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176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
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den Annoncen=Expeditionen. — Bei
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 40 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Die Kaiſerin hat ſich geſtern abend mit der
Prin=
zeſſin Viktoria Luiſe und dem Prinzen Ernſt Auguſt,
Herzog zu Braunſchweig und Lüneburg, nach
Gmun=
den begeben.
Der franzöſiſche Finanzminiſter brachte in
der Kammer die Militärvorlage ein, die 500
Millionen Francs zur Beſchleunigung der
Ar=
beiten für die nationale Verteidigung fordert.
In San Sebaſtian wurden das Theater und ſieben
Gebäude durch eine Feuersbrunſt zerſtört.
Das kanadiſche Unterhaus nahm das
Merine=
geſetz in zweiter Leſung an.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Politiſche Wochenſchau.
Noch immer wird im Reichstag mit
verhält=
nismäßig gleichgültigen Debatten die Zeit dahingebracht,
während Eile wirklich Not täte. Man kommt mit dem
Etat kaum vom Flecke und dazu gibt es noch
Zwiſchen=
fälle, deren Wert meiſt problematiſcher Natur iſt. Im
Hintergrund ſchlummert die Militärvorlage und
nit ihr die ſo wichtige Deckungsfrage, die beide, wie
offi=
ßiös bekannt wird, zuſammen dem Reichstage zugehen
ſol=
ſen. Ob das noch vor Oſtern möglich ſein wird, wie
man urſprünglich beabſichtigt hatte, iſt noch ſehr die
Frage, denn die Vorarbeiten, die ſehr umfangreich ſind,
nehmen ſehr viel Zeit in Anſpruch und der Bundesrat
hat ſich mit dem Entwurf noch nicht einmal in ſeinen
Grundzügen befaßt. An und für ſich ſcheint ja die
Mili=
tärvorlage fertig zu ſein, aber der Herr
Reichsſchatzſekre=
tär iſt wohl noch nicht ſo weit, wenigſtens deutet ſeine
Reiſe nach den ſüddeutſchen Hauptſtädten darauf hin, wo
er mit den leitenden Stellen, vor allem mit den
Finanz=
miniſtern, konferierte. Man nimmt an, daß dieſe Reiſe
der Deckungsfrage und ſpeziell der Beſitzſteuer galt.
Gleichzeitig kündet die Reiſe aber auch an, daß es bisher
noch ncht gelungen iſt, ein volles Einvernehmen unter
den Bundesſtaaten über die Deckung zu erzielen, ſo daß
der Staatsſekretär ſich ſelber aufmachen mußte, um durch
perſönliche Einwirkung vielleicht etwas herauszuſchlagen.
Herr Kühn hat es wirklich nicht leicht, die Gelder, die für
den verſtärkten Heeresbedarf nötig werden, aufzubringen.
ſowohl. angeſichts der entgegengeſetzten Meinung
der Bundesſtaaten, wie auch im Reichstage, wo
es: bei der dort herrſchenden Konſtellation völlig
unſicher iſt, welche Ausdehnung die Debatten
neh=
men werden. Ausgeſchloſſen wäre es nicht daß
es hierüber zu einem Konflikt kommt, der mit der
Auflöſung des Reichstages endet. Ob freilich
Neuwah=
len eine weſentliche Aenderung in der Zuſammenſetzung
des Parlaments herbeiführen würden, iſt eine andere
Frage.
Die Zeit heilt alle Wunden. Wer hätte das vor
Jahren gedacht. daß die Beziehungen zwiſchen
Deutſch=
land und Dänemark ſich ſo geſtalten würden wie
ſie ſich augenblicklich darſtellen? Gibt es auch auf den
däniſchen Inſeln noch immer genug Leute, die
Deutſch=
land gegenüber ſich mehr als kühl verhalten, ſo iſt doch in
leitenden Kreiſen ſeit einigen Jahren ein gewiſſer
Um=
ſchwung zu verzeichnen, und König Frederik, der
beſon=
ders gern auf deutſchem Boden weilte, durfte als unſer
Freund gelten. Daß auch ſein Sohn ein gutes
Verhält=
nis mit Deutſchland anſtrebt, hat er dadurch bewieſen,
daß der erſte offizielle Beſuch, den er im Auslande macht,
in der Hauptſtadt des Deutſchen Reiches erfolgt iſt, indem
er dadurch ſchon äußerlich dokumentierte, daß die Pflege
freundnachbarlicher Beziehungen zwiſchen beiden
Län=
dern ihm am Herzen gelegen iſt. Auch die beim Feſtmahl
gewechſelten Trinkſprüche atmen eine ſelten herzliche
Sprache und auch aus ihnen geht deutlich hervor, daß
beide Teile beſtrebt ſein werden unter Anerkennung der
gegenſeitigen Eigenart ein aufrichtiges, auf Vertrauen
begründetes Freundſchaftsverhältnis herzuſtellen Ein
ſolches liegt im beiderſeitigen Intereſſe, zumal wir auch
in wirtſchaftlicher Hinſicht aufeinander angewieſen ſind.
Außerdem miſſen wir berückſichtigen, daß bei einem
Weltkriege Dänemark eine wichtige Rolle ſpielen könnte.
Wahrt es ſeine. Neutralität, ſo iſt das für uns von
gro=
ßem Vorteil, ſchließt ſich aber Dänemark den Feinden
Deutſchlands an, ſo gewinnen dieſe damit einen ungemein
wichtigen Stützpunkt für ihre maritimen Operationen. Im
Hinblick auf all das wird man gute Beziebungen zwiſchen
Berln und Kopenhagen nur begrüßen können.
Auf dem Balkan iſt die Situation noch immer
un=
verändert. Infolge der großen Kälte mußten in der
letz=
ten Zeit die Operationen eingeſtellt werden, und auch
bei Adrianopel hat ſich nichts Neues ereignet. Weit mehr
als die eigentlichen Kriegsereigniſſe intereſſiert aber das
Drum und Dran, namentlich ſind es die Beziehungen
zwiſchen Rußland und Oeſterreich=Ungarn.
die man allenthalben mit der größten Aufmerkſamkeit
verfolgt. Es wird hierüber viel orakelt, aber Sicheres
weiß man nicht. Es beißt zwar, daß Ausſicht für eine
baldige beiderſeitige Demobiliſierung vorhanden ſel,
aber es handelt ſich dabei nicht um amtliche Mitteilungen,
ſondern nur um Gerüchte, bei denen wohl der Buse
der Vater des Gedankens geweſen iſt. Allzu
wahrſchein=
lich ſind ſie nicht, vor allen Dingen ſpricht dagegen die
auffällige Haltung, die man jetzt an der Newa
ange=
ſichts der Ernennung Deleaſſes zum Botſchafter in
Pe=
tersburg an den Tag gelegt hat. Mit unheimlicher
Schnelligkeit iſt die Zuſtimmung des Zaren in einer
über=
aus herzlich gehaltenen Depeſche erfolgt, und auch ſonſtige
offizielle Kundgebungen laſſen die gewollte Abſicht
er=
kennen, Aufſehen zu erregen und die Beziehungen zwiſchen
Rußland und Frankreich als die allerintimſten
hinzuſtellen. Worauf alles das abzielt, iſt klar, es ſoll
vor allem den Dreibundmächten zeigen, daß etwaige
Hoff=
nungen auf eine Erkältung des Zweibundverhältniſſes
verfehlt wären, und daß die der Tripel=Allianz
angehöri=
gen Staaten ſich ja nicht etwas herausnehmen ſollten,
an=
dernfalls die beiden Verbündeten mit ihren großen
Macht=
mitteln eingreiſen würden. Deutſchland wird ſich dadurch
im Verein mit Oeſterreich=Ungarn und Italien nicht ins
Bockshorn jagen und in der bisher eingenommenen
Hal=
tung irgendwie beirren laſſen. Andererſeits iſt aber ein
derartiges Auftreten wohl kaum geeignet, die
Verhand=
lungen der Botſchafterkonferenz in London, die wieder
aufgenommen ſind, zu fördern, zumal gerade in der
alba=
niſchen Frage der alte Gegenſatz Rußlands und der
Donaumonarchie wieder hervortritt. Auch den
Friedens=
verhandlungen, deren Wiederaufnahme man für die
näch=
ſten Tage erwaktet, dürſte eine derartige Situation
ſchwerlich zugute kommen.
Eine ſcharfe Beleuchtung hat die allgemeine Lage
durch eine groß angelegte Rede bekommen, die der Leiter
der italieniſchen Außenpolitik di San Giuliano in
der Kammer gehalten hat. Selten hat man von Rom
eine ſo feſte Sprache gehört, namentlich in einem Falle,
wo es Italien ſich angelegen ſein läßt, auf das
Aller=
ſchärfſte darzutun, daß es nicht gewillt ſei, ſich von der
Tripel=Entente am Gängelbande führen zu laſſen um des
Verzichtes auf eigene Intereſſen. Der Satz, daß es für
das Mittelmeer ein beſonderes Eigentumsrecht nicht mehr
gebe, wird noch lange nachhallen, ebenſo wie die
Erklä=
rung des Min’ſters daß Italien im Verein mit
Oeſter=
reich=Ungarn und Deutſchland ſtets beſtrebt ſein würde,
das Gleichgewicht im Mittelmeer aufrecht zu erhalten.
Deutlicher konnte di San Giuliano wahrlich nicht werden,
und ſeine Rede hat denn auch bei denen, die es angeht,
einen tiefen Endruck gemacht. Mit Recht ſagen
franzöſi=
ſche Blätter, daß heute Bülow ſchwerlich noch von „
Extra=
touren: des italieniſchen Bundesgenoſſen würde ſprechen
können, und man iſt ſich ſehr wohl bewußt, daß die Worte
des italieniſchen Staatsmannes ſich nicht zuletzt gegen
Frankreich richten, wo in der letzten Zeit ſich Stimmen
erhoben, die für Frankreich die Vorherrſchaft im
Mittel=
mer beanſpruchen wollien. Die Antwort iſt jetzt
gefal=
len, und zwar in einer Weiſe, daß man ſie ſich jenſeits
der Vogeſen und auch anderwärts wohl merken wird.
Damit hat di San Giuliano auch einmal praktiſch den
Beweis erbracht, daß er gewillt iſt, eine Politik zu
trei=
ben, die auf dem feſten Beſtande des Dreibundes baſiert.
Die franzöſiſche
Militär=
vorlage.
*⁎* Die Franzoſen haben es ſehr eilig mit ihrer
Heeresvorlage, ſie iſt dem Parlament noch früher
zuge=
gangen als die deutſche dem Reichstage. Bei uns ſteht
die Deckungsfrage im Vordergrunde, und erſt wenn dieſe
gelöſt ſein wird, kann die Wehrvorlage ſelbſt dem
Reichs=
tage unterbreitet werden. Die leitenden Kreiſe der
fran=
zöſiſchen Republik betreiben die Angelegenheit mit ſo viel
Dampf, daß man annehmen könnte, Frankreich ſtehe in
höchſter Gefahr, von einem Feinde, der natürlich in den
Augen der Franzoſen nur Deutſchland ſein kann,
ange=
griffen zu werden. Und doch iſt in Wahrheit kein Staat
ſo ſicher vor einem anderen, wie Frankreich vor dem
Deutſchen Reiche, aber das glaubt man an der Seine
nicht, oder will es vielmehr nicht glauben. Es herrſcht
dort eine Rüſtungsfreudigkeit, welche ihre
Ge=
fahren hätte, wenn man nicht vorläufig noch mit einer
ſtarken deutſchen Ueberlegenheit rechnen müßte. Willig
fügen ſich die Franzoſen in die Wiedereinführung der
dreijährigen Dienſtzeit, die ſie vor noch gar
nicht langer Zeit erſt abgeſchafft hatten. Dieſem Eifer
gegenüber wollen wir unſere Ruhe nicht verlieren, uns
aber auch vor Augen halten, daß wir gerüſtet bleiben
müſſen, um nicht eines Tages angegriffen zu werden. Nur
eine gute Rüſtung ſchützt uns, ſie allein iſt die beſte
Ge=
währ für den Frieden. Selten hat ſich das ſo deutlich
gezeigt wie in dieſem Augenblick!
*
* Paris, 27. Febr. Finanzminiſter Klotz brachte
in der Kammer eine Vorlage ein, die 500
Mil=
lionen Francs zur Beſchleunigung der
Arbeiten für die nationale Verteidigung
fordert.
In der Begründung wird zunächſt feſtgeſtellt,
daß die letzten Kriege beſtätigt hätten, wie notwendig es
für die Nationen ſei, die Verteidigungsmittel beſtändig
auf der Höhe des Fortſchritts der Wiſſenſchaft und
Kriegskunſt zu halten, da man ſonſt befürchten müſſe, ſich
ſchnell in einem Zuſtande der Unterlegenheit zu befinden,
dem abzuhelfen dann ſchwierig ſein würde. Dieſe Kriege
trügen auch dazu bei, die Vorſtellungen über die
Verwen=
dung gewiſſer Materialien zu ändern. Die Regierung
führt als unumgänglich notwendige Maßnahmen die
Ver=
vollkommnung des Kriegsmaterials und die
Or=
ganiſation der Verteidigung an und bezeichnet
die=
jenigen Maßnahmen, die beſonders dringend ſind. Die
Regierung erbittet vom Parlament die Erlauhnis,
ſie zu beſchleunigen. Die für die nationale
Ver=
teidigung in Ausſicht genommene Geſamtausgabe beträgt
ungefähr 365 Millionen. Wenn der Kriegsminiſter
nur über die gewöhnlichen Kredite verfügen könnte, ſo
würde die Ausführung zu lange hinausgeſchoben werden.
Um einen derartigen Aufſchub ſo viel als möglich zu
be=
ſchränken, ſeien, ſoweit es die Lage der Induſtrie zulaſſe,
die Ausgaben nötig, welche die gewöhnlichen Kredite um
500 Millionen überſteigen.
Trotzdem dieſe zeitweilige außerordentliche
finan=
zielle Inanſpruchnahme ernſthaft iſt, wird ſie tatſächlich
die Laſten des Landes nicht vermehren. Sie
än=
dert nur die Zeit wo die Ausgaben gemacht werden
ſollen, und wird die Budgets, die der Periode der
be=
ſchleunigten Rüſtungen folgen, um ebenſoviel entlaſten.
Das Land wird dafür den unſchätzbaren Vorteil
eintau=
ſchen, daß ihm die Früchte dieſes Opfers früher zugute
kommen, welches auf jeden Fall gebracht werden mußte.
Es wird ſich infolgedeſſen in merklich beſſerer Lage
be=
finden, um allen Eventualitäten die Stirn zu bieten: Die
Vorlage beſtimmt, daß die Ausgaben von 500 Millionen
über den normalen Kredit hinaus ausſchließlich für
Er=
werbungen, die Fabrikation und den Bau innerhalb der
Höchſtfriſt von fünf Jahren beſtimmt ſind. Nachträgliche
Geſetze werden die notwendigen Kredite eröffnen.
Einer Zeitungsmeldung zufolge wird die
Regie=
rung, dem vom Miniſterpräſidenten bekundeten
Ent=
ſchluſſe entſprechend, dem Antrage des Kriegsminiſters
auf Wiedereinführung der dreijährigen
Dienſtzeit zuſtimmen und den diesbezüglichen
Geſetzentwurf in kurzem im Parlament einbringen. Der
Temps, welcher, gleich den nationaliſtiſchen und
konſer=
vativen Blättern, eine überaus eifrige Propaganda für
den dreijährigen Militärdienſt entfaltet, hat bei der „
Ver=
einigung für militäriſche Vorbereitungen” welcher an
20 000 junge Leute angehören, ſowie bei den Pariſer
Stel=
lungspflichtigen eine Umfrage gehalten, und das Blatt
behauptet, daß die Rückkehr zum dreijährigen Dienſt von
allen Beteiligten ohne den geringſten
Wider=
ſpruch hingenommen werde. Der Obmann des
Hee=
resausſchuſſes der Kammer, Graf Montebello, erklärte
einem Berichterſtatter des Temps: Nur die dreijährige
Dienſtzeit kann Frankreich eine genügend zahlreiche und
binreichend ausgebildete Armee geben. Wir wollen keine
Berufsarmee, aber wir wollen eine Armee die ihren
Beruf verſteht und fähig iſt. denſelben dem übrigen Teile
des Volkes beizubringen. Wir wollen nicht unterſuchen.
ob diejenigen, die im Jahre 1905 für die Einführung des
zweijährigen Dienſtes ſtimmten, recht gehabt haben oder
nicht. Wir wollen nur die Einigkeit aller guten
Fran=
zoſen für ein notwendiges Werk herbeiführen.
Deutſches Reich.
Die veränderten Reiſepläne des
Kaiſers. Es war vorauszuſehen, daß die Verlobung
der Prinzeſſin Viktoria Luiſe mit dem Prinzen Ernſt
Auguſt eine Verſchiebung in dem aufgeſtellten
Reiſepro=
gramm des Kaiſers zur Folge haben würde. Die
Kaiſer=
jacht „Hohenzollern” ſollte Kiel bereits am 19. d. M.
ver=
laſſen, um nach dem Mittelmeer in Sce zu gehen und in
Venedig die Vorbereitungen für die Anbordnahme des
Kaiſers zu treffen. Da das Schiff heute noch in Kiel
liegt und die „ſtille Woche” bereits in der zweiten
März=
hälfte ihren Anfang nimmt, kann es nicht überraſchen,
wenn jetzt gemeldet wird, daß in dieſem Frühjahr
zu=
nächſt von einem Aufenthalt des Kaiſers auf Korfu
Ab=
ſtand genommen worden iſt. Im Anſchluß an den
Auf=
enthalt auf Korfu pflegte bisher der Kaiſer in jedem
Jahre nach einem Beſuch am badiſchen Hofe nach
Wies=
baden zu den Feſtſpielen zu reiſen. Wie es ſich damit
verhalten wird, bleibt abzuwarten. Zunächſt ſteht nur feſt,
daß der Kaiſer nach ſeinem Aufenthalt in
Wilhelms=
haven in den erſten Tagen des März wieder in Berlin
eintrifft.
— Eine Aenderung des Militärſtraf. iſt, wie die Tägl. Rundſchau hört, in
Ausſicht genommen. Das Militärſtrafgeſetzbuch vom 20.
Juni 1872 iſt kein ſelbſtändiges, in ſich abgeſchloſſenes
Ge=
ſetz, es bildet vielmehr lediglich eine Ergänzung des
Bür=
gerlichen Geſetzbuches. Insbeſondere iſt der ganze
all=
gemeine Teil des letzteren auch für militäriſche Verbrechen
und Vergehen maßgebend. Auch das Strafenſyſtem des
Militärſtrafgeſetzbuches beruht auf dem des
Bürger=
lichen Strafgeſetzbuches. Es kommt daher die
Umarbei=
tung des Militärſtrafgeſetzbuches erſt dann in Frage,
wenn das Ergebnis der Reform des Bürgerlichen Straf=
geſetzbuches vorliegt. Dem Stande der Reform des
Bür=
gerlichen Strafgeſetzbuches entſprechend ſind die
Vorar=
beiten für das Militärſtrafgeſetzbuch in die Wege zu
lei=
ten. Dagegen beſteht die Abſicht nicht, eine Aenderung
der Militärſtrafgerichtsordnung, die erſt am 1. Oktober
1900 in Kraft getreten iſt, vorzunehmen. Der Reichstag
hat ſich mit dieſer Frage ſchon wiederholt befaßt und den
Wunſch ausgedrückt, daß verſchiedene Beſtimmungen der
Militärſtrafgerichtsordnung geändert werden. Das
Kriegsminiſterium ſteht demgegenüber auf dem
Stand=
punkt, daß ſich die Militärſtrafgerichtsordnung in der
Armee gut eingelebt hat, daß ſie den Anforderungen der
militäriſchen Verhältniſſe gut angepaßt iſt und gegenüber
der bürgerlichen Strafprozeßordnung einige weſentliche
Vorteile (Berufung, Nacheid u. a. m.) enthält. Eine
Aen=
derung der Militärſtrafgerichtsordnung kommt dabei in
abſehbarer Zeit nicht in Frage.
— Bei der Abſtimmung über die
Gül=
tigkeit der Wahl des Abg. Dr. Becker (Heſſen)
am 25. d. M. war die nationalliberale Fraktion des
Reichstags geſpalten. Es haben 28 Abgeordnete für die
Gültigkeit geſtimmt, 13 Abgeordnete gegen die Gültigkeit
der Wahl des eigenen Fraktionskollegen und einer hat
ſich der Abſtimmung enthalten (Abg. Götting). Gegen
die Gültigkeit der Wahl haben geſtimmt die Abgeordneten
Baſſermann, Beck (Heidelberg), Dr. Blankenhorn, Dr.
Bollert, Prinz zu Schönaich=Carolath, Dr. Hoppe, Dr.
Junck, Liſt (Eßlingen), Meyer (Herford), Prätorius,
Freiherr v. Richthofen, Roland=Lücke, Dr. Semler und
Dr. Thoma.
— Die Wohnungsgeldzuſchüſſe. Die
Petitionskommiſſion des Reichstages verhandelte unter
Zuziehung eines Kommiſſars aus dem Reichsſchatzamt
über 22 Eingaben zum Wohnungsgeldzuſchuß. Der
Re=
gierungsvertreter erklärte, der Bundesrat habe auf
Grund der in § 30 des Beſoldungsgeſetzes ihm gegebenen
Ermächtigung ſchon die Verſetzung von 68 Orten in eine
höhere Ortsklaſſe angeordnet; für eine ganze Reihe Orte
ſtänden in naher Zeit neue Ermittlungen bevor. Eine
Härte erblickte die Kommiſſion einſtimmig in der
Ver=
ordnung des Bundesrats vom 21. Januar 1911, nach der
der Ermittlung der bezahlten Wohnungsmieten die
Ta=
rifklaſſe 5 (mittlere Beamte) zugrunde gelegt wird. Die
Eingaben wurden dem Reichskanzler als Material
über=
wieſen und in einer Reſolution der Bundesrat erſucht,
für die Bemeſſung des Wohnungsgeldzuſchuſſes der
Un=
terbeamten andere Grundſätze aufzuſtellen.
— Der Kampf gegen die
Schundlitera=
tur. Der Bundesrat beſchäftigt ſich gegenwärtig mit
einer Vorlage zur Abänderung der §§ 56 und 56c der
Gewerbeordnung. Da die bisherigen Beſtimmungen der
Gewerbeordnung nämlich nicht ausreichen, um eine
Aus=
ſtellung von Werken der Schundliteratur und ihren
Ver=
kauf zu verhindern, hat der Reichstag und eine Reihe von
Landtagen der Bundesſtaaten eine Ergänzung der
Vor=
ſchriften der Gewerbeordnung für notwendig erachtet
Man darf annehmen, daß die Vorlage demnächſt an den
Reichstag gelangen wird.
— Die Differenzen im Holzgewerbe
Die Hauptdifferenzen im deutſchen Holzgewerbe ſchienen
kürzlich durch Schiedsſpruch erledigt zu ſein, und nur
die nebenſächlichſten Fragen blieben den örtlichen
Ver=
einbarungen vorbehalten. Nachdem in den verſchiedenſten
Konferenzen die Verhandlungen einen Verlauf
genom=
men hatten, der auf eine baldige Beendigung des
Kon=
fliktes in faſt allen Städten ſchließen ließ, fand am
Don=
nerstag abend auch eine Verſammlung der Berliner
Tiſchlermeiſter und Holzinduſtriellen ſtatt, deren Ergebnis
war, daß damit gerechnet werden muß, daß alsbald die
Ausſperrung aller Berliner Holzarbeiter erfolgt, falls
es nicht noch in letzter Stunde zu einer Einigung kommt.
Während ein Teil der Preſſe ſehr optimiſtiſch iſt, gibt
ſich der andere der Hoffnung hin, daß bei einigem
Ent=
gegenkommen der Arbeiter der Friede geſichert ſei.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die ungariſche Regierungspartei
ver=
anſtaltete eine große Vertrauenskundgebung für den
Mi=
niſterpräſidenten Lukacs. Dieſer dankte und erklärte, er
ſei glücklich über das bewieſene Vertrauen, da die
An=
griffe der Oppoſition nicht nur gegen ſeine Perſon,
ſon=
dern gegen die ganze Partei gerichtet ſeien, die, ſo lange
ſie einträchtig ſei, eine Garantie für die gedeihliche
Ent=
wicklung des Landes bilde.
Italien.
Das Uebereinkommen mit Spanien.
Anläßlich einer Bemerkung des Imparcial, der einen
Ar=
tikel der Turiner Stampa für autoriſiert erklärte, worin
dem beabſichtigten Uebereinkommen zwiſchen Italien und
Spanien der Zweck beigelegt wird, die Beſtrebungen
Frankreichs im Mittelmeer in Schranken zu halten,
ſchreibt die Tribuna: Dieſe Auslegung des
Uebereinkom=
mens, über das zwiſchen Italien und Spanien
verhan=
delt wird, entbehre jeder Begründung. Es habe einzig
den Zweck, zu erreichen, daß die beiden Mächte einander
nicht hinderten, ſondern im Gegenteil in Libyen und der
ſpaniſchen Zone in Marokko Hand in Hand gingen. Es
habe einen überwiegend wirtſchaftlichen Charakter und
entſpreche, wie der Miniſter des Auswärtigen, Marquis
di San Giuliano, ſchon in der Kammer erklärt habe, dem
Wunſche der beiden Nationen, ihre gegenſeitige
Freund=
ſchaft immer herzlicher zu geſtalten,
Frankreich.
Die Kriſe in der Sardinenfiſcherei. Die
zur Bekämpfung der Kriſe in der Sardinenfiſcherei
ſtatt=
gehabte Beſprechung zwiſchen Vertretern der Fiſcher und
der Fiſchkonſervenfabriken hat vorläuſig zu keinem
Er=
gebnis geführt, obgleich die Fabrikanten auf dringendes
Anſuchen des Handelsminiſters ſich verpflichteten, den
Fiſchern beſſere Preiſe als bisher zu bezahlen. Die
Eini=
gung ſcheiterte an der Frage der Fiſchernetze, da die
Ver=
treter der Fiſcherſyndikate verlangten, daß nur die
gegen=
wärtig im Gebrauch befindlichen Netze verwendet
wer=
den dürften. Die Verhandlungen und Beſprechungen
ſollen erſt am 13. März wieder aufgenommen werden. Der
Handelsminiſter hofft, daß es bis dahin gelingen werde,
einen beide Teile befriedigenden Vorſchlag ausfindig zu
machen.
Spanien.
Die Verwaltung in Marokko. Das Dekret,
das die Verwaltung in Marokko organiſiert, enthält neun
Artikel. Es beſtimmt, daß alle ſpaniſchen Militär= und
Konſularbehörden, die in der ſpaniſchen Zone beſtehen
oder noch errichtet werden könnten, dem
Generalkom=
mando in Ceuta unterſtellt ſein ſollen, der ſeinerſeits
di=
rekt dem Staatsminiſterium unterſtellt iſt. Sämtliche
Verwaltungsangelegenheiten, außer den militäriſchen, die
im Geſchäftskreiſe des Kriegsminiſteriums und die der
Marine, die im Geſchäftskreiſe des Marineminiſteriums
verbleiben, gehören unter ſeine Amtsgewalt. Als
Hilfs=
kräfte werden ihm beigegeben werden: Konſul Zugaſti
für allgemeine und Eingeborenen=Angelegenheiten,
In=
genieur Morales für öffentliche Arbeiten und der
Schatz=
beamte Torrijos für Finanz= und Verwaltungs=
Ange=
legenheiten.
Türkei.
Die Geldforderung der Türkei an
Ita=
lien. Die Pforte beauftragte den türkiſchen Botſchafter
in Rom, Naby=Bei, telegraphiſch, auf der Conſulta eine
Note zu überreichen, in der gemäß Artikel 10 des
Ver=
trages von Ouchy die Zahlung der Summe, welche die
Kapitaliſierung der Einkünfte der Dette Publique aus
Tripolis darſtellt, verlangt wird. Die italieniſche
Re=
gierung müßte innerhalb 14 Tagen die Summe flüſſig
machen, und zwar 35 Millionen Lire in London und 15
Millionen in Paris bei jenen Banken, die die Pforte
bezeichnet hat. Wie bereits gemeldet, fällt ein Drittel
dieſer Summe dem türkiſchen Staatsſchatz zu.
Vereinigte Staaten.
Der Vertrag mit Nicaragna. Wie der
amerikaniſche Geſandte in Nicaragua, Weitzel, meldet, hat
der Kongreß von Nicaragua in zweiter und endgültiger
Abſtimmung den Vertrag gutgeheißen, durch welchen den
Unionſtaaten das alleinige Recht verliehen wird, einen
interozeaniſchen Kanal durch Nicaragua zu führen.
Es=
wird weiter gemeldet, daß der Vertrag mit
Nicaragua=
den Vereinigten Staaten nicht nur das ausſchließliche
Recht zum Kanalbau verleihe, ſondern auch einen
ausge=
zeichneten Flottenſtützpunkt in der Fonſeca=Bai einräume
* London, 28. Febr. Eine Abordnung der
eng=
liſch=deutſchen Freundſchaftsgeſellſchaft
und des Albert=Komitees, die aus dem Herzog von
Ar=
gyll. Sir Lascelles, Sir Edgard Speyer, Sir Erneſt
Trit=
ton, Freiherrn von Schröder und anderen Perſönlichkeiten
beſtand, überreichte geſtern dem Lord Avebury eine Adreſſe
in Anerkennung ſeiner Bemühungen um eine
Beſſe=
rung der deutſch=engliſchen Beziehungen.
In ſeiner Erwiderung auf eine Anſprache des Herzogs
von Argyll, ſagte Lord Avebury, daß Kaiſer Wilhelm
den Namen eines Friedensfürſten verdiene, da er während
ſeiner langen Regierung den Frieden bewahrt und ſeinen
großen Einfluß zur Erhaltung des europäiſchen
Frie=
dens aufgeboten habe. Er ſprach die Hoffnuna aus, daß
auch in Zukunft Frieden und Freundſchaft zwiſchen Eng
land und Deutſchland erhalten bleiben möchten.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 1. März.
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben verliehen: das Ritterkreuz des
Ludewigs=Ordens dem Major Freiherrn
Weſter=
weller v. Anthoni beim Stabe des Dragoner=
Regiments Prinz Albrecht von Preußen (Litthauiſchen)
Nr. 1, ſeither Eskadronchef im Garde=Drac onr=
Regi=
ment (1. Großh. Heſſ.) Nr. 23: die Krone zum
Ritter=
kreuz 1. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des
Groß=
mütigen dem Major v. Hahn, Abteilungskommandeur
im Kurmärkiſchen Feld=Artillerie=Regiment Nr. 39, ſeither
beim Stabe des Großh. Artillerie=Korps, 1. Großh.
Heſſ. Feld=Artillerie=Regiments Nr. 25; das Ritterkreut
1. Klaſſe desſelben Ordens dem Rittmeiſter Meſſon
beim Stabe des Brandenburgiſchen Train=Bataillons
Nr. 3, ſeither Kompagniechef im Großh. Heſſ. Train=
Bataillon Nr. 18; ferner dem Bürgermeiſter Schüler
zu Drais die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen
des ihm von Sr. Maj. dem Deutſchen Kaiſer und
König von Preußen verliehenen Kronen=Ordens 4.
Klaſſe=
erteilt.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der
Bahn=
wärter in der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft
Jakob Frolob zu Nierſtein vom 1. April d. J. an.
* Erledigte Stelle. Die Stelle eines Aſſiſtenten
bei der Großh. Gewerbeinſpektion Gießen vom 1. April
d. J. ab.
* Das Großh. Regierungsblatt, Beilage Nr. 3,
enthält: 1. Verzeichnis der Vorleſungen, Uebungen und
Praktika, welche im Sommerſemeſter 1913 in den ſechs
Fachabteilungen der Großh. Techniſchen Hochſchule zu
armſtadt abgehalten werden. 2. Ordensverleihungen.
3. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen fremder
Orden. 4. Namensveränderung. 5. Zulaſſungen zur
Rechtsanwaltſchaft. 6. Dienſtentlaſſungen.: 7.
Ruhe=
ſtandsverſetzungen.
n. Reviſionsurteile des Oberlandesgerichts. Der
Strafſenat beſtätigte in ſeiner letzten Verhandlung u. a
zwei Urteile der hieſigen Strafkammer, indem er die
Re=
viſionen der Angeklagten verwarf. Dadurch wurde in
dem einen Fall die Entſcheidung des Schöffengerichts
Offenbach rechtskräftig, welche den verantwortlichen
Re=
dakteur des Offenbacher Abendblattes Klug wegen
öffentlicher Beleidigung eines bürgerlichen
Stadtverord=
neten mit 50 Mark Geldſtrafe belegt. Fraglicher Artikel
jenes Blattes hatte dem Privatkläger eigennützigen
Amtsmißbrauch vorgeworſen, und Wahrheitsbeweis,
ſo=
wie Berufung auf § 193 des Strafgeſetzbuches hatten
ver=
ſagt. — Der andere Fall berührte die Rechtsfrage einer
Auslegung der Gendarmerieverordnung. In Städten
mit organiſierter Schutzmannſchaft „ſoll” die Gendarmerie
nicht weiter ſelbſtändige Ermittelungen vornehmen,
ſon=
dern ſich dieſerhalb an die Schutzmannſchaft wenden. Es
iſt dies jedoch ein Zweckmäßigkeitspunkt, keine
Mußvor=
chrift. Im Fragefall hatte der hieſige Fuhrunternehmer
J. einem zwecks Ermittlung in ſeine Hofreite kommenden
Bendarmen Widerſtand geleiſtet und ihn beleidigt. Beide
Vorinſtanzen hatten die rechtmäßige Amtsausübung
be=
jaht und das Reviſionsgericht pflichtete dem bei.
Das Programm des neuen
amerikaniſchen Präſidenten.
** Wenige Tage vor dem Antritt ſeines hohen Amtes
läßt Woodrow Wilſon, der neue Präſident der
Ver=
einigten Staaten, ein Buch erſcheinen, in dem er die
Grundlinien ſeines Programms darlegt. „Die neue
Freiheit: ein Ruf nach der Befreiung der
edlen Lebenskräfte eines Volkes”—
ſo nennt
ſich das Werk, das in einer Reihe von Vorträgen ein
Welt=
anſchauungsbekenntnis des kommenden Mannes in der
amerikaniſchen Politik enthält. Sein Wirken als
Gou=
verneur von New=Jerſey, von dem er in einem
einleiten=
den Kapitel Rechenſchaft gibt, ſoll gleichſam der Auftakt
für ſeine künftigen Beſtrebungen in einem weiteren,
welt=
geſchichtlichen Umkreis ſein. Korruption und Heuchelei in
jeder Geſtalt und in jedem Stand will er bekämpfen, und
auf ſeine Fahne ſchreibt er das große Leitwort, das dem
18. Jahrhundert voraufleuchtete: Aufklärung. Alle
Ge=
heimnistuerei, alles verſteckte Weſen iſt ihm verhaßt:
„Jedermann weiß” ſchreibt er einmal, „daß Verderbtheit
an verborgenen Stellen blüht und die Oeffentlichkeit
meidet; daher halten wir es für eine richtige
Voraus=
ſetzung, daß hinter dem Verſchweigen etwas Ungehöriges
ſteckt.‟ Empor aus den dunklen Niederungen in freie Luft
und Helle! Das iſt ſeine Deviſe: „Wir klimmen den
ſchma=
len Weg hinan, bis er eine Höhe erreicht, wo die Luft
friſcher iſt, wo alles Gerede der Politiker ſchweigt, wo
Männer einander frei ins Auge blicken und ſehen, daß es
nichts zu verheimlichen gibt, daß all das, was ſie in der
Tiefe ſprachen, ſie auch in der Höhe ſprechen wollen; und
wenn wir dann zurückblicken auf den Weg, dann werden
wir wenigſtens ſehen, daß wir der Menſchheit unſer
Ge=
lübde erfüllt haben.”
Wilſon iſt kein Anbeter des Mammons. Seine Seele
erfüllt eher Mitleid und Mitgefühl mit den „armen
Reichen.” „Ich ſprach einmal vor kurzer Zeit in einer
Schule, wo faſt alle die jungen Männer die Sohne von ſehr
reichen Leuten waren, und ich ſagte ihnen, ich ſähe mit
gro=
ßem Mitleid auf ſie. „Wie viele von Euch” meinte ich
ſind zum Leben in Dunkelheit und Nichtstun verurteilt.
Niemals werdet Ihr verſuchen, etwas Rechtes zu
voll=
bringen, und während die großen Aufgaben des
Vater=
landes der Erfüllung harren, ſeid Ihr wahrſcheinlich
die=
jenigen, die es am eheſten ablehnen, ſie zu
voll=
bringen. So mancher, der aus der Menge kam, der ſich erſt
hat heraufarbeiten müſſen, der die Peitſche der harten
Not=
wendigkeit ſchmerzhaft auf ſeinem Rücken fühlte, wird ſich
über die Menge erheben, wird zeigen, daß er die Menge
verſteht, daß er die geeinten, nicht die Sonderintereſſen der
Nation zu vertreten vermag, wird aufſtehen und uns
füh=
ren!‟ Nicht den Verbrecher, den durchaus ſchlechten
Men=
ſchen fürchtet der neue Präſident als den größten
Schäd=
ling der Geſellſchaft; gegen ihn kann man ſich ſchützen. Aber
furchtbar iſt der Einfluß des kraftvollen und geſunden
Menſchen, der aus mangelnder Einſicht das Schlechte tut,
deſſen gute Inſtinkte irregleitet ſind. „Wenn Gott es ſo
eingerichtet hätte, daß alle Menſchen, die unrecht tun,
ſchlechte Menſchen wären, dann könnten wir leicht mi
ihnen fertig werden; aber Gott hat unſere Aufgabe
ſchwie=
riger gemacht; er ſchuf ſo manchen guten Menſchen, der un
recht denkt.‟ Deshalb iſt die höchſte Aufgabe des
Staats=
mannes, im Volk die rechten Anſchauungen zu verbreiten
aufklärend zu wirken. Es ſind hohe, von einem ſtolzen
Glauben an das Gute in der Menſchennatur getragene
Ideale, deren Verwirklichung der neue Präſident ſich mit
ſeiner ganzen Kraft weihen will.
Feuilleton.
C.K. Kunſt und Mode. Kunſt und Mode haben von
je eine enge Gemeinſchaft gehabt, aber es war mehr die
Kunſt, die in der Mode als einem Teil des darzuſtellenden
Lebens ihre Stoffe fand. Heute vollzieht ſich in dieſem
Verhältnis langſam ein völliger Umſchwung. Es
iſt nicht mehr die Kunſt, die von der Mode borgt, ſondern
die Mode zwingt die Künſtler in ihren Dienſt, macht ſie
von ihrer Herrſchaft abhängig. Für dieſe merkwürdige
Umwälzung laſſen ſich aus der Chronik der letzten Tage
zwei intereſſante Beiſpiele aufzählen. Eine
Kunſtler=
vereinigung, die „Maler der Frau”, die ſich unter
dem Vorſitz des mondänen Damen=Porträtiſten de La
Gandara in Paris zuſammengeſchloſſen haben, ſtellen
ihre Kräfte in den Dienſt einer großen Modefirma, um
eine moderne Neuſchöpfung des Modeſtils durchzuſetzen.
Die Maler und Zeichner, unter denen ſich ſo bekannte
Na=
men, wie Villette, Gerbault, Guillaume, Roubille u. a.
befinden, arbeiten in den Mode=Ateliers, erhalten hier die
neuen Skizzen für Toiletten vorgelegt und ſuchen nun
durch Veränderungen den Formen des Kleides eine
künſt=
leriſche Prägung zu geben. Dann aber haben ſie auch die
Aufgabe, ganz andere Entwürfe zu ſchaffen, in denen
ſie ſich an keine Vorbilder der Vergangenheit halten
dür=
fen, ſondern einen neuen künſtleriſchen Stil der Kleidung
geſtalten ſollen. Eine Ausſtellung wird im nächſten
Monat der Oeffentlichkeit zeigen, was dieſe Meiſter
bis=
her im Dienſte der Mode geleiſtet haben. Gehen hier
bil=
dende Kunſt und Mode eine Union ein, ſo zeigt ſich in einem
andern neuen Beruf die Abhängigkeit der Literatur
von der Mode. Es gibt jetzt in Paris weibliche
Mode=
beiräte für Dichter. In Romanen und Dramen
biet=
die ſo wichtige Darſtellung der äußeren Erſcheinung de
Heldinnen eine beſondere Schwierigkeit für die männliche
n. Schadenerſatzurteil.
Die am 31. Oktober 1909
auf der Griesheimer Landſtraße, nahe dem „Baſſin”,
er=
folgte Automobilkataſtrophe und ein hieraus gegen die
Süddeutſche Eiſenbahngeſellſchaft erwachſener
Haftpflicht=
prozeß beſchäftigt noch immer die Zivilkammer I des
hie=
ſigen Landgerichts. Sie hatte bekanntlich auf Klage der
Kinder der damals getöteten Witwe Wolfſturm die
An=
ſprüche dem Grunde nach für berechtigt erklärt, weil jener
Unfall auf den Bahnbetrieb zurückzuführen ſei und ein die
geſetzliche Haftpflicht der Bahn ausſchließendes engeres
erſchulden der ums Leben Gekommenen nicht vorliege.
Dieſes erſte Urteil wurde von der Beklagten mit Berufung
erfolglos angefochten und fand denn auch in der
Revi=
ſionsinſtanz vor dem Reichsgericht endgültige Beſtä
tigung. Hiernach war noch über die „Höhe” der
Klage=
anſprüche zu entſcheiden, und dieſes Urteil iſt nunmehr
von der Zivilkammer erlaſſen worden. Jedem der durck
ihren Vormund vertretenen drei Kindern Wolfſturm
wurde bis zur Vollendung des 17. Lebensjahres eine
Rente von vierteljährlich 150 Mark zugeſprochen und
ferner die Beklagte verurteilt, darüber hinaus, falls eines
der Kinder in der Zeit der (ohne den Unfall) vermuteten
Lebensdauer ihrer Mutter bis 1941 hilfsbedürftig
wer=
den ſollte, für die Unterhaltspflicht der Mutter
aufzu=
kommen.
n. Strafkammer. Als Rechner einer Zweigſtelle der
Zentral=Kranken= und Sterbe=Kaſſe Meißen hatte ſich der
32 Jahre alte Fabrikarbeiter Karl Johann
Gott=
lieb Welker von Neu=Iſenburg vereinnahmte
Gelder angeeignet. Der Fehlbetrag bezifferte ſich auf
344 Mark, doch will der Angeklagte nicht dieſe ganze
Summe unterſchlagen haben, ſondern gibt nur etwa 100
Mark zu und beruft ſich auf ſonſtiges, unaufgeklärtes
Ab=
handenkommen. Er beſitzt Frau, ſowie drei kleine
Kin=
der und hat in einer Offenbacher Fabrik 25—33 Mark
Wochenlohn, ſchützt aber eine gewiſſe Notlage vor. Er
wurde wegen Untreue zu ſechs Wochen
Ge=
fängnis verurteilt, wobei die bisherige
Unbeſcholten=
heit mildernd in Betracht kam.
-th. In dem Fall Weiſer, wegen deſſen ſich
dem=
nächſt die Studenten Allſtedt und Bauer und der
Ingenieur Bahr zu verantworten hahen, fanden in den
letzten Tagen bereits eidliche Vernehmungen am
Gericht ſtatt. Verſchiedene ruſſiſche Studenten, die als
Zeugen geladen waren, können wegen ihrer Rückkehr
nach Rußland dem Schwurgericht nicht beiwohnen, ſo
daß ihre Ausſagen ſchon jetzt eidlich protokolliert
wor=
den ſind. Wie verlautet, ſoll ſich der Sachverhalt im
Laufe der Unterſuchung zugunſten der deutſchen Studenten
aufgeklärt haben, ſo daß die Staatsanwaltſchaft die
An=
klage gegen Bahr wegen Totſchlags fallen gelaſſen und
nur wegen Körperverletzung mit tötlichem Ausgang
er=
hoben hat. Bahr ſoll nach wie vor jede Schuld
be=
ſtreiten, da er nur in den Streit eingegriffen habe, um
ſeinen Freund Allſtedt vor weiteren Schüſſen des
Studenten Weiſer zu ſchützen. Während die
Beſchul=
digten Allſtedt und Bauer noch als Studenten an der
hieſigen Hochſchule geführt wurden, war Bahr früher ſchon
längere Zeit als Ingenieur bei verſchiedenen größeren
Eiſenbahngeſellſchaften tätig und hatte die Stelle eines
ſelbſtändigen Bauleiters bei der Erbauung von
Straßen=
bahnen inne; er ſoll aus dieler Zeit gute Zeugniſſe
auf=
zuweiſen haben und namentlich bei den Arbeitern wegen
ſeines gefälligen und kameradſchaftlichen Weſens beliebr
eweſen ſein. Im Jahre 1909 bezog er dann im höheren
Alter die hieſige Hochſchule, um ſeine künftige Stellung
durch ein wiſſenſchaftliches Studium zu verbeſſern.
Vom Großh. Hoftheater. Morgen abend 7 Uhr
findet die Erſtaufführung von Maſſenets „Manon” als
132. Abonnementsvorſtellung, Buchſt. D33, ſtatt. Den
Beſchluß des Programms, das das Hoftheater im
Rah=
nen des Feſtabends zum Beſten des zu erbauenden
Feſthauſes veranſtaltet, bildet die Parodie auf Schillers
„Don Carlos” die in den Hauptrollen mit den Herren
Jordan (König Philipp), Jürgas (Carlos), Peterſen
(Marquis Poſa), Thomſen (Darſteller ſämtlicher übrigen
Rollen des Dramas), und Frau Müller=Rudolph (
Eliſa=
beth von Valois) beſetzt iſt. Der Feſtabend, in deſſen
mu=
ſikaliſche Leitung ſich Richard Lert und Erich Kleiber
tei=
en, findet bei aufgehobenem Abonnement ſtatt.
Techniſche Hochſchule. Der Regierungsbaumeiſter
Wilhelm Petry aus Darmſtadt, Direktor des Deutſchen
Beton=Vereins in Oberkaſſel, hat ſich am 28. Februar ds
Js. an der hieſigen Techniſchen Hochſchule der mündlichen
Doktor=Ingenieur=Prüfung im Bauingenieurfach mit
Er=
folg unterzogen.
Zur Klarſtellung. Um mißverſtändlichen
Auslegungen zu begegnen, werden wir erſucht,
feſt=
zuſtellen, daß Herr Geheimer Regierungsrat Bichmann
als Vorſitzender der land= und forſtwirtſchaftlichen
Be=
ufsgenoſſenſchaft für das Großherzogtum Heſſen nicht
in der Lage iſt, der Nachfolger des Herrn Haas, wie es
in dem Stichwort der fraglichen Korreſpondenz heißt, zu
werden, und daß er dieſen Gedanken auch niemals
ge=
hegt hat. Es handelt ſich im vorliegenden Falle
viel=
mehr nur um eine vorübergehende
Stellver=
tretung.
Gewerbeſchule Darmſtadt. Nach einer in dem
Anzeigenteil unſerer heutigen Nummer enthaltenen
Be=
kanntmachung werden die Anmeldungen zur Sonntags=
zeichen= und zur gewerblichen Fortbildungsſchule am
17. und 18. März, vormittags 9—12 Uhr, angenommen.
Schulabgangszeugnis und Lehrvertrag ſind vorzulegen.
Der Unterricht in der Sonntagszeichenſchule beginnt
Sonntag, den 6. April. Eine Uebertragung von
Vor=
merkungen aus dem alten Schuljahr findet nicht ſtatt.
Zur Abendzeichenklaſſe (auch kunſtgewerbliches Zeichnen),
zur Modellierklaſſe und zum offenen Zeichenſaal werden
für das bevorſtehende Sommerhalbjahr von jetzt an
ebenfalls Anmeldungen entgegengenommen.
Bücher und Konfirmationsgeſchenke. Es iſt
erfreulich, daß als geeignete Konfirmationsgeſchenke
immer mehr auch Bücher und Bilder gewählt werden.
Für den Geber ſind ſie leicht und in allen Preislagen
käuflich und für den Empfänger bilden ſie ein würdiges
und dauerndes Erinnerungszeichen der Liebe und
Freund=
ſchaft. Sie können aber letzteres nicht ſein, wenn ſie
wahllos, ohne Kenntnis des Inhalts oder nach dem
äußeren Schein gekauft werden; darum ſei erſte
For=
derung beim Einkauf eines Konfirmationsgeſchenkes
eine ſorgſame Auswahl. Dieſe zu erleichtern, veranſtaltet
der Darmſtädter Ausſchuß für gute Bücher
und Bildwerke wieder eine Oſter=Ausſtellung im
Rat=
haus am Markt, 1 Stiege hoch. Die Ausſtellung iſt
geöffnet: Sonntags, Mittwochs und Samstags von
—7 Uhr, am Sonntag auch von 11—12 Uhr.
Ein=
tritt frei,
Wohltätigkeitsfeſt zum Beſten des Roten
Kreuzes. Nachdem die Vorberatungen zu dem unter
dem Protektorate der Großherzogin am 23. und 24. Mai
im Beſſunger Herrngarten ſtattfindenden
Märchen=
eſte zum Beſten des Alice=Frauenvereins
für Krankenpflege zum Abſchluß gelangt ſind, wird in
den nächſten Tagen zur Bildung der erweiterten
Komitees und zur Verteilung der einzelnen
Märchen=
gruppen und Verkaufsbuden geſchritten werden. Es gilt
hierfür annähernd 60 Chef=Damen zu gewinnen und
weit über 200 Kinder zur Mitwirkung im Märchenzug
heranzuziehen. Die Teilnahme an dem Feſte ſoll
mög=
lichſt in alle Kreiſe unſerer Reſidenz getragen werden. —
Die geſchäftliche Leitung hat Herr O. Stockhauſen
(Prinz Chriſtians=Weg 23) übernommen, an den alle
diesbezüglichen Mitteilungen zu richten ſind.
Prof. Ph. Schmittſche Akademie für Tonkunſt. Die
alle zwei Jahre ſtattfindenden Hauptprüfungen ſind
in dieſem Jahre wieder auf die Zeit vom 7. bis 15. März
im ſtädtiſchen Saalbau feſtgeſetzt. Die 10
Prüfungsabtei=
lungen und das Konzert, das, wie ſtets die
Veranſtal=
tung beſchließt, weiſen ein äußerſt intereſſantes
Pro=
gramm auf. Am Sonntag, 9. März, findet vorm. 11¼ Uhr
die Prüfung einer Abteilung ſtatt, die nur Werken Max
Re=
gers gewidmet iſt, und der ſchon jetzt beſonderes Intereſſe
entgegengebracht wird. Einen breiten Raum nimmt auf
den Prüfungsprogrammen wieder das Enſembleſpiel auf
mehreren Klavieren ein, das in der Akademie mit ſo
gro=
ßem Erfolg gepflegt wird. Es ſoll damit dem Publikum
der ſyſtematiſche Gang dieſes Unterrichts vor Augen
ge=
führt werden, der von den Elementarklaſſen anfangend
bis zu den Ausbildungsklaſſen progreſſiv fortſchreitet und
im Verlauf des Studiums eine ſtändige Uebung im „Vom
Blatt ſpielen” bildet. Die Prüfungsabteilungen finden
wieder im kleinen, das Konzert im großen Saale des
Saalbaues ſtatt. Karten und Programme ſind zu haben:
in der Akademie, Eliſabethenſtraße 36, in den
Hofmuſika=
lienhandlungen von Heinrich Arnold, Wilhelminenſtr. 9,
und Gg. Thies Nachf., Eliſabethenſtraße 12, ſowie im
Ver=
kehrsbüro.
nn. Bezirksverein Mathildenhöh=Biertel. Unter dem
Vorſitz des Herrn Stadtverordneten Schupp hielt am
Donnerstag abend der Bezirksverein „Mathildenhöh=
Viertel” im Reſtaurant „Perkeo” ſeine
Hauptver=
ſammlung ab. Nach herzlichen Begrüßungsworten
durch den Vorſitzenden erſtattete Herr Rentner Koch den
Kaſſenbericht, der ſich mit 306,69 Mark in Einnahme
und 288,83 Mark in Ausgabe feſtſtellte. Das
Vereins=
vermögen beträgt 1235,43 Mk. Die Rechnung wurde
ge=
prüft und für richtig befunden und wurde dem
langjähri=
gen Rechner mit Dankesworten Entlaſtung erteilt. Ein
Vorſchlag, dem Verſchönerungsverein eine
Jubilaumsgabe zu widmen, wurde im Prinzip
an=
genommen. Nach dem von dem Vorſitzenden erſtatteten
Geſchäftsbericht beträgt die Mitgliederzahl des
Vereins 175. Die Vereinsgeſchäfte wurden in 7
Vorſtands=
ſitzungen und 4 Bezirksverbandsſitzungen erledigt und
eine Reihe von ſtädtiſchen Fragen, wie die Verbreiterung
und Bebaubarmachung des vorderen Hohlen Weges,
Durchbruch der Mauerſtraße zur Pankratiusſtraße, ſowie
Ein
die Führung der Oſtbahnlinie uſw., beraten.
Hauptpunkt der Beſprechung bildete die
Waſſergeld=
frage. Nach längerer und eingehender Debatte wurde
beſchloſſen, die Stadtverwaltung zu erſuchen, das
Waſſer=
geld mit mindeſtens 2 bis 3 Prozent der Mietſumme auf
die Jahresmiete der Wohnungsmieter auszuſchlagen und
mit der Gemeindeſteuer zu erheben. Eine weitere
Be=
ſprechung bildete die geplante Errichtung eines
ſtädtiſchen Rechnungsamtes. Nach den Dar
legungen eines Fachmanns würden der Stadt hierdurch
20—25000 Mark neue Koſten entſtehen, während die Re=
viſionskoſten der ſtädtiſchen Kaſſen durch die
Oberrech=
nungskammer nur 2600—3000 Mark betragen. Die
Ver=
ſammlung beſchloß, zu erſuchen, dieſes neue Projekt
fal=
len zu laſſen. und es bei dem ſeitherigen Modus zu
belaſ=
ſen. Eingehend behandelt wurde noch die in Ausſicht
ſte=
hende Kanaleinlaufgebühr und war man mit
de=
ren Feſtſetzung einverſtanden. Auch die
Schornſteinfeger=
rage und das Ausbrennen der Kamine wurde in die
Be=
ſprechung geſtellt. Beklagt wurde die Verdeckung des
herr=
lichen Landſchaftsbildes der Mathildenhöhe durch die dort
errichteten Gruppenbauten. Die Beſeitigung der an der
Lichtenberg= und Dieburgerſtraße ſtehenden alten
Häu=
ſergruppe (Nr. 39 und 41) ſoll aufs neue angeregt
wer=
den. Die baldige Eröffnung des Alexanderwegs nach der
Alexanderſtraße, ſowie Errichtung eines herrlichen
Schmuckplatzes in dieſem Straßenzug wurden durch den
Großherzog in Ausſicht geſtellt. Bei den
Vor=
ſtandswahlen wurde der geſamte Vorſtand per Zuruf
wiedergewählt. Dem verdienſtvollen und
langjäh=
rigen Vorſitzenden, Herrn Rechnungsrat Schupp, und
dem Geſamtvorſtand wurde der Dank des Vereins durch
Erheben von den Sitzen zum Ausdruck gebracht.
* Fortſchrittliche Volkspartei. Auf die am
Diens=
tag in der Reſtauration Rummel Bleichſtraße
ſtatt=
findende Mitgliederverſammlung ſei
hiermit=
hingewieſen. Herr Zöllner=Rüſſelsheim ſpricht!
über „Arbeiterfragen in der Volkspartei”
* Naturwiſſenſchaftlicher Verein. Der
Jahresbe=
richt des Naturwiſſenſchaftlichen Vereins zu Darmſtadt
für das Jahr 1912 iſt im Druck erſchienen. Es ſind darin
enthalten die Berichte über die ſtattgefundenen ſieben
wiſſenſchaftlichen Sitzungen, Mitgliederverzeichnis und
der geſchäftliche Jahresbericht für 1912, nach dem die
Einnahmen 465,05 Mark, die Ausgaben 417,71 Mark und
das Vermögen 940,60 Mark betragen. Der Verein hatte
am 1. Januar 1913 398 Mitglieder, gegen 376 im
Vorjahre.
Odenwaldklub. In Wilhelmsfeld hat ſich eine
neue Ortsgruppe des Odenwaldklubs gebildet.
Vorſitzen=
der iſt Ratsſchreiber Schmidt.
* Von der Feuerwehr. Prinz Viktor zu Erbach=
Schön=
berg, Graf Viktor Széchényi zu Peſt und Herr
Regierungs=
rat Gennes beſichtigten am Donnerstag vormittag
die hieſige Feuerwehr in allen Teilen auf das
eingehendſte; den Schluß bildete ein Feueralarm. Die
Herren ſprachen ſich ſehr befriedigt über die moderne
Ein=
richtung und gute Schulung der Mannſchaft aus.
Abends 7,42 Uhr wurde gemeldet: „Feuer Mauerſtr. 8
im erſten Stock‟ In einem Zimmer des erſten Geſchoſſes
gerieten Vorhänge uſw in Brand, die Feuerwache kan
nicht in Tätigkeit, da bei Ankunft der Wache das Feuer
von Hausbewohnern gelöſcht war. — Um 9 Uhr abends
wurde die Wache gerufen nach Waldſtraße 26 zu einem
Kaminbrand. Die Mannſchaften waren um 9 Uhr
30 Minuten zurück.
* Ludwigshöhe. Das Programm zum morgigen
Konzert der Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61
unter Leitung des Obermuſikmeiſters Herrn M. Weber
enthält nur Operettenmuſik und iſt ſomit ausſchließlichf
der leichteren Muſe gewidmet. Zum Wort kommen nur
die modernſten Operettenkomponiſten, wie Suppé, Johann
Strauß, Lehär und Gilbert. Damit dürfte einem großen
Teil der Sonntags=Konzertbeſucher Rechnung getragen.
ſein. (Siehe Anzeige.)
Rummelbräu.
Die Rummelbräu=
Kon=
zerte am Sonntag nachmittag und abend gibt die
Ka=
pelle des Leibgarde=Regiments unter Leitung des Herrn
Obermuſikmeiſters H. Hauske. Aus dem Programm
ſei beſonders hervorgehoben die ſelten gehörte Ouvertüre
zu Halevys’ Oper „Der Blitz” die Ballettmuſik aus Bizets
„Carmen” und die Fantaſie „Pusztenſtimmung” aus J.
Hubays Oper „Der Dorflump” (Siehe auch Anzeige.)
* Hotel Britannia. Auf das am Sonntag im
Bri=
tannia=Hotel ſtattfindende Künſtlerkonzert ſei noch
hiermit hingewieſen. Außer dem üblichen modernen
Programm kommt auch Wiener Operettenmuſik zur
Aus=
führung. (Siehe Anzeige.)
* Orpheum. Das heute beginnende Gaſtſpiel
von Erls Tiroler=Bühne bringt für die erſten
Tage folgenden Spielplan: Samstag, 1. Marz,
zum erſten Male: Pater Jakob, Volksſtück in vier Akten
mit Geſang und Tanz von C. Morré. — Sonntag, 2.
März, abends 8¼ Uhr, zum erſten Male: „Im
Himmel=
hof”, Original Tiroler Volksſtück mit Geſang und Tanz
in vier Akten von J. Willhardt. — Montag, 3. März:
„Hand und Herz”, Schauſpiel in drei Akten von Ludwig
Anzengruber.
Als Volksvorſtellung zu den
bekannten kleinen Preiſen gelangt morgen Sonntag
nach=
mittag 4 Uhr, zum erſten Male wiederholt, Peter Jakob
zur Aufführung. — In den Pauſen und vor Beginn der
Vorſtellungen finden Muſikvorträge der Orpheumkapelle
ſtatt. (Siehe Anzeige.)
Im Reſidenztheater am weißen Turm kommt ab
heute „Die Kunſtſchützin” zur Vorführung. „Die
Kunſt=
ſchützin” iſt ein dramatiſcher Film, der bei dem Beſchauer vom
erſten Moment an eine ſich ſteigernde Spannung auslöſt,
die im letzten Akt ihren Höhepunkt erreicht. Unerreicht in
künſtleriſch vollendetem Spiel der Darſteller und
ausge=
zeichneter Regie, iſt „Die Kunſtſchützin” ein Film, der im
gleichen Maße dem Gebildeten, wie auch dem ſchlichten
Autoren. Sie müſſen aber gerade in dieſen Dingen ſehr
ſorgfältig ſein, da ihr Hauptpublikum, die Damen, in allen
Modeſachen ausgezeichnet Beſcheid wiſſen. Um alſo
ärger=
liche Irrtümer zu vermeiden, nehmen die Schriftſteller die
Hilfe eines Modebeirates in Anſpruch, einer Dame, die
ihnen die neueſten Nüancen der Toilette, die neueſten
Namen der Stoffe, moderne Kleinigkeiten, die im
elegan=
ten Leben eine Rolle ſpielen, gegen hohes Honorar mit
teilt. Dieſe anonymen Mitarbeiterinnen ſollen zu dem
Erfolg ſo mancher von den letzten Erſcheinungen des
Pa=
riſer Büchermarkts Entſcheidendes beigetragen haben.
** Meiſſonier und der Impreſario. Eine luſtige
Anekdote aus dem Leben Meiſſoniers, des berühmten
Kleinmalers, wird in einem Pariſer Blatte erzählt. Eines
Tages erſcheint im Atelier des Meiſters ein Theater=
Im=
preſario und macht dem Künſtler den Vorſchlag, einen
Theatervorhang zu malen. Meiſſonier iſt nicht wenig
ver=
blüfft, daß gerade er, der Miniaturmaler, zum Schöpfer
eines Theatervorhanges auserſehen werden ſoll. „Haben
Sie jemals ein Gemälde von mir geſehen?” fragte er den
reſoluten Beſucher. „Nein” erklärt der großzügige
Im=
preſario, „aber darum handelt es ſich auch gar nicht. Sie
ind berühmt und ich brauche Ihren Namen.” „Wie grof
oll der Vorhang werden?” erkundigt ſich lächelnd
Meiſſo=
ntier, der die luſtigen Möglichkeiten der wunderlichen
Si=
tuation vergnügt vorausſah. Sehr beſtimmt kommt die
Antwort: „12 zu 20 Meter.” „Laſſen Sie mich einen
Augen=
blick nachdenken” erklärte Meiſſonier, „ich muß mir im
Kopf ein paar Zahlen ausrechnen.” Ungeduldig harrt der
Impreſario auf das Ergebnis dieſer Rechenkünſte.
End=
lich iſt Meiſſonier fertig. Und gelaſſen, mit dem Tone
ruhiger Geſchäftsmäßigkeit, ſagte er: „Für meine Gemälde
erziele ich durchſchnittlich 14000 Mark für den Quadratfuß.
Auf dieſer Baſis ſtellt ſich der Vorhang auf etwas weniger
als 4 Millionen Mark. Ich würde mich
außerordent=
lich freuen, die Arbeit auf dieſer finanziellen Baſis zu
unternehmen, wenn nicht noch eine zweite Erwägung
an=
zuſtellen wäre. Wenn ich mit Aufgebot meiner ganzen
Kraft und ſo ſchnell als möglich arbeite, brauche ich
ge=
wöhnlich 6 Monate, um ein Gemälde von einem
Quadrat=
uß fertigzuſtellen. Wir würden alſo damit rechnen
müſ=
ſen, daß ich an Ihrem Vorhang ungefähr 100 Jahre
arbeiten würde, es könnten vielleicht ein paar Jahre
we=
niger ſein, vielleicht auch ein paar mehr. Sind Sie
einver=
ſtanden?” Aber der Meiſter erhielt keine Antwort, der
Impreſario war ſchon weit unten auf der Treppe . . .
ml. Der „Große und gute Freund” des Zaren. Die
offi=
ziellen Schreiben, die die gekrönten Häupter an die
Prä=
ſidenten der franzöſiſchen Republik richten, pflegen in der
Regel nicht veröffentlicht zu werden. Seit Beſtehen der
Republik wurde von dieſer Gepflogenheit nur einmal
ab=
gewichen, als Präſident Grévy den Brief, den der König
von Portugal Dom Luis, der Großvater des Exkönigs
Manuel, an ihn gerichtet hatte, zur öffentlichen Kenntnis
brachte. Präſident Poincaré iſt jetzt dem Beiſpiele
ſeines Vorgängers gefolgt, indem er das eben erhaltene
Handſchreiben des Kaiſers von Rußland im Wortlaute
veröffentlichte. Wie im Falle Dom Luis, der den
Präſi=
denten Grévy als „Werten und großen Freund” anredete,
wundert man ſich heute in Frankreich wieder über die
un=
gewohnte briefliche Anrede, die diesmal „Großer und
guter Freund” lautet. (In der offiziellen Ueberſetzung
hieß es „Erhabener und guter Freund”. D. R.) Dieſe
Formeln entſprechen indeſſen dem traditionellen Schema
der überlieferten Etikette und unterliegen nur wie die
Briefanrede, die die Souveräne im Verkehr untereinander
anwenden, kleinen gelegentlichen Aenderungen. Die im
Briefverkehr der Souveräne übliche Formel, die noch heute,
aber weniger häufig als in den letzten drei Vierteln des
vori=
gen Jahrhunderts, angewendet wird, lautet: „Mein Herr
Bruder” In ſeinem jüngſten Buche „Ce que je peux dire
erinnert Arthur Meyer, der Herausgeber des „Gaulois”
daran, daß der Urgroßvater des heute regierenden Zaren
Kaiſer Nikolaus I., dem es widerſtrebte, Napoleon III.
bei ſeiner Thronbeſteigung offiziell als Kaiſer
anzuerken=
nen, ihn weiter als Präſident der Republik behandelte und
ihm demzufolge die briefliche Anrede „Mein großer
Freund” gab. Aber Napoleon verſtand es, den Hieb
ge=
ſchickt zu parieren. Als er am Neujahrstage das
diploma=
tiſche Korps empfing, wandte er ſich an den ruſſiſchen
Ge=
ſandten von Kiſſelew mit den Worten: „Ich habe ſoeben
einen Brief Ihres Souveräns erhalten, durch den ich mich
ſehr geſchmeichelt fühle. Er ſchreibt mir „Mein großer
Freund!‟ Das iſt eine beſondere Auszeichnung: denn man
wählt wohl ſeine Freunde, während man außerſtande iſt,
ſich ſeine Brüder zu wählen.
B.B. Als Großpapa zum Rekruten ausgehoben —
dieſer gewiß einzig daſtehende Fall ereignete ſich dieſer
Tage in Landsberg a. W. Dort heirateten vor Jahresfriſt
zwei Brüder; der jüngere eine Witwe und der ältere deren
Tochter. Der jüngere Bruder wurde dadurch der
Schwie=
gervater ſeines älteren Bruders. Da ſich bei dieſen
in=
zwiſchen auch der Klapperſtorch eingeſtellt und einen
kräf=
tigen Stammhalter zurückgelaſſen hatte, ſo avancierte der
jüngere Bruder zum Großpapa. Jetzt mußte er ſich der
Muſterungskommiſſion ſtellen, welche ſich nicht um das
junge Ehe= und Großvaterglück kümmerte, ſondern den
tugendlichen Großpapa für dienſttauglich erklärte und zum
Dienſt bei der Truppe aushob,
Arbeiter eine Stunde anregenſter Unterhaltung bereiten
und deſſen Eindruck noch lang in ſeinem Innern
nach=
klingen wird. (Siehe Anzeige.)
* Union=Theater (Kunſtlichtſpiele Rheinſtr. 6). Die
Freunde gediegener Kinokunſt wird es ſicher intereſſieren,
daß es der Direktion gelungen iſt, dem allſeitigen
Verlan=
gen Rechnung zu tragen und unter beſonderen Opfern den
mit ſo großem Beifall aufgenommenen Film „Menſchen
unter Menſchen” vom 8. Marz nochmals auf einige Tage
zu erwerben. In den Tagen vom 1.—4. März erſcheint
wiederum Aſta Nielſen in einem eigens für ſie
zuſammen=
geſtellten mimiſchen Drama „Das Mädchen ohne
Vater=
land”, das auf dem Kriegsſchauplatz auf dem Balkan
ſpielt. Beſonders reizvoll iſt das kolorierte Drama
„Adlig Blut und adlig Herz” das hier noch nicht gezeigt
wurde und für luſtige Unterhaltung ſorgt der „Ulk im
Film” und zwei reizende Komödien. In einer derſelben
„Lehmann und ſeine Frau”, ſpielt Andree Deed die
Haupt=
rolle. Der Belehrung dienen die verſchiedenſten
Natur=
kaufnahmen. (Siehe Anzeige.)
* Der American Bio bringt ab Samstag den großen
Senſationsſchlager „Die wilde Jagd‟. Eine Fülle
von Ereigniſſen drängt ſich hier in dem Dreiakter
zuſam=
men. Ohne Gewaltmittel iſt eine bis aufs äußerſte
ſpan=
nende Handlung geſchaffen. In dem humoriſtiſchen Film
„Moritz als Kino=Operateur auf dem Balkan” wird wohl
auch den Ernſteſten zum Lachen bringen. „In der
Wild=
nis” ein äußerſt ſpannendes Wildweſtdrama, ſowie „Das
Band” ſind ganz hervorragend und erwähnenswert. (S.
Anzeige.)
*§ Wäſchediebſtahl. Am Mittwoch abend ſind
aus einer Hofreite in der Wenckſtraße verſchiedene zum
Trocknen aufgehängt geweſene Wäſcheſtücke geſtohlen
lworden.
Griesheim, 28. Febr. In der geſtrigen
Gemeinde=
ratsſitzung ſtand wieder der Ausbau der
Vor=
ortbahnen zur Beratung und wurde von der
Ver=
ſammlung rundweg abgelehnt, da nach der
Berech=
nung das zu ſtellende Gelände auf mindeſtens 24000 Mk.
zu taxieren ſei, und der Gemeinde jedenfalls auch ein
entſprechender Vorteil zugeſtanden werden müſſe, anſtatt
das Gelände frei zu ſtellen und außerdem noch für einen
alljährlichen Garantiefonds aufkommen zu müſſen.
Roßdorf, 28. Febr. In einer Verſammlung von
etwa 60 Damen und Herren unſerer Gemeinde beſprach
geſtern Kreisſchulinſpektor Profeſſor Dr. Frenzel aus
Darmſtadt die Ziele und Erfolge der Großh.
Zen=
trale für Säuglingsfürſorge, betonte die
Notwendigkeit dieſer Beſtrebungen und bat um die
Unter=
ſtützung der Anweſenden bei Einrichtung einer
Beratungsſtelle für Mütter in Roßdorf.
Dann beſprach Fräulein Schubert, Wanderlehrerin der
Großh. Zentrale, die Organiſation und die
Arbeits=
methode der Zentrale und hielt einen Vortrag über
Säug=
lingspflege. — Herr Dr. med. Baumann übernahm
die Leitung der Beratungsſtelle, die erſte Beratung ſoll
am Donnerstag nach Oſtern, nachmittags 4 Uhr, im Saale
der Kleinkinderſchule ſtattfinden. Eine Anzahl Damen
erklärte ſich bereit, als Helferinnen in den
Beratungsſtun=
den zugegen zu ſein. Mit Worten des Dankes ſchloß
der Vertreter der Kreisbehörde die Verſammlung.
Offenbach, 28. Febr. Der 18jährige Oberprimaner
Philipp Deubler iſt noch in der Nacht ſeinen
Ver=
letzungen erlegen.
Lindenfels, 28. Febr. Am Samstag fand
Schluß=
termin der landespolizeilichen Abnahme
der Bahnlinie Bensheim=Lindenfels ſtatt. Nach
Mittei=
lung des Kreisrats Eckſtein, der den Vorſitz führte, ſind
nunmehr die Abnahmearbeiten beendigt. Einwendungen
iegen nur noch von Reichenbach. Lautern und
Gadern=
heim vor, dürften jedoch auch bald beſeitigt werden.
Beerfelden, 28. Febr. Als erſtes Feſt dieſer Art
im Rahmen der betreffenden Geſellſchaft beging am
Dienstag der Lokomotivführer Herr Peth von der
Süd=
deutſchen Eiſenbahngeſellſchaft an der Linie Hetzbach=
Beer=
felden ſein ſilbernes Dienſtjubiläum. Zur
Feſttafel im Bahnhofshotel waren Vertreter der „
Süd=
deutſchen” erſchienen, und abends ehrte der Geſangverein
Sänger=Riege ſein paſſives Mitglied durch ein Ständchen.
* Worms, 28. Febr. Am Sonntag wird in den
aus=
gedehnten Räumen des Feſthauſes die große
Ge=
flügelausſtell ung eröffnet, die ſehr zahlreich mit
trefflichen Hühnern aller Art, Tauben und
ausgezeichne=
tem Waſſergeflügel beſchickt wird. Auch ſind in einer
Gruppe wilde Welſchen, verwilderte Pfauen, desgl.
Ban=
tams und verſchiedene Faſanenarten, die alle, auch den
Winter, im Freien zubringen, ausgeſtellt. Eine Anzahl
hübſcher Geflügelhöfe belebt den Feſthausgarten.
Im oberen Sälchen befindet ſich die
Vogelausſtel=
lung, in= und ausländiſche Sing= und Ziervögel, auch
eine Anzahl ausgeſtopfter Raubvögel, Lieder ſingende
Dompfaffen uſw. ſind hier zu ſehen. Allen
Geflügel=
freunden iſt der Beſuch beſtens zu empfehlen.
Nierſtein, 28. Febr. Der drohende Winzerſtreik
iſt jetzt endlich nach längeren Verhandlungen beigelegt
worden. Wie in anderen Weinbaugegenden, haben auch
die hieſigen Winzer günſtigere Lohnbedingungen erſtrebt.
Die Verhandlungen zwiſchen den beiden
Intereſſenver=
tretungen, dem Verein der Weinbergsbeſitzer und der
hie=
ſigen Ortsgruppe des Verbandes der Weinberg=, Land=
und Waldarbeiter haben geſtern zu einer
Eini=
gung geführt. Den Winzern wurde eine Erhöhung
des Tagelohnes zugebilligt.
Bad=Nauheim, 28. Febr. Geſtern wurde im
Bahn=
hof ein Mann mit abgefahrenem Arm und
Kopfverletzungen gefunden. Nach Papieren, die der
Ver=
unglückte bei ſich hatte, handelt es ſich um einen Reiſenden
Wilh. Friedrich Hoffelder aus dem Badiſchen. Er
kam ſofort ins Städtiſche Krankenhaus. Anſcheinend liegt
Selbſtmordverſuch vor; möglicherweiſe kann
Hof=
felder aber auch aus einem Zug geſtürzt ſein.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchiehr, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Darmſtädter Streichquartett. Der Name
Paul Juon gibt dem 4. Abend der Herren Mehmel,
Diedrich, Brückmann und Weyns am 3. März in der
„Traube” eine beſondere Signatur. Zwei große Werke
für Klavier und Saiteninſtrumente dieſes vielgenannten
Neuerers auf tonkünſtleriſchem Gebiete, ein Quintett
op. 44, und ein Quartett, op. 50, gelangen unter des
Komponiſten perſönlicher Beteiligung am
Klavier zur Wiedergabe. Juons Kompoſitionen haben
Eingang in allen fortſchrittlichen Kammermuſikſälen
ge=
funden. Ueber das Quintett op. 44 ſchreibt St.
Schle=
ſinger in der Straßburger Bürgerzeitung: Sein op. 44
zeigt ausgeprägte, künſtleriſche Eigenart, voll geiſtreicher
und origineller Erfindung; Juon iſt Koloriſt und
Stim=
mungsſchilderer zugleich, eine herbe, vor Schroffheiten
nicht zurückſchreckende Harmonie wirkt anfangs
befrem=
dend, doch bald hört man ſich hinein und wird gefeſſelt
von einer bald leidenſchaftlichen, bald ſchwärmeriſchen
Tonſprache. . . . Adolf Göttmann widmet in der Berliner
Tägl. Rundſchau dem Quartett op. 50 folgende
Betrach=
tung: „Nach Anhören dieſes in ſeinen inneren und
äuße=
ren Qualitäten gleich hoch zu bewertenden
Klavierquar=
tetts muß ich feſtſtellen, daß dieſer in Rußland geborene
in deutſcher Schule erzogene Tondichter mit ſeinem Opus
50 eine ſchöpferiſche Tat vollbracht, welche unſerer
unein=
geſchränkten Bewunderung würdig iſt.”
— Der Richard Wagner=Verein wird mit
ſeinem am nächſten Dienstag, 4. März, ſtattfindenden
212. Vereinsabend unſerem Publikum wiederum einen
Kunſtgenuß ganz eigener Art vermitteln, indem er die
be=
rühmte Berliner Madrigal=Vereinigung
erſtmalig in Darmſtadt einführt. Sie beſteht aus den
Konzert=Sängerinnen: Margarete Freund, Marta Sellin=
Behnke, Maria Eſchment (Sopran), Emmy Rintelen,
Sonja Beeg (Alt) und den Konzert=Sängern: Karl Weiß
Ludwig Schubert (Tenor), Felix Lederer=Prina und A.
N. Harzen=Müller (Baß). Die Madrigal=Vereinigung hat
ſeit ihrem Beſtehen (ſeit 1903) weit über 100 Konzerte in
folgenden Städten gegeben: Berlin, Dresden, Potsdam,
Roſtock, Greiz, Wiesbaden, Eſſen, Saarbrücken, Jena,
Prag, Wien, Augsburg, München, Leipzig, Eiſenach,
Gotha, Altenburg, Düſſeldorf, Prenzlau, Friedenau,
Kö=
nigsberg, Braunſchweig, Freiburg i. Br., Paſſau,
Lands=
hut, Bamberg, Heidelberg, Neu=Brandenburg, Malchin,
Goslar, Karlsruhe, Stuttgart, Ulm, Eberswalde, Köln,
Freienwalde, Zwickau, Plauen, Zehlendorf, Pirmaſens,
Zweibrücken, Frankfurt a. M., Elberfeld, Detmold,
Schwe=
rin, Düren, Amſterdam, Nordhauſen, Wernigerode,
Mar=
burg und Stettin.
2 Ueber Marcell Salzer, der am 8. März
wieder in Darmſtadt Einkehr halten wird, liegen u. a.
folgende neue Preßſtimmen aus Süddeutſchland vor:
München: „Im Nu ſind zwei Stunden dahingerauſcht, und
über die Wellen des Humors ſchlagen die Wogen
dröhnen=
den Beifalls und begraben faſt den kleinen, luſtigen Mann.
Ein ganz neues Programm, ein neues Publikum und
mitten drin der alte, ewig=junge Salzer: ſo ſtand er vor
uns und ſieht hoffentlich bald wieder in München am
Vortragstiſch.” — Augsburg: „Prof. Marcell Salzer
ver=
ſtand es, ſeine Zuhörerſchaft zwei Stunden hindurch in
heiterſter, ſich oft zu Lachſtürmen ſteigernder Laune zu
er=
halten und wurde mit Beifall überſchüttet.” — Karlsruhe:
„Während draußen der Karneval tobte, ſtand innen
Mar=
cell Salzer unter ſeinen zahlreich erſchienenen Verehrern
und ließ ſich von den Wogen toſenden Veifalls
umbran=
den. Er war wieder ganz der alte, ſieghafte,
unbezwing=
liche Künſtler, der König aller humoriſtiſcher
Vortrags=
meiſter, der ſpielend alle Regiſter zog, der tönend in alle
Höhen und Tiefen drang und ſeine Zuhörer bezauberte
und hinriß. Stürmiſche Heiterkeit folgte allen ſeinen
Vor=
trägen. Es war wieder einmal ein unvergeßlicher
fröh=
licher Abend.”
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 27. Febr. Zum Tode
des Oberbürgermeiſters Schuſtehrus ging
der Stadt Charlottenburg folgendes Beileidstelegramm
des Kaiſers zu: „Die Meldung von dem Hinſcheiden
des Oberbürgermeiſters Schuſtehrus erfüllte mich mit
herz=
licher Teilnayme. Ich ſpreche meiner getreuen
Reſidenz=
ſtadt Charlottenburg, die der unermüdlichen Tatigkeit
ihres verewigten Oberhauptes außerordentliche
Fört=
ſchritte auf allen Gebieten der ſtädtiſchen Verwaltung zu
verdanken hat, mein wärmſtes Beileid aus. Die lautere
Perſönlichkeit und die trefflichen Charaktereigenſchaſten
des Verſtorbenen machten ihn mir beſonders ſympathiſch,
und ich werde ſeiner hervorragenden Verdienſte ſtets gern
gedenken.‟ — Im Schauſpielhauſe fand heute die
Berliner Erſtaufführung von Richard Strauß „
Ariad=
ne auf Naxos” vor einem feſtlich geſtimmten, bis auff
den letzten Platz gefüllten Zuhörerraume ſtatt, mit allen
außeren Zeichen eines großen künſtleriſchen und
geſell=
ſchaftlichen Ereigniſſes. Das Publikum zeichnete zum
Schluß die Künſtler und Künſtlerinnen, ſowie Richard
Strauß und Kapellmeiſter Blech, der die Vorſtellung
vor=
züglich leitete, durch wiederholte Hervorrufe aus. — „
Jour=
nal d’Allemagne veranſtaltet auch in dieſem Jahre
fran=
öſiſche Maſſenbeſuche in Berlin. Die erſte
Reiſe findet vom 1. bis 8. März ſtatt. Am Sonntag früh
trifft der erſte Sonderzug aus Paris mit 350
Kaufleu=
ten und Induſtriellen auf dem Bahnhof Charlottenburg
ein. Die Franzoſen bleiben eine Woche in Berlin. Am
Oſterſonntag, 23. März, trifft der zweite Maſſenbeſuch
in Berlin ein. Zu dieſem liegen bereits 500 Anmeldungen
vor. — Eine Stunde vor dem Beginn der heutigen
Abend=
vorſtellung im Deutſchen Theater in
Charlotten=
burg wurde feſtgeſtellt, daß ſich die über der Bühne
ſchwe=
bende Kuppel etwas gelockert hatte, da ein Eiſenträger
infolge eines Materialfehlers geriſſen war. Die heutige
Vorſtellung mußte deswegen ausfallen. — Zur Flucht
des Bankdirektors Lindner verlautet noch: Nach
den Ermittelungen der Kriminalpolizei iſt feſtgeſtellt, daß
Lindner am 15. ds. Mts. mit dem Dampfer „Carmania”
der Cunardlinie von Liverpool abgefahren und am 22. ds.
Mts. in New=York eingetroffen iſt. Lindner, der eine
Fahr=
karte für den Salon nahm, war vorher mehrmals
per=
ſönlich im Reiſebureau der Linie Unter den Linden. Hier
erzählte er auch von ſeinen Plänen. Er wolle, wie er ſägte
„drüben” ein Unternehmen betreiben und dazu u. a. auch
große Ländereien erwerben. Er ſprach in dieſen
Unter=
haltungen auch über die Jagdverhältniſſe und erkundigte
ſich ſogar, wo man hier in Berlin wohl die beſten Waffer
kaufe. Was die Veruntreuungen des Flüchtigen betrifft,
ſo gingen ſchon ſeit einiger Zeit bei der
Staatsanwalt=
ſchaft von mehreren Seiten Anzeigen ein. Die
Geſamt=
ſumme, um die es ſich hierbei handelt, überſteigt noch weit
300000 Mark. — Ein aufregender Vorfall ſpielte
ſich heute abend am Hafenplatz ab. Mehrere Schulknaben
hatten ſich auf die Eisfläche des Hafens begeben, als
plötzlich ein Schrei ertönte und der 11 Jahre alte Schüler
Gollnick einbrach. Er verſchwand alsbald unter dem
Eis. Vom nahen Feuerwehrdepot hatte ein
Feuerwehr=
mann den Vorgang mit angeſehen, er ſprang dem Knaben
nach und konnte ihn auch erfaſſen und ans Land bringen.
Der Tod des Knaben war aber ſchon eingetreten.
Frankfurt, 28. Febr. Hier wurden der Schloſſer
Been=
hard Röder, ſowie die Kraftwagenführer Adam
Motſch=
mann und Georg Zaininger wegen bedeutender
Ein=
bruchsdiebſtähle verhaftet. Sie ſind geſtändig,
u. a. vor einigen Monaten für etwa 12000 Mark Silber
in einer hieſigen Villa und vor einer Woche für etwa 20000
Mark Goldwaren in einem Bockenheimer Uhrengeſchäft,
ferner Ende Januar in einer Villa in Worms für etwal
8000 Mark Silber und endlich unlängſt in der Villenkolonie
Buchſchlag für 4= bis 5000 Mark Silber geſtohlen zu haben.
In Saarbrücken wurden ſie gerade beim Wegſchaffen von
Silber im Wert von 7000 Mark entdeckt und mußten ohne
ihre Beute fliehen. Anſcheinend der größte Teil der ge
ſtohlenen Silber= und Goldſachen wurde heute von der
hieſigen Kriminalpolizei in einem Mainzer Pferdeſtall
gefunden. Der dortige Althändler Max Orenſtein ſoll als
Hehler in dieſe bedeutende Diebſtahlsangelegenheit
ver=
wickelt ſein.
Metz, 28. Febr. Der Buchhalter Soiſſon der Hütte
Sambre und Moſel in Maiziers bei Metz iſt ſeit
Faſtnacht=
dienstag verſchwunden. Jetzt ſtellt ſich heraus, daß
ihm Veruntreuungen im Dienſte im Betrage von 54000
Mark zur Laſt gelegt werden, die Soiſſon im Laufe von
10 Jahren verübt hat. Auf die Ergreifung iſt eine
Beloh=
nung ausgeſetzt worden.
Metz, 28. Febr. In Amanweiler wurden der
Bergmann Johann Schulz und ſeine Frau unter dem
Verdacht des doppelten Kindesmordes
ver=
haftet. Der Mann iſt aber inzwiſchen wieder auf freien
Fuß geſetzt worden, nachdem ſich herausgeſtellt hatte, daß
er um die Tat ſeiner Frau nichts wußte. Der
Sachver=
halt ſtellt ſich nach der Lothringer Zeitung wie folgt dart
Im Juli und Auguſt v. J. waren in der Fils und im
Neckar zwei Kindesleichen im Alter von 5 und 7 Jahren,
ein Knabe und ein Mädchen, gefunden worden, ohne daß
die polizeilichen Nachforſchungen die Identifizierung
er=
bringen konnten. Ein Gendarm in Amanweiler wurde
auf die Angelegenhet aufmerkſam. Die Frau war damals
zu ihren Eltern nach Bayern gefahren, dort aber wegen
ihres nicht einwandfreien Lebenswandels nicht gerade
reundlich aufgenommen worden und hatte ſich mit ihren
Kindern wieder auf den Rückweg begeben. Bei ihrer
An=
kunft in Amanweiler fehlten die beiden jüngſten Kinder
und die Frau erklärte, daß die beiden Kinder unterwegs
in einem Ort geſtorben und auch dort beerdigt worden
eien. Der Mann gab ſich ſchließlich nach längerem
Wi=
derſtreben auch damit zufrieden, obwohl die Frau keinen
Totenſchein beizubringen vermochte. Jetzt, in der
Unter=
ſuchung, gab die Frau an, die Kinder ſeien unterwegs vor
Mattigkeit und Hunger zuſammengebrochen und geſtorben
und ſie habe die Leichen ins Waſſer geworfen. Die beiden
überlebenden Kinder ſagten aber aus, die Mutter habe
ihre beiden Kinder in das Waſſer geworfen. Schließlich
gab die Frau auch dieſe Tat zu und der Mann wurde
auf freien Fuß geſetzt.
Mülhauſen i. E., 27. Febr. In der letzten Zeit waren
in Mülhauſen und nächſter Umgebung mehrere größere
Einbruchsdiebſtähle vorgekommen, ſo u. a. in
der Mülhauſer Steuerkaſſe und im Poſtgebäude in
Dor=
nach, wo allein für über 100000 Mark Briefmarken geſtoh
len worden waren. Man hat nunmehr einen Italiener
namens Rogalli verhaftet, der bei der Kriminalpolize
wegen ſeines auffälligen Benehmens von ſeinen
Haus=
leuten angezeigt worden war. Rogalli hat ſeit Monaten
nicht mehr gearbeitet. Beſonders machte er ſich dadurch
verdächtig, daß er zu jeder Nachtzeit im Hauſe aus= und
einging. Bei einer Hausſuchung wurden eine größere
Menge Briefmarken und andere Objekte gefunden, die
keinen Zweifel mehr daran geſtatten, daß Rogalli einer
Agnes Sorma.
(Zum Gaſtſpiel am Mittwoch, den 5., und Donnerstag,
den 6. März, im ſtädtiſchen Saalbau.)
Agnes Sorma iſt ſchon längſt eine liebgewordene
Bekannte, ihr Ruhm hat in allen deutſchen Städten feſten
Fuß gefaßt und es iſt keine Phraſe, wenn wir mit aller
Welt behaupten: Agnes Sorma iſt ein Stern allererſter
Größe. Die Erſcheinung der gottbegnadeten Künſtlerin
ſiſt in jeder Rolle eine andere, aber ſtets feſſelnd,
faſzinie=
rend, und wen hätte das Spiel dieſer genialen
Schau=
ſpielerin nicht begeiſtert?! — Wo auch Frau Sorma ſpielte,
und in welcher Rolle, ob deren Charakter ſich dem naiven
oder ſentimentalen Fache zuneigte — ſie war und iſt ſtets
die Heldin des Abends. Wir würden unrecht tun,
woll=
ten wir Frau Sorma das Schoßkind der Berliner nennen,
ſie iſt es des geſamten deutſchen Theaterpublikums, denn
überall, im Norden und Süden, im Oſten und Weſten,
wo auch Frau Sorma die die Welt bedeutenden Bretter
be=
treten, überall hat man ſie enthuſiaſtiſch aufgenommen und
nirgends iſt ſie vergeſſen, ſogar eine Eleonore Duſe bleibt
im Vergleiche zurück. Frei von jeder Effekthaſcherei,
ein=
fach klar und realiſtiſch iſt das Spiel, ohne daß ſelbſt
zein ſehr empfindliches Zartgefühl des Zuſchauers
angegrif=
fen würde. Frau Sorma verſteht es, Maß zu halten, das
Richtige zu treffen, gewiſſe Grenzen zu ziehen, nicht auf
Koſten der ſogenannten Kuliſſenreißerei zu arbeiten,
ſon=
dern wohlbedacht, in edelſter Geſtaltung des äſthetiſch
Schönen ſchafft ſie ihre Frauencharaktere. Kunſt und
Na=
tur — in Agnes Sorma — ſind beide eines nur! Ihr
Lachen und ihr Weinen, ihr Scherz und ihr Ernſt — nichts
trägt die Maske des Gekünſtelten. Jede Geſte iſt ſo
ſelbſt=
verſtändlich, daß man förmlich vergißt, im Theater zu ſein,
wenn Agnes Sorma die Bühne beherrſcht.
Die Mehrzahl unſerer Leſer intereſſiert ſich wohl für
die gefeierte Künſtlerin. Viele aus dem Publikum
wer=
den aber auch wiſſen wollen, wo die Wiege unſerer
gegenwärtig größten Schauſpielerin geſtanden. In
Bres=
lau, am 17. Mai 1867 hat Agnes Sorma das Licht der
Welt erblickt. Sie iſt ein echtes Theaterkind, denn ſchon
mit 14 Jahren begann ſie ihre Karriere, und zwar war
ſie in Kinderrollen an ihrer heimiſchen Bühne zuerſt tätig;
von 1880 bis 1882 brachte ſie ihre Wanderjahre und
Lehr=
jahre in Görlitz, Poſen und Weimar zu, woſelbſt ſie als
jugendliche Naive” aufgetreten. Erſt dem Berliner
Publi=
kum war die künſtleriſche Entwickelung der ſtrebſamen
jun=
gen Dame vorbehalten; nahezu ſieben Jahre hindurch
wirkte ſie am „Deutſchen Theater”, vier Jahre lang am
„Berliner Theater” von wo ſie im Herbſt 1894 wieder in
den Verband des „Deutſchen Theaters” zurückkehrte und
eine der erſten, bedeutendſten Stützen dieſer Bühne nun
geblieben iſt. Auf ihren zahlreichen Gaſtſpielreiſen hat
Agnes Sorma eine Fülle von ehrenden Auszeichnungen
erhalten und große Triumphe gefeiert. Frau Sorma iſt
auch der berechtigte Liebling all jener, welche ſie näher,
auch außerhalb der Bühne, kennen gelernt, ſie iſt nicht nur
eine Künſtlerin par excellence, ſondern auch eine
muſter=
hafte Gattin, eine rechtſchaffene Mutter. Ihre Ehe mit
dem öſterreichiſchen Grafen Demeter Minotto iſt eine ſehr
glückliche und ein reizender Knabe iſt der Glücksſtern im
Hauſe, dem Frau Sorma auch als tüchtige Wirtin
vor=
teht. So groß aber die Liebe der Frau Sorma zu ihrem
Gatten, ſo innig auch das Gefühl zu ihrem einzigen Kinde
iſt — in allererſter Reihe gehört Frau Sorma der Kunſt;
es iſt keine Sentenz, ſondern Wahrheit, wenn der Dichter
ſchreibt: „Es gibt eine nähere Verwandtſchaft als die
zwiſchen Mutter und Kind: die zwiſchen dem Künſtler
und ſeinem Werke.”
der Täter iſt, die die Einbrüche im Dornacher Poſtgebäude
und der Mülhauſer Steuerkaſſe verübt haben. Auch
ſtim=
men die aufgefundenen Fußſpuren mit denen Rogallis
überein. Außer ihm wurden geſtern noch zwei Italiener
verhaftet ſo daß man hofft, binnen kurzem die ganze
Bande hinter Schloß und Riegel zu bringen.
Frankenthal (Pfalz), 27. Febr. Die hieſige
Strafkam=
mer beſchäftigte heute das Weidenthaler
Eiſen=
bahnunglück in der Nacht vom 15. zum 16. April v. J.,
bei dem zwei Güterzüge zuſammenſtießen und hierbei ein
Mann getötet und drei Perſonen verletzt wurden, ſowie
ein Materialſchaden von 40000 Mark entſtand. Die
An=
geklagten ſind Eiſenbahnſekretär Artur Ißler aus
Neu=
ſtadt a. H. und Lokomotivführer Georg Leinenweber aus
Kaiſerslautern. Beide wurden wegen fahrläſſiger Trans
portgefährdung, dreier Vergehen der fahrläſſigen
Körper=
verletzung und eines Vergehens der fahrläſſigen Tötung
zu je einem Monat Gefängnis verurteilt. Der
Staats=
anwalt hatte zwei Monate Gefängnis beantragt.
Paris, 28. Febr. Einer der im
Autobanditen=
prozeß zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilten
Verbrecher, Carouy, hat, nachdem er in ſeine Zelle
zurück=
gebracht war, Selbſtmord verübt, indem er ſich
ver=
giftete. Es iſt eine Unterſuchung eingeleitet worden, um
feſtzuſtellen, auf welche Weiſe ſich der Inhaftierte das Gift
verſchaffen konnte. Der Sicherheitschef Guichard hat
träh=
rend der Schlußverhandlungen geſehen, wie ein
unbe=
kannter Mann einen Papierknäuel nach dem Platze
ſchleuderte, wo Carouy auf der Anklagebank ſaß. Ein
Schutzmann hat das Papier aufgehoben, das jedoch leer
war. Man hält es für möglich, daß in dem Papier Gift,
wahrſcheinlich Blauſäure in Kriſtallen, enthalten war und
daß Carouy ſich desſelben bemächtigen ſollte. Nach
an=
deren Vermutungen war das Gift in einem der
Kleidungs=
ſtücke eingenäht, die Carouy bei Beginn des Prozeſſes
von einem Anarchiſten erhalten hatte.
Paris, 28. Febr. Die Kirche von Neuilly=
Platſance (Dep. Seine et Oiſe) wurde in der
vergan=
genen Nacht von bisher unbekannt gebliebenen
Uebeltä=
tern vollſtändig verwüſtet. Alle Kruzifixe,
Heili=
genbilder und Altäre, ſowie gottesdienſtliche Gegenſtände
wurden zerſtört.
Paris, 28. Febr. Nach einer Blättermeldung aus
San Sebaſtian iſt das dortige Theater de la
Bel=
las Artes geſtern abend durch eine Feuersbrunſt
zerſtört worden. Das Feuer konnte bisher nicht
lokali=
ſſiert werden und man befürchtet für die benachbarten
Ge=
bäude. Menſchen ſind nicht verunglückt.
London, 27. Febr. Frau Pankhurſt wird,
nach=
dem ſie gewiſſe Zuſagen gegeben hat, heute gegen
Bürg=
ſchaft freigelaſſen werden. Ihr Prozeß wird dem
Ver=
nehmen nach in Old=Bailey ſtattfinden.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin 28 Febr. Präſident Dr. Kaempi
eröffnet um 1 Uhr 4 Minuten die Sitzung. — Die zweite
Beratung des
Reichseiſenbahnetats
wird fortgeſetzt.
Abg. Peirotes (Soz.): Von einem eigentlichen
Reichseiſenbahnbetrieb kann man in Elſaß=Lothringen
micht ſprechen, es ſind lediglich preußiſche Eiſenbahnen.
Es herrſcht der Geiſt der preußiſchen Verwaltung, der uns
Elſaß=Lothringern abſolut nicht gefällt. Die Aufſtellung
des Etats iſt unrichtig; er ergibt ein falſches Bild der
Rentabilität, wenn es zugleich heißt, daß 31 Millionen
Mark Ueberſchuß vorhanden ſind, während auf der
an=
deren Seite 17 Millionen Mark aus Anleihen gedeckt
wer=
den ſollen. Die Bahnverbindungen ſind noch
ungenü=
gend, namentlich in Mittel= und Ober=Elſaß. Bei dem
Ausbau der Bahnen müſſen nicht nur internationale
Rückſichten, ſondern vor allem die Bedürfniſſe des
Lan=
des ausſchlaggebend ſein; deshalb wäre auch eine beſſere
Verbindung mit den Vogeſen dringend nötig. Wenn
den Wünſchen der Bevölkerung im Ausbau gewiſſer
Strecken ſtrategiſche Bedenken entgegen gehalten werden,
ſo zeigt ſich auch hier eine der ſchlechten Seiten des
Mili=
tarismus. Wenn der Miniſter Sonntagskarten vom
Lande in die Stadt einrichten würde, wie ſie umgekehrt
chon beſtehen, ſo würde er den ſtädtiſchen
Gewerbetrei=
benden und auch der Landbevölkerung einen großen
Dienſt erweiſen. Beſchleunigte Perſonenzüge ſollten mehr
als bisher eingerichtet werden. Auch Beamtenausſchüſſe
ſollten geſchaffen werden. Die Notwendigkeit dieſer
Ein=
richtung iſt nicht zu beſtreiten. Den Beamten muß, das
iſt eine alte Forderung meiner Partei, die Einſichtnahme
in die Perſonalakten geſtattet werden. Die Kinderzulagen
haben ſich in der Verwaltung der Stadt Straßburg
durch=
aus bewährt. Die Eiſenbahnverwaltung möge ſich dort
Rat holen, um dieſelben auch bei ihrem Betriebe
einzu=
führen. Eine Lohnerhöhung für die Arbeiter iſt dringend
notwendig. Wir wollen nicht beſtreiten, daß die
Ver=
waltung in den letzten Jahren infolge unſerer fortgeſetzten
Kritik die Löhne ganz erheblich erhöht hat. Aber die
Löhne waren früher derartig niedrig, daß ſie auch trotz
dieſer Erhöhung noch nicht ausreichen. Ich meinerſeits
bin immer bis zum Beweiſe des Gegenteils von der
ehr=
ichen Geſinnung meiner Gegner überzeugt. Beamte und
Arbeiter müſſen endlich in die Lage geſetzt werden, ein
menſchenwürdiges Daſein zu führen. — Abg. Kuckhof
Zentr.): Mit Freuden haben wir, wie auch die Elſaß=
Lothringer, die von der Budgetkommiſſion vorgeſchlagene
Reſolution begrüßt, die noch vor der dritten Leſung des
Etats die Vorlegung eines Geſetzentwurfes wünſcht,
durch den die im Jahre 1909 in der zweiten Leſung
be=
chloſſenen Gehaltsſätze für die Unterbeamten in die
Be=
ſoldungsordnung aufgenommen werden. Die Schuld an
der ſchlechten Beförderungsmöglichkeit für Aſſiſtenten und
Stationsdiätare liegt nicht beim Reichstag, ſondern bei
der Verwaltung. Hier muß durch Schaffung neuer
Aſſi=
ſtentenſtellen und ſonſtiger Beförderungsmöglichkeiten
Abhilfe geſchaffen werden. Entſchieden müſſen wir uns
gegen die Bevorzugung der Beamtenſöhne gegenüber den
eigentlichen Landeskindern wenden. Die Beamtenſöhne
machen eine viel ſchnellere Karriere, als die Einheimiſchen.
die Folge hiervon iſt der bedeutende Rückgang in der
Beſetzung der höheren und mittleren Beamtenſtellen durch
Elſaß=Lothringer. Das iſt im Intereſſe des verſöhnenden
Ausgleichs zwiſchen dem deutſchen Beamtentum und
El=
ſaß=Lothringen zu bedauern. Den Wagenmeiſtern ſollten
Gehilfen beigegeben werden, die ſofort auf den
Bahn=
höfen kleinere Reparaturen an Wagen ausführen
könn=
ten. Dadurch würden Koſten erſpart und teilweiſe dem
Wagenmangel abgeholfen werden. Wünſchenswert wäre
auch die Schaffung von Oberlademeiſterſtellen nach dem
Vorbilde der preußiſchen Eiſenbahnen. — Abg. Ickler
(natl.): Die Tatſache, daß man den Beamten der
Reichs=
eiſenbahn Zuſchüſſe gewähren will. beweiſt die
Notwen=
digkeit einer durchgreifenden Gehaltsreform. Die
Maga=
zinverwalter, die einen überaus verantwortungsvollen
Poſten haben, da ſie große Werte zu verwalten haben
ſollten aufgebeſſert werden. Für das Lokomotivperſonal
ſind größere Ruhepauſen zu verlangen. Zur Prüfung
der Arbeiterwünſche ſollte eine Kommiſſion eingeſetzt
wer=
den. Dieſe kann Zufriedenheit in der Arbeiterſchaft
ſchaf=
fen. Für die Kohlenarbeiter, die außerordentlich
ſchmutzige Arbeiten zu verrichten haben, ſollte eine Zulage
gewährt werden. Draußenarbeiter ſollten Schutzkleider
bekommen. Die Lohnverhältniſſe ſind tatſächlich noch nicht
ausreichend. In bezug auf das Krankenkaſſenweſen iſt
dringend zu verlangen, daß zum mindeſtens die
be=
ſchränkte Aerztewahl zugelaſſen wird. Einmalige
Prä=
mien ſollten nicht durch die Lohnliſten gehen, um einer
un=
gerechtfertigten höheren Beſteuerung vorzubeugen. Das
Koalitionsrecht muß ſelbſtverſtändlich den Eiſenbahnern
gewahrt werden, aber das Streikrecht für Eiſenbahner
lehnen wir ab.
Miniſter v. Breitenbach: Die Wünſche, die hier
vorgebracht ſind und auf die ich im einzelnen nicht
ein=
gehen kann, werden einer Nachprüfung unterzogen und
möglichſt berückſichtigt werden. Mit Genugtuung hat es
mich erfüllt, daß ein Mitglied des Hauſes, das der
Ar=
beiterſchaft nahe ſteht, das neue Akkordverfahren als nützg
lich anerkannt hat. Dies bedeutet einen völligen
Um=
ſchwung in der Auffaſſung der Arbeiterſchaft, die nicht nur
für die Reichseiſenbahnen, ſondern auch für die preußiſchen
Geltung hat. Daß die Sozialdemokratie, die ſeit Jahren
daran gearbeitet hat, unſere Arbeiter zu Geanern des
Akkordverfahrens zu machen, über dieſen Umſchwung
enttäuſcht iſt. kann ich wohl begreifen. (Lachen und
Widerſpruch bei den Sozialdemokraten.) Dieſe
Enttäu=
ſchung iſt in Ihren (zu den Sozialdemokraten) Reden zum
Ausdruck gekommen. Eine Bevorzugung der
Beamten=
ſöhne in der Beamtenlaufbahn gibt es nicht. Allerdings
freuen wir uns, wenn unſere Beamten und Arbeiter ihre
Söhne und Enkel uns wieder zuführen. (Bravo rechts.)
Es iſt auch nicht richtig, daß bei Beſetzung der
Beamten=
ſtellen die Elſaß=Lothringer von der Beſetzung
zurückge=
halten würden. Das Gegenteil iſt der Fall. Was das
Penſionierungsalter des Lokomotivperſonals anbelangt,
ſo erfolgen die Penſionen zwiſchen dem 55. und 60. Jahr,
im Durchſchnitt im 58. Jahr, bei anderen
Beamtengrup=
pen iſt es ebenſo. Die Lokomotivführer ſtehen deshalb,
wenn auch nicht beſonders günſtia, ſo auch nicht
beſon=
ders ungünſtig da. Was die Verzinſung der
Reichseiſen=
bahnen anlangt, ſo muß ich daran erinnern, daß in
frü=
heren Jahren an eine Verzinſung des erbeblichen
Anlage=
kavitals nicht zu denken war. Eine Zuſchußleiſtung
ſei=
tens des Reichslandes iſt nötig, ohne Hilfe der
Intereſſen=
ten iſt ein Eiſenbahnbau eben nicht möglich. Das wird in
Preußen. Sachſen. Heſſen und in allen übrigen
Bundes=
ſtaaten ebenſo gehandhabt, um das Intereſſe der
Bevöl=
kerung an den betreffenden Bahnlinien zu vermehren.
Ganz unzutreffend iſt es, daß wir beſonders ſchlechte Löhne
zahlen. Ein Vergleich mit den von den
Elektrizitäts=
werken der Stadt Straßburg gezahlten Löhnen ergibt,
daß in den meiſten Gruppen unſere Löhne noch beſſer ſind,
daß wir im Grafenſtadener Fall außerordentlich große
Rückſicht auf die elſaß=lotbrinaiſche Induſtrie genommen
haben, daß wir nicht nur für die Reichseiſenbahnen,
ſon=
dern auch für die preußiſchen Bahnen dort große
Beſtel=
ungen gemacht haben. Alles andere als Angriffe, wäre
da berechtigt. Herr Peirotes erklärte humorvoll, die
So=
zialdemokratie wolle die Ordnung in meinem Betriebe
aufrecht erhalten. (Heiterkeit) Da bin ich anderer
Mei=
nung. Die Arbeiter haben durchaus geſicherte
Stellun=
gen, ſie dürfen ſich nur nicht ſozialdemokratiſch betätigen.
Sie dürfen nicht ſtreiken wollen, ſonſt werden ſie entlaſſen.
Ich möchte doch den Abaeordneten Peirotes fragen, was
wohl ſeine Partei tun würde, wenn ſich ein Mitglied
ge=
gen die Diſziplin ſchwer verfündigen würde. Ich laſſe
mich nicht davon abbringen, die Arbeiter über das wahre
Geſicht der Sozialdemokratie aufzuklären. (Lebhafter
Beifall.)
Abg. Behrens (Wirtſch. Naa.): Das Akkord= oder
Stücklohnſyſtem beſeitigen zu wollen, wäre ein
unzweck=
mäßiges Vorgehen. Der Reſolution der
Sozialdemokra=
ten, die Löhne um 10 bis 15 Prozent zu erhöhen, können
wir auch in abgeänderter Form nicht zuſtimmen. Aber
eine Aufbeſſerung der Bezüge iſt erforderlich.
Abg.
Haegy (Elſ): Die Entwickelung der Reichseiſenbahnen
ſt geradezu alänzend. Um eine Verſöhnung der
reichs=
ländiſchen Bevölkeruna herbeizuführen, iſt es
wünſchens=
wert, die Beamtenſchaft ſo weit wie möglich aus
Einge=
borenenkreiſen zu rekrutieren. Ein ausreichender
Ruhe=
tag muß den Angeſtellten zugeſtanden werden Abg.
Schatz (Elſ.): Die Bahnverbindungen in Elſaß=
Loth=
ringen laſſen noch viel zu wünſchen übrig. Bedauerlich iſt
der geringe Streckenausbau. Die ſchon ſeit vierzig
Jah=
ren geforderte Linie Pirmaſens=Bitſch iſt heute noch
im=
mer unerledigt. Hier muß endlich einmal den
berechtig=
ten Wünſchen der Bevölkerung entgegengekommen
wer=
den. Die Reichseiſenbahnverwaltung ſollte dem Beiſpiel
der Poſtverwaltung folgen und den Angeſtellten
wenig=
ſtens die beſchränkte freie Aerztewahl zugeſtehen. — Abg.
Emmel (Soz.): Ich bitte, unſeren Reſolutionen
zuzu=
ſtimmen. Der Reſolution auf Berückſichtigung der
Heim=
arbeiter ſtimmen wir zu. In der fortgeſetzten Rede zieht
ſich der Abg. einen Ordnungsruf zu.
Miniſter v. Breitenbach: Ich ſtehe über den
Parteien, allerdings mit der Einſchränkung daß ich die
Sozialdemokratie in all ihrem Beginnen bekämpfe. Wenn
Herr Emmel meine Haltung als bureaukratiſch und
jun=
kerhaft bezeichnet, ſo muß ich gegen eine ſolche Beurteilung
meiner Perſon Einſpruch erheben. Der Grafenſtadener
Fall iſt ſo traurig, weil durch ihn dem Lande großer
Scha=
den zugefügt worden iſt. Wenn Herr Emmel einmal ſagt,
nur in meinem Kopfe könne eine ſolche Rentenfeſtſetzung
entſtehen, ſo muß ich darauf hinweiſen, daß dieſe
Berech=
nung bei allen Verwaltungen üblich iſt. — Nachdem noch
Abg. Lützel (natl.) eine Verbindung Pirmaſens=Bitſch
gefordert hat ſchließt die Debatte.
Die ſozialdemokratiſche Reſolution auf 10 bis 15
Pro=
zent Lohnerhöhung wird abgelehnt. Die
Kompromiß=
reſolution auf Berückſichtiaung der Heimarbeiter wird
an=
genommen, ebenſo die Reſolution auf Ausdehnung der
Arbeiterausſchuß=Wahlberechtiauna nach dem 25.
Lebens=
jahre, ferner die Reſolution auf Gewährung eines
wöchent=
lichen Rubetages und auf Verbeſſerung der Beförderungs=
und Gehaltsverhältniſſe der Unterbeamten. — Sodann
wird der Reſt des Etats nach den Beſchlüſſen der
Kom=
miſſion bewilligt. Bei den Einnahmen wird einer
Re=
ſolution der Kommiſſion zugeſtimmt, die Freifahrtſcheine
für die elſaß=lothringiſchen Landtagsabgeordneten fordert.
Nächſte Sitzung Samstag 11 Uhr —
Tagesord=
nung: Marine=Etat. — Schluß nach halb 7 Uhr.
Luftfahrt.
* Paris, 28. Febr. Auf dem Flugfeld von
Char=
tres unternahm der Militärflieger Frantz mit ſechs
Fahrgäſten an Bord eines Zweideckers einen
Höhen=
lug und erreichte in einer Viertelſtunde eine Höhe von
600 Meter, was eine Rekordleiſtung darſtellt.
* Brüſſel, 28. Febr. Der Flieger Brindejonc,
der mit ſeinem Eindecker um 8.20 Uhr vormittags in
Calais aufgeſtiegen war, iſt um 10.10 Uhr auf dem
Flugplatz Berchen bei Brüſſel glatt gelandet.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a M., 28. Febr. (
Börſen=
wochenbericht.) Die Friedenshoffnungen der Börſen
ſcheinen ſich allmählich zu verwirklichen, wie insbeſondere
die teilweiſe Demobiliſierung Oeſterreichs und Rußlands
jetzt zur Tatſache wird. Unter dieſen Auſpizien konnte
weiterhin eine recht feſte Stimmung Platz greifen,
wo=
bei der Verkehr zeitweiſe ſehr lebhaft und animiert war.
Am Donnerstag machte ſich eine gewiſſe Entnüchterung
geltend, die vorwiegend durch die geſpannte Lage des
Geldmarktes hervorgerufen wurde. Der Privatdiskont
erhöhte ſich auf 5¾ Prozent, doch konnte die
Ultimo=
verſorgung glatt von ſtatten gehen, da die Seehandlung
in Berlin Ultimogeld zu 5¾ Prozent abgab. Jetzt kommt
auch noch das Reich und Preußen mit je einer 4
prozen=
tigen Anleihe von 50 Millionen Mark reſp. 100 Millionen
Mark an den Markt, die am 7. März zum Emiſſionspreis
von 98,.60 Prozent aufgelegt werden. Sperrſtücke oder
Eintragung ins Grundſchuldbuch bis 15. Januar 1914
ſind um 20 Pfg. billiger erhältlich. Bezüglich der
Geld=
marktlage hierzu verſtimmte, daß die Konſorten obiger
Anleihen die Zeichnungsgelder nicht dem Markte zur
Verfügung ſtellen können, ſondern zumeiſt nach den
Ein=
zahlungsterminen des Publikums an die Seehandlung
abführen müſſen, insbeſondere bereits am 27. März, alſo
vor Ultimo volle 120 Millionen Mark. Die am 1. April
fälligen Schatzanweiſungen des Reichs und Preußens
werden gegen gleichverzinsliche Obligationen umgetauſcht
und dabei eine Bonifikation von 1 Mark pro 100 Mark
vergütet.
Zu den Einzelheiten des Geſchäfts übergehend, ſind
die verſchiedenen deutſchen Renten um Bruchteile
abge=
ſchwächt, da das Privatpublikum größere Poſten
ver=
kaufte, um gegen obige neuen Anleihen, die zu einem
billigeren Emiſſionskurs herauskommen, einzutauſchen.
Ausländiſche Staatsfonds, die ja meiſt höher rentieren,
lagen feſter, beſonders wieder die ruſſiſchen Gattungen.
Der überaus herzliche Schriftenwechſel zwiſchen dem
Kai=
ſer Nikolaus und dem neuen Präſidenten Frankreichs
wurde derart kombiniert, daß demnächſt eine große
ruſ=
ſiſche Anleihe in Paris zum Abſchluß kommen dürfte.
Mexikaner waren nachgebend auf die höchſt ungünſtige
innerpolitiſche Lage dieſes Landes.
Von Transportaktien waren Hamburger Paketfahrt,
Norddeutſcher Lloyd, öſterreichiſche Staatsbahn und
Süd=
bahn (Lombarden) am bevorzugteſten und weſentlich
höher gegen die Vorwoche. Ebenſo ſind die meiſten
ruſſi=
ſchen Prioritäten, ſowie 3prozentige Südbahn (
Lombar=
den) um mehrere Zehntel geſtiegen. Am Bankenmarkt
haben die Aktien der leitenden Inſtitute, wie Diskonto=
Kommandit, Darmſtädter, Deutſche, Dresdener, Berliner
Handelsgeſellſchaft und öſterreichiſche Kreditakien
an=
ſehnlich avancieren können, während Mittelbanken kaum
verändert ſind. Kolonialwerte waren mehr beachtet auf
das größere Intereſſe der Regierung für deren
Entwickel=
ung, beſonders durch die Bahnbauten. South=Weſtafrika
lebhafter. Ein revidiertes deutſch=engliſches Abkommen
über die portugieſiſchen Kolonien ſehe die Abrundung
Südweſtafrikas im Norden und die Möglichkeit der
bahn=
mäßigen Erſchließung der Geſellſchaftsintereſſen von
An=
gola aus vor .
Am Montangebiet vollzog ſich eine hauſſeartige
Be=
wegung, nachdem auch die Spekulation wieder ſehr rührig
war, ohne daß jedoch ſtichhaltige Gründe für die
Steiger=
ungen vorlagen. In der Hauptverſammlung des
Stahl=
werksverbandes wurde berichtet, daß die
Be=
chäftigung bei den Verbandsmitgliedern nach wie vor
durchaus befriedigend ſei und Abruf ſowie Verſand
hal=
ten ſich auf der Höhe der Vormonate. Der Fortgang, des
Verkaufs für das zweite Viertel des Jahres 11913 wurde
zu den bisherigen Preiſen und Bedingungen beſchloſſen
und freigegeben. Das Auslandsgeſchäft iſt noch
zufrieden=
ſtellend, nur im Verkehr mit den Balkanſtaaten herrſcht
Stille vor. Das Stabeiſengeſchäft geſtaltet ſich
zurzeit recht verſchiedenartig; für neue Abſchlüſſe, ſoweit
zie nicht dem regulären Verbrauch entſprechen, beſteht
wenig Neigung, dagegen iſt der Abruf auf die alten
Kon=
trakte recht befriedigend. In den Lieferfriſten iſt indeſſen
bereits ein Rückgang feſtzuſtellen, was darauf ſchließen
läßt, daß einzelne Werke nicht mehr ſo ſtark beſetzt ſind.
Die hier und dort am Markt hervorgetretenen
billi=
geren Offerten haben bisher für weitere
Abſchlußtätig=
keit in größeren Poſten oder auf längere Zeit Anregung
nicht bieten können; auch das Ausland hält entſchieden
mit neuen Käufen zurück, obwohl auch hier verſucht wird,
durch niedrigere Preisſtellung den Verbrauch anzuregen.
Die (Verſuche, einen Zuſammenſchluß für Stabeiſen
zu=
ſtande zu bringen, ſcheinen vorerſt ausſichtslos.
Erwäh=
nenswert iſt die Preisermäßigung für Zinkblech und der
Preisrückgang für Meſſingdrähte infolge des neuerlichen
Preisnachlaſſes auf dem Rohkupfermarkte. Meſſinadrähte
ſind im Wettbewerb bis auf 136 Mark Grundpreis
her=
untergegangen. Mit ganz großen Poſten iſt noch unter
dieſem Satze anzukommen.
Am Kaſſainduſtriemarkt war der Verkehr etwas
be=
lebter; auch bemerkte man wieder Kauforder zu
Anlage=
zwecken. Kleyer erholten ſich auf 591. Benz bis 250½
Daimler auf 308½, Bielefelder Maſchinen (nach
Aus=
übung des Bezugsrechts) auf 410½, Moenus auf 309,80,
Holzverkohlung auf 339, Gummi Peter auf 80,
Illkirche=
ner Mühlenwerke auf 128½, Allgemeine
Elektrizitäts=
geſellſchaft auf 235¾, Schuckert auf 144, Weſteregeln Alkali
auf 208 und Zellſtoff Waldhof auf 239½. Kunſtſeide
lagen ruhiger bei 66,25. Nach der demnächſt vollzogenen
Sanierung dürfte etwas mehr Bewegung in dieſe Aktien
kommen, um ſo mehr, als die Elberfelder
Glanzſtoffabri=
ken durch ihre nunmehrige Intereſſengemeinſchaft
betei=
ligt ſind.
Bei Wochenſchluß bleibt die Haltung abwartend und
reſerviert auf die Geldlage. Der Privatdiskont erhöhte
ſich auf 5¾ Prozent. In Montanwerten fanden größere
Gewinſtrealiſationen ſtatt. Die ſonſtigen Gebiete waren
ruhig; auch Chemiſche Aktien vernachläſſigt Höchſter bei
628½. Badiſche Anilin zu 531½. Die Dividende der
Deutſchen Reichsbank beträgt für das abgelaufene
Ge=
chäftsjahr 6.95 Prozent gegen 5,86 Prozent im Vorjahre.
Die luremburgiſche Prince Henri=Bahn verteilt 40 Francs
gegen 34 Francs im Vorjahre.
Von Loſen notieren: Augsburger 33,60,
Braunſchwei=
ger 197,25, Meininger 3425, Genuaer 206, Türkiſche 160,
Freiburger 110 (nominell), Ungariſhe 379, Mailänder
45=Fr.=Loſe 138, Venediger 53,60, Mailänder 10=Fr.=Loſe
34,90, Raab=Grazer=Anr.=Sch. 39,80 in Reichsmark,
Gothaer Prämie II 115506. Donau=
Regulier=
ung 170B, Madrider 77,40B, in Prozenten;
fer=
ner ſchließen: 4proz. Reichs (rückzb. 1918) 99,40, 3½proz.
Reichs 87,70, 3proz. Reichs 77, 4proz. Heſſen von 1899
98,50, 4proz. Heſſen von 1906 98,50 B. 4proz. Heſſen von
1908/09 98.60, 4proz. Heſſen (rückzb. 1921) 100,20, 3½proz.
Heſſen 86,20 G, 3proz. Heſſen 75, 4proz. Darmſtädter 97.50,
3½proz. Darmſtädter 87,50, 4proz. Heſſ. Land.=Hyp==
Pfdbr. (S. 18—23) 99,20, 4proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr.
(S. 24—25) 99,30 6, 3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr
7S. 3—5) 87,10 6, 3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 9
bis 11) 87,30, 4proz. Heſſ. Komm.=Pfdbr. (S. 10—12)
99,20 G, 4proz. Heſſ. Komm.=Pfdbr. (S. 13—14) 99,30,
3½proz. Heſſ. Komm.=Pfdbr. (S. 1—3) 87,30 G, 3½proz.
Heſſ. Komm.=Pfdbr. (S. 4) 87,20 G, Darmſtädter Bank
12475, Südd. Eiſenb.=Geſ. 129,50, Südd. Immob.=Geſ.
(Mainz) 60 B, Lederwerke, vorm. Spicharz,
Offen=
bach a. M. 63,50 B, Lack= und Farb Fabr. Schramm,
Offenbach a. M. 172 G, Faber u. Schleicher, A.=G.,
Offen=
bach a. M. 129, Chemiſche Mühlheim a. M. 67 90,
Schan=
tung 129½, South=Weſtafrika 128 P, Otavi=Anteile 109,
Otavi=Genußſcheine 76½, 4½proz, Ruſſen 99,95, 4proz.
1880er Ruſſen 89,40, 4proz. 1902er Ruſſen 90, 3¾0proz
Ruſſen 86,50, 3½proz. Ruſſen 82,75, 3proz. Ruſſen 73,50,
4proz. unifiz. Türken 86,90, 4proz. Adminiſtr.=Türken 77,50,
4proz. Bagdad=Türken 80 P, 4proz. konvert. Türken
1905/11 75, 5proz. Bulgaren 99,10, 4½proz. Serben
8880 G, 4proz. Serben 80,85 G, Griechen von 1890
58,60 G, Griechen von 1887 54,60 G, 5proz. Chineſen 99 G,
4½proz. Chineſen 92,80, 5proz. Chineſen (Tientſin=
Pukow) 96 B, 4½proz. Japaner 91,25, 4proz. Japaner 85.
Erdbeben.
H.B. Innsbruck, 28. Febr. In Innsbruck und
Umgebung wurden heute morgen 6 Uhr 40 Min. zwei
ziemlich heftige Erdſtöße verſpürt. Die Fenſter
klier=
ten und Gegenſtände fielen zu Boden. Seit letzter Nacht
herrſcht in ganz Nordtirol ſtarker Schneefall. Aus
Vorarl=
berg werden große Grasbrände in der Rheingegend
ge=
meldet, denen viele tauſend Quadratmeter zum Opfer
fielen.
Der Balkankrieg.
Die albaniſche Flage.
* London, 27. Febr. Das Reuterſche Bureau
er=
fährt aus diplomatiſchen Quellen, daß die Lage
hinſicht=
lich Albaniens augenblicklich folgende iſt: „Obgleich ein
Einverſtändnis unter allen Mächten über die
Hauptfra=
gen der Abgrenzung Albaniens in Ausſicht ſteht
macht es doch die Fortſetzung des Kriegszuſtandes,
be=
onders die Kriegslage um Skutari, augenblicklich ſehr
ſchwierig, endgültige formelle Entſcheidungen zu treffen.
Sobald der Friede einmal geſchloſſen iſt, werden die
Erörterungen der letzten Wochen und die dabei gemachten
Vorſchläge, welche ſchon eine weſentliche
Entſpan=
nung herbeigeführt haben, wahrſcheinlich ſofort zu
einer freundſchaftlichen Regelung führen. Trotz des
Geiſtes der Verſöhnlichkeit und Solidarität, von denen
die Mächte bei dieſen Verhandlungen Beweiſe gaben,
darf man nicht erwarten, daß eine grundſätzliche
Uebereinſtimmung hinſichtlich beſtimmter Teile
Albaniens ſich in formelle entſcheidende Verabredungen
umſetzt, bevor die Lage, welche durch die Fortſetzung des
Krieges geſchaffen iſt, einen weniger unſicheren Charakter
annimmt.”
Die Türkei und England.
* Konſtantinopel, 27. Febr. In einer
Beſprech=
ung der Frage der Inſeln betont der Tanin, daß
Eng=
land nicht nur gemeinſam mit den anderen
Groß=
mächten, ſondern auch allein durch den Zypern=Vertrag
die Integrität des türkiſchen Reiches in
Aſien garantiert habe. Da die Inſeln des Archipels dem
aſiatiſchen Kontingent angehörten, ſo müſſe England jetzt
dieſen Vertrag anwenden. Das Blatt weiſt auf die
tür=
kenfeindlichen Demonſtrationen Englands hin, wie zum
Beiſpiel auf die Entfernung der türkiſchen Fahne auf
Kreta und deren Erſetzung durch die griechiſche.
Friedensverhandlungen.
* Paris, 28. Febr. Der Konſtantinopeler
Sonder=
berichterſtatter des Matin meldet, der Großweſir Mahmud
Schefket Paſcha habe ihm nach einem Beſuch bei den
Bot=
ſchaftern Frankreichs und Rußlands geſagt, die Türkei
ſei in ihren Friedensvorſchlägen bis zur äußerſten Grenze
der Zugeſtändniſſe gegangen. Damit der Friede jetzt
hergeſtellt werde, müßten die Großmächte die Bulgaren
auffordern, ſich weniger unverſöhnlich zu zeigen.
* London, 27. Febr. Die heute nachmittag
abge=
haltene Konferenz der Botſchafter, welche einen
nicht formellen Charakter trug, hat unter dem Vorſitz des
ſtändigen Unterſtaatsſekretärs des Auswärtigen Amts
Sir Arthur Nicolſon, ſtattgefunden, da Staatsſekretär
Grey noch nicht nach London zurückgekehrt iſt.
Kriegsoperationen.
* Sofia, 27. Febr. Auf allen
Kriegsſchau=
plätzen ſind die Operationen wegen
ungewöhn=
lichen Froſtes und Unwetters eingeſtellt.
* Konſtantinopel, 28. Febr. Die Verſchiffung
von Truppen aus Gallipoli nach einem anderen
unbekannten Orte, an dem eine Landung geplant iſt
dauert fort. Große Truppentransporte ſind
geſtern abend von dem Galata=Kai abgefahren. Der
Kommandant des 10. Armeekorps, Hurſchid Paſcha, und
der Generalſtabschef Enver Bey trafen heute aus den
Dardanellen ein und konferierten auf der Pforte mit dem
Großweſir.
Wien, 27. Febr. Die Wiener Allgemeine Zeitung
meldet aus Belgrad von beſonders informierter Seite,
die ſerbiſche Regierung habe ſich entſchloſſen, im
Ein=
vernehmen mit Griechenland ein Hilfskorps
von über 30000 Mann auf griechiſchen Schiffen von
Saloniki den Montenegrinern zu Hilfe zu ſchicken, um
Skutari zu Fall zu bringen. Das
Expeditions=
korps mit den zehn Belagerungsgeſchützen, 24
Feld=
geſchützen, dem Geniekorps und dem Munitionspark ſoll
in Durazzo, Giovanni di Medua und Antivari landen
und von dort nach Skutari marſchieren.
*
Berlin, 28. Febr. Die Voſſiſche Zeitung meldet
nach einem Wiener Telegramm, daß die beſchloſſene
Entſendung ſerbiſcher Trupven und
Ge=
ſchütze gegen Skutari auf das Betreiben der
ruſ=
ſiſchen Kriegspartei und des Großfürſten Nikolajewitſch
zurückgeht. Durch die Einnahme Skutaris ſoll die
alba=
niſche Grenzfrage verwickelter und der
öſterreichiſch=
ruſſiſche Gegenſatz verſchärft werden. Als der günſtige
Eindruck des Handſchreibens des Kaiſers Franz Joſef
merkbar wurde, eilte im Auftrag der Kriegsyartei die
Tochter des Königs von Montenegro, die Großfürſtin
Militza Nikolaiewna, nach Cetinje um auf einen
ener=
iſchen Angriff gegen Skutari zu dringen, weil ohne die
Einnahme Skutaris der Zar einwilligen würde, daß dies
albaneſiſch bleibe. Gleichzeitia wurde Serhien
angewie=
ſen, Montenearo bei dem Anariff zu unterſtützen.
Die=
ſer ſchlua jedoch fehl. Jetzt ſoll ein zweiter Sturm
erfol=
gen. Die Kriegspartei beſchleunigt ihre Maßnahmen,
weil bekannt wurde, daß der Zar in Telegrammen an
den Kaiſer Franz Joſef und an den Erzherzog=
Thron=
folger ſeine Einwilligung auf den öſterreichiſchen
Vor=
ſchlag einer beiderſeitigen Abrüſtung übermittelt hat.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Charlottenburg, 28. Febr. In das Vereinshaus
des Deutſchen Kriegerbundes zu Charlottenburg ſind
nachts Geldſchrankeinbrecher in die zwei
Trep=
pen hoch gelegenen Geſchäftsräume eingedrungen, haben
die Türen mittels Nachſchlüſſels geöffnet und den
Geld=
ſchrank angebohrt. Jedenfalls ſind ſie geſtört worden, da
der Geldſchrank nicht geöffnet war.
* Mannheim, 28. Febr. Zum Inte ndanten des
Hof= und Nationaltheaters in Mannheim wurde
einſtim=
mig Herr Bernau, Direktor des Deutſchen Theaters in
Koln, gewählt.
* Köngsberg i. Pr., 28. Febr. (Amtliche Meldung.)
Am 27. ds. Ms., 8 Uhr 5 Min., wurde von dem D=Zug 4
in Kilometer 597, 872 der Strecke Königsberg-
Eydtkuh=
nen ein Fuhrwerk überfahren. Das Fuhrwerk
iſt anſcheinend infolge Schlafens des Kutſchers auf den
die Bahn in Kilometer 597, 454 rechtwinklich kreuzenden,
mit Schranke und Beleuchtung verſehenen Uebergang
zwi=
ſchen den Bahnkörper gelangt, in den Gleiſen entlang
ge=
fahren und vom D=Zug erfaßt worden. Der Kutſcher und
das Pferd wurden getötet, der Wagen zertrümmert.
Der Beſitzer des Fuhrwerks iſt noch nicht ermittelt.
* Paris, 28. Febr. Wie aus San Sebaſtian
wei=
ter gemeldet wird, ſind bei dem Brande des Théätre des
belles Arts” außer dieſem noch 7 Gebäude durch die
Feuersbrunſt zerſtört worden. Ein Feuerwehrmann iſt
ſchwer verletzt worden.
* Kriſtiania, 28. Febr. Das Fangſchiff „
Her=
tha” geht am Samstag von Sandfjord ab und wird
Tromſö am 10. März erreichen. Die erforderliche
Mann=
ſchaft für die Hilfsexpedition iſt jetzt angeworben,
Außer dem Leiter Staxrud und Dr. Boſchmann beteiligen
ſich die beiden bekannten Eisfahrer Sören Zachariaſſen
und Nois mit zwei geübten Hundefahrern und drei
Lapp=
ländern an der Expedition. Die Zeitungen Tidens
Te=
gen und Aftenpoſten veröffentlichen ein drahtloſes
Tele=
gramm aus Spitzbergen vom 27. Februar, wonach aus
der Croß=Bay telegraphiert wird, daß der Leiter des
dor=
tigen deutſchen Obſervatoriums, Dr. Wegener, mit einer
Hilfsmannſchaft verſuche, von der Kings=Bay aus die
Wijdebucht und das Expeditionsſchiff in der
Teurenburg=
ucht zu erreichen. Er und ſeine Begleiter ſind am 25.
Februar aufgebrochen und haben auf ihrem Marſch
Pro=
viantdepots angelegt. Die Croß=Bay war in den
letz=
ten Tagen mit Eis bedeckt. Von der Mündung des
Js=
fjords bildete ſich mehrere Kilometer einwärts ebenfalls
neues Eis.
* Ottawa, 28. Febr. Das Unterhaus nahm in
zweiter Leſung das Bordenſche Marinegeſetz an.
Der Führer der Oppoſition, Wilfrid Laurier, erklärte, es
ſei kein Grund zu der Annahme vorhanden, daß ſich die
deutſchen Marineausgaben gegen England richteten. Sie
ſtänden nur im Einklang mit dem Wachstum der
deut=
ſchen Bevölkerung und des deutſchen Handels.
* Mexiko, 28. Febr. Präſident Huerta
über=
mittelte dem eigens für den Zweck zuſammengetretenen
Abgeordnetenhauſe ein von ihm entworfenes
Amneſtie=
geſetz, das für alle eines politiſchen Vergehens
Beſchul=
digten gelten ſoll, die ſich innerhalb 15 Tagen nach dem
Erlaß den Behörden ſtellen, — General Felipe Angeles iſt
zum Militärattaché der mexikaniſchen Geſandtſchaft in
Brüſſel ernannt worden, wahrend Viktor Hernandez in
gleicher Eigenſchaft nach Paris geht.
Berlin, 28. Febr. Vor der Zivilkammer des
hieſi=
gen Landgerichts gelangte heute die Klage des
Kai=
ers als Gutsherr von Kadinen gegen den Pächter
ſeines Vorwerks, Helmuth Sohſt, zur Verhandlung. Der
Kaiſer wurde vom Landgericht mit ſeiner Klage auf
Auf=
rechterhaltung der Kündigung zum 30. Juni 1913
abge=
wieſen. Der Pächter bleibt ſomit noch 5 Jahre auf
Rehberg.
— Berlin, 28. Febt. Zu dem Unfall im
Deut=
chen Opernhauſe zu Charlottenburg wird
noch mitgeteilt: Der Unfall ereignete ſich während der
Vor=
bereitung für die geſtrige Abendvorſtellung. Als der
ge=
waltige Kuppelhorizont, der einen Hauptbeſtandteil
der vielbewunderten Fortunybeleuchtung bildet, für die
Abendſzenerie um einige Zentimeter tiefer geſenkt werden
ſollte, brach, wahrſcheinlich infolge eines Materialfehlers,
eine der hinteren Stangen, an denen der Horizont hängt.
Infolgedeſſen ſtürzte der Horizont herunter.
Ob=
wohl er nun nicht ganz 2 Meter über dem Bühnenboden
hängt, ſo führte der Sturz doch infolge der gewaltigen
Maſſe der Kuppel (ſie iſt 18 Meter hoch, 18 Meter breit
und 16 Meter tief) und des koloſſalen Gewichts von 20000
Kilo zu einem zweimaligen Knicken der ſtarren
Eiſenkonſtruktion. Glücklicherweiſe war die Bühne,
ſoweit ſie von der Kuppel umfaßt wird, im Augenblick des
Unfalls von Menſchen leer, da grundſätzlich bei jeder
Be=
wegung der Kuppel alle Arbeiter aus dem Aktionsradius
entfernt werden. Dieſe Sicherheitsmaßregel wird
da=
durch ermöglicht, daß alle Bewegungen der Kuppel mittels
Druckknopfſteuerung erfolgen. Die Kuppel wird nunmehr
völlig abmontiert, und es dürfte durch angeſtrengte
Ar=
beit möglich ſein, die Bühne bis zur nächſten Vorſtellung
für die Aufführung wieder frei zu machen.
HB Minden i. W., 28. Febr. Zu dem Tode des
Kam=
merherrn Regierungsrat Dr. Freiherr von der Horſt
auf dem Gute Hollwinkel verlautet jetzt, daß ſich der
Kam=
merherr mit ſeinem Jagdgewehr erſchoſſen haben ſoll.
HB Gleiwitz, 28. Febr. Der Anführer der
ober=
chleſiſchen Kaſſenräuberbande, die im
De=
zember den Raubüberfall auf den Geldtransport der
Katto=
witzer Aktien=Geſellſchaft unternommen hatte, iſt heute
feſtgenommen worden. Es iſt der frühere Bergarbeiter
Franz Boritzka in Neudorf. 7000 Mark, zwei
Browning=
piſtolen und hunderte von Patronen wurden in ſeiner
Wohnung vorgefunden. Seine Familie wurde mit
ver=
haftet.
HB Wien, 28. Febr. Der kaufmänniſche Vertreter
Dr. Weißbach aus Freiberg in Sachſen, der ehemalige
Bürgermeiſter von Dippoldiswalde, iſt auf Erſuchen des
Landgerichts Freiberg i. S. hier wegen Verdachts der
Depotunterſchlagung verhaftet worden. Die
Ange=
legenheit hängt mit den bereits gemeldeten großen
Diffe=
renzen in der Vereinsbank in Dippoldiswalde zuſammen.
Briefkaſten.
H. W. Okkultismus — Zweig der Philoſophie,
der ſich mit Hypnoſe, Hellſehen, Telepathie u. a. beſchäftigt.
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V.828
Die moderne Zeit. Tas geitige, geſchäftliche und ſelbſt
das geſellige Leben beanſpruchen in den letzten
Jahr=
zehnten eine weſentliche erhöhie Leiſtungsfähigkeit der
Körver= und vor allem der Nervenkräfte. Es iſt daher
durchaus verkehrt, wenn ganz einſeitig nur auf die Pflege
der Muskeln allein Wert gelegt wi d, während man der
Pflege ſeiner Nerven nur geringe Aufmerkſamkeit ſchenkt,
Die moderne Zeit verlangt von uns täglich aufs neué
Einſetzung der ganzen Kraft des Geiſtes und der Nerven,
Es liegt daher im Intereſſe jedes einzelnen Menſchen,
insbeſondere aber ſolcher, deren Beruf eine intenſive
geiſtige Tätigkeit erfordert, für die Regeneration des
Nervenſyitems zu ſorgen. Ein Mittel dafür gibt es in
dem Lecithin, d. h. der Nervenſubſtanz, welche man nach
einem neuen Verfahren von Profeſſor Dr. Habermann
und Dr. Ehrenfeld in phyſiologiſch reiner Form herſtellt=
Dieſe phyſiologiſch reine Nervenſubſtanz. deren Wirkung
auf das Nervenſyſtem und auf den Geſamtorganismus
des Menſchen eine überraſchend günſtige iſt, iſt nur in dem
bekannten Präpargt „Biocitin” in der betrachtlichen
Menge von 10 % enthalten. Die Biocitin=Fabrik,
Berlin S 61, ſendet auf Wunſch gern ein
Geſchmacks=
muſter mit ausführlicher Broſ vüre gratis zu.
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De LEN IM ScHAUKASTEN GRAFENSTR. A.
Bie
Aus dem Geſchäftsteben.
„Kornfranck”. Unter dieſem Namen wird ein
eues Kaffee ſetränk (kein Bohnenkaffee) in den Handel
gebracht, welches aus Roggenkorn unter Anwendung eines
ganz neuen eigenartigen Verfahrens hergeſtellt wird, iſt
preiswürdig im Einkauf, kräftig in Geſchmack und
ſpar=
ſam im Gebrauch. Die Hausfrau hat ſchon bei dem
erſten Verſuch mit „Kornfranck” die Erfahrung gemacht,
daß ſie durch Verwendung dieſes Fabrikates einen guten
Kaffee auf den Tiſch bringen und dabei noch ſparſam
wirtſchaften kann. „Kornfranck” wird wie Bohnenkaffee
zubereitet. Den echten „Kornfranck” gibt es nur unter
dieſem Namen und nur in grünen Paketen mit
dunkel=
grünen Bändern.
Zahnſchmerzen plagten den Menſchen ſchon vor
Jahrtauſenden. Sie ſind das Reſultat aller im Munde
wirkenden Schädlichkeiten. Es gibt nur ein Mittel, ihre
Ausbreitung zu hemmen und ihre Folgen zu beſeitigen:
Die Mundhygiene verbunden mit ſachgemäßer Ers
nährung im Kindesalter. Sarg’s Kalodont Zahn=Créme
und Mundwaſſer iſt ein Mittel erſten Ranges, weiches
allen Anforderungen entſpricht, um eine ſachgemäße
hygieniſche Zahn= und Mundpflege durchführen zu
können. Sarg’s Kalodont iſt in allen Apotheken,
Drogerien, Parfümerien und ſonſtigen einſchlägigen
Ges=
ſc äften erhältlich.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1=
Nordamerika: Motorſchiff „Chriſtian X.‟ 25. Febr. 2 Uhr
nachm. von Baltimore nach New=York. „Lingfield”
25. Febr. von Baltimore nach Hamburg.
Süd=
amerika, Weſtküſte Amerikas: „Blücher”, ausgehend,
25. Febr. 9 Uhr morgens in Montevideo. „Dacia”
25. Febr. morgens von Maranhao nach Para. „Hohens
ſtaufen” nach Mittelbraſilien, 25. Febr. 2 Uhr
nachm=
von Oporto. „König Friedrich Auguſt”, von dem La
Plata kommend, 24. Febr. 2 Uhr nachm. von Rio de
Janeiro über Teneriffa, L ſſabon, Vigo und Boulogne
ſur Meer nach Hamburg. „König Wilhelm II.” nach
dem La Plata, 24. Febr. 2 Uhr nachm. von Liſſabon. —
Verſchiedene Fahrten: „Kronprinzeiſin Cecilie”, von der
ſiebenten Weſtindienſahrt, 25. Febr. 3 Uhr 45 Mm.
nachm. in Neworleans. „Moltke”, achte
Weſtindien=
fahrt, 25. Febr. 5 Uhr nachm. von New=York. „
Oſt=
mark” nach Indien, 25. Febr. 10 Uhr 10 Min. abends
von Cuxhaven nach Antwerpen. „Perſepolis” nach Perſien,
25. Febr. von Malta. „Uckermark” nach Indien, 25. Febr.
in Port Said.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Tiefdruckgebiet, das geſtern über der Nordſee
lag, iſt nach Weſtrußland abgezogen; das Hochdruckgebiet
bei Island iſt nach Süden vorgedrungen und bedeckt
heute England und Weſtfrankreich. Geſtern hatten wir
infolge des abziehenden Tiefdruckgebietes noch wärmere
Temperaturen, geringe Niederſchläge und nördliche Winde.
Für morgen iſt der Einfluß des Hochdruckgebietes zu
erwarten.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 1. März:
Trocken, tälter, ſtellenweiſe Nachtfroſt, nördliche Winde.
Familiennachrichten.
Für die mir aus Anlaß meines 70.
Ge=
burtstages ſo überaus zahlreich zugekommenen
Glückwünſche ſpreche ich an dieſer Stelle allen
Freunden und Bekannten, insbeſondere dem
Kriegerverein Darmſtadt, meinen herzlichſten
Dank aus.
(*5507
Friedrich Ganss.
Statt Karten!
(*5614
Für die uns anläßlich unſerer Silbernen
Hochzeit in ſo zahlreicher und liebenswürdiger
Weiſe zugegangenen Glückwünſche, bitten wir,
unſeren herzlichſten Dank auf dieſem Wege
entgegenzunehmen.
Johann Binnefeld und Frau.
Todes=Anzeige.
Allen Verwandten, Freunden und Bekannten
die ſchmerzliche Mitteilung, daß es Gott dem
Allmächtigen gefallen hat, unſeren lieben Vater,
Schwager und Onkel
(5241
Mathäus Schlauderaff
heute nacht nach kurzem, ſchwerem Leiden im
Alter von 77 Jahren zu ſich zu rufen.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 28. Februar 1913.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 2. März,
nachmittags ½4 Uhr, vom Portale des
Fried=
hofes aus, ſtatt.
Kondolenzbeſuche dankend verbeten.
Todes=Anzeige.
Freunden und Bekannten teilen wir
hier=
durch mit, daß geſtern abend unſere liebe Couſine
Fräul. Anna Marloff
verſchieden iſt.
(5199
Johanna Marloff,
Eliſabeth Reitz, geb. Marloff,
Wilhelmine Marloff,
Karl Reitz, Rechnungsrat.
Darmſtadt, Frankfurt, 28. Februar 1913.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 2. März,
nachmittags 3 Uhr, vom Eliſabethenſtift aus,
ſtatt.
Tageskalender.
Samstag, 1. März.
Großh. Hoftheater (Ab. A), Anfang 8 Uhr, Ende
9½ Uhr: „Jedermann”.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Vorführung der Romperit=Spreng=
Kul=
tur durch die Dresdener Dynamitfabrik um 4 Uhr auf
der Marienhöhe (Gartenbauverein).
Hauptverſammlung des Bezirksvereins
Beſſun=
gen um 8½ Uhr im Gaſthaus „Zum Ochſen”.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. —
Hotel Heß
um 3 und 8 Uhr. — Chauſſeehaus um 6 Uhr.
Bürger=
keller um 8 Uhr.
Sonntag, den 2. März:
Großh. Hoftheater (Volksvorſtellung), Anfang 2½
Uhr, Ende gegen 5½ Uhr: Taifun” — Abends 7 Uhr,
Ende 10¼ Uhr (Ab. D): „Manon”
Vorſtellung um 4 und 8½ Uhr im Orpheum.
25jährige Jubelfeier der Freiwilligen Sanitäts=
Hauptkolonne vom Roten Kreuz im Saalbau.
Gabelsbergerfeier der Stenographen=Vereinigung
um 7½ Uhr im „Kaiſerſaal”
Abendunterhaltung des Kutſcher= und Diener=
Vereins um 8 Uhr im „Schützenhof”
Wanderung des Odenwaldklubs nach Jugenheim
(Abmarſch um 7 Uhr vom Böllenfalltor).
Wanderung des Vogelsberger Höhenklubs nach
Höchſt (Abfahrt 7,30 Uhr).
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heß um
4 und 8 Uhr. — Rummelbräu um 4 und 8 Uhr. —
Bür=
gerkeller um 4 und 8 Uhr. — Chauſſeehaus um 4 und
7½ Uhr. — Britannia=Hotel um ½8 Uhr.
Ausſtellung von Wettbewerbsarbeiten des
Ver=
bandes der (Kunſtgewerbezeichner von 10 Uhr an,
Hügel=
ſtraße 35.
Verſteigerungskalender,
Montag, 3. März.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 9 Uhr
Hoch=
ſtraße 28.
Nutz= und Brennholz=Verſteigerung um
9 Uhr im „Darmſtädter Hof” zu Griesheim.
Drick und Berlage 4. e. Piliſce Sowachtricheret=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Nachdruck verboten.
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(5156
Weildas Publikum
längst erkannt hat, dass es
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kaufen kann als bei meiner
Firma. Dies wirdmir vonder
Kundschaft selbst des 5
f-
teren bestätigt.
Indem ich hiermit den Eingang sämtlicher
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Jünglings-Anzüge, aparte Nouheit., ℳ9, 12.50, 15, 18, 22, 28—38
Knaben-Anzüge, neueste Formen, ℳ5, 7, 10, 12, 15, 18, 20—36
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Sport-Anzüge. Sport-Paletots
5166
Lauwis
Her Nr. 1
Holsverſteigerung.
Donnerstag, den 6. März, vormittags 9 Uhr beginnend
ſollen in dem Traiſaer Gemeindewald, Diſtrikt Haide,
Dippelshof=
wald und Birkenberg nachſtehende Holzſortimente an Ort und Stelle
meiſtbietend verſteigert werden.
I. Nutzholz:
4 bis 8 Meter Länge = 2,77 Fm
1. 4 Stück Elchenſtämme
bis
2,75 „
Buchenſtämme
= 15,35 „
7 bis 18
T 54 „
Fichtenſtämme
7,97 „
4. 08 „ Fichtenderbſtangen 10 bis 17
II. Brennholz:
Scheiter: 47 Rm. Buchen, 22 Rm. Eſchen, 6 Rm. Kiefern.
Knüppel: 38 Rm. Buchen, 19 Rm. Elchen, 1 Rm. Kirſchbaum,
34 Rm. Kieſern und 31 Rm. Fichten.
Relſig=Wellen: 9,.8 Buchen, 6,3 Eichen, 1,8 Kieſern, 3,0 Fichten.
Stöcke: 5 Rm. Buchen und 10 Rm. Eichen.
Bemerkt wird, daß bei den Eicheſcheitern ſich ſehr ſchönes
Nutzholz befindet.
Traiſa, den 28. Februar 1913.
Großh. Bürgermeiſterei Traiſa.
(5950
Walter.
Nutzholz=Verſteigerung.
Es werden öffentlich verſteigert:
1. am Donnerstag, den 6. März d. Js., vorm. 9½ Uhr, auf
der Kreisſtraße von Urberach nach Offenthal, am Ortsausgang
von Urberach beginnend,
237 Akazienſtämme = 80,9 fm, 2,5—10 m. lg, 15—52 om Dchm.;
2. am Freitag, den 7. März d. Js., vorm. 9½ Uhr, auf der
Kreisſtraße von Eppertshauſen nach Münſter, am Ortsausgang
von Eppertshauſen beginnend,
61 Eſchenſtämme = 6,7 fm, 2,0—7,0 m lg., 10—26 om Dchm.
75 Ulmenſtämme = 28,2 „ 2,5—7,0 „ „ 14—52 „
3 Birnbäume 0,8
2,0—3,8
24—48
Die Bedingungen werden vor Beginn der Verſteigerungen
be=
kannt gegeben.
Dieburg, den 24. Februar 1913
(5112
Der Großh. Kreisbauinſpektor.
Tieterungs-Vergebung.
Für die Provinzial=Pflegeanſtalt der Provinz Starkenburg bei
Eberſtadt ſollen als Bedarf bis Ende März 1914 auf dem Wege des
öffentlichen Anerbietens zur Lieferung vorgeben werden:
15000 Zentner Ruhr-Nußkohlen III
300
Briketts, Marke Union‟
Die Lieferungsbedingungen liegen auf dem Geſchäftszimmer des
Hausverwalters in der Anſtalt am 5. Marz 1913, vormittags
von 8 bis 12 Uhr, oſfen. Ein Verſandt nach auswärts ſindet
nicht ſtatt.
Angebote ſind verſchloſſen und verſehen mit der Aufſchrift „
An=
gebot zu der am 1. März 1913 ausgeſchriebenen Lieſerung” bis zum
Eröffnungotermin Mittwoch. den 12. Mürz 1913, vormitiags
§ Uhr, poſt= und beſtellgeldfrei einzureichen. In den Angeboten
ſind die Bedingungen anzuerkennen.
Eberſtadt, den 1. März 1913.
Direktion der Provinzial=Pflegeanſtalt.
(5164
Dr. Tertor.
Bekanntmachung.
In unſer Handelsregiſter
wurde heute eingetragen die Firma
„Neue Eberſtädter Zeitung,
In=
haberin Katharina Bickelhaupt‟
Bickelhaupt Witwe, Katharina,
geb. Kolb, in Eberſtadt. Ange=
Buch=
gebener Geſchäftszweig:
druckerei mit Zeitungsverlag, Buch=
(5155
handlung.
Darmſtadt, 25. Februar 1913.
Großherzogliches Amtsgericht II.
Bekanntmachung.
In unſerm Handelsregiſter A
wurde heute die Firma „Neu
Eberſtädter Zeſtung, Peter Heiſt”
(5256
in Eberſtadt gelöſcht.
Darmſtadt, 25. Februar 1919.
Großherzogliches Amtsgericht II.
Bekanntmachung.
Forderungen an den Nachlaß
des verſtorbenen
Tiefbauamtsbuch=
halters H. Luber dahſer ſind
bin=
nen 8 Tagen, bei Meidung der
Nichtberückſichtigung, bei dem
Un=
terzeſchneten anzumelden u. nach=
(5120a
zuweiſen.
armſtadt, 28. Februar 19 3.
G. Stauß, Nachlaßverwalter,
Freneſtr. 5 (a. d. Frankfurterſtraße)
ule ½ Geige, gr.
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Dienstag, den 11. März ds. Js., nachmittags 3 Uhr,
werden auf der Kreisſtraße von Hahn nach Ober=Ramſtadt
66 fm Fichtenſtammholz, 6—20 m lang und 15—41 cm Durch=
(5098
in Eberſtadt. Inhaberin: Ludwig meſſer öffentlich meiſtbietend verſteigert.
Holzliſten können gegen Erſtattung von 20 Pfg. von mir
be=
zogen werden.
Zuſammenkunft der Steigerer bei km 18,00 oberhalb Hahn.
Dieburg, den 26. Februar 191:
Der Großh. Kreisbauinſpektor.
Stammholz-=Verſteigerung.
In der Westendhalle am Bahnhof Langen (Linie
Frank=
furt=Darmſtadt) werden
Moltag, den 10. März d. J., vormittags 10 Uhr
beginnend, verſteigert:
90 Eichen = 72 fm, 24 Eſchen = 12 fm, 2 Buchen
4fm, 8 Hainbuchen = 3 fm, 20 Birken = 7fm, 5 Umen
7 fm, 27 Kiefern = 30 fm.
Das Holz, faſt durchweg erſtklaſſige Ware, lagert 1—4 km von
Bahnſtation und wird auf Wunſch vorgezigt. Gedruckte Holzliſten
werden auf Anfordern von unterzeichneter Behörde koſtenlos zugeſandt.
Mörfelden, den 1. März 1913.
Großherzogliche Oberförſterei Mörfelden.
Bonhard.
(5145
Naturwein=Verſteigerung
191lef wingen a. Rh. (Bahnhofsaal) J911er
Am 26. März 1913, vormittags 12 Uhr, läßt Herr
Jean Schneider,
Weingutsbeſitzer in Ebernburg, Altenbamberg,
Schloßböckel=
heim und Siefersheim, wohnhaft zu Siefersheim (Rheinheſſen),
29 Nummern 1911er
Naturwein
1910er
3.
zuſammen ca. 33½ Stück, worunter eine größere Anzahl hochfeiner
Rieslingweine, Ausleſe und Spätleſe aus den allerbeſten Lagen
obiger Gemarkungen, verſteigern.
Probetage in der Behauſung des Verſteige ers zu Slefersheim
(IV,5188
für die Herren Kommiſſionäre am 4. und 5. März.
Allgemeine Probetage am 14., 15. und 20. März. In Bingen,
Bahnhofsſaal, am 11. und 12. März und am Verſteigerungstage.
Kohlen=Bezugs=Verein, Glück=Auf= Eberſtadt
Vergebung von Kohlen u. Briketts.
Der Bedarf von zirka 50—60 Waggon, beſtehend in
ca. 2 Waggon Nuß II, ca. 46 Waggon
Nuß III, ca. 2 Waggon Nuß IV, 2 Waggon
Feitſchrot (nur aus dem Ruhrgebiet) und
8 Waggon Briketts, Marke Union
ſoll nergeben werden.
(5133so
Angebote ſind verſchloſſen bis 10. März 1913 bei dem
Ge=
ſchäftsführer Jcan Bohn, Oberſtraße 25, einzurelchen.
Lleſerungs=
bedingungen ſind bei Genanntem in deſſen Wohnung oder gegen
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schwarz, elegante Frauen-Form, reich garniert . .
Voile, mit Spitzenkragen-Garnierungen
aus Stoffen engl. Art, 110 cm lang . . . . . . .
aus meltert oder gestreiften Phantaste-Stoffen, 120 cm lang
aus Stoffen engl. Art, mit hübscher Stoffgarnierung . .
Popelin, mit grossem Spitzenkragen . . . . . . . . .
imprägnierte Stoffe, hell- u. dunkelfarbig, 32.00, 23.00,
15.50
18.50
22.50
29.00
35.00
29.00
8.75
14.75
22.00
15.50
18.50
Spezial-Abteilung
Backfisch-Konfektion
Jackenkleid marineblau, mit reizender Garnitur . . . .
19.75
marine, in verschiedenen Ausführungen, mit Gürtel
33.00
Jackenkleid und Seidengarnitur . .
, . „
Jackenkleid Kammgarn auf Seide, flotte jugendliche Fassons . 42.00
Jackenkleider aus engl. Stoffarten, hübsche Verarbeitung
.. . . 36.00, 24.00, 17.50
,
,
Paletots aus engl. Stoffarten, moderne Fassons . 19.75, 13.50, 9.75
Paletots marine, mit verschiedenen Kragen-Garnituren
. 17.50, 12.75, 9.50
Spezial-Abteilung
Blusen u. Röcke
und
sehr aparte neue
Spitzen- u. Tüllblusen Fassone 3.65, 7.75, 14.50 höber
und
Seidene Blusen hell- u. mittelfarbig,
herr-
liche Ausmusterung . . . 6.50, 11.75, 19.50 höher
auf Tüll
Voile- u. Chiffon-Blusen
gearbeitet
und
in aparten Fasons, ged. Auslährung . . 10.50, 15.50, 23.00 heher.
Wollblusen in den neuesten Macharten, aus
und
soliden Stolfen, gans gefüttert . . 2.95, 3.95, 4.50
höhe=
aus guten marineblauen und
Kostümröcke schwarz. Cheviot u. Twillet-
und
4.50, 8.50, 15.50 höher
Stöllen — .
,
aus Stoffen englischer Art,
und
Kostümröcks moderne Fassons . .
2.95, 4.75, 9.75 höber
,
Konfirmationskleid ron-Einsatz . . . . . . 14.75 Weiße Anstandsröcke .von 1.35 ₰a Wollbatist mit reicher Gar-
21.00
Konfirmationskleid nierung . . . . . . . Weiße Stickereiröcke von 1.75 ₰₰ Konfirmationskleid Ia Serge oder Popeline
27.00 Lüster-Unterröcke von 4.75 ₰
Gebr. Rothsahild
(5196
Schaufenster-
Besichtigung
empfehlenswert
Markk 2
Mitglied des Rabatt-Sparvereins.
Besichtigung
unserer
reichhal-
tigen Läger ohne
jeden Kaufzwang
gestattet.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 große goldene Broſche mit Ziſelierung und
großem lila Stein in der Mitte. 1 Päckchen graue Wolle und Spitzen
1 weißer Kinderpelz. 1 grünes Perlenhandtäſchchen mit Taſchentuch.
1 Hundekette. 1 Zehnmarkſtück (in einem Laden liegen geblieben). (5144
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Spitzhund, 1 Hofhund (zugelaufen). Die Hunde können
von den Eigentümern bei dem 5. Poltzei=Revier ausgelöſt werden.
Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
(5161
Werktag, vorm. um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 2. März,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends, folgende
Apo=
theken geöffnet: Hirſch=Apotheke, Nieder=Ramſtädterſtr, und Apotheke
am Juſtizpalaſt, Bismarckſtr. Alle übrigen Apotheken ſind von
1 Uhr ab geſchloſſen.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren 1. d. Haupt= u. Reſidenzſtadt Darmſtadt
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
per ½ kg
Ochſenfleiſch . . . . . 100 Pfg.
Rindfleiſch . . . . . 90
Fett, roh
. . 70 „
Fett, ausgelaſſen . . . 80
Leber
..... . 80 „
Kalbfleiſch
. . . . 100 „
Hammelfleiſch
. 100
Bruſt . . 70
Schweinefleiſch .
94 „
Rippchen, Kammſtück,
ge=
ſalz. Fleiſch u. Kottelets 104
per ½ kg
Speck, geräuchert . . 120 Pfg.
120
Dörrfleiſch
,
120 „
Schinken m. Bein.
140 „
Rollſchinken .
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen . . . 96 „
Schwartenmagen,
96
Fleiſch= u. Bratwurſt
80 „
Leber= u. Blutwurſt .
Aufnahme der Biehbeſtande in Ausführung
des Reichsviehſeuchengeſetzes.
Die Liſte der hieſigen Beſitzer von Pferden und Rindvieh, die
gemäß den Beſtimmungen des Ausführungsgeſetzes zum
Reichsvieh=
ſeuchengeſetz und des Geſetzes über die Entſchädigung für an Maul=
und Klauenſeuche gefallenes Rindvieh beitragspflichtig ſind, liegt
vom 25. ds. Mts. ab bis einſchließlich 5. März im Stadthaus,
Zimmer 51, zur Einſicht offen. Einwendungen gegen die Liſte ſind
(4492dms
ebendaſelbſt während der Offenlage vorzubringen.
Darmſtadt, den 17. Februar 1913.
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Jaeger.
Abhanden gelommene Sparkaſſenbüicher.
Die vermißten Einlagenbücher
Nr. 68270 lautend auf den Namen Hoffmann, Emanuel,
Hoffmann, Karl,
„ 68271
*
,
37
Körner, Ludwig,
„ 138
,,
,
Möller, Elfriede,
„ 149432
Kaminsky, Guſtav,
„ 170061
Kaminsky, Fritz,
„ 170062
,
Kaminsky, Klementine,
„ 170063
,
,
Kaminsky, Franziska,
„ 170064
„
,
Graf, Liſette,
„ 193800
,
„
,
194369
Abel, Franz
der ſtädtiſchen Sparkaſſe Darmſtadt werden nach deren Satzung § 20
für kraftlos erklärt, wenn ſie nicht innerhalb drei Monaten bei
dieſer Kaſſe vorgezeigt werden.
(5119a
Darmſtadt. den 25. Februar 1913
Der Verwaltungsrat der ſtädt. Sparkaſſe.
Der ſtellvertretende Vorſitzende:
Wagner.
u
Schlachtviehmärkte Darmſtadt
im Schlachtviehhof neben dem ſtädtiſchen Schlachthof. —
Schweine=
märkte: Montags, Mittwochs und Donnerstags. Kälbermärkte
Montags und Donnerstags. Bei Kälbermärkten iſt der Verkauf
von Großpieh geſtattet. Bahnanſchluß. Modernſte, ſeit 3. Februar
ds. Js. geöffnete Neuanlagen.
(4329a
Nähere Auskunft erteilt die
Schlacht= und Viehhofdirektion.
Am 12. März 1913, vormittags 9 Uhr
WVerdingung des für das Rechnungsjahr 1913 erforderlichen Bedarfs
an Steinkohlenbriketts von 100 t für die hieſige Garniſonbäckerei
im Geſchäftszimmer des Proviantamts Darmſtadt,
Eſcholl=
brückerſtraße 25.
Lieferungsbedingungen liegen im Geſchäftszimmer zur
Ein=
ſichtnahme von 8 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags aus.
Schriftliche und verſiegelte Angebote mit der Aufſchrift
„Angebot auf Lieferung von Steinkohlenbriketts” verſehen, ſind vor
Beginn des Termins auf dem Geſchäftszimmer abzugeben.
4862ms)
Proviantamt Darmſtadt.
Die Trägerlieferung, Schmiede= und Eiſenarbeiten
für den Krankenblock I und II, Pavillon und Abſonderungshaus zum
Neubau des Garniſonlazaretts Darmſtadt, beſtehend in
rd. 14 500 kg Träger,
216 Stück Türzargen, ſowie
den erforderlichen Konſtruktionseiſen,
ſollen in einem Loſe vergeben werden.
Die Bedingungen und Zeichnungen liegen im Neubaubureau,
Stadtallee 5 (Hopfengarten), während der Dienſtſtunden von 8 bis
bis 12 Uhr vormittags und 3 bis 6 Uhr nachmittags, offen und
können daſelbſt die Verdingungsunterlagen gegen poſt= und
beſtell=
geldfreie Einſendung von 1,50 M. bezogen werden.
Die ausgefüllten Angebote ſind verſiegelt und mit entſprechen
der Aufſchrift verſehen bis zum 17. Marz 1913, vormittags
11 Uhr, an das vorgenannte Geſchäftszimmer einzuſenden, zu welcher
Zeit die Eröffnung erfolgt.
(5108
Die Zuſchlagsfriſt beträgt 28 Tage.
Darmſtadt, den 25. Februar 1913.
Militär=Bauamt.
Bekanntmachung.
Der Voranſchlag der Gemeinde Griesheim pro 1913 liegt vom
3. bis einſchließlich 9. März ds. Js. auf dem diesſeitigen
Ge=
ſchäftszimmer wiederholt zur Einſicht offen.
(5207
Griesheim, am 28. Februar 1913.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Griesheim.
Kunz.
Nutzholz-Verſteigerung.
Montag, den 10. März I. J., mittags 12 Uhr,
werden im Oberen Treburer Forſthaus bei Walldorf verſteigert:
1. 30 Stück Kiefern=Stämme III. Klaſſe — 20,17 fm
III. „ — 8,10
2. 11
„ III. „ — 10,35 „
3. 14 „
III. „ — 8,72 „
4. 12 „
Buchen=Stamm
„ — 1,75
5. 1
„=Stämme II.
, 7,65
3.
III. „ — 20,44 „
21 „
IV. „ = 5,07
(5247sid
Trebur, den 1. März 1913.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Trebur.
Bekanntmachung.
Mittwoch, 19. März I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſollen die dem Fuhrunternehme
Philipp Andel dahier
zugeſchrie=
benen Grundſtücke:
qm
Flur Nr
14 37 1873 Acker im tiefen
See,
65 2300 Acker daſelbſt,
44 1444 Acker vor dem
25
Eichelacker,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K5/13
verſteigert werden.
Darmſtadt, 6. Februar 1913.
Großh. Ortsgerſcht Darmſtadt I.
Müller. (V,4091
Kompoſt.
Mittwoch, den 5. März 1913,
vormittags 10½ Uhr,
ſoll der auf dem ſtädtiſchen Ge
lände an der Pallaswieſenſtraße
nächſt des früheren Schachtgrabens,
lagernde Kompoſt — zuſammen
zirka 540 cbm — losweiſe an Ort
und Stelle verſteigert werden.
Zuſammenkunft in der
Pallas=
wieſenſtraße, jenſeits des alter
(5068fs
Bahnübergangs.
Darmſtadt, 26. Februar 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jaeger.
Bekanntmachung.
Montag, 17. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Ingenieur Georg
Stiegler zu Oberviechtach, im
Grundbuch hieſiger Gemarkung
zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr.
qm
II 1428 188 Hofreite Pan
kratiusſtraße
Nr. 8,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K114/12
verſteigert werden.
Darmſtadt, 10. Februar 1913
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V,4089
Bekanntmachung.
Montag, 17. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Küfer Auguſt Rädge
Eheleuten dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 564 284 Hofreite
Schwa=
nenſtraße
Nr. 49,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K9/13
Darmſtadt, 10. Februar 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V,4090
Bekanntmachung.
Freitag, den 11. April 1913,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die dem Heinrich Philipp
Jacoby dahier zugeſchriebenen
Lie=
genſchaften:
Flur Nr. qm
XIX 265 2199 Acker, oberſte
Golläcker,
XIX 316 2634 Acker am Pfung
ſtädter Weg,
LXVII 18 962 Wieſe, die
Ru=
dolfswieſe,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße Nr. 1, zwangsweiſe
verſteigert werden.
Darmſtadt, 24. Februar 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
Frautz. (VI,5141
Bekanntmachung.
Dienstag, den 18. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr.
ſoll die dem Metzger Philipp
Krämer dahier und deſſen Kindern
zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
Neue
II 1215 125 Hofreite Irene=
II 1216 60
Gras=
ſtraße
garten
Nr. 4,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K97/12
Falls andere rechtliche Hinder
niſſe nicht entgegenſtehen, wird Ge
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 26. Februar 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V,5135
Bekanntmachung.
Montag, den 17. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Wilhelm Valentin
Neubauer Eheleuten dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
I 236¾/10 109 Hofreite Große
Ochſengaſſe
Nr. 16,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K52/12
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegt
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 26. Februar 1913
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V,5134
Verſteigerungs-Anzeige.
Montag, den 3. März I. J., vormittags 9 Uhr,
verſteigere ich im Hauſe
Hochſtraße 28, II.
im Auftrag der Erben die zum Nachlaß der Frau Poſtſekretär Martin
Witwe gehörigen Möbel und Haushaltungsgegenſtande, und zwar:
1 Sofa mit rotbraunem Plüſchbezug, 1 Sofa mit grauem
Bezug, 1 Tafelklavier, 1 Pfeilerſchränkchen, nußbaum
poliert, 1 Staffelei, 1 Bauerntiſch, 2 runde, 1 viereckiger
Tiſch, 1 Serviertiſch, 1 Waſchtiſch, 1 Nachttiſch, 2 Bettſtellen
mit Matratzen, 1 Weißzeugſchrank, 2 eintürige
Kleider=
ſchränke, 1 Alabaſter=Standuhr, 1 noch ſehr gute Zither=
1 Gasherd, 1 Badewanne, Bilder, Spiegel, Glas und
Por=
zellan, die ganze Kücheneinrichtung und ſonſt. Hausrat.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden gegen bare
(5177
Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 1. März 1913.
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
Bekanntmachung.
Die zwangsweiſe Verſteigerung von Waren wird Montag,
den 3. März I. Js., vormittags 10 Uhr, in der Ludwigshalle
(Obergaſſe) fortgeſetzt. Es kommen Normal= und Sporthemden,
Unterhoſen, Kragen, Herren= u. Damenhandſchuhe zum Ausgebot.
(5242
Darmſtadt, am 28. Februar 1913.
Kapp. Großh. Gerichtsvollzieher.
Bekanntmachung.
Lieferung von Betriebsmaterialien.
Die Lieferung der für das Etatsjahr 1913 erforderlichen
Betriebs=
materialien ſoll in öffentlicher Verdingung in folgenden Loſen
ver=
geben werden:
16000 kg Bindfaden,
Packkordel,
Los I
Siſal,
700 kg Plombenſchnur
5000 Stück Bindeſtricke für Wagendecken,
15000 Stück Dauerbrand= (Harz) Fackeln,
Los II
Los III 85000 kg gewöhnliche Holzkohlen,
Los IV 102000 Stück Lampenehlinder,
Los V
32000 Schachteln Streichhölzer.
Die Verdingungsunterlagen können bei unſerem Zentralbureau
(Zimmer 51 unſeres Verwaltungsgebäudes) eingeſehen oder gegen
gebührenfreie Einſendung von 50 Pfennig in bar (nicht Briefmarken
für jedes einzelne Los bezogen werden.
Die Eröffnung der Angebote findet am Samstag, 8. März 1913,
10½ Uhr vormittags, im Zimmer 72 unſeres
Verwaltungs=
gebäudes ſtatt.
Die Angebote ſind bis zu dieſer Zeit verſiegelt und mit der
Auf=
ſchrift: „Angebot auf die Lieferung von Betriebsmaterialien Los
Nr. * verſehen, porto= und beſtellgeldfrei an uns einzuſenden.
Die Zuſchlagsfriſt endet am 22. März 1913.
Mainz, den 20. Februar 1913.
Königl. Preuß. u. Großh. Heſſiſche
Eiſenbahndirektion.
IV,5155,63)
Brennholz=Verſteigerung Nr. 11
(Stadtwald).
Dienstag, den 4. März I. Js., vormittags ½9 Uhr.
werden in der Turnhalle (Woogsplatz 5) hier aus den Abteilungen 13
(Franzoſenberg), 24 (Vorderwieſenſchlag), 27 (An der wilden Sau),
ſowie aus verſchiedenen Abteilungen der Forſtwartei Beſſunger
Laub=
wald (Förſter Lehr) verſteigert:
Scheiter: 272 rm Buchen, 2 rm Hainbuchen, 110 rm Eichen,
12 rm Erlen, 14 rm Erlen (rund), 21 rm Kiefern.
Knüppel: 297 rm Buchen, 7 rm Hainbuchen, 6 rm Eſchen,
84 rm Eichen, 29 rm Erlen, 101 rm Kiefern.
Reiſigknüppel: 25 rm Buchen, 45 rm Eichen, 13 rm Erlen.
Reiſigwellen: 9,40 Hdt. Buchenwellen.
Stöcke: 57 rm Eichen (fein), 15 rm Buchen (grob), 9 rm Fichten
(grob).
Unterſtrichene Nummern kommen nicht zum Ausgebot. Weitere
Brennholzverſteigerungen finden im Beſſunger Laubwald nicht
mehr ſtatt. Um vorherige Etnſichtnahme des Holzes wird gebeten.
Darmſtadt, den 24. Februar 1913.
(4886ms
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Brennholz=Verſteigerung Nr. 12.
(Stadtwald.)
Montag, 10. März 1913, vormittags ½9 Uhr
werden in der Turnhalle (Woogsplatz 5) dahier aus der
Forſt=
wartei Heiligkreuz (Forſtwart Hofmann), das in den Diſtrikten
Kahleberg (55), Eichelacker (56) ſitzende Holz mit den laufenden
Num=
mern 1409—1719, ſowie das Dürr= und Windfallholz aus verſchiedenen
Diſtrikten mit den laufenden Nummern 1720—2036 verſteigert, und
zwar:
Scheiter: 469 rm Buchen, 95 rm Eichen, 2 rm Aſpen,
8 rm Fichten;
Knüppel: 670 rm Buchen, 183 rm Eichen, 16 rm Erlen,
8 rm Aſpen, 33 rm Fichten, 3 rm Kiefern;
Reiſig=Knüppel: 182 rm Buchen, 55 rm Eichen;
Stöcke: 23 rm Buchen (fein), 4 rm Eichen (fein) 29 rm
Fichten (grob).
Unterſtrichene Nummern kommen nicht zum Ausgebot. Weitere
Brennholzverſteigerungen ſinden in der Forſtwartei Heiligkreuz
nicht mehr ſtatt. Um vorherige Einſichtnahme des Holzes wird
gebeten
(5176sd
Darmſtadt, den 27. Februar 1913.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Kohlen=u. Sterbeverein, Friede Ober=Ramſtadt
Der Bedarf von ca. 38—45 Waggon Kohlen Nuß II (aus
dem Ruhrgebiet) und ca. 20—25 Waggon Briketts für das
Ge=
ſchäftsjahr 1913/14 ſoll vergeben werden.
(5097sid
Angebote unter der Bezeichnung „Anlieferung für Kohlen” ſind
verſchloſſen bis Samstag, 8. März 1913, bei dem I. Vorſitzenden
Adam Rückert III., Ernſt=Ludwigſtraße
einzureichen. Lieferungsbedingungen ſind bei demſelben in deſſen
Wohnung oder gegen Einſendung von 30 Pfg. zu erhalten.
Der Vorstand.
Bekanntmachung.
Unter Hinweis auf die §§ 3, 15—27 der Verordnung vom 6. Mai 1977, den
Radfahrverkehr betreffend, ſowie unter Hinweis auf die Strafbeſtimmungen im Falle
einer Verſäumnis wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Erhebung des
Stempels für Fahrräder für das Rechnungsjahr 1913
von heute ab bis 31. März 1913 an jedem
Wochentage, vormittags von 9 bis 12 Uhr,
bei Großh. Kreisamt Darmſtadt, Neckarſtraße Nr. 3, im Erdgeſchoß, Zimmer Nr. 9,
ſtattfindet.
Wir fordern daher alle Beſitzer von Fahrrädern, welche ſie auf öffentlichen
Wegen und Plätzen benutzen, auf, die Stempelabgabe während der oben erwähnten
Zeit, unter Vorlage der Radfahrkarten, zu entrichten oder, ſofern die Vorausſetzungen
hierzu vorliegen, während derſelben Zeit (ſ. § 19 Abſ. 2 der Verordnung) Antrag au
Befreiung von der Abgabe zu ſtellen.
Anſprüche auf Befreiung ſind:
1. für die Stadt Darmſtadt bei dem zuſtändigen Polizeirevier,
2. für die Landgemeinden des Kreiſes bei der Großh. Bürgermeiſterei des
Wohnorts
vorzubringen. Befreiungs=Anträge, die nach dem 1. April 1913 geſtellt werden,
können keine Verückſichtigung mehr finden.
Darmſtadt, den 17. Februar 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Michel.
Verordnung, den Radfahrverkehr betreffend.
Vom 6. Mai 1907, §§ 3, 15—27 der Verordnung.
C. Der Radfahrer.
a) Ausweis über die Perſon des Radfahrers.
§ 3. Wenn ein Fahrrad auf öffentlichen Wegen und Plätzen benutzt werden ſoll,
hat der Beſitzer hiervon dem für ſeinen Wohnort zuſtändigen Kreisamt ſchriftlich oder
mündlich Anzeige zu erſtatten und die in Nr. 58 des Tarifes zum Urkundenſtempelgeſetz
in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907 vorgeſchriebene Stempelabgabe
für die Radfahrkarte zu entrichten.
Das Kreisamt erteilt dem Anmeldenden eine auf den Namen des Radfahrers
lautende Radfahrkarte, die nach anliegendem Muſter ausgeſtellt wird.
Der Radfahrer hat die Radfahrkarte bei ſich zu führen und auf Verlangen dem
zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
Für Perſonen unter 14 Jahren erfolgt die Ausſtellung auf Antrag des Vaters,
Vormundes oder ſonſtigen Gewalthabers.
Die Radfahrkarte gilt für den Umfang des Deutſchen Reiches.
Radfahrer, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb des Deutſchen Reiches
haben, haben einen anderweiten genügenden Ausweis über ihre Perſon bei ſich zu
führen und auf Verlangen dem zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
E. Vorſchriften über die Stempelabgabe.
§ 15. Die Stempelabgabe für die Jahreskarte (§ 3, Abſ. 1), gültig vom 1. April
bis 31. März des folgenden Jahres, beträgt 5 Mark. Entſteht die Abgabepflicht in der
Zeit zwiſchen 1. Oktober und 31. März des folgenden Jahres, ſo iſt für dieſen Zeitraum
nur die Hälfte dieſes Betrages zu entrichten.
§ 16. Das Kreisamt trägt die Anmeldungen unter fortlaufenden Nummern in
ein Verzeichnis ein, erhebt die in § 15 erwähnte Abgabe und erteilt den Anmeldenden
1. eine Radfahrkarte (§ 3),
2. eine Nummerplatte, die der Nummer des Verzeichniſſes entſpricht,
§ 17. Auf der Rückſeite der Radfahrkarte ſind Stempelmarken im Betrage der
entrichteten Abgabe durch das Kreisamt aufzukleben und zu entwerten.
Bei den von der Stempelabgabe befreiten Perſonen (§ 23) erhalten die
Radfahr=
karten auf der Rückſeite den Vermerk „Stempelfrei bis 31. März 19 u.
§ 18. Die Nummerplatte trägt auf beiden Seiten auf weißem Grund in 6 cm
hoher lateiniſcher Schrift den Anfangsbuchſtaben der Behörde, die die Radfahrkarte
ausgeſtellt hat für das Kreisamt Dieburg Di) und dahinter in d em hohen Ziſſern die
Nummer der Radfahrkarte (§ 16). Die Nummern werden, je nachdem ſie von einer
Behörde der Provinz Starkenburg, Oberheſſen oder Rheinheſſen zugeteilt worden ſind.
in roter, blauer oder grüner Farbe aufgetragen. Bei den für den Landbezirk eines
Kreiſes ausgegebenen Nummerplatten iſt der betreffende Buchſtabe in der Farbe der
Nummer, bei den Nummerplatten für den Stadtbezirk eines Kkeiſes dagegen in
ſchwarzer Farbe ausgeführt.
Das Fahrrad muß beim Befahren öffentlicher Wege und Plätze mit der
Nummer=
platte verſehen ſein. Letztere, deren Inſchrift ſtets in lesbarem Zuſtande erhalten
wer=
den muß, iſt in der Richtung der Längsaxe des Fahrrades und nach vorn gerichtet derart
zu beſeſtigen, daß die Inſchriſt von beiden Seiten gut ſichtbar iſt. Die Nummerplate
wird von der Behörde beſchafft und den Beſitzern von abgabepflichtigen Fahrrädern
unentgeltlich gelieſert. Wer von der Stempelabgabe befreit iſt, hat die Koſten der
Rummerblate zu erſetzen.
Beſitzer von ſolchen Fahrrädern, die mit Nummerplatten verſehen ſind, dürfen
zur Kontrollierung der Abgabe nicht angehalten werden.
§ 19. Die Abgabe iſt von einer und derſelben Perſon, auch bei einem Wechſel des
Fahrrades, innerhalb desſelben Jahres (1. April bis 31. März) ſtets nur einmal. und
zwar erſtmalig bei der Anmeldung des Fahrrades und ſodann alljährlich im Monat
März für das darauffolgende Rechnungsjahr unter Vorlage der Radfahrkarte bei dem
Kreisamt zu entrichten.
Innerhalb der gleichen Friſten haben die Perſonen, die gemäß § 23 Befreiung
von der Abgabepflicht in Anſpruch nehmen, bei dem Kreisamt entſprechenden Antrag
zu ſtellen.
§ 20. Wer den Beſitz eines anmeldepflichtigen Fahrrades im Laufe eines Jahres
aufgibt oder verliert, hat dies dem Kreisamt ſeines Wohn= oder Aufenthaltsortes
läng=
ſtens binnen einer Woche unter Vorzeigung der Karte und Rückgabe der Nummerplatte
anzuzeigen.
Wer, ohne den Beſitz aufzugeben, das Fahrrad auf öffentlichen Wegen und
Plätzen nicht mehr benutzen will, kann ſich durch Abmelden des Rades unter Rückgabe
der Nummerplatte von der weiteren Abgabepflicht befreien.
Die Abmeldung iſt in das nach § 16 zu führende Verzeichnis einzutragen und dem
Abmeldenden auf Verlangen auf der ihm erteilten Karte zu beſcheinigen.
§ 21. Verlegt der Beſitzer eines anmeldepflichtigen Fahrrades ſeinen
Wohn=
oder Aufenthaltsort in einen anderen Kreis, ſo iſt das Rad bei dem Kreisamt, das die
Radfahrkarte ausgeſtellt hat, abzumelden und bei dem für den neuen Wohn= oder
Aufenthaltsort zuſtändigen Kreisamt unter Vorlage der Radfahrkarte anzumelden; das
letztere erteilt eine neue Nummerplatte und zieht die bisher geführte Nummerplatte
behufs Rückgabe an das zuſtändige Kreisamt ein.
§ 22. Es iſt verboten, Nummerplatten eigenmächtig anzufertigen, die Inſchrift
von Nummerplatten eigenmächtig zu ändern und ſolche Nummerplatten zu führen, die
nicht von der zuſtändigen Behörde erteilt ſind.
Der Beſitzer eines mit Nummerplatte verſehenen Fahrrades darf dieſes an
andere Perſonen zur Benutzung auf öffentlichen Wegen und Plätzen nur vorübergehend
überlaſſen.
F. Ausnahmen.
§ 23. Von der Stempelabgabe ſind befreit:
Militärperſonen und ſonſtige Perſonen, die in Dienſten des Reiches oder eines
Bundesſtaates, einer Provinz, eines Kreiſes oder einer Gemeinde ſtehen und
Fahrräder überwiegend zur Erledigung der ihnen obliegenden
Dienſt=
geſchäfte benutzen;
2. Perſonen, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zur
Arbeitsſtelle oder zur Ausübung ihres Berufes oder Gewerbes benutzen, ſofern
ihr Einkommen den Betrag von jährlich 1500 Mark nicht erreicht;
3. Schüler, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zum Beſuche
der in einer anderen Gemeinde oder mindeſtens 2½ Kilometer von der Wohnung
entfernt gelegenen Schule benutzen;
4. Perſonen, die ſich zum Kurgebrauch oder weniger als 30 Tage lang im
Groß=
herzogtum aufhalten:
5. Perſonen, die ein Fahrrad, für das die Stempelabgabe bereits entrichtet iſt,
vorübergehend benützen (§ 22, Abſ. 2).
§ 24. Wird auf Grund des § 23 eine Befreiung von der Stempelabgabe in
An=
ſpruch genommen, ſo iſt vorzulegen:
1. in den Fällen der Ziffer 1 eine Beſcheinigung der vorgeſetzten Dienßbehörde de=
daß das Fahrad ü d er wi e gend zu dientlichen Zweltel
verwendet wird.
2. in den Fällen der Ziffer 2 der letzte Steuerzettel und eine Beſcheinigung der
Bürgermeiſterei oder Polizeibehörde über das Vorliegen der weiteren
Voraus=
ſetzung. Bei Bedienſteten genügt hinſichtlich des letzten Punktes eine
Beſcheinig=
ung des Arbeitgebers, die jedoch durch die Bürgermeiſterei oder Polizeibehörde
beſtätigt ſein muß;
3. in den Fällen der Ziffer 3 eine Beſcheinigung der Bürgermeiſterei oder des
Polizeibehörde oder des Klaſſenlehrers.
Ueber den Anſpruch entſcheidet, vorbehaltlich der Beſchwerde an das Miniſterium
des Innern. das Kreisamt, bei dem die Stempelabgabe zu entrichten ſein würde.
Die Steuerbehörden ſind verpflichtet, den Kreisämtern auf Verlangen jede zur
Entſcheidung erforderliche Auskunft zu geben.
§ 25. Eine Verpflichtung zum Führen einer Nummerplatte und zum
Mit=
führen einer Radfahrkarte beſteht nicht für die in § 23 Ziffer 1 genannten
Per=
ſonen, wenn:
1. dieſe bei Benutzung des Rades Uniform, Amtskleidung oder ein Amtsabzeichen
tragen, oder
2. das Rad als zu Dienſtzwecke beſtimmt von der vorgeſetzten Behörde kenntlich
gemacht iſt.
§ 26. Ob und inwieweit Ausnahmen von den in Gemäßheit des § 13 ergangenen
Vorſchriften für den dienſtlichen Radfahrverkehr der Beamten der Poſt= und
Tele=
graphenverwaltung und anderer öffentlicher Verwaltungen, ſowie der Gendarmen
zuzulaſſen ſind, beſtimmt das Miniſterium des Innern.
G. Strafbeſtimmungen.
§ 27. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften über die Entrichtung der
Stempelabgabe werden nach dem Geſetz vom 12. Auguſt 1899 über den
Urkunden=
ſtempel in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907,
Zuwiderhand=
lungen gegen die übrigen Vorſchriften dieſer Verordnung und gegen die darin
vor=
behaltenen allgemeinen oder beſonderen polizeilichen Anordnungen (§ 13) in
Gemäß=
heit des § 366 Nr. 10 des Reichsſtrafgeſetzbuches mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder
mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
Urkundenſtempelgeſetz.
Artikel 31, Abſ. 1. Die im Art. 14 Nr. 2 bezeichneten Perſonen haben, wenn ſie
den Vorſchriften bezüglich der Verpflichtung zur Entrichtung des Stempels
zuwider=
handeln, unbeſchadet ihrer Haftpflicht für den fehlenden Stempel (Art. 14), eine
Geld=
ſtrafe verwirkt welche dem vierfachen Betrage des hinterzogenen Stempels
gleich=
kommt, mindeſtens aber drei Mark beträgt. Jede zuwiderhandelnde Perſon trifft die
ganze Strafe. Auf Beamte findet dieſe Vorſchrift keine Anwendung.
Abſ. 3. Die Verhängung der Strafe erfolgt nach Maßgabe der Vorſchriſten
des Geſetzes, die Einführung des Verwaltungsſtrafbeſcheids bei Zuwiderhandlungen
gegen die Vorſchriften über die Erhebung öffentlicher Abgaben und Gefälle betreffend,
vom 20. September 1890.
Abſ. 4. Wenn ſich aus den Umſtänden ergibt, daß eine Stempelhinterziehung
nicht hat verübt werden können oder nicht beabſichtigt worden iſt, ſo tritt ſtatt der
vorgedachten Geldſtrafe eine Ordnungsſtrafe bis zu zweihundert Mark ein.
Art. 33. Wer es, den beſtehenden Beſtimmungen zuwider, unterläßt, die nach
den Tariſnummern 10, 35, 4t, 19, 50, 53. 60, 90 erforderlichen Erkaubnisſcheine und
Karten zu löſen, verfällt in die im Artikel 31 Abſ. 1 beſtimmte Strafe. Die
Vor=
ſchrifen des Artikels 31 Abſ. 2 bis 4 finden entſprechende Anwendung.
Die hinterzogene Stempelabgabe iſt von demjenigen nachzuentrichten, der im
Falle der Löſung des Erlaubnisſcheines oder der Karte zur Zahlung des Stempels
verpflichtet geweſen wäre. Die Einziehung der Abgabe erfolgt nach Maßgabe der
Vorſchriften des Artikels 26.
Unterſteht die Perſon, die nach Abſ. 2 die Stempelabgabe nachzuentrichten hat,
wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres geiſtigen oder körperlichen Zuſtandes der
Beaufſichtigung, ſo haftet für die Entrichtung der Stempelabgabe auch derjenige,
welcher kraft Geſetzes zur Führung der Auficht verpflichtet iſt Die Haſtbarkeit tritt
nicht ein, wenn der Aufſichtspflichtige nachweiſt, daß er ſeiner Pflicht genügt hat oder
daß die Stempelhinterziehung auch bei gehöriger Aufſichtsführung erfolgt ſein würde.
Die Beſtimmung des Abſ. 2. Satz 2 findet Anwendung.
An die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Vorſtehende Bekanntmachung empfehlen wir Ihnen wiederholt in geeignet
erſcheinender Weiſe zur Kenntnis der Intereſſenten Ihrer Gemeinde zu bringen.
Darmſtadt, den 15. Februar 1913
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(4792a
Bekanntmachung.
In Gemäßheit des § 1 der Pferde=Aushebungs=Vorſchrift vom 15. September
1902 wird für das laufende Jahr die Vormuſterung des Pferdebeſtandes des
Kreiſes Darmſtadt in folgender Weiſe vorgenommen:
1. Dienstag, den 11. März 1913, vormittags 820 Uhr zu Pfungſtadt am
Ausgang nach Hahn, die Pferde aus der Gemeinde Pfungſtadt:
2. Dienstag, den 11 März 1913, vormittags 930 Uhr zu Hahn am
Aus=
gang nach Pfungſtadt, die Pferde aus der Gemeinde Hahn;
3. Dienstag, den 11. März 1913, vormittags 10 Uhr zu Eſchollbrücken
am Ausgang nach Hahn, die Pferde aus den Gemeinden Eich und Eſchollbrücken;
4. Mittwoch, den 12. März 1913, mittags 12 Uhr, zu Darmſtadt in
der Heinrichſtraße zwiſchen Wieners= und Gervinusſtraße Zugang von der
Wieners=
ſtraße, Abgang nach der Gervinusſtraße — die Pferde aus den Straßen des VI.
Poli=
zeirevier=Bezirks:
5. Mittwoch, den 12. März 1913, nachmittags 3 Uhr zu Roßdorf am
Ausgang nach Darmſtadt, die Pferde aus der Gemeinde Roßdorf;
6. Donnerstag, den 13. März 1913, vormittags 8 Uhr zu Darmſtadt in
der Blumenthalſtraße zwiſchen Lagerhaus= und Landwehrſtraße — Zugang von der
Lagerhausſtraße, Abgang nach der Landwehr= bezw. Aliceſtraße — die Pferde aus den
Straßen des III. Polizeirevier=Bezirks;
7. Donnerstag, den 13. März 1913, vormittags 930 Uhr zu
Weiter=
ſtadt am Ausgang nach Schneppenhauſen, die Pferde aus der Gemeinde Weiterſtadt:
8. Donnerstag, den 13. März 1913, vormittags 950 Uhr zu
Brauns=
hardt am Wege Weiterſtadt=Schneppenhauſen, die Pferde aus der Gemeinde
Braunshardt;
9. Donnerstag, den 13. März 1913, vormittags 10 Uhr zu
Schneppen=
hauſen am Ausgang nach Weiterſtadt, die Pferde aus der Gemeinde Schneppenhauſen;
10. Donnerstag, den 13. März 1913, vormittags 1020 Uhr zu
Gräfen=
hauſen am Ausgang nach Schneppenhauſen, die Pferde aus der Gemeinde
Gräfen=
hauſen;
11. Donnerstag, den 13. März 1913, vormittags 11 Uhr zu Erzhauſen
auf dem Vieinalweg nach Wixhauſen, in der Nähe der Dreſchhalle, die Pferde aus
der Gemeinde Erzhauſen;
12. Freitag, den 14. März 1913, vormittags 8 Uhr zu Darmſtadt am
Platz vor dem Hallenſchwimmbad, die Pferde aus den Straßen des I. und II.
Poli=
zeirevier=Bezirks:
13. Freitag, den 14. März 1913, vormittags 1020 Uhr zu Griesheim am
Ausgang nach Darmſtadt, die Pferde aus der Gemeinde Griesheim;
14. Samstag, den 15. März 1913, vormittags 8 Uhr zu Darmſtadt in der
Landgraf Philipp=Anlage, zwiſchen Wald= und Hügelſtraße — Zugang von der
Hügel=
ſtraße, Abgang durch die Waldſtraße — die Pferde aus den Straßen des IV.
Poli=
zeirevier=Bezirks;
15. Samstag, den 15. März 1913, vormittags 945 Uhr zu Eberſtadt am
Ausgang nach Seeheim, die Pferde aus den Gemeinden Malchen und Eberſtadt;
16. Samstag, den 15. März 1913, vormittags 11 Uhr zu Nieder=Beerbach
am Ausgang nach Eberſtadt, die Pferde aus der Gemeinde Nieder=Beerbach;
17. Montag, den 17. März 1913, vormittags 8 Uhr zu Darmſtadt am
Rhönring zwiſchen Moller= und Schuknechtſtraße — Zugang von der Mollerſtraße,
Abgang nach der Schuknechtſtraße — die Pferde aus den Straßen des VII.
Polizei=
revier=Bezirks;
18. Montag, den 17. März 1913, vormittags 915 Uhr zu Wixhauſen in
der Nähe des Bahnhofs, die Pferde aus der Gemeinde Wixhauſen:
19. Montag, den 17. März 1913, vormittags 945 Uhr zu Arheilgen am
Ausgang nach Kranichſtein, die Pferde aus der Gemeinde Arheilgen;
20. Montag, den 17. März 1913, vormittags 1020 Uhr zu Kranichſtein
auf der Straße nach Meſſel, die Pferde des Hofgutes Kranichſtein:
21. Montag, den 17. März 1913, vormittags 1110 Uhr zu Meſſel am
Ausgang nach Darmſtadt, die Pferde aus der Gemeinde Meſſel:
23. Dienstag, den 18. Mäkrz 1911, vormitags 8 Uhr zu Nieder=
Ramſtadt am Ausgang nach Ober=Ramſtadt, die Pferde aus den Gemeinden
Waſchenbach, Traiſa und Nieder=Ramſtadt;
23. Dienstag, den 18. März 1913, vormittags 9 Uhr zu Ober=Ramſtadt
am. Ausgang nach Nieder=Ramſtadt, die Pferde aus der Gemeinde Ober=Ramſtadt;
24. Dienstag, den 18. März 1913, vormittags 11 Uhr zu Darmſtadt
in der Klappacherſtraße zwiſchen Wittmann= und Schießhausſtraße — Zugang von der
Schießhausſtraße, Abgana nach der Wittmannſtraße — die Pferde aus den Straßen des
V. Polizeirevier=Bezirks.
Jeder Pferdebeſitzer iſt verpflichtet, ſeine ſämtlichen Pferde vorzuführen, mit
Ausnahme:
a) der unter 4 Jahre alten Pferde;
b) der Hengſte;
c) der Stuten, die entweder hochtragend ſind (deren Abfohlen innerhalb der
nächſten 4 Wochen zu erwarten iſt), oder noch nicht länger als 14 Tage
abgefohlt haben;
d) der Vollblutſtuten, die im „Allgemeinen deutſchen Geſtütbuch” oder den
hierzu gehörigen offiziellen — vom Unionklub geführten — Liſten
einge=
tragen und von einem Vollbluthengſt laut Deckſchein belegt ſind, auf
An=
trag des Beſitzers;
e) der Pferde, welche auf beiden Augen blind ſind;
k) der Pferde, welche in Bergwerken dauernd unter Tag arbeiten;
g) der Pferde, welche wegen Erkrankung nicht marſchfähig ſind oder wegen
Anſteckungsgefahr den Stall nicht verlaſſen dürfen:
h) der Pferde, welche bei einer früheren, in der betreffenden Ortſchaft
abge=
haltenen Muſterung als dauernd kriegsunbrauchbar bezeichnet worden ſind;
1) der Pferde unter 1,50 Mtr. Bandmaß.
Unter beſonderen Umſtänden, namentlich in dringenden Fällen, kann durch uns
eine Befreiung von der Vorführung geſtattet werden.
In den unter e—g aufgeführten Fällen ſind vom Ortsvorſtand ausgefertigte
Beſcheinigungen vorzulegen, denen bei hochtragenden Stuten (c) auch der Deckſchein
beizufügen iſt.
Von der Verpflichtung zur Vorführung ihrer Pferde ſind ausgenommen:
1. Mitglieder der regierenden deutſchen Familien;
2. die Geſandten fremder Mächte und das Geſandtſchaftsperſonal;
3. die aktiven Offiziere und Sanitätsoffiziere bezüglich der von ihnen zum
Dienſtgebrauch gehaltenen Pferde:
4. Beamte im Reichs= oder Staatsdienſte, hinſichtlich der zum Dienſtgebrauch
ſowie Aerzte und Tierärzie, hinſichtlich der zur Ausübung ihres Berufes
an dem Tage der Muſterung unbedingt notwendigen eigenen Pferde;
5. die Poſthalter, hinſichtlich derjenigen Pferdezahl, welche von ihnen zur
Beförderung der Poſten kontraktmäßig gehalten werden muß;
6. die ſtädtiſchen Berufsfeuerwehren.
Diejenigen, die ihre geſtellungspflichtigen Pferde nicht rechtzeitig oder
vollzählig vorführen, haben außer der geſetzlichen Strafe bis zu 150 Mark zu
gewärtigen, daß auf ihre Koſten eine zwangsweiſe Herbeiſchaffung der nicht
geſtellten Pferde vorgenommen werden wird. Die Vorführung der Pferde hat
durch zuverläſſige Perſonen und mit der erforderlichen Vorſicht zu geſchehen.
Darmſtadt, den 17. Februar 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
An das Großherzogliche Polizeiamt Darmſtadt und die Großherzoglichen
Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Indem wir Sie auf vorſtehende Bekanntmachung hinweiſen, empfehlen wir Ihnen,
dem Muſterungsgeſchäfte beizuwohnen, um dabei die nötige Unterſtützung zu leiſten
und durch Ihre Kenntnis der Perſonen und Pferde das Vorkommen von Unterſchleifen
und Täuſchungen verhüten zu helfen. Insbeſondere wollen Sie dafür beſorgt ſein,
daß die zu muſternden Pferde nicht allein zur beſtimmten Stunde pünktlich
vor=
geführt, ſondern auch gemeindeweiſe in der oben angegebenen Ordnung und
innerhalb der Gemeinden in der Reihenfolge Ihrer Liſte aufgeſtellt werden.
Dieſe Aufſtellung hat nicht erſt auf dem Muſterungsplatze zu erfolgen, die
Pferde müſſen vielmehr in dieſer Ordnung ſchon dahin verbracht werden.
Es empfiehlt ſich daher, die ordnungsmäßige Aufſtellung ſchon in Ihren
Gemeinden vorzunehmen und bei dem Marſch zum Muſterungsplatze dieſe
Ordnung einzuhalten. Die Pferde werden abgeſchirrt gemuſtert.
Die Vorführungsliſten werden Ihnen mit beſonderer Verfügung in den nächſten
Tagen wieder zugehen.
Gleichzeitig machen wir darauf aufmerkſam, daß die erforderlichen Vorkehrungen
zur Aufrechterhaltung der Ordnung und zur Verhütung von Unglücksfällen, von Ihnen
rechtzeitig zu treffen ſind.
(4507a
Darmſtadt, den 17. Februar 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung
betreffend die Maß= und Gewichtspolizei und die Durchführung der Nacheichung
im Kreis Darmſtadt.
Die im § 11 der Maß= und Gewichtsordnung vom 30. Mai 1908 vorgeſchriebene
Nacheichung der im eichpflichtigen Verkehr befindlichen Längen= und Flüſſigkeitsmaße,
Meßwerkzeuge für Flüſſigkeiten, Hohlmaße, Gewichte und transportable
Handels=
wagen unter 3000 kg ſoll im Kreiſe Darmſtadt demnächſt beginnen. Eichpflichtig
ſind nicht nur die im öffentlichen Verkehr befindlichen Meßgeräte, ſondern auch
die=
jenigen des Handelsverkehrs, wenn er nicht in offenen Verkaufsſtellen ſtattfindet,
ſowie diejenigen, die in fabrikmäßigen Betrieben zur Ermittelung des Ardeitslohnes
dienen. Die Beſitzer eichpflichtiger Meßgeräte ſind bei Meidung der geſetzlichen Strafe
verpflichtet, ihre Meßgeräte, auch wenn ſie ſchon geeicht und noch richtig ſind, bei den
örtlichen Eichtagen zur Nacheichung vorzulegen. Ausgenommen ſind ganz
aus Glas hergeſtellte Meßgeräte und alle diejenigen, welche bereits das eichamtliche
Jahreszeichen 12 oder 13 tragen. Fäſſer, große oder ortsfeſte Wagen und
Präziſions=
meßgeräte können bei örtlichen Eichtagen nicht behandelt werden; ſie ſind vom Großh.
Eichamt Darmſtadt beſonderszu behandeln.
Zur Durchführung der Nacheichung ſollen örtliche Eichtage in folgender
Reihen=
folge abgehalten werden:
In Roßdorf für Roßdorf am 3. März 1913.
In Ober=Ramſtadt für Ober=Ramſtadt am 5. März 1913.‟
In Traiſa für Traiſa am 10. März 1913.”
In Nieder=Ramſtadt für Nieder=Ramſtadt und Waſchenbach am 11. März 1913.‟
In Eberſtadt für Eberſtadt, Nieder=Beerbach, Malchen und die Mühlen am
26. März 1913
In Pfungſtadt für Pfungſtadt am 7. April 1913.‟
In Hahn für Hahn, Eich und Eſchollbrücken am 17. April 1913.
In Griesheim für Griesheim und Uebungsplatz am 19. April 1913.‟
In Weiterſtadt für Weiterſtadt und Braunshard am 11. Juni 1913.
In Gräfenhauſen für Gräfenhauſen und Schneppenhauſen am 12. Juni 1913.‟
In Wixhauſen für Wixhauſen und Erzhauſen am 16. Juni 1913.‟
In Arheilgen für Arheilgen und Kranichſtein am 18. Juni 1913.‟
In Meſſel für Meſſel am 28. Oktober 1913.
Im Bedürfnisfalle mehr als 1 Tag.
In gleicher Reihenfolge und angemeſſenem Abſtande wird die polizeiliche Maß=
und Gewichtsreviſion ſtattfinden.
Die Beſitzer eichpflichtiger Gegenſtände haben zur Vermeidung verzögerter
Ab=
fertigung die den betreffenden Gemeinden zugeteilten örtlichen Eichtage zu benützen
und — von ganz beſonderen Ausnahmen abgeſehen — nicht die Wahl, ſtatt deſſen
ihre Gegenſtände beim Großh. Eichamt in Darmſtadt nacheichen zu laſſen. Es empfiehlt
ſich deshalb, vorerſt den Eichtag abzuwarten und nicht vorher das Eichamt aufzuſuchen.
Die Nacheichung macht den Beſitzern nur unerhebliche Koſten, ſofern nicht
Repa=
raturen nötig ſind. Die Eichbeamten dürfen ſolche Reparaturen nicht mehr ausführen.
Es muß den Intereſſenten überlaſſen bleiben, ſie anderweit bei geeigneten Fachleuten
ausführen zu laſſen.
Die Gegenſtände ſind gehörig hergerichtet und gereinigt einzuliefern. Jeder
Einlieferer hat zur Vermeidung von Verluſten und Verwechslungen ein mit ſeinem
Namen verſehenes Stückeverzeichnis mit einzureichen. Bei Nichterfüllung dieſen
Forderung kann die Annahme zur Nacheichung abgelehnt werden. Die Gebühren
werden nach Monatsſchluß durch die Gemeindekaſſe eingezogen. Die dabei erhaltenen
Eichſcheine ſind ſorgfältig aufzubewahren und bei der nachfolgenden polizeilichen
Maß= und Gewichtsreviſion vorzuzeigen.
Solche Meßgeräte, die wegen ihrer Größe oder Befeſtigung am Aufſtellungsort
oder aus ähnlichen Gründen nicht eingeliefert werden können, werden auf rechtzeitigen
Antrag an ihrem Aufſtellungsort in unmittelbarem Anſchluß an den örtlichen Eichtag
nachgeeicht, ſofern dadurch kein unverhältnismäßiger Aufenthalt entſteht.
Für Eichung am Aufſtellungsort iſt als Zuſchlag zu den Gebühren in dieſem
Falle nur eine Ganggebühr von mindeſtens 1 Mark zu zahlen, während an anderen
Tagen der geſetzlich vorgeſchriebene Zuſchlag von mindeſtens 5 Mark erhoben werden
muß. Auch geht der Transport der Eichnormale auf Koſten des Antragſtellers.
Wir beauftragen die Bürgermeiſtereien, die Eichtage alsbald in ortsüblicher
Weiſe bekannt machen zu laſſen und kurz vorher nochmals darauf hinzuweiſen,
Dabei iſt den Intereſſenten zu empfehlen, daß die Einlieferung der Gegenſtände
möglichſt an den Vormittagen und nach den Anordnungen des Eichbeamten
er=
folgen ſolle.
Nachſtehende Beſtimmungen der Bekanntmachung Großh. Miniſteriums des
Innern vom 5. Juli 1912 werden der beſonderen Beachtuug empfohlen.
Darmſtadt, den 28. Februar 1913.
Großherzogliches Kreisamt.
I. V.: Dr. Michel.
5197)
Vorſchriften für die Beſitzer eichpflichtiger Meßgeräte.
§ 1. Die Beſitzer eichpflichtiger Meßgeräte ſind verpflichtet:
1. dieſe Meßgeräte, ſofern ſie noch nicht geeicht ſind, unverzüglich — Bierfäſſer
ſowie Förderwagen und Fördergefäße im Bergwerksbetriebe längſtens bis
zum 1. Januar 1913 — eichen zu laſſen:
2. dafür zu ſorgen, daß die Meßgeräte, ſolange ſie im eichpflichtigen Verkehr
angewandt oder bereit gehalten werden, innerhalb der Verkehrsfehlergrenzen
richtig ſind und, ſobald ſie dieſe Fehlergrenzen überſchreiten, aus dem
eich=
pflichtigen Verkehr entfernt werden;
3. dieſe Meßgeräte, auch wenn ſie geeicht und richtig ſind, in den durch § 11 der
Maß=und Gewichtsordnung beſtimmten Friſten nacheichen zu laſſen, inſoweit
ſie nicht von der Nacheichungspflicht ausgenommen ſind.
§ 3. Die Beſitzer haben ihre eichpflichtigen Meßgeräte zur Eichung gehörig
hergerichtet und gereinigt, ſowie mit den erforderlichen und vorſchriftsmäßigen
Stempel=
ſtellen (Zinntropfen, Eichpfropfen) verſehen, vorzulegen. Bei eichamtlichen Geſchäften
außerhalb der Amtsſtellen haben die Antragſteller dafür zu ſorgen, daß Eichmittel
(Belaſtungs=, Prüfungsmaterial) und Arbeitshilfe rechtzeitig zur Verfügung des
Eich=
beamten ſtehen, und daß der Aufſtellungsort leicht gefahrlos zugängig und ſowohl
räumlich wie in anderer Beziehung zu beſchaffen iſt, daß er für die ordnungsmäßige
Ausführung der Unterſuchung geeignet erſcheint. Bei Nichterfüllung dieſer
Verpflich=
tungen hat der Antragſteller keinen Anſpruch auf eichamtliche Erledigung.
4. Die Antragſteller ſind bei Meidung des Mahn= und Beitreibungsverfahrens
§4
verpflichtet, für die Eichung, Prüfung oder Beglaubigung der von ihnen vorgelegten
Meßgeräte die vorgeſchriebenen Gebühren und, wenn die eichamtliche Behandlung
außerhalb der Amtsſtelle erfolgt iſt, auch die vorgeſchriebenen Gebührenzuſchläge und
und Nebenkoſten zu zahlen.
§ 5. Die Beſitzer nacheichpflichtiger Meßgeräte haben die ihnen von den
Eich=
behörden ausgeſtellten Eich= und Befundſcheine bei polizeilichen Maß= und
Gewichts=
reviſionen ſowie bei Nacheichtermin vorzuzeigen.
Zu dieſem Zweck ſowie auch zur Vermeidung von wiederholter Anforderung
eichamtlicher Gebühren ſind die genannten Scheine ſorgfältig bis zur Nacheichung der
darauf bezeichneten Meßgeräte aufzubewahren.
Koſtenrechnungen oder Einzelbezeichnung der Meßgeräte ſowie Rückgabeſcheine
brauchen nicht aufbewahrt zu werden.
§ 6. Es iſt verboten, an geeichten Meßgeräten nachträglich Maße oder
Tei=
lungen oder Nebeneinrichtungen anzubringen, die die ordnungsmäßige Anwendung
und Wirkſamkeit beeinträchtigen können und deren früheres Vorhandenſein die Eichung
unzuläſſig gemacht haben würde.
Solche Meßgeräte werden als ungeeicht betrachtet und behandelt.
§ 11. Um die Weiterbenutzung unrichtiger, nicht mehr berichtigungsfähiger
Meſſinggewichte auszuſchließen, ſind die Eichämter ermächtigt, ſolche Gewichte mit
Zu=
ſtimmung des Beſitzers gegen bare Vergütung des Altmetallwertes zu den vom
Miniſterium des Innern beſtimmten Sätzen einzubehalten. Um dieſe einbehaltenen
Gewichte iſt eine beſondere Nachweiſung zu führen, die zugleich die Quittung des
Beſitzers über den Geldbetrag enthält.
Bekanntmachung.
Nachſtehende Schießtage auf dem Truppenübungsplatz bringen wir hierdurch
zur allgemeinen Kenntnis.
Darmſtadt, den 20. Februar 1913,
(4789a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppen=Uebungsplatz Darmſtadt
für die Zeit vom 25. Februar bis 20. März 1913.
Dauer der
Die Abſperrung
Datum
Truppenteil
Abſperrung
Tag
erſtreckt ſich
von 1 bis
4. März 1 Dienstag
Maſchinengewehr= 1zooP. 200 N. Bis zum Landgraben
6. März 1 Donnerstag
Ausbildungskurſus
7. März Freitag
Bekanntmachung.
Am 3., 4., 7., 11, 14., 17., 18., 28., 31. März 1913 von 85 Uhr vormittags bis
zum Dunkelwerden wird Schießen mit ſcharfer Munition von Truppenteilen des
XVIII. Armeekorps auf dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
„ Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
„ Süden: Forſthaus Steinacker- Steinhügel ausſchließlich,
Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über
Milches=
wieſe-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während des Schießens durch Poſten, Wegſchranken und Warnungstafeln abgeſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten. (
Polizeiver=
ordnung Kreisamt Darmſtadt 25. September 1909.)
Darmſtadt, den 19. Februar 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V: Dr. Reinhart.
(5123a
Bekanntmachung.
Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Gemeinderechner
Georg Wagner III. zu Nieder=Ramſtadt vom Tage der Dienſtüberlieferung an von
der Stelle eines ſtaatlichen Untererhebers für die Gemeinden und Gemarkungen Nieder=
Ramſtadt, Traiſa und Waſchenbach auf ſein Nachſuchen entbunden und dieſe Stelle
von demſelben Tage an dem Georg Wagner IV. daſelbſt übertragen worden iſt.
Darmſtadt, den 24. Februar 1913.
(5092
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Das ſtädtiſche Krankenhaus in Darmſtadt beabſichtigt einen neuen Dampfkeſſel
aufzuſtellen.
Pläne und Beſchreibung hierüber liegen 14 Tage lang, vom Erſcheinen dieſes
in dem Darmſtädter Tagblatt an gerechnet, auf dem Büro des Großh. Polizeiamts
hier zur Einſicht der Intereſſenten offen.
Etwaige Einwendungen ſind binnen dieſer Friſt bei Meidung des Ausſchluſſes
ebenda vorzubringen.
(5198
Darmſtadt, den 18. Februar 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Michel.
Darmſtadt, 5. Februar 1912.
Betreffend: Die Führung der Rekrutierungsſtammrollen; hier Zu= und Abgänge
Militärpflichtiger.
Der Zivil=Vorſitzende der Großherzoglichen Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt
an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Indem ich Sie auf die Beſtimmungen des § 45 Poſ. 13 der Wehr=Ordnung vom
22. November 1888 (Neuabdruck im Reg.=Bl. Nr. 63 von 1901) hinweiſe, nach welcher
von jeder An= und Abmeldung eines Militärpflichtigen zur bezw. von der
Stamm=
rolle infolge Aufenthaltswechſel, behufs Berichtigung der alphabetiſchen und Reſtanten=
Liſten, hierher Mitteilung zu machen iſt, empfehle ich Ihnen, die entſprechenden
Anzeigen — bei Anmeldungen unter Vorlage des Loſungsſcheins — für jeden Mann
getrennt, alsbald zu erſtatten.
D. T. Shart, Regierungsrat.
(3715a
In allen Abteilungen
fortgesetzt täglich
große Eingänge von
balstst!
Materten
Modernste
Überenngs-
Sackenkleider.
Aus Stoffen engl.
Art, ein- oder
zwei-
reihig, darunt
Sport-
fasson mit
aufgesetz-
ten Taschen, aus
marine Kammgarn
mit Seidenspiegel,
solider
Rückengar-
nitur, Rock mit
mo-
derner Kellerfalte,
Jacke mit Halbseide
gelüttert . . .
jedes
Jackenkleid
Aus marine prima.
Kammgarn, breite
Rippen, „Atelier-
Arbeit”, hohl
ver-
arbeitet, Rücken m.
Handfliegen aus
ein-
farbigen, neuesten
Stoffen, auch in
mo-
dernen Bernstein-
und Sand-Farben,
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Vili. erdentliche Landesſynode.
22. Sitzung.
g. Darmſtadt, 28. Februar.
Präſident D. Stamm eröffnet die Sitzung um
9 Uhr 15 Minuten. Syn. Walter ſpricht das Gebet.
Es kommt zur Beratung die Eingabe des Deutſch=
Evangeliſchen Frauenbundes, des Landesverbandes
evang.=kirch. Frauenvereine, Allgem. Deutſchen
Frauen=
vereins, Darmſtädter Lehrerinnen=Vereins und der
Darm=
ſtädter Konferenz für evangeliſche Gemeindearbeit,
Erweiterung der Frauenpflichten und
=Rechte im kirchlichen Gemeindeleben
betr. — Sie lautet: 1. Evangeliſche Landesſynode wolle
Schritte tun, daß die in der Gemeinde tätigen weiblichen
Hilfskräfte ihre geordnete Stelle im Leben der Gemeinde
erhalten, insbeſondere, daß der § 47, III der
Kirchenver=
fuſſung, ſoweit er die Diakonen betrifft, auf ſie für
an=
wendbar erklärt werde; 2. Den ſo in den
Gemeinde=
organismus eingegliederten Frauen, beziehungsweiſe
ihrer geeigneten Vertretung, die Berechtigung verleihen,
zu den Sitzungen des Kirchenvorſtandes zugezogen zu
werden, falls deſſem Beratungen Fragen aus dem
Ge=
biet der Fraucnarbeit behandeln.
Oberkonſiſtorialrat Euler legt den Standpunkt des
Oberkonſiſtoriums dar. — Anſtelle des verhinderten
Be=
richterſtatters erſtattet Syn. D Dr. Diehl den Bericht
des Dritten Ausſchuſſes=
Der Deutſch=Evangeliſche Frauenbund, Ortsgruppe
Darmſtadt, wandte ſich bereits im Jahre 1909 an Großh.
Oberkonſiſtorium mit der Bitte, es möchte auf dem
Ver=
ordnungsweg, entſprechend Artikel 47 Abſatz 3 der
Kir=
chenverfaſſung, den Kirchenvorſtänden empfohlen werden,
ſich der Mithilfe der chriſtlichen Frauen in der
Gemeinde=
pflege zu bedienen und dieſelben gegebenenfalls zu den
Sitzungen der Kirchenvorſtände mit beratender Stimme
einzuladen. Großh. Oberkonſiſtorium erwiderte, daß es
grundſätzlich nichts dagegen einzuwenden
babe, wenn die Frauen mit beratender Stimme zu den
Sitzungen der Kirchenvorſtände eingeladen würden, daß
es aber angeſichts der Schwierigkeiten, die — beſonders
in ländlichen Verhältniſſen — nicht zu verkennen ſeien,
ſowie der geringen Erfahrungen, die man naturgemäß
bis dahin erſt habe machen können, verfrüht wäre. jetzt
ſchon auf dem Verordnungsweg den
Kirchen=
vorſtänden entſprechende Weiſungen zu geben, zumal die
Vorſitzenden der Kirchenvorſtände über die einſchlägigen
M n nenee
geliſche Frauenbund hat ſich nunmehr unter Erneuerung
ſeiner früher ausgeſprochenen Bitte an die Landesſynode
gewandt, geht jedoch in ſeiner Eingabe jetzt noch
einen Schritt weiter, indem er um
Gewähr=
ung des Rechtes bittet, zu den Sitzungen des
Kir=
chenvorſtandes zugezogen zu werden, falls deſſen
Berat=
ungen Fragen aus dem Gebiet der Frauenarbeit
ver=
langen.
Wenn nun auch der Ausſchuß ſich die Begründung
zu dem geſtellten Antrag nicht ohne weiteres zu eigen
machen kann, wenn er die mancherlei Bedenken wohl zu
würdigen verſteht, die von den verſchiedenſten Seiten,
ſelbſt von Frauen, gegen die Genehmigung des Antrags
erhoben werden, wenn er auch der Ueberzeugung iſt, daß
die Frauen auf dem Gebiete der Pflege der Armen,
Kran=
ken und Verlaſſenen, wie auch in der Förderung der
kirch=
lichen, ſittlichen und ſozialen Zuſtände auch ohne
beſon=
dere Eingliederung in die kirchlichen Organe der
Gemein=
den Erſprießliches zu leiſten vermögen, ſo kann er doch
andererſeits ſich gegen die Tatſache nicht verſchließen, daß
eine ſolche Eingliederung ihre guten Früchte zeitigen
kann, und daß durch ſie die von kirchenfeindlicher Seite
gemachten Anſtrengungen, die Frauenbewegung in
einſei=
tige Partei=Bahnen zu lenken, zum Teil wenigſtens
un=
fruchtbar gemacht werden können. Der Ausſchuß iſt
des=
halb der Anſicht, es möchte Großh. Oberkonſiſtorium
er=
ſucht werden, auf dem Verwaltungswege die
Kirchenvor=
ſtände darauf hinzuweiſen, der Artikel 47 Abſatz 3 der
Kirchenverfaſſung ſei dahin auszulegen, daß es den
Kir=
chenvorſtänden freiſtehe, auch Kelferinnen anzuſtellen, daß
alſo der genannte Artikel, ſoweit er die Diakonen
be=
treffe, auch auf die in der Gemeinde tätigen weiblichen
Hilfskräfte anwendbar ſei. Und weiter ſei den
Kirchen=
vorſtänden zu empfehlen, gegebenenfalls die in den
Or=
ganismus der Kirchengemeinden ſo eingegliederten
Frauen beziehungsweiſe ihre geeignete Vertretung zu
ihren Sitzungen in beratender Weiſe zuzuziehen, falls
Fragen aus dem Gebiet der Frauenarbeit behandelt
wer=
den. Der Ausſchuß iſt jedoch zurzeit nicht in der
Lage. Großh. Oberkonſiſtorium zu erſuchen, den in den
Organismus der Kirchengemeinden eingegliederten
Frauen. beziehungsweiſe ihrer geeigneten Vertretung, die
Berechtigung, zu den betreffenden Sitzungen zugezogen
zu werdem in dem Sinne zu verleihen, daß ſie zugezogen
werden müßten. falls Fragen aus dem Gebiet der
Frauen=
arbeit zur Vierhandlung ſtehen.
Der Ausſchuß beantragt deshalb in
Uebereinſtim=
mung mit Großh. Oberkonſiſtorium: „Synode wolle
Großh. Oberkonſiſtorium erſuchen: 1. auf dem
Verwalt=
ungswege die Kirchenvorſtände darauf hinzuweiſen, der
Artikel 47 Abſatz 3 der Kirchenverfaſſung ſei dahin
aus=
zulegen, daß er, ſoweit er die Diakonen betrifft. auch auf
die in der Gemeinde tätigen weiblichen Hilfskräfte
an=
wendbar ſei; 2. den Kirchenvorſtänden zu empfehlen,
ge=
gebenenfalls die in den Gemeindeorganismus ſo
einge=
gliederten Frauen, beziehungsweiſe ihre geeianete
Ver=
tretung, zu ihren Sitzungen mit beratender Stimme
zu=
zuziehen, inſoweit Fragen aus dem Cebiete der Frauen=
behandei Forderung der
„Berechtigung” zu dieſer Zuziehung abzulehnen.”
Es iſt zu dieſem Ausſchußantrag ein
Abänderungs=
antrag Dr. Berger, Strack und Walter
eingegan=
gen, den letzten Teil des zweiten Abſatzes dahin
abzu=
ändern: „und dieſe Mitwirkung der Frauen, wo die
ört=
lichen Verhältniſſe es als wünſchenswert erſcheinen laſſen,
nach Anleitung des § 27 der Kirchenverfaſſung durch
Ge=
meindeſtatut zu regeln.”
Syn. Strack: Der Antrag iſt unglücklich formuliert,
denn ein Recht kann den Frauen nicht verliehen werden.
Es wird den Frauen aber nicht genügen, angehört zu
wer=
den. Da beantragt nun der Ausſchuß, den Frauen die
Berechtigung zu verleihen. Aber das iſt jedenfalls auch
nicht das, was die Frauen wollen; ſie wollen das Recht
haben, im kirchlichen Leben mitzuſprechen. Noch mehr
wie die Jugend habe die Erziehung der Frau zur
Haus=
frau und Mutter unter den Einflüſſen der neuen Zeit
ge=
litten. Er halte es für nötig, daß ſich die Kirche um diefe
Entwickelung kümmere und da ſei die Mitwirkung der
Frau unentbehrlich. Die Frauen, die in dieſer Beziehung
bisher viel geleiſtet haben, verlangen jetzt ein Recht,
mit=
zuſprechen, und dieſes Recht ſolle ihnen nicht vorenthalten
werden. Redner iſt der Anſicht, daß die Kirche die
Auf=
gabe habe, Geſichtspunkte herauszuarbeiten für die ganze
Frauenbewegung, und dies geſchehe, indem man ihnen
gewiſſe Rechte zuweiſt und die Arbeitsgebiete abgrenzt.
Syn. Widmann: Wir ſind es den Frauen ſchuldia,
uns mit der vorliegenden Frage zu beſchäftigen, Es iſt
mir nicht angenehm. gegen Frauen aufzutreten. mit denen
ich in wichtigen und den wichtigſten Fragen einig gehe.
Aber dieſer Antrag geht nicht von Frauen aus die ſchon
in der bisherigen Form der Verwalſung die Möglichkeit
gefunden haben, ihre Fähigkeiten auf lirchlichem Gebiete
voll und ganz zur Entfaltung zu hringen. Redner
be=
ſprach die Erfahrungen über das aktive und paſſive
Wakl=
recht, wie es zum Teil in Elſaß=Lothringen und in der
evangeliſchen Gemeinde in Paris eingeführt iſt, ſowie die
Behandlung ähnlicher Anträge bei anderen Synoden. Er
gab des weiteren Beiſpiele, auf welche Weiſe. bereits jetzt
von den Frauen mitgeraten und mitbeſtimmt wird lauf
kirchlichem Gebiete. Der vorliegende Antrag ſeienur eine
Teilſorderung, und wenn man den Anfang gemacht habe,
könne nicht Halt gemacht werden, und wenn die, Kirche
den Frauen das Stimmrecht bewillige, würde ſie die
Bahnbrecherin ſein für das politiſche Frauenſtimmrecht.
Redner bittet, den Ausſchußantrag anzunehmen. den
An=
trag der Ortsaruppe des Frauenvereins aber ahzulehnen.
— Syn. Dr. Berger meint zur Begründung ſeines
Ab=
änderungsantrages, daß die Frauen mit autem Recht
etwas mehr verlangen, als der Aysſchußantrag bewilligt.
Sie wollen, daß es nicht vom ſubjektiden Belieben der
Kirchenvorſtände abhängig gemacht werden ſolle, ob ſie
gehört werden ſollen oder nicht; denn da würde es imnter
Willkürlichkeiten und damit Mißſtimmigkeiten und
Ver=
ſtimmungen geben. Er habe zu ſeinem Erſtaunen bemerkt.
daß die Anſchauung vertreten werde, als werde mit der
Zuſtimmung zu der Eingabe eine abſchüſſige Bahn
be=
treten, an deren Ende das aktive und paſſive Wahlrecht der
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Band- u. Spachtel-Gardinen, elfenbein, deré,
das Fenster 2 Blatt 8.50 bis 45.− Mk.
Klöppel-Gardinen, elfenbein,
das Fenster 2 Blatt 19.− bis 80.− Mk.
Schweizer Tüll-Gardinen, elfenbein und eréme,
das Fenster 2 Blatt 30.− bis 85.− Mk.
Tüll=Garnituren, elfenbein, mit Spitze u. Einsatz.
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Englische Tüll-Stores, weiss, créme, elfenbein,
das Stück 2.50 bis 30.− Mk.
Band- und Spachtel-Stores, elfenbein u. ocré,
das Stück 5.75 bis 40.− Mk.
Klöppel-Stores, elfenbein .
das Stück 14.50 bis 40.−- Mk.
Schweizer Tüll-Stores, elfenbein u. créme.
das Stück 20.− bis 50.− Mk.
Band-, Spachtel- und Erbstüll-Halbstores mit Filet und Klöppel
verzieit, elfenbein und ocré.
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[ ← ][ ][ → ] Frau ſehe=Mit dem üircklichenstimmrechthabe vorlegender
Antrag gar nichts zu tun. Er bittet, den Frauen das
be=
ſcheidene Recht zuzugeſtehen. — Syn. D. Dr. Diehl kann
zum Ausdruck bringen, daß der Ausſchuß ſich mit dem
Antrag Berger einverſtanden erklärt. Wenn man der
Meinung ſei, daß der Antrag nur der erſte Schritt zum
Frauenſtimmrecht ſei, ſo müſſe ja auch ſpäter zu jeder
Erweiterung Stellung genommen werden. Da die Frauen
nicht das Stimmrecht verlangen, könne dem
Ausſchuß=
antrag ohne Bedenken zugeſtimmt werden. Wenn die
Forderung weiter gehen würde, wäre er ebenfalls
da=
gegen. — Der zweite Teil des Ausſchußantrages iſt alſo
nach dem Antrag Berger abgeändert. — Syn. D.
Schloſ=
ſer ſtimmt dem Antrag des Ausſchuſſes zu. Er möchte
dem zweiten Abſatz nicht allzu großen Wert beilegen. In
dem Antrag könne man auch nicht das kleine Steinchen
ſehen, das eine Lawine auslöſt. Er ſei vielmehr der
Meinung, daß es ein recht beſcheidenes Steinchen ſei.
Es iſt ein weiterer Abänderungsantrag des Syn.
Wahl=Schlitz eingegangen, die Worte im zweiten
Ab=
ſatz: „beziehungsweiſe ihre geeignete Vertretung”, zu
ſtreichen. — Ferner iſt ein Antrag auf Schluß der Debatte
eingelaufen, der von mehr als fünf Mitgliedern
unter=
zeichnet worden iſt. Der Antrag wird einſtimmig
ange=
nommen. — Sodann begründet noch Syn. Wahl=
Schlit=
ſeinen Antrag. — Der Berichterſtatter des Ausſchuſſes
Syn. D. Dr. Diehl erklärt, daß der Ausſchuß mit de=
Streichung der Worte einverſtanden iſt. — Der Ausſchu
antrag wird ſodann in der abgeänderten Faſſung
ein=
ſtimmig angenommen.
Es wird nunmehr in der Beratung der Vorlage Großh.
Oberkonſiſtoriums, den
Entwurf einer neuen bibliſſchen Geſchichte
für die epangeliſchen Schulen des
Groß=
herzogt ums
betr., fortgefahren.
Präf. D. Stamm bittet, von einer weiteren
De=
batte möglichſt abzuſehen. Der Ausſchuß habe eine
er=
freuliche Arbeit geleiſtet und alle Aenderungen und
Zu=
ſätze, die von Synodalen in der vorhergegangenen
Be=
ſprechung zum Ausdruck gebracht wurden, ſeien nach
Mög=
lichkeit berückſichtigt worden. Alle Beſchlüſſe ſeien
ein=
ſtimmig erfolgt. — Berichterſtatter Syn. Mink=
Bens=
heim trägt ſodann die vorgenommenen Aenderungen vor.
— Oberkonſiſtorialrat D. Peterſen erklärt die
Zuſtim=
mung des Oberkonſiſtoriums zu den mündlich vorgetra=
— Die Vorlage
denen Abänderungen des Ausſchuſſes.
wird ſodann einſtimmig angenommen. (Bravol)
Präſ. D. Stamm macht ſodann Mitteilung von dem
Ableben des Bürgermeiſters Moſcheroſch in
Burg=
gräfenrode, zu deſſen Gedenken ſich die Abgeordneten von
den Plätzen erheben.
Ein Initiativantrag der Syn. Fritſch und Gen.
lautet: „Großh. Oberkonſiſtorium wolle baldmöglichſt die
nötigen Schritte tun, daß die in § 2 der Verfaſſung in
Ausſicht geſtellte
Neuregelung der Vermögensverwaltung
im Sinne einer größeren Selbſtändigkeit der Kirche und
der Kirchengemeinde herbeigeführt werde unter
Berück=
ſichtigung der Großh. Oberkonſiſtorium eingereichten
Vor=
ſchlage.‟— Den Bericht des Dritten Ausſchuſſes erſtattet
Syn. D. Dr. Diehl: Nachdem Großh. Oberkonſiſtorium
das durch den Initiativantrag Fritſch geſtellte Erſuchen
angenommen und es als eine ſeiner oberſten Aufgaben
erlärt hat, eine baldige Regelung der Beziehungen zum
Staat auch auf dem Gebiete der örtlichen kirchlichen
Ver=
waltung herbeizuführen, beantragt der Dritte Ausſchuß:
Synode wolle den Antrag Fritſch und Genoſſen für
er=
ledigt erklären.
Nach kurzen Ausführungen des Syn. Fritſch und
des Oberkonſiſtorialpräſidenten D. Nebel erklärt ſich
die Synode mit dem Ausſchußantrag einverſtanden.
Ein weiterer Antrag Fritſch und Gen. lautet: Die
Landesſynode bittet Großh. Oberkonſiſtorium, dahin
wir=
ken zu wollen, daß am 19. Oktober I. J., dem 22. p. Trin.,
das
Gedächtnis der Befreiungskriege
kirchlich gefeiert werde und daß alle Geiſtlichen
aufgefor=
dert werden, auch für ſonſtige volkstümliche Feiern
ge=
gebenenfalls mit den hier in Betracht kommenden
Fakto=
ren, wie Behörden, Schulen, Kriegervereinen uſw. ſorgen
zu wollen, damit der vaterländiſche, ſittliche und religiöſe
Ertrag des Gedächtnisjahres ernſt betont und unſerem
Der Bericht des Drit.
Volke eingeprägt werden kann.
ten Ausſchuſſes lautet: Der Ausſchuß ſtimmt mit den
An=
tragſtellern darin voll und ganz überein, daß das
Gedächt=
nis der Befreiungskriege auch kirchlich gefeiert werden
muß, und begrüßt es mit Freuden, daß Großh.
Oberkon=
ſiſtorium ſchon die Anordnung einer kirchlichen
Feier für den von den Antragſtellern vorgeſehenen Tag
beſchloſſen hat. Er hält es jedoch andererſeits für
zu weitgehend, wenn von Großh. Oberkonſiſtorium
ver=
langt wird, alle Geiſtlichen aufzufordern, auch für ſonſtige
volkstümliche Feiern mit den in Betracht kommenden
Faktoren ſorgen zu wollen. Eine ſolche allgemeine
Mah=
nung dürfte doch wohl nur hinſichtlich der Veranſtaltung
von kirchlichen Familienabenden empfehlenswert ſein.
Der Ausſchuß beantragt deshalb: Synode wolle
Großh. Oberkonſiſtorium bitten, an der geplanten
An=
ordnung einer kirchlichen Gedächtnisfeier der
Freiheits=
kriege feſtzuhalten, im übrigen aber der Bitte der
Antrag=
ſteller nur inſoweit nachzukommen, als es ſich um etwaige
Veranſtaltung kirchlicher Familienabende handelt. — Der
Antrag wird einſtimmig angenommen.
Zu dem Antraa Walter und Gen., betreffend
Er=
ſuchen an Großh. Oberkonſiſtorium um Vorlage einer
Novelle zum Kirchengeſetz vom 17. November 1888, die
Beſetzung von Pfarrſtellen
betr., ergreift Syn. Walter das Wort zur Begründung.
Der Antrag lautet: Nachdem in der Sitzung vom 4. Juli
1908 in der Beſprechung über die Interpellation der Syn.
D. Schloſſer und Gen. bei dem gleichen Gegenſtand
be=
ſtimmte Mängel des genannten Geſetzes zur Sprache
ge=
kommen und von hoher Kirchenbehörde zugegeben
wor=
den ſind, richtet Synode an Großh. Oberkonſiſtorium
nun=
mehr das Erſuchen, ihr den Entwurf einer Novelle zu dem
erwähnten Geſetz vorzulegen, in der den bei Beſprechung
jener Interpellation geäußerten Wünſchen Rechnung
ge=
tragen, insbeſondere auch beſtimmt wird, daß der
Kirchen=
vorſtand erſt nach Ablauf der Bewerbungsfriſt
aufgefor=
dert wird, ſeine etwaigen Wünſche zu äußern, und daß
dem Kirchenvorſtande die Liſte der Bewerber vom Großh.
Oberkonſiſtorium mitgeteilt wird.
Nach kurzen Ausführungen des Syn. Jaudt erſtattet
Syn. Wahl=Schlitz den Bericht des Zweiten Ausſchuſſes:
Das Großh. Oberkonſiſtorium hat ſich zu dem Antrag wie
folgt geäußert: Wir ſind der durch obigen Antrag
ange=
regten Frage einer Reviſion des Geſetzes bereits im Herbſt
vergangenen Jahres nähergetreien, indem wir felzuſtelln
ſuchten, wie in den wichtigſten anderen Kirchengebieten
Deutſchlands die Mitwirkung der Gemeinden bei der
Be=
ſetzung der Pfarrſtellen geregelt iſt. Indes müſſen wir
erklären, daß wir diejenige Löſung der ſchwierigen, diel
Verhältniſſe der Gemeinden wie der ganzen Landeskirche
aufs tiefſte berührenden Frage, welche als die gegebene
und allen Verhältniſſen Rechnung tragende erſcheint, noch
nicht gefunden haben. Da wir es für unrichtig halten,
der Landesſynode eine Vorlage zu machen, welche die
Gefahr in ſich trägt, eine befriedigende Löſung nicht
her=
beizuführen, beabſichtigen wir, von einer Geſetzesvorlage
für den gegenwärtigen Augenblick abzuſehen, wenn wir
auch die Mängel des beſtehenden geſetzlichen Zuſtandes
nicht verkennen.
Der Ausſchuß erkennt zwar an, daß das Geſetz
die Frage, inwieweit den Kirchengemeinden ein
Mitwir=
kungsrecht bei Beſetzung der Pfarrſtellen einzuräumen ſei,
nicht in allgemein befriedigender Weiſe gelöſt hat, er
glaubt indeſſen, daß, nachdem die Landesſynode im Jahre
1888 nach ſehr lebhaften Verhandlungen in Gemeinſchaft
mit dem Kirchenregiment den jetzigen Rechtszuſtand
ge=
ſchaffen und damit die in den §§ 123, 124 des Verfaſſungs=
Edikts gegebene Zuſage der künftigen Regelung einer
weitergehenden Mitwirkung der Gemeinden erfüllt hat,
der Zeitvunkt für eine anderweite Regelung dieſer Frage
noch nicht gekommen iſt. Ohne in das Materielle
der Sache näher einzugehen, beantragt daher der=
Ausſchuß: Die Synode wolle mit Rückſicht auf die
Erklä=
rung des Kirchenregiments den Antrag Walter und Gen.
zurzeit für erledigt erklären. — Nach Bemerkungen der=
Syn. Jacob=Mainz. Frit ſch, Oberkonſiſtorialpräſident
D. Nebel, Syn. Dr. Wimmenauer und D.
Schloſ=
ſer wird der Ausſchußantrag angenommen.
Eine Eingabe der Gemeinde Lißberg. Dekanat
Bü=
dingen, lautet: Die Glieder der evangeliſchen Gemeinde
Lißberg erlauben ſich, der Landesſynode die Bitte zu
unterbreiten, die hieſige
Pfarrei baldigſt wieder beſetzen
zu wollen. Die Pfarrei iſt nun ſchon mindeſtens 4 Jahre
lang unbeſetzt. Die Verwaltung der Pfarrei durch
be=
nachbarte Pfarrer hat große Uebelſtände im Gefolge
ge=
habt. Das verhältnismäßig geringe Einkommen unſerer
Pfarrei wird doch für den wahrhaft evangeliſchen Geiſt,
der hohe Kirchenbehörde ſtets beſeelt hat, gewiß kein
Grund ſein, die Beſetzung unſerer Pfarrſtelle noch länger
hinauszuſchieben. Wo hohe geiſtliche Güter auf dem
Spiele ſtehen, können materialiſtiſche Gegengründe nicht
ausſchlaggebend ſein, ja vielmehr iſt die geringe Lage
unſerer Gemeinde ein gewichtiger Grund dafür, noch
grö=
ßeres Unheil von ihr abzuwenden. In dieſer
Ueberzeug=
ung vertrauen wir, daß hochwürdige Landesſynode für
unſer Recht eintreten wird.
Zu der Eingabe hat ſich Großh. Oberkonſiſtorium
unter anderem wie folgt geäußert: Unſere mit den
Ge=
meinden Lißberg und Selters gepflogenen
Verhandlun=
gen, die das Ziel verfolgten, beiden Gemeinden einen
ge=
meinſamen Pfarrer mit an beiden Orten alle fünf
Jahre=
alternierendem Wohnen dieſes, zu geben, ſind als
geſchei=
tert zu betrachten, und wir beabſichtigen, neue
Verhand=
lungen unter anderen Geſichtspunkten eintreten zu laſſen.
— Der Ausſchuß beantragt: Synode wolle die Sache für
erledigt erklären. — Die Synode beſchließt demgemäß,
Nächſte Sitzung Samstag 9 Uhr.
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Das neue Schuljahr beginnt Sonntag, den 6. April d. Js.
Die Aufnahme neuer Schüler in die Handwerker-Sonntags-
Zeichenschule und die Hewerbliche Fortbildungsschule
der Hauptanſtalt und in die Handwerkerschule „Annastift‟
im Stadtbezirk Beſſungen findet am
Me
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M. u. 16. Marz u. 5S.,Vorm.V. Z- Cht
im Schulgebäude, Ecke der Nieder-Ramstädter- und Karlstr.
ſtatt In die Abendzeichenklasse (Mittwochs und Freitags,
abends 7—9 Uhr), die Modellierklasse und den oflenen Zeichen-
Saal werden jederzeit neue Schüler, auch Damen, aufgenommen, in
den offenen Zeichenſaal jedoch nur junge Leute, die im Zeichnen ſchon
vorgeſchritten ſind=
Bei der Anmeldung zur Sonntags= und Abendſchule iſt das
Schulabgangszeugnis und der Lehrvertrag vorzulegen. Ohne
ordnungsmäßigen Lehrvertrag ist Aufnahme
aus-
geschlossen.
Nur Schüler, die mindeſtens die 2. Klaſſe einer Volksſchule
oder die 3. Klaſſe einer Mittelſchule durchlaufen haben, können auf
Aufnahme rechnen. Früher vorgemerkte, bisher nicht
auf-
genommene Schüler sind von neuem anzumelden.
Zugleich wird ausdrücklich darauf hingewiesen. daß
e Mee n ee en lere Seterentrenateneg
nur in der Schuie zu anrechen kat.
(5107ss
Darmſtadt, im März 1913.
Der Vorſitzende des Anfſichtsrates: Der Großh. Direktor:
Jäger.
Prof. Dr. Meisel.
Alice-Schule.
Die Ausſtellung der Arbeiten des Handarbeitslehrerinnen=
Seminars findet am 4. März, nachmittags von 3—6 Uhr und
am 5. März, vormittags von 9—12 Uhr ſtatt.
Beginn des Sommerhalbjahres für die Alice=Schule
Dienstag, den 8. April.
Handelskursus, Dauer ein Jahr.
Bei der Anmeldung iſt das Abgangszeugnis der Schule vorzulegen.
Gewerbliche Fachkurse für:
1. Handnähen und Anfangsunterricht Maſchinennähen. 2.
Maſchinen=
nähen und Wäſchezuſchneiden. 3. Schneidern. 4. Bluſenkurſus.
5. Bügeln, viermonatl. Kurſus und einmonatl. Kurſus. 6. Flicken.
. Weißſticken und Stopfen. 8. Buntſticken. 9. Freihandzeichnen.
10. Spitzenklöppeln. 11. Spindelgipüre. 12. Holzbrand und Schnitzen.
13. Einmachkurſus (im Sommer). 14. Kochkursus (eginnt am
3. und 4. April).
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V. 2—4 Uhr und Dienstag, den 18., Samstag, den 29. März,
vorm. v. 10—12 Uhr in der Alice-Schule, Friedrichstr. 4,
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Fabian ſtreifte ſeine Frau mit einem vernichtenden
Blick. Er ſtand bereits an der Tür, die er für Nika
offen hielt.
Seine Schwiegermutter hatte ihre Tochter unverzeih=
Ech ſchlecht erzogen, und an ſolch ein ſtörriſches Geſchöpf
hatte er ſich leichtſinnig gefeſſelt. Es fehlte nicht viel und
er hätte ſeinem Aerger über Irmas Unliebenswürdigkeit
und Verſtocktheit dadurch Luft gemacht, daß er die
Stu=
bentür unſanft ins Schloß warf. Aber er klinkte ſie ganz
ſacht ein — Mutter Chriſtels gute Kinderſtube verleugnete
ſich bei ihm nicht — und folgte anmutig ſeiner jungen
Prinzipalin.
Vor dem Hauſe wandte Nika ſich nach ihm um. Ich
glaube, Fabi, Deine Frau kann mich nicht leiden, ſagie ſie
mit ihrer gewohnten Offenheit.
Ach, Irma hat Launen, ſtieß er finſter hervor — nimm
ihre Unliebenswürdigkeit nicht übel.
Aber ich bitte Dich, Fabi . . .
Fabi in ſeinem Groll gegen Irma überhörte das
Mit=
leid in Nikas begütigender Antwort. Immer und ewig
dieſe Starrheit und Unnazbackeit bei Irma — dieſer
durch nichts zu beſiegende paſſive Widerſtand. Fabi
ver=
gaß ganz, wie ſehr ihn in der erſten Zeit nach ſeiner
Ver=
heiratung die ſchrankenloſe Vergötterung gelangweilt
hatte. Es hatte ihn direkt unangenehm berührt, daß ſeine
Frau ihn für unfehlbar gehalten und bei jeder
Gelegen=
heit verhimmelt hatte. Nun aber hatte es oft ſogar den
Anſchein, als unterdrücke Irma nur mühſam ihre
Ab=
neigung gegen ihn.
Nachdem Nika und Fabi Irmas Saleit verlaſſen
hatten, blieb die junge Frau noch minutenlang unbeweg
lich ſitzen und ſtarrte auf die geſchloſſene Tür. Sie war
des Kampfes mit ſich ſelber ſo müde. Vielleicht würde ſie
bei der Geburt des Kindes ſterben. Das wäre die beſte
Löſung für alle. Fabian hatte ſie noch nichts von ihren
Mutterhoffnungen geſagt. — Erſt wollte ſie mit ſich ſelber
ins Reine kommen, einen feſten Entſchluß gefaßt haben.
Es widerſtrebte ihr, zu ihrer Mutter zurückzukehren. Die
nervöſe, nur mit ihrer zarten Geſundheit beſchäftigte
Frau hatte doch nicht das richtige Verſtändnis für ſie:
Siehſt Du, Irma — ich habe es Dir ja vorausgeſagt,
man darf ſeinen Mann nicht ſo unverantwortlich
ver=
wöhnen; die wenigſten Männer verdienen es. Ich war
ja überhaupt ſehr gegen Deine Heirat, mein Kind. Nun
mußt Du unter Fabis Vernachläſſigung leiden — es iſt
Deine eigene Schuld,
Irma kannte dieſe Litanei der Mama ſchon zur
Ge=
nüge. Ihre einſtigen Träume von einem faſt
übermenſch=
lichen Glück an Fabian Heideggs Seite erſchienen ihr nun
wie Hohn. Sie hatte weiter nichts in ihrer Ehe als
ſtumme Verzweiflung, eiferſüchtige Qual und das Gefühl
der Ohnmacht, die Dinge zu ändern.
Sie hatte nicht glauben und hören wollen, als die
Mutter ihr eines Tages in Montreur ein anonymes
Schreiben gezeigt, das ſie aus Eſtland empfangen hatte.
Gewiß, Fabi war kein zärtlicher Gatte, aber er liebte ſie
doch ſicher noch, wenn auch auf ſeine Art — er war ihr
nicht untreu — nein — nein — dieſe brieflichen
Warnun=
gen waren ſchmachvolle Verleumdungen.
Voller Entrüſtung hatte Irma den Brief zerriſſen.
Aber Zweifel und Stachel waren doch in ihrer Seele
ge=
blieben — die Unruhe war von Täg zu Tag gewachſen —
dann hatte ſie der Mama erklärt= nun müſſe ſie heim.
Hätte ſie nach ihrer Heimkunft Fabi von dem Brief
er=
zählt, ſo wäre er wahrſcheinlich ſofort auf die Perſon des
ungenannten Anklägers gefallen .
Jemand von den Helmerings war es geweſen — der
aus niedriger Rachſucht ſeine Wut an Nika und einem der
Heidegger zugleich hatte ſtillen wollen. Und es wäre
dann vielleicht zu einer offenen, klörenden Ausſprache
zwiſchen den Batten gekommen.
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Doch Irma hatte geſchwiegen — war noch
miß=
trauiſcher geworden von jenem Augenblick an, wo Nika
ſie von der Bahn abgeholt hatte.
Und nun mußte ſie täglich mit anſehen, wie ihre
Ri=
valin ihr Fabi, entfremdete. Früher hätte ſie ihm
Szenen über über Szenen gemacht, nun wollte ſie ſich nicht
mehr gegen etwas, das ihr ſtärker dünkte, als ſie ſelber
war, auflehnen. Sie ließ ſich vom Schickſal treiben.
Mochte kommen, was da wollte! Eine entſetzliche
Mut=
loſigkeit laſtete auf ihr in dieſen ſchweren, dunklen
Herbſt=
tagen.
Nika hatte es ihrerſeits aufgegeben, ſich um Irmas
Freundſchaft zu bemühen, daß Eiferſucht der Grund der
Kälte bei Irma war, kam ihr aber gar nicht in den Sinn.
Fabis Schwärmerei für ſie lag doch ſo weit zurück, wer
gedachte überhaupt noch jener harmloſen Kindereien?!
Armer Menſch, der Fabi — ſo gar keinen Sonnenſchein
im eigenen Heim zu haben, ſagte Nika oft zu ſich ſelbſt
Sie fuhr nach Heidegg, um Iſas Schickſal ein wenig in
die Hand zu nehmen.
Sie erſchrak über ihre Unterlaſſungsſünde, als ſie ſah,
wie Iſas Leben ſich abgeſpielt hatte ſeit dem Tode der
Mutter: über Heidegg hatten Fabi und Erika das Kind
vergeſſen. Das hatte ſich nun in all ſeiner Einſamkeit
allein zurecht finden müſſen. Mit verdoppelter
Herzlich=
keit ſchloß Nika das junge Mädchen in ihre Arme. Iſa
war ſogleich bereit, nach Petersburg zur Admiralin zu
reiſen.
Sie hatte ja eigentlich gar keinen eigenen Willen
mehr und zu nichts rechte Luſt. Zwar liebte ſie Haus
Heidegg noch ebenſo wie früher, aber ſie wunderte ſich
doch darüber, daß ihr der Abſchied ſo leicht fiel.
Erika hatte die Mehrzahl der Zimmer verſchloſſen,
um Feuerung zu ſparen; ein Teil der Dienſtboten war
entlaſſen worden. Grabesſtille herrſchte in den
Korri=
doren und in der Halle.
Von den Nachbarn kam außer Nika niemand mehr
nach Heidegg. Von Tag zu Tag wurde Erika geiziger,
dabei eifriger in der Wirtſchaft; ſie ritt auf die Felder
und trug plumpe Schaftſtiefel, die ſie ſich vom
Dorf=
ſchuſter hatte anfertigen laſſen. Sie ſah unſchön, faſt
ab=
ſtoßend aus in ihrem großen, grauen Wirtſchaftscape mit
der Kapuze. Iſa exiſtierte kaum noch für ſie.
Mit dem Früheſten war ſie täglich heraus. Bei
La=
ternenſchein revidierte ſie die Ställe, maß den Pferden
eigenhändig den Hafer ab, in ſteter Furcht, von ihren
Leuten betrogen und beſtohlen zu werden. Dieſe
fürchte=
ten und haßten Erika.
Aus Heidegg war noch nie zuvor ſo viel
herausge=
wirtſchaftet worden wie jetzt. Ja — nun hatte Erikas
Leben einen Inhalt, der ſie vollauf befriedigte. Sie hatte
nie ſo wie Editha danach geſtrebt, Gattin und Mutter zu
werden; ihre Heerſchſucht war das Schoßkind, das ſie
großgezogen, und das nun ganz von ihrem Weſen Beſitz
genommen hatte. Immer häufiger überfiel ſie die
läh=
mende Angſt: wie würde es nach Diez Heimkehr werden?
Dann würden die Brüder um Haus Heidegg loſen
Fabi, falls er das Los ziehen ſollte, würde gewiß alles
beim alten laſſen. Klaus — der Diplomat — kam
über=
haupt als regierender Herr auf Heidegg nicht in Betracht
— alſo drohte nur von Diez eine ernſte Gefahr .
Mit ſeinem ſteifen, durchſchoſſenen Arm war er doch
für die Militärkarriere untauglich geworden. Niemand
wußte, wo Diez ſich aufhielt. Er hatte ſeine Entlaſſung
aus dem Hoſpital längſt gemeldet, dann hier und da eine
Depeſche geſandt — als Lebenszeichen, vor ein paae
Mo=
naten ſogar ſeine Rückkehr nach Hauſe angekündigt,
ſeit=
her jedoch nichts weiter von ſich hören laſſen. Vielleicht
war er auf der Rückreiſe am Typhus geſtorben.
Erika ertappte ſich darauf, daß ſie nichts ſehnlichen
wünſchte, als daß Diez niemals heimkehren möchten
Dann behielt ſie doch ohne jeden Kampf die Zügel in den
Händen. Gutwillig würde ſie die in keinem Fall hergebenz
Und je weniger von Chriſtas Kindern am Leben wareng
um ſo beſſer für das Gut.
Von jeher hatten Editha und ſie ja die Sprößlingd
aus der zweiten Ehe ihres Vaters als Eindringlinge
be=
trachtet. Ihnen zuliebe hatte Erika doch wahrlich nicht
ihr Vermögen in die Breſche geworfen — Heidegg hatte
ſie beſitzen wollen, und ſie wollte Heidegg auch, ſo lango
ſie lebte, ungeſchmälert behalten.
Alſo, das iſt die kleine Iſa Heidegg! rief die Admis
ralin Borowin an dem Morgen, als ſie in ihrer
elegan=
ten und dabei doch ſehr behaglichen Petersburger
Wohn=
ung ihre Schwägerin und das junge Mädchen begrüßteg
Ich hoffe, daß Du Dich recht wohl bei mir fühlen wirſt,
mein Herzchen. Ich ſage zu Dir gleich Du, und Du darfſt
mich Tante Stephanie nennen. Ich kenne Dich ſchon ganz
gut aus Nikas Schilderungen.
Die lebhafte Dame umarmte und küßte die durch ihre
neue Umgebung etwas verſchüchterte Iſa. Schon allein
das lebhafte Straßengetriebe während der langen
Wagenfahrt vom Bahnhof hatte ſie: ganz verwirrt. Ihr
war alles ſo neu und ungewohnt, ſie kannte bisher nun
noch das ſtille Landleben. Und dann — hier war ſie
Onkel Regi ſo nahe — ſie mußte immer wieder an ihn
denken.
Die beiden Stuben, in welche die Admiralinſie
führte, und in denen ſie ſich nun wie zu Hauſe fühlen
ſollte, waren hübſch und heimelten ſie recht an. Die
Admiralin hatte in aller Eile Iſas Zimmer den
Charak=
ter eines niedlichen, kleinen Neſtes gegeben, wie geſchaffen
für ein junges, träumeriſches Mädchen. (Fortſetzung folat
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vormittags 11½—12¼ Uhr auf dem
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(5236
am
weiß. Turm
Hi
Ab heute
das neue Schlagerprogramm
Die
ISischuten
Arugspanstegeasbehuseustaphans
Ein Drama aus dem Leben in 3 Akten mit Fräulein
Aenne Koeler vom Lustspielhaus Berlin
5095 Des Mndlaners Wochenchronik Freundschale
Spannendes
Wildwest-Drama. des R.-T. Unter anderem:
Feierlicher Einzug
der Prinzessin Vik-
toria Luise mit dem
Prinzen Ernst August
v. Cumberland in Berlin.
genanntidie
Restauration Taunusgold „Kabenan-
Dornheimer Weg 33, gegenüber dem neuen Güterbahnhof.
Samstag, den 1. März
(*5526
wozu freundlichſt einladet
Friedrich Eckart.
[ ← ][ ][ → ] Montag, den 8. März und Dienstag, den 4. März, liegen zu unseren allmonatlichen
KLSTE-KAuEN
im Parterre Reste aller Art aus, von.
Costüm-, Kleider- und Blusenstoffen, von Mousseline, Sammet
B’wollwaren und Buxkins zu aussergewöhnlich billigen Preisen.
Schwarz-weisse Rabatt-Marken
an diesen Tagen auch auf Reste.
(5204so
Gebr. Höslein, Ludwigsplatz.
Ge Zen
Meh
Großherzogliches Hoftheater.
Abonnement für 1912/13.
Die Erhebung der 4. Rate des Abonnementgeldes für die
Spielzeit 1912/13 findet Dienstag, den 4. bis Donnerstag, den
6. März 1913, nachmittags von 3—5 Uhr ſtatt: Zahlſtelle:
Beſtibüle im Hoftheater.
Die Abonnenten werden freundlichſt gegeben, die erhaltenen
Zahlzettel bei der Zahlung zur Quittierung gefl. vorlegen zu wollen.
(5159
Darmſtadt, den 1. März 1913.
Großherzogliche Hoftheater=Hauptkaſſe.
Harlenamverdier Vereil.
Oeffentl. Verſammlung
Dienstag, den 4. März 1913, abends 8½ Uhr,
im Kaiſerſaal, Grafenſtraße 18/20.
Tagesordnung: Vortrag des Herrn
Univerſitäts=
profeſſors Dr. Staehlin aus Heidelberg über
die Orientfrage und die heutige Weltlage.
Zu dieſer Verſammlung lädt der unterzeichnete Vorſtand
freund=
lichſt ein; auch Damen ſind willkommen.
(4904mso
J. A.:
Der Vorſtand des nat.=lb. Vereins.
Hhenad
Sanltatsverein Einloken Darhisfadr
Hemäß § 18 der Satzungen benachrichtigen wir unſere
ver=
ehrlichen Mitglieder, daß die
28. ordentliche General=Verſammlung
am Samstag, 29. März, abends ½ 9 Uhr, in der
Reſtauration „Zur Stadt Koburg” Waldſtraße 2
ſtattfindet und bitten um zahlreiche Beteiligung.
Die Tagesordnung erſtreckt ſich auf:
1. Verles des letzten Protokolls. 2. Rechnungsablage für 1912.
3. Neuwahl des Präſidenten und des Vorſtandes. 4. Beratung und
Beſchlußfaſſung über die eingelaufenen Anträge. 5. Beratung und
Beſchlußfaſſung über vom Kaiſerl. Aufſichtsamt vorgeſchlagene
Satzungs=
änderung.
(5105)
Der Vorstand.
Darmstadt. Rheinstr. 2.
Boststsstsgtt
Programm
vom 1. bis 3. März:
anne in
Bruch
hervorrag. humoriſt.
8
Schlager.
Ortsgruppe Darmstadt
Ohenwalanlan,
12. Ausflug
Sonntag, den 2. März 1913,
Darmstadt-Neunkirchen-Jugenheim
Führer die Herren Cramer und Stumpf.
Abmarſch pünktlich 7 Uhr vom
Böllen=
falltor. (Wagen der elektr. Bahn fahren ab 6½
vom Ernſt=Ludwigsplatz zum Böllenfalltor.)
Marſchzeit 7½ Stunden.
Der Vorstand.
Teilnehmer= und Tiſchkarten von Donnerstag ab bei Herrn
Rob. Bergmann.
(5111
läumer
Schlager in 3 Akten.
aus
aller Welt
aktuell.
Die Nacht
des Kindes
tiefergreifend. Drama
Kreuzu. quer
durch den
zool. Garten
herrliche (5206
Naturaufnahme.
Diverſe, großartige
Einlagen nach Bedarf
Muſik: Klavier und
Harmonium.
IIntur-Verem Darmstaur
Gegr. 1888.
Mitglied der „Haſſia”.
Gegr. 1888.
2sjahrige Jabeteler
Sonntag, den 9. März 1913, im Mathildenhöhſaale.
Feſtfolge:
1. 8½ Uhr: Gemeinſchaftlicher Gottesdienſt im Vereinshaus der
Martinsgemeinde, Mollerſtraße 23.
2. 1 Uhr: Feſteſſen im Mathildenhöhſaale.
3. 2½ Uhr: Aufſtellung des Feſtzuges in der Gutenbergſtraße und
Marſch nach dem Denkmal des verſtorbenen Großherzogs
Ludwig IV. und dem Kriegerdenkmal, woſelbſt
Kranznieder=
legung ſtattfindet. Sodann Rückmarſch nach dem Feſthaus.
4 Uhr nachmittags: Feſtakt.
5. 8 Uhr abends: Feſtball.
Vortragsfolge des Feſtaktes iſt im Feſtſaale aufgelegt.
Zutritt zu dem Feſtakt haben nur geladene Gäſte und
Mitglieder der Kriegerkameradſchaft „Haſſia”.
Orden, Ehren= und Verbandsabzeichen ſind anzulegen.
Kinder unter 14 Jahren haben zum Feſtakt keinen Zutritt.
Muſik vom Großh. Leibgarde=Infanterie=Regt. Nr. 115,
unter perſönlicher Leitung des Obermuſikmeiſters Hauske.
NB. Die Bewohner der, oberen Lichtenbergſtr., Kranichſteinerſtr.,
Lauteſchlägerſtr., Hochſchulſtr Alexanderſtr., Ballonplatz u.
Dieburger=
ſtraße werden gebeten, ihre Häuſer mit Fahnen ꝛc. ſchmücken zu wollen
Der Vorstand.
5102sf)
Unter hohem Protektorat Ihrer Durchlaucht der Fürstin
Marie zu Erbach-Schönberg, Prinzessin von Battenberg.
Prof. Ph. Schmitt’sche
Akademie für Tonkunst
zugleich Gesangschule für Konzert, Oper u. Haus
Fernsprecher 1026 Gegründet 1851 Elisabethenstrasse 36.
Hauptprüfung und Konzert
am 7., 8., 9., 10., 11., 12., 13., 14., 15. März, im städt. Saalbau
Prüfungsabteilungen im kleinen, Konzert im groß. Saal.
Eintrittskarten und Programme sind zu haben: In der Akademie,
Elisabethenstr. 35, in den Hofmusikalienhandlungen von Heinrich
Arnold, Wilhelminenstr. 9 u. Gg. Thies, Nuchf., Elisabethenstr. 12,
Numerierte
sowie im Verkehrsbureau Ernst-Ludwigsplatz.
(5094sod
Konzertkarten nur in der Akademie.
Das Direktorium der Akademie für Tonkanst: Wilhelm Schmitt, Willy Hutter
UZiZZZZZZZzz.
Richard Wagner-Verein Darmstadt.
Dienstag, den 4. März 1913, abends 8 Uhr
im Festsaale der Turngemeinde:
Konzert
der
D
Herliner Barth schen Madrigal-Vereinigung
Dirigent: Arthur Barth.
Die Konzertsängerinnen: Margarete Freund, Martha Sellin-
Behnke, Maria Eschment (Sopran),
Emmy Rintelen, Sonja Beeg (Alt).
Die Konzertsänger:
Karl Weiss, Ludwig Schubert (Tenor),
Felix Lederer-Prina, A. N. Harzen-
Müller (Bass).
Eintrittskarten für Nichtmitglieder: Sperrsitz im Saal zu 5 Mk.,
Numerierter Balkon zu 3 Mk. und Galerie zu 1.50 Mk., Studentenkarten
zu 1 Mk. und Schülerkarten zu 50 Pfg. bei Heinrich Arnold, im
Ver-
kehrsbüro und abends an der Kasse. — Beitrittserklärungen
für das am 1. Januar 1913 begonnene neue Vereinsjahr, die noch vor
dem obigen Konzerte erfolgen, berechtigen zu dessen freiem Besuche.
Der Jahresbeltrag beträgt 12 Mk., für einen Sperrsitzplatz 20 Mk
5138)
Der Vorstand.
gut erhalt. Kinderwagen und
11 Sportwagen zu verkaufen.
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Täglich
nachmittags ab 3 Uhr:
Kaffee-Konzert
Hotel „Hess‟.
Reichhaltige Auswahl in Torten und Gebäck.
Die Konzerte finden im Haupt-Restaurant
statt und ist der Zutritt frei.
Z
3666a
Stenographen-Vereinigung.
Sonntag, den 2. März, abends 7½ Uhr im
Kaisersaal
Gabelsberger-Feier
mit Tanz
wozu wir unsere werten Mitglieder
nebst Angehörigen und Gäste höfl.
einladen.
Der Vorstand.
Eintritt für Mitglieder frei.
Nicht-
mitgl. erh. Vorverk.-Kart. à 25 ₰ i.
Ver-
kehrs-Büro, sowie in der
Handels-
schule, Luisenstr. 10, II. (5004dfs
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M. 55.-. M.t5.-.M.55.-. M.6 5.-.M.75.-. N.85.-
1
B
Meehentet. en he ehte Let enethte getecht
Saal zur Traube:: Freitag, 7. März, 8 Uhr:
Einziges grosses Vokal-
und Instrumentalkonzert
gegeben von der Königl. und Grossherzogl. Hessischen
und Sachsen-Weimarischen, Kammersängerin Madame
6
SigridArnoldson
Primadonna der Opéra Comique in Paris, des Königl.
Theaters (Coventgarden) in London.
Unter gefälliger Mitwirkung des Herrn
GEORG ADLER
Professor am Konservatorium in Frankfurt a. M.
Konzertflügel: Bechstein, aus dem Lager von
A. W. ZIMMERNIANN (L. Schweisgut). DARMSTADT
Karten im Vorverkauf Mt. 2.90, 290, 1.50 und 50 Pfg.
bei Georg Thies Nachf., L. Schutter, Hofmusikalien- und
Pianohandlung, Elisabethenstrasse 12; an der
Abend-
kasse Mk. 4.—, 3.—, 2.— und 1.—.
(4945dsd
Britannia-Hotel.
Sonntag, den 2. März
Künstler=Konzert.
Anang 7½ Uhr.
(5265.
C SIIMME SEINES HERRN
Grammophon-
Neuaufnahmen
Darmstädter Streichquartett Glv. Jatr.)
Fr.Mehmel, A. Diedrich, Fr. Brückmann, A. Weyns
IV. Kammermusitr-Abend
Montag, 3. März, 8 Uhr, Hotel Traube. (Ende ¾/ 10 Uhr).
Mitwirkender: Herr Professor Paul Juon, Berlin (Klavier).
Programm: Iuon: Klavierquintett op. 44, F-dur. Dvoräk:
Streich-
quartett op. 105, As-dur. Juon: Klavierquartett op. 50, G-dur.
Karten zu Mk. 3.— und 2.—, für Studenten und Schüler
Mk. 2.— 1.50 und Galerie Mk. 1.—
bei 6. Thies (L. Schutter),
Elisabethenstr. 12 und an der Abendkasse
— Grotrian-Steinweg-
Konzertflügel a. d. Hofpiano-Lager von A. W. Zimmermann. (4898ms
Darmstädter Vortragsverband.
Dienstag, den 11. März 1913, abends 8¼ Uhr,
im grossen Saale des Kaisersaals:
ük Lustiger Vortragsabend 894
Kohrad brener
Kgl. Bayerischer Hofschauspieler
Einziges Auftreten in dieser Saison.
PROGRAMM: „Bauernhumor‟ (Bauernhochzeiten,
Haberfeld-
treiben, Bauerntheater) — „Münchner Humoristen‟ (Heiteres
von Thoma, Ettlinger, Hartl-Mitius etc) — „Meine Bismarck-
(6137
und Kaiserabende‟ (Vorträge und Erinnerungen).
Eintrittskarten: Sperrsitz zu 3 M., Saal zu 2 M.,
Vorsaal zu 1.50 M., Galerie zu 1 M., Studentenkarten zu
75 Pfg. u. Schülerkarten zu 50 Pfg. im Verkehrsbüro
Der Vorstand.
u. abends an der Kasse.
In
Züdwigslone
Sonntag, den 2. März, nachmittags 4 Uhr
Populäres Militär-Konzert
Ausschließlich Operetten-Musk
Franz von Suppé T1 Johann Strauss
Jean Gilbert.
Franz Lehär
Eintritt 25 Pfg.
Obere Räume für Nichtkonzertbeſucher. (B5227
Weg nach Böllenfalltor beleuchtet.
Kapelle des Grossh. Hess. Arf.-Regts. Nr. 61
Leitung: Obermusikmeister Weber.
Hermann Jadlowker:
Flieh,o flieh, aus „
Ma-
non” v. Massenet.
Gralserzählung aus „
Lo-
hengrin” von Wagner.
Wie sich die Bilder
glei-
chen, aus „Tosca” von
Puccini.
Es blitzten die Sterne, dto.
Titta Rufko:
Prolog I. Teil, aus „
Ba-
jazzo” v. Leoncavallo.
dto, II. Teil.
Clarence Whitehill:
Wotan’s Abschied, I. Teil,
a. „Walküre‟ v. Wagner.
dto. II. Teil.
Otto Goritz:
O du liebheilige Einfalt
du, aus „Königskinder
von Humperdinck.
Marg. Matzenauer:
Ich sah das Kind, aus
„Parsifal” von Wagner.
Johanna Gadski
und Otto Goritz:
Bei Männern, welche
Liebe fühlen, aus „
Zau-
berflöte” von Mozart.
Marg. Matzenauer u.
Pasquale Amato:
Si tu m'aimes, aus „
Car-
men” von Bizet.
J. J. Paderewski
(Klavier):
Valse As-dur, Op. 34, von
Chopin.
Des Abends, v. Schumann.
Chant Polonais, G-dur v.
Chopin-Liszt.
Hon Georgen-
Me Jugerstrasse 11
Repräsentant und offizielle
Ver-
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Grammophon-Aktien-Gesellschaft
Berlin-London-Paris.
Telephon 2579.
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Deutsche Schäferhunde
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Sensfelder=
weg (am Nordbahnhof). (*5540
Restadtahr Kummelbrau.
Sonntag, den 2. März 1913:
Zwei
Militär= (Streich=) Konzerte
Kapelle des Leibgarderegiments (größerer Teil)
unter Leitung des Obermuſikmeiſters H, Hauske.
Aus den Programmen: Halevy: Ouvertüre z. Op. „Der
Blitz”; Verdi: Fragmente aus „Rigoletto”: Strauss:
Frühlings=
ſtimmen, Walzer; Bizet: Ballettmuſik aus „Carmen”; Löhrl:
Para=
phraſe über F. Abt’s Lied „Die Nacht”: Eysler: Kommen Sie, Polka
tanzen aus „Frauenfreſſer”: Mendelssohn: Ouvertüre z. „Die
Heim=
kehr aus der Fremde”; Aubay: Pusztenſtimmung, Fantaſie aus
„Der Dorflump”; Offenbach: „Schöne Helena”: Lehär: „Eva=
Walzer” u. a. m.
(5235i
Anfang 4 und 8 Uhr.
Eintritt 25 Pfg.
NB. Die vorderen Reſtaurationsräume ſind für die
Nichtkonzert=
beſucher bereitgehalten.
Jeden Donnerstag Künstlerkonzert bei freiem Eintritt.
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Vom 1. bis einſchließlich 9. März
Grosses Doppeibochbier Test
Prima Qualität.
:: Täglich Konzert::
einer gewählten Abteilung der Kapelle des Gr. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61
Bedienung nach bayriſcher Art
(B5037fs
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Anfang wochentags 6 Uhr — Sonntags 4 Uhr=
Sonntag, den 2. März, von abends ½8 Uhr ab
7
Grosses Wiener Prater-Fest
Konzert der Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61
perſönliche Leitung
Herr Obermuſikmeiſter Weber.
Eintritt wochentags u. Sonntag nachm. frei, Sonntag abend 20 Pfg.
14. allgemeine große
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vom 2.—4. März. Geöffnet von morgens 9 bis 7 Uhr abends.
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Loſevertrieb durch A. Dinkelmann in Worms.
NB. Alle Geflügelfreunde ſind zum Beſuche der
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werten Ausſtellung freundlichſt eingeladen.
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ſowie anerkannt vorzüglichen Speisen und Getränke beſtens
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(Zeitſchr. f. phyſik. u. diätet. Therapie 1908, Band XI.)
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg
Nachdruck verboten.)
Im Zeichen der Danebrog. — Der Beſuch des däniſchen
Königspaares. — Ein reiches Programm. — Was
fürſt=
liche Beſucher zu ſehen bekommen. — Und was ſie nicht
kennen lernen. — Schluß! — Die Ausſtellung der
Aka=
demie der Künſte. — Die bildende Kunſt des letzten
Vier=
teljahrhunderts. — Das Beſte vom Beſten. — Zwei
Aus=
ſtellungen unſeres Königlichen Kunſtgewerbe=Muſeums.
Gläſer und Bronzen. — „Ariadne auf Naros”.
Im Zeichen des Danebrog, der mit weißem
Kreuz verſehenen roten Flagge, ſtand während der erſten
Tage dieſer Woche Berlin anläßlich des Beſuchs des
däniſchen Königspaares. Letzterem ward hier
ein ſehr herzlicher Empfang zuteil, da die Beziehungen zu
unſerem Nachbarſtaate ebenſo rege wie warme ſind und
nicht nur jährlich viele Tauſende unſerer Landsleute auf
däniſchem Boden am rauſchenden Meer und in ſchattigen
Buchen= und Eichenwaldungen Erholung finden, ſondern
auch in Berlin ſelbſt eine ſtarke däniſche Kolonie beſteht,
deren Mitglieder hier ihre zweite Heimat gefunden. Der
Beſuch des Königspaares brachte übrigens eine der Ber=
liner Einwohnerſchaft ſehr willkommene Neuerung und
zwar, daß unſer Oberbürgermeiſter nebſt den übrigen
Ver=
tretern der Stadt die Fürſtlichen Gäſte nicht am
Branden=
burger Tor empfing, ſondern auf dem Bahnhofe, in
wel=
chem ihr Zug angekommen. Es war niemals ein
erfreu=
liches Bild geweſen, die meiſt recht betagten Väter der
Stadt, an ihrer Spitze das möglichſt würdig ausſchauende
Oberhaupt, Herr Kirſchner, in Wind und Wetter am
Ein=
gang unſerer Triumphſtraße geraume Zeit harren zu
ſehen, um dann entblößten Hauptes an den Wagen der
Fürſtlichkeiten heranzutreten und eine Anrede zu halten,
die dieſe, ſei es aus Unkenntnis unſerer Sprache oder
in=
folge des Gelärms, meiſt nicht verſtanden. Damit muß
es nun ein für alle Mal vorüber ſein, und das entſpricht
durchaus dem Empfinden weiteſter Kreiſe.
Ein reiches Programm war für den dreitägigen
Beſuch des Königspaares ausgearbeitet worden, es wahrte
von der erſten Minute der Ankunft bis zur letzten der Ab
fahrt. Ob innerhalb desſelben Gelegenheit für den
per=
ſönlich einen ſehr ſympathiſchen Eindruck machenden König
war, des näheren zu erforſchen, ob und wie Deutſchland
und Dänemark Schulter an Schulter für gemeinſame
Auf=
gaben der Kultur arbeiten — wie dies Oberbürgermeiſter
Wermuth in ſeiner kurzen Begrüßungsanſprache
hervor=
gehoben — mag bezweifelt werden. Schade, daß dieſe
gekrönten Herrſchaften, die ihren offiziellen Aufenthalt im
Berliner Schloſſe nehmen, ſich niemals in Zivilkleider
hüllen und unerkannt einen Bummel durch die Stadt
unter=
nehmen, der ihnen gewißlich viel mehr des Anregenden
und Unterhaltenden gewähren würde, als wenn ſie an
„Kerkyra” gemeſſen die literariſchen Anſprüche des
gebil=
deten Berlinertums beurteilen, oder im Auto durch die
Straßen ſauſen und von dem eigentlichen Leben und
Weben einer mächtigen und unermüdlich
vorwärtsſtreben=
den Nation kaum den rechten Pulsſchlag verſpüren.
Ge=
rade dieſe vom ſchönſten Vorfrühlingswetter begünſtigten
Tage hätten gute Gelegenheit dazu geboten! Iſt es doch,
als ob die gewaltige Stadt nach den langen
Wintermon=
den wie von friſcheſten Kräften und Säften durchſtrömt
erſcheint und als ob all ihre Bewohner ſich mit ernenter
Freudigkeit und Regſamkeit ihren Berufen widmen.
Die Periode, in der ſich im Jahreslaufe Berlins für
Viele die Nacht in den Morgen hinein verlängert, iſt ja
jetzt glücklich vorüber. Die großen öffentlichen
Bälle, wie jene der Bühnengenoſſenſchaft und der
Kolo=
nial=Geſellſchaft, liegen nun auch hinter uns, und was
noch nachkommt, iſt, wie man hier zu ſagen pflegt, „Bärme‟.
Allgemein hört man, daß die diesmaligen hauptſächlichſten
feſtlichen Veranſtaltungen wenig befriedigten, nicht nur
deshalb, weil ſie ſtets nach dem alten Schema ſtattfanden,
ſondern weil auch infolge der Maſſenanſammlungen jede
Behaglichkeit aufhörte und durch die Bevorzugung wie
merkwürdige Ausübung der amerikaniſchen Tänze jener
iſthetiſche Genuß verſchwand, den ein vornehmer Ball dem
Auge darbieten kann. Wenn’s mit der Tanzkunſt zu Ende
iſt, ſo gelangt nun dafür die bildende Kunſt mehr und
mehr zu ihrem Recht. Unter den vielen künſtleriſchen
Ver=
anſtaltungen, die uns die Jubiläumszeit des Kaiſers
bringen wird, dürfte die aus dem gleichen Anlaß
hervor=
gerufene Ausſtellung unſerer Königlichen
Akademie der Künſte den erſten Platz einnehmen.
In begrenztem Rahmen bietet ſie uns ein außerordentlich
feſſelndes Bild des deutſchen Kunſtſchaffens innerhalb des
letzten Vierteljahrhunderts dar und vereint die Werke der
Künſtler verſchiedenſter Richtungen, wie ferner außer
Ber=
lin, München, Dresden, Karlsruhe, Stuttgart, Weimar
uſw. uſw. vertreten ſind, neben dem Ausland. Man muß
es dem neuen Präſidenten der Akademie, Ludwig
Manzel, hoch anrechnen, daß er ſich bei dieſer
Ausſtel=
lung nicht bloß, wie es bisher in ähnlichen Fällen
ge=
ſchehen, auf die Mitglieder der Akademie beſchränkte,
ſon=
dern den Kreis der Teilnehmer möglichſt weit zog, und
daß es ihm gelang, Künſtler zur Mitwirkung zu
beſtim=
men, die ſonſt mit ſcheelen oder auch verächtlichen Blicken
an der Akademie vorübergingen. So macht dieſe
Aus=
ſtellung einen hervorragend günſtigen und
abwechslungs=
vollen Eindruck und wird fraglos nach ihrer zu Beginn
der neuen Woche ſtattfindenden Eröffnung eine große und
dauernde Anziehungskraft ausüben. Unter den
auswär=
tigen Künſtlern ſtehen an erſter Stelle E. Wäuters, Anders
Zorn, Julian de Vriedt, Walter W. Ouleß, Julian Falat,
Joſ. Brandt und G. Melchers. Sie ſind meiſt mit
Bild=
niſſen vertreten, wie überhaupt den Porträts ein weiter
Raum bewilligt wurde wohl um, wenn auch nur auf der
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ihr weſentlich Teil zum Aufſchwung Deutſchlands
beige=
tragen. Der Verſuchung, der Ausſtellung einen gewiſſen
„dynaſtiſchen” Zug zu geben und ihr dadurch eine
be=
ſtimmte Prägung zu verleihen, die leicht in Einſeitigkeit
ausarten konnte, widerſtand man glücklich und legte nur
Wert auf das künſtleriſch wirklich Bedeutſame. Neben
manchem Bekannten erblicken wir auch viel Neues, das erſt
im letzten Jahre entſtanden iſt und hier zum erſten Male
ausgeſtellt wird; wollten wir auf den Inhalt näher
ein=
gehen, ſo müßten wir unſere hervorragendſten Künſtler in
Nord und Süd, in Oſt und Weſt nennen; erwähnen
möch=
ten wir nur jene, die bisher außerhalb der Akademie
ſtan=
den, wie K. Hagemeiſter, A. Jank, dieſer mit einem
famo=
ſen Artilleriebilde und der ſtimmungsvollen Beiſetzung
Fritz von Uhdes, Ulrich Hübner, Fritz Mackenſen u. a. Es
war ſchon durch die Räumlichkeiten ausgeſchloſſen, daß
man der Bildhauerei die gleiche Berückſichtigung widmete,
wie der Malerei, aber auch hier wußte man Treffliches
und Kennzeichnendes zuſammen zu bringen, wiederum die
Büſten der berühmten Zeitgenoſſen in erſter Linie
berück=
ſichtigend. Unter den größeren Skulpturen ragen Ludwig
Manzels markige und feſtumſchloſſene Reiterfigur des
Kurfürſten Friedrich, des Müncheners H. Hahns
pracht=
voller bronzener Reiter und Ernſt Herters ſturmgeprüfter
Odyſſeus hervor.
Zwei Sonderausſtellungen veranſtaltete unſer
Kö=
nigliches Kunſtgewerbe=Muſeum und
ge=
währt damit reiche Anregung in förderſamſter Art. In
mehreren Sälen finden wir eine umfaſſende Sammlung
von Gläſern, die meiſt in der erſten Hälfte des 18.
Jahrhunderts in Potsdam und Zechlin entſtanden ſind;
aufrichtige Bewunderung erwecken die Pokale und
ſon=
ſtigen Gefäße mit geſchnittenen Darſtellungen, zum Teil
mit ſchönen Vergoldungen, ſie ſtellen der hohen Kunſt der
früheren Glasſchneider ein beredtes Zeugnis aus.
Man=
cherlei meckwürdige, auch geſchichtliche Erinnerungen
er=
wecken die funkelnden Rubingläſer Kunkels, der zur Ende
des 17. Jahrhunderts ſein geheimnisvolles Weſen auf der
Pfaueninſel trieb. Im Lichthofe iſt die Ausſtellung
neuerer Werke des Berliner Bronze= und
Meſſingguſſes untergebracht, die uns auch mit einer
Zahl ſehr bemerkenswerter Erzeugniſſe unſerer Klein=
Plaſtik bekannt macht. Nach gelegentlichen früheren
Ver=
ſuchen hat ſich der Bronzeguß in Berlin erſt im 19.
Jahr=
hundert entwickelt, im Zuſammenhang einerſeits mit der
Denkmalskunſt, andererſeits mit der Lampeninduſtrie.
Die kunſtgewerbliche Metallgießerei ging, wie es ein
knap=
per Ueberblick hervor hebt, zunächſt mehr in die Breite als
in die Tieſe und verarbeitete neben der echten Bronze
vor=
zugsweiſe billigere Legierungen, wie das ſogenannte
cuivre poli und das ordinäre Zink, das an der Luft
ver=
geht und deshalb eines täuſchenden Ueberzuges bedarf.
Je mehr Verſtändnis und Nachfrage ſtiegen, haben
füh=
rende Werkſtätten gediegeneres Material verwendet und
ſich die mühſamen Techniken der edlen franzöſiſchen
Bron=
zen des 18. Jahrhunderts zu eigen gemacht, beſonders die
ſorgfältige Ziſelierung und die Feuervergoldung; das
zeigen hier ausgeſtellte Werke dieſer Art in trefflicher
Vollendung. Aber dieſe koſtſpieligen Verfahren und
For=
men laſſen ſich nicht verbilligen, ohne gewöhnlich und
kunſtlos zu werden. Man verſucht deshalb neuerdings,
engliſchen Beſtrebungen folgend, gediegene und
vollen=
dete Arbeit dadurch zu erzielen, daß man gutes Meſſing
in ſchlichten Formen mit einfachen Mitteln ſchleift, poliert
und zum Teil ſachgemäß patiniert. Die Ausſtellung lehrt
wie ſich die Fabrikanten im Verein mit berufenen
Künſt=
lern bemühen, auf dieſem Wege Eigenes und
Mannigfal=
tiges zu ſchaffen. Intereſſant iſt, wie die
Beleuchtungs=
induſtrie immer neue Formen heranzieht und als geeignete
Vorbilder auch die Beleuchtungszwecken dienenden
Kande=
laber ſowie allerhand Tempelgeräte des griechiſchen und
römiſchen Altertums wählt, und zwar mit beſonderem
Erfolg.
Um dem muſikaliſchen Ereignis der Berliner
Erſtauf=
führung der Strauß=Hofmannſchen „Ariadne
auf Naxos” ſchon von vornherein einen Erfolg zu
ſichern und für das vielbeſprochene und verſchiedenartig
beurteilte Werk Stimmung zu machen, unternahmen zwei
tüchtige Muſikkritiker „Einführungen” in die Oper,
Pro=
feſſor De. O. Bie im Kunſtſalon von Reiner und
Le=
winsky und Dr. Leopold Schmidt im Königlichen
Schau=
ſpielhauſe. Beide Herren ſind begeiſterte Verehrer des
Komponiſten und rückhaltsloſe Bewunderer ſeines neuen
Werkes, deſſen muſikaliſchen und tertlichen Inhalt ſie ſehr
geſchickt und eindringlich zu ſchildern wußten. Im
Schau=
ſpielhauſe wirkten ſogar die in der genannten Opec
be=
ſchäftigten Soliſten und Soliſtinnen ſowie als
Kapell=
meiſter Herr Leo Blech und das Orcheſter mit, während
ſich Herr Profeſſor Bie bloß auf das Klavier beſchränkte. Mit
Recht mag es Vielen eigentümlich erſcheinen, daß man vor
der Aufführung einer Oper erſt Verſtändnis für dieſelbe
durch eingehende Vorträge erwecken muß und daß jene nicht
durch und für ſich ſelbſt ſpricht — „das war doch früher
nicht” ſagt ein altes Berliner Wort, aber ſeitdem hat ſich
ja vieles hier geändert, leider nicht immer zum Beſſeren.
Nach der Generalprobe am Dienstag, zu der
Einladungen ergangen waren, kann man ſchon ungefähr
den Eindruck feſthalten, den das Werk bei der
Hauptauf=
führung machen wird. Als echeblicher Fehler in der
gan=
zen Anlage und Ausführung des Hofmannsthalſchen
Textes erſcheint die Zuſammendrängung des Einzelnen,
eine gewiſſe Verwirrung tritt ein bei dieſem bunten
Durch=
einander, das der feſten Geſchloſſenheit entbehrt und uns
von der ernſten Oper bis zum loſen Schwank führt. Man
weiß, daß die Dichtung aus Moliéres „Bürger und
Edel=
mann” entſtanden iſt und daß den eigentlichen Kern des
Ganzen die Aufführung der Oper „Ariadne auf Naxos”
bildet. Der Text überwucherte bisher die Muſik, und man
kann es nur loben, daß ſich im letzten Augenblick unſere
Intendanz entſchloß, ganz erhebliche Streichungen
ein=
treten zu laſſen, um das Intereſſe nicht zu zerſplittern
und die Hauptaufmerkſamkeit auf die Oper zu richten.
Letztere verdient das größtenteils, denn ſie ſpricht in
muſi=
kaliſcher Beziehung außerordentlich an und zeigt uns
Strauß von ſeiner feinſinnigſten und liebenswürdigſten=
Seite. In der Aufführung wirken die beſten Kräfte
unſe=
rer Oper und des Schauſpiels mit, vor allem dürfte Frau
Hermine Boſetti als Cerbinetta die wärmſte Zuſtimmung
finden und auch Frau Hafgren=Waag als Ariadne gibt
uns Vortreffliches, nicht minder Herr Jadlowker als
Bacchus. Auf die Ausſtattung wurde ganz beſondere
Sorgfalt verwendet, ſie iſt von künſtleriſcher Schönheit,
wie auch die Regie alles getan hat, um das Werk würdig
hervortreten zu laſſen — aber ob es ſich einen dauernden
Platz im Spielplan erringen wird, dürfte ſchon heute
be=
zweifelt werden.
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Eine Bobſleigbuhn im Tammus.
* Man ſchreibt uns: Der in den letzten Jahren wie
in den anderen deutſchen Gebirgen ſo auch in unſerem
Nachbargebirge, dem Taunus, mächtig emporgeblühte
Winterſport ſieht in der kommenden Saiſon einer neuen
Aera entgegen durch den Bau einer Bobſleigbahn; ein
Projekt, das von den Freunden des Winterſports ſicher
freudig begrüßt werden wird. Der Plan der Errichtung
einer ſolchen war ja in den früheren Jahren ſchon des
öfteren aufgetaucht, kam jedoch niemals zur Ausführung.
Einesteils fehlte es an den nötigen verfügbaten Mitteln,
kandernteils waren auch die Leute nicht danach, um ein ſo
großzügiges Projekt einwandfrei durchzuführen.
Nun=
mehr hat ſich der Rodelklub „Taunus” unterſtützt von
einigen Sportsleuten, langjährigen Bobfahrern, deren
Namen in Sportskreiſen einen guten Klang haben, dieſes
Projekts angenommen, und wird der Taunus in der
nächſten Saiſon endgültig eine Bobſleigbahn haben. Die
Winterſportler in der näheren und weiteren Umgebung
des Taunus brauchen alſo für die Folgezeit nicht erſt
lange, mit erheblichen Koſten verknüpfte Reiſen zu machen,
um dieſem Zweig des Schneeſportes huldigen zu können,
der, wie kaum ein anderer, Anforderungen an die
Quali=
täten der Fahrer ſtellt und dem, erſt einmal eingeführt,
von allen Seiten und aus allen Kreiſen der Bevölkerung
täglich neue begeiſterte Anhänger zuſtrömen werden.
Nachdem die Pläne von der Regierung bereits
ge=
nehmigt ſind und dem Rodelklub auch von den in Betracht
kommenden Forſtverwaltungen in wei gehendſtem Maße
entgegengekommen wurde, kann im Monat März mit dem
Bau der Bahn begonnen werden. Die
Vermeſſungsarbei=
ten ſind dem vereidigten Landmeſſer Herrn G. F. Ludwig
Wannig aus Frankfurt a. M. übertragen worden,
wäh=
gend die eigentlichen Bauarbeiten von dem 2. Naſſauiſchen
Pionierbataillon Nr. 25 in Mainz ausgeführe werden. Die
in einer Geſamtlänge von 6000 Meter vorgeſehene Bahn
beginnt am Prinz Heinrich=Weg und führt zunächſt in
verſchiedenen Krümmungen um den Nordabhang des
Großen Feldberges herum bis ungefähr in die Nähe der
großen Kurve der Nordbahn=Rodelbahn. Von hier wird
ſie dann unter Anwendung einer ſcharfen Haarnadelkurve
wieder rückwärts geleitet bis knapp an die nach
Schmit=
ten führende Landſtraße, biegt ſodann kurz vor derſelben
talwärts ab, um nach Beſchreibung verſchiedener Kehr=
(S=) und Schleuder= (Haarnadel=) Kurven bei der Kapelle
bei Oberreiffenberg zu enden. Das Durchſchnittsgefälle
beträgt 10 Prozent, ſtellenweiſe 15 Prozent, während die
Kurven — zirka 12 an der Zahl — bei einer Schräglegung
nach Erfordernis, eine Erhöhung
bis zu 8.5 Meter erfahren werden. Da außerdem alle
Erfahrungen und Neuerungen auf dem Gebiete der
Bob=
bahnbautechnik weitgehendſte Beachtung finden — ein
Aufzug für die Bobſleighs wird ebenfalls vorhanden ſein
—, ſo wird der Taunus nach Fertigſtellung eine Bahn
aufzuweiſen haben, die den in Deutſchland beſtehenden
nicht nur ebenbürtig ſein wird, ſondern ſich auch ruhig
mit den großen Bobruns der Schweiz wird meſſen können.
Die Geſamtkoſten belaufen ſich auf ungefähr 20000
Mark wovon ein Teil bereits durch freiwillige Spenden
aufgebracht worden iſt. So ſtifteten größere Beträge:
der Deutſche Touringklub, die Spezialfabrik für
Winter=
ſportgeräte Ermentraut & Beckert in Höchſt a. M., letztere
ſtellte außerdem einen namhaften Preis für die nächſte
Saiſon in Ausſicht; des weiteren Herr Bueroſe, der
Be=
ſitzer der bekannten Frankfurter Stadtküche in der
Schiller=
ſtraße, einige Hoteliers und noch andere Heren, deren
Aufzählung zu weit führen würde. Der Reſt ſoll, wie bei
dem Bau des Obſervatoriums auf dem Kleinen Feldberg,
durch Aufnahme einer unverzinslichen Anleihe aufgebracht
werden, die, in kleine Abſchnitte eingeteilt, alljährlich
nach einem beſtimmten Plan verloſt werden ſoll, bis zur
vollſtändigen Tilgung.
Alle diejenigen, welche ſich für das Projekt
intereſſie=
ren, werden gebeten, ſich an den Vorſitzenden des Rodel=
Aubs „Taunus”, Herrn Voſſen in Frankfurt, Schweitzer
Straße Nr. 6, reſpektive Herrn Aug. Kunz in Frankfurt,
Große Gallusſtraße 18, zu wenden, welche Herren gerne
und durchaus unverbindlich jede gewünſchte Auskunft
er=
teilen werden. Außerdem liegen im Kurhotel Hahn,
Kronberg, im Hotel Prokasky. Königſtein, ſowie im Alten
Feldberahaus von Chr. Ungeheuer auf dem Großen
Feld=
berg Liſten auf. in die ſich Intereſſenten einzeichnen
kön=
nen; desgleichen Liſten für eventuell zu zeichnende
Bei=
träge durch gütige Spender Hoffentlich finden ſich unter
den Taununswanderern recht viele, die den Klub in ſeinen
Beſtrebungen zur Verwirklichung dieſes großzügigen
Profektes durch Zuwendung kleinerer oder größerer
Be=
träge unterſtützen.
Bemerkt ſei noch, daß am nächſten Dienstag, 4. März,
abends hab 9 Uhr, im Steinernen Haus zu Fronkfurt
a. M. eine Sitzung des Vorſtandes des Rodelklubs und
der Bobſleighkommiſſion ſtattfindet, zu der alle Herren
ſowohl als auch Damen, die ſich für den Bau der neuen
Bahn intereſſieren, freundlichſt eingeladen ſind. Da von
auswärts bereits zahlreiche Anfragen und Anmeldungen
parliegen, jedoch, um unliebſamen früheren
Vorkomm=
niſſen vorzubengen, zunächſt nur eine beſchränkte Zabl
von Mitgliedern angenommen werden ſoll. ſo werden
In=
tereſſenten um mögſichſt baldige Bekanntgabe ihrer Adreſſe
an die bereits oben erwähnten Herren gebeten; wenn
möglich, bis zur Verſammlung am 4. März.
— Fußhallſport. Darmſtädter Sportklub
1905. Am Sonntaa nachmittaa halb 3 Uhr finden auf
dem Srortplatz am Alten Schießhaus zwei
Fußball=
ſpiele ſtatt. Die erſte Elf vom hieſigen Svortklub hat
den Fußballklub Viktoria”=Feudenheim. Meiſter
der A=Klaſſe, Bezirk 1 Weſtkreis, zu Gaſt Die hieſige
dritte Mannſchaft ſpielt gegen die dritte Mannſchaft des
Fußhallklubs „Viktoria”=Aſchaffenburg a. M. —
Das für morgen angeſetzte Lokalwetiſpiel gegen den
Fuß=
ballklub „Olhmpfa” wurde abermals abgeſagt.
* F. C. „Olympia”. Am Sonntag ſtellt der
Fuß=
ballklub Olympia vier Mannſchaften ins Feld. Die erſte
Mannſchaft ſpielt in Offenbach gegen die gleiche des
F.=C. „Kikers‟. Die dritte Mannſchaft trägt in
Pfung=
ſtadt ein Retourſpiel gegen die dritte Mannſchaft des
F. C. „Germania” aus, während die „Alte Herren”=
Mannſchaft auf dem Olympiaſportvlatz um 3½ Uhr gegen
die Alten Herren” des erſten Mainzer Fußballvereins
antritt =Vorher bringt die vierte Mannſchaft ein
Wett=
ſniel gegen die zweite Mannſchaft des F. E. „Dreieich”,
Dreieichenhain. zum Austrag.
P. Giauturnfeſt 1913 des 5. Gaues Rheinheſſen in Gau=
Agesheim. Der Feſtplatz wurde bereits durch Hern
Gauturnwart Georg Frey=Mainz eingeteilt Der
Turn=
platz iſt etwa 8000 Quadratmeter groß. Derſelbe wird
umzäunt und befindet ſich ringsum ein 6 Meter breiter
Zuſchauerraum für die Feſtbeſucher, ebenfalls die
Kleider=
hallen und die Vorturnerbühne. Auf einem angrenzenden
Platze werden eine etwa 1480 Quadratmeter große
Feſt=
halle, ſowie die übrigen Räume für den Wirtſchaftsbetrieb
errichtet. Daran ſchließt ſich der
Vergnügungs=
platz für die verſchiedenſten Volksbeluſtigungen, ſo daß
hierdurch keinerlei Sichung für den Durndetrieb
hewvor=
gerufen werden kann.
sr. Pferdeſport. Rennen zu Auteuil. Prix du
Champ de Mars; Diſtanz 3100 Meter, 3000 Fr.: 1. Monſ.,
Ch. Lienarts Piece d’Or (W. Head), 2. Toinette (Par=”
frement), 3. Retardataire (O'Connor). Tot. 50.16.5a
Prir Saint Prieſt; Diſtanz 3500 Meter, 5000 Fr.: 1. Monſ.
E Lignons Make Haſte (E. Hardy), 2. Jeune Syrien
(Laneaſter), 3. Diſeleite (J. B Moreau) Tot. 29210.—
Prir Arthur O'Connor; Diſtanz 4200 Meter, 10 000 Fr.:
1. Monſ. Guerlains Hopper (Lancaſter), 2. Grand Due
(A. Carter), 3. Beliſaire (Powers). Tot. 27.10.
Prix Luſignan; Diſtanz 2800 Meter, 4000 Fr.: 1. Monſ
A. Veil=Picards Boskario (Parfrement), 2. Beni Mered
(E. Rolfe), 3. Oeillet Blanc II (Wallon). Tot. 31:10.
Prir de la Croix Dauphine; Diſtanz 3500 Meter, 5000 Fr.:
1. Monſ. Ch. Kohlers Libretto II (F. Williams). 2.
Roß=
hampton (Berteaux), 3. La Sauge (Scaton). Tot. 52110.
Prix de Anemones; Diſtanz 3100 Meter, 4000 Fr.:
1. Monſ. Cam Blanes Ormuzd (R. Sauval), 2. Lord
William (Parfrement), 3. La Canche (Lancaſter). Tot.
34 10.
— Winterſport. Bobbahn Triberg. Am
Mitt=
woch war Haupteröffnungsrennen bei
prächti=
gem Sonnenſchein und tadelloſer Bahn, die ziemlich ſtark
vereiſt. Bahnlänge 1400 Meter. Beim erſten Rennen
(zwei Fahrten) erhielten goldene Medaille: Bob Fram,
1. Min. 44 Sek. (Leutn. Zahn, Leutn. Ott=Raſtatt); ſilberne
Medaille: Bob Schwarzwald, 1 Min. 49,4 Sek. (E.
Güter=
mann O. Gütermann=Gutach, Breisgau): bronzene
Me=
daille: Bob Rhein, 1 Min. 49.9 Sek. (Oberleutn. Renk,
Leutn. Geher=Straßburg). Außer Konkurrenz fuhr Bob
C. 1 13 mit 1 Min. 48,1 Sek. (Leutn. Geyer, Leutn.
Krauſe d’Avis=Straßburg). — Beim zweiten Rennen (eine
Fahrt) um den Pokal von Triberg hatte die beſte Zeit
Bob Fram mit 1 Min. 45,8 Sek., zweite Zeit Bob Rhein
mit 1 Min. 51 Sek., dritte Zeit Bob Baden mit 1 Min.
52 Sek. Die beſte Durchſchnittszeit aller drei Fahrten
erzielte Bob Fram mit 1 Min. 44,6 Sek. Dieſer errang
den Polal von Triberg.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die
röffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernim
die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt an
21. Abſ. 2 des
Brund des 8
reßgeſehes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Die ſozialdemokratiſchen Säuglinge.
Der Abgeordnete Buſold hat in der Kammer bei
Ge=
legenheit der Debatte über den Vortrag eines Lehrers in
einer Gewerkſchaftsverſammlung angefragt, wie ſich denn
die leitenden Stellen in Heſſen zu den „Säuglingen der
Sozialdemokraten” ſtellten.
Wir finden zufällig in den „Leitſätzen der
Großh. Zentrale für Mutter= und
Säug=
lingsfürſorge in Heſſen” folgenden Abſchnitt, der
den durch die Anfrage beunruhigten Säuglingen die ihnen
ſo notwendige Ruhe wiedergeben wird. Er kautet:
Mitarbeit der 'Arbeiterſchaft.
Was die Zentrale erreichen will, das entſpricht einer
alten Forderung, die aus den Kreiſen der Arbeiterſchaft
ſtets lebhafte Unterſtützung erfahren hat. Es handelt ſich
bei unſerer Bewegung nicht um ein wohltätiges, der
Armenunterſtützung verwandtes Eingreifen, ſondern um
das Streben, in der breiten Maſſe der Bevölkerung
Verſtändnis und Kenntniſſe in einigen elementaren
Grundſätzen der Hygiene zu vermitteln, die für das Leben
und die Geſundheit der kommenden Generation von
aus=
ſchlaggebender Bedeutung ſind. Dieſe Keuntniſſe werden
einmal vermittelt — als dauernder Beſitz die
körver=
liche und geiſtige Kultur weiter Volksſchichten fördern und
im wahren Sinne des Wortes ſozial wirken; denn der
letzte Zweck aller ſozialen Tätigkeit iſt nicht, zu helfen,
ſondern Verhältniſſe zu ſchaffen, in denen die Menſchen
ſich ſelbſt helfen können.
Zum großen Schaden des Darmſtädter
Geſchäfts=
lebens bleiben viele Leute von Darmſtadt weg, weiſ es zu
viel zugemutet iſt, zweimal die elektriſche Bahn bezahlen
zu müſſen, denn der Uebergang vom neuen Bahnhof
Griesheimer Weg zur Bleichſtraße — iſt ſeit Wochen ſchon
vernagelt und verſperrt, obgleich es ſehr gut möglich
wäre, die paar Schritte einen Steg hinüber zu legen. In
der Sprachecke des Tagblatts ſind immer langatmige, für
außerhalb gänzlich intereſſeloſe Auslaſſungen, da
könnte doch wohl auch mal energiſch das Verkehrsintereſſe
der Darmſtädter Geſchäftswelt gewahrt werden.
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[ ← ][ ][ → ] mich halten muß als liberaler Geiſtlicher, um nicht einmal
die moraliſche Aktiv=Legitimation zu unterſuchen von
Herren, die hier ihren chriſtlichen Standpunkt vertreten.
(Zuſtimmung. Unruhe. Widerſpruch.) Wenn aber ein
katholiſches Mitglied der nationalliberalen Fraktion zu all
dieſen Ausführungen fortgeſetzt Sehr richtig! ruft, ſo iſt
das zum mindeſten taktlos. (Unruhe.) — Nach weiteren
Ausführungen der Abgg. Dorſch, Ulrich und Dr.
Winkler wird das Kapitel genehmigt.
Zu Kapitel 37, Techniſche Hochſchule, liegt eine
Nachtragsforderung vor, über die Berichterſtatter Dr.
Oſann referiert, und durch die die Forderung dieſes
Ka=
pitels um ca. 13000 Mark erhöht wird.
Abg. Dr. Oſann: Ich habe zu dem Kapitel „
Tech=
niſche Hochſchule” nur wenige Worte zur Rechtfertigung
der Forderung zu ſagen, die in dem Nachtrag enthalten
iſt. Die Rechtfertigung iſt darin zu finden, daß der
ver=
diente Geheime Overbaurat Profeſſor Pfarr vor
einigen Wochen geſtorben iſt; ich benutze den Anlaß, dem
ausgezeichneten Lehrer und um die Techniſche
Hochſchul=
hochverdienten Mann ein Wort des Gedenkens zu widmen.
Er hat es verſtanden, in überaus anregender Weiſe ſeinen
Lehrſtoff anzubringen, hat in ſeinen Inſtituten Vorbild
liches geleiſtet und wußte auch die heimiſche Induſtrie
für die Techniſche Hochſchule zu intereſſieren, auch dadurch,
daß er ſie zu erheblichen Schenkungen zugunſten der
Techniſchen Hochſchule zu bewegen verſtand; er hat durch
Einfügung eines Papiermacherkurſes einen neuen Zweig
dem Lehrplan der Hochſchule eingefügt. Nachdem
die=
ſer verdiente Mann leider geſtorben iſt, iſt es nicht
mög=
lich, die beiden Fächer, die er verwaltete, wieder mit
einem Profeſſor zu beſetzen, deshalb iſt von der
Staats=
regierung der Vorſchlag gemacht worden, die beiden
Ge=
biete, die er lehrte, nämlich der Waſſerkraftmaſchinen und
der Papiermaſchinen, zu trennen. Das iſt die
Veran=
laſſung dieſer Nachforderung. Ich möchte bei der
Ge=
legenheit die Aufmerkſamkeit des Hauſes darauf
hinlen=
ken, daß wir bei der Techniſchen Hochſchule ein neues
Lehrfach eingeführt haben, das der Flugtechnik, und
daß der Ausſchuß, wie aus dem Bericht hervorgeht,
ge=
rade für die Flugtechnik die von der Regierung angefor
derten Mittel bewilligt hat. Es darf auch hier dankend
verzeichnet werden, daß ſich Herr Dr. Opel=
Rüſſels=
heim entſchloſſen hat, eine Stiftung von 20000 Mark für
Zwecke der Flugtechnik zu machen; wir dürfen ihm auch
von dieſer Stelle aus unſeren Dank ausſprechen. Ich
wollte dann noch bei der Großh. Regierung die Anregung
geben, über die Frage der Ausländer an der Techniſchen
Hochſchule und der Univerſität uns ihren Standpunkt
dar=
zulegen. Ich will, weil das ein ſchwieriges Kapitel iſt
und wir unſere Zeit notwendig haben, auf Einzelheiten
nicht eingehen, aber darauf hinweiſen, daß dieſe Frage
eben bezüglich der Univerſitäten in Preußen ventiliert
wird, und es ſind da auch die Techniſchen Hochſchulen
hereingezogen worden. Es wäre außerordentlich
inter=
eſſant, zu erfahren, in welcher Weiſe die Großh.
Regier=
ung die Sache zu behandeln gedenkt, insbeſondere was
die Regelung der Diplomprüfung der Ausländer betrifft
und die Vorausſetzungen, die bei Ausländern für dieſe
Prüfung gemacht werden.
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vack
Exz.: Der Herr Abg. Dr. Oſann hat am Schluſſe ſeiner
Rede auch die Frage des
Ausländertums an der Techniſchen
Hochſchule
erwähnt. Ich möchte dazu im allgemeinen folgendes
be=
merken: Die Zahl der an der Techniſchen Hochſchule
ſtudierenden Ausländer iſt abſolut und relativ nicht
un=
erheblich. Es betrug im Winterſemeſter 1911/12 die Zahl
der deutſchen Studierenden und Hörer in Darmſtadt 920,
die der Ausländer 421, im Sommerſemeſter 1912 die der
Deutſchen 915. die der Ausländer 350; im Winterſemeſter
1912/13 ſind anweſend 946 Deutſche und 364 Ausländer
Darmſtadt ſteht aber nicht vereinzelt da, es teilt dieſes
Schickſal mit anderen angeſehenen Techniſchen
Hoch=
ſchulen. Im laufenden Winterſemeſter beträgt der
Pro=
zentſatz in Darmſtadt 27 Prozent, er iſt alſo gegen das
letzte Winterſemeſter um 4 Prozent heruntergegangen
Der abſolut höchſte Stand der Ausländer in Darmſtad
war im Winterſemeſter 1906/07 mit 659 an der Zahl be=
34½ Prozent Anteil. Die Zahl der ausländiſchen
Stu=
dierenden hat infolge der Verſchärfung der
Auf=
nahmebeſtimmungen bereits abgenommen und
wird nach Abgang der ruſſiſchen ſiebenklaſſigen
Realabi=
turienten noch weſentlich ſinken.
Ueber die Aufnahmevorſchriften iſt das
Folgende zu bemerken: Als ordentliche Studierende
wer=
den aufgenommen: 1. Deutſche und Ausländer, die das
Reifezeugnis eines deutſchen Gymnaſiums oder
Realgym=
naſiums oder einer deutſchen Oberrealſchule beibringen,
2. im Ausland vorgebildete Deutſche und Ausländer, wenn
ſie ein Reifezeugnis einer in dem betreffenden Lande
ſtaatlich anerkannten Lehranſtalt beibringen, das von dem
Großh. Miniſterium des Innern als gleichwertig mit den
in Ziffer 1 geſorderten deutſchen Reifezeugniſſen
aner=
kannt iſt und das in dem betreffenden Heimatland zum
Eintritt als Studierender in eine Univerſität oder
Tech=
niſche Hochſchule berechtigt.
Nach Ausführungsbeſtimmungen, die zu dieſen
ſtatu=
tariſchen Vorſchriften erlaſſen wurden, ſind die Zeugniſſe
einer Reihe außerdeutſcher Lehranſtalten zurzeit bis auf
weiteres als gleichwertig mit den Reifezeugniſſen der
ge=
nannten deutſchen neunſtufigen Lehranſtalten anerkann
worden. Was Rußland anlangt, ſo wird zurzeit
verlangt das Reifezeugnis der ruſſiſchen achtklaſſigen
Gymnaſien, ſowie der Nachweis, daß die Abiturienten
außerdem das erſt zum Beſuch der Hochſchule
berech=
tigende ſogenannte Konkurrenzexamen beſtanden
haben oder unter ausdrücklicher Dispenſierung davon auf
Grund hervorragender Schulleiſtungen zum Beſuch einer
ruſſiſchen Techniſchen Hochſchule zugelaſſen ſind.
Neuer=
dings hat der Große Senat äußerſte Termine feſtgeſetzt,
bis zu denen von dieſer Klaſſe der Studierenden die
Prüfungen abgeleat ſein müſſen. Sie können nur noch
ſpäteſtens im Oktober 1913 die Vorprüfung (einſchließlich
etwaiger Wiederholungs= oder Ergänzungsprüfungen)
und ſpäteſtens im Dezember 1915 die Schlußprüfung (
ein=
ſchließlich etwaiger Wiederholungs= oder
Ergänzungs=
prüfungen) ablegen. Nach dieſen Terminen finden
Zu=
laſſungen nicht mehr ſtatt. auch werden Ausnahmen unter
keinen Umſtänden mehr genehmigt. Von genannter Zeit
ab werden dann die ſiebenklaſſigen Realruſſen von der
Hochſchuke ganz verſchwinden, ſo daß damit, da ein
ent=
ſprechendes Wachſen der ruſſiſchen Gymnaſialabiturienten
nicht zu erwarten ſteht. eine weſentliche Abnahme der
ruſ=
ſiſchen Studierenden überhaupt eintreten wird. Zurzeit
kommen noch 85 ſiebenklaſſige Realruſſen in Betracht, die
vor der Vor= und Schlußprüfung ſtehen, und 91, die vor
der Schlußprüfung allein ſtehen. Dieſe 176 Studierenden
müſſen alſo bis zu den genannten Terminen die
Prüf=
ungen abaelegt haben.
An Maßnahmen, die zur Abhaltung des
übermäßigen Zudranges der Ausländer
und zum Schutze berechtigter Intereſſen
der deutſchen Studenten an der
Techni=
ſchen Hochſchule getroffen ſind, ſind zu
er=
wähnen: 1. Die Ausländer bezahlen gegenüber den
deutſchen Studierenden den dreifachen Betrag an
Ein=
trittsgeld, den 2½fachen Betrag an
Einſchreibe=
gebühr, ein im Durchſchnitt um die Hälfte erhöhtes
Stu=
diengeld, den zweifachen Betrag an Prüfungsgebühren.
2. Gegenüber den ſiebenklaſſigen Realruſſen ſind die oben
erwähnten Termine feſtgeſetzt worden, bis zu denen ſie
nur noch zu Prüfungen zugelaſſen werden. 3. Den
an=
fragenden und neu eintretenden Ausländern wird künftig
ſchriftlich folgende Beſtimmung mitgeteilt werden: „Die
um Aufnahme in die Techniſche Hochſchule nachſuchenden
Ausländer werden darauf aufmerkſam gemacht, daß die
Dozenten nicht verpflichtet ſind, ſich mit Ausländern, ſo
lange ſie nicht ausreichende Kenntniſſe der deutſchen
Sprache beſitzen, in den Uebungen zu beſchäftigen und
ihre Studienarbeiten zu beglaubigen.” 4. Inſolange die
letzten großen Erweiterungsbauten der Techniſchen
Hoch=
ſchule nicht errichtet waren und Raummangel herrſchte
war beſtimmt, daß die ausländiſchen Studierenden erſt
14 Tage nach Beginn des: Semeſters Plätze in den
Uebungsſälen belegen konnten. Es war damit den
deut=
ſchen Studierenden Gelegenheit gegeben, zuerſt die freien
Plätze für ſich zu belegen. Nach Fertigſtellung der
Er=
weiterungsbauten, die Platz ſchafften, konnte dieſe
Uebung fallen gelaſſen werden. Sollte in einzelnen
In=
ſtituten wegen Ueberfüllung und Konkurrenz durch die
Ausländer wieder Mangel an Uebungsplätzen eintreten,
ſo wird mit einer gleichen Maßnahme, wie früher,
wie=
der vorzugehen ſein. Man darf nicht die Ausländerfrage
wie das vielfach verſucht worden iſt, nur vom
natio=
nalen Standpunkt aus undderarteinſeitig
betrachten und ſie löſen wollen, daß man ſich
gegen das Ausländertum grundſätzlich ablehnend ſtellt.
Der Hochſtand deutſcher Wiſſenſchaft und deutſcher Techni
bedingt einen wachſenden Zuzug auf die Hochſchulen vom
Ausland. Ueber die Frage, ob dieſer Zuzug nützlich oder
ſchädlich ſei, iſt ſchon viel geſtritten worden. Keineswegs
hat aber jemals die Meinung die Oberhand bekommen,
daß man zu einer Schutzzollpolitik für einheimiſche
gei=
ſtige Produktion übergehen müſſe. Unſere Wiſſenſchaft
und unſere Induſtrie braucht keine Beſorgnis aus dem
Umſtande herzuleiten, daß die Ausländer an unſeren
Hoch=
ſchulen ſich techniſch bilden. Im Gegenteil kann es für
die internationalen Beziehungen Deutſchlands nur von
Vorteil ſein, wenn viele Ausländer an deutſchen
Hoch=
ſchulen ihre Ausbildung ſuchen und ſpäterhin
wiſſen=
ſchaftliche und gewerbliche Beziehungen zu Deutſchland
pflegen, aus denen unſere nationale Induſtrie nur
Vor=
teil ziehen wird. Es darf nicht vergeſſen werden daß ein
erhebliches Abdrängen der Ausländer, das keineswegs
alsbald einen entſprechenden Zuzug an deutſchen
Stu=
dierenden zur Folge hat, auch eine weſentliche
finan=
zielle Frage für den Staat iſt. Aber immerhin, ſo
beachtlich auch die Finanzfrage iſt und bleiben muß,ſt
darf ſie doch nicht allein ausſchlaggebender Faktor it
der Volitik gegenüber der Ausländerfrage an unſerer
Techniſchen Hochſchule ſein, ſondern mitentſcheiden müſſen
die oben bereits erwähnten Momente, nämlich das
An=
ſehen und die Würde der Hochſchule und die Intereſſen
der einheimiſchen Studierenden. (Beifall.)
Das Kavitel wird dann angenommen.
Zu Kapitel 38
Gymnaſien. Realgymnaſien, Oberreal=
und Realſchulen, ſowie pädagogiſche
Seminarien,
kommt Abg. Urſtadt auf ſeinen früheren Antrag, betr
die Koedukation, zu ſprechen und fordert, daß die
Mäd=
chen zu allen Knaben=Lehranſtalten zugelaſſen werden
und daß ſie auch die gleichen Rechte bei der
Schulgeld=
befreiung uſw. genießen, wie die Knaben. Er bittet
über=
haupt um völlige Gleichberechtigung der Mädchen und
um Zurücknahme der Vorbehaltsbeſtimmungen, nach
denen die Zulaſſung von Mädchen jederzeit ohne Angabe
von Gründen zurückgenommen werden kann, auch in
Einzelfällen. Redner kommt dann nochmals auf die
Darmſtädter Lehrer=Verſammlung zu ſprechen und ſtell
feſt, daß er in dieſer Frage vollkommen den Standpunk
der Abgg. Korell und Reh teile.
Abg. Korell=Angenrod fragt, was in der von ihm
ſeinerzeit geforderten Abſchaffung der Extemporalien
bis=
her geſchehen iſt. — Abg. Adelung weiſt auf die
Ab=
nahme der Schulgelder hin, die er für eine Folge der
Schulgelderhöhung hält, die ſich als eine falſche
Erſpar=
ungspolitik erwieſen habe.
Abg. Münch (ſchwer verſtändlich) begründet ſehr
eingehend ſeinen Antrag, betreffend:
Zeichenunter=
richt bei den höheren Lehranſtalten, der
da=
hin geht, die Kammer wolle beſchließen, die Regierung
zu erſuchen, den Zeichenunterricht bei den höheren
Lehr=
anſtalten, an denen er allgemeinverbindlich iſt, dadurch
zu fördern daß die Zeugnisnote im Zeichnen im Sinne
eines Nebenfachs in die Waaſchale fällt, und daß ſie, im
Falle befriedigender Leiſtungen, bei den Abſchluß= und
Reifeprüfungen nicht genügende Noten in anderen Neben
fächern ergänzen ſoll
Geheimerat Süffert wiederholt zu der vom Abg.
Urſtadt angeſchnittenen Frage der Koedukation ſeine im
Vorjahre gemachten Ausführungen, womit die Fragen
des Abg. Urſtadt doch ausreichend beantwortet ſeien.
Es handelt ſich hier um zwei Meinungen, und man darf
von der Regierung nicht verlangen, daß ſie ſich einſeitig
für die eine oder andere ſtrikte ausſpricht. Die vom Aba.
Urſtadt angereaten Spezialfälle ſind noch nicht von uns
unterſucht worden; ich bedauere, daß ſich die
Betreffen=
den nicht früher an uns gewendet haben. Die
Beſtim=
mung, daß bei Entfernung von Mädchen aus den Lehrer
ſtellen keine Gründe angegeben werden, iſt ausſchließlich
im Intereſſe der Beteiligten erlaſſen und wir werden an
dieſer Beſtimmung auch feſthalten. Wenn Herr Urſtadt
mit meiner Stellung zu der Lehrerverſammlung nicht
einverſtanden iſt, ſo bedauere ich das, ich möchte aber, um
Mißdeutungen vorzubeugen, nochmals feſtſtellen, daß ich
den Lehrern keineswegs das Recht. Verſammlungen
ab=
zuhalten, beſchneiden will. Ich habe nur geſaat, es war
vielleicht nicht klug, die Verſammlung abzuhalten und
dazu die ſozialdemokratiſchen Abgeordneten einzuladen
denn es wäre dann der unangenehme Schein vermieden
worden. Was die Frage der Abſchaffung der Ertemvorale
betrifft, ſo wird eine demnächſt ſtattfindende
Direktoren=
konferenz das Für und Wider in dieſer Frage zum
Aus=
traa bringen. Zu den ſehr intereſſanten Ausführungen
des Aba. Münch kann ich bei der Kürze der Zeit mich nur
ſehr kurz äußern. Wir haben niemals in Abrede geſtellt,
daß dem Zeichenunterricht eine große Bedeutung beizu
meſſen iſt. Bereits im Jahre 1908 haben wir eine
der=
artige Verordnung erlaſſen. Nur haben dieſe
Beſtreb=
ungen ſich in der Praxis faſt alle als ſehr ſchwer durch=
führbar erwieſen. Ich möchte übrigens dem Abg. Münch
auch bemerken, daß ſeine Berufskollegen ſeinen
Beſtreb=
ungen ganz und gar nicht etwa ablehnend
gegenüber=
ſtehen. Sie haben ſich vielmehr durchaus einverſtanden
erklärt mit der Forderung, daß der Zeichenunterricht
einer Förderung bedarf. Geſtolpert ſind ſie eben auch
nur über die Frage wie das in der Praxis zu geſchehen
hat. Ich möchte Ihnen aber verſichern, daß wir die
An=
regungen eingehend prüfen werden und der Antrag
Münch wird uns ja dann Gelegenheit geben, uns
ein=
gehender über die Frage zu unterhalten. (Bravo!)
Nach kurzen weiteren Bemerkungen des Abg.
Ur=
ſtadt und Geheimerats Süffert wird das Kapitel
angenommen und die Sitzung dann vertagt,
Nächſte Sitzung Dienstag, den 4. März, vormittags
9 Uhr. Schluß nach ½3 Uhr.
Vorträge.
Zwiſchen Kreuzund Halbmond war das
Thema des außerordentlich feſſelnden und
hochinter=
eſſanten Vortrags, den der bekannte Kriegsberichterſtatter
Reichsfreiherr von Binder=Krieglſtein am
Don=
nerstag abend im ſtädtiſchen Saalbau hielt. Herr von
Binder=Krieglſtein iſt als höherer Militär und als
Bericht=
erſtatter, der ſeit vielen Jahren „im Felde” ſteht, ein nicht
zu unterſchätzender Sachverſtändiger. Darum war es
dop=
pelt intereſſant und lehrreich, welche Note er der
italieni=
chen Armee und Flotte ausſtellte. Nach ſeinen von
Sach=
kenntnis zeugenden, wenn auch nicht ohne weiteres
nach=
zuprüfenden Ausführungen, für die er allein die
Verant=
wortung trägt und auch gern übernimmt, wie er ſich
äußerte, fällt dieſe Note bedenklich niedrig aus. Die
Italiener haben gutes Material in der Armee und ſind
tadellos ausgerüſtet aber es ſind — keine Krieger. Und
die Art, wie er die Kriegs= und Siegesmeldungen aus dem
Tripoliskriege beurteilte und berichtigte, läßt es
begreif=
lich erſcheinen, daß die italieniſche Regierung in der
Kam=
mer interpelliert wurde über die Vorträge des
öſterreichi=
ſchen Reichsfreiherrn, in denen „die italieniſche Armee
Vom Tripoliskrieg kam der
Vor=
chlecht wegkomme.”
tragende über den Maliſſorenaufſtand zum Balkankrieg,
den er bis zum Waffenſtillſtand mitgemacht hatte, teils
im=
montenegriniſchen, teils im türkiſchen Lager. Auch hier
waren ſeine Ausführungen außerortentlich intereſſant.
Die Vorführung der Bilder begann mit der Landung der
Italiener auf Tripolis, zeigte dann ſchließlich
techniſch=
intereſſante Bilder der Beſchießung der Küſte durch die
italieniſche Flotte und weiterhin zahlreiche
Aufnahmen=
aus den Gefechten mit Türken und Arabern, auf denen
auch das deutſche Rote Kreuz bei der Arbeit verewigt
war, dem der Redner in bezug auf Ausrüſtung und
auf=
opfernde Dienſtbereitſchaft der Teilnehmer das höchſte
Lob=
ſpendete. Nur die Führung war zunächſt bureaukratiſch
und unſachlich, daher ſehr koſtſpielig. Die Ausbeute an
Bildern auf dem Balkan war infolge ungünſtigen
Wet=
ters und der geringen Bewegungsfreiheit weniger
ergie=
big. Aber auch dieſe Bilder gaben eine vortreffliche
Er=
gänzung der durch die Zeitungen übermittelten Nachrichten
von Skutari bis Tſchataldſcha. Das Photographieren war
hier übrigens keine leichte Sache. Die packenden Szenen
aus den Schlachten von Kir=Kiliſſe, Lüle=Burgas und der
Tſchataldſchalinie ſind unmittelbar in der Feuerlinie
auf=
genommen worden. — Die Zuhörer ſpendeten dem
Redner=
reichen Beifall.
Vermiſchtes.
Eine Tragödie, die ſich vor bald 2000 Jahren
abge=
ſpielt hat, iſt jetzt durch die neuen hochintereſſanten
Aus=
grabungen in Pompeji ans Tageslicht gekommen. Am.
24. Auguſt 79 nach Chriſti fand der furchtbare Ausbruch
des Veſuvs ſtatt, der die reichen Städte Herkulanum und
Pompeji vollkommen verſchüttete. Ein großer Teil der
Einwohner konnte ſich retten, ein anderer ging zugrunde.
Ein dichter Aſchenregen hüllte alle Körper ein, lange
Regengüſſe kamen hinzu, ſo daß die Leichen von einer
dicken Schlammſchicht umhüllt wurden, in der ſie
lang=
ſam zu Aſche zerfielen; der getrocknete Schlamm hielt
ihre Formen in allen Einzelheiten feſt, ſo daß wir
Eips=
ausgüſſe dieſer Hohlräume anfertigen können, die
zu=
weilen ſelbſt die Geſichtszüge erkennen laſſen. Wir
wan=
deln heute durch die freigelegten Straßen Pompejis,
können uns ein Bild vom Leben und Treiben, das darin
vor nunmehr 1830 Jahren herrſchte, machen. Zurzeit
werden neue Ausgrabungen unternommen, die ganz
wundervolle Reſultate ergeben. Geradezu erſchütternd
wirken die Tatſachen, die ſich bei den Ausgrabungen des
Hauſes, das der Familie des Obellius Firmus gehörte,
zeigten. Hier liegen die Körper von ſechs Perſonen im
Hausflur nach der Haustür, die ſie wegen der
Schutt=
maſſen nicht mehr zu öffnen vermochten. Man ſieht noch
das Loch in der Wand, durch das es den eingeſchloſſenen
Bewohnern gelang, aus einem verſperrten Zimmer in
die Hausflur zu kommen. Man kann noch ſehen, wie ein
Mann und eine Frau ſich im letzten Augenblick bei den
Händen faßten, und etwas zurück liegen die Körper von
Kindern, die ſich umſchlungen halten. In den neueſten
Heften (11 und 12) der illuſtrierten Zeitſchrift Z ur
Guten Stunde ſind hochintereſſante photographiſche
Aufnahmen von dieſen Ausgrabungen reproduziert und
ein Fachmann ſchildert in einem längeren Aufſatz die
Begebenheiten der großen Kataſtrophe.
Literariſches.
Eine Frau als Forſcherin im höchſten Gebirge der
Erde. Einen ſeltenen Mut, eine ungeheure Energie und
Tatkraft beſitzt die engliſche Geographin Fanny Bullock=
Workman. Achtmal hat ſie ſich, zumeiſt in Verbindung
mit ihrem Gatten, in die Eiswildniſſe des
Himalajagebir=
ges gewagt, das im Mount Evereſt, dem 8840 Meter
hohen dem höchſten Berge der Erde, ſeine Erhebung
fin=
det. Im neueſten 14. Heft der illuſtierten Zeitſchrift „Zur
Guten Stunde” (Deutſches Verlagshaus Bong u. Co.,
Berlin W. 57, Preis des Vierzehntagsheftes 40 Pfg.)
plaudert ein Fachmann an der Hand wundervoller
Auf=
nahmen über dieſe Expedition und über die Verhältniſſe
im Himalajagebirge. Ein zweiter Artikel behandelt den
Winterſport. In einem dritten Artikel plaudert der
aſtronomiſche Schriftſteller Bruno H. Bürgel ſehr
inter=
eſſant über die Quellen der Sonnenwärme und über die
neueſten aſtronomiſchen Forſchungen im Sonnenball.
No=
vellen, Gedichte und kleinere Aufſätze verſchiedener Art
ſchließen ſich an. Den Hauptleſeſtoff des Heftes bilden
zwei große Romane, die Erzählung „Lehrer Mathießen”
des Berliner Sittenſchilderers Hans Hyan und „Der
Le=
bensſtümper” von Hedda Freihold. Jedes Heft der
be=
liebten Zeitſchrift enthält zwei Extrarubriken „Erfindungen
und Entdeckungen” und „Für unſere Frauen”. Von den
vielen Bildern erwähnen wir beſonders die farbige
Kunſt=
beilage „Winternacht in der Berliner Siegesallee” von E=
Thiel,
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Sülche ſchaftsh eine Dame ſucht
ein zuverläſſig. Mädch., welch. koch.
kann; Herrſchaft (2 Leute) ſuch. weg.
Verheir. d. Mädch. Alleinmädchen:
bürgerl. Köch. ſowie andere Mädch.
erhalt. recht gute Stell. Trau Berta
Nebling, gewerbsmäßige
Stellen=
vermittlerin, Ludwig tr. 8. (*5294dfs
Ein fleißiges, ordentliches
Mädchen, das ſchon gedient hat,
zum 1. März geſucht.
(*5344dfs
Näh. in der Exp. ds. Bl.
Ein lüch. leiſig. Mäbhen
für den ganzen Tag geſucht
Geübte
ſchinen=Näherin
für Werkſtätte ſuchen
*3343dfs) Lichtenbergſtr. 16, I.
(*5475
Emil Grünbaum & Co.
Mützenfabrik
Rheinſtraße 47
Rheinſtraße 47.
Zinere räntiche Lnd den
für ſaub. u. lohn. Akkordarb. geſucht
Alber Weicker, Schokoladenfahr.,
Mienersſtraße 66.
(*5556
Ein ſauberes Mädchen
das Liebe zu Kind. hat, zu 2 Kindern
im Alter von 3 u. 1¾ Jahr., geg. gut.
Lohn geſ. Eintritt kann ſof. erfolg.
Rheinſtr. 47, Chriſt. (5045fs
4. auf 1. April oder
Geſucht früher ein beſſ.
Mädchen, das ſelbſt. gut kochen
kann u. die Hausarbeit verrichtet.
Vorzuſtellen bei Frau v. Kaulla,
Eichbergſtraße 12.
(B5027
Lehrmädchen und Lehrling
aus achtbarer Familie gegen ſofortige Vergütung geſucht.
Herz Hachenburger Sohn
4864ms)
1 Rheinſtraße 1.
Käufich Hentig
afe
Kenkiaf
Hen
W. Nager
5201)
In grosster-Auswant
16 Ernst=Ludwigstrasse 16
Schwarz=weisse Rabatt=Marken
Fu
in beſſ. Häuſ. ged. hat, geſ. Gu
Zeugn. Zu erfr. i. d. Exp. (*5422f
Ordentliches Mädchen
von morgens 8 Uhr bis nach de
Spülen geſ. Zu erfr. Exp. (*5449.
welchesbürge
Mädchen, lich kochen un
alle Hausarbeit ſelbſtſtändig ve
ſehen kann, zum 15. März ode
(*4983im
1. April geſucht.
Heidelbergerſtr. 61, II.
Stellenloſe Mädchen findt
Unterkunft bei Frau Bauer
(38
Marktplatz 12.
Jung. anſtänd. Dienſtmädche
oder Mädchen tagsüber geſuch
Hügelſtraße 2 im Laden. (*5298d
Bsgsssgegessgez292.)
Aeltere Dame
ſucht für 1. April ein
zuver=
läſſiges, nicht mehr zu junges
Mädchen
das ſelbſtändig kochen kann,
auch alle andere Arbeit
ver=
ſteht u. nur gute Zeugniſſe
beſitzt. Näheres Eichberg=
(3373a
ſtraße 1.
geſucht.
13jähriges,
ſauberes Mad
nachmittags nach der Sch
M. Weygandt, Hoflie
Wilhelminenſtr. 9.
Ich ſuche ſelbſtändige zu=
(3374a
verläſſige
Köchin
zum 1. April, wegen
Verhei=
ratung der jetzigen. Nur
ſolche mit guten Zeugniſſen
wollen ſich melden bei
Frau M. Wittich,
Eichbergſtraße 1.
*5481so) Schießhausſtr. 113.
Köchinn., Beiköch.,
geſucht, für hier und
Aelteres, beſſeres
Zuverläſſ.
ſolides Mädchen
im. gut. Zeugn., i. Küche u. Hausarb.
gründl. erfahr., v. einz. Dame wegen
Verh. d. jetz. Mädch. z. 1. April geg.
gut. Lohn geſ. Hügelſtr. 43, II. (*5578
für 2 Stunden vormittags geſuchtfür erſtklaſſige Milchprodukte und
*5573) Mollerſtr. 21, 2. Stock.
Suchez. 1. April: Köchin., Haus=u. I. 46 an die Exped.
Alleinmädch. Näh. Frau Sidonie
Stellenvermittlerin.
waſchen und putzen.
bei Eigenbrod.
Ein tücht. Mädchen
mit guten Zeugn. auf 1. April geſ
Näh. Mathildenſtr. 47, I. (5229so
Geſucht
ſauberes Mädchen, das etu
kochen kann und gründlich
Hausarbeit iſt
(*5
Mädchen oder auch Knabe für
nachmitt. nach der Schule ſofort
geſucht. Näh. Expedition. (5248so Lauffrau dreimal in der Woche
vorm. 2 Stunden in Beſſungen
geſucht. Näh. Expedition. (*5626 Beſſeres, nicht
Mädchen
zu junges
für drei Kinder zur ſelbſtändigen
Pflege geſucht. Gehalt 25 Mark.
Zu erfragen in der Expedition
(*5548
dieſes Blattes. Junges Mädchen tagsüber zu
einem Kind u. Hausarbeit geſucht.
Pallaswieſenſtr. 39, part. (*5608 für vor= und nach=
1 Lauffrau mittags geſucht.
6
Riedlingerſtr. 44, part. (*5544 Zwiſchen ½ 12—12 Uhr jemand
zum Eſſen holen geſucht. Näh.
Expedition.
(*5518 Geſucht zum 1. April in feines!
Haus tüchtiges, zuverläſſ. Allein=L
mädchen mit Kochkenntniſſen. T
di
Gute Behandlung, hoher Lohn.
ſc
Vorzuſtellen nachm. v. 4—6 Uhr be
Stiftſtraße 11, 1. Stock. (5143som Ordentl. Lauffrau od. Mädchen
ſof. geſ. Luiſenplatz 1, II., I. (*5568 Suche große Anzahl Mädchen
jeder Art in Herrſchafts=, Privat=
u. Geſchäftsh. ſof. u. ſpät. Johannette
Weissmantel, gewerbsmäßige Stel=
lenvermittlerin, Kaſinoſtr. 17. (*5613 Gediegene.
perfekte Kochinl
oder Wirtſchafterin, beſte Zeugn.,
geſ. in gr. Herrſchaftshaus aufs
Land bei Aſchaffenburg. Keine
Außenwirtſchaft. Selbſtänd. an=g
genehmſte Stellung. Guter Gehalt.F
Vorſtellen mit Zeugn. möglichſt
zw. 1 u. 2 Uhr mittags u.7 —9 Uhr C
abends bei Freiin v. Gemmingen
(E
Saalbauſtraße 72.
(*5616u Junges
auberes Aaufmädchen!9
S
v. morgens ½ 9 Uhr bis nach dem
Spülen geſucht. W. Mahr
(5140
Weiterſtädterſtr. 80. für Anf. März nach aus=er
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8 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 24. Februar: dem Kaufmann Ephraim
Ernſt Bernhard Voigt, Ireneſtr. 2, ein S. Gottfried
Bernhard Robert. Am 25.: dem Dachdecker Gottfried
Stelzer, Arheilgerſtr. 92, ein S. Friedrich. Am 24.: dem
Kaufmann Julius Friedrich Franz Mackenſen,
Guten=
bergſtr. 49, eine T. Margot Elfriede Erneſtine. Am 19.:
dem Taglöhner Heinrich Theuerkaufer, Große Bachgaſſe
14, ein S. Ernſt Ludwig. Am 24.: dem Bäcker Franz
Paver Hummel, Fuhrmannſtr. 1, ein S. Franz Faver.
Am 20.: dem Schuhmachermeiſter Jakob Weber,
Feld=
bergſtr. 75, eine T. Bertha Johanna.
Aufgebotene. Am 25. Februar Laborant Ludwig
Steingaß, Parkusſtr. 7, mit Amalie Sophie Katharina
Emig, Mauerſtr. 8. Sattler Georg Berg, mit
Eliſa=
betha Schmidt, beide zu Mannheim. Mechaniker Otto
Alemann, mit Margarete Wiemer, beide zu Arheilgen.
Prakt. Arzt Dr. med. Emil Erwin Grulich, hier, mit
Anna Margareta Eſche zu Cöthen. Viehwärter Robert
Wilhelm Walter Gallwitz, mit Dienſtmädchen Maria
Eliſabeth Bauer, beide zu Zennern. Former Wilhelm
Friedrich Louis Bender zu Niederſcheld, mit
Fabrik=
arbeiterin Eliſabetha Donges zu Weidenhauſen.
Tele=
graphenarbeiter Adam Seibert, mit Margarete
Koh=
lenberger, beide zu Groß=Umſtadt. Taglöhner Johann
Heinrich Ludwig Lorenz, Große Kaplaneigaſſe 5, mit
Marie Fiſſel zu Pfungſtadt. Schneider Hermann
Kling, mit Eliſabetha Vetter, beide zu Altenſtadt.
Fabrikarbeiter Friedrich Pfaff, mit Katharina
Trink=
aus, beide zu Reinheim. Finanzaſpirant Franz Eberhard
Schmitt, Soderſtr. 56, mit Aloiſia Windgätter zu
Hamm i. W. Küfer Heinrich Gerch, mit Katharina
Bäuſcher, beide zu Bingerbrück. Am 26.: Küfer Adam
Michael Hebauf zu Neuenhain, mit Hausmädchen
Ka=
tharina Eliſabetha Nikolay zu Schwalbach. Chirur
giſcher Inſtrumentenmacher Theodor Thomas Kilian,
Große Ochſengaſſe 1. mit Maria Agnes Roſa Schaller,
Gr. Ochſengaſſe 9. Am 27.: Landwirt Joh. Hornung II.,
mit Marie Heckmann, beide zu Pfungſtadt. Schuhmacher
Heinrich Kraft, Fuhrmannſtr. 12, mit Helene Löber,
ebendaſelbſt. Bahnarbeiter Jakob Körber,
Landwehr=
ſtraße 41, mit Chriſtine Schnellbächer, Gutenbergſtr. 39.
Geſtorbene. Am 24. Februar: Ernſt Schecker, 1 J.,
ev., S. des Kaufmanns Georg Schecker, Fuhrmannſtr. 8.
Am 25.: Maria Wilhelm, 4 Std., kath., T. des Großh.
Eichmeiſters Friedrich Wilhelm, Karlſtr. 6. Privatin
Katharina Tuch, 63 J., kath., wohnh. in Gernsheim
a. Rh., hier Taunusſtr. 25. Mühlenbeſitzer Carl Doff
lein II., 65 J., kath., von Gernsheim a. Rh.,, hier
Stein=
ſtraße 21. Jakob Stork, 7 J., ev., S. des Schloſſers
Heinrich Georg Stork, Weinbergſtr. 4. Marie
Neu=
roth, geb. Arnold, 64 J., ev., Witwe des Gendarmen i. P.
Karl Neuroth, Wenckſtr. 6. Am 26.: Friedrich Stelzer,
½ Tag alt ev., S. des Dachdeckers Gottfried Stelzer,
Ar=
heilgerſtr. 92. Auguſt Keller, 6 Mte., ev., S. des
Schrei=
ners Adam Keller in Arheilgen, hier Grafenſtr. 9. Am
27.: Katharine Rapp, geb. Wörner, 67 J., ev., Witwe
des Metzgermeiſters Jakob Rapp, Mathildenplatz 11.
Gottesdienſtliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Laetare, den 2. März 1913
Hofkirche: Samstag, den 1. März, abends um 6 Uhr:
Beichte. — Sonntag, den 2. März, vorm. um ½ 10 Uhr:
Beichte und Anmeldung zur hl. Kommunion in der
Sa=
kriſtei. — Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier
des hl. Abendmahls. — Mittwoch, den 5. März., abends
um 6 Uhr: 5. Paſſionsandacht.
Stadtkirche: Vormittags um 9 Uhr: Konfirmation
der Konfirmanden des Kaplaneibezirks und
Abend=
mahlsfeier. Pfarrer Beringer. Kollekte für den
Kirch=
bau in Rinderbügen. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrer Velte. — Nachm. um ½3 Uhr:
Prüfung der Konfirmanden des Oſt bezirks. Pfarrer
Vogel. Kollekte für Rinderbügen. — Abends um 6 Uhr:
Pfarrer Velte. Kollekte für Rinderbügen. — Mittwoch,
den 5. März, abends 8 Uhr: Liturgiſche
Paſſions=
feier unter Mitwirkung des Knabenchors. Pfarrer
Kle=
berger. Kollekte.
Stadtkapelle: Samstag, den 1. März, abends um
6 Uhr: Vorbereitung zum heil. Abendmahl. Pfarrer
Beringer. — Sonntag, den 2. März, vorm. um 10 Uhr:
Pfarrer D. Dr. Diehl. Kollekte für Rinderbügen.
Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Kleberger. — Freitag, den 7. März, abends um 8 Uhr:
Paſſionsandacht. Pfarrer Beringer.
Militärgemeinde (Stadtkapelle): Vorm. um 8½ Uhr:
Heil. Abendmahl für Familien mit vorangehender Beichte.
Kindergottesdienſt fällt aus. — Vorm. um 10½ Uhr:
Heil. Abendmahl auf dem Truppenübungsplatz.
Johanneskirche: Vormittags um 10 Uhr: Oberlehrer
Lic. Gaul. — Vormittags um 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt. — Mittwoch, den 5. März, abends um 8 Uhr
5. Paſſionsandacht. Pfarrer Dingeldey.
Martinskirche: Samstag, den 1. März, abends um
6 Uhr: Vorbereitung zum heil. Abendmahl.
Pfarraſſi=
ſtent Lautenſchläger. Anmeldung von ½6 Uhr an in
der Sakriſtei. — Sonntag, den 2. März, vormittags um
9 Uhr: Konfirmation der Konfirmanden des
Nord=
bezirks. Pfarraſſiſtent Lautenſchläger. —
Nachmit=
tags um 3 Uhr: Prüfung der Konfirmanden des
Weſt=
bezirks. Pfarrer D. Waitz.
— Abends um 8 Uhr:
Paſſionsgottesdienſt. Pfarrer D. Waitz. — Nachm. um
4 Uhr: Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Eliſabethenſtift: Samstag, den 1. März, abends um
8 Uhr: Beichte. — Sonntag, den 2. März, vorm. um
10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit heil. Abendmahl. Pfarrer
Hickel. — Vormittags um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt
Donnerstag, den 6. März, nachmittags um 3 Uhr:
5. Paſſionsandacht.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt. Pfarraſſiſtent Lic. Adolph. — Vorm.
um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Lic
Adolph. — Nachm. um 3 Uhr: Vorſtellung und Prüfung
der Konfirmanden (Knaben). Pfarraſſiſt. Lic. Adolph.
Abends um 6 Uhr: 4. Paſſionsandacht. Pfarrer
Wagner.
Gemeindehaus, Hofgartenſtraße 8:
Mitt=
woch, den 5. März, abends um 8 Uhr: Miſſionsſtunde.
Miſſionar Weißmann.
Pauluskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Rückert. — Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt
Pfarrer Rückert. — Abends um 6 Uhr: 4.
Paſſions=
andacht. Pfarrer Rückert.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 2. März,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Nach
mittags um 4 Uhr: Bibelſtunde. Reiſeprediger Schmidt.
Abends um 8½ Uhr: Evangeliſation. — Montag, den
3. März, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde für Frauen
Dienstag, den 4. März, abends um 8½ Uhr:
Bibel=
ſtunde für Jungfrauen und Blaukreuzſtunde. —
Donners=
tag, den 6. März, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde. Pred.
Hauſer. — Samstag, den 8. März, abends um 9 Uhr:
Bibelſtunde für Beamte. — Zweig der Stadtmiſſion
(Beſſungerſtr. 88, Hth.). Sonntag, den 2. März,
vormit=
tags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm. um
3 Uhr: Bibelſtunde für Jünglinge. — Um 4½ Uhr:
Bibel=
ſtunde für Jungfrauen. — Freitag, den 7. März, abends
um 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Gottesdienſt der Aenapoſtoliſchen Gemeinde (
Lagerhaus=
ſtraße 4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig getanſter Chriſten (Baptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 2. März, vorm. um 9½ Uhr:
Erbauungs= und Gebetsſtunde. — Um 10½ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. — Nachm. um 4 Uhr: Predigt. Prediger
Höpfner. — Abends um 8 Uhr: Geſanggottesdienſt.
Mittwoch, den 5. März, abends um 8½ Uhr: Predigt.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 2. März, nachm. um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule.
Um 4 Uhr: Predigt. Prediger Lutz aus Frankfurt a. M.
— Freitag, den 7. März, abends um ½ 9 Uhr: Gebetſtunde.
Katholiſche Gemeinden
4. Faſten=Sonntag, den 2. März 1913
St. Ludwigskirche: Samstag, den 1. März,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um
Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr:
Militärgottesdienſt mit Predigt. — Um ½10 Uhr:
Hoch=
amt mit Predigt. — Um 11 Uhr: Akademiſcher
Gottes=
dienſt. — Nachmittags um 3 Uhr: Roſenkranz=
Bruder=
ſchaftsandacht mit Predigt und Prozeſſion. — Mittwoch,
abends um 6 Uhr: Faſtenpredigt. — Donnerstag,
nach=
mittags um 5 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. —
Frei=
tag, vorm. um 9 Uhr: Segenamt zu Ehren des Herzens
Jeſu. — Abends um 6 Uhr: Kreuzwegandacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½7 Uhr: heil. Meſſe. — Abends um 6 Uhr:
Faſten=
andacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Kapelle zu Nieder=Ramſtadt: Sonntag, vormittags um
9 Uhr: Singmeſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 1. März,
nach=
mittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr:
hl. Meſſ und Kommuniandekret. — Um 9½, Uhr: Hoch
amt und Kommuniondekret. — Nachm. um 2 Uhr:
An=
dacht und Segen. — Abends um 8 Uhr: Faſtenpredigt
des hochw. Herrn Paters Cletus. — Dienstag, abends
um ½ 6 Uhr: Faſtenandacht. —
Donnerstag, abends von
5 Uhr an: Beichtgelegenheit.
Freitag, abends um
½ 6 Uhr: Herz=Jeſu=Andacht.
Kapelle in Arheilgen: Sonntag, vorm. um ½10 Uhr:
Hochamt mit Kommuniondekret
Ht. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
1. März, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um 9 Uhr:
Amt mit Predigt. — Nachmittags um ½3 Uhr:
Faſten=
andacht. — Donnerstag, nachm. um 5 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte. — Freitag, abends um 6 Uhr:
Faſten=
andacht.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 1. März, nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, vormittags um ½6 Uhr: Beichte.
Um ½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion;
gemein=
ſame hl. Kommunion der Frauen und Jungfrauen. — Un
¼/10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachmittags um
½2 Uhr: Chriſtenlehre.
Um 2 Uhr: Andacht. — Um
5 Uhr: Andacht. — Werktags um ½8 Uhr: Singmeſſe.
Donnerstag, abends um 5 Uhr: Faſtenandacht.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, vorm. um 7 Uhr:
Beichte. —
Um ½8 Uhr: Amt und Predigt. —
Nach=
mittags um ½2 Uhr: Andacht. — Montag, abends um
5 Uhr: Faſtenandacht.
The Church of England Service
4th Sunday in Lent, 2nd March 1913.
Divine Service will be held in the Hofkirche
at 3,15 p. m.
The Rev. H. M. de Ste Croix, British Chaplain at
Heidel-
berg, will officiate.
Cetaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 21. Febr.: Dem Taglöhner
Georg Fiſcher T. Magdalene, geb. 9. Jan. 23. Febr.;
Dem Metzgermeiſter Michael Frei S. Leonhard, geb.
20. Dez. Dem Straßenbahnſchaffner Friedrich Fornoff
Willi, geb 10. Dez.
Johannesgemeinde: 23. Febr.: Dem Buchdrucker
Auguſt Schlachter T. Eliſabeth Katharine, geb. 12. Jan.
Dem Maſchiniſt Georg Schmidt S. Philipp Walter, geb.
29. Jan. Dem Maſchinenbauer Ludwig Göckel T. Frieda.
Lina Luiſe, geb. 29. Jan.
Martinsgemeinde: 24. Febr.: Dem
Elektro=
monteur Philipp Adam Schwinn S. Richard Melchior,
geb. 13. Jan. 23. Febr.: Dem Fabrikarbeiter Wilhelm
Hartmann S. Wilhelm, geb. 30 Dez. Dem
Reſerve=
lokomotivheizer Adam Seib S. Konrad Wilhelm, geb.
26. Jan. Dem Schloſſer Philipp Hotz S. Hans, geb.
1. Februar.
Paulusgemeinde: 23. Febr.: Dem
Labora=
toriums=Gehilfen Otto Hermann Waffenſchmidt T. Marie
Emma, geb. 7. Febr.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 22. Febr.: Maurer Gg. Georg
in Semd und Margarete Heil.
Johannesgemeinde: 22. Febr.: Schneider Hch.
Riebel in Frankfurt und Katharine Schröbel von hier.
Martinsgemeinde: 22. Febr.: Weißbinder Georg!
Reibold und Johanna Littmann.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 25. Febr.: Privatier Friedrich
Döll, 70 J., ſtarb 23. Febr. 22. Febr.: Rechnungsrat i. P.
Robert Bauer, 74 J., ſtarb 20. Febr. zu Auerbach=
25. Febr.: Berta Kläden, geb. Steingäſſer, Ehefrau des
Tapeziermeiſters, 55 J, ſtarb 22. Febr. 26. Febr.: Schreiner
Karl Volz, 72 J., ſtarb 23. Febr.
Johannesgemeinde: 25 Febr.: Marg. Krumb,
geb. Albrecht, Witwe von Gaſtwirt Konrad Krumb,
80 J., ſtarb 24. Febr.
Martinsgemeinde: 26. Febr.: Elſe Tracht, geb.
Luh, Ehefrau des Schriftſetzers, 30 J., ſtarb 24. Febr.
Petrusgemeinde: 20. Febr.: Marg. Lotter, geb
Breitwieſer, Witwe des Maurers, 72 J., ſtarb 17. Febr.
27. Febr.: Jakob Stork, Sohn des Schloſſers, 8 J.,
ſtarb 25. Febr.
Paulusgemeinde: 23. Febr.:
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brigadier i. P. Joh. Heinrich Horſt, 87 J., ſtarb 21. Febr.
25. Febr.: Schreiner Georg Maus, 52 J. 26. Febr.:
Großh. Baumeiſter Ludwig Harres, 78 J., ſtarb 23. Febr.
Krivatier Peter Simmermacher, 78 J., ſtarb 24. Febr.
Trauungen auswärtiger Paare: Pfarrer Veltze
Beerdigungen auswärts Verſtorbener: Pfarrer
D. Dr. Diehl.
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Ab 1. März 1913
— Gastspiel
Direktion: Ferd. Exl aus Innsbruck
Sämstag, I. März
Heute
abends 8¼ Uhr
zum 1. Male:
„Warikke
Agnes Sorma.
Pater Jakob
Volksstück mit Gesang und Tanz in 4 Aufzügen
von C. Morré.
Drama in 3 Akten von
H. Ibsen. 4607a
„Frau Alving‟. Agnes Sorma.
Sonntag, 2. März
Morgen Nachm.
4 Uhrz volksvorstellung Preis.
1. Wieder-
Pater Jakob, holung)
Preise: 2, 3, 4 u. 5 Mk.
Vorverkauf:Verkehrsbüro.
gbei kl.
Abends 8¼ Uhr: Zum 1. Male:
Im Himmelhof
Original Tiroler Volksstück mit Gesang und Tanz
in 4 Akten von J. Willhardt.
Montag, 3. März. Zum 1. Male:
Hand und Herz
Schauspiel in 3 Akten von Ludwig Anzengruber.
Dialektbearbeitung für Exl’s Tiroler Bühne von
Dr. Rudolf Brix.
(5244
Ermässigter Vorverkauf wie bekannt.
Numer. Plätze à 3 Mk. bei Hugo de Waal, Rheinstr. 14.
Saarbau-
Theater 6.
(Direktion: Willy Roemheld.)
Nur 2 Gastspiele
Agnes
Mittwoch, S. März, 8 Uhr:
Schauspiel in 4 Akten von
H. Sudermann.
Verkäufer
und
Verkäufe=
rinnen
Ludwig Hinkel
W. Jachtmann
Br. Waigandt
Fritz Lang
Kurt Schüppel
Agnes Kräger
Anna Guerdan
HeleneRungino
.. . Eſa Daniel
. . W. Jachtmann.
. Samska Asbel
Adolf Braun
Ein Poſtillon . . Cornel. Dobskt
Ein Quackſalber . Adolf Braun
Faſchſpieler
Ein Croupier . . Ludwig Indorf
Ein Spieler . . Franz Geibel
Ort der Handl.: 1. Akt: Der
große Hof einer Gaſtwirtſchaft in
Amiens. 2. Akt: Zimmer b.
Ma=
non und Des Grieux. 3. Akt:
1. Bild: Die Promenade Cours
la Reine. 2. Bild: Das
Sprech=
zimmer im Seminar von St.
Sul=
pice. 4. Akt: 1. Bild: Das Trans
ſylvaniſche Hotel. 2. Bild: Auf
der Landſtraße nach Havre.
Vorkommendes Ballett,
ar=
rangiert von Helene Thiele=
Leon=
hardt. Akt 3: 1. Bild: „Gavotte‟.
getanzt von 8 Damen des Corps
de Ballet. 2. „Menuett” getanzt
von Sybille Huber, Adelh.
Crone=
berg, Luiſe Rehr, Marie Baranoff,
Frieda Lederer u. Luiſe Müller.
3. „Finale” getanzt von den
Da=
men des Corps de Ballet.
Nach dem 3. Akte längere Pauſe.
Gewöhnliche Preiſe.
Anf. 7 Uhr. — Ende 10¼ Uhr.
Kartenvk. v. 10½—1½ u. v. 6 U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Montag, 3. März. Außer Ab.
Zum Beſten des Feſthauſes.
Feſtabend. Gewöhnl. Preiſe.
Anfang 7½ Uhr.
Dienstag, 4. März. 133. Ab.=Vſt.
A34. Zum erſten Male
wieder=
holt: „Eva‟. Gewöhnl. Preiſe.
Anfang 7½ Uhr.
Mittwoch, 5. März. 134. Ab.=
Vorſt. C 34. Zum erſten Male:
„Frauer!”. Luſtſpiel in 3 Akten
von Alex. Engel u. Leo Walther
Stein. Gew. Pr. Anf. 7½ Uhr.
Montag, 3. März, abends 7½ Uhr.
Außer Abonn. Gewöhnliche Preiſe.
Zum Beſten des Feſthauſes:
Feſtabend.
Mitwirkende:
1. Frau Prof. Vicki=Baum,
Wien, Harfenvirtuoſin, 2. Wilh.
Backhaus, Klaviervirtuoſe, 3.
Die Eliſabeth Duncan=Schule.
4. Joſefine Becker,mod. Chanſons.
Vom Großh. Hoftheater:
Gertrud Geyersbach, Käthe Gothe,
Anna Jacobs, Minna Müller=
Rudolph, Charlotte Pils.
Hans Baumeiſter, Adolf Jordan,
Richard Jürgas, Auguſt Kräger,
Paul Peterſen, Leo Schützendorf,
Otto Thomſen.
Die Großherzogl. Hofkapelle
unter Leitung von Richard Lert
und Erich Kleiber.
Preiſe der noch vorhandenen
Plätze:
M. 4.60
I. Rang . . . . .
II. Rang (1.—6. Reihe) . M. 2.60
(7.—8. Reihe) . M. 2.05
Sperrſitz (1.—13. Reihe) M. 4.10
(14.—20. Reihe) M. 3.30
Parterre (1.—5. Reihe) . M. 2.80
ſ. 2.25
(6.—8. Reihe)
I. Galerie . . . . . . .. . M. 1.25
II.
. .. . . . . . . M. 0.65
Aus dem Spielplan.
Donnerstag, 6. März. 135. Ab.=
Vorſt. D 34. „Der fliegende
Holländer.” Gewöhnl. Preiſe.
Anfang 7½ Uhr.
Freitag, 7. März. 136. Ab.=Vſt.
B 34. Einmaliges Gaſtſpiel von
Eliſabeth v. Schroeder. „Tosca.
Gew. Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Samstag, 8. März. Nachmitt.
2½ Uhr: 7. Kinder=Vorſtellung.
„Wilhelm Tell.” Zu dieſer
Vorſtellung findet ein
Kartenver=
kauf nicht ſtatt. — Abends 8 Uhr:
IX. Sonder=Vorſtellung. „Haſe=
Zu dieſer
mann’s Töchter.”
Vorſtellung findet ein
Kartenver=
kauf nicht ſtatt.
Sonntag, 9. März. Nachmitt.
2½ Uhr: Neu einſt.: „Guten
Morgen, Herr Fiſcher.
Hierauf: „Die ſchöne
Gala=
thee.” Zum Schluß:
Cham=
pagner=Viſionen (Ballett),
(23. Volksvorſt. zu erm. Preiſen.)
Der Vorverkauf zu dieſer
Vor=
ſtellung findet bis einſchl.
Sams=
tag, 8. März, nur im
Verkehrs=
büro, Ernſt=Ludwigsplatz, ſtätt.
Der Verkauf der noch vorhand.
Karten erfolgt an der Tageskaſſe
im Hoftheater am Tage der
Vor=
ſtellung, vorm. von 11 Uhr ab.
Abends 7 Uhr: 137. Ab.=Vorſt.
A 35. „Die luſtige Witwe.”
Gewöhnliche Preiſe.
Die Erhebung der 4. Rate des
Abonnementsgeldes für die
Spiel=
zeit 1912—13 findet Dienstag, den
t., bis Donnerstag, den 6. März
1913, nachmittags von 3—5 Uhr,
ſtatt. Zahlſtelle: Veſtibül im
Hoftheater
Mammon
Werke . .
Glaube .
Kt. Weſtermann
Charlotte Pils
Herta Alſen
Erſter
Franz Geibel
Zweiter) Knecht Adolf Klotz
Es findet keine Pauſe ſtatt.
Nach Beginn des Spiels kann der
Eintritt nicht mehr geſtattet
werden.
Krank: L. Wagner. Beurlaubt:
Käthe Meißner, Barb. Uttmann.
Gewöhnliche Preiſe:
Proſzeniumsloge 6.10 M.,
Mittel=
loge 6.10 M., Balkonloge 5.10 M.,
I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.—
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
Sperrſitz; 1.—13. Reihe 4.10 M.,
14.—20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.—5. Reihe 2.80 M., 6.—8. Reihe
2.25 M., I. Galerie 1.25 M.,
II. Galerie 0.65 M.
Anf. 8 Uhr. — Ende nach 9½ Uhr.
Kartenverk. v. 9½—1½ u. v. 7 U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Sonntag, 2. März. Nachmitt.
2½ Uhr. 22. Bolksvorſtellung zu
ermäßigten Preiſen. „Taifun.”
Verkauf der noch vorh. Karten an
der Tageskaſſe im Hoftheater am
Tage der Vorſtell., vm. v. 11 Uhr
— Abends 7 Uhr. 132. Ab..
Vorſt. D 33. Zum erſten Male:
„Manon” Oper in 4 Akten v
Maſſenet. Gewöhnliche Preiſe.
Montag, 3. März. Außer Ab.
Zum Beſten des Feſthauſes:
Feſtabend. Gewöhnl. Preiſe.
Anfang 7½ Uhr.
Dienstag, 4. März. 133. Ab.=Vſt.
A 34. Zum erſten Male
wieder=
holt: „Eva‟ Gewöhnl. Preiſe.
Anfäng 7½ Uhr.
Sonntag, den 2. März 1913.
22. Volks-Vorstellung
zu ermässigten Preisen.
Taifun.
Schauſpiel in 4 Akten v. Melchior
Lengyel.
Spielleiter: Emil Valdek.
Perſonen:
Dr. Nitobe To=
Kt. Weſtermann
keramo .
Toyu Yoshikawa Paul Eisner
Jyeyaſu. Koba=
yashi
Dr. Sheikwa
Omayi
Yoshi Yotomo . Paul Peterſen
Dr. Kigin
Kita=
maru.
Johann. Heinz
Inoſe Hironari . Frz. Schneider
Richard Jürgas
Auguſt Kräger
Nankwaku Hatori Samska Asbel
Anzai Yamoshi . Ludwig Indor
Raſan Amamari. Arthur Vetter
Naokata Miyake. Ad. Jungmann
Dr. Theodore Du
pont, Profeſſor Adolf Jordan
Frau Dupont. . Agn. Wisthaler
Charles Renard=
Bninsky, Schrift=
Hs. Baumeiſter
ſteller
Héléne Laroche . Charlotte Pils
Thereſe Meunier . Käthe Gothe
Georges Pontac,
Diener bei To=
Emil Kroczak
keramo
Gerichtspräſident W. Riechmann
Staatsanwalt . . Heinrich Hacker
Guſtav Semler
Verteidiger . .
Dolmetſch
Herm. Knispel
Schriftführer
Adolf Klotz
Ein Geſchworener Frz. Herrmann
Franz Geibel
Gerichtsdiener.
Nach dem 2. Akte längere Pauſe.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 2.05 M.,
Mittel=
loge 2.05 M., Balkonloge 2.95 M.
I. Rang 2.05 M., II. Rang 1.05 M.
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 1.55 M.
14.—20. Reihe 1.05 M., Parterre
1.05 M., I. Galerie 0.45 M.,
II. Galerie 0.35 M.
Anf. 2½ Uhr. — Ende geg. 5½ Uhr
Sonntag, den 2. März 1913.
132. Abonnem.=Vorſt. D 33.
Zum erſten Male:
Manon.
Oper in 4 Akten (6 Bildern)
von J. Maſſenet.
Muſikal. Leiter: Richard Lert.
Wilhelm Riechmann.
Spielleiter
Perſonen:
Manon Lescaut . Gt. Geyersbach
Pouſſette)Manons Kathar. Jüttner
Javotte Freun= Hede Schaub
Roſette ) dinnen Anna Jacobs
Der Chevalier Des
Aug. Globerger
Grieux
Der Graf Des
Grieux, deſſ. Vat. Georg Weber
Lescäut,
Garde=
du=Corps,
Ma=
nons Couſin. . Otto Semper
Guillot=
Morfon=
täne, ein reiche:
Pächter . . . . Karl Bernhardt
De Brétigny . . L. Schützendorf
Der Wirt .
Auguſt Kräger
Ein Sergeant . . Adolf Klotz
Ein Gardiſt
Ad. Jungmann
Ein Soldat
Cornel. Dobski
Dienerin bei Ma=
Luiſe
Herbach=
non . . .
Reiſende
Jean Sautier
Samska Asbel
Ludwig Hinkel
Marie Hartig
M. Enzbrenner
Marie Schott
Kathar. Müller
Agnes Kräger
Entlaufen!
Hellgelber Boxer mit Meſſing=
Halsband u. Schloß daran. Auf
den Namen „Tell” hörend. Vor
52.58
Ankauf wird gewarnt!
Abzugeb. Luiſenſtr. 16, i. Laden.
Montag abend B
Perloren beim Ausgang aus
dem Saalbau nach der
Riedeſel=
ſtraße ein Opernglas in
ſchwarz=
ledernem Futteral. Abzugeben
gegen gute Belohnung an
Wochen=
tag vormittags Mathildenſtr. 33,
(*5393fso
Manſarde.
Verloren
am Dienstag abend im Theater
oder auf dem Wege eine kleine
ſilb. Geldbörſe. Gegen Belohnung
abzugeb. Grafenſtr. 12, II. (5143
Großherzogl. Hoftheater
Samstag, den 1. März 1913.
131. Abonnem.=Vorſt. A 33.
Jedermann.
Das Spiel vom Sterben des
reichen Mannes, erneuert v. Hugo
von Hofmannsthal.
Spielleiter: Emil Valdek.
Muſikal. Leiter: Robert Preuß.
Dramatis personae:
Die Stimme Gottes des Herrn.
Johannes Heinz
Tod . . . .
Teufel
. . Richard Jürgas
DerSpielanſager Franz Schneider
Kurt Ehrle
Jedermann
Jederm. Mutter Minna Müller=
Jederm. guter Ge=
Rudolph
Hs. Baumeiſter
ſell
Der Hausvogt . Paul Eisner
Der Koch,
Emil Kroczak
Der arme Nachbar Herm. Knispel
Der Schuldknecht Paul Peterſen
DesSchuldknechts
Weib
. . Sofie Heumann
Buhlſchaft
Ilſe Berka
Der dicke Vetter . Adolf Jordan
Der dünne Vetter Guſtav Semler
Vorſänger . . . Aug. Globerger
Olga Kallenſee
Etliche junge) . . Hede Schaub
Fräulein ) . . Käthe Gothe
Anna Jacobs
Etliche von Je= Otto Thomſen
dermanns Tiſch= Auguſt Kräger
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