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176. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Großherzog und die Großherzogin ſind
geſtern vormittag 11 Uhr in Schwerin eingetroffen.
*
Die Budgetkommiſſion des Reichstages
ſtrich gegen 12 Stimmen die Oſtmarkenzulage
für die Reichspoſt= und Telegraphenbeamten.
*
Königin Wilhelmine von Holland iſt zum
Beſuch ihres Gemahls in Königſtein im Taunus
eingetroffen.
*
Die Wahlrechtsbill wurde von der
eng=
liſchen Regierung zurückgezogen. Damit iſt
vor=
erſt auch der Antrag auf Einführung des
Frauenſtimm=
rechts gefallen.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Die Erbſchaftsſteuer und die
Bundesſtaaten.
* Die energiſche Art, in der ſich der Dresdener Anzeiger
ſerſt jüngſt wieder für die Erbſchaftsſteuer als für
die einzige gemäße Form einer zu ſchaffenden Beſitzſteuer
ſeinſetzte, iſt allgemein auf unmittelbare Anregung der
ſſächſiſchen Regierung zurückgeführt worden. Ein
Zweifel daxan, daß dies mit Recht geſchehe, iſt nicht mehr
möglich. Man wird mit höchſtem Intereſſe hören,
lwas das Dresdener offiziöſe Blatt, veranlaßt durch
Mitteilungen über die Stellung Oldenburgs
zur Beſitzſteuerfrage, neuerdings über dieſes Thema
ſchreibt. Da heißt es:
Wie wir kürzlich mitteilten, hat der
oldenbur=
giſche Finanzminiſter Ruhſtrat einem
Ver=
treter der Täglichen Rundſchau gegenüber die vom
Reichs=
ſchatzamte geplante Vermögenszuwachsſteuer
als einen Uebergriff des Reiches in das
Steuergebiet der Bundesſtaaten bezeichnet,
dem die oldenburgiſche Regierung nicht habe zuſtimmen
können. Da wir ſtets betont haben, daß wir ebenfalls
lentſchiedene Gegner der Reichsvermögenszuwachsſteuer
ſind, hätten wir keinen Anlaß, auf die Aeußerung des
oldenburgiſchen Miniſters zurückzukommen, wenn nicht
der Schluß ſeiner Ausführungen zu Mißdeutungen
An=
llaß bieten könnte. Sind die Worte richtig wiedergegeben,
lſo hat ſich der Miniſter dahin ausgeſprochen, daß für
Oldenburg und wahrſcheinlich auch für andere
Bundes=
ſſtaaten die endgültige Entſcheidung davon abhänge, ob
dem Reiche zu nationalen Zwecken, namentlich zur
wei=
ſteren Ausgeſtaltung ſeiner Wehrmacht, neue
Einnahme=
uellen erſchloſſen werden müßten; in dieſem Falle müßte
jedes Bedenken hinter die Sicherheit des gemeinſamen
Vaterlandes zurücktreten”.
Was mit dieſen Worten geſagt wird, iſt an ſich
ſelbſt=
verſtändlich. Die Sicherheit des Reiches gegen feindlichen
Einbruch iſt ein politiſcher Faktor von ſolchem
Schwer=
gewichtl, daß ſelbſt die Uebertragung bundesſtaatlicher
Hoheitsrechte an das Reich notgedrungen in den Kauf
ge=
hommen werden müßte, wenn ſich kein anderer Weg böte,
den Schutz Deutſchlands vor äußeren Feinden finanziell
ſicher zu ſtellen. . .. Aber tatſächlich iſt der Fall, der dem
bldenburgiſchen Miniſter vorſchwebt, zurzeit durchaus nicht
hegeben, und der Miniſter geht von einer Hypotheſe aus,
die unter den gegenwärtigen Umſtänden der Wirklichkeit
böllig entbehrt. Selbſt wenn in der nächſten Zeit die
aller=
rheblichſten und unabweisbaren Anforderungen zur
Ver=
ſtärkung der deutſchen Wehrmacht an die Reichskaſſe her=
Untreten ſollten, läge ſchlechterdings nicht die
Notwendig=
keit vor, den Mehrbedarf durch eine Vermögens=
Zuwachsſteuer oder eine andere direkte Steuer auf
das Vermögen zu decken. Hat doch der Miniſter Ruhſtrat
ſelbſt erklärt, daß Oldenburg im Bundesrat für einen weis
ſeren Ausbau der indirekten Reichsſteuern und demgemäß
für die Ausgeſtaltung der Reichserbſchaftsſteuer
kingetreten ſei. Wahrſcheinlich hätte ſich auch der ganze
Bundesrat einhellig für den Ausbau der Erbſchaftsſteuer
rklärt, wenn dagegen nicht parteipolitiſche Bedenken
er=
hoben worden wären. Aber dieſe Bedenken, die doch nur
n den gegenwärtigen Parteiverhältniſſen wurzeln, müſſen
ſpeit zurücktreten gegen die Schädigung des
bun=
desſtaatlichen Prinzips, die in der Einführung
ſeder irgendwie geſtalteten direkten Reichsſteuer liegt.
Denn dieſe Schädigung iſt eine dauernde und erſchüttert
en Grundbau des Reiches, während Parteikonſtellationen
aturgemäß vorübergehen und durch zähe Haltung der
Regierung überwunden werden können. Uebrigens ſind
ie parlamentariſchen Ausſichten der
Vermögenszuwachs=
keuer nach dem Urteil unbefangener Beobachter nicht beſſer,
ſondern eher ſchlechter als die eines ſo oder ſo geſtalteten
Ausbaues der Erbſchaftsſteuer.
Und dann ſollte man doch eins nicht vergeſſen: eine
Eteuer, die bloß den Vermögens zuwachs trifft, iſt in
hrem Ertrage ganz unzuverläſſig; ſie muß gerade in
Priegszeiten und ſonſtigen kritiſchen Zeiten völlig
ver=
ſagen, da in ſolchen Zeiten eben das Volksvermögen nicht
wächſt, ſondern zurückgeht. Die Milliardenverluſte des
öſterreichiſchen Volksvermögens aus Anlaß des jetzigen
Balkankrieges, in den die Donaumonarchie nicht einmal
ſelbſt verwickelt war, bilden hierfür einen ſprechenden
Be=
weis. Im Gegenſatz hierzu würde ein Ausbau der
Erb=
ſchaftsſteuer auch in der Form der Erbzuwachsſteuer
ſtetige, auch in ſchlimmen Zeitläuften nicht verſagende
Er=
träge liefern. Wenn daher viele bundesſtaatliche
Regierungen die Vermögenszuwachsſteuer
grund=
ſätzlich ablehnen ſo iſt das mit der Sorge für die
Wehr=
häftigkeit des Reiches wohl vereinbar. Es gibt andere,
weit beſſere Wege um den Reichskriegsſchatz zu füllen,
und es kann den Bundesſtaaten nicht zugemutet werden,
lediglich Parteiwünſchen zuliebe einer Löſung des
Beſitz=
ſteuerproblems zuzuſtimmen, die ſie ihrem finanziellen
und politiſchen Ruin zuführen müßte.
Zur Weltlage.
** Der jungtürkiſche Staatsſtreich hallt
noch immer nach und ſeine bedeutſamen Folgen für die
Geſtaltung der Verhältniſſe auf dem Balkan wie der
ganzen Weltlage müſſen ſich ſehr bald bemerkbar machen.
Augenblicklich iſt noch alles in tiefſtes Dunkel gehüllt und
weitere Verwicklungen ſind leider keineswegs
ausge=
ſchloſſen. In London beginnen die Balkandelegierten,
ungeduldig zu werden, da der Putſch in Konſtantinopel
naturgemäß die Antwort der Pforte auf die letzte Note
der Mächte verzögert und man begreiflicherweiſe am
Gol=
denen Horn mit dieſer Antwort keine ſonderliche Eile hat.
Die Vertreter der Balkanſtaaten ſind daher an der Themſe
zuſammengetreten, um über den Abbruch der
Friedensver=
handlungen zu beſchließen. Von griechiſcher Seite
da=
gegen wird erklärt, daß nur beſchloſſen worden ſei, eine
Note auszuarbeiten, die den türkiſchen Delegierten
über=
reicht werden ſoll, ſobald die Antwortnote der Türkei in
ablehnendem Sinne gehalten iſt.
Die Lage am Balkan iſt zunächſt von der
türki=
ſchen Antwort auf die Kollektivnote der Mächte
ab=
hängig; erſt ſie wird erkennen laſſen, in welchem Maße
mit dem Abbruch der Londoner Friedensverhandlungen
gerechnet werden muß. Wenn man ankündigt, daß die
türkiſche Antwort in verſöhnlichem Tone gehalten
ſein werde, ſo bedeutet dies wenig in bezug auf die
Haupt=
ſache, die Adrianopelfrage. Die Schwierigkeiten,
die es dem jungtürkiſchen Kabinett bereitet, einen
Mi=
niſter der auswärtigen Angelegenheiten zu finden,
ſpre=
chen dafür, daß auch innerhalb des Jungtürkentums die
Durchführbarkeit des Programms: „Keine Fortſetzung des
Krieges, aber Behauptung Adrianopels” den ſtärkſten
Zweifeln begegnet.
Daß Deutſchland das Konzert der Großmächte
die Vermeidung von Zwangsmaßregeln gegenüber der
Türkei vorausgeſetzt — nicht verlaſſen will, geht aus der
Norddeutſchen Allgemeinen Zeitung hervor. Wenn der
Temps von ergebnisloſen Verſuchen der Jungtürken, die
Unterſtützung Deutſchlands zu erhalten, geredet hat, ſo
darf bezweifelt werden, ob derartige Verſuche überhaupt
ſtattfanden. Vollkommen falſch iſt die Konſtantinopeler
Meldung, daß deutſche Banken mit der türkiſchen
Re=
gierung wegen einer größeren Anleihe unterhandeln. Es
beſteht eine internationale Uebereinſtimmung darüber,
der Türkei vor dem Friedensſchluß keine Anleihe zu
ge=
währen.
Schließlich iſt bei der ganzen Sachlage aber noch in
Betracht zu ziehen, daß die Verhältniſſe in
Kon=
ſtantinopel abermals einen Wechſel erfahren
könn=
ten. Enver Bey iſt der Putſch durch eine Ueberrumpelung
gelungen und die Armee ſteht, wie man annehmen muß,
keineswegs in ihrer Geſamtheit auf dem Boden der
Jung=
türken; ſo heißt es denn bereits, daß der Kommandeur
des 4. Armeekorps, Abuk Paſcha, nach Konſtantinopel ein
von vielen Offizieren unterzeichnetes Manifeſt geſandt
habe, worin die Abdankung Mahmud Schefket Paſchas
und des jungtürkiſchen Miniſteriums verlangt wird,
an=
dernfalls er mit ſeiner Mannſchaft nach Konſtantinopel
marſchieren würde. Man ſieht: in dem Hexenkeſſel des
Balkans brodelt es bis zum Ueberſchäumen.
Deutſches Reich.
Abänderung der Gebührenordnung
für Zeugen und Sachverſtändige. Wie
ver=
lautet, haben die Verhandlungen zwiſchen den zuſtändigen
Reichsämtern über eine Umgeſtaltung der
Gebührenord=
nung für Zeugen und Sachverſtändige nunmehr dazu
ge=
führt, daß ein Entwurf in Geſtalt einer Novelle
aufge=
ſtellt worden iſt, der in nicht ferner Zeit dem Bundesrat
zur Beratung und dem Reichstage vorausſichtlich noch
gegen Ende der Tagung zugehen dürfte. In dem
Ent=
wurf werden vor allen Dingen die Gebühren für
Sachver=
ſtändige einer wünſchenswerten Erhöhung unterworfen,
ſo daß den hervorgetretenen Anſprüchen in dieſer Hinſicht
Genüge geſchehen dürfte. Auch die Zeugengebühren haben
eine Abänderung erfahren, die den entſprechenden
Wün=
ſchen entgegenkommt. Es dürfte hier vor allem eine
Er=
höhung der Mindeſtſätze geplant ſein, die als bedeutend
zu niedrig anerkannt werden.
Ueber die Haltung der
deutſchkon=
ſervativen Partei in der Jeſuitenfrage
äußert ſich die Kreuzztg, in ihren Rückblicken auf die
innere Politik der Woche wie folgt:
„Die Haltung der konſervativen Partei in dieſer Frage
iſt ſtetsiklar und konſequent geweſen, und auch ihre
neue=
ſten Kundgebungen weichen in keiner Weiſe davon ab.
Die Partei iſt vollkommen außerſtande, irgendwelche
evangeliſchen berechtigten Intereſſen preiszugeben oder
auch nur gefährden zu laſſen. Das kann auch „um des
lieben Friedens willen” nicht geſchehen Deshalb
be=
dauert ſie aus der letzten Zeit manche Kundgebungen, die
von Rom ausgegangen ſind und nach ihrer Ueberzeugung
weder dem konfeſſionellen Frieden dienlich waren noch
den berechtigten Empfindungen des evangeliſchen Teiles
der Bevölkerung vollkommen Rechnung getragen haben.
Der Jeſuitenorden iſt nun einmal als
Kampfesorganiſa=
tion gegen die evangeliſche Kirche gegründet worden und
lange Zeiten hindurch in dieſem Sinne tätig geweſen.
Deshalb würde da die konſervative Partei in ihrer
über=
wiegenden Mehrheit bisher ſtets gegen die Aufhebung
des Jeſuitengeſetzes geſtimmt hat, deſſen Aufhebung auch
jetzt unſeren Auffaſſungen nicht entſprechen. Es iſt
un=
möglich, aus der Rede Herrn von Heydebrands in
Düſſel=
dorf, wo er ausdrücklich auf ſeine Dresdener Rede Bezug
nahm, das Gegenteil herauszuleſen.”
Zur Lage im deutſchen
Holzge=
werbe. Wie uns aus Arbeitgeberkreiſen mitgeteilt wird,
hat ſich Staatsminiſter a. D. Dr. Freiherr von Berlepſch
ſowohl an den Arbeitgeberſchutzverband für das deutſche
Holzgewerbe als auch an den Deutſchen
Holzarbeiterver=
band mit der Anfrage gewandt, ob ſein vermittelndes
oder ſchiedsrichterliches Eingreifen in die ſchwebenden
Differenzen erwünſcht ſei. Da Herr von Berlepſch bereits
im Jahre 1908 Schiedsrichter für die ſtreitenden Parteien
war und ſich durch ſeine Sachkenntnis und ſtrenge
Un=
parteilichkeit das Vertrauen beider Teile erworben hat
und da der faſt unvermeidliche Kampf dem Holzgewerbe
tiefe Wunden ſchlagen würde, ſo haben ſich beide
Organi=
ſationen entſchloſſen, die Unterſtützung des hochherzigen
Unparteiiſchen zu akzeptieren. Die am 16. Januar
ge=
ſcheiterten Verhandlungen ſollen am Montag, den 3.
Fe=
bruar, wieder aufgenommen werden. Herr von Berlepſch
wird unter Aſſiſtenz je eines Vertrauensmannes beider
Parteien zunächſt eine Vermittelung über die prinzipiellen
Differenzen herbeizuführen verſuchen und, falls die
Mit=
glieder der beiderſeitigen zentralen
Verhandlungskom=
miſſion gemeinſchaftlich den Wunſch äußern, über
Ver=
tragsdauer, Ablaufstermin, Verkürzung der Arbeitszeit,
Lohnerhöhung und Arbeitsnachweis einen Schiedsſpruch
fällen. Die Verhandlungen ſollen nach eingeholter
Ge=
nehmigung im preußiſchen Abgeordnetenhauſe ſtattfinden.
— Der neueſte Stand des deutſchen
Genoſſenſchaftsweſens wird an der Hand der
wichtigſten Statiſtiken und Geſchäftsberichte im
Januar=
heft des Reichs=Arbeitsblattes darzuſtellen begonnen. Die
Zahl der eingetragenen Genoſſenſchaften betrug Anfang
1910 29 437 mit 4877850 Mitgliedern, Anfang 1912 31771.
Auf 100 Einwohner kommen bereits etwa 8
Genoſſenſchaf=
ter. Unter den Genoſſenſchaften ſtehen an erſter Stelle
die Kreditgenoſſenſchaften (1910 rund 17000 mit 2½
Mil=
lionen Mitgliedern), an zweiter die
Konſumgenoſſenſchaf=
ten (rund 3400 mit 1,7 Millionen Mitgliedern), darunter
Konſumvereine, Produktivgenoſſenſchaften,
Baugenoſſen=
ſchaften, an dritter Stelle die Warengenoſſenſchaften (rund
8800 mit 700000 Mitgliedern), darunter vor allem die
landwirtſchaftlichen Verwertungs= und
Bezugsgenoſſen=
ſchaften (rund 7400 mit 625000 Mitgliedern).
— Sozialde mokratiſche Agitation in
Heilanſtalten. Der Vorſtand der
Landesverſiche=
rungsanſtalt Berlin hat für die Lungenheilſtätte Beelitz
eine Bekanntmachung erlaſſen, in der es u. a. heißt:
„In letzter Zeit ſind bei uns mehrfach Klagen
dar=
über eingegangen, daß für das Leſen und das Halten des
Vorwärts eine lebhafte Agitation entfaltet wird, daß
ferner Pfleglinge, welche den Vorwärts nicht leſen,
ge=
hänſelt und beſchimpft werden. Wir miſſen dieſes
Ver=
halten von Pfleglingen auf das ſchärfſte verurteilen.
Soll=
ten dieſe Vorgänge nicht aufhören ſo wird der Vorſtand
von der ihm in § 2 der Hausordnung eingeräumten
Be=
fugnis Gebrauch machen und das Halten beziehungsweiſe
das Leſen des Vorwärts innerhalb des Bereiches der
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.
Nummer 24
Heilſtätten verboten. Das Abhalten von Verſammlungen
jeder Art ohne vorherige Genehmigung des ärztlichen
Di=
rektors, desgleichen die Aufforderung zu Demonſtrationen
irgendwelcher Art (Abſendung von Depeſchen,
Beſchlie=
ßung von Reſolutionen uſw.) und die Beteiligung an
ſol=
chen Demonſtrationen, die Bildung von Vereinigungen
und die Beteiligung an ſolchen Vereinigungen iſt
ver=
boten. Jede Uebertretung dieſer Verbote wird
unnach=
ſichtlich mit ſofortiger Entlaſſung geahndet werden.
Ausland.
England.
Zurückziehung der Wahlrechtsvorlage.
Bevor Premierminiſter Asquith den Entſchluß der
Regierung, die Wahlrechtsbill fallen zu laſſen,
bekannt=
gab, erſuchte er im Unterhauſe den Sprecher, zu erklären,
welcher der eingebrachten Abänderungsanträge zur
Wahl=
rechtsbill im Falle ſeiner Annahme den Charakter der
Bill ſo gründlich ändern würde, daß es notwendig
wer=
den würde, eine neue Bill einzubringen.
Der Sprecher wies in ſeiner Antwort darauf hin,
daß drei das Frauenſtimmrecht betreffende
Abänderungs=
anträge eingebracht worden ſeien, welche die
gegen=
wärtige Wählerſchaft um 11, bezw. 6, bezw. 1½ Millionen
Frauen vermehren würden. Nach ſeiner, des Sprechers,
Anſicht würde die Annahme jedes einzelnen dieſer
Ab=
änderungsanträge die Bill derartig verändern, daß ſie
zu einer neuen Bill werden und damit ihre Zurückziehung
notwendig ſein würde. Daraufhin erklärte Asquith, daß
unter dieſen Umſtänden und angeſichts der den Anhängern
des Frauenſtimmrechts gegebenen Zuſicherung die
Re=
gierung die Bill fallen laſſe. Angeſichts der Entſcheidung
des Sprechers wäre es auch zwecklos, die Debatte über
die Abänderungsanträge fortzuſetzen. Als Gegner des
Frauenſtimmrechts bedauere er, daß die Frauen nicht zur
Abſtimmung gekommen ſeien, denn er habe dieſer
Abſtim=
mung niemals mit Beſorgnis entgegengeſehen. Da es
unmöglich ſei, führte Asquith aus, weiter über das
Frauenſtimmrecht und die betreffenden
Abänderungs=
anträge zu debattieren, meinte die Regierung, daß ſie
ge=
rechterweiſe mit der Verhandlung der anderen
Beſtim=
mungen der Bill nicht fortfahren ſolle. Es bleibe daher
die Frage übrig, was weiter zu geſchehen habe. Rufe
werden von den Oppoſitionsbänken laut: Legen Sie die
Frage den Wählern vor! Wenn auch die Regierung der
Anſicht ſei. fuhr Asquith fort, daß ſie in der laufenden
Seſſion keine weiteren Anträge in der Wahlrechtsfrage
ſtellen könne, bedeute dies doch nicht, daß ſie die Abſicht
aufgebe, mit der Wahlrechtsreform fortzufahren, falls und
wann immer auch die Gelegenheit ſich dazu biete. Die
Regierung beabſichtige auch, die Frage des Mißſtandes
der Pluralſtimmen noch in der jetzigen Parlamentsperiode
mit Nachdruck aufzunehmen. Hinſichtlich des
Frauen=
ſtimmrechts ſtellte Asquith in Ausſicht, daß die Regierung
der Bill, die ein Abgeordneter in der nächſten Seſſion über
dieſe Frage einbringen würde, dieſelbe Förderung
ge=
währen werde, die der ſogenannten Konziliationsbill
zu=
teil wurde, welche im Anfang der laufenden Seſſion
ab=
gelehnt wurde. Im Verlaufe der Rede wies Asquith
nachdrücklich die Vermutung zurück, daß die Regierung
hinſichtlich der Frage der Geſchäftsordnung der
Nach=
läſſigkeit oder des ſcharfen Vorgehens ſchuldig geweſen
ſei Die Regierung glaubte, daß die Wahlrechtsbill
reich=
lich Gelegenheit zur Verhandlung über die Entſcheidung
der Frage des Frauenſtimmrechts gewähren würde.
Nachdem Asquith geſprochen hatte, erklärten mehrere
Redner, darunter Bonar Law, Lloyd George und
Bal=
four, ſich im allgemeinen mit dem von der Regierung
gewählten Wege einverſtanden, da derſelbe die beſte
Ge=
legenheit biete, eine unbefangene Abſtimmung über das
Frauenſtimmrecht zu erhalten. Nach weiterer Debatte
er=
folgte dann die bereits gemeldete formelle Zurückziehung
der Bill.
Homerule im Oberhauſe. Am Montag
nachmittag begann die auf vier Tage bemeſſene
Verhand=
lung über die Homerule=Bill im Oberhauſe. Die
De=
batte erregte verhältnismäßig wenig Intereſſe, da das
Geſetz ſicherlich abgelehnt wird und die Ablehnung keine
unmittelbaren politiſchen Folgen haben wird.
Rumänien.
Das Parlament nahm am Montag ſeine
Sitzungen wieder auf.
Afrika.
Der Geſetzentwurf über die
ſüdafri=
kaniſche Univerſität, der ſoeben beendet worden
iſt, beſtimmt das Landgut von Cecil Rhodes Groote
Schur zum Sitz der Univerſität. Die Bill ſieht die
Gleich=
berechtigung der engliſchen und holländiſchen Sprache vor.
Konfeſſionelle Beſchränkungen werden ausgeſchloſſen. Der
Geſetzentwurf geſtattet den Verkauf des
Frankenwaldbe=
ſitzes in Prätoria, den der Verſtorbene Alfred Beith für
Bildungszwecke vermacht hat. Der Erlös kommt der
Uni=
verſität zugute. Die Bill enthält einen Verzicht auf die
Schenkung Beiths von vier Millionen Mark für eine
Uni=
verſität in Johannesburg.
* Wien, 27. Jan. Erzherzog Rainer
ver=
ſchied nach 25ſtündigem Todeskampfe. Am Sterbebett
weilten ſämtliche Mitglieder des kaiſerlichen Hauſes. Vor
dem Palais wartete eine dichtgedrängte Menſchenmenge.
Die Todesnachricht verbreitete ſich in wenigen Minuten
in der ganzen Stadt und wurde ſofort nach Schönbrunn
dem Kaiſer mitgeteilt. Die Nachricht rief überall große
Trauer hervor, beſonders im Bezirk Wieden, wo der
Erz=
herzog wohnte. Zahlreiche Privatgebäude hatten
Halb=
maſt geflaggt. Bald nach Eintritt des Todes erſchienen
zahlreiche Mitglieder des diplomatiſchen Korps und
an=
dere Perſönlichkeiten im Palais und trugen ſich in die
auf=
liegenden Kondolenzbogen ein. Die Blätter veranſtalteten
Extraausgaben.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 29. Januar.
* Hoftrauer. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben wegen des Ablebens Sr. Kaiſerl. und
Königl. Hoheit des Erzherzogs Rainer von
Oeſterreich eine Hoftrauer vom 27. Januar bis
einſchließlich 3. Februar d. J. angeordnet.
In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog den Oberförſter der
Ober=
förſterei Beſſungen, Geheimen Forſtrat Karl
Heine=
mann zu Darmſtadt auf ſein Nachſuchen, unter
Aner=
kennung ſeiner langjährigen treu geleiſteten Dienſte, mit
Wirkung vom 1. April d. J. ab, ſowie ihm aus dieſen
Anlaß die Krone zum Ritterkreuz 1. Klaſſe des
Ver=
dienſtordens Philipps des Großmütigen verliehen und
den Oberförſter der Oberförſterei Nidda, Forſtmeiſter
Eduard Hallwachs zu Nidda auf ſein Nachſuchen,
unter Anerkennung ſeiner langjährigen treu geleiſteten
Dienſte, mit Wirkung vom 1. April d. J. ab.
* Militärdienſtnachrichten. v. Stocken, Oberſt,
zum Generalmajor befördert und beauftragt mit
der Führung der 49. Inf.=Brig. (1. Großh. Heſſ.), unter
Ernennung zum Kommandeur dieſer Brigade. Heuer,
Oberſtleutnant beim Stabe des Inf.=Regts. Kaiſer
Wil=
helm (2. Großh. Heſſ.) Nr. 116, zum Oberſten befördert
unter Ernennung zum Kommandeur des Metzer Inf.=
Regts. Nr. 98. v. Jordan, Oberſtleutnant und
Bataillons=Kommandeur im 10. Württembergiſchen
Infanterie Regiment Nr. 180, unter Enthebung von
dem Kommando nach Württemberg zum Stabe des
Inf.=Regts. Kaiſer Wilhelm (2. Großh. Heſſ.) Nr. 116
verſetzt. Wilken, Major beim Stabe des 5. Großh.
Heſſ. Inf.=Regts. Nr. 168, als Bats.=Kom. in das Colberg.
Gren.=Regt. Graf Gneiſenau (2. Pomm.) Nr. 9 verſetzt.
Kuhl, Major in der Eiſenbahn=Abteil. des Großen
Generalſtabes, zur Linien=Kommandantur in Mainz
vom 1. Februar 1913 ab zur Dienſtleiſtung kommandiert
daß das Kommando einer Verſetzung gleich iſt).
Zacha=
riae v. Lingenthal, Hauptmann, Adjutant des
Gouvernements von Mainz, in das 8. Lothr. Inf.=Regt
Nr. 159 als Komp.=Chef verſetzt. Tietz, Oberleutnant
im 1. Naſſau. Inf.=Regt. Nr. 87, zum Adjutanten des
Gouvernements von Mainz ernannt unter Beförderung
zum Hauptmann. v. Zglinitzki, Hauptmann und
Komp.=Chef im Inf.=Regt. Graf Boſe (1. Thüring.) Nr.
31, unter Beförderung zum überzähligen Major und
Ueberweiſung zu dem Stabe des betreffenden
Truppen=
teiles in das 5. Großh. Heſſ. Inf.=Regt. Nr. 168 verſetzt.
v. Strzemieczny, Oberlt. im Leibgarde=Inf.=Regt.
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 115, in das 4. Unter=Elſäſſ. Inf.=
Regt. Nr. 143, Beckert, Oberlt, im Inf.=Regt. Prinz
Carl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118, in das 2. Lothring. Inf.=
Regt Nr. 131 unter Beförderung zu Hauptleuten und
Ueberweiſung zu den Stäben der betreffenden
Truppen=
teile verſetzt. v. Rode Lt. im Inf.=Leibregt.
Groß=
herzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117, in das Leibgarde=Inf.=
Regt. (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115 verſetzt. Frhr. v.
Hirſch=
berg, Oberlt. im 2. Großh. Heſſ. Feldart.=Regt. Nr. 61,
zum überzähligen Hauptmann befördert und
komman=
diert zur Dienſtleiſtung beim Reichs=Kolonialamt.
Boethke, Major, Verkehrsoffizier vom Platz in
Mainz, ein Patent ſeines Dienſtgrades verliehen.
Brünesholz, Fähnrich im Inf.=Regt. Prinz Carl
(4. Großh. Heſſ.) Nr. 118, dieſer unter Verſetzung in das
5. Rhein. Inf.=Regt. Nr. 65, Hauck Fähnrich im Inf.=
Regt. Prinz Carl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118, zu Lts. mit
Patent vom 29. Januar 1911 befördert. Büttner,
Fähnrich im Inf.=Regt. Prinz Carl (4. Großh. Heſſ.) Nr.
118, v. Storch, Fähnrich im Garde=Drag.=Regt. (1
Großh. Heſſ.) Nr. 23, zu Lts. befördert. D’heil,
Unter=
offizier im Inf.=Leib=Regt. Großherzogin (3. Großh.
Pleſſer,
Heſſ.) Nr. 117, zum Fähnrich befördert.
(I Eſſen) Lt. der Reſ. des 2. Großh. Heſſ. Feldart.=Regts.
Nr. 61, zum Oberlt., Beiſenherz, (I Dortmund),
Vizefeldwebel der Reſ des Leibgarde=Inf.=Regts. (1.
Großh. Heſſ.) Nr. 115, Riechmann, (I Köln),
Vize=
feldwebel der Reſ. des Leibgarde=Inf.=Regts. (1. Großh.
Heſſ.) Nr. 115, Weſter, (Andernach), Vizefeldwebel der
Reſ. des Inf.=Regts. Kaiſer Wilhelm (2. Großh. Heſſ.)
Nr. 116, zu Leutnants der Reſerve befördert. Knöhr,
(II Hamburg), Lt. der Reſ. des Garde=Drag.=Regts. (1
Großh. Heſſ.) Nr. 23, zum Oberleutnant befördert.
Risſom (Flensburg), Lt. der Landw.=Inf. 1.
Auf=
gebots, zu den Reſ.=Offizieren des Inf.=Leib=Regts
Großherzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117 verſetzt.
Binde=
wald (Worms), Oberleutnant der Landw.=Inf. I.
Auf=
gebots, zum Hauptmann befördert. Andreae (
Frank=
furt a. M.), Lt. der Reſ. des Garde=Drag.=Regts. (1.
Großh. Heſſ.) Nr. 23, Reiß, Leuchs (Frankfurt
am Main), Leutnants der Reſerve des Großh. Heſſ.
Train=Bataillons Nr. 18, zu Oberleutnants befördert.
Puſch (I Darmſtadt), Neef (Mainz), Vizefeldwebel
des 1. Naſſau. Inf.=Regts. Nr. 87, Fricke (I Darmſtadt),
Vizefeldwebel des 1. Oberrhein. Inf.=Regts. Nr. 97,
Krebs Rindfuß (I Darmſtadt), Riedel (
Fried=
berg), Vizefeldwebel des Leibgarde=Inf.=Regts. (1
Großh. Heſſ.) Nr. 115, Schad, Becker Eckhard
Falkenhagen (I Darmſtadt), Vizefeldwebel des
Leibgarde=Inf.=Regts (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115, Kraus
(I Darmſtadt), Vizefeldwebel des Inf.=Leib=Regts.
Groß=
herzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117, Jockel (I
Darm=
ſtadt), Vizefeldwebel des Inf.=Regts. Prinz Carl (4.
Großh. Heſſ.) Nr. 118, Wittich (I Darmſtadt),
Vize=
wachtmeiſter des Leib=Drag.=Regts. (2. Großh. Heſſ.) Nr.
24, Bally (I Darmſtadt), Vizewachtmeiſter des Ulan.=
Regts. Großherzog Friedrich von Baden (Rhein. Nr. 7
Küchler Morneweg (I Darmſtadt),
Vizewacht=
meiſter des Großh. Art.=Korps, 1. Großh. Heſſ. Feldart.=
Regts. Nr. 25, Falck (Mainz), Vizewachtmeiſter des
1. Naſſau. Feldart.=Regts Nr. 27 Oranien, zu Lts. der
Reſerve befördert. Treuſch (Erbach), Häuſel (Mainz),
Leutnants der Reſerve, in gleicher Eigenſchaft zum Lothr.
Fußart.=Regt. Nr. 16 verſetzt. Heſſe (Gießen),
Scheerer (I Darmſtadt), Bünnings (Mainz), Lts.
der Reſ., in gleicher Eigenſchaft zum Thüring. Fußart.=
Regt. Nr. 18 verſetzt. Weſtphal (Gießen), Lt. der Reſ.,
zum Oberlt. befördert. Jung=Marchand Aſſiſtenz=
Arzt beim Garde=Drag.=Regt. (1. Großh. Heſſ.) Nr. 23
zum Oberarzt befördert. Dr. Simonſohn (I
Darm=
ſtadt), Dr. Gärtner (Worms), Oberärzte der Reſerve,
zu Stabsärzten befördert. Dr. May (Worms),
Ober=
arzt der Landwehr 1. Aufgebots, zum Stabsarzt
beför=
dert. Dr. Loewer (I Darmſtadt), Dr. Schad (II
Darmſtadt), Dr. Heuberger (Gießen), Unterärzte der
Reſerve, zu Aſſiſtenzärzten befördert. Dr. Kieſen
wetter, Unterveterinär bei der Militär=Veterinär=
Aka=
demie, zum Leib=Drag.=Regt. (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24,
unter Beförderung zum Veterinär verſetzt. Dr.
Schau=
der (Gießen), Unterveterinär der Reſerve, zum Veterinät
befördert.
Kaiſerliches Danktelegramm. Auf das
Glück=
wunſchtelegramm, das anläßlich des Feſteſſens im Saal
bau an den Kaiſer abgeſandt worden iſt, ging folgendes
Antworttelegramm ein: „Berlin, Schloß. Meinen
herz=
lichen Dank für die Glückwünſche der dortigen
Feſtver=
ſammlung. Wilhelm, I. R.‟
g. Strafkammer. Der 33jährige Tagelöhner
Niko=
laus Neff III aus Viernheim war mit einem
Landwirt=
in Viernheim im vorigen Jahre übereingekommen, deſſen
Rübenacker auf Akkord zu hacken. Er fing die
Arbeit=
auch an, erledigte ſie jedoch nicht, als der Beſitzer ges
zwungen war, ſich vom Acker zu entfernen. Als Neff am
Abend den Lohn holen wollte, und der Landwirt
er=
ſtaunt fragte, ob denn die Arbeit ſchon erledigt ſei,
ant=
wortete Neff, er habe ſie mit Hilfskräften ſo ſchnell
er=
ledigen können. Das Schöffengericht hatte den wegen
Betruges Angeklagten freigeſprochen, da der Behauptung
des N., die Arbeit ſei gemacht, Glauben geſchenkt wurden
Auf die Berufung des Staatsanwalts erkannte die
Straf=
kammer geſtern auf drei Tage Gefängnis.
wurde zweifelsfrei feſtgeſtellt, daß der Angeklagte nicht
Anſpruch auf den vollen Akkordlohn hatte. Er ſei ſich
deſſen auch wohl bewußt geweſen. — Wegen Verbrechens
nach § 176,3 des Strafgeſetzbuches waren der 20jährige
Tagelöhner Jakob Walter und der 16jährige
Fabrik=
arbeiter Georg Auguſt Walter aus Bürſtadt angeklagt,
Wegen Mangels an Beweiſen wurde der ältere Bruder
Jakob freigeſprochen, während der 16jährige
Georg Auguſt Wolter zu 4 Monaten Ge=
Der Spaziergänger nach
Syrakus.
(Zu Seumes 150. Geburtstag, 29. Januar.)
C2) Johann Gottfried Seumes männlich
ernſte, charaktervolle Geſtalt lebt in unſerem Gedenken
hauptſächlich fort als die des rüſtig munteren
Spazier=
gängers, der uns ſeine Wanderung von Grimma bis
Syrakus in freimütig anſchaulicher Weiſe erzählt hat. Ein
„Freiluftmenſch” war dieſer Zeitgenoſſe Kants, der aus
furchtbar harten Schickſalen ſich zu einer ſtreng moraliſchen,
patriotiſch ſtolzen Weltanſicht durcharbeitete. Das Elend
der Kleinſtaaterei, die Greuel des Menſchenhandels hatte
der von heſſiſchen Werbern gepreßte, als Soldat nach
Amerika geſchleppte Student am eigenen Leibe erfahren;
tief grämte er ſich über Deutſchlands Erniedrigung, ſprach
in ſeinem Reiſebericht freimütig über die deſpotiſchen
An=
maßungen Napoleons und trat in ſeinen von
ſitt=
licher Energie getragenen „Apokryphen” furchtlos für die
Menſchenrechte ſeiner Nation ein. Mit Fichtes Reden
vereinte er ſein patriotiſches Wort zur Abwehr des
fran=
zöſiſchen Tyrannen, und ſo erſcheint er uns in dieſem
Er=
innerungsjahre der Befreiung, das zugleich den
Gedenk=
tag ſeiner Geburt bringt, als einer jener frühen
Mär=
tyrer, die mit heißer Sehnſucht die Erfüllung ihrer
Hoff=
nungen erſtrebten und vor dem Anbruch der neuen
Mor=
genröte welt= und ſchickſalsmüde dahingegangen ſind.
Seume war kein Dichter; wenn auch noch in vielen
Leſebüchern ſeine Parabel nach Rouſſeau „Der Wilde‟
ſteht, deren zum geflügelten Wort gewordener Vers „Seht,
wir Wilde ſind doch beſſere Menſchen” nichts von ſeinen
Erfahrungen in den amerikaniſchen Urwäldern verrät
wenn man auch noch ſeine Deviſe im Munde führt: „Wo
man ſinget, laß dich ruhig nieder”, ſo leiden ſeine lyriſchen
Gedichte doch unter einer moraliſierenden Schwere und
der bittere Lebensernſt verleiht ſeiner herben, harten
Sprache eine knorrige, ungefüge Rauheit. Sein Drama
„Miltiades” hat nur Bedeutung durch die Energie des
Gedankens und der Geſinnung, iſt aber ohne jede dramatiſche
Geſtaltung. Aber der Menſch Seume, wie er ſich in ſeiner
ſo ſchlicht erzählenden, von ſeinem Freunde Clodius zu
Ende geführten Selbſtbiographie ausprägt, behält auch
heute noch ſeinen vorbildlichen, ſeinen ergreifenden Wert
durch ſeine Schickſale und die mannhafte Art, mit der er
ſie getragen. „Mit dem Hubertusburger Frieden, in einem
entſetzlich kalten Winter” kam er auf die Welt, und
ob=
wohl er nach dem glücklichen Ereignis Gottfried genannt
wurde, hat er doch viel Kämpfe durchmachen müſſen. Das
große Landeselend der Hungersnot brach über Sachſen
herein; der Vater ſtarb in Gram und Not; die
Freigebig=
keit eines gutmütigen Grafen gab dem jungen Seume
Ge=
legenheit, eine gute Ausbildung auf den Gymnaſien zu
erhalten und danach Theologie zu ſtudieren. Dann kamen
die religiöſen Zweifel, die in dieſer Zeit des ſiegenden
Rationalismus nur wenigen ernſteren Natufen erſpart
blieben; in einem Anfall ſentimentaler
Weltbürgerſehn=
ſucht „lief er mit 18 Jahren als theologiſcher Pflegling
von der Akademie in die Welt hinein” und — den
Wer=
bern in die Hände. „Der Landgraf von Kaſſel, der da
malige große Menſchenmäkler, übernahm durch ſeine
Wer=
ber die Beſorgung meiner ferneren Nachtquartiere” an
England verkauft, mußte er, der begeiſterte
Freiheits=
freund, gegen die um ihre Unabhängigkeit ringenden
Amerikaner kämpfen. Klaſſiſch bleiben ſeine Schilderungen
des Soldatenelendes, des Transportes über den Ozean,
„gedrückt, geſchichtet und gepöckelt wie die Heringe‟
Neben den andern zum Dienſt gezwungenen Studenten
der Literatur, neben dem liederlichen Magiſter Laukhird
und dem pietiſtiſch fanatiſchen Neubauer, ſteht er als der
in ſeinem Menſchenrecht aufs tiefſte gekränkte Philoſoph.
Nach Deutſchland zurückgebracht, entſpringt er bei
Bre=
men ſeinen Häſchern und rettet ſich in einen Fiſcherkahn.
„Der mitleidige Fiſcher, welcher der Menſchenjagd
zuge=
ſehen hatte, hieß ihn, ſich gleich auf den Boden
nieder=
legen, und ſtieß augenblicklich vom Lande ab. Nun kamen
auch die Jäger und ſchoſſen; aber die Kugeln flogen
über=
das Schiff, und der gleichmütige Schiffer arbeitete ruhig
durch die Gefahr bis er glücklich das jenſeitige Ufer
er=
reichte. „Hier, Freund,” ſagte der Mann, ſeyd Ihr frei
und auf Oldenburgiſchem Grund und Boden. Gott helf
Euch weiter.” Aber nun fällt er in die Hände preußiſcher
Werber und er, der ſchon Sergeant war, wird als ge
meiner Soldat nach Emden geſchleppt. Bei weiteren
Fluchtverſuchen rettet ihn einmal ein Virgilvers und dann
die flehentliche Bitte der Kinder des General Courbiére,
der ſich ſeiner annimmt, vor der Zerfleiſchung durch die
Spießruten. Endlich erhält er Urlaub auf die Bürgſchaf
von 80 Talern hin, die ihm ein wackerer Bürger gibt.
Er kehrt nicht wieder, die Stunde der Freiheit iſt da=
Als Magiſter in Leipzig; als Sekretär des ruſſiſchen
Ge=
nerals Igelſtröm, als Leutnant in ruſſiſchen Dienſten hat
er ſich nun durchgeſchlagen, bis er ſchließlich einen
Ruhe=
poſten als Korrektor bei dem Verleger Göſchen fand. Aber
auch hier hielt es ihn nicht lange. „Zwei Jahre will ich
ſitzen”, ſagte er, „dann muß ich aber wieder ein wenig
laufen. Ich will dann nach Syrakus.” Und mit dem
letz=
ten Tage der zwei Jahre trat er die Reiſe an, „um mir das
Zwerchfell auseinander zu wandeln, das ich mir übec
dem Druck von Klopſtocks Oden etwas zuſammengeſeſſen
hatte.” Unendlich genügſam in ſeinen Bedürfniſſen, war
er ein begeiſterter Anhänger jeder körperlichen Uebung
und jeder Stählung des Leibes. Etwas von dieſer
Liebe=
zu Sonne und Sturm, von dieſer Freude an friſcher Luft
und freiem Leben, beſeelt von dem ſtrengen Feſthalten an
dem ſittlichen Gebot der Pflicht, lebt in ſeinen beſten
Schriften und macht ſie noch heute leſenswert,
Nummer 24.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.
Seite 3.
fängnis abzüglich 1 Monat Unterſuchungshaft
ver=
urteilt wurde.
— Vom Großh. Hoftheater. Heute geht Adams
ro=
mantiſch=komiſche Oper „Wenn ich König wäre” als 108
Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe B 27, in Szene. Es
gelten die kleinen Preiſe. Am Donnerstag findet als
echſte Sondervorſtellung eine Aufführung von Meyer=
Förſters Schauſpiel „Alt=Heidelberg” ſtatt. Für dieſe
Vorſtellung ſind keine Karten erhältlich. Am Freitag
ge=
langt die neuinſzenierte „Fledermaus” von Johann
Strauß als 109. Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe C 29,
zur Aufführung. Samstag nimmt das
Faſtnachtsreper=
toire mit einer Wiederholung von Karl Rößlers
erfolg=
reichem Luſtſpiel „Die fünf Frankfurter” als 110.
Abonne=
mentsvorſtellung, Buchſtabe B 28, ſeinen Anfang. Im
Rahmen dieſer Veranſtaltung gelangt Blumenthal=
Kadel=
burgs Schwank „Im weißen Rößl” am Sonntag
nach=
mittag als 18. Volksvorſtellung zu ermäßigten Preiſen
zur Aufführung. Sonntag abend wird die Schwartz=
Reimannſche Operette „Prima=Ballerina” in
vollkomme=
ner Neueinſtudierung mit Frau Becker in der Titelrolle
erſcheinen. Als Kindervorſtellung iſt für Roſenmontag
nachmittag eine Aufführung von Görners
Märchen=
komödie „Sneewittchen und die Zwerge” angeſetzt. Am
Abend findet unter Mitwirkung ſämtlicher Soliſten der
heitere Faſchings=Abend ſtatt. Am Faſtnachtdienstag
ſpielt Frau Becker als zweite Gaſtrolle die Hanna
Gla=
wari in der Repriſe von Léhars „Die luſtige Witwe‟
* Verband für Jugendwohlfahrt und
Jugend=
fürſorge in der Stadt Darmſtadt. Die au
Mittwoch in den Rathausſaal einberufene Sitzung des
Arbeitsausſchuſſes für die bewahrende
Jugendfür=
ſorge muß Umſtände halber im Herrſchaftsſaale des
Städtiſchen Saalbaues abgehalten werden.
* Ueber „Deutſche Heldinnen vor 100 Jahren” ſprach
im Frauenverein der Johannesgemeinde
am Montag abend Herr Pfarrer D. Preuſchen von
Hirſchhorn und zeichnete ein feſſelndes Bild der
Frauen=
größe, die in jenen großen Tagen in Preußen zu finden
war, ob er die weibliche Opferwilligkeit von Reich und
Arm oder den Heldenmut einer Eleonore Prohaska oder
die Hingabe ſo vieler Frauen in der Krankenpflege
ſchil=
derte. Mit dem Ausdruck des Vertrauens, daß es auch
unſerem Geſchlecht gegebenenfalls an tapferen Frauen mit
vaterländiſchem Sinn nicht fehlen werde, ſchloß der mit
vielem Beifall der zahlreichen Zuhörer aufgenommene
Vortrag, für den der Vorſitzende, Herr Pfarrer Dingeldey,
den Dank der Verſammelten ausſprach, zugleich mit dem
Hinweis auf den nächſten Vortrag, den am 11. Februar
Frau Profeſſor Kruckenberg=Kreuznach über „
Reli=
giöſe Erziehung im Hauſe” halten wird.
* Die Freie Vereinigung heſſiſcher
National=
liberaler ſchreibt uns: Die Geſchäftsſtelle der Freien
Vereinigung heſſiſcher Nationalliberaler hat die Reihe
der öffentlich=politiſchen Verſammlungen im Wahlkreis
Erbach-Bensheim im Verlauf der letzten Woche
fort=
geſetzt. Am Donnerstag, den 23., ſprach der
General=
ſekretär der Vereinigung, Dr. Otto Linſe, in
Linden=
els i. O., am 24. in Zotzenbach und am 25. in
Birkenau. Sämtliche Verſammlungen erfreuten ſich
eines guten Beſuches. Im Laufe dieſer Woche wird
Dr. Linſe in 5 Verſammlungen im Bezirk Erbach-
Michel=
ſtadt ſprechen.
* Kinematographiſche Schülervorſtellungen. Der
An=
kündigung entſprechend fanden an Kaiſers
Geburts=
tag im Reſidenztheater fünf Kino=
Vorfüh=
rungen mit beſonders ausgewählten, vom Lager der
Geſellſchaft für Verbreitung von Volksbildung=Berlin
gelieferten Films ſtatt. Samtliche Vorſtellungen waren
voll beſetzt. Der Darmſtädter „Ausſchuß für
kinemato=
graphiſche Vorführungen” war und iſt der Anſicht, daß
ſolche Veranſtaltungen, die mehr oder weniger raſch vor
hen Augen der Schauenden hinziehen, nur dann als
be=
lehrendes Bildungs= und Unterrichtsmittel zu werten
ind, wenn ſie von erläuternden oder erklärenden Worten
eines Schulmannes begleitet werden. Neu für unſere
Stadt war es, daß ſolche Ueberzeugung ſich in tätiges
Porgehen umſetzte. Herr Kreisſchulinſpektor Profeſſor
Kiſſinger ſowie die Herren Lehrer Claß, H.
Fung und Klinger ſchickten jeder Bilderfolge einen
kurzen Vortrag voraus, in dem ſie, an bekannte
Anſchauungen anknüpfend, die Eigenart des kommenden
Bildes, die zu erwartenden Vorgänge uſw. erklärten, und
dann während der Darſtellung an geeigneten Stellen auf
gewiſſe Einzelheiten hinwieſen. Auf muſikaliſche
Be=
zleitung wurde verzichtet; aber an den geſpannten
Mie=
nen der Hunderte von jugendlichen Gäſten konnte man
er=
kennen, wie Aufmerkſamkeit und innere Teilnahme ſich
teigerten bei jedem erklärenden Wort. Zweifellos
wur=
den die anweſenden Erwachſenen der Ueberzeugung, daß
der Beſuch ſolcher Darſtellungen Jugend und Volk
emp=
fohlen werden kann. Alſo Ausſcheidung aller nur den
niederen Inſtinkten zum Reize dienenden
Senſationsdra=
men und der die Gemüter verrohenden ſogenannten
„Humoresken‟ Der Darmſtädter Kino=Ausſchuß wird
derartige „Schüler=Vorführungen” auch künftig von Zeit
ßu Zeit veranſtalten; aber aus erziehlichen und
wirtſchaftlichen Gründen ſollen ſie ſich
nicht häufen. Es wäre wünſchenswert, wenn auch in
den Elternkreiſen dieſe Anſicht Platz greifen wollte.
Eiſenbahnverein Darmſtadt. Am Sonntag feierte
der Eiſenbahnverein Darmſtadt den
Ge=
burtstag des deutſchen Kaiſers. Der Feſtſaal
der Turngemeinde Darmſtadt und ſämtliche übrigen
Räume waren bis auf den letzten Platz beſetzt. Die Feier
verlief auf das glänzendſte. Den erſten Teil bildete ein
Vokal= und Inſtrumental=Konzert, unter Mitwirkung der
beliebten Künſtlerin unſeres Hoftheaters Fräulein H.
Schaub, des Herrn Kapellmeiſters Wach, des Herrn
L. Koch (Bariton), des Geſangvereins „Liederkranz”
(Dirigent Herr Hofmuſiker Stedefeld), des Darmſtädter
Vokal=Soloquartetts (Leiter L. Indorf) und der Kapelle
M. Weber. Sämtliche Mitwirkende errangen ſich
wohl=
verdienten Beifall. Die Feſtrede hielt der 1. Vorſitzende
des Vereins, Herr Regierungsbaumeiſter Cramer; das
Hoch auf Se. Kgl. Hoheit den Großherzog brachte Herr
Regierungsbaumeiſter Rot hamel aus. Der zweite
Teil der Feier brachte als Gaſtſpiel des
Waiſenſchutzver=
eins Klein=Gerau das Volksſtück „s Müllerſch Lies’l vun
Michlboch” in odenwälder Mundart. Die Aufführung
war eine in jeder Beziehung gelungene und ernteten die
Darſteller großen Beifall. Die Tänze am Schluſſe des
Stückes gefielen beſonders und mußten wiederholt
wer=
den. Dieſen Darbietungen ſchloß ſich ein Feſtball an.
nn. Freiwillige Feuerwehr. Unter dem Vorſitze des
Branddirektors L. Fiſcher hielt die Freiwillige
Feuerwehr Darmſtadt Montag abend im Saale
„Zur Roſenhöhe” ihre Hauptverſammlung ab.
Nach dem von dem Branddirektor und Kommandanten
L. Fiſcher vorgetragenen Jahresbericht beträgt der
Mannſchaftsbeſtand 198 gegen 200 im Vorjahre. Die
inneren Angelegenheiten der Wehr wurden in 23
Vor=
ſtandsſitzungen, acht Brandmeiſterſitzungen und ſechs
Führerſitzungen erledigt. Das Vermögen der Feuerwehr
hat wieder einen kleinen Zuſchuß erfahren. Mit Dank
gegen die Stadtverwaltung erwähnt Kommandant Fiſcher
die Indienſtſtellung einer Autoſpritze, die für die
Tätig=
keit der Mannſchaft eine große Erleichterung bildet. Die
Beſchaffung einer Autoleiter zeigt ſich ebenfalls als ein
dringendes Bedürfnis; als ſolches hat ſich auch eine
Verſtärkung der Feuerwache herausgeſtellt;
ebenſo die Errichtung von Gerätehäuſern für die
Löſch=
züge III und V. Die Waſſerverſorgung für Brandfälle
erfolgt durch die Städtiſche Waſſerleitung, und zwar
durch 1100 Unterflur= und 250 Privathydranten. Zur
Ausbildung der Mannſchaft wurden zahlreiche Einzel=
und Zugsübungen und Alarmübungen vorgenommen.
Alarmiert wurde die Feuerwehr in 97 Brandfällen gegen
104 in 1911. Dieſelben erſtrecken ſich auf 9 Großfeuer, 25
Mittelfeuer, 16 Kleinfeuer, 29 Kaminbrände und ſonſtige
Hilfeleiſtungen. Für Sicherheitswachen uſw. wurden
7978 Mann verwendet. Unfälle im Dienſt kamen vier mit
44 Tagen Arbeitsunfähigkeit vor. An Feſtlichkeiten und
ſonſtigen Veranſtaltungen beteiligte ſich die Wehr ſtets in
hervorragender Weiſe. Branddirektor Fiſcher hob hervor,
daß ſich das Korps ſtets bemüht habe, ſich ſchlagfertig zu
erhalten, und ſprach der Stadtverwaltung, dem
Polizei=
amt und den hohen Behörden für das Wohlwollen und
die Förderung der Feuerwehrbeſtrebungen beſten Dank
aus. Mit dem Wunſche, ſtets bereit zu ſein für den
Feuer=
ſchutz der Stadt Darmſtadt im Sinne der Deviſe: „Einer
für alle, alle für einen” wurde die angeregt verlaufene
Hauptverſammlung geſchloſſen.
w. Das Darmſtädter B. K. (Bibelkränzchen) vereinigte
am Montag mittag etwa 40 Freunde zu einer ſtrammen
Felddienſtübung auf dem Glasberg. Die
Gefechts=
lage war folgende: Eine rote Armee hat bei Stockſtadt
den Rhein überſchritten. An ihrer Spitze marſchiert eine
Vorpoſtenkompagnie, die in der Gegend von
Darmſtad=
durch aufklärende Patrouillen (Flieger und Kavallerie)
die Nachricht erhalten hat, daß eine ſtarke blaue Armee
im Anzug von Oſten her ſei und deren
Vorpoſtenkom=
pagnie die Höhen des Glasberges beſetzt und zur
Ver=
teidigung eingerichtet habe. Die rote Vorpoſtenkompagnie
erhält den Auftrag, ſofort die feindliche Angriffslinie
an=
zugreifen und zu durchbrechen. Letzteres gelang ihr auch
trotz ſtarker Schanzen und heldenmütiger Gegenwehr der
Blauen. Beim zweiten Gefecht lief Blau Sturm auf die
rote Schützenlinie, die hinter den Schanzen treffliche
Deckung gefunden. Kühn war der Anſturm, aber die
Blauen verloren dabei viele Leute. Trotzdem wurde
ihnen der Sieg zugeſprochen mit Rückſicht auf ihren
her=
vorragenden Mut, der das Unmögliche, den Sturm auf
des Gegners verſchanzte Stellung, bewerkſtelligte. Nach
einer kurzen Anſprache des Leiters, die er mit der
Mah=
nung, ſtets deutſche Art hochzuhalten, ſchloß, wurde der
Abmarſch nach dem Botaniſchen Garten geſchloſſen
ange=
treten.
* Auf den Volksunterhaltungsabend mit Lichtbildern,
der heute, Mittwoch, abends 8¼ Uhr pünktlich, im
gro=
ßen Feſtſaale der Turngemeinde vom Kreisverein
Darmſtadt gegen den Mißbrauch geiſtiger
Getränke veranſtaltet wird, ſei hierdurch nochmals
hingewieſen. Für den muſikaliſchen und deklamatoriſchen
Teil des Abends haben ihre Mitwirkung freundlichſt
zu=
geſagt: Frau Mathilde Sturmfels (Klavier),
Fräu=
lein Marie Lagemann (Deklamation), Fräulein
Luiſe Sturmfels (Sopran), das Streichquartett der
Herren Frey (Violine I), Krüger (Violine II),
Fal=
kenſtein (Viola) und Pfaff (Cello). Der Eintritt iſt
für jedermann frei.
Orpheum. Nur noch heute, Mittwoch, und morgen,
Donnerstag, bleibt der jetzige vielbelachte, äußerſt
erfolg=
reiche Spielplan beſtehen. Wer den unglaublich komiſchen
Schwank „Der zerbrochene Spiegel” noch nicht geſehen hat,
möge dies unbedingt noch nachholen, zumal das geſamte
Programm hervorragend iſt. — Freitag, den 31. Januar,
findet wegen anderweitiger Vergebung des Orpheums
Feſtkommers) keine Vorſtellung ſtatt. (S. Anz.)
* Karnevalgeſellſchaft Narrhalla. Man ſchreibt uns:
Nun naht die Herrſchaft des luſtigen Prinzen Karneval
ich ihrem Höhepunkt. In den letzten Tagen, bevor der
Aſchermittwoch ſein graues Haupt erhebt, um die
Strah=
len der Narrenſonne endgültig zu verdunkeln, gehen noch
einmal hoch die Wogen ſchäumender Faſchingsluſt und
Freude. Seit Jahrzehnten iſt der große
Geſell=
ſchafts=Maskenball am
Faſtnachtsſams=
tag in den Räumen des Städtiſchen Saalbaues das
Er=
eignis der Karnevalſaiſon, ein Feſt, auf dem alle Kreiſe
ein Rendezvous ſich geben, die zu leben und die Freiheit
und Schönheit, die die Tage beſcheren, da Se. Tollität
das ſorgenbrechende Szepter ſchwingt, auszukoſten
ver=
ſtehen. Auch diesmal hat der große Rat der „
Karne=
valgeſellſchaft Narrhalla” alles
aufgebo=
ten, dieſem ſchönſten und größten aller Maskenfeſte der
Reſidenz ſeine hervorragende und herrſchende Stellung
zu erhalten. In feenhaftem Glanze werden die Räume
der närriſchen Hochburg erſtrahlen und alles, was zum
frohen Genießen gehört und zum fröhlichen
Mummen=
ſchanz, als da ſind lauſchige Niſchen und Sektbuden,
Blumenhallen und Chambres ſeparés werden vorhanden
ein. Die Kapellen unſeres Leibgarde=Regiments und der
61er, unter Leitung der Obermuſikmeiſter Hauske und
Weber, werden für eine Ballmuſik ſorgen, zu deren
Ruhm nichts mehr geſagt zu werden braucht. Auch ſonſt
hat der Große Rat für Neuerungen und Ueberraſchungen
mancherlei Art Sorge getragen. Kurz, es wird ſchön
werden wie immer. Alles Nähere folgt. (Siehe auch
Anzeige.)
Turngemeinde. Reges und fröhliches
karnevaliſti=
ſches Treiben wird ſich am nächſten Sonntag in der
när=
riſchen Feſthalle der Turnhalle am Woogsplatz entfalten.
Dem Höhepunkt des Karnevals entſprechend veranſtaltet
der Große Rat ein fideles karnevaliſtiſches
Konzert mit Liedern, Luftſchlangenſchlacht uſw. Die
Muſik wird diesmal durch die Kapelle des 2. Naſſauiſchen
Pionierbataillons Nr. 25, unter Leitung des Herrn
Ober=
muſikmeiſters Eiſold=Mainz, geſtellt. Der gute Ruf, der
Kapelle, die auch im Mainzer karnevaliſtiſchen Leben eine
Rolle ſpielt, bürgt für ſchneidige karnevaliſtiſche Muſik.
Näheres ſiehe Anzeige.)
— Liedertafel. Man ſchreibt uns: Kommt, ſeht und
ſtaunt; ſo lautet das Motto an alle Närrinnen und
Nar=
ren, die den am 8. Februar in der Turnhalle am
Woogs=
platz ſtattfindenden Maskenball, der unter dem
Titel „Eine Nacht im Orient” abgehalten wird, beſuchen
wollen. Die geſchmackvolle Dekoration iſt vollſtändig
dem Charakter des Feſtes angepaßt und verſetzt uns ganz
in das Leben und Treiben im Orient, ſowie in die
Mär=
chen=Erzählungen aus Tauſendundeinenacht. Der Einzug
des Sultans mit Scheherezade und den Sklavinnen, ſowie
ein orientaliſcher Schleiertanz der Sklaven und
Sklavin=
nen wird zur Verherrlichung des Feſtes beitragen. Auch die
Kapelle der 61er, unter Leitung ihres Obermuſikmeiſters
M. Weber, wird ununterbrochen mit geteilter Kapelle
wie immer ihr Beſtes leiſten. Die orientaliſche
Ausſtat=
tung der Bühne iſt teilweiſe von der Firma L. Trier,
Wilhelminenſtraße, gütigſt zur Verfügung geſtellt und
wird von Herrn Hofdekorationsmeiſter Müller, Karlſtraße,
ausgeführt. (Alles weitere noch in den Anzeigen.)
* Britannia=Hotel. Im Britannia=Hotel finden am
Faſtnachtsſonntag und
Faſtnachtsdiens=
tag zwei glänzende Karnevalsfeiern mit
Ball ſtatt. Die einzigartig dekorierten Räume werden,
gefüllt von Singen, Tanzen und Flirten, bald die echte
Karnevalsſtimmung erzeugen. So ſind zwei Kapellen
vom Leibgarde=Infanterie=Regiment gewonnen worden,
die in den hinteren Lokalitäten und im weißen Saale
kon=
zertieren, während in dem reizenden Ballſaale, wie in
den aufs prächtigſte ausgeſtatteten Räumen im 1. Stock
zwei Kapellen vom Großh. Artillerie=Korps für die
muſi=
kaliſche Unterhaltung ſorgen. Durch lauſchige Niſchen,
Sektſtände und kalte Büfetts iſt für die weitere Zerſtreuung
der Gäſte geſorgt, ſo daß das intime, vornehme Milieu
der Veranſtaltung gewahrt bleibt. Es wird gebeten,
Soupers wie Tiſche rechtzeitig zu beſtellen; ebenſo iſt es
ratſam, ſich mit Eintrittskarten event. Paſſevartouts, die
beim Portier des Hotels zu haben ſind, baldigſt zu
ver=
ſehen.
Union=Theater (Kunſt=Lichtſpiele, Rheinſtraße 6).
Der heutige Programmwechſel bringt wieder eine ganze
Reihe neuer Films, von denen das zweiaktige Drama
Feuilleton.
CK. Die Erfolge des Londoner Radium=Inſtitutes.
Aus London wird berichtet: Einen außerordentlich
inter=
leſſanten Einblick über die Heilerfolge, die das Londoner
Radium=Inſtitut bisher in der Behandlung von
Krebs=
lleiden zu verzeichnen hat, gewährt der ſoeben erſchienene
Jahresbericht der Anſtalt. Vom 14. Auguſt 1911 bis zum
31. Dezember 1912 wurden insgeſamt 539 Fälle von Krebs
behandelt. Davon wurden anſcheinend geheilt 53 Fälle
völlig geheilt 28 Fälle und gebeſſert 245 Fälle. Bei 88
Patienten wurde die Behandlung aufgegeben, bei 70
konite eine Beſſerung des Befindens nicht erzielt werden
lund 55 der Fälle endeten mit dem Ableben der Kranken.
Dazu bleibt zu bemerken, daß als „anſcheinend geheilt”
ene Fälle angeſehen werden, bei denen alle Symptome
des Leidens vollkommen verſchwunden ſind Für die
Be=
urteilunig des Geſamtergebniſſes fällt die Tatſache ins
Gewicht, daß eine ſehr große Anzahl der Fälle erſt dann
in die Behandlung des Radium=Inſtitutes kamen, als alle
mderen Hilfsmittel der Heilkunde und der Chirurgie
er=
ſchöpft ſchienen. Bei Krebserkrankungen, die einen
chir=
urgiſchen Eingriff ausſchloſſen, konnten die Schmerzen oft
ſehr vermindert werden. Das Krebsgeſchwür heilte, die
Blutung hörte auf und in anderen Fällen wurde das
Wachstum des Geſchwüres verlangſamt. Bei
Magen=
krebs machten ſich die günſtigen Folgen der
Radiumbe=
ſandlung ebenfalls in einer Beſchränkung des
Wachs=
ums und in einer Verminderung der Schmerzen geltend.
der Bericht bezeichnet die Ergebniſſe als „ermutigend‟
und führt noch eine ganze Reihe von anderen Leiden,
vor=
wiegend Geſchwüre und Hautleiden, auf, in denen die
Ra=
iumkur vortceffliche Dienſte leiſtet.
* Der Küchenzettel im Zoologiſchen Garten. Die
Kunſt eines großen Küchenchefs iſt zwar nicht erforderlich,
um den Appetit der in den Zoologiſchen Gärten
einquar=
tierten Gäſte der Tierwelt zu reizen, aber immerhin, auch
hier bereitet die Zuſammenſtellung des Menüs bisweilen
ernſte Sorgen. Aus dem Küchenzettel des Pariſer Jardin
des Plantes, der wöchentlich von dem Direktor Perrier
mit grübelnder Ueberlegung feſtgeſtellt werden muß,
er=
zählt der Gaulois einige kleine Indiskretionen. Auch die
Raubtiere können ſich in ihrem Menü über ein Fehlen
von Abwechslung nicht beklagen, wenn auch die Auswahl
gering bleibt. Aber immerhin: es gibt nicht nur „
Roß=
bief‟ Pferdefleiſch, es gibt hin und wieder ſogar ſchönen
Ochſenbraten und bisweilen auch, zur Abwechslung,
Hammelfleiſch. Allein trotz der hohen Fleiſchpreiſe bleibt
kein Grund die Beſtien zu beneiden, denn wenn es
Ochſenfleiſch oder Hammelfleiſch gibt, ſo handelt es ſich
nur um ein Schlachtfleiſch, das von der
Geſundheits=
kommiſſion beanſtandet worden iſt. Das Pferdefleiſch iſt
nicht allzu teuer, die Küchenverwaltung des Pariſer
„Zoo” pflegt durchſchnittlich 40 Mark für einen alten Gaul
anzulegen. Komplizierter iſt ſchon die Einteilung der
Portionen, denn die Beſtien neigen im allgemeinen mehr
zum Gourmand als zum Gourmet und würden des Guten
zu viel genießen, wenn der Umfang ihrer Mahlzeit nicht
genau reguliert wäre. Der Löwe muß ſich damit
zufrie=
dengeben, daß ihm ſechsmal in der Woche je 12 bis 14
Pfund Fleiſch, die Knochen mitgerechnet, ſerviert werden
und ebenſo groß iſt auch die Mahlzeit des Tigers. Der
Panther begnügt ſich mit einem Diner von 8 Pfund und
die Hyäne durchſchnittlich vier. Größere Anſprüche in
be=
zug auf die Qualität ſtellt Meiſter Petz, der ſich zwar mit
einem geringen Quantum zufrieden gibt, aber Wert
da=
rauf legt, daß ſeine Mahlzeit nicht etwa in rohem Zu=
ſtande ſerviert, ſondern vorher gekocht wird. Im übrigen
beanſprucht er täglich auch ſein Brot, das er zwar
ge=
wöhnlich zögernd, aber doch nicht ohne Anerkennung für
die Kunſt des Bäckermeiſters zu verzehren pflegt. Der
Elefait dagegen iſt, wie man weiß, ein überzeugter
Vege=
tarier und Gegner der Fleiſchkoſt. Er verzehrt mit gutem
Appetit täglich ſeine vier Kübel Hafer, Rüben und
Ka=
rotten und als Deſſert führt er ſich die zwei Bündel Stroh
zu Gemüte, die ihm zur Erneuerung ſeiner Lagerſtätte
ge=
reicht werden und die er dann im Verlaufe des Tages
auf=
knabbert.
* Der Dirigent als Sänger. Eine nicht alltägliche
Aufführung erlebten kürzlich im Stadttheater zu
Straß=
bura die „Meiſterſinger von Nürnberg” Nach der
Stra=
ßenſzene im zweiten Akt vermochte ſich der Darſteller des
Beckmeſſer, Schaarſchmidt, nicht mehr auf den Beinen zu
halten. Er verſchwand nach einem Schwindelanfall hinter
den Kuliſſen und konnte infolge eines ſtarken
Unwohl=
ſeins die Rolle nicht zu Ende führen. Intendant Wilhelmi
trat vor die Rampe und wies mit der Bitte um
Entſchul=
digung darauf hin, daß Erſatz für den Erkrankten
ver=
ſchafft worden ſei. Dieſer Erſatz war niemand anders
als Profeſſor Dr. Hans Pfitzner, der Operndirektor, der
bis jetzt die Aufführung dirigiert hatte und den Taktſtock
an Kapellmeiſter Büchel abgab. Nach halbſtündiger
Ver=
ſpätung ging die Aufführung weiter. Pfitzner hatte raſch
entſchloſſen ſeinen Bart unter die Schere nehmen laſſen
und eine treffliche Maske ſich angeſchminkt, die das
ſtimm=
liche Manko in ſeinem Beckmeſſer ſchmerzlos vergeſſen
ließ. Muſikaliſch ſicher und darſtelleriſch bemerkeiswert
führte Pfitzner unter begeiſterten Kundgebungen bei
aus=
verkauftem Hauſe ſeine improviſierte Sängertätigkeit zu
Ende und rettete damit die Vorſtellung.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.
Nummer 24.
Eine leichtſinnige Frau” wohl das meiſte Intereſſe
er=
wecken wird. Das Stück ſpielt in Künſtlerkreiſen und
zeigt die leichtſinnigen Fahrten der Frau eines
vielbe=
ſchäftigten Bankiers. Neben dieſem Film ernſten Genres
fehlt natürlich auch die Komik nicht. Da iſt vor allem die
dezente Humoreske „Lucie iſt eigenſinnig” zu nennen,
wahrend die kleine Epiſode „Johann und Pauline”
gro=
teske Komik zeigt. Daß auch die Wiſſenſchaft auf ihre
Rechnung kommt, iſt ſelbſtverſtändlich.
* Reſidenz=Theater. Das neue Programm ab
heute zeigt ein reizendes Luſtſpiel in drei Akten mit
Herrn Waldemar Pſylander, dem Liebling der
Damen=
welt. Was an herrlichen Bildern, an feinem Spiel und
Ausſtattung in der Kinematographenbranche geleiſtet
wer=
den kann, vereinigt ſich in dieſem Film.
American Bio bringt ab heute die ſpannende
zweiaktige engliſche Komödie „Der Liebe Wandlungen”
Dieſelbe iſt ſehr intereſſant und unterhaltend. „Der
Wochenbericht” bringt wie immer die neueſten Ereigniſſe.
Eine vorzügliche Naturaufnahme bietet „Beerdigung
„
Ge=
eines reichen Chineſen”; „Lehmanns Verlobung
ſind
ur=
fährliche Leiter” und „Ein billiges Getränk”
komiſch. Für gute Einlagen iſt ebenfalls geſorgt. (Siehe
Anzeige.)
Gasvergiftung. Ein etwa 50 Jahre altes
Fräu=
klein aus Berlin wurde vor einigen Tagen wegen einer
Gasvergiftung in das Städtiſche Krankenhaus
einge=
liefert. Dieſer Vergiftung iſt ſie erlegen. Es handelt
ſich anſcheinend um Selbſtmord.
§ Ueberfahren. Geſtern vormittag wurde auf dem
Bahnkörper zwiſchen der Griesheimer Chauſſee und der
nächſten Brücke nach Eberſtadt der Kaufmann Georg
Luckhaupt aus Bickenbach tot aufgefunden. Derſelbe
hat ſich von einem Eiſenbahnzug überfahren laſſen
Ueberfall. Am Montag abend kurz nach 7 Uhr
hat ein Dienſtmädchen am Exerzierplatz in der Nähe
der Holzhofallee von einem Unbekannten ohne jegliche
Veranlaſſung zwei Meſſerſtiche erhalten
wo=
durch das Mädchen erheblich verletzt worden iſt. Es
wurde mittelſt Krankenautomobils in das Städtiſche
Krankenhaus verbracht.
-h- Jugenheim, 28. Jan. Zum Bau einer
Turn=
halle, verbunden mit Räumen für die
Gewerbe=
ſchule werden ſeitens unſerer Einwohner namhafte
Be=
träge, teils ſchenkweiſe, teils als unverzinsliche
Anteil=
ſcheine, gezeichnet. So hat eine reiche Dame in
anerken=
nenswerter Weiſe allein 7000 Mk. gezeichnet. Ein Herr
hat 1000 Mark geſpendet, und weitere namhafte Beträge
ſtehen in Ausſicht. Der Bau iſt auf etwa 30000 Mk.
ver=
anſchlagt und wird unter Leitung des Herrn Architekten
Scherer=Darmſtadt ausgeführt.
-h- Jugenheim, 28. Jan. Die neue katholiſche
Kirche iſt im Rohbau vollſtändig fertig und iſt eine
Zierde unſeres vielbeſuchten Kurortes.
-h- Von der Bergſtraße, 28. Jan. Bei den
gegen=
wärtig ſtattfindenden Holzverſteigerungen
wer=
den im Durchſchnitt für den Raummeter Buchenſcheit
1. Klaſſe 20—22 Mk., 2. Klaſſe 18—20 Mk., Buchenknüppel
15—18 Mk. und Buchenwellen für 100 Stück 16—19 Mk.
erlöſt.
Offenbach, 28. Jan. An Alkoholvergiftung
verſtorben iſt der 50jährige Armenhausinſaſſe Adolf
Schwarzkopf. Der Fritz Michel hatte ebenfalls ſo
reichliche Mengen an Bier und Schnaps zu ſich genommen,
daß er ſich auch eine Alkoholvergiftung zuzog und ins
Krankenhaus gebracht werden mußte. —
Der 17jährige
Glaſergeſelle Chriſtian Freud geriet mit der linken
Hand in die Kreisſäge, wobei ihm zwei Finger völlig
ab=
geſägt wurden.
Guſtavsburg, 28. Jan. Das dreijährige Mädchen des
Bäckermeiſters Karl Fütterer fiel in einen Eimer
hei=
ßen Waſſers. Die Unglückliche wurde derart am
Unter=
körper verbrüht, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt
wird.
Mainz, 28. Jan. Zu der geſtern unter Mainz
ge=
brachten Notiz über den Schreiner Hermann Dietrich
aus Darmſtadt wird uns von dieſem mitgeteilt, daß er
nicht in Mainz aus dem Zuge geworfen wurde, ſondern
in Bingen beim Einſteigen in den Wagen ſo unglücklich
fiel, daß er bis Mainz bewußtlos blieb, wo er dann in
das Rochushoſpital gebracht wurde.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 27. Jan. Heute abend um
acht Uhr war im Königlichen Opernhaus auf
allerhöchſten Befehl Galaoper. Im Parkett ſah man
Offiziere, Parlamentarier, höhere Beamte, Stadtvertreter
Gelehrte, im erſten Rang die Damen des diplomatiſchen
Korps und der Hofgeſellſchaft, in den Logen den
Reichs=
kanzler, Botſchafter, Generale, Admirale, Miniſter,
Ver=
treter des hohen Adels. Das Haus war mit Teppichen
und Blumengewinden reich geſchmückt. In der großen
Hofloge nahm der Hof Platz. Der Kaiſer, der die
Kron=
prinzeſſin führte, trug den roten Galarock des Gardekorps.
Gegeben wurde „Kerkyra” ein Feſtſpiel: zwei Bilder aus
Vergangenheit und Gegenwart, von Lauff. Das erſte
Bild ſpielte im alten Kerkyra, das zweite Bild zeigte das
heutige Korfu mit dem Achilleion im Hintergrunde, den
Schluß machte eine ſehr ſchöne Wandeldekoration: die
Partien des Parks vom Achilleion, landſchaftlich
hervor=
ragende Punkte der Inſel mit ihren ſchönen Ausblicken
nach den albaniſchen Bergen hinüber und das Achilleion
mit dem rieſigen neuen Standbild des Achilles in ſehr
prächtiger Beleuchtung. In der Pauſe hielt der Kaiſer
in den herrlich mit Blattwerk und blühenden Pflanzen
geſchmückten Foyers Cercle. — Der Vorſteher des
Steno=
graphiſchen Bureaus im Reichstag, Geh. Rechnungsrat
Schallopp, feierte am Montag ſein 50jähriges
Jubiläum als Stenograph. Aus dieſem Anlaß fand
im Reichstag ein Feſteſſen ſtatt, an dem zahlreiche
Ver=
treter der Parteien des Parlaments, ſowie das geſamte
Präſidium teilnahmen. Schallopp trat 1863 in das
Steno=
graphiſche Bureau des preußiſchen Landtags ein und
ſie=
delte mit der Begründung des Reichstags dorthin über,
wo er ſeit 1872 das Amt des Vorſtehers des
Stenographi=
ſchen Bureaus bekleidet. Der Jubilar iſt auch in der
Schachwelt als Meiſter bekannt. — Auf richterlichen
Be=
fehl iſt heute der Leiter der Berliner Filiale des Londoner
Bankgeſchäfts M. Marx u. Ko., Prokuriſt Horſtmann,
verhaftet worden. Die Bücher des Bankgeſchäfts
wurden beſchlagnahmt, die Bureaus der Bank in der
Behrensſtraße geſchloſſen. Die Verhaftung erfolgte
wegen Verleitung zum gewerbsmäßigen
Börſen=
ſpiel und Betrug.
Von z we i Kraf
t=
droſchken wurde vor den Augen ſeiner Frau der 64
Jahre alte Produktenhändler Weishaupt aus der Palli
ſadenſtraße zermalmt. Der Mann wollte über den
Fahrdamm der Tiergartenſtraße, als gerade zwei
Kraft=
wagen aus der entgegengeſetzten Richtung daher gefahren
kamen.
28. Jan. Der Defraudant Wilhelm
Bruning und der wegen Hehlerei gleichzeitig mit ihm
verhaftete Hermann Kranich ſind heute früh 5¾ Uhr von
Hamburg auf dem Lehrter Bahnhof eingetroffen.
Zwei Kriminalbeamte brachten die Verhafteten in das
Unterſuchungsgefängnis Moabit. Bruning iſt bereits in
Luxemburg in September 1912 einmal feſtgenommen
worden. Er machte dort eine große Zeche und beleidigte
in betrunkenem Zuſtande einen auf Poſten ſtehenden
Sol=
daten. Er wurde feſtgenommen und man fand bei ihm 3000
Mark, die man zurückbehielt. Bei ſeiner Vernehmu”
nannte er ſich Hermann Kranich. Da gegen Kranich nichts
vorlag, wurde er am nächſten Tage entlaſſen. Das Geld
behielt man aber zurück. Die Summe konnte jetzt den
deutſchen Behörden ausgeliefert werden. Ueber den
Ver=
bleib der noch fehlenden 100000 Mark macht er andauernd
die widerſprechendſten Angaben. Während der Fahrt von
London nach Hamburg wurde Bruning verſchiedentlich
einem Verhör unterzogen. Erſt allmählich ging er etwas
mit der Sprache heraus. Er erzählte, daß er einen Teil
des unterſchlagenen Geldes im Grunewald vergraben
habe; dann widerrief er dieſes Geſtändnis und ſagte, er
habe das Geld einem Mädchen gegeben, das dann nach
Amerika geflüchtet ſei.
Frankfurt, 27. Jan. Die Königin von
Hol=
land traf heute abend im Hauptbahnhof ein, wo ſie vom
Prinzgemahl, der ſeit einiger Zeit in der Klinik
Hohe=
mark weilt, empfangen wurde. Die Königin, die inkognito
unter dem Namen einer Gräfin Büren reiſt, wird im
Grand=Hotel in Königſtein für einige Tage Wohnung
nehmen.
Hanau, 28. Jan. Die Typhus=Epidemie beim
1. Bataillon des hieſigen Eiſenbahn=Regiments zeigt
einen weiteren ſtarken Rückgang. Es ſind noch 90 Kranke
in Behandlung, auch die Zahl der Kranken mit hohem
Fieber iſt zurückgegangen.
München, 27. Jan. Die Angelegenheit zwiſchen der
Bayeriſchen Staatszeitung und den Gemein
den, denen ein Zwangsabonnement auferlegt
worden iſt, wird nunmehr nach Blättermeldungen eine
gerichtliche Entſcheidung finden. Der Magiſtrat
der Stadt Starnberg hat es abgelehnt, die Verpflichtung
zum Abonnement auf die Bayeriſche Staatszeitung
an=
zuerkennen. Die Ablehnung wird damit begründet, daß
die Regierung keinerlei Berechtigung habe, einen
Bezugs=
zwang auszuüben. Auch einige andere Gemeinden
wol=
len auf dem Verwaltungswege zu der Angelegenheit
Stellung nehmen und auf gerichtliche Austragung
drängen.
Hamburg, 27. Jan. Die, 45jährige Schneiderin
Hitſchke goß ihrem Liebhaber, einem 24jährigen
Klemp=
nergeſellen, Schwefelſäure in das Geſicht. Dieſer
verlor das Augenlicht auf beiden Augen. Als die Täterin
verhaftet werden ſollte, nahm ſie Gift. Sie ſtarb au
dem Transport nach dem Krankenhaus. Die
Selbſtmör=
derin verbüßte bereits vier Jahre Gefängnis, weil ſie
einen Telephonarbeiter erſchoſſen hatte.
Helgoland, 27. Jan. Bei Uebernahme der
Paſſagiere an Bord eines Dampfers ſtürzte beim
Beſteigen des Schiffes die Darſtellerin des Münchener
Künſtlertheaters Fräulein Ellen Richter zwiſchen das
bei dem heftigen Seegang auf= und niederpendelnde
Mo=
torboot und den Dampfer. Im Fallen zog die Künſtlerin
auch den ſie haltenden Schiffer über Bord. Dieſer beſaß,
obgleich er ſich bei dem Fallen ſtark verletzt hatte, die
Gei=
ſtesgegenwart, die junge Dame, die ſich beſonnen und
ruhig verhielt, feſtzuhalten. Den vereinten Bemühungen
der Bootsbeſatzung gelang es, das Boot von der
Schiffs=
wand klar zu halten und die beiden im Waſſer
Befind=
lichen wieder an Bord zu ziehen.
Paris, 27. Jan. Der Unterſuchungsrichter Driour
beſchäftigt ſich gegenwärtig mit einer verwickelten und
weitverzweigten ſtrafrechtlichen Angelegenheit, die als
die „Affäre der ſüdſpaniſchen
Vodenkredit=
geſellſchaft” bezeichnet wird. Im Jahre 1911 wurde
eine Geſellſchaft, die dieſen Namen erhielt, in Paris
ge=
gründet, und an die Spitze des Verwaltungsrats trat Herr
Perez Caballero, der bereits ſpaniſcher Botſchafter in
Paris war. Man nimmt an, daß er die
Verwaltungs=
ratsſtelle nur aus Gefälligkeit gegen ſeine Landsleute
an=
nahm und von den betrügeriſchen
Machenſchaf=
ten der Leiter des Unternehmens nichts wußte. Er iſt
denn auch der einzige unter den Gründern, die nicht in
Unterſuchung gezogen ſind, da ſeine Stellung als
Mit=
glied des diplomatiſchen Korps ſeine Exterritorialität und
Unverletzlichkeit bedingt. Die übrigen Gründer, darunter
ein Pariſer Bankier namens Pequignot, ſowie
verſchie=
dene bekannte ſpaniſche und franzöſiſche Perſönlichkeiten
auf politiſchem und finanziellem Gebiete, ſo der
ehe=
malige ſpaniſche Senator Caracoſſa, der Konſervator des
Verſailler Schloſſes de Nolhac und Graf de Chambure,
ſind beſchuldigt, unter betrügeriſchen Vorſpiegelungen den
öffentlichen Kredit in Anſpruch genommen zu haben. Sie
eilten in Proſpekten mit, ſie ſeien die Eigentümer von
Ländereien zwiſchen der Sierra Nevada und dem Meere,
während ſie in Wirklichkeit nur die Kaufoption beſaßen.
Sie gaben dieſe Ländereien als Garantie für die von
ihnen ausgegebenen Aktien und Obligationen. Später
einigten ſie ſich mit einer anderen faulen Gründergruppe,
die Sümpfe des Guadalquivir für 40000 Fr. erworben
hatte, um ſie trocken zu legen. Dieſe Sümpfe wurden
dann von der Pariſer Geſellſchaft für 4 200000 Fr.
an=
gekauft, wovon 840000 Fr. in bar und der Reſt in
Obli=
gationen gezahlt wurde. Die geſamte Bankeinlage betrug
nur 50000 Fr., während die Geſellſchaft angab, daß das
geſetzlich geforderte Viertel des nominellen Kavitals, in
dieſem Falle alſo mehrere Millionen, eingezahlt worden
ſei. Pequignot, der Hauptmacher bei der Sache, führte
mit den Erſparniſſen der leichtgläubigen Franzoſen und
Spanier ein luxuriöſes Leben, hielt ſich eine Jacht und
einen Rennſtall und gründete dann eine
Tochtergeſell=
ſchaft, die die Waſſerkräfte Südſpaniens ausnützen ſollte
An der Spitze dieſer Geſellſchaft ſtand wieder eine
ſpa=
niſche Berühmtheit, der General Weyler, ehemaliger
Oberſtkommandierender in Kuba und nachheriger
Gene=
ralkapitän von Katalonien. Die Aufhellung aller dieſer
Affären dürfte noch lange Zeit in Anſpruch nehmen.
Paris, 27. Jan. Die bisherigen Feſtſtellungen haben
ergeben, daß die geſtern abend auf einer Bauſtelle der
Untergrundbahn erfolgte Exploſion durch
Dyna=
mitpatronen verurſacht wurde und daß es ſich
zwei=
fellos um einen verbrecheriſchen Anſchlag handelt. In der
Nähe der Exploſionsſtelle wurde ein vom revolutionären
Allgemeinen Arbeitsverband verſchicktes Rundſchreiben
vorgefunden.
London, 28. Jan. Wegen der Zurückziehung der
Wahlrechtsvorlage faßten die Suffraget ten auf
einer Konferenz neue Pläne zu Gewaltakten. Dem
Publi=
kum ſoll, wie eine Führerin erklärte, das Leben
unmög=
lich gemacht werden. Die Regierung ſoll zur ſofortigen
Erteilung des Frauenſtimmrechts gezwungen werden
Viele Läden im Weſtend ſind aus Furcht vor den Weibern
verbarrikadiert worden. In den Kreiſen der Polizei
be=
fürchtet man in den nächſten Tagen ſchwere Anſchläge.
Sämtliche Miniſter ſtehen unter dem Schutz zahlreicher
Detektivs.
Petersburg, 27. Jan. Das Schwurgericht
ver=
handelte neuerlich gegen die Mitglieder des Wiborger
Hofgerichts wegen Widerſtandes gegen das
Reichs=
geſetz über die rechtliche Gleichſtellung der Ruſſen und
Finnländer in Finnland. Von den Angeklagten war
nie=
mand erſchienen. Von dem Gerichtshofe, der ohne
Mitwir=
kung der Geſchworenenbank verhandelte, wurde der
Hof=
gerichtspräſident Malin freigeſprochen. Sechs Räte, fünf
Aſſeſſoren und zwölf zeitweilige Mitglieder wurden zu je
einem Jahr und vier Monaten Gefängnis verurteilt und
ihnen die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter
auf zehn Jahre abgeſprochen.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 28. Jan. Präſident Dr. Kaempf
er=
öffnet die Sitzung um 1 Uhr und teilt mit, daß das
Prä=
ſidium namens des Hauſes Se. Majeſtät dem Kaiſer die
Glückwünſche zum Geburtstage ausgeſprochen und daß
Se. Majeſtät dem Hauſe dafür ſeinen Dank ausgeſprochen
habe.
Kurze Anfragen.
* Abg. Baſſermann (natl.) fragt, welche Schritte
zur Wahrung der Intereſſen des durch franzöſiſche
Trup=
pen in Marokko vergewaltigten deutſchen Anſiedlers
Legationsrat Dr. Leh=
Stöſſel getan worden ſeien.
mann: Die Tatſache ſelber iſt der Regierung bekannt.
Sofort nach Eingang der telegraphiſchen Meldung
ſind=
auf diplomatiſchem Wege mit der franzöſiſchen Regierung
Verhandlungen gepflogen worden. Dieſe ſchweben
gegen=
wärtig und werden noch einige Zeit in Anſpruch nehmen,
da der Tatbeſtand von beiden Seiten verſchieden
darge=
ſtellt wird.
Abg. Baſſermann (natl.) fragt, ob der
Reichs=
kanzler bei der chineſiſchen Regierung für eine
Gleichſtel=
lung der deutſchen Sprache mit der engliſchen bei dem
Sprachunterricht in den höheren chineſiſchen
Elementar=
ſchulen einzutreten bereit ſei. — Dr. Lehmann: Der
engliſche Sprachunterricht kann in die höheren
Elemen=
tarſchulen Chinas eingeführt werden, daneben aber auch
andere fremde Sprachen. Unſer Geſandter hat die
nöti=
gen Schritte getan, um zugunſten der deutſchen Sprache
vorſtellig zu werden.
Abg. Baſſermann (natl.) fragt, ob dem
Reichs=
kanzler bekannt ſei, daß zwiſchen England, Frankreich
und Rußland beſtimmte Vereinbarungen über eine
Ab=
grenzung der gegenſeitigen Intereſſenſphären in den
ar=
meniſchen, ſyriſchen und arabiſchen Gebietsteilen der
Tür=
kei getroffen worden ſeien und welche Stellung er ſolchen
Vereinbarungen gegenüber einnehme. — Dr. Lehmann=
Uns ſind nur Gerüchte bekannt, wonach ſich einige Mächte
in dieſer Frage geeinigt hätten. (Hört! hört!) Aus
un=
zweideutigen vertrauenswürdigen Erklärungen auf dem
internationalen Meinungsaustauſch geht aber hervor
daß das Vorhandenſein als ausgeſchloſſen erſcheint. (
Hei=
terkeit.)
Abg. Dr. Gradnauer (Soz.) fragt, ob es wahr
ſei, daß die verbündeten Regierungen neue umfaſſende
mi=
litäriſche Forderungen, abgeſehen von dem Ausbau der
Luftflotte, durchzuführen beabſichtigen; nämlich, ob
1. die Mannſchaftsſtärke der Kompagnien erhöht, 2. dritte
Bataillone, ſoweit ſie noch nicht vorhanden ſind,
aufge=
ſtellt, 3. die Erſatzreſerven zur Ausbildung mit der Waffe
einberufen, 4. Kavalleriediviſionen ſchon in der
Friedens=
zeit aufgeſtellt, 5. ſelbſtändige Radfahrerkompagnien
ge=
bildet und 6. die Artillerie vermehrt werden ſoll. — Preus
ßiſcher Major Hoffmann: Die verantwortlichen
Stellen ſind ſich einig, daß unſere Rüſtung zu
Lande erneut einer Verſtärkung bedarf=
(Hört! hört!) Ueber den Umfang kann jedoch keine
Mit=
teilung gemacht werden, da der Bundesrat noch nichts
beſchloſſen hat. (Große Heiterkeit.)
Darauf wird die
Etatberatung
fortgeſetzt. Etat des Innern. (11. Tag.)
Kapitel: „Geſundheitsamt”
Abg. van Calker (natl.): Möglichſt bald ſollte an
eine reichsgeſetzliche Regelung des Krankenpflegeweſens
gedacht werden. Die überlange Arbeitszeit des Perſonals
ſowie die Ausnutzung dieſes beſten Menſchenmaterials
mit niederen Wirtſchaftsarbeiten ſtellen einen Raubbau
dar, der nicht gerechtfertigt werden kann. Statten wil
unſeren Dank für die aufopfernde Pflege der
Kranken=
ſchweſtern ab durch Schaffung eines reichsgeſetzlichen
Schutzes für die Krankenpfleger. — Abg. v. Knigge
(konſ.): Die Kinderſterblichkeit fordert dringend
reichsge=
ſetzliche Maßnahmen. Auch die Frage des Geburtenrück
ganges wird immer dringender. Wo die meiſten ſozial
demokratiſchen Stimmen abgegeben werden, iſt der Ge
burtenrückgana am größten. Das beruht zum größten
Teil auf der Wirkung der ſozialdemokratiſchen Preſſe und
ihrer Broſchüren. (Widerſpruch bei den Sozialdemos
kraten. Beifall rechts.)
Abg. Gunßer (Fortſchr.
Volkspt.): Das Weingeſetz von 1909 iſt erheblich beſſer
als ſeine Vorgänger. Es hat beſonders ſegensreich
ge=
wirkt auf den Weinhandel. Die Verarmung der württem
beraiſchen Weinbauern iſt im weſentlichen auf die bis
dahin beſtandenen Zuſtände zurückzuführen. Eine neue
Gefahr zeiat ſich in der rapiden Steigerung der Einfuhr
fremder Weine. Deshalb iſt es dringend geboten, hie
eine möglichſt ſcharfe Kontrolle walten zu laſſen. De
Weinzoll muß unter allen Umſtänden aufrecht erhalten
bleiben. Auch die überlange Arbeitszeit in den
ober=
ſchleſiſchen Gruben muß endlich beſeitigt werden. Redner
empfiehlt ſchließlich eine Reſolution ſeiner Partei auf
Unterſuchung der geſundheitlichen Verhältniſſe der
Berg=
arbeiter und der geſundheitlichen Vorkehrungen auf den
Bergwerken Oberſchleſiens. — Abg. Dr. Burckhardt
(Wirtſch. Verg.): Das Hebammenweſen muß hinſichtlick
ihrer Ausbildung geſetzlich geregelt werden. Die Errich
tung von ſtaatlichen Krankenpflegerſchulen muß angeſtrebt
werden. Eine Regelung des Geheimmittelweſens iſt
drin=
gend notwendig.
Direktor des Reichsgeſundheitsamts Dr. Bumm?
Es muß zugegeben werden, daß die Klagen über
unzu=
reichendes Wiſſen der Hebammen und über Mangel von
Hebammen auf dem Lande teilweiſe berechtiat ſind. Ein
reichsgeſetzliche Regeluna des Hebammenweſens in allen
ſeinen Teilen für Deutſchland iſt aber vom Bundesrat au
eine Anfrage nicht für zweckmäßia erachtet worden, wohl
aber ſoll der Verſuch gemacht werden. durch Aufſtellung
einheitlicher Grundſätze über gewiſſe Punkte beim Hel
ammenweſen in den einzelnen Landesteilen eine gewiſſe
Uebereinſtimmung zu erzielen. Das kaiſerliche
Geſund=
heitsamt hat dieſe Grundſätze ausgearbeitet. Sie ſollen
im Februar unter Hinzuziehung von Vertretern des
Heb=
ammenberufes, der Lehranſtalten uſw. beraten werden
und ich hoffe, daß wir zu einer Uebereinſtimmung der
Hauptgeſichtspunkte gelangen werden. Die Hebammen
ſind allerdings nicht invalidenverſicherungspflichtig. Der
Bundesrat hat von der Ermächtigung bisher noch keinen
Gebrauch gemacht, die Verſicheruna auf dieſe Zweige aus=
Nummer 24.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.
Seite 5.
zudehnen, wird es aber alsbald tun. Den warmen
Wor=
ten des Dr. Calker über die Krankenpfleger und
Kranken=
pflegerinnen kann ich mich nur anſchließen. Im Intereſſe
des Perſonals, wie auch im Intereſſe der Kranken iſt zu
fordern, daß eine Ueberanſtrengung des Perſonals
ver=
mieden wird. Die einheitliche Regelung für das ganze
Reich ſtößt auf große Schwierigkeiten, da die Bedürfniſſe
in den einzelnen Krankenanſtalten völlig verſchieden ſind.
Die Fortſchritte in der Bekämpfung der
Säuglingsſterb=
lichkeit müſſen wir dankbar auerkennen, wenn auch noch
viel mehr geſchehen muß. Die Geheimmittelliſte wird
nun=
mehr ergänzt werden.
Abg. Antrick (Soz.): Ich traute bei der Rede des
Kollegen van Calker meinen Ohren nicht, denn ſeine
Par=
tei iſt es beſonders geweſen, die mich im Jahre 1900 in
der niederträchtigſten und gemeinſten Weiſe wegen genau
derſelben Forderungen angegriffen hat. — Vizepräſident
Dove: Das bezieht ſich wohl nur auf die Preſſe und
Herren außerhalb des Hauſes. — Abg. Antrick (Soz.):
Innerhalb und außerhalb des Hauſes. — Vizepräſident
Dove: Dann rufe ich Sie zur Ordnung. — Abg.
An=
trick (Soz.): Ich kann nichts zurücknehmen. Eine
reichs=
geſetzliche Regelung iſt dringend zu fordern. Die
Regie=
rung gibt ja jetzt auch zu, daß meine damalige
Schilde=
rung richtig geweſen iſt. Die Gehälter für das
Kranken=
pflegerperſonal ſind geradezu jämmerlich. Ebenſo liegen
deſſen Wohnungsverhältniſſe ſehr im Argen. Dieſe
trü=
ben Verhältniſſe gibt es nicht nur in öffentlichen
Kran=
kenhäuſern, ſondern auch in den geiſtlichen
Krankenhäu=
ſern. Dem Raubbau an dem Leben und der Geſundheit
des Pflegeperſonals muß Schluß gemacht werden, wie es
der Kulturzuſtand verlangt. (Beifall bei den
Sozial=
demokraten.) — Abg. Giesberts (Zentr.): Die
Kran=
kenpflege auf dem Lande muß weiter gefördert werden.
Darauf wird bei der reichsgeſetzlichen Regelung der Frage
beſonders zu achten ſein. Das Reichsgeſundheitsamt ſollte
ſeine Aufmerkſamkeit beſonders auch den geſundheitlichen
Zuſtänden in der Großeiſeninduſtrie zuwenden. Die
Ar=
beitszeit iſt zu verkürzen und das Ueberſtundenweſen zu
beſeitigen, das in letzter Zeit wieder erheblich geſtiegen
iſt. Vor allen Dingen muß für genügende Ruhezeit und
für Sonntagsruhe geſorgt werden. —
Abg. Dr.
Blan=
kenhorn (natl.): Die Reichsregierung ſollte dafür
ſor=
gen, daß die Praxis, die durch ein reichsgeſetzliches
Ur=
teil geſchaffen worden iſt, nicht beibehalten wird, wonach
Obſtweine und Treſterweine nicht zum Haustrunk
ver=
wendet werden dürfen. Das widerſpricht dem Geiſte des
Weinbaugeſetzes. — Abg. Leube (Fortſchr. Volkspt.):
Bei unſerer Fleiſcheinfuhr ſind Aenderungen der
geſetz=
lichen Beſtimmungen dahin unbedingt erforderlich, daß
nicht nur die Einfuhr ganzer Rinder geſtattet wird,
ſon=
dern, daß nach gehöriger Unterſuchung einzelne Tierteile
eingeführt werden dürfen.
Abg. Jäckel (Soz.) beſpricht die
Geſundheitsverhält=
niſſe in den Webereien. — Abg. Poppe (Ztr.): Die
Aus=
führung des Reichsviehſeuchengeſetzes läßt viel zu
wün=
ſchen übrig, ſie bringt namentlich derartig
unerſchwina=
liche Unkoſten, daß die kleinen Viehhändler=Betriebe mit
den großen nicht konkurrieren können.
-
Abg. Dr.
Thoma (natl.): Als Vertreter des die größte
Milch=
wirtſchaft betreibenden Wahlkreiſes, des Allgäu, kann ich
die Reſolution der Freiſinnigen auf Errichtung eines
In=
ſtituts für milchwirtſchaftliche Forſchungen nur begrüßen.
Ich verſtehe den Abgeordneten Antrick nicht, wie er Zurufe
machen konnte; bei den Debatten vor 12 Jahren hat er
den Ausführungen des Prinzen Schönaich Carolath zu
dieſer Frage zugeſtimmt. Entweder hat Herr Antrick die
damaligen Reden nicht nachgeleſen, was mehr als
fahr=
läſſig bezeichnet werden muß, oder er hat damals einen
ganz anderen Standpunkt eingenommen. In dieſem Fall
muß ich dem Hauſe ein Urteil über ein ſolches Verhalten
überlaſſen. — Abg. Dr. Blunck (Fortſchr. Vpt.): Unſere
Reſolution auf Schaffung eines Inſtituts für
wiſſenſchaft=
liche Milchforſchungen iſt nicht neu. Unſere
Milchwirt=
ſchaft hat einen ſo gewaltigen Aufſchwung genommen, daß
die Schaffung eines derartigen Inſtituts gerechtfertigt iſt.
Dieſer Aufſchwung iſt umſo höher zu bewerten, als er
hne jeden Vorſchub vor ſich gegangen iſt. Ich bitte, die
Reſolution einſtimmig anzunehmen. Bei Bekämpfung
der Maul= und Klauenſeuche ſollte nicht allzu ſchroff
vor=
gegangen werden. Die Deutſche Geſellſchaft zur
Be=
kämpfung der Geſchlechtskrankheiten ſollte aus
Reichs=
mitteln unterſtützt werden. — Abg. Hoeſch (konſ.): Der
Reſolution auf Errichtung eines Inſtituts für
wiſſen=
ſchaftliche Milchforſchung ſtehen wir durchaus ſympathiſch
gegenüber. — Direktor des Reichsgeſundheitsamtes Dr.
Bumm: Gegen die Maul= und Klauenſeuche werden
von der Regierung die denkbar ſchärfſten Maßnahmen
ge=
roffen. Die Landwirte dürfen nicht irre werden an der
Richtigkeit der getroffenen Maßnahmen. Im Jahre 1911
hat die Seuche einen ſolchen Umfang angenommen, daß
der Schaden in die Millionen geht. Trotz der
umfaſſend=
ſten Verſuche iſt es bisher noch nicht gelungen, den
Er=
reger der Maul= und Klauenſeuche zu ermitteln.
Nächſte Sitzung Mittwoch 1 Uhr. Interpellation
der Polen, betr. Enteignung, Weiterberatung. — Schluß
6 Uhr 45 Min.
*Berlin, 28. Jan. Die Budgetkommiſſion
des Reichstages ſtrich in ihrer Vormittagsſitzung
gegen 12 Stimmen die Oſtmarkenzulage für die
Reichs=
poſt= und Telegraphen=Verwaltung. Ein Antrag des
Referenten, den Titel „Unterſtützungen für höhere und
mittlere Beamte und außerordentliche Unterſtützungen
für Kanzlei= und Unterbeamte” entſprechend zu erhöhen,
wurde von der gleichen Mehrheit abgelehnt. Der
An=
trag des Zentrums, den Unterbeamten mit weniger als
1500 Mark Gehalt für das dritte und jedes folgende
ehe=
liche Kind unter 18 Jahren eine Zulage von je 100 Mark
zu gewähren, wurde zurückgezogen und dafür eine
Re=
ſolution angenommen, in welcher der Reichskanzler
er=
ſucht wird, die Kinderzulage für Reichsbeamte
einzu=
führen. Eine weitere nationalliberale Reſolution, nach
welcher den unteren und mittleren Beamten, die mit
höheren Steuern belaſtet ſind, als in Preußen, eine
Aus=
gleichsſumme gewährt werden ſoll, wurde abgelehnt.
Vermiſchtes.
Züchtigungsrecht gegenüber frem=
C
den Kindern. Oberlandesgerichtsrat Dr. Buchmann
veröffentlicht in Soergels Recht (Hannover, Helwing)
eine intereſſante Entſcheidung des Oberlandesgerichts
Jena. Jene Entſcheidung führt über das Recht zur
Züchtigung fremder Kinder im weſentlichen
Folgendes aus: Ein Recht zur Züchtigung fremder
Kin=
der wird von einer weit verbreiteten Praxis bei
mutmaß=
lichem Einverſtändnis des nicht anweſenden Vaters
an=
genommen. Wo aber dieſes Einverſtändnis des nicht
an=
weſenden Vaters fehlt, und vom Täter auch nicht
ver=
mutet wird, verſagt dieſe Konſtruktion eines abgeleiteten
Züchtigungsrechts, wenn man nicht die Züchtigung als
geine im öffentlichen Intereſſe liegende Pflicht des Vaters
anſieht (§ 679 Bürgerlichen Geſetzbuchs). Indes kann
man von einem abgeleiteten Züchtigungsrecht überhaupt
abſehen. Unter Umſtänden iſt vielmehr in Ergänzung
des elterlichen Züchtigungsrechts ein Recht Dritter, fremde
Kinder zu züchtigen, als Ausfluß des öffentlichen
Rechts anzuerkennen. Das ausſchließliche Recht der
Eltern auf Züchtigung muß zurücktreten gegen das Recht
der Allgemeinheit auf Zucht und Ordnung,
auch ihr entgegenſtehender Wille verdient da keine
Be=
achtung. Die Allgemeinheit bedarf dieſes Rechtes zu
ihrem Schutze ebenſo wie zur Pflege der allgemeinen
Wohlfahrt, für die die gute Erziehung der Jugend ein
weſentliches Moment bildet. Das Haus bleibt vor
Ein=
griffen geſchützt. Aber wo Kinder in der Oeffentlichkeit
Zuchtloſigkeiten begehen, die das ſittliche Empfinden jedes
normal denkenden Menſchen gröblichſt verletzen, und nach
ihrem Gerechtigkeitsgefühl eine alsbaldige Sühne
for=
dern, tritt das Recht der Allgemeinheit ein, und jeder
Volksgenoſſe darf züchtigen. Nur darf eine ſolche
Züch=
tigung nicht das Maß überſchreiten, in dem ein
verſtändi=
ger Vater das Züchtigungsrecht an ſeinen eigenen
Kin=
dern ausübt.
Literariſches.
Die Klaſſiker der Religion und die
Religion der Klaſſiker, herausgegeben von Liz.
theol. Guſtav Pfannmüller. Wenn einmal
emand eine nach Ländern und Städten gegliederte
Ge=
chichte der theologiſchen Bücherproduktion ſchreiben
wird, dann wird unſere Stadt eine ganz eigenartige
Stel=
lung in dieſem Buche einnehmen. Ueber die erſten 500
Jahre im Leben unſerer Stadt wird da ſehr wenig zu
berichten ſein. Dann aber rückt Darmſtadt urplötzlich in
den Mittelpunkt und behauptet ſich jahrzehntelang als
die Stadt angeſehener theologiſcher Verlage und
ausge=
dehnter theologiſcher Schriftſtellerei, um dann wieder faſt
ebenſo plötzlich von der Höhe herabzuſinken. Dieſe
eigen=
artige Entwickelung hat ihre guten Gründe. Sie haftet
an zwei Namen: Ernſt Zimmermann und Karl
Zimmermann. Ernſt Zimmermann, der vor etwa
100 Jahren in Darmſtadt ſeine Pfarrertätigkeit als
Hof=
diakonus begann, hat durch ſeine reiche ſchriftſtelleriſche
Tätigkeit und vor allem die Herausgabe der in
Darm=
ſtadt von 1822 an erſcheinenden und in der ganzen
deut=
ſchen evangeliſchen Welt verbreiteten Allgemeinen
Kirchenzeitung dem Namen Darmſtadt im Reiche
der theologiſchen Wiſſenſchaft einen guten Klang
ver=
liehen. Karl Zimmermann hat nach ſeines Bruders Ernſt
frühem Abſcheiden deſſen Werk fortgeführt und
erwei=
tert. Als aber auch er verſtorben war, da wars mit der
Herrlichkeit Darmſtadts auf dem Gebiete des
theologi=
ſchen Verlags und der theologiſchen Schriftſtellerei aus
und vorbei. Wer — wie der Schreiber dieſer Zeilen
dieſe Entwickelung, die recht üble Folgen für unſer Land
hatte, beklagt, wird ſich freuen, daß nach langer
Unter=
brechung nunmehr wieder einmal ein großangelegtes Werk
in die Welt tritt, das mit dem Namen Darmſtadt
wenig=
ſtens inſoweit verknüpft iſt, daß ſein Herausgeber
Darm=
ſtädter iſt. Und es fügt ſich ſchön, daß er auch mit dem
erſten Begründer der Darmſtädter theologiſchen
Schrift=
ſtellerei in nahen verwandtſchaftlichen Beziehungen ſteht:
er iſt deſſen Urenkel. Ich meine die in der Ueberſchrift
genannte Sammlung, die unter Leitung des hieſigen
Hof=
bibliothekars Liz. Guſtav Pfannmüller
heraus=
gegeben wird und im proteſtantiſchen Schriftenvertrieb
Berlin=Schöneberg erſcheint. Es handelt ſich dabei um
ein ebenſo zeitgemäßes, wie großangelegtes Werk. „
Un=
ſere Sammlung”, heißt es in der Voranzeige, „ſtellt ſich
die Aufgabe, den religiös intereſſierten Menſchen unſerer
Zeit mit dem Innenleben der wahrhaft ſchöpferiſchen
eligiöſen Genien aller Religionen, insbeſondere der
chriſtlichen Religion, bekannt zu machen. Dies ſoll aber
nicht auf dem Wege biographiſcher Darſtellung geſchehen,
vielmehr ſollen die Heroen der Religion ſelbſt in ihren
eigenen Worten und Werken zu uns ſprechen, und an
ihrem unerſchöpflichen Innenleben ſoll ſich unſer eigenes
religiöſes Leben entzünden und nähren.” „Neben den
Klaſſikern der Religion ſoll die „Religion
der Klaſſiker” zur Darſtellung und lebendigen
An=
ſchauung kommen.‟ Den Umfang des Werkes erkennt
man am beſten daran, daß bis jetzt die Herausgabe von
60 Bänden „Klaſſiker der Religion” und 40 Bänden „
Re=
ligion der Klaſſiker” in Ausſicht genommen iſt und für
ſie Bearbeiter gewonnen ſind, unter denen ſich die erſten
Vertreter der theologiſchen und Religionswiſſenſchaft in
Deutſchland finden.
Von der Sammlung „Die Klaſſiker der Religion”.
ſind bis jetzt drei Bände (1. Jeſus, von Prof. D. Dr
Heinrich Weinel in Jena; 2. Der katholiſche
Modernismus, von Prof. Dr. Joſeph
Schnitzer; 3. Johann Arndt, von Liz. Wilhelm
Koepp), von der Sammlung „Die Religion der
Klaſſi=
ker” ein Band (Giordano Bruno, von Prof. Dr.
Kuhlenbeck) erſchienen. Es kann hier nicht unſere
Aufgabe ſein, dieſe Bände eingehend zu beſprechen. Das
Buch von Weinel: Jeſus, halte ich — obwohl ich in
ein=
zelnen Punkten abweichende Anſichten vertrete — für
ganz ausgezeichnet, und zwar wegen der eigenartigen
Zuſammenſtellung des in den Evangelien uns
dargebo=
tenen Stoffes und der meiſt äußerſt treffenden
Ueber=
ſchriften. Wer dies Buch, auch als ſchlichter Laie, ſtudiert
wird viel von ihm haben. Auf gleiche Stufe mit
Wei=
nels Arbeit ſtelle ich das Buch Schnitzers über den
katho=
liſchen Mordernismus. Inſonderheit dem evangeliſchen
Chriſten, der ſich über die Ideenwelt der Vertreter eines
wie ſie ihn nennen — modernen Katholizismus
ver=
gewiſſern will, gibt das Buch durch geſchickt gewählte
Auszüge aus den Schriften der Hauptvertreter des
deut=
ſchen, franzöſiſchen, italieniſchen und engliſchen
Moder=
nismus und nicht zum wenigſten durch die gute
Einleit=
ung Schnitzers Gelegenheit, in Kürze ſich mit den
Pro=
blemen, mit denen man ſich im Lager der Moderniſten
befaßt, und den Löſungen, die ſie finden, vertraut zu
machen. Weniger gelungen iſt Koepps Buch über Arndt.
Es liegt das zum Teil am Stoff, aber auch an der
Aus=
wahl, die mitunter nicht ganz glücklich iſt. Doch iſt auch
dieſe Schrift geeignet, uns einem Klaſſiker der Religion
näher zu bringen, dem Deutſchland und vor allem unſer
Heſſen unendlich viel Segen verdankt — man denke nur
an Arndts Paradiesgärtlein und ſeine Bücher vom
wah=
ren Chriſtentum, aus denen die ſchönſten Stellen
mitge=
teilt werden. Sehr dankbar muß man für den erſten Band
der Religion der Klaſſiker ſein, der uns mit den
religiö=
ſen Anſchauungen Giordano Brunos bekannt macht. Das
Buch, das aus der Feder wohl des beſten Kenners der
Werke Brunos ſtammt, iſt geeignet, die verſchrobenen und
abenteuerlichen Anſchauungen, die ſich heutzutage viele
Brunoſchwärmer von der Ideenwelt des großen
Italie=
ners machen, in ihrer ganzen Grundloſigkeit zu enthüllen
und an ihre Stelle ein gerechtes geſchichtliches Urteil zu
ſetzen.
Und nun noch eines! Was koſten die Bücher? Sie
ſind auf Maſſenverbreitung berechnet und deshalb ſehr
billig. Der Band koſtet broſchiert 1 Mk. 50 Pfg., gebunden
Mark. Dabei iſt zu beachten, daß außer dem kleineren
Buch Kuhlenbecks ſämtliche Bände, die bis jetzt erſchienen
ſind, zwiſchen 150 und 220 Seiten umfaſſen. Wir
wün=
ſchen der Sammlung oder doch wenigſtens allen einzelnen
Bänden, daß ſie ihren Weg in viele Häuſer finden, damit
man übers Jahr von ihnen nicht nur ſagen kann — was
heute ſchon gilt — „gut und billig”, ſondern auch: „in alle
14
Welt verbreitet
Diehl.
Der Balkankrieg.
Die neue türkiſche Regierung.
* Konſtantinopel, 27. Jan. Der
Miniſter=
rat iſt heute nachmittag zuſammengetreten, um
neuer=
dings den Entwurf zu einer Antwortnote der Pforte
zu beraten, die den Botſchaftern morgen oder
über=
morgen übermittelt werden ſoll. — Ein Jrade gibt die
Ernennung des Prinzen Said Halim zum Miniſter
des Aeußern bekannt. — Die Mehrzahl der
verhaf=
teten Perſonen iſt freigelaſſen worden.
— Ikdam und
Jeni Gazetta werden morgen wieder erſcheinen.
Großweſir Mahmud Schefket erklärte, die
tür=
kiſche Antwortnote werde deutlich und beſtimmt
ſein, möge geſchehen, was wolle.
* Konſtantinopel, 28. Jan. Der zweite
Kam=
merherr des Sultans, Reſchid Bey, wurde
freige=
laſſen. Er ſoll ſich jetzt unter engliſchem Schutze
befin=
den. Mehrere Anhänger des früheren Kabinetts,
dar=
unter der Sohn des früheren Scheich ül Islam, Mukhtar
Bey, flüchteten an Bord eines ruſſiſchen Dampfers.
Auch dem Sohn des geweſenen Großweſirs, Kiamil Said,
ſoll es gelungen ſein, zu flüchten.
Die rumäniſch=bulgariſche Frage.
* London, 27. Jan. Wie das Reuter=Bureau
er=
fährt, ſind die Beſprechungen zwiſchen Danew und dem
rumäniſchen Geſandten Miſchu heute vormittag
wie=
der aufgenommen worden und werden nach einer aus
rumäniſchen Kreiſen ſtammenden Mitteilung in
freund=
ſchaftlicher Weiſe fortgeſetzt. In rumäniſchen Kreiſen
wird in Abrede geſtellt, daß Rumänien bei der
vorge=
ſchlagenen Aenderung der Dobrudſchagrenze Baltſchik und
Siliſtria beanſprucht.
* Wien, 28. Jan. Zu der rumäniſch=
bul=
gariſchen Frage ſchreibt die Reichspoſt:
Maß=
gebende bulgariſche Kreiſe ſcheinen bereit, den Wünſchen
Rumäniens unter der Vorausſetzung zu entſprechen, daß
Rumänien aktiven Anteil an den Kriegsoperationen
nimmt, wenn es zur Wiederaufnahme des Krieges mit
der Türkei kommen ſollte. Der vorgeſtrige rumäuiſche
Kronrat ſoll ſich, wie wir erfahren, mit dieſer
Möglich=
keit befaßt haben. Bereits vor Ausbruch des Krieges
richtete Bulgarien an Rumänien die Aufforderung zu
gemeinſamem Vorgehen. Dieſe Aufforderung wurde aber
von der rumäniſchen Regierung abgelehnt. Heute ſoll
man jedoch auch dieſe Möglichkeit ernſtlich ins Auge
ge=
faßt haben.
Die Balkandelegierten.
* London, 27. Jan. Das Reuterſche Bureau
erfährt, daß Oberſt Joſtoff, der militäriſche Ratgeber der
bulgariſchen Miſſion, morgen London verläßt, um ſich
nach Tſchataldſcha zu begeben. Die bulgariſchen
Delegierten erklärten, die ſerbiſche Miſſion gäbe
morgen, die bulgariſche am Mittwoch und die griechiſche
Donnerstag ein Frühſtück zu Ehren der anderen
Balkan=
delegierten Dieſe Veranſtaltungen bezeichneten das Ende
des Aufenthalts der Delegierten in London. Dr.
Danew frühſtückte heute nach ſeiner Konferenz mit dem
rumäniſchen Geſandten Miſchu bei dem öſterreichiſchen
Botſchafter.
Letzte Nachrichten.
HB. Petersburg, 28. Jan. Obwohl man hier
beſtimmt damit rechnen muß, daß die für heute oder
mor=
gen zu erwartende Antwort der Pforte an die
Mächte ablehnend ausfallen wird, bemerkt man in
Petersburger diplomatiſchen Kreiſen keine
Beunru=
higung. Man iſt hier überzeugt, daß die neue
Regier=
ung ſehr bald Friedensſehnſucht zeigen wird, da ſie ſich
in den größten finanziellen Schwierigkeiten befindet, aus
denen ihr vor dem Friedensſchluß niemand helfen wird.
Ferner vertritt man hier den Standpunkt, daß jedes
tür=
kiſche Kabinett, wie immer es zuſammengeſetzt ſein möge,
ſich durch die inneren Verhältniſſe ſehr bald zum
Frie=
densſchluß gezwungen ſehen wird, falls nicht
außer=
gewöhnliche Umſtände eintreten ſollten.
HB. Konſtantinopel, 28. Jan. Der geſtrige
Miniſterrat hat den Text der Antwortnote auf die
Kollek=
tivnote der Mächte, welche bereits heute oder morgen den
Botſchaftern überreicht werden ſoll, endgültig
fertig=
geſtellt.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Berlin, 28. Jan. Ueber das Befinden des
Prinzen Adalbert wird folgendes Bulletin
ver=
öffentlicht: Bei gutem Allgemeinbefinden iſt der Prinz
andauernd beſchwerdefrei. Heute morgen betrug die
Tem=
peratur 36,3, der Puls 66. Ueber den Lungen liegen noch
leichte katarrhaliſche Erſcheinungen.
* Berlin, 28. Jan. Zu der zuerſt in der Berliner
Morgenpoſt vom 22. ds. erſchienenen Meldung aus
Ber=
lin, daß im Allgemeinen Deutſchen
Mietver=
ſicherungsverein in Berlin ein Defizit von
252000 Mark entſtanden iſt, ſo daß von den Mitgliedern
ein Nachſchuß von 100 Prozent verlangt wird, iſt noch
mitzuteilen, daß die Meldung ſich auf den Allgemeinen
Deutſchen Mietverſicherungsverein Berlin, nicht auf den
Allgemeinen Deutſchen Verſicherungsverein Stuttgart,
A.=G., bezieht.
* Sangershauſen, 28. Jan. Geſtern abend kurz vor
Mitternacht fuhren auf der Strecke Sangershauſen=Güſten
zwiſchen Blankenheim und Hergisdorf vier Wagen des
Rangierzuges 6752 durch Reißen einer Kuppelung
dem ausfahrenden Güterzug Nr. 6783 in die Flanke.
Der heftige Anprall brachte mehrere Wagen zur
Ent=
gleiſung. Der Schaffner Raaſe von hier wurde, der
Sangershauſer Zeitung zufolge, getötet, das übrige
Perſonal blieb unverletzt. Ein Gleis wurde bereits
heute morgen wieder dem Verkehr übergeben. Der
Hett=
ſtedter Zeitung zufolge wurde auch der Zugführer Nagel
verletzt
* Wien, 28. Jan. Im Abgeordnetenhauſe
hielt Präſident Sylveſter einen vom Hauſe ſtehend
ange=
hörten Nachruf für den verſtorbenen Erzherzog
Rai=
ner, der als Präſident des ſtändigen Reichsrats und
erſter konſtitutioneller Miniſterpräſident an der Wiege der
Verfaſſung geſtanden hat. Der Verſtorbene habe ſtets ein
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.
Nummer 24.
vorurteilsloſes Verſtändnis und reges Intereſſe für die
Forderungen des demokratiſchen Zeitalters bekundet.
Dieſelbe Hingebung, die er bei der Leitung der
Staats=
geſchäfte zeigte, habe er weiterhin der Erfüllung ſeiner
hohen militäriſchen Funktionen gewidmet. Bei ſeiner
Betätigung auf dem Gebiete von Kunſt und Wiſſenſchaft,
wozu ihn ſeine vornehmen Neigungen führten, als
Kurator der Akademie der Wiſſenſchaften und in
zahl=
reichen Ehrenſtellen, die er nicht nur dem Namen nach
verſah, habe Rainer ſich als munifizenter Förderer und
überzeugter Anhänger aller bildungsfreundlichen
Be=
ſtrebungen erwieſen. Seiner Herzensgüte habe im
Ver=
ein mit ſeiner erlauchten Lebensgefährtin die unabläſſig
geübte Fürſorge für die Armen und Bedrängten
ent=
ſprochen. Der Hingang dieſes wahrhaft hochſinnigen
Prinzen von ſo ſchlichtem Gehaben und echt menſchlicher
Geſinnung hülle ganz Oeſterreich in tiefen Schmerz.
Dar=
auf wurde zum Zeichen der Trauer die Sitzung
auf=
gehoben. Die nächſte Sitzung wurde auf 12 Uhr mittags
anberaumt.
* Paris, 28. Jan. Im Miniſterrat wurde ein
Amneſtieprojekt in großen Zügen angenommen,
das in ſehr weitem Umfang auf wegen politiſcher,
Preß=
delikte, Verſtöße gegen das Verſammlungsgeſetz und
Streikvergehen Verurteilte Anwendung finden ſoll.
HB. Berlin, 28. Jan. Der Miniſter für öffentliche
Arbeiten hat angeordnet, daß von nun ab alle
Eiſen=
bahn=Perſonenwagen und auch die den
Per=
ſonenzügen beigegebenen Gepäckwagen eine einheitliche
grüne Farbe erhalten ſollen. Die neuen Wagen werden
ofort, die bereits in Betrieb befindlichen bei der
Revi=
ſion dieſen grünen Anſtrich erhalten. Die einzelnen
Klaſſen werden dann nur noch äußerlich durch
Email=
tafeln mit arabiſchen Ziffern zu unterſcheiden ſein. Die
Güterzugwagen behalten die rote Farbe.
— Zwickau, 28. Jan. Auf der König=Albert=Hütte
bei Lichtentanne brach die Welle eines
Transport=
wagens, der mit flüſſigem Eiſen gefüllt war. Von der
ausfließenden glühenden Maſſe wurden acht Perſonen
ſchwer verletzt, darunter einige lebensgefährlich.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
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vortreffliche Spiel der Hauptdarsteller, stempeln
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2597
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Retter, München, ihr Haarwaſſer auf den
Markt, das ſich als Erſatz für Oele und Pomaden und
als wirkſames Mittel gegen Schuppenbildung und
Haar=
ausfall bewährt hat. Es iſt zum Preiſe von 40 Pfg.
die Probeflaſche und 1,10 Mk. die große Flaſche zu
be=
ziehen. (Näheres ſiehe Anzeige.)
Ein prattiſcher Vorſchlag. In zuhlreichen Familien
muß bei der gegenwärtigen Teuerung der
Fleiſch=
genuß leider öfters eingeſchränkt werden. Zur
Her=
tellung der täglichen Suppe verwenden viele Hausfrauen
ſchon längſt die überall beliebten Maggi’s Suppen
würfel. Sie wiſſen aber wahrſcheinlich noch nicht, daß
dieſe auch vorteilhaft zur Herſtellung von ſchmackhaften
und dabei billigen „Frikandellen”, „Koteletts” uſw.
ge=
braucht werden können. Man verfahre einmal nach
folgen=
dem Rezept: Ein Würfel von Maggi’s Erbs=Suppe wird
ein zerdrückt, mit 100 Gramm Grieß vermiſcht, in ½ Liter
Waſſer gut verrührt und auf tleinem Feuer, unter
be=
ſtändigem Umrühren, ca 2) Minuten zu ſteifem Brei
gekocht. Nachdem der Brei abgekühlt iſt, mengt man
2 Eßlöffel geriebenes Weißbrot und 1 Ei darunter, ſchmeckt
mit einigen Tropfen Maggi’s Würze ab, formt die Maſſe
nach Belieben zu Frikandellen, Koteletts oder Würſtchen
und brät ſie in gutem Bratfett von allen Seiten ſchön
knuſprig. — Man wird von dem fleiſchähnlichen
Ge=
ſchmack überraſcht ſein.
Aus dem Geſchäftsleben.
Man ſchreibt uns: Der echte „Mulcuto” raſiert
ſanft und iſt auch von Anfängern im Selbſtraſieren
ge=
fahrlos und leicht zu handhaben. Die
handhohlge=
ſchl ffenen Raſierklingen ſind jahraus, jahrein brauchbar
und werden, wenn ſtumpf geworden, gratis wieder
ge=
ſchärft Durch dieſen Vorteil ſind die Raſierklingen einer
ſtändigen, koſtenloſen Kontrolle unterworfen und kann
die Fabrik für ſtets haarſcharfe Klingen und wirklich
dauernde Gebrauchsfähigkeit volle Garantie übernehmen.
Jeder Apparat wird 30 Tage zur Probe verſandt.
Ver=
angen Sie ſofort per Poſtkarte einen Apparat.
Ver=
ſand täglich durch die alleinigen Fabrikanten: „
Mul=
cuto”=Schnell=Raſierapparat Fabrik Paul
Müller & Co., Solingen, Hammerwerk und
Hohl=
ſchleiferei. — Wiederverkäufer geſucht.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Anglo Saxon” 23. Jan. 12 Uhr 45 Min.
mittags von Philadelphia nach Hamburg. „Hamburg”
von New=York nach Neapel und Genua, 23. Jan. 12 Uhr
mittags von Algier. „Kaiſerin Auguſte Victoria” 23. Jan.
11 Uhr 30 Min. morgens von New=York über
Cher=
bourg und Southampton nach Hamburg. „Patricia‟,
von New=York kommend, 24. Jan. 5 Uhr 20 Min.
morgens auf der Elbe. „Aſſyria 25. Jan. von Horta
nach Hambuag. „Batavia” 25. Jan. von Baltimore
nach Hamburg. „Graf Walderſee”, von Philadelphia
und New=York kommend, 27. Jan. 6 Uhr 20 Min.
morgens auf der Eibe. „Hamburg” von New=York,
26. Jan. 3 Uhr nachm. in Genua. „Pennſylvania”
26. Jan. 6 Uhr 15 Min. abends in New=York. „Prinz
Oskar” 25. Jan. 10 Uhr 45 Min. morgens in
Phila=
delphia. — Verſchiedene Fahrten: „Kronprinzeſſin
Cecilie” 23. Jan. 10 Uhr 15 Min. morgens von
New=
orleans nach dem Panama=Kanal. „Moltke” dritte
Weſtindienfahrt, 23. Jan. 5 Uhr nachm. von New=York.
Victoria Luiſe”, zweite Weſtindienfahrt, 23. Jan. in
San Juan. „Cleveland” erſte Weltreiſe, 25. Jan. 7 Uhr
morgens von Honolulu nach San Francisco.
Familiennachrichten.
Nach kurzer, ſchwerer Krankheit wurde
uns unſer lieber, unvergeßlicher
Herr
Leopold Sender
heute durch den Tod entriſſen.
Darmſtadt, Frankfurt a. M. u. Hamburg,
den 28. Januar 1913.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet ſtatt: Mittwoch, den
29. Januar 1913, nachmittags 3½ Uhr, vom
Sterbehauſe, Saalbauſtraße 7. (2879
Danksagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
während der ſchweren Krankheit und bei dem
Heimgange unſeres unvergeßlichen Gatten und
Vaters, ſowie für die zahlreichen Blumenſpenden
ſprechen wir hiermit allen treuen Freunden unſeren
innigſten Dank aus.
Insbeſondere danken wir dem Herrn Pfarrer
Rückert für ſeine troſtreichen Worte und den
Herren Militär=Beamten der Garniſon
Darm=
ſtadt für die letzte Ehre, die ſie unſerem teueren
Entſchlafenen erzeigt haben.
(B2834
In tiefſter Trauer:
Frau Eva Grünig, Witwe,
Maria Margarete Grünig.
Darmſtadt, den 28. Januar 1913.
Freunden und Bekannten die ſchmerzliche
Mitteilung von dem Hinſcheiden unſerer lieben
Schweſter, Schwägerin und Tante (*2567
Ataue wainzer.
Im Namen der trauernd Hinterbliebenen:
Geschwister Mainzer,
Kaſinoſtraße 12, II.
Darmſtadt, Frankfurt a. M., Bad=
Hom=
burg, den 28. Januar 1913.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 29. Jan.,
nachmittags 3 Uhr, vom Portale des
Fried=
hofes der Israelitiſchen Religions=Geſellſchaft
aus, ſtatt.
Gott dem Herrn hat es gefallen, unſere
liebe, gute Mutter, Schweſter, Schwägerin,
Nichte und Tante
(2875
Frau
Louise Sauerwald
geb. Molitor
nach kurzer Krankheit, verſehen mit den hl.
Sterbeſakramenten, heute morgen 4 Uhr zu
ſich abzuberufen.
Darmſtadt, Colmar, Straßburg,
den 28. Januar 1913.
Zugleich im Namen der anderen Hinterbliebenen:
Mathilde Sauerwald,
Hugo Molitor, Oberlandesgerichtspräſident.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den
30. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der
Fried=
hofskapelle aus, ſtatt.
Trauergottesdienſt in der Ludwigskirche am
Freitag, den 31. Januar, vormittags 9 Uhr.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Mitteilung.)
Heute morgen 5½ Uhr entſchlief ſanft
nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden
unſere liebe, gute Mutter, Großmutter und
Schwiegermutter
(2831
Frau Dorothee Hild
im 64. Lebensjahre.
Die trauernd Hinterbliebenen:
Familie Heinrich Hartmann,
K. Dechert.
Darmſtadt, den 28. Januar 1913.
Lindenhofſtraße 9.
Die Beerdigung findet ſtatt: Donnerstag, den
30. Januar, nachmittags 3½ Uhr, von der
Friedhofskapelle aus.
Danksagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme, die uns bei dem
Hin=
ſcheiden unſerer lieben Tochter und
Schweſter zuteil wurden, ſagen wir
unſeren aufrichtigſten Dank.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Frau Prof. Dr. Lips.
(B2777
Für die vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme beim Heimgang meines
ge=
liebten Gatten, unſeres treuſorgenden
Vaters, ſowie für die zahlreichen
Blu=
menſpenden ſagen tiefempfundenen Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen:
*2514)
Familie Friedrich.
Eberſtadt b. Darmſtadt, 27. Jan. 1913.
Nummer 24.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.
Seite 7.
Statt jeder besonderen Anzeige.
Gestern mittag verschied infolge eines Herzschlages unsere liebe, gute
Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Tante und Schwägerin
Tau Elisaberk Kaffer
geb. Schneider
nach kaum vollendetem 63. Lebensjahre.
Um stille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen,
in deren Namen:
K. Müller, Architekt,
Dipl.-Ing.
Darmstadt (Mathildenstrasse 55), Bern, Auerbach, München,
den 28. Januar 1913.
Die Feuerbestattung findet in aller Stille in Mainz statt. Von Kondolenzbesuchen bittet man
absehen zu wollen.
(2866
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Hochdruckgebiet im Nordoſten hat ſich weiter
ver=
ſtärkt und beherrſcht jetzt unſere Witterung vollſtändig, ſo
daß wir vielfach heiteres und trockenes, mäßig kaltes Wet=
ter haben. Die Depreſſion im Weſten dürfte uns nur
wenig beeinfluſſen; wir hätten alſo mit Fortdauer des
trockenen Froſtwetters zu rechnen.
Vorausſichtliche Witterung am Mittwoch, 29. Jan.:
Etwas Bewölkung und Dunſt, trocken, kalt, leichte
Nord=
oſtwinde.
Schnebericht.
Schierke, 27. Jan., morgens 8 Uhr. 4 Grad
Kälte, 30 Zentimeter Schnee; im Brockengebiet mehr
Schnee, Sonnenſchein, alle Sportgelegenheit möglich.
Alles im Betrieb.
1., 2., 3. Februar Derby=Bobſleigh=
Rennen, Rodel= und Skeleton=Rennen. Meiſterſchaft am
9. Februar.
Tagestialender.
Großh. Hoftheater (Ab. B), Anfang 7 Uhr: „Wenn
ich König wäre‟.
Vorſtellung um 8½ Uhr im Orpheum.
Familienabend des Kirchengeſangvereins der
Jo=
hannesgemeinde um 8 Uhr im „Fürſtenſaal”
Spielabend des Schachklubs um 8 Uhr im
Reſtau=
rant „Kaiſerſaal”.
Konzect um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Reſidenztheater (am weißen Turm): Vorſtellungen
von 4—11 Uhr.
Olympia=Theater, Rheinſtr. 2, 1. Etage:
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
American=Bio beim Bismarckdenkmal.
Vor=
ſtellungen von 3—11 Uhr täglich.
Uniontheater (Kunſtlichtſpiele), Rheinſtraße 6.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23):
Admi=
ral von Hollmann f; Dr. Martin Rücker Freiherr von
Jeniſch; das neue franzöſiſche Kabinett; die
Mönchs=
republik am Berge Athos; Trauerfeier für den Prinz=
Regenten Luitpold in der Sixtiniſchen Kapelle in Rom.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 30. Januar.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr
Rundeturmſtraße 16.
Jagdverpachtung um 3 Uhr auf der
Bürger=
meiſterei Eberſtadt.
Patentſchriften=Auslegeſtelle in der Gewerbe=
Bibliothek, Neckarſtr. 3. Zeit der Benutzung: an allen
Wochentagen von 10—12½ u. 3—5½ Uhr (Samstag=
Mittag ausgenommen).
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Gebr. Rorfschiag
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Inveitur-Ausverkauf
in allen Abteilungen
Ende unseres Inventur-Ausverkaufs
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man vorher gefl. anzumelden.
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Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.
Nummer 24.
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in sämtlichen glänzend dekorierten
Räumen des „SAALBAUES‟.
Ueber die Ausgabe von Gastarten erloigt
im Laufe der nächsten Woche nähere Mitteilung.
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noch vor dem Feste Priedigung, wenn solchs
spätestens bis zum 5. Februar an die
Post-
adresse: „Vorstand des Mozart-Vereins‟
eingereicht werden.
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und Kunsthandlung von Müller & Rühle,
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à 50 Pfg. einschliesslich einer Damenkarte nur bei Herrn Karl Schmidt, Heinheimerstr. 27.
Die Nachfeier findet Sonntag, den 2. Februar 1913 in Rossdorf, bei Restaurateur
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Freitag, 31. Januar
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des Königs . . . Willi André
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Mittwoch, den 29. Januar 1913.
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Wenn ich König wäre!
Romantiſch=komiſche Oper in drei
Akten von Adolphe Adam.
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Moſſoul, König v.
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Prinz Kadoor, ſein
Vetter . . . . . . . Georg Weber
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Zephoris)Fiſcher: Karl Bernhardt
Piféar
Zizél,
Küſtenauf=
ſeher . . . . . . . . L. Schützendorf
Atar, Kriegsmin. Auguſt Kräger
Neméa, Kuſine d.
Königs . . . . . . Olga Kallenſee
Pritter
Vierter 8 B . . . Adolf Klotz
Ein Sklave . . . . Franz Geibel
Die Tänze im 2. Akt, von Helene
Thiele=Leonhardt einſtudiert,
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Sperrſitz: 1.—13. Reihe 3.60 M.,
14.—20. Reihe 3.10 Mk., Parterre:
1.—5. Reihe 2.25 M., 6.—8. Reihe
1.85 M., Erſte Galerie 1.05 M.,
Zweite Galerie 0.55 M.
Anfang 7 Uhr. Ende nach 10 Uhr.
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Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Donnerstag 30. Jan. Auß. Ab.
VI. Sonder=Vorſtellung. „Alt=
Heidelberg.” Anfang 8 Uhr.
Zu dieſer Vorſtellung findet
ein Kartenverkauf nicht ſtatt.
Freitag, 31. Jan. 109. Ab.=Vſt.
C 29. „Die Fledermaus.”
Gew. Pr. Anfang 7½ Uhr.
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Samstag, den 1. Februar
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Sonntag, 2. Febr., nachm. 2½ U.
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Im weissen Röss’l.
Luſtſpiel in 3 Akten von
Blumen=
thal und Kadelburg.
Der Vorverkauf zu dieſer
Vor=
ſtellung findet bis einſchl.
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tag, den 1. Febr., nur im
Ver=
kehrsbüro, Ernſt=Ludwigspl., ſtatt.
Der Verkauf der noch
vorhan=
denen Karten erfolgt an der
Tages=
kaſſe im Hoftheater am Ta e der
Vorſtellung, vorm. v. 11 Uhr ab.
Abends ½½ Uhr.
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Montag, 3. Febr., nachm. 4½ U.
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Fünfte Kinder=Vorſtellung.
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Sneewittchen u. d. Zwerge.
Eine Komödie für Kinder in fünf
Biidern. Nach einem Märchen
be=
arbeitet von C. A. Görner.
Abends 8½ Uhr.
Außer Abon. Volksvorſt.=Preiſe.
Heiterer Faschingsabend.
(Bnnte Bühne.)
Die verehrl. Abonnenten haben
ein Vorkaufsrecht in der Art, daß
ſie ſich am Donnerstag, 30. Jan.,
nachm. von 3½—5 Uhr, gegen
Vor=
zeigen ihrer Abonnementskarten —
für beide Vorſtellungen am
Mon=
tag, 3. Febr. — entſprechende Plätze
an der Tageskaſſe ſichern können
und zwar: am linken Schalter
für die Kindervorſtellung „
Snee=
wittchen” am rechten Schalter
für die Vorſtellung „Heiterer
Fa=
ſchingsabend‟. — Die Plätze der
Ganz=Abonn. bleiben am 30. Jan.
bis nachm. 5 Uhr aufbewahrt.
Der allgemeine Kartenverkauf zu
beiden Vorſtellungen findet
Frei=
tag, 31. Jan., ſowie an den
darauf=
folgenden Tagen vormittags zu
den üblichen Kaſſeſtunden an der
Tageskaſſe ſtatt. — Auch im
Ver=
kehrsbüro werden an den gleichen
Tagen Karten ausgegeben und
zwar von 8—1 Uhr vormittags
und von 2½ —8 Uhr nachmittags.
Dienstag, den 4. Februar
D 27 112. Ab.=Vorſt. Neu einſt.
Die lustige Witwe.
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Léon und Leo Stein.
Muſik von Franz Lehär.
Gew. Preiſe. Abends 7½ Uhr.
Donnerstag, 30. Jaquar.
Rostadrunt Ditter ME T22LSUrF2
Seite 12.
darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.
Nummer 24.
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dame, vier noch nicht getragen.
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Nummer 24:
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.
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43)
Darf ich für eine Weile bei Ihnen bleiben? fragte er,
und ſie nickte beglückt.
Mit einigen warmen, teilnehmenden Worten ſtreifte
er das ſchwere Geſchick, das ſie getroffen hatte, und ließ
ſich dann von ihrem Leben erzählen.
Er lag neben ihr in dem weichen Sande — ſie hatte
ſich wieder geſetzt und blickte mit heimlichem Entzücken
auf ihn, der, in einen weißen Strandanzug gekleidet, mit
ſeiner kräftigen und doch eleganten Geſtalt, dem
gebräun=
ten, kühnen Geſicht und den blitzenden Augen ihr als
Ur=
bild der Geſundheit und Kraft erſchien.
Er berichtete ihr dann von ſeinem Wirken und
Stre=
ben — daß er zufrieden ſei mit dem, was er erreicht habe,
und in ſeiner Kunſt allein Vergeſſen für das Verlorene
geſucht — dies mit einem ſprechenden Blick auf Gretchen.
Die Zeit verging ihnen wie im Fluge, und er
be=
gleitete ſie auf ihrem Heimwege. Mit der Hoffnung, ſie
am nächſten Tage wiederzuſehen, ſchied er, und nun war
es für beide unentbehrlich geworden, ſo viel es angängig
war, zuſammen zu ſein.
Margareta lebte ordentlich auf in der Nähe des noch
immer Geliebten, der ſie ſo unbeſchreiblich anziehend fand
in der leiſen Schwermut, die über ihr ausgegoſſen war.
Nun war es beinahe Jahresfriſt, daß ſie ſich an jenem
Nachmittag in Bayreuth ausgeſprochen hatten — und was
lag alles dazwiſchen!
Sie ſprach wenig von ihrem verſtorbenen Gatten
deſto mehr von der geliebten Muſik, die ihr Tröſterin in
ſchwerer Zeit geworden war.
Daß Claudia getrennt von dem Major lebte, hatte
er erfahren; er atmete ordentlich befreit auf, daß die
Ge=
liebte fern von der unreinen Nähe jener Frau war.
Wie ein ſchöner Traum vergingen ihnen die Tage
aber die Zeit der Trennung nahte. Heute mußte ſie es
ihm ſagen, daß ſie in kurzer Friſt reiſen müßte. Mrs.
Catlin hatte einen ſehnenden Brief geſchrieben; man
konnte ſie nicht länger allein laſſen, um ſo mehr, da man
noch in C. vorſprechen wollte. Leiſe, mit ſtockender
Stimme hatte ſie das geſagt.
Schon? fragte er nur, und ein ſchmerzliches Erſchrecken
huſchte über ſein Geſicht. Dann war er ſtill geworden,
und auch ihr war beklommen zu Mute — das
Abſchieds=
weh erfüllte ihre Herzen.
Sie begegneten nur wenigen Leuten da ſie ihren
Weg weit, weit ausdehnten — beider Sinn ſtand nach
Einſamkeit. Außerdem hatte das Wetter umgeſchlagen;
der Himmel war grau verhangen, und ſtürmiſch wehte der
Wind. Die See ging hoch, und mit heiſerem, mißtönen=
den Schne ſtaen die Pioden derider bir ilhren ute
faſt die weißſchäumenden Wellenkämme berührend.
Margareta und Ernſt achteten des unfreundlichen
Wetters nicht; ſie waren zu ſehr mit ihren Gedanken
be=
ſchäftigt. Denn bei ihm ſtand es feſt, das holde Geſchöpf,
an dem er mit allen Faſern ſeiner Seele hing, nicht von
ſich zu laſſen, ohne daß es ihm die bindende Erklärung
gegeben habe, ihm fortan anzugehören.
Und da fing er mit bebender Stimme an, ihr von
ſeiner unendlichen Liebe zu ſprechen, die der Leitſtern
ſeines Lebens ſei — und daß er nun da ſie frei ſei, ſie
als ſein geliebtes Weib zu beſitzen hoffte.
Bisher hatte er bei ihren Zuſammenkünften vermieden,
davon zu ſprechen, weil er ihre Trauer um den Gatten
nicht zudringlich ſtören wollte. Aber jetzt, da die Ah
ſchiedsſtunde nahe war, hielt er es für kein Unrecht.
Margareta hatte es ihm im ſtillen Dank gewußt, daß
er ſo gehandelt hatte. Ihr genügte das Glück ſeiner
Gegenwart, denn weiter durfte ſie ja nicht denken — und
nun ſprach er doch!
Abwehrend hob ſie die Hände:
Nicht weiter, Ernſt — o, nicht weiter — ich darf es
nicht hören, was Sie da ſagen
Und warum nicht, Margareta? Fürchten Sie nicht,
daß ich in Sie dringe — ich will geduldig das Jahr der
Trauer und noch länger warten — nur das Bewußtſein
in besseren Möbeln.
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hat ſich an die Aufgabe
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gewagt, der Fleiſchteuerung
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gegenzuarbeiten. Vermehrte
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ſollen die Wege zu dieſem Ziele
heißen. Den betroffenen
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will ich jetzt mit mir nehmen, daß ich kommen barf und
um Sie werben —
Nein, Ernſt, das darf eben niemals ſein — hören Sie
ſtiemals!
Sein Geſicht war finſter geworden, und er zog die
Brauen zuſammen.
Was ſoll das, Margareta? Ich verſtehe das nicht!
Sie ſind doch frei — ober —
Nein, ich bin nicht frei — in alle Ewigkeit nicht
durch mein Verſprechen, das ich dem Sterbenben geben
mußte! In ſtummer Verzweiflung ſchlug ſie die Hände
vor das Geſicht.
Und was für ein Verſprechen wäre ſo bindend, das
über den Tob hinaus Kraft hätte? ſorſchte er.
Das, daß ich niemals ſeine Mutter verlaſſen — daß
ich niemals wieber heiraten und einem anderen Manne
angehören darf
Das hat man von Dir verlangt? Armes Kind!
Unwillkürlich brängte ſich bas Du über ſeine Lippen.
Wie konnte man ſo grauſam ſein!
Es blieb mir keine Wahl Lionel verlangte es um
ſeines ruhigen Sterbens willen, und ich mußte ihm
ſchwö=
ren, nach ſeinem Willen zu bandeln
Das war ſelbſtſüchtig und ein großes Unrecht! Und
nun glaubſt Du, danach leben zu müſſen?
Ich hab es ihm doch zugeſchworen und muß es auch
halten, wenn auch mein Leben daburch vernichtet iſt. Am
ſiebſten wär ich tot, ſagte ſie kraurig, dann hätte alle Not
ein Ende!
Da legte er beruhigend ſeinen Arm um ſie.
Nein, Du ſollſt leben, Geliebte, ein glückliches, ſeliges
Leben — aber erſt erzähle mir jetzt, wie das kam.
Unter Tränen berichtete ſie ihm von den letzten
Stun=
den ihres Gatten, und tief erſchüttert hörte er ihr zu.
Wie eine Galeerenkette ſchleppe ich nun dieſes
furcht=
bare Verſprechen mit mir herum! Glaube mir, Ernſt, des
Nachts fahre ich manchmal vor Angſt auf, und mir iſt, als
ob aus der Zimmerecke Lionels glühende Augen mich
anſtarren und mahnen: biſt Du auch eingebenk Deines
Verſprechens? Wenn Du nicht wärſt, Ernſt, und die
Ge=
danken an Dich, wäre es mir ſo leicht! — Aber ſo laſtet
es wie ein Alp auf mir — — ich kann und darf doch nicht
wortbrüchig werden — keine Stunde würde ich glücklich
ſein und glücklich machen können — —
Mein armes Lieb, wie quälſt Du Dich mit
Hirnge=
ſpinſten! Jetzt ſag mir nur das eine, was mich ſchon
einmal ſo unendlich beglückt hat: haſt Du mich noch lieb
wie einſt, Gretchen?
Ach, Ernſt, muß ich Dir das erſt noch ſagen? Ich
liebe Dich ja mehr als mein Leben!
Und in den ſo hingebend auf ihn gerichteten Augen
las er die Beſtätigung zu ihren Worten — und da hielt
es ihn nicht mehr.
Du mein Glück, meine Seligkeit! flüſterte er und
preßte ſie mit ſeinen ſtarken Armen feſt an ſich. Sein
Mund ſuchte den ihren in heißem, durſtigem Kuß.
Endlich, enblich halte ich Dich als mein, Du geliebtes
Weib! ſtammelte er in tiefer Erregung. Wie habe ich um
Dich gelitten, als ich Dich in den Armen des andern
wußte — mir ſo unerreichbar. Aber jetzt laſſe ich Dich
nie wieber — wir gehören zuſammen! Und wieder küßt
er ſie.
Zärtlich erwiderte ſie ſeine Liebkoſungen. Wie ein
Rauſch war es über ſie gekommen, und feſt klammerte ſie
ſich an ihn. Es war ihr ein ſo ſchmerzlich ſüßes Gefühl,
in ſeinem Arm zu liegen, von ihm geküßt zu werden —
die Erinnerung an das Glück dieſer Stunde wollte ſie mit
ſich nehmen in ihr einſames Leben! Er konnte noch ſo
viel ſagen — es gab nichts, was ſie von jenem unſeligen
Verſprechen erlöſte.
Nur noch kurze Minuten, dann mußte ja geſchieden
ſein — auf ewig!
Laß uns heimgehen, Geliebter, ſagte ſie leiſe. Papdk
möchte ſich ſonſt ängſtigen. Sieh, wie dunkel es dort
her=
aufzieht. Dabei ſchmiegte ſie ſich feſter an ihn; denn ein
beftiger Windſtoß kam, daß ſie ſich nur mit Mühe halten
konnte.
Er ſchlug ſeinen Mantel um ſie, und übermütig ſang
er hinaus in das Branden der Wellen und Toſen des
Sturmes: Mit meinem Mantel vor dem Sturm beſchütz
ich Dich — beſchütz ich Dich
Schmerzlich lächelte ſie vor ſich hin — ſie fühlte ſich
ſo geborgen an ſeiner Bruſt — und doch durfte es ja nicht
ſein. Und ſie ſchauerte in ſich zuſammen.
Friert Dich, mein Süßes? flüſterte er zärtlich. Und
wie wirb das Geben Dir beſchwerlich! Der Sturm wirſt
Dich ja beinahe um! Er nahm ſie auf ſeine ſtarken Arme
und trug ſie ein Stück des Weges, So ſehr ſie ſich wehrte,
er ließ ſie nicht.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 24.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.
Seite 15.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Uebe
chrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt au
Frund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Mit Freuden iſt zu begrüßen, daß betreffs
aus=
reichender Beförderung die Direktion der hieſigen
elek=
triſchen Straßenbahn öfters Anhängewagen benutzt,
jedoch glaubt Einſender dieſes die Bitte an die
Verwalt=
ung richten zu dürfen, die Anhängewagen für Raucher
frei zu geben. Recht oft bei momentan eintretender
ſchlechter Witterung wird die elektriſche Bahn benutzt,
aber der paſſionierte Raucher läßt ſich lieber naßregnen,
ehe er ſeine Zigarre entbehren ſoll. Ich bin überzeugt,
daß der Hauptwagen vollſtändig für Nichtraucher und
Damen genügt und der Anhängewagen ſich alsdann im
Betriebe für Raucher beſſer rentiert. In allen
Groß=
ſtädten, Frankfurt, Köln, Eſſen, Mainz und
Wies=
baden uſw., iſt der zweite Wagen der rentabelſte, da kein
Raucherverbot gegeben iſt. Einſender dieſes hofft, daß
die geehrte Direktion der Bitte baldigſt entſpricht. F. H.
Handel und Verkehr.
H Frankfurt a. M., 28. Jan. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Der Wochenmarkt zeigte durchweg eine feſte
Stimmungz es beſtand größere Kauftuſt, wobei jedoch
vorwiegend beſſere Qualitäten geſucht wurden.
Land=
weizen und Landroggen konnten daraufhin im Preiſe
profitieren; auch Hafer ſtärker gefragt, ohne daß indes
eine Preisänderung eingetreten wäre. Gerſte und Mais
ſtill. Die Forderungen für Futtermittel und Mehl
blie=
ben unverändert.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt ruhig
bei größerem Angebot ſeitens Argentiniens. — An der
Berliner Produktenbörſe war Getreide matt
auf Abgaben der Importeure, insbeſondere der mit
Ruß=
land in Verbindung ſtehenden Firmen. Auch wurde das
Wetter günſtiger für die Saaten erachtet. Laplataweizen
und nordamerikaniſcher waren billiger. Hafer ſtill, auch
Lokoware wenig begehrt bei reichlichem Angebot.
Nach den letzten Kabelnachrichten von den
amerika=
niſchen Getreidemärkten (Chicago und New=
York) war Weizen nach matter Eröffnung auf günſtige
Ernteberichte aus Miſſouri ſchließlich befeſtigt, als
be=
trächtliche ruſſiſche Verſchiffungen bekannt wurden. Mais
ſtetig, wenngleich die enttäuſchende Exportnachfrage
zeit=
weiſe verſtimmte. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort
in dieſer Woche von 72,16 Millionen Buſhels auf 69,21
Millionen Buſhels zurückgegangen; während ſich die
Maisvorräte von 7,65 Millionen Buſhels auf 9,29
Mil=
lionen Buſhels erhöhten. In Kanada ſtiegen die Weizen=
vorrite in dieſer Woche von 21 2 Miklonen Duſhels auf
22,11 Millionen Buſhels.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilogramm wie
folgt: Weizen, hieſiger und Wetterauer 21.10—21.20,
Norddeutſcher 21.10—21.20, Kurheſſiſcher 21.10—21.20,
Redwinter 22.50—23.25, Ruſſiſcher 23.50—24.50, Laplata
22—23.25, Rumäniſcher 23.50—24.50, Kanſas 23.50—24,
Manitoba 22.25—23.25, Walla=Walla 22.25—23.25;
Rog=
gen, hieſiger 18.10—18.20, Bayeriſcher (Pfälzer) 18.10 bis
18.25, Ruſſiſcher 18.50—19, Amerikaniſcher —,
Rumäni=
ſcher 18.50—19; Gerſte (Pfälzer) 21.50—22, Fränkiſche
21.25—21.75, hieſige 20.75—21.25, Ungariſche —, Riedgerſte
21.25—21.75; Hafer, hieſiger 19—19.50, Bayeriſcher 19
bis 19.50, Ruſſiſcher 20—21, Amerikaniſcher 18—18.50,
Ru=
mäniſcher 20—21; Mais mixed 14.50—15.25, Ruſſiſcher
14.50—15.75, Donaumais 14.50—15.75, Rumäniſcher 14.50
bis 15.50, Laplata 14.75—15.25, Weißer Mais 14.50—15.50,
Weizenſchalen 10.25—10.50, Weizenkleie 10.25—10.50,
Rog=
genkleie 10.50—10.75, Futtermehl 14—16, Biertreber
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Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.
Nummer 24.
Sgee
(8
3.
haben ſich zahlreiche Fahrer gewöhnt,
M.
Wyberk=Tabletten mitzunehmen. Die
ſtau=
bige Luft, das raſche Atmen greiff die Kehle
an, ſie wird frocken, der Hals rauh und die
Stimmle heiſer, beſonders wenn man ſich
Me ae
noch von der Fahrk erhitzt dem Zuge ausgeſetzt haf. Dann wirken ein
paar Wybert=Tabletten Wunder: wie ſie im Munde zergehen, lindern
ſie die Heiſerkeit und ſchaffen einen freien Hals. Der Preis iſt in allen
Apotheken und Drogerien 1 Mark pro Schachkel. Niederlagen in
Darmſtadt: in ſämtlichen Apotheken; Drogerie von
Fr. Beckenhaub, Kirchſtraße 27; Drogerie Gg. Liebig
& Co., Luiſenſtraße 4: Martins=Drogerie,
Pan=
kratiusſtraße 41; Drogerie Chr. Schwinn, Rheinſtraße 8;
Drogerie C. Watzinger, Wilhelminenſtr. 11; Central=
(I,2823
Drogerie, Eliſabethenſtraße 30.
Luftfahrt.
* Berlin, 27. Jan. Ueber die Verleihung des
Ab=
zeichens für Militärflugzeugführer ſchreibt das
Armee= und Verordnungsblatt u. a.: Das Abzeichen wird
denjenigen Offizieren, Unteroffizieren und Mannſchaften
verliehen, die nach Ablegung der beiden vorgeſchriebenen
Früfungen für Flugzeugführer nach Vollendung der
Aus=
bildung auf einer Militärfliegerſtation das
Befähigungs=
zeugnis als Militärflugzeugführer erwarben. Von dem
Beliehenen iſt das Abzeichen ſo lange zu tragen, als er
zum Flugzeugführer im Felde geeignet iſt. Nicht bei der
Fliegertruppe befindliche Inhaber des Abzeichens müſſen
durch regelmäßig wiederholte Dienſtleiſtung bei der
Flie=
gertruppe — grundſätzlich mindeſtens zweimal jährlich je
vier Wochen — ihre Befähigung zum Führer erneut
nach=
weiſen. Zeigt es ſich, daß der Kommandierte die
Eigen=
ſchaft als Militärflugzeugführer nicht mehr beſitzt, wird
er von der Liſte geſtrichen und muß das Abzeichen mit
dem Beſitzzeugnis ſogleich nach Empfang der Mitteilung
abliefern.
Zwei Todesſtürze.
* Aachen, 27. Jan. Heute nachmittag ſtürzte der
26jährige Flieger Hüll, der in Johannisthal das
Pilo=
tenzeugnis erworben hatte, auf dem hieſigen Flugplatz
auf der Pranderheide bei einem Probeflug aus 10 Meter
Höhe ab. Er erlitt einen Schädelbruch und blieb tot.
Der Unfall wurde dadurch hervorgerufen, daß Hüll am
Ende des Flugplatzes Telegraphenſtangen ausweichen
wollte, weshalb er den Apparat hochriß und vom Sitze
ſtürzte. Der Apparat wurde erheblich beſchädigt.
Ueber den Abſturz meldet noch Profeſſor
Reißner, der Erfinder des von Hüll geſteuerten
Eindeckers, dem Berliner Lolal=Anzeiger folgendes: Hüll
ſtürzte aus geringer Höhe ab, als er wegen der
ſchwie=
rigen Platzverhältniſſe zu ſteil hochging und abrutſchte.
Der Apparat ſetzte zuerſt mit dem Vorderrad und der
rechten Flügelſpitze auf, federte zurück und ſchleuderte
den Piloten nach hinten heraus. Hüll hatte es
abge=
lehnt, Sturzhelm und elaſtiſchen Gürtel zu verwenden.
* Buenos=Aires, 27. Jan. Der argentiniſche
Flieger Enſebione ſtürzte bei Villalujan aus zwanzig
Meter Höhe ab. Er war ſofort tot.
Handel und Verkehr.
Poſtſcheckverkehr. Das amtliche Verzeichnis
der Kontoinhaber bei den Poſtſcheckämtern im
Reichspoſt=
gebiet (Stand vom 1. Januar 1913) wird in den nächſten
Tagen erſcheinen; es umfaßt die Adreſſen von 75200
Kontoinhabern. Das Verzeichnis iſt bei allen
Poſtanſtal=
ten für 1.80 Mark käuflich. Kontoinhaber erhalten es auf
Verlangen von ihrem Poſtſcheckamt unter Laſtſchrift des
Preiſes; auch können ſie ſich den regelmäßigen Bezug des
Verzeichniſſes, ſowie der im Laufe des Jahres
erſchei=
nenden beiden Nachträge durch einmalige Beſtellung bei
ihrem Poſtſcheckamt ſichern.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 21. bis 27. Januar.
Unter dem Einfluß ermäßigter amerikaniſcher
For=
derung machte die in der Vorwoche zum Durchbruch
ge=
kommene Abſchwächung zenächſt weitere Fortſchritte,
zu=
mal das mildere Wetter andauerte und vom Inlande
ſtärkeres Angebot herauskam. Als jedoch durch den
Staatsſtreich der Jungtürken die politiſche Lage eine
neuerliche Verſchärfung erfuhr, nahm der Getreidemarkt
in der zweiten Wochenhälfte wieder eine etwas feſtere
Haltung an. Hinzu kam, daß Argentinien infolge
knap=
pen Dampferraumes und hohen Frachten an ſeinen
For=
derungen feſthielt, während Rußland bei fehlender
Zu=
fuhr überhaupt nur ſpärlich mit Offerten am Markte war.
In Deutſchland zog ſich das Angebot wieder mehr zurück,
und auch im Lieferungsgeſchäft verhielten die Abgeber ſich
infolgedeſſen vorſichtiger, ſo daß die Preiſe für Weizen
um 1¾ Mark, für Roggen um 2½—3 Mark anziehen
konnten, ohne dieſen Gewinn indes voll zu behaupten,
da ſich zuletzt wieder etwas mehr Neigung zu Verkäufen
ſeitens der Provinzkundſchaft bemerkbar machte.
Immer=
hin ſtellte ſich Weizen am Berliner Lieferungsmarkte noch
um ¾, Roggen um 1¾ Mark höher als zu Beginn der
Woche. Nachfrage zu Exportzwecken beſtand ſowohl für
Weizen und Roggen als auch für Hafer, und wenn das
Geſchäft nach dieſer Richtung wegen des Mangels an
ge=
eigneten Qualitäten mit mancherlei Schwierigkeiten
ver=
bunden iſt, ſo kamen in der Berichtswoche doch wieder
größere Abſchlüſſe, zum Teil auf Grund früherer
Export=
verkäufe, zuſtande. Namentlich Hafer iſt in den vom
Export verlangten Qualitäten ziemlich ſpärlich, um ſo
ſtärker aber in mittlerer und geringer Ware angeboten,
für die der Abſatz im Inlande ſelbſt zu gedrückten
Prei=
ſen außerordentlich ſchleppend geblieben iſt. Für
Liefer=
ung bewirkten unnachgiebige Auslandsofferten, ſowie die
politiſchen Anregungen eine leichte Befeſtigung. Sehr
geklagt wird andauernd über den Abſatz von Braugerſte,
die ſich namentlich in geringerer Qualitäten wieder
billi=
ger ſtellen mußte. Dagegen behielt ruſſiſche Futtergerſte
trotz größerer Zurückhaltung des Konſums im
allgemei=
nen ihre feſte Tendenz bei, da Rußland bei ſchwachem
Export weiter mit Offerten zurückhält. Allerdings war
die zweite Hand mit etwas billigerem Angebote im
Markte, und im Anſchluß daran war auch amerikaniſche
Gerſte um zirka 2—3 Mark ermäßigt. Mais war von
Argentinien nicht billiger, obwohl die Nachrichten über
die neue Ernte etwas günſtiger lauteten; dagegen ſprach
ſich in den nordamerikaniſchen Offerten etwas mehr
Ent=
gegenkommen aus. — Es ſtellten ſich die Preiſe für
in=
ländiſches Gtereide am letzten Marktage wie folgt:
Roggen
Hafer
Weizen
170 (
169
Königsberg. .
167½ (—1½) 174 (—1
Danzig . . . 207 (41
(—
Stettin . . . 195 (—2 ) 165 (—3 ) 17
162 (—1 ) 16
-
Poſen . . . 193 (—2
162 (—2 ) 163
-
Breslau . . . 191 (—2
170½ (* ½) 200
. 198 (—
-
Berlin .
169 (*1
Magdeburg . 198 (—1
—„
185
193 (—1
170 (—2 ) 188 (—2
Leipzig . .
184 (—2
Dresden . . . 199 (*1 ) 168 (—
165 (—1
)165 (—
Roſtock . ..
178 (— ) 190
Hamburg . . 207 (—
17
(—2 ) 173
—2
Hannover . . 188 (*4
186
—1
( —
1.
211
Köln
Frankfurt a. M. 212 (* ½) 182 (—) 195 (—
5 (— ) 185 (—
190 (—
Mannheim. . 2
½ (—
-
187½ (— ) 195
Straßburg . . 21
) 184 (—
-
178
München . . 219
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 210 (*0,75),
Peſt April198,55 (—3,70), Paris Jan. 225,45 (— 12,60),
Liverpool März 168,10 (—0,25), Chicago Mai 142,20
1,90), Roggen: Berlin Mai 175,75 (* 1,75), Hafer:
Berlin Mai 173,25 (* 1,25), Futtergerſte fr. Hamburg
unverzollt, Südruſſ. ſchwim. 148 (—), Jan. 145,50
— 0,25), Amerik. ſchwim. 140 (—3), Jan. 136,50 (—3),
Mais: La Plata ſchwim. 114 (0,50), Mixed Januar
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