Darmstädter Tagblatt 1913


29. Januar 1913

[  ][ ]

Abonnemenkspreis
Inſerate
176. Jahrgang

monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
werden
angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. Bei
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
gerichtlicher
Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 22 Seiten.

Das Wichtigſte vom Tage.

Der Großherzog und die Großherzogin ſind
geſtern vormittag 11 Uhr in Schwerin eingetroffen.
*
Die Budgetkommiſſion des Reichstages
ſtrich gegen 12 Stimmen die Oſtmarkenzulage
für die Reichspoſt= und Telegraphenbeamten.
*
Königin Wilhelmine von Holland iſt zum
Beſuch ihres Gemahls in Königſtein im Taunus
eingetroffen.
*
Die Wahlrechtsbill wurde von der eng=
liſchen
Regierung zurückgezogen. Damit iſt vor=
erſt
auch der Antrag auf Einführung des Frauenſtimm=
rechts
gefallen.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.

Die Erbſchaftsſteuer und die
Bundesſtaaten.

* Die energiſche Art, in der ſich der Dresdener Anzeiger
ſerſt jüngſt wieder für die Erbſchaftsſteuer als für
die einzige gemäße Form einer zu ſchaffenden Beſitzſteuer
ſeinſetzte, iſt allgemein auf unmittelbare Anregung der
ſſächſiſchen Regierung zurückgeführt worden. Ein
Zweifel daxan, daß dies mit Recht geſchehe, iſt nicht mehr
möglich. Man wird mit höchſtem Intereſſe hören,
lwas das Dresdener offiziöſe Blatt, veranlaßt durch
Mitteilungen über die Stellung Oldenburgs
zur Beſitzſteuerfrage, neuerdings über dieſes Thema
ſchreibt. Da heißt es:
Wie wir kürzlich mitteilten, hat der oldenbur=
giſche
Finanzminiſter Ruhſtrat einem Ver=
treter
der Täglichen Rundſchau gegenüber die vom Reichs=
ſchatzamte
geplante Vermögenszuwachsſteuer
als einen Uebergriff des Reiches in das
Steuergebiet der Bundesſtaaten bezeichnet,
dem die oldenburgiſche Regierung nicht habe zuſtimmen
können. Da wir ſtets betont haben, daß wir ebenfalls
lentſchiedene Gegner der Reichsvermögenszuwachsſteuer
ſind, hätten wir keinen Anlaß, auf die Aeußerung des
oldenburgiſchen Miniſters zurückzukommen, wenn nicht
der Schluß ſeiner Ausführungen zu Mißdeutungen An=
llaß
bieten könnte. Sind die Worte richtig wiedergegeben,
lſo hat ſich der Miniſter dahin ausgeſprochen, daß für
Oldenburg und wahrſcheinlich auch für andere Bundes=
ſſtaaten
die endgültige Entſcheidung davon abhänge, ob
dem Reiche zu nationalen Zwecken, namentlich zur wei=
ſteren
Ausgeſtaltung ſeiner Wehrmacht, neue Einnahme=
uellen
erſchloſſen werden müßten; in dieſem Falle müßte
jedes Bedenken hinter die Sicherheit des gemeinſamen
Vaterlandes zurücktreten.
Was mit dieſen Worten geſagt wird, iſt an ſich ſelbſt=
verſtändlich
. Die Sicherheit des Reiches gegen feindlichen
Einbruch iſt ein politiſcher Faktor von ſolchem Schwer=
gewichtl
, daß ſelbſt die Uebertragung bundesſtaatlicher
Hoheitsrechte an das Reich notgedrungen in den Kauf ge=
hommen
werden müßte, wenn ſich kein anderer Weg böte,
den Schutz Deutſchlands vor äußeren Feinden finanziell
ſicher zu ſtellen. . .. Aber tatſächlich iſt der Fall, der dem
bldenburgiſchen Miniſter vorſchwebt, zurzeit durchaus nicht
hegeben, und der Miniſter geht von einer Hypotheſe aus,
die unter den gegenwärtigen Umſtänden der Wirklichkeit
böllig entbehrt. Selbſt wenn in der nächſten Zeit die aller=
rheblichſten
und unabweisbaren Anforderungen zur Ver=
ſtärkung
der deutſchen Wehrmacht an die Reichskaſſe her=
Untreten ſollten, läge ſchlechterdings nicht die Notwendig=
keit
vor, den Mehrbedarf durch eine Vermögens=
Zuwachsſteuer oder eine andere direkte Steuer auf
das Vermögen zu decken. Hat doch der Miniſter Ruhſtrat
ſelbſt erklärt, daß Oldenburg im Bundesrat für einen weis
ſeren Ausbau der indirekten Reichsſteuern und demgemäß
für die Ausgeſtaltung der Reichserbſchaftsſteuer
kingetreten ſei. Wahrſcheinlich hätte ſich auch der ganze
Bundesrat einhellig für den Ausbau der Erbſchaftsſteuer
rklärt, wenn dagegen nicht parteipolitiſche Bedenken er=
hoben
worden wären. Aber dieſe Bedenken, die doch nur
n den gegenwärtigen Parteiverhältniſſen wurzeln, müſſen
ſpeit zurücktreten gegen die Schädigung des bun=
desſtaatlichen
Prinzips, die in der Einführung
ſeder irgendwie geſtalteten direkten Reichsſteuer liegt.
Denn dieſe Schädigung iſt eine dauernde und erſchüttert
en Grundbau des Reiches, während Parteikonſtellationen
aturgemäß vorübergehen und durch zähe Haltung der
Regierung überwunden werden können. Uebrigens ſind
ie parlamentariſchen Ausſichten der Vermögenszuwachs=
keuer
nach dem Urteil unbefangener Beobachter nicht beſſer,
ſondern eher ſchlechter als die eines ſo oder ſo geſtalteten
Ausbaues der Erbſchaftsſteuer.
Und dann ſollte man doch eins nicht vergeſſen: eine
Eteuer, die bloß den Vermögens zuwachs trifft, iſt in
hrem Ertrage ganz unzuverläſſig; ſie muß gerade in
Priegszeiten und ſonſtigen kritiſchen Zeiten völlig ver=
ſagen
, da in ſolchen Zeiten eben das Volksvermögen nicht

wächſt, ſondern zurückgeht. Die Milliardenverluſte des
öſterreichiſchen Volksvermögens aus Anlaß des jetzigen
Balkankrieges, in den die Donaumonarchie nicht einmal
ſelbſt verwickelt war, bilden hierfür einen ſprechenden Be=
weis
. Im Gegenſatz hierzu würde ein Ausbau der Erb=
ſchaftsſteuer
auch in der Form der Erbzuwachsſteuer
ſtetige, auch in ſchlimmen Zeitläuften nicht verſagende Er=
träge
liefern. Wenn daher viele bundesſtaatliche
Regierungen die Vermögenszuwachsſteuer grund=
ſätzlich
ablehnen ſo iſt das mit der Sorge für die Wehr=
häftigkeit
des Reiches wohl vereinbar. Es gibt andere,
weit beſſere Wege um den Reichskriegsſchatz zu füllen,
und es kann den Bundesſtaaten nicht zugemutet werden,
lediglich Parteiwünſchen zuliebe einer Löſung des Beſitz=
ſteuerproblems
zuzuſtimmen, die ſie ihrem finanziellen
und politiſchen Ruin zuführen müßte.

Zur Weltlage.

** Der jungtürkiſche Staatsſtreich hallt
noch immer nach und ſeine bedeutſamen Folgen für die
Geſtaltung der Verhältniſſe auf dem Balkan wie der
ganzen Weltlage müſſen ſich ſehr bald bemerkbar machen.
Augenblicklich iſt noch alles in tiefſtes Dunkel gehüllt und
weitere Verwicklungen ſind leider keineswegs ausge=
ſchloſſen
. In London beginnen die Balkandelegierten,
ungeduldig zu werden, da der Putſch in Konſtantinopel
naturgemäß die Antwort der Pforte auf die letzte Note
der Mächte verzögert und man begreiflicherweiſe am Gol=
denen
Horn mit dieſer Antwort keine ſonderliche Eile hat.
Die Vertreter der Balkanſtaaten ſind daher an der Themſe
zuſammengetreten, um über den Abbruch der Friedensver=
handlungen
zu beſchließen. Von griechiſcher Seite da=
gegen
wird erklärt, daß nur beſchloſſen worden ſei, eine
Note auszuarbeiten, die den türkiſchen Delegierten über=
reicht
werden ſoll, ſobald die Antwortnote der Türkei in
ablehnendem Sinne gehalten iſt.
Die Lage am Balkan iſt zunächſt von der türki=
ſchen
Antwort auf die Kollektivnote der Mächte ab=
hängig
; erſt ſie wird erkennen laſſen, in welchem Maße
mit dem Abbruch der Londoner Friedensverhandlungen
gerechnet werden muß. Wenn man ankündigt, daß die
türkiſche Antwort in verſöhnlichem Tone gehalten
ſein werde, ſo bedeutet dies wenig in bezug auf die Haupt=
ſache
, die Adrianopelfrage. Die Schwierigkeiten,
die es dem jungtürkiſchen Kabinett bereitet, einen Mi=
niſter
der auswärtigen Angelegenheiten zu finden, ſpre=
chen
dafür, daß auch innerhalb des Jungtürkentums die
Durchführbarkeit des Programms: Keine Fortſetzung des
Krieges, aber Behauptung Adrianopels den ſtärkſten
Zweifeln begegnet.
Daß Deutſchland das Konzert der Großmächte
die Vermeidung von Zwangsmaßregeln gegenüber der
Türkei vorausgeſetzt nicht verlaſſen will, geht aus der
Norddeutſchen Allgemeinen Zeitung hervor. Wenn der
Temps von ergebnisloſen Verſuchen der Jungtürken, die
Unterſtützung Deutſchlands zu erhalten, geredet hat, ſo
darf bezweifelt werden, ob derartige Verſuche überhaupt
ſtattfanden. Vollkommen falſch iſt die Konſtantinopeler
Meldung, daß deutſche Banken mit der türkiſchen Re=
gierung
wegen einer größeren Anleihe unterhandeln. Es
beſteht eine internationale Uebereinſtimmung darüber,
der Türkei vor dem Friedensſchluß keine Anleihe zu ge=
währen
.
Schließlich iſt bei der ganzen Sachlage aber noch in
Betracht zu ziehen, daß die Verhältniſſe in Kon=
ſtantinopel
abermals einen Wechſel erfahren könn=
ten
. Enver Bey iſt der Putſch durch eine Ueberrumpelung
gelungen und die Armee ſteht, wie man annehmen muß,
keineswegs in ihrer Geſamtheit auf dem Boden der Jung=
türken
; ſo heißt es denn bereits, daß der Kommandeur
des 4. Armeekorps, Abuk Paſcha, nach Konſtantinopel ein
von vielen Offizieren unterzeichnetes Manifeſt geſandt
habe, worin die Abdankung Mahmud Schefket Paſchas
und des jungtürkiſchen Miniſteriums verlangt wird, an=
dernfalls
er mit ſeiner Mannſchaft nach Konſtantinopel
marſchieren würde. Man ſieht: in dem Hexenkeſſel des
Balkans brodelt es bis zum Ueberſchäumen.

Deutſches Reich.

Abänderung der Gebührenordnung
für Zeugen und Sachverſtändige. Wie ver=
lautet
, haben die Verhandlungen zwiſchen den zuſtändigen
Reichsämtern über eine Umgeſtaltung der Gebührenord=
nung
für Zeugen und Sachverſtändige nunmehr dazu ge=
führt
, daß ein Entwurf in Geſtalt einer Novelle aufge=
ſtellt
worden iſt, der in nicht ferner Zeit dem Bundesrat

zur Beratung und dem Reichstage vorausſichtlich noch
gegen Ende der Tagung zugehen dürfte. In dem Ent=
wurf
werden vor allen Dingen die Gebühren für Sachver=
ſtändige
einer wünſchenswerten Erhöhung unterworfen,
ſo daß den hervorgetretenen Anſprüchen in dieſer Hinſicht
Genüge geſchehen dürfte. Auch die Zeugengebühren haben
eine Abänderung erfahren, die den entſprechenden Wün=
ſchen
entgegenkommt. Es dürfte hier vor allem eine Er=
höhung
der Mindeſtſätze geplant ſein, die als bedeutend
zu niedrig anerkannt werden.
Ueber die Haltung der deutſchkon=
ſervativen
Partei in der Jeſuitenfrage
äußert ſich die Kreuzztg, in ihren Rückblicken auf die
innere Politik der Woche wie folgt:
Die Haltung der konſervativen Partei in dieſer Frage
iſt ſtetsiklar und konſequent geweſen, und auch ihre neue=
ſten
Kundgebungen weichen in keiner Weiſe davon ab.
Die Partei iſt vollkommen außerſtande, irgendwelche
evangeliſchen berechtigten Intereſſen preiszugeben oder
auch nur gefährden zu laſſen. Das kann auch um des
lieben Friedens willen nicht geſchehen Deshalb be=
dauert
ſie aus der letzten Zeit manche Kundgebungen, die
von Rom ausgegangen ſind und nach ihrer Ueberzeugung
weder dem konfeſſionellen Frieden dienlich waren noch
den berechtigten Empfindungen des evangeliſchen Teiles
der Bevölkerung vollkommen Rechnung getragen haben.
Der Jeſuitenorden iſt nun einmal als Kampfesorganiſa=
tion
gegen die evangeliſche Kirche gegründet worden und
lange Zeiten hindurch in dieſem Sinne tätig geweſen.
Deshalb würde da die konſervative Partei in ihrer über=
wiegenden
Mehrheit bisher ſtets gegen die Aufhebung
des Jeſuitengeſetzes geſtimmt hat, deſſen Aufhebung auch
jetzt unſeren Auffaſſungen nicht entſprechen. Es iſt un=
möglich
, aus der Rede Herrn von Heydebrands in Düſſel=
dorf
, wo er ausdrücklich auf ſeine Dresdener Rede Bezug
nahm, das Gegenteil herauszuleſen.
Zur Lage im deutſchen Holzge=
werbe
. Wie uns aus Arbeitgeberkreiſen mitgeteilt wird,
hat ſich Staatsminiſter a. D. Dr. Freiherr von Berlepſch
ſowohl an den Arbeitgeberſchutzverband für das deutſche
Holzgewerbe als auch an den Deutſchen Holzarbeiterver=
band
mit der Anfrage gewandt, ob ſein vermittelndes
oder ſchiedsrichterliches Eingreifen in die ſchwebenden
Differenzen erwünſcht ſei. Da Herr von Berlepſch bereits
im Jahre 1908 Schiedsrichter für die ſtreitenden Parteien
war und ſich durch ſeine Sachkenntnis und ſtrenge Un=
parteilichkeit
das Vertrauen beider Teile erworben hat
und da der faſt unvermeidliche Kampf dem Holzgewerbe
tiefe Wunden ſchlagen würde, ſo haben ſich beide Organi=
ſationen
entſchloſſen, die Unterſtützung des hochherzigen
Unparteiiſchen zu akzeptieren. Die am 16. Januar ge=
ſcheiterten
Verhandlungen ſollen am Montag, den 3. Fe=
bruar
, wieder aufgenommen werden. Herr von Berlepſch
wird unter Aſſiſtenz je eines Vertrauensmannes beider
Parteien zunächſt eine Vermittelung über die prinzipiellen
Differenzen herbeizuführen verſuchen und, falls die Mit=
glieder
der beiderſeitigen zentralen Verhandlungskom=
miſſion
gemeinſchaftlich den Wunſch äußern, über Ver=
tragsdauer
, Ablaufstermin, Verkürzung der Arbeitszeit,
Lohnerhöhung und Arbeitsnachweis einen Schiedsſpruch
fällen. Die Verhandlungen ſollen nach eingeholter Ge=
nehmigung
im preußiſchen Abgeordnetenhauſe ſtattfinden.
Der neueſte Stand des deutſchen
Genoſſenſchaftsweſens wird an der Hand der
wichtigſten Statiſtiken und Geſchäftsberichte im Januar=
heft
des Reichs=Arbeitsblattes darzuſtellen begonnen. Die
Zahl der eingetragenen Genoſſenſchaften betrug Anfang
1910 29 437 mit 4877850 Mitgliedern, Anfang 1912 31771.
Auf 100 Einwohner kommen bereits etwa 8 Genoſſenſchaf=
ter
. Unter den Genoſſenſchaften ſtehen an erſter Stelle
die Kreditgenoſſenſchaften (1910 rund 17000 mit 2½ Mil=
lionen
Mitgliedern), an zweiter die Konſumgenoſſenſchaf=
ten
(rund 3400 mit 1,7 Millionen Mitgliedern), darunter
Konſumvereine, Produktivgenoſſenſchaften, Baugenoſſen=
ſchaften
, an dritter Stelle die Warengenoſſenſchaften (rund
8800 mit 700000 Mitgliedern), darunter vor allem die
landwirtſchaftlichen Verwertungs= und Bezugsgenoſſen=
ſchaften
(rund 7400 mit 625000 Mitgliedern).
Sozialde mokratiſche Agitation in
Heilanſtalten. Der Vorſtand der Landesverſiche=
rungsanſtalt
Berlin hat für die Lungenheilſtätte Beelitz
eine Bekanntmachung erlaſſen, in der es u. a. heißt:
In letzter Zeit ſind bei uns mehrfach Klagen dar=
über
eingegangen, daß für das Leſen und das Halten des
Vorwärts eine lebhafte Agitation entfaltet wird, daß
ferner Pfleglinge, welche den Vorwärts nicht leſen, ge=
hänſelt
und beſchimpft werden. Wir miſſen dieſes Ver=
halten
von Pfleglingen auf das ſchärfſte verurteilen. Soll=
ten
dieſe Vorgänge nicht aufhören ſo wird der Vorſtand
von der ihm in § 2 der Hausordnung eingeräumten Be=
fugnis
Gebrauch machen und das Halten beziehungsweiſe
das Leſen des Vorwärts innerhalb des Bereiches der

[ ][  ][ ]

Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.

Nummer 24

Heilſtätten verboten. Das Abhalten von Verſammlungen
jeder Art ohne vorherige Genehmigung des ärztlichen Di=
rektors
, desgleichen die Aufforderung zu Demonſtrationen
irgendwelcher Art (Abſendung von Depeſchen, Beſchlie=
ßung
von Reſolutionen uſw.) und die Beteiligung an ſol=
chen
Demonſtrationen, die Bildung von Vereinigungen
und die Beteiligung an ſolchen Vereinigungen iſt ver=
boten
. Jede Uebertretung dieſer Verbote wird unnach=
ſichtlich
mit ſofortiger Entlaſſung geahndet werden.

Ausland.

England.
Zurückziehung der Wahlrechtsvorlage.
Bevor Premierminiſter Asquith den Entſchluß der
Regierung, die Wahlrechtsbill fallen zu laſſen, bekannt=
gab
, erſuchte er im Unterhauſe den Sprecher, zu erklären,
welcher der eingebrachten Abänderungsanträge zur Wahl=
rechtsbill
im Falle ſeiner Annahme den Charakter der
Bill ſo gründlich ändern würde, daß es notwendig wer=
den
würde, eine neue Bill einzubringen.
Der Sprecher wies in ſeiner Antwort darauf hin,
daß drei das Frauenſtimmrecht betreffende Abänderungs=
anträge
eingebracht worden ſeien, welche die gegen=
wärtige
Wählerſchaft um 11, bezw. 6, bezw. 1½ Millionen
Frauen vermehren würden. Nach ſeiner, des Sprechers,
Anſicht würde die Annahme jedes einzelnen dieſer Ab=
änderungsanträge
die Bill derartig verändern, daß ſie
zu einer neuen Bill werden und damit ihre Zurückziehung
notwendig ſein würde. Daraufhin erklärte Asquith, daß
unter dieſen Umſtänden und angeſichts der den Anhängern
des Frauenſtimmrechts gegebenen Zuſicherung die Re=
gierung
die Bill fallen laſſe. Angeſichts der Entſcheidung
des Sprechers wäre es auch zwecklos, die Debatte über
die Abänderungsanträge fortzuſetzen. Als Gegner des
Frauenſtimmrechts bedauere er, daß die Frauen nicht zur
Abſtimmung gekommen ſeien, denn er habe dieſer Abſtim=
mung
niemals mit Beſorgnis entgegengeſehen. Da es
unmöglich ſei, führte Asquith aus, weiter über das
Frauenſtimmrecht und die betreffenden Abänderungs=
anträge
zu debattieren, meinte die Regierung, daß ſie ge=
rechterweiſe
mit der Verhandlung der anderen Beſtim=
mungen
der Bill nicht fortfahren ſolle. Es bleibe daher
die Frage übrig, was weiter zu geſchehen habe. Rufe
werden von den Oppoſitionsbänken laut: Legen Sie die
Frage den Wählern vor! Wenn auch die Regierung der
Anſicht ſei. fuhr Asquith fort, daß ſie in der laufenden
Seſſion keine weiteren Anträge in der Wahlrechtsfrage
ſtellen könne, bedeute dies doch nicht, daß ſie die Abſicht
aufgebe, mit der Wahlrechtsreform fortzufahren, falls und
wann immer auch die Gelegenheit ſich dazu biete. Die
Regierung beabſichtige auch, die Frage des Mißſtandes
der Pluralſtimmen noch in der jetzigen Parlamentsperiode
mit Nachdruck aufzunehmen. Hinſichtlich des Frauen=
ſtimmrechts
ſtellte Asquith in Ausſicht, daß die Regierung
der Bill, die ein Abgeordneter in der nächſten Seſſion über
dieſe Frage einbringen würde, dieſelbe Förderung ge=
währen
werde, die der ſogenannten Konziliationsbill zu=
teil
wurde, welche im Anfang der laufenden Seſſion ab=
gelehnt
wurde. Im Verlaufe der Rede wies Asquith
nachdrücklich die Vermutung zurück, daß die Regierung
hinſichtlich der Frage der Geſchäftsordnung der Nach=
läſſigkeit
oder des ſcharfen Vorgehens ſchuldig geweſen
ſei Die Regierung glaubte, daß die Wahlrechtsbill reich=
lich
Gelegenheit zur Verhandlung über die Entſcheidung
der Frage des Frauenſtimmrechts gewähren würde.
Nachdem Asquith geſprochen hatte, erklärten mehrere
Redner, darunter Bonar Law, Lloyd George und Bal=
four
, ſich im allgemeinen mit dem von der Regierung
gewählten Wege einverſtanden, da derſelbe die beſte Ge=
legenheit
biete, eine unbefangene Abſtimmung über das
Frauenſtimmrecht zu erhalten. Nach weiterer Debatte er=
folgte
dann die bereits gemeldete formelle Zurückziehung
der Bill.
Homerule im Oberhauſe. Am Montag
nachmittag begann die auf vier Tage bemeſſene Verhand=
lung
über die Homerule=Bill im Oberhauſe. Die De=
batte
erregte verhältnismäßig wenig Intereſſe, da das
Geſetz ſicherlich abgelehnt wird und die Ablehnung keine
unmittelbaren politiſchen Folgen haben wird.
Rumänien.
Das Parlament nahm am Montag ſeine
Sitzungen wieder auf.
Afrika.
Der Geſetzentwurf über die ſüdafri=
kaniſche
Univerſität, der ſoeben beendet worden
iſt, beſtimmt das Landgut von Cecil Rhodes Groote
Schur zum Sitz der Univerſität. Die Bill ſieht die Gleich=
berechtigung
der engliſchen und holländiſchen Sprache vor.

Konfeſſionelle Beſchränkungen werden ausgeſchloſſen. Der
Geſetzentwurf geſtattet den Verkauf des Frankenwaldbe=
ſitzes
in Prätoria, den der Verſtorbene Alfred Beith für
Bildungszwecke vermacht hat. Der Erlös kommt der Uni=
verſität
zugute. Die Bill enthält einen Verzicht auf die
Schenkung Beiths von vier Millionen Mark für eine Uni=
verſität
in Johannesburg.

* Wien, 27. Jan. Erzherzog Rainer ver=
ſchied
nach 25ſtündigem Todeskampfe. Am Sterbebett
weilten ſämtliche Mitglieder des kaiſerlichen Hauſes. Vor
dem Palais wartete eine dichtgedrängte Menſchenmenge.
Die Todesnachricht verbreitete ſich in wenigen Minuten
in der ganzen Stadt und wurde ſofort nach Schönbrunn
dem Kaiſer mitgeteilt. Die Nachricht rief überall große
Trauer hervor, beſonders im Bezirk Wieden, wo der Erz=
herzog
wohnte. Zahlreiche Privatgebäude hatten Halb=
maſt
geflaggt. Bald nach Eintritt des Todes erſchienen
zahlreiche Mitglieder des diplomatiſchen Korps und an=
dere
Perſönlichkeiten im Palais und trugen ſich in die auf=
liegenden
Kondolenzbogen ein. Die Blätter veranſtalteten
Extraausgaben.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 29. Januar.

* Hoftrauer. Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
haben wegen des Ablebens Sr. Kaiſerl. und
Königl. Hoheit des Erzherzogs Rainer von
Oeſterreich eine Hoftrauer vom 27. Januar bis
einſchließlich 3. Februar d. J. angeordnet.
In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog den Oberförſter der Ober=
förſterei
Beſſungen, Geheimen Forſtrat Karl Heine=
mann
zu Darmſtadt auf ſein Nachſuchen, unter Aner=
kennung
ſeiner langjährigen treu geleiſteten Dienſte, mit
Wirkung vom 1. April d. J. ab, ſowie ihm aus dieſen
Anlaß die Krone zum Ritterkreuz 1. Klaſſe des Ver=
dienſtordens
Philipps des Großmütigen verliehen und
den Oberförſter der Oberförſterei Nidda, Forſtmeiſter
Eduard Hallwachs zu Nidda auf ſein Nachſuchen,
unter Anerkennung ſeiner langjährigen treu geleiſteten
Dienſte, mit Wirkung vom 1. April d. J. ab.
* Militärdienſtnachrichten. v. Stocken, Oberſt,
zum Generalmajor befördert und beauftragt mit
der Führung der 49. Inf.=Brig. (1. Großh. Heſſ.), unter
Ernennung zum Kommandeur dieſer Brigade. Heuer,
Oberſtleutnant beim Stabe des Inf.=Regts. Kaiſer Wil=
helm
(2. Großh. Heſſ.) Nr. 116, zum Oberſten befördert
unter Ernennung zum Kommandeur des Metzer Inf.=
Regts. Nr. 98. v. Jordan, Oberſtleutnant und
Bataillons=Kommandeur im 10. Württembergiſchen
Infanterie Regiment Nr. 180, unter Enthebung von
dem Kommando nach Württemberg zum Stabe des
Inf.=Regts. Kaiſer Wilhelm (2. Großh. Heſſ.) Nr. 116
verſetzt. Wilken, Major beim Stabe des 5. Großh.
Heſſ. Inf.=Regts. Nr. 168, als Bats.=Kom. in das Colberg.
Gren.=Regt. Graf Gneiſenau (2. Pomm.) Nr. 9 verſetzt.
Kuhl, Major in der Eiſenbahn=Abteil. des Großen
Generalſtabes, zur Linien=Kommandantur in Mainz
vom 1. Februar 1913 ab zur Dienſtleiſtung kommandiert
daß das Kommando einer Verſetzung gleich iſt). Zacha=
riae
v. Lingenthal, Hauptmann, Adjutant des
Gouvernements von Mainz, in das 8. Lothr. Inf.=Regt
Nr. 159 als Komp.=Chef verſetzt. Tietz, Oberleutnant
im 1. Naſſau. Inf.=Regt. Nr. 87, zum Adjutanten des
Gouvernements von Mainz ernannt unter Beförderung
zum Hauptmann. v. Zglinitzki, Hauptmann und
Komp.=Chef im Inf.=Regt. Graf Boſe (1. Thüring.) Nr.
31, unter Beförderung zum überzähligen Major und
Ueberweiſung zu dem Stabe des betreffenden Truppen=
teiles
in das 5. Großh. Heſſ. Inf.=Regt. Nr. 168 verſetzt.
v. Strzemieczny, Oberlt. im Leibgarde=Inf.=Regt.
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 115, in das 4. Unter=Elſäſſ. Inf.=
Regt. Nr. 143, Beckert, Oberlt, im Inf.=Regt. Prinz
Carl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118, in das 2. Lothring. Inf.=
Regt Nr. 131 unter Beförderung zu Hauptleuten und
Ueberweiſung zu den Stäben der betreffenden Truppen=
teile
verſetzt. v. Rode Lt. im Inf.=Leibregt. Groß=
herzogin
(3. Großh. Heſſ.) Nr. 117, in das Leibgarde=Inf.=
Regt. (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115 verſetzt. Frhr. v. Hirſch=
berg
, Oberlt. im 2. Großh. Heſſ. Feldart.=Regt. Nr. 61,
zum überzähligen Hauptmann befördert und komman=
diert
zur Dienſtleiſtung beim Reichs=Kolonialamt.
Boethke, Major, Verkehrsoffizier vom Platz in
Mainz, ein Patent ſeines Dienſtgrades verliehen.
Brünesholz, Fähnrich im Inf.=Regt. Prinz Carl
(4. Großh. Heſſ.) Nr. 118, dieſer unter Verſetzung in das
5. Rhein. Inf.=Regt. Nr. 65, Hauck Fähnrich im Inf.=
Regt. Prinz Carl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118, zu Lts. mit

Patent vom 29. Januar 1911 befördert. Büttner,
Fähnrich im Inf.=Regt. Prinz Carl (4. Großh. Heſſ.) Nr.
118, v. Storch, Fähnrich im Garde=Drag.=Regt. (1
Großh. Heſſ.) Nr. 23, zu Lts. befördert. D’heil, Unter=
offizier
im Inf.=Leib=Regt. Großherzogin (3. Großh.
Pleſſer,
Heſſ.) Nr. 117, zum Fähnrich befördert.
(I Eſſen) Lt. der Reſ. des 2. Großh. Heſſ. Feldart.=Regts.
Nr. 61, zum Oberlt., Beiſenherz, (I Dortmund),
Vizefeldwebel der Reſ des Leibgarde=Inf.=Regts. (1.
Großh. Heſſ.) Nr. 115, Riechmann, (I Köln), Vize=
feldwebel
der Reſ. des Leibgarde=Inf.=Regts. (1. Großh.
Heſſ.) Nr. 115, Weſter, (Andernach), Vizefeldwebel der
Reſ. des Inf.=Regts. Kaiſer Wilhelm (2. Großh. Heſſ.)
Nr. 116, zu Leutnants der Reſerve befördert. Knöhr,
(II Hamburg), Lt. der Reſ. des Garde=Drag.=Regts. (1
Großh. Heſſ.) Nr. 23, zum Oberleutnant befördert.
Risſom (Flensburg), Lt. der Landw.=Inf. 1. Auf=
gebots
, zu den Reſ.=Offizieren des Inf.=Leib=Regts
Großherzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117 verſetzt. Binde=
wald
(Worms), Oberleutnant der Landw.=Inf. I. Auf=
gebots
, zum Hauptmann befördert. Andreae ( Frank=
furt
a. M.), Lt. der Reſ. des Garde=Drag.=Regts. (1.
Großh. Heſſ.) Nr. 23, Reiß, Leuchs (Frankfurt
am Main), Leutnants der Reſerve des Großh. Heſſ.
Train=Bataillons Nr. 18, zu Oberleutnants befördert.
Puſch (I Darmſtadt), Neef (Mainz), Vizefeldwebel
des 1. Naſſau. Inf.=Regts. Nr. 87, Fricke (I Darmſtadt),
Vizefeldwebel des 1. Oberrhein. Inf.=Regts. Nr. 97,
Krebs Rindfuß (I Darmſtadt), Riedel ( Fried=
berg
), Vizefeldwebel des Leibgarde=Inf.=Regts. (1
Großh. Heſſ.) Nr. 115, Schad, Becker Eckhard
Falkenhagen (I Darmſtadt), Vizefeldwebel des
Leibgarde=Inf.=Regts (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115, Kraus
(I Darmſtadt), Vizefeldwebel des Inf.=Leib=Regts. Groß=
herzogin
(3. Großh. Heſſ.) Nr. 117, Jockel (I Darm=
ſtadt
), Vizefeldwebel des Inf.=Regts. Prinz Carl (4.
Großh. Heſſ.) Nr. 118, Wittich (I Darmſtadt), Vize=
wachtmeiſter
des Leib=Drag.=Regts. (2. Großh. Heſſ.) Nr.
24, Bally (I Darmſtadt), Vizewachtmeiſter des Ulan.=
Regts. Großherzog Friedrich von Baden (Rhein. Nr. 7
Küchler Morneweg (I Darmſtadt), Vizewacht=
meiſter
des Großh. Art.=Korps, 1. Großh. Heſſ. Feldart.=
Regts. Nr. 25, Falck (Mainz), Vizewachtmeiſter des
1. Naſſau. Feldart.=Regts Nr. 27 Oranien, zu Lts. der
Reſerve befördert. Treuſch (Erbach), Häuſel (Mainz),
Leutnants der Reſerve, in gleicher Eigenſchaft zum Lothr.
Fußart.=Regt. Nr. 16 verſetzt. Heſſe (Gießen),
Scheerer (I Darmſtadt), Bünnings (Mainz), Lts.
der Reſ., in gleicher Eigenſchaft zum Thüring. Fußart.=
Regt. Nr. 18 verſetzt. Weſtphal (Gießen), Lt. der Reſ.,
zum Oberlt. befördert. Jung=Marchand Aſſiſtenz=
Arzt beim Garde=Drag.=Regt. (1. Großh. Heſſ.) Nr. 23
zum Oberarzt befördert. Dr. Simonſohn (I Darm=
ſtadt
), Dr. Gärtner (Worms), Oberärzte der Reſerve,
zu Stabsärzten befördert. Dr. May (Worms), Ober=
arzt
der Landwehr 1. Aufgebots, zum Stabsarzt beför=
dert
. Dr. Loewer (I Darmſtadt), Dr. Schad (II
Darmſtadt), Dr. Heuberger (Gießen), Unterärzte der
Reſerve, zu Aſſiſtenzärzten befördert. Dr. Kieſen
wetter, Unterveterinär bei der Militär=Veterinär= Aka=
demie
, zum Leib=Drag.=Regt. (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24,
unter Beförderung zum Veterinär verſetzt. Dr. Schau=
der
(Gießen), Unterveterinär der Reſerve, zum Veterinät
befördert.
Kaiſerliches Danktelegramm. Auf das Glück=
wunſchtelegramm
, das anläßlich des Feſteſſens im Saal
bau an den Kaiſer abgeſandt worden iſt, ging folgendes
Antworttelegramm ein: Berlin, Schloß. Meinen herz=
lichen
Dank für die Glückwünſche der dortigen Feſtver=
ſammlung
. Wilhelm, I. R.
g. Strafkammer. Der 33jährige Tagelöhner Niko=
laus
Neff III aus Viernheim war mit einem Landwirt=
in
Viernheim im vorigen Jahre übereingekommen, deſſen
Rübenacker auf Akkord zu hacken. Er fing die Arbeit=
auch
an, erledigte ſie jedoch nicht, als der Beſitzer ges
zwungen war, ſich vom Acker zu entfernen. Als Neff am
Abend den Lohn holen wollte, und der Landwirt er=
ſtaunt
fragte, ob denn die Arbeit ſchon erledigt ſei, ant=
wortete
Neff, er habe ſie mit Hilfskräften ſo ſchnell er=
ledigen
können. Das Schöffengericht hatte den wegen
Betruges Angeklagten freigeſprochen, da der Behauptung
des N., die Arbeit ſei gemacht, Glauben geſchenkt wurden
Auf die Berufung des Staatsanwalts erkannte die Straf=
kammer
geſtern auf drei Tage Gefängnis.
wurde zweifelsfrei feſtgeſtellt, daß der Angeklagte nicht
Anſpruch auf den vollen Akkordlohn hatte. Er ſei ſich
deſſen auch wohl bewußt geweſen. Wegen Verbrechens
nach § 176,3 des Strafgeſetzbuches waren der 20jährige
Tagelöhner Jakob Walter und der 16jährige Fabrik=
arbeiter
Georg Auguſt Walter aus Bürſtadt angeklagt,
Wegen Mangels an Beweiſen wurde der ältere Bruder
Jakob freigeſprochen, während der 16jährige
Georg Auguſt Wolter zu 4 Monaten Ge=

Der Spaziergänger nach
Syrakus.
(Zu Seumes 150. Geburtstag, 29. Januar.)

C2) Johann Gottfried Seumes männlich
ernſte, charaktervolle Geſtalt lebt in unſerem Gedenken
hauptſächlich fort als die des rüſtig munteren Spazier=
gängers
, der uns ſeine Wanderung von Grimma bis
Syrakus in freimütig anſchaulicher Weiſe erzählt hat. Ein
Freiluftmenſch war dieſer Zeitgenoſſe Kants, der aus
furchtbar harten Schickſalen ſich zu einer ſtreng moraliſchen,
patriotiſch ſtolzen Weltanſicht durcharbeitete. Das Elend
der Kleinſtaaterei, die Greuel des Menſchenhandels hatte
der von heſſiſchen Werbern gepreßte, als Soldat nach
Amerika geſchleppte Student am eigenen Leibe erfahren;
tief grämte er ſich über Deutſchlands Erniedrigung, ſprach
in ſeinem Reiſebericht freimütig über die deſpotiſchen An=
maßungen
Napoleons und trat in ſeinen von ſitt=
licher
Energie getragenen Apokryphen furchtlos für die
Menſchenrechte ſeiner Nation ein. Mit Fichtes Reden
vereinte er ſein patriotiſches Wort zur Abwehr des fran=
zöſiſchen
Tyrannen, und ſo erſcheint er uns in dieſem Er=
innerungsjahre
der Befreiung, das zugleich den Gedenk=
tag
ſeiner Geburt bringt, als einer jener frühen Mär=
tyrer
, die mit heißer Sehnſucht die Erfüllung ihrer Hoff=
nungen
erſtrebten und vor dem Anbruch der neuen Mor=
genröte
welt= und ſchickſalsmüde dahingegangen ſind.
Seume war kein Dichter; wenn auch noch in vielen
Leſebüchern ſeine Parabel nach Rouſſeau Der Wilde‟
ſteht, deren zum geflügelten Wort gewordener Vers Seht,
wir Wilde ſind doch beſſere Menſchen nichts von ſeinen
Erfahrungen in den amerikaniſchen Urwäldern verrät
wenn man auch noch ſeine Deviſe im Munde führt: Wo
man ſinget, laß dich ruhig nieder, ſo leiden ſeine lyriſchen

Gedichte doch unter einer moraliſierenden Schwere und
der bittere Lebensernſt verleiht ſeiner herben, harten
Sprache eine knorrige, ungefüge Rauheit. Sein Drama
Miltiades hat nur Bedeutung durch die Energie des
Gedankens und der Geſinnung, iſt aber ohne jede dramatiſche
Geſtaltung. Aber der Menſch Seume, wie er ſich in ſeiner
ſo ſchlicht erzählenden, von ſeinem Freunde Clodius zu
Ende geführten Selbſtbiographie ausprägt, behält auch
heute noch ſeinen vorbildlichen, ſeinen ergreifenden Wert
durch ſeine Schickſale und die mannhafte Art, mit der er
ſie getragen. Mit dem Hubertusburger Frieden, in einem
entſetzlich kalten Winter kam er auf die Welt, und ob=
wohl
er nach dem glücklichen Ereignis Gottfried genannt
wurde, hat er doch viel Kämpfe durchmachen müſſen. Das
große Landeselend der Hungersnot brach über Sachſen
herein; der Vater ſtarb in Gram und Not; die Freigebig=
keit
eines gutmütigen Grafen gab dem jungen Seume Ge=
legenheit
, eine gute Ausbildung auf den Gymnaſien zu
erhalten und danach Theologie zu ſtudieren. Dann kamen
die religiöſen Zweifel, die in dieſer Zeit des ſiegenden
Rationalismus nur wenigen ernſteren Natufen erſpart
blieben; in einem Anfall ſentimentaler Weltbürgerſehn=
ſucht
lief er mit 18 Jahren als theologiſcher Pflegling
von der Akademie in die Welt hinein und den Wer=
bern
in die Hände. Der Landgraf von Kaſſel, der da
malige große Menſchenmäkler, übernahm durch ſeine Wer=
ber
die Beſorgung meiner ferneren Nachtquartiere an
England verkauft, mußte er, der begeiſterte Freiheits=
freund
, gegen die um ihre Unabhängigkeit ringenden
Amerikaner kämpfen. Klaſſiſch bleiben ſeine Schilderungen
des Soldatenelendes, des Transportes über den Ozean,
gedrückt, geſchichtet und gepöckelt wie die Heringe‟
Neben den andern zum Dienſt gezwungenen Studenten
der Literatur, neben dem liederlichen Magiſter Laukhird
und dem pietiſtiſch fanatiſchen Neubauer, ſteht er als der
in ſeinem Menſchenrecht aufs tiefſte gekränkte Philoſoph.

Nach Deutſchland zurückgebracht, entſpringt er bei Bre=
men
ſeinen Häſchern und rettet ſich in einen Fiſcherkahn.
Der mitleidige Fiſcher, welcher der Menſchenjagd zuge=
ſehen
hatte, hieß ihn, ſich gleich auf den Boden nieder=
legen
, und ſtieß augenblicklich vom Lande ab. Nun kamen
auch die Jäger und ſchoſſen; aber die Kugeln flogen über=
das
Schiff, und der gleichmütige Schiffer arbeitete ruhig
durch die Gefahr bis er glücklich das jenſeitige Ufer er=
reichte
. Hier, Freund, ſagte der Mann, ſeyd Ihr frei
und auf Oldenburgiſchem Grund und Boden. Gott helf
Euch weiter. Aber nun fällt er in die Hände preußiſcher
Werber und er, der ſchon Sergeant war, wird als ge
meiner Soldat nach Emden geſchleppt. Bei weiteren
Fluchtverſuchen rettet ihn einmal ein Virgilvers und dann
die flehentliche Bitte der Kinder des General Courbiére,
der ſich ſeiner annimmt, vor der Zerfleiſchung durch die
Spießruten. Endlich erhält er Urlaub auf die Bürgſchaf
von 80 Talern hin, die ihm ein wackerer Bürger gibt.
Er kehrt nicht wieder, die Stunde der Freiheit iſt da=
Als Magiſter in Leipzig; als Sekretär des ruſſiſchen Ge=
nerals
Igelſtröm, als Leutnant in ruſſiſchen Dienſten hat
er ſich nun durchgeſchlagen, bis er ſchließlich einen Ruhe=
poſten
als Korrektor bei dem Verleger Göſchen fand. Aber
auch hier hielt es ihn nicht lange. Zwei Jahre will ich
ſitzen, ſagte er, dann muß ich aber wieder ein wenig
laufen. Ich will dann nach Syrakus. Und mit dem letz=
ten
Tage der zwei Jahre trat er die Reiſe an, um mir das
Zwerchfell auseinander zu wandeln, das ich mir übec
dem Druck von Klopſtocks Oden etwas zuſammengeſeſſen
hatte. Unendlich genügſam in ſeinen Bedürfniſſen, war
er ein begeiſterter Anhänger jeder körperlichen Uebung
und jeder Stählung des Leibes. Etwas von dieſer Liebe=
zu
Sonne und Sturm, von dieſer Freude an friſcher Luft
und freiem Leben, beſeelt von dem ſtrengen Feſthalten an
dem ſittlichen Gebot der Pflicht, lebt in ſeinen beſten
Schriften und macht ſie noch heute leſenswert,

[ ][  ][ ]

Nummer 24.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.

Seite 3.

fängnis abzüglich 1 Monat Unterſuchungshaft ver=
urteilt
wurde.
Vom Großh. Hoftheater. Heute geht Adams ro=
mantiſch
=komiſche Oper Wenn ich König wäre als 108
Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe B 27, in Szene. Es
gelten die kleinen Preiſe. Am Donnerstag findet als
echſte Sondervorſtellung eine Aufführung von Meyer=
Förſters Schauſpiel Alt=Heidelberg ſtatt. Für dieſe
Vorſtellung ſind keine Karten erhältlich. Am Freitag ge=
langt
die neuinſzenierte Fledermaus von Johann
Strauß als 109. Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe C 29,
zur Aufführung. Samstag nimmt das Faſtnachtsreper=
toire
mit einer Wiederholung von Karl Rößlers erfolg=
reichem
Luſtſpiel Die fünf Frankfurter als 110. Abonne=
mentsvorſtellung
, Buchſtabe B 28, ſeinen Anfang. Im
Rahmen dieſer Veranſtaltung gelangt Blumenthal= Kadel=
burgs
Schwank Im weißen Rößl am Sonntag nach=
mittag
als 18. Volksvorſtellung zu ermäßigten Preiſen
zur Aufführung. Sonntag abend wird die Schwartz=
Reimannſche Operette Prima=Ballerina in vollkomme=
ner
Neueinſtudierung mit Frau Becker in der Titelrolle
erſcheinen. Als Kindervorſtellung iſt für Roſenmontag
nachmittag eine Aufführung von Görners Märchen=
komödie
Sneewittchen und die Zwerge angeſetzt. Am
Abend findet unter Mitwirkung ſämtlicher Soliſten der
heitere Faſchings=Abend ſtatt. Am Faſtnachtdienstag
ſpielt Frau Becker als zweite Gaſtrolle die Hanna Gla=
wari
in der Repriſe von Léhars Die luſtige Witwe‟
* Verband für Jugendwohlfahrt und Jugend=
fürſorge
in der Stadt Darmſtadt. Die au
Mittwoch in den Rathausſaal einberufene Sitzung des
Arbeitsausſchuſſes für die bewahrende Jugendfür=
ſorge
muß Umſtände halber im Herrſchaftsſaale des
Städtiſchen Saalbaues abgehalten werden.
* Ueber Deutſche Heldinnen vor 100 Jahren ſprach
im Frauenverein der Johannesgemeinde
am Montag abend Herr Pfarrer D. Preuſchen von
Hirſchhorn und zeichnete ein feſſelndes Bild der Frauen=
größe
, die in jenen großen Tagen in Preußen zu finden
war, ob er die weibliche Opferwilligkeit von Reich und
Arm oder den Heldenmut einer Eleonore Prohaska oder
die Hingabe ſo vieler Frauen in der Krankenpflege ſchil=
derte
. Mit dem Ausdruck des Vertrauens, daß es auch
unſerem Geſchlecht gegebenenfalls an tapferen Frauen mit
vaterländiſchem Sinn nicht fehlen werde, ſchloß der mit
vielem Beifall der zahlreichen Zuhörer aufgenommene
Vortrag, für den der Vorſitzende, Herr Pfarrer Dingeldey,
den Dank der Verſammelten ausſprach, zugleich mit dem
Hinweis auf den nächſten Vortrag, den am 11. Februar
Frau Profeſſor Kruckenberg=Kreuznach über Reli=
giöſe
Erziehung im Hauſe halten wird.
* Die Freie Vereinigung heſſiſcher National=
liberaler
ſchreibt uns: Die Geſchäftsſtelle der Freien
Vereinigung heſſiſcher Nationalliberaler hat die Reihe
der öffentlich=politiſchen Verſammlungen im Wahlkreis
Erbach-Bensheim im Verlauf der letzten Woche fort=
geſetzt
. Am Donnerstag, den 23., ſprach der General=
ſekretär
der Vereinigung, Dr. Otto Linſe, in Linden=
els
i. O., am 24. in Zotzenbach und am 25. in
Birkenau. Sämtliche Verſammlungen erfreuten ſich
eines guten Beſuches. Im Laufe dieſer Woche wird
Dr. Linſe in 5 Verſammlungen im Bezirk Erbach- Michel=
ſtadt
ſprechen.
* Kinematographiſche Schülervorſtellungen. Der An=
kündigung
entſprechend fanden an Kaiſers Geburts=
tag
im Reſidenztheater fünf Kino= Vorfüh=
rungen
mit beſonders ausgewählten, vom Lager der
Geſellſchaft für Verbreitung von Volksbildung=Berlin
gelieferten Films ſtatt. Samtliche Vorſtellungen waren
voll beſetzt. Der Darmſtädter Ausſchuß für kinemato=
graphiſche
Vorführungen war und iſt der Anſicht, daß
ſolche Veranſtaltungen, die mehr oder weniger raſch vor
hen Augen der Schauenden hinziehen, nur dann als be=
lehrendes
Bildungs= und Unterrichtsmittel zu werten
ind, wenn ſie von erläuternden oder erklärenden Worten
eines Schulmannes begleitet werden. Neu für unſere
Stadt war es, daß ſolche Ueberzeugung ſich in tätiges
Porgehen umſetzte. Herr Kreisſchulinſpektor Profeſſor
Kiſſinger ſowie die Herren Lehrer Claß, H.
Fung und Klinger ſchickten jeder Bilderfolge einen
kurzen Vortrag voraus, in dem ſie, an bekannte
Anſchauungen anknüpfend, die Eigenart des kommenden
Bildes, die zu erwartenden Vorgänge uſw. erklärten, und
dann während der Darſtellung an geeigneten Stellen auf
gewiſſe Einzelheiten hinwieſen. Auf muſikaliſche Be=
zleitung
wurde verzichtet; aber an den geſpannten Mie=
nen
der Hunderte von jugendlichen Gäſten konnte man er=
kennen
, wie Aufmerkſamkeit und innere Teilnahme ſich
teigerten bei jedem erklärenden Wort. Zweifellos wur=
den
die anweſenden Erwachſenen der Ueberzeugung, daß
der Beſuch ſolcher Darſtellungen Jugend und Volk emp=
fohlen
werden kann. Alſo Ausſcheidung aller nur den
niederen Inſtinkten zum Reize dienenden Senſationsdra=
men
und der die Gemüter verrohenden ſogenannten
Humoresken‟ Der Darmſtädter Kino=Ausſchuß wird
derartige Schüler=Vorführungen auch künftig von Zeit
ßu Zeit veranſtalten; aber aus erziehlichen und

wirtſchaftlichen Gründen ſollen ſie ſich
nicht häufen. Es wäre wünſchenswert, wenn auch in
den Elternkreiſen dieſe Anſicht Platz greifen wollte.
Eiſenbahnverein Darmſtadt. Am Sonntag feierte
der Eiſenbahnverein Darmſtadt den Ge=
burtstag
des deutſchen Kaiſers. Der Feſtſaal
der Turngemeinde Darmſtadt und ſämtliche übrigen
Räume waren bis auf den letzten Platz beſetzt. Die Feier
verlief auf das glänzendſte. Den erſten Teil bildete ein
Vokal= und Inſtrumental=Konzert, unter Mitwirkung der
beliebten Künſtlerin unſeres Hoftheaters Fräulein H.
Schaub, des Herrn Kapellmeiſters Wach, des Herrn
L. Koch (Bariton), des Geſangvereins Liederkranz
(Dirigent Herr Hofmuſiker Stedefeld), des Darmſtädter
Vokal=Soloquartetts (Leiter L. Indorf) und der Kapelle
M. Weber. Sämtliche Mitwirkende errangen ſich wohl=
verdienten
Beifall. Die Feſtrede hielt der 1. Vorſitzende
des Vereins, Herr Regierungsbaumeiſter Cramer; das
Hoch auf Se. Kgl. Hoheit den Großherzog brachte Herr
Regierungsbaumeiſter Rot hamel aus. Der zweite
Teil der Feier brachte als Gaſtſpiel des Waiſenſchutzver=
eins
Klein=Gerau das Volksſtück s Müllerſch Lies’l vun
Michlboch in odenwälder Mundart. Die Aufführung
war eine in jeder Beziehung gelungene und ernteten die
Darſteller großen Beifall. Die Tänze am Schluſſe des
Stückes gefielen beſonders und mußten wiederholt wer=
den
. Dieſen Darbietungen ſchloß ſich ein Feſtball an.
nn. Freiwillige Feuerwehr. Unter dem Vorſitze des
Branddirektors L. Fiſcher hielt die Freiwillige
Feuerwehr Darmſtadt Montag abend im Saale
Zur Roſenhöhe ihre Hauptverſammlung ab.
Nach dem von dem Branddirektor und Kommandanten
L. Fiſcher vorgetragenen Jahresbericht beträgt der
Mannſchaftsbeſtand 198 gegen 200 im Vorjahre. Die
inneren Angelegenheiten der Wehr wurden in 23 Vor=
ſtandsſitzungen
, acht Brandmeiſterſitzungen und ſechs
Führerſitzungen erledigt. Das Vermögen der Feuerwehr
hat wieder einen kleinen Zuſchuß erfahren. Mit Dank
gegen die Stadtverwaltung erwähnt Kommandant Fiſcher
die Indienſtſtellung einer Autoſpritze, die für die Tätig=
keit
der Mannſchaft eine große Erleichterung bildet. Die
Beſchaffung einer Autoleiter zeigt ſich ebenfalls als ein
dringendes Bedürfnis; als ſolches hat ſich auch eine
Verſtärkung der Feuerwache herausgeſtellt;
ebenſo die Errichtung von Gerätehäuſern für die Löſch=
züge
III und V. Die Waſſerverſorgung für Brandfälle
erfolgt durch die Städtiſche Waſſerleitung, und zwar
durch 1100 Unterflur= und 250 Privathydranten. Zur
Ausbildung der Mannſchaft wurden zahlreiche Einzel=
und Zugsübungen und Alarmübungen vorgenommen.
Alarmiert wurde die Feuerwehr in 97 Brandfällen gegen
104 in 1911. Dieſelben erſtrecken ſich auf 9 Großfeuer, 25
Mittelfeuer, 16 Kleinfeuer, 29 Kaminbrände und ſonſtige
Hilfeleiſtungen. Für Sicherheitswachen uſw. wurden
7978 Mann verwendet. Unfälle im Dienſt kamen vier mit
44 Tagen Arbeitsunfähigkeit vor. An Feſtlichkeiten und
ſonſtigen Veranſtaltungen beteiligte ſich die Wehr ſtets in
hervorragender Weiſe. Branddirektor Fiſcher hob hervor,
daß ſich das Korps ſtets bemüht habe, ſich ſchlagfertig zu
erhalten, und ſprach der Stadtverwaltung, dem Polizei=
amt
und den hohen Behörden für das Wohlwollen und
die Förderung der Feuerwehrbeſtrebungen beſten Dank
aus. Mit dem Wunſche, ſtets bereit zu ſein für den Feuer=
ſchutz
der Stadt Darmſtadt im Sinne der Deviſe: Einer
für alle, alle für einen wurde die angeregt verlaufene
Hauptverſammlung geſchloſſen.
w. Das Darmſtädter B. K. (Bibelkränzchen) vereinigte
am Montag mittag etwa 40 Freunde zu einer ſtrammen
Felddienſtübung auf dem Glasberg. Die Gefechts=
lage
war folgende: Eine rote Armee hat bei Stockſtadt
den Rhein überſchritten. An ihrer Spitze marſchiert eine
Vorpoſtenkompagnie, die in der Gegend von Darmſtad=
durch
aufklärende Patrouillen (Flieger und Kavallerie)
die Nachricht erhalten hat, daß eine ſtarke blaue Armee
im Anzug von Oſten her ſei und deren Vorpoſtenkom=
pagnie
die Höhen des Glasberges beſetzt und zur Ver=
teidigung
eingerichtet habe. Die rote Vorpoſtenkompagnie
erhält den Auftrag, ſofort die feindliche Angriffslinie an=
zugreifen
und zu durchbrechen. Letzteres gelang ihr auch
trotz ſtarker Schanzen und heldenmütiger Gegenwehr der
Blauen. Beim zweiten Gefecht lief Blau Sturm auf die
rote Schützenlinie, die hinter den Schanzen treffliche
Deckung gefunden. Kühn war der Anſturm, aber die
Blauen verloren dabei viele Leute. Trotzdem wurde
ihnen der Sieg zugeſprochen mit Rückſicht auf ihren her=
vorragenden
Mut, der das Unmögliche, den Sturm auf
des Gegners verſchanzte Stellung, bewerkſtelligte. Nach
einer kurzen Anſprache des Leiters, die er mit der Mah=
nung
, ſtets deutſche Art hochzuhalten, ſchloß, wurde der
Abmarſch nach dem Botaniſchen Garten geſchloſſen ange=
treten
.
* Auf den Volksunterhaltungsabend mit Lichtbildern,
der heute, Mittwoch, abends 8¼ Uhr pünktlich, im gro=
ßen
Feſtſaale der Turngemeinde vom Kreisverein
Darmſtadt gegen den Mißbrauch geiſtiger
Getränke veranſtaltet wird, ſei hierdurch nochmals
hingewieſen. Für den muſikaliſchen und deklamatoriſchen

Teil des Abends haben ihre Mitwirkung freundlichſt zu=
geſagt
: Frau Mathilde Sturmfels (Klavier), Fräu=
lein
Marie Lagemann (Deklamation), Fräulein
Luiſe Sturmfels (Sopran), das Streichquartett der
Herren Frey (Violine I), Krüger (Violine II), Fal=
kenſtein
(Viola) und Pfaff (Cello). Der Eintritt iſt
für jedermann frei.
Orpheum. Nur noch heute, Mittwoch, und morgen,
Donnerstag, bleibt der jetzige vielbelachte, äußerſt erfolg=
reiche
Spielplan beſtehen. Wer den unglaublich komiſchen
Schwank Der zerbrochene Spiegel noch nicht geſehen hat,
möge dies unbedingt noch nachholen, zumal das geſamte
Programm hervorragend iſt. Freitag, den 31. Januar,
findet wegen anderweitiger Vergebung des Orpheums
Feſtkommers) keine Vorſtellung ſtatt. (S. Anz.)
* Karnevalgeſellſchaft Narrhalla. Man ſchreibt uns:
Nun naht die Herrſchaft des luſtigen Prinzen Karneval
ich ihrem Höhepunkt. In den letzten Tagen, bevor der
Aſchermittwoch ſein graues Haupt erhebt, um die Strah=
len
der Narrenſonne endgültig zu verdunkeln, gehen noch
einmal hoch die Wogen ſchäumender Faſchingsluſt und
Freude. Seit Jahrzehnten iſt der große Geſell=
ſchafts
=Maskenball am Faſtnachtsſams=
tag
in den Räumen des Städtiſchen Saalbaues das Er=
eignis
der Karnevalſaiſon, ein Feſt, auf dem alle Kreiſe
ein Rendezvous ſich geben, die zu leben und die Freiheit
und Schönheit, die die Tage beſcheren, da Se. Tollität
das ſorgenbrechende Szepter ſchwingt, auszukoſten ver=
ſtehen
. Auch diesmal hat der große Rat der Karne=
valgeſellſchaft
Narrhalla alles aufgebo=
ten
, dieſem ſchönſten und größten aller Maskenfeſte der
Reſidenz ſeine hervorragende und herrſchende Stellung
zu erhalten. In feenhaftem Glanze werden die Räume
der närriſchen Hochburg erſtrahlen und alles, was zum
frohen Genießen gehört und zum fröhlichen Mummen=
ſchanz
, als da ſind lauſchige Niſchen und Sektbuden,
Blumenhallen und Chambres ſeparés werden vorhanden
ein. Die Kapellen unſeres Leibgarde=Regiments und der
61er, unter Leitung der Obermuſikmeiſter Hauske und
Weber, werden für eine Ballmuſik ſorgen, zu deren
Ruhm nichts mehr geſagt zu werden braucht. Auch ſonſt
hat der Große Rat für Neuerungen und Ueberraſchungen
mancherlei Art Sorge getragen. Kurz, es wird ſchön
werden wie immer. Alles Nähere folgt. (Siehe auch
Anzeige.)
Turngemeinde. Reges und fröhliches karnevaliſti=
ſches
Treiben wird ſich am nächſten Sonntag in der när=
riſchen
Feſthalle der Turnhalle am Woogsplatz entfalten.
Dem Höhepunkt des Karnevals entſprechend veranſtaltet
der Große Rat ein fideles karnevaliſtiſches
Konzert mit Liedern, Luftſchlangenſchlacht uſw. Die
Muſik wird diesmal durch die Kapelle des 2. Naſſauiſchen
Pionierbataillons Nr. 25, unter Leitung des Herrn Ober=
muſikmeiſters
Eiſold=Mainz, geſtellt. Der gute Ruf, der
Kapelle, die auch im Mainzer karnevaliſtiſchen Leben eine
Rolle ſpielt, bürgt für ſchneidige karnevaliſtiſche Muſik.
Näheres ſiehe Anzeige.)
Liedertafel. Man ſchreibt uns: Kommt, ſeht und
ſtaunt; ſo lautet das Motto an alle Närrinnen und Nar=
ren
, die den am 8. Februar in der Turnhalle am Woogs=
platz
ſtattfindenden Maskenball, der unter dem
Titel Eine Nacht im Orient abgehalten wird, beſuchen
wollen. Die geſchmackvolle Dekoration iſt vollſtändig
dem Charakter des Feſtes angepaßt und verſetzt uns ganz
in das Leben und Treiben im Orient, ſowie in die Mär=
chen
=Erzählungen aus Tauſendundeinenacht. Der Einzug
des Sultans mit Scheherezade und den Sklavinnen, ſowie
ein orientaliſcher Schleiertanz der Sklaven und Sklavin=
nen
wird zur Verherrlichung des Feſtes beitragen. Auch die
Kapelle der 61er, unter Leitung ihres Obermuſikmeiſters
M. Weber, wird ununterbrochen mit geteilter Kapelle
wie immer ihr Beſtes leiſten. Die orientaliſche Ausſtat=
tung
der Bühne iſt teilweiſe von der Firma L. Trier,
Wilhelminenſtraße, gütigſt zur Verfügung geſtellt und
wird von Herrn Hofdekorationsmeiſter Müller, Karlſtraße,
ausgeführt. (Alles weitere noch in den Anzeigen.)
* Britannia=Hotel. Im Britannia=Hotel finden am
Faſtnachtsſonntag und Faſtnachtsdiens=
tag
zwei glänzende Karnevalsfeiern mit
Ball ſtatt. Die einzigartig dekorierten Räume werden,
gefüllt von Singen, Tanzen und Flirten, bald die echte
Karnevalsſtimmung erzeugen. So ſind zwei Kapellen
vom Leibgarde=Infanterie=Regiment gewonnen worden,
die in den hinteren Lokalitäten und im weißen Saale kon=
zertieren
, während in dem reizenden Ballſaale, wie in
den aufs prächtigſte ausgeſtatteten Räumen im 1. Stock
zwei Kapellen vom Großh. Artillerie=Korps für die muſi=
kaliſche
Unterhaltung ſorgen. Durch lauſchige Niſchen,
Sektſtände und kalte Büfetts iſt für die weitere Zerſtreuung
der Gäſte geſorgt, ſo daß das intime, vornehme Milieu
der Veranſtaltung gewahrt bleibt. Es wird gebeten,
Soupers wie Tiſche rechtzeitig zu beſtellen; ebenſo iſt es
ratſam, ſich mit Eintrittskarten event. Paſſevartouts, die
beim Portier des Hotels zu haben ſind, baldigſt zu ver=
ſehen
.
Union=Theater (Kunſt=Lichtſpiele, Rheinſtraße 6).
Der heutige Programmwechſel bringt wieder eine ganze
Reihe neuer Films, von denen das zweiaktige Drama

Feuilleton.

CK. Die Erfolge des Londoner Radium=Inſtitutes.
Aus London wird berichtet: Einen außerordentlich inter=
leſſanten
Einblick über die Heilerfolge, die das Londoner
Radium=Inſtitut bisher in der Behandlung von Krebs=
lleiden
zu verzeichnen hat, gewährt der ſoeben erſchienene
Jahresbericht der Anſtalt. Vom 14. Auguſt 1911 bis zum
31. Dezember 1912 wurden insgeſamt 539 Fälle von Krebs
behandelt. Davon wurden anſcheinend geheilt 53 Fälle
völlig geheilt 28 Fälle und gebeſſert 245 Fälle. Bei 88
Patienten wurde die Behandlung aufgegeben, bei 70
konite eine Beſſerung des Befindens nicht erzielt werden
lund 55 der Fälle endeten mit dem Ableben der Kranken.
Dazu bleibt zu bemerken, daß als anſcheinend geheilt
ene Fälle angeſehen werden, bei denen alle Symptome
des Leidens vollkommen verſchwunden ſind Für die Be=
urteilunig
des Geſamtergebniſſes fällt die Tatſache ins
Gewicht, daß eine ſehr große Anzahl der Fälle erſt dann
in die Behandlung des Radium=Inſtitutes kamen, als alle
mderen Hilfsmittel der Heilkunde und der Chirurgie er=
ſchöpft
ſchienen. Bei Krebserkrankungen, die einen chir=
urgiſchen
Eingriff ausſchloſſen, konnten die Schmerzen oft
ſehr vermindert werden. Das Krebsgeſchwür heilte, die
Blutung hörte auf und in anderen Fällen wurde das
Wachstum des Geſchwüres verlangſamt. Bei Magen=
krebs
machten ſich die günſtigen Folgen der Radiumbe=
ſandlung
ebenfalls in einer Beſchränkung des Wachs=
ums
und in einer Verminderung der Schmerzen geltend.
der Bericht bezeichnet die Ergebniſſe als ermutigend‟
und führt noch eine ganze Reihe von anderen Leiden, vor=
wiegend
Geſchwüre und Hautleiden, auf, in denen die Ra=
iumkur
vortceffliche Dienſte leiſtet.

* Der Küchenzettel im Zoologiſchen Garten. Die
Kunſt eines großen Küchenchefs iſt zwar nicht erforderlich,
um den Appetit der in den Zoologiſchen Gärten einquar=
tierten
Gäſte der Tierwelt zu reizen, aber immerhin, auch
hier bereitet die Zuſammenſtellung des Menüs bisweilen
ernſte Sorgen. Aus dem Küchenzettel des Pariſer Jardin
des Plantes, der wöchentlich von dem Direktor Perrier
mit grübelnder Ueberlegung feſtgeſtellt werden muß, er=
zählt
der Gaulois einige kleine Indiskretionen. Auch die
Raubtiere können ſich in ihrem Menü über ein Fehlen
von Abwechslung nicht beklagen, wenn auch die Auswahl
gering bleibt. Aber immerhin: es gibt nicht nur Roß=
bief‟
Pferdefleiſch, es gibt hin und wieder ſogar ſchönen
Ochſenbraten und bisweilen auch, zur Abwechslung,
Hammelfleiſch. Allein trotz der hohen Fleiſchpreiſe bleibt
kein Grund die Beſtien zu beneiden, denn wenn es
Ochſenfleiſch oder Hammelfleiſch gibt, ſo handelt es ſich
nur um ein Schlachtfleiſch, das von der Geſundheits=
kommiſſion
beanſtandet worden iſt. Das Pferdefleiſch iſt
nicht allzu teuer, die Küchenverwaltung des Pariſer
Zoo pflegt durchſchnittlich 40 Mark für einen alten Gaul
anzulegen. Komplizierter iſt ſchon die Einteilung der
Portionen, denn die Beſtien neigen im allgemeinen mehr
zum Gourmand als zum Gourmet und würden des Guten
zu viel genießen, wenn der Umfang ihrer Mahlzeit nicht
genau reguliert wäre. Der Löwe muß ſich damit zufrie=
dengeben
, daß ihm ſechsmal in der Woche je 12 bis 14
Pfund Fleiſch, die Knochen mitgerechnet, ſerviert werden
und ebenſo groß iſt auch die Mahlzeit des Tigers. Der
Panther begnügt ſich mit einem Diner von 8 Pfund und
die Hyäne durchſchnittlich vier. Größere Anſprüche in be=
zug
auf die Qualität ſtellt Meiſter Petz, der ſich zwar mit
einem geringen Quantum zufrieden gibt, aber Wert da=
rauf
legt, daß ſeine Mahlzeit nicht etwa in rohem Zu=

ſtande ſerviert, ſondern vorher gekocht wird. Im übrigen
beanſprucht er täglich auch ſein Brot, das er zwar ge=
wöhnlich
zögernd, aber doch nicht ohne Anerkennung für
die Kunſt des Bäckermeiſters zu verzehren pflegt. Der
Elefait dagegen iſt, wie man weiß, ein überzeugter Vege=
tarier
und Gegner der Fleiſchkoſt. Er verzehrt mit gutem
Appetit täglich ſeine vier Kübel Hafer, Rüben und Ka=
rotten
und als Deſſert führt er ſich die zwei Bündel Stroh
zu Gemüte, die ihm zur Erneuerung ſeiner Lagerſtätte ge=
reicht
werden und die er dann im Verlaufe des Tages auf=
knabbert
.
* Der Dirigent als Sänger. Eine nicht alltägliche
Aufführung erlebten kürzlich im Stadttheater zu Straß=
bura
die Meiſterſinger von Nürnberg Nach der Stra=
ßenſzene
im zweiten Akt vermochte ſich der Darſteller des
Beckmeſſer, Schaarſchmidt, nicht mehr auf den Beinen zu
halten. Er verſchwand nach einem Schwindelanfall hinter
den Kuliſſen und konnte infolge eines ſtarken Unwohl=
ſeins
die Rolle nicht zu Ende führen. Intendant Wilhelmi
trat vor die Rampe und wies mit der Bitte um Entſchul=
digung
darauf hin, daß Erſatz für den Erkrankten ver=
ſchafft
worden ſei. Dieſer Erſatz war niemand anders
als Profeſſor Dr. Hans Pfitzner, der Operndirektor, der
bis jetzt die Aufführung dirigiert hatte und den Taktſtock
an Kapellmeiſter Büchel abgab. Nach halbſtündiger Ver=
ſpätung
ging die Aufführung weiter. Pfitzner hatte raſch
entſchloſſen ſeinen Bart unter die Schere nehmen laſſen
und eine treffliche Maske ſich angeſchminkt, die das ſtimm=
liche
Manko in ſeinem Beckmeſſer ſchmerzlos vergeſſen
ließ. Muſikaliſch ſicher und darſtelleriſch bemerkeiswert
führte Pfitzner unter begeiſterten Kundgebungen bei aus=
verkauftem
Hauſe ſeine improviſierte Sängertätigkeit zu
Ende und rettete damit die Vorſtellung.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.

Nummer 24.

Eine leichtſinnige Frau wohl das meiſte Intereſſe er=
wecken
wird. Das Stück ſpielt in Künſtlerkreiſen und
zeigt die leichtſinnigen Fahrten der Frau eines vielbe=
ſchäftigten
Bankiers. Neben dieſem Film ernſten Genres
fehlt natürlich auch die Komik nicht. Da iſt vor allem die
dezente Humoreske Lucie iſt eigenſinnig zu nennen,
wahrend die kleine Epiſode Johann und Pauline gro=
teske
Komik zeigt. Daß auch die Wiſſenſchaft auf ihre
Rechnung kommt, iſt ſelbſtverſtändlich.
* Reſidenz=Theater. Das neue Programm ab
heute zeigt ein reizendes Luſtſpiel in drei Akten mit
Herrn Waldemar Pſylander, dem Liebling der Damen=
welt
. Was an herrlichen Bildern, an feinem Spiel und
Ausſtattung in der Kinematographenbranche geleiſtet wer=
den
kann, vereinigt ſich in dieſem Film.

American Bio bringt ab heute die ſpannende
zweiaktige engliſche Komödie Der Liebe Wandlungen
Dieſelbe iſt ſehr intereſſant und unterhaltend. Der
Wochenbericht bringt wie immer die neueſten Ereigniſſe.
Eine vorzügliche Naturaufnahme bietet Beerdigung
Ge=
eines
reichen Chineſen; Lehmanns Verlobung
ſind ur=
fährliche
Leiter und Ein billiges Getränk
komiſch. Für gute Einlagen iſt ebenfalls geſorgt. (Siehe
Anzeige.)
Gasvergiftung. Ein etwa 50 Jahre altes Fräu=
klein
aus Berlin wurde vor einigen Tagen wegen einer
Gasvergiftung in das Städtiſche Krankenhaus einge=
liefert
. Dieſer Vergiftung iſt ſie erlegen. Es handelt
ſich anſcheinend um Selbſtmord.
§ Ueberfahren. Geſtern vormittag wurde auf dem
Bahnkörper zwiſchen der Griesheimer Chauſſee und der
nächſten Brücke nach Eberſtadt der Kaufmann Georg
Luckhaupt aus Bickenbach tot aufgefunden. Derſelbe
hat ſich von einem Eiſenbahnzug überfahren laſſen
Ueberfall. Am Montag abend kurz nach 7 Uhr
hat ein Dienſtmädchen am Exerzierplatz in der Nähe
der Holzhofallee von einem Unbekannten ohne jegliche
Veranlaſſung zwei Meſſerſtiche erhalten wo=
durch
das Mädchen erheblich verletzt worden iſt. Es
wurde mittelſt Krankenautomobils in das Städtiſche
Krankenhaus verbracht.
-h- Jugenheim, 28. Jan. Zum Bau einer Turn=
halle
, verbunden mit Räumen für die Gewerbe=
ſchule
werden ſeitens unſerer Einwohner namhafte Be=
träge
, teils ſchenkweiſe, teils als unverzinsliche Anteil=
ſcheine
, gezeichnet. So hat eine reiche Dame in anerken=
nenswerter
Weiſe allein 7000 Mk. gezeichnet. Ein Herr
hat 1000 Mark geſpendet, und weitere namhafte Beträge
ſtehen in Ausſicht. Der Bau iſt auf etwa 30000 Mk. ver=
anſchlagt
und wird unter Leitung des Herrn Architekten
Scherer=Darmſtadt ausgeführt.
-h- Jugenheim, 28. Jan. Die neue katholiſche
Kirche iſt im Rohbau vollſtändig fertig und iſt eine
Zierde unſeres vielbeſuchten Kurortes.
-h- Von der Bergſtraße, 28. Jan. Bei den gegen=
wärtig
ſtattfindenden Holzverſteigerungen wer=
den
im Durchſchnitt für den Raummeter Buchenſcheit
1. Klaſſe 2022 Mk., 2. Klaſſe 1820 Mk., Buchenknüppel
1518 Mk. und Buchenwellen für 100 Stück 1619 Mk.
erlöſt.
Offenbach, 28. Jan. An Alkoholvergiftung
verſtorben iſt der 50jährige Armenhausinſaſſe Adolf
Schwarzkopf. Der Fritz Michel hatte ebenfalls ſo
reichliche Mengen an Bier und Schnaps zu ſich genommen,
daß er ſich auch eine Alkoholvergiftung zuzog und ins
Krankenhaus gebracht werden mußte.
Der 17jährige
Glaſergeſelle Chriſtian Freud geriet mit der linken
Hand in die Kreisſäge, wobei ihm zwei Finger völlig ab=
geſägt
wurden.
Guſtavsburg, 28. Jan. Das dreijährige Mädchen des
Bäckermeiſters Karl Fütterer fiel in einen Eimer hei=
ßen
Waſſers. Die Unglückliche wurde derart am Unter=
körper
verbrüht, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt
wird.
Mainz, 28. Jan. Zu der geſtern unter Mainz ge=
brachten
Notiz über den Schreiner Hermann Dietrich
aus Darmſtadt wird uns von dieſem mitgeteilt, daß er
nicht in Mainz aus dem Zuge geworfen wurde, ſondern
in Bingen beim Einſteigen in den Wagen ſo unglücklich
fiel, daß er bis Mainz bewußtlos blieb, wo er dann in
das Rochushoſpital gebracht wurde.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 27. Jan. Heute abend um
acht Uhr war im Königlichen Opernhaus auf
allerhöchſten Befehl Galaoper. Im Parkett ſah man
Offiziere, Parlamentarier, höhere Beamte, Stadtvertreter
Gelehrte, im erſten Rang die Damen des diplomatiſchen
Korps und der Hofgeſellſchaft, in den Logen den Reichs=
kanzler
, Botſchafter, Generale, Admirale, Miniſter, Ver=
treter
des hohen Adels. Das Haus war mit Teppichen
und Blumengewinden reich geſchmückt. In der großen
Hofloge nahm der Hof Platz. Der Kaiſer, der die Kron=
prinzeſſin
führte, trug den roten Galarock des Gardekorps.
Gegeben wurde Kerkyra ein Feſtſpiel: zwei Bilder aus
Vergangenheit und Gegenwart, von Lauff. Das erſte
Bild ſpielte im alten Kerkyra, das zweite Bild zeigte das
heutige Korfu mit dem Achilleion im Hintergrunde, den
Schluß machte eine ſehr ſchöne Wandeldekoration: die
Partien des Parks vom Achilleion, landſchaftlich hervor=
ragende
Punkte der Inſel mit ihren ſchönen Ausblicken
nach den albaniſchen Bergen hinüber und das Achilleion
mit dem rieſigen neuen Standbild des Achilles in ſehr
prächtiger Beleuchtung. In der Pauſe hielt der Kaiſer
in den herrlich mit Blattwerk und blühenden Pflanzen
geſchmückten Foyers Cercle. Der Vorſteher des Steno=
graphiſchen
Bureaus im Reichstag, Geh. Rechnungsrat
Schallopp, feierte am Montag ſein 50jähriges
Jubiläum als Stenograph. Aus dieſem Anlaß fand
im Reichstag ein Feſteſſen ſtatt, an dem zahlreiche Ver=
treter
der Parteien des Parlaments, ſowie das geſamte
Präſidium teilnahmen. Schallopp trat 1863 in das Steno=
graphiſche
Bureau des preußiſchen Landtags ein und ſie=
delte
mit der Begründung des Reichstags dorthin über,
wo er ſeit 1872 das Amt des Vorſtehers des Stenographi=
ſchen
Bureaus bekleidet. Der Jubilar iſt auch in der
Schachwelt als Meiſter bekannt. Auf richterlichen Be=
fehl
iſt heute der Leiter der Berliner Filiale des Londoner
Bankgeſchäfts M. Marx u. Ko., Prokuriſt Horſtmann,
verhaftet worden. Die Bücher des Bankgeſchäfts
wurden beſchlagnahmt, die Bureaus der Bank in der
Behrensſtraße geſchloſſen. Die Verhaftung erfolgte
wegen Verleitung zum gewerbsmäßigen Börſen=
ſpiel
und Betrug.
Von z we i Kraf t=
droſchken
wurde vor den Augen ſeiner Frau der 64
Jahre alte Produktenhändler Weishaupt aus der Palli
ſadenſtraße zermalmt. Der Mann wollte über den
Fahrdamm der Tiergartenſtraße, als gerade zwei Kraft=
wagen
aus der entgegengeſetzten Richtung daher gefahren
kamen.
28. Jan. Der Defraudant Wilhelm
Bruning und der wegen Hehlerei gleichzeitig mit ihm

verhaftete Hermann Kranich ſind heute früh 5¾ Uhr von
Hamburg auf dem Lehrter Bahnhof eingetroffen.
Zwei Kriminalbeamte brachten die Verhafteten in das
Unterſuchungsgefängnis Moabit. Bruning iſt bereits in
Luxemburg in September 1912 einmal feſtgenommen
worden. Er machte dort eine große Zeche und beleidigte
in betrunkenem Zuſtande einen auf Poſten ſtehenden Sol=
daten
. Er wurde feſtgenommen und man fand bei ihm 3000
Mark, die man zurückbehielt. Bei ſeiner Vernehmu
nannte er ſich Hermann Kranich. Da gegen Kranich nichts
vorlag, wurde er am nächſten Tage entlaſſen. Das Geld
behielt man aber zurück. Die Summe konnte jetzt den
deutſchen Behörden ausgeliefert werden. Ueber den Ver=
bleib
der noch fehlenden 100000 Mark macht er andauernd
die widerſprechendſten Angaben. Während der Fahrt von
London nach Hamburg wurde Bruning verſchiedentlich
einem Verhör unterzogen. Erſt allmählich ging er etwas
mit der Sprache heraus. Er erzählte, daß er einen Teil
des unterſchlagenen Geldes im Grunewald vergraben
habe; dann widerrief er dieſes Geſtändnis und ſagte, er
habe das Geld einem Mädchen gegeben, das dann nach
Amerika geflüchtet ſei.
Frankfurt, 27. Jan. Die Königin von Hol=
land
traf heute abend im Hauptbahnhof ein, wo ſie vom
Prinzgemahl, der ſeit einiger Zeit in der Klinik Hohe=
mark
weilt, empfangen wurde. Die Königin, die inkognito
unter dem Namen einer Gräfin Büren reiſt, wird im
Grand=Hotel in Königſtein für einige Tage Wohnung
nehmen.
Hanau, 28. Jan. Die Typhus=Epidemie beim
1. Bataillon des hieſigen Eiſenbahn=Regiments zeigt
einen weiteren ſtarken Rückgang. Es ſind noch 90 Kranke
in Behandlung, auch die Zahl der Kranken mit hohem
Fieber iſt zurückgegangen.
München, 27. Jan. Die Angelegenheit zwiſchen der
Bayeriſchen Staatszeitung und den Gemein
den, denen ein Zwangsabonnement auferlegt
worden iſt, wird nunmehr nach Blättermeldungen eine
gerichtliche Entſcheidung finden. Der Magiſtrat
der Stadt Starnberg hat es abgelehnt, die Verpflichtung
zum Abonnement auf die Bayeriſche Staatszeitung an=
zuerkennen
. Die Ablehnung wird damit begründet, daß
die Regierung keinerlei Berechtigung habe, einen Bezugs=
zwang
auszuüben. Auch einige andere Gemeinden wol=
len
auf dem Verwaltungswege zu der Angelegenheit
Stellung nehmen und auf gerichtliche Austragung
drängen.
Hamburg, 27. Jan. Die, 45jährige Schneiderin
Hitſchke goß ihrem Liebhaber, einem 24jährigen Klemp=
nergeſellen
, Schwefelſäure in das Geſicht. Dieſer
verlor das Augenlicht auf beiden Augen. Als die Täterin
verhaftet werden ſollte, nahm ſie Gift. Sie ſtarb au
dem Transport nach dem Krankenhaus. Die Selbſtmör=
derin
verbüßte bereits vier Jahre Gefängnis, weil ſie
einen Telephonarbeiter erſchoſſen hatte.
Helgoland, 27. Jan. Bei Uebernahme der
Paſſagiere an Bord eines Dampfers ſtürzte beim
Beſteigen des Schiffes die Darſtellerin des Münchener
Künſtlertheaters Fräulein Ellen Richter zwiſchen das
bei dem heftigen Seegang auf= und niederpendelnde Mo=
torboot
und den Dampfer. Im Fallen zog die Künſtlerin
auch den ſie haltenden Schiffer über Bord. Dieſer beſaß,
obgleich er ſich bei dem Fallen ſtark verletzt hatte, die Gei=
ſtesgegenwart
, die junge Dame, die ſich beſonnen und
ruhig verhielt, feſtzuhalten. Den vereinten Bemühungen
der Bootsbeſatzung gelang es, das Boot von der Schiffs=
wand
klar zu halten und die beiden im Waſſer Befind=
lichen
wieder an Bord zu ziehen.
Paris, 27. Jan. Der Unterſuchungsrichter Driour
beſchäftigt ſich gegenwärtig mit einer verwickelten und
weitverzweigten ſtrafrechtlichen Angelegenheit, die als
die Affäre der ſüdſpaniſchen Vodenkredit=
geſellſchaft
bezeichnet wird. Im Jahre 1911 wurde
eine Geſellſchaft, die dieſen Namen erhielt, in Paris ge=
gründet
, und an die Spitze des Verwaltungsrats trat Herr
Perez Caballero, der bereits ſpaniſcher Botſchafter in
Paris war. Man nimmt an, daß er die Verwaltungs=
ratsſtelle
nur aus Gefälligkeit gegen ſeine Landsleute an=
nahm
und von den betrügeriſchen Machenſchaf=
ten
der Leiter des Unternehmens nichts wußte. Er iſt
denn auch der einzige unter den Gründern, die nicht in
Unterſuchung gezogen ſind, da ſeine Stellung als Mit=
glied
des diplomatiſchen Korps ſeine Exterritorialität und
Unverletzlichkeit bedingt. Die übrigen Gründer, darunter
ein Pariſer Bankier namens Pequignot, ſowie verſchie=
dene
bekannte ſpaniſche und franzöſiſche Perſönlichkeiten
auf politiſchem und finanziellem Gebiete, ſo der ehe=
malige
ſpaniſche Senator Caracoſſa, der Konſervator des
Verſailler Schloſſes de Nolhac und Graf de Chambure,
ſind beſchuldigt, unter betrügeriſchen Vorſpiegelungen den
öffentlichen Kredit in Anſpruch genommen zu haben. Sie
eilten in Proſpekten mit, ſie ſeien die Eigentümer von
Ländereien zwiſchen der Sierra Nevada und dem Meere,
während ſie in Wirklichkeit nur die Kaufoption beſaßen.
Sie gaben dieſe Ländereien als Garantie für die von
ihnen ausgegebenen Aktien und Obligationen. Später
einigten ſie ſich mit einer anderen faulen Gründergruppe,
die Sümpfe des Guadalquivir für 40000 Fr. erworben
hatte, um ſie trocken zu legen. Dieſe Sümpfe wurden
dann von der Pariſer Geſellſchaft für 4 200000 Fr. an=
gekauft
, wovon 840000 Fr. in bar und der Reſt in Obli=
gationen
gezahlt wurde. Die geſamte Bankeinlage betrug
nur 50000 Fr., während die Geſellſchaft angab, daß das
geſetzlich geforderte Viertel des nominellen Kavitals, in
dieſem Falle alſo mehrere Millionen, eingezahlt worden
ſei. Pequignot, der Hauptmacher bei der Sache, führte
mit den Erſparniſſen der leichtgläubigen Franzoſen und
Spanier ein luxuriöſes Leben, hielt ſich eine Jacht und
einen Rennſtall und gründete dann eine Tochtergeſell=
ſchaft
, die die Waſſerkräfte Südſpaniens ausnützen ſollte
An der Spitze dieſer Geſellſchaft ſtand wieder eine ſpa=
niſche
Berühmtheit, der General Weyler, ehemaliger
Oberſtkommandierender in Kuba und nachheriger Gene=
ralkapitän
von Katalonien. Die Aufhellung aller dieſer
Affären dürfte noch lange Zeit in Anſpruch nehmen.
Paris, 27. Jan. Die bisherigen Feſtſtellungen haben
ergeben, daß die geſtern abend auf einer Bauſtelle der
Untergrundbahn erfolgte Exploſion durch Dyna=
mitpatronen
verurſacht wurde und daß es ſich zwei=
fellos
um einen verbrecheriſchen Anſchlag handelt. In der
Nähe der Exploſionsſtelle wurde ein vom revolutionären
Allgemeinen Arbeitsverband verſchicktes Rundſchreiben
vorgefunden.
London, 28. Jan. Wegen der Zurückziehung der
Wahlrechtsvorlage faßten die Suffraget ten auf
einer Konferenz neue Pläne zu Gewaltakten. Dem Publi=
kum
ſoll, wie eine Führerin erklärte, das Leben unmög=
lich
gemacht werden. Die Regierung ſoll zur ſofortigen
Erteilung des Frauenſtimmrechts gezwungen werden
Viele Läden im Weſtend ſind aus Furcht vor den Weibern
verbarrikadiert worden. In den Kreiſen der Polizei be=
fürchtet
man in den nächſten Tagen ſchwere Anſchläge.

Sämtliche Miniſter ſtehen unter dem Schutz zahlreicher
Detektivs.
Petersburg, 27. Jan. Das Schwurgericht ver=
handelte
neuerlich gegen die Mitglieder des Wiborger
Hofgerichts wegen Widerſtandes gegen das Reichs=
geſetz
über die rechtliche Gleichſtellung der Ruſſen und
Finnländer in Finnland. Von den Angeklagten war nie=
mand
erſchienen. Von dem Gerichtshofe, der ohne Mitwir=
kung
der Geſchworenenbank verhandelte, wurde der Hof=
gerichtspräſident
Malin freigeſprochen. Sechs Räte, fünf
Aſſeſſoren und zwölf zeitweilige Mitglieder wurden zu je
einem Jahr und vier Monaten Gefängnis verurteilt und
ihnen die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter
auf zehn Jahre abgeſprochen.

Deutſcher Reichstag.

* Berlin, 28. Jan. Präſident Dr. Kaempf er=
öffnet
die Sitzung um 1 Uhr und teilt mit, daß das Prä=
ſidium
namens des Hauſes Se. Majeſtät dem Kaiſer die
Glückwünſche zum Geburtstage ausgeſprochen und daß
Se. Majeſtät dem Hauſe dafür ſeinen Dank ausgeſprochen
habe.
Kurze Anfragen.
* Abg. Baſſermann (natl.) fragt, welche Schritte
zur Wahrung der Intereſſen des durch franzöſiſche Trup=
pen
in Marokko vergewaltigten deutſchen Anſiedlers
Legationsrat Dr. Leh=
Stöſſel getan worden ſeien.
mann: Die Tatſache ſelber iſt der Regierung bekannt.
Sofort nach Eingang der telegraphiſchen Meldung ſind=
auf
diplomatiſchem Wege mit der franzöſiſchen Regierung
Verhandlungen gepflogen worden. Dieſe ſchweben gegen=
wärtig
und werden noch einige Zeit in Anſpruch nehmen,
da der Tatbeſtand von beiden Seiten verſchieden darge=
ſtellt
wird.
Abg. Baſſermann (natl.) fragt, ob der Reichs=
kanzler
bei der chineſiſchen Regierung für eine Gleichſtel=
lung
der deutſchen Sprache mit der engliſchen bei dem
Sprachunterricht in den höheren chineſiſchen Elementar=
ſchulen
einzutreten bereit ſei. Dr. Lehmann: Der
engliſche Sprachunterricht kann in die höheren Elemen=
tarſchulen
Chinas eingeführt werden, daneben aber auch
andere fremde Sprachen. Unſer Geſandter hat die nöti=
gen
Schritte getan, um zugunſten der deutſchen Sprache
vorſtellig zu werden.
Abg. Baſſermann (natl.) fragt, ob dem Reichs=
kanzler
bekannt ſei, daß zwiſchen England, Frankreich
und Rußland beſtimmte Vereinbarungen über eine Ab=
grenzung
der gegenſeitigen Intereſſenſphären in den ar=
meniſchen
, ſyriſchen und arabiſchen Gebietsteilen der Tür=
kei
getroffen worden ſeien und welche Stellung er ſolchen
Vereinbarungen gegenüber einnehme. Dr. Lehmann=
Uns ſind nur Gerüchte bekannt, wonach ſich einige Mächte
in dieſer Frage geeinigt hätten. (Hört! hört!) Aus un=
zweideutigen
vertrauenswürdigen Erklärungen auf dem
internationalen Meinungsaustauſch geht aber hervor
daß das Vorhandenſein als ausgeſchloſſen erſcheint. ( Hei=
terkeit
.)
Abg. Dr. Gradnauer (Soz.) fragt, ob es wahr
ſei, daß die verbündeten Regierungen neue umfaſſende mi=
litäriſche
Forderungen, abgeſehen von dem Ausbau der
Luftflotte, durchzuführen beabſichtigen; nämlich, ob
1. die Mannſchaftsſtärke der Kompagnien erhöht, 2. dritte
Bataillone, ſoweit ſie noch nicht vorhanden ſind, aufge=
ſtellt
, 3. die Erſatzreſerven zur Ausbildung mit der Waffe
einberufen, 4. Kavalleriediviſionen ſchon in der Friedens=
zeit
aufgeſtellt, 5. ſelbſtändige Radfahrerkompagnien ge=
bildet
und 6. die Artillerie vermehrt werden ſoll. Preus
ßiſcher Major Hoffmann: Die verantwortlichen
Stellen ſind ſich einig, daß unſere Rüſtung zu
Lande erneut einer Verſtärkung bedarf=
(Hört! hört!) Ueber den Umfang kann jedoch keine Mit=
teilung
gemacht werden, da der Bundesrat noch nichts
beſchloſſen hat. (Große Heiterkeit.)
Darauf wird die
Etatberatung
fortgeſetzt. Etat des Innern. (11. Tag.)
Kapitel: Geſundheitsamt
Abg. van Calker (natl.): Möglichſt bald ſollte an
eine reichsgeſetzliche Regelung des Krankenpflegeweſens
gedacht werden. Die überlange Arbeitszeit des Perſonals
ſowie die Ausnutzung dieſes beſten Menſchenmaterials
mit niederen Wirtſchaftsarbeiten ſtellen einen Raubbau
dar, der nicht gerechtfertigt werden kann. Statten wil
unſeren Dank für die aufopfernde Pflege der Kranken=
ſchweſtern
ab durch Schaffung eines reichsgeſetzlichen
Schutzes für die Krankenpfleger. Abg. v. Knigge
(konſ.): Die Kinderſterblichkeit fordert dringend reichsge=
ſetzliche
Maßnahmen. Auch die Frage des Geburtenrück
ganges wird immer dringender. Wo die meiſten ſozial
demokratiſchen Stimmen abgegeben werden, iſt der Ge
burtenrückgana am größten. Das beruht zum größten
Teil auf der Wirkung der ſozialdemokratiſchen Preſſe und
ihrer Broſchüren. (Widerſpruch bei den Sozialdemos
kraten. Beifall rechts.)
Abg. Gunßer (Fortſchr.
Volkspt.): Das Weingeſetz von 1909 iſt erheblich beſſer
als ſeine Vorgänger. Es hat beſonders ſegensreich ge=
wirkt
auf den Weinhandel. Die Verarmung der württem
beraiſchen Weinbauern iſt im weſentlichen auf die bis
dahin beſtandenen Zuſtände zurückzuführen. Eine neue
Gefahr zeiat ſich in der rapiden Steigerung der Einfuhr
fremder Weine. Deshalb iſt es dringend geboten, hie
eine möglichſt ſcharfe Kontrolle walten zu laſſen. De
Weinzoll muß unter allen Umſtänden aufrecht erhalten
bleiben. Auch die überlange Arbeitszeit in den ober=
ſchleſiſchen
Gruben muß endlich beſeitigt werden. Redner
empfiehlt ſchließlich eine Reſolution ſeiner Partei auf
Unterſuchung der geſundheitlichen Verhältniſſe der Berg=
arbeiter
und der geſundheitlichen Vorkehrungen auf den
Bergwerken Oberſchleſiens. Abg. Dr. Burckhardt
(Wirtſch. Verg.): Das Hebammenweſen muß hinſichtlick
ihrer Ausbildung geſetzlich geregelt werden. Die Errich
tung von ſtaatlichen Krankenpflegerſchulen muß angeſtrebt
werden. Eine Regelung des Geheimmittelweſens iſt drin=
gend
notwendig.
Direktor des Reichsgeſundheitsamts Dr. Bumm?
Es muß zugegeben werden, daß die Klagen über unzu=
reichendes
Wiſſen der Hebammen und über Mangel von
Hebammen auf dem Lande teilweiſe berechtiat ſind. Ein
reichsgeſetzliche Regeluna des Hebammenweſens in allen
ſeinen Teilen für Deutſchland iſt aber vom Bundesrat au
eine Anfrage nicht für zweckmäßia erachtet worden, wohl
aber ſoll der Verſuch gemacht werden. durch Aufſtellung
einheitlicher Grundſätze über gewiſſe Punkte beim Hel
ammenweſen in den einzelnen Landesteilen eine gewiſſe
Uebereinſtimmung zu erzielen. Das kaiſerliche Geſund=
heitsamt
hat dieſe Grundſätze ausgearbeitet. Sie ſollen
im Februar unter Hinzuziehung von Vertretern des Heb=
ammenberufes
, der Lehranſtalten uſw. beraten werden
und ich hoffe, daß wir zu einer Uebereinſtimmung der
Hauptgeſichtspunkte gelangen werden. Die Hebammen
ſind allerdings nicht invalidenverſicherungspflichtig. Der
Bundesrat hat von der Ermächtigung bisher noch keinen
Gebrauch gemacht, die Verſicheruna auf dieſe Zweige aus=

[ ][  ][ ]

Nummer 24.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.

Seite 5.

zudehnen, wird es aber alsbald tun. Den warmen Wor=
ten
des Dr. Calker über die Krankenpfleger und Kranken=
pflegerinnen
kann ich mich nur anſchließen. Im Intereſſe
des Perſonals, wie auch im Intereſſe der Kranken iſt zu
fordern, daß eine Ueberanſtrengung des Perſonals ver=
mieden
wird. Die einheitliche Regelung für das ganze
Reich ſtößt auf große Schwierigkeiten, da die Bedürfniſſe
in den einzelnen Krankenanſtalten völlig verſchieden ſind.
Die Fortſchritte in der Bekämpfung der Säuglingsſterb=
lichkeit
müſſen wir dankbar auerkennen, wenn auch noch
viel mehr geſchehen muß. Die Geheimmittelliſte wird nun=
mehr
ergänzt werden.
Abg. Antrick (Soz.): Ich traute bei der Rede des
Kollegen van Calker meinen Ohren nicht, denn ſeine Par=
tei
iſt es beſonders geweſen, die mich im Jahre 1900 in
der niederträchtigſten und gemeinſten Weiſe wegen genau
derſelben Forderungen angegriffen hat. Vizepräſident
Dove: Das bezieht ſich wohl nur auf die Preſſe und
Herren außerhalb des Hauſes. Abg. Antrick (Soz.):
Innerhalb und außerhalb des Hauſes. Vizepräſident
Dove: Dann rufe ich Sie zur Ordnung. Abg. An=
trick
(Soz.): Ich kann nichts zurücknehmen. Eine reichs=
geſetzliche
Regelung iſt dringend zu fordern. Die Regie=
rung
gibt ja jetzt auch zu, daß meine damalige Schilde=
rung
richtig geweſen iſt. Die Gehälter für das Kranken=
pflegerperſonal
ſind geradezu jämmerlich. Ebenſo liegen
deſſen Wohnungsverhältniſſe ſehr im Argen. Dieſe trü=
ben
Verhältniſſe gibt es nicht nur in öffentlichen Kran=
kenhäuſern
, ſondern auch in den geiſtlichen Krankenhäu=
ſern
. Dem Raubbau an dem Leben und der Geſundheit
des Pflegeperſonals muß Schluß gemacht werden, wie es
der Kulturzuſtand verlangt. (Beifall bei den Sozial=
demokraten
.) Abg. Giesberts (Zentr.): Die Kran=
kenpflege
auf dem Lande muß weiter gefördert werden.
Darauf wird bei der reichsgeſetzlichen Regelung der Frage
beſonders zu achten ſein. Das Reichsgeſundheitsamt ſollte
ſeine Aufmerkſamkeit beſonders auch den geſundheitlichen
Zuſtänden in der Großeiſeninduſtrie zuwenden. Die Ar=
beitszeit
iſt zu verkürzen und das Ueberſtundenweſen zu
beſeitigen, das in letzter Zeit wieder erheblich geſtiegen
iſt. Vor allen Dingen muß für genügende Ruhezeit und
für Sonntagsruhe geſorgt werden.
Abg. Dr. Blan=
kenhorn
(natl.): Die Reichsregierung ſollte dafür ſor=
gen
, daß die Praxis, die durch ein reichsgeſetzliches Ur=
teil
geſchaffen worden iſt, nicht beibehalten wird, wonach
Obſtweine und Treſterweine nicht zum Haustrunk ver=
wendet
werden dürfen. Das widerſpricht dem Geiſte des
Weinbaugeſetzes. Abg. Leube (Fortſchr. Volkspt.):
Bei unſerer Fleiſcheinfuhr ſind Aenderungen der geſetz=
lichen
Beſtimmungen dahin unbedingt erforderlich, daß
nicht nur die Einfuhr ganzer Rinder geſtattet wird, ſon=
dern
, daß nach gehöriger Unterſuchung einzelne Tierteile
eingeführt werden dürfen.
Abg. Jäckel (Soz.) beſpricht die Geſundheitsverhält=
niſſe
in den Webereien. Abg. Poppe (Ztr.): Die Aus=
führung
des Reichsviehſeuchengeſetzes läßt viel zu wün=
ſchen
übrig, ſie bringt namentlich derartig unerſchwina=
liche
Unkoſten, daß die kleinen Viehhändler=Betriebe mit
den großen nicht konkurrieren können.
-
Abg. Dr.
Thoma (natl.): Als Vertreter des die größte Milch=
wirtſchaft
betreibenden Wahlkreiſes, des Allgäu, kann ich
die Reſolution der Freiſinnigen auf Errichtung eines In=
ſtituts
für milchwirtſchaftliche Forſchungen nur begrüßen.
Ich verſtehe den Abgeordneten Antrick nicht, wie er Zurufe
machen konnte; bei den Debatten vor 12 Jahren hat er
den Ausführungen des Prinzen Schönaich Carolath zu
dieſer Frage zugeſtimmt. Entweder hat Herr Antrick die
damaligen Reden nicht nachgeleſen, was mehr als fahr=
läſſig
bezeichnet werden muß, oder er hat damals einen
ganz anderen Standpunkt eingenommen. In dieſem Fall
muß ich dem Hauſe ein Urteil über ein ſolches Verhalten
überlaſſen. Abg. Dr. Blunck (Fortſchr. Vpt.): Unſere
Reſolution auf Schaffung eines Inſtituts für wiſſenſchaft=
liche
Milchforſchungen iſt nicht neu. Unſere Milchwirt=
ſchaft
hat einen ſo gewaltigen Aufſchwung genommen, daß
die Schaffung eines derartigen Inſtituts gerechtfertigt iſt.
Dieſer Aufſchwung iſt umſo höher zu bewerten, als er
hne jeden Vorſchub vor ſich gegangen iſt. Ich bitte, die
Reſolution einſtimmig anzunehmen. Bei Bekämpfung
der Maul= und Klauenſeuche ſollte nicht allzu ſchroff vor=
gegangen
werden. Die Deutſche Geſellſchaft zur Be=
kämpfung
der Geſchlechtskrankheiten ſollte aus Reichs=
mitteln
unterſtützt werden. Abg. Hoeſch (konſ.): Der
Reſolution auf Errichtung eines Inſtituts für wiſſen=
ſchaftliche
Milchforſchung ſtehen wir durchaus ſympathiſch
gegenüber. Direktor des Reichsgeſundheitsamtes Dr.
Bumm: Gegen die Maul= und Klauenſeuche werden
von der Regierung die denkbar ſchärfſten Maßnahmen ge=
roffen
. Die Landwirte dürfen nicht irre werden an der
Richtigkeit der getroffenen Maßnahmen. Im Jahre 1911
hat die Seuche einen ſolchen Umfang angenommen, daß
der Schaden in die Millionen geht. Trotz der umfaſſend=
ſten
Verſuche iſt es bisher noch nicht gelungen, den Er=
reger
der Maul= und Klauenſeuche zu ermitteln.
Nächſte Sitzung Mittwoch 1 Uhr. Interpellation
der Polen, betr. Enteignung, Weiterberatung. Schluß
6 Uhr 45 Min.

*Berlin, 28. Jan. Die Budgetkommiſſion
des Reichstages ſtrich in ihrer Vormittagsſitzung
gegen 12 Stimmen die Oſtmarkenzulage für die Reichs=
poſt
= und Telegraphen=Verwaltung. Ein Antrag des
Referenten, den Titel Unterſtützungen für höhere und
mittlere Beamte und außerordentliche Unterſtützungen
für Kanzlei= und Unterbeamte entſprechend zu erhöhen,
wurde von der gleichen Mehrheit abgelehnt. Der An=
trag
des Zentrums, den Unterbeamten mit weniger als
1500 Mark Gehalt für das dritte und jedes folgende ehe=
liche
Kind unter 18 Jahren eine Zulage von je 100 Mark
zu gewähren, wurde zurückgezogen und dafür eine Re=
ſolution
angenommen, in welcher der Reichskanzler er=
ſucht
wird, die Kinderzulage für Reichsbeamte einzu=
führen
. Eine weitere nationalliberale Reſolution, nach
welcher den unteren und mittleren Beamten, die mit
höheren Steuern belaſtet ſind, als in Preußen, eine Aus=
gleichsſumme
gewährt werden ſoll, wurde abgelehnt.

Vermiſchtes.

Züchtigungsrecht gegenüber frem=
C
den Kindern. Oberlandesgerichtsrat Dr. Buchmann
veröffentlicht in Soergels Recht (Hannover, Helwing)
eine intereſſante Entſcheidung des Oberlandesgerichts
Jena. Jene Entſcheidung führt über das Recht zur
Züchtigung fremder Kinder im weſentlichen
Folgendes aus: Ein Recht zur Züchtigung fremder Kin=
der
wird von einer weit verbreiteten Praxis bei mutmaß=
lichem
Einverſtändnis des nicht anweſenden Vaters an=
genommen
. Wo aber dieſes Einverſtändnis des nicht an=
weſenden
Vaters fehlt, und vom Täter auch nicht ver=
mutet
wird, verſagt dieſe Konſtruktion eines abgeleiteten
Züchtigungsrechts, wenn man nicht die Züchtigung als
geine im öffentlichen Intereſſe liegende Pflicht des Vaters

anſieht (§ 679 Bürgerlichen Geſetzbuchs). Indes kann
man von einem abgeleiteten Züchtigungsrecht überhaupt
abſehen. Unter Umſtänden iſt vielmehr in Ergänzung
des elterlichen Züchtigungsrechts ein Recht Dritter, fremde
Kinder zu züchtigen, als Ausfluß des öffentlichen
Rechts anzuerkennen. Das ausſchließliche Recht der
Eltern auf Züchtigung muß zurücktreten gegen das Recht
der Allgemeinheit auf Zucht und Ordnung,
auch ihr entgegenſtehender Wille verdient da keine Be=
achtung
. Die Allgemeinheit bedarf dieſes Rechtes zu
ihrem Schutze ebenſo wie zur Pflege der allgemeinen
Wohlfahrt, für die die gute Erziehung der Jugend ein
weſentliches Moment bildet. Das Haus bleibt vor Ein=
griffen
geſchützt. Aber wo Kinder in der Oeffentlichkeit
Zuchtloſigkeiten begehen, die das ſittliche Empfinden jedes
normal denkenden Menſchen gröblichſt verletzen, und nach
ihrem Gerechtigkeitsgefühl eine alsbaldige Sühne for=
dern
, tritt das Recht der Allgemeinheit ein, und jeder
Volksgenoſſe darf züchtigen. Nur darf eine ſolche Züch=
tigung
nicht das Maß überſchreiten, in dem ein verſtändi=
ger
Vater das Züchtigungsrecht an ſeinen eigenen Kin=
dern
ausübt.

Literariſches.

Die Klaſſiker der Religion und die
Religion der Klaſſiker, herausgegeben von Liz.
theol. Guſtav Pfannmüller. Wenn einmal
emand eine nach Ländern und Städten gegliederte Ge=
chichte
der theologiſchen Bücherproduktion ſchreiben
wird, dann wird unſere Stadt eine ganz eigenartige Stel=
lung
in dieſem Buche einnehmen. Ueber die erſten 500
Jahre im Leben unſerer Stadt wird da ſehr wenig zu
berichten ſein. Dann aber rückt Darmſtadt urplötzlich in
den Mittelpunkt und behauptet ſich jahrzehntelang als
die Stadt angeſehener theologiſcher Verlage und ausge=
dehnter
theologiſcher Schriftſtellerei, um dann wieder faſt
ebenſo plötzlich von der Höhe herabzuſinken. Dieſe eigen=
artige
Entwickelung hat ihre guten Gründe. Sie haftet
an zwei Namen: Ernſt Zimmermann und Karl
Zimmermann. Ernſt Zimmermann, der vor etwa
100 Jahren in Darmſtadt ſeine Pfarrertätigkeit als Hof=
diakonus
begann, hat durch ſeine reiche ſchriftſtelleriſche
Tätigkeit und vor allem die Herausgabe der in Darm=
ſtadt
von 1822 an erſcheinenden und in der ganzen deut=
ſchen
evangeliſchen Welt verbreiteten Allgemeinen
Kirchenzeitung dem Namen Darmſtadt im Reiche
der theologiſchen Wiſſenſchaft einen guten Klang ver=
liehen
. Karl Zimmermann hat nach ſeines Bruders Ernſt
frühem Abſcheiden deſſen Werk fortgeführt und erwei=
tert
. Als aber auch er verſtorben war, da wars mit der
Herrlichkeit Darmſtadts auf dem Gebiete des theologi=
ſchen
Verlags und der theologiſchen Schriftſtellerei aus
und vorbei. Wer wie der Schreiber dieſer Zeilen
dieſe Entwickelung, die recht üble Folgen für unſer Land
hatte, beklagt, wird ſich freuen, daß nach langer Unter=
brechung
nunmehr wieder einmal ein großangelegtes Werk
in die Welt tritt, das mit dem Namen Darmſtadt wenig=
ſtens
inſoweit verknüpft iſt, daß ſein Herausgeber Darm=
ſtädter
iſt. Und es fügt ſich ſchön, daß er auch mit dem
erſten Begründer der Darmſtädter theologiſchen Schrift=
ſtellerei
in nahen verwandtſchaftlichen Beziehungen ſteht:
er iſt deſſen Urenkel. Ich meine die in der Ueberſchrift
genannte Sammlung, die unter Leitung des hieſigen Hof=
bibliothekars
Liz. Guſtav Pfannmüller heraus=
gegeben
wird und im proteſtantiſchen Schriftenvertrieb
Berlin=Schöneberg erſcheint. Es handelt ſich dabei um
ein ebenſo zeitgemäßes, wie großangelegtes Werk. Un=
ſere
Sammlung, heißt es in der Voranzeige, ſtellt ſich
die Aufgabe, den religiös intereſſierten Menſchen unſerer
Zeit mit dem Innenleben der wahrhaft ſchöpferiſchen
eligiöſen Genien aller Religionen, insbeſondere der
chriſtlichen Religion, bekannt zu machen. Dies ſoll aber
nicht auf dem Wege biographiſcher Darſtellung geſchehen,
vielmehr ſollen die Heroen der Religion ſelbſt in ihren
eigenen Worten und Werken zu uns ſprechen, und an
ihrem unerſchöpflichen Innenleben ſoll ſich unſer eigenes
religiöſes Leben entzünden und nähren. Neben den
Klaſſikern der Religion ſoll die Religion
der Klaſſiker zur Darſtellung und lebendigen An=
ſchauung
kommen. Den Umfang des Werkes erkennt
man am beſten daran, daß bis jetzt die Herausgabe von
60 Bänden Klaſſiker der Religion und 40 Bänden Re=
ligion
der Klaſſiker in Ausſicht genommen iſt und für
ſie Bearbeiter gewonnen ſind, unter denen ſich die erſten
Vertreter der theologiſchen und Religionswiſſenſchaft in
Deutſchland finden.
Von der Sammlung Die Klaſſiker der Religion.
ſind bis jetzt drei Bände (1. Jeſus, von Prof. D. Dr
Heinrich Weinel in Jena; 2. Der katholiſche
Modernismus, von Prof. Dr. Joſeph
Schnitzer; 3. Johann Arndt, von Liz. Wilhelm
Koepp), von der Sammlung Die Religion der Klaſſi=
ker
ein Band (Giordano Bruno, von Prof. Dr.
Kuhlenbeck) erſchienen. Es kann hier nicht unſere
Aufgabe ſein, dieſe Bände eingehend zu beſprechen. Das
Buch von Weinel: Jeſus, halte ich obwohl ich in ein=
zelnen
Punkten abweichende Anſichten vertrete für
ganz ausgezeichnet, und zwar wegen der eigenartigen
Zuſammenſtellung des in den Evangelien uns dargebo=
tenen
Stoffes und der meiſt äußerſt treffenden Ueber=
ſchriften
. Wer dies Buch, auch als ſchlichter Laie, ſtudiert
wird viel von ihm haben. Auf gleiche Stufe mit Wei=
nels
Arbeit ſtelle ich das Buch Schnitzers über den katho=
liſchen
Mordernismus. Inſonderheit dem evangeliſchen
Chriſten, der ſich über die Ideenwelt der Vertreter eines
wie ſie ihn nennen modernen Katholizismus ver=
gewiſſern
will, gibt das Buch durch geſchickt gewählte
Auszüge aus den Schriften der Hauptvertreter des deut=
ſchen
, franzöſiſchen, italieniſchen und engliſchen Moder=
nismus
und nicht zum wenigſten durch die gute Einleit=
ung
Schnitzers Gelegenheit, in Kürze ſich mit den Pro=
blemen
, mit denen man ſich im Lager der Moderniſten
befaßt, und den Löſungen, die ſie finden, vertraut zu
machen. Weniger gelungen iſt Koepps Buch über Arndt.
Es liegt das zum Teil am Stoff, aber auch an der Aus=
wahl
, die mitunter nicht ganz glücklich iſt. Doch iſt auch
dieſe Schrift geeignet, uns einem Klaſſiker der Religion
näher zu bringen, dem Deutſchland und vor allem unſer
Heſſen unendlich viel Segen verdankt man denke nur
an Arndts Paradiesgärtlein und ſeine Bücher vom wah=
ren
Chriſtentum, aus denen die ſchönſten Stellen mitge=
teilt
werden. Sehr dankbar muß man für den erſten Band
der Religion der Klaſſiker ſein, der uns mit den religiö=
ſen
Anſchauungen Giordano Brunos bekannt macht. Das
Buch, das aus der Feder wohl des beſten Kenners der
Werke Brunos ſtammt, iſt geeignet, die verſchrobenen und
abenteuerlichen Anſchauungen, die ſich heutzutage viele
Brunoſchwärmer von der Ideenwelt des großen Italie=
ners
machen, in ihrer ganzen Grundloſigkeit zu enthüllen
und an ihre Stelle ein gerechtes geſchichtliches Urteil zu
ſetzen.
Und nun noch eines! Was koſten die Bücher? Sie
ſind auf Maſſenverbreitung berechnet und deshalb ſehr

billig. Der Band koſtet broſchiert 1 Mk. 50 Pfg., gebunden
Mark. Dabei iſt zu beachten, daß außer dem kleineren
Buch Kuhlenbecks ſämtliche Bände, die bis jetzt erſchienen
ſind, zwiſchen 150 und 220 Seiten umfaſſen. Wir wün=
ſchen
der Sammlung oder doch wenigſtens allen einzelnen
Bänden, daß ſie ihren Weg in viele Häuſer finden, damit
man übers Jahr von ihnen nicht nur ſagen kann was
heute ſchon gilt gut und billig, ſondern auch: in alle
14
Welt verbreitet
Diehl.

Der Balkankrieg.

Die neue türkiſche Regierung.
* Konſtantinopel, 27. Jan. Der Miniſter=
rat
iſt heute nachmittag zuſammengetreten, um neuer=
dings
den Entwurf zu einer Antwortnote der Pforte
zu beraten, die den Botſchaftern morgen oder über=
morgen
übermittelt werden ſoll. Ein Jrade gibt die
Ernennung des Prinzen Said Halim zum Miniſter
des Aeußern bekannt. Die Mehrzahl der verhaf=
teten
Perſonen iſt freigelaſſen worden.
Ikdam und
Jeni Gazetta werden morgen wieder erſcheinen.
Großweſir Mahmud Schefket erklärte, die tür=
kiſche
Antwortnote werde deutlich und beſtimmt
ſein, möge geſchehen, was wolle.
* Konſtantinopel, 28. Jan. Der zweite Kam=
merherr
des Sultans, Reſchid Bey, wurde freige=
laſſen
. Er ſoll ſich jetzt unter engliſchem Schutze befin=
den
. Mehrere Anhänger des früheren Kabinetts, dar=
unter
der Sohn des früheren Scheich ül Islam, Mukhtar
Bey, flüchteten an Bord eines ruſſiſchen Dampfers.
Auch dem Sohn des geweſenen Großweſirs, Kiamil Said,
ſoll es gelungen ſein, zu flüchten.
Die rumäniſch=bulgariſche Frage.
* London, 27. Jan. Wie das Reuter=Bureau er=
fährt
, ſind die Beſprechungen zwiſchen Danew und dem
rumäniſchen Geſandten Miſchu heute vormittag wie=
der
aufgenommen worden und werden nach einer aus
rumäniſchen Kreiſen ſtammenden Mitteilung in freund=
ſchaftlicher
Weiſe fortgeſetzt. In rumäniſchen Kreiſen
wird in Abrede geſtellt, daß Rumänien bei der vorge=
ſchlagenen
Aenderung der Dobrudſchagrenze Baltſchik und
Siliſtria beanſprucht.
* Wien, 28. Jan. Zu der rumäniſch= bul=
gariſchen
Frage ſchreibt die Reichspoſt: Maß=
gebende
bulgariſche Kreiſe ſcheinen bereit, den Wünſchen
Rumäniens unter der Vorausſetzung zu entſprechen, daß
Rumänien aktiven Anteil an den Kriegsoperationen
nimmt, wenn es zur Wiederaufnahme des Krieges mit
der Türkei kommen ſollte. Der vorgeſtrige rumäuiſche
Kronrat ſoll ſich, wie wir erfahren, mit dieſer Möglich=
keit
befaßt haben. Bereits vor Ausbruch des Krieges
richtete Bulgarien an Rumänien die Aufforderung zu
gemeinſamem Vorgehen. Dieſe Aufforderung wurde aber
von der rumäniſchen Regierung abgelehnt. Heute ſoll
man jedoch auch dieſe Möglichkeit ernſtlich ins Auge ge=
faßt
haben.
Die Balkandelegierten.
* London, 27. Jan. Das Reuterſche Bureau
erfährt, daß Oberſt Joſtoff, der militäriſche Ratgeber der
bulgariſchen Miſſion, morgen London verläßt, um ſich
nach Tſchataldſcha zu begeben. Die bulgariſchen
Delegierten erklärten, die ſerbiſche Miſſion gäbe
morgen, die bulgariſche am Mittwoch und die griechiſche
Donnerstag ein Frühſtück zu Ehren der anderen Balkan=
delegierten
Dieſe Veranſtaltungen bezeichneten das Ende
des Aufenthalts der Delegierten in London. Dr.
Danew frühſtückte heute nach ſeiner Konferenz mit dem
rumäniſchen Geſandten Miſchu bei dem öſterreichiſchen
Botſchafter.
Letzte Nachrichten.
HB. Petersburg, 28. Jan. Obwohl man hier
beſtimmt damit rechnen muß, daß die für heute oder mor=
gen
zu erwartende Antwort der Pforte an die
Mächte ablehnend ausfallen wird, bemerkt man in
Petersburger diplomatiſchen Kreiſen keine Beunru=
higung
. Man iſt hier überzeugt, daß die neue Regier=
ung
ſehr bald Friedensſehnſucht zeigen wird, da ſie ſich
in den größten finanziellen Schwierigkeiten befindet, aus
denen ihr vor dem Friedensſchluß niemand helfen wird.
Ferner vertritt man hier den Standpunkt, daß jedes tür=
kiſche
Kabinett, wie immer es zuſammengeſetzt ſein möge,
ſich durch die inneren Verhältniſſe ſehr bald zum Frie=
densſchluß
gezwungen ſehen wird, falls nicht außer=
gewöhnliche
Umſtände eintreten ſollten.
HB. Konſtantinopel, 28. Jan. Der geſtrige
Miniſterrat hat den Text der Antwortnote auf die Kollek=
tivnote
der Mächte, welche bereits heute oder morgen den
Botſchaftern überreicht werden ſoll, endgültig fertig=
geſtellt
.

Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)

Berlin, 28. Jan. Ueber das Befinden des
Prinzen Adalbert wird folgendes Bulletin ver=
öffentlicht
: Bei gutem Allgemeinbefinden iſt der Prinz
andauernd beſchwerdefrei. Heute morgen betrug die Tem=
peratur
36,3, der Puls 66. Ueber den Lungen liegen noch
leichte katarrhaliſche Erſcheinungen.
* Berlin, 28. Jan. Zu der zuerſt in der Berliner
Morgenpoſt vom 22. ds. erſchienenen Meldung aus Ber=
lin
, daß im Allgemeinen Deutſchen Mietver=
ſicherungsverein
in Berlin ein Defizit von
252000 Mark entſtanden iſt, ſo daß von den Mitgliedern
ein Nachſchuß von 100 Prozent verlangt wird, iſt noch
mitzuteilen, daß die Meldung ſich auf den Allgemeinen
Deutſchen Mietverſicherungsverein Berlin, nicht auf den
Allgemeinen Deutſchen Verſicherungsverein Stuttgart,
A.=G., bezieht.
* Sangershauſen, 28. Jan. Geſtern abend kurz vor
Mitternacht fuhren auf der Strecke Sangershauſen=Güſten
zwiſchen Blankenheim und Hergisdorf vier Wagen des
Rangierzuges 6752 durch Reißen einer Kuppelung
dem ausfahrenden Güterzug Nr. 6783 in die Flanke.
Der heftige Anprall brachte mehrere Wagen zur Ent=
gleiſung
. Der Schaffner Raaſe von hier wurde, der
Sangershauſer Zeitung zufolge, getötet, das übrige
Perſonal blieb unverletzt. Ein Gleis wurde bereits
heute morgen wieder dem Verkehr übergeben. Der Hett=
ſtedter
Zeitung zufolge wurde auch der Zugführer Nagel
verletzt
* Wien, 28. Jan. Im Abgeordnetenhauſe
hielt Präſident Sylveſter einen vom Hauſe ſtehend ange=
hörten
Nachruf für den verſtorbenen Erzherzog Rai=
ner
, der als Präſident des ſtändigen Reichsrats und
erſter konſtitutioneller Miniſterpräſident an der Wiege der
Verfaſſung geſtanden hat. Der Verſtorbene habe ſtets ein

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.

Nummer 24.

vorurteilsloſes Verſtändnis und reges Intereſſe für die
Forderungen des demokratiſchen Zeitalters bekundet.
Dieſelbe Hingebung, die er bei der Leitung der Staats=
geſchäfte
zeigte, habe er weiterhin der Erfüllung ſeiner
hohen militäriſchen Funktionen gewidmet. Bei ſeiner
Betätigung auf dem Gebiete von Kunſt und Wiſſenſchaft,
wozu ihn ſeine vornehmen Neigungen führten, als
Kurator der Akademie der Wiſſenſchaften und in zahl=
reichen
Ehrenſtellen, die er nicht nur dem Namen nach
verſah, habe Rainer ſich als munifizenter Förderer und
überzeugter Anhänger aller bildungsfreundlichen Be=
ſtrebungen
erwieſen. Seiner Herzensgüte habe im Ver=
ein
mit ſeiner erlauchten Lebensgefährtin die unabläſſig
geübte Fürſorge für die Armen und Bedrängten ent=
ſprochen
. Der Hingang dieſes wahrhaft hochſinnigen
Prinzen von ſo ſchlichtem Gehaben und echt menſchlicher
Geſinnung hülle ganz Oeſterreich in tiefen Schmerz. Dar=
auf
wurde zum Zeichen der Trauer die Sitzung auf=
gehoben
. Die nächſte Sitzung wurde auf 12 Uhr mittags
anberaumt.
* Paris, 28. Jan. Im Miniſterrat wurde ein
Amneſtieprojekt in großen Zügen angenommen,
das in ſehr weitem Umfang auf wegen politiſcher, Preß=
delikte
, Verſtöße gegen das Verſammlungsgeſetz und
Streikvergehen Verurteilte Anwendung finden ſoll.

HB. Berlin, 28. Jan. Der Miniſter für öffentliche
Arbeiten hat angeordnet, daß von nun ab alle Eiſen=
bahn
=Perſonenwagen und auch die den Per=
ſonenzügen
beigegebenen Gepäckwagen eine einheitliche
grüne Farbe erhalten ſollen. Die neuen Wagen werden
ofort, die bereits in Betrieb befindlichen bei der Revi=
ſion
dieſen grünen Anſtrich erhalten. Die einzelnen
Klaſſen werden dann nur noch äußerlich durch Email=
tafeln
mit arabiſchen Ziffern zu unterſcheiden ſein. Die
Güterzugwagen behalten die rote Farbe.
Zwickau, 28. Jan. Auf der König=Albert=Hütte
bei Lichtentanne brach die Welle eines Transport=
wagens
, der mit flüſſigem Eiſen gefüllt war. Von der
ausfließenden glühenden Maſſe wurden acht Perſonen
ſchwer verletzt, darunter einige lebensgefährlich.
(Schluß des redaktionellen Teils.)

Für Erholungsbedürftige und leichtere
Jommer, und
Kranke. Winter besucht. 9
Vo
Kuranstalt Hofheim I. T.
Velven ½ Stunde von Frankfurt a. M.
Prospekte durch Dr. Schulze-Kahleyss, Nervenarzt.

Frauer-Kostüme anterigung nach Mase i. u u=
Trauer-Kleider: 1 .. .. .. innerhalb 24 Stunden.
Trauer-Mäntel:
Trauer-Blusen
(2626a
Trauer-Röcke
Trauer-Hüte:CarlSchürmann &Co
in stets groß. Auswahl. Ecke Elisabethen- u. Wilhelminenstrasse.

Die Ststugniose Jer

Möbel=Fabrik
Gg. Ehrhardt & Söhne
Weckstattenu n
a Darmſtadt a
erwerben sich durch Me Weckmassigen schönen
Formen, die Zuke de, Makerial, und der Arben,
mmer neut Jreundt. ne weiden ge-
beken
, Die sandige Aussellung von Muskerwoh-
nungen
Felobergskt. 36 zu beoichligen und koslen-
lose
Dusendung des neuen Albums Wohnlicke
Innenraume zu verlangen. 1989a

Mein Saison-Ausverkauf
beginnt am 27. Januar und
endigt am 3. Februar
(2625a
Friedrich Warnecke, Darmstadt
Rheinstrasse 1 . Rheinstrasse 1
Tuch-, Manufaktur- und Modewaren
Weisswaren, Wäsche-Ausstattungen.

Darm-L. städter
Grafenstr. 12 Kino Grafenstr. 12
Kunst-Lichtspiele.
Ab heute Hauptschlager:
Die Maske
der
(
Schönheit!

Die ausserordentlich spannende Handlung, das
vortreffliche Spiel der Hauptdarsteller, stempeln
diesen zum besten seiner Gattung.
Anschliessend:
2597
erstklass. Schlagerprogramm.
Vorzugskarten wie Dutzendbillets
an der Kasse.

Seit nunmehr 45 Jahren bringt die Firma Carl
Retter, München, ihr Haarwaſſer auf den
Markt, das ſich als Erſatz für Oele und Pomaden und
als wirkſames Mittel gegen Schuppenbildung und Haar=
ausfall
bewährt hat. Es iſt zum Preiſe von 40 Pfg.
die Probeflaſche und 1,10 Mk. die große Flaſche zu be=
ziehen
. (Näheres ſiehe Anzeige.)
Ein prattiſcher Vorſchlag. In zuhlreichen Familien
muß bei der gegenwärtigen Teuerung der Fleiſch=
genuß
leider öfters eingeſchränkt werden. Zur Her=
tellung
der täglichen Suppe verwenden viele Hausfrauen
ſchon längſt die überall beliebten Maggi’s Suppen
würfel. Sie wiſſen aber wahrſcheinlich noch nicht, daß
dieſe auch vorteilhaft zur Herſtellung von ſchmackhaften
und dabei billigen Frikandellen, Koteletts uſw. ge=
braucht
werden können. Man verfahre einmal nach folgen=
dem
Rezept: Ein Würfel von Maggi’s Erbs=Suppe wird
ein zerdrückt, mit 100 Gramm Grieß vermiſcht, in ½ Liter
Waſſer gut verrührt und auf tleinem Feuer, unter be=
ſtändigem
Umrühren, ca 2) Minuten zu ſteifem Brei
gekocht. Nachdem der Brei abgekühlt iſt, mengt man
2 Eßlöffel geriebenes Weißbrot und 1 Ei darunter, ſchmeckt
mit einigen Tropfen Maggi’s Würze ab, formt die Maſſe
nach Belieben zu Frikandellen, Koteletts oder Würſtchen
und brät ſie in gutem Bratfett von allen Seiten ſchön
knuſprig. Man wird von dem fleiſchähnlichen Ge=
ſchmack
überraſcht ſein.

Aus dem Geſchäftsleben.

Man ſchreibt uns: Der echte Mulcuto raſiert
ſanft und iſt auch von Anfängern im Selbſtraſieren ge=
fahrlos
und leicht zu handhaben. Die handhohlge=
ſchl
ffenen Raſierklingen ſind jahraus, jahrein brauchbar
und werden, wenn ſtumpf geworden, gratis wieder ge=
ſchärft
Durch dieſen Vorteil ſind die Raſierklingen einer
ſtändigen, koſtenloſen Kontrolle unterworfen und kann
die Fabrik für ſtets haarſcharfe Klingen und wirklich
dauernde Gebrauchsfähigkeit volle Garantie übernehmen.
Jeder Apparat wird 30 Tage zur Probe verſandt. Ver=
angen
Sie ſofort per Poſtkarte einen Apparat. Ver=
ſand
täglich durch die alleinigen Fabrikanten: Mul=
cuto
=Schnell=Raſierapparat Fabrik Paul
Müller & Co., Solingen, Hammerwerk und Hohl=
ſchleiferei
. Wiederverkäufer geſucht.

Dampfernachrichten.

Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: Anglo Saxon 23. Jan. 12 Uhr 45 Min.
mittags von Philadelphia nach Hamburg. Hamburg
von New=York nach Neapel und Genua, 23. Jan. 12 Uhr
mittags von Algier. Kaiſerin Auguſte Victoria 23. Jan.
11 Uhr 30 Min. morgens von New=York über Cher=
bourg
und Southampton nach Hamburg. Patricia‟,
von New=York kommend, 24. Jan. 5 Uhr 20 Min.
morgens auf der Elbe. Aſſyria 25. Jan. von Horta
nach Hambuag. Batavia 25. Jan. von Baltimore
nach Hamburg. Graf Walderſee, von Philadelphia
und New=York kommend, 27. Jan. 6 Uhr 20 Min.
morgens auf der Eibe. Hamburg von New=York,
26. Jan. 3 Uhr nachm. in Genua. Pennſylvania
26. Jan. 6 Uhr 15 Min. abends in New=York. Prinz
Oskar 25. Jan. 10 Uhr 45 Min. morgens in Phila=
delphia
. Verſchiedene Fahrten: Kronprinzeſſin
Cecilie 23. Jan. 10 Uhr 15 Min. morgens von New=
orleans
nach dem Panama=Kanal. Moltke dritte
Weſtindienfahrt, 23. Jan. 5 Uhr nachm. von New=York.
Victoria Luiſe, zweite Weſtindienfahrt, 23. Jan. in
San Juan. Cleveland erſte Weltreiſe, 25. Jan. 7 Uhr
morgens von Honolulu nach San Francisco.
Familiennachrichten.

Nach kurzer, ſchwerer Krankheit wurde
uns unſer lieber, unvergeßlicher
Herr
Leopold Sender
heute durch den Tod entriſſen.
Darmſtadt, Frankfurt a. M. u. Hamburg,
den 28. Januar 1913.
Die trauernden Hinterbliebenen.

Die Beerdigung findet ſtatt: Mittwoch, den
29. Januar 1913, nachmittags 3½ Uhr, vom
Sterbehauſe, Saalbauſtraße 7. (2879

Danksagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
während der ſchweren Krankheit und bei dem
Heimgange unſeres unvergeßlichen Gatten und
Vaters, ſowie für die zahlreichen Blumenſpenden
ſprechen wir hiermit allen treuen Freunden unſeren
innigſten Dank aus.
Insbeſondere danken wir dem Herrn Pfarrer
Rückert für ſeine troſtreichen Worte und den
Herren Militär=Beamten der Garniſon Darm=
ſtadt
für die letzte Ehre, die ſie unſerem teueren
Entſchlafenen erzeigt haben.
(B2834
In tiefſter Trauer:
Frau Eva Grünig, Witwe,
Maria Margarete Grünig.
Darmſtadt, den 28. Januar 1913.

Freunden und Bekannten die ſchmerzliche
Mitteilung von dem Hinſcheiden unſerer lieben
Schweſter, Schwägerin und Tante (*2567
Ataue wainzer.
Im Namen der trauernd Hinterbliebenen:
Geschwister Mainzer,
Kaſinoſtraße 12, II.
Darmſtadt, Frankfurt a. M., Bad= Hom=
burg
, den 28. Januar 1913.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 29. Jan.,
nachmittags 3 Uhr, vom Portale des Fried=
hofes
der Israelitiſchen Religions=Geſellſchaft
aus, ſtatt.

Gott dem Herrn hat es gefallen, unſere
liebe, gute Mutter, Schweſter, Schwägerin,
Nichte und Tante
(2875
Frau
Louise Sauerwald
geb. Molitor
nach kurzer Krankheit, verſehen mit den hl.
Sterbeſakramenten, heute morgen 4 Uhr zu
ſich abzuberufen.
Darmſtadt, Colmar, Straßburg,
den 28. Januar 1913.
Zugleich im Namen der anderen Hinterbliebenen:
Mathilde Sauerwald,
Hugo Molitor, Oberlandesgerichtspräſident.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den
30. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Fried=
hofskapelle
aus, ſtatt.
Trauergottesdienſt in der Ludwigskirche am
Freitag, den 31. Januar, vormittags 9 Uhr.

Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Mitteilung.)
Heute morgen 5½ Uhr entſchlief ſanft
nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden
unſere liebe, gute Mutter, Großmutter und
Schwiegermutter
(2831
Frau Dorothee Hild
im 64. Lebensjahre.
Die trauernd Hinterbliebenen:
Familie Heinrich Hartmann,
K. Dechert.
Darmſtadt, den 28. Januar 1913.
Lindenhofſtraße 9.
Die Beerdigung findet ſtatt: Donnerstag, den
30. Januar, nachmittags 3½ Uhr, von der
Friedhofskapelle aus.

Danksagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme, die uns bei dem Hin=
ſcheiden
unſerer lieben Tochter und
Schweſter zuteil wurden, ſagen wir
unſeren aufrichtigſten Dank.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Frau Prof. Dr. Lips.
(B2777

Für die vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme beim Heimgang meines ge=
liebten
Gatten, unſeres treuſorgenden
Vaters, ſowie für die zahlreichen Blu=
menſpenden
ſagen tiefempfundenen Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen:
*2514)
Familie Friedrich.
Eberſtadt b. Darmſtadt, 27. Jan. 1913.

[ ][  ][ ]

Nummer 24.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.

Seite 7.

Statt jeder besonderen Anzeige.
Gestern mittag verschied infolge eines Herzschlages unsere liebe, gute
Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Tante und Schwägerin
Tau Elisaberk Kaffer
geb. Schneider
nach kaum vollendetem 63. Lebensjahre.
Um stille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen,
in deren Namen:
K. Müller, Architekt,
Dipl.-Ing.
Darmstadt (Mathildenstrasse 55), Bern, Auerbach, München,
den 28. Januar 1913.
Die Feuerbestattung findet in aller Stille in Mainz statt. Von Kondolenzbesuchen bittet man
absehen zu wollen.
(2866

Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.

Das Hochdruckgebiet im Nordoſten hat ſich weiter ver=
ſtärkt
und beherrſcht jetzt unſere Witterung vollſtändig, ſo
daß wir vielfach heiteres und trockenes, mäßig kaltes Wet=

ter haben. Die Depreſſion im Weſten dürfte uns nur
wenig beeinfluſſen; wir hätten alſo mit Fortdauer des
trockenen Froſtwetters zu rechnen.
Vorausſichtliche Witterung am Mittwoch, 29. Jan.:
Etwas Bewölkung und Dunſt, trocken, kalt, leichte Nord=
oſtwinde
.

Schnebericht.

Schierke, 27. Jan., morgens 8 Uhr. 4 Grad
Kälte, 30 Zentimeter Schnee; im Brockengebiet mehr
Schnee, Sonnenſchein, alle Sportgelegenheit möglich.
Alles im Betrieb.
1., 2., 3. Februar Derby=Bobſleigh=
Rennen, Rodel= und Skeleton=Rennen. Meiſterſchaft am
9. Februar.

Tagestialender.

Großh. Hoftheater (Ab. B), Anfang 7 Uhr: Wenn
ich König wäre‟.
Vorſtellung um 8½ Uhr im Orpheum.
Familienabend des Kirchengeſangvereins der Jo=
hannesgemeinde
um 8 Uhr im Fürſtenſaal
Spielabend des Schachklubs um 8 Uhr im Reſtau=
rant
Kaiſerſaal.
Konzect um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Reſidenztheater (am weißen Turm): Vorſtellungen
von 411 Uhr.
Olympia=Theater, Rheinſtr. 2, 1. Etage:
Vorſtellungen von 411 Uhr.
American=Bio beim Bismarckdenkmal. Vor=
ſtellungen
von 311 Uhr täglich.
Uniontheater (Kunſtlichtſpiele), Rheinſtraße 6.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23): Admi=
ral
von Hollmann f; Dr. Martin Rücker Freiherr von
Jeniſch; das neue franzöſiſche Kabinett; die Mönchs=
republik
am Berge Athos; Trauerfeier für den Prinz=
Regenten Luitpold in der Sixtiniſchen Kapelle in Rom.

Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 30. Januar.

Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr
Rundeturmſtraße 16.
Jagdverpachtung um 3 Uhr auf der Bürger=
meiſterei
Eberſtadt.
Patentſchriften=Auslegeſtelle in der Gewerbe=
Bibliothek, Neckarſtr. 3. Zeit der Benutzung: an allen
Wochentagen von 1012½ u. 35½ Uhr (Samstag=
Mittag ausgenommen).

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

Gebr. Rorfschiag

2 Markt 2

Inveitur-Ausverkauf

in allen Abteilungen

Ende unseres Inventur-Ausverkaufs
Samstug, den I. Febraur.
Nur noch bis dahin gewähren wir
auf alle nicht reduzierten Waren

Extra-
e

0 Rabatt!

Gratistage.
Der vielen Nachfragen wegen geben wir Jedem, der sich in der Zeit
vom 29. Januar bis 24. Februar
bei uns eine Aufnahme bestellt, ohne irgend eine Bedingung, wie Kaufzwang von Rahmen usw.

aaz unsolse
Eine Vergrösserung seines eigenen Bildes (einschl. Karton 30-36 cm)

Trotz der billigen Preise Garantie
für Haltbarkeit der Bilder.

Fasellng-Samstag. Montag unt Dienstag et
das Atelier bis 9 Uhr abends ununterbrochen
geöffnet. Aufnahmen nach 9 Uhr abends bittet
man vorher gefl. anzumelden.

G
geschw.
Dtrausb

vis-ä-vis dem alten Palais
Telephen No. 1184 3 Wilheiminenstl. 3 vens7 Uhr.
Aufnahmen bei jeder Witterung, auch bei trübem und regnerischem Wetter.

Werktags geöffnet

[ ][  ][ ]

Kunstlichtspiele
Rheinstr. 6 Tel. 2170
bringt heute vollständig neues, auserwähltes
und erstklassiges

Drama in 2 Akten.

Das Theater bietet Künstler-Konzert, ist
hygienisch der Neuzeit entsprechend ein-
gerichtet
und bestens ventiliert.

Preise der Plätze:
30, 50, 80 Pfg., 1., 1.50.

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.

Nummer 24.

Mozart-Verein.

Samstag, den 8. Februar 1913:
GROssEs

uskenltest

in sämtlichen glänzend dekorierten
Räumen des SAALBAUES‟.
Ueber die Ausgabe von Gastarten erloigt
im Laufe der nächsten Woche nähere Mitteilung.

Anmeldungen zur Mitgliedschaft finden
noch vor dem Feste Priedigung, wenn solchs
spätestens bis zum 5. Februar an die Post-
adresse
: Vorstand des Mozart-Vereins‟
eingereicht werden.
(2842

Vereins-Auskunftsstelle in der Hof-Buch-
und Kunsthandlung von Müller & Rühle,
Elisabethenstrasse 5.

e
N
Turngesellschaft Darmstadt.
Samstag, den 1. Februar 1913, abends 8 Uhr 11 Minuten
K
K im feenhaft dekorierten Festsaale unseres Turnhauses, Dieburgerstr. 26.
N 6
Grosser Elite-Gala-
D
l.
e

Ne
Maskenball


4

11 Uhr Originalaufführung: Esmeralda im Zigennerlager.

Eintrittskarten im Vorverkauf: Herren à Mk. 1., Damen à 50 Pfg. bei den
Herren Jean Stichel, Schulstr. 1, Peter Fuchs, Restaurateur, Dieburgerstr. 26, Friedr.
Marguth, Schillerplatz 7, Eing. Gr.Ochseng., Wilh. Ackermann, Liebfrauenstr. 47,
Gg. Wilhelm, Arheilgerstr. 50 und Friseur Wagner, Gr. Ochsengasse 39. Abends
an der Kasse: Herren à Mk. 1.50, Damen à Mk. 1.. Eintrittskarten für Mitglieder
à 50 Pfg. einschliesslich einer Damenkarte nur bei Herrn Karl Schmidt, Heinheimerstr. 27.
Die Nachfeier findet Sonntag, den 2. Februar 1913 in Rossdorf, bei Restaurateur
(2578sm
Krämer statt.

ſen augeſerinete, Aeeheierante, wies Eineine
Damen-Masken-Kostüme,
Herren- u. Damen-Dominos Immer noch die erstklas-
in
grosser Auswahl zu verleih. Mahanfertigung. Leihweise. sigen Schlager, nicht in
Maskengarderobe
Mühlstr. 40, I. u. 42, pt.
e für bamen : J. & A. Stern nächst rarnhall. 1924a

npia

(Kunstlichtspiele)
-Thedter unr Rheinstr. 2

Worten, sondern in Bildern.
Neuestes Programm ab
Dienstag, den 28. Januar:
Leben
oder Tod!
Ein tieferschütterndes Le-
bensbild
der FilmfabrikGau-
mont
in 9 Alten.

weiß. Turm
ile
E9
Schlager auf Schlager!
NEUEs PROGRAMM
Nordischer Kunstfilm

Elyn Liebesbriefe.
Famose amerik. Komälie,
Lund- u. Wasserherr. ich-
Reiten. Ausgesnehte Tatur.
schönheiten.

ich bin der Dr. Eisen-
bart
. Aumor

Im Fuppenreich-
Raizenie Komice

Das Warnungssign 1.
Prama. Wheim
u Voranzeige: Lineoln.
Serie III: Die Dame in
Schwarz‟ (mit Marg=
Fugga), ab 1. Februar 1913.

Enſcht mene=

der Liebling der Damen, in einer dankbaren Rolle:
Eine
Vollarprinz
S
Lustspiel in 3 Akten
(2841
von der Nordischen Filmkompanie.
Herrliche Bilder, feines Spiel
und beste Ausstattung!

Kaffeestube
per Taſſe prima Kaffee
15 Pfennig.
Ed. Türtmann
Grafenſtraße 19. (712a

Konditorel u. Café
Spezialität:
80½
Baum- 2235
3.
Se
kuchen
Felix Hecker
Soderstrasse 2. Am Kapellplatz.
Telephon 122. (1761a

(975

MHasken-Rostume
für Herren und Damen
in großer Auswahl, von den einfachſten bis
* (1424a
eleganteſten Neuheiten
Dominos in großer Auswahl
empfiehlt die Verleihanſtalt von
A. Getrost, Rheinſtr. 5
Gehrock, Frack und Smoking zu verleihen.

Tüchtige Wirtsleute
für altbeſtehendes Lokal im Herz.
d. Stadt. b. beſonders günſtigen
Beding. von Großbrauerei ſofort
geſucht. Anerbieten unter C 34
an die Expedition.
(B2802

Verkauf.
Ein ſehr gediegener neuer mo=
derner
Haushalt, 6 Zim. u. Küche,
wegen Abreiſe billig zu verk. Gebe
auch einz. Zimmer ab. Zu beſicht. v.
36 Uhr. Wohn. eig. ſich gut zum
ie Erv. (*24a

SRamna-Foten

Fasiancheantag ul eastnachltewplang
findet in den festlich geschmückten
und
Parterresdien den Oberen Kaumen


broßer KarnevalmitBal

statt. Konzert u. Ballmusik ausgeführt von 4 Kapellen vom Leibgarde- (2862ms
Infanterie-Regiment Nr. 115 und vom Grossherz. Artillerie-Korps.
Eintrittskarten pro Person Mk. 1. und Passepartouts für Sonntag und Dienstag Mk. 1.50 erhältlich bei- Portier des Hotels.
In den Parterreräumen Soupers à 3 Mk. Bestellungen von Tischen und Soupers frühzeitig erbeten. Aufang 7 Uhr.

[ ][  ][ ]

2838ms)

Turnhalle Wooosplatz.
Fastnachtsonntag, den 2. Februar, abends 8 Uhr 11 Min.:
II. grosses Karnevalistisches Konzert mit Tanz
ausgeführt von der
ganzen Kapelle des II. Nass. Pionier-Bataillons Nr. 25 aus Mainz, unter persönlicher Leitung Eisold.
des Obermusikmeisters Herrn
Der grosse Rat der Turngemeinde Darmstadt.
Eintritt 50 Pfg. Mitglieder der Turngemeinde erhalten Karten zum ermässigten Preise beim Hausmeister.

American
BIC
beim Bismarckdenkmal
ee
An Heute Heues
Schlager-
Programm

Karnevargesenschurr Harrhald.

Tel

Orpheumie
Letzte 2 Tage
des glänzenden
II. Januar-Programms.
Heute, Mittwoch, 29.
Morgen, Donnerstag, 30. Jan.
Freitag, 31. Januar
geschlossen.
Der

.Etwas Neues, noch nie
Gesehenes, ein Einfall von
grandios. Witz! Im ganzen
Hauseein einzigesdröhnen-
des
Gelächter!

und weitere 8 Kunstkräfte
der internat. Schaubühne

Num. Park. bei Hugo de Waal,
Rheinstrasse 14. (2878

Vorverſt u. rohe nſ. d t.

Einige

im Alter v. ca. 16 Jahren als
Statiſtinnen geſ. Zu erfr. im
Orpheum v. 121 Uhr mitt.
Tapezier= u. Polſterarbeiten
werden gut u. bill. ausgef. Roth,
Tapez., Schloßgartenſtr. 49. (*2565md
Neue und gebrauchte
Möbel aller Art
ſtaunend billig abzugeben (*2574
Wendelſtadtſtraße 2.

Samstag, I. Februar (Fastnacht-Samstag)
abends 8 Uhr 11 Minuten
in sämtlichen Räumen des Saalbaues:
Einziger grösster Gala-Elite-
Gesellschafts-
Maskenball
der Residenz.
Seit Jahrzehnten das Ereignis
der Karneval-Saison!
2 Musik-Kapellen
Feenhafte Aufmachung!
Dergrosse Rat.
Alb. Supp
Präsident.

chambres separées

Sektlauben

Ein gut erhalt. Kinderwagen,
faſt neu, bill. zu verk. (*2467mdf
Näh. Beckerſtr. 27 3. Stock links.

American
Bic
beim Blsmarckdenkmal
hh
U. A.:
Der Liebe
Mandlungen
Spannende englische
Komödie in 2 Akten.

Eintrittspreise: Für die Besucher des Bunten Abends und für frühere Zeichner zum
Zugfonds Vorzugspreis 3 Mk. nur im Vorverkauf bei R. Schneider, Feitlers Zigarrenfiliale,
Ecke Hoch- und Nieder-Ramstädterstrasse: Seb. Schmitt, Schuchardstrasse 6; L. Simon,
Grafenstrasse 15. Fremdenkarten à 5 Mk. im Vorverkauf nur Verkehrsbüro. An der
(2860
Abendkasse durchweg 6 Mk.

IV,2872,I
Ein etaſten
ſucht ält. Dame wöchentlich 1mal
Partner od. Partnerin. Off. unter
K. 710 a. d. Annoncenexpedition
von Chr. Kulimann. Wilhelminenſtr. 9.

Badewanne, weiß emailliert u.
Turnreck f. Garten z. k. geſ. Off.
m. Preis u. C 52 a. Exp. erb. (*2589

Kirſchbaum Kommode (antit),
Waſchtiſch, Paneelbrett., Gruppe
ausgeſt. Vögel, Zuchthecken bill.
zu verk. Soderſtr. 7, Htb. (*2538

Privat=Abendtiſch in beſſerem
Hauſe ge=
geſucht
. Angebote mit Preis unt.
(*2489
C 24 an die Exp.

heiraten die nieht.
bev. Sie über zukünft. Perſon
u Familie, Mitgift, üb. Verm.,
Ruf, Vorleben ꝛc. genau in=
formiert
ſind. Diskr. Spezial=
(VII112
Auskünfte überall.
Welt-Auskunftei, Globus‟
Berlin W. 35.

Wer nimmt Jagdhündin,
2 w. z. Zt. hitzig iſt, auf zirka
Woch. in gute Pflege. Off. mit
Preis u. C 16 a. d. Exp. (*2436im

Junger Geſchäftsmann, 26 J.,
wünſcht mit einem Dienſtmädchen
mit etwas Vermögen zwecks bal=
diger
Heirat bekannt zu werden.
Offerten u. C 54 a. d. Exp. (*2591

Zelbe Schweſer
des Zephoris . . Kathar. Jüttner
Iſſalim, Leibarzt
des Königs . . . Willi André
Der Großadigar . Frz. Herrmann
Erſter
. . . Fritz Lang
Zweiter) S . . . Br. Waigandt

.. . Ludw. Indorf

Großherzogl. Hoftheater
Mittwoch, den 29. Januar 1913.
108. Abonnem.=Vorſt. B 27.
Wenn ich König wäre!
Romantiſch=komiſche Oper in drei
Akten von Adolphe Adam.
Verſonen:
Moſſoul, König v.
Goa . . . . . . . . Otto Semper
Prinz Kadoor, ſein
Vetter . . . . . . . Georg Weber
. Aug. Globerger
Zephoris)Fiſcher: Karl Bernhardt
Piféar
Zizél, Küſtenauf=
ſeher
. . . . . . . . L. Schützendorf
Atar, Kriegsmin. Auguſt Kräger
Neméa, Kuſine d.
Königs . . . . . . Olga Kallenſee

Pritter
Vierter 8 B . . . Adolf Klotz
Ein Sklave . . . . Franz Geibel
Die Tänze im 2. Akt, von Helene
Thiele=Leonhardt einſtudiert, wer=
den
ausgeführt v. Sybille Huber,
Adelheid Croneberg u. den Damen
des Corps de Ballet.
Nach dem 1. u. 2. Akte je läng. Pauſe.
Kleine Preiſe:,
Proſzeniumsloge 5.10 M., Mittel=
loge
5.10 M., Balkonloge 4.60 M.,
I. Rang 4.10 M., II. Rang: 1.6.
Reihe 2.05 M., 7. u. 8. Reihe 1.65 M.,
Sperrſitz: 1.13. Reihe 3.60 M.,
14.20. Reihe 3.10 Mk., Parterre:
1.5. Reihe 2.25 M., 6.8. Reihe
1.85 M., Erſte Galerie 1.05 M.,
Zweite Galerie 0.55 M.
Anfang 7 Uhr. Ende nach 10 Uhr.
Kartenverk. v. 9½1½ u. v. 6 U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Donnerstag 30. Jan. Auß. Ab.
VI. Sonder=Vorſtellung. Alt=
Heidelberg. Anfang 8 Uhr.
Zu dieſer Vorſtellung findet
ein Kartenverkauf nicht ſtatt.
Freitag, 31. Jan. 109. Ab.=Vſt.
C 29. Die Fledermaus.
Gew. Pr. Anfang 7½ Uhr.
Faſchings=Vorſtellungen
Samstag, den 1. Februar
B 28 110. Ab.=Vorſt. B 28
Die fünf Frankfurter.
Luſtſpiel in 3 Akten v. C. Rößler.
Gew. Preiſe. Abends 7½ Uhr.
Sonntag, 2. Febr., nachm. 2½ U.
Achtzehnte Volksvorſtellung
zu ermäßigten Preiſen:
Im weissen Röss’l.
Luſtſpiel in 3 Akten von Blumen=
thal
und Kadelburg.
Der Vorverkauf zu dieſer Vor=
ſtellung
findet bis einſchl. Soms=
tag
, den 1. Febr., nur im Ver=
kehrsbüro
, Ernſt=Ludwigspl., ſtatt.
Der Verkauf der noch vorhan=
denen
Karten erfolgt an der Tages=
kaſſe
im Hoftheater am Ta e der
Vorſtellung, vorm. v. 11 Uhr ab.
Abends ½½ Uhr.
A 28 111. Ab.=Vorſt. Neu einſtud.
Prima-Ballerina.
Operette in 3 Akten von Dr. Otto
Schwarz
Montag, 3. Febr., nachm. 4½ U.
Außer Abon. Volksvorſt.=Preiſe.
Fünfte Kinder=Vorſtellung.
Neu einſtudiert:
Sneewittchen u. d. Zwerge.
Eine Komödie für Kinder in fünf
Biidern. Nach einem Märchen be=
arbeitet
von C. A. Görner.
Abends 8½ Uhr.
Außer Abon. Volksvorſt.=Preiſe.
Heiterer Faschingsabend.
(Bnnte Bühne.)
Die verehrl. Abonnenten haben
ein Vorkaufsrecht in der Art, daß
ſie ſich am Donnerstag, 30. Jan.,
nachm. von 3½5 Uhr, gegen Vor=
zeigen
ihrer Abonnementskarten
für beide Vorſtellungen am Mon=
tag
, 3. Febr. entſprechende Plätze
an der Tageskaſſe ſichern können
und zwar: am linken Schalter
für die Kindervorſtellung Snee=
wittchen
am rechten Schalter
für die Vorſtellung Heiterer Fa=
ſchingsabend‟
. Die Plätze der
Ganz=Abonn. bleiben am 30. Jan.
bis nachm. 5 Uhr aufbewahrt.
Der allgemeine Kartenverkauf zu
beiden Vorſtellungen findet Frei=
tag
, 31. Jan., ſowie an den darauf=
folgenden
Tagen vormittags zu
den üblichen Kaſſeſtunden an der
Tageskaſſe ſtatt. Auch im Ver=
kehrsbüro
werden an den gleichen
Tagen Karten ausgegeben und
zwar von 81 Uhr vormittags
und von 2½ 8 Uhr nachmittags.
Dienstag, den 4. Februar
D 27 112. Ab.=Vorſt. Neu einſt.
Die lustige Witwe.
Operette in 3 Aten von Vietor
Léon und Leo Stein.
Muſik von Franz Lehär.
Gew. Preiſe. Abends 7½ Uhr.

Donnerstag, 30. Jaquar.
Rostadrunt Ditter ME T22LSUrF2

[ ][  ][ ]

Seite 12.

darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.

Nummer 24.

Sine Kadafw Einkbraren

extra schwer verzinkt
kommt solange Vorrat

zu besonders
26 28 30 32 cm
Eimer 75, 60 90 95

Wannen
oval, auf Fuß

36

Waschtöpfe

32

34

36

en in den Verkauf:
38 40 42 44 46 cm‟

mit Beckel
1.75 1.95 2.25 2.65 2.55 3.55 3.60 3.95
48 52 56 60 65 70 75 80 85 90 95 100 cm

1.25 1.60 1.95 2.20 2.60 2.95 3.5 3.65 4.- 4.50 5.5 6.- 7.

Wir machen auf die besonders
gute Gualität
dieses Postens aufmerksam, so dass es sich
lohnt, auch für späteren Bedarf zu kaufen.

Posten
Wannen
jedes Stück
rund, 36 cm

Haus

Elisabethenstrasse
1210 am Fläche große Magazine
u. gewölbte Keller, verkäufl. durch
Girmscheid. Hochſtr. 58. (*1052mmm

Kaufe

Haus od. Villa, wenn mein ſchön
geleg. Baugelände a. d. Bergſtraße
in Zahlung gen. w. Offerten u.
A 79 an die Expedition. (B2345

Geschäftshaus
Im Martinsviertel Haus mit kl.
Werkſtatt, gr. Hof mit Toreinfahrt
unter der Taxe zu verkaufen. Off.
unter A 66 an die Exped. (B2317

in der Altſtadt
Ein kl. Haus bill. zu verkauf.
Näheres in der Expedition. (*2544

Kleines Haus Stadtteil zu

im nördlichen
kaufen geſucht. Offert. mit Preis=
angabe
ꝛc. unter C 9 an die Exp=
(*2427im
pedition ds. Bl. erb.

Wer ſein Grundſtück, Bauplatz
oder Hypothek zu verkaufen oder
zu vertauſchen beabſichtigt, wende
ſich unter Darlegung der genauen
Verhältniſſe unter R 106 an
Haasenstein & Vogler. A.-G.,
(II,2809
Mannheim.

zu kaufen geſucht.
KinO Offert. mit Preis
unter C 43 an die Exped. (*2541

Acker

im Schneppenzahl, 2700 qm, per
(723a
ſofort od. ſpät. zu verp.
Näh. Holzhof=Allee 1, Kontor.

Ebernadt. Geſchäftshaus ſehr
preiswert zu verkaufen, für
jedes Geſchäft geeignet. Näheres
in der Exp. ds. Bl.
(*2333oim

(A1.
Diuenkolonte Everſtadt
Neuerbaute Villa zum Alleinbe=
wohnen
, 9 Wohnräume, mit reich=
lichem
Zubehör, Zentralheizung,
1200 qm Garten, für den billigen
Preis von 26000 Mk. zu verkaufen
und per ſofort zu beziehen.
Auskunft erteilen
(1113a
Paul Wolf & Co., G. m. b. H.
Rheinſtraße 51.
Mehrere Hauſer
Arheilgen. mit Gärten, Gas=
und Waſſerleitung ſind zu ver=
kaufen
durch Ludwig Kilian II.,
Darmſtädterſtr. 49.
(1514a
Zu kaufen geſucht
Bangelände
in der Nähe des Hauptbahn=
hofs
. Off. an Agent. Streng,
Landwehrſtr. 19½. (*2384imd

id
Eberſtadt.
Geſchäftshaus
zu j. Geſchäft paſſ., zur Zeit Ko=
lonialw
., preiswert zu verkaufen.
Offert. unt. P. 5 poſtlagernd
Eberſtadt.
(2693a

6c 500. Mit.
1. Hypoth., zu 4 pCt. auf la Obiekt
direkt vom Geber geſ. Gefl. Off.
unt. V 45 an die Exp. (1653a

Auf ſolides Wohnhans in beſter
Lage werden 2530000 M.,
1. Hypothek, zu 4% p. 1. April
Js. ohne Vermittler geſucht,
Off. u. A 88 a. d. Exped. (*2371omf

ant kl. Zahlungs=
Werdiskontiert Wechſel?
Off. unt. C3 an die Exp. (*2382im

8000 bis 10000 Mk.m
auf prima II. Hypothek geſucht.
Off. u. U 88 an die Exp. (1427a

Hypothek (6000 Mk.)
II. geſucht. Offerten unter
T 26 an die Exp.
(*2491ms
ſ. Hypolhel v. 28 000 Mk.
auf prima Obiekt (Wohnh.), mög=
lichſt
zu 4 pCt., per Juni von
pünktl. Zinszahl. geſucht. Off. unt.
C 32 an die Exp. erb. (2778ms

1000 Mark
auf gutſtehende Hypothek z. über=
tragen
geſucht. Off. unter B 56
an die Exp. ds. Bl.
(*2473

Selbstgeber

(II5

ſucht tücht. Darlehensvermittler.
Off. beförd. Sub. A. 492 Haasenstein
& Vogler. A.-G., Strassburg i. Els.

W an 2. Stell, p. ſof.
16000 M. od. 1. April geſucht.
Off. u. C39 an die Exped. (*2550

Nürnberger Spar- und Darlchushank
e. G. m. b. H., Nürnberg, gibt an
ſolv. Leute jed. Standes (I,2557
Kredit bis Mk. 1000.

Künstl. Zähne
von Mk. 1.50 an. (2372a
Joseph’s Zahnatelier, Soderstr. 7.

autfk. Kleilerschr., Trumeaur zu
Vitrine, verk. Soderstr. 79, II. (*2257im

Verloren
am Sonntag gold. Medaillon mit
2 Photographien. Abzug. geg. Bel.
*2556) Beſſungerſtr. 45, 1. St.

Gelber deutſcher
Schäferhund
abhanden gekommen. Geg.
Belohn. abzuliefern. (*2598
Wittmannſtr. 38.

enenen e ete
Waſſerroſe, Pieretten, Soubrette,
Mohn, Veilchen, Maiblume, Zigeu=
nerin
Goldfiſch, Rumänierin, Tür=
kin
, Polin, Spanierin, Schneeball,
Großes Los, Japaneſin, Jung=
Deutſchland, Stern u. vieles mehr
billig zu verl. Domino 12 Mk. Ge=
öffnet
bis 10 Uhr abends
1565a) Ballonplatz 10, part.

(Eleg. ſchwarz. Domino (Gr. 46
für 20 Mk. zu verk. (*2572md
Schulſtraße 14, 1. St.

hübſche Maskenkoſtüme bill.
zu verl. od. zu verk. (*2569md
Schwanenſtr 7, 1. St.

K

ſindermaske (Münchner Kindl)
billig zu verkaufen
(*2568
Kiesſtraße 122, 1. St.

Maskenkoſt. (Ungar) f. Buben
2 Mk. zu verk.
2 v. 812 J., à
*2576)
Emilſtraße 17

hübſche ſ. Maskenkoſt. zu vl.
2 2562) Grafenſtr 22, part.

Eleg. Damen, ſowie Herren=
* Dominos billig zu verleihen
285mh.
Mühlſtr. 42, part.
=Masken=Anzug
Herren (Märchenprinz)
bilig zu verl. od. zu verk. (*2596
Lauteſchlägerſtr. 26, 2. St. v

Echter japan. Masken=Anzug,
ſowie einige Knabenmasken
(Clown) zu verl. oder zu verk.
*2594)
Karlſtraße 66, 3. St.

Daskenanz. (ungar. Reiter) zu
M verl. Langegaſſe 49. (*2593mf

(Dornröschen, Skla=
Masken vin ꝛc) zu verleihen

od. zu verk.

Karlſtr. 11, III. (2358a

Verſch. ſ. hübſche Damenmask.bill.
zu
Operl. Moosbergſtr. 52, III.r.(1822a

(Eleg. Damennasken: Wärfel=
ſpiel
, Winter, Waſſerroſe, Edel=
weiß
, Mignon, Carmen, Spanier,
Zigeun., Italien., Norweger., Pier=
rette
, Harlekin, Champagner, Schüt=
zenm
, u. Soubretten in Ausw. v.
2-Kan Eliſabethenſtr. 1. Stb. I. (*39a Eleg. Damendomino
zu verl., Clownanz. f. Knab. zu vk.
t*2010dom) Landgraf Georgſtr. 34, II. Damenmasken ſowie Domino
D und Elowns bill. zu verl. (2580a
Friſeur Phil. Röhm. Neckarſtr. 28. Eleg. Damen= u. Herren=
Maskenanzüge zu verleihen
Mollerſtraße 12. 1. St. (*1903msm Maskenanzäge (3 Clowns), weiß u.
blauweiß. Matroſen=Anzug zu
verl. Hochſtr. 12, 2. Stock. (2323a Lübſche Damenmask. (Zigeunerin
u. Tirolerin) zu verleihen
1804a) Liebigſtraße 12, part. Drei ſchöne Damen-Masken=
Anzüge zu verleihen.
2411a)
Heinheimerſtr. 15, II. r. Hamenmasken: Griechin,aſtriſche
Tänzerin u. Domino zu verl.
Alte Niederſtr. 25, I.
(2472a Damen=Domino zu verl. und
21 Kinder=Pierette (Seide) zu
verkaufen Mauerſtr. 28, I. (*2131sm Zeue Chansonette, Soubr. u. Domino
Nzu verl. Grafenſtr. 4, I. (2692a Hocheleg. Damenmasken
darunter neue Chanſonette,
billig zu verleihen
Gr. Kaplaneigaſſe 14, part. (2753a Jod. Pierette (Maske) zu verl.
Mziohtim) Neue Ireneſtr. 11, p. Namen=Mask., H.=Domino zu verl.
Vod. zu verk. Kiesſtr. 32. (1327a Hocheleg. ſeid. Maskenkoſt. (Kön.
O Luiſe, 1mal getr.), ſow. Tirolerin
bill. zu verl. Soderſtr. 79, I. (*2383imd Hocheleg. Mask.: goldg. Kücken,
Oneu, Soubr. Wint., Zigeunerin,
Spanierin, Vergißmeinn., Bauern=
mädch
., Winzerin, Baby u. Strand=
dame
, vier noch nicht getragen.
*2421imd) Arheilgerſtr. 4, 2. St. Jühnengard., eleg. Dam.=Mask.
V p. 3 Mk. a. z. v., 2 Bajazzo dar.
*2374oim) Gutenbergſtr. 66, III. I. Einige neue hochaparte ſeid.
Damenmasken g. daſ. auch
verſch. einf. ſ. ſchicke Koſt. bill. zu verl.
2082a) N.=Ramſtädterſtr. 49, 1. St. Fleg. ſeid. Maskenkoſt. Tee=
Roſe für ſchicke brünette
Dame, mittl. Fig., billig zu verl.
*2586mf)
Mühlſtraße 42, part.

ſehrbilagzu
Damenmaske verkaufen.

2310).

Landwehrſtr. 15, 2. Stock.

rverrenmaske, ſchw. Samtanz., bill.
z. verl. Wendelſtadtſtr. 26. (*2518mf

Zeleg. Mask.-Kostüme
(Pierette, Würfel u. Spanierin) bill.
zu verl. Landwehrſtr. 45. (*2524

Ein eleg. Damen=Maskenanzug
Carmen billig zu verl. oder
zu verf Aliceſtr. 22, part. (*2523mf

Schönes Masken=Koſt. ( Schmet=
terling
), billig zu verkaufen
Schloßgartenſtr. 5, III. rechts. (*2506

Daskenkoſtüm (Soubrette) zu
Mverl. Alexanderſtr. 9, II. (2752a

eleu. Chanſonetts (Samt mit
Seidenpliſſee) à 5 M. zu verl.
Heidelbergerſtr. 17½ 3. St. (2802a

2 eleg. Maskenkoſtüme zu ver=
leihen
Viktoriaſtr. 26, I. (*2547md

Schöne Maske (Domino) zu ver=
leihen
. Mauerſtr. 12, p. (*2548mso

3 eleg. Dam.=Mask. billig zu
verleihen Ludwiahöhſtr. 52. (B2849

2 Maskenkoſt. (Soubrette) zu
verl. Liebfrauenſtr. 35, III, I (B2846
Mge
gof (Spanierin
2 eleg. Mdskenkost. u. Spanier)
für mittl. Figur, auch einzeln zu=
verl
. Schuchardſtr. 15, III. (*2539md

2 Maskenkoſt. (Soubr.) zu verl.=
Forſtmeiſterpl. 5, Neub., I., I. (B2845
Schöner Maskenanzug billig zu
perl. Ludwigſtr. 10, I. (*2465

(Prinz, Zigeuner)
Maskenkoſt. bilig zu verl.

*2474ms)

Stiftſtr. 46, im Laden.

(Eleg. Maskenanz. (Holänderin,
Zigennerin, Italienerin zu verl.
*2477mm) Schuchardſtr. 1, 2. St. l.

Daskenanzüge (Regenbogen u.
M Pierette), wie neu, bill. zu vl.
*2480) Viktoriaſtr. 95, 3. St.

(kleg. Mask. (Spanierin u. Span,
Samt=Soubrette) billig zu verl.
*2481md) Liebfrauenſtr. 63, part.

eleg. ſeid. Maskanz. bill. z. vl.
*2456) Biumenthalſtr. 101 1. St.

astenanz. (Spanierin) f. 3 M.
M zu verk. Mathildenſtr. 17. (*33

u. Domino bill. zu
D.=Masken verleihen (2502mf
Mauerſtr. 8, 2. St. Rieſinger.

eleg. neue Damen=Masken
(Pieretten) zu verleihen (*2503
Kiesbergſtraße 53.
Damenmaske (Holländerin) bill.
zu vl. Dieburgerſtr. 42, II. (*md

Dask. (Zigeun. u. Würfelkoſt.),
M noch neu, bill. zu verl. beiGg.
Wedel, Luiſenſtr. 32, 2. St. (*2558md

[ ][  ][ ]

Nummer 24:

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.

Seite 13.

Lackbesatz, teils Goodyear Welt
früher bis 18.50 . .
. . . jetzt
Grösse 4046.

Spottbillige Schuhwaren finden Sie in meinem
Ien
verlte
.
Mein diesjähriger Inventur-Ausverkauf umfaßt größere Posten SchUH-
WAREN erstklassiger Fabrikate, welche, um damit gänzlich zu räumen,
enorm billig verkauft werden.
Auf nachstehende Preise mache besonders aufmerksam!
Herren-Knopf- und Agraffenstiefel
ledes Paar 62
2

6.75

Herren-Knopf- und Agraffenstiefel
Boxkalf und Chevreaux, teils Goodyear Welt
früher bis 18.50
. jetzt 6.75
Grösse 4046.

Knaben-Box- und Chevreaux-Stiefel
nur moderne Formen, mit und ohne Lackkappen
jetzt 3.55 bis 7.50
2051a)
Grösse 36-40.

Hausschuhe für Damen, Herren u. Kinder
zu sehr herabgesetzten Preisen.

Damen-Schnür- und Knopfstiefel
Boxkalf und Chevreaux, Goodyear Welt, mit und ohne Lackkappen,
schlanke Formen, engl., russ. und L. XV Absatz.
Mehrere hundert Paar weit unter Einkaufspreis.

Lackleder-Tanzschuhe
Grösse 35, 36, 37, 41, 42
früher bis 4.50 . . . . . . . . . . . . . . jetzt

1.50

Kinderstiefel * Schulstiefel
für Knaben und Mädchen, je nach Grösse, billigst.
Große Posten Gummischuhe
für Damen Herren
Kinder (Grösse 2230)
2. 2.50 1. 1.50

G. Jacob
Aektestes Schunhaus C

Schillerplatz 8

Telephon 277

am Schlossgraben.

Ooogoooooooboogosoosoooooooooooooo

5
C
C
6
C
G
G
G.

Infolge fortwährend vorkommender Verwechslungen meiner
Firma mit einem benachbarten Möbelgeschäfte bitte ich verehrliche
Kunden, die mein Geschäft aufzusuchen beabsichtigen, genau auf meine
Firmau. Hausnummer achten
zu wollen.
komplette

Otto Kunkel wohnungseinrichtungen

Tel. 287 nur 21/23 Grosse Ochsengasse nur 21/23 Tel. 287.

gegenüber der Brauerei Zum goldenen Anker‟;
Schaufenster!

kenntlich durch 5 grosse
(1100a

D
C
O
D
D
D

C

Goooesosooososososogoooossososoooe

50 jähriger Erfolg spricht for die Göte der
pezialitäten von
Kgl. Baz. kot.
C. D. Wunderlich, Parfömerie, Hürnberg
kl. 80 Pfg.. groß Mk. 1.40. um Haaren ein dunkies
Nußschalen-Extrakf Anschen zu goben. Garantiert unschädlich.
Ml. 80 Pfg., gr. Mkt. 140, zugleich teines kiaarsl.
Haarfärbe-Nußöl vorzüglich zur Stärkung des Wachstums der Hiaare.
kl. Mk 1.40. gr. Mk. 2.50, waschecht und garantort
Haarfärbe-Mittel unschädlich. Das Boste und Einlachste was es giht.
(odontine) vund 50 Pfg., oraf 60 Pfg., bostes Zahn=
Zahnpastd feinigungsmittel, sehr orfrischend, sparsam im Gebrauch.
Glycerin-Schwefelmilch-Seife 40 Pfg. Verbess. Teer-Seife
40 Pfg., Teer-Schwefel-Seife 50 Pfg. machen jugendtrischen Teint.
zur Boseitigung von Hautonreinheiten, Sommeraprossen, Jucken der kaut
Röte des Gesichts, Haarauafall etc. Vielfach von Aerzten empfohlen.
vorm. E. Scharmann, Hoflief.,
A. Walchner Nachf., Ecke Elisabethen- u. Luisenstr. (VII1241

Bilige Möbel zu verk.:
hochmod. Salongarnitur, Sofa m.
2 Seſſel, Diwan mit Umb., Kleider=
ſchrank
, Chaiſelongue, verſtellb., m.
Decke u. fein pol. Vertiko. (1595a
Näheres Kaſinoſtr. 21, 1. St.

Hornheimerweg 33, prt., ſchöne
Badebütte m. Ablauf. (*2206sms

Ladentheke

und 2 gebrauchte
Schuhmacher=
maſchinen
, 1 Kanapee wegen
Sterbefall billig zu verk. (2740ims
Darmſtadt, Schützenſtr. 20.

Darmiger Gaslüſter u. Küchen=
lampe
für Gas ſofort billig
abzugeben
(B271
Mathildenſtraße 31,

Gretchens Roman.
Von Fr. Lehne.
(Nack druck verboten.)
43)

Darf ich für eine Weile bei Ihnen bleiben? fragte er,
und ſie nickte beglückt.
Mit einigen warmen, teilnehmenden Worten ſtreifte
er das ſchwere Geſchick, das ſie getroffen hatte, und ließ
ſich dann von ihrem Leben erzählen.
Er lag neben ihr in dem weichen Sande ſie hatte
ſich wieder geſetzt und blickte mit heimlichem Entzücken
auf ihn, der, in einen weißen Strandanzug gekleidet, mit
ſeiner kräftigen und doch eleganten Geſtalt, dem gebräun=
ten
, kühnen Geſicht und den blitzenden Augen ihr als Ur=
bild
der Geſundheit und Kraft erſchien.
Er berichtete ihr dann von ſeinem Wirken und Stre=
ben
daß er zufrieden ſei mit dem, was er erreicht habe,
und in ſeiner Kunſt allein Vergeſſen für das Verlorene
geſucht dies mit einem ſprechenden Blick auf Gretchen.
Die Zeit verging ihnen wie im Fluge, und er be=
gleitete
ſie auf ihrem Heimwege. Mit der Hoffnung, ſie
am nächſten Tage wiederzuſehen, ſchied er, und nun war
es für beide unentbehrlich geworden, ſo viel es angängig
war, zuſammen zu ſein.
Margareta lebte ordentlich auf in der Nähe des noch
immer Geliebten, der ſie ſo unbeſchreiblich anziehend fand

in der leiſen Schwermut, die über ihr ausgegoſſen war.
Nun war es beinahe Jahresfriſt, daß ſie ſich an jenem
Nachmittag in Bayreuth ausgeſprochen hatten und was
lag alles dazwiſchen!
Sie ſprach wenig von ihrem verſtorbenen Gatten
deſto mehr von der geliebten Muſik, die ihr Tröſterin in
ſchwerer Zeit geworden war.
Daß Claudia getrennt von dem Major lebte, hatte
er erfahren; er atmete ordentlich befreit auf, daß die Ge=
liebte
fern von der unreinen Nähe jener Frau war.
Wie ein ſchöner Traum vergingen ihnen die Tage
aber die Zeit der Trennung nahte. Heute mußte ſie es
ihm ſagen, daß ſie in kurzer Friſt reiſen müßte. Mrs.
Catlin hatte einen ſehnenden Brief geſchrieben; man
konnte ſie nicht länger allein laſſen, um ſo mehr, da man
noch in C. vorſprechen wollte. Leiſe, mit ſtockender
Stimme hatte ſie das geſagt.
Schon? fragte er nur, und ein ſchmerzliches Erſchrecken
huſchte über ſein Geſicht. Dann war er ſtill geworden,
und auch ihr war beklommen zu Mute das Abſchieds=
weh
erfüllte ihre Herzen.
Sie begegneten nur wenigen Leuten da ſie ihren
Weg weit, weit ausdehnten beider Sinn ſtand nach
Einſamkeit. Außerdem hatte das Wetter umgeſchlagen;
der Himmel war grau verhangen, und ſtürmiſch wehte der
Wind. Die See ging hoch, und mit heiſerem, mißtönen=

den Schne ſtaen die Pioden derider bir ilhren ute
faſt die weißſchäumenden Wellenkämme berührend.
Margareta und Ernſt achteten des unfreundlichen
Wetters nicht; ſie waren zu ſehr mit ihren Gedanken be=
ſchäftigt
. Denn bei ihm ſtand es feſt, das holde Geſchöpf,
an dem er mit allen Faſern ſeiner Seele hing, nicht von
ſich zu laſſen, ohne daß es ihm die bindende Erklärung
gegeben habe, ihm fortan anzugehören.
Und da fing er mit bebender Stimme an, ihr von
ſeiner unendlichen Liebe zu ſprechen, die der Leitſtern
ſeines Lebens ſei und daß er nun da ſie frei ſei, ſie
als ſein geliebtes Weib zu beſitzen hoffte.
Bisher hatte er bei ihren Zuſammenkünften vermieden,
davon zu ſprechen, weil er ihre Trauer um den Gatten
nicht zudringlich ſtören wollte. Aber jetzt, da die Ah
ſchiedsſtunde nahe war, hielt er es für kein Unrecht.
Margareta hatte es ihm im ſtillen Dank gewußt, daß
er ſo gehandelt hatte. Ihr genügte das Glück ſeiner
Gegenwart, denn weiter durfte ſie ja nicht denken und
nun ſprach er doch!
Abwehrend hob ſie die Hände:
Nicht weiter, Ernſt o, nicht weiter ich darf es
nicht hören, was Sie da ſagen
Und warum nicht, Margareta? Fürchten Sie nicht,
daß ich in Sie dringe ich will geduldig das Jahr der
Trauer und noch länger warten nur das Bewußtſein

[ ][  ][ ]

in besseren Möbeln.
Nach beendeter Inventur
10
verkaufe ich mit 10255 WFeisermassigung
eine Anzahl:
Schlafzimmer Herrenzimmer
Speisezimmer Salons
einzelne Büffets, Schreibtische, Bücherschränke,
Vertikows, Trumeaux, Diwans etc.
Es bietet sich hier speziell für Verlobte eine selten günstige Gelegen-
heit
, gediegene, durchaus moderne Möbel vorteilhaft zu erwerben.
Jetzt gekaufte Möbel können für spätero Lieferung zurückgestellt werden-
(1085a

Der Witz
und Scharfſinn der beſten Köpfe
hat ſich an die Aufgabe heran=
gewagt
, der Fleiſchteuerung ent=
gegenzuarbeiten
. Vermehrte Er=
zeugung
, verringerter Verbrauch
ſollen die Wege zu dieſem Ziele
heißen. Den betroffenen Kon-
ſumenten
ſelbſt ſteht nur der,
letztere Weg offen. Die acht-
ſame
Hausfrau weiß, daß der
Appetit auf Fleiſch durch ſtark
reizende Getränke geſteigert wer=
den
kann. Sie wird ihren An=
gehörigen
dieſe Reizmittel jetzt
möglichſt fernhalten und dafür

Hitte genau auf Firma und Hausnummer zu achten !
O5sbss55o6656665665e6655665555666o

Gr. Ochsengasse
nur 21/23
Kel- Telephon 287.

DIESEL-MOTOREN-ANLAGEN

Ueber 120000 Ps im Betrieb

Sauggas-Motoren
Präzisions-Motoren
fün alle Betrisbe und alls Brannstoffe
Lokomotiven
Lokomobilen
Loizte Aussebehnungen: Brhsset 1010 Grand peit
Budapest 1911: Grosse voldene Staatsmedallle
Gasmotorenfabrik A.-G., Cöln-Ehrenfeld
(vormals C. Schmitz),
(V1816

Kakao als tägliches Hausge=
ſtränk
einführen, da dieſer keinen
Fleiſchhunger hervorruft, im
Gegenteil das Fleiſchbedürfnis
ohne Nachteil für die Ernährung
vermindert. Erhält man doch im
Reſchardt=Kakao für 1 Mark bis
zu 130 Gramm wertvolles Ei=
weiß
, im Fleiſch für denſelben
Betrag nur 90 Gramm, ſelbſt!
in Eiern, einen nicht zu hohen
Preis vorausgeſetzt, nur 55
Gramm. Reichardt=Kakao ge=
ſhört
auch zu denjenigen Lebens=
mitteln
, die nicht von der
ſſonſt ziemlich allgemeinen Preis=
ſteigerung
ergriffen ſind. Ins-
beſondere
iſt er erheblich wohl-
feiler
als Kaffee. Man erhält
ihn zu Preiſen der Fabrik in
Darmstadt: Ludwigsplatz 6
Fernſprecher 1627.

Verkaufsbüro Frankfurt a. Maln Süd, Rubensstr. 21.

(III2814

Ich habe wieder Luſt am Leben!
Die Dunſalbe iſt eine Wohltat gegen Rhenmatismus und
Reißen, die Dunpillen für die Nerben und gegen Schlafloſigkeit,
die Dunzäpfchen gegen Hämorrhoiden und harten Stuhl. Ich
nahm dieſe Präparate nur ½ Jahr lang und habe jetzt wieder Luſt
(VII 2824
am Leben.
Frau Dr. Schäfer, Straßburg.
Dun-Salbe (1.30), -Pillen (1.90),-Zäpfchen (2.00).
Zu haben in den Apotheken in Darmſtadt, oder durch Ver=
mittlung
der Fabrik Haus Heiß, Darmſtadt, Roßdörſerſtraße 22.
Proſpekt koſtenlos und ſrei!
af
f

(ea
Nar. 19
nehtie. Gaoat. Mitrde 90 Peb. gern
utg.
(eons
,
A
*1

eb. oar gltr.
Pitaſt.
aſe. Lanad.
Gnat
Jar. Flav.
2.
Duns
Fitell eri aot Garat Getaset 361 91. Deser Aesit 10, Mel. K,
naß os=
Janad. : Heb. cerv. Altr. 4.

Thüringische
Wurst- und Fleischwaren
Nur feinſte u. wohlſchmeckende
Spez.=Artikel unt. voll. Garantie
d. Echtheit u. Herkunft. Sie bezieh.
dieſelben ſehr vorteilhaft am beſten
dirert von Gustav Feistkorn,
Fleiſchwarenfabr., Buttatädt 1. Thür.
Gegr. 1850. Bedeut. erweitert 1912.
Probepoſtpakete n. Wunſch ſortiert
1012 Mark per Nachn. Preisl,
umſonſt und vortofrei. (I,155
Gehrock=, Frack= u. Smoking=
anzüge
billig zu verleihen.
Grafenſtraße 4, 3. Stock. (*1977ams

Ober=Kamstadf.
Geschäfts-Empfehlung!
ſch bringe meinen Freunden, Bekannten und Touriſten
meine Brot= und Feinbäckerei
Konditorei und Café
Spezialitäten in Kaffee=, Tee= und Weingebäck, ſowie Wein= und
Bier=Ausſchank, in Erinnerung. Gemütliche, ſep. Geſellſchaftszimmer.
Friedrich Joos
2031a)
nur Darmstädterstrasse 52.
Zu verk.: Verſch. getr. Kleider, a.1 Ginderkleider, ſpeziell Knaben=
ein
faſt neues graues Koſtüm, anzüge, werden angefertigt
ganz billig Hochſtr. 13, I. (27792773a) Neckarſtr. 24, 3. St. r.

1%


Mefalldrahf-Lampe
AEC

ite Strom-Ersparnis! Stoßsicher!
IV706,65

will ich jetzt mit mir nehmen, daß ich kommen barf und
um Sie werben
Nein, Ernſt, das darf eben niemals ſein hören Sie
ſtiemals!
Sein Geſicht war finſter geworden, und er zog die
Brauen zuſammen.
Was ſoll das, Margareta? Ich verſtehe das nicht!
Sie ſind doch frei ober
Nein, ich bin nicht frei in alle Ewigkeit nicht
durch mein Verſprechen, das ich dem Sterbenben geben
mußte! In ſtummer Verzweiflung ſchlug ſie die Hände
vor das Geſicht.
Und was für ein Verſprechen wäre ſo bindend, das
über den Tob hinaus Kraft hätte? ſorſchte er.
Das, daß ich niemals ſeine Mutter verlaſſen daß
ich niemals wieber heiraten und einem anderen Manne
angehören darf
Das hat man von Dir verlangt? Armes Kind!
Unwillkürlich brängte ſich bas Du über ſeine Lippen.
Wie konnte man ſo grauſam ſein!
Es blieb mir keine Wahl Lionel verlangte es um
ſeines ruhigen Sterbens willen, und ich mußte ihm ſchwö=
ren
, nach ſeinem Willen zu bandeln
Das war ſelbſtſüchtig und ein großes Unrecht! Und
nun glaubſt Du, danach leben zu müſſen?
Ich hab es ihm doch zugeſchworen und muß es auch
halten, wenn auch mein Leben daburch vernichtet iſt. Am
ſiebſten wär ich tot, ſagte ſie kraurig, dann hätte alle Not
ein Ende!
Da legte er beruhigend ſeinen Arm um ſie.

Nein, Du ſollſt leben, Geliebte, ein glückliches, ſeliges
Leben aber erſt erzähle mir jetzt, wie das kam.
Unter Tränen berichtete ſie ihm von den letzten Stun=
den
ihres Gatten, und tief erſchüttert hörte er ihr zu.
Wie eine Galeerenkette ſchleppe ich nun dieſes furcht=
bare
Verſprechen mit mir herum! Glaube mir, Ernſt, des
Nachts fahre ich manchmal vor Angſt auf, und mir iſt, als
ob aus der Zimmerecke Lionels glühende Augen mich
anſtarren und mahnen: biſt Du auch eingebenk Deines
Verſprechens? Wenn Du nicht wärſt, Ernſt, und die Ge=
danken
an Dich, wäre es mir ſo leicht! Aber ſo laſtet
es wie ein Alp auf mir ich kann und darf doch nicht
wortbrüchig werden keine Stunde würde ich glücklich
ſein und glücklich machen können
Mein armes Lieb, wie quälſt Du Dich mit Hirnge=
ſpinſten
! Jetzt ſag mir nur das eine, was mich ſchon
einmal ſo unendlich beglückt hat: haſt Du mich noch lieb
wie einſt, Gretchen?
Ach, Ernſt, muß ich Dir das erſt noch ſagen? Ich
liebe Dich ja mehr als mein Leben!
Und in den ſo hingebend auf ihn gerichteten Augen
las er die Beſtätigung zu ihren Worten und da hielt
es ihn nicht mehr.
Du mein Glück, meine Seligkeit! flüſterte er und
preßte ſie mit ſeinen ſtarken Armen feſt an ſich. Sein
Mund ſuchte den ihren in heißem, durſtigem Kuß.
Endlich, enblich halte ich Dich als mein, Du geliebtes
Weib! ſtammelte er in tiefer Erregung. Wie habe ich um
Dich gelitten, als ich Dich in den Armen des andern
wußte mir ſo unerreichbar. Aber jetzt laſſe ich Dich

nie wieber wir gehören zuſammen! Und wieder küßt
er ſie.
Zärtlich erwiderte ſie ſeine Liebkoſungen. Wie ein
Rauſch war es über ſie gekommen, und feſt klammerte ſie
ſich an ihn. Es war ihr ein ſo ſchmerzlich ſüßes Gefühl,
in ſeinem Arm zu liegen, von ihm geküßt zu werden
die Erinnerung an das Glück dieſer Stunde wollte ſie mit
ſich nehmen in ihr einſames Leben! Er konnte noch ſo
viel ſagen es gab nichts, was ſie von jenem unſeligen
Verſprechen erlöſte.
Nur noch kurze Minuten, dann mußte ja geſchieden
ſein auf ewig!
Laß uns heimgehen, Geliebter, ſagte ſie leiſe. Papdk
möchte ſich ſonſt ängſtigen. Sieh, wie dunkel es dort her=
aufzieht
. Dabei ſchmiegte ſie ſich feſter an ihn; denn ein
beftiger Windſtoß kam, daß ſie ſich nur mit Mühe halten
konnte.
Er ſchlug ſeinen Mantel um ſie, und übermütig ſang
er hinaus in das Branden der Wellen und Toſen des
Sturmes: Mit meinem Mantel vor dem Sturm beſchütz
ich Dich beſchütz ich Dich
Schmerzlich lächelte ſie vor ſich hin ſie fühlte ſich
ſo geborgen an ſeiner Bruſt und doch durfte es ja nicht
ſein. Und ſie ſchauerte in ſich zuſammen.
Friert Dich, mein Süßes? flüſterte er zärtlich. Und
wie wirb das Geben Dir beſchwerlich! Der Sturm wirſt
Dich ja beinahe um! Er nahm ſie auf ſeine ſtarken Arme
und trug ſie ein Stück des Weges, So ſehr ſie ſich wehrte,
er ließ ſie nicht.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Nummer 24.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.

Seite 15.

Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Uebe
chrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt au
Frund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)

Mit Freuden iſt zu begrüßen, daß betreffs aus=
reichender
Beförderung die Direktion der hieſigen elek=
triſchen
Straßenbahn öfters Anhängewagen benutzt,
jedoch glaubt Einſender dieſes die Bitte an die Verwalt=
ung
richten zu dürfen, die Anhängewagen für Raucher
frei zu geben. Recht oft bei momentan eintretender
ſchlechter Witterung wird die elektriſche Bahn benutzt,
aber der paſſionierte Raucher läßt ſich lieber naßregnen,
ehe er ſeine Zigarre entbehren ſoll. Ich bin überzeugt,
daß der Hauptwagen vollſtändig für Nichtraucher und
Damen genügt und der Anhängewagen ſich alsdann im
Betriebe für Raucher beſſer rentiert. In allen Groß=
ſtädten
, Frankfurt, Köln, Eſſen, Mainz und Wies=
baden
uſw., iſt der zweite Wagen der rentabelſte, da kein
Raucherverbot gegeben iſt. Einſender dieſes hofft, daß
die geehrte Direktion der Bitte baldigſt entſpricht. F. H.

Handel und Verkehr.

H Frankfurt a. M., 28. Jan. ( Fruchtmarkt=
bericht
.) Der Wochenmarkt zeigte durchweg eine feſte

Stimmungz es beſtand größere Kauftuſt, wobei jedoch
vorwiegend beſſere Qualitäten geſucht wurden. Land=
weizen
und Landroggen konnten daraufhin im Preiſe
profitieren; auch Hafer ſtärker gefragt, ohne daß indes
eine Preisänderung eingetreten wäre. Gerſte und Mais
ſtill. Die Forderungen für Futtermittel und Mehl blie=
ben
unverändert.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt ruhig
bei größerem Angebot ſeitens Argentiniens. An der
Berliner Produktenbörſe war Getreide matt
auf Abgaben der Importeure, insbeſondere der mit Ruß=
land
in Verbindung ſtehenden Firmen. Auch wurde das
Wetter günſtiger für die Saaten erachtet. Laplataweizen
und nordamerikaniſcher waren billiger. Hafer ſtill, auch
Lokoware wenig begehrt bei reichlichem Angebot.
Nach den letzten Kabelnachrichten von den amerika=
niſchen
Getreidemärkten (Chicago und New=
York) war Weizen nach matter Eröffnung auf günſtige
Ernteberichte aus Miſſouri ſchließlich befeſtigt, als be=
trächtliche
ruſſiſche Verſchiffungen bekannt wurden. Mais
ſtetig, wenngleich die enttäuſchende Exportnachfrage zeit=
weiſe
verſtimmte. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort
in dieſer Woche von 72,16 Millionen Buſhels auf 69,21
Millionen Buſhels zurückgegangen; während ſich die
Maisvorräte von 7,65 Millionen Buſhels auf 9,29 Mil=
lionen
Buſhels erhöhten. In Kanada ſtiegen die Weizen=

vorrite in dieſer Woche von 21 2 Miklonen Duſhels auf
22,11 Millionen Buſhels.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilogramm wie
folgt: Weizen, hieſiger und Wetterauer 21.1021.20,
Norddeutſcher 21.1021.20, Kurheſſiſcher 21.1021.20,
Redwinter 22.5023.25, Ruſſiſcher 23.5024.50, Laplata
2223.25, Rumäniſcher 23.5024.50, Kanſas 23.5024,
Manitoba 22.2523.25, Walla=Walla 22.2523.25; Rog=
gen
, hieſiger 18.1018.20, Bayeriſcher (Pfälzer) 18.10 bis
18.25, Ruſſiſcher 18.5019, Amerikaniſcher , Rumäni=
ſcher
18.5019; Gerſte (Pfälzer) 21.5022, Fränkiſche
21.2521.75, hieſige 20.7521.25, Ungariſche , Riedgerſte
21.2521.75; Hafer, hieſiger 1919.50, Bayeriſcher 19
bis 19.50, Ruſſiſcher 2021, Amerikaniſcher 1818.50, Ru=
mäniſcher
2021; Mais mixed 14.5015.25, Ruſſiſcher
14.5015.75, Donaumais 14.5015.75, Rumäniſcher 14.50
bis 15.50, Laplata 14.7515.25, Weißer Mais 14.5015.50,
Weizenſchalen 10.2510.50, Weizenkleie 10.2510.50, Rog=
genkleie
10.5010.75, Futtermehl 1416, Biertreber ge=
trocknet
13.7514.50, Futtergerſte 16.5016.75; Wei=
zenmehl
, hieſiges (Baſis ab Mannheim) Nr. 0 31.50
bis 31.75, feinere Marken 3232.25, Nr. 1 3030.25, fei=
nere
Marken 30.5030.75, Nr. 2 28.7529, feinere Marken
29.2529.50, Nr. 3 2727.25, feinere Marken 27.5027.75,
Nr. 4 2424.25, feinere Marken 24.5024.75; Roggen=
mehl
, hieſiges, Nr. 0 2727.25, Nr. 1 24.7525, Nr. 2
2222.25.

MAIAIARTASARIFhRFFfEF!

Grosser

2
Hesterverkauf

Auschunsaanauannsnnanansssenusanenannnannaanasnannansennasanaununn

vom 29. Jan. bis einschl. 1. Febr.
Kleiderstoff-
Blusenstoff-
B’wollflanell-
Hauskleider-
Weisswaren-
Hemdenflanell-
Bettkattun-
Gardinen-
1
Auf alle Reste, die schon besonders billig gezeichnet sind, geben
wir 10 Prozent in bar und bewilligen die Rabatt-Marken.
1uvor
ue
Fernsprecher 1074 DARMSTADT Ludwigstrasse 6.
Neu eröffnet!
Betten-Spezialhaus M. Buchdahl
Telephon 2188. (2867
Markt 11

Metall-Bettstellen mit Ia Patent-Matratzen
Mk. 18, 21, 25, 27, 29, 34 bis 42 Diese Bettstelle mit
Messing-Bettstellen
Mk. 58, 59, 62, 72 bis 98
Kinder-Bettstellen
Mk. 8.50, 12.50, 16, 18, 22 bis 46
Seegras-Matratzen
Mk. 9.75, 14, 17,50 bis 21
Woll-Matratzen, 4 teilig
Mk. 22.50, 24, 27, 30
Kapok-Matratzen, 4teilig, Mk. 48, 52, 58
Rosshaar-Matratzen, 4 teilig
Mk. 70, 95, 115
Patent-Matratzen Mk. 13.50, 16, 17.50
Enorme Auswahl Holzbetten.
Mi
Entzückende kompl. Kinderbetten.

Ia Patent-Matratze
Mk. 25..

Fuhrmannſtraße 14, Vdhs.,
eine der Neuzeit entſprechende
Zwei=Zimmerwohnung p. 1. März
(2877
zu verm. Preis 22 Mk.

Karlſtr. 63½ ſchöne 4 Zimm.. m. Balk. u. reichl. Zubeh.
per alsbald od. 1. April zu verm.
Näheres im Laden. (2880ms

Große Bachgaſſe 4, I., frdl.
Wohnung, 2 Zimmer, Küche u.
Zub. 16 Mk., Manſ. 10 Mk. p. Mt.
Näh. i. Halzwarenladen. (2871ms
Grafenſtr. 16 unmöblierte
(*2552
Stube.

Obierte Zimmer

Luiſenplatz 1, 2. Stock links,
vornehm möbl. Zimmer, mit oder
ſohne Penſion, evtl. auch vorüber=
gehend
an Paſſanten zu vm. (*2585

Hochſtr. 15, 1. St., ſch. möbl.
Zim. m. od. ohne Penſ. (2870m

Pallaswieſenſtr. 38, 2. St.,
möbl. Zim. m. ſep. Eina. z. v. (2855a
Magdalenenſtr. 9, möbl. Z. m.
Schreibt. u. Gas billig. (*2571md

Hügelſtr. 29, I. gut möbliert.
Zimm. m. Schreibt., Gas, ſepar.
(*2553
Eing. a. ſolid. Herrn.
Grafenſtr. 22, pt., möbl. Zim.
(*2561
für 1 od. 2 Herren.


Zeeä

Wohn. v. 46
Villa a. d. B. Zimm., großer
Garten, a. Wald geleg., bei einz.
Dame f. 1. April od. a. früh. zu
verm. Für Dam. beſond. geeign.
Offert. unt. C 48 an die Exp.
(2869a
d. Blatt.

Zeten gcht

leine, ruh. Familie (3 Erwachſ.)
ſucht geräumige 45 Zimmer=
wohnung
(evtl. mit Veranda, part.
oder 2. Stock, in Mathildenſtraße,
Martinſtraße o. benachbart Straß.,
für 1. Juli. Genaue Off. m. Preis=
angabe
u. B 46 a. d. Exp. (*2157sm
Gung. Ehepaar ohne Kinder ſucht
J p. 1. März od. 1. April geräum.
2 Zimmerwohnung mit Zubehör,
Abſchluß u. Gas im Martinsviertel.
Offerten u. C 38 a. d. Exp. (*2516

Freundliche, der Neuzeit entſpr.
große 4 Zimmerwohnung im
1. Stock für 1. Juli oder Oktober
für dauernd geſucht. Die Woh=
nung
, möglichſt im Zentrum der
Stadt, muß für ein feines Ge=
ſchäft
zu betreiben geeignet ſein.
Gute Referenzen zu Dienſten.
36
Offerten mit Preis unter
(*2521
an die Exped. d. Bl.

Für 1. Jult od. früh. ſuchte alt. Herr
0 (alleinſt.) f. ſich u. ſ. Wirtſchaftsfr.
m. Mann u. e. 14j. Sohn) zwei 3 Z.=
Wohnung., nicht allzuw. v. d. Poſt,
in ruh. Hauſe. Off. m. Preisang. erb.
unt. C 11 an die Exp. (2738imd

artr ſucht möbl. Zimmer
Lehrei iu im Südoſtviertel.
Angebote u. C 40 a. d. Exp. (*2531

Kinf. möbl. Zim. m. Mittagstiſch f.
j. Kaufm. in Beſſungen ſof. geſ.
(*2557
Off. unt. C 46 an die Exp.

Geſchäftsfrl. ſucht gut möbl.
Zimmer mit Penſion
in nur beſſerem Hauſe per ſofort.
Off. unt. B. T. 509 an Rudolf
Mosse, Frankfurt a. M. (I. 2806

3 Kaute Miſt zu verkaufen
(*2534
Erhacherſtraße 45.

Mein diesjähriger
Ivektal
Sverka
11


beginnt
Donnerstag, 30. Januar.
Cog
D10 Preise Sind aussererdchtien Toädhiert

2868

Schuhwarenhaus

Louisenplatz 1.

(Schutzmarke Schwan)
eignet sich nicht nur zum Waschen, sondern wird auch
vorteilhaft verwendet beim Putzen, Scheuern und Abseifen.
Es ist daher im Haushalt

(II,2807)

Kunstgewerbler.
Eine Fabrik der Nahrungsmittelbranche ſucht zur Mit=
arbeit
an ihren Packungen, Inſeraten, ſowie ſonſtigen Druck=
ſachen
mit einer geeigneten Perſönlichkeit in Verbindung zu
treten. Gefl. Angebote von Künſtlern, möglichſt mit Arbeits=
proben
, die ſofort zurückgeſandt werden, unter F. 4 W. 4033
(I,2805
an Rudolf Mosse, Frankfurt a. M. erbeten.

Rolle 30 Pf.,
Tapezieren ſauber u. Garantie
Gg. Dieter, Lichtenbergſtr. 75. (*2592

4 Stück 1912er rebhf. Italiener=
Zuchthähne billig zu verkaufen
Lang, Klappacherſtr. 14. (B2847

62.
Hanner 191

er

Frühbrut, allerbeſte Eierleger, unt.
gar. leb. Ank. Farbe n. Wunſch, inkl.
Hahn 15 St. 32 Mk., 10 St. 22 Mk.
Probepoſtkorb 3 St. 7.50 Mk. (II, 2819
A. Streusand. Berlin 55. Geldaperstr. 10

&af
geſucht. Offert.
Kriegshund unter C28 an

die Exp. ds. Bl.

(*2471

Zu verkaufen in gute Hände ein
(Rüde), 15 Woch.

Wolfsspilz

ſundes, wachſames Tier. Zu erfr.
Bismarckſtr. 21, Gartenh., II. (*2513
na bewährt ſich nun=
Jahre mehrRetters Haar-
wasser
(München), ſtaatl.
gepr. u. begutachtet. Z. h.
um 40 Pf. u. M. 1.10 bei M.
Prausel. Schnlstr. 10,(II,2811

Kleg. Smoking=Anzug, mittlere
Figer, zu verkaufen (*2570md
Mägdalenenſtr. 9, 1. Stock.

für Faſtnachts=
M
rompeter tage noch frei.
Off. u. C 53 an die Exped.=(22582)

[ ][  ][ ]

4

Anser Ondentur Aasverkauf

beginnt
hieute Mittwoch
vorm. pünktlick 9 Afr.

Damenstiefel u. Schuhe

Ball- und Abendschuhe,
Clacé, Atlas usw. .

Lack, 1 bisher M. 3.50 4.50 6.50

Für das Osterfest müssen Sie doch neue Schuhe haben. Benutzen
Sie diese Gelegenheit; es wird Ihnen möglich sein, ein oder zwei Paar
neue Schuhe zu erwerben
so stark ſiaben wir

Pantoffel und Hausschuhe in Ka-
melhaar
, Filz, Leder
Chevreaux-Schnürstiefel, Knopf-
stiefel
mit Lackkappe
Gesellschaftsschuhe, Chevreau,
Doré, Samt usw.
Ia Chevreau- und Boxcalf-Stiefel,
Derbyschnitt mit Lackkappe
Braune Schnürstiefel
echt Chevreau .
Hochelegante Schnürstiefel, echt bisher M. 12.50 16.50 21.00
Lackleder mit Einsatz . .
Chevreau-Schnür- u. Knopfschuhe
mit Lackkappen und Einsatz
Braune echt Chev.-Laschenschuhe

Herrenstiefel u. Schuhe
die Preise fierabgesetzt!
Lackleder-Tanzschuhe u. Schnür- 1 bisher M. 8.50 10.50 14.50

Trotzdem sind wir jederzeit in der Lage und bereit, zu
beweisen, dass wir keine Ausschussware zum Ausverkauf gestellt
haben, sondern nur durchaus frische, solide, reguläre Qualitäten.
Wir haben auf manche Artikel bis zu

schuhe .
Leder-Haussch., Kamelhaarsch.,
Filzschuhe, hohe Filzschuhe mit
Ledersohlen

Strapazierstiefel in Boxleder und
Rindleder . . .
,
Starkes Arbeitsschuhwerk,
Schnallen- und Schaftstiefel

50%

Rabatt und darüber

(2774

gelegt, weil wir alle unvollständigen Sortimente, alle Einzelpaare,
alle Modesorten und alles, was Winterschuh oder -Stiefel heisst,
unbedingt räumen wollen.

Lesen Sie bitte die gegen-
überstefienden
Freise genau.

Schnür- und Zugstiefel, Boxcalf,
sehr kräftiges Leder .
Schnür- und Knopfstiefel, eleg.,
moderne Formen .
Ia Boxcalf,Chevreau, Lackkappen,
zum Schnüren und Knöpfen
Gefütterte u. Korksohlen-Stiefel,
Jagd- und Sportstiefel .

jetzt M. 10.90 bis 15.50

Kinderstiefel u. Schuhe

Dauer: 29. Jan, bis 15. Febr.

Nur Barverkauf
Keine Auswahlsendungen.

Filz- u. Kamelhaarschuhe mit Filz-
u
- Ledersohlen, je nach Grösse
Ia Kamelhaarschuhe .
Schnürstiefel, Boxcalf u. Chevr.
Nr. 2039
Chevreau und Boxcalf, rationelle
Formen, f. Knaben u. Mädchen .
Braune Schnürstiefel, Boxcalf,
Ziegenleder u. Chevr. Nr. 2239
Schnürstiefel f. Knab. u. Mädchen,
eleg. Ausführung, durchgenäht,
Rand gedoppelt

M. 0.85 bis 1.80
M. 2. bis 2.90
M. 2.90 bis 5.50
M. 3.60 bis 6.50
M. 2.50 bis 5.00
M. 5.40 bis 9.50

jetzt M. 1.90 bis 2.90
bisher M. 1.75 2.50 3.50
jetzt M. 1.20 bis 2.50
bisher M. 6.80 7.50 10.50
jetzt M. 4.80 bis 8.50
bisher M. 6. 7.50 9.
jetzt M. 5.20 bis 7.50
bisher M. 12.50 15.50 18.
jetzt M. 8.50 bis 14.50
bisher M. 14.50 16,50 18.00
jetzt M. 8.50 bis 11.50
jetzt M. 9.80 12.50 15.
bisher M. 10.50 12.50 14.
jetzt M. 7.50 bis 9.50
bisher M. 10.50 jetzt 6.75

jetzt M. 4.50 bis 11.50

bisher M. 2.50 3.50 4.80
jetzt M. 1.10 bis 3.85
bisher M. 9.50 11.50 14.50
jetzt M. 7.50 bis 10.50
bisher M. 5.75 10. 12.50
jetzt M. 4.90 bis 9.50
bisher M. 9.50 12.50 18.
jetzt M. 5.50 8.50 10.
bisher M. 12.60 16.50 21.
jetzt M. 6.50 bis 10.50
bisher M. 12.50 15.50 18.
jetzt M. 980 bis 13.50
bisher M. 14. 18. 22.

sonst Mk. 1.75 jetzt Mk. 1.25
1 gr. Posten imit. Kamelhaarschuhe, warm und haltbar
Mehrere Partien Ia Gummischuhe für Herren, Damen und Kinder . sonst bis Mk. 4.50, jetzt durchweg Mk. 2.60
120 Paar leichte hübsche Tanzschuhe, darunt. elg. Stücke b. zu Mk. 10., vorherrsch. 3637, jetzt durchweg 1.90, 2.90, 3.90
Mehrere Dutzend Fülleisten, ganz kleine und ganz grosse Nummern . . .. . . bisher Mk. 2.50, jetzt Mk. 6.95
1 Posten Babyschuhe
sonst bis Mk. 2. das Paar, jetzt Mk. 0.45
Cremes, Putztücher, Bürsten, Einlegesohlen, Fülleisten 25% ermässigt.

Speien

§

Schuſwarenhaus nur
Inh.: Paul Wildau

Ludwigstrasse 16.

[ ][  ][ ]

Mittwoch, 29. Januar.
1913.
Tobhanaz
anzeiger.
Erſcheint 2 mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.

Menr etat. .

10 ſehr große Zimmer herrliche
Diele, vollſt. Bad, Zentralheizung,
Gas, elektr. Licht, ſchöner Garten,
Veranda, Loggia, große Küche
m. Nebenräumen, Speiſe=Aufzug,
Keller, großer Speicher ſofort zu
vermieten. Näheres Eliſabethen=
ſtraße
53, Kontor, Teſ. 547. (314ms

Grüner Weg 83
Einfamilienhaus neu erbaut,
11 Zimmer, Küche, Bad, nebſt
reichl. Zubehör, der Neuzeit
entſpr. eingerichtet, ſof. bezieh=
bar
, zu verkaufen evtl. zu
vermieten. Näh. Ohlyſtr. 69,
parterre.
(B315ms

Ohlhſtraße 34
herrſchaftlich eingerichtete Villa,
Zimmer, Diele und reichl. Zu=
behör
, Zentralheizung, Garten, zu
verkaufen eventl zu vermieten.
Näh. Erbacherſtaße 4, Baubureau,
Tel=Nr. 260.
(316ms

Herrſch. 8=Zimmerwohnung
in 2 Etagen, durch Innentreppe
verbunden, m. reichlichem Zubehör,
Garten, evtl. Stallung, a. d. Lands=
ſkronſtraße
mit freier Ausſicht,
per ſofort. Näh. Heinrich Funk,
Soderſtraße 76, Tel. 446. (318ms

Haus
zum Alleinbewohnen
Ecke Landskron= und Franken=
ſteinſtraße
70, 9 Zimmer, Bad,
BBalkon, Veranda, Vorgarten und
freichl. Zubehör per ſofort. Näh.
Heinrich Funk, Soderſtraße 76,
(Telephon 446.
(319ms

(B321
karlstr. 83 ms
Wohnung von 8 Zimmern (in
Pwei Stockwerken) mit Bad und
reichl. Zubehör per ſofort zu verm.
Mäh. Arch. Münch, Ludwigs=
Natz 8. Telephon 1693.

r
Artinerlestrasse 9
herrſchaftliche 8 Zimmerwohnung,
Erker, Veranda mit ſchöner Fern=
ſicht
, Badezim., gr. Küche, ſep.
Fremdenz., 2 Mädchenz., 1 Schrank=
him
., gr. Bodenraum u. Kammer.
ſarten m. Wäſchetrockenraum. Näh
daſelbſtpart. bei W. Holtz. (B323ms

Wilhelmstr. 6
Die ſeither von Herrn
Geheimrat Dr. Fuchs be=
wohnte
15=Zimmer= Woh=
nung
iſt per ſofort
zu vermieten. 322ms
Näheres Joſeph Trier,
Wilhelminenſtraße 25.

Neue Martinstraße
herrſch. 11=Zimmerwohn. mit 2
Mädchenk., 1 Bodenk., Küchen,
Zadeſt. m. Einr., Loggia m. ſchön.
Ausſ., ohne vis=K. vis, Vor= und
hintergarten mit Laube, z. 1. April
1913 zu vermieten. Näh. Witt=
hannſtr
. 3, 2. Stock. (B325ms

09 iſt das Vorder=
heinrichſtr
. 62 haus, in dem
Lither erfolgr. eine Familienpenſ.
ſetrieben wurde, zum 1. Juli, im
ſanzen od. auch nach Stockw. getr.,
ſt verm. Näh. Ausk. ert. der im
hartenhaus wohnende Eigentüm.
Beſichtigungszeiten ſind von 11 bis
Uhr u. von 34 Uhr. (2006ms

Herrſchaftswohnung
Reidelbergerstr. 9, I. u. 9½, I.
Die ſeither von Hrn. Prof.
Burmester innegehabte Wohn.,
beſteh. aus 14 Zim. im 1. St.
m. Badezimmer, elektr. Licht,
Gas, Kohlenaufzug u. reichl.
Zubehör, iſt zum 1. April zu
vermieten. Evtl. in jed. Haus
einzeln 8 u. 6 Zim. (320ms
Anſicht geſtattet v. 104 Uhr.

Herrſchaftshaus, uſw., mit

20 Zimmer
Stall, Preis 4500 Mk., per 1. April
od ſpäter zu vermieten. (*1838mds
Off. unter A 39 an die Exped.

Villenkolonie Ludwigshöhe
geräumige Villa mit großem
Garten zu vermieten.
(*2360om
Saalbauſtr. 78. Zimmer Aletoltatn 00
Welldetstautstr. 25, Loüvre
parterre, herrſchaftl. Wohn. beſteh.
aus 7 großen Zimmern, Diele, gr.
Badez., Küche, Speiſek., ſehr großer
Veranda, Kellern, Mädchenzim.,
Bodenk. u. ſonſt. reichl. Zubehör
zum 1. April. Einzuſehen von
34 Uhr. Näh. 3. Stock. (607ms Rheinstr. 12¾/4 III. Et.,
7 gr. Z.
m. allem Komfort, Nebenräumen,
Bad u. Dampfheizung. (330ms Tnoch
Hertochafts-Wohnungen
Heidelbergerstr. 9, I. u. II. St.
je 7 Zimmer i. d. Etage, 2 Balkone,
Erker, 1 Fremdenzim, Badezim.,
Gas und elektr. Licht, Kohlen=
aufzug
und reichliches Zubehör
per ſofort.
(2135a r
8
Wilhelminenstr. 29
. Etage, 78 Räume mit allem
Zubehör, ſeither von Till Nachfolger
und Frl. Schmitz, Modes, bewohnt,
zuſammen od. geteilt per 1. April.
zu verm. Paſſend für Geſchäfts=
lokal
oder größeres Bureau.
Näh. daſelbſt im Seitenbau od.
Wendelſtadtſtr. 28, II. St. (2312ms Bismarckſtraße 82
ſchöne 7=Zimmerwohnung im 1. St.
per 1. April 1913 zu vermieten.
Einzuſehen nachmittags zwiſchen
3 u. 4 Uhr. Näheres im 2. Stock
bei Carl Schmitt.
(1119m 1 Zimmer Heidelbergerſtr. 9½, Eleg. Herr=
ſchaftsw
. 6 Z., Gas, elektr. L. nebſt
Zub. m. od. ohne Stallung. (1733ms Gräum. mod. Wohn. m. Heiz.
und allen Bequemlichkeiten. (Gart.
beim Hauſe) z. 1. April. Grafen=
ſtraße
23½, n. Rheinſtr. (842ms
Seitersweg 14, 1. St.
herrſchaftl., gr. 6 Z.=Wohn. mit 3 gr.
Zim. u. Kammer im 3. St. Näh. Ecke
Beck=u. Dreihrunnenſtr. 1, I. (1131ms N0
Pallaswiesenstr. 28,
2. Stock, gr. geräumige 6 Zimmer=
Wohnung mit reichlichem Zubehör.
Näh. Baubüro daſelbſt. (342ms Heidelbergerſtr. 89, 2. St.
gr. 6=Zimmerwohn. mit Badezim.,
Balkon, 2 gr. Manſardenzim., gr.
Trockenboden u. Bleichplatz, Heiz= u.
Leuchtgas. Alles neuzeitl. herger.,
ſofort. Näh. part.
(B336ms Herrſchaftliche
6 Zimmervfolnmg
mit reichl. Zubehör, Garten, evtl.
Stallung, an der Landskronſtraße
mit freier Ausſicht, per ſofort.
Näheres Heinrich Funk, Soder=
ſtraße
76, Telekon 446. (338ms Se
Schulſtraße 1
(am Ludwigsplatz) 6 Zim.,
Küche, zwei Manſarden=
zimmer
, kompl. Bad, 2 Keller,
Waſchküche, Trockenboden, f.
ſofort zu verm. Die Woh=
nung
, äußerſt bequem und
angenehm, iſt vollſtändig neu
hergerichtet, Gas u. elektr. Licht
vorhanden. Näheres daſelbſt,
1. Etago. Jean Stichel. (345ms

Eiliakerſt e
p. 1. Mp. N. K. Koch, Heidelbst. 0½ (824ms

Eliſabethenſtr. 56, neuzeitliche
Zimmerwohnung zu vermieten.
Alsbald beziehbar. Näh. Georg
Freund, Lucasweg 13. (1025ms

Riedeselstrasse
herrſchaftliche Parterre=Wohnung,
6 Zimmer mit reichl. Zubehör,
Garten, an ruhige Partei per ſofort
oder 1. April zu verm. Auskunft
erteilen Paul Wolf & Co., G. m. b. H.,
Rheinſtr. 51.
(110ms

Villa Rhein=
Herdweg56 blickt, iſt die
herrſchaftl. Wohn. des unt. Stocks,
beſtehend in 6 Zimm. nebſt reichl.
Zubeh., Gartenanteil (ſeither von
Herrn Direktor Möller bew.) per
1. April 1913 anderw. zu vermiet.
Einzuſ. von 1012 und 35 Uhr.
Näh. Baubüro Dieburgerſtraße 8,
parterre.
(346ms

Seglacn 2
Rleueselstr. 35
Parterre=Wohnung, 6 Zimmer u.
2 Entreſol, im Preiſe von Mk.
900. per April zu vermieten.
Dieſelbe eignet ſich auch für Bureau=
zwecke
. Zu erfr. im 1. Stock. (2256t

A
Ellsabethenstr. 51
Parterre=Wohnung, beſteh.
aus 6 Zimmern ꝛc. mit od.
ohne Stallung für 6 Pferde,
nebſt Remiſe, Heuboden, 2
Burſchenzim., per 1. April evtl.
auch früher zu vermieten.
Näh. Eliſabethenſtraße 59,
(740ms
Kontor.

Grüner Weg 26
6 Zimmerwohnung (5 im 1. 1 in
2. Stock) mit all. Zubehör Bade=
zimmer
, groß. gedeckter Veranda,
Gas, elektr. Licht, wegzugshalber
zum 1. April an ruhige Mieter zu
vermieten. Beſichtigung täglich v.
111 und 35 Uhr. (B825ms

Stiftſtraße 21 eleg. 6 Zimmer=
wohnungen
ſof. od. ſpäf (260ms

M ech
Me e
Heinrichſtraße 11, part.,
elegante Herrſchafts= Woh=
nung
, 6 Zimmer mit kompl.
Bad und ſonſt. reichlichem
Zubehör, p. 1. April zu verm.
Näheres daſelbſt von 11 Uhr
ab, ſowie bei J. Stichel, Schul=
ſtraße
1, I. Etage. (1191ms

In dem Hauſe Neckarſtr. 16
iſt der 1. Stock, beſt. aus 6 gr.
Zimmern, Küche, abgeſchl. Vor=
platz
, Mädchen= u. Bodenkammer,
per 1. April zu vermieten. Einzu=
ſehen
zu jeder Tageszeit, mit Aus=
nahme
von 122 Uhr. (1488ms

Eichbergstr. 7
part., 6 gr. Zim. m. Badeeinr., gr.
Diele, Küche, 2 Kammern, 3 gr.
Keller, 1 heizb. Zim. im Hof,
elektr. Licht, Gas, Vorgarten m.
Veranda, Anteil a. Bleichplatz,
Waſchk., Bodenraum z. Preiſe v.
1200 Mk. per alsb. zu vermieten,
Näheres bei Brust im 1. Stock
oder bei Julius Kahn, Schulſtr. 15,
(IV1465,1
Telephon 135.

Eichbergſtraße 7, part, 6 Zim.,
große Diele, Elektr., Gas, Bad,
Veranda, Vorgarten, reichl. Zu=
behör
ſofort zu vermiet. Näh. im
Haus 3. Stock und durch J. Kahn,
(B2318ms
Riedeſelſtraße 53.

Hauſe
Im Merck’ſchen
Rheinſtraße 7
iſt eine Manſardenwohnung mit
Zimmern, Küche, Keller und
Bodenraum ſofort oder ſpäter zu
vermieten. Näheres bei der Firma
Bebaſtian Eckler, Rhein=
ſtraße
9, Telephon 243. (2416ms

Für Mieter und Vermieter
kostenfreier Wohnungsnachweis
Ludwig Alter, Elisabethenstr. 34. (699a

Rafugere
Kheistrasse
6 Zimmerwohnung ſofort zu ver=
mieten
.
(*2184sms

Pallaswieſenſtraße 25, ſchöne
5=Zimmerwohnung mit Zubehör
per ſofort zu vermieten. (348ms

Alicestr. 3, Hochparterre
5 Zimmer und allem Zubehör nebſt
Vorgarten per ſofort zu vermieten.
Näh. Mathildenpl. 9, 1. St. (350ms

33)
II. Et,
Rheinstr. 12
5 Zim.

m. Bad, Dampfheizung u. allem
Komfort.
(351ms

5 Zimmer=
Hochſtr. 30 Wohnung,
2. Stock, mit 2 Bodenkam., Heiz= u.
Leuchtgas ꝛc., in ruhigem Hauſe
per ſofort zu verm. Preis 650 Mk.
Näheres 1. Stock.
(B352ms

Viktoriaſtr. 24, I.
5 Zimmer mit Badekabinett, mod.
eingerichtet, mit Zubehör, per ſof.
zu verm. Zu erfr. park. (355ms

S . Stort. Zim.
mernebſt Zubehörz. verm. (36ms

Wendelſtadtſtr. 26, 1. Et.,
große 5 Zimmerwohnung mit allem
nötigen Zubehör, neu hergerichtet,
ſofort zu vermieten. Alles Näh.
Wendelſtadtſtr. 28, 2. St. (357ms

Gutenbergstr. 52, I. Stock
ſchöne 5=Zim.=Wohn. mit Badezim.,
1 Manſardenz., 1 Souterrainzim.,
Veranda und allem Zubehör per
1. April 1913 zu vermieten.,
Näheres part.
(367ms

Viktoriaplatz 10
1 Wohnung. 5 Zimmer mit allem
Zubehör per ſofort zu verm.
Näh. nebenan im Metzgerladen u.
Kranichſteinerſtr. 13, Lad. (363ms

Roßdörferſtraße 1. Wohnung
Stock 5 ſchöne, helle Zimmer mit
Balkon u. reichl. Zubehör, eignet
ſich auch ſehr gut als Etagen=
geſchäft
oder Büros. Anzuſehen
Mittwochs und Samstags von
½4 Uhr.
(335ms

Pallaswiesenstr. 34,
5=Zimmerwohnung mit Badezim.
u. allem Zubehör p. 1. April zu
verm. Pr. 530 M. Näh. part. (370ms

Beſſungerſtr. 88, Hths. 1. St.
eine Wohnung m. 5 Zim., Speiſe=
kammer
, abgeſchl. Vorpl., Gasleitung
u. Zubeh. ſof. zu vermieten. Preis
460 Mk. Näh. Weber, Dieburger=
ſtraße
8 u. Schwab, Vordh. (376ms

Herrſchaftl. 5=Zim.=Wohnungen
Heidenreichſtraße, Martinſtraße
und Saalbauſtraße
Fremdenz., Loggia, Balkon, Badez.
mit u. ohne Zentralheizung ſofort
und 1. April zu vermieten. Näh.
Soderſtraße 102, I. Stock. (384ms
Teſonhon 2155

eriner Perb 1St.
5 Zim., 2 Kammern, Veranda
und Zubehör per 1. April.
Näheres parterre. (377ms

Gered. Seracher 1. itget.
bergſtraße 2, 2. Stock, ſchöne
5=Zimmerwohnung mit Zubehör
per 1. April zu vermieten. Näh.
daſelbſt parterre.
(382ms

Obere Müllerſtraße 41,
part., ſchöne geräumige 5 Zimmer=
wohnung
, Bad, Gas, Balkon,
Veranda und reichlichem Zubehör
per 1. April zu vermieten. Näheres
2 Treppen.
(390ms

Ecke Rhein= u. Georgenſtr.
1. St., große, helle, neuherg. 5 Zim.=
Wohn mit Zubehör per ſof. z. vm.
Näh. Rheinſtraße 33, I.
(383ms

Hölgesſtr. 9 Maſ.=Wohn., 5 Zim.,
teils gerade u. ſchräge, m. all. Zub.,
neu hergerichtet, an ruhige, kleine
Familie per 1. April zu vermieten.
Preis 350 Mk.
(388ms
Neue Martinstraße
1. Stock, herrſch. 5 Zimmerw., 1
Fremdenz., Mädchenk., Bodenk.,
Küche, Speiſek., Badez. m. Einr.,
Loggia, Garten m. Laube, p. ſof.
Ebendaſ. Part., herrſch. 5 Zimmer=
wohn
., Mädchenk., Küche Speiſek.,
Badez. m. Einr., Loggia, Vorgarten,
prachtv. Ausſicht, ohne vis=à-vis,
nahe a. Wald, p. 1. April 1913. Näh.
Wittmannſtr. 3, 2. St.
(B391ms
Kee
Karlstrasse 74½,
nach vollendetem Umbau, per
Aprit 1913 zu vermieten.
1. Stock: 5 Zimmerwohnung
mit all. Zubeh., Balkon uſw.,
Mk. 900. Parterre: 5 Zimmer=
wohn
. mit all. Zubehör, Bal=
kon
uſw., Mk. 700. Näh. durch
Architektenbur. Gg. Kuzel, Witt=
mannſtr
. 4. Tel. 763. (392ms

nae
Landskronstrasse 79
part., eine 5 Zimmerw. ſofort zu vm.
Näh. im Eckhaus part. (B1062ms

Kiesſtraße 65
1. Stock, 5 Zimmerwohn. mit all.
Zubeh. per 1. April zu vm. (616ms

Darmſtr.


Eleg., Mloblerte
En S mge
5 Zim. Wohnung
in vornehmer, ſüdlicher Lage, freie
Ausſicht nach dem Prinz Emil=
Garten, ſofort zu vermieten.
Näh. bei Ludwig Alter, Wohnungs=
nachweis
, Eliſabethenſtr. 34. (2629m

Bismarckſtr. 47, 2. St., frdl.
geräumige 5 Zimmerwohnung m.
Badeeinrichtung (W.=Kl. im Bade)
und reichlichem Zubehör nach der
Südſeite gelegen vom 1. April be=
ziehbar
, z. verm. Ruhiges Haus.
Näh. Erdgeſchoß.
(1522ms

Karlstrasse 31, I.,
5 Zimmer und Schrankzimmer
nebſt reichlichem Zubehör auf
1. April zu vermieten. Näheres
Hölgesſtraße 12.
(69ms

Ohlhſtraße 37
(Ecke Martinſtraße)
Wohnung von 5 Zim. und allem
Zubehör per 1. April zu vermieten.
Näh. part. daſelbſt.
(B236ms

Pgoßm
Sanabergstr. 56, 2. St.
ſchöne 5 Zimmerwohnung mit reich=
lichem
Zubehör per 1. April zu vm.
Näh. Heidelbergerſtr. 84. (B745ms

Heidelbergerstrasse 79
part. und 1. Stock, je 5 Zimmer,
Balkon, Bad, Vor= u. Hintergarten,
Gas, elektr. Licht u. reichl. Zubeh.,
wegen Verſetzung per 1. April evt.
früher zu verm. Näh. part. (B1060ms

Orangerie-Allee 17
ſchöne 5 Zim.=Wohnung mit allem
Zubehör p. 1. April ev. auch früher
zu verm. Preis 700 Mk. (B115ms

Landskronſtr. 89, (Neubau)
5=Zimmerwohnungen, parterre u.
I. Stock, Fremden= u. Mädchenzim.,
Veranda, Vorder= u. Hinterſeite.
Preis 850 u. 900 Mark p. 1. April
ev. früh. Näh. Nr. 91, pt. (B267ms

Mathildenstr. 15, part.
herrſchaftliche 5 Zimmerwohnung
mit Fremdenzimmer und reichl.
Zubehör Veranda, Garten, per
.Juli 1913. Näh. daſeldſt und
bei Heinrich Funk, Soder=
ſtraße
76. Tel. 446. (1447ms

retr
Herderstr. 13, II. Stock
freundliche 5 Zimmerwohnung mit
Veranda u. Gartenanteil. 580 Mk.
Näh. Herderſtr. 15, II. u. Ech. Funk,
Soderſtr. 76, Tel. 446. (1386ms
Im Merck’ſchen Hauſe, Rhein=
ſtraße
7, ilt die 1. Etage, enthal=
tend
5 Ziner. Küche nebſt Man=
ſarde
, Keller u. Baderaum ſofort
oder ſpäter zu vermieten. (2116ms
Näheres bei Sebaſtian Eckler,
Rheinſtr. 9, Telephon 243.

[ ][  ][ ]

Seite 18.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.

Nummer 24.

Wilhelminenstrasse 19, I.

Rheinstrasse 17
(Ecke d. Grafenſtr.), 8 Zimmerwohn.,
Bad u. Zubehör, für einen Zahn=
arzt
, Rechtsanwalt, Arzt ſehr ge=
eignet
, per 1. April. Näheres im
Zigarrenladen.
(544ms

7 Zimmer
Karlstr. 66, I. St. Bad,
Gas, elektr. Licht, Kalt= u. Warm=
waſſerleitung
, Trockenboden, reichl.
Zubehör, per ſofort. Näheres
3. Stock daſelbſt.
(545ms

Mühlſtraße 64½, 1. St., Kapell=
platz
, 78 Zim., elektr. Licht, Gas,
großer Garten, mit od. ohne Auto=
garage
, Zubehör.
(779ms

Heidelbergerſtr. 89, 1. Stock,
Zimmerwohn., Balkon, Gas, 2
Manſardenz, reichlichem Zubehör,
neuzeitlich hergerichtet. Preis 1001
(781ms
Mark. Näheres part.

Wilhelmstr. 23, I. St.
6 Zimmerwohnung, Gas, elektr.
Licht, Bad, Balkon, per 1. April.
Einzuſehen v. 1112½ Uhr vorm.
u. von 3½6 Uhr nachmittags.
Näheres part.
(548ms

Viktoriaſtr. 41, I., herrſchaftl.
6=Zimmerwohn., vornehm gehalt.,
getäfelt. Speiſeſaal, glasbedeckte
Veranda, Warmwaſſerltg., Bad m.
kompl. Einricht., reichl. Zubehör,
(546ms
p. ſofort od. ſpäter.

Darmstädier Bausbesnzerverent. Wilhelminenstrasse 19, I.
Zu vermieten:
90 Htb., ſchöne
Schloßgartenſtr. 67, 1. Stock, Oberer grüner Weg 5 Zimmer=
kein
Gegenüber, 6 Zimmerwohn=ſwohn., Balkon, Fremdenzim., Gas, Beckstrasse 48, 1. St., Eliſabethenſtr. 29, 3 Zimmer=
(573ms
ung, Gas, Veranda, Bad, Preisſevtl. Bad, Gart. Einzuſehen von4 Zim.=Wohn., Bad, Veranda, Gas,woh. Näheres Laden.

(780ms
1200 Mk.

Annastrasse 61, I.
5 Zimmerwohn., Fremdenz., elektr.
Licht, Kohlenaufzug, Bad p ſofort.
Näh Heidelbergerſtr. 61, I. (2836ms

Prie
Friedrichstr. 14½, 2. St.
geräumige 5 Zimmerwohnung mit
allem Zubeb., Bad, Veranda, per
1. April. Näh. daſelbſt part. (789ms

Grafenſtr. 23, I., nächſt der
Rheinſtraße, eleg. 5 Zimmerwohn.,
elektr. Licht, Kochgas, Bad, Balk.,
reichl. Zubehör, an ruh. Mieter
per 1. April. Näh. 2. St. (797ms

Ernst-Ludwigstr. 9, II.
geräumige 5 Zimmerwohn. mit
Dachgarten, Gas, elektr. Licht, Bad
und ſonſtiges Zubehör alsbald.
Näh. Hoffmannſtr. 57, pt. (554ms

Heinrichſtr. 106, 1. Obergeſchoß,
5 Zimmerwohn. mit allem neuzeit=
lichen
Zubehör Ende März evtl.
1. April zu bez. Kein Gegenüber.
Alles neu hergerichtet. Näheres
Erdgeſchoß.
(211ims

Ecke der Kiesſtr. u. Grüner Weg
2. Stock, 5 Zimmerwohn. u. reichl.
Zubehör. Preis 650 Mk. (793ms

111 Uhr. Näheres Grünerl2
Weg 31, II.
(1797ms

Wendelstadtstr. 33,
ſpart., ſchöne 5 Zimmerwohn., reichl.
Zubehör, Bleichplatz. Anfangs
Aprilod. früher. Näh. 1. St. (2347ms

Hölgesſtraße 10, 2. St., 5 od.
1 Zimmerwohnung mit Badez.
Speiſekam., Veranda, Gas u. allem
(790ms
Zub. per 1. April.

einee
Hochstrasse 57, II.
5 Zimmer, Bad, Gas, elektr. Licht,
Veranda, Garten per 1. April.
Näh. parterre.
(*57ms
Bleichſtr. 19, 1. St., 45 Zim.=
Wohnung mit Zubehör. Einzu=
ſſeh
. v. 36 Uhr. Näh. part. (1159ms

Gervinusſtraße 69, 1. Stock,
4 Zimmerwohn., Gas, Manſardenz.
Einzuſehen von 24 Uhr. (782ms

Eliſabethenſtr. 44, Vorderhaus
2. Stock, beſtehend aus 4 geraden
und 3 ſchrägen Zimmern, 2 Kellern,
2 Bodenkammern, per 1. April od.
ſpäter, ganz oder geteilt; bei Ver=
mietung
im ganzen iſt Afterver=
mietung
geſtattet.
(2110ms

Alte Niederſtr. 25 ſch. gr. 4 Zim.,
Gas, Veranda u. all. Bequemlichk.
ſp. ſofort. Pr. 460 M. p. J. (567ms

2 Manſardez., Bleichplatz, reichlich.
(563ms
Zubehör per 1. April.

Wittmannſtr. 17, I., ſchöne neu
hergerichtete 4 Zimmerwohnung
mit Veranda und ſchönem Blick
nach dem Wald zum 1. April. Näh.
(2112ms
daſelbſt 2. Etage.

Beſſungerſtr. 110, ger. Part.=
Wohn., 4 Zimmer Küche, Koch=
zu
. Leuchtgas, all. Bequemlichk., p.
1. April. Seitenbau daſ. z. Allein=
bewohnen
4 Räume, Küche, Koch=
u. Leuchtgas u. ſonſt. Zubeh. per

Seitenbau, ſchöne
Karlſtraße 6, 3 Zimmerwohn. d.
Neuzeit entſpr., per 1. April. Näh.
im Laden
(1793ms
Heidelbergerstr. 61, II.
dem Prinz Emilgarten gegenüber,
4 Zimmerwohn. per :
April.
Näheres 1. Stock.
(2837ms
Ernſt=Ludwigsſtr. 16, Manſ.,
neu hergerichtete 3=Zimmerwohn.,
Küche u. Zubeh., Heiz= u. Leucht=
gas
, an ruhige Leute. Preis 400
Mark.
(569ms

1. März, ev. ſpäter, an erwachſene Vallonplatz 6 1 Zimmer und
Perſonen. Näh. I. Stock. (565ms1 Küche an 1 Perſon für 8 Mk.
monatlich; daſelbſt 1 Werkſtätte p.
(2601ms
Landwehrstr. 1½, 1. St. 1. April od. früher.

große 4 Z.=Wohn., Balkon, kompl.
Bad, 2 Manſ., 2 Keller u. Zubeh.
Näheres daſelbſt oder Roßdörfer=
ſtraße
65, II. I. bei Rentsch. (566ms

Kiesstrasse 89, 1. St.,
behagliche 4 Zimmerwohnung, Gas
hübſcher Blick in die Vor= und
Hintergärten, Balkon, 2 Manſarde=
kammern
, 2 Keller Waſchküche u.
Bleichplatz, per 1. April an ruhige
Mieter. Einzuſ. von vorm. 111 u.
nachm. von 36 Uhr. Näheres
parterre.
(1799ms

Heidelbergerſtr. 19, Seitenbau
mit Werkſtätte uſw. per 1. April.
Näh. Wilheminenſtr 19, I. Stock
Darmst. Hausbesitzerverein. (577ms
Grosser Laden
mit großen Nebenräumen, in welch.
ſeit mehreren Jahren ein Kurz=
waren
=Engros=Geſchäft betrieben
wurde, per. 1. April. Näh. Bleich=
ſtraße
26, I.
(573ms
Grafenſtraße 31 Laden mit
Ladenzimmer.
(787ms
Fuchsſtr. 14 Stall ſ. 2 Pferde,
Heuboden, Burſchenſtube. (579ms

Unentgeltlicher Wohnungsnachweis u. nähere Auskunft über Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstr. 19, 1. St., zu erfragen.

Heidelbergerſtr. 36, 2. St., ge=
räum
. 5 Zim.=Wohn. mit all. Zub.,
gr. Veranda, per 1. April. (1110a
Nähe Herdweg
ſchöne 5 Z.=Wohnung, hochpart.,
per 1. April oder früher zu verm.
Auskunft erteilen
Paul Wolf & Co., 6. m. b. H.,
Rheinſtraße 51.
Dieburgerſtraße 20, Manſ.,
5 Zimmer zu vm. Einzuſehen v.
113 Uhr. Anfragen Dieburger=
ſtraße
20, 1. Stock
(1030ms
Gutenbergstr. 38 u. 61
1. Stock, ſchöne geräumige 5 Zim.=
Wohnungen mit reichlichem Zu=
behör
per 1. April 1913 zu verm.
führer Albin Hohmann, Rhön=
ring
113.
(1489ms

Roßdörferſtraße 75, pt.
ſchöne 5 Zimmer=Wohnung,
Gas, kompl. Bad, gr. Veran=
da
, ſofort oder 1. April. An=
fragen
daſelbſt i. I. u. Liebig=
ſtraße
24, Jochheim. (1743ms

eret 1 e
ſchöne 5 Zim.=Wohn. (neu berger)
m. Balkon u. reichl. Zub. i. d. Manſ.,
ſowie gut gepflegt. Obſtgarten und
Hühnerlauf ſof. zu verm. (B1792ms
Roßdörferſtr. 16, III. Stock,
Ecke Stiftsſtraße 5 Zim.=Wohn.
mit allem Zubehör ſof. od. ſpäter
zu vermieten. Näheres bei Herrn
helssler Stiftsſtraße 62. (1755ms

Nieder=Ramſtädterſtr. 32, I.,
geräumige 5 Zim.=Wohn. zu verm.
auf 1. April. Näh. daſelbſt. (1771t

Viktoriaplatz 6, 2. St., 5 Zim.=
Wohnung, Bad uſw. fortzugsh.
billigſt zu vermieten. (*2211sms
Heidelbergerstr. 103
verſetzungshalber geräumige 5 Z.=
Wohnung mit Bad ꝛc. per ſofort
oder 1. April zu vm. (B744msms
na
Martinstrasse 70,
ſchöne Part.=Wohn., 5 Zim., Bade=
zim
. m. vollſt. Einricht., Gas, elektr.
Licht, Fremdenz, nebſt 2 Kammern i.
Manſ., Veranda ꝛc., alsbald oder
1. April zu verm. Näh. II. (B269ms
Neue Martinſtraße 93, Hoch=
parterre
, moderne herrſchaftl. gr.
5 Zimmerwohnung mit allem Kom=
fort
und Gartenanteil per 1. April.
Näh. Martinſtr. 89, 2. St. (B1808ms

Soderstr. 114, II.
ſchöne große 5 Zim.=Wohnung in
ſchöner freier Lage, mit Gas,
kompl. Bad, Veranda u. Zubehör
p. 1. April evtl. ſpäter zu v. (2088ms

Heidelbergerstr. 88, I.
ſchöne neu hergerichtete 5 Zim.= Woh=
nung
m. all. Zubeh. ſofort zu verm.
Näheres daſelbſt II. St., oder Nr. 92,
I. St. od. Gervinusſtr. 79, II. (B2339ms

Dismarchstr. 64, Part.
ſchöne geräum. 5 Zim.=Wohn. mit
all. Zub. per 1. April, eventl. auch
früher, zu verm. Näh. Kaſinoſtr. 27
im Laden daſelbſt. Anzuſehen von
(1690ms 111 Uhr vormittaas. (2354ms Wienersſtr. 58, I. St., 5 Zim.=
Wohnung mit Zubehör zu verm.
Näh. Karlſtr. 105, 2. St. (B2314ms Riedeselstr. 68, II.
geräumige 5 Zimmer=Wohnung
nebſt Zub. per 1. April zu verm.
Näheres Wehner & Fahr,
Schokoladenfabrik.
(2313ms Schlossgartenstr. 7, part.
Näheres daſelbſt und durch Bau=geräum. 5 Zim.=Wohn. mit reichl.
Zubehör per 1. April zu 680 Mk.
Andreß. Tel. 1146.
(2523ms Villa Maulbeerallee,
Nähe d. Mereſchen Fabrik, zwei
ſchöne 5 Zimmerwohnungen, 1. St.
u. Manſ., mit all. Zubeh. u. groß.
Gartenanteil, billig zu vermieten.
1. Stock auf 1. April, Manſarde
ſofort oder ſpäter. Zu erfragen
daſelbſt Parterre oder Gutenberg=
ſtraße
27, II. Stock.
(2829a Wienerstr. 70, II.,
geräumige, neuhergerichtete 5 Zim.=4
Wohn. mit reichlich. Zubehör und
größerem Garten ſof. preisw. (2794ms 2f9)
Niederramſtädterſtr. 67, II.,
ger. Manſarde, 3g., 2 ſchr. Zimmer
per Apr., ev. ſp., z. verm. (2783ms Frankfurterſtr. 11, I., 5 Zimmer
per ſof. zu vermieten.
(2785ms Sa
Louisenplatz 1, III.
eleg., geräum. 5 Z.=Wohn., kompl.
Bad, Gas, Elektr. u ſonſt. Zub.
wegzugshalb. auf 1. April od. früh.
zu verm. Preis 1000 Mk. (*2545 5 Zimmer
Ernſt=Ludwigſtr. 21, 2. Stock,
4 ſchöne Zim., Küche, Gas, od. 1. St.
ſch. 6 Z.=Wohn., Gas u. reichl. Zub. p.
ſofort. Näh. 1. Stock.
(393ms Rhönring 53, I. Stock, ſchöne
4=Zimmerwohn. per ſofort zu vm. a
Näheres II. Stock.
(415ms Schuchardstr. 18,
Ecke Luiſenſtraße, ſchöne 4=Zim.=
Wohnung, 3. Stock, per ſofort
zu vermieten.
(402ms Ur=
Soderstrasse 87
4 Zimmerwohnung, parterre mit
2 Bodenkammern, 2 Keller, Waſch=
küche
, Bleichplatz per 1. April. Näh.
daſ. od. Soderſtr. 19, I. (430ms

Inſelſtr. 22, I., herrſch. gr. 5 Z.=
W. m. a. Zub. p. 1. April ſ. preisw.
(1925m
Zu erfr. Karlſtr. 38, II.

Sandbergſtraße 46, I.

Rete rir it.
Mathildenpl. 9, Ausſicht Garten=

Waldſtr. 20, I. St., 4 Zimmer,
Küche u. Zub. per 1. April evtl. mit
Laden od. auch als Büro. Einzuſ.
v. 1012. Näh. b. Kraft. (432ms

Neckarstrasse 4
ſchöne 4 Zimmerwohnung per ſof.
od. ſpät. zu verm. J. Mohr. (435ms

vier

(B1oms

Kahlertſtraße 43, III. Stock,
ſchöne 4 Zimmer=Wohnung zu
vermieten.
(595ms
Kranichſteinerſtr. 24, 2. Stock,
4 Zim., Gas, Badꝛc. auf 1. April
zu vermieten.
(764ms

Landstronstr. 65

Bismarckſtr. 42, I.
neuzeitliche 4 Zimmer=Wohnung
per 1. April zu vermieten. (630ms

Mietes Zemne.

fäſcen

ſeehcherte r 1.,

Manerſtr. 36,I.
ſchöne 4 Zim.=Wohn. mit Veranda
u. reichl. Zubehör per April zu verm.
Näheres Kiesſtr. 84, II. (636ms
Bleichſtr. 19, 1. St. rechts,
kleinere, hübſche 4 Zim.=Wohnung
mit Gas u. reichl. Zubehör wegen
Wegzug per 1. März od. 1. April
zu vermieten. Preis 450 Mk. (639ms

ünten

4
EilleenT.rT

Kartſtr. 63 4 Zimmerwohnung,
II. Stock, per 1. April zu verm.
Näh. I. Stock daſelbſt. (B826ms

Schöne 4 Zimmer=Wohn., III.,
m. all. Zubeh., ſowie Balkon
u. Veranda, per 1. April z. vermiet.
Näh. Taunusſtr. 47, I. (1269ms

Heidelbergerſtr. 122, II.
ſchöne 4=Zimmerw. (3 größ.,
1 Kabineth) mit allen Be=
quemlichkeiten
, Gas, Balkon,
Vorgarten, in gutem Haufe
per 1. April zu vermieten.
Näheres daſelbſt bei Engel=
hardt
, Manſarde, od. Riedeſel=
ſtraße
56, pt.
(B412ms
A
er ſofort oder 1. April. (2185a
Mathildenſtr. 1 Wohnung von
Zimmern zum 1. April an ruhige
Leute zu vermieten.
(B10ms

(434ms

Schöne 4-Zimmerwohnung
Moosbergſtr. 37 per 1. April a.
kl. Fam. zu verm. Näh. dort u.
Orangerie=Allee 6. (B419ms

Pantratinstr. 6, I., 4 Zm.

(124ms

Für Mieter und Vermieter
kostenfreier Wohnungsnachweis
Ludwig Alter, Elisabethenstr. 34. (698a

Mee
Wohn., Gas, Bad, elektr. Licht,
Veranda, Garten, Kohlenauf=
zug
, p. 1. April. Näh. Heidel=
bergerſtr
. 136, 2. St., u. Heinrich
Turk, Soderstr. 76, Tel. 446 (855ms
Soderſtr. 91 4 Z.=W. mit 2 Manſ.=
Zim., gr. Veranda ꝛc. per 1. April
zu verm. Näh. 1. Stock. (1042ms

Wenckſtr. 9, 1. St., 4 Zimmer
uſw. per 1. April zu verm. (1027ms

Metnaſe 2 , it.
4 Zimmer=W. mit allem Zubehör,
Badezim., Veranda, Bleichplatz ꝛc.
per 1. April zu verm.
(1445ms

Hoffmannstrasse 5½
neuzeitl. 4 Zimmerwohn., Veranda
m. Gartengenuß, Bad, Trockenb. ꝛc.
wegzugsh. p. 1. April. Näh. daſ.
1 Treppe.
(1491ms
Riegerpl. 5, II.Stock
4 Zim. m. Ver. u. Manſ. zu 500 Mk.
per 1. April. Näh. Andreß. (1446ms

Adolf=Spioßſtr. 23, 1. St., vier
Zimmer mit Veranda, neuzeitlich,
per ſofort. Näheres Stift=
ſtraße
75, I.
(1265ms
In ſchönſter Lage des Tinten=
viertels
moderne Herrſchaftswoh
(4 prächtige Zimmer im 1 Stock
und darüber 2 ſchöne Manſarden=
Zimmer) Zentralheizung, Gas u.
elektr. Licht, Bad u. alles Zubehör,
Gartenbenutzung, verſetzungshalber
vom 15. März zu vermiet. (2630ms
Näheres durch Paul Woll &
Co., G. m. b. H., Rheinſtr. 51.
Ecke Kies=u. Wienersſtr., ſchöne
Manſ., 4 Zimm., z. verm. (925oms

Kiesſtr. 75, 1. Stock, ſchöne
Wohnung, 5 Zimmer mit allem
Zubeh. Näh. daſ.
(1724a

Neckarſtraße 11
im Hinterbau, geräumige 4 Zim.=
Wohnung mit allem Zubehör per
1. April d. Js. zu verm. Näheres=
daſelbſt
im Comptoir.
(609oms

Rhönring 67
ſchöne geräum. 4 Zimmerwohnung
mit allem Zubeh., verſetzungshalb.
ſofort zu v. Näh. I. St. (1104imss
Roßdörferſtraße 24, II. Stock,
4 Zimmer (450 Mk).
(1381ms

Alicestr. 20½
2. Stock, 4 Zimmer mit Zubehör.
Näheres im 1. Stock.
(1509ms

Lehecſtſtct r. Zt
4 Zimmerwohnung, neu hergericht.,
p. April zu verm. Näh. b. B. Baer,
Landwehrſtraße 18.
(1266a

Soderſtr. 95, 4 Zim., Veranda,
Gas, 2 Manſardenz. u. all. Zub.
zum 1. April. Näh. 2. St. (1788ms

Karlſtr. 38, II. St., ſchöne 4 Zim=
Wohn. mit Badezim., Manſarden=, Waſchküche, Bleichplatz
Trockenboden zum 1. April zu
vermieten. Preis 600 Mk. Nähn
Gervinusſtraße 5), part. (1765ms

Rächst-datenBahnhadten
Bleichſtr. 45, I., abAnfang Aprilſch.
4 Zim.=Wohn. z v. Näh. 47, I.(2053ms

Gutenbergſtr. 47, I., ſehr ſchöne
4 Zim.=Wohn. zu verm., beziehbar
1. April. Näh. Karlſtr. 10. (2307ms

Roßdörferſtraße 47, I., ſchöne
4 Zim=Wohn. per 1. April. (2304a

Wienersſtr. 47, III., ſch. 4 Z.=W.,
Veranda, Bad u. all. Zub. per April,
ev. früh. Näh. das. od Kiesstr. 68, I. (2533ms

Dreibrunnenſtr. 9, I., freie Lages
4 Zim., Veranda, Gas, Manſ.=Zim.
u. all. Zub. zum 1. April. (2530ms

Wenckſtraße 18
4 Zimmer, Badezim. u. all. Zub.
per 1. April od. früher. (2525ms

Aligsstr. 28
ſchöne 4 Zim.=Wohn. zum 1. April.
Einzuſ. v. 24 Uhr nachm (2524ms

Meinheinerstr. 96, I.
ſchöne 4 Zimmerwohnung per
1. April. Einzuſ. 25 Uhr. (205ms

ſeaue alet. 35, I.
freie Lage, gr. 4 Zim.=Wohnung
m. Veranda, Bad, Gas, elektr. Licht,
Linoleum=Belag, Kohlenaufzug ze.
Näh. Heidenreichſtraße 31. (2384ms
Mhenene 135 Zehnne=
wohnung
, neuzeitlich eingerichtet,
bis 1. April zu vermieten. Näh.
(746a
parterre.

Wenckſtr. 6, I., ger. nenztl. 4 Zim.=
W., Gas, Veranda, p. 1. April. (*2546

Grafenstrasse 20
eine 4 Zim.=Wohn. mit all. Zub.
Näh. im Kaiſerſaal, Büfett. (1796ms

[ ][  ][ ]

Nummer 24.
Obere Liebfrauenſtr. 108 bei
Taunusſtr., beſſ. Lage, iſt neu her=
gericht
. 4 Z.=W., 1. St. an ordentl.
Leute für den ſehr bill. Pr. v. 480 M.
zu vermieten. Näh. III. (2833ms 1Dreizimmer=Wohnung. Näheres

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.

Blumenthalstr. 111
hübſche 4 Zimmerwohnung nebſt
all. Zubehör, per ſofort zu verm.
Näh. bei Herrn Walter, I. 32786ms

Erbacherſtraße 17, Hinterb.
ſchöne 3 Zimmerwohn. (441ms

Wohnungen
mit 3, 4 u. 5 Zimmer u. reichlichem
Zubehör, per ſof. und ſpät. zu verm.
Näheres durch Bauführer Albin
Hohmann, Rhönring113. (437m

90 Htb.ſchöne
Eliſabethenſtr. 55, 3 Zimmer=
wohnung
. Näh. Laden. (443ms

Neue Niederſtr. 15, ſchöne 3.
Zimmerwohn. m. Zubeh. im 1. St.
ſofort zu vermiet. Näheres 1. E
daſelbſt.
(445ms
Kaſinoſtraße 26, ſchöne Manſ.,
3 Zimmer, zu vermieten. Näher.
im 1. Stock. Einzuſehen von
1112 und 24 Uhr.
(467ms
Liebigſtr. 46, I., 3 Zim. mit Zubeh.
per 1. April, evtl. auch früher. (637ms

Liebfrauenſtr. 74, 1. u. 3. Stock
große 3 Zimmer=Wohnung mit
Veranda per 1. April zu vermieten.
Näheres bei Göhrig, part. (605ms

Hochſtraße 13, ſchöne 3 Zim.=
Wohn. per 1. April. Näh. von
102 Uhr Laden, Jöckel. (737ms

ſch. 3 Zim.=
Roßdörferſtr. 65, Wohn. part.

mit Zubehör per 1. April zu ver=
mieten
. Einzuſehen von 25 Uhr
nachm. Näh. part. rechts. (657ms

Kaupſtr. 7, part., 3 Zim. 1.Apri
3. St. . ſofort.
Nur zu erfragen Allg. Hausbeſ.
Verein, Schuchardſtr. 13, I. (604ms

Zimmerwohn. p. ſof. u. 1. Aprilz. v
Neue Niederſtr. 13 Zimmermann. (B822ms

große
Heidelbergerſtr. 88, pt. z. Z.=
Wohn. p. 1. Apr. N. 92, I. (B461ms

Sandbergſtraße 67, part.
3 Zimmer=Wohnung mit Veranda.
per 1. April zu verm. Näheres
Heinrich Funk. Soderſtraße 76.
Telephon 446.
(463ms
Frankenſteinſtraße 40 ſchöne
3 Zim.=Wohn, alles der Neuzeit
entſprech., per 1. April. (B1152ms

Beſſungerſtr. 105, I., 3 Zimmer
u. ſchöne Manſarde zu verm. (B772ms
Kaupſtr. 32 ſchöne 3 Zimmer=
wohnung
bis zum 1. April zu
vermieten. Näheres im 1. Stock
bei M. Schad.
(1046ms
Heidelbergerſtr. 70 eine Drei=
zimmerwohn
. zu 400 Mk. und eine
4 Zimmerw. zu 450 Mk. zu ver=
mieten
.
(B1064ms

Neue Niederſtr. 3, Seitenbau,
3 Zim. m. Zubehör.
(B1399ms

jr=
Moosbergstrasse 53
zwei ſchöne 3 Zimmerw. mit allem
Zubehör in einem Stock (evt. auch
zuſ.) per 1. April zu verm. (B1058ms

Eckhardtſtr. 21, I., ſch. 3 Zim.=
Wohn p. 1. April z. verm (1032ms

ain
Heinheimerstr. 69
iſt der 1. Stock, beſtehend aus je
3 Zimmern nebſt allem Zubehör,
per 1. April zu vermieten. Näheres
Kranichſteinerſtr. 44, 1. St. (1130ms

je im
Kiesſtr. 80 u. 80½ 2. St
eine geräum, und eine moderne
3 Zimmerwohnung per 1. April.
Näh. Nr. 80 part.
(1144ms
Wendelſtadtſtraße 56, I. und
III. Stock, 3 Zimmer.
1383ms
Landwehrſtraße 26, I. Stock,
3 Zimmer.
(1380ms
Dieburgerſtr. 72, III. Stock
3 Zimmer. Einzuſehen zwiſchen
1112 Uhr u. ½4½5 Uhr. (1377ms

Rhönring 29, III.I., ſch. geräum.
3 Zimmerw. m. all. Zubeh. p. 1 Apr.
zu verm. Jährl. Mietpreis 400 Mk.
Näh. daſ. u. Baubüro Fr. Delp,
Frankfurterſtraße 80.
(1372ms

Seitenbau, 3 Zim.
12
(1375ms

Saalbauſtraße 24, Seitenbau,
3 Zimmer mit Küche,
1 Kammer per 1. April zu ver
mieten. Einzuſehen von 14 Uhr
nachmittags.
(1374ms

Bismarckſtr. 70 freundl. Drei=
Zimmerwohn. m. all. Zubeh., Koch
u. Leuchtgas, abgeſchl. Vorpl., an kl.
Familie od. einz. Dame p. 1. April.
Näh. part. od. 1. Etage. (1367ms

Kaupſtraße 44, am Riegerplatz=
parterre
, ſchöne geräumige Drei=
Zimmerwohn. m. Speiſek., Veranda
Manſ. u. all. Zubehör, p. 1. April
an kleine Familie zum Preiſe von
(1403a
420 Mk. zu vermieten.
Karlſtr. 104½ ſchöne 3 Zim.=
Wohn., 3. St., per 1. Mai, eventl.
früh., z. verm. Einzuſ. v. 114 Uhr.
Näheres im Laden.
(B1494ms

Obergaſſe 16
Heinrich Funk, Soderſtraße 76
Telephon 446.
(1564ms Herderſtr. 5, 1. St, elegant
3 Zimmerwohnung mit Verande
per ſofort Mk. 500.
Näh. Heinrich Funk, Soderſtr. 76
Telephon 446
(1516ms 30 part,3 Z.
Kiesbergſtr. 33, Küche,
Bad, Balkon uſw. ſof. zu verm
Preis 420 M. Näh. Wittmannſtr. 4
G. Kugel, Tel. 763.
(B2991ms Schöne geraumige 3 Zimmer=
wohnung
per 1. April zu verm
Näh. Schuchardſtr. 11, I. (2141ms Kaupſtr. 5, II., 3 Zim.=Wohn.per
1. Febr. N. Eckhardtſtr. 19, p. (2054ms Mi
Heinrichstrasse 142
part., eine ſehr große, eleg. 3 Zim.=
Wohnung per 1. April oder früh.
zu vermieten.
(B1510ms Karlſtraße 10, ſehr ſchöne gr.
3 Zim. Manſ.=Wohn. m. Küche zu
verm., beziehb. ſof. od. ſpät. (1737ms Saalbauſtr. 10, 3. Stock, ſchöne
3 Zimmerwohnung zu vermieten.
Näh. Parterre.
(1745a Karlstrasse 115, Hths.
2 Dreizimmer=Wohnungen mit
Zubehör, im erſten und zweiten
Stock (rechts), per 1. April zu verm.
Näheres Zimmerſtraße 1. (1742ms Blumenthalſtr. 111 hübſche
3 Zimmer=Wohnung per ſofort zu
vermieten. Näheres bei Herrn
Walther, Hausverwalter. (1799ms Kiesſtr. 52, Manſarde, 3 Zim.=
Wohnung per 1. April zu ver=
mieten
. Näheres part. Anzuſehen
zwiſchen 10 und 1 Uhr. (VII 1785 Gutenbergſtr. 5 ſchöne 3 Zim.
Wohnung (Manſarde) per ſofort,
(2000ms
ev. ſpäter. ORdometr
Heideibergerstr. 6
3 Zim. ohne Küche zu vm. (B2087ms Gutenbergſtr. 10, part., eine
ſchöne 3 Zim.=Wohnung m. kompl.
Bad per 1. April zu verm. Näh.
Gutenbergſtr. 5, parterre. (2352ms farei-
Rossdörierst. 46
frdl. 3 Zimmerwohn. bis 1. April
zu verm. Näh parterre. (2306ms Seitenbau, ſchöne,
Karlſtr. 47, große 3 Zimmer=
Wohnung per ſofort. (2525ms Ecke Pankratius= u. Ireneſtr. 1
2. St., ſchöne, große 3 Zim.=Wohn.
ſof. zu verm. Näh. bei Jakob Krug I.
Wwe., Eberstadt, Weingartenſtraße
Zu erfr. jed. Freitag mittag v. 2 Uhr
ab u. den ganz. Sonntag. (2531ms O
Moosbei gstrasse 67
1. Stock, ſchöne 3 Zimmerwohn. m.
Gas, Veranda u. allem Zubehör
per 1. April. Preis 360 Mk.
Näheres Erdgeſchoß. (B2566ms Heidelbergerſtr. 34, 1. Stock,
Dreizimmerwohnung bis 1. April
(*2283sm
zu vermieten. Mathildenstrasse 36
eine ſehr ſchöne, große 3 Zimmer=
Wohnung, neu hergerichtet, mit
allem Zubehör, ſof. zu vermieten.
Näh. 1. Stock daſelbſt. (B2663oms Ecke Moller= u. Ireneſtr. 71,
III. St., ſchöne 3 Zimmerwohnung,
monatl. 28 Mk., zu verm. (2788ms Kiesſtr. 93 ſchöne Wohnung,
3 Zimmer, Gas, 28 Mk. monatl.
1. März zu vermieten. (2789ms Taunusſtr. 36
part, ſchöne 3=Zim. Woh. n. allem
Zubehör per 1. April zu v. Näh.
Kranichſteinerſtr. 44, I. (2787ms 9 I.,einegroße
Magdalenenſtr. 21 3 Zimmer=
(*2483ms
Wohnung zu verm. Wenckſtr. 29, ſch. 3 Zimmer=W.
mit Zubeh. per 1. April zu verm
(*2478
Näheres parterre. Annaſtr. 8, hübſche 3 Zim.=W. m.
Koch= u. Leuchtgas, Veranda, n. all
Zubeh., Anf. Apr. beziehb. (B2728ms Riedlingerſtr. 44, Seitenbau,
3 Zimmer=Wohnung zu vermiet
Näh. Vorderhaus, part. (2853ms Uh
3 Zimmer
Gr. Ochſengaſſe 14 ger. 2=Zim.=
Wohnung per ſofort zu vermieten.
(472ms
Näh. Wirtſchaft. Magdalenenſtr. 6 2 u. 3 Zim
merwohnungen zu vm. (582ms Ecke Hoch- u. Kiesstr. 34 2 gr. Part.=
(VII 475
Zim. (auch für Büro),

Seite 19.

2
Grosse Ochsengasse!
zwei 2=Zim.=Wohnungen ſof. zu
verm. Näh. Holzſtr. 11. (481ms

Kiesſtraße 16
ein 2 Zimmerw. zu verm. Näheres
Karlſtraße 20, 1. Stock. (476ms
Karlſtraße 94, 2. Stock, zwei
gr. Zim. mit Bad und großer
Veranda (Gartenausſicht) ohne
(1802ms
Küche zu verm.

Forſtmeiſterpl. 5, Stb. parten
2 Zim. u. Küche 12 Mk. (B482m Beckſtraße 57 eine helle Man=
ſarde
, beſtehend aus 2 Zimmert
und Küche, an einzelne Dame zu
verm. Näh. daſ. 1. Stock. (817m Wienersſtraße 83, parterre
2 Zimmer.
(1384ms Roßdörferſtr. 24, Manſard=
2 Zimmer.
(1382ms Heidelbergerſtr. 127, Manſ.
2 Zimmer.
(1378ms
Beſſungerſtr. 66 ſchöne 2 Zim.
Wohnung zu vermieten. (B2744ms 2-Zimmerwohnung
Weinbergſtraße, an kleine Fam
ſehr billig zu vermieten. Näh.
Orangerie=Allee 6.
(B1122ms Viktoriastrasse 58
Manſardenwohn., beſtehend aus
2 Zimmer u. Küche, per 1. April
zu verm. Näh. part.
(2003ms Löffelgaſſe 9, 2 Zim.=Wohnung
zu vermieten.
(2090m Sete een e
Lindenhofstr. 13
ſchöne 2 Zimmer=Wohnung
zu vermieten.
(B2009ms
Wienersſtr. 52, 2 Z.=W. ſofort
zu verm., auch Werkſtätte. (*2526mc Kiesſtraße 93 zwei kl. gemütſ.
Zimmer oh. Küche, ſofort. (2790ms gör-
Rückeristr asse 8,
Seitenbau, eine 2 Zimmerwohn.
zu vermieten.
(B2800ms Eliſabethenſtr. 62, 2 Zimmer=
wohnung
mit Zubehör zu verm.
Näheres parterre.
(2784ms Frankenſteinſtr. 11 gr. 2 Zim.=
Wohn. ſofort zu verm. (B2850ms

M Martinſtr. 89, 2. Stock, leeres,
ſchönes Manſardenzim. (auch zum
Möbeleinſtellen) zu verm. (B2320ms Moosbergſtr. 26, II., gr. leeres
Zimmer per 1. Feb. zu v. (1070ms Woogsplatz 6, Seitenbau,
1 Zimmer.
(1385ms Wienersstr. 10 1 Z.=Wohn. m. Zub.
i. Stb., III. St., zu verm. (1026ms Roßdörferſtr. 40 Manſ.=Zim.
u. Küche a. einz. Perſ. zu vm. (2007ms Arheilgerſtr. 69, I., ſeparates
unmöbliertes Zimmer. (2089ms Bismarckſtr. 74 ſchönes, gerades
Manſardenzim. mit Kammer per
ſofort an ruhige einzelne Perſon.
Näh. Gg. Ph. Geist.
(2356ms Arheilgerſtr. 12 1 Zimmer u.
große Küche zu verm. (2521ms Herdweg 19 unmöbl. Zim. zu
verm., auf W. a. möbl. (B2848ms One Zimmerzi Soderſtr. 42 Manſ., neu herger.,
ſof. z. verm. Monat 22 M. (495ms Große Kaplaneigaſſe 35, zwei
kleine Wohnungen an ruhige
(846ms
Leute zu vermieten. Gutenbergſtr. 28, Manſarden=
wohnung
, ſofort an ruhige Leute,
monatl. 20 Mk., ſowie ein Lader
mit Ladenzimmer, 300 Mk., für
Filiale. Näh. Ahaſtr. 24. (B1741ms Klappacherſtr. 64 eine freundl
geſ. Wohnung, monatl. 15 Mk., per
ſof. od. 1. März zu verm. (B2118ms Rundeturmſtr. 2 kleine Wohn.
Februar
zu 10 Mark auf
(*1834msm
zu vermieten. Arheilgerſtr. 23½, kleine Woln.,
12 Mk. monatl., zu verm. (2527ms Wittmannſtr. 14, geräumige
Manſ. mit all. Zubeh. p. 1. April z. v.
Einzuſ. zwiſch. 24nachm. (B2011t A
Landskronstrasse 81
Haus, für 1 od. 2 Familien paſſ.,
unter günſtigen Bedingungen zu
vermieten. Näh. daſ. (*2252sm Wilhelminenstrasse 8
1. Stock
für einzelne Dame oder einz. Herrn
ſchöne kleine Wohnung per 1. April
zu verm. Preis 550 Mk. (1067oms Heidelbergerſtraße 111 ſchöne
Manſ.=Wohn. ſof. zu vm. (B2353m Schwanenſtr. 13 eine kleine
Wohn. ſof. zu vermieten. (*2500ms e
Se eee
Me
ue Neue Darmstädter
Eberstadt. straße 74 iſt der
1. Stock (3 Zim. u. Manſ.=Stube, Gas,
Waſſerl ꝛc.) p. 1. April zu verm. (2121a

Eberstadt (97ms
Villa im Mühltal
ſchöne 4 Zim.=Wohn. im 1. Stock
mit Loggia, Balkon, Mädchenkam
u. all. Zubeh., per ſofort od. ſpäter
preiswert zu vermieten. Näh. bei
W. Schoeller, Darmſtadt, Rheinſtr. 7.
2 Weingarten=
Eberſtadt
ſtraße 25,
ſchöne 6=Zimmerwohnung an ruh.
Leute zu vermieten.
(313a
Kleines Haus
in Eberſtads
mit Vor= u. Gemüſegarten in freier,
geſunder Lage ſofort oder ſpäter
zu vermieten. Näh. Heidelberger=
ſtraße
10, Eberſtadt.
(1222ms

Me
Gllene

Schulstrasse 10,
drei Parterrezimmer für Bureau.
Keller und Magazin, a. als Werk=
ſtatt
geeignet, können dazu gegeben
werden. Näh. b. H. Ludwig Trier,
Riedeſelſtr. 17, Tel. 1189. (528ms

V
Elisabethenst.. 56
1. Stock als Büro od. 6 Zimmer=
wohn
. ſof. zu vm. Seither Büro d.
Rechtsanw. Sieger u. Amendt. Näh.
Gg. Freund, Lucasweg 13, II. (530a

Im Merckſchen Hauſe Rheinſtr.;
iſt ein dreiſtöckiger Seitenbau mit
Keller, ſeither als Magazin be=
nutzt
, ſofort oder ſpäter zu verm.
Näheres bei Sebaſtian Eckler,
Rheinſtr. 9, Tel. 243. (2119ms

Schulstrasse 3, Hinterbau
zwei größere Räume für ruhigen
Bürobetrieb ꝛc. zu verm. (529ms

Waldſtr. 20, 1. St., 2 gr., heile
Zim. m. Gas, ſep. Eing., als Büro.
Einzuſ. v. 10-12. Näh. b. Kraft. (1373ms


2
Büro

Nieder=Ramſtädterſtr. 71, Ecke
Heinrichſtr., iſt der 1. St., z. Zt.
Büro d. Bundes Deutſcher Gaſt=
wirte
, per 1. April zu vermieten.
Näheres daſelbſt.
(1268t

für Aater d. Pil=
Ateller hauer zu vermieten
Karlstrasse 94.
(2602t
Bismarckstr 80, part.
Hinterbau f. Bureaus, Werk=
ſtätte
, eventl. mit Lagerraum
per 1. April zu verm. (2311t
Große helle Räumlichkeiten,
irca 600 =Meter, große Keller,
Souterrain, Boden, Hof, Stallung,
Gas und elektr. Kraftanlage, für
Fabrikbetrieb, Druckerei u. Lager
geeignet, zuſammen oder getrennt,
per 1. Juli zu vermieten. Näheres
Aliceſtraße 2.
(2793ms

Grafenſtraße Laden mit an=
ſtoßender
3=Zim.=Wohn. zu verm.
Näh. Hofſtallſtr. 8, part. (532ms

Kirchſtraße 10 ſchöner Laden,
der guten Lage halber für alle Bran=
chen
geeignet, p. 1 Febr. od. ſpät. zu
verm. Näh. i. Hauſe b. Schwarzhaupt
od. Kranichsteinerstr. 28, I.
(2532ms

Landwehrſtraße 1½
Laden mit 3 Z.=Wohn., jährl. 800
Mark, per 1. April evtl. früher zu
vermieten.
(2628ms
Heidelbergerſtraße 1,
am Marienplatz, ſchöner
Laden
mit Zimmer, ſofort od. ſpäter
zu vermieten. Für Friſeure
iſt elegante Einrichtung vor=
handen
. Näh. I. Et. (1121m

V
Mee

In der Nähe des Marktplatzes
2 Magazinräume ſofort. Näheres
Heinrich Funk, Soderſtr. 76.
Tel. 446
(502ms

Ecke Heidelberger= und Sand=
bergſtraße
46 das große Parterre
als Lager= od. Fabrikationsräume
ſofort billig. Näh. Heinr. Funk,
Soderſtr. 76. Tel. 446. (503ms

Ostbahnhof.
Acker als Lagerplatz mit
maſſiv gebautem Gartenhaus zu
vermieten. Offerten unter K 21
an die Expedition.
(B499ms

Gr. Manſdz. f. Möbel. o. Büch. z.
v. Näh. Martinſtr. 14, II. (B2765ms
26355ms) Für ſofort
ein grosser Lagerraum
und Lagerkeller mit Oberlicht zu
vermieten. L. Lange, Schulſtr. 6.

Luiſenſtraße 36
Mittelbau, part.
7 Zimmer als Lagerräume
mit Gerüſten für Porzellanlager
zu verm. Näh. bei Gg. Korbus,
Luiſenſtraße 36.
(2518ms

Werkstatt

Eberſtadt, Luiſenſtr. 7
große 3 oder kleine 4 Zimmer=
Wohnung, neuzeitlich, Gas, Glas=
abſchluß
, alles Zubehör, ſofort od.
1896ms
ſpäter zu vermieten.

Schützenstr. 7, Laden
mit 2 Schaufenſter, ca. 125 CMtr.,
mit oder ohne Wohnung. Näh. bei
Otto Wolif, Wilhelminenſt. 26. (535ms
S
Zu vermieten:
Kirchſtraße 21
m. Nebenz.
Großer Laden u. Magazin
evt. m. Wohnung, elektr. u.
Gaslicht. Ein leer. Zimmer
im 1. Stock, auch für Büro=
(537ms
zwecke geeignet.
Näh. im Eiſengeſchäft.

4 Obergaſſe 4
mit Wohnung,
ſchöner Laden neu hergerichtet
preiswert zu vermieten.
Näh. bei H. Marx, Grafenſtr. 12
2. St. Teleph. 1468.
(538ms

mit Zubehör alsbald
Laden zu verm.
(540ms
Eliſabethenſtraße 37, 1. Stock.

Landwehrſtr. 35 Laden mit
oder ohne Wohn. per 1. April zu
vm. Näh. 2. St. bei Vetter. (600ms

Ecke Heidelberger= und Sand
bergſtraße 46 2 Läden, für jedes
Geſchäft, mit oder ohne Wohnung
ſofort od. ſpäter billig. Näheres
Heinr. Funk, Soderſtraße 76.
(497ms
Tel. 446.

Große Ochſengaſſe 1 Laden
mit Wohnung zu verm. Näheres
Holzſtraße 11.
(1050ms

2
ne
61 Karlstrasse 61
Laden mit 2 Schaufenſtern nebſt
4 Zimmerwohn. u. allem Zubehör
per 1. April zu vermieten. Näh.
Baubüro, Karlſtraße 61. (B1511ms

Laden Blumenthalſtr. 47
Ecke der Landwehrſtraße, mit od.
ohne 2 Zimmerwohn., ev. 3 Zim
Näh. I. Stock bei Limhach. (2084ms

per ſofort oder ſpäter zu verm.
J. Mohr, Neckarſtr. 4. (1126ms

Stller


Mar uinstrasse 72
ſchöner Stall mit Waſſerleitung,
für ca. 3 Pferde, Wagenremiſe
(Autogarage), Burſchenzimmer,
Geſchirrkammer, Heu= und Frucht=
boden
, per ſofort oder ſpäter zu
verm. Näh. Zimmerſtr. 1. (508ms

Neue Niederſtr. 3, I., m. Wohn=
u
. Schlafz., auch einz. (B509ms

Stiftſtr. 62, möbl. Zimmer mit
oder ohne Penſion zu v. (510ms

Landgraf=Philipp=Anlage 62,
1. Et., gut möbl. Zimmer m. Schreib=
tiſch
, elektr. Licht per ſofort oder
ſpäter zu vermieten.
(515ms

Marienplatz 32, part., möbl.
Wohn= u. Schlafz. zu v. (516ms

Schloßgartenpl. 7,
freundlich möbl. Zim. an beſſeres
Fräulein zu vermieten. (518ms

Karlstr. 66, III.
Wohn= u. Schlafz. z. v. (Schreibtiſch,
Bücherſchrk., Kachelof.)
(B523ms

Viktoriaſtr. 63, ſchön möbl.
Wohn= und Schlafzimmer an 2
oder 2 Herren zu verm. (917ms

Grafenſtraße 31, I., möbliert.
Zimmer zu vermieten. (1047ms

Nieder=Ramſtädterſtraße 64,
I. Stock, bei Klös, ſchön möbliert.,
großes Zimmer mit 2 Betten per
ſof. billigſt, daſ. ein weiteres möbl.
Zimmer zu vermieten. (1045ms
Kiesſtr. 71, II., freundl. möbl.
Zimmer zu vermieten. (1614ms

Kaſinoſtr. 2, Eing. eiſ. Tor, ſch.
möbl. Wohn= u. Schlafzim., ſep.,
mit Schreibtiſch, ſofort. (1501ms

Ernſt=Lndwigſtr. 1, II., ſchön.,
großes, eleg. möbl. Zim. bei kinderl.
Ehepaar p. ſof. od. ſpät. z. vm. (1109a

Schuchardſtr. 4, I. rechts, ſchön
möbl. Zimmer mit ſep. Eing. per
ſof. od. ſpäter zu verm. (1800ms
Karlſtr. 33, II., ſchön möbl.
(1812a
Zimmer zu verm.

Loupre, Aliceſtr. 23, gut möbl.
Wohn= u. Schlafz. u. 1 kl. Zim. zu
verm. Auf Wunſch Penſion. (2308ms
Alexanderstr. 4.
Seitenbau II., zwei möblierte
Zimmer, jedes ſeparater Eingang,
ſofort IAllig zu vermieten. (*1890ms
Eliſabethenſtraße 5, I. Stock,
ſchön möbl. Zimmer, ſep. Eing.,
Gas alsbald zu verm. (2310ms

[ ][  ][ ]

Seite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.

Nummer 24.

-u. Strumpffabrik Neher& Fohler

Filiale Darmstadt, Elisabethenstrasse 21.

Unser diesjähriger

Gamaschen in reicher Auswahl
Hausschürzen, Zierträgerschürzen, Kinderschürzen
Kinderleibchen is diversen Qualitäten
Bessere Herrentaschentücher, farbig Arabias . . .
Weisse Kindertaschentücher mit buntem Rand .

jetzt von Mk.
jetzt Mk. 0.95
jetzt Mk. 0.30
jetzt

.0.65 an
jetzt Mk. 0.95
und O.65
und 0.25
Mk. 0.06

Ferner machen aufmerksam auf: Reinwollene Damenstrümpfe, echt Handmaschine gestrickt .
Reinwollene Herrensocken, echt Handmaschine gestrickt
Prima schwarz Kammgarn, bestes Strickgarn, 100 Gramm-Strang
Strumpfgummiband, Strumpfhalter, Hosenträger usw.
NB. Da wie gewöhnlich diese Posten infolge ihrer Billigkeit schnell vergriffen, empfehlen wir unserer geschätzten Stammkundschaft uns rechtzeitig
zu besuchen, Unsere Geschenkmarken werden während der Dauer des Inventur-Ausverkaufes infolge der Preis-Reduzierungen nicht abgereben.

Paar Mk. 0.95
Paar Mk. O.95
. . . . Mk. 0.60

I
usverkauf
Werester Inventu
beginnt heute und bietet bei gewaltig reduzierten Preisen jeder sparsamen Hausfrau besonders grosse Vorteile.
jetzt Mk. 2.50
Weisse Damenhemden, reich garniert, bis zu Mk. 4.25
jetzt Mk. 1.95
Weisse Damenhemden, reich garniert, bis zu Mk. 2.75 .
jetzt Mk. 0.95
Untertaillen, reich garniert, bis zu Mk. 2. . . .
jetzt Mk. 0.95
,
Damenunterhosen .
jetzt Mk. 1.
Normalhemden, Serie I bis Mk. 1.45 .
jetzt Mk. 1.50
Normalhemden, Serie II bis Mk. 2.45 .
jetzt Mk. 2.
Normalhemden, Serie III bis Mk. 2.95 . .
jetzt Mk. 3.
Normalhemden, Serie IV bis Mk. 6.50 . . .
jetzt Mk. 1.
Normalunterhosen, bis Mk. 1.75
jetzt Mk. 1.50
Normalunterhosen, bis Mk. 2.65
jetzt Mk. 6.95
Hochmoderne Krawatten, bis Mk. 1.50
jetzt Mk. 0.50
Hochmoderne Selbstbinder, breite, bis Mk. 1.25
jetzt Mk. 0.33
Breite Selbstbinder bis Mk. 0.70
jetzt Mk. O.65
Farbige Garnituren mit Manschetten, früher Mk! 0.95
jetzt Mk. 0.95
Farbige Garnituren mit Manschetten, bessere, früher 1.45
Ferner bedeutend im Preise heruntergesetzt:
2797)
jetzt Mk. 0.75
Hochmoderne Kragenschoner

Als vorzüglichen gesunden
billigen Brotbelag
empfehle

aus Zuckerrüben
Pfund 32 Pfg.
10 Pfund Mk. 3..
Zuckerrübensaft ist der reine
eingedickte Saft aus der
Zuckerrübe.
Er ist infolge seines Wohl-
geschmacks
bei Kindern und
Erwachsenen gleich hoch
geschätzt, besitzt hervor-
ragende
gesundheitsfördernd.
Eigenschaften u. sollte wegen
seiner Billigkeit in keinem
Haushalte fehlen.
hfif
Reformgeschäft Arista‟
Gesundheitliche Nahrungs- u.
Genussmitel (1827a
Anton Braunwarth
Ernst-Ludwigstraße 3
Fernsprecher 971.

Feldhberten
mod. Ausführ., Zugfedermatratzen
Holzbetten, Polſterauflagen.
Eisenmöbelfabrik Suhl.
Fabrikpreiſe. Katalog frei. (II1114

Tael-Hepfel
Grau=Reinetten 10 Pfd. 1,50 M
Goldparmänen 10 Pfd. 1,20 M=
Schafnaſe (Kochapf.) 10 Pfd. 90 Pf.
andere Sorten billigſt, empfiehlt
Joh. Walther
Tel. 1598. (1959a) Wienersstr. 69.
Essiggurken
Poſtkolli 10 Pfd. Mk. 3.,
Salzgurken
Poſtkolli 10 Pfd. Mk. 2.50
Preisselbeeren
Poſtkolli 10 Pfd. Mk. 5.20
Ochsenmaulsalat
Poſtkolli 10 Pfd. Mk. 3.70,
frankogegen Nachn. Bei Mehr=
abnahme
billiger. (I1138
Otto Schmöger, Nürnberg.
artoſelnt: Gelbit. Zadairie
S. Ztr. 2.20 M. Prima Tafel=
äpfel
Ztr. v. 9. M. an. Schaf=
naſen
8. M. Noch einige Pfd.
fr Odw. Landbutter wöch. abzug.
Mühſtraße 5. part.
(*2361oimd
Wenig gebrauchte
Ideal- u. Stoewer-
Record-Schreibmaschine
billig zu verkaufen. (1312a
August Engel, Schuchardstr 8.

Eichen=Scheitholz 1.
Buchen=Scheitholz , 1.25
Tannen=Klötzchen 1.40
per Ztr. frei Keller
la trocken, kurzgeſchnitten u.
geſpalten. (715a
Bei Abnahme von 5 Ztr. an
billiger
Martin Jahn
Brennholz-Dampfschneiderei
Pallaswiesenstr. 30, Tel. 305.

ſ u. 2 Tiche mul
1. Waſchtiſch verkaufen (*2187
Liebfrauenſtraße 73, 3. St. rechts.

dcus
nurQualitätsmarken
per Pfd. 1.20, 1.60,
2., 2.40 lose und
in Paketen,

Hoflieferant
Dreimer
Telephon Nr. 76.
NB. Versand aller Delikatessen
und Kolonialwaren nach allen
Stadtleilen u. auswärts.
Auf Wunsch lasse täglich
nachfragen. (2321a

Gelegenheitskauf!
Hochf. Bandonion m. voll. Ton für
die Hälfte des Anſchaffungspreiſes
abzug. Näh. Blumenthalſtr. 66, II. (*

Schöner Küchenſchrank, ſowie
ein Clown=Anzug u. Domino
billig zu verkaufen.
*2522
Hinkelsgaſſe 18.

Zwei ſchöne Katzen an aute
Leute zu verſchenken (*2495
Aeußere Ringſtr. 100, b. Kutſcher.

Gelegenheit!
Pianino
Lipp & Sohn, Nußbaum,
herrliche Tonfülle, wenig
geſpielt, preiswert abzugeb.
Karl Arnold
Ecke Erbacherstraße
a. d. Schwimmbad (2827a

( bleu
Henor
Seinenerepon-Kleid (riz. 421
(*2235
billig zu verkaufen
Kirchſtraße 21.

Haben Sie

(V28221

offene Beine.
Krampfadergeſchwüre, Hautent=
zündungen
, dann bringt Ihnen
Zucker’s Saluderma raſch Er=
leichterung
.7
Aerztl. warm empf.
Doſe 50 Pf. u. 1 M. (ſtärkſte Form)
Bei F. Schaefer, Ludwigsplatz 7,
Chr. Schwinn, Rheinſtraße 8,
A. Logel, Eliſabethenſtraße und
Gg. Frz. Frank, Parfümerie

nigign.
n.H
Jameh-Eriolol-Saion
Rheinstrasse 37
(neben Hotel Britannia)
Telephon 1919.

Ball- u. Gesellschaftsfrisuren
Damen-Kopfwaschen inkl. Frisur
Mark 1.
mit vorder Ondulation Mk. 1.20
Kinder-Kopfwaschen . 75 Pfg.
Trocknen mittels neuesten
elektrischen Apparates.
Haararbeiten werden ver-
trauensvoll
bei billigster Be-
rechnung
angefertigt bei
Paul Fröhling
Damenfriseur.

Piano-Kauf

ist Vertrauenssache
Qualität u. Preiswürdigkeit
sollten entscheiden. Kein Interessent
sollte versäumen, vor jedwedem
Kauf- oder Miet-Abschluss
meine OFFERME einzuholen.
Piano- u. Musikalienhandlung

hristian

Arnold

NUR
Ernst-Ludwigstr. 8,
Auf Wunsch bequeme Zahlweise.
Bei Kasse hoher Rabatt. (2014a

Hidalgo
aromatisch und milde
Pfennig
Zigarre
Emmericher
Waren-Expedition
Elisabethenstrasse 12

Tel. 979.

Eig. Fabrikation.
(Ba15a


6 Paten ſ. 35 M. abzug. oderein
gut erh Fahrrad m. Freilauf dagegen
einzutauſchen. Off., unt. E. S. 56
hauptpoſtlag. Darmſtadt. (*2527ms

Zu verkaufen:
aus gutem Hauſe eine gut erhalt.
a He
Saiongarmiar
in Mahagoniholz
(*2351oms
wegen Platzmangel
Viktoriaſtraße 94, II.

Dörr-Obst
Kaliforn. Aprikosen
Kalif. Pfirsiche, geschäft
Kaliforn. Birnen
Kaliforn. Pflaumen
Türkische Pflaumen
Neue Dampfäpfel
Neue ital. Brünellen
Neue frz, Brünellen
Neue Kränzfeigen
Neue Kalifat-Datteln
Neue Muscat-Dattein
Gemischtes Dörr-Obst
feine und hochfeine Mischungen
Pfd. 40, 60, 80, 100 Pfg.
A. Reichard
Colonialwarenhaus
Ecke Bleich- und Casinostr.
Telefon 104. (2355a

[ ][  ][ ]

33 24.

Mittwoch, 29. Januar.

1913.

Mbterte Zimmer
Riedeſelſtr. 74, ſchön möbliert.
Wohn= u. Schlafz. ſof. (2398ms

Steinackerſtr. 6,
Zimmer zu verm.

part., möbl.
(B2548ms

Irenestr. 12, pt., Ecke Viktoriastr., Schön
möbl. Wohn- u. Schlafzim. zu verm. (2529ms

Steinstraße 5, part., ein=
fach
möbl. Zimmer sof. (761t

g mit od. ohne Koſt
Schlafstellewienersstr. 73, II. (1304t

Liebigſtraße 81, III. St., ſchön
möbl. Zimmer zu verm. (1450t

Waldſtraße 32, freundl. möbl.
Zimmer zu vermieten.
(1939t

Krau chsteinerstr. 1, I., hübſchmöbl.
Wohn= u. Schlafz. ſof. zu vm. (2157t

Bleichſtr. 51, 3. St., ein gut
möbl. Zim., ſof. zu verm. (2501t

Eliſabethen=
Pension Hinlft, ſtraße 4, II.,
elegante, gut möblierte Zimmer
mit beſter Penſion ſofort zu ver=
mieten
für längeren und kürzeren
Aufenthalt.
(2640a

Soderſtr. 53 möbl. Zim. mit
Penſ. per ſof. zu verm.
(2647a

Kranichſteinerſtraße 59, IV.,
freundlich möbl. Zimmer mit ſep.
Eing. zu verm. Preis 16 M. (2694t

Rhönring 145, I., Nähe Kra=
nichſteinerſtr
., ſchön möbl. Zimmer
m. ſep. Eingang zu verm. (2730oms

Ernſt=Ludwigſtraße 18, III.,
möbl. Zim. zu vermieten. (2729t

Landwehrſtr. 17, Stb., einfach
möbl. Zim. ſof. zu verm. (*2457imd

Neckarſtraße 24, III., hübſch
möbl. Zimmer zu verm. (2733a

Kiesſtr. 58. Aeußerſtruhig ge=
leg
. fein möbl. Wohn= u. Schlafz., a.
ſpez. Wunſch a. v. Verpfl. (2627ms
Soderſtr. 79, I., groß., gut möbl.
Zim. m. Bücherſchr. u. Schreibt., m
Kaffee zu 24 Mk., z. verm. (2029a

Sehr eleg., gut möbl. (B524oms

3 Zimmer-wohnung
mit Bad u. Dienerſtube und beſter
Penſion per ſofort zu vermieten.
Näh. Frau Weidig, Moſerſtr. 5.

Bleichſtraße 45, 1. St., ſchön
möbl. Zim. zu verm.
(1592a

Wendelſtadtſtr. 35, möbliertes
Zimmer zu vermieten. (1299omf

Waldſtr. 1½, Manſ. b. Harres
Zim. m. Kaffee, 3 Mk. wchtl. (*2530
Heinheimerſtr. 22, III., gut
möbl. Zimmer pro Mt. 16 M. mit
Mittag= u. Abendtiſch 50 M. (*2528ms

Nd.=Ramſtädterſtr. 31, Hth. II.,
n. Kapllpl., mbl. Z. a. Frl. o. H. (*2512md
Kiesſtr. 45, pt., ſchön, ſep., möbl.
Zimmer mit Penſion zu v. (2832t

Landwehrſtr. 11, part., großes
gut u. kleines einfach möbl. Zim.
mit und ohne Penſion. (*2511ms
Hochſtr. 13, I., freundl. möblt.
Zim. zu 10 M. a. anſt. Frl. (2792ms
Saalbauſtr. 23 möbl. Zimmer
zu vermieten.
(2791ms

Mollerſtr. 37, II. in ruhigem
Hauſe, ſchön möbl. groß. Zimmer
zu verm. Anzuſehen zwiſchen 10
und 3 Uhr.
(2795ms

Freundlich möbliertes Zimmer
mit Kaffee, pro Monat 16 Mk.,
ſofort zu vermieten. Zu erfragen
Lagerhausſtr. 4, 1. St. (*2494mdfs

möbliertes
Parcusstr. 8, II, Zimmer mit
Penſion zu verm.
(*2484msm

Aliceſtr. 32, I., möbl. Zim. m. od.
ohne Klav. p. ſof. z. verm. (*2499mdf

Eliſabethenſtr. 32, II., h. möbl.
Wohn= u. Schlafz. z. verm. (*2504ms

Tonlofn
Ecke d. Wilhelm-u. Karlstr. 93
1. St., freundl. gut möbl. Zim.,
ſep. Eingang. ebendaſelbſt
2 kleinere Zimmer (2. Stock), ſo=
fort
zu vermieten. (B2799ms

Oeruch

Geprüſte= Krankenpfiegerinüber=
nimmt
Tag= u. Nachtwache.
Off.
unt. C 45 an die Exped. (*2537

Tücht. Schneiderin empfiehlt ſich
in und außer dem Hauſe. (*2533
Eliſabethenſtr. 49, Htb., II.

Wo könnte eine junge
Frau Heimarbeit be=
komm
. 2 Gutenbergſtr. 37, IV. (*2551

Schneiderin, ſelbſt. arb., nimmt
noch einige Kunden an in u.
auß. d. H. billigſte Berechn. Karte
genügt. Soderſtr. 222, part. (*2566

Tüchtige Reſtaurationsköchin
empfiehlt ſich bei Feſtlichkeiten ꝛc.
Näheres Frau Dinkel,
*2328oim) Dieburgerſtraße 85.

zu gr.
Frl. ſucht Stelle Kindern,
ert. Unterricht i. Franz. u. Muſik.
Off. u. B 89 an die Exp. (*2335om
Jg. kräft. Mädchen ſucht Laufd.
Heinheimerſtr. 35, Hth. pt. (*2470

Junge, gutempfohl. Frau ſucht
Laufdienſt 23 Stunden vorm.
Müllerſtraße 20, part.
(*2520

Aelt. Mädchen welch. d. bürgerl.
Küche vorſtehen kann u. Haus=
arbeit
mit übernimmt, ſucht Stelle
in gutem Hauſe, geht auch als
Aushilfe. Offert. unt. C 44 an d.
Exped. ds. Bl.
(*2542

Gebildete, ältere Frau, Ende 40
Jahre, ſ. St. b. einen ält. Herrn od.
Dame, übern. auch Krankenpfl. Off.
unt. C19 an d. Exped. (*2442mf

Dame, federgewandt u. im Haus=
halt
erfahr., ſucht paſſende Arbeit.
Offerten, unter C 25 an die
Exped. ds. Bl.
(*2485ms

(ut. bürzl. Röchin u. Aleinnädch. zuehen
Stellg. Karolina Beck, gewerbsmässige Stel- JOSEPH STADE & CO.
lenvermittlerin, Elisabethenstr. 22, II. (*2579
ſucht Stelle M
Ordentl. Mädch. als Haus=
mädch
. Näh. Gartenſtr. 21, III. (*2578

14
Für meine Tochter, Jahre
alt, mit guter Schulbildung und
guter Erziehung ſuche eine Lehr=
ſtelle
in einem feineren Putz=,
event. auch beſſerem Weißwaren=
geſchäft
. Offerten u. C 51 a. d.
Expedition ds. Blattes. (*2577mfs

Männlich

Jung, ſtrebſ. Mann, 23 Z. al.,
mit Einjähr.=Freiw.=Berechtigung,
militärfrei, der ¾ Jahre als Lehr=
ling
in Buchhandlung tätig war,
aber weg. Erkrankung dieſen Be=
ruf
aufgeben mußte, danach die
Handelsſchule in Darmſtadt ab=
ſolviert
hat, ſucht p. 1. April d. J.
geg. geringe Vergütg. eine Stellg.
als Volontär auf einem kaufm.
Büro. Off. unter U 78 an die
Expedition ds. Bl.
(1402a

Im bautechn. Zeichnen geübter
junger Mann ſucht entſprechende
Beſchäftigung.
(*2320om
Näheres Hochſtraße 2, II.

Ein Schüler, der Talent hat im
Zeichnen u. kommende Oſtern die
Mittelſchule verläßt, möchte ſich
gerne ausbild. als Möbel=od. Ma=
ſchinenzeichner
. Offerten unter
C 27 an die Exped. (*2488mdf

Ofen
Stele

Weiblich

Branchekundige

Verkäuferinnen
für Haus= und Küchengeräte
und Lehrmädchen
b. hohem Gehalt geſucht. Off.
u. C47 a. d. Exp. (2852mds

Merier eme
Stenogr. u. Maſchinenſchreiben be=
wand
., für hieſiges Engrosgeſchäft
zum 1. März geſucht. (Engl. u.
franz. Korreſpond. erwünſchl. Re=
flektantinnen
bel. ihre Offerten m.
Gehaltsanſpr. ſowie Zeugnisabſchr.
u. B 65 a. d. Exp. z. richten. (2606a

Leübte Garhiererinnen
für Herrenhüte bei gutem
Lohn f. dauernde Beſchäft.
(2859
ſofort geſucht
A. Roſenthal & Co.,
Strohhutfohrik, Darmſtadt.
ohne Vor=
Lehrmädchen kenntn. f.
Büro geg. Vergüt. p. ſof. geſucht.
Off. u. C 37 an die Exv. (*2517

gegen ſofortige Vergüt. geſ.
Holländ. Kaffee- und
Lebensmittelhaus
Rheinſtr. 5. (2856mfs

Wie ſuchen für unſere
Spezial-Konfektions-Abtelung

ſofort
Tücht. Fervierfräulein gef.
Reſtauration Zur Lilie‟, Große
(*2590
Kaplaneigaſſe 16.
Jg. br. Mädchen tagsüb. geſ.
Luiſenplatz 1, 2. St. links. (*2584

per 15. Februar oder 1. März einige tüchtige, branchekundige
Verkäuferinnen.
Offerten mit Photographie und Gehaltsanſprüchen erbitten
2818)
Gri Schürmann & Comp.

Ordentliche, gewiſſenhafte Frauſ
ſofort
als Zeitungsträgerin geſucht
Allg. Wegweiser (*2581
Nieder=Ramſtädterſtraße 31.

Gebildete, ä. vertrauenswürdige Tücht. Arbeiterin (nur erſte
Kraft) per ſof. geſ. Damen= Kon=
fektion
, Schützenſtr. 3, I. (2839msi hon mit gut. Schul.
Lehrmädchen zeugniſſen aus
achtbar. Fam. wird aufgenommen.
Ledwigſtraße 15.
(*2479ms Tüchtiges,
williges Mädchen,
das etw. koch. kann, z. 1. Febr. in
einfach. bürgerl. Haushalt geſucht
Näh. in der Exped.
(*12934 Ein ſauberes, tüchtig. Mädchen
geſucht in kl. Haush. v. 104 Uhr
mittags. Näh. Expedition. (B2704 Geſucht tüchtiges Mädchen für
den ganzen Tag.
(*2392im
Offert. unt. C5 an die Exped. Weg. Verheiratung m. Mädchens,
ſuche per 4
15. Februar Alleinmädchen
das kochen kann.
(*2349om
Frau Külp, Martinſtr. 55. Dur Geſellſchaft einer alt. Dame
in Bensheim u. zur Führung
des Haush. ein geſetztes Fräulein
alsb. geſ. Off. m. Gehaltsanſpr. u.
Zeugn. u. B 86 a. d. Exp. (*2338oms Junges, ordentl.
Gesucht. Mädchen in klein.
Haushalt Karlsſtr. 20, II. (*2505 189 .
Kräft.,
d. gut kocht
1822i. Mäöchen u. Hausarb.
verſteht, auch Anfängerin, welche
Kochen erl., davernd in klein. Haus,
guter Lohn, geſucht. Eintrit nach
Uebereink.
(I,2804
Ad. Uhlmann,
Bockenheimerlandſtr. 95, Frankfurt a. M. Sanbere Pran
zum Brödchentragen geſucht. Hof=
bäckerei
W. Mitze. Hügelstr. 19. (*2493 Metedie etſtehen
für den ganzen Tag geſucht nach
Landgraf Georgſtr. Vorzuſtellen
Bäckerei Mitze, Hügelstr.
(*
(*2492 Braves, tüchtiges Mädchen
für alle Hausarb. geg. guten Lohn
zum 1. oder 15. Februar geſucht
Frankfurterſtr. 86, 2 Stock. (2776 Ehrliche Lauffrau oder funges
Mädch. geſ. 18 M. monatl. (Zeugn.)
Karlsſtraße 53½, II.
(*2464 Lauffrau oder Mädchen geſucht
Taunusſtraße 24.
(*2476 Kräftiges 6
junges Mädchen
für Küche u. Hausarbeit ſof. geſ.
*2515)
Britannia=Hotel. Z. ſof. Eintritt ein kräft. Mädchen,
das im Kochen bewandert und die
Küche ſelbſtändig leiten kann, bei
(*2536mdf
hohem Lohn geſucht.
Hausvater Merdes, Herberge z. Heimat. Zum 1. März ein Mädchen mit
guten Zeugniſſen zu älterem Ehe=
paar
geſucht, das kochen kann und
alle Hausarbeit verſteht. (*2497md
Herdweg 66, parterre. tagsüber
Ein tüchtig.,
ordentliches Mädchen geſucht
Heinheimerſtr. 69, p., links. (*2559 Unabhängige Lauffrau oder
Mädch. geſ. auf morg. u. mittags
2 St. Stiftſtr. 83, parterre. (*2560 Jungeres Laufmädchen
(2874
per ſofort geſucht.
Bluſen=Spezialiſt
A. Wagner,
Wilhelminenſtraße 29. Tüchtiges Hausmädchen
per 1. Februar geſucht
Herderſtraße 3. (*2583 Suche große Anzahl Mädchen
jeder Art. Johannette Weiß=
mantel
, gewerbsmäßige Stellen=
vermittlerin
, Kaſinoſtr. 17. (*2575

Mhtenſcterinen
für ſofort oder ſpäter geſucht. An=
genehme
dauernde Stellung. Hoh.
Lohn.
(2803
Bonner Fahnenfabrik
Bonn a. Rh.

Geschäftsführer
geſ. für G. m. b. H., welch. die Ab=
fallbranche
(Leder=, Filz=, Gummi=
Abfälle) genau kennt. Ausführl.
Off. unt. C 31 Exped. (*2508

für kleine Reiſetouren mit feſtem
Salär geſucht. Intelligenter
Handwerker wird ebenfalls berück=
ſichtigt
. Off. unt. A 10 an dier
Exped. ds. Bl.
(2152a

Größere gut eingeführte Fleiſch=
waren
=Fabrik ſucht tücht. branche=
kundigen

(II,2808
Agenten
Off. u. L. L. 973 an Haasen-
stein
& Vogler, A.-G., Hamburg.

Arbeiterinnen
geſucht
Hassia,
(*2580
Schokoladenfabrik G. m. b. H.
Darmſtadt, Wienerſtr. 66.

Sunges träſiges Mädhen
vom Lande für Hausarbeit geſ.
Zu erſr. in der Erpd.
(2876

Suche zum 1. Februar ein
Mädchen, welches wegen Platz=
mangel
zu Hauſe ſchlafen kann.
Nur ehrliche, ſaubere Mädchen
wollen ſich melden Soderſtraße 98,
parterre.
(*2595

Fiebevolle Aufnahme findet i. ein
Haus eine ältere, (ca. 50 Jahre)
alleinſteh., geſunde Dame,
welche evang. und durch Herzens=
bildung
u. Energie in der Lage iſt,
zwei jungen Mädchen v. 11 u. 16
Jahr. eine erzieheriſche Freundin
zu ſein und gewillt iſt, zu repräſen=
tieren
und ſich nützlich zu machen.
Symp. Weſen u. tadell. Ruf Be=
dingung
. Gefl. Anerbieten unter
C30 an die Exped.
(*2463

Stellenloſe Mädchen finden
Unterkunft bei Frau Bauer,
Marktplatz 12.
(39a

Männlich

gar Geſucht 220
Herrſchaftskutſcher
verheiratet, perfekter Fahrer
u. Reiter, guter Pferdepfleger,
der mögl. auch etwas ſervieren
kann, bei hohem Gehalte
nach auswärts; auch lohn.,
leichte Beſchäftigung für die
Frau ermöglicht. (2652oim
Offerten unter B 88 an
die Exped. d. Bl.

Aebenverdienſt
Garantie monttl.
evtl. Exiſtenz 2300 Mk.
Wir errichten in Darmſtadt
und Umgegend Poſtverſand=
ſtellen
für einen konkurrenz=
loſen
Gebrauchs= u. Maſſen=
artikel
Deutſches Reichspatent
Nr. 249837. Zur Uebernahme
ſind 3400 Mk. Kapital und
feſte Wohnung erforderlich.
Schnell entſchloſſene Reflektant.
wollen ſich melden unt. Erwerb
100 an Kolonialkriegerdank
Berlin W 35. (IV,2813,110

Junge Leute erhal=
Zur See, ten koſtenlos Aus=
kunft
über Handelsmarine, und
Ausrüſtung. J. Brandt, Altt
a. d. Elbe, Fiſchmarkt 20. (IV102535

ſeriöſer HE R. R,

Redegewandter,
zum Beſuche v. Privaten f. Darm=
ſtadt
und Umgebung geſucht von
kunſtgewerblicher Anſtalt geg. hohe
Proviſion. Offerten unter C 29
an die Expedition. (*2469msm

Sihett Eäinen
oder glänzenden Nebenverdienſt fin=
den
Perſonen aller Stände, welche
über ein Kapital von ca. Mk. 1200
verfügen. Proſpekte koſtenlos. Eppers
& Vollmann, Berlin C. 54, Rosentaler Strasse
Nr. 62 (Ecke Mulack Strasse). (III,2589

Betwhniten, Mſtfr uſchtmnen.
mädchen, Küchenmädch. für Hotels
u Reſtaurant geſucht. Frau Minna
Dingeldein, gewerbsmäßige Stellen=
vermittlerin
, Eliſabethenſtr. 3
(*2582
Telephon 531.

Margarine=
Werk
welches erſtklaſſige ungeſalzene
Margarine und Pflanzenbutter
herſtellt, ſucht einen tüchtigen und
eingeführten
Vertreter
Angebote sub K. 4151 an D. Frenz,
Annonc.=Exped. Mannheim. (IV 2672

Nquisiteur
für eine Vereinszeitung
gegen gute
Vergütung geſucht.
Adreſſe unter B 93 an die
Expedition ds. Bl. (278imd

täglich zu verdienen.
210 M. Proſp. grat. Aüregsen=
verlag
Jch. II. Schultz. Cöln 121. (I 1093

ee. Me e e ee
Hotels ꝛc. gut eingeführter, ſeriöſer
Vertreter
zum Verkauf ff. Thüringer Wurſt=
waren
ſofort geſucht.
Gefl. Offerten mit Aufgabe von
Referenzen unter C 35 durch die
Exped. ds. Bl. erbeten.
(2815
Ieeä

Maurerparſier
nach Darmstadt gesucht.
Nur tücht., energiſche Leute woll.
ihr Angebot m. Zeugnisabſchriften
u. Lohnanſprüchen unt. C 33 an
die Exped. einſenden. (*2501ms

geprüfter,
Keſſelheizer per ſofort
geſucht. Holzbau System Meltzer‟.
G. m. b. H., Pallaswiesenstr. 72. (*2519

Geſucht tücht., redegewandter
Zeitschriftenaustrüger
geg. Wochenlohn u. hohe Proviſion.
Selbiger muß auch in der Lage ſein,
neue Abonnenten zu gewinnen.
Radfahrer bevorzugt. Off. unter
C4 a. d Exped.
(*2391im

ſofort
Jung. Burſche geſucht
Große Bachgaſſe 16.
(*2496
Ein ſaub. Hausburſche v. Lande;
geſ. Lauteſchlägerſtr. 11. (*2535

Junger Mann a. gut. Familie
m. d. Berechtigung z. Einj.=Freiw.=
Dienſt findet Stellung als (2763im
Lehrling
bei Johs. Waitz, Hofbuch-u Kunsthandlg.

Zu Oſtern ein Lehrling
geſucht (2650oms
Merkur-Drogerie
Adolf Zachmann, Bleichſtraße.

Glaserlehrling geſucht
Glaſere
Franz Langheinz, Karlſtr. 25,
(2610a
Telephon 1747.

Lehrling
m. Einjähr.=Zeugn., ſch. Schrift,
ſich. im Rechnen, geg. ſof. ſteigende
Vergütung auf Büro geſucht
Heinrich Elbert, G. m. b. H.
Buchdruckerei (2661a
Ernſt Ludwigſtr. 9, I. Stock.

Lehrling fürein Eisengeschäft
gegen ſofortige Vergütung geſucht.
Off. u. A 96 an die Exped. (2394a

Märf
Garcnerlehrling gesucht.
Ph. Sche Schießhaustr. 63. (B2735

Mit guten Zeugniſſen verſehener junger Mann
kann bei unſeren Kaſſen als Lehrling eintreten.
Näheres auf unſerem Bureau Nieder=Ramſtadterſtr. 71, I. (2478a
Sterbekasse d. Bundes Deutsch. Gastwirte. Haftpflichtkasse Deutsch. Gastwirte

[ ][  ]

Seite 22.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Januar 1913.

Nummer 24.

Sgee
(8
3.

haben ſich zahlreiche Fahrer gewöhnt,
M.
Wyberk=Tabletten mitzunehmen. Die ſtau=
bige
Luft, das raſche Atmen greiff die Kehle

an, ſie wird frocken, der Hals rauh und die
Stimmle heiſer, beſonders wenn man ſich
Me ae
noch von der Fahrk erhitzt dem Zuge ausgeſetzt haf. Dann wirken ein
paar Wybert=Tabletten Wunder: wie ſie im Munde zergehen, lindern
ſie die Heiſerkeit und ſchaffen einen freien Hals. Der Preis iſt in allen
Apotheken und Drogerien 1 Mark pro Schachkel. Niederlagen in
Darmſtadt: in ſämtlichen Apotheken; Drogerie von
Fr. Beckenhaub, Kirchſtraße 27; Drogerie Gg. Liebig
& Co., Luiſenſtraße 4: Martins=Drogerie, Pan=
kratiusſtraße
41; Drogerie Chr. Schwinn, Rheinſtraße 8;
Drogerie C. Watzinger, Wilhelminenſtr. 11; Central=
(I,2823
Drogerie, Eliſabethenſtraße 30.

Luftfahrt.

* Berlin, 27. Jan. Ueber die Verleihung des Ab=
zeichens
für Militärflugzeugführer ſchreibt das
Armee= und Verordnungsblatt u. a.: Das Abzeichen wird
denjenigen Offizieren, Unteroffizieren und Mannſchaften
verliehen, die nach Ablegung der beiden vorgeſchriebenen
Früfungen für Flugzeugführer nach Vollendung der Aus=
bildung
auf einer Militärfliegerſtation das Befähigungs=
zeugnis
als Militärflugzeugführer erwarben. Von dem
Beliehenen iſt das Abzeichen ſo lange zu tragen, als er
zum Flugzeugführer im Felde geeignet iſt. Nicht bei der
Fliegertruppe befindliche Inhaber des Abzeichens müſſen
durch regelmäßig wiederholte Dienſtleiſtung bei der Flie=
gertruppe
grundſätzlich mindeſtens zweimal jährlich je
vier Wochen ihre Befähigung zum Führer erneut nach=
weiſen
. Zeigt es ſich, daß der Kommandierte die Eigen=
ſchaft
als Militärflugzeugführer nicht mehr beſitzt, wird
er von der Liſte geſtrichen und muß das Abzeichen mit
dem Beſitzzeugnis ſogleich nach Empfang der Mitteilung
abliefern.
Zwei Todesſtürze.
* Aachen, 27. Jan. Heute nachmittag ſtürzte der
26jährige Flieger Hüll, der in Johannisthal das Pilo=
tenzeugnis
erworben hatte, auf dem hieſigen Flugplatz
auf der Pranderheide bei einem Probeflug aus 10 Meter
Höhe ab. Er erlitt einen Schädelbruch und blieb tot.
Der Unfall wurde dadurch hervorgerufen, daß Hüll am
Ende des Flugplatzes Telegraphenſtangen ausweichen
wollte, weshalb er den Apparat hochriß und vom Sitze
ſtürzte. Der Apparat wurde erheblich beſchädigt.
Ueber den Abſturz meldet noch Profeſſor
Reißner, der Erfinder des von Hüll geſteuerten

Eindeckers, dem Berliner Lolal=Anzeiger folgendes: Hüll
ſtürzte aus geringer Höhe ab, als er wegen der ſchwie=
rigen
Platzverhältniſſe zu ſteil hochging und abrutſchte.
Der Apparat ſetzte zuerſt mit dem Vorderrad und der
rechten Flügelſpitze auf, federte zurück und ſchleuderte
den Piloten nach hinten heraus. Hüll hatte es abge=
lehnt
, Sturzhelm und elaſtiſchen Gürtel zu verwenden.
* Buenos=Aires, 27. Jan. Der argentiniſche
Flieger Enſebione ſtürzte bei Villalujan aus zwanzig
Meter Höhe ab. Er war ſofort tot.

Handel und Verkehr.

Poſtſcheckverkehr. Das amtliche Verzeichnis
der Kontoinhaber bei den Poſtſcheckämtern im Reichspoſt=
gebiet
(Stand vom 1. Januar 1913) wird in den nächſten
Tagen erſcheinen; es umfaßt die Adreſſen von 75200
Kontoinhabern. Das Verzeichnis iſt bei allen Poſtanſtal=
ten
für 1.80 Mark käuflich. Kontoinhaber erhalten es auf
Verlangen von ihrem Poſtſcheckamt unter Laſtſchrift des
Preiſes; auch können ſie ſich den regelmäßigen Bezug des
Verzeichniſſes, ſowie der im Laufe des Jahres erſchei=
nenden
beiden Nachträge durch einmalige Beſtellung bei
ihrem Poſtſcheckamt ſichern.

Landwirtſchaftliches.

Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 21. bis 27. Januar.
Unter dem Einfluß ermäßigter amerikaniſcher For=
derung
machte die in der Vorwoche zum Durchbruch ge=
kommene
Abſchwächung zenächſt weitere Fortſchritte, zu=
mal
das mildere Wetter andauerte und vom Inlande
ſtärkeres Angebot herauskam. Als jedoch durch den
Staatsſtreich der Jungtürken die politiſche Lage eine
neuerliche Verſchärfung erfuhr, nahm der Getreidemarkt
in der zweiten Wochenhälfte wieder eine etwas feſtere
Haltung an. Hinzu kam, daß Argentinien infolge knap=
pen
Dampferraumes und hohen Frachten an ſeinen For=
derungen
feſthielt, während Rußland bei fehlender Zu=
fuhr
überhaupt nur ſpärlich mit Offerten am Markte war.
In Deutſchland zog ſich das Angebot wieder mehr zurück,
und auch im Lieferungsgeſchäft verhielten die Abgeber ſich
infolgedeſſen vorſichtiger, ſo daß die Preiſe für Weizen
um 1¾ Mark, für Roggen um 2½3 Mark anziehen
konnten, ohne dieſen Gewinn indes voll zu behaupten,
da ſich zuletzt wieder etwas mehr Neigung zu Verkäufen
ſeitens der Provinzkundſchaft bemerkbar machte. Immer=
hin
ſtellte ſich Weizen am Berliner Lieferungsmarkte noch
um ¾, Roggen um 1¾ Mark höher als zu Beginn der
Woche. Nachfrage zu Exportzwecken beſtand ſowohl für

Weizen und Roggen als auch für Hafer, und wenn das
Geſchäft nach dieſer Richtung wegen des Mangels an ge=
eigneten
Qualitäten mit mancherlei Schwierigkeiten ver=
bunden
iſt, ſo kamen in der Berichtswoche doch wieder
größere Abſchlüſſe, zum Teil auf Grund früherer Export=
verkäufe
, zuſtande. Namentlich Hafer iſt in den vom
Export verlangten Qualitäten ziemlich ſpärlich, um ſo
ſtärker aber in mittlerer und geringer Ware angeboten,
für die der Abſatz im Inlande ſelbſt zu gedrückten Prei=
ſen
außerordentlich ſchleppend geblieben iſt. Für Liefer=
ung
bewirkten unnachgiebige Auslandsofferten, ſowie die
politiſchen Anregungen eine leichte Befeſtigung. Sehr
geklagt wird andauernd über den Abſatz von Braugerſte,
die ſich namentlich in geringerer Qualitäten wieder billi=
ger
ſtellen mußte. Dagegen behielt ruſſiſche Futtergerſte
trotz größerer Zurückhaltung des Konſums im allgemei=
nen
ihre feſte Tendenz bei, da Rußland bei ſchwachem
Export weiter mit Offerten zurückhält. Allerdings war
die zweite Hand mit etwas billigerem Angebote im
Markte, und im Anſchluß daran war auch amerikaniſche
Gerſte um zirka 23 Mark ermäßigt. Mais war von
Argentinien nicht billiger, obwohl die Nachrichten über
die neue Ernte etwas günſtiger lauteten; dagegen ſprach
ſich in den nordamerikaniſchen Offerten etwas mehr Ent=
gegenkommen
aus. Es ſtellten ſich die Preiſe für in=
ländiſches
Gtereide am letzten Marktage wie folgt:

Roggen
Hafer
Weizen
170 (
169
Königsberg. .
167½ (1½) 174 (1
Danzig . . . 207 (41
(
Stettin . . . 195 (2 ) 165 (3 ) 17
162 (1 ) 16
-
Poſen . . . 193 (2
162 (2 ) 163
-
Breslau . . . 191 (2
170½ (* ½) 200
. 198 (
-
Berlin .
169 (*1
Magdeburg . 198 (1

185
193 (1
170 (2 ) 188 (2
Leipzig . .
184 (2
Dresden . . . 199 (*1 ) 168 (
165 (1
)165 (
Roſtock . ..
178 ( ) 190
Hamburg . . 207 (
17
(2 ) 173
2
Hannover . . 188 (*4
186
1
(
1.
211
Köln
Frankfurt a. M. 212 (* ½) 182 () 195 (
5 ( ) 185 (
190 (
Mannheim. . 2
½ (
-
187½ ( ) 195
Straßburg . . 21
) 184 (
-
178
München . . 219

Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 210 (*0,75),
Peſt April198,55 (3,70), Paris Jan. 225,45 ( 12,60),
Liverpool März 168,10 (0,25), Chicago Mai 142,20
1,90), Roggen: Berlin Mai 175,75 (* 1,75), Hafer:
Berlin Mai 173,25 (* 1,25), Futtergerſte fr. Hamburg
unverzollt, Südruſſ. ſchwim. 148 (), Jan. 145,50
0,25), Amerik. ſchwim. 140 (3), Jan. 136,50 (3),
Mais: La Plata ſchwim. 114 (0,50), Mixed Januar
111,50 ( 2) Mark.

Rheumatische Schmerzen, Reißen,
Hexenschuß. In Apotheken Fl. M 1,30.

Sind. un. Zmm lebe Srau!

WO VUHOWWV

Preisw. zu verkaufen

Patent=Laden=Kontrollkaſſe,
1 Nickelgeſtell, Seiten= und Rück=

wand, diverſe Vaſen, Nickelarme
mit Glasplatten, Preisſchilder u
=Halter, Schuhſpanner ꝛc. für
(2782ms
die Schuhbranche

Mauerſtraße 1, Laden.?

Gelegenheitskauf

Kordel und Quaſten für Damenhüte und
Taſchen, ſowie Möbelſchnüre
habe durch Zufall billig abzugeben.
(*2532
Schwarting, Kranichsteinerstr. 22, I.

Inventur

2634
sms)

Ausverkauf!

Gebe von jetzt bis Mitte Februar auf vor-
jährige
Stehlampen u. Kronen
25 RABAMI

L. Lange

Elektr. Institut

Schulstrasse 6.

Heſſiſche Chroni

Monatsſchrift für Familien= und Ortsgeſchichte
in Heſſen und Heſſen=Naſſau

Begründet und herausgegeben von
Dr. Hermann Bräuning=Oktavio u. D. Dr. Wilh. Diehl.

Preis: Jährlich 12 Hefte: 6 Mark, vierteljährlich 3 Hefte:
1,50 Mark, Einzelhefte gegen Voreinſendung des Betrags
60 Pfge. Probehefte unentgeltlich.

Man abonniert bei dem Verlag der Heſſiſchen Chronik
(L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei, Darmſtadt) und allen
Buchhandlungen.
(2464fso

zum Waſchen u.
Wäsche Flicken wird noch
angenommen. Frau Drodt
Arheilgerſtr. 35, Hinterb. (*2196sm

Kinderkleider

für Mädchen und Knaben werden
angefertigt, getr. Kleider umge=
ändert
Gartenſtr. 12, I. (*2321oms

Wichtig für Private? (*2156sm
Tücht. Schreiner empf. ſich im
Aufpol. u. Herrichten v. Möb., pro
Tag M. 2.50. Näh. Obergaſſe 20.

5 Gemälde
alte und neue, zu verk. *2564md
Georgenſtr. 9, Gartenh., 1. St.

Stühle, Körbe, Stühle
werden billig und dauerhaft ge=
flochten
, Korbreparaturen prompt
ausgeführt Korb= u. Stuhlflecht.
von Ludwig Schmidt
2 Rundeturmſtr. 2. (*2554
Arbeit wird abgeholt. Poſtk. gen.