden, der im
Verlage J. Diemer in Mainz erſchienen iſt, erläutert neben
den geſetzlichen Vorſchriften auch alle die zur Ausführung
des Geſetzes ergangenen Beſtimmungen und hat dadurch
alles bis jetzt auf dieſem Gebiete Erſchienene überholt.
Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, ſowie direkt von
der Verlagsbuchhandlung J. Diemer in Mainz oder, wenn
gewünſcht, zu beziehen durch die Expedition dieſes Blattes.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korceſp.=Bureau.)
* Karlsruhe, 3. März. Heute vormittag ſtarb hier
nach ſchwerem Leiden im Alter von 46 Jahren der
Groß=
herzogliche Kammerherr und Rittmeiſter der Reſerve von
Scheffel, des Dichters einziger Sohn. Ein Beinbruch
den er ſich bei einer Jagd vor einiger Zeit zugezogen
hatte, zwang ihn auf das Krankenlager, wo ſich bald ein
ſchweres inneres Leiden bemerkbar machte, das ſeinen Tod
herbeiführte.
* Helgoland, 3. März. Die Ankunft des
Kaiſer=
chiffes iſt in der vergangenen Nacht um 11 Uhr 15
Minuten bei ſchlechtem Wetter erfolgt; es herrſchte Nebel
bei Schnee= und Regenfall. Heute geht ein friſcher
Süd=
weſt mit Regen, bei ſehr unruhiger See. Um 11 Uhr 20
Minuten vormittags ging der Kaiſer an Land und
be=
ſichtigte die Hafenanlagen, um ſich dann durch den
Tun=
nel zur Beſichtigung der Fortifikationsanlagen nach dem
Oberland zu begeben. Sodann nahm der Kaiſer ein
Frühſtück im Offizierskaſino ein.
* Amſterdam, 3. März. Geſtern ſtürzte am Prinz
Heinrich=Kai ein Haus ein, wobei vier Kinder
er=
tranken.
* New=York, 3. März. Nach einem Telegramm aus
Willemſtad (Curacao) iſt in Venezuela ein Aufſtand
ausgebrochen. Juan Arauja und 800 Mann haben zu den
Waffen gegriffen.
* Raleigh (Nordkarolina), 3. März. Der
vorausſicht=
liche Staatsſekretär des Kabinetts Wilſon, Bryan, erklärt
in einer Rede über den Frieden: Es iſt die gebieteriſche
Pflicht der Vereinigten Staaten, nicht nur auf
jede mögliche Weiſe mit den Mächten der ganzen Welt für
die Fortſchritte des Friedens zuſammenzuwirken, ſondern
auch in der Abrüſtung ein glänzendes Beiſpiel zu geben
Amerika iſt durch ſeine Lage und Stellung unter den
Na=
tionen beſonders dazu geeignet, mutig dieſe Haltung
ein=
zunehmen.
— Berlin, 3. März. In parlamentariſchen Kreiſen
verlautet, daß die Höhe der einmaligen
Vermö=
gensabgabe ſich auf 4—5 pro Mille belaufen wird,
daß aber die Vermögen unter 50 000 Mark von der Abgabe
nicht befreit werden ſollen.
Berlin, 3. März. Die 19jährige Tochter Elſe des
bei einem Automobilunfalle umgekommenen Ju=
welierehepaares Plunz iſt nicht lebensgefährlich
ver=
letzt, jedoch hat man ihr den Tod der Eltern noch nicht
mitgeteilt. Das Drahtſeil, das über die Chauſſee
geſpannt worden war, war etwa 30 Meter lang und mehr
als fingerdick, wie man es für Fahrſtühle oder auf
Schif=
fen verwendet. Das Seil war übrigens unzerriſſen. Pl.
war in voller Geſchwindigkeit gegen das Seil gefahren, ſo
daß es ihm die Kehle vollſtändig aufriß. Frau
Plunz war das Seil gerade über die Augen gegangen.
Sie hat vermutlich beim Sturz aus dem Wagen das
Genick gebrochen. Das Automobil war
verhält=
nismäßig nicht ſtark beſchädigt. Verhaftet wurde bereits
von zwei verdächtigen Leuten der eine, ein
Ziegeleiarbei=
ter. Der Verdacht beſtätigte ſich aber nicht. Der Inhaber
der Tonwarenfabrik in Marwitz hatte angezeigt, daß das
Drahtſeil am 19. Februar aus ſeiner Fabrik von einem
Packer, der ſich vorher in der Fabrik befand, geſtohlen
worden iſt. Die Firma Adam Opel in Berlin ſetzte
auf die Ergreifung der Täter 500 Mark Belohnung
aus.
HB. Peſt, 3. März. Der geſtrige Tag, ſowie der
Abend ſind ruhig verlaufen. In ſpäter Nachtſtunde
hieß es, die Regierung habe mit den Sozialdemokraten
Unterhandlungen gepflogen, um den Generalſtreik
abzuwenden. Der Miniſterpräſident Lucaks dementiert
dieſe Meldung zwar, erklärt aber, daß ein Ausbruch des
Streiks einſtweilen doch noch vermieden werden könne.
Auf alle Fälle iſt beſchloſſen worden, bei Ausbruch des
Generalſtreiks die Militärgewalt nur dann in
An=
ſpruch zu nehmen, wenn die äußerſte Not eintritt. Die
Polizei iſt angewieſen, vorkommenden Falls die
Kom=
mandogewalt der Militärbehörde zu überlaſſen. Der
Oberbürgermeiſter erklärt, daß die getroffenen
Maßnah=
men zur Aufrechterhaltung der Ordnung bei Ausbruch des
Generalſtreiks ausreichend ſeien und die Ruhe verbürgten.
London, 3. März. Mehrere Suffragetten
wollten geſtern in verſchiedenen Verſammlungen ſprechen
kamen aber zumeiſt nicht zum Wort. Die Menge
bom=
bardierte ſie mit Eiern, Kartoffeln und
Bananenſcha=
len, ſtürmte die Tribünen und zerrte die Frauen herunter,
deren Kleidung böſe zugerichtet wurde.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Dr. Kuhns Brennessel-Haarwasser ist einfach
unfehlbar bei Haarausfall etc, und an Güte
Pe
von der Konkurrenz niemals zu erreichen.
Nur echt mit Firma Franz Kuhn,
Kronen-
parf., Nürnberg. Hier: F. B. Grodhaus,
Seifenf. a. weissen Turm, Carl Bley,
Wilhelminen=
strasse 33, sowie in Apoth., Drog. u. Parf. (V,5371
Fikanke Aenheiken:
M
A
Laleei
D
RaFUr-Hae
e
Sproſfen-Paste
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2
Samfliche Coupons
per 1. April 1913
werden bereits von jetzt
ab an meiner Kaſſe
Sbesenfrei
eingelöſt.
(5322
Hermann Wertheim
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Filiale Darmstadt, Rheinstr. 33.
ic -Marke ,Zapatero‟
Schulstr.
Bienenhonig Tel.
0 garantiert rein 7u. al. W. Prussel 10.
(125as
Braut-Ausstattung
ausgestellt
Leinenhaus BECKER
17 Wilhelminenstr. 17
(5413
Paul Oskar Höcker läßt ſein ſoeben vol
lendetes Romanwerk „Die Meiſterin von
Europa” in der „Berliner Illuſtrirten Zeitung”
er=
ſcheinen. Man benutze die unſerer heutigen Stadtauflage
(5361
beiliegende Veſtellkarte.
Familiennachrichten.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Anteilnahme,
lowie für die troſtreichen Worte des Herrn Pfarrers
Lautenſchläger, welche uns bei dem Hinſcheiden
unſeres lieben Vaters, Sohnes, Bruders,
Schwie=
gerſohnes, Schwagers und Onkels
Jakob Katzenmeier
entgegengebracht wurden, ſagen wir unſeren
(5404
innigſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 3. März 1913.
Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
heute unſeren lieben Vater, Großvater, Ur=
(5388
großvater und Onkel
Jakob Jourdan
Schmiedmeister
im Alter von 90 Jahren durch einen ſanften
Tod zu erlöſen.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Wixhauſen, den 2. März 1913,
Die Beerdigung findet Dienstag, 4. März,
nachmittags 3½ Uhr, vom Trauerhauſe in
Wixhauſen aus, ſtatt.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Tiefdruckgebiet, das geſtern mit ſeinem Kern von
735 Millimeter bei Island lag, iſt heute nach Südoſten
vorgedrungen. Das Hochdruckgebiet, das geſtern über
Mittel= und Südoſteuropa lagerte, iſt etwas nach Süden
zurückgegangen. Es war geſtern unter ſeinem Einfluß
tagsüber warm, nachts kalt. Niederſchläge fielen kaum;
es wehten ſüdliche Winde. Da in Oſtdeutſchland das
Baro=
meter fällt, werden wir mit dem Einfluß des von Norden
vordringenden Tiefdruckgebietes zu rechnen haben.
orausſichtliche Witterung für
Diens=
tag, 4. März: Trübe, Regenfälle, milder, ſüdliche Winde.
Tageskalender.
Großh, Hoftheater (Ab. A). Anfang 7½ Uhr, Ende
gegen 10½ Uhr: „Eva”
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Konzert der Berliner Barthſchen Madrigal=
Vereinig=
ung um 8 Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz (Richard
Wagner=Verein).
Vortrag von Profeſſor Dr. Staehlin um 8½ Uhr im
„Kaiſerſaal” (Nationalliberaler Verein).
Generalverſammlung der Darmſtädter
Volks=
bank um 8¼ Uhr im „Fürſtenſaal”
Verſammlung der Fortſchrittlichen Volkspartei um
8½ Uhr im Reſtaurant Rummel (Bleichſtraße).
Ausſtellung der Arbeiten des Handarbeitslehrerinnen=
Seminars in der Alice=Schule (geöffnet von 3—6 Uhr).
Olympia=Theater, Rheinſtr. 2, 1. Etage:
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Verſteigerungskalender,
Mittwoch, 5. März.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 11 Uhr
Rundeturmſtraße 16.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 3 Uhr in
der „Ludwigshalle‟.
Küchengeräte= uſw. Verſteigerung um 2 Uhr
Landgraf Philipp Anlage 18.
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Wirtſchaft zu Egelsbach.
Kompoſt=Verſteigerung um 10½ Uhr (
Zu=
ſammenkunft in der Pallaswieſenſtraße jenſeits des
alten Bahnübergangs).
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbei agen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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3½ do. Conſols . . . 87,10
3 do.
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3½
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3½
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3
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14 Heſſ. Staatsanleihe 98,30
4 do. do. (unk. 1918) 98,20
do.
3½
85,60
do.
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4 Württemberger v. 1907 98,40
31
do. v. 1875 83,90
5 Bulgaren=Tabak=Anl. —
Griechen v. 1887 .
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4½ Oeſterr. Silberrente 87,10
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do. unif. Ser. III 66,30
3 do. Spezial .
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do. v. 1890 . . 91,9.
4 do. v. 1905 . . 87,00
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 89,40
4 do. v. 1902 . . . . 90,5)
4½ do. v. 1905 . . . . 99,0) 20 Verein chem. Fabriken
3½ Schweden . . . .
4 Serbier amort. v. 1895 81,00
4 Türk. Admin. v. 1903 77,5030 Chem. Werke Albert 439,0)
4 Türk. uniſiz. v. 1903 86,8
4 Ungar. Goldrente . . . 86,40
4 do. Staatsrente. . . 84,00
InProt.
Jf.
5 Argentinier . . . . . . 100,60
86,00
do.
4½ Chile Golb=Anleihe. 93,20
Chineſ. Staatsanleihe. 99,70
93,30
do.
17
Japaner .
91,30
5 Innere Mexikaner. .
90,6.)
do.
4 Gold=Merikanerv. 1904 84,50
5 Gold=Mexikaner . . . . 97,59
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120,90
6½ Südd. Eiſenb.=Zeſ. . —
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60½
Einz. Mk. 408
6 Baltimore und Ohio . 101,50
6 Schantungbahn . . . . 128,50
6½ Luxenb. Prince Henri —
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.)
6 Pennſylvania R. R. . 119,00
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64,00
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. . 534,00
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30 Farbwerke Höhſt
630,00
Mannheim . . . . 352,80
10 Cement Heidelberg . . 145,85
14 Holzverkohlung
Kon=
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12½ Bad. Zucker=Wag=
199,00
häuſel. . . . . .
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3 Südd. Immobilien . 60,00
Bergwerks=Aktien,
12 Aumetz=Friede .
177,75
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . .
216,80
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 164,00
10 Gelſenkirchener . . . . 197,25
9 Harpener . . . . . . . 194%
18 Phönir Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 260,25
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 84,20
6 Laurahütte . . . . . . 179,00
10 Kaliwerke Aſchersleben —
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7½ South Weſt Africa 126,00
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3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,60
4½ Nordd. Lloyd=Obl. —
4 Eliſabethbahn, freie . . 91,50
Franz=Jofefs=Bahn . . 87,10
3 Prag=Duxer . . . .
73,80
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 90,80
do.
75,10
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 98,50
4
do.
75,50
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S.
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 53.50
77,00
3 Raab=Oedenbura
4 Kronprinz Rudolfbahn 91,20
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 86,70
4½ Moskau=Kaſan ..
86.70
do.
87,00
4 Wladichawchas . .
4 Rjäſan Koslow . . . . 86,
3 Portugieſ. Eiſenb.
75,10
4
do.
2‟ Livorneſer
. 68,50
3 Salonique=Monaſtir . 62,00
80,00
4 Baadadbahn . . . .
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 94,00
4 Miſſouri=Paciſic. . .. 70,00
4 Northern=Paciſic . . . 98,50
4 Southern=Pacific . . . 93,40
5 St. Louis und San
Francisco. . . . . 81,10
5 Tehuantepec . . . . . . 95,60
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 187,50
7 Bergiſch=Märkiſch
150,20
Bahn . .
9½ Berlin. Handelsgeſ. .168,90
6½ Darmſtädter Bank . 124,00
12½ Deutſche Bank . . . 257,25
6 Deutſche Vereinsbank . 123,25
6 Deutſche Effekt.= un
W.=Bank . . . . . 118,30
10 Diskonto=Kommandit 191,40
3½ Dresdener Bank
156,50
9½ Frankf. Hypoth.=B. 215,60
6½ Mitteld. Kreditbank 120,50
Nationalb. für Deutſchl. 123,00
7 Pfälziſche Bank. . . . 130,00
5.86 Reichshank . . . . 137,00
7 Rhein. Kreditbank. . . 136,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 114,10
7½ Wiener Bankverein . 134%
Pfandbriefe.
Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 98,00
Inpror
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
86,80
S. 19. .
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 52 . . .
. 90,20
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 97,25
3½
87,00
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,30
3½
87,10
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
98.60
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23. . . . . . .
98,90
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 87,10
S. 3—5 . . . . . . . . 86,9
S. 9—11 .
87,00
. „
4 Meininger Hyp.=Bank 97,40
3½
do.
86,50
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 97,40
3½ do. (unk. 1914) . . 86,80
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 98,50
do.
87,80
Städte=
Obligationen.
Darmſtadt . . . . . . 97,25
3½ do.
88,00
4 Frankfurt. . . .
98,70
3½
do.
85,20
4 Gießen . . . . . . . . —
3½
do.
Heidelberg . . . . . . 96,70
Zu
do.
87,70
4 Karlsruhe . . . . . . 96,50
3½
do.
88,25
4 Magdeburg. . . . . . —
.
31
4 Mainz . . . . . . . . 97,40
do.
Mannheim . . . . . . 96,50
3½
do.
8),75
4 München . . . . . . . 99,50.
3½ Nauheim . . . . . .
Nürnberg. . . . . . . 98,70
31
do.
4 Offenbach . . . . . . .
Zf.
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3½ Offenbach . . . . . . —
4 Wiesbaden . . . . . . 98,70
3½
do.
96,40
4 Worms . . . . . . . . 97,30
3½
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3½ Cöln=Mindner , 100 140,50
3 Holl. Komm. . fl. 100 110,40
3 Madrider . . Fs. 100 74,00
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 136,70
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130,00
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Holländiſche Noten. . . . 169,70
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Die diesjährigen Geſellenprüfungen finden im Monar April
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werbes teilnehmen, deren Lehrzeit ſpäteſtens am Schluſſe der
Prü=
fung beendet iſt.
Anmeldungen zur Prüfung ſind unter Benutzung des
vorge=
ſchriebenen Formulars (bei den Unterzeichneten erhältlich) bis zum
20. März an den unterzeichneten Ausſchuß zu richten. Die
Prüfungs=
gebühr beträgt 5 Mk. und iſt mit der Anmeldung an den
Unter=
zeichneten einzuſenden.
Wir machen insbeſondere darauf aufmerkſam, daß die
Ab=
legung der Geſellenprüfung u. a. als Vorbedingung für die Anleitung
von Lehrlingen und die Führung des Meiſtertitels erforderlich iſt,
ihre Verſäumnis daher ſpäter empfindliche Nachteile im Gefolge hat.
Darmſtadt, den 3. März 1913.
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Perücken=
macher=Innung zu Darmſtadt.
Ernſt Köhler.
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Gegen Belohnung einzuſenden an
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Verloren
ein gold. Glieder=Armband
in der Theatervorſtellung, Martha”
am 26. Febr. Geg. Belohn. abzug.
5390imd) Dieburgerſtraße 73.
Verloren Abzugeben geg.
Belohn. Annaſtr. 8, b. V. Gebauer,
Orthop. Turnanſtalt.
Portemonnaie
mit Inhalt.
(*5753
Iperloren eine Damenuhr auf
S
dem Wege Faſanerie bis zur
Stadt. Abzugeben gegen Beloh=
(*5761
nung Waldſtraße 4
Unerich
wünſcht engliſch.
Engländerin Unterricht zu
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teilen Wilhelminenplatz 10, I. (38a
Landwirtsſöhne und andere
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werden namens des Uebernahme=Konſortiums zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt:
Bedingungen
1. Zeichnungen werden bis einſchließlich
Freitag, den 7. März d. J., mittags 1 Uhr
entgegengenommen bei: dem Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere, der Königlichen
Seehandlungs=Hauptkaſſe und der Preußiſchen Central=Genoſſenſchafts=Kaſſe, bei allen
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bank=Hauptſtellen, Reichsbankſtellen und den Reichsbank=Nebenſtellen mit Kaſſeneinrichtung,
bei der Königlichen Hauptbank in Nürnberg und ihren ſämtlichen Zweiganſtalten, ſowie bei
den nachſtehenden Stellen:
Co. — Vereinsbank in Ham=
Pachaly’s Enkel. — Schleſiſcher
in Berlin: Bank für Handel
burg. — M. M. Warburg &
Bank=Verein.
u. Induſtrie. — Berliner
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Chemnitz: Chemnitzer Bank=in Hannover: Hannoverſche Bank.
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Delbrück Schickler &
Coblenz: Mittelrheiniſche Bank. Karlsruhe: Veit L. Homburger
Co. — Deutſche Bank.
Straus & Co.
„ Cöln: Deichmann & Co. — A.
Direction der Disconto=
Levy. — Sal. Oppenheim jr. „ Königsberg i. Pr. Norddeut=
Geſellſchaft. — Dresdner
& Co. — J. H. Stein.
deutſche Creditanſtalt.
Bank. — Hardy & Co.,
Geſ. mit beſchränkter Haf= Dresden: Gebr. Arnhold. — „ Leipzig: Allgemeine Deutſche
Credit=Anſtalt.
Hammer
Philipp Elimeyer.
tung. — F. W. Krauſe &
& Schmidt.
Co. Bankgeſchäft. — Men= „ Elberfeld: Bergiſch=Märkiſche
Bank. — von der Heydt=Kerſten „ Ludwigshafen (Rh.):
Pfäl=
delsſohn & Co. —
Mittel=
ziſche Bank.
& Söhne.
deutſche Creditbank.
Nationalbank für Deuſch= „ Eſſen: Eſſener Bank=Verein. — „ Magdeburg: Magdeburger
Bank=Verein. — Mitteldeutſche
Eſſener Credit=Anſtalt.
land. — A. Schaaffhau=
Privatbank Aktiengeſellſchaft.
Rheiniſche Bank. — Simon
ſen’ſcher Bankverein.
F. A. Neubauer.
Hirſchland.
Gebrüder Schickler.
Aachen: Rheiniſch=Weſt=„ Frankfurt a. M.: Deutſche! Mannheim: Rheiniſche
Credit=
bank. — Süddeutſche Disconto=
Effecten= und Wechſelbank.
fäliſche Disconto=Geſell=
Geſellſchaft A.=G.
Deutſche Vereinsbank.
ſchaft Actiengeſellſchaft
Frankfurter Bank. — Lazard! „ München: Bayeriſche Handels=
Barmen: Barmer
Bank=
bank. — Bayeriſche Hypo=
Speyer=Elliſſen. — Jacob S.
Verein Hinsberg, Fiſcher
theken= und Wechſel=Bank.
H. Stern. — L. & E. Wert=
& Comp.
Bayeriſche Vereinsbank.
heimber.
Braunſchweig: Braun=, Halle a. S.: Halleſcher Bank= „ Nürnberg: Bayeriſche
Dis=
conto= & Wechſelbank A.=G.
ſchweigiſche Bank und
verein von Kuliſch, Kaempf &
Anton Kohn. — Vereins=
Creditanſtalt A.=G.
Co. Commandit=Geſellſchaft a.
bank.
Actien. — H. F. Lehmann.
„ Bremen: Deutſche Natio=
„ Poſen: Oſtban: für Handel u.
Reinhold Steckner.
nalbank, Kommandit=
Gewerbe.
Geſellſchaft auf Aktien.; „ Hamburg: L. Behrens & Söhne
Joh. Berenberg, Goßler & „ Straßburg i. E.: Allgemeine
„Breslau: Breslauer Dis=
Elſäſſiſche Bankgeſellſchaft.
Co. — Conrad Hinrich Donner.
conto=Bank. — Eichhorn
Norddeutſche Bankin Ham= „ Stuttgart: Württembergiſche
& Co. — E. Heimann.
S. L. Landsberger. — G. v. burg. — Schröder Gebrüder &
Vereinsbank.
und bei den in Deutſchland belegenen Haupt= bezw. Zweigniederlaſſungen dieſer Firmen.
2. Die aufgelegten Anleihebeträge werden ausgefertigt in Schuldverſchreibungen zu 10000, 5000, 1000, 500,
200 und 100 Mark mit Zinsſcheinen über vom 1. April d. J. laufende Zinſen. Der erſte Zinsſchein
iſt am 1. Oktober 1913 fällig.
3. Der Zeichnungspreis beträgt:
a) für diejenigen Stücke, die unter Sperrung bis 15. Januar 1914 in das
Reichs=
unter
oder Staatsſchuldbuch einzutragen ſind, 98,40 Mark für je 100 MarkVerrechnung
von 4
Neunwert:
Stückzinſen.
b) für alle übrigen Stücke 98,60 Mark für je 100 Mark Nennwert.
Die Eintragung in die Schuldbücher erfolgt gebührenfrei. Der amtliche Schriftwechſel in
Schuld=
buchangelegenheiten erfolgt als portopflichtige Dienſtſache.
4. Bei der Zeichnung hat jeder Zeichner eine Sicherheit von 50 des gezeichneten Nennbetrages in bar
oder ſolchen nach dem Tageskurſe zu veranſchlagenden Wertpapieren zu hinterlegen, welche die betreffende
Zeichnungsſtelle als zuläſſig erachtet. Die vom Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere
aus=
gegebenen Depotſcheine ſowie die Depotſcheine der Königlichen Seehandlung (Preußiſche Staatsbank)
vertreten die Stelle der Wertpapiere.
Den Zeichnern ſteht im Falle einer geringeren Zuteilung die freie Verfügung über den
über=
ſchießenden Teil der geleiſteten Sicherheit zu.
Zeichnungsſcheine ſind bei allen Zeichnungsſtellen unentgeltlich zu haben. Es können aber die
Zeichnungen auch ohne Verwendung von Zeichnungsſcheinen erfolgen, und zwar brieflich mit
folgendem Wortlaut:
Auf Grund der öffentlich bekanntgemachten Bedingungen zeichne ich von den jetzt aufgelegten
4% Reichs= bezw. Preußiſchen Staatsanleihen
Reichsanleihe
nom. M.
Preuß. Staatsanleihe
nom. M.
und verpflichte mich zu deren Abnahme oder zur Abnahme desjenigen geringeren Betrages, welcher
mir auf Grund gegenwärtiger Anmeldung zugeteilt wird.
Soweit meine Zeichnung bei der Zuteilung nicht berückſichtigt wird, bin
ich einverſtanden, daß ſtatt Reichsanleihe auch Preuß. Staatsanleihe
oder ſtatt Preuß. Anleihe auch Reichsanleihe zugeteilt wird‟).
Ich bitte um Zuteilung‟
von Stücken, die unter Sperrung bis 15. Januar 1914 für mich in
das Reichs= oder Staatsſchuldbuch einzutragen ſind, zum Preiſe
) Das Nichtzutreffende
von 98,40 Mark.
iſt fortzulaſſen.
Ich bitte um Zuteilung
von Stücken, die bis 15. November 1913 der Sperre unterliegen,
zum Preiſe von 98,60 Mark.
Ich bitte um Zuteilung‟
von freien, d. h. keiner Sperre unterliegenden Stücken, zum Preiſe
von 98,60 Mark.
Als Sicherheit hinterlege ich
Solche Zeichnungsbriefe können nach Belieben an jede der obigen Zeichnungsſtellen gerichtet werden,
5. Die Zuteilung erfolgt tunlichſt bald nach der Zeichnung dergeſtalt, daß zunächſt die
Schuld=
buch=Zeichnungen, ſodann diejenigen Zeichnungen vorzugsweiſe berückſichtigt werden,
für welche der Zeichner ſich, ohne Eintragung ins Schuldbuch, einer Sperre bis zum
15. November 1913 unterworfen hat; im übrigen entſcheidet das Ermeſſen der
Zeich=
nungsſtelle.
Anmeldungen auf beſtimmte Stücke können nur inſoweit berückſichtigt werden, als dies mit den
Intereſſen der anderen Zeichner verträglich erſcheint.
6. Die Zeichner können die ihnen zugeteilten Anleihebeträge vom 17. März d. J. ab jederzeit voll bezahlen
ſie ſind jedoch verpflichtet:
50% des zugeteilten Betrages ſpäteſtens am 26. März d. J.
25
„ 14. Mai d. J.
,
24. Juni d.
zu bezahlen. Zeichnungsbeträge bis 5000 Mark einſchließlich ſind am 17. März d. J. ungeteilt zu
berichtigen. Die Abnahme muß an derſelben Stelle erfolgen, welche die Zeichnung angenommen hat.
7. Wird die Zahlung im Fälligkeitstermine verſäumt, ſo kann dieſelbe noch innerhalb eines Monats
unter Berechnung einer Vertragsſtrafe von 5% des fälligen Betrages erfolgen. Wird auch dieſe Friſt
verſäumt, ſo verfällt die hinterlegte Sicherheit.
8. Die Zeichner erhalten vom Reichsbank=Direktorium bzw. von der Königlichen Seehandlung (Preußiſche
Staatsbank) ausgeſtellte Interimsſcheine, über deren Umtauſch in Schuldverſchreibungen das
Er=
forderliche öffentlich bekanntgemacht werden wird. Soweit eine Sperrverpflichtung eingegangen iſt,
werden die Schuldverſchreibungen den Erwerbern erſt vom 15. November 1913 ab ausgehändigt.
Berlin, im Februar 1913.
(IV,5325,65
Reichsbank=Direktorium.
Königliche Seehandlung (Preußiſche Staatsbank).
Havenſtein. v. Grimm.
von Dombois.
Marke Glaes Piell
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*5835) Eliſabethenſtraße 53, I. St.
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E. Damus. Bismarckſtr. 82.
Neue Chaiſelongues zu verk. (*5836
Wendelſtadtſtr. 31, I., anzuſ. 12—31I.
Mark 400 Millionen
4% Preußiſche Schatzanweiſungen,
wovon Mark 200 Millionen zum Umtauſch der am
1. April d. J. fälligen Schatzanweiſungen beſtimmt ſind,
fällig: 200 Millionen am 1. Mai 1917,
200 Millionen am 1. Auguſt 1917,
werden namens des Uebernahme=Konsortiums zur ökfentlichen
Zeichnung aufgelegt:
Bedingungen.
1. Zeichnungen oder Anmeldungen für den Umtanſch werden bis
einſchließlich
Freitag, den 7. März, mittags 1 Uhr
entgegengenommen bei der Königlichen Seehandlung (Preußiſche
Staatsbank), den Reichsbankanſtalten oder bei den
Zeichnungs=
ſtellen der jetzt neu ausgegebenen Reichs= und Preußiſchen
Staatsanleihen (vergl. vorſtehende Bekanntmachung).
2. Die Schatzanweiſungen werden ausgefertigt in Abſchnitten zu
50 000, 20000, 10000, 5000, 2000, 1000 und 500 Mark mit
Zins=
ſcheinen über vom 1. April d. J. laufende Zinſen. Der erſte
Zins=
ſchein iſt am 1. Oktober 1913 fällig.
3. Für Barzeichnungen beträgt der Zeichnungspreis 99%
unter Verrechnung von 4% Stückzinſen.
Für Umtauſchanmeldungen ſtellt ſich der Bezugspreis
eben=
falls auf 99%.
Die zum Umtauſch bereiten Beſitzer geben ihre am 1. April
1913 fälligen Schatzanweiſungen bis ſpäteſtens zum
Zeichnungs=
tage (7. März)”) zu pari in Zahlung und erhalten bei Aushändigung
der neuen Stücke eine Barvergütung von einer Mark für je
100 Mark Nennwert.
4. Bei der Zeichnung hat jeder Barzeichner eine Sicherheit von 5%
des gezeichneten Nennbetrages in bar oder ſolchen nach dem
Tages=
kurſe zu veranſchlagenden Wertpapieren zu hinterlegen, welche die
betreffende Zeichnungsſtelle als zuläſſig erachtet. Die vom Kontor
der Reichshauptbank für Wertpapiere ausgegebenen Depotſcheine
ſowie die Depotſcheine der Königlichen Seehandlung (Preußiſche
Staatsbank) vertreten die Stelle der Wertpapiere.
Den Zeichnern ſteht im Falle einer geringeren Zuteilung
die freie Verfügung über den überſchießenden Teil der geleiſteten
Sicherheit zu.
5. Zeichnungsſcheine ſowohl zur Barzeichnung als zum Umtauſch
ſind bei allen Zeichnungsſtellen unentgeltlich zu haben. Es können
aber die Zeichnungen auch ohne Verwendung von
Zeichnungs=
ſcheinen erfolgen, und zwar brieflich mit folgendem Wortlaut:
„Auf Grund der öffentlich bekanntgemachten
Beding=
ungen zeichne ich von den jetzt aufgelegten 4% igen am 1. Mai
oder 1. Auguſt 1917 fälligen Preußiſchen Schatzanweiſungen
nom. M.
und verpflichte mich zu deren Abnahme oder zur Abnahme
desjenigen geringeren Betrages, welcher mir auf Grund
gegenwärtiger Anmeldung zugeteilt wird. Als Sicherheit
hinterlege ich
Solche Zeichnungsbriefe können nach Belieben an jede der obigen
Zeichnungsſtellen gerichtet werden.
6. Die Zuteilung auf Barzeichnungen erfolgt tunlichſt bald nach
der Zeichnung.
Die zum Umtauſch bereiten Beſitzer erhalten bei
Ein=
reichung ihrer Schatzanweiſungen zunächſt Quittungen der
Zeichnungsſtellen, gegen deren Rückgabe, nach Prüfung der
Schatzanweiſungen, alsbald die Aushändigung der neuen
Schatzanweiſungen erfolgt.
7. Die gegen Barzahlung abzunehmenden Schatzanweiſungen können
vom 17. März d. J. ab jederzeit voll bezahlt werden, müſſen jedoch
bezahlt werden mit
1 des zugeteilten Betrages ſpäteſtens am 26. März 1913,
„ 14. Mai 1913,
„
5
24. Juni 1913.
Zeichnungsbeträge bis 5000 Mark einſchließlich ſind am 17. März
d. J. ungeteilt zu berichtigen. Die Abnahme muß an derſelben
Stelle erfolgen, welche die Zeichnung angenommen hat. (Für die
Einlieferer der zum Umtauſch angemeldeten Schatzanweiſungen
kommt eine Einzahlung nicht in Frage. Vergl. oben Nr. 3.)
8. Wird die Zahlung im Fälligkeitstermine verſäumt, ſo kann dieſelbe
noch innerhalb eines Monats unter Berechnung einer
Vertrags=
ſtrafe von 5% des fälligen Betrages erfolgen. Wird auch dieſe
Friſt verſäumt, ſo verfällt die hinterlegte Sicherheit.
9. Die Barzeichner erhalten, ſoweit die neuen Schatzanweiſungen noch
nicht fertiggeſtellt ſein ſollten, zunächſt Luittungen, gegen deren
Rückgabe die neuen Stücke in Empfang genommen werden können.
Jeder Zeichnungsſtelle ſteht das Recht zu,
dieſe Friſt für die Einreichung der alten
Schatz=
anweiſungen auf Antrag bis zum 14. März er. zu
verlängern. Der Antrag muß die Verpflichtung
enthalten, die zu bezeichnende Summe neuer
Schatz=
anweiſungen gegen Einreichung von alten zu
be=
ziehen, und rechtzeitig bis zum 7. März cr. geſtellt
werden.
Berlin, im Februar 1913.
Königliche Seehandlung (Preußiſche Staatsbank).
von Dombois.
(IV,5326,65
4% Deutsche Reichsanleihe
4% Preussische Staatsanleihe
4% Preuss. Schatzanweisungen
Wir sind offizielle Zeichnungsstellen und nehmen
Anmeldungen
auf die Anleihen zu .
98.60 %
auf die Schatzanweisungen zu . 99.− %
provisionsfrei entgegen.
(IV,5396,129
Darmstadt, den 1, März 1913.
Bank für Handel und Industrie
Deutsche Vereinsbank, Filiale Darmstadt.
und 1 Konfir=
Ein Gehrok mandenanzug
billig zu verkaufen W. Dietz,
Erbacherſtr. 13, 1. St. I. (*5738
Kontroll=
Scheckdrucker, kaſſe, faſt
neu, ſehr billig zu verk. Gefl. Anfr.
(1857a
unter W 3 an die Exp.
Bekanntmachung.
Unter Hinweis auf die §§ 3, 15—27 der Verordnung vom 6. Mai 1907, den
Radfahrverkehr betreffend, ſowie unter Hinweis auf die Strafbeſtimmungen im Falle
einer Verſäumnis wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Erhebung des
Stempels für Fahrräder für das Rechnungsjahr 1913
von heute ab bis 31. März 1913 an jedem
Wochentage, vormittags von 9 bis 12 Uhr,
bei Großh. Kreisamt Darmſtadt, Neckarſtraße Nr. 3, im Erdgeſchoß, Zimmer Nr. 9,
ſtattfindet.
Wir fordern daher alle Beſitzer von Fahrrädern, welche ſie auf öffentlichen
Wegen und Plätzen benutzen, auf, die Stempelabgabe während der oben erwähnten
Zeit, unter Vorlage der Radfahrkarten, zu entrichten oder, ſofern die Vorausſetzungen
hierzu vorliegen, während derſelben Zeit (ſ. § 19 Abſ. 2 der Verordnung) Antrag au
Befreiung von der Abgabe zu ſtellen.
Anſprüche auf Befreiung ſind:
für die Stadt Darmſtadt bei dem zuſtändigen Polizeirevier,
2. für die Landgemeinden des Kreiſes bei der Großh. Bürgermeiſterei des
Wohnorts
vorzubringen. Befreiungs=Anträge, die nach dem 1. April 1913 geſtellt werden,
können keine Berückſichtigung mehr finden.
Darmſtadt, den 17. Februar 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Michel.
Verordnung, den Radfahrverkehrbetreffend.
Vom 6. Mai 1907, §§ 3, 15—27 der Verordnung.
C. Der Radfahrer.
a) Ausweis über die Perſon des Radfahrers.
§ 3. Wenn ein Fahrrad auf öffentlichen Wegen und Plätzen benutzt werden ſoll,
hat der Beſitzer hiervon dem für ſeinen Wohnort zuſtändigen Kreisamt ſchriftlich oder
mündlich Anzeige zu erſtatten und die in Nr. 58 des Tarifes zum Urkundenſtempelgeſetz
in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907 vorgeſchriebene Stempelabgabe
für die Radfahrkarte zu entrichten.
Das Kreisamt erteilt dem Anmeldenden eine auf den Namen des Radfahrers
lautende Radfahrkarte, die nach anliegendem Muſter ausgeſtellt wird:
Der Radfahrer hat die Radfahrkarte bei ſich zu führen und auf Verlangen dem
zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
Für Perſonen unter 14 Jahren erfolgt die Ausſtellung auf Antrag des Vaters,
Vormundes oder ſonſtigen Gewalthabers.
Die Radfahrkarte gilt für den Umfang des Deutſchen Reiches.
Radfahrer, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb des Deutſchen Reiches
haben, haben einen anderweiten genügenden Ausweis über ihre Perſon bei ſich zu
führen und auf Verlangen dem zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
E. Vorſchriften über die Stempelabgabe.
§ 15. Die Stempelabgabe für die Jahreskarte (§ 3, Abſ. 1), gültig vom 1. April
bis 31. März des folgenden Jahres, beträgt 5 Mark. Entſteht die Abgabepflicht in der
Zeit zwiſchen 1. Oktober und 31. März des folgenden Jahres, ſo iſt für dieſen Zeitraum
nur die Hälfte dieſes Betrages zu entrichten.
§ 16. Das Kreisamt trägt die Anmeldungen unter fortlaufenden Nummern in
ein Verzeichnis ein, erhebt die in § 15 erwähnte Abgabe und erteilt den Anmeldenden
eine Radfahrkarte (§ 3),
2. eine Nummerplatte, die der Nummer des Verzeichniſſes entſpricht,
§ 17. Auf der Rückſeite der Radfahrkarte ſind Stempelmarken im Betrage der
entrichteten Abgabe durch das Kreisamt aufzukleben und zu entwerten.
Bei den von der Stempelabgabe befreiten Perſonen (§ 23) erhalten die
Radfahr=
karten auf der Rückſeite den Vermerk „Stempelfrei bis 31. März 19. 4.
§ 18. Die Nummerplatte trägt auf beiden Seiten auf weißem Grund in 6 cm
hoher lateiniſcher Schrift den Anfangsbuchſtaben der Behörde, die die Radfahrkarte
ausgeſtelle hat (für das Kreisamt Dieburg Di) und dahinter in 5 em hohen Ziſern die
Nummer der Radfahrkarte (§ 16). Die Nummern werden, je nachdem ſie von einer
Behörde der Provinz Starkenburg, Oberheſſen oder Rheinheſſen zugeteilt worden ſind.
in roter, blauer oder grüner Farbe aufgetragen. Bei den für den Landbezirk eines
Kreiſes ausgegebenen Nummerplatten iſt der betreffende Buchſtabe in der Farbe der
Nummer, bei den Nummerplatten für den Stadtbezirk eines Kreiſes dagegen in
ſchwarzer Farbe ausgeführt.
Das Fahrrad muß beim Befahren öffentlicher Wege und Plätze mit der
Nummer=
platte verſehen ſein. Letztere, deren Inſchrift ſtets in lesbarem Zuſtande erhalten
wer=
den muß, iſt in der Richtung der Längsaxe des Fahrrades und nach vorn gerichtet derart
zu befeſtigen, daß die Inſchrift von beiden Seiten gut ſichtbar iſt. Die Nummerplatte
wird von der Behörde beſchafft und den Beſitzern von abgabepflichtigen Fahrrädern
unentgeltlich geliefert. Wer von der Stempelabgabe befreit iſt, hat die Koſten der
Nummerplatte zu erſetzen.
Beſitzer von ſolchen Fahrrädern, die mit Nummerplatten verſehen ſind, dürfen
zur Kontrollierung der Abgabe nicht angehalten werden.
§ 19. Die Abgabe iſt von einer und derſelben Perſon, auch bei einem Wechſel des
Fahrrades, innerhalb desſelben Jahres (1. April bis 31. März) ſtets nur einmal. und
zwar erſtmalig bei der Anmeldung des Fahrrades und ſodann aljährlich im Monat
März für das darauffolgende Rechnungsjahr unter Vorlage der Radfahrkarte bei dem
Kreisamt zu entrichten.
Innerhalb der gleichen Friſten haben die Perſonen, die gemäß § 23 Befreiung
von der Abgabepflicht in Anſpruch nehmen, bei dem Kreisamt entſprechenden Antrag
zu ſtellen.
§ 20. Wer den Beſitz eines anmeldepflichtigen Fahrrades im Laufe eines Jahres
aufgibt oder verliert, hat dies dem Kreisamt ſeines Wohn= oder Aufenthaltsortes
läng=
ſtens binnen einer Woche unter Vorzeigung der Karte und Rückgabe der Nummerplatte
anzuzeigen.
Wer, ohne den Beſitz aufzugeben, das Fahrrad auf öffentlichen Wegen und
Plätzen nicht mehr benutzen will, kann ſich durch Abmelden des Rades unter Rückgabe
der Rummerplatte von der weiteren Abgabepflicht befreien.
Die Abmeldung iſt in das nach § 16 zu führende Verzeichnis einzutragen und dem
Abmeldenden auf Verlangen auf der ihm erteilten Karte zu beſcheinigen.
§ 21. Verlegt der Beſitzer eines anmeldepflichtigen Fahrrades ſeinen
Wohn=
oder Aufenthaltsort in einen anderen Kreis, ſo iſt das Rad bei dem Kreisamt, das die
Radfahrkarte ausgeſtellt hat, abzumelden und bei dem für den neuen Wohn= oder
Aufenthaltsort zuſtändigen Kreisamt unter Vorlage der Radfahrkarte anzumelden; das
leztere erteilt eine neue Rummerplatte und zieht die bisher geführte Nummerplate
behufs Rückgabe an das zuſtändige Kreisamt ein.
§ 22. Es iſt verboten Nummerplatten eigenmächtig anzufertigen, die Inſchrif
von Nummerplatten eigenmächtig zu ändern und ſolche Nummerplatten zu führer, die
nicht von der zuſtändigen Behörde erteilt ſind.
Der Beſitzer eines mit Nummerplatte verſehenen Fahrrades darf dieſes an
andere Perſonen zur Benutzung auf öffentlichen Wegen und Plätzen nur vorübergehend
überlaſſen.
F. Ausnahmen.
§ 23. Von der Stempelabgabe ſind befreit:
1. Militärperſonen und ſonſtige Perſonen, die in Dienſten des Reiches oder eines
Bundesſtaates, einer Provinz, eines Kreiſes oder einer Gemeinde ſtehen und
Fahrräder überwiegend zur Erledigung der ihnen obliegenden
Dienſt=
geſchäfte benutzen;
2. Perſonen, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zur
Arbeitsſtelle oder zur Ausübung ihres Berufes oder Gewerbes benutzen, ſofern
ihr Einkommen den Betrag von jährlich 1500 Mark nicht erreicht;
3. Schüler, die das Fahrradüberwiegend als Beförderungsmittel zum Beſuche
der in einer anderen Gemeinde oder mindeſtens 2½ Kilometer von der Wohnung
entfernt gelegenen Schule benutzen;
4. Perſonen, die ſich zum Kurgebrauch oder weniger als 30 Tage lang im
Groß=
herzogtum aufhalten:
5. Perſonen, die ein Fahrrad für das die Stempelabgabe bereits entrichtet iſt,
vorübergehend benützen (§ 22, Abſ. 2).
§ 24. Wird auf Grund des § 23 eine Befreiung von der Stempelabgabe in
An=
ſpruch genommen, ſo iſt vorzulegen:
1. in den Fällen der Ziffer 1 eine Beſcheinigung der vorgeſetzten Dienſtbehörde da=
daß das Fahrad ü b eum iegen d zu dienſtlichen Zwelen
verwendet wird.
2. in den Fällen der Ziffer 2 der letzte Steuerzettel und eine Beſcheinigung der
Bürgermeiſterei od.? Polizeibehörde über das Vorliegen der weiteren
Voraus=
ſetzung. Bei Bedienſteten genügt hinſichtlich des letzten Punktes eine
Beſcheinig=
ung des Arbeitgebers, die jedoch durch die Bürgermeiſterei oder Polizeibehörde
beſtätigt ſein muß;
3. in den Fällen der Ziffer 3 eine Beſcheinigung der Bürgermeiſterei oder der
Polizeibehörde oder des Klaſſenlehrers.
Ueber den Anſpruch entſcheidet, vorbehaltlich der Beſchwerde an das Miniſterium
des Innern das Kreisamt, bei dem die Stempelabgabe zu entrichten ſein würde.
Die Steuerbehörden ſind verpflichtet, den Kreisämtern auf Verlangen jede zur
Entſcheidung erforderliche Auskunſt zu geben.
§ 25. Eine Verpflichtung zum Führen einer Nummerplatte und zum
Mit=
führen einer Radfahrkarte beſteht nicht für die in § 23 Ziffer 1 genannten
Per=
ſonen, wenn:
1 dieſe bei Benutzung des Rades Uniform, Amtskleidung oder ein Amtsabzeichen
tragen. oder
2. das Rad als zu Dienſtzwecke beſtimmt von der vorgeſetzten Behörde kenntlich
gemacht iſt.
§ 26. Ob und inwieweit Ausnahmen von den in Gemäßheit des § 13 ergangenen
Vorſchriften für den dienſtlichen Radfahrverkehr der Beamten der Poſt= und
Tele=
graphenverwaltung und anderer öffentlicher Verwaltungen, ſowie der Gendarmen
zuzulaſſen ſind, beſtimmt das Miniſterium des Innern.
G. Strafbeſtimmungen.
§ 27. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften über die Entrichtung der
Stempelabgabe werden nach dem Geſetz vom 12. Auguſt 1899 über den
Urkunden=
ſtempel in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907,
Zuwiderhand=
lungen gegen die übrigen Vorſchriften dieſer Verordnung und gegen die darin
vor=
behaltenen allgemeinen oder beſonderen polizeilichen Anordnungen (§ 13) in
Gemäß=
heit des § 366 Nr. 10 des Reichsſtrafgeſetzbuches mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder
mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
Urkundenſtempelgeſetz.
Artikel 31, Abſ. 1. Die im Art. 14 Nr. 2 bezeichneten Perſonen haben, wenn ſie
den Vorſchriften bezüglich der Verpflichtung zur Entrichtung des Stempels
zuwider=
handeln, unbeſchadet ihrer Haftpflicht für den fehlenden Stempel (Art. 14), eine
Geld=
ſtrafe verwirkt welche dem vierfachen Betrage des hinterzogenen Stempels
gleich=
kommt, mindeſtens aber drei Mark beträgt. Jede zuwiderhandelnde Perſon trifft die
ganze Strafe. Auf Beamte findet dieſe Vorſchrift keine Anwendung.
Abſ. 3. Die Verhängung der Strafe erfolgt nach Maßgabe der Vorſchriften
des Geſetzes, die Einführung des Verwaltungsſtrafbeſcheids bei Zuwiderhandlungen
gegen die Vorſchriften über die Erhebung öffentlicher Abgaben und Gefälle betreffend,
vom 20. September 190.
Abſ. 4. Wenn ſich aus den Umſtänden ergibt, daß eine Stempelhinterziehung
nicht hat verübt werden können oder nicht beabſichtigt worden iſt, ſo tritt ſtatt der
vorgedachten Geldſtrafe eine Ordnungsſtrafe bis zu zweihundert Mark ein.
Art. 33. Wer es, den beſtehenden Beſtimmungen zuwider, unterläßt, die nach
0 erforderlichen Erlaubnisſcheine und
den Tarifnummern 10, 35, 41, 49, 50, 53. 60, 90
Karten zu löſen, verfällt in die im Artikel 31 Abſ. 1 beſtimmte Strafe. Die
Vor=
ſchriften des Artikels 31. Abſ. 2 bis 4 finden entſprechende Anwendung.
Die hinterzogene Stempelabgabe iſt von demjenigen nachzuentrichten, der im
Falle der Löſung des Erlaubnisſcheines oder der Karte zur Zahlung des Stempels
verpflichtet geweſen wäre. Die Einziehung der Abgabe erfolgt nach Maßgabe der
Vorſchriften des Artikels 26.
Unterſteht die Perſon, die nach Abſ. 2 die Stempelabgabe nachzuentrichten hat,
wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres geiſtigen oder körperlichen Zuſtandes der
Beaufſichtigung, ſo haftet für die Entrichtung der Stempelabgabe auch derjenige,
welcher kraft Geſetzes zur Führung der Aufſicht verpflichtet iſt. Die Haftbarkeit tritk
nicht ein, wenn der Aufſichtspflichtige nachweiſt, daß er ſeiner Pflicht genügt hat oder
daß die Stempelhinterziehung auch bei gehöriger Aufſichtsführung erfolgt ſein würde,
Die Beſtimmung des Abſ. 2. Satz 2 findet Anwendung.
An die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Vorſtehende Bekanntmachung empfehlen wir Ihnen wiederholt in geeignet
erſcheinender Weiſe zur Kenntnis der Intereſſenten Ihrer Gemeinde zu bringen.
Darmſtadt, den 15. Februar 1913
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(4792a)
Provinzialtag.
Samstag, den 15. März d. Js., vormittags 10¼ Uhr, tritt im
Rathaus=
ſaal zu Darmſtadt (Marktplatz 8) der Provinzialtag der Provinz Starkenburg zu
einer öffentlichen Sitzung zuſammen.
Auf der Tagesordnung ſtehen folgende Gegenſtände:
1. Vorlage des Verwaltungsberichts des Provinzial=Ausſchuſſes und der
Pro=
vinzial=Pflegeanſtalt vom Jahr 1911 Ri.
2. Prüfung der Rechnung der Provinzialkaſſe und der
Provinzialpflegeanſtalts=
kaſſe für 1911 Ri.
3. Feſtſtellung des Voranſchlags der Provinzialkaſſe und der
Provinzialpflege=
anſtalt für 1913 Ri.
4. Ergänzungswahl der Mitglieder des Provinzial=Ausſchuſſes. Wegen
abge=
laufener Dienſtzeit treten aus die Herren:
a. Mitglieder:
Geheimer Juſtizrat Dr. Lahr von Darmſtadt,
Bürgermeiſter Nuß von Gernsheim,
Rentner Schmidt von Offenbach,
Bürgermeiſter Oekonomierat Trautmann von Rimbach.
Außerdem iſt für das verſtorbene Mitglied, Herrn Bürgermeiſter
Dr. Frenay von Bensheim (für den Reſt deſſen Dienſtzeit: Ende 1916) ein!
neues Mitglied zu wählen
)Erſatzmänner:
Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing von Darmſtadt,
Beigeordneter L. Müller von Eberſtadt.
5. Angeſtelltenverſicherung des früheren Rechners und Hausverwalters der
Provinzigl=Pflegeanſtalt Ludwig Korell zu Berlin.
(5333isd
Darmſtadt, den 22. Februar 1913.
Der Vorſitzende des Provinzialtags.
Fey.
Bekanntmachung.
Der Philipp Dächert IV. in Eberſtadt beabſichtigt auf dem Grundſtück Flur 16
Nr. 326¾/100, 3260/1e0 und 327/10, gelegen zu Eberſtadt in der Jakobſtraße, eine
Dampf=
keſſelanlage zu errichten.
Pläne und Beſchreibung hierüber liegen 14 Tage lang, vom Erſcheinen dieſes
in dem Darmſtädter Tagblatt an gerechnet, auf dem Bureau der Großh.
Bürger=
meiſterei Eberſtadt zur Einſicht der Intereſſenten offen.,
Etwaige Einwendungen ſind binnen dieſer Friſt bei Meidung des Ausſchluſſes
(332
bei Großh. Bürgermeiſterei Eberſtadt vorzubringen.
Darmſtadt, den 26. Februar 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Michel.
Bekanntmachung.
Nachdem die Abſtimmungsliſte über den Antrag der Friſeure und
Perücken=
macher in den Landgemeinden des Kreiſes Darmſtadt aut Erlaß einer Anordnung
gemäß § 41 b der Gewerbeordnung geſchloſſen iſt, wird die Liſte vom 6. bis 19. März
1913 einſchließlich zur Einſicht und Erhebung etwaiger Einſprüche in den Dienſträumen
des Großh. Kreisamts, Neckarſtraße 3, I. Stock, Zimmer 19, für die Beteiligten
offengelegt.
Einſprüche, die nach Ablauf des 19. März 1913 erhoben werden, bleiben un=
(5372
berückſichtigt
Darmſtadt, den 1. März 1913.
Der Kommiſſar:
Herling, Kreisamtsgehilfe
Bekanntmachung.
Nachſtehende Schießtage auf dem Truppenübungsplatz bringen wir hierdurch
zur allgemeinen Kenntnis.
Darmſtadt, den 20. Februar 1913.
(4789a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppen=Uebungsplatz Darmſtadt
für die Zeit vom 25. Februar bis 20. März 1913.
Dauer der
Die Abſperrung
Datum
Abſperrung
Tag
Truppenteil
erſtreckt ſich
von bis
4. März
Dienstag
Maſchinengewehr=
800V. 200 N. 7 Bis zum Landgraben
6. März 1 Donnerstag
Ausbildungskurſus
7. März 1 Freitag
Der Stadtvorſtand von Alsfeld beabſichtigt mit dem am 28. Juli ds. Js.
da=
ſelbſt ſtattfindenden Prämien= und Pferdemarkt eine Verloſung von Vieh und
land=
wirtſchaftlichen Geräten zu verbinden.
Großh. Miniſterium des Innern hat die nachgeſuchte Erlaubnis zur
Veranſtal=
tung dieſer Verloſung unter der Bedingung erteilt, daß bis 20000 Loſe zu 0,50 Mark
das Stück ausgegeben werden dürfen und mindeſtens 50% des Bruttoerlöſes aus
dem Verkaufe der Loſe zum Ankauf von Gewinngegenſtänden zu vewenden ſind.
Der Vertrieb der Loſe im Großherzogtum iſt geſtattet.
(5335
Bekanntmachung.
Der Mühlenbeſitzer Appel auf der Schleifmühle bei Kranichſtein iſt zum
Ver=
trauensmann des 7. Bezirks der land= und forſtwirtſchaftlichen Berufsgenoſſenſchaft
an Stelle des Georg Benz XIV. in Arheilgen ernannt worden.
Desgleichen der Wilhelm Erzgräber, Gemeinderatsmitglied zu Arheilgen, zum
Stellvertreter desſelben Bezirkes.
(5334
Darmſtadt, den 26. Februar 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Werner.
Darmſadt, 5. Februar 1913.
Betreffend: Die Führung der Rekrutierungsſtammrollen; hier Zu= und Abgänge
Militärpflichtiger.
Der Zivil=Vorſitzende der Großherzoglichen Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt
an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Indem ich Sie auf die Beſtimmungen des § 46 Poſ. 13 der Wehr=Ordnuna vom
22. November 1888 (Neuabdruck im Reg.=Bl. Nr. 68 von 1901) hinweiſe, nach welcher
von jeder An= und Abmeldung eines Militärpflichtigen zur bezw. von der
Stamm=
rolle infolge Aufenthaltswechſel, behufs Berichtigung der alphabetiſchen und Reſtanten=
Liſten, hierher Mitteilung zu machen iſt, empfehle ich Ihnen, die entſprechenden
Anzeigen — bei Anmeldungen unter Vorlage des Loſungsſcheins — für jeden Mann
getrennt, alsbald zu erſtatten.
Dr. Reinhart, Regierungsrat.
(3715a
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 deutſcher Schäferhund, 1 Pinſcher, 1 Dachshund, 1 Boxer.
1 Spitzhund, 1 Boxer (zugelaufen). Die Hunde können von den
Eigen=
ntümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Verſteige=
rung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag,
vorm. um 10 Uhr, ſtatt.
(5341
Die Lieferung
des Ochſenfleiſches für das Stadtkrankenhaus
während des Verwaltungsjahres vom 1. April 1913 bis 31. März
1914 ſoll im Wege der Verdingung vergeben werden. Die
Lieferungs=
bedingungen ſind auf dem Verwaltungsbureau im Stadtkrankenhaus,
Grafenſtraße Nr. 9, einzuſehen, ebenſo ſind die Angebotsformulare
gegen geringe Vergütung daſelbſt zu haben.
Diejenigen Ochſenmetzger, die ſich an der Lieferung beteiligen
wollen, bitten wir ihre verſchloſſenen Angebote
Freitag, den 7. März 1913, vormittags zwiſchen 10 u. 12 Uhr,
im Stadtkrankenhaus, Grafenſtraße Nr. 9, in den im Haupteingang
angebrachten Angebotskaſten einzulegen. Die Preiſe für das
Ochſen=
fleiſch ſind mit Angeboten unter dem jeweiligen Ladenpreis zu ſtellen
Die Genehmigung der Vergebung, ſowie die Auswahl unter
allen Anbietenden bleibt dem Herrn Oberbürgermeiſter vorbehalten.
Darmſtadt, den 1. März 1913.
Direktion des Stadtkrankenhauſes.
Dr. Fiſcher.
(5373im
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 5. März 1913, vorm. 11 Uhr,
werden im Pfandlokale Rundeturmſtraße 16 (Reſtauration „zur
Roſenhöhe‟
1. zwangsweiſe: verſchiedene Möbel, als Vertikos, Sofas
Regulateure, Kleiderſchränke, Diwans, Spiegel, 1
Plüſch=
garnitur, Tiſche, Galerieſchränke, 1 Salonſchrank, 1
Fuß=
teppich, Bilder, Trumeauſpiegel, Serviertiſche, 1 Ruhebett,
Spiegelſchränke, Schreibtiſche, Kommoden, Pianinos,
Jalouſie=
ſchränke, ferner 1 Lüſter, 1 Spieldoſe, 1 Vogelkäfig, 1 gr.
Kaſſenſchrank, 1 Nähtiſchchen, 1 Nähmaſchine, 2 Geigen
mit Kaſten, 3 Anzüge, 2 Friſeurtoiletten, Ladenregale,
Ladentheke, eiſerne Behälter, 1 Bronze=Urne, 1 Gitarre,
1 Schreibmaſchine, 1 Sohlenwalzmaſchine;
2. auf freiwilliges Anſtehen:
1 Plüſchgarnitur mit 4
Stühlen, 1 Kleiderſchrank und 1 vollſt. Bett
durch den Unterzeichneten verſteigert.
Die Verſteigerung der fettgedruckten Sachen findet ſicher
ſtatt.
(5393
Berbert, Gerichtsvollzieher.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 5. März 1913, nachmittags 3 Uhr,
verſteigere ich im Verſteigerungslokal „Zur Ludwigshalle” (
Ober=
gaſſe) zwangsweiſe gegen Barzahlung:
Coupe, 1 Fahrrad, 6 Bände Meyers Lexikon,
ver=
ſchiedene Hausmobilien, ſowie eine große Partie Herren=
und Damenhandſchuhe (Leder und Stoff), darunter
280 Paar lange Ballhandſchuhe, ferner ca. 40 Dutzend
Kragen.
Darmſtadt, am 3. März 1913.
(5412
Kapp, Großh. Gerichtsvollzieher.
Kohlen=u. Sterbeverein, Friede Ober=Ramſtadt
Der Bedarf von ca. 38—45 Waggon Kohlen Nuß II (aus
dem Ruhrgebiet) und ca. 20—25 Waggon Briketts für das
Ge=
ſchäftsjahr 1913/14 ſoll vergeben werden.
(5097sid
Angebote unter der Bezeichnung „Anlieferung für Kohlen” ſind
verſchloſſen bis Samstag, 8. März 1913, bei dem I. Vorſitzenden
Adam Rückert III., Ernſt=Ludwigſtraße
einzureichen. Lieferungsbedingungen ſind bei demſelben in deſſen
Wohnung oder gegen Einſendung von 30 Pfg. zu erhalten.
Der Vorstand.
Stamm= und Brennholz=Verſteigerung.
Donnerstag, den 6. März 1913, vormittags 9 Uhr, werden
in dem Waſchenbacher Gemeindewald nachſtehende Holzſortimente
meiſtbietend verſteigert.
19 Eichenſtämme von 5—10 Meter Länge und 13—39 cm Durchm.
Lärchen
9—10
„ 17—18 „
1 Fichten
14
„
18
,
14 Eichen=Derbſtangen, 7—10
„ 12—14 „
26 Lärchen
8—16
„ 8—15
„
„
Fichten
„ 7—16 „
„ 6—13 „
,
18 Fichten=Reisſtang. „ 4—6
3—5 „
125 Rm. Buchenſcheiter
Rm. Buchenſtöcke
„ Eichenſcheiter
19 Rm. Eichenſtöcke
„ Kiefernſcheiter
21 Rm. Kiefernſtöcke
Buchenknüppel
800 Buchen=Wellen
Eichenknüppel
250 Eichen=Wellen
Kiefernknüppel
29
1000 Kiefern=Wellen.
Die Zuſammenkunft iſt in Waſchenbach.
(5328
Nieder=Ramſtadt, den 1. März 1913.
Großh. Bürgermeiſterei Nieder=Ramſtadt mit Waſchenbach.
Appel.
Bekanntmachung.
Freitag, 4. April 1913,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Gaſtwirt Georg
Martin Junghans II. Eheleuten
zu Reinheim, im Grundbuch
hie=
ſiger Gemarkung zugeſchriebenen
Immobilien:
Flur Nr.
qm
17 17 768 Hofreite
Sand=
ſtraße Nr. 42,
17 18 189 Hofreitegrund
Wirtſchaftshalle
Riedeſelſtraße,
17 19 213 Wohnhausu. Hof
raum
Riedeſel=
ſtraße 53,
17 19¾/10 46 Grabgarten
da=
ſelbſt,
17 20 35//10 Wohnhaus mit
Hofraum
da=
ſelbſt,
17 20¾/10 22¾/10 Grabgarten
da=
ſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K15/13
verſteigert werden.
Darmſtadt, 15. Februar 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V,4266
Konkursverfahren.
Nachſtehender Gerichtsbeſchluß
wird hiermit zur öffentlichen
Kennt=
nis gebracht:
Ueber den Nachlaß des
Steuer=
ſekretärs Johann Peter Clemens
zu Darmſtadt, verſtorben am
28. November 1812, wird heute
am 27. Februar 1913, nachmittags
5 Uhr, das Konkursverfahren
er=
öffnet, da der Nachlaß
überſchul=
det iſt.
Der Kaufmann Ernſt Wolf
zu Darmſtadt wird zum
Konkurs=
verwalter ernannt.
Konkursforderungen ſind bis zum
20. März 1913 bei dem Gerichte
anzumelden.
Es wird zur Beſchlußfaſſung
über die Beibehaltung des
er=
nannten oder die Wahl eines
ande=
ren Verwalters, ſowie über die
Beſtellung eines
Gläubigeraus=
ſchuſſes und eintretenden Falls
über die in § 132 der
Konkurs=
ordnung bezeichneten Gegenſtände,
und zur Prüfung der
angemel=
deten Forderungen auf (5338
Donnerstag, 27. März 1913,
nachmittags 4 Uhr.
vor dem unterzeichneten Gerichte,
Zimmer Nr. 219, Termin
anbe=
raumt.
Allen Perſonen, welche eine zur
Konkursmaſſe gehörige Sache in
Beſitz haben oder zur Konkursmaſſe
etwas ſchuldig ſind, wird
aufgege=
ben, nichts an den
Gemeinſchuld=
ner zu verabfolgen oder zu leiſten,
auch die Verpflichtung auferlegt
von dem Beſitze der Sache und von
den Forderungen, für welche ſie aus
der Sache abgeſonderte
Befriedig=
ung in Anſpruch nehmen, dem
Kon=
kursverwalter bis zum 25. März
1913 Anzeige zu machen
Darmſtadt, 27. Februar 1913.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts I.
Bekanntmachung.
In dem Konkursverfahren über
das Vermögen der Firma J. G.
Jacob jun. zu Darmſtadt iſt zur
Prüfung der nachträglich
ange=
meldeten Forderungen Termin
auf:
Mittwoch, den 19. März 1913,
vormittags 10 Uhr,
vor dem Großh. Amtsgericht I in
Darmſtadt, Zimmer Nr. 201,
(5336
anberaumt.
Darmſtadt, 26. Februar 1913.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts I
(*5856
Diwan
Bücherſchrank, Flurgarderob.,
Bett=
ſtellen, Matratzen, Ausziehtiſche,
Spiegel, Bilder, Rohrmöbelgarn.,
la Peddigrohr, beſt. Tiſch, Sofa,
3 Seſſel, alles neu, unt. Preis
ab=
zugeb. Mathildenplatz 8, Möbelwerkstätte.
Nutz= und Brennholz=Verſteigerung.
(Domanialwald Frankenſtein).
Dienstag, den 11. März I. J., vormittags 9 Uhr, das
ſämtliche Brennholz (aus Rödern, Kohlwald, Ilbis, Sauſteige,
Schloßberg, Sommers= und Keltersgrund, Kieſelgrund)
Scheiter: 298 rm Buchen, 9 rm Eichen, Obſtbaum, 5 rm Kiefern;
Knüppel: 505 rm Buchen, 15 rm Eichen, Obſtbaum, 27 rm Kiefern,
Lärchen, Fichten; Knüppelreiſig: 11 rm Buchen, 9 rm Eichen
5 rm Kiefern; Reiſig: 75,4 Hdt. Buchen=Wellen; Stöcke: zerkl,
Buchen, 4 rm, grob Buchen 86 rm; Eichen, Obſtbaum, 6 rm.
Kiefern 3 rm.
Zuſammenkunft beim Ausſichtsturm auf der Kohlwaldhöhe auf
dem Reitweg.
Die blau unterſtrichenen Nummern werden nicht verſteigert.
Das zerſtreut ſitzende Holz im Kohlwald, Ilbis wird nicht
vor=
gezeigt und wolle vor der Verſteigerung eingeſehen werden, ebenſo
das Knüppelholz und Reiſig in Abt. 4 Kieſelgrund am Pürſchweg
und Herrnweg ſitzend.
Mittwoch, 12. März. vormittags 11 Uhr, im Saal des
Forſt=
hauſes Frankenſtein.
Stämme Eichen 2 Stück II. Kl. — 2,91 fm, 2 Stück III. Kl.—
1,92 fm, 6 Stück IV. Kl. — 3,38 fm, 10 Stück. V. und VI. Kl. —
2,87 fm. Buchen: 4 Stück III. Kl. — 2,74 fm, 25 Stück IV. und
Kl. — 12,71 fm. Kiefern: 4 Stück IV. und V. Kl. — 1,42 fm.
Lärchen: 45 Stück IV. u. V. Kl — 8,19 fm. Fichten: III. Kl.
Stück — 1,31 fm, V. Kl. 2 Stück — 0,70 fm. Derbſtangen,
Buchen: 56 Stück — 3,72 fm. Lärchen: 167 Stück — 9,60 tm.
Fichten: I. Kl. 66 Stück — 3,82 fm, 334 Stück II. Kl. — 5,2) tm.
Reisſtangen, Fichten: 607 Stück — 3,09 tm. Eichen,
Zaun=
pfoſten: 8 rm 2,20 m lang (in Schindkaute und Kohlwald).
Das Kiefern=Bauholz in Abt. 6, 7, 8 und 10 (Sommersgrund),
die Buchen=Stämme in Abt. 16—18 (Sauſteige und Schloßberg),
werden nicht verſteigert.
Auskunft erteilt Großh. Forſtwart Döring zu Eberſtadt,
See=
heimerſtraße 20.
Eberſtadt, 28. Februar 1913.
Großherzogliche Oberförſterei Eberſtadt.
Joſeph.
(5337
Autz= und Brennholz=Verſteigerung.
Freitag, den 7. März lfd. Js., ſollen im Eberſtädter
Ge=
meindewald, Diſtrikte: Kirchtanne, Prömſter, Schleifberg und
Kalk=
ofen nachverzeichnete Holzſortimente öffentlich, meiſtbietend, an Ort
und Stelle verſteigert werden.
Es gelangen zum Verkauf:
a. 2 Fichtenſtämme — 0,68 Fm.
30 Kiefern=Derbſtangen von 9—12 m Länge
Reisſtangen
950
27 rm „ Zaunpfoſten à 2,20 m lang
1800 Stück Kiefern=Wellen,
25 rm „ Scheiter
205 rm „ Knüppel
73 rm
Stock
b.
3 Buchen=Stämme von 35—50 cm Durchm. u. 4—7 m lang
46 Kiefern=Derbſtangen von 8—10 m Länge
500 Stück Kiefern=Wellen
10,8 rm „ Scheiter
„ „ Knüppel
4,2 rm Buchen=Scheiter
Stock
Die Zuſammenkunft der Steigerer findet vormittags 9 Uhr am
Friedhof ſtatt. Das unter b aufgeführte Holz im Diſtrikt Prömſter
wird nicht an Ort und Stelle verſteigert, ſondern ungeſehen verkauft.
Nähere Auskunft erteilen die Forſtwarte Pfeiffer und Döring in
Eberſtadt.
Eberſtadt, den 28. Februar 1913.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Eberſtadt.
Schäfer.
(5329id
Nutzholz-Verſteigerung.
Montag, den 10. März I. J., mittags 12 Uhr,
werden im Oberen Treburer Forſthaus bei Walldorf verſteigert:
1. 30 Stück Kiefern=Stämme III. Klaſſe — 20,17 fm
2. 11 „
III.
— 8,10 „
3. 14 „
III. „ — 10,35 „
III.
4. 12 „
, — 8,72 „
5.
„ Buchen=Stamm
, — 1,75 „
„=Stämme II.
„ — 7,65 „
1. 21
III. „ — 20,44 „
,
z. 7
V. „ — 5,07
Trebur, den 1. März 1913.
(5247sid
Großherzogliche Bürgermeiſterei Trebur.
Verſteigerungen
und
Carakionen
aller Art übernimmt unter billig=
(*5759ids
ſter Berechnung.
Auch einzelne Möbel=Stücke
werden zum Verkauf oder zur
Verſteigerung angenommen.
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Von Hedda v. Schmid.
(Nachdruck verboten.)
25
Am beſten wäre es jedenfalls für Nika, für Haus
Hei=
degg, kurz, für alle, wenn die junge Frau ſich entſchließen
könnte, Klaus zu heiraten, wie es ſich die Admiralin
zu=
rechtgelegt hatte. Aber Nika dachte nicht daran, ſie
er=
innerte ſich mit einer peinlichen Empfindung der Worte
ihrer Schwägerin, als ſie am Morgen ihrer Abreiſe auf
dem Bahnſteig den dort ihrer harrenden Klaus vorfand.
Wie nett von Dir, Klaus, ſagte dieſe, und nahm mit einer
leichten Verlegenheit die Roſen, die er ihr gebracht hatte,
entgegen. Sollte ihre Schwägerin am Ende doch recht
haben: liebte Klaus ſie? Das wäre ja fürchterlich! Sie
wollte von den Heideggern doch nur wie eine Schweſter
geliebt ſein. Gottlob, von Diez war wenigſtens in
ſol=
cher Hinſicht nichts zu befürchten. Voller Befriedigung
er=
innerte ſich Nika deſſen, wie Diez ſie mehr als einmal
„kleiner Affe” genannt hatte, oamals, als Fabi und Klaus
ſie bereits als angehende junge Dame reſpektiert, als ſie
ihre erſten langen Kleider bekommen hatte. Klaus war
ja von jeher ein Schwärmer geweſen, ihm konnte man
eine ſtille Liebe ſchon zutrauen, aber Diez, an dem würde
ſie wirklich einen Kameraden haben, dem ſie ohne
Zimper=
lichkeit und ohne von ſeiner Seite einen Heiratsantrag
be=
fürchten zu müſſen, ſich ſo zeigen konne, we ich)
war: natürlich, aufrichtig, ein bißchen exzentriſch
dazwi=
ſchen, aber ganz frauenhaft und taktvoll empfindend.
Sie beugte ſich, als der Zug ſich langſam in Bewegung
ſetzte, noch einmal aus dem Kupeefenſter und winkte Klaus
einen Gruß zu, aber ſie ärgerte ſich, daß ſie nicht ſo ganz
unbefangen dabei war. Unmutig dräckte ſie ſich in die
Polſterecke des Abteils; es war ihr klar, daß ſie Klaus in
keiner Weiſe ermutigen durfte. Auf alle Fälle nicht. Er
war ſo zart und feinfühlend und würde ſoort begreifen,
daß er ſich keine Hoffnungen machen konnte
Nun flogen Nikas Gedanken ihrem Wege voraus nach
Eldenau. Eigentlich hatte ſie durch ihre Reiſe ſo gut wie
nichts erreicht, aber ſchon das Bewußtſein, alle Hebel im
Heidegger Intereſſe in Bewegung geſetzt zu haben,
be=
friedigte ſie.
Nika trieb den Kutſcher, der ſie in einer offenen
Equi=
page von der Bahn abgeholt hatte, zur Eile an. Es war
ein kühler, dunkler Abend. Schon lag das Moor ſeitwärts,
noch eine kurze Waldſtrecke, dann kam — nur noch durch
einige Felder getrennt — der Gutshof.
Nika lehnte ſich verſonnen und ein wenig müde von
den vielen Stunden Eiſenbahnfahrt in die Wagenpolſter
zurück. Doch plötzlich fuhr ſie in hellem Schreck empor:
Jakob, es brennt in Eldenau!
Als ſie den Wald verlaſſen hatten, ſtand der
unheim=
lich grelle Feuerſchein dicht vor ihren Blicken.
Kearellen ſchneller! rief Nika dem Kutſcher Jakob zu.
Die drei Pferde ſtoben in wilder Flucht dahin. Nika
ſtand aufrecht im Wagen und klammerte ſich an den
Kutſcherbock.
Iſt der Baron zu Hauſe? fragte ſie den Diener, der
zuſehen mußte ,daß er bei dem Fahrtempo nicht von
ſei=
nem Sitze flog.
Nein, der gnädige Herr iſt ſchon ſeit geſtern in der
Kreisſtadt zum Termin im Amtsgericht.
Richtig — das hätte ſie doch wiſſen müſſen! Es war
wieder einmal ein Grenzſtreit, aber diesmal mit einem
bäuerlichen Grundbeſitzer, und Fabi vertrat die Intereſſen
ſeiner Prinzipalin.
Die Kleeſcheune! rief Nika aus, als bei einer
Weg=
biegung der Gutshof voll zu überſehen war. Das
Klee=
heu ſtellte ein großes Stück Geld dar. Obgleich es hoch
verſichert war, ſo bedeutete ſeine Vernichtung einen
er=
heblichen Verluſt für die Eldenauer Wirtſchaft, denn es
herrſchte ſowieſo allwinterlich großer Futtermangel in
jenem Teil der Provinz, und vollends während der letzten
Zeit, wo ſo oft die Scheunen von ruchloſer Hand in Brand
geſteckt wurden.
Als Nika auf der Brandſtätte eintraf, bemerkte ſie
neben dem Inſpektorgehilfen, einem graubärtigen Eſthen,
zu ihrem maßloſen Erſtaunen Irma, die in einem dunklen
Mantel, unbedeckten Hauptes, daſtand und die Leute durch
Zurufe anſpornte, flinker beim Schützen der Dächer der
umliegenden Wirtſchaftsgebäude zu ſein.
Irma, Sie dier? rief Nilg.
Tage
Dienstag
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(5327
4
Sr
N
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Verg=
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Orangen, teilhaft, ſowie edle
Stück 10 Pfg.
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Ich dachte mir, daß meine Anweſenheit hier etwas
nützen könnte. Die Leute, der alte Boltmann an der
Spitze, verloretk anfangs den Kopf beim Anblick des
Brandes, und Fabi iſt in der Stadt.
Ja, ich weiß. O, wenn er doch ſchon wieder da wäre!
Ich danke Ihnen herzlich, Frau Irma, aber nun müſſen
Sie raſch ins Haus, das hier iſt doch nichts für Sie!
Sie drückte Irma flüchtig die Hand, und gleich darauf
erklang ihre Stimme im hellen Kommandoton vom
an=
deren Ende der Brandſtätte. Die Feuerſpritze aus
Hei=
degg raſſelte heran — ein vorſintflutliches Ungeheuer, das
übrigens viel zu ſpät hier in Tätigkeit trat. Erika kam
im Galopp auf ihrem Fuchs, den ſie ſich kürzlich angeſchafft
hatte, ein ſehr nervöſes und flüchtiges Halbblut. Sie ritt
neuerdings viel, immer allein, denn ſie kannte keine Furcht,
ſie führte nur ſtets den Revolver in der Satteltaſche.
Fabi hatte ſie gewarnt, doch hatte ſie ihm kurz
ange=
bunden erwidert: Es würde mir ein Vergnügen ſein,
je=
manden, der mich auf der Landſtraße anfällt, wie einen
tollen Hund über den Haufen zu ſchießen! Und ſie hatte
dabei ausgeſehen, als ob ihr dieſe Vorſtellung bereits ein
großes Vergnügen mache.
Irma war langſam ins Haus zurückgekehrt. In
ihrem Wohnzimmer ſaß ſie im Halbdunkel am offenen
Fenſter. Der matte Schein des erlöſchenden Brandes
ſchimmerte zu ihr herüber. Die neblige kalte Luft ſtrich
herein. Irma fröſtelte es. Der Saum des Kleides, ihr
Haar und ihre Schultern waren feucht vom Abendtau.
Der eilig umgenommene Mantel hatte ſie nur ſchwach
da=
gegen geſchützt.
Plötzlich erſcholl Fabis befehlende Stimme auf dem
Hof. Irma ſchrak empor — ſie wußte nicht, wie lange ſie
hier am Fenſter geſeſſen hatte. War eine Stunde
ver=
ſtrichen oder mehr? In freudiger Aufwallung faltete ſie
ihre Hände: Gott ſei Dank! Fabi war unverletzt und heil
wieder daf
er e e e e e
Nachbarprovinz Livland waren Mord und Totſchlag ganz
an der Tagesordnung. Die hieſige Gegend war noch zum
Glück verhältnismäßig ruhig, aber auch hier trieb ſich
allerlei lichtſcheues Geſindel in Wald und Moor umher.
Fabi ahnte ſelbſtverſtändlich nicht, welch eine
entſetz=
liche Angſt Irma jedesmal um ihn ausſtand, wenn ſie ihn
unterwegs wußte. Wie ſie dann aufatmete, wenn ſie ſeine
Stimme, ſeinen Schritt oder auch nur den ihr
wohlbe=
kannten Hufſchlag ſeines Pferdes vernahm. Wie oft ſchon
hatte ſie hier am Fenſter geſeſſen, auf Fabi gewartet, nach
ihm ausgeſchaut, aber wenn er dann ins Zimmer getreten
war, hatte ſie gleichgültig an ihm vorübergeblickt.
Die Tür ging auf — Fabi trat haſtig ein: Da biſt Du
ja, Irma — ohne Licht — und am offenen Fenſter! Du
wirſt Dich erkälten! Er ſchloß das Fenſter, noch ehe er
ſie begrüßt hatte, und rief nach dem Mädchen, das die
Lampe bringen ſollte. Dann küßte er gewohnheitsmäßig
Irmas Hand, aber ſeine Stimme klang etwas anders wie
ſonſt, als er ſagte: Guten Abend, Irma, wie geht es Dir
nach dem Brandſchreck? Du biſt ja ſo tapfer beim Feuer
geweſen — biſt den Leuten mit furchtloſem Beiſpiel
voran=
gegangen. Nika hat es mir erzählt.
Bei dieſem Namen erloſch eine jäh aufgeflackerte
Hoff=
nung in Irma. Nika und immer Kur Nika! Fabi dachte
nur an dieſe Frau. Nun betete er das Lob nach, das jene
ſo großmütig zu ſpenden geruht hatte.
Fabi wußte ja nicht, daß ſie/das Feuer, ſo grauſig es
ihr auch bei ſeinem Ausbruch erſchienen war, als
Ab=
lenkung von der quälenden Angſt um ſein in ihrer
Vor=
ſtellung jetzt ſtets gefährdetes Leben wie eine Befreiung
begrüßt hatte.
Du hätteſt doch beſſer geſtan, meinem Rate zu folgen
und in die Stadt überzuſiedeln oder zu Deiner Mutter zu
reiſen, ſprach Fabian, unruhſg auf und nieder ſchreitend.
Warum biſt Du nur ſo eigeskſinnig. Irmas
Es ſcheint, daß Du durchaus meine Entfernung aus
Eldenau wünſcheſt — aber ich mag nicht — ſpäter vielleicht.
Ja, wenn es zu ſpät iſt! Ich muß nach Reval, nöch
vor Weihnachten. Es iſt in Anbetracht der drohenden
Bauernunruhen in Eſthland ein außerordentlicher Landtag
einberufen worden.
Irma erwiderte nichts. Sie ſaß am Sofatiſch, hatte
den Kopf in die Hand geſtützt und ſah im Lampenlicht
erſchreckend blaß und elend aus.
Fabi blieb plötzlich vor ihr ſtehen. Ihr Aublick griff
ihm ans Herz, und er empfand Gewiſſensbiſſe. Er hatte
ſie ſeit Wochen kaum angeſehen, ſich gar nicht um ſie
ge=
kümmert. Seine Wirtſchaft war vorangegangen. Was
ſollte er mit der launiſchen Frau?
Was fehlt Dir, Irma? fragte er bewegt und beugte
ſich zu ihr hinsb.
Sie biß ſich auf die Lippen, um nicht aufzuſchluchzen.
Der ungewohnt ſanfte Ton ſeiner Stimme war zu viel für
ihre Nerven.
Aber, Irma — Kind, Du zitterſt ja, — es war doch zu
viel für Dich heute! Schnell — Du mußt etwas Warmes
genießen!
Er lief nach einem Glaſe Wein, das er ihr aufnötigte,
ſchellte ungeduldig und befahl dem Mädchen, ſo raſch wie
möglich heißen Tee zu beſorgen.
Er wußte ſelber nicht, was mit ihm geſchah; ihm war
plötzlich, als ſage ſeine Mutter dicht an ſeinem Ohr: Grüße
Deine Frau von mir, Fabi, und ſie ſoll ſich gut pflegen!
Und er kannte ja den Sinn dieſer Worte: Pflege Du Deine
Frau gut, mein Sohn! — Ueber ſeinen täglichen
Berufs=
pflichten — vor allem über den wirtſchaftlichen Intereſſen
von Haus Heidegg — hatte er jedoch Irma immer wieder
aufs neue vernachläſſigt. Ließ ſich dieſes Verſäumnis
ſeinerſeits überhaupt noch wieder gut machen?
(Fortſetzung folgt.)
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Ohne neue Veranlaſſung haben die Reichardtgegner den vor Jahresfriſt begonnenen, aber ſeit ſechs Monaten ruhenden Strei
um Worte vor breiteſter Oeffentlichkeit wieder aufgenommen. Einen Zweck hätte der neue Vorſtoß nur, falls die Gegner die Abſich
verfolgen, Kakaokunden von den Läden ihrer Händler fernzuhalten. Dieſes Beginnen muß doch notgedrungen zu immer weiteren Offen
barungen führen. So unklug kann kaum einer der Gegner ſein, zu glauben, wir ließen verletzende Unterſtellungen unwiderlegt. Immerhif
wiederholen wir zur Abwendung weiterer Nachreden und Entſtellungen heute nur kurz
die zur reſtioſen Aufklärung des Bublikums nötigen Tatſachen,
(ers
In einer mit „Reichardt der Feinſte” und „Reichardt der Reinſte” betitelten Anzeige vom April führten wir aus, daß ſich in=
Reklamen anderer Fabrikanten übertriebene Behauptungen hinſichtlich der Kornfeinheit ihrer Kakaos mehren, ſeitdem die Erkenntnis ins
Publikum gedrungen iſt, daß trinkbare Nahrung mit dem Grade ihrer Verfeinerung an Appetitlichkeit und Verdaulichkeit gewinnt
Wir wieſen darauf hin, daß unſere Kakaos eine nur mit kleinſten Sonnenſtäubchen vergleichbare Feinheit beſitzen und daß nach Feſt=G
ſtellungen von Fachgelehrten bis zu
20,000,000,000 Teilchen in einem Gramm Reichardt-Käkao,
alſo bis 100 Milliarden in einer Taſſe Getränk vorhanden ſind. Dieſe äußerſte Feinheit laſſe ſich nur durch das uns patentierte
Luft=
druckverfahren erzielen. Eine auch nur annähernd gleiche Kornfeinheit ſei bei anderen Marken nicht nachzuweiſen — Weiter führten
wir aus, daß die unerläßliche Vorbedingung für die ideale Kornfeinheit der Reichardtkakaos in der Auswahl der Bohnen nach
Grund=
ſätzen, die über den Rahmen der ſonſt im Kakaohandel üblichen Qualitätsprüfung hinausgehen, und in ihrer ungemein ſorgfältigen
Behandlung und Reinigung beſtände. Ferner, daß wir bei der Säuberung des Materials auch ſchon um der Appetitlichkeit willen die
Vorſchriften befolgen, die auf internationalen Kongreſſen leider immer noch erſt als erſtrebenswertes Ziel ins Auge gefaßt ſind, daß
wir demnach nicht nur die Schalen, ſondern auch die den Genußwert und die Reinheit beeinträchtigenden Samenhäutchen und Keime
entfernen. Dadurch werde der ungenießbare Bodenſatz im Kakaogetränk völlig beſeitigt. An dieſen Tatſachen konnte Niemand
rütteln! Was den 30 Gegnern unter den zirka 200 anderen Fabriken in der Induſtrie nicht gefiel, das waren einige Worte, durch
die wir entſprechend unſeren Reinheitsbegriffen lediglich alle Intereſſenten für
die Herbeiführung der idealſten Reinheit bei allen Kakaofabrikaten
gewinnen wollten. Eine Kammer für Handelsſachen, ſowie ein Berufungsgericht entſchieden in einem einſtweiligen und dann
ordent=
lichen Prozeßgange — ohne jede Beweiserhebung —, daß die gewählte Wortſtellung einen Hinweis auf Grundſätze der übrigen Induſtrie
enthalte, den wir aus Achtung vor dem Richterſpruche nicht wiederholen. Es handelt ſich alſo nur um die Auslegung einer Redewendung
in einem Prozeßgang. — Dieſen Worterfolg bauſchen die Gegner zu einer „fünfmaligen” Verurteilung „von deutſchen Gerichten” auf.
Bereits im Jahre 1905 hatten wir uns der heftigſten Angriffe unſerer Konkurrenz zu erwehren, als wir für die
Starkent=
fettung der Kakaos kämpften, um deren Trinkfähigkeit und Bekömmlichkeit zu erhöhen. Auch damals waren die Gegner gegen eine
ſolche Umwälzung —, heute iſt jeder von ihnen froh, wenn er ſtark entfetten kann, und der Konſum hat ſich in ſechs Jahren verdoppelt.
Ebenſo wirken wir ſeit Jahren auf die möglichſte Reinheit aller in der Kakaoinduſtrie hergeſtellten Fabrikate hin.
Das geſchieht im Intereſſe von 60,000,000 Konſumenten,
denn nur ein abſolut reiner Kakao iſt ſchmackhaft und leicht bekömmlich. Auch jetzt dankt uns ein Teil der Induſtrie zunächſt wieder
mit Angriffen, obſchon hier ebenſo wie bei der früher bekämpften „Starkentfettung” eine allgemeine Konſumvermehrung die Folge ſein
muß, die die Gegner ebenſo anſtreben müßten.
Und nun der Eid! Unſer Prozeßvertreter hat wiederholt dazu aufgefordert, der Vorſitzende hat an den Anwalt der
Gegne=
eine entſprechende Anfrage gerichtet, dieſer zunächſt Einwendungen erhoben und erſt auf nochmaliges Befragen ſoll er eine Erklärun
von der Entſcheidung des Gerichts abhängig gemacht haben. Gelegenheit zur Annahme des Eides war alſo vorhanden.
Durch ihre neuerlichen Darſtellungen wollen die Gegner offenbar den Eindruck erwecken, ſie ſeien ſämtlich bereit, den Eid, daß
alle ihre Kakaofabrikate auch von Keimen und Samenhäutchen gereinigt wurden, zu leiſten. Wir haben nichts dagegen, — erinnerr
aber die Gegner zum mindeſten an den Inhalt der Analyſen, die Bekämpfung der Genfer Beſchlüſſe und die Kalkulation der Preis
konvention mit nur 20 Prozent Gewichtseinbuße durch Röſten und Reinigen. Selbſt unſere verbeſſerten Maſchinen liefern aber im
Durchſchnitt nur 75 Prozent völlig reines Fabrikat.
Wir beſchränken uns auf dieſe objektive Darſtellung, ohne die verunglimpfende Form der Gegner der Beachtung zu würdigen
Die Entwickelung von Mark und Kraft im Körper zu fördern,
muß der oberſte Grundſatz bei der Herſtellung jedes Nahrungsmittels ſein. Deshalb werden uns keine Angriffe der Gegner davon
abhalten, weiterhin aufklärend zu wirken, damit dieſe Erkenntnis Gemeingut aller Kreiſe der Bevölkerung wird. Deshalb auch fahren
wir fort, unſer ganzes Wirken auf die Veredelung des ſo köſtlichen Naturprodukts zu richten, damit die Reichardt=Fabrikate wie
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her ſo auch in Zukunft durch die Anerkennung des Publikums als Edelfabrikate ausgezeichnet werden.
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ſof. eintr. bei Klumpp. Landgraf
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oder Laufmädchen geſucht
*5781)
Kiesſtraße 88.
Laufmädchen geſucht
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Ord. Lauffrau od. Mädchen für
morg. 2 Std. u. mittags z. Spül. ſof.
geſucht. Hoffmännſtr. 34, II. (*5810
Geſucht zum 1. April ein zuverl.
m das ſelbſtänd. koch.
Mädchen kann u. Hausarb.
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Reinliche,
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eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.
Wir beehren uns hiermit, unſere Mitglieder zur
Ordentlichen
Generalverſammlung
auf Dienstag, den 4. März 1913, abends 8¼ Uhr,
in das
Restaurant des Herrn GeorgChrist, Grafenstr. 18/20, Fürstensaal‟
ergebenſt einzuladen, mit der Bitte um zahlreiches und pünktliches
Erſcheinen, da zur Beſchlußfaſſung über den Punkt 2 der
Tages=
ordnung die Anweſenheit von mindeſtens 100 Mitgliedern
ſtatutengemäß erforderlich iſt.
Tagesordnung:
1. Rechenſchaftsbericht und Rechnungsablage für 1912,
2. Antrag des Vorſtandes und Aufſichtsrates, den § 17 des
Statuts zu ändern,
3. Bericht des Aufſichtsrates über die Prüfung der
Jahres=
rechnung. Beſchlußfaſſung über die Genehmigung der Bilanz
und die Gewinnverwendung, ſowie über die Entlaſtung der
Verwaltungsorgane,
4. Antrag des Vorſtandes und Aufſichtsrates, die neue Faſſung
der Beſtimmungen über Gewährung von Ruhegehalten an
die Beamten, deren Witwen und Kinder zu genehmigen,
5. Bericht über den Allgemeinen Genoſſenſchaftstag in München,
erſtattet von Herrn Georg Rühl, Hofſpengler,
6. Ergänzungswahl des Aufſichtsrates.
Die Jahresrechnung liegt zur Einſichtsnahme der Genoſſen im
Geſchäftslokale offen.
Darmſtadt, den 7. Februar 1913.
(3980a
Der Aufſichtsrat:
Der Vorſtand:
Ludwig Roll. Vorſitzender.
Stein. L. Habicht. Thomas.
nie
Ellerdrischer verem Darmstaut.
Mittwoch, den 12. März 1913, nachmittags 5 Uhr,
im Vereinslokal
Ordentliche Hauptversammlung.
Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Vorſitzenden. 2.
Rechnungs=
ablage. 3. Entlaſtung des Rechners. 4. Neuwahl
des Vorſtandes. 5. Beratung und Beſchlußfaſſung
über die vorliegenden Anträge.
(5406
Der Vorstand.
Kirchlich-positive Vereinigung.
Oeffentliche Versammlung
Donnerstag, 13. März, 8¼ Uhr abends, im „Kaisersaal‟
(Grafenſtraße 18) zu Darmſtadt.
Vortrag von Pfarrer Th. Wahl aus Eſſen (Ruhr): „Der
gegenwärtige Kampf um Lehrfreiheit und Bekenntnis.”
Anſprachen von Pfarrer Widmann und Prof. Dr. Geist.
Eintritt unentgeltlich.
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l. 13, 21:10. Unpl.: Nereſtan, Robuiſſon. Kopf—3 Lg.
Rathenow. Verſuchs=Jagd=Rennen: 1. Herrn W.
uchs Contento (Lt. v. Hohberg) 2. Habsburg (Lt. Graf
olck), 3. Jodler (Lt. v. Egan=Krieger). Tot. 53:10. Pl.
18110. Unpl.: Redoutable, Gefa II. Leicht, 3—10 Lg.
randenburger Jagdrennen: 1. Lt. Kaempfes Hanſa
derich), 2. Orpheus (Lt. Fulda), 3. Roſenberg
trand). Tot. 25:10. Pl. 15, 35, 24:10. Unpl.:
Carlos, Odilo, Wolfsburg. Ueberlegen, 10 Lg.—
Preis von Weſthavelland: 1. Lt. v.
Falckenhau=
ark Gamp (Beſ.), 2. Solid Silver (Lt. Werlhof),
At (Lt. d. Bock und Polach). Tot. 50:10. Pl.
Unpl.: Neuilly II, Lisnagarvey. Ueberlegen,
— Zieten=Jagdrennen: 1. Rittm. v. d. Kneſe=
beds Mah (Lt. v. EanKrieger), 2. Meitoen Pet (3t.
p. Roeder), 3. Magdalena (Lt. v. Bock und Polach). Tot.
16:10. Drei liefen . Kampf, Hals—2 Lg. — Damenpreis=
Jagdrennen: 1. Rittm. v. Goßlers Snowdons Knight
(Lt. v. Falckenhauſen), 2. Vindicate (Lt. Frhr. v.
Ver=
chem), 3. Hondremont (Lt. Graf Holck). Tot. 34:10. Drei
liefen. Kampf. Kopf—10 Lg. — Wuſter Jagdrennen: 1.
Lt. v. Hanſemanns Cotton Tail (Lt. Frhr. v. Berchem),
2. Tory Hill (Hptm. Schönberg), 3. Rooſevelt (Lt. von
Bonin). Tot. 24:10. Pl. 13, 14:10. Unpl.: Saint
Fer=
reol. Kampf, ½ Lg.—Weile.
sr. Radrennen. Paris. Die Pariſer
Wintermeiſter=
ſchaft über 100 Kilometer kam am Sonntag im Pariſer
Winter=Velodrom zur Entſcheidung und ſah Guignard,
Didier, Seres, Ryſer, Walthour und Parent am Start.
Guignard war der einzige Fahrer, der das Rennen ohne
Unterbrechung beenden konnte, während die übrigen alle
mehr oder minder vom Pech verfolgt wurden. Seres
hatte nach 40 Runden alle Konkurrenten überholt und lag
überlegen in Front, als ihm ein Raddefekt 5
Verluſt=
runden koſtete. Guignard führte nunmehr bis zum Schluß
und ſiegte in 1 Stunde 25 Minuten 38,6 Sekunden, Seres
endete 13 Runden, Didier 25, Ryſer 36, Walthour 51 und
Parent 55 Runden zurück. In einem Verfolgungs=Match
begegneten ſich der amerikaniſche Sechstage=Matador
Fogler und der Pariſer Berthet. Letzterer zeigte ſich als
der ſtärkere Tempofahrer und holte ſeinen Gegner nach
Zurücklegung von 23½ Runden in 7 Minuten 27,6
Sekun=
den ein. Im Malfahren ſiegte Quaiſſard mit einer
Viertellänge vor Schilles und Schilling und das
Prä=
mienfahren ſah Ricaux in Front vor Martin.
Fußball. Vorrunde um die ſüddeutſche
Fußball=Meiſterſchaft. In der Vorrunde um
die ſüddeutſche Fußball=Meiſterſchaft ſiegte am Sonntag in
Stuttgart die Spielvereinigung Fürth mit 2:0 (1:0)
gegen die Stuttgarter Kickers. Etwa 7000 Zuſchauer
wohnten dem intereſſanten Spiele der beiden beſten
ſüd=
deutſchen Mannſchaften bei. Die Fürther
Spielvereinig=
ung zeigte das beſſere Spiel, und nur durch die guten
Leiſtungen des gegneriſchen, ehemaligen internationalen
Torwächters Eh. Schmidt wurden weitere Erfolge
ver=
hindert. — In Mannheim triumphierte der Verein für
Raſenſpiele=Mannheim mit 3:2 über den Nordkreismeiſter,
den Frankfurter Fußballverein. Der Kampf wurde recht
lebhaft geführt und bei der Pauſe hatten beide Mannſchaf=
Im Geſellſchaftsſpiele
ver=
ten je zwei Tore errungen.
mochte der Karlsruher Fußballverein in München gegen
den dortigen Männerturnverein nur unentſchieden 19 zu
ſpielen. — Phönix=Karlsruhe unterlag unerwartet mit
34 gegen den Fußballſportverein Frankfurt a. M.
Viktoria gewinnt die Berliner
Fuß=
ball=Meiſterſchaft. Die Berliner
Fußballmeiſter=
ſchaftsſpiele kamen am Sonntag zur Entſcheidung, da
Viktoria über den Berliner Ballſpielklub einen glatten
Sieg von 311 erzielen konnte und damit die Berliner
Mei=
ſterſchaft zum ſechſten Male gewann.- Hertha beſiegte
im Wiederholungsſpiele Minerva mit 2:0. Vor etwa
3000 Zuſchauern entwickelte Hertha ein ſehr gutes Spiel,
das durch zwei Tore bis zur Pauſezzum Austrag kam. In
der zweiten Spielhälfte zeigte Minerva das beſſere Spiel,
da bei Hertha der linke Läufer das Feld verlaſſen mußte;
die Minerva=Mannſchaft konnte jedoch keinen Erfolg mehr
erzielen. — Die Reſultate der erſten Klaſſe ſind
fol=
gende: Verein für Bewegungsſpiele Luckenwalde ſchlägt
Konkordia 210 (010), Favorit gewinnt gegen Tennis=
Boruſſia 4:1 (210), S. C. Charlottenburg gegen Fußball=
Klub Weißenſee 1900 4:4 (4:3), und Viktoria=Spandau
ſiegt über Cimbria 5:3 (311) Triton=Spandau beſiegt
den Berliner Sportcſliubh 50 (130) und der SporiRlinb
des Weſtens gewinnt gegen Union=Potsdam 3.1 (0.0),
Berolina=Helgoland 00 und Germania bleibt gegen
Stern=Steglitz mit 211 erfolgreich.
Der Fußball=Länderkampf England
gegen Schottland, der in Glasgow zur
Entſcheid=
ung kam, endete mit dem Siege der Schotten von 4:1.
Sr. Hockey. Die Berliner Hockeyſpiele um
die Verbands=Meiſterſchaft brachten am Sonntag dem
Sport=Klub Charlottenburg einen kampfloſen Sieg, da
der Gegner, der Wilmersdorfer Sport=Klub, nicht
er=
ſchienen war. — Der Berliner Sport=Klub beſiegte die
Berliner Hockey=Union mit 1010 und ſicherte ſich durch
dieſen glänzenden Sieg die Meiſterſchaft. Die
Mann=
ſchaft des Berliner Sport=Klubs zeigte auch in dieſem
letzten Verbandsſpiel ausgezeichnete Leiſtungen und auch
der ausgezeichnet ſpielende gegneriſche Torwächter
ver=
mochte den überlegenen Sieg des Berliner Sport=Klubs
nicht zu verhindern. — Der Berliner Hockey=Klub
hatte in Dahlem den Akademiſchen Sport=Verein Dresden
zu Gaſte und beſiegte dieſen nach beſſerem Spiel mit 3:1.
3.0). Das einzige Tor ſchoſſen die Gäſte nach einem
Durchbruch. Die Damen=Mannſchaften der beiden
Ver=
eine lieferten ſich einen intereſſanten Kampf. Die
Ber=
liner Damen konnten das Spiel mit 714 zu ihren Gunſten
entſcheiden.
sr. Laufſport. Ein Croß=Countrylaufen
für Amateure um die Meiſterſchaft von
Frankreich kam am Sonntag in Langon bei Bordeaur
zum Austrag. Es ſtellten ſich 17 Konkurrenten dem
Star=
ter Der bekannte franzöſiſche Meiſterläufer Bouin
be=
teiligte ſich nicht, ſo daß der Favorit Kayſer ſeines
gefähr=
lichſten Gegners entledigt war. Kayſer, der die 15
Kilo=
meter lange Strecke in 59 Minuten 59,4 Sekunden
zurück=
legte, blieb überlegener Sieger. Zweiter wurde Arbidt
in 1.01.09. Die übrigen Teilnehmer endeten weit zurück.
Handel und Verkehr.
* Neue Anleihen des Reichs und
Preu=
ßens. Für die am 7. März ſtattfindende
Suhſkrip=
tion auf die neuen 4prozentigen deutſchen und
preußiſchen Anleihen, ſowie die 4prozentigen
preußiſchen Schatzanweiſungen ſind am hieſigen Platze
neben der Reichsbankſtelle die Bank für Handel und
In=
duſtrie und die Deutſche Vereinsbank, Filiale Darmſtadt,
die alleinigen offiziellen
Zeichnungs=
ſtellen. (S. Inſerat.) Anmeldungen zur Zeichnung
nehmen, wie dies bisher bei deutſchen Staatsanleihen
ſtets üblich war, auch die anderen Darmſtädter Bank= ſpeſenfrei entgegen.
Landwirtſchaftliches.
— Reinheim, 1. März. Gelegentlich des am
Samstag, den 8. März, in Reinheim im Odenwald
ſtattfindenden Faſel= und Zuchtviehmarktes,
findet in der Zeit von vormittags 10 Uhr bis nachmittags
2 Uhr im Reſtaurant „Darmſtädter Hof” ein
Saatgut=
markt der Landwirtſchaftskammer ſtatt. Auf;
demſelben ſind Proben von Getreide= und Kartoffel=
Saat=
gut aus den Saatbauſtellen der Heſſiſchen
Landwirt=
ſchaftskammer ausgeſtellt und iſt den Landwirten hierbei
Gelegenheit geboten, Beſtellungen auf dieſes Saatgut
aufzugeben. — Die Landwirte werden auf dieſe günſtige
Gelegenheit zum Ankauf ſortenechten Saatgutes beſonders
aufmerkſam gemacht.
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Nur vom 4. März bis 7. März 1913 das Großstadt-Programm mit dem hervorrag. Sensationsschlager:
Liebe wandelt eigene Bahnen!
3 Akter.
Aus dem Leben eines Aristokraten.
3 Akter.
Peter auf demWitwenball
Urkom. Komödie in best. Vollendung Lchmke
als Matrose
Humoristischer Schlager Das Schwimmende
Fort
Hervorragendes Festungsdrama. Zwei Pechvögel
Humoristisch 5405
Lachen ohne Ende.
Odenwaldklub
Ortsgruppe Darmstadt (E. V.)
Das diesjährige
(5402idf
Dekorierungsfest
findet am
8. März d. Js., abends 8 Uhr
im großen Saale des Städtiſchen Saalbaus ſtatt.
2
(26
Mitglieder und Freunde des Klubs ſind hierzu
herzlichſt eingeladen.
Der Vorstand.
Teuristenanzug erwünscht. Tür die Damen der Mitglieder sind die Galerien raserviert.
Freie Literarisch-Künstlerische Gesellschoft.
Donnerstag, 6. März 1913, abends 8 Uhr
im Mathildenhöhsaal:
Herbert Eulenbera
Sspricht über
Friedrich Hebbel
(zum Gedächtnis des 100. Geburtstages des Dichters).
Karten für Nichtmitglieder zu Mk. 2.50, 1.50 u. 75 Pfg.
bei A. Bergstraeßer. — Abends Mk. 3.—, 2.—, 1.—. (4956di
Mur. Kmras Zeitk.
Gedauken uber Naſſenhygiene
Ueber dieſes Thema ſpricht
Herr Dr. med. Vidal
morgen Mittwoch, den 5. März, abends 9 Uhr,
im „Fürstensaale‟, Grafenstrasse 20.
Zu dieſem Vortrag erbitten wir uns den Beſuch aller
Inter=
eſſenten; auch Damen ſind herzlichſt willkommen.
Eintritt frei!
(5372
Deutſchnationaler
Dentſchnationale
Handlungsgehilfen=Verband
Kranken= und Begräbniskaſſe
Ortsgruppe Darmſtadt.
Verwaltungsſtelle Darmſtadt.
Freidsprachiche Vore dge.
VI. Vortrag
Mittwoch, den 5. März, 5½ Uhr, in der Turnhalle
der Liebigs-Oberrealschule.
Dr. Bodart: La Femme au Xyllle siecle.
Karten sind in der Hofbuchhandlung von H. Schlapp.
Schulstrasse, zu haben.
(5395
Verein für Verbreitung von Volksbildung, Darmstadt.
Freitag, den 7. März 1913, abends 8¼ Uhr:
Oeffentlicher Vortrag von Professor Dr. Geldstein, Darmstadt
„Kunst und Moral‟
Lokal: Kaiſerſaal.
(5343if
Eintrittskarten 30 Pfg., für Mitglieder u. angeſchloſſene Vereine zu
20 Pfg. am Verkehrsbüro und bei J. Mylius, Herdweg 2.
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Jeden Mittwoch und Samstag
Kur-Konzert.
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Neuaufnahmen
Mk. 3.50.
Grammophon-Orchester
Pariser Pflaster, Marsch.
Eva-Walzer.
Potvourri, I. Teil.
dto, II. Teil.
Pariser Pfaster, Marsch.
Entrakt.
Mizzi Günther.
So war meine Mutter, so
möchte ich sein.
Herrgott, lass mir doch
meinen Leichtsinn (mit
Chor.)
Louis Treumann.
Stammutter Eva, reizende
Frau.
Pariser Mädel, wer dich
nur kennt.
Louis Treumann und
Paul Guttmann, mit
Chor.
Mizzi Günther und
Louis Treumann.
Wär’ es auch nur ein
Traum vom Glück.
Das Lied der jungen Liebe.
Louise Kartousch u.
Ernst Tautenhayn.
Pipsi, holde Pipsi.
Zieh’ hin zu deinem Vater.
Louis Treumann und
Paul Guttmann-
Glück und Glas.
Die Geister v. Montmatre.
Louise Kartousch u.
Louis Treumann.
Louise Kartousch, E.
Tautenhayn und Paul
Guttmann.
Geschieden muss sein.
Wenn die Pariserin
spa-
zieren fährt.
Mizzi Günther und
Louise Kartousch.
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ſind zu haben im Verkehrsbureau und an der Kaſſe.
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Mittwoch, den 5. März:
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Apfelwein, reine Weine.
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Gastspiel: Exl’s
Tiroler Bühne
Hentel Dienstag,
den 4. März:
Der heilige Rat
Komödie aus dem Volksleben,
3 Akte mit einer Vorgeschichte
von Lud. Ganghofer.
Neue Umarbeitung!
Mutwoch, 5. Mäee
Literarischer Abend
(Aus Franz Kranewitters
Ein-
akter-Zyklus:
„Die sieben Totsünden‟)
1. Der Naz (Geiz).
2. Der Giggl (Hochmut).
3. Vor’m Supp’nessen. Ein
ländl. Gemälde v. C. Morré.
Donnerstag, 6. März:
Zum I. Maie:
Das Gnadenbild
Komödie in 4 Akt. v. Dr. Rud. Brix.
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Großherzogl. Hoftheater
Dienstag, den 4. März 1913.
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Donnerstag, 6. März. 135. Ab.=
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Holländer‟ Gewöhnl. Preiſe.
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Freitag, 7. März. 136. Ab.=Vſt.
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Eliſabeth v. Schroeder (Elary).
„Tosca.‟ Tosca: Eliſabeth v.
Schroeder. Gew. Pr. Anf. 7½ I.
Aus dem Spielplan.
Samstag, 8. März. Nachmitt.
2½ Uhr: VII. Kinder=Vorſtellung.
„Wilhelm Tell.” Zu dieſer
Vorſtellung findet ein
Kartenver=
kauf nicht ſtatt. — Abends 8 Uhr:
IX. Sonder=Vorſtellung. „Haſe=
Zu dieſer
maun’s Töchter”
Vorſtellung findet ein
Kartenver=
kauf nicht ſtatt.
Die Erhebung der 4. Rate des
Abonnementsgeldes für die
Spiel=
zeit 1912—13 findet Dienstag, den
4., bis Donnerstag, den 6. März
1913, nachmittags von 3—5 Uhr,
ſtatt. Zahlſtelle: Veſtibül im
Hoftheater.
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