Abonnementspreis
Inſerake
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwirdnichtübernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 42.
Die heutige Nummer hat 26 Seiten.
Das wichtigſte vom Tage.
Das Zentrum zog ſeine Reſolution, betreffend
die Tages= und Meſſegelder für die Marine, die zu
einem Konflikte mit dem Staatsſekretär v. Tirpitz
ge=
führt hatte, z urück.
er Prinz=Regent von Bayern hat anläßlich der
Uebernahme der Regentſchaft eine weitgehende
Am=
neſtie erlaſſen.
Die franzöſiſche Regierung wird der Kammer
noch vor Oſtern eine Vorlage zur Verſtärkung
der Rüſtungen zugehen laſſen, durch die ein Kredit
von 500 bis 600 Millionen Francs gefordert wird.
Ein großer Brand in Konſtantinopel zerſtörte
200 Häuſer.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Quousque tandem?
Aus Berlin wird uns geſchrieben: Daß der
deutſche Reichstagsabgeordnete Wetterlé als
deutſch=
feindlicher Hetzer auf franzöſiſchem Boden durch einen
An=
gehörigen des Deutſchen Reiches noch in den Schatten
geſtellt wurde, iſt die neueſte Kunde aus der Weſtmark.
Ein Unterſchied im Vergleich mit dem Fall Wetterlé
be=
ſeht nur inſofern, als ſein glorreicher Ueberwinder nicht
wrehr im Beſitze eines parlamentariſchen Mandats,
ſon=
dern nur ehemaliger Abgeordneter iſt. Reichlich
wettge=
hracht wird dieſer Unterſchied durch die Maßloſigkeit
deſ=
ſen, was der ehemalige Abgeordnete — ein gewiſſer
Laugel — an Aufpeitſchung der franzöſiſchen
Revanche=
liſt leiſtet. Der Umſtand, daß eine derartige Aufreizung
ir. Belfort, alſo in nächſter Nähe der Grenze, begängen
furde, muß bei uns die Empörung über das unerhörte
Verhalten eines Reichsangehörigen ſteigern. Wenn
der=
gleichen möglich war, nachdem die Entrüſtung über
Wet=
kerlé ſich ſoeben Luft gemacht hat, dann dürfte der
Haupt=
grund hierfür darin liegen, daß die Behörden den
Wet=
kerlé völlig unbehelligt gelaſſen haben. Auch das
Ver=
führen des früheren Oberreichsanwalts Hamm, der in
der Deutſchen Juriſtenzeitung die angebliche
Unmöglich=
keit, gegen Wetterlé einzuſchreiten, behauptet hatte, mag
ALaugel zu ſeiner Belforter Hetzrede mit ermuntert haben.
amms ſtrafrechtlichen Ausführungen wurde in der
Straß=
burger Poſt von juriſtiſcher Seite ſo treffend
widerſpro=
ſchen, daß die Hoffnung berechtigt ſchien, es werde gegen
etterlé endlich doch etwas geſchehen. Im Falle Laugel
ſſiegt die Sache ſtrafrechtlich noch viel einfacher. Darum
wäre es unverſtändlich, wenn wiederum nichts erfolgen und
etterlés Nachfolger lediglich das Glied einer unabſeh=
Abaren Kette bedeuten würde. Mit Hamm von der
allge=
meinen Verachtung allein die Verhütung ſolcher
ſchmäh=
lücher Vorkommniſſe zu erwarten, iſt ein Optimismus, der
durch den Fall Laugel widerlegt wird. Darum muß der
zuſtändigen Behörde zugerufen werden: Quousque
andem?
Verſtärkung des franzöſiſchen
Landheeres.
* Der Temps gibt bekannt, daß die Regierung im
Lufe der nächſten Woche drei wichtige Entwürfe betr.
ſſie Vermehrung des Landheeres bekanntgeben
perde. Dieſe ſeit drei Wochen von den zuſtändigen
Mini=
terien unter Vorſitz Briands erörterten Projekte wurden
Im vergangenen Freitag in einer Sitzung feſtgeſtellt,
wel=
her Miniſterpräſident Briand, Kriegsminiſter Etienne,
Finanzminiſter Klotz, Generalſtabschef Joffre, die
Direk=
ören des Kriegsminiſteriums, ſowie die Obmänner und
Berichterſtatter der Budget= und der Heeresausſchüſſe der
kammer und des Senats beiwohnten.
Es wird ein dringlicher, außerordentlicher
redit von 70 bis 80 Millionen Francs verlangt wer=
Den, der dazu beſtimmt iſt, noch vor Jahresſchluß die auf
nehrere Jahre verteilten Vermehrungen durchzuführen,
nsbeſondere die betreffs der befeſtigten Plätze, der
ſmwandlung der Granaten und der weiteren Vermehrung
er Artilleriemunition. Ein zweiter Kredit, welcher ſich
luf mehr als 500 Millionen Francs belaufen
ſürfte, werde noch vor Oſtern vom Parlament verlangt
verden, um verſchiedene Rüſtungsreformen, na=
mentlich die betreffs der feſten Plätze, der
Artilleriemuni=
tion, der ſchweren Artillerie und der Militärluftſchiffahrt,
zu einer beſtimmten Friſt möglichſt raſch, eventuell mit
Hilfe der Privatinduſtrie, durchzuführen. Ferner wird
der Kriegsminiſter in der nächſten Woche ein Programm
behufs Vorbereitung der als unerläßlich erachteten
Ver=
mehrung der Mannſchaftsbeſtände vorlegen.
Alle Vermehrungen, welche durch finanzielle oder
admini=
ſtrative Maßnahmen ohne Abänderung der beſtehenden
Militärgeſetze verwirklicht werden können, werden
unver=
züglich durchgeführt werden. Zu dieſem Zweck ſollen die
gewerblichen, in den Verwaltungsabteilungen als
Kran=
kenpfleger, Schneider uſw. verwendeten Leute dem
Waffen=
dienſt zugeteilt werden. Ferner ſoll das
Kapitulanten=
ſyſtem und die Rekrutierung der Eingeborenen in
Al=
gerien, Tunis und Weſtafrika ergiebiger geſtaltet werden.
Da jedoch die ins Auge gefaßten Reformen nur ein
un=
zureichendes Ergebnis liefern dürften, wurde der
Kriegs=
miniſter aufgefordert, die notwendigen
Geſetzesabände=
rungen vorzuſchlagen. Dieſe Anträge werden vom
Mi=
niſterrat unverzüglich geprüft werden und raſcheſte
Ge=
nehmigung erhalten.
Die in Betracht kommenden Löſungen ſind: 1. die
Rückkehr zum dreijährigen Dienſt für gewiſſe
Waffen=
gattungen, 2. Einführung eines dreißigmonatigen Dienſtes
für alle Waffen, oder eine Verquickung dieſer beiden
Pro=
bleme. Das Kriegsminiſterium iſt bereits jetzt für die
allgemeine Wiedereinführung der dreijährigen Dienſtzeit.
Die Regierung wird vom Parlament eine raſche
Erledi=
gung der Berätungen der Vorlage über die
Mannſchafts=
beſtände und die Bewilligung der Kredite für die
Durch=
führung des jüngſt angenommenen Kader=Geſetzes
verlangen. Hierbei wird erwogen werden, ob der in dem
Kader=Geſetz vorgeſehene Minimalbeſtand von 115 Mann
für eine Kompagnie ausreichend ſei. Die Regierung wird
bezüglich des geſamten Militärprogramms die
Ver=
trauensfrage ſtellen.
Miniſterpräſident Briand hat auf
Be=
fragen wegen der Gerüchte von einer Verſtärkung der
Rüſtungen in den Couloirs der Kammer erklärt, daß die
veröffentlichten Angaben über dieſen
Gegen=
ſtand verfrüht ſind. Wenn es auch richtig ſei, daß die
Regierung in der letzten Zeit ſich häuſig mit Maßnahmen
befäßt habe, die auf eine Stärkung der militäriſchen
Rüſtungen Frankreichs abzielen, ſo ſei ein endgültiger
Be=
ſchluß darüber noch nicht gefaßt worden. Eine Einigkeit
ſei in den Hauptpunkten erzielt worden, doch ſeien die
Einzelheiten der Vorlage noch nicht
aus=
gearbeitet. Der Kammer werde noch vor Oſtern
be=
züglich der Rüſtungen eine Vorlage zugehen, deren Koſten
ſich auf 500—600 Millionen belaufen werden, die
auf vier bis fünf Jahre verteilt werden ſollen. Der
Kriegsminiſter und die zuſtändigen Dienſtſtellen ſeien mit
der Prüfung der Frage über die Dauer der militäriſchen
Dienſtzeit beſchäftigt. Dieſe Prüfung werde demnächſt
beendet ſein und ihr Reſultat werde ſofort dem
Miniſter=
rat unterbreitet werden. Die Abgeordneten, die ſich mit
dem Miniſterpräſidenten Briand über die Dauer der
militäriſchen Dienſtzeit unterhalten haben, halten die
Rück=
kehr zur dreijährigen Dienſtzeit für alle Waffengattungen
für zweifelhaft.
Inzwiſchen beſchäftigt ſich die geſamte Pariſer
Preſſemit dem vom Temps angekündigten
Regierungs=
plan zur Vermehrung und Verſtärkung des Heeres.
Faſt durchweg wird die Ueberzeugung ausgeſprochen,
daß das Land die zu ſeiner Sicherheit erforderlichen
Laſten willig auf ſich nehmen werde. Die
radikale Lanterne ſchreibt: Wir wollen hoffen, daß
weder eine Partei noch ein Politiker gegen die
Notwendig=
keit der Opfer Einſpruch erheben wird: — Der Figaro
will wiſſen, daß inbetreff der Wiedereinführung der
drei=
jährigen Dienſtzeit keinerlei Entſcheidung getroffen wurde.
Es heißt ſogar, daß dieſe Löſung der Frage des
Mann=
ſchaftsbeſtandes nicht ins Auge gefaßt werde. — Der
kon=
ſervative Gaulois erklärt, daß die Nachricht von der
geplanten Heeresverſtärkung einen Troſt und eine
Be=
ruhigung für alle franzöſiſchen Patrioten bilde. Wenn
das Parlament es wagen ſollte, ſeine Wahlrückſichten
höher zu ſtellen als das nationale Intereſſe, dann würde
die öfentliche Meinung das Parlament hinwegſegen.
Sollte aber, was unmöglich erſcheine, die öffentliche
Mei=
nung ſich derſelben Pflichtvergeſſenheit wie ihre
Abgeord=
neten hingeben, dann würde Frankreich einem Unheil
ſchrecklicher als dem von Sedan entgegengehen — Der
offizielle Petit Pariſien ſchreibt: Oeſterreich=
Un=
garn, das beinahe eine Milliarde für die Mobiliſation im
Winter ausgegeben hat, will noch 400 bis 600 Millionen
ausgeben, um ſeine Armee zu reorganiſieren. England,
das bisher der Dienſtpflicht feindlich gegenüber geſtanden
hat, bereitet ſich gleichfalls auf eine Reorganiſation ſeiner
Armee vor. Die neutralen Staaten beunruhigen ſich. und
zwar mit Recht, über dieſe fortwährenden Rüſtungen,
und ſogar Belgien beabſichtigt, ſeine Effektivſtärke zu
ver=
doppeln. Wir müſſen mehr wie jemals in Anbetracht der
methodiſchen Anſtrengungen Deutſchlands auf der Hut
ſein. — Petit Republique ſchreibt: Die furchtbare
Vermehrung des deutſchen Heeres mußte ſeitens der
fran=
zöſiſchen Regierung notgedrungen eine energiſche und
raſche Antwort hervorrufen. Nicht ohne Betrübnis ſehen
wir, daß an 600 Millionen in den Abgrund des
bewaffne=
ten Friedens geworfen und eine Anzahl von
Waffen=
gattungen zu einem längeren Aufenthalt in den Kaſernen
gezwungen werden ſollen. — Bezüglich der Meldung, daß
nur für die Kavallerie und Artillerie die Einführung der
dreijährigen Dienſtzeit in Ausſicht genommen ſei, ſchreibt
das Echo de Paris, daß es für eine undemokratiſche
Maßnahme gehalten werde, gewiſſen Waffengattungen
eine dreijährige Dienſtzeit aufzuerlegen, während die
übri=
gen nur zwei Jahre unter den Fahnen bleiben würden.
Das Blatt erklärt, eine 30monatige Dienſtzeit für alle
Waffengattungen würde eine unzureichende Maßnahme
bilden. Man werde ſich deshalb ſchließlich genötigt ſehen,
vom Parlament und dem Lande das Opfer der
dreijähri=
gen Dienſtzeit zu verlangen.
In Parlamentskreiſen verlautet, daß mehrere
Depu=
tierte beabſichtigen, am Donnerstag an die Regierung eine
Anfrage über die Mitteilungen des Temps, betreffend die
geplanten Heeresverſtärkungen, zu richten. Der
Regie=
rung ſoll hierdurch Gelegenheit gegeben werden, ſich über
die Stimmung der Kammer bezüglich der projektierten
Militärvorlage klar zu werden.
Deutſches Reich.
— Anfrage im Reichstage. Dem Reichstage
iſt eine Anfrage der nationalliberalen Abgeordneten
Baſſermann und Frhrn. v. Richthofen zugegangen: „Welche
Maßnahmen zum Schutze der Deutſchen in Mexiko ſind
ſeitens des Reichskanzlers erfolgt?”
— Staatsſekretär Delbrück bleibt. In
der letzten Zeit iſt wiederholt das Gerücht verbreitet
wor=
den, daß der Staatsſekretär des Innern Delbrück von
ſei=
nem Amte zurücktreten werde. Dieſe Rücktrittsgerüchte
wollen vielleicht einen Schein der Richtigkeit erwecken,
in=
dem ſie an die Tatſache anknüpfen, daß ſich der
Staats=
ſekretär zurzeit auf Urlaub befindet. Es wird deshalb
noch einmal feſtgeſtellt, daß es ſich bei dieſem Urlaub nur
um einen Beſuch Delbrücks bei ſeiner in Partenkirchen
weilenden leidenden Gattin handelt. Bald nach dem
1. März wird der Staatsſekretär hierher zurückkehren und
ſeine Dienſtgeſchäfte wieder übernehmen.
Die neue Regelung der
Konkurrenz=
klauſel. Der „Große Ausſchuß” des Verbandes
deut=
ſcher Detailgeſchäfte der Textilbranche (Sitz Hamburg)
gab in ſeiner letzten Sitzung eine Erklärung ab, in der
es u. a. heißt:
Die Konkurrenzklauſel kann für beſtimmte Gewerbe
und Betriebe nicht entbehrt werden. Der Ausſchuß ſpricht
ſich aufs nachdrücklichſte gegen die Anträge aus, welche die
Anwendung der Klauſel von dem Nachweis eines
berech=
tigten Intereſſes des Prinzipals abhängig machen wollen,
da eine ſolche Regelung zur öffentlichen Preisgabe
der=
jenigen Intereſſen führen müßte, denen gerade durch die
Klauſel Schutz gewährt werden ſoll. Die in dem
Ent=
wurf vorgeſehene Anrechnung des in anderer Stellung
Verdienten auf die Karenzentſchädigung wird in der
Praxis eine Quelle fortlaufender Schwierigkeiten ſein und
für den Angeſtellten in vielen Fällen direkt einen Anreiz
zu paſſiver Reſiſtenz bilden. Im Intereſſe beider
Par=
teien iſt daher die Möglichkeit vorzuſehen, daß die
An=
ſprüche auf Bezahlung der Karenz auch durch Vergütung
einer beſtimmten Gehaltsrate — ohne Verrechnung des
in der neuen Stellung Verdienten — befriedigt werden
können.
Der Gothaer Landtag wählte den
Abge=
ordneten Liebetrau (Fortſchr. Vpt.) zum Präſidenten und
den Abgeordneten Dr. Dietzſch (natlib.) zum
Vizepräſi=
deten. Das beanſtandete Mandat des Abgeordneten
Fi=
ſcher (Soz.) wurde mit 10 gegen 7 Stimmen für ungültig
erklärt. Dem Landtage wurde ein neuer
Fortbildungs=
ſchulgeſetzentwurf vorgelegt, der auch für die Mädchen
einen dreijährigen Pflichtunterricht vorſieht.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die außerordentlichen militäriſchen
Ausgaben. Der öſterreichiſche Miniſterrat beſchäftigte
ſich, nachdem der Miniſter des Aeußern Graf Berchtold
über die augenblickliche internationale Lage Erklärungen
abgegeben hatte, mit den außerordentlichen militäriſchen
Ausgaben, die mit der Kriſis zuſammenhängen und ſich
auf etwa 400 Millionen belaufen ſollen. Dieſe
Mehraus=
gaben können vorſchußweiſe aus Kaſſenbeſtänden Deckung
finden, ſo daß augenblicklich eine Kreditoperation nicht
notwendig erſcheine. Den im Mai zuſammentretenden
Delegationen würden Nachtragskredite für 1912/13 in
Höhe von etwa 480 Millionen unterbreitet werden,
näm=
lich Kredite für das Heer von 41, für die Marine von 40
und für die Ueberſchreitung von 400 Millionen.
Frankreich.
Abſchiedsaudienz des diplomatiſchen
Korps bei Falliéres. Am Montag vormittag 11
Uhr empfing Präſident Falliéres das diplomatiſche Korps
in Abſchiedsaudienz, der der Miniſterpräſident Briand und
der Miniſter des Aeußern Jonnart beiwohnten. Der
eng=
liſche Botſchafter Bertie als Doyen hob in ſeiner
An=
ſprache die vornehme Geſinnung hervor, die Präſident
Falliéres ſtets betätigt habe, um die Bande der
Freund=
ſchaft und Herzlichkeit, die Frankreich mit den anderen
Ländern verbänden, ungeſchwächt zu erhalten. Er drückte
den lebhaft empfundenen Dank des diplomatiſchen Korps
aus für die guten Beziehungen, die Präſident Falliéres
ſtets mit dem diplomatiſchen Korps unterhalten habe, und
ſchloß mit den beſten Wünſchen für das künftige
Wohl=
ergehen des ſcheidenden Präſidenten. Präſident Falliéres
erwiderte mit dem Ausdruck des Dankes für die ihm
ausgeſprochenen Geſinnungen und Wünſche des
diploma=
tiſchen Korps. Mit Vergnügen werde er ſich
er=
innern, wie vorzüglich die Beziehungen zu dem
diploma=
tiſchen Korps ſtets geweſen ſeien, das bei der Erfüllung
ſeiner Aufgaben, die ſo viel Takt und Feingefühl
erfor=
derten, niemals Loyalität und Courtoiſie habe vermiſſen
laſſen, auch bei aller berechtigten Feſtigkeit in
Wahrneh=
mung der ihm anvertrauten Intereſſen. Eine ſolche
Hal=
tung ermögliche es, daß bei zugeſpitzten Konjunkturen die
Schwierigkeiten ſich abſchwächten, die Wege ſich ebneten
und endlich die wünſchenswerten Annäherungen oder
Ein=
verſtändniſſe zwiſchen den Regierungen und zwiſchen den
Völkern zuſtande kämen. Er ſagte zum Schluß, es gebe
für einen Mann von Herz und Vaterlandsliebe keine
grö=
ßere Genugtuung, als das Bewußtſein, auf dem Felde
der äußeren Politik friedliche Löſungen herbeiführen zu
helfen, die zum Wohle des Vaterlandes und der
Menſch=
heit beitrügen.
Rußland.
Finniſcher Landtag. Die
Landtagsabgeord=
neten Mechelin und Wrede brachten im finniſchen
Land=
tage eine Petition ein, die eine Ausarbeitung des
Staats=
aktes zur Regelung des Verhältniſſes des Reiches zu
Finnland anregt. Die Antragſteller ſchlagen vor, bei dem
Kaiſer zu petitionieren, daß eine entſprechende Vorlage
ſowohl im Reichsamt wie in der Reichsduma, als auch
im finniſchen Landtage ausgearbeitet werde.
Vereinigte Staaten.
Das Panamakanal=Geſetz. Der
Abände=
rungsantrag des Senators Root zum Panamakanal=
Ge=
ſetz auf Aufhebung der Beſtimmung, welche für im
Küſten=
handel beſchäftigte amerikaniſche Schiffe Gebührenfreiheit
vorſieht, iſt vom Senatskomitee für interozeaniſche
Waſſer=
ſtraßen abgelehnt worden.
China.
Die Anleihe. Wie das Reuterſche Bureau
er=
fährt, hat in der letzten Woche zwiſchen den an der
chine=
ſiſchen Anleihe hauptſächlich intereſſierten Mächten ein
Meinungsaustauſch über die Ernennung der ausländiſchen
finanztechniſchen Berater ſtattgefunden. Außerdem haben
beſondere Pourparlers zwiſchen Frankreich und den
Ver=
einigten Staaten bezüglich der Währungsfrage
ſtattgefun=
den. Die Geſandten werden vorausſichtlich am Mittwoch
in Peking zuſammentreten, um über die genauen
Bedin=
gungen eine Einigung zu erzielen.
Japan.
Die Kabinettskriſe hat noch keine Löſung
gefunden und ein Miniſterium iſt noch nicht gebildet. Die
Seijukai hielten eine Verſammlung ab und beſchloſſen,
den Admiral Yamamoto bei ſeinen Bemühungen, ein
Ka=
binett zu bilden, nicht zu unterſtützen, wenn nicht alle
Mi=
niſter mit Ausnahme des Präſidenten und des
Kriegs=
miniſters der Partei angehören oder ihr beitreten.
Yama=
moto iſt bereit, der Seijukai zwei oder drei Portefeuilles
zu geben, weigert ſich aber, die ganzen Forderungen der
Partei zu bewilligen, da ſie nicht die nötigen Kapazitäten
für eine Verwaltung beſäßen. Am Donnerstag, Freitag
und Samstag kam es in Kobe zu erneuten Unruhen,
ähn=
lich denen in Tokio am 10. d. M. Baron Kato hat ſich
endlich entſchloſſen, nicht im Miniſterium des Aeußern zu
bleiben. Wenn ein Kabinett Yamamoto zuſtande kommt,
ſo wird der japaniſche Botſchafter in Waſhington, Vicomte
Chinda, das Miniſterium des Auswärtigen und
Toka=
haſhi, der Gouverneur von Nipon, das der Finanzen
übernehmen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 19. Februar.
* Ordensverleihung. Seine Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem bisherigen Königlich
Italieniſchen außerordentlichen Geſandten und
bevoll=
mächtigten Miniſter am Großherzoglichen Hofe Cavaliere
Alberto Panſa das Großkreuz des Verdienſtordens
Philipps des Großmütigen verliehen
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der
Bahn=
wärter in der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft
Georg Lamp zu Ober=Widdersheim vom 1. April
1913 an.
Freiherr von Rücker=Jeniſch wird ſich heute mit
Gemahlin zur Erholung nach Konſtanz am Bodenſee
begeben.
g. Strafkammer. Des gemeinſchaftlichen
Diebſtahls waren geſtern der 34jährige Zimmermann
Friedrich Greß und der 31jährige Schreiner Friedrich
Emig angeklagt. Schon mehrmals waren von den
Schuppen der hieſigen Aktienziegelei Zinkdachkandel
ent=
wendet worden, ohne daß man der Diebe habhaft werden
konnte. Am 19. Dezember vorigen Jahres hatte man
deshalb darauf Obacht gegeben und es wurden denn
ge=
gen Abend die beiden Angeklagten ertappt, wie ſie über
die Umzäunung ſtiegen. Als ſie gerade dabei waren, eine
Dachkandel im Werte von etwa 20 Mark
zuſammenzu=
biegen wurden ſie feſtgenommen. Da ſie den Einbruch
mittels Einſteigens verübten, käme ſchwerer Diebſtahl in
Frage, doch nahm das Gericht einfachen Diebſtahl als
vorliegend an, da die fragliche Umzäunung nicht
voll=
ſtändig war, daß ſie alſo leicht umgangen werden konnte.
Es verurteilte den Greß zu drei Monaten, den
Emig zu drei Wochen Gefängnis. — Der 25 Proviſionsreiſende Georg M. aus Wiebelsbach
hat im September in Höchſt zwei Beſtellſcheine mit
Unter=
ſchriften verſehen, wozu er nicht berechtigt war. Da
nie=
mand durch dieſe Urkundenfälſchung geſchädigt
wurde und er auch keinen Vorteil für ſich erzielte, erkannte
das Gericht unter Zubilligung mildernder Umſtände auf
zwei Wochen Gefängnis, die durch die
Unter=
ſuchungshaft als verbüßt erachtet wurden. — Der 31jährige
Schloſſer Sanderbeck von hier war wegen einer
ge=
meinſchaftlich mit anderen verübten groben Ausſchreitung
zu neun Monaten zwei Wochen Gefängnis verurteilt
wor=
den. Außerdem erhielt er vom Schöffengericht wegen
einer gleich nach dieſer Ausſchreitung verübten
Körper=
verletzung ſechs Wochen Gefängnis. Er war
bei der Rauferei, die ſich in der Kirchſtraße abſpielte, den
Schutzleuten entkommen und war die Karlſtraße entlang
gelaufen. Zu der gleichen Zeit wurde in der Karlſtraße
der Schneidergeſelle Dintelmann von einem Unbekannten
mit einer Latte körperlich mißhandelt. Durch die
Zeugen=
ausſagen der Frau und des Bruders vom Angeklagen,
war dieſer der Mißhandlung überführt. In der geſtrigen
Berufungsverhandlung nun machte dieſe Zeugin von
ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch und auch der
Mißhandelte konnte nicht mehr ermittelt werden. Es
er=
folgte deshalb mangels Beweiſes Freiſprechung.
Der 38jährige Hauſierer H. Z. von hier war vom
Schöf=
fengericht wegen Pfandverſchleppung zu eine m
Monat Gefängnis verurteilt worden Er legte
gegen das Urteil Berufung ein, mit der Begründung, das
von ihm mitgenommene Eigentum ſei unentbehrlich
ge=
weſen, wie auch das Urteil der erſten Inſtanz feſtgeſtellt
hatte. Deshalb entfiel auch der Vorſatz der
Rechtswidrig=
keit. Der Angeklagte befand ſich wegen Krankheit in der
Schuld des Hausbeſitzers, weshalb dieſer Eigentum
des Z. für gepfändet erklärte. Trotzdem nahm der
An=
geklagte die Sachen mit in ſeine neue Wohnung. Das
Gericht ſprach den Angeklagten frei, indem
angenommen wurde, daß die betreffenden Sachen
unent=
behrlich waren. — Der 29jährige Hauſierer W. K. von
hier wurde wegen Betrugs im Rückfall zu fünf
Monaten Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte
hatte am 5. September 1912 ſich von einem Wirt Loſe im
Werte von 5 Mark erſchwindelt, indem er angab, er komme
vom Vereinsvorſitzenden und dieſer habe ihm den
Auf=
trag gegeben, ſich von dem Wirt Loſe geben zu laſſen.
Der Angeklagte beſtritt die Schuld und erklärte die Sache
mit einem Mißverſtändnis.
Vom Großh. Hoftheater. Heute findet die
Erſt=
aufführung von Jaques Dalcrozes komiſcher Oper in.
einem Akt „Onkel Dazumal” ſtatt. Hierauf gelangt Suppés
Operette „Die ſchöne Galathee” in vollkommener
Neuein=
ſtudierung zur Aufführung. Den Abſchluß dieſes heiteren
Einakterabends, der im Abonnement auf den Buchſtaben
D fällt, macht Helene Thiele=Leonhardts Ballett „
Cham=
pagnerviſionen” das ebenfalls neu einſtudiert wurde.
Be=
ginn 7½ Uhr. Morgen gelangt Thomas beliebte Oper
„Mignon” als 124. Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe=
B 32, zur Aufführung. Es gelten die kleinen Preiſe.
Be=
ginn 7½ Uhr. Für Freitag iſt die erſte Wiederholung der
erfolgreichen Schnitzlerſchen Szenenreihe „Anatol” als
125. Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe A 31, angeſetzt.
Samstag abend findet als achte Sondervorſtellung eine
Aufführung von Neſtroys Poſſe „Der Zerriſſene” ſtatt.
Zu dieſer Vorſtellung, ſowie zu der am Samstag
nach=
mittag ſtattfindenden achten Kindervorſtellung „Wilhelm
Tell” ſind keine Karten erhältlich. Die nächſte
Vor=
ſtellung zu ermäßigten Preiſen bringt erſtmalig ein
muſi=
kaliſches Werk. Es geht Humperdincks „Hänſel und
Gretel” in Szene. Für Sonntag abend iſt die
Erſtauf=
führung der neueſten Operette von Franz Lehär „Eva”
angeſetzt.
In der Sitzung der Deputation für das Armen=
und Fürſorgeweſen wurden die neu gewählten Mitglieder
in ihr Amt eingeführt. Zum erſten Male ſind auch
Damen in die Deputation eingetreten: Fräulein von
Winterfeld und Frau Profeſſor Dr. Hattemer=
Es iſt damit ein in Frauenkreiſen lang gehegter Wunſch
verwirklicht, dem die ſtädtiſche Verwaltung um ſo lieber
Rechnung getragen hat, als ſie auf die Mitarbeit von
Frauen in der Armenpflege und ſozialen Fürſorge von
jeher großen Wert gelegt hat.
Arbeitsjubilaum. Wieder konnte ein Arbeiter
bei der Firma E. Merck hier ſein 40jähriges
Arbeitsjubiläum felern. Der Arbeiter Gg. Heinrick
Schäfer iſt ſeit 1873 bei der Firma tätig. Aus dieſem
Anlaß verſammelten ſich geſtern vormittag die Chefs
des Hauſes, ſowie eine große Anzahl der Arbeiter=
Jubilare und die mit dem Jubilar in näheren
Be=
ziehungen ſtehenden Beamten im Konferenzſaal der
Firma, um dem Jubilar ihre Glückwünſche darzubringen,
derr Geh. Kommerzienrat Dr. Louis Merck richtete im
Namen der Firma an den Jubilar herzliche Worte und
gedachte der Zeit vor 30 Jahren, da er ſelbſt mit dem
Jubilar gemeinſam arbeitete und ihn ſchon damals als
einen zuverläſſigen braven Arbeiter kennen lernte. Als
äußeres Zeichen der Anerkennung überreichte er Schäfer
ein namhaftes Geldgeſchenk. Herr Regierungsrat
Gennes überbrachte dem Jubilar namens der Großh.
Regierung die herzlihſten Glückwünſche und überreichte
ihm die von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog
verliehene Silberne Medaille für treue Arbeit.
*Heſſiſcher Jugendtag. Der Großherzog und
die Großherzogin haben ihr Erſcheinen zu dem
heute im Städtiſchen Saalbau ſtattfindenden erſten
Heſſiſchen Jugendtag in Ausſicht geſtellt.
Darmſtädter Lehrerinnen=Verein. Die für
Mittwoch, den 19. Februar, anberaumte
Verſamm=
lung muß bis auf weiteres verſchoben werden.
Akademiſche Volksunterrichtskurſe (A. V. D.)
Das Schlußfeſt des Winterſemeſters 1912/13
findet am Sonntag, den 23. Februar, im großen Saale
des Kaiſerſaales” ſtatt. Alle diejenigen, die an den
Kurſen Intereſſe haben, ſind willkommen.
Freie Vereinigung heſſiſcher Nationalliberaler
Man ſchreibt uns: Die Organiſations= und
Agitations=
tätigkeit der Geſchäftsſtelle der Freien Vereinigung
heſſi=
ſcher Nationalliberaler hat, nach vorläufiger Beendigung
der Arbeiten im Reichstagswahlkreis Erbach=Bens=
Der Weg zum Expreſſionismus.
Von Dr. Walter Georgi.
Die Kultur eines Zeitalters ſchlägt ſich auf dem
Grunde eines jeden wertvollen Kunſtwerks nieder, das
in dem Rahmen ihrer Epoche das Licht der Welt erblickt.
So haben die Ideale der Antike, die Myſtik des
Mittel=
alters und die klaſſiziſtiſchen und idealiſierenden
Rich=
tungen des 19. Jahrhunderts in den Kunſtwerken ihrer
Zeit eine dauernde Verkörperung gefunden. Auch heute
ſtehen wiederum gewiſſe geiſtige Strömungen der letzten
Gegenwart im Begriff, neue künſtleriſche Harmonien zu
formen, durch die ſie ihren Bekenntniſſen eine
über=
zeugende Sprache zu geben verſuchen. Dabei zeigt ihr
Kulturwille erneut die Symptome jener Romantik mit
myſtiſchem Einſchlag, die bereits im vergangenen
Säku=
lum, wenn auch nur in vereinzelten Erſcheinungen in
der Literatur und der Malerei, ihre erſten Vorläufer
ge=
funden hat.
Das vergangene Jahrhundert brachte in ſeinem
letz=
ten Viertel infolge des beiſpielloſen Aufſchwungs von
Technik und Wiſſenſchaft als ausſchlaggebenden
Kultur=
faktor einen ausgeſprochenen Naturalismus, der ſich mit
den Erſcheinungen der Natur in abwägender Nüchternheit
und einem von aller Romantik freien Streben
ausein=
inderſetzte. Die Kunſt dieſer Zeit beſchritt den gleichen
Weg, indem ſie ſich auf die möglichſt naturgetreue
Wieder=
gabe der äußeren Formen und des äußeren
Zuſammen=
hanges der Dinge beſchränkte. Es entſtand die
natura=
liſtiſche Malerei, die im Impreſſionismus die höchſte
Voll=
endung dieſer rein maleriſchen, aller inneren
Stimmungs=
werte abgeneigten Abſichten fand. Man mag über dieſe
Richtung urteilen, wie man will, die Anerkennung für
ihre dankenswerte Befreiungstat von allen jenen unge
ſunden, moraliſierenden und auf billigen Idealen
aufge=
bauten Tendenzen, die zuvor lange Jahrzehnte hindurch
als drückender Ballaſt die freie Entwicklung künſtleriſchen
Wollens verhinderten, wird man ihr nicht verſagen
kön=
nen. An Stelle der Genre= und Theatermalerei der
über=
wundenen Epoche, die Empfindungen vorzugeben wußte
die die Seele des Künſtlers ſelten tief erlebt hatte, war
jene ehrliche Sehnſucht nach der Natur getreten, die dem
künſtleriſchen Streben geſundes Blut zuführte und es für
die kommenden Probleme ſtärkte.
Bereits im Impreſſionismus lag eine unbeſtimmte
Ahnung der bevorſtehenden Umwälzungen, die heute in
dem Expreſſionismus zum erſtenmal in greifbarer
Klarheit auf den Plan treten, wenn auch deren Form
im Kunſtwerk noch oft unvollkommen und bizarr erſcheint
Neben der Rückkehr zur ungeſchminkten Natur, die dem
Künſtler wieder ſeine innere Freiheit zurückgab, betonte
die impreſſioniſtiſche Malerei, indem ſie alle Formen in
Farben auflöſte, die Linie als Umriß möglichſt
ver=
mied und die Dinge durch das Medium des Lichtes zu
einer Einheit verband, den entwicklungsfähigen
Gedan=
ken, daß das Einzelding mit ſeiner Umgebung in einer
gewiſſen Verbindung ſteht. So kam in den Bildern der
Impreſſioniſten jenes wunderbare Ineinanderfließen
aller Dinge zum Ausdruck, das anfangs allgemeinen
Widerſpruch erregte, bis man ebenfalls mit den Augen
jener Malergruppe ſchauen lernte und auch jenen die
Oberflächen zum Ganzen verbindenden Panthéismus
empfand, der in dieſer Natureinheit lebte. Darin liegt
für den weiteren Fortſchritt die Bedeutung jener Maler
aus der Gilde eines Manet, Monet, Piſſarro und Max
Liebermann, daß ſie einen Zuſammenhang aller Dinge
empfanden, wenn ſie ſeinen Wert auch nur in der
äuße=
ren Erſcheinung der Dinge zu ſchätzen und zu betonen
vermochten.
Aber ſchon die weitere Entwicklung zeigte, daß die
Kunſt in der Beſchränkung dieſes panthéiſtiſchen
Gedan=
kens hinſichtlich der äußeren Daſeinsformen auf die Dauer
keine Befriedigung fand. Die Literatur, vor allem
Maeter=
linck in ſeinen Gedichten und ſymboliſchen Dramen, wies
auf die ſubtilen Fäden hin, die die Stimmung des
Ein=
zelnen mit ſeiner Umgebung verbinden und ihn durch die
Schwingungen ſeiner Seele in unſichtbaren, allein auf die
Stärke des Gefühls begründeten Zuſammenhang zum
Ganzen ſetzen. Mit dieſer metaphyſiſchen Einheit iſt der
reale Boden verlaſſen und die ſichtbare Oberfläche der
Er=
ſcheinungen mit den grenzenloſen Möglichkeiten ſeeliſchen
Erlebens vertauſcht. Mit dieſem Schritt gewinnt das
künſtleriſche Bekenntnis an Tiefe. Es ſtellt aber zugleich
an den Künſtler ſowohl wie an den Genießenden weit
gehendere Anforderungen, als jene ſich in den
Darſtellun=
gen von Begebenheiten oder Alltäglichkeiten erſchöpfenden
Richtungen in der Literatur und der Malerei.
Céſanne und van Gogh ſind die erſten Maler,
die dieſe neuen Forderungen in ihrer Kunſt zu erfüllen
ſtrebten. anfangs noch zaghaft, dann aber mit brutaler,
den von jenen Ideen unberührten Ahnungsloſen
er=
ſchreckender Rückſichtsloſigkeit, wobei ihre
Darſtellungs=
weiſe neue eigenartige Bahnen einſchlug. Die impreſſio=
niſtiſche Malerei hatte bereits mit der ausgeſprochenen
Betonung der Licht= und Farbenwerte die altgeheiligten
Formen zerbrochen und ſomit einem auf neue Ziele
gerich=
teten künſtleriſchen Ringen die Wege geebnet, frei von der
überlieferten akademiſchen Regelmäßigkeit, Formen z
ſuchen, durch die es ſein inneres Wollen unbeeinflußt
von äußerem Zwang in der Geſtalt freier „
Expreſſio=
nen” zum Ausdruck bringen konnte. Die alten Schläuche
tauchten nicht mehr für den jungen Moſt, der in den nach
tiefen Erlebniſſen ſuchenden Seelen gärte. So erreichte
Céſanne durch ſeine Stilbildung, die den dargeſtellten
Gegenſtand nicht als Endzweck, ſondern nur als Mittel
betrachtet, jene ruhende romantiſch=myſtiſche Einheit aller
Dinge, die auf eine Vergeiſtigung des Raumes hinzielt,
van Gogh dagegen holte die lebendigen Kräfte der Natur,
die alles Körperliche zur Formenbildung zwingen, in
ihrer Verbindung zum Ganzen hervor und offenbarte ſie
in einem durch die grenzenloſe Hingabe erſchütternden
Erleben in dem einzelnen Kunſtwerk. Céſanne und van
Gogh ſind die Vorkämpfer des Expreſſionismus, der den
Gegenſtand als ſolchen in der Darſtellung verachtet, ihn
aber als Mittler der unter der Oberfläche ſchwingenden
Seele benutzt, wie ſie das „Temperament” des Künſtlers
ſchaut. Beide entfernen ſich ſchon von der realen
Wirk=
lichkeit durch dies Betonen beſonderer Farbwerte oder
durch die Zeichnung, die die äußere Form der Körper ihrem
ſeeliſchen Gehalt unterordnen. Die in der Stimmung
ruhende ſeeliſche Einheit hat im Expreſſionismus
die äußere Einheit der Dinge, wie ſie die
im=
preſſioniſtiſche Malerei ſieht, abgelöſt.
Die Unerſchrockenheit, mit welcher beide Künſtler ſich
für die neuen Ideale einſetzten, blieb nicht vereinzelt.
Ueberall regten ſich Kräfte, die die alten Stilformen
bei=
ſeite ſtellten und den neuen Weg beſchritten. Gaugin,
Hodler, Munch, Matiſſe traten neben anderen in
die Reihe der Kämpfer. Es würde hier zu weit führen,
eine erſchöpfende Charakteriſtik der einzelnen zu geben,
gemeinſam aber iſt ihnen allen jenes metaphyſiſche Suchen
nach Stimmungswerten, die nur durch die Erlebniſſe
einer über das Alltägliche erhobenen Seele aufgeſpürt
und im Kunſtwerk ausgedrückt werden können. Daß bei
dieſen Forderungen der Gegenſtand lediglich zum
Sym=
bol der Empfindungen wird iſt klar. Oder ſollte es
bei=
ſpielsweiſe denkbar ſein. Hodlers „Frühling” in der
gleichen Beſchränkung auf das Gefühlsmäßige auf andere
Weiſe als durch die in den Geſten zweier erwachenden
jungen Menſchen und in der angedeuteten blühenden
heim, im Wahlkreis Alsfeld=Lauterbach
einge=
ſetzt. Am Samstag, den 15. Februar, ſprach der
Geſchäfts=
führer, Dr. Otto Linſe=Mainz in Alsfeld, am
Sonntag vor einer von mehr als zweihundert Perſonen
beſuchten öffentlichen Verſammlung in Schlitz. An
letz=
terer nahm der Vertreter des Wahlkreiſes im Reichstage,
Herr Abgeordneter Heck=Alsfeld, teil, der in
außer=
ordentlich intereſſanter und feſſelnder Weiſe über die
Ar=
beiten des Reichstages referierte. Weitere
Verſammlun=
gen finden im Verlauf der Woche in Schotten, Laubach
und anderen Orten des Reichstagswahlkreiſes ſtatt.
— In der Klavierſchule von Fräulein Wilhelmine
Weinmann fanden am letzten Samstag im Saale des
Feierabendhauſes die Klavier=Vorſpiele ſtatt.
Bis zum letzten Platz hin war der große Raum mit
Zu=
hörern gefüllt. Sämtliche Programmnummern wurden
erakt vorgetragen und legten Zeugnis ab von einer
ſoliden und gründlichen Ausbildung der Zöglinge. Die
Zuhörer ſpendeten reichen Beifall. Die Schüler und
Schülerinnen bezeugten ihre Dankbarkeit durch ein
präch=
tiges Blumenarrangement.
* Wohltätigkeitskonzert (Milchkränzchen) im
Chauſſee=
haus. Man ſchreibt uns: Das Programm für dieſes
Konzert am Samstag, den 22. Februar, abends 8 Uhr
hat ſich Dank dem liebenswürdigen Entgegenkommen
nachbenannter Damen und Herren künſtleriſch ſehr
glück=
lich geſtaltet. Geſang: Frl. Bürſtlein: Rezitation:
Frl. Tony Penk. Für Kammermuſiker Rohde wird der
beliebte Cornet à Piſton=Virtuoſe Herr Kammermuſiker
Louis Kümmel eintreten. Herr Fritz Erbes wird
durch treffliche Vorträge erfreuen. Das Braunſche Vokal
quartett (die Herren Braun, Enzbrenner, Schüppel und
Geyer), bekannt durch ſeine geſanglich hervorragenden
Vorträge, wird Werke von Keller, Neff, Silcher, Orth,
Kremſer, Zant und Kirchl zu Gehör bringen. Am Klavier
Herr Muſikdirektor Hans A. Hayn. In letzter Stunde
iſt es dem Komitee gelungen, den Heldentenoriſten Herrn
Hofopernſänger Karl Jahn vom Großh. Hoftheater zu
gewinnen.
Der Bezirksverein Mainz (Sitz Darmſtadt) des
Eiſenbahn=Aſſiſtenten=Verbandes hielt ſeinen 8.
Bezirks=
tag ab, welcher von allen hinzugehörigen Ortsvereinen
überaus zahlreich beſchickt wurde. Der 1.
Bezirksvor=
ſitzende eröffnete die Verſammlung mit einer Anſprache
welche in ein Hoch auf Se. Majeſtät den Kaiſer und Se.
Kgl. Hoheit den Großherzog von Heſſen ausklang.
Hier=
auf wurde zur Tagesordnung übergegangen, welche die
Intereſſen der Eiſenbahnaſſiſtenten ſtark berührende
Punkte aufwies. Als Hauptpunkt kam die völlige
Gleich=
ſtellung mit den Poſtaſſiſtenten im Gehalt, Urlaub uſw.
zur Verhandlung und wurde einſtimmig beſchloſſen,
un=
ermüdlich in dieſer Hinſicht tätig zu ſein und auch dem
diesjährigen Verbandstage der Eiſenbahnaſſiſtenten in
Hannover entſprechende Anträge zu unterbreiten.
An=
ſchließend hieran hielt der Kgl. Kreisarzt Dr.
Voll=
mer einen ſehr lehrreichen und intereſſanten Vortrag
über die erſte Hilfeleiſtung bei Unglücksfällen, wofür dem
Vortragenden reicher Beifall zuteil wurde. Eine kleine
Muſikunterhaltung beſchloß dieſen erfolgreichen Tag, mit
ideſſen Ergebnis die Eiſenbahnaſſiſtenten in jeder
Be=
ziehung zufrieden ſein können.
C) Vortrag über den Balkankrieg. „Zwiſchen
Mreuz und Halbmond” iſt das Thema eines großen
Wichtbildervortrages, den der bekannte
Kriegsberichterſtat=
ſter Reichsfreiherr v. Binder=Krieglſtein am 27.
Februar im Städtiſchen Saalbau halten wird. Da der
Krieg auf dem Balkan erneut entbrannt iſt, und der
Vor=
ſtragende, der für eine Reihe erſter deutſcher Blätter die
Kriegsberichte ſchrieb, erſt vor kurzem vom
Kriegsſchau=
wlatz zurückgekehrt iſt, hat der Vortrag ganz beſonders
großes Intereſſe. Weit über 100 Lichtbilder nach
Origi=
ntalaufnahmen werden den Vortrag illuſtrieren. Ueber
Einen in Berlin gehaltenen gleichen Vortrag ſchrieb ein
Dortiges Blatt u. a.: Der Redner verbreitete ſich einleitend
über die Raſſenkämpfe vergangener Zeiten. Er ſieht in
dem Zerfall der Türkei nicht das Werk von Siegern,
ſon=
dern eine hiſtoriſch begründete Notwendigkeit. Die Nie=
Herlage der Türkei begann vor den Toren Wiens. Seit=
Dem drängte die ſlaviſche Raſſe mächtig vor, und dieſes
Wordringen der ſlaviſchen Raſſe müſſe ein Weckruf ſein
ffür die Germanen, deren Zuſammenſchluß mehr denn je
ein Raſſengebot iſt. Der ſachliche Teil des intereſſanten
Wortrages erſtreckte ſich auf die letzten 18 Monate. Frei=
Herr von Krieglſtein, der alle größeren Aufſtände und
Kämpfe der letzten Jahre mitgemacht hat, weilte auch in
Tripolis er ſah den türkiſch=italieniſchen Krieg und weiß
Darüber Tatſachen zu berichten, die man in der
italieni=
ſchen Preſſe vergeblich ſuchen wird. Plaſtiſch, aber ohne
rhetoriſchen Schmuck, ließ der Vortragende die düſteren
Szenen aus dem tripolitaniſchen Feldzuge erſtehen. Viele
Bilder zeigten uns die Schrecken des Krieges, barbariſche
Szenen, grauſame Menſchenſchlächterei. Nach einer
Schil=
derung der Arnauten=Aufſtände kam Baron Krieglſtein
auf den Balkankrieg zu ſprechen. Auch hier erwies er ſich
als ein ſtreng ſachlicher Schilderer, der niemals
Impreſ=
ionen, immer Tatſachen gibt. Ein Kriegskorreſpondent,
der in der Feuerlinie ſtand und deſſen reiche Erfahrung
dem Urteil, das er über die Kriegslage fälle, großen Wert
gibt. Zwiſchen Tripolis und Tſchataldſcha liegen viele
kriegeriſche Schauplätze, und es iſt dem Vortragenden hoch
anzurechnen, daß ſeine Schilderung der zahlreichen
Epi=
ſoden einen ſympathiſchen, einheitlichen Zug aufweiſt
(Näheres ſ. Anz.)
* Der 1. Darmſtädter Kino (Grafenſtraße) bringt ab
heute einen großzügigen, beſonders aktuellen Film,
be=
titelt „Fremdenlegionär” weiße Sklaven in
Afrika, der überall in Deutſchland Aufſehen erregte. Der
Kampf gegen die Fremdenlegion, der zu zwei Dritteln
deutſche Jünglinge und Männer angehören, wird jetzt
energiſch in die Hand genommen. Es hat ſich ein
beſon=
derer „Deutſcher Schutzverband gegen die
Fremdenlegion” gebildet, deſſen Aufruf wir in der
Nr. 34 vom 10. Februar abdruckten. Der Film hat alſo
ganz beſonderes Intereſſe. (Siehe auch Anzeige.)
Union=Theater (Kunſtlichtſpiele Rheinſtraße 6).
Man ſchreibt uns: Auch der heutige Programmwechſel
bringt wieder eine Reihe erſtklaſſiger Darbietungen. Sc
vor allem die beiden ſpannenden Dramen „Komteſſe
Sarah” und „Feuerwaſſer‟ Der Freund einer herrlichen
Gegend mit bizarren Felsgebilden kann ſich einer
Hoch=
touriſtengruppe anſchließen, die die höchſten Gipfel der
ſpaniſchen Pyrenäen erklimmt. Praktiſche Arbeit leiſtet
aber der, Film Der Vogelfreund”, in dem jedem
Vogel=
liebhaber praktiſche Winke gegeben werden, wie er die
kleinen Sänger und nützlichen Inſektenvertilger überwacht
und beſchützt, damit ſie ihr ſegensreiches Gewerbe
aus=
üben können. Eine zwerchfellerſchütternde Wirkung dürfte
der Film „Alles oder nichts” haben und der übliche
Wochenbericht hält alle wichtigeren Ereigniſſe der Woche
im Bilde feſt, ſo daß die Meldungen der Tageszeitungen
eine weſentliche Ergänzung finden. (Siehe Anzeige.)
Roßdorf. 17. Febr. Man ſchreibt uns: Im ſeſtlich
geſchmückten Saale des Darmſtädter Hofes feierte die
Odenwälder Hartſtein=Induſtrie, A.=G.,
Darmſtadt ein Jubiläum, bei welchem 21 Arbeiter auf
eine ununterbrochene 25jährige Tätigkeit bei der Firma
zurückblicken konnten. Die Direktion der Geſellſchaft hatte
hierzu ihre ſämtlichen Arbeiter und Angeſtellte eingeladen
und feſtlich bewirtet. Es waren nahezu 250 Arbeiter und
Beamte des Roßdörfer Betriebes anweſend, außerdem
hatten ſich viele Geladene eingefunden. Bei den
munte=
ren Weiſen einer ſtarken Muſikkapelle ſtellte ſich ſehr bald
die fröhlichſte Feſtſtimmung ein. In den Reden wurde
auf das gute Verhältnis hingewieſen, welches ſchon ſeit
Beſtehen des Geſchäftes herrſcht. Jedem Jubilar wurde
ein namhafter Geldbetrag, ein gerahmtes Diplom, ſowie
eine Erinnerungs=Medaille überreicht. Nachdem
ſämt=
liche Anweſende an dem Feſteſſen teilgenommen hatten
und tüchtig bewirtet worden waren, wurde dem Tanz
ge=
huldigt und erſt zu ſpäter Mitternachtsſtunde trennte man
ſich mit dem Bewußtſein, einen ſchönen, würdigen Tag
verlebt zu haben.
Goddelau, 17. Febr. Der beim hieſigen Poſtamt
be=
dienſtete Briefträger Friedrich wurde Montag
nach=
mittag, als er mit einem Paketkarren die Gleiſe
überfah=
ren wollte, von dem den hieſigen Bahnhof
durchfahren=
den Baſel-Berliner Schnellzug überfahren und
ſo=
fort getötet. Der Karren wurde zertrümmert. Der
Getötete ſoll an dem im anderen Gleis haltenden D=Zug
nach Baſel beſchäftigt geweſen ſein und hatte
wahrſchein=
lich den Berliner Zug nicht geſehen.
— Crumſtadt, 17. Febr. Man ſchreibt uns: Am
Sonntag veranſtaltete der Geſangverein „Germania”
Crumſtadt einen Theaterabend. Aufgeführt wurde
das Luſtſpiel „Als ich wiederkam” von Blumenthal und
Kadelburg. Und „wie” ſie wiederkam. Die Hauptrollen
lagen in bewährten Händen und wurden durchweg
charak=
teriſtiſch bis ins einzelne fein durchgearbeitet dargeſtellt.
Alle waren bemüht, ihr Beſtes zu geben und zeigten, durch
eine wirkungsvolle Szenerie unterſtützt, ein lebensfrohes,
wahres Sommerbild. Der bei der Eröffnung
vorgetra=
gene ſtimmungsvolle Chor, die „Weihe des Geſanges”
aus der Zauberflöte, erklang prächtig und exakt. „Es
rauſcht in der Linde der Mitternachtswind”, welche Klang=
fülle ergoß ſich bei dieſer Ballade über den Hörer. Klar
und in den feinſten Nüancen abgeſtimmt, wurden alle
Chöre in vollſtem Stimmenausgleich vorgetragen.
W. Lampertheim, 17. Febr. In der letzten Nacht
wurde hier eine Anzahl junger Bäume auf der
Chauſſee nach Bürſtadt von ruchloſer Hand
abgebro=
chen. Der Schaden iſt ziemlich groß. Die Täter konnten
noch nicht ermittelt werden.
Offenbach, 18. Febr. Der neunjährige Schüler Walter
Poths aus der Ludwigſtraße hängte ſich geſtern beim
Nachhauſeweg aus der Schule an einen Laſtwagen, wurde
dabei überfahren und ſo ſchwer verletzt, daß er bald
nach ſeiner Einlieferung in das ſtädtiſche Kcankenhaus
ſtarb.
Aus dem Odenwald, 18. Febr. Die
Sanierungs=
kommiſſion der Mitglieder des Nieder=Modauer
zuſammengebrochenen Spar= und Darlehensvereins hatte
ſeinerzeit gegen den Verleger der Odenwälder N. Nachr.,
Keck in Ober=Ramſtadt, Klage eingereicht. Es kam zu
einem Vergleich am 23. Januar d. J., wonach Keck
ſämt=
liche Koſten zu tragen hat und den Vergleich in
verſchie=
denen Blättern veröffentlichen ſollte. K. iſt nun in der
14tägigen Friſt dieſer Verpflichtung nicht nachgekommen;
er hat ſogar in ſeinem Blatt zwei weitere Artikel ver
öffentlicht, durch welche ſich die Mitglieder der
Kommiſ=
ſion beleidigt fühlen. Es iſt deshalb die erſte Klage
wieder erneut und außerdem ſind wegen
wieder=
holter Beleidigung neue Privatklagen eingereicht worden
Mainz, 18. Febr. Geſtern nachmittag beſuchte der
Großherzog nebſt dem bei ihm zurzeit weilenden
Herzog=Regenten von Braunſchweig das
Altertumsmuſeum der Stadt Mainz. Prof. Neeb
empfing die Herrſchaften als Leiter des Muſeums und in
Vertretung der Bauverwaltung des kurfürſtlichen
Schloſſes. Die Herren beſichtigten zunächſt nach kurzem
Beſuch der vorgeſchichtlichen Abteilung des
Altertums=
muſeums die Jupiterſäule und die „Steinhalle” die eine
ſo reiche Sammlung römiſcher und mittelalterlicher
Skulp=
turen und inſchriftlicher Denkmäler enthält. Späterhin folgte
ein Rundgang durch die für das Römiſch=Germaniſche
Zen=
tralmuſeum, die Gemälde=Galerie und das
Altertums=
muſeum der Stadt beſtimmten neu hergerichteten Räume
des kurfürſtlichen Schloſſes. Bei Eintritt in das Römiſch=
Germaniſche Zentralmuſeum übernahm Herr Direktor
Prof. Schumacher die Führung des hohen Beſuchs. Der
Großherzog ließ ſich auch die Stelle zeigen, durch die die
Kaiſerbecher=Diebe eingedrungen waren. Der Großherzog
hat ſich beſonders mit ſeinem Begleiter über die Plafonds
in den beiden Erkerſälen mit ihrer reichen Skulptur lobend
ausgeſprochen. Nach 6 Uhr begaben ſich die hohen
Herr=
ſchaften wieder per Auto zurück nach Darmſtadt. —
Ob=
gleich das Deutſche Reich und Heſſen bedeutende Zuſchüſſe
zur Wiederherſtellung des kurfürſtlichen
Schloſſes leiſten, iſt die Bauherrin doch die Stadt
Mainz; es war deshalb auch an ſie nach dem Ableben des
Architekten Opfermann die Frage herangetreten, wem die
Renovierung des letzten Teils des Schloſſes, des
nord=
weſtlichen Flügels, übertragen werden ſoll. Die Wahl
war nicht leicht zu treffen, denn es mußte eine
Perſönlich=
keit gefunden werden, die über künſtleriſches Empfinden
und techniſches Können verfügt und pietätvoll das alte
Bauwerk in den von Opfermann vorgezeichneten
Richt=
linien vollendet. Die Baukommiſſion hat ſich jetzt
ent=
ſchloſſen, den Architekten Cl. Rühl mit dieſer
verant=
wortungsvollen Aufgabe zu betrauen. Der Erwählte iſt
vorzüglich zur Vollendung des Werkes geeignet, da er ſeit
Jahren der Schloßbaukommiſſion angehörte und die
In=
tentionen Opfermanns aufs genaueſte kennt. Herr Rühl,
der bei einer Reihe von auswärtigen Preisausſchreiben
als Sieger hervorgegangen iſt, hat auch in Mainz eine
große Anzahl Kunſtbauten vollendet.
Weiſenau, 18. Febr. Geſtern nachmittag ſchoß ſich
der 25jährige Arbeiter Karl Buchert in
ſelbſtmörderi=
ſcher Abſicht in die linke Bruſt. B. hatte mit einem 19 Mädchen ein Verhältnis das von ihr gelöſt
wor=
den iſt. Aus Gram darüber brachte ſich B. den Schuß bei.
Die Verletzung iſt lebensgefährlich; B. wurde ins
Kran=
kenhaus nach Mainz gebracht
Wörrſtadt, 18. Febr. Der Bürgermeiſter Philipp
Chriſt II. von Wörrſtadt iſt am Montag nach längerem
Leiden im 73. Lebensjahr geſtorben.
Oppenheim, 18. Febr. Am Sonntag entſtand ein
Brand im Diakoniſſenhaus. Wirkſames
Ein=
greifen herbeigeeilter Feuerwehrleute machte eine
Alar=
mierung der Feuerwehr nicht mehr nötig. Das Feuer
war dadurch entſtanden, daß die Putzfrau am Tage vorher
in die Waſchküche unachtſamerweiſe noch glimmende
Landſchaft ſymboliſierte Sehnſucht zu vermitteln? Hier
Elingt nur die Empfindung, faſt losgelöſt vom
Gegen=
ſtändlichen, wobei eine Verwandtſchaft mit den
Stim=
mungsmitteln und den Abſichten der Muſik, der
abſtrak=
eſten aller Künſte, nicht zu leugnen iſt.
Daß dieſer neue Stil allen denjenigen, denen die
her=
kömmliche Art der Malerei zum unantaſtbaren Geſetz
ge=
worden war, anfangs vor den Kopf ſtoßen mußte und heute
oft noch deren Unwillen erregt, iſt verſtändlich. Die
Ma=
erei hat im Laufe der Jahrhunderte eine Reihe von
äuße=
gen Formen ſowohl in der Technik wie in der
Kompoſi=
ion als Eigentum erworben, die die Herſtellung eines
Kunſtwerks erleichtern und auf jeder Akademie zu er=
Lernen ſind, Formen, ohne deren Vollendung man ſich
ein Kunſtwerk nicht denken kann. Die erſte Tat der
Ex=
preſſioniſten beſtand nun in dem Ausſchlagen dieſer von
Generation an Generation überkommenen Erbſchaft mit
der Begründung, daß der Wert der künſtleriſchen Natur
n der Kraft eigener frei gewählter Ausdrucksmittel
be=
ſttehe. Indem man keine Rückſicht auf die Tradition nahm,
begann ein jeder ſeinen Stil nach ſeinen eigenen
Be=
pürfniſſen auszubauen Dabei beſtimmte nicht die äußere
lusgeglichenheit die Regeln des Schaffens, ſondern der
zzur Offenbarung drängende Wille der ſchöpferiſchen
Kraft. An Stelle des konventionellen Stilgefühls tritt ein
matürliches Stilgefühl. Dem nach Ausdruck verlangenden
Empfinden der Seele ordnet der Expreſſioniſt die Form
unter. Hier ſetzt vor allem die Kritik weiterer Kreiſe ein.
Man ſpricht von dem mangelhaften, techniſchen Können
vieſer Künſtler; die Vorwürfe des Verzeichnens,
fehler=
mafter Wiedergabe anatomiſcher Einzelheiten,
beleidigen=
den Farbenempfindens und disharmoniſcher Kompoſition
ſünd an der Tagesordnung. Dieſe Kritik, ſoweit ſie ſich
auf den ernſthaften Expreſſioniſten und nicht auf die
ahlreiche Schar der talentloſen Mitläufer, denen die
ex=
preſſioniſtiſche Regelloſigkeit nur dazu dient, ihre
künſt=
leriſche Unfähigkeit, ſowie ihr mangelhaftes Können mit
iner nachgeahmten, vorausſetzungsloſen Primitivität zu
nerdecken iſt im Intereſſe der nach hohen Zielen gehenden
Beſtrebungen jener ernſten Künſtler zu bedauern. Dem
erpreſſioniſtiſchen Umwandeln der Materie im Bilde liegt
ie zwingende innere Notwendigkeit zugrunde,
immate=
ielle Stimmungen, die die Dinge untereinander zu einer
lingenden Einheit verbinden, derart zur Darſtellung zu
Fringen, daß der Beſchauer das Gegenſtändliche vergißt.
Das Heraus arbeiten ſolcher Stimmungswerte iſt meiſt
nur möglich durch Verarbeiten des geſamten
Gegen=
ſtändlichen im Bilde zu einer harmoniſchen Einfügung
in den Rhythmus der auszudrückenden Stimmung,
wo=
durch deren Wirkung naturgemäß erhöht wird. Einem
Zeichner wie Wilhelm Buſch hat es niemand verübelt,
wenn er, um die Komik des Daſeins wirkungsvoll
feſtzu=
halten, die Eigenart der Dinge nach der komiſchen Seite
hin übertrieb und unter Umſtänden alle Anatomie und
ſtrenge Perſpektive über den Haufen warf. Er hatte ſtets
die Lacher auf ſeiner Seite. Warum aber ſollte es einem
Künſtler, der das Seeliſche mit tiefer Wirkung hervorzu
bringen ſucht, verſagt ſein, in analoger Weiſe nach freiem
Willen mit ſeinen Mitteln zu ſchalten, um ſein Ziel zu
er=
reichen?
Der Expreſſionismus legt auf das dekorative
Neben=
ſächliche im Bilde keinen Wert, da er deſſen zum
Aus=
druck des Stimmungsvollen in der Natur nicht bedarf.
Daher wohnt ſeinen Bildern meiſtens eine ausgeſprochene
Primitivität inne, ähnlich den Werken der Kölner
Schule des Mittelalters oder der orientaliſchen Kunſt. Sie
weiſen nur diejenigen Einzelheiten auf, die eine
innere Notwendigkeit dem Künſtler vorſchreibt, jene
Not=
wendigkeit, die allein der im Kunſtwerk nach Verkörperung
ſuchenden Stimmung entſpringt. Oft hebt man auch jede
Perſpektive auf und verzichtet auf das Räumliche im
Bilde, da ja die Abſicht des Künſtlers zugunſten der
idea=
len Welt auf eine getreue Wiedergabe der körperlichen
Erſcheinungen verzichten zu können alaubt. Ein
zwei=
dimenſionales Bild aber genügt meiſtens ſchon ſeinen
Zwecken. So kommt es, daß der Expreſſionismus
außer=
halb der überlieferten Malerei ſeine Ziele
ver=
folat und daß er auch von dieſem Geſichtspunkt aus
beur=
teilt werden will.
Der Expreſſionismus ſteht heute erſt im Anfang ſeiner
Entwicklung. Ein tiefer Ernſt liegt ihm zugrunde, der
mit gewiſſen theoſophiſchen Beſtrebungen unſerer Zeit
manche Züge gemeinſam hat. Bei ſeiner Jugend aber iſt
es nicht zu verwundern, daß das Experiment manchem
Streben noch allzuſehr auf der Stirne geſchrieben ſteht,
ſo daß die Zahl der nun vollendeten künſtleriſchen Gaben
zurzeit noch ſehr gering iſt. Auch innerhalb der einzelnen
Perſönlichkeiten ſind die Leiſtungen noch ſehr
unterſchied=
lich in ihrem Wert. Das gilt von Hodler nicht weniger
als von Marc oder dem Berliner Mar Pechſtein.
Einen eifrigen theoretiſchen Verfechter hat der
Expreſſio=
nismus in dem Ruſſen Kandinsky gefunden, der ge=
wiſſermaßen die „zehn Gebote” dieſer Richtung in einer
von hohem Idealismus und künſtleriſchem Feinſinn
ge=
tragenen Schrift (Ueber das Geiſtige in der Kunſt, Verl.
R. Piper u. Co., München) niedergelegt hat. In den
praktiſchen Konſequenzen der von ihm entwickelten
Theo=
rien überſchreitet Kandinsky oft die Grenzen des
Verſtänd=
lichen, beſonders wenn er des Gegenſtändlichen zur
Ver=
mittlung des Stimmungsgehaltes völlig entraten zu
kön=
nen glaubt. Die Verſuche, in ſeinen Kompoſitionen durch
ſinngemäß die Fläche ſchneidende Linien und
Farbenzu=
ſammenſtellungen ſeeliſche Empfindungen hervorzurufen.
ſcheitern daran, daß er ſich auch hinſichtlich ſeiner Mittel
völlig über den Boden der anſchaulichen Realität erhebt
und ſomit ſeine Offenbarungen in einer Geheimſprache
gibt, die nur er ſelbſt verſteht. Aehnliche Ueberſchreitungen
und Entgleiſungen bringen der Kubismus und der
Futurismus. Erſterer tötet durch verſtandesmäßige
Spekulationen in der geometriſchen und ſtereometriſchen
Auflöſung des Räumlichen die künſtleriſche Empfindung
in ihrer Urſprünglichkeit, letzterer dagegen ſchadet ſich
durch ſeine exaltierte Metaphyſik, die keine vernünftigen
Grenzen kennt. Die Pathetiker, die jüngſte
expreſſio=
niſtiſche Vereinigung Berliner Künſtler, haben aus den
Errungenſchaften und den Fehlern ihrer Vorgänger zu
lernen gewußt und geben bereits beachtenswerte
Leiſtungen.
Es iſt heute noch nicht möglich, dem Expreſſionismus
ein unfehlbares Horoſkop zu ſtellen. Soviel aber iſt
ge=
wiß, daß er mit dem auf Vertiefung hinzielenden
Streben=
des geiſtigen Lebens der Gegenwart Hand in Hand geht
und bereits ein Kulturfaktor geworden iſt, den man nicht
überſehen oder unterſchätzen darf. Trotzdem wird der
Expreſſionismus vorausſichtlich niemals imſtande ſein,
jene ausſchließlich auf der Wiedergabe des
Gegenſtänd=
lichen beruhende Malerei zu verdrängen und zu erſetzen,
denn die Ziele beider liegen auf getrennten Wegen. Er
wird ſich wohl als ſelbſtändiger myſtiſch=romantiſche
Zweia neben der Malerei des Gegenſtändlichen fortbilden,
vielleicht auch in der Zukunft mit ihr zu einer
harmoni=
ſchen Einheit verſchmelzen. Zur geſunden
Fortentwicke=
lung des Expreſſionismus kann man heute nur wünſchen,
daß er ſtets Maß zu halten wiſſe in dem Erfinden neuer
Formen und trotz der betonten Tiefe des Erlebniſſes nicht
in Zügelloſigkeit ausarte. Dann wird ſein Streben
un=
ſerer Kultur nur zum Vorteil gereichen und den ſchuldigen
Dank der Nachwelt ernten.
Kohlenaſche geſchüttet hatte, welche einen Holzkaſten und
dieſer in der Nacht das Gebälk in Brand ſetzte.
Heidesheim, 18. Febr. Das Amtsgericht Ober=
Ingel=
heim hat, nachdem ſeitens der Spar= und Darlehnskaſſe
Heidesheim die Ueberſchuldung des wegen
Urkunden=
falſchung, Unterſchlagung und Betrugs in
Unterſuchungs=
haft befindlichen früheren Kaſſenrechners Jakob Bieber
nachgewieſen wurde, am Samstag nachmittag über das
Vermögen der Familie Bieber das
Konkursver=
fahren eröffnet. Rechtsanwalt Schreiber=Ober=
Ingelheim iſt zum Konkursverwalter ernannt worden.
Heldenbergen, 17. Febr. Geſtern früh nach 4 Uhr ſtief
ein von Hanau kommender Güterzug auf dem hieſigen
Bahnhofe infolge falſcher Weichenſtellung auf einen
Leer=
zug. Die Lokomotive und mehrere Perſonenwagen
wur=
den ziemlich erheblich beſchädigt, ſo daß der
Material=
ſchaden nicht unerheblich iſt. Ein Wagen entgleiſte
Vom Fahr= und Lokomotivperſonal wurde niemand
ver=
lletzt. Der Güterzug konnte mit zwei Stunden Verſpätung
ſeine Fahrt fortſetzen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 17. Febr. Die Kaiſerin
die Prinzeſſin Viktoria Luiſe und deren
Bräu=
tigam Prinz Ernſt Auguſt werden nach einer
Mel=
dung des Lok.=Anz. im Laufe der nächſten Woche nach
Gmunden reiſen zum Beſuch des Herzogspaares von
Cumberland. — Prinz und Prinzeſſin Max
von Baden ſind heute nachmittag vom Anhalter
Bahn=
hof nach Deſſau abgereiſt — Miniſter v. Dallwitz und
Gräfin Roeder hatten heute zu einem
parlamenta=
riſchen Abend geladen. Von 9 Uhr ab füllten die
Feſträume ſich mit einer auserleſenen Geſellſchaft, die von
dem Staatsminiſter und der Gräfin, ſeiner Schweſter, auf
das Liebenswürdigſte begrüßt wurden. Anweſend waren
u. a. die Staatsminiſter Dr. v. Sydow, Freiherr von
Schorlemer=Lieſer, Dr. Lentze. Zahlreiche Vertreter
hat=
ten insbeſondere die beiden Häuſer des Landtages
ent=
ſandt. Die Stadt Berlin war durch den Oberbürger
meiſter Wermuth und Bürgermeiſter Dr. Reicke vertreten.
Auch die Preſſe war in der Geſellſchaft, die bis gegen
Mit=
ternacht in angeregter Unterhaltung zuſammenblieb,
zahl=
reich vertreten. — Bis heute hatten von dem Perſonal der
Dampfſchiffe auf der Havel, Oder und Elbe rund
3000 Maſchiniſten und Heizer und etwa 5000 Dockarbeiter
die Arbeit eingeſtellt. Die Folge iſt, daß der
Schiffsverkehr auf den märkiſchen Waſſerſtraßen nicht in
vollem Umfang aufrecht erhalten werden kann.
Frankfurt a. M., 18. Febr. In der letzten Nacht wurde
in das Uhren= und Goldwarengeſchäft von
Philipp Albert, in der Leipziger Straße,
einge=
brochen. Den Dieben ſind goldene Uhren, Ketten,
Brillantringe und anderer wertvoller Schmuck im Geſamt
wert von 20000 Mark in die Hände gefallen.
Hanau, 17. Febr. Das Thüringiſche Ulanen=
Regiment Nr. 6 leitete die aus Anlaß ſeines 100
jäh=
rigen Beſtehens vorgeſehenen Feſtlichkeiten mit einem
Begrüßungskommers ein, der in dem 2600 Perſonen
faſſenden Feſtzelt ſtattfand. Anweſend waren u. a. eine
Abordnung des Infanterie=Regiments von Lützow (1.
Rheiniſches) Nc. 25, ferner Abordnungen der Städte
Mühl=
hauſen, Langenſalza, Paderborn und Lippſtadt, in welchen
Städten das Regiment früher garniſonierte. Von den
Ehrengaben iſt hervorzuheben die Stiftung der
Reſerve=
offiziere von 13850 Mark zum Beſten des
Unteroffizier=
korps.
Saargemünd, 18. Febr. In dem lothringiſchen Orte
Eiſchen ſpielten zwei Kinder in Abweſenheit ihrer
El=
tern mit Streichhölzern. Ein brennendes Holz fiel
auf ein Bett; alsbald ſtand das ganze Haus in Flammen.
Die beiden Kleinen verbrannten und konnten von
Feuer=
wehrleuten nur als Leichen geborgen werden.
Paſſau, 17. Febr. In der Kirche des bekannter
Wallfahrtsortes Mariahilf erbrachen
Sonn=
tag nacht Diebe den Tabernakel, ſtahlen zwei Kelche
und verſchiedene andere Weihgegenſtände und
beſchädig=
ten die Opferſtöcke. Den Tätern, die aus München ſtam
men ſollen, iſt man auf der Spur.
Leipzig, 17. Febr. Ein intereſſanter
Belei=
digungsprozeß, in dem der
Oberbürgermei=
ſter von Eiſenach als Kläger fungierte, beſchäftigte
das hieſige Schöffengericht. Die Urſache der Klage bildete
eine Notiz in dem Organ des Verbandes Deutſcher
Handlungsgehilfen, das hier erſcheint. In der
Notiz wurde Bezug genommen auf ein Ausſchreiben des
Eiſenacher Magiſtrats, der für ſein Gaswerk einen
An=
geſtellten ſuchte. Verlangt wurde für den Poſten eine
ver=
kaufstüchtige Kraft, mit Kenntniſſen in Stenographie und
Schreibmaſchine und möglichſt mit Kenntniſſen der Branche.
Als Gehalt wurden monatlich 60 bis 80 Mark in Ausſicht
geſtellt. Redakteur Beckmann, der das Organ des
Ver=
bandes Deutſcher Handlungsgehilfen verantwortlich
zeich=
net, machte nun das Ausſchreiben des Eiſenacher
Magiſt=
rats zum Gegenſtand einer ſcharfen Kritik. In einem Ar=
tikel ſprach er davon, daß die Stadt Eiſenach jetzt auch
unter die Lohndrücker gegangen ſei. Auf Grund des
Ar=
tikels ſtellte der Oberbürgermeiſter Strafantrag,
infolge=
deſſen die Offizialklage gegen Beckmann erhoben wurde.
In der Verhandlung erklärte der Angeklagte, daß es ihn
durchaus fern gelegen habe, den Oberbürgermeiſter oder
den Magiſtrat von Eiſenach zu beleidigen. Er habe an
dem Ausſchreiben nur eine durchaus berechtigte Kritik
ge=
übt, denn allgemein werde für Leiſtungen, wie ſie in dem
Ausſchreiben verlangt würden, ein Gehalt von 120 bis 150
Mark monatlich gezahlt. Das Schöffengericht gab dem
Angeklagten zu, daß die Kritik berechtigt geweſen ſei, hielt
aber die Form für beleidigend und verurteilte Beckmann
zu fünf Mark Geldſtrafe.
Eiſenach, 17. Febr. Heute früh 6 Uhr legten ſich in
der Nähe des Weſtbahnhofes der 22jährige Fabrikarbeiter
Rudloff, der 18jährige Arbeiter Schuhmann und die
20jährige Margarete Rickardt auf die Schienen, um ſich
von einem Güterzuge überfahren zu laſſen. Im
letzten Augenblick riß das Mädchen ſeinen Kopf zurück.
E=
wurde nur leicht verletzt, während die beiden anderen
getötet wurden. Der Beweggrund iſt unbekannt.
Franlfurt (Odec), 18. Febr. Von der Beute
Ster=
nickels ſoll geſtern ein Stück auf dem Kaliesſchen Gehöft
in Ortwig entdeckt worden ſein. Es handelt ſich um eine
Geldbörſe, die von Schnittern in einem Dachwinkel der
Scheune aufgefunden und als das Eigentum des
Ermor=
deten feſtgeſtellt wurde. Sternickel ſcheint neuerdings
Irrſinn zu ſimulieren zu dem Zweck, eine Unterſuchung
ſeines Geiſteszuſtandes herbeizuführen.
Wien, 17. Febr. Auf eine Benachrichtigung durch die
Polizeidirektion in München wurde geſtern hier der in
München als Freidenker bekannte Tiſchlergehilfe
Frei=
berger verhaftet. Bei ihm wurden ein geladener
Re=
volver und eine Feile gefunden. Bei einem Verhör gab
er an, daß er nach Wien gekommen ſei, um den Führer
der chriſtlich=ſozialen Arbeiterſchaft, den Abgeordneten
Kunſchak, zu erſchießen und ſo die Ermordung
Schuh=
meiers zu rächen.
Innsbruck, 18. Febr. Die Bewohner des Dorfes
Sv=
ren, an der ſüdlichen Landesgrenze von Tirol,
veranſtal=
teten gegen den Gemeindeausſchuß eine Demonſtra
tion, weil dieſer Schulden machte. Die Demonſtranten
ſtürmten das Gemeindeamt, ſchlugen die Fenſter ein und
warfen in der Gemeindekanzlei alles durcheinander.
Gen=
darmerie verhaftete die Rädelsführer. Der
Gemeindeaus=
ſchuß gab ſeine Demiſſion
Brünn 17. Febr. Blättermeldungen aus
Oder=
furt zufolge iſt heute morgen in der dortigen Petroleum
raffinerie ein Brand ausgebrochen, dem ſieben
Petro=
leumreſervoire zum Opfer fielen. Der Brand iſt abends
lokaliſiert worden. Den Feuerwehren iſt es unter den
größten Anſtrengungen gelungen, ein Uebergreifen des
Brandes auf die Benzinvorräte zu verhindern.
Cincinnati, 17. Febr. Der Präſident der
Internatio=
nal Cöſhregiſter Company, J. H. Haterſon, wurde zu einer
Geldſtrafe von 5000 Dollars und 1 Jahr
Gefäng=
nis verurteilt. Er war in einem der in den letzten
Wochen zur Verhandlung gekommenen Prozeß in drei
Fällen der Verletzung der mit Strafe bedrohten
Beſtim=
mungen des Shermanſchen Antitruſtgeſetzes
ſchul=
dig befunden worden. 28 jetzige und frühere Beamte der
Geſellſchaft wurden außerdem zu Gefängnisſtrafen von 9
bis 12 Monaten verurteilt. Die Koſten des Verfahrens
wurden den Verurteilten auferlegt.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 18. Febr. Präſident Dr. Kaempf
er=
öffnet um 1 Uhr 3 Minuten die Sitzung. Erſter Punkt
der Tagesordnung:
Kurze Anfragen.
Abg. Dr. v. Laſzewski (Pole) fragt, weshalb die
Akten der am 30. Dezember 1912 im Wahlkreiſe Schwet
ſtattgefundenen und dann rechtzeitig angefochtenen
Reichstagsnachwahl dem Reichstag noch nicht zugegangen
ſind. Da die Akten geſtern dem Reichstag zugegangen
Die Abgg. Dr
ſind, wird die Anfrage zurückgezogen.
Paaſche (natlib.) und Dove (Fortſchr. Vpt.) fragen,
was der Reichskanzler gegenüber dem preußiſchen
Han=
delsminiſter zu tun gedenke, der dem Bankenkonſortium
das die Zulaſſung junger Aktien und Obligationen der
Deutſchen Erdöl=Aktien zur Notiz an der Berliner Börſe
beantragte, erklärt hat, er werde wegen der ablehnender
Haltung dieſer Geſellſchaft gegenüber dem
Geſetzent=
wurf über den Verkehr mit Leuchtöl, ſo lange
dieſer Geſetzentwurf in Frage ſtehe, die Beratung und
Beſchlußfaſſung über die beantragte Zulaſſung ſeitens
der Zulaſſungsſtelle nicht dulden. — Unterſtaatsſekretär
Richter: Der Handelsminiſter hat einem Vertreter des
Konſortiums, das die Zulaſſung der Aktien an der
Ber=
liner Börſe beantragt hat, als ſeine Auffaſſung mitgeteilt
daß, ſo lange das Monopolgeſetz noch nicht verabſchiedet
ſei, eine Unſicherheit in dieſer Angelegenheit beſtehe, die
eine zuverläſſige Bewertung der Aktien verhindere. Die
Zulaſſung zur Berliner Börſe widerſpreche deshalb den
beſtehenden Beſtimmungen des Geſetzes. Das
Vorgehen=
des Miniſters hält ſich innerhalb der Befugniſſe des
Bör=
ſengeſetzes. Zu Maßnahmen des Reichskanzlers
gegen=
über dem Miniſter liegt hiernach keine Veranlaſſung vor
Die revidierte Pariſer Uebereinkunft zum Schutze des
gewerblichen Eigentums und der Entwurf eines Geſetzes
zur Ausführung dieſer Uebereinkunft werden in zweiter
Leſung ohne Debatte angenommen. — Es folgen
Wahlprüfungen.
Die Wahl der Abgeordneten Siebenbürgen
(konſ.) und Haaſe (Soz.) werden für gültig erklärt.
Zur Wahl des Abg. Meyer=Herford (natlib.)
bean=
tragt die Kommiſſion Gültigkeit, die Sozialdemokraten
dagegen Ungültigkeit. Die Wahl wird für gültig er
klärt. — Die
Beratung des Poſtetats
wird fortgeſetzt. Die namentliche Abſtimmung über die
Oſtmarkenzulage wird am Donnerstag bei Beginn der
Sitzung vorgenommen werden. Die Debatte wird beim
Kapitel „Oberpoſtpraktikanten” fortgeſetzt. Die
Kommiſ=
ſion beantragt für das älteſte Drittel der Beamten eine
Zulage von 300 Mark. — Abg. Antrick (Soz.): Die
Landbriefträger ſollten bei Ausübung ihres ſchweren
Amtes weitere Erleichterungen gewährt bekommen. Der
Perſonenpoſtverkehr läßt außerordentlich zu wünſchen
übrig.
Vizepräſident Dr. Paaſche: Nach der tagelangen
Generaldiskuſſion bitte ich, nicht bei jedem Titel wieder
die Generaldebatte zu eröffnen.
Abg. Erzberger (Ztr.): Ich möchte anfragen, ob
den Poſtbeamten beim Eintritt in ein einzelſtaatliches
Parlament ſeitens der Verwaltung irgendwelche
Schwie=
rigkeiten gemacht werden, und ob es angängig iſt, ihnen
für die Entfaltung der notwendigen Agitation kurzen
Urlaub zu geben, eventuell unter Anrechnung auf den
Haupturlaub. — Staatsſekretär Krätke: Den
Beam=
ten ſind für ihre parlamentariſche Tätigkeit noch nie
Schwierigkeiten gemacht worden; die Stellvertreterkoſten
ſind ſtets auf die Reichskaſſe übernommen worden. Went
nicht ganz erhebliche Schwierigkeiten entgegenſtehen, ſo
iſt den Beamten ſtets ein kürzerer Urlaub vor den Wahlen
erteilt worden. Das ſoll auch künftig ſo gehalten werden
— Abg. Boehle (Soz.) bringt Wünſche bezüglich der
Brief= und Paketbeſtellungen in Straßburg (Elſaß) vor
Abg. Sachſe (Soz.): Die Vermutung, die Liſte der
Abonnenten der Steigerzeitung ſie durch Beſtechung von
Poſtbeamten den Unternehmern ausgehändigt worden,
hat ſich als irrig herausgeſtellt. Ich konſtatiere, daß
un=
ſere Vermutung auf falſchen Vorausſetzungen beruhte. —
Abg. Hubrich (Fortſchr. Vpt.): Die teilweiſe große
Entfernung der Poſtämter von den Wohnungsbezirken
der Beamten läßt die Einführung der engliſchen
Tiſch=
zeit als wünſchenswert erſcheinen. Wünſchenswert iſt
die Schaffung einer großen Zahl von Poſtſekretärſtellen,
ſowie die unkündbare Anſtellung derjenigen Poſt= und
Telegraphengehilfinnen, die bereits längere Zeit ange
ſtellt ſind. — Abg. Schirmer (Ztr.): Die zahlreiche
Be=
ſchäftigung weiblicher Perſonen im Poſtdienſt entſpricht
den Intereſſen der Poſtverwaltung und auch des
Rei=
ches, indem über eine Million mehr weibliche Perſonen
leben als männliche. — Abg. Werner (Reformpt.): Ich
habe gegen die Verwendung der Damen im Poſtdienſt
nichts. In erſter Linie aber müſſen Männer berückſichtigt
werden, die den Hausſtand gründen und damit den
Da=
men eine weitere Betätigung eröffnen können. Das lieg
auch im Staatsintereſſe. (Bravo!) Abg. Struve (Fort
ſchrittliche Volkspt.): Die Telegraphenarbeiterzeit ſollte
beim Uebertritt in den Beamtenſtand auf das
Beſoldungs=
dienſtalter angerechnet werden. Die Schaffung einer
Zwiſchenkategorie zwiſchen mittleren und unteren Be
amten iſt nötig. — Abg. Erzberger (Ztr.): Wenn der
Abg. Schirmer hier einen anderen Standpunkt in der
Frauenfrage angenommen hat als das Zentrum in der
Kommiſſion, ſo iſt das ſein individuelles Recht. Wir
er=
warten vom Bundesrat, daß er wegen der Zulagen bis
zur dritten Leſung eine Stellungnahme findet, die uns
die Zuſtimmung ermöglicht. Wir bleiben bei unſerer
Haltung.
Der Titel wird mit der von der Kommiſſion
be=
ſchloſſenen Zulage für das älteſte Drittel einſtimmig
an=
genommen, ebenſo die Reſolution der Kommiſſion auf
Vermehrung der höheren Beamtenſtellen. Wiederholung
der Telegraphenſekretär=Prüfungen, Aenderung des
Be=
ſoldungsgeſetzes und die Kinderzulage.
Bei der Abſtimmung über die Reſolution der
Frei=
ſinnigen auf Anrechnung penſionsfähiger Zulagen bei
Ver=
ſetzung in eine Stelle ohne Zulage bleibt das Haus
zwei=
felhaft. Es findet Hammelſprung ſtatt. Für die
Reſolu=
tion ſtimmen 135, dagegen 103 Abgeordnete. Die
Reſo=
lution iſt mithin angenommen. Die folgenden Titel
wer=
den nach den Beſchlüſſen der Kommiſſion angenommen,
Eine Reſolution der Freiſinnigen auf unkündbare
Anſtel=
lung der Poſt= und Telegraphengehilfinnen nach
Ablauf=
einer angemeſſenen Friſt wird angenommen, ebenſo ein
Reſolution auf Gleichſtellung der gehobenen Unterbeam;
Konzerte.
* Am Montag fand das fünfte Konzert der
Großh. Hofmuſik unter der erfolgreichen Leitung
des um dieſe Konzerte hochverdienten Dirigenten, Herrn
Hofkapellmeiſters Hofrats de Haan, ſtatt. Die von der
Hofkapelle mit feinem muſikaliſchen Empfinden und
ſchöner Tonentfaltung geſpielte Mozartſche Sinfonie in
Es=dur leitete das von aller modernen Tendenzmuſik ſich
diesmal fernhaltende Programm paſſend ein, denn die
zweite Orcheſter=Nummer, Serenade für 13
Blasinſtru=
mente (je zwei Flöten, Oboen. Klarinetten, drei Fagotts
und vier Hörner) von Richard Strauß, eine melodiöſe,
im Wohlklang förmlich ſchwelgende Kompoſition, lehn
ſich noch ſo ſehr an klaſſiſche Vorbilder an, daß ſie den
ſpäteren Richard Strauß gar nicht ahnen läßt. In dem
Vortrag des Werkes bewährten ſich die Bläſer unſerer
Hofkapelle aufs beſte.
Der übrige Teil des Programms wurde durch
Kla=
viervorträge des Klaviervirtuoſen Herrn Alfred Cortot
aus Paris ausgefüllt, der als erſte Nummer das Vierte
Klavierkonzert mit Orcheſterbegleitung von Saint=Saéns
ſpielte, ein zwar etwas geſucht pointiertes, aber
geiſt=
reiches und intereſſantes Werk, deſſen unglaubliche
tech=
niſche Schwierigkeiten Herr Cortot mit verblüffender
Leichtigkeit und Eleganz überwand. Sowohl in letzterer,
als auch in der etwas zum Sentimentalen neigender
Auffaſſung bekundete ſich in dem Künſtler offenbar der
Franzoſe. Das Konzert für Klavier von Vivaldi=Bach
zeigte uns den Künſtler und Virtuoſen von derſelben
Seite, während die zweite ungariſche Rhapſodie van
Liſzt, eine wahrhaft glänzende pianiſtiſche Leiſtung, durck
die teilweiſe ganz neue Auffaſſung und die durch ſie
be=
dingte geſteigerte Charakteriſtik in Rhythmus, Ton und
Tempo aufs lebhafteſte intereſſierte und faſzinierte. Als
Zugabe ſpielte Herr Cortot „Litanei” von Schubert
Feuilleton.
* Zum 70. Geburtstag der Patti. Adelina Patti, der
hellſte Stern unter den Sängerinnen unſerer Zeit, wird
am Mittwoch 70 Jahre alt. So wenigſtens verſichern
die einen Quellen, während die anderen den Aufgang
dieſes Geſtirns erſt in den April verlegen. Tatſache iſt
jedenfalls, daß die Patti 1843 in Madrid geboren iſt.
Trotzdem hat ſie ſich ſtets mit Nachdruck als Italienerin
gefühlt und in einem bekannten „Bonmot” erklärt: „Wenn
ich in einem Stalle geboren wäre, wäre ich darum wohl
ein Pferd?‟ Denn ihre Eltern waren Italiener. Der
Gatte ihrer Schweſter, der Konzertſängerin Carlotta Patti,
Moritz Strakoſch, bildete ſie aus, und als Siebzehnjährige
hat Adelina in der New=Yorker Academy of Muſic als
Lucia von Lammermoor zum erſten Male die Bühne be
treten. Bald war ſie die berühmteſte Sängerin Europas.
Die ungeheure Fertigkeit ihrer Kehle, der herrliche
Wohl=
laut ihrer Stimme, deren gleichmäßige Ausbildung, der
Zauber einer fremdartigen Perſönlichkeit, alles wirkte zu
ihrem Erfolge zuſammen. Sie war Virtuoſin des
Ge=
ſanges, ſie war aber auch dramatiſche Darſtellerin.
Be=
ſonders Rußland huldigte ihr. Die Patti hat drei Eher
geſchloſſen, mit dem Marquis von Chaux, mit dem Tenor
Nicolini, nach deſſen Tode mit dem Baron Cederſtröm
Mit ihm lebt ſie auf dem Schloſſe Craig=y=Nos bei
Brecknock in Wales, und von den Opernvorſtellungen, die
ſie dort auf eigener Bühne gibt, erzählt man ſich
Wunder=
dinge. Denn dieſes Geſangsphänomen hat ſich ſeine
Stimme bis ins hohe Alter erhalten. In Rom konnte
man ſie noch 1899 hören. Und jüngſt wurde berichtet, ſie
ſtudiere von neuem, um den alten Schmelz ihrer Stimme
nicht einzubüßen!
C. K. Das Land der Circe. In einem umfangreichen
Aufſatz des Mercure de France unternimmt Philippe
Champault den intereſſanten Verſuch, das in der Odyſſee
geſchilderte Land der Läſtrygonen, die Inſel der Circe,
und das Totenreich geographiſch zu identifizieren. Denn
wenn wir mit dieſen Stätten auch das Land der reinen
Phantaſie zu betreten meinen, ſo glaubt der franzöſiſche
Forſcher dort, daß Homer bei ſeiner Dichtung ſeine Helden
zu wirklich vorhandenen Stätten führte, daß alſo wirkliche
Landſchaftsbilder die Grundlagen jener Schilderungen
ab=
gaben, die die Phantaſie des Dichters dann ſchaffend
um=
deutete. Die Odyſſee berichtet uns, wie Odyſſeus nach dem
Verlaſſen der Inſel des Aeolus nach ſechstägiger
Fahrt=
einen ſchönen Hafen erreicht, der zur Rechten und zur
Lin=
ken von unfruchtbaren Felſen eingeſchloſſen iſt und von
der Feſte Lamos beherrſcht wird. Hier hauſten nach Homer
die menſchenfreſſenden Rieſen. Die Inſel des Aeolos
ge=
hört zu den Aegaden; nun findet man, ſechs Tagereiſen
nördlich, eine winzige Inſel, die in unmittelbarer Nähe
der ſardiniſchen Küſte liegt. Sie heißt heute Scoglio
Colombo, der Fels der Tauben, was dem Sinne des
Wortes Läſtrygonen entſpricht. Hinter ihr ſchneidet der
Porto Pozzo zwiſchen mächtigen Granitmauern gegen
drei Kilometer weit in das Land hinein. Die Feſte
La=
mos würde ſich dann auf der heutigen Punta
Sardegna=
erhoben haben; ihr Name Lamos entſpricht im Sinne den
„Orci”, jenen Ungeheuern, denen die lokale Tradition den
Bau der noch vorhandenen Nuraghen und megalithiſchen
Gräbern zuſchreibt. Odyſſeus gibt nicht an, wie viel Zeit
er brauchte, um die Inſel der Circe zu erreichen: aber ſie
wird als flach bewaldet und mit Eichen und Reben
be=
wachſen geſchildert. Nun ſind flache Inſeln im
Mittel=
meer ſehr ſelten; in der Tat gibt es nur eine, die dieſer
Schilderung entſpräche, und das iſt Pianoſa, das
ehe=
malige Planaria; ſie liegt bei Elba, iſt heute zur
Straf=
kolonie umgewandelt und iſt daher auch in unſeren Tagen
die Stätte, auf der unglückliche Menſchen ein trauriges
Gefangenendaſein führen. Als die Zauberin Odyſſeus
entließ, ſagte ſie ihm, er brauche keinen Lotſen, um den
Hades zu finden: „Breite die Segel. Boreas führt Dich=
ten, die nach dem 1. April 1905 angeſtellt ſind, mit denen
der gleichen Klaſſen, die früher angeſtellt ſind.
Bei dem Titel „Poſtagenten” tritt Abg. Werner
(Refpt.) für eine Beſſerſtellung der Poſtagenten ein.
Abg. Heck (natl.): Den Rentenempfängern auf dem Lande
mögen in Zukunft bei den großen Entfernungen zu den
Poſtagenturen ihre Bezüge durch Landbriefträger
zuge=
ſtellt werden.
Es folgen die Titel „Unterſtützung für höhere und
mittlere Beamte” ſowie für „Kanzlei= und Unterbeamte‟
von „Geneſungsheimen”, ſowie die „
Oſtmarkenzu=
lage” betreffend. Abg. Schlee (natl.): Die
Oſtmarken=
zulage wird von ihren Gegnern abgelehnt mit der
Be=
gründung, daß ſie politiſchen Zwecken diene. Würde man
jetzt dazu übergehen, die Oſtmarkenzulage zu ſtreichen, ſo
würde man nicht nur das Anſehen des Reiches, ſondern
auch das der Beamten in den Augen der Bevölkerung
her=
abſetzen. Zur Korruption der Beamten hat dieſe Zulage
nicht geführt, ſonſt wären uns hier ſchon genug Beiſpiele
hierfür vorgetragen worden. Um aber der Vorlage jede
Bitterkeit zu nehmen, beantragen wir, als unwiderrufliche
Zulage für die in allen gemiſcht=ſprachigen Teilen des
Reichspoſtgebietes angeſtellten mittleren Kanzlei= und
Unterbeamten die Summe von 2 100000 Mark ſtatt wie
bisher 1100000 Mark nur für die Oſtmarkenzulage zu
be=
willigen. — Abg. Schultz=Bromberg (Rpt.): Auch wir
hoffen, daß in dieſer Frage eine Verſtändigung möglich iſt,
zumal es ſich um eine rein wirtſchaftliche, nicht aber um
eine politiſche handelt. Wir beantragen deshalb, die
Zu=
lage nicht mehr in der bisherigen Form zu gewähren,
ſon=
der als außerordentliche unwiderrufliche Zulage in der
Provinz Poſen, den gemiſcht=ſprachigen Gegenden
Weſt=
preußens und Elſaß=Lothringens den angeſtellten
mittle=
ren Kanzlei= und Unterbeamten der Reichspoſt in Höhe
von zwei Millionen Mark zu bewilligen. — Abg.
Lede=
bour (Soz.): Wenn hier behauptet wird, die
Oſtmarken=
zulage habe keinen politiſchen Charakter, ſo ſtellen ſich die
Herren in Widerſpruch mit der ganzen Politik Preußens.
Der Beweis, daß die Oſtmarkenzulage
Korruptionszu=
tände ſchafft, liegt in der Sache ſelbſt, auch wenn Sie jetzt
die Zulage verſchleiern und ſie auch auf andere Gebiete
ausdehnen wollen. — Abg. v. Clapowsky (Pole):
Wir freuen uns über den Beſchluß der Kommiſſion auf
Streichung dieſes Titels. Der Korruptionsfonds muß
endlich aus dem Etat verſchwinden. — Abg. Hubrich
(Fortſchr. Vpt.): Wir ſtimmen für die Oſtmarkenzulage,
wenn ſie auf alle gemiſcht=ſprachigen Gebiete ausgedehnt
wird. Auf die Pflichttreue unſerer Beamten hat die
Oſt=
markenzulage nicht ungünſtig gewirkt. Beſonders ſind die
Klagen bedeutend geringer geworden. — Abg. Wendiel
(Soz.): Die Fortſchrittliche Volkspartei iſt von dem
haka=
tiſtiſchen Gift immer mehr beeinflußt worden. — Abg.
v. Trampczynski (Pole): Es läßt ſich nicht
abſtrei=
ten, daß der Zuſchuß politiſchen Charakter hat. — Abg.
v. Haegy (Elſ.=Lothr.): Der Oſtmarkenzulage vermögen
wir nicht ſympathiſch entgegenzutreten. Der Reſolution
der Reichspartei auf Ausdehnung der Zulage auf Elſaß=
Lothringen ſtimmen wir zu. — Staatsſekretär Krätke
bittet, die Oſtmarkenzulage beizubehalten. Der
national=
liberale Antrag iſt undurchführbar. Die Ausdehnung auf
Elſaß=Lothringen wäre in Erwägung zu ziehen.
Die Titel, mit Ausnahme der Oſtmarkenzulage,
wer=
den bewilligt. Die namentliche Abſtimmung über die
Oſt=
markenzulage erfolgt am Donnerstag.
Es folgt der Titel
Zuſchuß zu den Krankenkaſſen für die nicht
verſicherungs=
pflichtigen Poſt= ſund Telegraphen=Unterbeamten
(670000 Mark). — Abg. Haberland (Soz.): Die
Kran=
kenkaſſen verſagen meiſt gerade da, wo ſie am meiſten
not=
tun. Es empfiehlt ſich, die Zuſchüſſe zu erhöhen, um die
Kaſſen leiſtungsfähiger zu machen. Den Poſtbeamten
ſollte man mehr Gelegenheit zur Selbſtverwaltung geben.
— Der Abg. Dr. Struve (Fortſchr. Vpt.) ſchließt ſich
dem Vorredner an. — Direktor des Reichspoſtamtes
Aſchenborn: Bei der Ausarbeitung des Statuts ſind
die Beamten mit ihren Wünſchen gehört worden. Bei dem
Ausbau der Poſtkrankenkaſſen müſſen wir aber immerhin
vorſichtig vorgehen. Bei langwierigen Krankheiten, bei
Operationen und ſonſtigen ſchweren Schickſalsſchlägen
ſtehen Unterſtützungsfonds zur Verfügung. Damit können
den Unterbeamten erhöhte Leiſtungen zuteil werden, ohne
die Kaſſe zu belaſten. — Abg. Behrens (Wirtſch. Vga.):
Es iſt nicht denkbar, daß bei den Poſtkrankenkaſſen eine
derartige Selbſtverwaltung erreicht werden kann, als dies
bei den Ortskrankenkaſſen der Fall iſt. Dort richtet ſich
der Einfluß nach dem Beitrag, und bei den Poſtkranken=
kaſſen trägt das Reich allein die Laſten. — Der Titel wird
bewilligt.
Nächſte Sitzung Mittwoch 1 Uhr.
Schwerins=
tag. Zentrumsantrag auf Aufhebung des
Jeſuitenge=
ſetzes. — Schluß vor 7 Uhr.
* iin, 18. Febr. Zu Beginn der Sitzung der
Judgetkommiſſion des Reichstages wurde
die Reſolution des Zentrums, welche die Tages= und
Meſſegelder nur bei Dienſt auf hoher See, aber nicht bei
Dienſt im Hafen gewähren will, zurückgezogen. Dafür
brachte das Zentrum einen Antrag ein, der nach längerer
Debatte gegen die Stimmen der Nationalliberalen und
eines Fortſchrittlers in folgender, abgeänderter Faſſung
angenommen wurde: Nur Offiziere, Fähnriche,
See=
kadetten, Aſpiranten, Deckoffiziere und Beamte, welche an
Bord Dienſt tun, haben Anſpruch auf Verpflegungs=
Zu=
lagen. Sogenannte blinde Tafelgelder dürfen nicht
ge=
zahlt werden. Die für die Zuſtändigkeit der
Verpfle=
gungsgelder gültigen Vorſchriften ſind jährlich mit dem
Reichshaushaltsetat vorzulegen. Vor Annahme des
Zen=
trumsantrages betonte Staatsſekretär v. Tirpitz im
Laufe der Debatte, daß es auch den Anſichen der
Ma=
rineverwaltung entſpräche, daß ſogenannte „blinde Tafel
gelder” keinesfalls bezahlt werden dürfen. Vorſorge, dies
auf dem Verwaltungswege zu verhindern, ſei bereits in
weiteſtgehendem Maße getroffen. Der neue Modus, den
der von dem Berichterſtatter begründete Antrag erfordere,
würde auf Schwierigkeiten perſoneller und materieller
Art ſtoßen, die in gar keinem Verhältnis zu dem
ge=
wollten Zweck ſtünden. Er bäte daher, von der
Ein=
führung derartiger Beſtimmungen abzuſehen, und ſage
ſeinerſeits zu, alles zu tun, daß „blinde Tafelgelder
nicht gezahlt würden. Auf die Frage eines Fortſchrittlers
pfräziſierte der Staatsſekretär nochmals ſeinen
Stand=
punkt dahin, daß er nichts gegen den Antrag habe, er
halte jedoch eine Ausdehnung der Kontrolle nicht für
zweckmäßig.
Luftfahrt.
* Wien. 17. Febr. Auf dem Flugplatz
Fiſcham=
end iſt heute der Oberleutnant Nittner bei einem
Flug=
verſuch mit einem neuen Apparat aus 100 Meter Höhe
abgeſtürzt. Nittner wurde aus dem Apparat
ge=
ſchleudert und war ſofort tot.
Der Balkankrieg.
Zur Lage.
* London, 18. Febr. Der Daily Telegraph ſchreibt:
Es muß bemerkt werden, daß im Gegenſatz zu anderen
Hauptſtädten Berlin geneigt iſt, die Lage ziemlich
optimiſtiſch zu betrachten, und es gilt immer
noch, daß die Wilhelmſtraße mit der Downingſtreet Hand
in Hand geht in einer Atmoſphäre von gegenſeitigem
Ver=
trauen und gutem Einvernehmen. Eine weſentliche
Aenderung wird ſich in den Beziehungen der
verſchiedenen Mächte vollziehen, ſobald der Frieden
her=
geſtellt iſt, und das iſt ein ſehr wünſchenswertes Ergebnis,
das tatſächlich im Laufe der nächſten Tage eintreten kann.
* London, 17. Febr. Das Reuterſche Bureau
er=
fährt aus diplomatiſchen Kreiſen, daß keine Veranlaſſung
vorliegt, irgend welchen beunruhigenden
Nach=
richten zu viel Bedeutung beizumeſſen. Die
öſter=
reichiſch=ruſſiſchen Beziehungen ſeien in
manchen Punkten vorwärts gekommen. Beide Regierungen
in Wien und Petersburg beſtreiten hinſichtlich Albaniens,
irgendwie auf einem toten Punkt angekommen zu ſein.
Es werde vielmehr erwartet, daß dieſe Frage bei der
nd=
ſten Sitzung der Botſchafterkonferenz in London
zur Beratung gelangt. Eine Sitzung ſei zum nächſten
Donnerstag einberufen, nachdem Miniſter des
Auswärti=
gen Grey und der franzöſiſche Botſchafter Cambon in
die Stadt zurückgekehrt ſeien. Inzwiſchen würden die
Gegenvorſchläge Rußlands, die jetzt in Wien vorliegen,
dort erwogen und die Bemühungen von anderer Seite
würden nicht nachlaſſen, die beiden hauptſächlich
beteilig=
ten Regierungen einander näher zu bringen. Oeſterreich
habe angedeutet, daß es nicht abgeneigt ſei, der
Nichtzu=
teilung der Diſtrikte von Skutari, Ipek und Prizrend an
Albanien zuzuſtimmen, daß es aber die Anſchauung
auf=
recht erhalte, daß die Stadt Skutari, Djakova, Dibra und
Janina Teile des neuen autonomen Albaniens bilden
müßten.
Rumänien und Bulgarien.
* Köln 17. Febr. Die Kölniſche Zeitung meldet
aus Berlin: Die Ausſicht auf eine direkte Einigung
zwiſchen Bukareſt und Sofia iſt nicht ganz
ge=
ſchwunden, doch wäre es natürlich verfehlt, den Ernſt der
Lage zu überſehen. Die letzten bulgariſchen Angebote
könnten den Anlaß zu einem weiteren
unmittel=
baren Meinungsaustauſch bieten. Wenn eine
Einigung hierdurch nicht zu erzielen iſt, ſo iſt als ſicher
anzunehmen, daß vor dem völligen Abbruch eine
Vermit=
telung eintritt.
* Sofia, 17. Febr. In einer Beſprechung der
zwi=
ſchen Bulgarien und Rumänien beſtehenden
Streitfragen ſchreibt der Mir: Man kann jeden
Augenblick entweder eine endgültige Verſtändigung oder
einen Bruch erwarten. Wir hoffen aber, daß die zwiſchen
Rumänien und Bulgarien lange Zeit beſtehende
Freund=
ſchaft nicht einem Streit zum Opfer fällt, der zu ſo
un=
gelegener Zeit aufgerollt wird. Denn es erſcheint
unbe=
greiflich, daß zwei Völker, die durch Intereſſen,
Beſtrebun=
gen und gleiche Gefahren miteinander verknüpft ſind, die
Jahrhunderte hindurch brüderlich nebeneinander gelebt
und die in der Geſchichte mitzureden haben, plötzlich wegen
des Beſitzes Siliſtrias in Konflikt geraten, durch den ſie
einen Abgrund von Haß zwiſchen ſich ſchaffen würden, der
beiden zum Fluche gereichen würde.
* Wien, 18. Febr. Nach einer Londoner Meldung
der Neuen Freien Preſſe hat England in Sofia wie
in Bukareſt wiſſen laſſen, falls man nicht zu einer
diplomatiſchen Verſtändigung komme, wolle England die
Vermittelung der Großmächte in die Wege leiten.
Vor=
ausſichtlich würde dann die Botſchafter=Réunion ihre
Meinung über die Löſung der Streitfrage abgeben.
Ein Memorandum zugunſten der Nationalitäten
in Magedonien.
* Konſtantinopel, 17. Febr. In dem von dem
Komitee zur Verteidigung der Intereſſen der
muſelmani=
ſchen, iſraelitiſchen und kutzowalachiſchen Bevölkerung
ausgearbeiteten und den Botſchafter überreichten
Me=
morandum wird betont, die Kollektivnote der
Bot=
ſchafter vom 17. Januar habe verſprochen, daß die
Inter=
eſſen der Muſelmanen in Adrianopel gewahrt bezw. die
religiöſen Stätten reſpektiert werden würden; doch
ent=
balte ſie nichts über Bürgſchaften für das Leben und das
Eigentum und die religiöſe Freiheit der Muſelmanen, die
in anderen Gegenden wohnen, deren Abtretung an die
Verbündeten zugeſtanden ſei. Dies beunruhigende
Schwei=
gen macht es den unterzeichneten Vertretern der
muſel=
maniſchen, kutzowalachiſchen und iſraelitiſchen
Mazedo=
niern zur Pflicht, die wohlwollende Aufmerkſamkeit der
Botſchafter auf dieſe von moraliſchem, ſozialem und
poli=
tiſchem Standpunkte ſo hochbedeutſame Frage zu lenken.
Die Denkſchrift hebt hervor, daß kein Balkanſtaat
betreffend Mazedonien Hegemonie=Anſprüche erheben
könnte, die durch ethniſche und hiſtoriſche Erwägungen
be=
gründet ſeien, da Mazedonien nicht bloß von Bulgaren,
Serben und Griechen bewohnt ſei. Neben dieſen
Bevölke=
rungselementen leben eine ſehr große Zahl von
Kutzo=
walachen und Iſraeliten, während die Muſelmanen eine
relative, jedoch imponierende Mehrheit der Bevölkerung
bilden. Angeſichts der Rolle, die das
Nationalitä=
tenprinzip in dem gegenwärtigen Kriege ſpiele, ſei
es eine Forderung der elementarſten Gerechtigkeit, daß
Mazedonien nicht unter die Verbündeten verteilt
werde, ſondern ein autonomes Land bilde, wo die
Muſelmanen, Kutzowalachen und Iſraeliten in einem auf
Grund ihrer ethniſchen, individuellen und ihrer
numeri=
chen Bedeutung zukommenden Platz einnehmen. Dieſe
Löſung ſei auch vom humanitären Standpunkt gerecht, da
ohne ſie keine Bürgſchaft für das Leben, das Eigentum und
die religiöſen Gefühle der drei betreffenden
Bevölkerungs=
elemente beſtünde. Die Unbill und die Beeinfluſſung
ihrer religiöſen Freiheit, die ſie von ſeiten der
Verbünde=
ten ſyſtematiſch zu erleiden gehabt haben und fortgeſetzt
erleiden, ſei ein Beweis für dieſe Behauptung.
Infolgedeſſen, heißt es in dem Memorandum weiter,
bitten wir im Namen der erwähnten
Bevölkerungsſchich=
ten die Mächte, als Hüterin der grundlegenden Prinzipien
der Gerechtigkeit, der Menſchlichkeit und der Ziviliſation,
ſie möchten ein Einvernehmen dahin pflegen, um dieſen
Bevölkerungsſchichten den freien Genuß ihrer bürgerlichen,
politiſchen und religiöſen Rechte durch die Schaffung eines
autonomen Mazedoniens zu ſichern. Die Denkſchrift gibt
der Hoffnung Ausdruck, daß die Mächte die genannten
Forderungen günſtig aufnehmen werden und verweiſt
dar=
auf, daß inzwiſchen, bis zum Abſchluß des Friedens, die
Muſelmanen, Kutzowalachen und die Juden in dem von
den verbündeten Staaten beſetzten Gebieten fortgeſetzt
einem Ausrottungsſyſtem ausgeſetzt ſeien.
Die Balkanſtaaten führten nicht nur mit der Türkei Krieg,
ſondern auch mit verſchiedenen Völkern und Raſſen, die
die Halbinſel bewohnen und deren Vernichtung ſie
be=
ſchloſſen zu haben ſcheinen. Eurova könne nicht länger
gleichgültig bleiben und ganze Völkerſchaften durch ſo
harte und unbarmherzige Eroberer vernichsen und
aus=
rotten laſſen, die allen Grundſätzen der internationalen
Ziviliſation und der modernen Kriegsgeſetze
zuwiderhan=
delten.
In dem Schreiben wird ſchließlich der Bitte Ausdruck
gegeben, mit der größten Beſchleunigung Maßregeln zu
ergreifen, um in den von den Verbündeten beſetzten
Ge=
bieten die beſtändigen Angriffe auf Leben und Eigentum
der Muſelmanen, Kutzowalachen und Juden zum
Still=
ſtand zu bringen. — Das Memorandum wurde den
Bot=
ſchaftern durch die beiden muſelmaniſchen Notabeln Huſni
Paſcha und Hifzi Bey, ſowie einen iſraelitiſchen Notabeln
überreicht.
Vom Kriegsſchauplatze.
* Konſtantinopel, 18. Febr. In den Kreiſen
des Marineminiſteriums liefen geſtern abend Gerüchte
um, daß die Bulgaren nach hartnäckigem Kampf
die Forts „Viktoria” und „Napoleon” genommen hätten.
Das bei Kraburnu im Schwarzen Meer aufgelaufene
tür=
kiſche Panzerſchiff „Aſſar=i=Tewfik” gilt für verloren, da
es zu koſtſpielig iſt, es abzubringen. Die großen Geſchütze
ſind an Bord geblieben, die leichten ſind geborgen worden.
* Konſtantinopel, 18. Febr. Die
bulgari=
chen Angaben über die Verluſte der Türken
ſollen übertrieben ſein; jedoch wird in Kreiſen der Pforte
zugegeben, daß zwei Diviſionen, die vor Bulair den
An=
griff auf die Bulgaren gemacht hatten, zurückgeworfen
worden ſeien und die Türken 380 Tote und viele
Verwun=
dete gehabt hätten.
Die Revolution in Mexiko.
* Waſhington, 17. Febr. Die Antwort
Tafts an Madero iſt in einem freundlichen aber
ernſten Ton gehalten. Taft erklärt darin, Madero ſei
über die Politik der Vereinigten Staaten gegenüber
Mexiko falſch unterrichtet. Die Nachricht, daß bereits
Be=
fehl zur Landung amerikaniſcher Truppen gegeben
wor=
den ſei, ſei falſch. Taft drückt weiter ſein tiefſtes
Mit=
gefühl mit dem „ſo heimgeſuchten mexikaniſchen Volk” aus,
betont aber gleichzeitig, daß die amerikaniſchen
Staats=
angehörigen und ihr Eigentum geachtet werden müßten.
Taft ſchließt, er halte es für ſeine Pflicht, aufrichtig und
ohne Vorbehalt es auszuſprechen, daß die Ereigniſſe der
letzten Jahre gegenwärtig ihren Höhepunkt erreicht hätten.
Das rufe in den Vereinigten Staaten den äußerſten
Peſſi=
mismus und die Ueberzeugung hervor, daß es die oberſte
Pflicht der Vereinigten Staaten ſei, ſchnellſtens Abhilfe zu
chaffen.
* New=York, 17. Febr. Aus Mexiko wird
ge=
meldet, daß der Senator de la Barra unter der
Be=
ſchuldigung verhaftet wurde, am Aufſtand beteiligt zu
ſein. Die Aufſtändiſchen haben ihre Linien
wieder=
um vorgeſchoben. — Madero drückte ſeine Freude über
die Erklärung des Präſidenten Taft aus, die
er als befriedigend und freundſchaftlich betrachte. — Als
drittes amerikaniſches Kriegsſchiff iſt vor Veracruz das
Linienſchiff „Georgia” eingetroffen.
* New=York, 17. Febr. Nach einem Telegramm
aus Mexiko hat Madero eine Erklärung erlaſſen,
in der er ſagt, daß die plötzliche Beendigung des
Waffen=
ſtillſtandes durch den Umſtand herbeigeführt worden ſei,
daß die Aufſtändiſchen aus der Waffenruhe den Vorteil
gezogen hätten, ihre Artillerie in neue Stellungen zu
bringen. Die Bundestruppen haben keine andere Wahl
gehabt, als das Feuer zu erwidern. Ein heftiger
Kampf währte von 8 Uhr morgens bis heute mittag,
wobei ſchwere Geſchütze zur Verwendung kamen. Dann
ſchwächte ſich das Feuer ab zu einem Austauſch von
Ge=
wehrſchüſſen. Viele Fremde ſind nach Veracruz
ab=
gereiſt.
* Waſhington, 17. Febr. Während aus
amt=
lichen Kreiſen über die Entwickelung der Dinge nichts
verlautet, iſt es erſichtlich, daß das Kriegs= und
Marine=
departement Vorbereitungen für jede Möglichkeit treffen.
Staatsſekretär Knox hat alle Konſulate in Mexiko
ange=
wieſen, der Bevölkerung klar zu machen, daß die
Poli=
tik der Vereinigten Staaten Mexiko gegenüber
unverändert ſei. Dieſe Anweiſung iſt die Folge amtlicher
Berichte über eine antiamerilaniſche Stimmung, die auf
zum Ziele.” Boreas iſt der Nordoſtwind. Der
Nordoſt=
wind hätte den Reiſenden im Laufe eines Tages zu der
Mündung des Fluſſes Coghinas geführt, deſſen Name
ſo viel wie „kochend” bedeutet und die Erinnerung an den
furchtbaren Acheron wachruft.
— Ein tragiſches Frauenſchickſal. Die unglückliche
Heldin eines berühmten Gerichtsprozeſſes, der vor 73
Jah=
ren ganz Europa erregte und erſchütterte, wird nunmehr
zur Wiederherſtellung ihrer Ehre aus dem
Grabe heraufbeſchworen. Marie Lafarge war
an=
geklagt, ihren Gatten vergiftet zu haben; 16 Tage lang
wurde vor dem Gerichtshof von Tulle die Affäre
verhan=
delt, und obgleich die Angeklagte in herzzerreißender Weiſe
ihre Unſchuld beteuerte, ſchienen die Verdachtsmomente
doch ſo ſchwerwiegend, daß man zu einer Verurteilung
ſchritt. Nachdem die unglückliche junge Frau in tiefſter
Erſchöpfung, halb ohnmächtig, auf einem Ruhebett
lie=
gend. hereingebracht worden war, wurde ihr das Urteil
verkündet: lebenslängliches Zuchthaus. Sieben Jahre
lang war ſie nun, fiebernd, krank und ganz gebrochen, in
Montpellier eingekerkert; dann wurde ſie in ein
Kranken=
haus übergeführt, um ſie am Leben zu erhalten, und 1852
als eine Todgeweihte begnadiat, um nach zwei Monaten
der Freiheit zu ſterben. Ihre Freunde hatten ſtets
an ihre Unſchuld geglaubt, aber dann waren die
Jahr=
zehnte dahingegangen und ihr tragiſches Schickſal ſchien
vergeſſen, bis der Senator Louis Martin vor einiger
Zeit durch Zufall auf den Aktenband der jungen Witwe
ſtieß und größtes Intereſſe an dem Verlauf des Prozeſſes
fand. Auf ſeine Initiative hin iſt nunmehr eine
Wieder=
aufnahme des Verfahrens beſchloſſen, durch die den
Manen der unſchuldig Verurteilten weniaſtens die Ehre
wiedergegeben werden ſoll. Das Verdammungsurteil
war hauptſächlich auf die Ausſage des Sachverſtändigen
Orfila erfolgt, der die Vergiftung nachgewieſen zu haben
glaubte: ihm aber widerſprach ſogleich der berühmte
Che=
miker F. Raſpail. Der Fortſchritt der chemiſchen
Wiſſen=
ſchaft hat nun in allem den Anſchauungen Raſpails Recht
gegeben, ſo daß der Glauben an einen Mord nicht mehr
aufrechterhalten werden kann. So wird denn dies
tra=
giſche Frauenſchickſal noch nach dem Tode einen
verſöh=
nenden Abſchluß finden.
die Meldung über eine Intervention hin
wahrzu=
nehmen iſt.
* New=York, 17. Febr. Nach einem Telegramm
aus Brownsville in Texas fiel die jenſeits Rio
Grande gelegene mexikaniſche Stadt Matamoros
heute früh ohne ernſtlichen Widerſtand in die Hände der
Aufſtändiſchen. Das iſt die zweite Grenzſtadt, die
von den Aufſtändiſchen beſetzt worden iſt. Meldungen
aus den meiſten Gebieten Mexikos beſagen, daß die
Be=
völkerung den Ausgang des Kampfes in Mexiko Stadt
er=
wartet, bevor ſie ſich für einen der Führer erklärt.
Vermiſchtes.
— Ueber die Ausdehnung der
Trinker=
fürſorgeanſtalten gibt der Generalſekretär des
Vereins gegen den Mißbrauch geiſtiger Getränke,
Pro=
feſſor Gonſer, folgende Daten bekannt: Es gibt zurzeit
178 Trinkerfürſorgeſtellen in Deutſchland, von denen
allein auf Preußen 132 entfallen. Ihre Inanſpruchnahme
iſt je nach der Gegend und der Stadt ſehr verſchieden.
So ſtehen z. B. in Haſpe (Weſtfalen) von je 1000
Ein=
wohnern mehr als 8 Fälle unter der Trinkerfürſorge. In
Waldenburg in Schleſien kommen auf 1000 Einwohner
über 10 der Trinkerfürſorge Bedürftige, in Lyck 7,89,
während in Berlin auf 1000 Einwohner nur 0,56 Fälle
gemeldet werden. in Karlsruhe 0,37, in Paſſau 0,24.
Frei=
lich geben dieſe Zahlen kein Bild von der Verbreitung
der Trunkſucht, ſie ſind auch ſtark davon beeinflußt,
in=
wieweit ſich die Bevölkerung ſchon gewöhnt hat,
fürſorge=
bedürftige Fälle anzumelden und die Wirkſamkeit der
Fürſorgeſtelle in Anſpruch zu nehmen. Von über 28000
Trinkern, über die bisher aus den Fürſorgeſtellen
be=
richtet wurde, gelang es, über 3000 zu heilen. Es ſind
dies freilich erſt ca. 11 Prozent, und annähernd ebenſo
groß iſt die Zahl derer, die als ausſichtslos aufgegeben
werden mußten, aber immerhin, auch dieſe Tauſende, zu
denen meiſt zahlreiche Familien gehören, lohnen die
Ar=
beit der Trinkerfürſorge, deren Erfolge bei wachſender
Aufklärung viel intenſivere zu werden verſprechen. Die
Trinkerfürſorgeſtelle in Darmſtadt, Wilhelminenſtraße 34,
deren Inanſpruchnahme unentgeltlich iſt, hat erfreuliche
Erfolge aufzuweiſen. Es wäre jedoch zu wünſchen, daß
ſie immer noch mehr aufgeſucht würde, denn manchem
Elend in der Familie eines Trinkers kann durch die
Für=
ſorgeſtelle abgeholfen werden.
Großfeuer in Konſtantinopel.
* Konſtantinopel, 17. Febr. Im
Stam=
buler Viertel Sultan Achmed wütet ein
Brand, der große Dimenſionen anzunehmen droht.
* Konſtantinopel, 17. Febr. Der Brand in
dem Stadtviertel Sultan Achmed iſt unweit der Stätte
der großen Feuersbrunſt ausgebrochen, die im Sommer
mehrere Stadtviertel eingeäſchert hat. Der Brand nahm
infolge des herrſchenden Windes große Dimenſionen an
und dauert bis zurzeit — 8 Uhr abends — noch fort.
Etwa 50 Holzhäuſer, ſämtlich von Muſelmanen bewohnt,
ſind bisher den Flammen zum Opfer gefallen.
* Konſtantinopel, 18. Febr. Der Brand
von Stambul war geſtern abend gegen 11 Uhr noch
nicht gelöſcht. Derſelbe entfernte ſich von der Hagia
Sophia und nahm die Richtung auf die Moſchee des
Sultans Achmed und auf das Hippodrom. 200
Häu=
ſer ſollen bereits niedergebrannt ſein.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 18. Febr. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung ſchreibt: Die politiſche Entwickelung brachte es
mit ſich, daß während der Amtszeit des Präſidenten
Falliéres die deutſch=franzöſiſchen
Be=
ziehungen wiederholt von Schwierigkeiten nicht frei
geblieben ſind. Es wird allgemein anerkannt, daß
Falliéres in ſolchen Augenblicken, ohne die Intereſſen
ſeines Landes zu verleugnen, eine einer friedlichen
Ver=
ſtändigung günſtige Haltung einnahm und bewahrte. Wo
er ſonſt Frankreich dem deutſchen Reiche gegenüber zu
ver=
treten hatte, geſchah das würdig und ſympathiſch. Bei
ſeinem Uebertritt in das Privatleben können wir mit dem
Ausdruck aufrichtiger Hochſchätzung nicht zurückhalten.
* Berlin, 18. Febr. In der Budgetkommiſſion des
Abgeordnetenhauſes erklärte der Miniſter v Breitenbach,
die Fahrkartenſteuer habe ſehr ungünſtig auf die
Frequenz der erſten Klaſſe eingewirkt; er ſei perſönlich
einer Aufhebung der Fahrkartenſteuer ſehr geneigt, nicht
aus fiskaliſchen Gründen, ſondern aus verkehrstechniſchem
Intereſſe, damit eine beſſere Verteilung auf die einzelnen
Wagenklaſſen erfolge. Der Aufhebung ſtehe die Tatſache
entgegen, daß das Reichsſchatzamt auf den Ertrag nicht
verzichten zu können erklärte. Die Fahrkartenſteuer brachte
im Jahre 1911 in Preußen 14,3 Millionen. Von 1913 an
würden alle D=Züge mit elektriſcher Akkumulatoren=
Be=
leuchtung verſehen.
* Chriſtiania, 18. Febr. Auf eine Anfrage derz
„Tidens Tegn” betreffs der Hilfserpedition für
Schröder=Strantz teilte der Miniſter des Aeußern
mit, ein Seehundsfänger könne binnen acht Tagen von
Tönsberg oder Sandefjord nach Tromſö abgehen.
Wäh=
rend dieſer unterwegs ſei, könnte die Ausrüſtung mit der
Bahn geſchickt werden, um beim Eintreffen des Schiffes
in Tromſö bereitzuliegen. Das Miniſterium des Aeußern
will dafür Sorge tragen, daß vor der Abfahrt des Schiffes
in Tromſö Lappländer mit Renntieren ſich zur Mitfahrt
bereithalten. Die Ueberfahrt nach Spitzbergen dauert im
günſtigen Falle etwa eine Woche. Die Landungsſtelle
wird durch die dortigen Eisverhältniſſe beſtimmt. Sie
iſt wahrſcheinlich im Eisfjord mit Uebergang von der
Dickſonbucht nach dem öſtlichen Arme der Weiten Bucht,
oder in der Croßbucht mit Uebergang nach der Liefdebucht.
H.B. Berlin, 18. Febr. Das däniſche
Königs=
paar wird am nächſten Montag zu ſeinem Antrittsbeſuch
am deutſchen Kaiſerhofe in Berlin eintreffen. Auf dem
Bahnhof ſoll großer militäriſcher Empfang ſtattfinden.
Die genauen Dispoſitionen über die feſtlichen
Veranſtal=
tungen zu Ehren der Gäſte ſind noch nicht feſtgelegt.
— Berlin, 18. Febr. Zur Erinnerung an die
Grün=
dung des Lützowſchen Freikorps legten heute
Bürger=
meiſter Reicke und andere Herren im Namen der Stadt
am Grabe Lützows, auf dem alten Garniſonsfriedhof,
einen prächtigen Kranz nieder.
H. B. Berlin, 18. Febr. In der zweiten
Gemeinde=
chule in Tegel, ereignete ſich geſtern ein ſchwerer
Unfall. Als ein Lehrer in der zweiten Mädchenklaſſe,
im Phyſikunterricht ein Experiment machen wollte,
explo=
dierte plötzlich ein Glasgefäß und ein 11 Jahre altes
Mädchen wurde durch ein Glasſplitter am linken Auge
ſchwer verletzt.
München, 18. Febr. Der Prinz=Regent hat,
den Münch. N. Nachr. zufolge, nunmehr die aus Anlaß
ſeiner Uebernahme der Regentſchaft vorgelegten
Be=
gnadigungsvorſchläge des Staatsminiſters der Juſtiz ge
nehmigt. Insgeſamt 865 Perſonen wurde Amneſtie
zuteil; der Mehrzahl wurde die Strafe völlig erlaſſen.
137 Verurteilte wurden infolge des Gnadenerweiſes in
Freiheit geſetzt; unter ihnen befand ſich ein Verurteilter,
der als junger Menſch einen Mord begangen hatte
des=
wegen zum Tod verurteilt und dann zu lebenslänglichem
Zuchthaus begnadigt worden war.
H. B. Peſt, 18. Febr. In dem
Verleumdungs=
prozeß, den der ungariſche Miniſterpräſident Lukacs
gegen den früheren Staatsſekretär von Deſy angeſtrengt
hatte, wurde dieſer zu einem Monat Gefängnis verurteilt,
H. B. Rom, 18. Febr. Nach privaten Meldungen, die
in Rom eingetroffen ſind, wo gegenwärtig die Gattin und
Tochter Pierpont Morgans weilen, ſoll dieſer ſich
ſterbend an Bord des Dampfers „Coronia” befinden, der
auf der Reiſe von Kairo nach Fiume begriffen iſt. Zwei
Aerzte und vier Krankenpfleger ſind um den Patienten
bemüht, der vielleicht in einem italieniſchen Hafen oder in
Korfu ausgeſchifft werden dürfe.
H. B. Paris, 18. Febr. Aus Toulon wird gemeldet:
An Bord des Panzerſchiffes „Danton” in deſſen
Kohlenraum vor einigen Tagen durch die Erploſion
ſchäd=
licher Gaſe mehrere Matroſen lebensgefährlich verletzt
wurden, ereignete ſich heute morgen während einer
Schießübung ein neuer Unglücksfall. Aus einem
Geſchütz waren mehrere Schüſſe abgegeben
wor=
den, als nach einer neuen Ladung das Verſchlußſtück
zerſprang. Durch die umherfliegenden Metallſtücke
wur=
den drei Matroſen tödlich verletzt. Die Flaggen=
Gala, anläßlich des Amtsantrittes des Präſidenten
Poin=
caré, wurde abbeſtellt. Sämtliche Schiffe erhielten den
Auftrag, die Flagge auf Halbmaſt zu ſetzen. Die ſofort
eingeleitete Unterſuchung wird ergeben, ob ſchlechte
Be=
ſchaffenheit des Pulvers oder ein Fehler der
Bedienungs=
mannſchaft die Schuld an dem Unglück trifft.
Bergen (Norwegen), 18. Febr. Das Motorboot
„Signal”, das ſich auf dem Heringsfang befand, iſt mit der
7 Mann ſtarken Beſatzung untergegangen.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ein ſtarkes Hochdruckgebiet bedeckt Nordeuropa,
während über der Biskaya ein Tief liegt. Daher war
es geſtern bei uns vielfach heiter und trocken. Bei
ſcharfen Oſtwinden haben wir heute morgen in ganz
Deutſchland tiefe Temperaturen, während es im Oſten
eiwas milder geworden iſt. Das langſam von
Süd=
weſten vordringende Tief wird uns morgen noch nicht
weſentlich beeinfluſſen.
Ausſichten für Mittwoch, den 19. Februar:
Wechſelnd bewölkt, ohne erhebliche Niederſchläge, Froſt;
Oſtwind.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Haarpflege
Seit langer Zeit litt ich an
Kopf-
schuppen und Haarausfall und
habe viele Mittel probiert, ohne
Besserung zu erzielen. Auch Javol
wollte ich nicht unversucht lassen
und probierte zunächst mit einer
kleinen Flasche. Nach Vorschrift,
durch Waschungen mit Javol-
Kopf-
waschpulver unterstützt,
ange-
wandt, erzielte ich einen direkt
wunderbaren Erfolg. Nach unge
fähr 4 Wochen fielen mir fast gar
keine Haare mehr aus, während
ich sonst bei jedem Durchkämmen
den ganzen Kamm voll hatte
Das Haar wurde voll, weich und
glänzend, und ich hatte keine
Schuppen mehr auf dem Kopfe
Trier, den 7. Juni 1912. P. R. S
JAVOl., fetthaltig für normales
und trockenes oder fettfrei für
fettreiches Haar. Preis der
Origi-
nalflasche 2 Mark, Doppelflasche
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in stets groß. Auswahl. Ecke Elisabethen- u. Wilhelminenstrasse.
Dieberkranke haben ein ſtarkes Bedürfnis nach
flüſſiger Nahrung. „Kufeke” in Waſſer gekocht
und mit geringem Zuſatz von Salz, iſt in ſolchen Fällen
mit Vorteil zu reichen, da es durſtlindernd wirkt, dem
durch das Fieber geſchwächten Körper aber zugleich
wichtige Nährſtoffe zuführt, die zur Aufrechterhaltung
der Kräfte dienen.
(II.,4386
Aus dem Geſchäftsleben.
Richtige Hautpflege iſt ein ſehr wichtiger Faktor für
das Wohlergehen eines jeden Menſchen. Es iſt noch
nicht allzulange her, daß man das erkannt hat. Eine,
Hauptaufgabe der Hautpflege iſt die Poren offen, d.
arbeitsfähig zu halten und zugleich für Schmeidigkeit
und Konſervierung der Haut zn ſorgen. Dieſes Ziel
er=
reicht man durch den Gebrauch der Oja=Seifeg
welche in allen Apotheken, Drogerien und Parfümerien
zu haben iſt.
Es kann heute kein Zweifel mehr darüber beſtehen,
daß es nicht ſo viel Butter gibt, wie gebraucht wird,
Man iſt alſo gezwungen, ſich nach Erſatz umzuſehen,
Während nun früher als Erſatz für Butter nur Margarine
aus tieriſchen Fetten in Betracht kam, wird neuerdings
die Pflanzen=Butter=Margarine verwendet. Ein ſolches
Produkt aus Pflanzenfetten, das in Bezug auf
Ge=
ſchmack und Geruch der beſten Süßrahmbutter
voll=
kommen ebenbürtig iſt, erſcheint unter dem Namen
„Palmona” auf dem Markte.
Das Tuchverandhaus für Herren und Damen
Lehmann & Assmy in Spremberg N.=L,
kann in dieſem Jahre auf ſein 25 jähriges Beſtehen zu
rückblicken. Die Firma erhält täglich freiwillige
An=
erkennungen über gute Lieferungen und werden die
verehrten Leſer auf die in heutiger Nummer befindliche
Beilage aufmerkſam gemacht.
(IV,444266
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 14
Nordamerika: „Hoerde‟ 13. Febr. 7 Uhr abends von
Newport News nach Neworleans. „Inkum” nach Boſton
und Baltimore, 13. Febr. 9 Uhr abends von Hamburg,
„Abeſſinia” 15. Febr. 2 Uhr nachm. in Newport News,
Motorſchiff „Chriſtian X.” nach Baltimore, 15. Febr=
3 Uhr 15 Min. morgens in Boſton. „Kaiſerin Auguſte
Victoria” 16. Febr. 4 Uhr 30 Min. morgens in Newa
York. „Pallanza” von Newport News kommend,
17. Febr. 6 Uhr 40 Min. morgens auf der Elbe. „
Pa=
tricia‟ 16. Febr. 4 Uhr 15 Min. nachm. in New=York
„Prinz Oskar” 15. Febr. 11 Uhr 15 Min. morgens von
Philadelphia nach Hamburg. — Weſtindien, Mexiko;
„Graecia” nach Weſtindien, 13. Febr. nachm. von Grimsby.
„Weſtphalia” nach Havana und Mexiko, 13. Febr. 7 Uhr
morgens von Antwerpen. „Corcovado” nach Havana
und Mexiko, 16. Febr. 3 Uhr nachm. in Havre. „Dania”
von Mexiko kommend, 15. Febr. von Havana. „Fürſt
Bismarck”, heimkehrend, 16. Febr. von Vera Cruz.
„Mecklenburg” 16. Febr. in St. Thomas. „Spreewald”
16. Febr. in Vera Cruz. „Venetia” 14. Febr. von St.
Thomas über Havre nach Hamburg. — Südamerikag
Weſtküſte Amerikas: „Dortmund” ausgehend, 13. Febr.
in Victoria. „Sevilla” nach dem La Plata, 13. Febr.
3 Uhr nachm. in Vliſſingen. „Alexandria” von der
Weſtküſte Amerikas kommend, 17. Febr. 6 Uhr 40
Min=
morgens auf der Elbe. „Dortmund” 16. Febr. von
Vctoria nach Santos. „Habsburg” nach Mittelbraſilien,
15. Febr. 12 Uhr nachts von Boulogne. „Nicaria”,
aus=
gehend, 10. Febr. in Valparaiſo. „Pontos”, von dem
La Plata kommend, 16. Febr. 7 Uhr morgens in
Dün=
kirchen. „Rhaetia” von Nordbraſilien kommend, 17. Febr,
4 Uhr morgens in Hapre. „Rugia” nach Mittelbraſilien,
16. Febr. 3 Uhr nachm. von Liſſabon. „Silvia‟ 15. Febr.
11 Uhr abends von Buenos Aires über Mondevideg
nach Hamburg. — Oſtaſien: „Altmark” 12. Febr. nachm.,
von Penang nach Colombo. „Belgravia” ausgehend.
13. Febr. in Kobe. „Preußen” 14. Febr. in Tſingtau.
Nordd. Lloyd Bremen. Mitgeteilt von dem
Ver=
treter Anton Fiſcher in Darmſtadt, Frankfurterſtr. 12/14.
„Kaiſer Wilhelm II.‟ 12. Febr. 11 Uhr vorm. in New=
York. „Chemnitz” 13. Febr 4 Uhr nachm. in Baltimore
angekommen. „Bülow” 13. Febr, 1 Uhr nachm. von
New=York abgegangen. „Main” 13. Febr. 1 Uhr nachm.
von Bremerhaven nach Baltimore. „Kleiſt” 13. Febr.
2 Uhr nachm. in Antwerpen angekommen. „Prinz
Lud=
wig” 13. Febr. 6 Uhr vorm. von Port Said abgegangen.
„Goeben” 12. Febr. 12 Uhr nachts von Penang
ab=
gegangen. „Bremen” 12. Febr. 11 Uhr abends in Tſingtau
angekommen. „Derfflinger” 13. Febr. 6 Uhr nachm. in
Tſingtau angekommen. „Prinz Eitel Friedrich” 13. Febr.
5 Uhr nachm. in Penang angekommen. „York” 12. Febr.
7 Uhr vorm. in Suez angekommen. „Prinzeß Alice‟
12. Febr. 3 Uhr nachm. von Southampton. „Zieten”
13. Febr. 3 Uhr nachm. in Bremerhaven angekommen.
„Friedrich der Große” 13. Febr. 5 Uhr nachm. in
Co=
lombo angekommen. „Roon” 13. Febr. 6 Uhr nachm.
in Antwerpen angekommen. „Franken” 13. Febr. 5 Uhr
nachm. von Melbourne nach Bremen abgegangen.
„Sigmaringen” 14. Febr. in Antwerpen angekommen.
„Sierra Ventana” 11. Febr. von Rio de Janeiro
ab=
gegangen. „Halle” 14. Febr. von Antwerpen nach
Bremen abgegangen. „Crefeld” 12. Febr. von Santos
nach Bahia abgegangen. „Prinz Heinrich” 12. Febr.
2 Uhr nachm. von Alexandrien abgegangen. „
Prinz=
regent Luitpold” 12. Febr. 4 Uhr nachm. von Marſeille.
„Schleswig” 12. Febr. 8 Uhr vorm. in Venedig
an=
gekommen. „Prinz Sigismund” 12. Febr. 7 Uhr vorm.
in Yokohama angekommen.
Dankſagung.
Für die mir anläßlich meines 25jähr. Geſchäfts
jubiläums von allen Seiten dargebrachten
Gratu=
lationen ſpreche ich meinen verbindlichſten Dank aus.
Darmſtadt, den 17. Februar 1913.
*4493) Friedrich Müller, Weißbindermeiſter.
nach Pilsner Art
60
nach Münchner Art
Hell Export audu
—feinste Tafelbiere
IC
Da
in Flaschen und Syphons.
3826a
[ ← ][ ][ → ] Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſere liebe Mutter, Großmutter,
Schwieger=
mutter, Tante und Schwägerin
(B4434
Frau
Hargarothe Lotter Miend
Montag mittag im 73. Jahre zu ſich in die
Ewigkeit abzurufen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Peter Lotter.
Darmſtadt, den 18. Februar 1913.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 20.
Fe=
bruar, nachmittags 2 Uhr, auf dem Beſſunger
Friedhof ſtatt.
Dankſagung.
(Statt Karten.)
Für die aufrichtigen Beweiſe herzlicher
Teil=
nahme während der ſchweren Krankheit wie auch
bei dem Hinſcheiden meines lieben Gatten, unſeres
guten Vaters, Bruders, Schwagers und Onkels
Valentm Sattler
Metzgermeister
agen wir Allen, insbeſondere dem Herrn Pfarrer
Kleberger für ſeine troſtreiche Grabrede, der
Metzgerinnung, dem Militärverein, dem
Darm=
ſtädter Sportklub 1905, ſowie für die zahlreichen
Blumenſpenden unſeren tiefgefühlten innigſten
Dank.
(4446
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Marie Sattler Wwe.
Ernſt Sattler.
Willy Sattler.
Darmſtadt, Grüner Weg 4, 18. Februar 1913.
Schneebericht.
Schierke, 17. Febr., morgens 8 Uhr. 4½ C. Kälte,
randauernd heftiger Schneefall, Rauhreif, märchenhafte
Brocken=Landſchaft. Der fröhliche Winter iſt wieder da.
Bobſleighbahn vorzüglich.
Todes=Anzeige.
Freunden, Verwandten und Bekannten
hiermit die traurige Mitteilung, daß geſtern
abend 10½ Uhr meine gute Frau, unſere liebe
treubeſorgte Mutter, Schweſter, Tante und
Schwägerin
(4338
Frau Marie Spieß
geb. Walter
nach langem, ſchwerem Leiden im Alter von
38 Jahren ſanft entſchlafen iſt.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Jakob Spieß und Kinder,
Jakob Walter u. Frau, geb. Herrmaun.
Darmſtadt, Wenckſtr. 56, den 17. Febr. 1913.
Die Beerdigung findet Donnerstag, nachmittags
3 Uhr, vom Friedhof aus, ſtatt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meines geliebten Gatten
Adam Ewald
Schlosser
ferner für die vielen Blumen= und Kranzſpenden
ſpreche ich allen Freunden und Bekannten meinen
herzlichſten Dank aus, ebenſo der Firma Arthur
Rodberg für ihre innige Anteilnahme und den
Schweſtern der Martinsgemeinde für ihre
liebe=
volle Pflege während der Krankheit.
(4449
Im Namen der Hinterbliebenen:
Frau Chriſtine Ewald Wwe.
Kirchliche Nachricht.
Johanneskirche. Mittwoch, den 19. Februar,
abends 8 Uhr: III. Paſſionsandacht. Pfarrer Dingeldey.
Danksagung.
Für die aufrichtige Teilnahme bei unſerem
ſchweren Verluſte ſage Allen herzlichen Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Fr. Sonnthal.
Darmſtadt, den 18. Februar 1913. (4443
Tageskalender.
Großh. Hoftheater (Ab. D). Anfang 7½ Uhr,
Ende gegen 10½ Uhr: „Onkel Dazumal”, hierauf „Die
ſchöne Galathee” zum Schluß „Champagner=Viſionen”.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Heſſiſcher Jugendtag: Verſammlung um 10½
Uhr im Saalbau. — Unterhaltungsabend der evang. Jugendvereinigungen Darmſtadts um 8 Uhr
im Saalbau.
Monatsverſammlung des Deutſchen und öſterr.
Alpenvereins um 8½ Uhr im „Fürſtenſaal”.
Konzerte: Hotel Heß um 3 und 8 Uhr. — Ludwigshöhe
um 4 Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Reſidenztheater (am weißen Turm): Vorſtellungen
von 4—11 Uhr.
American=Bio beim Bismarckdenkmal.
Vor=
ſtellungen von 3—11 Uhr täglich.
Uniontheater (Kunſtlichtſpiele), Rheinſtraße 6.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 20. Februar.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr im
Rat=
haus zu Pfungſtadt.
Stamm= und Brennholz=Verſteigerung der
Gemeinde Eſchollbrücken um 10 Uhr am Ortsausgang
nach Darmſtadt.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
ür den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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ſchmeckt famos.
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33
do. mittelfein . . . .
8
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do. feine II . . .
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. . . 50
do. feine
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21 32
mit Grün
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do. mittelstark IIm. Köpfen
d0. 00, I d0.
do. stark mit Köpfen .
do. extrastark (10. . .
Stangen-
Spargel dänn
d0. 50/60 . . .
do. mittelstark . . .
do, sehr stark . . . .
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do. do. ohne Stein 65 120 Mirabellen . . . 40 70 do. feinste Metzer 43 75 Pflaumen, süss, mit Stein 28 43 Pflaumen, süss.
ohne Stein 35 60 do, süss-sauer mit Stein - 43 Pfirsiche, geschält,
halbe Frucht 75 140 Preisselbeeren 45 80 do. lose . per Pfd. 40 - do. 10 Pfd.-Eimer 3.70 - Reineclanden . . . . 48 80 Apfel-Purée
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1 gelber Anhänger. 1 Türdrücker. 1 goldene Broſche, beſtehend aus
4 lila gefaßten Steinen. 1 goldener Ring mit Ziſelierung und den
Buchſtaben P. J. auf demſelben eingraviert. 1 Damenuhr. 1graues
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Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
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licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Spitzhund. 1 Foxterrier (zugelaufen). Die Hunde
können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
dort=
ſelbſt jeden Werktag, vorm. um 10 Uhr, ſtatt.
(4342
Außzholz=Berſteigerung Nr. 3.
(Stadtwald.)
Freitag, den 21. Februar I. J., vormittags 8 Uhr,
werden im Saale der hieſigen Turngemeinde (Woogsplatz 5)
235,15 fm Nutzholz aus der Forſtwartei Beſſunger Laubwald
(Förſter Lehr, Klappacher Straße 84, hier), verſteigert, und zwar:
aus den Abteilungen 12, 13, 14 und 15 (Franzoſenberg), 7 (
Pfarr=
winkelfleck) und 3 (Dieterſchlag):
1 Stück II. Kl. — 1.26 fm
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IV. „ = 12,21
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„ * 11,45 „
3 „
„
15
„ VI. „ S 22,35 „
Buchen=
„ II. „ — 1,63 „
24
„ III. „ = 27,88 „
IV. „ — 36,66 „
„
61 „
,
— 2,21
7 „
V
Lärchen=
„ = 17,29 „
Fichten=
„ II. „ — 3,62
„ III. „ — 7,42 „
„ IV. „ = 7,70 „
V. „ = 54,98 „
155 „
Eichen=Derbſtangen
I. „ — 0,45
Buchen=
I. „ — 1,04 „
19
„
Fichten=
I. „ — 8,59 „
,
,
321 „ II. „ — 8,01
Fichten=Reisſtangen 475 .
I. „ — 3,72 „
II. „ — 0,67 „
194 „
Sämtliches Holz iſt an gut fahrbare Wege gerückt.
Unter=
ſtrichene Nummern kommen nicht zur Verſteigerung.
Nummerver=
zeichniſſe ſind bei dem obengenannten Forſtwart zu haben.
Darmſtadt, den 31. Januar 1913.
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
(3973fm
Kullmann.
Stamm= und Brennholz=Verſteigerung.
Samstag, den 22. Februar 1913,
vormittags 9½ Uhr,
werden in dem Ober=Ramſtädter
Gemeinde=
wald, Diſtrikt Hainböhl, nachſtehende Sortimente
Holz an Ort und Stelle verſteigert:
89 Fichten=Stämme von 14—34 cm Durchm. u. 10—18 m Länge.
Ferner: 2 rm Buchen=Scheiter
Knüppel
104 „
„ Eichen=
142 „ Fichten= „
10 „ Buchen=Stöcke
43 „ Fichten=
Bemerkt wird, daß das Stammholz zuerſt zur Verſteigerung
kommt. Zuſammenkunft iſt auf der Kreisſtraße Nieder=Modau-
Frankenhauſen am Eingang des Waldes.
Ober=Ramſtadt, 16. Februar 1913.
(4367mf
Großh. Bürgermeiſterei Ober=Ramſtadt.
Rückert.
Pappel=Stamm= und Brennholz=
Verſteigerung.
Donnerstag, den 20. I. Mts., von 10 Uhr vorm. ab,
werden am Ortsausgang nach Darmſtadt circa 30,00 fm
Pappel=
ſtammholz, ſowie 26rm Brennholz und 3,7 Hdt. Wellen meiſtbietend
verſteigert.
Es wird bemerkt, daß das Holz direkt an der Kreisſtraße
Darmſtadt-Eſchollbrücken lagert und gut abzufahren iſt.
Zahlungsfriſt bis Martini 1913.
Eſchollbrücken, den 17. Februar 1913.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Eſchollbrücken.
(4323im
Götz.
Stamm= und Autzholz=Verſteigerung.
Donnerstag, den 6. März 1913, vormittags
9 Uhr beginnend,
werden im Gaſthaus „Zur Krone” in Erfelden a. Rh. aus den
Diſtrikten Kühkopf und Steinerwald der Großh. Oberförſterei
Worms, ſowie aus den Diſtrikten Knoblochsau, Faſanerie und
Griesheimer Eichwäldchen der Großh. Oberförſterei Dornberg
verſteigert:
Stämme, Eichen: 77 St. I. Kl. — 168,82 fm, 43 St. II. Kl.
65,22 fm, 68 St. III. Kl. — 64,41 fm, 59 St. IV. Kl.
34,87 fm, 8 St. V. Kl. — 2,94 fm, 1 St. VI. Kl. — 0,24fm;
Eſchen: 2 St. III. Kl. = 1,77 fm, 17 St. IV. Kl. — 9,82 fm,
28 St. V. Kl. — 11,81 fm, 67 St. VI. Kl. — 15,53 fm;
Ulmen: 2 St. I. Kl. = 3,40 fm, 12 St. II. Kl. — 16,62 fm,
45 St. III. Kl. — 44,51 fm, 88 St. IV. Kl. — 68,64 fm,
50 St. V. Kl. — 21,27 fm, 22 St. VI. Kl. — 6,49 fm;
Aſpen: 1 St. I. Kl. — 3,17 fm, 1 St. II. Kl. — 1,15 fm,
2 St. III. Kl. — 2,27 fm; Pappeln: 4 St. I. Kl. = 12,07fm,
3 St. II. Kl.— 7,90 fm, 2 St. III. Kl. — 1,65 fm, 2 St.
IV. Kl. — 3,22 fm, 4 St. V. Kl. — 1,57 fm; Fichten:
1 St. III. Kl. — 1,08 fm: Derbſtangen, Eſchen: 4 St.
I. Kl. — 0,31 fm.
(4435
Worms und Dornberg, den 17. Februar 1913.
Großherzogliche Oberförſterei Worms.
Schaub.
Großherzogliche Oberförſterei Dornberg.
Kleinkopf.
Gut erh. gebr. Nähmaſchine zu
kaufen geſ. Off. mit Preisang.
unter H 83 an die Exp. (4345
tterh. weißes u. farb. Kleid für
Mädchen v. 10—13 J. zu verk.
Mathildenſtraße 7, part. (*4478
Subskriptions-Einladung
nom. M. 15000000.− 4% Cölner Stadtanleihe
vom Jahre 1912, II. Abteilung
(Ministerialerlass) vom 26. Juni 1912),
jegliche Tilgung und Gesamtkündigung bis zum 1. März 1923 ausgeschlossen.
Die Anleihe ist eingeteilt in Stücke von M. 5000.—, 1000.— und 500.— mit Zinsscheinen per
1. September 1913 ff. und Erneuerungsscheinen; die Tilgung der Anleihe geschieht durch Ankauf
oder Auslosung ab 1. März 1923 aus einem Tilgungsstock.
Die obige Anleihe wird unter nachstehenden Bedingungen zur öffentlichen Zeichnung
aufgelegt:
1. Die Zeichnung findet statt am
Sonnabend, den 22. Februar 1913
bei dem A. Schaaffhausen’schen Bankverein,
in Cöln
„„ Bankhause Sal. Oppenheim jr. & Cie-,
„ „ Barmer Bankverein Hinsberg, Fischer & Comp., Cöln,
„ der Rheinisch-Westfälischen Disconto-Gesellschaft Cöln A.-G.,
„ dem Bankhause Leopold Seligmann,
„ „ Bankhause J. H. Stein:
A. Schaaffhausen’schen Bankverein,
in Berlin
„
„ der Bank für Handel und Industrie,
Berliner Handels-Gesellschaft.
9)
„ dem Bankhause S. Bleichröder,
„ der Direction der Disconto-Gesellschaft,
„ „ Dresdner Bank,
„, „ Preussischen Central-Genossenschafts-Kasse;
in Aachen
Rheinisch-Westfälischen Disconto-Geseilschaft A.-G.;
,
in Barmen
„ dem Barmer Bank-Verein Hinsberg, Fischer & Comp.;
in Bonn
Barmer Bank-Verein Hinsberg, Fischer & Comp., Bonn,
„ der Rheinisch-Westfälischen Disconto-Gesellschaft,
Bonn A.-G.,
„ dem A. Schaaffhausenschen Bankverein, Filiale Bonnz
in Breslau
Bankhause E. Heimann,
V
„ der Breslauer Disconto-Bank,
„ Dresdner Bank Filiale Breslaus
in Crefeld
„ dem Barmer Bank-Verein Hinsberg, Fischer & Comp., Crefeld.
„ „ A. Schaaffhausen’schen Bankverein, Filiale Crefeld;
„ Bankhause Leopold Seligmann,
in Coblenz
„ der Rheinisch-Westfälischen Disconto-Gesellschaft
Coblenz A.-G.;
in Darmstadt bei der Bank für Handel und Industrie;
bei dem Dortmunder Bank-Verein, Zweiganstalt des Barmer
in Dortmund
Bank-Vereins Hinsberg, Fischer & Comp.,
„ der Rheinisch-Westfälischen Disconto-Gesellschaft
Dortmund A.-G.;
Dresdner Bank,
in Dresden
„ dem Bankhause Philipp Elimeyer;
„ der Bank für Handel und Industrie Filiale Düsseldorfs
in Düsseldorf
„ dem Barmer Bank-Verein Hinsberg, Fischer & Comp.,
Düsseldorf,
„ der Rheinisch-Westfälischen Disconto-Gesellschaft
Düsseldorf A.-G.,
„ dem A. Schaaffhausen’schen Bankverein Düsseldorf;
in Essen
„ der Direction der Disconto-Gesellschaft Filiale Essens
dem Bankhause L. & E. Wertheimber,
in Frankfurt a. M. „
„ der Direction der Disconto-Gesellschaft,
„ Dresdner Bank in Frankfurt a. M.,
Filiale der Bank für Handel und Industrie!
„
„ dem Bankhause L. Behrens & Söhne,
in Hamburg
„ der Norddeutschen Bank in Hamburg,
„ dem Bankhause M. M. Warburg & Co.,
„ der Bank für Handel und Industrie Filiale Hamburg,
Dresdner Bank in Hamburg:
„,
„ dem Bankhause Ephraim Meyer & Sohn,
in Haunover
„ der Bank für Handel und Industrie Filiale Hannover,
Dresdner Bank Filiale Hannover;
„
dem Magdeburger Bank-Verein;
in Magdeburg
sowie ausserdem bei den sämtlichen übrigen Niederlassungen und
Zweignieder=
lassungen vorgenannter Banken in anderen Städten.
Anmeldeformulare können von den vorgenannten Stellen bezogen werden.
2. Der Zelchnungspreis beträgt:
37O.
97 14/
zuzüglich 4% Stückzinsen vom 1. März a. c. bis zum Tage der Abnahme.
3. Bei Zeichnung sind auf Erfordern 5% des gezeichneten Betrages in bar oder solchen
Wertpapieren zu hinterlegen, die die Zeichnungsstelle als zulässig erachten wird.
4. Die Zuteilungen, deren Höhe dem Ermessen der Zeichnungsstellen überlassen bleibt,
werden baldmöglichst nach Schluss der Zeichnung erfolgen.
Stadtschuldbuchzeichnungen und Zeichnungen mit mindestens dreimonatiger
Sperr-
verpflichtung werden bevorzugt.
Den Stempel der Zuteilungsschlussnote hat der Zeichner zu tragen.
5. Die Abnahme der zugeteilten Beträge kann vom 4. März a. c. ab gegen Zahlung des
Kauf-
preises erfolgen.
Beträge bis einschliesslich nom. M. 10000.— sind ungeteilt in der Zeit vom 4. bis
8. März a. c. abzunehmen.
Bei zugeteilten Beträgen über mehr als nom. M. 10000.—- ist
die Hälfte der Stücke bis 18. März a. c.
die andere Hälfte bis spätestens 18. April a. c.
abzunehmen, wobei auch hierfür vom 4. März a. c. ab jederzeit volle Abnahme gestattet ist.
Cöln, Berlin, Breslau, Frankfurt a. M., Hamburg, Hannover u. Magdeburg, im Febr. 1913.
A. Schaaffhausen’scher Bankverein. Sal. Oppenheim jr. & Cie.
Barmer Bank-Verein Hinsberg, Fischer & Comp., Cöln.
Rheinisch-Westfälische Disconto-Gesellschaft Cöln A.-G.
Leopold Seligmann. J. H. Stein.
Bank für Handel und Industrie. Berliner Handels-Gesellschaft.
S. Bleichröder. Direction der Disconto-Gesellschaft. Dresdner Bank.
E. Heimann. L. & E. Wertheimber.
L. Behrens & Söhne. Norddeutsche Bank in Hamburg. M. M. Warburg & Co.
IV,4415,129
Ephraim Meyer & Sohn. Magdeburger Bank-Verein.
Bekanntmachung.
Die am 14. Februar 1913 im
Gräfenhäuſer Gemeindewald
abge=
haltene Holzverſteigerung iſt nicht
(4396
genehmigt.
Gräfenhauſen, 17. Februar 1913.
Großh. Bürgermeiſterei.
Petri.
Prima Nusskohlen 1
direkt von I. Zeche der Ruhr,
per Centner Mk. 1.40 gegen Kaſſe.
Fettſchrot, 50 %, per Ztr. Mk. 1.20
Union=Briketts per Ztr. Mk. 1.—
in Fuhren von 25 Zentner.
Off. u. H 84 a. d. Exped. (B4382
Anlieferung
von Trottoir=Randſteinen aus Baſaltlava.
Donnerstag, den 27. Februar ds. Js.,
nach=
mittags 3 Uhr,
ſoll im Bureau der unterzeichneten Stelle die Anlieferung von
650 Ifd. m Trottoir=Randſteinen aus Baſaltlava für die
Ge=
meinde Eberſtadt in öffentlicher Submiſſion vergeben werden.
Die Lieferungs=Bedingungen ſind auf der Großherzoglichen
Bürgermeiſterei Eberſtadt einzuſehen, woſelbſt auch die
Angebots=
formulare gegen Erſtattung der Vervielfältigungs=Gebühren
abge=
geben werden.
(4390md
Eberſtadt, den 17. Februar 1913.
Großh. Bürgermeiſterei Eberſtadt.
Schäfer.
19.-26. Februar
„Weisse Woche‟
Eine Veranstaltung, die zeigt, dass mein modernes Spezial-Geschäft auch
auf dem Gebiete der guten Gebrauchs-Ware die grössten Vorteile bietet.
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der jeden Tag gebraucht wird, und das iſt das
(180
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nicht anonyme Off. bel. man unt. J 7
a. d. Exp. Diskret. Ehrenſache (*4559md
Tur Madchen
von 4 Jahren ſuche eine nur
beſſere evang. Familie als
Pflege=
eltern. Reflektiert wird nur auf
Familie, welche Liebe und
Inter=
eſſe an der Erziehung des Kindes
hat. Monatlich 25 Mk. nebſt
Kleider, Wäſche und ſonſtigen
Aus=
lagen. Off. unt. „Lotty” bahnpost-
(*
(*4526
lagernd Frenkturt a. N.
Heiraten Sie nicht
bev. Sie über zukünft. Perſon
u. Familie, Mitgift, üb. Verm.,
Ruf, Vorleben ꝛc. genau
in=
formiert ſind. Diskr. Spezial=
Auskünfte überall.
VII112
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Zwerg-Dackel-Rüde
wachſam und ſtubenrein, Liebhab.=
Preis wird nicht bezahlt. Off. m.
Preis und Ang. von Alt. u. Farbe
unter H 91 an die Exp. (*4532
Dobermann-Pinscher
großes, prachtv. Tier, 1 Jahr alt, ſehr
treu u. wachſ., für Mk. 150.— zu verk.
Gefl. Offert. unt. J 9 an d. Exp. (*4558
Hund (For, abzugeben gegen
Rückgabe der Steuer. (*4508
Frau Diehl, Mathildenplatz 9.
Brenn= und Antzholz=Verſteigerung.
Dienstag, den 25. und Mittwoch, den 26. Februar,
jedesmal vormittags 9 Uhr anfangend, werden im Nieder=
Beer=
bacher Gemeindewald nachbezeichnete Holzſorten verſteigert:
Buchen: 201 rm Scheiter, 80 rm Knüppel, 45 rm Stöcke u. 3830 Wellen
20
Eichen: 5 „
3 „ „ „ 220
550
36
Kiefern: 56 „
31 „
„
Eichen=Stämme:
58 Stück 18—33 cm Durchm. u. 5—9 m Länge
15—28
44
Fichten= „
6—12, „
„ 6—10 „
Lärchen=
11 „ 15—19 „
6—9 „
„ 8—17
Lärchen=Derbſtangen: 94 „
,
Fichten=
48 „ 10—12 „ „
„ 7—10 ₰
10—12 „
Buchen= „
, , 5 , ,
57 Stück.
Eſchen=
Bemerkt wird, daß das Brennholz am erſten und das Stamm=
und Stangenholz am zweiten Tag zum Ausgebot kommt.
Zuſammenkunft an beiden Tagen am Hofe Breitenloh.
Nieder=Beerbach, den 18. Februar 1913.
(4439
Großh. Bürgermeiſterei Nieder=Beerbach.
Geibel.
Schreibmaſchinen=Arbeiten
Diſſertationen, Gutachten, Zeugnis=Abſchriften.
Vervielfältigungen
(4349a
Hoderſtraße 12, parterre, am Kapellplatz.
Achtung!
Achtung!
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sich der Meisterprüfung unterzogen, haben sämtlich mit Note I
bestanden. — Beginn des Kursus am 3. März.
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im Restaurant „Kaisersaal‟, Grafenstrasse, erbeten.
Hochachtungsvollst
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Frau B. Rädchen, Zuschneide-Lehr-Institut.
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Feuerbach’ſchen
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Haus Heidegg.
Von Hedda v. Schmid.
(Nachdruck verboten.)
14
Edelchen und Iſentrud hatten es auch gar zu einſam,
vielleicht würden ſich die älteren Schweſtern ein wenig
mit den Kleinen abgeben. Iſa wür die levhaſtere von
beiden, ein echtes Landkind. Wenn ſie mal weder im
Hauſe, noch im Garten zu finden war, ſo konnte man ſicher
ſein, daß ſie irgendwo in den Ställen ſteckte.
Du mußt uns Iſa im Winter leihen, Chriſtel, ſagte
Regi eines Tages am Frühſtückstiſch zu ſeiner Schweſter.
Warinka ſoll die Kleine zu uns einladen.
Frau Chriſta folgte dem Blick ihres Bruder, der auf
Iſa ruhte — und erſchrak. Nein, erwiderte ſie ſchnell, das
geht nicht, Reginald. Traute wird doch, wie Du weißt,
zur Stadt in eine Penſion gebracht. Klaus hat es bei
Matthias durchgeſetzt, daß ſie Malſtunden haben ſoll. Und
ich mit Editha und Erika hier allein — nein, das iſt
un=
möglich.
Schade, verſetzte Reginald. Nun, dann vielleicht
ſpäter.
Das wird ſich dann finden, erwiderte die Baronin.
Nachher nahm ſie Klein=Iſa in ihre Arme, preßte den
Kopf des Mädchens an ihre Schulter und ſtreichelte das
blonde Haar. Es geſchah ſo impulſiv, daß Iſa erſtaunt
fragte: Aber, Muttchen, was haſt Du nur?
Ich bin wohl etwas überreizt wegen der vielen
Menſchen. Es iſt gut, daß es nun wieder ſtill wird auf
Heidegg.
Erika teilte nicht mehr ſo bedingungslos die An=
ſchauungen der Schweſter, zu der ſie früher faſt wie zu
einem höheren Weſen emporgeblickt hatte. Nach und
nach hatte ſich das ſo geſtaltet, als neue Intereſſen das
Leben der alternden Mädchen ausfüllten.
Sie fand Herrn Gaſton von Helmering durchaus nicht
ſo liebenswert, ſo tadellos und vollkommen. Editha hatte
nie ein Geheimnis vor der jüngeren Schweſter gehabt.
Erika war ja immer nur Echo geweſen. Doch neuerdings
ſtieß Editha bei ihr auf Widerſpruch.
Helmering iſt ein Parvenü, behauptete Erika ſcharf.
Editha geriet darüber außer ſich, wurde heftig. Erika
ſchwieg. Die Leidenſchaft hatte Editha blind gemacht.
Dieſer Mann in ſeiner brutalen Schönheit und Kraft hatte
ihre Sinne berauſcht. Hoffentlich war es nur ein Rauſch,
ein vorübergehender Wahn bei ihr.
Edithas reife Erſcheinung hatte jetzt etwas beſonders
Anziehendes, aber ihr Stolz war dahin. Erika bemerkte
voller Trauer, daß die Leidenſchaft für Helmering eine
immer größere Macht über ſie gewann. Er kam nicht
auffallend häufig nach Heidegg, doch Erika wußte, daß ſie
einander oft trafen: bei Beſuchen in der Nachbarſchaft
und ſogar auf Spaziergängen. Es geſchah auch nicht
ſel=
ten, daß ein Bote aus Eldenau einen Brief oder ein Buch
für Baroneß Editha brachte.
Seitdem Erika ſich ſo unverhohlen feindlich über
Hel=
mering geäußert hatte, ſchenkte ihr Editha nicht mehr
das frühere Vertrauen, aber die Jüngere wußte trotzdem
genauen Beſcheid. Sie verſtand, in Edithas Mienen zu
leſen, ſie durchſchaute alles und ſagte ſich, daß nichts in
der Welt ihre Schweſter davon abhalten würde, die Frau
dieſes Mannes zu werden, in dem ſie in ihrer
Verblen=
dung einen Idealmenſchen erblickte,
Kurz vor dem Weihnachtsfeſt trat denn auch das von
Erika Gefürchtete ein: Helmering ließ ſich an einem Vor=.
mittag beim Freiherrn von Heidegg melden und hielt um
Editha an.
Der Freiherr hätte am liebſten ebenſo beluſtigt
auf=
gelacht wie bei Regi Steenhuſens knabenhafter Werbung,
aber er nickte diesmal nur grämlich und erwiderte dann
kalt: Meine Tochter Editha iſt längſt mündig, das muß
Ihnen doch bekannt ſein, Herr von Helmering.
Gaſton, die eiſige Abwehr parierend, erwiderte
hoch=
mütig: Ich genüge lediglich einer äußeren Form, indem
ich Sie um Ihre Einwilligung bitte, Herr Baron.
Selbſt=
verſtändlich beſitze ich ſchon das Jawort Ihrer Fräulein
Tochter.
Dann iſt ja alles in Ordnung, verſetzte der Freiherr
trocken und erhob ſich von ſeinem Schreibſeſſel, zum
Zei=
chen, daß die nur mit innerem Widerſtreben erteilte
Audienz zu Ende ſei. Er ſah alt und ſorgenvoll aus.
Von einer Verlobungsfeier war keine Rede. Editha
fühlte zum erſtenmal in ihrem Leben etwas wie
Dank=
barkeit und Teilnahme für ihre Stiefmutter. So lange ſie
Helmerings Verlobte war, ſtand ſie vor lauter
verſchloſſe=
nen Türen. Der Vater hatte nur einen froſtigen
Glück=
wunſch für ſie gehabt. Sie wußte, daß er ihren Entſchluß
nicht billigte, obgleich er kein Wort dagegen äußerte. Erika
ging erſt recht ſtumm und in verbiſſenem Groll einher
und verſchwand ſofort auf ihr Zimmer, ſobald Helmering
nach Heidegg kam. Iſa fand den Stiefſchwager im ſtillen
abſcheulich; ſeine dreiſten Augen, ſein ſtets ein wenig rohes
Lachen verletzten ſie.
Fabi hielt ſich eiſig höflich, worüber Helmering nicht
ſelten in ſtumme Wut geriet,
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allen bekannten Niederlagen unſerer Fabrikate.
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Frau Chriſtas Herz litt unter all dem. Auch ihr war
Edithas Verlobung nicht nach dem Sinn, aber ſie war
doppelt herzlich gegen die Stieftochter und wurde jetzt
nicht zurückgewieſen. Mit dankbarer Befriedigung ſah
Frau Chriſta endlich das, was ſie all die Jahre hindurch
vergeblich erſehnt hatte: es herrſchte Friede zwiſchen den
Stiefgeſchwiſtern. Die Brüder waren ritterlich gegen die
älteren Schweſtern — die alten Zwiſtigkeiten lagen ſo weit
zurück.
Editha ſuchte Frau Chriſta in der Dämmerung in
der Wohnſtube, welche ſie früher ſtets gemieden hatte, auf.
Du biſt ſo glücklich geworden mit meinem Vater, Chriſta,
ſagte Editha zögernd und ein wenig verlegen, Du mußt
mich verſtehen, alle anderen ſind ſo gleichgültig und
ſchwie=
gen meine Verlobung am liebſten tot. Ja, Erika ſieht in
meiner Liebe zu Gaſton beinahe ein Verbrechen.
Frau Chriſta ergriff Edithas Hand und ſtreichelte ſie.
Dieſes alternde Mädchen mit dem noch ſo jungen,
un=
geſtümen Herzen hatte in ihren Augen durchaus nichts
Lächerliches. Du mußt nicht gleich alles ſo ſchwer nehmen,
liebe Editha.
Darf man ſich denn nur mit achtzehn oder höchſtens
mit achtundzwanzig Jahren verloben, ohne daß darüber
geſpöttelt wird? Alle ſind gegen uns. Gaſton merkt es
natürlich auch. Er iſt nur zu ſtolz und zu vornehm, um
es zu zeigen.
Glaube mir, ich wünſche von Herzen Dein Beſtes,
entgegnete Frau Chriſta warm, und deshalb bitte ich Dich,
fuhr ſie fort, auf die Gefahr hin, Edithas Vertrauen zu
verſcherzen, aber doch dazu getrieben, ſie zu warnen: Gib
Dich nicht ſelber auf in Deiner ſchrankenloſen Neigung zu
Helmering. Man darf auch in dem beſten Mann kein
jehlerfreies Ideal erblicken, wenn man nicht in die Gefahr
geraten will, durch eine Enttäuſchung nachher um ſo tiefer
getroffen zu werden.
O, wie ich ihn liebe! rief Editha in leidenſchaftlicher
Erregung. Er wird mich nie enttäuſchen! Ihr alle kennt
Gaſton nicht! Jetzt erſt weiß ich, wie lange ich gedarbt
habe in einer grenzenloſen Herzenseinſamkeit. Erika haßl
Gaſton, weil ſie eiferſüchtig iſt. Aber durch dieſen törichten
Haß wird ſie meine Liebe verſcherzen.
Frau Chriſta ſtand, wie früher ſo oft, heute wieder
einmal ihren Stieftöchtern ratlos gegenüber.
Es lag kein Grund vor, Edithas Hochzeit lange
hin=
auszuſchieben. Editha war bereits eifrig mit ihrer
Aus=
ſtattung beſchäftigt und zog die Stiefmutter dabei zu Rate.
Am Altjahrabend waren Helmerings Mutter und
Schweſter zum erſtenmal Gäſte auf Heidegg, wo bis auf
Diez, der keinen Urlaub erhalten hatte, alle Kinder
ver=
ſammelt waren. Es wollte jedoch keine rechte Feſtfreude
aufkommen. Die unſichtbare Wolke, die ſchon lange am
Horizont von Haus Heidegg drohte, rückte immer näher
und näher. Keiner der Heidegger vermochte ſich darüber
Rechenſchaft zu geben, worin eigentlich der Druck beſtand,
der auf ihnen laſtete, und keiner ſprach ſich mit dem
an=
dern darüber aus.
Die alte Frau von Helmering, eine ſtattliche Dame mit
männlichen Geſichtszügen, trat recht anſpruchsvoll auf und
betonte bei jeder Veranlaſſung die „geborene Komteſſe‟
Ihre Tochter Eliſabeth gab ſich viel zu liebenswürdig,
als daß man die Artigkeiten, mit denen ſie ſo freigebig
war, für bare Münze hätte nehmen können. Fabian
ver=
abſchiedete ſich noch vor dem zwölften Glockenſchlage.
Irma ſei nicht ganz wohl und erwarte ihn zeitig zurück.
Es war eigentlich eine Ausrede, denn Fabian war kein
rückſichtsvoller Gatte, aber die Geſellſchaft dieſer Hel=
merings verſetzte den ohnehin nervöſen Menſchen in Wut.
Frau Chriſta begleitete ihren Aelteſten bis in die Halle
hinunter. Sie legte ihm beide Hände auf die Schulter
und ſchaute ihn forſchend an.
Mutter, Du ſiehſt mich ſo an, als wäre ich noch Dein
kleiner Bube und hätte etwas pekziert, meinte er lächelnd
und will unwillkürlich ihrem fragenden Blick aus.
Sie nickte kaum merklich und ſagte nur: Grüße Deine
Frau von mir, Fabi, und ſie ſoll ſich gut pflegen. Das
bedeutete mit anderen Worten: Pflege Du Deine Frau
gut, mein Sohn.
Werde es ſchon beſorgen, Mutter.
Da nickte ſie ihm noch einmal freundlich zu, als er
bereits in ſeinem großen Fahrpelz in der Tür der Halle
ſtand, die der Diener für ihn offen hielt. — — —
Es war nun viel die Rede davon, daß Nika Lansky
demnächſt ihren Wohnſitz in Eldenau nehmen würde. Wie
es hieß, liebte ſie Petersburg nicht und war des
Aufent=
halts in ausländiſchen Hauptſtädten und Bädern müde.
Frau von Helmering und ihre Tochter ſprachen nur
noch von „Monikas Heimkehr” Sie ſagten einfach „
Mo=
nika” obwohl ſie weder verwandt noch bekannt mit der
Baronin Lansky waren. Sie hatten ſie ſogar noch nie
geſehen, aber ſie ſpendeten ihr ein überſchwengliches Lob.
Editha wurde das manchmal zu viel: Als Kind war Nika
oft ungezogen, und als Frau iſt ſie recht burſchikos. Erika
und ich haben ſie doch in München getroffen, bemerkte ſie
ärgerlich.
Dieſer Widerſpruch hatte nun zur Folge, daß
Eliſa=
beth von Helmering etwas von „Neid” murmelte und
dann verzückt ausrief: Wir haben ja Monikas Bild
ge=
ſehen, ſie iſt einfach reizend.
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Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
½ do. Conſols . . . 88,30
do.
77,80
do.
4 Bad. Staatsanleihe .
99,70
93,00
do.
3½
do.
83.50
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 99,75
do.
86,50
3½
do.
3
77,70
4 Hamburger Staatsanl. 98,40
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 99, 10
4 do. do. (unk. 1918) 99,10
do.
86,60
3½
do.
75,60
3 Sächſiſche Rente.
78,80
4 Württemberger v. 1907 99,30
do. v. 1875 93,90
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
¾/ Griechen v. 1887 . . 54,30
5¾ Italiener Rente
½ Oeſterr. Silberrente 86,50
do. Goldrente . . . 90,0.)
do. einheitl. Rente 83,70
5 Portug, unif. Serie I 63,30
do. unif. Ser. III 66,50
B do. Spezial . . . 9,70
5 Rumänier v. 1903 . . 99,90
4 do. v. 1890 . . 92,80
do. v. 1905 . . 87,20
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 89,50
do. v. 1902 . . . . 88,85
4½ do. v. 1905 . . . . 99,80
4½ Schweden . . . . . .
3 Serbier amort. v. 1895 79,80
4 Türk. Admin. v. 1903 77,75
Türk. unifiz. v. 1903 85,80
4 Ungar. Goldrente . . . 86,80
4 do. Staatsrente. . . 84,10
In Prot.
5 Argentinier . . . . . . 100,90
86,10
do
4½ Chile Gold=Anleihe. 92,10
5 Chineſ. Staatsanleihe . 93,80
4½
91,90
do.
91,00
4½ Japaner.
, ,
5 Innere Mexikaner . . . 90,20
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 84,00
5 Gold=Mexikaner . . . . 98,00
3 Buenos Aires Provinz 68½
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
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fahrt . . . . . . . 147,00
5 Nordd. Lloyd . . . . . 114½
6½ Südd. Eiſenb.=Bef. . 127,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60½
Einz. Mk. 408 . . 112,25
6 Baltimore und Ohio . 103,00
6 Schantungbahn . . . . 127,00
6½ Luxemb. Prince Henri —
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 22,85
6 Pennſylvania R. R. . 122,00
Leßte Induſtrie=
Divid. Aktien.
-
3 Brauerei Werger
25 Bad. Anilin= u. Soda=
531,00
Fabrik . .
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim . . . . . . . 240,00
30 Farbwerke Höhſt . . 621,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 349,80
10 Cement Heidelberg . . 146,00
30 Chem. Werke Albert 437,00
14 Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 320,30
5 Lahmeyer . . . . . . . 122,00
Letzte
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Divid.
7½ Schuchert, Nürnberg 141,50
12 Siemens & Halske .212,75
5 Beramann Electr. . . 118,00
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 160,50
25 Gummi Peter . . . . 76,50
0 Kunſtſeide Frankfurt 70,00
30 Adler=Fahrradwerke
.585,00
Kleyer .
10 Maſchinenf. Badenia 180,00
16 Wittener Stahlröhren
8 Steana Romana Petr. 148,25
15 Zellſtoff Waldhof . . 232,50
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel.
198,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 93,00
3 Südd. Immobilien . 58,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede
.170,50
12½ Bochumer Bergb.
Gußſt. . . . . . . 209,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 157,00
10 Gelſenkirchener . . . . 190,25
9 Harpener . . . . . . . 188,70
18 Phönix Bergb. un
Hüttenbetrieb. . . 252,00
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 83,00
6 Laurahütte
.172,50
10 Kaliwerke Aſchersleben
Weſteregeln 200,10
11
7½ South Weſt Africa
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3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 83,00
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 91,80
Franz=Jofefs=Bahn .
3 Prag=Durer .
74,00
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 92,50
75,90
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99, 20
do.
75,50
InPron,
2‟ Oeſt. Südb. (Lomb.) 52,60
76,80
3 Raab=Oedenburg .
4 Kronprinz Rudolfbahn
4 Ruſſ. Südweſt. . . .
4½ Moskan=Kaſan . . . 96,00
do.
4 Wladichawchas . . . . 86.20
4 Riäſan Koslow . . . .
3 Portugieſ. Eiſenb. .. 74,70
4½
do.
68,40
2¼ Livorneſer
3 Salonique=Monaſtir 62,20
4 Baadadbahn .
80,60
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 94,10
4 Miſſouri=Paciſic. . .. 70,50
4 Northern=Paciſic . . . 98,00
4 Southern=Paciſte .
93,90
5 St. Louis und San
Francisco. . . . . 82,20
5 Tehuantepec . . . . . . 97,50
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 149,70
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 166,25
6½ Darmſtädter Bank . 123,50
12½ Deutſche Bank . . . 253,80
6 Deutſche Vereinsbank . 123,20
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,30
10 Diskonto=Kommandit 187,90
8½ Dresdener Bank . . 154,50
9½ Frankf. Hppoth.=B. 215,50
6½ Mitteld. Kreditbank 120,40
Nationalb. für Deutſchl. 122,40
7 Pfälziſche Bank . . . . 130,00
5.86 Reichsbank . . . .137,80
7 Rhein. Kreditbank. . . 136,60
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 113,55
7½ Wiener Bankverein . 132,00
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 98,00
In Proz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . .
86,90
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
97,80
S.52 . . .
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 97,
3½
87,25
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,30
3½
87,30
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Banl
98.60
S. 12, 13, 16 .
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23 . . .
. . . . 98,90
3½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 87,30
S. 3—5 . . . . . . . . 87,10
S. 9—11 . . .
87,20
,
Meininger Hyp.=Bank 97,60
3½
do.
86,50
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 97,60
31) do. (unk. 1914)
86,80
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,00
do.
87,80
3½
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . . . 97,50
3½
do.
88,00
98,80
4 Frankfurt. . . .
3½
do.
96,00
4 Gießen . . . . . . . . 96,50
do.
3½
Heidelberg . . . . . . 97,10
37
do.
87,70
4 Karlsruhe . . . . . . 96,
3½
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3½
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Mainz . . . . . . . . 97,40
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90,00
do.
3½
4 München . . . . .
99,30
3½ Nauheim . . . . . .
Nürnberg. . . . . . . 98,50
87,60
do.
3½
4 Offenbach . . . . . . . 97,60
Zf.
In Proz.
3½ Offenbach .
4 Wiesbaden . . . . . . 98,75
3½
do.
89,00
4 Worms . . . . . . . . 97,30
do.
3½
89,10
4 Liſſaboner v. 1888 . 76,40
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 173,25
3½ Cöln=Mindner , 100 142,00
3 Holl. Komm. . fl. 100
3 Madrider . . Fs. 100 73,50
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 138,50
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 177,40
3 Oldenburger . . .
2½ Raab=Grazer fl. 150 —
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7 32,00
Braunſchweiger Tlr. 20 197,00
Freiburger . . . . Fs. 15 88,50
Mailänder . . . . Fs. 45
do. . . . . Fs.10 34,80
Meininger . . .
fl. 7
Oeſterreicherv. 1864 fl. 100 —
do. v. 1858fl. 100 470,00
Ungar. Staats . . fl. 100 379,00
Venediger . . . . Fs. 30 56,90
Türkiſche . . . . Fs. 400 155,80
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,43
20 Franks=Stücke . . . . 16,27
Amerikaniſche Noten . . . 4, 18½
Engliſche Noten . . . . . 20,44
Franzöſiſche Noten. . . . 81,20
Holländiſche Noten. . . . 169,05
79,95
Italieniſche Noten . .
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,55
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,80
Reichsbank=Diskonto.
Reichsbank=Lombard Bsf. 7
Seite 16,
1913
och, den 19. Fehr
aru
Nummer 42.
Spitzen und Einsätze.
Lein.,
Klöppel-Spitzen 7Mtr.
-Stücke
35
besonders billig . . . . .. ..
Valencienne-Spitzen
Valencienne-Einsätze . .
Tüll-Spitzen . . . ..
Tüll-Stoffe
, ,
Spachtel-Stoffe
Wasch-Tülle, doppelt breit
Meter 25, 20, 15, 10.
Meter 28, 18, 12
Meter 1.25 95, 77, 65
Meter 2.50, 1.75, 1.35
Meter 3.50 2.45
. . . Meter
8 ₰
7 ₰
30 ₰
95 ₰
1.95
85 ₰
Klöppel-Einsätze
Lei-
nen
besonders billig. . . . Meter 40₰
Wäsche-Festons
Stück = 10 Meter 35₰
Lockennadeln . . . . . 2 Pack 1₰
.Stück
1 ₰
Fingerhüte . . .
Kragenknöpfe
Stück 1₰
Dutzend 1 ₰
Hosenknöpfe
Porzellanhemdenknöpfe . Dutzend 1 ₰
Knopflochseide
. . . Rolle 1₰
Schuhknöpfer . . . . . Stück 1₰
Haarnadeln . . . .
2 Pakete 1₰
. Paket 2 ₰
Haken und Augen
Paar 2 ₰
Halbschuhriemen .
Nähnadeln . . . . Brief - 25 St. 2 ₰
Dutzend 2 ₰
Sohuhknöpfe
Kragenknöpfe (Mechanik) . Stück 2 ₰
Krawattenhalter . . . . Stück 2 ₰
Wäschemonogramme . . Dutzend 2 ₰
. Meter 2₰
Rouleaux-Kordel
Stecknadeln . Brief = 200 Stück
Lotband . . . . . . . . Rolle
. . . Spiel
Stricknadeln .
Eisengarn . . . Rolle — 40 Mtr.
Hosenknöpfe (Metall). Dutzend
Haarnadeln, gewellt u. dick Pak.
Fingerhüte (Aluminium) .
Haken und Augen (weit) Pak.
Druckknöpfe
. . . Dutzend
Stahlstecknadeln . . . . Briet
Wäscheknöpfe . . . . Dutzend
Stoßzlitze
. Meter
Zentimeter-Maße . .
Stück
Schürzenband (bunt) . . . Stück
Stück
Hutnadelschützer
Halbleinenband, mittelbreit . . .
Gardinenband .
Taillenverschlufs . .
Blusengummiband
Strumpfgummiband
Automat-Hosenknöpfe
Sicherheits-Nadeln
Stopfgarn, Baumwolle
Meter 8
. Stück . 8 ₰
Meter 8₰
Meter 8 ₰
. Dutzend 8 ₰
. Mappe 8 ₰
.Knäuel 8 ₰
Kragenstäbe, Celluloid
Maschinenseide . . .
Wäsche-Monogramme
Schablonentafel . .
. Dutzend 20 ₰
Holzrolle 20 ₰
½ Dtzd. 20 ₰
. Stück 20 ₰
aus Tüll, Batist
labots
reizende Neuheiter
ankungend Stuck
aus Tüll
Blousenkragen oder
Spach-
telstoffen, diverse neue Fagons
anfangend Stück . . . . .
schwarz und
Lackgürtel farbig, ganz
mod. Sachen
3 ₰
3 ₰
3 ₰
3 ₰
3 ₰
3 ₰
3 ₰
3 ₰
Lotband, schwarz u. weiß Rolle 10 ₰
Leinenband
. . Stück 10 ₰
Schuhriemen, Eisengarn . Dutzend 10 ₰
Schweißblätter
. . . Paar 10 ₰
Korsettschnur, ca. 4 Meter lang 10 ₰
Druckknöpfe „Pryms‟. . Dutzend 10 ₰
Strumpfband-Schließen m. dummi Paar
10 ₰
Gummi-Band
Korsett-Mechanik
Taillenstäbe . . .
Kragenstäbe mit Perle
Schweißblätter . .
Jaconetband
Reißnägel .
Abschnitt 14₰
Paar 14₰
Dutzend 14 ₰
Paar 14₰
Paar
14 ₰
10 Meter 14 ₰
1 Groß 14₰
Taillenband . . . . . . Meter 6 ₰
Beinknöpfe . . . . . Dutzend 6 ₰
Meter 6 ₰
Besenlitze .
Brief 6 ₰
Stopfnadeln
Kragenstäbe . . . . . Dutzend 6 ₰
Druckknöpfe .
Dutzend 6₰
Perlmutterknöpfe
Sternseide . . .
Beinringe . . .
Reißnägel . . .
Haarbänder . .
Blitz-Nähnadeln .
. Dutzend 5 ₰
Stern 5 ₰
Dutzend 5 ₰
3 Dutzend 5 ₰
Stück 5 ₰
Brief 5 ₰
4 ₰
4 ₰
4 ₰
4 ₰
4 ₰
4 ₰
4 ₰
4 ₰
Schneiderinnen
erhalten auf alle
Artikel
Extra-Rabatt von
Kxtra blilige
verkaufs=Tage
in
Karswaren
Gemeinschaftlicher Einkauf
mit etwa 60 gleichartigen
Ein Restposten
Rocklüster
arbig . jetzt jeder Meter
Sport, Spiel und Turnen.
* Fußballſport. Der Darmſtädter
Sport=
klub 1905 verlor mit 3:6 Toren gegen die
Sportver=
einigung Metz auf eigenem Platze. Durch dieſe
Nieder=
lage iſt es der Sportilub=Elf unmöglich, in die Ligaklaſſe
aufzurücken, ſondern ſie muß nunmehr weiter in der
A=Klaſſe verbleiben.
Bobſleigh=Rennen. Am Samstag den 22.,
Sonn=
tag, den 23. und Montag, den 24. Februar, veranſtaltet
der Bobſleigh=Klub Schierke auf ſeiner Klubbahn in
Schierke drei bedeutſame Rennen und zwar 1. Rennen um
die Meiſterſchaft vom Harz, 2. Rennen um den Derby=
Preis des Deutſchen Bobſleigh=Verbandes (Goldpokal)
und 3. um den Damenpreis. Es ſind dies die
wertvoll=
ſten Preiſe des Klubs und werden vorausſichtlich von den
beſten Fahrern beſtritten werden. Wir bemerken
noch=
mals, daß dies Jahr in Schierke der Weltrekord im
Bobſleighfahren aufgeſtellt wurde: 2000 Meter in 1: 53,9.
Es lohnt ſich beſonders, zu dieſem Feſt zu kommen, da
auch die Harzlandſchaft, insbeſondere das Brockengebiet,
von Schierke aufwärts in märchenhafte Schneelandſchaft
verwandelt iſt.
sr. Der Deutſche Golf=Verband hält, wie berichtet,
ſeinen Verbandstag am Samstag, den 15. März,
nachmit=
tags 6 Uhr, in Hamburg im Hotel Atlantic ab. Die
Tagesordnung iſt recht umfangreich. Nach Erſtattung des
Jahresberichtes, des Kaſſenberichtes und der Feſtſetzung
des Jahresetats für 1913 werden zunächſt die
Vorſtands=
wahlen vorgenommen werden. Weitere Punkte der
Ta=
gesordnung ſind dann: Beſchlußfaſſung über die
Meiſter=
ſchaftsſpiele für 1913, Wahl des Platzes und Feſtſetzung
rdes Termins. Einladungen ſind von Oberhof i. Th. und
Bremen eingegangen; ferner Beſchlußfaſſung über eine
roffene Amateur=Meiſterſchaft und eine Meiſterſchaft der
Deutſchen, Feſtſetzung des Termins für den Verbandstag
*1914, Beſchlußfaſſung über Bewilligung eines
Jahres=
bbeitrages zum Deutſchen Reichsausſchuß für Olympiſche
Spiele, Feſtlegung einer Mittelleiſtung für die vom
Deut=
ſſchen Reichsausſchuß für Olympiſche Spiele gegebene
Aus=
zeichnung, Beſchlußfaſſung über die Wettſpiel=
Beſtimmun=
igen, betreffend Aenderung einer Mannſchaft während des
Wettſpiels.
sr. Die Riviera=Lawn=Tennis=Saiſon wurde mit einem
änternationalen Turnier in Beaulieu eingeleitet, bei dem
die deutſchen Spieler F. W. Rahe und R. Kleinſchroth
be=
mmerkenswerte Erfolge erzielen konnten. Im Herren=Ein=
Felſpiel ſiegte F. W. Rahe gegen Graf Salm 3—6, 6—2,
8—6, 6—2, nachdem Rahe vorher R. Kleinſchroth 7—5,
27—5 und Graf Salm H. Kleinſchroth mit 6—1, 6—1
ge=
ſſchlagen hatten. Das Damen=Einzelſpiel gewann Miß
MRyan gegen Miß Taylor 6—2, 6—1. Im Herren=
Doppel=
ſſpiel um die Meiſterſchaft von Beaulieu blieb das deutſche
Paar F. W. Rahe-H. Kleinſchroth gegen A. Vallis=
Meyers-Graf Salm 6—2,
6—3, 4—6, 6—3 erfolgreich.
Das gemiſchte Doppelſpiel gewannen Graf Salm-Miß
(Ryan gegen A. Vallis=Meyers-Miß Taylor mit 6—2,
5—2.
Kongreſſe und Verbandstage.
Der Verband Mitteldeutſcher
Indu=
ſtrieller hielt am 15. und 16. Februar unter ſehr reger
Beteiligung ſeine erſte Generalverſammlung
ab, zu der eine Reihe von induſtriellen Verbänden und
Handelskammern Vertreter entſandt hatten. Von den 22
Vorſtandsmitgliedern des Verbandes hatten
ſatzungs=
gemäß 7 auszuſcheiden, die in der
Mitgliederverſamm=
ſrung wiedergewählt wurden. In der öffentlichen
Indu=
ſtriellenverſammlung ſprach der Syndikus des
Verban=
des, Dr. Andres, über: „Beſtrebungen und bisherige
Tätigkeit des Verbandes Mitteldeutſcher Induſtrieller”.
Der Referent gab einen Ueberblick über die Tätigkeit des
Verbandes während des erſten Geſchäftsjahres und
erör=
terte hierbei das Verhältnis der Induſtrie zu den
geſetz=
gebenden Faktoren, den Behörden, der Landwirtſchaft, der
Privatbeamtenſchaft und der Arbeiterſchaft und betonte,
taß die Induſtrie keine Privilegierung durch die
Geſetz=
ebung, ſondern nur eine Gleichſtellung mit anderen
Er=
werbsgruppen anſtrebe, die aber heute noch längſt nicht
er=
teicht ſei. — Dr. Schneider=Berlin, Syndikus des
Bundes der Induſtriellen, ſprach über: „Die Vorbereitung
tnftiger Handelsverträge” und verlangte eine weſentlich
beſſere Berückſichtigung der verarbeitenden und auf den
u e e ee un Aemtenn
geſtaltung unſerer Handelsverträge. In einem ſehr
gründ=
lichen Referat legte der Redner im einzelnen dar, in
wel=
cher Weiſe dies zu erreichen ſei.
In der Verſammlung am Sonntag vormittag ſprach
als erſter Referent Dr. Streſemann=Berlin,
Syn=
dikus des Verbandes Sächſiſcher Induſtrieller und
Prä=
ſidialmitglied des Bundes der Induſtriellen, über:
„Deutſchlands weltwirtſchaftliche Intereſſen‟. In dem
nach Form und Inhalt gleich vollendeten Referat
ſchil=
derte der Redner den wirtſchaftlichen Aufſchwung
Deutſch=
lands während der letzten Dezennien und zeigte im
ein=
zelnen, mit welchen Schwierigkeiten die deutſche Induſtrie
zu kämpfen habe gegenüber den Induſtrien des
Auslan=
des, insbeſondere Englands, den Vereinigten Staaten
von Nordamerika und Frankreichs, die entweder über
große heimiſche oder koloniale Abſatzgebiete verfügen.
Als letzter Redner ſprach Landeswohnungsinſpektor
Gretzſchel=Darmſtadt über: „Wohnungsfrage
und Induſtrie‟ Die vier Vorträge werden demnächſt als
Heft II der Veröffentlichungen des Verbandes
Mittel=
deutſcher Induſtrieller erſcheinen. Dem Verband gehören
zurzeit zirka 370 Firmen und ein Brancheverband mit
zirka 180 Firmen an.
Handel und Verkehr.
— 4prozentige Kölner Stadtanleihe.
Laut der im Annoncenteil erſcheinenden Einladung findet
die Subſtription auf 15 Millionen Mark obiger Anleihe
am. 22. ds. Mts. zu 97¾4 Prozent u. a. bei der Bank für
Handel und Induſtrie, hier, ſtatt.
II. Frankfurt a. M., 18. Febr. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Obwohl Landweizen und Landroggen wieder
reichlich offeriert waren, konnte ſich das Geſchäft nicht
be=
leben, da insbeſondere die Mühlen ſehr zurückhaltend
blieben; ebenfo ſtark war Hafer und Gerſte angeboten,
wobei die Preiſe überall ohne weſentliche Veränderung
ſind. Ausländiſche Brotfrüchte wenig beachtet und immer
noch ziemlich hoch gehalten. Futtermittel und Mehl ſtetig.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt
unverän=
dert. An der Berliner Produktenbörſe war
Getreide ziemlich feſt, beſonders Roggen, da das Wetter
kälter geworden iſt mit leichtem Froſt, die Wetterwarte
ein Steigen des Froſtes ankündigte und man den
gerin=
gen Schneefall nicht als genügend zum Schutz der Saaten
hält. Auch die Verſchärfung der politiſchen Lage regte
etwas an. Hafer war befeſtigt auf die Kälte und die
Po=
litik; die Preiſe für Lokoware waren aber noch nicht erhöht.
Nach den letzten Kabelnachrichten von den
amerikani=
ſchen Getreidemärkten (New=York und Chicago)
ſchließt Weizen und Mais nach mehrfachen Schwankungen
in feſter Haltung auf das ungünſtige Wetter im
Süd=
weſten der Vereinigten Staaten und Deckungen der
Spe=
kulation. Vorübergehend lag Mais ſchwächer auf
Ab=
gaben der Firma Armour. Die ſichtbaren Weizenvorräte
ſind dort in dieſer Woche von 68.26 Millionen Buſhels
auf 67,68 Millionen Buſhels zurückgegangen, hingegen
die Maisvorräte von 12.34 Millionen Buſhels auf 14,24
Milionen Buſhels geſtieger.
Hier ſtellen ſich die
6ei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und auer, 20,90—21
Norddeut=
ſcher 20.90—21, Kurheſſiſcher 20,90—21, Ruſſiſcher 23,50
bis 24,50, Kanſas 23,50—24, Rumäniſcher 33,50—2450.
Redwinter 23,50—23,75, Manitoba 23—23,50, La Plata 23
bis 23.75, Walla Walla 23—23,50; Roggen, hieſiger. 18,
Bayeriſcher (Pfälzer) 18—18,10, Ruſſiſcher —,
Amerikani=
ſcher — Rumäniſcher —: Gerſte, Pfälzer 19,50—20,25,
hieſige 19,50—20, Fränkiſche 1950—20,25, Ungariſche —
Riedgerſte 19,50—20; Hafer, hieſiger, 18—19.
Bayeri=
ſcher 18—19, Ruſſiſcher 20—21, Amerikaniſcher 17—18
Ru=
mäniſcher 20—24; Mais mired 15.25—15,40, Ruſſiſcher
15,25—15,50. Donaumais 15 25—15,50, Rumäniſcher 15.25.
bis 15,50, La Plata 15,25—15,40, weißer Mais 15 20 bis
15,40, Weizenſchalen 10,50—10,75, Weizenkleie 10.50 bis
10 75. Roggenkleie 10,50—10,75, Futtermebl 14—16,
Bier=
treber, getrocknet, 13,75—14,50. Futtergerſte 16,25—16,50:
Weizenmehl, hieſiges (Baſis ab Mannheim), Nr. 0: 30.75
bis 31, feinere Marken 31—31,25. Nr. 1: 30—30,25, feinere
Marken 30 50—30,75. Nr. 2: 28,75—29 feinere Marken
29,25—29,50, Nr. 3: 27—27.50, feinere Marken 27.75—28,
Nr. 4: 24—24,25, feinere Marken 24,50—24,75;
Roggen=
mehl hieſiges. Nr. 0: 27—27,25, Nr. 1: 24,75—25,
Nr. 2: 22,25—22,50.
Literariſchtes.
Unter der goldenen Kuppel. Heitere
Bilder aus dem Reichstag von Hugo Frenz. Mit
ſechs humoriſtiſchen Zeichnungen und Umſchlagbild von
Paul Halke. (Verlag von Hermann Barsdorf in
Ver=
lin W 30.) Preis: Eleg. broſch. 3 Mk., in Originalband
4.50 Mk. Frenz berichtet von allerlei ulkigen
Zwiſchen=
fällen von Nachtſitzungen, Entgleiſungen der Redner und
den Ordnungsrufen empörten Präſidenten. Tumultizenen
wirbeln den Staub auf Obſtruktion! Dann kommen die
Reichsboten ſelbſt zu Worte, einige wenigſtens, die eine
humoriſtiſche Ader haben. Sie ſagen frank und frei, wie
ſie ſelber über den Humor im Reichstag denken. Alles
in allem: Eine bunte Fülle von Bildern, ein luſtiger Film
von unendlicher Länge.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
8 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 9. Febr.: dem Schweizer Heinrich
Friedr. Traumüller, Erbacherſtr. 142, eine T. Frieda.
Am 12.: dem Althändler Viktor Schatz,
Alexan=
derſtraße 15, eine T. Auguſte. Am 10.: dem
Tiefbautech=
niker Chriſtian Lorenz Sames, Kranichſteiner Str. 59/10,
ein S. Erwin Ernſt Ludwig. Am 9.: dem
Heizungsmon=
teur Guſtav Veit, Gartenſtraße 26, eine T. Hanna Sofia
Elſa. Am 17.: dem Magazinarbeiter Emil Karl Jakob
Keßler, Große Bachgaſſe 24, eine T. Eliſabeth Anna.
Am 16.: dem Fuhrmann Joſef Anton Rick, Erbacher
Straße 125, ein S. Anton. Am 11.: dem Sergeant und
Hoboiſt im Leibgarde=Inf.=Regt. Nr. 115 Paul Mar Aug.
Wilhelm Bäniſch, Pankratiusſtraße 2, ein S. Bruno
Heinrich. Am 16.: dem Buchbinder Auguſt Wilh. Möſer,
Mauerſtraße 27, eine T. Margot Elfriede Erna. Am 17.:
dem Tapezier Karl Arthur Schmidt, Taunusſtraße 49.
eine T. Eliſabeth Martha.
Aufgebote. Am 13. Febr.: Dekorateur Alfred Oskar
Schäfftlein, Waldſtraße 32, mit Katharina Wilhelmine
Schall in Marburg a. d. L. Schreiner Peter Fath in
Bürsbach (Gemeinde Lampenhain) mit Luiſe Gärtner,
hier. Wagner Ludwig Wilhelm Müller in Arheilgen
mit Hausmädchen Anna Magdalene Eliſab. Euler,
Luiſenſtraße 4. Am 14.: Kaufmann Friedrich Eberhard
Hermann Richter in Friedrichshafen mit Emilie
Frie=
derike Martha Helene Roeſtel, Grafenſtraße 29.
Kauf=
mann Johann Michael Nachtmann mit Haushälterin
Marie Wölfl, beide in Wiesbaden. Am 17.:
Zahlmei=
ſteraſpirant im Leib=Dragoner=Regiment Nr. 24 Georg
Heinrich Frieß mit Eliſabeth Leib in Mommenheim.
Schriftſetzer Marimilian Ludwig Schneider in
Lud=
wigshafen mit Johanna Erneſtine Friedrike Metzger,
Mollerſtraße 45. Metzger Heinrich Spalt III. in
See=
heim mit Anna Maria Schellhaas in Crumſtadt.
Eheſchließungen. Am 8. Febr.: Schloſſer Friedrich
Schönbein mit Eliſab. Weyrauch, beide hier.
Eier=
händler Nikolaus Göttmann mit Kathar. Schwab geb.
Sce, beide hier. Am 13.: Diplom=Ingenieur Schleima
Götz mit Eva Diefenbach, beide hier. Cafétier Rud.
Pecher mit Inhaberin eines Cafés Klara Stock, beide
hier. Am 15.: BetriebsIngenieur Albrecht Vilmar in
Boizenburg a. d. Elbe mit Martha Finkenwirt, hier.
Kaufmann Georg Rautenſtrauch mit Anna Bernius,
beide hier. Zimmermann Heinrich Reidel mit Chriſtine
Schäfer, beide hier. Bierbrauer Thomas Bachhuber,
mit Köchin Maria Michel, beide hier.
Geſtorbene. Am 14. Febr: Henriette Strauß geb.
Mainzer, 73 J., iſr., Witwe des Kaufmanns, Dieburger
Straße 50. Maria Becker geb. Hamann, 57 J., ev.,
Ehe=
frau des Lokomotivführers, Bleichſtraße 51. Privatin
Eliſabeth Lautz. geb. Lautz, 85 J., Witwe des
Metzgermeiſters. Wienersſtraße 64½. Am 15.: Schloſſer
Adam Ewald, 56 J., ev., Gardiſtenſtraße 6. Babette
Sonnthal, geb. Wagner, 51 J., ev., Ehefrau des
Inſtalla=
teurs. Wilhelmine Johanna Emilie Gambs geb
Bern=
hard, 59 J. ev., Witwe des Lackierers, Arheilger Str. 37.
Am 16.: Fabrikarbeiter Friedrich Lohr. 68 J., ev., in
Dornheim. Am 15.: Luiſe Geier, 11 Mon., ev.. T. des
Fabrikarbeiters, Neue Ireneſtraße 10. Am 16.:
Metzger=
meiſter Valentin Sattler, 50 J., ev., Grüner Weg 4. Am
17.: Katharing Ihrig geb. Brückner, 65 J., ev., Witwe
des Taglöhners, Brandgaſſe 14. Marie Eliſab. Stroh
geb. Reinhard, 75 J., ev.
Dervenarbeit und Dervensubstanz
(Lecithin).
(Nachdruck verboten.)
Das Zentral=
Nerven=
ſiätem, derSitdes Bewußt=
8, in welchem alle
u ns,
rperlichen und geiſtigen
Mpfindungenzuſammen=
ürömen bzw. Willens=
Amdgebungen ausgehen.
Das geiſtige, geſchäftliche und
ge=
ſellige Leben unſerer Zeit beanſprucht
eine außergewöhnliche
Leiſtungsfähig=
keit der Nerven= und Körperkräfte.
Ein Menſch mit überangeſtrengten,
ver=
brauchten Nerven und Muskeln, ob
alt oder jung, leiſtet nicht das, was
ſeine Fähigkeiten erwarten laſſen; er
wird nur zu leicht auf allen Gebieten
überholt, verliert das Selbſtvertrauen
und ſchafft ſelbſt bei eiſernem Willen
ſein Penſum nur mit Aufbietung eines
übermäßigen Kraftverbrauchs, ſo daß
das Uebel mit jeder täglichen Leiſtung
vermehrt wird.
Mit ihren feinen Veräſtelungen, die
im Zentralnervenſyſtem — Hirn= und
Rückenmark —
— ihren Ausgangspunkt
haben, vermitteln die Nerven jeden
inneren und äußeren Lebensvorgang
des menſchlichen Körpers. Jeder Reiz,
der den Körper trifft, die normale oder geſtörte Funktion
ir gend eines inneren Organs, ja ſelbſt unſer ſeeliſches
Empfinden wird uns erſt durch Vermittelung feiner und
ſeinſter Nervenfaſern zum Bewußtſein und zum Gefühl
gebracht. Der große, ſtarke Muskel wird von dem kleinen,
feinen Nerv beherrſcht, den man deshalb auch mit Recht
den pſychiſchen Muskel genannt hat. Der kraftvolle Arm
des Athleten leiſtet nichts mehr, ſobald ſeine Nerven
irgendwie erſchlaffen; jedes beliebige Organ verſagt,
ſo=
bald die ihn durchziehenden Nerven nicht mehr mittun.
Der Magen z. B. — er mag im übrigen noch ganz geſund
ſein — kann nicht mehr die Speiſen genügend verdauen,
Appetitloſigkeit und alle ihre böſen Folgeerſcheinungen
treten auf, wenn die Magennerven entkräftet ſind. Die
Folge iſt, daß wir nur mit Mühe, unluſtig und mechaniſch
unſere tägliche Berufsarbeit erledigen, die uns keine
Be=
friedigung gewährt. Nervös überreizt, ſchwindet unſer
Appetit, unſer Heim bietet uns keine Behaglichkeit, Ruhe
und Erholung mehr; Unluſt. Unzufriedenheit Unruhe,
Sorgen rauben uns den Schlaf, treiben uns unſtet umher
und laſſen uns notgedrungen zu bedenklichen Mitteln
grei=
fen, um unſere Nerven künſtlich für kurze Friſt
aufzupeit=
ſchen oder zu betäuben. Gegen dieſes Elend, das nur aus
unſeren verbrauchten Nerven herſtammt, finden wir in
unſeren Medikamenten keine dauernde Hilfe, und eine
Me=
thode ſtändiger wiſſenſchaftlich erprobter Pflege der
Ner=
ven, welche allein wirklich helfen könnte, war bisher noch
nicht gefunden.
Darin liegt eben das Verdienſt der Arbeiten von
Pro=
feſſor Dr. Habermann und Dr. Ehrenfeld, daß ſie uns ein
Mittel zu einer ſolchen Pflege unſerer Nerven an die
Hand gaben, mit dem wir hoffen dürfen, unſere Nerven
die ſeeliſchen Muskeln — in abſehbarer Zeit ebenſo
kräftigen zu können, wie wir unſere bhyſiſchen Muskelz.
ſchon länaſt zu ſtählen vermögen! — Dieſe Forſcher
ſtell=
ten nach einem neuen, von ihnen entdeckten Verfahren
Ner=
venſubſtanz in phyſiologiſch reiner Form aus den Stoffen
dar. aus welchen z. B auch das ſich aus dem Ei
ent=
wickelnde Hühnchen Gehirn und Rückenmark aufbaut,
nämlich aus den Beſtandteilen des Eidotters!
Nach den Forſchungen unſerer Phyſiologen und Aerzte
iſt die erhöhte Zufuhr von Nervenſubſtanz in den
Organis=
mus von außerordentlicher Bedeutung für jede geſunde
Lebenstätigkeit. Denn auch in den Nerven findet ein
Stoffwechſel, fortwährender Verbrauch und Erneuerung
der Nervenſubſtanz ſtatt. In dem ermüdeten, ſchwachen
oder kranken Nerv ſchwindet die Nervenſubſtanz, wie
man es am Querſchnitt der Nerven unter dem Mikroſkop
deutlich beobachten kann. Führt man einem ſo
geſchwäch=
ten Körper neue Nervenſubſtanz zu, ſo wird, wie zuerſt
die Forſcher Desgrez und Zaky in den amtlichen Berichten
der franzöſiſchen Akademie der Wiſſenſchaften erwieſen
haben, dieſe beſonders im Gehirn, Rückenmark, überhaupt
im ganzen Nervenſyſtem zurückgehalten und für den
Lebensprozeß ſofort verwendet. Munterkeit, Kraft,
Ar=
beits= und Lebensfreude treten wieder ein und machen den
Körper gegen Ueberanſtrengung widerſtandsfähig. —
Nervenſubſtanz, Lecithin, nach dem Verfahren von
Pro=
feſſor Dr. Habermann und Dr. Ehrenfeld, in phyſiologiſch
reiner Form, dem menſchlichen Organismus adäquat und
von guter Wirkung, gelangt nur im Biocitin zur praktiſchen
Darreichung.
Biocitin iſt ein wohlſchmeckender, pulverförmiger
Ex=
trakt aus den leichteſt verdaulichen, natürlichen, alſo
chemiſch unveränderten Wertanteilen von Eidotter und
Milch (alles ſchwerer Verdauliche iſt daraus entfernt) und
enthält zirka 10 Prozent phyſiologiſch reine
Nervenſub=
ſtanz — Lecithin — nach Profeſſor Dr. Habermann und
Dr. Ehrenfeld. So bildet Bioeitin ein vertrauenswertes
Nähr= und Kräftigungsmittel für jeden erſchöpften
Oraa=
nismus in geiſtiger und körperlicher Hinſicht; es bildet für
den Schwerkranken ein gern genommenes, leicht
verdau=
liches, kraftſpendendes Nahrungsmittel, ſchafft eine
hoch=
wertige Nährquelle für ſchwächliche und blutarme
Per=
ſonen, kräftigt und fördert den Subſtanzerſatz der Nerven
und iſt für Ermüdungs= und Erſchlaffungszuſtände des
Körpers wie des Geiſtes von kaum je gehoffter
Nutzbar=
keit. Nach dem patentierten Verfahren von Hofrat
Pro=
feſſor Dr. Habermann hergeſtellt, iſt das Biocitin
konkur=
renzlos, die zahlreich vorhandenen Nachahmungen
min=
derwertig. Man achte daher genau auf den Namen und
laſſe ſich nichts angeblich ebenſo Gutes aufreden. Biocitin
iſt in allen Apotheken und Drogerien erhältlich. Ein
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Regts. Nr. 61.
— Leitung: Obermuſikmeiſter M. Weber,
unter freundlicher Mitwirkung der Lehrerin Fräulein Anna Bürſtlein
(Geſang), Fräulein Tonny Penk (Rezitation), Herrn Hofopernſänger
Karl Jahn, Herrn Kammermuſiker Louis Kümmel (Cornet-ä-Piſton,
Herrn Wigal Gebhardt (Komponiſt) Herrn Fritz Erbes (Humoriſt),
des Braunſchen Vokalquartetts (die Herren Braun, Enzbrenner,
Schüppel u. Geyer). Am Klavier: Herr Muſikdirektor Hans A. Hayn.
Nach dem Konzert: B A L L.
Eintritt für Herren Mk. 1.— (eine Dame frei), jede weitere
Dame 50 Pfg. — Eintrittskarten und ausführliches Programm
ſind abends an der Kaſſe zu haben.
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Donnerstag, 27. Februar, abends 8 Uhr:
Vortrag mit Lichtbildern
des Kriegsberichterstatters
Eugen Reichsfreiherrn von Binder-Krieglstein.
ZwischenWredzumlatbiiend
Kriegserlebnisse und Beobachtungen aus den albanesischen,
italienischen, arabischen, montenegrinischen und türkischen
Feldlagern während der Kriege und Aufstände der letzten
Jahre in Albanien, Tripolis und dem Balkan.
Der durch seine Teilnahme an den Kriegen, Aufständen und
Expeditionen der letzten sechzehn Jahre auf allen
Kriegsschau-
plätzen der Welt bekannte Kriegsberichterstatter, dessen fesselnde
und wahrheitsgetreue Schilderungen dem deutschen Lesepublikum
längst bekannt sind, wird, eben von Tschataldscha zurückgekehrt,
über seine Erlebnisse und Erfahrungen sprechen.
Seine weitblickenden politischen und militärischen
Betrach-
tungen, die uns die Schauer und das Grauenvolle des
Rassen-
kampfes um das türkische Erbe vor das geistige Auge rücken,
gipfeln in einem Aufrufe an die germanischen Brudervölker zum
Zusammenschlusse gegen die Drohungen des Panslavismus und
sind ein Warnungsschrei gegen die slavische Hochflut, die sich,
von Osten kommend, gegen die Germanen wälzt.
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Mittwoch, den 19. Februar 1913,
123. Abonnem.=Vorſt. D 31.
Zum erſten Male:
Onkel Dazumal.
Komiſche Oper in 1 Akt von E
Jaques Dalcroze.
Perſonen:
Onkel Dazumal . Georg Weber
Octave
. Aug. Globerger
Jacqueline . . . Kathar. Jüttner
Ort der
Zeit gegen 1840. —
Handlung: In der Wohnung
Dazumals.
Hierauf, neu einſtudiert:
Die ſchöne Galathee.
Komiſch=mythologiſche Oper in
1 Akt von Franz v. Suppé.
Perſonen:
Pygmalion, ein
jg. Bildhauer . A. Globerger
Ganymed, ſ. Diener Hede Schaub
Mydas, Kunſt=
. . Richard Jürgas
enthuſiaſt
Galathee, e. Statue Olga Kallenſee
Zum Schluß, neu einſtudiert:
Champagner=Viſionen.
Original=Ballett in 1 Aufzuge
von Helene Thiele=Leonhardt,
Perſonen:
Baron Freihen,
Richard Jürgas
Maler
Fred, ſein Diener Emil Kroczak
Traumgeſtalten:
Prima ballerina . Sybille Huber
Japanerin . .
Jongleuſe
. Adh. Croneberg.
. Frieda Lederer
.. Luiſe Rehr
. . Luiſe Müller
Marie Baranoff
Chanteuſen . . Margar. Lücke
. . Kathar. Röder
Auguſte Martin
. . Grete Kumpf
Vorkommende Tänze:
1. „Gavotte”, getanzt von Sybille
Huber.
2. „Japaniſch”, getanzt von
Adel=
heid Croneberg.
3. „Jongleur=Polka”, ausgeführt
von Frieda Lederer.
4. „Walzer” ausgeführt von den
Damen Luiſe Rehr, Luiſe
Mül=
ler, Marie Baranoff, Margar.
Lücke, Kathar. Röder, Auguſte
Martin und Grete Kumpf.
5. „Cancan” ausgeführt vom
ge=
ſamten Perſonal.
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entgegen=
gebrachte Vertrauen und den immerwährend guten
Beſuch beſtens dankend, bitte ich verehrl. Beſucher,
dasſelbe auch auf meine jetzige Tätigkeit als
Geſchäftsführer des The American Bio
über=
tragen zu wollen. Durch nur hervorragende
Programmzuſammenſtellung und nur erſtklaſſige
Klavier= und Harmoniumbegleitung werde verehrl.
Beſucher jederzeit zufrieden ſtellen.
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12714 Puppchen, du bist
mein Augenstern,
Two Step
Geh’n wir mal zu
Hagenbeck, Two
Step
12715 Puppchen-Walzer
Heut’ geh’n wir gar
nicht erst in’s Bett!
Two Step
Zonophon gelb: 2.20 ℳ
doppelseitig.
Orchester:
17169 Puppchen-Walzer
Puppehen du bist
mein Augenstern!
Marsch-Intermezzc
17170 Geh’n wir mal zu
Hagenbeck! Marsch.
Heut’geh’n wir gar
nicht erst in’s Bett
Marsch.
17171 Potpourri, I. Teil
dto. II. Teil
Orchester m. Gesang:
17172 Puppchen du bist
mein Augenstern
Hagenbeck-Marsch.
17173 Puppchen-Walzer
Heut geh’n wir
gar-
nicht erst in’s Bett
Marsch.
Grete Wiedeke und
Martin Kettner:
17174 Geh’n wir mal zu
Hagenbeck
Heut geh’n wir
gar-
nicht erst in’s Bett!
17175 Puppchen du bist
mein Augenstern!
Lorchen, wo hast du
d.Ohrchen? Gavotte
17176 Mach’ dir nichts
da-
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haus” Marſch von P. Probſt.
2. Ouverture z. Oper „Die
Zauber=
flöte” von A. Mozart. 3.
Fan=
taſie aus „Samſon und Dalila”
von Saint=Saé s. 4. Solvejge
Lied aus „Peer Gynt” von E
Grieg. 5. Angelo=Walzer aus
„Pfingſten in Florenz” von A
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Zweite Kammer der Stände.
49. Sitzung.
St. Darmſtadt, 18. Februar.
Am Regierungstiſche: Staatsminiſter von Ewald
z., Finanzminiſter Braun Exz., Geheimerat Dr.
Becker, Geh. Oberfinanzrat Dr. Rohde, Geh.
Ober=
baurat Kilian.
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 9.15 Uhr.
Vor Eintritt in die Tagesordnung gibt Abg. Ulrich die
Erklärung
ab, daß es wohl den Anſchein haben könne, als ob die
Sözialdemokraten nicht igegen das Kapitel 2, in dem die
Zivilliſte enthalten ſei, geſtimmt haben. Es kann für
nie=
nand darüber ein Zweifel obwalten, daß dies aus
Ver=
jehen geſchehen iſt. Seine ablehnende Haltung, die die
Fraktionskollegen ſelbſtredend vollauf teilen, ergäben ſich
aus den Verhandlungen im Finanzausſchuß.
Darauf wird in die Tagesordnung eingetreten und
die Spezialberatung des Hauptvoranſchlags
bei Kapitel 10:
Staatseiſenbahnen
fortgeſetzt. Der Ausſchuß beantragt, die Einnahmen mit
17 443 000 Mark und die Ausgaben mit 480000 Mark zu
bewilligen.
Finanzminiſter Braun Exz.
führt zu dieſem Kapitel aus:
Herr Abg. Oſann hat die Anfrage an mich gerichtet,
wie ich meine programmatiſche Erklärung vom 17.
Dezem=
ber bezüglich neuer Bahnen — richtiger, wegen des
Erſatzes projektierter Nebenbahnlinien durch
Kraft=
wagenlinien für Perſonen= und
Frachtver=
lehr — in die Wirklichkeit umzuformen gedenke. Dazu
Folgendes: Es wird vor allem erforderlich ſein,
Subven=
ſionsmittel bereitzuſtellen. Daß hierzu in beſonderem
Maße Beträge geeignet ſind, die aus
Eiſenbahnüberſchüſ=
ſen fließen, will mir ſcheinen. Man könnte alſo daran
enken, aus etwaigen Ueberſchüſſen des Ausgleichs= und
Lilgungsfonds demnächſt einen Teil für jene „Zubringer”=
Linien im lokalen Eiſenbahnverkehr zu einem beſonderen
Fonds auszuſcheiden, und zwar entweder geſetzlich oder
jeweils durch landſtändiſche Beſchlüſſe zu den einzelnen
Budgets, für welche die Verwendbarkeit entſprechender
Beträge nachgewieſen wird. Natürlich wäre damit die
Regelung der Frage noch nicht erſchöpft. Auf welche Punkte
ſre ſich weiter zu erſtrecken hätte, dafür liefert unſer
Neben=
hahngeſetz von 1884 ein heute noch ſehr gutes Vorbild und
war in meinem Finanzvortrag bereits angedeutet. Mit
ihm war zunächſt bezweckt, die Stände zu veranlaſſen, ſich
zu dem ganzen Gedanken an ſich zu äußern. Mich
be=
wegte dabei die Frage, ob ſich nicht ein Weg finden laſſe.
uf dem man berechtigten Wünſchen der Bevölkerung auf
dem Gebiete der Verkehrspolitik entgegenkommen könne,
der aber zugleich an die Finanzkraft des Landes
gerin=
gere Anforderungen ſtellen würde, als dies bei unſerem
bisherigen Bau von Nebenbahnen der Fall war. Würde
unſer bisheriges Vorgehen unbeſchränkt für alle
mög=
lichen Linien fortgeſetzt, ſo würde man auf die Dauer
zu nicht verantwortenden Ergebniſſen kommen. Eine
der=
artige Behauptung bedarf des Beweiſes. Um ihn zu
füh=
ren, müſſen wir einen Blick werfen auf die Dichtigkeit
unſeres Eiſenbahnnetzes überhaupt und im Vergleich mit
Nachbarſtäaten oder preußiſchen Nachbarprovinzen, ferner
auf das Verhältnis von Haupt= und Nebenbahnen =
uein=
ander, und endlich auf die in Betracht kommenden Koſten
der noch ſchwebenden Projekte. Ich bin mir dabei
durch=
aus bewußt, daß gar manche dieſer Projekte zurzeit nicht
weiter betrieben werden. Ebenſo klar aber iſt mir, gerade
nach den Erfahrungen der letzten Zeit, daß alle dieſe
Pro=
jekte wieder aufleben oder noch weitere zeitigen werden,
ſobald ſich die Ausſicht ergeben ſollte, daß auch nur ein
Teil von ihnen zum Zug kommen könne. Ich rede dabei,
wie ich ausdrücklich betone, nur von den Projekten die
bei uns aktenmäßiges Leben gewonnen haben und die —
was wichtiger iſt — von den Landſtänden erörtert und
dabei durchweg mehr oder weniger lebhaft befürwortet
worden ſind. Was die Dichtigkeit des Bahnnetzes angeht,
ſo hat Heſſen auf 1000 Quadratkilometer 208 Kilometer
Eiſenbahnen (Haupt= und Nebenbahnen zuſammen), die
Provinz Rheinheſſen ſogar 335 Kilometer. Damit hat
Heſſen das dichteſte Bahnnetz von ganz Deutſchland; nur
die preußiſche Rheinprovinz hat etwas mehr mit 231
Kilo=
meter.
eht.
In Heſſen waren nun in 1911 gegenüber den
irchhan=
denen 490 Kilometern Nebenbahnen noch weiter pro „art
rund 525 Kilometer Nebenbahnen, und zwar in:
Starkenburg 17 Linien mit 200,5 Kilometer Länge,
Oberheſſen 18
„ 294,5
,
,
Rheinheſſen
28,9
zuſammen 38 Linien mit 523,9 Kilometer Länge.
Die Baukoſten ſind veranſchlagt für die Linien in:
Starkenburg auf 20 209000 Mk.
Oberheſſen auf 28 610000 Mk.
Rheinheſſen auf 2799500 Mk.
zuſammen 51618500 Mk. Baukoſten.
In Wirklichkeit würden die Koſten heute infolge der
ge=
ſtiegenen Arbeitslöhne und Materialpreiſe wohl noch
er=
heblich höher ſein, doch ſehe ich zunächſt hiervon ab. Die
30 Prozent Staatszuſchuß würden bei dieſer Summe
er=
fordern 15 485500 Mark oder rund 15½ Millionen Mark.
Mehrfach iſt die Frage geſtreift worden, ob nicht die
Eiſenbahnerträge noch weiter ſteigend bleiben würden.
Dazu nur ganz wenige Worte: Als Anteil Heſſens am
Betriebsüberſchuß der Eiſenbahngemeinſchaft ſind für 1913
bekanntlich im Budget 17443 000 Mark eingeſtellt. Der
Anſatz entſpricht dem Betrag, der ſich nach dem
Gemein=
ſchaftsetat aus dem Betriebsüberſchuß in der
veranſchlag=
ten Höhe von 825 Millionen Mark und aus der voraus=
ſichtlichen Teilungsziffer für 1913 mit 2,1142 Prozent
er=
gibt. Er bleibt ſowohl hinter dem wirklichen Anteil für
1911, der 17852 000 Mark betrug, als auch hinter dem bis
jetzt zu erwartenden Anteil für 1912 mit rund 18
Millio=
nen Mark zurück.
Die Brutto=Einnahmen der Eiſenbahnverwaltung
zeigen zwar auch jetzt noch ſteigende Tendenz, wie ſie über
lange Zeiträume ja unzweifelhaft anzuerkennen iſt; es
entſpräche aber nicht der nötigen Vorſicht, für das
kom=
mende Jahr die gleichen Ueberſchußanteile vorzuſehen,
wie etwa in 1911 oder in 1912. Bei den Kalkulationen iſt
an ſich auch in 1913 mit einem geringen Weiterſteigen der
Brutto=Einnahmen gerechnet. Es war aber auf den
zweiten Faktor in der Ueberſchußberechnung, die
Betriebs=
ausgaben, ebenfalls Rückſicht zu nehmen. Daß dieſe
in Zeiten ſtärkerer Verkehrsleiſtungen den höheren
Ein=
nahmen nachhinken, iſt genügend bekannt. Jedenfalls
empfiehlt es ſich, nach der außergewöhnlich günſtigen
Verkehrsentwickelung der Jahre 1911 und 1912 für die
nächſte Zeit mit einer ſtärkeren Ausgabebelaſtung zu
rechnen, wie dies auch von der Gemeinſchaft geſchieht.
Im Anſchluß hieran entſprach Redner einem ſchon im
Ausſchuß und auch ſonſt mehrfach von Mitgliedern des
Hauſes geäußerten Wunſche, eine zuſammenfaſſende
Dar=
legung darüber zu geben, welche Einnahmen und
Aus=
gaben der preußiſch=heſſiſchen Gemeinſchaft als
Betriebs=
einnahmen und =ausgaben verrechnet werden, wie der
Be=
triebsüberſchuß verrechnet und verwendet wird, und was
in beiden Staaten zu Laſten von Anleihen geht.
Es ergibt ſich:
1. Alle Einnahmen der in die Eiſenbahngemeinſchaft
eingeworfenen und von ihr betriebenen heſſiſchen
und preußiſchen Staatsbahnen einſchl. der Main=
Neckar=Bahn ſind für beide Staaten gemeinſam.
2. Die Eiſenbahngemeinſchaft trägt ſämtliche
Betriebs=
koſten der von ihr verwalteten Staatsbahnen.
3.
Sie beſtreitet ferner alle Ausgaben für die
Unter=
haltung der im Gemeinſchaftsnetz
vorhande=
nen baulichen Anlagen, Fahrzeuge,
Geräte und maſchinellen
Einricht=
ungen.
4. Sie übernimmt außerdem ſämtliche Koſten für die
Erneuerung und den Erſatz abgängiger
oder zerſtörter Anlagen,
Betriebs=
mittel, Maſchinen und Geräte.
5. Sie trägt zu Laſten des Betriebsfonds
grundſätz=
lich auch den Aufwand für alle
Erweiterungs=
bauten, deren Koſten den Einzelbetrag von
100 000 Mark nicht überſteigen darf und für die in
Preußen beſondere Zentralfonds nicht beſtehen.
Was gerade dieſes Verfahren, auf das am vorigen
Mittwoch bereits Herr Abg. Ofann hingewieſen hat.
praktiſch zugunſten von Heſſen bedeutet, zeigt deutlich
der Gemeinſchaftsetat für 1913. Dort ſind die aus dem
Betrieb zu deckenden Koſten erheblicherer Ergänzun=
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gen mit Beträgen unter 100000 Mark veranſchlagt für die
heſſiſchen Linien auf rund 905000 Mark, für die
preußiſchen Linien auf rund 14600000 Mark. Nach
der Streckenlänge würden auf Gemeinſchaftskoſten für
Heſſen nur etwa 500000 Mark zu verrechnen ſein,
wäh=
rend die Mehrbeträge bis zur Geſamtſumme von 905000
Markohne jene 100 000=Mark=Beſtimmung zu ſpeziell
heſſiſchen Laſten gehen, alſo unſere Staatsſchuld
vermeh=
reu müßten.
Der nach Abzug der genannten Aufwendungen von
den Betriebseinnahmen verbleibende Betrag ſtellt den
Betriebsüberſchuß dar, der unter beide Staaten
zu verteilen iſt. Aus den Anteilen an dieſem Ueberſchuß
ſind in Heſſen wie in Preußen noch die öffentlichen
Abgaben und die Zinſen der
Eiſenbahn=
ſchuld zu decken. Der Reſt der Ueberſchußanteile ſteht
für die Schuldentilgung und für ſonſtige
Zwecke zur Verfügung.
In Heſſen wird nach der am 1. April in Kraft
tre=
tenden Regelung der Urberſchußreſt verwendet:
1. mit den im Tilgungsgeſetz dergeſehen. Beträgen.
zur Tilgung der Staatsſchuld,
2. mit dem dann verbleibenden Reſt zur Auffüllung
des Ausgleichs= und Tilgungsfonds
auf den Betrag von 8 Millionen Mark, und
3, mit den hiernach etwa noch verfügbaren Beträgen
zur Bildung einer Ueberſchußrücklage, d. h. eines
weiteren Reſtefonds, der mit dem Reſtefonds des
Kap. 1 unſeres Budgets nicht identiſch iſt, zur
Verfügung der geſetzgebenden Faktoren.
Nach der geſchilderten Ordnung der Dinge wird das
geſamte Netz der vereinigten heſſiſch=preußiſchen
Staats=
bahnen in ſeinem wirtſchaftlichen Wert aus Mitteln
des Betriebs nicht nur dauernd erhalten, ſondern
noch erheblich verbeſſert. Das gilt in
glei=
cher Weiſe für den Beſtand an Fahrzeugen und an
ſonſtigen Betriebsmitteln. Die
Aufwendun=
gen beider Staaten aus eigenen Mitteln beziehen
ſich danach nur auf ſolche Fälle, in denen beſtehende
An=
lagen erweitert und die Beſtände des Fuhrparks
ver=
ſtärkt werden. Dieſe nachträglichen
Kapitalaufwendun=
gen verbeſſern ſomit das Anlagekapital der
Linien, die jeder Staat in die Gemeinſchaft eingeworfen
hat. Sie ſind in ihrer wirtſchaftlichen Bedeutung
den Anlagen oder Erwerbskoſten für ſolche Strecken gleich
zu achten, die der Eiſenbahngemeinſchaft neu zugehen.
Alle derart auf Sonderrechnung geleiſteten
Aus=
gaben wachſen mit 4 Prozent der Tilgungsziſfer des
Staates zu, der ſie beſtritten hat. Die Entſcheidung
dar=
über, welche Ergänzungsanlagen auf den heſſiſchen
Strecken im Betriebs= und Verkehrsintereſſe erforderlich
ſind, und in welchem Umfange die Betriebsmittel
vermehrt werden ſollen, ſteht nach dem Staatsvertrag der
preußiſchen Regierung zu. Sie iſt nach Art. 12 Abſ. 4
befugt, ſolche Anlagen und Beſchaffungen für die
heſſi=
ſchen Strecken für eigene Rechnung auszuführen, wenn
HHeſſen die Mittel dazu nicht zur Verfügung ſtellen will.
Bei einer etwaigen Auflöſung der Gemeinſchaft nach
Ar=
tikel 21 des Staatsvertrags würden derartige
Aufwend=
ungen Preußens für das heſſiſche Staatsbahnnetz von
Heſſen zurückzuerſtatten ſein.
Der eben beſprochene außerordentliche Aufwand
für Sonderrechnung der beiden Staaten wird in Heſſen
nur aus Anleihen, in Preußen dagegen auch aus
dem Extraordinarium und aus den zugehörigen
Zentral=
fonds beſtritten. (Hört, hört!)
Wenn man demnächſt wirklich Anlaß haben ſollte, ſich
darüber ſchlüſſig zu machen, wie Ueberſchüſſe über die 8
Millionen des Artikels 9 des neuen Tilgungsgeſetzes
hin=
aus zu verwenden wären, ſo wird wohl auch daran
ge=
dacht werden dürfen, ob nicht verfügbare Mittel dazu
dienen könnten, unſer Anleihebedürfnis für die
bezeich=
neten Zwecke niedriger zu halten. (Hört, hört
Preußen deckt, wie bereits erwähnt, ſchon ſeit
Jah=
ren einen erheblichen Teil ſeines Inveſtitionsaufwands
aus dem Anteil am Betriebsüberſchuß. Durch eine in
Preußen 1910 getroffene Etatsvereinbarung iſt dann
die=
ſes Extraordinarium nach oben feſt begrenzt worden,
inſo=
fern dem Ueberſchußanteil für Inveſtitionszwecke
vor=
läufig nur bis 1,15 Prozent des ſtatiſtiſchen
Anlagekapi=
tals, aber immerhin mindeſtens 120 Millionen Mark,
ent=
nommen werden. Der Reſt der auß erordentlichen
Ka=
pitalaufwendungen wird auf die Anleihe geſetze
verwieſen, und zwar ſollen aus Anleihen
ins=
beſondere beſtritten werden die Koſten:
für die Anlage zweiter und weiterer Gleiſe, für die
Ver=
mehrung des Fuhrparks der beſtehenden Bahnen über
den Erſatz der Wertminderung hinaus,
für den Ausbau von Nebenbahnen zu Hauptbahnen und
für den Ausbau und die erſtmalige Ausrüſtung der
Bahnanlagen beim Uebergang zu anderer
Betriebs=
weiſe.
Und nun nur noch ein Wort zu der wieder
angeſchnit=
tenen Reviſionsfrage. Es iſt hierzu Auskunft gewünſcht
worden, ob die Regierung auch jetzt noch auf dem
Stand=
punkt ſtehe, daß ſie ſich mit dem Erſuchen um Vorlage von
Material zur Klärung der Frage erſt auf ein
übereinſtim=
mendes Erſuchen beider Kammern und nicht ſchon auf
ein einſeitiges Erſuchen der Zweiten Kammer befaſſen
könne. Ich beſtätige, daß ich dieſen Standpunkt
ver=
trete. (Hört, hört!) Das Erſuchen um Vorlage jenes
Materials bedeutete ſeinerzeit ein Partei=Kompromiß als
Waffenſtillſtand und vorläufiger Ausklang der Reviſions=
Erörterungen nach dem außerordentlichen Rückgang oder
richtiger völligen Verſchwinden von Betriebsüberſchüſſen
der Gemeinſchaft im Jahre 1908. Die Verhältniſſe haben
ſich inzwiſchen weſentlich geändert. Unſere
Ueberſchuß=
anteile ſind höher geſtiegen als je zuvor. In mühſamer
Arbeit hat ſich die Frage der Tilgung unſerer
Staats=
ſchuld geſetzlich ordnen laſſen. Dieſe Errungenſchaft be=
ruht allein auf dem Beſtehen der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſenbahngemeinſchaft. Schon der Wortlaut des Art. 4
Abſ. 1 des neuen Tilgungsgeſetzes ſtellt dies feſt, indem
er als Eiſenbahn=Reineinnahme unſeren Anteil am
Ueber=
ſchuß der Gemeinſchaftsverwaltung bezeichnet.
Das Wort des Herrn Abgeordneten Oſann, wonach die
Eiſenbahneinnahmen ein Eckpfeiler des
preußi=
ſchen Staatshaushalts geworden ſind, gilt
gleicher=
maßen oder faſt noch mehr für den heſſiſchen
Staats=
haushalt.
In der vorigen Woche iſt erneut von einem Mitglied
des Hauſes betont worden, daß das Reviſionsbegehren
u. a. darauf gerichtet bleibe, das vertraglich beſtehende
Teilungsverhältnis zu ändern. Es iſt nicht ohne
Inter=
eſſe, daran zu erinnern, daß ſchon vor gerade vier
Jah=
ren mein Herr Amtsvorgänger in dieſem Hauſe darauf
hinwies, daß eine Reviſion des Vertrags in dieſem ſelbſt
nicht vorgeſehen ſei und alſo lediglich abhängig ſein
würde von einem freiwilligen Eingehen des anderen
Ver=
tragsteiles auf Billigkeitsgründe. Er ſetzte hinzu, daß
etwaigen Bemühungen Heſſens in dieſer Richtung kein
Vorſchub geleiſtet werde durch eine vertiefte öffentliche
Eörterung, und er erklärte am 30. März 1909 in dem
an=
deren Hauſe:
„Wenn ich in der Beziehung einen Wunſch zu
äußern hätte, ſo wäre es nur der: Redet nicht ohne Not
von dem Vertrag, redet nicht für ihn, redet nicht gegen
ihn, provoziert keine Erörterung darüber.” (Hört, hört!
Der Abg. Ulrich ruft: Immer Maul halten!)
Von faſt noch größerem Intereſſe iſt es, wenn damals
Herr Abg. Molthan neben entſchiedenem Eintreten für die
Idee der Erhöhung der heſſiſchen Teilungsziffer ſich zu
jener Zeit doch wiederholt dahin äußerte, daß es einen
„recht problematiſchen Wert” habe, ſich über dieſe Frage
ausführlich zu äußern, und daß „Ausführungen darüber
im a zemeinen nur den Wert akademiſcher Erörterungen
beſt 1*
as war damals ſchon ſehr zutreffend und iſt es heute
g. ichts des glänzenden Aufſtiegs unſerer
Ueberſchuß=
anteile, ſowie dem ſtändig gewachſenen Entgegenkommen
gegenüber heſſiſchen Wünſchen, ſoweit ſie berechtigt ſind,
noch ſehr viel mehr.
Um ſo nachdrücklicher bin ich aber auch veranlaßt
darauf hinzuweiſen, wie ſchwer unſer Staatshaushalt
und unſere wirtſchaftlichen Intereſſen durch ein auch nur
unkluges Verhalten erſchüttert werden könnten. Einem
ſolchen Vorwurf würden wir uns aber ausſetzen, wenn
das Verlangen des gewünſchten Materials geeignet wäre,
eine Situation zu ſchaffen, die dazu führen könnte, das
Gemeinſchaftsverhältnis zeitweiſe oder gar dauernd
auf=
zulöſen oder auf der anderen Vertragsſeite den Wunſch
zeitigen zu laſſen, daß das Teilungsverhältnis gegen
bis=
her zum Nachteil von Heſſen geändert werde.
Ange=
ſichts der Möglichkeit derartig ſchwerer Folgen müßte ein
Eingehen ſelbſt auf ein übereinſtimmendes Erſuchen
bei=
der Kammern höchſt bedenklich ſein. Auf Grund aber gar
eines nur einſeitigen und womöglich im
Wider=
ſpruch mit dem anderen Hauſe erfolgenden
Er=
ſuchens nur einer Kammer vorzugehen, iſt für mich
unter allen Umſtänden gänzlich
ausge=
ſchloſſen. (Hört!)
Abg. Henrich bringt zunächſt eine Anzahl von
Eiſenbahnwünſchen vor. Er wünſcht Wiedereinführung
früher beſtandener Züge zwiſchen Babenhauſen und
Wie=
belsbach, ſowie zwiſchen Groß=Umſtadt und Darmſtadt,
ferner die Einfügung eines Zuges von Dornberg nach
Groß=Gerau um 5.10 Uhr vormittags. Er befürwortet
zur Bewältigung des Durchgangs= wie des Lokalverkehrs
zwiſchen Darmſtadt und Frankfurt die Einlegung eines
weiteren Geleiſes. Redner brachte ſodann verſchiedene
Perſonalwünſche vor im Intereſſe der heſſiſchen
Bahn=
meiſteraſpiranten. Die mittleren Fahrbeamten in
Biſchofsheim haben Klagen wegen unzureichender
Dienſt=
wohnungen. Redner ging dann ausführlicher auf die
Verhältniſſe der Eiſenbahnarbeiter ein, auf ihre
unzu=
reichenden Lohnverhältniſſe wie auch auf die Frage der
Organiſation und der Behandlung; die verſteckten
Maß=
regelungen einzelner, die ſich in den Organiſationen oder
in den Arbeiterausſchüſſen lebhaft betätigten. Für die
Eiſenbahnarbeiter ſei ſchon deshalb eine durchgreifende
ſoziale Fürſorge nötig, weil ſie durch Verzicht auf das
freie Koalitions= und Streikrecht nicht die Möglichkeit der
Selbſthilfe hätten. Redner ging dann auf die allgemeinen
Ausführungen des Finanzminiſters ein, wie die
weiter=
gehende Verwendung von Eiſenbahnüberſchüſſen
zu=
gunſten des Anleihebedürfniſſes des Staates, wie auch
fürZu=
ſchüſſe an neue Nebenbahnunternehmungen. Nur hält er
die Löſung dieſer Frage auf dem Weg der Beſchaffung
von Automobilfahrzeugen nicht für ideal; im Zeitalter der
Elektrizität ſolle man mehr an elektriſche Kleinbahnen
denken, zumal in jeder Provinz jetzt geeignete
Organi=
ſationen für den Vertrieb der elektriſchen Energie,
Ueber=
landzentralen, vorhanden ſind. In bezug auf die
Til=
gungsfrage beſtritt Redner die Behauptung, daß lediglich
Neuanſchaffungen und keine Erneuerungen aus
Kapital=
aufnahmen gedeckt wurden; die Mainzer Brücke, viele
Bahnhofsumbauten uſw. ſtellten nicht durchweg
Neuan=
ſchaffungen, ſondern zum guten Teil Erſatz für beſtehende
Anlagen dar, die nicht völlig abgeſchrieben ſeien. In
bezug auf die Reviſion des Eiſenbahnvertrages betonte
Redner, daß das Kompromiß über den Reviſionsantrag
keinen Stillſtand der Reviſionsidee bedeuten dürfe. Es
handele ſich dabei nicht um die einſeitige
Inanſpruch=
nahme des Mehrverkehrs lediglich für Heſſen, ſondern um
Mitberechnung des zurückgelenkten, ehemals abgelenkten
Verkehrs bei der Teilungsziffer. Darüber dürfe und müſſe
man reden. Das geſchah lediglich im Intereſſe des
Landes.
Abg. Wiegand iſt in der angenehmen Lage, dem
Herrn Finanzminiſter Braun Exz. heute Dank dafür
aus=
zuſprechen, daß durch die Förderung des Automobilverkehrs
Weinheim=Tröſel, wodurch doch die Bahn ja leider noch
immer nicht ermöglicht, vielen Arbeitern willkommene
Gelegenheit zur Erreichung ihrer Arbeitsſtätte geboten
wird Weiter führt Redner Klage über zu niedrige Löhne
der Arbeiter und bittet wiederholt um Erfüllung ſeiner
mehrfach geäußerten Eiſenbahn= und Fahrplanwünſche
ſo betr. die Bahnen Reichelsheim-Fürth, Erbach-Fürth
Heppenheim ꝛc.
Eine Mahnung zur Ruhe.
Präſident Köhler: M. H.: Ich habe in dieſen letze
ten Tagen wiederholt mit allen Mitteln verſucht, hier
Ruhe zu ſchaffen, ohne daß mir das bisher gelungen iſt,
Es ſind wiederholt dringende Beſchwerden des
Steno=
graphenbureaus an mich ergangen. Die fortgeſetzte
Unter=
haltung macht es unmöglich, den Verhandlungen zu
fol=
gen. Auch den Preſſevertretern iſt das nicht möglich. Es
liegt alſo auch in Ihrem eigenen Intereſſe, wenn Sie diel
Privatunterhaltung im Hauſe möglichſt einſchränken
woll=
ten oder aber, wenn ihre Wichtigkeit das nicht zuläßt, die
ſchönen Wandelgänge zu der Unterhaltung zu benutzen,
(Heiterkeit.)
Abg. Singer erbittet beſſere Anſchlüſſe in
Baben=
hauſen und Hanau im Intereſſe von Seligenſtadt und
der nördlich gelegenen Stationen, weiter einen neuen
Frühzug nach Offenbach. In Hainhauſen muß ein
Güter=
bahnhof errichtet werden. Der dortige
Eiſenbahnüber=
gang ſei ſehr gefährlich.
Abg. Damm äußert Spezialwünſche über beſſere
Zugverbindungen in und mit Friedberg uſw.
Abg. Urſtadt erörtert ſehr eingehend unter
Dar=
legung ſtatiſtiſchen Zahlenmaterials die Arbeits= und
Lohnverhältniſſe der Eiſenbahnarbeiter. Die Löhne ſeien
meiſt zu gering. Den Streckenarbeitern müſſe mehr Schutz
zuteil werden durch Errichtung von Unterkunftszelten,
Ueberweiſung von Mänteln u. dgl. mehr. Auch die
An=
ſtellungsverhältniſſe der Arbeiter bedürfen der Reform.
Wünſchenswert wäre es, den alten jahrzehntelang
gedien=
ten Arbeitern Alterszulagen zu bewilligen. Statt deſſer
werde darüber geklagt, daß Lohnkürzungen wegen
vermin=
derter Arbeitsleiſtung erfolgen. Auch das
Selbſtverwal=
tungsrecht der Arbeiter dürfte erweitert werden ſo
na=
mentlich bei den Krankenkaſſen und den Arbeiterausſchüſſen=
Abg. Grünewald meint, es ſei doch von Intereſſe,
feſtzuſtellen, daß die Konjunktur trotz der internationalen
Verwickelungen ſtändig gut geblieben iſt. Nirgends haben
ſich Anzeichen eines baldigen Niederganges gezeigt. Dazu
kommt die gute Ausſicht für unſere Induſtrie, die von
den Balkanſtaaten nach Beendigung des Krieges ſicher
er=
hebliche Beſtellungen erhalten wird. Der Finanzminiſter
hat in dieſer Hinſicht wohl etwas zu peſſimiſtiſch geſehen=
Der Wagenmangel im letzten Herbſt hätte bei richtig
ge=
leiteter Verwaltung vermieden werden können. Jeden=
Ffalls ſollte etwas geſchehen, daß ſich das nicht wiederholt,
Redner beſpricht dann ebenkalls Spezialwünſche. Der
Stadt Gießen droht eine große Gefahr durch die ſogen.
Hinterlandbahn. Eine frühere Anfrage dieſerhalb ſei noch
nicht erfolgt, aber dringend erwünſcht. Einſtweilen hat
Gießen den Weg der Selbſthilfe beſchritten. Jetzt kommt
noch das Projekt einer Umgehungsbahn über Klein=
Lin=
den zunächſt für den Güterverkehr hinzu, der aber ſehr
leicht auch auf den Perſonenverkehr übertragen werden
kann. Die Regierung möge doch hier zeitig Vorſorge
treffen. Zu wünſchen wäre eine beſſere
Eilzugsverbind=
ung zwiſchen Gießen und Frankfurt am Nachmittag.
Abg. Molthan: Schon früher hat der Herr Miniſten
ſich den verſchiedenen Wünſchen gegenüber wohlwolland
geſtellt und doch ſind ſie nachher ins Waſſer gefallen.V
der Bahn Reichelsheim-Fürth hat der Herr Miniſter leis
der gar nicht geſprochen. Dem Abg. Urſtadt möchte ich
doch auf ſeine dahingehende Frage erwidern, daß meinel
Freunde ſchon für die Wünſche der Eiſenbahnarbeiter
ein=
getreten ſind, lange bevor Herr Urſtadt dem Hohen Hauſel
angehörte. Die intereſſante Rede des Finanzminiſters iſt
dankbar aufzunehmen, wenn ſie auch vielfach nicht
befrie=
digt. Das Recht, hier Eiſenbahnwünſche zu äußern, wer=t
den wir uns nicht nehmen laſſen. Die Ausſicht auf
Er=
weiterung des Automobilverkehrs bietet keinen Erſatz
für dieſe Wünſche. Es muß doch feſtgeſtellt werden, daßl
oftmals rein fiskaliſche Gründe der Eiſenbahnbehörde für
die Ablehnung maßgebend ſind. So war es auch
bezüg=
lich der vielfach beſchloſſenen Riedbahn. Die
vorgeſchlage=
nen elektriſchen Kleinbahnen können für eine Nebenbahn
niemals Erſatz bieten. Zur Frage der Reviſion
desGe=
meinſchaftsvertrages hat der Herr Miniſter wiederum
nur ein Wort der Ablehnung gehabt. Das iſt ſehr zu
be=
dauern. Die Tatſache, daß die wirtſchaftliche Lage zu
zeit günſtig iſt, daß die Ueberſchüſſe erfreulich hoch ſind
kann uns nicht hindern, den Reviſionsgedanken zu
begra=
ben. Im Gegenteil, je höher die Ueberſchüſſe ſind, je mehl
empfinden wir das Unrecht, das Heſſen durch die zu
nied=
rige Teilungsziffer erleidet. (Sehr richtig!) Das glatten
Nein der Regierung iſt ſehr zu bedauern. Die Regierung
ſollte der Sachlage doch ſo viel Verſtändnis
entgegenbrin=
gen, daß ſie das geeignete Material herbeiſchafft, dasges
eignete Unterlagen für die Regelung der Reviſionsfrag
bilden würde. Der Widerſtand der Erſten Kammer könne
kein Hindernis bedeuten.
Abg. Breidenbach äußert Fahrplanwünſche aus
ſeinem Wahlkreis, die auf der Tribüne unverſtändlich blei=
Abg. Dr. v. Helmolt befürwortet u. a. den
ben.
Bahnbau Friedberg-Ranſtadt und eventl. eine Linie
Ranſtadt-Hattenheim. Er führte Klage über den
ſchlech=
ten Zuſtand der Bahnhöfe auf der Strecke Friedberg=
Homburg, und bringt ebenfalls noch eine große Anzahl
von Spezialwünſchen aus ſeinem Wahlkreis vor.
Abg. Dr. Heidenreich tritt für die
Verwirklich=
ung des ſchon lange beantragten Projektes der Bahnlinie
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Angebot!
à Meter Mark 5,501
Hier abtrennen.
Urteile unserer Kunden.
Aus tausenden einige Beispiele.
Der gelieferte Stoff ist zur
aller-
besten Zufriedenheit ausgefallen und
kann jedem Käufer die Firma der
Reellität wegen nur empfehlen, auch
erzielt man in Anbetracht der Billigkeit
großen Nutzen.
Kgl. Sch. Gustav Schneider.
Mit den von Ihnen bezogenen Stoffen
bin ich in jeder Beziehung zufrieden.
Ich hatte von 4 verschiedenen Firmen
Muster bestellt, aber Ihre waren den
anderen weit überlegen, in Qualität
sowie billigem Preis.
J. Lund.
Oesby.
Stolleriallen. Sehir zurieden. Verde
mich bei Bedarf wieder an Sie wenden.
Mein Schneidermeister erklärte, besser
und billiger könnte ich nicht kaufen.
J. Winterfeld.
Wiesbaden.
Nachdem ich heute in Besitz der
Stoffe gelangt bin, kann ich Ihnen meine
volle Anerkennung zollen. Mehr als 15
Jahre kaufe ich von Ihnen und gefällen
mir Ihre Fabrikate am allerbesten.
Aug. Kramer.
M. . . .
Postkarte.
Firma
Raum für
die
5 Pfennig-
Marke
Semmamn & Assiny
Tuchfabrik und Versand
Spreiniberg (Lausitz).
F S. 13.
(
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22 . 1e
S 2 35₰
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S
25
Lehmann & Assmy, Spremberg-L.
bieten mit ihrer außergewöhnlich reichhaltigen und vornehm ausgestatteten
Kollektion etwas ganz besonderes inbezug auf
Neuheiten der Saison
und findet selbst der verwöhnteste Geschmack Befriedigung. Durch unser System
Verkauf direkt an Private
haben Sie bei unseren wirklich billigen
Vor=
zugspreisen den Vorteil, für wenig Geld stets Moderne
Glegantenleidun
zu tragen. — Unsere Qualitäten sind hochfein,
bezüglich Haltbarkeit und Farbechtheit
uner-
reicht, sie verarbeiten sich tadellos, was
uns schon viele Schneidermeister bestätigten; sind vor
allem griffig und weich, angenehm und dauernd schön.
Aus der großen Auswahl offerieren wir nur beispielsweise:
emterbig für Anug und kostan)
Deutscher Chevi0l, ca. 140 cm breit, Meter von . . Mk. 2,00
n
Streichgarn-Heltonls,
gestreift, ca. 140 cm breit,
Meter von
haltbarster Knahen-Anzug, ca. 140
Zwirn-Buckskins, em breit, Meter von . . .
.. Mk. 2,90
edle Anzugware, ca. 140 cm
Kammgarn-Qualitäten, breit, Meter von . . . . Mk. 6,00
Melangen in Kammgarn und Streichgarn Mk. 4,20
letzte Neuheiten, ca. 140 cm breit, Meter von .
feinfädig und tropfenecht, ca. 130 cm breit,
Damentuche, Meter von
. . . . . . . . . Mk. 3,70
Stoffe, welche nicht das Macherlohn wert sind, fabrizieren wir nicht.
Fremde und Original englische Fabrikate konkurrenzlos billig.
Probe-Aufträge haben stets zu dauernder Kundschaft geführt.
Mk. 2.70
Nicht gefallende Ware wird anstandslos umgetauscht, oder Geld
Garanfe! zurückgezahlt. Unbedingte Erfüllung aller gerechten Ansprüche.
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Zeit zur Muster-
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Machen Sie einen
Versuch!
Unsere gesamten Erzeugnisse
werden ohne jeden Zwischenhandel, jedes auch das kleinste Maß dirckt an den
Konsumenten zu wirklich billigen Preisen verkauft und ist der enorme Zuwachs
unserer Kundschaft der beste Beweis, daß die Konsumenten immer mehr die
wesentlichen Vorteile des direkten Bezuges unserer Fabrikate anerkennen.
2-- Fer abfrehnen.-...
Senden Sie mir sofort portofrei und ohne Kaufverpflichtung:
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No. 1. Musterkollektion für Herrenstoffe, komplette Kollektion als Postpaket
oder nur gedrängte Auswahl als Muster ohne Wert von
5s
5
No. 2. Anzugstoffe (schwarz und dunkelfarbig) (mittel und helle Farben). No. 3. Paletot-
und Ulsterstoffe. No. 4. Hosen-Stoffe, No. 5. Joppen- und Lodenstoffe. No. 6. Damentuche
u. Kleiderstoffe, No. T. Rester-Coupons aller Art für Herren u. Knaben. No. 8. Bunte Westen.
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2 b.
5
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Gewünschte Muster bitten zu unterstreichen.
Name und Stand:
Wohnort.
Straße und Poststation:
Recht deutliche Schrift erbeten.
fnſfg enthält: Muster von Anzugstoffen in Kammgarn, Cheviot,
Unsere komplette Kolloktion für Hefrenstone Zwirn und Buckskins, in schwarz und allen Modefarben,
schwarz Tuch, Croisé, Satin, Diagonal, Trikots und Drapes, Anzugstoffe mit dazu passender bunter Weste,
Paletot- und Ulsterstoffe in allen Ausführungen, Hosenstoffe in Kammgarn, Cheviot und Velour. Westenstoffe in
Tuch, Wolle und Seide, Lodenstoffe, Sportstoffe, Manchester-Cords, Waschstoffe und Stoffe für Arbeiterbekleidung.
lamgy enthält: Muster von einfarbigen Kleiderstoffen in Cheviot und Kammgarn,
Itian 7
I
Ußseie Hollekiin lüf Damell einfarbigen hochfeinen Damentuchen jeder Preislage, englische Kostüm-
stoffe, schwarze Kleiderstoffe in Wolle, Alpaka und Mohär, Blusenstoffe und verschiedene Arten
Haus-
kleiderstoffe und Baumwollwaren.
Ferner führen wir: Fertige Pelerinen, Reise-, Schlaf- und Pferdedecken, Strickwollen und Billardtuche
82 2
6
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